14.06.2022 Aufrufe

Frauengesundheit

"Frauen benötigen Chancengleichheit!" Um in jedem Lebensabschnitt die bestmögliche medizinische Behandlung erhalten zu können, ist eine differenzierte, geschlechtsspezifische Medizin notwendig, erklärt Alexandra Kautzky-Willer im Vorwort der Kampagne „Frauengesundheit". Diese befasst sich mit Gesundheitsthemen, um Frauen dabei zu helfen, die beste Version von sich selbst zu sein!

"Frauen benötigen Chancengleichheit!"



Um in jedem Lebensabschnitt die bestmögliche medizinische Behandlung erhalten zu können, ist eine differenzierte, geschlechtsspezifische Medizin notwendig, erklärt Alexandra Kautzky-Willer im Vorwort der Kampagne „Frauengesundheit".



Diese befasst sich mit Gesundheitsthemen, um Frauen dabei zu helfen, die beste Version von sich selbst zu sein!

MEHR ANZEIGEN
WENIGER ANZEIGEN

Erfolgreiche ePaper selbst erstellen

Machen Sie aus Ihren PDF Publikationen ein blätterbares Flipbook mit unserer einzigartigen Google optimierten e-Paper Software.

EINE THEMENZEITUNG VON MEDIAPLANET

Lesen Sie mehr unter www.blickaufsie.info

Frauengesundheit

Brustkrebs:

Herausforderungen in der

Paarbeziehung meistern

Heavy Menstrual

Bleeding

Viele Frauen wissen

nicht, dass eine starke

Menstruationsblutung eine

Krankheit ist

Schwangerschaftsübelkeit:

Tipps und Tricks

von Betroffenen

Frauen benötigen

Chancengleichheit!

Um in jedem Lebensabschnitt die bestmögliche medizinische

Behandlung erhalten zu können, ist eine differenzierte, geschlechtsspezifische

Medizin notwendig, erklärt Univ.-Prof. in Dr. in Alexandra Kautzky-Willer.

Endlich… Scheidenflora OK!

OMNi-BiOTiC® FLORA plus+:

Auch Vaginal-Gesundheit beginnt im Darm. Einfach trinken!

Institut AllergoSan Pharmazeutische Produkte Forschungs- und Vertriebs GmbH

Lebensmittel für besondere medizinische Zwecke (Bilanzierte Diät)

www.omni-biotic.com

Natürlich

wirkt’s!


2 Lesen Sie mehr unter www.blickaufsie.info

Eine Themenzeitung von Mediaplanet

UNSERE PARTNER:

VORWORT

DAS

BIN

iCH

DAS BIN iCH

ist eine Plattform, die Betroffenen

zeigt, dass sie nicht alleine sind.

DAS BIN iCH möchte damit Mut

machen, Hoffnung schenken und das

allgemeine Bewusstsein für Brustkrebs

sowie dessen Enttabuisierung fördern –

und das mit wahren Geschichten, echten

Menschen und ehrlichen Antworten.

www.dasbinich.at

Frauen benötigen

Chancengleichheit in der Qualität

der medizinischen Versorgung

erdbeerwoche –

deine Periodenbegleiterin

Die erdbeerwoche ist das erste auf Menstruation

und nachhaltige Periodenprodukte

spezialisierte Social Business aus Österreich.

Im erdbeerwoche-Shop findet frau

eine Auswahl nachhaltiger Produkte – von

Periodenunterwäsche über Menstruationstassen

bis hin zu Bio-Tampons. Alle

Produkte der erdbeerwoche sind bio, fair,

vegan und/oder wiederverwendbar.

erdbeerwoche.com

Verantwortlich für den

Inhalt dieser Ausgabe:

FOTO: MARIA STEINWENDER

Kerstin Köckenbauer

Senior Project Manager & Business

Development Manager

Mediaplanet GmbH

Project Manager: Layla Soussi, Business Developer:

Kerstin Köckenbauer, Senior Business Developer:

Florian Rohm, BA, Lektorat: Joseph Lammertz,

Layout Design: Daniela Fruhwirth,

Managing Director: Bob Roemké

Medieninhaber: Mediaplanet GmbH,

Bösendorferstraße 4/23, 1010 Wien,

ATU 64759844 · FN 322799f FG Wien

Impressum: https://mediaplanet.com/at/

impressum/, Distribution: Der Standard

Verlagsgesellschaft m.b.H.

Druck: Mediaprint Zeitungsdruckerei

m.b.H. & Co.KG

Kontakt bei Mediaplanet: Tel: +43 676 847 785 115,

E-Mail: kerstin.koeckenbauer@mediaplanet.com

ET: 14.06.2022

Die junge Wissenschaft der

Gendermedizin befasst sich mit

den Unterschieden zwischen

Männern und Frauen in der

Gesundheitsförderung, der Prävention,

der Diagnose und Therapie von Krankheiten

sowie der Rehabilitation. Dabei ist

zu beachten, dass nicht allein dem biologischen

Geschlecht – basierend auf den

unterschiedlichen Geschlechtschromosomen

und Sexualhormonen –, sondern auch

psychosozialen, kulturellen und Umweltfaktoren

eine bedeutende Rolle zukommt.

Die persönliche Lebensgeschichte und der

Lebensstil bestimmen mit, wie sich Krankheiten

manifestieren und wahrgenommen

werden. Auch die Kommunikation mit den

unterschiedlichen Gesundheitsberufen

und die daraus resultierenden Interaktionen

sind geschlechtsabhängig. Gleichgeschlechtliche

Dyaden sind, vor allem bei

Patientinnen, oft von Vorteil, ebenso wie

ein Verständnis für den jeweiligen kulturellen

Hintergrund der Patient:innen.

Die Gendermedizin versucht in einem

ganzheitlichen Ansatz, basierend auf

dem biopsychosozialen Modell, all diese

Faktoren zusammenzuführen, um

schließlich eine optimale, personalisierte

medizinische Versorgung zu ermöglichen.

Frauengesundheit ist ein Schwerpunkt der

Gendermedizin, da historisch die männliche

Physiologie zentral war und somit in

der Frauengesundheit immer noch größere

Wissenslücken vorherrschen. Selbst jetzt

werden Frauen noch nicht in dem empfohlenen

Ausmaß in klinische Studien

eingeschlossen. Es liegen meist keine

Informationen zum Einfluss des Zyklus,

der Menopause oder der Pille auf moderne

Medikamente vor. Die COVID-19-Pandemie

hat aber gezeigt, wie wichtig es ist, alle

Gesundheitsdaten geschlechtsdifferenziert

auszuwerten, und dass zum Beispiel bei

Impfungen auch an schwangere Frauen

von Anfang an gedacht werden muss, um

diese besonders vulnerable Gruppe speziell

zu schützen. Weiters sollten potenzielle

Auswirkungen innovativer Medikamente

auf Zyklus und Reproduktion besser

berücksichtigt werden.

In den letzten zehn Jahren konnten in

der Gendermedizin aber viele Forschungsschwerpunkte

(weiter-)entwickelt werden,

insbesondere im Bereich der Kardiologie,

bei hormonellen und Stoffwechselerkrankungen,

in der Onkologie und bei

Infektionskrankheiten. Die meisten

Fachgesellschaften bieten einschlägige

Symposien im Rahmen ihrer Fortbildungsprogramme

an und an der MedUni Wien

und Innsbruck ist Gendermedizin auch

ein fixer Bestandteil im Medizincurriculum.

Neben der Aus- und Weiterbildung

ist es aber auch wichtig, forschungsbasiert

Gendermedizin zur Anwendung zu

bringen. Das ermöglichen Frauengesundheitszentren,

die speziell auch auf die

Prävention wichtiger Krankheiten, die

Frauen besonders treffen, fokussiert sind.

Lebensstiländerungen sowie eine Förderung

der Resilienz und Behandlungen

können geschlechtssensitiv besser umgesetzt

werden.

Frauen profitieren nicht der Lebenszeit

entsprechend mit einer Zunahme

der gesunden Lebensjahre. Sie leiden

mehr unter neurodegenerativen und

psychiatrischen Störungen, Autoimmunerkrankungen

und beeinträchtigenden

und schmerzhaften Zustandsbildern. Und

das, obwohl Frauen mehr um Gesundheit

bemüht sind und meist auch eine bessere

Gesundheitskompetenz aufweisen. Sie

kümmern sich meist auch um die Pflege

und Gesundheit der gesamten Familie.

Mehrfachbelastung durch Job, Familie,

Pflege und Kinderbetreuung erhöht

aber die Prädisposition für verschiedene

Krankheiten.

Die Gendermedizin trägt wesentlich zur

fortlaufenden Verbesserung der Gesundheit

von Frauen mit ihrer einzigartigen

Physiologie und den sehr unterschiedlichen

Lebensabschnitten bei. Frauen

benötigen Chancengleichheit auch in der

Qualität der medizinischen Versorgung,

und das bedeutet eben eine differenzierte,

geschlechtsspezifische Medizin.

c

Univ.-Prof. in Dr. in

Alexandra

Kautzky-Willer

Leiterin der Abteilung

für Endokrinologie

und Stoffwechsel

Mediz. Univ. Wien,

Wissenschaftliche

Leiterin des Genderinstituts

Gars am

Kamp

FOTO: MEDUNI WIEN

Folge uns

@meine_wollke

Hose runter, WOLLKE rein!

Die erste wiederverwendbare Monatshygiene aus Österreich

Bleiben Sie in Kontakt:

Fair & Sozial

Ökologisch & Nachhaltig

Regional

@Mediaplanet Austria

@austriamediaplanet

Finde deine Lieblingswollke auf wollke.at und bei BIPA & denn‘s


Eine Themenzeitung von Mediaplanet

Lesen Sie mehr unter www.blickaufsie.info 3

EXPERTISE

Von der

Volkskrankheit zur

Venengesundheit

Frauen leiden besonders

häufig an Venenbeschwerden

und Venenerkrankungen. 1

Warum das so ist, wie man

krankhafte Veränderungen

erkennt und welche

Behandlungsmöglichkeiten es

gibt, erklärt die Venenspezialistin

Univ.-Prof. Doz. Dr.

Stanislava Tzaneva

im Interview.

Ab wann spricht man von

Venenerkrankungen?

Man muss hier zwischen einer chronischvenösen

Erkrankung und einer chronischvenösen

Insuffizienz unterscheiden. Die

Varikose oder Krampfadererkrankung ist

eine degenerative Erkrankung, die erblich

veranlagt ist und in Stadien verläuft. Im

frühen Stadium nennen wir sie chronischvenöse

Erkrankung und in einem fortgeschrittenen

Stadium chronisch-venöse

Insuffizienz.

Welche Beschwerden und Symptome

können bei der Krampfadererkrankung

auftreten?

Wir kennen auf der einen Seite Symptome

und auf der anderen Seite Zeichen. Das

bedeutet, dass Ärzte in der Zusammenschau

von Beschwerden, Zeichen und zusätzlichen

Untersuchungen entscheiden, ob

eine chronisch-venöse Erkrankung vorliegt.

Denn die Symptome sind leider nicht immer

spezifisch und können von Schmerzen und

Schweregefühl in den Beinen über Juckreiz

Assoc. Prof. PD Dr.

Stanislava Tzaneva

Oberärztin Abteilung

für Allgemeine Dermatologie,

Venenambulanz

und Phototherapie

Ambulanz

9

FOTO: SHUTTERSTOCK

FOTO: ZVG

und unruhige Beine bis hin zu Krämpfen

reichen. Die Zeichen hingegen sind viel

spezifischer und beginnen mit leichten

Veränderungen, sogenannten Besenreisern.

Das sind verzweigte, rote Äderchen, die rein

kosmetische Bedeutung haben können.

Doch dahinter kann sich leider auch eine

Leitvenenschwäche verbergen. Im nächsten

Stadium entstehen die bekannten Krampfadern.

Liegt fortschreitend eine chronischvenöse

Insuffizienz vor, kommen auch noch

Schwellungen, Verhärtungen, Rötungen und

eventuell auch offene Beine hinzu. Es kann

dann zu Komplikationen wie Blutungen,

oberflächlichen Venenentzündungen, tiefen

Venenthrombosen und sogar Lungenembolien,

die zum Tode führen können, kommen.

Gibt es Risikofaktoren oder

Risikogruppen?

Ja, die gibt es! Wir wissen zwar, dass die

chronisch-venöse Erkrankung genetisch

veranlagt sein kann, aber das macht nur

30 Prozent der Ausprägung aus. Zu über

70 Prozent hängt sie von der sogenannten

Epigenetik, also von unserem Lebensstil,

ab. 2 Und hier kommen die Risikofaktoren ins

Spiel. Einer davon ist, viel zu sitzen – und

das hat sich durch die Corona-Pandemie

und die Lockdowns verstärkt. Auch langes

Stehen ohne Betätigung der Muskeln und

Gelenkspumpen ist ebenso wie Übergewicht

ein Risikofaktor. Hormonelle Einflüsse und

speziell Schwangerschaften sind ein weiterer

bekannter Risikofaktor. Außerdem kann

ungesunde Ernährung und zu wenig Flüssigkeitszufuhr

die Erkrankung verschlechtern,

wenn bereits eine Neigung vorhanden ist.

Sind Frauen häufiger von Venenerkrankungen

betroffen als Männer?

Ja, tatsächlich. Das liegt zum einen an

hormonellen Veränderungen, wie etwa

durch Schwangerschaften, aber auch durch

berufliche Situationen. Die chronisch-venöse

Erkrankung ist aber eine Volkskrankheit.

73 Prozent der Frauen sind in unseren

Breiten davon betroffen und 56 Prozent der

Männer. 40 Prozent der Frauen leiden an

einer chronisch-venösen Insuffizienz. 3

Welche Therapieoptionen gibt es – unter

Berücksichtigung internationaler

Guidelines?

Es gibt zwei große Behandlungsgruppen:

konservative Methoden und operative

Eingriffe. Konservative Methoden stellen

immer die Basistherapie dar, das sagen

auch die internationalen Guidelines. 4 Die

wichtigste Säule dabei ist die Kompressionstherapie

mit Strümpfen oder Verbänden. Es

gibt Medikamente, wie etwa verschiedene

Flavonoide, die von allen Phlebologischen

Gesellschaften empfohlen werden. Extrakte

aus Zitrusfrüchtenschale, Rosskastanien,

Mäusedorn, Traubenkerne und Ginkgoextrakte

stärken nicht nur die Venenwände

und Venenklappen, sondern haben auch

eine antientzündliche Wirkung und verbessern

den Lymphabfluss. Es ist wichtig zu

verstehen, dass all diese Maßnahmen nicht

in Konkurrenz zu Eingriffen stehen, sondern

kombiniert angewendet werden.

Welche Möglichkeiten gibt

es für Eingriffe?

Das klassische Venen-Herausziehen ist heute

nahezu vollständig von anderen Methoden

abgelöst worden. Minimalinvasive Eingriffe

erfolgen ohne Schnitte. Patienten brauchen

keinen Krankenstand mehr und können

schon am nächsten Tag voll gesellschaftsfähig

sein und sich normal bewegen. Hier

legen wir betroffene Venen etwa mit Hitze

von innen still oder spritzen Schaum in die

Venen, sodass sich diese zurückbilden. Auch

die internationalen Guidelines empfehlen

diese minimalinvasiven Methoden noch vor

„alten“ chirurgischen Methoden. 4

Kommen wir zum Thema Prävention:

Welche Faktoren können die Venengesundheit

positiv beeinflussen?

An erster Stelle steht ein normales Gewicht,

denn das wirkt sich physikalisch auch auf

die Venengesundheit aus. Die chronischvenöse

Insuffizienz ist nichts anderes als ein

Überdruck im System. Viel Bewegung, eine

gesunde, ballaststoffreiche Ernährung und

ausreichend Flüssigkeitszufuhr tragen zur

Venengesundheit ebenso bei und verbessern

sogar Symptome, sollten diese bereits

vorliegen. Darüber hinaus ist es wichtig,

langes Sitzen oder Stehen zu vermeiden.

Sollte das nicht möglich sein, empfiehlt es

sich, Stütz- oder Kompressionsstrümpfe zu

tragen. Es gibt außerdem gute Übungen, um

die Venen gesund zu halten, wie etwa

drehende Bewegung des Sprunggelenks oder

Vor- und Zurückwippen mit Zehenspitzen

und Fersen. Kalt-warm-Wechselbäder sind

förderlich für die Venengesundheit, weil sie

die Venen aktivieren. Sollten bereits

Krampfadern vorliegen, sind heiße Bäder zu

vermeiden. Ich möchte Menschen mit

Krampfadern wirklich darauf aufmerksam

machen, ihre Beschwerden von Venenspezialisten

abklären zu lassen. Denn die

Komplikationen können nicht nur die

Lebensqualität beeinträchtigen, sondern

sogar lebensgefährlich sein!

*Quellen: 1: Rabe E. et al. The prevalence, disease characteristics and treatment of chronic venous disease: an international web-based survey. J Comp Eff Res 2020 Dec

9(17):1205-1218 2: Cavezzi A. Medicine and Plebolymphology: Time to change? J Clin Med 2020; Dec 18;9(12):4091 3: Beebe-Dimmer JL, Pfeifer JR, Engle JS, Schottenfeld D.

The epidemiology of chronic venous insufficiency and varicose veins. Ann Epidemiol 2005 Mar;15(3):175-84 4: Nicolaides et al. Management of Chronic Venous Disorders of the

Lower Limbs, Guidelines according to the scientific evidence, Int Angiology 2018, Vol.37, No.3

Monatspackung

60 Stk

daflon/C2/2021_22/InseratDTC/Mai2022

Es gibt nur ein Original –

daflon ® 500 mg

Über Wirkung und mögliche unerwünschte Wirkungen dieses Arzneimittels

informieren Gebrauchsinformation, Arzt oder Apotheker.

1 Gebrauchsinformation Daflon ® Stand Februar 2021.

MPFF - gereinigte, mikronisierte Flavonoidfraktion

Leiden Sie unter Venenbeschwerden?

Schwere

Beine 1

daflon ® – lassen Sie sich nicht aufhalten!

daflon ® 500 mg reduziert

Schmerzen in

den Beinen 1

Nächtliche

Wadenkrämpfe 1


4 Lesen Sie mehr unter www.blickaufsie.info

Eine Themenzeitung von Mediaplanet

INSIGHT

Mehr Verständnis für

Heavy Menstrual Bleeding

Julia* leidet an Heavy Menstrual Bleeding. Was ihr persönlich

hilft und welche Empfehlungen sie für andere betroffene

Frauen – und deren soziales Umfeld – hat, lesen Sie hier.

FOTO: SHUTTERSTOCK.COM

Hast du vor deiner Diagnose schon einmal

von Heavy Menstrual Bleeding gehört?

Nein, gar nicht! Auch wenn man vielleicht

einmal privat über starke Blutungen gesprochen

hat, war der Begriff für mich bei meiner

Diagnose neu.

Wie bist du darauf gekommen, dass du an

Heavy Menstrual Bleeding leiden könntest?

Ist es nicht schwierig zu erkennen,

was „normal“ ist und was nicht?

Ich hatte im Unterleib eine Zyste und war für

ein paar Tage für eine Operation im Krankenhaus.

Zur gleichen Zeit hatte ich meine

Periode. Ich hatte damals eine extrem starke

Blutung und habe dagegen sogar Blutverdickungsmittel

erhalten. Die Diagnose selbst

hat aber danach noch circa eineinhalb Jahre

gedauert. Es war ein Prozess, während dessen

ich bei mehreren Frauenärztinnen und

Frauenärzten war.

Viele Frauen berichten nach wie vor, dass

sie mit ihren Beschwerden von Ärztinnen

und Ärzten nicht ernst genommen werden.

Wie war das bei dir?

Ich habe leider auch Ähnliches erlebt. Es wurde

öfters so dargestellt, als würde es ohnehin

jeder Frau so gehen und man starke Regelblutungen

einfach ertragen müsse. Ab und zu

thematisiert man ja im Umfeld seine Menstruation

– auch wenn es nach wie vor leider noch

nicht die Norm ist, darüber zu sprechen.

Was für Auswirkungen hat Heavy

Menstrual Bleeding auf deinen Alltag?

Für mich ist es ein sehr belastendes Thema.

Zwar sind es „nur“ sechs Tage im Monat, aber

das hat für mich extreme Folgen. Es geht

mir vor, während und nach meiner Periode

emotional und körperlich nicht gut. Ich finde

es oft schwierig, damit umzugehen – auch

für mein Umfeld.

Was würdest du gerne anderen

betroffenen Frauen und

Angehörigen mitgeben?

Man ist nicht allein mit der

Erkrankung. Es gibt Frauen,

die das Gleiche durchmachen

wie man selbst. Leider ist das

Thema Menstruation nach

wie vor ein Tabuthema. Ich

spreche hier vor allem vom

Arbeitsumfeld. Man sagt dem

Chef nicht einfach, dass man

seine Periode hat und dass sie so

stark ist, dass man außer Gefecht

ist. Wir sollten versuchen, das zu

thematisieren, damit das soziale

Umfeld und Angehörige für unsere

Ausnahmesituation Verständnis zeigen

können.

*(Name von der Redaktion geändert)

Prim.a Priv. Doz.in

Dr.in Gunda Pristauz-Telsnigg

Präsidentin Österreichische

Gesellschaft

für Gynäkologie und

Geburtshilfe

Leiterin der Abteilung

für Frauenheilkunde

und Geburtshilfe

LKH Feldbach-

Fürstenfeld

FOTO: PRESSEABTEILUNG LKH FELDBACH, REINPRECHT BARBARA

Die Präsidentin der OEGGG, Prim. Priv.-Doz. Dr. Gunda

Pristauz-Telsnigg, erklärt im Interview, ab wann man

von Heavy Menstrual Bleeding spricht und welche

Behandlungsoptionen es gibt.

Text: Magdalena Reiter-Reitbauer

Was bezeichnet Heavy Menstrual Bleeding?

Im Fachjargon sprechen wir von Menorrhagie, also von der verlängerten

Regelblutung. Eine Menorrhagie besteht dann, wenn die Blutung länger

als sieben Tage dauert, wenn Tampons oder Vorlagen alle zwei Stunden

gewechselt werden müssen oder Blutkoagel in der Größe von Zwei-

Euro-Münzen abgehen.

Welche Beschwerden haben betroffene Frauen?

Frauen, die an einer Menorrhagie leiden, sind in Wohlbefinden und

Lebensqualität aufgrund ihrer Beschwerden durchaus eingeschränkt.

Wenn man alle zwei Stunden eine Toilette aufsuchen muss, dann ist das

für betroffene Frauen schon sehr mühsam. Daneben kann die Menorrhagie

mit Bauchschmerzen und einem erhöhten Bedarf an Schmerzmitteln

verbunden sein. Viele sprechen auch davon, dass sie sehr müde

sind. Denn es kann auch zu Blutarmut und Eisenmangel kommen.

Welche Ursachen können einer Menorrhagie zugrunde liegen?

Zunächst muss man unterscheiden, ob ein hormonelles oder ein organisches

Problem für die verlängerte Blutung verantwortlich ist. Zu den

organischen Ursachen können etwa Myome oder Polypen zählen. Sehr

selten können auch bösartige Erkrankungen zugrunde liegen. Außerdem

können Uterusfehlbildungen zu verstärkten Blutungen führen.

Diese organischen Probleme können sehr gut mit Ultraschall erkannt

werden. Hormonelle Schwankungen, die ebenso für starke Blutungen

verantwortlich sein können, erkennen wir über einen Hormonstatus.

Welche Therapieoptionen gibt es?

Bei hormonellen Ursachen können wir mit Medikamenten, etwa der Pille,

helfen, den Zyklus wieder zu regulieren. Liegen organische Ursachen

vor, können wir eine Operation durchführen, um das zugrunde liegende

Problem zu beheben. Wir können hier also gut eingreifen.

Was möchten Sie Frauen noch mit auf den Weg geben?

Es ist wichtig, dass Frauen es bewusst bei uns ansprechen, wenn sie das

Gefühl haben, dass irgendetwas nicht stimmen könnte. Wir können

dann abklären, ob die Beschwerden abnormal sind und ob es Behandlungsbedarf

gibt. Das heißt: Darüber sprechen und nachfragen, wenn

Unsicherheit besteht!

FlowCyclo ®

Ist meine Periode normal?

Finde es mit der FlowCyclo ® App

heraus – ein einfacher Weg, um

deinen Blutverlust zu messen!

Nach ,,FlowCyclo“ suchen

Mit freundlicher Unterstützung von Bayer Austria GmbH & Co. KG.

Rechtlicher Hersteller: BAYOOCARE GmbH.

PP-PF-WHC-AT-0187-1-2022-05


Eine Themenzeitung von Mediaplanet

Lesen Sie mehr unter www.blickaufsie.info 5

UMFRAGE

98% der Befragten leiden unter

Menstruationsbeschwerden

Im August 2020 wurde die erdbeerwoche-Umfrage

anonym unter 2.165 Frauen durchgeführt. 65% der

Befragten waren unter 26 Jahren, 24% zw. 26 und

35 Jahren und 11% älter als 35.

Was ist die größte Herausforderung

mit deiner Periode?

52% starke Schmerzen

30% starke Blutung

23% unregelmäßiger Zyklus

22% keine Probleme

Hast du Beschwerden oder

Schmerzen wegen deiner Periode?

NEIN:

Nur 2% gaben an, keine

Beschwerden zu haben.

11% finden nicht das richtige Produkt

Sonstiges:

Stimmung/Psyche, PMS, Unwohl sein, Angst

vor Blutflecken, Kreislauf

JA:

98% haben Beschwerden.

Bist du schon einmal aufgrund

von Regelschmerzen von

deinem Job ferngeblieben?

63% Bauchschmerzen

36% Stimmungsschwankungen

JA:

44%

NEIN:

56%

28% unreine Haut

27% Rückenschmerzen

22% Durchfall

Sonstiges:

Brustschmerzen,

Kopfschmerzen,

Heißhunger, Kreislauf,

Müdigkeit, Übelkeit,

Blähbauch,..

Hast du mit deiner/m Vorgesetzten schon

einmal über deine Beschwerden vor oder

während deiner Periode gesprochen?

Nachhaltige Produkte für

Deine Periode!

WASCHEN &

WIEDER

VERWENDEN!

NEIN: 89%

JA: 11%

www.selena.care

@selenacare_official

@selenacareofficial

Quelle: erdbeerwoche.com


6 Lesen Sie mehr unter www.blickaufsie.info

Eine Themenzeitung von Mediaplanet

EXPERTISE

Was tun,

wenn die Blase

entzündet ist?

Harnwegsinfekte treten bei Frauen sehr häufig auf,

erklärt Univ.-Prof. Dr. Steffen Krause. Warum das

so ist und was man dagegen tun kann, führt der

Urologe im Interview aus.

Wie entstehen Harnwegsinfekte und

welche Symptome können auftreten?

Unter einem Harnwegsinfekt versteht man

eine Entzündung der Blase, die in der Regel

durch Bakterien verursacht wird. Die Blase

entzündet sich im Bereich der Schleimhäute.

Wer an einem Harnwegsinfekt leidet, verspürt

daher Beschwerden und Schmerzen.

Häufig geht ein Harnwegsinfekt mit einer

Zunahme der Frequenz, auf die Toilette

gehen zu müssen, einher. Die Hauptsymptome

sind aber ein Brennen beim Harnlassen

sowie Schmerzen im Becken und der

Blase. Es kann im Harn auch sichtbares Blut

vorhanden sein.

Gibt es so etwas wie Risikofaktoren?

Gerne spricht man davon, dass man sich

als Frau etwa beim Schwimmen eine

Blasenentzündung einfangen kann.

Das ist immer nur das i-Tüpfelchen.

Harnwegsinfekte sind leider sehr häufig.

Aber warum werden Frauen häufiger als

Männer von einer Harnwegsinfektion

geplagt? Dazu muss man verstehen,

dass Frauen im Vergleich zu

Männern einen „anatomischen

Nachteil“ haben. Zum einen haben

Frauen eine deutlich kürzere Harnröhre

und zum anderen liegt die

Harnröhrenöffnung in der Nähe der

potenziell unreinen Haut des Anus.

Nützliches Wissen:

Cranberry und D-Mannose können

durch ihre rein pflanzlichen

Wirkstoffe zu gesunden Harnwegen

beitragen, indem etwa

einerseits das Anheften von

E.-coli-Bakterien verhindert und

andererseits das Ausscheiden

von Bakterien gefördert wird.

Das hilft bei akuten Beschwerden,

aber auch zur Gesunderhaltung

der Harnwege.

Natürlich haben wir heute alle ein sehr

gutes Hygieneverständnis. Daher liegt es

gerade bei Frauen daran, dass aufgrund des

anatomischen Nachteils Bakterien leichter

über die Harnröhre in die Blase gelangen

und dort Infektionen hervorrufen können.

Wenn man nun also als Frau Beschwerden

verspürt: Wann sollte ärztlicher Rat

eingeholt werden und welche Therapiemöglichkeiten

gibt es?

Wenn man Symptome feststellt, sollte man

als Erstes viel trinken, um die Bakterien

„auszuspülen“. Wenn das nichts nützt oder

die Beschwerden nach 24 Stunden immer

FOTO: SHUTTERSTOCK

Prim. Univ.-Prof. Dr.

Steffen Krause

Präsident Österreichische

Gesellschaft

für Urologie und

Andrologie,

Klinikvorstand Klinik

für Urologie und

Andrologie

Kepler Universitätsklinikum

GmbH

Text: Magdalena

Reiter-Reitbauer

FOTO: ZVG

noch bestehen, sollte man

zunächst einen Hausarzt

aufsuchen, der dann in der

Regel ein Antibiotikum

verschreiben wird. Treten

die Infektionen aber häufig

auf – also zum Beispiel

zwei- bis dreimal im Jahr

oder sogar noch häufiger –,

dann sollte man von einem

Urologen eine grundlegende

Untersuchung durchführen

lassen.

Bei vielen Erkrankungen gilt das Credo:

Je früher erkannt, desto besser. Gilt das

auch für Harnwegsinfektionen?

Ja, denn je früher ein Harnwegsinfekt

erkannt wird, desto schneller kann auch

eine Therapie greifen. Wenn man sehr früh

mit der Verwässerung beginnt, ist die Chance

sehr groß, dass eine Heilung auf natürliche

Art und Weise möglich ist und man

vielleicht gar kein Antibiotikum benötigt.

Was können denn Frauen vorsorglich für

eine gesunde Blase tun? Wie wichtig ist

ein gutes Immunsystem?

Sehr gute Frage! Wir sehen eine Häufung

von Infekten bei Frauen zwischen dem 30.

und 50. Lebensjahr. Bislang haben wir nur

Vermutungen, warum das so sein könnte.

Eine mögliche Erklärung dafür ist, dass

die Schleimhäute aus hormonellen oder

stressbedingten Gründen geschwächt

sind und sich so Keime leichter einnisten

können. Alles, was also dem Immunsystem

und dem Körper guttut, tut sicherlich auch

der Blasenschleimhaut gut. Preiselbeerund

Cranberryextrakte haben ebenso eine

positive Wirkung auf die Abwehrkräfte des

Urothels. Das ist eine sehr einfache Möglichkeit

der Prävention.

Haben Sie abschließend noch einen Tipp,

den Sie unseren Leserinnen mitgeben

können?

Das ist gar nicht so einfach, weil man die

Beratung sehr individuell anlegen muss, um

individuelle Risikofaktoren wie Flüssigkeitshaushalt,

Hygiene oder Sexualpraktiken

abzuklären. Etwas, das ich aber als Empfehlung

immer mitgeben kann, ist: Wenn sich

Harnwegsinfekte häufen, dann ab zum

Urologen! Einfache und akute Harnwegsinfektionen

können bei Hausärzten

behandelt werden. Wenn diese aber

wiederholt auftreten oder chronisch sind,

dann ist es wichtig, zum Urologen zu gehen,

um einerseits Ursachen genauer abzuklären

und andererseits weitere Behandlungsoptionen

zu erhalten.

Blasenentzündung?

Nein danke!

D-Mannose

7 Tage Akutanwendung

Cranberry

Die ideale pflanzliche Kombination!

Lebensmittel für besondere medizinische Zwecke (bilanzierte Diät).

plus Vitamin C + D3!

Zum Diätmanagement bei akuten und wiederkehrenden Harnwegsinfekten

Blockt effektiv krankheitsverursachende Bakterien

Jetzt auch

VEGAN

erhältlich!

URO-0193_2101


Eine Themenzeitung von Mediaplanet

Lesen Sie mehr unter www.blickaufsie.info 7

Entgeltliche Einschaltung

FOTO: MEDUNI WIEN/FEELIMAGE

Assoc.Prof. Priv.

Doz. Dr. Florian

Kiefer

Oberarzt Abteilung

für Endokrinologie

und Stoffwechsel am

Allgemeinen Krankenhaus

Wien (AKH)

Es gibt bereits spezifische

Therapien, die zu einer

Gewichtsreduktion führen und

in der Folge auch die Symptome

des PCO-Syndroms lindern.

Beim Polyzystischen Ovarialsyndrom,

kurz PCO-Syndrom, bilden

sich in den Eierstöcken sehr kleine

Zysten, in denen es zu einer vermehrten

Produktion männlicher Hormone

kommt. Zu den typischen Symptomen

des PCO-Syndroms zählen unter anderem

Zyklusunregelmäßigkeiten, Vermännlichungserscheinungen

sowie Libidoverlust

und Hautprobleme, wie Akne. Bei sehr

schweren Formen des PCO-Syndroms kann

es darüber hinaus für betroffene Frauen

schwieriger sein, Kinder zu bekommen.

Häufig ist das PCO-Syndrom außerdem mit

Gewichtszunahme und Insulinresistenz

assoziiert. So leiden Schätzungen zufolge

rund zwei Drittel aller Frauen mit einem

PCO-Syndrom auch an Übergewicht.

Bei Übergewicht

auch an andere

Erkrankungen denken

Viele Frauen wissen nicht, dass sie an einem PCO-

Syndrom leiden. Der Stoffwechselexperte Dr. Florian

Kiefer klärt im Interview über die Erkrankung auf,

die häufig auch von Übergewicht begleitet wird.

AT22NNG00008

Warum ist Übergewicht eine so

häufige Begleiterscheinung des

PCO-Syndroms?

Dr. Kiefer: Der Grund dafür ist, dass die

vermehrte männliche Hormonproduktion

gleichzeitig die Zunahme des Bauchfetts

fördert – und das ist metabolisch besonders

ungünstig. Dies kann dann wiederum zu

einer Insulinresistenz führen. Das Risiko,

an Typ-2-Diabetes zu erkranken, ist bei

Frauen mit einem PCO-Syndrom dreifach

erhöht. Hohe Insulinspiegel begünstigen

außerdem eine weitere Gewichtszunahme.

Das ist ein Teufelskreis. Denn im Fettgewebe

selbst kann es dann wieder zu einer vermehrten

Produktion männlicher Hormone

kommen.

Weshalb ist es für Frauen mit einem

PCO-Syndrom oftmals schwierig, ihr

Gewicht zu halten oder zu reduzieren?

Dr. Kiefer: Das hat mit der sich selbst verstärkenden

Spirale zu tun. Denn das schwerere

Abnehmen bei einem PCO-Syndrom

ist ebenjenen Mechanismen geschuldet, die

zum Übergewicht führen. Wir kennen heute

aber therapeutische Möglichkeiten, mit

denen wir sowohl das Übergewicht als auch

die Insulinresistenz behandeln können.

Welche Behandlungsoptionen gibt es?

Dr. Kiefer: Die Behandlung umfasst einerseits

Lebensstilmaßnahmen und andererseits

begleitend auch Therapien, die die

Symptome des PCO-Syndroms verbessern.

Es gibt bereits spezifische Therapiemöglichkeiten,

die zu einer Gewichtsreduktion

führen und in der Folge die Stoffwechselsituation

verbessern und auch die männliche

Hormonproduktion senken. Neben diesen

Stoffwechseltherapien gibt es noch andere

Behandlungsmöglichkeiten, etwa mit Nahrungsmittelergänzungen,

die Frauen mit

PCO-Syndrom unterstützend einnehmen

können, oder die Pille, die hormonell die

PCO-Symptome unterdrücken kann. Man

muss aber hinzufügen, dass das natürlich

keine kausale Therapie ist. Eine Heilung

für das PCO-Syndrom in diesem Sinne gibt

es leider nicht. Aber es ist eine chronische

Erkrankung, deren Symptome man durch

Lebensstilmaßnahmen und spezifische Therapien

sehr wohl lindern kann.

Sie bieten in Ihrer Ordination ärztlich

begleitetes Abnehmen an. Warum ist

diese Möglichkeit sinnvoll?

Dr. Kiefer: Wenn bei Patientinnen mit

einem PCO-Syndrom auch Übergewicht

besteht, ist es sinnvoll, eine Endokrinologin

oder einen Endokrinologen aufzusuchen,

um über mögliche Stoffwechselkomplikationen

zu sprechen. Bei einer gewichtsreduzierenden

Therapie ist es wichtig, vorab

abzuklären, welche Behandlungsmöglichkeiten

passend sind. Aus meiner Sicht ist

es wichtig, gerade beim PCO-Syndrom mit

Übergewicht ein ganzheitliches Therapiekonzept

zu entwickeln, um den Patientinnen

nachhaltig helfen zu können.

Ist es das, was man als moderne

Abnehmmedizin bezeichnen würde?

Dr. Kiefer: Ja, denn Abnehmen ist eine

multimodale Therapie, bei der mehrere

Expertinnen und Experten involviert sind

– von Ernährungsberatung und psychologischer

Begleitung bis hin zu uns als

Stoffwechselexpertinnen und -experten,

die spezifischeBehandlungsoptionen zum

Abnehmen in Betracht ziehen können. Wir

haben eine entsprechende Infrastruktur zur

Verfügung, um unsere Patientinnen in der

Gesamtheit behandeln zu können.

Welche Empfehlungen haben Sie

hinsichtlich Ernährung und Sport?

Dr. Kiefer: Es gibt nicht die eine, ideale

Ernährungsform für das PCO-Syndrom.

Viele Patientinnen fragen mich nach einer

PCO-Diät. Die gibt es leider nicht, aber gerade

bei Übergewicht und Insulinresistenz ist

es sehr ungünstig, wenn man viele einfache

Kohlenhydrate, also Zucker in jeder Form, zu

sich nimmt. In Sachen Sport ist ein moderates

Kraftausdauertraining empfohlen und

nicht unbedingt High-Intensity-Trainings.

Denn durch die Überbelastung können

Entzündungsbotenstoffe entstehen, die sich

wiederum negativ auf das PCO-Syndrom und

die damit verbundenen Stoffwechselprobleme

auswirken.

Was würden Sie Frauen gerne noch

mitgeben, die mit PCO-Syndrom und

Gewichtsproblemen zu kämpfen haben?

Dr. Kiefer: Viele Frauen leben jahrelang

unerkannt mit einem PCO-Syndrom.

Patientinnen schildern mir häufig, dass sie

durch Medien oder Foren vom PCO-Syndrom

erfahren haben und sich „selbst diagnostiziert“

haben. Leider sind die sehr kleinen

Zysten im Eierstockultraschall häufig schwer

zu sehen beziehungsweise können diese

auch fehlen. Die Dunkelziffer an Frauen, die

mit einem PCO-Syndrom leben, ist hoch. Es

gibt Studien, die davon ausgehen, dass etwa

jede zehnte Frau im gebärfähigen Alter

zumindest von einer PCO-Neigung betroffen

ist. Dieser Prozentsatz steigt dramatisch an,

wenn gleichzeitig Übergewicht oder Adipositas

besteht. Daher möchte ich Frauen, die an

entsprechenden Symptomen leiden,

ermutigen, es aktiv bei ihrer Ärztin oder

ihrem Arzt anzusprechen.

Expertinnen und

Experten der modernen

Abnehmmedizin

finden Sie unter

www.abnehmen.at


8 Lesen Sie mehr unter www.blickaufsie.info

Eine Themenzeitung von Mediaplanet

Entgeltliche Einschaltung

Mit moderner Lasertherapie

zum weiblichen

Wohlbefinden

Prim. Dr. Andreas Nather spricht im Interview über die

Vaginallasertherapie mit FemiLift – eine Möglichkeit zur

Behandlung von milder Stressinkontinenz, Scheidentrockenheit

und vaginalen Empfindungsstörungen.

Prim. Dr.

Andreas Nather

Facharzt für Gynäkologie

und Geburtshilfe,

Ärztlicher Leiter

Woman & Health

FOTO: ZVG

Welche Anwendungsgebiete gibt es für

Vaginallasertherapien wie FemiLift?

Wir setzen den Vaginallaser FemiLift sehr

häufig bei Frauen ein, die ein oder mehrere

Kinder entbunden haben und deswegen

eine gewisse vaginale Weite verspüren.

Oder auch bei Frauen, die unter einer leichten

Stressinkontinenz, etwa beim Niesen

oder Husten, leiden. Sowohl bei Frauen,

die vor einer kurzen Zeit entbunden haben,

als auch bei Frauen, die in den Wechseljahren

damit Probleme bekommen,

können wir große Erfolge

erzielen. Weiters können

wir Vaginallasertherapien

sehr gut in der Behandlung

des urogenitalen

Menopausensyndroms

einsetzen.

Mit welchen Beschwerden

und Erfahrungen

kommen Frauen mit einem

urogenitalen Menopausensyndrom

zu Ihnen in die Praxis?

Aufgrund des Hormonmangels wird die

Scheidenschleimhaut atroph, vulnerabel

und dünn. Viele Frauen leiden etwa unter

Scheidentrockenheit, Schmerzen beim

Geschlechtsverkehr, Empfindungsminderungen

und -störungen sowie häufigeren

Infekten. Wir können den FemiLift hier

auch einsetzen, wenn Frauen nicht mit entsprechenden

Hormonen behandelt werden

wollen oder können – wie etwa bei Frauen

mit Brustkrebserkrankungen.

Wie wirkt die Vaginallasertherapie mit

dem FemiLift?

Wir erzielen mit dem FemiLift einen Verjüngungseffekt.

Mit dem Vaginallaser werden

durch Mikroläsionen neue Blutgefäße,

In Österreich sind

etwa 850.000 Frauen

und Männer von einer

Harninkontinenz

betroffen. *1

Nerven und kollagene Fasern gebildet.

Das führt zu einer Straffung des vaginalen

Gewebes und die vaginale Schleimhaut

wird widerstandsfähiger und besser durchfeuchtet

und durchblutet. Gleichzeitig

verspüren Frauen aber auch eine sexuelle

Empfindungsverbesserung.

Wie funktioniert die Behandlung und wie

oft wird sie durchgeführt? Ist die

Anwendung schmerzhaft?

Die Behandlung selbst dauert

10 bis 15 Minuten und ist

weitgehend schmerzfrei.

Wir führen in der

Regel drei Behandlungen

im Abstand

von einem Monat

durch. Nach etwa

sechs Monaten hat

sich das Gewebe dann

so erneuert, dass Frauen

die maximale Wirkung der

Therapie spüren können. Viele

Frauen kommen nach etwa eineinhalb

Jahren zu einer einmaligen Auffrischungsbehandlung

zu uns.

Inwiefern wirkt sich vaginales Wohlbefinden

auf das allgemeine weibliche

Wohlbefinden aus?

Die sexuelle Gesundheit beeinflusst das

Wohlbefinden extrem. Denn wenn Frauen

Schmerzen oder Juckreiz durch eine starke

Trockenheit erleiden, die gewohnte Befriedigung

nicht mehr spüren, diese durch

Schmierblutungen und die Trockenheit

gehemmt wird, oder gar

kein Sexualverkehr

mehr entspannt

möglich ist,

dann wirkt

Fast jede zweite

Frau über 45 hat mit

vaginaler Trockenheit

zu kämpfen *2

sich das natürlich

stark auf das Wohlbefinden

und die

Lebensqualität von

Frauen aus.

Von welchen Verbesserungen

berichten Ihre Patientinnen nach

der Behandlung?

Unsere Patientinnen berichten von deutlichen

Verbesserungen – sowohl bezogen

auf Harnverlust als auch auf ihre Sexualität.

Wir haben schon in sehr vielen Fällen

sehr gute Erfolge erzielt. Wie bei allen

medizinischen Behandlungen können wir

natürlich keine 100-prozentige Garantie

abgeben, aber in den allermeisten Fällen

berichten Patientinnen von deutlichen

Verbesserungen.

Viele der Symptome, von denen Sie im

Interview gesprochen haben, sind nach

wie vor ein Tabuthema. Wie ist Ihre Erfahrung

dazu?

Ja, wir sprechen über Tabuthemen. Aber als

Gynäkologen sind wir die Ansprechpersonen

für genau diese Fragen. Bei uns in der

Klinik sprechen wir ganz natürlich darüber.

Leider wird die Behandlung von Zusatzversicherungen

nach wie vor als eine rein

kosmetische, plastische oder ästhetische

Therapie angesehen. Das ist definitiv nicht

richtig. Vaginallasertherapien sind

Heilbehandlungen bei urogenitalem

Menopausensyndrom, bei milder Stressinkontinenz,

bei Scheidentrockenheit und

bei sexuellem Empfindungsverlust. Das hat

nichts mit kosmetischer Verjüngung zu

tun, sondern ist eine medizinische

Heilbehandlung!

Informationen unter

www.almafemilift.de

25–50 % aller

postmenopausalen

Frauen sind von vaginaler

Atrophie betroffen. *3

Vulvo-vaginale

Anwendungsgebiete

des CO 2 -Lasers FemiLift sind u.a.

• Scheidentrockenheit

• Vulvo-vaginale Atrophie

• Belastungsinkontinenz

• Vaginale Relaxation

• Lichen Sclerosus

• Narbenkorrektur

• Rezidivierende

Infektionen

• Labienstraffung

• Kondylome

• Bleaching

FemiLift wird mit

dem fraktionierten

CO 2 -Laser Pixel CO 2

durchgeführt.

FemiLift ist die minimal-invasive

ambulante Behandlungslösung auf

Basis der C0 2 -Laser-Technologie

für zahlreiche weit verbreitete

vaginale Beschwerden.

*Quellen: 1: http://www.urologisch.at/harnverlust.php

2: http://www.menopause.org/docs/default-source/2013/vva-position-statement.pdf

3: https://www.kup.at/kup/pdf/9680.pdf


Eine Themenzeitung von Mediaplanet

Lesen Sie mehr unter www.blickaufsie.info 9

EXPERTISE

Herausforderung

und neue Möglichkeiten

für die Paarbeziehung

Mag. a Michaela

Jurda-Nosko, MSc

Psychotherapeutin

mit Schwerpunkt

Psychoonkologie und

Psychotraumatologie

ÖVS Supervisorin

und Coach

FOTO: ZVG

Die Diagnose (Brust-)Krebs bringt viele

Unsicherheiten und Ängste mit sich und ist

für die Paarbeziehung eine Herausforderung.

Michaela Jurda-Nosko ist Psychotherapeutin

mit Schwerpunkt Psychoonkologie und

Psychotraumatologie.

Frau Jurda-Nosko, wie verändert

eine Brustkrebserkrankung die

Beziehung eines Paares?

Eine Krebserkrankung ist mit

existenziellen Ängsten, mit Unsicherheiten,

Hilflosigkeit und einem

Vertrauensverlust verbunden.

Plötzlich ist nichts mehr, wie es

einmal war, man findet sich in einer

lebensbedrohlichen Situation wieder.

Für die Paarbeziehung bedeutet

das eine immense Herausforderung.

Bei Brustkrebs kommt hinzu, dass

die Krankheit einen massiven Einschnitt

in die Weiblichkeit der Frau

bedeutet: Ihr Körperbild verändert

sich, das Selbstvertrauen schwindet,

sie fühlt sich möglicherweise nicht

mehr attraktiv und hat Angst, ihrem

Partner nicht zu gefallen.

Gleichzeitig hat die Betroffene

vielleicht Schmerzen, leidet unter

Müdigkeit und den Nebenwirkungen

der Therapien.

Nicht nur die Frau leidet, sondern

auch der Partner: Bei bis zu

40 Prozent der Männer finden

sich affektive Beschwerden wie

vermehrte Angst und

Depressivität. Was belastet

die Partner am meisten?

Für die betroffenen Männer ist es

eine anspruchsvolle und belastende

Situation: Da ist einerseits die große

Angst um die erkrankte Partnerin,

andererseits sind sie als wichtigste

emotionale und auch praktische

Stütze gefordert. Zugleich bestehen

Unsicherheiten etwa darin, wie weit

körperliche Nähe noch möglich ist.

Denn oftmals zieht sich die Frau aus

dem sexuellen Leben zurück, es fällt

ihr schwer, Nähe und Zärtlichkeit

zuzulassen. Viele Frauen empfinden

Scham, insbesondere wenn eine

Mastektomie (Verlust der Brust)

stattgefunden hat. Dabei sind die

Akzeptanzschwierigkeiten bezüglich

der Körperbildveränderung viel

mehr bei der betroffenen Frau selbst

und weniger bei ihrem Partner vorhanden.

Ebenso können auch die

Nebenwirkungen der Therapien das

sexuelle Verlangen reduzieren.

Wie kann Intimität dennoch

gelebt werden?

Intimität beinhaltet viel mehr als

körperliche Nähe. Dazu gehören

etwa emotionale Aspekte wie

Wertschätzung, ein respektvoller

Umgang miteinander, Nähe, Vertrauen

und Zuneigung.

Bei einer Studie des Universitätsspitals

Zürich (Schweiz) gaben

75 Prozent der Paare an, dass die

Krankheit die Beziehung verändert

hat – über die Hälfte wertete

den Einfluss als positiv im Sinne

von vermehrter Tiefe und Nähe.

Wie kann das Miteinander in

dieser schwierigen Situation

gelingen?

Zentral ist eine offene Kommunikation.

Indem man dem Partner seine

Sorgen, Ängste und Befürchtungen

mitteilt, wird eine wertvolle Vertrauensbasis

für die Partnerschaft

geschaffen. Dazu gehört auch der

Austausch darüber, welche Bedürfnisse

vorhanden sind und was für

sexuelle Wünsche und Möglichkeiten

die Partnerin hat. Es hilft

zudem, wenn der Partner auch in

den gesamten Therapieprozess

miteinbezogen wird und bei den

Arztgesprächen dabei ist. Auch

kann eine Paartherapie helfen, um

Unausgesprochenes und belastende

Fragen zu thematisieren.

Manchmal verlieren sich die Betroffenen

als Paar im belastenden

Krankheitsprozess und merken

erst, wenn das Schlimmste

überstanden ist, wie sehr die

Beziehung gelitten hat. Wie viele

Beziehungen zerbrechen an

einer Brustkrebserkrankung?

Das kann man pauschal nicht

sagen. Es zeigt sich aber, dass

Beziehungen, die während der

Krankheit zerbrechen, oft schon

vorher in einer Krise steckten.

Zugleich erlebe ich viele Paare, die

die Krankheit noch mehr zusammengeschweißt

und deren Beziehung

an Tiefe gewonnen hat.

Wann ist der „richtige“ Zeitpunkt,

einem neuen Partner von

der Erkrankung zu erzählen?

Das ist sehr individuell und jede

Frau spürt intuitiv (nach dem eigenen

Bedürfnis), wann der passende

Zeitpunkt da ist. Prinzipiell gilt,

dass man sich nicht zurückziehen,

sondern mitteilen und darüber

sprechen soll, welcher Umgang

erwünscht ist.

Mit Therapieabschluss beginnt

für die betroffene Frau zumeist

der eigentliche Verarbeitungsprozess.

Wie wird dieser

durchlebt?

Nach der Therapie muss die Frau

sukzessive lernen, mit ihrem neuen

Ich zu leben, dieses zu akzeptieren,

und auch lernen, sich selbst wieder

zu lieben. Das ist sicherlich kein

leichter Prozess, der aber eine

Menge Potenzial bietet. Viele

Frauen werden sich in dieser Phase

bewusst, was ihnen guttut, wie sie

ihre Kräfte aktivieren und ihre

Resilienz steigern können.

Expertentipps für

betroffene Paare

Therapeutische Gruppe besuchen:

Den Schock und Verlust

mit anderen betroffenen Frauen

zu teilen, hilft, eigene Gefühle

und Einstellungen zu normalisieren

und die Weiblichkeit zu

stärken.

Neues Körperbild integrieren:

Körperliche Veränderungen,

Einschränkungen, das Gefühl

der Verwundung – es ist wichtig,

sich Zeit dafür zu nehmen, um

sein Selbstbild zu erneuern, neue

Qualitäten zu finden, Prioritäten

neu zu setzen, neue Lebensziele

zu definieren und ein neues (tieferes)

Selbstwertgefühl schrittweise

aufzubauen.

Ängste und andere Gefühle

(Schuld, Scham, Wut, Trauer)

bearbeiten: Die Vermeidung

des Themas Angst, Tod, Sterben

führt zu Druck für die Betroffenen.

Oftmals haben Angehörige

selbst Angst vor dem Verlust der

erkrankten Person und vermeiden

das Thema. Kommunikation

über Gefühle ist jedoch heilsam,

fördert die Krankheitsverarbeitung

und reduziert Stress.

Zurück ins Leben: Wichtige

Maßnahmen hierfür sind der Weg

aus Einsamkeit und Isolation, der

Aufbau von neuen Beziehungen,

den Kontrollverlust zu reflektieren

und neue Kontrolle zu

gewinnen.

Text: Anna Birkenmeier

IHR LEBEN MIT

METASTASIERTEM BRUSTKREBS

Handbuch:

Es geht um mich!

Ratgeber:

Sexualität und Brustkrebs

Jetzt kostenlos bestellen oder downloaden auf

www.pfi.sr/ratgeber

Lesen Sie Stellungnahmen Betroffener,

entlastende Perspektiven und

wertvolle Informationen zu Krankheit,

Behandlungsmethoden und Lebensqualität.

www.pfizer.at

Pfizer Corp. Austria GmbH, Wien; PP-ONC-AUT-0321/05.2021


10 Lesen Sie mehr unter www.blickaufsie.info

Eine Themenzeitung von Mediaplanet

INSIGHT

FOTO: ZVG

Jana Frischengruber

Schwanger

zwischen Zitrone,

Kaugummis und Übelkeit

zwei Erzählungen

Jana Frischengruber ist Mutter eines

Sohnes und aktuell wieder schwanger.

Sie erzählt, wie es ihr in der Schwangerschaft

hinsichtlich Übelkeit gegangen ist

bzw. geht.

Welche Erfahrungen hast du mit

Schwangerschaftsübelkeit gemacht?

Ich hatte in beiden Schwangerschaften in

den ersten drei Monaten eine sehr starke

Schwangerschaftsübelkeit – und zwar nicht nur

morgens, sondern wirklich von früh bis spät. Ich

habe jeden Tag ein bis zweimal erbrochen und

war ständig müde.

Was hast du gegen die Übelkeit

unternommen?

Ich habe verschiede Hausmittel wie Ingwertee

mit Zitrone ausprobiert und in der Früh gleich

noch vor dem Aufstehen einen trockenen Keks

gegessen. In der Apotheke habe ich mir dann

Kaugummis gekauft, die zumindest den Brechreiz

unterbunden haben.

Bist du nach den Erfahrungen der ersten

Schwangerschaft in der zweiten anders mit

der Übelkeit umgegangen?

Ich habe gehofft, dass es anders wird. Allerdings

war es dieses Mal sogar noch schlimmer!

Vielleicht, weil ich mich in der ersten Schwangerschaft

noch mehr ausruhen konnte. Mit

einem Kleinkind ist das nicht mehr so gut

möglich. Daher ist mein Tipp für andere Frauen,

die an Schwangerschaftsübelkeit leiden auch,

sich möglichst viel Zeit und Ruhe zu gönnen.

Schließlich weiß man, dass einem nicht übel ist,

weil man krank ist, sondern weil man ein Baby

im Bauch hat. Und das ist etwas Schönes!

Manuela Hager hat zwei Kinder und

hatte in beiden Schwangerschaften

nahezu durchgehend mit Übelkeit zu

kämpfen. Im Interview berichtet sie, was

ihr geholfen hat.

Wie hast du deine beiden

Schwangerschaften erlebt?

Bei mir war die Dauer der Schwangerschaftsübelkeit

außergewöhnlich. Während der ersten

Schwangerschaft war mir bis auf zweieinhalb

Monate und in der zweiten Schwangerschaft

bis auf zwei Wochen ständig übel. Ich bin sogar

an den Tagen der Geburt noch mit Übelkeit

aufgewacht!

Konntest du etwas tun, damit es dir

zumindest kurzfristig besser ging?

Ich habe alles Mögliche ausprobiert – von Akupressur

über Ingwer- und Zitronenaroma-Öle

bis hin zu ärztlich verordneten Tabletten. Gut

geholfen haben mir spezielle Kaugummis,

die ich erst in der zweiten Schwangerschaft

entdeckt habe, sowie regelmäßig etwas zu

essen – hauptsächlich trockenes, salziges

Gebäck. Die ersten Bissen habe ich noch vor

dem Aufstehen im Bett zu mir genommen.

Wo hast du dir Tipps und Tricks geholt?

Man recherchiert im Internet, und auch

im Freundeskreis gibt es viele Erfahrungswerte.

Ich habe die Erfahrung

gemacht, dass es individuell sehr

unterschiedlich ist, was einem

guttut. Daher kann ich empfehlen,

die verschiedensten Hilfsmittelchen

einfach durchzuprobieren und,

soweit es möglich ist, sich

auszuruhen. Der weibliche

Körper macht in der Schwangerschaft

so einiges mit. Auf

dem Weg ins Krankenhaus zu

den beiden Geburten war

mir noch übel, aber als ich

meine Kinder in den Händen

gehalten habe, war die Übelkeit

einfach weg.

Manuela Hager

Tipps und Tricks gegen

Schwangerschaftsübelkeit

Gerade am Beginn einer Schwangerschaft

verspüren viele werdende Mütter Übelkeit oder

müssen sogar erbrechen. Was gegen die berüchtigte

Schwangerschaftsübelkeit hilft, lesen Sie hier.

Text: Magdalena Reiter-Reitbauer

Es ist ein besonderes

Ereignis, wenn in der

Schwangerschaft ein

Kind heranwächst. In den

neun Monaten verändert sich der

weibliche Körper aber nicht nur

sichtbar äußerlich, sondern auch

innerlich beeinflussen hormonelle

Veränderungen werdende

Mütter. Auch wenn die genauen

Ursachen für Schwangerschaftsübelkeit

noch nicht restlos geklärt

sind, so geht die Medizin heute

davon aus, dass genau diese Hormonveränderungen

für Übelkeit

oder Erbrechen verantwortlich

sind. Zusätzliche Auslöser können

unter anderem auch die gesteigerte

Geruchsempfindlichkeit,

Stoffwechselschwankungen sowie

niedriger Blutdruck und Vitamin-

B6-Mangel sein.

Kein leerer Magen

Was hilft aber nun gegen die

Übelkeit, an der Schätzungen

zufolge rund 50 bis 90 Prozent

aller Schwangeren im ersten

Trimester leiden? Es gibt eine

Reihe an Hausmittelchen, Tipps

und Tricks, die Frauen helfen

können, die aufkommende Übelkeit

in den Griff zu bekommen.

Von Lebensmittelempfehlungen

über pflanzliche Helfer und Tees

bis hin zu medikamentösen

Maßnahmen spannt sich ein

weiter Bogen an Möglichkeiten,

Schwangerschaftsbeschwerden

sowie Übelkeit und Erbrechen

zu lindern. Eine Empfehlung ist

zum Beispiel, bereits vor dem

Aufstehen ein kleines Frühstück

zu essen. Generell ist es ratsam,

mehrere kleine anstatt drei große

Mahlzeiten zu sich zu nehmen

und einen leeren Magen zu

vermeiden. Auf stark gewürzte,

fettige oder sehr zuckerhaltige

Speisen sollte ebenso verzichtet

werden wie auf Kaffee oder säurehaltige

Getränke. Stattdessen sollten

magenfreundliche und leicht

bekömmliche Mahlzeiten auf dem

Speiseplan stehen.

Ruhe statt Stress

Gerade bei häufigem Erbrechen

ist es wichtig, den Verlust an

Flüssigkeit mit Wasser und

Mineralstoffen wieder auszugleichen.

Dill, Fenchel, Hopfen,

Kamille oder Melisse sind als Tees

empfehlenswert. Darüber hinaus

helfen Bitterstoffe, lauwarmes

Wasser und Getränke ohne

Kohlensäure. Auch ätherische Öle

aus Zitrone, Minze und Lavendel

können gegen Übelkeit helfen und

noch dazu entspannend wirken.

Insgesamt sollten Schwangere

versuchen, sich ausreichend Ruhe

zu gönnen, denn Stress und

Müdigkeit können die Übelkeit

noch verschlimmern. Sollten die

verschiedensten Hausmittel nicht

für die gewünschte Erleichterung

bei Übelkeit und Erbrechen

sorgen, gibt es noch Arzneimittel,

die aber ebenso wie andere

medizinische Maßnahmen immer

erst nach Absprache mit behandelnden

Ärzt:innen eingenommen

werden dürfen – zur

Sicherheit von Kind und Mutter.

Reduziert und schützt

vor bakterieller Vaginose

hemmt das Wachstum

schädlicher Bakterien

bildet einen Schutzfilm

an der vaginalen Schleimhaut

verringert das Rückfallrisiko

von bakterieller Vaginose

geeignet zur Anwendung auch

während der Schwangerschaft

Anwendung:

3 Ovula/Monat über 3 Monate

Packung à 3 Ovula

Erhältlich in Ihrer Apotheke

Medizinprodukt der Klasse IIa


Eine Themenzeitung von Mediaplanet

Lesen Sie mehr unter www.blickaufsie.info 11

INSPIRATION

Menstruation

ist kein Grund,

aufs Schwimmen

zu verzichten!

Zum Sommerbeginn freuen sich viele jetzt aufs

Schwimmen im Freien. Die Wiener Gynäkologin Dr. Eva

Lehner- Rothe erklärt, worauf Frauen achten sollten,

die während ihrer Regelblutung schwimmen gehen.

Text: Doreen Brumme

Menstruation und Schwimmen –

schließt sich das nicht aus?

Keineswegs! Der Sport hilft vielen

Frauen sogar gut gegen die Unterleibsschmerzen,

die ihnen die

Regelblutung häufig beschert.

Es gibt keinen Grund,

während der Menstruation

nicht zu schwimmen!

Vorausgesetzt, die Frau

trifft die nötigen Vorkehrungen.

Dazu gehört, dass sie ihr Blut sicher auffängt.

Welche Möglichkeiten hat sie dazu?

Bewährt haben sich Tampons und Menstruationstassen, auch

Menstruationskappen genannt.

Was ist beim Schwimmen mit Tampon zu beachten?

Die Frau sollte sich vor dem Schwimmen einen sauberen

Tampon einführen und ihn nach dem Verlassen des Wassers

unverzüglich wieder wechseln. Das hat folgenden Grund: Der

Tampon samt Rückholbändchen saugt sich beim Schwimmen

mit Wasser voll. Im Wasser möglicherweise enthaltene Mikroorganismen

könnten sich in der Vagina mit ihrem feucht-warmen

Klima schnell vermehren. Sind Krankheitserreger, sogenannte

Keime, darunter, beste ht die Gefahr, dass diese in die Tiefen

der Vagina und weiter Richtung offenem Muttermund vordringen

und schlimmstenfalls eine Infektion auslösen.

Wie findet frau den passenden Tampon zum Schwimmen?

Ich rate immer zum Kauf qualitativ hochwertiger Tampons.

Zum einen geht es bei der Qualität um die Beschaffenheit der

Tampons. Es gibt inzwischen auch spezielle Badetampons, die

Keimen mit Vaseline-Öl den Weg in die Tiefen der Vagina versperren

und das natürliche Klima dort schützen sollen.

Zum anderen ist für die Wahl des richtigen Tampons auch dessen

Größe von Bedeutung: Viele Frauen führen sich aus Sorge,

dass Blut auslaufen könnte, eher größere Tampons ein. Das ist

zwar auslaufsi-cherer, aber auch ungünstig, denn je größer ein

Tampon ist und je mehr Flüssigkeit er deshalb aufnimmt, desto

trockener wird die Schleimhaut in der Vagina. Sie verliert mit der

Feuchtigkeit an Funktionstüchtigkeit – unter anderem schwächelt

ihre natürliche Abwehr,so dass Keime es leichter haben,

sich anzusiedeln. Das Risiko für Vaginalinfektionen steigt damit.

Woran würde frau eine Vaginalinfektion spüren,

die sie sich beim Schwimmen eingefangen hat?

Die üblichen Anzeichen sind Jucken, Brennen und ein unangenehm

riechender Ausfluss. Kommt es insbesondere zu Letzterem,

helfen Hausmittel wie Milchsäurezäpfchen oder in Joghurt

getränkte Tampons, die sich bei leichten Beschwerden bewährt

haben, meist nicht mehr. Ein Arztbesuch ist dann dringend

angesagt und heute auch für das Gros der Frauen ganz selbstverständlich.

Der Gynäkologe kann zum Beispiel eine Therapie mit

lokal wirkenden Antibiotika in Zäpfchen- oder Gelform verordnen,

die zuverlässig anschlägt. So steht dem nächsten Schwimmen

nichts entgegen.

Dr. Lehner-Rothe

Fachärztin für

Gynäkologie und

Geburtshilfe

FOTO: PRIVAT

Auch im Wasser

optimal geschützt –

senta protect.

senta protect ist ein Tampon, der eigens zum Schutz vor Scheideninfektionen beim Baden, Wellnessen

und Wassersport entwickelt wurde. Der spezielle Bade- und Schutztampon ist mit hochwertigem Vaselineöl

getränkt und reduziert so das Infektionsrisiko und die Angriffsfläche für Bakterien und Pilze.

Mehr erfahren Sie unter www.rauscher-co.com.


Spezielle Nährstoffkombination bei

PCOS und/oder Fertilitätsstörungen

mit Vitamin D

Senkung der

Androgenproduktion 1

Erhöhung der

Ovulationsrate 1

Verbesserung der Eizellund

Spermienqualität 1

4 g Myo-Inositol, 400 μg Folsäure und 600 I.E. Vitamin D

1 x täglich ein Sachet, 30 Sachets pro Packung

Frei von Gluten, Laktose, Gelatine sowie geschmacksneutral

1 Egarter C. Gynäkologische Endokrinologie 2018; https://doi.org/10.1007/s10304-018-0223-x

Lebensmittel für besondere Zwecke (bilanzierte Diät) zum Diätmanagement bei PCOS

und/oder Fertilitätsstörungen

OVU0009-2203

Kwizda_Ovufem_Inserat_266x420mm_ISOnewspaper26v4_20220610.indd 1 10.06.22 10:57

Hurra! Ihre Datei wurde hochgeladen und ist bereit für die Veröffentlichung.

Erfolgreich gespeichert!

Leider ist etwas schief gelaufen!