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Impressionisten, Moderne Kunst & Gemälde 19./20. Jahrhundert

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ONE OF THE LEADING AUCTION HOUSES IN EUROPE

CATALOGUE V

IMPRESSIONISTS, MODERN ART &

19TH/20TH CENTURY PAINTINGS

Auctions: Thursday, 30 June 2022

Exhibition: Saturday, 25 June – Tuesday, 28 June 2022


IMPRESSIONISTS

&

MODERN ART


PIERRE-AUGUSTE RENOIR

1841 Limoges – 1919 Cagnes

650

PIERRE-AUGUSTE RENOIR,

1841 LIMOGES – 1919 CAGNES

Bedeutender Maler der französischen klassischen

Moderne.

DANS LE JARDIN DES COLLETTES À CAGNES,

UM 1910

Öl auf Leinwand.

30,5 x 42,5 cm.

Signatur links unten „Renoir“.

Das vorliegende Werk wurde im April 2020 dem

Comité Renoir des Wildenstein-Plattner-Institut (WPI)

vorgestellt und bestätigt.

Es wird demnächst in den „Renoir-Digital-Catalogue-

Raisonné“ aufgenommen sowie im zweiten Band des

Supplements des Werkverzeichnisses der Gemälde,

Pastelle und Aquarelle erscheinen, herausgegeben

von: Guy-Patrice Dauberville und Floriane Dauberville

sowie Bernheim-Jeune.

In der für Renoir typischen impressionistischen Malweise

zeigt das Gemälde den Garten „Les Collettes“

in Cagnes nähe Nizza, am Mittelmeer. Dieses Anwesen

hatte er 1907 erworben, und 1908 zog er dort hin.

Das malerische Bauernhaus, mit Orangen- und Olivenbäumen,

bot inmitten dieser südlichen Landschaft für

den Maler wichtige Motive.

Im vorliegenden Gemälde bilden kurzstämmige Bäume

mit dichten, buschigen Kronen eine geschlossene Hintergrundkulisse

für einen im Licht stehenden Gartentisch.

Das Gemälde zeigt stimmige Geschlossenheit,

sowohl kompositionell, als auch in der Farbigkeit, wie

dies den reifen Werken des Malers eigen ist. Zudem

ist es im Gegensatz zu vielen der späteren Landschaften

Renoirs signiert.

Im Werkverzeichnis von Ambrois Vollard ist auf Seite

161 eine darstellungsgleiche Version abgebildet, rechts

unten signiert, die Bäume dort eher in Gruppen nebeneinander

positioniert, der Tisch dem Betrachter näher

herangestellt, was auf das Format zurückzuführen ist.

(†)

PIERRE-AUGUSTE RENOIR,

1841 LIMOGES – 1919 CAGNES

DANS LE JARDIN DES COLLETTES À CAGNES,

CA. 1910

Oil on canvas.

30 x 42.5 cm.

Signed “Renoir” lower left.

The present work was presented and approved by

the Comité Renoir of the Wildenstein-Plattner-Institute

(WPI) in April 2020. It will soon be included in the

Renoir Digital Catalogue Raisonné and will be published

in the second volume of the supplement to the

catalogue raisonné of paintings, pastels, and watercolours,

edited by: Guy-Patrice Dauerville and Floriane

Dauberville and Bernheim-Jeune.

In Renoir’s typical impressionist painting style, the

painting shows the garden “Les Collettes” in Cagnes

near Nice, on the Mediterranean Sea. He had bought

this property in 1907 and relocated there in 1908.

Ambrois Vollard’s catalogue raisonné, page 161

shows an identical version, signed lower right. (†)

Provenance:

Ludwig Bersch, Zurich.

Private collection, Switzerland (inherited from Ludwig

Bersch).

Literature:

Ambroise Vollard, Tableaux, Pastels et Dessins de

Pierre-Auguste Renoir, Paris 1918, vol. II, p. 161,

with ill.

INFO | BIETEN

€ 400.000 - € 600.000

Sistrix

Provenienz:

Ludwig Bersch, Zürich.

Schweizer Privatsammlung (durch Erbschaft Ludwig

Bersch).

Literatur:

Ambroise Vollard, Tableaux, Pastels et Dessins de

Pierre-Auguste Renoir, Paris 1918, Bd. II, S. 161,

m. Abb. (1321741) (11)

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MAURICE DE VLAMINCK

1876 Paris – 1958 Rueil-la-Gadelière

651

MAURICE DE VLAMINCK,

1876 PARIS – 1958 RUEIL-LA-GADELIÈRE

Bedeutender französischer Maler der Moderne in dem

Kreis französischer Künstler, der vor allem in enger

Freundschaft mit André Derain (1880-1954) wirkte

und die Entstehung des Fauvismus einleitet. Als Postimpressionist

wurde er zeitweise von dem Galeristen

Daniel-Henry Kahnweiler betreut. 1955 Teilnehmer

der documenta 1 in Kassel. 2008 Würdigung seiner

Werke durch eine Ausstellung im Musée du Luxembourg

in Paris.

VASE DE FLEURS

Öl auf Leinwand.

65 x 54 cm.

Unten rechts signiert.

MAURICE DE VLAMINCK,

1876 PARIS – 1958 RUELL-LA-GADELIÈRE

VASE DE FLEURS

Oil on canvas.

65 x 54 cm.

Signed lower right.

Accompanied by certificate by Wildenstein Institute.

(†)

€ 80.000 - € 120.000

Sistrix

INFO | BIETEN

Beigegeben ein Zertifikat des Wildenstein Institute.

In einem braunen Tongefäß, welches bei de Vlaminck

öfters vorkommt und bei welchem man den sonst

sichtbaren Henkel nicht erkennen kann, da er auf der

Rückseite zu vermuten ist und sich nur als Schatten

auf dem Tisch abzubilden scheint, ein Blumenstrauß.

Die Wand hinter dem Tisch, wie oft bei de Vlaminck,

in eine dunkle und eine helle Zone diagonal geteilt. (†)

(13220010) (13)

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HENRI-THÉODORE

FANTIN-LATOUR

1836 Grenoble – 1904 Buré

652

HENRI-THÉODORE FANTIN-LATOUR,

1836 GRENOBLE – 1904 BURÉ

Henri-Théodore Fantin-Latour war ein französischer

Maler, der von seinem Vater, einem Portraitisten,

ausgebildet wurde. Er setzte seine Ausbildung an

der École des Beaux-Arts in Paris fort, besuchte regelmäßig

den Louvre, wo er große Meister kopierte.

Hier entwickelte er eine Begeisterung für die venezianische

Malerei, vor allem für die von Tiziano Vecellio

(1485/89-1576) und Paolo Veronese (1528-1588). Er

schloss Freundschaft mit Édouard Manet (1832-1883),

Berthe Morisot (1841-1895) und später mit James Abbot

McNeill Whistler (1834-1903), der ihn mit nach

England nahm und einer Klientel vorstellte, die sich für

seine Stillleben, im speziellen die Blumenstillleben,

begeisterte. Außerdem mit dem realistischen Maler

Gustave Courbet (1819-187) und den Impressionisten

befreundet, behielt er nichtsdestotrotz seinen eigenen

Stil und orientierte seine Malerei hin zu Gruppenportraits,

wovon die berühmtesten Exemplare im Musée

d‘Orsay aufbewahrt sind. Später zog er sich in die

Normandie nach Buré zurück und widmete sich dort

fast ausschließlich seinen Blumensträußen, die er in

seinem Garten pflückte.

HOMMAGE AN ROBERT SCHUMANN

Öl auf Papier, auf Leinwand aufgezogen.

24 x 29 cm.

Links unten signiert. Verso auf Leinwand Aufkleber

mit Bezeichnung „Huldigung an Berlioz“.

In vergoldetem Prunkrahmen.

Provenienz:

F. & J.Tempelaere, Paris.

Literatur:

Victoria Fantin-Latour, Catalogue de l‘œuvre complet

de Fantin-Latour, Paris 1911/ 1969, Nr. 704.

Anmerkung:

Wohl Skizze für ein ähnliches Gemälde, das am

05.02.2008 in London bei Christie´s unter Lot 274

mit Titel „A Robert Schumann“ angeboten wurde.

(1321452) (18)

€ 8.000 - € 12.000

Sistrix

INFO | BIETEN

Skizzenhafte Darstellung mehrerer stehender und

einer auf der rechten unteren Seite sitzender Frau,

jeweils in langen Gewändern vor unbestimmten Hintergrund,

rechtsseitig auf einem Sockel eine Büste

erkennbar.

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19


MAURICE DE VLAMINCK

1876 Paris – 1958 Rueil-la-Gadelière

653

MAURICE DE VLAMINCK,

1876 PARIS – 1958 RUEIL-LA-GADELIÈRE

Bedeutender französischer Maler der Moderne in dem

Kreis französischer Künstler, der vor allem in enger

Freundschaft mit André Derain (1880-1954) wirkte

und die Entstehung des Fauvismus einleitet. Als Postimpressionist

wurde er zeitweise von dem Galeristen

Daniel-Henry Kahnweiler betreut. 1955 Teilnehmer der

documenta 1 in Kassel. 2008 Würdigung seiner Werke

durch eine Ausstellung im Musée du Luxembourg in

Paris.

VUE D'UN VILLAGE D‘ILE-DE-FRANCE, UM 1920

Öl auf Leinwand.

45 x 53 cm.

Links unten signiert: „Vlaminck.“

1919 zog Vlaminck ins Departement Oise in der Nähe

von Valmondois, wo er ein kleines Haus kaufte. Im

selben Jahr erhielt er eine begeisterte Kritik auf der

Einzelausstellung bei Druet in der Rue Royale, die seinen

Durchbruch bedeutete. Im folgenden Jahr zog er

einige Kilometer weiter und erwarb eine Reetdachkate

in Auvers-sur-Oise. Das vorliegende Gemälde

stellt höchstwahrscheinlich das sehr nahe gelegene

Dorf Nesles-la-Vallée dar. Man kann die Komposition

mit dem Bild in Mischtechnik „Nesles-la-Vallée“ aus

dem Museum in Grenoble (MG 2103) vergleichen.

Vlaminck ist hier noch dem 1910 übernommenen

Cézanne-Kubismus verpflichtet: kubische Zusammenstellungen

der Häuser des Dorfes, übereinandergelegte

Ebenen ohne perspektivische Forschungsbemühungen

und eine eingeschränkte Palette. Die

leuchtenden Flocken der Blumen auf dem Feld erinnern

jedoch an seinen fauvistischen Flair. Nesles-la-

Vallée zeugt mit großer Meisterschaft von dieser

Übergangsperiode, aber die tiefen Ultramarin-Blautöne,

die so charakteristisch für den Maler sind und ihn

in seinem späteren Werk begleiten sollen, sind bereits

unverkennbar vorhanden. (†)

MAURICE DE VLAMINCK,

1876 PARIS – 1958 RUEIL-LA-GADELIÈRE

VUE D’UN VILLAGE D’ILE-DE-FRANCE, CA. 1920

Oil on canvas.

45 x 53 cm.

Signed “Vlaminck” lower left.

The painting probably represents the nearby village of

Nesles-la-Vallée. The present composition compares

well with the mixed media painting “Nesles-la-

Vallée” held at the Grenoble Museum (MG 2103).

Here Vlaminck is still committed to the Cubism of

Cézanne adopted in 1910. (†)

Provenance:

Madeleine Peuchet collection.

Auction Robin, Drouot, 27 November 1975.

Paule Cailac collection.

€ 120.000 - € 150.000

Sistrix

INFO | BIETEN

Provenienz:

Sammlung Madeleine Peuchet.

Auktion Robin, Drouot, 27. November 1975.

Sammlung Paule Cailac. (13211312) (13)

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MAURICE DE VLAMINCK

1876 Paris – 1958 Rueil-la-Gadelière

654

MAURICE DE VLAMINCK,

1876 PARIS – 1958 RUEIL-LA-GADELIÈRE

Bedeutender französischer Maler der Moderne in dem

Kreis französischer Künstler, der vor allem in enger

Freundschaft mit André Derain (1880-1954) wirkte und

die Entstehung des Fauvismus einleitet. Als Postimpressionist

wurde er zeitweise von dem Galeristen

Daniel-Henry Kahnweiler betreut. 1955 Teilnehmer der

documenta 1 in Kassel. 2008 Würdigung seiner Werke

durch eine Ausstellung im Musée du Luxembourg in

Paris.

RUE DE VILLAGE

Öl auf Leinwand.

65,5 x 81 cm.

Rechts unten signiert.

In Louis XV-Stil-Rahmen.

Beigegeben Zertifikat Wildenstein Institut, ref 4443,

Paris 19. Februar 2008.

MAURICE DE VLAMINCK,

1876 PARIS – 1958 RUEIL-LA-GADELIÈRE

RUE DE VILLAGE

Oil on canvas.

65.5 x 81 cm.

Signed lower right.

Accompanied by Wildenstein Institute certificate, ref.

4443, Paris 19 February 2008.

Provenance:

Koller, Zurich 1973, lot 80.

Private collection, Switzerland.

Private collection, Belgium.

€ 45.000 - € 60.000

Sistrix

INFO | BIETEN

Eine Straßenflucht öffnet sich dem Betrachter und

verdichtet sich am Horizont zu einem schwammigen

frischen Grün, das aus der Kulmination mehrerer

Bäume resultiert, die eine Allee bilden und kompositorisch

eine Verdichtung der im Vordergrund stehenden

Häuser darstellen. Andere Kompositionen, wie

zum Beispiel eine Straßenansicht von 1912, stellen

die Bäume direkt den Häusern gegenüber (Vlaminck,

le peintre et la critique, Ausstellungskatalog, Musée

des Beaux-Arts de Chartres, 26. Juni-28. Oktober

1987, abgebildet als Nummer 25, S. 175), sodass sich

ein völlig anderer Landschaftseindruck ergibt.

Provenienz:

Koller, Zürich, 1973, Lot 80.

Privatsammlung Schweiz.

Privatsammlung Belgien. (1321458) (13)

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EUGÈNE BOUDIN

1824 Honfleur – 1898 Deauville

655

EUGÈNE BOUDIN,

1824 HONFLEUR – 1898 DEAUVILLE

Eugène Boudin gilt als einer der bedeutenden Vorläufer

des Impressionismus. Zehnjährig zog Boudin mit

seiner Familie nach Le Havre, wo er später Maler wie

Constant Troyon (1810-1865), Jean François Millet

(1814-1875) und Eugène Isabey (1804-1886) kennenlernte.

Sie ermutigten ihn, sich als Maler selbst zu

verwirklichen, worauf er 22-jährig sein Ladengeschäft

aufgab und sich ausschließlich als erfolgreicher Maler

betätigte. 1851 studierte er in Paris, bevor er mehrere

Studienreisen in Europa unternahm. Zu seinen Malerkollegen

und Freunden gehörten Gustave Courbet

(1819-1877) und Claude Monet (1840-1926).

ENTRÉE DU PORT DE SAINT-VALÉRY-SUR-SOMME,

1891

Öl auf Leinwand.

35 x 57 cm.

Unten links signiert „E. Boudin“, datiert „91“ und

Vermerk „St Valéry 10 juillet“.

In Louis XV-Rahmen mit textilem Ausschnitt.

Es ist ein reifes Werk von Boudin, von dem wir wissen,

dass er noch 1898 ausstellte, und es zeigt die Essenz

seines Schaffens: eine ruhige weite Flusslandschaft

mit zentralperspektivisch zusammenlaufenden Ufern,

die einerseits von Architekturen gesäumt, andererseits

von einer Baumallee bewachsen sind. In dem

ruhigen Wasser schimmern die Spiegelbilder der Ufer

und verdoppeln so ihre Präsenz ins Flirrende. (†)

EUGÈNE BOUDIN,

1824 HONFLEUR – 1898 DEAUVILLE

ENTRÉE DU PORT DE SAINT-VALÉRY-SUR-

SOMME, 1891

Oil on canvas.

35 x 57 cm.

Signed “E. Boudin” lower left, dated “91” and note

“St Valéry 10 juillet”.

Provenance:

Private collection, France.

Literature:

The painting on offer for sale is illustrated in: Robert

Schmit, Eugène Boudin (1824-1898), Catalogue

raisonné de l’œuvre, Paris, 1973, vol. III, p. 88,

no. 2808.

Exhibition:

Yonkers, Hudson River Museum, September-November

1969, no. 24.

€ 160.000 - € 200.000

Sistrix

INFO | BIETEN

Provenienz:

Französische Privatsammlung.

Literatur:

Das hier angebotene Gemälde ist abgebildet in:

Robert Schmit, Eugène Boudin (1824-1898). Catalogue

raisonné de l‘œuvre, Paris 1973, Bd. III, S. 88,

Nr. 2808.

Ausstellung:

Yonkers, Hudson River Museum, September-November

1969, Nr. 24. (1321133) (13)

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EUGÈNE BOUDIN

1824 Honfleur – 1898 Deauville

656

EUGÈNE BOUDIN,

1824 HONFLEUR – 1898 DEAUVILLE

Eugène Boudin gilt als einer der bedeutenden Vorläufer

des Impressionismus. Zehnjährig zog Boudin mit

seiner Familie nach Le Havre, wo er später Maler wie

Constant Troyon (1810-1865), Jean François Millet

(1814-1875) und Eugène Isabey (1804-1886) kennenlernte.

Sie ermutigten ihn, sich als Maler selbst zu

verwirklichen, worauf er 22-jährig sein Ladengeschäft

aufgab und sich ausschließlich als erfolgreicher Maler

betätigte. 1851 studierte er in Paris, bevor er mehrere

Studienreisen in Europa unternahm. Zu seinen Malerkollegen

und Freunden gehörten Gustave Courbet

(1819-1877) und Claude Monet (1840-1926).

LE BASSIN DU COMMERCE À BRUXELLES, 1871

Aquarell und Zeichnung auf Papier.

20,2 x 27,5 cm.

Rechts unten signiert „E. Boudin“, verso betitelt und

datiert.

Im Passepartout, hinter Glas in vergoldetem Rahmen.

Blick auf das nach hinten sich verjüngende Handelsbecken,

das zur Seitenfassade der Kirche Sainte Catherine

führt, und an dessen seitlichen Ufern unterhalb

der eng stehenden Gebäude zahlreiche Boote und

Segelschiffe liegen, deren Masten in den hohen gelblichen

Himmel ragen. Dieser wird belebt durch eine

Vogelschar, die einen beflaggten Mast umkreist. Zahlreiche

Spiegelungen finden sich im Wasser wieder.

Impressionistische Malerei in reduzierter Farbigkeit in

der Manier des bekannten Künstlers.

Als Freilichtmaler hat sich Boudin überwiegend in seiner

angestammten Heimat mit Hafenlandschaften

auseinandergesetzt. Er kam in Kontakt mit Malern

wie Constant Troyon (1810-1865), Eugène Isabey

(1804-1886) und Jean François Millet (1814-1875), die

ihn zur Malerei ermutigten. Millet war es auch, der

aus der Schule von Barbizon heraus bereits 1845 die

Abkehr vom Akademismus einleitete, hin zu einer

Philosophie, wie sie auch für Boudin gültig wurde,

nämlich, dass die Natur, aus einem ersten Eindruck

(Impression) erfahren werden kann, was schließlich

der Kunstrichtung den Namen „Impressionismus“

verlieh. Nach dem Akademiestudium 1851 in Paris

führten ihn Reisen nach Südfrankreich, Venedig und

Flandern, aber immer wieder zurück in die Heimat in

der Bretagne und der Normandie. Boudin gehört zu

den frühen Freilichtmalern, deren Atelier nun in der

freien Natur lag.

Provenienz:

Mareschal Paris.

Galerie Schmit, Paris.

Edouard & Jeannine Chapet, Paris (1872 von oben

erworben).

Ausstellung:

Galerie Schmit, Paris, Aspects de la peinture francaise

XIXe-XXe siècles, 1978, abgebildet im Katalog, S. 72,

Nr. 66. (1320391) (18)

EUGÈNE BOUDIN,

1824 HONFLEUR – 1898 DEAUVILLE

LE BASSIN DU COMMERCE À BRUXELLES, 1871

Watercolour and drawing on paper.

20.2 x 27.5 cm.

Signed “E. Boudin” lower right, titled, and dated on

the reverse.

Provenance:

Mareschal, Paris.

Galerie Schmit, Paris.

Edouard & Jeannine Chapet, Paris

(1872 purchased from above).

Exhibition:

Galerie Schmit, Paris, Aspects de la peinture française

XIXe-XXe siècles, 1978, illustrated in cat. p. 72, no. 66

€ 38.000 - € 50.000

Sistrix

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GIORGIO DE CHIRICO

1888 Volos – 1978 Rom

657

GIORGIO DE CHIRICO,

1888 VOLOS – 1978 ROM

FRÜCHTESTILLLEBEN „FRUTTA“

Öl auf Leinwand.

40 x 50 cm.

Links unten signiert. Verso auf der Leinwand weitere

Signatur von der Hand des Künstlers mit Titelbezeichnung

„Frutta“ „Giorgio de Chirico“.

Ferner: 9-zeilige handschriftliche Echtheitsbestätigung

mit Rundstempel und Datierung Rom, 24. Juli 1962.

Ferner Klebeetikett „S:P:Q:R: IV Rassegna di Arti

Figurative di Roma e del Lazio“. Mit handschriftlichen

Künstler- und Titelbezeichnungen „Vita silente di

frutta“ – sowie „Piazza Spagna 31“ (ehem. Wohnhaus,

dann Museum De Chirico).

Auf einer Tischplatte artifizielle aufgetürmte grüne, rote

und gesprenkelte Äpfel, dazwischen eingefügt blaue

und grüne Trauben. Der Aufbau des Stilllebens übernimmt

nur scheinbar die alte Bildtradition. Tatsäch lich

ist hier das Zufällige weitgehend vermieden, denn wie

ein festes Gefüge zeigt sich der Aufbau der Früchte.

Der Stil, dem der Maler sich zuwandte, zeigt eine Abkehr

von seiner einstigen „pittura metafisica“, hatte

er sich doch nun wieder einem betont barocken und

pathetischen Malstil verschrieben. Tatsächlich hatte

ihm dies eine breitere Themenwahl geboten als die

surrealistischen Stadtlandschaften. Dennoch herrscht

auch hier ein nahezu architektonischer Bildaufbau vor.

In diesen Jahren entstanden neben Stillleben auch

Pferdebilder, meist in Auffassung von Bühnenszenen.

A.R. (†) (13013112) (11)

GIORGIO DE CHIRICO,

1888 VOLOS – 1978 ROME

FRUIT STILL LIFE “FRUTTA”

Oil on canvas.

40 x 50 cm.

Signed lower left. Another signature by the hand of

the artist and title on the reverse “Frutta” “Giorgio

de Chirico”.

Furthermore, 9-line handwritten certificate of authenticity

with round stamp and dated Rome, 24 July 1962

as well as an adhesive label “S:P:Q:R: IV Rassegna di

Arti Figurative di Roma e del Lazio”. With hand-written

artist name and title “Vita silente di frutta” and “Piazza

Spagna 31” (formerly residential property, then Museum

De Chirico). (†)

€ 35.000 - € 45.000

Sistrix

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MAURICE DE VLAMINCK

1876 Paris – 1958 Rueil-la-Gadelière

658

MAURICE DE VLAMINCK,

1876 PARIS – 1958 RUEIL-LA-GADELIÈRE

Bedeutender französischer Maler der Moderne in dem

Kreis französischer Künstler, der vor allem in enger

Freundschaft mit André Derain (1880-1954) wirkte

und die Entstehung des Fauvismus einleitet. Als

Postimpressionist wurde er zeitweise von dem Galeristen

Daniel-Henry Kahnweiler betreut. 1955 Teilnehmer

der documenta 1 in Kassel. 2008 Würdigung

seiner Werke durch eine Ausstellung im Musée du

Luxembourg in Paris.

NATURE MORTE AUX RAISINS

Öl auf Leinwand.

50 x 65 cm.

Rechts unten signiert „Vlaminck“.

Auf einer knapp von der Seite sichtbaren Tischplatte

die verschiedenen Gegenstände vor dunklem Hintergrund

sich abzeichnend. Darunter ein mit dunklen

Weinbeeren gefüllter Weidenkorb vor einem Teller

mit einer Hartwurst, daneben Zwiebel, Kartoffel und

ein hohes geschliffenes Glas. Die rechte freie Hälfte

durch eine weiße Porzellanschale belebt. Für den

Künstler typische Farbigkeit in dunkelschattierten Tönen,

welche zu den Lichtreflexen in scharfem Kontrast

stehen. (†)

MAURICE DE VLAMINCK,

1876 PARIS – 1958 RUEIL-LA-GADELIÈRE

NATURE MORTE AUX RAISINS

Oil on canvas.

50 x 65 cm.

Signed “Vlaminck” lower right. (†)

Provenance:

Burthoul Collection, Burthoul Sale, Brussels 11 March

1950, lot 108.

Private collection, England.

Private collection, South of France.

€ 30.000 - € 50.000

Sistrix

INFO | BIETEN

Provenienz:

Burthoul Collection, Burthoul Sale, Brüssel 11. März

1950, Lot 108.

Privatsammlung, England.

Privatsammlung, Südfrankreich. (12821018) (13)

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MAURICE DE VLAMINCK

1876 Paris – 1958 Rueil-la-Gadelière

659

MAURICE DE VLAMINCK,

1876 PARIS – 1958 RUEIL-LA-GADELIÈRE

Bedeutender französischer Maler der Moderne in dem

Kreis französischer Künstler, der vor allem in enger

Freundschaft mit André Derain (1880-1954) wirkte

und die Entstehung des Fauvismus einleitet. Als

Postimpressionist wurde er zeitweise von dem Galeristen

Daniel-Henry Kahnweiler betreut. 1955 Teilnehmer

der documenta 1 in Kassel. 2008 Würdigung

seiner Werke durch eine Ausstellung im Musée du

Luxembourg in Paris.

VASE DE FLEURS

Öl auf Leinwand.

46 x 38 cm.

Rechts unten signiert „Vlaminck“. Auf Keilrahmen

rückwärtig Etikett mit Künstlerverweis.

Beiliegend eine Kopie der Bestätigung des Wildenstein-

Institute mit der Referenznummer 1284 vom 22. Oktober

1993.

Auf einer kaum als solche erkenntlichen Tischplatte

ein braun glasierter Keramikkrug, dessen Hals sich

schlaglichtartig mittels Reflex weiß abhebt. Darin ein

Blumenstrauß in roten und blauen Tönen, welcher

sich kontrastreich vor der weißen Wand abzeichnet,

welche im oberen rechten Bildviertel verschattet ist. (†)

MAURICE DE VLAMINCK,

1876 PARIS – 1958 RUEIL-LA-GADELIÈRE

VASE DE FLEURS

Oil on canvas.

46 x 38 cm.

Signed “Vlaminck” lower right. Artist name on a label

on the stretcher.

A copy of the Wildenstein-Institute confirmation with

ref. no. 1284 dated 22 October 1993 is enclosed. (†)

Provenance:

Private collection, England.

Private collection, South of France.

Literature:

Maïthé Vallès-Bled, Maurice Vlaminck. Critical Catalogue

of Fauve Paintings and Ceramics, Paris, 2008,

cat. no. 108 with ill.

€ 22.000 - € 30.000

Sistrix

INFO | BIETEN

Provenienz:

Privatsammlung, England.

Privatsammlung, Südfrankreich.

Literatur:

Maïthé Vallès-Bled, Maurice Vlaminck. Critical Catalogue

of Fauve Paintings and Ceramics, Paris 2008, Katalognummer

108 mit Abb. (12821032) (13)

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LOVIS CORINTH

1858 Tapiau – 1925 Zandvoort

660

LOVIS CORINTH,

1858 TAPIAU – 1925 ZANDVOORT

MÄDCHEN IM WALDBACH, 1913

Öl auf Leinwand.

96 x 120 cm.

Rechts oben signiert und datiert „Lovis Corinth 1913“.

Verso auf Keilrahmen mit Etiketten und Vermerken.

In bronziertem Profilrahmen.

Dieses lebendige und zugleich zarte Gemälde zeigt

die Frau des Künstlers, Charlotte Berend-Corinth, wie

sie auf einem Felsen sitzt und ihre Beine trocknet.

Die Szene spielt sich am Fluss in St. Ulrich im Grödnertal

in Tirol, während des zweiten Besuchs der

Corinths ab. Charlotte, die eine Tiroler Tracht trägt,

scheint sich an dem reißenden Strom, in dem sie

sitzt, nicht zu stören. Von ihrem Mann ist hingegen

überliefert, dass er während des Malens sehr um seine

Frau besorgt war und rief: „Nein, die Situation ist

doch zu gefährlich, du darfst unmöglich da sitzen!“

Das Kleid, gemustert mit kleinen Blumen auf dunklem

Fond, bietet einerseits einen willkommenen Kontrast

zu dem diagonal aufsteigenden breiten Pinselduktus

des Hintergrundes, und ist andererseits semantisch

doch mit der umgebenen Natur verbunden.

Provenienz:

Heinrich and Tony Kirchhoff, Wiesbaden.

Galerie Schloss Rimsingen, Breisach.

Leo Michelson, Paris, März 1934, von dort ins Kunsthaus

Zürich zur Aufbewahrung.

Privatsammlung Deutschland, Erwerb 1960-1962.

Auktion Christie‘s, London, 1. Dezember 1992, Lot 155.

Rolf Deyhle, Stuttgart.

Auktion, Grisebach, 29. Juni 2001, Lot 16.

LOVIS CORINTH,

1858 TAPIAU – 1925 ZANDVOORT

GIRL IN A FOREST STREAM, 1913

Oil on canvas.

96 x 120 cm.

Signed and dated “Lovis Corinth 1913” top right.

Provenance:

Heinrich and Tony Kirchhoff, Wiesbaden.

Galerie Schloß Rimsingen, Breisach.

Leo Michelson, Paris, March 1934, from there stored

at Kunsthaus Zurich.

Private collection, Germany, acquisition 1960-1962

Auction Christie‘s, London, 1 December 1992, lot 155.

Rolf Deyhle, Stuttgart.

Auction, Grisebach, 29 June 2001, lot 16.

Literature:

Han Hildebrandt, Die Sammmlung Kichhoff in Wiesbaden,

in: Der Cicerone, vol. X, Leipzig, January 1918,

p. 11 (ill. 2).

Charlotte Berend-Corinth, Die Gemälde von Lovis

Corinth, Munich 1958, no. 579, p. 129 (ill. 601).

Charlotte Berend-Corinth, Lovis Corinth, Die Gemälde.

Catalogue raisonné, Munich 1992, no. 579, p. 142

(ill. p. 631).

Exhibition:

Glaspalast Munich, Allgemeine Kunst-Ausstellung,

June-October 1926, no. 1236, p. 49.

€ 120.000 - € 140.000

Sistrix

INFO | BIETEN

Literatur:

Han Hildebrandt, Die Sammlung Kirchhoff in Wiesbaden,

in: Der Cicerone, Bd. X, Leipzig, Januar 1918,

S. 11 (Abb. 2).

Charlotte Berend-Corinth, Die Gemälde von Lovis

Corinth, München 1958, Nr. 579, S. 129 (Abb. 601).

Charlotte Berend-Corinth, Lovis Corinth. Die Gemälde.

Werkverzeichnis, München 1992, Nr. 579, S. 142

(Abb. S. 631).

Ausstellung:

Glaspalast München, Allgemeine Kunst-Ausstellung,

Juni-Oktober 1926, Nr. 1236, S. 49. (1321921) (13)

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35


CHRISTIAN ROHLFS

1849 Groß Niendorf – 1938 Hagen

661

CHRISTIAN ROHLFS,

1849 GROSS NIENDORF – 1938 HAGEN

KORNFELD (GETREIDEHOCKEN AUF DEM FELD)

Öl auf Leinwand.

60 x 100,5 cm.

Rechts unten signiert „C Rohlfs 7“.

In breitem teilvergoldetem Rahmen.

In Nahsicht ohne blauen Horizont ein abgeerntetes

Kornfeld mit den von links vorne nach rechts hintereinander

gestaffelten Heuhocken im strahlenden Sonnenlicht,

links im Hintergrund weitere nebeneinander

liegende Felder, wohl mit unterschiedlichen Gemüsesorten.

Farbkräftige expressionistische Malerei mit

breitem, im Vordergrund senkrechtem und im Hintergrund

die Felder in waagrechtem pastosem Pinselstrich

ausgeführt. Meisterhaftes Werk mit bravouröser

Lichtführung.

Provenienz:

Private Sammlung, Berlin.

Pietro del Vecchio, Leipzig.

W. Colsman, Göttingen, 1949.

Anonymer Verkauf, Karl & Faber, München, 18.-19.

Oktober 1966, Lot 1038.

Galerie Utermann, Dortmund, 1972.

Anonymer Verkauf, Kunsthaus Lempertz, Köln,

5. Dezember 1975, Lot 648.

Anonymer Verkauf, Hauswedell & Nolte, Hamburg,

2.-4. Juni 1976, Lot 1357.

Anonymer Verkauf, Bassenge, Berlin, 28. November

1998, Lot 6580.

Galerie Salis & Vertes, Salzburg. Erworben dort

vom Sammler, April 1999.

Privatsammlung.

Anmerkung:

Der Künstler war ein deutscher Maler der Moderne.

Er studierte an der Großherzoglichen Kunstschule in

Weimar. Ab 1884 war er freischaffender Künstler in

Weimar und wendete sich zunehmend dem Impressionismus

zu. Ab etwa 1910 ist er den Expressionisten

zuzuordnen, in dem Jahr wurde er in Darmstadt

zum Jurymitglied des Deutschen Künstlerbundes gewählt.

Von 1910 bis 1912 hielt er sich auf Einladung

eines Mäzens in München und Umland auf. 1930 begegnete

er in Ascona Helmuth Macke und Marianne

von Werefkin, mit denen er bis Frühjahr 1931 eng

zusammenarbeitete. Die umfangreichste Sammlung

seiner Werke, rund 700 Arbeiten, befindet sich heute

im Osthaus Museum Hagen.

Literatur:

Paul Vogt, Christian Rohfls. Œuvre-Katalog der

Gemälde, Bongers Recklinghausen 1978, Nr. 409

(Kornfeld). (13219210) (18)

CHRISTIAN ROHLFS,

1849 GROSS NIENDORF – 1938 HAGEN

CORNFIELD

Oil on canvas.

60 x 100.5 cm.

Signed lower right “C Rohlfs 7”.

In wide gilt frame.

Literature:

Paul Vogt, Christian Rohfls. Œuvre-Katalog der

Gemälde, Bongers Recklinghausen 1978, no. 409

(Kornfeld).

€ 75.000 - € 100.000

Sistrix

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37


GUSTAVE CARIOT

1872 Périgny-sur-Yerres – 1950 Paris

662

GUSTAVE CARIOT,

1872 PÉRIGNY-SUR-YERRES – 1950 PARIS

Der Künstler wuchs im Pariser Stadtteil Marais auf.

Als Autodidakt reifte er zu einem gefeierten postimpressionistischen

Maler heran. Seine pointilistischen

Landschaften erzielten Erfolge und wurden in zahlreichen

französischen Ausstellungen gezeigt.

LES MEULES DE FOIN

Öl auf festem Malkarton.

27,3 x 33 cm.

Rechts unten signiert und datiert „G.Cariot 1930“.

Blick auf sonnenbeschienene farbenfrohe, gelb und

orange leuchtende Heudocken auf einem ebenso farbigen,

teils hellen grünen Feld im Spätsommer. Sie

bilden einen starken Kontrast zu den in diversen Grüntönen

wiedergegebenen Bäumen des Waldrandes im

Hintergrund. Postimpressionistische Darstellung eines

beliebten Themas des Künstlers.

Anmerkung:

Der Künstler wuchs im Pariser Stadtteil Marais auf.

Als Autodidakt reifte er zu einem gefeierten postimpressionistischen

Maler heran. Seine pointilistischen

Landschaften erzielten Erfolge und wurden in zahlreichen

französischen Ausstellungen gezeigt.

(1320455) (18)

€ 9.000 - € 12.000

Sistrix

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39


EUGEN SPIRO

1874 Breslau – 1972 New York

663

EUGEN SPIRO,

1874 BRESLAU – 1972 NEW YORK

1935 Emigration nach Paris und 1941 in die USA.

BLICK AUF RAGUSA, 1923

Öl auf Leinwand.

75 x 92,5 cm.

Rechts unten signiert und datiert „1923“. Verso auf

Keilrahmen betitelt, Ausstellungsetiketten.

In Louis XV-Stilrahmen mit Textilpassepartout.

Sommerliche Landschaft mit schattenwerfenden

Pinien und mediterraner Architektur, die sich vor dem

Mittelmeer abhebt.

Provenienz:

Gustav Knauer, Berlin.

Literatur:

Vgl. Wilko von Abercron, Eugen Spiro. Spiegel seines

Jahrhunderts. Monographie und Werkverzeichnis,

Alsbach 1990.

Ausstellung:

Kunstverein Brünn. (1321552) (13)

€ 8.000 - € 12.000

Sistrix

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41


AUGUSTE RODIN

1840 Paris – 1917 Meudon

664

AUGUSTE RODIN,

1840 PARIS – 1917 MEUDON

BRONZEBÜSTE „SUZON“

Höhe: 31,5 cm.

Diese Gießermarke „Companie des Bronzes“

findet sich auch an der linken Schulter, die Signatur

„A.RODIN“ am Büstenansatz oberhalb des mitgegossenen

Rundsockels.

Feiner Bronzeguss, in Kaltarbeit nachziseliert, mit

goldbrauner Patina. Die zwischen 1872 und 1873 geschaffene

Büste zählt zu den wenigen frühen Werken

des bedeutenden Bildhauers, in einer Zeit, als er überwiegend

Auftragsarbeiten annahm. Der traditionelle

Einfluss der Plastik des ausgehenden 18. Jahrhunderts,

der in jener Zeit im französischen Historismus

gängig war, ist auch noch an diesem Werk zu erkennen.

Der berühmte Bildhauer Albert-Ernst Carrier-

Belleuse (1824-1887), der an der Pariser Oper gewirkt

hatte, und nun als Lehrer Rodins mit ihm zusammenarbeitete,

ist dem Werk noch anzusehen. Beide waren

damals zusammen ins belgische Exil gegangen,

wo die Ausführung der „Suzon“ auch entstand. Rodin

widmete diese Büste als Hommage an seinen Lehrer

Carrier-Belleuse. Zunächst in Stuck geformt, dann in

Sèvres-Porzellan, später, als Rodin in finanziellen

Schwierigkeiten war, auch in Bronze, nachdem er die

Gießerlaubnis der Gießerei in Brüssel übertrug. A.R.

Literatur.

Robert Descharnes and J-F. Chabrun, Auguste Rodin,

Paris 1967 (weitere Ausgabe illustriert S. 46).

John L. Tancock, The Sculpture of Auguste Rodin,

Phila delphia 1976, Nr. 106-2 (weitere Ausgabe illustriert

S. 582).

Antoinette Le Normand-Romain, The Bronzes of

Rodin. Catalogue of works in the Musée Rodin,

Bd. II, S. 961 (weitere Ausgabe illustriert).

(1320651) (11)

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AUGUSTE RODIN,

1840 PARIS – 1917 MEUDON

“SUZON” BRONZE BUST

Height: 31.5 cm.

“Compagnie des Bronzes” foundry mark on left

shoulder, signed “A.RODIN” on the base of the bust,

just above the round pedestal which is cast in one

piece with the bust.

Fine bronze casting, re-chased in cold work, with

golden brown patina. The bust, created between

1872 and 1873, is one of the few early works by Rodin

at a time, when he was predominantly creating

commissions.

Literature:

Robert Descharnes and J-F. Chabrun, Auguste Rodin,

Paris 1967 (further edition illustrated on p. 46).

John L. Tancock, The Sculpture of Auguste Rodin, Philadelphia

1976, no.106-2, (further edition illustrated

on p. 582).

Antoinette Le Normand-Romain, The Bronzes of

Rodin. Catalogue of works in the Musée Rodin, vol.

II, p. 961 (further edition illustrated).

€ 10.000 - € 15.000

Sistrix

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BLANCHE

HOSCHEDÉ-MONET

1865 Paris – 1947 Giverny

665

BLANCHE HOSCHEDÉ-MONET,

1865 PARIS – 1947 GIVERNY

Die Malerin war Stieftochter und gleichzeitig Schwieger

tochter von Claude Monet und stark von diesem

beeinflusst.

GIVERNY, LE JARDIN

Öl auf Leinwand.

73 x 60,5 cm.

In vergoldetem Prunkrahmen mit Namensplakette

der Künstlerin.

Mit Echtheitszertifikat BHM 19-1 von Philippe Piguet,

Paris vom 7. April 2015.

Blick in den blühenden Garten von Giverny in prächtiger

Farbenvielfalt mit schmalem beigen Weg bei

strahlendem Sonnenschein. Im Vordergrund weißviolett

blühende Stiefmütterchen, dahinter ein großer

Busch mit Margeriten und daneben einige Rosen, im

Hintergrund entlang des Weges bläuliche Bepflanzung

und diverse Sträucher und den Himmel fast verdeckende

Bäume in differenzierten Grüntönen. Farbenfroher

Pinselduktus im Stil des Impressionismus.

BLANCHE HOSCHEDÉ-MONET,

1865 PARIS – 1947 GIVERNY

GIVERNY, LE JARDIN

Oil on canvas.

73 x 60.5 cm.

With certificate of authenticity BHM 19-1 by Philippe

Piguet, Paris dated 7 April 2015.

Provenance:

Auction Sotheby’s, London, 25 June 2015, lot 423.

€ 70.000 - € 90.000

Sistrix

INFO | BIETEN

Provenienz:

Auktion Sotheby‘s, London, vom 25. Juni 2015,

Lot 423. (1302162) (18)

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EDWARD CUCUEL

1875 San Francisco – 1954 Pasadena/ Kalifornien

666

EDWARD CUCUEL,

1875 SAN FRANCISCO – 1954 PASADENA/

KALIFORNIEN

Der Künstler besuchte mehrere Kunstakademien. In

den Jahren zwischen 1907 und 1939 lebte er in München,

am Chiemsee und am Ammersee sowie in

Starnberg.

FRÜHLING AM SEE

Öl auf Leinwand.

64,5 x 80 cm.

Rechts unten signiert, verso „Cucuel München“,

Betitelung und Rahmenmaß „65 - 80“ sowie alter

Aufkleber „Ausstellung Gerstenberger Chemnitz

6584“.

Gerahmt.

EDWARD CUCUEL,

1875 SAN FRANCISCO – 1954 PASADENA/

CALIFORNIA

SPRING BY THE LAKE

Oil on canvas.

64.5 x 80 cm.

Signed lower right, verso “Cucuel München”. Title

and frame dimensions “65 - 80”, as well as old label

inscribed “Ausstellung Gerstenberger Chemnitz

6584”. (†)

€ 70.000 - € 100.000

Sistrix

INFO | BIETEN

Auf einer sonnenbeschienenen, leuchtend zartgrünen

Wiese mit Blumen ein liegendes und ein sitzendes

Mädchen in weißen Kleidern. Sie genießen die Aussicht

auf den großen ruhigen See mit einem weißen

Segelboot, das sich im Wasser widerspiegelt. Darüber

der strahlend blaue Himmel mit kleinen Wolken.

Auf der linken Seite eine Birke in zartem Grün und

davor ein schmaler Baum in zartrosafarbener Blütenpracht.

Stimmungsvolle Landschaftswiedergabe, die

Atmosphäre eines Frühlingstages vermittelnd in vielen

frischen differenzierten Farbtönen.

Der Maler gehörte dem bedeutenden Kreis der neoimpressionistischen

Schule von Rouen an und wirkte

zusammen mit den weiteren Mitgliedern der Gruppierung,

wie Michel Frechon (1892-1974), Jacques

le Chevallier (1896-1987), Robert Antoine Pinchon

(1886-1943) oder Adrien Segers (1876-1950) etc. (†)

(13220014) (18)

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CHARLES HENRI

VERBRUGGHE

1877 – 1974 Paris

667

CHARLES HENRI VERBRUGGHE,

1877 – 1974 PARIS

IM SOMMERLICHEN GARTEN

Öl auf Holz.

76 x 63,5 cm.

Links unten gewidmet an den Maler „Jef van de

Fackere“ und signiert und datiert „Ch. Verbrugghe

1920“.

In vergoldetem Prunkrahmen.

In einem blühenden Garten ein stehender Korbstuhl

vor einem kleinen runden, mit einer weißen Decke

gedeckten Tisch. Auf diesem Tisch stehen zwei hellblaue

Vasen, beide mit prachtvollen Blumensträußen

geschmückt, weitere Blumen und Blüten liegen auf

der hellen Tischdecke. Seitlich des Tisches, im grünen

Gras, eine ältere weiße Henkelkanne, in der ebenfalls

ein paar Blütenzweige stehen. Farbenprächtig leuchtendes

Bild in impressionistischer Manier, typisch für

den belgischen Maler.

CHARLES HENRI VERBRUGGHE,

1877 – 1974 PARIS

SUMMERY GARDEN

Oil on panel.

76 x 63.5 cm.

Dedicated to the painter “Jef van de Fackere” lower

left and signed and dated “Ch. Verbrugghe 1920”.

In magnificent gilt frame.

Provenance:

Berko Fine Paintings, 1995.

20.000 - € 25.000

Sistrix

INFO | BIETEN

Provenienz:

Berko Fine Paintings, 1995. (1322006) (18)

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FIRMIN GIRARD

1838 Poncin – 1921 Montluçon

668

FIRMIN GIRARD,

1838 PONCIN – 1921 MONTLUÇON

DIE AUSFAHRT MIT DEM KAHN

Öl auf Leinwand.

54,5 x 73 cm.

Links unten signiert.

Mit besonderem Dank an Herrn Patrick Faucheur,

Urenkel des Malers, für seine freundlichen Hinweise

mit Blick auf die Authentizität des vorliegenden Gemäldes.

Ein Werkverzeichnis des Künstlers ist derzeit

in Arbeit.

Das Gemälde, in heller Lichtimpression gehalten,

zeigt zwei Damen, die soeben mit einem Kahn vom

Ufer abstechen wollen, im Vordergrund eine Wäscherin

mit Körben. Die Dame in Rot betritt vorsichtig den

Kahn, eine Augenblicksituation, wie sie gerne in der

Malerei der Zeit thematisiert wurden, gleichsam wie

in einem fotografischen Augenblick erfasst.

FIRMIN GIRARD,

1838 PONCIN – 1921 MONTLUÇON

BOAT TRIP

Oil on canvas.

54.5 x 73 cm.

Signed lower left.

With special thanks to Mr. Patrick Faucheur, great

grandson of the painter, for his kind references. A

catalogue raisonné is expected to be published.

€ 30.000 - € 35.000

Sistrix

INFO | BIETEN

Bei dem dargestellten Fluss handelt es sich mit großer

Wahrscheinlichkeit um den Sornin in der Nähe von

Charlieu (Haute-Loire), wo der Maler sich regelmäßig

aufhielt. (1322003) (11)

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53


REMBRANDT BUGATTI

1884 Mailand – 1916 Paris

669

REMBRANDT BUGATTI,

1884 MAILAND – 1916 PARIS

HUND MIT GESENKTEM SCHWANZ, 1903

26 x 35 x 15 cm.

Auf dem Sockel signiert „R. Bugatti“, ortsbezeichnet

und datiert „Milano 1903“ (ohne Gießerstempel).

Bronze, braune Patina. Originalausgabe „Giudici e

Strada“ für A. Grubicy (Mailand). Nach dem heutigen

Kenntnisstand beträgt unter Vorbehalt die bisher bekannte

Auflage in Bronze zwei Exemplare.

Provenienz:

Privatsammlung Italien.

Anmerkung:

Rembrandt Bugatti war ein italienischer Bildhauer. Er

ist der jüngere Bruder des Automobilkonstrukteurs

Ettore Bugatti. Sein Werk umfasst in erster Linie Tierplastiken

und gilt als überaus eigenständige künstlerische

Position innerhalb der Bildhauerei der Frühmoderne.

Literatur:

Véronique Fromanger, Rembrandt Bugatti. Sculptor.

Répertoire Monographique: a meteoric rise, Paris

2016, abgebildet und besprochen auf S. 34 und S.

268f.

Ausstellung:

1905, V. Biennale von Venedig. (1301981) (18)

REMBRANDT BUGATTI,

1884 MILAN – 1916 PARIS

DOG WITH LOWERED TAIL, 1903

26 x 35 x 15 cm.

Signed “R. Bugatti” on the base, locally inscribed and

dated “Milano 1903” (without foundry stamp).

Bronze, brown patina. Original edition “Giudici e

Strada” for A. Grubicy (Milan). According to current

knowledge, with reservations, the edition known so

far in bronze is two copies.

Provenance:

Private collection Italy.

Notes:

Rembrandt Bugatti was an Italian sculptor. He is the

younger brother of the automobile designer Ettore

Bugatti. His work includes primarily animal sculptures

and is considered an extremely independent

artistic position within early modern sculpture.

Literature:

Véronique Fromanger, Rembrandt Bugatti. Sculptor.

Répertoire Monographique: a meteoric rise, Paris

2016, illustrated and discussed on p. 34 and pp. 268.

Exhibition:

1905, 5th Venice Biennale.

€ 18.000 - € 25.000

Sistrix

INFO | BIETEN

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REMBRANDT BUGATTI

1884 Mailand – 1916 Paris

670

REMBRANDT BUGATTI,

1884 MAILAND – 1916 PARIS

DEUX PANTHÈRES SE LÉCHANT, 1906

36 x 104 x 30 cm.

Signiert auf Pinthe „Bugatti, 1906“. Gießerstempel

„Cire airaindor perdu“, 1 von 25.

Bronze, gegossen, dunkelbraun patiniert. Auf rechteckiger

naturalistisch gestalteter Plinthe ein sich gegenüberstehendes

Paar Panther, der eine Panther

den Kopf des anderen leckend. (†)

Anmerkung 1:

Das Gipsmodell zu der vorliegenden Bronze von 1906

wird im Musée d‘Orsay in Paris unter der Nummer

RF 3575 verwahrt.

Anmerkung 2:

Rembrandt Bugatti war ein italienischer Bildhauer.

Er ist der jüngere Bruder des Automobilkonstrukteurs

Ettore Bugatti. Sein Werk umfasst in erster Linie

Tierplastiken und gilt als überaus eigenständige

künstlerische Position innerhalb der Bildhauerei der

Frühmoderne.

REMBRANDT BUGATTI,

1884 MILAN – 1916 PARIS

DEUX PANTHÈRES SE LÉCHANT, 1906

36 x 104 x 30 cm.

Signed “Bugatti, 1906” on plinth. Foundry mark

“Cire airaindor perdu”, limited ed. no. 1/25.

Bronze; cast, dark brown patina.

Notes:

The plaster model of the present bronze from 1906,

is held at the Musée d’Orsay in Paris, no. RF 3575.

(†)

Literature:

cf. Anne Pingeot; Le Normand-Romain, Antoinette;

Margerie, Laure de, Musée d‘Orsay. Catalogue

sommaire illustré des sculptures, Paris, Réunion

des musées nationaux, 1986, p. 267

€ 70.000 - € 90.000

Sistrix

INFO | BIETEN

Literatur:

Vgl. Anne Pingeot, Le Normand-Romain, Antoinette;

Margerie, Laure de, Musée d‘Orsay. Catalogue

sommaire illustré des sculptures, Paris, Réunion

des musées nationaux, 1986, S. 267

Ausstellungen:

Das Pariser Gipsmodell wurde ausgestellt:

Nouvelles acquisitions du musée d‘Orsay 1980-1983

– palais de Tokyo – musée d‘Art et d‘Essai – France,

Paris, 1983-1984.

La sculpture du XIXème siècle dans l‘Eure (1820-

1914) – musée municipal – France, Bernay, 1987.

(13211317) (10)

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57


ANTONIO MANCINI

1852 Albano Laziale – 1930 Rom

671

ANTONIO MANCINI,

1852 ALBANO LAZIALE – 1930 ROM

Der Maler zählt zu den bedeutendsten Künstlern der

italienischen Moderne. Nach lobendem Urteil über

seine Jugendzeichnungen durch Domenico Morelli

(1823-1901) wurde er bereits mit zwölf Jahren an

der Kunstakademie in Napoli aufgenommen. Bereits

18- jährig stellte er unter großem Beifall im Salon du

Paris aus. Mancini war Mitglied der Verismo-Bewegung.

Er begab sich 1877 nach Frankreich, wo er

Édouard Manet (1832-1883) und Edgar Degas (1834-

1917) kennenlernte, später war er eng befreundet mit

John Singer Sargent (1856-1925) in London.

PORTRAIT EINES ITALIENISCHEN JUNGEN

Öl auf Leinwand.

67 x 50 cm.

Rechts unten signiert „A. Mancini“.

In dekorativem teilvergoldetem Rahmen.

Vor einem Hintergrund in diversen rötlichen Farbtönen

das Halbbildnis eines Jungen mit schwarzem breitem

Hut, der neben weißen Federn mit goldenen Anhängern

verziert ist. Er trägt eine dunkle Jacke mit

weißem Spitzentuch um den Hals und Spitze am

Armende der Jacke. In seiner linken Hand hält er

eine Art Bambusstock. Er hat ein gebräuntes Gesicht,

einen leicht geöffneten Mund und mit seinen glänzenden

dunklen Augen schaut er seitlich aus dem

Bild heraus. Das Bildnis vorgeführt in virtuoser, stark

pastoser, dem Impressionismus naher Pinselführung,

eine flirrende Atmosphäre vermittelnd.

(1320843) (18)

ANTONIO MANCINI,

1852 ALBANO LAZIALE – 1930 ROME

PORTRAIT OF AN ITALIAN BOY

Oil on canvas.

67 x 50 cm.

Signed “A. Mancini” lower right.

€ 10.000 - € 12.000

Sistrix

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BORIS FRÖDMAN-CLUZEL

1878 – 1969

672

BORIS FRÖDMAN-CLUZEL,

1878 – 1969

HOCKENDE, 1926

Bronze, gegossen, mittelbraun patiniert.

Höhe: 29,5 cm.

Auf der Basis monogrammiert und datiert „B.F.C 1926“,

seitlich mit Pariser Gießerstempel.

Auf hoher rechteckiger blockhafter und leicht gekehlter

Basis sitzende junge Frau mit gekreuzten Armen

und Beinen. Das nach rechts gerichtete Haupt von

Art déco-Stirnband geziert. (1320454) (13)

€ 4.500 - € 6.000

Sistrix

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59


AUGUSTE RENOIR

1841 Limoges – 1919 Cagnes/Nizza

673

AUGUSTE RENOIR,

1841 LIMOGES – 1919 CAGNES/ NIZZA

PETITE VÉNUS DEBOUT

60 x 30 x 20 cm.

Auf der Plinthe signiert. Außerdem römische Zahl

„XVII“.

Im griechischen Mythos kämpfte Venus um den Preis

eines goldenen Apfels, den sie gewann, indem sie

Paris versprach, er würde Helena von Troja, die schönste

Frau der Welt, heiraten. Renoirs Skulptur zeigt Venus,

die den Apfel in ihrem Moment des Triumphs

hält. Renoirs Konzeption dieser Arbeit wurde von Erinnerungen

an antike Skulpturen und vom „modernen

Klassizismus“ des zeitgenössischen Bildhauers

Maillol beeinflusst. Renoir war schwer durch Arthritis

verkrüp pelt und wurde bei der Herstellung dieser

Skulptur von einem Assistenten, Richard Guino, unterstützt.

Braune Patina. (†) (13211320) (10)

AUGUSTE RENOIR,

1841 LIMOGES – 1919 CAGNES/ NICE

PETITE VÉNUS DEBOUT

60 x 30 x 20 cm.

Signed on the plinth. Also Roman numeral “XVII“. (†)

€ 60.000 - € 80.000

Sistrix

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61


MOÏSE KISLING

1891 Krakau, Polen – 1953 Sanary-sur-Mer, Frankreich

674

MOÏSE KISLING,

1891 KRAKAU, POLEN – 1953 SANARY-SUR-MER,

FRANKREICH

Der Künstler war ein französischer Maler polnischjüdischer

Herkunft. Er studierte zunächst an der Akademie

der Schönen Künste Krakau, ehe er nach Paris

ging und ab 1910 im Stadtteil Montmartre wohnte. Er

war mit vielen seiner Zeitgenossen befreundet, u.a.

mit seinem Nachbarn Amedeo Modigliani, der ihn

malte. Nach der Besetzung Frankreichs im Zweiten

Weltkrieg floh er in die USA.

COQUELICOTS ET BLEUETS, 1936

Öl auf Leinwand.

81 x 65 cm.

Unten links signiert „Kisling“.

MOÏSE KISLING,

1891 CRACOW, POLAND – 1953 SANARY-SUR-

MER, FRANCE

COQUELICOTS ET BLEUETS, 1936

Oil on canvas.

81 x 65 cm.

Signed “Kisling” lower left. (†)

Literature:

This painting is illustrated in: Jean Dutourd, Kisling,

Landshut 1995, p. 250, no. 130.

€ 120.000 - € 150.000

Sistrix

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Der gebürtig aus Polen stammende Kisling entwickelte

sich zu einem der bedeutendsten Maler der

Pariser Schule. Zunächst lernte er in Krakau, ließ sich

jedoch bereits 1910 in Paris nieder in La Ruche de

Montparnasse wo er auf alle wichtigen europäischen

Maler seiner Zeit traf wie Chagall, Soutine und Zadkine.

Aufgrund des Zweiten Weltkrieges verbrachte er

als Jude sein Exil in den USA wo ihm ebenfalls großer

Erfolg zuteil wurde. Später kehrte er nach Südfrankreich

zurück, wo er sich vorwiegend der Landschaftsmalerei

widmete. Die größte Sammlung seiner Werke

ist im Musée Petit Palais in Genf zu finden. Noch

vor seinem Weggang in die USA ist dieses herrliche

Blumenstück 1936 entstanden. Es zeigt auf einer

quadratischen kleinen Tischplatte eine kugelige Glasvase,

die einen sommerlichen Strauß aus Mohn- und

Kornblumen sowie weiße Margeriten aufnimmt. Die

zurückgenommene Polychromie unterstreicht die

einzelne Bedeutung der einzelnen Blüten, die jeweils

intensiv leuchten und – nebenbei – die Nationalfarben

Frankreichs darstellen. (†)

Literatur:

Dieses Gemälde ist abgebildet in: Jean Dutourd,

Kisling, Landshut 1995, S. 250, Nr. 130. (1321139)

(13)

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LOUIS VALTAT

1869 Dieppe – 1952 Paris

675

LOUIS VALTAT,

1869 DIEPPE – 1952 PARIS

IRIS IN GRÜNER GLASVASE AUF ROTEM GRUND

Öl auf Leinwand.

61 x 40,5 cm.

Rechts unten signiert „L. Valtat“.

Das Werk ist im Archiv der „Association Les amis de

Louis Valtat“ aufgeführt.

Das Gemälde, um 1943 entstanden, bezeugt bereits

die Lebensreife im Werk des Künstlers, der den gesamten

Wandel der Stilfolgen in Europa von seiner

Studienzeit an bis kurz vor seinem Tod mitgestaltet

hat. 1888, als Valtat in die Académie Julian in Paris

eintrat, herrschten noch völlig andere Vorstellungen

von Kunst. Hatte der wenig ältere Paul Gauguin bereits

einen neuen Ansatz in der Malerei gefunden,

nämlich die Idee der reinen Farbe, so suchte Valtat

dennoch sich auch bei dem konservativen, aber bereits

dem Symbolismus zugewandten Gustave Moreau

Ideen zu holen. Nachdem er zusammen mit

Toulouse-Lautrec Bühnenbilder malte, änderte sich

jedoch seine Sicht bereits dahingehend, dass er ab

1903 im Salon d'Automne Bilder ausstellte, die den

neuen Fauvismus bereits erkennen ließen, und einen

Skandal auslösten. Bestärkt durch sein Familienleben

widmete er sich den Themen der eigenen Familie,

Landschaften und Stillleben, wobei nicht das Bildthema

selbst, sondern vielmehr die Wildheit der Darstellung

zunehmend neuer und unverwechselbarer wurde.

1914 zog Valtat nach Paris, wo er bis zu seinem

Lebensende lebte. Mit dem Kunsthändler Vollard hatte

er bereits seit 1900 einen Vertrag, der auch bewirkte,

dass seine Bilder in bedeutende Sammlungen

kamen. Valtat gilt als einer der Hauptvertreter der

"Fauves", dessen Werke international in den bedeutendsten

Sammlungen vertreten sind. Das Gemälde

gewinnt seine Ästhetik nicht zuletzt gerade aus der

Gegenüberstellung der beiden konträren Komplementärfarben

Grün und Violett, in allen ihren Abstufungen.

Der diese beiden Farbwerte verbindende und

einbindende Hintergrund in Rot – mit weißen Punkten

– schließt den wilden Farbenkampf zu einer dennoch

wohltuenden Einheit. Wenige Jahre nach der

Entstehung des Bildes erblindete Valtat und musste

seine Arbeit aufgeben. A.R.

LOUIS VALTAT,

1869 DIEPPE – 1952 PARIS

IRIS IN A GREEN GLASS VASE ON RED

BACKGROUND

Oil on canvas.

61 x 40.5 cm.

Signed lower right “L. Valtat”.

The work is listed in the archives of the “Association

Les amis de Louis Valtat”.

The painting, created in ca. 1943, is already testimony

to the maturity of the artist’s œuvre. He is known for

having shaped the change in the stylistic transitions

in Europe from his student days until shortly before

his death.

Provenance:

Private collection.

Sotheby’s, London, 27 February 2019, lot 155.

€ 60.000 - € 90.000

Sistrix

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Provenienz:

Privatsammlung.

Sotheby‘s, London, 27 Februar 2019, Lot 155.

(12901419) (11)

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LOUIS VALTAT

1869 Dieppe – 1952 Paris

676

LOUIS VALTAT,

1869 DIEPPE – 1952 PARIS

LA FAMILLE SUR LA PLAGE

Öl auf Leinwand, auf Holz aufgezogen.

45,5 x 54 cm.

Rechts unten signiert „L. Valtat“.

In vergoldetem Rahmen.

Mit expressiven Pinselstrichen und reinem Farbgebrauch

stellt Louis Valtat um 1917 diese sommerliche

Strandszene dar. 1860 in Dieppe geboren wurde er

bereits im zarten Alter von 17 Mitglied der Ecole des

Beaux Arts und studierte zusammen mit großartigen

Malern wie Gustave Boulanger und Jules Lefebvre.

Zahlreiche zeitgenössische Künstler beeinflussten

ihn, wie Matisse, Vuillard, Bonnard, Signac und besonders

Renoir, mit welchem ihn eine lebenslange

Freundschaft verband. Heute sind seine begehrten

Werke in berühmten Sammlungen der ganzen Welt

zu sehen – etwa im Metropolitan Museum of Art

(New York, im Thyssen-Bornemisza Museum (Madrid)

und in der Hermitage (Sankt Petersburg).

LOUIS VALTAT,

1869 DIEPPE – 1952 PARIS

LA FAMILLE SUR LA PLAGE

Oil on canvas, laid on panel.

45.5 x 54 cm.

Signed “L. Valtat” lower right.

In gilt frame.

Literature:

J. Valtat, Louis Valtat, Catalogue de l’œuvre peint,

1977, p. 140.

€ 60.000 - € 90.000

Sistrix

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Literatur:

J. Valtat, Louis Valtat, Catalogue de l‘œuvre peint,

1977, S. 140. (12901432) (13)

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67


MARC CHAGALL

1887 Witebsk – 1985 Saint-Paul-de-Vence

677

MARC CHAGALL,

1887 WITEBSK – 1985 SAINT-PAUL-DE-VENCE

CARMEN, 1967

Farblithografie.

101 x 66 cm.

Rechts unten signiert „Marc Chagall“, Ed. 36/ 200.

In Passepartout in vergoldetem Rahmen.

Links unten im Druck bezeichnet „D‘APRÈS MARC

CHAGALL – CH.SORLIER GRAV“.

Am Blattrand, außerhalb der Darstellung, vereinzelt

leichte Knicksp. (1321671) (18)

MARC CHAGALL,

1887 WITEBSK – 1985 SAINT-PAUL-DE-VENCE

CARMEN, 1967

Colour lithography.

101 x 66 cm.

Signed “Marc Chagall” lower right, limited ed. no.

36/ 200.

Inscribed “D‘APRÈS MARC CHAGALL –

CH. SORLIER GRAV” lower left on print.

€ 35.000 - € 45.000

Sistrix

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HENRI MATISSE

1869 Le Cateau-Cambrésis – 1954 Nizza

678

HENRI MATISSE,

1869 LE CATEAU-CAMBRÉSIS – 1954 NIZZA

ODALISQUE AU COFFRET ROUGE, 1926

Farbaquatintaradierung.

42 x 55,6 cm.

Rechts unten signiert „Matisse“.

Im Passepartout, hinter Glas gerahmt. In dekorativem

Prunkrahmen.

HENRI MATISSE,

1869 LE CATEAU-CAMBRÉSIS – 1954 NICE

ODALISQUE AU COFFRET ROUGE, 1926

Aquatint etching in colour.

42 x 55.6 cm.

Signed “Matisse” lower right.

Framed with mount behind glass.

In magnificent decorative frame.

Exemplar 54/ 200. (1321997) (18)

Limited edition no. 54/ 200.

20.000 - € 30.000

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71


MAURICE UTRILLO

1883 Paris – 1955 Dax

679

MAURICE UTRILLO,

1883 PARIS – 1955 DAX

CAFÉ DU LAPIN AGILE

Öl auf Leinwand.

38 x 46 cm.

Verso zwei rechteckige Stempel (auf Leinwand

und Keilrahmen): „Petridés“. Rechts unten signiert

„Maurice, Utrillo, V.“.

MAURICE UTRILLO,

1883 PARIS – 1955 DAX

CAFÉ DU LAPIN AGILE

Oil on canvas.

38 x 46 cm.

Verso two rectangular stamps (on canvas and

stretcher) “Petridés”. Signed lower right “Maurice,

Utrillo, V.”. (†)

Blick auf eine Häusergruppe an einer verschneiten

Straßenecke einer Kleinstadt. Vor höheren Mietshäusern

niedrige, geduckte Häuser, ein- und zweigeschossig,

die Straßenecke, seitlich kahle Baume,

durch geradeziehende Pinselstriche angegeben. Im

Vordergrund zwei betont farbig gekleidete Frauen, die

sich auf die Türe eines Hauses zubewegen, das mit

Aufschrift „café du Lapin agile“ beschriftet ist.

Utrillo, Sohn der Malerin Suzanne Valodon, ehelichte

1935 die Witwe eines Kunstsammlers, Lucie Pauwels,

die unter Pseudonym ebenfalls malte. Das vorliegende

Gemälde, rechts neben der Signatur mit „V“

bezeichnet, dürfte auf die im Bild wiedergegebene

Kleinstadt weisen. (†)

Provenienz:

Galerie Allschwil, Schweiz.

Schweizer Privatsammlung.

Literatur:

Vgl. Jean Fabris, Claude Wiart, Alain Buquet, Jean-

Pierre Thiollet, Jacques Birr, Catherine Balin-Lacroix,

Joseph Foret: Utrillo, sa vie, son œuvre, Editions

Frédéric Birr, Paris, 1982. (1321061) (11)

Provenance:

Galerie Allschwil, Switzerland.

Swiss private collection.

€ 70.000 - € 100.000

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73


HENRI BAPTISTE LEBASQUE

1865 Champigné – 1937 Le Connet

680

HENRI BAPTISTE LEBASQUE,

1865 CHAMPIGNÉ – 1937 LE CONNET

HOCKENDER FRAUENAKT AUF BLAUEM SOFA

Öl auf Leinwand.

38 x 47 cm.

Rechts unten signiert. (12821037) (11)

HENRI BAPTISTE LEBASQUE,

1865 CHAMPIGNÉ – 1937 LE CONNET

CROUCHING FEMALE NUDE ON BLUE SOFA

Oil on canvas.

38 x 47 cm.

Signed lower right.

€ 40.000 - € 60.000

Sistrix

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75


HENRI BAPTISTE LEBASQUE

1865 Champigné – 1937 Le Connet

681

HENRI BAPTISTE LEBASQUE,

1865 CHAMPIGNÉ – 1937 LE CONNET

AKT IN GESTREIFTEM TUCH

Bleistift und Aquarell auf Papier.

Sichtmaß: 36 x 25 cm.

Rechts unten signiert.

Hinter Glas und Passepartout gerahmt.

In einem gut durchleuchteten Innenraum, durch dessen

Sprossenfenster warmes Sonnenlicht dringt, ein

zentraler Frauenakt nur leicht von einem gestreiften

Tuch bedeckt auf einem Teppich stehend. Gerahmt

beschrieben. (†)

Provenienz:

Kaplan Gallery, London (der Akt dort als Frau des

Künstlers spezifiziert).

Petersen Galleries, Beverly Hills. (12821030) (13)

HENRI BAPTISTE LEBASQUE,

1865 CHAMPIGNÉ – 1937 LE CONNET

NUDE IN STRIPED CLOTH

Pencil and watercolour on paper.

Visible size: 36 x 25 cm.

Signed lower right.

Framed with mount under glass. (†)

Provenance:

Kaplan Gallery, London (the nude is identified here

as the artist‘s wife).

Petersen Galleries, Beverly Hills.

€ 14.000 - € 20.000

Sistrix

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HENRI BAPTISTE LEBASQUE

1865 Champigné – 1937 Le Connet

682

HENRI BAPTISTE LEBASQUE,

1865 CHAMPIGNÉ – 1937 LE CONNET

AM STRAND

Bleistift und Aquarell auf Papier.

26,7 x 33,5 cm.

Links unten signiert „Lebasque“.

Unter Glas montiert.

Im Mittelpunkt ein junger Mann in schwarzer Badehose

in einem Liegestuhl an einem weiten sonnenbeschienenen

Sandstrand. Hinter ihm führt der Blick

über Sandbänke in die Weite des türkis-grünen Meeres

mit tief liegenden Wolkenfeldern, zudem mit weiteren

Sonnenanbetern und Spaziergängern in weißen

Bademänteln. Auf der rechten Bildseite eine junge

Frau in gelben Kleid, vor einem rotgestreiften Zelt

sitzend. (12821039) (18)

HENRI BAPTISTE LEBASQUE,

1865 CHAMPIGNÉ – 1937 LE CONNET

ON THE BEACH

Pencil and watercolour on paper.

26.7 x 33.5 cm.

Signed lower left “Lebasque”.

Framed with glass.

€ 25.000 - € 45.000

Sistrix

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79


JAN ZOETELIEF TROMP

1872 Batavia – 1947 Breteuil

683

JAN ZOETELIEF TROMP,

1872 BATAVIA – 1947 BRETEUIL

SPIELENDE KINDER AM STRAND

Öl auf Leinwand. Doubliert.

39,5 x 48,5 cm.

In Nahsicht fünf sommerlich bekleidete Kinder im

seichten Wasser, dabei mit Schaufeln im Sand spielend.

Im Hintergrund sind im leicht welligen Wasser

einige Schwimmer und ein paar Seegelboote sichtbar.

Atmosphärische Malerei in frischen sanften Farbtönen.

Anmerkung:

Authentifizierung als eigenhändiges Werk des Künstlers

wurde durch seine Tochter vorgelegt (in Kopie).

(12821038) (18)

JAN ZOETELIEF TROMP,

1872 BATAVIA – 1947 BRETEUIL

CHILDREN PLAYING ON THE BEACH

Oil on canvas. Relined.

39.5 x 48.5 cm.

Notes:

A copy of a certificate of authenticity by the artist’s

daughter is enclosed, confirming that the painting is

by the artist’s own hand.

€ 18.000 - € 25.000

Sistrix

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81


RAOUL DUFY

1877 Le Havre – 1953 Forcalquier

684

RAOUL DUFY,

1877 LE HAVRE – 1953 FORCALQUIER

NATURE MORTE À LA COUPE DE CITRONS

Aquarell auf Papier.

48 x 63 cm.

Rechts unten signiert „Raoul Dufy“.

Im Passepartout, hinter Glas in vergoldetem Prunkrahmen.

Provenienz:

Sammlung Vino, Paris.

Auktion Hôtel Rameau, Versailles 7. Dezember 1975,

Nr. 75.

Auktion Hôtel Rameau, Versailles 2. Juni 1976, Nr. 51.

Literatur:

Fanny Guillon-Laffaille, Raoul Dufy. Catalogue raisonné

des aquarelles, gouaches et pastels, Paris 1982, Bd. 2,

S. 133, Abb. 1423. (1321591) (18)

RAOUL DUFY,

1877 LE HAVRE – 1953 FORCALQUIER

NATURE MORTE À LA COUPE DE CITRONS

Watercolour on paper.

48 x 63 cm.

Signed “Raoul Dufy“ lower right.

Provenance:

Collection Vino, Paris.

Sale Hôtel Rameau, Versailles 7 December 1975,

no. 75.

Sale Hôtel Rameau, Versailles 2 June 1976, no. 51.

Literature:

Fanny Guillon-Laffaille, Raoul Dufy: Catalogue raisonné

des aquarelles, gouaches et pastels, Edition Louis

Carré, Paris 1982, vol. 2, p. 133, ill. 1423.

€ 35.000 - € 45.000

Sistrix

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JEAN DUFY

1888 Le Havre – 1964 Boussay

685

JEAN DUFY,

1888 LE HAVRE – 1964 BOUSSAY

AU CIRQUE, PARADE ÉQUESTRE, UM 1910

Öl auf Leinwand.

51 x 73 cm.

Links unten signiert: „Jean Dufy“.

In textilen Passepartout, in aufwändig gestaltetem

Louis XV-Rahmen.

Beigegeben ein Zertifikat von Germaine Dufy, 1. März

1977 und eines von Léandre Quesnel, 3. Oktober 1991.

Rhythmus, Takt, Haltung! Acht Pferde bilden eine Ehrenreihe

um einen Reiter und sein Pferd in der Mitte

einer Zirkusmanege. Der Mann reitet auf seinem

Pferd und grüßt die Reiterin, die ihm gegenübersteht,

demonstrativ. Die Reiterin steht halb entkleidet auf

ihrem Pferd und hält einen Reifen, ein Zirkusrequisit,

das einige zukünftige Akrobatiken ankündigt. Im Hintergrund

spielt ein Orchester eine Musik, die den

Rhythmus der Pferdeparade untermalt. Der Dirigent,

ganz in Gelb gekleidet, bringt seine glitzernde Note in

die Mitte der Komposition. Alles ist hier in perfekter

Symmetrie angeordnet. Die Tribünen und das Publikum

verteilen sich in einem Kreisbogen, der den

Halbmond des Zentrums überspannt. Das dunkle

Blau auf der linken und das leuchtende Rot auf der

rechten Seite erzeugen eine Tiefenwirkung. Die kleinen

weißen, gelben und schwarzen Akzente fassen

die Silhouetten der Zuschauer zusammen, die auf

ihren Sitzen zu glitzern und zu zappeln scheinen. Im

Vordergrund ziehen die weißen Nuancen der Pferde

alle Blicke auf sich und verleihen ihnen die Hauptrolle.

Als Meister des Lichts und der Farbe gelingt es Jean

Dufy, die Atmosphäre dieses Zirkus, seine Unruhe,

sein Schillern und sogar seine Geräusche mit Bravour

wiederzugeben. Sein schwarzer, schneller Strich ziseliert

die Formen auf einem Hintergrund mit einer fauvefarbenen

Palette, die dem Bild eine ganz besondere

Vitalität verleiht. Das Thema des Zirkus, in dem Dufy

sowohl Dynamik als auch die von ihm gewünschte

Polychromie fand, war fortan häufig Bestandteil seines

Schaffens. (†)

JEAN DUFY,

1888 LE HAVRE – 1964 BOUSSAY

AU CIRQUE, PARADE ÉQUESTRE, CA. 1910

Oil on canvas.

51 x 73 cm.

Signed “Jean Dufy” lower left.

A certificate by Germaine Dufy, 1 March 1977 and one

by Léandre Quesnel, 3 October 1991 is enclosed. (†)

€ 90.000 - € 120.000

Sistrix

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Literatur:

Vgl. Pascal Jacob, Le Cirque en Majesté, Paris, 2012.

Vgl. Jacques Bailly, Catalogue raisonné de l‘œuvre

de Jean Dufy, Paris 2010. (1321136) (13)

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JEAN DUFY

1888 Le Havre – 1964 Boussay

686

JEAN DUFY,

1888 LE HAVRE – 1964 BOUSSAY

VOILIERS DANS LE PORT DU HAVRE, 1907

Öl auf Leinwand.

50 x 64 cm.

Rechts unten signiert.

In breitem vergoldetem gekehltem Rahmen.

Anbei ein Zertifikat von Monsieur Quesnel und

eines von Monsieur Marumo.

Dufys Bestimmung war nicht von Vornherein im

künstlerischen Metier zu suchen, denn er war Außenvertreter

eines Handelsunternehmens, das Überseewaren

importierte und auch als Sekretär auf dem

Überseedampfer „La Savoie“ angestellt, der Le Havre

und New York verband. Erst eine Ausstellung, die

1906 in seiner Heimatstadt stattfand und Matisse,

Derain, Marquet und Picasso zeigte, führte ihn auf

den künstlerischen Weg, der für ihn bestimmt war.

Besonders ein Gemälde von Matisse, nämlich

„Fenêtre ouverte à Collioure“ beeindruckte ihn mit

seinen leuchtenden Farben und strahlendem Licht,

sodass es in seinem Werk stark nachhallte – und

auch in unserem Werk in Bezug auf Farbintensität

und Macht der geometrischen eingebundenen Formen

immanent zu sein scheint.

In unserem Bild werden Kaimauern gezeigt und kleine

trapezförmige Becken, ein Leuchtturm und Lagerhäuser,

hinter denen sich das Meer erstreckt. Ein Segelboot

beschreibt eine große Vertikale im linken Vordergrund,

dessen Segel sich messerscharf in den Wind werfen

und den Betrachterraum mit dem Bildraum verbinden.

Dufy, der nach seinem Wehrdienst in Paris Drain, Braque,

Picasso und Apollinaire begegnete, verwandte

fortan vorwiegend stumpfere Farbtöne, wie Braun,

Blau und Dunkelrot, während unser Gemälde von

1907 noch in strahlenden diversen Farben leuchtet

und der Darstellung zusammen mit ihren gebrochenen

geometrischen Formen Dynamik verleiht. Viele

seiner meist späteren Werke werden in hochklassigen

Museen der ganzen Welt ausgestellt, wie im

Musée national d‘Art moderne und im Centre Pompoidou

in Paris, in der Albertina in Wien, im Art Institute

of Chicago oder im MoMA in New York. Daher ist

es uns eine besondere Freude ein so frühes Werk,

welches Dufys Heimatstadt zeigt, mit der er emotional

verbunden war, anbieten zu dürfen. (†)

(1321135) (13)

JEAN DUFY,

1888 LE HAVRE – 1964 BOUSSAY

VOILIERS DANS LE PORT DU HAVRE, 1907

Oil on canvas.

50 x 64 cm.

Signed lower right.

A certificate by Monsieur Quesnel and by Monsieur

Marumo is enclosed. (†)

€ 350.000 - € 500.000

Sistrix

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HENRI BAPTISTE LEBASQUE

1865 Champigné – 1937 Le Connet

687

HENRI BAPTISTE LEBASQUE,

1865 CHAMPIGNÉ – 1937 LE CONNET

GROS TEMPS À MORGAT, UM 1922 - 1923

Öl auf Leinwand. Doubliert.

60 x 73 cm.

Links unten signiert „Lebasque“.

In vergoldetem Prunkrahmen.

Blick von erhöhtem Standpunkt auf und an einer niedrigen

Steinmauer eines Ufers sitzende Figuren: zwei

Frauen auf einem Klappstuhl, eine halb auf der Mauer

sitzende Frau und hinter ihr ein junger Mann, der ganz

auf der Mauer sitzt; in fast gleichen Abständen wirken

sie wie in einer von der Mitte nach links hochziehenden

Linie hintereinander gestaffelt, von der älteren,

dick angezogenen Frau mit Wolldecke über den Schultern,

bis über die behüteten Frauen mit langen Röcken

und dem mit kurzer Hose leicht bekleidetem jungen

Mann, werden gleichsam auch verschiedene Lebensalter

scheinbar wiedergegeben. Sie alle blicken auf

das stürmische, gischtig aufbrausende türkisfarbene

Meer mit mehreren Segelbooten im Wind unter graublauem

Himmel mit großen Gewitterwolken.

Provenienz:

Verkauf, Me Oury, Paris, 23. Februar 1959, Lot 84.

Musée du Petit Palais, Genf.

Verkauf, Me Martin, Versailles, 28. November 1971,

Lot 75.

Verkauf, Mes Champin et Lombrail, Enghien-les-Bains,

11. Dezember 1977, Lot 83.

Verkauf, Mes Champin, Lombrail et Gautier, Enghienles-Bains,

18. Dezember 1983, Lot 26.

Sammlung Lansberg, Frankreich.

Verkauf, Me Briest, Paris, 17. Juni 1985, Lot 52.

Christie´s, Paris, 24. März 2015, Lot 5.

HENRI BAPTISTE LEBASQUE,

1865 CHAMPIGNÉ – 1937 LE CONNET

GROS TEMPS À MORGAT, CA. 1922 - 1923

Oil on canvas. Relined.

60 x 73 cm.

Signed “Lebasque” at lower left.

Provenance:

Sale, Me Oury, Paris, 23 February 1959, lot 84.

Musée du Petit Palais, Geneva.

Sale, Me Martin, Versailles, 28 November 1971,

lot 75.

Sale, Mes Champin et Lombrail, Enghien-les-Bains,

11 December 1977, lot 83.

Sale, Mes Champin, Lombrail et Gautier, Enghienles-Bains,

18 December 1983, lot 26.

Lansberg Collection, France.

Sale, Me Briest, Paris, 17 June 1985, lot 52.

Christie's, Paris, 24 March 2015, lot 5.

Exhibition:

Paris, Galerie Georges Petit, Henri Lebasque, probably

March 1927, no. 52 (title: “La mer grise”).

€ 70.000 - € 90.000

Sistrix

INFO | BIETEN

Anmerkung:

Der Künstler war ein Maler des Post-Impressionismus.

Er studiert an der Ècole des Beua-Arts in Angers, zieht

jedoch bereits 1886 nach Paris, wo er sich an der Academie

Colarossi einschreibt. Er hält sich auch einige

Zeit lang in den französischen Provinzen Vendée, Normandie

und Bretagne auf; auch Morgat liegt auf der

Halbinsel Crozon in der Bretagne und ist ein beliebtes

Bade- und Urlaubsziel mit langem Sandstrand.

Ausstellung:

Paris, Galerie Georges Petit, Henri Lebasque, wahrscheinlich

März 1927, Nr. 52 (Titel: „La mer grise“).

(1302161) (18)

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91


MAURICE UTRILLO

1883 Paris – 1955 Dax

688

MAURICE UTRILLO,

1883 PARIS – 1955 DAX

LA PLACE DU TERTRE À MONTMARTRE,

1920 – 1922

Öl auf Leinwand.

46 x 61 cm.

Rechts unten signiert „Maurice. Utrillo, V.“.

In vergoldetem barockisierendem Rahmen.

Beigegeben ein Zertifikat des Wildenstein Institute.

Ein Platz der trapezförmig nach rechts zuläuft ist von

mehreren Bäumen bestanden, deren Grün den Passanten,

die sich dorthin vor der senkrecht stehenden

Sonne geflüchtet haben, Schutz bietet. Die Vertikalen

der Baumstämme und die dazwischen gesetzten stehenden

Staffagefiguren kontrastieren mit den Horizontalen,

die durch die Etagenbegrenzungen der

umstehenden Häuser gebildet werden. Diese architektonischen

Gebilde gehören zu Utrillos Lieblingswerkzeugen,

werden in diesem Gemälde jedoch von

der domestizierten Natur beherrscht. (†)

Provenienz:

Kurt Sponagel-Hirzel, Zürich, 1955.

Schweizer Privatsammlung.

Sotheby‘s, London, 25. März 1992, Lot 62.

Anmerkung:

Der Platz ist einer der Lieblingsmotive Utrillos am

Montmartre.

Literatur:

Pierre Courthion, Montmartre, Lausanne 1956, S. 118

und 142 (abgebildet auf S. 118).

Paul Pétridès, L‘œuvre complet de Maurice Utrillo,

Bd. II, Paris 1962, Nr. 901, S. 320 (abgebildet auf

S. 321 mit nicht korrekten Maßen).

Ausstellungen:

Basel, Kunsthalle, Maurice Utrillo. Graphische Blätter

von Corot und Daumier, Juni-Juli 1942, Nr. 205.

Vevey, Musée Jenisch, Maurice Utrillo, Valadon,

Modigliani, Utter, Juli-September 1955, Nr. 50, S. 24

(mit inkorrekten Maßen).

München, Haus der Kunst, Maurice Utrillo V., Suzanne

Valadon, Juni-September 1960, Nr. 77, S. 12 (abgebildet

Tafel 39).

Bern, Kunstmuseum, Utrillo, Januar-März 1963, Nr. 69.

Tokyo, Seiji Togo Memorial Sompo Japan Museum

of Art, Maurice Utrillo, April-Juni 2010, Nr. 23, S. 55

(abgebildet), Wanderausstellung.

Nigata, The Nigata Prefectural Museum of Modern Art,

Juli-August 2010.

Kyoto, Museum Eki Kyoto, September-Oktober 2010.

Aichi, Toyohashi City Museum of Art & History, Oktober-Dezember

2010. (13211311) (13)

MAURICE UTRILLO

1883 PARIS – 1955 DAX

LA PLACE DU TERTRE À MONTMARTRE,

1920 – 1922

Oil on canvas.

46 x 61 cm.

Signed “Maurice. Utrillo, V.” lower right. (†)

Accompanied by certificate by Wildenstein Institute.

Provenance:

Kurt Sponagel-Hirzel, Zurich, 1955.

Private collection, Switzerland.

Sotheby’s, London, 25 March 1992, lot 62.

Notes:

The square is one of Utrillo’s favourite subjects at

Montmartre.

Literature:

Pierre Courthion, Montmartre, Lausanne, 1956, pp.

118 & 142 (ill. on p. 118).

Paul Pétridès, L’œuvre complet de Maurice Utrillo,

vol. II, Paris 1962, no. 901, p. 320 (ill. on p. 321 with

incorrect dimensions).

Exhibitions:

Basel, Kunsthalle, Maurice Utrillo. Graphische Blätter

von Corot und Daumier, June-July 1942, no. 205.

Vevey, Musée Jenisch, Maurice Utrillo, Valadon,

Modigliani, Utter, July-September 1955, no. 50, p. 24

(with incorrect dimensions).

Munich, Haus der Kunst, Maurice Utrillo V., Suzanne

Valadon, June-September 1960, no. 77, p. 12 (ill. panel

39).

Bern, Kunstmuseum, Utrillo, January-March 1963,

no. 69.

Tokyo, Seiji Togo Memorial Sompo Japan Museum

of Art, Maurice Utrillo, April-June 2010, no. 23, p. 55

(ill.), touring exhibition.

Nigata, The Nigata Prefectural Museum of Modern

Art, July-August 2010.

Kyoto, Museum Eki Kyoto, September-October 2010.

Aichi, Toyohashi City Museum of Art & History, October-December

2010.

€ 200.000 - € 250.000

Sistrix

INFO | BIETEN

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MOÏSE KISLING

1891 Krakau, Polen – 1953 Sanary-sur-Mer, Frankreich

689

MOÏSE KISLING,

1891 KRAKAU, POLEN – 1953 SANARY-SUR-MER,

FRANKREICH

Der Künstler war ein französischer Maler polnisch-jüdischer

Herkunft. Er studierte zunächst an der Akademie

der Schönen Künste Krakau, ehe er nach Paris

ging und ab 1910 im Stadtteil Montmatre wohnte. Er

war mit vielen seiner Zeitgenossen befreundet, u.a.

mit seinem Nachbarn Amedeo Modigliani, der ihn

malte. Nach der Besetzung Frankreichs im Zweiten

Weltkrieg floh er in die USA.

BOUQUET DE FLEURS DANS UN VASE

Öl auf Leinwand.

65 x 50 cm.

In geschnitztem und vergoldetem barockisierenden

Rahmen mit textilem Passepartoutausschnitt.

Wie viele seiner Blumenstillleben entstand auch dieses

außergewöhnliche Gemälde in den 1920er Jahren

(ca. 1925). Auf einem blockhaft quadratischen

Stand befindet sich eine blaue zweihenklige Vase mit

dunklem Vogeldekor. In ihr sind zu sehen Mohn, Rosen

und Tulpen, allesamt rot, und die gelben Punkte,

welche sich auf den hauchdünnen weißen Vorhängen

links und rechts des Gebindes befinden, sind ein

Spiegelbild der gelben Blütenstände, welche sich im

Strauß abzeichnen. Die Blüten des gebürtigen Polen

und in Montmartre arbeitenden Malers treten hier in

formalen Kontakt mit ihrem Umfeld.

MOÏSE KISLING,

1891 KRAKOW, POLAND – 1953 SANARY-SUR-

MER, FRANCE

BOUQUET DE FLEURS DANS UN VASE

Oil on canvas.

65 x 50 cm.

In carved and gilt baroque-style frame with textile

mount.

Provenance:

Private collection, Japan.

Literature:

This painting will be included in Volume IV et Additifs

aux Tomes I, II, et III des Catalogue Raisonné de

l’œuvre de Moise Kisling, which is currently being

prepared by Jean Kisling and Marc Ottavi.

€ 135.000 - € 180.000

Sistrix

INFO | BIETEN

Provenienz:

Privatsammlung, Japan.

Anmerkung:

Der Künstler war ein französischer Maler polnischjüdischer

Herkunft. Er studierte zunächst an der Akademie

der Schönen Künste Krakau, ehe er nach Paris

ging und ab 1910 im Stadtteil Montmatre wohnte. Er

war mit vielen seiner Zeitgenossen befreundet, u.a.

mit seinem Nachbarn Amedeo Modigliani, der ihn

malte. Nach der Besetzung Frankreichs im Zweiten

Weltkrieg floh er in die USA.

Literatur:

Dieses Gemälde wird aufgenommen in den Volume

IV et Additifs aux Tomes I, II, et III des Catalogue

Raisonné de l‘œuvre de Moise Kisling, welcher momentan

durch Jean Kisling und Marc Ottavi bearbeitet

wird. (1290142) (13)

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MOÏSE KISLING

1891 Krakau, Polen – 1953 Sanary-sur-Mer, Frankreich

690

MOÏSE KISLING,

1891 KRAKAU, POLEN – 1953 SANARY-SUR-MER,

FRANKREICH

Der Künstler war ein französischer Maler polnisch-jüdischer

Herkunft. Er studierte zunächst an der Akademie

der Schönen Künste Krakau, ehe er nach Paris

ging und ab 1910 im Stadtteil Montmatre wohnte. Er

war mit vielen seiner Zeitgenossen befreundet, u.a.

mit seinem Nachbarn Amedeo Modigliani, der ihn

malte. Nach der Besetzung Frankreichs im Zweiten

Weltkrieg floh er in die USA.

FEMME AU PARASOL ROUGE, 1914

Öl auf Leinwand.

79 x 55 cm.

Rechts unten signiert und datiert „Kisling 914“.

In vergoldetem Prunkrahmen.

Elegante Dame in einem dunkelblauen langen Kleid

mit breitem Hut auf blonden Haaren, in ihrer linken

Hand einen leuchtend roten Schirm haltend, auf beige-orangem

breitem Weg, der bis zum hohen Horizont

führt. Linksseitig eine angedeutete Baumallee

mit dicken braunen Stämmen, rechtsseitig in Grün

angedeutete Sträucher und Hecken. Der Himmel in

überwiegend grau-weißer Farbgebung. Malerei in raschem

Pinselduktus, bei teils pastosem Farbauftrag.

Vereinzelt kleine Retuschen.

MOÏSE KISLING,

1891 KRAKOW, POLAND – 1953 SANARY-SUR-

MER, FRANCE

FEMME AU PARASOL ROUGE, 1914

Oil on canvas.

79 x 55 cm.

Signed lower right and dated “Kisling 914”.

Provenance:

President and fellow of Harvard College, Massachusetts

(sale: Sotheby‘s New York, 10 May 1995,

lot 350).

Private collection.

Notes:

The painting on offer for sale in this lot was sold at

auction at Sotheby’s, London, lot 270 on 27 February

2019.

Literature:

cf. Jean Kisling, Kisling 1891-1953, Paris 1995, vol. III,

no. 8.

€ 50.000 - € 80.000

Sistrix

INFO | BIETEN

Der Künstler war ein französischer Maler polnisch-jüdischer

Herkunft. Er studierte zunächst an der Akademie

der Schönen Künste Krakau, ehe er nach Paris

ging und ab 1910 im Stadtteil Montmatre wohnte. Er

war mit vielen seiner Zeitgenossen befreundet, u.a.

mit seinem Nachbarn Amedeo Modigliani, der ihn

malte. Nach der Besetzung Frankreichs im Zweiten

Weltkrieg floh er in die USA.

Provenienz:

President and fellows of Harvard College, Massachusetts

(Verkauf: Sotheby‘s, New York, 10. Mai 1995,

Lot 350).

Privatsammlung.

Anmerkung:

Das vorliegende Gemälde wurde bei Sotheby‘s,

London, unter der Lotnummer 270 am 27. Februar

2019 versteigert.

Literatur:

Vgl. Jean Kisling, Kisling 1891-1953, Paris 1995, Bd. III,

Nr. 8. (12901424) (18)

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MOÏSE KISLING

1891 Krakau, Polen – 1953 Sanary-sur-Mer, Frankreich

691

MOÏSE KISLING,

1891 KRAKAU, POLEN – 1953 SANARY-SUR-MER,

FRANKREICH

Der Künstler war ein französischer Maler polnisch-jüdischer

Herkunft. Er studierte zunächst an der Akademie

der Schönen Künste Krakau, ehe er nach Paris

ging und ab 1910 im Stadtteil Montmatre wohnte. Er

war mit vielen seiner Zeitgenossen befreundet, u.a.

mit seinem Nachbarn Amedeo Modigliani, der ihn

malte. Nach der Besetzung Frankreichs im Zweiten

Weltkrieg floh er in die USA.

LANDSCHAFT BEI SAINT TROPEZ, 1918

Öl auf Leinwand. Doubliert.

60,3 x 73 cm.

Rechts unten signiert und datiert „Kisling 1918“.

In vergoldetem Rahmen.

Dem Betrachter mag fast schwindlig werden bei der

Betrachtung des Auf und Ab der Felder, deren stark

konturierte Linien wie gekämmt wirken. Kisling, von

dem aus dem gleichen Jahr gleich mehrere Gemälde

bekannt sind, die sich der Landschaft um Saint Tropez

widmen, zeigt uns von stark erhobenem Betrachterstandpunkt

aus das absteigende Ufer mit seinen

fruchtbaren Feldern und seiner typischen Bebauung,

die zu den Besitzern der Felder gehört. In leuchtenden

Farben, die uns an die Landschaftsbilder von

Chagall erinnern, führt er den Blick des Betrachters

über Bäume in variantenreichen Grüntönen hinab auf

das lapislazuliblaue Band, das den Golf von Saint Tropez

kennzeichnet. Kisling liebte die Farben und das

Spiel der Formen. Ebenfalls aus dem Jahr 1918 etwa

ist ein Landschaftsgemälde bekannt, das bei kleinerem

Format die Oberflächenbeugung der Felder geometrisiert

und als flächige Rechtecke darstellt (Inv.Nr.

Kis01 Montclair, Kasser Art Foundation). (†)

MOÏSE KISLING,

1891 KRAKOW, POLAND – 1953 SANARY-SUR-

MER, FRANCE

LANDSCAPE NEAR SAINT-TROPEZ, 1918

Oil on canvas. Relined.

60.3 x 73 cm.

Signed lower right and dated “Kisling 1918”. (†)

Provenance:

Galerie d’Art du Faubourg Saint-Honoré, Paris.

Christine and Jim Mulligan collection, Agay, France.

Brunk Auctions, Asheville, USA, 15 September 2018,

lot 902.

Notes:

Christie’s sold a comparable work, 10 February 2012,

lot 70. The landscape sold there compares particularly

well with regards to the red roofs contoured

in black over whitewashed masonry and the violet

background.

€ 65.000 - € 100.000

Sistrix

INFO | BIETEN

Provenienz:

Galerie D'Art du Faubourg Saint-Honoré, Paris.

Sammlung Christine und Jim Mulligan, Agay, Frankreich.

Brunk Auctions, Asheville, USA, 15. September 2018,

Lot 902.

Anmerkung:

Ein vergleichbares Werk wurde bei Christie‘s, am

10. Februar 2012, als Lot 70, verkauft. Die dort verkaufte

Landschaft lässt sich besonders hinsichtlich der

schwarz konturierten roten Dächer über geweißeltem

Mauerwerk und dem Violett des Hintergrundes gut

vergleichen. (12901411) (13)

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AUGUSTE HERBIN

1882 Quievy – 1960 Paris

692

AUGUSTE HERBIN,

1882 QUIEVY – 1960 PARIS

PAYSAGE, 1911

Öl auf Leinwand.

45,7 x 54,4 cm.

Rechts unten signiert.

In vegetabil verziertem Holzrahmen mit Textilausschnitt.

Der französische Künstler Auguste Herbin spielte

eine wesentliche Rolle in den künstlerischen Bewegungen

des frühen 20. Jahrhunderts. Seine künstlerische

Karriere umfasste Impressionismus und Postimpressionismus,

Fauvismus und Kubismus, bevor er

durch Konstruktivismus, Purismus und Orphismus

eine eher geometrische und strukturelle Kunst anstrebte

und schließlich als Pionier der abstrakten

Kunst den architektonischen Zweck der Malerei proklamierte.

Das vorliegende Werk „Paysage“ ist ein

hervorragendes Beispiel für sein wechselndes Interesse

und seinen Stil, in dem wir gleichzeitig den farbigen

Einfluss des Fauvismus und den modularen Aufbau

einer kubistischen Landschaft sehen.

Geboren 1882 in Quiévy, nahe der belgischen Grenze,

war Herbin nicht die bürgerliche Erziehung vergönnt,

die so vielen seiner Zeitgenossen zuteil wurde. Während

seine Eltern in einer Textilfabrik arbeiteten, kümmerte

er sich um seine beiden Geschwister. Im Alter

von zwölf Jahren verließ Herbin die Schule und arbeitete

im Büro eines Gerichtsvollziehers, während er

seine Nächte in den städtischen Zeichenkursen verbrachte.

In diesen Abendkursen zeigte Herbin ein

bemerkenswertes Talent zum Zeichnen; er erlernte

die Techniken des Freihandzeichnens und -malens.

Diese Fähigkeit brachte ihm bald ein Stipendium an

der École des Beaux-Arts in Lille ein (1899-1901), wo

Herbins Beherrschung der postimpressionistischen

Maltechnik deutlich wurde, zusätzlich zu seiner akribischen

Wiedergabe von Wasser und Himmel, die an

die flämische Renaissance erinnert.

Herbins Umzug nach Paris um 1902 war ein wirklich

entscheidender Moment in seiner Karriere. Nachdem

er mehrere Jahre in Isolation gemalt und sich mit den

Avantgarde-Bewegungen beschäftigt hatte, begann

sich sein Werk zum fauvistischen Stil zu entwickeln.

Während seines Aufenthalts auf Korsika im Jahr 1907

wurde dieser besonders ausgeprägt; seine Pinsel

und Leinwände aus dieser Zeit sind voll von extravaganten

Farben und Ausdrucksformen und zeigen den

deutlichen Einfluss der großen Retrospektiven von

Van Gogh, Gauguin und Seurat, von denen sich Herbin

während seines Aufenthalts in der Hauptstadt des

Landes inspirieren ließ. Es ist sicher anzunehmen,

dass keine Ausstellung einen größeren Einfluss auf

Herbin hatte als die Paul Cézanne-Retrospektive im

Salon d‘Automne später im Jahr 1907. Es war eine

Ausstellung, die die jüngeren Künstler in radikale Richtungen

drängte, von wo aus sie später den Modernismus

enthüllen und erforschen sollten. Dadurch wurde

Herbins Interesse am Kubismus geweckt und er begann

zu experimentieren. 1909 zog er in die Bateau­

Lavoir-Ateliers, die von Picasso, Braque und Gris

frequentiert wurden, und tauchte voll und ganz in die

Geburt des Kubismus und des Synthetischen Kubismus

ein und verbrachte einen Großteil seiner Zeit mit

den drei Künstlern. Herbins Stil des Kubismus blieb

jedoch einzigartig, er behielt die Lebendigkeit seiner

hellen, kraftvollen fauvistischen Landschaften bei und

wählte stattdessen eine Verschmelzung der Farbe mit

der düsteren Palette, die die frühen kubistischen

Werke dominierte. Darüber hinaus behalten seine

Formen ihre Präzision und werden eher abgeflacht

und geometrisiert, als dass sie völlig dekonstruiert

werden. Diese erfinderische Herangehensweise an

die kubistische Landschaft schuf einige seiner dynamischsten

Werke und zementierte ihn als einen Pionier

des Kubismus.

Das vorliegende Werk ist ein Schlüsselbeispiel für

den Einfluss, den Herbin aus diesen grundlegenden

Momenten der Kunstgeschichte zog. Wir können

deutlich die strukturierte Form erkennen, für die er

sich entschieden hat, mit der Leinwand, die von links

nach rechts durch die gerade Straße halbiert wird,

und der Vielzahl verschiedener Komponenten, die

sich von diesem zentralen Konstrukt aus verzweigen.

Wenn wir die Baumreihe am Straßenrand betrachten,

die den Betrachter in die Ferne führt, stellen wir sofort

eine Verbindung zu der Modulation her, die zu

einem so bestimmenden Merkmal von Cézannes

Methode wurde. Auf seine eigene, einzigartige strukturelle

Art und Weise hat sich Herbin jedoch dafür

entschieden, den Baum mit festen Linien zu konstruieren,

die sich in Form von Chevrons durch die Baumkronen

ziehen und sich von dem viel wilderen und

natürlicheren Bild lösen, das Cézanne verwenden

würde. Man ist auch versucht, einen Vergleich zwischen

der oberen rechten Ecke des Himmels und dem

entfernten Mont Sainte-Victoire zu ziehen, dessen

schneebedeckter Gipfel auf einem blaugrauen Abhang

sitzt, vielleicht eine Hommage an eine seiner

großen Inspirationen. Wie Anatole Jakovski bemerkt:

„Die Bäume selbst, ihre üppigen Blätter bilden seltsame

magnetische Zeichnungen, konzentrische Wellen

von Farben, die deutlich heller, noch kraftvoller werden,

die nur ihren eigenen, von Herbin diktierten und von

ihm gefundenen Rhythmen gehorchen... So schreitet

seine Kunst unaufhörlich zur integralen Geometrie,

zur absoluten Wahrheit, kraftvoll und energisch voran“

(A. Jakovsky, Paris 1933, S. 16).

Provenienz:

Privatsammlung seit 1993.

Auktion, Drouot-Richelieu, Paris, 21. April 2000,

Lot 38.

Nick Scheeres Collection, Niederlande.

Im Jahr 2006 dort vom Vorbesitzer erworben.

Bonhams, 28. Februar 2019, Lot 46.

Literatur:

Geneviève Claisse, Herbin. Catalogue raisonné de

l‘œuvre peint, Lausanne 1993, Nr. 232 (abgebildet

Seite 320).

Anatole Jakovsky, Auguste Herbin, Paris 1933.

Ausstellung:

Paris, Galerie Clovis Sagot, Auguste Herbin, März

1914, Nr. 12. (1320641) (13)

AUGUSTE HERBIN,

1882 QUIEVY – 1960 PARIS

PAYSAGE, 1911

Oil on canvas.

45.7 x 54.4 cm.

Signed lower right.

Provenance:

Private collection since 1993.

Auction, Drouot-Richelieu, Paris, 21 April 2000,

lot 38.

Nick Scheeres Collection, The Netherlands.

Purchased there by previous owner in 2006.

Auction Bonhams, 28 February 2019, lot 46.

Literature:

G. Claisse, Herbin. Catalogue raisonné de l’œuvre

peint, Lausanne 1993, no. 232 (ill. p. 320).

A. Jakovsky, Auguste Herbin, Paris 1933.

Exhibition:

Paris, Galerie Clovis Sagot, Auguste Herbin, March

1914, no. 12.

€ 38.000 - € 55.000

Sistrix

INFO | BIETEN

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ALBERT PAUL GUILLAUME

1873 – 1942

693

ALBERT PAUL GUILLAUME,

1873 – 1942

DIE BLACKJACK-SPIELER

Öl und Bleistift auf Malkarton.

26,7 x 35 cm.

Links unten signiert „AP Guillaume“.

In teilvergoldetem Rahmen.

Im Schein einer am oberen rechten Rand hängenden

grünlichen Lampe drei Spieler an einem grünen Tisch

sitzend mit Karten und Jetons. Links eine Dame mit

langer Kette, ringverzierten Fingern und einem großen

runden Hut mit lilafarbenen Blütenkranz, aufmerksam

nach unten auf ihre abgedeckte Karte blickend. Neben

ihr ein eleganter schlanker Mann im Smoking, gerade

neue Karten aufnehmend, dabei wird er von dem Dritten,

rechts sitzenden, etwas kräftigeren Herren mit

grauem Bart beobachtet, dessen Gesicht jedoch durch

den Lampenschirm teils verdeckt wird. Hinter ihnen

drängen sich vier Beobachter in eleganter Kleidung.

Für den Künstler typisches Werk, der mehrfach die

elegante Gesellschaft des frühen 20. Jahrhunderts an

Spieltischen oder in Salons wiedergegeben hat.

(1321444) (18)

ALBERT PAUL GUILLAUME,

1873 – 1942

THE BLACKJACK PLAYERS

Oil and pencil on artist‘s board.

26.7 x 35 cm.

Signed “AP Guillaume” lower left.

20.000 - € 30.000

Sistrix

INFO | BIETEN

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103


FERDINAND LOYEN DU

PUIGAUDEAU

1864 Nantes – 1930 Croisic

694

FERDINAND LOYEN DU PUIGAUDEAU,

1864 NANTES – 1930 CROISIC

SONNENUNTERGANG ÜBER DER GROSSEN

BRIÈRE

Öl auf Leinwand.

54 x 73 cm.

Links unten signiert „F. du Puigaudeau“.

In dekorativem Rahmen.

Malerischer Blick über „La grande Briére“, eine der

größten Sumpf- und Lagunenlandschaften Frankreichs,

wahrscheinlich auf die vom ruhigen Wasser umgebene

Insel Fédrun mit einem typischen, strohgedeckten

kleinen Haus und einem ankernden Kahn. Am unteren

rechten Bildrand ein Wiesenstück mit zwei hohen

schmalen Pinien. Im Hintergrund im diffusen Licht die

weite Uferlandschaft mit der Silhouette einer Stadt

vor einem breiten türkisfarbenen Himmelsstreifen,

hinter dem gerade die leuchtende gelb-orange Sonne

untergeht, die sich im schimmernden Wasser widerspiegelt.

Darüber der große Himmel, der ebenso

wie das Wasser, in vielfach abgestuften Blautönen in

teils impressionistischer Manier wiedergegeben wird.

Stimmungsvolle, harmonische Malerei bei der der

Künstler seine Faszination für die Wirkung von Licht

verdeutlicht.

FERDINAND LOYEN DU PUIGAUDEAU,

1864 NANTES – 1930 CROISIC

SUNSET ON THE GRANDE BRIÈRE

Oil on canvas.

54 x 73 cm.

Signed “F. du Puigaudeau” lower left.

€ 40.000 - € 50.000

Sistrix

INFO | BIETEN

Anmerkung:

Der Künstler studierte an verschiedenen Internaten

von Paris bis Nizza. 1882 reiste du Puigaudeau nach

Italien, dann nach Tunesien und brachte sich das Malen

selbst bei. Das erste Werk, das du Puigaudeau

mit Sicherheit zugeschrieben werden kann, stammt

aus dem Jahr 1886, dem Jahr, in dem er Pont-Aven

besuchte, wo er sich mit Charles Laval und Paul Gauguin

anfreundete. Er heiratete 1893, und 1895 ließ er

sich für drei Jahre in Pont-Aven nieder. Seine Werke

sind heute in diversen Museen zu finden, u.a. in Indianapolis,

Madrid, Morlaix, Nantes. (1320451) (18)

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JACQUES MAJORELLE

1886 Nancy – 1962 Paris

695

JACQUES MAJORELLE,

1886 NANCY – 1962 PARIS

Der Künstler war ein französischer Maler des 20.

Jahrhunderts, dessen Werk zumeist dem Orientalismus

zugerechnet wird. 1903 zog er nach Paris, wo er

der Académie Julian angehörte. Reisen führten ihn

nach Spanien, Italien und Ägypten (1910), wo seine

Leidenschaft für das Licht, die Farben, die Formen

und die Themen der islamischen Welt erwachte. 1917

reiste er nach Marokko und ließ sich in Marrakesch

nieder. 1926 erbaute er sich eine Villa außerhalb der

von Stadtmauern umgürteten Medina von Marrakesch,

wo er sich auch ein Atelier einrichtete.

GEBEL EL TARIF, ÄGYPTEN 1914

Öl auf Holz.

60 x 46 cm.

Links unten betitelt, ortsbezeichnet, datiert „1914“

und signiert.

Hinter Glas in dekorativem Rahmen.

JACQUES MAJORELLE,

1886 NANCY – 1962 PARIS

GEBEL EL TARIF, EGYPT, 1914

Oil on panel.

60 x 46 cm.

Titled, with place name, dated “1914” and signed.

€ 30.000 - € 35.000

Sistrix

INFO | BIETEN

Blick auf den in Beige und sandtonfarben wiedergegebenen

Berg im Nordosten des ägyptischen Sinai, in

strahlendem Sonnenlicht unter wolkenlosem hellblauem

Himmel. Er ist einer von mehreren vorgeschlagenen

Orten des biblischen Berges Sinai. Pastose

Malerei in vielen differenzierten, teils ins Gelbliche

und Weiße übergehende sandfarbene und beige

Farbtöne. Gekonnt werden einige kleinere Partien

verschattet. (1321673) (18)

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696

CHARLES JOHANN PALMIÉ,

1863 ASCHERSLEBEN – 1911 MÜNCHEN

MÜNCHENER MARIENPLATZ MIT RATHAUS

Öl auf Leinwand.

73 x 94 cm.

Rechts unten signiert, datiert und ortsbezeichnet

„Charles J Palmier München 07“.

In profiliertem Rahmen.

In violetten und beigen Tönen das Rathaus dessen

hervorspringende Architekturelemente mit Schneebedeckt

sind, sowie die im Osten des Marienplatzes

abschließenden Architekturen und der davor stehenden

Mariensäule, die 1638 von Kurfürst Maximilian

errichtet lassen worden ist und im gleichen Jahr geweiht.

Die Übersetzung der lateinischen Inschrift

lautet: Dem allergütigsten großen Gott, der jungfräulichen

Gottesgebärerin, der gnädigen Herrin und

hochmögenden Schutzpatronin Bayerns hat wegen

Erhaltung der Heimat, der Städte, des Heeres, seiner

selbst, seines Hauses und seiner Hoffnungen dieses

bleibende Denkmal für die Nachkommen dankbar

und demütig errichtet Maximilian, Pfalzgraf bei Rhein,

Herzog von Ober- und Niederbayern, des heiligen

Römischen Reiches Erztruchseß und Kurfürst, unter

ihren Dienern der letzte, im Jahr 1638.

CHARLES JOHANN PALMIÉ,

1863 ASCHERSLEBEN – 1911 MUNICH

MARIENPLATZ WITH TOWN HALL IN MUNICH

Oil on canvas.

73 x 94 cm.

Signed, dated, place name “Charles J Palmier

München 07” lower right.

€ 10.000 - € 12.000

Sistrix

INFO | BIETEN

Anmerkung:

Der Künstler war Gründungsmitglied der „Neuen

Künstlervereinigung München“ am 22. Januar 1909.

(1321922) (13)

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697

EMMANUEL DE LA VILLÉON,

1858 FOUGÈRES – 1944 PARIS

Der Maler war einer der letzten der französischen

Impressionisten. Werke seiner Hand im Musée Emmanuel

de la Villéon, Fougères, Musée de Grenoble,

Musée Fournaise, Chatou.

NEIGE ET GIVRE, UM 1910

Öl auf Leinwand.

80,7 x 100 cm.

Rechts unten signiert „de la Villéon“.

Verso mit Stempel eines Malmittelherstellers.

In Montparnasse-Rahmen.

Weite Winterlandschaft mit einer Figur an einem

Bachlauf stehend, der von schneebedeckten Bäumen

gesäumt wird, die in fast pointilistischer Auffassung

die ruhige Stimmung zum Vibrieren bringt.

Provenienz:

Galerie de la Nouvelle France, Paris.

Privatsammlung Paris (1974).

EMMANUEL DE LA VILLÉON,

1858 FOUGÈRES - 1944 PARIS

NEIGE ET GIVRE, CA. 1910

Oil on canvas.

80.7 x 100 cm.

Signed “de la Villéon” lower right.

Provenance:

Galerie de la Nouvelle France, Paris.

Private collection, Paris (1974).

Literature:

Catalogue raisonné of watercolours, gouaches,

pastels and drawings, foreword by Michel Cointat,

Paris 1986, p. 607.

€ 22.000 - € 25.000

Sistrix

INFO | BIETEN

Literatur:

Catalogue raisonné der Aquarelle, Gouachen, Pastelle

und Zeichnungen, Vorwort von Michel Cointat, Paris

1986, S. 607. (1321923) (13)

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109


DIRK SMORENBERG

1883 Alkmaar – 1960 Oud-Loosdrecht

698

DIRK SMORENBERG,

1883 ALKMAAR – 1960 OUD-LOOSDRECHT

IMPRESSIONISTISCHES BLUMENSTILLLEBEN

MIT ZWEI VASEN

Öl auf Leinwand.

122,4 x 72 cm.

Links unten signiert und datiert „D. Smorenberg 12“.

Auf einem kleinen Tisch mit gestreifter Decke eine

hohe Glasvase mit einem Blumenstrauß aus Astern

mit grünen Zweigen. Daneben stehend eine kleine

blau-grüne Kugelvase, die einen großen Strauß enthält.

Prachtvolles impressionistisches Blumenbild, teils

mit Weiß gemischten Farbtönen und kräftigem pastosen

Farbauftrag, bei dem die Farben Blau und Grün in

vielen differenzierten Farbabstufungen überwiegen.

(1322008) (18)

DIRK SMORENBERG,

1883 ALKMAAR – 1960 OUD-LOOSDRECHT

IMPRESSIONIST FLOWER STILL LIFE

WITH TWO VASES

Oil on canvas.

122.4 x 72 cm.

Signed and dated “D. Smorenberg 12” lower left.

€ 45.000 - € 60.000

Sistrix

INFO | BIETEN

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GIORGIO DE CHIRICO

1888 Volos – 1978 Rom

699

GIORGIO DE CHIRICO,

1888 VOLOS – 1978 ROM

ETTORE E ANDROMACA, 1970

Höhe: 49 cm.

Seitlich auf der Basis signiert und nummeriert „8/9“,

hinten betitelt und mit Gießereistempel versehen

„Bond. Rustic: Gi.Bi. Esse Verona Italy“.

Bronzeguss, poliert. Achtes von neun nummierierten

Exemplaren, neben denen noch zwei Künstlerexemplare

gegossen wurden. Wie auch schon in dem

gleichnamigen Gemälde von 1917, das sich heute in

der Galeria d‘Arte Moderna in Rom befindet, sind die

dargestellten Figuren keine realen Gestalten, noch

sind sie authentische, maßgeschneiderte Schaufensterpuppen;

sie ähneln der Form von Schaufensterpuppen,

weil die konstituierenden Elemente auf diese

Weise zusammengesetzt sind, aber diese einzelnen

Elemente sind abstrakte geometrische Figuren, so

wie das Ganze abstrakt ist. Die Szene zeigt, dass sich

die Liebenden bewusst sind, dass dies die letzte Umarmung

vor einem blutigen und unerbittlichen Tod

ist. Was an diesem Werk zweifelsohne fasziniert, ist

das Gefühl der Liebe und der Resignation, das allein

durch den Anblick der beiden gesichtslosen Schaufensterpuppen

entsteht und vom Betrachter verstanden

und geteilt wird, und vor allem die Art und Weise,

wie Andromache, in diesem Fall ihrer Arme beraubt,

den verzweifelten Wunsch ausdrückt, ihren Geliebten

Hektor zu behalten. In der Geschichte der modernen

Kunst wurde die Szene einer Umarmung zwischen

zwei Liebenden von vielen großen Künstlern dargestellt,

wie zum Beispiel von Klimt oder von Chagal.

In Hektor und Andromache gelingt es De Chirico,

durch die mystische Stimmung, die er der Szene verleiht,

sowie durch die Haltung der Köpfe der Puppen

und die spannungsvolle Gegenüberstellung und

gleichzeitige Verflechtung ihrer Körper die gleiche

Ausdrucksintensität wie seine Kollegen zu vermitteln.

(†)

GIORGIO DE CHIRICO,

1888 VOLOS – 1978 ROME

ETTORE E ANDROMACA, 1970

Height: 49 cm.

Signed and numbered “8/9” on the side of the base,

titled and foundry mark on the back “Bond. Rustic:

Gi.Bi. Eat Verona Italy”.

Bronze casting, polished. Eighth of nine numbered

copies, in addition to two cast artist's editions. (†)

Provenance:

Private collection, New York (purchased from the

artist in the 1970s).

Auction, Sotheby’s, London, 19 October 1988,

lot 362.

Auction, Sotheby’s, London, 27 February 2019,

lot 134.

Literature:

Claudio Bruni Sakraischik, Catalogo Generale di Giorgio

de Chirico, Opera dal 1931 al 1950, Milan 1976,

vol. VI, no. 1002.

€ 90.000 - € 130.000

Sistrix

INFO | BIETEN

Provenienz:

Privatsammlung, New York (vom Künstler in den

1970er-Jahren erworben).

Auktion, Sotheby‘s, London, 19. Oktober 1988,

Lot 362.

Auktion, Sotheby‘s, London, 27. Februar 2019,

Lot 134.

Literatur:

Claudio Bruni Sakraischik, Catalogo generale di Giorgio

de Chirico, Opera dal 1931 al 1950, Mailand 1976,

Bd. VI, Nr. 1002. (1290147) (13)

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PABLO PICASSO

1881 Málaga – 1973 Mougins

700

PABLO PICASSO,

1881 MÁLAGA – 1973 MOUGINS

KERAMIKSCHALE

Keramik.

31,5 x 38,5 cm.

An der Unterseite in Mangan eingebrannte Aufschrift:

Legiertes Monogramm CR, daneben „Madoura/

d‘après Picasso/ Nouvelle Edition“.

Querovale Schale mit hochgezogener Fahne, schwarz

glasiert, im Spiegel weiße Taube nach links, leicht im

gravierten Relief, auf der Fahne ochsenblutrote Pinselstriche.

(†) (13013134) (11)

PABLO PICASSO,

1881 MÁLAGA – 1973 MOUGINS

CERAMIC BOWL

Ceramic.

31.5 x 38.5 cm.

Burnt-in inscription in manganese on underside:

monogram CR, in ligature alongside “Madoura /

d’après Picasso / Nouvelle Edition”. (†)

€ 10.000 - € 16.000

Sistrix

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115


PABLO PICASSO

1881 Málaga – 1973 Mougins

701

PABLO PICASSO,

1881 MÁLAGA – 1973 MOUGINS

PLATTE MIT ZIEGENKOPF

Breite: 51,2 cm.

Rückwärtig Signaturstempel der Manufaktur Madoura.

Rötlicher Scherben, weiß glasiert bzw. polychrom

staffiert. Alters- und Gebrauchssp. (1321995) (13)

PABLO PICASSO,

1881 MÁLAGA – 1973 MOUGINS

PLATE WITH GOAT’S HEAD

Width: 51.2 cm.

Signature stamp of the “Madoura” manufactory

on the reverse.

€ 15.000 - € 20.000

Sistrix

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117


PABLO PICASSO

1881 Málaga – 1973 Mougins

702

PABLO PICASSO,

1881 MÁLAGA – 1973 MOUGINS

LES DEMOISELLES D‘AVIGNON

Farblithografie.

49,5 x 46,5 cm.

Rechts unten signiert.

Im Passepartout, hinter Glas gerahmt.

Exemplar 16/100.

Anmerkung:

Das original Gemälde von Picasso befindet sich im

Museum of Modern Art, New York. (1321672) (18)

PABLO PICASSO,

1881 MÁLAGA – 1973 MOUGINS

LES DEMOISELLES D’AVIGNON

[THE YOUNG LADIES OF AVIGNON]

Colour lithography.

49.5 x 46.5 cm.

Signed lower right.

Framed with mount behind glass.

Limited edition no. 16/ 100.

Notes:

The original painting by Picasso is held at

the Museum of Modern Art, New York.

€ 30.000 - € 40.000

Sistrix

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119


ANNE-PIERRE DE KAT

1881 – 1968

703

ANNE-PIERRE DE KAT,

1881 – 1968

De Kat studierte in Den Haag an der Royal Academy

und fortan in Brüssel. Zunächst beschäftigte er sich

mit Skulpturen, bevor er sich gänzlich der Malerei

widmete. Ab 1938 erwarb der belgische Staat zahlreiche

Objekte von ihm.

EVE, 1924

Öl auf Leinwand.

204 x 122 cm.

Rechts unten signiert.

In schlichtem profiliertem Rahmen. (1321541) (13)

ANNE-PIERRE DE KAT,

1881 – 1968

EVE, 1924

Oil on canvas.

204 x 122 cm.

Signed lower right.

€ 12.000 - € 18.000

Sistrix

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BERNARD BUFFET

1928 Paris – 1999 Tourtour/ Südfrankreich

704

BERNARD BUFFET,

1928 PARIS – 1999 TOURTOUR/ SÜDFRANKREICH

TRÉBOUL, LE CLOCHER ET LE RUE VIEILLE

(FINISTÈRE), 1975

Öl auf Leinwand.

89,5 x 130,2 cm.

Oben links signiert und rechts datiert.

Verso betitelt und vermerkt „AH66“.

In vergoldetem Profilrahmen.

Beigegeben ein Gutachten von der Galerie Maurice

Garnier, Paris.

Aussicht auf eine Weggabelung im Viertel Finistère

mit der Chapelle Saint-Jean im Hintergrund. Buffet

nutzt die langen Schatten der Häuser und Mauern,

um seine Kontraste, für die er bekannt ist, auf Leinwand

zu bannen. Doch überwiegen freundliche Töne

der bretonischen Hafenstadt, von der er auch reizvolle

Hafenszenen – auch als Tapisserie – entwarf. (†)

Provenienz:

Galerie Martal Ltée., Montréal.

Privatsammlung Montréal (vom Vorgenannten 1984

erworben). (1321134) (13)

BERNARD BUFFET,

1928 PARIS – 1999 TOURTOUR/ SOUTHERN

FRANCE

TRÉBOUL, LE CLOCHER ET LA RUE VIEILLE

(FINISTÈRE), 1975

Oil on canvas.

89.5 x 130.2 cm.

Signed top left and dated lower right.

Titled and note “AH66” on reverse.

Accompanied by an expert´s report by Galerie Maurice

Garnier, Paris. (†)

Provenance:

Galerie Martal Ltée., Montréal.

Private collection, Montréal (purchased from aforementioned

in 1984).

€ 175.000 - € 200.000

Sistrix

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JEAN-PIERRE CASSIGNEUL

geb. 1935 Paris

705

JEAN-PIERRE CASSIGNEUL,

GEB. 1935 PARIS

Der in Frankreich wirkende Maler wurde besonders

durch seine Frauenbildnisse bekannt, in denen er die

Leichtigkeit sommerlicher Stimmungen zu erzeugen

wusste, häufig junge Mädchen mit Strohhut, meist in

mediterranem Umfeld. Sein Stil setzt die ehemalige

Avantgarde der Nabis-Künstler fort, mit Reminiszenzen

an Maler wie Édouard Vuillard (1868-1940) oder Pierre

Bonnard (1867-1947), zuweilen zeigen seine Bilder

die Nähe zu Kees van Dongen (1877-1968). Der Maler

veranstaltete bereits 17-jährig seine erste private Ausstellung

in der Galerie Lucy Krohg in Paris. Zwei Jahre

später besuchte er die Academie Charpentier und

studierte dort unter Jean Souverbie (1891-1981), Professor

an der École des Beaux-Arts in Paris. 1958 veranstaltete

er seine erste Ausstellung und wurde daraufhin

Mitglied des Salon d‘Automne. Neben weiterer

Ausbildung durch Roger Chapelain-Midy (1904-1992)

beteiligte er sich an mehreren Ausstellungen in Paris

und anderen französischen Städten und stand anschließend

unter Vertrag bei der Galerie Belle Choses

in Paris. Ab 1965 stellte er international aus, wie etwa

in der Galerie Tamenaga in Japan oder der Wally Findlay

Galerie in New York. In den letzten Jahren von der

Galerie Smith Davidson repräsentiert, war er in den

Jahren 2015 bis 2017 auf mehreren internationalen

Ausstellungen vertreten.

LES TROIS PARAPLUIES, 1969

Öl auf Leinwand.

80,5 x 60,5 cm.

Rechts unten signiert „CASSIGNEUL“, verso auf

Leinwand bezeichnet, datiert „1969“ und betitelt.

In dekorativem teilvergoldetem Rahmen.

JEAN-PIERRE CASSIGNEUL,

BORN 1935 PARIS

LES TROIS PARAPLUIES, 1969

Oil on canvas.

80.5 x 60.5 cm.

Signed “Cassigneul” lower right, inscribed on canvas

on the reverse, dated “1969” and titled. (†)

Literature:

cf. Martin Gaël, Jean-Pierre Cassigneul. Peintures,

Paris 2019.

€ 40.000 - € 80.000

Sistrix

INFO | BIETEN

Unter regnerischem grau-blauem Himmel, der nach

links leicht aufklart, auf einem hölzernen Steg am

Ufer in Rückenansicht vier schlanke, wohl weibliche

Figuren in dunkler Kleidung stehend, den Blick auf

das bewegte Meer gerichtet und einen gelben, roten

sowie schwarzen Regenschirm haltend. Eingerahmt

werden sie von zwei hohen dünnen, in den Himmel

ragenden Fahnenmasten sowie einer hohen Beleuchtung.

Auf dem Wasser selbst ist lediglich linksseitig

ein kleines Segelschiff in schwarz-grauer Farbigkeit zu

erkennen. Malerei mit den für den Künstler typischen

großen schlanken Figuren; besonders auffallend die

horizontale Linienführung, wie die Holzbohlen des

Weges, die Abgrenzung gegenüber dem Sandstrand

und dem Meer sowie der Trennungslinie zwischen

dem Meer und hohen Horizont. Vertikal die Figuren

selbst sowie die in den Himmel reichenden Masten.

Malerei in zurückhaltender, fast monochromer beiger

und grünlicher Farbgebung, bei der die drei Schirme

besonders herausgestellt werden. (†)

Literatur:

Vgl. Martin Gaël, Jean-Pierre Cassigneul. Peintures,

Paris 2019. (1301313) (18)

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CHARLES GEORGES

DUFRESNE

1876 – 1938

706

CHARLES GEORGES DUFRESNE,

1876 – 1938

JUNGE DAME IM BADE

Öl auf Leinwand.

100 x 81,5 cm.

Rechts unten signiert „Dufresne“".

In bronziertem Profilrahmen.

Anmerkung:

Ein gut vergleichbares Gemälde, welches das Urteil

des Paris und ebenfalls einen sitzenden Frauenakt

zeigt, von 1925, wird unter der Inv.Nr. 1963.10.140 in

der National Gallery of Art Washington USA verwahrt.

Literatur:

Vgl. Jean-Luc Dufresne, Charles Dufresne. Hommage

de son pays d‘origine, Ausstellungskatalog, Musée

d‘Art et d‘Histoire, Granville 1988. (1320453) (13)

CHARLES GEORGES DUFRESNE,

1876 – 1938

YOUNG LADY BATHING

Oil on canvas.

100 x 81.5 cm.

Signed “Dufresne” lower right.

Notes:

A comparable painting, which shows the Judgment

of Paris and a seated female nude as well, from 1925,

is held at the National Gallery of Art in Washington,

USA under inv. no. 1963.10.140.

Literature:

cf. Jean-Luc Dufresne, Charles Dufresne, Hommage

de son pays d’origine, exhibition catalogue, Musée

d’Art et d’Histoire, Granville 1988.

€ 17.000 - € 20.000

Sistrix

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FERNANDO BOTERO

geb. 1932 Medellín

707

FERNANDO BOTERO,

GEB. 1932 MEDELLÍN

DAS TROJANISCHE PFERD

35 x 29 x 19,5 cm.

Signiert auf Plinthe „F.Botero“. Ed. 3/ 9 auf hinterem

Rand der Plinthe.

Bronze, gegossen, dunkel patiniert. Leichte

Gebrauchs sp. (†) (13211316) (10)

FERNANDO BOTERO

BORN 1932 MEDELLÍN

THE TROJAN HORSE

35 x 29 x 19.5 cm.

Signed on plinth „F.Botero“. Limited edition no. 3/ 9

on the back edge of the plinth. (†)

€ 100.000 - € 150.000

Sistrix

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129


MARIO NEGRI

1916 Tirano – 1987 Mailand

708

MARIO NEGRI,

1916 TIRANO – 1987 MAILAND

PICCOLA CATTEDRALE, 1980

Bronze.

19,5 x 15,2 x 12,5 cm.

Verso auf Sockel Signatur,

Stempel und Exemplar 2/6.

Beigegeben eine Echtheitsbestätigung der Erben des

Künstlers.

Literatur:

Anna Finocchi (hrsg.), Mario Negri. Catalogo delle

sculture, Bergamo 1995, Abb. 344, S. 213.

(1320822) (18)

MARIO NEGRI,

1916 TIRANO – 1987 MILAN

PICCOLA CATTEDRALE, 1980

Bronze.

19.5 x 15.2 x 12.5 cm.

Verso signature on base, stamp,

and limited ed. no. 2/6.

Accompanied by certificate of authenticity by the

heirs of the artist.

Literature:

Anna Finocchi (ed.), Mario Negri, Catalogo delle sculture,

edizioni Bolis, 1995, ill. 344, p. 213.

€ 10.000 - € 15.000

Sistrix

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MARIO NEGRI

1916 Tirano – 1987 Mailand

709

MARIO NEGRI,

1916 TIRANO – 1987 MAILAND

SPIRITUAL, 1981

Bronze.

Höhe: 110 cm.

Auf der Rückseite des Sockels signiert, Siegel und

Exemplar 2/6 (mit Variante Kopf aufrecht). Im Sockel

zusätzlich mit Filzstift signiert, Originaltitel und datiert

„1981“.

Beigegeben eine Echtheitserklärung der Erben des

Künstlers.

Literatur:

Abgebildet in: Anna Finocchi (hrsg.), Mario Negri.

Catalogo delle sculture, Bergamo 1995, Nr. 347,

S. 214. (1320821) (18)

MARIO NEGRI,

1916 TIRANO – 1987 MILAN

SPIRITUAL, 1981

Bronze.

Height: 110 cm.

Signed on the back of the base, seal, and limited ed.

no. 2/6 (with variant head upright).Additionally signed

in felt-tip pen on the base, original title and dated

“1981”.

Accompanied with an authenticity statement by the

heirs of the artist.

Literature:

Illustrated in: Anna Finocchi (ed.), Mario Negri, catalogo

delle sculture, edizioni Bolis, 1995, no. 347, p.

214.

€ 10.000 - € 15.000

Sistrix

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ALBERTO GIACOMETTI

1901 – 1966

710

ALBERTO GIACOMETTI,

1901 – 1966

LA FEMME QUI MARCHE

Höhe: 130 cm.

Auf dem Sockel signiert: „Alberto Giacometti

933/34“.

Beigegeben ein Gutachten von Mme Caroline Tamagno,

in Kopie.

Statisch, hieratisch und säulenhaft steht diese Bronze

vor uns, auch wenn der Titel gegenteiliges suggeriert.

Es ist eher ein Körper einer Frau, der in seiner Sanftheit

und Eleganz soeben eine Bewegung gestoppt

hat, um mit beiden Füßen am Boden verankert zu

sein. Der Körper ist zu einer zeitlosen, essentiellen

Silhouette sublimiert, die auf Kopf und Arme verzichtet,

um die Form zusammenzufassen. Ihre schlichte

Haltung geht auf antike Zeiten zurück, auf das pharaonische

Ägypten ebenso wie auf den archaischen

Kouros oder kykladische Idole, deren Formensprache

sich in dieser Plastik wiederfindet. Die Frau ist vor allem

das Ergebnis einer Epoche, des Surrealismus, in

der Träume und Zufälle eine große Rolle spielten. Mit

dieser Skulptur gelingt Alberto Giacometti eine Tour

de Force zwischen Figuration und Abstraktion. Die

Bronze mit ihrer dunklen, glänzenden Farbigkeit verleiht

dem Werk ein monumentales Aussehen und

reiht es ein in eine Genealogie von Bildwerken, in der

das Erbe der Tradition mit der radikalsten Modernität

konkurriert. Von dem ursprünglichen Werk aus dem

Jahr 1932, das aus Gips gefertigt wurde, wurden

mehrere Abzüge in Gips und dann in Bronze angefertigt,

die unter anderem in der Giacometti-Stiftung und

im Guggenheim-Museum in Venedig ausgestellt wurden.

Einige wenige Bronzeexemplare wurden schließlich

in den 1960er Jahren gegossen, wie das Exemplar

für die Tate Modern in London und unser Exemplar,

das für Peggy Guggenheim angefertigt wurde. Alberto

Giacometti (1901-1966) war ein Schweizer Bildhauer,

Maler und Grafiker, der als einer der bedeutendsten

Bildhauer des 20. Jahrhunderts gilt. Sein Werk,

das stark vom Kubismus und Surrealismus beeinflusst

ist, ist geprägt von philosophischen Fragen

über das menschliche Dasein, wie dem Existentialismus

und der Phänomenologie. 1922 ging er nach Paris,

um an der Académie de la Grande-Chaumière zu

studieren, wo er von Antoine Bourdelle (1861-1929)

unterrichtet wurde und den kubistischen Einfluss von

Jacques Lipchitz und Fernand Léger erlebte. 1926

wurde Giacomettis Werk durch die Entdeckung der

afrikanischen und ozeanischen Skulptur geprägt. Seine

beiden Werke La Femme-cuillère und Le Couple,

die 1927 im Salon des Tuileries ausgestellt wurden,

zeugen von der Umwälzung, die diese Begegnung

mit sich brachte. 1928 begann Giacometti mit einer

Serie von Frauen und Flachköpfen, deren Neuartigkeit

ihm Aufmerksamkeit und einen ersten Vertrag mit der

Galerie Pierre Loeb einbrachte, die die Surrealisten

ausstellte. Giacometti schloss sich der Bewegung von

André Breton an, deren surrealistische Verfahren in

seinem Schaffen eine kontinuierliche Bedeutung hatten:

Traumvision, Montage und Zusammenbau, metaphorisch

funktionierende Objekte, magische Behandlung

der Figur. Die Femme qui marche von 1932, die

für die wichtige Surrealistenausstellung von 1933 anhand

einer Schaufensterpuppe entworfen wurde, war

in ihrer aktuellen Version ohne Arme und Kopf 1936

auf der Surrealistenausstellung in London zu sehen.

Ein zu einer Collage erweitertes Werk von 1933 zeigt

170 cm großes Werk in Gips und dunkel gefasstem

Holz mit Armen und einem Kopf als Cellokopf. Als aktives

Mitglied von Bretons Gruppe setzte sich Giacometti

dort schnell als einer der wenigen Bildhauer

durch. Um 1935 gab er jedoch seine surrealistische

Arbeit auf und widmete sich den „Kompositionen mit

Figuren“, die zwischen 1938 und 1944 maximal sieben

Zentimeter maßen, um die Entfernung widerzuspiegeln,

aus der er seine Modelle sah. Die bekanntesten

Werke Giacomettis entstehen in der Nachkriegszeit.

Seine Skulpturen werden extrem schlank, mit seinem

ikonischen Werk im Jahr 1948: L‘Homme qui marche,

eine späte Antwort auf seinen weiblichen Vorläufer,

die 1960 in drei Versionen, I, II und III, aufgelegt wird.

Auf der Grundlage seiner subjektiven visuellen Erfahrung

schuf Giacometti die Skulptur nicht als physische

Nachbildung im realen Raum, sondern als ein imaginäres

Bild in seinem Raum, der zugleich real und imaginär,

greifbar und ungreifbar ist. Bronze, gegossen,

braun patiniert. (†)

Provenienz:

Sammlung Peggy Guggenheim.

Literatur:

Vgl. Yves Bonnefoy, Giacometti, Paris 2001, S. 212f.

(13211313) (13)

ALBERTO GIACOMETTI

1901 – 1966

LA FEMME QUI MARCHE

Height: 130 cm.

Signed on base “Alberto Giacometti 933/34“.

Accompanied in copy by an experts report by Mme

Caroline Tamagno. (†)

Provenance:

Collection Peggy Guggenheim.

Literature:

cf. Yves Bonnefoy, Giacometti, Paris 2001, p. 212f.

€ 550.000 - € 700.000

Sistrix

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AMEDEO MODIGLIANI

1884 Livorno – 1920 Paris

711

AMEDEO MODIGLIANI,

1884 LIVORNO – 1920 PARIS, NACH

MÄDCHEN MIT PONY / TÊTE À LA FRANGE

47 x 16 x 23 cm.

Rückseitig signiert „Modigliani“ und nummeriert

„6/9“. Gießereistempel „C.VALSUANI CIRE PERDUE“.

Posthumer Guss.

Braun patinierter Bronze Kopf einer jungen Frau mit

stark in die Länge gestreckten Gesichtszügen. Konische

Gesichtsform mit übernatürlich langer und

schmaler Nase und Kinn. Der Abstand zwischen den

mandelförmigen Augen vergleichsweise gering und

der Hals lang und schlank. Das Gesicht gerahmt von

einem kurzen Pony und stark stilisiertem Haar oder

Haarband. Die raue Oberfläche des Hinterkopfes und

der Schläfen lässt auf die von Modigliani aus Sandstein

gefertigte originale Kopf-Skulptur von 1911-12

schließen, die als Vorlage für diesen Guss diente. (†)

AMEDEO MODIGLIANI,

1884 LIVORNO – 1920 PARIS, AFTER

GIRL WITH FRINGE / TÊTE À LA FRANGE

47 x 16 x 23 cm.

Signed “Modigliani” and numbered “6/9” on the reverse.

Foundry stamp “C.VALSUANI CIRE PERDUE”.

Posthumous casting. (†)

Literature:

J. Lanthemann, Modigliani, Catalogue raisonné,

Barcelona 1970, no. 633, p. 317 (cf. ill. of the original

sandstone head sculpture).

€ 120.000 - € 150.000

Sistrix

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Anmerkung:

Unter dem Einfluss von Brancusi und afrikanischer

Kunst widmete sich Amedeo Modigliani zwischen

1909 und 1914 fast ausschließlich der Bildhauerei.

Seine Kopf-Skulpturen, die er als „Säulen der Zärtlichkeit“

bezeichnete, zeigen idolhaft und ikonenartig

ausgearbeitete Züge und strahlen eine majestätische

Würde und Ruhe aus. Um diese Wirkung in der Präsentation

der Köpfe noch zu steigern, entwickelte

Modigliani ein eigenes Beleuchtungskonzept und

präsentierte seine Kopf-Skulpturen auf kubischen

Sockeln aus Stein.

Literatur:

J. Lanthemann, Modigliani, Catalogue raisonné, Barcelona

1970, Nr. 633, S. 317 (Vgl. Abb. der originalen

Sandstein Kopf-Skulptur). (13211319) (10)

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CAMILLE CLAUDEL

1864 Fere-en-Tardenois – 1943 Montdevergues

712

CAMILLE CLAUDEL,

1864 FERE-EN-TARDENOIS

– 1943 MONTDEVERGUES

L’HOMME PENCHÉ

Höhe: 83 cm.

Signiert auf Sockelrückseite „C. Claudel“. Darunter auf

Sockelrückseite unten bezeichnet „REPRODUCTION

AGRANDISSEMENT“. Gießerstempel, nummeriert

1/8.

Beigegeben ein Fotozertifikat von François de Massary,

Großneffe der Künstlerin.

Bronze, gegossen, patiniert. Das Modell zu dieser beeindruckenden

Bronze entstand 1886, also drei Jahre

nachdem Camille und der 24 Jahre ältere Bildhauer

Auguste Rodin zusammentrafen. Claudel stellte 1885

selbst zum ersten Mal aus und arbeitete seit 1885

zusammen mit Jessie Lipscomb in Rodins Atelier.

Am 12. Oktober 1886 setzte Rodin einen Vertrag auf,

in dem er sich verpflichtete, Camille als einzige Schülerin

zu unterrichten und mit allen Mitteln zu unterstützen

und sich auch bis Mai 1887 mit keiner anderen

Frau einzulassen. In diese Zeit fällt also die

Entstehung unserer Bronze. Seit 2017 wird Camille

Claudel ein eigenes Staatliches Museum in Nogentsur-Seine

gewidmet, wo Claudel einen Teil ihrer Mädchenjahre

verbrachte, allein hier sind 39 Skulpturen

aus Claudels Hand zu bestaunen. (†)

Anmerkung:

Das Gipsmodell zu dieser Bronze ist von 1886 und

wird im Musée d‘Orsay in Paris verwahrt.

Literatur:

Vgl. Barbara Krause, Camille Claudel. Ein Leben in

Stein, Berlin 1990.

Vgl. Reine-Marie Paris, Camille Claudel. 1864-1943,

Frankfurt am Main 2007.

Vgl. Josef A. Schmoll, Rodin und Camille Claudel,

München 2000. (13211318) (10)

CAMILLE CLAUDEL,

1864 FERE-EN-TARDENOIS

– 1943 MONTDEVERGUES

L’HOMME PENCHÉ

Height: 83 cm.

Signed on the back of the base “C. Claudel”. Inscribed

“REPRODUCTION AGRANDISSEMENT” below on

the reverse of the base. Foundry mark, limited ed. no.

1/8.

Accompanied by a photo certificate from François de

Massary, great-nephew of the artist.

Bronze; cast and patinated. The model for this impressive

bronze was created in 1886, three years after

Camille and the 24-year-old sculptor Auguste Rodin

met. Claudel first exhibited in 1885 and from 1885

she worked with Jessie Lipscomb in Rodin’s studio.

On 12 October 1886, Rodin drew up a contract in

which he undertook to teach Camille as his only student

and to support her in any way he could, and not

to get involved with any other woman until May 1887.

The bronze on offer for sale in this lot was created

during this time. In 2017, The French National Museum

Musée Camille Claudel opened in Nogent-sur-

Seine, where she spent part of her childhood and it

celebrates and honours the artist with 39 of her

sculptures. (†)

Notes:

The plaster model of this bronze from 1886 is held at

the Musée d’Orsay in Paris.

€ 100.000 - € 150.000

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FRANÇOIS POMPON

1855 Saulieu – 1933 Paris

713

FRANÇOIS POMPON,

1855 SAULIEU – 1933 PARIS

GORET, 1924-1930 („SCHWEINCHEN“)

Höhe: 17,5 cm.

Breite: 24 cm.

Tiefe: 8,9 cm.

An der Basis-Längsseite signiert „POMPON“.

In gelblichem, schwach geädertem Siena-Marmor vom

Typus des Giallo Antico gearbeitet, mit glatt geschliffener

Oberfläche, die Äuglein graviert.

Pompon ist erst im vorgerückten Lebensalter öffentlich

zu Ruhm gekommen, obschon er nach seinem

Studium an der École des Beaux-Arts und an der École

nationale supérieure des arts décoratifs mit Arbeiten

am Hôtel de Ville beteiligt war und alsbald seinen

eigenen Stil fand. Zunächst war er beeinflusst von

dem Bildhauer Pierre-Louis Rouillard (1820-1881). Die

Jury des Salon de Paris wurde auf seine meist kleineren

Objekte aufmerksam.

Bald wurde er Mitarbeiter bei keinem geringeren als

Auguste Rodin. Er leitete dessen Werkstatt drei Jahre

lang und prägte sie wesentlich. Ab 1896 wirkte er zusammen

mit René de Saint-Marceaux (1845-1915).

Seinen Durchbruch erlangte er erst 67-jährig mit der

völligen Hinwendung und der stilistischen Mitformung

des Art déco. Seine erste Arbeit war ein Polarbär,

wiederholt ausgeführt in unterschiedlichen Materialien

wie Gips und Marmor. Davon steht ein Exem plar

im Metropolitan Museum of Art in New York, weitere

im Museum von Luxemburg und im Musée d´Orsay

in Paris.

Die Stilistik seiner Werke zeichnet sich durch eine

ebenso strenge, wie charakteristische Reduktion der

Körperform aus. Dabei ist ein Verzicht auf Kantigkeit

oder Schärfe in der Kontur wie im plastischen Körper

das wesentliche Merkmal.

Pompon wurde mit der Aufnahme in die Ehrenlegion

ausgezeichnet. In seiner Geburtsstadt Saulieu befindet

sich das François-Pompon-Museum. 2005 hat die

Französische Republik anlässlich seines 150. Geburtsjahres

eine Briefmarke zu seinen Ehren herausgegeben,

mit Darstellung seines Polarbären – „Urs blanc“.

Tadelloser Zustand.

FRANÇOIS POMPON,

1855 SAULIEU – 1933 PARIS

GORET, 1924-1930 (“PIGLET”)

Height: 17.5 cm.

Width: 24 cm.

Depth: 8.9 cm.

Signed on long side of the base “POMPON”

In yellowish, faintly veined Giallo Antico type Siena

marble, with a smooth polished surface; the little

eyes engraved.

Literature:

Catalogue raisonné, Catherine Chevillot, Liliane Colas,

Anne Pingeot, Laure de Margerie, François Pompon,

1855-1933, Paris 1994, no. 41 p. 190 (further comparative

examples).

Eric Knowles, Art Deco. Shire Collections, Oxford

2014, p. 135.

€ 120.000 - € 150.000

Sistrix

zum Größenvergleich

INFO | BIETEN

Literatur:

Werkverzeichnis, Catherine Chevillot, Liliane Colas,

Anne Pingeot, Laure de Margerie, Francois Pompon.

1855-1933, Paris 1994, N. 41, S. 190 (sowie weitere

Vergleichsbeispiele).

Eric Knowles, Art Deco, Oxford 2014, S. 135.

(1320394) (11)

714

ENTFÄLLT

715

ENTFÄLLT

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ANDRÉ BRASILIER

geb. 1929 Saumur

716

ANDRÉ BRASILIER,

GEB. 1929 SAUMUR

Der Künstler war der Sohn des symbolistischen Malers

Jacques Brasilier und dessen Ehefrau Alice

Chaumont. Er studierte ab 1949 an der École des

Beaux- Arts in Paris, wurde im Alter von 23 Jahren

mit dem prestigeträchtigen Premier Prix de Rome

für Malerei ausgezeichnet. Die Faszination seiner

Werke liegt im Spiel der leuchtenden und frischen

Farben sowie dem Einsatz nur weniger Konturen.

Die Themen innerhalb seines Werkes sind oft Pferde,

Kavalkaden und Blumen. 2005 zeigte das Museum

der Eremitage in Sankt Petersburg eine große Retrospektive

seines Werks.

DEUX CHEVAUX AU PRINTEMPS, 2006

Öl auf Leinwand.

33 x 46 cm.

Rechts unten signiert, verso auf Keilrahmen monogrammiert,

datiert „A.B. 2006“ und betitelt.

ANDRÉ BRASILIER,

BORN 1929 SAUMUR

DEUX CHEVAUX AU PRINTEMPS, 2006

Oil on canvas.

33 x 46 cm.

Signed lower right, monogrammed on the back of the

stretcher, dated “A.B. 2006” and titled.

€ 15.000 - € 18.000

Sistrix

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Anmerkung:

Brasilier's Gemälde vermischen Abstraktion und Expressionismus;

seine eleganten Pferde voller Stärke

und Schönheit finden sich oft in kühlen Wäldern oder

vor Sonnenuntergängen wieder. (1300061) (18)

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143


ROY LICHTENSTEIN

1923 New York – 1997 ebenda

717

ROY LICHTENSTEIN,

1923 NEW YORK – 1997 EBENDA

CRYING GIRL, 1963

Offsetlithografie.

43,8 x 59,1 cm.

Rechts unten signiert, mittig unten Widmung „To

Harry Abrams“. Verso Aufkleber mit Künstler- und

Titel nennung.

Im Passepartout, in Glaskastenrahmen.

Mit ihren scharlachroten Lippen und den wallenden

goldenen Haarsträhnen gehört Roy Lichtensteins

„Crying Girl“ zu einem der ikonischsten Motive im

Kunstkanon des 20. Jahrhunderts. Das „Crying Girl“

ist eines der frühsten Werke des amerikanischen Pop

Art-Künstlers Roy Lichtenstein. Die Offsetlithografie

aus dem Jahr 1963 reiht sich in eine Motivserie von

Frauendarstellungen ein, in der Roy Lichtenstein

zwischen 1961 und 1965 Comicszenen adaptierte.

„Crying Girl“ wurde 1963 als Plakat anlässlich einer

Ausstellung in der Leo Castelli Gallery in New York

hergestellt. Während der Ausstellung wurden weitere

von Lichtenstein signierte Drucke des Motivs in der

Leo Castelli Gallery verkauft und an besondere Kunden

verschenkt. Das „Crying Girl“ war das erste Bildmotiv

des Künstlers, das der Galerist Leo Castelli für

Werbezwecke nutzte. Heute ist ihr Antlitz weltbekannt

und nicht nur Kunstliebhabern ein Begriff.

Lichtensteins „Crying Girl“ geht über seinen Wunsch

hinaus, comicartige Kunstwerke zu schaffen. Hier untersucht

er die geschlechtsspezifischen Aspekte der

weiblichen Identität. Der Fokus des Betrachters liegt

sofort auf den Emotionen der Dargestellten, die das

Bild beherrschen. Sowohl ihr Blick als auch ihre körperliche

Haltung sind von Stress geprägt. Der extreme

Close-up des Bildausschnitts betont den melodramatischen

Ausdruck der weinenden Frau. Im

Unterschied zu späteren Arbeiten verwendete Lichtenstein

hier ein monotones Punkteraster. Die Farbpalette

ist sehr reduziert und die schwarzen Konturen

treten dominant hervor. Dadurch wirkt ihre Attraktivität

durch das monotone Punktraster glatt und oberflächlich.

Ein Spannungsverhältnis zwischen der unpersönlichen

Gestaltungsweise und der übertriebenen

kitschigen Mimik und Gestik wird deutlich. Eingerahmt

von ihrem makellos frisierten blonden Haarschopf

ist Lichtensteins Portraitierte in einem Moment

offensichtlicher Verletzlichkeit gefangen. Werke

mit scheinbar einfachen Comicmotiven wie „Crying

Girl“ wurden zumeist als Verbildlichung einer künstlerischen

Gegenposition zu der damals vorherrschenden

Strömung des Action Painting gedeutet. Lichtenstein

zeigt die verklärte Idealisierung des amerikanischen

Mädchens. Äußerlich scheint sie schön und zufrieden

zu sein, aber die Emotionen in diesem Bild brechen

hervor und zeigen, dass sie unter der Perfektion wirklich

zu kämpfen hat. “Crying Girl“ wurde von einem

Comicstrip mit dem Titel „Secret Hearts“ inspiriert,

der das Innere der Beziehungen jener Zeit enthüllte.

Warum weint sie, wer hat sie verärgert und was wird

als nächstes passieren? Der Blick auf die ursprüngliche

Bildvorlage macht die Erzählung klar. „Die Nacht

schien mit tausend leeren Ewigkeiten gefüllt zu

sein...“, heißt es in der Eröffnungsszene, während die

Sprechblase der Heldin verkündet: „Ich... ich kann es

nicht ertragen... ich werde mich morgen entschuldigen...

es war schließlich sein erster Erfolg... er war

aufgeregt... vergesslich...“ (vgl. Phyllis Read (Hrsg.),

Secret Hearts #88, Juni 1963). In „Crying Girl“ entfernt

Lichtenstein den gesamten Text und indem er

die Erzählung zurückhält, gelingt es ihm, das Gefühl

der Dramatik zu verstärken. Dieses bleibt eines von

Lichtensteins berühmtesten Werken, weil es immer

viel mehr bedeuten wird als ein hübsches weinendes

Mädchen. Seine Absicht war es, den Kampf hinter

der Perfektion zu zeigen. Diese fünf ursprünglichen

Werke von Frauen dienten als Auftakt zu den Gemälden

von 1964, die unschuldige „Mädchen von nebenan“

in einer Vielzahl von schwachen emotionalen

Zuständen zeigten. Diese Reihe beinhaltet neben

dem „Crying Girl“ von 1964 die wichtigsten Gemälde,

die Lichtenstein in den frühen 1960er-Jahren

schuf, wie z.B. „Hopeless“, 1963 (Kunstmuseum Basel),

„Drowning Girl“, 1963 (Museum of Modern Art,

New York) und „Hello“, 1963 (Los Angeles County Museum

of Art), die alle eine einsame junge Frau zeigen,

die unter einer Form von emotionaler Not leidet. Vorbild

für seine Arbeiten waren insbesondere die Werke

der Comiczeichner Tony Abruzzo, John Romita und

Bernhard Sachs. Die Mädchen, welche in extremen

Nahaufnahmen eingefangen wurden, wie beispielsweise

das „Crying Girl“, übernahm Lichtenstein meist

von Abruzzo, der seine Comicgirls mit leicht geöffneten

Lippen, in einem Zustand klischeehafter Emotionen

eingefangen hat: Spannung, Begierde, Angst und

Trauer kommen zum Ausdruck. Auch Picassos Darstellungen

weinender Frauen könnten Lichtenstein

beeinflusst haben, Darstellungen von verletzlichen

Frauen zu schaffen.

Ein weiterer möglicher Einfluss auf seine Betonung

der Darstellung verzweifelter Frauen war, dass seine

erste Ehe zu dieser Zeit in die Brüche ging. Lichtensteins

erste Ehe mit Isabel Wilson, aus der zwei

Söhne hervorgingen, dauerte von 1949 bis 1965.

Lichtensteins Bildauswahl und sein reduktiver Stil

verdeckten seine Absichten auf eine Weise, die seine

Werke sowohl für die breite Öffentlichkeit zugänglich

machte als auch die Kritiker irritierte, die ihn als Banausen

betrachteten. Aber genau diese Spannung zwischen

Stil und Thema war die Grundlage seiner Praxis.

Er wählte Comics, weil sie kulturell einfach und emotional

heiß waren, und verwandelte sie in etwas kulturell

Hochwertiges und emotional Cooles. „Zu dieser

Zeit“, erinnert sich Lichtenstein, „war ich an allem interessiert,

was ich als Thema verwenden konnte, das

emotional stark war – normalerweise Liebe, Krieg

oder etwas, das hochgradig aufgeladen war und ein

emotionales Thema darstellte, das im Gegensatz zu

den entfernten und bewussten Maltechniken stand“.

Das Paradoxe an seinem Werk war und ist, dass die

äußere Umarmung alltäglicher Bilder die innere Beschäftigung

mit der Kunst als Arrangement von Farben

und Formen verdeckt. Es ist, als ob er Mondrians Betonung

der inhärenten Flachheit der Bildebene mit

dem Konzept des Readymade von Duchamp kombiniert

hätte. Mit diesen täuschend einfachen Signifikanten

zaubert Lichtenstein ein Bild voller Dramatik und

Intrigen; ein Bild, das ebenso viele Fragen aufwirft

wie es Antworten gibt und zu hinterfragen versucht,

wie wir unsere zunehmend visuelle Welt verstehen,

indem es die universelle Sprache, die zu ihrer Kodifizierung

beigetragen hat, unterläuft. Doch statt etwas

Trockenes und Zerebrales zu produzieren, hat er eine

Malerei geschaffen, die sinnlich, ironisch-witzig und

voller Energie ist.

Zweifellos ist dies das berühmteste oder zumindest

eines der am besten zertifizierten „Crying Girls“ von

Roy Lichtenstein. Es war ursprünglich ein Geschenk

an den ersten großen Kunstverleger Harry N. Abrams,

der auch Bücher für Warhol herausgab. Daher ist dieses

Exemplar Harry N. Abrams gewidmet. Obwohl es

schätzungsweise etwa 300 dieser Offsetlithografien

gibt, ist der Großteil der Auflage verloren oder in einem

schlechten Zustand, da die Farben verblassen.

Dieses Werk zeichnet sich durch seinen neuwertigen

Zustand aus. Von Harry S. Abrams wurde dieses Werk

für eine irischen Kunstgalerie versteigert an private

Kunstsammler im Süden Deutschlands.

Harry N. Abrams war ein Pionier in der Popularisierung

und Veröffentlichung von hochwertigen Kunstbüchern

und der bekannteste Kunstverleger der 1960er-Jahre.

Er starb am 27.11.1979 in seinem Haus in New York.

Er wurde 74 Jahre alt. Als Leiter des Verlags, der seinen

Namen trug und den er 1950 gründete, verband

Harry N. Abrams ein Gespür für die Vermarktung von

Kunstbüchern mit einer großen Verantwortung für die

Qualität der Reproduktionen und der dazugehörigen

Texte. Abrams war auch ein eifriger Kunstsammler,

der sich auf die Realisten der 1930er-Jahre (Raphael

Soyer, Philip Evergood, Jack Levine), die modernen

französischen Meister (Picasso, Matisse, Rouault) und

die Avantgarde-Künstler der 1960er-Jahre (Roy Lichtenstein,

Marisol, Tom Wesselmann) konzentrierte.

Provenienz:

Leo Castelli.

Collection Harry Abrams.

Phillips, New York.

Galerie Inception, Paris.

Privatsammlung Süddeutschland.

(1321391) (1) (18)

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145


ROY LICHTENSTEIN,

1923 NEW YORK – 1997 IBID.

CRYING GIRL, 1963

Offset lithograph.

43,8 x 59,1 cm.

Signed lower right, dedication “To Harry Abrams” at

lower centre. Verso label with artist‘s name and title.

In a passepartout, in a glass case frame.

With her scarlet lips and flowing strands of golden hair,

Roy Lichtenstein‘s Crying Girl is one of the most iconic

subjects in the 20th century art canon. Crying Girl is one

of the earliest works by American Pop-art artist Roy

Lichtenstein. The 1963 offset lithograph joins a series

of motifs depicting women in which Roy Lichtenstein

adapted comic book scenes between 1961 and 1965.

“Crying Girl” was produced in 1963 as a poster on the

occasion of an exhibition at the Leo Castelli Gallery in

New York. During the exhibition, other prints signed

by Lichtenstein were sold at the Leo Castelli Gallery

and given to special customers. The Crying Girl was

the first motif of the artist that the gallery owner Leo

Castelli used for advertising purposes. Today, her visage

is world-famous and known not only to art lovers.

Lichtenstein‘s “Crying Girl” goes beyond his desire

to create comic-like works of art. Here he explores

the gendered aspects of female identity. The viewer‘s

focus is immediately on the women’s emotions, which

dominate the image. Both her gaze and physical posture

are marked by stress. The extreme close-up of

the cropped image emphasizes the melodramatic expression

of the weeping woman. In contrast to later

works, Lichtenstein used a monotonous dot grid here.

The color palette is very reduced and the black contours

stand out dominantly. As a result, her attractiveness

appears smooth and superficial through the

monotonous dot grid. A tension between the impersonal

design style and the exaggerated, kitschy facial

expressions and gestures becomes apparent. Framed

by her immaculately coiffed shock of blonde hair,

Lichtenstein‘s sitter is caught in a moment of obvious

vulnerability.

Works with seemingly simple comic motifs such as

“Crying Girl” were mostly interpreted as illustrations

of an artistic counter-position to the prevailing genre

of action painting at the time. Lichtenstein shows

the transfigured idealization of the American girl. Outwardly

she seems beautiful and content, but the

emotions in this painting burst forth and show that

she is really struggling under perfection. “Crying Girl”

was inspired by a comic strip titled “Secret Hearts”

that revealed the inner workings of relationships of

the time. Why is she crying, who has upset her, and

what will happen next? Looking at the original picture

template makes the narrative clear. “The night seemed

filled with a thousand empty eternities...” reads the

opening scene, while the heroine‘s speech bubble

proclaims, “I.... can‘t stand it... i‘ll apologize tomorrow...

it was his first success, after all... he was excited... forgetful...”

(see Phyllis Read (ed.), Secret Hearts #88,

June 1963). In Crying Girl, Lichtenstein removes all the

text, and by holding back the narrative, he succeeds

in heightening the sense of drama. This remains one

of Lichtenstein‘s most famous works because it will

always mean much more than a pretty girl crying. His

intention was to show the struggle behind perfection.

These five original works, of women served as a prelude

to the 1964 paintings that depicted innocent

“girls next door” in a variety of weak emotional states.

This series, in addition to 1964‘s Crying Girl, includes

the most important paintings Lichtenstein created in

the early 1960s, such as Hopeless, 1963 (Kunstmuseum

Basel), Drowning Girl, 1963 (Museum of Modern

Art, New York), and Hello, 1963 (Los Angeles County

Museum of Art), all of which depict a lonely young

woman suffering from some form of emotional distress.

His work was particularly modeled on the works

of comic book artists Tony Abruzzo, John Romita, and

Bernhard Sachs. The girls captured in extreme close-up,

such as the Crying Girl, Lichtenstein mostly took from

Abruzzo, who captured his comic girls with slightly

parted lips, in a state of clichéd emotion: tension, desire,

fear and sadness are expressed. Picasso‘s depictions

of crying women may also have influenced

Lichtenstein to create depictions of vulnerable women.

Another possible influence on his emphasis on depicting

desperate women was that his first marriage was

on the rocks at the time. Lichtenstein‘s first marriage

to Isabel Wilson, which produced two sons, lasted

from 1949 to 1965.

Lichtenstein‘s choice of images and reductive style

obscured his intentions in a way that both made his

works accessible to the general public and irritated

critics. But this very tension between style and subject

was the foundation of his practice. He chose

comics because they were culturally simple and emotionally

hot, and turned them into something culturally

highbrow and emotionally cool. “At that time,”

Lichtenstein recalls, “I was interested in anything I

could use as a subject that was emotionally powerful-usually

love, war, or something that was highly

charged and presented an emotional theme that was

at odds with distant and deliberate painting techniques”.

The paradox of his work was, and still is, that

the outer embrace of everyday images obscures the

inner preoccupation with art as an arrangement of

colors and shapes. It is as if he combined Mondrian‘s

emphasis on the inherent flatness of the picture plane

with Duchamp‘s concept of the readymade. With

these deceptively simple signifiers, Lichtenstein conjures

an image full of drama and intrigue; an image

that raises as many questions as it answers, seeking

to question how we understand our increasingly visual

world by subverting the universal language that has

helped codify it. But instead of producing something

dry and cerebral, he has created a painting that is

sensual, ironically witty, and full of energy.

Undoubtedly, this is the most famous, or at least one

of the best certified “Crying Girls” by Roy Lichtenstein.

It was originally a gift to the first great art publisher

Harry N. Abrams, who also published books for

Warhol. Therefore, this copy is dedicated to Harry N.

Abrams. Although it is estimated that there are about

300 of these offset lithographs, the majority of the

edition is lost or in poor condition as the colors fade.

This work is notable for its mint condition. This work

was auctioned by Harry S. Abrams for an Irish art

gallery: private art collectors in Southern Germany.

Harry N. Abrams was a pioneer in the popularization

and publication of quality art books and the best known

art publisher of the 1960s. He died Sunday night,

Nov. 27, 1979, at his home in New York. He was 74

years old. As head of the publishing house that bore

his name and that he founded in 1950, Harry N.

Abrams combined a flair for marketing art books with

a great responsibility for the quality of the reproductions

and the accompanying texts. Mr. Abrams was

also an avid art collector, focusing on the realists of

the 1930s (Raphael Soyer, Philip Evergood, Jack Levine),

the modern French masters (Picasso, Matisse,

Rouault), and the avant-garde artists of the 1960s

(Roy Lichtenstein, Marisol, Tom Wesselmann).

Provenance:

Leo Castelli.

Collection Harry Abrams.

Phillips, New York.

Galerie Inception, Paris.

Private collection, Southern Germany.

€ 120.000 - € 160.000

Sistrix

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147


ROY LICHTENSTEIN

1923 New York – 1997 New York

718

ROY LICHTENSTEIN,

NEW YORK 1923 – 1997 EBENDA

STUDY FOR A TEMPLE (1968)

Zeichnung, Farbstift und Bleistift auf Papier.

23 cm x 17,5 cm.

Vorderseitig signiert und datiert.

Eine antike Tempelfront bestehend aus dorischen Säulen,

ist durch Risse vom Verfall gezeichnet. Lichtenstein

versteht es den Kontrast zwischen Motiv und Medium

zu überwinden. Durch seine knallbunten Gemälde und

Graphiken, die Comic-Strips gleichen, kreierte Roy

Lichtenstein eine völlig neue Ästhetik und dies zu der

Zeit, in welcher der Abstrakte Expressionismus in der

Kunstwelt vorherrschte. Lichtenstein betonte bewusst

die Künstlichkeit seiner Bilder und benutzte flache, einfarbige

Punkte, die er per Hand mit Hilfe von Farbe und

Schablonen herstellte, so dass der Eindruck einer

Rasterung entsteht. In der klassischen Perfektion des

vorliegenden Werks schwelgt Lichtenstein in der dramatischen

Manipulation des Raums, denn das Nebeneinander

von Flächigkeit und Tiefe führt unseren Blick

auf der Bildebene durch den flächigen blauen und gelben

Hintergrund hinauf zur trotzigen skulpturalen Plastizität

des Tempels. In seiner konkreten Silhouette hebt

sich die grafische Kühnheit des Bauwerks mit entschlossener

Klarheit von der hypnotischen Energie

der hinteren Bildebene ab.

Lichtenstein untersuchte in seinem Werk die Beziehung

zwischen Kunst und Populärkultur und verwandelte

sorgfältig ausgewählte Bilder aus zeitgenössischen

Magazinen, Zeitungen und dem Stadtdtbild in

monumentale Ikonen. Der Künstler sagte dazu, dass er

seine Bilder wie programmiert aussehen lassen möchte.

Die Fähigkeit eines Bildes, zu kommunizieren, übte

eine große Faszination auf Lichtenstein aus. Sein Werk

basiert auf einer umfassenden Erforschung dessen,

was ein Bild für den Künstler und den Betrachter ausmacht,

was sich in dem von ihm verwendeten Vokabular

und den von ihm gewählten Formen ausdrückt.

Seine künstlerische Sprache ist von universeller, unmittelbarer

Anziehungskraft: eine kühle und mechanische

Ästhetik, die sich durch graphische Präzision und

kompositorische Klarheit auszeichnet. Lichtenstein

wollte darauf hinweisen, wie wichtig es für den modernen

Menschen ist, den Unterschied zwischen Bild und

Wirklichkeit zu kennen.

Im Laufe seiner langen Karriere hat der Künstler nur

sehr wenige fertige Zeichnungen angefertigt. Diese

Studie ist der Vorläufer der Lithographie Temple, die

im Rahmen der Tempel und Ruinen Reihe entstanden

ist. Lichtenstein war ein Bewunderer von Gesimsen

– horizontale architektonische Strukturen auf Säulen –

ursprünglich aus der klassischen griechischen Architektur

stammend. In den 1970er Jahren entdeckte Lichtenstein

Gebälk an Gebäudefassaden rund um die

Wall Street und Lower Manhattan. Diese Beobachtungen

inspirienten den Künstler und wurden der Ursprung

der Gebälkserie, die für seine Arbeitspraxis

einzigartig war. Anders als in den 1960er Jahren, als

Lichtenstein sich auf Comics, Cartoons und Werbung

bezog, schuf er in diesen späteren Fällen sein eigenes

Quellenmaterial, indem er lokale Beispiele der

New Yorker Architektur fotografierte. 1970, als er die

Spiegelserie fortsetzte, begann er, sich mit dem Thema

des Gebälks zu beschäftigen. Das Gebälk ist ein architektonisches

Element, das einem Band oder einer

Leiste ähnelt, die waagerecht über den Säulen eines

Gebäudes liegt. Ursprünglich stammt das Motiv aus

der Architektur des antiken Griechenlands und war

auch in Amerika im Beaux-Arts- und griechisch-römischen

Revival-Stil des frühen zwanzigsten Jahrhunderts,

der für öffentliche Gebäude wie Museen und

Bibliotheken verwendet wurde, weit verbreitet.

Provenienz:

Leo Castelli, New York.

Privatsammlung, New York.

Kunsthandel Deutschland.

Deutsche Privatsammlung. (1321651)

ROY LICHTENSTEIN,

NEW YORK 1923 – 1997 IBID.

STUDY FOR A TEMPLE (1968)

Drawing, coloured pencil and pencil on paper

23 cm x 17.5 cm

Signed and dated on the front

An ancient temple front consisting of Doric coloumns

is marked by cracks from decay. Lichtenstein knows

how to unite the contrast between motif and medium.

Through his brightly colored paintings and graphics

that resemble comic strips, Roy Lichtenstein created

a completely new aesthetic at the time when

Abstract Expressionism was dominant in the art

world. Lichtenstein deliberately emphasized the artificiality

of his paintings, using flat, monochromatic dots

that he made by hand using paint and stencils, creating

the impression of a grid. In the classical perfection

of the present work, Lichtenstein revels in the dramatic

manipulation of space, as the juxtaposition of flatness

and depth leads our eye up the picture plane through

the flat blue and yellow background to the defiant

sculptural plasticity of the temple. In its concrete silhouette,

the graphic boldness of the structure stands

out with determined clarity against the hypnotic energy

of the back picture plane.

Lichtenstein‘s work explored the relationship between

art and popular culture, transforming carefully

selected images from contemporary magazines and

newspapers into monumental icons. In the artist‘s

words, “I want my pictures to look as if they have

been programmed, I want to hide the traces of my

hand.” The ability of an image to communicate held a

great fascination for Lichtenstein. His work is based on

an extensive exploration of what constitutes an image

for the artist and the viewer, expressed in the vocabulary

he uses and the forms he chooses. His artistic

language has a universal, immediate appeal: a cool and

mechanical aesthetic characterized by graphic precision

and compositional clarity. Lichtenstein wanted to

point out how important it is for modern man to know

the difference between image and reality.

Throughout his long career, the artist made very few

finished drawings. This study is the precursor to the

Temple lithograph, which was created as part of the

Temples and Ruins series. Lichtenstein was an admirer

of cornices – horizontal architectural structures

on columns – originally derived from classical Greek

architecture. In the 1970s, Lichtenstein discovered

entablatures on building facades around Wall Street

and lower Manhattan. These observations inspired the

artist and became the origin of Gebälkserie, which was

truly unique to his working practice. Unlike the 1960s,

when Lichtenstein referenced comics, cartoons, and

advertisements, in these later cases he created his

own source material by photographing local examples

of New York architecture. In 1970, as he continued

the mirror series, he began to explore the theme

of entablature. The entablature is an architectural element

that resembles a band or molding that lies horizontally

across the columns of a building. The entablature

is an architectural element that resembles a band

or ledge that lies horizontally above the columns of a

building. The motif originated in the architecture of

ancient Greece and was also widely used in America

in the Beaux-Arts and Greco-Roman Revival styles of

the early twentieth century, which were used for public

buildings such as museums and libraries.

Provenance:

Leo Castelli, New York.

Private Collection, New York.

Art Trade, Germany.

German Private Collection.

€ 180.000 - € 220.000

Sistrix

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148 HAMPEL ONLINE Visit www.hampel-auctions.com for around 6.000 additional images.


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149


RICHARD H. PETTIBONE

geb. 1938 Los Angeles

719

RICHARD H. PETTIBONE,

GEB. 1938 LOS ANGELES

Richard H. Pettibone zählt zu den Hauptvertretern der

„Appropriation Art“ und war auch Wegbereiter dieser

neuen Kunstrichtung. Dabei ging es dieser Gruppe

um bewusste Einbeziehung anderer, bekannter Werke,

die nun in eine eigene, neue Sichtweise gestellt werden.

Vertreter dieser Richtung, wie Mike Bidio, Sherrie

Levine, Yasumaso Morimura oder Cindy Sherman – um

nur einige zu nennen – verwendeten in den 1970er-Jahren

Motive von Warhol, Lichtenstein, Jasper Johns

oder Frank Stella, und veränderten durch Manipulation

den Blick auf diese Werke. Pettibone schloss sein

Studium am Otis Art Insitue 1962 ab. Schon früh am

Modellbau interessiert, schuf er Schaukasten-Assemblagen.

Erstmals 1964 verwendete er Andy Warhols

berühmte „Campbell Soup Can“ für seine verkleinerte

und farblich veränderte Version.

MINIATURSTAFFELEI MIT MINIATURVERSION VON

ROY LICHTENSTEINS „ THE DANCE“ 1974

Acryl und Seide auf feiner Leinwand. Staffelei in

Weichholz.

14,8 cm x 19,5 cm.

Staffelei Höhe: 30 cm.

Verso bezeichnet, oben auf dem Spannrahmen

„Lichtenstein, The Artist´s Studio: The Dance, 1974“.

Unten Signatur „Richard Pettibone 1975“.

Beigegeben: Katalog: Ian Berry and Michael Duncan,

Pettibone, A Retrospective, Saratoga Springs 2005. Mit

Abb. des Werkes, S. 78. In vorliegendem Werk hat

Pettibone das von Lichtenstein geschaffene Bild „The

Artist´s Studio: The Dance“ von 1974 ein Jahr später

in verkleinertem Format mit feinem Leistenrähmchen

auf eine Staffelei gestellt. A.R.

„The Artist‘s Studio: The Dance, 1974“ ist ein hervorragendes

Beispiel für amerikanische Appropriations-

Kunst. Die Vorlage – Lichtensteins “The Artists Studio:

The Dance“ – ist in eine größere Serie eingebettet.

Durch die bewusste Wahl der Farben zitiert Lichtenstein

Matisse und stellt sich durch seine eigene Interpretation

des Werks „The Dance“ in die Tradition des

Fauvisten.

Appropriation-art definiert das Konzept andere Kunstwerke

zum Zweck der Hommage oder Kritik zu kopieren.

Pettibone war einer der Pioniere dieses Genres.

Seit mehr als 40 Jahren fertigt er präzise postkartengroße

Gemälde, Kopien bekannter Meisterwerke zeitgenössischer

Künstler an. Zu seinen Werken gehören

winzige Versionen von Warhols Suppendosen, Lichtensteins

Cartoon-Tafeln und Mondrians rechten Winkeln.

In seiner Kunst, die Kunst repräsentiert, versucht Pettibone,

Fragen zur Urheberrschaft und Originalität zu

stellen. Seine Kunst hat eine wichtige Rolle in der Mischung

aus Inspiration und Anleihen gespielt, welche

die postmoderne Kunst ausmacht. Pettibone begann

1964 mit der Herstellung exakter Kopien bestehender

Kunstwerke im Miniaturformat. Er orientierte sich bei

der Größe der Werke an Bildern, die er in Magazinen

wie Art Forum gesehen hatte, und reproduzierte sie

dann mit pedantischer Genauigkeit, indem er den Prozess

des ursprünglichen Künstlers nachstellte und die

Leinwände dann auf Rahmen montierte. Richard Pettibone

hat seine Karriere der Herstellung kleiner Reproduktionen

von Werken von Brancusi, Warhol, Lichtenstein,

Stella und anderen Künstlern gewidmet,

die weitaus berühmter waren als er. Künstler, die mit

Appropriation Art arbeiten, kopieren bewusst bestehende

Bilder und Kunstwerke, um sie in ihre eigene

Kunst zu verwandeln. Dabei handelt es sich nicht um

Diebstahl oder Plagiat, da sie nicht behaupten, die Urheber

dieser Bilder zu sein. Sie wollen vielmehr, dass

das Publikum die von Ihnen nachgebildeten Bilder

wiedererkennt und den Kontext und die Assoziationen,

die sie mit diesem Thema verbinden, auf das neue

Werk überträgt, ganz gleich, ob es sich um ein Gemälde,

eine Skulptur, eine Collage, ein Objekt oder eine

ganze Installation handelt.

Provenienz:

Leo Castelli, New York.

Sammlung Peter und Susan MacGill (Angabe Werkverzeichnis).

Hollis Taggart Galleries.

Privatsammlung Deutschland. (1321393) (1) (11)

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151


RICHARD H. PETTIBONE,

BORN 1938 LOS ANGELES

MINIATURE EASEL WITH MINIATURE VERSION OF

ROY LICHTENSTEIN’S “THE DANCE”, 1974

Acrylic and silkscreen on fine canvas in the artist’s

original frame. Softwood easel.

14.8 cm x 19,5 cm.

Height of easel: 30 cm.

Inscribed on the reverse, on top of the stretcher

“Lichtenstein, The Artist’s Studio: The Dance, 1974”

and signed below: “Richard Pettibone 1975”.

Enclosed: Ian Berry and Michael Duncan, Pettibone, A

Retrospective, catalogue, 2005, with illustration of

the work p. 78. In the work on offer for sale in this lot,

Pettibone has placed the picture titled “The Artist’s

Studio: The Dance” created by Lichtenstein in 1974 on

an easel in a reduced format and set in a simple, thin

frame one year later.

”The Artist’s Studio: The Dance, 1974” is an excellent

example of American appropriation art. Lichtenstein’s

work “The Artists Studio: The Dance” is part of a larger

series. Through the deliberate choice of colors

Liechtenstein quotes Matisse and places himself in

the tradition of the Fauvist through his own interpretation

of the work “The Dance“.

Appropration-art is the concept of copying other artworks

as a critic or hommage. Pettibone was one of

the pioneers of this genre. For more than 40 years,

he has produced precise postcard-sized paintings,

copies of familiar masterworks by contemporary artists.

His works include tiny versions of Warhol’s soup

tins, Lichtenstein’s cartoon panels and Mondrian’s

right angles. In his art that represents art, Pettibone

seeks to ask questions such as: Who owns an artistic

idea? What is originality? His art has played a major

role in the mix of inspiration, borrowing and citing

that makes up postmodernist art. Pettibone started

producing exact copies of existing works of art in

miniature format in 1964. He based the size of the

work on pictures he had seen in magazines, such as

Art Forum, and then reproduced them with pedantic

accuracy, recreating the process of the original artist

and then mounting the canvases on frames. Richard

Pettibone has devoted his career to making small reproductions

of works by Brancusi, Warhol, Lichtenstein,

Stella and other artists whose fame far exceeded

his. Artists who work with appropriation art

deliberately copy existing images and works of art to

transform them into their own art. This is not theft or

plagiarism as they do not claim to be the originators

of these pictures. Instead appropriation artists want

the audience to recognize the pictures they have recreated

and transfer the context and their associations

from this subject to the new work, whether this is a

painting, a sculpture, a collage, an object or an entire

installation.

Provenance:

Leo Castelli, New York.

Collection of Peter and Susan MacGill (information

Catalogue raisonné).

Hollis Taggart Galleries.

Private Collection, Germany.

€ 60.000 - € 80.000

Sistrix

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JEAN-MICHEL BASQUIAT

1960 New York – 1988 ebenda

720

JEAN-MICHEL BASQUIAT,

1960 NEW YORK – 1988 EBENDA

HORN PLAYERS, 1984

Lithografie.

70 x 60 cm.

Rechts unten monogrammiert und datiert „84“, links

unten Exemplarangabe „H.C.“

Im breitem teilvergoldetem schwarzem Rahmen,

hinter Glas gerahmt.

Nach dem Gemälde „Horn Players“ von 1983. Dieses

weist alle wichtigen stilistischen Merkmale auf, die

wir von diesem berühmten amerikanischen Künstler

erwarten. Zusätzlich zu den Portraits in halber Länge

auf der linken und rechten Tafel dieses Triptychons

(das in der Lithografie zusammengefasst ist) hat der

Künstler mehrere Zeichnungen und Wörter eingefügt

– viele davon hat Basquiat gezeichnet und dann durchgestrichen.

Auf jeder Tafel sind auch große weiße

Farbflächen zu sehen, die den schwarzen Hintergrund

zu betonen und gleichzeitig die Zeichnungen und/

oder Wörter darunter zu verdecken scheinen. Am auffälligsten

ist vielleicht das Übergewicht an sich wiederholenden

Wörtern wie „DIZZY“, „ORNITHOLOGY“,

„PREE“ und „TEETH“, die der Künstler über alle drei

Tafeln dieses Werks verstreut hat. (†) (1320602) (13)

€ 5.000 - € 7.000

Sistrix

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153


THÉO TOBIASSE

1927 Jaffa/ Palästina – 2012 Cagnes-sur-Mer

721

THÉO TOBIASSE,

EIGENTLICH TOBIAS EIDESAS,

1927 JAFFA/ PALÄSTINA – 2012 CAGNES-SUR-MER

JE PORTE AVEC MOI L‘ENFANT DE L‘HOMME,

1966

Öl auf Papier, auf Holz.

60 x 50 cm.

Links unten signiert „theo tobiasse“.

Datiert mittig rechts „66“.

In mit Wellenprofil verziertem Goldrahmen.

Der Sohn litauischer Eltern wurde in einer jüdischen

Siedlung in Palästina geboren und zog mit seinen

Eltern über Litauen nach Paris. Während der Besetzung

von Paris durch die Nazis fertigte er in Abgeschiedenheit

eine Vielzahl von Zeichnungen an, wurde

aber erst 1960 in Nizza auf einer Ausstellung entdeckt

und widmete sich fortan ausschließlich der Malerei,

deren Thematik häufig in jüdischem Zusammenhang

zu sehen ist. (†) (1320601) (13)

THÉO TOBIASSE,

ACTUALLY TOBIAS EIDESAS,

1927 JAFFA/ PALESTINE – 2012 CAGNES-SUR-MER

JE PORTE AVEC MOI L’ENFANT DE L’HOMME,

1966

Oil on paper, laid on panel.

60 x 50 cm.

Signed „theo tobiasse” lower left.

Dated „66“ centre right. (†)

20.000 - € 25.000

Sistrix

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CHRISTO

eigentlich Christo Javacheff

1935 Gabrovo – 2020 New York

722

CHRISTO, EIGENTLICH CHRISTO JAVACHEFF,

1935 GABROVO – 2020 NEW YORK

RUNNING FENCE, PROJECT FOR SONOMA

COUNTY AND MARIN COUNTY (1975)

Grano Lithographie auf Fabriano mit

Collage auf Papier.

56 x 72 cm.

Vorderseitig signiert und datiert „Christo 1975“.

Mit einer Höhe von 5,5 m und einer Ausdehnung von

über 39 km über die sanften Hügel Nordkaliforniens

war er imposant und majestätisch. Der weiße Stoff

blähte sich im Wind auf und reflektierte das Licht in

einer Vielzahl von Winkeln und Schattierungen, so

dass blendende, schimmernde Konturen entstanden,

die das Land in weichen und zugleich scharfen Linien

durchschnitten. Der Running Fence war das lyrischste

der epischen Projekte von Christo und Jeanne-Claude.

Die schiere Schönheit des Licht- und Wetterspiels auf

dem Zaun stand in scharfem Kontrast zu dem Thema

der Trennung und Begrenzung, das Zäune im Allgemeinen

vermitteln. Für Christo und Jeanne-Claude

verkörperte der Zaun ein größeres Thema, nämlich die

menschliche Freiheit und Beschränkung.

Running Fence gilt als eines der wichtigsten frühen

Kunstprojekte im öffentlichen Raum und war bei

seiner Installation 1976 das ehrgeizigste Werk von

Christo und Jeanne-Claude seit ihrer Ankunft in den

Vereinigten Staaten 1964. Als es während der Zweihundertjahrfeier

der USA enthüllt wurde, erregte es

die Phantasie der Öffentlichkeit. Die Planung, das

Design, die Installation und die kritischen Reaktionen

auf den Running Fence sollten alle folgenden Arbeiten

nachhaltig prägen. Christo betonte in seinen Äußerungen,

dass er Running Fence in seiner sozialen,

rechtlichen und technischen Dimension betrachte.

Über seine visuelle Pracht hinaus ist der Zaun bemerkenswert,

weil er eine Flut von Interpretationen und

Reaktionen auslöst. Er wirft Fragen nach der Vergänglichkeit,

der Absicht, der Freiheit, dem Eigentum und

der Begrenzung auf, nach dem, was die Bezeichnung

Kunst“ verdient, und nach dem kreativen Prozess.

Doch trotz aller künstlerischen Verdienste des Zauns

als fertiges Werk war es für Christo und Jeanne-Claude

nicht die auffällige visuelle Präsenz, die aus der Landschaft

herausragt, oder die theoretische Analyse, die

sie ausgelöst haben mag, die ihn zur Kunst machte.

Die künstlerische Vision von Running Fence liegt nicht

nur in dem Zaun selbst, sondern auch in dem langen

und mühsamen Prozess seiner Entstehung. In Paris

(und auf mehreren Reisen nach Deutschland) begegnet

Christo auch den Protagonisten der europäischen

und amerikanischen Avantgarde, darunter Karlheinz

Stockhausen, John Cage, Joseph Beuys und Nam June

Paik. Unter dem Einfluss einer progressiven, alle Konventionen

sprengenden Kunstszene, begann Christo

sich alltägliche Gegenstände „anzueignen“, sie ihrer

Funktion zu berauben und sie durch ihre Verhüllung

dauerhaft für die Nachwelt zu bewahren. Auch wenn

die ersten Werke als zufällige künstlerische Experimente

entstanden, erkannte Christo bald, dass dies

der Beginn einer künstlerischen Laufbahn war, in der

die Verwandlung von Alltagsgegenständen und -orten

zum zentralen Thema werden sollte. Sein Ansatz war

direkt, unmittelbar und radikal. Wie Arman verwendete

Christo, der sich Anfang der 1960er Jahre der Kunstbewegung

des Nouveau réalisme angeschlossen hatte,

anfänglich kleinere gefundene Objekte. Er verhüllte

erst Autos oder Möbel und bewegte sich mit Jeanne-

Claude dann auf großformatige Installationen zu.

Running Fence gilt als eines der wichtigsten Frühwerke

des berühmten Duos. Alle Kosten wurden

durch den Verkauf von Studien, vorbereitenden Zeichnungen

und Collagen, maßstabsgetreuen Modellen

und Originallithografien getragen. In diesem Prozess

ist auch auch diese Originalzeichnung entstanden.Von

frühen verhüllten Objekten bis hin zu monumentalen

Projekten für den Außenbereich überschreiten Christo

und Jeanne-Claude mit ihren Werken die traditionellen

Grenzen von Malerei, Skulptur und Architektur. In ihren

beeindruckende monumentale Installationen sehen

sich Christo und Jeanne-Claude als Umweltarchitekten

verwirklicht. Die Bedeutung der Kunst

liegt der Gesamtheit der Reise und der Realisierung.

Provenienz:

Künstleratelier.

Italienische Privatsammlung.

Galleria Accademia, Italien.

Kunsthandel, Deutschland. (1321392) (1)

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157


CHRISTO, ACTUALLY CHRISTO JAVACHEFF,

1935 GABROVO – 2020 NEW YORK

RUNNING FENCE, PROJECT FOR SONOMA

COUNTY AND MARIN COUNTY (1975)

Grano lithograph on fabriano with collage on paper.

56 x 72 cm.

Signed on the front and dated “Christo 1975”.

Standing 5.5m tall and stretching over 39km across

the rolling hills of Northern California, it was imposing

and majestic. The white fabric billowed in the wind,

reflecting light at a variety of angles and shades, creating

dazzling, shimmering contours that cut across

the land in soft yet sharp lines. The Running Fence

was the most lyrical of Christo and Jeanne-Claude‘s

epic projects. The sheer beauty of the play of light

and weather on the fence contrasted sharply with

the theme of separation and boundary that fences

generally convey. For Christo and Jeanne-Claude, the

fence embodied a larger theme of human freedom

and limitation.

Running Fence is considered one of the most important

early public art projects and, when installed in

1976, was Christo and Jeanne-Claude‘s most ambitious

work since their arrival in the United States in

1964. When it was unveiled during the U.S. Bicentennial,

it captured the public‘s imagination. The planning,

design, installation, and critical responses to Running

Fence would have a lasting impact on all subsequent

works. Christo‘s statements emphasized that he considered

Running Fence in its social, legal, and technical

dimensions. Beyond its visual splendor, the

fence is remarkable for triggering a flood of interpretations

and reactions. It raises questions about impermanence,

intention, freedom, ownership, and limitation,

about what deserves the label “art”, and

about the creative process. Yet for all the artistic merits

of the fence as a finished work, for Christo and

Jeanne-Claude it was not the striking visual presence

that stands out from the landscape, or the theoretical

analysis that may have prompted it, that made it art.

The artistic vision of Running Fence lies not only in

the fence itself, but also in the long and arduous process

of its creation. In Paris (and on several trips to

Germany), Christo also encountered the protagonists

of the European and American avant-garde, including

Karlheinz Stockhausen, John Cage, Joseph Beuys,

and Nam June Paik. Under the influence of a progressive

art scene that broke all conventions, Christo began

to „appropriate“ everyday objects, depriving

them of their function and permanently preserving

them for posterity by covering them. Even though

the first works were created as random artistic experiments,

Christo soon realized that this was the beginning

of an artistic career in which the transformation

of everyday objects and places would become the

central theme. His approach was direct, immediate,

and radical.Like Arman, Christo, who had joined the

Nouveau réalisme art movement in the early 1960s,

initially used smaller found objects. He first covered

cars or furniture and then, with Jeanne-Claude,

moved toward large-scale installations.

Running Fence is considered one of the most important

early works by the famous duo. All costs were

borne by the sale of studies, preparatory drawings

and collages, scale models and original lithographs.

This original drawing was also created in this process.From

early shrouded objects to monumental

outdoor projects, Christo and Jeanne-Claude‘s works

transcend the traditional boundaries of painting,

sculpture, and architecture. In their impressive monumental

installations, Christo and Jeanne-Claude see

themselves realized as environmental architects. The

meaning of art lies in the totality of the journey and

the realization.

Provenance:

The Artist Studio.

Italian private collection.

Gallerie Accademia, Italy.

Art Trade, Germany.

Sistrix

€ 150.000 - € 200.000 INFO | BIETEN


THEODOROS STAMOS

1922 – 1997

723

THEODOROS STAMOS,

1922 – 1997

Seine Werke werden unter anderem in den Bayerischen

Staatsgemäldesammlungen verwahrt sowie in

50 weiteren Museen weltweit.

INFINITY FIELD, CRETAN SERIES

Acryl und Metallpigmente auf Leinwand.

200 x 100 cm.

Auf der Rückseite signiert und datiert. Verso auf dem

Keilrahmen betitelt.

In profilierter Goldleiste.

Anbei ein technischer Report von Dimitris Papastamos,

in griechischer und englischer Sprache, vom 30. November

1989, Athen.

THEODOROS STAMOS,

1922 – 1997

INFINITY FIELD, CRETAN SERIES

Acrylic and metal pigments on canvas.

200 x 100 cm.

Signed and dated on the reverse.

Accompanied by a technical report by Dimitris

Papastamos, in Greek and English, dated 30 November

1989, Athens.

20.000 - € 30.000

Sistrix

INFO | BIETEN

Blaue, schwarze und rote Farbfelder, von unterschiedlichen

Abtönungen in informeller Weise nebeneinander

geschichtet. (1321421) (13)

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161


HERBERT ZANGS

1924 Krefeld – 2003 ebenda

724

HERBERT ZANGS,

1924 KREFELD – 2003 EBENDA

KNÜPFUNG 22 KIESELSTEINE, 1979

Kieselsteine, Schnur, Stoff.

160 x 100 cm.

Rechts oben signiert und datiert „ZANGS 79“.

Beigegeben ein Zertifikat der Galerie Rottloff, Karlsruhe,

vom 27.06.2020, über die Echtheit des Werkes

(im Original vorliegend).

Bei dem Werk wurden 22 Kieselsteine mit Schnur in

ein Bettlaken eingeknüpft. Die Arbeit wurde nicht mit

weißer Farbe übermalt. Stoff etwas unfrisch. Am

Rand unten links in Rot zweifach gesticktes Monogramm

„E.B.“. Verso an den Ecken Klebereste.

(1320931) (18)

HERBERT ZANGS,

1924 KREFELD – 2003 IBID.

KNÜPFUNG 22 KIESELSTEINE, 1979

Pebbles, string, fabric.

160 x 100 cm.

Signed and dated „ZANGS 79“ top right.

Accompanied by a certificate by Galerie Rottloff,

Karlsruhe, dated 27 June 2020 regarding the painting’s

authenticity (original enclosed).

€ 10.000 - € 12.000

Sistrix

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MAGDALENA JETELOVA

geb. 1946

725

MAGDALENA JETELOVA,

GEB. 1946

TIME PRESENT AND TIME PAST ARE BOTH PRE-

SENT IN TIME FUTURE, TIME FUTURE CONTAINED

IN TIME PAST, 1989

Mischtechnik auf Leinwand.

107 x 76 cm.

Verso mit Galerieetikett der Galerie Walter Storms

und Datierung „1989“.

Verglast in einfachem Rahmen.

Rußzeichnung mit Schriftzug im unteren Drittel der

geschwärzten Fläche. (13009610) (13)

€ 4.000 - € 6.000

Sistrix

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163


ROMEO TAMANTI

1940 – 1997

726

ROMEO TAMANTI,

1940 – 1997

FRAUENKOPF

72 x 79 x 83 cm.

Signiert und ortsbezeichnet „Romeo Tamanti, Roma“.

Interessante Kombinationsskulptur in der für Tamanti

typischen Art mit hohem Holzanteil, der raumgreifend

zum Einsatz kommt. (1320563) (2) (13)

ROMEO TAMANTI,

1940 – 1997

FEMALE HEAD

72 x 79 x 83 cm.

Signed with place name “Romeo Tamanti, Roma”.

€ 15.000 - € 18.000

Sistrix

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165


KAREL APPEL

1921 Amsterdam – 2006 Zürich

727

KAREL APPEL,

1921 AMSTERDAM – 2006 ZÜRICH

Karel Appel zählt neben Asger Jorn (1914-1973),

Constant (1920-2005), Corneille (1922-2010) u.a. zu

den Begründern der Künstlergruppe CoBrA, die sich

dem Ziel verschrieben hatte, den Expressionismus

in der Malerei noch einmal im Sinne einer neuen

künstlerischen Position umzudeuten und ihn mit den

Mitteln des emporkommenden Informel zu vereinen.

Karel Appel formte ab 1950 aus farbintensiven, im

Verhältnis großen Flächen und kräftigen Linien Kompositionen

fernab der akademischen Kunst dieser

Epoche.

KOMPOSITION, 1975

Mischtechnik mit Öl, Gouache und Wachsmalkreide

auf Papier, auf Leinwand.

48,3 x 61 cm.

Links unten signiert „Appel 75“.

Freigestellt in dekorativem Rahmen.

KAREL APPEL,

1921 AMSTERDAM – 2006 ZÜRICH

KOMPOSITION, 1975

Mixed media with oil, gouache, and wax crayons

on paper, laid on canvas.

48.3 x 61 cm.

Signed “Appel 75” lower left.

Provenance:

Sid Deutsch Gallery, New York.

Fabian Carlson Gallery, London.

Galleria Poleschi Casa d’Aste, Milan.

€ 35.000 - € 45.000

Sistrix

INFO | BIETEN

Provenienz:

Sid Deutsch Gallery, New York.

Fabian Carlson Gallery, London.

Galleria Poleschi Casa d‘Aste, Mailand.

(1321515) (1) (18)

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GEORGES MATHIEU

1921 Boulogne-sur-Mer – 2012 Paris

728

GEORGES MATHIEU,

1921 BOULOGNE-SUR-MER – 2012 PARIS

Mathieu gehört zu den Hauptvertretern des Tachismus.

Angelehnt an die japanische Kalligrafie sind seine

abstrakten Werke von der Schnelligkeit des Malvorgangs

geprägt.

COURCAY

Tempera/ Mischtechnik auf Karton.

Sichtmass: 54 x 75 cm.

Rechts unten signiert und datiert „(19)69“,

verso betitelt.

Im Passepartout, hinter Glas gerahmt. (†)

(12821020) (18)

GEORGES MATHIEU,

1921 BOULOGNE-SUR-MER – 2012 PARIS

COURCAY

Tempera/ mixed media on card.

Visible size: 54 x 75 cm.

Signed and dated “(19)69” lower right,

titled on reverse.

Framed with mount under glass. (†)

€ 12.000 - € 16.000

Sistrix

INFO | BIETEN

729

CARSTEN NICOLAI,

GEB. 1965

KOPF, 1994/95

Mischtechnik/ Öl/ Papier auf Leinwand.

113 x 77 cm.

Links unten signiert und datiert. Verso mit Etiketten.

In schwarzem Holzrahmen.

Provenienz:

Galerie Eigen + Art.

Süddeutsche Privatsammlung. (13009611) (13)

€ 2.800 - € 3.500

Sistrix

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169


FERNANDEZ ARMAN

1928 Nizza – 2005 New York

730

FERNANDEZ ARMAN,

1928 NIZZA – 2005 NEW YORK

GUITAR PORTUGAISE, 2003

Höhe: 61 cm.

Nummeriert 6/20, signiert „Arman“.

Bronze, goldfarben patiniert. Auf gestuftem original

Rundsockel. (13100320) (1) (13)

FERNANDEZ ARMAN,

1928 NICE – 2005 NEW YORK

GUITARE PORTUGAISE, 2003

Height: 61 cm.

Limited edition no. 6/20, signed "Arman".

Bronze, golden patina. On original round stepped

base.

€ 5.000 - € 8.000

Sistrix

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731

ROBERTO MATTA, EIGENTLICH

„ROBERTO SEBASTIAN MATTA ECHAUREN“,

1911 SANTIAGO DE CHILE – 2002 CIVITAVECCHIA

Der Künstler studierte in Chile Architektur und ging

ab 1933 nach Paris, wo er im Atelier von Le Corbusier

(1887-1965) arbeitete. Ab 1938 wandte er sich der

Malerei zu. Er reiste viel durch Europa und wurde mit

zahlreichen Künstlern, darunter Salvador Dalí (1904-

1989), Henry Moore (1898-1986) und Alvar Aalto

(1898-1976) bekannt. Ausschlaggebend für seine künstlerische

Entwicklung waren jedoch die Begegnung

und Freundschaft mit André Breton (1896-1966). Die

Jahre des Zweiten Weltkriegs verbrachte er ab Herbst

1938 in New York, kehrte aber 1948 nach Europa zurück

und ließ sich 1958 in Rom nieder. Seine Arbeiten

werden dem Surrealismus zugeschrieben.

MES DESSINS

Farbserigrafie.

Ca. 117 x 124 cm.

Rechts unten signiert.

Hinter Glas gerahmt.

Exemplar 30/50.

Nicht geöffnet.

Anmerkung:

Herausgegeben durch: Atelier Dupont Visat, Paris.

Literatur:

Vgl. Werk abgebildet in: 23 Artistes pour médecins

du monde, Editions de la Tempête, Paris 1994, S. 39.

(12914213) (1) (18)

€ 2.000 - € 3.000

Sistrix

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171


WOLFGANG GÄRTNER

geb. 1940 Berlin

732

WOLFGANG GÄRTNER,

GEB. 1940 BERLIN

An der Akademie der Bildenden Künste, München, unter

Prof. Heinrich Kirchner (1902-1984) ausgebildeter

Bildhauer.

O.T. (URFISCH), 1969

Skulptur: 37,2 x 106,5 x 49,5 cm.

Sockel: 23 x 120 x 29 cm.

Seitlich unterhalb der kreisförmigen Durchbrechung

signiert „W.G.“

Bronzehohlguss, patiniert. Bei der angebotenen Bronze

handelt es sich um die Abschlussarbeit des Künstlers,

die er, im Hohlgussverfahren gegossen, 1969 an der

Akademie in München einreichte.

Elegante Formensprache. Der dynamisch geschwungene

Körper in biomorpher Abstraktion.

(1301901) (10)

€ 2.500 - € 3.500

Sistrix

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HORST ANTES

geb. 1936 Heppenheim

zum Größenvergleich

733

HORST ANTES,

GEB. 1936 HEPPENHEIM

Horst Antes gehörte zu den Ersten der jüngeren

Malergeneration, die das Informel und den Tachismus

der 1940er-Jahre hinter sich ließen und eine neue figurative

Bildsprache entwickelten. Die Erfindung des

„Kopffüßlers“ wurde für Antes Kunst zum Erkennungszeichen.

Er studierte von 1957-1959 bei HAP

Grieshaber (1909-1981) an der Akademie der bildenden

Künste in Karslruhe. Dort war er schließlich seit

1967 Professor und leitete eine Malerklasse. Seit

1983 ist er zudem Mitglied der Freien Akademie der

Künste in Hamburg. Er war zudem mehrfach Teilnehmer

der documenta in Kassel.

FIGUR 1000, 1987

Gesamthöhe mit Sockel: 221 cm.

Sockelmaße: 90 x 67 cm.

Eine von 1000 Exemplaren.

Stahl mit beidseitig eingraviertem Auge und Mund

sowie natürlicher Rostpatina. (1301173) (1) (18)

€ 6.000 - € 8.000

Sistrix

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173


JEFF KOONS

geb. 1955 York/ Pennsylvania

734

JEFF KOONS,

GEB. 1955 YORK/ PENNSYLVANIA

GOAT: A TRIBUTE TO MUHAMMAD ALI

Buch mit Hardcover in einer Schlagkassette.

50 x 50 cm.

Gewicht: 34 kg. 800 Seiten.

Signiert „Muhammad Ali Berrien Springs Michigan,

2001“ sowie „J. Koons, New York, 2001“.

Verpackt in original Pappkarton.

Mit Fotolithografie von Jeff Koons „This G.O.A.T. is

copy number 05915 of a worldwide edition of 10 000

copies“. Buch mit Goldschnitt.

Dazu dünnere unnummerierte Ausgabe mit Signaturen

von Muhammad Ali und Jeff Koons. (1301171) (1)

(18)

€ 2.000 - € 3.000

Sistrix

INFO | BIETEN

Buch mit 800 Seiten,

34 kg Gewicht.

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CAMILLE BOMBOIS

1883 – 1970

735

CAMILLE BOMBOIS,

1883 – 1970

GAYOLE-TOR

Öl auf Leinwand.

60 x 82 cm.

Rechts unten signiert.

Verso durch Sicherheitsab deckung verschlossen.

In partiell vergoldetem, ornamental verziertem

Holzrahmen.

Provenienz:

Süddeutsche Kunstsammlung.

Literatur:

Susanne Grimm, Authentische Naive. Das Erlebnis

des Unmittelbaren, Stuttgart 1991, S. 63.

Ausstellungen:

Musée International d'Art Naif Anatole Jakovsky,

Nizza, 1984.

Galerie Berri-Raspail, Paris. (1280392) (13)

CAMILLE BOMBOIS,

1883 – 1970

GAYOLE GATE

Oil on canvas.

60 x 82 cm.

Signed lower right.

Provenance:

Art collection, Southern Germany.

Literature:

Susanne Grimm, Authentische Naive. Das Erlebnis

des Unmittelbaren, Stuttgart 1991, p. 63.

Exhibitions:

Musée International d'Art Naïf Anatole Jakovsky,

Nice, 1984.

Galerie Berri-Raspail, Paris.

€ 5.000 - € 8.000

Sistrix

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736

FRANCISCO BORES,

1898 MADRID – 1972 PARIS

Der Stil von Bores wurde nach seinem engen Kontakt

mit den größten Malern der ersten Avantgarde geschmiedet:

Pablo Picasso (1881-1973) und Henri

Matisse (1869-1954). Beide hatten Einfluss auf sein

Werk und sogar darüber hinaus. Seine Werke werden

im Museo de Arte Contemporáneo in Madrid ausgestellt.

NATURE MORTE AU NUAGE, 1939

Öl auf Leinwand.

54 x 65 cm.

Links unten signiert und datiert „Bores 39“.

In dekorativem teilvergoldetem Rahmen.

Provenienz:

Aufkleber verso auf Keilrahmen „Svensk-franska

konstgalleriet 61453 Francisco Bores“ mit Titel und

Datumsangabe.

Niederländische Privatsammlung.

Literatur:

Hélène Dechanet Bores, Francisco Bores. Catalogue

raisonné de l‘œuvre peint, Bd. 1, Madrid 2003, S. 373.

(1321553) (18)

€ 3.000 - € 5.000

Sistrix

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LUDWIG BEMELMANS

1898 Meran – 1962 New York City

737

LUDWIG BEMELMANS,

1898 MERAN – 1962 NEW YORK CITY

DAS RATHAUS IN MÜNCHEN

Mixed Media mit Gouache/ Tinte auf Papier

58,5 x 74 cm.

Rechts unten signiert, links unten betitelt

„Rathaus Munich“.

Ungerahmt.

Blick von erhöhtem Standpunkt auf den Marienplatz

mit fahrender Tram, zwei Autos, dem Rathaus, der

Mariensäule und im Hintergrund den beiden in rotbrauner

Farbigkeit wiedergegebenen Türmen der

Frauenkirche.

Provenienz:

Das Gemälde wurde 1948 von der Hammer Gallery

in New York erworben. Derzeit aus europäischem

Privatbesitz.

Anmerkung:

Ludwig Bemelmans war ein Schriftsteller und Illustrator

europäischer Herkunft. 1914 ging er zu seinem

in den USA lebenden Vater. 1935 unternahm er eine

Deutschlandreise. Das vorliegende Werk soll aus

der Zeit vor dem Krieg stammen. In seinen späten

Lebensjahren als erfolgreicher Autor und Illustrator

erhielt er den Auftrag, das Kinderzimmer der Yacht

„Christina“ des Reeders Aristoteles Onassis auszumalen.

Literatur:

Das Werk ist abgebildet in: Ludwig Bemelmans, The

best of times. An account of Europe revisted, with

50 color and 110 black illustrations by the author,

New York 1948, S. 90. (1320541) (18)

€ 8.000 - € 10.000

Sistrix

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GÜNTHER UECKER

geb. 1930 Wendorf/ Mecklenburg

738

GÜNTHER UECKER,

GEB. 1930 WENDORF/ MECKLENBURG

Lebt und arbeitet in Düsseldorf und Sankt Gallen.

UECKER-SCHUH, 1972

Gips, gegossen. Nägel.

Länge: 32 cm.

Auf der Unterseite signiert und datiert „Uecker 72“

sowie nummeriert 55/100. Prägestempel „Uecker &

Fongi“.

Erschienen bei Edition Denise René und Hans Mayer,

Düsseldorf. (1321394) (1) (13)

€ 8.000 - € 12.000

Sistrix

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179


739

FERNANDEZ ARMAN,

1928 NIZZA – 2005 NEW YORK

PAAR FIGÜRLICHE LEUCHTER

Höhe: 22,8 cm.

Auf der Sockeloberfläche signiert „Arman“ sowie mit

Gießereivermerk und Nummerierung „HC 2/20“.

Im Louis XV-Stil gestaltete Gelbgussleuchter mit

segmentiertem Puttodekor. (1301176) (1) (13)

€ 2.000 - € 3.000

Sistrix

INFO | BIETEN

740

FERNANDEZ ARMAN,

1928 NIZZA – 2005 NEW YORK

VIOLINEN

Radierung/ Rives.

43,5 x 37,3 cm.

Rechts unten signiert, Ed. 57/100.

Hinter Glas gerahmt. (1310032) (1) (18)

FERNANDEZ ARMAN,

1928 NICE – 2005 NEW YORK

VIOLINS

Etching/ Rives paper.

43.5 x 37.3 cm.

Signed lower right, limited edition no. 57/ 100.

Framed behind glass.

€ 400 - € 600

Sistrix

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741

MIGUEL BERROCAL,

1933 VILLANUEVA DE ALGAIDAS –

2006 ANTEQUERA

MANOLETE, 1976

13 x 7 x 3,5 bzw. 6,4 cm.

Sockelplatte mit Signaturstempel. Ex. 1732/10000.

Demontierbare Bronzeplastik aus 24 Elementen.

(13100333) (1) (13)

MIGUEL BERROCAL,

1933 VILLANUEVA DE ALGAIDAS –

2006 ANTEQUERA

MANOLETE, 1976

13 x 7 x 3.5 or 6.4 cm.

Signature stamp on base plate. Limited edition

no. 1732/10000.

Bronze sculpture made of 24 elements that can

be disassembled.

€ 1.200 - € 1.500

Sistrix

INFO | BIETEN

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181


742

OSKAR MULLEY,

1891 KLAGENFURT – 1949 GARMISCH

Der Künstler war ein österreichischer akademischer

Landschaftsmaler und Absolvent der Akademie der

bildenden Künste Wien. Er gehört zu den führenden

Vertretern der „Tiroler Kunst der Zwischenzeit“ (u.a.

Albin Egger-Lienz (1868-1926), Alfons Walde (1891-

1959)). In seiner Kufsteiner Periode herrschen Gebirgsmotive

vor, die stets frei von Figuren sind. Seine

heroischen Landschaften mit pastosem Farbauftrag in

Spachteltechnik waren seit Mitte der 1920er-Jahre

sehr geschätzt und erzielen auch heute noch hohe

Preise.

JAGDSTILLEBEN

Öl auf Leinwand.

73,5 x 55 cm.

Rechts oben signiert und ortsbezeichnet: Mulley /

Garmisch. Verso signiert O. Mulley und datiert 1935.

In breitem Holzrahmen.

Der für seine zerklüfteten Berglandschaften mit alpiner

Architektur bekannte Maler fertigte in seltenen

Fällen auch Stillleben an, die nur selten auf dem

Kunstmarkt angeboten werden. So ist es ein Glücksfall,

dass wir aus einer österreichischen Sammlung

dieses Jagdstillleben mit Auerhahn, Hut und Gewehr

anbieten dürfen. (1321924) (13)

€ 5.500 - € 7.000

Sistrix

INFO | BIETEN

743

OTTO MODERSOHN,

1865 SOEST – 1943 ROTENBURG

TORFABBAULANDSCHAFT

Öl auf Holz.

23,2 x 32 cm.

Links unten signiert „O Modersohn“. (†)

(12821010) (13)

OTTO MODERSON

1865 SOEST – 1943 ROTENBURG

PEAT CUTTING LANDSCAPE

Oil on wood.

23,2 x 32 cm.

Signed “O Modersohn“ lower left. (†)

€ 10.000 - € 25.000

Sistrix

INFO | BIETEN

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744

ANTAL BERKES,

1874 BUDAPEST – 1938 EBENDA

Studierte an der Kunstgewerbeschule in Budapest,

war Schüler von Jozsef Feichtinger (1840-1907) und

Gründungsmitglied des Nationalsalons in Budapest.

Er malte auch in Paris und Wien.

DARSTELLUNG EINES BELEBTEN BOULEVARDS

IN DEN ABENDSTUNDEN

Öl auf Leinwand.

154 x 200 cm.

Rechts unten signiert „Berkes A.“

In Louis XV-Stilrahmen.

ANTAL BERKES,

1874 BUDAPEST – 1938 IBID

DEPICTION OF A BUSY BOULEVARD

IN THE EVENING HOURS

Oil on canvas.

154 x 200 cm.

Signed “Berkes A.” lower right.

€ 12.000 - € 17.000

Sistrix

INFO | BIETEN

Berkes liebte die Darstellung von belebten Boulevards

wie diesem, nicht nur in Paris sondern auch in Budapest,

wo auch die vorliegende Darstellung zu verorten

vermutet werden kann. Seine impressionistisch

aufgefassten Stadtansichten waren sehr gefragt.

(1321551) (13)

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183


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19TH/20TH CENTURY

P A I N T I N G S

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185


745

FRANS VERVLOET,

1795 MECHELEN – 1872 VENEDIG

BLICK AUF DIE BEIDEN SÄULEN AM EINGANG

DER PIAZZA SAN MARCO, VENEDIG

Öl auf Leinwand. Doubliert.

33,5 x 25,5 cm.

Rechts unten signiert „Vervloet Venice 18“.

In dekorativem vergoldeten Rahmen.

Im weichen Licht der Sonne, Blick auf die Piazza San

Marco mit den beiden Säulen, die Venedigs Stadtheiligen

Markus und Theodorus gewidmet sind. Auf

den Säulen befinden sich daher der Markuslöwe bzw.

die San Teodoro Statue. Im Hintergrund, unter hellblauem

Himmel, die Lagune mit diversen Gebäuden.

Auf der Piazza sind einige Händler und auch Besucher

zu sehen. Feine Malerei in stimmungsvollem Licht.

Minimale Rahmenschäden. (13220018) (18)

FRANS VERVLOET,

1795 MECHELEN – 1872 VENICE

VIEW OF THE TWO COLUMNS AT THE ENTRANCE

OF SAINT MARK’S SQUARE, VENICE

Oil on canvas. Relined.

33.5 x 25.5 cm.

Signed “Vervloet Venice 18” lower right.

In decorative gilt frame.

View of the Saint Mark´s Square with the two columns

dedicated to the patron saints of Venice, Saint Mark

and Saint Theodore, bathed in soft sunlight. Fine painting

with atmospheric light. With minimal damage to

the frame.

€ 35.000 - € 55.000

Sistrix

INFO | BIETEN

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746

ITALIENISCHER MALER

DES 19. JAHRHUNDERTS, NACHFOLGE DES

FRANCESCO GUARDI, 1712 – 1793

Gemäldepaar

ANSICHTEN VON VENEDIG

Öl auf Leinwand.

Je 30 x 40 cm.

Jeweils in dekorativen goldenen Rahmen.

Auf beiden Gemälden ist jeweils der ruhig fließende

Canal Grande wiedergegeben, mit diversen Gondeln

und Booten sowie Staffagefiguren. Auf dem ersten

Gemälde fällt der Blick auf die Punta della Dogana und

der dahinterliegenden großen Kirche Santa Maria della

Salute mit ihren großen Kuppeln. Auf dem Platz davor

viele kleine Staffagefiguren. Das zweite Gemälde zeigt

einen Nebenarm des Canal Grande, über den eine

steinerne Brücke führt, jeweils links und rechts flankiert

von den großen fensterreichen Häusern der Stadt.

Unter hohem hellblauem Himmel mit weißen, teils

leicht rötlich verfärbten Wolkenformationen.

(1320134) (18)

ITALIAN SCHOOL,

19TH CENTURY, FOLLOWER OF

FRANCESCO GUARDI, 1712 – 1793

A pair of paintings.

VIEWS OF VENICE

Oil on canvas.

30 x 40 cm each.

€ 10.000 - € 20.000

Sistrix

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189


747

JULIUS EDUARD WILHELM HELFFT,

1818 – 1894

MALERISCHER BLICK VOM CANAL GRANDE AUF

UFERANLAGE MIT DEM DOGENPALAST

Öl auf Leinwand. Doubliert.

78 x 98 cm.

Rechts unten signiert und datiert „Helfft 1858“.

In vergoldetem Prunkrahmen.

Die Vedute zeigt von der Hauptwasserstraße Venedigs

aus den prachtvollen Dogenpalast im warmen Sonnenlicht

mit seiner rötlichen Fassade, hinter dem der Campanile

hervorragt, dann die reich bevölkerte Piazetta

mit den beiden berühmten Monolithen, sowie durch

das Wasser getrennt auf der linken Bildseite die bereits

im Schatten liegende, grau weiße Kirche Santa

Maria della Salute unter hohem, blauen Himmel mit

wenigen weißen Wolken. Auf dem Kanal selbst mehrere

große Segelschiffe und einige Gondeln. Am rechten

Bildrand haben bereits einige Boote und Schiffe

angelegt. Die Gebäude spiegeln sich in vielen, fast

flimmernden Farbtönen im ruhigen, impressionistisch

wiedergegebenen Wasser. Qualitätvolles, stimmungsvolles

Gemälde im warmen Licht der untergehenden

Sonne eines Sommertages voller Farbenvielfalt. Rest.

JULIUS EDUARD WILHELM HELFFT,

1818 – 1894

VIEW FROM CANAL GRANDE TO DOGE’S PALACE

Oil on canvas. Relined.

78 x 98 cm.

Signed and dated “Helfft 1858” lower right.

€ 60.000 - € 90.000

Sistrix

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Anmerkung:

Verso alter Aufkleber aus Brüssel. (13220012) (18)

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191


CLAUDE ANTOINE

PONTHUS-CINIER

1812 – 1885

748

CLAUDE ANTOINE PONTHUS-CINIER,

1812 – 1885

Der 1812 in Lyon geborene Künstler war Schüler von

Paul Delaroche und besuchte die Hochschule für Bildende

Künste seiner Stadt. Seine Karriere nahm

1841 eine Wendung, als er mit einem Werk, das eine

historische Landschaft mit Adam und Eva, die aus

dem Garten Eden verbannt wurden, darstellt, den

zweiten Platz beim Prix de Rome gewann. Er reiste

zwei Jahre lang durch Italien und malte nicht nur in

der Hauptstadt, sondern auch in Florenz und Neapel,

bevor er nach Frankreich zurückkehrte und eine lange

Reihe von Landschaften schuf, die unter dem Begriff

des italienischen Neoklassizismus zusammengefasst

werden können und fast immer von kleinen Figuren

mit einem besonderen Geschmack belebt werden. Er

arbeitete in der Dauphiné, in der Provence, in den

Alpen, in den Pyrenäen und in Savoyen. 1841 schickte

er seine Bilder in den Pariser Salon, aber zuvor (ab

1838) nahm er auch am Salon von Lyon teil, wo er

bis zu seinem Tod 1885 blieb. Schon zu Lebzeiten

bekannt und geschätzt, wurde ihm vorgeworfen, zu

sehr dem Dekorativen und Pittoresken zu frönen,

was der Frische und Unmittelbarkeit seiner Malerei

abträglich sei. Seine Gemälde befinden sich in den

Museen von Lyon, Chalon-sur-Saône, Besançon, Brou

und Chambery.

VEDUTE DES BACINO DI SAN MARCO ÜBER DIE

RIVA DEGLI SCHIAVONI

Öl auf Leinwand.

80 x 141 cm.

Links unten signiert „PONTHUS CINIER“ und rechts

unten datiert „1871“.

In vergoldetem, mit Lorbeerblattfries dekoriertem

Rahmen.

Die schöne Ansicht zeigt das Markusbecken von der

Riva degli Schiavoni aus. Aus dieser Perspektive ist

links die Basilika Santa Maria della Salute zu sehen,

während die Punta della Dogana den Eingang zum

Canal Grande markiert. Das in zarten Rosatönen getauchte

Licht, das allmählich in Gelb und Blau übergeht,

erzeugt zusammen mit dem Wolkenspiel über

der Salute einen romantischen Effekt, bei dem die Gebäude

in Licht getaucht und in festen Formen skizziert

werden, die durch den geschickten Einsatz von scharfen

Schatten definiert sind. Auf der rechten Seite wird

der Himmel immer klarer und die warme Farbpalette

beleuchtet die Reihe von Gebäuden, die zu dem kleinen

Platz mit dem Dogenpalast, der Libreria Marciana,

führen, wo einige Boote noch ihre Segel aufgerichtet

haben und teilweise den Blick auf das Gebäude verdecken.

Auf der rechten Seite sind einige Marktszenen

zu sehen, bei denen die verstreuten Figuren entlang

imaginärer Diagonalen arrangiert sind. Im Vordergrund

rechts führt der Pier mit der vorbeifahrenden Gondel

die Komposition auf eine eigentümliche und theatralische

Weise ein.

Das Werk kann als hervorragendes Beispiel für den

Stil von Ponthus-Cinier angesehen werden, der sehr

auf das Spiel des Lichts und den dekorativen Geschmack

im Gesamtkontext bedacht ist. (†)

Provenienz:

Französische Privatsammlung.

Ausstellung:

Société des Amis des Arts de Lyon, 1872, Nr. 461.

(1320124) (13)

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CLAUDE ANTOINE PONTHUS-CINIER,

1812 – 1885

VENICE VEDUTA OF THE BACINO DI SAN MARCO

FROM THE RIVA DEGLI SCHIAVONI

Oil on canvas.

80 x 141 cm.

Signed “PONTHUS CINIER” lower left and dated

“1871” lower right.

In gilt frame with laurel leaf frieze.

The beautiful view shows the St Mark’s Basin from

the Riva degli Schiavoni. From this perspective, the

Basilica of Santa Maria della Salute can be seen on

the left, while the Punta della Dogana marks the entrance

to the Grand Canal. The light bathed in soft

pink hues, gradually fading into yellow and blue, together

with the play of clouds over the Salute, create

a romantic effect in which the buildings are bathed in

light and outlined in solid forms, defined by the clever

use of sharp shadows. To the right, the sky is clearing,

and the warm colouration illuminates the row of

buildings leading to the small square with the Doge's

Palace, the Biblioteca Marciana, where some boats

still have their sails raised and are partially obscuring

the view of the building. There are market scenes on

the right where the scattered figures lead along imaginary

diagonal lines. In the foreground on the right,

the pier with the passing gondola introduces the

composition in a unique and theatrical way.

The work can be considered an excellent example of

Ponthus- Cinier’s style, which is very sensitive to the

play of light and the decorative taste in the overall

context. (†)

Provenance:

French private collection.

Exhibitions:

Société des Amis des Arts de Lyon, 1872, no. 461.

€ 95.000 - € 150.000

Sistrix

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195


GIOVANNI GRUBACS

1829 – 1919

749

GIOVANNI GRUBACS,

1829 – 1919

Mit Giovanni Grubacs entwickelte sich die Vedutenmalerei

in Venedig fort, welche bereits Jahrhunderte

vorher begann. Grubacs hatte sich auf gemalte Ansichten

Venedigs spezialisiert und wurde dafür gefeiert.

Geprägt wurde er vor allem durch Maler wie Francesco

Guardi (1712-1793) und Canaletto (1697-1768)

und übersetzte die Vedutenmalerei seiner Vorgänger

in den Geschmack des 19. Jahrhunderts.

GROSSE VENEDIGVEDUTE: BLICK AUF DOGEN-

PALAST MIT LIBRERIA UND CAMPANILE

Öl auf Leinwand.

70 x 90 cm.

Rechts unten signiert.

GIOVANNI GRUBACS,

1829 – 1919

LARGE VENICE VEDUTA: VIEW OF THE DOGE’S

PALACE WITH LIBRERIA, COLUMNS AND

CAMPANILE

Oil on canvas.

70 x 90 cm.

Signed lower right.

€ 80.000 - € 100.000

Sistrix

INFO | BIETEN

Der Maler war Sohn des Carlo Grubacs (1812/40 -

1870), der sich in Venedig wie dessen beiden Söhne

Giovanni und Marco (1839-1910) bereits als Vedutist

bekannt machte. Giovanni GrubacS hat es verstanden,

die alte Tradition der Venezianischen Vedutenmalerei

nach den Vorbildern der hervorragendsten Vertreter

dieser Gattung, wie Canaletto und Guardi, ein neues,

Aufmerksamkeit für dieses Genre weckendes Interesse

zu schaffen. Seine meist großformatigen Bilder

widmen sich thematisch den bekanntesten Ansichten

der Lagunenstadt und fassen die Leistungen der Vorbilder

in durchdachten Neudarstellungen in feindetaillierter

Malweise zusammen. In gewisser Weise ist

hier von einem Historismus der Vedutenmalerei zu

sprechen. Entsprechend akkurat sind die architektonischen

Details auch in den großen Formaten berücksichtigt.

Die Ansichten klar und imposant, in nahezu

fotografisch genauer Wiedergabe. A.R.

(1321383) (11)

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197


750

MARCO GRUBACS,

1839 – 1910

VENEDIG, CANAL GRANDE MIT SANTA MARIA

DELLA SALUTE UND BLICK AUF DIE DOGANA

Öl auf Leinwand.

68 x 107 cm.

Links unten signiert.

Im Empire-Rahmen.

Der Maler war Sohn des Carlo Grubacs (1812/40 -

1870), der sich in Venedig wie auch dessen beiden

Söhne Giovanni (1829 - 1919) und Marco bereits als

Vedutist bekannt machte. Wie sein Bruder Giovanni

hat sich auch Marco diesem Genre gewidmet, und

die Tradition der Venezianischen Vedutenmalerei nach

den Vorbildern wie Canaletto oder Guardi weitergeführt.

Im Gegensatz zu Giovanni ist in Marcos Werk

jedoch weniger die akribische Exaktheit im Detail,

dafür umso mehr die Weichheit einer barocken Stilauffassung

zu finden.

So ist der Pinselstrich locker, die Farben der Fassaden

zeigen sich eher in flimmerndem Licht. Wie bei seinem

Bruder Giovanni finden wir nicht selten das große

Format, besonders bei den Ansichten der bedeutenden

Partien Venedigs, was als imposante Erinnerungsdokumente

der Lagunenstadt große Beliebtheit erfuhr.

A.R. (1321333) (11)

MARCO GRUBACS,

1839 – 1910

VENICE, GRAND CANAL WITH SANTA MARIA

DELLA SALUTE AND VIEW OF THE DOGANA

Oil on canvas.

68 x 107 cm.

Signed lower left.

€ 13.000 - € 15.000

Sistrix

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751

ITALIENISCHER MALER DES 19. JAHRHUNDERTS

VEDUTE VON VENEDIG MIT DER PIAZZETTA

Öl auf Leinwand.

39 x 54 cm.

In vergoldetem Rahmen.

Vom ruhigen, türkis und gelblich schimmernden Canal

Grande aus der Blick auf die Piazzetta mit den zwei

bekannten Säulen und dem Dogenpalast sowie der

Biblioteca Nazionale Marciana. Zahlreiche kleine Figuren

bevölkern den Platz oder schauen von diversen

Balkonen herab. Im Hintergrund links die Punta della

Dogana und die großen Kuppeln der Kirche Santa

Maria della Salute. Besonders auffallend, dass weder

Schiffe noch Gondeln auf dem Canal Grande zu erkennen

sind. Malerei unter hohem blau-grauem Himmel

in diffusem Licht bei zurückhaltender Farbgebung.

Kleine Retuschen. (1321332) (18)

ITALIAN SCHOOL, 19TH CENTURY

VEDUTA OF VENICE WITH PIAZZETTA

Oil on canvas.

39 x 54 cm.

€ 13.000 - € 15.000

Sistrix

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199


752

PIETER VAN LOON,

1801 – 1873

DIE MARINELLA-KÜSTE IN NAPOLI

Öl auf Leinwand.

61 x 93 cm.

Auf einem am Boden liegenden Ruder bezeichnet

„Strada della porta Capua a Napoli“ und datiert

„(18)45“.

Rechts unten signiert und ortsbezeichnet "Napoli".

Mit hoher Häuserzeile links am Ufer, rechs hinten der

rauchende Vesuv, im Vordergrund ans Ufer gezogene

Fischerboote. (†)

Literatur:

Das Gemälde ist beschrieben und abgebildet in:

Massimo Riccardi, Paesaggisti stranieri in Campania

nell'Ottocento, Abb. S. 148 mit Angabe der Provenienz

„Privatsammlung Como“. (1322007) (10)

PIETER VAN LOON,

1801 – 1873

THE MARINELLA COAST IN NAPLES

Oil on canvas.

61 x 93 cm.

Inscribed “Strada della porta Capua a Napoli” and

dated “(18)45” on a rudder lying on the ground.

Signed and place name “Napoli” lower right.

A tall row of houses on the left side of the shore with

fishing boats pulled to the shore in the foreground.

Smoking mount Vesuvius in the background on the

right. (†)

Literature:

The painting is described and pictured in: M. Riccardi,

Paesaggisti stranieri in Campania nell’Ottocento, ill.

p. 148 with provenance reference “Private Collection,

Como”.

€ 45.000 - € 60.000

Sistrix

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753

FRANS VERVLOET,

1795 MECHELEN – 1872 VENEDIG

ANSICHT VON VENEDIG

Öl auf Holz.

30 x 25 cm.

Rechts unten signiert und datiert „F. Vervloet Venezia

1855“.

Durch einen hohen Arkadenbogen fällt der Blick auf

die gut besuchte Piazetta mit dem Dogenpalast und

weiteren Gebäuden entlang des Canal Grande. Im

Hintergrund geht langsam die Sonne hinter einer

großen Wolkenformation unter; ihre letzten Sonnenstrahlen

beleuchten harmonisch die Stadtansicht von

Venedig und das Wasser, auf dem zahlreiche Boote

und Gondeln schippern. Im Vordergrund einige Händler

beim Tragen von Paketen und Körben sowie eine

Frau mit rotem Kopftuch und einem Hund, die unter

dem Bogen sitzt, der zur Biblioteca Marciana gehört.

Stimmungsvolle Wiedergabe mit gekonnter Lichtführung.

(12821041) (18)

FRANS VERVLOET,

1795 MECHELEN – 1872 VENICE

VIEW OF VENICE

Oil on panel.

30 x 25 cm.

Signed and dated “F. Vervloet Venezia 1855” lower

right.

Archway belonging to the Biblioteca Marciana. Atmospheric

painting with masterful direction of light.

€ 22.000 - € 30.000

Sistrix

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201


754

HERMANN SALOMON CORRODI,

1844 FRASCATI – 1905 ROM

Der Künstler arbeitete zusammen mit seinem Bruder

Arnoldo in Rom, Paris, England und Venedig. Zahlreiche

Werke gelangten in englischen Adelsbesitz,

1900 nahm der Künstler an der Weltausstellung in

Paris teil.

BLICK ÜBER DEN TIBER AUF DIE ENGELSBURG

Öl auf Leinwand.

43 x 83 cm.

Links unten signiert und ortsbezeichnet „H. Corrodi

Roma“ (übergangen oder später).

In vergoldetem gekehltem Rahmen.

HERMANN SALOMON CORRODI,

1844 FRASCATI – 1905 ROME

VIEW ACROSS THE TIBER TOWARDS CASTEL

SANT’ANGELO

Oil on canvas.

43 x 83 cm.

Signed with place name “H. Corrodi Romea” lower

left (retouched or later).

€ 30.000 - € 50.000

Sistrix

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Corrodi, der zwar in Genf studierte und seinen Abschluss

in Paris machte, wirkte vorwiegend in seiner

Heimat. Zahlreiche stimmungsvolle Romansichten von

ihm sind uns überliefert, wie diese ruhige Abendstimmung,

welche die Schatten der Engelsbrücke sich auf

dem Tiber brechen lässt, während sich die Stadtsilhouette

vor dem changierenden Himmel mit seinen

flachen Wolkenbändern absetzt. (12901448) (13)

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203


755

JOHANN GEORG GMELIN,

1810 ROM – 1854

MALERISCHE ANSICHT DER BUCHT VON NEAPEL

Öl auf Leinwand.

71 x 98 cm.

Rechts unten auf Stein signiert und datiert „G Gmelin

1851“.

In vergoldetem Rahmen.

Von erhöhtem Standpunkt Blick über den Golf von

Neapel im romantischen Licht der untergehenden

Sonne. Im Vordergrund das breite, teils verschattete

Ufer mit zahlreichen Figuren, darunter einige Fischer,

die ihre Netze aus dem Wasser einholen und bereits

mehrere auf Holzgestellen aufgespannt haben; dahinter

im Wasser ein ankerndes Segelboot. Linksseitig

eine rastende Familie in einem durch die Sonne erhelltem

Uferstück und in der linken Bildecke einige

stilllebenhaft präsentierte Objekte, zu denen zwei Holzfässer

und mehrere Keramiken gehören. Im Hintergrund

die Stadt Neapel mit der auf dem Vomero­

Hügel liegenden Festung Sant´Elmo und dem darunter

liegenden Klosterkomplex San Martino mit Kirche. Im

optischen Mittelpunkt des Gemäldes jedoch der Vesuv,

dessen Rauch in den hohen türkisblau schimmernden

Himmel steigt. Qualitätvolle, stimmungsvolle Malerei

in der typischen Manier des Künstlers. Teils Retuschen.

Anmerkung:

Der Künstler wurde als Sohn des Zeichners und

Kupferstechers Wilhelm Georg Gmelin geboren. Zur

Ausbildung ging er mit 14 Jahren nach Wiesbaden

und Karlsruhe. Nach seiner Rückkehr nach Rom waren

seine Veduten vor allem bei Italienreisenden sehr

begehrt. Zu seinen Auftraggebern zählte u.a. der Zar

von Russland. (12901449) (18)

JOHANN GEORG GMELIN,

1810 ROME – 1854

PICTURESQUE VIEW OF THE BAY OF NAPLES

Oil on canvas.

71 x 98 cm.

Signed and dated “G Gmelin 1851” on stone lower

right.

€ 30.000 - € 50.000

Sistrix

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756

SILVESTR SHCHEDRIN,

AUCH „SILVESTER SCHEDRIN“,

1791 MOSKAU – 1830 EBENDA

POSILLIPO VOM STRAND VON SERMONETA AUS,

UM 1825

Öl auf Leinwand.

40 x 60 cm.

Rechts unten signiert „Sil. Schedrin.“.

In vergoldetem Originalrahmen.

Blick vom Uferstrand über das ruhige Wasser auf die

malerisch gelegenen Häuser von Posillipo, teils mit

Balkonen, sowie einem hinter einer Mauer liegendem

Garten mit Palmen und Zypressen, unter hohem hellblauem

Himmel im sommerlich hellem, diffusen Licht

eines späten Nachmittags. Dahinter ein hochziehendes,

bewachsenes Gebirge. Eine große Wäscheleine

nimmt fast die Hälfte der rechten Uferseite ein. Im

Vordergrund am Strand einige Männer und Frauen im

Gespräch sowie am rechten Rand zwei am Ufer liegende

große Boote. Weitere sind auf dem schimmernden

Wasser zu finden sowie ein angelnder Junge auf einem

größeren Stein am Uferrand. Stimmungsvolle

harmonische Malerei in der typischen Manier des

Malers. Minim. rest., Craquelé, vereinzelt Kratzspuren.

SYLVESTER SHCHEDRIN,

ALSO KNOWN AS “SILVESTER SCHEDRIN”,

1791 MOSCOW – 1830 IBID.

POSILLIPO FROM THE BEACH OF SERMONETA,

CA. 1825

Oil on canvas.

40 x 60 cm.

Signed “Sil. Schedrin.” lower right.

Provenance:

From important private collection, France and Italy.

€ 35.000 - € 55.000

Sistrix

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Provenienz:

Aus bedeutender Privatsammlung, Frankreich und

Italien. (1321961) (18)

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205


757

CHARLES HENRI JOSEPH LEICKERT,

1816 BRÜSSEL – 1907 MAINZ

Der Maler zählt neben seinen Lehrern Andreas Schelfhout

(1787-1870), Wijnand Jan Joseph Nuyen (1813-

1839) oder Bartholomäus van Hove (1850-1914) zu den

bekanntesten Landschaftsmalern Hollands im 19. Jahrhundert.

Seine Küstenansichten, Straßenveduten oder

Flusslandschaften, nicht selten mit Windmühlen, und

reicher Figurenstaffage haben ihn weit über sein Wirkungsgebiet

hinaus bekannt gemacht. Seine Feinmalerei

gibt den Bildgegenstand jeweils minutiös wieder,

was gerade im heutigen zeitlichen Abstand zur Entstehung

der Gemälde als bedeutende Dokumentation

gewürdigt werden muss. Neben seinen bekannten

holländischen Winterlandschaften finden sich nicht wenig

authentische Stadtansichten seiner Heimat, aber

vor allem auch der Niederlande. In Den Haag lebte und

arbeitete er in den Jahren 1841 und 1848, um danach

seinen langen Aufenthalt von 1849 bis 1883 zu nehmen.

1856 wurde er mit der Mitgliedschaft der Königlichen

Akademie von Amsterdam geehrt. In der Folge

bereiste er Frankreich, Deutschland und Italien.

FLUSSLANDSCHAFT MIT STADT BEI ABENDLICHT

Öl auf Leinwand. Doubliert.

38 x 54,2 cm.

Rechts unten signiert und datiert.

Das brillant leuchtende und fein gemalte Gemälde

zeigt eine Uferlandschaft mit Booten, Schiffen, ein Gebäude

im Vordergrund sowie einigen Personen im

Boot und auf einem Wanderweg. In der Ferne, in das

zarte Rosé des Abends getaucht, erhebt sich die

Silhouette einer Stadt mit zwei charakteristischen

Gebäuden, einer Kirche und einem Turm direkt am

Wasser. Zusammen mit den zart leuchtenden Wolken

am Himmel vereinen die Bildbestandteile die charakteristischen

Elemente der Werke von Charles Leickert.

(†) (12821026) (11)

CHARLES HENRI JOSEPH LEICKERT,

1816 BRUSSELS – 1907 MAINZ

RIVER LANDSAPE WITH CITY AT SUNSET

Oil on canvas. Relined.

38 x 54.2 cm.

Signed and dated lower right. (†)

€ 25.000 - € 40.000

Sistrix

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758

ÉDOUARD BERNARD SWEBACH,

1800 – 1870, ZUG.

GROSSE LANDSCHAFT MIT REITERN

Öl auf Leinwand.

248 x 180 cm.

In schmaler Profilleiste gerahmt.

In warmem mediterranen Licht der aufgehenden

Sonne wird eine Waldlichtung erhellt. Dahinter öffnet

sich ein tiefer liegendes hügeliges Tal, das noch ganz

vom Dunst der Nacht erfüllt ist. Es sind uns von

Swebach vorwiegend Landschaften mit Jagden oder

Jagdtieren bekannt. Er war zunächst an der Pariser

Akademie und bereiste 1818 – 1820 Russland. 1822,

1824, 1835 und 1838 nahm er an Ausstellungen in

Paris Teil. Neben seinem malerischen Œuvre ist auch

sein Druckgrafisches Werk von Bedeutung, in dessen

Zentrum ebenso wie in den Gemälden das Pferd steht,

das er stets anatomisch genau wiederzugeben versteht.

Rest. (1320885) (1) (13)

ÉDOUARD BERNARD SWEBACH,

1800 – 1870, ATTRIBUTED

VAST LANDSCAPE WITH RIDERS

Oil on canvas.

248 x 180 cm.

€ 30.000 - € 40.000

Sistrix

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207


759

PETRUS VAN SCHENDEL,

1806 TERHEIJDEN/ BRABANT – 1870 BRÜSSEL

DIENSTMÄDCHEN AN EINEM GEFLÜGELSTAND

Öl auf Holz.

39,5 x 32,7 cm.

Auf einem nächtlichen städtischen Marktplatz bieten

einige Händler ihre Ware an. Im Vordergrund stehend

eine junge Frau mit einem kupfernen Korb in ihrer

rechten Armbeuge, vor einem überdachten Verkaufsstand,

an dem an einem Seil, an einer Stange befestigt,

ein Huhn herabhängt sowie am rechten Bildrand ein

aufgehängter Hase. Auf dem Tisch selbst weiteres

Geflügel, eine brennende, leicht flackernde Kerze, die

den Stand und auch das feine weiche Gesicht und die

Arme der jungen Frau beleuchtet. Hinter der Kerze

zudem ein großer geflochtener Korb zum Transport

von Geflügel. Mit ihrem feinen Gesicht, den geröteten

Wangen und den glänzenden Augen schaut die Dargestellte

interessiert aus dem Bild heraus. Im dunklen

Hintergrund, nur schemenhaft erkennbar, weitere Gebäude,

aus deren Fenster teils weiches gelbliches

Licht fällt. Am linken Rand, hinter der jungen Frau, die

Gesichter zweier Männer erkennbar. Malerei in der

für den Künstler typischen qualitätvollen feinen Malweise,

bei zurückhaltender Farbgebung mit bravourös

gekonnter Hell-Dunkel-Inszenierung. Minimale Retuschen.

Provenienz:

Privatsammlung Deutschland.

Literatur:

M.A. Kostyrja, The life and work of the artist Petrus

van Schendel 1806-1870, Sankt Petersburg 2018,

Abb. S. 88. (1321443) (18)

PETRUS VAN SCHENDEL,

1806 TERHEIJDEN/ BRABANT – 1870 BRUSSELS

MAID AT A POULTRY STALL

Oil on panel.

39.5 x 32.7 cm.

Provenance:

German private collection.

Literature:

M. A. Kostyrja, The life and work of the artist Petrus

van Schendel 1806 – 1880, Saint Petersburg 2018,

ill. p. 88

€ 18.000 - € 25.000

Sistrix

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760

PETRUS VAN SCHENDEL,

1806 BREDA – 1870 BRÜSSEL

DER LIEBESBRIEF

Öl auf Holz.

63,2 x 47 cm.

Rechts unten signiert und datiert „1840“.

Verso auf der Malplatte mehrerem Ausstellungsaufkleber,

wie Etikett der Galerie Guillaume Campo in Antwerpen,

ferner Aufkleber „Hizkia van Kralingen“ mit

Bezeichnung „Musée Villa Vauban“ einer Petrus van

Schendel-Ausstellung mit entsprechenden Inventarnummerierungen,

weiterhin Aufkleber der Schendel-

Austellung „Breda´s Museuum“, November 2012 –

Februar 2013.

Van Schendel war ab 1834 Mitglied der Royal Academy

of Fine Arts in Amsterdam. Er ist berühmt für

seine Genrebilder in Kerzenbeleuchtung. Das vorliegende

Gemälde ist als eines der hervorragenden Beispiele

von Schendels Kunst anzusehen, Genreszenen

im Kerzenlicht oder wie hier im Licht einer Spirituslampe

wiederzugeben.

Dargestellt ist ein Mädchen, das in weißem Seidenkleid

mit rosafarbenen Schleifen an einen Tisch gelehnt

sitzt und in einen Brief, wohl Liebesbrief, vertieft

ist, den sie in der linken Hand hält. Hinter ihrem

Rücken steht ein weiteres Mädchen, möglicherweise

Schwester oder Freundin, die durch den Spiegel versucht,

den Inhalt des Briefes zu erkunden. Beide

Mädchen äußerst anmutig wiedergegeben. Besonderer

Reiz liegt darin, dass das Mädchen im Hintergrund

sowohl vom Profil, als auch in der Spiegelfläche en

face zu sehen ist. Die Beleuchtung erfolgt durch eine

am Tisch stehende Spirituslampe, deren Schirm abgenommen

daneben auf der Tischfläche liegt. Dahinter

der Biedermeier-Toilettekasten mit dem halbrund geschlossenen

Spiegel. Im Halbdunkel des Innenraums

ist an der Tapetenrückwand ein Halbschrank zu sehen,

darauf ein Paar chinesische Vasen, ein weiteres chinesisches

Väschen links am Bildrand auf dem Tisch hinter

einem grünen Vorhang, der mit goldener Kordel

nach links zurückgebunden ist. Im Vordergrund vor

dem dunklen Schatten des Tisches ein Wäschekorb,

gefüllt mit roten und grünen Stoffen. Die Hauptfigur,

im Bild von links beleuchtet, ist entsprechend dem

Flammenlicht in Sfumato wiedergegeben. Das Thema

einer belauschten Brieflektüre findet sich in der Kunstgeschichte

in dieser Zeit mehrfach, zuerst wohl in der

französischen Malerei, dann alsbald in der gesamten

europäischen Biedermeier-Malerei. (†)

(12901414) (11)

PETRUS VAN SCHENDEL,

1806 BREDA – 1870 BRUSSELS

THE LOVE LETTER

Oil on panel.

63.2 x 47 cm.

Signed and dated “1840” lower right.

Several adhesive labels of exhibitions on the reverse

of the panel, such as label of the Guillaume Campo

Gallery in Antwerp, “Hizkia van Kralingen” with inscription

“Musée Villa Vauban” of a Petrus van

Schendel exhibition with respective inventory numbers.

Furthermore labels of a Schendel exhibition

“Breda´s Museum”, November 2012 - February

2013. (†)

€ 70.000 - € 100.000

Sistrix

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761

JAN VAN OS,

1744 MIDDELHARNIS – 1808 DEN HAAG

GROSSES STILLLEBEN MIT BLUMEN, FRÜCHTEN

UND EINEM VOGELNEST

Öl auf Leinwand. Doubliert.

84,1 x 65,3 cm.

Links unten signiert „J. van. Os. fecit“.

In dekorativem Rahmen.

Vor landschaftlichem grünem Hintergrund, der rechtsseitig

den Blick auf den hohen Himmel frei gibt, eine

beige Vase mit ovalem Medaillon, auf einer Platte aus

Marmor stehend. Darin ein prachtvolles Gebinde aus

Blumen und Obst, dazu gehören rosafarbene und gelbe

Rosen, gelb-rote Narzissen, leuchtend roter Klatschmohn

sowie eine dunkelrote Stockrose, ein kleiner

Zweig mit Pflaumen sowie ein Ast mit dunklen Weintraubenrispen.

Rechts der Vase stehend ein Korb mit

Früchten, darunter Weintrauben, Pfirsiche, Äpfel und

eine Feige. Links vor der Vase liegend helle Weintraubenrispen,

ein Maiskolben, zwei rötliche Pflaumen,

eine nach rechts ragende Ananas und schließlich ein

kleines gefülltes Vogelnest. Rechtsseitig im Korb zudem

ein großer Kürbis. Belebt wird das Bild zusätzlich

durch eine große Fliege, die auf dem Vasenkorpus

sitzt, sowie eine kleine weitere auf einem orange

leuchtenden Pfirsich im daneben stehenden geflochtenen

Korb. Qualitätvolle feine Malerei in harmonischer

Farbgebung. Vereinzelt Retuschen.

Provenienz:

Privatsammlung Belgien.

Anmerkung:

Der niederländische Maler wurde durch seine Stillleben

mit Blumen und Früchten im Stil von Jan van

Huysum (1682-1749) bekannt, mit denen er sich international

einen Namen machte. Auf diesen Werken

finden sich mehrfach auch eine liegende Ananas und

ein Vogelnest wieder. (1321459) (18)

JAN VAN OS,

1744 MIDDELHARNIS – 1808 THE HAGUE

LARGE STILL LIFE WITH FLOWERS, FRUIT,

AND BIRD’S NEST

Oil on canvas. Relined.

84.1 x 65.3 cm.

Signed “J. van. Os. Fecit” lower left.

Provenance:

Private collection Belgium.

€ 35.000 - € 50.000

Sistrix

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JEAN-LÉON GÉROME

1824 – 1904

762

JEAN-LÉON GÉROME,

1824 – 1904

LA JOUEUSE DE BOULES, 1902

52,9 x 25 x 16 cm.

Signiert ‚J.L. Gérome“. Der Guss von 1902-1905.

Auf gekehltem achteckigem Onyxsockel, schauseitig

signiert, auf der rechten Seite mit Gießerstempel

„Siot Decauville Fondeur Paris“.

JEAN-LÉON GÉROME,

1824 – 1904

LA JOUEUSE DE BOULES, 1902

52.9 x 25 x 16 cm.

Signed “J.L. Gérome”. Casting dating to 1902-1905.

On a fluted octagonal onyx base. signed on the front,

with the founder´s stamp “Siot Decauville Fondeur

Paris” on the side.

Bronze, gegossen, vergoldet. Zwischen Maskarons,

von denen zwei eine Kugel im Mund liegen haben,

eine stehende nackte Frau mit verschränkten Armen,

wobei eine Hand eine Kugel beinhaltet, die wohlmöglich

für das dritte Maskaron vorgesehen ist und somit

der Figur eine zeitliche Dimension gibt.

(1320393) (13)

Bronze; cast and gilt.

€ 16.000 - € 20.000

Sistrix

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zum Größenvergleich

Detailabbildung

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763

ANTONIETTA BRANDEIS,

1849 MISCOCON, GALIZIEN – 1910 VENEDIG

Antonietta Brandeis studierte in Prag und ab 1867 als

erste Frau an der Akademie in Venedig bei Michelangelo

Grigoletti. Sie blieb in Italien wohnen und

malte überwiegend Veduten verschiedener italienischer

Städte.

PAAR ANSICHTEN VON VENEDIG

Jeweils Öl auf Holz.

Je ca. 13 x 23 cm

Jeweils links unten signiert „ABrandeis“.

Jeweils in vergoldeten Prunkrahmen.

Das erste Gemälde zeigt von erhöhtem Standpunkt

den Blick über die von der Sonne beschienene Piazetta

mit dem prächtigen Dogenpalast auf der linken Seite

und der rechts verschattet liegenden Bibliotheca Nazionale

Marciana, die teils Schatten auf den Platz wirft.

In der Mitte der Platz mit mehreren Staffagefiguren

und den Säulen des Hl. Theodor und dem Markuslöwen

vor dem Canal Grande. Auf dem zweiten Gemälde

die Punta della Dogana, die sich an der Spitze

der Insel Dorsoduro befindet. Gut erkennbar der

Turm, an dessen Spitze die Skulptur der Erdkugel

steht. Dahinter die Kirche Santa Maria della Salute

mit ihrer mächtigen Kuppel. An der Anlage selbst haben

– auf dem ruhigen Wasser des Canal Grande mit

zahlreichen Spiegelungen – einige wenige Boote angelegt.

Harmonische Malerei in weicher Farbgebung

unter hohem, sommerlich hellblauem Himmel, in der

typischen Manier des Künstlers. (1320291) (18)

ANTONIETTA BRANDEIS,

1849 MISCOCON, GALICIA – 1910 VENICE

A PAIR OF VISTAS OF VENICE

Both oil on panel.

Ca. 13 x 23 cm each.

Each signed “ABrandeis” lower left.

€ 10.000 - € 15.000

Sistrix

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764

CHARLES-LOUIS BAZIN,

1802 – 1859

PORTRAIT EINER ODALISKE

Öl auf Leinwand. Doubliert.

129 x 97 cm.

Rechts unten signiert „Ch. Bazin“.

In stark plastisch verziertem Rahmen.

Beigegeben ein die Authentizität des vorliegenden

Werkes bestätigender Schriftverkehr des Einlieferers

mit Noé Willer.

Auf einer Chaiselongue in komplizierter Drehung die

Darstellung einer Odaliske neben einem Tisch mit japanischer

Vase in Imarifarben, Schmuck und Saliere.

Minimal besch. (1290275) (13)

CHARLES-LOUIS BAZIN,

1802 – 1859

PORTRAIT OF ODALISQUE

Oil on canvas. Relined.

129 x 97 cm.

Signed lower right “Ch. Bazin”.

Accompanied by the correspondence between the

consignor and Noé Willer confirming the authenticity

of the present work.

€ 12.000 - € 15.000

Sistrix

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765

BRITISCHE SCHULE DES 19. JAHRHUNDERTS

NACH FRANZ XAVER WINTERHALTER

PORTRAIT DER JUNGEN QUEEN VICTORIA

Öl auf Leinwand.

129 x 97 cm.

In dekorativem Rahmen.

In bewaldeter Landschaft vor abendlichem Himmel,

die im unteren Bildteil die letzten gelb-rötlichen

Strahlen der untergehenden Sonne aufweist, das Dreiviertelportrait

der Monarchin nach links. Sie trägt ein

edles helles Seidendamastkleid mit weitem Dekolleté,

das zudem mit Spitze verziert ist, eine dunkelblaue

Schärpe über ihrer linken Schulter, einen Orden

und eine dünne Goldkette mit Anhänger um ihren

Hals. Ihre Arme hat sie leicht überkreuzt und hält in

ihrer Hand, mit goldenem Ehering am Finger, eine

rote und eine weiße Rose nach unten. Der Ring

dient hier als Verweis auf ihre 1840 geschlossene

Ehe mit Albert von Sachsen-Coburg und Gotha. In Ihrem

wohlfrisierten Haar mit Mittelscheitel ist auf

dem Hinterkopf ihre Krone in die Haare eingearbeitet.

Sie hat ein zartes feines Inkarnat, vollere gerötete

Wangen, einen leicht geöffneten roten Mund und mit

ihren glänzenden blauen Augen blickt sie voller Anmut

und Würde aus dem Bild heraus. Repräsentative,

einfühlsame Darstellung der jungen Queen Victoria.

Teils Retuschen.

Anmerkung:

Das Originalgemälde von Franz Xaver Winterhalter

(1805- 1873) stammt aus dem Jahr 1842, und befindet

sich heute im Schloss von Versailles. 1842 fertigte

der Künstler ebenfalls das Portrait von Albert von

Sachsen-Coburg und Gotha an.

Die beiden Rosen dürften eine Anspielung auf die

weiße Rose des Hauses York und die rote Rose des

Hauses Lancaster sein. (1320432) (1) (18)

€ 7.000 - € 10.000

766

MAXIMILIAN ALBERT HAUSCHILD,

1810 DRESDEN – 1895 NEAPEL

DER DOM ZU REGENSBURG

Öl auf Leinwand.

51,5 x 42 cm.

Verso auf Leinwand bezeichnet und datiert

„Hauschild p. 1883.“.

In vergoldetem Prunkrahmen.

Im sommerlichen Licht bei blauem Himmel mit strahlenden

großen weißen Wolken der prachtvolle Regensburger

Dom, einer der bedeutendsten gothischen

Kathedralen in Deutschland. Auf dem großen Kirchplatz

davor zahlreiche Figuren in biedermeierlicher

Kleidung der Zeit, teils mit ihren Hunden, teils mit Pferden

unterwegs. Rechtsseitig weitere alte Gebäude

der Stadt. Der Platz malerisch von rechts von der Sonne

beschienen, die teils Schatten wirft. Qualitätvolle,

feine Malerei bei der insbesondere die Kirchenfassade

hervorgehoben wird. Teils rest., kleine Retuschen.

(1321086) (18)

€ 3.000 - € 5.000

Sistrix

Sistrix

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767

RUSSISCHE SCHULE UM 1800

PORTRAIT EINES ELEGANTEN MÄDCHENS

Öl auf Leinwand.

63,5 x 52 cm.

In vergoldetem dekorativem Rahmen.

Vor hellbraunem Hintergrund das Halbportrait eines

Mädchens nach rechts in weißem Empire-Kleid mit

Spitzenbesatz, rotem Gürtel sowie rotem Umhang,

der ihre linke Schulter bedeckt. Sie hat hochgestecktes

geflochtenes Haar mit einem Golddiadem, und

einige Schillerlocken bedecken ihre Stirn sowie die

Stirnseiten. Sie hat ein feines, leicht gerötetes Gesicht,

einen rötlichen Mund und mit ihren glänzenden

braunen Augen schaut sie liebevoll aus dem Bild heraus.

Feines charakterisierendes Portrait. Minimal rest.,

im Bereich des roten Schals kleine Retuschen.

(1301401) (18)

€ 2.500 - € 4.000

Sistrix

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768

THOMAS LAWRENCE,

1769 BRISTOL – 1830 LONDON,

WERKSTATT/ KREIS DES

PORTRAIT EINES GENTLEMAN

Öl auf Leinwand.

76 x 64 cm.

Halbportrait eines vornehmen Herren, der in einem

Innenraum in einem Sessel vor einem zur linken Seite

gerafften roten Vorhang mit goldenen Fransen sitzt.

Er trägt einen schwarzen, zweireihig geknöpften Gehrock,

darunter eine graue Weste und ein weißes

Hemd mit Stehkragen. Seinen linken Ellenbogen hat

er auf die Sessellehne abgestützt, sodass seine

schmale Hand im Vordergrund sichtbar ist. Er hat ein

feines weiches Gesicht, eine große Nase und mit seinen

braunen glänzenden Augen schaut er aufmerksam

aus dem Gemälde heraus. Würdevolle, repräsentative

Darstellung in harmonischer Farbgebung. Verso

Unterlegungen, kleine Retuschen. (1321021) (18)

THOMAS LAWRENCE,

1769 BRISTOL – 1830 LONDON,

WORKSHOP/ CIRCLE OF

PORTRAIT OF A GENTLEMAN

Oil on canvas.

76 x 64 cm.

€ 15.000 - € 20.000

Sistrix

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221


BAREND CORNELIS

KOEKKOEK

1803 Middelburg – 1862 Kleve

769

BAREND CORNELIS KOEKKOEK,

1803 MIDDELBURG – 1862 KLEVE

Der Künstler war ein niederländischer Landschaftsmaler,

der 1834 nach Kleve kam. 1841 gründete er dort

eine Zeichenakademie. Das Wirken Koekkoeks und

seiner Schüler begründete die Klever Romantik. Er

war Mitglied der Königlichen Akademie der bildenden

Künste in Amsterdam und wurde mehrfach mit Medaillen

und Orden ausgezeichnet.

WINTERLANDSCHAFT MIT PFERDESCHLITTEN

AUF DEM EIS

Öl auf Leinwand. Doubliert.

43,5 x 59 cm.

Rechts unten signiert und datiert

„B. C. Koekkoek f 1824“.

In Prunkrahmen.

Unter hohem Himmel mit großen Wolkenformationen,

im rötlich-orangen Licht der untergehenden Sonne,

ein zugefrorener Fluss mit mehreren Figuren. Im Zentrum

ein stehender Pferdeschlitten, der gesammeltes

Holz und Reisig beinhaltet. Zwei Männer und ein

Junge sind gerade beim Entladen des Holzes.

Rechtsseitig fährt ein Schlitten mit zwei Figuren an

ihnen vorbei, während am linken Uferrand ein Mann

dabei ist Holz zu zerhacken. Im Hintergrund am Ufer

zwischen den hohen, malerisch in den Himmel ragenden

kahlen Eichenbäumen ein Gehöft mit einer davor

stehenden Frau. In der Bildmitte ist zudem im Hintergrund

ein Schlittschuhläufer und die Silhouette einer

Windmühle zu erkennen. Stimmungsvolle harmonische

Malerei mit gekonnter Lichtführung.

BAREND CORNELIS KOEKKOEK,

1803 MIDDELBURG - 1862 KLEVE

WINTER LANDSCAPE WITH HORSE-DRAWN

SLEIGH ON THE ICE

Oil on canvas. Relined.

43.5 x 59 cm.

Signed and dated “B. C. Koekkoek f 1824” lower

right.

Provenance:

Sotheby’s Amsterdam, 15 December 2019, lot 23.

Note:

Authenticity of the painting formerly confirmed by

Guido de Wird.

€ 25.000 - € 30.000

Sistrix

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Provenienz:

Sotheby‘s Amsterdam, 15. Dezember 2019, Lot 23.

Anmerkung:

Authentizität vormals bestätigt durch Guido de Wird.

(1321453) (18)

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ANDREAS SCHELFHOUT

1787 Den Haag – 1870

770

ANDREAS SCHELFHOUT,

1787 DEN HAAG – 1870

WINTERLANDSCHAFT MIT ZUGEFRORENEM

FLUSSLAUF UND FIGUREN

Öl auf Holz.

53,2 x 71 cm.

Links unten signiert „A. Schelfhout f.“.

In Prunkrahmen.

Unter hohem Himmel mit großen, grau-weißen Wolken,

eine verschneite Landschaft mit einem zugefrorenen

Fluss, der sich vom breiten Vordergrund in den

Hintergrund zum Horizont schlängelt. In der Mitte am

Ufer versuchen zwei Männer ein Weinfass in einem

Schlitten mit Hund zu transportieren, während ein weiterer

sich Schlittschuhe anzieht und auf einen Schlittschuhläufer

mit einem Bündel Reisig blickt. Linksseitig,

umgeben von hohen kahlen Eichenbäumen auf

sonnenbestrahlten, Schnee bedecktem Boden, zwei

alte, mit Reet gedeckte Häuser. Stimmungsvolle Malerei,

die Atmosphäre eines sonnigen Wintertages

vermittelnd. Das Gemälde wohl um 1815-1820 entstanden.

Teils rest.

Provenienz:

Sotheby‘s, Amsterdam, 24. April 2006, Lot 149.

Kunsthandel Rococo, Gulpen.

Niederländische Privatsammlung. (1321456) (18)

ANDREAS SCHELFHOUT,

1787 THE HAGUE – 1870

WINTER LANDSCAPE WITH FROZEN RIVER AND

FIGURES

Oil on panel.

53.2 x 71 cm.

Signed “A. Schelfhout f.” lower left.

Provenance:

Sotheby’s, Amsterdam, 24 April 2006, lot 149

Kunsthandel Rococo, Gulpen.

Dutch private collection.

€ 30.000 - € 50.000

Sistrix

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771

ITALIENISCHER MALER DES 19. JAHRHUNDERTS

DER CANAL GRANDE IN VENEDIG

Öl auf Leinwand.

61 x 92 cm.

Rechts unten undeutlich signiert.

Vom Canale Grande aus Blick auf die Punta della

Dogana und die dahinter liegende Kirche Santa Maria

della Salute mit ihren großen weißen Kuppeln. Jeweils

links und rechts am Ufer zahlreiche Boote mit

Segeln und einige Gondeln. Auf dem Ufer selbst zahlreiche

Figuren erkennbar. Wiedergabe in diffusem

Licht mit sommerlich blauem Himmel mit weißen

Wolken und gelblichem Horizont, der sich im ruhigen

Wasser widerspiegelt. Stimmungsvolle Malerei in

weicher Farbgebung in raschem Pinselduktus. Minimale

Retuschen, teils Rahmenschäden.

(1321033) (18)

€ 5.000 - € 6.000

Sistrix

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772

ITALIENISCHER MALER DES 19. JAHRHUNDERTS

PSEUDO-SENECA

Kohle und Tusche auf Papier.

Sichtmaß: 29 x 22,5 cm.

Im textilen Passepartout, hinter Glas in blattvergoldetem

Rahmen.

Der Pseudo-Seneca ist eine römische Bronzebüste

aus dem späten 1. Jahrhundert v. Chr., die 1754 in der

Papyrusvilla in Herculaneum entdeckt wurde und das

schönste Beispiel von etwa zwei Dutzend Exemplaren

ist, die dasselbe Gesicht darstellen. Ursprünglich

glaubte man, dass es Seneca den Jüngeren, den

bedeutenden römischen Philosophen, darstellte, da

seine abgemagerten Gesichtszüge seine stoische

Philosophie widerspiegeln sollten. Moderne Gelehrte

sind sich jedoch einig, dass es sich wahrscheinlich

um ein fiktives Portrait handelt, das entweder für

Hesiod oder Aristophanes bestimmt war. Man geht

davon aus, dass das Original eine verlorene griechische

Bronze aus der Zeit um 200 v. Chr. war. Die

Büste wird im Museo Archeologico Nazionale in

Neapel aufbewahrt und diente dem Künstler unserer

fein aufgefassten ausdrucksvollen Zeichnung als Vorbild.

Zur Beschreibung nicht geöffnet.

(1300825) (13)

€ 100 - € 200

Sistrix

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773

AUGUST EDUARD SCHLIECKER,

1833 – 1911

BELEBTE STRASSE IN ANDERNACH AM RHEIN

Öl auf Leinwand.

72,5 x 62,5 cm.

Verso auf Etikett bezeichnet „Andernach am Rhein“

sowie rechts unten signiert „Aug. Schliecker“.

In kanneliertem blattverziertem Rahmen.

Belebte Szene in der historischen Altstadt von Andernach

mit dem Runden Turm im Hintergrund. Dieser

wurde im 15. Jahrhundert errichtet und diente zur

Stadtbefestigung an der Nordwestecke der mittelalterlichen

Stadtmauer. Um die Mitte des 19. Jahrhunderts

sollte im Zuge einer Mauerniederlegung der

Turm abgerissen werden, dies konnte jedoch verhindert

werden. Im Jahre 1880 wurden die an dem Turm

angebrachten Stadtwappen ausgetauscht, jedoch

nicht schräg, sondern senkrecht eingesetzt, sodass

dieses Gemälde vor 1880 entstanden sein muss.

Rahmen minimal besch.

Provenienz:

Auktion, Ketterer, 23. November 2012, Lot 227.

(1321084) (13)

€ 2.000 - € 3.000

Sistrix

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227


774

CONSTANTINOS VOLANAKIS,

1837 KRETA – 1907 PIRÄEUS

FISCHER IM KAHN IM SARONITISCHEN GOLF

Öl auf Leinwand.

51,5 x 73 cm.

Verso alter Papieraufkleber, dreizeilig griech. beschriftet,

mit Wappenstempel. Rechts unten signiert.

Beigegeben ein Echtheitszertifikat (2008, Dr. Nelly

Missirli, Eurocert).

Blick aufs offene Meer in heller Lichtstimmung, mit

hellen und grauen Wolken. Im Bildzentrum ein Fischerkahn,

besetzt mit drei Männern, von denen einer das

Ruder hält, auf dem Kopf eine rote, wohl der Landestracht

gehörigen Mütze. Rechts seitlich weitere Segler

in der Ferne vor rötlich beleuchteter Sandbank, links am

leuchtend hellen Horizont ein Mastsegler. Fliegende

Möwen beleben die ansonsten ruhige, wie lautlose

Stimmung.

Der Stil des Gemäldes verrät seine Schulung an der

Akademie in München, die er ab 1864 besuchte. Er

wurde dort Schüler des bekannten Prof. Carl Theodor

von Piloty, neben vielen weiteren griechischen Maler,

wie etwa Nikolaus Gysis, Theodoros Vryzakis oder

Georgios Iakovidis. In den folgenden Jahren nahm er

an Ausstellungen der Münchner Künstlergenossenschaft

teil. 1867 schuf er die „Seeschlacht von Lissa“,

ein Gemälde, das er gelegentlich des Wettbewerbes

der Wiener Kunstausstellung präsentiert hatte und

sogleich von Kaiser Franz Joseph erworben wurde.

1883 in seiner Heimat zurück, lehrte er bis 1903 an

der Hochschule der Bildenden Künste in Athen sowie

am Kunstzentrum in Piräus, das er gegründet hatte.

Unverkennbar ist in seinem Werk die Prägung des

Realismus der Münchner Schule, wobei seine Bildthemen

jedoch wesentlich den Eindrücken seiner Heimat

galten. Vor allem durch seine Marinebilder wurde er

alsbald – und bis heute – der „Vater der Marinemalerei“

genannt. 2008 erzielte sein Bild „Karaiskakis Landung

bei Phaliro“ auf einer Auktion nahezu zwei Millionen

Euro. A.R. (1320851) (11)

CONSTANTINOS VOLANAKIS,

1837 CRETE – 1907 PIRAEUS

FISHER IN A BARGE IN THE GULF OF SARONITE

Oil on canvas.

51.5 x 73 cm.

Verso old paper label, inscribed in three lines in Greek,

with coat-of-arms stamp. Signed lower right.

Accompanied by a certificate of authenticity (2008,

Dr Nelly Missirli, Eurocert).

20.000 - € 30.000

Sistrix

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775

ÉDOUARD CREMIEUX,

1856 – 1944

LE PORT MARSEILLE

Öl auf Leinwand.

65 x 102 cm.

Links unten signiert. Verso mit verschiedenen

Nummerierungen und Etiketten, darunter ein

Ausstellungsetikett der Stadt Mâcon mit Künstlernennung

und Betitelung.

In gold gefasstem Rahmen.

Abendliche Sommerstimmung mit der Stadtsilhouette

von Marseille, vom Wasser aus gesehen, in dunstigem

Licht mit dem Widerschein der Sonne mit sich

spiegeln den Booten in dem ruhigen Gewässer. In impressionistischer

Farbauffassung. (1321093) (1) (13)

€ 4.000 - € 6.000

Sistrix

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776

FRANCESCO GUARDI,

1712 VENEDIG – 1793 EBENDA, NACHFOLGE DES

ANSICHT VON VENEDIG

Öl auf Leinwand. Doubliert.

25 x 31,5 cm.

In dekorativem vergoldeten Rahmen.

Laut dem Experten Dario Succi, Goriza, ist das Gemälde

ein Werk eines Nachfolgers von Francesco Guardi.

Über den mit Booten und Gondeln belebten Canale

Grande fällt der Blick auf die Piazetta mit zahlreichen

Staffagefiguren, dem Dogenpalast, den beiden großen

Säulen mit dem Markuslöwen bzw. mit der San-Todaro-

Statue und auf die Biblioteca Nazionale Marciana. Im

Hintergrund links der hohe Campanile, der in den

hell blauen Himmel ragt. Am Ufer vor der Piazetta einige

ankernde Boote und Schiffe. Qualitätvolle malerische

Ansicht in lockerem leichten Pinselduktus in

weicher Farbgebung. Minim. Rest., kl. Retuschen.

Anmerkung:

Verso auf Rahmen alter Aufkleber mit Datierung vom

Juli 1929. (1321031) (18)

FRANCESCO GUARDI,

1712 VENICE – 1793 IBID., FOLLOWER OF

VEDUTA OF VENICE

Oil on canvas. Relined.

25 x 31.5 cm.

According to the expert’s report by Dario Succi, Goriza,

the painting was created by a follower of Francesco

Guardi.

€ 10.000 - € 15.000

Sistrix

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229


777

LUDOVIC ALLEAUME,

1859 ANGERS – 1941 PARIS

Alleaume studierte an der École des Beaux-Arts in

Paris bei Eugène Brunclaire. Von 1883-1938 zeigte er

seine Werke auf dem Salon des Artistes Français. Ab

1888 entstanden seine orientalisierenden Gemälde,

welchen Reisen nach Palästina vorrausgingen. Sein

Schaffen war vielfältig, so schuf er Holzschnitte, Gemälde,

Lithografien und Glasmalereien. Einige Bilder

zeigen eine präzise Konturenschärfe, während andere

verschwommen wirken.

UNTER DEM KASTANIENBAUM

Öl auf Leinwand.

46 x 55 cm.

Links unten signiert „Ludovic Alleaume“, verso auf

Keilrahmen Etikett mit Vermerk „Sous le Marronnier“

sowie weiteres Etikett mit Signatur.

In einer großen Parkanlage, unter einem weiß blühenden

Kastanienbaum, ein elegantes Paar, er in dunklem

Anzug und sie in einem langen altrosafarbenen Kleid,

zärtlich aneinander geschmiegt stehend bei einem

Kuss. Rechts im Hintergrund, umgeben von einer

runden Buchsbaumhecke, ein Podest mit einer weiblichen

nackten knienden Skulptur. Harmonische, wie

im Nebel verschwommene Darstellung in ausgewogener

zurückhaltender Farbgebung.

Provenienz:

Nachlassbesitz, Großbritannien. (1321441) (18)

LUDOVIC ALLEAUME,

1859 ANGERS – 1941 PARIS

UNDER THE CHESTNUT TREE

Oil on canvas.

46 x 55 cm.

Signed “Ludovic Alleaume” lower left, verso on strecher

label with note “Sous le Marronnier” and further

label with signature.

Provenance:

Estate, Great Britain.

€ 10.000 - € 15.000

Sistrix

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778

LUDOVIC ALLEAUME,

1859 ANGERS – 1941 PARIS

Alleaume studierte an der École des Beaux-Arts in

Paris bei Eugène Brunclaire. Von 1883-1938 zeigte er

seine Werke auf dem Salon des Artistes Français. Ab

1888 entstanden seine orientalisierenden Gemälde,

welchen Reisen nach Palästina vorrausgingen. Sein

Schaffen war vielfältig, so schuf er Holzschnitte, Gemälde,

Lithografien und Glasmalereien. Einige Bilder

zeigen eine präzise Konturenschärfe, während andere

verschwommen wirken.

PARADIS NOCTURNE – DECLARATION

Öl auf Leinwand.

46 x 55,1 cm.

Rechts unten signiert „Ludovic Alleaume“. Verso auf

Keilrahmen und Etikett betitelt.

Unter nächtlichem Sternenhimmel eine große Parkanlage,

die wohl vom Mondlicht beschienen wird. Auf

einer steinernen Bank sitzend eine junge Frau in elegantem

barockem Kleid, vor ihr in schwarzem Anzug

und weißer Perücke mit gebundenem Zopf ein eleganter

Herr, der seinen Kopf in ihren Schoß gelegt hat

und wohl gerade eine Liebeserklärung gemacht hat.

Sein Dreispitz liegt sichtbar links von ihm am Boden.

Rechtsseitig eine freie Anlage mit zwei großen steinernen

Kratervasen auf einem abgestuften Podest,

jeweils gefüllt mit prachtvollen Blumen. Harmonische

stimmungsvolle Malerei in der für den Künstler typischen,

leicht verschwommenen Manier, in zurückhaltender

Farbgebung. (1321442) (18)

€ 8.000 - € 12.000

Sistrix

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231


779

MALER DES 19. JAHRHUNDERTS

ZUGFAHRT MIT EINGESCHLAFENEM TÜRKISCHEM

HERRN

Öl auf Leinwand.

54 x 67 cm.

In dekorativem vergoldetem Rahmen.

In einem Zugabteil mit großer roter Sitzaustattung ist

ein beim Fenster sitzender, elegant gekleideter Herr

mit rotem Fes eingeschlafen und schmiegt sich dabei

an den Rücken einer jungen Frau in grauem Kostüm,

ohne es zu bemerken. Diese blickt ihn missmutig an,

während die sitzende ältere Dame rechts der beiden

mit ihrem Kneifer ungläubig und leicht empört auf den

so Schlafenden schaut. Humorige Genredarstellung

in harmonischer Farbgebung mit feinen Details. Teils

Retuschen. (1320613) (1) (18)

€ 4.000 - € 6.000

Sistrix

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780

MALER DES 19. JAHRHUNDERTS

DIE ZIGARETTE IM ZUG

Öl auf Leinwand.

54,2 x 67,1 cm.

In bronziertem Rahmen.

In einem Zugabteil, über dessen rückwärtigem Abschluss

sich neugierig zwei Jungen zeigen, sitzen

drei männliche Personen, wobei die linke Person am

Fenster eine Zigarette raucht und seine eine Hand

auf einen neben ihm stehenden Koffer legt, während

das Rauchen – heute kaum noch denkbar – von den

Mitreisenden kritisch beäugt wird. (1320614) (1) (13)

€ 4.000 - € 6.000

Sistrix

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781

KASPAR KALTENMOSER,

1806 HORB AM NECKAR – 1867 MÜNCHEN

BAUERNFAMILIE IN DER STUBE MIT KLEINKIND

Öl auf Leinwand. Doubliert.

70 x 85 cm.

Rechts unten signiert, ortsbezeichnet und datiert

„C. Kaltenmoser pinx 18 München 64“.

In dekorativem vergoldetem Rahmen.

Im Inneren einer großen bäuerlichen Stube mit Holzdecke

sitzt unterhalb des Herrgottswinkels ein kleines

Kind mit blonden Haaren und einem hellen Hemdchen

auf einer mit weißer Decke belegter Tischplatte.

Liebevoll wird es von seinen etwas größeren beiden

Geschwistern betrachtet, während die dahinter in

Tracht stehende Großmutter dem Kleinen gerade ein

Glas mit Saft einschenkt. Linksseitig vor dem teils

geöffneten Fenster sitzend die junge Mutter, die voller

Interesse ihre Kinder betrachtet. Rechtsseitig vor

einem großen, grün gekachelten hohen Ofen stehend

der Vater, ein Pfeifchen rauchend und ebenfalls seine

Kinder am Tisch aufmerksam beobachtend. Auf dem

Fußboden rechts unten ein kleiner Hund, der aus

dem Bild schaut. Lebendig komponierte Darstellung,

in harmonischer Farbgebung mit vielen feinen Details

und gekonnter Lichtführung. (1321082) (18)

€ 4.000 - € 6.000

Sistrix

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233


782

ARNOLDO CORRODI,

1846 – 1874

Der Sohn Salomon Corrodis (1810-1892), der ab 1860

in Genf u.a. im Atelier von Alexandre Calame (1810-

1864) lernte, war ab 1866 Mitglied der Kunstakademie

San Luca in Rom und machte dort u.a. Bekanntschaft

mit Arnold Böcklin (1827-1901), Hans Makart

(1840-1884) und dem spanischen Maler Mariano

Fortuny y Madrazo (1871-1949). Von diesen wurde er

hinsichtlich seiner romantischen Genregemälde stark

beeinflusst. Später reiste er nach Venedig und Paris.

Sein gesamter Nachlass wurde 1892 bei einem Brand

des Hauses seines Bruders zerstört, was die Seltenheit

seiner Werke unterstreicht.

PREDIGT IN EINEM ITALIENISCHEN DORF

Öl auf Leinwand.

90 x 130 cm.

Links unten signiert „Arnold Corrodi Rom 1868“. Auf

einer Rahmenplakette dem Künstler zugewiesen sowie

betitelt „Street preaching in Rome“.

In bronziertem lorbeerblattreliefiertem Rahmen.

ARNOLDO CORRODI,

1846 – 1874

SERMON IN AN ITALIAN VILLAGE

Oil on canvas,

90 x 130 cm.

Signed “Arnold Corrodi Rom 1868” lower left. Attributed

to the artist on a frame plaque and titeld “Street

preaching in Rome”.

€ 16.000 - € 20.000

Sistrix

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Vor einer Häusergruppe auf einer kleinen Anhöhe stehend

ein gestikulierender Priester, hinterfangen von

einem Kruzifix sowie mehreren Geistlichen. Vor ihm

eine große Anzahl von Figuren in historischem Habit,

hinterfangen von einer für Rom in dieser Zeit typischen

Architektur, ins Licht der spätnachmittäglichen

Abendsonne getaucht. (1321002) (3) (13)

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783

AUGUST RIEDEL,

1799 BAYREUTH – 1883 ROM, ZUG.

NEAPOLITANISCHE FISCHERFAMILIE

Öl auf Leinwand.

74,5 x 92 cm.

In dekorativem Rahmen.

Am Golf von Neapel am Ufer mit ankerndem Boot sitzend

ein Fischer auf einer Mandoline spielend, neben

ihm tiefer am Boden sitzend die Frau, die Hände über

die Knie genommen, sowie die kleine Tochter, die sich

an die Mutter schmiegt, mit ihrer Hand an der Schulter

der Mutter und dem Vater beim Musizieren zublickend.

Im Vordergrund rechts ein zusammengekauerter, friedlich

schlafender Hund. Im Hintergrund das ruhige blaue

Meer unter hohem Himmel. Wiederholung eines beliebtes

Motivs des Künstlers, hier jedoch statt eines

Obstkorbes ein liegender Hund. Verso zwei kleine Unterlegungen

AUGUST RIEDEL,

1799 BAYREUTH – 1883 ROME, ATTRIBUTED

NEAPOLITAN FISHERMAN FAMILY

Oil on canvas.

74.5 x 92 cm.

Notes:

The motif can also be found in the 1834 painting by

August Riedel in the Neue Pinakothek in Munich.

€ 10.000 - € 15.000

Sistrix

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Anmerkung:

Das Motiv findet sich auch auf dem Gemälde aus dem

Jahr 1834 von August Riedel in der neuen Pinakothek

München wieder. (1321036) (18)

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235


784

GIUSEPPE GABANI,

1846 – 1900 ROM

FEUER IM PFERDESTALL

Öl auf Leinwand.

106 x 180 cm.

Links unten signiert und ortsbezeichnet

„G.Gabani Roma“.

In vergoldetem Rahmen.

Blick in einen Pferdestall mit schwarzen Rappen, Braunen

und Schimmeln, festgebunden vor einem großen

Futtertrog. Im Hintergrund rechts sind die hohen gelbroten

lodernden Flammen eines großen Feuers und

die aufsteigenden grauen Rauchschwaden zu sehen,

die sich bereits im ganzen Stall verteilt haben. Voller

Verzweiflung und mit aufgerissenen Augen versuchen

sich die Pferde loszureißen, um fliehen zu können.

Einigen ist dies gelungen, jedoch stehen sie in Aufregung

links vor einem verschlossenen großen Holztor

und hoffen auf Auslass. Dramatische Darstellung in

zurückhaltender Farbigkeit, die Tiere und deren Verhalten

und Entsetzen hervorragend wiedergegeben.

Eine Kratzspur.

Anmerkung:

Gabani studierte zunächst bei Cesare Maccari und

Giuseppe Raggio und spezialisierte sich dann hauptsächlich

auf Historienmalerei sowie Landschaften,

Tiere und insbesondere Pferde. Er ist auch bekannt

für seine orientalistischen Themen, von denen die

meisten Pferdethemen umfassen. (1321255) (18)

GIUSEPPE GABANI,

1846 – 1900 ROME

FIRE IN THE HORSE STABLE

Oil on canvas.

106 x 180 cm.

Signed with place name “G. Gabani Roma”

lower left.

€ 12.000 - € 15.000

Sistrix

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785

OSWALD ACHENBACH,

1827 DÜSSELDORF – 1905 EBENDA

(ABB. LINKS)

Zusammen mit seinem Bruder Andreas Achenbach

(1815-1910) gehört der Künstler zu den bedeutensten

Landschaftsmalern dieser Zeit.

STUDIE AUS MONTEALLEGRO, 1855

Öl auf Platte.

34 x 22 cm.

Oben links ortsbezeichnet, datiert und signiert

„Monteallegro 5.8.1855 Osw. Achenbach“. Verso

bezeichnet.

In Louis XV-Stil-Rahmen. (1320111) (13)

€ 2.000 - € 3.000

Sistrix

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786

ROBERT ZÜND,

1827 LUZERN – 1909 EBENDA, ZUG.

ALPENLANDSCHAFT MIT FLUSSLAUF

Öl auf Leinwand, auf Platte.

46 x 56 cm.

Rechts unten Signatur in Rot „Robert Zünd“.

In dekorativem Rahmen.

Blick von erhöhtem Standpunkt auf eine weite Landschaft

mit Gebirge und einem breiten Fluss mit einer

Kaskade, an dessen linkem Ufer ein großes Bauernhaus

mit Holztreppe und Balkon steht. Vor dem Gebäude

ein Mann, ein hochgehaltenes Horn blasend.

Im Hintergrund auf einer grünen Wiese ein Paar mit

seinen Schafen. Vom Haus führt ein steiniger Weg

zum Flussufer hinab. Während in der linken unteren

Bildhäfte zwei Stümpfe abgebrochener Nadelbäume

zu sehen sind, ragen hinter dem Haus, mit erkennbarem

weiterem Gebäude, zwei hohe Tannen, stark nach

rechts geneigt, in den hohen, leicht diesigen blauockerfarbenen

Himmel. Derartig geneigte Baumpaare

lassen sich auch auf weiteren Landschaften mit Fluss

des Künstlers finden. Vereinzelt Retuschen.

Anmerkung:

Zünd besuchte das Atelier von Jakob Josef Zelger,

der ihm empfahl, nach Genf zu ziehen (er war damals

21 Jahre alt), wo er Schüler von Francois Diday (1802-

1877) und Alexandre Calame (1810-1864) wurde.

Dieses Gemälde ist wohl von dieser Zeit beeinflusst.

1851 reiste er nach München. Beginn einer langen

Freundschaft mit Rudolf Koller. In Paris studierte er

1852 die Alten Meister im Louvre. Nach einem Aufenthalt

in Dresden (1860) ließ er sich in Luzern (1863)

nieder. (1320381) (18)

€ 8.000 - € 12.000

Sistrix

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237


787

ANTON DOLL,

1826 MÜNCHEN – 1887 EBENDA

WINTERLANDSCHAFT AN EINEM FLUSS

MIT HOHER BURG

Öl auf Leinwand.

46,5 x 62,5 cm.

Rechts unten signiert „A. Doll“. Verso mit altem

Vergolderetikett aus Winterthur.

In vergoldetem Louis XV-Rahmen.

(1321081) (13)

€ 2.500 - € 3.500

Sistrix

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788

NIEDERLÄNDISCHER MALER

DES 18./ 19. JAHRHUNDERTS

GROSSES BLUMENSTÜCK MIT PENDULE

UND KERZENSTÄNDER

Öl auf Leinwand. Doubliert.

104 x 83 cm.

In teilvergoldetem ebonisiertem Rahmen.

Auf einer angedeuteten Steinplatte steht eine mit weit

auskragendem Blumenbouquet gefüllte Balustervase

mit Doppelhenkeln, daneben eine Pendule sowie ein

figürlicher Kerzenleuchter. Zur Linken ein Zinnteller,

eine Tazza und eine Karaffe, vor der Vase ein Büchlein

mit Taschenuhr. Das Gemälde orientiert sich kompositionell

und farblich an Vorbildern des niederländischen

Goldenen Zeitalters und lässt stilistische Formen des

späten 18. und 19. Jahrhunderts einfließen.

(1320471) (13)

€ 6.000 - € 8.000

Sistrix

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239


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789

LEOPOLD CARL MÜLLER,

1834 DRESDEN – 1892 WEIDLENGAU, HEUTE

WIEN, ZUG.

Der Maler war Österreichs bedeutendster

Orientmaler.

NUBIER MIT GELBEM TURBAN

Öl auf Leinwand.

85 x 70,5 cm.

Verso mit drei Nachlassstempeln auf

der Leinwand und dem Keilrahmen.

In gekehltem, ornamental plastisch

verziertem Rahmen.

Vor unbestimmtem Hintergrund, in breitem Pinselduktus,

eine sich vor schwarzem Fond abzeichnende

sitzende Halbfigur eines nach rechts gerichteten

Mannes mit weißem Gewand, das durch einen Textilgurt

zusammengehalten wird. Der Blick leicht gegen

den Betrachter gewandt. Aufgrund der Thematik seiner

Darstellung war der Maler auch als Orient-Müller

oder Ägypten-Müller bekannt. (1321083) (13)

€ 3.000 - € 5.000

Sistrix

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790

ADDISON THOMAS MILLAR,

1860 OHIO – 1913 SOUTH NORWALK,

CONNECTICUT

BLICK AUF EINEN BAZAR IN ALGIER, 1911

Öl auf Leinwand. Doubliert.

35,8 x 46 cm.

Links unten signiert „Addison T. Millar“, sowie Daumenabdruck.

In dekorativem Rahmen.

Durch die enge Straße eines orientalischen Bazars

fällt das Sonnenlicht auf einen kleinen Händlerladen,

dessen Inhaber hinter der offenen Brüstung einem

Kunden gerade Ware präsentiert. Zu Seiten des Geschäftes

und über der Ladenbrüstung werden prachtvoll

geknüpfte, überwiegend rot-blaue Teppiche präsentiert.

Malerei mit vielen Details in teils pastosem

Farbauftrag in typischer Manier des bekannten amerikanischen

Künstlers.

Provenienz:

Berko Fine Paintings, Paris, Brüssel, Knokke.

Anmerkung:

Auf der Rückseite der Leinwand befindet sich der

gleiche Fingerabdruck mit den vier Initialen „A“, „T“,

„M“ und der Nummer „II“. Das letzte Zeichen muss

wohl das Datum sein und bezieht sich auf das Jahr

1911. (1320618) (1) (18)

ADDISON THOMAS MILLAR,

1860 OHIO – 1913 SOUTH NORWALK,

CONNECTICUT

VIEW OF A BAZAAR IN ALGIERS, 1911

Oil on canvas. Relined.

35.8 x 46 cm.

Signed “Addison T. Millar” lower left, and thumbprint.

In decorative frame.

Provenance:

Berko Fine Paintings, Paris, Brussels, Knokke.

Notes:

The back of the canvas shows the same fingerprint

with the four initials signs “A”, “T”, “M” and “II”. The

last character probably is the date and refers to the

year 1911.

€ 10.000 - € 12.000

Sistrix

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241


THÉODORE GÉRICAULT

1791 – 1824

791

THÉODORE GÉRICAULT,

1791 – 1824

Théodore Géricault (1791-1824) war der erste französische

Maler der Romantik. Er wurde im Atelier von

Carle Vernet ausgebildet und studierte bei Guérin.

Obwohl er beim Wettbewerb um den Prix de Rome

nicht erfolgreich war, reiste er 1816 nach Italien, um

die Maler der Renaissance für sich zu entdecken. Er

war von den Werken Michelangelos stark beeindruckt,

dessen Einfluss sich in den kraftvollen Anatomien seines

Hauptwerkes Das Floß der Medusa manifestierte.

Die im Salon von 1819 ausgestellte Erzählung dieser

wahren Begebenheit, die durch ihr monumentales

Format in den Rang eines Historiengemäldes erhoben

wurde, löste einen Skandal aus und spaltete die

Kritiker. Der Schrecken des Themas faszinierte und

löste teils Abscheu für den als zu realistisch empfundenen

„Leichenhaufen“ aus, teils aber auch Bewunderung

für ein modernes Gemälde mit einem politischen

und aktuellen Thema. Verdrossen beschloss

Géricault, mit seinem Gemälde nach England zu gehen,

wo er die Landschaften von Turner und Constable entdeckte,

die ihn dazu einluden, die Register seiner Malerei

zu erweitern. Géricault, der sich leidenschaftlich

für die Welt des Reitsports interessierte, war auch ein

Maler von Pferden – aber auch von Katzen –, denen er

zahlreiche Bilder widmete, bis er schließlich veritable

Porträts von ihnen schuf, in denen die Tiere fast wie

Menschen aussahen. Er starb an den Folgen eines

Sturzes vom Pferd.

ZWEI LÖWEN EINEN WAGEN ZIEHEND,

1811 – 1812

Öl auf Leinwand. Altdoubliert.

45,8 x 55,2 cm.

Auf der Rückseite, auf dem Keilrahmen, roter Wachsstempel

der Sammlung Pierre Dubaut.

In gekehltem Empirerahmen.

Beigegeben ein Gutachten von Bruno Chenique, bestätigend,

dass das Gemälde in das in Vorbereitung

befindliche Werkverzeichnis aufgenommen wird.

Ebenfalls anbei eine technische Untersuchung von

Lumière Technology, Juni 2009.

Wie zwei Pferde, die vor einen Wagen gespannt sind,

zeigen die beiden Löwen ein ähnliches Verhalten: Der

eine streckt seine Pfote wie zur Parade vor, während

der andere zu wiehern scheint. Das Gespann, von

dem man nur die Vorderseite des Wagens sieht, ist in

der Tat unpassend, da es allegorischer Natur ist. Im

Originalgemälde von Peter Paul Rubens (1577-1640)

trifft Heinrich IV. als Jupiter auf Maria de Medici als

Juno in der Stadt Lyon, die durch eine junge Frau in

einem von den beiden gleichnamigen Löwen gezogenen

Wagen angedeutet wird. Auf dem Gemälde von

Rubens konzentrierte sich Géricault auf die Raubkatzen

und verzichtete auf die Putten, die ursprünglich

auf ihrem Rücken angebracht waren. Géricault, der

sowohl Tier- als auch Porträt- oder Historienmaler war,

malte sein Bestiarium nicht nur gerne aus dem Leben,

sondern kopierte es auch nach den großen

Meistern, wobei er vor allem den Louvre als unerschöpfliche

Quelle der Inspiration nutzte. Von Rubens

übernimmt er hier den Stil, die Farbtöne und die Lebendigkeit,

aber er bringt seine eigene Erfahrung mit

einer freieren Pinselführung ein, die an die Löwen erinnert,

die er nach der Natur im Jardin des plantes

beobachtet hatte. (†)

Provenienz:

Laut Philippe Grunchec und Germain Bazin: Catalogue

des tableaux anciens & modernes par ou attribués

à Bastien-Lepage, [.], Géricault, [.], aquarelles et

gouaches, dessins [.] ayant composé la collection de

Monsieur F. Funck-Brentano, Henri Baudoin, commissaire-priseur,

Marignane, expert, Paris, Hôtel Drouot,

salle n° 1, 29 avril 1921, n° 179 : „Géricault. Copie

d‘après Rubens des lions de la Vie de Henri IV, au

Louvre. / Peinture. / Toile. Haut., 50 cent. ; larg., 61

cent“.

Paris, Sammlung Pierre-Olivier Dubaut, Maler und

Sammler, (1886-1968), zweifellos bereits 1937.

Paris, Sammlung Maxime Dubaut (1920-1991), Maler.

Paris, Sammlung Jacqueline Dubaut-Bellonte (1926-

2012), Galerist.

Ausstellungen:

Künstlerkopien, Basel, Kunsthalle, 18. September -

17. Oktober 1937, Nr. 78. Katalogtext: Géricault, Kopie

nach Rubens. Aus der Geschichte der Maria von

Medici/. Detail aus der Vermählung Heinrichs IV mit

Maria von Medici (Louvre). / Verkäuflich.

Literatur:

Philippe Grunchec, L‘inventaire posthume de Théodore

Géricault (1791-1824) , in: Bulletin de la Société de

l‘Histoire de l‘art français, Jahrgänge 1976, 1978,

S. 415, als Géricault.

Philippe Grunchec, Tout l‘œuvre peint de Géricault,

Vorwort von Jacques Thuillier, Paris 1978, S. 88,

Nr. 18, mit Abbildung, als Géricault.

Germain Bazin, Théodore Géricault. Étude critique,

documents et catalogue raisonné, Bd. II, L‘œuvre,

période de formation, Paris 1987, S. 434, Nr. 320, mit

Abbildung, als unbekannter Künstler.

Philippe Grunchec, Tout l‘œuvre peint de Géricault,

Vorwort von Jacques Thuillier, Paris 1991, S. 88,

Nr. 18, mit Abbildung, als Géricault: „Géricault, Deux

lions, d‘après Rubens, 1808-1812, huile sur toile, 45

x 55 cm, Paris, collection particulière. Germain Bazin,

qui admet n‘avoir pas vu le tableau, préfère réserver

son avis“.

Bruno Chenique, Théodore Géricault, Deux lions,

copie d‘après Rubens, Tableaux et sculpture XIXe

et XXe siècle. Collection Pierre Dubaut, Artcurial-

Deauville, James Fattori et Bernard de Reviers,

commissaires-priseurs, Cabinet Turquin-Mauduit,

Deauville, 22. August 2009, S. 14-16, Nr. 17.

Das hier angebotene Gemälde wird in das von Bruno

Chenique in Vorbereitung befindliche Werkverzeichnis

zu den Gemälden von Théodore Géricault aufgenommen.

(1321138) (13)

THÉODORE GÉRICAULT

1791 – 1824

TWO LIONS PULLING A CHARIOT,

1811 - 1812

Oil on canvas. Old relining

45,8 x 55,2 cm.

On the reverse, on the stretcher, red wax stamp of

the Pierre Dubaut Collection.

Enclosed an expert’s report by Bruno Chenique, confirming

the inclusion of the painting in the catalogue

raisonné in preparation. Also enclosed a technical examination

by Lumière Technology, June 2009. (†)

Provenance:

According to Philippe Grunchec and Germain Bazin :

Catalogue des tableaux anciens & modernes par ou

attribués à Bastien-Lepage, [.], Géricault, [.],

aquarelles et gouaches, dessins [.] ayant composé

la collection de Monsieur F. Funck-Brentano, Henri

Baudoin, commissaire-priseur, Marignane, expert,

Paris, Hôtel Drouot, salle n° 1, 29 avril 1921, n° 179 :

“Géricault. Copie d’après Rubens des lions de la

Vie de Henri IV, au Louvre. / Peinture. / Toile. Haut.,

50 cent.; larg., 61 cent“.

Paris, Collection Pierre-Olivier Dubaut, painter and

collector, (1886-1968), no doubt as early as 1937.

Paris, Collection Maxime Dubaut (1920-1991), painter.

Paris, Collection Jacqueline Dubaut-Bellonte (1926-

2012), gallery owner.

Literature:

Philippe Grunchec, L’inventaire posthume de Théodore

Géricault (1791-1824), in: Bulletin de la Société de

l’Histoire de l’art français, Years 1976, 1978, p. 415,

as Géricault.

Philippe Grunchec, Tout l’œuvre peint de Géricault,

foreword by Jacques Thuillier, Paris 1978, p. 88,

no. 18, with illustration, as Géricault.

Germain Bazin, Théodore Géricault. Étude critique,

documents et catalogue raisonné, vol. II, L’œuvre,

période de formation, Paris 1987, p. 434, no. 320,

with illustration, as unknown artist.

Philippe Grunchec, Tout l’œuvre peint de Géricault,

foreword by Jacques Thuillier, Paris 1991, p. 88, no.

18, with illustration, as Géricault: “ Géricault, Deux

lions, d’après Rubens, 1808-1812, huile sur toile, 45

x 55 cm, Paris, collection particulière. Germain Bazin,

qui admet n’avoir pas vu le tableau, préfère réserver

son avis”.

Bruno Chenique, Théodore Géricault, Deux lions,

copie d’après Rubens, Tableaux et sculpture XIXe et

XXe siècle. Collection Pierre Dubaut, Artcurial-Deauville,

James Fattori et Bernard de Reviers, commissaires-priseurs,

Cabinet Turquin-Mauduit, Deauville,

22 August 2009, p. 14-16, no. 17.

The painting offered here will be included in the

catalogue raisonné of the paintings of Théodore

Géricault being prepared by Bruno Chenique.

€ 250.000 - € 350.000

Sistrix

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243


792

FÉLIX ZIEM,

1821 BEAUNE – 1911 PARIS

Der Künstler unternahm nach seinem erfolgreichen

Studium der Architektur mehrere Studienreisen nach

Italien zwischen 1845 und 1848 und machte die Malerei

schließlich zu seinem Beruf. In Venedig fand er

Inspriation für seine Werke, insbesondere Stillleben,

Portraits und Landschaftsbilder. Er kann der Schule von

Barbizon zugerechnet werden. 1857 ernannte ihn die

französische Regierung zum Ritter der Ehrenlegion.

KÜSTENSTÜCK IN ISTANBUL

Öl auf Holz.

38,5 x 58,5 cm.

Rechts unten in den Wellen signiert „Ziem“.

In bronziertem vegetabil reliefiertem Rahmen.

FÉLIX ZIEM,

1821 BEAUNE – 1911 PARIS

COASTAL SCENE IN ISTANBUL

Oil on panel.

38.5 x 58.5 cm.

Signed “Ziem” beneath the waves on the right. (†)

€ 25.000 - € 35.000

Sistrix

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Der Sohn einer französischen Mutter und eines kroatischen

Vaters wurde in Beaune, Burgund, geboren

und studierte Architektur, bevor er sich ganz der Malerei

und dem Reisen widmete. Sein Markenzeichen

sind die Ansichten von Venedig und Istanbul, mit ihrer

charakteristischen Verschmelzung von Stadtlandschaft

und Wasser in intensiven, manchmal leuchtenden

Farben. Besonderes Augenmerk legte Ziem auf die

Wiedergabe der wechselnden Lichtverhältnisse zu verschiedenen

Tageszeiten, was ihn zu einem der Vorläufer

des Impressionismus machte. In unserer Ansicht

von Istanbul sieht man kurz den Bosporus mit der in

sommerlichem Dunst getauchten Hagia Sophia, die

von kleinen Wölkchen umspielt wird. Eine Ansicht in

der Sammlung des Petit Palais in Paris zeigt eine sehr

ähnliche Ansicht, jedoch mit röterem Himmel. Die

Komposition an sich kennen wir von mehreren Gemälden

von Félix Ziem, wobei sich die Lichtregie und

die Repoussoir-Architektur unterscheiden kann. (†)

(1320603) (13)

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793

EMILIO VASARRI,

1862 – 1928

SAMSON, DER DAZU VERURTEILT IST

DEN MÜHLSTEIN ZU DREHEN, WIRD VON

DEN PHILISTERN VERSPOTTET

Öl auf Leinwand.

74,5 x 130 cm.

Links unten signiert sowie auf einer Plakette des

Rahmens dem Künstler zugewiesen und Ausstel lungshistorie.

Verso mit Ausstellungsetikett aus Monte­ Carlo

mit Künstlernennung und Betitelung.

In bronziertem Louis XV-Stilrahmen.

Wie auch Jean-Léon Gérome (1824-1904) und Ernest

Meissonier (1815-1891) spezialisierte sich Emilio Vasarri

auf Genreszenen, die in Bezug auf die griechischrömische

Periode der Antike stehen. In einigen seiner

Gemälde werden Sklaven dargestellt, in diesem Fall

ist es der gefesselte Samson, auf dem Mühlstein

sitzend, in einem antiken Innenraum mit ihn umringenden

und verspottenden Figuren. Dieser hatte angeblich

eintausend Philister mit einem Eselskinnbacken

erschlagen, nachdem diese Israel besetzt hatten. Delia

hatte seine Haare, die ihm eine ungeheuerliche

Kraft verliehen und ihn unbesiegbar werden ließen,

abgeschnitten, sodass die Philster ihn gefangen nehmen

konnten. Anlässlich eines Freudenfestes wurde

Samson nun aus seinem Gefängnis geführt und dem

Spott der Philister Preis gegeben.

EMILIO VASARRI,

1862 – 1928

SAMSON, CONDEMNED TO TURN THE

MILLSTONE, RIDICULED BY PHILISTINES

Oil on canvas.

74.5 x 130 cm.

Signed lower left, and on a frame plaque attributed to

the artist and exhibition history. Verso with exhibition

label from Monte-Carlo with artist´s name and title.

Exhibitions:

First prize awarded at the Florence Academy and

bronze medal awarded at the 1900 Universal Exhibition.

€ 40.000 - € 50.000

Sistrix

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Ausstellungen:

Erster Preis bei der Akademie Florenz sowie Bronzemedaille

bei der Weltausstellung 1900. (1320444)

(1) (13)

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245


794

GIACOMO CAMPI,

1846 MAILAND – 1921 EBENDA

FESTLICH GESCHMÜCKTES BOOT MIT FIGUREN

VOR ORIENTALISCHER HAFENKULISSE

Öl auf Leinwand.

59 x 74 cm.

Rechts unten signiert „G. Campi“.

Ungerahmt.

Auf ruhigem Wasser ein großes, mit Blumenranken

geschmücktes Boot, an dessen rechten Ende eine

junge Frau mit rotem Schirm sitzt, die sich auf einem

wertvollen Teppich über den Bootsrand gelehnt hat.

Vor ihr sitzend mehrere verschleierte Frauen und eine

kleine Kapelle, die aufspielt. Am anderen Ende des

Bootes eine bereits eingerollte Flagge und ein junger

Mann, der das große Boot steuert. Im Hintergrund die

Silhouette einer orientalischen Stadt mit Minaretten,

unter hohem hellblauem Himmel mit weißen Wolkenformationen.

(1321229) (4) (18)

€ 5.000 - € 7.000

Sistrix

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795

HERMANN DAVID SOLOMON CORRODI,

1844 FRASCATI – 1905 ROM

Corrodi war neben seinen italienischen Ansichten für

seine orientalischen Veduten und Szenen berühmt, die

er stets in einen luftigen landschaftlichen Zusammenhang

führte und Staffagefiguren selten fehlen ließ.

FIGUREN UNTER EINEM BAUM VOR

DEN RUINEN EINES TEMPELS

Öl auf Leinwand.

74,5 x 134,6 cm.

Trägt links unten Signatur und Ortsbezeichnung

„H. Corrodi Roma“.

In breitem geprägtem, ornamental verziertem

vergoldetem Rahmen. (†) (13013115) (13)

HERMANN DAVID SALOMON CORRODI,

1844 FRASCATI – 1905 ROME

FIGURES BENEATH A TREE IN FRONT

OF THE RUINS OF A TEMPLE

Oil on canvas.

74.5 x 134.6 cm.

Signed and place name lower left: “H. Corrodi Roma”.

(†)

€ 30.000 - € 50.000

Sistrix

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247


796

VINCENZO GIOVANNINI,

1816 – 1868

BLICK ÜBER DAS FORUM IN ROM

Öl auf Leinwand. Doubliert.

93 x 165 cm.

Aus erhöhtem Standpunkt des Kapitolshügels, wird

hier der Blick über das Forum geboten. Das betonte

Breitformat erlaubt hier einen Panoramablick, in dem

die einzelnen Bauten in akribischer Genauigkeit wiedergegeben

werden. Hier dominieren die erhaltenen

Bauten und Säulen der römischen Tempel, wie des

Castor- und des Vestatempels, aber auch der Triumphbogen

des Septimus Severus links im Bild. Weiter

hinten die in hellem Licht stehende Säulenfront des

ehemaligen Tempels des Antoninus Pius, in den die

Kirche San Lorenzo in Miranda eingebaut wurde. In

weiterer Ferne ist das Colosseum nur noch im blauen

Lichtdunst zu sehen. So liefert das raumbeherrschende

Panoramagemälde eine Erinnerung an Rom in

sonnigem Licht unter blauem Himmel. Die Figurenstaffage

gibt die Kostüme des 19. Jahrhunderts wieder,

Indiz für die frühe Entstehungszeit des Bildes.

Der Maler hat sich in die Tradition der römischen

Vedutisten eingereiht. Bereits früh aus Umbrien nach

Rom gezogen, begann er sein Studium an der Accademia

di San Michele. Später wurde er Mitglied der

Accademia di San Luca. In einer Zeit der „Grand Tour“

erhielt der Maler zahlreiche Aufträge, wobei er vor allem

die Ansichten Roms und des Forums besonders

beliebt waren. Giovanninis Veduten zeigen sich sehr

abwechslungsreich, denn er erfasste sie aus den verschiedensten

Perspektiven. A.R.

Literatur:

Das Gemälde publiziert in:

P. A. de Rosa, P. E. Trastulli: Vincenzo Giovannini

(1817-1903). Dipinti di Roma e Campagna. Regesto

delle Opere, Rom 2002. (1301324)

VINCENZO GIOVANNINI

1816 – 1868

VIEW OVER THE FORUM IN ROME

Oil on canvas. Relined.

93 x 165 cm.

Literature:

The painting published in:

P. A. de Rosa, P. E. Trastulli: Vincenzo Giovannini

(1817-1903). Dipinti di Roma e Campagna. Regesto

delle Opere, Rome 2002.

€ 55.000 - € 75000

Sistrix

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797

PIETRO GABRINI,

1856 ROM – 1926 EBENDA

GESELLSCHAFT VOR RÖMISCHER VILLA

Öl auf Leinwand.

110 x 180 cm.

Links unten signiert, ortsbezeichnet und datiert

„P.GABRINI ROMA MXMXVI“.

In vergoldetem Rahmen.

Im offenen Vorraum einer prachtvollen römischen Villa

mit Säulen und einem in den Fussboden eingelegtem

Mosaik auf einem Teppich mit drei Hockern, der sitzende

Hausherr in weißer Tunika, neben ihm eine stehende

Frau in hellblauem Gewand mit rotem Mantel

und goldenem Haarschmuck und eine weitere sitzende

Dame. Hinter ihnen weitere Figuren in römischantiker

Kleidung, wohl den Ausführungen des linksseitig

stehenden Mannes aufmerksam und bewundernd

lauschend. Dieser weist mit Handgestus auf eine

übergroße figurenreiche Skulptur mit einem Pferd hin,

die außerhalb des Raumes auf einem rechteckigen

Sockel steht. Im Vordergrund links am Boden stehend

eine goldene Schale, gefüllt mit rosafarbenen und

roten Rosen, von denen einige wenige am Boden liegen.

Im Hintergrund links, vorbei an einer Vase mit

einer Agave auf der Hausbrüstung, fällt der Blick auf

eine Landschaft mit hochragenden Pinienbäumen, die

gerade von der Sonne beschienen werden. Detailreiche

Malerei mit reicher Interieurausstattung, die

auf ein wohlhabendes römisches Ehepaar hinweist.

Wenige kl. Retuschen. (1301328) (18)

PIETRO GABRINI,

1856 ROME – 1926 IBID.

PARTY OUTSIDE A ROMAN VILLA

Oil on canvas.

110 x 180 cm.

Signed lower left, with place name and dated

“P. GABRINI ROMA MXMXVI”.

€ 50.000 - € 60.000

Sistrix

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249


798

ETTORE FORTI,

ITALIENISCHER KÜNSTLER DES

19./ 20. JAHRHUNDERTS

DER VASENHÄNDLER

Öl auf Leinwand.

60 x 74 cm.

Rechts unten signiert und ortsbezeichnet

„E. Forti Roma“.

In dekorativem Rahmen.

Im offenen Innenraum eines römischen Hauses bietet

ein Vasenhändler seine wertvollen Waren zwei elegant

gekleideten Damen in der Mitte des Raumes an. Die

Hausherrin sitzt wohl auf einem Stuhl mit rotem Kissen,

in einem langen weißen Gewand, das reich mit

goldenem Schmuck verziert ist. Neben ihr stehend

eine weitere junge Frau in grün-rotem Gewand, beide

gerade skeptisch die Vase in den Händen des Händlers

begutachtend. Vor ihm, auf dem weiß-blauen

Mosaikboden, auf dem auch zwei Delfine zu erkennen

sind, weitere Gefäße. Darunter auch eine schmale

Amphore sowie weitere Vasen am Eingang, auf einem

großen Absatz zur Straße hin stehend. Der Innenraum

wertvoll ausgestattet mit roter Wand und goldenen

Malereien. Dazu in der Ecke stehend, auf einem

Marmorrundsockel, eine große wertvolle Skulptur.

Nach rechts fällt der Blick auf eine Straße mit Figuren

und Häusern unter hellblauem Himmel. Detailreiche

Malerei des für seine realistischen neopompejianischen

Darstellungen, mit Szenen des antiken römischen

Lebens bekannten Künstlers. (1321761) (18)

€ 5.000 - € 7.000

Sistrix

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799

MALER DES 19. JAHRHUNDERTS

ODALISKEN IN EINEM HAREM

Öl auf Leinwand. Doubliert.

73 x 99,5 cm.

Links unten signiert „P. Dumont“.

In vergoldetem Prunkrahmen.

In einem prachtvollen farbenfrohen Interieur eines

Harems eine Gruppe von edel gekleideten Odalisken.

Im Mittelpunkt eine halb liegende schwarzhaarige

Schönheit in einem weißen, fast durchsichtigen Kleid

mit weißem Schleier und reichem Schmuck. Sie hält

ihren rechten Arm hochgestreckt, auf dem sie einen

weißen Kakadu sitzen hat. Ihre Begleiterinnen beobachten

das Geschehen. Auf der linken Seite hat sich

eine Musikantengruppe auf einem wertvollen Perserteppich

niedergelassen. Zu ihrer Musik eine junge Frau

mit weißem Rock und freiem Oberkörper, ein lindgrünes

langes Tuch in ihren Händen haltend, beim

Bauch tanz. Im Hintergrund wertvolle braun-rote und

grünliche Teppiche. Durch eine Türöffnung kann man

in den Innenraum einer Kirche blicken. Im Vordergrund

ein weiterer großer wertvoller Teppich, auf dem ein

kleines mehreckiges maurisches Tischchen mit einer

Flasche steht. Am rechten seitlichen Bildrand ein weiteres

Tischchen mit einer Schale mit Früchten. Das

Gemälde in der Malerei des Orientalismus des 19.

Jahrhunderts stellt ein beliebtes Sujet dar, wobei die

jungen Frauen meist mit durchscheinenden Schleiern

oder mit freiem Oberkörper dargestellt werden. Teils

rest., teils Retuschen. (13218832) (18)

€ 7.500 - € 9.000

Sistrix

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251


800

CHARLES THÉODORE FRÈRE,

1814 PARIS – 1888 EBENDA

1869 begleitete der Künstler Kaiserin Eugenie, die

Ehefrau Napoleons III, bei ihrer Fahrt auf dem Nil und

führte in ihrem Auftrag zahlreiche Aquarelle der dortigen

Gegenden aus, ehe er sich in Kairo niederließ.

DER TEMPEL VON PHILAE

Öl auf Holz.

26,5 x 48 cm.

Links unten signiert „TH. FRÈRE.“.

In dekorativem Rahmen.

Blick vom Ufer über das Wasser auf die Insel mit dem

großen Tempelkomplex, in dessen Zentrum der Tempel

der Göttin Isis steht. Rechtsseitig davon weitere kleinere

Bauwerke, links ragen mehrere große Palmen in

den hellblauen, teils vom Licht der untergehenden

Sonne gelblich verfärbten Himmel. Im ruhigen, die Insel

umgebenden Wasser spiegeln sich die Tempelanlagen

harmonisch wieder. Im Vordergrund, am Ufer, drei sitzende

Frauen in langen blauen Gewändern sowie eine

stehende Frau, in ihrer rechten erhobenen Hand eine

Vase tragend. Zudem sind am Ufer einige antike Ruinen

stücke zu erkennen. Prachtvolle stimmungsvolle

Malerei in teils diesigem Licht, die Ruhe und Würde

ausstrahlt. Minimale Retuschen.

Anmerkung:

Der hier gezeigte Tempelkomplex liegt in Oberägypten,

etwa acht Kilometer südlich von Assuan. Er steht jetzt

auf der Insel Agilkia, nachdem er Ende der 1970er-

Jahre auf der heute überfluteten Insel Philae abgebaut

und auf dem höheren Gelände von Agilkia neu

errichtet wurde. (1321605) (18)

€ 7.000 - € 9.000

Sistrix

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801

HENRI DUVIEUX,

UM 1855 – 1902

(ABB. LINKS UNTEN)

BLICK AUF VENEDIG MIT DEM DOGENPALAST

IM STIMMUNGSVOLLEN LICHT

Öl auf Leinwand. Doubliert.

41 x 65 cm.

Links unten signiert "Duvieux".

In vergoldetem Prunkrahmen.

Blick über den ruhig fließenden Canal Grande mit einer

besetzten Gondel auf das berühmte Ufer mit dem

Dogenpalast, der Piazzetta mit den beiden Säulen,

der linksseitig wiedergegebenen Biblioteca Marciana,

dem Torre dell‘ Orologio und schließlich der hohe, im

Licht der untergehenden Sonne leuchtend gelb und

rötlich strahlende Himmel. Linksseitig am Rand einige

ankernde Boote mit farblich unterschiedlichen Segeln,

die sich zusammen mit den berühmten Gebäuden

der Stadt im stillen Wasser wiederspiegeln. Impressionistische

Wiedergabe der Venedigansicht, in der typischen

Manier des Künstlers.

Anmerkung:

Der französische Künstler besuchte mehrfach Venedig

und auch Konstantinopel. Die meisten dieser entstandenen

Ansichten beinhalteten Aspekte des Sees

oder Meeres, in der Tradition des im 18. Jahrhundert

tätigen Künstlers Canaletto (1697-1768); auch erinnern

seine Arbeiten an Félix Ziem (1821-1911). Duvieux

verwendete impressionistische Farben, die an Turners

Seestücke erinnern, mit brillianten Lichtstimmungen.

(1321617) (18)

€ 7.000 - € 9.000

Sistrix

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802

CHARLES GLEYRE,

1808 CHEVILLY – 1874 PARIS,

WERKSTATT/ NACHFOLGE DES

DIE VERLORENEN ILLUSIONEN ODER DER ABEND

Öl auf Leinwand.

138 x 245 cm.

Im warmen Licht der untergehenden Sonne ein Boot,

an einem Ufer ankernd, mit jungen Frauen in langen

Gewändern, teils musizierend und mit geflochtenen

Kränzen auf ihren Haaren. Ein kleiner nackter Putto

sitzt am Bootsrand neben einem Blütenkranz, auch

eines der Ruder festhaltend. Links ein hohes gesetztes

weißes Segel. Besonders auffallend rechts im Vordergrund

ein älterer Mann mit langem Bart in antikisierendem

Gewand mit gesenktem Kopf und niedergeschlagenem

Blick. Am Boden neben ihm liegend

ein Musikinstrument. Am hohen Himmel, in rötlichgelber

und hellblauer Farbgebung, neben einem kleinen

Vogelschwarm, rechtsseitig die Mondsichel erkennbar.

Malerei in weicher zurückhaltender Farbgebung, die

Darstellung ganz im Stil der Nazarener. Vereinzelt

rest., teils Retuschen, teils Rahmenschäden.

Anmerkung:

Das Originalgemälde von Charles Gleyre von 1843

befindet sich im Louvre in Paris. (1320861) (18)

CHARLES GLEYRE,

1808 CHEVILLY – 1874 PARIS,

WORKSHOP/FOLLOWER OF

THE LOST ILLUSIONS OR THE EVENING

Oil on canvas.

138 x 245 cm.

Notes:

The original painting by Charles Gleyre from 1843

is held at The Louvre in Paris.

€ 10.000 - € 15.000

Sistrix

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253


803

ABRAHAM HULK D. Ä.,

1813 LONDON – 1897 ZEVENAAR,

Der in London geborene Maler erhielt seine künstlerische

Ausbildung u.a. an der Rijksakademie in Amsterdam.

In den Jahren 1833 und 1834 reiste er nach

Amerika und besuchte New York und Boston. 1934

kehrte wieder nach Amsterdam zurück, 1870 ließ er

sich für den Rest seines Lebens in England nieder. Er

wurde zu einem der großen Marinemaler, da er die

Fähigkeit zu haben schien das Meer und seine Schiffe

auf eine besondere Art und Weise zu malen.

BOOTE AUF BEWEGTER SEE NAHE EINER KÜSTE

Öl auf Leinwand. Doubliert.

30 x 45,5 cm.

Rechts unten signiert „A. Hulk.“

In original vergoldetem Prunkrahmen mit zweifachem

Blattdekor.

Auf weiter See im Vordergrund ein beflaggtes Segelboot

mit einem angehängten Beiboot, sowie rechtsseitig

ein im Schatten liegendes weiteres Boot vor

flacher Küstenlandschaft mit großem Gehöft mit roten

Dächern. Im Hintergrund der flache sonnenbeschienene

Horizont mit weiteren kleinen Segelbooten, darüber

der hohe blaue Himmel mit weiß-rosafarbenen wie

auch großen grauen Wolken, durch die nur vereinzelt

das Licht auf die gischtig brausende See fällt. Am

unteren linken Rand eine kleine Ecke des Ufers mit

Gesteinsbrocken sichtbar. Stimmungsvolle Malerei in

der typischen Manier des bekannten Künstlers. Teils

rest. (1321616) (18)

€ 4.000 - € 6.000

Sistrix

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804

DEUTSCHER MALER DES 19. JAHRHUNDERTS

PROFILBILDNIS EINES MANNES

Öl auf Leinwand.

52,5 x 42 cm.

In ovalem bronziertem, plastisch mit Blüten verziertem

Rahmen.

Vor Wolkengrund das Brustbildnis eines Mannes mittleren

Alters mit tiefsinnigem Blick und schwarzer

fezähnlicher Fellkopfbedeckung. (1321462) (13)

€ 2.000 - € 3.000

Sistrix

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805

LOUIS SMETS,

BELGISCHER LANDSCHAFTSMALER,

TÄTIG UM 1852 – 1868

HOLLÄNDISCHE WINTERLANDSCHAFT

MIT WINDMÜHLEN UND FIGUREN AUF DEM EIS

Öl auf Leinwand. Doubliert.

45,5 x 64,5 cm.

Rechts unten Restsignatur.

In vergoldetem Prunkrahmen.

Blick auf das kleine Gebäude einer Hafenanlage mit

seitlich und dahinter, im gefrorenen Wasser liegenden

Mehrmastern. Links die weite vereiste Polderlandschaft

mit zahlreichen Staffagefiguren. Im Vordergrund

drei Figuren im Gespräch, ein Schlittschuh laufendes

Paar, ein Schlitten schiebender Mann sowie ein an

der linken Seite gelegener Verkaufsstand, wohl für

Getränke. Rechtsseitig ein breiterer Weg, der zum

Wasser führt, eine Anhöhe mit den dahinter sichtbaren

Dächern eines Ortes und zwei große, in den hohen

Himmel ragende Windmühlen. Malerei in harmonischer

Farbgebung mit vielen Details, durch den hohen

gelben und rötlichen Himmel und die gekonnte Lichtführung

mit Schattensetzung, die Stimmung eines

schönen Wintertages vermittelnd. Kleine Retuschen.

(13216116) (18)

€ 3.500 - € 5.000

Sistrix

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806

JACOB VAN STRIJ,

1756 DORDRECHT – 1815 EBENDA, ZUG.

LANDSCHAFT MIT RUINE, KÜHEN UND REISENDEN

Öl auf Holz.

38,4 x 49,3 cm.

In vergoldetem Prunkrahmen.

Unter hohem Himmel, teils gelblich verfärbt durch

das Licht eines späten Sommernachmittags, auf einem

Hang eine Ruine und im Bildvordergrund mehrere,

teilweise im Gras liegende Kühe. Linksseitig auf einem

Esel, in Rückansicht sitzend eine junge Frau, begleitet

von einem Mann mit dunklem Hut. Harmonische

stimmungsvolle Landschaft in der Art des bekannten

Künstlers. Kleine Restaurierung, kleine Retuschen.

(13206122) (1) (18)

€ 1.500 - € 2.000

Sistrix

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807

CHARLES VENNEMAN,

1802 GENT – 1875 ST.-JOSSE-TEN-NOODE

INTERIEUR MIT FAMILIE BEIM TISCHGEBET

Öl auf Holz.

62 x 70,5 cm.

Links unten signiert "CH Venneman 1843".

In vergoldetem Prunkrahmen.

In einer bäuerlichen Stube mit Steinfußboden ein einfacher

Holztisch mit weißer Decke, auf der eine große

gefüllte Schüssel, ein Löffel und ein großes angeschnittenes

Brot liegen. Um diesen Tisch herum ein

sitzendes Ehepaar beim Gebet mit gesenktem Kopf,

ein älterer Mann mit gefalteten Händen und mit glänzenden

Augen auf die Frau blickend. Vor dem Tisch

schließlich ein Kind in türkisfarbenem Kleidchen mit

Schürze, andächtig ebenfalls die Hände vor der Brust

zum Gebet gefaltet. Rechts des Tisches ein alter

Schemel, während im Hintergrund rechts ein kleines

Feuer zu erkennen ist, über dem an einem langen

Haken ein großer gefüllter Kessel hängt. Links daneben

ein geöffneter Vorratsschrank und schließlich in

der linken Ecke die Bettstatt, von einem Vorhang flankiert.

In der linken Ecke des Vordergrunds werden

still lebenhaft mehrere Küchenutensilien gezeigt, darunter

ein brauner Tontopf und eine Tonschale, ein liegender

glänzender Kupferkessel, ein geflochtener

Korb mit Gemüse sowie diverse Gemüsesorten am

Boden liegend, wie Kohl, Kartoffeln und Zwiebeln.

Dahinter auf einem Brett stehend Keramikgefäße und

an der Holzwand, an einem Haken hängend, ein Hut

und ein Kleidungsstück. Zudem ist im Hintergrund

der Mitte ein kleines Fenster erkennbar. Malerische

Genredarstellung des Künstlers mit gekonnter Lichtführung.

Wenige kleine Retuschen.

(1321516) (1) (18)

CHARLES VENNEMAN,

1802 GHENT – 1875 SAINT-JOSSE-TEN-NOODE

A FAMILY SAYING GRACE IN AN INTERIOR

Oil on panel.

62 x 70.5 cm.

Signed “CH Venneman 1843” lower left.

€ 10.000 - € 14.000

Sistrix

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255


808

ANTOINE VOLLON,

1833 LYON – 1900 PARIS

STILLLEBEN MIT MANDARINEN UND

EINER IMARI-DECKELVASE

Öl auf Holz.

26,6 x 35,1 cm.

Links unten signiert „A. Vollon“.

In dekorativem teilvergoldetem Rahmen.

In einem Innenraum vor rotbrauner Wand ein Tisch,

dessen Platte links zur Hälfte mit einem grünen Tuch

bedeckt ist. Auf diesem sorgsam arrangiert eine flache

Schale mit wenigen Mandarinen, rechts davon

ein Messer und eine teils geschälte Mandarine sowie

hinter der Schale eine weitere höhere aus Glas mit

Goldrand. Linksseitig auf dem Stoff stehend die

prachtvolle Imari-Deckelvase sowie ein Glas, eine

dunkle bauchige Vase mit langem Hals und eine Glasdeckelschale.

Malerei in teils lockerem Pinselduktus.

Teils Retuschen. (1321457) (18)

€ 4.000 - € 6.000

Sistrix

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809

MICHAEL WUTKY,

1739 KREMS/ DONAU – 1822 WIEN, NACHFOLGE

DER AUSBRUCH DES VESUV

Öl auf Leinwand.

39 x 63 cm.

Verso betitelt und datiert „Eruption du Vesuve du

mois de Mai 1855“.

Im Zentrum der Vulkan mit großer, leuchtend gelboranger

Feuerwolke vor dem nächtlichen Himmel,

der rechtsseitig durch den Mond teils hell beleuchtet

wird. Die glühende Lava bahnt sich ihren Weg bis ins

weite Tal im Vordergrund des Bildes. Zahlreiche Schaulustige

sind hier vor und seitlich des Lavastromes auf

Anhöhen zu erkennen: Meist Männer mit Fackeln

oder langen Stangen in ihren Händen wohnen voller

Interesse diesem Ereignis bei. Darstellungen von

Vesuv-Ausbrüchen wurden vor allem in der ersten

Hälfte des 19. Jahrhunderts häufig im Sinne von

Grand Tour-Erinnerungen geschaffen. Verso drei kleine

Unterlegungen, teils Retuschen. (1321466) (18)

€ 3.000 - € 4.000

Sistrix

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810

MALER DES 19. JAHRHUNDERTS

BLUMENSTILLLEBEN

Öl auf Holz.

32 x 27 cm.

Rechts unten monogrammiert.

In dekorativem vergoldetem Rahmen.

Vor dunklem olivgrünem Hintergrund auf einer Platte

stehend eine bauchige Glasvase mit Spiegelung eines

Fensters, darin das frische Blumenarrangement, bestehend

u.a. aus: gefüllten Rosen, blauer Hyazinthe

und Primel. Auf der Platte links zudem ein liegender

Zweig einer altrosafarbenen Rose mit Knospe, auf der

sich ein kleiner gelber Falter niedergelassen hat. Feine

Malerei mit den farbenfrohen, im Zentrum weißen

Blumen, die sich besonders hervorheben. Teils Rahmenschäden.

(1321469) (18)

€ 3.000 - € 4.000

Sistrix

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811

HENRIETTE HERMINIE GUDIN,

1825 PARIS – 1876

(ABB. LINKE SEITE)

PAAR KÜSTENSTÜCKE

Öl auf Holz.

14 x 21 cm.

Jeweils unten links signiert.

In breitem gekehltem, mit Perlband verziertem Rahmen.

Jeweils ein Küstengewässer darstellend mit Fischerbooten,

deren Segel sich einmal vor rötlich erleuchtetem

Morgenhimmel abzeichnen, einmal vor einem

Figurenstaffage. (13216114) (13)

€ 5.000 - € 7.000

Sistrix

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257


KATALOG VI

HAMPEL LIVING

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ONE OF THE LEADING

AUCTION HOUSES

IN EUROPE

CATALOGUE VI

LIVING: GOLD BOXES & OBJECTS OF VIRTUE,

RUSSIAN ART, FURNITURE & INTERIOR,

OLD MASTER & 19TH CENTURY PAINTINGS,

ART NOUVEAU & MODERN ART FOR THE YOUNG COLLECTOR,

JEWELLERY, PARK DECORATIONS, VARIA

Auctions: Thursday, 30 June 2022

Exhibition: Saturday, 25 June – Tuesday, 28 June 2022

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