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Georg 3-22

DER KLEINE GEORG ist eine Fachzeitschrift für den Pferdefreund, welche im Raum zwischen Harz und Heide sowie in der Umgebung und im westlichen Sachsen-Anhalt vertrieben wird. Hier wird über Pferdesport und Zucht in allen Facetten berichtet. Dabei macht die bunte Mischung aus überwiegend regionaler und überregionaler Berichterstattung sowie diversen Fachartikeln DER KLEINE GEORG so einzigartig.

DER KLEINE GEORG ist eine Fachzeitschrift für den Pferdefreund, welche im Raum zwischen Harz und Heide sowie in der Umgebung und im westlichen Sachsen-Anhalt vertrieben wird. Hier wird über Pferdesport und Zucht in allen Facetten berichtet. Dabei macht die bunte Mischung aus überwiegend regionaler und überregionaler Berichterstattung sowie diversen Fachartikeln DER KLEINE GEORG so einzigartig.

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DER KLEINE GEORG<br />

Die Fachzeitschrift für den Pferdefreund<br />

in Harz, Heide und Umgebung<br />

3/20<strong>22</strong><br />

Ausgabe<br />

Juni/Juli<br />

€ 3,00<br />

Nachlese Multi WC-Finale in Leipzig<br />

Nachlese 5. Int. Deutsche Arena Polo Meisterschaft<br />

Titelseite <strong>Georg</strong> 3-<strong>22</strong>.indd CS4 Hand.indd 1 1 30.05.<strong>22</strong> 15:37<br />

21:16


Zentrum Wolfsburg<br />

präsentiert:<br />

Bösdorfer Fahrsporttage<br />

14. - 17.07.20<strong>22</strong><br />

Satz: DER KLEINE GEORG<br />

2<br />

Bösdorfer <strong>Georg</strong> 3-<strong>22</strong>.indd Fahrsporttage 2 <strong>22</strong>.indd 1 17.05.<strong>22</strong> 30.05.<strong>22</strong> 17:24<br />

21:16


In dieser Ausgabe:<br />

Letzte Meldung 3<br />

Equitana 20<strong>22</strong> 4<br />

RFV Westercelle/Altencelle e.V. 6<br />

PRC Volkmarode 8<br />

RFV Hildesheim 10<br />

RFV Derenburg 13<br />

RV Liebenburg 16<br />

Neue Bult 18<br />

5. Internationale Deutsche<br />

Arena Polo Meisterschaft 21<br />

Reitsportmosaik 23<br />

Fütterung: Pferde richtig füttern 35<br />

Energiebedarf des Pferdes 36<br />

Neues von der IG Classic 38<br />

Bronzenes Reiterkreuz<br />

für Hanna Preller 40<br />

Wilhelm Lörcher lebt nicht mehr 41<br />

Wir gratulieren 42<br />

Gustav Rau Medaille<br />

für Ulrike Struck 42<br />

Heidedragoner nehmen Proben<br />

wieder auf 43<br />

Zeltlager des KRV Gifhorn 44<br />

Dem Namen Förderverein folgen<br />

auch die Tätigkeiten 44<br />

Vorschau: Harzburger Rennwoche 45<br />

Vorschau: Bösdorfer Fahrsporttage 47<br />

Vorschau: 50 Turnierjahre in<br />

Volkmarode 48<br />

Vorschau: 23. Vielseitigkeitsmeeting<br />

in Bad Harzburg 49<br />

Vorschau: Wir starten durch -<br />

10. ASCANIA Pferdefestival 50<br />

Vorschau: 45. Pferdefestival<br />

Holtensen 51<br />

Termine 53<br />

Vorschau/Impressum 54<br />

Letzte Meldung:<br />

Frauenpower beim Deutschen<br />

Spring- und Dressur Derby<br />

3 Jahre musste das Deutsche<br />

Spring- und Dressur-Derby eine<br />

coronabedingte Pause einlegen, doch<br />

vom 25. - 29.05.20<strong>22</strong> meldete sich<br />

Hamburgs Kultturnier eindrucksvoll<br />

zurück und die zahlreichen Besucher<br />

konnten wieder internationalen<br />

Spitzenreitsport erleben. Dabei<br />

gehörte auch dieses Jahr die Global<br />

Champions Tour of Hamburg zu dem<br />

weltweit einzigartigen Gesamtpaket,<br />

das Tradition und Moderne auf<br />

allerhöchstem Reitsportniveau vereint.<br />

Am Sonntag standen dann allerdings<br />

die beiden Derbys im Mittelpunkt.<br />

Hier zeigte zuerst Kathleen Kröncke<br />

mit ‚Hampton Court‘, dass sie einfach<br />

eine Derby-Queen ist und sicherte zum<br />

2. Mal nach 2011 das blaue Band. Im<br />

Finale mit Pferdewechsel verwies sie<br />

Frederic Wandres mit ‚Dom Perignon‘<br />

und Hendrik Lochthowe mit ‚Bricco<br />

Brione‘, der mit allen 3 Reitern<br />

Ergebnisse über 70 % lieferte auf die<br />

Plätze.<br />

„Ich habe wirklich nicht damit<br />

gerechnet“, strahlte sie.<br />

Am Nachmittag schrieb Cassandra<br />

Orschel mit ‚Dacara E‘ Geschichte.<br />

Nicht nur, dass sie das 1. Mal im<br />

Derby am Start war, sie war seit 1975<br />

auch die 1. Frau, die dieses Springen<br />

gewinnen konnte. Dabei war keinem<br />

der 28 Paare eine fehlerfreie Runde<br />

gelungen, so dass ein Stechen der mit<br />

4 Fehlern belasteten Reiter über den<br />

Sieg entscheiden musste. Am Ende<br />

setzte sich die für Polen startende<br />

29-Jährige mit der einzigen Nullrunde<br />

gegen Frederic Tillmann/‚Comanche‘,<br />

André Thieme/‚Contadur‘ und Sandra<br />

Auffarth/‚Nupafeeds La Vista‘ durch.<br />

Und auch sie hätte „nie und nimmer“<br />

damit gerechnet, das Derby zu<br />

gewinnen. Denn nach dem sich gezeigt<br />

hat, dass ‚Dacara E‘ „diese Aufgaben<br />

‚mit dem Finger in der Nase‘ löst“<br />

wollte sie es unbedingt hier probieren -<br />

als Hamburgerin beim Derby.“<br />

„Ich habe das Derby noch nie so<br />

verregnet erlebt, aber die Hamburger<br />

kommen trotzdem. Wir haben fast<br />

genauso viele Zuschauer wie 2019, da<br />

hatten wir sehr schönes Wetter. Das<br />

zeigt, dass die Leute wegen des Derbys<br />

kommen – das ist natürlich toll“, freute<br />

sich Derby-Chef Volker Wulff.<br />

Einen ausführlichen Nachbericht<br />

über das Kultturnier in Hamburg lesen<br />

Sie in der nächsten Ausgabe von<br />

DER KLEINE GEORG am 15.08.20<strong>22</strong>.<br />

Text und Fotos K.B.<br />

Satz: DER KLEINE GEORG<br />

Zum Titelfoto:<br />

Nach Siegen in den Jahren<br />

2018, 2019 und 2020 voltigierte<br />

Vize-Weltmeister Jannik Heiland mit<br />

‚Rockemotion‘ dieses Jahr auf Rang 3.<br />

Foto: Petra Beinecke<br />

Immer gut informiert mit<br />

DER KLEINE GEORG<br />

Schon abonniert?<br />

3<br />

17:24<br />

<strong>Georg</strong> 3-<strong>22</strong>.indd 3 30.05.<strong>22</strong> 21:16


Noch 2021 musste die Equitana<br />

coronabedingt ausfallen, doch<br />

pünktlich zu ihrem 50. Geburtstag<br />

war die Weltmesse des Pferdesports<br />

endlich wieder Treffpunkt der Branche.<br />

Knapp 101.000 Besucher kamen ins<br />

Ruhrgebiet, um die größte Messe der<br />

Branche und die Abendveranstaltungen<br />

mitzuerleben. Eine Zahl, die die<br />

Erwartungen des Veranstalters RX<br />

Austria & Germany bei weitem<br />

übertroffen hat.<br />

„Wir sind überwältigt von der<br />

ungeheuren Resonanz in den<br />

vergangenen Tagen und bedanken uns<br />

bei allen Beteiligten für das große<br />

Vertrauen, das sie uns entgegengebracht<br />

haben”, betont COO Barbara Leithner<br />

und Equitana-Direktorin Christina<br />

Uetz ergänzt: „Wir haben gezeigt, wie<br />

wichtig diese Veranstaltung für den<br />

Markt ist - gerade nach den großen<br />

Herausforderungen der Pandemie.“ So<br />

habe die Equitana 20<strong>22</strong> ein deutliches<br />

Signal für die gesamte Pferdesport-<br />

Branche und die Messewirtschaft in<br />

ganz Deutschland gesetzt.<br />

Aktuelles<br />

Equitana 20<strong>22</strong><br />

Jubiläumsveanstaltung begeistert<br />

Besucher und Branche<br />

So bot die Weltmesse des Pferdesports<br />

vom 07. - 13.04.20<strong>22</strong> 450 Ausstellern<br />

wieder eine Plattform, um sich<br />

und ihre Neuheiten erfolgreich<br />

zu präsentieren. Und auch hier<br />

herrschte überall Begeisterung, da die<br />

Besucherfrequenz und der Umsatz<br />

die Erwartungen deutlich übertroffen<br />

haben. So erklärte z.B. Dorina Weber,<br />

Leitung Horse Pferdesportsysteme:<br />

„Wir sind sehr zufrieden und konnten<br />

keinen Unterschied zu vorherigen<br />

Veranstaltungen feststellen. Die<br />

Besucher haben wieder richtig Lust auf<br />

Messe und sind spürbar in Kauflaune.“<br />

Doch die Besucher konnten auf der<br />

Messe nicht nur Neues entdecken oder<br />

sich das eine oder andere Schnäppchen<br />

sichern. Zum 50. Geburtstag der<br />

Equitana bekamen sie in 7 Tagen mehr<br />

als 400 Stunden Programm geboten.<br />

Dabei gaben z.B. Olympiasiegerin<br />

Ingrid Klimke, Pferdeprofi Bernd Hackl<br />

und der Meister der Freiheitsdressur<br />

Jean-Francois Pignon ihr Wissen in<br />

einem eigenen Ausbildungsabend<br />

in Spielfilmlänge weiter. „Diesen<br />

Ausbildungsabend vorzubereiten<br />

hat sehr viel Spaß gemacht und wir<br />

haben unglaublich positives Feedback<br />

bekommen. Selbst Uta Gräf hat<br />

gesagt, sie hätte keinen Moment<br />

verpassen wollen und das ist schon<br />

ein riesengroßes Kompliment“, sagte<br />

Ingrid Klimke, die sich das ganze<br />

Jahr auf die Veranstaltung gefreut hat.<br />

„Es ist immer so spannend, weil es<br />

so viele Neuheiten gibt und es ist ein<br />

Wiedersehen mit vielen wunderbaren<br />

Pferdemenschen.“<br />

Und natürlich durften auch diverse<br />

Lehrstunden mit prominenten Trainern<br />

nicht fehlen. „Es war erstaunlich,<br />

wieder vor einer so vollen Tribüne<br />

zu stehen und den Schülern ein paar<br />

Tipps mitzugeben, was sie im Training<br />

zu Hause noch verbessern können“,<br />

erklärte die 7-fache Olympiasiegerin<br />

Isabell Werth und hob das gelungene<br />

Gesamtkonzept hervor. „Die Equitana<br />

ist die einzige Veranstaltung, die<br />

Breiten- und Spitzensport verbindet und<br />

beiden gleichermaßen eine Plattform<br />

bietet.“ Dieser Aussage konnte sich<br />

Vielseitigkeits-Olympiasiegerin Julia<br />

Krajewski nur anschließen. „Es ist ein<br />

toller Treffpunkt aller Disziplinen. Und<br />

obwohl das Unterrichten mein Beruf<br />

ist, macht es vor so vielen begeisterten<br />

Menschen besonders viel Spaß“,<br />

betonte die Junioren-Bundestrainerin.<br />

Foto: PHILIPPE GRAND<br />

Foto: Thomas Hellmann<br />

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4<br />

<strong>Georg</strong> 3-<strong>22</strong>.indd 4 30.05.<strong>22</strong> 21:16


Aktuelles<br />

Foto: PHILIPPE GRAND<br />

Foto: Holger-Schupp.de<br />

Jean-Francois Pignon<br />

Einen weiteren Höhepunkt der<br />

erlebnisreichen Messetage bildeten<br />

einmal mehr die 3 Hop Top Show-<br />

Abende mit Künstlern aus ganz Europa,<br />

die nicht nur die Besucher begeisterte.<br />

Auch Publikumsliebling Lorenzo<br />

schwärmt: „Die Equitana ist für mich<br />

bis heute etwas ganz Besonderes. Mein<br />

erster Auftritt dort 1995 hat für mich<br />

alles verändert. Es war der Beginn<br />

meiner internationalen Karriere. Die<br />

Vielzahl hochkarätiger Künstler in der<br />

Hop Top Show ist wirklich einzigartig.“<br />

Und für die 84-jährige Grand Dame des<br />

Horsemanship, Linda Tellington Jones,<br />

die extra für die Messe aus Hawaii<br />

angereist war, war es die beste Hop Top<br />

Show, die sie je gesehen habe.<br />

Das gesamte Jubiläumsprogramm<br />

begeisterte auch Friederich Witte, der<br />

die Equitana von der vermeintlich<br />

verrückten Idee des Gründers Wolf<br />

Kröber vor 50 Jahren bis heute<br />

unterstützt und begleitet hat. „Die<br />

Equitana ist keine Messe, sie ist ein<br />

Naturereignis“, sagt der einstige<br />

Vorsitzende des Pferdesport-Verbandes<br />

Rheinland. Er ist begeistert, dass die<br />

Idee einer Messe aus Liebe zum Pferd<br />

so erfolgreich und zukunftsorientiert<br />

weiterlebt.<br />

Linda Tellington-Jones<br />

Und da sich die verkürzte Laufzeit<br />

von 7 Tagen aufgrund der pandemiebedingten<br />

Verschiebung von 2021 auf<br />

20<strong>22</strong> im Jubiläumsjahr bereits bewährt<br />

hat, wird die nächste Equitana vom 07.<br />

- 15.03.2023 stattfinden. „Die positive<br />

Resonanz von einer großen Mehrheit<br />

der Aussteller hat uns davon überzeugt,<br />

die Veranstaltung in diesem Rahmen<br />

fortzuführen und entsprechend zu<br />

planen“, betont Christina Uetz.<br />

K.B.<br />

U.a. begeisterten Lorenzo,<br />

das Gestüt Kladruby und<br />

Santi Serra Camps,<br />

Marie Desodt die Zuschauer in der Hop Top Show<br />

Fotos: Holger-Schupp.de, WWW.FOTOKUCZKA.DE, Antoine BASSALER<br />

5<br />

<strong>Georg</strong> 3-<strong>22</strong>.indd 5 30.05.<strong>22</strong> 21:16


2 Jahre musste das traditionelle Dressurund<br />

Springturnier des RuF Westercelle/<br />

Altencelle e.V. pandemiebedingt<br />

pausieren, jetzt meldete sich der<br />

Verein mit einem Reitsportevent der<br />

Extraklasse zur Eröffnung der grünen<br />

Saison wieder zurück. Dabei hatte man<br />

laut Pressewartin Petra Heese zwar<br />

„die Prüfungen ein bisschen erhöht“<br />

und gleich 3 S-Springen sowie 2<br />

S-Dressuren ausgeschrieben, aber auch<br />

die Jugend wurde nicht vergessen. So<br />

zählten ebenfalls eine Führzügelklasse,<br />

ein Dressurreiterwettbewerb sowie<br />

die E-Dressur und das E-Springen zu<br />

den insgesamt 41 Prüfungen. „Das<br />

ist bislang unser größtes Turnier,<br />

ausgeweitet auf 4 Tage“, erzählt Petra<br />

Heese. „Am Donnerstag fanden die<br />

Jungpferdeprüfungen statt und von<br />

Freitag bis Sonntag eben die ‚normalen’<br />

Prüfungen bis S**-Springen und St.<br />

<strong>Georg</strong> in der Dressur.“<br />

Allerdings kommen die Reiter nicht<br />

nur aufgrund der Ausschreibung immer<br />

wieder gerne nach Westercelle. Denn<br />

auch das ganze Drumherum stimmt. So<br />

schwärmt nicht nur Hilmar Meyer, der<br />

bereits 2019 hier zu Gast war: „Also<br />

ich muss sagen, Westercelle kann man<br />

immer mit auf dem Zettel haben, das<br />

ist ein sehr gutes Turnier. Da stimmt<br />

einfach alles, von der Bewirtung, der<br />

Meldestelle, dem Parkplatzwärter<br />

... das ist einfach ein harmonisches<br />

Turnier.“<br />

Und auch, dass wieder alles<br />

stattgefunden hat, ist klasse. Dass war<br />

kein reines Springturnier, sondern ein<br />

richtiges Turnier wie es sich gehört. Das<br />

war einfach sehr gut gemacht.“ Auch<br />

Christof Kauert zeigte sich begeistert:<br />

„Das war rundum gelungen. Es war<br />

sehr herzlich, es wurde alles getan was<br />

möglich ist, damit alle zufrieden sind.“<br />

Regionaler Turniersport<br />

RFV Westercelle/Altencelle e.V.<br />

4 Tage Reitsport vom Feinsten zur Eröffnung<br />

der Grünen Saison<br />

gekommen ist, war klasse“, stellte<br />

Petra Heese zufrieden fest. Allerdings<br />

wissen die Veranstalter auch, dass so<br />

ein Turnier nicht ohne die tatkräftige<br />

Unterstützung von Sponsoren<br />

und vielen ehrenamtliche Helfer<br />

durchzuführen ist. So bedankte sich die<br />

1. Vorsitzende Brigitte Frieling dann<br />

auch bei allen Unterstützern: „Ohne Sie<br />

Alle wäre eine so große Veranstaltung<br />

auf diesem hohen Niveau nicht<br />

möglich! DANKE!“<br />

Hilmar Meyer nicht zu sclagen<br />

So bildete das S-Springen am Samstag,<br />

bei dem sich 40 Teilnehmer in die<br />

Starterliste eingetragen hatten, einen<br />

1. Höhepunkt. Hier legte der für den<br />

RV Der Montagsclub startende Ire<br />

Nano Healy mit ‚Cera 77’ als 7. Starter<br />

schnelle fehlerfreie 60,56 Sekunden<br />

vor und sah lange wie der Sieger aus.<br />

Doch dann sauste Hilmar Meyer im<br />

Sattel von ‚Come and fly 2’ (Reit- u.<br />

Rennverein Schwarme 1897 e.V.) nach<br />

58,07 Sekunden über die Ziellinie. Rang<br />

3 holten sich Carsten Biermann und<br />

‚Suncelina’ vom RFV Nienburg e. V.<br />

Madeleine Engelke und ‚Shizeido GJ’<br />

tanzen zum Sieg<br />

Am Sonntag hatten die zahlreichen<br />

Zuschauer dann ein bisschen die<br />

Qual der Wahl. Denn während die<br />

Dressurreiter im St. <strong>Georg</strong> Special<br />

um die goldene Schleife kämpften,<br />

wurde es für die Springreiter in<br />

einem S**-Springen mit Stechen<br />

ernst. Dabei lieferten sich bereits die<br />

Reiter in Frack und Zylinder einen<br />

spannenden Wettstreit. Denn nach<br />

dem Mike Habermann und der Celler<br />

Landbeschäler ‚Labbadio’ von der<br />

Pferde-Sport-Gem. Nienhagen e.V. mit<br />

68,780 % die Führung übernommen<br />

hatte, verwies ihn kurz darauf Stella<br />

Charlott Roth, die mit ‚Quantissimo’<br />

(RFV Allertal) 69,187 % erzielen<br />

konnte, auf Rang 2. Am Ende war<br />

aber Madeleine Engelke mit ‚Shizeido<br />

GJ’ nicht zu schlagen. Die für den RV<br />

Niederstöcken e.V. startende Schwedin<br />

wurde für ihre Vorstellung mit 69,756<br />

% belohnt.<br />

Doch die Veranstalter durften sich nicht<br />

nur über viel Lob von allen Seiten,<br />

sondern auch über stark gestiegene<br />

Nennungszahlen freuen. „Wir haben<br />

knapp 2.000 Nennungen. Und auch<br />

das Starterfeld, das dann tatsächlich<br />

6<br />

Hilmar Meyer und ‚Come and fly 2’ waren am Samstag nicht zu schlagen<br />

<strong>Georg</strong> 3-<strong>22</strong>.indd 6 30.05.<strong>22</strong> 21:16


Regionaler Turniersport<br />

Jetzt kann ich glücklich und zufrieden<br />

wieder nach Hause fahren. Und im<br />

nächsten Jahr komme ich wieder!“<br />

Madeleine Engelke und ‚Shizeido GJ’auf em Weg zum Sieg<br />

Christof Kauert kommt<br />

sieht und siegt<br />

Auf dem Springplatz bildete am<br />

Sonntagnachmittag das S**-Springen<br />

mit Stechen den Höhepunkt. Und auch<br />

hier bekamen die Zuschauer spannenden<br />

Sport zu sehen. Dabei hatten Axel<br />

Kögler und Oliver Wennerscheid den<br />

36 Teilnehmern einen anspruchsvollen<br />

Parcours in den Weg gestellt, der nur<br />

von 6 Paaren fehlerfrei überwunden<br />

wurde. In der Entscheidung konnte<br />

dann zuerst Hilmar Meyer mit ‚Come<br />

and Fly 2’ seine Nullrunde wiederholen,<br />

die Beiden waren nach 71,66 Sekunden<br />

zu Hause. Doch schon der nächste<br />

Starter, Christof Kauert (Union 1861<br />

Schönebeck e.V.), zeigte, dass es<br />

deutlich schneller geht und sauste im<br />

Sattel von ‚Annabell 510’ nach 67,58<br />

Sekunden ins Ziel. An diese Zeit kam<br />

keiner mehr heran. Allerdings war<br />

Nano Healy auf ‚Cera 77’ mit 71,08<br />

Sekunden auch flott unterwegs und<br />

reihte sich auf Platz 2 ein.<br />

mal ein Anreiz.“ So zeigte sich der<br />

strahlende Sieger dann auch zufrieden<br />

mit dem Abschluss. „Ich war mit dem<br />

Ziel hergekommen, gute Runden zu<br />

drehen und ein paar Platzierungen zu<br />

holen, aber bisher hatte ich ja noch nicht<br />

so viel Glück, doch jetzt umso mehr.<br />

Und auch Hilmar Meyer zog eine<br />

positive Turnierbilanz. „Ich bin mehr als<br />

gut zufrieden. Ich habe aber auch 2 tolle<br />

Pferde mitgehabt. Ich war erfolgreich,<br />

mein Bereiter, der Ire Nano Healy, war<br />

sehr, sehr gut, er war in jedem Springen<br />

platziert.“ Dabei fand er besonders<br />

lobende Worte für den 11-jährigen<br />

‚Come and fly 2’, der am Montag<br />

auch vom Hannoveranerverband<br />

gekört worden ist. „Der Schimmel<br />

war unglaublich. Der hat Samstag<br />

das S gewonnen und war am Sonntag<br />

Doppelnull und 3. Die Woche davor<br />

in Westergellersen war er auch schon<br />

alle Runden Null. Der ist natürlich ’ne<br />

Augenweide und ich bin auch froh,<br />

dass ich ihn habe“, so Meyer. Und auch<br />

er schwärmt: „Das ist ein Top-Turnier<br />

mit einem top Organisationsteam und<br />

einem unglaublichen Engagement der<br />

Sponsoren in dieser nicht einfachen<br />

Zeit. Und es war natürlich auch mal<br />

wieder super Gefühl vor so vielen<br />

Zuschauern zu reiten. Das kennt man ja<br />

gar nicht mehr. Das war richtig, richtig<br />

toll!<br />

„Ich bin das 1. Mal hier in Celle und<br />

überaus begeistert. Ich bedanke mich<br />

beim Veranstalter für das schöne<br />

Turnier“ erklärte Christof Kauert.<br />

„Es war einfach schön, endlich mal<br />

wieder vor Zuschauern zu reiten. Die<br />

Zuschauer haben auch mitgekämpft<br />

und mitgefiebert, das ist einfach noch<br />

Christof Kauert schnappte sich mit ‚Annabell 510‘ den Sieg<br />

7<br />

<strong>Georg</strong> 3-<strong>22</strong>.indd 7 30.05.<strong>22</strong> 21:16


8<br />

Nano Healy sprang mit ‚Cera 77’ auf Rang 2<br />

Übrigens: Diese<br />

Prüfung wurde<br />

neben einer bereits<br />

aufgestellten<br />

Spendenbox<br />

in „Claudia`s<br />

Gourmet-Remise“,<br />

genutzt, um Spenden<br />

für die Urkraine zu<br />

sammeln. Dabei<br />

wurde jeder Sprung<br />

an Sponsoren<br />

verteilt, jeder Fehler<br />

kostete mindestens<br />

5,00 Euro. So wurde<br />

eine beachtliche<br />

Summe in Höhe<br />

von knapp 1.500,00<br />

erzielt!<br />

PRC Volkmarode<br />

Basisturnier feiert grandiose Premiere<br />

„Ich wollte schon seit vielen, vielen<br />

Jahren ein Basisturnier haben“ sagt die<br />

1. Vorsitzende des PRC Volkmarode,<br />

Monika Bergmann. Dieser Wunsch<br />

ging am 23. und 24.04.20<strong>22</strong> in<br />

Erfüllung und das Turnier kam auch bei<br />

den Teilnehmern richtig gut an. „Wir<br />

haben aufgrund der Nennungszahlen<br />

gesehen, dass wir den Nagel auf den<br />

Kopf getroffen haben.“ Schließlich<br />

hatten Reiter aus Nah und Fern für die<br />

6 Spring- und 7 Dressurprüfungen 500<br />

Nennungen für 420 Pferde abgegeben.<br />

Lisa Isensee auf ‚Anjolie 3’<br />

Regionaler Turniersport<br />

Doch nicht nur dieses Ergebnis sorgte<br />

bei der 1. Vorsitzenden für Freude.<br />

„Wir haben ganz viel Ruhe hier drin<br />

gehabt, auf dem gesamten Platz keine<br />

Meckereien, keine Beanstandungen an<br />

Platz oder Abreiteverhältnissen, das<br />

hat mir sehr gut gefallen“, stellte sie<br />

bereits nach den Springprüfungen am<br />

Samstagabend fest. Allerdings gab die<br />

1. Vorsitzende auch zu: „Nach 2 Jahren<br />

Turnierausrichtung unser Corona-<br />

Bedingungen, in der zwar auch geritten<br />

wurde, aber eher verhalten, überraschte<br />

Durchweg positives Turnierfazit<br />

So zogen die Veranstalter am<br />

Sonntagabend ein durchweg positives<br />

Turnierfazit. „Wir sind super zufrieden,<br />

wir haben nur positive Reaktionen<br />

gehört, alle sind begeistert. Reiter<br />

und Pferde haben sich wohl gefühlt“,<br />

stellte Petra Heese fest. Und die 1.<br />

Vorsitzende Brigitte Frieling ergänzte:<br />

„Es war einfach toll und hat Spaß<br />

gemacht. Wir haben spitzen Sport<br />

gesehen und waren froh, nach einer so<br />

langen Pause wieder ein großes Turnier<br />

mit vielen Teilnehmern und vor allen<br />

Dingen unter Zuschauern stattfinden<br />

lassen zu können! Jetzt können die<br />

Vorbereitungen für das Turnier 2023<br />

beginnen!“<br />

Text und Fotos: K.B.<br />

der hohe Andrang an Reitern und<br />

Besuchern wiederrum nicht.“<br />

So hatte der PRC Volkmarode auch für<br />

dieses Turnier „eine gute Atmosphäre<br />

geschaffen“ und wurde mit vielen<br />

Zuschauern und gutem Sport belohnt.<br />

Dabei sorgten bereits am Samstag<br />

die Erfolge der Vereinsmitglieder für<br />

zusätzliche Freude bei den Veranstaltern.<br />

Denn nach dem sich Nadine Lehmann<br />

mit ‚Fuegolino’ und der Wertnote<br />

7,8 bereits im A*-Stilspringen den<br />

Sieg gesichert hatte, holten sich Lisa<br />

Isensee auf ‚Anjolie 3’ sowie Henrik<br />

Fischer mit ‚Scato’ gleich die Plätze<br />

1 und 2 im Springen der Klasse A**<br />

mit steigenden Anforderungen. Und<br />

auch im abschließenden L-Springen<br />

waren die Gastgeber nicht zu schlagen.<br />

Dabei hatte Emma Borrosch vom<br />

RFV Breitenrode e.V im Sattel von<br />

‚Charles Brown 2’ schon eine flotte<br />

Runde gedreht, doch die fehlerfreien<br />

53,08 Sekunden sollten „nur“ zu Platz<br />

2 reichen. Denn kurz danach sauste<br />

Nadine Lehmann mit ‚Eccle-Stone’ in<br />

52,07 Sekunden durch den von Piotr<br />

Gospodarek gebauten Parcours. Rang 3<br />

holten sich Henrik Fischer und ‚Scato’,<br />

die nach 53,58 Sekunden zu Hause<br />

waren.<br />

<strong>Georg</strong> 3-<strong>22</strong>.indd 8 30.05.<strong>22</strong> 21:16


Regionaler Turniersport<br />

Drebenstedt mit ‚Elfentanz 12’ die<br />

Nase vorn, die sich mit der Wertnote<br />

8,0 gegen Alexandra Müller und<br />

‚Crocoman T’ (Rcl. Querum e. V., 7,8)<br />

sowie Anneke Wintjen auf ‚Dannenberg<br />

S’ (Reitclub Braunschweiger Land e.<br />

V., 7,6) durchsetzen konnte.<br />

„ Das ist erst mein 2. Turnier mit ihr<br />

und unsere 1. L-Dressur, da freue ich<br />

mich sehr drüber“, sprudelte es aus der<br />

strahlenden Siegerin heraus.<br />

So konnte Monika Bergmann ihre<br />

Aussagen vom Vortag am Sonntagabend<br />

nur wiederholen. „Ich gucke hier nur in<br />

zufriedene Gesichter und so muss das<br />

sein.“<br />

Nadine Lehmann (hier mit ‚Eccle-Stone’) war mehrfach erfolgreich<br />

„Das war mein 1. L-Springen und<br />

eigentlich wollte ich nur durchkommen,<br />

keine Verweigerung haben“, erklärte<br />

Nadine Lehmann. „Das ist auf jeden<br />

Fall ein Traum, das gewonnen zu<br />

haben“. So will die junge Amazone, die<br />

bei Florian Habermann trainiert, auch<br />

erst einmal weiter „A**/L reiten und da<br />

ein bisschen Sicherheit kriegen.“<br />

Und auch am Sonntag wartete toller<br />

Sport auf die zahlreichen Zuschauer.<br />

Hier bildete die L-Dressur den<br />

krönenden Abschluss, für die 28<br />

Teilnehmer ihre Pferde gesattelt<br />

hatten. Am Ende hatte die für den RFV<br />

Königslutter u.U. e.V. startende Lena<br />

Allerdings bleibt den Veranstaltern<br />

nicht lange Zeit zum Durchatmen.<br />

Denn vom 17. - 19.06.20<strong>22</strong> und vom<br />

29. - 31.07.20<strong>22</strong> findet in Volkmarode<br />

das große Dressur- bzw. Springturnier<br />

mit Prüfungen bis zur Klasse S statt.<br />

„Dafür brauchen wir unheimlich viele<br />

Freiwillige. Also, unsere Mitglieder<br />

sind immer gefordert und müssen sehr<br />

fleißig sein, weil wir ja auch alles in<br />

Eigenregie machen.“<br />

Text und Fotos: K.B.<br />

So zog auch Monika Bergmann am<br />

Samstagabend ein absolut positives<br />

Zwischenfazit. „Die Butze war voll,<br />

unsere Cateringabteilung konnte sich<br />

in diesem Jahr wieder auslassen.<br />

Also, wir sind mit dem 1. Tag mehr<br />

als zufrieden. Jetzt freuen wir uns auf<br />

Morgen, dann sind ja auch die ganz<br />

Kleinen dran.“ Und auch da ist laut der<br />

1. Vorsitzenden „jede Prüfung bis zum<br />

Ende ausgeschöpft.“ So geht ein großes<br />

Dankeschön an die vielen fleißigen<br />

Helfer, die dieses Wochenende<br />

besonders gefordert waren. „Wir haben<br />

ganz viele Coronaausfälle gehabt, es<br />

sind bestimmt 10, 12 Mann krank und<br />

die anderen Mitglieder mussten das<br />

wieder auffangen. Auch da gab es kein<br />

Gemurre, kein Theater. Heute war eine<br />

einzige Harmonie hier. Und ich genieße<br />

es auch, wenn unsere Mitglieder nicht<br />

nur arbeiten, sondern wenn sie sich<br />

auch verstehen und hier Spaß haben.“<br />

Auch Lena Drebenstedt war mit ‚Elfentanz 12’, die sie seit ca. 1 Jahr zur<br />

Verfügung hat, in ihrer 1. gemeinsamen L-Dressur erfolgreich<br />

9<br />

Foto: Moin Moin Design<br />

Katharina Walkemeyer<br />

<strong>Georg</strong> 3-<strong>22</strong>.indd 9 30.05.<strong>22</strong> 21:16


RFV Hildesheim<br />

„Das war einfach ein schönes Turnier mit gutem Sport“<br />

Nachdem die Corona-Pandemie<br />

in den letzten 2 Jahren für viele<br />

Turnierabsagen gesorgt hat, sind die<br />

Beschränkungen seit einigen Wochen<br />

aufgehoben und die Veranstalter<br />

können wieder aufatmen. So hatte auch<br />

der RFV Hildesheim erneut zu seinem<br />

traditionellen Dressur- und Springturner<br />

im Mai eingeladen. Und nicht nur der<br />

1. Vorsitzende Oliver Tüpker stellte<br />

zufrieden fest: „Es war ja auch schön,<br />

ohne Auflagen und Konzepte.“ Auch<br />

Richter Jan Crome-Sperling zeigte<br />

sich begeistert: „Die Stimmung war<br />

gut, das Publikum hatte unheimlich<br />

Lust die Reiter zu feiern. Jetzt nach<br />

der Pandemie war’s für alle toll, dass<br />

mal wieder zusammengestanden,<br />

zusammengesessen und der Sport<br />

genossen werden konnte. Und da laut<br />

Parcourschef Frank Drebing „die Leute<br />

super nett“ sind und „einen Plan vom<br />

Turniermachen“ haben, ist der Sport<br />

auch immer gut. „Da muss man nicht<br />

5 Mal überlegen, ob man vielleicht ein<br />

Loch niedriger baut.“<br />

Dabei gab es aber nicht nur im Großen<br />

Preis Sport vom Feinsten zu sehen.<br />

Schließlich hatten erneut zahlreiche<br />

Spitzenreiter ihre Pferde in den 32<br />

bis zur Klasse S ausgeschriebenen<br />

Prüfungen auf Gut Steuerwald gesattelt.<br />

Nach dem am Freitag die Dressur- und<br />

Springpferdeprüfungen bis zur Klasse<br />

M im Mittelpunkt standen, durften<br />

sich die Zuschauer bereits am Samstag<br />

über Sport auf höchsten Niveau in der<br />

Reithalle bzw. auf dem Springplatz<br />

freuen.<br />

Carolin Miserre und<br />

Gerald Nothdurft siegreich<br />

Dabei bildete die S-Dressur einen<br />

ersten Höhepunkt. Hier zeigte die<br />

für den RFV Springe startende<br />

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Carolin Miserre mit ‚Don Ricaro’<br />

als 5. Starterin eine tolle Vorstellung<br />

und übernahm die Führung in dem<br />

18-köpfigen Starterfeld, die sie auch<br />

nicht mehr abgab. Spannend wurde es<br />

dann noch einmal, als Lokalmatadorin<br />

Ann-Kristin Arnold mit ‚Sir Salvatore<br />

2’ in das Viereck einritt. Und auch diese<br />

Beiden präsentierten sich in bester<br />

Verfassung, erzielten 68,728 % und<br />

wurden mit Platz 2 belohnt. Allerdings<br />

musste sie sich den mit Carolin Miserre<br />

teilen, die auf ‚Duzfreund 2’ ebenfalls<br />

68,728 % erreichte.<br />

Zum Abschluss gab es dann noch einmal<br />

spannenden Springsport zu sehen.<br />

Denn im Punktespringen der Klasse S<br />

hatte Parcourschef Frank Drebing den<br />

42 Startern einen anspruchsvollen Kurs<br />

in den Weg gestellt, der von 10 Paaren<br />

mit voller Punktzahl bewältigt wurde.<br />

Hier hatte der für den Ländlichen RFV<br />

Moringen startende Gerald Nothdurft<br />

mit ‚ride smart Legend of Life’ gleich<br />

als 2. Starter seine Konkurrenten<br />

ordentlich unter Druck gesetzt. Und<br />

tatsächlich bissen sich die folgenden<br />

Reiter an den 58,30 Sekunden die<br />

Zähne aus. Allerdings musste Nothdurft<br />

bei der Runde von Ferdinand Kähn<br />

und ‚Bernie’ doch noch einmal etwas<br />

zittern. Denn auch diese Beiden waren<br />

super schnell unterwegs, die Uhr blieb<br />

aber bei 58,75 Sekunden stehen. Rang 3<br />

holte sich Enrico Süßenbach vom RFV<br />

Isernhagen mit ‚Suzi Quatro FRH’.<br />

Ann-Kristin Arnold war mit ‚Sir Salvatore 2’ erfolgreich<br />

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Regionaler Turniersport<br />

Carolin Miserre und ‚Don Ricaro‘ waren am Wochenende einfach nicht zu schlagen<br />

Carolin Miserre erneut<br />

nicht zu schlagen<br />

Am Sonntag wurde es dann zuerst für<br />

die Reiter in Frack und Zylinder ernst.<br />

Und auch hier zeigte sich Carolin<br />

Miserre in bestechender Form. Dabei<br />

wurde bereits ihre Vorstellung von ‚Don<br />

Ricaro’ von den Richtern Angelika-<br />

Ingeborg Molitor-Boll, Regine Koch<br />

und Gabriele Schmidt von Arndt mit<br />

70,132 % bewertet, was den Sieg in<br />

der S**-Dressur bedeutete. Außerdem<br />

erzielte sie als letzte Teilnehmerin in<br />

dem 9-köpfigen Starterfeld im Sattel<br />

von ‚Duzfreund 2’ 69,474 % und Platz<br />

2. Rang 3 holte sich Nicole Klatt-Cissee<br />

vom PferdeSV Hahausen, die mit Della<br />

Rose 69,342 % erhielt.<br />

Gerald Nothdurft siegt<br />

im Großen Preis<br />

Bevor das S*-Springen mit Stechen<br />

den krönenden Abschluss bildete,<br />

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wartete auf dem Springplatz aber<br />

erst noch eine Springprüfung der<br />

Klasse M* um den Karl-Heinz Heise<br />

Gedächtnispreis auf die Zuschauer.<br />

Denn da Karl-Heinz Heise sowohl<br />

in den Vereinen Hildesheim als auch<br />

Lamspringe heimisch war, hatten diese<br />

beiden Vereine laut Oliver Tüpker „auf<br />

der Trauerfeier beschlossen, dass wir<br />

ein Gedächtnisspringen machen. Wir<br />

haben hier ein M* ausgeschrieben<br />

für Junge Reiter und jünger, das mit<br />

11<br />

<strong>Georg</strong> 3-<strong>22</strong>.indd 11 30.05.<strong>22</strong> 21:16


500 Euro auch üppig dotiert war.<br />

Weil ihm diese Jugendarbeit ja immer<br />

am Herzen gelegen hat.“ In diesem<br />

Springen war die für den gastgebenden<br />

Verein startende Madlen Boy mit ‚Lord<br />

Lucie 3’ nicht zu schlagen, die nach<br />

fehlerfreien 56,09 Sekunden zu Hause<br />

war und Thies Ludewig im Sattel von<br />

‚Cartania 8’ (RFV Harsum u.U. e.V.,<br />

56,70) auf Platz 2 verwies. Rang 3<br />

teilten sich Aurelia-Sophie Weimann<br />

im Sattel von ‚All You Need F’ (Ländl.<br />

RFV Moringen u.U. e.V.) und Victoria<br />

Herre auf ‚My Big Hope’ vom RFV<br />

Mieste e.V.<br />

„Wir hatten ja auch ein Bild von ihm<br />

hier hingestellt, ich denke, das war<br />

so in seinem Sinne und auch würdig<br />

gemacht. Ich denke auch, das ist hier<br />

bei uns im Kreis ganz gut angekommen.<br />

Weil ja gerade auch hier im Kreis viele<br />

eng mit ihm zu tun hatten“, erklärte<br />

Tüpker.<br />

Regionaler Turniersport<br />

Zum Abschluss durften sich die<br />

Veranstalter und Zuschauer dann<br />

noch einmal über ein unheimlich<br />

qualitätsvolles Starterfeld im Großen<br />

Preis freuen. Kein Wunder also, dass<br />

Frank Drebing den 18 Teilnehmern<br />

einiges in den Weg gestellt hatte. Hier<br />

drehte Simone Smitz mit ‚Naranja B’<br />

(TG Schaumburg) die erste fehlerfreie<br />

Runde, kurz darauf sorgte Gerald<br />

Nothdurft auf ‚ride smart Legend<br />

of Life’ für ein Stechen und auch<br />

Lokalmatadorin Madlen Boy mit<br />

‚Charlet Blue’ sowie Hilke Wohlgemuth<br />

mit ‚Piece of Cake’ blieben fehlerfrei.<br />

In der Entscheidung gelang allerding<br />

nur Gerald Nothdurft und Hilke<br />

Wohlgemuth eine erneute Nullrunde,<br />

am Ende war Nothdurft aber nicht zu<br />

schlagen. Rang 3 holte sich Madlen<br />

Boy, die nach einer Doppelnullrunde<br />

im bei ihrem 1. Nationenpreis und<br />

dem Gewinn des Großen Preises beim<br />

Nationenpreisturnier in Tschechien<br />

ihre Erfolgsserie auch bei ihrem<br />

Heimturnier fortsetzen konnte. „Im S<br />

war sie ein bisschen schlapp, weil sie<br />

ja auch echt viel gemacht hat. Aber,<br />

in der 1. Runde sprang sie gut, der<br />

Fehler in der 2. Runde war ein bisschen<br />

ärgerlich, aber das war mein Fehler, da<br />

bin ich ein bisschen dicht gekommen“,<br />

erklärte sie.<br />

„Sehr zufrieden“ zeigte sich auch<br />

Gerald Nothdurft, der für seine<br />

9-jährige ‚Lord Fauntleroy’-Tochter<br />

nur lobende Worte fand. „Das ist<br />

einfach ein tolles, schnelles Pferd mit<br />

tollen Reflexen, wo man sich super<br />

drauf verlassen kann. Da braucht man<br />

keine Gerte, keine Sporen, sie sucht<br />

immer den nächsten Sprung und hat alle<br />

Qualität, die man braucht.“ Allerdings<br />

wird sie nach Angaben ihres Reiters<br />

„manchmal ein bisschen heiß und steht<br />

sich dadurch zu doll im Weg. Das hat<br />

sie heute super unter Kontrolle gehabt<br />

und auch die letzten beiden Sprünge<br />

richtig aufmerksam durchgezogen.“<br />

Gerald Nothdurft und ‚ride smart Legend of Life’ waren das Maß der Dinge<br />

12<br />

<strong>Georg</strong> 3-<strong>22</strong>.indd 12 30.05.<strong>22</strong> 21:16


Regionaler Turniersport<br />

Lokalmatadorin Madlen Boy und ‚Charlet Blue’ auf dem Sprung zu Platz 3<br />

Sehr positive Turnierbilanz<br />

So zeigten sich auch die Veranstalter<br />

am Sonntagabend „super zufrieden.<br />

Das Wetter hat gehalten, es gab keine<br />

RFV Derenburg<br />

Nach einer mehr oder weniger langen<br />

Hallensaison fiebern wohl alle Reiter<br />

der Grünen Saison entgegen. Dabei<br />

kann sich der RFV Derenburg auch<br />

sicher sein, dass immer viele Teilnehmer<br />

den Weg nach Sachsen-Anhalt finden,<br />

wenn er Anfang Mai zu seinem<br />

traditionellen Reitturnier einlädt. So<br />

konnten sich die Veranstalter auch nach<br />

der Corona-Pause wieder über tolle<br />

Nennungszahlen in den 21 Prüfungen<br />

und viele Zuschauer freuen. „Das ist ja<br />

jetzt 2 Jahre ausgefallen und wurde das<br />

1. Jahr wieder sehr gut angenommen“<br />

erklärt Carola Schedlbauer, die zu<br />

den Dauergästen in Derenburg gehört.<br />

Dabei ist das „Reitfest“ in Derenburg<br />

für sie schon alleine deswegen etwas<br />

Besonderes „weil immer viele Besucher<br />

da sind. Auch Leute, die wenig oder<br />

nichts mit Pferden zu tun haben.“ Und<br />

auch Parcourschef Michael Dreibrodt,<br />

der bereits zum 4. Mal für die Parcours<br />

in Derenburg verantwortlich zeichnete,<br />

schwärmt: „Derenburg ist ein schönes<br />

ländliches Turnier. Das wird ja auch von<br />

den Reitern sehr gut angenommen.“<br />

Dabei liegt der Grund für den Zuspruch<br />

für ihn auf der Hand. „Hier passt alles.<br />

Unfälle, keine Verletzten und auch<br />

keine Unsportlichkeiten, so dass es zu<br />

Disqualifikationen kommt. Es ist alles<br />

reibungslos gelaufen und die Stimmung<br />

war nicht nur bei den Zuschauern,<br />

Besser kann man es eigentlich nicht<br />

haben.“<br />

So konnte sich das Team um den 1.<br />

Vorsitzenden Uwe Selle laut Hanna<br />

Preller, die erneut die Leitung der<br />

Meldestelle inne hatte, in diesem Jahr<br />

über „deutlich mehr Nennungen als die<br />

sondern auch bei den Organisatoren,<br />

der Jury, den Offiziellen toll. Das war<br />

immer alles harmonisch“, freute sich<br />

Oliver Tüpker und fügte hinzu: „Schon<br />

gestern waren gut Leute da, heute<br />

war die Hütte voll.“ Diese Aussage<br />

konnten übrigens auch die Reiter nur<br />

bestätigen. „Das war ein super schönes<br />

Turnier mit toller Organisation und<br />

mal eine gelungene Abwechslung nach<br />

der Corona Zeit. Und ich muss auch<br />

sagen, während der höheren Dressuren<br />

war unglaublich was los in der Halle“,<br />

schwärmt Ann-Kristin Arnold.<br />

So steht auch für Oliver Tüpker jetzt<br />

schon fest, dass es im nächsten Jahr eine<br />

Neuauflage des großen Dressur- und<br />

Springturniers geben wird. Doch bevor<br />

es soweit ist, wird der RFV Hildesheim<br />

auch noch im September und zu<br />

Halloween ein Turnier veranstalten.<br />

Text und Fotos: K.B.<br />

Reiter und Zuschauer feiern erneut gelungenes „Reitfest“<br />

Jahre davor“ freuen. Allerdings war es<br />

schon „traurig, dass die Reiter nicht<br />

immer alle starten, es sind deutlich<br />

mehr Ausfälle in allen Prüfungen, als<br />

in den Jahren vorher.“ Doch von dieser<br />

Vorgehensweise ist nicht nur der RFV<br />

Derenburg betroffen. „Das hat sich in<br />

den letzten Jahr so eingebürgert, es wird<br />

Aufgrund der riesigen Nachfrage suchen wir<br />

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13<br />

<strong>Georg</strong> 3-<strong>22</strong>.indd 13 30.05.<strong>22</strong> 21:16


erst mal genannt, aber nicht geritten“,<br />

weiß auch Michael Dreibrodt.<br />

Dennoch sahen die zahlreichen<br />

Zuschauer auch vom 06. - 08.05.20<strong>22</strong><br />

tollen Sport. Dabei hatten die<br />

Veranstalter in diesem Jahr bewusst<br />

auf die beiden S-Springen verzichtet<br />

und „nur“ Prüfungen bis zur Klasse<br />

M* ausgeschrieben. Denn laut Selle<br />

herrschte zum Abgabetermin der<br />

Ausschreibung „noch tiefster Winter<br />

und wir wussten noch gar nicht<br />

kommen wir überhaupt in Gang, gibt es<br />

genügend Starter, sind denn überhaupt<br />

so viele Reiter mit ihren Pferden schon<br />

im Gang? Wenn dann bloß 10 Mann<br />

zum S-Springen kommen, macht das<br />

keinen Sinn. Und man muss ja auch<br />

erst mal die Sponsoren haben und die<br />

werden immer weniger. Also haben wir<br />

uns gedacht, wir fangen erst mal wieder<br />

klein an. Dann sagen die nächsten<br />

wieder, ‚oh, es passiert ja wieder was<br />

und dann geben sie nächstes Jahr<br />

vielleicht doch wieder ein bissen mehr<br />

Geld‘.“ So wollen die Veranstalter das<br />

Thema S-Springen auch „nicht aus den<br />

Augen“ verlieren.<br />

Tim Körber und Kilian Römmer<br />

nicht zu schlagen<br />

Regionaler Turniersport<br />

Brockenhexe‘ als 16. Starterin erst<br />

einmal die Führung, die sie lange inne<br />

hatte. Doch die 66,60 Sekunden sollten<br />

„nur“ zu Rang 2 in der 1. Abteilung<br />

reichen, da Tim Körber vom RFTV<br />

am Park Osterweddingen e.V. mit<br />

‚Carina 519‘ als vorletzter Starter über<br />

3 Sekunden schneller über die Ziellinie<br />

ritt. Und auch Lokalmatador Kilian<br />

Römmer war auf ‚Foxi Zwei‘, den er<br />

erst seit ca. ½ Jahr unter dem Sattel<br />

hat, schneller unterwegs. Er sicherte<br />

sich nach 65, 34 Sekunden den Sieg in<br />

der 2. Abteilung vor Lutz Besecke auf<br />

‚Cyrus-Chrysostomus (RV Ziepel e.V.,<br />

66,72 Sekunden). Der 3. Platz ging<br />

an Jan Luca Garz mit ,Classic Balou’<br />

(RFV Colbitz e.V., 67,67 Sekunden).<br />

„Das war ein mega Gefühl! Weil ich<br />

auch mal 1 Jahr kein M-Springen<br />

reiten konnte, das meine eine Stute<br />

verstorben ist und die andere tragend<br />

war“, erklärte Kilian Römmer nach<br />

seinem Erfolg. Dabei konnte er zwar<br />

auch mit ‚Foxi Zwei‘ „schon einige<br />

M-Platzierungen“ erzielen, doch der<br />

„Fuchs ist ein bisschen anders als<br />

meine guten Stuten. Der hat wirklich<br />

alles drin was man drin haben kann,<br />

aber er ist halt stur“, sagt Römmer und<br />

fügt hinzu: „Ich hätte nie gedacht, dass<br />

ich mich so gut mit dem einfummeln<br />

und das M gewinnen würde.“<br />

Am Samstag bildete das M*-Springen,<br />

das aufgrund der hohen Nennungszahlen<br />

in 2 Abteilungen geteilt werden<br />

musste, einen ersten Höhepunkt. Hier<br />

übernahm die für den RFV Einetal<br />

Westdorf-Aschersleben startenden<br />

Nancy Krause im Sattel von ‚Calme‘s<br />

Kilian Römmer war auf ‚Foxi Zwei‘<br />

14<br />

<strong>Georg</strong> 3-<strong>22</strong>.indd 14 30.05.<strong>22</strong> 21:16


Regionaler Turniersport<br />

Carola Schedlbauer feiert<br />

Start/Ziel-Sieg<br />

Sonntag bildete dann ein spannendes<br />

M*-Springen mit Siegerrunde<br />

den krönenden Abschluss des 62.<br />

Reitturniers. Dabei ging es für die 30<br />

Teilnehmer bereits im Umlauf darum,<br />

eine schnelle fehlerfreie Runde zu<br />

drehen, da nur die 8 besten Paare in<br />

der Siegerrunde startberechtigt waren.<br />

Hier bewies gleich die 1. Starterin,<br />

Carola Schedlbauer vom Wernigeröder<br />

SV/Abt. Pferdesport e.V. mit ‚Lutz‘<br />

, dass ein hohes Tempo für sie kein<br />

Problem ist und sauste nach 35,03<br />

Sekunden ins Ziel. Diese Zeit sollte<br />

von keinem mehr unterboten werden.<br />

Allerdings war Nancy Krause, die<br />

genau wie Schedlbauer 2 Pferde in<br />

die Entscheidung gebracht hatte, mit<br />

‚A Sweet‘ nur einen Wimpernschlag<br />

langsamer und belegte nach 35,41<br />

Sekunden Rang 2. Platz 3 holte sich<br />

Nancy Krause im Sattel von ‚Clinta L‘<br />

vor Carola Schedlbauer auf ‚Lotta 236‘.<br />

Klar, dass sich die strahlende Siegerin<br />

mehr als zufrieden zeigte: „Einen<br />

besseren Saisonstart kann man sich<br />

ja nicht vorstellen“. Dabei wollte sie<br />

bei ihrem 1. Außenturnier nach der<br />

Hallensaison erst einmal gucken „wie<br />

die Pferde aus dem Winter gekommen<br />

sind“ und war nicht „mit dem Ziel<br />

hergekommen, hier zu gewinnen, aber<br />

wenn man das so mitnehmen kann…“.<br />

Carola Schedlbauer vom Wernigeröder SV/Abt. Pferdesport e.V. mit ‚Lutz‘<br />

Allerdings hat die Amazone nach dem<br />

Umlauf schon gedacht, dass in der<br />

Siegerrunde noch etwas geht. „Ich<br />

weiß, dass das ein sehr schnelles Pferd<br />

ist und er hat schon im Umlauf einen<br />

sehr guten Eindruck gemacht. Dann<br />

versucht man das auch.“<br />

„Das war wieder ein ‚Reitfest‘ “<br />

So zogen auch die Veranstalter und<br />

Michael Dreibrodt ein positives<br />

Turnierfazit. „Als Parcoursbauer<br />

wünscht man sich ja sowieso, dass<br />

alles gut verläuft und alle wieder<br />

gut nach Hause kommen. Und wenn<br />

der Veranstalter zufrieden ist, ist der<br />

Parcoursbauer auch zufrieden“ stellte<br />

Dreibrodt am Sonntagabend fest und<br />

Uwe Selle ergänzte: „Und wenn die<br />

Reiter fragen, ‚wann findet nächstes<br />

Jahr das Turnier statt‘, dann wissen<br />

wir doch, wie gut wir das gemacht<br />

haben. Nach 2 Jahren Corona-Pause ist<br />

alles wieder super gelaufen, und viele<br />

Zuschauer waren da. Das war wieder<br />

ein ‚Reitfest‘.“ So geht auch, ein großes<br />

Dankeschön an die Vereinsmitglieder,<br />

die wieder alle mitgezogen haben.<br />

„Als wir gefragt haben: ‚wollen wir ein<br />

Turnier machen, oder nicht, da haben<br />

die Augen überall geglänzt. Endlich ist<br />

mal wieder was los und wir machen mal<br />

wieder was“, erzählt der 1. Vorsitzende<br />

nicht ohne Stolz.<br />

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Und auch, wenn so ein Turnier für<br />

alle viel Arbeit ist, steht bereits jetzt<br />

fest, dass es im nächsten Jahr die 63.<br />

Auflage geben wird.<br />

Text und Fotos: K.B.<br />

15<br />

<strong>Georg</strong> 3-<strong>22</strong>.indd 15 30.05.<strong>22</strong> 21:16


Pferdesportveranstaltungen haben im<br />

Park der Domäne Liebenburg eine<br />

lange Tradition. Schließlich lädt der<br />

Reitverein Liebenburg bereits seit 1960<br />

alle 2 Jahre zu seinem Reitturnier dort<br />

ein. Doch diese Reitturniere wären<br />

ohne die großartige Unterstützung der<br />

Familie von Schindling-Horny gar<br />

nicht möglich. Denn der Verein ist laut<br />

dem 1. Vorsitzenden Stephan Becker<br />

darauf anwiesen, dass man „dieses<br />

wunderbare Gelände hier nutzen“<br />

kann. „Wir haben ja den schönen Platz<br />

hier und das schöne Ambiente, das<br />

bringt uns ja auch den Zuspruch durch<br />

die Zuschauer.“<br />

Und da es sich um eine<br />

Freilandveranstaltung handelte, die ohne<br />

weitere Einschränkungen/Auflagen<br />

durch den Landkreis stattfinden<br />

konnte, durften sich die Veranstalter<br />

auch vom 13. - 15.05.20<strong>22</strong> über regen<br />

Besuch des erstmals ausgeschriebenen<br />

reinen Dressurturniers freuen. „Das<br />

Dressurturnier war toll besucht, muss<br />

man ehrlich sagen. Auch am Freitag,<br />

der ja normal immer etwas verhalten ist,<br />

da das ja noch ein normaler Arbeitstag<br />

ist, waren Nachmittags schon viele<br />

Zuschauer da“, so Becker, der sich auch<br />

mit den Nennungen „sehr zufrieden“<br />

Regionaler Turniersport<br />

RV Liebenburg<br />

Dressurturnier lockt mit tollem Sport in den<br />

Domänenpark<br />

zeigte. So gab es in den 15 bis zur<br />

Klasse S ausgeschriebenen Prüfungen<br />

richtig tollen Sport zu sehen.<br />

Dabei stand natürlich die S*-Dressur<br />

im Mittelpunkt des Interesses. In dem<br />

<strong>22</strong>-köpfigen Starterfeld entwickelte<br />

sich ein spannender Wettkampf<br />

zwischen Sandra Bothe mit ‚Lyscada‘<br />

vom RFV Eilenstedt u.U. e.V. und<br />

der für den PferdeSV Hahausen e.V.<br />

startenden Nicole Klatt-Cissee auf<br />

‚Fleur-Royal’. Denn nach dem Bothe<br />

bereits als 3. Starterin von den Richtern<br />

Sybille Bubenik, Jonas Weikum und<br />

Antje-Kim Wilkens mit 68,968 %<br />

belohnt wurde, erzielte Nicole Klatt-<br />

Cissee erst kurz vor Schluss 70,556<br />

% und verdrängte sie auf Platz 2. Den<br />

musste sie sich allerdings mit Lisa Zurr<br />

und ‚Athlet 129‘ (RG Schillerslage<br />

e.V.) teilen, die ebenfalls 68,968 %<br />

erzielten.<br />

„Das war total schön hier zu reiten,<br />

es hat echt Spaß gemacht“, erklärte<br />

die strahlende Siegerin, gab aber zu:<br />

„Ich war tatsächlich aufgeregter, als<br />

die letzten 2 Jahre. Da hatte man kein<br />

Publikum mehr und war so halb für sich<br />

alleine. Das waren ja auch gar keine<br />

richtigen Turniere,<br />

dass war mehr wie Heimtraining mit<br />

ein bisschen Ausstaffieren. Ich habe<br />

gedacht, ‚Hauptsache, ich präsentiere<br />

das Pferd entsprechend vor dem vielen<br />

Publikum, das ist man ja nicht mehr<br />

gewohnt.“ Allerdings war dieser Erfolg<br />

noch aus einem anderen Grund ein<br />

Besonderer für Nicole Klatt-Cissee.<br />

Schließlich hat sie die ,Floriscount’-<br />

Tochter erst vor Kurzem von ihrem<br />

Mann Matthias übernommen. „In<br />

Hildesheim gab’s schon eine Schleife<br />

und hier war das jetzt die 1. S-Schleife<br />

für sie und mich. Da habe ich mich<br />

wirklich sehr gefreut.“ So geht sie auch<br />

davon aus, dass sie ‚Fleur-Royal’ auch<br />

weiterhin reiten wird. Und auch Sohn<br />

Fabian wird im Sattel der Fuchsstute<br />

platznehmen. „Bei Corona kam er an<br />

und hat gesagt, ‚ich kann nichts anderes<br />

machen, keine Freunde treffen, kein<br />

Handball nix, jetzt will ich reiten, mein<br />

Abzeichen machen, aber auf eigenen<br />

Pferden.‘ Er hat im Moment so viel Lust<br />

und dann unterstützen wir das natürlich<br />

auch. Und von solchen ausgebildeten<br />

Pferden kann er auch nur lernen, mit<br />

seinen 15 Jahren.“<br />

Doch nicht nur Reiter und Zuschauer<br />

zeigten sich begeistert. Auch Stephan<br />

16<br />

Sandra Bothe und ‚Lyscada‘ teilten sich mit Lisa Zurr und ‚Athlet 129‘ Platz 2<br />

<strong>Georg</strong> 3-<strong>22</strong>.indd 16 30.05.<strong>22</strong> 21:16


Becker geriet nach der S-Dressur<br />

geradezu ins Schwärmen: „Das war<br />

ein tolles Niveau, tolle Pferde und ein<br />

hochkarätiges Feld. Das bestätigt uns ja<br />

auch in dem, was wir gemacht haben.“<br />

Dabei geht ein großes Dankeschön<br />

an die zahlreichen Sponsoren. Denn<br />

aufgrund dieser Unterstützung konnten<br />

die Veranstalter auch in allen Prüfungen<br />

100 % der Preisgelder ausloben. „Wir<br />

haben in jeder Prüfung Ehrenpreise,<br />

Stallplaketten und Sonderehrenpreise<br />

auch für jede 1. Reserve vergeben. Ich<br />

glaube, das kann sich sehen lassen“,<br />

erklärt Becker nicht ohne Stolz und<br />

fügt hinzu: „Das wollen wir auch<br />

beibehalten.“ Und da man bereits<br />

jetzt schon Anfragen von Sponsoren<br />

bekommen hat, die in 2 Jahren wieder<br />

dabei sein wollen, steht für den 1.<br />

Vorsitzenden auch fest, dass es auch<br />

zum 100-jährigen Vereinsjubiläum<br />

2024 ein Turnier mit Dressur- und<br />

Springprüfungen bis zur Klasse S<br />

bzw. M geben wird. Dann wollen die<br />

Veranstalter „auch ordentliche Anreize<br />

schaffen, dass auch die Springprüfungen<br />

auf dem ‚sehr besonderen Grasplatz‘<br />

gut gefüllt sind und wieder einen<br />

mit<br />

Regionaler Turniersport<br />

Nicole Klatt-Cissee auf ‚Fleur-Royal’.<br />

großen Pokal für den besten Reiter der<br />

M-Springen ausloben.“<br />

Text und Fotos: K.B.<br />

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17<br />

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Foto: Frank Sorge - galoppfoto.de<br />

Neue Bult Hannover<br />

„Boxen auf“ zur Rennsaison 20<strong>22</strong><br />

Nach der 6-monatigen Winterpause<br />

hieß es am 18.04.20<strong>22</strong> dann endlich<br />

wieder Boxen auf zu spannenden<br />

Pferderennen auf der Neuen Bult.<br />

Hier feierten etwa 10.500 Zuschauer<br />

gemeinsam mit dem Hauptsponsor,<br />

den VGH Versicherungen, bei<br />

strahlendem Sonnenschein einen<br />

gelungenen Saisonauftakt. Dabei<br />

konnte sich das Nennungsergebnis<br />

für die 10 Rennen am Ostermontag<br />

wirklich sehen lassen. Immerhin<br />

wurden 129 Pferde aus allen<br />

Himmelsrichtungen der Republik<br />

genannt. Und dieses hervorragende<br />

Nennungsergebnis spiegelt einmal<br />

mehr die Bedeutung der Galopprennen<br />

auf der Neuen Bult in der Deutschen<br />

Turflandschaft wider, denn rund um<br />

das lange Osterwochenende gab es<br />

insgesamt 6 Rennveranstalter, die um<br />

Starter geworben haben.<br />

Hier stand der Große Preis der VGH<br />

Versicherungen, ein Listenrennen über<br />

schnelle 1.300 Meter, im Mittelpunkt,<br />

Galoppsport<br />

bei dem 12 Sprintstars auf 5 Nationen<br />

an den Start gingen. Doch trotz der<br />

internationalen Besetzung blieb der<br />

Sieg in Deutschland. Genau wie<br />

2020 ging der Treffer nach Gütersloh<br />

an den Stall von Andreas Wöhler.<br />

Dabei setzte sich ‚Waldersee‘ unter<br />

Jozef Bojko gegen den tschechischen<br />

Gast ‚Jir Sun‘ (Lubos Urbanek/<br />

Martin Laube) sowie die französische<br />

Gasstute ‚Anatiya‘ (Ludovic Gabdin/<br />

Delphine Santiago) durch. „Die<br />

Anwesenheit von Trainerfrau Susanne<br />

Wöhler hat scheinbar Glück gebracht,<br />

sie wird uns dann wohl auch begleiten<br />

müssen, wenn es zum Japan Cup<br />

geht“, witzelte auch Hans Bierkämper,<br />

der Besitzer von Waldersee.<br />

Bereits im 2. Rennen gab es durch<br />

Dominik Mosers ‚Wild Vegas‘ den 1.<br />

Heimsieg. Hier setzte sich die 4-jährige<br />

Stute aus dem Besitz des Gestüt<br />

Brümmerhof unter Wladimir Panov<br />

gegen ,Magic Carousel’ (Christian<br />

Sprengel/Maxim Pecheur) und ,Indian<br />

Hannieja’ (Pavel Vovcenko/Jozef<br />

Bojko) durch. Und auch im 4. Rennen<br />

setzte sich mit der von Dominik Moser<br />

trainierten ,Mykonos’ unter Lilli-<br />

Marie Engels ein auf der Neuen Bult<br />

trainiertes Pferd gegen ,Kurtmatheus’<br />

(Roland Dzubasz/ Michal Abik) sowie<br />

,Speedy View’ (Pavel Vovcenko/<br />

Maxim Pecheur) durch.<br />

Später sicherte sich der von Bohumil<br />

Nedorostek trainierte ,Victorio’<br />

unter John Francis Egan den Sieg<br />

im 7. Rennen vor ‚Amaana‘ (Pavel<br />

Vovcenko/ Maxim Pecheur) und<br />

Koebes (Pavel Vovcenko/Lilli-Marie<br />

Engels). Kurz darauf durfte Nedorostek<br />

noch einmal jubeln, als sich der bereits<br />

10-jährige ‚Sun at work‘ unter Maxim<br />

Pecheur bei seinem 1. Start für den<br />

Neue Bult-Trainer den mit 15.000,00<br />

Euro dotierten, hochkarätig besetzten<br />

Ausgleich I schnappte. Die Plätze<br />

2 und 3 gingen an ‚Juanito‘ unter<br />

Wladimir Panov (Dominik Moser)<br />

bzw. ‚Zavaro‘ mit Sean Byrne (Henk<br />

Grewe).<br />

Foto: Katarina Blasig<br />

Fotos: Katarina Blasig<br />

18<br />

<strong>Georg</strong> 3-<strong>22</strong>.indd 18 30.05.<strong>22</strong> 21:16


Galoppsport<br />

Foto: Katarina Blasig<br />

Lilli-Marie Engels, Auszubildende am<br />

Quartier von Dominik Moser, wurde<br />

von Gregor Baum für ihren 100. Sieg<br />

im Rennsattel geehrt<br />

„Die größte Herausforderung des<br />

heutigen Tages lag darin, nicht nur die<br />

Winterpause zu überbrücken, sondern<br />

quasi aus dem Stand den Sprung in<br />

die Vor-Coronazeit zu meistern. Dies<br />

ist uns auch dank der Unterstützung<br />

des Publikums mehr als geglückt“, so<br />

Geschäftsführer Matthias Seeber nach<br />

dieser gelungenen Saisonpremiere.<br />

13.000 Fans feiern Fußballfest<br />

auf der Neuen Bult<br />

Am 01.05.20<strong>22</strong> kehrte dann nach<br />

einer 2-jährigen Pause auch endlich<br />

der beliebte Hannover 96-Renntag auf<br />

die Neue Bult zurück. Denn nicht nur<br />

Rennvereinspräsident Gregor Baum<br />

weiß: „Fußball und Pferderennen, das<br />

passt zusammen.“<br />

‚India‘und Bayarsaikhan Ganbat auf dem Weg zum Sieg<br />

So durften sich die 13.000 Zuschauer<br />

nicht nur über 9 spannende Pferderennen,<br />

sondern auch über ein Mini-<br />

Traberrennen und eine Sportstafette<br />

mit Beteiligung von Hannover 96<br />

sowie auf Autogrammstunden mit den<br />

96-Spielern freuen.<br />

Die sportlichen Höhepunkte bildeten<br />

die beiden mit <strong>22</strong>.500,00 Euro dotierten<br />

Listenrennen für 4-jährige und ältere<br />

Stuten über 2.000 Meter bzw. 1.600<br />

Meter um den Großen Preis von<br />

Hannover 96 sowie den Großen Preis<br />

von ROSSMANN.<br />

Dabei konnte sich Gestüt Ittlingens<br />

‚India‘, die von Waldemar Hickst<br />

trainiert wird, mit Bayarsaikhan Ganbat<br />

gegen Markus Klugs ,Accola’, die von<br />

Maxim Pecheur geritten wurde, und<br />

,Theodora’ (Waldemar Hickst) unter<br />

Wladimir Panov durchsetzen. Damit<br />

kam die 4-jährige ‚Adlerflug‘-Tochter<br />

zu ihrem 1. Sieg auf diesem Level.<br />

Und auch im 2. Höhepunkt des Tages<br />

siegte ein Pferd aus Ittlinger-Zucht. Hier<br />

war die von Markus Klug vorbereitete<br />

4-jährige ‚Stella‘ unter Maxim Pecheur<br />

nicht zu schlagen. Die Plätze 2 und 3<br />

,Emilie Gray’ aus dem Quartier des<br />

4-fachen Championtrainer Irlands,<br />

Dermot K. Weld, mit dem für diesen<br />

Ritt extra eingeflogenen Christopher<br />

D. Hayes sowie ,Dima’ (Mario Hofer/<br />

Stefanie Koyuncu).<br />

Foto: Frank Sorge - galoppfoto.de<br />

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19<br />

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Galoppsport<br />

Fotos Frank Sorge - galoppfoto.de<br />

‚Stella‘ war unter Maxim Pecheur nicht zu schlagen<br />

Terachi) und ‚Kongo‘ (Dr. Andreas<br />

Bolte/ Maxim Pecheur) durchsetzen<br />

konnte. Und auch im letzten Rennen<br />

war Moser erfolgreich. Hier schnappte<br />

sich ‚Rufolo‘ mit Lilli-Marie Engels<br />

den Sieg vor ,Apple Valley’ (Angelika<br />

Glodde/ Leon Wolff) und ,Lotte’ (Pavel<br />

Vovcenko/Andreas Helfenbein).<br />

Und auch neben den sportlichen<br />

Höhepunkten wurde einiges geboten.<br />

So durften sich die Besucher über viele<br />

Aktionen für die ganze Familie, wie<br />

Torwandschießen, das Fußball-Rodeo<br />

oder das Glücksrad von ROSSMANN<br />

freuen und die Kinder konnten sich im<br />

Kinderland austoben.<br />

K.B.<br />

Bei der Minitraber Trainer-Trophy konnte sich Physiotherapeut Thorsten Klopp<br />

mit dem Pony ‚Emil‘ der Große über „die erste große Meisterschaft“<br />

für die 96er freuen.<br />

Dominik Moser mit Doppelpack<br />

Den ersten Heimsieg gab es dann im 8.<br />

Rennen, als sich die von Dominik Moser<br />

für das Gestüt Brümmerhof vorbereitete<br />

‚Jazzmatazz‘ mit Stalljockey Wladimir<br />

Panov im Sattel, im Ausgleich III gegen<br />

,Asterix’ (Pavel Vovcenko/ Shuichi<br />

Im 3. Rennen des Tages, einem<br />

Rennen für 3-jährige Pferde über<br />

schnelle 1.200 Meter, gab es einen<br />

besonders emotionalen Sieg. Denn<br />

‚Early Eighties‘ gewann für Besitzer<br />

Enno Albert, der in den 70er-Jahren<br />

Präsident des Hannoverschen<br />

Rennvereins e. V. war. Das Besondere<br />

war aber nicht nur, dass der<br />

82-jährige schon lange tief mit der<br />

Neuen Bult verknüpft ist, sondern<br />

dass die Stute ihren Namen zu Ehren<br />

der goldenen Ära in den frühen 80er-<br />

Jahren in Hannover trägt.<br />

20<br />

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Eigentlich wollte Ingo Rembitzki<br />

für „die Stiftung Löwenbrücke in<br />

Braunschweig ein kleines Turnier<br />

ausrichten, um die Stiftung bekannter<br />

zu machen und daraus sozusagen ein<br />

Charity-Event machen.“ Letztlich ist<br />

es die 5. Internationale Deutsche Arena<br />

Polo Meisterschaft in Braunschweig<br />

geworden. Denn Thomas Strunck vom<br />

sportlichen Ausrichter Baltic Polo<br />

Event GmbH machte den Vorschlag,<br />

sich für die Austragung der DM zu<br />

bewerben. „Wir haben gesagt, wir<br />

machen das einfach mal, sind aber<br />

nicht davon ausgegangen, dass wir<br />

den Zuschlag bekommen“, erzählt<br />

Rembitzki „Wir haben dann sehr<br />

schnell ein Konzept geschrieben,<br />

die Stadt hat uns diese Fläche hier<br />

zugewiesen und der Veranstalter, die<br />

grenzgänger GmbH hat das dann in der<br />

Verantwortung übernommen.“<br />

So feierte Polo in Braunschweig<br />

vom 20. - <strong>22</strong>.05.20<strong>22</strong> eine glanzvolle<br />

Premiere. Denn nicht nur zahlreiche<br />

Zuschauer hatten den Weg in die<br />

Löwenstadt gefunden, sondern auch<br />

8 Teams, die auf der 100 x 60 Meter<br />

Rasenarena an den Start gingen. „Wir<br />

haben hier Top-Teams am Start, von<br />

denen 2 Teams wirklich herausragend<br />

sind. Die spielen in der höchsten<br />

Spielklasse und haben auch die Spieler<br />

mit dem höchsten Handicap. Das ist<br />

für das 1. Turnier in dieser Stadt schon<br />

Polosport<br />

5. Internationale Deutsche Arena Polo Meisterschaft<br />

Braunschweig feiert eine glanzvolle Premiere<br />

In einem packenden Finale sicherte sich das Team BRW Finanz den Titel<br />

eine kleine Sensation. Auch, dass sich<br />

so viele gemeldet haben, ist schon ein<br />

Vertrauensbeweis“, schwärmt Ingo<br />

Rembitzki.<br />

Nach 3 Tagen mit 12 packenden<br />

Spielen setzte sich das Team BRW<br />

Finanz (Poloclub Mühlen e.V.) mit<br />

Daniel Deistler (HCP 0), Deutschlands<br />

jüngstem Polo-Profi und mehrfachen<br />

Deutschen Meister Patrick Maleitzke<br />

(HCP +5) sowie Giordano Magini<br />

(HCP +3) im Finale mit 18:6 gegen<br />

das TEAM Physio x Clinics (PoloPark<br />

Berlin Seeburg e.V.) mit Heidi Silvey<br />

(HCP 0), Tuky Caivano (HCP +4)<br />

und Hardy Reuter (HCP +1) durch.<br />

Platz 3 holten sich Uwe Scherer<br />

(HCP +1), Lukas Sdrenka (HCP +3)<br />

und Moritz Mahns (HCP +2) vom<br />

Team Clompleneo / Sonnenhotels<br />

(Frankfurter Polo Club e.V.).<br />

Da zeigte sich auch Amtstierärztin Tanja<br />

Pietrzak, die für den Tierschutzbereich<br />

zuständig war, zufrieden: „Ich war<br />

mehrere Tage hier und habe mir die<br />

Unterbringung, Vorbereitung, Haltung<br />

der Pferde und auch den Einsatz der<br />

Pferde im Spiel angeschaut. Und ich<br />

bin sehr, sehr beeindruckt von der<br />

Gelassenheit dieser Ponys und davon,<br />

dass sie durchaus bis in ein hohes Alter<br />

im Einsatz sind, trotz der heftigen<br />

Belastung. Also, ich bin sehr positiv<br />

überrascht.“<br />

Ingo Rembitzki (li) stieg nach 20 Jahren Pause selbst wieder in den Sattel<br />

Mehr als nur positiv überrascht waren<br />

die Veranstalter. „Wir sind wirklich<br />

super, super begeistert“, erklärte<br />

Thomas Strunck am Sonntagabend.<br />

„Wir hatten sehr viel Glück mit dem<br />

Wetter, wir hatten sehr viel Glück mit<br />

dem Sport, also es ist nichts passiert.<br />

Keinem Pferd, das ist ganz wichtig,<br />

das steht an vorderster Stelle, und<br />

keinem Spieler. Also, es war eine<br />

tolle, tolle Premiere. Die Gäste waren<br />

begeistert, auch von allen Spielern,<br />

21<br />

<strong>Georg</strong> 3-<strong>22</strong>.indd 21 30.05.<strong>22</strong> 21:16


Galoppsport<br />

allen Beteiligten gab es ein ‚Daumen<br />

hoch‘ und wir freuen uns auf eine<br />

schöne Fortsetzung.“ Dabei müssen<br />

die Veranstalter noch einmal alles<br />

Revuepassieren lassen und ein Fazit<br />

ziehen, aber Thomas Strunck ist sich<br />

sicher: „Es geht in Richtung 2023.“<br />

Denn aufgrund der „sensationellen<br />

Vorarbeit der Stadt Braunschweig“ hat<br />

die Fläche super gehalten und auch<br />

nach dem starken Regen am Samstag<br />

konnten Spiele stattfinden. Die Schäden<br />

sind wirklich gering, es ist Rasen, der<br />

Spannendes Duell um Platz 3<br />

wird bearbeitet, mit Sand aufgefüllt,<br />

auch das passt. Und so werden wir<br />

das an den Deutschen Poloverband<br />

übermitteln. Ich denke die beiden<br />

Daumen sind hoch und es ist eine gute<br />

Zukunft für Braunschweig.“<br />

Text und Fotos: K.B.<br />

Das strahlende Siegerteam BRW Finanz<br />

<strong>22</strong><br />

<strong>Georg</strong> 3-<strong>22</strong>.indd <strong>22</strong> 30.05.<strong>22</strong> 21:16


Finalstandort PARTNER PFERD<br />

Traditionell lockt das Kultturnier<br />

PARTNER PFERD die Elite der<br />

Gespannfahrer, Springreiter und<br />

Voltigierer auf das Messegelände nach<br />

Leipzig. Doch in diesem Jahr wurden<br />

alle Superlative nochmal getoppt.<br />

Denn vom 06. - 10.04.20<strong>22</strong> war das<br />

5*-Turnier Gastgeber der Finals aller<br />

FEI World Cups. Und auch die Reiter<br />

der ostdeutschen Landesverbände<br />

hatten erneut die Chance, ihre Finals<br />

im PARTNER PFERD Junior Cup und<br />

im PARTNER PFERD CUP auf der<br />

Leipziger Messe auszureiten. Nicht<br />

nur für den Sieger von 2020 „schon ein<br />

Jahreshighlight“.<br />

So stand am Mittwoch zuerst eine<br />

Einlaufprüfung für beide Cups auf<br />

dem Programm, damit sich die<br />

Teilnehmer und ihre Pferde schon einmal<br />

an die besondere Atmosphäre der<br />

großzügigen Arena gewöhnen konnten.<br />

Hier bildete ein Stilspringen der Klasse<br />

M* für die U21-Reiter, die sich über 7<br />

Qualifikationsprüfungen für einen Start<br />

in Leipzig empfehlen konnten, den<br />

Auftakt. Dabei machte die für den RFV<br />

Helmsdorf/Gerbstedt e.V. startende<br />

Charlise Fleischlig deutlich, dass sie<br />

sich für den PARTNER PFERD Junior<br />

Cup einiges vorgenommen hat und<br />

belegte im Sattel von ‚Caversal’ mit<br />

einer Wertnote von 7,8 hinter Emma<br />

Wiktor mit ‚Clara’ (8,4), Niklas Schipler<br />

auf ‚Upside’ (8,2) und Paula Fischer mit<br />

‚Schmuckstück’ (8,1) Rang 8.<br />

spannendes Stechen über Sieg und<br />

Platzierung entscheiden musste. Hier<br />

deklassierte Charlise Fleischlig, die<br />

mit ‚Caversal’ bereits im Umlauf die<br />

schnellste Zeit geliefert hatte, ihre 8<br />

Konkurrenten deutlich und flog mit<br />

fast 3 Sekunden Vorsprung auf die<br />

zweitplatzierte Emma Wiktor mit<br />

‚Clara’ durchs Ziel. Platz 3 holte sich<br />

Paula Nagel mit ‚Carmen’. „ ‚Caversal’<br />

mag es durchaus, ein bisschen frecher<br />

durch einen Parcours zu galoppieren“,<br />

kommentierte Charlise Fleischlig ihre<br />

flinke Runde mit dem Hengst. Die<br />

Studentin der Agrarwissenschaften war<br />

bereits zum 4. Mal in der Leipziger<br />

Messe dabei und freute sich riesig,<br />

endlich in der Ehrenrunde als Siegerin<br />

vorneweg galoppieren zu können.<br />

Am Mittwochabend kämpften dann<br />

die Reiter um den Finalsieg im<br />

TRAVEL CHARME Hotels & Resorts<br />

PARTNER PFERD CUP. Hier gelang<br />

erst einmal 10 Paaren eine fehlerfreie<br />

Runde, so dass auch die Springprüfung<br />

der Klasse S* in einem Stechen<br />

entschieden werden musste. In der<br />

spannenden Entscheidung konnten<br />

jedoch nur 5 Teilnehmer ihre Nullrunde<br />

wiederholen. So übernahm Ellen Kölz<br />

mit ‚Something Special’ die Führung<br />

und sah schon wie die Siegerin aus.<br />

Denn die 38,92 Sekunden schienen<br />

eine zu hohe Meßlatte für ihre<br />

Konkurrenten. Doch dann spielten<br />

Julia Mackerodt und ihr bewährter<br />

‚Clitschko’ ihre ganz Routine aus und<br />

sausten nach 37,60 Sekunden ins<br />

Ziel. Rang 3 ging an Luise Bayer mit<br />

‚Relaxa’ (39,75 Sekunden).<br />

Vorjahressieger Tino Bode, der erneut<br />

‚Chicago’ gesattelt hatte, schaffte zwar<br />

die schnellste Zeit, kassierte aber einen<br />

Abwurf und belegte am Ende Rang 6.<br />

Julia Mackerodt und der inzwischen<br />

18-jährige ‚Clitschko’ kennen die<br />

Leipziger Messe gut: „Ich glaube,<br />

wir sind schon seit zehn Jahren jedes<br />

Jahr dabei“, blickt Mackerodt auf eine<br />

erfolgreiche PARTNER PFERD Cup-<br />

Laufbahn zurück. „Ich konnte das<br />

Finale auch schon einmal gewinnen.<br />

Jetzt freue ich mich umso mehr, denn<br />

‚Clitschko’ werde ich nur noch ganz<br />

gezielt einsetzen und wer weiß, ob ich<br />

nächstes Jahr nochmal mit ihm dabei<br />

bin.“<br />

K.B.<br />

Reitsportmosaik<br />

In der Einlaufprüfung zum PARTNER<br />

PFERD Cup wartete dann zuerst ein<br />

Fehler/Zeitspringen der Klasse M**<br />

auf die 28 Starter der Leistungsklassen<br />

2 und 3. Hier waren Luise Bayer und<br />

‚Relaxa’ nicht zu schlagen, die nach<br />

62,48 Sekunden über die Ziellinie<br />

galoppierten und sich gegen Michelle<br />

Buchholtz mit ‚Lindgren-P’ sowie<br />

Henry Tögel auf ‚Calotta’ durchsetzten.<br />

Frauenpower aus den ostdeutschen<br />

Landesverbänden - Fleischlig und<br />

Mackerodt siegen<br />

Foto: Johanna Milse<br />

Im Finale des PARTNER PFERD<br />

Junior Cup drehten dann 15 der 33<br />

Starter eine Nullrunde, so dass ein<br />

Julia Mackerodt und der inzwischen 18-jährige ‚Clitschko‘<br />

kennen die Leipziger Messe gut<br />

23<br />

<strong>Georg</strong> 3-<strong>22</strong>.indd 23 30.05.<strong>22</strong> 21:16


Reitsportmosaik<br />

PARTNER PFERD in Leipzig<br />

D a s Kultturnier begeistert erneut mit 4-fach<br />

Weltcupfinale und Spitzensport<br />

Eigentlich lockt die PARTNER<br />

PFERD immer im Januar die Elite<br />

der Gespannfahrer, Springreiter und<br />

Voltigierer auf das Messegelände nach<br />

Leipzig. Doch dieses Jahr war alles<br />

anders. Nicht nur, dass das Kultturnier<br />

erst im April ausgetragen wurde, es war<br />

auch zum 2. Mal Gastgeber des FEI<br />

World Cup Finals in den Disziplinen<br />

Dressur, Fahren, Springreiten und<br />

Voltigieren. So ein Mega-Finale gab es<br />

übrigens erst ein Mal in der Geschichte<br />

des Weltcups und das war 2011 in<br />

Leipzig.<br />

Dabei war es zwar eine etwas andere<br />

Saison, einige Qualifikationsturniere<br />

mussten aufgrund der Corona-<br />

Pandemie abgesagt werden, doch<br />

die bestbesetzten Starterfelder ließen<br />

ein spannendes und aufregendes<br />

Vierfach-Finale erwarten. Dennoch<br />

gab Turnierchef Volker Wulff offen<br />

zu: „Ich muss zugeben, Wir hatten<br />

viele Momente, in denen es Zweifel<br />

gab, ob diese Veranstaltung wirklich<br />

stattfinden kann. Ich bin sehr froh und<br />

dankbar, dass wir mit diesem Event die<br />

Menschen wieder etwas in Richtung<br />

Normalität abholen können. Ich glaube,<br />

die Gesellschaft braucht wieder schöne<br />

Erlebnisse. Nach 2 Jahren der Pandemie<br />

und den aktuellen Ängsten durch den<br />

Ukraine-Krieg ist die Sehnsucht nach<br />

positiven Erlebnissen groß.“<br />

So zog die inoffizielle Hallen-WM<br />

vom 06. - 10.04.20<strong>22</strong> nicht nur die<br />

besten Athleten der Welt, sondern<br />

auch zahlreiche Zuschauer in die<br />

Sachsenmetropole.<br />

Martin Fuchs gewinnt Zeitspringen<br />

Nach den spannenden Entscheidungen<br />

im PARTNER PFERD Junior Cup<br />

und dem TRAVEL CHARME Hotels<br />

& Resorts PARTNER PFERD CUP<br />

am Mittwoch wurde es dann zuerst<br />

für die Springreiter ernst, die am<br />

Donnerstag als erste Wertungsprüfung<br />

ein Zeitspringen zu absolvieren hatten.<br />

Hier war Martin Fuchs, der beim<br />

letzten Finale vor der Corona-Pause<br />

2019 Platz 2 belegte, nicht zu schlagen.<br />

Im Sattel des routinierten ‚Chaplin’<br />

nahm der Schweizer seiner Konkurrenz<br />

über 1 Sekunde ab und verwies Max<br />

Kühner (AUT) auf ‚Electric Blue P’<br />

sowie den Iren Conor Swail mit ‚Count<br />

Me In’ auf die Plätze. „Ich bin zwar<br />

ein gewisses Risiko eingegangen, aber<br />

noch nicht das letzte. Der Parcours war<br />

schon tricky“, kommentierte Fuchs<br />

seine Runde.<br />

Aber auch die deutschen Springreiter,<br />

die außer Marcus Ehning zum 1. Mal<br />

an einem Weltcupfinale teilnahmen,<br />

zeigten zum Auftakt gute Leistungen.<br />

So gelang David Will und ‚C-Vier’<br />

eine schnelle fehlerfreie Runde, mit der<br />

sie Platz 4 belegten. „Es war ein sehr<br />

schwieriger Parcours, den man aber<br />

auch gut planen konnte. Es gab viele<br />

Entscheidungen zu treffen und es hat<br />

alles gut geklappt“, erklärte Will nach<br />

seinem Umlauf. „Ich bin natürlich sehr<br />

zufrieden, vor allem mit meinem Pferd.<br />

‚C-Vier’ hat alles richtig gemacht, das<br />

war echt spitze.“ Zumal die Hallen-<br />

Atmosphäre mit Zuschauern nach<br />

Monaten coronabedingter Pause eine<br />

spezielle für Reiter und Pferde ist.<br />

Und auch Gerrit Nieberg drehte mit<br />

‚Ben’ eine schnelle Runde, kassierte<br />

allerdings einen Abwurf, so dass er<br />

in der Zwischenwertung auf Platz 6<br />

rangierte. Ich bin sehr glücklich, mein<br />

Pferd sprang erstaunlich, so Nieberg.<br />

Damit hatten beide einen Schritt auf<br />

dem Weg zu ihrem Ziel von Leipzig<br />

gemacht. Denn beide waren zwar schon<br />

in Leipzig am Start, konnten aber noch<br />

keine großen Erfolge feiern und wollten<br />

sich „unbedingt für die Finalrunde am<br />

Sonntag qualifizieren.“<br />

Ebenfalls unter den besten 10 Paaren<br />

des 1. Tages lagen Philipp Schulze<br />

Topphoff und ‚Concordess NRW’, die<br />

nach einem Fehler Rang 10 belegten.<br />

„Ich bin von Grund auf zufrieden.<br />

Der Fehler war extrem ärgerlich, aber<br />

sie hat super gekämpft und ist super<br />

gesprungen.<br />

McLain Ward und ‚Contagious’<br />

siegen<br />

Am Freitagnachmittag stand die 2.<br />

Finalprüfung im Longines FEI Jumping<br />

World Cup an. In diesem spannenden<br />

Springen mit Stechen sicherte sich<br />

McLain Ward mit ‚Contagious’ den<br />

Sieg und somit die komfortabelste<br />

Ausgangsposition für Sonntag.<br />

„Ich konnte einige Ritte im Stechen<br />

beobachten, das war natürlich ein<br />

Vorteil. Ich wollte natürlich angreifen,<br />

ohne zu viel Kraft aus dem Pferd zu<br />

nehmen“, erklärte McLain Ward. „<br />

‚Contagious’ ist ein grundschnelles<br />

Pferd und am Ende des Parcours war<br />

ich tatsächlich schneller als ich dachte.<br />

Er ist in einer brillanten Form.“<br />

Platz 2 ging an den <strong>22</strong>-jährigen Briten<br />

Harry Charles mit ‚Romeo’, der nach<br />

diesem Erfolg in der Gesamtwertung<br />

auf Rang 3 lag. „Wenn ich so auf die<br />

Liste gucke, bin ich da wirklich in ganz<br />

netter Gesellschaft“, lachte Charles.<br />

„Ich habe das nicht erwartet.“<br />

Rang 3 holte sich Jack Whitaker (GBR),<br />

Sohn von Michael und Neffe von John.<br />

Als bestes deutsches Paar belegte<br />

Gerrit Nieberg mit ‚Ben’ sowohl in<br />

der Prüfung als auch vor dem Finale<br />

am Sonntag Platz 5. „Mein Vater ist<br />

zufrieden, das ist auch wichtig”, sagte<br />

er nach der Siegerehrung mit einem<br />

Lächeln im Gesicht und fügte hinzu:<br />

„Ich bin auch glücklich, vor allem<br />

weil mein Pferd ‚Ben’ heute und<br />

gestern fantastisch sprang.“ So zeigte<br />

sich Nieberg im Hinblick auf das<br />

abschließende Springen am Sonntag,<br />

das über zwei Umläufe führt, auch<br />

optimistisch und kampfeslustig: „Der<br />

Plan für Sonntag ist: Doppel-Null. Ich<br />

freue mich sehr auf das Finale.“<br />

24<br />

<strong>Georg</strong> 3-<strong>22</strong>.indd 24 30.05.<strong>22</strong> 21:16


Jos Verlooy siegt im Großen Preis<br />

Am Samstag legte der Longines<br />

FEI Jumping World Cup zwar<br />

eine kleine Pause ein, spannenden<br />

Spitzensport gab es aber dennoch zu<br />

sehen. Schließlich trafen sich hier<br />

internationale Spitzenreiter um den<br />

Sieger im Großen Sparkassen-Preis von<br />

Leipzig zu küren. Und wie hochkarätig<br />

das Starterfeld war zeigt, dass sich<br />

gleich 16 der 35 Paare für das Stechen<br />

qualifizieren konnten. Hier übernahm<br />

dann erst einmal Gerrit Nieberg mit<br />

‚Blues D‘Aveline CH’ die Führung.<br />

Doch der letzte Starter, Jos Verlooy,<br />

zeigte mit ‚FTS Killossery Konfusion’,<br />

dass es einen Wimpernschlag schneller<br />

geht. Rang 3 belegte Mario Stevens mit<br />

‚Starissa’.<br />

Foto: Petra Beinecke<br />

Reitsportmosaik<br />

„Er ist ein sehr kompetitives Pferd. Ich<br />

brauche mit ihm im Stechen auch nicht<br />

viel über die Anzahl der Galoppsprünge<br />

nachdenken, weil er sehr grundschnell<br />

ist und ich auch Risiko mit ihm<br />

eingehen kann“, freute sich Verlooy,<br />

der „ausdrücklich noch ein großes<br />

Dankeschön an die Sponsoren und<br />

die Veranstalter“ schickte. „Wir sind<br />

sehr froh, dass wir hier sein und vor<br />

Publikum reiten dürfen!“<br />

Rundum zufrieden zeigten sich auch<br />

Gerrit Nieberg und Mario Stevens.<br />

Schließlich saßen die Beiden auf noch<br />

recht unerfahrenen Pferden. „ ‚Blues‘<br />

D’Aveline CH’ hat noch nicht so viel<br />

Erfahrung und ist schon in den letzten<br />

Tagen super gesprungen. Auch heute<br />

Jos Verlooy, zeigte mit ‚FTS Killossery Konfusion’<br />

hat er das wirklich gut gemacht.“ Das<br />

gilt auch für die erst 9-jährige ‚Starissa’.<br />

„Die Stute war an den ersten Tagen<br />

sehr beeindruckt vom Publikum. Aber<br />

heute bin ich eingeritten und sie hat<br />

auf die Ränge geguckt, dann haben wir<br />

einmal durchgeatmet und dann hatte<br />

ich wirklich das Gefühl, sie genießt<br />

es und wird von den Zuschauern noch<br />

motiviert“, zeigte sich auch Stevens<br />

froh über die vollen Ränge in der<br />

Leipziger Messe. „Jetzt sind wir endlich<br />

wieder da, wo wir nach der Pandemie<br />

hinwollten und auch ich bin froh und<br />

dankbar, dass wir unseren tollen Sport<br />

vor Publikum zeigen können.“<br />

So stellte auch Turnierveranstalter<br />

Volker Wulff mit Blick auf die restlos<br />

besetzten Sitzplätze freudestrahlend<br />

fest: „Das ist das, was wir uns<br />

gewünscht haben. Ich bin zufrieden<br />

und glücklich. Auch die Sponsoren<br />

sind begeistert, aber Leipzig ist auch<br />

einfach begeisternd!“<br />

Überwältigendes Finale im<br />

Longines FEI Jumping World Cup<br />

Am Sonntagnachmittag wartete dann<br />

ein bis zum letzten Reiter spannendes<br />

Finale im Longines FEI Jumping World<br />

Cup auf die zahlreichen Zuschauer,<br />

Gerrit Nieberg mit ‚Blues D‘Aveline CH’<br />

Mario Stevens mit ‚Starissa’.<br />

25<br />

<strong>Georg</strong> 3-<strong>22</strong>.indd 25 30.05.<strong>22</strong> 21:16


Reitsportmosaik<br />

an dessen Ende der Schweizer Martin<br />

Fuchs über den Sieg jubeln konnte.<br />

Dabei stand der Sieger wirklich erst<br />

mit der letzten Runde im Parcours fest.<br />

Denn einige der Favoriten hatten kleine<br />

Schwächen gezeigt und leichte Fehler<br />

produziert.<br />

So sicherte sich der amtierende<br />

Vize-Europameister mit seinem<br />

Toppferd ‚Chaplin’ nach dem Sieg im<br />

Zeitspringen am Donnerstag, einer<br />

soliden Runde mit ‚The Sinner’ am<br />

Freitag und einer Doppelnullrunde am<br />

Sonntag den Gesamtsieg.<br />

„Ich hatte einen perfekten Plan, das<br />

Finale auf 2 Pferde aufzuteilen“,<br />

erklärte Martin Fuchs. „Am Freitag<br />

nach dem Fehler hatte ich kurz<br />

Zweifel, aber heute mit den zwei<br />

Nullrunden ist ein Traum in Erfüllung<br />

gegangen, diesen prestigeträchtigen<br />

Titel zu gewinnen.“ ‚Chaplin’ sei sein<br />

Herzenspferd, weil er ein unglaublicher<br />

Kämpfer sei und das größte Herz habe.<br />

„Dieses Jahr hat er übrigens seinen<br />

ersten Fohlenjahrgang und es ist so toll,<br />

die vielen Fohlenbilder zu bekommen“,<br />

freute sich Fuchs.<br />

Und auch Harry Smolders zeigte<br />

sich mit Platz 2 absolut zufrieden.<br />

Schließlich war es für sein Pferd<br />

‚Monaco’ das 1. Championat „und<br />

ich glaube, es war nicht sein letztes“,<br />

erklärte der Niederländer. Rang 3 ging<br />

an Jens Fredricson aus Schweden, der<br />

ebenfalls voll des Lobes für sein Pferd<br />

‚Markan Cosmopolit’ war. „Er ist toll<br />

und ist in sehr guter Form. Ich bin hier<br />

mit großen Erwartungen angereist und<br />

bin überglücklich mit dem 3. Platz. Ich<br />

habe jede Sekunde hier genossen.“<br />

David Will, der mit ‚C Vier’ die letzte<br />

Teilprüfung des Finales gewinnen<br />

konnte, sprang in der Gesamtwertung<br />

David Will und ‚C Vier’<br />

Rang 6. „Es ist schwer, zufriedener<br />

zu sein. Ich bin überglücklich“, freute<br />

sich der 34-jährige nach dem Erfolg.<br />

„Ich glaube, C-Vier hat heute die beste<br />

Runde von allen gezeigt. Dass er am<br />

letzten Tag, wo es ein bisschen an die<br />

Reserven geht, seine beste Leistung<br />

abruft, zeigt seine Qualität und seinen<br />

Charakter“, schwärmte Will, der<br />

sich auch von der Atmosphäre in den<br />

Leipziger Messehallen begeistert<br />

zeigte. „Da merkt man erst mal wieder,<br />

was einem gefehlt hat. Es macht<br />

wahnsinnig Spaß und die Zuschauer<br />

sind richtig dabei, man spürte die<br />

Spannung in der Luft.“<br />

26<br />

Martin Fuchs und ‚Chaplin’<br />

Zwar schafften es neben David Will<br />

auch Gerrit Nieberg (Rang 13),<br />

Philipp Schulze Topphoff (Rang 17)<br />

und Christian Kukuk (Rang 19) zum<br />

Abschluss der Hallensaison unter<br />

die Top-20, doch Bundestrainer Otto<br />

Becker habe sich insgesamt jedoch<br />

mehr erhofft. „Wir wussten, dass<br />

wir 4 Neulinge hier haben, aber alle<br />

waren gut drauf und hatten vorher gute<br />

Erfolge. Am Ende ist nur David in der<br />

Spitzengruppe. Unsere jungen Leute,<br />

gerade Gerrit und Philipp, haben hier<br />

sicher viel gelernt und nehmen viel<br />

mit für die Zukunft. Davon werden sie<br />

profitieren. Wenn man aber ganz nach<br />

vorne kommen will, muss man an der<br />

ein oder anderen Stelle noch akkurater<br />

reiten.“<br />

<strong>Georg</strong> 3-<strong>22</strong>.indd 26 30.05.<strong>22</strong> 21:16


Jessica von Bredow-Werndl und<br />

‚TSF Dalera BB’ - erneut eine Klasse<br />

für sich<br />

Nach dem spannenden Auftakt<br />

durch die Springreiter wurde es<br />

am Donnerstagabend dann für die<br />

Dressurreiter ernst. Und auch hier<br />

hatte sich ein championatsreifes<br />

Teilnehmerfeld in die Starterliste<br />

eingetragen. Am Ende waren Jessica von<br />

Bredow-Werndl und ihre ‚TSF Dalera<br />

BB’ wieder einmal nicht zu schlagen.<br />

Im beim Weltcup-Finale erstmals<br />

gerittenen Kurz-Grand-Prix, bei dem<br />

sich in kurzer Zeit ein Höhepunkt an<br />

den anderen reiht, setzten sie sich mit<br />

komfortablem Abstand gegen die Dänin<br />

Cathrin Dufour auf ‚Vamos Amigos’<br />

sowie Titelverteidigerin Isabell Werth<br />

und ‚Weihegold OLD’ durch. „Ich bin<br />

sehr stolz auf Weihegold. Sie war sehr<br />

fokussiert und in einer super Form. Es<br />

ist eine Freude, sie so zu präsentieren“,<br />

erklärte Werth, die ihre Stute nach der<br />

Kür am Samstag in den Ruhestand<br />

verabschiedete.<br />

„Es ist schwer, noch bessere Worte<br />

für dieses Pferd zu finden, als ich es<br />

bisher schon getan habe“, so Jessica<br />

von Bredow-Werndl über TSF Dalera<br />

BB „Sie gibt immer 100 Prozent. Wenn<br />

Fehler passieren, mache ich sie. Und<br />

ich habe tatsächlich immer noch das<br />

Gefühl, dass sie sich weiterentwickelt.<br />

Ich freue mich sehr auf die Kür.“<br />

Jessica von Bredow-Werndl und ‚TSF Dalera BB’<br />

Allerdings ist das FEI Dressage World<br />

Cup Final vorerst die letzte große<br />

Aufgabe für das Siegerpaar. Die<br />

36-jährige erwartet im August ihr 2.<br />

Kind.<br />

Jessica von Bredow-Werndl und<br />

‚TSF Dalera BB‘ gewinnen Finale<br />

Am Samstagabend wurde den<br />

Dressurfans beim 35. FEI Dressage<br />

World Cup<br />

Final wirklich<br />

alles geboten, was<br />

Dressurfans sich<br />

nur wünschen<br />

können. Es war<br />

championatswürdig<br />

und ging einfach<br />

unter die Haut.<br />

Einmal mehr<br />

zelebrierten Jessica von Bredow-<br />

Werndl und ‚TSF Dalera BB’ ihre La<br />

La Land-Kür und wurden für ihre<br />

fehlerfreie, kraftvolle Vorstellung<br />

mit 90.836 % belohnt. Das waren nur<br />

wenige Prozentpunkte weniger als bei<br />

ihrem Olympiasieg in Tokio 2021,<br />

doch unabhängig vom Ergebnis stand<br />

für die Reiterin fest: „Es hat sich heute<br />

noch besser angefühlt als in Tokio - ich<br />

würde sogar sagen, es hat sich besser<br />

angefühlt denn je. Das ist nicht normal,<br />

‚Dalera’ verbessert sich immer weiter,<br />

wir verbessern uns weiter. Es war heute<br />

sehr emotional, weil ‚Dalera’ immer<br />

alles für mich gibt und weil es das<br />

letzte Turnier mit ihr für die nächsten 5<br />

bis 6 Monate war. Aber zum Glück war<br />

es nicht das Allerletzte.<br />

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Isabell Werth und ‚Weihegold OLD’<br />

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27<br />

<strong>Georg</strong> 3-<strong>22</strong>.indd 27 30.05.<strong>22</strong> 21:16


Wir werden zurückkommen“, sagte<br />

Jessica von Bredow-Werndl nach der<br />

Siegerehrung.<br />

Reitsportmosaik<br />

Platz 2 ging an eine überglückliche<br />

Cathrine Dufour mit ihrem erst<br />

10-jährigen ‚Vamos Amigos’: „Es war<br />

das 1. Weltcup-Finale für mich und für<br />

‚Vamos’. Er war eine Bombe heute!<br />

Ich bin superstolz auf ihn und dieses<br />

Ergebnis ist weit über dem, was ich<br />

erwartet habe!“<br />

Bei ihrem letzten Auftritt tanzten Isabell<br />

Werth und ‚Weihegold OLD’ in einer<br />

dynamischen, topmotivierten Runde zu<br />

Rang 3. „Ich bin überglücklich, dass<br />

ich diese außergewöhnliche Stute auf<br />

diesem Niveau verabschieden konnte.<br />

Sie hat sich hier nochmal in so einer<br />

tollen Form gezeigt, ich bin sehr stolz<br />

auf sie. Und dem Veranstalter und auch<br />

dem Leipziger Publikum sehr dankbar<br />

für diese tolle, emotionale Atmosphäre“,<br />

schwärmte eine hochemotionale Isabell<br />

Werth.<br />

Helen Langehanenberg und die<br />

Holsteiner Stute ‚Annabelle’ schlossen<br />

die Hallensaison auf Rang 6 ab.<br />

Französische und deutsche Sieger<br />

beim Voltigieren<br />

Im Pas de Deux konnte das Leipziger<br />

Publikum dann einen deutschen<br />

Sieg bejubeln. Hier lieferten Jannika<br />

Derks und Johannes Kay mit dem<br />

bereits hochbewährten ‚Humphrey<br />

Bogart OLD’ einen tollen Einstieg<br />

in Leipzig. „Man merkt schon an der<br />

Manon Moutinho<br />

Atmosphäre in der Halle, dass es hier<br />

kein Standardturnier ist. Es ist etwas<br />

ganz Besonderes, hier zu sein. Und<br />

wir genießen das und freuen uns, dass<br />

wir nochmal hier einlaufen dürfen“,<br />

strahlte Johannes Kay.<br />

Am Freitag griffen dann auch die<br />

Voltigierer mit ihrem Technik-Umlauf<br />

in das Geschehen ein. Hier freute sich<br />

nicht nur Bundestrainerin Ulla Ramge<br />

„nach zwei Corona-Jahren auf ein<br />

topbesetztes Starterfeld, sowohl aus<br />

deutscher Sicht als auch international<br />

gesehen.“<br />

Hier setzte sich bei den Damen die<br />

Französin Manon Moutinho mit<br />

‚Saitiri’ und Longenführerin Corinne<br />

Bosshard an die Spitze des Starterfeldes<br />

und verwies Janika Derks mit<br />

‚Rockemotion’ (Longenführerin Nina<br />

Vorberg) sowie Kimberly Palmer mit<br />

‚Rosenstolz’ (Longenführerin Simone<br />

Aebi) aus den USA auf die Plätze. Und<br />

auch in der Herrenkonkurrenz setzte<br />

sich mit Lambert Leclezio und ‚Saitiri’<br />

(Longenführerin Laura Carnabuci<br />

ein Franzose durch. Platz 2 ging an<br />

den Italiener Lorenzo Lupacchini mit<br />

‚Rosenstolz’ (Longenführerin Laura<br />

Carnabuci) vor Vize-Weltmeister<br />

Jannik Heiland mit Rockemotion.<br />

28<br />

Jannika Derks und Johannes Kay<br />

Foto: Petra Beinecke<br />

<strong>Georg</strong> 3-<strong>22</strong>.indd 28 30.05.<strong>22</strong> 21:16


3 neue Champions gekürt<br />

Am frühen Samstagnachmittag<br />

verzauberte die herrliche Mischung aus<br />

Eleganz, Akrobatik und Harmonie mit<br />

dem Pferd die Besucher in der Leipziger<br />

Messe. Am Ende gingen die Titel nach<br />

Frankreich, Italien und Deutschland.<br />

Dabei sicherte sich Manon Moutinho<br />

mit Platz 2 in der Kür den Gesamtsieg.<br />

Auch hier belegten Jannika Derks, die<br />

die Kür für sich entscheiden konnte, und<br />

Kimberly Palmer die Plätze 2 und 3.<br />

„Ich bin wirklich glücklich und hätte<br />

nicht mehr erwarten können – von<br />

meinem Pferd, meiner Longenführerin<br />

und mir. Es war eine tolle Erfahrung,<br />

um in die Saison 20<strong>22</strong> zu starten“ freute<br />

sich Moutinho.<br />

Reitsportmosaik<br />

Foto: Petra Beinecke<br />

Bei den Herren gab es eine<br />

Überraschung. Denn nicht der klare<br />

Favorit Lambert Leclezio, sondern<br />

Lorenzo Lupacchini holte sich mit<br />

der deutlich besten Kürdarbietung<br />

den Titel. „Ich bin wirklich sehr<br />

glücklich und habe dieses Ergebnis<br />

nicht erwartet“, strahlte Lupacchini.<br />

„Ich habe vor allem mitgemacht, um<br />

dieses Turnier zu genießen. Ich hatte<br />

nichts zu verlieren und habe einfach<br />

versucht, nicht nur zu turnen, sondern<br />

auch Gefühl rüberzubringen.“<br />

Nach dem Jannik Heiland in den<br />

Jahren 2018, 2019 und 2020 in Leipzig<br />

triumphiert hatte, reichte es dieses Jahr<br />

zu Rang 3. Dabei musste der Vize-<br />

Weltmeister kurzfristig umplanen,<br />

nachdem sein Pferd ‚Dark Beluga<br />

FRH’ beim Vet-Check Probleme<br />

zeigte. So wechselte er kurzerhand auf<br />

den Rücken von ‚Rockemotion’ und<br />

präsentierte an der Longe von Nina<br />

Vorberg 2 gute Programme.<br />

Im Pas de Deux gab es dann einen<br />

sehr emotionalen Sieg von Jannika<br />

Derks und Johannes Kay. Damit<br />

sorgten die Beiden nicht nur für<br />

„Gänsehaut-Momente“ (O-Ton<br />

Bundestrainerin Ulla Ramge) sondern<br />

auch für den perfekten Abschluss ihrer<br />

eindrucksvollen Karriere. „Ich würde<br />

sagen, wir können hier sehr zufrieden<br />

herauslaufen“, freut sich Derks. „Es<br />

war eine großartige Atmosphäre in der<br />

Arena und das macht dieses Turnier<br />

für uns sehr speziell, auch weil es ein<br />

Foto: Petra Beinecke<br />

völlig anderer Zirkel hier ist, als wir<br />

sie kennen. Wir haben erreicht, was<br />

wir erreichen wollten: Spaß haben, den<br />

Sport genießen - es war das perfekte<br />

Turnier, um unseren Abschluss<br />

zu finden.“ Und auch Johannes<br />

Kay strahlte: „Einen so schönen<br />

Abschluss zu haben in so einer tollen<br />

Atmosphäre - es geht nicht besser!“<br />

Den 2. Platz sicherten sich die<br />

Österreicherinnen Ramona Hintner<br />

Lorenzo Lupacchini<br />

und Eva Nagiller mit ‚Dr. Grunow’ und<br />

Longenführer Peter Wagner.<br />

Für die amtierenden Deutschen Meister<br />

Chiara Congia und Justin van Gerven<br />

vom Team Norka des VV Köln-<br />

Dünnwald aus dem Rheinland, reichte<br />

es am Ende mit dem 13-jährigen<br />

Holsteiner-Wallach ‚Calidor’ und<br />

Longenführer Patric Looser für Rang 3.<br />

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29<br />

<strong>Georg</strong> 3-<strong>22</strong>.indd 29 30.05.<strong>22</strong> 21:16


Reitsportmosaik<br />

Michael Brauchle,<br />

Rasanter Auftakt beim Weltcup-<br />

Finale der Vierspänner<br />

Am Freitagabend absolvierten dann<br />

auch die Fahrer ihre 1. Runde im<br />

Weltfinale. Und da die Vierspänner<br />

in Leipzig eine ganz besondere<br />

Rolle spielen, stand auch hier die<br />

Messehalle Kopf. Denn bereits in<br />

der Einlaufprüfung lieferten sich 7<br />

Teilnehmer aus 4 Nationen einen<br />

spannenden Wettkampf. Dabei hatten<br />

Michael Brauchle, der mit einer<br />

Wildcard am Start war, und Mareike<br />

Harm bereits sehr gute Leistungen<br />

gezeigt. Denn obwohl der Vize-<br />

Europameister mit dem Team 2021<br />

und Bronzemedaillengewinner in der<br />

Einzelwertung einen Abwurf kassierte,<br />

belegte er mit 156,94 Sekunden am<br />

Ende Rang 5. Mit diesem Ergebnis lag<br />

er nur 6/10 hinter dem Belgier Glenn<br />

Geerts, der zwar eine strafpunktfreie<br />

Runde fuhr, aber mit 156,34 Sekunden<br />

deutlich langsamer als Brauchle war.<br />

Mareike Harm fuhr mit 163,89 Sekunden<br />

auf Platz 6. Allerdings spiegelt dieses<br />

Ergebnis nicht die wirkliche Klasse<br />

Holz Janik<br />

ihrer Vorstellung wider. Denn auch<br />

sie hatte mit einer flotten Runde und<br />

lediglich einem Abwurf eine sehr gute<br />

Leistung erbracht. Allerdings überfuhr<br />

sie im Laufe des Parcours ein bereits<br />

durchfahrenes Hindernis nochmal, was<br />

ihr Strafsekundenkonto um weitere 8<br />

Sekunden erhöhte.<br />

Richtig spannend wurde es dann bei<br />

den letzten beiden Startern. Schließlich<br />

schickte sich Multichampion Boyd<br />

Exell aus Australien an, seinen 10.<br />

Weltcup Finalsieg einzufahren, was<br />

der Weltcup Sieger aus 2019 Bram<br />

Chardon natürlich verhindern wollte.<br />

So legte Exell als vorletzter Starter<br />

eine fulminante Runde ohne Abwurf<br />

hin und war 9 Sekunden schneller als<br />

der Belgier Dries Degrieck. Doch die<br />

143,35 Sekunden sollten „nur“ zu Platz<br />

2 reichen. Denn als letzter Starter fegte<br />

der amtierende Europameister Bram<br />

Chardon in so atemberaubenden Tempo<br />

durch die Halle, dass er noch einmal 8<br />

Sekunden schneller war als Exell und<br />

als überlegener Sieger die Ehrenrunde<br />

anführte.<br />

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Mareike Harm<br />

„Ich wusste, dass Boyd bei weitem die<br />

schnellste Zeit hatte, also dachte ich,<br />

ich kann nur mit Glück an seine Zeit<br />

rankommen. Ich wollte auf jeden Fall<br />

auf Abstand bleiben, ich wollte auf<br />

Sicherheit gehen. Aber als sich die<br />

Pferde so gut anfühlten, habe ich sie<br />

einfach laufen lassen und sie bis zum<br />

Ende gepusht, als ich wusste, dass<br />

noch mehr drin ist. Es war fantastisch“,<br />

erklärte der Sohn von Fahrerlegende<br />

Ijsbrand Chardon nach seinem Sieg.<br />

Bram Chardon siegt im<br />

Herzschlagfinale<br />

Und auch am Sonntagmittag wartete ein<br />

packendes Finale auf die zahlreichen<br />

Zuschauer, die die Messehalle erneut<br />

zum beben brachten. Dabei ging es<br />

für die Fahrer erst einmal darum,<br />

sich für das Stechen der besten 3 zu<br />

qualifizieren. Hier machten dann der<br />

Belgier Glenn Geerts, Boyd Exell und<br />

Bram Chardon den Sieger unter sich<br />

aus. So kam es erneut zum ewigen<br />

Duell Chardon gegen Exell, bei dem<br />

sich beide gegenseitig mächtig unter<br />

Druck setzten und jeweils einen Fehler<br />

kassierten.<br />

Am Ende hatte Bram Chardon mit<br />

seinen pfeilschnellen Lippizanern die<br />

Nase vorn. „Das war hier Fahrsport<br />

vom Feinsten, dieses Finale war toll!“,<br />

erklärte der strahlende Sieger und fügte<br />

hinzu: „Ich hatte mir einen genauen<br />

Plan gemacht, wollte die 1. Runde auf<br />

Sicherheit fahren. Das ging aber nicht<br />

mehr, weil Boyd so schnell war. Ich<br />

war super nervös. Umso mehr freue ich<br />

mich, dass es jetzt zum Sieg gereicht hat,<br />

obwohl ich im Umlauf und im Stechen<br />

30<br />

<strong>Georg</strong> 3-<strong>22</strong>.indd 30 30.05.<strong>22</strong> 21:16


einen Abwurf hatte. Den Sieg habe ich<br />

auch meinem Vater zu verdanken, der<br />

mir bei der Vorbereitung zu Hause und<br />

auch hier sehr geholfen hat.“<br />

Nach einem winzigen Fahrfehler im<br />

Stechen belegte Boyd Exell Platz 2.<br />

Dabei war ihm der Ärger über den<br />

vergebenen Sieg zwar anzumerken, als<br />

Profi hatte er sich jedoch fest im Griff,<br />

lobte seine Pferde und sein Team. „Ich<br />

bin so happy mit meinen Pferden und<br />

meinem Team. Wir waren superschnell,<br />

die Pferde waren wirklich frisch und<br />

ich war sehr zufrieden mit ihnen.<br />

Wir sind am Ende ein bisschen aus<br />

der Balance gekommen, hatten einen<br />

kleinen Schluckauf auf der Brücke und<br />

haben keine saubere Linie erwischt.“<br />

Sein Glück kaum fassen konnte der<br />

drittplatzierte Glenn Geerts: „Ich stehe<br />

tatsächlich ein bisschen unter Schock,<br />

Bram Chardon<br />

dass ich es noch aufs Treppchen<br />

geschafft habe. Mit diesen beiden<br />

Herren zusammen auf dem Podium zu<br />

stehen ist eine große Ehre für mich.“<br />

Dabei war dem Belgier im Stechen<br />

noch ein Missgeschick unterlaufen,<br />

das im Nachhinein für Erheiterung<br />

sorgte. Weil er sich wenig Chancen für<br />

das Stechen ausgerechnet hatte, hatte<br />

er sich auch den Kurs nicht richtig<br />

gemerkt. Sein „Navigator“, sprich<br />

die hinter dem Kutschbock stehende<br />

Person, die den Fahrer bei dem Weg<br />

durch die Hindernisse unterstützt, ist<br />

seine Ehefrau. „Sie hat mich nach<br />

links dirigiert, ich bin nach rechts<br />

gefahren, wir haben ein Hindernisteil<br />

umgeschmissen, die Fahrt wurde<br />

unterbrochen. Ich fürchte, das wird<br />

auf der Rückfahrt nach Belgien noch<br />

ausführlich diskutiert“, schmunzelt er.<br />

Michael Brauchle und Mareike Harm<br />

belegten die Plätze 6 und 7. „Es war<br />

trotzdem ein tolles Erlebnis, hier in<br />

der Halle bei diesem großartigen<br />

Publikum zu fahren, auch wenn ich am<br />

Ende des Tages nur den 7. Platz belegt<br />

habe“, zog Mareike Harm das Fazit aus<br />

ihrer 1. Teilnahme an einem Weltcup-<br />

Finale und fügte hinzu: „Meine Pferde<br />

haben toll mitgemacht. Mir waren die<br />

Leinen etwas durch die Hand gerutscht,<br />

deshalb musste ich einen zusätzlichen<br />

Bogen fahren, das hat ein besseres<br />

Ergebnis verhindert.“<br />

Übrigens: Die „Navigatoren“ im<br />

Fahrsport sind häufig weiblich, das ist<br />

kein neues Phänomen. So ist auch das<br />

Team um Mareike Harm rein weiblich.<br />

Dabei steht Linda Tödten, die seit 6<br />

Jahren im Team ist, hinter der Fahrerin<br />

und gibt Anweisungen für den richtigen<br />

Weg, beobachtet gleichzeitig auch die<br />

Pferde, ist sozusagen Copilot auf der<br />

Kutsche. Nicole Bielemeier ist für<br />

die korrekte Gewichtsverteilung und<br />

Balance der Kutsche verantwortlich.<br />

„Das ist eigentlich ein reiner<br />

Männerjob“, erklärt Mareike Harm,<br />

„aber Nicole macht das fantastisch.<br />

Wir sind damit im wahrsten Sinne des<br />

Wortes gut gefahren und „never change<br />

a winning Team“.<br />

Neu ist jedoch die Teilnahme einer<br />

Fahrerin in dieser inoffiziellen Hallen-<br />

Weltmeisterschaft. Die Holsteinerin<br />

Mareike Harm ist die erste Frau, die<br />

sich in dieser bislang rein männlichen<br />

Domäne einen Platz erobert hat, wie<br />

Bram Chardon ausdrücklich betonte:<br />

„Es ist gut, dass Mareike unter Beweis<br />

stellt, wie gut auch Frauen diesen Sport<br />

ausführen können. Fahrsport ist kein<br />

Kraftsport, mit der richtigen Ausbildung<br />

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31<br />

<strong>Georg</strong> 3-<strong>22</strong>.indd 31 30.05.<strong>22</strong> 21:16


Reitsportmosaik<br />

und der richtigen Ausrüstung können<br />

Frauen das ebenso erfolgreich wie<br />

Männer ausüben.“<br />

Dabei ist eine immer wiederkehrende<br />

Frage die nach der Körperkraft, die<br />

mutmaßlich für diesen Pferdesport<br />

Voraussetzung ist. „Ich versuche<br />

natürlich meine Pferde möglichst zu<br />

sensibilisieren um es etwas leichter zu<br />

haben, kann mir auch vorstellen, dass<br />

manche meiner männlichen Kollegen<br />

mehr Kraft aufwenden. Aber nein,<br />

extra Krafttraining mache ich nicht.<br />

Muss ich auch nicht, das Training mit<br />

meinen Pferden reicht“, sagt Mareike<br />

Harm. Außerdem ist ohnehin nicht<br />

die körperliche Anstrengung die<br />

Herausforderung, sondern eher die<br />

Aufgabe, aus 4 verschiedenen Pferden,<br />

4 unterschiedlichen Individuen ein<br />

Team zu formen, beschreibt sie den<br />

besonderen Reiz dieses Pferdesports<br />

und fügt hinzu: „Einen Viererzug zu<br />

fahren, besonders auch im Marathon,<br />

hat mir so recht keiner zugetraut.<br />

Deshalb bin ich heute ein bisschen<br />

3 Jahre ist es her, dass das Pferdefestival<br />

Redefin zahlreiche Zuschauer auf dem<br />

Landgestüt in Mecklenburg-Vorpommern<br />

begrüßen konnte. Denn nach dem<br />

der Klassiker im Sportkalender 2020<br />

coronabedingt ganz ausfallen musste,<br />

gab es 2021 nur eine abgespeckte Version<br />

auf Zwei-Sterne-Niveau, die auch<br />

ohne Zuschauer stattfinden musste. So<br />

war die Freude über die Rückkehr der<br />

Traditionsveranstaltung natürlich groß.<br />

Dabei lockten das CSI3* sowie das<br />

stolz, dass ich das so durchgehalten<br />

habe“, so Mareike Harm. Übrigens: Die<br />

36-jährige, die in Holstein auf ihrem<br />

Pensionspferdebetrieb 15 Fahrpferde<br />

im Training hat, fährt im Unterschied<br />

zu vielen ihrer Konkurrenten kein<br />

spezielles Indoor-Gespann, sondern die<br />

Pferde, die sie das ganze Jahr hindurch<br />

auf Turnieren einsetzt.<br />

Etwas Pech hatte Michael Brauchle. Er<br />

hatte bereits alle Klippen des Parcours<br />

strafpunktfrei bewältigt, als noch 3<br />

Bälle fielen. „Ich war wohl hinten<br />

raus etwas zu frech, meine Pferde<br />

zu motiviert, weil bis dahin alles so<br />

gut geklappt hatte“, vermutete er als<br />

Fehlerquelle.<br />

Durchweg positives Fazit<br />

des Multifinales<br />

Rundum zufrieden waren allerdings die<br />

Veranstalter des Weltcup-Finales, das<br />

nach 2002 (Fahren) und 2011 (Dressur,<br />

Fahren, Springen und Voltigieren) zum<br />

3. Mal in Leipzig ausgetragen wurde.<br />

erstmals ausgeschriebene CDI3* vom<br />

13. - 15.05.20<strong>22</strong> Reiter aus 14 bzw.<br />

11 Nationen nach Redefin. Denn nicht<br />

nur Top-Reiter wie Ex-Europameister<br />

Marco Kutscher, Powerfrau Janne<br />

Friederike Meyer-Zimmermann oder<br />

Europameister André Thieme schätzen<br />

die guten Bedingungen und die variablen<br />

Möglichkeiten zum Einsatz ihrer<br />

Pferde.<br />

„Gerne machen wir das in 11 Jahren<br />

wieder“, erklärte Volker Wulff lachend.<br />

„Wir hatten 4 tolle Disziplinen dabei<br />

und haben großartige Leistungen<br />

gesehen. 80.800 Zuschauer über 5<br />

Tage ist eine große Zahl. Es ist zwar<br />

nicht das, was wir 2011 hatten, aber<br />

wir müssen die Situation bedenken, aus<br />

der wir kommen. Manche Menschen<br />

sind noch immer unsicher wegen<br />

der Pandemie. Aber es waren mehr<br />

Zuschauer da als erwartet. Jetzt freue<br />

ich mich wirklich sehr auf die nächste<br />

PARTNER PFERD, dann wieder als<br />

FEI World Cup Qualifikation mit<br />

mindestens 3 Disziplinen, über die 4.<br />

Disziplin diskutieren wir noch.“<br />

Übrigens: Die nächste Auflage<br />

von Leipzigs Kultturnier ist nur<br />

noch 7 Monate entfernt. Denn vom<br />

19. - <strong>22</strong>.01.2023 heißt es wieder:<br />

Willkommen Spitzenreitsport in der<br />

Leipziger Messe.<br />

Text und Fotos: K.B.<br />

Pferdefestival Redefin<br />

Klassiker im Sportkalender feiert ein erfolgreiches<br />

Comeback<br />

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Felix Haßmann gewinnt Championat<br />

Den 1. Höhepunkt auf dem Grasplatz<br />

vor dem Portal des Reithauses bildete<br />

das Championat des Landes Mecklenburg-Vorpommern<br />

„Land zum Leben“.<br />

Und bereits hier lieferten sich 15 der<br />

54 Starter ein spannendes Stechen.<br />

Am Ende waren der ehemalige Deutsche<br />

Meister Felix Haßmann und sein<br />

„Professor“ in Sachen Springsport<br />

‚Cayenne WZ‘ wieder einmal nicht zu<br />

schlagen. Die beiden waren nach 37,89<br />

Sekunden und verwiesen Vorjahressieger<br />

Richard Vogel mit ‚Carlchen S‘<br />

auf Platz 2. Hinter den beiden für ihre<br />

Schnelligkeit berühmten Springreiterkollegen<br />

sprang Vielseitigkeitsweltmeisterin<br />

Sandra Auffarth im Sattel von<br />

‚Quirici H‘ auf Rang 3. Sie erlebte ihre<br />

„Pferdefestival-Premiere“ und betonte<br />

sie fühle sich „richtig wohl hier“.<br />

Und obwohl Haßmann mit dem 17-jährigen<br />

‚Cayenne WZ“ ein sehr erfahrenes<br />

32<br />

<strong>Georg</strong> 3-<strong>22</strong>.indd 32 30.05.<strong>22</strong> 21:16


Felix Haßmann und ‚Cayenne WZ‘ waren wieder einmal die Schnellsten<br />

Pferd unter dem Sattel hat, zeigte er<br />

sich etwas überrascht von seinem Sieg.<br />

„Wochen hatte ich nicht so viel Glück,<br />

insofern habe ich nicht mit dem Sieg<br />

gerechnet. Aber In den letzten er war<br />

auch auf dem Abreiteplatz schon super<br />

drauf und es freut mich richtig, dass<br />

er das wieder so gezeigt hat“, erklärte<br />

er und fügte lachend hinzu: „Mit einem<br />

erfahrenen Pferd ist es am Ende dann<br />

doch einfacher. Ich habe ihn seit 11 Jahren<br />

im Stall und wir kennen uns in und<br />

auswendig“, so der strahlende Sieger.<br />

Übrigens: Mit dem Holsteiner Hengst<br />

hat er nicht nur einen sehr erfahrenen<br />

Sportpartner, der „einfach weiß, was er<br />

machen muss“, sondern auch ein sehr<br />

grundschnelles Pferd unter dem Sattel.<br />

Und da ‚Cayenne‘ hier das 1. Springen<br />

gegangen ist, wollte Felix Haßmann<br />

ihn auch am Sonntag im Großen Preis<br />

einsetzen.<br />

dem so genannten „neuen“ Paradeplatz<br />

rundum wohl. „Das ist echt super“,<br />

befand der Hamburger Profi Wolfgang<br />

Schade und auch Juliane Brunkhorst<br />

betonte: „Das ist schon sehr praktisch<br />

und gut für uns, Prüfungsplatz und<br />

Abreiteplatz so dicht zusammen zu<br />

haben. Und für die jüngeren Pferde, die<br />

in den vergangenen 2 Jahren ja kaum<br />

Zuschauer erlebt haben, war das mal<br />

eine ganz andere Erfahrung.“<br />

So sahen die Zuschauer auch hier tollen<br />

Sport von den Bundeschampionatsqualifikationen<br />

bis zu Grand Prix Kür<br />

und Grand Prix Special zu sehen. Dabei<br />

machte Juliane Brunkhorst bereits im<br />

Grand Prix de Dressage, dass sie sich<br />

einiges für Redefin vorgenommen<br />

hatte. Im Sattel von ‚Aperol‘ verwies<br />

sie Nicole Wego-Engelmeyer mit dem<br />

Oldenburger Hengst ‚Budhi‘ auf Rang<br />

2 und übernahm auch die Favoritenrolle<br />

für die Kür. Rang 3 ging an den<br />

Luxemburger Mathis Goerens auf<br />

‚Riptide NRW‘. Am Sonntag war die<br />

Ausbilderin dann erneut nicht zu schlagen.<br />

Hier gingen die Pätze 2 und 3 an<br />

Nicole Wego-Engelmeyer auf ‚Budhi‘<br />

bzw. Elisa Prigge, die ‚Dark Dancer‘<br />

gesattelt hatte.<br />

Reitsportmosaik<br />

Top-Dressurpferde im Stadion<br />

Doch nicht nur die Springreiter sind<br />

laut Felix Haßmann der Meinung, dass<br />

das Pferdefestival Redefin „einfach ein<br />

richtig schönes Turnier mit einer tollen<br />

Kulisse“ ist. Auch die Dressurreiter<br />

fühlten sich im Dressurstadion auf<br />

Juliane Brunkhorst und ‚Aperol‘<br />

33<br />

<strong>Georg</strong> 3-<strong>22</strong>.indd 33 30.05.<strong>22</strong> 21:16


Reitsportmosaik<br />

Greta Heemsoth und der 5-jährige ‚Macchiato‘ sorgten<br />

bei der Bundeschampionatsqualifikation für Aufsehen.<br />

US-Amazone Chloe Reid<br />

siegt im Großen Preis<br />

Bei den Springreitern drehte sich am<br />

Sonntag alles um den Großen Preis,<br />

in dem 45 Starter ihre Pferde gesattelt<br />

hatten. Und da 7 von ihnen eine fehlerfreie<br />

drehten, musste ein Stechen über<br />

Sieg und Platzierung entscheiden. Hier<br />

legte gleich die 1. Starterin, die US-<br />

Amerikanerin Chloe Reid, mit ‚Souper<br />

Shuttle‘ eine Top-Zeit vor. Und dann<br />

hieß es für die 25-Jährige minutenlang<br />

warten. „Ich war schon so oft in einem<br />

Stechen, wissend, dass tolle Leute wie<br />

Eiken Sato oder Janne nach mir dran<br />

sind - da macht einen das Warten echt<br />

ziemlich nervös”, erklärte sie lachend.<br />

Doch dieses Mal sollte keiner mehr<br />

die 42,35 Sekunden unterbieten. Am<br />

dichtesten dran waren der japanische<br />

Olympiateilnehmer Eiken Sato und<br />

‚Chacanno JRA‘. Ein feiner Erfolg für<br />

den Routinier im Sattel auf dem Weg<br />

zu seinem nächsten Ziel, der Teilnahme<br />

an den Weltmeisterschaften in Herning<br />

im August.<br />

So sah man am Sonntagabend nur<br />

strahlende Gesichter. Denn Redefins<br />

Pferdefestival war ein echtes Ausflugsziel,<br />

das auch für Picknicks und Treffen<br />

mit Familie und Freunden genutzt<br />

wurde. „Darauf haben nach 2 Jahren ja<br />

nun auch alle gewartet und es ist einfach<br />

toll zu sehen und zu erleben, dass<br />

man sich wieder begegnen kann. Dazu<br />

gab es richtig tollen Sport“, stellte Francois<br />

Kasselmann zufrieden fest und<br />

fügte hinzu „wir dürfen dankbar sein,<br />

‚Elitist‘ und seine Ausbilderin Juliane Brunkhorst siegten<br />

auch im NÜRNBERGER BURG-POKAL<br />

dass unsere Partner und Sponsoren es<br />

ermöglicht haben, dass wir wieder ein<br />

Pferdefestival Redefin erleben konnten.“<br />

Dabei gibt es laut dem Turnierchef<br />

„ja immer etwas, was man noch<br />

verändern oder verbessern könnte“,<br />

doch er sieht keinen Grund, warum wir<br />

2023 nicht auch wieder das Pferdefestival<br />

ganz international erleben sollten.“<br />

K.B.<br />

Fotos: Stefan Lafrentz<br />

Auf den 3. Platz sprang Janne Friederike<br />

Meyer-Zimmermann mit ihrem<br />

„Flugzeug“ ‚Chesmu KJ‘, den sie seit<br />

1,5 Jahren im Stall hat. „Er springt<br />

immer sehr hoch, das fühlt sich wirklich<br />

wie fliegen an“, erklärte sie lachend.<br />

Und auch die strahlende Siegerin, die<br />

seit etlichen Jahren zwischen ihrer Heimat<br />

und der Anlage von Markus Beerbaum<br />

und seiner Frau Meredith pendelt,<br />

hat ihr nächstes Ziel „das Nationenpreisturnier<br />

in Rom“ im Blick, für das<br />

„hier die perfekte Vorbereitung war.“<br />

34<br />

Positive Turnierbilanz<br />

Chloe Reid, mit ‚Souper Shuttle‘<br />

<strong>Georg</strong> 3-<strong>22</strong>.indd 34 30.05.<strong>22</strong> 21:16


Fachartikel<br />

Fütterung: Pferde richtig füttern<br />

Gesundheitsvorsorge beim Pferd durch gute Ernährung<br />

Fotos: Katarina Blasig<br />

In großen Herden durchstreiften Wildpferde<br />

einst die Steppen. Ihr Alltag<br />

unterschied sich elementar von dem<br />

unserer Hauspferde. Bis zu 16 Stunden<br />

waren sie mit der Suche nach Nahrung<br />

beschäftigt, legten viele Kilometer<br />

zurück und füllten ihren Magen allmählich<br />

mit vielen kleinen Portionen. Auf<br />

diese Weise konnte ein Pferd 50 bis 60<br />

Kilogramm Weidegras pro Tag fressen.<br />

Wobei das, wenn man den Wassergehalt<br />

abzieht, einem Trockensubstanzgehalt<br />

von 10 bis 12 Kilogramm entsprach.<br />

Das hat sich nicht geändert. Auch heute<br />

geht man in der Pferdefütterung bei der<br />

Rationsberechnung davon aus, dass pro<br />

100 Kilogramm Pferd 2 Kilogramm<br />

Futter in der Trockensubstanz aufgenommen<br />

werden. Der Verdauungstrakt<br />

der Pferde hat sich im Laufe der Entwicklung<br />

des Pferdes selbst und der<br />

damit einhergehenden Veränderung des<br />

Nahrungsspektrums (vom Waldbewohner<br />

zum Steppentier) an diese Bedingungen<br />

angepasst. Daher ist Raufutter<br />

die Basis jedes Futterplans. Bei leichter<br />

Arbeit und entsprechend hochwertigem<br />

Heu kann ein Pferd auch ganz ohne<br />

Kraftfutter auskommen.<br />

Keine langen Fresspausen<br />

Das Raufutter spielt in der Pferdefütterung<br />

nicht nur in ernährungsphysiologischer<br />

Hinsicht eine wichtige<br />

Rolle. Aufgrund ihrer Entwicklungsgeschichte<br />

haben Pferde das instinktive<br />

Bedürfnis, ständig zu „naschen“<br />

und sich dabei zu bewegen. Da das<br />

Pferd ein Dauerfresser ist, produziert<br />

der Pferdemagen ununterbrochen<br />

Magensäure, die nur Speichel neutralisieren<br />

kann. Und Speichel wiederum<br />

fließt ausschließlich beim Kauen. Ist<br />

der Magen länger als 4 Stunden ohne<br />

Beschäftigung, greift die fortwährend<br />

produzierte Magensäure die Schleimhaut<br />

an.<br />

Die Folgen falscher Fütterung:<br />

Magengeschwüre, Koliken. Verhaltensauffälligkeiten<br />

bis hin zu Verhaltensstörungen<br />

wie Koppen und Weben etc.<br />

sind andere Zeichen der mangelhaften<br />

Versorgung mit ausreichend Futter.<br />

Um psychische und physische Schäden<br />

zu vermeiden, gibt es verschiedene<br />

Ansätze, wie z.B.:<br />

-Mehr Weidegang<br />

-Offenstallhaltung mit Auslauf<br />

-Stets genügend Raufutter zur Verfügung<br />

stellen in Form von Heu und<br />

Stroh<br />

Raufutter, Kraftfutter, Saftfutter<br />

Man unterscheidet beim Pferdefutter<br />

rohfaserreiche (Raufutter) und konzentrierte<br />

(Kraftfutter) Futtermittel.<br />

Die rohfaserreichen Produkte können<br />

feucht (Weidegras, Silage) und trocken<br />

sein (Heu, Stroh). Zu den gängigen<br />

Kraftfuttern zählen Hafer, Mais,<br />

Gerste und Mischfutter. Äpfel, Möhren,<br />

Rüben und Rote Bete werden als<br />

Saftfutter bezeichnet. Sie liefern auch<br />

Energie, aber vor allem Vitamine, die<br />

insbesondere dann für die Ernährung<br />

relevant sind, wenn im Winter kein frisches<br />

Weidegras zur Verfügung steht.<br />

Dr. med. vet. S. Drögemüller<br />

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35<br />

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Fachartikel<br />

Energiebedarf des Pferdes<br />

Foto: Katarina Blasig<br />

Eiweiß, Kohlenhydrate, Fett, Wasser,<br />

Mineralien, Spurenelemente und<br />

Vitamine sind die lebenswichtigen<br />

Nährstoffe, die das Pferd braucht.<br />

Wirklich hochwertiges Heu enthält<br />

ausreichend viele davon, so dass<br />

ein Pferd bei Erhaltungsbedarf<br />

und auch noch bei leichter Arbeit<br />

problemlos alleine von qualitativ<br />

gutem Heu in ausreichender Menge<br />

leben kann. Auch die Gesellschaft<br />

für Ernährungsphysiologie empfiehlt,<br />

wenigstens den Erhaltungsbedarf<br />

an Energie über das Heu bzw. gutes<br />

Futterstroh zu decken. Und zwar<br />

unabhängig von der Nutzung der<br />

Pferde. Bei einem 600 Kilogramm<br />

schweren Warmblut können das 15<br />

Kilogramm pro Tag sein.<br />

36<br />

Energiebedarf des Pferdes<br />

Der Bedarf an Energie wird in<br />

Megajoule (MJ) pro Tag angegeben.<br />

Bei einem 600 Kilogramm schweren<br />

Warmblüter in Boxenhaltung<br />

rechnet man laut Gesellschaft für<br />

Ernährungsphysiologie mit einem<br />

Energiebedarf von ca. 63 MJ. Dieser<br />

steigt bei großer Hitze oder Kälte<br />

und in Offenstallhaltung um bis zu<br />

zehn Prozent, bei Weidehaltung in der<br />

Herde, womöglich auf Hangkoppeln<br />

um bis zu 50 Prozent. Grundsätzlich<br />

gilt allerdings, dass keine Tabelle<br />

das Auge des Pferdebesitzers ersetzt.<br />

Der Energiebedarf tragender Stuten<br />

steigt stark an, im elften und letzten<br />

Trächtigkeitsmonat auf 90 MJ.<br />

Säugende Stuten verbrauchen im<br />

ersten Lebensmonat des Fohlens ca.<br />

126 MJ und im vierten ca. 112 MJ.<br />

Insbesondere steigt auch der Bedarf<br />

an Rohproteinen und Aminosäuren,<br />

kurz Eiweiß, im ersten Lebensmonat<br />

des Fohlens stark an und flacht dann<br />

wieder ab, je älter das Fohlen wird.<br />

Ein Warmblutfohlen, das einmal ca.<br />

600 Kilogramm wiegen wird, benötigt<br />

ab dem ersten Lebensmonat ca. 32<br />

MJ. Der Bedarf steigt dann bis auf 74<br />

MJ bei Zwei- und Dreijährigen. Auch<br />

hier gilt: Dies sind Empfehlungen, die<br />

gegebenenfalls anzupassen sind.<br />

Ein Kilogramm Heu aus früher Ernte<br />

enthält bis zu 9 MJ Energie (das<br />

entspricht rund 0,8 Kilogramm Hafer).<br />

Spät geerntetes Heu enthält hingegen<br />

nur bis zu 6 MJ pro Kilogramm<br />

(entspricht ca. 0,5 Kilogramm Hafer).<br />

Beim Einsatz von Kraftfutter gilt<br />

als Obergrenze maximal ein Gramm<br />

Stärke pro Mahlzeit und Kilogramm<br />

Pferdegewicht. Einen Teil der Energie<br />

aus dem Kraftfutter kann man durch Öl<br />

ersetzen. Hier werden ein Gramm pro<br />

Tag und Kilogramm Pferd als Limit<br />

betrachtet.<br />

Mangel an Aminosäuren<br />

Woran es heutzutage im Futter am<br />

meisten mangelt, sind die hochwertigen<br />

Aminosäuren. Das liege meist an<br />

zu spät geschnittenem Heu. Dieses<br />

ist strukturreicher, enthält also mehr<br />

langstielige Halme, dafür aber weniger<br />

Eiweiß. Die kleinsten Bestandteile<br />

des Eiweiß (oder auch Protein) sind<br />

eben jene Aminosäuren. Sie stellen<br />

die Grundlage allen Lebens dar,<br />

weil sie die Basis für den Bau der<br />

Körperzellen darstellen. Pflanzen<br />

können Aminosäuren selbst bilden.<br />

Tiere, wie auch wir Menschen, müssen<br />

die essenziellen Aminosäuren über die<br />

Nahrung zu sich nehmen. Hochwertiges<br />

Eiweiß enthält viele der essenziellen,<br />

also lebenswichtigen Aminosäuren.<br />

Äußerlich erkennt man einen Mangel<br />

an essenziellen Aminosäuren an<br />

der Muskulatur. Ist diese bei gleich<br />

gebliebenem Trainingsumfang schlaff<br />

statt straff und fest, liegt der Verdacht<br />

nahe. Um sicherzugehen, sollte man<br />

eine Analyse des Heus vornehmen<br />

lassen.<br />

<strong>Georg</strong> 3-<strong>22</strong>.indd 36 30.05.<strong>22</strong> 21:17


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des Systems hängt von vielen Faktoren ab. Details entnehmen Sie bitte unseren entsprechenden Informationsunterlagen. ²Apple CarPlay ist ein Markenzeichen von<br />

Apple Inc., eingetragen in den USA und anderen Ländern. ³Android und Android Auto sind Markenzeichen von Google Inc.<br />

37<br />

<strong>Georg</strong> 3-<strong>22</strong>.indd 37 30.05.<strong>22</strong> 21:17


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ACSh Hengste können ebenfalls<br />

gemeldet werden, sowie zur Zucht des<br />

Deutschen Classic-Ponys eingesetzte<br />

Partbred- Shetlandpony Hengste, die<br />

vor dem Jahr 2000 geboren worden sind,<br />

bzw. bei ausländischen Zuchtverbänden<br />

entsprechend eingetragene Classic-<br />

Pony Hengste. Es werden wieder viele<br />

renommierte und bedeutende Classic-<br />

Pony-Vererber aus ganz Europa zu<br />

dieser Schau erwartet.<br />

Der alljährlich stattfindende<br />

Kutschenkorso Löhlbach, der von<br />

Rainer Wilhelmi ausgerichtet wird, ist<br />

in jedem Jahr ein Zuschauermagnet und<br />

begeistert seit Jahren Groß und Klein.<br />

Somit ist es ein großes Schaufenster<br />

für die Europa-Hengstschau der<br />

Interessengemeinschaft Deutsches<br />

Classic Pony.<br />

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38<br />

<strong>Georg</strong> 3-<strong>22</strong>.indd 38 30.05.<strong>22</strong> 21:17


Classic-Pony-Hengst in<br />

Luhmühlen gekört<br />

Bei der Frühjahrskörung des<br />

Zuchtverbands für Deutsche<br />

Pferde (ZfdP) am 2. April 20<strong>22</strong> in<br />

Luhmühlen wurde der fünfjährige<br />

Deutsche Classic-Pony-Hengst ‚Karat‘<br />

(von ‚Kronprinz‘ aus der StPrSt<br />

‚Bella Donna‘ von ‚Kleefeld‘ von<br />

‚Belmondo‘) vorgestellt, der auch<br />

gekört wurde. Laut Körkommission ein<br />

Hengst mit ganz viel Typ und einem<br />

sehr harmonischen Körperbau, der in<br />

allen drei Grundgangarten durch seine<br />

hohe Bewegungsqualität zu glänzen<br />

weiß.<br />

Fohlenzeit / Fohlengalerie<br />

In vielen Ställen unserer Züchter sind<br />

bereits die ersten Fohlen zur Welt<br />

gekommen. Wir möchten auch in<br />

diesem Jahr wieder eine Fohlengalerie<br />

erstellen und Ihnen die Möglichkeit<br />

bieten Ihre Fohlen hier vorzustellen.<br />

Der 112 cm große ‚Karat‘ ist gezüchtet<br />

von Reinhard Cramer aus Herscheid<br />

und steht im Besitz von Fam. Imke<br />

Sichon, Bad Fallingbostel.<br />

Fotos: privat<br />

Bildrechte ungeklärt, da nicht rekonstruierbar.<br />

Gut gelaunt versichert.<br />

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Mobil 0171 9557320<br />

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Bitte schicken Sie uns per Mail maximal<br />

2 Fotos je Fohlen mit folgenden<br />

Angaben:<br />

Name, Geburtstag, Geschlecht, Vater,<br />

Mutter, Muttervater, Züchter.<br />

Teilnehmen können alle Fohlen<br />

unserer Mitglieder aus 20<strong>22</strong> für die<br />

eine Abstammungsbescheinigung<br />

ausgestellt wird.<br />

Wir freuen uns auf viele schöne Bilder!<br />

Termine der IG Classic:<br />

Am 3. September 20<strong>22</strong> findet die Europa-Hengstschau der IG Classic in Löhlbach in Zusammenhang<br />

mit dem Kutschenkorso statt. Der Veranstalter hofft auf zahlreiche Nennungen nicht nur aus den<br />

Mitgliederreihen. Ein hohes Nennungsergebnis bietet die Gelegenheit, den hohen Stand der Classic-<br />

Pony-Zucht zu dokumentieren. Es wird auch eine Verwendungsklasse für Wallache und nicht gekörte<br />

Hengste angeboten.<br />

Die IG-Classic ist eine zuchtverbandsübergreifende Interessenvertretung für die Kleinponyrasse „Deutsches Classic-Pony“.<br />

Bei Fragen zum Deutschen Classic-Pony oder Fragen zu einer Mitgliedschaft kontaktieren Sie bitte: www.classic-pony.com<br />

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39<br />

<strong>Georg</strong> 3-<strong>22</strong>.indd 39 30.05.<strong>22</strong> 21:17


Hanna Preller ist dem Pferdesport<br />

von Kindesbeinen an eng verbunden.<br />

So absolvierte sie auch nach ihrer<br />

Schulzeit eine Lehre zum Facharbeiter<br />

für Pferdezucht- und Sport im Gestüt<br />

Graditz.<br />

Aus den Vereinen / Personalien<br />

Bronzenes Reiterkreuz für Hanna Preller<br />

In ihrer aktiven Zeit gehörte sie<br />

zu den erfolgreichsten Springund<br />

Vielseitigkeitsreitern in<br />

Ostdeutschland. Schließlich sicherte<br />

sie sich zwischen 1972 bis 1987 11<br />

Mal den Titel der DDR-Meisterin und<br />

gewann weitere 15 Mal die Silber- bzw.<br />

Bronzemedaille. Nach dem ihr 1984<br />

der Titel „Meisterin des Sports“ der<br />

DDR verliehen wurde, beendete Hanna<br />

Preller 1996 ihre aktive Karriere.<br />

Doch auch nach ihrer aktiven Laufbahn<br />

ist sie dem Pferdesport weiter<br />

verbunden und gibt ihr Wissen auch<br />

gerne weiter. So war die Trainerin A, die<br />

selbst unter namenhaften Ausbildern,<br />

wie Bernhard von Albedyll, gelernt<br />

hat, z.B. jahrzehntelang Übungsleiter<br />

in ihrem Heimatverein, dem heutigen<br />

Wernigeröder SV Rot-Weiss, übernahm<br />

1990 das Amt der Landestrainerin<br />

Ponyreiter und Vielseitigkeit Sachsen-<br />

Anhalt und hatte zudem 10 Jahre<br />

lang den Vorsitz im Fachausschuss<br />

Vielseitigkeit im Landesverband<br />

Sachsen-Anhalt inne, zu dessen<br />

Gründungsmitgliedern sie gehört.<br />

Und auch privat dreht sich bei Hanna<br />

Preller, die Anfang April ihren 80.<br />

Geburtstag feiern konnte, viel um<br />

den Pferdesport. So unterstützte sie<br />

gemeinsam mit Ehemann Heinz-<br />

Jürgen Preller (DDR-Meister 1972 in<br />

der Vielseitigkeit) zuerst ihre Töchter<br />

Heike und Silke, die den Eltern im<br />

Pferdesport erfolgreich nacheiferten,<br />

später die Enkelinnen Conny Linde und<br />

Carola Schedlbauer, die an Deutschen<br />

Jugendmeisterschaften teilnahmen und<br />

heute bei den „Großen“ angekommen<br />

sind.<br />

Überhaupt brachte Hanna Preller in<br />

ihrem Heimatverein immer wieder<br />

Medaillenträger heraus. Dabei gilt ihr<br />

besonderes Engagement in diesem<br />

Zusammenhang dem Vierkampf,<br />

40<br />

den sie als wichtigen Beitrag zum<br />

vielseitigen Reiten betrachtet.<br />

Doch damit genug trifft man sie häufig<br />

auf Turnieren bis hinauf an die Ostsee,<br />

wo sie mit großem Engagement, nicht<br />

nur auf Vielseitigkeitsturnieren, die<br />

Meldestelle betreut.<br />

Für dieses Engagement erhielt sie<br />

bereits mehrere Auszeichnungen,<br />

wie z.B. das DPV-Ehrenzeichen,<br />

das Goldene Reitabzeichen der FN<br />

sowie die Goldene Peitsche des<br />

Landesverbandes der Reit- und<br />

Fahrvereine Sachen-Anhalt, die<br />

verbandshöchste Auszeichnung. Jetzt<br />

wurde Hanna Preller im Rahmen des<br />

Landesreitertages des Landesverbandes<br />

Sachsen-Anhalt mit dem Deutschen<br />

Reiterkreuz in Bronze ausgezeichnet.<br />

Eine schöne Überraschung. „Ich war<br />

drauf vorbeireitet, dass da evtl. ein<br />

Blumenstrauss kommt wegen meinem<br />

Geburtstag, aber damit habe ich gar<br />

nicht gerechnet“, Preller, für die diese<br />

Auszeichnung „einen ziemlich hohen<br />

Stellenwert“ hat. „Wenn man im Land<br />

eine Ehrennadel kriegt oder im Verein,<br />

o.k., das ist nicht schlecht. Aber jetzt<br />

bundesweit von der FN, das ist schon<br />

ein bisschen was anderes. Das war<br />

schon ein bisschen emotional.“<br />

Und wer jetzt denkt, mit 80 Jahren<br />

würde Hanna Preller ein wenig kürzer<br />

treten, der irrt. „Solange wir noch<br />

können, werden wir weiter machen.<br />

Das macht ja auch Spaß und man freut<br />

sich, wenn man noch helfen kann, man<br />

noch gebraucht wird.“<br />

K.B.<br />

Quelle FN<br />

Foto: Katarina Blasig<br />

<strong>Georg</strong> 3-<strong>22</strong>.indd 40 30.05.<strong>22</strong> 21:17


Foto: Katarina Blasig<br />

Der Haflingerzüchter aus Fümmelse<br />

verstarb am 25.03.20<strong>22</strong> im Alter von<br />

76 Jahren.<br />

Bereits Anfang der 80er Jahre brachte<br />

Wilhelm Lörcher den Elitehengst<br />

‚Napo’ aus Bayern mit nach Fümmelse<br />

und begann mit viel Leidenschaft<br />

und Erfolg Haflinger zu züchten. So<br />

wurden 165 Fohlen in seinem Stall<br />

geboren, die alle mit einer 1. Prämie<br />

ausgezeichnet wurden. Außerdem<br />

kommen viele Körungssieger aus<br />

Fümmelse. „Das spiegelt auch die<br />

Qualitätsdichte seiner Zucht wider.<br />

Man kann ihn uneingeschränkt als einen<br />

Pionier der Haflingerzucht unseres<br />

Verbandes, ja wahrscheinlich sogar<br />

bundesweit bezeichnen. Er verfügte<br />

über großes Fachwissen, das zeigen<br />

auch die vielen Erfolge“, sagte Joachim<br />

Völksen vom Verband der Pony- und<br />

Kleinpferdezüchter Hannover e. V. bei<br />

der Trauerfeier.“<br />

Außerdem waren von Wilhelm Lörcher<br />

gezogene Haflinger auch im nationalen<br />

und internationalen Fahrsport hoch<br />

erfolgreich. So holten sie an den Leinen<br />

seines Sohnes Arndt z.B. 3 Mal den Titel<br />

bei den Deutschen Meisterschaften und<br />

waren auch bei Europameisterschaften<br />

erfolgreich.<br />

Aus den Vereinen / Personalien<br />

Wilhelm Lörcher lebt nicht mehr<br />

Foto: Anika Denecke<br />

Doch Wilhelm Lörcher war nicht nur<br />

ein leidenschaftlicher Pferdemann, er<br />

zeichnete sich auch durch sein großes<br />

Engagement für den Ponyverband<br />

Hannover aus. So stellte er seit 4<br />

Jahrzehnten den Platz in Fümmelse<br />

zu Verfügung, auf dem jedes Jahr<br />

die Stuten- und Fohlenschau aber<br />

besondere Veranstaltungen, wie die<br />

Staatsprämienstutenauswahl und die<br />

Wolfgang Beindorf-Schau, stattfanden.<br />

Des weiteren war Wilhelm Lörcher 25<br />

Jahre im Vorstand des Zuchtverband<br />

Bezirk Südhannover-Braunschweig<br />

aktiv und fast ebenso lange als Deligierter<br />

im Landesverband. Außerdem gehörte<br />

er dem Rasseausschuss der Haflinger<br />

an und war einige Jahre Rassevertreter<br />

in der Körkommission.<br />

So erhielt er aufgrund seines<br />

großen Engagements mehrere<br />

Auszeichnungen, wie Urkunden<br />

und Medaillen vom Landesverband,<br />

der Landwirtschaftskammer<br />

Niedersachsen, vom niedersächsischen<br />

Ministerium für Ernährung<br />

Landwirtschaft und Forsten und<br />

von der Deutschen Reiterlichen<br />

Vereinigung. 2003 wurde er aufgrund<br />

seiner außerordentlichen Erfolge in<br />

der Zucht mit der goldenen Ehrennadel<br />

des Ponyverbandes ausgezeichnet und<br />

erhielt einige Jahre später die FN-<br />

Plakette für besondere Leistungen in<br />

der Zucht und vorbildlicher Haltung.<br />

„Als er die FN-Plakette bekommen hat,<br />

hat er kurz nach der Verleihung zu mir<br />

gesagt: ‚Eigentlich bin ich ja nicht so<br />

für die Auszeichnungen, aber gefreut<br />

habe ich mich trotzdem‘. Dieser kurze<br />

Satz spiegelt ja auch seine innere Werte<br />

wider“, so Joachim Völksen.<br />

Jetzt wird sein Sohn Alexander Lörcher<br />

die Haflingerzucht im Sinne seines<br />

Vaters weiterführen.<br />

K.B.<br />

41<br />

<strong>Georg</strong> 3-<strong>22</strong>.indd 41 30.05.<strong>22</strong> 21:17


Wir gratulieren<br />

Ekkert Meinecke wird 75<br />

Bereits von Kindesbeinen an hat Ekkert<br />

Meinecke auf dem elterlichen Hof im<br />

Stall und auf dem Feld mitgearbeitet<br />

und schon mit 13 Jahren selbstständig<br />

mit einem Pferdegespann gepflügt<br />

und geeggt. Ein Jahr später lernte er<br />

reiten. Und auch als er wegen einer<br />

Verletzung das Reiten aufgeben<br />

musste, blieb er den Pferden treu.<br />

Zunächst als Fohlenaufzüchter,<br />

später als Fahrer. 1982 legte er das<br />

Fahrabzeichen ab und fing wieder mit<br />

dem Turniersport an. Die ersten Erfolge<br />

stellten sich rasch ein. So schrieb<br />

Ekkert Meinekke bereits 1985 als 1.<br />

Weltmeister im Zweispännerfahren<br />

Geschichte. Insgesamt errang er<br />

2 WM-Goldmedaillen sowie eine<br />

Silber- und eine Bronzemedaille, dazu<br />

kamen die Titel des Landesmeisters<br />

und Deutschen Meisters sowie Derby-<br />

Siege im Vierspännerfahren und<br />

Mannschafts-Bronze 1988 bei den<br />

Vierspänner-WM in Appeldoorn.<br />

Doch Ekkert Meinecke ist nicht nur als<br />

internationaler Sportler bekannt. Denn<br />

nach der Schule erlernte er zunächst den<br />

Beruf des Heizungsbauers, später den<br />

des Sattlers und machte sich 1973 sich<br />

Am 26. März wurde Ulrike Struck,<br />

Zuchtleiterin des Stammbuches für<br />

Kaltblutpferde Niedersachsen e. V. und<br />

des Zuchtverbandes für das Ostfriesische<br />

und Alt-Oldenburger Pferd e.V. im<br />

Rahmen der Jahresversammlung<br />

in den wohlverdienten Ruhestand<br />

verabschiedet.<br />

In seiner Laudatio zeigte Joachim<br />

Völksen noch einmal einige Stationen<br />

im beruflichen Werdegang der<br />

ambitionierten Fachfrau auf: Als<br />

eine mit Pferden aufgewachsene<br />

passionierte Reiterin studierte sie<br />

Agrarwissenschaften in Göttingen und<br />

war Leiterin der Bezirksstelle in Uelzen.<br />

Als niedersächsische Fachreferentin für<br />

Pferdezucht- und haltung war Ulrike<br />

Struck unter anderem auch als Lehrer<br />

der Meisterschüler in diesem Bereich<br />

tätig. Über 25 Jahre betreute sie als<br />

Geschäftsführerin die Bezirksvereine<br />

42<br />

Aus den Vereinen / Personalien<br />

in Eicklingen mit einer eigenen Sattlerei<br />

selbständig. Mit seinen Geschirren<br />

machte er sich weltweit einen<br />

Namen und belieferte sogar diverse<br />

Königshäuser, später konzentrierte<br />

er sich auch auf die Herstellung<br />

hochwertiger Voltigiergurte. Heute<br />

Gustav Rau Medaille für Ulrike Struck<br />

der Pony -und Kleinpferdezüchter und<br />

der Hannoveraner im Bereich Lüneburg.<br />

Bis zu ihrer Verabschiedung war sie<br />

auch Zuchtleiterin des Verbandes der<br />

Ostfriesischen und Alt Oldenburger<br />

Pferde und des Stammbuches der<br />

Kaltblutpferde.<br />

Für diesen engagierten beruflichen<br />

Einsatz wurde ihr nun von Joachim<br />

Völksen, dem stellvertretenden<br />

Vorsitzenden des FN-Bereichs Zucht<br />

die Gustav Rau Medaille in Bronze<br />

verliehen.<br />

Dem konnte der 1. Vorsitzende Dr.<br />

Uwe Clar noch einiges hinzufügen. 10<br />

Jahre Zuchtleitung für die Kaltblüter<br />

seien geprägt von einer sehr guten,<br />

vertrauensvollen Zusammenarbeit.<br />

Als ein besonderes Verdienst hob er<br />

hervor, dass es durch Ulrike Strucks<br />

Engagement möglich geworden sei,<br />

wird die Sattlerei von seiner ältesten<br />

Tochter Tanja weitergeführt und<br />

Enkelin Marcella Meinecke knüpft an<br />

die Erfolge im Fahrsport an - natürlich<br />

mit Ekkert Meinecke als Trainer.<br />

Quelle FN-press<br />

in den Niederlanden eine Dependance<br />

für Schwarzwälder Kaltblutzüchter<br />

zu errichten. Die Population sei dort<br />

in der Zwischenzeit größer als in<br />

Niedersachsen selbst.<br />

Doch nun geht diese Ära zu Ende,<br />

mit Frau Struck wurden auch die<br />

Mitarbeiterinnen im Stammbuch Silke<br />

Rosebrock (seit 2002), Maren Körtke<br />

(seit 2009) und Marit Burdorf (seit<br />

2011) geehrt und verabschiedet.<br />

Ulrike Struck dankte den Züchtern noch<br />

einmal für die vielen schönen Jahre, in<br />

denen ihr der Einsatz für die Kaltblüter<br />

immer viel Freude bereitet habe. Und<br />

Jan Rolfs stellte für seine Weser-<br />

Emsregion noch einmal stellvertretend<br />

für alle klar: „Du siehst, wir haben dich<br />

gemocht!“<br />

Ab 01.04.20<strong>22</strong> wird das Büro des<br />

Stammbuches nach Burgdorf umziehen,<br />

<strong>Georg</strong> 3-<strong>22</strong>.indd 42 30.05.<strong>22</strong> 21:17


da man nun eine verwaltungsmäßige<br />

Zusammenarbeit mit dem Verband<br />

der Pony- u. Kleinpferdezüchter<br />

Hannover eingeht. Urska Kamensek,<br />

Zuchtleiterin der Ponys, wird in<br />

Zukunft auch die Zuchtleitertätigkeit<br />

Aus den Vereinen / Personalien<br />

bei den Kaltblütern übernehmen. Die<br />

gebürtige Slowenin hat in ihrer Heimat<br />

Agrarwissenschaften studiert und<br />

anschließend Pferdewissenschaften<br />

in Göttingen. Auf einem Zuchtbetrieb<br />

in Baden-Württemberg war sie einige<br />

Jahre tätig. Seit 2 Jahren arbeitet die<br />

begeisterte Reiterin beim Ponyverband<br />

Hannover.<br />

Text und Foto: M. Schwöbel<br />

Joachim Völksen überreicht die Gustav Rau Medaille,<br />

daneben Dr. Uwe Clar, Vorsitzender des Stammbuches für<br />

Kaltblutpferde Niedersachsen e. V.<br />

Heidedragoner nehmen Proben wieder auf<br />

Fast 2 Jahre waren Proben und Auftritte<br />

in der Coronazeit nicht möglich. Nun<br />

will der Verein wieder durchstarten und<br />

sich zu monatlichen Proben treffen.<br />

Anfang April begleitete eine kleine<br />

Abordnung mit Reitern die Hochzeit<br />

von Vereinsmitglied Lydia Laudien und<br />

Lasse Laudien. Stellvertretend für den<br />

ganzen Verein überbrachten der neue<br />

1. Vors. Dieter Knoren aus Walsrode/<br />

Dreikronen und die neu gewählte 2.<br />

Vorsitzende Anne Friesenborg aus<br />

Winsen (A) dem jungen Paar die besten<br />

Wünsche.<br />

Adelheid und Wolfhard von Samson<br />

ließen es sich nicht nehmen, die<br />

eigenen Schimmel im Hänger<br />

nach Krelingen zu bringen und an<br />

der Veranstaltung teilzunehmen.<br />

Anja Schäfer, Vereinsmitglied und<br />

langjährige Helferin bei Auftritten<br />

zu Pferde, kümmerte sich souverän<br />

um die kleine Reitergruppe. Trotz<br />

Glockengeläut waren die Pferde<br />

nicht aus der Ruhe zu bringen und<br />

es wurde ein unvergessener Auftritt<br />

für die angereisten Heidedragoner.<br />

Interessierte Musiker/innen dürfen<br />

sich gerne beim ersten Vors. Dieter<br />

Knoren melden. Auf der Webseite<br />

des Vereins www.heidedragoner.de<br />

wird die bisherige<br />

Arbeit des Vereins<br />

dargestellt und<br />

Kontaktdaten stehen<br />

zur Verfügung.<br />

Derzeit sind keine<br />

Auftritte geplant,<br />

die musikalischen<br />

Proben und Musik<br />

zu Pferde (derzeit<br />

den letzten Samstag<br />

im Monat ab 10.00<br />

Uhr in Walsrode)<br />

stehen laut dem<br />

musikalischen Leiter<br />

Knoren die nächsten<br />

Monate erstmal im<br />

Vordergrund.<br />

Text und Foto:<br />

Anne Friesenborg<br />

Urska Kamensek (li), Zuchtleiterin Ponyverband Hannover<br />

und nun auch bei den Kaltblütern<br />

im Vordergrund das Brautpaar Lydia und Lasse Laudien<br />

von links Reiterin Viviane Baumgarten, stehend<br />

Dieter Knoren, Reiter Bernd Otten, Reiterin Urte Ruge und<br />

Anja Schäfer stehend hinter dem Brautpaar<br />

43<br />

<strong>Georg</strong> 3-<strong>22</strong>.indd 43 30.05.<strong>22</strong> 21:17


Zeltlager des Kreisreiterverband Gifhorn<br />

Ein unvergessliches Wochenende<br />

Vom 30.4. - 01.05.20<strong>22</strong> lud der<br />

Kreisreiterverband Gifhorn alle<br />

Kinder und Jugendlichen der<br />

angeschlossenen Reitvereine zu<br />

einem gemeinsamen Zeltlager ein.<br />

Als Ausrichter dieser Veranstaltung<br />

stellte der PJRuF Knesebeck seine<br />

Reitanlage zur Verfügung und das dort<br />

heimische Jugendteam unter Leitung<br />

von Esther Engwer organisierte ein<br />

unvergessliches Wochenende für die<br />

Teilnehmer im Alter zwischen 8 und <strong>22</strong><br />

Jahren.<br />

Unter anderem standen Stockbrot braten<br />

am offenen Lagerfeuer, ein Völkerball-<br />

Spiel und eine GPS-Tour durch<br />

das Otterzentrum in Hankensbüttel<br />

auf dem Rahmenprogramm. Aber<br />

auch zwischendurch wurde es nicht<br />

langweilig und man veranstaltete u.a.<br />

Steckenpferd-Rennen und verschiedene<br />

andere Spiele.<br />

Ein weiteres Highlight war das<br />

gemeinsame Bauen von Vogel-<br />

Nistkästen, die jeder Teilnehmer im<br />

Bereits vor Corona sind die Zahlen der<br />

Aktiven in den Nachwuchsbereichen<br />

des Turniersports gesunken. Dies konnten<br />

wir bei den Turnieren in den Bereichen<br />

E und A in Dressur und Springen<br />

feststellen. Und die Pandemie hat die<br />

Lage noch verschärft. So fanden 2020<br />

fast nur Turniere für den Profibereich<br />

statt. Doch nach dem sich die Lage im<br />

Aus den Vereinen / Personalien / Aus- und Fortbildung<br />

Anschluss mit nach Hause nehmen<br />

durfte, um den Vögeln im heimischen<br />

Garten eine Nisthilfe zur Verfügung zu<br />

stellen.<br />

Die Nacht verbrachten die Teilnehmer<br />

natürlich in ihren Zelten, die auf dem<br />

Springplatz der Reitanlage aufgebaut<br />

waren.<br />

Dem Namen Förderverein folgen auch die Tätigkeiten!<br />

Erfolgreicher Lehrgang mit Kevin Rudolph<br />

Jahr 2021 etwas verbessert hat, hoffen<br />

wir alle, dass für die kommende Saison<br />

wieder ein besseres Angebot auf den<br />

Turnieren vorliegt.<br />

Damit der Nachwuchs, der in den Vereinen<br />

ausgebildet<br />

wird, weitere Unterstützung<br />

erhält, hat<br />

Anfangs kannten sich die meisten<br />

Teilnehmer untereinander gar nicht,<br />

aber im laufe des Wochenendes haben<br />

sich viele neue Freundschaften gebildet<br />

und man war sich einig, dass diese<br />

Veranstaltung unbedingt im nächsten<br />

Jahr wiederholt werden muss.<br />

Text und Foto: Barbara Radzinski<br />

der Verein zur Förderung des Pferdesports<br />

e.V. bereits in den letzten 2 Jahren<br />

Lehrgänge in Dressur und Springen<br />

für den Nachwuchs durchgeführt und<br />

auch zur Vorbereitung auf die kommende<br />

Saison wieder angeboten.<br />

44<br />

<strong>Georg</strong> 3-<strong>22</strong>.indd 44 30.05.<strong>22</strong> 21:17


So trafen sich am 23. und 24.04.20<strong>22</strong><br />

20 Nachwuchsreiterrinnen und 2 Reiter<br />

auf dem Hardenberg, um sich von<br />

dem selbst in Springprüfungen bis<br />

zur Klasse S*** erfolgreichen Kevin<br />

Rudolph Tipps für die Arbeit mit ihren<br />

Pferden zu holen.<br />

„Wir wollten einem so erfolgreichen<br />

Reiter auch einmal die Chance geben<br />

einen Lehrgang für den Nachwuchs<br />

zu gestalten und sind voll und ganz<br />

überzeugt die richtige Entscheidung<br />

getroffen zu haben“, so die beiden verantwortlichen<br />

Christian Rhoden und<br />

Herbert Hausknecht. Schließlich war<br />

auch von den Aktiven, den anwesenden<br />

Eltern und Förderern nur Positives zu<br />

hören! So waren sich dann auch alle<br />

einig, dass sie gerne wieder kommen<br />

Aus- und Fortbildung / Vorschau<br />

wollen, um auf dem tollen Gelände an<br />

den Start zu gehen.<br />

Hierfür sind vom RV Hardenberg und<br />

vom Förderverein folgende Veranstaltungen<br />

auf dem Hardenberg geplant.<br />

Beginnen wird alles mit dem Turnier<br />

„Dressur im Park vom 17. - 19.06.20<strong>22</strong>,<br />

mit dem Highlight Qualifikation zum<br />

Bundeschampionat.<br />

Den Auftakt zum Springturnier des RV<br />

Hardenberg vom <strong>22</strong>. - 24.07.20<strong>22</strong> bildet<br />

am Donnerstag den 21.07.20<strong>22</strong> der<br />

Tag der „Jungen Pferde“ mit Springpferdeprüfungen<br />

der Kl. A bis M. Hier<br />

können auch Stuten im Rahmen einer<br />

Springpferdeprüfung die Voraussetzungen<br />

für eine Eintragung als Zuchtstute<br />

erfüllen. Weiterhin sind Korrekturrunden<br />

außer Konkurrenz usw. vorgesehen.<br />

Den Abschluss bildete in den letzten<br />

Jahren das Erntedank Turnier vom<br />

Förderverein. Hier ist in diesem Jahr<br />

eine Neuerung vorgesehen, am 24. und<br />

25.09.20<strong>22</strong> findet ein Amateur und<br />

Nachwuchsturnier mit Springprüfungen<br />

der Klassen E bis M statt. Auch<br />

hier gibt es besondere Höhepunkte,<br />

so zum Beispiel das Finale im ACT<br />

Springpferde Cup, Finale Reifen Ehrhard<br />

Amateur Tropy 20<strong>22</strong> und nicht zu<br />

vergessen die Jagd um den Hardenberger<br />

Keiler!<br />

Wir freuen uns auf eine rege Beteiligung<br />

Vorschau:<br />

Boxen auf zur Harzburger Rennwoche 20<strong>22</strong><br />

Herber Hausknecht<br />

Foto: Petra Beinecke<br />

Endlich wieder Galopprennen auf<br />

der Bahn am „Weißen Stein“ in Bad<br />

Harzburg wie im Jahre 2019: Nach 2<br />

von der Corona-Pandemie geprägten<br />

Jahren kehrt im Juli wieder Normalität<br />

ein. 5 Renntage sind vorgesehen,<br />

wie gewohnt von Samstag bis<br />

Sonntag, über eine Woche gestreckt,<br />

mit unbeschränktem Zutritt, ohne<br />

irgendwelche Restriktionen.<br />

2020 waren die Renntage komplett<br />

ausgefallen, vor 12 Monaten<br />

wurde die Rennwoche auf 3 Tage<br />

zusammengestrichen, es gab<br />

Zuschauerbeschränkungen. „Wir<br />

sind aber sehr gut durch diese<br />

Zeit gekommen“, sagt Stephan<br />

Ahrens, Präsident des Harzburger<br />

Rennvereins, „auch wenn wir das<br />

Gelände natürlich weiter intensiv<br />

gepflegt haben und uns die Einnahmen<br />

teileweise weggebrochen sind.<br />

Aber die Reaktion unserer Partner<br />

hat uns mehr als positiv überrascht.<br />

Alte und neue Sponsoren haben sich<br />

zum Galopprennsport bekannt, die<br />

Region ist regelrecht heiß auf die<br />

Rennwoche.“<br />

Zudem wurde die Zeit genutzt, die<br />

Rennbahn weiter<br />

zu entwickeln. An<br />

den Baulichkeiten<br />

wurde gearbeitet,<br />

die Tribüne auf<br />

den neuesten Stand<br />

gebracht, neue<br />

Räumlichkeiten<br />

für das Publikum<br />

geschaffen. Seit<br />

Wochen sind<br />

Rennbahnverwalter<br />

Jürgen Deike und<br />

sein Team dabei,<br />

insbesondere das<br />

142. BAD<br />

HARZBURGER<br />

GALOPP-<br />

RENNWOCHE<br />

16. – 24. JULI 20<strong>22</strong><br />

Grasgeläuf perfekt herzurichten.<br />

Gerade in Zeiten zunehmender<br />

Trockenheit erfordert das besondere<br />

Pflege. Stephan Ahrens: „Für unser<br />

Geläuf bekommen wir seit Jahren nur<br />

positive Kritiken. Das unterstreicht<br />

die gute Arbeit, die unsere Mannschaft<br />

leistet.“<br />

DER HARZ RUFT!<br />

JETZT E-TICKET SICHERN<br />

www.harzburger-rennverein.de<br />

Harzburger<br />

Rennverein e.V. von 188O<br />

45<br />

<strong>Georg</strong> 3-<strong>22</strong>.indd 45 30.05.<strong>22</strong> 21:17


Vorschau<br />

Fotos: Petra Beinecke Fotos: Matthias Adamek<br />

Und deutschlandweit haben sich die<br />

Besitzer und Trainer die Rennwoche<br />

bereits im Kalender angekreuzt.<br />

Das zeigt das bereits erfolgte<br />

Meldeergebnis für die Superhandicaps,<br />

mit jeweils 15.000,00 Euro besonders<br />

hoch dotierte Basisrennen, ein<br />

Alleinstellungsmerkmal in Deutschland.<br />

Über 150 Pferde wurden im April für<br />

diese Rennen eingeschrieben, eine<br />

schon erstaunliche Zahl, bedenkt<br />

man, dass in Deutschland nur rund<br />

2.000 Vollblüter im Renntraining<br />

sind. „Ein Votum für Bad Harzburg<br />

und ein Beweis,<br />

wie beliebt unsere<br />

Bahn ist“, sagt<br />

Ahrens. Natürlich<br />

dürfen bei den<br />

eingeschriebenen<br />

Pferden die<br />

vierbeinigen<br />

Gäste aus den<br />

Niederlanden nicht<br />

fehlen, Stammgäste<br />

im Harz.<br />

Ein wichtiger<br />

‚Quality Time’ unter Lukas Delozier auf dem Weg zum Sieg sportlicher<br />

im Hauptrennen 2021<br />

Programmpunkt ist<br />

seit einigen Jahren<br />

das Auktionsrennen<br />

am 2. Samstag.<br />

Hier dürfen um<br />

ein Preisgeld von<br />

37.500,00 Euro<br />

ausschließlich<br />

3-jährige Pferde<br />

laufen, die vor 2<br />

Jahren bei einer<br />

Auktion in Iffezheim<br />

im Ring waren.<br />

Es gab ebenfalls<br />

einen frühen<br />

Meldeschluss,<br />

startberechtigt<br />

‚The Donald’ sicherte sich 20<strong>22</strong> unter Carlos Henrique<br />

das wichtigste Superhandicap<br />

sind noch Pferde<br />

von führenden<br />

deutschen Trainern wie Champion<br />

Peter Schiergen, Henk Grewe, Marcel<br />

Weiß oder Waldemar Hickst.<br />

An den beiden Sonntagen dürfen die<br />

beliebten Seejagdrennen nicht fehlen.<br />

„Eigentlich wollten wir nur eines<br />

durchführen“, sagt Stephan Ahrens,<br />

„aber die Sonntage sind besonders<br />

publikumsträchtig, da wollten wir dann<br />

auch etwas Besonderes bieten.“ Der<br />

Donnerstag steht dann ganz im Zeichen<br />

des Hindernissports, mit drei Rennen<br />

über Sprünge. Erwartet werden dann<br />

Gäste aus Polen, Tschechien und der<br />

Slowakei.<br />

Neu gestaltet wurde das Konzept der<br />

Eintrittspreise, die einheitlich bei 12,00<br />

Euro mit entsprechenden Ermäßigungen<br />

liegen, am Hauptrenntag, dem zweiten<br />

Samstag sind es 15,00 Euro, mit freiem<br />

Zugang zu der Tribüne. Dafür ist aber<br />

ab sofort der Parkplatz frei, zudem gibt<br />

es ein kostenloses Rennprogramm.<br />

Das Programm der 142. Harzburger<br />

Rennwoche<br />

- Samstag, 16. Juli ab 13 Uhr<br />

- Sonntag, 17. Juli ab 13 Uhr<br />

- Donnerstag, 21. Juli ab 15 Uhr<br />

- Samstag, 23. Juli ab 13 Uhr<br />

Nach den Rennen ab 18.30 Uhr<br />

Live-Konzert<br />

- Sonntag, 24. Juli ab 13 Uhr<br />

Alle weiteren Infos und Tickets unter<br />

www.harzburger-rennverein.de<br />

Daniel Delius<br />

Foto: Katarina Blasig<br />

Der wegen seiner Größe „Big Joe“ genannte Josef Bartos<br />

sicherte im Sattel von ‚Bitcoin’ 2021 den Sieg<br />

im Listenrennen über Sprünge<br />

46<br />

Die Seejagdrennen bilden immer<br />

besondere Höhepunkte der Rennwoche<br />

<strong>Georg</strong> 3-<strong>22</strong>.indd 46 30.05.<strong>22</strong> 21:17


Die traditionellen Bösdorfer<br />

Fahrsporttage zählen zu den beliebtesten<br />

Fahrturnieren bundesweit und der RFV<br />

Bösdorf/Rätzlingen u.U. e.V. genießt<br />

als Veranstalter einen ausgezeichneten<br />

Ruf in der Fahrsportszene. Und auch<br />

in diesem Jahr wird Bösdorf zum<br />

Schauplatz eines der bedeutendsten<br />

und größten Fahrturniere Deutschlands.<br />

Dabei ist der Verein aufgrund seiner<br />

bespielhaften Jugendarbeit sowie der<br />

ausgezeichneten Organisation und<br />

Durchführung vergangener Events<br />

erneut mit der Ausrichtung der Deutschen<br />

Jugendmeisterschaften (U25) und<br />

der Bundesnachwuchschampionate<br />

(U16) im Gespannfahren beauftragt<br />

worden, die vom 14. - 17.07.20<strong>22</strong><br />

stattfinden. „Hierzu erwarten wir ein<br />

Teilnehmerfeld von ca. 120 Gespannen,<br />

sowie zahlreiche Besucher und Gäste<br />

aus dem gesamten Bundesgebiet“, freut<br />

sich der 1. Vorsitzende der RFV Bösdorf/<br />

Rätzlingen, Michael Müller und fügt<br />

hinzu: „Schon seit Wochen bereiten<br />

unser motiviertes und engagiertes<br />

Organisations- und Helferteam sowie<br />

unzählige Freunde des RFV´s die<br />

sportlichen Wettbewerbe sowie ein<br />

umfangreiches Rahmenprogramm für<br />

die ganze Familie vor!“<br />

Die Teilnehmer starten ein-oder<br />

zweispännig mit Ponys oder Pferden<br />

in einer kombinierten Prüfung,<br />

bestehend aus Dressur, Gelände-und<br />

Hindernisfahren. Außerdem steht<br />

erstmals auch für die Pony-Vierspänner<br />

die Austragung einer Deutschen<br />

Meisterschaft auf dem Programm.<br />

Vorschau<br />

Bösdorfer Fahrsporttage 20<strong>22</strong><br />

Faszination Fahrsport live erleben<br />

sportlichen Spaßwettkampf antreten<br />

werden!<br />

Der Samstag steht ganz im Zeichen der<br />

Geländewettbewerbe, dem Herzstück<br />

der 3-tägigen Veranstaltung. Hier<br />

werden sicher die Hindernisplätze<br />

am Rund um den Bösdorfer<br />

Sportplatz Anziehungspunkt und<br />

Zuschauermagnet sein, wo die<br />

Gespanne in 6 anspruchsvollen<br />

Hindernissen zu sehen sein werden.<br />

Am Sonntag finden die Meisterschaften<br />

mit dem Hindernisfahren sowie einigen<br />

Showeinlagen und den Ehrungen der<br />

neuen Deutschen Meister, wiederum<br />

auf den Plätzen in der Drömlingsstraße,<br />

ihren Abschluss.<br />

„Faszination Fahrsport live erleben“ -<br />

Herzlich willkommen in Bösdorf<br />

Auch die Lokalmatadoren Amelie Müller und<br />

Fotos: Katarina Blasig<br />

Foto: Katarina Blasig<br />

Das Turnier beginnt bereits am<br />

Donnerstagnachmittag auf dem<br />

Hauptplatz in der Drömlingsstraße, mit<br />

den ersten Basisprüfungen sowie der<br />

Eröffnungsfeier und anschließendem<br />

großen Länderabend, bei dem sich die<br />

teilnehmenden Verbände bzw. Teams<br />

mit regional- landestypischem Essen/<br />

Getränke präsentieren werden.<br />

Am Freitagvormittag wird das<br />

Programm mit den Dressurprüfungen<br />

aller Klassen fortgesetzt, bevor am<br />

Abend die Teilnehmer zu einem<br />

Tom Stottmeister werden bei der DJM am Start sein<br />

47<br />

<strong>Georg</strong> 3-<strong>22</strong>.indd 47 30.05.<strong>22</strong> 21:17


50. Turnierjahre in Volkmarode<br />

Auch in diesem Jahr findet im Ponyund<br />

Reit-Club Volkmarode das allseits<br />

beliebte Sommer-Turnier (früher<br />

Herbst-Turnier) statt.<br />

Nach der enorm positiven Resonanz<br />

im letzten Jahr, und das trotz der<br />

schwierigen Corona Umstände,<br />

werden Dressur- und Springturnier<br />

wieder getrennt voneinander<br />

ausgerichtet. Aus Rücksicht auf<br />

andere Reitturnier-Veranstaltungen in<br />

der Region jedoch nicht wie im letzten<br />

Vorschau<br />

Jahr an zwei aufeinander folgenden<br />

Wochenenden. So findet das Dressur-<br />

Turnier vom 17. - 19.06.20<strong>22</strong> und das<br />

Springturnier vom 29. - 31.07.20<strong>22</strong><br />

statt. Sicherlich eine Herausforderung<br />

für die Helfer, der man sich hier<br />

aber bewusst stellt. Sind es doch die<br />

letzten Turniere auf dem altbekannten<br />

Platz, der Ende dieses Jahres geräumt<br />

werden muss.<br />

Nach dem Motto jetzt erst recht, werden<br />

zum 50-jährigen Turnierjubiläum<br />

noch mal alle Register gezogen. So ist<br />

das Weinzelt bestellt, das Catering mit<br />

neuen leckeren Ideen am Start und die<br />

Mannschaft hochmotiviert.<br />

Der PRCV lädt daher alle<br />

Pferdebegeisterten ein, interessanten<br />

und hochwertigen Pferdesport zu<br />

erleben oder aber einfach einen<br />

unterhaltsamen Nachmittag mit der<br />

gesamten Familie auf der Anlage zu<br />

verbringen.<br />

Foto: Katarina Blasig<br />

Foto: <strong>Georg</strong> Hohmann<br />

Antonia Sandbrink und ‚Eclipse OSF‘<br />

zeigten sich 2021 in Topform<br />

Katharina Braulke und ‚Kingston FBH’ auf dem Sprung<br />

zum Sieg 2021<br />

48<br />

<strong>Georg</strong> 3-<strong>22</strong>.indd 48 30.05.<strong>22</strong> 21:17


Foto: Katarina Blasig<br />

Foto: <strong>Georg</strong> Hohmann<br />

Längst hat sich Bad Harzburg über die<br />

Landesgrenzen hinaus einen Namen<br />

als Pferde-Stadt gemacht. Schließlich<br />

findet hier nicht nur die traditionelle<br />

Harzburger Galopprennwoche statt,<br />

seit 1998 treffen sich auch die Vielseitigkeitsreiter<br />

jährlich im Sportpark<br />

an der Rennbahn. Und da sich bereits<br />

herumgesprochen hat, dass hier Top-<br />

Bedingungen auf Reiter und Pferde<br />

warten, zählen auch immer wieder<br />

Spitzenreiter, wie Andreas Dibowski,<br />

Vorschau<br />

23. Vielseitigkeitsmeeting in Bad Harzburg lockt<br />

mit 3 internationalen Prüfungen in den Harz<br />

Ingrid Klimke oder Dirk Schrade zu<br />

den Teilnehmern.<br />

Vom 12. - 14.08.20<strong>22</strong> lockt das<br />

Vielseitigkeitsmeeting dann aber<br />

nicht nur nationale und internationale<br />

Spitzenreiter in den Harz. Denn<br />

neben den schon traditionellen<br />

CCI3-S und CCI2-S hat der Verein<br />

für Vielseitigkeitsreiten Bad<br />

Harzburg erstmals eine CCI1-Intro<br />

ausgeschrieben. „Mit dieser Prüfung,<br />

die das Niveau einer<br />

schweren A-Prüfung<br />

hat, möchte der<br />

Verein insbesondere<br />

auch den Reitern<br />

der Region einen<br />

Einstieg in die<br />

internationalen<br />

P r ü f u n g e n<br />

ermöglichen“,<br />

erklärt der 1.<br />

Vorsitzende Markus<br />

Hohmann. Dabei<br />

sollen Dressur und Gelände am<br />

Samstag und das Springen am Sonntag<br />

durchgeführt werden. „Mit dieser 2<br />

Tage-Prüfung ist der zeitliche und<br />

finanzielle Aufwand für die Teilnehmer<br />

auch nicht so groß.“<br />

Doch da CCI3-S und CCI2-S wie<br />

gehabt über 3 Tage laufen werden,<br />

starten die Teilnehmer hier bereits<br />

am Freitag mit der Dressur, bevor<br />

am Samstag die erneut von Uwe<br />

Meier gebaute Geländeprüfung mit<br />

abwechslungsreicher Streckenführung<br />

und interessanten Sprüngen sowie am<br />

Sonntag das abschließende Springen<br />

auf dem Programm stehen.<br />

So hoffen die Veranstalter auf<br />

zahlreiche Starter und eine weitere<br />

schöne Veranstaltung, bei der das<br />

Rennbahngelände Bad Harzburg mit<br />

seiner besonderen Topographie und<br />

die Klosterwiesen der Familie Edel<br />

mit ihren Wasserpassagen ihren ganzen<br />

Charme ausspielen können.<br />

23. Bad Harzburger Vielseitigkeitsmeeting<br />

vom 12. - 14.08.20<strong>22</strong><br />

CCI3-S CCI2-S CCI1-Intro<br />

Sportpark<br />

Rennbahn<br />

Satz: DER KLEINE GEORG<br />

Verein für Vielseitigkeitsreiten Bad Harzburg e.V.<br />

49<br />

<strong>Georg</strong> 3-<strong>22</strong>.indd 49 30.05.<strong>22</strong> 21:17


Nach zweijähriger Corona Pause<br />

wird es vom 18. - 21.08.20<strong>22</strong> im<br />

Gartenträume Park Herrenbreite, dem<br />

größten Bahnhofsvorplatz Europas<br />

in Aschersleben das 10. ASCANIA<br />

Pferdefestival geben. Ein Muss für<br />

Pferdefreunde und solche, die es noch<br />

werden möchten. Die Faszination des<br />

Pferdesportes wird mit Springprüfungen<br />

bis zur schweren Klasse, der Große<br />

Preis der Salzlandsparkasse als einzige<br />

Drei-Sterne-Prüfung in Sachsen-Anhalt<br />

erlebbar gemacht. Für die Dressurreiter<br />

gibt es 2 Dressurprüfungen der<br />

schweren Klasse mit dem Höhepunkt<br />

einer Intermediaire Kür mit Musik und<br />

auf die Freunde des Fahrsports warten<br />

2 Hindernisfahren für Vierspänner<br />

Ponys und Großpferde. Natürlich gibt<br />

es auch wieder ein Rahmenprogramm<br />

für die ganze Familie.<br />

Vorschau<br />

Wir starten durch: Aufgalopp für das 10. ASCANIA Pferdefestival<br />

18. - 21.08.20<strong>22</strong> auf der Herrenbreite in Aschersleben<br />

Sonnabend stehen 2 Springen der<br />

Klasse S auf dem Programm. Am<br />

Vormittag ein Zeitspringen und am<br />

späteren Nachmittag eine Zwei-<br />

SterneSpringprüfung der Klasse S.<br />

Zwischen beiden wird es den beliebten<br />

Kutschenkorso geben. Aus der Altstadt<br />

heraus kommen ca. 30 Gespanne<br />

verschiedener Anspannungsarten<br />

und Pferderassen begleitet von<br />

Spielmannszügen auf die Herrenbreite.<br />

In einem Kutschenkarussell werden sie<br />

vorgestellt und die schönsten Gespanne<br />

prämiert. Einmalig. Dann werden die<br />

Vierspänner in einem Hindernisfahren<br />

der Klasse M präsentiert. Der Abend<br />

des 3. Turniertages beginnt mit der<br />

Intermediaire Kür mit Musik und endet<br />

mit der Gala „Pferde und Musik“.<br />

Dafür konnte Christian Goldberg und<br />

seine Ascania Kammerphilharmonie<br />

als Begleitung von acht Schaubildern<br />

gewonnen werden. Im einmaligen Flair<br />

der Herrenbreite und unter Flutlicht ein<br />

besonderes Event.<br />

Sontag ist der Finaltag des 10.<br />

ASCANIA Pferdefestivals mit<br />

dem Quadrillewettbewerb des<br />

Salzlandkreises, der Super-Sonntag<br />

Führzügelklasse mit Kostüm und dem<br />

Großen Preis der Salzlandsparkasse<br />

Foto: Katarina Blasig<br />

4 Tage wird die Herrenbreite zum Mekka<br />

des Pferdesports. Am Donnerstag,<br />

18. August werden die jungen Pferde<br />

bis 7 Jahre in Springpferdeprüfungen<br />

beurteilt und es gibt am Nachmittag<br />

Springprüfungen für die Reiterinnen<br />

und Reiter aus der Region rund um<br />

den Salzlandkreis. Am Abend wird der<br />

kulturelle Teil des 10. ASCANIA mit<br />

der Kultband „Atemlos“ ab 19.30 Uhr<br />

im Festzelt am Platz eröffnet. Garant<br />

für gute Stimmung.<br />

Der Freitag ist dann dem Einstieg<br />

in die schwere Klasse Springen und<br />

Dressur vorbehalten. Ab 8 Uhr wird<br />

es zunächst Springprüfungen der<br />

Klasse M und am Nachmittag der<br />

Klasse S* geben, eine Qualifikation<br />

zum PARTNER PFERDE Cup Leipzig<br />

2023. Die Fahrsportfreunde kommen<br />

auf ihre Kosten. In verschiedenen<br />

Anspannungen garantiert ein<br />

Hindernisfahren am späten Nachmittag<br />

viel Stimmung und gute Laune, ehe die<br />

Dressurreiter am frühen Abend eine<br />

Qualifikation Intermediaire I reiten<br />

werden, für die am Samstagabend<br />

stattfindende Kür mit Musik. Der<br />

Freitag wird mit einem erstmals<br />

ausgeschriebenen Flutlichtspringen der<br />

Klasse M* als Mannschaftsspringen<br />

beendet.<br />

50<br />

Amke Stroman (hier auf ‚Forchello’) gewann 2019 den Großen Preis<br />

Der Führzügelwettbewerb ist immer wieder ein Hingucker<br />

Fotos: Katarina Blasig<br />

<strong>Georg</strong> 3-<strong>22</strong>.indd 50 30.05.<strong>22</strong> 21:17


Vorschau<br />

Fotos: Katarina Blasig<br />

Foto: Katarina Blasig<br />

Steffen Gerber war 2019 nicht zu schlagen<br />

Springen S*** mit Siegerrunde. Den<br />

Abschluss bildet ein Hindernisfahren<br />

Vierspänner mit Geländehindernissen.<br />

Neu werden 3 überdachte<br />

Zuschauertribünen sein. Es wird ein<br />

reichhaltiges Imbissangebot von Eis,<br />

Zuckerwatte bis hin zum Weinfest<br />

geben, wie auch verschiedene<br />

Kinderkarussells und Banjy-Jumping.<br />

Für die Freunde der Blasmusik ist am<br />

Sonnabend- und Sonntagnachmittag<br />

Reitturniere haben in Holtensen eine<br />

lange Tradition. Schließlich richtet<br />

das Team vom Göttinger Pony-, Reitund<br />

Fahrclub seit 45 Jahren Turniere<br />

aus, in dessen Rahmen seit 2015 auch<br />

S-Springen angeboten werden. Und<br />

die erfreuen sich in Reiterkreisen großer<br />

Beliebtheit. Denn nicht nur Lucas<br />

Silber, der zu den Dauergästen in Holtensen<br />

gehört, weiß: „Hier sind tolle<br />

Bedingungen für Pferd und Reiter.“<br />

Auch Frank Plock schwärmt: „Das<br />

ist einfach ein super schön gemachtes<br />

ländliches Turnier, bei dem man schon<br />

merkt, das da Pferdeleute was mit zu<br />

tun haben.“<br />

Live Musik am Turnierplatz angesagt.<br />

Für die Senioren der Stadt Aschersleben<br />

gibt es am Freitagnachmittag im Festzelt<br />

einen beschwingten Nachmittag mit der<br />

vom Alpen Grand Prix der Volksmusik<br />

bekannten Sängerin Regina Ross. Bei<br />

Kaffee und Kuchen von der Bäckerei<br />

Träger aus Frose wird sie die Gäste<br />

entführen zum Thema „Feiern wie<br />

Bacchus“ .<br />

Die Kindergärten der Stadt<br />

Aschersleben und ihrer Ortsteile sind<br />

am Donnerstagvormittag eingeladen<br />

zum Puppentheater ins Festzelt. Zum<br />

Mittag gibt es Nudeln mit Tomatensoße<br />

und die Salzlandsparkasse spendiert<br />

Gutscheine für’s Karussell oder die<br />

Eisbude. Der Kindergarten, der mit<br />

der größten Anzahl von Kindern<br />

zum ASCANIA kommt, erhält eine<br />

besondere Überraschung.<br />

Bleibt nur zu hoffen, dass Corona<br />

mitspielt und vor allem schönes<br />

Wetter auf die Herrenbreite einlädt.<br />

Gemeinsam mit der Aschersleber<br />

Kulturanstalt, unterstützt von namhaften<br />

Sponsoren veranstaltet der Reitund<br />

Fahrverein „Einetal“ Westdorf-<br />

Aschersleben e.V. dieses Megaevent.<br />

Ein Kartenvorverkauf findet in der<br />

Tourist-Information Aschersleben statt<br />

und ansonsten an den Tageskassen. Am<br />

Donnerstag ist wie eh und je der Eintritt<br />

frei. Und noch eins: Die Inhaber einer<br />

Kombikarte erhalten bei Vorlage einen<br />

Rabatt bei Buchungen von Schubert<br />

Touristik Aschersleben.<br />

Göttinger Pony-, Reit- und Fahrclub lädt zum<br />

45 Pferdefestival Holtensen ein<br />

Foto: Katarina Blasig<br />

DER KLEINE GEORG<br />

Das Beste aus<br />

und<br />

für die Region<br />

Schon abonniert?<br />

Das 45 Pferdefestival lockt mit Springprüfungen bis zur Klasse S...<br />

51<br />

<strong>Georg</strong> 3-<strong>22</strong>.indd 51 30.05.<strong>22</strong> 21:17


Vorschau<br />

Foto: Katharina Hofmann<br />

und Dressurprüfungen bis Klasse M nach Holtensen<br />

So dürfen sich die hoffentlich zahlreichen<br />

Zuschauer auch dieses Jahr<br />

wieder auf 2 Wochenenden tollen Pferdesport<br />

freuen. Dabei stehen vom 19.<br />

- 21.08.20<strong>22</strong> erst einmal die Springreiter<br />

im Mittelpunkt. Und da den Veranstaltern<br />

laut dem 1. Vorsitzenden Frank<br />

Drebing „auch diejenigen am Herzen<br />

liegen, die A- und L-Springen reiten“,<br />

wird erneut eine große Bandbreite von<br />

Jugendprüfungen bis zum schweren<br />

Springen ausgeschrieben. So findet in<br />

Holtensen u.a. auch eine Springprüfung<br />

der Klasse M* als Qualifikation<br />

zur Reifen-Ehrhardt-Amateur-Trophy<br />

20<strong>22</strong> statt.<br />

Außerdem nehmen die Veranstalter an<br />

dem Pilotprojekt LPO 2024 teil, um<br />

zu sehen, wie überhaupt die Resonanz<br />

der Reiter darauf ist. Hier wartet eine<br />

Springpferdeprüfung A* auf die Teilnehmer,<br />

bei der alle Pferde, die strafpunktfrei<br />

und in der vorgeschriebenen<br />

Zeit bleiben, zum Sieger erklärt<br />

werden. „Das ist ja für die Amateure,<br />

wenn die gegen Profis reiten nicht so<br />

schlecht“, erklärt Frank Drebing.<br />

Eine Woche später, vom 26. -<br />

28.08.20<strong>22</strong>, wird es dann für die Dressurreiter<br />

ernst, für die Prüfungen von<br />

der Dressurpferde A und L - M*-Dressur<br />

im Angebot sind.<br />

K.B.<br />

WOFÜR SCHLÄGT<br />

DEIN HERZ?<br />

DÜRKOP GmbH, Filiale Göttingen<br />

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52<br />

<strong>Georg</strong> 3-<strong>22</strong>.indd 52 30.05.<strong>22</strong> 21:17


Datum Kategorie Turnierort<br />

17. - 19.06.20<strong>22</strong> D bis Kl. S** Nörten Hardenberg<br />

Quali Bucha Dressurpf.<br />

17. - 19.06.20<strong>22</strong> D+S bis Kl. M, Suhlendorf<br />

17. - 19.06.20<strong>22</strong> D bis S BS - Volkmarode<br />

17. - 19.06.20<strong>22</strong> S bis Kl. M* CremlingenDestedt<br />

16. - 19.06.20<strong>22</strong> D+S bis Kl. S Nienburg<br />

17. - 19.06.20<strong>22</strong> S bis Kl. S Harsum<br />

17. - 19.06.20<strong>22</strong> D+S bis Kl. M Thönse<br />

18.06.20<strong>22</strong> WBO Holzerode<br />

24. - 26.06.20<strong>22</strong> D+ S bis Kl. M Adelebsen<br />

23. - 26.06.20<strong>22</strong> D+S bis Kl. S** Vorsfelde<br />

24. - 26.06.20<strong>22</strong> D+S bis Kl. S Schillerslage<br />

25. - 26.06.20<strong>22</strong> D+S bis Kl. L Langenhagen<br />

01. - 03.07.20<strong>22</strong> D + S bis S Adelebsen<br />

01. - 03.07.20<strong>22</strong> DA/SS*/FHWB Ihleburg (S/A)<br />

01. - 03.07.20<strong>22</strong> Fahren bis Kl. M Garbsen-Heitlingen<br />

01. - 03.07.20<strong>22</strong> S bis Kl. S Hi-Marienburg<br />

01. - 03.07.20<strong>22</strong> D + S bis Kl. S Wolfsburg<br />

02. - 03.07.20<strong>22</strong> Viels. Bis Kl. A Westergellersen<br />

02. - 03.07.20<strong>22</strong> D bis Kl. S* Springe<br />

02. - 03.07.20<strong>22</strong> D+S bis Kl. M Garbsen-Heitlingen<br />

02. - 03.07.20<strong>22</strong> S bis Kl. S Dannenberg<br />

02. - 03.07.20<strong>22</strong> D+S bis Kl. S* Isernhagen<br />

03.07.20<strong>22</strong> WBO Winsen-Aller<br />

07. - 10.07.20<strong>22</strong> D bis Kl.S***, Hof Bettenrode<br />

07. - 10.07.20<strong>22</strong> D+S bis Kl. S*** Isernhagen<br />

08. - 10.07.20<strong>22</strong> D+S bis Kl. S Moringen<br />

08. - 10.07.20<strong>22</strong> D bis Kl. S Seesen<br />

08. - 10.07.20<strong>22</strong> Viels. A , Holzerode<br />

Geländepfd. Kl.A+L<br />

Kombi E<br />

08. - 10.07.20<strong>22</strong> D+S bis Kl. S Königslutter<br />

Quali Bucha Dressurpf.<br />

08. - 10.07.20<strong>22</strong> S bis Kl. M Springe<br />

09. - 10.07.20<strong>22</strong> Volti bis Kl. S, LM Luhmühlen<br />

14. - 17.07.20<strong>22</strong> HA.LT, D + S bis Kl. S Westergellersen<br />

LM Dr./Spr./Pony<br />

Viels. Standartenwettk.<br />

Ponys + KRVs,<br />

14. - 17.07.20<strong>22</strong> DJM Fahren 20<strong>22</strong> Bösdorf (S/A)<br />

16. - 17.07.20<strong>22</strong> WBO Einbeck<br />

21.07.20<strong>22</strong> Jungpf., S bis Kl. M* Nörten Hardenberg<br />

<strong>22</strong>. - 24.07.20<strong>22</strong> S bis Kl. S* Nörten Hardenberg<br />

<strong>22</strong>. - 24.07.20<strong>22</strong> S bis Kl. M Springe<br />

<strong>22</strong>. - 23.07.2017 Viels. bis Kl. L, Harbarnsen<br />

RM Vielseitigkeit<br />

(Aller-Oker, Harzvorland)<br />

28. - 31.07.20<strong>22</strong> SS* Etingen (S/A)<br />

29. - 31.07.20<strong>22</strong> D+S bis Kl. S Clenze<br />

29. - 31.07.20<strong>22</strong> D bis Kl. L, Knesebeck<br />

S bis Kl. M<br />

29. - 31.07.20<strong>22</strong> S bis S BS-Volkmarode<br />

30. - 31.07.20<strong>22</strong> ein Tag D+S bis Kl. M Echte<br />

anderer Tag WBO<br />

30. - 31.07.20<strong>22</strong> D+S bis Kl. L Harbarnsen<br />

Viels. bis Kl. L,<br />

RM Aller - Oker/Harzvorland<br />

01. - 02.08.20<strong>22</strong> S bis Kl. S Westergellersen<br />

05. - 07.08.20<strong>22</strong> S bis Kl. S Hannover<br />

05 - 07.08.20<strong>22</strong> DM*/SM* Zobbenitz (S/A)<br />

06. - 07.08.20<strong>22</strong> D bis Kl. S BS-Madamenweg<br />

06. - 07.08.20<strong>22</strong> S bis Kl. L Uslar-Sohlingen<br />

06. - 07.08.20<strong>22</strong> D bis L, S bis Kl. M Blumenhagen<br />

12. - 14.08.20<strong>22</strong> S bis Kl. M** Kreiensen<br />

13.08.20<strong>22</strong> WBO Bodenteich<br />

13. - 14.08.20<strong>22</strong> S bis Kl. M* BS-Madamenweg<br />

13. - 14.08.20<strong>22</strong> SS* Gardelegen (S/A)<br />

18. - 21.08.20<strong>22</strong> DS**/SS***/FHM Aschersleben (S/A)<br />

10. ASCANIA Pferdefestival<br />

Nationale und Internationale Turniere:<br />

16. - 19.06.20<strong>22</strong> Luhmühlen Horsetrials<br />

23. - 26.06.20<strong>22</strong> DJM Viels Westergellersen<br />

04. - 07.08.20<strong>22</strong> CDN Verden<br />

12. - 14.08.20<strong>22</strong> Bad Harzburger Vielseitigkeitsmeeting<br />

Sonstiges:<br />

- 18.06.20<strong>22</strong> Fahnenjagen in Hondelage.<br />

(Anmeldung kann auf der Homepage<br />

heruntergeladen werden.)<br />

- 16.07. - 17.07.20<strong>22</strong> Fahnenjagen Hohe Tor Madamenweg<br />

(Anmeldung kann auf der Homepage<br />

heruntergeladen werden.)<br />

- Renntermine Neue Bult<br />

Sonntag, 19.06.20<strong>22</strong> Derby Trial, Stutensprint<br />

Sonntag, 10.07.20<strong>22</strong> Meilenpreis, Stutensteher - Preis<br />

Sonntag, 21.08.20<strong>22</strong> Auktionsrennen<br />

- Renntermine Magdeburger Rennverein<br />

Samstag, 09.07.20<strong>22</strong> ex Hamburg Trophy<br />

- Ausbildung-Online-Seminar:<br />

Lehren und Lernen im Pferdesport: Richtig reiten gut<br />

erklärt<br />

mit Lisa Kreitel<br />

Datum: 28. Juni 20<strong>22</strong>, Beginn: 20.00 Uhr<br />

Eintritt: PM 10 Euro, Nicht - PM 20 Euro<br />

Anmeldung: www.pferd - aktuell.de/seminare, Telefon<br />

02581/6362 - 247 oder seminare@fn - dokr.de<br />

- Ausbildung-Online-Seminar:<br />

Neuerungen zur APO 2020<br />

mit Kathrin Krage<br />

Datum: 19. Juli 20<strong>22</strong>, Beginn: 20.00 Uhr<br />

Eintritt: PM 10 Euro, Nicht - PM 20 Euro<br />

Anmeldung: www.pferd - aktuell.de/seminare, Telefon<br />

02581/6362 - 247 oder seminare@fn - dokr.de<br />

- PM-Online-Seminar:<br />

Stress ade! So reduzieren Reiter Stress<br />

mit Johanna Kujaw<br />

Datum: 26. Juli 20<strong>22</strong>, Beginn: 20.00 Uhr<br />

Eintritt: PM 10 Euro, Nicht - PM 20 Euro<br />

Anmeldung: www.pferd - aktuell.de/seminare, Telefon<br />

02581/6362 - 247 oder seminare@fn - dokr.de<br />

Termine<br />

53<br />

<strong>Georg</strong> 3-<strong>22</strong>.indd 53 30.05.<strong>22</strong> 21:17


In der nächsten Ausgabe von DER KLEINE GEORG lesen Sie u.a. Berichte<br />

über:<br />

- diverse Reitsportveranstaltungen, wie z.B. das Pfingstturnier in Klötze,<br />

die Reitturniere in Müden und Cremlingen oder das Dressurturnier in<br />

Volkmarode<br />

- Lehrgänge und Fortbildungsveranstaltungen<br />

- Fachthemen<br />

Im Reitsportmosaik werden wir u.a. über<br />

- das Deutsche Spring- und Dressur-Derby<br />

- die Longines Luhmühlen Horsetrials<br />

berichten.<br />

54<br />

Anmerkung der Redaktion<br />

Die mit dem Namen des Verfassers gekennzeichneten Artikel stellen nicht<br />

in jedem Fall die Meinung des Herausgebers und der Redaktion dar.<br />

Alle Rechte, auch die des auszugsweisen Nachdrucks, vorbehalten.<br />

Jeder Nachdruck ist nur mit schriftlicher Genehmigung und unter<br />

Quellenangabe gestattet.<br />

Eingesandte Manuskripte unterliegen der eventuellen<br />

redaktionellen Bearbeitung.<br />

Die Redaktion übernimmt keine Gewähr für eingesandtes Material<br />

Druckfehler<br />

„Wenn Sie einen Druckfehler finden,<br />

bitte bedenken Sie,<br />

dass er beabsichtigt war.<br />

Unser Blatt bringt für jeden etwas,<br />

denn es gibt immer Leute,<br />

die nach Fehlern suchen.“<br />

Wer aufhört zu werben, um Geld zu sparen<br />

kann ebenso seine Uhr anhalten, um Zeit zu sparen.<br />

(Henry Ford)<br />

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Impressum<br />

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Die Fachzeitschrift für den Pferdefreund<br />

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Herausgeber<br />

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Greifswaldstr. 55<br />

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www.der-kleine-georg.de<br />

www.facebook.com/Der-Kleine-<strong>Georg</strong><br />

www.instagram.com/der_kleine_georg<br />

Verlagsort<br />

38124 Braunschweig<br />

Redaktionsleitung<br />

Katarina Blasig (K.B.)<br />

Greifswaldstr. 55<br />

38124 Braunschweig<br />

Mail: katarina.blasig@der-kleine-georg.de<br />

Verantwortlich für den Inhalt<br />

Katarina Blasig<br />

Telefon: 0531 / 69 08 64<br />

Freie Mitarbeiter<br />

Siegfried Glasow<br />

Kerstin Isserstedt (K.I.)<br />

Andreas u. Christine Pantel (ACP)<br />

Marianne Schwöbel (M.S.)<br />

Katharina Walkemeyer (K.W.)<br />

Fachberichte<br />

Ralf Döringshoff,<br />

Anzeigen<br />

Katarina Blasig<br />

Telefon: 0531 / 69 08 64<br />

Gestaltung<br />

Die Redaktion<br />

Mail: redaktion@der-kleine-georg.de<br />

Fotos<br />

Matthias Adamek<br />

Katarina Blasig<br />

Petra Beinecke<br />

Anne Friesenborg<br />

Walburga Schmidt<br />

Marianne und Thorsten Schwöbel<br />

Druck<br />

Media-Print-Grunenberg<br />

Mareike Grunenberg<br />

Gr. Vahlberger Str. 2a<br />

38170 Schöppenstedt<br />

Telefon: 05332 / 96 89 14<br />

E-Mail: shop@media-print-grunenberg.de<br />

Erscheinungsweise<br />

Jeweils am 15. Februar, April, Juni,<br />

August, Oktober und Dezember<br />

Bankverbindung<br />

Volksbank Wolfenbüttel-Salzgitter eG,<br />

BIC: GEN0DEF 1WF V,<br />

IBAN. DE68 2709 2555 5012 2720 00<br />

Redaktionsschluss<br />

für die<br />

nächste Ausgabe<br />

08. Juli 20<strong>22</strong><br />

D<br />

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- m<br />

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Das Abo verlängert sich um ein weiteres Jahr, wenn nicht bis zum 31.12. des Jahres schriftlich gekündigt wird.<br />

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