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Planen Bauen Wohnen

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22. Juni 2022 IAUSGABE NR. 141

PLANEN, BAUEN &WOHNEN

HAUS

&

GARTEN

Mit den Bauprofis Träume wahr machen

Besser heizen

Nachhaltigere

Optionen

Hell &energieeffizient

Das können

moderne Fenster

WEITERE THEMEN

Tipps für Garten &Terrasse

Holz-Einbauten vom Profi

Stressfrei umziehen

www.dachauer-nachrichten.de


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Planen, Bauen, Wohnen

Ein echtes Spielparadies

Ein Familiengarten kann mehr als nur Trampolin

Kinder wollen draußen etwas mit

allen Sinnen erleben, ihre körperlichen

Fähigkeiten austesten, aktiv

und kreativ sein. Je abwechslungsreicher

da einGarten gestaltet ist,destobesser.

Im Kleinkindalter ist der Radius, in

dem sich der Nachwuchs bewegt,

überschaubar. Meist

sind die Jüngsten mit

einem Sandkasten zufrieden.

Aber bald begeben

sie sich auf Entdeckungsreise.

„Einige

Kinder entwickeln sehr

früh Interesse an Blumen-

und Gemüsebeeten

und wollen wie die Eltern

in der Erde wühlen, etwas anpflanzen

und später auch ernten“, sagt

Achim Kluge vom Bundesverband Garten-,

Landschafts- und Sportplatzbau

(BGL). Ambesten reserviere man ihnen

dafür eine eigene Ecke oder stelle für sie

ein kleines Hochbeet oder Pflanzkästen

auf. „Der Entdeckergeist wirdbesonders

in naturnah angelegten Gartenarealen

geweckt. Dort gibt es eine Vielzahl an

Insekten und Vögeln zu beobachten“,

weiß Kluge.

Viele Kinder

möchtenselbst

etwas anpflanzen

und helfengerne

bei der Gartenarbeit

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Ein wesentliches Element ist die

Rasenfläche, auf der gespielt und getobt

wird. „Beim Anlegen sollte man

auf die richtigen Saatmischungen

setzen. Heute gibt es sehr robuste

Grassorten“, so Kluge. Generell hätten

Kinder natürlich am liebsten all

jene Spielgeräte, die sie vom Spielplatz

kennen, auch zu Hause. Landschaftsgärtnerinnen

und -gärtner

empfehlen jedoch, nur solche auszuwählen,

an denen ein Kind möglichst

lange Freude hat oder die sich auch

anders nutzen lassen. Rutschen und

Klettertürme sind vor allem für Kleinkinder

interessant und bald schon

keine Herausforderung mehr. Anders

sieht esmit einer Schaukel aus: Sie

macht sowohl jüngeren als auch älteren

Kindern (und sogar Erwachsenen)

Freude, und am Trägergestell lassen

sich zumeist auch Kletterseile oder

Hängematten befestigen.

Impressum

Eine Sonderveröffentlichung der

„Dachauer Nachrichten“

Verlag:

Zeitungsverlag Oberbayern

GmbH &Co. KG,

Pfaffenrieder Straße 9,

82515 Wolfratshausen

verantwortlich für

den Inhalt:

Stefan Hampel

Redaktion:

Marion Brandstetter,

Munich Online GmbH

Foto: BGL

Wasser-Spiel-Welten

Anzeigen:

Stefan Langer (verantwortlich),

Andreas Raspl,

Stephan Reitmeier,

Melanie Kerschbaum

Kontakt:

Merkur tz MEDIA,

www.merkurtz.media

Dachauer Nachrichten,

Richard-Wagner-Straße 6,

85221 Dachau,

Telefon 08131/563-0,

www.dachauer-nachrichten.de

Gerade in den Sommermonaten

übt Wasser eine magische Anziehungskraft

auf Kinder aus. Ein

Schwimmteich oder Pool im Garten

wäre für viele Seepferdchen jetzt das

Größte. Soll ein solches Projekt in Angriff

genommen werden, sind die Expertinnen

und Experten für Garten-,

Landschafts- und Sportplatzbau die

richtige Adresse. Natürlich lässt sich

dieser Wunsch nicht überall realisieren.

Aber kleinere Wasserläufe und

Wasserspiele, die ohne ein größeres

Becken auskommen, können in fast

jeden Garten integriert werden. Auch

sie sorgen für Erfrischung und bieten

eine Fülle an Spielmöglichkeiten. Und

an richtig heißen Tagen kann man zusätzlich

ein aufblasbares Planschbecken

auf den Rasen stellen.

Ruhige Rückzugsorte

Neben Freiflächen brauchen Kinder

auch Rückzugsorte, andenen sie für

sich sein können. Durch geschickte

Bepflanzung lässt sich der Garten in

verschiedene Räume einteilen: Hohe

Gräser, Bambus oder schlanke Gehölze

bieten sich dafür an. „Selbst kleine

Reihenhausgrundstücke lassen sich

mit Ideenreichtum und gärtnerischem

Know-how entsprechend gestalten“,

betont Kluge. „Solche Zonen kommen

auch den Eltern zugute, die im

Garten entspannen möchten.“

Für ein Baumhaus gibt esheute in

den wenigsten Gärten einen Baumbestand,

der ein solches auch tragen

würde. Eine Alternative kann ein Gartenhäuschen

am Boden sein.

Ein Garten für alle

„Es macht natürlich keinen Sinn,

einen Garten ausschließlich nach

den Vorstellungen seiner Kinder

anzulegen“, sagt Kluge. „Das Outdoor-Wohnzimmer

ist für die gesamte

Familie da und dementsprechend

müssen bei der Planung immer die

Wünsche und Bedürfnisse aller in

Einklang gebracht werden.“ Zudem

empfiehlt es sich, auch die langfristige

Nutzung der Fläche im Auge zu

haben. Kinder werden schneller groß,

als man denkt, und die Anforderungen

an den Garten verändern sich.

Profis planen das mit ein und können

frühzeitig Vorschläge machen, wie

sich das Gelände umgestalten lässt,

wenn die Kinder nicht mehr auf dem

Rasen toben.

BGL

Gestaltung:

Carina Kessler,Lisa Sellmaier,

Munich Online GmbH

Druck:

Druckhaus Dessauerstraße

GmbH &Co. Betriebs KG,

Dessauerstraße 10,

80992 München

Titelfoto:

elho


Planen, Bauen, Wohnen 3

So wirddie Terrasse rundum schön

Tipps zu Planung und Gestaltung

Das „Wohnzimmer im Freien“ ist

für viele Gartenbesitzerinnen und

-besitzer besonders wichtig. Deshalb

sind sie gerne bereit, beim Anlegen

oder der Sanierung einer Terrasse

Zeit und Geld zu investieren, damitdas

Paradies unter freiem Himmel perfekt

wird. Hier ein paar Tipps für die Planung

und Gestaltung:

Welcher Boden

soll es sein?

Die Auswahl an Bodenbelägen für

die Terrasse ist vielfältig.Manche

Bewohnerinnen und Bewohner

bevorzugen Holzdielen

für ihre Terrasse. Wichtig:

Eine solche Konstruktion

erfordert einen stabilen

Unterbau und sollte besser

von Profis umgesetzt

werden. Außerdem sollte

man bedenken, dass das

Holz im Lauf der Jahre die

eine oder andere Ölkur oder

Outdoor-Vorhänge sorgen für Privatsphäre.

Foto: JAB Anstoetz

Der

Bodenbelag

einer Terrasse kann

ebenso individuell

gestaltetwerden

wie die Dekoration.

Oberflächenbehandlung benötigt.

Alternativen sind Terrassenbeläge

aus Stein oder Beton. Auch pflegeleichte

Outdoor-Fliesen können eine

Option sein –und auch für diese Bodenbeläge

gilt: Der Untergrund muss

entsprechend vorbereitet werden.

Fachleute aus dem Bereich des Garten-

und Landschaftsbaus könnenausführlich

beraten und dabei helfen, die

richtige Wahl zu treffen.

Wie viel Schatten

wird benötigt?

Das Thema Sonnenschutz sollte bei

einer Terrasse ebenfalls gut bedacht

werden, schließlich will man hier nicht

vor sich hinbrutzeln und vielleicht auch

mal bei einem Regenschauer imFreien

bleiben können. Viele entscheiden sich

für eine Markise, die schnell aus- und

eingerollt werden kann. Obman selbst

kurbelnoder den Stofflieberper Motor

spannen möchte, bleibt den Bewohnerinnen

und Bewohnern überlassen.

Aberauch einePergolaoder ein Lamellendach

mit individuell regulierbarem

Sonnenschutz ist möglich. Die Pergola

kann übrigens für mehr Privatsphäre

mit schicken Outdoor-Vorhängen

ausgestattet werden. Sonnenschirme

eignen sich besonders gut, wenn der

Sonnenschutz mitwandern soll –dann

entscheidet man sich am besten für einen

Ständer mit Rollen.

Foto: Lechuza

Möbel

und Dekoratives

Ist diese Grundausstattung erst

einmal umgesetzt, geht es ans Verschönern

des Außenbereichs: Gartenmöbel

aus Holz, Polyrattan oder pulverbeschichtetem

Aluminium gibt es

in modernem und klassischem Design.

Sehr beliebt sind momentan Lounge-

Möbel, die dem Außenbereich die

Anmutung eines Wohnzimmers unter

freiem Himmel verleihen –vor allem,

wenn das Ganze mit einem wetterfesten

Teppich aus Kunststoff, gemütlichen

Outdoorkissen und tragbaren

Akku-Leuchten bestückt wird.

Hinzu kommen dekorative Elemente

wie Lichterketten, Pflanzkübel, Windlichter

und kleine Statuen, mit denen

das Ambiente im Außenbereich perfekt

aufgewertet wird.

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4

Planen, Bauen, Wohnen

Sommerliche Rasenpflege

So bleibt der „grüne Teppich“ auch in heißen Phasen schön

Sommerliche Hitzeperioden machen

jedem Rasen zu schaffen,

und nur allzu schnell kann aus

dem satten Grün eine Fläche aus

braunen, vertrockneten Gräsern

werden. Doch werden einige Tipps

rund um die Rasenpflege in der warnen

Jahreszeit beachtet, übersteht

der Rasen auch extreme Sommer.

Mähen

Im Frühling wurde der

Rasen im Idealfall bereits

einmal pro Woche gemäht,

mit einer Schnitthöhe

von drei bis vier

Zentimetern. Mit steigenden

Temperaturen dürfen

Gartenbesitzerinnen und -besitzer

die Mähintervalle verlängern

und in sehr heißen Phasen die

Schnitthöhe auf fünf bis sieben Zentimeter

vergrößern. Denn wenn bei

Hitze zu tief gemäht wird, kann das

Wasser schneller verdunsten und der

Boden trocknet aus.

Damit der

Rasen Hitzephasen

übersteht,

braucht er Sand,

Humus, Nährstoffe

und Bodenorganismen.

Stärken

Foto: djd/Floragard Vertriebs-GmbH

Damit ein Rasen auch extremen Hitzephasen

widerstehen kann, braucht

er Sand, Humus, ausreichend Nährstoffe

und natürliche Bodenorganismen.

Mit einem 4-in-1-Produkt ist

dafür beispielsweise nur ein Arbeitsgang

erforderlich, für den man am

besten einen regnerischen Tagwählt.

Denn mit dem Regenwasser sickern

die Nährstoffe besonders gut in den

Boden ein und können den Rasen

optimal versorgen. Extra schwere Böden

können mit Rasensand zusätzlich

aufgelockert werden. Damit wird die

Drainage aktiv unterstützt, was einem

die empfindlichen Wurzeln mit gesundem

Wachstum danken.

Bewässern

Dass ein Rasen unter Wassermangel

leidet, erkennt man daran, dass sich

die Gräser nicht wieder aufrichten,

nachdem sie betreten wurden. Doch so

weit sollte man es imHochsommer gar

nicht erst kommen lassen. Bleiben Niederschläge

über eine längere Zeit aus,

braucht das Grün regelmäßig Wasser.

Grundsätzlich gilt: Intensives Bewässern

ein- bis zweimal in der Woche bekommt

den Gräsern besser als tägliches

oberflächliches Sprengen, das nur die

oberste Bodenschicht durchfeuchtet.

Damit das Wasser nicht gleich wieder

verdunstet, sollte man die Bewässerung

in die frühen Morgen- oder die späten

Abendstunden legen.

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Lamellendächer gibt es in zahlreichen Standard- und Sonderformen. Foto: epr/fledmex.com

Eine ganz persönliche Auszeit

Endlich ist es wieder soweit: Die Terrasse

ruft, mit Blick auf den Garten und Entspannungs-Garantie

imGrünen. Und je wärmer

es ist, desto eher verbringt man auch mal

während eines Regenschauers Zeit imFreien

–wenn man dabei nicht nass wird. An

besonders heißen Tagen ist außerdem ein

Sonnenschutz gewünscht, der individuell

reguliert werden kann, ohne dass dabei die

Luft auf der Terrasse steht.

EineLösung fürjedes Wetter

Wer hier auf Nummer sicher gehen

möchte, liegt mit einem Allwetter-Lamellendach

genau richtig: Die transparenten oder

teiltransparenten Terrassendächer schützen

vor zu viel UV-Strahlung, Niederschlag und

Wind, lassen aber genügend Helligkeit hindurch

–ohne dass man beim Arbeiten oder

Lesen auf der Terrasse geblendet wird. Durch

die praktische Lamellentechnik fällt selbst in

dahinterliegende Wohnräume ausreichend

Tageslicht.

Sollte es auf dem überdachten Freisitz

doch einmal stickig werden, sorgt eine

stufenlos steuerbare Schrägstellung der

Lamellen dafür, dass die Luft wieder zirkulieren

kann. Das Tolle: Zu den praktischen

Vorteilen der Beschattungslösung gesellt sich

eine moderne Optik, die individuell gestaltet

werden kann. Neben Standardmaßen sind

die wartungsfreien Terrassendächer in zahlreichen

Sonderformen erhältlich. Über Eck,

trapezförmig, als diagonale oder Fächerkonstruktion:

Wer sich an Beschattungsprofis

wendet, findet mit Sicherheit die passende

Lösung für das persönliche Paradies unter

freiem Himmel.

MABR/EPR

Dank der Lamellen kann die Luft auf der Terrasse

zirkulieren. Foto: epr/fledmex.com


Planen, Bauen, Wohnen 5

Düngen, lockern, prüfen

Der Sommer ist da, die Pflänzchen

wurden im Mai insGemüsebeet

ausgebracht und sollen

nun vor sich hinwachsen: Damit

das gelingt, sollten Hobbygärtnerinnen

und -gärtner den

jungen Pflanzen ein passendes

Pflegeprogramm gönnen.

in Form von Hornmehl. Profis

raten dazu, aus Rücksicht auf

die Umwelt auf mineralischen

Dünger zu verzichten und

besser auf organische Dünger

zurückzugreifen. Hierzu zählen

selbstgemachte Pflanzensude

wie die Brennesseljauche.

Mit Bienenweide-Rosensorten lassen sich im Garten Anlaufstellen für Insekten schaffen.

Foto: djd/www.rosen-tantau.com/Stefan Schulze

Feines Futter für Bienen &Co.

Naturnahe Rosensorten

sind gefragt

Rosen sind zeitlos schön, darin sind sich

wohl die meisten Gartenfreunde einig.

Dennoch gibt es immer wieder Trends

und besondere Vorlieben, die sich binnen

weniger Jahre invielen Gärten widerspiegeln.

Dazu gehörten bisher besonders große

oder reich gefüllte Blüten oder Sorten mit

starker Duftentfaltung. Aktuell gibt eseinen

Trend, derineine andere Richtung weist und

der zuweiteren VorliebenimGarten passt.

Naturnahe Gärten

für Menschund Tier

Viele Hobbygärtner entdecken ihr Herz

für naturnahe Gartenanlagen, die dem

Menschen Erholung und zugleich Bienen,

Hummeln und anderen Kleinlebewesen

Lebensraum bieten. Dazu passen Anpflanzungen,

die als Bienennährgehölze dienen.

Pflegeleichte Wildrosensorten wie die

Bienenweide-Rosen mit ihren ungefüllten

Mit Rosen und anderen Blühpflanzen entstehen

Bienen- und Insektenparadiese. Foto: djd/

www.rosen-tantau.com/Stefan Schulze

Wildrosen mit offenen Blüten locken Bienen und

andere Nützlinge an. Foto: djd/www.rosentantau.com/Stefan

Schulze

Blüten produzieren viel Nektar, den die Insekten

als Treibstoff nutzen, und Pollen als

Eiweißlieferant für den Nachwuchs. Sie leisten

damit einen wichtigen Beitrag zum Erhalt

der Bienenpopulation und zum Überleben

weiterer Arten. Dank der langen Blütezeit

finden die Insekten bis in den Spätsommer

hinein Nahrung –auch dann noch,wenn andere

Nahrungsquellen längst verblüht sind.

Eine Bienenweide kann man nicht nur mit

Gruppenpflanzungen imBeet anlegen. Auch

Rosenstöcke in Kübeln und Töpfen werden

gerne angeflogen.

Mit Wildrosen geschützte

Habitateschaffen

Wer noch mehr für Kleinlebewesen tun

möchte, kann die Rosen mit insektenfreundlichen

Stauden mischen. Hilfreich sind zudem

Schälchen mit Wasser, andenen die Bienen

im Sommer ihren Durst stillen können. Warme

und trockene Ecken im Garten geben

nestbauenden Wildbienen und Hummeln einen

guten Nistplatz.Geeignet dafür sind alte

Hecken, Totholzbereiche oder Steinhaufen

–hierfühlen sich übrigens auch IgeloderEidechsen

wohl. Eine wilde Ecke mit den pflegeleichten

Wildrosensorten bezaubert den

Menschen mit ihrem Duft und den zarten

Blüten und schafft Habitate für die kleinsten

unter denGartenbesuchern.

DJD

Naturnah düngen

Da wäre zum einen das Düngen:

Es sollte zur richtigen Zeit

und an die jeweiligen Pflanzen

angepasst erfolgen. Der Nährstoffbedarf

hängt nichtnur von

der Gemüsesorte ab, sondern

auch von der Bodenbeschaffenheit.

Diese kann man mit einer

Bodenprobe herausfinden,

die man ins Labor schickt. Im

Idealfall ist im Frühjahr bereits

eine erste Düngung mit Kompost

erfolgt, der oberflächlich

in die Erde eingearbeitet wurde.

Starkzehrende Pflanzen wie

Tomaten oder Gurken benötigen

den Sommer über weitere

Düngergaben – beispielsweise

Schädlingsbekämpfung

Damit der Boden im Beet

wasserdurchlässig bleibt, sollte

er hin und wieder aufgelockert

werden. Beim Umgraben werden

auch Unkräuter entfernt,

die sich eventuell imBeet ausbreiten

wollten. Wichtig ist

eine regelmäßige Kontrolle des

Gemüsebeets auf Schädlinge:

Schnecken sollten abgesammelt

werden. Auch Blattläusen

sollte man so früh wie möglich

zu Leibe rücken, indem mansie

beispielsweisemit einem gezielten

starken Wasserstrahl entfernt.

Stark beschädigte Triebspitzen

werden abgeschnitten

und entsorgt.

MABR

Christian Barth

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Planen, Bauen, Wohnen

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Bodentiefe Fenster lassen die Sonne ins Haus

Ob als Hebeschiebetüren oder Fensterfront mit Festverglasung: Bodentiefe

Glasflächen liegen im Trend. Foto: runna/123rf.com/GEV

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Bei der Auswahl der Fenster setzen immer

mehr Bauende und Renovierende

auf bodentiefe Fenster. Esgibt sie als

Hebeschiebetüren, die sich öffnen lassen,

sowie als Fensterwand mit Festverglasung.

Beide Varianten bringen viel Licht ins Innere

von Haus oder Wohnung und bieten beeindruckende

Ausblicke in die Umgebung. Daher

werden sie aus gutem Grund auch „Panoramafenster“

genannt. Im Erdgeschoss

ergibt sich mit ihnen zudem ein barrierefreier

Übergang ins Freie wie etwa zum Garten,

was gerade imAlter für ein Plus an Lebensqualität

und Unabhängigkeitsorgt.

Auf Sicherheit

der Fenster achten

Ein weiteres Plus von bodentiefen Fenstern:

In der kalten Jahreszeit sparen sie Energie,

indem die Räume durch viel natürliches

Sonnenlicht erwärmt werden. Was sich im

Winter positiv auswirkt, kann sich im Sommer

ins Gegenteil verkehren. Es sei denn,

man hat einen effizientenSonnenschutzwie

Jalousien, Rollos oder spezialbeschichtete

Plissees. Funk und Smarthome machen die

Bedienung heutzutage kinderleicht. Moderner

Sicht- und Sonnenschutz bietet zudem

die Möglichkeit, sich gegen unerwünschte

Blicke von außen zu schützen, ohne das

natürliche Tageslicht völlig auszusperren.

Bei Hebeschiebetüren sollte man an die

Einbruchsicherung denken, da es sich hier

um einen weiteren Zugangspunkt ins Hausinnere

handelt. Bodentiefe Fenster, die sich

öffnen lassen, benötigen imObergeschoss

eine Absturzsicherung.Moderne großflächige

Fensterfronten sorgen außerdem dank

Wärmedämmglas, moderner Rahmenkonstruktion

undguter Abdichtung füreinesehr

gute Wärmedämmung.

Nachrüsten kann

kompliziert werden

Bei Neubauten lassen sich XXL-Fenster

problemlos integrieren. Der nachträgliche

Einbau im Zuge einer Sanierung oder Modernisierung

ist aufwendiger. Entscheidend

ist letztlich die Statik beziehungsweise der

Allgemeinzustand des Gebäudes.

Für Bauende ist es wichtig, die Glasflächen

bereits in die Planung zu integrieren. Komfort,

Ausblick und Energieeffizienz spielen

dabei eine wichtige Rolle, aber auch das

eigene Wohlergehen sollte man stets beachten.

Alle verbauten Produkte und Materialien

sollten daher wohngesund sein und

strenge Emissionsgrenzwerte erfüllen. GEV

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Spezialverglasung gegen Hitze

Glas ist ein dominierendes Element der modernen

Architektur. Wohl jede Bauherrin

und jeder Bauherr freut sich über großzügige,

helle und freundliche Innenräume,

zumindest,solange die Sonne nicht direkt auf

die große Glasfläche einwirkt. Bereits in der

Übergangszeit überhitzen sich viele Räume

schnell. Dies kann das Wohlbefinden empfindlich

beeinträchtigen. Natürlich können

Rollläden oder Jalousien die Sonnenstrahlen

aussperren und damit die Innentemperatur

in einem angenehmeren Bereich halten.

Allerdings ist es damit drinnen auch dunkel.

Eine Alternative ist der Einbau von speziellemIsolierglas.

Hier ist der Sonnenschutzbereits

integriert –eineLösung sowohl fürden

Neubau alsauchdie Modernisierung.

Durch die Spezialverglasung werden zwei

Fliegen mit einer Klappe geschlagen: Tageslicht

kann die Räume fluten und somit für

eine sommerlich-fröhliche Atmosphäre sorgen.

Gleichzeitig vermindert eine Beschichtung

das Aufheizendes Zuhauses. Auf diese

Weise lassen sich die Energie- und Lichtdurchlässigkeit

an den Baustil des Eigenheims,

die Gebäudeausrichtung und die Fassadengestaltung

anpassen. Insbesonderefür

große Glasflächenvon Ost- bis Westrichtung

lohnt sich eine Sonnenschutz-Beschichtung.

An schwülwarmen Sommertagen herrscht

jedoch häufig eine diffuse Lichtstrahlung,

die an allen Fassadenseiten gleichmäßig

wirkt. Daher kann das Sonnenschutzglas

auch an derNordseite sinnvoll sein. DJD


Planen, Bauen, Wohnen 7

Hingucker am Zuhause

Die Haustür als Blickfang inszenieren

Haustüren sind so etwaswie das Gesicht

des Eigenheims. Sie prägen

den ersten Eindruck des Zuhauses

und unterstreichen den individuellen

Wohnstil. Hausbesitzerinnen und -besitzer

können heute aus einer Vielzahl an

Materialien, Farben und Designs wählen

–und zwar nicht nur im Neubau,

sondern auch bei einer Modernisierung:

Wenn eine Haustür bereits 20 Jahreund

längerinGebrauch ist, lohnt sich ein Austausch

nicht nur in optischer Hinsicht.

Neue Modelle weisen auch deutlich

verbesserte Wärmedämmeigenschaften

und einenerhöhten Einbruchschutz auf.

Weiß,grauoderganzanders?

Die Wahl der eigenen Haustür ist vor

allem eine Frage des persönlichen Geschmacks.

Erlaubt ist, was gefällt. Klassisch

weißeHaustüren sind nach wie vor

sehr beliebt, doch die Zahl der farbigen

Elemente steigt stetig an. Besonders im

Neben der Optik kommt es bei Haustüren auch auf Einbruchschutz und Wärmeschutz an. Foto: djd/www.türenheld.de

Holztüren liegen mit ihrer natürlichen Optik

im Trend. Foto: djd/www.türenheld.de

Trend liegt die graue Farbpalette, von

einem dunklen und edel wirkenden

Anthrazit bis zu hellen Farbtönen wie

Basalt- oder Lichtgrau. Für alle, die einen

dunklen Flur aufhellen wollen, bieten

sich zweifarbige Varianten an, deren

Innenseite weiß ist. Zudem sorgen

großflächig verglaste Seitenteile oder

Oberlichter für einen höheren Lichteinfall.

Moderne Haustürmodelle mit Akzenten

aus Edelstahl wirken besonders

hochwertig. Aber auch klassische Modelle

mit Sprossen und Kassettenoptik

sind gefragt.

Welches Material soll es sein?

Die Wahl des Materials hängt ebenfalls

vom Geschmack ab. Haustüren aus

Aluminium sind beispielsweise pflegeleicht,

stabil und wetterbeständig. Wer

Wert auf Sicherheit legt, sollte nach

Modellen Ausschau halten, die den

sogenannten RC2-Richtlinien entsprechen:

Dieses Sicherheitspaket wird von

der Polizei empfohlen.

Haustüren aus Kunststoff sind bei

preisbewussten Verbraucherinnen

und Verbrauchern beliebt. Im Trend

liegen ebenso natürliche Materialien

wie Holz. Dabei gibt es heute

Holzeingangstüren nicht nur in rustikaler

Optik oder im Landhausstil,

sondern auch als Designtüren in modernen

Farben. Egal für welches Material

man sich entscheidet, mit einem

Haustüren-Konfigurator lässt sich der

neue Eingang im Internet einfach und

individuell gestalten. Material, Farbe,

Glaseinsätze, Seitenteile und Zubehör

lassen sich nach Wunsch auswählen

und in ihrer optischen Wirkung direkt

überprüfen.

DJD

Das lässt sich locker verschieben

In den 1980er Jahren waren Schiebetüren in

vielen Haushalten das Nonplusultra:Großzügige

Durchgänge wurden mit zweiteiligen Glastüren

ausgestattet, bei denen ein mobiler Teil

vor den festen geschoben wurde. Das System

befand sich auf beziehungsweise im Boden,

oft gab es auch Konstruktionen,bei denen die

Türe platzsparend in der Wand verschwand.

Dann kamen dieleisen Gleiteraus derMode.

Vonrustikal bis modern

Doch inzwischen findet eine Trendwende

zurück zur Schiebetür statt. Einen großen Anteil

daran hatten wohl Einrichtungssendungen

im TV: Vor allem in den US-amerikanischen

Show-Formaten wünschen sich viele Hausbesitzerinnen

und -besitzer eine sogenannte

„barn door“, also eine Scheunentür. Die kann

auch zur Seite geschoben werden, allerdings

wird die Tür bei dieser Konstruktion auf einer

Schiene oberhalb des Türdurchgangs eingehängt,

wo sie auf leisen Rollen hin- und hergleitet.

Profis sprechen von einer hängenden

Schiebetür mit Laufrollen. Wer vermeiden

möchte, dass die Tür zu viel hin- und herpendelt,

kann nocheine Gleitschiene auf dem Boden

einbauen lassen. Sowohl Einzel- als auch

Doppeltüren gibt es bei den Türprofis, und

auch die Designs sind vielfältig: Türen mit Me-

Schiebetüren mit viel Holz passen hervorragend

zum Landhausstil. Foto: Loberon

tallrahmen und Glas passen hervorragendzum

Industriestil, aberauch Vollholz-Modelle für Interieurs

im Landhausstil gibt es. Rustikal sind

Schiebetüren, die wie ein Baumstamm-Querschnittaussehen

–das sorgt fürHütten-Flair.

Beratung durchFachleute

Damitdie Schiebetür sicher hält,sollten Interessierte

vorab klären, wie die für die Anbringung

geplante Wand beschaffen ist. Denn je

nach Ausführung der Tür muss die Schiene ein

Gewicht von 75 Kilogramm oder sogar mehr

halten können. Daher ist auch eine stabile Anbringung

der Laufschiene ein Muss. MABR

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genau nach Ihren Wünschen hergestellt.

Egal für welches Türmodell und für welches Material Sie sich entscheiden,

die Vielzahl anGestaltungsmöglichkeiten lässt nahezu

keine Wünsche offen. Mit den unterschiedlichsten Farben, Griffen

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8

Planen, Bauen, Wohnen

Extra hohe Räume, bodentiefe Fenster,

fließende Übergänge zwischen

Küche, Wohn- und Schlafbereich:

Wohnen im Loft steht für ein Gefühl

der Freiheit und Großzügigkeit. Selbst in

kleineren Wohnungen und Häusernlässt

sich dieser angesagte Einrichtungsstil

verwirklichen,wennman auf trennende

Wände verzichtet. Doch wie richtet man

das Loft ein, um die gewünschte luftige

Wirkungzuerzielenund gleichzeitigein

Gefühlder Behaglichkeit zu schaffen?

Lösungen von der Stange gibt esdafür

nicht. Empfehlenswert ist es daher,

sich von Beginn an die Unterstützung

durch erfahrene Schreiner oder Schreinerinnen

zu sichern. Die Fachleute können

passende Einrichtungsideen entwickeln

undanschließend auch einbauen.

Offen und luftig

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Kommoden in unterschiedlichen Höhen helfen dabei, den Raum individuell zu strukturieren. Foto: djd/TopaTeam/Nobilia Wohnen

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Individuelle Lösungen

sind gefragt

Ein wichtiger Faktor für die Loft-Einrichtung

ist es, mit den XL-Flächen gekonnt

zu spielen.„Große Räume haben

den Nachteil, dass sie schnell kalt und

ungemütlich wirken. Die Großzügigkeit

des Raums sollte man daher bei

der Möblierung berücksichtigen“, sagt

Einrichtungsexperte Walter Greil. Hilfreich

seien zum Beispiel maßgefertigte

Regale, die vom Boden bis zur Decke

reichen. Sie können direkt an der Wand

stehen oder als Abtrennung zwischen

den unterschiedlichen Bereichen der

Wohnung dienen. Der Essbereich bildet

meist den Dreh- und Angelpunkt

des großzügigen Wohnens. „Hier darf

ein sehr großer Esstisch aus urigem

Massivholz nicht fehlen“, so Greil. Die

einzelnen Wohnbereiche kann man

durch verschiedene Bodenbeläge, beispielsweise

in unterschiedlichen Farbabstufungen,

strukturieren. Schreinerbetriebe

vor Ort können dazu beraten,

welche Beläge und Holzarten für welchen

Anspruch geeignet sind.

erklärt Greil. Wem Kommoden oder

Regale als Raumteiler nicht reichen,

der findet mit Gleitschiebetüren eine

Lösung. Auch hier unterstütztdie Schreinerin

oder der Schreiner bei der Planung.

Beliebt ist etwa eine Abtrennung

der Küche mit einer Schiebetür, damit

sich Kochgerüche nicht im gesamten

Loft verteilen. Tipp: Transparente Türen

sorgen dabei weiterhin für ein Gefühl

der Offenheit und bringen genug Helligkeitindie

große Wohnfläche. DJD

Gleitschiebetüren als flexible

Raumtrenner

Als Bodenbelag bringen Parkett

und Holzdielen Wohnlichkeit in große

Räume – verbunden mit einer angenehmen

Haptik. Stimmig dazu sollten

auch die Wandfarben gewählt werden.

„Dunklere Töne lassen die Wände

oft räumlich enger und somit den

großen Raum gemütlicher wirken“,

Großzügige Loftwohnungen liegen im Trend.

Foto: djd/TopaTeam/Forcher

Wohnraum besser nutzen

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Wer zu Hause Platz gewinnen will,

braucht nicht unbedingt mehr Wohnraum.

Der Trick ist, ihn optimal auszuschöpfen.

Ein Beispiel: Unter Dachschrägen

kann man zwar nicht stehen, aber

sehr gut am Schreibtisch sitzen. Daher

sind sie ideale Orte für einen Arbeitsplatz.

Will man diesen nicht ständig

im Blick haben, baut man einfach eine

bunte Schiebetürein. Der so entstandene

Raum lässt sich alternativ auch als

Kleiderschrank nutzen.

Auf kleinem Raum sind außerdem

multifunktionale Einbauten oder Möbelstücke

besonders angesagt. So können

Schreinerbetriebe beispielsweise unterhalb

einer Holztreppe mit maßgeschneiderten

Regalenviel Stauraum schaffen.

Auch den Platz direkt unter der Zimmerdecke

kann man ausschöpfen. So

gibt es beispielsweise Wäscheständer,

die an Seilen von der Deckehängen und

nicht imWeg herumstehen. Auch Betten

lassen sich hochfahren und räumen

so den Platz für einewohnliche Ecke mit

Regal und Klapptisch. Ein solches Konzept

eignet sich schon ab einer Raumhöhe

vonetwa 2,20 MeternHöhe. BHW


Planen, Bauen, Wohnen 9

Kommunikativ und gesellig: Die

offene Wohnküche bildet in vielen

Haushalten den Mittelpunkt

des Familienlebens. Hier wird gemeinsam

gekocht, geplauscht und gelacht.

Bei Neubauten ist esheute schon fast

üblich geworden, die Küche offen und

mit fließendem Übergang zum Wohnbereich

zu planen. Aberauch in Altbauten

lässt sich das gewünschte Maß an

Offenheitschaffen, etwa mit einer zentralen

Kochinsel und einer Schiebetür

als breitem Durchgang ins Wohnzimmer.

Unterstützung bei der Planung

und Umsetzung erhalten Bauherren

und Immobilienbesitzerinnen beim

Schreinerbetrieb vor Ort –auch, wenn

man sich beispielsweise passende Essmöbel

zur maßgeschneiderten Küche

wünscht.

Viel Platz für Geselligkeit

Offene Wohn- und Familienküchen gekonnt einrichten

Zentrale Insel im Raum

Herzstück der offenen Wohnküche

ist meist eine zentrale, freistehende

Kochinsel. Hier findet sich nicht nur

die Kochfläche, idealerweise schließt

Wohnküchen bilden meist den gemütlichen Mittelpunkt des Familienlebens. Foto: djd/TopaTeam/Beckermann

Ein offener Tresenbereich bringt Wohnlichkeit

in die Küche. Foto: djd/TopaTeam/KHSystem

sich direkt ein Tresenbereich mit Sitzmöglichkeiten

zum Plaudern und Genießen

an. An die Voraussetzungen

dafür sollte man frühzeitig bei der

Neubauplanung denken. Abluftkanäle,

Wasserleitungen und Elektroanschlüsse

sind schon in der Rohbauphase

zu berücksichtigen, um später nicht

einen unnötig großen Aufwand zu

verursachen. Schließlich benötigt das

Kochfeld einen Starkstromanschluss.

In Altbauten ist dies nachträglich oft

nur zu machen, indem man auch

den Bodenbelag aufreißt. Eine Alternative

dazu: Das Kochfeld weiter am

angestammten Platz an der Wand

belassen und in der Raummitte eher

einen kombinierten Vorbereitungsund

Essplatz vorsehen. Eine solche

Kücheninsel erfordert keine weitergehenden

Anschlüsse. Ein weiterer

Vorteil liegt im zusätzlichen Stauraum

für die Küchenutensilien.

Planung mit Fachleuten

Eine offene Wohnküche benötigt

genügend Platz: Experten empfehlen

mindestens 15 Quadratmeter. Soll eine

Kochinsel frei im Zentrum stehen, ist der

Bedarf eher noch größer. Schreiner und

Schreinerinnen beraten ausführlich zu

den Möglichkeiten und können maßgeschneiderte

ergonomische Einbauten

realisieren. Und wenn der Raum für eine

freistehende Kochinsel partout nicht

ausreicht? Dann bietet sich eine Halbinsel

inL-oder U-Form an, denn auch

so lässt sich in der Familienküche viel Offenheitund

Wohnlichkeitverwirklichen.

Eine gute Planung empfiehlt sich

ebenso bei der Geräteauswahl. Gefragt

ist ein leistungsstarker Dunstabzug,

der vor unangenehmen Kochgerüchen

schützt.Bei der Spülmaschine, der Kühlschrankkombi

und weiteren Geräten

hingegen kommt esauf möglichst leise

Betriebsgeräusche an.

DJD

Der Wegzur Traumküche

Vom Vorbereiten der Lebensmittel

übers Kochen bis hin zum gemeinsamen

Essen: Die Küche ist in den meisten

Haushalten der zentrale Raum.

Hier verbringen Menschen viel und

gerne Zeit miteinander –kein Wunder,

dass die passende Gestaltung der

Koch-Oase eine wichtige Rolle spielt.

Ob Landhausstil oder modernes

Design, erlaubt ist, was gefällt. Auch

bei der Farbgestaltung sind die Möglichkeiten

nahezu unbegrenzt. Wer

eine unifarbene Küche und helle

Wände hat, kann zum Beispiel mit

einem bunten Regal für Farbtupfer

sorgen. Wie wäre es mit sonnigem

Gelb oder appetitanregendem Orange?

Eine andere Variante sind bunte

Fronten: Schubladen oder Schränke

in Grün oder Blau kreieren eine entspannte

Stimmung. Selbstverständlich

können auch Nischenrückwände,

Arbeitsflächen und Böden farblich

hervorgehoben werden. Wichtig ist,

dass die gewählten Töne aufeinander

abgestimmt sind. Als Faustregel

gilt: Dunkle Anstriche verkleinern

und hellere vergrößern Räume. Doch

ganz gleich, ob man lieber mit einer

farbigen Küchenfront ein klares Statement

setzen oder mit Farbimpulsen

arbeiten möchte – um die richtige

Küche für die eigenen Ansprücheund

die vorhandenen Räumlichkeiten zu

finden, empfiehlt sich eine Beratung

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10

Planen, Bauen, Wohnen

Gute Umzugsunternehmen erkennen

Tipps für alle, die den Wohnort wechseln

Qualitätssiegel für Lebensmittel,

Kosmetika oder Elektrogeräte

sind üblich. Was viele nicht

wissen: Sogar Umzugsfirmen lassen

sich offiziell die Qualität ihrer Arbeit

bestätigen. Über diese Siegel können

Umziehende leichter eine seriöse Firma

mit transparenten Kosten finden. Ein

Überblick, worauf man bei der Suche

achtenkann.

1. Die Siegel

Einanerkanntes Siegel für Umzugsunternehmen

ist das Zeichen des Bundesverbands

Möbelspedition und Logistik

(AMÖ). Zu den Zertifikationsvorgaben

gehören unteranderem eine gründliche

und umfassende Beratung. Das daraufhin

erstellte Angebot soll nachvollziehbar

sein, die Rechnung transparent.

Während des Umzugs ist geschultes

Personal im Einsatz, das sichere Geräte

verwendet und umweltverträgliche Verpackungsmaterialien

nutzt.

Alternativ können sich Firmen eine

Zertifizierung nach DIN ISO 9001 von

den verschiedenen Prüforganisationen

geben lassen. Hier wird Wert auf Kundennähe,

Service und Preistreue gelegt.

Ein Fachbetrieb, der nach DIN ISO

14001 zertifiziert ist,zeichnetsich durch

Foto: picture alliance/Christin Klose

seine auf Mensch, Umwelt und Technik

ausgerichteteNachhaltigkeitaus.

Wer das Prüfsiegel der BG Verkehr

trägt, hält betriebsintern Arbeits- und

Gesundheitsschutz ein und sorgt für

regelmäßige qualifizierende Maßnahmender

Angestellten.Arbeitsmittel sind

geprüft, selbst Bagatell- und „Beinahe“-Unfälle

werden dokumentiert und

ausgewertet.

2. Persönliche Beratung

Hilfe

gesucht: Es

gibtKriterien,

die eine gute

Umzugsfirma

erfüllt.

Um einen Kostenvoranschlag erstellen

zu können, müssen sich die Umzugsunternehmen

ein Bild vor Ort verschaffen

–auch die Begehung vorab ist

also ein Angebot, das gute Firmen bieten.„Wichtig

ist, darauf zu achten, dass

der Firmenvertreter oder die -vertreterin

Raum für Raum durchgeht und alles

schriftlich festhält“, rät Carolin Semmler

von der Verbraucherzentrale.

3. Detailliertes Angebot

„Es empfiehlt sich immer, mehrere

Angebote einzuholen und die Konditionen

miteinander zuvergleichen“,

sagt Daniel Waldschik vom AMÖ.

Aber wie erkennt man ein gutes

Angebot? Im schriftlichen

Kostenvoranschlag sollte man

sämtliche Leistungen wiederfinden,

die vor einem Umzug

Stehende mit der Firma vereinbart

haben. „Dazu zählt etwa das

Aufstellen des Halteverbotsschilds

vor dem Haus oder das Packmaterial.“

Vergleichen muss man oft kleine Details,

denn Firmen haben unterschiedliche

Abrechnungsverfahren. Die einen

kalkulieren nach Aufwand und Stunden,

andere bieten einen Festpreis. Aus

Sicht von Semmler ist die Vereinbarung

eines Festpreises empfehlenswert: „So

ist man, wenn es ums Zahlen geht, vor

Überraschungen sicher und es herrscht

für beide Seiten Klarheit.“ Zusätzlich

sollten Umziehende darauf achten,dass

in dem schriftlichen Kostenvoranschlag

die Mehrwertsteuer ausgewiesen ist.

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Für einen professionellen Dachausbau gibt es Zuschüsse. Foto: txn/VictorZastolskiy@123rf/Ursa

Der Staat unterstützt den Dachausbau

Grund und Boden wird immer teurer. Kein

Wunder also, dass viele Eigenheimbesitzerinnen

und -besitzer über den Ausbau des

Dachgeschosses nachdenken. Die Maßnahme

schafft neuen Wohnraum, erhöht die

Lebensqualität, verbessert die energetischen

Eigenschaften des gesamten Hauses nachhaltig

und wird von der Kreditanstalt für

Wiederaufbau (KfW) über einen Zuschuss

oder günstigen Kredit gefördert. Dies gilt jedoch

nur,wenn man denAntrag stellt, bevor

man einen Vertrag mit einem Handwerksunternehmen

abschließt.

Worauf kommt es an?

Die KfW verlangt, dass ein Energieberater

oder eine Energieberaterin die Sanierung

plant, beantragt und am Ende bestätigt.

Die Fachleute müssenauf der Liste der Energieeffizienz-Experten

und -Expertinnen des

Bundes eingetragen sein. Auch ihre Dienste

werden bezuschusst. Das Dach muss nach

Abschluss der Arbeiten mindestens einen

U-Wert von 0,14 W/m²K aufweisen, sonst

gibt es keine finanziellen Zuschüsse. Besonders

gute Ergebnisse erzielt Mineralwolle:

Der Hochleistungsdämmstoff mit einer Wärmeleitfähigkeitvon

0,032 W/m²K trägt ganzjährig

zu angenehmen Temperaturen unterm

Dach bei, sorgt für vorbeugenden baulichen

Brandschutz und optimiert den Schallschutz.

Wer Wert auf einen schadstoffarmen Dachausbau

legt, orientiert sich an aussagekräftigen

Ökosiegeln: Der „Blaue Engel“

beispielsweise zeichnet umweltfreundliche

Materialien aus. Welche Variante zum Einsatz

kommen sollte, hängt vom Zustand

der Dachdeckung ebenso ab wie vom Geschmackder

Bewohnerinnen und Bewohner.

Im Gespräch mit Fachleuten lässt sich das vor

Ort am besten herausfinden.

TXN


Planen, Bauen, Wohnen 11

Harmonisch gestalteter Rückzugsort

Ein Badezimmer nach dem Prinzip des Feng-Shui

Die chinesische Harmonielehre

Feng-Shui widmet sich der Gestaltung

eines Lebens, in dem der

Mensch mit seiner Umgebung in Einklang

ist.Vor allem die Einrichtungder

Wohnräumewirkt sich auf den Fluss

der Lebensenergie Chiund auf das

Wohlbefinden aus. Die stimmige

Anordnung von Farben, Formen

und Materialien soll den Chi-Fluss

anregen und ebenso wie das Zusammenspiel

der Elemente für die

richtige Balance zu Hause sorgen.

Dieses Prinzipkann auch im Badezimmer

verwirklicht werden.

Ordnung muss ein

Ob modern oder extravagant, klassisch

oder im Landhaus-Stil: Feng-Shui

lässt sich mit allen Einrichtungsstilen

vereinen. Die Harmonielehre lenkt den

Blick eher auf feine Details und ein

ausgeglichenes Ambiente. Oberstes

Gebot: Ordnung. Eine übersichtliche

Struktur mit passenden, nicht zuvielen

Schränken und wenigen ausgewählten

Nur

in einem

ordentlichen

Badezimmer

kann das Chi

fließen.

Foto: Pelipal

Accessoires sorgt für einen ungehinderten

Energiefluss und eine beruhigende

Optik. Minimalistisch, hell und luftig

gestaltet, wird das Badezimmer zu einem

Ort der körperlichen und geistigen

Entspannung. Gibt es Fenster im Raum,

tragen außerdem Vorhänge oder Milchglas

zu einemGefühl von Sicherheit und

Geborgenheit bei. Das Badezimmer gilt

im Feng-Shui als energetisch ungünstig

aufgrund der Öffnungen von Toilette,

Dusche und Waschbecken, aus denen

das Chi entweichen kann. Toilettendeckel

und Tür bleiben möglichst geschlossen.

Zusätzlich sorgen angenehme

Farben etwa inNaturtönen, für den

energetischen Ausgleich. Weiß sollte

nichtdominieren, dafürhelle und ruhige

Nuancen wie Beige oder Creme, Sandfarben,

Ocker oder Terracotta. Auch die

FarbeGrün erzeugt Harmonie. Blau und

Rot dagegen würden zu Unausgeglichenheit

führen: Blau, weil esdas Element

Wasser, dem das Bad zugeordnet

ist, noch verstärkt.Und Rot, weil es dem

ElementFeuer zugeordnet ist.

Die Energie leiten

Spiegeln kommt eine besondere Bedeutung

zu: Sie lenken das Chi und

verstärken es, indem sie Schönes widerspiegeln.

ImBadezimmer sind Spiegel

und Spiegelschränke wesentlicher Teil

der Einrichtung. Im Sinnedes Feng-Shui

sollten sie nicht gegenüber der Tür angebrachtwerden.

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Der Einbau einer Wärmepumpe im Altbau wird staatlich gefördert. Foto: djd/Stiebel Eltron

Unabhängig von Öl und Gas

Deutschland will sich in der nahen Zukunft

unabhängiger von fossilen Energieträgern

machen. Einen eigenen Beitrag dazu können

viele Hausbesitzerinnen und -besitzer

leisten, indem sie die vorhandene Heiztechnik

gegen eine zukunftssichereWärmepumpe

austauschen lassen. Heutige Anlagen

sind auch für die Umrüstung sehr gut geeignet,

zudem locken staatlicheZuschüsse.

Wärmepumpen machen unabhängig von möglichen

zukünftigen Preissteigerungen bei Öl und

Gas. Foto: djd/Stiebel Eltron

Keine Kohlendioxid-Abgabe

Wärmepumpen machen sich Umweltenergie,

zum Beispiel aus der Umgebungsluft,

zunutze, um daraus Wärme zu gewinnen.

Im Neubau gehört diese Technik schon

zum Standard, aber auch für Eigentümer

und Eigentümerinnen älterer Gebäude ist sie

bei einer Modernisierung eine interessante

Option. Wärmepumpen sind nicht von der

2021 eingeführten Kohlendioxid-Abgabe

betroffen, die weiter steigen wird. Für die

AnforderungenimBestandsind zum Beispiel

Luft-Wasser-Wärmepumpen geeignet. Bei

einerVorlauftemperaturvon 55 GradCelsius

erreichen sie die Energieeffizienzklasse A++.

Eine Wärmepumpe ist auch mit bestehenden

Solar- oder PV-Anlagen kombinierbar.

Ein wichtiges Argument für Modernisierende

ist zudem die Förderfähigkeit der

neuen Heiztechnik. Denn 35Prozent aller

Kosten zahlt der Staat, wenn eine effiziente

Wärmepumpe einen Gaskessel ersetzt.

45 Prozent sind es, wenn eine Ölheizung

stillgelegt wird.

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12

Planen, Bauen, Wohnen

Tipps für Sparfüchse

Rund drei Viertel der Deutschen

träumen von einer eigenen

Wohnimmobilie. Wer heute

bauen will, muss jedoch gut

kalkulieren. „In den vergangenen

Jahren sind die Bauhauptund

Nebenkosten deutlich

gestiegen“, sagt Jan Ebert von

der BHW Bausparkasse. Damit

derTraum vom Eigenheim nicht

zerplatzt, sollte man die Sparpotenziale

genau ausloten.

Entscheidend:

die Platzfrage

Am effektivsten lassen sich

die Baukosten durch eine Reduzierung

der Grundstücks- und

Wohnfläche senken. Wer sich

statt eines 800 Quadratmeter

großen Grundstücks mit

500 Quadratmetern begnügt,

kann einiges ab Geld sparen.

Gleiches gilt für die Wohnfläche

des Hauses. Bei Baukosten

von 1500Europro Quadratmeter

ergeben 20 Quadratmeter

weniger Wohnfläche

eine Ersparnis von 30000 Eu-

ro. Dennoch lässt sich eine

großzügige Wohnatmosphäre

schaffen, etwa durch offene

Grundrisse und weniger Wände.

„Noch preiswerter wird der

Hausbau, wenn man auf eine

Vollunterkellerung verzichtet

und stattdessen einen Wirtschaftsraum

einplant.“

Eigenleistung

zahlt sich aus

Man kann beim Hausbau

durch Eigenleistungen viele

Tausend Euro sparen. „Rund

zehn Prozent der Gesamtkosten

sind als Eigenleistung

durchaus realistisch“, sagt

Ebert. Die beliebtesten Eigenleistungen

sind Maler- und

Tapezierarbeiten, das Verlegen

von Fliesen und Bodenbelägen

sowie Wärmedämmungsarbeiten

im Innenbereich. Um den

Spareffekt nicht durch Fehler

zu gefährden, sollten die Eigenleistungen

mit den Fachleuten

genau abgestimmt werden.

BHW

Eine nachträgliche Dämmung –beispielsweise mit Holzfaserprodukten –kommt auf Altbaukäufer und

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Jahren

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an die Zukunft denken

Sanierungspflichten beim Hauskauf einplanen

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Innerhalb von zwei Jahren müssen Käuferinnen

und Käufer eines Altbaus bestimmten

Pflichten zur energetischen

Nachrüstung nachkommen. So lange

haben sie Zeit, um drei aktuelle Vorgaben

umzusetzen. Darauf macht Zukunft

Altbau aufmerksam, eine vom Umweltministerium

Baden-Württemberg geförderte

Initiative.

Um diese drei Pflichten

geht es konkret

So müssen Eigentümerinnen und Eigentümer

eines Ein- oder Zweifamilienhauses

Armaturen sowie Leitungen für

die Heizung und Warmwasser dämmen,

wenn sich diese in unbeheizten Räumen

befinden. Je nach Dicke der Leitung muss

die Dämmung zwischen zwei und zehn

Zentimetern sein. Zudem müssen sie die

oberste Geschossdecke, die meist geheizte

und ungeheizte Räume trennt,

mit einer Dämmschicht versehen. Das gilt

jedenfalls, wenn dort bislang eine Dämmung

fehlt. Alternativ können Eigentümerinnen

und Eigentümer laut Initiative

auch die Dachschräge dämmen lassen.

Außerdem müssen sie grundsätzlich

Heizungen austauschen, die älter als

30 Jahresind –das gilt für Konstanttemperaturkessel.

Das Alter findet man auf dem

Typenschild, im Protokoll des Schornsteinfegers

oder in den Bauunterlagen. Niedertemperatur-

und Brennwertkessel dürfen

zwar weiterlaufen, oft lohnt sich aber ein

Austausch wegen der Einsparmöglichkeiten

und den staatlichen Förderungen, die

es für die Umrüstung gibt.

Die Finanzierung

realistisch planen

Meist sind Häuser von diesen Pflichten

betroffen, die vor dem Jahr 2002 gebaut

wurden. Denn so alte Immobilien entsprechen

häufig weder dem neuen Gebäudeenergiegesetz

(GEG) noch der bisherigen

Energieeinsparverordnung EnEV,

so die Initative Zukunft Altbau.

Wer eine alte Immobilie kauft, sollte

bei der Finanzierung also genügend Budget

für energetische Nachrüstungen einplanen,

raten die Experten. Immerhin:

Viele energetische Sanierungsmaßnahmen

werden gefördert.

DPA


Planen, Bauen, Wohnen 13

Dachterrasse erhöht

den Wohnkomfort

Laut einer aktuellen Verbraucherschutzstudie sind Baumängel auch bei der Sanierung von Altbauten

keine Seltenheit. Foto: djd/Bauherren-Schutzbund/Joachim Rosse

Im Wohneigentum

Werte erhalten

Renovierungen richtig planen und sicher durchführen

In städtischen Ballungsgebieten

ist die Dachterrasse ein attraktives

Wohnraum-Plus mit hohem

Nutzwert. Doch zunächst muss

man klären, ob eine Dachterrasse

möglich ist. Die Sanierung

oder den Umbau eines Flachoder

Garagendaches zu einer

Dachterrasse –von der Baugenehmigung

über Fragen zur

Statik bis hin zur fachgerechten

Ausführung – sollten Fachleute

übernehmen. Sie prüfen,

ob die geplante Nutzung den

statischen Anforderungen ent-

Dachterrassen bieten eine zusätzliche

Flächenreserve. Foto: epr/IVPU

spricht. Auch die Zugangsmöglichkeit

zum Dach spielt eine

wichtige Rolle. Treppen, Geländer

und Brüstungen müssen so

ausgeführt sein, dass ein sicherer

Aufenthalt auf der Dachterrassegewährleistet

ist.

Baugenehmigung

Dachterrassen sind immer intensiv

beanspruchte, flache Dächer

und stellen eine Nutzungsänderung

dar. Deshalb sind sie

genehmigungspflichtig. Für die

Baugenehmigung müssen die

baurechtlichen Vorschriften der

Landesbauordnung eingehalten,

der örtlicheBebauungsplan

einbezogen und nachbarschaftliche

Abstands- und Zustimmungspflichtengeklärtwerden.

Damitdie unter der Dachterrasse

liegenden Wohnräume vor

Hitze und Kälte geschützt sind,

ist außerdem eine Wärmedämmung

erforderlich. EPR

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Den Traum von den eigenen vier Wänden

haben sich viele Menschen schon

vor Jahrzehnten erfüllt. Mietfrei zu

wohnen, wenn das Haus längst abbezahlt

ist, hat viele Vorteile. Eigentum bringt jedoch

auch Verpflichtungen mit sich –das

besagt sogar Artikel 14 des Grundgesetzes.

Spätestens, wenn Gefahren für die

Allgemeinheit drohen, müssen Sanierungen

vorgenommen werden. Doch so weit lässt

es kaum ein Hausbesitzer beziehungsweise

eine Hausbesitzerin kommen, denn Renovierungen

und Modernisierungen sind eine

wichtige Investition inden Erhalt und die

Steigerung desImmobilienwerts.

Mängel bei Arbeiten im Bestand

Für die Planung von Modernisierungsmaßnahmen

gibt es eine Vielzahl von

Gründen. Sie reichen von fälligen Sanie-

Viele wohnen in älteren Ein- und Zweifamilienhäusern,

in denen früher oder später Sanierungen

anstehen. Foto: djd/Bauherren-Schutzbund

rungsarbeiten an Dach, Fassade oder

Haustechnik über die Verbesserung des

Energiestandards oder des Wohnkomforts

bis zu altersgerechten Umbauten.

Laut Erik Stange, Pressesprecher des

Bauherren-Schutzbunds (BSB), sollten

Renovierungen und Modernisierungen

ähnlich gut geplant, vorbereitet und vertraglich

festgelegt werden wie bei Neubauprojekten.

Denn Mängel sind auch in diesem

Bereich keine Seltenheit, wie die aktuelle

Studie des Verbraucherschutzvereins

mit dem Titel „Die zehn häufigsten Mängel

bei Ein- und Zweifamilienhäusern im

Bestand“ aufzeigt. Laut der Studie bergen

steigende Anforderungen zum Beispiel

im Bereich der Energieeffizienz größeres

Schadenspotenzial.

Maßnahmen priorisieren

Die Studie betont, dass sich die Bauqualität

im internationalen Vergleich nicht

verstecken muss. Sie empfiehlt dennoch,

Maßnahmen zur Schadensvermeidung

zu beachten. Eine umfassende Bestandsanalyse

bildet eine gute Grundlage, um

Wartungs-, Instandhaltungs- oder Modernisierungsarbeiten

sinnvoll zu priorisieren

und zu budgetieren. Unterstützung dabei

bieten unabhängige Sachverständige,

zum Beispiel die Bauherrenberater und

-beraterinnen des BSB. Sie unterstützen

Hauseigentümerinnen und Eigentümer

auch dabei, wirtschaftliche und nachhaltige

Lösungen zu definieren und vertragliche

Vereinbarungen mit Bauunternehmen

fachlich und juristisch zu prüfen.

In der eigentlichen Umsetzungsphase können

sie zudem eine Bauqualitätssicherung

übernehmen, mit der sich Mängel frühzeitig

entdecken und Folgeschäden vermeiden

lassen.

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14

Planen, Bauen, Wohnen

Nicht unbedingt günstig

Auch Zwangsversteigerungen werden teurer

Immobilien aus Zwangsversteigerungen

haben den Ruf, besonders

preiswert zu sein, doch neuerdings

halten die Preise oft mit dem übrigen

Immobilienmarkt mit. „Die Zwangsversteigerung

ist eine von mehreren

Möglichkeiten, eine Immobilie

zu erwerben“, sagt Walter Ruesch,

Geschäftsführer des Fachverlags für

Wirtschaftsinformation Argetra.

„Da es in vielen Regionen immer

schwieriger wird, überhaupt an eine

Immobilie heranzukommen, ist die

Zwangsversteigerung als Alternative

durchaus interessant“, sagt Julia Wagner

vom Eigentümerverband Haus &

Grund Deutschland. Wer vorhat mitzubieten,

sollte sich aber gut vorbereiten.

Auskunft über

Belastungen

Maßgeblich für den später aufgerufenen

Mindestpreis ist das Verkehrswertgutachten.

Es ist beim Amtsgericht

einsehbar. „In den letzten Jahren

sind die Preise in vielen Regionen

gestiegen“, so Ruesch. Da die Gutachten

schon vor ein bis zwei Jahren

erstellt wurden, lagen der Wertermittlung

niedrigere Immobilienpreise

zugrunde. „Dann könnte man sogar

ein Schnäppchen machen, falls der

Verkehrswert bei der Versteigerung

nicht wesentlich überboten wird“, so

der Experte.

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Ausschlaggebend ist nicht nur der

Verkehrswert, sondern auch eventuelle

Eintragungen im Grundbuch, die

die Immobilie unattraktiver machen

können. „Jeder Interessent ist berechtigt,

im Grundbuch nachzuschauen,

wie die Immobilie belastet ist“, sagt

Rechtsanwalt Holger Freitag vom Verband

Privater Bauherren. „Gibt es Wegerechte?

Oder gar Wohnrechte? Das

kann durchaus ernsthafte Konsequenzen

und zusätzlichen Aufwand nach

sich ziehen. Ebenso muss geklärt werden,

ob Mietverhältnisse bestehen.“

Kaum Besichtigungen

möglich

Die größte Unsicherheit ist, dass man

quasi die Katze im Sack kauft. „Die

meisten Bewohner haben wenig Interesse

daran, Leute durch ihre Wohnung

zu führen“, sagt Freitag. Darum könne

es passieren, dass nach dem Zuschlag

Mängel am Gebäude bekannt werden.

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Eine Zwangsversteigerung hat ihre

eigenen Regeln. Man sollte schon mal

als Zuschauer ein paar Termine besuchen,

und sich mit dem Ablauf vertraut

machen, ehe man ernsthaft ein eigenes

Gebot erwägt. „Da sind durchaus

Profis im Saal, die wissen, wie sie am

besten zum Zug kommen“, sagt Wagner.

Beim ersten Termin der Zwangsversteigerung

darf für Gebote, die unterhalb

von 50 Prozent des Verkehrswertes

liegen, kein Zuschlag erteilt

werden. Bleibt das Höchstgebot unter

70 Prozent, kann der Gläubiger den

Verkauf ablehnen. Wer die Immobilie

unbedingt haben will, wird daunter

Umständen schon höher bieten, um

sie auch sicher zu bekommen.

Schnäppchen beim

Zweittermin

Wer aber starke Nerven hat und

günstig kaufen will, wartet auf den

zweiten Termin. Dann fallen die

Wertgrenzen weg, die Immobilie

wird an den Meistbietenden oder

Wer

ein Haus

ersteigern möchte,

solltegut

vorbereitet

sein

Foto: PantheMedia/AndrewLozovyi

die Meistbietende versteigert. Zum

Termin der Zwangsversteigerung ist

eine Sicherheitsleistung in Höhe von

zehn Prozent des Verkehrswertes zu

hinterlegen. Schon die Höhe dieser

Sicherheitsleistungen, die bei einem

Verkehrswert von beispielsweise

400000 Euro immerhin 40000 Euro

beträgt, macht deutlich, dass man sich

rechtzeitig vor dem Versteigerungstermin

um die Finanzierung des Immobilienerwerbs

kümmern muss.

Forderungen der

einzelnen Gläubiger

„Der Kaufpreis wird innerhalb weniger

Wochen nach dem Zuschlag

fällig“, sagt Ruesch. Etwa sechs bis

acht Wochen nach der Zwangsversteigerung

kommt es zum Verteilungstermin,

an dem die Forderungen der

einzelnen Gläubiger bezahlt werden

müssen.

KATJA FISCHER /DPA

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Planen, Bauen, Wohnen 15

Edel, filigran und gerne farbenfroh

Das sind aktuell beliebte Bad- und Wandfliesen

Wo immer Hygiene und Pflegeleichtigkeit

eine Rolle spielen,

gehörenFliesen zu den beliebtesten

Wand- und Bodenbelägen. Ob

an der Rückwand in der Küche oder

im Badezimmer, die robusten und

leicht zu reinigenden Oberflächen haben

viele Fans.

Ein Trend, der seinen Weg auch in

den Bereich der Fliesen gefunden hat,

ist die Marmor-Optik. Die edle Anmutung

solcher Fliesen sorgt für eine elegante

Atmosphäre imZuhause. Laut

der Initiative „Deutsche Fliese“ sind

vor allem großformatige Fliesen mit

Marmor-Design gefragt. Exemplare

mit Maximalmaßen von drei Metern

Länge und einem Meter Breite eröffnen

hier interessante Gestaltungsoptionen.

Aber auch andere Natursteininterpretationen

liegen im Trend,

ebenso wie Modelle in Zement-Optik,

die sich besonders gut für moderne Interieurs

eignen.

Mosaikfliesen in ungewöhnlicher Form liegen im Trend. Foto: Original Style

Foto: Pelipal

Die gute alte Zeit

Viel Retro-Flair versprechen außerdem

kleinformatige Fliesen, die eine

Design-Frischekur verpasst bekommen

haben. Dekore, die an marokkanische

Zementfliesen erinnern, prägen diesen

Trend ebenso wie ungewöhnliche Formen:

Hexagon-Fliesen eröffnen neue

Gestaltungsoptionen, die Leben ins Bad

oder die Küche bringen. Beliebt ist beispielsweise

eine Wandgestaltung, bei

der die Fliesen aufcirca 1,20 MeterHöhe

enden –und zwar nicht auf einer geraden

Linie, sondern abwechslungsreich

gestaltet. Da können sich dann auch

mal einzelne Fliesen oberhalb der bereits

gefliesten Fläche befinden.

Sowohl die Hexagonform

als auch die Ethno-Dekore

passen gut zum

nach wie vor beliebten

Landhaus-Stil, punkten

aber mit edler Oberflächengestaltung

auch in

einem schlichten, modernen

Ambiente.

Bei den beliebten Mosaikfliesen

tut sich ebenfalls

etwas, beispielsweise mit schimmernden

Formen,die anFischschuppen

erinnern.

Fliesen

im Marmor-Design

punktenmit edlem

Flair und klassischer

Anmutung

Mehr Individualität

Wohltuend hebt sich die Farbgestaltung

vom Trend der vergangenen Jahre

ab: Neuerdings darf es statt mit neutralem

Weiß, Grau oder Beige auch mal

etwas bunter sein, beispielsweise in

Form von kräftigen Farbakzenten, die

mithilfe von Fliesen in Beerentönen, Petrol

oder Blau gesetztwerden. Hierkönnen

sich alle, die bauen oder renovieren,

selbst verwirklichen: Soll der Duschbereich

farbig abgehoben werden? Oder

doch lieber die Wandfläche rund um

das Waschbecken. Oder vielleicht sogar

beides? Die Optionen sind vielfältig und

erlauben mehr denn jeeine individuelle

Badgestaltung mit visuellen Höhepunkten,

welche die Raumoptik nicht überfrachten.InAbsprachemit

dem Fliesenleger

oder der Fliesenlegerin können so

echte Unikate im Zuhause entstehen.

MARION BRANDSTETTER

Helles Parkett lässt Räume größer wirken

Helle Landhausdielen lassen Räume größer

wirken. Foto: Meister Parkett

Die meisten Menschen würden es bevorzugen,

in einem großzügigen Zuhause

mit entsprechend dimensionierten Räumen

zu wohnen. Aber das geht leider

nicht immer, daher sind bei der Raumgestaltung

Kniffe gefragt, die auch kleine

Zimmer größer wirken lassen. Ein Element,

das dabei eine wichtige Rolle spielt,

ist der Boden.

Im Wohn- und Schlafbereich setzen viele

auf Parkett, da dessen natürliche Holzmaserung

besonders gemütlich wirkt.

Wer hier zu hellen Dielen greift, kann ein

Zimmer so schon mal ein kleines bisschen

größer schummeln. Von Natur aus helle

Hölzer wie Kiefer oder Ahorn bringen im

Nu ein freundliches und helles Flair in den

Raum, das diesen großzügiger wirken

lässt. Aber auch Eichenböden können

eine Option sein, wenn man sich für eine

hell geölte oder lackierte Oberfläche entscheidet.

Noch ein bisschen mehr schummeln

kann man mit der richtigen Verlegerichtung:

Wenn ein Zimmer eher lang und

schmal ist, können beispielsweise Landhausdielen

quer zur langen Raumseite

verlegt werden. Das lässt ihn etwas breiter

wirken. Natürlich kann es auch im Interesse

der Bewohnerinnen und Bewohner

liegen, solche Dimensionen besonders zu

betonen –dann wird der Boden einfach

längs verlegt.

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16

Planen, Bauen, Wohnen

Intelligente Haustechnik bietet viele Annehmlichkeiten für die Bewohnerinnen

und Bewohner. Foto: djd/WeberHaus

Smartes Haus ist

effizient und sicher

Werneu baut, möchte,dass das

Zuhause in puncto Stil, Grundriss

und Innenausstattung perfektauf

dieBedürfnisse von Bewohnerinnen

und Bewohnern

zugeschnitten ist. Aber auch

eine nachhaltige Bauweise und

Smarthome-Technologien, die

für mehr Wohnkomfort, Energieeffizienz

und erhöhteSicherheit

sorgen, sind vielen zunehmendwichtig.

Mit einer intelligenten Haussteuerung

können Bewohnerinnen

und Bewohner zum

Beispiel die Temperatur in den

einzelnen Räumen energiesparend

regulieren oder sich

den Ertrag ihrer Photovoltaikanlage

und die Verteilung des

Solarstroms anzeigen lassen

und nach Bedarfsteuern.

Staubsaugeranlagen

Das System übernimmt auch

Routineaufgaben wie das Öffnen

und Schließen der Rollläden

und Sonnenschutzsysteme.

Markisen etwa fahrenbei Wind

und Regen ein, die Jalousien

bleiben bei Sonnenschein im

Winteroffen,damit dieZimmer

aufgewärmt werden, während

sie im Sommer automatisch

beschatten. Das macht das

Wohnen komfortabler und

hilft beim Energiesparen. Wer

möchte, kann an das eigene

Smarthome-System eine smarte

Ladestation in der Garage

oder am Carport anschließen.

So kann manvon zu Hause aus

das Elektroauto aufladen –mit

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Goldfarbene Akzente und optische Stilbrüche prägen den „Townhouse Look“. Foto: Kare

Wohnen wie

im Stadthäuschen

Der edle „Townhouse Look“ erobert die Interieurs

Noch hält sich der natürliche Wohntrend,

doch ein neues Konzept sorgt

seit Kurzem für Aufsehen: der „Townhouse

Look“. Gemeint sind damit sehr elegante

und farbenfrohe Interieurs, die in den

kleineren Räumen eines Stadthäuschens

oder eines Apartments besonders gut zur

Geltung kommen. Nachahmen kann man

diesen Stil aber natürlich in jedem Zuhause.

Was man dazu braucht? Nur ein wenig Mut

und ein Auge für originelle Details.

Luxuriöse Anmutung

Eine Besonderheit des „Townhouse

Looks“ ist die Schaffung einer hochwertigen,

edlen Atmosphäre: Samt-Sofas und

-Essstühle laden zum Verweilen ein, während

gold- oder messingfarbene Akzente

und Accessoires Blicke auf sich ziehen.

Auch ein Tisch mit aufwendig verziertem

Mittelfuß kann zum zentralen Blickfang im

Raum werden. Das Ziel dieser Gestaltung ist

eine Umgebung, die weltoffen, kreativ und

verspielt wirkt. Stilbrüche sind also erlaubt,

wenn beispielsweise ein Wolpertinger das

sonst so feine Interieur optisch aufmischt.

Marmor macht sich in einer solchen Umgebung

besonders gut –übrigens auch in

Form einer fotorealistischen Tapete. Um

das Ganze ein wenig zu erden, kann man

beispielsweise auf eine klar durchgeplante

Beleuchtung setzen: Wenn Decken- und

Stehleuchte aus derselben Serie stammen,

ergibt sich durch sie ein visueller Anker, der

Stringenz vermittelt.

Keine Angst vor Farben

Wenn es an die Wandgestaltung oder ans

Thema maßgeschneiderte Einbauschränke

geht, darf im Stadthäuschen eines nicht

fehlen: Farbe. Vor allem zu kräftigen Tönen

darf man hier gerne greifen, schließlich

soll das Ambiente eine anregende Wirkung

entfalten. Apropos anregend: Wer eine solche

Anmutung anstrebt, kann auf dunkle

Rottöne setzen. Ruhiger, aber immer noch

spannend wirken intensive Blau- und Grüntöne.

Wichtig: Die Wandfarben sollten mit

Bedacht ausgewählt werden. Wer auf Nummer

sicher gehen möchte, stimmt sie zumindest

teilweise mit Möbeln und Accessoires

ab. Mutigere kreieren mithilfe des Wandanstrichs

einen interessanten Stilbruch.

Da der edle „Townhouse Look“ sehr auffällig

ist, sollte man sowohl beim Mobiliar

und bei der Deko als auch bei den Accessoires

auf Gestaltungsoptionen setzen, die

wirklich gefallen. Sonst läuft man Gefahr,

sich auf Dauer an den mühsam gestalteten

Räumen „abzusehen“. MARION BRANDSTETTER

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