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OM_07_08_2022_ePaper

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Oberneuland

LANDLEBEN • GENUSS • LIFESTYLE • MENSCHEN • KULTUR

Ländlich

leben

in Bremen

Mit vielen leckeren

Grill-Rezepten

LIFESTYLE & GENUSS

Grillen ist „heiß“

DER NDR IN OBERNEULAND

„Wie lecker ist das denn?“

MIT VIEL HERZBLUT

Rehkitzrettung im Team

BHC HOCKEYDAMEN

Aufstieg in die 1. Liga

REGIONALES

MAGAZIN

Juli/August · Nr. 07/08|2022 · 25. Jahrgang · € 3,-


INHALT

24

„Wie lecker ist das denn?!“

Der NDR in Oberneuland

Grillen, die heiße Sommer-Leidenschaft

36 Lifestyle und Genuss

Von der Hand in den Mund

66 Der eigene Naschgarten

LANDLEBEN

24 „Wie lecker ist das denn?!“

Der NDR in Oberneuland

31 Der gute Geschmack unserer Region

Hofladen-Radtour – Teil 3

36 Grillen, die heiße Sommer-Leidenschaft

Lifestyle und Genuss

46 Leckere Grillbeilagen

Koch dich glücklich mit Karo

50 Das schmeckt nach Sonne

Sommerliche Beilagen zum Grillen

54 „Sie erkennen es an der Marmorierung …“

Bio-Rindfleisch-Expertin Anja Schumacher im Gespräch

62 Heißt es Quilt oder Kilt?

Und was ist der Unterschied?

66 Von der Hand in den Mund

Der eigene Naschgarten

70 Es geht auch ohne Torf

Beim Gärtnern auf klima-freundliche Pflanzerde setzen

72 Weniger tun ist mehr …

Die Wildbiene

REGIONAL

74 Gemeinsam für die Oberneulander Kiebitze

Vogelschutz vor Ort

76 In Oberneuland brüten & schlüpfen sie

Oberneulander Storchen-Tagebuch

78 Rehkitzrettung in Oberneuland ist Teamarbeit

Ehrenamtlich und mit viel Herzblut

82 Highlights am Deich

Golden Grill, Coffeebike & Milchtankstelle

84 Erstklassig!

Aufstieg: 1. Damen vom BHC spielen wieder 1. Liga

MENSCHEN

92 Mit Oberneuland noch immer verbunden

Dr. Wolfgang Heines

94 Oberneulander Poesie

Jutta Jahnke

96 Heilende Bienen - Wundbehandlung mit Honig

Dr. Michael Fakharani

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4 OBERNEULAND


Rehkitzrettung in Oberneuland ist Teamarbeit

78 Ehrenamtlich und mit viel Herzblut

84

Erstklassig!

BHC-Aufstieg

Naturidyll

114 An der Wörpe entlang

Titelfoto: Bremer Hockey Club/privat

KULTUR

97 Oberneuland gestern & heute

Beim Natelsdamm

98 Lust auf Feiern im Park

„Ein Sonntag im Park“ lädt zum Musikgenuss & mehr

99 „Mit kleinen Hieben fällt man auch große Bäume“

Benefizkonzert an der Oberschule Rockwinkel

100 Ein Benefizkonzert für die Ukraine

Konzert der Reihe „HörArt“

ERLEBE DEINE REGION

114 Naturidyll & Moorgeschichte

An der Wörpe entlang nach Grasberg

RUBRIKEN

6 Oberneulander Momente für die Seele

8 Kompakt - Kurze Meldungen aus der Region

14 Deichhörnchen & Teichhörnchen

56 Made in Bremen & Bremer Genuss

58 Neue Mode in der Region

88 Oberneuland Sport beim FCO & BHC

104 Immobilien & Wohnen

121 Shops & more

124 Fit durchs Jahr mit Marius

126 Oberneuland bleibt gesund

130 Hammel-Sprünge – von Winfried Hammelmann

OBERNEULAND 5


Oberneulander

Momente für die Seele

Romantischer Sonnenaufgang

Foto: Heike Murken

Sommerblumen-Pracht

Foto: Brigitte Faerber

6 OBERNEULAND


Geheimnisvoller Weg

Foto: Ivonne Knies

Es gibt kein schöner Land

Foto: Uwe Wagschal

Rotes Licht im Rhododendron-Park

Foto: Patrick Koppitz

Ein Abend in den Wiesen

Foto: Silke Kahle

In der nächsten Ausgabe verlosen wir unter allen Einsendern 3 x je 1 Kochbuch

des Fotografen Uwe Wagschal.

Senden Sie uns Ihren „Seelenmoment“ an: foto@oberneuland.info.

OBERNEULAND 7


KOMPAKT

SOMMERBLUMEN IN HüLLE UND FüLLE

OBERNEULANDER BLUMENFELD VORAUSSICHTLICH ENDE JULI GEöFFNET

Kurz vor Himmelfahrt setzte Jürgen Drewes mehr als 1.000 Jungpflanzen am Hollerdeich in die Erde. Auf 1.000 Quadratmetern lässt er

seit vielen Jahren ein großes Sommerblumenfeld erblühen. Calendula, Cosmeen, Sonnenhut, Zinnien, Bartnelken und Löwenmäulchen

sind fester Bestandteil der „Oberneulander Mischung“, die Jürgen, Monika und Catalina Drewes Jahr für Jahr mit Bedacht auswählen.

Jedes Jahr aufs Neue lassen sie einen großen, bunten Bauerngarten am Fuße des Hollerdeichs erblühen. Während des gesamten Sommers

bis in den September hinein wachsen im Bauerngarten farbenprächtige Blumen, die sich als Schnittblumen für bunte Sträuße am besten

eignen. Ihre Auswahl zeichnet sich durch Langlebigkeit und Robustheit aus, sagt Monika Drewes, und die Sträuße überstehen auch einen

Transport auf dem Fahrrad. Das ist umso wichtiger, als das Blumenfeld am Hollerdeich nicht mit dem Auto angefahren werden darf.

Am besten eignen sich die frühen Morgen- oder die etwas kühleren Abendstunden, um Blumen für einen Sommerblumenstrauß zu

schneiden, an dem man lange Freude haben möchte, rät Drewes.

Das Blumenfeld öffnet abhängig von der Witterung aller Voraussicht Ende Juli. Deutlicher Hinweis auf die Öffnung sind die Hinweisschilder

und das aufgebaute Häuschen, in dem neben der Kasse Messer, Zeitungspapier und Band bereitliegen. SvD

NEUES BUCH VON MARCO BODE

„WIR WERDEN NIE MEHR DEUTSCHER MEISTER!“

Haben Traditionsvereine im hyperkommerzialisierten Profifußball unserer Tage perspektivisch noch Chancen auf sportlichen

und damit materiellen Erfolg? Oder siegt am Ende in der Bundesliga nur noch der FC Bayern?

Am Beispiel des SV Werder Bremen geben der in Oberneuland lebende Ex-Werder-Profi und Aufsichtsratschef Marco Bode

und Dietrich Schulze-Marmeling vielschichtige, überraschende Antworten auf diese Fragestellungen und münden in einer

treffsicheren, exakten Analyse des modernen Fußballgeschäfts.

Wie fallen Entscheidungen in Fußballunternehmen? Inwieweit spielen Glück und Zufall im Verlauf einer Saison eine Rolle?

Warum setzen nicht alle Vereine auf die Prinzipien Kontinuität und Gelassenheit, wie etwa der SC Freiburg? Wie geht man mit

der wachsenden finanziellen Ungerechtigkeit in der Bundesliga um? Warum muss der VAR dringend reformiert werden?

Und weshalb schließt „50+1“, wirklich ernstgenommen, die „Werksklubs“ aus Leverkusen und Wolfsburg sowie Konstrukte wie

Hoffenheim und Leipzig eigentlich aus? Ein Buch über Traditionsklubs, über Werder Bremen und darüber, wie Vereine heute

funktionieren. Für alle, die beim Fußball auch über den Tellerrand und hinter die Kulissen schauen wollen.

ISBN 978-3-7307-0619-0, 19,90 Euro, Verlag Die Werkstatt

8 OBERNEULAND


KOMPAKT

Heimatvereen Oberneeland e.V.

Sommerfest

Am Sonntag 10. Juli 2022 veranstaltet der

Heimatvereen Oberneeland e.V. ein großes

Sommerfest auf dem Klatte Hoff in der

Rockwinkler Heerstr. 123.

Von 11 bis 18 Uhr bieten die Veranstalter ein

attraktives Programm. Über den ganzen Tag

verteilt finden Führungen auf dem Hof statt.

Die Freiwillige Feuerwehr zeigt ihr Einsatzfahrzeug

und die Ackertreckerfreunde ihre

Trecker. Musikalisch stehen Stefan Teich und

der Chor zum Mitsingen auf dem Programm.

Für die kleinen Besucher gibt es Ponyreiten,

Kinderspiele und Plattdeutsch im Zelt.

Eine Bilderausstellung und die MEC-Eisenbahner

sind ebenfalls mit dabei. Als ein Highlight

des Tages präsentieren die Schauspieler

der Speeldeel einen Sketch. Wurst, Wein und

Bier sowie viele weitere Speisen lassen den

Tag zu einem Besonderen werden.

Als ROHA nach Oberneuland kam

Rückspiegel

ROHA-Produkte aus

den 30er Jahren in

der Oberneuland-

Sammlung.

Veranstaltungsreihe

Für die Bienen

Die SPD Oberneuland organisiert die Veranstaltungsreihe

"Oberneuland - der bienenfreundliche

Stadtteil". Veranstalter Derik

Eicke: "Uns ist es wichtig, dass die Veranstaltung

für die ganze Familie ist. Von den

Großeltern bis zu den Enkelkindern sind alle

herzlich eingeladen. Für alle gibt es etwas

Spannendes zu entdecken."

Dies nächste Veranstaltung startet am

Dienstag, 05. Juli um 18.00 Uhr auf dem

Hof von Bea und Hajo Kaemena, Gustav-

Brandes-Weg 19. Es geht um das Thema

"Wildbienen". Hajo Kaemena führt über

seinen angelegten Lehrpfad, auf dem es viel

zu entdecken gibt. Was brauchen Wildbienen

zum Überleben? Welche Wildbienen gibt es eigentlich

in Oberneuland? Was können wir tun?

Nach der Sommerpause geht es um den

eigenen Garten. Gemeinsam mit Sönke

Hofmann, dem Geschäftsführer des Nabu

Bremen, wird sich Derik Eicke über eine

bienen- und insektenfreundliche Gestaltung

des Gartens unterhalten. Es werden kleine

Tipps und Tricks vermittelt, die den Tieren

helfen. Die vierte Veranstaltung ist noch in

Absprache. Es ist eine Videokonferenz mit der

bayrischen imkereipolitischen Sprecherin Ruth

Müller geplant. Thema wird das erfolgreiche

bayrische Volksbegehren "Artenvielfalt und

Naturschönheit - Rettet die Bienen" sein.

Info: www.spd-oberneuland.de

Den Namen ROHA-Werke kennt hier fast jedes Kind. Das Unternehmen gehört zum

Ort wie der Bahnhof und die Feuerwehr. Man könnte meinen, es sei schon immer hier gewesen.

Tatsächlich aber wurde es im Jahr 1919 von den Pharma-Kaufleuten Walter Bühner

und Paul Berghöfer in Wuppertal gegründet. Seit 1930 ist es in Oberneuland ansässig.

Kurt Entholt schrieb in seinem Oberneuland-Buch (Verlag Carl Schünemann, 1969):

„Wer durch die Rockwinkeler Heerstraße geht, dem wird kaum bewusst, dass sich hier ein

beachtlicher Industriebetrieb befindet.“ Es habe sich gezeigt, dass nicht jeder Industriebetrieb

der Schönheit eines Ortes Schaden zufügen muss.

Fast aber wäre es anders gelaufen. Nach der Währungsreform 1948 ging es mit der deutschen

Wirtschaft nach dem Zweiten Weltkrieg wieder aufwärts. Man benötigte mehr Platz

für die Produktion. Oberneuland war als reines Wohngebiet eingestuft, eine Erweiterung

auf dem eigenen Gelände war daher nicht möglich. Das Unternehmen erwarb 1953 ein

Grundstück in Lilienthal und traf alle Vorbereitungen, den Betrieb nach Niedersachsen zu

verlegen. Sozusagen in letzter Minute änderte die Bremische Bürgerschaft die Gewerbeklasse

entlang der Hamburger Bahnstrecke, und ROHA konnte in Oberneuland bleiben.

Kurt Entholt: „Dabei ließ sich die Unternehmensleitung gemeinsam mit dem Architekten

stets von dem Grundsatz leiten, die neuen Gebäude harmonisch in die Umgebung einzufügen.“

Daran hat sich bis heute nichts geändert – das 25.500 Quadratmeter große Firmengelände

passt einfach zu Oberneuland. Auch als GmbH ist das Unternehmen nach wie vor

in Familienbesitz. Johannes Berghöfer und Antonio Santos sind die Geschäftsführer.

Zur Firmenphilosophie gehört, dass die Arzneimittel von ROHA natürlichen Ursprungs

sind. Seit 2013 leben eigene Bienenvölker auf dem Firmengelände. Etliche Mitarbeiter

betätigen sich als Imker. „Ohne Bienen würde unser Ökosystem nicht funktionieren. Sie

sind wahre Experten der Natur und ohne sie sähe diese ganz anders aus“, heißt es in der

Selbstdarstellung des Unternehmens. Umso wichtiger sei der Schutz der Honig- und auch

der Wildbienen. Um den Lebensraum der Wildbiene zu erhalten, setzt sich ROHA als

Blühpate beim Wildwiesenprojekt von Hof Kaemena mit einer 500-qm-Blühwiese für den

Schutz der Wildbiene in unserer Region ein. Das Unternehmen half mit beim Aufbau des

Entdeckerpfads auf der Wildbienenwiese des SOS-Kinderdorfes Worpswede. Ferner unterstützt

ROHA die Bildungs- und Ökologieprojekte der „Bienenretter“ des Frankfurter

Instituts für nachhaltige Entwicklung e.V. (FINE). „Für uns sind Bienen nicht nur kleine

possierliche Tierchen, die leckeren Honig herstellen. Vielmehr sind sie Experten für die

Kräfte der Natur und wichtige Rohstoff-Lieferanten.“ EM

Infotag am Achterdieksee abgesagt!

In der Juni-Ausgabe des OBERNEULAND MAGAZINS berichteten wir

im Artikel „Frischer Wind für den Achterdieksee“ über

einen geplanten Infotag für den 9. Juli. Laut Projektausschuss

des Beirats Oberneuland muss die Veranstaltung

aufgrund der Kürze der Zeit auf einen späteren Zeitpunkt,

vermutlich im kommenden Jahr, verschoben werden. MM

10 OBERNEULAND


KOMPAKT

HAMMEL

JULI/AUGUST-

WETTER

nach dem Hundertjährigen Kalender

Juli

01.–09. Kühle Tage,

12. Ein glühend heißer Tag,

13.–31. Eine große Hitze und

kein Regen, es folgt eine große Dürre

August

01.–11. Warmes Wetter und

absolut windstill,

12.–30. Schöne heitere Tage,

31. Unbeständiges Wetter

FRAGEN

üBER

FRAGEN

Wann wird’s mal wieder

richtig Sommer?

Wo findet man das schönste

Strand-Sand-Land?

Welches ist die schönste Strand-

Sand-Land-Zunge?

Gibt es auch eine Strand-Sand-

Land-Hand?

Gibt es überhaupt

noch neue TV-Krimis

ohne Drohnen-Bilder

von ganz oben?

Warum kann man

sich mit Sonnenöl

eincremen, aber mit

Sonnencreme nicht

einölen?

Von Winfried Hammelmann,

Oberneulander, Redakteur und Autor

Hammelmanns

bunte, wirre

Fragenwelt

Sollte man lieber

viermal Sieben-

Tage-Urlaub

machen oder

siebenmal Vier-

Tage-Urlaub?

Wann wurde in Krimis

das Wort Sch**** von

dem F*** abgelöst?

Wieso ist es auf

Open-Air-Festivals

oftmals zu trocken

oder zu nass?

Wenn es einen dummen August gibt, müsste

es dann auch einen schlauen Juli geben?

Was würde man mit

nur drei Wörtern seinem

früheren, gerade

volljährig gewordenen

Ich sagen?

Ist ein zu 40 Prozent

gefülltes Glas weniger

als halb voll oder

mehr als halb leer?

Sind Sonnenblumen

nicht herrlich?

Ist es ratsam,

nach sieben

Fässern Wein

in einem

Kornfeldbett

Himbeereis zu

frühstücken?

NACHdenkLICHES

Von Pastor Thomas Ziaja

Jesus steht am Grill

Nackensteaks und Würstchen, Mais und Tofu. Die Variationen

sind endlos. Der Geschmack wird durch die rauchige Note angereichert.

Das macht immer noch Lust auf mehr.

Zum Grillen gehört die Gemeinschaft. Kaum jemand schmeißt für sich alleine den Grill an. Rund

um den Grill, am Tisch und im Ausklingen des Abends entstehen die besten Gespräche. Die Stimmung

ist leicht und sommerlich.

Jesus war ein leidenschaftlicher Griller. Woher ich das weiß? Weil die Bibel eine Grillgeschichte

von Jesus überliefert. Diese Erzählung ist eher unbekannt. Sie steht am Ende des Johannesevangeliums

und wird überlagert von der Ostergeschichte. Nach so einem strahlenden Ende kann eigentlich

nichts mehr kommen, denkt man. Aber Johannes schreibt doch noch einen Epilog, so ein

kleines Anhängsel, das ein neues Licht auf die große Geschichte vorher lenkt.

Die abgekämpften Fischer ziehen ihre Boote an Land. Der Fang war mager, fast nichts. Die Hände

sind schwielig vom Kampf mit den Netzen. Die Rücken schmerzen. Jetzt noch alles verstauen und

dann nach Hause, den Frust verdauen und schlafen. So denken die Fischer. Es sind Petrus und

ein paar der anderen Jünger, die mit Jesus durch das Land gezogen sind. Sie gehen jetzt wieder

ihren erlernten Berufen nach.

Am Strand sitzt Jesus. Die Fischer wissen, dass er auferstanden ist. Aber sie haben ihn hier nicht

vermutet. Er hat ein Kohlenfeuer angefacht. Darauf braten Fische und Brot liegt dabei. Ein bisschen

unsicher schauen sich die Jünger an. Aber sie wissen, dass es Jesus ist. Jesus macht, was

er am liebsten tut. Er lädt Menschen zum Essen ein. »Bringt ein paar von den Fischen, die ihr gerade

gefangen habt«, ruft Jesus ihnen zu. Alle steuern etwas zum Grillen bei.

Alle legen zusammen und werden satt. Für alle ist ein Tisch gedeckt und sie bekommen, was sie

brauchen. Keiner wird weggeschickt. Keine muss von außen zusehen. Der Bauch füllt sich und der

Rücken tut nicht mehr so weh. Die Hände reichen die Schüsseln weiter und die Schwielen sind

nicht mehr zu spüren. So muss ein Grillabend sein. Er führt Menschen zusammen, und das gemeinsame

Essen und Trinken, Reden und Lachen macht aus Fremden Freunde.

Ich freue mich, dass das wieder mehr möglich wird. Wie viele dieser Gelegenheiten sind uns in den

Coronajahren durch die Lappen gegangen. Ich spüre, wie gut mir eine Berührung tut, ein Gespräch

ohne Maske, ein Lachen, das ich nicht an den Augen ablesen muss. Ich habe diese Zeiten vermisst,

ein ungezwungenes Weiterreichen der Schüsseln, den Geruch eines Holzkohlefeuers, das Zusammenstehen

mit einem Bier in der Hand. Ich freue mich auf das Johannisfeuer, das gerade

zurückliegt, wenn dieser Text veröffentlicht wird, auf die Begegnungen und das gemeinsame Essen.

Jesus steht am Grill. Seine Leidenschaft ist nicht der Fisch oder das Fleisch, nicht der Tofu oder

der Maiskolben. Seine Leidenschaft ist es, Menschen zusammenzubringen. Je verschiedener diese

Menschen sind, desto größere Freude hat er daran. Mit jedem Stück Brot, das geteilt wird, wird

ein Stück von der Liebe geteilt, die Jesus gelebt hat.

Ich wünsche mir das große Grillfest für uns alle mit Lachen, Gemeinschaft, Leben und Lebendigkeit.

Wenn Sie den Grill anwerfen in dieser Sommerzeit, dann laden Sie doch Menschen dazu ein,

je mehr, desto besser. Zusammen werfen wir den Grill an und bringen Menschen zusammen. Was

für ein Leben, ein Zeichen der Auferstehung gegen allen Tod!

„DIE ROTE SONNENBLUME“ IM RATHAUS

Susanne Hoffmann, die Siegerin des Oberneulander Fotowettbewerbs

„Die Rote Sonnenblume“, hörte den Ausführungen

von Bremens Bürgermeister Andreas Bovenschulte

sehr interessiert zu. Dieser führte die Besuchergruppe eine

Stunde lang durch die verschiedenen Räume des Weltkulturerbes

und erzählte Anekdoten und viel Wissenswertes

über das Gebäude. Die Rathausführung ist der traditionelle

Preis für das Siegerbild des Fotowettbewerbs. Die „Rote

Sonnenblume“ ist eine Kombination aus Spendenaktion und

Fotowettbewerb. Die Oberneulander Sozialdemokraten kaufen Sonnenblumensamen, die bei

Fahrrad Bartels, Blatt und Blüten im Nedderland und beim Bremer Backhaus an der Apfelallee

erworben werden können. Das Geld kommt der Tobias Schule zugute.

Aktuell läuft die Aktion wieder und neben den Sonnenblumensamen erhält man in den Geschäften

auch einen Flyer mit allen wichtigen Informationen. Das Foto zeigt von links Eckard Ströhle

(Tobias Schule), Andreas Bovenschulte, Susanne Hoffmann (Gewinnerin), Derik Eicke

(SPD Oberneuland), Svenja und Jan Carl Göttsche (Fahrrad Bartels).

12 OBERNEULAND


KOMPAKT

DEICHHÖRNCHEN &

TEICHHÖRNCHEN

Von Winfried Hammelmann, Oberneulander,

Redakteur und Autor

Diese beiden süßen kleinen Nager benehmen sich

wie die Tiere, manchmal wie ein Elefant im Porzellanladen.

Manchmal binden sie einem einen Bären auf.

Manchmal machen sie sich gegenseitig zur Schnecke.

Manchmal haben sie eine Meise … zu Besuch.

Außenfarbe & Innenbräune

A: Hast Du Sonnencreme mitgebracht?

B: Nein, wir brauchen keine Sonnencreme.

A: Haben wir denn Sonnenöl?

B: Wir brauchen auch kein Sonnenöl.

A: Und wie sieht‘s mit Sonnenmilch aus?

B: Wir benötigen auch keine Sonnenmilch.

A: Aber ich möchte keinen Sonnenbrand bekommen.

B: Du musst Dich einfach nicht in die Sonne legen.

A: Aber ich finde es schön, braun zu werden.

B: Hör mal, Hörni, Du Hirni. Du bist braun.

A: Ja, aber nur von außen.

B: Man kann sich nicht von innen bräunen.

A: Wenn man viel Milch trinkt, vielleicht schon.

B: Milch macht nicht braun.

A: Ich meine ja auch Sonnenmilch.

B: Sonnenmilch macht auch nicht braun.

A: Aber Menschen, die sich mit Sonnenmilch einmilchen …

B: Eincremen.

A: … eincremen, die werden braun. Hab‘ ich gesehen.

B: Weil sie sich dann in die Sonne legen.

A: Ah okay.

B: Ohne Milch würden sie rot werden.

A: Das heißt: Rot plus Weiß ergibt Braun?

B: Nein, also ja, aber anders als Du vielleicht …

A: Was kann ich denn tun, um braun zu werden?

B: Gegenfrage: Warum willst Du rundherum braun werden?

A: Hauptsache Braun, darauf stehen Hörnchen-Frauen.

B: Der Spruch ist total veraltet. Echt überholt.

A: Und was ist im Trend? Womit kann man beeindrucken?

B: Grün.

A: Ist das Dein Ernst?

B: Nein. Gelb.

A: Ist das Dein Ernst?

B: Nein. Blau.

A: Ist das Dein Ernst?

B: Ja.

A: Und gibt es Milch-Creme-Öl, das Blau macht?

B: Ja, frag mal die Kobalt-Kobolde.

A: Nie gehört.

B: Das sind Schlümpfe, die in Kobaltminen arbeiten.

A: Ich glaube, Du hast einen Sonnenstich!

B: Sonnenstich stimmt, aber den hast Du!

A: Menno. Du hast mich veräppelt. Ich möchte doch einfach

nur rundherum braun werden.

B: Ah! Ich hätte da eine Idee.

A: Erzähl.

B: Siehst Du da hinten den glänzenden Fladen

REITTURNIER BEIM RC ROSENBUSCH

HOCHKLASSIGER SPORT IN FAMILIäRER ATMOSPHäRE

Diese Attribute zeichnen das alljährliche Turnier des RC Rosenbusch auf der wunderschönen

Reitanlage der Familie Forkert mitten in Oberneuland aus. Schon seit vielen

Jahren ist das Turnier eine feste Größe im Bremer Turnierkalender und lockt im Mai jedes

Mal rund 200 nationale und internationale Springreiter und Springreiterinnen an.

Der krönende Abschluss des Turniers war der Große Preis von Oberneuland, ein

S***-Springen, der mit insgesamt 10.000 Euro dotiert ist. Lediglich drei Reiter blieben im

Stechen fehlerfrei. Einer von ihnen war Mathis Schwentker (RFV Nendorf) mit Quix,

der mit 39,53 sec. als schnellster durchs Ziel ritt und sich den Sieg sicherte.

„Wir waren mit der Veranstaltung mehr als zufrieden. Es war schön zu sehen, wie viele

Zuschauer aus dem Ort und dem Umland gekommen sind. Und auch über die vielen

positiven Rückmeldungen von Teilnehmern haben wir uns gefreut. Es lief einfach alles

perfekt und wir hatten ganz viel Glück mit dem Wetter. Ich glaube, das Turnier war auch

top geplant. So macht es auch Spaß, eine solche Veranstaltung zu organisieren“, freut sich

Marten Forkert nach dem letzten der vier Turniertage. Auch das Drumherum mit

geselligen Cateringzelten, Flaniermeile, Kinder-Aktionsfläche oder ausgestellten Fahrzeugen

machten die Veranstaltung zu einem Besuchermagnet für die ganze Familie. JW

9. JULI 2022, 16-24 UHR

1. Weinfest auf dem Dorfplatz

Foto: Christine Bornkeßel

Am 9. Juli um 16 Uhr startet das erste

Weinfest auf dem Platz vor dem EDEKA

Markt im Herzen des „Dorfes“. Es wird

Weine von sechs verschiedenen Winzern

zu testen geben. Dazu wird es ab 17 Uhr

Musik von Gitman Solo geben, der viele

bekannte Titel zum Besten geben wird. „In

unserem anderen Geschäft in Lemwerder

ist das Weinfest ein fester Bestandteil der

Jahresplanung der Menschen“, kommentiert

der Inhaber des Oberneulander EDEKA

Marktes Jürgen Maaß. An diesem Tag wird es an einer zentralen Stelle Weinpässe zu

kaufen geben, von denen dann an den verschiedenen Weinständen die Bestellung

abgestrichen wird.

Mit den Winzern verbindet das Team um die Familie Maaß eine lange Zusammenarbeit.

Nicht nur, dass die Weine auch im Markt zu erwerben sind, so bieten die Winzer ein

buntes Potpourri der verschiedenen Trauben und vor allem auch der Anbaugebiete.

Dazu gehören Weiß und Rotweine des Weingut Biewers von der Oberen Mosel, der

Bremer Ratskeller mit Spitzenweinen aus verschiedenen deutschen Anbaugebieten,

die Winzer Genossenschaft „Markgräfler Land“, Weinhaus „Saffer“ aus München mit

Spitzenweinen aus der Toskana, der Weinhandel Wolf mit Produkten aus dem Weingut

„Klostereberbach“ und Edeka Maaß mit Bio Weinen „Dreissigacker“. Somit dürfte

jedem Wunsch an diesem Tag entsprochen werden können.

Für das leibliche Wohl sorgt der bekannte Stand „fine time“, an dem es in den

Veranstaltungsstunden die bekannten und begehrten Speisen zu kaufen geben wird.

14 OBERNEULAND


Promotion

Stefan Kühtmann (l.) und Marius Brandt.

PHYSIOTHERAPIE OBERNEULAND

15 JAHRE FüR DIE

GESUNDHEIT

Stefan Kühtmann und Marius Brandt lernten sich beim Handball kennen, der

Eine schon versierter Physiotherapeut, der Andere aktiver Spieler. Wer nun

wem den Floh ins Ohr gesetzt hat, lässt sich heute nicht mehr nachvollziehen.

Auf jeden Fall begann Marius Brandt seine Ausbildung zum Sportphysiotherapeuten

und machte sich 2007 gemeinsam mit Stefan Kühtmann selbstständig.

Nun feiern sie Jubiläum und wir sprachen mit den beiden Physiotherapeuten.

Was fällt euch spontan ein, wenn ihr an euren

ersten Tag zurück denkt?

Stefan: Wir haben mit einer Behandlungsbank

in einem rund 20 Quadratmeter

großen Raum in dem Fitnessclub Life Style

über dem damaligen Sparmarkt angefangen.

Am ersten Tag bin ich mit dem Gedanken

aufgewacht: Hoffentlich kommt einer.

Marius: Mir ging es genauso. Ich war voller

Vorfreude und aufgeregt. Dass wir dann so

schnell Klienten bekommen haben, war toll.

Euer Start war im Januar 2007, schnell kam

Raum Nummer zwei dazu und schließlich 2011

der Umzug nach oben.

Marius: Quasi von 20 auf 270 Quadratmeter.

Wir konnten die Anfragen nicht mehr allein

bedienen und mussten uns einfach vergrößern,

sowohl räumlich als auch personell.

Stefan: In den neuen Räumlichkeiten

konnten wir den Grundstein zu dem

Konzept legen, dass wir auch heute noch

verfolgen: Training und Therapie.

Welches Konzept? Was unterscheidet euch?

Stefan: Uns geht es um den ganzheitlichen

Ansatz. Die meisten kommen ja durch ein

Rezept zu einem Physiotherapeuten, das

heißt sie haben ein akutes Problem. Die

Sportphysiotherapie weiß aber, dass durch

gezieltes Training, durch Stärkung der

Muskulatur und Bewegungsfähigkeit die

Unfallgefahr reduziert werden kann. Uns

liegt es am Herzen genau das zu vermitteln

und nicht nur akute Probleme zu behandeln

sondern gezielt vorzubeugen.

Marius: Durch unsere intensive Zusammenarbeit

auch mit Profisportlern konnten

wir Trainingsprogramme entwickeln,

die effektiv in der Prävention sind.

Ein Beispiel: Eine 2. Bundesliga Handball

Damenmannschaft litt darunter, dass

während der Saison überproportional viele

Kreuzbandrisse bei den Spielerinnen über

mehrere Jahre auftraten. Wir entwickelten

in Zusammenarbeit mit dem damaligen

Mannschaftsarzt Dr. Muschol ein

Bewegungsprogramm als „Warm-Up“ und

konnten so innerhalb einer Saison die

Quote auf null runterfahren.

16 OBERNEULAND


Profisportler, sowohl Handballer als auch Fußballer,

gehören von Anfang an zu eurem Klientel

und gehen eventuell auch mit einem ganz

anderen Ehrgeiz in die Rehabilitation. Wie erreicht

ihr die „Otto-Normalverbraucher“?

Stefan: Die meisten kommen zunächst

wegen einer akuten Erkrankung. Durch die

verschiedenen Trainingsmöglichkeiten hier

im Therapiezentrum – vom individuellen

Zirkel über Dehnung bis zu Kursen – können

wir den Klienten eine Therapie aufzeigen, die

Heilung und Prävention vereint.

Marius: Wir arbeiten als Cornamix mit der

Jacobs University und der Uni Wuppertal

zusammen und schreiben spezielle

Konzepte für präventive Workouts. Diese

Konzepte werden mittlerweile von verschiedenen

Sportstudios oder Praxen angefragt

und von uns individuell zusammengestellt.

Auch für den Milon-Zirkel haben

wir ein solches Programm entwickelt.

Ich könnte theoretisch in einem Sportstudio in

einer anderen Stadt genau das Training

machen wie hier?

Marius: Jein, über Cornamix haben

Kollegen die Möglichkeit unsere Arbeit

kennenzulernen und individuelle Konzepte

anzufragen und als Lizenz an ihren

Standorten weiterzuführen.

„Wir verstehen uns als

ein Therapiezentrum,

das jedem hilft sportlich

und körperlich fit

zu werden beziehungsweise

zu bleiben.

Individualität ist uns

dabei wichtig.“

Stefan Kühtmann

Das bedeutet: Ihr seid viel mehr als eine

physiotherapeutische Praxis, die in 15 Jahren

von zwei Therapeuten auf 22 Mitarbeiter gewachsen

ist und sich um verletzte Schultern,

Rücken, Knie kümmert.

Marius: Ja, unser Selbstverständnis geht

weit darüber hinaus. Zum einen bieten wir

die klassische Krankengymnastik als rezeptpflichte

Kassenleistung, dazu kommt Gesundheitsprävention

als rezeptfreie Zusatzleistung,

der Gesundheitszirkel mit Betreuung

auf unserer Trainingsfläche, Cornamix

als präventives und funktionelles Training

und Nutrinamix als Ernährungsberatung.

Stefan: Wir verstehen uns als ein Therapiezentrum,

das jedem hilft sportlich und

körperlich fit zu werden beziehungsweise

zu bleiben. Individualität ist uns dabei

wichtig.

Marius: Genau. Bei unseren Kursen in der

Athletes Box achten wir darauf, dass das

funktionelle Training auf das persönliche

Level der Teilnehmer angepasst ist. So

können bei einer Stunde alle Altersklassen

mitmachen. Wir achten auf den Schwierigkeitsgrad

und die Gesundheit.

Was sind eure Ziele für die kommenden Jahre?

Stefan: Erst einmal möchten wir uns bei

unseren Kunden bedanken. Besonders

dafür, dass sie bereit sind, sich auf unsere

Ideen einzulassen, uns vertrauen und am

Ball bleiben.

Marius: Für die Zukunft wünschen wir

uns, dass sich der Gedanke der Prävention

durchsetzt, Sport und Bewegung zum Alltag

gehören wie Essen und Trinken.

DANKE

für

15

bunte

Jahre!

★ ★ ★ ★ ★

15 JAHRE

2007

-

2022

Physiotherapie Oberneuland Kühtmann + Brandt

DAS THERAPIEZENTRUM FÜR BREMEN UND UMZU

Mühlenfeldstraße 33 c · 28355 Bremen

Im Grand Central Quartier · Zufahrt über Rockwinkeler Heerstraße 42

Telefon 0421 - 33 00 49 70

www.physiotherapie-oberneuland.com


Promotion

PHYSIOTHERAPIE OBERNEULAND

NICHT NUR BEI

SCHMERZEN

Wer sich die Mühe macht und einfach mal einen Moment den Eingang zur

Mühlenfeldstraße 33c beobachtet, wird schnell feststellen, dass es sich hier

um einen Treffpunkt für alle Altersklassen handelt.

Das Therapiezentrum der Physiotherapie

Oberneuland bietet für jeden etwas –

nicht nur bei Schmerzen. „Das liegt vor

allem daran, weil wir nicht nur die reine

Physiotherapie anbieten“, sagt Sportphysiotherapeut

Marius Brandt. Im Cube,

so wird das Gebäude genannt, befinden

sich Behandlungsräume, Trainingsflächen

und Ausbildungszentrum.

„In den vergangenen 15 Jahren haben

wir ein Gesamtpaket entwickelt, das es

unseren Kunden ermöglicht, Gesundheit

durch Prävention zu erhalten“, erklärt

Stefan Kühtmann. Damit kann man gar

nicht früh genug anfangen. Deswegen gibt

es im Cube auch Kurse für Kids.

STATEMENT

Marco Bode

Ex-Profi Werder Bremen

„Ihr bringt umfassende Fachkompetenz

mit einer freundlichen,

sportlichen und persönlichen

Atmosphäre in eine perfekte Balance.“

Wenn es im Rücken zwickt, der Nacken

steif ist und die Schulter schmerzt, wünscht

man sich nichts sehnlicher als Hilfe. Verschreibt

der Arzt dann Krankengymnastik,

Fango und Co., hofft der Patient auf

schnelle Linderung.

„Es stimmt, die meisten finden uns, weil

sie Schmerzen haben“, sagt Sportphysiotherapeut

Marius Brandt. Aber: „Es bringt

Foto: nordphoto

nichts, immer nur die Symptome zu behandeln“,

sagt Stefan Kühtmann, „einen wirklichen

Gewinn erfährt der Patient nur, wenn

wir mit ihm ein individuelles Programm

erarbeiten, dass diese Symptome erst gar

nicht wieder aufkeimen lässt.“ Dazu gehört

Bewegung, Bewegung, Bewegung.

STATEMENT

Dr. med. Matthias Muschol

Orthopäde

„Ich schätze die kompetente,

fachlich sehr gute Betreuung und Behandlung

der gemeinsamen Patienten

und Sportler, sowie das fortwährende

Engagement über die reine Behandlung

hinaus in Sachen Fortbildung, Weiterbildung

und Horizonterweiterung.

Sowohl Stefan Kühtmann als auch

Marius Brandt wissen, wovon sie sprechen.

Beide kommen aus dem Leistungssport

und sind beim Deutschen Olympischen

Sportbund als Physiotherapeuten im Einsatz.

Stefan Kühtmann begleitete die Fußballprofis

von Werder Bremen schon zu

STATEMENT

Sarah Hashagen

Triathletin - Ironman

„Wenn ich Beschwerden

habe, dann weiß ich, dass ich bei Marius

und Stefan genau richtig bin. Der Erfolg

im Ironman steht und fällt auch immer

mit exzellenten Physiotherapeuten.“

Zeiten des Doubles 2004. Dass es beim

Training nicht nur um Spielmanöver geht,

wusste damals auch Jürgen Klinsmann. Als

Bundestrainer setzte er auf Yoga und

Athletik und wurde dafür belächelt.

„Spätestens da wurde im Profisport bekannt,

dass man durch gezieltes Training

die Verletzungsgefahr minimiert. Das kann

STATEMENT

Prof. Dr. Ben Godde

Jacobs University Bremen

„Sie haben ein außerordentlich

ausgeprägtes Interesse gegenüber

wissenschaftlichen Erkenntnissen und

deren Integration in ihre Trainings- und

Therapieprogramme.“

man eins zu eins auf den Alltag eines jeden

Menschen kopieren“, erklären die Profis.

So ist es egal, ob es das Homeoffice, die

Gartenarbeit oder das Zocken an der

Konsole ist, was den Nacken verspannt

oder die Hexe schießen lässt. Vielen

Symptomen liegt ein unachtsamer

Umgang mit dem Körper zugrunde.

Gerade Corona hat für zusätzliche

„Baustellen“ gesorgt. Bei dem Einen sind es

ein paar Pfunde zu viel, bei dem Anderen

Verspannungen, weil der regelmäßige

Sport ausfiel.

STATEMENT

Florian Weiherer

Wakeboard Vize

Europameister 2021

„Marius hat mir super geholfen, ich bin

wieder topfit und nehme wieder an

Wettkämpfen teil. Es hat sich gelohnt,

dass ich nach Bremen gekommen bin.“

„Bei uns gibt es das ganze Paket – von

der Ernährungsberatung bis zum regelmäßigen

Functional Training. Nicht nur

Reha und Schmerzbekämpfung“, sagen die

Trainer, die ihre Adresse gern als Wohlfühloase

präsentieren. Die Physiotherapie

Oberneuland steht für Individualität,

Sicherheit, Gesundheit und Prävention.

18 OBERNEULAND


KOMPAKT

10. BHC

BUSINESS

TREFF

Der in regelmäßigen Abständen stattfindende

BHC Business Treff fand

nach zweijähriger, Corona bedingter

Pause wieder im Atlantic Hotel an der

Galopprennbahn statt.

Das von Jörg Wontorra moderierte Event

bringt BHC-Partner und -Sponsoren

aus den verschiedensten Branchen zusammen,

um das Networking untereinander

zu fördern und Synergien zu

ermöglichen.

Keynote Speakerin war dieses Mal

Monica Lierhaus. Sie beeindruckte alle Anwesenden

mit ihrer in aller Offenheit vorgetragenen

Lebensgeschichte sehr. In ihrem

Vortrag „Wer nach den Sternen greift, wird

niemals mit einer Handvoll Staub enden!“

vermittelte sie Erfahrungen und Strategien

zur Bewältigung von Schicksalsschlägen

und dem Umgang mit Krisensituationen.

Text: Anne Günter, Fotos: BHC/Axel Kaste

Monica Lierhaus beeindruckte alle Anwesenden sehr mit ihrer in aller Offenheit vorgetragenen Lebensgeschichte.

Keynote Speakerin Monica Lierhaus.

Jörg Wontorra moderierte den 10. BHC Business Treff.

Die Location:

Das Atlantic Hotel Galopprennbahn.

Blumen für Monica Lierhaus überreicht von

Henning Mühl, 1. Vorsitzender des BHC.

Stefan Kohlhase, Hoteldirektion Atlantic Hotel Galopprennbahn,

Greta und Monica Lierhaus, Henning Mühl und Jörg Wontorra.

Frank Davidsmeyer, Sarat Maitin, 2. Vorsitzender

des Bremer Hockey Club, Anja und Frank Klatt von

der Carl Klatt GmbH & Co. KG.

Philipp Reinermann von der Versicherungsagentur

Karl W. Blome GmbH mit seiner Lebensgefährtin

und Alexander Flögel.

Nicola Kaste, Hannelore und

Jan van de Wetering.

20 OBERNEULAND


DER NDR IN OBERNEULAND

„WIE LECKER

IST DAS

DENN?!“

Kameramann

Ralf Heinze.

Bea und Hajo Kaemena mit Jeannine Apsel.

24 OBERNEULAND


Die „Heimatküche“ ist eine beliebte

Sendereihe in den Regionalprogrammen

der ARD. Nunmehr startet der NDR eine

neue Serie unter dem Titel: „Wie lecker ist

das denn?! - So kocht der Norden“. Wieder

werden vier Hobbyköchinnen und Hobbyköche

vom Lande einander besuchen und

bekochen. Sie wollen herausfinden, wer

von ihnen die Kunst des Kochens am

besten beherrscht. Doch nicht nur das. Sie

wollen darüber hinaus ihre Mitstreiter und

das Fernsehpublikum mit den Eigenheiten

ihrer Region bekannt machen.

Der erste Gastgeber ist Henning Bauck aus Bad

Bodenteich in der Lüneburger Heide. Mit

seinem Tomahawk-Steak will er beeindrucken.

Anna Propp von ihrem mehr als 200 Jahre

alten Hühnerhof in Klein Belitz im Landkreis Rostock,

die zweite, serviert als Hauptgang einen Bruderhahn

aus dem Römertopf. Die dritte Gastgeberin ist unsere

Bea Kaemena aus Oberneuland. Bei ihr steht – wie

könnte es anders sein – der Spargel im Mittelpunkt.

Zum Schluss trifft man sich in Nordfriesland wieder.

Dort auf der Insel Föhr wartet Jens Hartmann in

seinem Käsereibetrieb mit verschiedenen Sorten seines

hausgemachten Inselkäses auf.

Wenn das Fernsehen nach Oberneuland kommt,

sind wir selbstverständlich dabei. Neugierig zu erfahren,

wie das hinter den Kulissen abläuft. Produziert wird das

Format von den Doclights, professionellen Filmemachern,

die auch für die ARD, das ZDF, arte, das ORF

und andere namhafte Unternehmen arbeiten. Beim

NDR haben sie sich zum Beispiel mit den Hagenbeck-

Reportagen Leopard, Seebär & Co. viele Freunde geschaffen.

Für die Dreiviertelstunde Sendezeit sind umfangreiche

Vorbereitungen und Recherchen notwendig.

Volle fünf Tage sind Mitarbeiter von Doclights jeweils

vor Ort. Wie sieht der Hof und die Umgebung aus, wie

kann man das den Fernsehzuschauern nahebringen? So

kam Autorin Jeannine Apsel auf die Idee, mit den drei

Volle fünf Tage sind die

Mitarbeiter vom Filmteam

Doclights jeweils vor Ort.

Gästen den Aussichtsturm beim Hollerdeich zu besteigen,

mit ihnen über das Land zu schauen: „Na, wo mag der

Kaemena-Hof sein?“ Sie schreibt sozusagen das Drehbuch

und ist gewissermaßen auch Regisseurin für das

Porträt der jeweiligen Gastgeber und das Kochen. Ihre

Kollegin Andrea Afflerbach übernimmt diese Aufgabe


Die Aufzeichnung am Monitor.

Immer gute Laune am Set.

Mal Gäste, mal selbst Gastgeber:

Erwartungsvoll nähern sich Henning,

Anna und Jens.

Kameramann

Martin Göbel.

26 OBERNEULAND


an den Dinnertagen und dreht die Geschichten rund

um die Gäste. Immer begleitet von der Aufnahmeleiterin

Silvia Matschull. Bei aller Planung muss den

Gegebenheiten entsprechend immer wieder improvisiert

werden. Allein für die reinen Dreharbeiten werden

zwei Tage gebraucht. Zwei Kameramänner, zwei

Tontechniker, ein Fotograf, ein Redakteur, eine

Redakteurin bevölkerten nun zusätzlich den Hof.

Die einen in Kaemenas Küche, die anderen draußen.

Immer wieder auch gemeinsam. Die Kamera mal auf

dem Stativ, mal auf der Schulter, mal in der Hand.

Selbst eine Drohne kam zum Einsatz.

Die Hauptpersonen Henning, Anna und Jens sollten

mit dem Team in einem Hotel ganz in der Nähe übernachten.

Pech nur, dass es da einen Brand in der Küche

gegeben hatte und sie kurzfristig eine neue Bleibe

finden mussten. Nun waren sie nicht mehr in sechs,

sondern erst in zwanzig Minuten am Set. Mit solchen

Unwägbarkeiten muss man fertig werden. Anna übrigens

war vor einem halben Jahr Mutter geworden. Ihren

Sohn Claas hatte sie mitgebracht, Großmutter Erika

kümmerte sich im Hintergrund liebevoll um das Baby.

Planmäßig tauchten am Set die Gäste auf. Nebeneinander

schritten sie die Allee entlang, Kameramann

Martin Göbel lief rückwärts vor ihnen her. Vor dem

kleinen Pavillon auf der Bienenwiese wurden sie von

Bea mit Sekt und einem ersten Gruß aus der Küche

(Bruschetta mit grünem Spargel, Erdbeeren und

Planmäßig tauchten am Set

die Gäste auf. Nebeneinander

schritten sie die Allee entlang,

Kameramann Martin Göbel lief

rückwärts vor ihnen her.

Schinken) begrüßt. Längst waren Kameramann Ralf

Heinze und beide Tontechniker hinzugekommen.

Andrea Afflerbach hatte einen Monitor bei sich, auf

dem die Szenen aufgezeichnet wurden. Nur ganz selten

musste etwas wiederholt werden. Inzwischen war Regen

aufgekommen, aber der gehört nun mal dazu. Dennoch

darf das Wetter an den beiden Drehtagen nicht zu

unterschiedlich sein, denn letztlich soll es so wirken, als

fände alles an einem Tag statt.

Dann hörte man die Trecker. Kaemenas Überraschung

für ihre Freunde. „Ruhe“, rief der Tontechniker, damit

die Mikrofone schon aus der Ferne das Tuck-Tuck-Tuck

wahrnehmen konnten. Vier unserer Ackerschlepperfreunde

aus Oberneuland, Steffi, Karsten und Detlef

Farwick mit Christian Rasch kamen zu Besuch.

So ging es am ersten Drehtag weiter. Das Essen in

Vierer-Runde fand am nächsten Tag statt. Bea und

ihre Freundin Mechthild aus dem Münsterland als

routinierte Beiköchin servierten Spargel mit hausgemachten

Fettuccine und Sauce Hollandaise, Wildkräutersalat

mit Erdbeer-Vinaigrette, Créme brûlée mit

Spargel, Vanilletörtchen mit Erdbeer-Buttercreme und

als Krönung Schokotrüffel-Pralinen mit Wodka.

Na, auf die Bewertung darf man gespannt sein.


Bea Kaemena mit ihrer

Freundin Mechthild.

Autorin Jeannine Apsel.

Als hätten sie sich lange

nicht gesehen.

Es regnet? Wen stört's?!

Der erste Gruß aus

der Küche.

Co-Autorin

Andrea Afflerbach.

Letzte

Vorbereitungen.

Besuch aus

dem „Dorf“.

28 OBERNEULAND


So kam eine Menge an Aufnahmematerial zustande.

„Beim Schnitt wird dann alles miteinander verwoben“,

sagte Marc Elvers, Executive Producer im Studio in

Hamburg und beschreibt eine seiner Aufgaben. Schließlich

braucht es noch Hintergrundmusik und einen

Kommentar.

Alles wurde tatsächlich Woche für Woche hintereinander

produziert. Das bedeutet, Bea war zwei Wochen

vorher und in der Woche danach ihrerseits unterwegs.

Dass der Hof Kaemena vom NDR eingeladen wurde, ist

der Autorin Jeannine Apsel zu verdanken. Die war

wegen einer anderen Sendung im Blockland bei Snuten

Lecker (den anderen Kaemenas) unterwegs. Da bekam

sie den Tipp.

SENDESTART

Text: Eberhard Matzke, Fotos: Eberhard Matzke, Doclights (1)

„Wie lecker ist das denn?! – So kocht der Norden“

Sendestart der vierteiligen Reihe ist

Montag, der 11. Juli um 21 Uhr im NDR-Fernsehen.

Die Kaemena-Folge läuft als dritte der Serie

am 25. Juli um 21 Uhr.

Rezepte-Tipp zur Sendung:

Die Spargelzeit 2022 ist seit dem 24. Juni beendet.

Beas Spargel-Rezepte werden wir in der nächsten

Saison veröffentlichen. Das Rezept „Vanilletörtchen

mit Erdbeer-Buttercreme“ finden Sie in der letzten

Ausgabe des OBERNEULAND MAGAZINS.

Hier das Rezept der leckeren Schokotrüffel-Pralinen:

SCHOKOTRÜFFEL-PRALINEN MIT WODKA

Zutaten

150 g dunkle Schokolade, 50 g helle Schokolade

50 g Sahne, 25 g Butter

2 cl Wodka

zum Dekorieren und Verzieren:

geschmolzene dunkle Schokolade (etwa 50 g) und gehackte Pistazien

Zubereitung

Die Schokolade grob hacken. In einem kleinen Topf die Sahne kurz aufkochen,

vom Herd nehmen und die gehackte Schokolade einrühren, bis sie

komplett geschmolzen ist. Dann die Butter und den Wodka unterrühren und

die Masse zum Abkühlen, am besten über Nacht, in den Kühlschrank

stellen. Am nächsten Tag aus der fest gewordenen Masse kleine Pralinenkugeln

formen und nochmals in den Kühlschrank oder sogar ins Gefrierfach

legen. In der Zwischenzeit dunkle Schokolade über dem Wasserbad

schmelzen. Die Kugeln zügig darin wenden und auf ein Gitter zum Abtropfen

und Auskühlen legen. Mit gehackten Pistazienstückchen dekorieren und bis

zum Verzehr wieder im Kühlschrank lagern.

OBERNEULAND 29


Gemütlich, geräumig und voller

Geschichte: Der neue Teil des Hofcafés

war einst Kuhstall.

Der ehemalige Hofladen ist nun in allen

drei Räumen des Cafés integriert.

Die Borgfelder Milchmanufaktur

im Herzen von Borgfeld.

Herzlicher Empfang!

Regionale Nudel-

Spezialitäten liebevoll

im Körbchen

präsentiert.

Am Regiomaten gibt es rund um die

Uhr frische Produkte aus der Region.

Power-Frau: Heike Klatte ist

nicht nur Landwirtin, sie

backt auch alle Kuchen

und Torten für ihr Hofcafé

komplett selbst.

30 OBERNEULAND


HOFLADEN-RADTOUR – TEIL 3

DER GUTE

GESCHMACK

UNSERER

REGION

Regionale Produkte liegen im Trend – und das nicht ohne Grund. Sie

sind mit Liebe gemacht, durch kurze Lieferwege bieten sie Nachhaltigkeit

pur und sie tragen den Charakter der Region in sich. Regionale

Lebensmittel stehen für Wertschätzung, Handwerkskunst und Leidenschaft

– Leidenschaft für Gutes! Die Hofläden unserer Region bereiten

Charakter und Vielfalt der regionalen Produkte eine Bühne. Was also

gibt es Schöneres, als hier einmal auf Entdeckungsreise zu gehen?

Also, los gehts mit unserer kulinarisch-köstlichen Radtour von

Hofladen zu Hofladen, bei der sich unser Fahrradkörbchen

wieder und wieder mit vielen leckeren Dingen füllt.

Lesen Sie Teil 3 der Tour in dieser Ausgabe des

OBERNEULAND MAGAZINS. Gute Fahrt – und guten Appetit!

Kaffeesieren mit regionalen Tortenträumen

– Heike und Christian Klatte und

ihr Hofcafé mit integriertem Hofladen

Den großen rechteckigen Holztisch hat Christian Klatte aus

Ostfriesland geholt, den kleinen runden hat er einer älteren

Dame abgekauft, die ihren Hausstand verkleinert

hat, die Pendel-Standuhr ist ein

Familienerbstück und kommt vom Hof

Klatte selbst. Sie gehörte einst der Uroma von

Heike Klatte. Anfang des Jahres haben Heike

und Christian Klatte ihr Hofcafé im Herzen

Borgfelds vergrößert und umgestaltet.

Aus dem ehemaligen Hofladen wurde ein

zweiter Raum fürs Hofcafé, und ein dritter,

neuer 60-Quadratmeter-Raum mit 20 Plätzen

kam im hinteren Teil des Cafés hinzu. Hier

gleicht kaum ein Tisch, kaum ein Stuhl einem

anderen. Ganz bewusst haben Heike Klatte und ihr Mann diesen

Raum im individuellen, ländlich-gemütlichen Vintage-Stil

eingerichtet. Sie kombinierten die alten Möbelstücke, die so

manche Geschichte erzählen könnten, mit viel Holz und

kuscheligen Kissen. Der Nachhaltigkeit wegen? „Ja, auch“, sagt

Heike Klatte. „Aber weil es genau der Einrichtungsstil ist, den

wir auch selbst haben und der uns so gut gefällt.“ Als sie vor

einigen Jahren privat renoviert hätten, blieben die vielen

geerbten Möbelstücke in der Wohnung. Denn sie waren einfach

zu groß, um sie hinaustragen zu können. So wurde die

Mischung aus Alt und Neu zum Einrichtungsstil der Familie.

„Die Erbstücke gehören dazu“, sagt Heike Klatte. Oft seien die

alten Möbelstücke viel bequemer als neue, sagt sie und zeigt auf

die Polsterstühle mit der geflochtenen Rückenlehne im neuen

Teil des Hofcafés.

Die großen alten Holzpfeiler in der Mitte des Raumes

erinnern an die Geschichte des Ortes. Denn hier war einst der

Kuhstall des Hofes. In allen Räumen des Cafés stehen Regale

mit regionalen Genüssen. Denn der Hofladen ist immer noch

da – er verteilt sich jetzt nur auf alle drei Räume des Cafés! Hier

ein Körbchen mit Nudeln, dort ein Regal mit Apfelsaft, Honig

und Olivenöl, in Truhen regionale Fleischspezialitäten, in

Wandhängeschränkchen Marmeladen. „Die Auswahl ist fast genauso

groß wie früher im Hofladen“, sagt Christian Klatte. Am

Regiomaten gibt es die frischen Produkte aus der Region sogar

rund um die Uhr: Kartoffeln, Eier, Wurstspezialitäten und

natürlich Milch, Joghurt und Quark vom Hof Klatte selbst.

75 Milchkühe gehören zum Hof. In den Sommermonaten

kommen sie auf die grünen, saftigen Wiesen Borgfelds.

Unser Fahrradkörbchen mit Milch

und Haselnussjoghurt von Hof

Klatte und frischen Eiern.

Einen Teil der Milch verkauft Heike Klatte an Bremerland,

den anderen Teil verarbeitet sie in ihrer eigenen Milchmanufaktur

selbst. „Unsere Milch ist sehr frisch. Es ist Milch aus

Borgfeld für Borgfeld.“ Durch die ursprüngliche Verarbeitungsweise

habe die Milch einen natürlichen Milchgeschmack. „Sie

schmeckt so, wie wir Milch aus unserer Kindheit

kennen.“ Im Kurzzeitverfahren wird die Milch für

15 Sekunden auf über 72 Grad erhitzt. Durch dieses

schonende Verfahren bleiben der typische Geschmack

und die wertvollen Inhaltsstoffe erhalten.

Die Joghurts sind cremig gerührt – und

schmecken in den aktuellen Sorten Erdbeere,

Himbeere, Zitrone, Haselnuss, Mango, Pfirsich-

Maracuja und Stracciatella sommerlich frisch.

Apropos Milch, Joghurt und Quark – die

hofeigenen Produkte sind natürlich auch die Basis

für die Torten und Kuchen, die am Wochenende

zum gemütlich-genussvollen Kaffeesieren ins Hofcafé

einladen. Auch bei allen Zutaten nimmt Heike Klatte nur regionale

Produkte: Butter aus Asendorf, Eier von Hof Stackkamp

aus Hemelingen, die Früchte vom Wochenmarkt. Zwischen

sieben bis acht Torten und drei bis vier verschiedenen Kuchen

können die Cafégäste wählen. „Unser Anspruch ist, dass selbst

um 17 Uhr noch drei verschiedene Tortensorten zu haben sind“,

sagt Heike Klatte, die alle Torten und Kuchen selber backt. Im

komplett gefüllten Tortenschrank stehen an diesem Sonnabend

zum Beispiel eine Erdbeer-Joghurt-Torte mit Schokoladenbiskuit,

eine Stachelbeer-Baiser-Torte und eine weitere Erdbeer-

Joghurt-Torte mit einer Erdbeer-Joghurt-Creme. Wie schafft

man das alles? „Es gibt doch so tolle Backzeitschriften, in denen

alles genau erklärt wird“, sagt Heike Klatte „Wenn man dazu

Lust hat, dann klappt das auch.“ Außerdem habe sie zwei sehr

große Backöfen und einen kleinen, sagt sie lachend. Die Rezepte

zu ihren Torten und Kuchen entwickelt sie meistens selbst, ist

immer wieder aufs Neue kreativ. Wurde zu Hause auch so viel

gebacken? „Nein, gar nicht“, sagt sie lachend. „Es gab Marmorkuchen.

Ganz klassisch. Mit viel Eiern, Butter und Milch.

Zu den Geburtstagen wurde entweder eine Schokoladen-Buttercreme-Torte

oder eine Zitronenquark-Torte gebacken.“ Das

Backen habe sie sich später selbst beigebracht.

Und wie nehmen die Gäste die Café-Erweiterung an? „Sehr

gut“, sagt Christian Klatte. „Viele Gäste freuen sich, dass wir

jetzt endlich so viel Platz haben und man hier so geräumig

sitzen kann.“ „Wenn ich mich in Ruhe mit einer Freundin

treffen will, ist hier der perfekte Ort. Hier sitzt man an jedem

Tisch ganz für sich“, ergänzt seine Frau.

Hof Klatte, Borgfelder Landstraße 4, 28357 Bremen

OBERNEULAND 31


2005 hat Harje Kaemena mit

der Eisproduktion angefangen.

Heute ist sein Hofcafé ein

Hotspot für alle, die auf

Abkühlung und Erfrischung

aus sind.

Auf zum Milch

zapfen!

Bei Ausgrabungen

auf dem Hof wurde

diese Scherbe

mit einem blauen

Hasen gefunden –

da war klar, was

zum Signet des

Betriebs werden

würde.

Neben den Milchkühen gibt

es auch noch Schweine,

Ziegen und Hühner.

Auf dem Hof kann man überall auf

bequemen Möbeln Platz nehmen.

Hof Kaemena liegt

direkt an der Wümme.

32 OBERNEULAND


Das Eis-Erlebnis – Das Blocklander

Biohofcafé Kaemena und die Marke

„Snuten lekker“

Der Hof als Ausflugsziel, der Hofbesuch als Familienerlebnis

… bei Familie Kaemena im Niederblockland geht es an

manchen Sonnentagen so schön wuselig zu wie auf einem

Wimmelbild. Ihr Hofcafé ist ein Hotspot für alle, die auf Abkühlung

und Erfrischung aus sind – und das liegt am Bioeis, das

aus allen Himmelsrichtungen Familien auf Fahrrädern anlockt.

Doch es ist nicht allein das weit über das Blockland hinaus

bekannte Eis – es ist ein Gesamtkunstwerk aus vielen Elementen,

die ineinandergreifen. Ein Familienbetrieb, der

Familien Erlebnisse verschafft: Bei Kaemena gibt’s zum Eis

Landleben und Landerlebnis pur. Neben den Milchkühen

etwa gibt es auch noch Schweine, Ziegen und Hühner. Da

macht so manches Stadtkind richtig Augen!

Die Hühner übrigens kommen selbst aus der Stadt, sie

stammen aus Schwachhausen. Eines Tages wurden sie bei

Kaemena abgegeben, Motto: Ihr habt hier doch so viel Platz!

Anekdoten und Erlebnisse dieser Art kann Harje Kaemena zuhauf

erzählen. Mitten im Blockland liegt sein Familienbetrieb

direkt an der Wümme auf einer Deichwarft – echt norddeutsche

Traumlage, kein Wunder also, dass die vielen Fahrradausflügler

so gern herkommen. Und dass auch in den Ferienwohnungen

immer eine Menge los ist.

Und eben im Hofcafé, eingerichtet in einer Diele mit richtig

viel Platz. Buchstäblich eine Eis-Diele! Vor dem Umbau

übrigens war das schöne Hofcafé ein Stall, in dem Kälber,

Rinder und Kühe lebten. Und erst die Plätze draußen unter

dem freien Blocklander Himmel, praktisch mitten auf dem Hof

in der Wümmelandschaft! Da kann man den Blick mal

schweifen lassen über den Deich, die saftig und üppig grüne

Landschaft mit dem charaktervollen Wasserlauf und dem

manchmal so spektakulär schönen Himmel. Oder man kann

eben auf den liebevoll selbst entworfenen, ausgesprochen

bequemen Möbeln aus Pappelholz Platz nehmen!

Rückblende. 2005 haben die Kaemenas mit ihrer Eisproduktion

angefangen. Und im selben Jahr war auch die Umstellung

des Hofs auf Biolandwirtschaft abgeschlossen. Im Sommer

öffneten sie dann ihr Hofcafé. All das war Ergebnis und Folge

einer bewussten Entscheidung für die Selbstvermarktung, die

einem Landwirt mehr geben kann als der reine Verkauf von

Milch an eine Molkerei. Von einer Form der Bestätigung

spricht Harje Kaemena, der zunächst Groß- und Außenhandelskaufmann

gelernt hatte (das Landwirtschaftsstudium

folgte später), bevor er sich im Jahr 2003 entschied, in den elterlichen

Hof einzusteigen. Und dann vor der Herausforderung

stand, mit dem Betrieb drei Generationen zu versorgen.

Käse oder Eis, das war dann die Frage. Weil es vom Eis noch

nicht so viel gab, fiel die Entscheidung, den Fokus darauf zu

legen. Das Geschäft mit dem Eis wuchs Schritt für Schritt, die

Kaemenas setzten von Beginn an auf Qualität – das machte

Mundpropaganda im besten (und wörtlichen) Sinne möglich.

2007 stellten sie auch die Eisproduktion schließlich komplett

auf Bio um – begleitet von den entsprechenden Zertifikaten.

Heute ist Kaemena als Öko-Milchbetrieb mit eigener Marke

etabliert. „Snuten lekker“, so heißen die Produkte, und zum


75 Kühe liefern die Milch

für das leckere Bio-Eis.

Für kleine Besucher gibt

es auf dem Hof tüchtig

was zu tun.

Namenszug gehört das Kaemena-Logo, das einen

Hasen zeigt. Und nicht etwa eine Kuh, obwohl das doch die

eigentlichen „Hauptpersonen“ auf dem Hof des Öko-Milchbetriebs

sind. Aber bei Ausgrabungen auf dem Hof war eine Scherbe

mit einem blauen Hasen ans Blocklander Tageslicht gekommen

– da war klar, was zum Signet des Betriebs werden würde.

Das Eis mit dem Hasen-Logo gibt es heute auch

im Einzelhandel (so etwa bei Lestra). Und es

schmeckt Gästen in der Gastronomie

(Beispiel: Flagman in Oberneuland). Und

natürlich schmeckt es den Besuchern in

Kaemenas Hofcafé … Mama und Papa

können dabei schön von der Fahrradtour

entspannen, weil die Kleinen auf dem Hof

noch tüchtig was zu tun haben, wenn die

kühle Erfrischung aufgeschleckt ist: Sie

können hier mit Kettcars herumfahren, eine

Riesenschaukel ausprobieren, Tiere sehen –

und vielleicht auch mal ein Kälbchen im Stall streicheln.

Die Großen freuen sich derweil auch über das Kulturprogramm,

das ebenfalls zum Erlebniskonzept des Hofs gehört.

Konzerte zum Beispiel sind hier durchaus auch mal zu hören.

Und es gibt Ausstellungen zu sehen – von März bis Oktober in

der Hofgalerie, außerdem in der Eisdiele. Kurzum: Es gibt also

Unser Fahrradkörbchen mit Bio-

Blockland-Genüssen: Naturjoghurt,

Trinkjoghurt in Heidelbeere, Himbeere

und Mango und Käse mit

Gewürzrinde und grünem Pfeffer.

immer zwei Ausstellungen, die jeweils fünf Wochen dauern.

Gezeigt werden Arbeiten regionaler Künstler. Wie kam es zur

Galerie-Idee? Ganz einfach: „Eine Künstlerin fragte an, ob sie

ihre Arbeiten hier ausstellen könnte.“ Der Rest ist, wie es

immer so schön heißt, Geschichte. Und nach dem Ausstellungsrundgang

vielleicht noch ein Eis?„Snuten lekker“: Bio-Eis,

das es mittlerweile in mehr als 35 verschiedenen

Sorten gibt, einige davon saisonal – wie Holunderblüte,

Rhabarber, Himbeere. Harje Kaemena

und sein Team probieren gern etwas aus, aber

der Chef weiß auch: „Schon mit sechs Sorten

macht man 80 Prozent der Deutschen glücklich,

mit Vanille, Schokolade, Erdbeere,

Haselnuss, Stracciatella und Zitrone.“ Beliebt

sind auch die „Snuten lekker“-Sorten Mohn

und Quark-Sesam sowie die Joghurteissorten

(Joghurt-Erdbeere, Joghurt-Himbeere).

Kaemenas neue Sorten sind in dieser

Saison das trendige Salz-Karamell und Aprikose. Neue Sorten

werden entwickelt, wenn Hersteller interessante Rohwaren anbieten,

sagt Harje Kaemena. Und fügt lächelnd an: „Ich bin bei

neuen Sorten konservativ und lege Wert auf Eissorten, die

mehr als zehn Leuten schmecken.“ Sprich: Was in den Testläufen

unter dem Zehner-Wert bleibt, landet nicht im Kühlfach.

Die Zutaten sind wichtig, die Sortenwahl, der Geschmack –

und das Drumherum, wie es beim munteren Treiben am und

im Hofcafé wieder und wieder zu erleben ist. Was ist noch

wichtig im Geschäft mit der kühlen Erfrischung? Kaemena:

„Eis muss frisch sein. Und frisch ist es, wenn es schnell verkauft

wird.“ Apropos: Kaemena verkauft heute 50.000 Kilogramm

Eis im Jahr.

75 Kühe liefern den „Rohstoff“ dafür – die Milch. Unter

dem „Snuten lekker“-Logo macht Familie Kaemena aus der

Blocklander Biomilch mittlerweile einiges mehr: Joghurt,

Trinkjoghurt und Käse in verschiedenen Sorten.

Köstlichkeiten, die im Blockland auch außerhalb der Öffnungszeiten

von Hof und Café zu haben sind – in den Milchund

Warenautomaten. In denen übrigens gibt es auch die

„Snuties“: Bio-Eis am Stiel, direkt aus der schönen, grünen,

saftig-satten Landschaft an der Wümme! Text und Fotos: Claudia Kuzaj

Hof Kaemena, Niederblockland 6, 28357 Bremen

34 OBERNEULAND


LIFESTYLE & GENUSS

GRILLEN, DIE HEISSE SOMMER-

Leidenschaft

Grillgeräte sind heute vielfach

auch Designprodukte und

Designobjekte. Foto: höfats

36 OBERNEULAND


Ein heißes Thema: Grillen! Die Grillsaison

… jene Zeit im Jahr, in der eine große

Leidenschaft wieder und wieder aufs Neue

entflammt. Und keine Frage, da will so

manches bedacht werden. Ist ja auch kein

Wunder bei einem derart heißen Thema.

A

Also, die Zubereitung von Speisen über einem offenen

Feuer begleitet die Menschheit ja schon seit der

Steinzeit. Aber seither hat sich natürlich so manches

geändert. Heute stehen begeisterte Grillmeister am

Feuer und freuen sich über das einzigartige Zusammenspiel,

das durchs Grillen möglich wird: Herd und Backofen

an einem Ort und unter freiem Himmel, da kann man

schon auf den Geschmack kommen! Grillen ist ein

Gemeinschaftserlebnis, es bringt Menschen zusammen.

Keine Frage: Grillen ist Lifestyle pur – nicht nur in der

Sommerzeit, aber in der Sommerzeit natürlich auf ganz

besondere Weise. Die langen Abende mit Familie und

Freunden am Feuer, die sind so nur im Sommer möglich.

Aber es gibt auch Grill-Fans, die im Winter zum Glühwein-

Barbecue einladen.

Ob Winter, ob Sommer – bei jedem Grillmeister entflammt

die Leidenschaft auf eine andere Art. Die einen

schwören auf Holzkohle, die anderen lassen sich im Fernen

Osten inspirieren und greifen zum eiförmigen Kamadogrill.

Es gibt für jeden Geschmack den richtigen Grill.

Der Holzkohlegrill …

… ist der Klassiker mit dem offenen Feuer. Die durch

und durch authentische, ganz und gar pure Art des Grillens.

Für alle, die sich ganz entspannt Zeit lassen wollen, bis das

Feuer so weit ist, wie es sein soll. Auf das Anfeuern kommt

es an, die perfekte Glut ist das Ziel. Die Glut braucht Luft,

und die Kohlen brauchen Grillanzünder. Brennen die, dann

zeigen die Kohlen einen hellen Feuerschein. Das Fleisch

aber kommt erst auf den Grill, wenn der Anzünder sich

verbraucht hat. Zu erkennen ist das am Verklingen des

hellen Scheins. Die Kohlen sind nun – jedenfalls zu einem

gewissen Teil – angeglüht, die weiße Ascheschicht zeigt es

an. Nun ist der Augenblick gekommen, Sauerstoff

zuzuführen – denn die Glut, die braucht ja Luft!

Pusten hilft, ein Handblasebalg hilft ebenfalls. Oder eine

Fahrrad-Fußpumpe. Auch bodenseitige Öffnungen am

Grill können für einen Kamineffekt sorgen. Aus Finnland

kommt die Neuheit „Happibuusteri“, ein Sauerstoff-

Booster, der für eine gleichmäßige Grill-Befeuerung sorgen

soll. Im Grunde ein Edelstahlrohr mit Luftlöchern, das

zwischen den Holzkohlen platziert wird – und zwar auf den

Lüftungsöffnungen, sodass „Happibuusteri“ den Sauerstoff

schön verteilen kann.


Der Gasgrill zählt zu den gefragtesten Grillgeräten. Foto: Char-Broil

Der Gasgrill …

… zählt ganz eindeutig zu den beliebtesten und gefragtesten

Grillgeräten. In der Regel wird das Gas aus einem Behälter

über ein Schlauchsystem in den Grill geleitet, dort entzündet

und mit der Unterstützung eines Brenners abgebrannt:

Mehrere kleine Flammen erhitzen Rost (und Grillgut).

Wichtig ist, dass die Grillfläche sich gleichmäßig beheizen

lässt. Der Gasgrill steht für ein sauberes und schnelles Grillen,

schon nach fünf bis zehn Minuten ist das Anheizen erledigt;

ohne Asche, ohne Staub, versteht sich. Perfekt für Einsteiger ist

ein Drei-Brenner-Gasgrill, der im Grunde die Möglichkeiten

einer Küche bietet.

Beliebt: das indirekte Grillen, bei dem der mittlere der drei

Brenner ausgelassen wird. Genau dort aber kommt das Fleisch

hin. Deckel drauf … und abwarten. Die Hitze strahlt von den

Seitenwänden des Deckels ab, das Ergebnis ist ein Backofen-

Effekt. Der Hersteller Napoleon beispielsweise bietet auch eine

zusätzliche Infrarotzone an, um das Fleisch nach dem Garen

weiter zu veredeln. „Sizzle Zone“ heißt der Infrarotbrenner bei

den Napoleon-Gasgrills, er wird in kurzer Zeit 800 Grad heiß –

und das Fleisch bekommt seine Röstaromen.

Der Elektrogrill …

… bietet die urbane Grillvariante, ideal für Balkon und

Reihenhausterrasse. Mit dem Elektrogrill gehts vergleichsweise

schnell – und ohne Rauchentwicklung. Über die Heizspirale

unterhalb des Rostes oder der Grillplatte kommt die Hitze von

unten, bei Elektrogrills mit Deckel lässt sich zusätzlich von

oben kommende Hitze einsetzen. Viele Elektrogrills lassen sich

auch gut im Haus einsetzen – so gibt es immer eine Grill-

Option, auch bei schlechtem oder kaltem Wetter!

Der Hersteller Weber hat mit „Pulse“ einen Elektrogrill auf

den Markt gebracht, der in zwei Serien und vier Modellen

erhältlich ist. „Pulse“ ermöglicht professionelle Grillerlebnisse

und setzt zudem auf smarte Technologie und digitale Hitzekontrolle.

Kern- und Garraumtemperatur etwa lassen sich via

App kontrollieren. Gusseiserne und porzellanemaillierte Grillroste

verteilen die Hitze schön gleichmäßig und sorgen obendrein

für die typischen Grillstreifen. Der größere „Pulse 2000“

bietet ein individuell steuerbares Zwei-Temperaturzonen-

System – damit lässt sich unterschiedliches Grillgut bei verschiedenen

Temperaturen parallel zubereiten.

Der Pellet Smoker …

… ist ein Trend aus den USA, der sich sehr gut für größere

Fleischstücke eignet – sprich: für alles, was lange liegen muss

und Platz braucht. Grillpellets werden aus einem Behälter über

eine Förderschnecke in den Brennraum befördert – das Raucharoma

variiert je nach Temperatureinstellung und Holzart. Die

schonende, ruhige Art der Zubereitung lässt das Grillgut saftig

und zart werden. Braten, Räuchern, Barbecue – hier liegen die

großen Stärken des Pelletsmokers.

Apropos Pellets. Der Holzpellet-Grill „SmokeFire“ des Herstellers

Weber bringt derweil das Unkomplizierte des Gasgrills

mit dem Ursprünglichen des Holzkohlegrills zusammen.

Grillen und Smoken – hier ist beides möglich. Ein Temperaturspektrum

von 95 Grad bis 315 Grad bietet eine breite Palette

von Möglichkeiten – Fleisch scharf anbraten, Pizza backen, räuchern.

Mittels verschiedener Holzarten lässt sich steuern, wie

intensiv der Rauchgeschmack dabei werden soll. Zudem gehört

„SmokeFire“ zu den Produkten, die die digitale Welt an den

Grillplatz bringen – mit WLAN und Bluetooth. Ein eingebauter

38 OBERNEULAND


Grillassistent schickt Infos über Grilltemperatur, Grillzeit und

Grillverlauf aufs Smartphone des Grillmeisters.

Ein Klassiker unter den Holzpellet-Grills kommt vom Hersteller

Traeger. Seine Ursprünge liegen in einem Familienfest, so

jedenfalls erzählt das Unternehmen die Geschichte. Gründer Joe

Traeger sei gerade mit der Hähnchenzubereitung beschäftigt gewesen,

als sein Gasgrill plötzlich Feuer fing. „Das war am 4. Juli

1985, am Unabhängigkeitstag, in Mt. Angel im US-amerikanischen

Bundesstaat Oregon.“ Der Rest ist, wie es immer so schön heißt,

(Grill-)Geschichte: Traeger beschloss, eine neue Art von Grill zu

entwickeln. „Ein Grill, der mit Holzpellets betrieben wird. Das

Ergebnis ähnelte den beliebten Offset-Fass-Smokern, aber das

Heizelement und die Messgeräte ermöglichten es, die Hitze und

den Rauch selbst zu regulieren. Der erste kommerziell verkaufte

Grill ging im Jahr 1988 über die Ladentheke.“ Ein Traeger-Grill

wird mit einem Controller gesteuert, der eine präzise

Temperatur aufrechterhält. Bei einigen Modellen geht das auch

hier bequem per App auf dem Smartphone.

Die Feuerplatte …

… bietet die besonders gesellige Grillvariante! Auf einer

durch Feuer erhitzten Platte kochen, das hat in vielen Kulturen

eine weit zurückreichende Tradition. In Spanien zum Beispiel

entwickelte sich die Plancha daraus (findet sich heute als Plancha-

Grill wieder), in Japan spricht man von Teppanyaki. „Teppan“

steht dabei für „Eisen“, „yaki“ für „gegrillt“. An modernen

Teppanyakigrills sind allerdings eher Edelstahlplatten zu

finden, die mit Gas oder elektrisch beheizt werden.

Apropos Fernost – Japan ist weltweit bekannt für seine vielfältige

und wohltuend gesunde Küche, in der durchaus gern

und viel gegrillt wird.

Und wo bekommen wir das Japan-typische Aroma her, wie

kommt der Extra-Kick Fernost-Finesse auf unsere Grillparty?

Hier kommt zum Beispiel der Anbieter „vom Fass“ ins Spiel,

der auch ein Barbecue-Sortiment im Portfolio hat. Bei der

neuen Umami BBQ Sauce Yuzu Teriyaki habe man sich „von

den aromatischen Besonderheiten des fernöstlichen Landes

inspirieren lassen“, heißt es bei „vom Fass“. Umami bezeichnet

neben süß, sauer, salzig und bitter eine fünfte, vollmundige

Geschmacksrichtung, die im asiatischen Raum entdeckt wurde.

Die Basis des neuen Produkts ist eine klassische Teriyaki-

Sauce, die eine kleine Manufaktur in Deutschland für „vom

Fass“ herstellt. „Für das gewisse Etwas sorgt die Zitrusfrucht

Yuzu, die der Sauce einen fruchtigen Geschmack verleiht. Sie

eignet sich als Allrounder fürs Grillen und ist auch in der

Küche, beispielsweise zu Reisgerichten, eine gute Wahl“, so der

Anbieter.

Der Kamadogrill …

… ist mit seiner charakteristischen Eiform nicht allein ein

trendiger Hingucker, sondern auch ein finessenreiches Kunstwerk

aus Keramik, dessen Ursprünge in Japan („Mushikamado“)

und Indien liegen. Der Kamado hat einen schweren, massiven

Keramikdeckel, der luftdicht abschließt. Er ist sozusagen Grill,

Smoker und Backofen in einem, es lässt sich auch eine Pizza

darin backen. Der Kamado hält die Temperaturen sehr lange.

OBERNEULAND 39


Ein Traeger-Grill wird mit einem Controller gesteuert, der eine präzise

Temperatur aufrechterhält. Foto: Traeger

Die Modelle des Herstellers Monolith etwa erlauben direktes

Garen, indirektes Garen und Backen. Beim Modell „Icon“ lässt

sich beispielsweise der Deckel abnehmen. Auf diese Weise wird der

„Icon“ zum Tischgrill und die Feuerplatte zum Teppanyaki. Der

Monolith benötigt „dank seiner extrem hitzespeichernden Keramik

sehr wenig Energie“ und nur „sehr kurze Zeit“, um die präzise

steuerbare Temperatur zu erreichen, heißt es beim Hersteller.

Was also bringt der Sommer?

Auf jeden Fall viele Grillmöglichkeiten! Schöne Stunden am

Feuer, seit Menschengedenken ein prägendes Gemeinschaftserlebnis.

Grillen übrigens ist lange schon kein reines Wochenend-

Abendvergnügen mehr – warum nicht auch unter der Woche und

am Sonnabend zum rustikalen Bacon-Frühstück? Und: Es muss

nicht immer Fleisch sein. Auch Gemüse und Fisch kommen auf

den Grill. Entscheidend ist die Qualität des „Rohmaterials“, das

gilt nicht zuletzt auch für das Fleisch. Und niemand muss sich

sorgen, die kostbaren „Rohstoffe“ versehentlich zu verhunzen.

Dank Grillthermometer gelingt das Gewünschte!

Und das Auge isst auch mit, wie es in einem zeitlos gültigen

Sprichwort so schön heißt. Nicht zuletzt deshalb sind Grillgeräte

heute vielfach auch Designprodukte und Designobjekte

– vom puristischen Kamado bis zur opulenten Grillstation.

Hingucker sind auch die Bowl-Grills des Herstellers höfats:

Die formschönen Halbkugeln auf Drahtfuß und Dreibein stehen

wie Schmuckstücke in der Gartenlandschaft – und sind

zugleich ungeheuer funktionell, denn ihre schöne Form ist

natürlich kein Selbstzweck, sondern sie dient dem Grillzweck.

Auf die Kugel kommen Grillrost oder Plancha – ganz nach

Geschmack.

Neu herausgekommen ist mit „Bowl 57“ eine Erweiterung

der Bowl-Familie von höfats. „Der Edelstahldom in der Mitte

garantiert ausreichend Frischluft im Zentrum der Feuerschale,

während der Lochkreis am Außendurchmesser eine Ventilation

im äußeren Bereich ermöglicht“, heißt es beim Hersteller. Und

weiter: „Dadurch verläuft die Verbrennung des Holzes spürbar

rauchärmer, clean und vollständig – alle Sorgen bezüglich der

Windrichtung beim Chillen rund um das Feuer lösen sich

damit in Luft auf.“

Seit nunmehr zehn Jahren tummelt sich auch der Küchengeräte-Spezialist

Rösle auf dem Grillmarkt. Das Allgäuer Familienunternehmen

punktete zunächst mit einem schicken Kugelgrill

und hat mittlerweile ein ausgewachsenes Barbecue-Sortiment

am Start. Und einen Blick für clevere Details und Innovationen.

So hat Rösle zum Beispiel für seine Kugelgrills einen seitlich

öffnenden Deckel entworfen. „Eine schlichte Anpassung mit

großem Effekt“, heißt es bei dem Hersteller. „Denn so kommt

der Arm beim Öffnen des Deckels nicht in die Nähe der heißen

Fläche, der Deckel ist weit genug entfernt und dennoch griffbereit.“

Auch der Glasdeckel mit integriertem Thermometer, den

Rösle für seine Gasgrillstationen einsetzt, gilt als „kleine

Anpassung mit großer Wirkung“, denn: „Grill-Liebhaber

können so ihr Grillgut im Blick behalten, ohne den Deckel

öffnen zu müssen. So bleibt die Temperatur im Innenraum

immer konstant und die Hitze geht nicht verloren.“ Ideen wie

FüNF FRAGEN AN...

Andreas Ziegeler von den Grillexperten Ziegeler

in Osterholz-Scharmbeck

Herr Ziegeler, warum ist Grillen so beliebt?

Andreas Ziegeler: Grillen ist für viele Menschen

heute zum Hobby geworden. Ich habe Kunden, die

kommen von der Arbeit nach Hause und gehen

dann gleich in den Garten, um zu grillen. So schalten

sie ab. Und durch das Grillen kommen die Männer

wieder in die Küche, bereiten Essen zu. Beim

Grillen kann man sehr kreativ Lebensmittel verarbeiten

und immer wieder etwas Neues ausprobieren.

Außerdem ist Grillen sehr gesellig. Keiner grillt für

sich allein. Man macht etwas für andere und ist

dabei noch an der frischen Luft. In Zeiten der

Digitalisierung ist es außerdem schön, etwas mit

den Händen zu machen.

Unser Grill-Experte

Andreas Ziegeler

von den Grillexperten Ziegeler

in Osterholz-Scharmbeck

Sie verkaufen nicht nur hochwertige Grillgeräte,

sondern bieten auch Grillkurse an. Wie lange

hat es dieses Jahr gedauert, bis die ersten

Kurse bei Ihnen ausgebucht waren?

Andreas Ziegeler: Sehr schnell! Einige Kurse sind

so beliebt, da hat es gerade einmal sieben Tage

gedauert.

Wie können auch Grill-Anfänger, die noch

keinen Grillkurs besucht haben, ihre Gäste

glücklich machen?

Andreas Ziegeler: Wichtig ist es, dass der Grill

einen Deckel hat. Denn so kann die Hitze nicht

entweichen und man kann ganz einfach indirekt

grillen. Das Fleisch legt man nicht über das Feuer,

sondern bei einem Gasgrill zwischen die Brenner.

So wird es gegart.

Welches Rezept sollten experimentierfreudige

Griller dieses Jahr einmal ausprobieren?

Andreas Ziegeler: Zum Beispiel Lachs auf Zedernholz.

Durch das Räucherbrett bleibt der Lachs

schön saftig. Gleichzeitig wird der Fisch durch das

Holz aromatisiert und bekommt so einen ganz

tollen Geschmack.

Welches Grillgerät und welches Zubehör ist

dieses Jahr bei Ihren Kunden besonders

beliebt?

Andreas Ziegeler: Das sind die mattschwarzen

Phantom-Gasgrillgeräte von Napoleon mit passender

gusseiserner Plancha.

40 OBERNEULAND


diese bescheren dem Unternehmen Aufmerksamkeit. „Uns ist es

wichtig, mit unseren Produkten einen Mehrwert zu schaffen“,

erläutert Detlef Schultze, Leiter Vertrieb BBQ bei Rösle. „Deshalb

achten wir schon bei der Produktentwicklung auf jedes

Detail und überlegen immer wieder, was wir noch verbessern

können.“ In diesem Jahr hat das Unternehmen unter anderem

einen kleinen, mobilen Gasgrill neu auf den Markt gebracht.

Auch rund um den Grill herum kommt es mitunter auf

kleine Details und Finessen an – schließlich geht es um ein

Grillvergnügen durch und durch, und dabei können auch die

(scheinbaren) Kleinigkeiten für große Freude sorgen. Der

Hersteller Villeroy & Boch zum Beispiel hat mit der Kollektion

„To Go & To Stay“ praktische Porzellanboxen im Programm.

Sie sind „ideal zum Einlegen des Grillguts oder zum Servieren

von Tomaten- und Kräuterbutter“, heißt es. „Denn dank ihrer

unterschiedlichen Größen sind sie sowohl für kleine als auch

für große Mengen geeignet. Und wenn etwas übrig bleibt, lässt

es sich darin fest verschlossen im Kühlschrank aufbewahren –

umweltbewusst und ganz ohne Plastik.“

Und worauf wird das Grillgut serviert? Perfekt zum Grill-

Style passt beispielsweise der angesagte Pottery-Look, heißt es

bei Villeroy & Boch: „Mit individuellen Farbverläufen in unterschiedlichen

Blau- und Grautönen sowie organischen Formen

begeistert die Kollektion Lave alle Eingeladenen. Und Grillgut

wie Steaks und Würstchen, aber auch Käse, Tofu und Gemüse,

sieht darauf besonders lecker aus. Wer seinen Gästen das Gegrillte

lieber auf Schiefer servieren will, der liegt mit Manufacture

Rock richtig: Das durchgefärbte Porzellan in Schieferoptik

bietet einen natürlich-rustikalen Look und punktet dabei mit

den Vorteilen von Porzellan.“ Die immer wieder aufs Neue entflammende

Liebe zum sommerlichen Grill-Lifestyle – sie trägt

eben immer auch die Liebe zum Detail in sich. Text: Claudia Kuzaj

Perfekt zum Grill-Style passt beispielsweise der angesagte Pottery-Look.

Foto: Villeroy & Boch

FüNF FRAGEN AN...

Alexandra Grünenwald

von Grünenwalds Institut für Grillkunst in Bremen

Frau Grünenwald, wann haben Sie dieses Jahr zum ersten Mal gegrillt?

Alexandra Grünenwald: Traditionell haben wir am 1. Januar angegrillt. Das

neue Jahr haben wir dabei mit einem herrlich deftigen One-Pot-Grünkohl

aus dem Dutch Oven begrüßt. Hierbei wird das zünftige norddeutsche

Wintergericht in einem gusseisernen Topf auf dem Grill oder über dem

offenen Feuer gegart. Ergänzt wurde unser Grünkohl – wie es sich gehört –

durch ein herbes Bier und einen Korn. Das Rezept ist bei unseren

Freunden von der Blogger-Vereinigung North Crew BBQ zu finden:

https://www.northcrewbbq.com/post/grünkohl-bei-grünenwalds.

Welches Grillrezept hat Sie in diesem Jahr besonders begeistert?

Alexandra Grünenwald: Um unserem Fernweh nachzugeben, haben wir in

diesem Jahr einen internationalen BBQ-Klassiker zu uns nach Bremen

geholt – Surf & Turf. Hierbei wird ein Rinderfilet mit Tiger Prawns getoppt.

Angerichtet mit einer Bruschetta oder ein paar Kartoffelspalten aus dem

Grillkorb kann man Freunde und Familie mit diesem Gericht auf Steakhouse-Niveau

auch als Grilleinsteiger begeistern.

Durch neues Zubehör wird Grillen immer vielseitiger. Was sollte ich

dieses Jahr ausprobieren?

Alexandra Grünenwald:Im Zubehör-Bereich erfreuen sich Einsatz-Gussplatten

aktuell großer Beliebtheit. Dank der durchgängigen Oberfläche

eignen sie sich hervorragend, um beim scharfen Anbraten besonders viele

Röstaromen zu erzeugen.


DAS REZEPT

Surf & Turf

Zutaten

600 g Rinderfilet

Butter

1 Zweig Rosmarin

20 kleine Tiger Prawns

Knoblauch

Sonnenblumenöl

Rub nach Wahl

Holzspieße

4 Tomaten

2 rote Zwiebeln

kl. Bund Basilikum, frisch gehackt

Olivenöl, Salzflocken

Baguette

Zubereitung

Unsere Grill-Expertin

Alexandra Grünenwald

von Grünenwalds Institut für Grillkunst

in Bremen

Surf & Turf

Das Rinderfilet in 3 cm dicke Scheiben schneiden.

Das Fleisch mit etwas Butter und einem Zweig Rosmarin einvakuumieren

und für mindestens 3 Stunden im Sous-vide-Bad

auf 51 °C erhitzen (Faustregel: pro 1 cm Fleischdicke 1 Stunde

im Sous-vide-Bad).

Währenddessen den Knoblauch fein hacken und mit etwas Öl

und Rub vermischen. Die Garnelen in der Gewürzmischung

während des Sous-Vide-Vorgangs im Kühlschrank marinieren und

auf Holzspieße ziehen. Garnelen grillen und das Filet auf einer

Gussplatte oder in einer heißen Gusspfanne auf dem Grill mit

Röstaromen versehen.

Tomatensalsa

Die Tomaten und Zwiebeln fein würfeln, den Knoblauch hacken

und mit dem gehackten Basilikum vermengen; mit Olivenöl

beträufeln und anschließend mit Pfeffer und Salz abschmecken.

Die Salsa auf einer Scheibe angerösteten Baguettes verteilen

und zum Surf & Turf servieren.

Gesellig und gemütlich: der Grillabend an der Feuerplatte. Foto: höfats

Warum werden Outdoorküchen zunehmend beliebter?

Alexandra Grünenwald:Durch Grill und Outdoorküche werden Küche und

Esszimmer praktisch komplett ins Freie verlegt. Viele Hausbesitzer haben

während der Pandemie ihre Außenbereiche neu- oder umgestaltet und

wollen ihre Gärten nun im vollen Umfang genießen und beleben.

Die neuen, robusten und pflegeleichten Outdoorküchen lassen dies

ungehindert zu und bieten Lebensqualität pur.

Grillabende mit den Liebsten werden interaktiver, weil man gemeinsam

vorbereitet, grillt und genießt und so ein herrlich kommunikatives

Erlebnis schafft. Auch spart man sich mit einer gut ausgestatteten

Outdoorküche Zeit und Wege. Alle benötigten Utensilien sind griffbereit

und die Küche im Inneren des Hauses bleibt sauber und frei von

Gerüchen. Wer mag schon an einem heißen Sommerabend drinnen

schwitzen und die Küche putzen?

Welches 3-Gang-Sommer-Grillmenü für vier Personen empfehlen

Sie unseren Lesern?

Alexandra Grünenwald: Das folgende Sommer-Menü vom Grill eignet sich

sowohl für Anfänger als auch Grill-Enthusiasten. Vorspeise: Pimientos de

Padron mit Tomaten, Zwiebeln, Knoblauch und Hirtenkäse; Hauptgang:

Sandwich vom Flat Iron-Steak mit selbst gemachter Grillbutter, Rucola und

Parmesan; Dessert: Salted-Caramel-Ice-Burger mit Butterscotch-Pfirsichen.

Dazu gibt es einen sommerlichen Aperitif – unseren „Rudi“.


Sommer-Menü vom Grill

Ein Rezept von unserer Grill-Expertin Alexandra Grünenwald

Vorspeise

Pimientos de Padron

mit Tomaten, Zwiebeln, Knoblauch

und Hirtenkäse

Zutaten

1 Beutel Pimientos de Padron /

Bratpaprika

grobes Meersalz

etwas Olivenöl

1 Knoblauchzehe, gehackt

20 kleine Strauchtomaten, halbiert

2 rote Zwiebeln, geviertelt

200 Gramm Hirten- oder Fetakäse

Rub nach Wahl

Aperitif Rudi

Zutaten

10 cl Prosecco

2 cl Blutorangenlikör

10 cl Orangenlimonade

Eis

Zubereitung

Den Blutorangenlikör ins Glas geben und mit

Prosecco, Orangenlimonade und Eis auffüllen.

Zubereitung

Eine schwere (Guss-)Pfanne auf dem Grill erhitzen. Knoblauch

mit etwas Olivenöl anbraten, dann Salz, Paprika und Zwiebel

hinzufügen und unter Rühren anrösten.

Wenn der gewünschte Röstgrad erreicht ist, die Hitze reduzieren

und die Tomaten hinzugeben. Mit dem BBQ Rub würzen und den

Käse hinzugeben und ebenfalls mit dem Gewürz bestreuen.

Einige Minuten bei indirekter Hitze garen, bis die Tomaten

angeschmolzen sind und der Käse weich geworden ist. Mit

frischem Baguette oder Ciabatta servieren. Sehr gut passt hier

auch eine Chorizo, Salsiccia oder andere Bratwurst.

Foto: höfats

Foto: höfats

Hauptgang

Sandwich vom Flat Iron-Steak

mit selbst gemachter Grillbutter, Rucola und Parmesan

Zutaten

1 kg Flat Iron (Schaufelstück)

1 rote Zwiebel

100 g Rucola

Parmesan am Stück

1 Baguette

Zutaten für die Grillbutter

250 g Butter

1 Knoblauchzehe (Soloknoblauch)

2 EL fein geschnittener Schnittlauch

1 EL frische Thymianblättchen

1 EL Chili-Trockenmarinade

Abrieb und Saft einer unbehandelten Zitrone

Pfeffer aus der Mühle, Salzflakes

Zubereitung

Die Butter cremig aufschlagen, alle Zutaten untermischen und

mit den Salzflakes abschmecken. Das Flat Iron von Fett und

Silberhaut befreien, die waagerechte Mittelsehne herausparieren.

Bei hoher direkter Hitze von beiden Seiten mit Röstaromen

versehen. Danach bei 150 °C indirekter Hitze bis zu einer Kerntemperatur

von 56 °C weitergaren. Die Zwiebeln in hauchdünne

Scheiben schneiden, den Parmesan grob reiben.

Das Baguette aufschneiden und beide Hälften mit Steakbutter

bestreichen. Die untere Seite mit Rucola belegen, dann das Flat

Iron-Steak drauflegen und mit den Zwiebelscheiben und den

Parmesanraspeln bestreuen. In Portionen schneiden und servieren.

Dessert

Salted-Caramel-Ice-Burger

mit Butterscotch-Pfirsichen

Zutaten

800 g Pfirsiche aus der Dose

150 g brauner Zucker

300 ml Karamell-Likör (hier Pistole Hardcore Butterscotch)

Salted-Caramel-Eiscrème

ungefüllte Berliner

Zubereitung

Die Dosenpfirsiche abgießen und dabei die Hälfte der Flüssigkeit

abfangen. Die Flüssigkeit mit dem Zucker und dem Likör

vermengen. Die Pfirsichhälften längs vierteln und zur Flüssigkeit

geben, 1 Stunde ziehen lassen. Währenddessen die ungefüllten

Berliner halbieren. Die Masse in einer Gusspfanne auf dem Grill

reduzieren, bis nur noch ein Rest übrig ist.

Die Schnittseiten der Berliner mit der Flüssigkeit benetzen und

auf dem Grill anrösten. Nun eine Hälfte des Berliners mit den

heißen Pfirsichen belegen und die andere kurz vor dem

Zusammensetzen mit einer Kugel Eis versehen.

Foto: höfats

44 OBERNEULAND


Promotion

Edeka Maaß Oberneuland

"FLEISCH IST MEIN GEMÜSE"

Es gibt ein großes Angebot an diversen

Fleischsorten. Das Sortiment ist ausgewogen und

bietet von allem etwas: Schwein, Kalb, Rind,

Lamm und Geflügel. Besondere Highlights sind

zum Beispiel das Dry Aged Fleisch, hochwertiges

Rindfleisch aus verschiedenen Ländern und regionales

Limousin Rindfleisch von "nebenan". Besonders

empfiehlt Herr Bellmer seine selbstgemachte

Bratwurst nach eigener Rezeptur und die

große Auswahl an Grillspießen.

Und wenn es dann doch mal Gemüse auf

dem Grill sein soll, dann gibt es natürlich auch

vegetarische Grillspieße im Tresen! Das Team von

Edeka Maaß freut sich auf Ihren Besuch an der

Bedientheke.

Edeka Maaß Oberneuland

Rockwinkeler Heerstr. 32

28355 Bremen

"Fleisch ist mein Gemüse"... so oder so ähnlich würde es sich wohl anhören, wenn man den Metzger

Marcel Bellmer nach seiner Meinung zum Thema Fleisch fragt. Und das sieht und spürt man auch!

Marcel Bellmer und sein Team von der Fleisch- Wurst- und Käsebedienung sind immer leidenschaftlich

dabei und das sieht man auch im Tresen.

Öffnungszeiten:

Mo – Sa 7.00 – 21.00 Uhr

Das Café hat Sonntags von 8 – 17 Uhr geöffnet.


LECKERE

Grillbeilagen

Koch dich

glücklich...

46 OBERNEULAND


LECKERES

von Karo

VITA

Karolina Lucht ist gelernte Hotelkauffrau,

Ernährungsberaterin und leidenschaftliche

Köchin und führt ihre eigene, kleine Kochschule

in der Humboldtstraße im Viertel.

Bei ihren Kochveranstaltungen für Kinder

und Erwachsene, setzt sie auf bunte, abwechslungsreiche

und saisonale Gerichte.

Infos: www.kochmitkaro.de

KNUSPRIGE

Süsskartoffelscheiben

mit Mais-Salsa

Zutaten (für zwei Bleche)

2 mittelgroße Süßkartoffeln

50-70 ml Olivenöl

1 TL Salz

1 TL Paprikapulver

1/2 TL Chilipulver

1/2 TL Kreuzkümmel

Johannes Backhoff · Inh. Amelie Backhoff e.K.

Rockwinkeler Heerstr. 19 · 28355 Bremen

Tel. (0421) 259088 · Fax (0421) 250602

apotheke.oberneuland@t-online.de

www.apotheke-oberneuland-bremen.de

Für die Salsa

1 kleine Dose Mais oder 1 Maiskolben (wenn Saison)

1/2 grüne Paprika

1 rote Chilischote

1 Schalotte

1/2 Bund Koriander

1 Limette

2-3 EL Olivenöl

1 TL Rohrzucker

Salz

Zubereitung

sooooo

lecker…!

Den Backofen vorheizen auf 250 °C. Zwei Backbleche mit Backpapier

belegen.

Rezepte und Fotos: © Karolina Lucht

Die Süßkartoffeln in dünne Scheiben schneiden (ca. 3 mm). Für

die Marinade das Olivenöl mit den Gewürzen verrühren, die Süßkartoffelscheiben

von beiden Seiten damit einpinseln und auf

den Blechen verteilen. Im heißen Ofen brauchen die Kartoffeln

etwa 10 Minuten, bis der Rand knusprig ist. Vorsicht, dass sie

nicht verbrennen!

In der Zwischenzeit die Salsa vorbereiten. Paprika in kleine

Würfel schneiden, in etwa der Größe der Maiskörner. Chilischote

ggf. von den Kernen befreien und fein hacken. Schalotte schälen

und ebenfalls in kleine Würfel schneiden. Koriander (alternativ

Petersilie) fein hacken. Limette auspressen.

Alle Zutaten in einer Schale vermengen.

OBERNEULAND 47


HAUSGEMACHTE

Kräuter- und

Gewürzbutter

Variationen

TIPP: Direkt die doppelte Menge zubereiten und portioniert

einfrieren. So hat man Vorrat für die ganze Grillsaison.

STEINPILZBUTTER

Perfekt zu knusprigen Kartoffelecken oder

gegrilltem Fleisch

Zutaten

125 g Butter oder pflanzliche Alternative (z.B. Alsan),

Zimmertemperatur

5 g Steinpilze, getrocknet (etwa eine Handvoll)

2 EL frischer Schnittlauch

1 TL Thymian, frisch oder getrocknet

1 TL Salz

frisch gemahlener Pfeffer

Zubereitung

Die Pilze in einer kleinen Schale mit heißem Wasser übergießen

und etwa 15 Minuten einweichen lassen. In der

Zwischenzeit den Schnittlauch in feine Röllchen schneiden,

die Thymianblättchen von den Stielen zupfen.

Steinpilze abgießen und zusammen mit den übrigen Zutaten

in einen hohen Behälter geben und mit dem Pürierstab

mixen. Mit Salz und Pfeffer würzen.

Die fertige Buttermasse auf ein Stück Frischhaltefolie geben

und zu einer Rolle formen. Die Enden der Folie wie bei einem

Bonbon zusammenwickeln und dann die Butterrolle zum

Festwerden in den Kühlschrank oder ins Gefrierfach legen.

TOMATEN-BASILIKUM-

KNOBLAUCHBUTTER

Perfekt zu geröstetem Bot, Feta oder Halloumi

Zutaten

125 g Butter oder pflanzliche Alternative (z.B. Alsan)

20 g getrocknete Tomaten

2 Stiele mit großen Basilikumblättern

2 Knoblauchzehen

Salz

Zubereitung

Die Tomaten grob hacken, ggf. vorher einweichen. Basilikumblätter

abzupfen, Knoblauchzehen schälen. Alle Zutaten in

den Mixbehälter geben und fein pürieren.

Mit etwas Salz würzen und wie oben beschrieben einwickeln

und kühlen.

48 OBERNEULAND


ROTWEINBUTTER

zu gegrilltem Gemüse wie Aubergine oder

gegrilltem Fleisch

Zutaten

125 g Butter oder pflanzliche Alternative (z.B. Alsan)

250 ml Rotwein

Zubereitung

Den Rotwein in einen kleinen Topf füllen und bei mittlerer

Hitze auf ca. 25 ml einreduzieren. Dann abkühlen lassen

und mit der Butter mixen.

Anschließend wie oben beschrieben einwickeln und kühlen.

DILL-SALZZITRONEN-BUTTER

Perfekt zu Fisch und geröstetem Baguette

Zutaten

125 g Butter oder pflanzliche Alternative (z.B. Alsan)

1/2 eingelegte Salzzitrone

1 EL frischer Dill

Zubereitung

Ein paar Stängel Dill fein hacken. Die eingelegte Salzzitrone

von Fruchtfleisch und Kernen befreien. Die Schale längs in

hauchdünne Streifen schneiden, dann noch mal quer in

kleine Würfel. Wer mag, kann optional noch eine kleine

Knoblauchzehe dazugeben.

Zusammen mit der Butter mixen und mit einer Prise Salz

abschmecken.

Zum Kühlen in Folie wickeln und in den Kühlschrank legen.

ORANGEN-CHILIBUTTER

Perfekt zu gegrillten Maiskolben,

Räuchertofu oder Hähnchen

Frische

Pfifferlinge

Rezepte und Fotos: © Karolina Lucht

Zutaten

125 g Butter oder pflanzliche Alternative (z.B. Alsan)

1 BIO-Orange

1 rote Chilischote

1 Msp Chilipulver

Salz

Zubereitung

Orange heiß abwaschen und die Schale dünn abreiben.

Chili längs halbieren, Kerne entfernen und fein hacken.

Orangenabrieb, gehackte Chili, etwas Chilipulver und eine

Prise Salz zusammen mit der Butter in einen hohen Behälter

füllen und mit dem Pürierstab mixen.

In Folie legen, einwickeln und kühlen.

Genießen Sie

unsere große

Sommerterrasse!

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OBERNEULAND 49


SOMMERLICHE BEILAGEN ZUM GRILLEN

DAS SCHMECKT NACH

Sonne

PIKANT & FRUCHTIG

Tortelloni-

Mango-Salat

mit frischen Tortelloni und köstlicher Mango

Zutaten für ca. 4 Portionen

250 g frische Tortelloni

Salz

1 reife Mango

250 g Kirschtomaten

1 Topf Basilikum

150 g Dr. Oetker Crème fraîche Classic

etwa 50 ml Gemüsebrühe (4 EL)

2 TL Curry

frisch gemahlener Pfeffer

Zubereitung

Tortelloni nach Packungsanleitung in Salzwasser garen und

erkalten lassen. Mango schälen, Fruchtfleisch vom Stein

schneiden und in Würfel schneiden. Tomaten waschen und

halbieren. Basilikum in Streifen schneiden.

Crème fraîche mit Gemüsebrühe, Basilikum und Curry

verrühren und mit Salz und Pfeffer kräftig abschmecken.

Mango, Tomaten und Tortelloni unter das Dressing heben

und alles etwa 1 Std durchziehen lassen. Anschließend den

Salat evtl. nochmals abschmecken.

Tipp: Der Salat kann auch als Spieß angerichtet werden.

Dann das Dressing separat servieren.

Rezepte und Fotos: © Dr. August Oetker Nahrungsmittel KG

50 OBERNEULAND


Promotion

Die dodenhof GenießerWelt:

TREFFPUNKT FÜR GENIEßER UND GOURMETS

Wer durch die neue GenießerWelt von

dodenhof bummelt, darf sich gerne ein wenig Zeit

einplanen: hier gibt es nach dem kompletten Umbau

viele neue Bereiche, die von Genießern und

Gourmets entdeckt werden wollen. Neben den

Frischetheken für Fisch, Fleisch/Wurst und Käse,

dem riesigen Biosortiment, den veganen und

vegetarischen Produkten, lädt gerade jetzt im

Sommer die sehenswerte Genießer-Lounge zum

ausgiebigen Erkunden und Probieren ein.

Beste Weine, feine Brände

und exklusive Beratung

Hier werden Whisky, Gin, Rum und Co. in

Szene gesetzt. Unter den rund 1.000 Spirituosen

finden sich unter anderem mehr als 100 Single-

Malt-Whiskys und ein ständig wachsendes Gin-

Sortiment mit mittlerweile über 150 verschiedenen

Sorten, zu denen mehr als 30 verschiedene

Tonicwater angeboten werden. In der Weinabteilung

bieten mehr als 1.500 nationale und internationale

Weine und viele Bio-Weine die Möglichkeit,

auf der Suche nach einem edlen Tropfen fündig

zu werden. Eine persönliche Weinberatung mit

Terminabsprache erleichtert die Auswahl. Ebenso

wie die vielen Verkostungen und Tastings. In der

Enothek, der Verkostungsstation vor Ort, werden

im vierwöchigen Wechsel immer acht verschiedene

Weine zum Probieren angeboten. Im Juli sind hier

übrigens Rosé-Wochen.

Sommertrend:

Alkoholfrei genießen

„Wir laden unsere Gäste in die Genießer-

Lounge zum Stöbern ein und um Neuheiten und

Trends kennenzulernen“, freut sich Ralf Desoi,

Teamleiter dieses Bereiches. Der Trend in diesem

Sommer geht aus Sicht des Experten ganz klar zu

alkoholfreiem Genuss. „Das Feierabendbier, der

Aperitif oder den Cocktail gibt es in einer immer

größer werdenden Auswahl auch ‚ohne Umdrehungen‘,

dafür aber sehr erfrischend und lecker“,

findet Desoi. Alkoholfreie Weine und Biere ergänzen

schon seit Jahren die Sortimente. Aber auch

Aperitifs, Cocktails und Spirituosen liegen voll im

Trend und bieten interessante Alternativen.

dodenhof empfiehlt zum Beispiel einen Aperitif

auf Teebasis: Sparkling Juicy Tea, den es in den

Geschmacksrichtungen VERBENE-JASMIN-RIES-

LING (BIO), WEISSER TEE-TAHITI VANILLE-QUITTE

(BIO), DARJEELING-RHABARBER (BIO) und EARL

GREY-ZITRONENGRAS-PFIRSICH gibt. „Diese Alternative

zum alkoholfreien Sekt hat eine große Fangemeinde

aufgebaut.“ Probiertage finden vor Ort

am 22. und 23. Juli statt. Waren Spirituosen ohne

Alkohol vor einigen Jahren noch undenkbar, steigt

Rezepttipp:

LYRE’S

PINK GIN

FIZZ

ZUTATEN

30 ml Lyre's Dry London Spirit

30 ml Lyre's Italian Orange

90 ml hochwertiges Holunderblüten-Tonicwater

2 Zitronenscheiben, 1 Orangenscheibe

Methode: Über Eis zugeben und umrühren /

Glas: Highball

Garnierung:

Schleierkraut, Orangenscheibe & Minzzweig

das Angebot stetig. Mittweile sind in der

Genießer-Lounge mehrere alkoholfreie Gin, Rum,

Whisky und Aperitifs erhältlich. Start-ups spielen

hier eine große Rolle, wie z. B. der britische

Spezialist Lyre‘s, der eine breite Palette vom

Absinth bis zum Wermut anbietet.

dodenhof, direkt an der A1, Abfahrt Posthausen

Öffnungszeiten:

montags bis samstags von 10 bis 20 Uhr

GenießerWelt von 8 bis 20 Uhr

www.dodenhof.de

dodenhof bei WhatsApp

Bleiben Sie mit der dodenhof

GenießerWelt in Verbindung

und verpassen Sie keine Termine,

Neuigkeiten und Aktionen.

Einfach den QR-Code scannen

und „Start“ in den Chat schreiben!


IHRE ANSPRECHPARTNER

IN ALLEN IMMOBILIENFRAGEN

Björn & Gerd Jeschke

Reinthalerstraße 17 A · D-28213 Bremen

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Fachgerecht aus

einer Hand!

RAFFINIERT

Feigen-

Johannisbeer-Senf

Soße zum Grillen, zum Käse oder für Sandwiches

Zutaten

etwa 250 g rote Johannisbeeren

Balsamico-Essig

100 g brauner Zucker

1 Pck. Dr. Oetker Bourbon Vanille-Zucker

1 Pck. Dr. Oetker Finesse Geriebene Orangenschale

2 EL Orangensaft

80 g frische Feigen

1 TL grobkörniger Senf, z.B. Rotisseur-Senf

1 Msp. Dr. Oetker Einmachhilfe

Salz

frisch gemahlener Pfeffer

Zubereitung

- Parkett

- Laminat

- Teppich

- Linoleum

- Gardinen

- Plissees

- Rollos

- Insektenschutz

- Markisen

- Balkonbespannung

- Polsterarbeiten

- Asbestsanierungen

- Bettenreinigung

- Teppichreinigung

- Federbettenherstellung

Johannisbeeren waschen, Beeren von den Rispen streifen.

Johannisbeeren pürieren und durch ein Sieb drücken, so dass

man 150 g Beerenmus erhält.

Essig, Zucker, Vanille-Zucker, Beerenmus, Finesse und Orangensaft

in einen Topf geben und aufkochen. Das Ganze 10-15 Min.

einkochen lassen. Feigen schälen und in kleine Würfel schneiden.

Etwa 5 Min. vor Ende die gewürfelten Feigen dazugeben.

Dann Senf und Einmachhilfe unterrühren. Mit Salz und Pfeffer

abschmecken. Sofort in vorbereitete Gläser füllen.

Mit Schraubdeckeln (Twist-off) verschließen, umdrehen und

etwa 5 Min. auf den Deckeln stehen lassen.

28832 Achim-Uphusen · Uphuser Heerstr. 99-101

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52 OBERNEULAND


GEGRILLTER

Ziegenkäse auf

Salattürmchen

Als Vorspeise unschlagbar

Zutaten für ca. 6 Portionen

Dressing:

etwa 300 g Dr. Oetker Crème légère

5 TL Feigen-Senf-Soße (Fertigprodukt)

Salz, frisch gemahlener Pfeffer

2 EL Zitronensaft

2 EL Speiseöl, z. B. Olivenöl

Salat:

1 Apfel z. B. Granny Smith

etwa 200 g Rote Beete (gekocht)

etwas gemischter Salat z. B. Frisée, Feldsalat, Endivie

Block Oberneuland Gastronomie GbR / Golfclub Oberneuland

Heinrich-Baden-Weg 23 / 28355 Bremen

blockoberneuland@gmail.com / T. 0421-243666-10

Gegrillter Ziegenkäse:

1 EL Dr. Oetker Crème légère

1 Ei (Größe M)

30 g Studentenfutter

15 g brauner Zucker

etwa 6 Taler Ziegenfrischkäse z. B. Picandou (je etwa 40 g)

etwas Weizenmehl

etwa 1 EL Speiseöl

Salz

Zubereitung

Dressing zubereiten: 1 EL Crème légère für den Ziegenkäse

beiseitestellen. Übrige Crème légère, Feigen-Senf-Soße, Salz,

Pfeffer, Zitronensaft und Öl verrühren und abschmecken.

Rezepte und Fotos: © Dr. August Oetker Nahrungsmittel KG

Salat zubereiten: Apfel waschen und Kerngehäuse entfernen.

Apfel und Rote Beete in dünne Scheiben schneiden. Apfel- und

Rote-Beete-Scheiben abwechselnd zu etwa 6 Türmchen aufeinandersetzen.

Blattsalat waschen und abtropfen lassen. Salat

mit etwas Dressing vermischen. Auf die Türmchen setzen.

Ziegenkäse grillen: 1 EL Crème légère mit dem Ei verquirlen.

Studentenfutter grob hacken und mit dem Zucker mischen. Die

Käsetaler von beiden Seiten in Mehl wälzen. Auf nur einer

Seite mit Ei bestreichen und mit der Studentenfutter-Mischung

bestreuen. Leicht andrücken. Grill vorheizen und Rost mit Öl

bestreichen. Ziegenkäse-Taler mit der unbelegten Seite auf

dem Grill 2-3 Min. grillen. Hinweis: Am besten ist ein Grill mit

Deckel. Gegrillten Ziegenkäse auf die Salatteller setzen und

mit etwas Salz bestreuen. Mit restlichem Dressing anrichten.

OBERNEULAND 53


OBERNEULAND GESPRÄCH

BIO-RINDFLEISCH-EXPERTIN ANJA SCHUMACHER

„SIE ERKENNEN ES AN

DER MARMORIERUNG …“

Top-Werte in Sachen Eisen, Zink und Vitamin B12: Bio-Rindfleisch ist gesund,

kein Wunder also, dass es auch bei Grill-Liebhabern hoch im Kurs

steht. Noch besser schmeckt’s natürlich, wenn das Fleisch, das auf unserem

Grill landet, auch aus unserer Region stammt. Wie zum Beispiel das Bio-

Rindfleisch von Anja und Friedhelm Schumacher aus Borgfeld. Die Limousin-

Rinder der Familie stehen auf saftig grünen Weiden, die zum Teil im Landschaftsschutzgebiet

in Oberneuland liegen und zum Teil im Naturschutzgebiet

Borgfelder Wümmewiesen – schöner geht’s nun wirklich kaum!

Die Schumachers lassen ihren

Tieren zudem viel Ruhe und

Zeit zum Wachsen, auch das

wirkt sich am Ende auf die

Qualität aus. Die Rinder wachsen

über einen Zeitraum von zwei

Jahren – und sie saugen lange

Milch, sieben, acht Monate lang.

All das trägt bei zu einem hochwertigen,

feinfaserigen Fleisch,

das reich an lebenswichtigen

Vitaminen ist und schön kräftig

schmeckt. Welches Fleisch sich

besonders gut zum Grillen eignet

und was sonst so alles zu beachten

ist, das erzählt Bio-Rindfleisch-Expertin

Anja Schumacher

im Interview.

Frau Schumacher, woran erkenne ich

richtig gutes Grill-Rindfleisch?

Sie erkennen es an der Marmorierung

des Fleisches. Es darf

ruhig etwas mit Fett durchzogen

sein, so erhält man ein saftiges

Grillgut! Fett ist außerdem ein

guter Geschmacksträger. Gut abgehangen

sollte das Fleisch sein –

und langsam gewachsen. Was die

Stärke des Fleisches angeht,

empfehle ich bei Entrecôte etwa

2,5 bis drei Zentimeter. Bei Hüfte

und Beefsteak sollten es etwa

zwei Zentimeter sein.

Welche Teile vom Rind sind zum

Grillen geeignet?

Es gibt einige Stücke vom Rind,

die zum Grillen geeignet sind, so

zum Beispiel das Rumpsteak aus

dem Rücken mit seinem

kräftigeren Geschmack.

Das Filetsteak

unterhalb des

Roastbeefs ist sehr

zart und fein, es ist

milde im Geschmack.

Es gibt das Hüftsteak

mit seiner feinen

Faser und das Beefsteak,

das mager und

etwas fester in der

Struktur ist.

Der Tafelspitz

aus der Keule ist

kräftig im

Geschmack – wie

auch das fettdurchzogene

Entrecôte in

Verlängerung

des Roastbeefs

zum

Bio-Rindfleisch-Expertin

Anja Schumacher präsentiert

frische Grillwürste.

Das Bürgermeisterstück

liegt im

Bereich der

Hüfte, und

zwar oberhalb

der Kugel

der Keule.

Nacken. Dann gibt es noch das

Flanksteak aus dem Bauchlappen

– als größeres und meist als

Ganzes gegrilltes Stück. Es ist eher

grob in der Faser und muss zum

Verzehr gegen die Faser aufgeschnitten

werden.

Hochrippe wird wie ein großes

Kotelett aus der Verlängerung des

Roastbeefs geschnitten. Es ist

durch den Knochen- und Fettanteil

kräftig im Geschmack.

Außerdem wird auch nach

Saumfleisch und Nierenzapfen

gefragt.

Welche Stücke sind

für Grillanfänger besonders

empfehlenswert?

Da empfehle ich

eher dickere Grillstücke,

weil diese

nicht so schnell austrocknen

– also zum

Beispiel Entrecôte

oder Rumpsteak.

Ich bin gerne experimentierfreudig.

Welches Stück sollte

ich probieren?

Wir erfreuen uns sehr an gegrilltem

Bürgermeister. Als Ganzes

angegrillt und dann im Ofen oder

Grill mit Deckel nachgezogen!

Der Name „Bürgermeister“

kommt noch aus Zeiten, als die

Menschen einer Dorfgemeinschaft

das beste Stück Rindfleisch

für den Bürgermeister reserviert

haben. Das Bürgermeisterstück

liegt im Bereich der Hüfte, und

zwar oberhalb der Kugel der

Keule. Das gibt es also immer nur

zweimal.

Was gilt es bei der Grill-Vorbereitung

zu beachten?

Wichtig ist es, das Fleisch etwa

eine Stunde vor Grillbeginn aus

dem Kühlschrank zu nehmen,

damit es besser durchgart. Dann

das Fleisch eventuell marinieren

und durchziehen lassen. Achtung,

bei zu viel Honig in der Marinade

verbrennt das Fleisch leicht!

Naturgebratenes Fleisch sollte

man erst vor dem Verzehr mit

Salz und Pfeffer würzen. Und den

Grill vorheizen, das saubere Rost

etwas einölen. Die Beilagen vorbereiten,

dann kann man sich in

Ruhe ums Fleisch kümmern. Bei

Sanftgaren im Ofen ebenfalls auf

Temperatur vorheizen und den

Teller ebenfalls mit erwärmen.

Wie sieht die richtige Grilltechnik bei

den unterschiedlichen Stücken aus?

Rinderfilet wird als Filetsteak

nur kurz gegrillt – anschließend

dann im Ofen etwa zehn bis

15 Minuten bei 80 Grad nachziehen

lassen.

Rumpsteak wird naturgegrillt,

und das etwa vier Minuten von

jeder Seite. Dann das Fleisch

ruhen lassen – oder es auch für

zehn bis 15 Minuten bei 80 Grad

in den Ofen. Salzen und pfeffern!

Entrecôte – mariniert oder

naturgegrillt: ungefähr sechs

Minuten von jeder Seite, danach

ruhen lassen, salzen und pfeffern.

54 OBERNEULAND


Das Bürgermeisterstück

zunächst salzen und dann als

Ganzes von allen Seiten angrillen

– etwa 20 Minuten. Danach bei

circa 120 Grad je nach Größe

80 bis 100 Minuten ziehen lassen.

Die Kerntemperatur sollte hier

etwa 56 Grad betragen.

Das Hüftsteak mariniert oder

naturbelassen etwa drei Minuten

von jeder Seite grillen und dann

ruhen lassen. Bei Steaks liegt die

Kerntemperatur bei etwa 62 Grad.

Das Beefsteak marinieren und

etwa zweieinhalb Minuten von

jeder Seite grillen und danach ziehen

lassen – im Ofen bei 80 Grad,

und das etwa 20 Minuten lang.

Verraten Sie uns Ihr Lieblings-Grill-

Rezept für vier Personen?

Sehr gern! Also, als Vorspeise

gibt es Bruschetta: Dafür werden

sechs größere Tomaten in kleine

Würfel geschnitten. Zwei klein

gehackte Knoblauchzehen dazugeben,

dann noch drei Esslöffel

Olivenöl, Salz und frisch gemahlenen

Pfeffer sowie Oregano hinzufügen.

Das Ganze zwei Stunden

ziehen lassen. Das Baguette

in etwa einen Zentimeter dicke

Scheiben schneiden, mit Olivenöl

beträufeln und für sechs Minuten

bei 180 Grad in den Backofen geben.

Vorsicht, nicht zu kross werden

lassen! Die Baguettescheiben

herausnehmen und mit der Tomatenmasse

belegen, zur Deko

kommt ein schönes Blatt Basilikum

auf jede Schnitte.

Für den Hauptgang ein Kilogramm

Pellkartoffeln kochen

und dazu Kräuterquark reichen:

250 Gramm Quark und 250

Gramm Crème fraîche mit Salz,

Pfeffer und Kräutern vermischen.

Eventuell etwas Milch zum Verrühren

hinzugeben. Frische

Kräuter wie Petersilie und

Schnittlauch unter die Quarkmasse

rühren.

Ein Bürgermeisterstück trockentupfen

und von Fett und Sehnen

befreien. Leicht einölen und salzen,

anschließend bei hoher Hitze

beidseitig scharf angrillen. Dann

bei indirekter Hitze des Grills

Grillfleisch – hier Entrecôte – darf ruhig etwas mit

Fett durchzogen sein, denn „So erhält man ein saftiges Grillgut“,

sagt Bio-Rindfleisch-Expertin Anja Schumacher.

oder im Backofen bei 100 Grad

für eineinhalb bis zwei Stunden

garen lassen – Kerntemperatur:

56 Grad. Das Fleisch später gegen

die Faser aufschneiden.

Dazu gibt es Salat! Also, Blattsalate

waschen, schleudern und

mit einer Essig-Öl-Marinade anrichten.

Für die Marinade Bianco-

Essig, Limonenöl, Salz, Pfeffer

aus der Mühle, körnigen Senf

und ein wenig flüssigen Honig in

ein Glas geben, mit Deckel verschließen

und gut schütteln! Am

Ende kernlose Weintrauben über

den Salat geben.

Zum Nachtisch

gibt es

eine schöne

Sommer-

Spezialität:

Erdbeercreme!

Dafür 750

Gramm Erdbeeren

waschen und putzen.

Davon etwa 500 Gramm

halbieren und mit drei Esslöffeln

Erdbeerlikör vermischen.

Kühl stellen.

Die restlichen 250 Gramm

Erdbeeren mit 50 Gramm

Puderzucker pürieren und mit

250 Gramm Mascarpone und

250 Gramm Magerquark verrühren.

Die Erdbeeren vor dem

Verzehr über die Creme geben –

und mit Zitronenmelisse

dekorieren!

Interview und Fotos: Claudia Kuzaj

OBERNEULAND 55


Grüntee-Balsam

Die Bio-Grüntee-Experten von Keiko

haben ihr Portfolio um eine weitere

japanische Wohltat ergänzt, um Matcha

Lip Balm: Lippenbalsam, handgefertigt

und mit wunderbar pflegendem Grünteeanteil.

Biologisch und vegan – mit

natürlichen Inhaltsstoffen und reich an

wertvollen Antioxidantien! Preis: 4,95 Euro

www.keiko.de

Holz-Presse

Eine halbe Zitrone in der einen Hand.

Mit der Zitruspresse in der anderen

Hand den Saft herausdrücken und

direkt in eine Schale laufen lassen.

Leichter geht das Entsaften nicht – vor

allem, wenn der Bremer Drechsler

Hergen Böttcher die Zitruspresse aus

Holz gefertigt hat. Da fühlt sich die

Küchenarbeit gut an! Nach der Benutzung

nur kurz abspülen und abtrocknen.

Preis: 15-cm-Zitruspresse 22 Euro

www.hergenboettcher.de

Flunder-Wunder

Ein Grill muss kein Riesen-Monstrum sein, den eine Person

allein kaum tragen kann. Er darf aber auch nicht so zart und

wacklig sein, dass man bei jedem Windhauch um sein Grillgut

fürchtet. Gut, dass Bastian Aufderheide und Florian Silbermann

aus Thedinghausen den Flunder-Grill erfunden haben –

er ist kompakt, zugleich stabil und bietet obendrein eine

große Grillfläche. Perfekt! Preis: Basisgrill 198 Euro

https://flunder-grill.de

Made

inBremen

Überall in Bremen und „umzu“ setzen

Künstler, Designer und Konstrukteure

einzigartige Ideen um, produzieren

Werkstätten, Manufakturen und Fabriken

Dinge, die es so sonst nicht gibt.

In der neuen Rubrik stellt das

OBERNEULAND MAGAZIN diese Schätze aus

der Region vor – Ideen und Produkte,

die unser Leben schöner machen!

Ring-Liebe

Handwerkliche Qualität und

kreative Schöpferkraft verbindet

die Bremer Designerin Cynthia

Kurth bei ihren Schmuck-Unikaten,

viel Liebe kommt hinzu: Ihr

Wunsch sei es, „Schönheit in die Welt zu bringen“,

sagt Kurth. Diesen Cocktailring zum Beispiel hat sie

aus 925er Silber in Handarbeit gefertigt. Der Blue

Topas stammt aus Brasilien. Die Strukturen im

Silber sind durch Schmieden und Punzieren entstanden.

Ein Lieblingsstück! Preis: auf Anfrage

www.schmuckburg.de

Küsten-

Glückwunsch

Aus dem Atelier

„Krabbenkopp“

der Grafikerin

und Illustratorin Angela Nora Broer

kommt diese zauberhaft maritime

Glückwunschkarte … die fröhliche

Robbe grüßt das neugeborene

Küstenkind und freut sich tüchtig

mit! Der passende Umschlag (C6)

in coolem Recyclingkraftpapier

wird gleich mitgeliefert. Die Karte

ist auf küstenkräftigem Recyclingpapier

(300 g/qm) in Deutschland

gedruckt worden. Preis: 3 Euro

www.etsy.com/de/shop/

Krabbenkopp

Taschen-

Unikat

Aus recyceltem

Segeltuch

gemacht …

maritimer geht’s

kaum! Die

Taschen-Unikate

von Canvasco

sind absolut

tragbare Hingucker

– wie bei

dieser norddeutsch-stylishen Lady-

Variante mit einem Hauptfach und

Reißverschluss. Der Gurt ist von

Hand von Nordseil55 hergestellt.

Ahoi! Preis: 179 Euro

https://canvasco.de

Text: Claudia Kuzaj, Fotos: Cynthia Kurth/Schmuckburg, Keiko, Hergen Böttcher, Flundergrill, Canvasco, Angela Nora Broer/Krabbenkopp

56 OBERNEULAND


Pfirsich-Weisse

Erfrischt uns in der Sommer-Saison und passt

perfekt zur asiatischen und indischen Küche:

„Life’s a Peach“, die „Bremer Weisse“ mit Pfirsich-

Melba von der Union-Brauerei in Walle. Die spritzige

und sommerlich-fruchtige Weisse versteht sich

einfach gut mit Curry-Gerichten. Und schmeckt

natürlich auch einfach als aromatische Abkühlung.

Preis: 0,33-Liter-Flasche 2,29 Euro

https://brauerei.bremen.de

Wümme-Tradition

Das charaktervolle Aroma der Region im Glas – seit 1906

ist die Bruns-Spirituosenfabrik in Rotenburg (Wümme) für

ihre sorgfältig produzierten Manufakturprodukte bekannt.

Die handwerkliche Tradition wurde beibehalten, und das ist

zu schmecken – zum Beispiel hier, beim „Wümme-Aquavit“

aus dem Hause Bruns. Preis: 0,7-Liter-Flasche 24,50 Euro

www.spirituosenfabrik.de

Text: Claudia Kuzaj, Foto: Maxsell, Löffelnuss, Union Brauerei, Teehandelskontor Bremen, Weingut Janus, Allos

Snack-

Spaß

Purer Knabber-

und

Snack-Spaß:

Bean Sticks

aus dem

Hause De

Rit. Knusprig-luftige Chips, hergestellt

aus Pinto-Bohnen, die natürlich aus

kontrolliert biologischem Anbau stammen.

Die Sticks werden schonend gebacken

und mit einer pikanten Paprikanote

verfeinert. Köstlich knusprig!

Preis: 75-Gramm-Beutel 2,99 Euro

www.derit.de

Creme-Genuss

Nuss-Nougat-Creme mit weißer Haselnuss –

eine verführerische Verlockung! Zwei Sorten

handverlesener Nüsse, frisch geröstet und sofort

verarbeitet, um den ganzen Geschmack

zu erhalten. Hinzu kommt französische Kakaobutter.

Die Löffelnuss-Creme schmeckt als

Brotaufstrich, auf Gebäck und in Torten, Keksen, Cupcakes.

Und direkt aus dem Glas! Preis: 130-Gramm-Glas 3,90 Euro

www.loeffelnuss.com

Bremer

Genuss

Neue Ideen von

Bremer Manufakturen

Hanseaten-

Style

Katharina und Frederik Janus

stammen aus Bremen und haben

in Herxheim am Berg ein

Weingut gegründet, das hanseatischen

Style und norddeutsche

Klarheit in die Pfalz bringt.

Zum Beispiel mit diesem wunderbaren

sommerlichen Riesling,

der gekonnt die Balance

von Frucht und Mineralität hält und sich

bestens für Schorlen eignet.

Preis: 0,75-Liter-Flasche 8,50 Euro

https://weingut-frederik-janus.de

Tee-Begleitung

So geht Tea Time auf bremische Art!

Knuspriges „Bremer Brot“ gehört einfach

dazu – ein traditionelles Mürbegebäckvergnügen

mit Kakao, vielen Haselnüssen

und würzigem Zimt- und Nelkengeschmack

aus dem Tee-Handelskontor Bremen. Die

Briten sollen schon ganz neidisch sein …

Preis: 150-Gramm-Beutel 3,95 Euro

www.tee-handelskontor-bremen.de


MODE

Rock den

Sommer

Unsere Marken

für Kinder:

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Wir freuen

uns auf Sie!

Oberneulander

Heerstraße 30

28355 Bremen

Wer keine Kleider tragen mag, aber luftige und feminine

Mode während der Hitze liebt, darf sich freuen

- es gibt ja schließlich noch den Rock. Während

in den letzten Saisons intensiv mit Hosenformen,

Kleiderlängen und ganz viel Wohlfühlschnitten

gespielt wurde, schafft

jetzt ein altbekannter Vertreter eine

Renaissance: Der Rock ist zurück!

Und zwar in allen erdenklichen

Formen, Farben und Längen –

von Mini, Midi bis Maxi. Was

das Design betrifft ist alles erlaubt.

Weit fallende Chiffon-Röcke mit verspielten,

floralen Prints treffen auf rockige

und sportliche Varianten. Auch klassische

Pencil-Skirts profitieren vom Aufwind des

Trends und werden zu einem neuen Thema.

Tragekomfort

It’s time for you to have some time! Mit dem Midirock von

dem israelischen Label ME369 präsentiert sich feminine

Extravaganz.Dank des ausgestellten Schnitts umschmeichelt

der leichte Stoff sanft den Körper! Neben dem extrem coolen

Design versprechen die Viskose-Rayonqualität und die

hochwertige Verarbeitung außerdem einen maximalen

Tragekomfort!

Gesehen bei a’riva, Borgfelder Heerstraße 42C, 28357 Bremen,

Telefon: 0421 8350066

Telefon

0421 / 20 53 99 88

Mo-Fr 10-13 Uhr

und 15-18 Uhr

Sa 10-13

58 OBERNEULAND


Jersey-Girl

Neben Hosen schneidert

Raffaelo Rossi auch

modische Röcke an. Die

Schnitte präsentieren sich

ebenso leicht fallend und

Figur umspielend wie die

bequemen Hosen aus High-

Tech Jersey der Marke.

Gesehen bei a’riva,

Borgfelder Heerstraße 42C,

28357 Bremen,

Telefon: 0421 8350066

Floral

Rock von Rich & Royal aus leichtem Material.

Der verspielte Print dieses Rockes unterstreicht

das schwungvolle Design, denn das Modell ist

aus weich fallender, nachhaltiger Viskose

gefertigt und besitzt eine herrliche Weite.

Ein elastischer Bund bringt Tragekomfort und

sorgt stets für den perfekten Sitz.

Gesehen bei CoAllù’s Cinderella, Oberneulander

Heerstraße 30, 28355 Bremen,

Telefon: 0421 95800138

Schwungvoll

Hier trifft Cinderella-Flair auf

Coolness – und genau das

macht den Plisseerock von

Esqualo so beliebt. Hauptmerkmal

sind die vielen

schmalen Falten, die für den

besonderen Schwung sorgen

und den Plissee-rock zu

einem echten Hingucker

macht.

Gesehen bei CoAllù’s Cinderella,

Oberneulander Heerstraße 30,

28355 Bremen,

Telefon: 0421 95800138

BORGFELDER HEERSTRASSE 42 C

28357 BREMEN

OBERNEULAND 59


MODE

Verfranst

Rock mit asymmetrischem

Saum von nine in

the morning. Taillenbund

mit seitlichen Zipp-

Verschluss. Seitliche Eingrifftaschen

und Logo-Patch

an der Rückseite. Dezent

„verfranster“ Saum in

Midi-Länge. Material: 79%

Viskose, 21% Cupro

Gesehen bei Laden 82,

Rockwinkeler Heerstraße

32B, 28355 Bremen,

Telefon: 0174 9279391

Rockwinkeler Heerstr. 24

28355 Bremen

Tel. 0421 / 25 08 08

Denim

Mit dem Rock von Buena Vista gibt es ein weiteres

zeitloses Basic-Teil im Kleiderschrank! Ein formbeständiger

Denim macht den Damenrock zu einem unverzichtbaren

Begleiter an sommerlichen Tagen.

Erhältlich bei Frauenzeit Fashion, Borgfelder Heerstraße 57,

28357 Bremen, Telefon: 0421 24278091

Rock oder Hose?

Für einen stilvollen Zwei-in-Eins Look steht

die weitgeschnittene, stretchige Hose von

Narli! Super Muster, tolle Farbkombination.

Dazu passend das passende Top – für einen

durch und durch sommerlichen Auftritt.

Gesehen bei Laden 82, Rockwinkeler Heerstraße

32B, 28355 Bremen, Telefon: 0174 9279391

Peace

Cargojacke von Zwillingsherz

aus 100% Baumwolle.

Lässige Oversized Stoffjacke

mit Aufdruck und Stickerei

am Rücken.

Die Jacke fällt groß aus.

Wer es nicht ganz so locker

mag, sollte lieber eine Größe

kleiner nehmen.

Erhältlich bei Frauenzeit Fashion,

Borgfelder Heerstraße 57,

28357 Bremen,

Telefon: 0421 24278091

60 OBERNEULAND


Individuell

Schmaler Rock von Icke Berlin

(Größe 40). Markenzeichen der

femininen Kollektion sind die ausgeklügelten

Schnitten. Exklusiv

fotografierte Stadt- und Landszenen

machen die Modelle zu wahren

Blickfängern. Dazu eine Seidenbluse

von Friedmann (Größe 40).

Erhältlich bei Akora,

Second Hand und mehr,

Klosterstraße 4, 28865 Lilienthal,

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OBERNEULAND 61


Christianes lustige,

aufgeplusterte

Biskuit-Decke.

HEISST ES QUILT

ODER KILT?

UND WAS IST DER

UNTERSCHIED?

Hintere Reihe v.l.n.r. Bärbel, Sylvia, Anja, Christiane; +vordere Reihe v.l.n.r. Angela,

Nancy, Hilma.

Farbenfroh, ideenreich und stichhaltig möchte das

Oberneuland Magazin Ihnen diese Fragen beantworten

und hat sich hierfür mit den Frauen der Quilt

Gruppe im Gemeindehaus der Evangelischen

Kirchengemeinde Oberneuland getroffen.

Quilt oder Kilt, beides sind Handarbeiten

aus Stoff. Kilt kommt aus

dem Schottischen und beschreibt

einen knielangen Rock, welcher

seine erste Erwähnung im 17. Jahrhundert

erfährt. Der Quilt hingegen hat eine weitaus

ältere Geschichte zu bieten. Vermutlich

haben schon die Ägypter gequiltet. In

einem Museum in Kairo sind die ältesten,

ca. 3.000 Jahre alte Patchwork-Quilts ausgestellt.

Auch in Japan und China wurden

schon sehr früh Textilien mit dieser Technik

hergestellt. Vom 11. bis 13. Jahrhundert

verbreiteten heimkehrende Kreuzfahrer

diese Patchwork-Quilt-Technik im nördlichen

Europa, unter ihren Rüstungen

trugen sie wärmende, gesteppte Kleidungsstücke,

welche gleichzeitig vor Druckstellen

schützten. Das Stoffstück gewann durch

das Verbinden der Lagen mittels Steppstiches

an Reißfestigkeit. Außerdem ließen

die gefütterten Decken und Kleidungsstücke

die kalten Winter erträglicher

werden. Europäische Auswanderer nahmen

Anfang des 17. Jahrhunderts diese Handarbeitskunst

mit nach Amerika, wo Quilten

und Patchwork zur Volkskunst wurde.

Schon damals entstanden in Geselligkeit

und durch gegenseitige Unterstützung

große Gemeinschafts-Quilts. Oft waren

diese Ausdruck gesellschaftlicher Anerkennung,

manchmal auch Statussymbol. Es

wurde ihnen eine so hohe Bedeutung beigemessen,

dass sie sogar im Testament aufgeführt

wurden. Schnell entdeckten die

Menschen diese Handwerkskunst

auch für dekorative

Zwecke. Messgewänder

hoher Geistlicher wurden

verziert und bereits

im 19. Jahrhundert gab

es in England Quilts als

Wanddekoration in wohlhabenden

Häusern.

Die acht Frauen sind

sich einig, wenn sie sagen:

„Es gibt keine Quilt-Polizei. Egal wie wir

zum Ziel gelangen, das Ergebnis zählt. Im

Laufe der Zeit lässt die Sehkraft und die

Fingerfertigkeit nach, das müssen wir akzeptieren.“

Dennoch ist es erstaunlich, wie

geschickt Hilma Fäthke noch die kleinsten

Stoffe über Papier gezogen näht. Urgestein

und Legende wird die 85-Jährige liebevoll

von den anderen Frauen genannt. Fäthke

quiltet seit Anfang der 90er Jahre, gab die

ersten Kurse in Bremen in einem Raum auf

dem Peterswerder. „Damals gab es keine

Literatur, Cutter oder Schablonen.

Aber ich war öfters in Amerika

und habe mir dort vieles

abgeschaut“, erzählt sie

schmunzelnd. Vor fast

20 Jahren kam

Bärbl Vollertsen

nach Bremen,

1998 hat sie ihre

Mit English Paper Piecing gefertigte Muster

in verschiedenen Formen.

große Leidenschaft

für Patchwork und

62 OBERNEULAND


Quilten entdeckt: „Daheim an meiner

Nähmaschine oder auf dem Sofa beim

Handnähen und Quilten finde ich immer

wieder zu mir selbst.“ Sie ist in der

Patchwork Gilde engagiert, einem deutschlandweiten

Verein mit 6.000 Mitgliedern,

welcher auch international tätig ist und

stetig neue Mitglieder gewinnt.

Seit 2011 leitet sie die Quilt-Gruppe in

der Evangelischen Kirchengemeinde

Oberneuland. Die Quilterinnen freuen

sich, dass sie diesen Raum zur Verfügung

haben und auch für die Gemeinde ist die

Gruppe eine große Bereicherung. Wunderschöne

Antependien sind unter den geschickten

Fingern der acht bis dreizehn

Frauen entstanden.

Hier eine kleine Antependien-Kunde:

Antependien dienen als Altar- und Kanzelbehang

und richten sich nach den liturgischen

Farben im Kirchenjahr. Weiß gilt als

Farbe des Lichts, der Freude und der Reinheit

und wird zu Ostern und Weihnachten

angewandt. Violett ist die Farbe der

Besinnung und Buße für die Fasten- und

Adventszeit. Rot symbolisiert im Besonderen

den Heiligen Geist, Feuer und Liebe

und kommt zu Pfingsten, am Reformationstag

und der Konfirmation zum Einsatz. Die

Angela mit einem Teil ihres Quilts,

welchem „Dear Jane“ als Vorbild

dient.

Mit ihrem Quilt „Happy Village“ zeigt

Bärbl Vollertsen, wie vielseitig quilten

sein kann.

Hilma Fäthke hält bereits das

nächste Kunstwerk für den

Altar bereit.

Farbe für Hoffnung und Leben, Natur und

Schöpfung ist Grün. Diese Antependien

hängen am häufigsten, besonders in der

festlosen Zeit und am Erntedankfest in der

Kirche. Die Farbe der Trauer und des Todes

ist Schwarz, dieses Tuch wird an Karfreitag

und Karsamstag sowie bei Beerdigungen

verwendet. Aus einem Stoffmix vieler

kleiner Stoffreste entstehen diese Wunderwerke.

Die Anwendung vorhandener Stoffe

ist am schönsten, denn hierbei werden Erinnerungen

verarbeitet. Ein Quilt besteht

immer aus drei Lagen, welche miteinander

durch Quilten verbunden werden müssen.

Die erste Lage ist das Patchwork, was

Flickenarbeit bedeutet. Vlies oder andere

wärmende Füllmaterialien bilden die zweite

Lage und ein Baumwollstoff als Rück-


Auch ein Helfer: der Nadelzieher. Die verschiedenen Zuschnitte werden vor

dem Nähen zusammengelegt, um zu sehen, wie sie miteinander wirken.

Der Quilt-Fingerhut. Anders als beim herkömmlichen

Fingerhut sind die Vertiefungen seitlich, wodurch die Nadel

in jedem Winkel optimal fixiert wird. Er ist der natürlichen

Form des Fingers nachempfunden, so wird die

Nadel nicht mit der Fingerspitze, sondern mit der Rundung

des Fingers geführt. Die Öffnung ermöglicht das

Arbeiten auch mit langen Fingernägeln und verhindert

Schwitzen im Fingerhut.

Kleine Klammern dienen als Helfer, um die

filigranen Stoffteile zusammenzuhalten.

Illusion-Quilt: eine Gemeinschaftsarbeit der

Oberneulander Quilt-Gruppe.

Bei den Antependien ist Violett die Farbe der Besinnung und Buße für die Fasten- und Adventszeit. Rot symbolisiert im Besonderen

den Heiligen Geist, Feuer und Liebe und kommt zu Pfingsten, am Reformationstag und der Konfirmation zum Einsatz.

seite die dritte Lage. Anfangs wurde alles

verwendet, was man hatte, kaputte Kleidung,

alte Strümpfe, Wolle, Stoffreste, Federn

und Stroh sowie Watte, die früher in

Arzneifläschchen steckte; der Einfallsreichtum

der Menschen kannte keine Grenzen.

Upcycling fand schon vor Hunderten von

Jahren statt und die heutige Steppjacke hat

sicher dort ihren Ursprung gefunden.

Beim Betrachten der unzähligen verschiedenen

Stoffreste, bunten Garne,

Nähutensilien, Schneidunterlagen, Cutter

und Schablonen, fertiggestellten Quilts

oder kleinsten sich in Arbeit befindenden

Näharbeiten wird schnell klar, dass der

Ideenreichtum dieser Quilt-Gruppe ebenfalls

keine Grenzen kennt. An diesem Ort

findet immer ein munterer Austausch statt.

Jeder bringt eigene Ideen und Material

zu einem bestimmten Thema mit und

alle sind sich einig, gemeinsam geht es

am besten.

Anja näht an einer Gemeinschaftsarbeit,

einem Illusion-Quilt mit wunderschönem

Farbenspiel. „Eine von uns hat etwas gesehen

oder hat eine Idee, kann es aber nicht

umsetzen oder weiß nicht genau wie. So

wird in der Gruppe gefragt, ob alle Lust haben,

es auszuprobieren, dann entstehen gemeinsame

Arbeiten“, erzählt sie. Mehrmals

fällt das Wort Biskuit, was den Eindruck

erweckt, die Gruppe bäckt nun auch im

Gemeindehaus. Doch dem ist nicht so –

eine besondere Quilt-Technik verbirgt sich

hinter der witzig bunten Decke, welche wie

ein aufgeplusterter Biskuitteig aussieht.

64 OBERNEULAND


Christiane quiltet seit 1994 und verrät,

wie diese lustige Decke genäht wird: „Ein

kleineres und ein größeres Stoffquadrat

werden mit Polsterwatte gefüllt und zusammengenäht,

durch den Größenunterschied

entstehen die Falten.“

Für Christiane ist es wichtig, dass

Projekte auch fertig werden, „das brauche

ich einfach.“ Die nächste Idee hat sie schon

und möchte gerne Lampions nähen. Auf

dem Tisch liegt eine Herrenhose oder Teile

davon, jedenfalls war es einmal eine. Jetzt

ist es ein witziges Sitzkissen. „Das ist die

Hose von meinem Mann“, sagt Sylvia

lachend, „und die Füllung ist ein Kinderbett.“

Ein kleiner blauer Knopf ist an der

Seite des Kissens angenäht. Auf ihm steht:

Einzelstück, und das ist es ganz bestimmt.

Unter QuilterInnen ist der weltberühmte

„Dear Jane“-Quilt bekannt, er stammt von

Jane A. Stickle und ist während des amerikanischen

Bürgerkriegs 1863 entstanden.

Dieses Original besteht aus 225 Blöcken

und ist 2,40 m x 2,40 m groß. Verschiedene

Blöcke oder Sampler, mit verschiedenen

Techniken genäht, hat Angela vor sich

liegen. Die Farben und Muster sind faszinierend,

Applikationen heben sich hervor,

mit English Paper Piecing gefertigte Muster

Die ehemalige Herrenhose hat nun den Besitzer

gewechselt. Als Einzelstück ist sie zu Sylvias Sitzkissen

geworden.

sehen aus, als wäre der Stoff ganz zart

gefaltet worden. Beim English Paper

Piecing wird der Stoff zunächst über Papier

gezogen, kleinere Stoffe sind dann stabiler

und lassen sich besser nähen. „Die Blöcke

sind alle mit der Hand genäht, die Muster

sind zu fein für die Nähmaschine“, sagt

Angela. „Auch finde ich die Nähmaschine

familienunfreundlich; da sie laut ist, müsste

ich beim Nähen in einem anderen Zimmer

sitzen.“ Sowieso ist Quilten eher Handarbeit,

manchmal auch ein Mix aus Nähen

mit Hand und Nähmaschine, entscheidend

ist, was genäht wird. Ein Gebrauchsgegenstand

sollte robust sein und wird eher mit

der Maschine genäht. Ein Quilt erzählt ein

Stück Lebensgeschichte, es vergehen Monate,

manchmal sogar Jahre bis zur Fertigstellung.

Auch in Nancys Double Wedding Ring

Decke sind: „Stoffe mit Geschichte“ verarbeitet.

Sie zeigt auf die kleinen Stoffreste

vom Hemd des Ehemannes oder dem Quilt

der Großmutter. Schon jetzt sind die Ringe

deutlich erkennbar, wenn Nancy die bereits

gequilteten Teile aneinanderlegt. Die

fertigen Arbeiten sind so voller Farbe und

Details, voller Hingabe und Sorgfalt, voller

Ideen und Zeit. Die Frauen der Quilt-

Gruppe verbreiten so viel Freude im

Miteinander. Wie sie gibt es immer mehr

Quilt-Begeisterte, unter ihnen auch

Männer, die mit Ausstellungen und Workshops

zur Weiterentwicklung dieser Handwerkskunst

beitragen. Mitmachen kann,

wer möchte, doch sollten Grundkenntnisse

vorhanden sein. Moderne Medien ermöglichen

den Austausch ebenfalls, so können

Großmutter und Enkelin, Mutter und Sohn

auch aus der Ferne gemeinsam quilten.

Haben wir Sie neugierig gemacht? Die

wunderschönen Antependien und viele

andere Werke werden bei einer Ausstellung

in der Kirche zu sehen sein. Die Quilterinnen

werden ihnen gerne Fragen beantworten.

Einen Termin gibt es noch nicht, dieser

wird jedoch rechtzeitig im Gemeindeblatt

der Evangelischen Kirchengemeinde

Oberneuland bekannt gegeben.

Text und Fotos: Susanne Wokurka

OBERNEULAND 65


DER EIGENE NASCHGARTEN

VON DER HAND

IN DEN MUND

66 OBERNEULAND


Der Trend geht zur kleinen Ernte aus dem eigenen Garten. Nicht nur der Appetit auf eigenes Obst und Gemüse

steht im Mittelpunkt, sondern auch die Freude, Früchte beim Wachsen und Reifen zu beobachten.

Ob Radieschen, Rotkohl oder Radicchio: Sie alle und noch viel

mehr Frisches hält jeder Supermarkt rund ums Jahr für seine Kunden

bereit – ganz unabhängig von der heimischen Saison. Doch immer

mehr Gartenbesitzer wünschen sich einen Nutzgarten, in dem sie

leckeres Obst und Gemüse selber anbauen und ernten können.

Immer mehr Menschen entwickeln

wieder Appetit auf Obst und Gemüse

aus dem eigenen Garten. Ein Trend,

den auch Garten-Experte Andreas

Leucht beobachtet. Seine in der Regel

trend- und designbewussten Kunden verlangen

seit einiger Zeit wieder verstärkt

nach Nutzgärten. „Natürlich nicht nur“, so

Leucht. „Aber wir bekommen immer öfter

den Auftrag, in die Ziergärten, die wir

anlegen, auch einen kleinen Nutzgarten zu

integrieren.“

Damit hat Andreas Leucht auch gleich

auf den Punkt gebracht, worin sich die

neue Nutzgartenkultur von der vergangener

Jahrzehnte unterscheidet: Viele seiner

Kunden wünschen sich lediglich eine

kleine Ernte aus dem eigenen Garten. Die

Freude, Früchte beim Wachsen und Reifen

zu beobachten, steht dabei im Mittelpunkt.

Und Familien mit Kindern zeigen ihrem

Nachwuchs ganz nebenbei, dass ein Salatkopf

in der Erde und nicht im Supemarktregal

wächst.

Ein weiterer wesentlicher Unterschied

zu vergangenen Tagen: Da das wertvollste

Gut der Gegenwart bekanntlich Zeit ist,

lautet der Wunsch vieler Gartenbesitzer:

Auch ein Nutzgarten muss pflegeleicht

sein. Dabei hängt die Pflegeintensität des

Nutzgartens einerseits von seiner Größe,

andererseits aber auch von der gewählten

OBERNEULAND 67


Blattgemüse wie Spinat oder

Mangold wachsen im Gartenbeet

sehr gut und relativ schnell. Das

sorgt für schnelle Erfolgserlebnisse.

Apfelspaliere sind optimal für kleine

Gärten. Die Apfelblüte ist für viele

Bienen eine wichtige Futterquelle.

Walderdbeeren sind Bodendecker.

Durch ihre Blüten und Früchte sind

sie auch eine gute Nahrungsquelle

für Insekten und Kleinsäuger.

Pflücksalate können ab dem Frühjahr bis zum

Hochsommer ausgesät werden. Eine Ernte ist

bis Mitte Oktober möglich. Pflücksalate

sind alle Sorten, die keinen Kopf ausbilden,

dazu zählen z.B. Lollo Rosso, Eichblattsalat oder

Batavia. Im Hochbeet lassen sich dazu auch

gut diverse Küchenkräuter (z.B. Rosmarin, Dill,

Majoran und Petersilie) kombinieren.

Lavendel lässt sich mit vielen

Kräuter- und Gemüsepflanzen

kombinieren. Am besten gelingt

die Pflanzpartnerschaft durch ein

professionelles Pflanzkonzept.

68 OBERNEULAND


Johannisbeeren sind gut

geeignet für Gartenanfänger,

da sie mit vielen Böden

gut zurechtkommen.

Bepflanzung ab. Mehrjährige Kräuter fordern

weniger Aufmerksamkeit als Gemüsesorten,

und für den Einstieg in die Selbsternte

reichen schon fünf Quadratmeter.

Bestens geeignet für Einsteiger sind nach

Leuchts Erfahrung solche Pflanzen, die

schnell wachsen.

„Zuckererbsen oder Feuerbohnen beispielsweise

sind auch ideal, wenn der Nutzgarten

mit Kindern gemeinsam angelegt

wird, weil sie einfach ganz schnell Erfolgserlebnisse

liefern.“ Die meist knallroten

Blüten der Feuerbohnen überstrahlen

mit ihrer Schönheit übrigens so

manche Zierpflanze. Ebenfalls ein

Hingucker sind rote Mangoldsorten,

die auch im Blumenbeet eine gute

Figur machen und absolut pflegeleicht

sind.

Damit Neu-Nutzgarten-Besitzer

auch langfristig bei der Stange

bleiben, setzen Gartenprofis wie

Andreas Leucht auf eine umfassende

individuelle Beratung, bevor es

ans Beete-Anlegen geht. Hierbei gilt

es, Standortfragen zu klären und

herauszufinden, wie viel Zeit die

Gartenbesitzer tatsächlich in die

Pflege ihres Nutzgartens investieren

wollen. Außerdem geht es natürlich

darum, den Nutzgarten möglichst

harmonisch zu integrieren.

„Oft sind die Kunden überrascht,

wie dekorativ ein Nutzgarten mit

gut geplanten Beeteinfassungen

oder individuell angefertigten

Hochbeeten wirken kann“, weiß der

Gärtner von Eden aus Erfahrung.

Eine beliebte Variante des modernen

Nutzgartens ist der Naschgarten. Hier kann

der Besitzer quasi von der Hand in den

Mund genießen. Beerensträucher laden mit

ihren süßen Früchten zum sofortigen

Verzehr ein.

„Und für den kleinen Genuss zwischendurch

reicht schon ein einzelner

Strauch. Das lässt sich auch im kleinsten

Garten oder in einem Kübel auf Terrasse

oder Balkon verwirklichen“, betont der

Experte. Ebenfalls eine Option für wenig

Platz und ein knappes Zeitbudget: ein

Apfel- oder Birnenspalier.

Wer einmal Freude an der eigenen Ernte

gefunden hat, kann dann seinen Radius

und sein Repertoire Schritt für Schritt erweitern.

„Wer selbst sät und erntet, bekommt

auch wieder einen Sinn für die Saisonalität

der einzelnen Obst- und Gemüsesorten,

auf die man sich dann viel intensiver

freut“, ist Andreas Leucht überzeugt.

www.leucht-gaerten.de

www.gaertner-von-eden.com

OBERNEULAND 69


Tipps vom Profi

MEIN GARTEN

UND ICH

Sichtschutzpflanzen, Taxus, Kirschlorbeer, Thuja,

Buchenhecken ... bis ca. 500 cm. vorrätig

BEIM GÄRTNERN AUF KLIMA-

FREUNDLICHE PFLANZERDE SETZEN

ES GEHT AUCH

OHNE TORF

Unzählige Balkonkästen, Töpfe und Kübel warten darauf,

in der Gartensaison mit Blumen aller Art bepflanzt zu

werden. Was aber nur wenige Hobbygärtnerinnen und

-gärtner wissen: Sie können dabei auch einen aktiven

Beitrag zum Klimaschutz leisten, indem sie bei der Wahl

der Pflanzerde genauer hinsehen und auf torfhaltige

Produkte verzichten. Torf ist in Tausenden von Jahren aus

abgestorbenen Pflanzen in Mooren entstanden und gilt als

effektiver Kohlenstoffspeicher. Legt man Moore trocken,

baut den Torf ab und nutzt ihn als Blumenerde, wird nach

und nach klimaschädliches Kohlendioxid (CO 2 ) freigesetzt.

Das Thünen-Institut, eine Bundesforschungseinrichtung in

Braunschweig, schätzt die entsprechenden jährlichen CO 2 -

Emissionen allein in Deutschland auf mindestens 400.000

Tonnen. Die neue Bundesregierung will deshalb einen Ausstiegsplan

für Torfabbau und -verwendung beschließen und

Torf-Alternativen entwickeln. Auch die torffreien Produkte

weisen Kohlendioxid-Emissionen auf. Aber die Pflanzen,

aus denen sie gewonnen wurden, wachsen wieder nach

und binden erneut CO 2 – ein weitgehend geschlossener

Kreislauf.

70 OBERNEULAND


Erfolgreiches Gärtnern geht auch ohne Torf. So

können Hobbygärtnerinnen und -gärtner einen

wichtigen Beitrag zum Klimaschutz leisten.

Foto: djd/FNR e.V./Maksim Kostenko - stock.adobe.com

Torfersatz aus nachwachsenden Rohstoffen

Im heimischen Garten fällt der Umstieg auf torffreie

Blumenerden denkbar einfach. Sie sind in Gartenfachmärkten,

Baumärkten und in Gärtnereien erhältlich. Und das

Angebot wächst stetig. In torffreien Erden sind meist nachwachsende

Rohstoffe aus heimischen Quellen wie Kompost,

Rindenhumus oder Holzfasern als Ersatz enthalten.

Dafür wird kein Baum gefällt, stattdessen verwenden die

Erdenhersteller die Resthölzer, die in Sägewerken ohnehin

anfallen. "Für Töpfe und Blumenkästen gibt es sehr gute

Erden, auch Spezialerden beispielsweise für Hochbeete, die

zum Teil bessere Eigenschaften haben als Torf ", erklärt

Prof. Bernhard Beßler, Leiter des Geschäftsbereichs Gartenbau

bei der Landwirtschaftskammer Niedersachsen.

Das Angebot reicht von Universalerden bis zu Substraten

für Spezialanwendungen für die Anzucht von Kräutern,

Gemüse, Blumen oder Hecken- und Strauchpflanzen.

Datenbank mit über 250 torffreien Erden

Wichtig ist es, beim Kauf auf die genaue Kennzeichnung

zu achten: Nur Produkte, die mit dem Aufdruck „torffrei“

oder „ohne Torf“ gekennzeichnet sind, werden ihrem

Namen gerecht. Ist die Kennzeichnung nicht eindeutig, hilft

ein Blick auf die Inhaltsstoffe. Hobbygärtnerinnen und

-gärtner finden unter www.torffrei.info eine Marktübersicht

zu torffreien Erden, in der bereits über 250 Erden

diverser Hersteller für viele Einsatzbereiche gelistet sind.

Die Webseite bietet zudem zahlreiche Tipps für das erfolgreiche

Gärtnern mit torffreier Erde.

Hilligenwarf 2

28865 Lilienthal

Tel. 04298/4708

Fax 04298/30347

www.greentech-lilienthal.de

OBERNEULAND 71


Foto: NABU CEWE Philipp Meyer

DIE WILDBIENE

WENIGER TUN

IST MEHR …

Gut 560 Wildbienenarten leben in Deutschland,

viele davon sind absolute Spezialisten und stark gefährdet.

Foto: NABU Peter Brixius

ildbiene ist ein Ober-

„Wbegriff für Hummeln,

Solitärbienen und viele schmarotzende

Arten. In Bremen haben

wir noch knapp 150 Arten“,

erklärt NABU-Geschäftsführer

Sönke Hofmann. Bienenhilfe sei

ganz simpel, so der Hobbyimker,

man müsse einfach weniger machen.

Das fange beim Unkrautzupfen

an und habe einen besonders

großen Effekt beim Rasenmähen.

„Meine Rasenflächen

mähe ich drei- oder viermal,

manche nur zweimal im Jahr und

so hat sich die einst einheitlich

grüne Fläche in einen Blühteppich

mit Gundermann, Günsel und

Margeriten verwandelt“,

schwärmt der Naturschützer. Das

sei viel einfacher und naturnäher

als die künstliche Ansaat.

Ein Thema für sich sind die

beliebten Insektenhotels. „Nur

ein Fünftel der Bienenarten geht

in hohle Stängel und Holzgänge“,

klärt Hofmann auf, „über die

Hälfte der Wildbienen siedelt im

Boden und meidet die Insektenhotels.“

In Kästchen mit Kiefernzapfen

oder Lochziegeln siedele

überhaupt keine Art.“

Manche Bienen suchen sich

sandige Fugen, viele brauchen

offene Sandflächen mit wenig

Bewuchs. „In noch aktiven Sandgruben

mit viel offen liegendem

Sand findet man ganze Siedlungen

von winzigen Maulwurfshügeln,

unter denen Bienenbrut

liegt“, berichtet der Experte und

gibt einen Tipp: „Wenn die Sandkiste

ausgedient hat, weil die

Kinder zu groß sind, kann man

prima noch eine Ladung ungewaschenen

Sand oben draufkippen

und so ein ‘Sandarium’ für

Wildbienen bauen.“ Ganz wich-

Manche Bienen

suchen sich

sandige Fugen,

viele brauchen

offene Sandflächen

mit

wenig Bewuchs.

72 OBERNEULAND


Duisburger Straße 4

28199 Bremen

Tel. 0421 / 50 40 48

info@linnenbruegger.de

tig für alle Insekten seien einheimische

Pflanzen. „Wer exotischen

Rhododendron oder Kirschlorbeer

pflanzt, tut den Bienen

keinen großen Gefallen, auch

wenn sie daran mal naschen“,

meint der Bienenfachmann.

Werden exotische Pflanzen überhaupt

angenommen, dann nur

von den Generalisten. Die

Spezialisten brauchen einheimisches

Grün wie Faulbaum,

Brombeere und Weiden. Ganz

www.linnenbruegger.de

Mauerbienen

bestäuben bis

zu 5.000 Blüten

am Tag.

gegen den üblichen Zyklus hat

sich eine Art an die Efeublüte im

Oktober angepasst. Die Efeuseidenbiene,

die keine andere

Pflanze besucht.

Und was hat der Mensch vom

Bienenschutz? Die Bestäubungsleistung

von Honigbienen wird

gemeinhin überschätzt, Wildbienen

sind meist viel effektiver.

Mauerbienen bestäuben bis zu

5.000 Blüten am Tag; 600 der

recht verbreiteten Art bestäuben

locker einen ganzen Hektar

Obstbäume. Für die gleiche

Leistung müssten 200-mal so viele

Honigbienen, also 120.000 Stück,

ausfliegen.

www.NABU-Bremen.de

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OBERNEULAND 73


Der Kiebitz gehört zur Familie der

Regenpfeifer. Seinen Namen gab ihm

der Balzruf. „Kiewiet kiewiet“ tönt es

im Frühjahr über den feuchten

Wiesen und Weiden Oberneulands.

VOGELSCHUTZ

GEMEINSAM FüR DIE

OBERNEULANDER KIEBITZE

Naturschützer und Landwirt Heiner Lindemann kümmern

sich um Nester und Küken der Wiesenvögel.

Für den Oberneulander Landwirt

Heiner Lindemann ist kein Jahr wie

das andere. In diesem Winter

zeigten sich der Januar und Februar

als sehr nasse Monate – im Gegensatz zum

Vorjahr waren dann kalte Nächte und eine

ausgeprägte Trockenheit im April

bestimmend für die Vegetation seines

Grünlands. Aufgrund der anhaltend guten

Witterung hätte die erste Mahd in diesem

Jahr bereits Anfang Mai angestanden …

wären da nicht die zahlreichen schützenswerten

Kiebitz-Gelege auf seinen Wiesen.

Ein erfolgreiches Projekt in Bremen

und dem niedersächsischen Umland zeigt,

dass Vogelschutz möglich ist, wenn Naturschützer

und Landwirte zusammen-

arbeiten. Auf den

Wiesen und

Weiden, die die

Stadt Bremen umgeben,

haben

Ökologen, Naturschützer

und Landwirte

es mit einem

Wiesenvogel-Schutzprogramm

geschafft, die

Zahl der Brutpaare in den

letzten Jahren nicht nur zu stabilisieren,

sondern sogar zu verdoppeln.

Innerhalb des Schutzprogramms

kommen vielfältige, im Laufe der Jahre mit

den Landwirten entwickelte Methoden zur

Anwendung. Was genau gemacht wird,

Frisch geschlüpft!

hängt von den

Möglichkeiten der

Landwirte und

deren Bewirtschaftungsplänen,

den

jeweiligen Vogelarten

und oftmals

auch vom Wetter ab.

Dabei stehen zunächst

die Brutplätze im Vordergrund,

denn diese müssen eine

knapp vierwöchige Phase im Frühjahr

unbeschadet überstehen. In genau dieser

Periode wird jedoch auch eine intensive

Wiesenpflege und die Düngung erledigt.

Oftmals gibt es auf einer Wiese im April,

also mitten in der Gelegephase, drei ma-

74 OBERNEULAND


Die Zusammenarbeit zwischen

Vogelschützern und Landwirten

ist konstruktiv und für alle

eine Herzensangelegenheit.

Gerade frisch geschlüpft!

Kiebitze sind Nestflüchter und

benötigen zum Schlüpfzeitpunkt

günstige Nahrungsflächen

mit feuchten Stellen.

Kiebitze legen in der Regel

vier birnenförmige, olivbraune,

schwärzlich gefleckte Eier in

eine flache Bodenmulde.

Das Nest befindet sich

zumeist an Stellen mit kurzer

Vegetation, damit die

brütenden Weibchen eine gute

Rundumsicht haben.

schinelle Arbeitsgänge – Walzen, Striegeln,

Düngen – von denen jeder einzelne den

Verlust der vorhandenen Nester verursachen

kann. Landwirte zerstören die Gelege

natürlich nicht mutwillig. Die Brutplätze

sind aber derart gut im Gras versteckt, dass

sie vom Traktor aus nicht erkennbar sind.

Im Frühjahr herrscht deshalb Hochbetrieb

auf den Acker- und Wiesenflächen

in Oberneuland, Borgfeld und dem

Blockland, denn nun sucht Projektleiter

Arno Schoppenhorst mit seinem Team das

Grünland sorgfältig nach Nestern ab. Wird

ein Gelege gefunden, wird es mit hohen

Bambusstöcken markiert. „Die Zusammenarbeit

mit den Landwirten ist

konstruktiv und für uns alle eine Herzensangelegenheit“,

sagt Landschaftsökologe

Schoppenhorst, der das Projekt zusammen

mit dem Bund für Umwelt und Naturschutz

(BUND) und den Bauern ent-


OBERNEULANDER

STORCHEN-

TAGEBUCH

Ende April schlüpften drei Küken aus den

hühnereigroßen Eiern auf Hof Drewes aus

ihren Eiern. Schon nach kurzer Zeit warf das

Elternpaar Adrian und Alina das Schwächste aus

dem Nest. Aus Regenwürmern und kleinen Insekten

besteht die allererste Nahrung der Küken, die

die Altstörche als vorverdauten Brei aus ihrem

Kropf in das Nest würgen. Haben die Jungen

Hunger, picken sie die Schnäbel der Altstörche

an, um damit den Würgereflex auszulösen. Zu

schwache Küken, die keine Pickreaktion zeigen,

werden nicht weiter gefüttert und aus dem Nest

geworfen. Ende Mai waren die beiden Storchenjungen

bereits fünf Wochen alt. Ihre Köpfchen

guckten über den Nestrand und die Flügelspitzen

hatten sich bereits schwarz gefärbt. „Alles läuft

prima und nach Plan“, sagte Monika Drewes voller

Zufriedenheit. Die beiden Jungen seien rund

und schier. Aufgrund der Trockenheit im Frühjahr

war das Futterangebot allerdings begrenzt. Daher

sei es gut, dass die Altstörche auf Hof Drewes nur

zwei Schnäbel zu stopfen hätten. Noch hielt sich

der Nahrungsbedarf der Küken in Grenzen, sodass

nur einer der Altstörche auf Futtersuche gehen

musste. Das änderte sich mit zunehmendem

DampfmüHle OBeRneulanD

Seit 1897

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in Oberneuland und umzu!

In Oberneuland brüten & schlüpfen sie

Der Drohnen-Flug über das Nest auf Hof Sündermann.

Wachstum. Die kleinen Küken wurden alle zwei

bis drei Stunden gefüttert und nahmen während

eines kurzen Zeitraums pro Tag bis zu 1.600

Gramm Nahrung auf – mehr als die doppelte

Nahrungsmenge eines erwachsenen Storchs.

Seit Ostern brüten Clemens und Constanze,

berichtete Michaela Sündermann. Ende Mai hatte

sie dann das Gefühl, dass sich etwas tut. Regelmäßig

erhoben sich die Altstörche vom Nest und

warfen Futter- oder Kotreste heraus. Da das Nest

auf Hof Sündermann recht tief ist, waren auch

hier die Altvögel nur zu sehen, wenn sie sehr aufrecht

saßen. Aus diesem Grund wird es wohl noch

eine Weile dauern, bis die Köpfchen der

Storchenküken über den Rand hinausragen.

Seit dem 8. Mai wechselten sich auch Hinni

und Lisbeth auf Hof Sinning mit dem Brüten ab.

Familie Sinning war Ende Mai in freudiger Erwartung

auf den ersten Storchennachwuchs auf Hof

Sinning. Um die Störche nicht zu stören, überflogen

sie das Nest, das in dieser Saison bereits

zum zweiten Mal bewohnt ist, aber nicht. Das

zweite Storchennest auf ihrem Hof fand allerdings

keinen Mieter.

Auch bei Jakob und Adele auf Hof Haltermann

scheinen Küken geschlüpft zu sein. Aufgrund der

Tiefe des Nests konnte Lüder Haltermann bislang

aber erst ein Köpfchen sehen. Abwechselnd sind

beide Eltern unterwegs auf Futtersuche. SvD

INFO

Im Durchschnitt legen Störche drei bis fünf

Eier in einem Abstand von zwei bis drei

Tagen. Mit dem Brüten beginnen Störche oft

erst bei der Ablage des zweiten Eis. Nach

32 bis 33 Tagen schlüpfen die Küken aus

dem Ei.

Der brütende Storch verlässt nur das Nest,

wenn sich der Partner bereits auf dem Nest

befindet. Nachts brütet überwiegend das

Weibchen.

Beim Schlüpfen wiegen Storchenküken

60 bis 70 Gramm, können ihren Kopf in den

Nacken werfen und mit dem Schnabel

klappern. In den ersten drei Lebenswochen

werden die Küken von den Elterntieren

gehudert. Zehn bis 14 Tage nach dem

Schlüpfen entscheiden die Elterntiere

darüber, welche Küken überlebensfähig sind.

Jakob und Adele auf Hof Haltermann.

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76 OBERNEULAND


Grünlandvernässung heißt Schlamm- und Wasserflächen

schaffen, damit die Kiebitze und ihre Brut überleben

können. Insgesamt 28.000 Liter transportiert

Heiner Lindemann dafür auf seine Wiesen.

Das Wiesenvogel-Schutzprogramm wurde im Laufe der

Jahre mit den Landwirten entwickelt, v.r.n.l.: Rebekka

Lemb (Stiftung NordWest Natur), Landwirt Heiner Lindemann,

Landschaftsökologe Arno Schoppenhorst.

Erhebliche Schwierigkeiten bereitet den Kiebitzen die

stark zunehmende Trockenheit des Bodens.

wickelt hat. Unterstützung erhält er zudem

durch Rebekka Lemb von der Stiftung

NordWest Natur. Für die Landwirte ist die

Mitarbeit freiwillig und wenn sie für den

Vogelschutz erst später mähen oder beweiden,

wird ihnen dies vergütet. Das Projekt

wird von der Europäischen Union finanziert,

aber auch das Land Bremen und

Spender leisten ihren Beitrag.

Erhebliche Schwierigkeiten bereitet

zudem die stark zunehmende Trockenheit

der Wiesen aufgrund des Klimawandels.

Da die Kiebitze Nestflüchter sind und im

Umfeld der Gelege aufgezogen werden, ist

entscheidend, dass zum Schlüpfzeitpunkt

günstige Nahrungsflächen mit feuchten

Stellen und mit niedriger bis lückiger

Vegetation vorhanden sind. Die Nahrung

der Kiebitze besteht aus bodenbewohnenden

Wirbellosen, v.a. Insektenlarven und

Regenwürmern. Die sind besonders in

feuchten bis nassen Böden anzutreffen.

So haben vor allem nicht flügge Jungvögel

bei Trockenheit Probleme, genügend

Nahrung zu finden und können verhungern,

weil sich die Wirbellosen in tiefere

Bodenschichten zurückziehen. Sowohl die

Altvögel als auch die Brut benötigen

unbedingt Wasserstellen. Im Gegensatz zu

anderen Vögeln muss der Kiebitz regelmäßig

Flüssigkeit aufnehmen, da er seine

Nahrung sonst nicht verdauen kann.

Für Heiner Lindemann daher eine

Selbstverständlichkeit, „seinen“ frisch

geschlüpften Kiebitzen die besten Voraussetzungen

für den Start in ein gesundes

Wiesenvogelleben zu ermöglichen. Zweimal

14.000 Liter Wasser sind Mitte Mai

nötig, um für die Vögel eine ausreichende

Schlamm- und Wasserfläche zu schaffen.

Etwa 35 Tage brauchen die Küken nun, bis

sie flügge sind und die gefährlichste Zeit

überstanden haben. Heiner Lindemann

kann dann sein Grünland wie gewohnt

und ohne Gefahr für die Kiebitze bestellen,

die höchstwahrscheinlich im kommenden

Jahr wieder an gleicher Stelle brüten werden,

da sie ihrem Nistplatz sehr treu sind.

Text: Meike Müller, Fotos: Meike Müller, M. Joost (1)

OBERNEULAND 77


EHRENAMTLICH UND MIT VIEL HERZBLUT

REHKITZRETTUNG

IN OBERNEULAND

IST TEAMARBEIT

Auf den Wiesen von Jürgen Bartels

wurden zwei Kitze entdeckt.

78 OBERNEULAND


Es gibt verschiedene Methoden, wie

man Rehkitze vor dem Mähtod bewahren

kann. Die zweifelsfrei sicherste

Vorgehensweise ist die Suche in der

Gruppe, unterstützt durch eine Drohne

mit Wärmebildkamera.

Ein hoch motiviertes Team aus Copter-Piloten,

Jägern, Landwirten und Helfern war im Mai und

Juni wieder ehrenamtlich und mit viel Herzblut

für die Rehkitzrettung in Oberneuland, Borgfeld

und Fischerhude im Einsatz. Wenn die Mahd ansteht

und gutes Wetter angesagt ist, melden sich die Landwirte

bei den Drohnenteams der „Rehkitzsuche

Wümme“ bzw. „Rehkitzsuche Fischerhude“. Die fliegen

dann ab ca. vier Uhr morgens die gemeldeten Flächen

Die Drohnenteams fliegen ab

ca. vier Uhr morgens die gemeldeten

Flächen ab, auf denen

Rehkitze vermutet werden.

Je nach Wetterlage ist gegen

acht Uhr Einsatzende.

ab, auf denen Rehkitze vermutet werden. Je nach

Wetterlage ist gegen acht Uhr Einsatzende. Die Sonne

erwärmt dann nämlich sehr zügig die Flächen, sodass

auf dem Wärmebild kein Unterschied mehr zwischen

Wildtier und Umgebung auszumachen ist.

In den frühen Morgenstunden vor der Wiesenmahd

werden meistens gleich mehrere Wiesen mit der

Drohne abgeflogen. Parallel zum Piloten beobachtete

der sogenannte „Spotter“ den Bildschirm, auf dem das

Wärmebild angezeigt wird. Sobald Pilot und Spotter ein

liegendes Kitz vermuten, lässt der Pilot die Drohne über

Parallel zum Piloten der Drohne beobachtete der sogenannte

„Spotter“ den Bildschirm, auf dem das Wärmebild angezeigt wird.

der Fundstelle in der Luft stehen. Durch den Standort

der Drohne werden die „Kitzretter“ dann zu dem

liegenden Kitz geleitet. Die Retter sind zudem mit

OBERNEULAND 79


Die Erlebnisse in den frühen Morgenstunden

entschädigen jeden Rehkitzretter

des Teams für den besonderen

Aufwand sowie das frühe Aufstehen.

Der frühe Retter findet das Kitz: Niklas Meier, Sven Sinning,

Swantje Hartmann-Uhde, Lina und Annette Gröne, v.l.n.r.

Die Kitzsicherung besteht im Wesentlichen

darin, einen Korb vorsichtig und trotzdem

zügig über das Kitz zu stülpen und am

Boden zu sichern.

80 OBERNEULAND


Funkgeräten ausgestattet und können so auch auf

Distanz miteinander kommunizieren. „Die Kitzsicherung

besteht im Wesentlichen darin, einen Korb vorsichtig

und trotzdem zügig über das Kitz zu stülpen und am

Boden zu sichern“, erklären Lina und Annette Gröne

ihre Aufgabe bei der Rettung. Mutter und Tochter leben

in Oberneuland und haben sich durch einen Aufruf von

Karen Haltermann spontan als Helferinnen gemeldet.

Abschließend wird die Sicherungsstelle durch eine

ca. 1,6 Meter hohe Fahne gekennzeichnet, um dem

Landwirt anzuzeigen, wo ein Kitz liegt, sodass er mit

Abstand um die Fundstelle herum mähen kann.

Per Drohne mit Wärmebildkamera lassen sich die Kitze aus bis zu

90 Metern Flughöhe noch gut erkennen.

„Die bisherigen Erfahrungen mit der Rettung der

Rehkitze per Drohne sind sehr positiv“, berichten

Drohnenpilot Sven Sinning und Spotter Niklas Meier,

„sodass auch in diesem Frühjahr wieder zahlreiche

Rehkitze aufgespürt und gerettet werden konnten.“

„Diese Erlebnisse entschädigen jeden ‚Rehkitzretter‘

des Teams für den besonderen Aufwand sowie den

reduzierten Schlaf und das frühe Aufstehen“, ergänzt

Swantje Hartmann-Uhde, die in direkter Nachbarschaft

zum Hof von Jürgen Bartes lebt und bereits mehrfach

als freiwillige Helferin bei der Kitzrettung dabei war.

Sobald die Wiesen abgesucht sind, werden die Landwirte

informiert und können mit der Mahd beginnen.

„Diese Erlebnisse entschädigen

jeden ‚Rehkitzretter‘ des Teams

für den besonderen Aufwand sowie

den reduzierten Schlaf und das

frühe Aufstehen“.

Swantje Hartmann-Uhde

Sowohl die Bauern als auch die freiwilligen Helfer

wissen um die Gefahr für die Kitze und sind dementsprechend

vorsichtig – und sie wissen auch: Nur wenige

Stunden darf das Kitz, wenn es gefunden ist, unter dem

Korb bleiben, denn ca. alle vier bis fünf Stunden kommt

die Geiß zum Säugen. Innerhalb dieser Zeitspanne

muss die Wiese gemäht und das Kitz wieder freigelassen

werden. Die Mutter holt es dort ab, denn sie hört den

Fiepston, mit dem das Junge nach ihr ruft.

Text: Meike Müller,

Fotos: Meike Müller (8), Wöltje Junge (2), Jana Mennemeyer (1)

OBERNEULAND 81


OBERNEULAND LEBEN

GOLDEN GRILL, COFFEEBIKE & MILCHTANKSTELLE

HIGHLIGHTS

AM DEICH

82 OBERNEULAND


Immer wenn die Temperaturen ab dem

Frühjahr langsam ansteigen, wächst die

Beliebtheit des Hodenberger Deiches und

viele Menschen genießen dort, insbesondere

an sonnigen Wochenenden, die wunderschöne

Landschaft und kulinarische Highlights.

„Vor allem die

Stimmung am Deich

macht den Grill zu

etwas Besonderem“.

Leon Bülow / Golden Grill

Der Golden Grill ist hier besonders hervorzuheben und lädt

bei schönem Wetter zum Verweilen ein. Inhaber Leon

Bülow weiß: „Vor allem die Stimmung am Deich macht den

Grill zu etwas Besonderem“. Laut dem Koch ist es das, was den

Imbiss zu einem idealen Ort macht, um vom Alltag abzuschalten

und gleichzeitig die regionale Gastronomie zu genießen. „Eine

bestimmte Zielgruppe gibt es

gar nicht, was den Ort auch

in gewisser Weise ausmacht“,

so Bülow. Der

Grill ist somit offen

für jede Kundschaft

und freut sich nicht

nur über die

Stammkunden. Zur

Stärkung kann man

sich dort zum Beispiel

auf Empfehlung

von Leon Bülow eine

Curry-Wurst mit dem selbst

gemachten Brot holen.

Aber auch die

Tages-Specials, die

es dort gelegentlich

gibt, sind immer

ein Highlight. Der

Grill öffnet immer

an den Wochenenden

in den wärmeren

Monaten.

Darüber hinaus ist der Golden Grill nicht das einzige Highlight

am Deich. So steht direkt am Deichschloot das Coffeebike,

an dem man sich Kaffee oder andere Getränke holen kann.

Falls man eine größere Strecke mit dem Rad fahren möchte, hat

man dort die Möglichkeit nach einer kleinen Stärkung in

Richtung Fischerhude abzubiegen.

Bei einem Familienausflug eignet sich auch ein Halt

beim Maislabyrinth, welches ab Juli wieder besucht werden

kann. Wenn man von dort aus wieder ein gutes Stück am

Grill und an der Landhausküche vorbeifährt, kann man zum

Schluss noch die Milchtankstelle von Karen Haltermann

ansteuern. Dort erhält man regionale Produkte, wie zum

Beispiel frische Milch oder auch leckere Marmelade vom

Hof Kaemena.

Der Hodenberger Deich bietet einen optimalen Platz für

Ausflüge mit dem Fahrrad oder ausgiebige Spaziergänge. Man

sollte dieses Kleinod Oberneulands regelmäßig aufsuchen und

zu schätzen wissen, da er mit seiner wunderschönen Landschaft

und den vielen Anlaufstellen vor allem bei sonnigem Wetter

immer wieder sehenswert ist.

Text und Fotos: Nicola Napora und Viviane Brink


AUFSTIEG: 1. DAMEN VOM BHC SPIELEN WIEDER 1. LIGA

ERSTKLASSIG!

Bereits vier Spieltage vor Saisonende konnten die 1. Damen vom

Bremer HC mit Cheftrainer Martin Schultze feiern! Denn mit einem

uneinholbaren Punktevorsprung von 19 Punkten steht fest:

Die Bremerinnen sind wieder erstklassig und spielen ab sofort in

der 1. Feldhockey-Bundesliga!

84 OBERNEULAND


Die letzten drei Jahre in der 2. Bundesliga,

zwei davon mit stark eingeschränktem

Spielbetrieb unter

Pandemiebedingungen, waren

eine lange Durststrecke für den so erfahrenen

wie ehrgeizigen Trainer Martin

Schultze. Nach dem Betrieb von zwischenzeitlich

vier Corona-Testzentren und einer

umfangreichen Neugestaltung und Modernisierung

der Clubanlage am Heinrich-

Baden-Weg soll nun auch der sportliche

Erfolg wieder mehr im Fokus stehen.

Zu gut für zweite Liga

Die letzte Saison hat das Team um Mannschaftsführerin

Laura Frank extrem souverän

absolviert. „Die Mannschaft war zu gut

für die zweite Bundesliga“, sind sich der

BHC-Cheftrainer und Bundestrainer

Valentin Altenburg einig. Mit einem Punkteverhältnis

von 77:12 hatte das Team mit Abstand

das beste Tor- und

Punkteverhältnis.

Schlachter oder

Geschlachteter?

Nun gilt es aus dem letzten Ausflug in

die 1. Bundesliga zu lernen und einen

entsprechend wettbewerbsfähigen Kader

zu formen. „Der Sprung von der zweiten in

die erste Hockey-Bundesliga ist gigantisch“,

erklärt Martin Schultze. „Die Herausforderung

ist jetzt, nicht vom Schlachter zum

Geschlachteten zu werden!“

Leistungsfähiger Kader

Vier bis fünf internationale Neuzugänge

sollen sein junges Team verstärken und

Abgänge ausgleichen: So wechselt Sofia

Viarengo nach England, Laura Frank und

Emily Schoen pausieren aus persönlichen

Gründen und Finja Maitin geht zum

Studium in die Niederlande.

Nationaltorhüterin und

Torschützenkönigin

Durch das vorzeitige Feststehen des

Aufstiegs konnte Martin Schultze sich

schon frühzeitig auf dem Transfermarkt

umschauen. Mit Mariquena Granatto und

Ana Calvo Corella hat er sich auch schon

zwei hochkarätige Neuzugänge gesichert:

Die erfahrene Stürmerin Mariquena (34)

ist eine der vier in Argentinien sehr bekannten

Granatto-Schwestern und führte

dort gleich drei Jahre hintereinander als

Torschützenkönigin die argentinische Topliga

an. Ana ist aktuell die Torhüterin der

spanischen Nationalmannschaft.

Ausnahmetalent Lena Frerichs

Parallel hatte Schultze schon in der vergangenen

Liga zahlreiche leistungsstarke

Youngsters in das Team integriert. Allen

voran Nationalspielerin und Top-Talent

Lena Frerichs.

OBERNEULAND 85


Die Vorsitzenden des BHC

freuen sich über den klaren Aufstieg.

Ausnahmetalent Lena Frerichs.

Trainer Martin Schultze.

86 OBERNEULAND


SPONSOREN FÜR DIE 1. BUNDESLIGA GESUCHT!

Spitzensport in Bremen ist nur durch Sponsoring möglich. Deshalb ist der Bremer HC intensiv

auf der Suche nach neuen Sponsoren, die an den sportlichen Erfolgen und der guten

Reputation des Vereins partizipieren möchten. Sponsoring-Möglichkeiten sind zum Beispiel:

• Werbung auf Trikots, Hallenwänden, Außenbanden, Werbereitern oder Windfängen

• Übernahme von Schirmherrschaften

• Turnierpartnerschaften

Werden Sie Teil des Teams und unterstützen Sie Bremens Spitze!

Interessenten wenden sich bitte an Martin Schultze: martin.schultze@bremerhockeyclub.de

Die 18-Jährige Oberneulanderin gilt als

Ausnahmetalent, absolvierte bereits 2018

ihr erstes Jugend-Länderspiel, wurde 2021

mit der U18/19-Auswahl in Valencia Europameister

und gewann im Frühjahr 2022

mit der U21-Nationalmannschaft die

Silbermedaille bei der Hockey-Weltmeisterschaft

in Südafrika.

„Ohne den Aufstieg in die erste Liga

hätten wir Lena nicht halten können.

Umso schöner, dass sie uns nun weiter

erhalten bleibt!“, freut sich der 50-Jährige.

Ziel: Klassenerhalt

Den letzten Ausflug in die 1. Bundesliga

hat Schultze als eine recht frustrierende

Erfahrung in Erinnerung. Ein Jahr lang ge-

lang es dem BHC-Team damals nicht, ein

einziges Spiel zu gewinnen, auch wenn es

ein paar Mal sehr knapp war. Der Kader

damals: einfach nicht stark genug. „Es

fehlten 20 Prozent“, so Schultze.

Diesmal will er einen Kader formen, der

reelle Chancen hat, die Liga zu halten. „Ein

paar Gegner werden sicher übermächtig

bleiben, aber im mittleren Tabellenfeld

wollen wir gut mithalten können“, erklärt

er das Saisonziel.

Bremen kann auch Spitze

Nationale Top-Ebene aus Bremen heraus

zu erreichen, sei nach Schultze gar nicht so

einfach. Besonders zufrieden ist er deshalb

damit, dass die meisten seiner Leistungsträ-

Die 1. Damen starten dank Sponsor Carl Klatt

mobil in die 1. Bundesliga.

ger dank der herausragenden Jugendarbeit

des Vereins immer noch aus den eigenen

Reihen kommen. Denn Bremen hat hier

seiner Meinung nach einen Standortnachteil,

da es in der Hansestadt selbst kaum

leistungsstarke Konkurrenz gibt und Top-

Spielerinnen z.B. aus Hamburg deshalb nur

schwer an die Weser zu locken seien.

Um so stolzer ist er auf den eigenen

Nachwuchs, der beweist: Bremen kann

auch Spitze! Text: Anne Günter, Fotos: Axel Kaste / privat


OBERNEULAND SPORT

BREMER HOCKEY CLUB

TENNIS

IM AUFWIND

Der BHC verfügt über eine großzügige Tennisanlage

mit acht Sandplätzen, drei Indoorplätzen, zwei

Padel- und einem Touchtennis-Court. Eine moderne

Ballwand mit Allwetter-Untergrund vervollständigt

die umfangreichen Trainingsmöglichkeiten.

Während die Tennisvereine Niedersachsens/

Bremens im letzten Jahr ein durchschnittliches

Mitgliederwachstum von gut einem Prozent

verzeichneten, freut sich die Tennissparte des

Bremer HC über einen Zuwachs von stolzen

49 Prozent in den letzten zwei Jahren!

» Der Tennisnachwuchs boomt! » Perfektes Trainerteam

Vor allem die Nachwuchsförderung

wird beim Bremer HC großgeschrieben:

150 Kids von 5 bis 18 Jahren trainieren

momentan auf der Anlage am Heinrich-

Baden-Weg.

Mit einer neuen Tenniswand und einem

Kleinfeld existieren bereits für die Jüngsten

optimale Möglichkeiten, in den Tennissport

einzusteigen. Das schlägt sich auch in

der Entwicklung der Tennisjugend nieder:

Die Anzahl der Trainingsgruppen hat sich

im letzten Jahr von 28 auf 60 erhöht!

Tendenz weiter steigend.

88 OBERNEULAND

Um der großen Nachfrage gerecht zu

werden, suchte man nach Verstärkung und

fand die perfekte Ergänzung: Ab Oktober

2022 wird Mauro Piras das Trainerteam

neben Martin Weißgräber und Nadine

May als dritter hauptamtlicher Trainer vervollständigen.

Ein „perfect match“, da die

Drei sich bereits einige Jahre kennen und

auch schon beim CzV gut zusammengearbeitet

haben.

»Mit Mauro Piras haben wir einen

tollen Trainer gefunden, der optimal

in unser Team passt. Martin Weißgräber, Chef-Trainer

»


Oberneuland

MAGAZIN

Offizieller Medienpartner

»

»

»

Das BHC-Konzept

Allen drei Trainern gemein ist, dass sie

versuchen, im Training den Spaß am

Tennis auf spielerische Art zu vermitteln,

um die Kids für diesen tollen Sport zu

begeistern.

„Wir bauen auf unseren eigenen Nachwuchs

– da haben wir viel Potenzial!“,

erklärt Martin Weißgräber das BHC-

Konzept. „Wir ergänzen das kostenlose

Fördertraining unserer besten Kinder und

Jugendlichen durch ein Konditions- und

Koordinationstraining eines Fitnesstrainers

des BHC. Tennis ist ein athletischer Sport.

Deshalb ist es gut, diese Fähigkeiten

unserer talentierten Spielerinnen und

Spieler zu verbessern. So nutzen wir

auch optimal die Stärken unseres Clubs

mit den drei Sparten Tennis, Fitness

und Hockey.“

14 Mannschaften

Zehn Jugendmannschaften hat der

Bremer HC gemeldet: Von den Jüngsten

(U8) bis zu den Juniorinnen A ist man in

allen Altersklassen vertreten.

Und auch für Erwachsene sind

vielseitige Möglichkeiten geboten.

Egal ob Hobby- oder Mannschaftsspieler,

im Einzel- oder Gruppentraining,

Taktik- oder Techniktraining, die

Trainer haben für jeden Tennisspieler das

passende Programm. Und so starten im

Erwachsenenbereich diese Saison vier

Mannschaften in die Punktspiele: Damen

40, Damen 50, Herren 40 und Herren 50.

„Wobei die Damen 50 erstmalig überregional

in der Oberliga spielen“, erklärt

Martin Weißgräber.

Meet & Play

Doch im BHC will man sich nicht auf

dem Erreichten ausruhen – stetige Weiterentwicklung

ist das Ziel. Sportliche

Aktivitäten und persönliche Begegnungen

in allen Altersklassen sollen intensiv

gefördert werden und so hat das Team um

Martin Weißgräber schon weitere Events

in Planung: Turniere, Jugendmeisterschaften,

Flutlichtevents und jeden Freitag

ab 18.00 Uhr ein sogenanntes Meet & Play.

Hier können Mitglieder, die Lust auf

Tennis haben, einfach vorbeikommen,

unkompliziert gleichgesinnte Spielpartner

findet und anschließend beim entspannten

Zusammensein gemeinsam das Wochenende

einläuten.

Nadine May und Martin Weißgräber.

MAURO PIRAS

Mauro Piras verstärkt ab Oktober das Trainerteam im Bremer HC.

Neben der freundschaftlichen Verbundenheit zog ihn auch die positive

Entwicklung der Tennissparte und der nette Umgang zum BHC.

Der talentierte 33-Jährige musste aufgrund von Verletzungspech seine

Profi-Karriere beenden. Als Trainer mit aktuell DTB B-Lizenz (Leistungssport)

und demnächst auch DTB A-Lizenz weist er bereits mehrjährige

Trainingserfahrung beim TC Grün-Weiß Rotenburg, dem

Barrier TC, TC Lilienthal und zuletzt im CzV auf.

»Ich spiele einfach gerne Tennis

und versuche entsprechend, meine

eigene Begabung und Spielfreude

im Training weiterzugeben. Mauro Piras

»

Als seine Stärke sieht er neben seiner Tenniskompetenz und Spielfreude

vor allem seine kommunikative Art. „Mir ist es wichtig, auf

jeden Spieler beim Training ganz individuell einzugehen. Bei mir soll

sich jeder wohlfühlen und Spaß am Tennis haben.“ Trotz seiner sympathisch-lockeren Art soll der

Erfolg dabei jedoch nicht auf der Strecke bleiben. „Unser Ziel beim BHC ist es, mittelfristig eine

leistungsstarke Damen- und Herrenmannschaft und einen potenten Nachwuchskader aufzubauen.

Text: Anne Günter, Fotos: BHC/Axel Kaste

OBERNEULAND 89


OBERNEULAND SPORT

U19 REGIONALLIGA NORD

FC OBERNEULAND

»SICHERT DIE KLASSE«

FC Oberneuland gewinnt spannendes Finale um die Zugehörigkeit zur

Regionalliga der A-Junioren beim Niendorfer TSV mit 4:3.

Nach 90 packenden Minuten jubelte der FCO-Tross am 22. Mai

2022 über den verdienten, aber hart umkämpften 4:3-Erfolg

beim Niendorfer TSV, der den Klassenverbleib in der A-Jugend-

Regionalliga Nord in der Saison 2022/2023 sicherte. Die mit dem

Mannschaftsbus angereisten FCO-Youngster hatten sich bereits

durch ein starkes Saisonfinish mit einem 2:2-Auswärtsunentschieden

beim VfB Lübeck sowie einem 3:1-Heimsieg gegen den

SV Eichede in die gute Ausgangslage vor dem letzten Saisonspiel

beim Niendorfer TSV gebracht und den Matchball verwertet.

Überragender Akteur war der seit 2014 beim FCO ausgebildete

Torschütze Anas Eboazatan, der einen Treffer selbst markierte

und die anderen drei vorbereitete. Damit geht der FCO-

Nachwuchs um Trainer Mirkan Pakkan in die dritte A-Jugend-

Regionalligasaison. „Dies ist ein überragender Erfolg für die

Dodenhof-Talentschmiede und bestärkt uns, auf dem Weg der

guten Nachwuchsarbeit weiter voranzuschreiten“, so FCO-Pressesprecher

Uwe Piehl. U19-Trainer Mirkan Pakkan lobt trotz vieler

Widerstände während der Saison den Leistungswillen, die Mentalität,

den Teamgeist und die Entschlossenheit seiner Mannschaft

in den letzten Saisonspielen, die vier Spieler in die 1. Herren in

der neuen Bremen-Liga-Saison abgibt und einen Platz im

gesicherten Mittelfeld in der neuen Spielzeit anstrebt.

Text und Fotos: FCO

90 OBERNEULAND


Offizieller Medienpartner

FCO-Neuzugang

FC Oberneuland – gemeinsamer Erfolg

Laris Nuki

36 Jahre,

Online Manager

Ab der kommenden Saison wird Laris Nuki neuer Online Manager des

FC Oberneuland. Zurzeit betreut Laris die FCO-Social-Media-Kanäle

Facebook & LinkedIn und baut die neuen Kanäle Instagram & Twitter

auf.

• Bremenliga-Meister 2019/2020

• Bremer Hallenmasters Sieger 2019

• Amateurtrainer des Jahres 2019

• Amateurspieler des Jahres 2019

• Fairste Mannschaft der Bremenliga

• DFB Pokal Teilnahme gegen

Borussia Mönchengladbach

• Testspiele gegen VfL Osnabrück, VfL Wolfsburg,

Werder Bremen und Borussia Mönchengladbach

Jetzt in der Bremenliga

Ich bin zum FC Oberneuland gekommen, weil …

… ich sehr gute Gespräche mit Birger Winkelvoss und Uwe Piehl geführt

habe und ich vom Projekt FCO absolut überzeugt bin.

Was können die FCOler, Follower etc. von dir erwarten?

Aktualität, Kreativität & Unterhaltung.

Worauf liegt dein Fokus?

Vorerst die neuen Social-Media-Kanäle auf Instagram und Twitter aufbauen

und anschließend die Homepage neu gestalten. Darüber hinaus

die Berücksichtigung des Breitensports, damit all unsere Teams ihren

Platz in der Online-Welt erhalten.

Wenn du 3 Wünsche frei hättest, welche wären das?

1. Alle im FCO entwickeln sich weiter.

2. Der Online-Auftritt des FCO hat das Niveau der Profis erreicht.

3. Alle Leistungsteams haben sich in der Regionalliga etabliert.

DER FCO ERFüLLT WüNSCHE

Aktion mit der

Lebenshilfe Bremen

Nachdem wir diese Saison bereits eine

Gruppe unseres sozialen Partners

„Lebenshilfe Bremen“ bei einem Heimspiel

in unserer Marko Mock Arena begrüßen

durften, konnten wir nun insbesondere

Gerd-Michael aus dem Haus

Oewerweg eine erneute Freude machen.

Wir haben Gerd-Michael (Foto links), der

großer Werder Bremen-Fan ist, zum

letzten Heimspiel gegen Jahn Regensburg

mit einer Begleitperson (Insa) der Lebenshilfe ins Weserstadion

eingeladen. Zusammen wurde der Sieg und der damit

verbundene Aufstieg gefeiert.

„Gerd so strahlen zu sehen und ihm einen unvergesslichen Nachmittag

im Stadion bereitet zu haben, freut uns vom FCO sehr“,

so unser Fanbeauftragter André Zobel.

Die Lebensmittel Bremen sucht noch FSJler!

Wenn du 17 Jahre oder älter bist und Interesse hast, dann melde

dich gerne unter az@fcoberneuland.de und wir stellen den Kontakt

her.

2 Dauerkarten

für die

Bremenliga

Heimspiele

Ihr Logo auf

unserer

Website und

am Stadion

Ihre Ansprechpartner

Zahlreiche

Netzwerkmöglichkeiten

Individuelle

Sponsoringmöglichkeiten

Marko Mock - Förderverein FCO:

mm@fcoberneuland.de

Olaf Lücke - Partnerclub FCO:

ol@fcoberneuland.de, 0160-7425763

> 10.000

Personen

digitale

Reichweite

Verteilung von

Jobs und

Ausbildungsstellen

OBERNEULAND 91


OBERNEULAND MENSCHEN

DR. WOLFGANG HEINES

MIT

OBERNEULAND

NOCH IMMER

VERBUNDEN

Hier wurde er eingeschult: Dr. Wolfgang Heines

am Fenster seiner alten Grundschule.

Vor 66 Jahren, das war 1956, wurde Wolfgang Heines in der

Grundschule Oberneuland eingeschult. In dem alten Gebäude

unten links, das weiß er genau. Dort, wo er heute mal wieder

fröhlich aus dem Fenster schaut.

Und an eines erinnert er sich noch: Am

Hausmeisterhaus war ein Thermometer

angebracht, an dem jeder ablesen

konnte, wann im Sommer wegen der Hitze

schulfrei gegeben werden musste (Wie?

Da soll jemand ab und zu ein brennendes

Streichholz drangehalten haben? Also –

bitte!). Von der 5./6. Klasse an ging es dann

in die Turnhalle, die es heute ja auch noch

gibt. Dort gab es damals einen Klassenraum.

Wer weiter als zwei Kilometer von

der Schule entfernt wohnte, durfte mit

dem Fahrrad kommen. Wolfgang gehörte

dazu, seine Wohnung war 2,1 Kilometer

entfernt.

Der Name Dr. Heines ist heute noch ein

Begriff in Oberneuland. Man verbindet ihn

automatisch mit der einstigen psychiatrischen

Klinik Dr. Heines, die jetzt zur

Schweizer Ameos-Gruppe gehört. Das

Klinikum, 1764 gegründet, ist das älteste

psychiatrische Fachkrankenhaus Deutschlands

in privater Trägerschaft. Der Wundarzt

Friedrich Engelken gründete sie auf

seinem Bauerngut in Rockwinkel als

Privatanstalt für Gemütskranke. Über drei

Generationen blieb sie in Familienbesitz,

1910 wurde sie an Dr. Walter Benning verkauft.

Es war 1954, als Dr. Karl-Dieter

Heines, der Vater von Dr. Wolfgang Heines,

aus Köln nach Bremen umsiedelte. Er war

seiner Frau Marianne nach Bremen gefolgt.

Der Facharzt für Nervenheilkunde, Neurologie

und Psychiatrie übernahm die Klinik

am Rande Oberneulands. Auf dem großen

Gelände ließ er die Häuser modernisieren

und zwei Neubauten errichten. Hinzu kam

ein überdachtes Schwimmbad für die

Patienten, das aber auch von Vereinen aus

der Umgebung genutzt werden durfte,

denn es war ihm bereits damals wichtig,

die psychisch kranken Menschen nicht zu

isolieren. Als gebürtiger Kölner wollte er

den Karneval nicht missen und führte

Karnevalsfeiern ein, einschließlich einer Polonaise

durch die Gesellschaftsräume und

die Klinikküche. Neben dem Schwimmbad

entstand ein kleiner Sportplatz mit einer

Laufbahn. Von Anfang an war die Klinik

mit Oberneuland verbunden. Handwerkliche

Arbeiten wurden vor Ort vergeben, so

92 OBERNEULAND


manche Arzneimittel über die hiesigen

Apotheken besorgt. Die Familie, auch das

war nicht selbstverständlich, wohnte auf

dem Klinikgelände in dem schmucken Haus

gleich bei der Einfahrt. Der Sohn, um den es

hier geht, hatte sein Zimmer im ersten Stock.

Noch bis vor Kurzem trug das Ameos-

Klinikum den Namenszusatz Dr. Heines.

Vor nunmehr dreißig Jahren verkaufte

Dr. Karl-Dieter Heines die Klinik zunächst

an das Christliche Sozialwerk. Er selbst blieb

bis 1998 in der Klinik tätig. Sie wurde danach

von der 2002 gegründeten Zürcher

Ameos-Gruppe gekauft. Sein Sohn Wolfgang

Heines wurde ebenfalls Mediziner. Er ließ

sich als Internist in der Neuen Vahr nieder.

30 Jahre Stiftung Dr. Heines

„Ich möchte etwas an die Gesellschaft

zurückgeben“, sagte Dr. Karl-Dieter

Heines, als er die Klinik verkaufte. Und so

gründete er am 14. April 1992 aus einem

Teil des Erlöses eine Stiftung gleichen

Namens. Es gäbe so viele soziale Bedürftigkeiten.

So wie damals ist es auch heute,

weiß Dr. Wolfgang Heines, sein Sohn. Er ist

seit 20 Jahren Kuratoriumsvorsitzender

und seither immer wieder gewählt worden.

Das Kuratorium aus fünf Personen überwacht

die Aktivitäten der Stiftung. Der

Vorstand wird alle drei Jahre neu gewählt.

Der Grundstock des Kapitals muss erhalten

bleiben, so bestimmt es die Satzung. In

Zeiten der Niedrigzinspolitik ist das keine

einfache Aufgabe. In erster Linie sind es

Spenden und eine schlanke Verwaltung,

mit denen die Stiftung wirtschaften muss.

Die Förderung und Unterstützung von

Maßnahmen auf sozialem, medizinischem

und geistigem Gebiet sind das Anliegen der

Stiftung: in Wissenschaft und Forschung,

bei der Jugendhilfe, im öffentlichen Gesundheitswesen

und bei der Unterstützung

hilfsbedürftiger Personen. Daraus ergibt

sich ein breiter Fächer von Möglichkeiten,

direkte Hilfe zu gewähren. Meist sind es

kleinere, manchmal wenig bekannte

Einzelprojekte. Über den Förderkreis

Overnigelant zum Beispiel bekamen

psychisch kranke Menschen die Chance,

bei den beliebten Veranstaltungen „Ein

Sonntag im Park“ dabei zu sein. In Tenever

wurden und werden der Kinderbauernhof,

das Mütterzentrum und die Umwelt-Lernwerkstatt

unterstützt. Allein in diesem Jahr

Die Förderung und

Unterstützung von

Maßnahmen auf sozialem,

medizinischem und

geistigem Gebiet sind das

Anliegen der Stiftung.

sind es wieder 15 Projekte, verteilt über die

ganze Stadt. Erneut ist auch der Wünschewagen

des Arbeiter-Samariter-Bundes

dabei. Schwer erkrankten Menschen ohne

Chance auf Heilung wird ein letzter

Wunsch erfüllt: einmal noch die Nordsee

zu erleben, ein letztes Mal die Eltern in

Paderborn zu besuchen, einmal das

Brandenburger Tor zu sehen …

Dr. Wolfgang Heines kümmert sich

persönlich um jedes einzelne Projekt. Seit

er die eigene Praxis aufgab, hat er mehr

Zeit dazu. Es genügt ihm dabei nicht, auf

Förderanträge zu warten. Immer wieder

hört und liest er aufmerksam die Lokalnachrichten

und entdeckt dabei so manche

Gruppe, die soziale Hilfe und Unterstützung

gebrauchen könnte.

Text und Foto: Eberhard Matzke


OBERNEULAND MENSCHEN

Im Oberneulander Garten gibt es zahlreiche

Lieblingsplätze für Jutta Jahnke, an die sie

sich mit Papier und Stift zurückzieht, um

ihre Gedanken zu Bildern und letztendlich

zu Versen werden zu lassen.

Ach, es ist mir ein Vergnügen,

Worte zusammenzufügen,

sie zu drehen und zu wenden,

bis sie passen – die jeweil'gen Enden.

So wird das ganze Gebilde

zu einer Melodie.

Mal auf, mal ab,

mal kurz, mal lang,

immer in Bewegung.

Ich bin mir sicher

und gar nicht bang,

dass ich ein neues Gedicht anfang‘.

Vielleicht findet es einen Platz

im nächsten Magazin –

das wäre schon in meinem Sinn.

Jutta Jahnke, 2021

Seit 2021 und in regelmäßigen Abständen

sind die Verse der Oberneulanderin

nun schon auf der Seite drei des Magazins

zu lesen. Aber wer verbirgt sich hinter der

Poesie, die in melodischen Reimen die

Jahreszeiten, Fest- und Feiertage, die Natur,

aber auch aktuelle Veränderungen im

Stadtteil beschreibt?

„Eigentlich wollte ich meine Gedichte

gar nicht veröffentlichen, aber meine Singfreundin

vom Heimatverein, Margrit Groll,

hat mich darin bestärkt, meine Gedanken

mit den Lesern des Magazins zu teilen.

Also habe ich ein Gedicht an die Redaktion

gesandt und eine positive Rückmeldung

erhalten. Seitdem sind regelmäßig weitere

Verse abgedruckt worden“, erzählt Jutta

Jahnke.

JUTTA JAHNKE

OBERNEULANDER

POESIE

Worte, die berühren: Die

Gedichte von Jutta Jahnke

beschreiben die Natur genauso

wie die Menschen. Sie zeigen

die Essenz des Erfahrenen

auf und spiegeln die heiteren

Szenen, die ruhigen

Beobachtungen sowie die

melancholischen Gedanken

der Verfasserin wider, ohne

dem Leser Einsichten aufdrängen

zu wollen.

Seit 2014 schreibt die 79-Jährige Gedichte

– zunächst ausschließlich und ganz persönlich

an ihren verstorbenen Ehemann Dr.

Ernst Jahnke gerichtet. „Eigentlich war er

es, der gerne geschrieben hat. Ich habe das

Dichten sozusagen als sein ‚Vermächtnis‘

übernommen, um mit ihm in Verbindung

zu bleiben. Das Schreiben für und an meinen

Mann hat mir bei der Trauerarbeit sehr

geholfen“, erinnert sich Jutta Jahnke.

„Später, als sich mir das Leben wieder öffnete,

wurden auch die Themen zunehmend

abwechslungsreicher, bunter und heiterer.“

Jutta und Dr. Ernst Jahnke lernten sich

1976 während eines Urlaubs im ehemaligen

Jugoslawien kennen. Schnell merkten sie,

dass sie trotz des großen Altersunterschieds

von über 20 Jahren die gleichen Interessen,

94 OBERNEULAND


Zuerst waren die Gedichte ausschließlich

und ganz persönlich an den verstorbenen

Ehemann Dr. Ernst Jahnke gerichtet.

wie Fotografieren, Wandern und die Neugier

für fremde Kulturen, verband. Zwei

Jahre später zog die Berlinerin dann zu

ihrem Ehemann nach Oberneuland. „Mein

Mann war durch seine Tätigkeit als Strafrichter

am Amtsgericht an Bremen gebunden,

deshalb war es klar, dass ich den

Wohnort wechseln würde.“ Mit viel Liebe

zum Detail wurde nun das gemeinsame

Haus eingerichtet und der Garten angelegt,

dessen Bäume, Sträucher und Stauden

auch heute noch der ganze Stolz der

Hobbygärtnerin sind. Zahlreiche Singvögel,

Igel und Insekten finden hier beste

Voraussetzungen für ein ungestörtes -

Habitat. In diesem Garten gibt es zudem

zahlreiche Lieblingsplätze für Jutta Jahnke,

an die sie sich mit Papier und Stift zurückzieht,

um ihre Gedanken zu Bildern und

letztendlich zu Versen werden zu lassen.

Ihren Beruf als Sonderpädagogin hat

Jutta Jahnke in Bremen nicht wieder aufgenommen.

Dafür reiste das Ehepaar in den

gemeinsamen Jahren praktisch „einmal

rund um die Welt“ oder gerne per Fahrrad

in das schöne Bremer Umland. „Wir waren

viel und gerne unterwegs und auf Reisen.

Haben Eindrücke gesammelt, die ich heute

noch abrufen kann und oftmals in meine

Gedichte einbinde.“

Neben dem Schreiben ist die Chormusik

ein weiteres Herzensprojekt von

Jutta Jahnke. Seit vielen Jahren gehört sie

als Sopranstimme der Kantorei Oberneuland

und dem Singkreis des Heimatvereins

Oberneuland e.V. an, zudem ist sie Mitglied

des Bremer Vocalensembles an Unser

Lieben Frauen. „Ich kann nicht nur Sopran

singen, mir liegen auch die tieferen Stimmlagen.

Beim Singen bin ich anscheinend genauso

flexibel wie auch in anderen Lebenslagen.

Diese Flexibilität und vor allem die

Neugier auf Veränderungen hat mich mein

Leben lang geprägt – ansonsten hätte mich

mein Weg wohl auch nicht vor rund 45

Jahren nach Oberneuland geführt“, lacht

Jutta Jahnke abschließend.

Text und Foto: Meike Müller

Abendfrieden

Ein warmer Sommer-Sonnentag

neigt sich dem Ende zu.

Arbeit ist getan, Hände haben Ruh‘.

Abendstille weich und sanft

senkt sich auf das Land.

Sitze im Garten auf der Schaukel,

beweg‘ mich langsam hin und her.

Mein Katerchen kommt angelaufen,

hopst an meine Seite.

Lässt sich schnurrend streicheln.

Bin nicht allein und das ist fein.

Abendzauber fängt mich ein.

Blumen und Bäume atmen Tageswärme,

Düfte steigen auf

und eine Amsel auf der Tannenspitze

trillert, jubiliert, flötet Himmelsmelodein –

schöner kanns nicht sein.

Ängste, Kummer, Sorgen, Stress,

alles nichtig – ich leb‘ im Jetzt.

Entspannt ergeb‘ ich mich dem Abendfrieden,

öffne Herz und Sinn – bin mittendrin.

Ein lauer Sommerabend nur

und doch so reich an Wundern!

Nun bleibt mir nur

ein Dankeschön an die Natur.

Jutta Jahnke, 2021

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OBERNEULAND 95


Dr. Michael Fakharani bei einem Bienenstock

auf dem Golfplatz Oberneuland.

Die „Mikindani Widow Honey Cooperative“ verkauft den Honig

u.a. an örtliche Krankenhäuser für die Wundbehandlung.

WUNDBEHANDLUNG MIT HONIG

HEILENDE BIENEN

Der Bremer Arzt Dr. Michael Fakharani ist leidenschaftlicher Hobbyimker.

Er betreut u.a. auch Bienenvölker in Oberneuland. Während

seines medizinischen Engagements in Tansania stieß der Bremer

Arzt auf eine besondere Art der Wundbehandlungsmethode, die ihn

dazu inspirierte, ein soziales Honigprojekt ins Leben zu rufen. Für

das OBERNEULAND MAGAZIN schildert er das Projekt.

Der Süden von Tansania, insbesondere

entlang der Grenze zu Mosambik, ist

eine der ärmsten und vernachlässigten

Regionen des Landes mit einer schlecht

ausgebauten Sozial-und Infrastruktur. In

einige der wenigen Krankenhäuser dieser

Gegend kommen ein- bis zweimal jährlich

deutsche Ärzteteams, um sowohl Kinder

mit Behinderungen und Missbildungen als

auch plastische Operationen zur Hautrekonstruktion

nach Verbrennungen, Verletzungen

oder Tierbissen zu versorgen.

Bei diesen Einsätzen sah ich erstmals,

wie offene Wunden, ja sogar verschmutzte

Krokodilbisswunden, traditionell mit

Honig, sowohl in den Krankenhäusern als

auch durch traditionelle Medizinmänner

mit gutem Erfolg behandelt wurden. Die

Wunden wurden zunächst gereinigt,

meis-tens mit H2O2 und danach ausschließlich

mit Honig versorgt. Die guten

Wundheilungsergebnisse erstaunten mich

und motivierten mich, ein lokales Honigprojekt

zu initiieren.

In Tansania, wie in vielen Ländern der

Tropen und Subtropen, leben sowohl die

uns bekannten Bienen (Apis mellifera) als

auch „stachellose Bienen“ (Apis meliponini)

und deren Untergruppen. Beide Arten sind

hochsozial, produzieren Honig und bewirtschaften

ihre Nester über mehrere Generationen

in einer hierarchischen Ordnung.

Eine Besonderheit des Honigs stachelloser

Bienen ist, dass dieser nicht in Wachswaben

wie bei den herkömmlichen Bienen

gespeichert wird, sondern in ballonförmigen

Harzgefäßen aus „Talg“ (Cerumen).

Dadurch können Inhaltsstoffe des Bienen-

Kittharzes (Propolis) intensiver in diesen

Honig diffundieren. Dies verleiht dem

Honig der stachellosen Biene besondere

Eigenschaften. So eignet er sich sehr gut

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zur Wundbehandlung durch den hohen

Anteil an antioxidativen, antimikrobiellen

und entzündungshemmenden Substanzen.

Ferner ist dieser Honig feuchtigkeitsspendend

und granulationsfördernd, sodass

Wundangiogenese und Sauerstoffversorgung

der Haut angeregt werden.

Der hohe Anteil an Propolis (Kittharz) in

diesem Honig führt dazu, dass sich ein

Schutzfilm über die Hornschicht der Haut

legt, welcher die Elastizität und Spannkraft

der Haut bei der Heilung wesentlich unterstützt.

Die Bioflavonoide (Wachstumsregulatoren

der Zellen) im Honig der stachellosen

Biene wirken einer Vermehrung von

Keimen entgegen und sind schmerzlindernd.

Als Hobbyimker ergriff ich somit im

Ort Mikindani, gemeinsam mit einem

ortsansässigen tansanischen Imker, seit

dem Jahr 2016 die Initiative, neun Witwen

zu Imkerinnen auszubilden und sie zu

fördern. Neben der Gewinnung herkömmlichen

Honigs werden auch stachellose

Bienen gezüchtet und deren Honig an die

Krankenhäuser in Nyangao und Ndanda

zur Wundbehandlung verkauft.

Finanzielle Unterstützung bei der

Beschaffung und örtlichen Herstellung von

Bienenstöcken, bei der Durchführung von

Imker- und Hygienekursen und logistische

Anleitung zur Vermarktung des herkömmlichen

Honigs werden dank der Unterstützung

des Imkervereins Bremen und des

Rotary Clubs Oyten über mehrere Jahre

gesichert.

Im Januar 2022 schlossen sich die neun

Imkerinnen zusammen und gründeten die

eingetragene „Mikindani Widow Honey

Cooperative“. Damit erfüllt dieses nachhaltige

Projekt mehrere Ziele: die Unterstützung

traditioneller Wundbehandlungsmethoden

und finanzielle Absicherung der

sozial benachteiligten Witwen sowie die

Sicherung und Förderung der Haltung der

kleinen, stachellosen Bienen, die eine

wesentliche Rolle bei der Bestäubung

tropischer Pflanzen spielen.

Text: Dr. Michael Fakharani, Fotos: privat

HONIGPROJEKT-TANSANIA.com

96 OBERNEULAND


OBERNEULAND

gestern

heute

Beim Natelsdamm

Diesmal kein Foto aus alter Zeit, sondern eine Radierung von

Anna Feldhusen. Die Künstlerin lebte von 1867 bis 1951. Sie gehörte

zu den Frauen, die sich damals um die Jahrhundertwende gegen

die von sich eingenommenen Maler durchsetzen mussten. Wie

auch Paula Modersohn-Becker. Als „Malweiber“ wurden sie zu

Anfang abschätzig betitelt. Anna Feldhusen schuf Hunderte von

solchen grafischen Bildern. Sie illustrierte Kalender, Zeitschriften

und Bremer Lesebücher. Mehreren Generationen war sie mit ihren

Heimatansichten in Bremer Schulbüchern im Gedächtnis.

Renate Brünkers (geb. Junge) erzählt, dass ihre Eltern das

Original dieser Radierung 1948 zur Silberhochzeit vom Tischlermeister

Heinrich Bartels bekamen. Anna Feldhusen sei ein paar

Mal bei ihm gewesen. In dem Haus im Hintergrund habe seinerzeit

Familie Blome gelebt.

Wenngleich die romantische hölzerne

Brücke auf Feldhusens Bild längst nicht

mehr existiert, so kann man doch vermuten,

dass es heute dort so aussieht wie

auf dem aktuellen Foto. Das Haus gibt

einen Anhaltspunkt. Man sieht es so vom

Hodenberger Deich aus, wo sich die

Brücke zum Natelsdamm befindet.

Text und Foto: EM, Radierung: Anna Feldhusen

Übrigens: „Dor hett he wat verdreiht“,

kommentierte Renate Brünkers den Text in

Heft 5 zur Partie am Deich. Metta Benecke,

die Empfängerin der Postkarte, war die

Schwester von Margarete Junge, der

Großmutter von Renate Brünkers.

OBERNEULAND 97


OBERNEULAND KULTUR

„EIN SONNTAG IM PARK“ LÄDT ZUM MUSIKGENUSS UND MEHR

Lust auf Feiern im Park

Wenn am 4. September um 11 Uhr die ersten Töne

von der großen Musikbühne erklingen, endet eine

coronabedingte Pause von vier Jahren. Die letzte große

Veranstaltung des Förderkreises Overnigelant e.V. im

Park des Haus Hohenkamp an der Oberneulander

Landstraße 27 fand im Jahr 2018 statt.

Nun aber wollen es die Verantwortlichen des Förderkreises

wieder wissen und haben innerhalb kurzer Zeit die meisten

Vorbereitungen für das Musikfest für die ganze Familie abgeschlossen.

Zum Glück haben die meisten Sponsoren aus dem

Jahr 2018 ihre Zuwendungen „stehen“ lassen, sodass die

Grundfinanzierung des Tages gesichert war.

„Wir bleiben bei unserem Konzept und werden auch bei der

Neuauflage keinen Eintritt verlangen“, kommentiert die Vorsitzende

des Förderkreises Overnigelant, Christine Bornkeßel. Da

aber alle einzelnen Programmpunkte teurer geworden sind,

sind die Veranstalter dankbar für jeden Euro, der über den Verzehr

der Speisen und Getränke in die Kassen gespült wird oder

auch als Spende gerne gegen Spendenbescheinigung dem Verein

zufließt. Denn der Ertrag aus dem Tag wird Oberneuland

zugutekommen – mit diesen Mitteln werden Projekte zum Erhalt

der Schönheit des Stadtteils finanziert, so wie zuletzt die

Sanierung des Tores zum Eingang in Heinekens Park.

Grundsätzlich ist die Inszenierung des Tages identisch mit

denen der traditionellen Veranstaltungen in den Vorjahren. Auf

zwei Bühnen wird von 11 bis 18 Uhr Livemusik gespielt von

sehr unterschiedlichen Bands. Gleichzeitig dazu werden in beiden

Bereichen rund um das Haus Hohenkamp Stände mit

Getränken und Speisen zu finden sein. Vorwiegend der hintere

Bereich wird zum Kinderspielbereich, mit Hüpfburg und anderen

Spielangeboten, einem Steiger der Firma Bremer Baumdienst,

der den Blick von hoch oben auf das Gelände ermöglicht

und natürlich werden die Pfadfinder des Stammes „Götz

von Berlichingen“ mit den Besuchern Stockbrot backen.

Außerdem können sich Jung und Alt dort schminken lassen

Dem Publikum wird Livemusik auf gleich zwei Bühnen geboten werden. Fotos: AS

und schön und kunstvoll gestaltete Objekte aus Luftballonen

mitnehmen.

„Da wir diesen ganzen Tag mit unseren Mitgliedern organisieren

und auch realisieren, wäre uns externe Unterstützung

sehr willkommen, zumal einige der Macher aus den vergangenen

Jahren nicht mehr helfen können“, ruft Bornkeßel zur Hilfe

auf. Damit sind sowohl Menschen angesprochen, die beim Aufbau

und beim Abbau unterstützen können, aber auch diejenigen,

die an dem Tag selbst für ein paar Stunden an den Ständen

helfen können. Meldungen gerne an overnigelant@web.de.

Der Antrag auf die Sperrung der Oberneulander Landstraße

zwischen Hohenkampsweg und der Kreuzung mit der

Hodenberger Straße wurde genehmigt, sodass die Besucher

ungefährdet das Haus Hohenkamp erreichen können. Die

Veranstalter bitten jedoch um Rücksicht bei dem Parken der

Fahrzeuge – egal ob Autos oder Räder, da der Platz rund um

das DRK-Heim begrenzt ist.

Bunte Mischung von Bands

verschiedenster Musikrichtungen

Die musikalische Leitung des Tages hat auch in diesem Jahr

wieder der Oberneulander Schlagzeuger und Percussionist

Maximilian Suhr. Er hat eine bunte Mischung von Bands verschiedenster

Musikrichtungen verpflichten können. Eine der

lokalen Bands ist das Hanno-Bonßdorf-Trio. Die drei Musiker

überzeugen mit Klängen aus dem Bereich Jazz und Blues. Für

Pop-Balladen, R’n’B und Hip Hop steht die in Sri Lanka geborene

Musikerin Imanthi, die sich selbst am Klavier begleitet.

Klaus Möckelmann & Frank Rihm sind in der heimischen

Blues- und Jazzszene sehr bekannt. Das Duo wird authentischen

Blues spielen, auch mit Mundharmonikaklängen. Außerdem

spielen an diesem Tag im Park des Haus Hohenkamp die

Bremer Gruppe Whatasound, Joon & The Soulmates und

High Octane. Das gesamte Programm mit allen Bands und

Musikern sowie die jeweilige Musikrichtung finden Sie auf der

Internetseite von Overnigelant und in dem Flyer, der an vielen

Stellen im Stadtteil ausgelegt werden wird.

Die musikalische Leitung hat der Oberneulander

Maximilian Suhr - hier bei der Begrüßung der

Dixieland Crackerjacks im Sommer 2018.

98 OBERNEULAND


BENEFIZKONZERT AN DER

OBERSCHULE ROCKWINKEL

„MIT KLEINEN HIEBEN

FäLLT MAN AUCH

GROßE BäUME“

Das Zitat von Benjamin Franklin beschreibt

das Benefizkonzert vom 21. Mai 2022 an der

Oberschule Rockwinkel sehr gut.

Das Konzert wurde aufgrund der aktuellen problematischen

Situation zwischen Russland und der Ukraine organisiert.

An diesem Tag war nicht nur das Konzert ein Hingucker, denn

zusätzlich gab es einige Stände, an denen Eis, Bratwürste und

Kuchen angeboten wurden. Auch für weitere Aktivitäten haben

die Schüler gesorgt, um einen erfolgreichen Tag zu gestalten.

Wir hatten die Chance, uns mit einem der Organisatoren des

Events zu unterhalten. Der Schulelternsprecher Christoph

Meyer hat sich bereiterklärt und unsere Fragen mit voller Aufmerksamkeit

beantwortet.

Herr Meyer, wie sind Sie auf die Idee des Benefizkonzertes gekommen?

Christoph Meyer: Die Elternschaft wollte sich nach dem vergangenen

Friedensmarsch erneut für etwas Gutes einsetzen.

So haben wir uns getroffen und überlegt, was wir tun können.

Da es etwas Besonderes sein sollte und es viele musikbegeisterte

Lehrer und Eltern gibt, kam die Idee auf, ein Konzert zu

organisieren. Auch die Schulleiterin Frau Dahm hat der ganzen

Sache mit großer Begeisterung zugestimmt.

Wohin wird das Geld gespendet?

Das Geld geht unter anderem an geflüchtete Familien in

Bremen sowie an eine Hilfsorganisation in der Ukraine, die

sich auf Kleinkinder und Jugendliche spezialisiert hat.

Ist der Tag wie gewünscht verlaufen und war er erfolgreich?

Eindeutig ja. Ich bin total begeistert vom heutigen Tag. Wir

haben etwas tolles auf die Beine gestellt, haben tollte Gäste und

ganz viel engagierte Spender. Es gab viele tolle Stände und

sogar das Wetter hat super mitgespielt, was den Tag noch mehr

verschönert hat.

Auch unserer Ansicht nach, war der gesamte Tag eine

gelungene Veranstaltung mit tollem Hintergrundgedanken.

Interview und Fotos: Emma, Lilly, Lucy, Diana, Greta und Laura von der Oberschule Rockwinkel

OBERNEULAND 99


REGION BORGFELD

KONZERT DER REIHE „HÖRART“

EIN BENEFIZKONZERT

FüR DIE UKRAINE

Minako Schneegass hatte ebenso wie Ralf Besser das Bedürfnis zu

helfen und verzichtete auf ihre Gage.

Nach der durch Corona verursachten

Zwangspause konnten die Konzerte

der Reihe „HörArt“ in der Stiftung für

Lebenswerte endlich wieder beginnen.

Für Ralf Besser war es eine Herzensangelegenheit,

dies mit einem

Benefizkonzert für die leidenden

Menschen in der vom Krieg heimgesuchten

Ukraine zu verbinden.

Hatte er sich doch selbst gefragt:

„Was sind meine Werte?“

Sechs Wochen lang lebte eine ukrainische

Familie bei ihm. Die befreundete Pianistin

Minako Schneegass brauchte er nicht

lange zu fragen, ob sie dazu bereit sei. Sie

hatte ebenso das Bedürfnis zu helfen – und

verzichtete auf ihre Gage. Am Ende kamen

von den Zuhörern 500 Euro zusammen,

um Menschen aus der Ukraine zu helfen.

Wer Minako Schneegass bereits erlebt

hat, wusste, dass ein besonderer Abend zu

erwarten war. Sie ist mehr als eine Pianistin.

Das zeigte sich bereits beim ersten Titel

„Friedensimprovisationen über eigene Themen“.

Eine Bearbeitung der Filmmusik zu

„Nausicaä im Tal der Winde“ des japanischen

Komponisten Joe Hisaishi, die die zunehmende

Verschmutzung der Umwelt zum

Thema hat. Verbunden mit „Smile for you“

im Gedenken an die mit 35 Jahren

kürzlich verstorbene japanische

Sängerin Sayaka Kanda. Sie

spielte eindringlich mit so viel

Kraft, dass man rufen mochte:

„Macht endlich Frieden auf der

Welt, rettet den Planeten!“

Es folgten zwei klassische

Stücke von Franz Schubert und

Franz Liszt, ebenfalls auf Minakos eigene

Art interpretiert.

Bei uns leider nur wenig bekannt ist der

spanische Komponist Cristóbal Halffter.

Er starb im letzten Jahr im Alter von 91

Jahren. Die „Sonata“ hier im Programm

war sein erstes Werk. Berühmt wurde er

Minako

Schneegass

ist mehr als

eine Pianistin.

mit seiner großen Oper „Don Quijote“, uraufgeführt

2000 in Madrid. Klaus-Peter

Schneegass und Minako erlebten seine

Beerdigung in Ponferrada in der Provinz

León. Es war eine große Totenfeier mit

dem spanischen Kultusminister und dem

Bischof von León. Alle Teilnehmer waren

maskiert, und Klaus-Peter Schneegass

schien es, als würde der Tote

in einem Castor-Behälter begraben.

Daraus hat er ein

Klavierstück komponiert:

„El tierro de Don Quijote –

Tractus in memoriam C.H.“

Die Uraufführung erlebten

die Zuhörer an diesem Tag

hier in Borgfeld.

Der zweite Teil des Konzerts war

Frédéric Chopin und Domenico Scarlatti

gewidmet. Zusammen mit ihren Improvisationen

über eigene Leitmotive bewies

Minako Schneegass zum wiederholten

Male ihre ganz eigene Interpretation klassischer

Werke. Komponisten seien immer

Visionäre, sagte sie dazu. Ihr Ehemann,

später im Gespräch, sieht sich mehr als

ein Suchender. Wohl als einer, der die

Ereignisse der Zeit in Musik umzusetzen

bereit ist. Was an diesem Abend wieder

bewiesen wurde.

Die Bandbreite des Könnens von

Minako Schneegass, beschrieb Ralf Besser

zum Schluss, sei so groß, dass, würde er je

ein Loch in die Wände gegenüber schlagen,

man nach beiden Seiten noch je einen

Kilometer zurücklegen müsste. Sehr

anschaulich, doch auch treffend. EM

100 OBERNEULAND


RAD- UND FUSSWEGSICHERHEIT

„ICH HABE KEINEN CENT

ZUR VERFüGUNG“

So die nüchterne Auskunft von Heike Reiche vom ASV zu der von Thomas

Stierle erarbeiteten Dokumentation über die Gefahren für Radfahrer und

Fußgänger in Borgfeld (wir berichteten mehrfach). Zum ersten Mal kamen

Vertreter des Amtes für Straßen und Verkehr wegen dieses Themenkomplexes

zur Beiratssitzung.

Neben Heike Reiche noch Henry

Heinemann und Ali Erkün vom Referat

4 „Straßenerhaltung“. Damit stellte sie

auch gleich klar, dass für ihren Bereich

lediglich die Hälfte der aufgezeigten

Mängel infrage kommt.

Nämlich die Erhaltung der

Straßen und Wege. Für Beschilderungen,

Ampeln und Markierungsarbeiten

sei das Referat 3

„Straßenverkehrsbehördliche

Angelegenheiten“ unter Robert

Bartsch zuständig.

Keinen Einfluss hat das ASV

auf Privatstraßen und -wege,

ebenso wenig auf solche, die

dem Deichverband obliegen.

Die Ausarbeitung von Thomas Stierle

liegt ihr vor, sagte Heike Reiche, sie hat sie

durchgelesen, aber noch nicht durchgearbeitet,

denn sie hat die Leitung der Abteilung

erst seit Februar inne. Eines aber stehe

fest: Die finanzielle Situation sei dramatisch.

Mittel, die ihr für Radwege zur

Verfügung stehen, gelten für die ganze

Stadt, und bei derzeitigen Preissteigerungen

bis zu 25 % seien das nur die berühmten

Tropfen auf dem heißen Stein. Die Liste

des Beirats habe nichts mit dem Erhaltungs-

Etat zu tun, der ihr zur Verfügung stehe.

Der Beirat möge doch zunächst die für

ihn wichtigsten fünf Punkte herausstellen.

Für eine Rangfolge, die man abarbeiten

könnte.

Das veranlasste Jürgen Klaes (Grüne) zu

der Frage, für welche Teile sie denn nun

wirklich zuständig sei. Henry Heinemann

klärte auf, er habe eine Liste erarbeitet, die

auch private Bereiche enthält, die werde er

weiterleiten. Diese Klärung erwartet auch

Beiratssprecher Gernot Burghardt (FDP):

Wo fängt eine Sanierung an, wo ist die Verkehrssicherheit

am wichtigsten.

Henry Heinemann dazu: Ja, die Sicht

des Beirats sei eine andere als die der

Behörde.

Jörn Broeksmid (CDU): Deshalb soll

die Behörde das finanziell Machbare benennen.

Die Mittel

werden in

Bremen nach

Straßenkilometern

zur

Verfügung

gestellt.

Ali Erkün: Die Frage der Finanzierung

sei davon losgelöst. Allein für die Erhaltung

bestehender Aufgaben musste er schon

Gelder nachfordern. Durch die Verschlankung

des eigenen Personals

seien die Kosten gestiegen.

Ein Pfahl zum Beispiel, der im

Einkauf 14,50 Euro kostet,

schlägt letztlich mit rund

200 Euro zu Buche.

Jörn Broeksmid: So werde

der Ball hin und her geworfen

und man komme nicht weiter.

Letztlich will der Beirat

Zahlen sehen. Wie viel stehe

denn für Borgfeld überhaupt

zur Verfügung? Das könne so nicht gesagt

werden, heißt die Antwort, denn die Mittel

werden in Bremen nach Straßenkilometern

zur Verfügung gestellt. Bernd Stenner

(SPD): „Der Beirat hat ein Recht zu

Beispiel Borgfelder Landstraße zwischen Dorflinde

und Kirche: Kein Geld für Reparaturen?

erfahren, was eine einzelne Maßnahme

kostet.“ Gernot Burghardt stellte fest, so

stochere man im Nebel, das ASV solle

Stück für Stück der Liste durchgehen und

die Frage der Kosten beantworten. Es sei

auch nicht Sache des Beirats, festzustellen,

wofür das Referat 4 und wofür das Referat

3 zuständig sei. Henry Heinemann will den

Beirat darüber informieren, sodass es zu

einem Gesprächsaustausch kommen kann.

Thomas Stierle, letztlich der Initiator

der ganzen Angelegenheit, hat zunächst erreicht,

dass das ASV und der Beirat in der

Sache zusammenarbeiten. Das Thema

bleibe weiter relevant. Obwohl alle kein

Geld haben, werde er an dem Konzept

weiter arbeiten. EM

OBERNEULAND 101


2

1

…ein absoluter

Hingucker…

3

4

5

6

STRAND

&GUT

8 9

7

…super

praktisch…

10

102 OBERNEULAND


Egal, ob für die Gartenparty, den Balkon oder für unterwegs –

mit diesen Gadgets wird im Sommer gefeiert und für gute

Laune gesorgt!

1. Feuer & Flamme

Die Kerzen für den Außenbereich haben eine Brenndauer von bis zu

90 Stunden. Sie zeichnen sich durch ihre Robustheit aus und sind

bei jedem Wetter einsetzbar. Höhe: 15 cm.

Gesehen bei GLÜCKSMOMENT, Borgfelder Heerstraße 42b, 28357 Bremen,

Telefon: 0421 27639999

2. Statement

Kissenbezug mit glatter Oberfläche und flauschigen, aufgestickten

Versalien in der für die Nordsee so typische Farbgebung.

Gesehen bei Ziegeler Living Home, Am Hang 2, 27711 Osterholz-Scharmbeck,

Telefon: 04791 96620

3. Für den Strand

MOTIF-Tasche passen zu jeder Gelegenheit.

Gesehen bei Ziegeler Living Home, Am Hang 2, 27711 Osterholz-Scharmbeck,

Telefon: 04791 96620

4. Aus dem Körbchen

Picknick-Körben gefüllt mit Besteck, Gläsern und Tellern für zwei

Personen. Je nach Modell mit zusätzlichen Stoffservietten, ein

Kellner-Korkenzieher, Salz- und Pfefferstreuer. Genügend Platz für

Getränke etc. Die Riemen innen sorgen für optimalen Halt.

Gesehen bei Haar Tisch + Küche, Hauptstraße 96, 28865 Lilienthal, Telefon: 04298 916522

5. Yachthafen

Maschinenwaschbares Wendeplaid aus hochwertigem Baumwollmix

gefertigt und mit einer gekettelten Ziernaht versehen.

Gesehen bei Ziegeler Living Home, Am Hang 2, 27711 Osterholz-Scharmbeck,

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6. Wirf den Anker

Kissenbezug aus reinem Baumwollgewebe gefertigt.

Gesehen bei Ziegeler Living Home, Am Hang 2, 27711 Osterholz-Scharmbeck,

Telefon: 04791 96620

7. Grill to go

Grill, nur knapp drei Kilo schwer, passt flach in einen Rucksack, in

wenigen Augenblicken zusammengesteckt. Er funktioniert im Gasbetrieb,

Kohle oder Holz. Die Tasche aus LKW-Plane ist abwaschbar

und kann als Unterlage genutzt werden.

Gesehen bei Grillexperten, Am Hang 2, 27711 Osterholz-Scharmbeck, Telefon: 04791 96620

8. My2go

Das WMF-Besteckset enthält eine Gabel in „göffelähnlicher“ Form,

ein abgerundetes Messer zum einfachen Schneiden und Streichen,

einen Löffel sowie einen Trinkhalm mit Reinigungsbürste.

Gesehen bei Haar Tisch + Küche, Hauptstraße 96, 28865 Lilienthal, Telefon: 04298 916522

9. Kids bottle

Die Doppelwand aus Edelstahl hält Getränke bis

zu 8 Stunden warm oder kalt. Highlight: die herausziehbare

Krone, die dadurch als Tragegriff verwendet

werden kann. Nicht für Spülmaschine und Mikrowelle

geeignet. Fassungsvermögen: 320 ml.

Gesehen bei Haar Tisch + Küche, Hauptstraße 96, 28865 Lilienthal,

Telefon: 04298 916522

Text und Fotos: Hersteller/MM

10. Muschel-Schalen

Hochwertiges Steingut,beständig gegen Flecken und Haarrisse.

Porenfrei mit optimalen hygienischen Eigenschaften und sehr guter

Wärmeschockbeständigkeit. Spülmaschinengeeignet und kann im

Backofen, Mikrowelle und Gefrierschrank verwendet werden.

Gesehen bei Ziegeler Living Home, Am Hang 2, 27711 Osterholz-Scharmbeck,

Telefon: 04791 96620

OBERNEULAND 103


Spiegel und

Spiegelwände mit LED,

maßgefertigte Regal- und

Schranklösungen sorgen

für optimale Raumausnutzung

im schrägen

Bad. Foto: Burgbad

Raum -

wunder!

CLEVERE IDEEN FÜR SCHRÄGE WÄNDE

104 OBERNEULAND


Ganz schön schräg! Dachschrägen, Nischen

& Co. können uns im Haus vor Herausforderungen

stellen – doch gerade darin liegt

ja auch der Reiz. Kein Winkel zu spitz, kein

Eckchen zu klein, als dass sich nicht noch

etwas daraus gewinnen ließe. Einrichtungsexperten,

Innenarchitekten und Hersteller

haben etliche Ideen und Systeme parat, um

aus wenig Platz viel Raum zu gewinnen –

inklusive Wow-Effekt.

Die Dachschräge muss keine Problemzone sein, im Gegenteil.

Dachschrägen lassen sich nutzen, um natürliches

Licht ins Haus zu holen – warum nicht noch ein

Fenster einfügen, das dem Raum eine ganz neue Lichtstimmung

gibt? Und warum nicht dort Platz schaffen, wo Platz

sonst oft verschenkt wird? So manche schräge Wand nämlich

hat es durchaus in sich und entpuppt sich als wahres Raumwunder.

Es geht darum, Räume zu öffnen, um Platz zu schaffen.

Dabei spielen Maßarbeit, innovative Technik und der klare

Blick für passende Lösungen wirkungsvoll zusammen.

In Ecken und Kanten, so heißt es, zeigt sich Charakter. Und

eben diese Eigenschaft, die lässt sich ausnutzen! Beim Bremer

Hersteller Raumplus zum Beispiel wird „kreativ in und um die

Ecke gedacht“, wie es dort heißt. „Immer nur geradeaus von

Wand zu Wand wäre fast zu einfach“, so Raumplus-Chef

Carsten Bergmann mit einem Augenzwinkern. Das Bremer Familienunternehmen

habe mit maßgefertigten Gleit- und Falttüren,

Solitärmöbeln, Trennwand- und Innensystemen „eine

stilsichere Antwort auf jede architektonische Herausforderung“.

Stauraum schafft Freiraum

Knifflige Ecken werden zu

praktischen Schrankfächern,

hohe Decken zu maximal

ausgenutzten Ordnungsoasen.

Ungenutztes Platzpotenzial für individuelle Wünsche erschließen,

das ist das Motto. Dachschrägen zum Beispiel werden

bis in den kleinsten Winkel nutzbar gemacht, ohne ihre Besitzer

dabei in die Knie zu zwingen: „Dafür passen sich Gleittüren

präzise dem Neigungsgrad des Daches an und eröffnen

hinter wohnlichen Fronten wunschgemäß strukturierten Stauraum,

der vom begehbaren Schrank bis zum regal- und schubfachbestückten

Innensystem nach Maß reicht“, so die Raumplus-Experten.

Das Regalsystem „Creo“ von Raumplus wirkt

wie eine Hommage an Piet Mondrian in Möbelform – und es

ist so flexibel und universell einsetzbar, dass es durch Stauraum

Freiräume schafft. „Seine filigranen Aluminiumprofile lassen

sich im Hoch- wie im Querformat vielseitig planen und mit

farbigen Modulen kombinieren“, so die Beschreibung des

Herstellers.

OBERNEULAND 105


Der Stauraum

wird zum

Schauraum …

Foto: Cabinet

Das

neue Regalsystem

„Creo“

von Raumplus wirkt wie

eine Hommage an

Piet Mondrian in

Möbelform.

Foto: Raumplus

Das Potenzial

von Treppen:

Stauraum kann man

nie genug haben.

Foto: Cabinet

Stauraum

bis unter

die schräge

Zimmerdecke.

Foto: Cabinet

„Knifflige Ecken werden zu praktischen Schrankfächern,

hohe Decken zu maximal ausgenutzten Ordnungsoasen“, so

sieht man es beim Hersteller Cabinet. Die Kerpener Manufaktur

setzt darauf, „mit maßgefertigten Einbauschranklösungen

Stauraum zu schaffen – und das bis unter die Zimmerdecke“.

Ausgeklügelte Ecklösungen seien – nicht zuletzt auch bei Dachschrägen

– eine Stärke des Unternehmens. „Selbst in kleineren

Räumen lassen sich passende Elemente finden: Die Schrankschenkel

müssen weder symmetrisch noch lang sein.

Schiebetüren wie Drehtüren eignen sich gleichermaßen, um an

dieser Stelle zusätzlichen Stauraum zu gewinnen. Warme,

erdfarbene Farbnuancen mit zarten Akzenten verleihen dem

Raum eine Eleganz und Ruhe“, so der Hersteller.

Die Nische finden, die Nische nutzen – oftmals bieten auch

hier wieder Gleittürsysteme eine Lösung, die Optik und Funktionalität

miteinander verbindet. „Dank innovativer Technik“,

106 OBERNEULAND


so die Manufaktur, lassen sich Gleittüren von Cabinet „nahezu

geräuschlos und auf Wunsch sogar automatisch öffnen und

schließen.“ Und: „Der sogenannte Softstop bremst die Türen

kurz vor Anschlag ab und lässt sie in ihre endgültige Position

einrasten – ob geöffnet oder geschlossen.“

Der Stauraum wird zum Schauraum … auch unter Treppen

lässt sich Platz schaffen, indem Raum klug strukturiert und

damit nutzbar gemacht wird. Raum, der bei Planungen oft aus

Auf Maß gefertigte Möbel

nutzen jeden Millimeter.

dem Fokus gerät. „Dabei bietet gerade dieser Ort viel Platz für

kreative Ideen. Ob ein Einbauschrank mit integrierter Sitzkoje,

die das Schuhe an- und ausziehen erleichtert, eine Garderobe

oder ein offenes Regalsystem – auf Maß gefertigte Möbel

nutzen jeden Millimeter. So entstehen ganz neue Möglichkeiten

für Aufbewahrung und Lagerung“, heißt es bei Cabinet über

den Platz, der unterhalb einer Treppe gewonnen werden kann –

und das auch auf durchaus stylishe Weise!

Raum mit Gewinnpotential: Das Bad

Ein weiterer Raum mit Gewinn-Potenzial ist das Bad.

Fenster bringen Licht, Leichtigkeit und Weite in ein Bad mit

(Dach-)Schrägen. Romantische Dachbalken dürfen bleiben

und lassen sich als attraktive Elemente integrieren, sofern sie

nicht zu tief liegen … Die Fenster im „schrägen Bad“ sollten

möglichst groß sein – und möglichst weit oben eingesetzt

werden, um ihre Aufgabe als Quelle (natürlichen) Lichts

möglichst gut zu erfüllen. Apropos Licht: Dunkle Ecken und

Winkel lassen sich mit Spots nicht nur ausleuchten, sondern

gewinnend in Szene setzen.

Spiegel und Spiegelwände mit LED, maßgefertigte Regalund

Schranklösungen sorgen für weitere Helligkeit – und

optimale Raumausnutzung; gerade Spiegel schaffen einen

größeren, helleren Raumeindruck. Auch Duschen und Waschtische

lassen sich unter Schrägen einbauen, wobei eine Stehhöhe

von 1,90 Metern über dem Waschtisch doch das Mindestmaß

sein sollte. Schließlich wollen wir es ja bequem haben im

Bad! Beliebter Trick: Waschtische lassen sich effekt- und wirkungsvoll

seitlich an die Dachschräge bauen. Trockenbauwände

können dabei helfen, einzelne Badelemente – wie zum Beispiel

Spülkästen – zu „verstecken“. Der senkrechte Wandbereich unterhalb

der Dachschräge lässt sich mit (wiederum maßgefertigten)

Einbauschränken und Sideboards praktisch nutzen – ideal

für Handtücher und Badaccessoires. Bei entsprechender

Grundfläche lässt sich auch die Nutzungspalette noch erweitern,

ohne dass der Gesamteindruck getrübt wird. Mit Falttüren

des Herstellers Raumplus zum Beispiel lässt sich aus

einer Nische im Bad ein eigener Mini-Waschsalon zaubern.

Transparente Glaswände – maßgeschneidert etwa vom

Glaser – geben der Dusche mehr Licht und Leichtigkeit. Wird

in der Wanne nicht geduscht, sondern vornehmlich gebadet,

dann sollte sie nach Möglichkeit einfach direkt unter Dachschräge

und Dachfenster gesetzt werden. Fehlende Raumhöhe

fällt dann nicht störend ins Gewicht – und der Blick zum

Himmel mit seinen Wolkenbildern und Wolkenspielen ist beim

Baden Wellness pur!

Text: Claudia Kuzaj

L. & S. Howald · Dachdeckermeister GmbH & Co. KG

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OBERNEULAND 107


IMMOBILIEN + WOHNEN

PERGOLAMARKISEN STRUKTURIEREN DIE

TERRASSE UND BIETEN WINDSICHERHEIT

MODERNER

SONNENSCHUTZ

Mit höhenverstellbaren Säulen lässt

sich die Pergolamarkise an den

Stand der Sonne anpassen.

Senkrecht ausfahrbare Volants am

vorderen Markisenende verbessern

den Blendschutz, wenn die Sonne

am Morgen oder Abend tief steht.

Fotos: djd/www.Lewens-Markisen.de

108 OBERNEULAND


Die Durchschnittstemperaturen in

Deutschland steigen. Laut Statistischem

Bundesamt lagen die sommerlichen Durchschnittswerte

in den Jahren von 1961 bis

1990 bei 16,3 Grad, im Zeitraum 1991 bis

2020 betrugen sie bereits 17,6 Grad.

Damit gehen auch extreme Spitzentemperaturen von

über 40 Grad einher, die erst seit den 2000er-Jahren

verstärkt zu beobachten sind. Ein guter Sonnenschutz ist

daher unerlässlich, wenn man den Sommer auf der eigenen

Terrasse genießen möchte. Bei der Markisenauswahl spielen

Ästhetik und wiederum auch das Wetter eine Rolle. Denn

zu den steigenden Temperaturen kommen bereits heute

häufigere Extremwetterereignisse und ein Mehr an Wind

hinzu.

Pergolamarkisen strukturieren den Übergang aus dem Haus zum Garten und verbessern

den Windschutz des Sonnenschutzsystems.

Grundkonstruktion bei

klassischen Vorbildern abgeschaut

Pergolamarkisen bieten hier eine interessante Alternative

zu den freitragend montierten Gelenkarmmarkisen.

Ihre Grundkonstruktion orientiert sich an

der klassischen Pergola, die bereits seit der Antike als

Sonnenschutz im Übergangsbereich zwischen Haus

und Terrasse diente. Der Vorteil liegt auf der Hand:

Im Unterschied zur Gelenkarmmarkise ist sie nicht

nur an der Hauswand befestigt, sondern an ihrem

Ausfallende zusätzlich auf Säulen. Gewicht und

Windlast sind also statisch gut verteilt, die Windstabilität

ist höher. Nochmals verbessert wurden

einige Modelle durch die Zip-Führung des Markisentuchs.

Die textile Bespannung wird nach Art eines

Reißverschlusses fest in den seitlichen Profilen der

Markise geführt. Ein Schlagen im Wind wie bei einer

offenen Tuchführung wird verhindert, zugleich gibt

es keine Lichtspalten zwischen Profilen und Tuch.

Eine große Palette an

Stofffarben und

-dessins bietet

attraktive Gestaltungsmöglichkeiten

für Pergolamarkisen.

Funktion und Design für

die Architektur von heute

Ästhetisch lassen sich Pergolamarkisen analog zu klassischen

Pergolen so einsetzen, dass sie der Terrasse Struktur

geben und den Übergangsbereich zum Garten markieren.

Im Unterschied zu den antiken Vorbildern fällt die tragende

Konstruktion wesentlich schlanker aus und fügt sich besser

in moderne Hausarchitekturen ein. Und natürlich bietet die

große Auswahl an Stofffarben und -dessins eine hohe Gestaltungsfreiheit.

Funktionale Vorteile bieten höhenverstellbare

Säulen, mit denen sich die Neigung des Markisentuchs

verändern und an den Stand der Sonne anpassen lässt.

Nochmals erweitert werden kann der Blendschutz bei tief

stehender Sonne, wenn an der vorderen Tuchkante zusätzlich

ein senkrecht ausfahrbarer Volant angebracht ist.

W-K-WINTERHOFF GMBH

BÄDER KÜCHEN WOHNEN TREPPEN

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www.w-k-winterhoff.de

(T)räume aus Stein

OBERNEULAND 109


IMMOBILIEN + WOHNEN

Fenster-Lüftungssystem:

Einfach

durchatmen

Foto: epr/Internorm

Gerade Allergiker benötigen

effektive Lösungen zur Lüftung des Hauses. Das ist

z.B. ein integriertes Lüftungssystem, das den Raum

bedarfsorientiert mit Frischluft versorgt, ohne dass ein

Öffnen des Fensters notwendig ist. Was Allergiker aufatmen

lässt, sind die optional integrierbaren Filter, die

das Eindringen von Feinstaub und Blütenpollen vermindern.

Die Intensität des Luftaustausches lässt sich individuell

bestimmen. Zur manuellen Auswahl stehen drei Betriebsstufen

sowie ein „Automatik“-Modus: Hier ermittelt die

Lüftung den Feuchtigkeitsgrad der Raumluft und regelt

den Luftaustausch vollautomatisch. Die Bedienung über

ein direkt am Rahmen angebrachtes Steuerungselement

oder – noch bequemer – via Tablet oder Smartphone.

www.internorm.com

Akzentbeleuchtung:

Räume smart in Szene setzen

Foto: epr/Schlüter-Systems

Lichtkonzepte ganz nach Wunsch umsetzen – das geht mit den

intelligenten LED-Modulen. Sie sind schnell eingebaut, ohne

dass Fachkenntnisse in der Licht- oder Elektrotechnik nötig

sind. Von der eleganten

Lichtleiste im Bad über

beleuchtete Treppen und

Spiegel bis hin zu Akzenten

sogar im Duschbereich

sind den Gestaltungsmöglichkeiten

kaum

Grenzen gesetzt. Die

steckfertigen Module

sind in Weiß in verschiedenen

Farbtemperaturen

oder im farbigen Lichtbereich RGB+W mit mehr als 16 Mio.

Farben erhältlich. Sie können klassisch über einen bauseitigen

Lichtschalter gesteuert werden – noch komfortabler wird es mit

einer Funkfernbedienung oder sogar per Smartphone oder

Tablet. So kann je nach Stimmung und Anlass das passende

Licht eingestellt werden.

www.liprotec.de

> Ohne Kabel, sauber installiert

- 5 Jahre Garantie und Batteriehaltbarkeit

> Einfach und komfortabel zu bedienen

Rahmann OHG

Meisterbetrieb & Ingenieurbüro in 3. Generation

Schwachhauser Heerstr. 1 · 28203 Bremen

Wir beraten Sie gern! Kontaktieren Sie uns!

Vertrauliche Beratung & Montage inhabergeführt unter:

Telefon 04 21 - 7 18 41, E-mail: info@rahmann-hb.de

www.rahmann-bremen.de

Clever heizen, stilvoll genießen

Die Nachfrage nach klarem skandinavischem Design

steigt auch im Bereich Feuerstätten: Hersteller bietet nun

Modelle mit alternativen Oberflächen an. Hier verbindet

sich die Sehnsucht nach dem gemütlichen Flammenspiel

mit zeitgemäßer Technologie – das Ergebnis sind leistungsstarke

„Seelenschmeichler“, die Körper und Herz erwärmen.

Die Elemente der neuen Außenverkleidung bestehen

aus einer Kalziumsilikat- und einer Feinsteinzeugplatte,

die miteinander verbunden sind. In der Farbe Weiß

stehen mit Satin, Lux und

Structure drei unterschiedliche

Oberflächen zur Verfügung,

in Schwarz sind

Satin & Structure erhältlich.

www.tulikivi.com

Foto: epr/Tulikivi

110 OBERNEULAND


Foto: epr/Aritco Deutschland GmbH

Homelifte:

Kompromisslos &

individuell

Das eigene Zuhause ist

ein Ort, an dem Wohlfühlambiente,

Funktionalität

und Stilbewusstsein

zu einer homogenen Einheit

verschmelzen und

passgenau auf die Ansprüche der Bewohner zugeschnitten

sein sollen. Homelifte bereichern den Alltag dabei

buchstäblich auf verschiedensten Ebenen. Neben formvollendetem

Design sind Komfort und optimale Zugänglichkeit

zentrale Aspekte. Er ermöglicht vollen Zugang zu

allen Teilen des Hauses und kann im Fachhandel ganz

nach den persönlichen Bedürfnissen konfiguriert werden.

HomeLift-Lösungen eignen sich für Häuser mit mehreren

Etagen und sind zudem auch für den Außenbereich

erhältlich – so können auch Einliegerwohnungen oder

verschiedene Parteien eines Mehrfamilienhauses von

einer Nutzung profitieren.

www.aritco.com/de

Foto: epr/Triflex/AJ_Watt/gettyimages.de

Balkone: Besser früh renovieren

Experten empfehlen, Balkone zweimal pro Jahr auf Mängel zu

überprüfen. Denn wenn kleine Mängel nicht frühzeitig behoben

werden, drohen bald größerer Sanierungsbedarf oder sogar

Schäden an der Gebäudesubstanz.

Zur schnellen und unkomplizierten

Renovierung eignen sich

Systeme auf Flüssigkunststoffbasis.

Sie haften auf unterschiedlichen

Untergründen,

passen sich flexibel auch kleinsten

Ecken an und härten sehr

schnell aus. Dank der geringen

Schichtdicke ist die Lösung zudem

für die anspruchsvolle Ausführung (z.B. schwellenloser

Übergänge) prädestiniert. www.triflex.com

Kein Zutritt für Insekten!

Foto: epr/DEFLEX

Mit dem Erwachen der Natur nach dem Winter sind auch

wieder Insekten und Pollen unterwegs. Insbesondere

Allergiker leiden unter Pollenflug & Co. Zum Glück gibt es

für die eigenen vier Wände wirkungsvolle Lösungen:

Der Fachhandel hält ein breitgefächertes Angebot an

effektivem, widerstandsfähigem und stabilem Insektenschutz

bereit, das von Fenster sowie Dreh-, Schiebe- und

Terrassentüren bis hin zu Plisseesystemen für Türen und

Fenster reicht. Bei der Nachrüstung von Insektenschutzsystemen

an Fenstern mit Rollläden gibt z.B. ein Rollladen-Gleitstück,

welches den Rollladen auf Abstand hält

und so ein geräuschloses und sicheres

Gleiten vor dem Insektenschutzelement

ermöglicht. Auch für Haustierhalter sind

Haustierklappen in unterschiedlichen

Größen und Varianten erhältlich.

www.deflex-insektenschutz.de

OBERNEULAND 111


IMMOBILIEN + WOHNEN

Garagentore und Antriebe

Zäune · Treppen · Geländer

Balkone · Fenstergitter

UVV Überprüfungen

Reparaturen · Schweißarbeiten

Mit Unterstützung der Eltern ins eigene Traumhaus: Um Kindern die

Finanzierung einer Immobilie zu erleichtern, gibt es verschiedene

Möglichkeiten. Foto: djd/Dr. Klein Privatkunden AG/Lars Franzen

Immobilienfinanzierung

DAS ELTERNHAUS ALS SICHERHEIT

FüRS EIGENHEIM

Die Preise für Immobilien steigen weiter, auch Baufinanzierungen

werden teurer. In der Folge sehen viele ihren Traum vom Eigenheim

bedroht. Doch es gibt Möglichkeiten, wie Kaufwillige die

Rahmenbedingungen ihrer Finanzierung verbessern können –

auch ohne Kapitalaufstockung. Bereits einige wenige Prozentpunkte

im Zinssatz können einen großen Unterschied machen

und einen Einfluss darauf haben, ob der Kauf machbar ist oder

nicht. Dabei kann auch eine Immobilie aus dem familiären Umfeld

für den Darlehensnehmer hilfreich sein.

Unterstützung ohne Geldgeschenke

Viele Eltern erwachsener Kinder sind gerne bereit, sie bei der

Finanzierung zu unterstützen. Nichtsdestotrotz ist auch bei

ihnen nicht immer Geld übrig, das sie für ein privates Darlehen,

eine Schenkung oder ein vorgezogenes Erbe aufbringen können.

Aber: "Viele Eltern oder auch Großeltern wissen gar nicht,

welche Chancen in ihren Immobilienwerten stecken", erklärt

etwa Udo Zimmermann, Spezialist für Baufinanzierung. Eine

bereits vorhandene und weitgehend abbezahlte Immobilie in der

Familie könne als Sicherheit in die Finanzierung der Kinder eingebracht

werden. Banken würden dies mit günstigeren Zinsen

belohnen. Der Vorteil dieser Variante ist, dass die Eltern nicht

selbst zum Kreditnehmer werden. Zudem muss nicht die

gesamte Immobilie eingebracht werden, auch ein Teilbetrag von

beispielsweise 50.000 Euro ist möglich. So kann das Haus sogar

mehrfach beliehen werden, zum Beispiel wenn Geschwister

gleichbehandelt werden sollen.

Immobilie als Basis für einen neuen Kredit

Manchmal sind dennoch zusätzliche Mittel notwendig. Dann können

Eltern die vorhandene Immobilie auch für die Kapitalbeschaffung

nutzen und mit einem neuen Kredit beleihen. Zahlen Kinder ihren

Eltern das private Darlehen zurück, ist es aber wichtig, die finanzielle

Situation realistisch einzuschätzen. Nehmen die Eltern für

den Immobilienkauf des

Nachwuchses selbst einen

Kredit auf, sind sie als

Vertragspartner für das Begleichen

der Raten zuständig.

Es gibt also mehrere Wege,

wie Eltern ihre Kinder unterstützen

können.

TIPP

Im Familienrat genaue

Absprachen treffen und Risiken

abwägen. Auch innerhalb der

Familie sollten die Beteiligten

ihre Geldgeschäfte besser

vertraglich festhalten.

112 OBERNEULAND


Erste Eigentumswohnungen im TABAKQUARTIER

VERKAUF DER „TQ STUDIOS"

GESTARTET

Traditioneller Industriecharme vereint mit zeitgemäßer Architektur

und Ausstattung: Das sind die „TQ Studios". In zwei ehemaligen

Tabakhallen aus den 1970er Jahren entstehen unter

der Projektentwicklung von Justus Grosse bis voraussichtlich

Mitte 2025 insgesamt 194 moderne Wohnungen im Bremer

TABAKQUARTIER in Woltmershausen.

Von der klassischen Ein- bis zur Vier-Zimmer-Wohnung oder

Wohnen im Mehrgenerationenhaus mit Größen von circa 39 bis

111 Quadratmetern auf drei Etagen plus Tiefgarage ist sowohl

für Eigennutzer als auch Kapitalanleger vieles möglich.

Die von Hilmes Lamprecht Architekten BDA konzipierte Architektur

der „TQ Studios" zeichnet sich vor allem durch ihre puristische

Ästhetik mit Anklängen an die ursprüngliche industrielle

Nutzung aus. Bei den „TQ Studios" trifft massive Stahlbetonskelettbauweise

auf vielfältige Gestaltungsoptionen unter einem

extensiv begrünten Dach mit Photovoltaikanlage. Auch von innen

vereint sich in den „TQ Studios" das traditionelle Gefühl großzügiger

Industriearchitektur mit den Annehmlichkeiten modernen

Ein besonderes Highlight – zum Beispiel als Co-Working-Space –

ist der hauseigene Versammlungsraum.

www.tabakquartier.com

Sachwert Invest – powered by Sparkasse Bremen

NEUE ANLAGEFORM BIETET BETEILIGUNGEN AN

FINANZIERUNGEN VON IMMOBILIEN AN

Immobilien sind in Zeiten von Null- oder sogar Negativzinsen

beliebte Investitionsobjekte. Doch nicht jeder hat die finanziellen

Möglichkeiten oder die Zeit, ein Objekt zu erwerben und zu

verwalten. Sachwert Invest bietet eine Lösung: Anleger und

Anlegerinnen können sich bereits mit einer kleinen Summe an

der Finanzierung von Immobilien beteiligen.

Von Mietrenditen profitieren wie ein Eigentümer – das ist mit

dem neuen Anlageprodukt Sachwert Invest – powered by

Sparkasse Bremen möglich. Und so funktioniert es: Sachwert

Invest identifiziert attraktive Immobilienprojekte und verhandelt

eine Kreditfinanzierung mit einer lokalen Bank oder Sparkasse.

Anlegerinnen und Anleger können sich anschließend online

mit wenigen Klicks auf https://sachwertinvest.de/ an der

Finanzierung des vermieteten und vollständig verwalteten Gebäudes

beteiligen. Sie werden damit nicht zu Miteigentümern,

profitieren aber von den laufenden Mietüberschüssen und

von der Werteentwicklung der Immobilien – und dass, ohne

sich um die Gebäude kümmern zu müssen. „Wir starten

zunächst mit Objekten in Bremen, unser Ziel ist es aber,

bundesweit mit regionalen Partnern aktiv zu werden“, sagt

Tobias Hintelmann, Geschäftsführer von Sachwert Invest.


REGION ERLEBEN

LIEBLINGSPLÄTZE IN UNSERER REGION:

AN DER WÖRPE ENTLANG NACH GRASBERG

Naturidyll

& Moorgeschichte

Über eine Strecke von gut

30 Kilometern fließt die

Wörpe durch die Landschaft

unserer Region.

114 OBERNEULAND


Warum in die Ferne schweifen…

in der Nähe gibt es so viel zu entdecken!

Alles für die kleine Auszeit

zwischendurch, den Kurzurlaub am

Wochenende. Entdecken Sie mit

dem OBERNEULAND MAGAZIN die

Lieblingsplätze in unserer Region!

Am Wegesrand blühen Butterblumen.

Der Weg ist das Ziel? Die Wörpe ist das

Ziel! Der schöne Nebenfluss der

Wümme, er begleitet uns auf unserem

Weg nach Grasberg: Eine wunderbare

Sonntagswanderung voller Überraschungen ist das oder

wahlweise auch eine Radtour. Wir aber machen uns zu

Fuß auf den Weg, um alles Schritt für Schritt zu

genießen – und der Weg beginnt in Lilienthal.

Die Haltestelle „Kutscher Behrens“ zum Beispiel ist

ein schöner Ausgangspunkt. Etwa ab Höhe Falkenberger

Kreuz liegen dann noch gute dreieinhalb Kilometer

vor uns, bis wir Grasberg erreicht haben – „Good Old

Grasberg“, wie es in der beliebten Werbung der

Grasberger Ketchup- und Saucen-Spezialisten von

Zeisner so schön heißt… Auf der Strecke nach „Good

Old Grasberg“ begegnen uns neben dem sanft fließenden

Fluss weite Felder, saftige Wiesen und Rehe. Erstaunlich,

wie erholsam still es auf dem sich idyllisch

dahinschlängelnden Kiesweg ist, sobald wir die Hauptverkehrsstraßen

hinter uns gelassen haben – und das ist

schon sehr bald der Fall. Diese Stille, sie lässt uns die

Natur auch akustisch wahrnehmen und erleben. Wer

zwitschert da, was raschelt dort? Hier krabbelt ein Käfer

über den Weg, dort summen Bienen über Blüten. Ganz

schön was los in der Wörpelandschaft – trotz der Ruhe…

Schilder weisen den Weg: Zur rechten Seite liegen die

Wiesen und Felder, zur linken Seite fließt die Wörpe

(die übrigens bei Lilienthal in die Wümme mündet).

Über Wümme, Lesum und Weser erreicht das Wörpe-

Wasser die Nordsee. Ihre Quelle liegt in den Klärteichen

bei Steinfeld (Gemeinde Bülstedt, Samtgemeinde Tarmstedt),

regionaler gehts kaum. Über eine Strecke von gut

In Wilstedt

und in

Grasberg

wirkt die

Wörpe

sehr

prägend.

30 Kilometern fließt sie insgesamt durch die Landschaft

unserer Region, die Wörpe. Prägend wirkt sie in

Wilstedt – und eben in Grasberg.

Und hier, in „Good Old Grasberg“, führt unser Weg

uns ein bisschen weg vom Wasser – und mitten hinein

in die land- und torfwirtschaftliche Geschichte der

Region. Über die Feldstraße erreichen wir die Straße

„Am Schiffgraben“, und hier öffnet sich die Welt der

Vergangenheit auf eine geradezu überraschend vielfältige

(und liebevoll gepflegte) Weise.

Am Schiffgraben 7 nämlich liegt der Findorffhof –

im Grunde eine historische bäuerliche Hofanlage, wie

sie im 19. Jahrhundert charakteristisch war für die

Moordörfer der Region. Benannt ist die Anlage nach

dem „Moorkolonisator“ Jürgen Christian Findorff

(1720 bis 1792). Er hat das Land an Wümme und

Wörpe, zwischen Hamme und Oste, das ursprünglich

als unfruchtbar und damit wertlos galt, erschlossen, er

hat es kultiviert und besiedelt. Am Ende fuhren die

Torfkähne von hier nach Bremen, wo ihr Zielpunkt, der

Stadtteil Findorff, nun seinen Namen trägt.

Der Moorkolonisator war eigentlich ein gelernter

Tischler und Zimmermann und arbeitete später als

Landschaftsvermesser. Dann wurde er zum „Vater der

Moorbauern“, wie er schließlich genannt wurde. Jürgen

Christian Findorff kultivierte in einem Zeitraum von

etwa 40 Jahren insgesamt 15.000 Morgen Moorland, er

gründete 60 Dörfer und schaffte eine (neue) Heimat für

1.500 Siedlerfamilien. Als erste Findorff-Siedlungen gelten

Neu St. Jürgen, Wörpedorf und Eickedorf, die heute

zu Worpswede und zur Gemeinde Grasberg gehören.

Wörpedorf zum Beispiel wurde als erste Moorkolonie

des Teufelsmoors anno 1751 mit 51 Hofstellen gegründet.

Der Findorff-Heimatverein Grasberg ist es, in dessen

Händen die Betreuung des Findorffhofs liegt. Wer

den Hof betritt, ist gleich beeindruckt von Fülle und

Vielfalt der Anlage, die sich dem Besucher öffnet. Neben

dem Bauernhaus gehören Scheune, Backhaus und Wagenremise

dazu. Außerdem finden sich eine Flechtwerkscheune,

ein Bleicherhäuschen („Bleekhütt“), ein Spritzenhaus

und ein Schiffschauer auf dem Areal. Lorbeerrosen

blühen, gepflegte Milchkannen lehnen an einer

Wand. Einen Ziehbrunnen gibt es hier ebenfalls – und

OBERNEULAND 115


Herrlich erholsam

still ist es auf

dem sich idyllisch

dahinschlängelnden

Kiesweg.

Auf der Strecke nach Grasberg

begegnen uns weite Felder

und saftige Wiesen.

Plattdeutsch ist Heimat.

Am Schiffgraben 7 in Grasberg liegt

der Findorffhof – eine historische

bäuerliche Hofanlage, wie sie im

19. Jahrhundert charakteristisch war

für die Moordörfer der Region.

Wer den Findorffhof betritt, ist gleich beeindruckt von Fülle und Vielfalt der Anlage,

die sich dem Besucher öffnet. Neben dem Bauernhaus gehören Scheune,

Backhaus und Wagenremise dazu. Außerdem finden sich eine Flechtwerkscheune,

ein Bleicherhäuschen („Bleekhütt“), ein Spritzenhaus und ein Schiffschauer.

Die Stille lässt uns die

Natur auch akustisch

wahrnehmen und erleben.

Wir genießen unsere

Sonntagswanderung

Schritt für Schritt.

Die Grasberger Kirche wurde auf

Anregung und Veranlassung des Moorkolonisators

Jürgen Christian Findorff in

den Jahren 1785 bis 1789 errichtet.

116 OBERNEULAND


auch Bienenstöcke. Und, und, und. Das Tor zum

Ganzen bildet eine prächtige Eingangspforte mit der

Inschrift „Findorffhof Grasberg – Anno 1976“.

1976? Ja, ab 1976 – und bis 1985 – hat der Findorff-

Heimatverein Grasberg die Fachwerkgebäude der Hofanlage

errichtet. Die Anlage ist Eigentum der Gemeinde

Grasberg, der Verein war 1974 gegründet worden, um

das Erbe Findorffs zu erhalten und zu pflegen. Und das

bedeutet auch: Wissen um Heimatkunde, Pflege niederdeutscher

Kultur und Sprache, Erhalt der heimischen

Tier- und Pflanzenwelt. Das Leben auf den Höfen zur

Zeit der Moorkolonisation, die Arbeit im Moor – alles

Themen des Vereins.

Viele der Materialien, die beim Bau der Hofanlage

verwendet wurden, stammten aus alten (verfallenen)

Gebäuden der Region; Gebäude wurden an alter Stelle

abgetragen und hier neu errichtet. Und damit gleichsam

zu neuem Leben erweckt, mit neuem Leben gefüllt

– geschichtsbewusst und obendrein nachhaltig, wenngleich

das damals noch nicht so hieß. Heute ist der

Findorffhof ein Schmuckstück, ein heimatkundlicher

Geheimtipp, ein Ausflugsziel. Das museal eingerichtete

Haupthaus ist Wirkungsstätte des Vereins und kulturelle

Begegnungsstätte. Im Backhaus wird zuweilen in der

Tat gebacken, heißt es auf der Website der Gemeinde

Grasberg. Und weiter: „In der Scheune sind alte landwirtschaftliche

Geräte und Maschinen ausgestellt, im

Spritzenhaus ist eine Feuerwehr-Handdruckspritze von

1925 untergebracht. Die kleine Flechtwerkscheune

dient zur Unterbringung des Feuerholzes für den

Backofen und in der Wagenremise ist ein Einstellplatz

für den alten Ackerwagen. Das Schiffschauer beherbergt

das Torfschiff.“

Der Findorffhof ist Kulisse und Schauplatz kultureller

Veranstaltungen. Im Rahmen des Gartenkultur-Musikfestivals

zum Beispiel ist für Freitag, 5. August, in der

Zeit von 18 bis 22 Uhr ein Doppelkonzert geplant – um

18 Uhr steht Blues mit „Doctor Cleanhead“ auf dem

Programm, um 20 Uhr präsentiert Marcia Bittencourt

mit ihrem Programm „Anjo Fugaz“ eine Reise in den

Nordosten Brasiliens. Nicht weit vom Findorffhof entfernt

findet sich eine weitere Grasberger Sehenswürdigkeit,

die Kirche. Und auch bei diesem Bauwerk hat der

Moorkolonisator, der „Königlich Hannoversche Moorkommissar“

Jürgen Christian Findorff, seine sprichwörtlichen

Finger im Spiel. Auf seine Anregung und

Veranlassung hin wurde die Kirche nämlich in den

Jahren 1785 bis 1789 errichtet – und zwar auf dem

damaligen „Grasberg“, auf einer grünen Fläche, die sich

aus der Moorlandschaft erhob.

Findorff selbst hatte das Bauwerk entworfen. Der

Kirchturm mit seinem markanten Schieferdach wurde

erst später hinzugefügt, 1841 war das. Die Orgel der

Kirche Grasberg ist eine Sehenswürdigkeit für sich,

denn es handelt sich bei dem Instrument um eine

Arp-Schnitger-Orgel. Arp Schnitger hatte sie anno 1694

für das Hamburger Waisenhaus gebaut. 1788 kam die

Orgel nach Grasberg. Die Grasberger Barockorgel

gehört zu den wenigen noch vorhandenen Instrumenten

des berühmten norddeutschen Orgelbaumeisters.

Zu ihrer Rettung und Erhaltung war 1978 eigens

ein Verein gegründet worden, die Arp-Schnitger-

Der

Findorffhof

ist ein

Schmuckstück,

ein

Geheimtipp,

ein

Ausflugsziel.

Gesellschaft Grasberg. „Die Grasberger Orgel zählt zu

den weltweit 35 erhaltenen Schnitger-Orgeln, in denen

noch originale Register des Hamburger Meisters enthalten

sind“, heißt es auf der Website der Gesellschaft.

Bei einer Restaurierung war in den Jahren 1980 bis 1985

das authentische Klangbild des Instruments wieder

hergestellt worden.

Und auch zu diesem musikhistorischen Highlight

der Region führt er uns – der schöne Weg von Lilienthal

nach „Good Old Grasberg“, der Weg (an) der Wörpe.

Text und Fotos: Claudia Kuzaj

OBERNEULAND 117


8.-11. JULI – 72. TARMSTEDTER AUSSTELLUNG

AUF NACH TARMSTEDT...

Die Tarmstedter Ausstellung wird nach zwei Jahren Pause endlich wieder live durchgeführt. „Wir werden den Besuchern ein

komplettes Ausstellungsprogramm einschließlich des attraktiven viertägigen Tierschau- und Tiershowprogramms und ganz

klar auch Musik- und Abendveranstaltungen an allen vier Tagen bieten können“, so Julia

Wöltjen von den Organisatoren.

Nachdem in den letzten Wochen immer noch eine rege

Nachfrage nach Ausstellungsständen zu verzeichnen

war, ist die Tarmstedter Ausstellung jetzt komplett ausgebucht.

„Wir haben sowohl für landwirtschaftliche Aussteller

als auch in den anderen Ausstellungsbereichen eine Warteliste

für Nachrücker eingerichtet. Aber viel Hoffnung können

wir gerade bei größeren Standanfragen für dieses Jahr

nicht mehr machen“, erklärt Julia Wöltjen. Die Ausstellungsmacher

erwarten auch in diesem Jahr rund 750 Aussteller

auf dem 18 Hektar großen Ausstellungsgelände.

Auf großes Interesse stößt das Themenfeld „Haus, Garten,

Bauen und Renovieren“, hebt Julia Wöltjen, die als Prokuristin

mit ihrem Team die Standplanung verantwortet,

GEWINN-

SPIEL

hervor.

„Dort wollen

sich in diesem

Jahr diverse neue

Das OBERNEULAND MAGAZIN

verlost

exklusiv für seine Leser

5 x 2 Tickets

für die Tarmstedter Ausstellung

Einfach eine E-Mail mit Ihrer Postanschrift und

dem Stichwort: „Tarmstedt“an

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Einsendeschluss: 05.07.2022

Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.

Aussteller präsentieren. Themen sind beispielsweise Rasenmäher

und Mähroboter sowie Akkugeräte für den Garten,

die Flächenpflege größerer Hofgrundstücke sowie Bauen,

Renovieren und umweltfreundliche Heizsysteme“, berichtet

Wöltjen weiter.

Top-Auftritte für Pferdeliebhaber

Fotos: TA/Andreas Dittmer

„TAG DER OFFENEN TüR“

Den Wert schätzen...!

Wer immer schon mal wissen wollte, was seine geerbten

Schätze wert sind hat am 9. Juli Gelegenheit dazu.

Die Kunstobjekte können von den Expertinnen Christa Allen,

M.A., und Dr. Ulla Siegert gegen eine geringe Gebühr

begutachten werden lassen.

Die erfahrenen Kunsthistorikerinnen, spezialisiert auf Wertgutachten

zu Kunst und Antiquitäten, laden zu einem „Tag der

offenen Tür“ von 11.00 bis 16.00 Uhr im Fedelhören 45 ein.

www.wertschaetzen45.de oder telefonisch 0421 95899461

Pferdeliebhaber erwartet ein spannendes und abwechslungsreiches

Programm. Stuten- und Fohlenschauen der

Hannoveraner Pferde und der Trakehner wechseln sich mit

sportlichen Showeinlagen und Schaubildern ab. So gehören

die Vorführungen der Alt-Oldenburger Pferde und der

Islandpferde von Müllers Hoff zu den festen Programmpunkten.

Sie sind täglich in verschiedenen Schaunummern

und Quadrillen zu sehen.

Viele weitere interessante Auftritte wie beispielsweise

edle schwarze Friesenpferde, das EHS European Horse

Show-Team mit der Show „Mittelalterliches Spektakel und

Trickreiten“ oder „Bailey und Yvonne – Vertrauen in

Perfektion“ warten wieder auf die Besucher.

Aber auch die sehr beliebten Show-Auftritte der Horus

Falknerei sowie der Rassedemonstrationsschauen mit

Schafen und Alpakas werden wieder zu sehen sein.

www.tarmstedter-ausstellung.de

118 OBERNEULAND


Promotion

BESTE FREUNDE:

SCHÖNES FÜR

HUND & MENSCH!

SOMMERFESTIVAL MIT YOUNOTUS,

DIKKA UND LEONY ZUM AUFTAKT

OPEN AIR-SOMMER

BEI DODENHOF

Im Open Air-Sommer von Norddeutschlands

größtem Shopping-Center finden in diesem Jahr

zahlreiche Events für die ganze Familie statt. Den

Auftakt bildet das große Sommerfestival auf dem

neu gestalteten Vorplatz: Zusammen mit radio ffn

und ENERGY Bremen holt dodenhof am 8. und 9.

Juli zahlreiche Stars nach Posthausen.

Mit dabei sind am Freitag von 15 bis 20 Uhr das international

erfolgreiche DJ-Duo YouNotUs und Kinderstar

RAHEL („The Voice Kids“). Am Samstag geht’s bereits um

13 Uhr weiter: DIKKA und Leony mit ihrem Hit „Remedy“

sind dann auf der großen Open Air-Bühne zu Gast. Das

Sommerfestival findet an beiden Tagen bei freiem Eintritt

statt.

In der schönsten Zeit des Jahres öffnet bei dodenhof der

Sommergarten auf dem neu gestalteten Vorplatz der Mode-

Welt und lädt vom 18. Juli bis zum 3. September zum Entspannen,

Spielen und Verweilen für die ganze Familie ein.

Sommerpflanzen rund um die zahlreichen Sitzmöglichkeiten,

viele Sonnensegel, das Wasserspiel und der neue

Spiel- und Kletterbereich für die jungen Gäste sorgen für

schöne Shoppingpausen und bieten sonnige Momente zum

Relaxen. Hier findet in den Sommerferien immer an den

Wochenenden auch das Kinderferienprogramm statt. Erstes

Highlight wird gleich am 22. Juli erwartet: die musikalische

Mitmachshow von und mit Martin Pfeiffer. Der Entertainer

präsentiert in seiner Bühnenshow Kinderlieder, die alle

großen und kleinen Leute kennen und lieben.

Am 23. Juli ist die Rudi Rabe Show zu Gast und eine

Hüpfburg lädt zum Toben ein. An den Activity-Wochenenden

(29./30. Juli, 5./6. und 12./13. August) wechseln sich

spannende Spielmodule ab. Mal wartet ein Kletterberg, mal

ein Ninja-Turm, auf dem Bungee-Trampolin kann in

luftige Höhen gesprungen werden. Wer es ruhiger mag,

lässt sich phantasievoll schminken oder sich ein Glitzertattoo

anfertigen.

Alle Aktionen freitags von 13 bis 18 Uhr, samstags von

11 bis 18 Uhr – kostenlos für alle!

Herrliche Natur und schöne Spazierwege: Worpswede hat Menschen

mit Hunden schon immer gute Gründe für einen Besuch geliefert. Jetzt ist

ein weiterer hinzugekommen. BESTE FREUNDE heißt das neue Worpsweder

Geschäft für alle Zweibeiner, die Vierbeiner lieben. Und für Vierbeiner, die

Menschen nett finden, auch wenn die Zweibeiner ihnen vielleicht nicht immer

gehorchen. Der Laden verspricht viel Schönes für Hund & Mensch. Für

Inhaberin Sandra Hildebrandt und ihr Team ist er ein echtes Herzensprojekt.

Sandra Hildebrandt ist in Worpswede

keine völlig Unbekannte. Mit ihrem Mann und

den beiden Golden Retrievern Floyd und Dave

lebt sie bereits seit einigen Jahren im

Künstlerdorf. Ihr gehört das Worpsweder

Schlösschen, in dem Kunsthandwerk und

kulinarische Spezialitäten angeboten werden.

Kunden genießen dort höchste Qualität und exzellenten Service. Genau das

wird BESTE FREUNDE jetzt auch allen Hundefreunden in Worpswede bieten.

Zum Sortiment gehören Produkte wie robuste und schöne Leinen und

Halsbänder, gesundes, gutes Hundefutter, erlesene Leckerchen und hochqualitatives

Hundespielzeug. Für Menschen gibt es im Angebot beispielsweise

wetterfeste Jacken und Gummistiefel, damit Hundespaziergänge

auch an regnerischen Tagen Spaß machen. Sandra Hildebrandt geht es mit

BESTE FREUNDE aber um mehr als um das Geschäft. BESTE FREUNDE soll

ein Ort werden, an dem Menschen mit Hunden und Hunde mit Menschen

sich besonders wohlfühlen: ein Ort für Zwei- und Vierbeiner mit Herz.

Vielleicht besuchen Sie ihn ja einmal? Willkommen im Paradies für Hund

und Mensch.

BESTE FREUNDE

Bergstraße 36, 27726 Worpswede, Telefon: 0179 9224147

E-Mail: info@bestefreunde-worpswede.de

Öffnungszeiten:

Montag bis Sonntag von 11 bis 18 Uhr - an allen Feiertagen geöffnet!

OBERNEULAND 119


REGION ERLEBEN

DIE VOLKSHOCHSCHULE IM JULI

Zum Ende des Frühjahrssemesters bietet die

Volkshochschule Lilienthal im Juli noch vier bemerkenswerte

Einzelveranstaltungen zum Schwerpunkt „Wetter“

und zu ähnlichen Themen an.

Wind- und Wetterlieder

Familienkonzert mit den Gebrüdern Jehn

Eine Reise durch die Welt des Wetters auf Donnertrommeln,

mit Regenmachern und vielen Windinstrumenten.

Sonnabend, 2. Juli, 16 Uhr bis 17 Uhr

Schroetersaal, Murkens Hof, Klosterstr. 25, Lilienthal

800 Jahre nasse Füße

Jahrhunderte hat der Mensch gegen die Überschwemmungen

der Flüsse gekämpft. Auf einer Radtour mit Dr. Hans

Gerhard Kulp entlang der Hamme und Wümme entdecken

wir die Geschichte der Landschaft.

Sonnabend, 2. Juli, 10 Uhr bis 14 Uhr

Naturinformationshaus, Niederender Str. 1, Ritterhude

Neue Lebensräume an der Wörpe

Radtour und Fußwanderung mit Dr. Jutta Kemmer

Renaturierungsmaßnahmen, Zurückgewinnung von

Auenlandschaft, Neuanlagen von Altarmen zwischen

Grasberg und Wilstedt werden erkundet.

Sonnabend, 9. Juli, 10 Uhr bis 13 Uhr

Rathaus Grasberg, Speckmannstr. 30, Grasberg

Der Drache und das Wetter

Was hat der Drache in China mit dem Wetter zu tun?

Ein Crashkurs in chinesischer Mythologie, Sprache und

Schrift mit Carolin Dallmann

Mittwoch, 13. Juli, 18.30 Uhr bis 20.45 Uhr

Murkens Hof, Klosterstr. 25, Lilienthal

Infos zu Corona-Maßnahmen und Anmeldungen für alle

Veranstaltungen im Büro der VHS, Murkens Hof,

Klosterstr. 25, 28865 Lilienthal.

Tel.: 04298/929 240, E-Mail: vhs@lilienthal.de

EM

PARK DER GÄRTEN

TAGLILIEN –

EDELSTEINE DES GARTENS

Taglilien oder botanisch ‚Hemerocallis‘ sind äußerst

blühfreudige und pflegeleichte Stauden. Vom

berühmten Potsdamer Staudenzüchter Karl Foerster

wurden sie deshalb einst auch als „Edelsteine des

Gartens" bezeichnet. Am Sonntag, den 10. Juli, sind

von 9.30 bis 18 Uhr wieder Pflanzenliebhaber zu

einem Aktionstag rund um die so vielfältige Staudengattung

in den Park der Gärten eingeladen.

Um 11 Uhr versteigert Park-Geschäftsführer Christian

Wandscher moderne Besonderheiten meistbietend an die

Besucher. Der gesamte Erlös dieser Auktion geht an den Park

der Gärten. Um 12 Uhr und 14 Uhr finden fachkundige

Führungen durch das Taglilienrondell statt.

Wenn sich das Taglilien-Rondell zu einem der attraktivsten

Quartiere für Staudenfreunde im Park entwickelt hat, so ist

das in erster Linie dem Ehepaar Rupp zu verdanken.

Vor nunmehr 20 Jahren begannen Hanne und Karl Rupp

aus Schortens mit der Einrichtung, Pflege und Weiterführung

der Taglilien-Präsentation im Park der Gärten.

Ursprünglich in einem kleinen Beet zur Landesgartenschau

2002 angelegt, wuchs die Pflanzung aufgrund zunehmender

Beliebtheit rasant.

Heute präsentiert der Park der Gärten in den insgesamt

zwölf Beeten des sogenannten „Taglilien-Rondells“ die Entwicklung

der Taglilien von 1893 bis heute mit insgesamt 550

Pflanzen; darunter befinden sich allein 149 historische Taglilien.

Wegen der großen Anzahl an historischen Sorten erhielt

das Taglilien-Rondell eine Auszeichnung von der Internationalen

Amerikanischen Hemerocallis-Gesellschaft (AHS) und

ist nun als sogenannter „Historic Garden“ anerkannt. Außerdem

wurde das Taglilien-Rondell im Park der Gärten als

AHS Display Garden, das heißt Internationaler AHS-

Schaugarten für Taglilien, anerkannt. Das bedeutet, dass der

Park der Gärten als erster anerkannter Taglilien-„Display

Garden“ außerhalb von Nordamerika und Kanada in die

weltweite Übersicht von Display Gardens aufgenommen ist.

www.park-der-gaerten.de

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Gaby Engelsberger, Margrit Groll, Anne Günter,

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Meike Müller, Antje Scheinert, Anna-Lena Trey,

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Jochen Mönch (Foto), R.E. van Beeck(†) (Grafik Wappen),

Timo Ehlers (verantw. f. d. Inhalt)

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Genehmigung des Verlages. Für unverlangt eingesandte Texte und Fotos übernehmen

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OBERNEULAND 123


GESUNDHEIT

FIT Jahr

durchs

mit Marius

Wer denkt, dass er sich nun entspannt auf die Liege legen kann, um sein Konterfei der Sonne entgegenzustrecken,

hat die Rechnung ohne Sportphysiotherapeut Marius Brandt gemacht. Frei nach dem Motto „Nicht kleckern,

sondern klotzen“ hat er für Juli und August ein Programm zusammengestellt, das einen bestimmt das ein oder

andere Mal verzweifeln lässt. „Es ist eine Challenge, die ich den Lesern anbiete. Ein Work-out mit Folgen“, sagt Marius

Brandt. Sein Wunsch: „Macht Fotos und schickt sie mir oder kommt im Therapiezentrum vorbei und zeigt mir, was ihr

geschafft habt. Für die besten Erfolge gibt es eine Überraschung.“

Seine Idee ist simpel, aber kräftezehrend: Zu Beginn der Woche macht man eine Übung und zählt, wie viele Wiederholungen man in

einer Minute schafft. Während der Woche gibt es hinführende Übungen, die – täglich ausgeführt – für einen Erfolg am Wochenende sorgen,

wenn die Minute wieder läuft. Tatsächlich ist der tägliche Zeitaufwand gering, eine Minute pro Übung ist ausreichend – wer mehr will, darf

natürlich mehr machen oder auch öfters am Tag – schließlich kann man gerade Urlaubstage frei gestalten. Wer durchhält, geht auf jeden

Fall mit mehr Muskulatur aus dem Sommer als in den Sommer. AS

Die Juli/August

Challenge:

Macht Fotos und schickt sie Marius Brandt

oder kommt im Therapiezentrum vorbei und

zeigt ihm, was ihr geschafft habt.

Für die besten Erfolge gibt es eine

Überraschung.

WOCHE 2

SQUAT-

JUMPS

WOCHE 1

BURPEES

Mit Burpees wird Kraft aufgebaut. Dabei geht es darum, aus dem Stand in

einen Liegestütz zu gehen und aus diesem wieder in den aufrechten Stand zu

gelangen. Das hört sich zunächst gar nicht so dramatisch an, wird aber gemein,

wenn die Geschwindigkeit dazu kommt. Also Sprung in den Liegestütz

und Sprung in den Stand.

Während der Woche: Liegestütz und Schieber

Beim Liegestütz kann man auch ruhig auf den Knien anfangen, wichtig ist es,

nicht ins Hohlkreuz zu fallen. Wer seinen Trizeps trainieren möchte, kann die

Hände auf Brusthöhe neben dem Körper aufstellen.

Für den Schieber benötigt man entweder einen glatten Boden oder zwei

Plastiktüten unter den Füßen. Hier geht es darum, dass man aus dem hohen

Armstütz den Bauch anspannt und die Füße mit angespannten Beinen

Richtung Hände schiebt. Danach wieder zurück.

Alles beginnt mit einer Kniebeuge.

Als Tipp: Flaschenkiste als Gradmesser

einsetzen. Aus der Beuge in

die Senkrechte springen und zurück

in den Squat.

Während der Woche: Katze-

Skorpion, Lunges und Schanze

Im Vierfüßlerstand wird ein Bein zunächst nach hinten oben geschoben

und dann Richtung Stirn gezogen. Dabei in den Katzenbuckel gehen. Auf

beiden Seiten gleich viel Wiederholungen bzw. jeweils 30 Sekunden.

Lunges sind Ausfallschritte. Wer sich mit ausgebreiteten Armen zu unsicher

fühlt, kann sich auch Gewichte in die Hand nehmen und seitlich

am Körper nach unten führen.

Die Schanze ist quasi ein

umgedrehter Schieber. Aus

der Brücke schiebt man die

Füße nach vorn – nur so weit,

wie der Bogen haltbar ist –

und zieht sie wieder zurück

in die Ausgangsposition.

Katze-Skorpion

Liegestütz

Schieber

Lunges

Schanze

124 OBERNEULAND


Unterarmstütz

WOCHE 3

UNTERARM-

STÜTZ KURZ

UND LANG

Plank ist die Ausgangsposition. Daraus stellt

man zunächst die eine Hand auf, dann die andere

und wieder zurück in den Unterarmstütz.

Eine Runde beinhaltet somit vier Bewegungen.

WOCHE 4

SIT-UP

Den Oberkörper lang auf

den Boden legen, Hände

nach hinten und die Beine

angewinkelt zur Seite

fallen lassen. Bei der Aufrichtung

zunächst die

Arme nach vorne, dann

nach oben bringen.

Sit-up

Raupe

Langstütz

Während der Woche: Raupe und Rotation

Die Raupe erinnert ein bisschen an den

Schieber aus Woche eins. Hat man aus dem

Langstütz die Füße nach vorne gezogen,

schieben die Hände nach vorne und die Beine

müssen wieder hinterherkommen.

Der Langstütz ist wieder die Ausgangsposition,

aus dieser dreht man sich zur einen Seite auf,

steckt Bein und Arm in die Luft und rotiert

durch den Stütz auf die andere Seite.

Während der Woche:

Russian Twist und

Beintwist

Der Russian Twist gehört zu

den Standards: Gewicht in

beide Hände, Beine vom

Boden abheben und das

Gewicht über den Körper

von rechts nach links

heben. Dabei versuchen,

die Beine möglichst ruhig

zu halten, Bauchmuskeln

anspannen.

Russian Twist

Beintwist

WOCHE 5

TRIZEPS-DIPS

Stuhl, Sofa, Sessel oder Sprossenwand – Trizeps-Dips verlangen

eine gute Haltung. Hände möglichst eng aufstellen, in

Gedanken einen Ball zwischen die Ellenbogen quetschen,

und langsam das Gesäß absenken und heben.

Während der Woche: Flaschenheben, Therapie-Band, Steppen

Jeweils eine volle Wasserflasche in die Hand nehmen, aufrecht

stehen und nicht ins Hohlkreuz fallen, die Oberarme

neben den Ohren fixieren und die Flaschen abwechselnd nach oben und unten führen. Darauf

achten, dass der Oberarm seine Position nicht verändert.

Therapie-Band: Band über Kopfhöhe befestigen. Die Beine leicht gegrätscht aufstellen, die

Schulterblätter zusammenziehen und so das Band mit geradem Arm nach hinten führen.

Zum Steppen benötigt man eine Treppenstufe oder eine Kiste, dann geht es erst langsam hoch

und runter, Tempo steigern.

Der Beintwist ist von der Ausgangsposition ähnlich.

Die Hände stützen den Oberkörper ab, die Knie werden

angewinkelt zu einer Seite gezogen, dann lang ausgestreckt.

Seite wechseln.

WOCHE 6

TREPPEN-

LAUFEN

Wer sich nicht traut,

das Tempo anzuziehen,

nimmt einfach

mehrere Stufen auf

einmal.

Während der Woche: Hampelmann

Um die Treppen fix hoch und runter zu laufen, benötigt

man Kondition. Diese lässt sich hervorragend mit dem

Hampelmann aufbauen. Wenn die Hände über dem

Kopf zusammenklatschen, sind die Beine gespreizt und

umgekehrt.

Flaschenheben Therapie-Band Steppen

WOCHE 7 + 8

In den Wochen 7 und 8 können alle Übungen wild gemischt

werden. Im Abschlusstraining wird abgerechnet.

OBERNEULAND 125


GESUNDHEIT

APOTHEKE TO GO

GUT VORBEREITET

IN DEN

SOMMERURLAUB

sich alle Medikamente, die auch sonst regelmäßig eingenommen

werden. Je nach individuellem Bedarf, Reiseziel und Länge

der Reise sind einige wichtige Helfer mitzunehmen.

Für einen reibungslosen Urlaub gehört in jedes Reisegepäck

eine Reiseapotheke. Reiseziel und -dauer bestimmen

ihren Inhalt. Familien mit Kindern benötigen andere Arzneimittel

als Senioren oder Menschen mit einer chronischen Erkrankung.

Eine gute Planung der Urlaubsreise erspart so manche

Unannehmlichkeiten. Vor allem, wenn es um die Gesundheit

geht! Damit eine Versorgung auf Reisen auch

im Krankheitsfall gewährleistet ist, ist es ratsam, sich

im Vorfeld eine Reiseapotheke anzulegen.

erne helfen wir bei der Zusammenstellung der Reise-

und beraten dabei, welche Medikamente, z.B.

„Gapotheke

für ein spezielles Reisegebiet oder unter Berücksichtigung

bestimmter Unverträglichkeiten oder Vorerkrankungen,

sinnvoll oder gar unverzichtbar sind“, erklärt Apothekerin

Ute Schmiedeken von der Eulen-Apotheke in Oberneuland.

Das gehört in die Reiseapotheke

Krank im Urlaub – das wünscht sich niemand. Noch schlimmer,

wenn man im Krankheitsfall nicht vorbereitet ist. Eine gut

sortierte Reiseapotheke ist daher unerlässlich. In ihr befinden

REISEAPOTHEKE FüR ERWACHSENE

• Mittel gegen Schmerzen, Fieber, Erkältung

• Mittel gegen Magenkrämpfe bei Verdauungsbeschwerden

• Mittel gegen Verstopfung

(durch ungewohnte Ernährung)

• Durchfallmittel

• Mittel gegen Reiseübelkeit

• Ohrentropfen (bei Bade- und Tauchurlauben)

• Augentropfen, denn Sonne, Wind und Sand führen

häufig zu Bindehautentzündung

• Abschwellendes Nasenspray

• Gel gegen den Juckreiz nach Insektenstichen

• Sonnenschutzmittel, entsprechend dem Hauttyp und

dem Reiseziel

• kühlende Salbe gegen Sonnenbrand

• Salbe gegen Entzündungen und Abschürfungen

• Präparat zur Behandlung von Prellungen oder

Verstauchungen

• bei Bedarf Mittel gegen Allergien (Antihistaminika)

• vor allem in Risikogebieten für Malaria, Zika-Virus, Gelbfieber

und Dengue-Fieber: insektenabweisende Mittel, zusätzlich

medikamentöse Malaria-Prophylaxe und Moskitonetz

• Impfausweise / Zertifikate

• Erste-Hilfe-Set für Verletzungen mit Verbandsmaterial

(Schere, Pflaster, sterile Kompressen, Mullbinden,

Einmalhandschuhe, Desinfektionsmittel, Sicherheitsnadeln)

• Pinzette und Fieberthermometer

• Zeckenzange

• Mundschutz

126 OBERNEULAND


Reiseapotheke für Säuglinge,

Kleinkinder und Kinder:

Säuglinge, Kleinkinder und Kinder

benötigen im Krankheitsfall eine kindgerechte

medizinische Versorgung.

Nicht jedes Medikament, das für einen

Erwachsenen geeignet ist, darf auch einem

Kind, geschweige denn einem Säugling

verabreicht werden.

Fiebersenkende Mittel werden bei

Kleinkindern häufig in Form von Zäpfchen

oder als Saft verabreicht, deshalb solche

Medikamente gerne in einer Medikamenten-Kühltasche

aufbewahren. „Wichtig ist

zudem – ob nun im Flugzeug, im Auto, in

der Bahn oder am Urlaubsort – die Reiseapotheke

sollte stets so aufbewahrt werden,

dass sie für die Kleinen, genauso wie auch

zuhause nicht zugänglich ist“, rät Ute

Schmiedeken. Text und Fotos: MM

Ute Schmiedeken von

der Eulen-Apotheke

berät gerne bei der

Zusammenstellung der

Reiseapotheke.

REISEAPOTHEKE FüR KINDER

• Fieberzäpfchen, Fiebertropfen oder Fiebersaft

• Nasentropfen für Säuglinge bzw. Kleinkinder (nicht länger als 7 Tage anwenden)

• Nicht-brennende Desinfektionsmittel

• Durchfallmedikamente (dem Alter des Säuglings oder Kindes entsprechend)

• Mittel gegen Blähungen (Entschäumer-Tropfen für Säuglinge oder Fencheltee)

• Mittel gegen Übelkeit und Erbrechen

• Elektrolytepulver gegen Dehydrierung

• Hustensaft

Ute Schmiedeken

• Augentropfen bei leichter Bindehautentzündung

• Kühl-Gel gegen Insektenstiche oder Verbrennungen

28355 Bremen · Oberneulander Heerstr. 34

Tel. 04 21/25 42 78 · Fax 04 21/2 57 47 40

email: apo@eulen-apotheke.eu

www.eulen-apotheke.eu

Öffnungszeiten: Mo.-Fr.

Sa.

• Sonnenschutz mit hohem UV-A und UV-B-Lichtschutzfaktor (mindestens LSF 30,

besser 50), Sonnenhut, UV-Schutzkleidung

• Wund- und Heilsalbe oder Zinksalbe (zum Beispiel bei wundem Po)

8.30 - 18.30 Uhr

8.30 - 13.00 Uhr

Amarant – Das Getreide der Maya,

Inka und Azteken

Amarant punktet mit einem hohen Ballaststoffgehalt und enthält außerdem

mit 15 Gramm Proteinen pro 100 Gramm doppelt so viel Protein wie beispielsweise

Reis. Damit ist das Korn als pflanzliche Proteinquelle sehr interessant.

Amarant ist außerdem reich an Vitamin A, Vitamin B, Eisen, Magnesium und

Calcium. Der Fettgehalt ist im Vergleich zu herkömmlichem Getreide etwas höher.

Der überwiegende Anteil des Fettes besteht jedoch aus hochwertigen ungesättigten

Fettsäuren. „Zudem ist Amarant für eine glutenfreie Ernährung geeignet, da

es, im Gegensatz zu Getreide, kein Klebereiweiß enthält“, so Sonja Pannenbecker,

Ernährungsreferentin der Verbraucherzentrale Bremen. Durch sein nussiges Aroma

ist Amarant vielseitig verwendbar. Egal ob in süßen oder herzhaften Speisen – das

Korn bereichert viele Gerichte. Einfach vor dem Kochen abspülen, so wird der Bitterstoff

Phytin verringert. Anschließend in doppelter Menge Wasser 20-25 Minuten

köcheln lassen. In Suppen, Gemüsepfannen, im Salat, als Bratlinge, in gepuffter

Form als Müsliriegel oder im Müsli – der Fantasie sind hier keine Grenzen gesetzt.

„Amarantmehl lässt sich auch zum Backen von Brot oder Keksen verwenden. Dabei

aber am besten nur einen Teil des Mehls durch Amarantmehl ersetzen, sonst geht

der Teig nicht auf“, rät Sonja Pannenbecker. Wer Amarant gerne ausprobieren

möchte, findet es im Biomarkt, in der Drogerie oder im gut sortierten Supermarkt.

Text: VBZHB

Dr. Just OHG

Apotheker Dr. Hans-Dieter Just

Apothekerin Daniela Just

Ihr Ansprechpartner für Ihre Gesundheit:

wochentags durchgehend von 8:30 bis 19 Uhr,

samstags von 8:30 bis 14 Uhr

Wilhelm-Röntgen-Straße 4 im Rewe-Markt

28357 Bremen-Horn

Tel.: (0421) 20 54 44 · Fax (0421) 205 44 55

www.apomarkus.de

OBERNEULAND 127


GESUNDHEIT

MODERNE SONNENBRILLEN

SCHüTZEN UND ERMöGLICHEN

BESTE SICHT IN DER SONNE

SCHICKE BRILLE,

SCHARFER DURCHBLICK

Wenn die Sonne vom Himmel lacht, ist ein Outfit ohne Sonnenbrille

nicht komplett. Der attraktive Augenschutz ist auch

durchaus sinnvoll. Denn die Augen sind selbst bei trübem

Wetter oder im Schatten einer UV-Belastung ausgesetzt.

Hochwertige Sonnenbrillen schützen die Augen vor diesen

unsichtbaren Strahlen und sorgen auch bei direktem

Sonnenlicht für Durchblick. Wie gut die Augen geschützt

sind, hängt maßgeblich von der Qualität der Gläser ab.

SONNENSCHUTZAKTION IN OBERNEULAND

100 % SOMMER – 100 % STYLE

Der Sommer kommt, das Leben relaxt ... die beste Zeit für eine

Sonnenbrille, die für einen coolen Style sorgt. Aber wer den Sommer

100-prozentig genießen möchte, sollte dabei auch auf die richtigen

Gläser achten. Optik Haase bietet aktuell Premium- Brillengläser zu

besonders attraktiven Aktionspreisen.

„Neben gutem Aussehen ist bei einer Sonnenbrille der UV-Schutz

der Augen sehr wichtig“, sagt Burkhard Haase von Optik Haase.

„Genau wie unsere Haut sollten wir auch unsere Augen vor der

Sonne schützen. Unsere Sonnenbrillengläser stammen von dem

Bamberger Brillenglas-Profi Rupp+Hubrach und bieten den optimalen

UV-Schutz.“ Dabei sehen die Gläser auch noch extrem

stylisch aus und bieten zum Beispiel als selbsttönendes Glas mit

der Transitions®-Technologie noch mehr Funktion und Komfort.

Diese intelligenten Gläser passen sich automatisch wechselnden

Lichtverhältnissen an: Sie sind klar im Raum und tönen sich im

Freien optimal ein.

128 OBERNEULAND


Oberneuland

bleibt gesund!

Bei intensivem

Sonnenlicht sollten

die Augen gut

geschützt werden.

Nicht nur Sand und

Meer, sondern auch

weiße Fassaden

reflektieren UV-

Strahlen, die ohne

Sonnenbrille schräg

ins Auge fallen.

Moderne Sonnenbrillen

kombinieren

besten Schutz mit

modernem Design.

Foto: djd/Rodenstock

Foto: Rupp+Hubrach

Dabei kommt es neben der Tönung, die das sichtbare Licht

reduziert, vor allem auf den UV-Filter an. Moderne Brillen

kombinieren Design-Fassungen mit einem wirksamen UV-

400-Schutz und einer Technologie, die die Kontrastwahrnehmung

deutlich verbessert. So können Sonnenschutzgläser

auch bei wechselnden Lichtbedingungen zu besserem

Sehen beitragen. Darüber hinaus absorbieren sie weite

Anteile an blauem Streulicht, das andere Farben überlagert

und zu kontrastarmer Sicht führt. Auf diese Art wird für

weniger Blendung und deutlichere Konturen gesorgt. Satte

und warme Farbeindrücke bieten unterwegs und in Alltagssituationen

eine bessere Sicht - der ideale Begleiter für die

Stadt oder einen Ausflug in der Natur.

Bei der Auswahl sollte darauf geachtet werden, dass die

Augen optimal abgedeckt sind. Optiker empfehlen, dass die

Gläser mindestens bis zu den Augenbrauen und seitlich zum

Gesichtsrand reichen sollten. Weitere Informationen erteilt

gerne der Optiker vor Ort.

Sonnenbrillen, die begeistern ... garantiert

Die Sonnenbrillen von Optik Haase überzeugen durch ihren Look

und die hochwertigen Gläser von Rupp+Hubrach. Passend zur Feelgood-Jahreszeit

erhalten die Kunden auf die hohe Glasqualität

sechs Monate Begeisterungsgarantie und drei Jahre R+H Qualitätsgarantie.

Worauf also warten; der Sommer kann kommen!

Das Team von Optik Haase freut sich darauf, die Sommer-Kollektion

vor Ort zu präsentieren und lädt zum Ausprobieren ein. Einfach

einen Termin vereinbaren, für die Einhaltung der Hygieneregeln ist

gesorgt. Optik Haase, Oberneulander Heerstr. 26-28, 28355 Bremen

JAHRE

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OBERNEULAND 129


HAMMELSPRÜNGE

VORBILD VIERBEINER

Lernen ist gut. Lernen von anderen ist

besser. Lernen von anderen Hunden

ist am besten. Wenn es noch etwas

Besseres als am besten gäbe, würde ich

sagen: Am bessersten ist es, von unserer

Hündin zu lernen.

Ich bin kurz davor, Hundekurse anzubieten.

Die funktionieren aber nicht wie Hundeschulen.

Nein, bei meiner Hundestunde

würde es ausschließlich darum gehen, zu

verstehen, warum die süßen Vierbeiner was,

wann, wie, wo, wie oft tun oder lassen.

Ziel einer Hammelhundestunde wäre es,

vieles von dem, was zum Alltag unserer

lieben Hündin gehört, je nach Vorliebe vorzumachen

oder nachzumachen.

Nun, wie komme ich zu dieser Idee?

Ganz einfach. Ich habe mich intensiv mit

JellyBelly beschäftigt und festgestellt, dass

es mir, wenn ich mich hier und da wie sie

verhalten würde, insgesamt besser gehen

würde. Apropos Würde. Mit Würde hat

manches nicht zu tun.

Es begann damit, dass Jelly sich während

des Spaziergangs zum Deich im trockenen

Sand gewälzt hat. Sie fühlte sich pudelwohl

– und das als Border Collie.

Niemand war in Sicht. Ich legte mich auf

den Boden und tat es ihr gleich. Es war ein

angenehmes Gefühl, das ich so noch gar

nicht kannte. Sonst guckte ich sie beim

Wälzen an. In diesem Augenblick war es

umgekehrt. Ich weiß nicht, was sie gedacht

hat. Ich weiß auch nicht, was das jüngere

Pärchen gedacht hat, das aus dem Nichts

auftauchte. Vermutlich hatte ich mich sehr

lange Zeit im Sand geaalt. Toll! Geaalt, als

Hammel, man, das war gut. Auch ein

bisschen peinlich. Aber schon nach dem

fünften Wälzen war es mir gar nicht mehr

unangenehm. Das Fremdschämen der

anderen war mir egal. Haha.

Ein Beispiel: Von Jelly habe ich gelernt,

dass eine konsequente Passivität (früher

nannte ich es Dickkopf) Menschen dazu

bringt, anders zu handeln, als wenn man angestrengt

dagegenhält. Wir waren zu dritt in

der Redaktion. Es ging darum, wer genau

was erledigen muss. Dann kam mir

Jelly in den Sinn, wie sie im Garten

steht und wir sie zurückrufen. Sie

steht minutenlang (das ist nicht

übertrieben) auf dem Rasen, guckt uns an

und reagiert durch Nichtreagieren. Nur

gucken. Nichts tun, nicht reden. Nicht mit

dem Schwanz wedeln. Kein Ohr bewegen.

Nicht schnuppern.

Genauso habe ich es in der Redaktion gemacht.

Die beiden Kollegen waren ähnlich

ratlos wie Regina und ich, wenn wir Jelly

bitten, ins Wohnzimmer zu kommen.

Die Kollegen in der Redaktion redeten, ich

nicht. Am Ende haben sie sich zu zweit um

alles gekümmert, was wir zu dritt hätten

erledigen sollen. Hihi.

Anderes Beispiel: JellyBelly liegt sehr gerne

auf unserem kleinen Balkon im ersten

Stock. Dort beobachtet sie Nachbars Garten,

die vorbeispazierenden Leute, Autos,

Vögel, Eichhörnchen, andere Hunde. Ich

lege mich da jetzt auch gerne mal hin, also

wenn Jelly gerade woanders im Haus

liegt/sitzt/steht. Toll. Einfach rausgucken

und hin und wieder mal schnuppern. Das ist

interessanter als die meisten Fernsehprogramme,

die ich kenne … und erholsamer

… und lehrreicher.

Noch ein Beispiel: Jelly ist eine sehr freundliche

Hündin. Sie freut sich wie blöde, wenn

andere Menschen auf sie zukommen und

springt an ihnen hoch.

Das habe ich mir abgeguckt. Unsere engsten

Freunde reagierten positiv auf mein Anspringen

und Abschlecken. Kann aber sein, dass

meine Frau intensive Vorarbeit geleistet hat.

Fremde Menschen, denen wir bei Spaziergängen

im Grünen begegnen,

sind da anders drauf. Manche stießen mich

Von Winfried Hammelmann,

Oberneulander,

Redakteur und Autor

weg. Manche brüllten mich an. Manche

schüttelten den Kopf – meinen Kopf.

Manche drehten sich weg. Es war herrlich.

Nächstes Beispiel: Hypnotisieren. Jelly

schafft es, uns so lange anzustarren, bis

wir mit einem großen Leckerli rüberrücken,

einem sehr großen Leckerli, einer knusprig

knackigen Dreißig-Minuten-Kaustange. Ich

habe das bei meiner Frau auch mal versucht,

sie minutenlang angestarrt und dabei

kaum hörbar gefiept. Und ich hatte

Erfolg. Sie belohnte mich nicht mit Bier,

nicht mit Schokolade und nicht mit Chips,

sondern mit einer knusprig knackigen

Dreißig-Minuten-Kaustange. CHAKA.

Weitere Beispiele? Null problemo.

Von Jelly habe ich gelernt, hündisch fiepend

zu weinen, wenn jemand den Raum/die

Wohnung/das Restaurant/das Haus verlassen

möchte, ein Zeichen tierischer

Trauer. Tatsächlich ist es mir so bereits

dreimal gelungen, Freunde zu überreden,

doch noch ein Stündchen länger in der

Gaststätte zu bleiben.

Außerdem habe ich eine Eigenschaft aus

dem Leben unserer JellyBelly in mein Repertoire

aufgenommen, das mich noch entspannter

wirken lässt: Ich lasse beim

Schlafen auf dem Wohnzimmersessel

meine Zunge aus dem Maul/Mund hängen.

Meine Frau ist der Auffassung, dass Jelly

sich das bei mir abgeguckt hat. Aber, ganz

ehrlich, das kann ich mir nicht vorstellen.

Am Ende schnarcht unsere Hündin auch nur,

weil sie es mir abgeguckt hat. Lächerlich.

Vor wenigen Tagen habe ich etwas Neues

aus dem Verhaltensrepertoire unseres Vierbeiners

übernommen. Wenn es an der

Haustür klingelt, dann laufe ich aufgeregt

hin und her und belle. WAU WAU. Herrlich.

Neuerdings lungere ich am Tisch. Im

Restaurant. Bei den Nachbarn. Das gefällt

mir auch sehr gut. Ich bin allerdings der

Einzige, der dem was abgewinnen kann.

Um Jelly noch besser zu verstehen, habe

ich jetzt mit ihr bei den Spaziergängen die

Rollen getauscht. Nicht ich gehe mit ihr an

der Langlaufleine, sondern sie geht mit

mir Gassi. Für Nichthundemenschen

klingt das beknackt. Aber ganz

ehrlich. Speziell DAS habe ich

schon sehr oft gesehen.

Die nächste Ausgabe vom OBERNEULAND MAGAZIN erscheint am Freitag, 26.08.2022 – Redaktionsschluss: 01.08.2022

130 OBERNEULAND

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