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Niels Klims unterirdische Reise

Niels Klims unterirdische Reise

— 6 — Urschrift

— 6 — Urschrift abgewichen wurde. Zu mehrerer Bekräftigung haben wir unsere Petschafte hier abgedruckt. Adrian Petersen Jens Thorlaksen Svend Klak Jochum Brandar Jens Gad – für mich und meinen Bruder Hieronymus Gibs, Schotus Wir hoffen also, dass durch diesen urkundlichen Beweis alle Zweifel beseitigt sind; sollten aber unsere Kritiker ungeachtet so vieler Zeugen dennoch ungläubig bleiben, so wollen wir uns bemühen, ihren Unglauben mit anderen Waffen zu bestreiten. Man weiß, dass in dem Teil von Norwegen, der Finnmarken genannt wird, Leute zu finden sind, die in der Geheimlehre, in die andere Völker bisher nur wenig Einsicht haben, so weit gekommen sind, dass sie Wetter und Wind stillen, sich in Wölfe verwandeln, verschiedene in unserem Teil der Welt unbekannte Sprachen sprechen und binnen einer Stunde über die ganze Erdkugel, vom Nord- zum Südpol fahren können. Hierher kam neulich ein Finnlappe namens Peyvis, der auf Befehl der Behörden so bewundernswürdige Proben seiner Kunst und Wissenschaft zeigte, dass alle Zuschauer der Meinung waren, er verdiene mit größter Billigkeit einen Doktorhut. Da wir zur selben Zeit eine scharfe Beurteilung der Klimschen unterirdischen Reise erhielten, in der ein Kritiker sich untersteht, sie unter die Ammenmärchen zu rechnen, so wurde besagtem Peyvis befohlen, alle seine Künste zu brauchen und eine unterirdische Reise zu versuchen, weil es darauf ankam, die Ehre und das Ansehen Klims zu verantworten. Er gehorchte, versprach, sein Bestes zu tun, und prahlte dabei in dänischer Sprache von seiner Kunst, ungefähr mit diesen Worten: Alles, was man in der Welt sieht, steht mir zu Diensten; wenn ich es verlange, muss aller Saft der blühenden

— 7 — Wiesen verschwinden, und wenn ich es wieder anders haben will, müssen sie ihr Wachstum zeigen, ja die Spitzen der Berge und Felsen sind gezwungen, Quellen zu geben. Vor mir muss die salzige See ihre Wellen brechen und das Wetter nebst den Flüssen sind genötigt, mir zu gehorchen. Die Anwesenden entsetzten sich alle über ein so prächtiges Versprechen; sobald er dies aber gesagt hatte, machte er sich ohne Verzug zur Reise fertig. Er kleidete sich aus, und als er seine Kleider von sich gelegt hatte, wurde er in einen Adler verwandelt und fuhr in die Luft, was erstaunlich anzusehen war. Nachdem er einen ganzen Monat abwesend gewesen, kam unser Gelehrter in der Dämmerung, kurz bevor man Licht anzündete, an einem Freitag zur Tür des Rathauses. Er war matt, verschwitzt und stöhnte wie ein Pferd, das einen steilen Hügel besteigen soll, denn seine Kräfte waren ausgezehrt und der Schweiß rann ihm in Strömen an den Backen herunter. Nachdem man ihn etwas zu sich selber hatte kommen lassen und ihm einen Schluck Branntwein zur Erfrischung gegeben hatte, erzählte er von seinen Reisen und erklärte deutlich und ausführlich alles, was sich auf seiner Reise durch die Luft und durch die unterirdischen Länder zugetragen hatte. Er erzählte, dass nach einigen neuerlichen Schlachten, in denen die Klimsche Partei immer die Oberhand behielt, die Regierung wieder an den Sohn unseres Niels gekommen sei, der dann lange unter der Aufsicht seiner Mutter die Regierung geführt, die er aber nun selber mit großem Ruhm, und zwar unter dem Namen Niels II., verwalte, wie er denn auch, sowohl wegen seines Alters als auch seiner großen Taten, in großem Ansehen stehe. Alles, was dieser gelehrte Mann Stück für Stück berichtete, wurde sogleich niedergeschrieben und dieser Bericht wird reichlich Stoff für die Zeitbücher geben, die von den gelehrten Männern in Bergen unter dem Titel Fortsetzung der Geschichte der Fünften Monarchie herausgegeben werden soll. Zugleich mit

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    — 229 — ten, von denen Letztere

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    — 237 — seine Kinder, die mit g

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    — 239 — Blut abgewischt und die

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    14. KAPITEL Klim wird unterirdische

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    — 243 — und da feste Schlösser

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    — 245 — und Holländer, die die

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    — 247 — »Niels Klim, ein Gesan

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    — 249 — Erde und blieben lange

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    — 251 — und vermittels derer ko

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    — 253 — mütig in unser Lager,

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    — 256 — dieses Beiwort auch erh

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    — 258 — nicht etwa ein Aufruhr

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    — 260 — sich freilich blutschle

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    — 262 — übel mit mir zufrieden

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    — 264 — Schlange auf meinem Bau

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    — 268 — und liefen alle davon,

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    — 270 — nen unmöglich glauben,

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    — 272 — lag ich ihm hart an, er

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    — 274 — untergehen und andere

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    — 276 — ungehalten auf ihn, wei

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Köln, Dienstag, 06. Oktober 1992 - Eine Reise rund um das Mittelmeer