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Thermenland_07-2022

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Ausgabe 129 Juli 2022

Thermenland

MAGAZIN

Mega-Event: Pocking feiert wieder Bürgerfest

ÖPNV-Initiative: Bäder-Express soll wieder fahren

Buch-Tipp: NS-Belastete in Niederbayern entlarvt


WÄSCHE- UND BADEMODEN

FÜR DAMEN UND HERREN

Seit 1982 sind wir Ihr Ansprechpartner, wenn es um

das Besondere geht: ob Tag- und Nachtwäsche sowie

Bademoden für Damen + Herren oder anspruchsvolle

Entlastungs-Mieder und BHs. Für kurvenreiche

Traumfiguren gibt es exklusive Dessous

auch in Spezialgrößen.

Wir würden uns freuen, Sie in unserem Geschäft in der

Lindenstraße 2 in Bad Füssing begrüßen zu dürfen.

Tägl.geöffnet von 9-18 Uhr, Sa 9-16 Uhr·Tel.08531-218 85


EDITORIAL

Martin Semmler M.A. | Chefredakteur

„Das Thema Gesundheit

steht im Werteindex der Bevölkerung

über allem anderen ganz oben“, informierte

Thomas Jahn, Geschäftsführer des

Bayerischen Hotel- und Gaststättenverbandes

die Teilnehmer am 1. Bad Füssinger

Gesundheits- und Tourismustag. „Von

daher sind wir als Kur- und Heilorte

die Speerspitze an dieser Stelle, weil wir

genug Produkte anbieten können, die

auch dem Anspruch und den Wünschen

der Menschen gerecht werden können“,

folgerte er. Nach Corona habe das ganze

natürlich definitiv nochmal eine ganz

neue Qualität und Dimension bekommen.

Das Thema auf der einen Seite

sei die Therapie, die für die langen Aufenthalte

sorge, das andere jedoch die

Prävention, die es „viel viel mehr in den

Vordergrund“ zu stellen gelte. „Das ist

eines der entscheidenden Punkte“, unterstrich

Jahn, denn „aus dieser Tradition

kommen wir Kurorte und Heilbäder,

das darf man nicht vergessen: Wir sind

diejenigen, die Prävention kennen und

können! Das sind Angebote, die wir

mit großer Kompetenz nach vorne ins

Schaufenster stellen müssen, weil wir

an der Stelle einfach besser sind als die

anderen!“

Beim ersten Fachkongress, den Bad Füssings

neue Kur- und Tourismusmanagerin

Daniela Leipelt für alle Leistungsträger

des Kurorts organisiert hatte, stand

zunächst eine eher ernüchternde Bilanz

der letzten zwei Jahre an. „Die mittel- und

langfristigen Auswirkungen des Ukraine-

Krieges und die damit verbundenen

wirtschaftlichen Folgen, auch für das touristische

Geschäft, sind noch gar nicht

absehbar“, so Leipelt. Die Reise- und Veranstalterbranche

spreche zwar von einer

spürbaren Reiselust, aber da sei eben das

Ausland sehr beliebt, „der Mittelmeerraum,

die Kanaren sind die Highlights,

die Zahlen im Deutschlandtourismus

gehen leider wieder deutlich zurück“.

Allein für Bad Füssing heiße das in Bezug

auf den Juni 2019 ein Minus von 30 Prozent.

Die Nachfrage bei den Gastgebern

sei zwar gut bis mittelgut, „in jedem

Falle erreichen wir noch lange nicht das

Niveau von 2019“, bilanzierte die Touristikerin.

Auch für den Herbst prophezeite sie

nichts Gutes: „Die steigenden Lebenshaltungs-

und Energiekosten können Urlauber

auch weiter nachhaltig verschrecken,

die Nachrichten aktuell sind leider besorgniserregend.“

Der Neustart der Branche

werde durch die massiv steigenden

Kosten und Unsicherheiten erschwert,

meinte Leipelt. Nach Ansicht des Deutschen

Hotel- und Gaststättenverbandes

würden viele Betriebe eine erneute

Beschränkungen und Schließung nicht

überleben. Die Zukunftssicherung der

Betriebe und Arbeitsplätze müsse oberste

Priorität haben, zitierte sie DEHOGA-

Präsident Guido Zöllick. Spätestens im

Herbst würden der ein oder andere auch

die Preise anheben müssen. „Urlaub wird

so immer mehr zum Luxusgut und da

wird eben eingespart“, folgerte Leipelt,

„und wenn die Energiekostenabrechnung

vor der Haustür liegt und bezahlt werden

muss, müssen wir leider damit rechnen,

dass Gäste auch weiter ihre Urlaubszeit

reduzieren.“

„Gleichzeitig gibt es aber auch wieder

positive Trends wie mehr Nachhaltigkeit,

Urlaub im eigenen Land und in der

Natur.“ Diese Trends gelte es nun aufzugreifen,

appellierte Daniela Leipelt. Und

so standen im größten Teil der Tagung vor

allen der Aufbruch in neue Welten der

Entschleunigung im Grünen und einer

künftig mehr „bewegenden“ Vermarktung

des Kurortes im Zentrum. Auch Landrat

Raimund Kneidinger betonte die Chancen

im Zusammenspiel der verschiedenen

Kräfte und Kompetenzen: „Das heilende

Wasser unserer Bäder verbunden

mit der damit verbundenen einzigartigen

Infrastruktur an Einrichtungen und

Angeboten ist und bleibt das Alleinstellungsmerkmal

des Passauer Landes.

Unsere große Chance ist die einzigartige

Gesamtpartie aus Gesundheitsregion,

Gastlichkeit, Natur und zeitgemäßem

Angebot und sicherlich noch vielem

mehr. Letztlich geht es um die Vision

eines klimaneutralen Kuraufenthalts und

nachhaltigen Tourismus oder kurz: ,Urlaub

mit gutem Gewissen’ – das

hat Zukunft“.

DO SCHAU HER ...

Streetdance-Feeling

am Kurplatz:

Während die Kinder

oder Enkel im Süden im

heißen Sand grillen,

genießen die Gäste im

Thermenland toskanisches

Dolce Vita mit

Eis, Straßenmusik und

Tanz unter den Palmen

bei den „Fontanas della

Spa“.

Foto: Semmler

3


INHALT

Aktuell

Editorial: Das Thema Gesundheit hat Zukunft 3

Do schau her: Streetdance-Feeling am Kurplatz 3

Neue Stromtrasse: Touristisch eine glatte Katastrophe 5

Energiekrise: Wenn Wladimir am Gashahn spielt ... 6

Platzkonzerte: Schmankerl für Gaumen und Ohren 14

Stadt-Sommer: Konzerte am Stadtplatz beginnen 15

Pockinger Bürgerfest: Das ganze Programm zum Event 16

Aktiv-Ausflugstipp: Genussradeln im Innviertel 18

BI & Grüne: Sonnenstrom statt Autobahnlärm 7

Alternative: Effektive Wasserkraft statt Kohlestrom 7

Podium

Initiative: Bäder-Express soll wieder fahren 8

FDP: Verkehrsministerium soll fachlich prüfen 8

CSU: Durchgehende Bahnverbindung wieder notwendig 8

SPD: Tatsächlich gibt`s dringlichere Baustellen 9

Grüne: ÖPNV auf dem Land erst in der Fläche ausbauen 9

AfD: Bäder-Express nur mit Elektrifizierung möglich 9

Kultur & Freizeit

Ausstellung: BBK zeigt 30 x 30 x 30 im Kulturmodell 19

Buch-Tipp: „Täter Helfer Trittbrettfahrer“ in der Region 20

Autoren-Interview: „Die NS-Zeit muss präsent bleiben“ 21

Freibad-Guide: Alle Abkühl-Paradiese im Thermenland 22

Verlockend: Freibad Bad Füssing zeigt sich völlig neu 23

Kartenverlosung: BR Brettlspitzen am Schloss Ortenburg 24

Fit & Gesund

Apotheker-Tipp: Wundversorgung für unterwegs 10

Rosa Laub: Buntes Festival für Nachwuchs-Bands 24

Rat & Tat

Verbraucher-Tipp: Vorsicht vor Fake-Shops im Netz 25

Reise-Tipp: Was im Ausland fürs Auto dabei sein muss 26

Kräuterlexikon: Andorn hilft bei Leber- und Gallenleiden 12

Erleben & Genießen

Familienfest: Alle-Generationen-Event am Rannasee 13

Wohlfühl-Therme: Musiksommer auf Bistro-Terrasse 14

Service

Thermenland-Horoskop 28

Wetterprophet, Zahl des Monats: Ladendiebstähle ... 29

Impressum 29

Notrufnummern 30

Apotheken-Notdienst 30

www.thermenland-magazin.de

4


AKTUELL

Bezirkstagspräsident Heinrich sieht Millionen-Investitionen in Gefahr:

„Stromtrasse ist touristisch eine glatte Katastrophe“

Die Pläne zum Umbau der 220-kV-

Starkstromleitung zu einer 380-kV-Leitung

Pirach-Pleinting, vor allem im Teilbereich

Bad Birnbach, erhitzen derzeit die Gemüter

im „ländlichen Bad“. Ende April hat die

Regierung von Niederbayern ein Raumordnungsverfahren

für den Abschnitt 2 des

Ersatzneubaus der Stromleitung Pirach-

Pleinting eingeleitet. Eine etwa 45 Kilometer

lange Teilstrecke davon verläuft von

dem Umspannwerk Pleinting bis zu einem

Anschlusspunkt in Simbach am Inn. Hier

soll die aus den 1950er Jahren stammende

220-kV-Leitung durch eine leistungsstärkere

380-kV-Leitung ersetzt werden. Die

neue Leitung soll überwiegend entlang der

alten Leitung geführt und die bisherigen 40

Meter hohen Masten durch 68 Meter hohe

ersetzt werden – somit verläuft die Leitung

in unmittelbarer Nähe von Bad Birnbach

bzw. durch Lengham.

Kulturlandschaft bewahren

Fordern, dass Alternativen zu den neuen, 68 Meter hohen Masten geprüft werden: Landrat Michael

Fahmüller, Bezirksrätin Mia Goller, Ring der Gastlichkeit-Vorsitzende Alexandra Unertl-Bufler,

Leiterin der Rottal Terme Josefine Kohlmeier, Bezirkstagsvizepräsident Dr. Thomas Pröckl,

Bezirksrat Michael Deller und Bürgermeisterin Dagmar Feicht.

Foto: Viktor Gröll

Für die touristische Marke der Rottal

Terme als „ländliches Bad“ sowie für

den gesamten Kurort einschließlich seiner

Umgebung seien schwerwiegende negative

Folgen zu befürchten, argumentiert Bezirkstagspräsident

Heinrich. „Weit mehr

als 100 Millionen Euro hat die öffentliche

Hand – allen voran der Markt Bad Birnbach,

der Landkreis Rottal-Inn und der

Bezirk Niederbayern – in das ‚ländliches

Bad’ investiert und damit eine bisher ungebrochene

Erfolgsstory initiiert. Unterstützt

wurden wir dabei mit Zuschüssen in

Millionenhöhe durch den Freistaat Bayern

und die EU“, argumentiert Heinrich.

„Ländlich“ heiße natürlich auch ökologisch,

was auch im 2012 fortgeschriebenen

Entwicklungsgutachten deutlich zum Ausdruck

gekommen sei. „Die Einbeziehung

unserer bäuerlich geprägten Kulturlandschaft

gehört seit jeher zum Konzept ‚ländliches

Bad‘.“

Arbeitsplätze in Gefahr

„In Lengham befindet sich der größte touristische

Betrieb mit dem Arterhof, der

direkt betroffen ist. Wir sprechen alleine

bei diesem Betrieb von rund 130.000 Übernachtungen

im Jahr und bis zu 14.000 Gästen.“

Außerdem, so Heinrich, würden etwa

75 Prozent der 135.000 Gäste (Stand 2019)

über die Südanbindung, also die sogenannte

„Weißwurstkreuzung“ anreisen. „68

Meter hohe Masten sind sicherlich der

erste, vor allem bleibende Eindruck, wenn

man in ein ‚ländliches Bad‘ fährt.“ Sein

Fazit lautet deshalb: „Touristisch ist diese

Art der Überbauung eine glatte Katastrophe,

die uns Glaubwürdigkeit, Gäste und

damit letztlich Übernachtungen, Geld und

Arbeitsplätze kosten wird. Deshalb muss

alleine aus touristischen Belangen die Überprüfung

der Erdverkabelung im gesamten

Teilbereich Bad Birnbach, also auch in

Gebieten wie Asenham, Schwertling und

Brunndobl vorgenommen werden.“

Erdverkabelung prüfen

Bezirkstagspräsident Dr. Olaf Heinrich hat

nun als Vorsitzender des Zweckverbandes

Thermalbad Birnbach am Beteiligungsverfahren

zur Planung der 380-kV-Leitung im

Raum Bad Birnbach teilgenommen. Durch

ein Schreiben informierte er außerdem die

aus Niederbayern stammenden Abgeordneten

des Landtags und des Bundestags

über die Bedenken der Betroffenen vor

Ort. Heinrich bat in seinem Schreiben

darum, die Prüfung einer Erdverkabelung

oder eine Änderung der Trassenführung im

Teilbereich Bad Birnbach in die Planung

aufzunehmen.

sb/NDB/sam

Die Druckerei der Fotografen.

PASSAVIA ist die Qualitätsadresse internationaler Verlage,

weltbekannter Museen und der besten Fotografen für

Kunst- und Fotodruck „Made in Germany“.

Als besonderes Privileg sehen wir die Bezeichnung

„Die Druckerei der Fotografen“. In den vergangenen

Jahren durften wir zahlreiche international renommierte

Fotografen zum Andruck begrüßen – von den „Jägern

des Lichts“ Ingo Arndt und Bernd Römmelt über

Sebastião Salgado, Michael Martin, Stefan Moses (†) bis

hin zu Anton Corbijn und Annie Leibovitz.

passion for print

„KUNST KOMMT

VON KÖNNEN.“

5

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AKTUELL

Verbraucherzentralen geben Tipps für Sparmöglichkeiten bei Gas zuhause

Wenn Wladimir am Gashahn spielt...

Um sich auf ein eventuelles Ende der Erdgaslieferungen

durch Russland vorzubereiten,

hat Bundeswirtschaftsminister

Robert Habeck die Alarmstufe im Gas-

Notfallplan ausgerufen. Die Verbraucherzentralen

geben daher Tipps, was man

tun kann, um den persönlichen Gasverbrauch

zu senken. Jede Maßnahme für

sich mag vielleicht nich viel bewirken,

aber alles zusammen spürt man bei diesen

Preisen dann schon im Geldbeutel.

Sparen beim Duschen

Der interaktive Duschrechner der Verbraucherzentrale

Saarland zeigt an, wie

viel Kilowattstunden Energie ein Duschvorgang

verbraucht es. Beim Verschieben

der Regler für Wassertemperatur, Wassermenge

und Duschdauer lässt sich gut

beobachten, wie man Energie und damit

Geld sparen kann. Den Duschrechner

findet man unter

www.verbraucherzentrale-saarland.de/duschrechner

Strom sparen

Vergangenes Jahr wurden in Deutschland

laut Fraunhofer-Institut für Solare Energiesysteme

(ISE) 10,4 Prozent des Stroms

mit Erdgas erzeugt. So lässt sich also

auch Gas sparen, wenn Sie weniger

Strom verbrauchen.

Fenster und Türen dichthalten

Undichte Außentüren und Fenster vergrößern

Wärmeverluste in Haus und

Wohnung und sorgen für unangenehme

Zugluft. Um die Dichtigkeit von Fenstern

zu prüfen, kann ein Blatt Papier zwischen

Rahmen und geschlossenem Fenster geklemmt

werden. Lässt sich das Papier

nicht herausziehen, ist das Fenster dicht

genug. Bei Haus- und Wohnungstüren

kann meist nachträglich ein Dichtprofil

leicht angebracht werden, um Heizverluste

zu minimieren.

Heizkörper freihalten

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Heizkörper nicht mit Vorhängen verdecken

und mit Möbeln zustellen! Die

Heizenergie kann sonst nicht voll ausgenutzt

werden, da die Wohnräume dadurch

nicht gleichmäßig aufgeheizt

werden können. Eine einfache Regel lautet,

dass jeder Heizkörper gut zu sehen

sein sollte, damit die Raumluft ihn ungehindert

umströmen kann. Ebenso wichtig

ist es, die Heizkörper sauber zu halten,

da Staubablagerungen die Heizleistung

mindern.

Heizkörper entlüften

Werden die Heizkörper nicht im vollen

Umfang warm oder sind gluckernde Geräusche

zu hören, ist meist Luft im Spiel.

Die Heizanlage muss dabei mehr Energie

aufbringen, um die Räumlichkeiten zu

erwärmen. Abhilfe bringt die Entlüftung

mit einem Entlüfterschlüssel. Damit lässt

sich einfach und unkompliziert die Luft

aus den warmen Heizkörpern ablassen.

Sowohl vor als auch nach der Entlüftung

ist der Druck im Heizungssystem zu prüfen,

unter Umständen muss auch Wasser

nachgefüllt werden. In einem Mehrfamilienhaus

mit Zentralheizung ist dafür eine

Rücksprache mit dem Vermieter bzw. der

Hausverwaltung empfehlenswert, denn

Mieter*innen können den Heizungsdruck

nicht selbst kontrollieren und

nachsteuern.

Heizungsanlage optimal steuern

Besondere Sparpotenziale liegen in der

auf die Bewohner*innen zugeschnittenen

Zeitsteuerung der Anlage. Meist können

Absenkungszeiten programmiert werden.

Eine der bekanntesten ist hier die sogenannte

Nachtabsenkung, durch die die

Vorlauftemperatur der Heizanlage reduziert

wird. Bei längerer Abwesenheit über

den Tag macht die Tagesabsenkung Sinn.

6

Je schlechter ein Haus gedämmt ist, umso

größer ist hierbei das Einsparpotenzial.

Moderne Systeme verfügen über Wochenprogramme,

mit denen das persönliche

Heizprofil für Werktag und

Wochenende eingestellt werden kann.

Gar nicht zu heizen anstelle einer Absenkung,

ist nicht ratsam: Die Innenoberflächen

der Außenwände kühlen zu stark

ab und das Schimmelrisiko steigt rapide.

Sparen mit dem Thermostat

Ein Thermostatventil lässt nur so lange

heißes Wasser durch einen Heizkörper

fließen, bis Ihre Wunschtemperatur erreicht

ist. Welche Temperatur das ist,

hängt von Ihrem persönlichen Empfinden

und der Nutzung des Raums ab. Temperaturen

zwischen 18° Celsius im

Schlafzimmer und 21° Celsius im Wohnzimmer

reichen meistens aus. In ungeheizten

Räumen sollte die Temperatur

nicht unter 16° Celsius fallen – sonst

droht Feuchtigkeit an den Wänden und

Schimmel, falls nicht gleichzeitig ausreichend

gelüftet wird.

So geht's: Bei einem Standard-Thermostat

entspricht Stufe 2 etwa 16° Celsius,

Stufe 3 etwa 20° Celsius und Stufe 4 etwa

24° Celsius. Pro Grad weniger sparen Sie

ca. 6 Prozent Heizkosten.

Viele Leute drehen ihr Thermostat auf

Stufe 5 – damit die Räume vermeintlich

schneller warm werden. Das ist nicht notwendig:

es verschwendet viel Energie und

der Raum fühlt sich mit molligen 28 Grad

schnell zu heiß an!

Foto: Magnascan / Pixabay


Aufgrund des Autobahnanschlusses an die

A94 erhoffen sich die Anwohner in Reding

und Afham nach wie vor einen aktiven

Lärmschutz. In den Planungen ist zwar ein

lärmmindernder Belag vorgesehen, doch für

manche Anwesen wird dieser nach Ansicht

der Bürgerinitiative nicht ausreichen. Deshalb

hat sich der Bundestagsabgeordnete Erhard

Grundl (Bündnis 90/Die Grünen) nun vor Ort

mit der Bürgerinitiative und dem Vorsitzenden

der Landkreis-Grünen, Dirk Wildt, getroffen

und ihnen seine Unterstützung zugesichert.

Weniger Lärm – mehr Sonnenstrom

Konkret möchte Grundl die Doppelnutzung

eines Lärmschutzes mit einer Photovoltaikanlage

(PV) prüfen lassen. Vereinzelte Beispiele

gibt es schon in Bayern und das Fazit

fällt durchwegs positiv aus für die stromproduzierenden

Lärmschutzwände. Denn an den

Wänden kann man ebenso viel Ertrag erzielen,

wie auf konventionelle Art auf Hausdächern

und Freiflächenanlagen. Möglich

machen das unter anderem bifaciale Module,

also beidseitig aktive Solarmodule. Die Investitionskosten

sind zwar meist höher, aber

durch die Anlagen wird auch ein Gewinn

erwirtschaftet. Abhängig von der Größe der

Anlage kann dies durchaus lukrativ sein.

AKTUELL

MdB Grundl unterstützt Lärmschutzwand mit PV-Anlage an der Autobahn

Grüne wollen Sonnenstrom statt Lärm

Grundl informierte bei seinem Ortstermin,

dass es prinzipiell für private Betreiber und

Gemeinden in Absprache mit dem Straßenbaulastträger

möglich ist, die Fläche eines

Lärmschutzwalls oder einer Wand zu nutzen.

Initiative: Bürger sind frustriert

Ein gutes Beispiel für dieses Konzept gebe

es in Neuötting, so Grundl. Dort flössen

die Gewinne aus der PV-Lärmschutzwand-

Kombination zum Teil über Genossenschaftsanteile

an die Bürger und Bürgerinnen

vor Ort. Gemeinderätin Veronika Lippl

(SPD/GRÜNE) weist in diesem Zusammenhang

darauf hin, dass die Gemeinde für

eine bilanzielle Energieautarkie mindestens

105 Hektar PV-Freiflächenanlagen ausweisen

müsste, weshalb jede flächensparende Alternative

geprüft werden sollte. Hans Pilzweger

von der Redinger Bürgerinitiative wies bei

dem Ortstermin an der A3 darauf hin, dass

manche Wohnhäuser in der Sieghartsmühle

nur einen Abstand von 45 Meter zur Autobahn

haben. Beim Planfeststellungsbeschluss

der A94 wurden diese aufgrund der Entfernung

zum Autobahnkreuz aber nicht mehr

mitaufgenommen. So ein Vorgehen führe zu

Frust und letztendlich zu Resignation bei

Anwohnern.

Wollen Verbesserungen beim Lärmschutz mit Stromerzeugung

kombinieren: Hans Pilzweger (Bürgerinitiative), Veronika

Lippl (Gemeinderätin SPD/Grüne) und MdB Erhard

Grundl (B90/Grüne).

Foto: Dirk Wildt

Wildt: Jede Möglichkeit nutzen

Dirk Wildt, der bei Vornbach wohnt, sagte:

„Wir müssen wegen der Erdüberhitzung und

der Abhängigkeit von russischem Gas und Öl

so schnell wie möglich auf erneuerbare Energien

umsteigen. Der Lärmschutz mit Solaranlagen

an der A3 kann einer von vielen flächenschonenden

Schritten in diese Richtung

sein, die Lebensqualität vor Ort würde steigen,

das müssen wir machen“. Bürgerinitiative und

der Bundestagsabgeordneter Grundl wollen

nun das Gespräch mit den Fachleuten und

Entscheidungsträgern suchen und das Konzept

bei diesen bewerben.

eB/sam

Überall fehlt der Strom und kleine Wasserkraftwerke sollen vom Netz:

„Es ist ein himmelschreiender Dissens!“

Wie wir bereits in einem Editorial berichtet

haben, fürchten rund 6500 Betreiber von kleinen

Wasserkraftanlagen in Deutschland aber auch im

Rottal seit diesem Frühjahr um die Existenz ihrer

Anlagen, die durch die geplante Streichung der

Einspeisevergütung im Erneuerbare-Energien-

Gesetz (EEG) 2023 gefährdet ist. Etwa 3 Milliarden

Kilowattstunden schadstofffreien Strom

produzieren sie jedes Jahr. Sie versorgen damit

deutschlandweit rund eine Million Haushalte

sowie ihre kleinen und mittelständischen Betriebe

mit dezentral erzeugter, regenerativer und CO 2-

freier Energie. Sie reduzieren den Bedarf an

klimaschädlichen Treibhausgasemissionen um

jährlich rund 3 Millionen Tonnen CO 2 und verringern

den Bedarf an fossil erzeugten Stromimporten.

Also genau das, was im Sinne der

Energiewende und des Klimaschutzes dringend

gefordert ist. Dabei erfüllen sie sämtliche Umweltschutzauflagen,

denn sonst wäre der Betrieb ihrer

Anlagen rechtlich gar nicht zulassungsfähig.

Wasserkraft statt Kohlestrom

Umso fassungsloser sind die Anlagenbetreiber angesichts

der Ankündigung von Bundesminister

Robert Habeck, dass er wieder stärker auf die

Stromerzeugung mit Kohlekraftwerken setzen

will –bekanntermaßen die klimaschädlichste

Form der Stromerzeugung.

Aufgrund der verminderten Gaslieferungen aus

Russland hat die Bundesregierung die Alarmstufe

des nationalen Notfallplans Gas ausgerufen. Am

8. Juli 2022 soll das Gesetz den Bundestag passieren,

dass wieder vermehrt Kohlekraftwerke ans

Netz geholt werden können. Zugleich appelliert

die Regierung an Wirtschaft und Bevölkerung, alle

Möglichkeiten zur Energieeinsparung zu nutzen.

Klimafreundliche Energie

„Bei allem Respekt und Verständnis dafür, dass

viele Optionen in Betracht gezogen werden müssen,

um eine mögliche Gaslücke im Winter zu

vermeiden, ist es absolut nicht verständlich, dass

die Bundesregierung wieder zur klimaschädlichsten

Stromerzeugung zurückkehren will, während

sie gleichzeitig die klimafreundliche Energieerzeugung

aus kleinen Wasserkraftanlagen mit

dem EEG 2023 vernichtet“, sagt Hans-Peter Lang,

Präsident des Bundesverbandes Deutscher Wasserkraftwerke

(BDW). „Im Sinne der klimafreundlichen

und sicheren Energieversorgung darf

die Regierung nicht auf die kleine Wasserkraft

und die damit erzeugten drei Milliarden Kilowattstunden

Strom pro Jahr verzichten. Es würde auch

in keiner Weise diesen Aussagen entsprechen.“

Mehr Effizienz für Wasserkraft

„Der Krieg in Europa hat uns alle in eine neue

Lage versetzt und er führt uns die seit langem bekannten

Gefahren durch die große Abhängigkeit

von ausländischen Energielieferanten drastisch

vor Augen“, so Hans-Peter Lang. „Aber sollen

dafür jetzt Unternehmerinnen und Unternehmer

bestraft werden, die seit Jahrzehnten aktiven Klimaschutz

betreiben und die Abhängigkeit von

Energieimporten verringern? Das ist ein himmelschreiender

Dissens!“

Anstatt die Einspeisevergütung

für Anlagen bis 500 Kilowatt

Leistung im EEG 2023

zu streichen und so den wirtschaftlichen

Betrieb zu riskieren,

sollten die Konditionen

für die kleine Wasserkraft Hans-Peter Lang,

gerade in der heutigen Zeit Präsident des BDW

verbessert werden, um Modernisierungen und daraus

resultierende Effizienzsteigerungen zu bewirken,

appelliert Lang.

BDW/sam

7

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PODIUM

Thermenland-Initiative für eine Rückkehr der Urlauber-Bahn:

Entschleunigte Anreise für Gäste der Rottal-Thermen

Das 9-Euro-Ticket hat in den Pfingstferien gezeigt, welches Potential eines klimaschonenden

Urlaubsverkehrs in der Bahn steckt. Wenn man Reisefreudigen gerade lange

und inzwischen auch sehr teure Anfahrten mit dem Auto ersparen kann, werden

solche Angebote gerne angenommen. Das hat auch eine Urlaubszugverbindung

gezeigt, die trotz ihres Erfolgs aus lediglich logistischen Gründen nach 35 Jahren 2014

eingestellt worden ist: der IC „Rottaler Land“.

Aus für Bäder-Express

Ab 1979 waren Kurswagen von Dortmund, ab 1980 ab Hamburg-Altona direkt nach

Pocking verkehrt. Von 1993 bis 2014 fuhr dann sogar der Intercity „Rottaler Land“

aus Hamburg über Passau ins Bäderdreieck –und weiter über Mühldorf bis München.

Trotz Kannibalisierung durch DB-eigene Fernbus-Angebote nutzten am Ende jährlich

noch rund 45.000 Kurgäste diesen IC „Rottaler Land“, um nach Bad Füssing zu

kommen. Die Gäste Bad Birnbachs und Bad Griesbachs nicht mitgerechnet.

Stress für 10.000de Gäste

Mit dem Ende dieser Verbindung wurden nicht nur Zehntausende Kurgäste zu einer

langen, anstrengenden Anfahrt mit dem Auto genötigt. Für eine Anfahrt mit dem Zug

mussten sie in Passau einen Umstieg mitsamt Reisegepäck meistern. Dort ist der Bahnhof

erst seit 2016 barrierefrei nutzbar. Für viele treue ältere Gäste bedeutete das nicht

nur eine beschwerliche, sondern zuweilen auch eine nicht ganz ungefährliche Anreise.

CO2-armer Reiseverkehr

Nun steht unsere Gesellschaft durch den Klimawandel und den Handelskrieg mit

Putin vor vielerlei Herausforderungen. Der wünschenswerte Umstieg vom privaten

Auto auf den ÖPNV ist ein Teil davon. Gerade für ländliche Kommunen investieren

die Rottaler Kurorte viel in einen klimaneutralen Ortsverkehr. Bad Birnbach schrieb

hier durch den ersten autonomen Busverkehr zwischen Marktplatz, Rottal Terme und

Bahnhof bundesweit Geschichte. Bad Füssing geht mit dem vier E-Bus-Linien umfassenden,

für Kurgäste kostenlosen Orts- und Bäderverkehr beispielhaft voran.

Was macht die Politik?

Doch wie positioniert sich die Politik heute dazu? Das Thermenland Magazin hat die

direktgewählten Abgeordneten der beiden Bundestagswahlkreise Andreas Scheuer

(CSU, Passau) und Max Straubinger (CSU, Rottal-Inn) sowie die aus der Region über

Listen gewählten Bundestagsabgeordneten Nicole Bauer (FDP, Landshut), Stephan

Protschka (AfD, Rottal-Inn), Johannes Schätzl (SPD, Passau) und Marlene Schönberger

(Grüne, Rottal-Inn) gefragt, wie sie sich dafür einsetzen werden, dass auch eine

direkte Anfahrt der Kurorte im Rottal mit der Bahn aus Norddeutschland wieder möglich

wird.

Gemeinsam Position beziehen

Wir dokumentieren hier zunächst ihre Antworten, da einige von ihnen Anfragen an

die Bundesregierung gestellt haben. Die entsprechenden Antworten werden wir dann

gemeinsam mit Leser-Reaktionen veröffentlichen. Sollten Sie sich zum Thema äußern

wollen, schreiben Sie bitte eine E-Mail an Thermenland-Podium@gmx.de

Martin Semmler

Zum letzten Mal setzt sich der IC „Rottaler Land“ München-Hamburg am 13.12.2014 im Bahnhof

Bad Birnbach zur Fahrt nach Hamburg in Bewegung. Foto: Alexander Bauer / myheimat.de

„Dass eine gute infrastrukturelle

Anbindung

in das Bäderdreieck

wichtig

ist, daran besteht

kein Zweifel. Um

eine fachliche Einschätzung

aus dem

Verkehrsministerium

zu erhalten,

MdB Nicole Bauer

werde ich das Anliegen

um die Wiedereinführung des IC

„Rottaler Land“ gerne an das BMDV

[=Bundesverkehrsministerium, d.Red.]

bzw. den zuständigen Parlamentarischen

Staatssekretär, Michael Theuer, zur Überprüfung

weitergeben.

Sobald ich hierzu eine Stellungnahme

erhalte, gebe ich diese gerne an Sie

weiter.“

MdB Max Straubinger

(CSU)

MdB Andreas Scheuer

(CSU)

Brief an Bundesverkehrsminister Volker

Wissing (FDP):

„Sehr geehrter Herr Bundesminister,

das Rottaler Bäderdreieck – Bad Füssing,

Bad Griesbach, Bad Birnbach – hat in seiner

Gesamtheit eine große wirtschaftliche

Bedeutung für den süd-ostbayerischen

Raum. Die Verkehrsanbindungen über

die A94 oder die Bahn haben deshalb

eine große Bedeutung.

2014 wurde der Betrieb des IC „Rottaler

Land“ von der DB leider eingestellt. Aufgabe

des IC „Rottaler Land“ war die

Anbindung des Rottaler Bäderdreiecks an

den Norden der Bundesrepublik. Die

Kurgäste schätzten diese umsteigfreie

Verbindung sehr.

Angesichts der Herausforderungen des

Klimawandels und der Erreichbarkeit von

professionellen Gesundheitseinrichtungen,

welche das Bäder-Dreieck für viele

Kurgäste darstellt, erscheint es notwendig,

wieder eine durchgehende Bahnverbindung

von Hamburg Altona bzw. vom Norden

Deutschlands bis in das Rottaler

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8


Bäderdreieck zu ermöglichen. Die großen

Anstrengungen der Kureinrichtungen für

den Umweltschutz müssen auch die Anreisemöglichkeiten

berücksichtigen.

Laut Koalitionsvertrag muss die Bahn „in

ganz Deutschland zum Rückgrat der

Mobilität werden – auch im ländlichen

Raum.“ Einen Schwerpunkt will die

Ampel-Regierung dabei auf den Ausbau

der Schieneninfrastruktur und des Bahnbetriebes

setzen.

Damit der öffentliche Reiseverkehr per

Bahn zusätzliche Impulse bekommen

soll, wie vom Bundesministerium für

Digitales und Verkehr gefordert, schlagen

wir vor, den sogenannten IC „Rottaler

Land“ in das Rottaler Bäderdreieck

mit einer durchgehenden Verbindung

wieder einzuführen. Mögliche Fernbusangebote

für diese Verbindung sind keine

Lösung.“

MdB Johannes Schätzl

(SPD)

„Der Ausbau des

öffentlichen Personennahverkehrs

ist

für uns als SPD aus

mehrerlei Gründen

ein zentrales Anliegen.

Neben den Vorteilen

für unser Klima

ist der ÖPNV auch

elementar für die

Teilhabe aller Bürgerinnen

und Bürger am öffentlichen

Leben. In diesem Zusammenhang ist es

mir wichtig zu betonen, dass der ÖPNV

in erster Linie für die Menschen da sein

muss. Der Fokus von Bahnstrecken darf

nicht allein auf der Wirtschaftlichkeit

dieser liegen.

Mir ist die Bedeutung, die der „Rottal-IC“

für unser Bäderdreieck und für unsere

ganze Region hatte, bewusst.

Wie viele andere auch, hat die SPD bei

uns vor Ort 2014 gegen die Streichung

der IC-Verbindung protestiert. Dies war

angesichts dessen, dass viele Gäste mit

dem Zug ins Bäderdreieck reisten und

auch weiter reisen, absolut richtig.

Leider ist es aber auch wahr, dass wir nur

begrenzte Ressourcen für den Ausbau

unserer Bahnverbindungen haben. Viele

Regionen melden hier zurecht Ansprüche

an. Gerade im Fernverkehr sehen wir an

Beispielen wie der bis vor kurzem komplett

fehlenden Anbindung der 250.000-

Einwohner-Stadt Chemnitz noch an

vielen Stellen Handlungsbedarf. Es gibt

zahlreiche stark frequentierte Strecken,

für die dringend Investitionen getätigt

werden müssen. Der Rottal-IC wurde

nach Angaben der Deutschen Bahn leider

nicht immer so gut genutzt.

PODIUM

Auch müssen wir natürlich so ehrlich sein

zu erwähnen, dass ein Rottal-IC wohl

keine schnellere Anbindung des Bäderdreiecks

schaffen würde. Der einzig „messbare“

Vorteil läge im Wegfall des Umstiegs

in Passau. Dieser stellt angesichts der überschaubaren

Größe des Passauer Bahnhofs

und der in den letzten Jahren deutlich verbesserten

Barrierefreiheit für die meisten

auch kein Hindernis mehr dar.

So schwer es mir aus sentimentalen

Gründen auch fällt, plädiere ich doch

dafür, die Direktanbindung Rottaler Bäderdreieck

– Hamburg nach aktuellem

Stand noch nicht mit aller Macht zur

Priorität zu erklären.

Ich verspreche allerdings den Rottal-IC

nicht einfach ad acta zu legen, sondern

mich in der nächsten Zeit weiter mit den

Details auseinanderzusetzen. Gerade was

mögliche Fahrgastzahlen und Zeiteinsparungen

angeht, gilt es noch etwas Licht

ins Dunkel zu bringen. Einfache und

populistische Versprechungen helfen uns

auch hier nicht weiter. Erst wenn wir alle

relevanten Fakten auf dem Tisch liegen

haben, gilt es ein abschließendes Urteil zu

fällen. Ich lade alle Interessierten gern

dazu ein sich bei mir zu melden und mit

mir ins Gespräch zu kommen.“

„Der Landkreis

Rottal Inn gehört

zu den Landkreisen

mit dem schlechtesten

ÖPNV in ganz

Deutschland und

auch im übrigen

Niederbayern sieht

es nicht besser aus.

MdB Marlene Schönberger Bahnstrecken und

Verbindungen sind

einem rigorosen Sparkurs zum Opfer gefallen,

nötige Investitionen wurden nicht

getätigt. Ein fatales Signal für Klima und

Verkehrswende, aber auch ein Ärgernis für

die einheimische Bevölkerung und Kurgäste

gleichermaßen.

Das 9-€-Ticket zeigt gerade, dass viele

Menschen bereit sind, auf den ÖPNV umzusteigen,

wenn dieser ein attraktives und

kostengünstiges Angebot darstellt – oder

überhaupt vorhanden ist. Das betrifft natürlich

auch den Fernverkehr. Genauso

muss der ÖPNV für alle Menschen, unabhängig

von körperlichen Einschränkungen

gut nutzbar sein. Hier ist zum Glück in den

letzten Jahren durch den barrierefreien

Ausbau vieler Bahnhöfe, wie in Passau,

einiges vorangekommen, wenngleich es

gerade auf dem Land noch massiven

Nachholbedarf gibt.

Am Ende geht es immer um die Frage, wie

viel Geld in klimafreundliche Mobilität investiert

wird. Wir Grüne hätten sehr gerne

das Verkehrsministerium übernommen,

um eine echte Verkehrswende durch massive

Investitionen in die Bahn voranzutreiben.

Nun ist es unsere Aufgabe, die FDP

und Volker Wissing bei diesem Thema vor

uns herzutreiben und das machen meine

Fraktionskolleg*innen aus dem Bereich

Verkehr bei jeder Gelegenheit.

Natürlich wäre eine durchgehende Fernverkehrsverbindung

ins niederbayerische

Bäderdreieck eine schöne Sache. Ehrlich

gesagt sehe ich aktuell den Ausbau des

ÖPNVs in der Fläche gerade in Niederbayern

aber als die dringendere Priorität an.

Davon würden Tourist*innen genauso wie

Einheimische massiv profitieren."

MdB Stephan Protschka

(AfD)

„Natürlich haben

die Kurorte immer

meine Unterstützung,

wenn es um

eine Verbesserung

des Bahnangebots

geht. Hinsichtlich

des DB-Fernverkehrs

(also IC und

ICE) muss man

wissen, dass es eine

Vorgabe der EU gibt, dass alle Schienenfernverkehrs-Leistungen

eigenwirtschaftlich

durchgeführt werden müssen. Auf

Dauer darf also keine Fernverkehrsverbindung

defizitär sein. Das alte Kurswagen-

System gibt es kaum noch, weil moderne

Züge heute nicht mehr einfach abkoppelbare

Waggons haben. Die DB Fernverkehr

wird diese Verbindungen nur (wieder) aufnehmen,

wenn auch ein wirtschaftlicher

Erfolg erzielbar ist. Das scheint nicht der

Fall. Es gibt nämlich noch ein infrastrukturelles

Hindernis: Nur bis Passau ist die Strecke

elektrifiziert. Der historische Laufweg

des IC ‘Rottaler Land’ über Pocking, Mühldorf

(Oberbayern) bis Markt Schwaben ist

nicht elektrifiziert. Die modernen ICE und

IC benötigen eine Stromversorgung.

Nur im Regionalverkehr gibt es staatlich

subventionierte Verkehre, wo Verbindungen,

Taktung und Fahrpreise durch die

Bayerische Eisenbahngesellschaft (BEG)

festgelegt werden. Die BEG beauftragt

Eisenbahnverkehrsunternehmen mit der

Durchführung des Schienenverkehrs (eine

davon ist die DB Regio, eine andere die

Länderbahn usw.). Insofern erscheint ein

Wechsel in Passau vom ICE auf eine dieselbetriebene

Regionalbahn betriebstechnisch

notwendig. Da für einen Laufweg

eines ICE über die alte IC-Verbindung von

Passau über Pocking nach München eine

Elektrifizierung notwendig wäre, habe ich

an die Bundesregierung eine Schriftliche

Anfrage gestellt, ob dieses vorgesehen ist.

Ich werde Sie sehr gerne von der Antwort

in Kenntnis setzen.“

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FIT & GESUND

Der Sommer ist da und es wird Zeit, Energie und Sonne zu tanken – Marienapotheker Gerald Kunz weiß, worauf

man dabei achten sollte:

Das Wandern ist (nicht nur) des Müllers Lust...

Die meisten von uns wissen selbst sehr

gut, warum es ratsam ist, die Freizeit statt

mit der x-ten Serie auf der Couch, lieber

mit Freunden beim Spazierengehen oder

Sport an der frischen Luft zu verbringen:

Bewegung und frische Luft fördern die

Gesundheit – sowohl die körperliche als

auch die geistige. Außerdem macht es

doch viel mehr Spaß, draußen in der

Natur Schritte zu sammeln als ständig

vom Wohnzimmer zur Küche zu laufen.

Den Kopf frei bekommen

„Ich geh mal raus, den Kopf frei bekommen.“

Dieser Satz fällt oftmals, wenn wir

von Arbeit und Stress überhäuft sind.

Und tatsächlich: Wer sich an der frischen

Luft bewegt, ist ausgeglichener und

glücklicher. Der Grund dafür ist simpel:

Wer sich in der freien Natur bewegt, produziert

vermehrt das körpereigene Hormon

Serotonin. Dieses ist ein natürliches

Antidepressivum und sorgt für Wohlbefinde.

Und wer sich dauerhaft entspannter

fühlen möchte, sollte nicht immer erst

raus gehen, wenn ihm sprichwörtlich die

Decke auf den Kopf fällt, sondern am

besten jeden Tag.

Frische Luft macht geistig fit

Studien fanden heraus, dass Leute, die

sich mindestens 30 Minuten am Tag an

der frischen Luft aufhalten, deutlich seltener

krank werden. Wer sein Gehirn regelmäßig

mit Sauerstoff versorgt, ist

geistig fitter und konzentrierter. Es ist also

kein Zufall, dass man sich bereits nach

einem kurzen Spaziergang wieder leistungsfähiger

fühlt.

Zusätzlich hilft Sonnenlicht dabei, im

Körper Vitamin D zu produzieren. Ein

Vitamin, welches dafür verantwortlich ist,

Calcium aufzunehmen und in den Knochen

zu speichern. Ein Mangel an Vitamin

D führt nicht nur zu Kopfschmerzen

und Antriebslosigkeit, sondern schwächt

auch unsere Immunabwehr.

Bewegung macht munter

Ganz gleich, ob Sie lieber allein durch

den Wald joggen, im Fitness-Studio ins

Schwitzen kommen oder mit ein paar

Freunden Squash spielen gehen – mindestens

einmal pro Woche sollten Sie sich

die Zeit nehmen, sich und Ihren Körper

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Perfekt ausgerüstet: Fertige Erste-Hilfe-Sets zum Wandern gibt’s auch in der Apotheke.

Foto: wildnisschule-lupus.de

so richtig auf Trab zu bringen. Die Mühe

zahlt sich aus, denn schon nach kurzer

Zeit werden Sie wieder schwungvoll

und mit vollem Elan in den Tag gehen

können.

Allerdings ist Sport nur so lange gesund

und fördert ein starkes Immunsystem, wie

er in Maßen betrieben wird. Wer es übertreibt

und ständig an seine Belastungsgrenze

geht, kann dadurch sogar Infekte

fördern. Lassen Sie also den Leistungssport

links liegen und suchen Sie nach

dem rechten Maß. Denn wenn nicht

die Leistung, sondern die Freude an der

Bewegung und an der Geselligkeit im

Vordergrund steht, macht Sport auch viel

mehr Spaß.

Überanstrengte / untrainierte

Muskeln ➔ gestörter Flüssigkeits-

und Mineralhaushalt

Sportler haben des Öfteren mit Schmerzattacken

im Bein zu tun – wenn sie sich

zu viel zumuten und ihre Muskeln nicht

zur Ruhe kommen lassen. Schwitzen sie

dazu auch noch stark und trinken zu

wenig, verlieren sie zudem an Flüssigkeit

und wichtigen Mineralstoffen. Diese

brauchen die Nerven jedoch, um geordnete

Befehle an die Muskelfasern leiten

10

zu können, die sich dann je nach Bedarf

zusammenziehen oder entspannen.

Therapie bei Wadenkrämpfen

Grundlage der Behandlung und Vorbeugung

von Wadenkrämpfen sind Übungen,

welche die Unterschenkelmuskulatur

dehnen. Maßvolle, aber regelmäßige

Bewegung ist das beste Mittel gegen die

schmerzhaften Krämpfe. Zudem sollten

Sie ausreichend trinken und sich ausgewogen

ernähren. Oft sind auch Magnesiumpräparate

hilfreich.

Vorsicht auch vor Temperaturreizen,

wenn Sie etwa in kaltem Wasser schwimmen:

Wadenkrämpfe können Sie dann in

gefährliche Situationen bringen. Kühlen

Sie Ihren Körper unbedingt vorher sanft

ab, zum Beispiel mit einer Dusche oder

im seichten Wasser.

Bereiten Sie sich mit Gymnastik und

Stretching auf einen Ausdauersport wie

Schwimmen oder Joggen vor. Tragen Sie

dabei bequeme Schuhe, die Ihren Füßen

guten Halt geben und nicht drücken und

bewegen Sie sich regelmäßig.

Wohltat für die Gelenke

Um in Form zu bleiben, brauchen Gelenke

vor allem eines: Bewegung. Regel-


FIT & GESUND

mäßig und moderat sollte sie sein, denn

auf diese Weise werden die Gelenke gut

„geölt“, und die Gelenkschmiere kann

ihre Schutzfunktionen voll entfalten.

Gliederschmerzen nach körperlichen

Strapazen sind meist harmlos und bald

wieder vorbei. Kurze Spitzenbelastungen,

wie etwa bei einem Umzug, müssen im

Alltag schon mal drin sein – vorübergehende

Wehwehchen danach inbegriffen.

Aber gut trainierte Menschen stecken solche

Situationen besser weg als Bewegungsmuffel.

Achten Sie jedoch immer

auf ein ausgewogenes Training, ansonsten

kann es durchaus auch zulasten der

Gelenke gehen. Gelenkschonende Sportarten

sind zum Beispiel Aquajogging,

Wassergymnastik, Nordic Walking und

Radfahren.

Wandern und Radfahren

Wer gerne wandert, sollte die Routen

nach der eigenen Fitness und Ausdauer

planen. Für Anfänger gilt: Lieber langsam

starten und eine leichte Tour mit einer

Gehzeit von einer bis eineinhalb Stunden

wählen. Gehen Sie lieber nicht allein ins

Gebirge oder geben Sie wenigstens

Freunden, Verwandten oder in der Unterkunft

vor Ort Bescheid, wo Sie sind und

wann Sie zurückkehren.

Um Probleme von vornherein zu vermeiden

ist die richtige Ausrüstung wichtig:

Blasenpflaster in verschiedenen Größen

sowie ein Erste-Hilfe-Set mit Verbandmaterial,

Heftpflaster, Desinfektionsmittel,

Schmerzmittel, Sofort-Kühl-Kompressen,

antiallergischer Salbe für Insektenstiche

und einem zuverlässigen Mückenschutz.

Gute Kleidung: guter Schutz

Ihre Kleidung wählen Sie am besten nach

dem Zwiebelprinzip: Bei mehreren Lagen

kann man flexibel auf Temperaturunterschiede

reagieren und ist für jedes Wetter

gerüstet. Denken Sie auch für alle

Fälle an eine dünne Regenjacke. Leichte,

atmungsaktive Materialien saugen sich

nicht mit Schweiß voll und sind angenehm

zu tragen. Den Rucksack sollten

Sie nicht zu vollpacken und auf einen

guten Sitz achten. Schuhe müssen optimal

passen und sollten bereits eingelaufen

sein, um Blasen zu vermeiden. Am

besten eignen sich knöchelhohe Wanderschuhe,

in denen Ihr Fuß einen guten

und stabilen Halt hat.

Wanderstöcke sind nicht unbedingt notwendig,

jedoch entlastet ein korrekter

Stockeinsatz, besonders beim Abstieg,

wie ein Stoßdämpfer die Knie.

Sturzrisiko Unterzucker

Sehr wichtig sind auch Trinkflasche und

Proviant: Unterzuckerung und Erschöpfung

erhöhen das Sturzrisiko und führen

zu Verletzungen.

Blasen besser vermeiden als verarzten: Vorbeugen

kann man der feuchten Reibung durch

richtig sitzendes Schuhwerk und mehrlagige,

dünne Socken. Foto: outdoor-renner.de

An sonnigen Tagen sollten Sie eine Kopfbedeckung

und Sonnenbrille tragen und

alle unbedeckten Hautpartien mit wasserfestem

Sonnenschutz mit LSF 50+ eincremen.

Lippen nicht vergessen! Gute

Brillen sind leicht, bruchsicher, haben

einen hohen UV-Schutz und schützen

gegen Wind und Staub.

Bei guter Vorbereitung können Sie

sich also ganz auf die Natur konzentrieren

und neue Lebensfreude und

Gesundheit tanken. Genießen Sie

das Hier und Jetzt – Ihr Körper und

Geist werden es Ihnen danken!

Ihr Marien-Apotheker Gerald Kunz

Schutz & Pflege für den Notfall:

Schutz & Pflege für den Notfall:

Schutz & Pflege für den Notfall:

So versorgen Sie kleine Verletzungen und Wunden

Auch mit der besten Vorbereitung kann man Verletzungen nie

ganz ausschließen, und falls Sie sich das Knie aufschürfen oder

beim langen Fußmarsch eine Blase laufen, ist es notwendig, die

verletzte Haut von Schmutz zu befreien, zu desinfizieren und

dann mit einem passenden Pflaster oder Verband zu schützen.

Bei größeren Wunden: zum Arzt!

Wichtig: Bei größeren oder stark blutenden Wunden, Biss-,

Stich- und Platzwunden sollten Sie einen Arzt aufsuchen.

Offene Wunden können durch Bakterien oder andere Mikroorganismen

verkeimen. Wenn die klassischen Zeichen einer

Entzündung oder Infektion auftreten, die Wunde also gerötet

oder geschwollen ist und schmerzt, ist der Arztbesuch unerlässlich.

Versorgen Sie die Verletzung einer anderen Person, sollten

Sie zu ihrem Eigenschutz Einmalhandschuhe verwenden und

möglichst nicht die Wunde berühren.

Dafür gibt es Universalpflaster, antibakterielle Pflaster mit

Silberbeschichtung sowie Pflaster für die empfindliche, allergiegefährdete

Haut oder spezielle wasserfeste Pflaster. Sprühpflaster

sind ebenfalls schnell und einfach zu handhaben. Sie

verschließen oberflächliche Wunden wasserfest.

Schnittwunden/ Platzwunden: Universalpflaster-Streifen oder

Klammerpflaster aus der Apotheke sorgen, je nach Wunde, für

Abhilfe. Am besten bringen Sie den Verband so an, dass die

Wundränder nah aneinander liegen. Das zugfeste, nicht dehnbare

Klammerpflaster fördert das Zusammenwachsten glatter

Wundränder und verhindert eine starke Narbenbildung. Bei

größeren Wunden wird eine sterile Kompresse empfohlen.

Schürfwunden: Hydrokolloidpflaster bieten einen guten Schutz

und fördern die Heilung. Sie sind undurchlässig für Bakterien

und Schmutz und können bis max. 7 Tage auf der Wunde verbleiben.

Alternativ gibt es antibakterielle und heilungsfördernde

Wundgele die dick aufgetragen und dann abgedeckt werden.

Blasen: Hier eignet sich ein spezielles Blasenpflaster, welche

Wundflüssigkeit auf- und wieder abgeben können. Optimale

Haftung ist wichtig, daher muss die Hautstelle frei von Cremeund

Fettrückständen sein. Das Pflaster sorgt für eine sofortige

Schmerz- und Druckentlastung und bildet ein Schutzkissen

über dem verletzten Gewebe. Es sollte erst nach Tagen, wenn

es beginnt, sich von selbst zu lösen, entfernt werden.

Gerald Kunz

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Man nennt ihn auch Chinakraut, Dorant

oder Berghopfen. Andorn ist ein mehrjähriges

Lippenblütengewächs das bis zu

60cm hoch wird. Er liebt trockene Standorte

in voller Sonne und in geschützter

Lage. In freier Natur findet man ihn wahrscheinlich

selten. Er kommt aus dem

Mittelmeerraum und ist bei uns eher eine

Gartenpflanze, die in einigen Fällen aber

ausgewildert entlang von sonnigen Mauern,

auf Schutthalden, an Wegrändern

oder Böschungen zu finden ist.

Man erntet die blühenden Sprossspitzen

um sie luftig im Schatten zu trocknen. Wie

bei vielen um Mittsommer blühenden

Heilkräutern, spricht man auch dem Andorn,

der in der Johannisnacht gepflückt

wird, besonders starke Heilkräfte zu.

Andorn gehört zu den bitteren Kräutern,

die beim jüdischen Passah-Fest verzehrt

werden. Er enthält unter anderem den Bitterstoff

Marrubiin, Gerbstoffe, Saponine,

ätherisches Öl, Kalzium und Kalium.

Andorn wirkt appetit- und stoffwechselanregend,

magenstärkend, harntreibend und

hustenstillend. Der Bitterstoff Marrubiin

regt die Leber- und Gallenfunktion an und

hat eine sekretfördernde Wirkung auf die

Atemwege. Man kann den Tee aus Andorn

also immer anwenden, wenn eine Anregung

der Magensaftproduktion und des

Gallenflusses erwünscht ist. Die Bitterstoffe

erleichtern den Abfluss der Gallenflüssigkeit.

Außerdem wirkt Andorn

entspannend auf die glatte Muskulatur der

Bronchien. Gleichzeitig regt er aber die

Schleimproduktion an und fördert dadurch

die Lösung festsitzenden Schleims.

Der Tee kann erfolgreich bei Keuchhusten

angewendet werden. Asthmapatienten

können versuchen in anfallsfreien Zeiten

den Organismus zu „entgiften“. Hierbei

spielt Andorn eine nicht zu verachtende

Rolle, denn er reinigt die ganzen Schleimhäute

des Körpers von anhaftenden Absonderungen.

Auch ältere Menschen mit

chronischem Husten sollten eine zweiwöchige

Kur, mit 2-3 Tassen Andorntee täglich,

versuchen. Andorntee kann auch bei

Durchfall, Herzrhythmusstörungen, und

als Stärkungsmittel bei vielen Drüsenleiden

gute Hilfe bringen. Man kann damit

FIT & GESUND

Kräuterlexikon

VON HOLLASTAUDN UND KRONAWITTN

MARRUBIUM VULGARE

Andorn

erfolgreich eine Diät unterstützen. Bei Magersüchtigen

hingegen kann der Tee,

ebenso wie bei Demenzkranken, den Appetit

anregen. Gegen Husten kann Andorn

mit je halb so viel Huflattich und Lobelie

gemischt werden, dann ist der Geschmack

angenehmer und weniger bitter. Mit Honig

gesüßter Andorntee dient auch als Mittel

gegen Schwermut, Hysterie und körperliche

Schwäche. Die Süße des Honigs

kann aber leider die Bitterkeit nicht überdecken.

Wenn man jedoch bedenkt, dass

man mit dem Tee die Bitterkeit in den Körper

hineinlässt und diese dann einfach

ausgeschieden wird, ohne dass man sie im

Außen ausleben muss, könnte das schon

ein psychologischer Heilansatz sein.

Sie bereiten den Tee, indem sie 1 Teelöffel

getrocknetes Andornkraut mit ¼ Liter

kochendem Wasser übergießen und 10

Minuten ziehen lassen. 2-3 Tassen täglich

trinken.

Andorn-Kräuterwein nach

Hildegard von Bingen:

1 Teil Andornkraut, 3 Teile Fenchelsamen,

3 Teile Dillkraut und 3 Teile Königskerzenblüten

mischen.

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Der Landkreis Passau feiert seinen 50. Geburtstag

heuer mit einem ganz besonderen Event: In seiner

12. Auflage macht das Familienfest des Landkreises

am Sonntag, 24. Juli, Station am Rannasee zwischen

Untergriesbach und Wegscheid. Das Freizeitareal

rund um den größten Badesee des Bayerwaldes wird

damit zur Treffpunkt aller Generationen. Erwartet

werden wieder bis zu 5000 Besucher.

Flair einer Strandparty

„Gemeinsam einen schönen Tag verbringen, Spiel

und Spaß für die ganze Familie, interessante Informationen,

ein Freizeitgelände der Superlative und das

Flair einer Strandparty in einer der schönsten Regionen

unseres Landkreises“, Landrat Raimund Kneidinger

gerät schon jetzt ins Schwärmen.

Programm auf 2 Bühnen

Nach zwei Jahren Corona-Zwangspause ist es nun

soweit: Zum Jubiläum „50 Jahre Landkreis Passau“

kann das große Fest im Wegscheider Land endlich

steigen. Gemeinsam mit Wegscheids Bürgermeister

Lothar Venus und vielen beteiligten Vereinen freuen

sich Landrat Kneidinger und das Organisationsteam

um Armin Absmeier und Birgit Leitner auf ein umfangreiches

Programm auf zwei Bühnen.

Die Auftritte auf der Seebühne beginnen um 9.45

Uhr, die Bühne an der Seeterrasse startet um 12.30

Uhr. Die kirchliche Segensfeier ist für 11 Uhr geplant,

die offizielle Eröffnung durch Landrat Raimund

Kneidinger für 11.30 Uhr. Voraussichtliches Fest-

Ende ist um 18 Uhr.

Für die ganze Familie

GENIESSEN & ERLEBEN

Rannasee wird am 24. Juli zum Treffpunkt für alle Generationen:

Familienfest am größten Badesee

des Bayerwaldes

„Die Bühnen und Infostände auf dem Freizeitgelände stehen für die Kombination

aus Erlebnis und Information, die das Familienfest zum Erfolgsmodell

mit mehreren Tausend Besuchern machen“, so Armin Absmeier. Wie immer

gibt es Angebote, die sich an die ganze Familie richten.

„A bisserl Gruseln gehört da schon auch dazu“, zwinkert Kreisarchäologe

Alois Spieleder, bei dem Kinder einmal selbst erleben können, wie es ist, ein

Skelett freizulegen. Das Ökomobil des KJR ist mit dabei, ein 3D-Drucker

entführt in die Welt der Technik, Esel laden zu kleinen Wanderungen ein,

es gibt Vorführungen am Webstuhl und Infostände zu Natur, Umwelt und

Gesundheit.

Erstmals wird es eine „Familienrallye“ mit mehreren Stationen geben.

Als Preise winken Tagesfahrten ins Legoland, Einkaufsgutscheine und Eintrittskarten.

Festfüllende Gaumen- & Ohrenfreuden

Steckbrief Rannasee:

Den Rannasee bei Wegscheid gibt es seit 1983, Seine größte Tiefe erreicht

der See an der Staumauer mit achteinhalb Metern. In der Mitte des

Rannasees liegt eine kleine Insel, sie trägt den Namen „Liebesinsel“.

Mit 20 Hektar Wasserfläche ist der Rannasee der größten Badesee des

Bayerischen Waldes. Und noch ein Superlativ: Mit ihren 120 Metern ist

die Wasserrutsche bis heute eine der längsten in ganz Bayern.

Ab 10 Uhr gibt es an rund einem Dutzend Verpflegungsstationen Brotzeit für jeden Geschmack: von Räucherforellen, Bratwurst,

Pizza oder Würstel bis Pfannkuchen, Kaffee und Süßes.

Kurt Brunner, Leiter der Kreismusikschule, koordiniert wieder das „festfüllende“ Programm des Musikernachwuchses. Höhepunkt

ist dabei die Verleihung der Freiwilligen Leistungsprüfungen Junior I/II der Musikschule an die kleinen Nachwuchsmusiker

(ab 15 Uhr).

Mehr Infos zum Familienfest unter www.landkreis-passau.de/familienfest

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GENIESSEN & ERLEBEN

Endlich wieder Musiksommer in der Wohlfühl-Therme Bad Griesbach

Lazy Listening im Sonnenuntergang

Von sehr gut bis ausgezeichnet wurde

das Bistro der Wohlfühl-Therme beim

Online-Reiseportal Tripadvisor bewertet.

Wer das erst 2029 völlig neu gestaltete

Bistro einmal selber testen möchte, für

den gibt es im Juli 4 gute Gelegenheiten

dazu, denn an so vielen Abenden lädt die

Wohlfühl-Therme heuer zu ihren kostenlosen

Musiksommer-Konzerten ein.

Dann kann man jeweils mittwochs ab

19 Uhr beim Sonneruntergang auf der

Gartenterrasse wieder zugleich Ohrenund

Gaumenfreuden genießen,denn bei

den Sommermusikabenden auf der

Bistro-Terrasse gibt es natürlich auch

die beim Tripadvisor gelobten Speisen

aus Christian’s Küche.

Cooler Jazz & heißer Swing

Den Anfang macht am 6. Juli das Trio

„Portwine“, eine Kombination von

Orgel/Bass, Schlagzeug und souliger

Altstimme, den den unvergleichlichen

Sound der Band ergeben. Das Trio verwöhnt

mit einer Mischung aus Swing,

Jazz-Standards, Balladen und lateinamerikanischen

Rhythmen.

„Swing and more“ vom Feinsten bietet

am 13. Juli die 6-köpfige Jazz–Swingband

„Route 66-Swingband“ um Bandleader

Fritz Haydn am Piano und Sängerin

Corinna Balscher.

Folk, Rock & Country

Eine fantasievolle Mischung aus Americana,

Folk, Bluegrass und Country präsentiert

am 20. Juli „Grasset4“. Die Musik

spricht mit einem, dringt ins Innerste

vor, verbindet die Zuhörenden mit den

Musizierenden. Wobei der tragenden und

vielgestalten Stimme der Leadsängerin

Adiaha Bürkmiller, bei der sich manche

an Sheryl Crow erinnert fühlen, die wichtigste

Rolle zukommt: Sie ist das Instrument,

das unter die Haut geht.

Das „Baby Palace Acoustic Duo“ ist geprägt

von klarem Gitarrensound und dem

Gesang von „Baby Palace“ Britta Wittenzellner,

vierfache Deutsche Rockpreisträgerin.

Die beiden schenken den Gästen

am 27. Juli unvergessliche Stunden zu

klassischen und modernen Rocksongs

von Jamiroquai, Anouk, Amy Winehouse,

Prince, Lady Antebellum, Jennifer Rostock,

Eurythmics, Melissa Etheridge,

Jackson5, Chris Stapleton, Etta James,

Pink, Alanis Morissette, Soft Cell, Sting,

Eric Clapton, Amanda Marshall u.v.a.m.

sam

Fotos: Wohlfühl-Therme

Genuss und Tradition als Open Air Event

Schmankerl für Gaumen und Ohren

Jeden Sommer präsentieren sich die traditionellen Innviertler

Musikvereine (MV) mit flotter Blasmusik bei Platzkonzerten in

Obernberg am Inn. Dabei versprühen die Sommerkonzerte ein

besonderes Urlaubsflair. Hier kann man in gemütlicher Atmosphäre

die Innviertler Gastfreundschaft genießen und entspannte

Stunden an einem der schönsten Marktplätze

Österreichs verbringen. Für kühle Getränke und Innviertler

Köstlichkeiten sorgt der jeweilige Wirt des Abends. Die Veranstaltung

findet nur bei Schönwetter statt (Absage bis 17.00 Uhr

des Veranstaltungstages).

Im Juli musizieren immer freitags ab 19 Uhr:

08. Juli – Marktmusik Obernberg am Inn

15. Juli – Irchinger Feuerwehrmusik

22. Juli – MV Antiesenhofen-Reichersberg

29. Juli – MV Mörschwang

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Schwungvolle Musik auf historischer Bühne: Die Obernberger Platzkonzerte

– hier mit der Feuerwehrmusik Irching – sind nicht nur musikalisch

ein Genuss.

Foto: Markt Obernberg


GENIESSEN & ERLEBEN

Konzertreihe am Pockinger Stadtplatz

Ein musikalischer Sommer für die Stadt

Auch in diesem Jahr findet die Konzertreihe „Sommer in

der Stadt“ auf dem Pockinger Stadtplatz wieder statt. Wie

schon in den letzten Jahren hat der Journalist Helmut Degenhart

wieder diese Konzertreihe organisiert. An den Sonntagen

vom 31. Juli bis 11. September werden, sofern das Wetter mitspielt,

den Bürgern von 17 bis 18 Uhr kostenlose Konzerte

auf dem Pockinger Stadtplatz geboten. Dazu kommt ein weiteres

Konzert am Feiertag Maria Himmelfahrt am Montag, den

15. August.

Bunter Mix an Musik

Das musikalische Angebot ist vielfältig und reicht von Klassik

bis Jazz, von Volksmusik bis Blasmusik und von Rock bis Folk.

Zum Auftakt am 31. Juli eröffnet schon traditionell die Jazzgruppe

„Jazz and more“ mit Bandleiter Peter Köhler die Konzertreihe.

Volkmusikalisches vom Feinsten bietet dann am

7. August die „Gögginger Tanzlmusi“ mit altbayrischer und

moderner Volksmusik. Am 14. August wird es klassisch-modern

auf der Stadtplatzbühne. Da spielen die Musiker der Kreismusikschule

des Landkreises Passau. Gleich am nächsten Tag, am

Feiertag Marie Himmelfahrt, den 15. August tritt der Innviertler

Trachtenverein mit den vereinseigenen Gruppen „Saitenpfeiferl“,

„Dirndldreigsang“ und „Stubenmusi“ auf. Diesen volksmusikalischen

Auftritt verlängert um eine Stunde das Duo

„Gabi und Franz“ aus Hartkirchen.

„Jazz and more“, eine Pockinger Jazzband, bei der Helmut Degenhart

(Mitte) selber mitspielt, eröffnet traditionell die Konzertreihe.

Klassik, Songs & Schlager

Mit alten bekannte Schlagermelodien von den Capri Fischern

bis zu La Paloma laden sie die Besucher Mitsingen ein. Am

21. August tritt die schon in den letzten Jahren gerne gehörte

Akustikband „Leo’s Family“ aus Sulzbach auf und am 28. August

gehört die Stadtplatzbühne der Stadtkapelle Pocking. Am

4. September tritt erstmals „Mister Jones“, ein international

bekannter Singer/Songwriter mit bekannter und klassischer

amerikanischer Folkmusik auf der Stadtplatzbühne auf. Zum

Abschluss der „Sommer in der Stadt“ Konzertreihe gibt es

Klassik mit Musikern der Kreismusikschule Passau. eB

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Nach zweijähriger Corona-

Zwangspause findet von 22. bis

24. Juli 2022 endlich wieder

ein Pockinger Bürgerfest statt!

Auf vier Bühnen im Stadtzentrum

wird musikalische Unterhaltung

für Jung und Alt geboten. Für das

leibliche Wohl sorgen Pockinger

Vereine und Unternehmer.

GENIESSEN & ERLEBEN

Endlich wieder Bürgerfest!

Zum Auftakt gibt traditionell am

Freitag um 17:30 Uhr die Stadtkapelle

Pocking auf dem Stadtplatz

ein Standkonzert. Gegen

18:00 Uhr zieht die Festgesellschaft

in Richtung Stadtpark, wo

Bürgermeister Franz Krah das erste Fass Bier anzapfen wird. An drei Abenden ist dort Volks- und Schlagermusik

angesagt. Am Samstagnachmittag treten die Pockinger Vereine auf. Am Sonntag um 10:00 Uhr

beginnt die Veranstaltung mit einem ökumenischen Bürgerfest-Gottesdienst. Anschließend starten die

Funkamateure auf der Stadtparkwiese einen Ballon, der eine Kamera bis hoch in die Stratosphäre tragen

wird. Im Stadthallen-Foyer kann man den Weg des Ballons anhand der Bilder, die die Kamera per Funk

überträgt, verfolgen. Um 13:30 Uhr startet dann der sportliche Höhepunkt des Wochenendes: das Bürgerfest-Trabrennen

im Stadtpark. Um 22:30 Uhr kündigt das Bürgerfest-Feuerwerk mit Lasershow das baldige

Ende von Pockings alljährlich größter Veranstaltung an. Samstags und sonntags ist für Kinder der Bürgerfestwiese

zudem eine Spielwiese organisiert, bei der Eltern ihre Sprösslinge wohlbehütet wissen.

Die Bühnen im Kolpingweg, auf dem Rathausvorplatz und auf dem Kirchplatz bieten verschiedenste

Musikrichtungen. Dabei ist sicher für jeden Geschmack etwas zu finden. Brigitte Lorenz, das Team der

Klosterbäckerei & Konditorei Karlstetter sowie X-Caterer Michael Liebl mit Team sorgen zudem an ihren

Veranstaltungsbühnen für das leibliche Wohl.

Das Pockinger Bürgerfest mit seinen vier Veranstaltungsorten ist sicher wieder einen Besuch wert.

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GENIESSEN & ERLEBEN

OÖ Tourismus GmbH_Moritz Ablinger

Fotonachweis:

OberösterreichTourismus_SINNVIERTELTourismus_Stefan Mayerhofer

Genussradeln im Innviertel

Der Sommer eignet sich perfekt dafür, die Natur in vollen Zügen zu genießen –und hier hält

das Innviertel, was es verspricht. Vier Dinge sind es, die die Welt zusammenhalten: gut essen,

gut trinken, sich zusammensetzen und den Moment genießen, „Urlaub in Echtzeit“ also.

Innradweg R3

Am 517 Kilometer langen Innradweg

reihen sich entlang des Innviertler Abschnittes

etliche Burgen, Schlösser und

Stifte, ein Europareservat, das Dinoland

Katzenberg und barocke Perlen wie Reichersberg

oder Obernberg mit Adlerwarte,

Aussichtsturm, Kunsthaus und

Platzkonzerten. Vielversprechend sind

die schattigen Gastgärten mit einer umfangreichen

Bier- und Knödelkarte. Denn

im Innviertel versteht man sich aufs Kochen

und Genießen, kurzum: aufs Leben.

Und dank der Dichte an Brauereien – nirgendwo

in Österreich gibt es mehr auf

einem Fleck – ist der Getränkenachschub

(auch alkoholfrei) gesichert und

der Elektrolythaushalt immer im Gleichgewicht.

Stift Reichersberg –

barocke Pracht

Ein Schmuckstück mitten im Innviertel

ist das barocke Stift Reichersberg, ein kulturelles

Zentrum weit über die Region

hinaus. Die kunstsinnigen Augustiner

Chorherren bieten rund ums Jahr eine

Reihe von Veranstaltungen. Von Festmusik

und Literatur im Stift bis Volksmusik

im Mondenschein. Stiftsführungen, Seminare,

Konzerte und Lesungen laden dazu

ein, das barocke Juwel hoch über dem

Inn von seinen unterschiedlichen Seiten

kennenzulernen. Kulinarisch lohnt sich

ein Besuch des Klosterladens, der Vinothek

und des Bräustüberls.

Sommerkonzerte im Stift Reichersberg:

Klavierkonzert: Sonntag, 3. Juli, 19 Uhr

Abschlusskonzert, Piano Summer School: So, 7. Juli,19 Uhr

Volksmusik im Mondenschein: 13. August, 19 Uhr

Kartenvorverkauf: www.stift-reichersberg.at

Obernberger Platzkonzerte: Juli und August

8. Juli –19. August, jeden Freitag um 19 Uhr

bei Schönwetter

Alle Radtouren, Veranstaltungen & kostenloses

Kartenmaterial unter innviertel-tourismus.at

S’INNVIERTEL Tourismus, 4943 Geinberg, Thermenplatz 2,

4910 Ried i.I., Stelzhamerplatz 2, Tel. +43-7723-8555 0

innviertel-tourismus.at · info@innviertel-tourismus.at

Bereit für

ein kleines

Abenteuer?



Obernberg ist einen Ausflug wert




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KULTUR & FREIZEIT

NS-Forscher und Verleger Dr. Wolfgang

„Die NS-Zeit aufzuarbeiten hilft enorm auf de

Die NSDAP, die von 1919 bis 1945 über

10 Millionen Mitglieder besaß und damit

die mitgliederstärkste Partei war, die es je

in Deutschland gegeben hat, bildete zusammen

mit der NS-Bewegung aus SA,

SS und diversen Unterorganisationen den

Kern einer sogenannten „Volksgemeinschaft“.

Mit seiner Buchreihe „Täter Helfer

Trittbrettfahrer“ gibt Dr. Wolfgang

Proske dieser anonymen Masse von Beteiligten

an der NS-Diktatur Gesichter.

Diese sind im lokalen Umfeld auch nach

1945 zum großen Teil noch wohlbekannt,

werden teilweise aber auch erstmals überhaupt

genannt. Gerade erschienen ist der

inzwischen 13. Band mit Tätern, Helfern,

Trittbrettfahrern aus Niederbayern. Dr.

Proske gibt die Buchreihe, in der bereits

über 200 Autorinnen und Autoren mitwirken,

im Kugelberg Verlag heraus, den

er 2014 selbst gegründet hat.

Nazi-Bonzen & Heimatdichter

Unter den gut zwei Dutzend ausführlichen

Biographien, die mit Orts- und Namensregister

detailliert erschlossen sind,

finden sich Nazi-Größen wie der damalige

Gauleiter Fritz Wächtler, Konrad

Maier, KZ-Kommandant in Saal an

der Donau, oder der „Henker von

Bozen“, Hans Haage, der in Bad Abbach

einen ruhigen Lebensabend verbrachte.

Aber auch aus dem Thermenland sind

bekannte Namen dabei. So etwa Max

Matheis aus Triftern, der als Heimatschriftsteller

nach 1945 so

verehrt wurde, dass

noch immer Straßen

in Aidenbach,

Passau und Vilshofen

nach ihm benannt

sind. Seit

1967 ist Matheis

Passauer Ehrenbürger.

Sein Engagement

als Blut-

und-Boden-

Schriftsteller hat

der bekannte Turm-

Max Matheis, „Heimatdichter“,

hier 1939 an der Ostfront,

Passauer Ehrenbürger

Foto: Archiv Göttler

schreiber und Passauer

Uni-Dozent

Dr. Hans Göttler

bereits 2016 ausführlich

dokumentiert. Matheis' NS-Karriere

hat Göttler für dieses Buch noch

einmal zusammengefasst. („Max Matheis

und die tiefbraunen Flecken auf seiner

weißblauen Heimatweste“, 114 Seiten,

14,90 EUR,

ISBN 978-3-86512-139-4,

online bei www.morsak.de)

Gehorsam bis zum Tod

Ein anderer bekannter Name ist der des

„Falken von Kleeberg“, Rudolf Freiherr

von Moreau. Auf immerhin 18 Seiten versucht

Anna Rosmus

den jungen

Flieger, der am

berüchtigten Luftangriff

auf die

baskische Stadt

Guernica 1937 teilgenommen

hat,

ausschweifig in die

Nähe des NS-Regimes

zu rücken.

Moreau wurde

durch seine Nonstop-Flüge

Berlin–

New York und

Berlin–Tokio 1938

Hauptmann Rudolf Freiherr von international berühmt

und ließ sich

Moreau, hier 1938 als Luftwaffen-Star

als Co-Pilot beim Direktflug

Berlin-Tokyo als Flieger-Held

von der Luftwaffe

Foto: Deutsche Lufthansa AG vorführen, jedoch

starb er bereits im März 1939 bei einem

Testflug. Auch wenn er sich zu den Idealen

der Wehrmacht bekannte, so ist aber

von einer NS-Mitgliedschaft nichts bekannt.

Er wird eher in die Nähe des

katholisch-monarchischen Widerstands

gerückt, was der geschichtlichen Familientradition

auch mehr entsprechen würde.

Braune Keimzelle des Rottals

Umso mehr aber hat sich Ziegelfabrikant

Otto Erbersdobler

aus Gurlarn bei

Fürstenzell mit seiner

Familie für die

nationale Sache

engagiert. Bis in

jüngste Zeit noch

nehmen Mitglieder

der Unternehmerfamilie

Einfluss darauf,

dass ihr

braunes Erbe nicht

in die Öffentlichkeit

kommt, zumindest

nicht in

die Bücher zur

Ortsgeschichte

Fürstenzells. Das

jedenfalls hat PNP-

Otto Erbersdobler, fast 25

Jahre NSDAP-Aktivist, NS-Gauleiter,

NSKK-Standartenführer,

NS-Präsident der IHK Niederbayern,

„Kaufmann“ und Sohn

des Marktes Fürstenzell

Foto: Twitter

Redakteur und Schriftleiter der regionalhistorischen

Beilage „Heimatglocken“,

Dr. Stefan Rammer, schlüssig darlegt.

Rammer zeichnet in Proskes Buch mit Erbersdobler

das Bild eines überzeugten

Nazis, der bereits vor dem Hitlerputsch

1923 NSDAP-Mitglied wurde. Kenntnisreich

schildert er Erbersdoblers Parteikarriere

über den Kreisleiter Passau bis zum

Gauleiter Niederbayern-Oberpfalz und

dann von der Machtergreifung 1933 bis

1943 in Passau, wo er als Präsident der

Handelskammer für Niederbayern schalten

und walten durfte. Seine Schwester

Paula brachte es im Bund deutscher

Mädel bis zur Gauleiterin.

Wirksam bis in jüngste Zeit

Detailliert seziert Rammer auf nur acht

Seiten, wie Erbersdobler Fürstenzell zur

braunen Keimzelle machte. Erbersdobler,

dem auf Dauer das Recht der politischen

Betätigung, aktives und passives Wahlrecht

sowie jegliche Pensionsansprüche

entzogen worden waren, starb 1981 als

geachtete Persönlichkeit und wird noch

immer im Eintrag des Marktes Fürstenzell

auf Wikipedia unter „Söhne und Töchter

der Gemeinde“ lediglich als „Kaufmann“

geführt. Rammers Beiträge über das Treiben

Erbersdoblers zu örtlichen Jubiläumspublikationen

wurden mehrfach mit

Verweis auf das Sponsorentum der Unternehmerfamilie

aus Gurlarn nicht mitveröffentlicht.

Weniger umfangreich, aber dennoch interessant

gestaltet sich die Spurensuche im

Ortsregister, wo weitere Orte wie Beutelsbach,

Eggenfelden, Pfarrkirchen oder

Schärding neugierig machen. Alle Fälle

scheinen detailliert recherchiert, werden

wissenschaftlich belegt und sind doch

leicht lesbare, teils recht spannende Biografien.

Dennoch blieben ein paar Fragen,

die uns Herausgeber, Verleger und

Autor Dr. Wolfgang Proske auf Nachfrage

beantwortete.

Mag. Martin Semmler: Warum haben Sie

sich vorgenommen, die „Täter Helfer

Trittbrettfahrer“ der NS-Diktatur bis in

die Ortsgruppen zu dokumentieren?

Dr. Wolfgang Proske: Ich sehe in der

regionalen NS-Geschichte ein bisher wissenschaftlich

weitgehend im Dornröschenschlaf

liegendes zeithistorisches

Teilgebiet, das angesichts der vergleichs-

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KULTUR & FREIZEIT

Proske über sein Niederbayern-Buch:

m Weg zur Ehrlichkeit sich selbst gegenüber“

weise gar nicht so schlechten Quellenlage

gut bearbeitet werden kann, gerade unter

Einbeziehung überörtlicher Erinnerungsorte

wie dem Bundesarchiv Berlin sowie

den für Niederbayern zuständigen Staatsarchiven

in Landshut bzw. in München.

„Das Fehlen von Lexika

über die NS-Kreisleiter ist

symptomatisch für den Zustand

der regionalen NS-Forschung“

Mag. Semmler: Auch Ihr parallel erschienenes

Buch über die bayerischen Kreisleiter

liegt inzwischen in einer 4., stetig

erweiterten Auflage vor. Was treibt Sie an,

sich gerade so auf die kleinen Strukturen

der braunen Bewegung zu spezialisieren?

Dr. Proske: Dass es bisher kein Lexikon

der bayerischen Kreisleiter gab, in dem

man sich rasch die Grundfakten erschließen

kann, ist symptomatisch mit Blick

auf den Zustand der regionalen NS-Forschung.

Was mich dabei antreibt, ist das

Monströse der NS-Verbrechen und der

ihnen zugrundliegenden Strukturen, die

bis heute wirksame Hartnäckigkeit der

Beschönigungen, die bisherigen Versäumnisse,

die Gleichgültigkeit mancher

Zeitgenoss*innen, mein Forscherdrang.

Mag. Semmler: Im Dezember 2015 hat

das Thermenland Magazin einen Bericht

über 23 Pockinger Bürger gebracht, die

nach der Machtergreifung 1933 durch

Denunziationen zum Teil zur „Schutzhaft“

ins KZ Dachau verbracht worden

sind. Selbst von den 23 konnten wir nur

einzelne Namen herausfinden. Wie kommen

Sie denn diesen „kleinen Herrgöttern“,

wie das Buch über die Kreisleiter

heißt, nach so langer Zeit noch auf die

Schliche?

Dr. Proske: Mein wichtigstes Prinzip ist,

als Herausgeber des Niederbayernbandes

solche Autoren zu finden, die sich genug

Spezialwissen angeeignet haben, und

ihnen die Möglichkeit einer überörtlichen

Publikation zu bieten. Dabei ist jeder

wissenschaftliche Ansatz willkommen,

lediglich Rechtsextremisten sind ausgeschlossen.

Wenn ich selbst suche, beginnt

für mich, der mindestens 100 km Anreiseweg

zur nächsten gut sortierten Universitätsbibliothek

hat, alles im Internet. Von

dort aus komme ich auf die zutreffenden

Archive und die vielleicht bereits vorliegende

Literatur. Meist wird schnell klar,

ob ein Fall wichtig genug ist, ob es genügend

Quellen gibt, vielleicht neues, bisher

unbekanntes aussagekräftiges Material.

Noch etwas ist wichtig: ein langer Atem.

Historische Goldadern tun sich meist erst

nach wiederholten, immer differenzierteren

Zugriffen auf…

„Und ja, die NS-Zeit

muss präsent bleiben“

Mag. Semmler: Wenn sich kaum noch jemand

an diese Zeiten, geschweige an die

damaligen Akteure vor Ort erinnern

kann, welchen Sinn hat es denn dann,

die Erinnerung an diese Leute wachzuhalten?

Dr. Proske: Nach Jahrzehnten des Totschweigens

und der Gleichgültigkeit wird

die Erinnerung an die Täter und ihre Helfershelfer

im Regelfall nicht mehr wachgehalten,

sondern neu geweckt. Dabei

verfügen wir heute nach Jahrzehnten

einer engagierten Sozialforschung grundsätzlich

über immenses Wissen und sind

durch den zeitlichen Abstand zum vergleichsweise

vorurteilsfreien Forschen in

der Lage. Insofern kann heute im regionalen

Bereich aus der heimatgeschichtlichen

Froschperspektive in eine

übergeordnete verlässliche Vogelperspektive

gewechselt werden. Und ja, die NS-

Zeit muss präsent bleiben, sonst

verstehen wir gar nicht, wieso es bei unseren

europäischen Nachbarn so viele oft

berechtigte Vorbehalte gegen Deutschland

gibt. Indem wir unsere eigene Geschichte

möglichst gut aufarbeiten, auch

dort, wo es weh tun könnte, beweisen

wir, dass die Deutschen zumindest in Teilen

ihre Hausaufgaben gemacht haben,

was enorm hilft auf einem Weg zur Ehrlichkeit

sich selbst gegenüber, zum gutnachbarlichen

Zusammenleben sowieso.

„Jeder ist verantwortlich,

wie er heute mit dem Erbe

der Vorfahren umgeht“

Mag. Semmler: Während sich die einen

noch immer weigern, ihre braunen Wurzeln

in der Familie zu akzeptieren und

offen damit umzugehen, engagieren sich

andere Angehörige Ihrer „Täter Helfer

Trittbrettfahrer“ bereits seit der Nachkriegszeit

für den Aufbau einer demokratischen

und kulturell weltoffenen

Ausgezeichnete

NS-Forschung:

Der geborene

Kehlheimer Dr.

Wolfgang Proske

wurde 2014 vom

Lehrer zum Verleger,

als er den

Kugelberg Verlag

für historische

Sozialforschung

gründete. Mit der Herausgabe der

Buchreihe „Täter, Helfer, Trittbrettfahrer“

widmet sich Dr. Proske seit 2010

der NS-Täterforschung. 2019 erhielt er

dafür den Rahel-Straus-Preis für nachhaltige

Projekte der Erinnerungskultur

in Baden-Württemberg und 2021 die

Staufermedaille des Ministerpräsidenten

für besondere Verdienste um das

Land Baden-Württemberg.

Gesellschaft. Sollte man hier nicht Unterschiede

machen, wen man heute noch in

Sippenhaft nimmt?

Dr. Proske: Abgesehen vom NS-belasteten

Unwort „Sippenhaft“, das ich vermeide,

stimme ich in der Tendenz zu. Niemand

kann etwas für seine Vorfahren, aber ich

bin sehr wohl verantwortlich dafür, wie

ich heute mit ihnen und ihrem Erbe umgehe:

ich kann mich mit etwas Grips und

bei gutem Willen von ihnen emanzipieren.

Andererseits ist jeder Versuch, die deutsche

Urkatastrophe von vor 90 Jahren im

Nachhinein zu ignorieren oder abzustreiten,

kleinzureden, zu instrumentalisieren

oder gar, selbst in irgendeiner Weise entsprechend

zu handeln, ein nachwirkender

letzter Bestandteil der Ausgangstat. Solche

Handlungen fallen mit allen Konsequenzen

in die volle Verantwortung der jeweiligen

Akteure.

„Anna Rosmus hat für

die Aufarbeitung der

lokalen NS-Geschichte

Wichtiges geleistet“

Mag. Semmler: Der Beitrag von Anna

Rosmus in dem von Ihnen herausgegebenen

Buch liest sich wie ein Schuldspruch

ohne Beweise. Fallen Sie mit der Einbindung

solcher Beiträge nicht auch in eine

Art unreflektierte Nachstellung zurück,

die Ihre engagierte Arbeit am Ende doch

in Frage stellt?

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Dr. Proske: Höre ich da ein Vorurteil? Da

ich nie in Passau und Umgebung gelebt

habe und heute durch die Zufälle des

Lebens sogar nach Baden-Württemberg

verschlagen wurde, bin ich vielleicht

außenstehend genug, um zu sagen, dass

Anna Rosmus für die Aufarbeitung der

lokalen ostbayerischen NS-Geschichte

Wichtiges geleistet hat und noch leistet.

Ihre Methode, aneinandergereihte belegte

Fakten ganz einfach zu benennen und

dann ohne Weiteres wirken zu lassen,

eröffnet spezifische Einblicke. Ich finde

die Arbeiten von Anna Rosmus wie etwa

„Hitlers Nibelungen. Niederbayern im

Aufbruch zu Krieg und Untergang“ wegen

der Liebe zum Detail für sehr instruktiv.

Mag. Semmler: Dennoch war Moreau

kein NS-Mitglied...

Dr. Proske: Dass Moreau kein NS-Mitglied

war, sagt gar nichts über seine politische

Haltung aus und hängt mit dem

damaligen Ehrenkodex der Offiziere zusammen,

die grundsätzlich die Mitgliedschaft

in einer politischen Partei für

obsolet hielten. Und was den Widerstand

gegen die Nazis betrifft: Nach 1945 wollten

doch fast alle Widerstandskämpfer

gewesen sein, gerade auch solche, die in

Wahrheit immer nur milieu-egoistisch

gehandelt hatten. Man sollte aufpassen,

nicht länger zum Opfer jahrzehntealter

Zwecklügen zu werden.

Vielen Dank, Herr Dr. Proske, für diese

deutlichen Worte.

Mag. Martin Semmler

Wolfgang Proske (Hg.):

„Täter Helfer Trittbrettfahrer“,

Band 13, NS-Belastete aus

Niederbayern

Kugelberg Verlag, 2021

400 Seiten, 23,99 Euro

ISBN 978-3-945893-21-0

Im Buchhandel oder direkt

per E-Mail:

bestellung@kugelbergverlag.de

Wolfgang Proske:

„Kleine Herrgötter! Die Kreisleiter

der Nazis in Bayern“

Kugelberg Verlag, 2021

4. erweiterte Auflage,

82 Seiten, 11,99 Euro

ISBN 978-3-945893-19-7

Im Buchhandel oder direkt

per E-Mail:

bestellung@kugelbergverlag.de

Großer Freibad-Guide durchs Thermenland

Geothermisches Freibad Altheim

Braunauer Straße 7

Tel: +43-7723-42515

www.tinyurl.com/TLM-Altheim-Freibad

Öffnungszeiten: 9-20 Uhr, bis 17.08. mittwochs bis

21 Uhr

Preise: Einzeleintritt: 4,00 EUR

Einzeleintritt ermäßigt: 2,30 EUR

Senioren am MI, Jugendtarif: 2,80 EUR

Kurzbaden für 3 Stunden: 2,80 EUR

Schwimmer- und Nichtschwimmerbecken, Kinder -

becken, Breitwasserrutsche, Schwimmschule, Liegewiesen,

Umkleide und Sanitär, Kiosk

Freibad Amsham

Badstraße 1 · 84385 Egglham

Tel: +49-8543-1240

www.egglham.de/freibad.html

Öffnungszeiten: 10-20 Uhr

Preise: Kinder 1,- EUR

Erwachsene 2,- EUR

Schwimmer- und Nichtschwimmerbecken, Kinderplanschbecken,

Große Liegewiese, Spielplatz, Warm-

Dusche und Umkleidebereich, barrierefreier Zugang

zu Bad, Becken und Dusche, Schwimmbadlifter für

Menschen, die nicht selbst ins Wasser steigen können,

Kiosk

Natur-Badesee Vital Camping Bayerbach

Huckenham 11 · 94137 Bayerbach

Tel: +49-8532-9278070

www.vitalcamping-bayerbach.de/badeseen

Öffnungszeiten 8-20 Uhr

Preise: bis 5 Jahre frei

über 6 Jahre: 1,50 EUR

über 12 Jahre: 2,50 EUR

Kinderzone mit geringer Wassertiefe, Holzstege,

Einstiegsleitern, ständige Frischwassereinspeisung,

natürliche Reinigung durch geeignete Bepflanzung,

Umkleiden, Duschen, Kiosk, Abenteuer-Spiellandschaft

mit vielen Spielgeräten wie Kletterturm,

Rutschen und Karussell

Freibad Bad Füssing

Gartenstr. 25

Tel: +49-8531-3101725

www.badfuessing.com/freibad

Öffnungszeiten: 9-20 Uhr,

Preise: bis 5 Jahre frei

unter 18 Jahre: 3,00 EUR

über 18 Jahre: 4,00 EUR

Ermäßigt: 3,00 EUR

Ab 18 Uhr jeweils 1,00 Euro Nachlass

Temperiertes Wasser durch Beheizungsanlage (24°

C), 50m Schwimmbecken mit Wärmehalle, 1-Meteru.

3-Meter-Springerbecken, Großer Kinder-Erlebnis-

Planschbereich, Großes Spaßbecken mit 83-Meter-

Rutschbahn, 8-Meter-Breitwellenrutsche,

Strömungskanal und Bodensprudel, Kinderspielplatz

mit Tischtennisplatte, Volleyballplatz, parkartige

L iegewiese mit ausreichend Schattenplätzen, Kiosk

mit Sonnenterrasse

Freibad Bad Griesbach

Jahnstraße 21

Tel: +49-8532-7805

www.tinyurl.com/TLM-GRI-Freibad

Öffnungszeiten: 10-19 Uhr

Preise: Kinder bis 6 Jahre frei

Kinder und Jugendliche (6-18 Jahre) 2,00 EUR,

Werktags ab 17 Uhr: 1,60 EUR

Erwachsene 3,00 EUR, werktags ab 17 Uhr 2,00 EUR

Familien-Tageskarte 7,50 EUR

Schwimmer und Nichtschwimmerbecken, 82-Meter-

Wasserrutsche, Kinder-Planschbecken, Beachvolleyball-Platz,

Kiosk

Inntal-Schwimmbad Ering

Ortsmitte

Tel: +49-8573-464

www.tinyurl.com/TLM-Ering-Freibad

Öffnungszeiten: 9-20 Uhr

Preise: bis 6 Jahre frei

Kinder über 6 Jahre: 1,50 EUR

Erwachsene (über 18): 3,00 EUR

Ermäßigt: bis 18: 1,00 EUR, über 18: 1,50 EUR

50m-Schwimmerbecken, Sprungtürme 1m und 3m,

Kinderbecken, weitläufige Liegewiese an idyllischen

Bachlauf gelegen, alter Baumbestand, großer

Kinderspielplatz, Beachvolleyballplatz, Kiosk

Badesee Bad Birnbach

Baggersee Gundholling

an der B 388

Baden erlaubt: 9-20 Uhr

Badesee mit 20m langem Holzsteg, reichlich Schattenplätze

durch gepflanzte Bäume, Umkleiden und

Kinderspielplatz. Mitbringen von Tieren, Feuerstellen

und Zelten verboten.

An der Bahnstrecke zw. Mining und Mühlheim am Inn

www.mining.ooe.gv.at/Badesee_Gundholling

Öffnungszeiten: bis September, 9-21 Uhr

Preise: Erwachsene 2,20 EUR

Kinder 1,10 EUR

Etwa 8 Fußballfelder große Wasserfläche (40.000

qm), Liegewiese, Kinderspielplatz, Kiosk, 2 Volleyballplätze,

Tischtennis

Badesee Hartkirchen

An der Staatsstraße nach Reding

frei zugänglich

Preise: Eintritt frei

Bereiche für Schwimmer und Nichtschwimmer,

Bereiche für Tauchsport, Kinderspielplatz, große

Liegewiese, Beachvolleyball, Sanitär- und Umkleidehaus,

Kiosk

Badesee Mühlheim

Mininger Straße 11 · 4961 Mühlheim am Inn

Öffnungszeiten: bis Ende August, 9-21 Uhr

Preise: Erwachsene 2,00 EUR (ab 17 Uhr 1,00 EUR)

Jugendliche (8-15) 1,00 EUR (ab 17 Uhr frei)

Etwa 6 Fußballfelder große Wasserfläche (30.000

qm), Liegewiese, Spiel- und Kletteranlage,

Schwimmende Kletterinsel „Iceberg“, Sportplatz,

Beach-Volleyballplatz, Kiosk

Freibad Obernberg

Zollamtstraße 17

Tel: +43-7758-2301

Öffnungszeiten: bis Saisonende, 10-19 Uhr,

Preise: Kinder 1,70 EUR

Erwachsene 3,40 EUR (ab 17 Uhr 2,00 EUR)

Direkt am Inn gelegen, beheizte Schwimmer-,

Nichtschwimmer- und Planschbecken, gepflegte

Liege-und Spielwiesen, Spielgeräte, Kiosk

Naturfreibad Pocking

Füssinger Straße 18

Öffnungszeiten: bis Ende September 8-20 Uhr

Preise: Eintritt frei

30 ha Wasserfläche, große parkähnliche Liegewiese,

Kiosk, Sanitär- und Umkleidehaus, 2 künstliche

Inseln, 2 Beachvolleyballplätze, Spielplatz, Umkleiden,

WC/Dusche

Naturbadeweiher Rotthalmünster

Badstraße / An der Leithen

Öffnungszeiten: 10-20 Uhr

Preise: Eintritt frei

Schwimmer- und Nichtschwimmerbereich, flacher

Bereich für Kinder, Wasser ohne Chemikalien,

Liegewiese, Beachvolleyballfeld, Tischtennis,

Kinderspielplatz

Freibad Ruhstorf

Direkt neben der Niederbayernhalle

Tel: +49-8531-32627

www.tinyurl.com/TLM-Freibad-Ruhstorf

Öffnungszeiten: 9-20 Uhr

Preise über 18: 3,00 EUR, ab 17 Uhr 2,00 EUR

unter 18 und ermäßigt: 2,00 EUR

Familien-Tageskarte 7,50 EUR

Schwimmerbecken mit 1m- u. 3m-Sprungbrett,

Erlebnisbecken mit Breitrutsche, große Liegefläche,

Volleyball-Spielfeld, Tischtennis, Sandspielplatz,

Schwimm- und Tauchkurse, Kiosk

Schifferer See

Neuhaus am Inn/Ortsteil Weihmörting

frei zugänglich

Preise: Eintritt frei

Bereiche für Schwimmer und Nichtschwimmer,

Liegewiese, Umkleide und Sanitär, See-Café

Stadtbad Schärding

Kenzianweg 6

Tel: +43-7712-2311

www.tinyurl.com/TLM-Freibad-Schaerding

Öffnungszeiten: 9-20 Uhr, ab Mitte Aug. bis 19 Uhr

Preise: Kinder bis 6 Jahre frei

Kinder 7-14 Jahre: 2,00 EUR

Kinder ab 15 u. ermäßigt: 3,00 EUR

Erwachsene 3,90 EUR

2-Stunden-Karte: 1,90 EUR

Familien: 8,20 EUR

Schwimmer- und Nichtschwimmerbecken,

Plansch_becken, 3-Meter-Sprungturm, 2 Beachvolleyball-Plätze,

Trampolin, Trendsportbereich, große

Liegewiesen, Kiosk

Naturfreibad Tettenweis

Badstraße

www.tettenweis.de/bad

Öffnungszeiten: 13-20 Uhr, WE ab 11 Uhr

Preise: Eintritt frei

Schwimmer- und Nichtschwimmerbereich, separates

Kinderplanschbecken, Wasser ohne Chemikalien,

Sandstrand, Kinderspielplatz, Umkleide und Sanitär,

Kiosk

Freizeitanlage Unteriglbach

Unteröd 10 · 94496 Ortenburg

+49-8542-7205

www.tinyurl.com/TLM-Freibad-Ortenburg

Öffnungszeiten: 9-20 Uhr

Preise: Kinder, Jugendl. unter 18, ermäßigt: 2,00 EUR

Erwachsene über 18: 3,50 EUR (MO-FR ab 17 Uhr

2,00 EUR)

Schwimmer- und Nichtschwimmerbecken, Kinderplanschbecken

mit Breitrutsche und Wasserpilz,

Großwasserrutsche, Sprungtürme mit extra Springerbecken,

Schwimmbad-Lifter, große Liegewiese, Spielplatz,

Babywickelraum, Kiosk mit Restaurant und

Sonnenterrasse, Beachvolleyball, Freischachspiel

Badesee Wildenau

In Aspach (OÖ)/Ortsteil Wildenau

Preise: Eintritt frei

Parkgebühren bis 31. August, 10-17 Uhr: 4,00 EUR

Bereiche für Schwimmer und Nichtschwimmer,

Wasserrutsche, Kleinkinderbereich, Liegewiese,

Umkleide und Sanitär, 2 Kioske, Kinderspielplatz,

Motorikpark


Freibad Bad Füssing

Badespaß für

Jung & Alt

Fun forKids

• Wasserrutsche (83m)

• Breitwellenrutsche

• Strömungskanal

• Springtürme

• Volleyballplatz

Für das

Sportlerherz:

50-Meter-Becken

mit Wärmehalle

Freibad Bad Füssing

Kleinkinderspaß

•beschattetes

Kinderbecken (24 0 C)

• Kinderspielplatz

• Wasserrutsche (83m)

• Freibad-Kiosk

täglich von

09 - 20.00 Uhr

geöffnet

Wassertemperatur: 24 0 C

Gartenstraße 25 | 94072 Bad Füssing |Tel.: 08531 3101725 |www.badfuessing.com/freibad

Fotos: KGS Bad Füssing

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KULTUR & FREIZEIT

2 x 2 Freikarten zum Live-Event der BR Brettl-Spitzen zu gewinnen:

Bei diesem Volkssänger-Event bleibt kein Auge trocken!

Wieder einmal haben die BR Brettl-Spitzen ihren eigenen Einschaltquotenrekord

gebrochen. Die zuletzt ausgestrahlte Sendung

im Juni 2022 hatte sogar mehr Zuschauer als die

Tagesschau! Das erfolgreiche Vokssängerformat überzeugt

mit Abwechslung und Unterhaltungsreichtum voller Humor

und Musik. Die Brettl-Spitzen spiegeln ein aktuelles, musikalisches

Lebensgefühl im Freistaat wieder und zeigen dieses

Gefühl in allen Facetten: traditionsbewusst und heimatverbunden,

aber auch jung und unverbraucht sympathisch.

Couplet AG live in Ortenburg

Ganz traditionell und trotzdem frisch und lebensfroh präsentieren

sich hier verschiedene Interpreten aus Bayern –und endlich

dürfen sie das gemeinsam mit Moderator Jürgen Kirner jetzt

auch wieder live tun. So wie am Dienstag, 19. Juli am Schloss

in Ortenburg. Erstmals präsentiert Kirner die bekannten Stars

und Newcomer aus der erfolgreichen BR-Sendung exklusiv live

in Ortenburg. Natürlich spielt die Couplet AG, die er vor inzwischen

fast 30 Jahren gegründet hat, komisch und satirisch auf –

aber auch solistisch glänzen Jürgen Kirner, Bianca Bachmann,

Bernhard Filser und Bernhard Gruber im Programm.

Ausgezeichnete Unterhaltung

Als Gäste aus Niederbayern gibt es die musikalische und

gesangliche Urgewalt des Trios Schleudergang zu erleben. Die

stimmgewaltige Barbara Preis, der Publikumsliebling aus dem

Bayerwald, zieht deftig und frivol alle Register ihres Könnens,

verbindet Lebensweisheiten im bayerischen Dialekt mit eingängigen

Melodien und erzählt dazwischen auf ihre ganz besondere

Art G’schichten aus dem uns allen bekannten Alltag.

Was alles so passiert und zu sehen ist, wenn man mit offenen

Augen bzw. ohne Scheuklappen durch’s Leben spaziert –das

Sorgen mit ihren Gästen für eine Fetzn-Gaudi: Bayerwald-Kabarettist

Martin Frank und Volkssänger Jürgen Kirner. Foto: Agentur Hirschl

präsentiert als weiterer Gast der engagierte Volkssänger Roland

Hefter. Abgerundet wird das Programm durch Kulturpreisträger

Martin Frank, die „Ratschkathl vom Lande”.

Gemeinsam garantiert dieses Ensemble einen zünftig bayerischen

Abend, bei dem kein Auge trocken bleiben wird.

Brettl-Spitzen jetzt live erleben

Eintrittskarten gibt’s im Internet unter www.www.eventim.de

und www.cofo.de, in Ortenburg bei Schreibwaren Gebeßler und

in Vilshofen im Rumpelstilzchen;

Nähere Infos unter info@konzertagentur-hirschl.de,

Tel. +49-171-4046646.

Das Thermenland Magazin verlost 2 x 2 Freikarten zum Live-

Event der BR Brettl-Spitzen am Di, 19. Juli am Schloss in

Ortenburg: Schicken Sie bis zum 14. Juli eine E-Mail mit Ihrer

Adresse an Mein-Thermenland-Magazin@gmx.de sam

www.thermenland-magazin.de

24


RAT & TAT

Verbraucherservice Bayern warnt beim Online-Shopping:

Vorsicht vor Fake-Shops und Scheinangeboten

Einkaufen rund um die Uhr ist im Internet

selbstverständlich. Dies lässt sich nicht zuletzt

an den steigenden Verkaufszahlen im

Onlinehandel ablesen. Bietet ein Internet-

Shop begehrte Artikel wie Smartphones,

Elektrogeräte, Markenschuhe, Handtaschen

oder Designer-Kleidung zu sehr günstigen

Preisen oder bei reißerischen Rabattaktionen

an, lässt das manches Herz höherschlagen.

Die Schnäppchenjäger erleben jedoch eine

böse Überraschung, wenn sie die bestellte

Ware fehlerhaft, falsch oder im schlimmsten

Fall überhaupt nicht erhalten. Ist der Online-

Shop per Telefon, E-Mail oder Post dann

nicht erreichbar, deutet alles auf einen

„Fake-Shop“ hin. Wir geben Antworten und

Tipps, wie Sie gefälschte Shops erkennen

und „Scheinangeboten“ nicht auf den Leim

gehen.

Fake-Shops schwer zu erkennen

Auf den ersten Blick sind Fake-Angebote

nur schwer zu erkennen. Die Online-Shops

haben in den meisten Fällen einen professionell

gestalteten Internetauftritt und sind

von echten, vertrauenswürdigen Bestell-

Plattformen nicht leicht zu unterscheiden.

Sie kopieren von realen Shops Bilder und

Produktinformationen oder verwenden

missbräuchlich deren Identität. Die Fake-

Shops versuchen möglichst echt auszusehen

und auf die Käufer einen vertrauenswürdigen

Eindruck machen.

Die Schnäppchen-Masche

Bieten Online-Verkäufer ein Produkt zu

einem auffällig günstigen Preis an, gilt es, besonders

vorsichtig zu sein und vor dem Kauf

einen Preisvergleich bei anderen Online-

Shops oder bei Händlern vor Ort durchzuführen.

Denn die „Schnäppchenmasche“ ist

noch immer ein beliebtes Mittel, um Kunden

anzulocken. Es gibt allerdings auch Fake-

Shops, die nicht durch besonders günstige

Preise auffallen.

Impressum genau überprüfen

Nehmen Sie das Impressum des Shops unter

die Lupe, dort finden Sie Informationen über

den Inhaber und den Firmensitz. Ein Indiz

für einen unseriösen Anbieter: Wenn das Impressum

nur schwer zu finden oder überhaupt

nicht vorhanden ist. Sind die Adresse

oder die Kontaktangaben wie Telefonnummer

oder E-Mail-Adresse unvollständig,

nehmen Sie von einem geplanten Online-

Kauf Abstand. Viele Fake-Shops sind nur

über eine kostenpflichtige Telefonnummer,

eine E-Mail-Adresse im Ausland oder ein

Postfach (Postbox) zu kontaktieren.

Tipp: Checken Sie den Verweis auf das Handelsregister

unter: www.handelsregister.de

Sichere Internetverbindung?

Achten Sie auf eine gesicherte Internetverbindung.

Seien Sie besonders vorsichtig,

wenn die Abkürzung „https://“ mit einem

angezeigten Vorhängeschloss in der Adresszeile

fehlt. Dieses Zeichen zeigt an, welche

Internetseite die verschlüsselte Datenübertragung

gewährleistet. Eine Adressendung

mit “.de“ ist noch keine Garantie dafür, dass

der Shop tatsächlich den Firmensitz in

Deutschland hat. Überprüfen Sie deshalb die

Internetadresse (Domain) des Shops. Den

Inhaber finden Sie unter

http://whois.domaintools.com oder

https://denic.de heraus.

Wie können Sie bezahlen?

Während des Bestellvorganges scheint es

eine Auswahl von Zahlmöglichkeiten zu

geben. Doch je weiter die Bestellung fortschreitet,

bleibt bei unseriösen Anbietern am

Schluss als einzige Möglichkeit nur die

Bezahlung mit Vorauskasse. Zahlen Sie nur

mit Vorauskasse oder Kreditkarte, wenn Sie

sicher sind, dass der Shop wirklich existiert

und seriös ist. Bei Zahlung mit Vorauskasse

besteht das Risiko eines Totalverlustes Ihres

Geldes, da Sie die bezahlte Summe nicht

zurückholen können.

Tipp: Das geringste Risiko besteht, wenn Sie

auf Rechnung oder per Lastschrift einkaufen.

Denn hier bezahlen Sie erst, wenn Sie

die Ware erhalten haben. Ungerechtfertigte

Lastschriften holen Sie sich über Ihr Bankinstitut

innerhalb von 8 Wochen wieder

zurück.

Kundenbewertungen hinterfragen

Sehen Sie sich in Kundenforen Meinungen

zu dem Shop an. Bei ausnahmslos sehr

positiven Kundenbewertungen ist Vorsicht

geboten – auch das ist unter Umständen ein

Hinweis auf einen Fake-Shop (hier sind

dann auch die Bewertungen nicht echt). Ein

gewisser Anteil von negativen Kundenbewertungen

entspricht auch bei echten Online-Shops

durchaus der Realität. Vorsicht ist

jedoch bei gehäuften Beschwerden über

nicht oder fehlerhaft erhaltene Ware bzw.

nicht zurückerstattete Zahlungen geboten.

Fake-Shops setzen gerne gefälschte Gütesiegel

wie z.B. von „Trusted Shops“ oder „Safer

Shopping“ auf ihre Homepage, um einen

vertrauenswürdigen Eindruck zu erwecken.

Beliebt sind auch sogenannte Pseudo-Siegel,

die der Shop-Anbieter frei erfindet und welche

für die Käufer keinen Nutzen haben.

Schöne neue Shopping-Welt? Hinter Online-

Shops können sich auch Betrüger verbergen,

die mit sogenannten Fake-Shops, also gefälschten

Internet-Verkaufsplattformen, Online-

Einkäufer abzocken wollen.

Foto: Andrea Piacquadio / Pexels

Tipp: Überprüfen Sie das verwendete „Gütesiegel“.

Nur wenn es mit der Seite für die

Zertifizierung des Shops verlinkt ist, ist es

„echt“.

Kein Kauf ohne AGBs

Vergessen Sie nicht, sich die AGBs anzuschauen.

Hier deuten zum Beispiel der Ausschluss

der Widerrufsmöglichkeit oder keine

bzw. eine Rücksendeadresse im Ausland auf

einen Fake-Shop hin. Textformulierungen in

schlechtem Deutsch oder Rechtschreibfehler

sind ein weiterer Hinweis.

Die Allgemeinen Geschäftsbedingungen

(AGB) geben oft einen wichtigen Hinweis

auf Fake-Shops. Bei fehlenden AGB ist Vorsicht

angesagt. Ebenso wenn es sich um

schlechtes Deutsch handelt, ist dies ein

Hinweis, dass gegebenenfalls etwas nicht

stimmt.

Ein Recht auf Widerruf gilt bei fast allen online

bestellten Waren. Verbraucher*innen

haben 14 Tage ab entsprechender Belehrung

nach Erhalt der Ware Zeit, den Kaufvertrag

zu widerrufen. Die gilt auch, wenn die Ware

aus dem außereuropäischen Ausland

kommt.

Was tun, wenn's passiert ist?

Wenn Sie die Ware bereits bezahlt haben,

informieren Sie sofort Ihre Bank oder Ihren

Zahlungsdienstleister und versuchen Sie,

diese zu stoppen und das Geld zurückzuholen.

Für Beweiszwecke am besten alle

vorhandenen Dokumente, die mit dem

Online-Kauf in Zusammenhang stehen,

sichern, ggf. ausdrucken oder Screenshots

machen.

Wenn Sie den Verdacht haben, ein Opfer

von Betrügern geworden zu sein, gehen Sie

zur Polizei und erstatten dort eine Strafanzeige.

VSBy/sam

25

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RAT & TAT

Nicht nur Sicherheitswesten und Warnschilder im Urlaub immer dabei:

Was Autofahrer im Ausland mitführen müssen

Den kleinen Check von Reifen, Licht und

anderen sicherheitsrelevanten Punkten

hat das Auto mit Bravour bestanden.

Auch das Gepäck ist sicher verstaut, Getränke

und Proviant für alle Passagiere

sind an Bord. Kann es also losgehen zur

Fahrt in die großen Ferien?

Die Gesellschaft für Technische Überwachung

mbH (GTÜ) rät zu einer weiteren

Prüfung vor dem Beginn der Urlaubsreise:

Es sollte sichergestellt sein, dass

wirklich alles an Bord ist, was in den Mitführpflichten

der Reiseländer verlangt

wird. Wenn man rechtzeitig bemerkt, dass

etwas fehlt, kann diese Lücke zu Hause

in Ruhe und zu relativ geringen Kosten

geschlossen werden. Teurer wird es oft,

wenn man die fehlenden Ausrüstungsgegenstände

erst an der Grenze kauft. Viel

ärgerlicher sind aber die zum Teil hohen

Bußgelder, die fällig sind, wenn zum Beispiel

Rettungswesten bei Polizeikontrollen,

einer Panne oder einem Unfall

fehlen.

Kleiner Unterschied – großes

Bußgeld

Bei mancher Ausrüstung sind die Unterschiede

zwischen Deutschland und dem

europäischen Ausland auf den ersten

Blick gar nicht so groß. Denn das Mitführen

einer Sicherheitsweste ist für den

Fahrer seit 2014 auch in der Bundesrepublik

vorgeschrieben. Entscheidend bei

einer Panne oder einem Unfall ist jedoch

die Tragepflicht – die es so in Deutschland

bisher nicht gibt. Sie gilt aber in vielen

EU-Ländern und wird dort auch

streng kontrolliert. Wer ihr nicht nachkommt,

muss je nach Land mit bis zu

vierstelligen Bußgeldern rechnen.

Warnwesten in Kindergröße

Deshalb rät die GTÜ, dass am besten

immer für alle Familienmitglieder an

Bord Warnwesten nach der aktuellen

Norm EN ISO 20471:2013 griffbereit sein

sollten. Diese sind auch in Kindergrößen

erhältlich. Ein entsprechendes Familienset

(zum Beispiel zwei Westen für Erwachsene

und zwei für Kinder) kostet in

den üblichen Webshops wenig mehr als

eine einzige Warnweste an mancher Autobahntankstelle.

Weiterer Vorteil vieler

dieser Sets: Alle Westen sind griffbereit in

einer Tasche verpackt, die in der Fahrertür

oder dem Handschuhfach verstaut

werden kann.

Fremde Länder – andere Regeln

Weitere Mitführpflichten für sicherheitsrelevante

Ausstattung gibt es – je nach

Land und Fahrzeugkategorie – unter anderem

für Ersatzlampen, Feuerlöscher,

Reserverad sowie Warntafeln für Wohnwagengespanne

mit Überlänge. Hat sich

etwas gegenüber dem letzten Urlaub geändert?

Aktuelle Übersichten zu den geltenden

Vorschriften bieten unter anderem

Automobilclubs auf ihren Webseiten an.

Eine solche Änderung betrifft beispielsweise

die vor zehn Jahren in Frankreich

erlassene Pflicht, einen Alkoholtest an

Bord mitzuführen: Sie gilt zwar noch

immer, aber die Nichterfüllung wird zurzeit

mit keinem Bußgeld mehr belegt.

Fachleute raten dennoch dazu, das Prüfröhrchen

in Frankreich mitzuführen.

Die Tücke im Detail

Manchmal steckt die Tücke auch im Detail.

So sind Verbandkasten und Warndreieck

für in Deutschland zugelassene

Fahrzeuge sowieso vorgeschrieben. Ist

man hier also auf der sicheren Seite für

die Urlaubsfahrt? Im Prinzip ja – es sei

denn, die Reise geht mit dem Wohnwagen

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RAT & TAT

nach Kroatien, Slowenien oder in die

Türkei. Dort müssen nämlich bei Wohnwagengespannen

gleich zwei Warndreiecke

an Bord sein.

Warntafeln für Wohnmobile

Ähnlich diffizil ist die Sache mit den

Warntafeln für Wohnwagen oder Wohnmobile.

Denn sowohl in Italien wie in

Spanien muss Ladung mit solchen Tafeln

versehen werden, die am Heck angebracht

ist und über die im Fahrzeugschein

eingetragene Gesamtlänge hinausragt,

zum Beispiel ein Fahrradträger.

In beiden Ländern werden Tafeln im

Format 50 mal 50 Zentimeter verlangt.

Jedoch trägt der spanische „Panello“ nur

drei, der italienische hingegen fünf

schräge rote Streifen. Tipp: Der Fachhandel

bietet beidseitig bedruckte Tafeln, sodass

sich für das jeweilige Urlaubsland

die richtige Seite wählen lässt.

Mietwagen? Fahrerhaftung!

Die Mitführ- und Tragepflichten im Ausland

sollte man aber nicht nur bei der Ferienreise

mit dem eigenen Fahrzeug kennen.

Ebenso wichtig ist es, beim Mietwagen

auf die komplett vorhandene Ausrüstung

zu achten. Das gilt besonders dann,

wenn man vom Anmietort noch Ländergrenzen

bis zum Urlaubsziel überschreitet.

Der Check dauert nur wenige Minuten –

und im Idealfall kann der Autoverleih die

fehlenden Warnwesten oder andere Gegenstände

zur Verfügung stellen.

Warnschilder für Wohnmobile und Fahrradträger: In manchen Ländern herrscht der reinste

Warn-Sinn!

Foto: promobil.de

Vignetten nach Vorschrift

Eine gute Idee ist es auch, sich zu erkundigen,

ob die Urlaubsroute über mautpflichtige

Streckenabschnitte führt – Straßen,

Brücken und Tunnel. Beispielsweise

Automobilclubs informieren darüber,

und einige verkaufen sogar Vignetten,

etwa für Österreich und die Schweiz.

Auf der Rückseite steht, wo genau sie

anzubringen sind. Bequem ist es auch,

die österreichische Maut für die Brennerautobahn

zuhause als Digitalzertifikat

zu erwerben: Dabei wird das Autokennzeichen

hinterlegt, an den Mautstellen

von den dortigen Kamerasystemen

geprüft – und schon öffnet sich die

Schranke.

In Deutschland zu beachten

Zum Glück wirkt die Vielfalt der Vorschriften

komplizierter, als es tatsächlich

ist. Und noch ein kleiner Trost für deutsche

Urlauber, die sich gerade mit der

Liste der Mitführ- und Tragepflichten auf

ihre Ferien vorbereiten: Wer aus dem

Ausland in Deutschland Urlaub macht,

wird vor ähnliche Herausforderungen gestellt.

So erinnert zum Beispiel der Österreichische

Automobil-, Motorrad- und

Touringclub ÖAMTC seine Mitglieder,

dass bei Reisen nach Deutschland mit

Fahrzeugen über 3,5 Tonnen „eine tragbare

und gelb blinkende Warnleuchte“

mitzuführen ist – das gilt so in keinem anderen

der hier erwähnten Länder. GTÜ

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SERVICE

Ihr Thermenland Horoskop für den Sommer

Nur im Thermenland-Magazin · Exklusiv von Siegi Lilith

Widder (21.3.-20.4.)

Liebe: Jemand in nächsten Umgebung neidet Ihnen

Ihre Beziehung und wird Ihnen eine gut getarnte

Falle stellen, in die Sie auch prompt treten. Dies kann

Sie zu Aktionen verleiten, bei denen Sie Ihren Partner

verlieren. Mitte des Monats können Sie mit viel Empathie

und Liebesbezeugungen die Wogen gerade

noch mal glätten.

Körper: Gesunde Leckereien, die nicht mit Kalorien

angereichert sind, muntern Sie sehr schnell auf. Die

Waage zeigt das dann auch deutlich an. Die Motiva-

tion steigt, wenn Sie sich anderen mitteilen können.

Vielleicht in einem Internetforum?

Beruf: Wenn Sie sich etwas in den Kopf gesetzt

haben, dann werden Sie es auch erreichen. Bedenken

Sie aber, auf wessen Kosten das geschieht. Die Neider

werfen Ihnen Prügel zwischen die Beine und die Fa-

milie verlangt mehr Aufmerksamkeit.

Stier (21.4.-20.5.)

Liebe: Langeweile in der Partnerschaft verleitet Sie

zum Wunsch nach einem Wechsel. Ende des Monats

werden Sie wieder das Paar sein, dem nichts und nie-

mand die Beziehung madig machen kann. Mitte des

Monats haben auch Singles die Chance, einen sol-

chen Partner zu finden.

Körper: Die langen Abende im Biergarten verführen

auch zum Schlemmen, was zur Folge hat, dass Sie

mehr Kalorien als geplant zu sich nehmen. Eine

Runde mehr laufen, radeln, tanzen und die Pfunde

sind wieder weg. Achten Sie auf die Warnsignale

Ihres Körpers!

Beruf: Suchen Sie die Schuld für die schlechte Stim-

mung im Betrieb nicht nur bei den anderen, sondern

ziehen Sie in Betracht, dass vielleicht zufällig Ihre mi-

mosenhaften Reaktionen dazu beitragen oder Ihre

Art und Weise, Arbeitsanweisungen weiterzugeben.

Zwillinge (21.5.-21.6.)

Liebe: Es kann gut sein, dass Sie mit der gleichen

Vorstellung eine neue Partnerschaft beginnen, mit der

die letzte beendet wurde. Behandeln Sie den gelieb-

ten Menschen als gleichwertig und versuchen Sie

nicht, ihn zu entmündigen. „Gemeinsam“ ist das

Motto.

Körper: Sie wirken angeschlagen, unausgeschlafen

und scheinen dauernd unter Strom zu stehen. Es hilft,

wenn Sie ein paar schlechte Gewohnheiten über

Bord werfen. Dazu gehört auch die Sparsamkeit, die

Sie hindert, abgelaufene Medikamente zu entsorgen.

Beruf: Auch wenn es auf eine Auseinandersetzung hi-

nauslaufen sollte, die Fronten müssen geklärt werden.

Tolerieren Sie es nicht länger, dass man Ihre Gutmü-

tigkeit ausnutzt und Ihre Kompetenz untergräbt,

sonst tanzt man Ihnen bald nur noch auf Ihrer Nase

herum.

Krebs (22.6.-22.7.)

Liebe: Nur ein mit sich unzufriedener Krebs regt sich

darüber auf, dass sich andere aufregen. Auch kann

man Ihnen nichts recht machen. Die 2. Monatshälfte

ändert alles. Sie sind der Star ihrer Liebesgeschichte.

Betreten Sie die Bühne, damit die 2. Hauptperson Sie

findet.

Körper: Sie vernachlässigen Ihre Gesundheit und

hetzen sich für andere ab. Deshalb kommen Sie

schon etwas auf dem Zahnfleisch daher. Schieben Sie

dem schnell einen Riegel vor und sorgen für Ruhe

und Ausgleich. Gönnen Sie sich nach der Arbeit

etwas Spaß.

Beruf: Die ersten Wochen im Juli sollten Sie Ihren Urlaub

planen. Werden Sie sich in dieser Auszeit über

Ihre Ziele und Wünsche klar. Wenn Sie dann gut erholt

auf Ihren Arbeitsplatz zurückkehren, können Sie

ohne Stress an Ihrem Erfolg arbeiten.

Löwe (23.7.-23.8.)

Liebe: Der Wunsch nach Familienzuwachs ist sehr

groß. Ob der Entschluss vom Löwen oder seinem

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Partner ausgeht ... der Weg ist nicht gut durchdacht.

Entweder will es der Löwe ohne Absprache herausfordern

oder der Partner versucht es mit Betteln und

Jammern. Gegen Monatsende wäre das Ziel ohne

Ärger erreichbar.

Körper: Tagsüber Stress und nachts zu wenig Schlaf:

Kein Wunder, dass der Wunsch, einmal 24 Stunden

durchzuschlafen, immer größer wird. Gehen Sie es

ruhiger an. Gliederschmerzen und Muskelverspannungen

lassen sich mit Massage und Entspannungs-

bad gut beseitigen.

Beruf: Es ist Zeit, die Ellenbogen auszufahren. Mit

Gutmütigkeit erreichen Sie Ihre Ziele nicht. Das

Glück steht auf Ihrer Seite, Sie müssen sich nur mutig

in die 1. Reihe stellen, damit Sie nicht übersehen werden.

Sie besitzen genug Energie, um die geforderte

Leistung zu bringen.

Jungfrau (24.8.-23.9.)

Liebe: Ob es nun um Handlung oder Worte geht: Es

sieht und hört sich immer nach „Ich bin unfehlbar“

an. Ab Mitte Juli können Sie Ihre Fehler wieder ausbügeln.

Single-Jungfrauen bekommen Ende Juli die

Chance, Ihr Single-Dasein zu beenden.

Körper: Sie erkennen, dass sündige Kalorienbomben

nur durch ein strenges Sportprogramm von den Hüften

ferngehalten werden können, und stellen strenge

Regeln auf. Planen Sie aber auch das notwendige

Konditionstraining mit ein. Sonst droht gleich der

Zusammenbruch.

Beruf: Der Juli wird Sie auf Trab halten. In der 1.

Woche kommen Zweifel, ob Ihr Arbeitseinsatz richtig

gewürdigt wird. In Woche 2 und 3 sind Sie davon

überzeugt, doch Sie haben Hemmungen, Ihre Ideen

preiszugeben. Doch zu guter Letzt hilft Ihnen Ihr

Glaube an Ihre fachliche Kompetenz, dass Ihr Projekt

zum Highlight wird.

Waage (24.9.-23.10.)

Liebe: Beziehungs-Waagen wollen den Partner am

liebsten im trauten Heim nur für sich alleine. Single-

Waagen sollten sich nicht verschließen. Sie müssen

sich ja nicht gleich selbst auf die Jagd gehen, sollten

aber dem anderen Geschlecht die Kontaktaufnahme

erleichtern.

Körper: Die Vorsorgeuntersuchungen, die schon Anfang

des Jahres geplant waren, haben Sie bis jetzt

nicht durchführen lassen oder unbeendet abgebrochen.

Sortieren Sie Ihre Termine nach Dringlichkeit

und nicht bis in den Abend, damit der Tag ruhig ausklingen

kann.

Beruf: Die Zukunft bringt viel Neues und Aufregendes.

Mit professioneller Unterstützung meistern Sie

so manche Hürde. Zur Monatsmitte ist der Zeitpunkt

gut, Ihre Karten auf den Tisch zu legen. Und wenn

Sie auf Jobsuche sind, sollten Sie vor Monatsende alle

Bewerbungen verschickt haben.

Skorpion (24.10.-22.11.)

Liebe: Die besten Einfälle, um die Liebe lebendig zu

halten oder Probleme zu lösen, haben Sie im Schlaf.

Aber bevor Sie es mit den Überraschungen übertreiben,

lassen Sie sich die Ideen gründlich durch den

Kopf gehen. Nicht nur einmal ging Ihnen so ein impulsives

Manöver daneben.

Körper: Wasser und Sonne, das richtige Allheilmittel

für den Skorpion. Auf jeden Fall aber ohne Langeweile

und Stress. Buchen Sie lieber einen Wellness-

Urlaub – für Abenteuer sorgen Sie schon selbst.

Letzteres sollte auf ein Minimum beschränkt bleiben.

Beruf: Unter Ihren Kollegen gibt es genügend, die

Ihnen Ihren Erfolg nicht gönnen. Diese versuchen Sie

durch Provokation aus der Ruhe zu bringen. Ignorieren

Sie sie. Beziehen Sie dabei aber nicht die Personen

mit ein, die Ihr Vertrauen verdient haben. Das

wäre ein großer Fehler!

Schütze (23.11.-21.12.)

Liebe: Bemerken Sie wirklich nicht, dass sich in Ihrer

28

Beziehung Unzufriedenheit einschleicht? Ihr Partner

winkt schon mit Telefonmasten, weil Zaunpfähle bei

Ihnen nicht mehr reichen. Und dabei es geht „nur“

um ein klärendes Gespräch. Wenn Ihnen die Beziehung

wichtig ist, dann wachen Sie endlich auf. Partnerschaft

findet nicht nur im Schlafzimmer statt!

Körper: Sie haben schon früh genug angefangen, die

Waage als Ihren Freund anzusehen, deshalb erwarten

Sie jetzt zur Bikinizeit keine bösen Überraschungen.

Beruf: Im Juli können Sie damit rechnen, dass Sie

viele wichtige Neuigkeiten schneller erfahren, als andere.

Dies könnte Anlass dazu geben, von missgüns-

tigen Kollegen verleumdet zu werden. Wenn Sie ganz

sicher wissen, wer diese Unwahrheiten verbreitet,

sollten Sie durch diplomatisches Vorgehen diese Person

in seine/ihre Schranken weisen.

Steinbock (22.12.-20.1.)

Liebe: Die ersten drei Juliwochen springt der Stein-

bock von einer Dorfschönheit zur nächsten. Und bei

jeder meint er: Das ist die große Liebe! Doch keine 5

Minuten später kommen schon die Zweifel. Finden

Sie sich damit ab, dass bis zum 21. die Zweifel berechtigt

sind.

Körper: Ihr Energiepegel erlaubt es Ihnen, dass Sie

sich an Sportarten trauen, die Ihnen früher suspekt

waren. Seien Sie nicht zu sorglos, denn die letzte Ju-

liwoche fordert Ihnen so einiges ab und da sollten Sie

noch reichlich Energie in Reserve haben.

Beruf: Sie wissen schon lange, dass die Zeit reif ist

für eine Veränderung. Ihre Kollegen, die Sie damit

seit dem ersten Tag nerven, können Ihnen sogar, bei

genauerem Hinsehen und –hören den Weg zum Ziel

erleichtern. Es wäre unklug, eine Entscheidung noch

mal zu verschieben.

Wassermann (21.1.-19.2.)

Liebe: Über dem Wassermann schwebt im Juli Amor

mit Pfeil und Bogen. Der kann aber nur einen Treffer

landen, wenn Sie sich unter Menschen mischen. Be-

ziehungs-Wassermänner sollten einen romantischen

Urlaub oder Abend mit dem Partner planen. Er wartet

darauf.

Körper: Sie basteln gerne an Ihrer Figur. Im Fitness-

center können Sie Ihren persönlichen Bodycoach

haben. Sie müssen aber auch regelmäßig hingehen,

damit sich Erfolg einstellt. Nur die Gebühren zu be-

zahlen und einfach auf Besserung zu warten, nützt

gar nichts.

Beruf: Zu Monatsbeginn sollten Sie ein Projekt in

Angriff nehmen, über das Sie schon viel zu lange

nachdenken. Jetzt können Sie auch die Teamkollegen

vom zu erwartenden Erfolg überzeugen. Gehen Sie

am Monatsende einer Auseinandersetzung mit einem

Vorgesetzten aus dem Weg.

Fische (20.2.-20.3.)

Liebe: Wenn es im Juli darum geht, zu gehen oder zu

bleiben, sagt der Bauch „nein“, der Kopf sagt „ja“.

Handeln Sie nicht vorschnell, da es Ihnen am Ende

leidtun wird. Die Single-Fische lassen sich zur Abwechslung

ansprechen und machen positive Erfahrungen

dabei.

Körper: Übertriebener sportlicher Zwang ist nichts

für die Fische. Lieber erzählen sie im Training Anek-

doten. Es würde Ihnen nicht schaden, mal alleine

durch den Park zu joggen. Oder durch meditative

Übungen Ihren Geist fit zu halten. Sorgen Sie für ausreichend

Schlaf!

Beruf: Ignorieren Sie boshafte Bemerkungen der Kollegen.

Sie werden zu gegebener Zeit aus Ihrer Klause

wie ein Blitz in die Gemeinschaft einschlagen. Dadurch

wird eine wichtige Person auf Sie aufmerksam

und erkennt Ihr Talent und Ihre Kompetenz.

Atmen Sie in vollen Zügen jeden Augenblick

dieses Sommers!

Ihre Siegi Lilith


Die 100-jährige Wettervorhersage für den Juli

SERVICE

Der Freibad-Monat endet in einer Hitzewelle

Auch wenn der 350 Jahre alte Wetterbericht

des Abtes Mauritius Knauer im

Wesentlichen wieder einmal gepasst hat,

so merkt man im Vergleich mit den Realwetter

doch den deutlichen Temperatur

anstieg. Was früher „schöner, warmer

Dienstag“ war, ist heute ein tropisch heißer

Tag, der einem den Schweiß übers

Gesicht laufen lässt und „ eher kühles

Wetter“ lädt jetzt zum Sonnenbaden ein.

Nur die „schweren Regengüsse“ sind

auch heute wie vorhergesagt.

Mit zwei regnerischen Tagen beginnt

demnach auch der Juli. Aber bis inklusive

das dritte Juli-Wochenende am 17. wartet

dann „eine schöne warme Zeit“ auf uns –

vielleicht wird es Mitte der ersten Juliwoche

nochmal etwas kühler (Knauer: „sehr

kalt“). Montag bis Donnerstag der dritten

Woche können wir nochmal mit Regen

rechnen. Den Rest des Sommermonats

„es ist schön warm, zeitweise sogar heiss“

- und wenn schon der Abt das vorausberechnet

hat, können wir uns schon

auf eine massive Hitzewelle einstellen.

Übrigens hat Knauer für 2022 noch was

anderes vorausgesehen: „Wenn das Jupiter-Jahr

einen dürren Sommer hat, was

alle 28 Jahre einmal geschieht, so wird danach

das Getreide teuer.“ Tja, er kannte

den selbsternannten Jupiter unserer Zeit

nicht: Wladimir, der Zerstörer.

sam

Diese Wettervorhersage basiert auf der Langzeitstudie

von Mauritius Knauer, 1649 bis

1664 Abt des fränkischen Klosters Langheim,

bekannt als „100-jähriger Kalender“.

4 Milliarden Euro

hat UNO-Generalsekretär Antonio Guterres von der Weltgemeinschaft

gefordert, um den 9 Millionen Menschen helfen

zu können, die in Afghanistan vom Hungertod bedroht sind.

2,3 Milliarden hat er dafür bekommen.

Für noch mehr, nämlich 4,1 Milliarden Euro, wurden im letzten

Jahr allein im deutschen Einzelhandel Waren entwendet. Das

hat die aktuelle Studie „Inventurdifferenzen im deutschen

Handel 2022“ des Einzelhandelsinstitutes EHI ergeben.

Kriminalstatistik irrt

„Der Diebstahl im Handel ist leicht rückläufig, aber nicht in

dem Ausmaß wie es die polizeiliche Kriminalstatistik suggeriert“,

heißt es in einer Pressemitteilung des EHI. „Laut polizeilicher

Kriminalstatistiken wurden 2021 15,6 Prozent weniger

Ladendiebstähle angezeigt.“ Dieser Wert spiegele jedoch nicht

die Entwicklung der Inventurdifferenzen wider. Die EHI-Studienergebnisse

würden einen deutlich geringeren Rückgang um

„nur“ 100 Millionen Euro zeigen. „Die polizeilich erfassten Ladendiebstähle

stellen nur die Spitze des Eisbergs dar. Die Mehrheit

aller Delikte wird bei der Tatausführung nicht erkannt und

dementsprechend nicht angezeigt. Der drastische Rückgang der

Ladendiebstahlsanzeigen ist nur mit den reduzierten Ausgaben

für Detekteien zu erklären, denn sie bringen normalerweise die

meisten Fälle zur Anzeige“, erklärt EHI-Experte Frank Horst.

Diebstahlrenner

„Trotz Warensicherung und Personalschulungen wird im Handel

nach wie vor alles gestohlen, was nicht niet- und nagelfest

ZAHL DES MONATS

ist“, so das EHI. Rund 40 Prozent aller gestohlener Produkte

entfallen auf fünf Warengruppen: Kosmetik, Tabakwaren,

hochwertige Markenbekleidung/Markenschuhe, Elektrogeräte/

-artikel/-zubehör sowie alkoholische Getränke (Spirituosen,

Wein, Sekt). Eine Auswertung der am meisten gestohlenen

Warengruppen lässt aber nur branchenspezifische Antworten

zu. An der Studie waren 20.178 Verkaufsstellen, die auf durchschnittlich

1270 Quadratmetern Verkaufsfläche einen Gesamtumsatz

von rund 95,4 Milliarden Euro erwirtschafteten. sam

IMPRESSUM:

HERAUSGEBER: Thermenlandverlag*,

Rottal-Verlag e.K.

Wollham 2c, 94060 Pocking

Kontakt: Tel.: 08531-248 92 86,

Fax: 08531-97 87 64

office@rottal-verlag.com

www.thermenland-magazin.de

REDAKTION:

Chefredakteur: Martin Semmler M.A. (sam)

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bis spätestens 15. des Vormonats.

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Franz X. Miedl

Wollham 2c, 94060 Pocking, Tel.: 08531-248 92 86,

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miedl@rottal-verlag.com

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GRAFIK: Johann Berchtold

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Titelbild: F. X. Miedl

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SERVICE

NOTRUF

Sorgentelefon (D) Kinder & Jugend: 116 111

Sorgentelefon (A) Kinder & Jugend: 147

Sorgentelefon (D) Eltern: 0800 111 0550

Power Child (Kindesmissbrauch): +49-89-38 666 888

Frauenhelpline (A): 0800 222 555

Polizei: (D) 110 / (A) 133 / Notruf: (EU-weit) 112

Ärztlicher Notdienst: (D) 116 117 / (A) 141

Telefonseelsorge: (D) 0800 1110222 / (A) 142

Frauenhaus (D): +49-851-89272

Frau für Frau (A): +43-7722-64650

Erste Hilfe in seelischer Not (BY): 0800-655-3000

Apothekennotdienst – Juli 2022

Die Apotheken aus Pocking und Umgebung wechseln sich ab. Der Notdienst wird von 8.00 Uhr morgens des

angegebenen Tages bis um 8.00 Uhr morgens des folgenden Tages von der Apotheke versehen.

Apotheke Telefon Adresse Juli 2022

Marien-Apotheke 08531-4801 Kirchplatz, 94060 Pocking 01./11./21./31.

Apotheke St. Georg 8531-249020 Passauer Str. 23, 94060 Pocking 09./19./29.

St. Ulrich-Apotheke 08531-7602 Simbacher Str. 6, 94060 Pocking 06./16./26.

Alte Apotheke 08531-4982 Simbacher Str. 12, 94060 Pocking 10./20./30.

Marien-Apotheke 08503-922025 Passauer Str. 10, 94152 Neuhaus 07./17./27.

Marien-Apotheke 08531-31210 Hauptstr. 30, 94099 Ruhstorf 08./18./28.

Thermen-Apotheke 08531-21203 Sonnenstr. 4, 94072 Bad Füssing 03./13./23.

Löwen-Apotheke 08531-29279 Thermalbadstr. 9, 94072 Bad Füssing 07./17./27.

Kurpark-Apotheke 08531-2022 Kurallee 18, 94072 Bad Füssing 05./15./25.

Rottal-Apotheke 08533-7221 Marktplatz 23, 94094 Rotthalmünster 02./12./22.

Neue Markt-Apotheke 08536-9192330 Marktplatz 18, 94149 Kößlarn 04./14./24.

Landgerichts-Apotheke 08532-1334 Stadtplatz 7, 94086 Bad Griesbach 05./15./25.

St. Konrad-Apotheke 08531-8866 Hauptstr. 16, 94086 Bad Griesbach 07./17./27.

Kur-Apotheke 08563-91140 Neuer Markt 2, 84364 Bad Birnbach 08./18./28.

Hofmark-Apotheke 08563-3935 Hofmark 20, 84364 Bad Birnbach 10./20./30.

Apotheke am Rathaus 08542-8982131 Marktplatz 7, 94496 Ortenburg 03./13./23.

Schloss-Apotheke 08542-91116 Marktplatz 25, 94496 Ortenburg 06./16./26.

Engel-Apotheke 08562-1201 Oberer Markt 5, 84371 Triftern 01./11./21./31.

Markt-Apotheke 08562-2687 Unterer Markt 11, 84371 Triftern 06./16./26.

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MODE FEMININ FEIERT!

Nach 27 Jahren bei Mode Feminin feiern

wir mit einem kleinen Festakt den Abschied

von Roswitha Schachinger in den

wohlverdienten Ruhestand.

27 Jahre lang hat Roswitha nicht nur die

Kundschaft mit Expertise und Tatkraft

modisch beraten, sie hatte auch für die

vielen Gäste Bad Füssings stets ein offenes

Ohr und stand jedem immer hilfsbereit

zur Seite. Doch so schmerzlich wir

Frau Schachinger auch vermissen werden,

wir freuen uns auch sehr für sie und

wünschen ihr bei der Gestaltung der

neu gewonnenen Freizeit viel Spaß und

Freude.

Und damit sie uns beim Radeln und Sporteln nicht vergisst gabs ein fetziges

Sport-Dress vom gesamten Team! Lass es Dir gut gehen, liebe Roswitha!

Mit einer Markenauswahl von Rabe,

Le Comte, Gerry Weber und Monari ist

Mode Feminin ein wahres Paradies

für Frauen, die offen sind für Trends

und trotzdem keine Kompromisse bei

Passform oder Qualität machen wollen.

Die Modeberaterinnen von Mode

Feminin freuen sich darauf Sie in

unseren vollklimatisierten Ladengeschäften

mit geräumigen Kabinen

und bequemen Sitzgelegenheiten

begrüßen zu dürfen.

Unsere Öffnungszeiten sind: Mo–Fr 9:30–18:00 Uhr und Sa 9:30 –16:00 Uhr.

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