29.06.2022 Aufrufe

KMU Ratgeber

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EINE THEMENZEITUNG VON MEDIAPLANET

Lesen Sie mehr unter www.unternehmensratgeber.info

KMU-RATGEBER

Frauen wollen führen!

Warum immer

mehr Frauen in

Führungspositionen

wollen, zeigt die neue

Studie von „the female

factor“

Seite 12

Warum Diversität und

Profitabilität Hand in Hand gehen

Lisa-Marie Fassl und Nina Wöss klären auf,

warum Diversität und Inklusion immer

mehr an Bedeutung gewinnen

FOTO: MARCELLA RUIZ-CRUZ

Seite 9


2 | Lesen Sie mehr unter unternehmensratgeber.info

IN DIESER AUSGABE

04

Female Entrepreneurship

AustrianStartups sprechen darüber,

warum Female Entrepreneurship

Mainstream werden muss.

VORWORT

Der Weg ist lang, aber er zahlt sich aus

In den letzten Jahren hat sich im Handel unglaublich viel getan und die Pandemie

hat die digitale Transformation weiter vorangetrieben. 2021 sind die E-Commerce-

Umsätze in Österreich um 20 Prozent nach oben geklettert.

06

darf nicht der Dumme sein

Der Wirtschaftsbund spricht über

die Besteuerung von Arbeit in

Österreich.

Wer arbeitet,

VERANSTALTUNGSTIPP

PEP – Personalentwicklung Pur

06.-07. Oktober 2022

businesscircle.at/humanresources/konferenz/peppersonal-entwicklung-pur/

Project Manager: Anna Deisenhammer

Business Developer: Kerstin Köckenbauer

Senior Business Developer: Florian Rohm, BA

Lektorat: Joseph Lammertz Layout: Juraj Príkopa

Managing Director: Bob Roemké

Medieninhaber: Mediaplanet GmbH, Bösendorferstraße

4/23, 1010 Wien, ATU 64759844 · FN 322799f FG Wien

Impressum: https://mediaplanet.com/at/impressum/

Distribution: Der Standard Verlagsgesellschaft m.b.H.

Druck: Mediaprint Zeitungsdruckerei Ges.m.b.H. &

Co.KG

Kontakt bei Mediaplanet: Tel: +43 1 236 34380

E-Mail: hello-austria@mediaplanet.com

ET: 29.06.2022

Bleiben Sie in Kontakt:

Mediaplanet Austria

@austriamediaplanet

@DerUnternehmensratgeber

FOTO: STEPHAN DOLESCHAL

Ing. Mag. Rainer

Will

Geschäftsführer

Handelsverband

Text

Handelsverband

Die Pandemie hat einen digitalen

Big Bang ausgelöst. Davon

losgelöst ist die Bedeutung der

Konnektivität sprunghaft angestiegen,

also die Verknüpfung sämtlicher

Online- und Offlinekanäle, um das Beste

aus beiden Welten herauszuholen. Corona

hat uns gezeigt, wie wichtig es ist, Konsument:innen

in jeder Lebenslage und Altersklasse

servicieren zu können. Drei Viertel

der Händler haben digital aufgerüstet. Viele

Potenziale sind aber noch ungenutzt – vor

allem bei den KMU-Händlern, die besonders

stark von den Lockdowns und aktuell von

den Auswirkungen der Ukraine-Krise betroffen

sind. Der neue KMU-Ratgeber gibt Ihnen

hierfür die richtigen Werkzeuge an die Hand.

Was uns in Zukunft begleiten wird, sind

guter Service und professionelle Beratung,

denn so entgeht man dem gnadenlosen

Preiskampf. Aber auch Personal ist rar

geworden und jeder, der beschäftigt, kennt

die Herausforderungen. Mit 600.000

Beschäftigten und einem Frauenanteil

von 55 Prozent ist der Handel zweitgrößter

Arbeitgeber des Landes. Zurzeit können

48.000 offene Stellen nicht zeitnah besetzt

werden. Daher brauchen wir dringend

eine flächendeckende, garantierte Kinderbetreuung

von Montag bis Samstag

in ganz Österreich. Damit könnten auch

Handelsmitarbeiter:innen mit Betreuungspflichten

besser unterstützt werden.

Also: Faktoren wie Digitalisierung,

Gesundheit und Sicherheit haben in den

letzten beiden Pandemiejahren deutlich an

Relevanz gewonnen. Auf Konsumentenseite

hat das etwa dazu geführt, dass sich der

Wunsch nach einem kontaktlosen Einkaufserlebnis

verstärkt hat. Passend dazu

wird im vorliegenden Ratgeber auch auf das

wichtige Thema Gesundheit am Arbeitsplatz

eingegangen.

Überdies hat die Corona-Krise einen

Regionalitäts- und Nachhaltigkeitsboom

ausgelöst, der sich vor allem beim Lebensmitteleinkauf

manifestiert. Die Konsumenten

fordern Transparenz, sie wollen wissen,

woher das Essen auf ihrem Teller kommt

und wie es produziert wurde. Auch der

Tierwohl- und Biotrend hält an. Österreich

ist mittlerweile Bioweltmeister, in der

Landwirtschaft liegt der Bioanteil bei 26

Prozent. Auch der Anteil an vegetarischen

und veganen Produktalternativen wird

zulegen, das ist ein gigantischer Wachstumsmarkt,

von dem insbesondere

KMU-Betriebe profitieren können. Was es

dafür braucht? Kreativität, Innovationsgeist

und eine ordentliche Portion Mut. Der Weg

mag lang und mühsam sein, aber er zahlt

sich aus.

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MEDIAPLANET | 3

Entgeltliche Einschaltung

FOTO: MARKO MESTROVIC

Marketing,

ganz in Grün

Marketing ist wichtig und nachhaltiges Marketing richtig. Was es damit auf sich hat,

erklärt DI Gerald Fleischmann, Generaldirektor der VOLKSBANK WIEN AG und

Sprecher des Volksbanken-Verbundes.

Der Begriff der Nachhaltigkeit

ist seit einigen Jahren in

aller Munde. Teils gerechtfertigt,

teilweise aber nur als hohles

Schlagwort ohne fundierten Hintergrund.

Und jetzt kommt schon der

nächste Begriff ums Eck, den es zu

erklären gilt: das „Grüne Marketing“.

Es soll gerade Unternehmen

dabei helfen, noch nachhaltiger

und sozialer zu werden, und dafür

sorgen, dass die Nachhaltigkeit

nicht zum bloßen Lippenbekenntnis

wird. Was man unter nachhaltigem

Marketing bei der Volksbank

versteht, erklärt DI Gerald Fleischmann:

„Einerseits stellen wir unseren

Geschäftsbetrieb so auf, dass er

so wenig wie möglich unerwünschte

Auswirkungen auf die Umwelt

hat. Andererseits bedenken wir bei

unserer Geschäftstätigkeit immer,

wie wir die regionale Wirtschaft

und das soziale Zusammenleben

in der Gemeinschaft, der Region

unterstützen können. Darüber

hinaus sehen wir es als unsere

große Verantwortung, bei unseren

Produkten in der Veranlagung und

der Finanzierung jene zu forcieren,

die positive Effekte auf die Umwelt

und die Gesellschaft haben.“

Die wichtigste Aufgabe für

die Zukunft wird wohl sein, das

Bewusstsein für Nachhaltigkeit

bei den Menschen zu wecken. Je

mehr man über die Risiken und die

Lösungsmöglichkeiten weiß, desto

eher werden rational nachhaltigere

Entscheidungen getroffen. Zusätzlich

gilt es, gerade auch bei Entscheidungsträgern

die Emotionen

anzusprechen und ihnen bewusst

zu machen, dass nachhaltiges Verhalten

wichtig und richtig ist. „Es

ist uns ein besonderes Anliegen,

unsere Kundinnen und Kunden bei

ihren Nachhaltigkeitsbestrebungen

zu begleiten und sie beispielsweise

dabei zu beraten, welche Förderungen

für nachhaltige Investitionen

es gibt“, fügt Fleischmann hinzu.

Um das Thema nachhaltiges

Marketing deutlich sichtbarer vor

den Vorhang zu holen als bisher,

wurde der „Green Marketing

Award“ aus der Taufe gehoben.

Dabei wurden erstmals die

nachhaltigsten Marketingkonzepte

Österreichs ausgezeichnet. Im

Fokus standen ehrliche Marketingaktivitäten

– jenseits von

Imagefilmen –, die konkrete und

sichtbar positive Auswirkungen auf

das Leben der Menschen und den

Planeten haben. So stellt der

„Green Marketing Award“ sicher,

dass die Bemühungen auch dort

ankommen, wo sie Sinn machen.

Denn hohle Schlagwörter ohne

fundierten Hintergrund gibt es eh

schon genug.

DER VOLKSBANKEN-

VERBUND

Der Volksbanken-Verbund ist eine

österreichweit tätige Bankengruppe,

zu der die acht regionalen

Volksbanken, die Marke SPARDA-

BANK sowie die Österreichische

Ärzte- und Apothekerbank zählen.

Die Zentralorganisation des

Verbundes ist seit Juli 2015 die

VOLKSBANK WIEN AG. Der Volksbanken-Verbund

verfügt über eine

Bilanzsumme von 32,1 Mrd. Euro

und betreut mit 3.128 Mitarbeiterinnen

und Mitarbeitern (Vollzeitäquivalente)

in 243 Vertriebsstellen

über 1 Mio. Kund:innen in ganz

Österreich (Stand 31.12.2021).

Weitere Informationen finden Sie

unter www.volksbank.at bzw.

www.volksbank.at/nachhaltigkeit.

FOTO: ROBERT POLSTER

DI Gerald

Fleischmann

Generaldirektor

VOLKSBANK WIEN

AG

Die hier dargestellten

Angaben dienen

ausschließlich der

unverbindlichen

Information; Druckfehler

und Irrtümer

trotz sorgfältiger

Recherche

vorbehalten.

Dies ist eine

Marketingmitteilung

und kein Angebot,

keine Beratung und

keine Risikoaufklärung.

Wie Sie erste Schritte in Richtung nachhaltiges Unternehmen und damit Marketing setzen können, erfahren Sie in der Volksbank-Broschüre

„So geht Nachhaltigkeit für KMU und Genossenschaften“. www.volksbank.at/nachhaltigkeitsbroschuere


4 | Lesen Sie mehr unter unternehmensratgeber.info

EXPERTISE

FOTO: SHUTTERSTOCK

Female Entrepreneurship –

Mehr als nur eine Kategorie

Warum Female Entrepreneurship Mainstream werden muss.

Manuel Widmann

Director of Think

Tank & Operations

bei AustrianStartups

Text

AustrianStartups

FOTO: DAVID AUSSERHOFER

Kürzlich war ich Gast bei

einer großen Preisverleihung

für Start-ups.

Ausgezeichnet wurden

Jungunternehmer:innen in verschiedenen

Kategorien, darunter

explizit „Female Entrepreneurs“.

So weit, so gut. Während in der

Kategorie „Female Entrepreneurship“

sowohl die nominierten

Teams als auch die Gewinnerinnen

– logischerweise – weiblich waren,

suchte man Frauen in den übrigen

Kategorien und Teams jedoch vergeblich.

Zufall?

Eher nein. Die anekdotische

Beobachtung deckt sich mit

den harten Fakten des aktuellen

Austrian Startup Monitor. Im Jahr

2021 lag der Frauenanteil unter den

Gründer:innen bei nur 17 Prozent.

Immerhin mehr als jedes dritte

Start-up hatte eine Frau im Gründerteam.

Dennoch gilt: Frauen sind

in der Start-up-Szene noch immer

stark unterrepräsentiert. Zudem

erhalten Gründerinnen auch

weiterhin deutlich weniger Venture

Capital und öffentliche Fördergelder

als Männer. Die damit verbundenen

negativen Auswirkungen in

Form von ungenutztem Potenzial

für die Volkswirtschaft sind längst

bekannt und ausführlich erforscht.

Was also tun?

Klar ist: Strukturelle Hürden wie

der Gender-Bias in der Finanzierung

müssen abgebaut werden.

Der Austrian Startup Monitor zeigt

zudem, dass die Vereinbarkeit von

Familie und Beruf noch immer ein

wesentlicher Faktor ist. Gerade

im ländlichen Raum muss hier

die entsprechende Infrastruktur

geschaffen werden. Abschließend

bleibt festzuhalten, dass es

natürlich wichtig ist, angehende

und etablierte Gründerinnen zu

vernetzen, sichtbar zu machen und

so Vorbilder zu schaffen. Spezielle

Kategorien bei Preisverleihungen

können hierbei helfen, da sie

Gründerinnen eine öffentliche

Bühne geben.

Mindestens genauso wichtig

wäre es jedoch, Female Entrepreneurship

nicht nur als Subkategorie

zu begreifen, sondern als

essenziellen Bestandteil über alle

Kategorien hinaus. Die verstärkte

Förderung von Gründerinnen ist

kein Selbstzweck und die maßgeblichen

Profiteure einer solchen sind

nicht nur die Gründerinnen,

sondern insbesondere wir als

Gesamtgesellschaft. Darum:

Female Entrepreneurship braucht

uns nicht – wir brauchen Female

Entrepreneurship.


MEDIAPLANET | 5

INSIGHT

Investments: Beteiligungsmodelle müssen

zum jeweiligen Unternehmen passen

Während alternative Finanzierungsmodelle wie Crowdfunding zunehmend an Beliebtheit gewinnen,

fristen Investorbeteiligungen im heimischen Wirtschaftsleben ein Schattendasein. Zu Unrecht.

Text

Werner

Sturmberger

Vielmals haben KMU gute

Ideen und ausgefeilte

Pläne für Wachstum und

Weiterentwicklung des Unternehmens.

Oft genug fehlt es aber an

den benötigten Mitteln, um diese

umzusetzen. Neben der sich langsam

verändernden Zinspolitik sind

Banken zudem vorsichtiger mit der

Vergabe von Krediten geworden.

Für viele Unternehmen wird es so

schwieriger, ihre Wachstumspläne

kreditbasiert umzusetzen.

Nicht nur in solchen Fällen

kann es sinnvoll sein, Anteile an

Investoren abzugeben, um Eigenkapitalreserven

aufzustocken.

Bei stark wachstumsorientierten

Start-ups ist das ein gängiges

Modell: Investoren bringen sich oft

nicht nur finanziell, sondern auch

aktiv mit ihrer Expertise ein. Die

Beteiligung endet hier oftmals mit

dem Verkauf des Unternehmens.

Für etablierte KMU ist ein solches

Beteiligungsmodell aber oftmals

ein absolutes No-Go: Zum einen

scheut man massiv davor zurück,

Anteile und mit diesen Entscheidungskompetenzen

abzugeben.

Zudem ist für viele Familienunternehmen

ein möglicher späterer

Verkauf ein regelrechtes

Horrorszenario.

Innovative Investoren entwickeln

darum vermehrt Beteiligungsmodelle,

die sich explizit

an etablierte KMU und deren

Bedürfnisse richten. Ein erfolgreiches

Modell sieht etwa vor,

dass Unternehmen keine Anteile

abgeben, sondern Investoren über

einen vertraglich vereinbarten

Zeitraum am Umsatz beteiligen.

Damit ist sichergestellt, dass die

Entscheidungshoheit der Unternehmen

unangetastet bleibt und

die Beteiligung ohne einen Verkauf

des Unternehmens endet. Etablierte

KMU bleiben damit am Steuer

und können so selbst ehrgeizige

Wachstumspläne umsetzen.

Informationen zu Investments

und einzelnen Investoren findet

man bei einschlägigen Interessenverbänden

wie der Austrian

Private Equity and Venture Capital

Organisation (AVCO) oder über

die diversen Business-Angel-Netzwerke.

Entgeltliche Einschaltung

Werner Edlinger

Geschäftsführer

TAUROS Capital

Lesen Sie mehr

unter:

tauroscapital.com

FOTO: TAU RO S CAPITAL

Wachstum ohne Kontrollverlust

Mit Investoren das Eigenkapital aufstocken und Wachstum finanzieren, ohne die

Entscheidungshoheit über das eigene Unternehmen abzugeben? Wie das geht, erklärt

Werner Edlinger, Geschäftsführer von Tauros Capital.

Was unterscheidet Tauros Capital

von anderen Investoren?

Wir investieren in die Wachstumschancen

von Unternehmen mit

einem neuen, sehr innovativen

Investmentkonzept: Die Unternehmen

bekommen Eigenkapital,

ohne dass Anteile an uns

abgegeben werden müssen. Als

Gegenleistung für unser Investment

erhalten wir einen fixen

Anteil vom jährlichen Umsatz für

einen vereinbarten Zeitraum. Im

Gegensatz zu anderen Investmentformen

bleiben bei Tauros Capital

die Beteiligungsunternehmen vollkommen

selbstbestimmt in ihren

Entscheidungen.

Welche Vorteile hat das für

Unternehmen?

Der wichtigste ist, dass Unternehmen

mit unseren Investments ihr

Eigenkapital und damit vor allem

auch die Bonität nachhaltig verbessern.

Der besondere Vorteil ist,

dass wir keine Gesellschafterrolle

einnehmen, wie das bei anderen

Beteiligungsformen der Fall ist. Die

Aufnahme eines Mitgesellschafters

stellt für viele Unternehmen eine

große Hürde dar. Natürlich möchte

jeder auch seine Investition

zurückverdienen. Das erfolgt meist

über den Verkauf des Unternehmens.

Bei unserem Modell endet

die Zusammenarbeit dagegen nicht

mit dem Verkauf, sondern mit dem

Auslaufen des Vertrags. Mit der

laufenden Umsatzbeteiligung ist

automatisch auch die Rückzahlung

erfolgt.

Wie sind die bisherigen Erfahrungen

mit diesem Modell?

Wir sind seit mittlerweile vier Jahren

am Markt und haben bei einer

Vielzahl von Unternehmen aus

unterschiedlichsten Wirtschaftssektoren

investiert, wie Lebensmittelproduktion,

Software und IT,

Handel bis hin zu Tourismus und

Gastronomie. Namhafte Beispiele

sind etwa das Schokoriegel-Startup

Neoh oder auch der seit Jahren

schnellstwachsende Mobilfunkanbieter,

spusu.

Was macht Tauros Capital zum

richtigen Partner?

Wir sind ein engagiertes Team mit

sehr großem Verständnis für

Klein- und mittelständische

Unternehmen. Für deren Vorstellungen

und Anforderungen

können wir mit unserem sehr

flexibel einsetzbaren Finanzierungsprodukt

jeweils individuell

optimale Lösungen anbieten.

Hinter Tauros stehen natürlich

auch namhafte Investoren – allen

voran die Erste Bank als eine der

führenden Banken im Bereich der

KMU-Finanzierung. Als Tauros

Capital sind wir aber in unseren

Investmententscheidungen

vollkommen unabhängig.


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INSIGHT

Wer arbeitet,

darf nicht der

Dumme sein

Österreich gehört weltweit zu den Spitzenländern bei der

Besteuerung von Arbeit. Das ist ungerecht und in Zeiten von

Inflation eine Gefahr für den Wohlstand in unserem Land.

Text

Wirtschaftsbund

Mitte Mai veröffentlichte

die

OECD ihre aktuelle

Studie zur

Steuerbelastung

auf Arbeit. Österreich hat im Vergleich

zu anderen EU-Ländern wieder

einmal schlecht abgeschnitten:

Knapp 48 Prozent betrug die Abgabenlast

für einen Durchschnitts-

FOTO: JULIUS HIRTZBERGER

verdiener. Das sind zehn Prozent

über dem OECD-Durchschnitt. Wer

in Österreich viel arbeitet und gut

verdient, muss rund die Hälfte an

den Staat abtreten. In der Schweiz

ist es lediglich ein Viertel. Das ist,

gelinde gesagt, demotivierend

und widerspricht der österreichischen

Staatsräson, dass sich durch

Leistung und Fleiß jede und jeder

in diesem Land Wohlstand und

Eigentum aufbauen kann.

Was früher zähneknirschend

hingenommen wurde, ist für viele

in Zeiten hoher Inflation kaum

mehr zu stemmen. Den arbeitenden

Menschen fehlt das Gefühl von

Gerechtigkeit umso mehr, wenn

ihnen immer weniger zum Leben

bleibt. Die effektiven Lohnkosten

sind sowohl für Arbeitnehmer als

auch für Arbeitgeber eine hohe

finanzielle Belastung. Denn zu den

hohen Abgaben der Arbeitnehmer

muss auch der Unternehmer fleißig

Steuern für Arbeitskräfte abliefern.

Der Ruf nach höheren Löhnen

ist angesichts steigender Preise

verständlich, aber höhere Personalkosten

führen zwangsweise zu

höheren Produktionskosten und

am Ende zu stärker steigenden

Preisen. Ein Teufelskreis, aus dem

wir uns befreien müssen.

Viel wird heutzutage über

Teuerungsausgleiche und Förderung

zur Abfederung der steigenden

Preise diskutiert. Was in der

Corona-Pandemie richtig war, kann

man nicht eins zu eins auf die

aktuellen Herausforderungen

übertragen. In den Lockdowns

standen Produktionen und

Wirtschaftszweige komplett still,

Unternehmen konnten nicht

wirtschaften und Steuern abführen.

Dort musste der Staat zurecht

Unterstützungsmaßnahmen

schaffen, um Betriebe und

Arbeitsplätze zu sichern. Heute

läuft aber ein Großteil der Betriebe

auf Vorkrisenniveau, Wertschöpfung

findet statt und mit der

Inflation wird das Staatsbudget

gehoben. Hier ist die treffsicherste

Maßnahme noch immer, Steuern

zu senken, statt Fördergelder

auszuschütten. So werden direkt

jene entlastet, die viel zum

Steuersystem beitragen. Politik ist

nie schwarz oder weiß. Es ist ein

Bohren dicker Bretter samt langer

Verhandlungen. Trotzdem gibt es

Prinzipien, an denen wir uns

orientieren sollten. Dass jeder von

seiner eigenen Arbeit leben kann,

ist so ein Prinzip, an das ich mich

halte und wofür wir alle weiter

einstehen sollten. Deshalb werde

auch ich nicht müde, mich im

Nationalrat weiter für eine

Entlastung der Arbeit einzusetzen,

denn Arbeit muss sich wieder

lohnen!


MEDIAPLANET | 7

INSIGHT

Pflichtversicherungen in Österreich –

Fluch oder Segen?

Österreich ist ein Sozialstaat, und das ist gut so. Dazu gehört auch das Sozialversicherungssystem

mit seinen Pflichtversicherungen. Welche gibt es und wie sehen diese aus?

Text Lukas Wieringer

Wenn vom österreichischen

Sozialversicherungssystem

die Rede ist, fällt

häufig der Begriff „Solidaritätsprinzip“.

Darunter versteht man,

dass jeder Erwerbstätige basierend

auf seinem Einkommen einen

Beitrag in den Topf der Sozialversicherung

einzahlen muss. Im Sinne

der Allgemeinheit werden diese

Geldmittel etwa im Gesundheitssystem

sowie in den Bereichen der

Berufs- beziehungsweise Erwerbsunfähigkeit,

der Arbeitslosigkeit,

der Mutterschaft oder der Pension

eingesetzt. Die Frage, ob man in

diesen Topf einzahlen will oder

nicht, stellt sich ab einer bestimmten

Verdienstgrenze von etwas

unter 500 Euro im Monat nicht.

Man ist automatisch pflichtversichert.

Die staatliche Krankenversicherung

kommt bei Behandlungen

durch Vertragsärzte und anderen

medizinisch notwendigen Behandlungen

zum Tragen. Krankenversichert

ist jeder, der über besagter

Verdienstgrenze unselbstständig

oder selbstständig tätig ist. Auch

die Möglichkeit der Mitversicherung

bei Eltern oder Partnern

besteht.

Die verpflichtende Unfallversicherung

wird nicht nur bei

Arbeitsunfällen aktiv, sondern

ebenso bei Berufskrankheiten.

Aber auch die Unfallverhütung,

die Prävention von Berufskrankheiten

oder die Rehabilitation

nach Arbeitsunfällen fällt in ihr

Aufgabengebiet.

Die Pensionsversicherung regelt,

wie der Name schon sagt, das

Auskommen im Alter. Basierend

auf dem Einkommen wird ein

bestimmter Betrag in die Pensionsversicherung

eingezahlt. So ergibt

sich im Alter ein errechneter Betrag

als Lebensunterhalt. Der liegt

jedoch deutlich unter dem Verdienst

vor der Pensionierung.

Und zu guter Letzt kommt die

Arbeitslosenversicherung ins

Spiel, in die eingezahlt werden

muss. Beim Verlust des Arbeitsplatzes

muss sich ein Beschäftigter

beim AMS melden. Dann wird ein

Arbeitslosengeld ausgezahlt und

die Krankenversicherung bleibt

weiter bestehen.

So mancher mag sich über die

Pflichtversicherungen echauffieren.

Doch wenn es einmal nicht so

rundläuft, ist es gut zu wissen, dass

einen der Staat zumindest nicht

komplett im Regen stehen lässt.

Entgeltliche Einschaltung

Bestens abgesichert mit UNIQA

Olivera Böhm, Chief Corporate Business Officer International Markets & Austria bei

UNIQA, über die Wichtigkeit einer maßgeschneiderten Versicherung für KMU.

Olivera Böhm

Chief Corporate

Business Officer

International

Markets & Austria

FOTO: UNIQA

Was bietet UNIQA für KMU?

Unternehmer tragen große Verantwortung.

Als zuverlässiger Partner

unterstützen wir mit passgenauen

Versicherungs- und Servicelösungen,

um Schäden abzuwenden. Ein

besonderer Schwerpunkt ist die

Prävention. Um unterschiedlichste

Risiken aktiv zu managen, beraten

wir vor Ort und liefern individuelle

Komplettpakete aus einer Hand.

Wie sollten sich KMU absichern?

Welcher Schutz ideal ist, hängt

vom jeweiligen Tätigkeitsfeld

ab. Eine umfassende und professionelle

Risikoanalyse ist

dabei essenziell und Teil unseres

Beratungsansatzes. Damit wird

sichergestellt, dass in Gebäude,

Maschinen und Warenlager

investiertes Kapital sowie auch

im Betrieb handelnde Personen

bestmöglichen Schutz erhalten.

Unterschiedliche Bereiche lassen

sich absichern, wie zum Beispiel

Feuer, Sturm, Cyberangriffe

und Betriebsunterbrechung.

Als größter Krankenversicherer

Österreichs unterstützen wir

auch kompetent im betrieblichen

Gesundheitsmanagement sowie

in der Unfall- und Pensionsvorsorge.

Unsere weiteren Leistungen

umfassen sogar Pflege, Gesundheitsprävention

und Mental

Health.

Was bedeutet „gemeinsam besser

wachsen“ für UNIQA?

In der aktuell so herausfordernden

Zeit ist es für KMU umso wichtiger,

sich dem Kerngeschäft zu widmen

und dieses weiterzuentwickeln. Mit

unseren Produkten und Services

nehmen wir unseren Kundinnen

und Kunden viele Risikofaktoren

und Sorgen ab. Dabei entsteht eine

Win-win-Situation, die zu einem

gemeinsamen Wachstum führt.

Nachhaltigkeit ist ein Wirtschaftsfaktor

der Zukunft. Wie

kann UNIQA KMU unterstützen?

Die Implementierung von

Nachhaltigkeit nach klar festgelegten,

transparenten Kriterien in

unseren eigenen Produkten und

Prozessen ist für uns klares Ziel.

Wir arbeiten aktuell unter anderem

daran, dass KMU automatisiert

einem Nachhaltigkeitsstatus

zugeordnet werden und das Thema

Nachhaltigkeit im Beratungsprozess

als fixer Bestandteil integriert

wird. Künftig werden Kundinnen

und Kunden dann Lösungen

aufgezeigt, wie sie ihren Nachhaltigkeitsstatus

ausbauen können.

Lesen Sie mehr

unter

www.uniqa.at


8 | Lesen Sie mehr unter unternehmensratgeber.info

EXPERTISE

Links: Lisa-Marie Fassl,

Rechts: Nina Wöss

Gründerinnen von

Female Founders

Warum Diversität

und Profitabilität

Hand in Hand

gehen

Diversität und Inklusion erlangen

zunehmend Bedeutung in der

Tech- und Innovationsszene. Von

Großunternehmen über Startups

und Accelerator-Programme

bis zu Venture-Capitalists und

Investor:innen, keiner kommt an den

zwei Begriffen mehr vorbei.

Text Name Surname


MEDIAPLANET | 9

FOTO: MARCELLA RUIZ-CRUZ

Der Grund dafür sind die

einstimmigen Studien,

die klar den kompetitiven

Vorteil von Teams

mit Diversität aufzeigen. Eine

vielfältige Zusammensetzung

ermöglicht unterschiedlichste

Sichtweisen, die zu kreativen und

effizienten Lösungsansätzen führen,

sprich Unternehmen profitabler

werden lassen. Studien belegen,

dass besagte Teams um 87 Prozent

bessere Entscheidungen treffen als

die Konkurrenz, auf Profitabilität

bezogen. Besonders auf Managementebene

zeichnet sich dieser

Effekt aus. Bereits ein Drittelanteil

an Frauen in der Führungsetage

führt zu einer um 53 Prozent

höheren Umsatzrentabilität im

Vergleich zur Konkurrenz. Trotz

dieser Erkenntnis bestehen die

Vorstandsebenen von Unternehmen

in der Europäischen Union

zu lediglich 19 Prozent aus Frauen.

Diese Zahlen demonstrieren die

Wichtigkeit, mehr Frauen in Führungspositionen

zu besetzen.

Bei Female Founders unterstützen

wir Unternehmen, mehr Diversität

in ihre Workforce zu bringen

und damit insgesamt erfolgreicher

zu werden. Den Unternehmen, mit

denen wir arbeiten, sind die aus

Diversität resultierenden Wettbewerbsvorteile

durchaus bewusst,

allerdings fehlt es oft an Strategien

und konkreten Maßnahmen für die

Umsetzung von Diversitätsinitiativen.

Für Unternehmen und Teams,

die sich hier wiederfinden, gibt es

zwei einfache Maßnahmen, um

vom Reden ins Tun zu kommen.

Measure, Measure, Measure: Der

erste Schritt ist es, die aktuelle Situation

im Unternehmen zu erfassen.

Informieren Sie sich über die

Zusammensetzung Ihres Teams,

bezogen auf Alter, Geschlecht,

ÜBER FEMALE FOUNDERS

Female Founders ist die am

schnellsten wachsende paneuropäische

Community für Frauen

in der Technologiebranche. Basierend

auf dem Grundsatz, dass

Diversität der Schlüssel zu einer

nachhaltigeren Zukunft ist, hat sich

Female Founders das Ziel gesetzt,

die Community und ihre Partner

entlang der gesamten unternehmerischen

Laufbahn zu unterstützen.

Dazu gehören unter anderem

die Themenbereiche Leadership,

Hiring und Recruiting sowie die Zusammenarbeit

mit Start-ups.

ethnische Zugehörigkeit etc. und

darauf, wie sich dies auf Ihre unterschiedlichen

Geschäftsabteilungen

sowie Managementpositionen

verteilt.

Überarbeiten Sie Ihre Stellenausschreibungen:

Starten Sie

damit, die Jobanforderungen in

der Stellenausschreibung auf das

wirklich Relevante zu reduzieren.

Das bedeutet, dass nur die wirklich

essenziellen vier bis fünf Anforderungen

für die jeweilige Position

angegeben werden sollen. Durch

diese simple Änderung fühlen sich

deutlich mehr potenzielle (und

durchaus qualifizierte) Bewerber:innen

angesprochen. Besonders

Frauen neigen nämlich dazu,

sich nicht zu bewerben, wenn sie

glauben, nicht allen Anforderungen

zu 100 Prozent zu entsprechen.

Um es zusammenzufassen:

Diverse Teams führen zu besserer

finanzieller Performance, kreativeren

Outputs, geringerer Fluktuation

und einer besseren

Unternehmenskultur. Bereits

kleine Veränderungen helfen

Ihnen, diese Wettbewerbsvorteile

zu nutzen.

ÜBER NINA WÖSS UND LISA-MARIE FASSL

Lisa-Marie Fassl und Nina Wöss sind die Gründerinnen von Female Founders.

Lisa-Marie ist Forbes 30 under 30, Mitglied des Vienna Economic Council

– des höchsten wirtschaftspolitischen Beirats Wiens – und Vizepräsidentin

der Austrian Angel Investors Association. Nina kommt aus der Venture-Capital-Branche,

zuletzt als Principal bei Speedinvest, und ist die Vorsitzende der

Austrian Venture Capital and Private Equity Association.


10 | Lesen Sie mehr unter unternehmensratgeber.info

GRAPH

KMU in Österreich

Das Rückgrat unserer Wirtschaft auf einen Blick

358.600 KMU

99,6 %

2 Mio. Beschäftigte

67 %

52.400 Lehrlinge

63 %

535.4 Mrd. € Umsätze

62 %

137.4 Mrd. € Wertschöpfung

61 %

Zentrale Herauforderungen aus Sicht der Unternehmen:

Fachkräftemangel

Energiepreise und Preise von

Rohstoffen und Vorleistungen

Arbeitskosten

Lieferkettenprobleme

Strukturdaten für 2021; Abschätzung der KMU Forschung Austria basierend auf Daten von Statistik Austria, Dachverband der

österreichischen Sozialversicherungsträger, WIFO, Wirtschaftskammer Österreich; marktorientierte Wirtschaft, Quellen: KMU

Forschung Austria, Statistik Austria (Stand: März 2022)

Quelle: https://www.bmdw.gv.at/Themen/Wirtschaftsstandort-Oesterreich/KMU/KMU-im-Fokus.html


MEDIAPLANET | 11

INSIGHT

Auf Schiene

Text

Mag. Karin

Schneck

Der Weg ist das Ziel, und

manchmal ist die beste

Verbindung dorthin der

Zug. Das gilt auch für

Geschäftsreisen.

Nach mehr als zwei Jahren

virtuellen Meetings

im feinsten Homeoffice-Chic

kehrt die

soziale Interaktion in die Arbeitswelt

zurück. Dazu gehören auch

Geschäftsreisen, die nun wieder an

Fahrt aufnehmen.

Erste Wahl

Der Zug galt lange Zeit als Mittel

letzter Wahl in der Planung von

Geschäftsreisen. Zu lange, oft

zu teuer, zu unbequem, alles in

allem einfach alles zu mühsam.

Doch durch die Verbesserung der

Schieneninfrastruktur sowohl in

Österreich als auch in Europa,

modernere Züge mit mehr Komfort

und besser getaktete Verbindungen

gewinnt der Zug auch für

Geschäftsreisende immer mehr an

Attraktivität – auch als bequeme

Alternative für Strecken, wo zuvor

vielleicht noch ein Firmen-Pkw

genutzt wurde. Ein Bahnhof ist

ein zentraler Knotenpunkt, und

die Anbindung an verschiedene

Verkehrsmittel erlaubt Reisenden,

sich schnell fortzubewegen – ein

wichtiger Aspekt auf Geschäftsreisen,

denn Zeit ist bekanntlich Geld.

Noch besser, wenn diese produktiv

genutzt werden kann.

Carpe diem oder carpe noctem

Die Präsentation verträgt noch

einen Feinschliff, der Vortrag ist

nicht perfekt strukturiert und ein

wenig ausruhen wäre vor dem

anstehenden Meeting auch ganz

gut? Die Wegzeit zu einem Termin

lässt sich nirgends so gut dafür

nutzen wie bei einer Bahnfahrt.

Auch längere Reisen sind mit

dem Zug bewältigbar und Schlafabteile

erlauben Reisenden, erholt

am Zielort anzukommen. Selbst

wenn alles auf Schiene ist, bietet

die vorbeiziehende Landschaft

mit kulinarischer Stärkung aus

dem Bistro eventuell sogar neue

Inspiration.

Next stop – nachhaltige

Geschäftsreisen

Unternehmen jeder Größe profitieren

in jeglicher Hinsicht, wenn der

Zug in die Planung von Geschäftsreisen

integriert wird. Und noch ein

wichtiger Grund spricht für

Geschäftsreisen mit dem Zug: Die

CO2-Ersparnis wirkt sich auch

positiv auf die Energieeffizienz von

Unternehmen aus. Damit nicht nur

der Termin nachhaltig in Erinnerung

bleibt, ist der Zug die erste

Wahl.

Foto: © Harald Eisenberger

Genuss von A nach Business:

Business Lunch bei 200 km/h.

An Bord der ÖBB Restaurants, sowie in der Business und First Class der

ÖBB Railjets, genießen Sie hochwertige Kulinarik, ein großes saisonales

Angebot und entspannte Atmosphäre. So gelingt die Besprechung

ebenso gut wie die Pause.

Alle Infos unter oebb.at/business

HEUTE. FÜR MORGEN. FÜR UNS.


12 | Lesen Sie mehr unter unternehmensratgeber.info

EXPERTISE

FOTO: GOLDENHOUR PICTURES

Mahdis Gharaei &

Tanja Sternbauer

Frauen wollen führen,

zeigt neueste Studie

Eine unabhängige Studie, welche unter anderem von der

Karriereplattform "the female factor" erhoben wurde, zeigt, dass Frauen

in Führungspositionen wollen - wenn das Arbeitsumfeld passt.

Text

the female

factor

Diversität und Quotenregelungen

sind in aller Munde in

österreichischen Unternehmen.

Beim Besetzen freier Stellen,

insbesondere bei Führungspositionen,

finden sich trotz allem

meist männliche Kandidaten.

Ausreden (oder Begründungen)

dafür gibt es zur Genüge.

„,Leider hat sich keine Frau für

die Führungsposition gefunden.‘

Solche Aussagen hören wir leider

zu oft als Begründung für eine

unzureichende Frauenquote im

Unternehmen. Unsere Studie zeigt,

dass jede zweite Frau einen beruflichen

Aufstieg in den nächsten

fünf Jahren anstrebt. Dies ist ein

immenses Potenzial an Talenten,

das von Unternehmen anerkannt

und in den Führungsgremien zugelassen

werden muss“, so Mahdis

Gharaei, Co-CEO von the female

factor.

Wünsche an den Arbeitgeber

Bei der Jobwahl geht es Frauen

nicht ums Geld – zumindest

nicht vorrangig –, auf das Klima

zwischen Kolleg:innen kommt es

an. Zweitwichtigster Faktor ist die

Vereinbarkeit von Berufs- und Privatleben,

gefolgt von interessanten

Aufgaben und dem Gehalt.

Das Arbeitsklima ist auch bei

Frauen und Männern mit Kinderbetreuungspflichten

das wichtigste

Kriterium, gefolgt von der Vereinbarkeit

mit der Kinderbetreuung

und der Vereinbarkeit von Berufsund

Privatleben.

Einen neuen Job finden Millennials

übrigens vor allem über

ihr persönliches Netzwerk, dies

gaben 33 Prozent der Befragten an,

gefolgt von Jobplattformen mit 19

Prozent.

Bindung von weiblichen Talenten

„Frauen legen Wert auf Mentoring,

Diversität auf Führungsebene und

Weiterbildungsmöglichkeiten. Dies

belegt nicht nur unsere Studie,

sondern diese Trends sind auch

ganz klar auf unserer Jobplattform

zu erkennen. Flexible Arbeitsbedingungen

und ein entsprechendes

Angebot für weibliche Talente sind

die populärsten Kriterien. Nur jene

Arbeitgeber, die sich intensiv mit

diesen Anforderungen auseinandersetzen

und in diese investieren,

werden in Zukunft diverse Talente

gewinnen und halten können“,

erklärt Tanja Sternbauer, Co-CEO

von the female factor.

Unterstützung in der Zielvereinbarung

und -erreichung und vor

allem Aufstiegschancen stehen auf

der Wunschliste der Arbeitnehmerinnen

ebenfalls weit oben, um im

Job motiviert zu bleiben.

the female factor

unterstützt Frauen

bei der Karriereentwicklung

und

Unternehmen bei

der Suche nach

weiblichen Talenten.

Die Studie steht hier

zum Download

jobs.femalefactor.

global/study


MEDIAPLANET | 13

equalitA

Das Gütesiegel und die Auszeichnung

für innerbetriebliche Frauenförderung

Entgeltliche Einschaltung von ABA

Ihr Unternehmen setzt sich besonders

für die Gleichstellung von Frauen und

Männern ein? Machen Sie dieses Engagement

sichtbar, und reichen Sie für das

Gütesiegel „equalitA“ ein!

Was ist equalitA?

Frauen sind so gut qualifiziert und ausgebildet

wie nie zuvor. Trotzdem sind sie

in Führungs- und Managementpositionen

unterrepräsentiert. Um weibliche Talente

zu fördern, braucht es engagierte Maßnahmen

und überlegte Konzepte. Als

Kennzeichen für dieses Engagement,

wurde das Gütesiegel equalitA entwickelt.

Innerbetriebliche Frauenförderung leistet

nicht nur einen wertvollen Beitrag für

das Employer Branding österreichischer

Unternehmen. Die faire Behandlung von

Frauen und Männern in der Arbeitswelt

nutzt auch dem Wirtschaftsstandort

Österreich. Mit einem klaren Bekenntnis

zur Förderung von Frauenkarrieren ist Ihr

Unternehmen ein idealer Kandidat für

equalitA. Sobald ein Unternehmen das

Gütesiegel erhalten hat, kann es sich mit

herausragenden Projekten im Bereich

Frauenförderung auch für die gleichnamige

Auszeichnung bewerben. Das Gütesiegel

wird für jeweils drei Jahre vergeben.

Wer kann sich für das Gütesiegel und

die Auszeichnung equalitA bewerben?

Für equalitA können alle Unternehmen,

öffentlichen Einrichtungen und Vereine

mit einem Sitz in Österreich einreichen.

Im Vergabeprozess für das Gütesiegel

werden zum Beispiel diese Kriterien berücksichtigt:

• Repräsentanz von Frauen in Unternehmensbereichen

und Führung

• gezielte Suche und Einstellung

von Frauen

• Gehaltsentscheidungen

• Leistungsbewertungen

• Maßnahmen zur Einkommenstransparenz

• potenzialorientierte Personalentwicklung

• Karenzmanagement …

Wie können Sie für equalitA einreichen?

Die Einreichmöglichkeiten

für equalitA und viele weitere

Informationen finden Sie auf

www.equalita.at

Sie haben Fragen rund um das Gütesiegel

und die Auszeichnung equalitA? Kontaktieren

Sie uns unter: equalita@aba.gv.at

equalitA ist eine Initiative von:

Diese Seite kann zum Leben erweckt werden!

1. Installieren Sie

die Artvive-App.

2. Richten Sie das Smartphone

auf das Bild.


14 | Lesen Sie mehr unter unternehmensratgeber.info

EVENTKALENDER

14.09.–19.10. |

2022

imh

30.08.–15.12. |

2022

WEKA AKADEMIE

RECRUITING MIT SOCIAL MEDIA

14.-15.09.2022

www.imh.at/recruiting-social

VOM TEAMMITGLIED ZUR

FÜHRUNGSKRAFT

20.-22.9.2022

www.imh.at/kollege

FÜHREN VON FÜHRUNGSKRÄFTEN

21.-22.09.2022

www.imh.at/leadership

FÜHREN OHNE DISZIPLINARISCHE

VERANTWORTUNG

26.-27.09.2022

www.imh.at/fuehren-odv

DIGITALE LEHRMETHODEN VERSTEHEN

& RICHTIG ANWENDEN

05.-06.10.2022

www.imh.at/digital-lernen

LEHRLINGE VERSTEHEN, FÜHREN &

MOTIVIEREN

18.-19.10.2022

www.imh.at/lehrlinge

ARBEITSRECHT FÜR FÜHRUNGSKRÄFTE

30.08.2022

Online

www.weka-akademie.at/online-seminar-arbeitsrecht-fur-fuhrungskrafte/

FÜHREN OHNE VORGESETZTEN-

FUNKTION

14.09.2022

Vienna Hilton Plaza

www.weka-akademie.at/fuhren-ohne-vorgesetztenfunktion/

FÜHREN VON EXPERTEN UND

SPEZIALISTEN

04.10.2022

Vienna Hilton Plaza

www.weka-akademie.at/fuhren-von-experten-und-spezialisten/

KONFLIKTMANAGEMENT FÜR FÜHRUNGS-

KRÄFTE

05.10.2022

Vienna Hilton Plaza

www.weka-akademie.at/konfliktmmanagement-fur-fuhrungskrafte/

ENTSCHEIDUNGEN SCHNELL UND

SICHER TREFFEN

08.11.2022

Vienna Hilton Plaza

www.weka-akademie.at/entscheidungen-schnell-und-sicher-treffen/

FÜHREN MIT ZAHLEN

10.11.2022

Online

www.weka-akademie.at/online-seminar-fuhren-mit-zahlen/

BILANZ & JAHRESABSCHLUSS

VERSTEHEN UND INTERPRETIEREN

17.11.2022

Online

www.weka-akademie.at/online-seminar-bilanz-und-jahresabschluss/

ARBEITSRECHT FÜR FÜHRUNGSKRÄFTE

28.11.2022

Vienna Hilton Plaza

www.weka-akademie.at/arbeitsrecht-fur-fuhrungskrafte/

ARBEITNEHMERDATENSCHUTZ

30.11.2022

Online

www.weka-akademie.at/online-seminar-arbeitnehmer-datenschutz

RECHTSKONFORMER UMGANG MIT

DEM BETRIEBSRAT

01.12.2022

Online

www.weka-akademie.at/online-seminar-rechtskonformer-umgang-mit-dem-betriebsrat/

UPDATE DATENSCHUTZRECHT

06.12.2022

Online

www.weka-akademie.at/online-seminar-update-datenschutzrecht/

ARBEITSZEITMODELLE RECHTSSICHER

GESTALTEN

15.12.2022

Online

www.weka-akademie.at/online-seminar-arbeitszeitmodelle-rechtssicher-gestalten/


MEDIAPLANET | 15

EXPERTEN-

PANEL

Entgeltliche Einschaltung

Das Austria Gütezeichen für den Österreichischen Musterbetrieb wird 30 Jahre

Österreichische Unternehmer:innen

haben erkannt, dass es wichtig

ist, sich vom Mitbewerb zu unterscheiden.

Mit dem Austria Gütezeichen

für den Österreichischen

Musterbetrieb stellen Sie Ihre

überdurchschnittliche Qualität in

allen Bereichen in den Mittelpunkt.

Kriterien wie Nachhaltigkeit oder

interne Abläufe werden beleuchtet.

Für viele KMU bedeutet die Zertifizierung

den Einstieg ins Qualitätsmanagement

beziehungsweise

stellt sie eine sinnvolle Ergänzung

zur ISO-Zertifizierung dar, bei der

sie im Rahmen eines Audits auch

erlangt werden kann. Das Gütezeichen

kann eine Eintrittskarte für

öffentliche Ausschreibungen sein

und sorgt für einen Imagegewinn.

Bei Lieferanten und Geschäftspartnern,

aber auch für Ihre

Kund:innen schafft es Vertrauen

und dient als Orientierungshilfe.

Betriebsstätten jeglicher Art können

mit dem Siegel ausgezeichnet

werden. Machen Sie Ihre über dem

Durchschnitt liegende Leistung

als Vorzeigeunternehmen auf den

ersten Blick sichtbar.

Um durch Qualitätssicherheit

Ihre Wettbewerbsfähigkeit zu

stärken, vergibt die ÖQA das älteste

Gütezeichen Österreichs auch an

Produkte mit nachweisbar

heimischer Herkunft. Die Einhaltung

der hohen Standards wird

regelmäßig von unabhängigen,

staatlich autorisierten Prüfstellen

kontrolliert. Das macht das Austria

Gütezeichen zum Erkennungszeichen

österreichischer Qualität.

FOTO: ÖQA

Ing. Katharina

Melmer

Office-Managerin,

Qualitätsmanagerin

ÖQA

Entgeltliche Einschaltung

Warum Rechtsschutz?

Jeder Mensch wird irgendwann mit Rechtsfragen

konfrontiert oder gerät in einen

Rechtskonflikt, und das meist komplett

unerwartet. Ob bei einem Inkassofall,

hinsichtlich Warenanlieferungen, Dienstleistungen

oder Fuhrpark – ein solcher

Konflikt kann schnell viel Zeit und Nerven

kosten. Seit mehr als 65 Jahren steht die

D.A.S. Rechtsschutz AG für Rechtssicherheit

und sorgt dafür, dass Privatpersonen

und Unternehmen zu ihrem Recht

kommen.

Ihr Recht in guten Händen

Wenn möglich ohne Anwalt und Gericht,

löst die D.A.S. Direkthilfe® über die

eigenen D.A.S.-Juristinnen und -Juristen

rasch, kompetent und deeskalierend

Rechtskonflikte. Ist eine außergerichtliche

Lösung nicht möglich, vertreten

knapp 600 spezialisierte D.A.S.-Partneranwälte

österreichweit vor Gericht.

Dadurch werden zugleich die finanziellen

Risiken von Rechtsstreitigkeiten

minimiert.

Rund um die Uhr gut beraten

24/7 ist die D.A.S. erreichbar, angefangen

bei der kostenlosen 24h-Hotline über die

Online-Rechtsberatung bis hin zur

Online-Rechtsfallmeldung. Zahlreiche

Rechtstipps und ein Prozesskostenrechner

ergänzen die umfassenden RechtsService-

Leistungen. Darüber hinaus bietet die

D.A.S. Informationsbroschüren, Musterverträge,

Einblicke in aktuelle Rechtsfälle

auf der Website sowie viele Tipps rund

ums Recht auf Social Media und unter

www.rechtsschutz-podcast.info.

FOTO: ZVG

Näheres unter:

www.das.at


Wo auch weniger

Kaffee perfekt sein soll

WE8

Frisch gemahlen, nicht gekapselt

Kompromissloser Kaffeegenuss im professionellen Umfeld. Zum Beispiel mit der WE8 für bis zu

30 Tassen am Tag. Schwarzkaffee-Spezialitäten und die Klassiker Cappuccino, Latte macchiato

und Flat White auf Knopfdruck, in Perfektion. Der große Bohnenbehälter und der Wassertank

mit 3 l Fassungsvermögen ermöglichen eine hohe Autonomie, das moderne TFT-Display mit

übersichtlichen Tasten die intuitive, selbsterklärende Bedienung. Die ideale Lösung für Büro,

Werkstatt, Verkaufslokal und Geschäftsräume.

jura.com

JURA – If you love coffee

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