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blu Juli | August 2022

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STADTGESPRÄCH

JULI / AUGUST 2022 І HEFT 142

BERLIN

REISE

Traumhafte

Urlaubsorte

auf der

ganzen

Welt!

Jonny Foe

und Pepsi:

„Denkmuster

konstant

hinterfragen“

BERLIN

CSD-SPECIAL

INTERVIEWS: JOCHEN SCHROPP, LIZZO, SVEN RATZKE, LAUV, EMMA THOMPSON


Gemeinsam unterstützen wir

den Bundesverband Trans* e.V.

für eine vielfältige und selbstbestimmte

Zukunft.

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und spenden.

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Intro 3

Inhalt

Liebe Leser*innen,

einen schönen CSD wünschen wir euch! Zeigt euch bunt, sorgt für notwendige

Sichtbarkeit der verschiedenen LGBTIQ*-Communitys, besucht uns

und andere Community-Institutionen auf der Demonstration und auf den

Partys nach der Parade und während des Pride Month! Ja, Berlin hat allen

Grund, sich zu freuen, Berlin hat einen Pride Month. Wir freuen uns mit euch

auf alles, was wir gemeinsam feiern, erreichen und schaffen können.

Eure blu Redaktion

www.männer.media, www.facebook.com/blumag

KULTUR

Seit 1895 zeigt die „Biennale di Venezia“ als

internationale Kunstausstellung Künstler von

Weltrang, die zudem in den unterschiedlichsten

Genres beheimatet sind. Dieses Jahr bei der 59.

Ausgabe des Happenings lautet das Motto „The

Milk of Dreams“, inspiriert von einem Buch der

Surrealistin Leonora Carrington (1917 –2011),

kuratiert hat Cecilia Alemani.

STADT

Jedes Jahr im Sommer gedenkt die LGBTIQ*-

Community mit ihren CSD-Paraden und

Straßenfesten (fast) weltweit der Aufstände und

Demonstrationen auf der Christopher Street

1969 in New York. Nachdem sich damals mutige

Queers in der Szene-Bar „Stonewall Inn“ tagelang

aus Protest gegen andauernde Polizeirazzien

verschanzt hatten, ging alles los, was wir heute

feiern. In Berlin soll am 23. Juli queer, farbenfroh,

divers und politisch demonstriert werden.

epaper.männer.media

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IMPRESSUM

Herausgeber:

Christian Fischer (cf) &

Michael Rädel (rä)

Chefredakteur:

Michael Rädel (rä) (V.i.S.d.P.)

Stellv. Chefredakteur:

Christian Knuth (ck)

BESUCHERADRESSE:

Köln: T: 0221 29497538,

termine@rik-magazin.de,

c.lohrum@rik-magazin.de

Berlin: Degnerstr. 9b, 13053 Berlin,

T: 030 4431980, F: 030 44319877,

redaktion@blu.fm

Hamburg: T: 040 280081-76 /-77,

F: 040 28008178, redaktion@hinnerk.de

Frankfurt: Kaiserstr. 72,

60329 Frankfurt, T: 069 83044510,

F: 069 83040990,

redaktion@gab-magazin.de

München: T: 089 5529716-11,

redaktion@leo-magazin.de

MITARBEITER:

Jonathan Fink, Christian Knuth (ck),

Thomas Wassermann, Steffen Rüth,

Dirk Baumgartl (dax)

Lektorat (ausgewählte Texte):

Tomas M. Mielke,

www.sprachdesign.de

Grafik: Janis Cimbulis, Susan Kühner

Cover: Model: Jonnyfoe, Pepsi

Foto: Eli X. Scherer

ANZEIGEN:

Berlin: Christian Fischer (cf):

christian.fischer@blu.fm

Ulli Pridat: ulli@blu-event.de

Martin Naujoks:

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VERLAG:

blu media network GmbH,

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Verwaltung: Sonja Ohnesorge

Geschäftsführer:

Hendrik Techel, Christian Fischer (cf)

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24784 Westerrönfeld

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Kuckuck

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4 STADT

Community

SEXY PAUL

Ein queerer Blogger, bärtiger

OnlyFans-Stern und tabuloser

Twitter-König mit sexy Optik:

Paul Wagner selbst sagt über

sich, er sei „ein Star, der am

Comeback arbeitet“. Geboten

wird dem geneigten Follower

auf den verschiedenen Profilen

blonder Bart, wallendes Brusthaar,

verträumte Landschaft

und schwule Vollerotik … also

eigentlich wie überall. ABER:

Paul Wagner macht es dann

doch etwas entspannter,

weniger bemüht und vor

allem nicht so arrogant wie die

anderen queeren Influencer,

die mit ihrer Optik betören

wollen. *rä

www.instagram.com/

therealpaulwagner

FOTOS: @THEREALPAULWAGNER

2022 wird queer, so düster die Kriegsund

Klimawandelzeiten auch sein

mögen. Denn vereint wird diese Welt besser!

Daher gibt es einen Pride Month, der an die

Aufstände Ende der 1960er in der New Yorker

Stonewall-Bar und an die Demonstration

auf der Christopher-Street erinnern soll. Aber

auch – besonders – die hiesigen Projekte und

Entwicklungen, Subkulturen und Organisationen

stehen im Fokus.

Vom 28. Juni bis zum 24. Juli werden

Berliner*innen und Berlin-Besucher*innen

viele Chancen haben, die LGBTIQ*-Communitys

Berlins neu für sich zu entdecken.

Denn der CSD e. V. will es ab diesem Jahr

nicht mehr dabei belassen, „nur“ zu einer

Demonstration einzuladen.

„Wir wollen uns und allen anderen einen

Monat lang zeigen, wofür wir am 23. Juli

unter dem Motto ,United in Love! – Gegen

Hass, Krieg und Diskriminierung‘ demonstrieren,

wo wir als queere Menschen gerade

stehen, wie viele wir sind und was noch zu

tun ist“, verrät der Verein via E-Mail.

Der Pride Month Berlin sei ein fortgesetzter

Versuch, langfristige Impulse zu setzen,

Themen anzustoßen, „aber nicht auszudiskutieren,

Perspektiven zu wechseln, aber

PRIDE

Berlin: Ein ganzer Monat CSD

nicht festzuschreiben“. Der Berliner CSD e. V.

wolle so zum vielsprachigen, kontinuierlichen

Dialog mit und in den queeren Communitys

beitragen. Es sollen sowohl reale

als auch virtuelle Möglichkeiten genutzt

werden, um Safe Spaces für Begegnungen

zu schaffen und Zugangsmöglichkeiten

niedrigschwellig anzubieten.

„Wir wollen queere Ideen, um diese Spaces

zu gestalten, geben Raum für Communitys,

sich selbst abzubilden, wollen nicht nur

repräsentieren, sondern Repräsentanz möglich

machen. Der Pride Month Berlin ist offizieller

Programmpartner des 90-tägigen Projekts

Kultursommerfestival Berlin 2022. Obwohl wir

viel mehr vorhaben als Kultur. Unser Privates

ist nach wie vor politisch“, so Patrick Erhardt

vom CSD-Vorstand. „Mit diesem Projekt und

Rahmen setzen wir einen Grundstein für

zukünftige Jahre. Wir schaffen mehr Raum für

unsere Community, all ihre Bestandteile, und

wollen natürlich nicht nur Kunst, Aktivismus

und Kultur miteinander verbinden, sondern

Berlin zu einer echten Regenbogenhauptstadt

mit einem Pride Month und Angeboten aller

Besucher*innen schaffen.“ Eine tolle Idee, ein

wichtiges Signal und eine grandiose Möglichkeit

für LGBTIQ*-Sichtbarkeit zu sorgen. Die

blu Mediengruppe ist dabei. *rä

FOTO: H. V. SCHIMMER

Savignyplatz 07-08 | 10623 Berlin

030-318.64.711 | www.habitare.de

Mo. bis Fr. 10 - 19 Uhr | Sa. 10 - 18 Uhr

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Regalserie „PANKOW“, weiß lackiert

mit Kanten in Schichtholzoptik.

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Eichen- oder Walnussholz sowie in

Betonoptik erhältlich!


PRIDE

CSD-Demonstration

Am 23. Juli 2022 findet der 44. „Christopher Street Day“ in Berlin statt.

STADT 5

FOTO: M. RÄDEL

Das Motto für den 2022er-CSD in

Berlin ist „United in Love! Gegen

Hass, Krieg und Diskriminierung“.

Es ging im April in großer Runde

als Sieger aus den Top 10 der

eingereichten Ideen aus der Community

(wir berichteten) hervor.

Entschieden hat ein basisdemokratisches

Gremium – und das nahezu

einstimmig, so der CSD Berlin e. V.

Jedes Jahr im Sommer gedenkt

die LGBTIQ*-Community mit ihren

CSD-Paraden und Straßenfesten

(fast) weltweit der Aufstände

und Demonstrationen auf der

Christopher Street 1969 in New

York. Nachdem sich damals mutige

Queers in der Szene-Bar „Stonewall

Inn“ tagelang aus Protest gegen

andauernde Polizeirazzien verschanzt

hatten, ging alles los, was

wir heute feiern. In Berlin wird am

23. Juli queer, farbenfroh, divers und

politisch demonstriert werden. *rä

csd-berlin.de

DEMO

Tuntenspaziergang

Anfang Juli sorgen sie wieder Sichtbarkeit und

provozieren (leider immer noch) die Hater und

Spießer. Mutige Aktivist*innen werden beim 2022er-

„Tuntenspaziergang“ zeigen, dass eine vielfältige Welt

keinem schadet, aber alle glücklicher machen kann.

FOTO: H. V. SCHIMMER

Los geht es am 9. Juli um 14 Uhr am „Denkmal

für die im Nationalsozialismus verfolgten Homosexuellen“,

dann marschiert, stöckelt, läuft und

demonstriert die queere Demonstration zum Potsdamer

Platz und über die Potsdamer Straße über

die Langenscheidtstraße zur AHA-Berlin, wo die

Demo endet. Im Chat auf Facebook verrät Sophia

Solaris über die Beweggründe für den „Tuntenspaziergang“,

dass sie und ihre Mitstreiter*innen

die Welt „ein klitzekleines bisschen bunter,

verständnisvoller, liebe- und lichtvoller“ machen

wollen. Bisher ist ihnen das geglückt, wie die hier

zu sehenden Bilder vom letzten Jahr zeigen. *rä

STADTFEST

Europas größtes lesbisch-schwules Stadtfest

Zum 28. Mal wird die Community im queeren

Traditionskiez zusammenkommen, um

sich auszutauschen, zu informieren und

zusammen ein Signal der Lebensfreude

und Diversität zu senden. Sichtbarkeit

macht Mut!

Am 16. und 17. Juli ist es ab 11 Uhr so weit,

das Stadtfest lädt ein. Auf der Homepage

des Stadtfests wird umfassend informiert:

„Täglich ab 11 Uhr präsentieren sich auf

20.000 m 2 in der Motz-, Eisenacher-, Fuggerund

Kalckreuthstraße die sechs Stadtfest-

Welten: Filmwelt, Politikwelt, Positivenwelt,

Radiowelt, Sportwelt und Wellness- und

Gesundheitswelt sowie das breite Spektrum

lesbischer, schwuler, bisexueller und

transidentischer Projekte, Vereine und Organisationen.“

Wen wir hier schon trafen, wer

mitmacht? Unter anderem Mann-O-Meter,

die AHA-Berlin, Lars Deike, das Connection,

der Hafen, das Romeo und Romeo und auch

die Aids-Hilfen. Der Kiez am Nollendorfplatz

sorgt mit weit über 350.000 Besucher*innen

aus der ganzen Welt für LGBTIQ*-Kultur in

der Stadt: So gibt es unter anderem die Connection-Bühne

mit House und Techno, die

FrauenLesbenTrans*Bühne, Queere Medien

mit einem Mix der queeren Kleinkunstszene

und natürlich die Politik-Talkshow „Das wilde

Sofa“ auf der „Stadtfestbühne“.*rä

www.stadtfest.berlin

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Alle Möbel der Serie MILANO

sind matt weiß lackiert und

mit einem Kabeldurchlass

im Top, sowie einer mit Stoff

bespannten Klappe zur Bedienung

ferngesteuerter Geräte,

ausgerüstet.

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6 Stadtgespräch

JUBILÄUM

SPIELBANK BERLIN

am Ku‘damm feiert

Wir gratulieren! Seit einem Jahr hat der Berliner Prachtboulevard

in der City West eine neue Sehenswürdigkeit: Am

Kurfürstendamm 31 an der Ecke Uhlandstraße residiert im

ehemaligen BWM-Haus die Spielbank Berlin.

Sony Music:

noch bunter mit EYO!

„Diversity Matters!“ Eine Aussage, die gerade im Pride

Month aus vielen Richtungen zu hören ist. Für das Major-

Label Sony Music ist es aber auch ein wichtiger Unternehmenswert

und zwar das ganze Jahr.

Martin Staudigl, Vice President

People Experience GSA bei

Sony Music, hierzu: „Sony

Music lebt Diversität. Denn

wir wollen so vielfältig sein

wie unsere Artists. So bunt

wie unsere Audiences. So

divers wie alle Musikliebenden.

Und LGBTQI+ Diversity ist

ein wichtiger Teil davon. Wir

wollen als kulturschaffendes

Musikunternehmen eine

Realität gestalten, in der sich

alle LGBTQI+ Talente als sie

selbst und diskriminierungsfrei

entfalten können. Dazu

gehören auch inklusive interne

Strukturen und zwar das

ganze Jahr.“

Neben der Teilnahme an

LGBTQI+ Karrieremessen,

internen Weiterbildungsformaten

und Führungskräftetrainings

im Bereich

LGBTQI+ Diversity, war für

Sony Music die Gründung der

Mitarbeitenden-Initiative „EYO

– Embrace Yourself & Others“

Anfang 2022 ein weiterer

wichtiger Schritt.

EYO besteht aus LGBTQI+

Beschäftigten und Allies

innerhalb von Sony Music

Deutschland, Österreich und

der Schweiz.

Auf dem Plan von EYO stehen

Panel Talks, Events, Info-Posts

und Mitwirkung bei Guidelines

zu LGBTQI+ Themen, die

die Mitarbeitenden-Initiative

gemeinsam mit dem People

Experience und Communications

Team plant und umsetzt.

Die Unterstützung von EYO

bei der Sticks & Stones sowie

bei der Mitgestaltung der

Teilnahme von Sony Music

beim CSD Berlin 2022 bilden

den Startschuss für eine

erfolgreiche Zusammenarbeit.

Das markante Landmark-Gebäude wurde im Inneren

umfassend umgebaut, um so ein modernes und elegantes

Casino zu erschaffen, das ein Spielerlebnis der Extraklasse

verspricht. Auf einer Spielfläche von rund 1.000 Quadratmetern

auf zwei Ebenen bietet das Casino im Obergeschoss

das sogenannte „Klassische Spiel“ an fünf Tischen mit einem

Ultimate-Texas-Hold’em-, zwei American Roulette- und zwei

Black-Jack-Tischen, die von 40 TouchBet-Roulette-Stationen

ergänzt werden. Das Highlight im Obergeschoss ist der

lichte Lobbybereich mit einem spektakulären Blick auf den

Kurfürstendamm. Nach dem Passieren des Empfangs im Erdgeschoss

hat der Gast die Wahl zwischen 100 Spielautomaten

der modernsten Generation. Auf beiden Ebenen rundet ein

vielfältiges gastronomisches Angebot das Besuchserlebnis ab.

Gerhard Wilhelm, Sprecher der Geschäftsführung der

Spielbank Berlin: „Die Spielbank Berlin und der weltberühmte

Kurfürstendamm gehören einfach zusammen, das belegt

die sehr gute Besucherresonanz in unserem ersten Jahr.

Die Standortqualität ist unvergleichbar und zieht neben

Touristen und Berliner Gästen auch zahlreiche Prominente an“.

Insgesamt verfügt die Spielbank Berlin in der Hauptstadt über

vier Standorte: Am Potsdamer Platz, am Alexanderplatz, an der

Ellipse Spandau und am Kurfürstendamm.

Spielbank Berlin, Ku’damm 31, täglich 11 – 3 Uhr

LIFESTYLE

PEEP Shopping Night

FOTO: NP-PHOTO-GRAPHY.COM

Traditionell zum Berliner Christopher Street Day laden die

GALERIES LAFAYETTE gemeinsam mit blu zur legendären PEEP

Shopping Night ein. Am Freitag, dem 22. Juli 2022 wird es

nach zwei Jahren Pause endlich wieder bunt, wild und feuchtfröhlich

– also packt die Badehose ein! Denn unter dem Motto

SPLISH SPLASH könnt ihr von 19 bis 23 Uhr ausgelassen

und nach Herzenslust feiern und shoppen: mit Drags und

Drinks, heißen Club-Tunes, wildem Entertainment und tollen

Aktionen auf allen

22.7., PEEP Shopping Night, Etagen.Galeries

Lafayette, Friedrichstr. 76 – 78, Berlin,

www.galerieslafayette.de/peep22


ENTSCHLOSSEN

SPORTLICH.

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Elektrische Reichweite (WLTP) in km: 203 – 234; Spitzenleistung: 184 PS (135 kW).

Bei Riller & Schnauck lieben wir es bunt. So bunt und vielfältig wie das Leben selber:

Am Christopher Street Day, im Pride Month und an jedem anderen Tag im Jahr.

Riller & Schnauck GmbH

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Offizielle Angaben zu Stromverbrauch und elektrischer Reichweite wurden nach dem vorgeschriebenen Messverfahren ermittelt und entsprechen der VO (EU) 715/2007 in

der jeweils geltenden Fassung. WLTP-Angaben berücksichtigen bei Spannbreiten jegliche Sonderausstattung. Für seit 01.01.2021 neu typgeprüfte Fahrzeuge existieren die

offiziellen Angaben nicht mehr nach NEFZ, sondern nur noch nach WLTP. Weitere Informationen zu den Messverfahren NEFZ und WLTP finden Sie unter www.mini.de/wltp.

Weitere Informationen zum offiziellen Kraftstoffverbrauch und den offiziellen spezifischen CO 2

-Emissionen neuer Personenkraftwagen können dem „Leitfaden über den Kraftstoffverbrauch,

die CO 2

-Emissionen und den Stromverbrauch neuer Personenkraftwagenmodelle“ entnommen werden, der an allen Verkaufsstellen, bei der Deutschen Automobil

Treuhand GmbH (DAT), Hellmuth-Hirth-Str. 1, 73760 Ostfildern und unter https://www.dat.de/co2/ unentgeltlich erhältlich ist.


8 Stadtgespräch

NACHGEFRAGT

ZOE RASCH

vom CSD Berlin e. V.

FOTO: U. PRIDAT

Sie ist Kuratorin des Pride Month, wir

telefonierten mit ihr anlässlich der

kommenden Demonstration und des Pride

Months.

Du bist zum ersten Mal Kuratorin,

wie läuft es denn?

Sehr gut! Wir haben das erste Mal einen

Pride Month Berlin ins Leben gerufen,

hierbei arbeite ich freudig und aufgeregt

über das Schöne und Bunte, das wir

zusammengestellt haben, mit Paul Schulz

und Patrick Ehrhardt zusammen.

Wie wollt ihr noch diverser werden?

Stichwort Frauenpower.

Frauenpower ist immer gut. Frauenpower

heißt für mich starke Weiblichkeiten – und

davon gibt es ganz verschiedene in

unserer Community. Sie müssen sich in

die erste Reihe stellen oder eben (noch)

gestellt werden. Das sehen wir natürlich

als Aufgabe! Unser Programm spiegelt die

Diversität der Szene, das ist unser Ziel.

Diese vielen kleinen Gruppierungen und

Bedürfnisse abzubilden.

2022, ein Jahr im Zeichen des

Ukraine-Kriegs. Wie kann der Pride

Month dazu beitragen, zu helfen?

Wir haben es ermöglicht, dass Quarteera

einen Abend, am Montag, den 18. Juli, im

Klub Gretchen einen Abend veranstalten.

Wir freuen uns total darüber, dass wir vielen

queeren ukrainischen Künstler*innen

dadurch einen Raum geben können. Und

natürlich durch Spenden …

Was ist die größte Herausforderung

in Sachen Pride Month?

Der Anspruch auf Vollständigkeit, denn

das ist fast nicht zu schaffen. Wir sind ein

kleines Team dieses Jahr, daher gilt noch

mehr: Qualität statt Quantität. Wir hoffen

aber, dass wir alle ansprechen und dass

sich viele angesprochen fühlen.

Die Berliner Community ist auch von

Streitigkeiten geprägt …

Ehrlich gesagt, habe ich mich mit den

Grabenkämpfen gar nicht auseinandergesetzt.

Für uns ging und geht es um

Empowerment und um das große Ganze.

Wir haben tollen Zuspruch erfahren von

Gruppierungen und Persönlichkeiten, die

wir vorher gar nicht kannten.

Was sind deine Highlights im Pride

Month?

Ein erstes Highlight wird am 28. Juni im

Haus Zenner die Opening Night sein. Diese

machen wir zusammen mit den Queens

Against Borders. Genau am Stonewall-Tag

vereinen wir Politik und Entertainment und

die Community, die für uns aufstand! Und

das alles als Event for free.

Wir haben auch zwei Voguing-Happenings,

einmal outdoor, einmal indoor. Am 6. Juli

wird im Haubentaucher – direkt am Pool –

unter blauem Himmel gevoguet, das wird

sicher toll! Und wir streben an, ein paar

FLINTA-Pop-up-Bar-Termine in Berlin zu

organisieren. Das ist für den Juli ebenfalls

ein Highlight, auf das ich mich sehr freue.

Wenn der Pride Month rum ist, wie

erholst du dich dann?

Ich liebe es, unter Menschen zu sein. Aber

nach dem Pride Month werde ich mich

erst mal an einen Brandenburger See

zurückziehen und nichts tun!

*Interview: Michael Rädel

www-csd-berlin.de


FESTIVAL

Der 2022er-

„CSD am See“

Stadtgespräch 9

FOTOS: M. RÄDEL

Die LGBTIQ*-Community zeigt

sich und sorgt für Sichtbarkeit im

Pride Month. Und sie feiert zusammen!

Zum Beispiel bei „CSD“ am See am 8.

und 9. Juli.

Angekündigte Stars sind unter anderem

Simon LaCoste, Maria Imania, Blümchen,

Marcel Mann, Bürger Pe sowie Ellie

Caballé und Amy Strong. Wer sich gerne

zeigt, der kommt hier auch auf seine

Kosten! „Die heißeste Badehose gewinnt

eine Flasche Champagner! Auch Platz 2

und 3 werden prämiert“, so Veranstalterin

Nina Queer. Zwei bunte Tage, die die Vielfalt

der Community feiern und dir dank

vieler Stars eine gute Zeit bescheren werden.

Ein volles und abwechslungsreiches

Bühnenprogramm, Musik angesagter DJs,

Dragqueens und das herrliche Strandbad

Grünau – so macht der Sommer noch

mehr Spaß! *rä

AMY + NINA

8.7. und 9.7., CSD am See,

Strandbad Grünau, 12 – 23:59 Uhr,

Sportpromenade 9, 12 Uhr SIMON LACOSTE ELLIE CABALLÉ

LuB Akademie GmbH

Lern- und Bildungsakademie

JETZT IST LECKZEIT!

6 × in Berlin

auch Motzstraße 17

www.vanille-marille.de


10 Stadtgespräch

TITELSTORY

JONNY FOE und PEPSI:

„Denkmuster konstant hinterfragen“

Auf Social Media erfreut der in

Hamburg beheimatete Digital

Creator Jonny Foe hunderttausender

Follower mit seinem

Reise-Content, Jonny ist aber auch bei

Pepsi mit am Start. Wir sprachen mit dem

Weltenbummler und mit Larissa Ulbrich,

Talent Acquisition Lead DACH / PepsiCo.

über Diversity.

Jonny, du reist um die ganze Welt,

vermisst du da Hamburg nicht?

Reisen ist ein sehr großer Teil meianes Lebens

und das ist auch gut so. Reisen bedeutet Freiheit

für mich und es gibt noch so viele schöne

Orte auf diesen Planeten. Hamburg ist mein

Zuhause, mein Heimathafen. Nirgendwo fühle

ich mich so wohl, habe meine besten Freunde

und meine Familie um mich herum.

Wie bringst du Themen wie Queerness

und Diversity an deine Follower?

Auf meinen Social Media Accounts thematisiere

ich die Themen Queerness und Diversity

in zahlreichen Beiträgen. Sei es mit Reaction

Videos auf Hasskommentare auf TikTok,

Videos mit meinem Verlobten auf unseren

Reisen oder mit Transition-Videos auf Instagram.

Meine Homosexualität ist ein Teil meiner

Person. Ein Teil, auf den ich sehr stolz bin

und das muss ich vor niemanden verstecken.

Besonders glücklich macht es mich, wenn mir

Personen aus meiner Community schreiben

und mir mitteilen, dass sie sich aufgrund von

meinen/unseren Videos geoutet haben.

Wie kamst du in Kontakt mit Pepsi?

Mit Pepsi kam ich das erste Mal in 2020

in Kontakt. Die Zusammenarbeit wurde in

diesem Jahr aber nochmals verstärkt, da wir

uns zusammengesetzt haben und beide

ähnliche Ideen und Ansätze hatten, wie wir

einen positiven Impact auf die Gesellschaft

haben können.

„Vielfalt hat einen

unschätzbaren

Wert für uns als

Gemeinschaft“

Larissa, was bedeutet Diversität

eigentlich?

Diversität bedeutet, alle Menschen gleichermaßen

zu sehen und zu berücksichtigen.

Das ist besonders im Hinblick auf jene unter

uns wichtig, die heute noch immer zu oft an

den Rand gedrängt werden: BIPoC, queere

Menschen, Menschen mit Behinderung,

Menschen unterschiedlichen Glaubens,

Überzeugung, Bildung etc. Für mich persönlich

ist Diversität gegenseitiger Respekt:

Wir erkennen an, wie andere Menschen

in unserem Umfeld aufgewachsen sind,

sehen die Unterschiede in den Prägungen,

Erfahrungen, Möglichkeiten, die jemand

gehabt hat und lernen daraus etwas für die

Gemeinschaft. Vielfalt hat einen unschätzbaren

Wert für uns als Gemeinschaft.

Warum ist Diversity für PepsiCo

wichtig?

Diverse Teams sind für uns der Schlüssel zu

besseren Lösungen, Innovationen und damit

letztendlich Produkten, die eine große Mehrheit

der Verbraucher*innen ansprechen. Um

Diversität zu gewährleisten, investieren wir

viel Zeit und Energie in die Schnittstellen, die

Diversität bei PepsiCo beeinflussen. Wir trainieren

unsere Mitarbeiter*innen zum Beispiel

explizit in Themen wie Unconscious Bias

und wie man diesen verhindert, wir gestalten

unseren Recruiting Prozess divers, d.h.

inkludieren aktiv unterschiedliche Interviewer

und damit Perspektiven und Meinungen. Wir

wollen dies bei unseren eigenen internen

Prozessen aber nicht belassen, sondern

uns als Unternehmen aktiv positionieren.

Wir feiern zum Beispiel schon zum dritten

Mal die „power of diversity week“ in Europa,

wo wir uns quasi eine ganze Woche lang in

Webinaren, Veranstaltungen und Content

mit dem Thema Diversity beschäftigen. Ein

globales Beispiel ist der Pride Month, den wir

jährlich im gesamten Unternehmen feiern.

Was hat Diversität mit Realness zu tun?

Die Verbindung liegt für mich auf der

Hand: Gen Z (genau wie andere [Talent-]

Generationen) wollen in den Medien das

Bild einer Gesellschaft sehen, dass sich

mit ihrer eigenen Lebenswirklichkeit deckt


Für aktuelle

Informationen

zum Event hier scannen:

und authentisch ist. Weiße Männer mit grauen Haaren und

Maßanzügen oder völlig überholte Schönheitsideale bilden

nicht die Vielfalt unserer Gesellschaft ab. Sie sind auch

nicht repräsentativ für ein Unternehmen wie PepsiCo. Wir

versuchen, Produkte für alle anzubieten und Arbeitgeber für

jede Art von Talent zu sein. Realness und Diversity spielen

auch bei Pepsi MAX eine große Rolle: Diesen Sommer

schafft Pepsi MAX ein Symbol gegen die Fake Werbe- und

Social Media-Welt – und startet so eine Diskussion in der

Presse, im TV und auf Social Media. Ein starkes Anti Fake

Statement. Jetzt heißt es: Follow Your Taste – Folge deinem

Geschmack, egal ob he / him oder they / them. Realness

bedeutet auch, so zu sein wie man ist und andere zu

tolerieren und zu respektieren, wie sie sind. Realness und

Diversität gehen also Hand in Hand.

FOTOS: ELI X. SCHERER

PEEP SHOPPING NIGHT

22. JULI 19-23 UHR

MIT DJS, DRAGS UND HEISSEN AKTIONEN

EINTRITT FREI

Spl i s h !

Spl a sh!

„Realness und Diversität

bedingen einander“

Wird das diverse Utopia irgendwann Realität?

Die vergangenen Jahre haben den Zusammenhalt in der

Gesellschaft herausgefordert. Für uns als Gesellschaft

muss es darum gehen, allen gleichermaßen wieder eine

Stimme zu geben und Teilhabe zu ermöglichen. Das bleibt

eine große Aufgabe, die uns noch lange beschäftigen wird.

Beruflich können wir diese Hürden meistern, indem Diversität

weiterhin alle Unternehmensprozesse beeinflusst

und wir achtsam bleiben: Konstant den Blick nach außen

richten um Trends und Entwicklungen zu identifizieren

und so veraltete Denkmuster konstant zu hinterfragen.

FRIEDRICHSTRASSE 76-78, BERLIN


12 Stadtgespräch

VIKTOR MAKHNOV,

Ukrainer und Künstler

FOTOS: ARRIDEO.PHOTOGRAPHY

Russlands Überfall auf die Ukraine

hat uns allen bewusst gemacht,

wie fragil unsere Welt ist, wie schnell sich

Dinge ändern können. Wir chatteten mit

Viktor Makhnov, einem queeren Künstler,

der als Kriegsflüchtling in Lviv lebt.

Deine Heimat wird von Russland

angegriffen. Magst du darüber reden?

Zuerst wussten wir nicht, was wir tun sollten,

lasen nur die Nachrichten auf Telegram-

Kanälen. Wenn wir Bomben explodieren

oder Waffen schießen hörten, gingen wir in

den Keller. Mit meiner betagten Mutter und

meinem Vater mussten wir uns mehrere

Tage im schmutzigen Keller verstecken,

besonders nachts. Einige Geschäfte wurden

geöffnet und wir konnten trotz langer

Menschenschlangen etwas zu essen kaufen.

Am 1. März teilte mir meine Mutter mit,

dass ihr ihre Antidiabetes-Medikamente

ausgegangen seien, und mein Freund

und ich begannen, in der Gegend nach

Medikamenten zu suchen. Viele Apotheken

waren geschlossen, aber wir fanden eine

funktionierende und schlossen uns der langen

Schlange von Menschen an, die draußen

warteten. Plötzlich flog eine Rakete und ein

Teil davon schlug in einiger Entfernung von

der Menschenschlange auf dem Boden auf.

Bülowstr. 101 | 10783 Berlin


Alle hatten Todesangst. Endlich bekamen wir

die Medikamente. An diesem Tag entschied

ich, dass wir meine Eltern evakuieren

müssen.

Normalerweise dauert der Weg von unserem

Zuhause zum Bahnhof 40 Minuten mit der

U-Bahn. An diesem Morgen versuchten

wir vergeblich, ein Taxi zu rufen. Tausende

von Menschen taten dasselbe. Schließlich

erzählte ein Nachbar, er habe es geschafft,

die Telefonnummern von Taxifahrern

zu bekommen, die Leute zum Bahnhof

brachten. Die normale Gebühr vor dem Krieg

betrug 70 Griwna, aber wir mussten 1.000

UAH bezahlen. Auf dem Weg zum Bahnhof

konnten wir die Stadt nicht wiedererkennen:

Gebäude und Schulen zerstört, Autos

beschädigt, Schaufenster zerbrochen. Als wir

am Bahnhof ankamen, traf eine Rakete das

nahe gelegene Gebäude. Wir verbrachten

ungefähr sechs Stunden am Bahnhof mit

Tausenden anderen Menschen, die vergeblich

versuchten, einen Evakuierungszug zu

bekommen. Menschenmassen versuchten,

in Züge einzusteigen, Menschen schrien,

Frauen und Kinder weinten. Die Züge waren

vollgestopft mit Menschen, ihrem Gepäck

und Tieren – Hunden, Katzen, Vögeln, Hasen


Dann beschlossen wir, das Bahnhofsgebäude

zu verlassen, um zu den Bahnsteigen

zu gelangen. Und es war die richtige

Entscheidung, weil wir hörten, dass ein

zusätzlicher Evakuierungszug nach Winnyzja

angekündigt werden sollte. Wir liefen zum

nächsten Bahnsteig und schafften es, zwei

Plätze für meine Eltern zu ergattern. Sie

hatten ihre Plätze, während mein Freund

und ich den ganzen Weg stehen mussten.

Normalerweise dauert es je nach Zug etwa

6–8 Stunden, um nach Winnyzja zu gelangen,

aber wir haben mehr als 14 Stunden

im Zug verbracht. Ohne funktionierende

Toiletten. Irgendwann war ich so müde, dass

ich dachte, ich würde hinfallen. Ich legte

mich zu Füßen der Leute auf den Boden

und schaffte es, 20 Minuten zu

schlafen. Als wir in Winnyzja

ankamen, mussten wir

auf einen weiteren Zug

nach Ternopil warten,

wo meine Verwandten

in der Nähe wohnten.

Wir blieben mehrere

Tage dort und dann

gingen meine Eltern

ins Ausland, während

wir in Ternopil blieben. Wir

wohnten bei Verwandten,

in einem Studentenwohnheim

und dann in einer Schule, die zu einem

Flüchtlingsheim umgebaut wurde, und in der

Wohnung eines schwulen Mannes, der uns

kostenlos bei ihm wohnen ließ.

Wie geht es der Familie?

Jetzt ist meine ganze Familie in Sicherheit,

während ich allein in der Ukraine bin. Meine

Eltern wurden Flüchtlinge in der Slowakei,

während mein Freund die Möglichkeit hatte,

die Ukraine zu verlassen (er wurde wegen

seines Gesundheitszustands aus dem

Militärdienst entlassen) und zum Arbeiten

nach Polen zu gehen. Er hat zwei Kinder im

schulpflichtigen Alter zu ernähren, er war

früher verheiratet. Ich bin nach Lemberg

gezogen. Ich hatte das Glück, einen Nebenjob

als Fotograf für einen kommunalen Kulturbetrieb

zu finden. Ich wohne kostenlos in

einer provisorischen Unterkunft für LGBTIQ*-

Menschen, aber ich muss sie bald verlassen

und ein Zimmer in einer Wohnung mieten.

Oder mir eine andere Unterkunft suchen.

Fühlst du dich als queerer Mensch

besonders gefährdet?

Stadtgespräch 13

Es ist jetzt in der Ukraine wegen des Krieges

und der russischen Raketen für niemanden

völlig sicher. Die andere Sache, als Russen

in den ersten Tagen des Krieges in

den Straßen von Charkiw waren,

verspürte ich Panik und

Schrecken, nicht nur weil

ich queer bin, sondern

auch ein Patriot meines

Landes. Ich liebe die

Ukraine und ich habe

die ukrainische Nationalflagge

auf meinen

Avataren auf Facebook

und Instagram, und ich habe

Beiträge über den Krieg geteilt.

Ich hatte Angst, dass sie mich

töten würden, wenn sie Charkiw besetzen.

Glücklicherweise wurden die Russen dank

der tapferen ukrainischen Armee aus der

Stadt vertrieben.

Hier im Westen der Ukraine ist die

allgemeine Bevölkerung viel traditioneller als

in Charkiw. Ein Typ im Studentenwohnheim

sagte, er würde Schwule töten, und wir

mussten das Wohnheim verlassen, weil

es zu gefährlich für uns wurde zu bleiben.

Manche Menschen zeigen Intoleranz gegenüber

der LGBTIQ*-Community und unsere

Lebensweise. Als Teil der künstlerischen

Gemeinschaft hier in Lemberg treffe ich

jedoch aufgeschlossene Menschen, denen

meine Orientierung und mein Privatleben

egal sind. Sie unterstützen mich und andere

LGBTIQ*-Menschen sogar.

*Interview: Michael Rädel

linktr.ee/arrideo, campsite.bio/arrideo,

www.instagram.com/arrideo.photography

Das ganze Interview gibt es auf

männer.media

LGBT FRIENDLY

LAWS

CALIFORNIA FERTILITY CLINIC

USA

Bakersfield

Santa Barbara

Los Angeles

San Bernardino

www.tlcfertility.de

Palm Springs

kontakt@tlcfertility.de

San Diego

Der Standort unserer Praxis in Los Angeles wurde nicht zufällig

gewählt. Die rechtlichen Rahmenbedingungen in Kalifornien

ermöglichen uns alle modernen reproduktionsmedizinischen

Maßnahmen optimal für unsere Patienten zu nutzen.

In Sachen Kinderwunschbehandlung ist Kalifornien einer der

weltweit liberalsten Staaten. Somit ist die Erfüllung eines

Kindeswunsches für alle Familienmodelle, unabhängig vom

Familienstand, sexueller Orientierung oder Herkunft, möglich.


14 Stadtgespräch

INTERVIEW

JOCHEN SCHROPP

„gehofft, dass ich vielleicht doch auf Frauen stehe“

Sein Coming-out 2018 sorgte

außerhalb der Szene für

Aufsehen, minderte aber nicht seine

Beliebtheit in der breiten Öffentlichkeit.

Jochen Schropp war und ist

regelmäßig bei „Big Brother“, „Sat.1-

Frühstücksfernsehen“, „The X Factor“

sowie Komödien wie „Popp Dich

schlank!“ und Serien wie „Polizeiruf

110“ zu erleben.

Die SOS-Kinderdörfer unterstützen

junge Menschen, indem sie ihnen bei

ihrer Identitätsfindung zur Seite stehen.

Warum ist es besonders für junge

Menschen wichtig, dass sie in dieser

Situation Unterstützung erhalten?

Als ich bei mir noch nicht so richtig wusste,

wo die Reise hingeht, welche sexuelle

Orientierung ich habe, hatte ich niemanden

um mich herum. Und ich glaube, das wäre

für mich ganz, ganz wichtig gewesen, wenn

ich in meinem Umfeld Menschen gehabt

hätte, die die richtigen Fragen gestellt hätten

oder einfach nur unterstützend an meiner

Seite gewesen wären. Denn es ist schon

verwirrend genug, wenn man selbst nicht

weiß, wer man ist und da ist Hilfe von außen

einfach Gold wert.

Wie war die Phase der Identitätsfindung

damals bei Ihnen?

Ich habe die ersten Jahre ja tatsächlich

immer gehofft, dass ich vielleicht doch auf

Frauen stehe, weil ich einfach dachte, dass

das vieles einfacher für mich machen würde.

Ich bin ja außerdem von unterschiedlichen

Jungs-Gruppen auch noch gemobbt

worden, als ich ein Jugendlicher war. Und

insofern war es für mich dann nach einiger

Zeit klar, dass homosexuell zu sein ein

Problem zu sein scheint und falsch wäre.

Und wenn ich damals jemanden an meiner

Seite gehabt hätte, der mir a ein Vorbild ist

und b einen riesen Support gegeben hätte,

dann wäre, glaube ich, vieles einfacher

gewesen. Ich wünschte mir jetzt, dass ich

mich früher jemandem geöffnet hätte, denn

ich habe selber viel zu lange gebraucht, um

Hilfe anzunehmen.

Viele, die gerade mitten in der Identitätsfindung

stecken, fühlen sich in

der Kindheit und Jugend ausgegrenzt

– dadurch fällt es vielen auch schwer,

sich selbst zu akzeptieren. Welche

Tipps haben Sie für junge Menschen,

die gerade in dieser Situation sind?

Ich glaube, wir machen uns immer viel zu

viel Gedanken darum, was alles falsch laufen

könnte. Und ich glaube, wenn wir uns öfter

oder schneller jemandem anvertrauen

würden, dann wäre die Reise nur halb so

wild. Such dir einen Freund, eine Freundin,

vielleicht auch ein Familienmitglied, der oder

dem du vertraust. Und wenn du niemanden

in deinem Umfeld hast, gibt es natürlich

viele Beratungsstellen, die dich mit offenen

Armen empfangen.

In Ihrem Buch „Queer as f*ck“ geben

Sie auch viele Beispiele dafür, dass

die Gesellschaft noch lange nicht so

tolerant ist, wie sie sein sollte. Was

muss sich denn am meisten ändern?

Ich glaube, wir müssen Minderheiten und

Randgruppen einfach mehr zuhören.

Wir müssen die Menschen fragen: „Was

braucht ihr von uns?“; „Wie können wir

euch unterstützen?“. Und wir brauchen

keine Sätze wie, „Boah, müsst ihr eure

Sexualität jetzt wieder in den Vordergrund

rücken?“, oder „Müsst ihr jetzt wieder über

Homosexualität sprechen?“ In Filmen und

Serien machen queere Charaktere 1 Prozent

aus, heteronormative Menschen haben

99 Prozent. Lasst uns doch einfach diese

1 Prozent Sichtbarkeit. Wir müssen einfach

dafür sorgen, dass mehr Sichtbarkeit und

mehr Verständnis da ist.

Sie engagieren sich als Botschafter

seit über 15 Jahren für die SOS-

Kinderdörfer. Was macht die Hilfe

der SOS-Kinderdörfer für Sie

unterstützenswert?

Ich durfte ja schon ein paar SOS-Kinderdörfer

besuchen und war von den SOS-Kinderdorf-

Müttern so begeistert. Die haben ja teilweise

ihre eigenen Familien und trotzdem geben sie

den Kindern, um die sie sich kümmern dürfen,

so viel Liebe und legen so ein Engagement

an den Tag. Das hat mich immer wieder

begeistert und mich wirklich richtig glücklich

gemacht, das zu sehen. Andererseits

bekommen natürlich auch viele Kinder ein

Ferien-Angebot oder Sachen gestellt, die sie

normalerweise in ihrem Leben nicht hätten.

Das finde ich auch bewundernswert. Und

dann darf man ja auch nicht vergessen, dass

sich die SOS-Kinderdörfer darüber hinaus

auch noch für Familien und Kinder in Not

einsetzen, nämlich da, wo aktuell die Hilfe

am meisten gebraucht wird.

*Interview: Christian Röhrich

www.sos-kinderdorf.de

FOTO: N. SCHWARZ


Stadtgespräch 15

FOTOS: M. RÄDEL

TV-Super-Dragqueen Katy

Bähm und ihr Mann Francis

HAPPENING

Tanzgröße Absinthia Absolut

TV-Stern Charlet C. House

Fulminanter CSD-Abschluss

Am 23. Juli lädt der CSD Berlin zum

„House of Pride“ ein, der offiziellen

Party des Berliner CSD 2022.

Gefeiert wird im coolen und populären

Klub Ritter Butzke in der Ritterstraße am

Moritzplatz. Dich erwarten hier sieben

Partybereiche, Essen, Möglichkeiten, sich

näherzukommen und VIPs wie LGBTIQ*-

Aktivistin Gloria Viagra, Podcasterin Miss

Ivanka T. und Influencer und Musiker Strify.

Angekündigte „House of Pride“-

Künstler*innen sind zudem queere Sterne

der LGBTIQ*-Community wie zum Beispiel

TV-Super-Dragqueen Katy Bähm, DJ

Caramel Mafia (bekannt aus dem SchwuZ),

Paul Paillette (vom „Irrenhouse“), DJ und

Influencer Hollywood Tramp aus Hamburg,

DIE Tanzkönigin Absinthia Absolut sowie TV-

Stern Charlet C. House und DJ und Producer

Marc Miroir (von der Party „Members“).

Das „House of Pride“ hat ein mehr als volles

und abwechslungsreiches Programm, das

den Tag der Parade divers und glamourös

in einer erstklassigen Location würdig zum

Konfetti-getränkten Abschluss bringt. Die

Berliner Szene ist extrem vielfältig, hier

kannst du das erleben und dabei eine sehr,

sehr gute Zeit haben. *rä

23.7., „House of Pride - Official Mainparty

CSD Berlin | Berlin Pride“, Ritter Butzke,

Ritterstraße 26, U Moritzplatz, 22 Uhr


16 Stadtgespräch

FOTOS: B. GONZALES

Zusammen mit seinem

Partner hat Christian sich

entschieden, Vater zu werden. Wir

chatteten und telefonierten mit dem

glücklichen Elternteil.

Wann kam der Kinderwunsch auf?

Nach einigen Jahren unserer Beziehung

kam unser Kinderwunsch immer mehr ins

Gespräch und war immer mehr thematisiert

worden. Wir sind zusammen seit 12 Jahren

und seit dem Oktober 2011 verheiratet.

Wie reagiert euer Umfeld auf das

Glück?

In unserem Umfeld sind wir voll integriert

und leben als Regenbogenfamilie komplett

offen. Wir leben in einer Stadt im Allgäu mit

50.000 Einwohner in einem Rand-Stadtteil

mit dörflichem Charakter. Wir gehen zusammen

zum Einkaufen und leben voll integriert

als Regenbogenfamilie. Mein Mann Stefan

ist überwiegend zu Hause, er arbeitet, seit

unsere Tochter ein Jahr ist, wieder Teilzeit

9 Std/Woche. Ich bin Vollzeit angestellt bei

einer Lebensmittelfirma im Außendienst.

Sehr früh, als es die Corona-Bestimmungen

wieder zuließen, waren wir mit unserer

Tochter in einer Kindergruppe, dass sie mit

gleichaltrigen Kindern zusammenkommt,

auch hier waren wir bei den anderen

Familien mit offenen Armen empfangen

worden und schnell integriert. Seitdem

hatte es im Umfeld viele gemeinsame

Kinder-Unternehmungen gegeben, bei

denen wir immer dabei sind. Andere Eltern

erklären ihren Kinder unsrige Regenbogen-

Konstellation bei aufkommenden Fragen,

was dann schnell vom kindlichem Verständnis

zufrieden hingenommen wird. Unser

Umfeld hat uns von Beginn zu unserem

Glück gratuliert und uns in allem bestärkt,

was wir bisher zusammen getan haben. Mit

dem ersten Tag, als wir aus den USA zurück

sind, Maja war 10 Tage alt, hatten wir großartige

Unterstützung von einer sehr netten

Hebamme, die uns hin und wieder besucht

hat und nur staunen konnte, wie prächtig

und rasant sich unsere Maja entwickelt.

Wie kam es zur Zusammenarbeit mit

der Klinik?

Wir hatten uns aktiv im Herbst/Winter 2018

damit befasst, mithilfe des Jugendamtes

ein Kind über die Pflege zu bekommen mit

der Aussicht, dass wir ein Kind auch adoptieren

können. Aber hier sind die Hürden

sehr schwer und leider die Diskriminierung

von Amtsseiten immer noch immens. So

entschieden wir uns zuerst, den Weg zu

gehen über Osteuropa, was aber auch

schnell wegen der Homophobie in den

Ländern abschreckte, und so fanden wir

den Weg in die USA, nach Kalifornien.

Hier wurden wir schnell fündig, hatten

einen ersten einstündigen Video-Call

mit einem deutschen Arzt, der uns

alles näherbrachte und uns sehr

gerne helfen wollte, unseren

gemeinsamen Kinderwunsch

zu erfüllen. Durch eine

NACHGEFRAGT

Zwei Papas, eine Familie und

eine wunderbare Reise

Samenspende mit Kryokonservierung

hier in Deutschland und anschließendem

Versand in die USA, Kalifornien, ging die

Kinderwunschreise los. Anfang 2020 kam

die Coronapandemie, die Geburt unserer

Tochter war erwartet Anfang Mai. Trump

machte am 13.3.2020 um null Uhr die

USA auf unbestimmte Zeit für alle Nicht-

USA-Bürger dicht. Am 13.3.2020 um 21:30

Ortszeit JFK New York haben wir es noch

geschafft, in die USA reinzukommen, und

machten uns auf einen abenteuerlichen

Weg nach Kalifornien, was wir auch

schafften, um pünktlich dabei zu sein bei

der Geburt unserer Tochter.

*Interview: Michael Rädel

www.instagram.com/picturechrisy,

www.tlcfertility.com


18 Stadtgespräch

NACHGEFRAGT

TORSTEN SCHMIDT,

Direktor der Lern- und Bildungsakademie Berlin

Wir fragten bei dem Direktor

des Berliner Bildungsinstituts

nach, wie man sich dort der LGBTIQ*-

Community annimmt.

Was ist die LuB?

Die LuB Akademie GmbH steht für Weltoffenheit.

Jeder ist bei uns willkommen. Egal

welche Herkunft, Sexualität, Glauben oder

Kultur. Wir stehen für LGBTTIQA und leben

das auch. Wir schaffen eine Atmosphäre, in

der sich jeder wohlfühlt. Die LuB Akademie

GmbH steht für einen offenen und familiären

Zugang in die berufliche Weiterbildung

und psychosoziale Stabilisierung und

zeichnet sich speziell durch den engen, aber

professionellen Umgang mit Menschen und

deren verschiedenen Lebensformen als

ausgesprochen LGBTTIQA-freundlich aus.

Wie?

Ich als Direktor der LuB Akademie sehe es

als selbstverständlich an, dass Diversität

und queere Lebensrealität bei uns gelebt

werden. Die Akzeptanz von Vielfalt fördert

eine gemeinsame positive Gestaltung und

Erfolg. Durch die offene und vielfältige

Unternehmenskultur schaffen wir eine sehr

harmonische Atmosphäre. Es ist spürbar,

dass Teilnehmende und Mitarbeitende

sich wohlfühlen. Ich wünsche mir, dass in

bestimmten Berufsgruppen und Berufsbereichen

wie z. B. im Sicherheitsgewerbe

die Thematik noch offener betrachtet

wird. Offen queere

Dozenten sind

glücklich bei

uns. Ein Teil unserer Dozierenden ist offen

queer. Ein Teil ist offen hetero. Manche

unserer Dozierenden sind jünger als 30. Ein

Teil ist älter als 70. Bei uns dozieren Männer

und Frauen gleichermaßen. Wir haben

immigrierte Dozierende und deutsche

Muttersprachler. Wir sind offen. Uns eint

die gemeinsame Wertevorstellung einer

Welt, die Chancen bietet und kategorische

Ablehnung nicht kennt. Wir sind keine

queere Schule. Wir sind auch keine

Migrationshilfe-Einrichtung. Wir sind ein Bildungsträger

und unser Ziel ist es, Menschen

fürs Berufsleben fit zu machen, Lösungen in

sozialen Problemstellungen zu finden und

Menschen bei der Kompetenzentwicklung

zu unterstützen. Wer frei im Geist ist, wer

ohne persönlichen Druck und Leid seinen

Alltag erleben und meistern kann, nur der

hat Chancen, etwas für sich zu bewegen. Für

uns ist es selbstverständlich, eine Lern- und

Lebensatmosphäre zu schaffen, die Stärken

fördert und Individuen als solche begreif

Ihr seid dieses Jahr beim CSD dabei,

aber auch sonst spielen queere

Themen eine Rolle, oder?

Wir zeigen Fahne auf all unseren Werbemitteln,

supporten mit Werbung in queeren

Medien und Beiträgen in Magazinen die

Community und lassen so gar keinen Zweifel

aufkommen, wofür wir stehen. Queer ist kein

Randthema. Wir zeigen Gesicht auf schwullesbischen

Events, eruieren in Meetings mit

Verbänden wie LSU Berlin Förderbedarfe

und stellen uns mit breiten Schultern hinter

die Community. Und in diesem Jahr zeigen

wir ganz groß Flagge. Wir wollen der erste

Bildungsträger in Deutschland sein, der

mit eigenem Truck am CSD teilnimmt. Alle

Anmeldeunterlagen sind eingereicht und

der große Truck ist angemietet. Wir freuen

uns sehr. Gerade für queere Teilnehmer

ist oft noch der Umgang mit der eigenen

Ausrichtung leider etwas befremdlich. Bei

uns in der Akademie kann jeder sehen,

dass man sich für nichts verstecken

muss und dass es jedem freisteht, so

zu leben, wie es sich jeder wünscht.

Die Mitarbeitenden, Dozierenden

und Coaches stehen dafür, nicht

nur die fachlichen Kompetenzen

zu vermitteln, sondern auch für

persönliche Probleme ein Ohr zu

haben und mit Rat und Tat zu den

Teilnehmern zu stehen.

. MATTUKAT

FOTO: P

Angeboten werden Weiterbildungen

in verschiedenen

Bereichen und psychosoziales Einzelcoaching.

Welche zum Beispiel?

■ Ausbildung Rettungssanitäter

■ 400 Std. Pflegebasiskurs /

Betreuungsassistent

■ Schul- und Erzieherhelfer

■ Sicherheitsfachkraft mit Sachkundeprüfung

§ 34a und Waffensachkunde

■ EDV, Computer, Internet – Grundlagen

Digitalisierung

■ Coach und Personalentwickler inkl. AEVO

■ Fachkraft für Gastrotechnik und

Schankwesen

■ Einzelcoaching mit / ohne psychosoziale

Begleitung

■ Büromanagement, Nachhaltigkeit und

Umwelt

Wer kann sich an euch wenden?

Jeder ist bei uns willkommen. Egal welche

Herkunft, Sexualität, Glauben oder Kultur.

Jeder, der arbeitssuchend ist und Unterstützung

(in welchem Bereich auch immer)

benötigt/wünscht.

Wie läuft so ein Einzelcoaching ab?

Unser Einzelcoaching möchte ich gern

folgendermaßen beschreiben: Die Welt hat

keinen Platz für Verlierer. Einmal am Boden

angekommen ist das Aufstehen freilich

schwer, über das Stehenbleiben indes wird

nicht gesprochen. Keinen Platz dafür. Kopf

hoch. Das wird schon wieder. Es braucht

Orte, die uns auffangen und stützen, uns

nicht fallen lassen, die uns zur Verfügung

stehen, bis wir wieder ohne Stützräder fahren

können. Inseln, auf denen wir selbst sein

können, mit all unseren Facetten – den einfachen

wie den schwierigen. Sichere Räume,

in denen Mensch seine Geschichte haben

darf und nichtsdestotrotz seinen Platz unter

anderen findet. Wir coachen, beraten und

helfen. Wir packen an. Mit dir und auch mal

für dich, wenn du es selbst nicht kannst.

Das Einzelcoaching ist ganz individuell

ausgerichtet. Voraussetzung zur Teilnahme

an einem Coaching ist ein Aktivierungs- und

Vermittlungsgutschein von der Agentur für

Arbeit oder dem Jobcenter. Der Coach und

du vereinbaren individuell Gesprächstermine.

Bei Bedarf unterstützen auch Psychotherapeuten

und Gesprächstherapeuten. Wir

finden Wege und schaffen Perspektiven.

Privat. Gesundheitlich. Beruflich.

LuB Akademie, Joachimsthaler Str. 15,

10719 Berlin, Tel. 030 88713460, Whatsapp

0176 56861973, info@lub-akademie.de

www.lub-akademie.de


Freier Eintritt

+

Begrüßungsgetränk

Bei uns sind alle

Pärchen willkommen.

Wir wünschen bunte Unterhaltung mit Roulette, Black Jack, Poker und

Automatenspiel. Unsere besten Adressen: Potsdamer Platz, Ku‘damm,

am Fernsehturm, Ellipse Spandau und spielbank-berlin.de

Kein Spiel ohne Risiko. Informieren Sie sich über Spielen mit Verantwortung unter: www.spielerschutz-berlin.de | Hilfe unter: 0800-137 27

00 (BZGA | Mo.–Do. 10–22 Uhr, Fr.–So. 10–18 Uhr) oder online unter: www.check-dein-spiel.de | Einlass ab 18 Jahren!


20 Stadtgespräch

NACHGEFRAGT

Modeltalk: Alexander aka

_freshdax_


Stadtgespräch 21

Wir erreichten das nicht nur auf unseren Social-

Media-Kanälen erfolgreiche Model aus Bayern am

Telefon für ein kurzes Interview.

Mit wie viel Sport und vor allem mit welchen Sportarten

hältst du dich fit?

Ich halte mich abwechslungsreich mit Laufen, Fitnessstudio

und Work-outs zu Hause fit. Ein Tag geh ich ins Fitnessstudio,

den zweiten Tag gehe ich laufen. Am dritten Tag wieder

ins Gym. Im Gym trainiere ich grundsätzlich nur meinen

kompletten Oberkörper mit Gewichtstemmen, Bankdrücken

und einigen intensiven Übungen für den Bauch wie Sit-ups

mit 10-kg-Gewichten. Am vierten Tag gehe ich laufen und

mache zu Hause Work-out, im Detail Handstandübungen,

Seilspringen sowie Sit-ups und Liegestütze.

Achtest du auch auf deine Ernährung?

Ich achte sehr auf meine Ernährung. Auf dem Speiseplan

stehen Hähnchenfleisch, Reis und sehr viel Gemüse sowie

Nüsse ohne Salz. Wegen meiner Laktoseintoleranz bin ich

schon gezwungen, auf meine Ernährung zu achten. Daher

ist es bei mir schon im Alltag eingebaut, auf bestimmte

Lebensmittel zu verzichten. Ich persönlich habe damit auch

kein Problem. Letztlich hat es auch einen positiven Effekt auf

meinen Körper, der sich sehen lassen kann.

Wie kamst du zum Modeln?

Ein Kumpel fragte mich, ob ich mal bei einem Shooting dabei

sein wollte, er hatte mit einer Fotografin ein Shooting. Ich

fand es spannend und hab da mitgemacht. Mir hat es sehr

viel Freude bereitet und die Resonanz auf die ersten Bilder

war enorm. Daher motiviert, hatte ich mich mit den Bildern

aus diesem Shooting auf Model-Kartei angemeldet. So kam

dann alles ins Rollen.

Was für Hobbys hast du?

Ich reise sehr gerne, lerne gerne neue Menschen kennen und

treffe mich mit Freunden. Zur Entspannung gehe ich gerne in

die Sauna.

*Interview: Michael Rädel

Instagram: @_freshdax_


22 Stadtgespräch

AUSSTELLUNG

ANDREAS FUX

bei Semjon Contemporarya

Der gefeierte Provokateur stellt Bilder aus seinem bei Salzgeber

erschienenen Buch „Innocence“ in Berlin-Mitte aus.

Hier sehen wir keine

Social-Media-Queers oder

glattgebügelte Grinsebacken,

Andreas Fux inszenierte in

teilweise sehr erotischen

Posen die Art Mann, die viele

sexuell interessant, aber

auch ein bisschen gefährlich

wahrnehmen. Der Verlag

bezeichnet sie als „Berlin bad

boys“, der im einst punkigen,

jetzt schön-gentrifizierten

Stadtteil Prenzlauer Berg

lebende Fotograf versammelt

sie unter dem Buchtitel

„Innocence“, Unschuld. Eine

spannende und erotische

(scheinbare) Text-Bild-

Schere. *rä

FOTOS: A. FUX

23.7. bis 5.8., Andreas Fux „Innocence“, Semjon Contemporary,

Schröderstr. 1, U Rosenthaler Platz, www.semjoncontemporary.com

Hartmut-Spittler-Fachklinik

in Berlin-Schöneberg

Entwöhnung von Alkohol, illegalen

Drogen und Medikamenten.

Wir sind rund um die Uhr für Sie da.

WECLEANYOU

Aufnahmekoordination/Beratung

Ariane Hübner, Tel. 030 130 20 8603

werktags 09:00 – 15:00 Uhr

ariane.huebner@vivantes.de

Kontakttelefon

Tel. 030 130 20 8600

Für Fragen rund um die Entwöhnung

und Vereinbarung von Vorgesprächen

können Sie uns auch schreiben an

entwoehnung@vivantes.de

Ihr Weg zu uns

Hartmut-Spittler-Fachklinik am

Vivantes Auguste-Viktoria-Klinikum

Rubensstraße 125, 12157 Berlin

www.vivantes.de/avk/spittler

Bildnachweis: © Innovated Captures - Fotolia.com


SHARE NOW —

Ein Safe Space für Alle

Stadtgespräch 23

FOTO: M. RÄDEL

HAPPENING

„Pride Boats“ + „Euphoria“

Eine stolze Anzahl an DJs und Chantal, die Königin des Berliner

Nachtlebens, werden am 9. Juli auf elf Schiffen bis zu 2500

Queers und deren Freund*innen auf den Berliner Wasserstraßen

einen einzigartigen Tag bereiten. „Mit reichlich frischem

Fahrtwind, satter Sonne und einer Handbreit Wasser unterm

Kiel wird einen ganzen Tag von Berlin Mitte bis zum Müggelsee

geschippert“, so die Veranstalter*innen auf Social Media.

„Direkt im Anschluss geht es auf der Hafenparty im Funkhaus

mit einem Auszug aus dem Flotten-Line-Up weiter.“

Die „Pride Boats Parade Berlin“ am 9. Juli soll vier Stunden

dauern und beginnt ab 17 Uhr am Anleger an der Mercedes-

Benz Arena Berlin, um 22 Uhr endet am Anleger Funkhaus

Berlin. Gut zu wissen: Das Ticket beinhaltet einen 5-Euro-

Ticketgutschein für die „Euphoria“ am 23.7.2022 in der

KULTURBRAUEREI (Schönhauser Allee 36) im Prenzlauer Berg,

mehr Infos unter: www.csdparty.de *rä

Da Mobility, Sustainability und Safety immer wichtiger werden,

ist SHARE NOW dieses Jahr mit dem Motto „Driving for Change“

offizieller Mobility- und Safety Partner des Berliner CSD e. V.!

Als führender Carsharing-Anbieter hat es sich SHARE NOW zur

Aufgabe gemacht, den Kund*innen eine unkomplizierte, schnell

zugängliche und umweltfreundlichere Alternative zum eigenen

Auto zu bieten. Wer SHARE NOW nutzt, trägt dazu bei, den

CO2-Ausstoß an den Standorten in Europa zu reduzieren. Durch

SHARE NOW wird ein bewegender Safe Space kreiert. Die Notwendigkeit

dieses gemeinschaftlichen Sicherheitsaspekts macht

sich leider auch 2022 noch sichtbar. Durch vier wöchentliche

Interviews mit berühmten queeren Persönlichkeiten wird den

Künstler*innen eine Bühne geboten, um sich über Visionen und

Herzensangelegenheiten auszutauschen.

www.share-now.com

FOTO: SHARENOW


24 Stadtgespräch

GENUSS

Das Schöne zulassen mit

Mann, Hund und Kaffee

Der mehrfach ausgezeichnete Sportler Oliver aus

Brandenburg verrät, wie er sich in diesen Zeiten voller

Hiobsbotschaften glücklich hält.

Der perfekte freie Tag besteht für den Sportler darin, erst

mal auszuschlafen, im Bett kuscheln und zusammen mit

seinem Partner einen Kaffee zu trinken, dann mit dem

gemeinsamen Hund Poncho an der frischen Luft spazieren

zu gehen und am Wasser zu sitzen. Und neben dem Stricken

– nicht nur nackt – hat er auch das Designen von Schmuck

für sich entdeckt. „Ich gönne mir sehr gerne ein Stück Torte

in meinem Lieblingscafé und genieße dort diese kleine

Auszeit“, so der Tätowierte. Gibt es einmal zu viel Stress oder

Kummer, so hilft ihm die schöne Natur Brandenburgs: „Den

Kopf bekomme ich bei meinen Spaziergängen mit Poncho

frei ... Schön am Wasser oder im Wald spazieren gehen ...“ *rä

www.instagram.com/o._._.schulze

EROTIK

ALEXANDERS

Gefühl von Freiheit

Alexander Bardou machte 2021 mit bei der Wahl zum „Mr Gay

Germany“, musste dann aber aufgrund einer Infektion mit CO-

VID-19 aussteigen. Der inzwischen genesene Künstler ist nicht

nur in seiner Kölner Heimat als Fotograf bekannt, über seine

erotische Fotografie verriet er uns Folgendes.

„Ich komme aus einer konservativen

Familie, in der es immer darum ging,

möglichst der Norm zu entsprechen

und bloß nicht die Aufmerksamkeit

der Nachbarn zu erregen. Bis heute

hat mich diese Zeit sehr geprägt und

verunsichert“, so Alexander Bardou.

„Fotos wie diese geben mir ein

unheimlich starkes Gefühl von Freiheit

und Selbstbestimmung, abseits

von Konventionen und Zwängen.

Sie helfen mir auch immer wieder,

meinen Körper so anzunehmen und

wertzuschätzen, wie er ist.“ Body

Positivity statt Bodyshaming, sich

selbstbewusst zeigen kann das

Selbstvertrauen stärken. Schöne

Bilder und eine starke und wichtige

Botschaft.

Mittlerweile geht Alexander Bardou

einen Schritt weiter: „OnlyFans ist

ein weiterer Schritt, mein Leben

nach meinen Vorstellungen zu

gestalten. Es lohnt sich immer mit

Konventionen zu brechen und

seine Komfortzone zu verlassen.

Auf OnlyFans kann ich Content

posten, der auf Instagram

nicht erlaubt ist, und ich habe

bereits angefangen, erste

Videos zu drehen. Es macht

mir auf jeden Fall großen

Spaß und ich hoffe denen,

die zuschauen auch.“ Es

sei schon länger sein

Wunsch gewesen, diesen

Schritt zu gehen, so der

Fotograf und Blogger:

„Ich wollte schon lange

OnlyFans machen, hab mich

aber nie getraut. Ich hatte Angst

davor, wie meine Familie oder

Arbeit reagieren würde. Letztendlich

habe ich vor ein paar Tagen die ersten

Fotos hochgeladen und es fühlt sich

richtig gut an.“ *rä

www.alexanderbardou.com

FOTOS: SELBSTPORTRÄTS


STYLE 25

TIPP

Sexy in BIO-BAUMWOLLE

Themen wie Nachhaltigkeit, faire Produktion

und beste Qualität werden einem

immerzu um die Ohren geschlagen, oft sind es

Nebelkerzen der Industrie. Bei erlich textil ist

das anders.

Das in Köln angesiedelte Unternehmen hält

seine Versprechen. Los ging alles 2015, als Sarah

und Benjamin ihre Arbeit an nachhaltiger Mode

starteten, 2016 erblickte dann erlich textil

das Licht der Modewelt. Das Duo setzt dabei

auf hochqualitative Stoffe aus biologischem

Anbau (Baumwolle kbA), nachwachsende

Rohstoffe (Modal) oder recycelte Materialien

(z. B. Q-Nova® oder ECONYL®). Auf seiner

Homepage verrät das Team: „Seit unserer Gründung

arbeiten wir mit einer familiengeführten

Textilmanufaktur auf der Schwäbischen Alb

zusammen und haben die Möglichkeit, auf ein

volles Jahrhundert Erfahrung in der Wäscheherstellung

zurückzugreifen. Dem Onlinehandel sei

Dank, können wir auf diese Weise ein traditionsreiches

Handwerk mit langer Standortgeschichte

ins 21. Jahrhundert überführen. So entstehen

unsere Wäschekollektionen mit schwäbischer

Genauigkeit, dem höchsten Anspruch an

Material und Verarbeitung sowie unter fairen

Arbeitsbedingungen.“ Wir sind Fans! *rä

erlich-textil.de

Kommode „Delos“

Loveseat „Fleur“

von Papadatos

www.welcome-interiors.com

WELCOME interiors

Yorckstraße 26

10965 Berlin

Telefon 030 - 39 91 93 65

Mo - Fr 10 - 19 Uhr | Sa 11 - 18 Uhr


Neu zu denken, nehmen wir ernst

Wir bei Voi wollen, dass Städte für Menschen und nicht nur

für Autos gebaut werden. Gemeinsam mit dem Architekturbüro

Jaja Architects haben wir Bilder von verkehrsberuhigten

Städten erstellt, um eine Idee davon zu vermitteln, wie

diese aussehen könnten, und um ein neues Denken über

urbane Mobilität anzuregen.

Triftstrasse, Berlin

Hej, kennst du Voi?

Voi steht für Shared E-Mobility – das ist aber

noch nicht alles.

Wir engagieren uns dafür, eine nachhaltige,

inklusive und sichere Mobilität in

deutschen Städten zu gestalten. In erster

Linie, helfen wir beim Aufbau multimodaler

Verkehrsnetzwerke, die eine flexible Mobilität

ermöglichen, durch die jegliches Ziel in

deiner Stadt in nur 15-Minuten zu erreichen

ist. Und dies, ohne ein Auto zu benötigen.

Somit setzen wir uns dafür ein, den Übergang

zu einem emissionsfreien Verkehr zu

beschleunigen.

Wir sind auf einer Voiage, um die urbane

Mobilität radikal neu zu erfinden und dabei

zu helfen, Städte zu schaffen, in denen der

Mensch im Mittelpunkt steht.

Überzeugt? Probiere unseren Service aus

und genieße mit dem Code BERLIN15 eine

15-minütige Freifahrt.


UNTERWÄSCHE

Kurts Sexyness in Moabit

Das queere Modelabel

KURT PRYNNE, das in

Vilnius produziert und – mit

Support aus Amsterdam –

in Berlin die fesche Fashion

vertreibt, hat Neues für

dich im Angebot.

Model Alexander wurde

in Berlin-Moabit in

brandneuen Jockstraps

und Briefs inszeniert – die

T-Shirts sind aber auch

ein Hit. Der Name des

Labels ist eine Würdigung

zweier Mutiger: Zum

einen erinnert KURT

PRYNNE an den jüdischen

Schriftsteller, pazifistischen

Publizisten und queeren

Aktivisten Kurt Hiller, zum

anderen an Esther Prynne,

die im 19. Jahrhundert

wegen Ehebruchs öffentlich

gedemütigt wurde,

jedoch selbstbewusst mit

diesem Ruf lebte. *rä

www.kurtprynne.com

STYLE 27

Individual Design

Double and Single rooms

Breakfast

High Speed WLAN

+ 49 (0)30 210 21 88 00 • info@arthotel-connection.de

www.arthotel-connection.de

LOVE IS

LOVE.

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DIE FILMREIHE RBB QUEER

VOM 2. JULI BIS 13. AUGUST

SAMSTAGS, 23.30 UHR IM RBB

UND IN DER ARD MEDIATHEK


28 STYLE

FETISCH

FOTO: ROSTYSLAV RIPKA, @ROSTICKDESIGN, MODEL: @MAKSYMXXX

DIESE

MODE

HILFT

Den Fetisch ausleben und dabei der

Ukraine helfen – klingt komisch,

geht aber. Das noch sehr junge

Fetisch-Leder-Label FS MAN aus

Kiew präsentierte unlängst einen Jockstrap

aus italienischem Leder namens „Support Ukraine“,

25 Prozent des Verkaufserlöses gehen

an Menschen in Not in der Ukraine.

FOTO: BITCHSYNNY

„Wir sind ein schwuler Familienbetrieb und produzieren

in Handarbeit. Jeden Tag ändern wir

etwas, wir tun unser Bestes, um die Qualität

unserer Produkte noch weiter zu verbessern“,

verrät das queere Team auf seiner Homepage.

„Erst vor einem Monat haben wir die Ledergeschirre

gewechselt, früher hatte es drei

Lederschichten, jetzt machen wir vier Schichten.

Immer häufiger verwenden wir rostfreies

Zubehör. Und unsere Leder-Jockstraps haben

ein neues Taschenmodell, das ergonomischer

ist.“ Wer eigene Ideen hat, der kann sich

einbringen: „Wir sind offen für alle Vorschläge,

alles kann individuell angepasst werden und es

sind auch große Größen verfügbar.“ *rä

www.fsman.net


Foto: S. Chalmers

Benutzt

Kondome.

neueshandeln.de

Eine Aktion der Bundeszentrale

für gesundheitliche Aufklärung

( BZgA ), gefördert durch die

Bundesrepublik Deutschland.


30 STYLE

ACCESSOIRES

SCHNURRBARTKERLE

UND PRALLE ANSICHTEN

Vor einigen Wochen wurde in Berlins Zentrum

hoch oben in einem DDR-Prachtbau an der

Karl-Marx-Allee namens The TOWER eine

neue Accessoire-Kollektion gefeiert, die

an den großen schwulen Künstler Tom

of Finland erinnert.

Die verschiedenen Taschen

der „LOQI x Tom of

Finland“-Kollektion sorgen für queere Sichtbarkeit

und transportieren die Erotik des zur Ikone

gewordenen Künstlers ins 21. Jahrhundert. Die

verschiedenen Taschen sehen super aus und

geben dir auch ein super Gefühl, denn sie sind

aus recycelten Materialien gefertigt. *rä

www.loqi.eu

FOTOS: LOQI.EU, MARTINDECRIGNIS.DE


WE ARE

FAMILY

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FIERCE PRIDE SEASON

TO EVERYONE!

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GEGEN COVID-19.

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VEREINBAREN!

DANZIGER STRASSE 5

10435 BERLIN-PRENZLAUER BERG

TELEFON 030 / 442 77 67

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INHABER: NICO DANIEL REINOLD E.K.

SCHOENHAUSER.FAMILY

#WeAreFamily


32 Termine

JULI

ALLE TERMINE UND ÜBER 20.000

WEITERE LOCATIONS WELTWEIT.

KOSTENLOS IN DER SPARTACUS APP!

SZENE

FR 1.7.

10:00 Tanzfabrik Berlin

e. V., STRETCH 3

Tage Festival für

GTBQ Männer, 36

Mini-Workshops,

Performances,

Austausch, Infos:

www.stretch.berlin,

Möckernstr. 68

MO 4.7.

19:00 fire of love,

offenes Zentrum,

fire of love kennenlernen.

Um eine

Anmeldung wird

gebeten., Degnerstraße

9b

18:00 Mann-O-Meter,

Tests auf HIV und

andere STIs, bis

21:30 Uhr, anonym

und ohne Voranmeldung,

Bülowstr.

106

MI 6.7.

19:00 fire of love, Yoga

zur Steigerung

der Lebensfreude,

optional nackt,

Anmeldung erforderlich,

Degnerstraße

9b

DO 7.7.

19:00 fire of love,

Lesung/Buchvorstellung:

Claus

Grütering „Meine

Reise zum Tantra“,

Degnerstraße 9b

20:00 Sonntags-Club

e.V., Queerer Punk

& Skin Stammtisch,

Greifenhagener

Straße 28

SA 9.7.

14:00 Denkmal für die

im Nationalsozialismus

verfolgten

Homosexuellen,

Tuntenspaziergang

2022, über

die Ebertstraße,

Potsdamer Platz,

„Potsdamer Straße“

nach Schöneberg

in die AHA in der

Minumentenstraße,

Ebertstraße

MI 13.7.

17:00 Mann-O-Meter,

Tests auf HIV und

andere STIs, anonym,

ohne Voranmeldung,

bis 20:30

Uhr, Bülowstr. 106

19:00 fire of love, Nackt-

Yoga, einfache

Asanas und Partnerübungen,

Anmeldung

erforderlich,

Degnerstraße 9b

DO 14.7.

19:00 fire of love,

Kuschelparty

„Berlinkuschelt“,

Berührung und

Nähe wie du sie

möchtest. Anmeldung

erforderlich,

Degnerstraße 9b

SA 16.7.

11:00 Regenbogen-Kiez

am Nollendorfplatz,

28. Lesbisch -

schwules Stadtfest,

mit Talk, Kultur,

auch Sonntag

Motzstr/Fuggerstr.

SO 17.7.

16:00 fire of love, Thai

Yoga Massage

Workshop mit Tom

Bunge, Anmeldung

erforderlich, Degnerstraße

9b

MO 18.7.

19:00 Sonntags-Club

e.V., Kerle und

Bären-Stammtisch,

Queere Junge

Erwachsene (18 bis

30 Jahre), Greifenhagener

Straße 28

DI 19.7.

20:00 Mann-O-Meter,

Arbeitsrechtsberatung,

Kostenlos,

durch einen

Anwalt. Bis 21 Uhr,

Bülowstr. 106

MI 20.7.

19:00 fire of love, Yoga-

Basic, frei und

verbunden, optional

nackt, Anmeldung

erforderlich, Degnerstraße

9b

SA 23.7.

11:30 CSD Berlin Pride,

CSD Demo - United

in Love! Gegen

Hass, Krieg und

Diskriminierung!, 12

Uhr: Start der Demo.

Route: Leipziger

Straße, Bundesrat,

Nollendorfplatz,

Siegessäule zum

Finale am Brandenburger

Tor, Leipziger

Straße / Axel-Springer-Straße

MI 27.7.

19:00 fire of love, Nackt-

Yoga Spezial mit

kleiner Überraschung,

Anmeldung

erforderlich, Degnerstraße

9b

17:00 Mann-O-Meter,

Tests auf HIV und

andere STIs, anonym,

ohne Voranmeldung,

bis 20:30

Uhr, Bülowstr. 106

DO 28.7.

19:00 fire of love,

Queerer Filmabend,

Eintritt frei –

Spende erwünscht,

Kino-Feeling, Degnerstraße

9b

KULTUR

FR 1.7.

20:00 Schlosspark Theater,

Antje Rietz &

Sophia Euskirchen:

Für mich soll‘s

rote Rosen regnen,

Schlossstr. 48

20:00 BKA Theater,

The Golden Gmilfs:

Extra Dry, Mehringdamm

34

20:00 Galerie Studio St.

St., Show, Kunst &

Puffi-Puffi Lounge,

von & mit Juwelia

StSt, Sanderstr. 26

SA 2.7.

10:00 Buchhandlung

Eisenherz, Ausstellung:

Slava Mogutin

„Stock Boyz“, bis

zum 31.07.2022;

Mo. - Sa. von 10

Uhr bis 20 Uhr.,

Motzstr. 23

20:00 Berliner Kriminal

Theater, Die

acht Millionäre,

Umspannwerk Ost

Palisadenstr. 48

20:00 Wühlmäuse,

Emmi & Willnowsky:

Silberne

Hochzeit, Pommernallee

2-4

SO 3.7.

12:00 Schwules-

MUSEUM, Eintrittsfreier

Museumssonntag:

Lützowstraße

73

18:00 Schlosspark Theater,

Antje Rietz &

Sophia Euskirchen:

Für mich soll‘s

rote Rosen regnen,

auch um 23 Uhr,

Schlossstr. 48

20:00 BKA Theater,

Deutsche Musical

Akademie: Offene

Bühne Mehringdamm

34

MO 4.7.

20:00 Schlosspark

Theater, Alex Parker:

„Udo Jürgens

... Unvergessen!“,

Schlossstr. 48

20:00 Bar Jeder Vernunft,

Zélia Fonseca

& Katharina

Franck: Passos do

Vento, Schaperstraße

24

20:00 BKA Theater,

Chaos Royal: Impro

à la carte, Mehringdamm

34

22:00 Kino International,

MonGay Preview:

Corsage, AU 2022,

Karl-Marx-Allee 33

DI 5.7.

20:30 Buchhandlung

Eisenherz, Buchvorstellung:

Bad

Gays: A Homosexual

History., in

englischer Sprache,

Motzstr. 23

MI 6.7.

20:00 Berghain, Tirzah,

Am Wriezener

Bahnhof

20:00 BKA Theater,

The Golden Gmilfs:

Extra Dry, Mehringdamm

34

DO 7.7.

19:30 Theater des

Westens, Ku‘Damm

56 - Das Musical,

Kantstraße 12

FR 8.7.

19:00 prideART Ateliers

im The Knast,

Vernissage: Söhtstraße

7

20:00 Berliner Kriminal

Theater, Passagier

23, Umspannwerk

Ost Palisadenstr. 48

SA 9.7.

13:00 nüüd.berlin, SCAN

- Fotografien des

kroatischen Künstlers

Deni Horvati ,

bis zum 16.07.2022,

Do. - Sa. von 13 - 19

Uhr, Kronenstr. 18

16:00 Schwules-

MUSEUM, Archiving

Queer BIPOC*

Histories: Lützowstraße

73

20:00 BKA Theater,

The Golden Gmilfs:

Extra Dry, Mehringdamm

34

20:00 Galerie Studio St.

St., Show, Kunst &

Puffi-Puffi Lounge,

von & mit Juwelia

StSt, Sanderstr. 26

SO 10.7.

15:00 prideART Ateliers

im The Knast,

Intersectional 4.0,

Söhtstraße 7

20:00 Wühlmäuse,

Arnulf Rating:

Zirkus Berlin, Pommernallee

2-4

MO 11.7.

20:00 BKA Theater,

Chaos Royal: Impro

à la carte, Mehringdamm

34

DI 12.7.

19:30 Sage Beach, Pansy

and Gieza’s Beach

Babe Bonanza,

Einlass ab 19 Uhr.

Drag Show bis 22

Uhr, Köpenicker Str.

18-20

MI 13.7.

19:00 SO36, Queer Slam

Berlin, Oranienstraße

190

20:00 BKA Theater,

Ades Zabel &

Company: Tatort

Neukölln, Mehringdamm

34

20:00 Theater im Delphi,

Ein wenig Farbe -

Das Musical, Musical

von Rory Six,

Gustav-Adolf-Str. 2

20:00 Ufa-Fabrik,

Suchtpotenzial:

Sexuelle Belustigung,

Viktoriastr.

10/18/2016

21:00 delphi LUX, Queer

Filmnacht: Money

boys, OmU, AT, FR,

BE, TW 2021, YVA

Bogen, Kantstr. 10

DO 14.7.

19:00 Schwules-

MUSEUM, the holy

butthole Performance

von Pêdra

Costa, bis 20 Uhr,

Lützowstraße 73

19:30 Admiralspalast,

Cats, Friedrichstraße

101

Mi. bis Sa. ab 19 Uhr Eintritt frei

Wed. to Sat. from 7pm Free of charge

20:00 Galerie Studio St.

St., Show, Kunst &

Puffi-Puffi Lounge,

von & mit Juwelia

StSt, Sanderstr. 26

20:00 BKA Theater,

Ades Zabel &

Company: Tatort

Neukölln, Mehringdamm

34


schwules

museum

FR 15.7.

20:00 Theater im

Delphi, Ein wenig

Farbe - Das Musical,

Musical von

Rory Six, Gustav-

Adolf-Str. 2

20:00 Ufa-Fabrik, The

Funky Monkeys:

Stück für Stück,

Tanzakrobatik,

Viktoriastr.

10/18/2016

20:30 Buchhandlung

Eisenherz, Peter

Bermbach „Vom

anderen Ufer -

Erinnerungen

eines deutschen

Journalisten in

Paris“, Motzstr. 23

SA 16.7.

07:00 Brezel, prideArt

Ausstellung Kalkreuthstr.

16

10:00 Buchhandlung

Eisenherz, Ausstellung:

Slava

Mogutin, Motzstr.

23

14:00 Halle am Berghain,

CODESS by

UY, Am Wriezener

Bahnhof

17:00 Schwules-

MUSEUM, Filmabend:

Fernández

Pratsch, Lützowstraße

73

20:00 BKA Theater,

Ades Zabel &

Company: Tatort

Neukölln, Mehringdamm

34

lützowstraße 73

10785 berlin

Encantadas:

Transcendental

Brazilian Art

until 18.07.2022

21:00 SchwuZ, SchwuZ

presents: Envy

Peru, Rollbergstraße

26

23:59 BKA Theater,

Jurassica Parka:

Paillette geht

immer, Mehringdamm

34

SO 17.7.

exhibition

ausstellung

07:00 Brezel, prideArt

Ausstellung zum

Lesbisch Schwulen

Stadtfest,

mit Info- und

Verkaufsstand,

Kalkreuthstr. 16

19:00 Bar Jeder Vernunft,

Oh What A

Night! - Greatest

Unknown Hits,

Schaperstraße 24

MO 18.7.

18:00 GRETCHEN,

#staywithUkraine,

Benefizkonzert

von Quarteera

Obentrautstr. 19

DI 19.7.

19:30 Sage Beach,

Pansy and Gieza’s

Beach Babe Köpenicker

Str. 18-20

20:00 BKA Theater,

Jacky Oh Weinhaus:

SÜSS &

DEFTIG, Mehringdamm

34

20:00 Theater im

Delphi, Ein wenig

Farbe - Das Musical,

Musical von

Rory Six, Gustav-

Adolf-Str. 2

Mi. bis Sa. ab 19 Uhr Eintritt frei

Wed. to Sat. from 7pm Free of charge

MI 20.7.

20:00 BKA Theater,

Ades Zabel &

Company: Tatort

Neukölln, Mehringdamm

34

DO 21.7.

20:00 BKA Theater,

Ades Zabel &

Company: Tatort

Neukölln, Mehringdamm

34

FR 22.7.

19:00 Haus der Kulturen

der Welt, Wassermusik

- Mississippi:

Joe Hall & The Cane

Cutters, BeauSoleil

avec Michael Doucet,

Open Air auf

der Dachterrasse

(bei schlechtem

Wetter in Auditorium),

John-Foster-

Dulles-Allee 10

SEX

DAS Kondom für

genau DICH

Termine 33

Safer Sex ist wichtig. Aber er kann stressen

… verantwortlich ist dafür mit nahezu

100 % die unpassende Kondombreite:

Nur jeder vierte bis fünfte Mann kennt

seine Kondomgröße. Große Risiken und

Frust sind die Folgen. Klar - Gummis sind

dehnbar, aber auch wenn sie in launigen

Nächten selbst über einen Kopf gezogen

werden können: Dein Penis ist kein

Schädel, da zwickt es schnell, schmerzt,

du fühlst weniger oder bist unsicher.

Guter, Safer Sex ist wichtig – und für

jeden Mann, egal wie er gebaut ist – mit

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Liebeslexikon,

Penislügen und die guten

Nachrichten von MY.SIZE

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Gegen Hass, Krieg und Diskriminierung

VEREINT

IN LIEBE!

Against Hate, War and Discrimination.

CSD BERLIN

Berlin Pride

SAMSTAG

23.07.2022


34 Termine

JULI

ALLE TERMINE UND ÜBER 20.000

WEITERE LOCATIONS WELTWEIT.

KOSTENLOS IN DER SPARTACUS APP!

23:00 Wintergarten,

Boylesque Drag

Festival, Potsdamer

Str. 96

SA 23.7.

20:00 Tipi, Cabaret - Das

Berlin-Musical,

Große Querallee

23:59 BKA Theater,

Jade Pearl Baker:

Badeperle, Mehringdamm

34

MI 27.7.

20:00 AHA, Slam des

Westens, Poetry-

Slam, moderiert

von Volker Surmann.

Einlass ab: 19

Uhr, Monumentenstraße

13

Mi. bis Sa. ab 19 Uhr Eintritt frei

Wed. to Sat. from 7pm Free of charge

20:00 BKA Theater,

Ades Zabel &

Company: Tatort

Neukölln, Mehringdamm

34

SA 30.7.

14:00 Schwules-

MUSEUM, Ocaña.

Der Engel, der in der

Qual singt, bis zum

12.09.2022, Täglich,

außer Dienstags

geöffnet, Lützowstraße

73

20:00 Berliner Kriminal

Theater, Fisch zu

viert, Umspannwerk

Ost Palisadenstr. 48

20:00 Galerie Studio St.

St., Show, Kunst &

Puffi-Puffi Lounge,

von & mit Juwelia

StSt, Sanderstr. 26

23:59 BKA Theater,

Jurassica Parka:

Paillette geht

immer, Mehringdamm

34

PARTY

FR 1.7.

23:00 SchwuZ, LA DIS-

COTEKA! - Around

the world queer,

House, Disco, Italo-

Pop, Rollbergstraße

26

SA 2.7.

22:00 Süß War Gestern,

ROSE KENNEDY,

by Magic Magnus &

Nina Queer, Wühlischstr,

43

SO 3.7.

22:00 ://about blank,

Away x Studio

Barnhus, Line Up:

Discrete Circuit,

Marylou, Denise

Bauer, Angie Taylor,

Paul Lynch. Bis 6

Uhr, Markgrafendamm

24B

MO 4.7.

19:00 SO36, Roller

Skate Disko, Roller

Dance Lessons

ab 20:30 Uhr

anschließend

Disko, Oranienstraße

190

MI 6.7.

17:30 HAUBENTAU-

CHER, Playtime

Poolside - Kiki

Edition, Outdoor

Voguing Ball. Bis

22:30 Uhr, Revaler

Straße 99

DO 7.7.

16:00 Böse Buben,

Fuck!, Dark Mode

Sexparty. Bis 23

Uhr, Sachsendamm

76

23:00 Suicide Circus,

Chantals House

of Shame, Super

Disco, Show, Entertainment,

Revaler

Str. 99

FR 8.7.

12:00 Strandbad Grünau,

CSD AM SEE

Sportpromenade 9

19:00 SchwuZ, Pepsi

Boston Bar: Sing,

Spin or Sling?, the

Karaoke Darkroom

Gameshow hosted

by Gieza Poke, Rollbergstraße

26

21:00 AHA, Erotikparty,

Safer-Sex-Party,

men only!, Monumentenstraße

13

22:00 SO36, 8. März ist

alle Tage, queerfeministische

Soliparty,

Oranienstraße

190

23:00 SchwuZ, SLEAZE,

House, Techno,

Non-Stop Erotic

Cabaret Show,

QueerPornScreening,

Big Darkroom,

Rollbergstraße 26

SA 9.7.

17:00 Anleger:

Mercedes-Benz

Arena, Pride Boats

Parade Berlin, 11

Schiffe, 40 DJs. Im

Anschluß: Hafenparty

im Funkhaus

Berlin. Infos: www.

PrideBoats.de,

Mercedes-Platz 1

20:00 Böse Buben, Rim-

Club, RIM-Party

(kein Scat!). Dresscode.

Bis 3 Uhr,

Sachsendamm 76

22:00 Funkhaus, Pride

and Loud - Pride

Boats Hafenparty,

Nalepastr. 18 – 50

23:00 Prince-Charles,

Horse Meat Disco,

Prinzenstraße 85F

23:00 SchwuZ, Popkicker

by Jurassica

Parka, Parka-Pop,

House, Retro, Show,

Entertainment,

Rollbergstraße 26

SO 10.7.

17:00 House of Weekend,

UP - Sunday

Rooftop T- Dance

by Revolver, bis 3

Uhr., Alexanderstr. 7

MI 13.7.

19:00 SchwuZ, Pepsi

Boston Bar: Shaking

The Habitual,

a queer indie/

eperimental night &

a Rock‘n‘Roll Drag

Show, Rollbergstraße

26

DO 14.7.

18:00 Quaelgeist Berlin

e.V., TIN + Friends,

Playparty für trans

/ inter / nichtbinäre

Menschen, cis

Freunde / Partner

sind willkommen.

Bis 23 Uhr, Lankwitzer

Str. 42 – 43

23:00 Suicide Circus,

Chantals House

of Shame, Super

Disco, Show, Entertainment,

Revaler

Str. 99

SA 16.7.

17:00 WOOF, Pride Week

- Beer Garden, Fuggerstraße

37

18:00 Cassiopeia,

IRRENHOUSE -

Karma Hotel, Revaler

Str. 99

19:00 SchwuZ, Pepsi

Boston Bar, Rollbergstraße

26

20:00 Böse Buben, Corporal

Punishment,

Spanking & SM. Bis

4 Uhr, Sachsendamm

76

22:00 Busche Club, United

in Love - The

Pre CSD-Berlin

Party, Warschauer

Platz 18

22:00 Metropol Berlin,

PROPAGANDA -

The Strassenfest

Afterparty, Gay

Dance-Party &

Show, Nollendorfplatz

5

23:00 SchwuZ, Queen‘s

Land by Bambi

Mercury, mit Ugoboy,

Katy Bähm,

Rosetta Bleach,

Antina Christ,

Stella deStroy,

Caramel Mafia

Show: Envy Peru,

Rollbergstraße 26

23:00 KitKat, CarneBall

Bizarre - Kit-

KatClubnacht, Im

U-Bhf. Heinrich-

Heine-Str.

MO 18.7.

19:00 SO36, Roller

Skate Disko, Roller

Dance Lessons,

ab 20:30 Uhr,

anschließend

Disko, Oranienstraße

190

MI 20.7.

19:00 SchwuZ, Pepsi

Boston Bar: HOT

SAUCE, a House.

Darkroom Bar

Night, Rollbergstraße

26

DO 21.7.

16:00 Böse Buben,

Fuck!, Dark Mode

Sexparty. Bis 23

Uhr, Sachsendamm

76

23:00 Suicide Circus,

Chantals House

of Shame, Super

Disco, Show, Entertainment,

Revaler

Str. 99

17:30 CSD auf der

Spree, CSD auf

der Spree 2022,

Tickets: www.

canalpride.com,

www.canalpride.

com

PARTY

Fixie am

Strand!

FOTO: M. RÄDEL

Die DJane Fixie Fate

(„queer garten“) ist neben

Sängerin Oshri einer der Stars

beim „Pride Beach“ am 7.7. in

Berlin-Mitte. Ab 17 Uhr kann man

hier in der „Gestrandet Beach Bar“ am

Rolandufer 4 direkt am U-Bahnhof Jannowitzbrücke queeren

Spaß haben – und den Blick aufs Wasser genießen. Am 21.7.

gibt es ein „Pride Special“ mit Stella deStroy! *rä

pridebeach.de


Termine 35

FR 22.7.

16:00 Metropol Berlin,

The Glam Kiki of

Solar - World Royalties,

Ballroom by

the Kiki House of

Solar. Nollendorfplatz

5

17:00 Sage Beach, Girls

Town - CSD warm

up, FLINTA Party,

Köpenicker Str.

18-20

19:00 Galeries Lafayette,

PEEP Shopping

Nacht „Splish!

Splash!“, mit

Drags, Drinks, heißen

Club-Tunes,

wildem Entertainment

und tollen

Aktionen. Bis 23

Uhr, Friedrichstr.

76/78

19:00 SchwuZ, Pepsi

Boston Bar, Rollbergstraße

26

23:00 KitKat, REVOL-

VER PARTY XXL

- Pride Opening, m

U-Bhf. Heinrich-

Heine-Str.

23:00 SchwuZ, Daddy

Issues, DJs: Borja

Peña, Shimmy G,

Thommy Hart,

Strify, Konsi Entertainment:

Eotwins,

Matthias Panitz.

Show: Stinny

Stone, Rollbergstraße

26

SA 23.7.

10:30 BLOND, CSD auch

im Blond - Die

schwule Party

unserer Stadt,

Eisenacher Straße 3

14:00 Pandoras Café,

CSD - Biergarten,

Zossener Str.

65, Eingang Blücherstr.

CSD-2022

HOLY-CROSS-CHURCH-KREUZBERG

23 JULY / 2PM - 10PM

Komm in den

garten

- BEERGARDEN - DRINKS - BBQ -

DJ LIVE SET - TONPFLEGER

19:00 AHA, Samstag-

Sommerkneipe,

mit kleinen Kulturbeiträgen!,

Monumentenstraße

13

21:00 SchwuZ, CSD

im SchwuZ, DJs:

Kakao Katzê ,

Mavin, LCavaliero,

Tom Peters, Ena

Lind, Lucky Pierre,

Inge Borg; Show:

Howard Saint Laurent,

Black Pearl

u.a., Rollbergstraße

26

22:00 Kesselhaus,

EUPHORIA - Pride

Festival, Knaackstr.

97

22:00 Ritter Butzke,

House of Pride -

Official Mainparty

CSD Berlin | Berlin

Pride, mit Marc

Miroir, Katy Bähm,

Gloria Viagra,

Charlet C.House,

Hollywood Tramp,

Robin Solf u.v.m,

Ritterstraße 26

22:00 Säälchen, Berlin

Circus Pride 2022

- Come as you are

and express yourself!,

mit Live Acts

mit OXA, Nadja

Benaissa, Micaela

Schäfer. DJs: Jacky

Oh Weinhaus,

Trust.The.Girl u.a.,

Holzmarktstraße

25

22:00 Spindler & Klatt,

REVOLVER PARTY

meets Rapido

XXXL Pride Festival,

Köpenicker

Str. 16-17

SO 24.7.

22:00 House of Weekend,

Propaganda

- Official Pride

Closing Party, Alexanderstr.

7

MI 27.7.

19:00 SchwuZ, Pepsi

Boston Bar: HOT

SAUCE, a House.

Darkroom Bar

Night, Rollbergstraße

26

DO 28.7.

19:00 SchwuZ,

Pepsi Boston

Tunten*Bar,

hosted by Rat der

Ranzigen, Roll

23:00 Suicide Circus,

Chantals House

of Shame, Super

Disco, Show,

Entertainment,

Revaler Str. 99

FR 29.7.

20:00 Böse Buben,

Sportswear, Sex

und SM in Sportklamotten.

Bis

3 Uhr, Sachsendamm

76

22:00 M-Bia Club,

DRTY by REVOL-

VER, Dircksenstr.

123

23:00 SchwuZ, Friends

with Benefits:

fundraiser for

Pembe Hayat

LGBTI+ Ankara,

Queers for Queers:

Your monthly

fundraiser Party,

Rollbergstraße 26

SA 30.7.

22:00 SO36, Gayhane

- House of Halay,

Homo Oriental

Dancefloor, Oranienstraße

190

23:00 SchwuZ, BUTT-

COCKS, DJs: aMinus,

Ady Toledano,

Samuel Gieben;

Show: BUTT-

COCKS Ballet,

Rollbergstraße 26

FOTO: NP-PHOTO-GRAPHY.COM

HAPPENING

PEEP SHOPPING

NIGHT

Dragqueens, Musik und Tolles! Die

GALERIES LAFAYETTE laden gemeinsam

mit blu zur legendären „PEEP

Shopping Night ein“. Am 22. Juli wird es

nach zwei Jahren pandemiebedingter

Pause endlich wieder queer und lustig

an der Friedrichstraße! Unter dem Motto

SPLISH SPLASH könnt ihr von 19 bis 23

Uhr ausgelassen feiern und shoppen.

Wer schon alles da war? Zum Beispiel

Jurassica vom BKA-Theater, die legendäre

Mataina oder auch Gloria Viagra von

DIE LINKE. Lass dich überraschen … *rä

22.7., PEEP Shopping Night, Etagen.

Galeries Lafayette, Friedrichstr. 76 –

78, Berlin, www.galerieslafayette.de/

peep22


36 Termine

AUGUST

ALLE TERMINE UND ÜBER 20.000

WEITERE LOCATIONS WELTWEIT.

KOSTENLOS IN DER SPARTACUS APP!

SZENE

MO 1.8.

18:00 Mann-O-Meter,

Tests auf HIV und

andere STIs, bis

21:30 Uhr, anonym

und ohne Voranmeldung,

Bülowstr. 106

19:00 fire of love, offenes

Zentrum, fire of love

kennenlernen. Um

eine Anmeldung

wird gebeten., Degnerstraße

9b

DI 2.8.

19:00 Sonntags-Club

e.V., Trans*Angehörigengruppe,

Greifenhagener

Straße 28

MI 3.8.

19:00 Mann-O-Meter,

Akademicus-Gay-

Berlin, offenes

Treffen schwuler

Akademiker. Bis 21

Uhr, Bülowstr. 106

SA 6.8.

11:00 gay-BDSM.Club

Studio, Bondage

Intensivkurs für

Anfänger, www.

gay-BDSM.club,

Mollstraße 2

DI 9.8.

18:00 Mann-O-Meter,

Tests auf HIV und

andere STIs, bis

21:30 Uhr, anonym

und ohne Voranmeldung,

Bülowstr. 106

18:30 Gespächskreis

Homosexualität in

der Advent-Kirche,

Gesprächsmöglichkeit

bei Tee,

Kaffee, Keksen und

Schmalzstullen,

Danziger Str. 203

DO 11.8.

19:00 fire of love,

Kuschelparty „Berlinkuschelt“,

Degnerstraße

9b

FR 12.8.

20:00 Mann-O-Meter,

Schwule Väter und

Ehemänner Berlin,

offenes Treffen. Bis

22 Uhr, Bülowstr.

106

MI 17.8.

19:00 Sonntags-Club e.V.,

A*-Spec, Treffen

für Personen aus

dem A-Spektrum,

Greifenhagener

Straße 28

KULTUR

MO 1.8.

20:00 BKA Theater,

Chaos Royal: Impro

à la carte, Mehringdamm

34

DI 2.8.

20:00 Zoo Palast,

Zurück auf Los!, D

2000; Regie Pierre

Sanoussi-Bliss, Hardenbergstr.

29A

MI 3.8.

20:00 BKA Theater, Ades

Zabel & Company:

Tatort Neukölln,

Mehringdamm 34

20:00 Komödie im Schiller

Theater, Brauchen

Sie ‚ne Quittung?,

Bismarckstr. 110

DO 4.8.

20:00 Berliner Kriminal

Theater, Fisch zu

viert, Umspannwerk

Ost Palisadenstr. 48

SA 6.8.

14:00 SchwulesMUSEUM,

Ocaña. Der Engel,

der in der Qual singt,

bis 12.9., Lützowstraße

73

20:00 Berliner Kriminal

Theater, Die Mausefalle,

Umspannwerk

Ost Palisadenstr. 48

SO 7.8.

18:00 Wintergarten,

Golden Years, Potsdamer

Str. 96

MO 8.8.

20:00 BKA Theater,

Chaos Royal: Impro

à la carte, Mehringdamm

34

20:00 SO36, kumbia

Queers - 1000%

Tropi Punk, Oranienstraße

190

DI 9.8.

19:30 Sage Beach, Pansy

and Gieza’s Beach

Babe Bonanza,

Einlass ab 19 Uhr.

Drag Show bis 22

Uhr, Köpenicker Str.

18-20

MI 10.8.

20:00 BKA Theater,

Operette für zwei

schwule Tenöre,

Mehringdamm 34

DO 11.8.

20:00 Berliner Kriminal

Theater, Die

acht Millionäre,

Umspannwerk Ost

Palisadenstr. 48

20:00 BKA Theater,

Operette für zwei

schwule Tenöre,

Mehringdamm 34

FR 12.8.

20:00 BKA Theater,

Operette für zwei

schwule Tenöre,

Mehringdamm 34

20:30 Tempelhofer Feld,

sisus - memoirs of

mud (fin), 8. Berlin

Circus Festival,

Tempelhofer Damm

SA 13.8.

14:00 Schwules-

MUSEUM, Ocaña.

Der Engel, der in der

Qual singt, bis zum

12.09.2022, Täglich,

außer Dienstags

geöffnet, Lützowstraße

73

20:00 BKA Theater,

Operette für zwei

schwule Tenöre,

Mehringdamm 34

MO 15.8.

20:00 Berliner Kriminal

Theater, Das Paket,

Umspannwerk Ost

Palisadenstr. 48

DI 16.8.

20:00 Tipi, Cabaret - Das

Berlin-Musical,

Große Querallee

MI 17.8.

20:00 BKA Theater,

Operette für zwei

schwule Tenöre,

Mehringdamm 34

DO 18.8.

19:30 Theater des

Westens, Ku‘Damm

56 - Das Musical,

Kantstraße 12

20:00 BKA Theater,

Operette für zwei

schwule Tenöre,

Mehringdamm 34

FR 19.8.

19:30 Friedrichstadt-

Palast, ARISE

Grand Show, Friedrichstraße

107

SO 21.8.

15:00 Theater des

Westens, Ku‘Damm

56 - Das Musical,

weitere Vorstellung

um 19:30 Uhr,

Kantstraße 12

18:00 Schlosspark Theater,

Himmlische

Zeiten, Schlossstr.

48

MO 22.8.

20:00 BKA Theater,

Chaos Royal: Impro

à la carte, Mehringdamm

34

20:00 Haus der Berliner

Festspiele, Israel

Galván & Niño de

Elche: „Mellizo

Doble“, im Rahmen

von Tanz im

August, Schaperstraße

24

MI 24.8.

20:00 BKA Theater,

Operette für zwei

schwule Tenöre,

Mehringdamm 34

20:00 Komödie im Schiller

Theater, Mord

im Orientexpress,

mit Katharina, Anna

und Nellie Thalbach,

Geschwister

Pfister u. a., Bismarckstr.

110

DO 25.8.

11:00 Finnland-Institut,

Visiting Art/ist

2022: Friedrichstr.

153a

20:00 BKA Theater,

Operette für zwei

schwule Tenöre,

Mehringdamm 34

FR 26.8.

20:00 Haus der Berliner

Festspiele, Bruno

Beltrão / Grupo

de Rua: „New

Creation“, Schaperstraße

24

Mi. bis Sa. ab 19 Uhr Eintritt frei

Wed. to Sat. from 7pm Free of charge

20:00 BKA Theater,

Operette für zwei

schwule Tenöre,

Mehringdamm 34

SA 27.8.

14:00 Schwules-

MUSEUM, Ocaña.

Der Engel, der in

der Qual singt, bis

12.9., Lützowstraße

73

18:00 Chamäleon, The

Mirror, Rosenthaler

Straße 40

20:00 BKA Theater,

Operette für zwei

schwule Tenöre,

Mehringdamm 34

MO 29.8.

20:00 BKA Theater,

Chaos Royal: Impro

à la carte, Mehringdamm

34

DI 30.8.

20:00 BKA Theater,

Travestie für

Deutschland: Das

SchattenQ*abinett,

Mehringdamm 34

20:00 Tipi, Cabaret - Das

Berlin-Musical,

Große Querallee

MI 31.8.

20:00 BKA Theater,

Ades Zabel &

Company: Tatort

Neukölln, Mehringdamm

34

20:00 Komödie im Schiller

Theater, Mord

im Orientexpress,

mit Katharina, Anna

und Nellie Thalbach,

Geschwister

Pfister u. a., Bismarckstr.

110


Termine 37

PARTY

DO 4.8.

17:00 Gestrandet, Gay

Beach, Rolandufer

4

FR 5.8.

23:59 ://about blank,

Away, Markgrafendamm

24B

SA 6.8.

21:00 Sally Bowles,

BLUF Night Berlin,

Eisenacher Str. 2

SO 7.8.

11:00 Cafe Kalwil, Ready

To Order - Leather

Breakfast, www.

male.space, Motzstraße

30

DO 11.8.

23:00 Suicide Circus,

Chantals House

of Shame, Super

Disco, Show,

Entertainment,

Revaler Str. 99

FR 12.8.

22:00 KitKat, REVOL-

VER PARTY, Im

U-Bhf. Heinrich-

Heine-Str.

SA 13.8.

15:00 Volkspark Friedrichshain

- Freiluftkino,

LesBiSchwules

Parkfest, Essen,

trinken, tanzen,

Shows und Songs,

Landsberger

Allee 15

SO 14.8.

15:00 Tiergarten

Tuntenwiese,

Tiergartenpicknick

des Orden der

Schwestern der

Perpetuellen Indulgenz,

Großer Stern

/ Hofjägerallee

DI 16.8.

20:00 Monster

Ronson‘s Ichiban

Karaoke, Gieza‘s

Pokehouse., Warschauer

Straße 34

MI 17.8.

16:00 Böse Buben, After

Work, Just Sex,

Spanking or SM.

Bis 23 Uhr, Sachsendamm

76

DO 18.8.

17:00 Gestrandet, Gay

Beach - Goodbye

Summer, Rolandufer

4

SO 21.8.

17:00 House of Weekend,

UP - Sunday

Rooftop T- Dance

by Revolver, bis 3

Uhr., Alexanderstr.

7

FR 26.8.

22:00 M-Bia Club, DRTY

by REVOLVER,

Dircksenstr. 123

SA 27.8.

22:00 SO36, Gayhane

- House of Halay,

Homo Oriental

Dancefloor, Oranienstraße

190

PARTY

UP – the sunday club by

REVOLVER

Das ist doch mal eine

Zeitangabe für eine Party,

oder? Die „UP – the sunday

club by REVOLVER“ von

Oliver Mohns und seinem

queeren Team freut sich

auf dich, auf den Berliner

Sommer und VIPs der

LGBTIQ*-Szene, die ja

auch schon 2021 zahlreich

kamen.

Eine queere Party auf

dem Sonnendeck eines

DDR-Hochhauses in

Berlin-Mitte. Mit besten

Beats, atemberaubender

Aussicht auf Prachtbauten der Kaiserzeit und Reduziertes der

Sozialistischen Moderne – welche Party bietet das sonst?

Regelmäßig mit dabei waren auch Promis der Community wie

Maria Psycho aka Marcus Wolff, der Performance- und Verkleidungskünstler

gehört seit der Jahrtausendwende zur populären

Avantgarde der Berliner Szene, oder auch DJane Tante Renate. *rä

FOTO: UP

Jeden Sonntag: UP – the sunday club by REVOLVER,

Weekend, S+U Alexanderplatz, 15 Uhr bis 3 Uhr

DVD

VERLEIH

2

3

4

1

Der Anzeigenschluss für die

blu 09/22 ist am 12.8.2022

(Erscheinungstermin: 26.8.22)

STADTPLAN2

1

2

STAY IN

CONTROL OF

YOUR SEX

LIFE.

Buchen Sie Ihre Anzeigen unter:

info@blu.fm

3

4


INTERVIEW

Ein Gespräch

über Musik mit

SVEN

Aktuell tourt der queere

Künstler mit seinem

„20th Century Songs“

durch Deutschland. Wir

sprachen mit Sven Ratzke über die

Künstler*innen, die er ehrt.

Inwiefern hat dich Annie Lennox

beeinflusst?

All die Künstler*innen, von denen ich

Lieder singe, sie neu interpretiere,

haben mich begleitet. Sie und eben

auch Annie Lennox waren sehr eigen,

haben vieles erneuert. Und Annie hat

auch etwas Androgynes an sich, was

mich sehr interessiert hat.

Du stehst seit Jahren als David

Bowie auf der Bühne.

Es fühlt sich an, als sei er ein Familienmitglied

für mich, als ob Bowie

immer über mich wacht. Ein Beispiel

für Künstler, die wirklich gute Songs

geschrieben haben, Lieder, die man

auch neu interpretieren kann. Seine

Songs sind oft wie Mini-Dramen, was

ich sehr mag, wie kleine Filme oder

Romane. David Bowie ist einer DER

Künstler des 20. Jahrhunderts, der

unheimlich viele Menschen beeinflusst

hat. Seine Charaktere wie Major Tom

werden immer wieder zitiert oder

thematisiert.

Nick Cave ist eine Legende, aber

unsere jungen Leser werden

ihn kaum kennen. Warum sollte

man sich mit seiner Musik

beschäftigen?

Er ist ein großer Poet. Er kam aus der

Punkszene, ist aber einer der wichtigsten

Künstler überhaupt, wenn es um

tiefgründige Musik geht.

Grace Jones sagte einst recht

unverblümt, dass Lady Gaga sie

kopieren würde. Wie siehst du

das?

Kopien interessieren mich persönlich

gar nicht, ich kann mir vorstellen, was

Grace Jones da meint, ohne schlecht

über Lady Gaga zu sprechen. Ich

habe einmal Gagas Tribute zu Bowie

gesehen, das fand ich nicht interessant,

meins war das nicht. Etwas zu

INTERPRETIEREN ist eine ganz andere

Geschichte, das ist sehr spannend,

kann aber auch mal schiefgehen.


FOTOS: EDLAND MAN

RATZKE

Hast du auch schon mal ein Lied

aussortiert, weil es einfach nicht

klappte?

Ja, das gehört dazu. An so einem

Programm arbeitet man lange, das ist

wochenlange Arbeit. Einmal versuchte

ich mich an „Total Eclipse of the Heart“

von Bonnie Tyler, das wurde nichts.

(grinst)

Lou Reed: Was kann man von ihm

lernen?

Dass er sich nie angepasst hat. Solche

Leute gibt es kaum noch, oder sie

haben keine Chance auf Erfolg mehr.

Ich kenne seine Witwe und war auch

bei ihr zu Hause, privat war er ohnehin

ein ganz anderer Mensch.

Joy Division, eine recht tragische

Bandgeschichte. Was für Vibes

gibt dir deren Musik?

Wir alle sind an Tragik interessiert,

denk mal an Hildegard Knef oder Judy

Garland. Die meisten Künstler sind

Menschen, die einen Therapeuten

brauchen, die viel Ballast mit sich

rumtragen. Aber sie geben Kraft! „Love

Will Tear Us Apart“ von Joy Division ist

ein so wunderschönes Lied, das auch

Kraft gibt.

Aber es gibt bei „20th Century

Songs“ auch eigene Musik von

dir.

Ja, zusammen mit dem Sänger

Gregory Frateur von der Popgruppe

Dez Mona aus Belgien habe ich das

Lied „Madame of the Night“ über eine

Pariser Dragqueen in den 1960ern

geschrieben. Die natürlich akzeptiert

wird, aber ohne Schminke auch mal

schief angeguckt wird. Für mich

exemplarisch für viele Künstler*innen,

die auf der Bühne der Schmetterling

sind.

*Interview: Michael Rädel

Die „20th Century Songs“-Tour

macht unter anderem in Berlin in der

Bar jeder Vernunft, in Hamburg im

Schmidt Theater, in Oldenburg in der

Kulturetage und in Wilhelmshaven im

Pumpwerk musikalische Station.

Alle Tourdaten bekommst du auf

sven-ratzke.com


40 Kultur

FOTO: V. STEFAN

NEUKÖLLNER OPER

Iron Curtain Man

Eine letzte Show für Dean Reed, den

„Elvis der DDR“ –Wiederaufnahme am 18.

August.

Was war da los: ein singender Cowboy

landet in der Hauptstadt der DDR, und

reitet Lasso-schwingend durch „Ein

Kessel Buntes“? Dean Reed, geboren in

Denver, Colorado wollte die Stimme der

Unterdrückten sein. In Lateinamerika ein

Star, kam er auf Umwegen über Spanien,

Italien und die UdSSR in die DDR, wo

er in den 70ern dem Sozialismus den

Hüftschwung lehrte. Der „Rote Elvis“

erlebte hinter dem Eisernen Vorhang eine

beispiellose Karriere, er war DER Amerikaner

des Ostblocks. Doch mit Glasnost und

Perestroika begann sein Stern zu sinken

und auch in seiner Heimat wurde er bei

einem Comeback-Versuch verhöhnt.

Im Jahr 1986 schließlich nahm sich der

Musiker unter bis heute mysteriösen

Umständen das Leben.

Iron Curtain Man, Neuköllner Oper, 18.,

20., 21., 25. – 28., 31. August jeweils 20

Uhr, weitere Termine im September

ITALIEN

Tom of Finland, die „Biennale

di Venezia“ und Rinaldo Hopf

Die „Tom of Finland Foundation“ und

Rinaldo Hopf stellen 2022 in Venedig

zur Biennale aus! Am 23. April

startet der Kunstreigen in der

weltberühmten und (fast)

überall geliebten Stadt am

und im Wasser, erst Ende

November ist das Spektakel

vorbei.

Seit 1895 zeigt die „Biennale di

Venezia“ als internationale Kunstausstellung

Künstler von Weltrang,

die zudem in den unterschiedlichsten

Genres beheimatet sind. Dieses Jahr bei der 59. Ausgabe des

Happenings lautet das Motto „The Milk of Dreams“, inspiriert

von einem Buch der Surrealistin Leonora Carrington (1917

–2011), kuratiert hat Cecilia Alemani. Die älteste Biennale und

die älteste internationale Ausstellung zeitgenössischer Kunst

vereint 2022 in unzähligen Pavillons über 200 Künstler*innen

und sorgt für reges Kunsttreiben durch Ausstellungen und

Installationen in der Stadt – initiiert durch all die Künstler*innen.

Einer davon ist der Wahl-Berliner Rinaldo Hopf. Wobei: Der

in Freiburg geborene Kurator und Maler kaufte sich unlängst

zusammen mit seinem Mann Fox ein Haus in der Toskana, es

ist also (fast) ein Heimspiel. *rä

FOTO: M. RÄDEL

MUSICAL

Katzen-Diva Grizabella

und ihre Truppe

Was für eine Musical-Story: Beim jährlichen Ball auf einem

Londoner Schrottplatz im Vollmondlicht wetteifert

die komplette Katzenbande – vom durchtriebenen Macavity

über die unschuldig-schöne Victoria bis hin zum draufgängerischen

Verführer Rum Tum Tugger – um das Geschenk eines

neuen Lebens.

Die berühmtesten Katzen aller Zeiten erobern wieder die

Bühne! CATS hat die Musical-Welt revolutioniert und sämtliche

Rekorde gebrochen: Mehr als 73 Millionen verzauberte

Zuschauer und zahlreiche internationale Preise konnte Andrew

Lloyd Webbers Meisterwerk bereits gewinnen. Ein Ende der

Erfolgsgeschichte ist nicht in Sicht, denn auch heute noch

ziehen die Charakterkatzen Kinder und Erwachsene gleichermaßen

in ihren Bann. Nun kehrt das Original vom Londoner

West End zurück nach Deutschland und in die Schweiz.

6. – 17.7., „Cats“, Admiralspalast, www.admiralspalast.theater

CHANSON

Ein bitterböser musikalischer Abend

Marc Rudolf reiht die brillanten Chanson-

Perlen des Königs des schwarzen Humors,

Georg Kreisler, zu einer schillernden Kette

und erweckt so die Figuren zum Leben.

als Megy B. bei Radio GoldStar die wöchentliche

Kultursendung „KULTURZEIT“ und

die monatliche Personality-Radio-Show

„EINFACH MEGY“ bei Radio FFR.

FOTO: S. FUNKE

In seiner Rolle als Megy B. tritt Marc

Rudolf seit über 15 Jahren bei namhaften

Kreuzfahrt-Reedereien auf. Er moderiert

2.7., Theater Berliner Schnauze,

Karl-Marx-Allee 133, 20 Uhr,

www.berliner-schnauze-theater.com


HAU

präsentiert

TANZ IM

AUGUST

34. Internationales Festival

Berlin | 5.–27.8.2022

www.tanzimaugust.de


42 Kultur

FOTO: ISTOCKPHOTO.COM/

PEOPLEIMAGES

HOUSE

Lost in Music – #GoodVibesOnly

Starke Stimmen und die richtigen

Beats, an manchen Tagen braucht

es in Sachen Musik eine ordentliche

Portion höchster Energie aus den Boxen.

Wir haben da zwei CDs für dich, die dir garantiert

bessere Laune machen. Housiger

Eskapismus tut der Seele gut.

Keinem ist gerade so richtig danach zu

feiern. Zu erschreckend sind die Bilder, die

jeden Tag auf einen einprasseln, das Leid,

der Tod, der Krieg, der Nationalismus und

immer noch die Corona-Pandemie mit

ihren Kranken, Toten und Kollateralschäden.

Da will man eigentlich nur noch den

Kopf in den Sand stecken. Und manchmal

ist das auch genau das Richtige. Wobei:

Strauße fraßen damals Steine vom Boden,

um ihre Verdauung in Schwung zu bringen,

es wurde nur falsch gedeutet. Und mit

Musik MAL den Kopf in den Sand zu stecken,

wird dein Seelenleben (vermutlich)

wieder in Schwung bringen.

Unser Tipp ist das neuste Doppelalbum des

bayrischen DJ-Duos MILK&SUGAR: „Miami

Sessions 2022“. 31 Lieder, darunter überarbeitete

Klassiker wie „Drop The Pressure

(Purple Disco Machine Remix)“ von Mylo

Claptone oder auch Milk & Sugars „Let the

Sun Shine (Milk & Sugar Re-Rub Extended

Mix)“. Unsere Anspieltipps sind auf CD

eins Wankelmut & Anna Leyne mit „Free

At Last (Mousse T. Extended Mix)“ und die

Todd Terry All Stars mit „Get Down (Kenny

Dope Mix)“. Auf CD zwei legen wir dir

Momo Khani & Meindel feat. StanLei mit

„Lecture (Yescene Extended Remix)“ und

Some & Different „Work It Out (Extended

Mix)“ ans Herz.

31 Lieder, die dank positiver Botschaften,

fetter Piano-Hooks und derber Bass Drums

dafür sorgen werden, dass du auf andere

Gedanken kommst. Und sei es nur bei der

Hausarbeit, in der Corona-Quarantäne oder

beim Chillen nach dem Gym: Diese beiden

Silberlinge tun dir gut. *rä

COMEBACK

Betty Boo: Die Coole

aus der Popwelt

AVANTGARDE

Kosmisch: RSS Disco aus Hamburg

Ausgerechnet aus Hamburg

kommt ein Sound, den man in den

1970ern dank Giorgio Moroder

und der Munich Machine eher

München zuschrieb und der seit

den 1980ern weltweit für volle

Tanzflächen sorgt: Cosmic Disco.

Vor wenigen Wochen feierte „Tan

Lines and Fizzy Wine“ von RSS

Disco seine Premiere, Klangwelten

wie aus einer anderen Zeit – und

mit einem passenden Retro-

Video. Das Lied gibt es bisher

in zwei Versionen: Während die

originale Single-Version mit ihren

Italo-Pop-Soundeffekten und

Harmonien in Captain Futures

Raumschiff einlädt, positioniert

sich der „Magic Jams Remix“ eher

nahe dem Projekt Munich Machine

oder auch der Band Space („Magic

Fly“) und nimmt mit auf einen

„I Feel Love“- und „Menergy“-

geküssten Tanz inklusive ab und

an auftauchender Streicher und

einer melancholischen Melodie, die

durchaus träumen lässt. Das hier

vorgestellte Lied von RSS DISCO ist

ein erster Vorbote des kommenden

Albums „Mooncake“ des Trios.

Darauf kann man sich freuen. *rä

Sie ist wieder da, die singende Rapperin Betty Boo,

die ab den späten 1980ern Charthits wie „Where Are

You Baby?“, „Let Me Take You There“ und „Doin’ the

Do“ landete, bevor sie sich ins Private zurückzog und

für ihre vom Schicksal gebeutelte Familie da war. Ihre

letzte Single, „Catch Me“ erschien 1993 und erreichte

Platz 14 der US-Dance-Charts, dann war bis zum

Klubhit „Take Off“ 2007 zusammen mit Jack Rokka

musikalisch Pause. Fast, denn zur Jahrtausendwende

gab es bereits ein leises Comeback als Songwriterin

für zum Beispiel Hear’Say:

Deren Nummer-eins-Hit

„Pure and Simple“ im

Jahr 2001 stammt aus

Bettys Feder. 2022 will

Betty Boo, die einst bei der

Rap-Sensation She Rockers

startete, ihr drittes Album

veröffentlichen. Erste Singles

gibt es schon: „Get Me to

the Weekend“ und „Shining

Star“. Die erschienen nicht

bei einem großen Label, sind aber in der queeren UK-

Community ein wachsender Erfolg. Und jetzt, wo die

Klubs wieder öffnen, sicherlich auch bald bei uns … *rä


43

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44 Kultur

FOTO: M. RÄDEL

AUSSTELLUNG

Pride Month in „The Knast“

Der Wahl-Berliner Künstler Lars Deike

präsentiert im Berliner Pride Month ein

abwechslungsreiches Programm mit

vielen Künstler*innen der LGBTIQ+-Community

und szenenahen Kreativen. Alles

in „The Knast – SOEHT 7“, im ehemaligen

Frauengefängnis Berlin-Lichterfelde.

Einer der Höhepunkte ist die am 7. Juli

eröffnende Ausstellung „INTERSECTIO-

NAL 4.0“, die ab 19 Uhr verschiedenste

Kunst von mehr als 30 Künstler*innen

auf drei Etagen in über 20 ehemaligen

Gefängniszellen präsentiert. Mit dabei ist

auch der Maler Frank Lorenz, von dem

auch das Plakatmotiv stammt. Über

seine Inspiration verriet uns Frank Lorenz

einmal im Interview: „Ich beobachte gerne,

obwohl ich recht zurückgezogen lebe. Im

Nachtleben bin ich zum Beispiel so gut wie

gar nicht unterwegs. Inspirieren kann mich

alles, vor allem der Underground dieser

Stadt. Mich beflügeln Bewegung und das

Leben an sich.“

Das PRIDE-Art-Gebäude The Knast in der

Söhtstraße 7 ist nahe dem Botanischen

Garten, denkmalgeschützt und sehr,

sehr groß. Eine wunderbare Chance für

queere Kreative, ihre Kunst zu machen,

zu zeigen und damit für Kunstgenuss und

Sichtbarkeit der LGBTIQ*-Community zu

sorgen. Geplant sind Filmvorführungen,

monatliche Ausstellungen und regelmäßige

Happenings. *rä

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Eigentlich wollten sie ja

kein Album mehr machen.

Aber viele Künstler*innen sagen,

sie hören auf, doch es ist ja

der innere Drang, etwas zu

erschaffen, der Menschen zu

Künstler*innen macht – folglich

ist eine Abkehr vom Abschied

oft wahrscheinlich.

AVANTGARDE

RÖYKSOPPs RÜCKKEHR

Und im Fall von Röyksopp

etwas ganz Wunderbares. Vor

einigen Wochen präsentierten

sie mit „Profound Mysteries“

ein anspruchsvolles und

extrem stimmiges Comeback-

Album. Innerhalb von neun

Liedern erkunden Torbjørn

Brundtland und Svein Berge darauf

verschiedene musikalische

Genres – trotzdem ist das Werk

aus einem Guss. „Ich denke, es

ist Zeit, das Wort elektronisch

aus der Diskussion um unsere

Musik zu streichen. Es ist nur Musik oder?“,

so Svein Berge. „Die Tatsache, dass wir nur zu

zweit sind – in allen Aspekten des Prozesses –,

Kultur 45

trägt zu einem einzigartigen

Musikstil bei“, fährt Svein fort.

„Zusätzlich verwenden wir – wie

bekannt ist – eine Reihe von

alten analogen Geräten. Das

beansprucht mehr Zeit, aber

gleichzeitig hilft es auch, den

Klangcharakter von Röyksopp

zu formen“, ergänzt Torbjørn.

Ihre Inspiration sind und waren

Sounds wie der Klang von

dichtem Schnee, Stiefeln auf

feuchtem Moos und abgebrochenen

Zweigen. Die Natur wird

verarbeitet zu Musik: Kunst fürs

Ohr! Unsere Anspieltipps auf

„Profound Mysteries“ sind die

sphärische Chill-out-Nummer

„There, Beyond the Trees“, das

Breakbeat-Pop-Stück „Impossible

[ft. Alison Goldfrapp]“

sowie das melancholische

„(Nothing But) Ashes…“ mit

seinem entspannten Piano

und das housige Stück „Breathe“. Das Album

erscheint als CD, Download, Stream und

Kassette – Vinyl soll folgen. *rä

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Ärzteforum Seestrasse

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46 Kultur

f

FOTO: SORAYA ZAMAN

3

AUSSTELLUNG

– queere kunst

Queer und schwul, lesbisch und trans*

einmal ganz anders fotografisch eingefangen.

Die Ausstellung „New Queer Photography

– Focus on the Margins“ in Berlin

zeigt Kunst abseits des Mainstreams.

Dank Initiator und Verleger Benjamin

Wolbergs bekommt man hier nicht die

großen Namen, dafür aber einmal eine

nicht zu stark inszenierte, auf Hochglanz

polierte und professionelle Optik. Man will

sich „ästhetisch dem gängigen Schubladendenken

von Geschlechterrollen“

widersetzen, „Fragen der eigenen Identität

und Sexualität jenseits von Tabugrenzen,

tradierten Normen und Erwartungen“

werden thematisiert.

Die Ausstellung „New Queer Photography“

in der Galerie f 3 – freiraum für fotografie

in der Berliner Waldemarstraße widmet

sich der Kunst des Undergrounds, der

queeren Avantgarde. Darunter Werke von

Pauliana Valente Pimentel, Soraya Zaman,

Mohamad Abdouni, Michael Bailey-Gates,

sowie Laurence Rasti, Bradley Secker,

Shahria Sharmin, Melody Melamed und

Laurence Philomene. Tolle Kunst großartiger

Kreativer. *rä

25.6. – 21.8., „New Queer Photography

– Focus on the Margins“, f 3 – freiraum für

fotografie, Waldemarstraße 17, Berlin,

www.fhochdrei.org

AUSSTELLUNG

Slava Mogutins

Kunst im Eisenherz

Der queere Buchladen erfreut schon

länger mit – oft sehr erotischer – Kunst in

seinen angeschlossenen Galerieräumen.

Den Juli über stellt hier in der Motzstraße

Slava Mogutin aus.

„Ich zeige Bilder aus meiner Zusammenarbeit

mit @pogobooks und @

outerspacepress“, verriet uns der Künstler

vorab, „Stock Boyz ist eine Serie von

Tintenstrahldrucken anonymer Nackter, die

von verschiedenen, meist osteuropäischen

Internet-Pornoseiten übernommen und

auf Aktienchartseiten der New York Times

gedruckt wurden.“. Die Ausstellung ist

vom 1. bis zum 31. Juli bei Eisenherz,

Motzstraße 23, zu genießen. *rä

1. – 31.7., Slava Mogutin „Stock Boyz“,

Eisenherz, Motzstraße 23, Berlin,

slavamogutin.com

FESTIVAL

Tanz im August 2022

Alle Jahre wieder wird der Sommer noch heißer. Und

vor allem bewegungsintensiver! „Tanz im August

ist nach der Corona-Pause hundertprozentig

zurück: Vom 5. bis 27. August präsentieren die

Veranstalter*innen ein volles, dreiwöchiges

Programm mit internationalen und natürlich

auch lokalen Choreograf*innen und

Tänzer*innen unterschiedlicher Generationen

und Genres. Wirklich wunderbar!

Es gibt viel zu erleben: Am HAU Hebbel

am Ufer und an sechs weiteren Spielorten

in Berlin werden in 87 Vorstellungen mit

rund 200 Künstler*innen aus mehr als 25

Ländern, insgesamt 21 Produktionen gezeigt.

Das „Haus der Berliner Festspiele“ ist nach seiner

Renovierung erstmals wieder Spielort des Festivals.

Das Happening lädt hier zu fünf Produktionen: Nach der

Eröffnungspremiere von Marrugeku erwartet das

Publikum Vorstellungen der katalanischen Kompanie

La Veronal mit Marcos Morau, von Oona

Doherty aus Nordirland, des brasilianischen

Choreografen Bruno Beltrão mit seiner

aktuellen Neukreation, sowie von den zwei

Koryphäen des zeitgenössischen Flamencos

Israel Galván und Niño de Elche.

Gut zu wissen: In der letzten Ausgabe

unter der künstlerischen Leiterin Virve

Sutinen steht die schwedisch-italienische

Choreografin Cristina Caprioli im Fokus. Wir

sind gespannt. *rä

www.tanzimaugust.de


auhaus.de


48 Kultur

MUSICAL

EIN WENIG

FARBE

Musicalstar und Autor Rory Six ist der

Stern des im Juli startenden Musicals

„Ein wenig Farbe“. Erzählt wird hierin von

Klaus, der sich genau das wünscht: ein

wenig mehr Farbe. Seine, ihre Farben!

FOTO: JASMIN BESZEDICS

Mittlerweile ist Klaus Helena und nimmt mit

auf den Weg ihrer Selbstfindung. Über das

Musical verrät das Team der Produktion: „Wir

erleben, wie sich Helena selbst fühlt, wie

die Gesellschaft, die Familie und der engste

Freundeskreis auf sie reagieren. Das Stück hinterfragt

auf humoristische und gleichermaßen

clevere und mitfühlende Weise, was in unserer

Gesellschaft eigentlich normal ist …“ Berührend

und unterhaltsam – und mit Rory Six in dreizehn

(!) Rollen. *rä

12. bis 21.7., „Ein wenig Farbe – Das Musical“,

Theater im Delphi, Gustav-Adolf-Str. 2,

www.einwenigfarbe.com


Kultur 49

FOTO: S. HAYMANN

THEATER

Weltstar aus Ulm

Viele, viele – für Berlin dann sehr wichtig gewordene

– Kreative und Künstler*innen kamen, kommen aus

Baden-Württemberg. Zum Beispiel die legendäre Hildegard

Knef, die kam aus Ulm.

Das Schlosspark Theater gedenkt ihr mit dem Stück „Für

mich soll's rote Rosen regnen“, das ab dem 28. Juni 20 Uhr

im Schlosspark Theater in der Schloßstraße 48 zu sehen ist.

Die am 28. Dezember 1925 geborene und am 1. Februar

2002 verstorbene Künstlerin war einer der erfolgreichsten

Schauspielerinnen der deutschen Nachkriegszeit, und

auch eine bis heute international geschätzte und verehrte

Sängerin. In jazzigen Arrangements interpretierte „die

beste Sängerin ohne Stimme“, so Jazz-Ikone Ella Fitzgerald

über die Wahlberlinerin Hildegard Knef, Klassiker von

George Gershwin und Cole Porter, aber auch Selbstgeschriebenes

wie „Christina“, das die gebürtige Ulmerin

zusammen mit Les Humphries für ihre Tochter komponiert

hatte. Ihr Klassiker „Für mich soll’s rote Rosen regnen“ gibt

dem Stück, in dem die alte auf die junge Legende trifft,

den Namen, der zum Lebensmotto vieler Queers wurde. *rä

www.schlossparktheater.de

HAPPENING

Boylesque Drag

Festival Berlin

Ein „Pride Month“ ohne Sheila

Wolf, das geht nicht. Und

die Glitzernde hat auch ein

spannendes Projekt am Start:

das zweite„BOYLESQUE DRAG

FESTIVAL BERLIN“.

FOTO: S. CHALMERS

Angekündigt werden für den 23. Juli unter anderem „GING-

ZILLA – The Bearded Bombshell“, Chris OH!, Joshua Dean

(„Mrs. Exotic World 2019“), DOLLY PAGE und das Duo LITTLE

FINCH. Nach der „OPENING LATE NIGHT“ im Wintergarten

bringt das zweitägige Spektakel ein besonders extravagantes

nicht binäres Line-Up als Late-Night-Show in die Bar jeder

Vernunft. An beiden Abenden gestalten unterschiedliche

Artisten, Dragqueens und Boylesquekünstler unter der

Leitung von Sheila Wolf einen extravaganten Abend.

23.7., 2. Boylesque Drag Festival Berlin 2022, Bar jeder

Vernunft, Schaperstr. 24, U Spichernstraße, 23:30 Uhr

ZAUFKE&LUNDS

PARADISE LOST

THE GENESIS OF MUSICAL

BIS 23.07.2022

NEUKOELLNEROPER.DE


50 Kultur

FOTO: M. ZAGARIS

POP

BLONDIE: „Against the Odds 1974-1982“

Die Band veröffentlicht Ende August

einen ersten retrospektiven Schwung der

fast fünf Jahrzehnte andauernden Karriere,

Hits der 1990er wie „Maria“ fehlen

zwar, davor gibt es aber die erste Phase

der Karriere als 4LP-Deluxe-Edition, als

8CD-Deluxe-Edition oder als 3CD-Set.

Insgesamt 124 Lieder, darunter 36 bisher

unveröffentlichte. Und natürlich die

legendären Klassiker wie „Atomic“, „Denis“,

„Island of Lost Souls “, „Rapture“ und der

Studio-54-Klassiker „Heart of Glass“. Dass

eine als Punkband gestartete Truppe das

schaffen konnte …

Via E-Mail verrät die Sängerin Debbie

Harry über die Werkschau: „Es ist wirklich

ein Vergnügen zu sehen, wie weit wir

gekommen sind, wenn ich mir diese frühen

Versuche anhöre, unsere Ideen auf relativ

primitivem Equipment einzufangen.

Glücklicherweise enthielt das Bandleben

in den frühen 1970er-Jahren etwas von

der antisozialen, gegenkulturellen Energie

der Gruppen, die die 1960er-Jahre prägten.

Ich bin begeistert von dieser besonderen

Sammlung. Wenn ich mir diese alten

Stücke anhöre, fühle ich mich wie ein Zeitreisender.

So schlecht es manchmal auch

war, so gut war es auch. Kein Bedauern.

Mehr Musik.“

„Ich hoffe, dass dieses Projekt einen

Einblick in den 'Prozess' und die Reise, die

die Songs von der Idee bis zur endgültigen

Form genommen haben, gibt. Einiges von

dem Material ist wie frühe Entwürfe; die

alten Tonbandgeräte sind wie primitive

Notizbücher. Das Kniffligste für mich war

immer, die Melodien aus meinem Kopf in

die Realität zu bringen und die Veränderungen,

die auf dem Weg dorthin passieren

…“, ergänzt Gitarrist Chris Stein.

Blondies „Against the Odds 1974-1982“

erscheint am 26. August. Für Sammler

und Popmusik-Liebhaber ein wahres

Muss, das dank der Liner Notes, der „Track

by Track“-Kommentare, der illustrierten

Diskografie und der zahlreichen bisher

unveröffentlichten Fotos auch extrem viel

Neues bietet. Und eben 36 (!) bisher nicht

veröffentlichte Lieder. *rä


Coca-Cola und die Konturflasche sind eingetragene Schutzmarken der The Coca-Cola Company.


Musik

INTERVIEW

LIZZO:

LOUD and

PROUD

Die Rapperin, Sängerin und Aktivistin

ist zum Weltstar und einer

der wichtigen Stimmen ihrer Generation

gereift. Mit ihrem neuen Album „Special“

sorgt Lizzo jetzt aber erst einmal für den

Soundtrack zu einem hoffentlich herrlichen

Sommer.

Man kann nun wirklich nicht behaupten,

dass Lizzo die äußeren Insignien ihres

monumentalen Erfolgs der vergangenen

drei Jahre unter den Teppich kehren würde.

Als wir zum Video-Interview verabredet

sind, sitzt die – natürlich fabulös gelaunte

– Künstlerin vor einer Schrankwand, aus

der links des Kopfes drei Grammy-Awards

hervorlugen. „Ich bin gerade im Haus von

Quincy Jones“, scherzt Lizzo zwar in Anspielung

auf den legendären Superproduzenten

von Michael Jackson und vielen anderen, der

es in seiner Karriere auf bislang 28 Grammys

brachte. Aber das stimmt natürlich nicht.

Lizzo hockt in ihrem Eigenheim in den

Hollywood Hills, und die Auszeichnungen, es

sind ihre eigenen – und die soll ruhig jeder

sehen. „Ich hatte es zu Anfang meiner Laufbahn

nicht darauf angelegt, auch nur einen

einzigen Grammy zu gewinnen“, sagt sie. „In

mir loderte der Ehrgeiz, Musik zu machen,

hinter der ich selbst absolut stehe und mit

der ich anderen Menschen ein Supergefühl

geben kann. Die Auszeichnungen sind

eher das Symptom meiner Hartnäckigkeit,

Zielstrebigkeit und Entschlossenheit.“

Lizzo, geboren vor 34 Jahren als Melissa

Viviane Jefferson in Detroit, als Kind klassisch

ausgebildete Flötistin, später Mitglied

in R&B- und Rap-Gruppen und nach

Umzügen nach Houston und Minneapolis

nun also in L.A. residierend, hat seit 2019

eine der atemberaubendsten Pop-Karrieren

der letzten Jahrzehnte hingelegt. Jahrelang

rannte sie – ambitioniert, talentiert aber oft

glücklos – gegen geschlossene Türen im

Showgeschäft. Um dann, 2019 mit ihrem

Album „Cuz I Love You“ sowie den Singles

„Juice“ und insbesondere „Truth Hurts“

zu realisieren, dass die Türen plötzlich

alle offenstehen. Also rannte sie durch.

„Unsere Gesellschaft“, so Lizzo, „hat lange

nicht dazu tendiert, dicken, schwarzen

Mädchen besonders viel zuzutrauen. Ja, es

hat Kraft erfordert, mich durchzusetzen.

Die Wahrscheinlichkeiten standen nicht auf

meiner Seite. Ich denke, ich konnte einige

Stereotypen beseitigen. Aber am Ziel einer

gleichberechtigten Gesellschaft sind wir

noch lange nicht angekommen.“

Lizzo ist längst nicht nur eine verdammt

begabte Sängerin, Songschreiberin und

Rapperin, sie ist auch eine der wichtigsten

Aktivistinnen weltweit für Vielfalt, Gleichberechtigung,

Body Positivity, Mental Health

und – sich selbst keiner festen sexuellen

Identität zuschreibend – die Interessen der

LGBTQ-Gemeinde. - Das „Time“-Magazin

hat Lizzo sogar auf der Titelseite seiner

„Frauen, die die Welt verändern“-Ausgabe

gedruckt. Wie, aus deiner Sicht, hat du

denn die Welt verändert, liebe Lizzo?

„Indem ich mich nicht habe aufhalten

lassen, meine Bedürfnisse zu befriedigen.

Und du darfst dich nicht abspeisen und

dir deine Visionen nicht von sogenannten

Entscheidungsträgern kaputtreden lassen.

Ich brauche kräftige Mädchen für meine

TV-Casting-Show „Lizzo’s Watch Out

for the Big Grrrls“? Also überzeugte ich

Amazon Prime, meine Vision umsetzen

zu können. Ich bin überzeugt, dass jede

Körperform sexy ist? Ich ließ nicht locker, bis

ich eine Bekleidungsfirma fand, die meine

Shapewear-Philosophie teilt. Ja, ich bin laut,

ich bin stolz, ich habe eine Stimme, und

diese Stimme will ich nutzen, um Menschen

zu inspirieren und zu ermutigen, ihr Leben

zum Positiven zu verändern.“

Auch auf dem neuen Album „Special“

klingt LIzzo ungemein inspirierend und

motivierend. Die erste Single „About Damn

Time“ holt die Menschen mit frischem

Discosound auf die endlich wieder

geöffneten Tanzflächen. Und der neueste

Hit „Grrrls“ (Lizzo ist offenbar vernarrt in

diese Schreibweise, ihr zweites Album

hieß 2015 „Big Grrrl Small World“) bietet

kross gebrutzelte Frauenpower auf exakt

zwei Minuten Länge. „Die Songs auf der

Platte sind sehr unterschiedlich, aber eines

haben sie gemeinsam“, sagt Lizzo. „Ich will

unbedingt, dass sie den Menschen Freude

bringen.“

*Interview: Steffen Rüth


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Musik

SOUL

Stark wie immer: Heather Small

Mit „Colour My Life“ präsentiert die (ehemalige) M-People-Sängerin

Heather Small in ein paar Wochen ein neues Album mit neuer

Musik und einigen ausgewählten Top-10-Hits der Band, die bis

zur Auflösung 1999 die europäischen Charts beherrschte. Einen

ersten Vorgeschmack gibt es schon jetzt mit „Love Me or Not“.

Benannt ist das Album nach der ersten Single, die es zusammen

mit M People in die Hitlisten schaffte: „Colour My Life“. Es folgten

damals ab 1991 bis zur Trennung weltweit populäre Stücke wie

„Moving on Up“, „Search for the Hero“, „Excited“ oder auch „Angel

St“ und „Open Your Heart“.

Heather Smalls Stimme gehört dank M People fest zum Soundtrack

der 1990er, Hit auf Hit sorgte für volle Tanzflächen und (bei

den meisten) für gute Laune. Zur Jahrtausendwende trennte sich

die Band, ist seitdem aber immer wieder mit „Best of“-Alben in den

Charts und aus den Radios und Klubs ohnehin nie verschwunden.

Heather Small, die vor M People auch kurze Zeit bei Black Box

sang, startete eine in UK erfolgreiche Solokarriere und arbeitete

unter anderem mit Tom Jones zusammen.

Unsere Anspieltipps auf diesem ganz wunderbaren Werk sind

„Proud“, „You Do Something to Me“ sowie „Love Me or Not“. Das

Album erscheint im Juli, es kann schon jetzt vorbestellt werden. *rä

www.heathersmall-mpeople.com

POP

Madonna: „Finally Enough

Love: 50 Number Ones“

Fünfzigmal die Charts anzuführen, ist eine stolze Leistung.

Das gelang Madonna zwischen 1983 und 2019 in

den US-Dancecharts – für eine Sängerin, die aus der Klubwelt

kommt, eine wichtige Sache, für die Fans ohnehin ein Freudenfest.

Und das wird im Hochsommer gefeiert, denn dann

erscheint das Album „Finally Enough Love: 50 Number Ones“ in

zwei Versionen: einmal nur 16 Lieder, einmal wirklich alle 50.

Unsere Anspieltipps sind

„Holiday“ von 1983, „Justify

My Love (Orbit Edit)“ von

1990, „Ray of Light (Sasha

Ultra Violet Mix Edit)“ aus

dem Jahr 1998, „Sorry (PSB

Maxi Mix Edit)“ von 2006

zusammen mit den Pet Shop

Boys, „American Pie (Richard

„Humpty“ Vission Radio Mix)“

von 2000, „Living for Love

(Offer Nissim Promo Mix)“

aus dem Jahr 2015 und „I

Don’t Search I Find (Honey

Dijon Radio Mix)“ von 2019

mit, genau, Trans*-Aktivistin

Honey Dijon.

Musikalisch geht die Reise

von Disco-Pop – etwa bei

„Like a Virgin“, das zusammen

mit Nile Rodgers von Chic

entstanden ist – über Dance

bis hin zu Techno-Pop, Trance

und House. Abwechslungsreiche

Musik durch Madonnas

ehrliches Interesse an den

mitwirkenden Künstler*innen

und aktiver Teilnahme des

„Rebel Heart“ am Geschehen

in der Klubwelt. Das voraussichtliche

Erscheinungsdatum

der 3CD-Box ist der 19.

August 2022. *rä

www.madonna.com

TIPP

HAYLEY KIYOKO

„Panorama“

Unlängst stellte die Sängerin ihre neue Single

„For the Girls“ aus ihrem bald erscheinenden

zweiten Album „Panorama“ vor. Auch beim

Musikvideo führte die Pop-Vorreiterin Regie und

legt eine romantisch-queere Parodie von Amerikas

beliebtester Dating-Show vor …

FOTO: TREVOR FLORES

„Wie auch immer du dich identifizierst

oder wen auch immer du

liebst, ich hoffe, dieser Sommer-Bop

gibt dir das Gefühl, sexy und stark

zu sein“, so die Künstlerin darüber.

Seit sie 2018 ihr Debütalbum

„EXPECTATIONS“ veröffentlichte,

hat sich Kiyoko zu einer der

weltweit meistverehrten

Pop-Künstlerinnen entwickelt

und sich laut Rolling Stone „an

die Spitze einer selbstbewusst

queeren Pop-Bewegung“ gesetzt“.

#20GAYTEEN wurde Kiyoko für zwei

VMAs nominiert und gewann als „Push

Artist of the Year“, außerdem performte

sie ihren Song „Curious“ im Rahmen

der Veranstaltung. Seit ihrem Debüt als

Musikerin im Jahr 2015 hat Hayley Kiyoko

weltweit über 1 Milliarde Streams, 2,2

Millionen YouTube-Abonnenten und über

817 Millionen YouTube-Views angehäuft,

außerdem hat sie ausverkaufte Konzerte

rund um die Welt gespielt, darunter

in Deutschland. Von NPR als „eine der

einflussreichsten Musikerinnen des

21. Jahrhunderts” gepriesen, inspiriert

Hayley ihre Community mit nuanciertem

Storytelling und ermutigenden Lyrics.

Letztes Jahr brachte Hayley ihr erstes

Gender-inklusives Parfüm Hue, heraus,

erhältlich unter huebyhayley.com.


In Thailand glauben wir daran,

dass Vielfalt wunderbar ist.

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Musik

NACHGEFRAGT

FOTO: VINCE AUNG

LAUV: Ari sucht das Glück

Lauv ist längst ein weltweit

erfolgreicher und angesehener

Popstar. Glücklich ist der US-

Amerikaner jedoch nicht. Mit

seinem neuen Album versucht er sich nun

selbst ein Stück weit näherzukommen.

In „Hey Ari“, dem neunten der 13 Stücke

seines zweiten Albums „All 4 Nothing“

stellt sich Lauv die Frage aller Fragen

schließlich selbst. „Hey Ari, are you happy?“,

will der 27-jährige Popmusiker, der mit

bürgerlichem Namen Ari Leff heißt, gern

wissen, und erfreulicherweise gibt er sich in

der sehr zurückhaltend instrumentierten,

beinahe nackten Akustikfolk-Nummer

auch die Antwort: „Yeah, for sure“. So richtig

hundertprozentig überzeugend klingt

das allerdings nicht, lieber Ari. „Es ist auch

immer noch alles ein wenig wacklig, was

mein Befinden betrifft“, erzählt dieser nun

im Videointerview, morgens um sage und

schreibe 7:30 Uhr auf dem heimischen

Sofa in Los Angeles hockend, die beiden

bellenden Hunde im Hintergrund freundlich

ignorierend. „Was ich sagen kann, ist, dass

es mir besser geht. An manchen Tagen geht

es mir auch richtig gut. An anderen bin ich

nicht so sicher.“

Lauv, der sich im Gespräch schnell als

liebenswürdig und offen erweist, hat das

Thema „mental health“ gewissermaßen zum

Dreh- und Angelpunkt seiner popmusikalischen

Arbeit gemacht. Man weiß, weil er

darüber redet, dass er an Zwangsstörungen

leidet und Medikamente nimmt, wer Näheres

über sein nicht immer konstruktives

Verhältnis zu Drogen, Alkohol oder Internet

erfahren will, der muss nur Nummern wie

„Molly in Mexico“ hören, und dass es mit

der Liebe zu den, in Lauvs Fall, Frauen

vergleichsweise diffizil ist, dafür steht er

gewissermaßen mit seinem Gesamtwerk.

Wenn er dann doch mal ein glückliches

Liebeslied schreibt, so wie das immens

eingängige Titelstück „All 4 Nothing (I’m

So In Love)“, „dann kann man schon quasi

davon ausgehen, dass kurze Zeit später alles

in Flammen aufgeht“, so Ari selbstironisch.

„Trotzdem ist es schön,

einen echten Love

Song über meine

damalige Freundin

und mich zu haben,

allein schon, um das

Gefühl immer wieder

wachrufen zu können,

dass ich zu der Zeit

hatte.“ So lange sei

das noch gar nicht her,

und, so Ari nun ungewohnt

zurückhaltend,

das allerletzte Wort

in dieser Verbindung sei wohl auch noch

nicht gesprochen, „aber, so viel kann ich

sagen, die Liebe ist eine hochkomplizierte

Angelegenheit.“

Wobei Lauv freilich auch – im Leben wie in

den Liedern – mit der Liebe zu sich selbst

hadert. Seinen großen globalen Durchbruch

feierte der Mann, der Studiotechnologie

studierte, ursprünglich hinter den Kulissen

wirken wollte, aber dann durch Songs

auf MySpace von sich reden machte,

bekanntlich vor fünf Jahren mit dem über

zwei Milliarden Mal gestreamten Song „I Like

Me Better“. Und auch auf seinem Debütalbum

„How I’m Feeling“ setzte er sich

drei Jahre später ausgiebig mit sich selbst

auseinander – Songs wie „Fuck, I’m Lonely“

(mit Anne-Marie) oder „I’m So Tired“ (mit

Troye Sivan) dürften vielen noch im Ohr sein.

Und auch auf „All 4 Nothing“ übt sich Lauv

in gründlicher Selbstbespiegelung. „Ich hatte

mich nach dem Erfolg wirklich gewundert,

warum ich nicht besser drauf war“, sagt er.

„Es war eigenartig: Alle beglückwünschten

mich, aber mein persönliches

Glücksempfinden

war gleich Null.“ Direkt im

ersten Song, „26“ heißt

der, fragt sich Lauv, nun

„26 and rich“, „warum auch

ein nettes Haus und Geld

auf dem Konto nichts an

meiner inneren Unruhe

und an meinen Ängsten

geändert haben.“

Die Antwort kennt er

noch immer nicht, aber

durch die Arbeit an „All

4 Nothing“ sei er sich selbst merklich

nähergekommen, sagt Lauv. Komplett

verzichtet der Mann, der schon mit Ed

Sheeran auf Stadiontour war und neben

den schon Genannten auch mit BTS

oder Ellie Goulding sang, dieses Mal auf

Kollaborationen. Und statt sich sechs

Kunstfiguren auszudenken wie noch auf

„How I‘m Feeling“, spricht er auf dem neuen

Album aus nur einer einzigen Perspektive:

der eigenen.

*Interview: Steffen Rüth


BUCH

UNTERHALTUNG

Lesen macht GLÜCKLICH

Es ist gerade nicht die Zeit, jeden Tag auf die Piste zu gehen, geimpft oder schon

geboostert, man igelt sich doch eher zu Hause ein und genießt das hyggelige

Heim. Entspannung geht dann mit Podcasts, YouTube, TikTok sowie mit TV und Streamingformaten

– oder ganz oldschool mit einem Buch. Wir haben zwei Tipps für dich.

FOTO: ISTOCKPHOTO.COM/DEANDROBOT

DRAG

COP

CANDAS JANE

DORSEY

SIMON JAMES GREEN: „HEARTBREAK

BOYS“.

Was tun, wenn der Freund einen betrügt?

Wenn er eine Affäre mit dem Freund eines

guten Kumpels hat? Wenn sie das auch

noch ganz öffentlich zelebrieren und sich

von den alten Beziehungen lösen? Entweder

trauern oder sich rächen. Jack und Nate ist

so etwas passiert, sie sinnen auf Rache auf

Social Media. Zusammen starten sie eine

Seite auf Instagram (TheHeartBreakBoys),

um ihr Leben möglichst interessant als

Roadtrip zu inszenieren. Was natürlich erst

mal gehörig schiefgeht … „Beim Schreiben

dieses Buchs hatte ich so viel Spaß. Es ist

eine LGBTIQ* Romance und beinhaltet

einige meiner liebsten Tropes: Griesgram

trifft auf Sonnenschein, Enemies to Lovers

und – natürlich – gibt es nur ein Bett für

zwei. Es passieren lauter kuriose Dinge auf

diesem Roadtrip, die euch hoffentlich zum

Lachen bringen werden. Aber die Geschichte

beinhaltet auch eine wichtige Botschaft,

denn es geht darum, ganz man selbst zu

sein – stolz und authentisch – und sich nicht

darum zu sorgen, was andere Menschen von

einem halten könnten“, so der Autor über

sein wirklich drolliges Buch. *rä

www.luebbe.de

CANDAS JANE DORSEY: „DRAG COP“.

Queere Lebenswelten sind auch im Genre-

Thriller angekommen, es war nur eine

Frage der Zeit, wann endlich eine bisexuelle

Sozialarbeiterin und ihre Katze Bunnywit

als Ermittlerin in Buchform kriminalistische

Erfolge feiern. Es geht (natürlich) um Mord,

aber um den Mord an der geliebten Enkelin

einer guten Freundin, um Menschen, die

Böses im Schilde führen, um Sex und

Sexarbeit und um Verrat. Das alles wurde

von der 1952 geborenen Kanadierin Candas

Jane Dorsey so erfrischend ironisch

und witzig zu eianem Netz aus Spannung

und Witz verwoben, dass es eine Freude

ist. Lieblingsüberschrift: „Cherchez la

Schwindlerin“. *rä

www.suhrkamp.de

TIPP

„Der Mönch in High Heels –

Du darfst sein, wer du bist“

„Du trägst eine besondere Schönheit in dir, die nur du in die Welt bringen kannst“:

Die inspirierende Lebensgeschichte des berühmten Make-up-Artists und LGBTIQ*-

Mönchs Kodo Nishimura. Geboren wurde er 1989, er wuchs also in einer Zeit auf, als

mehr und mehr möglich war, als Queerness scheinbar möglich war.

Kodos Vater war ebenfalls Mönch und Nishimura wuchs dadurch im Tempel auf.

Nach der High School ging er in die USA und studierte dort am College. Während

dieser Zeit entdeckte er seine Leidenschaft zu Mode und Make-up und bildete sich

darin weiter fort. Er schminkt internationale Models für Fashion-Shows und gibt

Make-up-Kurse für Transgender-Frauen. 2015 erhielt er die Mönchsweihe und teilt

seine Zeit seitdem gleichmäßig auf das Leben im Tempel und auf seine Karriere in

der Fashionwelt auf.

www.droemer-knaur.de


VERLOSUNG

Ein Band, der sie

alle versammelt

„Queer Cinema Now“ versammelt über 200

Liebeserklärungen an die zentralen Filme des

nicht-heteronormativen Kinos aus zwölf Jahren. Der

reich bebilderte Band bietet so einen repräsentativen

Überblick über die wichtigsten Werke der jüngeren

queeren Filmgeschichte.

Ein Buch, das dafür sorgt,

dass man merkt, dass es

noch gar nicht SO weit

her ist mit der Toleranz

in der Medienlandschaft.

Gerne zitieren wir daher

großzügig: „Dass gefeierte

Filme und Bücher,

die von nicht-heterosexuellen

Leidenschaften

erzählen, zu ‚universellen

Liebesgeschichten‘

erklärt worden sind,

und Filme wie ,Carol‘,

,Blau ist eine warme

Farbe‘ (2013) oder

auch ,Call Me by

Your Name‘ (2017) nicht als Filme über lesbische

oder schwule Beziehungen beworben und besprochen

wurden, gehört zu den Standard-Stilblüten deutscher

Feuilletons. Queere Filmemacher*innen wie Ulrike Ottinger,

François Ozon, Pedro Almodóvar, Gus Van Sant oder

Apichatpong Weerasethakul sind zum Teil seit Jahrzehnten

im Arthouse-Kino etabliert, ihre Filme werden

dagegen nur selten als dezidiert nicht-heteronormativ

kontextualisiert. Man wusste zwar von der Diversität der

Filmszene, begriff das aber nicht als Reichtum und Reiz,

sondern kam sich quasi tolerant vor, wenn man nicht

explizit darüber schrieb.“ Danke für dieses Buch!

www.maenner.media/gewinne


FILM

INTERVIEW

Nachgefragt bei

EMMA THOMPSON

Man kennt Emma Thompson als

Expertin für anspruchsvolle dramatische

Rollen wie in „Wiedersehen in

Howards End“ (wofür sie 1993 ihren ersten

Oscar gewann), Shakespeare-Adaptionen

wie „King Lear“ und „Henry V.“ oder zuletzt

die Ian McEwan-Verfilmung „Kindeswohl“.

Doch die Britin, die im vergangenen Jahr

von der Queen zur Dame ernannt wurde

und inzwischen 63 Jahre alt ist, ist auch

eine begnadete Komödiantin. In den

1980er-Jahren trat sie gemeinsam mit

ihren Kommilitonen Stephen Fry und Hugh

Laurie in zahllosen Sketchen auf, später

folgten Rollen in Filmen wie „Junior“,

„Tatsächlich... Liebe“, „Eine zauberhafte

Nanny“ und zuletzt „Cruella“ sowie ein

Drehbuch-Oscar für „Sinn und Sinnlichkeit“.

Besonders gerne spielt die Cambridge-Absolventin

deswegen Rollen, in

denen Komik und Tragik nahe beieinander

liegen, sei es in der Serie „Years & Years“

oder nun dem wundervollen neuen Kinofilm

„Meine Stunden mit Leo“ (ab 14.7.),

in als pensionierte Lehrerin Nancy darauf

hofft, mit einem jungen Callboy zum ersten

Mal einen Orgasmus zu erleben.

Miss Thompson, Ihr neuer Film

„Meine Stunden mit Leo“ besteht

eigentlich bloß aus zwei Menschen,

die sich in einem Hotelzimmer

treffen, um Sex zu haben oder

zumindest darüber zu sprechen. Was

reizte Sie an diesem Projekt?

Die Story und diese beiden Figuren fesselten

mich auf Anhieb. Die Drehbuchautorin

Katy Brand schickte es mir sofort, als sie

es geschrieben hatte, und war sich selbst

nicht ganz sicher, ob es das Zeug zu einem

Film hat. Doch ich hatte daran nicht die

geringsten Zweifel. Eine solche Frau, die

zum ersten Mal in ihrem Leben die Dinge

selbst in die Hand nimmt und dabei jede

Menge Angst vor der eigenen Courage hat,

„DIE ULTIMATIVE DIANA

DOKUMENTATION“

ROLLING STONE

JETZT IM KINO


habe ich eigentlich noch nie gespielt.

Dass sie wirklich voller Scham ist

und so gar keinen Bezug zu ihrem

eigenen Körper hat, war für mich eine

hochinteressante Herausforderung.

Sie selbst haben mit dieser Frau

ziemlich wenig gemein, oder?

Das kann man wohl so sagen (lacht).

Aber kennen Sie solche Frauen?

Natürlich, denn sie ist eine ganz

normale Britin, wie unzählige andere

auch. Wobei das Wort normal

eigentlich fürchterlich ist, denn was

bitte ist nicht normal? Jedenfalls

kenne ich viele Lehrerinnen, Krankenschwestern

oder Bauersfrauen

im besten Alter, persönlich oder

vom Hören. Ich bin selbst eine Frau

und alt, und natürlich habe ich eine

Ahnung davon, welche Erfahrungen

Frauen über die Jahrzehnte gemacht

haben, selbst wenn es nicht meine

eigenen sind. Diese Nancy in „Meine

Stunden mit Leo“ ist definitiv nicht

allzu außergewöhnlich. Gerade in ihrer

Generation war und ist es nicht ungewöhnlich,

dass Frauen ihre Sexualität

unterdrücken und verdrängen und

mit Lust und Körperlichkeit praktisch

keine Berührungspunkte haben. Zum

Glück ist das heutzutage in jüngeren

Generationen weit weniger üblich.

Wenn man mal ehrlich ist, wird

im Film mehr geredet als gevögelt.

Trotzdem sind sowohl Sie

als auch Ihren jungen Kollegen

Daryl McCormack schließlich

nackt zu sehen. Haben Sie sich

dabei wohl gefühlt?

Uns allen war die Nacktheit

tatsächlich sehr wichtig, denn wir

wollten auf keinen Fall diese Scham

von Nancy fortsetzen. Wir haben

die Nackt- und Sexszenen ganz am

Schluss gedreht, und als es dann

schließlich so weit war, war das für

mich die reinste Freude. Wir hatten

es uns wirklich verdient, endlich den

Mund zu halten und unsere Körper

sprechen zu lassen. Und wir freuten

uns alle so für Nancy und Leo, dass

sie auch endlich eine gute Zeit miteinander

haben konnten. Warum

hätte ich mich da unwohl fühlen

sollen? Zumal wir an den Tagen

natürlich mit besonders kleinem

Team gedreht haben. Außer

Daryl und mir waren nur die

Regisseurin, der Kameramann,

sein reizender Assistent und

unser geliebter Tonmann dabei.

Das war also in jeder Hinsicht

eine intime Angelegenheit.

Die meisten von uns sind

nie wirklich zufrieden, wenn

sie sich nackt im Spiegel

betrachten …

Oh, keine Sorge, das geht mir

genauso. Ich habe noch nie

unvoreingenommen oder vollkommen

urteilsfrei in irgendeinen Spiegel

geguckt. Leider. Nancy ist im Film

tatsächlich weiter als ich es bin. Aber

sie hatte auch einen sehr viel längeren

Weg zurückzulegen – und in solchen

Fällen überspringt man dann in der

Weiterentwicklung ja gerne mal ein

paar Stadien. Ich bin jedenfalls sehr

stolz darauf, wie sie sich am Ende

selbst betrachtet.

*Interview: Jonathan Fink

VERLOSUNG

45 Jahre

„Die Konsequenz“

FILM

Wolfgang Petersens preisgekrönter Film

„Die Konsequenz“ nach dem autobiografischen

Roman von Alexander Ziegler mit

Jürgen Prochnow und Ernst Hannawald

war damals, 1977, ein Skandal.

Der Film erzählt

von einer schwulen

Liebe zwischen

Schauspieler Martin

(Jürgen Prochnow)

und Thomas (Ernst

Hannwald), die sich

im Gefängnis lieben

lernen, Thomas

ist der Sohn des

Aufsehers, Martin

sitzt ein. Nach der

Haft ziehen die

beiden Männer

zusammen, doch

die Eltern zerstören

die Beziehung.

Am 9. Juni erscheint er neu auf DVD und

Blu-Ray, packend wie damals, sinnlich und

wichtig. 2022 erscheint der Film mit einem

16-seitigen Booklet mit ausführlichen

Informationen zur Entstehungsgeschichte

und Hintergründen zum Skandal, digital ist

„Die Konsequenz“ bereits seit dem 27. Mai

verfügbar. Wir verlosen den Film! Schreibt

uns einfach auf Instagram @blu_germany

in die Kommentare, warum ihr den Film

gewinnen wollt. *rä

www.instagram.com/blu_germany

Der weltbekannte LGBTQIA*- Mönch

über die Kraft der Selbstliebe!

Die inspirierende Lebensgeschichte des berühmten

Make-up-Artists und Mönchs Kodo Nishimura.

„Du trägst eine

besondere

Schönheit in dir,

die nur du in die Welt

bringen kannst.“

Kodo Nishimura

Ab sofort

überall im Handel -

das Must-have

zur Pride-Saison!

droemer-knaur.de/nishimura


FILM

„QUEER AS FOLK“:

Comeback im Hochsommer

STREAMING

FOTO: PEACOCK

Der Streamingdienst Starzplay

soll unseren Informationen

zufolge das Rennen gewonnen

haben und die queere Kultserie

ab Ende Juli ausstrahlen – früher sind nur

die Engländer dran, dort läuft die Serie

schon ab dem 1. Juli.

Einige Schauspieler*innen dürfen wir

schon verraten, unter anderem Kim

Cattrall („Sex and the City“) als Brenda,

Devin Way als Brodie, Fin Argus als Mingus,

Jesse James Keitel als Ruthie und Ryan

O'Connell als Julian sind mit am Start. Die

queere Serie soll zuerst auf peacock.tv

(dem Streaming-Dienst von NBCUniversal)

zu genießen sein. Wir sind gespannt.

Über das Original: „queer as folk“, die

schwule Soap mit teilweise recht expliziten

Sexszenen spaltete zwischen 2000

und 2005 die Szene. Die einen bemängeln

den „andauernden Drogenkonsum“ und

„Männerverschleiß“ der Clique (Brian,

Michael, Justin, Emmett, Ted, Melanie und

Lindsay) und sehen in der Serie

einen bunten Bilderreigen aller

existenten Vorurteile über die Schwulenszene

mit einem Schuss Soap-Dramatik,

die anderen sehen in der Serie eine realistische

Umsetzung des Lebens EINIGER

Queers. Auf jeden Fall unterhielt die Serie.

Und der Soundtrack von Künstlern wie

Kristine W war auch sehr annehmbar. *rä

www.peacocktv.com

KINO

The Princess

Prinzessin Diana: In der ersten Kino-

Dokumentation über das tragische

Leben der Prinzessin von Wales nimmt

uns der Oscar-nominierte Regisseur

Ed Perkins mit auf eine Zeitreise und

lässt uns an Lady Dianas Leben, Vermächtnis

und ihrem tragischen Tod

aus einer völlig neuartigen Perspektive

teilhaben.

Durch die ausschließliche Verwendung

von zeitgenössischem Archivmaterial

spricht die Geschichte für sich

selbst und ermöglicht uns einen sehr

direkten, unvoreingenommenen und

persönlichen Zugang zu der wohl meist

fotografierten Person aller Zeiten. Die

kompromisslose Montage zeichnet ein

überraschendes und überwältigendes

Bild einer Frau, das heute aktueller und

moderner denn je erscheint.

Der Film startete in Deutschland und

Österreich bundesweit am 30. Juni

und damit einen Tag vor Lady Dianas

Geburtstag und dem internationalen

Kinostart. Geplant ist zudem eine

Ausstrahlung im Ersten im Umfeld

ihres 25. Todestages im Spätsommer.

www.theprincessfilm.de


#positivarbeiten

Jetzt gleich

reinhören:

Lust auf

Stellungswechsel?

Dein MSD Podcast zur Sexuellen Gesundheit

#inventingforlife

www.msd.de

DE-NON-03509


FILM

Ein Film, der das Zeug hat, DER neue

queere Hit in den Kinos zu werden.

Der offizielle Kinostart ist Ende Juli.

Zur Geschichte des Films: Der attraktive

30-jährige Antonio steht mitten im Leben,

doch als seine langjährige Ehe zerbricht,

ist es so, als würde ihm der Boden unter

den Füßen weggezogen. Seine Beziehung

KINO

„MASCARPONE“

zu Lorenzo war alles für ihn und auf einem

Schlag steht der angehende Architekt vor

dem Nichts. Er hat keine Bleibe, keinen Job

und ohne Liebe keine Perspektive mehr.

Doch als Antonio ein Zimmer bei dem

unbedarften und egozentrischen Denis

bekommt, ändert sich sein Leben Stück

für Stück. Er findet dank der Hilfe seines

Vermieters einen Job in der Bäckerei des

gut aussehenden Luca und entscheidet

sich bald, eine Ausbildung zum Konditor zu

starten. Fortan will sich Antonio auf sich

selbst fokussieren und sich nicht mehr von

einer Beziehung abhängig machen. Selbstfindung

als Single ist sein neues Credo.

Bis Antonio den charmanten Mailänder

Thomas kennen- und lieben lernt …

FOTOS: CINEMEDIEN.DE

KINO

Liebesdings

Marvin Bosch ist Deutschlands größter

Kinostar; einer, hinter dem alle Klatschreporter

her sind und der die Fans am

roten Teppich verlässlich zum Kreischen

bringt. Einer wie Matthias Schweighöfer

also. Oder natürlich Elyas M’Barek, der

diese Rolle nun passenderweise im Film

„Liebesdings“ (ab 7.7. im Kino) auch gleich

selbst verkörpert.

So richtig happy ist dieser Marvin

jedenfalls trotz allen Erfolges tief in

seinem Herzen nicht, selbst wenn er seine

älteste Freundin Sammy (Peri Baumeister)

als Managerin stets an seiner Seite hat

und auch der alte Kumpel Hakan (Denis

Moschitto) nie weit weg ist. Aber als ein

wichtiges Fernsehinterview mit der gnadenlosen

Reporterin Bettina Bamberger

(Alexandra Maria Lara) gehörig schiefläuft,

nimmt er kurz vor einer großen Premiere

am Abend Reißaus und landet – bald nicht

mehr nüchtern – ausgerechnet im queerfeministischen

Off-Theater, das akut von

der Schließung bedroht ist. Eigentlich

gibt es kaum einen Ort, an dem Marvin

mehr fehl am Platz sein könnte. Doch

die Begegnung mit der kämpferischen

Theatermacherin Frieda (Lucie Heinze),

aber auch ihren Mitstreiter*innen eröffnet

ihm ganz neue Perspektiven.

Dass es zwischen Marvin und Frieda aller

Gegensätze zum Trotz gehörig knistert,

versteht sich von selbst, schließlich ist

„Liebesdings“ eine typisch deutsche

romantische Komödie. Einerseits zumindest.

Denn andererseits ist der neue Film

von Anika Decker auch anders als alles,

was das hiesige Kino sonst zu bieten

hat. Sie wolle nicht nur Spaß machen,

sondern auch wichtige gesellschaftliche

Themen ansprechen, sagt die Regisseurin,

von #MeToo und Feminismus bis hin zu

Queerness oder Rassismus. Dass in diesem

Aufeinanderprallen von Mainstream-

Mechanismen und aktivistischem

Anspruch nicht jeder Gag zündet, verzeiht

man gerne. Denn den Versuch, mit

Leinwand-Unterhaltung gegen misogyne

und queerfeindliche Weltbilder anzugehen,

darf man genauso feiern wie die Diversität

des Ensembles, zu dem auch #ActOut-

Unterzeichner*innen wie Maren Kroymann,

Jochen Schropp oder Paul Zichner

gehören. *Jonathan Fink


www.männer.media

immer aktuell

informiert


DIVERSITY

INTERVIEW

QUEERMENTOR und Somersby

Für eine starke Community

Pavlo Stroblja

Vanessa Völker

Wie gestaltet Mensch die perfekte

Regenbogenkampagne?

Wenn diese Fragestellungen am

Beginn steht, kann das eine gute

Ausgangsposition sein. Wenn dann noch

die richtigen Player aus Unternehmen und

Zielgruppe beteiligt sind, klappt es dann

auch mit der Community? Wir fragten bei

Vanessa Völker, Brand Managerin Somersby

und Pavlo Stroblja, Gründer & CEO von

QUEERMENTOR nach, wie ihre gemeinsame

Kampagne #FürEineStarkeCommunity

entstanden ist und welche Ziele sie verfolgt.

Was ist QUEERMENTOR?

Pavlo: QUEERMENTOR ist eine gemeinnützige

Organisation. Aus der Motivation

heraus entstanden, dass ich auf meinem

persönlichen Weg als queerer Mensch

keine Mentor*innen hatte. Zu allen

Bereichen meines Lebens, die

mit der sexuellen

Orientierung oder der

Geschlechtsidentität

zu tun haben, musste

ich mir ein Stück weit

Selbsthilfe erarbeiten.

Und insbesondere, weil dass einen

so individuellen und privaten Lebensbereich

betrifft, glaube ich, das ein Bedarf

besteht, diese Erfahrungen zu teilen.

Wer sind die Mitwirkenden?

Pavlo: Es haben sich im letzten Jahr

170 Mentor*innen gemeldet – alle sehr

divers und aus den verschiedensten Branchen,

mit ganz unterschiedlichen kulturellen

Backgrounds. Dieser Pool an ganz individuellen

und gefestigten Persönlichkeiten

ermöglicht es uns unter anderem, jungen

Queers, die sich bei uns melden, passgenaue

Unterstützung und Hilfe anzubieten.

Warum sprecht ihr auch

Unternehmen an?

Pavlo: Weil queer sein nicht

an der Bürotür aufhört. In

manchen Branchen ist das

Thema „ich selbst sein“ bereits

nahezu selbstverständlich. In

anderen Branchen dagegen

nach wie vor tabu. Wir geben

auch ganz konkrete Hilfe

beim Bewerbungsprozess und

beleuchten dabei beide Seiten:

die des Arbeitgebers und die

des Bewerbenden.

Ihr finanziert euch durch Spenden?

Pavlo: Ja, die Infrastruktur unserer Organisation

und unser Büro sind spendenfinanziert.

Wir brauchen sie, um nachhaltig arbeiten

zu können und unser Wissen strukturiert

weitergeben zu können.

Wie kam es zur

Zusammenarbeit?

Vanessa: Somersby

steht für Lebensfreude,

Diversität, Aufgeschlossenheit

und Gemeinschaft,

Werte, die schon lange den Kern unserer

Markenkommunikation ausmachen. Unser

Ziel ist, es diese Werte weiter zu stärken und

uns noch aktiver als bisher für Queerness

stark zu machen. Da wir aber trotz erster

Erfahrungen noch viel zu lernen haben und

es uns sehr wichtig ist, dass queere Perspektiven

und Lebensrealitäten im Zentrum

unserer Kampagne stehen, war für uns klar,

dass wir als Somersby diesen Schritt nur

mit einer starken Partner*innenorganisation

an unserer Seite gehen wollen. Also quasi

jeden Schritt der Zusammenarbeit – von den

ersten Ideen bis hin zur Kampagnenkreation

und weiteren mittel- und langfristigen

Ideen – Hand in Hand und

auf Augenhöhe zu besprechen,

zu gestalten und zu realisieren.

Auf der Suche nach einer solchen

Organisation haben wir uns mit

verschiedenen queeren Initiativen

und Menschen ausgetauscht und

uns schließlich sehr gefreut, als

wir auf Pavlo und QUEERMENTOR

gestoßen sind.

Pavlo: Es sind die gemeinsamen

Gespräche und der Austausch

miteinander, die Türen öffnen und

Dinge anregen. Hinzukommt, dass

die Spende von Somersby in Höhe von

50.000 Euro uns als gemeinnützige und

recht junge Organisation ermöglicht, die

Professionalisierung voranzutreiben. Wenn

jetzt, wie eben erwähnt, die Grundstrukturen

gesichert sind, geht es erst richtig los.

Was die Zusammenarbeit mit Somersby

betrifft, kann ich aufrichtig sagen, dass das

von Anfang an und bis jetzt eine unglaublich

fruchtbare Kooperation auf Augenhöhe ist.

Vanessa: Absolut! Wir lernen sehr viel

voneinander und miteinander.

Was ist der Kern der Kampagne?

Vanessa: Eine groß angelegte Testimonialkampagne,

in der es darum geht,

queere Lebensrealitäten abzubilden. Es

lag selbstverständlich nahe, dafür mit

QUEERMENTOR*innen zusammenzuarbeiten.

Los geht es am 26. Juni und wir sind

auf die Reaktionen sehr gespannt. Parallel

zur Kampagne erscheint unsere Hauptsorte

Somersby Apple erstmals in einem limitierten

Design und ist so seit Anfang Mai und

noch bis August im Einzelhandel erhältlich.

somersby.com / queermentor.org


ANZEIGE

MALTA:

Zum siebten Mal in Folge zum LGBTQI-freundlichsten

Land in Europa gekürt

Bunt, vielfältig und inklusiv – das

ist Malta: Der sonnige Inselstaat

im Mittelmeer führt 2022 erneut

und zum siebten Mal in Folge

das aktuelle Ranking der 49

europäischen Länder im ILGA-

Europe-Rainbow-Map-Index an.

Seit 2009 erstellt die International

Lesbian, Gay, Bisexual, Trans and

Intersex-Association (ILGA) diesen

Wert, um auf europäischer Ebene

die Situation der LGBTQI-Community

abzubilden. 49 Länder werden dafür auf

einer Skala von 0 bis 100 nach ihren

jeweiligen gesellschaftlichen, rechtlichen

und politischen Rahmenbedingungen für

die Regenbogen-Community bewertet.

0 steht dabei für grobe Menschenrechtsverletzungen

und

Diskriminierung, 100 für volle Achtung

der Menschenrechte und vollständige

Gleichberechtigung. Mit einem Wert von

92 Prozent belegt Malta nun erneut den

Spitzenplatz, mit weitem Abstand zum

Zweitplatzierten mit 73,78 Prozent.

Pride Week vom

2. bis 11. September

Im September feiert die Malta seine

queere Vielfalt. Die Opening Night wird

am 2. September in L-Iklin stattfinden,

ein erster Pride March findet am Tag darauf

auf der Insel Gozo statt. Höhepunkt

ist die CSD-Parade am 10. September in

der Hauptstadt Valletta. Das Motto dieses

Jahres lautet #LiveYourTruth („Lebe

Deine Wahrheit“). Während der Woche

sind viele Veranstaltungen, darunter

Konzerte, Partys sowie ein Queer Speed

Dating geplant.

www.maltapride.org

EuroPride 2023

So widersprüchlich es klingt: Malta ist

aus Tradition modern. So blickt der

Mittelmeerarchipel auf mehr als 7.000

Jahre Geschichte zurück. Vielleicht hat

das Land gerade aufgrund der exponierten

Lage zwischen den Kontinenten und

seiner wechselhaften Geschichte die

Zukunft stets im Blick. In den vergangenen

Jahren haben LGBTQI-Themen

in allen gesellschaftlichen Bereichen an

hoher kultureller Akzeptanz gewonnen.

Malta ist das erste europäische Land,

in dem das Verbot der Diskriminierung

von Menschen aufgrund sexueller

Orientierung und Geschlechtsidentität

verfassungsrechtlich verankert ist. 2014

wurde die eingetragene Lebenspartnerschaft

samt Adoptionsrecht eingeführt.

Zudem lockt das Land mit rund 300

Sonnentagen im Jahr – kein Wunder

also, dass sich Malta mittlerweile als

angesagtes queeres Urlaubsziel etabliert

hat. Im kommenden Jahr findet die

EuroPride 2023 auf Malta statt.

www.europride2023.mt

equality from the heart

Weitere Informationen und Versand

von kostenfreien Broschüren

Tel. 069 24750310

info@urlaubmalta.com

www.malta.reise / www.visitmalta.com

Direktflüge mit Air Malta ab Berlin,

Düsseldorf, Frankfurt und München

www.airmalta.com

Lufthansa startet ab Frankfurt &

München sowie Ryanair ab Köln.

Informationen zu aktuellen

Einreisebestimmungen

www.malta.reise/staysafe

VALLETTA

2023


REISE

Reiseführer

QUEER DURCH

DIE WELT

Pilgern in Japan, Gay Ski Weeks

in Kanada, Dschungel-Trekking in

Kolumbien, Städtetrips zu Pride-

Paraden, Disneyland in Florida: Karl

und Daan, das niederländischdeutsche

Reiseblogger-Paar, haben

zusammen bereits mehr als fünfzig

Länder auf fünf Kontinenten erkundet.

In ihrem ersten Buch, das seit

Anfang Mai im Handel ist, schreiben

„Couple of Men“ über Sonnen- und

Schattenseiten ihrer bisherigen

Erlebnisse und Eindrücke auf Reisen,

bei denen, neben Sightseeing, Kultur

und Kulinarik das Thema LGBT-

Aktivismus eine zunehmend größere

Rolle spielt. Ein persönlicher und sehr

berührender Bericht und Appell für

ein offeneres und respektvolleres

Miteinander – nicht nur im Urlaub.

*dax

Couple of Men. Ein Männerpaar

reist um die Welt, Polyglott 2022

www.polyglott.de

FOTO: COUPLEOFMEN.COM

KLM

AKTION ZUM IDAHOBIT

Um den Internationalen Tag gegen

Homo-, Bi-, Transphobie und Intersexismus

(IDAHOBIT) zu unterstützen, hatte

sich die niederländische Fluggesellschaft

KLM eine ganz besondere Aktion überlegt.

Mit drei Flügen, die am 17. Mai vom

Flughafen Schiphol starteten, feierte die

Airline die Diversität ihrer Mitarbeiter.

Auf den Flügen mit überwiegend

Havanna

NEUES AXEL HOTEL ERÖFFNET

Mit einem neuen Hotel in Kubas Hauptstadt

Havanna setzt die Axel-Gruppe ihre

Expansion fort. Das Telégrafo Axel Hotel

La Habana befindet sich im historischen

und symbolträchtigen Hotel Telégrafo, das

1860, wenige Jahre nach der Gründung

der ersten Telegrafenstation des Landes,

eingeweiht wurde und somit das älteste

Hotel Kubas ist. Im Jahr 1911 wurde das

Haus komplett umgebaut und galt bei

seiner Wiedereröffnung als das modernste

Hotel der Stadt. Jahre später, in den

1960er-Jahren, wurde es genutzt, um

Besucher aus anderen Provinzen des Landes

zu empfangen. 2001 wurde es dann

vom Denkmalamt der Stadt restauriert

LGBTIQ*-Besatzung wollte KLM ein

Zeichen setzen, um das Bewusstsein zu

schärfen und Solidarität zeigen, „denn

jeder sollte sich dabei sicher fühlen, sein

authentisches Selbst zu zeigen“, so die

Airline auf ihrem Instagram-Account.

*dax

www.klm.de

und als Vier-Sterne-Unterkunft wiedereröffnet,

bevor es in den letzten Jahren

zum Axel Hotel umgebaut wurde. Mit

seinen 63 Zimmern befindet es sich in

privilegierter Lage innerhalb der Altstadt

und in der Nähe des Nationalkapitols,

des Nationalmuseums der Schönen

Künste sowie des Revolutionsmuseums.

Neben einem Restaurant und einer

Lounge-Bar verfügt das Haus auch über

eine Dachterrasse mit Swimmingpool

und Sky Bar. Darüber hinaus gibt es einen

Wellnessbereich mit verschiedenen

Fitnessangeboten und Saunas. *dax

www.axelhotels.com

FOTO: KLM / MARK WAGTENDONK

FOTO: AXELHOTELS.COM


DATES . FREUNDE . LIEBE

Deine Reise beginnt hier. Teile deine Liebe auf dem spannendsten Netzwerk

für Schwule, Bi-Männer und Transgender. Downloade die ROMEO-App in

deinem App-Store, oder melde dich auf unserer Webseite an.

app.romeo.com


REISE

local gay guide

QUEER DURCH DIE STADT

Er ist der weltweit größte Verband von

LGBTIQ*-Stadtführern. Die Plattform local

gay guide entstand, als der Gründer

Georg Maier sich für seine nächste Reise

online inspirieren lassen wollte.

Er suchte nach einer Website, die sich auf

schwule Stadtführungen spezialisiert, und

musste feststellen, dass es so eine Site

damals nicht gab. Er empfand es als notwendig,

der LGBTIQ*-Community

die Möglichkeit zu bieten,

zielgruppengerechte Stadtführungen

buchen zu können.

local gay guide fokussiert sich

auf queere Stadtführungen

weltweit. Die Stadtführungen

mit persönlicher Note finden

zumeist privat oder in kleinen

Gruppen in einer angenehmen,

fast familiären Atmosphäre statt. Der

Guide kann somit auf alle Fragen und

Interessen der einzelnen Teilnehmenden

eingehen und steht jedem Reisenden

exklusiv zur Verfügung. Eine ebenso

wichtige Charakteristik von local gay guide

ist der lokale Bezug. Die Guides zeigen den

Reisenden unter anderem

die Restaurants und Bars,

wo Einheimische ihre Abende

verbringen. Wichtig ist, dass

die Reisenden während der Zeit

ihres Aufenthaltes ein authentisches

Bild der Destination bekommen und

sich – wenn auch nur für kurze Zeit - wie

Einheimische fühlen. Neben Berlin, durch

die Georg Maier auch selbst führt, gehören

die Destinationen Barcelona sowie die

Georg Maier

spanische Hauptstadt Madrid mit Chueca,

Europas größtem schwulen Kiez, ebenfalls

zu den Top- Destinationen von local gay

guide in Europa. Springt man über den

Großen Teich, dürfen Städte wie Buenos

Aires und Bogotá nicht fehlen. Aber auch

weiter nördlich kann man viele spannende

Destinationen mit Mexiko-Stadt, San

Francisco und New York entdecken.

www.localgayguide.com

FOTOS: LOCALGAYGUIDE.COM


Lufthansa

DIE LIEBE FLIEGT MIT

Anlässlich des Pride-Monats fliegt Lufthansa mit einem

ganz besonderen Flugzeug zu Zielen in Europa. Der

Airbus A320neo mit der Kennung D-AINY wird in den

kommenden sechs Monaten zur „Lovehansa“. Außen auf

dem Flugzeug steht ausnahmsweise nicht Luft-, sondern

„Lovehansa“ – geschrieben in den Farben des Regenbogens.

Auch das Welcome-Panel am Eingang erhält eine spezielle

Regenbogen-Beklebung. Zudem sieht man beim Blick aus

dem Flugzeugfenster an den Flügelspitzen, den sogenannten

Winglets, Herzen in Regenbogenfarben. Der Erstflug

der „Lovehansa“ am 10. Juni hatte das Ziel Billund in

Dänemark. „Lufthansa ist ein Unternehmen, das für Offenheit,

Toleranz und Diversität steht“, so die Airline in einer

Pressemitteilung. „Mit der „Lovehansa“ Sonderlackierung

setzt das Unternehmen ein weiteres deutliches Zeichen

und macht diesen wichtigen Teil der Unternehmenskultur

auch prominent nach außen sichtbar.“ *dax

www.lufthansa.com

Pink Lake

PARTY AM SEE

Das Pink Lake Festival in Pörtschach am Wörthersee erwartet

am letzten Augustwochenende wieder jede Menge

queere Besucher. Dieses Jahr startet die berühmte Party-

Trilogie des Festivals am 25. August im Schloss Leonstain

mit einer „Pinken Almrausch Wies´n“. Dirndl & Lederhosen

sind hier gern gesehen, aber natürlich kein Muss. Um Leder

der anderen Art geht es am nächsten Abend in der Discotheque

„Fabrik“. Zum ersten Mal in der Pink Lake-Festival-

Geschichte heißt es bei einer „Pink Lake Kinky Clubnight“

live your kink! Das Highlight des Pink Lake LGBTQ*-Festivals

ist die „Boat Cruise Party“ am Samstag, den 27. August. Drei

Schiffe aus der Flotte der Wörthersee-Schifffahrt werden

mitten auf dem See miteinander vertäut und verwandeln

sich so in eine riesige Partyzone. *dax

www.pinklake.at

FOTO: WÖRTHERSEE TOURISMUS / PINK LAKE FOTO: LUFTHANSA.COM

www.elite-contacts.com

Berlin-Hamburg-Köln-Düsseldorf-

Frankfurt-Stuttgart-München-Wien

Klaus & Peter

Traumhochzeit 2022

Maximilian & David

anderthalb Jahre verlobt

Philipp Schwarzenberg

Partnervermittler in 2.

Generation

Johannes & Maik

glücklick verheiratet

Markus & Dennis

sind „endlich angekommen“

Jonas & Kai

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Inh. Philipp Schwarzenberg

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REISE

Frankreich & Italien

GAY CRUISE

DURCH DAS MITTELMEER

Auch 2023 wird die Spartacus Cruise

wieder in See stechen. Vom 13. bis 20.

Mai wird eine Route mit spannenden

kulturhistorischen Orten wie Florenz

und Rom kombiniert mit den beiden

Inseln Elba und Korsika sowie der Côte

d’Azur. Als Schiff steht die Vasco da

Gama mit ihrer deutschsprachigen

Besatzung und überschaubaren 600

Kabinen zur Verfügung.

Korsika ist eine Mischung aus eleganten

Küstenstädten, dichtem Wald und zerklüfteten

Gipfeln. Fast die Hälfte der Insel

gehört zu einem Park, was zu zahlreichen

Wanderungen, z. B. im Fangotal mit seinen

Badestellen, einlädt. Die Anlegestelle

Calvi liegt im Nordwesten Korsikas und

ist ein beschauliches Städtchen mit einer

Zitadelle und wunderschöner Altstadt.

Die Zitadelle erkundet man am besten

bei einem Rundgang entlang der alten

Befestigungsmauern. An der Hafenpromenade

laden Cafés und Restaurants zum

Beobachten, Flanieren und Entspannen

ein, während in den verwinkelten kleinen

Gassen der Unterstadt Souvenirläden und

Boutiquen locken. Die Bucht von Calvi

ist mit ihrem fünf Kilometer langen, flach

abfallenden Sandstrand sehr beliebt.

Eine der malerischsten Städte Korsikas,

Bonifacio, hebt sich nicht nur durch ihr

einzigartiges Naturerbe, sondern auch

durch ihr religiöses Kulturgut hervor,

darunter die einzige gotische Kirche

Korsikas! Die Altstadt ist in eine Festung

hineingebaut und wird von kleinen Gassen

durchzogen. Gleichzeitig ist man von

einer beeindruckenden Landschaft umgeben,

die man bei Spaziergängen auf dem

angrenzenden Hochplateau erkunden

kann, von dem es einen wundervollen

Blick auf die höchste Bastion Frankreichs

gibt. Diese ist umgeben von Steilküsten,

Meeresgrotten und der Inselgruppe

Lavezzi. Zu den zahlreichen Stränden

gehören unberührte Badebuchten wie

auf der besagten Inselgruppe Lavezzi,

die aus einem Archipel von acht kleinen

Inseln besteht und gleichzeitig ein

Naturschutzgebiet ist. Hier kann man im

türkisblauen Wasser schnorcheln oder am

feinen Sandstrand spazieren gehen.

Durch eine Kooperation mit local gay

guide werden den Kreuzfahrtgästen nicht

nur touristische Höhepunkte wie der

Schiefe Turm von Pisa gezeigt. Erfahrene

Guides aus der Community erzählen

daneben auch vom schwulen Leben der


Medienpartner:

REISE 73

MÄNNER.

UND MEER.

DEINE GAY CRUISE

13. – 20. Mai 2023

Marseille – Elba – Rom – Livorno –

Nizza – Korsika – Marseille

Gegenwart und Vergangenheit der traditionsreichen

Stationen der Reise. Fabios Tour in Rom beginnt mit

der Besichtigung der Vatikanischen Museen. Die Decke

der Sixtinischen Kapelle wurde von Michelangelo

zwischen 1508 und 1512 gefertigt. Er malte eine Serie

von neun Bildern, die heute weltberühmt sind. Darunter

befindet sich das Gemälde des Heiligen Sebastian,

eines römischen Soldaten und christlichen Heiligen,

der Schutzpatron der Homosexuellen ist. Eine der

größten Liebesgeschichten in Rom war die zwischen

dem römischen Kaiser Hadrian und Antinoos: Sie

waren zusammen, bis Antinoos im Jahr 130 bei einer

Nilfahrt ertrank. Im Museum kann man ihre Skulpturen

sehen und die Geschichte hören. In den Vatikanischen

Grotten befindet sich das Grab von Prinzessin Christine

von Schweden, die zum

Katholizismus konvertierte,

aber bewusst

lesbisch war.

FRÜHBUCHER-

RABATT

bis 31. August 2022

Am Abend kommt

aber auch der Spaß

nicht zu kurz. Am

stufenförmigen

Heck-Pool des

Schiffes finden jeden

Tag Mottopartys mit

bekannten DJs statt,

zu denen sich die Gäste

kostümieren können, aber nicht

müssen. Dazu zählen die White Party, Uniform inklusive

Matrosen-Outfits, neonbunte Kleidung zur Disco-Night

oder Sneakers, Muscleshirts und Turnhosen zur Sportsnacht.

Kinky trägt man zum „Be My Slut Evening“ oder

Rainbow Colours am Abschiedsabend.

www.spartacus.cruises

www.spartacus.cruises


REISE

GROßSTADTDSCHUNGEL

FOTO: ISTOCKPHOTO.COM

São Paulo

Mit über elf Millionen Einwohnern zählt

Brasiliens Wirtschaftsmetropole zu

den größten Städten der Erde. Hier den

Überblick zu behalten, fällt gar nicht

so leicht. Zum Glück liegt der auch aus

schwuler Perspektive spannendste

Stadtteil genau im Zentrum dieser

gigantischen Megacity.

Dieses Haus ist eine Stadt für sich. Mit

seiner Fassade aus Beton und Glas

schlängelt sich das Edificio Copan durch

das Stadtzentrum von São Paulo. Die

Wohnfläche von über 116.000 Quadratmetern

hält es einen Eintrag ins

Guinness-Buch der Rekorde und ist aus

der Skyline nicht wegzudenken. Heute

in die Jahre gekommen, wurde das aus

sechs einzelnen Wohnblocks bestehende

Gebäude in den 1950er-Jahren von Brasiliens

Architekturlegende Oscar Niemeyer

entworfen und bis 1966 fertiggestellt. Das

Haus ist die steingewordene Utopie, dass

Menschen – egal ob arm oder reich – sich

den gleichen Lebensraum teilen. An die

5.000 Menschen leben im Edificio Copan,

das in seinen unteren Etagen gut siebzig

Geschäfte, eine Kirche und etliche Bars

und Restaurants beherbergt. Eines davon,

das Orfeu, gilt seit seiner Eröffnung

2019 als einer der derzeit angesagtesten

Treffpunkte der LGBTIQ*-Szene. Zwischen

zwei Gebäuden gelegen, drängeln sich

vor der Bar am Abend die Gäste auf der

Straße, an den Wochenenden ist hier

schon zur Mittagszeit kein Platz mehr

André Fischer

zu finden. „Während früher die queere

Szene überall in der Stadt verteilt war, hat

diese sich in den letzten Jahren immer

mehr in Downtown konzentriert“, erzählt

André Fischer. Der 56-jährige Journalist,

Kulturmanager und LGBTIQ*-Aktivist lebt

seit 35 Jahren in der Stadt und ist Direktor

des wichtigsten queeren Kulturfestivals

des Landes, Mix Brasil. 2019 beauftragte

ihn das Kultursekretariat der Stadt zudem

mit der Gründung und Leitung des ersten

LGBTIQ*-Kulturzentrums Brasiliens.

Das Zentrum im Stadtteil Itaim Bibi,

das im Schatten der Bürohochhäuser

von Google und Co. liegt, teilt sich das

Gelände mit einer Schule und bietet

dank seines kleinen Theaters so gut wie

täglich queeren Künstlern eine Plattform.

„Die Gegend rund um das Copan und

den benachbarten Roosevelt-Platz zieht

eine ganz neue Art von queeren und

FOTO: DAX

nicht-binären Menschen an“, so Fischer.

„Gleich um die Ecke liegt das Copancinho,

eine ebenfalls äußerst gut frequentierte

Bar. Meine neueste Entdeckung ist PPD

(„Por um Punhado de Dólares“), eine Bar

mit Restaurant, das seine Lebensmittel

von alternativen Landbesetzern kauft.“

HORIZONT AUS BETON

Wer sich nach seiner Ankunft in der

Millionenmetropole so etwas wie einen

Überblick verschaffen will, sollte den Farol

Santander besuchen. Von der U-Bahn-

Station Praça da Sé, an der sich auch die

monumentale Kathedrale von São Paulo

befindet, ist es nur ein kurzer Fußweg zu

der in einem Bankgebäude gelegenen

Aussichtsplattform. Von dort oben ergibt

sich bei gutem Wetter ein fantastischer

Blick über die Stadt, deren Straßen und

Hochhäuser bis an den Horizont reichen.

Das kann auf manche durchaus beängstigend

wirken, auf der anderen Seite bietet

dieser Großstadtdschungel eine Vielfalt

an Kulturen und Subkulturen, wie man

sie nirgends sonst in Brasilien finden wird.

Vom Farol Santander ist es wiederum nicht

weit zum Museum für sexuelle Diversität,

das sich in der U-Bahn-Station República

befindet. Als erstes Museum seiner Art in

Lateinamerika widmet sich das Museu da

Diversidade Sexual seit seiner Eröffnung

2012 in Wechselausstellungen der sozialen,

politischen und kulturellen Geschichte

von Brasiliens LGBTIQ*-Community. Während

homosexuelle Handlungen bereits


seit 1823 nicht mehr juristisch verfolgt

wurden, verabschiedeten 2003 zahlreiche

Kommunalregierungen, darunter São Paulo,

ein Antidiskriminierungsgesetz, und bereits

zwei Jahre vor der Legalisierung der Ehe für

alle erkannte der Bundesstaat São Paulo

gleichgeschlechtliche Ehen an. Besonders

bekannt ist São Paulo für die weltweit

größte Pride-Parade, bei der im Juni an

die drei Millionen Menschen entlang der

Avenida Paulista zusammenkommen.

SCHWULES ZENTRUM

In den Nebenstraßen dieser Hauptschlagader

finden sich etliche Hotels,

von denen aus sich die Stadt besonders

gut erkunden lässt. Und es ist nicht

weit zur trendigen Rua Augusta. An

dieser beliebten Ausgehmeile reihen sich

etliche Bars und Restaurants, darunter

die Leder- und Cruising-Bar São Paulo

Eagle. Der benachbarte Parque Augusta ist

seit 2021 vor allem am Wochenende die

neuste Spielwiese der LGBTiQ*-Szene. Im

Zentrum der Stadt gelegen, befand sich

das Gelände in privater Hand und wurde

dank einer Bürgerinitiative nun für die

Öffentlichkeit geöffnet und neu gestaltet.

Und so dient der Park jetzt wahlweise als

Liegewiese, Sportplatz und Treffpunkt

der in der Umgebung zahlreich lebenden

Schwulen, Lesben und Transgender, die

sich zum Picknick verabreden oder einfach

ein paar Stunden Erholung suchen. Auf

und um den um die Ecke liegenden Platz

Praça Franklin Roosevelt trifft die sich

Szene dagegen vor allem nachts. Neben

gleich mehreren queeren Theatern locken

zahlreiche Bars ein Publikum an, das am

Wochenende für volle Straßen sorgt. Vom

Roosevelt-Platz ist es dann auch nicht

mehr weit zum Largo de Arouche. Dort

findet man nicht nur São Paulos größte

FOTO: DAX

REISE

und modernste Sauna Chilli Pepper, die

ebenso Zimmer mit Bett und eigenem

Bad bietet, sondern auch die Bars der

Bärenszene.

STRIPPER & DRAGQUEENS

Dank Uber oder Taxi-Apps und

erschwinglicher Kosten kommt man gut

und sicher durch die Stadt, denn natürlich

gibt es auch außerhalb des eigentlichen

Stadtkerns Centro jede Menge Treffpunkte

der Szene. So stößt man im Cabaret

da Cecilia im gleichnamigen Viertel auf

eine alternative Hipster-Bar mit kurioser

Einrichtung und einem Kellertheater, in

dem vom Jazzkonzert über Dragshows bis

zur Stripper Night immer etwas geboten

wird. Im Restaurant Frê Forneria dagegen,

das ebenfalls in Santa Cecilia liegt, treffen

sich trendbewusste schwule Männer bei

den Sounds eines DJs zu Cocktails und

Abendessen, um sich danach auf eine der

großen Partys zu stürzen. Nachdem der

größte und bekannteste Klub Brasiliens,

The Week, schließen musste, trifft man

sich nun zu riesigen Circuit-Partys an

wechselnden Orten, die vom „The Week“-

Macher André Almada unter der Marke The

New World (TNW) organisiert werden. *dax

www.cidadedesaopaulo.com

Kann man Kondome

besser machen ?

Die neuen FAIR SQUARED-Kondome sind

in Kooperation mit der Deutschen Aidshilfe

entstanden. Ein Teil der Erlöse unterstützt

die Arbeit der Deutschen Aidshilfe.

FAIR SQUARED-Kondome sind aus fair

produziertem Naturkautschuk hergestellt.

Für jedes Kilogramm Naturlatex, das wir

verarbeiten, zahlen wir eine Fair-Trade-

Prämie. Die Gummiproduzent:innen,

Kooperativen oder Arbeiter:innen auf den

Plantagen entscheiden selbst, wie sie die

Fair-Trade-Prämie zur Verbesserung ihrer

Lebens- und Arbeitsbedingungen verwenden

wollen.

FAIR SQUARED-Kondome sind 100% vegan.

Es werden keine tierischen Inhaltsstoffe,

z. B. Casein bei der Herstellung der Kondome

benutzt und keine Tiere bei der Ernte des

Naturkautschuks eingesetzt.

FAIR SQUARED-Kondome sind flexibel und

passen sich dem Penis rundum sicher an.

Sie sind nahezu geruchsneutral, lassen sich

schnell aus der Papierfolie entnehmen und

leicht abrollen.

FAIR SQUARED Smooth

extra feucht

Wandstärke: ca. 0,075 mm

nominale Weite: ca. 54 mm

Eine Kooperation mit der

Deutschen Aidshilfe


REISE

USA

HAUPTSTADT MIT HERZ

Es ist das politische Zentrum der USA,

historischer Hotspot und voller sehenswerter

Museen: Wer an die Ostküste der

Vereinigten Staaten reist, sollte unbedingt

einen Stopp in Washington, D.C.

einlegen, denn auch die dortige LGBTIQ*-

Szene bietet allerlei Abwechslung.

Michael Jordan, Oprah Winfrey, Chuck

Berry, The Jackson Five – wer die oberen

Stockwerke des National Museum of

African American History & Culture

(NMAAHC) durchstreift, findet sich in

einer großen Hall of Fame der afroamerikanischen

Kultur wieder. Ob bildende

Kunst, Tanz, Theater, Musik oder Sport – in

den Ausstellungshallen gibt es Zeugnisse,

Kostüme und Trophäen aller bedeutenden

Persönlichkeiten des 20. und 21. Jahrhunderts

zu sehen, die jede für sich

Geschichte geschrieben haben.

Einzig die Drag-Ikone RuPaul

scheint zu fehlen. Während

das Museum hier oben mit

dem Glanz und Glamour

der Künstler und Sportler

begeistert, beginnt die

geschichtliche Aufarbeitung

vom Sklaventum

über Rassentrennung und

Bürgerrechtsbewegung

bis zur aktuellen Black-

Lives-Matter-Bewegung

unter der Erde. Die

Ausstellung, die sich

vom Keller langsam

nach oben windet,

erzählt von den dunkelsten Kapiteln der

amerikanischen Geschichte, von Verschleppung,

Folter und Tod, aber auch von

afroamerikanischen Kriegshelden, Politikern

und Idolen wie Frederick Douglass, Harriet-

Tubman, Rosa Parks und Martin Luther

King. Das 2016 eröffnete Museum in dem

markanten Bau an der Mall, die das Kapitol

mit dem Lincoln Memorial verbindet, ist nur

eines von insgesamt 19 Museen, die von der

Smithsonian Institution betrieben werden.

ÜBERBLICK

In den Sammlungen des größten Museumskomplexes

der Welt – darunter das

Museum of Natural History, das National

Air and Space Museum, das National

Museum of the American Indian sowie die

National Portrait Gallery oder das Hirshorn

Museum and Sculpture Garden – könnte

man bei meist freiem Eintritt locker eine

Woche oder länger verbringen. Für das

NMAAHC sollte man sich allerdings

rechtzeitig um ein Zeitticket

kümmern. Gleiches gilt für

Tickets in die Spitze des seit

Kurzem wieder zugänglichen

Washington Monuments, die

man ab dreißig Tage vor dem

Besuch für eine Reservierungsgebühr

von nur einem

Dollar bekommt. Von dem gut

169 Meter hohen Bauwerk,

das zentral auf der Mall gleich

neben dem NMAAHC liegt,

hat man den wohl besten

Blick auf die Stadt. Ob

Kapitol, Weißes Haus oder der Reflecting

Pool vor dem Lincoln Memorial: Von dem in

Form eines Obelisken 1885 eingeweihten

Denkmals kann man sich einen guten

Überblick über die Stadt verschaffen.

NATURERLEBNIS

Wer nach all den Besuchen von Museen

und Denkmälern etwas Erholung sucht,

findet diese direkt vor den Toren Washingtons.

Entlang des von großen Bäumen

gesäumten George Washington Memorial

Parkway sind es bei günstiger Verkehrslage

weniger als dreißig Minuten, bis man den

vom National Park Service verwalteten

Great Falls Park erreicht. Hier führen Wanderwege

entlang des Potomac River, dessen

Wassermassen sich zwischen Felsen

hindurchzwängen und sehenswerte Fälle

bilden. Zudem kann man Amerikas ältesten

Kanal, den 1785 erbauten Patowmack Cana

besuchen. Eine weitere Alternative ist der

Besuch des gut siebzig Autominuten von

D.C. entfernten Shenandoah-Nationalparks,

dessen Skyline Drive durch die Bergwelt der

Apalachen großartige Aussichten garantiert.

BARBIE-PUPPEN &

FREIGETRÄNKE

Aber auch in der Stadt selbst finden sich

Parks und schattige Plätze, an denen

man sich vom Trubel der Großstadt

erholen kann. Ein bekannter Treffpunkt der

LGBTIQ*-Community ist die als „P Street

Beach“ bekannte Liegewiese an der Kreuzung

P Street & 23rd Street, die an heißen

Sommertagen brechend voll ist. Gleich um


REISE

FOTOS: DAX

In jeder

Stadt

zu Hause

Übernachten bei queeren

Gastgebern in über 70 Ländern!

die Ecke liegt die Fireplace

Bar, eine der ältesten Gay-Bars

der Stadt, deren Markenzeichen

ein Kamin mit einer zur Straße

gewandten Glasfront ist. Hier trifft

sich vor allem die afroamerikanische

Community. Das traditionelle Herz

von Washingtons LGBTIQ*-Szene

liegt nahe des Dupont Circle

und vor allem rund um die von

Zebrastreifen in Regenbogenfarben

markierte 17th Street. Neben Bars wie JR’s, Number

Nine oder Trades sowie den Traditionsrestaurants Annie’s

Paramount Steakhouse und Hank’s Oyster Bar finden sich

hier auch Kuriositäten wie der vor einem privaten Stadthaus

angelegte „Barbie Pond“ – ein kleiner, mit Barbie- und Ken-

Puppen je nach Jahreszeit dekorierter Garten an der Avenue

Q. Ebenfalls lohnenswert ist ein Besuch der Green Lantern

südlich des Thomas Circle. Die Bar auf zwei Etagen ist seit

über zehn Jahren ein beliebter Szenetreff. Besonders am

Donnerstag zwischen 22 und 23 Uhr ist im ersten Stock der

Bar jede Menge los, denn wer dort mit nacktem Oberkörper

an die Bar geht, bekommt sein Bier umsonst. *dax

AB 29 €

PRO NACHT

Seit 20 Jahren in der Community bekannt unter ebab

FOTO: ISTOCKPHOTO.COM/ SHAPECHARGE

www.capitalregionusa.de

www.washington.org

Die seit zehn Jahren in Folge mit

100 Prozent beim LGBTQ Workplace Equality Index der

Human Rights Campaign Foundation ausgezeichnete

Fluggesellschaft United Airlines fliegt zweimal täglich

von Frankfurt und einmal täglich von München nonstop

nach Washington-Dulles. Zur Auswahl stehen Plätze in

der Economy, Premium Plus und dem Aushängeschild der

Airline, der United Polaris Class.

www.united.com


REISE

OFFEN FÜR NEUES

FOTOS: GOTHAIBEFREE.COM

Thailand

Kürzlich wurde Thailand laut der Studie

„Visa Global Travel Intentions Study

2021“ unter die Top 4 der attraktivsten

Reiseziele der Welt gewählt. Die Umfrage,

die Reisende aus 62 Ländern und ihr

Feedback berücksichtigte, zeigte, dass

sich vor allem Bangkok, Phuket, Chiang

Mai und Hua Hin großer Beliebtheit

erfreuen. Dabei spielen Aspekte wie

Entspannung am Reiseort, die Vielfalt

an Freizeitaktivitäten und unberührte

Natur die größte Rolle für einen stressfreien

Urlaub nach der Pandemie.

Aber nicht nur die berühmte Thai-Massage,

die zum UNESCO-Weltkulturerbe

zählt, sondern auch der Besuch eines

buddhistischen Tempels, eines der zahlreichen

Nationalparks oder die thailändische,

gesunde Kulinarik tragen zu einem

erholsamen und vielseitigen Urlaub bei.

MICHELIN-STERNE FÜR

THAILAND

Apropos Kulinarik: Bereits zum

sechsten Mal erscheint Ende 2022 eine

Thailand-Ausgabe des renommierten

Michelin Restaurantführers. Zu den

bisher vertretenen Regionen Bangkok,

Phra Nakhon Si Ayutthaya, Chiang

Mai, Phuket und Phang-Nga kommt in

diesem Jahr der Nordosten Thailands,

der sogenannte Isan, hinzu. Klassische

Garmethoden und vielfältige kulinarische

Einflüsse aus alten Epochen und aus den

Nachbarländern machen die Isan-Küche

zu einer bemerkenswerten Erweiterung

für den Gourmet Guide. Im Vergleich zur

ersten Thailand-Ausgabe des Michelin

Guide im Jahr 2018 hat sich die Zahl der

insgesamt ausgewählten Restaurants von

126 auf 361 nahezu verdreifacht. Die Zahl

der mit Michelin-Sternen ausgezeichneten

Restaurants ist im gleichen Zeitraum von

17 auf 32 gestiegen.

AUSGEZEICHNETE

HOTELS

Mit ausgezeichneten

Restaurants

können auch

zahlreiche Häuser

im gesamten

Königreich dienen,

so unter anderen die

zehn thailändischen

Hotels, die im Travel +

Leisure's Magazin unter

die "Top 500 Hotels of the

Year" ernannt wurden. Diese prestigeträchtige

Liste der beliebtesten Hotels

weltweit umfasst Häuser in Bangkok

und Chiang Mai sowie auf Phuket, Samui

und Ko Lanta. Folgende zehn Hotels in

Thailand überzeugen nicht nur in Sachen

Kulinarik und Service, sondern auch in

puncto Design und wurden in der Kategorie

“Asien” ausgewählt: Amanpuri (Phuket),

Anantara Chiang Mai Resort, Cape Fahn

Hotel (Ko Samui), Capella Bangkok, Four

Seasons Hotel Bangkok at Chao Phraya

River, Four Seasons Resort Chiang Mai,

Mandarin Oriental Bangkok, The Peninsula

Bangkok, Pimalai Resort & Spa (Ko Lanta)

und The Sukhothai Bangkok.

ERLEICHTERTE EINREISE

Im November 2021 hatte Thailands

Regierung zur Eindämmung der Pandemie

für alle internationalen Einreisenden die

Vorabregistrierung für den Thailand Pass

eingeführt. Ab dem 1. Juli 2022 wird

diese Regelung nun aufgehoben.

Internationale Touristen

müssen bei Einreise dann

nur noch einen Nachweis

über eine vollständige

Impfung vorlegen; nicht

oder nicht vollständig

Geimpfte sind verpflichtet,

maximal 72 Stunden

vor Antritt der Reise einen

PCR- oder einen Antigen-

Schnelltest (ATK) durchzuführen

und das offizielle Ergebnis

bei Einreise vorzulegen. Diese Nachweise

können in gedruckter oder digitaler Form

erfolgen, sie werden bei Einreise stichprobenartig

kontrolliert. Auch die bisher

bestehende Krankenversicherungspflicht

wird vollständig aufgehoben. Wurden

alle Voraussetzungen erfüllt, müssen vor

Ort keine weiteren Tests durchgeführt

werden und das gesamte Land kann

uneingeschränkt bereist werden.

www.thailandtourismus.de

www.gothaibefree.com


„Ich bin

Ehrenamtler,

R adfahrer ,

Taucher und

Frohnatur . “

Christoph

# HIVersity

Weil ich mehr bin als

nur HIV-positiv: LiVLife.de

NP-DE-HVU-ADVT-210002; 07/2021


Gesundheit

INFEKTIOLOGIE

AFFENPOCKEN

heißen jetzt MPX, sonst ändert sich nix?

Jeder, der gerne Spaß mit wechselnden

Penissen hat, sollte bis

auf Weiteres im Groben beachten:

Achtsamkeit, ein bisschen weniger Sex

und bei Bedarf impfen lassen. Dann

klappt das auch mit der Eindämmung

der neuen alten Virusinfektion, die seit

dem Frühjahr für Aufregung in (sozialen)

Medien und der Szene sorgt. Ein

Überblick.

KONDOME SCHÜTZEN NICHT VOR

„AFFENPOCKEN“ …

Beim Redaktionsschluss dieser Ausgabe

am 21. Juni war nicht sicher, ob das Kürzel

MPX auch von der Weltgesundheitsorganisation

(WHO) als offizieller Virenname

erwählt wird. Sicher ist, dass der alte Name

wissenschaftlich irreführend, sprachlich

problematisch und bald Geschichte ist.

Der Checkpoint BLN nutzte Mitte Juni

diese Abkürzung des englischen Begriffes

in einem dringenden Aufruf an die Medien.

Grund für die Stellungnahme: Eine ausgerechnet

über den öffentlich-rechtlichen

rbb verbreitete Falschinformation von

Dr. Nicolai Savaskan, Leiter Gesundheitsamt

Berlin-Neukölln:

„Savaskans Vorschlag Impfungen nicht

präventiv einzusetzen um zu verhindern,

dass sich Geimpfte ‚in falscher Sicherheit

wiegen und Safer-Sex-Regeln

vernachlässigen würden‘ widerspricht

eindeutig der STIKO-Empfehlung

und finden wir fachlich falsch. Wir

weisen darauf hin, dass ‚Safer Sex‘,

u.a. die Nutzung von Kondomen,

ausschließlich Methoden zum Schutz

vor HIV umfasst. Der Begriff wird von

Savaskan missverständlich verwendet

und suggeriert Kondome würden vor

MPX schützen. Das ist falsch. MPX wird

u.a. über intensiven Körperkontakt, z.B.

beim Sex, übertragen. Kondome sind

deswegen weder ein effektiver noch ein

ausreichender Schutz vor MPX.“

(Checkpoint BLN)

… IMPFUNGEN ABER!

Entsprechend der Empfehlung

der Ständigen

Impfkommission (STIKO)

bereitete sich der Checkpoint

BLN Mitte Juni auf

eine MPX-Impfkampagne

für Schwule, Bisexuelle und

andere Männer*, die Sex mit

Männern* haben (MSM) vor. Gleiches

gilt für entsprechende Einrichtungen

und Praxen in ganz Deutschland.

SEID WEITER ACHTSAM!

Die Eingangs etwas salopp formulierten

Empfehlungen für MSM hatte der

Pandemiebeauftragte und Oberarzt

der Infektiologie des Universitätsklinikums

rechts der Isar in München, Privatdozent

Dr. Christoph Spinner nach der

Identifizierung der Infektions-Hot-Spots

Maspalomas Gay Pride (Gran Canaria),

Darklands (Antwerpern) und SNAX

(Berlin) gegenüber männer* so formuliert:

„Anders als Coronaviren übertragen

sich Pockenviren nicht als Aerosol,

also nicht über die Luft, sondern durch

engen Hautkontakt, aber auch beim

Küssen oder Streicheln. Daher müssen

Besucher*innen dieser Festivals jetzt

nicht pauschal die nächsten Wochen

in ihren Wohnungen bleiben, denn die

Ansteckungsgefahr ist tendenziell nicht

so hoch.“

Da die Inkubationszeit von MPX bis zu

drei Wochen betragen kann, riet

Spinner vorausschauend:

„Wenn die Feiernden

in den kommenden

Wochen ein bisschen

auf ihre Gewohnheiten

schauen und intime Hautkontakte

reduzieren, mit

Augenmaß und Verstand, haben

wir eine gute Chance, eine weitere

unkontrollierte Ausbreitung des Virus

zu minimieren. {…} Es ist jetzt wichtig,

dass jede*r seinen Beitrag zur Kontrolle

der Infektionsausbreitung auch durch

freiwillige und bewusste Reduktion

unbekannter Sexualkontakte leistet.“

(25. Mai 2022)

Das gilt dank Sommer und dem nach

Corona-Entbehrungen aufblühenden

sozialen Leben auch bis auf Weiteres. *ck

Aktuelle Informationen auf männer.

media/topics/mpx und

www.aidshilfe.de/affenpocken!


ADVERTORIAL

Was bieten Innovationen in der HIV-Therapie?

Erwartungen und Wünsche von HIV-positiven Menschen

NP-DE-HVU-ADVR-220004

Früher zielte die HIV-Therapie

hauptsächlich darauf ab, das

Virus zu unterdrücken. Mit den

Fortschritten in der medizinischen

Versorgung hat sich der Fokus aber

längst vom reinen Überleben hin zum

gesunden Leben und Älterwerden mit HIV

verschoben.

Eine besondere Bedeutung hat dabei

inzwischen die Verbesserung der Lebensqualität

jedes Einzelnen. Um ein langes,

zufriedenes und gesundes Leben zu

führen, ist für HIV-positive Menschen nicht

nur das Wissen um die eigenen, ganz individuellen

Bedürfnisse besonders wichtig.

So empfiehlt es sich für sie auch einmal

zu hinterfragen, ob bestimmte Aspekte

im Leben mit HIV als Herausforderung

empfunden werden oder wie zufrieden sie

mit der aktuellen Therapie sind.

WELCHE HERAUSFORDERUNGEN

KÖNNEN MIT DER HIV-THERAPIE

VERBUNDEN SEIN?

Mittlerweile gibt es groß angelegte Studien,

welche die Erfahrungen und Wünsche von

HIV-positiven Menschen beleuchten. In der

„Positive Perspektiven 2“ Studie wurden

beispielsweise weltweit 2.389 HIV-positive

Menschen befragt.

Dabei wurde unter anderem auch gefragt,

mit welchen Herausforderungen Menschen

mit HIV sich in ihrem Alltag konfrontiert

sehen. Unter den 120 Befragten in Deutschland

fühlt sich die Mehrheit beispielsweise

durch die Einnahme der Medikamente

täglich an die eigene HIV-Infektion erinnert

und knapp die Hälfte verstecken ihre

Medikamente 1 sogar, auch weil sie Angst von

einem ungewollten HIV-Outing haben.

DIE PERSÖNLICHEN BEDÜRFNISSE

KENNEN

Neben der einzigartigen Persönlichkeit

hat jeder Mensch auch ganz individuelle

Bedürfnisse, was die Gestaltung des

52% 47%

(62/120) (56/120)

fühlen sich durch ihre

Tabletten täglich an die

eigene HIV-Infektion

erinnert.

spüren Nebenwirkungen

ihrer aktuellen Therapie.

verstecken ihre

HIV-Medikamente.

35% 32%

(42/120) (38/120)

haben Angst davor, die

Einnahme zu vergessen.

Ein großer Teil der Befragten sieht sich mit besonderen

Herausforderungen bei der HIV-Therapie konfrontiert 1

eigenen Lebens betrifft. Für Menschen mit

HIV ist es vor allem im Hinblick auf die HIV-

Therapie wichtig, dass sie diese gut kennen:

Denn je mehr man sich seiner eigenen

Bedürfnisse bewusst ist, desto klarer wird

man sich auch, ob die aktuelle HIV-Therapie

diese überhaupt noch erfüllt.

Ebenso wie viele andere Dinge im Leben

können Bedürfnisse sich aber auch mit der

Zeit verändern. Dies geschieht meist nicht

über Nacht, sondern schrittweise und daher

oft unbemerkt – das macht ein regelmäßiges

Überprüfen so wichtig.

WAS BIETEN INNOVATIONEN

IN DER HIV-THERAPIE?

Die Mehrheit der Menschen mit HIV ist der

Überzeugung, dass sie von Innovationen in

der Behandlung profitieren können. 2 Wenn

beispielsweise die Einnahme der Tabletten

täglich an die HIV-Infektion erinnert und man

das als belastend empfindet, dann muss man

das nicht einfach hinnehmen. Die Ergebnisse

der „Positive Perspektiven 2“ Studie zeigen

beispielsweise, dass fast die Hälfte der

Befragten offen für eine HIV-Therapie ist, die

nicht täglich eingenommen werden muss. 2

Knapp zwei Drittel der befragten Menschen

mit HIV gaben sogar an, dass sie bereit wären,

76%

(91/120)

glauben, dass Fortschritte in der HIV-Therapie

ihre Gesundheit verbessern werden.

65%

(78/120)

46%

(55/120)

sind offen für eine ART mit weniger

Wirkstoffen.

sind offen für eine ART, die nicht täglich

eingenommen werden muss.

Die meisten Menschen sind der Überzeugung, dass sie

von Innovationen in der HIV-Therapie profitieren können 2

eine HIV-Therapie mit weniger Wirkstoffen

bei gleicher Wirksamkeit einzunehmen. 2

HIV zu einem kleineren Teil im Leben

machen

Um eine hohe Lebensqualität zu erhalten,

ist es also wichtig, dass Menschen mit HIV

ihre eigenen Bedürfnisse kennen und diese

vor allem auch ihren Ärzt*innen gegenüber

äußern. Wenn die aktuelle HIV-Therapie

diese Bedürfnisse nicht erfüllt, kann ein

offenes Gespräch sehr weiterhelfen.

Dank des medizinischen Fortschritts gibt es

für die Vielfalt an persönlichen Wünschen

und Erwartungen auch jeweils eine geeignete

Therapie. Wenn man diese gemeinsam

mit seinem/r Ärzt*in für sich findet, kann HIV

dadurch zu einem kleineren Teil im eigenen

Leben werden.

Weitere Infos sowie persönliche Geschichten

zum Leben mit HIV findest du unter

www.livlife.de.

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REFERENZEN

1 Wigger A et al., Deutsch-Österreichischer Aids-Kongress

2021. Poster 46763.

2 Wigger A et al., 15. Kongress für Infektionskrankheiten und

Tropenmedizin 2021. Poster P-037.


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