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50 Jahre Landkreis LL_0KW26_2022

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50 Jahre

Landkreis Landsberg

1972 – 2022

Mit der Gebietsreform von 1972 wurde auch die

Grenze des Landkreises Landsberg neu gezogen.

Kommen Sie mit auf eine kleine Zeitreise und

erfahren Sie mehr über die Geschichte unserer

Region – von damals bis heute.

Verlagssonderveröffentlichung des Kreisboten Landsberg • Juni 2022


2 50 Jahre Landkreis Landsberg

29. Juni 2022

Auf einen Schlag kräftig zugelegt

Zur Kreisreform 1972 – Die rasante Entwicklung in den letzten 50 Jahren

Landsberg – Mit der Formulierung

„Auf einen Schlag kräftig

zugelegt“ ist die Entwicklung

im Zuge der Gebietsreform

treffend beschrieben, wenn

man den Fokus auf den Landkreis

Landsberg richtet. Hatte

er vorher weniger als 50.000

Einwohner, so waren es zum 1.

Juli 1972 deutlich über 70.000

Bewohner. In den vergangenen

fünf Jahrzehnten hat das

Der Landkreis Landsberg vor 1972

Wachstum angehalten, das

in manchen Städten und Gemeinden

zeitweise rasante Züge

angenommen hat. Bereits

Mitte der neunziger Jahre wurde

bei der Einwohnerzahl die

100.000-er Marke geknackt.

Aktuell sind es in der wirtschaftlich

prosperierenden Region

121.466 Kinder, Jugendliche

und Erwachsene. Der Landkreis

liegt verkehrsgünstig zwischen

München, Augsburg, Allgäu

und Oberland.

Damit gehört Landsberg zu

den mittelgroßen Landkreisen

in Bayern. Es gibt nur einen

unter den 71 Landkreisen

im Freistaat mit gleicher Einwohnerzahl:

Das ist Rottal-Inn

in Niederbayern. Etwas größer,

aber ebenfalls bei den „mittleren“

Einheiten sind vier Nachbarn:

Ostallgäu im Westen mit

141.000 Einwohner, Starnberg

im Osten mit 137.000 Bewohnern,

Weilheim-Schongau

im Süden mit 136.000,

Aichach-Friedberg im Norden

mit 135.000 Einwohnern.

14 Gemeinden und die Große

Kreisstadt Landsberg sind

ab Juli 1972 zum Landkreis dazugekommen.

Dies sind im Süden

Kinsau, Apfeldorf, Reichling

und die früher selbstständige

Gemeinde Epfach; diese vier

wechselten von Schongau nach

Landsberg. Aus dem Südwesten

sind Dienhausen, Denklingen,

Leeder, Asch, Seestall, Oberdießen,

Unterdießen, Ellighofen

und Erpfting dazugestoßen. Sie

waren früher alle beim Landkreis

Kaufbeuren, der ebenso

wie Schongau aufgelöst wurde.

Im Osten wurden Geltendorf

und Hausen von Fürstenfeldbruck

an Landsberg abgetreten.

„Ein Kraftakt“

„Es war ein Kraftakt“. So hat

Margit Horner-Spindler die

Entwicklungen rund um die

Gebietsreform im Gedächtnis

behalten. Sie war damals 14

Jahre. Aber die Gebietsreform

– sowohl bei den Landkreisen

als auch bei vielen zeitgleichen

Eingemeindungen war im Hause

Horner in Reichling Tagesgespräch.

Der Vater war damals

schon 14 Jahre Bürgermeister

und sechs Jahre Vize-Landrat

von Schongau.

Das Amt des Stellvertreters

hatte ihm der Landsberger

Landrat Bernhard Müller-Hahl

in Aussicht gestellt, wenn sich

Reichling und die anderen Gemeinden

im Süden sich für

Landsberg und gegen Weilheim-Schongau

entscheiden.

Drei Perioden, also 18 Jahre,

war Horner dann Vizelandrat im

Kreis Landsberg. Von 1984 bis

1990 kam es zu der Konstellation,

dass mit Landrat Erwin Filser

(Apfeldorf) und dessen Vertreter

Franz Horner (Reichling)

zwei führende Köpfe im Süden

des Landkreises zu Hause

waren.


29. Juni 2022

50 Jahre Landkreis Landsberg 3

Stärkung erreicht

Über die Landkreisreform, aber

noch mehr über das Zusammenlegen

der Gemeinden (Ludenhausen

kam zu Reichling,

Epfach zu Denklingen) sei intensiv

diskutiert worden, blickt

Margit Horner-Spindler zurück.

Das Ziel, die Stärkung der kommunalen

Selbstverwaltung, sei

vor allem nach Gründung der

Verwaltungsgemeinschaften

erreicht worden, weil so „leistungsfähige

Verwaltungen“ geschaffen

worden seien. Dadurch

habe eine Bandbreite an Fachwissen,

aber auch mehr Rechtssicherheit

Einzug gehalten. Dies

sei auch deswegen dringend geboten

gewesen, weil im Lauf der

Zeit „das Anspruchsdenken“ der

Bürger“ zugenommen habe.

Heute ist Margit Horner-Spindler

(64), die ihrem Vater im Amt

als Bürgermeisterin von 2008

bis 2020 nachfolgte, stellvertretende

Landrätin. Auch in dieser

Funktion tut sie es ihrem Vater

gleich – mit dem Unterschied,

dass es seit Mai 2020 sogar vier

Vertreter für den Landrat sind.

Was sie bei ihren Terminen im

Landkreis feststellt: den Unterschied

zwischen dem Menschenschlag

im Lechrain und

am Ammersee. Margit Horner-Spindler

dazu: „Das ist gut

so“.

Im Vergleich zu Weilheim-Schongau

im Süden oder

auch zu Aichach-Friedberg im

Norden ist die Landkreisreform

im Bereich Landsberg ohne große

Nachwehen geblieben. Während

bei Aichach-Friedberg sogar

eine Region von Oberbayern

nach Schwaben zugeschlagen

wurde, also den Regierungsbezirk

wechselten musste, ist der

südliche Nachbar von drei wirtschaftlichen

Schwerpunkten im

Raum Penzberg, Weilheim/Peißenberg

und Peiting/Schongau

geprägt.

Im Landkreis Landsberg gibt

es hingegen mit der Kreisstadt,

die seit der Gebietsreform die

Einwohnerzahl auf nahezu

30.000 Einwohner verdoppeln

konnte, ein klares Zentrum. Sie

bildet eindeutig den Mittelpunkt

eines homogenen Landkreises.

Nur zwei weitere Marktgemeinden

haben noch über 10.000

Einwohner. Das sind Dießen, mit

einer Fläche von 82 Quadratkilometern

zugleich die flächengrößte

Kommune, und auch

Kaufering.

Apropos Fläche: Da hat sich

– eine Besonderheit, die es nur

in ganz wenigen Regionen gegeben

hat, auch nach der Gebietsreform

nochmal was getan.

Denn im Süden ist das früher

gemeindefreie Gebiet im Sachsenrieder

Forst in den neunziger

Jahren der Gemeinde Denklingen

zugeschlagen worden. Die

hat damit in der Größe stark

zugelegt: von 3700 auf knapp

5700 Hektar. Das entspricht

ziemlich genau der Fläche der

Großen Kreisstadt Landsberg –

bei genau einem Zehntel der

Einwohnerzahl.

Mehr Aufgaben

Dass mit der Gebietsreform „eine

gewaltige Aufgabenmehrung“

einherging, hat der frühere

Landrat Walter Eichner

(+) beim vierzigjährigen Jubiläum

im Jahr 2012 herausgestellt.

Stichwörter waren für ihn die

weiterführenden Schulen, das

Krankenhaus, der Straßenbau

und die Abfallentsorgung.

Bewährungsproben für Landkreis,

Stadt und Gemeinden waren

und sind der Zustrom der

Flüchtlinge, 2015/2016 und

heuer wegen des russischen

Überfalls auf die Ukraine. Arbeitsintensiv

ist der Bereich Jugendhilfe.

Die Abteilung zählt

am Landratsamt Landsberg weit

mehr als 100 Mitarbeiter. Insgesamt

ist in den vergangenen Jahren

die Zahl der Beschäftigten in

der Behörde auf ungefähr 500

angewachsen. Eine Tendenz, die

manchen Bürgern, aber auch

Kommunalpolitikern Sorgenfalten

bereitet. Fragt sich nur, ob

ein Bernhard Müller-Hahl (1958

bis 1984) sich jemals vorstellen

hätte können, dass nicht nur der

Landkreis selbst, sondern auch

das Landratsamt 50 Jahre nach

der Gebietsreform so kräftig zulegt.

jj

Obermeitingen

Hurlach

Igling

Kaufering

Unterdießen

Fuchstal

Leeder

Impressum 50 Jahre Landkreis Landsberg

Roßmarkt 195, 86899 Landsberg

Tel. 08191/9163-0, Fax 9163-20

E-Mail: anzeigen-ll@kreisbote.de

Lokalredaktion: Toni Schwaiger (verantw.)

Anzeigenverkauf:

Jörg Gramberg (verantw.)

Robert Zeidler, Daniela Kramaric, Heidi Bordt,

Simone Strasas, Lukas Kagerer, Sindy Finke

Verlag:

Kreisboten-Verlag Mühlfellner KG

Am Weidenbach 8, 82362 Weilheim

Tel. 0881/686-0, Fax 686-53

E-Mail: anzeigen@kreisbote.de

Verlags-/Geschäftsführung:

Helmut Ernst, Daniel Schöningh

Scheuring

Landsberg

Denklingen

Prittriching

Weil

Penzing

Schwifting

Pürgen

Vilgertshofen

Kinsau

Reichling

Hofstetten

Thaining

Egling

Rott

Geltendorf

Eresing

Windach

Finning

Anzeigenleitung: Alfred Bloos

Vertrieb: KBV Vertriebs GmbH

Druck: Druckzentrum Penzberg GmbH & Co. KG

Auflage: 50.000

Der Landkreis

Landsberg heute

Greifenberg

Apfeldorf

Schondorf

Utting

Dießen

Eching

Ammersee

Fotos: Phantermedia, Ulrike Osman, Dieter Röttig,

Johannes Jais, LRA, DFB, KB, Stella von Saldern,

Wölfl, Jörg Gramberg, Thomas Ernstberger,

Susanne Greiner, Klinikum Landsberg, pm

© für Text und von uns

gestaltete An zeigen beim

Verlag. Nachdruck, Vervielfältigung

und elektronische

Speicherung nur mit schriftlicher Genehmigung. Für unverlangt

eingesandte red. Manuskripte und Fotos wird keine Haftung

übernommen. Änderungen vorbehalten. Juni 2022


4 50 Jahre Landkreis Landsberg

29. Juni 2022

Grußwort von Oberbürgermeisterin Doris Baumgartl

Liebe Bürgerinnen und Bürger unseres schönen Landkreises,

unser wunderbarer Landkreis feiert

in diesem Jahr sein 50-jähriges

Bestehen. Im Zuge der Gebietsreform

wurden am 1. Juli

1972 die Landkreisgrenzen

neu gezogen und die Erfolgsgeschichte

unseres Landkreises

nahm ihren Lauf.

Wir haben das große Glück,

in einer Region zu leben, in der

andere Menschen Urlaub machen.

Den Ammersee vor der

Türe, Dörfer mit starken Dorfgemeinschaften,

gelebtes Brauchtum,

Natur, Kultur in vielfältiger

Art und Weise und natürlich die

Stadt Landsberg als pulsierendes

Herz des Landkreises verschaffen

uns eine sehr hohe Lebensqualität

in unserer Heimat.

Die Infrastruktur und der Wirtschaftsstandort

wurden in den

vergangenen Jahrzehnten sukzessive

ausgebaut. Themen wie

Natur- und Klimaschutz, Digitalisierung,

Regionalentwicklung

und Soziales sind Aufgabengebiete,

die sich in den letzten 50

Jahren kontinuierlich weiterentwickelt

haben.

Dies verdanken wir auch einem

leistungsfähigen Landratsamt,

das mit den zunehmend

komplexer werdenden Anforderungen

Schritt hält. Gerne stehen

wir als Stadt Landsberg am

Lech dem Landkreis auch in den

nächsten Jahrzehnten als Partner

zur Seite um den erfolgreichen

Weg fortzusetzen.

Ich gratuliere dem Landkreis

Landsberg am Lech sehr herzlich

zum 50. Jubiläum und wünsche

allen Bürgerinnen und Bürgern

eine gute Zukunft in ihrer

lebens- und liebenswerten Heimat.

Ihre Doris Baumgartl

Oberbürgermeisterin der Stadt

Landsberg am Lech

Grußwort des Landrats

50 Jahre Kreisgebietsreform im Landkreis Landsberg am Lech

Vor nunmehr exakt 50 Jahren,

sprich am 1. Juli 1972, entstand

das, was unseren schönen Landkreis

bis heute auszeichnet: Eine

echte Gemeinschaft aus 31 Gemeinden.

Damals trat die lange

vorbereitete und nicht immer

unumstrittene Gebietsreform

zur Neugliederung Bayerns in

Kraft. Ziel der Reform war es,

im Freistaat größere Verwaltungseinheiten

und damit effizientere

Kreisbehörden zu schaffen.

So wurde die ursprüngliche

Zahl von 143 Landkreisen auf

71 reduziert, von ehemals 48

kreisfreien Städten im Freistaat

blieben noch 25 übrig.

Bis 1972 bestand der Altlandkreis

Landsberg am Lech noch

aus 59 Gemeinden mit 49.000

Einwohnern, die Stadt Landsberg

am Lech war kreisfrei. Was

heute viele nicht mehr wissen:

Damals stand auch die Existenz

unseres relativ kleinen Landkreises

in seiner Gänze zur Debatte.

Dass es glücklicherweise nicht

so weit kam, ist sicherlich auch

dem politischen Geschick des

damaligen Landrats Bernhard

Müller-Hahl zu verdanken, der

bis 1970 auch als Abgeordneter

im Bayerischen Landtag

saß. Gleichzeitig verzichtete

die Stadt Landsberg am Lech

auf ihre ursprüngliche Kreisfreiheit

und konnte somit in den

neuen Landkreis eingegliedert

werden. Darüber hinaus wurden

insgesamt 14 Gemeinden

aus den benachbarten Landkreisen

Kaufbeuren, Schongau

und Fürstenfeldbruck in unseren

Landkreis eingegliedert. Die

Bevölkerung wuchs somit auf

etwa 71.000 Einwohner und

hinzu kamen viele neue Aufgaben,

etwa die Abfallentsorgung,

das Schulwesen, das Krankenhaus

und der Straßenbau.

Anlässlich des 10-jährigen

Bestehens unseres Landkreises

nach der Gebietsreform betonte

der damalige Landrat Müller-Hahl

im Jahr 1982, dass der

neue Landkreis Landsberg am

Lech tatsächlich erfolgreich

als neue Einheit zusammengewachsen

war. In seinem Grußwort

formulierte er ganz treffend:

„Es ist uns gelungen,

ein eigenes Landkreisbewusstsein

zu begründen“. Was damals

gilt, gilt heute erst Recht.

Der Landkreis Landsberg am

Lech, mit seinen heute knapp

122.000 Einwohnern, ist ein

echtes Erfolgsmodell, eine landschaftlich

attraktive Region mit

zukunftsorientierter Wirtschaft

und höchster Lebensqualität

für alle.

Die enge Verzahnung von

Landkreis und Gemeinden soll

auch weiterhin der Schlüssel dafür

sein, gemeinsam eine bürgernahe

und zuverlässige Aufgabenerfüllung

zu gewährleisten:

Themen wie Mobilität und

Klimaschutz, Digitalisierung, Bildung,

Infrastruktur, oder der demographische

Wandel – um nur

einige wenige zu nennen – bleiben

wesentliche Herausforderungen

der kommenden Jahre.

Das Jubiläum gibt mir in diesem

Sinne die Gelegenheit,

mich mit einem herzlichen Vergelt‘s

Gott bei all denjenigen zu

bedanken, die bei der erfolgreichen

Gestaltung unseres Landkreises

im vergangenen halben

Jahrhundert mitgewirkt haben.

Mein besonderer Dank darf

sich daher insbesondere an alle

Bürgermeister, Kreisräte, Stadtund

Gemeinderäte, unsere Unternehmen

und Betriebe, an

die Landwirtschaft, an die vielen

Vereine und Verbände, die

Hilfsorganisationen, an alle Behörden

und Dienststellen richten,

mit denen wir das Leben

in unserem Landkreis gestalten.

Nicht zuletzt bedanke ich

mich bei Tausenden von ehrenamtlich

engagierten Bürgerinnen

und Bürgern in allen Lebensbereichen:

Ihnen haben wir

unser starkes Gemeinschaftsgefühl,

unseren sozialen Wohlstand

und unseren lebendigen

Landkreis Landsberg am Lech zu

verdanken. In diesem Selbstverständnis

einer rücksichtsvollen

und beherzt anpackenden Gesellschaft

werden wir auch die

Herausforderungen der kommenden

Jahre und Jahrzehnte

gemeinsam gut meistern!

Ihr

Thomas Eichinger

Landrat


@

vr-ll.de

info@vr-ll.de

081912910

08191 29 10

Herzlichen Glückwunsch

dem Landkreis Landsberg

zu 50 lebens- und

liebenswerten Jahren.

Weil

Schwabhausen

Kaufering

SB

Penzing

Eresing

Greifenberg

Eching

Windach

Schondorf

SB

Landsberg

Schwifting

SB

Utting

24 mal

für Sie im

Landkreis

vor Ort.

Erpfting

Pflugdorf-Stadl

Hofstetten

Finning

Diessen

SB

Ammersee

VR-Bank Landsberg-Ammersee eG:

Seit 1886 in der Region - und damit „Gründungsmitglied“

unseres schönen Landkreises Landsberg.

VR-Bank

Landsberg-Ammersee eG


6 50 Jahre Landkreis Landsberg

29. Juni 2022

Grußwort von MdB Michael Kießling

Sehr geehrte Damen und Herren! Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger!

Der Landkreis Landsberg am

Lech wird 50!

Im Jahre 1972 wurde in Bayern

eine Gebietsreform mit viel

Kritik und Bedenken, aber auch

mit Zuversicht durchgeführt

– dabei entstand auch unser

Landkreis neu mit 31 Gemeinden.

Ziel der Gebietsreform

war es, durch straffere kommunale

Strukturen noch leistungsfähiger

zu sein. Und das ist in

unserer Region wirklich gelungen!

Die Lebensqualität ist

hoch. Unser Landkreis wächst

und die Menschen leben gerne

hier. Das zeigt sich unter anderem

bei Arbeitsplätzen und

der wirtschaftlichen Entwicklung,

aber nicht nur. Denn unser

Landkreis besticht auch mit

seiner gelebten kulturellen Vielfalt,

dem Engagement im Ehrenamt

und seinem lebendigen

Vereinsleben und gehört

deshalb zu Recht zu einer der

schönsten Regionen Bayerns.

Und deswegen dürfen wir uns

glücklich schätzen, in einer solchen

reichen Heimat zu Hause

zu sein.

Aber bei dem Jubiläum geht

es nicht nur darum, zurückzublicken.

Es geht auch darum,

nach vorne zu blicken. Als

moderner Landkreis müssen

wir uns auch in den nächsten

50 Jahren ständig weiterentwickeln.

Deshalb soll das Festjahr

auch ein Anstoß dazu sein,

darüber nachzudenken, wie

wir am besten auf neue Herausforderungen

reagieren, um

unsere Gemeinden und unsere

Kreisstadt zukunftsfähig zu

machen. Es geht um Nachhaltigkeit,

bezahlbares Wohnen,

Mobilität, Arbeits- und Ausbildungsplätze,

Klimaschutz und

-resilienz, Daseinsvorsorge und

vieles mehr! Daran müssen wir

im Landkreis – alle Kommunen

und Bürgerinnen und Bürger

– gemeinsam arbeiten, sodass

wir gerüstet sind und auch

den nachkommenden Generationen

ein sicheres Fundament

hinterlassen!

Und ich bin mir sicher, dass

wir hier im Landkreis gut aufgestellt

sind. Denn viel von dem,

was die Gemeinden des Landkreises

Landsberg am Lech lebens-

und liebenswert macht,

haben die Bürgerinnen und

Bürger in gemeinsamen Anstrengungen

erreicht. Sie haben

tragfähige Strukturen aufgebaut

und, vielleicht wichtiger

noch, ein Gemeinschaftsgefühl

entwickelt. Und mit diesem

Miteinander wollen wir in die

nächsten 50 Jahre gehen, um

unsere Region weiterzuentwickeln

und neue Perspektiven zu

entfalten – dafür setze ich mich

als Ihr Bundestagsabgeordneter

ein.

Ein Landstrich mit Geschichte

50 Jahre Landkreis Landsberg

Ihr

Michael Kießling, MdB

Bundestagsabgeordneter

für den Wahlkreis Starnberg

– Landsberg am Lech –

Germering

Dass in der Region gut leben

ist, wussten bereits die Menschen

in der Bronzezeit: Schon

4.000 v. Chr. lassen sich hier

Bauern nieder. Erhaltene Funde

aus der Hallstadtzeit gibt es

südlich von Pestenacker: Grabhügelfelder

und keltische Viereckschanzen.

Ab 15 v. Chr. gehört

das Gebiet zur römischen

Provinz Rätien, durchzogen von

der Via Claudia von Augsburg

nach Verona. Eine wichtige provinzialrömische

Siedlung war dabei

Abodiacum: Epfach.

Nach Ende der römischen Herrschaft

übernahmen im 5. Und

6. Jahrhundert die Alemannen

und Bajuwaren. Bereits um die

Mitte des 6. Jahrhunderts taucht

das Gebiet in Quellen auf. So

beschreibt Venantius Fortunatus

um 565 das Land der Baiern

in einem Reisegedicht: „Von

Augsburg aus, wo du die Gebeine

der heiligen Märtyrerin Afra

verehren wirst, ziehe weiter gegen

die Alpen, dort, wo die Sitze

der Breonen liegen, wenn der

Weg frei ist und der Bayer dir

nicht entgegentritt.“ Der Lech

war wohl schon damals eine politische

Grenze des Herzogtums

der Bajuwaren.

Das Ständegefüge war strikt:

Ganz unten standen Unfreie,

Freigelassene und Freie. Über

ihnen kamen die fünf Adelsgeschlechter

des Herzogtums.

Der Herzog musste allerdings

aus der Familie der Agilolfinger

stammen – hierzulande traten

die bei der Gründung der Klöster

Wessobrunn und Polling in

Aktion. Die Klöster, dazu Benediktbeuern

und die erst im 12.

Jahrhundert gegründeten Stifte

Dießen, Rottenbuch und Steingaden

prägten mit ihrem Grundbesitz

bis zur Säkularisation Anfang

des 19. Jahrhunderts das

Gebiet. Um 1315 kamen Erpfting,

Holzhausen, Igling, Hurlach

und Obermeitingen dazu.

Die Reformen im 19. Jahrhundert

änderten die Verwaltungsorganisation.

1803 entstanden

das Landgericht Landsberg und

ein ‚Rentamt‘, erst ab 1922 ‚Finanzamt‘

genannt. 1785 und

1803 wurden schwäbische Teile

und die Bezirke um Steingaden,

Rottenbuch und Peißenberg

abgetrennt, 1823 kam der

gesamte nördliche und nordöstliche

Bereich zum neu errichteten

Landgericht Bruck. 1874 erhielt

Landsberg die Gemeinden

Stadl und Mundraching von

Schongau. 1881 verlor Landsberg

Raisting an das Bezirksamt

Weilheim, 1914 und 1915 Unterbergen

und Schmiechen an

das Bezirksamt Friedberg.

‚Landratsämter‘ im heutigen

Sinn gab es erst ab 1938. Und

erst am 1. Januar 1939 wurde,

wie auch sonst überall im

Deutschen Reich, die Bezeichnung

Landkreis eingeführt: Der

Landkreis Landsberg am Lech

war geboren. Erster Landrat

war Hermann Loew. Am 1. April

1940 wurde die Stadt Landsberg

in den Landkreis eingegliedert.

Aber ab dem 1. April

1948 wurde Landsberg wieder

zur kreisfreien Stadt. Nach

der Währungsreform 1948 –

Landrat war seit 1945 Dr. Otto

Gerbl – stand der Wiederaufbau

im Vordergrund, bestimmt von

den drei W: Wasser, Wohnung,

Wege. Die zentralen Wasserversorgungen

entstanden, erste

Sozialwohnungen wurden gebaut,

Straßen wurden ausgebaut

und geteert. Es entstanden

Feuerwehrhäuser mit Löschfahrzeugen,

der Strom kam auch in

Weiler und Einöden, Wohnungen

und Schulen entstanden,

Kirchen und Kapellen wurden

renoviert.

Ab 1958 war Bernhard Müller-Hahl

als Landrat im Amt,

der sich auch im Bereich der

Kultur. Ihm ist es zu verdanken,

dass es den Landkreis Landsberg

noch gibt. Denn bei der

Gebietsreform am 1. Juli 1972

wurde auch die Zahl der Landkreise

halbiert. Landsberg blieb

als Landkreis nicht nur bestehen,

er wuchs auch um stattliche

14 Gemeinden: Acht kamen

aus dem „Fuchstal“, dem ehemaligen

Landkreis Kaufbeuren:

Asch, Denklingen, Dienhausen,

Ellighofen, Leeder, Oberdießen,

Seestall und Unterdießen. Dazu

kamen vier Gemeinden vom

ehemaligen Kreis Schongau –

Apfeldorf, Epfach, Kinsau und

Reichling – und zwei aus dem

Landkreis Fürstenfeldbruck: Geltendorf

und Hausen bei Geltendorf.

Die Stadt Landsberg verlor

ihre Kreisfreiheit und wurde zur

Großen Kreisstadt. Seit dieser

Zeit besteht der Landkreis aus

31 Gemeinden.

Landrat Thomas Eichinger sieht

die Gebietsreform als „maßgeblich

für das weitere Bestehen“

des Landkreises an. „Heute nennen

mehr als 120.000 Personen

unseren Landkreis ihre Heimat.

Das, was man damit verknüpft,

ist natürlich verschieden. Denn

genauso vielfältig wie unsere Region,

genauso vielfältig sind die

Menschen und Charaktere in unserem

Landkreis.“

Fortsetzung auf Seite 8


We

Landsberg

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8 50 Jahre Landkreis Landsberg

29. Juni 2022

Fortsetzung von Seite 6

Von Mai 1984 bis April 2002

führte Landrat Erwin Filser die

Geschicke des Landkreises. Damals

wurde das Lechtalbad Kaufering

saniert, das Kreisseniorenheims

Theresienbad in Greifenberg

erweitert und saniert und

das Seniorenheim in Vilgertshofen

gebaut. Dazu kam der

Neubau der Schule zur individuellen

Sprachförderung (das

heutige Sonderpädagogische

Förderzentrum), die Erweiterung

die Realschule für Knaben

in Schondorf wurde erweitert,

ebenso die Johann-Winklhofer-Realschule

in Landsberg.

Und auch das heutige Landratsamt

entstand in dieser Zeit

– und ist nach zwanzig Jahren

schon wieder zu klein geworden.

Ab dem 1. Mai 2002 bis zum

30. April 2014 übernahm Walter

Eichner (CSU) das ‚Landrat-Amt‘.

Für ihn stand das

Schulwesen im Mittelpunkt.

Die Neugründung des Ammerseegymnasiums

in Dießen,

der Realschule in Kaufering sowie

weitere Schulbauten fallen

in seine Amtszeit. Ebenso ging

es Eichner um den Wandel des

Landratsamtes von einer reinen

Verwaltung hin zu einem

Dienstleistungsunternehmen:

Bürgernähe und ein Haus der

„kurzen Wege“. Mit im Paket

waren dabei flexiblere Arbeitszeiten,

längere Öffnungszeiten

und auch das wachsende

Angebot über Internet. Seit 1.

Mai 2014 ist Thomas Eichinger

(CSU) Landrat.

Der Zukunft des Landkreises

blickt Eichinger optimistisch

entgegen: „Wenn man sich den

heutigen Stand der Entwicklung

und den rasanten Fortschritt der

vergangenen Jahre in unserem

Landkreis anschaut, dann kann

man sicherlich mit Recht behaupten,

dass es die Menschen

hier nicht schlecht getroffen

haben. Uns erwarten eine Vielzahl

an weiteren Projekten und

Bauvorhaben, die die Lebensannehmlichkeit

und den wirtschaftlichen

Wohlstand unserer

Region weiter fördern werden,

wie der Ausbau unseres Klinikums

in Landsberg oder der

Fortschritt der Neuentwicklung

des Geländes auf dem ehemaligen

Fliegerhorst in Penzing.“

Einwohner Stand 30. Juni

2021: 121.368; im Vergleich zu

den 71 bayerischen Landkreisen

nimmt der Landkreis bezogen

auf die Einwohnerzahl

die 43. Stelle ein. Die Bevölkerungsdichte

liegt bei 148 Einwohnern

pro Quadratkilometer.

Fläche: 804,39 km², davon

entfallen 46,6 km² auf

den Ammersee; flächenmäßig

betrachtet liegt der Landkreis

auf Rang 11 in Oberbayern

und Rang 45 in Bayern.

31 kreisangehörige Gemeinden

Das fehlende M: Warum

wurde im Landkreisnamen

2002 aus „a.“ „am“?

Landrat Thomas Eichinger:

„Seit dem 1.1.2002 heißt die

Stadt Landsberg offiziell in ausgeschriebener

Form ‚Landsberg

am Lech‘. Im Juni 1999 hatte

die Stadt den Antrag auf Namensänderung

gestellt, da diese

Form der historisch korrekten

Form entspreche. Das Landratsamt

‚Landsberg am Lech‘ gab

als Staatsbehörde diesem Antrag,

nach einem aufwendigen

Verfahren, u.a. unter Berücksichtigung

der „Gemeindeordnung

für den Freistaat

Bayern“ und der „Verordnung

über kommunale Namen, Hoheitszeichen

und Gebietsänderungen“,

statt.“

Wer hatte die Idee zum

Logo des Landkreises?

Landrat Thomas Eichinger:

„Das war weit vor meiner Zeit

als Landrat: Es gab hier wohl Anfang

der 2000er Jahre einmal einen

Logo-Wettbewerb im Landratsamt.

Aus der Mitte der Belegschaft

wurden kreative Ideen

und Vorschläge eingebracht, ein

neues Logo für den Landkreis zu

entwickeln, die dann in professioneller

Form durch einen Layouter

in die aktuelle Form umgesetzt

worden sind.

Stand heute befinden wir uns

nun im Interesse unseres Standortmarketings

und der Wirtschaftsförderung

in unserem

Landkreis erneut in einer kreativen

Schaffensphase betreffend

die Neugestaltung eines Landkreis-Logos.

Eine eigens dafür

einberufene Markenträgergruppe

arbeitet aktuell daran,

eine eigene Regionenmarke für

unseren Landkreises Landsberg

am Lech zu erarbeiten. Noch

im Laufe dieses Sommers werden

wir der Öffentlichkeit dann

voraussichtlich auch ein neues

Logo für unseren Landkreis präsentieren

können.“

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29. Juni 2022

50 Jahre Landkreis Landsberg 9

Das Wappen des Landkreises

Fragen an Landrat Thomas Eichinger

Wissen Sie aus dem Stegreif

die Bedeutung des Landkreis-Wappens

mit Rauten,

Adler und Löwen auf rotweißem

Grund?

Die bayerischen Rauten

( Wecken) zeigen die stete Zugehörigkeit

unserer Heimatregion

zu Altbayern und zum

Hause Wittelsbach an. Durch

die Feldfarben Rot und Weiß ist

zugleich die kirchliche Zugehörigkeit

zum Bistum Augsburg

festgehalten.

Während der Adler, die historische

Zugehörigkeit der östlichen

Hälfte unseres Landkreises

zu Gebieten der Grafen von Dießen-Andechs

versinnbildlicht,

gilt der Löwe als Symbol der

Welfen, die mit Herzog Heinrich

dem Löwen (1156-1180)

bedeutende Sitze am Lech, in

unserem heutigen nördlichen

und westlichen Kreisgebiet verfügten.

Die Wittelsbacher vereinigten

schließlich im 13. Jahrhundert

ein großes Kreisgebiet

unter ihrer Fahne.

Können Sie zum Wappen bitte

diesen Satz erläutern, der auf

der Webseite des Landratsamtes

zu finden ist: „Da die besondere

innere Verflechtung

des Lechrains mit den welfischen

Herzögen in die frühheraldische

Zeit fällt, wurde aus

den wechselnden Wappenformen

der aufsteigende Löwe

gewählt.“

Die Welfen hatten im Bereich

des heutigen Landkreises in der

Zeit des 11. und 12. Jahrhunderts

umfangreiche Besitzungen.

Nachweisbar z.B. in Utting,

Reichling, Stadl, Stoffen

Erpfting, Schwifting, Igling,

Epfenhausen, Weil und Winkl.

Außerdem die beiden Burgen

in Kaufering und Landsberg.

Heinrich der Löwe, Herzog von

Bayern und Sachsen (1156 –

1180) legte durch die Neuanlage

der Salzstraße über das heutige

Landsberg und den dortigen

Bau einer Brücke über den

Lech, die Grundlage für die Entstehung

der Stadt. Hieraus folgt

wohl die Beschreibung der „besondere[n]

innere[n] Verflechtung

des Lechrains mit den welfischen

Herzögen“.

In der Zeit des 11. und 12.

Jahrhunderts führten Adelsund

Herrscherfamilien noch

keine Wappen. Diese entwickelten

sich erst ab dem ausgehenden

12. Jahrhundert aus den

Symbolen auf den Schutzschilden

der Ritter, die zur besseren

Kenntlichmachung und Unterscheidung

angebracht wurden.

Denn sie waren durch neuartige

Rüstungen mit geschlossenem

Visier bei Turnieren und

im Kampfgeschehen nicht mehr

identifizierbar. Herolde hatten

die Aufgabe, die Symbole zu

kennen und zu erklären. Daraus

entwickelte sich die Heraldik

(Wappenkunde). Der Machtbereich

der Welfen im Lechrain

fiel somit in diesen Zeitraum

der Entwicklung der Heraldik.

(Frühheraldik)

Der Löwe ist als Schildfigur auf

dem Siegel des Herzogs Welfs

VI. (1115-1191) von 1152 erstmals

belegt. Da die Welfen auch

später Löwen im Wappen führten,

wird davon ausgegangen,

dass der Löwe das ursprüngliche

Welfensymbol war.

Die Beschreibung des Wappens

des Landkreises auf der

Internetseite des Landratsamtes

ist der Text von Altlandrat Bernhard

Müller-Hahl. Er hat 1952

in seiner damaligen Funktion

als Archivpfleger das Wappen

entworfen. Dieser Entwurf wurde

vom Kreistag angenommen

und 1953 durch Ministerialentschließung

genehmigt. (vgl.:

Müller Hahl, Bernhard (Hrsg.):

Kreisheimatbuch für den Landkreis

Landsberg am Lech mit

Stadt und allen Gemeinden. 2.

Aufl., Landsberg am Lech 1982.

S.127. Aufl. 1966).

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10 50 Jahre Landkreis Landsberg

29. Juni 2022

Landsberger Landräte

Fünf Landkreischefs – Nachfolger über Müller-Hahl: „Ein Alphatier“

Zwei Landräte, die es gemeinsam auf 46 Jahre

gebracht haben: Erwin Filser und sein Vorgänger

Bernhard Müller-Hahl.

Foto: Archiv Filser

Der frühere Landrat Bernhard Müller-Hahl (von links), Abgeordneter Thomas Goppel, Minister

Gerold Tandler und der junge Erwin Filser, damals CSU-Kreisvorsitzender. Foto: Archiv Filser

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Landsberg – In der Galerie der

Landsberger Landräte seit dem

Zweiten Weltkrieg sind es fünf

Köpfe. Am längsten von ihnen

war der zweite, Bernhard Müller-Hahl

im Amt. 26 Jahre war

er Landkreischef. Er war „ein

Alphatier“, wie sein Nachfolger

Erwin Filser zurückblickt. Müller-Hahl

gilt als Architekt des

Landkreises Landsberg, der vor

50 Jahren bei der Gebietsreform

enorm gewachsen ist.

Sein Amt hatte Müller-Hahl im

Jahr 1958 angetreten. Er folgte

auf Dr. Otto Gerbl, der von

1945 an dreizehn Jahre hinweg

die Geschicke des Landkreises

führte. Gerbl war nach dem

Zweiten Weltkrieg von der amerikanischen

Militärregierung als

Landrat des Landkreises Landsberg

eingesetzt worden. Von

der Besatzungsmacht erhielt er

Anweisungen, die alles andere

als leicht umzusetzen waren.

1945 bis 1958:

Dr. Otto Gerbl

Zögerlich kamen die Befugnisse

wieder auf kommunale Ebene

zurück. Nach der ersten Kommunalwahl

1948, dem Jahr der

Währungsreform, verlagerte

sich das Gewicht immer mehr

in die Kreisbehörden. Zunächst

wurde Gerbl nur von den Kreisräten

gewählt. Die Bürgerinnen

und Bürger im Landkreis sprachen

ihm dann 1952 das Vertrauen

aus.

Eine zentrale Aufgabe Ende

der vierziger und in den fünfziger

Jahre war es, den Zustrom

von 17.000 Vertriebenen aus

dem Osten und Südosten des

ehemaligen deutschen Reichs

im damals noch kleineren Landkreis

zu bewältigen. Ein markantes

Beispiel ist, dass mit dem

Bau der Siedlung in Kaufering

begonnen wurde. Die Dr. Gerbl -

-Straße, die westlich der alten

B 17 und nördlich der Iglinger

Straße verläuft, erinnert heute

noch daran.

Gerbl war schon 76 Jahre, als

er sein Amt 1958 an den neu

gewählten Landrat Bernhard

Müller-Hahl übergab. Der war

damals 40 Jahre – ein sehr junger

Landrat, vor allem in den

fünfziger Jahren. Voller Energie

setzte der neue Landkreischef

neue Akzente. Von ihm kamen

viele Impulse, die sich auf den

öffentlichen Bereich genauso

wie auf den privaten Bereich

auswirkten.

1958 bis 1984:

Müller-Hahl

Unter Bernhard Müller-Hahl

entstand der Neubau des Landratsamtes

in der Von-Kühlmann-Straße

in Landsberg. Die

Altenwohnheime in Kaufering

und Dießen, in Vilgertshofen

und Greifenberg wurden errichtet.

Schulen des Landkreises,

Sportanlagen, Bäder, Straßen

und andere Liegenschaften

haben ihren Ursprung in

der Amtszeit des „Baumeisters“.

Müller-Hahl war Architekt

und Baumeister des Landkreises

Landsberg, wie er seit Juli 1972

besteht. Dass der Landkreis weiter

existiert hat, war in den Augen

Erwin Filsers ein wesentliches

Verdienst von Müller-Hahl,

der bis 1968 zudem Landtagsabgeordneter

war und engen

Kontakt zu Innenminister Bruno

Merk pflegte, dessen Name

für die Landkreisreform in Bayern

steht. Die Zahl der kreisfreien

Städte wurde damals 48 auf

25 verringert (das betraf auch

Landsberg). Und aus den 143

Landkreisen wurden 71 geschaffen.

Die Zahl wurde mehr

als halbiert.

Müller-Hahl, der zunächst in

Landsberg lebte und dann nach

Kaufering zog, war geprägt von

der Liebe zur Heimat. Sie war

Triebfeder für sein literarisches

und künstlerisches Schaffen.

So veröffentlichte er mehrere

Gemeindechroniken, schuf das

Kreisheimatbuch. Gute Einfälle

kamen ihm, wenn er sich in der

Stille Gemälden, Aquarellen und

Zeichnungen widmete.

Der umtriebige Landrat war

viel in der Stadt Landsberg und

in den 30 Gemeinden unterwegs.

Erwin Filser erinnerte sich,

wie Müller-Hahl nach einer Bürgerversammlung

in Apfeldorf

zum Kartenspiel in die Stube

wechselte. „Da hat er mal sauber

verloren“, schmunzelt sein

Nachfolger, der damals als Bürgermeister

offensichtlich die

Trümpfe in der Hand hielt. Nach

später Heimkehr begab sich

Müller-Hahl dann in den Keller

und malte noch. Er starb im Jahr

1985 – nur ein Jahr, nachdem

er gesundheitlich angeschlagen

aus dem Amt schied. Müller-Hahl

wurde 65 Jahre.

Ein eher kühles Verhältnis hatte

Müller-Hahl zum damaligen

Landsberger Oberbürgermeister

Hanns Hamberger. Dennoch

ebnete auch der OB zusammen

mit den Stadträten den Weg für

den Fortbestand des Landkreises,

weil die bislang kreisfreie

Stadt 1972 in den Landkreis eingegliedert

wurde und damit politisch

bzw. verwaltungsmäßig

nicht mehr außen vor war. Gut

konnte Müller-Hahl mit dem

Reichlinger Bürgermeister Franz

Horner, der von 1972 bis 1990

stellvertretender Landrat war.


29. Juni 2022

50 Jahre Landkreis Landsberg 11

Horner war bereits von 1966

bis 1972 stellvertretender

Landrat im früheren Landkreis

Schongau. Er steht dafür, dass

die Gemeinden im Süden neu

zum Landkreis Landsberg hinzukamen.

Horner war von 1958 bis

1996 Bürgermeister von Reichling.

Mit einer Amtszeit von 38

Jahren gehört er zu den Bürgermeistern

in Bayern zu denen, die

am längsten dieses Amt bekleideten.

1984 bis 2002:

Erwin Filser

Mit 44 Jahren wurde Erwin Filser

Landrat. Er blieb es drei Amtsperioden,

also 18 Jahre. Es wurden

Projekte wie die Sprachförderschule,

die Erweiterung der

Knabenrealschule in Schondorf

und der Johann-Winklhofer-Realschule

in Landsberg realisiert.

Weitere große Aufgaben waren

die Modernisierung und Erweiterung

des Kreisseniorenheimes

in Greifenberg und der Neubau

des Seniorenheimes in Vilgertshofen.

Das Lechtalbad in Kaufering

wurde in Filsers Amtszeit

generalsaniert.

In die Amtszeit Filsers fiel auch

der Trägerwechsel beim Landkreis

Landsberg. Im Jahr 1993

ging die Klinik von der Stadt auf

den Landkreis über. In den vergangenen

29 Jahren sind am

und im Krankenhaus große Investitionen

realisiert worden.

Dazu gehört auch die psychiatrische

Abteilung an der Klinik.

2002 bis 2014:

Walter Eichner

Er war Geschäftsführer im Klinikum

Landsberg – und wurde

dann 2002 im Alter von 52 Jahren

52 Jahren Landrat: Walter

Eichner. Die Schulen standen im

Fokus. Unter der Führung Eichners

ließ der Landkreis das Ammersee-Gymnasium

in Dießen

neu bauen. Des Weiteren sind

die Realschule Kaufering und die

Gründung einer Fach- und einer

Berufsoberschule zu erwähnen.

In Eichners Amtszeit vollzog

sich der Wandel vom Amt zu einer

Behörde mit Dienstleistungscharakter.

Eichner, der bei den

meisten Bürgermeistern als Machertyp

anerkannt war, konnte

bei Mitarbeitern im Landratsamt

durchaus ungemütlich werden,

wenn bestimmte Verfahren zu

lang gedauert oder die Sichtweise

der Bürger und Gemeinden

zu wenig gewürdigt wurde.

In Erinnerung bleibt sein häufiger

Ausspruch zum „lebens- und

liebenswerten Landkreis Landsberg“.

Eichner, der nach seiner

Amtszeit Kreisvorsitzender des

VdK wurde, starb im Dezember

2020.

Erwin Filser (hinten) über seinen Vorgänger Bernhard Müller-Hahl (vorne): „Ein Alphatier“.

Mit am Tisch der frühere CSU-Generalsekretär und Strauß-Vertraute Gerold Tandler sowie die

Bundestagsabgeordnete Michaela Geiger

Foto: Archiv Filser

Seit Mai 2014:

Thomas Eichinger

Seit acht Jahren ist nunmehr

Thomas Eichinger, Jahrgang

1974, Landrat. Er gehört wie seine

Vorgänger der CSU an. Mit

ihm ist zum ersten Mal jemand

von der Ammersee-Region auf

den Chefsessel im Landsberger

Landratsamt gewählt worden.

Eine große Aufgabe ist in seiner

Amtszeit der weitere Ausbau

des Klinikums. Ein großes

Projekt stellt der beschlossene

Neubau des Landratsamtes im

Landsberger Osten dar, wo die

Kosten auf 80 Millionen Euro geschätzt

werden. Wenn Eichinger

auf Bürgerversammlungen das

Wort ergreift, sagen manche Besucher,

der Landrat rede ohne

Punkt und Komma. Das Mundwerk

spielt bei seinem Hobby

Theater (bei der Schondorfer

Jakobsbühne) eine wichtige

Rolle. Zu den Kreiskulturtagen

2022 hat er mit einer Lesung

beigetragen. Und: Im Mai ist er

zusammen mit einigen Bürgermeistern

und früheren Bürgermeistern

mehrere Tage auf einem

Abschnitt des Jakobsweges

in der Schweiz gewandert. jj

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12 50 Jahre Landkreis Landsberg

29. Juni 2022

Geschichte des Wachstums

Landratsamt Landsberg:

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nicht mehr aus. Ein gutes Dutzend Außenstellen soll in einem geplanten Neubau am Penzinger

Feld zusammengeführt werden.

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Zur Zeit der Gebietsreform

war die Landkreisverwaltung

vergleichsweise klein. Mitte

der 1970er Jahre arbeiteten

rund 130 Mitarbeiter im

Landratsamt. Und doch hatte

das Gebäude an der Von-Kühlmann-Straße

da bereits die erste

Erweiterung hinter sich.

In einer Landkreis-Broschüre

aus dem Jahr 1975 wird auf die

Entstehung des Landratsamts

zurückgeblickt. „Der Bau für das

neue Landratsamt Landsberg

a. Lech wurde 1960 begonnen

und am 9.9.1962 durch Regierungspräsident

Dr. Deinlein eröffnet“,

heißt es dort. Und weiter:

„Die Baukosten samt Errichtung

betrugen 2,6 Millionen

DM. 1973 wurde das Landratsamt

mit einem Kostenaufwand

von 0,7 Millionen DM erweitert.

Der Anbau besitzt eine Aluminiumfassade.

Das. 3. Obergeschoß

des Hauptbaues ist als

Reserve noch an andere Behörden

vermietet.“

1992 entstand in westlicher

Richtung ein zweiter Erweiterungsbau.

Die Zahl der Mitarbeiter

war inzwischen auf über

200 angewachsen. 2016 verteilten

sich die 330 Beschäftigten

der Behörde auf das Hauptgebäude

und neun Außenstellen,

heute sind es rund 400 Mitarbeitende

und 17 Außenstellen.

Dazu gehören das Bauamt und

die Abfallwirtschaft, die Jugendhilfe,

die Ausländerbehörde

und viele mehr. Für die nächsten

Jahre geht die Verwaltung

von einem weiteren Aufgabenzuwachs

aus und rechnet mit

einem jährlichen Personal-Plus

von drei Prozent.

Ein Neubau soll der räumlichen

Zersplitterung der Behörde

nun ein Ende machen. Es ist

geplant, dass in dem neuen Gebäude

– bis auf Jobcenter, Gesundheitsamt

und Bauhof – alle

bisherigen Außenstellen unterkommen.

Im Hauptgebäue

verbleiben die sozialen Dienstleitungen,

ein Teil der Personalabteilung

und der EDV.

Viel wurde auf politischer Ebene

gestritten über den Neubau,

seinen Standort und die

Kosten. Auch ein Bürgerbegehren

stand im Raum. Mittlerweile

sieht die Beschlusslage

der Kreisgremien vor, dass der

Neubau im Landsberger Osten

am Penzinger Feld entstehen

soll. Im Rahmen eines Realisierungswettbewerbs

bewarben

sich 17 Planungsbüros aus

Deutschland und Österreich um

den Zuschlag. Sieger wurde das

Büro Hascher Jehle Assoziierte

GmbH aus Berlin. Es überzeugte

das Preisgericht mit einem ringförmigen

Gebäude mit großem

Innenhof.

Rund 15 Meter hoch, ist der

viergeschossige Neubau in Hybridbauweise

aus Holz und Beton

geplant. Es wird einen großen

Innenhof, eine Tiefgarage

sowie eine Parkharfe geben. Besucher

sollen sich im Gebäude

gut orientieren und – aufgrund

der Ringform – nicht verlaufen

können. Da die Kreisbehörde

auch zukünftig mit einer wachsenden

Aufgabenfülle rechnet,

wird das Gebäude bereits mit

Erweiterungsmöglichkeiten geplant.

Im günstigsten Fall könnte

es 2026 bezugsfertig sein.


29. Juni 2022

50 Jahre Landkreis Landsberg 13

Filsers Amtsantritt am 1. Juli 1972

Als Bürgermeister – Landrat wurde er zwölf Jahre später

Apfeldorf – Landsberger Landrat

war er von 1984 bis 2002.

Trotzdem war bereits der 1. Juli

1972 – der Tag, an dem die

Gebietsreform in Kraft getreten

war – für Erwin Filser ein besonderes

Datum: Er trat damals sein

Amt als neu gewählter Bürgermeister

von Apfeldorf an.

Filser, damals 32 Jahre alt, hatte

bei den Kommunalwahlen im

März 1972 Amtsinhaber Ludwig

Schamper herausgefordert und

gegen ihn gewonnen. Schamper

war vier Jahre Chef im Apfeldorfer

Rathaus und vor 1968

bereits viele Jahre zweiter Bürgermeister.

Rückblickend sieht sich Filser

als „Spätzünder“, was die Laufbahn

in der Verwaltung angeht.

Denn zunächst hatte er in der

Molkerei gelernt und gearbeitet.

Seit 1966 war der junge

Mann aus Apfeldorf, Jahrgang

1940, dann im Landratsamt in

Schongau angestellt. Betraut

war er zunächst mit dem Verkehrswesen,

später mit dem

Wohngeld.

Die Wochen und Monate vor

der Gebietsreform 1972 habe er

als „spannend“ empfunden, sinniert

der Altlandrat rückblickend.

Im Schongauer Land sei immer

die Frage im Raum gestanden,

wie’s denn weitergehe. Klar war,

dass der bisherige, kleine Landkreis

Schongau bei der Reform

vor 50 Jahren nicht zu halten

war. Es habe zum einen Überlegungen

gegeben, Schongau

und Füssen zusammenzuführen.

Die zweite Variante war, einen

neuen Landkreis mit Schongau

und Landsberg zu bilden, der

seine Westgrenze entlang des

Höhenzugs vom Auerberg bis

zum Stock (bei Asch) weiter

Richtung Norden hätte. Doch

auch das ist nicht zum Tragen

gekommen, wenngleich Landsberg

und Schongau im gleichen

Regierungsbezirk (Oberbayern)

liegen – anders als Füssen, das

zu Schwaben gehört.

Erwin Filser – hier an der Treppe im alten Pfarrhof zu Apfeldorf – war zwölf Jahre

ehrenamtlicher Bürgermeister, ehe er 1984 Landrat wurde.

Foto: Jais

Denkwürdig

Filser war dabei, als am 30. Juni

1972 bei einer denkwürdigen

Feier am Schlossplatz in

Schongau der frühere Landkreis

symbolisch zu Grabe getragen

wurde. Doch schon am

nächsten Tag hatte er andere

Verpflichtungen.

Vormittags begab er sich am 1.

Juli 1972 in die Gemeindekanzlei

von Apfeldorf, die damals

noch im ehemaligen Lehrerhaus

war. Zu einer Amtsübergabe

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14 50 Jahre Landkreis Landsberg

29. Juni 2022

vom bisherigen zum neuen Bürgermeister,

der damals wie heute

ehrenamtlich war bzw. ist,

war es nicht gekommen.

Nachmittags fuhr der Apfeldorfer

ins Landsberger Landratsamt.

Dort hatte er eine

Vollzeitstelle im Bereich Schule/Sport.

Der berufliche Wechsel

von Schongau nach Landsberg

war nahtlos. Lediglich am

Mittwochvormittag nahm er

sich drei Stunden frei von seiner

Arbeit in der Behörde, um in

Apfeldorf in der Kanzlei präsent

zu sein bzw. Termine wahrzunehmen.

Zudem war er an zwei

Abenden im Rathaus. Die erste

abendliche Sprechstunde weiß

er noch genau. Die war schon

am 2. Juli 1972. Damals war

auch Regina Gruber als Sekretärin

mit anwesend. Den Beruf

im Landratsamt und die Aufgabe

als erster Bürgermeister von

Apfeldorf hat Filser gut unter einen

Hut gebracht. Wenngleich

es anstrengend war, zumal er

mit seiner Frau Christa drei kleine

Kinder hatte. Sohn Ralf, war

damals fünf Jahre, dann folgen

die zwei Töchter Heike und Heidi.

Heute freuen sich Christa Filser

und ihr Mann auch über vier

Enkelkinder und einen Urenkel.

Vorstellig geworden

Noch 1972 sind der Reichlinger

Bürgermeister und damals stellvertretende

Landrat Franz Horner,

Georg Stork aus Thaining

und Erwin Filser aus Apfeldorf

gemeinsam nach München gefahren.

Sie wurden beim Amtschef

im Innenministerium vorstellig.

Ihr Anliegen: Man möge

nach der vollzogenen Landkreisreform

die Gemeinden belassen,

aber eine Verwaltungsgemeinschaft

gründen. Rückblickend

findet Filser: „Die Sechser-Konstellation

in der Verwaltungsgemeinschaft

Reichling war ein

Glücksfall.“

„Die Gemeinschaft war gut“:

Diesen kurzen Satz münzt der

langjährige Kommunalpolitiker

auf die Bürgermeister-Dienstbesprechungen

im größer gewordenen

Landkreis Landsberg.

Sein Eindruck: „Die Neuen sind

gut aufgenommen worden.“

Dazu habe Max Weiher, der

damalige Sprecher der Bürgermeister,

einen wesentlichen Beitrag

geleistet.

Zwölf Jahre war Filser Bürgermeister

in Apfeldorf. 1978 wurde

er zum Kreisvorsitzenden der

CSU gewählt – ein Amt, das er

sechs Jahre später an Thomas

Goppel weitergereicht hat. Der

Grund war: Erwin Filser wurde

1984 zum Landrat von Landsberg

gewählt. Er hatte sich gegen

drei Mitbewerber durchgesetzt.

18 Jahre hat er die Geschicke

des Landkreises Landsberg

geleitet. 2002 hörte er im Alter

von 62 Jahren auf, ehe Walter

Eichner (2002 bis 2014) übernahm.

Walter Eichner war zehn Jahre

jünger als Erwin Filser. Eichner

Kompetenzen fürs Leben

Berufsschule, FOS und BOS – erfolgreich unter einem Dach

verstarb im Dezember 2020 mit

70 Jahren. Erwin Filser ist inzwischen

82 Jahre. Auch im hohen

Alter bringt er sich ehrenamtlich

ein. Er ist Kirchenpfleger für die

Pfarrei in Apfeldorf. Regelmäßig

begibt er sich dazu ins Büro im

Erdgeschoss des historisches Apfeldorfer

Pfarrhofs. Im Flur gegenüber

ist die Tür zum Bürgermeister-Amtszimmer,

wo seit

2020 Gerhard Schmid (49) seinen

Schreibtisch hat. Er ist nach

Ignaz Herz, Hermann Floritz und

Georg Epple inzwischen der vierte

Nachfolger Filsers. Zweifellos

eine Apfeldorfer Besonderheit,

dass ein Altbürgermeister sein

(Kirchenpfleger-)Büro unterm

selben Dach hat wie der amtierende

Rathaus chef! jj

Bis zur Gebietsreform war der

Landkreis nur Träger einer landwirtschaftlichen

Berufsschule.

Ab 1974 ging auch die allgemeine

Berufsschule von der

Stadt auf den Landkreis über. Da

die Berufsschule im alten, von

der Stadt übernommenen Gebäude

aus allen Nähten platzte,

begann der Landkreis 1979

mit dem Neubau des heutigen

Berufsschulgebäudes in der Spitalfeldstraße.

1982/83 begann

dort der Unterrichtsbetrieb.

Seitdem ist viel passiert. Mit

Kreistagsbeschlüssen vom

März und Juli 2002 wurde die

Gründung der Fachoberschule

(FOS) Landsberg zum Schuljahr

2002/2003 beschlossen. Die

FOS wurde organisatorisch und

räumlich durch diverse Anbauten

mit der Staatlichen Berufsschule

Landsberg verbunden.

Später kam mit der Berufsoberschule

(BOS) ein weiterer

Ausbildungszweig hinzu. Seit

Genehmigung der BOS und Beschluss

des Kreistags im Oktober

2009 trägt der Schulkomplex

den Namen „Berufliche

Schulen Landsberg am Lech

– Staatliche Berufsschule und

Staatliche Berufliche Oberschule“

(BSL).

An der Berufsschule werden

Kaufleute sowie Azubis in den

Bereichen Bau/Holz, Metall/Kfz,

Mechatronik und Elektro ausgebildet.

Die FOS bietet die Fachrichtungen

Sozialwesen, Technik

und Wirtschaft an, die BOS umfasst

die Zweige Technik sowie

Wirtschaft und Verwaltung. Pionierarbeit

leistete die Berufsschule

ab 2009 mit dem Ausbildungsangebot

„Abi & Auto“,

für das sie mehrfach ausgezeichnet

wurde.

Bei dem Projekt werden die

schulischen Vorkenntnisse der

Abiturienten genutzt, um in einer

verkürzten Ausbildungszeit

den Berufsabschluss als Kfz-Mechatroniker

zu erwerben. Zusätzlich

qualifizieren sich die

Teilnehmenden innerhalb der

dreijährigen Projektphase zum

staatlich anerkannten Kfz-Servicetechniker.

Wer die entsprechenden

Prüfungen besteht,

verlässt die Schule zudem als

Kfz-Technikermeister.

Stark – so heißt ein weiteres

Projekt, für das die BSL zur

Modellschule gekürt wurden.

Es handelt sich dabei um eine

bayernweite Präventionsinitiative

zur Resilienz und Stresskompetenz,

die von der Schulewirtschaft

Akademie in Kooperation

mit der Techniker Krankenkasse

ins Leben gerufen wurde. Jugendlichen

und jungen Erwachsenen

soll vermittelt werden,

wie sie besser mit Stress umgehen

und ihre Widerstandskraft

stärken können. Um die Symptome

von Überforderung zu

erkennen und die Schüler im

Umgang damit zu unterstützen,

steht ein speziell qualifiziertes

Lehrerteam bereit. Angesprochen

werden die Schüler aller

drei Schularten. Sie haben die

Möglichkeit, sich im Rahmen

eines Modulsystems mit den

Themen Stress, psychische Gesundheit

und Prävention auseinanderzusetzen

und damit ihre

Persönlichkeit für das ganze Leben

zu stärken. Denn Stressbewältigung

spielt eine große Rolle

für persönliche Erfolge und

psychische Gesundheit. Was die

Schüler hier lernen, hilft ihnen

später auch im Arbeitsleben.

Vorbildliches leistet die Berufsschule

auch mit ihren Integrationsklassen,

die schon bald eingerichtet

wurden, nachdem die

ersten Geflüchteten in einer Berufsausbildung

untergekommen

waren. In diesem Zusammenhang

wurde ein Schüler-Schüler-Nachhilfeprogramm

ins Leben

gerufen, für das die Schule

ebenfalls bereits preisgekrönt

wurde.

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Vor 40 Jahren begann der Berufsschulunterricht im Gebäude an der Spitalfeldstraße.

Seitdem wurde es mehrfach erweitert, um auch FOS und BOS Platz zu bieten.


29. Juni 2022

50 Jahre Landkreis Landsberg 15

Anlaufstelle für Unternehmen

Wie die Wirtschaftsförderung zur Stärkung der Region beiträgt

Wirtschaftsförderung gibt es im

Landkreis schon lange, doch die

Stelle eines Wirtschaftsförderers

wurde erst 2017 geschaffen und

2018 erstmals besetzt. Seitdem

finden Unternehmen zur Unterstützung

ihrer Anliegen einen

persönlichen Ansprechpartner

und Kümmerer im Landratsamt

vor. Nach Bernhard Lachner

heißt dieser Ansprechpartner

seit gut einem Jahr Sebastian

Dold.

Zu den klassischen Aufgaben

des Wirtschaftsförderers gehören

die Bearbeitung von Gewerbeflächenanfragen,

Existenzgründerberatung,

Unternehmensveranstaltungen,

Betriebsbesuche des Landrats,

die Publikation von Standortbroschüren

und die Durchführung

des zweimal im Jahr stattfindenden

Unternehmerfrühstücks

im Landratsamt. Die

Veranstaltung soll eine Plattform

zum Dialog zwischen Unternehmen,

Wirtschaftsverbänden

und Vertretern der Landesund

Kommunalpolitik bieten.

Aktuell liegt der Schwerpunkt

der Wirtschaftsförderung vor

allem auf dem Standortmarketing.

Um sich angesichts des

demografischen Wandels im

immer härteren Wettbewerb

mit anderen Regionen zu behaupten,

plant der Landkreis

die Einführung einer branchenübergreifenden

Regionalmarke.

Dabei geht es nicht nur um

die Konzeption eines Logos und

Slogans, sondern darum, eine

Markenidentität zu schaffen, die

den Landkreis authentisch widerspiegelt.

In Gestalt einer Internetpräsenz

soll sie auch überregionale

Wirkung entfalten.

Übergeordnetes Ziel ist die

langfristige Sicherung und Gewinnung

von Fachkräften.

Außerdem sollen Investoren

und Touristen auf den Landkreis

aufmerksam werden. Und

schließlich soll sich die Bevölkerung

durch die Regionalmarke

stärker mit dem Landkreis identifizieren.

Sebastian Dold steckt tief drin

in dem Thema – nicht nur, weil

er sich seit über einem Jahr intensiv

damit beschäftigt, sondern

weil er im Rahmen seines

Geographiestudiums an der

Universität Augsburg sowohl

seine Bachelor- als auch seine

Masterarbeit über Regionenmarken

schrieb.

Darüber hinaus sieht sich

Dold als Schnittstelle zwischen

Unternehmen und Verwaltung.

Manchmal hakt hier die Verständigung

aufgrund unterschiedlicher

Formen der Kommunikation.

In diesen Fällen kann der

Wirtschaftsförderer wichtige Hilfestellung

leisten, indem er vermittelt

und die Akteure am runden

Tisch zusammenbringt.

Darüber hinaus versteht sich

die Wirtschaftsförderung als Anlauf-

und Koordinierungsstelle

sowie als Service- und Dienstleistungsangebot

für die ortsansässigen

Unternehmen und

solche, die es werden wollen,

aber auch für Kommunen, Bürgerinnen

und Bürger.

Themen wie die Bestandspflege

der ansässigen Unternehmen

und Betriebe, Beratungsangebote

für Existenzgründer,

die Unterstützung der Ausbildungsmesse

oder das Vorantreiben

des Mobilfunk- und Breitbandausbaus

im Landkreis sind

ebenfalls Teil des Aufgabengebiets

– nicht zu vergessen die

Begleitung des Konversionsprozesses

auf dem ehemaligen Fliegerhorst

in Penzing und die Bearbeitung

von Gewerbeflächenanfragen.

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Sebastian Dold ist als Wirtschaftsförderer im Landratsamt die Anlaufstelle für Unternehmer

im Landkreis – und solche, die es werden wollen.

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16 50 Jahre Landkreis Landsberg

29. Juni 2022

Der Landkreis tut viel für

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Eröffnung des Greifenberger Sommerbades: Bäderchef Thomas Zeck, Projektleiterin

Anja Trommer, Landrat Thomas Eichinger, Bürgermeisterin Patricia Müller

und Architekt Wolfgang Gollwitzer (von links).

Foto: Roettig

Thomas Zeck ist Betriebsleiter

der kreiseigenen Bäder in Kaufering,

Thaining und Greifenberg.

Foto: LA Leitensdorfer

Um das völlig neu gestaltete Greifenberger Sommerbad

wird der Landkreis von vielen anderen Kommunen

beneidet.

Foto: Landratsamt Landsberg

Landkreis – Für seine Schwimmbäder

ist dem Landkreis nichts

zu teuer. Gerade hat Landrat

Thomas Eichinger das nagelneue

Sommerbad in Greifenberg

eröffnet, das die stolze

Summe von 12,5 Millionen

Euro gekostet hat. Noch höher

wird der Investitionsbedarf

für Sanierung und Ausbau des

Kauferinger Lechtalbades. Aktuell

hat sich der Naherholungsund

Bäderausschuss des Kreistages

mit diversen Planungsvarianten

beschäftigt. Bald dürfte

auch das Sommerbad in Thaining

auf der Agenda stehen, wo

eine Komplett-Sanierung sowie

eine Optimierung des Kleinkinderbereichs

notwendig werden.

Viel zu tun für Thomas Zeck

(41), den Betriebsleiter der kreiseigenen

Bäder. Der ehemalige

Kommunikationselektroniker

bei der Bundeswehr und Ex-Eishockey-Crack

in Landsberg und

Peiting leitet seit 2001 den Fachbereich

als „Geprüfter Meister

für Bäderbetriebe“. Nur mit

vielen Überstunden und „ständigem

Druck auf der Pipeline“

schafft er laut eigener Aussage

die viele Arbeit im Hintergrund.

Trotzdem studierte er „so ganz

nebenbei“ am FOM-Hochschulzentrum

Augsburg Wirtschaftspsychologie.

Damit will

er sich noch fitter machen für

die Personalführung seiner bis

zu sechzig Mitarbeiter.

Beim neuen Greifenberger

Sommerbad kommt Zeck richtig

ins Schwärmen. Denn die

Energieversorgung ist nachhaltig

und kommt ohne fossile

Brennstoffe aus. Beheizt wird

das Bad über Solarenergie und

einen Wärmetransport. Dabei

wird die überschüssige Wärme

einer Biogasanlage abgezapft

und in einem Spezialcontainer

zum Greifenberger Freibad

transportiert.

„Positive Sorgen“ macht sich

der Bäderchef über das Kauferinger

Lechtalbad. Seit der

Eröffnung 1968 habe es sich

zwar phänomenal entwickelt

und weise mit gut 300.000 Besuchern

pro Jahr eine hervorragende

Auslastung auf. Grund

sind die um 70 Prozent gestiegenen

Einwohnerzahlen in Stadt

und Landkreis Landsberg sowie

ein Wachstum im Tourismus gar

um 90 Prozent. Damit zeige sich

auch bei Schulen und Vereinen

ein größeres Nachfragepotential.

Das liege auch an den Alleinstellungsmerkmalen

wie der

Kombination Hallenbad mit Naturfreibad,

Wasserattraktionen

im Nichtschwimmerbecken, der

Rutsche und dem Kleinkinderbecken

sowie der Sauna.

Das Problem: Mit der Auslastung

von normalen Gästen,

Schulen und Vereinen stößt das

Lechtalbad längst an seine Grenzen.

Etwas Entlastung bringen

die erweiterten Öffnungszeiten.

„Frühschwimmer“ können

schon von 6.30 bis 7.30 Uhr ihre

Bahnen ziehen. Abends ist das

Hallenbad bis 21.30 bzw. 22.30

Uhr geöffnet, die Sauna sogar

bis 23 Uhr. Trotzdem sei ein baldiger

Ausbau unter anderem mit

einem weiteren Schwimmerbecken

unumgänglich.

Auch das 1979 eröffnete Sommerbad

Thaining zwischen Ammersee

und Lech muss sich laut

Thomas Zeck mittelfristig einer

Sanierung unterziehen lassen.

Das beliebte Familienausflugsziel

mit Wellenrutsche, Spielplatz

und Beachvolleyballfeld

soll vor allem im Kleinkinderbereich

optimiert werden.


Dieter Roettig


29. Juni 2022

50 Jahre Landkreis Landsberg 17

TSV Landsberg ist die Nummer eins im Sport

Schon vor 50 Jahren spielten die Lechstädter in der vierthöchsten deutschen Liga – VfL Kaufering erstmals in der

Landesliga – HCL ist Oberliga-Kellerkind im Eishockey – Floorballer aus der Bundesliga abgestiegen/bleiben drin

Landkreis – Auch im Landkreis

Landsberg ist „König Fußball“

die Nummer eins im Sport. Und

da steht ein Verein seit vielen

Jahren unangefochten an der

Spitze. Der aktuelle Bayernligist

TSV Landsberg (Vereinsgründung

im Jahr 1882) spielte

schon vor exakt 50 Jahren (bis

1977) und in den 80er Jahren

(1986 bis 1990) in der Landesliga

– und damit höher als heute.

Denn die Landesliga war zu dieser

Zeit die vierthöchste deutsche

Spielklasse. Das ist heute

die Regionalliga.

1997 stiegen die Kreisstädter

erstmals in die Bayernliga auf –

aber gleich wieder ab. Von 1999

bis 2009 war der TSV neun

Spielzeiten in der Bezirksoberliga

(gibt es mittlerweile nicht

mehr) vertreten, nach weiteren

fünf Jahren in der Landesliga

stieg der TSV 2014 zum zweiten

Mal in die Bayernliga auf,

hielt sich dort bis 2018. Am Ende

der Spielzeit 2018/19 feierte

das Team die Landesliga-Meisterschaft

und schaffte zum dritten

Mal den Sprung in die Bayernliga.

Da spielt der TSV Landsberg

auch 2022/23 – und geht

nicht zuletzt dank hochkarätiger

Verstärkungen wie Sascha Mölders

(früher Bundesliga-Stürmer

beim FC Augsburg und Drittliga-Torschützenkönig

im Dress

von 1860 München), Daniel

Leugner (gilt als einer der besten

Spieler der Bayernliga) und

Torwart David Hundertmark

(kam von 1860 II an den Lech)

als einer der Top-Favoriten auf

den erstmaligen Aufstieg in die

Regionalliga in die neue Saison.

Als Spielertrainer fungieren Mölders

und Mike Hutterer in Zukunft

gemeinsam.

Außer dem TSV hat bislang

noch keine Landkreis-Mannschaft

zumindest in der Landesliga

gespielt. Vorbei! Der

VfL Kaufering (1929 als SV

Kaufering gegründet, 1948

als VfL wiedergegründet) wurde

souverän Meister der Bezirksliga

Schwaben Süd und

ist damit erstmals in der Vereinsgeschichte

Landesligist. Die

HC Landsberg

Foto Müller-Hahl

Landkreis-Nummer 2 wird von

Ben Enthart trainiert, dessen

Opa Gründungsmitglied des

Vereins war. Für die Newcomer

in der aktuell sechsthöchsten

deutschen Liga um ihren

Leader Sebastian Bonfert kann

das Ziel für die neue Saison nur

Klassenerhalt lauten. Ein breiter

Kader mit Österreich-Rückkehrer

Marcel Lex und einer Reihe

von Neuzugängen (wie den

torgefährlichen Vetter-Brüdern

aus Dießen) soll ihn möglich

machen.


18 50 Jahre Landkreis Landsberg

29. Juni 2022

Die Nummer drei im Landkreis-Fußball

ist der VfL Denklingen,

der als Aufsteiger in der

Bezirksliga Oberbayern Dritter

wurde und den Aufstieg,

der lange Zeitmöglich schien,

in der Schlussphase der Saison

knapp verpasste. Trainer Markus

Ansorge war viele Wochen

untröst lich: „Ich glaube nicht,

dass wir so eine Chance nochmal

bekommen.“

Das Team um Top-Torjäger

Simon „Simba“ Ried (29 Saisontreffer)

will in der neuen Saison

auf dem neuen Sportgelände einen

neuen Anlauf in Richtung

Landesliga nehmen.

Nach den „großen Drei“ kommen

noch die vier Kreisligisten

TSV Utting, FT Jahn Landsberg,

FC Penzing und künftig auch

Aufsteiger SV Unterdießen, dahinter

tummeln sich unzähli-

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ge Teams – bis hinunter in die

C-Klasse. Sogar dritte Mannschaften

sind am Start – wie

die des VfL Denklingen, die auf

Anhieb in die B-Klasse aufgestiegen

ist.

Auch der Frauen-Fußball hat

im Landkreis eine lange Tradition.

Vorreiter war hier der

MTV Dießen um „Legende“

Maria Steinle (30 Jahre aktiv).

Sie war die treibende Kraft bei

der Gründung der Frauen-Fußball-Abteilung

im Jahr 1971. In

der Saison 2017/18 spielten

die „Mädels“ vom Ammersee

sogar in der Bayernliga – aber

nur ein Jahr lang. Die Truppe

von Trainer-Urgestein Nico

Weis ist gerade aus der Landesliga

abgestiegen und freut sich

auf die neue Saison in der Bezirksoberliga.

Und welche Sportarten gibt’s

im Landkreis neben dem Fußball?

Jede Menge – vom American

Football über Floorball

bis hin zum Stockschießen.

Am populärsten ist sicherlich

noch immer das Eishockey, obwohl

der aktuelle Süd-Oberligist

HC Landsberg, die „Riverkings“,

seit dem Aufstieg 2020 (per Bewerbung,

nicht sportlich) nach

sechs Jahren in der Regionalliga

in die dritthöchste deutsche

Spielklasse bislang ein sportlich

eher trauriges Dasein fristet. Der

ehemalige Zweitligist (zuletzt

2006 bis 2008 als EV Landsberg

2000) belegte zuletzt zweimal

in Folge den letzten Tabellenplatz

und hatte Glück, dass die

Abstiegs-Playdowns nicht ausgespielt

wurden. So starten die

„Riverkings“ im Herbst in ihre

dritte Oberliga-Saison. Unter

Headcoach Sven Curmann soll

mit Rekordspieler Mika Reuter

(141 Punkte in 213 Spielen

im Landsberger Trikot) endlich

Erfolg in der Eissporthalle am

Sportzentrum einkehren.

Die „rote Macht vom Lech“

nennt sich ein Sportverein,

der in Kaufering viele Fans hat

– schließlich spielen die „Red

Hocks“ seit acht Jahren in der

ersten Floorball-Bundesliga. Zur

Erklärung: Die Indoor-Sportart

Floorball, auch „Unihockey“ genannt,

kann man am besten mit

einer Art Eishockey ohne Eis und

Puck, dafür mit einem kleinen,

löchrigen und hohlen Plastikball

und einem speziellen „Unihockeystock“

umschreiben.

Auch die Landberger Footballer

haben eine Bundesliga-Vergangenheit.

Der 1984 gegründete

„Landsberg Express“ spielte

von 1996 bis zur Auflösung

im Jahr 2000 im Oberhaus,

stand 1997 sogar im Viertelfinale

um die Deutsche Meisterschaft.

Nachfolgeverein „Landsberg

X-Press“, 2007 gegründet,

wurde 2013 bayerischer Meister

und spielt seit neun Jahren

in der Regionalliga Süd.


Thomas Ernstberger

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29. Juni 2022

50 Jahre Landkreis Landsberg 19

Stürmische Entwicklung der weiterführenden Schulen

Seit 50 Jahren Bauen, Erweitern, Sanieren

Mit der Gebietsreform wurde die

bis dahin kreisfreie Stadt Landsberg

in den Landkreis eingegliedert.

Dieser bekam damit auf einen

Schlag die Verantwortung

für die weiterführenden Schulen

im Stadtgebiet. Damals waren

das erst zwei: die Johann-Winklhofer-Realschule

(JWR) und das

Dominikus-Zimmermann-Gymnasium

(DZG). Darüber hinaus

wurde der Landsberg Träger der

Berufsschule und des Sonderpädagogischen

Förderzentrums,

das damals noch Sonderschule

hieß. Und schließlich war er

Träger der Realschule für Knaben

in Schondorf, der heutigen

Wolfgang-Kubelka-Realschule

(WKR).

Bereits kurz nach der Gebietsreform

standen erste große Baumaßnahmen

an. Aufgrund stark

steigender Schülerzahlen wurde

1974 mit dem Bau des Schulzentrums

an der Platanenstraße

begonnen. Zum Schuljahr

1976/77 übersiedelten DZG

und JWR in die neuen Räumlichkeiten.

Nach dem Umzug wurde

im alten DZG-Gebäude an

der Lechstraße das Ignaz-Kögler-Gymnasium

(IKG) als zweites

Das erste Schulbauprojekt des Landkreises war 1974 die Errichtung des Schulzentrums

an der Platanenstraße. Demnächst steht eine Sanierung von Fachräumen,

Freif lächen, Aula und Pausenbereichen an.

Gymnasium eingerichtet. Auch

dieses brauchte bald mehr Platz

– von 1978 bis 1980 wurde angebaut.

Weitere Umbau- und Erweiterungsmaßnahmen

erfolgten

in mehreren Bauabschnitten

ab 2003.

Die Zahl der Schüler, die an

Realschule oder Gymnasium

strebten, stieg weiter kontinuierlich.

Die Kapazitäten der

Landkreisschulen stießen an

ihre Grenzen, auch wenn mit

dem Rhabanus-Maurus-Gymnasium

in St. Ottilien und der

Mädchenrealschule in Dießen

zwei weitere Bildungseinrichtungen

zur Verfügung standen

und stehen (beide befinden sich

in der Trägerschaft der Diözese

Augsburg).

2001 entschloss sich der

Kreistag zum Bau des Ammersee-Gymnasiums

(ASG), das für

20,6 Millionen Euro in Dießen

errichtet und zum Schuljahr

2006/07 eröffnet wurde. Noch

schneller ging die Realisierung

der Realschule Kaufering – vom

Kreistagsbeschluss im Juli 2007

bis zur Eröffnung im September

2010 vergingen nur gut

drei Jahre. 17,4 Millionen Euro

ließ sich der Landkreis das Projekt

kosten. Damit waren ausreichend

Kapazitäten für die Nachfrage

nach weiterführender Bildung

geschaffen.

Umgebaut und ertüchtigt

werden musste in den letzten

zehn Jahren allerdings ständig

irgendwo. Das Schulzentrum

und das Sonderpädagogische

Förderzentrum wurden saniert,

die WKR und die Beruflichen

Schulen – zu denen inzwischen

auch eine Fach- und eine Berufsoberschule

gehört – erweitert.

Auch jetzt stehen Maßnahmen

an. Da das ASG seinerzeit

als G8 gebaut wurde, zwischenzeitlich

aber wieder das G9 eingeführt

wurde, ist eine Erweiterung

erforderlich. Geplant ist

außerdem eine Sanierung und

Erweiterung der Beruflichen

Schulen in mehreren Bauabschnitten.

Und schließlich müssen

im Schulzentrum die Fachräume

für Chemie, Physik und

Biologie, die Aula, Freiflächen

und Pausenbereiche saniert und

erweitert werden.

Wie stürmisch die Entwicklung

der letzten 50 Jahre verlaufen

ist, verdeutlicht ein Blick

auf die Schülerzahlen. 2278 Kinder

und Jugendliche besuchten

im Schuljahr 1971/72 die weiterführenden

Schulen des Landkreises.

Im Schuljahr 2021/22

waren es 6828 – wobei der Höhepunkt

im Schuljahr 2011/12

mit 7460 Schülern verzeichnet

wurde.

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Kinder- und Jugendmedizin sind technisch

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ist das Klinikum Träger einer Berufsfachschule

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Jahrefit zu machen, wirdessich Stück

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verwandeln: Ein Funktionsneubau

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Intensivstation und eigenem Mutter-

Kind-Zentrum, eine schöne neue Pflegeschule,

ein Facharztzentrum samt

Apotheke und Gesundheitsamt, ein

Pflegeheim, Mitarbeiterwohnungen,

ein Parkhaus und vieles mehr sollen

dazu errichtet werden. „All diese Bauprojekte

sollen das leistungsstarke

Landsberger Klinikum jetzt auf die

nächste Stufe heben und zukunftsfähig

machen, den Patienten und den

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Vorstand Marco Woedl.

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Man stelle sich vor: Karawanen

von Leiterwagen, auf denen

Stroh von den Ackerbauern

im nördlichen Landkreis zu

den Milchviehhaltern im Süden

gefahren wurde. In vielen

Dörfern Milchsammelstellen,

an denen die Bauern morgens

und abends ihre Milch ablieferten

und sich mit Butter, Käse

und Neuigkeiten versorgten.

Feldarbeit, für die viele Arbeitskräfte

gebraucht wurden. Eine

Landwirtschaftsschule in jedem

Landkreis. Was sich wie Erinnerungen

an längst vergangene

Zeiten anhört, war während

der Jugend von Kreisbauernobmann

Johann Drexl durchaus

noch Realität im Landkreis.

„Heute sagt man Nostalgie

dazu“, bilanziert Drexl. Er

ist Jahrgang 1961 und hat die

Umwälzungen in der Landwirtschaft

hautnah miterlebt. Viele

Höfe sind verschwunden.

Laut den Zahlen des Bayerischen

Bauernverbands (BBV)

gab es zur Zeit der Gebietsreform

im Landkreis etwa 3000

Johann Drexl, BBV

landwirtschaftliche Betriebe,

im vergangenen Jahr waren

es noch 1045. Von denen

wiederum wurde nicht einmal

mehr die Hälfte – nämlich

445 – im Haupterwerb bewirtschaftet.

Wachsen oder weichen

– das war die Wahl, vor

der viele standen. Oder, wie es

Gerhard Strobl – promovierter

Landwirt, Dozent, Berater und

Landwirtschaftsdirektor i.R. - in

seiner aktiven Zeit vielen Bauern

gegenüber formulierte: „Du

musst besser sein als der Durchschnitt

– dann bleibst du.“ Fortbildungen

wurden auch im Bereich

der Landwirtschaft immer

wichtiger. Technische Neuerungen,

Betriebswirtschaft, wachsende

Bürokratie und am besten

auch noch Öffentlichkeitsarbeit

– der Landwirt von heute

müsse „Zehnkämpfer“ sein, so

Strobl. Drexl erinnert sich, wie

die Buchhaltung seines Betriebs

früher in ein paar wenigen Ordnern

Platz hatte. Heute reicht

sein einst großzügig bemessenes

Büro nicht mehr aus für alle

Unterlagen.

Betrug die durchschnittliche

Betriebsgröße 1980 noch 17

Hektar, so war es im vergangenen

Jahr mit 35 Hektar gut

doppelt so viel. Parallel stieg

auch die Produktivität der Höfe.

1975 ernährte ein Landwirt 40

Personen, 2020 waren es 140.

Dabei ist die landwirtschaftlich

genutzte Fläche zurückgegangen.

Von 1980 bis 2014 gingen

im Landkreis 4000 Hektar verloren.

Das entspricht fünf Prozent

der Landkreisfläche – oder

der Gesamtgröße der Gemeinde

Weil, so Drexl.

Er selbst hat seinen Betrieb

bereits im Jahr 2000 auf biologischen

Ackerbau umgestellt.

Seitdem ist die Gruppe derer,

die diesen Schritt auch getan

haben, gewachsen. Im vergangenen

Jahr lag der Anteil Biobetriebe

im Landkreis bei 14 Prozent.

Drexl ist heilfroh drum,

dass er die Entscheidung frühzeitig

getroffen hat – und dass

er zwischenzeitlich die Tierhaltung

aufgegeben hat. Mit Sorge

beobachtet nicht nur er, wie

sich die steigenden Anforderungen

und Auflagen etwa auf

Milchviehbetriebe auswirken.

Das von der Bundesregierung

geplante Verbot der Anbindehaltung

wird auch im Landkreis

einen Teil der gut 300 Milchviehhalter

zu Umbaumaßnahmen

oder ganzen Stallneubauten

zwingen – so sich diese realisieren

lassen. Das ist nicht nur

eine Geldfrage. Bauernhöfe in

Ortslagen haben oft nicht den

Platz für größere Stallgebäude.

In diesem Fall heißt die Alternative:

aussiedeln oder aufgeben.

Aussiedlerhöfe sind heute bereits

die Regel – in den Dörfern

sind Bauernhöfe rar geworden.

Dadurch gibt es weniger Konflikte

in Sachen Immissionsschutz,

doch das Gesicht vieler

Ortschaften hat sich durch die

Abwanderung der Bauern nachhaltig

verändert. „Das Dorf ist

mit früher nicht mehr vergleichbar“,

sagt Drexl. Gleichzeitig ist

klar: „Wir brauchen die Aussiedlerbetriebe“,

wie Gerhard Strobl

unterstreicht. Damit Landwirte

eine solche Investition stemmen

können, müsse man ihnen

aber auch die Möglichkeit geben,

die aufgelassene Hofstelle

für Wohnbebauung zu nutzen.


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22 50 Jahre Landkreis Landsberg

29. Juni 2022

Mit der Drohne auf

Vermisstensuche

Neun Wasserwacht-Ortsgruppen helfen zu Wasser und zu Lande

Wir wünschen dem

Landkreis Landsberg

alles Gute zum

50-jährigen Jubiläum.

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50 Jahre sind ein

Grund zum Feiern......

Auch bei spektakulären Einsätzen wie hier bei der Bergung des im Ammersee gesunkenen

Zweimasters „Sir Shackleton“ hilft die Wasserwacht tatkräftig mit. Foto: Roettig

Landkreis – Ob an Lech und

Ammersee, am Penzinger Baggersee

und am Engelsrieder

See in Rott oder im Freibad

Prittriching – die Kreiswasserwacht

Landsberg ist mit ihren

neun Ortsgruppen stets präsent,

wenn das Wetter zum Baden

oder Wassersporteln einlädt.

Rettungsschwimmer, Taucher,

Motorboote oder „Mobile

Schnelleinsatzgruppen“ mit

Blaulicht-Fahrzeugen und sogar

eine Flugdrohne sorgen für

schnelle Hilfe und Aufklärung im

Fall der Fälle.

Die Kreiswasserwacht als Verwaltungsebene

gehört zum

Kreisverband Landsberg des

Bayerischen Roten Kreuzes. Hier

wird genau Buch geführt über

die Rettung von Personen am,

auf und im Wasser sowie über

Hilfeleistungen wie bei der Bergung

von Booten.

Insgesamt wurden im letzten

Jahr von den ehrenamtlichen

Aktiven in den neun Ortsgruppen

16000 Wachstunden

geleistet. 290 mal mussten die

Wasserretter ausrücken, wobei

462 mal Boote und Fahrzeuge

zum Einsatz kamen. 3500 Ausbildungsstunden

wurden abgeleistet

und 5000 Stunden in die

Jugendarbeit investiert. Das Resultat

der Fleißarbeit im letzten

Jahr: 25 neue Rettungsschwimmer/innen,

22 neue Wasserretter/innen,

drei neue Rettungstaucher

und neun neue Bootsführer/innen.

Was die Wenigsten wissen:

Nicht nur bei Badewetter stehen

die Wasserwachtler Gewehr bei

Fuß. Die stationären und mobilen

Schnelleinsatzgruppen mit

ihren Blaulicht-Fahrzeugen in

Landsberg, Kaufering, Eching,

Schondorf, Utting und Dießen

sind 365 Tage im Jahr rund um

die Uhr in Alarmbereitschaft.

Die Helfer verfügen über eine

Sanitätsausbildung und können

Notfallpatienten versorgen. Dabei

besteht eine enge Zusammenarbeit

mit anderen Organisationen

wie Feuerwehr, Rettungsdienst,

Notärzten und der

Polizei.

Dieter Roettig

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29. Juni 2022

50 Jahre Landkreis Landsberg 23

Fit für die nächsten 30 Jahre

Umfangreiche Baupläne am Klinikum – Funktionsneubau, Facharztzentrum, vergrößerte Pflegeschule und mehr

Auf dem Weg zum Gesundheitscampus:

Am Klinikum Landsberg stehen ab nächstem Jahr

große Baumaßnahmen an.

Landsberg – Vom städtischen

Krankenhaus zum Gesundheitscampus

– das Klinikum

Landsberg befindet sich 50 Jahre

nach der Gebietsreform an

der Schwelle zu umfangreichen

Um- und Neubaumaßnahmen,

die das Haus nach den Worten

von Vorstand Marco Woedl „für

die nächsten 30 Jahre fit machen

werden“.

Rückblende: Bei der Entstehung

des Landkreises 1972 war

das Klinikum ein städtisches

Krankenhaus und erst vier Jahre

zuvor aus der Innenstadt an seinen

jetzigen Standort im Westen

Landsbergs verlegt worden.

1994 wechselte die Trägerschaft

– das Klinikum wurde

zunächst ein Eigenbetrieb des

Landkreises, 2002 dann ein

Selbstständiges Kommunalunternehmen.

Das Klinikum ist ein Krankenhaus

der Akut- und Regelversorgung

mit derzeit 218 Betten,

eigenem Endoprothetikund

Schmerztherapiezentrum.

Außerdem ist es Träger eines

chirurgischen Medizinischen

Versorgungszentrums (MVZ)

und einer Berufsfachschule für

Pflege.

124 Ärzte und rund 250 Pflegekräfte

kümmern sich jährlich

um 13000 stationäre Patienten

und helfen 1300 Babys auf die

Welt. Insgesamt sind 800 Mitarbeitende

im Haus beschäftigt.

Gebaut wurde am Klinikum

schon immer viel.

1990 startete eine umfangreiche

Sanierung und Erweiterung

in insgesamt fünf Bauabschnitten,

die bis 2011 dauerte.

Seit 2002 ist im Hauptgebäude

die kbo Lech-Mangfall-Klinik,

ein Fachkrankenhaus für Psychiatrie,

Psychotherapie und

Psychosomatik, untergebracht.

2019 wurde eine Premium-Station

mit 30 Einbettzimmern eröffnet.

Ab dem kommenden Jahr stehen

wieder umfangreiche Bauprojekte

an. Geplant sind ein

Funktionsneubau samt geräumigerer

Notaufnahme, neuem

OP-Trakt mit vergrößerter Intensivstation

und einem eigenen

Mutter-Kind-Zentrum. Der

Neubau mit 7000 Quadratmeter

Nutzfläche wird im jetzigen

Patientengarten entstehen,

und zwar zunächst als Anbau

an das bisherige Klinikumsgebäude.

Nach der Fertigstellung

werden die freigewordenen

Bereiche im Bestandsgebäude

umgebaut.

Um dem Pflegenotstand direkt

vor der Haustür entgegenzuwirken,

soll eine neue Pflegeschule

mit 96 – statt bisher 66 –

Ausbildungsplätzen entstehen.

Denn der Fachkräftemangel

trifft das Haus nach den Worten

von Vorstand Woedl seit Jahren

in nahezu allen Bereichen.

Die geplanten 60 bis 120 Mitarbeiterwohnungen,

die im Zuge

der Baumaßnahmen entstehen

sollen, könnten hier

ebenfalls helfen – wobei diese

allen Beschäftigten des Landkreises

zur Verfügung stehen

sollen, deren Einkommen eine

gewisse Grenze nicht übersteigt.

Außerdem erhält das Klinikum

in den nächsten Jahren

ein Facharztzentrum mit 20

Praxen, Apotheke, Sanitätshaus

und Gesundheitsamt. Zahlreiche

Fachärzte haben bereits

ihr Interesse bekundet, sich

hier niederlassen zu wollen,

so Woedl. Ein Parkhaus an der

Breslauer Straße mit rund 800

Stellplätzen soll den Bedarf

des Klinikums decken. Weitere

Parkplätze sind in einer Tiefgarage

unter dem Facharztzentrum

geplant.

Trotz der aktuellen Herausforderungen

– Fachkräftemangel,

großer wirtschaftlicher Druck,

massiver Anstieg der Energiekosten

ohne eine Möglichkeit,

diese zu refinanzieren – sieht

Woedl das Haus auf einem guten

Weg. Mit den geplanten

Maßnahmen werde das leistungsstarke

Landsberger Klinikum

auf die nächste Stufe gehoben

und zukunftsfähig gemacht.

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Fliegerhorst in Penzing

ent stehen.

Die Bundesanstalt für Immobilienaufgaben

(BImA) wird

den von der Luftwaffe aufgegebenen

Fliegerhorst verkaufen.

Er liegt zu 90 Prozent

auf Penzinger Flur, die restlichen

zehn Prozent gehören zu

Landsberg. Stadt und Gemeinde

wollen das 270 Hektar große

Areal erwerben und dessen

Zukunft in Eigenregie gestalten,

und zwar mit Hilfe eines

Zweckverbands.

Der kommunale Zweckverband

Innovations-Campus

Penzing-Landsberg soll mit

entsprechend qualifizierten

Mitarbeitern ein professionelles

Konversionsmanagement

betreiben. Beschlussorgan des

Zweckverbands wird eine Verbandsversammlung

sein, in die

Penzing acht und Landsberg

fünf Vertreter entsendet. Beschlüsse

müssen mit Zwei-Drittel-Mehrheit

gefasst werden.

Noch ist unklar, wie hoch der

Kaufpreis für das Gelände sein

wird. Bei der Ermittlung des

Verkehrswerts spielen unter anderem

die Kosten für die Altlastensanierung

und den Abbau

eines Teils der Gebäude

eine Rolle – Kosten, die zumindest

zu einem Teil die Käufer zu

tragen haben werden und die

demzufolge vom Kaufpreis abgezogen

werden müssen.

Offiziell befinden sich auf

dem Gelände derzeit noch Zwischennutzugen,

darunter ein

neues Filmgelände, die „Penzing

Studios“. Geplant ist jedoch

viel mehr – die Errichtung

eines riesigen Medienzentrums

für Film- und Fernsehproduktionen,

einer Filmstadt von internationaler

Tragweite. Mehrere

Hallen stehen dafür auf dem

Gelände zur Verfügung. Neben

konventionellen Studioflächen

liegt der Fokus auf der digitalen

Filmproduktion. Unter anderem

soll ein 360-Grad LED-

Dom für virtuelle Produktionen

errichtet werden.

Die Entwickler des hochmodernen

Studiokomplexes planen,

in den nächsten drei Jahren

rund 100 Millionen Euro zu

investieren, um die Anlage auf

zwölf Stages mit 25000 Quadratmetern

Produktionsfläche

und 15000 Quadratmetern

Werkstatt- und Bürofläche zu

erweitern. Das neue Zentrum

soll aber auch Postproduktion,

visuelle Effekte, Spiele, digitale

Medien, Technologieunternehmen,

Bildungsangebote, ein

Veranstaltungszentrum mit Auditorium

sowie Hospitality-Angebote

beherbergen. Bis 2025

sollen über 1000 Arbeitsplätze

entstehen.

Ein weiteres Thema auf dem

Fliegerhorst ist Mobilität. Penzing

könnte einer von mehreren

Standorten des Deutschen

Zentrums Mobilität der Zukunft

(DZM) werden. In den großen

Hallen ließen sich zum Beispiel

verschiedene Witterungsbedingungen

und Bodenbeschaffenheiten

für Mobilitätstests simulieren.

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29. Juni 2022

50 Jahre Landkreis Landsberg 25

Das sind die Sportstars aus

unserem Landkreis

Bayern-Trainer kommt aus Issing – Fußball-Nationalspieler aus Kaufering

– Motorrad-As aus Pflugdorf – Einer ist jetzt Musiker

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Landkreis – Klein, aber in Sachen

Sport oho – auch das ist

der Landkreis Landsberg. Hier

wohnt der aktuell beste Motorradfahrer

Deutschlands, von

hier kommen u.a. der aktuelle

Trainer des FC Bayern München,

ein zehnfacher deutscher

Fußballnationalspieler,

der für Borussia Mönchengladbach

in der Bundesliga spielt,

eine deutsche Meisterin von

2021 und eine aktuelle Basketball-Nationalspielerin

und ein

Fußballer, der jetzt Musiker ist.

Fangen wir mal mit dem

Mann an, der zur Zeit ganz sicher

der bekannteste, gebürtige

Landsberger ist. Jeder, der

sich auch nur ein bisschen für

Sport interessiert, hat den Namen

Julian Nagelsmann schon

einmal gehört. Der 34-Jährige,

der in der Jugend für seinen

Heimatverein FC Issing, 1860

München und den FC Augsburg

spielte, aber verletzungsbedingt

nie ein Pflichtspiel im

Herrenbereich bestritt, wuchs

in Issing auf, besuchte in Landsberg

das Ignaz-Köhler-Gymnasium

und wurde 2016 mit 28

Jahren in Hoffenheim jüngster

Cheftrainer der Bundesliga-Geschichte.

2019 bis 2021

war „Nagel“ Coach in Leipzig,

2021 übernahm er bei den Bayern

– und gewann mit den „Roten“

gerade die Deutsche Meisterschaft.

Auch eine junge Frau aus

dem Landkreis feierte schon

die Deutsche Meisterschaft:

Sydney Lohmann (21), die

aus Pürgen stammt, in Lengenfeld

mit dem Fußballspielen

begann und 2016 sowie 2017

U17-Europameisterin wurde,

holte 2021 mit dem FC Bayern

München den Titel. „Syd“

hat bislang elf A-Länderspiele

für Deutschland und 89 Bundesligaspiele

für die Bayern absolviert.

Die Mittelfeldspielerin

steht aktuell im Kader der Frauen-Nationalmannschaft

für die

Europameisterschaft im Juli in

England.

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im Landkreis.

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Aus Kaufering stammt ein

Fußballspieler, der beim TSV

1860 groß wurde, zwölf Mal

für die Münchner „Löwen“ in

der 2. Liga spielte und nach

dem Abstieg 2017 zu Borussia

Mönchengladbach wechselte.

Florian Neuhaus (25) wurde

erst an Zweitligist Fortuna Düsseldorf

ausgeliehen, ab der Saison

2018/19 war er Stammspieler

bei der Borussia, absolvierte

bislang 124 Spiele im deutschen

Oberhaus. In der abgelaufenen

Saison kam er 29 Mal

zum Einsatz. Am 1. September

2016 bestritt Neuhaus beim

0:1 gegen Italien sein erstes

von bisher zehn Länderspielen,

war zudem Mitglied der deutschen

Mannschaft bei der EM

2021. Der Kauferinger ist ein

Fußballer mit Herz: Zur Bewältigung

der Corona-Krise spendete

er seiner Heimatgemeinde

im April 2020 250.000 Euro.

Auf zwei Länderspiele brachte

es Andy Görlitz (40) aus Rott.

Der ehemalige 1860- und Bayern-Spieler

beendete seine Karriere

2014 bei den San José Earthquakes

in Kalifornien und ist

Philip Ropers

Florian Neuhaus

jetzt Musiker. Seine Band „Whale

City“ hat gerade ihr Debütalbum

„Forever“ veröffentlicht.

Aus Mering bei Augsburg

kommt ein weiterer Fußball-Star,

der allerdings nicht mehr in der

Bundesliga, sondern künftig in

der Bayernliga auf Torejagd gehen

wird. Der ehemalige Augsburger

Bundesliga-Stürmer Sascha

Mölders (37), der 103 Mal

im deutschen Oberhaus spielte,

hat sich nach 211 Spielen für

1860 München (82 Tore) und

einem Kurz-Gastspiel bei der

SG Sonnenhof Großaspach dem

TSV Landsberg angeschlossen

und wird dort ab der neuen Saison

als Spielertrainer fungieren.

Was sicher weniger bekannt

ist: Der ehemalige Sportzentrums-Chef

Karl-Heinz Artmann

(77) war der erste Landsberger,

der – in Neugablonz in

der Landesliga entdeckt – in

der Bundesliga gespielt hat.

Für Borussia Dortmund lief er

in der Saison 1969/70 dreimal

(Erstliga-Debüt am 28. März

1970 gegen den MSV Duisburg)

für Rot-Weiß Oberhausen

1972/73 18 Mal (drei Tore)

in der höchsten deutschen

Spielklasse auf. Dazwischen bestritt

der Landsberger 45 Spiele

(9 Tore) für den Linzer ASK in

der österreichischen Bundesliga.

Vom MTV Dießen am Ammersee

sind zwei Spieler in den

Profibereich durchgestartet.

Stephan Fürstner (34) spielte

für die Bayern (aber nur ein

Einsatz), Greuther Fürth und

Mainz 05 in der Bundes-, für

Union Berlin und Fürth in der

2., sowie für Eintracht Braunschweig

in der 3. Liga. In der

abgelaufenen Saison war er für

die Mainzer Zweite in der Regionalliga

am Ball. Verletzungspech

kostete Sandro Kaiser (32), der

für 1860 München 30 Mal (ein

Tor) und für Arminia Bielefeld

15 Mal in der 2. Liga auflief, die

große Karriere. Im Herbst 2015

musste der Dießener seine Fußballschuhe

als Folge einer missglückten

Leisten-OP im Januar

2012 mit nur 25 Jahren an

den Nagel hängen – nach einem

kurzen, letzten Versuch bei

Eintracht Bamberg (Regionalliga).

Ein anderer Dießener trug

sogar schon das Nationaltrikot.

Marcel Schrötter

Foto Glänzel

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29. Juni 2022

50 Jahre Landkreis Landsberg 27

Philipp Ropers (28), der

Spielertrainer des MTV, bestritt

vier Länderspiele für die deutsche

Futsal-Nationalmannschaft

(Hallenfußball), stieg zudem

mit Jahn Regensburg in die

Futsal-Bundesliga auf. Zur Zeit

kuriert er eine schwere Knieverletzung

aus.

Prominentester „Nicht-Fußballer“

aus dem Landkreis

Landsberg ist sicherlich Motorrad-Profi

Marcel Schrötter (29)

aus Pflugdorf. Seit 2013 startet

die „Nummer 23“ in der Moto2-Weltmeisterschaft,

ist aktuell

Deutschlands bester Motorradfahrer

(und der einzige

deutschsprachige in den drei

WM-Klassen). Schrötter bestritt

bislang 216 Grand Prix-Rennen

(170 in der Moto2), stand

fünfmal auf dem Podium und

sicherte sich dreimal die „Pole-Position“

(erster Startplatz).

Ein Sieg fehlt dem Pflugdorfer

allerdings noch in seiner

Sammlung.

Eishockey hat in Landsberg eine

lange Tradition (seit 1955),

die Vereinsnamen wechselten

allerdings. Auch Bayern-Trainer

Julian Nagelsmann spielte in

der Jugend in Landsberg. Der

bekannteste und erfolgreichste

Spieler, der (in jungen Jahr

en) in der Kreisstadt auf dem

Eis stand, wurde zu einem der

besten Torhüter Deutschlands.

Dennis Endras (36), Silbermedaillen-Gewinner

bei Olympia

2018 in Pyeongchang, bestritt

von 2005 bis 2007 71 Spiele

für den EV Landsberg 2000. Der

spätere National-Goalie war der

Garant für die Oberliga-Meisterschaft

2006 und den Aufstieg in

die 2. Bundesliga. Weitere große

Namen des Landsberger Eishockeys:

Die Top-Torschützen

und -Scorer Adam Mitchell und

Andrew McPherson, der 72-fache

Nationalspieler WM-Teilnehmer

Jason Meyer, das geniale

Sturm-Duo Igor Pawlow

und Olegs Znaroks, der einzige

Landsberger Olympiateilnehmer

Reinhold Bauer sowie die

„Legenden“ Alexander Wedl

(493 Spiele für die Erste) und

Jockl Ried. Der einzige gebürtige

Kreisstädter, der aktuell in

der DEL spielt, ist Hans Detsch

(28), der nach seinen DEL-Stationen

Augsburg und Ingolstadt

seit 2021 in der DEL2

für die Kassel Huskies stürmt.

Gold bei den Olympischen

Spielen 1988 in Seoul und 1995

bei der Mannschafts-EM holte

Sport-Schützin Silvia Sperber-Seiderer

(57) aus Erpfting,

die für die Königsschützen Penzing

an den Start ging. Noch eine

Olympia-Medaille: Monika

Karsch (39) aus Rott gewann

2016 in Rio de Janeiro Silber mit

der Luftpistole. Die beiden Schützinnen

bekamen, genauso wie

die dreifachen Rock’n’Roll-Weltmeister

Silvia und Franz Kößl

aus Leeder, das Silberne Lorbeerblatt,

die höchste deutschen

Sport-Auszeichnung.

Zum Abschluss eine Nationalspielerin

aus dem Landkreis:

Basketballerin Leonie Fiebich

(22), geboren in Landsberg,

erste Schritte bei der DJK, wurde

2018 U18-Europameisterin

und trug bislang sechsmal das

Nationaltrikot. Nach drei Jahren

mit Wasserburg in der Frauen-Bundesliga

wurde sie 2020

von den Los Angeles Sparks und

2021 von Chicago Sky „gedraftet“.

Das heißt: Die Amis haben

sich die Transferrechte gesichert.

Seit Februar spielt sie in Frankreich

für „Flammes Carolo Basket

Ardennes“. Leonies Traum

von der amerikanischen WN-

BA, der besten Basketball-Liga

der Welt, lebt aber weiter.

Diese Liste der Top-Sportler

aus dem Landkreis Landsberg

erhebt natürlich keinen

Anspruch aus Vollständigkeit.

Sorry, falls wir

jemanden vergessen haben…


Thomas Ernstberger

Leonie Fiebich

Markus Dellinger

Pflege -Fällung -Sicherung

Schutz -Wurzelstockfräsen

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28 50 Jahre Landkreis Landsberg

29. Juni 2022

Rund 13000 Besucher

bei den Kreiskulturtagen

Veranstaltungen zum Thema »Sehnsucht« waren großer Erfolg

DieCAP-Märkte

gratulieren dem

LANDKREIS LANDSBERG

zu

Regens Wagner Holzhausen gratuliert

dem Landkreis Landsberg herzlich

zu 50 erfolgreichen Jahren

und bedankt sich für die gute Zusammenarbeit!

Bei Regens Wagner Holzhausen gehen Menschen mit und ohne Behinderung

ein Stück ihres Lebens gemeinsam.

Bei uns und mit uns leben, wohnen und arbeiten über 600 Menschen

mit unterschiedlichen Behinderungen ab dem Schulalter. Unsere Angebote

umfassen Schule und Ausbildung, Wohnen und Tagesstätten,

Werkstätten und Förderstätten sowie Offene Hilfen.

So tragen wir die Fackel weiter, die Regens Johann Ev. Wagner und

Sr. Theresia Haselmayr vor genau 175 Jahren entzündet haben. Dieses

großartige Jubiläum feiern wir heuer zusammen mit dem ganzen

Regens-Wagner-Werk.

Feiern Sie mit! Infos zu unseren Veranstaltungen finden Sie im Internet.

Ein sehnsuchtsvolles Seensuchtsfest

direkt am Ammersee,

Theater in der Scheune,

zahlreiche Konzerte und Ausstellungen,

begeisterte Besucher.

Die dritten Kreiskulturtage

im Landkreis Landsberg am

Lech, die am Sonntag, 4. Juni

mit einem Konzert im Marienmünster

zu Ende gehen, waren

ein Riesenerfolg. Zu den rund

50 Veranstaltungen mit gut 150

Künstler:innen kamen mehr als

13000 Besucher. „Das Thema

war in diesem Jahr treffend – die

Sehnsucht bei den Menschen,

endlich wieder zusammen zu

kommen, sehr groß. Alle unsere

Veranstaltungen kamen gut

an, vor allem das Seensuchtsfest

in Schondorf und die Auftaktgala

im Stadttheater Landsberg

waren überaus erfolgreich. Ich

habe viele glückliche Gesichter

gesehen und sehr viel positive

Rückmeldungen bekommen“,

betont Annunciata Foresti,

die künstlerische Leiterin

der Kreiskulturtage. Allein zum

Schondorfer Seensuchtsfest seien

rund 5000 Besucher gezählt

worden. Viele lobten das vielfältige

Programm und die nicht

kommerzielle Ausrichtung des

Festes. Sehr gut angenommen

wurden auch die ersten Jugendkulturtage

mit neun Einzelveranstaltungen,

darunter einem

Mitmachzirkus, Poetry Slam

und Pop-Workshop.

„Rund zweieinhalb Jahre haben

wir die Kreiskulturtage

vorgeplant. Durch die Pandemie

gestalteten sich die Vorbereitungen

als teilweise recht

schwierig, weil die Situation

schlecht einzuschätzen war und

sich auch die Künstler zunächst

mit ihren Bewerbungen zurückhielten“,

erläutert Annunciata

Foresti, die selber Künstlerin ist.

Sie bittet daher um Verständnis,

dass an einigen Tagen mehrere

Veranstaltungen gleichzeitig auf

Landrat Thomas Eichinger bedankte sich bei der

künstlerischen Leiterin Annunciata Foresti

dem Programm standen. Das

sei aber bei Festivals durchaus

üblich. Zudem wies sie daraufhin,

wie umfangreich die Vorbereitungen

gewesen waren: „Ich

habe an die 2400 Arbeitsstunden

investiert, inclusive den Familienkulturtag,

der leider 2020

und 2021 wegen der Pandemie

ausfiel. Sehr danken möchte ich

meinem Team, die mich dabei

unterstützten.“

Zu den dritten Kreiskulturtagen

standen zwei Wochen lang

Ausstellungen, Konzerte, Theateraufführungen

und Vorträge

auf dem Programm. Für alle Altersklassen

und Geschmäcker

war etwas dabei – von kulturell

Die Schüler der Ballettschule Beatrix Klein begeisterten

bei der Auftaktveranstaltung

anspruchsvolleren bis hin zu etwas

populäreren Veranstaltungen.

Besonders freute es viele

Besucher, dass Kultur auch

in die etwas entlegeneren Regionen

hineingetragen wurde

wie zum Beispiel nach Oberdießen,

Pestenacker, Thaining,

Windach, Schwabhausen oder

in das Kreisseniorenheim in Vilgertshofen.

Zum Abschluss des Veranstaltungsreigens,

der auch künftig

alle drei Jahre stattfinden könnte,

stand ein Orgelkonzert des

Kirchenmusikers Stephan Ronkow

im Dießener Marienmünster

auf dem Programm.


Fotos: Julian Leitenstorfer

Regens Wagner Holzhausen

Magnusstraße 1,3-10, 86859 Igling-Holzhausen, Telefon: 08241 999-0

www.regens-wagner-holzhausen.de / @regenswagnerholzhausen

Beim Seensuchtsfest ins Schondorf tanzten die Gäste bis in die Nacht zur Hochzeitskapelle


Wir graturlieren dem Landkreis

zum Jubiläum!

Wir sind seit 9Jahren in Landsberg am Lech

und seit über 100 Jahren in Bayern.

...eine Liebe die verbindet.

Logistikzentrum Landsberg am Lech


30 50 Jahre Landkreis Landsberg

29. Juni 2022

Pionier in Sachen Abfallwirtschaft

Mit dem Verwiegesystem gehörte der Landkreis bayernweit zu den Vorreitern

Abfall ist ein Thema, das jeden

betrifft – tagtäglich. Dass der

Landkreis heute mit seiner Abfallwirtschaft

in einem ruhigen

Fahrwasser unterwegs ist und

das herrschende System in der

Bevölkerung eine hohe Akzeptanz

genießt, ist das Ergebnis

vorausschauender Politik. Tatsächlich

gehörte der Landkreis

zu den ersten in Bayern, denen

es gelang, mit neuartigen Maßnahmen

die Abfallmengen trotz

steigender Einwohnerzahlen zu

reduzieren.

Aus heutiger Sicht ist es unvorstellbar,

doch in den ersten

Jahren nach Gründung des

Landkreises gab es in vielen

Gemeinden noch keine regelmäßige

Müllabfuhr. Die Bürger

brachten ihre Abfälle selbst

zur örtlichen Müllgrube. Erst ab

1977 war der Landkreis zuständig

und führte die organisierte

Abfuhr von Haus- und Sperrmüll

ein. Die kleinste Hausmülltonne

war ein Koloss von 120

Litern, die Leerung erfolgte wöchentlich,

die jährliche Müllgebühr

betrug 95 Mark. „Eine

verursacherorientierte Gebühr

nach heutigem Standard war

noch kein Thema“, erinnert

sich Johann Bernauer, langjähriger

Leiter der Abfallwirtschaft

im Landratsamt. Altglascontainer

waren Anfang der 1980er

Jahre eher die Ausnahme als die

Regel.

„Im Laufe der Jahre wurden

von den Kreisgremien kontinuierlich

Maßnahmen zur Vermeidung,

Verwertung, Entgiftung

und ordnungsgemäßen Entsorgung

von Abfällen beschlossen“,

so Bernauer. 1984 wurde

die mobile Problemstoffsammlung

eingeführt, 1987 ein dichtes

Netz von Altglascontainern

Das Abfallwirtschaftszentrum Hofstetten existiert seit 1991 und beendete damals die ständigen Streitereien um

neue Standorte für Mülldeponien.

aufgebaut. Ab 1988 führte der

Kreistag eine Altpapiersammelprämie

für Vereine sowie finanzielle

Hilfen bei der Anschaffung

von Kompostern zur Eigenkompostierung,

Geschirrmobilen

und Gartenabfallhäckslern ein.

1990 wurde erstmals ein finanzieller

Anreiz zur Müllvermeidung

geschaffen. Das verbraucherorientierte

Gebührensystem

arbeitete mit Banderolen

und blieb zehn Jahre in Kraft,

bevor es zum 1. Januar 2000

durch die Verwiegung abgelöst

wurde. Seitdem kommen

alle Rest- und Biomülltonnen

bei der Leerung auf die digitale

Waage. Nach dem Prinzip „Wer

viel Müll produziert, zahlt auch

viel“ ist ein verursacherorientiertes

System entstanden, das

laut Bernauer zu einer deutlichen

Reduzierung des Restmüllaufkommens

geführt hat.

Bereits einige Jahre zuvor war

mit der Errichtung eines flächendeckenden

Netzes von

Wertstoffhöfen und -sammelstellen

begonnen worden. Später

wurde das Bring- in ein Holsystem

verwandelt. 2011 kam

die Papiertonne, 2014 die Gelbe

Tonne, 2016 die Biotonne.

Eine Frage war über lange Zeit

ein Problem: Wohin mit dem

Restmüll? Von 1977 bis 91 gab

es noch Hausmülldeponien in

Utting, Penzing, Stadl, Egling

und Walleshausen.

Deren Kapazitäten reichten

jedoch nicht aus. „Bis zur

Inbetriebnahme der Kreishausmülldeponie

in Hofstetten

1991, dem jetzigen Abfallwirtschaftszentrum,

gab es

ein ständiges Ringen um neue

Standorte für Kreishausmülldeponien“,

erinnert sich Bernauer.

„Derartige Einrichtungen

wurden von der Bevölkerung

sehr negativ bewertet.

Proteste waren an der Tagesordnung

– niemand wollte eine

Deponie in seinem Umfeld.“

Um die Abfallentsorgung aufrechterhalten

zu können, war

der Landkreis kurzzeitig sogar

auf die Unterstützung der

Nachbarn Fürstenfeldbruck,

Weilheim-Schongau und Bad

Tölz-Wolfratshausen angewiesen,

die Abfallmengen aus

Landsberg übernahmen. Besonders

prekär war die Lage 1991,

als ein halbes Jahr lang Landsberger

Müll nach Frankreich

entsorgt werden musste, weil

in Deutschland schlicht die Kapazitäten

fehlten.

Als absehbar wurde, dass der

Gesetzgeber eine Entsorgung

von brennbaren Abfällen auf

Deponien unterbinden würde,

ging der Landkreis eine langfristige

Zusammenarbeit mit

der Müllverbrennungsanlage in

Augsburg ein. Dort landet noch

heute der brennbare Restmüll

aus dem Landkreis.

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Wir wünschen dem

Landkreis Landsberg

alles Gute zum

50-jährigen Jubiläum!

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mit Freudefahren lernen

29. Juni 2022

50 Jahre Landkreis Landsberg 31

Genscher machte aus dem Fräulein eine Frau

1972 war Schluß mit der »Verzwergung von Frauen«

Landkreis – 1972 war ein ereignisreiches

Jahr. Nicht nur

die denkwürdige Olympiade in

München, die letzte Mondlandung

mit Apollo 17 oder der

K.O.-Sieg von Muhammad Ali

über Floyd Patterson sind in

bleibender Erinnerung.

„Die Sendung mit der Maus“,

„Sesamstraße“ und das „Raumschiff

Enterprise“ eroberten die

Flimmerkisten in den heimischen

Wohnzimmern. ABBA

wurde gegründet, Juliane Werding

ließ „Conny Kramer“ den

Drogentod sterben, der Zug

von Christian Anders fuhr ins

Nirgendwo und Jesus Christ

wurde zum Superstar. Die über

200 Stundenkilometer schnelle

Kawasaki Mach IV bekam den

Beinamen „Witwenmacher“,

der auch zu Marlon Brando im

Kinokassen-Knüller „Der Pate“

passte. Nicht weit von Landsberg

entfernt wurde an der B

17 in Lagerlechfeld die erste

SB-Tankstelle Europas eröffnet.

Der Preis für einen Liter Normalbenzin

betrug 59,9 Pfennige

und für einen Liter Super

65,5 Pfennige – heuzutage unvorstellbar.

Lehrerinnen und Erzieherinnen durften früher nur

unverheiratete „Fräuleins“ sein.

se jede Volljährige als „Frau“ tituliert

werden. Der „Spiegel“ jubelte

vom „Ende der Verzwergung

von Frauen“.

Ab 1972 war jede Frau eine

Frau – ob ledig oder verheiratet,

berufstätig oder Mutter. Bis dahin

galten „Fräuleins“ als Jungfer,

unverheiratet, „noch zu haben“

oder gar Freiwild. Die Einteilung

in Frau oder Fräulein war

nichts anderes als die Wertung

des weiblichen Geschlechts

nach seiner erklärten Beziehung

zum Manne. Der Personenstand

des Mannes war Privatsache, bei

Filmhymne von 1954 auf das schöne „Fräulein

vom Amt“ mit Georg Thomalla und Renate Holm.

Aus Fräulein wurde Frau

Unvorstellbar in der aktuellen

Gender-Debatte ist auch, dass

erst 1972 die Anrede „Fräulein“

im Amtsdeutsch abgeschafft

wurde. Der damalige Innenminister

Hans-Dietrich Genscher

schrieb in einem Runderlass:

„Es ist an der Zeit, dass im behördlichen

Sprachgebrauch der

Gleichstellung von Mann und

Frau und dem zeitgemäßen

Selbstverständnis ihrer Stellung

in der Gesellschaft Rechnung

getragen wird.“ Ab sofort müs-

„Fräulein vom Amt“ nannte man früher die unverheirateten

Stöpsel-Damen in den Telefon vermittlungen.


Foto: Museumsstiftung Post und Telekommunikation

der Frau aber scheinbar von öffentlicher

Bedeutung.

Nur nach dem zweiten Weltkrieg

bekam das „Frollein“ von

amerikanischen GIs eine Aufwertung

als attraktives Fräuleinwunder

„made in Germany“.

Musikalisch konserviert von

Chris Howland in seinem Oldie

„Fraulein“ von 1958. Überhaupt

wurde in den „Goldenen Zwanzigern“

das Fräulein oft bewundernd

als begehrenswertes Objekt

besungen. Wie Leo Monosson

mit „Fräulein, sie sind ein

Schlager“ oder „Ich lade sie

ein, Fräulein“ aus Ralph Benatzkys

Operette „Meine Schwester

und ich“.

Bei Lehrerinnen und Erzieherinnen

hielt sich das „Fräulein“

noch lange, denn nach dem

früheren „Lehrerinnen-Zölibat“

durften sie nicht verheiratet

sein. Wie seinerzeit die „Fräuleins

vom Amt“ in den Telefonvermittlungen.

In der Gastronomie

hält sich die Bezeichnung

immer noch, allerdings ohne

Wertung. „Fräulein, bitte zahlen“

ist hier nicht mehr despektierlich

gemeint. Dieter Roettig

Ihr ambulantes- und Tagesplegeteam Rott

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32 50 Jahre Landkreis Landsberg

29. Juni 2022

Rotes Kreuz heute: 14 mal die Erde umrundet

Vor 50 Jahren wurde der erste Hanomag-Rettungswagen angeschafft

Landkreis – Als sich 1972 der

Landkreis in seinen heutigen

Grenzen formierte, war das Rote

Kreuz hier schon 106 Jahre

aktiv. Laut der Landsberger

Stadtchronik wurde am 1. Juli

1866 „der Zweigverein des

bayerischen Frauenvereins unter

dem roten Kreuze zur Pflege

und Unterstützung im Felde

verwundeter Krieger“ gegründet.

Erst 1889 folgten die

Männer mit der „Sanitätskolonie

Landsberg“.

Anfang der 70er-Jahre begann

im Landkreis der Aufbau

moderner Rettungsdienststrukturen,

die bis heute bestehen.

So wurde 1972 der erste Hanomag-Rettungswagen

beschafft,

dazu ein VW-Krankenwagen.

Wer Hilfe brauchte, musste unter

der Landsberger Vorwahl

die 2222 rufen, in der Ammersee-Gegend

dreimal die 2 nach

der Dießener Vorwahl. In der

damaligen Rettungswache in

der Landsberger Max-Friesenegger-Straße

hängt noch heute

das nostalgische Wählscheiben-Telefon

an der Wand, mit

der einst die Anrufe entgegen

genommen wurden.

Heute mit dem zentralen Notruf

112 geht das alles viel einfacher.

Der Rettungsdienst an

den fünf Standorten im Landkreis

verzeichnete im letzten

Jahr 15.644 Einsätze, davon

5.961 Notfall- und Notarzteinsätze.

Dabei wurden 574.338

Kilometer gefahren. Das wären

über 14 mal rund um die Erde!

Die „Helfer vor Ort“ in Landsberg,

Denklingen, Dießen und

Reichling wurden zu 1.583 Einsätzen

gerufen.

Mit der steten Weiterentwicklung

zum Wohlfahrtsverband

ist das Landsberger Rote Kreuz

heute ein „Gemischtwarenladen“,

was Kreisgeschäftsführer

Über dieses altmodische Wählscheiben-Telefon gingen

früher die Notrufe beim Roten Kreuz ein. Für Kreisgeschäftsführer

Andreas Lehner und seine Stellvertreterin

Marianne Asam ein wertvolles Erinnerungsstück.


Foto: Roettig

1972 wurde der erste Hanomag-Rettungswagen des Landsberger

Roten Kreuzes angeschafft. Hier ein historisches

Foto von einem Einsatz.

Foto: BRK Landsberg

Andres Lehner aber durchaus

positiv meint. Das Aufgabenspektrum

reicht vom Sanitätsund

Rettungsdienst sowie Katastrophenschutz

über den

Ambulanten Pflegedienst, Betreutes

Wohnen, Kindertageseinrichtungen

und Flüchtlingsarbeit

bis zum Betrieb von Kleiderläden.

347 hauptamtliche

Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter

stemmen diese Mammutaufgabe.

Unterstützt werden

sie von 1.403 ehrenamtlichen

Helferinnen und Helfern, die ihre

Freizeit zum Wohle der Allgemeinheit

opfern. Allein die Bereitschaft

kam im Jahr 2021 auf

9.265 Stunden, die Mitarbeiterinnen

und Mitarbeiter der Kleiderläden

schoben 11.500 Stunden

Dienst.

Dazu kommt viel Man power

für die Sozialen Dienste wie

Pflege, Betreutes Wohnen, den

Menüservice „Essen auf Rädern“

oder den Hausnotruf.

Viele Projekte des Roten Kreuzes

sind der Allgemeinheit wenig

bekannt. Wie der Hausbesuchsdienst

„Gemeinsam gegen Einsamkeit“

oder die Selbsthilfegruppe

nach einer Krebserkrankung.

Bei der Flüchtlings- und

Integrationsberatung gab es im

letzten Jahr allein 4.777 Einzelkontakte.

Andreas Lehner, seit März

2011 Geschäftsführer des

BRK-Kreisverbandes, freut sich

im Landkreis-Jubiläumsjahr besonders

auf die Eröffnung des

BRK-Sozialzentrums in der Ehrenpreisstraße

mit Tagespflege,

Büro- und Schulungsräumen,

Mitarbeiter-Wohnungen und

viel Platz für die Landsberger

Tafel.

Dieter Roettig

Drei Mann, ein umfassendes Angebot

Seit über drei Jahrzehnten bietet Schindler Eisenhandel GmbH Reparaturen, Werkzeuge und mehr

Die Geschäftsführer der Schindler Eisenhandel

GmbH Gerhard und Georg

Wilbiller, hier zusammen mit Daniel

Wilbiller, bieten ein reichhaltiges Angebot

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Foto:Mathias Braun

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führen seit über drei Jahrzehnten

das Fachgeschäft Eisenwaren

Schindler in der Landsberger Max-

Planck- Straße 8. Das umfangreiche

Warenangebot umfasst Werkzeuge

und Motorgeräte von bekannten Marken,

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29. Juni 2022

50 Jahre Landkreis Landsberg 33

Gemeinsam die Kulturlandschaft erhalten

Landschaftspflegeverband Landsberg hat die Arbeit aufgenommen

Im Nachbarlandkreis Fürstenfeldbruck

feierte der Landschaftspflegeverband

(LPV) 2021 sein

30-jähriges Bestehen. Im Landkreis

Landsberg wurde er da gerade

erst gegründet. Richtig angelaufen

ist die Arbeit des hiesigen

LPV Mitte Januar dieses

Jahres mit der Einrichtung einer

Geschäftsstelle. Nach den Worten

von Geschäftsführer Andreas

Schützeberg ist in den ersten

Monaten schon einiges passiert.

„Neben den bereits bestehenden

Landschaftspflegemaßnahmen,

die der LPV von der Unteren

Naturschutzbehörde übernommen

hat, ist es bereits

gelungen, einige neue Flächen

und Projekte zu akquirieren“,

berichtet Schützeberg. „Die geplanten

Maßnahmen werden im

Juli starten und sich bis in den

Winter hinein erstrecken.“ Dazu

zählen Mahd und Entbuschungen

von Flächen, aber auch die

Anlage von Streuobstwiesen. Auf

einer kleinen Fläche läuft ein Beweidungsprojekt

mit Schafen.

„Somit wird über den Landkreis

verteilt auf trockenen, mageren

oder auch feuchten Bereichen

ein Teil der alten Kulturlandschaft

erhalten“, erklärt Schützeberg.

„Außerdem werden Artenschutz

und Biodiversität gefördert.“

Insgesamt kümmern sich Landschaftspflegeverbände

um mittlerweile

80 Prozent der Flächen

im Freistaat. Der LPV Landsberg

ist der 65. seiner Art. Ihm gehören

neben dem Landkreis selbst

30 der 31 Landkreiskommunen

sowie zwölf Verbände aus den

Bereichen Landwirtschaft und

Naturschutz an. Seine Aufgabe

besteht vor allem in einer Verbesserung

und Erweiterung der

naturschutzfachlich hochwertigen

Flächen im Landkreis. Damit

unterstützt der LPV auch die

Arbeit der Unteren Naturschutzbehörde.

Auch dient er als Kontroll- und

Beratungsinstanz, ist zuständig

für Vermarktungsstrategien und

Öffentlichkeitsarbeit und soll

zu einem gleichberechtigten

Zusammenwirken von Naturschutz,

Landwirtschaft und Politik

beitragen. Finanziert wird

der Verband aus Mitgliedsbeiträgen,

staatlichen Zuschüssen

und Fördermitteln. Geschäftsführer

Andreas Schützeberg ist

Landrat Thomas Eichinger (rechts) ist Vorsitzender des LPV, Andreas Schützeberg

hat die Geschäftsführung übernommen.

Diplom-Forstwirt und war früher

bereits viele Jahre als Geschäftsstellenleiter

im verbandlichen

Naturschutz tätig. Er ist vom

Konzept des LPV überzeugt. „In

diesem Verband haben sich Vertreter

der Land- und Forstwirtschaft,

des Naturschutzes und

der Kommunen zusammengeschlossen,

um gemeinsam etwas

für den Erhalt und die Verbesserung

unserer Kulturlandschaft

zu erreichen“, so Schützeberg.

Dieses Zusammenspiel gleichberechtigter

Partner findet sich

auch in der Besetzung des Vorstands

wieder. Ihm gehören neben

Landrat Thomas Eichinger,

der den Vorsitz innehat, Vertreter

von Kommunen, Naturschutz

und Landwirtschaft an. Dadurch

können Maßnahmen zu Landschaftspflege

und Naturschutz

frühzeitig zwischen den einzelnen

Akteuren abgestimmt

werden. Schützeberg sieht sich

hier als Vermittler, da der LPV

nicht als Grundeigentümer auftritt,

sondern auf die Mitarbeit

der Interessenvertreter angewiesen

ist. Laut Schützeberg können

davon alle profitieren. Für Landwirte,

die die geplanten Maßnahmen

vor Ort umsetzen, ergeben

sich neue Einnahmequellen.

Die Untere Naturschutzbehörde

wird entlastet und für den Kommunen

steht der LPV als Berater

und Organisator zur Seite.

Rufen Sie uns an, wir beraten Sie gerne telefonischund vorOrt!

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34 50 Jahre Landkreis Landsberg

29. Juni 2022

Der Wind hat sich gedreht

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Einer, der bei der Energiewende vorangeht: Bürgermeistre Erwin Karg, hier mit Richard

Mergner (links), Minister Hubert Aiwanger und Robert Sing (rechts) vom Ingenieurbüro

aus Landsberg vor dem Turm der Windkraftanlage 4 im Staatsforst.

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Fuchstal – Mächtig Gegenwind

gab’s für die Befürworter der

Windkraft, bevor die vier Anlagen

im Kingholz oberhalb von

Leeder genehmigt wurden und

2016 in Betrieb gingen. 2023

sollen drei weitere Windräder

fertiggestellt sein, die im Gemeindewald

von Leeder errichtet

werden. Diesmal verspüren

die treibenden Akteure deutlich

mehr Rückenwind. Man kann

auch sagen: Der Wind hat sich

gedreht.

Die Windkraftanlagen sind ein

wichtiger Baustein auf dem ambitionierten

Weg, dass Fuchstal

eine energieautarke Gemeinde

wird. Aber nicht der einzige. Zu

den millionenschweren Investitionen

gehören auch die Energiezukunft

Fuchstal mit dem

neuen Wärmetopf, der Ausbau

des Nahwärmenetzes und

Strom aus der Sonne mit Modulen

auf der ehemaligen Kiesgrube

bei Asch und auf Dächern

der gemeindlichen Liegenschaften

– wie z.B. am Bauhof und

auf der Fuchstalhalle.

In der 4200 Einwohner zählenden

Gemeinde Fuchstal regiert

seit Mai 2002 Bürgermeister

Erwin Karg. Er war und ist

die treibende Kraft bei all den

Maßnahmen. Inzwischen gilt

Fuchstal nicht nur im Landkreis

Landsberg, sondern bayernweit

und sogar im Bund als Vorzeigekommune,

wenn’s um die

Energiewende geht. Karg ist bei

vielen Kollegen, Gemeinderäten

und bei Verbänden ein gefragter

Referent, wenn sie mehr erfahren

wollen zur Realisierung

der Energieprojekte vor Ort. Die

Kritiker sind weniger geworden,

die Befürworter mehr. Die politischen

Vorzeichen haben sich

geändert, nachdem die Grünen

nach der Bundestagswahl

im Herbst 2021 wieder der Regierung

angehören. Die Energieabhängigkeit

vom Ausland

drastisch vor Augen geführt hat

jedoch der russische Angriffskrieg

auf die Ukraine.

Auch im Fuchstal gibt es Kritiker

der Projekte. Der Naturschutz

nimmt Schaden. Weitere

Windkraftanlagen im Gemeindewald

zerstören das hochwertige

Ökosystem im Wald, sagen

Gegner wie Gemeinderat Anton

Frieß. Sie sind nicht generell gegen

Windkraft; aber sie sind gegen

weitere Anlagen im Wald.

Und wie schaut’s bei der

Einsparung aus?

Zu einer ehrlichen Betrachtung

gehört auch dieser Aspekt: Bei

allen Investitionen in die Erzeugung

regenerativer Energie

im Fuchstal ist es weit schwieriger,

an einer anderen Stellschraube

zu drehen. Gemeint

ist die Einsparung von Energie.

Zwar wird, wie das fürs Rathaus

schon seit sieben Jahren der Fall

ist, inzwischen in einigen Haushalten

ein E-Auto genutzt. Dennoch

fahren so wie andernorts

in ländlichen Regionen auch im

Fuchstal Bürger nach wie vor

schwere SUV, reduzieren kaum

ihre Kilometerleistung oder nutzen

Bus und Bahn nur wenig.

Boshafte Beobachter sagen: Das

treffe selbst auf solche Leute zu,

die sich als glühende Verfechter

der Energiewende beschreiben.

Im Juli 2022 erwartet man

zwei Minister aus dem bayerischen

Kabinett im Fuchstal.

Auch die kommen im (E-)Auto

daher. Der Besuch hat nicht

den Anlass, das Jubiläum 50

Jahre Gebietsreform zu feiern,

das für Leeder, Asch und Seestall

die Zusammenlegung und

zudem den Wechsel vom Landkreis

Kaufbeuren zum Landkreis

Kaufbeuren gebracht hatte.

Nein. Wirtschaftsminister Hubert

Aiwanger und Umweltminister

Thorsten Glauber (beide

von den Freien Wählern) wollen

sich vor Ort zum Thema Windkraft

und Vogelschutz informieren.


29. Juni 2022

50 Jahre Landkreis Landsberg 35

Wir beraten Sie gerne und finden die

passende Transportlösung für Ihre Anforderungen

Die Energiewende in Bayern hinkriegen – Minister Hubert Aiwanger nach einem Besuch

der Windkraftanlagen im Fuchstal.

Foto: Jais

Aiwanger war bereits im Sommer

2020 da. Das bayerische

Wirtschaftsministerium finanziert

den Bau der beiden Kameratürme,

die das Vogelmonitoring

ermöglichen, mit 1,3

Millionen Euro. Und das Umweltministerium

macht Geld

locker für die wissenschaftliche

Begleitung, die sich über fünf

Jahre erstreckt. Das Forschungsprojekt

soll aufzeigen, welche

Kriterien kamerabasierte Systeme

erfüllen müssen, damit sie

zur Vermeidung von Kollisionen

der Vögel an Rotoren im

Genehmigungsverfahren anerkannt

werden. Man erhofft sich

von politischer Seite Erkenntnisse

dazu, wie sich die situationsabhängige

Abschaltung der

Rotoren – wenn sich z.B. ein

Rotmilan nähert – auf die Wirtschaftlichkeit

auswirkt. So eine

Lösung wird nämlich als effizienter

betrachtet, als wenn die

drei genehmigten Anlagen im

Leederer Gemeindewald zwischen

Mitte März und Mitte

von Sonnenaufgang bis Sonnenuntergang

komplett stillstehen.

Das ist nämlich die Auflage

in der Baugenehmigung, für

die das Landratsamt Landsberg

zuständig war.

An der Grenze zum

Landkreis Ostallgäu

Bei den vier bestehenden

Wind rädern im Kingholz an

der Landkreisgrenze zum Ostallgäu

gibt es diese Einschränkung

nicht. Der Grund dafür

war, dass es 2013, als das erste

Artenschutzgutachten erstellt

worden war, noch nicht so

viele Rotmilane im westlichen

Fuchstal bzw. im Nordausläufer

des Sachsenrieder Forstes

gab.

Das Vogelmonitoring kann

weit über den Gemeindewald

Leeder hinaus Auswirkungen

haben. Es ist ein Pilotprojekt

mit zwei 42 Meter hohen Masten

und jeweils acht Kameras,

wobei der südliche Mast sogar

knapp auf Denklinger Flur

steht. Zum ersten Mal wird

bundesweit so eine gründliche

Forschung in einem Waldgebiet

angestrengt.

Die Einstellung zur Windkraft

hat sich verändert. Waren

beim Bürgerentscheid vor acht

Jahren 52 Prozent der Wählerinnen

und Wähler für den Bau

der vier Windkraftanlagen; waren

2015 genau 116 Bürgerinnen

und Bürger aus nah und

fern bereit, Anteile zu erwerben,

so sind es diesmal für die

drei weiteren Windräder im Gemeindewald

mehr als 500 Anfragen,

die noch dazu alle aus

der eigenen Gemeinde kommen.

Die zweite Gesellschaft

ist inzwischen gegründet;

sie trägt den Namen Bürgerwind

Fuchstal Gemeindewald

GmbH.

Bürgermeister Karg sieht die

Windenergie als wichtige Säule,

wenn man es mit dem Klimawandel

ernst nimmt. Dass der

frühere Ministerpräsident Horst

Seehofer im Jahr 2014 die 10

H-Regelung für den Bau von

Windkraftanlagen durchgesetzt

Lagerhalle mit 25t-Kran

und Freiflächen

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hat, hat der Rathauschef immer

kritisch gesehen und bei mancher

Gelegenheit deftig kommentiert.

Derzeit gibt es im Freistaat

Bayern mit seinen 70.000

Quadratkilometern Fläche 1100

Windräder.

Der jetzige Ministerpräsident

Markus Söder möchte bayernweit

800 neue Windräder ermöglichen.

Außerdem sollen

Wasserkraft und Biomasse ausgebaut

werden. Die Stromerzeugung

aus Sonnenenergie

soll sogar verdreifacht werden.

Die Menge an grünem Strom

soll verdoppelt werden. Politische

Ansage oder reelle Berechnung?

Es wird sich zeigen, ob

dieses Ziel bis zum Jahr 2030

zu erreichen ist.

Zu Füßen der Windkraftanlage

4 – das ist die südlichste,

die am nächsten zur Straße von

Osterzell nach Dienhausen liegt

– gibt es einen Infopavillon. Er

war eine von vier Stationen, als

Ende Mai ein Tag der offenen

Tür zu den Energieprojekten im

Fuchstal abgehalten wurde. Eine

weitere Station war die Freiflächen-Fotovoltaik

am Wertstoffhof

in Asch. Deren Leistung:

zwei Megawatt.

Hinzu kommen Anlagen auf

gemeindlichen Liegenschaften.

352.000 Euro konnten dadurch

2021 an Einnahmen erzielt werden,

weil grüner Strom ins Netz

eingespeist worden ist. „Das

Geld bleibt im Dorf“, hat Bürgermeister

Karg schon auf der

Bürgerversammlung Ende März

auf einen Aspekt verwiesen, der

ihm bei der ganzen „Rechnung“

so wichtig erscheint. Freilich appelliert

der Rathauschef auch an

die Hauseigentümer, Module

auf die Dächer montieren zu

lassen. Da gebe es im Fuchstal

noch großes Potenzial.

Der Ausbau des

Nahwärmenetzes

Mussten vor zwei Jahren Mitarbeiter

der Gemeinde beim

Anschluss ans Nahwärmenetz

mitten in Leeder fest die Klinke

putzen und trotzdem zahlreiche

Abfuhren hinnehmen, so ist inzwischen

die Nachfrage groß.

Die Gemeinde hat bei der Fernwärme,

die sie von der Biogasanlage

Gröber/Ruf bezieht, für

2021 einen Verbrauch von gut

2000 Megawattstunden abgerechnet.

Eine Megawattstunde

entspricht 100 Litern Heizöl.

Zentraler Baustein in der gesamten

Energie-Strategie im

Fuchstal ist das Projekt Energiezukunft

Fuchstal mit dem

Batteriespeicher und mit dem

Wärmetopf. Es liegt am Weg

von der Biogasanlage zu den

Ortschaften Leeder und Asch.

Dort soll überschüssiger Strom

aus den vier Windkraftanlagen

im Kingholz, der bei Überangebot

an der Strombörse nicht

vergütet wird, eingespeist werden

und – einfach ausgedrückt

– durch diffizile Technik zu Wärme

gewandelt werden. Dazu

musste 2019 eine neun Kilometer

lange Leitung von den

vier Windrädern bis zum Batteriespeicher

im Osten Leeder

gezogen werden. Das Ziel ist,

dass die Gemeinde Fuchstal mal

energieautark wird. Soll heißen:

Es sollen so viel Strom und Wärme

erzeugt werden, dass es für

alle Haushalte in der Gemeinde

reicht. In der Biogasanlage wird

laut Werner Ruf so viel Energie

erzeugt, dass 1500 Vier-Personen-Haushalte

mit Strom und

ein Drittel davon mit Wärme

versorgt werden können.

Das Nahwärmenetz in Leeder

und Asch soll auf deutlich

über 200 abnehmende Haushalte

ausgeweitet werden. Schulen

und Kindergarten sind schon

an der Leitung. Ein neuer großer

Abnehmer wird das Pflegeheim,

mit dessen Bau im Herbst

2022 begonnen wird. Ein weiterer

Baustein auf dem langen

Weg zu einer energieautarken

Gemeinde, die möglichst bald

komplett auf fossile Energieträger

verzichten möchte. jj

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Die erste Vorstandschaft des am 26. November 1994 in Penzing gegründeten Kreisfeuerwehrverbandes

in einem alten Zeitungsausschnitt.

Foto: KFV Landsberg

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Landkreis – Die Feuerwehren

gehören heute ganz selbstverständlich

zum Katastrophenschutz

mit Rettungsdiensten

wie dem Technischen Hilfswerk

oder dem Roten Kreuz.

Denn nicht nur im Brandfall sind

Manpower und Know-how der

Alleskönner gefragt. Als Dachorganisation

betreut der Kreisfeuerwehrverband

Landsberg

die 71 gemeindlichen Feuerwehren

mit fast dreitausend

freiwillig Dienstleistenden. Für

Nachwuchs sorgen die 66 Jugend-

und Kinderfeuerwehren

mit derzeit 534 Mädchen und

Jungs.

Eine der Hauptaufgaben des

Verbandes ist die Unterstützung

bei der Aus- und Fortbildung

der Ortsfeuerwehren. Dazu

wurde im Pürgener Gewerbegebiet

ein neues Feuerwehrausbildungszentrum

gebaut, das

noch im Sommer eingeweiht

wird. Fast fünf Millionen Euro

hat der Landkreis für das Mammutprojekt

locker gemacht. Neben

Büros und Seminarräumen

gibt es hier dem Ernstfall nachempfundene

Trainingssituationen

für Atemschutz oder Dunkelkammern

mit Hindernissen,

die man in voller Montur überwinden

muss. Ein gasbetriebener

Flammensimulator täuscht

Brände vor. Auch im Außenbereich

gibt es Übungsplätze mit

Hydranten für diverse Notfallsituationen.

Das neue Ausbildungszentrum

ist ein Meilenstein in der

Geschichte des Kreisfeuerwehrverbandes,

der am 26. November

1994 in Penzing ins Leben

gerufen wurde. Kreisbrandrat

und Verbandsvorsitzender Fritz

Stauber konnte bei der Gründungsversammlung

zahlreiche

Ehrengäste begrüßen wie Landrat

Erwin Filser und Dr. Thomas

Goppel, den Staatsminister für

Landesentwicklung und Umweltfragen.

1996 erschien die

erste Mitgliederzeitschrift des

Verbandes mit einem Titelfoto,

das den Brand eines landwirtschaftlichen

Anwesens in Eresing

zeigt. Fritz Stauber betonte

in seinem Vorwort den Grundsatz

der Feuerwehren: „Helfen

in Not ist uns ein Gebot“.

Johann Koller, sein heutiger

Nachfolger als Verbandsvorsitzender,

kann zufrieden auf eine

aktive und wohl geordnete

Struktur der Landkreisfeuerwehren

blicken. Dass die Gründung

der Ortsgruppen anno dazumal

nicht immer reibungslos verlief,

zeigen historische Unterlagen

im Archiv der Dießener Feuerwehr.

So hielten 1868 die Dießener

eine eigene Feuerwehr

„als gänzlich unnötig“. Bürgermeister

Michael Hofner setzte

die Gründung trotzdem durch

und übernahm auch gleich das

Amt des Kommandanten. Da für

die Beschaffung der nötigsten

„Requisiten“, wie man damals

die Ausrüstung nannte, kaum

Geld da war, spendierte er „in

hochherziger Weise ein Viertel

seines Jahres gehalts.“


Dieter Roettig

Das Titelbild der ersten Mitgliederzeitschrift von 1996

zeigt den Brand eines landwirtschaftlichen Anwesens in

Eresing.

Foto: KFV Landsberg


29. Juni 2022

50 Jahre Landkreis Landsberg 39

Ein Preis für junge Künstler

Starkes Engagement der Sparkasse Landsberg-Diessen

Wer nicht älter als 30 Jahre ist

und in der Heimat- und Brauchtumspflege,

Musik, Literatur

oder auch der bildenden und

darstellenden Kunst besonders

Hervorragendes leistet, kann

ihn bekommen: den Kulturförderpreis

des Landkreises Landsberg.

Schon seit 25 Jahren er

jährlich vergeben. Die allerersten

Preisträger 1997 waren Ferdinand

Kümmeth aus Ludenhausen,

Kilian Fitzpatrick aus

Scheuring, Nicolai Vogel aus

dem Fuchstal und Katharina

Thoma aus Windach.

Mit dem Preis sollen insbesondere

junge Künstlerinnen und

Künstler gefördert werden. Seit

seiner Einführung 1997 wurde

er bereits über 60mal an Einzelpersonen

und Gruppen verliehen.

Die Entscheidung, wer den

Preis erhält, hat der Kulturbeirat,

der sich aus neun Kreisräten und

dem Landrat zusammensetzt.

Die Vorschläge kommen indessen

von den Kreisräten und vom

Landrat. Der Geldpreis – insgesamt

sind es maximal 5.000

Euro – wird gestiftet von der

Sparkasse Landsberg-Dießen.

2005 bekam den Preis auch

der Tänzer und Choreograph

Dustin Klein, der inzwischen mit

seinen Choreographien in Europa

Erfolg hat. Und 2005 erhielt

ihn der Pianist Carlos Cipa –

inzwischen Komponist für zahlreiche

Film- und Fernsehbeiträge,

die unter anderem mit dem

Grimme-Preis ausgezeichnet

wurden. Mit seiner Musik ist

er europaweit unterwegs. Aber

auch seiner Heimatstadt bleibt

er treu und ist immer wieder im

2019 erhielt auch der Landsberger Musiker Malik Harris (Mitte), der Deutschland 2022

beim ESC vertrat, der Kulturförderpreis des Landkreises Landsberg.

Foto: Osman

Landsberger Stadttheater zu hören.

Die überregional bekannte

Künstlerin Katharina Ranftl (inzwischen

Katharina Andress)

durfte den Kulturförderpreis

2014 für ihre „Montagsfiguren“

entgegennehmen. Fotograf Philipp

Altheimer gehörte 2017 zu

den Preisträgern. Und 2019

ging der Preis an Malik Harris –

der für Deutschland beim ESC

auftrat, gerade seine ausverkaufte

Deutschland-Tournee beendet

hat und in mehreren Musikportalen

ganz oben mitmischt.

Ausgezeichnete bildende Kunst

Vergabe erfolgte erstmals 2016

Der Kunstpreis des Landkreises

Landsberg ist bedeutend jünger

als der Kulturförderpreis. Nachdem

beim Kulturförderpreis

weniger bildende Künstler zum

Zuge kamen, wollte man auch

diesen Bereich mit Malerei, Bildhauerei,

Neue Medien und Performance

stärker finanziell fördern.

Deshalb wurde der Preis

2016 neu geschaffen.

Inzwischen ist der Preis sechsmal

verliehen worden – 2021 fiel

die Verleihung wegen der Corona-Pandemie

aus. Dafür erhielten

im Jahr zuvor zwei Personen

den Preis: Helmut Kästl aus Greifenberg

und Cornelia Rapp aus

Denklingen. Deren Mann, Josef

Lang, ist übrigens der aktuelle

Kunstpreisträger. Seine überdimensionalen

Holzfiguren sind

vor allem in der Kreisstadt wie

beispielsweise an der Stadtverwaltung

oder der Musikschule

zu sehen. Über den ersten

Kunstpreis konnte sich der Maler

Ernst Heckelmann freuen, dessen

blau-weiße, monumentale

Berglandschaften vielen bekannt

sind. 2017 wurde der Holzbildhauer

Bert Praxenthaler geehrt,

der als Spezialist für Skulptur in

der Denkmalpflege und Restaurierung

weltweit unterwegs ist

– beispielsweise in Afghanistan

für die UNESCO. Ein Jahr darauf

erhielt Karl Witti den Preis. Der

Zeichner, Kunst- und Theatermaler

für das Volkstheater, Residenztheater,

die Kammerspiele

und das ZDF, aber auch für die

Oberammergauer Passionsspiele

starb Anfang dieses Jahres. 2019

schließlich bekam die Grafikerin

und Malerin Mica Knorr-Borocco

aus Utting den Preis.

Wer den Preis erhält, entscheidet

der neunköpfige Kulturbeirat.

Die Kandidatenvorschläge

kommen von Landrat und von

den Kreisräten. Das Preisgeld,

4.000 Euro, stiftet die Sparkasse

Landsberg-Dießen.

Immer mit einem verschmitzten Lächeln: Karl Witti erhielt

2018 den Kunstpreis des Landkreises Landsberg. Der Zeichner

und Bühnenmaler ist im Januar dieses Jahres gestorben.

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Tourismus wieder im Aufwind

Schon seit 1996 wurde der Fremdenverkehr unterstützt

In seinem Element als humoriger Fremdenführer am Bayertor

in Landsberg ist hier Axel Flörke. Foto: Stadt Landsberg

Axel Flörke, Geschäftsführer

des Tourismusverbandes Ammersee-Lech,

mit der neuen

Imagebroschüre „Wo Träume

Wirklichkeit werden“.


Foto: Roettig

Landkreis – Dass man eine der

schönsten und vielseitigsten

Regionen Bayerns in Sachen

Fremdenverkehr professionell

vermarkten muss, war bereits

1996 dem damaligen Landrat

Bernhard Müller-Hahl klar.

Er initiierte den „Fremdenverkehrsverband

Ammersee-Lech

e.V.“ und übernahm den Vorsitz.

Sein Vize wurde Dießens

Bürgermeister Max Weiher, die

nebenamtliche Geschäftsführung

übernahm Bertold Jetschke.

Im „Geburtsjahr“ 1972 des

neuen Landkreises gab es bereits

ein Gastgeberverzeichnis

und ein Gebietsprospekt mit

Panoramakarte.

Heute steht dem in „Tourismusverband

Ammersee-Lech

e.V.“ unbenannten Verein

Landrat Thomas Eichinger vor.

Zweiter Vorsitzender und Geschäftsführer

ist mit Axel Flörke

(68) ein Multi-Fachmann,

der zwar auf vielen Hochzeiten

tanzt, aber überall seine Kompetenz

beweist. Der frühere

Gymnasiallehrer ist Stadtrat,

Kultur- und Tourismusreferent

sowie Stadtführer in Landsberg,

Kreisrat und Vorsitzender

der „Künstlergilde Landsberg-Lech-Ammersee

e.V.“.

Der Verband erstellt, finanziert

und betreut die touristische

Homepage www.ammersee-lech.de

mit integriertem

Reservierungssystem für Beherbergungsbetriebe.

Bei den

wichtigsten Reise- und Tourismusmessen

im In- und Ausland

ist der Landsberger Verband

natürlich vertreten. Mit Nachbarlandkreisen

und ihren Tourismusverbänden

besteht eine

intensive Zusammenarbeit.

Wichtig für die dem Verband

angeschlossenen Beherbergungsbetriebe

ist die Vermittlung

von Unterkünften sowie

die Unterstützung bei der Klassifizierung.

Auch umfangreiches Prospektmaterial

wird erstellt.

Flyer für Rad- und Wanderwege,

Hotel- und Gastgeberverzeichnisse

oder die neue

Image-Broschüre „Wo Träume

Wirklichkeit werden“ sorgen

dafür, dass jetzt nach den Corona-Erleichterungen

wieder

mehr Touristen in den Landkreis

kommen. Im Jahr 2020

gab es hier einen erheblichen

Einbruch. Das Statistische

Landesamt spricht von rund

71.600 und damit 45 Prozent

weniger Gästen als 2019. Nur

197.000 Übernachtungen ergaben

36 Prozent weniger als

im Vorjahr.

Für das Jahr 2022 ist von Seiten

des Tourismusverbandes

Optimismus angesagt. Der

Töpfermarkt in Dießen mit weit

über 50.000 Gästen, darunter

sehr vielen Auswärtigen, war

bereits ein fulminanter Auftakt.

Es folgen noch weitere Großevents

wie die 900-Jahrfeier von

Utting vom 30. Juni bis zum 4.

Juli oder die „Festtage am See“

in Dießen vom 27. bis 31. Juli

vom Heimat- und Trachtenverein

D’Ammertaler Dießen/

St. Georgen.

Auf der Agenda des Landratsamtes

und des Tourismusverbandes

stehen auch Maßnahmen

zur Stärkung des Standortmarketings.

So hat man jetzt

einen Prozess zur Entwicklung

einer branchenübergreifenden

Regionenmarke für den Landkreis

Landsberg mit der Region

Ammersee-Lech lanciert.

Hier will man bestehende Synergiemöglichkeiten

in allen Bereichen

ausschöpfen und unter

dem Dach der Marke bündeln.

Wie das geht, haben die

Landkreis-Nachbarn mit ihrer

selbstbewussten Marke „StarnbergAmmersee“

vorgemacht.


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Seit Jahrzehnten strebt der

Landkreis in den MVV

Beitritt frühestens Ende 2024 – vorher kommen neue Buslinien

Ein Beitritt des Landkreises zum MVV-Gebiet würde den

14.000 München-Pendlern landkreisweit günstigere Fahrpreise

bescheren.

Es war nur eine Handvoll Buslinien,

die 1972 Fahrgäste

durch den neu gegründeten

Landkreis transportierte. Die

Linien führten von Landsberg

nach Mering, Egling, Utting,

Dießen und Mundraching. Sie

verkehrten dreimal am Tag, der

letzte Bus fuhr um 17 Uhr.

Dieses überschaubare Angebot

wurde sukzessive erweitert.

1994 nahm der Landsberger

Stadtbus den Betrieb auf.

Ein Jahr später schlossen sich

die zehn damals aktiven Buslinien

zur Landsberger Verkehrsgemeinschaft

(LVG) zusammen.

Ab diesem Zeitpunkt galt im

gesamten LVG-Gebiet ein einheitlicher

Tarif. Fahrgäste können

seitdem mit nur einem Ticket

auf allen Buslinien unterwegs

sein.

Zu diesem Zeitpunkt war das

Verbindungsnetz bereits erheblich

dichter geworden. Über 20

Linien waren unterwegs – sogar

eine Busverbindung von

Dießen nach München gab es,

die heute nicht mehr existiert.

Neben dem Landsberger Stadtbus

verkehrten inzwischen auch

in Kaufering und Dießen Ortsbusse.

Derzeit ist ein weiterer Ausbau

des Busnetzes geplant. Eine

neue Linie schafft ab September

2022 eine stark nachgefragte

Verbindung von Landsberg

über Holzhausen nach

Buchloe. In einer Fahrtzeit von

wenig über 20 Minuten würde

Landsberg damit auch eine

bessere Verbindung an die Züge

des Fernverkehrs erhalten.

Darüber hinaus ist im Laufe

des Jahres 2023 die probeweise

Einführung einer Buslinie

von Dießen nach Herrsching

geplant – sie bedeutet für die

Dießener den langersehnten

Anschluss an den Herrschinger

S-Bahnhof. Hinzu kommt eine

landkreisweite Ausweitung des

Anruf-Sammel-Taxis (AST).

Seit Jahrzehnten im Gespräch

ist der Beitritt des Landkreises

zum Tarifgebiet des MVV. Bis

es tatsächlich dazu kommt,

müssen sich die täglich 14000

Menschen, die aus dem Landkreis

ins MVV-Gebiet pendeln,

aber noch bis mindestens Ende

2024 gedulden.

Grund ist die Übernahme

der Strecke München-Lindau

durch die Go-Ahead Verkehrsgesellschaft

im Dezember 2021.

Dank der Elektrifizierung der

Strecke haben sich Fahrtzeiten

verkürzt. Außerdem gibt es einen

neuen Vorortverkehr zwischen

München und Buchloe.

All dies hat Folgen für die Angebotsstruktur

im Landkreis.

Eine Fahrgasterhebung, die

ursprünglich im Winter 20/21

stattfinden sollte, wurde deshalb

um ein Jahr verschoben.

Sie soll belastbare Daten liefern,

auf deren Basis der Tarif erarbeitet

werden kann. Die Erhebung

ist Teil einer Grundlagenstudie,

die der MVV derzeit zum Beitritt

von zehn Landkreisen und kreisfreien

Städten durchführt.

Bekannt ist, dass neben

den genannten 14000 München-Fahrern

30 Prozent der

Pendler innerhalb des Landkreises

unterwegs sind. Weitere 20

Prozent steuern andere Landkreise

an. Von diesen wiederum

pendelt ein relativ hoher Anteil

nach Augsburg. Zumindest für

den nordwestlichen Landkreis

Landsberg wird deshalb über

einen „Überlappungstarif“ mit

dem Augsburger Verkehrs- und

Tarifverbund (AVV) nachgedacht.

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Angelpunkt ist der Landsberger Busbahnhof.


29. Juni 2022

50 Jahre Landkreis Landsberg 43

Königin Theresia als Namenspatronin

Kreisseniorenheim Greifenberg mit bewegter Geschichte

Landkreis – Warum das Kreisseniorenheim

in Greifenberg

„Theresienbad“ heißt, wissen

selbst die meisten Dorfbewohner

nicht: Im Jahr 1833 entdeckte

hier ein Landarzt namens

Dr. Josef Hasinger eine

Heilquelle mit Eisen, Kohlensäure

und Schwefelwasserstoff. Er

eröffnete einen Kurbetrieb „zur

Behandlung passender Krankheiten“.

Als Bayern-König Ludwig I.

und seine Gemahlin Theresia

am 15. Oktober 1835 zum Kaffee

im Greifenberger Schloss

bei Baron von Perfall weilten,

kamen sie auf dem Rückweg

am Mineralbad „in lieblicher

Lage“ vorbei. Theresia war

entzückt, verbrachte hier ihre

„Sommerfrische“ und der König

verlieh dem Bad per Ministerial-Rescript

den Namen

„Theresien-Heilbad“.

Jahrzehntelang zählte Greifenberg

laut dem Augsburger

Stadtgerichtsrat Dr. Koller „zu

Sieht den Landkreis gut aufgestellt in Sachen Pflegestruktur:

Thomas Söldner, Betriebsleiter der Kreisseniorenheime

Greifenberg und Vilgertshofen. Foto: Roettig

den bedeutendsten Heilbädern

unseres bayerischen Vaterlandes“.

Mangels eines Gleisanschlusses

hat man den Betrieb

1907 trotzdem eingestellt. Aus

dem Komplex wurde später

eine BdM-Führerinnenschule

und nach dem Ende des zweiten

Weltkriegs ein Lazarett. Im

Februar 1948 vernichtete ein

Brand das Bad fast vollständig.

Nur der südliche Anbau und

der Pavillon mit dem Zwiebeltürmchen

blieben erhalten.

1948 kaufte der Landkreis

Landsberg das Gelände und

baute den Haupttrakt zur Betreuung

alter und hilfsbedürftiger

Mitbürger wieder auf. Nach

zahlreichen weiteren Neu- und

Umbauten bietet das „Kreisseniorenheim

Theresienbad“

heute Platz für bis zu 115 pflegebedürftige

Menschen. Zum

Portfolio gehören neben der

vollstationären- auch die Kurzzeit-

und Tagespflege. Laut Diplom-Gerontologe

Thomas Söldner,

seit zehn Jahren Betriebsleiter

in Greifenberg, finden

derzeit umfassende Planungen

zur Sanierung bzw. Neugestaltung

des Seniorenheimes statt.

Thomas Söldner ist auch Betriebsleiter

des Kreisseniorenheimes

Vilgertshofen, der zweiten

Einrichtung dieser Art, die

vom Landkreis betrieben wird.

Seit Ende des zweiten Weltkriegs

werden hier schon alte

und pflegebedürftige Menschen

versorgt. Zunächst mit

Unterstützung der Schwestern

des „Hl. Karl Borromäus“, seit

30 Jahren aber unter „rein weltlicher

Führung des Landkreises“.

Im Jahre 1995 konnte das

neu gebaute Pflegeheim eingeweiht

werden, das bereits 2012

durch einen Anbau erweitert

werden musste. Zur Ausweitung

der Einzelzimmer-Kapazitäten

hat der Landkreis 2020 einen

Teil des benachbarten Gebäudes

der Diözese abgekauft.

Auch hier sind die Umbauplanungen

in vollem Gange. Derzeit

bietet Vilgertshofen 83 Plätze

für vollstationären Aufenthalt

sowie eingestreute Kurzzeitund

Tagespflege an.

Betriebsleiter Thomas Söldner:

„Ich möchte ausdrücklich

hervorheben, dass sich

der Landkreis zu seinen beiden

Heimen bekennt und sie zukunftsfähig

aufstellen wird. Somit

leistet der Landkreis einen

wichtigen Beitrag zum Erhalt

der Pflegestruktur. Er trägt dafür

Sorge, dass auch für künftige

Generationen gute Versorgungsmöglichkeiten

geschaffen

werden.“

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29. Juni 2022

50 Jahre Landkreis Landsberg 45

Im Landkreis wird viel geradelt

Mit einem »Gefährt unabhängig von Tieren«…

Rainer Mahl, beim Landratsamt für den Ausbau des

Radwegenetzes zuständig, geht mit gutem Beispiel

voran. Er fährt jeden Tag mit dem Radl zur Arbeit.


Foto: Leitensdorfer

Rarität aus dem Landkreis-Archiv:

Die erste wetterfeste

Rad-Wanderkarte aus dem

siebziger Jahren mit zehn Tourenvorschlägen.

Foto: Roettig

Landkreis – Es gibt kaum einen

Haushalt, der nicht mindestens

ein Fahrrad sein eigen nennt.

Touren-, Renn- oder Lastenrädern

und natürlich E-Bikes gehören

heutzutage ganz selbstverständlich

zum Alltag. Was dabei

kaum ein Drahtesel-Besitzer

weiß: Die Erfindung des Zweirads

geht auf den Ausbruch des

indonesischen Vulkans Tambora

im Jahre 1815 zurück. Weltweit

gab es daraufhin eine Reihe

von „sommerlosen“ Jahren mit

schlechten Ernten. Der Preis für

Hafer schoss in die Höhe. Viele

Pferdebesitzer konnten sich das

Futter für das damalige Transportmittel

Nr. 1 nicht mehr leisten

und die Schlachter hatten

Hochkonjunktur.

Der badische Forstbeamte

Karl von Drais fing daraufhin

zum Tüfteln an und entwickelte

ein „Gefährt, das unabhängig

von Tieren war.“ Sein Zweirad

bzw. die Laufmaschine namens

„Draisine“ besaß noch keine Pedale

und wurde mit den Füßen

angeschoben. Erst 1867 wurden

in Frankreich die Pedale erfunden.

Es folgte das abenteuerliche

Hochrad und erst ab 1885

konnte man von einem richtigen

Fahrrad in seiner bis heutigen

Grundform sprechen.

Der Landkreis Landsberg gibt

sich alle Mühe, als besonders

fahrradfreundlich zu gelten.

Für Freizeitradler gibt es bereits

ein sehr passables Radwegenetz

und daran angepasste Tourenvorschläge.

Für den Umstieg

vom Auto auf das Fahrrad im

Alltagsleben aber gibt es noch

viel zu tun. Bevor man den Wagen

für den Arbeitsweg oder die

Fahrt zum Supermarkt in der

Garage lässt, müssen noch viele

asphaltierte und vor allem direkte

Radwege gebaut werden.

Laut Rainer Mahl, Sachgebietsleiter

Kreisentwicklung

und Wirtschaftsförderung im

Landratsamt, ist das derzeitige

Radwegenetz noch zu „freizeitlastig“.

Mit einer Schwachstellen-Analyse

arbeite man am

Lückenschluss zum Alltagsradverkehr.

Auf der Basis von Vorschlägen

des Allgemeinen Deutschen

Fahrrad-Clubs ADFC

konnten bereits zehn Maßnahmen

umgesetzt werden. Leider

gebe es oft zähe Grundstücksverhandlungen

und manchmal

erschwere auch der Naturschutz

den Neu- oder Ausbau eines

Weges. So durfte der Radweg

nach Kaufering wegen Wildbienen

nicht asphaltiert werden.

Zur komplexen Aufgabe der

Erweiterung des Alltagsradwegenetzes

seien neben dem

direkten Weg möglichst ohne

scharfe Kurven auch sichere

Fahrradabstellplätze am Ziel

wichtig. Deshalb müssten Radfahrer

von Grund auf in neue

Verkehrsplanungen einbezogen

werden. Einen massiven

Mangel an Alltagsradwegen

gebe es zum Beispiel zwischen

Landsberg und dem Ammersee.

Die Straße nach Utting

über Hofstetten sei keine Verbindung,

die als Alltagsradweg gelten

könnte. Seien Aspekte wie

Sehenswürdigkeiten und Rastplätze

für Freizeitradler wichtig,

zählt bei den Alltagsradlern die

schnelle, durchgängige und sichere

Verbindung der Hauptorte

im Sommer wie im Winter.

Rainer Mahl, der täglich 20 Kilometer

mit dem Fahrrad ins

Landratsamt strampelt, ist trotz

des schleppenden Radwegeausbaus

zuversichtlich, bald wieder

Erfolge melden zu können.

Die finanzielle Herausforderung

des Radwegeausbaus muss der

Landkreis durch das „Anzapfen“

aller möglichen Förderungen

seitens des Freistaates oder

Bundes mindern. Bayern möchte

schließlich mit seinem „Radverkehrsprogramm

2025“ den

Radverkehrsanteil von derzeit

11 auf 20 Prozent steigern und

das Fahrrad als Alltagsverkehrsmittel

endgültig etablieren.

Zum Landkreis-Geburtstag

hat Rainer Mahl eine besondere

Rarität aus dem Archiv geholt:

Die erste umfassende und regenfeste

Kartenmappe aus den

siebziger Jahren zum „Rad-Wandern

zwischen Ammersee und

Lech“ mit zehn Routen. Ausgearbeitet

hat sie damals Bertold

Jetschke, Mahls Vorgänger

und nebenberuflich Geschäftsführer

des Tourismusverbandes

Ammersee-Lech.

Heute gibt es zwei Dutzend

Tourenvorschläge für „Radeln

und Wandern“ online bei

www.landkreis-landsberg.de

unter „Kultur und Tourismus“

oder auch in Flyerform bei den

Tourismusbüros. Mit „Kinsauer

Lechschleifenrunde“, „Klosterund

Kirchentour“, „Via Claudia“,

„Rund um den Ammersee“

bis zu einer „Schlösser- und

Biergartenrunde“ wird kaum ein

schönes Fleckerl in unserem

Landkreis ausgelassen.


Dieter Roettig

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46 50 Jahre Landkreis Landsberg

29. Juni 2022

»Bei mir ging es schon gut los«

Ein Kindl vom Juli 1972: Anton Baab, der Letztgeborene von acht Geschwistern

Kinsau/Apfeldorf – Ein Kindl,

das im Juli 1972 zur Welt kam,

als die Gebietsreform in Bayern

umgesetzt wurde, ist Anton

Baab. Er ist in Apfeldorf aufgewachsen

und hat sich als Bub gewundert,

warum die „Bulldogs“

SOG-Kennzeichen hatten und

bei den Autos LL draufstand. Als

der Letztgeborene von acht Kindern

ist er in einer Bauunternehmer-

und Landwirtsfamilie groß

geworden. Baab, der beim Straßenbauamt

Weilheim arbeitet,

ist mit seiner Frau Corinna und

den zwei Töchtern in Kinsau zu

Hause.

„Bei mir ging es schon gut los“,

erzählt Anton Baab mit einem

Schmunzeln. Als achtes Kind

bekam er die Ehrenpatenschaft

des damaligen Bundespräsidenten

Gustav Heinemann. Bei seiner

Schwester hat man dies wohl

übersehen; denn normalerweise

wäre diese Ehre dem siebten

Kind zugekommen. „Dies hatte

aber auf mich persönlich keine

Auswirkungen. Meinen prominenten

Patenonkel hatte ich

nie zu Gesicht bekommen“, bekundet

Baab mit einem schelmischen

Grinsen.

In seinem Leben musste er immer

schon vieles als Erster bestreiten.

Zum Beispiel wurde er

als einziger aus der Familie überhaupt

in den Kindergarten geschickt

– und dann noch nach

Reichling in den Verwaltungsgemeinschafts-Kindergarten.

Eltern

und Geschwister mussten

täglich starke Überzeugungsarbeiten

leisten, bis sie ihn in der

Frühe in den Kindergartenbus hineinbrachten.

Dies war übrigens

ein roter VW Bulli; Busfahrer war

damals Ludwig Schamper, vor

1972 Bürgermeister in Apfeldorf.

Die Grundschulzeit verlief

ziemlich unspektakulär. Die Gebietsreform

brachte es damals

mit sich, dass ab der fünften Klasse

eine Trennung vollzogen wurde.

Die Birkländer Kinder kamen

nach Peiting, die Kinsauer nach

Hohenfurch und die Apfeldorfer

nach Rott. „Meines Wissens

nach waren wir die letzte Klasse,

die Schulkameraden aus Birkland

hatten“, erinnert sich der gebürtige

Apfeldorfer, der am 26. Juli

den 50. Geburtstag begeht.

Der erste Beamte in der

großen Familie

Nach seiner Schulzeit fing der

Jugendliche eine Ausbildung

als Flurbereinigungstechniker in

München an, und zwar bei der

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Oberbayern an.

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Heute heißt das Amt für Ländliche

Entwicklung München.

„Als erster Beamter in der Familie

war meinen Geschwistern kein

Gespött zu schade“, blickt Baab

zurück.

Beruflich war er unter anderem

mit den Neuordnungsverfahren

Peiting beschäftigt, als er

vom damaligen Straßenbauamt

Weilheim (heute Staatliches Bauamt

Weilheim) abgeworben wurde

und 2003 seinen Dienst dort

als Grunderwerbssachbearbeiter

für die Landkreise Landsberg

und Garmisch-Partenkirchen aufnahm.

„Grunderwerb für Straßenbauzwecke

in der Heimat macht mir

sehr viel Freude. Der dreistreifige

Ausbau an der Bundesstraße 17

zwischen Hohenfurch und Landsberg,

wie auch die Ortsumfahrung

von Landsberg bis Obermeitingen,

brachten mich 40

Kilometer quer durch den Landkreis

Landsberg und zu über 700

Grundeigentümern nach Hause“,

schildert der Kinsauer. Er war

aber auch für den Kramertunnel

in Garmisch-Partenkirchen tätig –

auch dort wegen Grunderwerbs.

Hochzeit war beim

Pfingsthochwasser

Seine Frau Corinna lernte er

1997 bei dem Geburtstagsfest

seiner Schwester Marlene kennen,

die den Dorfladen in Kinsau

führt. Im Mai 1999 beim

Pfingsthochwasser haben die

Zwei in der Kirche in Apfeldorf

geheiratet. Das Familienglück

besiegelten sie mit der Geburt

der beiden Töchter. Johanna ist

inzwischen 22 Jahre, Antonia 18

Jahre. Die beiden Kinder sind im

Krankenhaus Landsberg zu Welt

gekommen, seine Frau und er

hingegen noch in Schongau.

Das mag daran liegen, dass trotz

längeren Anfahrtsweges „Landsberg

unsere Kreisstadt ist“, fügt

der 49-Jährige hinzu.

Mit dem Hausbau in Kinsau,

den er rückblickend als Kampf

gegen die Bürokratie bewertet,

kam er auf den Gedanken, für

Im Juli 1972 geboren: Anton Baab, in Apfeldorf aufgewachsen

und seit 2007 in Kinsau zu Hause. Foto: jj

den Gemeinderat zu kandidieren.

Sein Anliegen war es, sich

unter anderem auf die Seite der

Bauherren zu stellen und diese

zu unterstützen. „Was mir ehrlich

gesagt nicht immer gelang. In einem

Gemeinderat sind eben 13

Meinungen vertreten“, kommentiert

Anton Baab. Doch konnte er

sein Fachwissen einfließen lassen

und einige Straßenprojekte anstoßen

oder umsetzen.

Durch den Gemeinderat haben

sich aber auch gute Freundschaften

entwickelt, zum Beispiel mit

Dieter Funk, der in Kinsau eine

Brillenmanufaktur leitet, die Heimat

sehr belebt und Arbeitsplätze

schafft. Ebenso mit Raimund

Erhard, der neben seiner Landwirtschaft

einen Islandpferdehof

in Kinsau betreibt und durch

seine Feriengäste Kinsau in ganz

Deutschland bekannt macht.

Baab: „Diese Freundschaften machen

mir meine Heimat noch lebenswerter.“

Für ihn war Heimat immer

schon im Landkreis Landsberg.

Als Kind hat er sich immer gewundert,

warum die Bulldogs

SOG-Kennzeichen hatten und

die Autos LL. Sein Vater hat dann

erzählt, „dass wir früher einmal

zum Landkreis Schongau gehörten“.

Anton Baab ist durchaus

bekannt, dass es einige Gemeinden

in Bayern gibt, die

wegen der Gebietsreform bis

heute noch aneinandergeraten

und noch nicht damit einverstanden

sind. Zum Beispiel hat

er dies im Neuordnungsverfahren

Tandern (im Dachauer Hinterland)

erlebt. Tandern wurde

mit Hilgerts hausen verbunden.

Plädoyer für

weitere Reform

Für Baab, der gern Motorrad

fährt und dessen Familie zwei

Rösser hat, ist es 50 Jahre nach

der Gebietsreform an der Zeit,

aus Kostengründen die Kommunalverwaltung

erneut zu reformieren.

Wie er sich das konkret

vorstellt? Nur noch einen Bürgermeister

und ein Gremium in der

Verwaltungsgemeinschaft Reichling.

Der Verwaltungsapparat in

jeder einzelnen Kommune koste

„Unmengen an Steuergeldern“,

die man sparen und z.B. für kommunale

Jugendarbeit oder Seniorenprojekte

einsetzen könne.

Wenn Baab ein Fazit zieht,

dann liest es sich so: „Egal welche

Regierung Reformen umsetzt,

und egal, welcher Gemeinde

oder welchem Landkreis man

zugeordnet ist – Heimat trägt

man im Herzen! Sie ist da, wo

jemand geboren wurde und wo

Familie und Freunde leben. jj

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50 Jahre

Landkreis

Landsberg


29. Juni 2022

50 Jahre Landkreis Landsberg 47

Ich war Bote bei

den Olympischen Spielen

KREISBOTE-Mitarbeiter Thomas Ernstberger erinnert sich an seinen

Schüler-Job vor 50 Jahren im Münchner Organisationskomitee

50 Jahre „neuer“ Landkreis

Landsberg – dieses Jubiläum

fällt ins gleiche Jahr wie das

„olympische Jubiläum“ von

München. Gerade mal zwei

Monate nach der Neuausrichtung

des Landkreises begannen

am 26. August 1972 in

der Landeshauptstadt die XX.

Olympischen Sommerspiele.

Die „heiteren Spiele“ – bis

zum 5.September, dem Tag des

schrecklichen Attentats auf die

israelische Mannschaft.

Olympia 1972 (nicht die

„Olympiade“ 1972) – das waren

trotz der Ereignisse des „schwarzen

Dienstags“, den keiner je

vergessen wird, der irgendwie

mit dem Treffen der „Jugend

der Welt“ zu tun hatte, „meine“

Spiele. Ich habe damals als

junger Kerl, noch keine 16 Jahre

alt, alles live vor Ort miterlebt.

Ich war von Kindheit an großer

Sport- und Olympia-Fan.

Die Krönung: Über irgendwelche

Beziehungen, genau

weiß ich es nicht mehr, bekam

ich 1972 einen „olympischen

Job“. Ich, der junge Schüler

des Münchner Ludwigs-Gymnasiums,

durfte mich (schon

ab zwei Wochen vor den Spielen)

ganz offiziell „Bote“´ im

Münchner Organisations-Komitee

an der Ackermannstraße

nennen. Mensch, war ich

stolz! Nicht nur auf meine weiße

Dienstkleidung. Meinem Tagebuch

vom 8. August („zweiter

Arbeitstag“) entnehme ich:

„Ich bekam zwei weiße Jeans,

eine Jeansjacke, zwei T-Shirts,

drei Paar Socken, eine orange

Mütze, einen Regenumhang

und ein Paar Basketballschuhe“.

Die Einkleidung fand damals in

einer Bundeswehr-Kaserne im

Münchner Norden statt. Neben

einem Dienst-Mofa (in

den Arbeitspausen zweckentfremdet

für halsbrecherische

Fahrten im Wettkampfmodus

Erinnerungen an 1972: Der

ehemalige Olympia“- Bote und

Dackel „Waldi“ Foto: Ernstberger

gegen Kollegen hinauf auf den

Olympiaberg), einer MVV-Gesamtnetz-Karte

und freier Verpflegung

gab‘s eine „fürstliche“

Bezahlung von zwei US-Dollar

am Tag (das waren damals rund

acht Mark, also vier Euro). Der

Gesamtverdienst meiner 37

Olympiatage war später immerhin

der Grundstock für meine

erste (laute und Watt-starke)

Stereoanlage – sehr zur Freude

meiner Eltern…

Das Wichtigste aber: Ich hatte

einen Ansteck-Ausweis (Umhänge-Akkreditierungen

wie heute

gab es damals genauso wenig

wie scharfe Kontrollen) in den

bunten, olympischen Farben. Er

war das „Sesam öffne dich“ für

die Sportstätten, heute würde

man es „AAA-Ticket“ (All Area

Access) nennen. Ich hatte also,

wann immer ich wollte, freien

Zutritt zu jedem Wettbewerb.

Ich hab’s – da die Arbeit im

Büro, hochmodern sogar mit

einem Farbfernseher ausgestattet,

während der Spiele durchaus

überschaubar war – so gut

es ging ausgenutzt. So hab‘

ich alle großen Sportler dieser

Spiele live gesehen. Den amerikanischen

Wunder-Schwimmer

Mark Spitz, den russischen

100-Meter-Sieger Walerij Borsow,

die kubanische Box-„Maschine“

Teofilo Stevenson und

die deutschen Gold-Athleten Ulrike

Meyfarth im Hochsprung,

800-Meter-Läuferin Hildegard

Falck, Speerwerfer Klaus Wolfermann

und Geher Bernd Kannenberg

genauso wie die wunderbare

Heide Rosendahl mit

ihren Ringelsocken und Nickelbrille

oder DDR-Sprinterin Renate

Stecher, um nur ein paar

zu nennen, die mir besonders

im Gedächtnis geblieben sind.

Es waren in der Tat fröhliche

Spiele, deren Leichtigkeit sich

auch auf uns Helfer übertrug.

Bis zu jenem 5. September, als

das Attentat München in einen

Schockzustand versetzte. Damals

gab’s noch keine Handys,

ich erfuhr erst im Büro, was da

Schreckliches passiert war. Im

OK herrschte Sprachlosigkeit.

Wir alle waren fassungslos.

„Der Schatten der Toten liegt

über den Spielen, die so heiter

begannen“, schrieb ich in

mein Tagebuch. Ich war dann

auch zwei Tage danach bei der

Trauerfeier im Olympiastadion

als IOC-Präsident Avery Brundage

den Satz sprach, den keiner

je vergessen wird: „The games

must go on“ – die Spiele müssen

weitergehen. Die Fröhlichkeit

war natürlich vorbei.

Außer Erinnerungen ist mir

von Olympia 1972 fast nicht geblieben.

Die Kleidung, die gesammelten

Pins aus aller Welt,

Fotos und Autogramme – leider

alles weg. Bis auf ein paar Plakate.

Und einen: Den bunten Dackel

Waldi, das offizielle Maskottchen

der Spiele. Den habe

ich (sogar noch in der Originalverpackung)

aufbewahrt. Er hat

alle Umzüge überstanden. Und

„wohnt“ seit vielen Jahren auf

einem „Ehrenplatz“ beim ehemaligen

Olympia-Boten.


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