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Ausgabe 12 | 2022 • 5. Juli 2022

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Die Fotoausstellung der Familie Lohmann in der Raika Sölden weckt viel Begeisterung

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Oberländer VerlagsGmbH

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Günther Lechner, Wolfgang Weninger

Redaktion:

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Druck: Walstead NP Druck GmbH

Die nächste Ausgabe

erscheint am 19. Juli 2022

10 11 12

Ansichtskarten, Prospekte, Panoramen

und unzählige Aufnahmen aus

dem Ötztal. Das ist das Werk der in

Obergurgl und in Oetz seit fast hundert

Jahren tätigen Familie Lohmann.

In den Räumlichkeiten der Raiffeisenbank

Sölden sind noch bis Oktober

sehenswerte Exponate der Fotografen-Dynastie

zu bewundern. Neben

alten Bildern zeigt der Enkel des Firmengründers

Walter, der Fotokünstler

Alexander Maria, einen Auszug seiner

aktuellen Werke. Bei der Vernissage

war das Geldinstitut bestens gefüllt.

1 Ein Familienfoto: Nele und

Alexander Maria Lohmann,

Ruth Schaber, die Tochter von

Firmengründer Walter Lohmann,

sowie Walter Lohmann junior

mit Gattin Maria, die in Seefeld

ein Fotogeschäft betreiben.

2 Die beiden Vorstände der Raiffeisenbank

Sölden Florian Klotz

und Claus Scheiber posierten

vor dem weißen Bären, dem

Markenzeichen der Firma Lohmann.

3 Der Ötztaler Hermann Riml unterhielt

sich mit den Kuratoren

der Ausstellung, Petra Paolazzi

und Niko Hofinger.

4 Gut gelaunte Raika-Bedienstete.

Lisa Wopfner, Manuel Reich

und Dagmar Klotz begrüßten die

Gäste.

5 Die Bankangestellten Harald

Scheiber, Anne Santer,

Gabriela Mannes und Lukas Jenewein

nützten den Abend zum

Smalltalk mit ihren Kunden.

6 Marcel und Prisca Grüner vom

Hotel Bruno unterhielten sich

mit den Eltern des Skiprofis Fabio

Gstrein, Anita und Gotthard

Gstrein, die in Sölden die Skischule

betreiben.

7 Der Bauer Martin Grüner aus

Obergurgl, Bergbahnen-Chef

Jack Falkner aus Sölden und

Hotelier Hans Steiner aus Gurgl

ließen den Schmäh rennen.

8 Melanie Scheiber aus Umhausen

vom Tourismusverband Ötztal

kam mit ihrer Mama Lucia

und Andrea Grüner aus Obergurgl.

9 Prokurist Thomas Moser, Aufsichtsratsvorsitzender

Josef

Klotz und Prokurist Philipp

Kneisl übersiedelten direkt von

einer Vorstandssitzung zur Ausstellungseröffnung.

10 Raika-Aufsichtsrat Matthias

Gstrein unterhielt sich mit dem

Chef der Kühlanlagenfirma „Eiskalt“,

Walter Scheiber.

11 Bezirksbauernobmann und Raika-Funktionär

Andreas Gstrein

besuchte die Eröffnung mit der

Sägewerksbesitzerin Petra Falkner

und dem Genussbotschafter

und Viehzuchtgeschäftsführer

Raphael Kuen aus Längenfeld.

12 Der Sohn der Skilegende Andre

Arnold, Gemeinderat und Wirtschaftsobmann

Marco Arnold,

unterhielt sich mit Benedikt

Haid, der als Obmann des Heimatmuseums

Längenfeld die

Ausstellung mitgestaltete.

Fotos: Eiter

2 5. Juli 2022


Netzwerker ohne Standesdünkel

Der Ötztaler Jakob Grüner ist die neue Drehscheibe im Büro des Landeshauptmannes

Er ist hochgebildet. Hat mit

Rechtswissenschaften und Wirtschaftsrecht

zwei Studien absolviert.

Danach die Rechtsanwaltsprüfung

abgelegt. Und mit

der Richteramtsprüfung auch

die Befugnis als Richter oder

Staatsanwalt zu arbeiten. So

ganz nebenbei besitzt er die Führerscheine

A, B, C, E und F und

die Berechtigung Boote am Meer

und auf Seen zu steuern. Seit ein

paar Wochen ist der in Oetz aufgewachsene

35-jährige Jakob

Grüner als Büroleiter auch Steuermann

an der Seite des Landeshauptmanns.

Dabei setzt der Vater

zweier Kinder und überzeugte

Vereinsmensch auf ein effektives

Miteinander.

„Zu meinem Team gehören neben

den unterschiedlichen Fachreferenten

insbesondere auch die Assistenzen,

Fahrer und unsere Reinigungsfachkraft.

Dies ist auch so,

wenn wir bei uns im Büro auf ein

Geburtstagsglas anstoßen!“ Diese

bemerkenswerte Aussage beschreibt

treffend den Charakter

des wichtigen Vertrauten des ranghöchsten

Tiroler Politikers. „Ich

bin vielseitig interessiert. Und

weiß, dass zum Reden mit den

Menschen auch das Zuhören gehört“,

beschreibt der Jurist seine

Arbeitsauffassung und betont:

„Ich mag keinen Standesdünkel!“

Über Wien nach Tirol

Bevor Jakob Grüner die Nachfolge

des zum Staatssekretär ernannten

Florian Tursky antrat, leitete er die

Ein Familien- und Vereinsmensch mit strategischem Weitblick. Jakob Grüner leitet

seit kurzem das Büro des Landeshauptmannes.

Foto: Eiter

Koordinationsstelle der Tiroler

Landesregierung in Wien. „Das

war ein sehr spannender Job. Wir

haben als erstes Bundesland eine

derartige Außenstelle eingerichtet

und andere sind uns nachgefolgt.

Wenn du in Wien direkt vor Ort

mit den Ministern und deren Beamten

laufend im persönlichen

Kontakt stehst, dann kannst du

vieles auf kurzem Weg erledigen

und erreichen. Das Wichtigste dabei

ist zu wissen, wer wen kennt

und wer mit wem worüber spricht.

Und dabei musst du, um etwas zu

erreichen, dich auch mit Details

beschäftigen und dann auch sehr

hartnäckig sein“, schmunzelt Jakob,

der zunächst nach Wien übersiedelte,

um dort in einer großen

Rechtsanwaltskanzlei als Rechtsanwalt

zu arbeiten. „Aber im Leben

kommt es eben nicht selten anders,

als man denkt“, lacht der Vertraute

von Günther Platter.

Traumfrau geheiratet

Neben seiner steilen beruflichen

Karriere hat der Steuerberater-

Sohn nicht nur das zielorientierte

Ablegen von Prüfungen in seiner

Biographie vorzuweisen. „Ich habe

als Bub leidenschaftlich gerne Cello,

ein bisschen Klavier und später

dann aber eher mäßig E-Gitarre

gespielt. Als Fußballtormann war

ich einmal in der Oberländer Auswahl,

beim Tennis habe ich die

Filzkugel passabel getroffen und

als Snowboardlehrer hatte ich mir

ein schönes Taschengeld verdient.

Heute widme ich meine Freizeit

aber dem Vereinsleben“, verrät Jakob

Grüner befragt zu seinen

Hobbys und Funktionen bei den

Schützen, in Studentenverbindungen

und einem päpstlichen Orden,

der dabei aber seine Familie

über alles stellt. „Ich darf mit Stolz

behaupten, dass ich mit meiner

Hana, die uns mittlerweile mit Eva

und Simon auch zwei wunderbare

Kinder geschenkt hat, meine absolute

Traumfrau heiraten durfte“,

schwärmt Grüner über die Unterländerin

und Liebe seines Lebens,

die serbische und bosnische Wurzeln

hat. Was der heimatverbundene

Kosmopolit in Zukunft noch

alles machen wird, lässt er offen.

„Günther Platter hat unser Land

über viele Jahre geprägt und beeindruckend

durch Krisen geführt.

Ich bin sehr stolz darauf, ein Stück

mit dabei zu sein. Mit Toni Mattle

ist unser Land jedenfalls weiterhin

in sehr guten Händen“, sagt der

Ötztaler, der seinen Lebensmittelpunkt

mittlerweile mit seiner Familie

in der Innsbrucker Altstadt

hat und nach Feierabend auch gerne

mal mit seinen Freunden ein

Gläschen trinkt.

(me)

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5. Juli 2022 3


WENNS | JERZENS

Politisches Erdbeben im Pitztaler Zirbendorf

In der 970-Seelen-Gemeinde Jerzens sind zehn von elf Gemeinderäte neu

So etwas nennt man eine Revolution.

Und einen klaren Beweis

dafür, dass Parteipolitik in einer

Gemeinde nicht erwünscht ist.

In Jerzens wurde der ÖVP-Bürgermeister

Karl Raich nach

zwölfjähriger Amtszeit abgewählt.

Sein Amtsleiter Mathias

Plattner trat mit einer unabhängigen

Liste an und schaffte auf

Anhieb sieben von elf Sitzen im

Kommunalparlament. Der neue

Bürgermeister will trotz dieser

drastischen Veränderung das

Rad nicht neu erfinden. Die

Neuen wollen mit Bedacht das

Alte bewahren und das Leben im

Dorf in Ruhe weiterentwickeln.

„Vor allem die Diskussion rund

um die Agrargemeinschaften hat

unser Dorf in den vergangenen

Jahren ziemlich gespalten. Uns

geht es jetzt darum, dass wieder

Frieden im Ort einkehrt“, sagt der

neue Dorfchef. Der 41-jährige Vater

von zwei Kindern ist zwar als

Politiker ein absoluter Neuling,

kennt seine Gemeinde aber wie

kein anderer. Bereits mit 20 Jahren

wurde der Absolvent der Handelsschule

Finanzreferent in der Amtsstube.

Mit 33 Jahren übernahm er

als Amtsleiter die Geschicke im

Büro und heuer im Februar wurde

Mathias Plattner mit großer

Mehrheit zum neuen Bürgermeister

gewählt. Ihm zur Seite steht

mit der Ortsbäuerin Tanja

Grutsch die einzige weibliche Vizebürgermeisterin

im Bezirk Imst.

Drei wichtige Projekte

Nachdem sich die vielen neuen

Köpfe im Gemeinderat eingearbeitet

haben, möchte Plattner als

erstes Projekt eine dringend notwendige

Kinderkrippe einrichten.

„Wir haben dafür im Haus der Firma

Sport Lentsch Räumlichkeiten

angemietet. Der Start soll bereits

heuer im Herbst erfolgen“, sagt

die für Familienpolitik zuständige

Vizebürgermeisterin Tanja

Grutsch. Der Dorfchef will danach

das bestehende Gemeindezentrum,

in dem neben der Amtsstube,

der Raika, dem Tourismusverband,

dem praktischen Arzt, einem

Friseur sowie Vereinslokalen

4 5. Juli 2022

Vizebürgermeisterin Tanja Grutsch und Dorfchef Mathias Plattner sind stolz auf das Zirbenmuseum im Gemeindezentrum.

Moderne Interpretation alter Traditionen ist dem neuen Führungsduo wichtig.

Foto: Eiter

für die Bergrettung, den Alpenverein,

die Musikkapelle, die Jungbauern

und die Senioren auch

zehn Wohnungen untergebracht

sind, generalsanieren. „Das wird

uns etwa zwei Millionen Euro kosten.

Und das ist bei einem Jahresbudget

von zirka 4,5 Millionen

Euro für eine Gemeinde unserer

Größenordnung ein ganz schön

großer Brocken“, weiß der Bürgermeister,

der in der laufenden Periode

auch noch den dringend notwendigen

Bau eines neuen Feuerwehrhauses

in Angriff nehmen

will. Neben diesen drei Projekten

im ureigenen Wirkungsbereich

möchte der neue Gemeinderat in

absehbarer Zukunft auch in Kooperation

mit einer gemeinnützigen

Gesellschaft das leistbare

Wohnen vorantreiben. „Wir haben

für ein derartiges Vorhaben

derzeit zirka 50 Interessenten. Dabei

geht es nicht nur um junge

Einheimische, sondern auch um

Personalwohnungen für Leute, die

sich bei uns auf Dauer niederlassen

wollen“, berichtet der Dorfchef.

Wirtschaftlich wird sich in Jerzens

auch in Zukunft alles um den Tourismus

drehen. Die großteils in öffentlicher

Hand stehende Liftgesellschaft

am Hochzeiger beschäftigt

derzeit zirka 100 Mitarbeiter.

Zahlreiche Hotels und Gastronomiebetriebe

sowie zwei Tischlereien,

ein Sägewerk, eine Kfz-Werkstätte

und zwei Baggerunternehmen

komplettieren die Betriebsstruktur

im Ort. „Erfreulich ist,

dass sich über unser Projekt Zirbendorf

und zahlreiche Outdoor-

Angebote im Bereich Wandern,

Radfahren und Klettern der Tourismus

auch im Sommer immer

besser entwickelt“, freut sich der

Bürgermeister über zirka 200 Arbeitsplätze

im Ort. Mit zwei Bürokräften

im Amt, vier Arbeitern im

Bauhof, zwei Waldaufsehern, fünf

Kindergärtnerinnen, zwei Reinigungskräften

sowie vier weiteren

Beschäftigten auf den Almen und

in den Wäldern ist auch die Gemeinde

ein nicht unbedeutender

Arbeitgeber. Da trotzdem noch

zirka 50 Prozent der Arbeitnehmer

Pendler sind, will die Gemeindeführung

laufend auch das Angebot

beim öffentlichen Verkehr verbessern.

„Fahrten mit dem Auto bleiben

aber in einer Region wie der

unseren weiterhin Realität. Eine

große Aufgabe der Gemeinde ist

auch die Erhaltung unseres rund

50 Kilometer langen Straßennetzes

zu den insgesamt 27 Weilern“,

betont Plattner, der sich auch über

ein sehr gutes Vereinsleben in der

Gemeinde freut. (me)

Bgm. Patrick Holzknecht

Seiner Gemeinde möchte Patrick

Holzknecht vor allem als Hinhörer

dienlich sein.

Foto: Dorn

Mit seinen 29 Jahren ist der neue

Dorfchef von Wenns der zweitjüngste

des ganzen Landes. Politische

Erfahrung bringt er trotzdem

schon mit und als Landesbediensteter

bei der Wohnbauförderung

hat er zudem ebenfalls

bereits einige Kenntnisse in

kommunal relevanten Bereichen

erwerben können.

Es war das knappste Rennen um

das Amt des Bürgermeisters, das

man sich vorstellen kann: Mit 631

zu 631 Stimmen lagen die beiden

Kandidaten Robert Rundl und Patrick

Holzknecht exakt gleichauf.

Doch da Holzknecht mit seiner

Liste „Wenns gestalten“ mehr

Stimmen erhalten hat als sein


WENNS | JERZENS

Ein Bildungsstandort für die Region

Sanierung der Volksschule hat begonnen, Neubau Kindergarten ist in Planungsphase

Die Volksschule in Wenns ist

zwar großzügig dimensioniert,

aber aufgrund ihres Alters in die

Jahre gekommen. Derzeit findet

daher eine Generalsanierung

statt, die im Herbst – wenn alles

planmäßig vonstattengeht - abgeschlossen

sein soll. Im nächsten

Schritt soll dann der Neubau

von Kindergarten und Kinderkrippe

gleich neben der Volksschule

durchgeführt werden.

Außerdem arbeitet der Gemeinderat

gerade an der Erstellung

von Vergaberichtlinien für Bauplätze.

Um günstige Bauplätze für die Jugend

des Dorfes zu erhalten, erstellt

die Gemeinde Wenns derzeit

Richtlinien für die Vergabe von

Bauplätzen. Außerdem ist geplant,

in der Fortsetzung des Örtlichen

Raumordnungskonzepts, das

nächstes Jahr abläuft, eine Bebauungsplanpflicht

für bestimmte

Grundstücke zu verankern. Im

Weiler Brennwald ist die zweite

Baustufe bereits letztes Jahr erschlossen

worden und von den

dort verfügbaren Grundstücken

sind derzeit noch fünf zu vergeben.

Die Straßen- und Kanalsanierung

Brennwald ist dieser Tage gestartet.

Das Wohnprojekt der GHS in

Langegerte soll im Herbst starten

als Problemlöser, Vermittler und Ansprechpartner

Konkurrent, gewann er schließlich

am 13. März die Stichwahl. Seinen

bisherigen Hauptberuf im Landesdienst,

Abteilung Wohnbauförderung,

hat er nun auf neun Stunden

pro Woche reduziert und ist nun

werktags außer Dienstag im Büro

des Bürgermeisters zu finden.

Schon beide Großväter saßen im

Gemeinderat, wie Holzknecht erzählt

und er selbst konnte bereits

in der letzten Legislaturperiode

Erfahrungen im Dorfparlament

sammeln. Die letzten zwei Jahre

saß er auch im Gemeindevorstand.

Seit März ist seine Liste „Wenns

gestaltet“ nun mit sechs Mandaten,

die Liste von VBgm. Robert

Rundl „Wir für Wenns“ mit drei

Die Arbeiten an der inzwischen ausgehöhlten Volksschule sind in vollem Gang.

und das Angebot an betreubaren

Wohnungen an der Landesstraße

wird gut angenommen.

Kein Gas, dafür LWL

„Ich bin jetzt rund 100 Tage im

Amt und es müssen noch viele

Projekte von der vorherigen Periode

abgeschlossen werden“, erzählt

der neue Bürgermeister Patrick

Holzknecht von seiner Einarbeitungsphase.

Neu dagegen ist

der im April einstimmig erfolgte

Beschluss des Gemeinderats, dem

Mandaten, „Mitanond für

Wenns“ mit zwei und die Listen

MfG sowie BUNT mit jeweils einem

Mandat vertreten.

Jugendlicher Elan

„Wenn man es als junger Mensch

nicht tut, tut man es nicht mehr“,

zeigt sich Holzknecht davon überzeugt,

dass genau jetzt für ihn der

richtige Zeitpunkt gewesen ist, die

Verantwortung als Bürgermeister

zu übernehmen. „Ich möchte das

Miteinander im Dorf fördern, ein

Ansprechpartner sein und auch

flexibel zur Verfügung stehen“,

will er sein Amt mit viel Engagement

ausüben. Schon in der letzten

Legislaturperiode machte er

Ausbau der Gasleitung über Wenner

Gemeindegebiet eine Absage

zu erteilen. Der Ausbau des LWL-

Netzes ist indes so gut wie abgeschlossen.

Derzeit wird die Ortszentrale

in Betrieb genommen, danach

können ab Herbst die ersten

Häuser angeschlossen werden.

Generalsanierung

Dringend notwendig war die Generalsanierung

der in die Jahre gekommenen

Volksschule. Rund 90

Prozent der Gewerke sind bereits

sich als Obmann des Vereinsausschusses

für die Vereine stark und

wird diese Funktion auch weiterhin

ausüben. Seit 22 Jahren ist er

selbst Mitglied bei den Schützen

und zeigt sich als Bürgermeister

besonders vom Wenner Sommernachtsfest

begeistert, das vor fünf

Jahren ins Leben gerufen und von

elf Vereinen umgesetzt wurde, und

das auch heuer wieder am 13. August

stattfinden wird.

Konsequenter Weg

„Ein Bürgermeister sollte in erster

Linie Problemlöser, Vermittler und

Ansprechpartner sein. Ich bin eher

der ruhige Typ und werde selten

laut. Persönlich freu ich mich über

Foto:Dorn

vergeben und außer den Wänden

und dem Dach ist nicht viel stehen

geblieben. Dämmung, Fenster,

Elektro- und Wasserinstallationen

werden erneuert und die Klassen

werden mit digitalen Tafeln und

W-Lan ausgestattet. Ziel ist es,

dass das Gebäude, das derzeit noch

Teile des Kindergartens beherbergt,

nur mehr für die Volksschule

bzw. den Hort im obersten

Stock, der derzeit noch im Kindergarten

untergebracht ist, zur Verfügung

steht. Die Kinderkrippe

soll ebenfalls eine weitere Gruppe

bekommen.

Mehr Platz für die Kinder

Derzeit sind die Kinder der Volksschule

im ganzen Dorf verstreut,

weshalb Holzknecht hofft, tatsächlich

im Herbst die Sanierung

abschließen und dann im nächsten

Schritt den Neubau des Kindergartens

angehen zu können. Sobald

die Detailplanung des von

Architekt Karlheinz Röck geplanten

Gebäudes steht, wird die Ausschreibung

vorgenommen, hofft

der Dorfchef auf ein zügiges Voranschreiten.

Mit Abschluss der

Arbeiten werden der Volksschule

dann künftig sechs Klassenräume

zur Verfügung stehen, von denen

ab Herbst bereits fünf genützt werden.

(ado)

viele persönliche Gespräche und

viele Veranstaltungen“, will der

neue Dorfchef stärker aufs Miteinander

bauen. Beruflich ist er

schon seit zehn Jahren beim Landesdienst.

Nach Volksschule und

Hauptschule in Wenns besuchte er

zunächst die Handelsschule in

Imst und schloss später die dreijährige

HAK berufsbegleitend ab. Der

Rettung Zams, bei der er den Zivildienst

absolvierte, blieb er noch

zwei weitere Jahre treu. Wenn er

sich nicht mit Politik befasst, freut

er sich darüber Zeit mit seinem

zehn Monate alten Sohn Nicolas

verbringen zu können. Außerdem

wandert und liest er gerne in seiner

Freizeit.

(ado)

5. Juli 2022 5


WENNS | JERZENS

Kein Tourismus ohne Kultur

Die frühere Wirtin Inge Pechtl malt ihre geliebten Berge und organisiert Malkurse

Vor rund einem Vierteljahrhundert

hatte die St. Leonharder

Touristikerin Inge Pechtl beschlossen,

sich für das Alter ein

Hobby zu suchen. Dass sie zum

Glück auch noch eine große

Menge an Talent für die künstlerische

Betätigung besitzt, freut

nicht nur sie, sondern inzwischen

auch zahlreiche Kunstfreunde

aus dem In- und Ausland.

Denn Pechtl ist nicht nur

selbst malerisch tätig, sondern

organisiert in Mandarfen seit

Jahren auch Kunstkurse für Gäste

ihres Hotels.

„Als ich einer Freundin aus der

Schweiz erzählt habe, dass ich ein

Hobby fürs Alter suche, hat sie mir

einen Rucksack geschenkt, in dem

Malutensilien wie Pinsel, Papier

und ein Stuhl drin waren. Außerdem

hat sie mich für einen Anfängerkurs

in der Cinque Terre angemeldet“,

lacht die 75-jährige Inge

Pechtl in Erinnerung an den Beginn

ihrer künstlerischen Karriere.

Und schon ihr erstes in Italien entstandenes

Bild hätte sofort einen

Käufer gefunden, worüber Pechtl

damals mehr als erstaunt war. Verkauft

hat sie dieses Bild bis heute

nicht und von vielen anderen hat

sie sich getrennt, indem sie sie dem

Feuer preisgegeben hat. Denn sobald

sie sich technisch weiterentwickelt

hat, will sie sich von jenen

Bildern radikal trennen, mit denen

6 5. Juli 2022

sie dann nicht mehr zufrieden ist.

Malkurse für Gäste

Dass sie sich seit Beginn ihrer Maltätigkeit

vor 25 Jahren enorm weiterentwickelt

hat, ist sicherlich

zum einen ihrem schon damals

vorhandenen Talent geschuldet,

zum anderen aber auch der Tatsache,

dass Pechtl in ihrem Hotel

„Zirbenhof“ in Mandarfen zahlreiche

Kurse organisiert und selbst

besucht hat, die von anerkannten

und kompetenten Künstlern geleitet

wurden: Darunter beispielsweise

Michael Fuchs, Andreas Weißenbach

oder Marc Folly, ihrem

Natur in ihrer ganzen Schönheit und Vielfältigkeit ist das Hauptmotiv in Inge

Pechtls Arbeiten.

Foto: Pechtl

Inge Pechtls derzeitige Ausstellung im Imster Fasnachtshaus kann bis Ende August jeden Freitag von 16 bis 19 Uhr besichtigt

werden.

Foto. Dorn

Lieblingslehrer aus Frankreich, der

hoffentlich demnächst wiederkommt.

Die Erzeugnisse der früheren

Steinbildhauerkurse, die

Kassian Erhart geleitet hat, und

die von Künstlern unter anderem

aus Afrika oder Belgien direkt vor

Ort erschaffen wurden, schmücken

heute noch dank Pechtls Engagements

das hintere Pitztal.

Denn auch wenn sie ihr 1978 neu

errichtetes Hotel vor zwei Jahren

an ihre Nichte Emily abgetreten

hat, wird diese doch die Tradition

fortsetzen und weiter das Angebot

von vier Tagen Vollpension mit

dazugehörigem Malkurs für Gäste

aus Frankreich, der Schweiz und

vielen anderen Ländern fortsetzen.

Vor sieben Jahren hat Pechtl außerdem

an ihr Wohnhaus ein Atelier

dazugebaut, das bei Schlechtwetter

den Teilnehmern Unterschlupf

bieten soll.

Schönheit der Natur

Denn eigentlich malt Pechtl fast

immer draußen und am liebsten in

ihren geliebten Bergen. Kein

Wunder, dass eines ihrer häufigsten

Motive daher auch die Wildspitze

ist, im Sonnenauf- und –untergang,

bei Schneesturm und

beim Ausapern. Dass sie selbst als

Kunstförderin wie die Prophetin

im eigenen Land gesehen wird,

stört sie dabei schon, wie sie gesteht:

„Tourismus kann ohne Kultur

nicht stattfinden, aber das wird

oft nicht begriffen. Ich verstehe

nicht, warum sie nicht sehen, wie

schön unser Tal ist und warum die

Wertschätzung gegenüber der Natur

nicht vermarktet wird.“ Das

Steinbockzentrum oder die Mühle

Ritzenried seien dagegen Beispiel

einer richtigen Entwicklung, so

Pechtl. Gerade die Debatte um

den Gletscherzusammenschluss

sei für sie symptomatisch, denn

dabei würde gar nicht berücksichtigt,

was die Gäste selbst wollen

würden: „90 Prozent meiner Gäste

sagen, dass sie nicht mehr wiederkommen,

wenn der Zusammenschluss

kommt“, warnt sie.

Aktiv in der Freizeit

Selbst Kurse halten möchte die aktive

Pensionisten indes nicht: „Ich

muss für mich hinwurschtln, denn

Stress hab ich mein ganzes Leben

gehabt“, bemerkt sie. In ihrer Freizeit

singt sie lieber beim Tieflehner

Singkreis, dem sie seit 30 Jahren

angehört, oder bei der Chorgemeinschaft

Innerpitztal, die Messen

und Begräbnisse musikalisch

begleitet. Oder sie geht in die Berge

zum Malen, zum Wandern, im

Winter zum Tourengehen oder sie

fährt tatsächlich in Urlaub in die

Wüste Sinai oder anderswohin,

aber ganz sicher nur in Verbindung

mit einer Wanderung, wie

sie konsequent erklärt. (ado)


UNTERNEHMEN DES MONATS

Der Strom-Spezialist

Ing. Michael Lubach aus Biberwier ist mit seiner

Firma ein gefragter Elektrotechnik-Allrounder

Fotos: Lubach

Wenn es nach den Anfragen der Kunden geht,

könnte Ing. Michael Lubach rund um die Uhr

sieben Tage in der Woche arbeiten. Elektrotechniker

und Meister des Fachs wie er sind gefragt,

noch dazu da er sich einen guten Ruf als kompetenter

und verlässlicher „Allrounder“ erworben

hat. „Eigentlich mache ich elektrotechnisch

alles“, sagt er und präzisiert: „Elektroinstallationen,

Netzwerktechnik, Beleuchtung, Brandmeldeanlagen,

Infrarotheizungen, Smart-

Home-Systeme, was halt alles so anfällt.“

Licht-Inszenierungen

Beim Installieren von Smart-Home-Systemen

mit intelligenten Heizungs- und Beschattungsregelungen

ist Michael Lubach zurzeit besonders

häufig im Einsatz. Besonders gerne setzt er

auch Wohnungs- und Hoteleinrichtungen

durch optimale Beleuchtung in Szene und erreicht

damit Effekte, die man mit einer herkömmlichen

Standardbeleuchtung nicht erzielen

kann. „Das ist das kreative Element meines

Berufes und es freut mich selbst, wenn die

Kunden erkennen, was man mit Licht alles machen

kann. Natürlich gibt es bei solchen Installationen

wie auch bei allen anderen Projekten

im Vorfeld immer intensive Kunden-Gespräche

mit fundierter Beratung.“

Mitarbeiter gesucht

Die meisten Projekte wickelt Michael Lubach

mit seinem kleinen Team ab: mit einem kompetenten

Elektrotechniker als ständigem Mitarbeiter

und mit Stefanie, seiner zukünftigen

Frau, die für die Buchhaltung zuständig ist. Bei

größeren Projekten engagiert er zusätzliche

Helfer. „Zwei oder drei tüchtige fixe Mitarbeiter

könnte ich dringend gebrauchen, aber gute

Leute zu bekommen ist heutzutage gar nicht so

einfach!“, sagt er. Allzu groß möchte er die Firma

aber auch nicht werden lassen, „…denn

dann würde ich zumeist nur noch im Büro sitzen,

um alles abzuwickeln, mir ist aber der direkte

Kundenkontakt und die Arbeit vor Ort

sehr wichtig.“

Montage, Installation, Wartung

Die gute Auftragslage gibt Michael Lubach

Recht, dass er sich 2016 trotz einer sicheren

Anstellung selbständig gemacht hat. Gleich zu

Beginn winkten herausfordernde Projekte: Die

Poolvillen im Chalet Resort LaPosch in Biberwier,

sowie Wohnhäuser in Zusammenarbeit

mit der Zimmerei Holzbau Mader aus Ehrwald

Ing. Michael Lubach ist ein Allrounder, wenn es um

Elektrotechnik geht.

waren seine ersten Großaufträge. Seitdem hat

sich der Stammkundenstock ständig vergrößert.

Die Kunden wissen, bei Elektrotechnik Lubach

passt die Qualität und bevor man sich anderweitig

umsieht, geht man lieber zum Elektrotechniker

des Vertrauens, der bei Montage, Installation

und Wartung verlässlich abliefert.

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5. Juli 2022 7


Multiwork bezieht neues

Firmengebäude in Fließ

Multiwork & Multitrade GmbH | Urgen 65b | 6500 Fließ | Tel. 05449 20700 | office@multiwork.at | www.multiwork.at

ERDBAU - TRANSPORTE - RECYCLING - SAND/KIES

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Gf. Andreas Schütz

Tel. 0664/2828041

Fax 05449/20067

www.erdbau-schuetz.at

FiFEX GmbH

Fließerau 393a

6500 Landeck

+43 5442 67280

office@fifex.at

www.fifex.at

6493 Mils bei Imst · Tel. 0 54 18 / 59 27

www.schiechtl.at

8 5. Juli 2022


Seit mehr als 20 Jahren ist die Firma Multiwork & Multitrade

GmbH ein verlässlicher Partner, wenn es um Objektreinigung

und Hygieneprodukte geht. Nun hat das 1998 gegründete und

2003 in eine GmbH umgewandelte Unternehmen in Fließ ein

neues Firmengebäude bezogen, das den Expansionsbestrebungen

und neuen Geschäftsfeldern voll gerecht wird.

Der bisherige Standort an der Autobahn

in Mils bei Imst war für

das stark wachsende Unternehmen

schon länger zu klein, weshalb sich

Firmenchef Alexander Lederer

nach einem neuen Standort für

sein Unternehmen umsah. Gefunden

hat er ihn in seiner Heimatgemeinde

Fließ, wo er dank der Mitwirkung

der Gemeinde ein 2.700

Quadratmeter großes Grundstück

erwerben konnte.

Moderne Schulungsräume

Dort entstand – geplant und ausgeführt

vom Architektur- und

Baumanagementbüro Karlheinz

Gigele aus Fließ – ein elegantes

Gebäude mit drei Geschossen, das

die aktuellen und auch künftige

Bedürfnisse der Firma Multiwork

perfekt abdeckt: Während im Erdgeschoss

und im ersten Stock die

Büros untergebracht sind, wurden

im Untergeschoss moderne Schulungsräume

realisiert. Diese sind

über einen separaten Eingang zugänglich,

verfügen über ein geräumiges

Foyer und eigene Sanitäranlagen,

und können damit auch für

externe Schulungen bzw. Veranstaltungen

vermietet werden. Die

Innenraumgestaltung des gesamten

Gebäudes lag in den Händen

von Juniorchef Marcel Lederer.

Getrennt vom Verwaltungsgebäude

entstand ein geräumiges Lager

für die von der Firma Multiwork

und Multitrade GmbH vertriebenen

Produkte. Dort sind auch 3D-

Drucker zur Prototypenerstellung

und die Wäscherei untergebracht.

Eine Abfüll- und Etikettier-Anlage

für die firmeneigenen Hygieneund

Reinigungsprodukte werden

in naher Zukunft eingerichtet.

Eigene Hygieneprodukte

Gerade die Entwicklung eigener

Produkte ist für das nun in Fließ

ansässige Unternehmen ein immer

wichtiger werdender Geschäftszweig:

„Wir haben es uns zum Ziel

gesetzt, gemeinsam mit unseren

Partnern Hygieneprodukte auf

den Markt zu bringen, die zeitgemäß

sind und den Kundenwünschen

entsprechen“, so Geschäftsführer

Alexander Lederer. Als Beispiel

nennt er die hauseigene „Organic

Linie“, die auf rein pflanzlichen

Inhaltsstoffen basiert und

fast vollständig aus organischen

Substanzen hergestellt ist. Produziert

werden diese Produkte zu

100 Prozent mit „grüner Energie“.

Die Corona-Krise hat auch die

Entwicklung von eigenen Hygienesäulen

zur Verabreichung von

Desinfektionsmitteln vorangetrieben.

Dank der Flexibilität des Familien-Unternehmens

und der

vorhandenen Infrastruktur, wie

z.B. modernste 3D-Drucker,

konnten diese innerhalb kürzester

Zeit entwickelt, zur Serienreife gebracht

und produziert werden.

Damit haben die Firma Multiwork

und ihre mehr als 60 Mitarbeiter,

die neben dem österreichischen

auch den deutschen und

Murat Desdemir

Innsbrucker Straße 68 / Halle 2 / Top 31

6176 Völs, Tel. 0664/915 38 29

E-Mail: md.estrichboeden@chello.at

www.md-estrichboeden.at

Schweizer Markt mit innovativen

Produkten und Dienstleistungen

bedienen, wichtige Schritte in eine

gedeihliche Zukunft gesetzt. Darauf

weist auch das neue, re-designte

Logo hin, das die Firma

nach außen präsentiert.

Ihren Dank richtet die Firmenleitung

in diesem Zusammenhang an

die MitarbeiterInnen, deren Zusammenhalt

und Einsatz für das

Unternehmen die Realisierung dieses

Projektes mit ermöglicht haben.

Fotos: Multiwork

Bodenlegermeister

Manuel Hainz

Hochgallmigg 101

6500 Landeck

Tel. 0676 / 84940983

manuelhainz101@gmx.at

www.bodenlegermeistermanuelhainz.at

5. Juli 2022 9


Bunte Komplettpakete von der

Beratung bis zum Anstrich

„Malerei & Beschriftungen JOE“ in Zams unter neuer

Leitung von Malermeister Nico Regensburger

Der Alltag zu eintönig? Ein neuer Anstrich wirkt

Wunder! Vor allem, wenn das bewährte Team

von „Malerei & Beschriftungen JOE“ mit dem

Firmensitz in Zams zum Einsatz kommt. Mit ihrer

langjährigen Erfahrung und ihrem guten Gespür

für Formen, Farben und Materialien bieten die

bewährten Fachleute den Kunden attraktive Komplettpakete

von der fundierten Beratung bis zum

fertigen Anstrich.

Malerei & Beschriftungen JOE

Nico Regensburger

Uferstraße 2 | 6511 Zams | Tel. +43 660 52 96 717

info@malermeister-joe.at | www.malermeister-joe.at

Fotos: Malerei Joe

GELUNGENER NEUSTART

Malermeister Nico Regensburger – Chef der Firma

Malerei Regensburger – übernahm nach dem tragischen

Tod von Josef File im Frühling diesen Jahres

die Unternehmensleitung der Malerei Joe und

gab damit der Crew neuen Auftrieb. Ins Schwarz

der Trauer mischten sich durch den gelungenen

Zusammenschluss wieder bunte Farben, denn die

Passion des Teams ist nach wie vor gleich geblieben:

Wohnungen, Häuser und Betriebe mit passenden

Formen und Farben zu verschönen, wobei die

Gestaltung der Oberflächen im Innen- und Außenbereich

vielfältige Möglichkeiten bereit hält.

DEKORATIVE TAPETEN

Streichen, malen, spachteln, tapezieren, lackieren

und beschichten gehört zum Standardrepertoire

von „Malerei & Beschriftungen JOE“. Aber die

kreativen Spezialisten rund um Nico Regensburger

haben noch viel mehr zu bieten: selbstgedruckte

Fototapeten mit Motiven nach eigenen Entwürfen

zum Beispiel, mit denen sich ein Ambiente besonders

dekorativ und individuell gestalten lässt.

Nico Regensburger und sein Team

bringen Farbe in Ihren Alltag.

WERBEWIRKSAME BESCHRIFTUNGEN

Zu einem werbewirksamen Auftritt gehören auch

passende Beschriftungen mit tollen Blickfängen

und Aufmerksamkeits-Effekten auf Fassaden, in Innenbereichen,

auf Autos und sonstigen Objekten.

Auch in diesem Bereich ist das Team gut aufgestellt.

Leuchtschriften gehören genauso dazu wie

Folierungen von Autos und Geschäftsportalen.

Grafisch umgesetzt werden die Beschriftungen von

Alexander Kostanjevec.

Aber nicht nur auf Schönheit und tolle Effekte, sondern

auch auf die Pflegeleichtigkeit kommt es an.

Wände, Fassaden und Böden bedürfen des Schutzes,

damit sie den Kunden lange Zeit Freude bereiten

und die attraktive Wirkung lange anhält. Das

umfassende Wissen über die benötigten Materialien

sowie das Können, auch höchste Anforderungen

kompetent umzusetzen, zeichnet die Fachleute

von „Malerei & Beschriftungen JOE“ aus. Wenn sie

mit ihren Farbeimern anrücken, kann man sicher

sein: Die Mischung stimmt!

FAIRE KONDITIONEN

Auch beim Service kommt es auf die richtige Mischung

an. Nico Regensburger: „Wir legen großen

Wert auf faire Konditionen, Termintreue und den

verantwortungsvollen Umgang mit Ressourcen.

Die Basis für unsere kreative, präzise und gewissenhafte

Arbeitsweise sind unsere Motivation und

die Leidenschaft, mit der wir unsere Tätigkeit ausüben.“

Kleine private Projekte werden vom Team rund um

Nico Regensburger mit derselben Gewissenhaftigkeit

ausgeführt wie Arbeiten für große Unternehmen.

Auf der Homepage finden potenzielle Kunden,

die eine Neugestaltung bzw. Auffrischung ihrer

Wohn- oder Arbeitsumgebung ins Auge fassen,

interessante Referenzprojekte:

www.malermeister-joe.at/de/referenzen

Daniel Gotsch, Versicherungs- und Kreditmakler

6542 Pfunds, Stuben 20

Tel. +43 5412 62064-0, Mobil +43 676 6037511

daniel.gotsch@pervida.at

www.pervida.at

Bundesstraße 113, 6923 Lauterach

Tel. 05574 72320-0

Fax: 05574 72320-25

lauterach@prosol-farben.at

www.prosol-farben.de

Feichten 101, Tel. +43 (0) 5475 334, www.schmid-autohaus.at

10 5. Juli 2022


Ein Serfauser Revolutionär der Gemüseküche

Paul Ivić ist der einzige vegetarische Koch, der einen Michelin-Stern erkocht hat

Aufgewachsen ist er in Serfaus.

Im Anschluss daran legte Paul

Ivić eine steile Karriere hin. Seit

der Eröffnung 2011 ist Paul Ivić

als Küchenchef und Geschäftsführer

das Aushängeschild des

TIAN Restaurants in Wien, einem

von weltweit nur einer

Handvoll vegetarischen Restaurants,

die mit einem Michelin-

Stern dekoriert sind. Mittlerweile

gibt’s TIAN-Restaurants auch

in München und neuerdings in

Zürs am Arlberg. Im Interview

mit impuls spricht der Starkoch

unter anderem über Serfaus, die

Veränderungen in der Kochszene

oder den Trend der fleischlosen

Ernährung.

Paul Ivić ist ein international erfolgreicher, mit einem Michelin-Stern dekorierter

Koch, der in Serfaus aufgewachsen ist.

Foto: Ingo Pertramer

Mit seiner vegetarischen Küche erlangte Paul Ivić Bekanntheit – weit über die

Landesgrenzen hinaus.

Fotos: Ingo Pertramer

impuls Magazin: Inwieweit hat das

Aufwachsen in Serfaus den weiteren,

beruflichen Werdegang geprägt?

Paul Ivić: Mich hat nicht Serfaus

als Saisonort geprägt, sondern die

Herkunft. Und zwar beide Teile –

mein Vater ist Kroate, meine Mutter

aus Serfaus. Vor allem nachhaltig

geprägt hat mich der Geschmack

und der Geruch von Serfaus

– die vielen Äcker und die Natur.

Die frischen Erdbeeren vom

Garten oder die Kohlrabi. Dasselbe

gilt natürlich für Kroatien.

Mein Wunsch war es, diesen puren

Geschmack an meine Gäste weiterzugeben.

Sozusagen die Sehnsüchte,

die mich begleiten, auf die

Teller, in die Gläser und atmosphärisch

zu transportieren.

impuls Magazin: Weswegen haben

Sie sich auf die vegetarische Küche

spezialisiert? Und – sind Sie selbst

Vegetarier?

Paul Ivić: Die vegetarische Küche

hat mich schon in jungen Jahren

sehr gereizt, weil sie immer vernachlässigt

wurde. Zwischen 30

und 32 kam ich physisch und

mental in eine große Lebenskrise.

Weil ich nur auf den Profit, nicht

auf die Qualität des Essens geachtet

habe. Mein Arzt warnte mich

damals, dass wenn ich nichts ändere,

ich in drei Monaten auf dem

OP-Tisch landen werden. Daraufhin

habe ich begonnen, alles zu

hinterfragen. Es ist wichtig, wieder

zurück zum Ursprung zu kommen.

Für mich bedeutet Nachhaltigkeit

nicht Verzicht, sondern es

hat mit besserer Lebensqualität zu

tun. Hinter jedem produzierten

Lebensmittel steht ein Mensch,

der hart dafür arbeitet. Mir ging es

darum, aus dem System, in dem

ich gefangen war, auszubrechen.

Ich selbst esse Fleisch, aber in homöopathischen

Mengen und sehr

selektiert. Ich verstehe einfach

nicht, dass Menschen Fleisch essen,

wo Tiere bestialisch gehalten

oder mit Antibiotika vollgepumpt

werden. Genauso verstehe ich

nicht, dass sie Obst und Gemüse

essen, das zu Tode gespritzt wurde,

das ist genau dasselbe.

impuls Magazin: Inwieweit hat sich

die Kochszene in den vergangenen

Jahren allgemein verändert?

Paul Ivić: Das ist eine gute Frage.

Sowohl damals als auch heute gibt

es gute Köche, welche die Region

mit einbeziehen und auf eine Qualität

der Lebensmittel achten. Allerdings

gibt es mehr, die sich für

den Profit interessieren, als für die

Qualität. Das hat auch viel mit

Ausbildung zu tun. Meiner Meinung

nach ist man als Gastronom

verpflichtet, Produkte und Lebensmittel

sorgfältig auszusuchen.

Wenn man das verstanden hat, ist

unser Beruf sehr sinnstiftend und

schön. Wir sind Gestalter, keine

Massenabfertiger.

impuls Magazin: Regionalität ist ein

Stichwort, das allseits hochgepriesen

wird. Wie stehen Sie dazu?

Paul Ivić: Da darf man nie nur

schwarz oder weiß denken. Auch

ein Tiroler Gröstl hat mit Tirol

nicht viel zu tun – die Zwiebel hat

ihren Ursprung in Asien, die Kartoffel

in Südamerika. Wichtig ist,

dass in der jeweiligen Region das

angebaut wird, das auch zur Region

passt. Beispielsweise Mais, der

viel Wasser braucht, benötigt ein

wasserreiches Anbaugebiet. Wenn

man in Wien jemand fragt, ob Ungarn

oder Tirol regionaler ist, antworten

vermutlich viele „Tirol“,

obwohl Ungarn viel näher liegt.

Meiner Meinung nach sollte jeder

Gastronom Verantwortung zeigen

und die eigene Region stärken.

Wobei mir lieber der etwas weiter

entfernte Biobauer ist, als der vor

meinem Haus, der Gift spritzt und

damit den Planeten und mich vergiftet.

impuls Magazin: Wie und wo leben

Sie eigentlich?

Paul Ivić: In der Stadt Wien mit

meiner Familie. Die Nähe zum Arbeitsplatz

ist mir sehr wichtig. Was

mir durch meine Familie erst ersichtlich

ist und ich sehr kritisiere,

ist das Kindergarten- und Schul -

essen: Hier muss die Politik Verantwortung

übernehmen. Es sollte

100 % subventioniert sein, 100 %

bio, 100 % frisch und 80 %

pflanzlich. Wir müssen Kindern

den Wert des Essens beibringen

und auch, dass sie wertvoll sind.

Meinen Beruf und meine Familie

liebe ich – da hab ich wohl den

Jackpot geknackt.

impuls Magazin: Haben Sie noch

einen Bezug zu ihrer Heimatgemeinde

Serfaus? Und könnte man

Sie hier einmal auf der Skipiste antreffen?

Paul Ivić: Nicht so oft, wie ich es

gern hätte. Ich habe noch Bezugspersonen

in Serfaus, auch leben

meine Eltern noch da. Es ist so

schön, wenn man Leute nach längerer

Zeit wieder sieht und man

sich gleich wieder versteht. Und

Skifahren mach ich eigentlich leidenschaftlich,

leider fehlt auch

hierzu die Zeit.

(lisi)

5. Juli 2022 11


Jeder dritte Tiroler Schüler benötigt Nachhilfe:

Wie viele Tiroler Schülerinnen

und Schüler brauchen Unterstützung

beim Lernen und warum ist

das so? Wie viel müssen Eltern

dafür ausgeben, wie könnte man

dem entgegenwirken? Und (wie)

wirkte sich die Pandemie auf den

Nachhilfebedarf aus? – Diesen

und weiteren Fragen wurde in

der aktuellen Nachhilfe-Studie

der Arbeiterkammer für das

Schuljahr 2021/22 auf den

Grund gegangen.

Auch das Schuljahr 2021/2022

stand im Zeichen der Corona-

Pandemie: Mehrmals wurde im

Rahmen der Ausgangsbeschränkungen

auch der Schulbetrieb in

Österreich eingeschränkt. Das

hatte vielfältige Auswirkungen –

auch was das Lernen bzw. die

Nachhilfe anlangt. Welche das

waren, zeigt die aktuelle Studie

zur Nachhilfe in Tirol auf, für die

von Mitte Februar bis Mitte April

2022 österreichweit 5.113 Eltern

von Schulkindern befragt wurden,

in Tirol waren es 414 Haushalte

mit insgesamt 593 Schüler:innen.

Soviel vorweg: Externe Nachhilfe

in der herkömmlichen Form vor

Ort war meist nicht möglich, sondern

sie fand primär online statt.

Die Eltern standen ebenso zusätzlich

unterstützend im Einsatz

(Stichwort: Home-Schooling), soweit

sie dazu zeitlich und fachlich

in der Lage waren. Auffallend war

für 2021 der immer noch große

Anteil an Schüler:innen, die zwar

Bedarf an Nachhilfe hatten, diese

aber nicht in Anspruch nehmen

konnten, u. a. deshalb, weil sie für

Mathematik leicht erklärt …

Ing. Karl Krabacher, der Pionier der

Mathematiknachhilfe, hilft mit praktischen

Übungen SchülerInnen aus dem »Mathe-Tief«

Schon seit dem Jahr 2000 weiht

Ing. Karl Krabacher aus Obermieming

SchülerInnen aus verschiedensten

Schulen (von Mittelschule

über Gymnasium bis

HAK, HTL, Hochschulen und

mehr) sowie aller Altersklassen

bei der Mathematiknachhilfe in

die Geheimnisse der Zahlen

und Formeln ein und zeigt, dass

viele Probleme gar keine sind.

„Man muss sich wieder mehr auf

das Bearbeiten verschiedenster

Aufgabenstellungen ohne technologische

Hilfsmittel konzentrieren.

Nur so kann man sich ein

fundiertes mathematisches

Grundverständnis aneignen“, verspricht

der Mathematiker aus Leidenschaft.

Wer glaubt, das ist nicht mehr

zeitgemäß, der irrt gewaltig.

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Frühzeitige Anmeldung erbeten!

12 5. Juli 2022


8,3 Mio. Euro Kosten!

die Eltern nicht leistbar war. Die

Ausgaben für Nachhilfe stiegen

wiederum deutlich: Pro Schulkind

mussten Tiroler Eltern im

Schnitt rund 590 Euro für Nachhilfe

bezahlen (2020: 460 Euro).

Tirolweit beliefen sich die Kosten

damit auf ca. 8,3 Millionen Euro.

Ergebnisse der Studie

Etwa jedes sechste Schulkind in

Tirol (16 %) erhielt im Schuljahr

2021/2022 bzw. im Sommer

2021 bezahlte Nachhilfe oder

Lernhilfe. Zählt man noch die unbezahlten

Nachhilfe- bzw. Lernhilfeangebote

hinzu sowie die Angaben

jener Eltern, die gerne bezahlte

Nachhilfe in Anspruch genommen

hätten, ergibt sich

Nachhilfebedarf für rund 27.000

Tiroler Schüler:innen – das entspricht

fast einem Drittel aller

Schüler:innen. 2022 bekamen in

Tirol jedoch auffallend mehr Burschen

als Mädchen bezahlte oder

unbezahlte Nachhilfe.

14.000 Schüler:innen in Tirol

nahmen bezahlte Nachhilfe in

Anspruch. Die Eltern von rund

15.000 weiteren Schüler:innen

hätten ebenfalls gerne eine bezahlte

Nachhilfe in Anspruch genommen,

meist war diese aber nicht

leistbar oder es konnte kein passendes

Angebot gefunden werden.

Bezahlte Nachhilfe wird sowohl

bei Lehrkräften oder Studierenden

(42 % bzw. 32 %) als auch bei

Nachhilfe-Instituten (22 %) absolviert.

Rund 5.000 Schüler:innen konnten

kostenlose schulische Lernhilfeangebote

nutzen.

Nachhilfe ist insbesondere in Mathematik,

etwas seltener auch in

Deutsch und Fremdsprachen nötig.

Für die Hälfte der Kinder äußern

Eltern den Eindruck, dass

aufgrund der Corona-Pandemie

weniger gelernt wurde.

Mit mehr als der Hälfte der Schüler:innen

(58 %) lernen die Eltern

mindestens einmal in der Woche.

27 % der Eltern lernen sogar so

gut wie täglich mit ihren Kindern.

AK fordert stärkere Unterstützung

„Die Pandemie hat besonders

deutlich vor Augen geführt, wo

Reformbedarf besteht“, betont

AK Präsident Erwin Zangerl bei

der Präsentation der AK-Studie

Nachhilfe in Tirol 2022. „Denn

die Schulen waren und sind für

derartige Herausforderungen

nicht vorbereitet. Mit der Folge,

dass die Eltern noch mehr als

sonst, und hier wiederum vor allem

Frauen, mit viel Zeit und finanziellem

Aufwand einspringen

müssen.“ Laut Zangerl spiegeln

sich die Ergebnissen der Studie

"auch in den Forderungen der

AK nach Verbesserungen wider“.

Die Arbeiterkammer fordert

• eine Personaloffensive, damit

mit ausreichend Lehrenden ein

zeitgemäßes Unterrichten möglich

ist,

• Schulen, in denen mehr Zeit

zum Üben bleibt und Eltern damit

vom Lernen zuhause und

von teurer Nachhilfe entlastet

werden,

• ein Budget für Schulmaterialien,

das Lehrer:innen unbürokratisch

verwenden können,

um Schüler:innen mit allen

notwendigen Materialien auszustatten

und die Familien finanziell

zu entlasten,

• ein Entlastungspaket, etwa mit

Anhebung von Arbeitslosengeld

und Sozialhilfe, sowie spezifische

Unterstützungsangebote

wie Ferien- und Lerncamps.

Auch eine Anhebung und Ausweitung

der Schüler:innenbeihilfe

ist unerlässlich.

Die AK Tirol geht hier schon seit

Jahren mit gutem Beispiel voran.

Heuer startete bereits im Jänner

das umfassende Lernangebot

vom BFI mit Unterstützung von

Land und AK Tirol. Schüler:innen

ab der 5. Schulstufe können

sich bei der Lernbegleitung in

vielen Lernfächern vertiefen oder

auf Prüfungen vorbereiten. Die

mehr als 2.500 aktuellen Anmeldungen

zeigen die Notwendigkeit

dieser Initiative.

Melden Sie Ihr Kind gleich an!

U

5. Juli 2022 13


Ein Sportprofessor sorgt sich um die Jugend

Der ehemalige Turnlehrer Dr. Hannes Kastner fürchtet körperlichen Verfall der Männer

Er selbst ist mit 74 Jahren noch

topfit. Geht im Winter Skifahren

und Skitouren. Sitzt laufend am

Hometrainer. Geht täglich mit

seinem Hund spazieren. Und besucht

einmal pro Woche eine Yogastunde.

Diese regelmäßige Bewegung,

verbunden mit gesunder

Ernährung, empfiehlt der

promovierte Historiker Dr.

Hannes Kastner. Der pensionierte

Turnprofessor hat am

Imster Gymnasium gut 40 Jahre

lang die körperlichen Werte seiner

Schüler aufgezeichnet. Diese

statistischen Daten sind Grundlage

für eine Universitätsstudie,

die ein alarmierendes Ergebnis

dokumentiert: Der heutigen Jugend

droht der körperliche Verfall!

„Als ich im Jahre 1971 als junger

Lehrer nach Imst kam, waren meine

Burschen durch die Bank noch

ausdauernd, kräftig und sehr beweglich.

Das hat sich im Lauf der

14 5. Juli 2022

Jahre leider sichtlich verschlechtert.

Während die Buben früher

noch stundenlang im Wald gespielt

haben, sitzen sie heute oft

nur noch vor dem Fernseher oder

dem Computer. Die Auswirkungen

dieses Freizeitverhaltens zeigen

Aufzeichnungen von Leichtathletikergebnissen

bei Tests während

meiner Turnstunden. Bei

Disziplinen wie Laufen, Werfen,

Springen oder auch Schwimmen

musste ich über die Jahre bis hin

zu meiner Pensionierung im Jahr

2010 leider einen eklatanten Leistungsabfall

feststellen“, erzählt der

aus Oberösterreich stammende

Wahltiroler.

Professor für Geschichte und Sport sowie leidenschaftlicher Militarist. Hannes

Kastner empfiehlt Bewegung, Disziplin und Humor als Elixier für ein gesundes

Leben.

Foto: Eiter

Harter Hund mit Humor

Vielen seiner Ex-Schüler ist der

„Schinder Hannes“, wie sie ihren

Sportprofessor ironisch nannten,

noch gut in Erinnerung. Kastners

Zirkeltraining und seine legendäre

Skigymnastik versprühten mitunter

einen unvergesslichen Schweißgeruch

in der Turnhalle. „Ganz

ehrlich gesagt bin ich heute noch

stolz darauf, dass ich meine Burschen

gefordert habe. So manch einem

sieht man bei den Maturatreffen

noch immer an, dass sie einst

unter meinen Fittichen trainiert

haben“, schmunzelt Hannes, der

auch den Humor als wesentlichen

Gesundheitsfaktor ins Treffen

führt. Mindestens so verschmitzt

wie verschwitzt kann Kastner wie

ein kleines Kind über sich selbst lachen.

Der im 11. Monat des Jahres

1947 geborene Sportlehrer glaubt

augenzwinkernd, dass die Parfümmarke

„4711“ als Ausgleich für die

von ihm bewirkte Körperausdünstung

erfunden worden sei. Auch

der Ötztaler Sporttempel „Area

47“ könnte nach ihm benannt

sein, lacht Kastner.

Überzeugter Militarist

Dass der pensionierte Vater von

zwei Kindern und Opa von vier

Enkeln seinen Alltag nach wie vor

sehr diszipliniert angeht, hat auch

mit seiner Vergangenheit als Bundesheeroffizier

zu tun. Kastner war

bis zu seinem 65. Lebensjahr, zuletzt

als Oberst, Milizoffizier. Vor

seinem Sportstudium hat er beim

Jagdkommando eine Spezialausbildung

als Elitesoldat absolviert,

die im Volksmund als „Ranger“

bekannt ist. Trotz dieser Kampfbereitschaft

ist Kastner auch ein

streng gläubiger Mensch. Seine

Dissertation als Historiker hat er

über den Zisterzienserabt Sebastian

Stöckl aus Pettneu geschrieben,

der von 1790 bis 1819 das Stift

Stams geleitet hat.

Bier und Schweinsbraten

Doch das Leben von Hannes Kastner

spielt sich nicht nur beim disziplinierten

Lesen alter Schriftstücke,

auf der Kommandobrücke

des Militärs und beim schweißtreibenden

Sport ab. Der mittlerweile

halb in Imst und halb in Innsbruck

lebende Pensionist ist seit

vielen Jahren auch ehrenamtlich

beim Roten Kreuz tätig. Und dort

bei geselligen Runden nicht selten

einer, der auch nach Sitzungen hocken

bleibt. „Auch wenn ich mittlerweile

gerne viel Gemüse aus unserem

eigenen Garten esse, genieße

ich zwischendurch einen guten

Schweinsbraten. Und natürlich

ein, zwei Bier dazu. Das ist ja ein

elektrolytisches Getränk“,

schmunzelt Hannes, der gemeinsam

mit seiner Frau Sissi, ebenfalls

eine pensionierte Turnprofessorin,

vor allem das Leben mit seinen

Enkeln genießt.

(me)


Ein Leben mit Tieren – viel Arbeit wenig Brot!

Maria Linser leitet den Tier- und Spielpark in Bichlbach in zweiter Generation

Bereits vor 30 Jahren startete der

„Tausendsassa“ Albert Linser

das Projekt Tierpark Bichlbach.

Nunmehr führt es seine Tochter

weiter. In Pension ist der Gründer

aber ganz und gar nicht, eher

im „Unruhestand“ und meist im

Park anzutreffen. Die Hauptgruppe

der Besucher besteht

zweifelsohne aus Familien mit

Kindern, aber nicht nur. Wer

Tiere mag, ob alt oder jung, der

besucht uns gerne, weiß „Parkdirektorin“

Maria.

Man schrieb das Jahr 1991, als der

Tier- und Spielpark seine Tore

erstmals öffnete und er legt seitdem

zu. Deutlich über 200 „Viehchelen“

leben heute auf einer Fläche

von zwei Hektar am Südhang

des Kohlberges. Darunter Esel,

eine Zwergziegenherde, Damhirsche,

seltene Hühnerrassen, Hasen

und unterschiedliches Federvieh

wie ein Adler und Eulen. Verkehrstechnisch

ist der nahe der

B179 und ebenso nicht weit vom

Bahnhof Bichlbach gelegene Tierpark

leicht zu erreichen. Bis Anfang

November bleibt er von

10.00 Uhr bis 18.00 Uhr geöffnet.

Gelernte Restauratorin

Maria Linser, eine der vier Töchter

von Christl und Albert Linser, leitet

den Zoo seit 2015. Die dazu

notwendige Ausbildung zur landwirtschaftlichen

Fachkraft absolvierte

die gelernte Restauratorin in

der Imster Landwirtschaftsschule.

Maria Linser zu impuls: „Im Anschluss

an Pflichtschule und Haushaltungsschule

habe ich mich für

die Schnitzschule in Elbigenalp

entschieden, wo ich Vergolderin,

Schilderherstellerin und Malerin

erlernte. Dann zwei Jahre Glasfachschule

Kramsach. Neben Restauratorin,

beispielsweise auch im

Stift Stams, war und bin ich noch

Skilehrerin. Zu Hause hielten wir

Tiere auch schon vor dem Tierpark

und auch im Zoo half ich von

Kindheit an mit. 2011 übergab

mir Vater den Park. Voraussetzung

war es landwirtschaftliche Facharbeiterin

zu sein. Nach der Ausbildung

wurde die Übergabe dann

im Grundbuch eingetragen.

Vater und Tochter versorgen die Babyziegen. Meist schaffen das die Tiermütter

selbstständig, manchmal sollte man aber auch Hilfestellung mittels Fläschchen

geben.

Fotos: Bundschuh

Traumjob?

Maria überlegt: „Ja es stimmt

schon, für mich ist es ein faszinierender

und erfüllender Beruf. Allerdings

gibt es auch Schattenseiten.

Es kann an jedem Tag etwas

mit den Tieren passieren. Schlimm

ist es besonders dann, wenn ein

Tier stirbt.“ Und wie steht es mit

anstrengender körperlicher Arbeit

wie Ausmisten und generell mit

Schlechtwetter? „Das gehört eben

dazu“, ist die pragmatische Antwort.

„Besonders schön ist es für

uns und die Besucher, wenn die

Tiere Nachwuchs bekommen,

denn unsere Bestände erhalten

sich selbständig durch Nachzucht.

Nach Saisonschluss bleiben die

„winterharten“ Tiere in den Gehegen,

die anderen werden in Stallungen

untergebracht. Die Aufräumungsarbeiten

im Frühling gestalten

sich dabei recht mühsam,

damit muss man leben. Übrigens

sollte man in diesem Job nicht nur

Tiere mögen, sondern auch mit

Menschen umgehen können,

schließlich haben auch die Besucher

ihre „Ansprüche“. Dann

bleibt noch die Sache mit dem

„lieben Geld“. Der Streichelzoo

mit Spielpark finanziert sich größtenteils

über den Eintritt, Unterstützung

kommt von der Zugspitzarena.

Reich wird man dabei

bestimmt nicht“, versichert die

„Tierflüsterin“ aus Bichlbach. Der

Tiergarten in Hanglage ist ein

365-Tage-Jahresjob. Zeit für ein

„Steckenpferd“ bleibt bei so vielen

anderen Tieren kaum. Für ihren

Freundeskreis muss aber Zeit sein,

darauf legt Maria, die gerne in Gesellschaft

ist, wert.

Der gerettete Hirsch

Die besonderen Tiererlebnisse der

Linsers sind vielfältig. Beispielsweise

erzählt Maria von einem

Hirschbaby mit einem dreifach gebrochenen

Hinterlauf, das im

Tierpark abgegeben wurde. Da

würde man um das Einschläfern

nicht herumkommen, meinte der

Tierarzt, trotzdem gelang es Albert,

das Tier mit Babynahrung

großzuziehen und die beiden wurden

so ziemlich beste Freunde.

Der Park als Ganzheit

Vater und Tochter sind sich einig:

„Wir betreiben Tierpark, Streichelzoo

und Spielpark als Einheit.

Der Schwerpunkt liegt bei den

Tieren, aber wir bieten auch eine

Reihe recht spektakulärer Open-

Air-Spiele wie ein Autodrom an.

Gastronomie führen wir keine,

doch wir stellen einen gemütlichen

überdachten „Jausenstadel“

für Selbstversorger und zwei Grillplätze

zur Verfügung. Auch haben

wir keine Tafel mit einer in Punkte

gefassten Tierparkordnung angebracht,

streicheln, hinter den Ohren

kraulen und füttern ist erlaubt.

Vielmehr setzen wir auf Hausverstand

und Eigenverantwortung.“

Zum Abschluss unseres Gespräches

meint Maria Linser zur Ideenwelt

des Zooprojektes, das sich

Natürlichkeit und an manchen

Ecken Romantik bewahrt hat:

„Wir gehen eben unseren eigenen

Weg“, und zitiert aus ihrem witzig

gestalteten Faltprospekt: „Bevor

man die Welt vollendet, wäre es

vielleicht doch wichtiger, sie nicht

zugrunde zu richten.“ (pb)

Kinder, besonders wenn sie aus Städten

kommen, bietet der Bichlbacher

Zoo Erlebnisse in einer für sie gänzlich

neuen Welt.

5. Juli 2022 15


„Schaf schafft Landschaft“ im Naturparkhaus Längenfeld

1 2 3 4

5 6 7 8

Bei traumhaftem Ötztaler Sommerwetter

wurde im Naturparkhaus in

Längenfeld die Wechselausstellung

„Schaf schafft Landschaft“ eröffnet.

Getreu dem Naturpark-Jahresmotto

2022 „Kultur schafft Landschaft“ widmet

sich die diesjährige Spezialausstellung

dem großen Ötztaler Thema

Schafhaltung und der Transhumanz.

Konzipiert vom Kulturverein Pro Vita

Alpina wirft „Schaf schafft Landschaft“

einen vielfältigen Blick auf

Schafe, Wanderweidewirtschaft und

Almen. Zeitgleich zur Ausstellungseröffnung

öffneten die Ötztaler Markttage

ihre Stände.

1 Florentine Prantl (GF Pro Vita Alpina)

und die designierte Pro Vita

Alpina Obfrau Barbara Haid sind

Expertinnen, wenn es um die

Mils: Tiefbrunnen schont Trinkwasserressourcen

Ein Projekt mit Weitblick wurde

von der Gemeinde Mils realisiert:

Mit dem Bau eines Tiefbrunnens auf dem

Areal des Sportplatzes werden einerseits die

Trinkwasserressourcen des Ortes geschont, andererseits

die Bewässerung des Sportplatzes und

einer nahegelegenen Gemeinschaftsweide sichergestellt.

Auch die Feuerwehr kann für

Löschzwecke auf den Tiefbrunnen zugreifen,

der vom Grundwasser des Inn gespeist wird.

Der neue Brunnen ist vor allem für die Bewässerung

des Sportplatzes ein Gewinn. Ein modernes,

zeitgesteuertes Bewässerungssystem mit

Feuchtigkeitssensoren sorgt für eine perfekte

Pflege der Rasenfläche und entlastet Platzwart

Anton Reinstadler enorm.

Rund 170.000 Euro hat die Gemeinde in die

Realisierung des Tiefbrunnens gesteckt. Eine

Investition, die sich lohnt. „Immerhin können

pro Jahr etwa 11.500 Kubikmeter Grundwasser

gewonnen werden, die sonst vom Trinkwasser

des Ortes abgezweigt werden müssten“, zeigt

sich Bgm. Bernhard Schöpf zufrieden.

16 5. Juli 2022

Transhumanz geht. Mit Witz und

Fachwissen führten sie durch die

Ausstellung.

2 Ob Honig, Marmelade, Käse oder

Wurst. Bei den Längenfelder

Bäuerinnen findet jeder und jede

eppas guats. Margit Kuprian,

Anni Arnold, Birgit Santer, Gitta

Klotz und Petra Holzknecht (v.li)

verwöhnen die Gäste der Ötztaler

Markttage mit einer bunten Produktpalette.

3 Wer am Stand von Gerhard

Griesser aus Niederthai Halt

macht, sollte sich ein bisschen

Zeit nehmen. Ohne einen netten

Huangart über Lamas, Alpakas

und seine Bienen wird der interessierte

Besucher nicht „entlassen“.

4 Nach dem Besuch der Ausstellung,

einem guten Essen, darf ein

Schnapsle im Ötztal nicht fehlen.

Bei Edith und Werner Hackl aus

Sautens findet man immer den

richtigen Tropfen.

5 Brigitte Oberweger und Doris

Grüner vom Naturparkhaus Längenfeld

sind sich einig: „Die Ausstellung

hat das Prädikat sehenswert

verdient!“

6 Viktoria Ernst eröffnete die Ausstellung

bei strahlendem Wetter

und lud die zahlreichen Besucher

ein die vielfältig bunte „Schaf-

Schau“ zu besuchen.

7 Glücklich nach erfolgreicher Ausstellungseröffnung.

Mediendesignerin

Jacqueline Angrisani und

Journalistin Friederike Hirsch vor

ihren „Schöpfungen“.

9

8 Künstlerin Jessy Pitt stellvertretend

für viele KünstlerInnen, die

dem Aufruf „Zeichne mir ein

Schaf“ gefolgt sind.

9 Friedlich weidend empfängt das

„Blauschaf“ von Rainer Bonk die

Besucher der Ausstellung „Schaf

schafft Landschaft“ in Längenfeld.

Fotos: Riki Hirsch

Fotos: Gemeinde Mils bei Imst


WIRT DES MONATS

Beste Konditoreiwaren und Klassiker

der internationalen Küche

Das Dorfcafé von Warth – beliebter Arlberger Genießer-Treffpunkt

RESTAURANT

Warth 48 | Tel. +43 5583 3615

Fotos: Dorfcafe

Das kleine Bergdorf Warth am Arlberg auf

1.500 Metern hat nicht nur eine faszinierende

Bergwelt und attraktive Ski-Abfahrten zu bieten,

sondern ist auch kulinarisch voll auf der

Höhe. Seit über 20 Jahren ist das Dorfcafé der

Familie Bickel im Ortszentrum eine kommunikationsfördernde

„Institution“ und eine Oase

des Genusses.

Josef Bickel eröffnete das Lokal im Jahr 2001,

nachdem er 24 Jahre ein Lebensmittelgeschäft in

Warth betrieben hatte. „Dann bekamen wir Konkurrenz

und zwei Lebensmittelgeschäfte waren

für das kleine Dorf zu viel, also habe ich den Laden

geschlossen und das Café eröffnet.“ Eine

gute Entscheidung, denn dieses ist zu einem beliebten

Anziehungspunkt für Einheimische, Urlauber

und Durchreisende geworden, wo sich sowohl

im Winter als auch in der schneefreien Jahreszeit

ein bunt gemischtes Publikum trifft. Im

Sommer finden sich unter den Stammgästen

auch viele Motorradfahrer, die hier gern für eine

Einkehr abbremsen.

AUSSICHTSREICHE SONNENPLÄTZE

50 Plätze drinnen im gemütlichen Gastraum und

40 Plätze draußen auf der schönen, aussichtsreichen

Sonnenterrasse (die sich bei kühleren Temperaturen

beheizen lässt) laden zu einer feinen

Rast mit zünftiger Stärkung ein. Denn im Café

gibt es nicht nur beste Backwaren (geliefert vom

bekannten Konditoreimeister Natter in Bezau),

sondern auch die ganze Palette der internationalen

Speisekarten-Klassiker: Vom Wiener Schnitzel

über Spaghetti bis zu Pizza und Burger kann man

hier ordentlich zulangen und die Energien wieder

aufladen. Zudem können Speisen wie Kuchen,

Salate und Pizza auch zum Mitnehmen bestellt

werden.

Ein starker Bund von Frau zu Frau

Als Doula steht Maria Schwarz Schwangeren als Freundin auf Zeit zur Seite

Eine Doula, was ist das denn? –

eine Frage, die Maria Schwarz

aus Tarrenz schon oft gehört hat.

Die 35-Jährige ist selbst dreifache

Mutter und hat es sich zur

Aufgabe gemacht, Schwangere

rund um die Geburt zu begleiten.

Doulas sind dabei kein Ersatz

für eine Hebamme, sondern

eine zusätzliche Stütze für die

werdenden Mütter beziehungsweise

Eltern. Medizinischer Rat

ist für sie tabu, sonstige hilfreiche

Tipps und Tricks geben

Doulas wie Maria aber gerne

weiter.

In seiner Herkunftssprache Altgriechisch

bedeutet das Wort „Doula“

so etwas wie „Dienerin“. Im modernen

Kontext beschreibt es geburtserfahrene

Frauen, die

Schwangeren rund um die Geburt

unter die Arme greifen und einfach

da sind. „Der Aufgabenbereich einer

Doula ist nicht klar abgegrenzt.

Maria Schwarz aus Tarrenz ist Ehefrau, Dreifachmama, Sozialarbeiterin und Doula.

info@dorfcafe-warth.at | www.dorfcafe-warth.at

Täglich von 10:00 bis 22:00 Uhr geöffnet.

Dieses Angebot findet großen Zuspruch und so

wird das Dorfcafé im Sinne der vielen zufriedenen

Gäste auch weiterhin ein belebter und beliebter

Treffpunkt im Zentrum von Warth bleiben.

Wir helfen da, wo es benötigt

wird“, erzählt Maria. „Vor der Geburt

sprechen wir unter anderem

über Sorgen und Ängste, die persönliche

Ideal-Geburt und wie man

damit umgeht, wenn die Geburt

doch anders verläuft als gewünscht.“

Wichtig sei dabei, dass

die Chemie zwischen Doula und

Mutter stimmt, da Vertrauen eine

große Rolle spielt. „Eine mir unsympathische

Person will man

nicht bei einer Geburt dabeihaben.

Die Frau muss sich uneingeschränkt

öffnen können“, erklärt

die 35-Jährige. Deshalb ist das erste

Treffen kostenlos und dafür da, einander

kennenzulernen. Vor der

Geburt hilft Maria außerdem gerne

bei der Planung von Babypartys,

macht Gipsabdrücke vom Bauch

oder bereitet Fotoshootings vor.

Doulatasche als Wundertüte

„Zwei Wochen vor und nach dem

errechneten Geburtstermin ‰

5. Juli 2022 17


in ich in Rufbereitschaft, da es jederzeit

losgehen kann“, erläutert

die Dreifachmama. Maria ist von

Anfang bis Ende bei der Geburt

dabei, sofern das die Schwangere

möchte. Auch wenn es 36 Stunden

dauere, versichert sie. Immer mit

von der Partie: Marias Doulatasche,

prall gefüllt mit Dingen für

alle Eventualitäten. „Ich habe Toilettenartikel

dabei, falls die Eltern

das vergessen haben, Müsliriegel,

eine Musikbox, Obst, Düfte, Kuschelsocken

und natürlich eine

zweite Garnitur Kleidung für

mich“, verrät die Oberländerin.

Gerne kümmert sich die 35-Jährige

auch um den nicht gebärenden

Elternteil. „Die Partner wissen oft

nicht, wie sie sich verhalten sollen

und sind einfach überfordert mit

der Situation. Auch für sie bin ich

da und gebe Anleitung, wie sie

eine Stütze sein können“, so Maria.

Durch die Covid-Regelungen

der meisten Spitäler wird die Arbeit

der Doulas noch immer erschwert.

Da meistens nur eine Person

mit in den Kreißsaal darf, die

meist der Partner ist, bleiben die

Doulas leider außen vor. „Das

wird hoffentlich bald wieder anders“,

hofft sie.

Arbeit mit Menschen

Momentan ist Maria in Karenz,

der neueste Zuwachs zur Familie

Schwarz, die in Tarrenz in einem

Blockhaus wohnt, ist nämlich erst

acht Monate alt. „Ansonsten bin

ich als Sozialarbeiterin bei der Caritas

in Imst tätig“, erzählt sie. Ihre

Arbeit als Doula ist im Moment

mehr Berufung als Beruf, davon

leben kann man hierzulande nur

schwer. Die Ausbildung zur Doula

hat die Oberländerin beim Doulazentrum

Tirol in Absam absolviert.

Verschiedene Referentinnen

wie Gynäkologen, erfahrene Doulas,

Physiotherapeutinnen und

Steuerberater übermitteln den Anwärterinnen

Wissen, welches sie

später brauchen werden. Weiters

verrät Maria: „Es geht auch um die

Grenzen unserer Tätigkeit. Treten

Komplikationen auf, nehmen wir

uns zurück. Dafür sind nur Hebammen

und Ärztinnen zuständig.“

Hebamme und Doula arbeiten

aber im besten Fall Hand in Hand,

da auch ein harmonisches Miteinander

für die Schwangeren wichtig

ist. Während der Covid-Zeit

fand Maria außerdem Zeit, eine

Babymassageausbildung zu absolvieren.

Das Mamasein feiern

Auch wenn ihre drei Kleinen, die

mittlerweile sechs und drei Jahre

sowie acht Monate alt sind, alle per

Kaiserschnitt auf die Welt gekommen

sind, denkt Maria gerne an

ihre Geburten zurück. „Meine Erinnerungen

sind sehr positiv. Das

Gefühl, einen neuen Menschen

willkommen heißen zu dürfen, ist

einfach wunderschön“, schwärmt

sie. Als Andenken an das besondere

Ereignis fertigt die 35-Jährige für

ihre Schwangeren gerne Plazentabilder

an. „Dabei wird der Mutterkuchen

angemalt und samt Nabelschnur

auf Zeichenpapier gedrückt.

Durch das Abtragen der

Farbe entstehen bunte Abdrücke,

die ich später laminiere“, so Maria.

Für viele Frauen habe die Plazenta

eine besondere Bedeutung. Was

die Tätigkeit als Doula für Maria so

spannend macht: Jede Geburt, jede

Frau, jede Schwangerschaft ist anders.

Und die Unterstützung von

Frau zu Frau einfach unschlagbar.

(nisch)

Ein Wohnerlebnis

im vorde

Der Sautner David Holzknecht baute sich in der Zeit von Mai bis

Juli 2022 eine nette Immobilie. Das neue Haus in sonniger Lage

von Sautens gestaltet sich modern und doch zeitlos und wird in den

nächsten Wochen fertiggestellt.

Lieferung und Montage von: Fenster • Sonnenschutz

Mit Kärtchen plant Maria mit Schwangeren ihre Traumgeburt. Bunte Plazentabilder

erinnern an das Erlebnis.

Fotos: Schrott

18 5. Juli 2022


en Ötztal

Fotos: Agentur CN12 Novak

Auf einem Grundstück von

592 m 2 entstand ein Haus mit

zwei Wohneinheiten zu je 76 m 2 .

Die hochwertige Massivbauweise

aus Ziegeln macht das Gebäude

besonders attraktiv, aber auch die

qualitätsvolle Innenausstattung

spricht für sich. Zudem bietet das

Haus ein großzügiges Carport, einen

schönen Garten und ein modernes

Heizsystem. „Im Technikraum

befindet sich ein Pufferspeicher,

eine Luftwärmepumpe und

der Verteilerkasten. Im gesamten

Haus gibt es eine Fußbodenheizung“,

erklärt der Hausbesitzer

stolz und meint weiter: „Das

Dach ist ein Satteldach mit Sichtdachstuhl.

Die Dämmung hat

18 cm und die Fenster sind dreifach

verglast. Keller gibt es keinen,

aber dafür zwei separate Lagerräume.“

Damit alles rund läuft, war der

Bauherr auch selbst stets im Einsatz:

„Ich war jeden Tag auf der

Baustelle, entweder zum Aufräumen

oder um etwas zu organisieren.

Es war wie ein Ausgleich zu

meinem Bürojob. Dass alles so gut

geklappt hat, ist auch dem Planer

zu verdanken. Vor allem bei der

Beratung vorab gab es einige Aha-

Momente. So wurde zum Beispiel

das Haus um 90 Grad gedreht,

was sich im Nachhinein als super

Idee herausstellte. “ Probleme auf

der Baustelle gab es keine. Das ist

aber vor allem auch den professionellen

Firmen zu verdanken, die

großteils aus der Region (außer

Spengler und die Fenster) stammten,

„aus einem Umkreis von

15 km. Daher war auch die Kommunikation

hervorragend“, wie

David Holzknecht betont und

sich sichtlich über das gelungene

Ergebnis freut.

GmbH

Michael-Lung-Weg 2 | Silz

Telefon 0664 9104792

office@metallbau-mareiler.at

www.metallbau-mareiler.at

5. Juli 2022 19


„Zange“ hängt die Fußballschuhe an den Nagel

Landecks Ex-Profi Simon Zangerl konzentriert sich ab sofort voll auf das Taxi-Geschäft

Foto: sportszene.tirol

Foto: Taxi Zangerl

Nach seiner Rückkehr ins Oberland gab Simon Zangerl noch drei Jahres alles für seinen Stammverein SV Landeck. Jetzt tauschte er die Fußballschuhe gegen seinen

neuen Arbeitsplatz am Taxi-Steuer – hier mit Sohn Luis am Beifahrersitz.

Er war stets ein Sportsmann vom

Scheitel bis zur Sohle, war bekannt

für seine enorme Schnelligkeit

und seinen Torinstinkt.

Seinem Stammverein SV Landeck

verhalf er im letzten Saisonspiel

noch zum Klassenerhalt in

der Landesliga West. Damit endete

für Ex-Profi Simon Zangerl

seine aktive Fußballkarriere.

Für den kleinen Simon gab’s immer

nur Fußball. „Ich hab’ mal ein

Fahrrad geschenkt bekommen,

aber geweint, weil ich viel lieber einen

Fußball haben wollte“, lacht er

rückblickend. Sobald es altersmäßig

möglich war, begann er beim

SV Landeck mit regelmäßigem

Training. Nachdem er für diverse

Nachwuchsteams gekickt hatte,

ging’s für das Talent ins LAZ nach

Imst. Und im Alter von 14 Jahren

ins BNZ nach Innsbruck.

„Bedanken muss ich mich vor allem

bei meiner Familie, speziell bei

meinem Vater Christian. Sie haben

mich immer gefördert. Eine Karriere

im Fußball wäre sonst niemals

möglich gewesen“, sagt Simon.

Der 2008 vom BNZ zu den Amateuren

von Wacker Innsbruck

wechselte. Von dort ging es drei

Jahre später zur WSG Wattens, die

damals von Roland Kirchler trainiert

wurde. Die spielte 2012 gegen

den SV Horn Relegation um

den Aufstieg in die Erste Liga,

musste sich in den beiden Partien

den Niederösterreichern aber geschlagen

geben.

Wechsel zu Wacker Innsbruck

Im Jahr 2014 wechselte die „Zange“,

wie der Landecker am Platz

gerufen wurde, zur Profimannschaft

von Wacker Innsbruck. Die

Zeit beim inzwischen in arge Turbulenzen

geratenen Tiroler Traditionsverein

sieht Simon rückblickend

zwiespältig: „Das Training

hatte nochmal ein anderes Niveau,

und ich bin sicher nicht schlechter

geworden. Aber ich hatte nie das

Gefühl, dass Trainer Michael Streiter

wirklich auf mich setzt. So waren

dann auch meine Einsatzzeiten

nicht zufriedenstellen.“

Es folgte nach einem Jahr die

Rückkehr zu Wattens, wo er laut

eigenem Bekunden dann seine

beste Fußballzeit erlebte. Wieder

schaffte es die WSG in die Relegation,

scheiterte aber an BW Linz.

Abenteuer auf Mallorca

Schließlich sollte ein ganz besonderes

fußballerisches Abenteuer

folgen. Simon erzählt: „Ich wurde

öfters vom damaligen Trainer von

Unterhaching, Christian Ziege,

beobachtet, der mich nach Bayern

holen wollte. Das ist aber nicht zu

standegekommen. Die Chance auf

eine Zusammenarbeit ergab sich

dann aber auf Mallorca.“

Der ehemalige Profi von Bayern-

München, der mit Deutschland

1996 in England den Europameistertitel

geholt hatte, heuerte als

Trainer beim spanischen Drittligisten

Atlético Baleares an. Und

sofort dachte er wieder an den

drahtigen Oberländer. „Er hat

mich angerufen und eingeladen,

ihn auf Mallorca zu begleiten, um

vor Ort alles anzusehen. Ich war

sofort Feuer und Flamme und hab

mich dann entschieden, dieses

Abenteuer zu wagen.“

Simon bekam eine tolle Wohnung

und ein Auto gestellt. Brachte sich

noch in der Heimat mit zusätzlichen

Krafteinheiten in Form,

denn: „Ich habe mir die spanischen

Spieler angeschaut und gesehen,

dass ich es da mit ziemlichen

Maschinen zu tun bekomme. Da

war für einen dünnen Burschen

wie mich Muskelaufbau angesagt.“

Doch er hatte Pech, wurde nach

der ersten Meisterschaftspartie in

einem Trainingsspiel von einem

spanischen Clubkameraden übel

umgetreten. Im Knie waren alle

Bänder eingerissen, dazu kam ein

Knochenödem. Er pendelte in der

Folge öfters zu einem von Ziege

empfohlenen Spezialisten nach

Bayern. Trotzdem dauerte es bis

zur Winterpause, ehe er wieder

trainieren konnte.

Im Frühjahr stand die „Zange“ in

den ersten Partien in der Startformation.

Da die Mannschaft aber

zu weit vom angestrebten Ziel des

Meistertitels entfernt war, wurde

Ziege entlassen. Und unter dem

spanischen Nachfolger verlor er

seinen Stammplatz. Groll hegt er

deshalb keinen: „Ich habe mich

mit dem Coach super verstanden.

Und er hat letztlich alles richtig gemacht.

Denn mein Sturmpartner

traf wie am Fließband. Es bestand

keine Notwendigkeit, etwas zu ändern.

Den Aufstieg in die 2. Liga

haben wir dann trotzdem knapp

verpasst, weil wir in der Relegation

in der 118. Minute das entscheidende

Gegentor kassiert haben.“

Schließlich entschied sich Simon

für eine Rückkehr zur WSG Wattens:

„Leider wurde ich in einem

Vorbereitungsspiel von einem

Russen gefoult. Die daraus resultierende

Verletzung habe ich die

ganze Saison mitgezogen.“

Zurück ins Oberland

Schließlich beendete er im Sommer

2018 seine Profikarriere, stieg

voll ins Taxi-Unternehmen seines

Vaters ein – und ging noch für drei

Jahre für seinen SV Landeck auf

Torjagd. Mit dem Heimspiel gegen

Vils endete dann seine Fußballkarriere

vor wenigen Wochen

endgültig. Und diese Partie war

eine wichtige, denn im direkten

Duell ging es um den Klassenerhalt

in der Landesliga West. Simon

erzielte sein 22. Saisontor zur 1:0-

Führung. Nachdem sein Team

schon 3:0 geführt hatte, hieß es

am Ende nochmals Zittern, da

Vils auf 3:2 herankam.

Ganz will er vom Fußball auch als

Taxi-Unternehmer nicht lassen,

kann sich eine Funktion im Verein

vorstellen, wenn auch nicht als

Trainer. „Aber mein Sohn Luis ist

jetzt drei Jahre alt. Wenn er dann

spielt, bin ich sicher regelmäßig

dabei.“ Wochenende gibt es im

Taxi-Business keins. Lange zum

Leidwesen von Freundin Linda.

„Da hat’s anfangs schon manche

Diskussion gegeben. Aber ich

konnte sie gut trainieren. Und

jetzt ist das kein Problem mehr“,

lacht die „Zange“. (pele)

20 5. Juli 2022


Der Spezialist für ge(h)mütliches Wandern

Der Kaunertaler Franz Wille hat sich als Wanderbuch-Autor einen Namen gemacht

„Ich bin der Meinung, dass alles

besser gehen würde, wenn man

mehr ginge.“ Dieses Zitat des

Schriftstellers Johann Gottfried

Seume ist auch das Lebens- und

Arbeitsmotto von Wanderbuchautor

Franz Wille. Der gebürtige

Kaunertaler (geb. 1952) und

frühere Professor am Gymnasium

Landeck für Geographie

und Deutsch ist Spezialist für

ge(h)mütliches Wandern.

In zahlreichen Wanderführern

hielt er seine schönsten Touren in

Österreich, Italien, Deutschland,

Istrien und der Schweiz fest und

animierte damit zahlreiche Menschen

zum Erkunden neuer Gegenden

oder der eigenen Umgebung.

Den Aufstieg der Cinque

Terre zu einer einzigartigen Wanderregion

ab den 1970er Jahren

verfolgte er von Anfang an dokumentarisch

mit. Soeben ist sein

empfehlenswertes Buch „Wanderbares

Waldviertel“ erschienen. Damit

porträtiert er auch seine neue

Heimat, denn seit der Pensionierung

wohnt Franz Wille mit Frau

Brigitte, einer gebürtigen Niederösterreichin,

im Waldviertel, um

den Kindern (Markus ist Unfallchirurg,

Micha Künstlerin) näher

zu sein, die mit ihren Familien in

Wien leben.

Alles zu Fuß erledigt

Das ausdauernde Gehen wurde

Franz Wille sozusagen in die Kinderschuhe

gelegt, wie er selbst launig

zusammenfasst: „Aufgewachsen

auf einem Bauernhof in Nufels

im äußeren Kaunertal, musste

man alle Weg zu Fuß machen: Zu

Fuß in die Schule nach Kaltenbrunn,

zu Fuß in die Kirche, zu

Fuß mit den Kühen auf die Weide,

zu Fuß auf die Felder zum Heuen,

zu Fuß auf die hoch gelegenen

Bergwiesen, zu Fuß als Milchwäger

zu allen Bauernhöfen der

Pfarrgemeinde, im Winter durch

stockdunkle Nacht mit den

Milchproben in der kleinen Kiste

zurück nach Hause.“

Als Lehrer am Gymnasium behielt

Franz Wille das regelmäßige Gehen

bei, indem er die gedanklichen

Vorbereitungsarbeiten für

den nächsten Tag in die Natur verlegte,

„weil mir beim Wandern immer

die besten Ideen kamen.“ Um

seinen SchülerInnen im Geographieunterricht

authentische Berichte

zu interessanten geographischen

Phänomenen wie Gletscher,

Karsterscheinungen, Bergseen

usw. liefern zu können, unternahm

er Reisen, die ihn u.a. von

den Samenkaten in Nordschweden

bis zu den Vulkanen auf Sizilien

führten. Reisen, Fotos, Notizen

– damit waren die Grundlagen

gelegt, die Verlage zeigten Interesse

und bis zum ersten gedruckten

Wanderführer war es nicht mehr

weit.

Schöne Wanderungen

Franz Wille: „Seit der Pensionierung

schreibe ich Wanderführer,

weil ich jetzt mehr Zeit für das

Wandern und Bücherschreiben

habe. Von den Weitwanderungen

bin ich jedoch inzwischen wieder

abgerückt. Das viele Gehen hält

zwar fit, aber mit zunehmendem

Alter wird der Rucksack immer

schwerer und die Wege werden

strapaziöser. Also konzentriere ich

mich lieber auf Genusswanderungen.

Wandern soll meinem Empfinden

nach weder Stress noch

Leistungsnachweis sein, sondern

Freude bereiten.“

Franz Wille ist ein gutes Beispiel

dafür, dass Aktivität und Gemütlichkeit

gut „zusammengehen“.

Das genussvolle Wandern sorgt

nicht nur für Inspiration, sondern

auch für Ausgleich und die innere

Ruhe, für die ihn seine Angehörigen

und Freunde sehr schätzen.

Aber Abwechslung ist dennoch gefragt,

vor allem fasziniert Franz

Wille die Vielfalt unterschiedlicher

Landschaften. Und die Natur

rund um Gars am Kamp, wo er

seine zweite Heimat gefunden hat

und sich sehr wohl fühlt, bildet einen

schönen Kontrapunkt zur

Zeit für Veränderung?

Unser tolles Team hat die

passende Frisur für Sie!

Foto: Franz Wille

Franz Wille, ehemaliger Professor am

Gymnasium Landeck, schreibt seit

seiner Pensionierung Wanderführer.

Das jüngste Werk beschreibt 40

ge(h)mütliche Touren im Waldviertel.

Landschaft des Tiroler Oberlandes,

die er ebenfalls liebt.

Tirolbesuche stehen trotzdem eher

selten am Programm, es gibt eben

noch viele andere Gegenden zu erkunden.

Aber hin und wieder

kehrt Franz Wille doch nach Nufels

zurück, wo er seinen Bruder

Anton Wille besucht, der sich als

Holzkünstler und Sammler historischer

Konzertflügel einen Namen

gemacht hat und mit seiner

Originalität zu einem „bunten Vogel“

des Kaunertals geworden ist.

Die Wanderführer von Franz Wille

findet man auf seiner Website:

www.franzwille.jimdofree.com

EINMAL PETER - IMMER PETER!

Malserstraße 70 · 6500 Landeck · Tel. 05442 62052

Dorfstraße 68 · 6561 Ischgl · Tel. 05444 51140

Di, Mi, Fr: 9 –18 Uhr, Do: 9–20 Uhr, Sa: 9–15 Uhr, So + Mo: Geschlossen

peter.sertkan@hotmail.com · www.friseursalon-peter.com

5. Juli 2022 21


Wallfahrtskirche Sinnesbrunn Schloss Starkenberger Hochimst

Wandern am „Starkenberger Panoramaweg“

Auf den Spuren der Ritter – in sieben Etappen von Landeck nach Ehrwald

Sieben Abschnitte, sieben Seen,

sieben Höhen und Tiefen. Der

Starkenberger Panoramaweg

führt Wanderfreunde auf sieben

abwechslungsreichen Etappen

von Landeck nach Ehrwald. Natürlich

lassen sich die Abschnitte

auch im Zuge eines Tagesausflugs

einzeln erwandern, womit

der Starkenberger Panoramaweg

in den bevorstehenden Sommerferien

auch für heimische Familien

interessant ist.

Der Starkenberger Panoramaweg

ist ein Weitwanderweg voller

Highlights. Insgesamt 70 Kilometer

lang, garantieren die sieben Anschnitte

Wanderspaß für die ganze

Familie.

Wie der Name schon vermuten

lässt, spielt das alte Rittergeschlecht

der Starkenberger eine

wichtige Rolle. Verbindet der Weg

doch Schlösser und Burgen der

einst so mächtigen und stolzen

Adelsfamilie, die über 400 Jahre

eine beherrschende Rolle in Tirol

einnahm.

Der Panoramaweg wird seinem

Namen in jeder Hinsicht gerecht

und steckt voller Überraschungen.

Immer wieder folgen die Wegverläufe

historischen Straßen wie der

Via Claudia Augusta, der Salzstraße

oder dem Jakobsweg. Sieben

Seen und zahlreiche Bachläufe machen

diesen Weg auch zu einem

erfrischenden Erlebnis. Und natürlich

säumen Schlösser, Burgen

und vielerlei historische Gemäuer

den Wegverlauf und machen Geschichte

„auf Schritt und Tritt“ erlebbar.

Der Weg führt über offene, sonnige

Panoramalagen und durch

schattige tiefe Schluchten, durch

angenehm kühle Wälder und verträumte

Siedlungen. Immer wieder

eröffnen sich herrliche Ausblicke

ins Tal und die umliegenden

Berge – schöne Rastplätze und gemütliche

Einkehrmöglichkeiten

inklusive (siehe Inserate auf dieser

Seite!).

Die sieben Etappen müssen aber

nicht ein einem Zug bewältigt

sondern können natürlich auch in

zeitlichen Abständen erwandert

werden. Öffentliche Verkehrsmittel

bringen die Wanderer bequem

zum Ausgangspunkt zurück. Ein

eigener Folder – erhältlich bei den

Outdorregionen Imst und Tirol-

West – schlüsselt alle Busverbindungen

entlang des Starkenberger

Panoramaweges übersichtlich auf.

Alle Infos zum Starkenberger

Panoramaweg inklusive detaillierter

Beschreibungen der Etappen

gibt es auch der Homepage

www.starkenbergerpanoramaweg.at

Christian Linser

T. 0660/813 9141

In unserem Restaurant oder auf unserer

Terrasse verwöhnen wir Sie gerne

mit internationaler Küche

von 9 bis 20 Uhr

• von Mai bis Oktober:

Dienstag Ruhetag

Für Anfragen und Reservierungen stehen wir gerne zur Verfügung!

Fotos: ©Imst Tourismus

Das Ausflugsziel oberhalb von Tarrenz auf 1.250 Meter.

Ihre Einkehrmöglichkeit am

Starkenberger Panoramaweg

Kappakreuz 1 · 6464 Tarrenz

T. +43 5412 22240

www.sinnes.at

Gönn dir eine Auszeit

bei uns, genieße das

überwältigende

Bergpanorama auf unserer

Sonnenterrasse, lass dich

mit bodenständigen

Tiroler Gerichten und

hausgemachten Kuchen

verwöhnen.

Von 11 bis 17 Uhr durchgehend warme Küche.

Montag und Dienstag Ruhetag außer Feiertag!

Griesegg 1 · 6464 Tarrenz · T 0667 7821724

ronaldo.schlossstube@gmail.com · www.starkenberger.at

22 5. Juli 2022


Ein Brüderpaar zwischen Tradition und Moderne

Seit 2018 sind die Sautner Florian und Martin Pohl überzeugte Pächter der Balbach Alm

Inmitten der Almenregion

Hochoetz befindet sich die Balbach

Alm der Gemeinde Sautens.

Sie ist die „Hausalm“ der

SautnerInnen und wird seit

Jahrzehnten auch von Sautner -

Innen geführt. Seit Oktober

2018 sind das Brüderpaar Florian

und Martin Pohl die Pächter.

Mit ihnen ist die Traditionsalm

in der Moderne des 21.Jahrhunderts

angekommen.

Seit 2018 betreiben die Brüder Florian und Martin Pohl aus Sautens die Balbach

Alm. Mit Mut, Witz und Innovation haben sie die Alm in einen modernen Gastronomiebetrieb

verwandelt.

Foto: privat

Kürzlich ertönte ein Juchitzer aus

der Balbach Alm. Das Brüderpaar

Florian und Martin Pohl sind in

die Almsommersaison gestartet.

Seit Oktober 2018 führen der 33-

jährige Florian und sein sechs Jahre

jüngerer Bruder Martin die

Sautner Gemeindealm. Gelegen

auf 1.957 Metern in der Almenregion

Hochoetz wird sie seit Jahrzehnten

von SautnerInnen betrieben.

„Die Kombination aus Gastro

und den Bergen hat uns gereizt“,

sind sich die Pächter einig.

Ganz so einfach, wie es sich anhört,

war die Übernahme der Balbach

Alm allerdings nicht. Nach

dem Zu- und Umbau war die Betriebsanlagengenehmigung

eine

Herausforderung, sowie die Vernetzung

der gesamten Technik

nach den Baumaßnahmen, die

Stromzufuhr, die Wasserquelle

und immer wieder auftretende

Schäden. „Man ist halt auf knapp

2.000 Metern“, lächeln die Jungunternehmer.

Beide kommen aus

der Gastronomie und haben einschlägige

Ausbildungen. Mit diesen

Fachkenntnissen, Innovationsgeist

und einem jungen Team haben

sie die Balbach Alm gekonnt

in das 21. Jahrhundert geführt.

Moderne Tradition

Die Brüder haben mit der Übernahme

die Alm saniert, umgebaut,

vergrößert und neu strukturiert.

Mit neuem Spielplatz, Logo,

Homepage und Teamoutfits erinnert

kaum noch etwas an die Alm

von früher. „Es war für jeden klar,

dass es ein Neustart und nichts

zum Vergleich zu früher ist – außer

Platz und Namen“, so die jungen

Almbetreiber. Trotzdem versuchen

sie neben allen Neuerungen das

klassische Almfeeling zu bewahren.

Noch immer machen in Balbach

an die 35 Kühe, Hochlandrinder,

Pferde, Esel, Schweine,

Hasen und Hennen Sommerfrische.

Auf der Speisekarte fehlt der

traditionelle Kaiserschmarrn ebenso

wenig wie selbstgemachtes Brot,

Speck und Grammelschmalz. Mit

dem Almburger, einem Bergkräuterpesto

und einem Waldbeershake

hat die moderne Küche auf Balbach

Einzug gehalten. Mit den 10

Betten im „AlmPARTMENT“,

100 Sitzplätzen in der getäfelten

Gaststube und 120 Plätzen auf der

Sonnenterasse haben Florian und

Martin die Alm in einen großzügigen

Gastronomiebetrieb verwandelt.

Ob coole Beats oder Almplayliste,

Florian und Martin

schaffen es scheinbar ganz leicht

das Beste aus Tradition und Moderne

in ein stimmiges Gesamtkonzept

zu verwandeln. Mit den

„Balbach-Alm-Gutscheinen“ haben

die Brüder den Nerv der neuen

Zeit getroffen. „Wir wollen

Gutscheine – die auf der Homepage

www.balbachalm.at erhältlich

sind – neu denken, weil Regionalität

auch beim Verschenken einen

Unterschied macht“, so Florian.

Almen statt Palmen

Die Berge, die Natur sind für Florian

und Martin die perfekte Location

für ihren Betrieb. „Heimat ist,

wo die Berge sind. Das Ötztal mit

seinen ganzen Naturjuwelen fesselt

mich“, betont Martin. Beide

sind vom Almleben fasziniert.

„Die Ruhe auf der Alm und dass

sich die Menschen stressfreier verhalten

als im Tal“, erklärt Florian

den Reiz. Beiden ist das Biken in

der Natur gemeinsam. Wandern,

musizieren, Klettern, Camping

sind nur einige ihrer vielfältigen

Hobbys. Martin beschreibt es so:

„In unserer Freizeit halten wir uns

viel in der Natur auf und machen

vieles, was unser großer Spielplatz

vor der Haustüre zu bieten hat.“

Sie sind offen für Neues, schätzen

das Kleine und sind dankbar für

jeden Tag auf dieser Welt. Diese

Vibes, die Liebe zu den Bergen

und zur Natur sind die Quintessenz,

mit der das Brüderpaar die

Balbach Alm führt. Gemischt mit

eine Prise Tradition und einem

Schuss Innovation und Ideenreichtum

haben es Florian und

Martin Pohl geschafft die Balbach

Alm abseits von Kitsch und Klischees

in die Moderne zu katapultieren.

Um es mit den Worten der

Brüder zu sagen: „Ob in der Panoramastube

mit einer kräftigenden

Knödelsuppe oder auf der Sonnenterrasse,

im Liegestuhl mit einem

erfrischenden Waldbeershake

und coolen Beats, wir wollen unseren

Gästen eine unvergessliche

Zeit bieten.“

(riki)

Für den perfekten Start in den Tag, genieße unseren Alm-Brunch!

Infos unter www.balbachalm.at sowie auf Facebook und Instagram.

5. Juli 2022 23


WANDERN IM HOCHGEBIRGE

AV-Hütten starten hoffnungsvoll in den Sommer

Neues Buchungsportal erleichtert die Reservierung von Schlafplätzen

Nach einem durchwachsenen

Winter blicken viele Hüttenwirt*innen

hoffnungsfroh einem

„Sommer wie damals“ ohne Einschränkungen

entgegen.

Zwei durchaus herausfordernde

Corona-Sommer liegen hinter den

Hüttenwirt*innen der Alpenvereinshütten:

Zuerst gab es wegen

der strikten Reisebeschränkungen

einen regelrechten Ansturm auf

die Bergwelt mitsamt ihren Hütten.

Gleichzeitig sorgten die sich

oft ändernden Corona-Bestimmungen

in der Gastronomie und

Hotellerie für eine erschwerte Planung

bei den Pächter*innen einerseits

und zu vielen Unklarheiten

und Fragen bei den Gästen andererseits.

Groß ist deshalb die Erleichterung,

dass sich ein „Sommer wie

damals“ abzeichnet und eine gewisse

Normalität vor der Tür steht:

Die Buchungslage für den Sommer

ist schon jetzt erfreulich, die

Hüttenwirte erwarten eine gute

Saison. Für eine Übernachtung

auf einer Alpenvereinshütte

braucht es nun keinen eigenen

Leichtschlafsack und Kopfkissenbezug

mehr, Decken dürfen wieder

ausgegeben werden. Ein dünner

Hüttenschlafsack ist natürlich

aus hygienischen Gründen nach

wie vor erforderlich, wie schon vor

der Pandemie.

Die Schlafplatz-Reservierungspflicht,

die coronabedingt erforderlich

war, gibt es ebenfalls nicht

mehr. „Wir legen aber nach wie

vor allen Gästen ans Herz, sich

rechtzeitig um einen Schlafplatz

zu kümmern, weil gerade an Wochenenden

manche Hütten durchaus

bis zum letzten Platz voll sein

können“, rät Doris Hallama, Vizepräsidentin

des Österreichischen

Alpenvereins.

Schlafplatz reservieren!

Besonders bequem funktioniert

dies mittlerweile online: Bereits

370 Hütten im Alpenraum verwenden

das Online-Reservierungsportal

der Alpenvereinshütten,

rund 200 davon in Österreich

und Südtirol. Nach wie vor wichtig

ist es, die Reservierung auch

verlässlich einzuhalten, da sonst

eine sinnvolle Planung für die

Hüttenwirt*innen fast unmöglich

wird. Es ist mittlerweile zu einer

Unart geworden, auf Schönwetter-

Verdacht zu reservieren und dann

kurzfristig wieder abzusagen. Sobald

eine Wolke am Himmel erscheint,

bricht die große Stornowelle

herein, wissen viele Hüttenwirt

aus leidvoller Erfahrung. Im

Vergleich zu den tatsächlich ausfallenden

Belegstagen ist das Stornogeld

nur ein Tropfen auf den

heißen Stein.

Viele offene Stellen!

Ein großes Problem vieler Hüttenpächter

ist auch die Suche nach geeignetem

Personal – vom Koch bis

zum Allrounder. Dies bestätigt

auch ein Blick auf die Hüttenjob-

Seite, wo derzeit noch immer viele

Stellen für den Sommer ausgeschrieben

sind.

Neu hinzu kommt im Frühsommer

2022 der digitale Bettencheck:

Mit diesem lang erwarteten

Feature wird es möglich sein, eine

Mehrtagestour oder Weitwanderung

über mehrere Hütten hinweg

mit wenigen Klicks zu planen und

die Verfügbarkeiten abzurufen.

DIESE ALPENVEREINSHÜTTEN EMPFEHLEN SICH FÜR EIN BERGABENTEUER IN TIROL:

Amberger Hütte

2.135 m

Darmstädter Hütte

Verwallgruppe

Nach einer ausgedehnten Wanderung in den Tiroler Bergen schmeckt das

Essem auf einer der Alpenvereinshütten doppelt so gut.

Hilfreiche Links:

• Alle Hütten in ganz Österreich in der Übersicht: www.alpenverein.at/huetten

• Hütten online reservieren: https://www.alpenverein.at/portal/huetten-wege/ohrs/index.php

• Öffnungszeiten Hütten Sommer 2022 (PDF): https://t1p.de/av-huetten-sommer2022

2.384 m

Hochjoch-Hospiz

Ötztaler Alpen

2.413 m

Foto: Alpenverein/Norbert_Freudenthaler

Ob zu Fuß, mit dem Mountainbike oder gar mit

dem Kinderwagen, die Amberger Hütte ist der perfekte

Wandertipp für jedermann und begrüßt Sie

durchgehend mit warmer Tiroler Küche.

Zustiege: von Gries im Sulztal in ca. 1,5–2 Stunden.

Ausgangspunkt für zahlreiche Bergerlebnisse.

Ausstattung: Zweibett- und Mehrbettzimmer und

Matratzenlager.

Familie Lydia & Serafin Gstrein

T +43 676 95 23 426 · info@ambergerhuette.at

www.ambergerhuette.at

24 5. Juli 2022

Zustieg: Ab St. Anton zu Fuß in 3,5 h Std. erreichbar,

schneller gehts mit dem E-Bike.

Ausstattung: 80 Schlafplätze.

Bekannt für Knödelvariationen.

Ausgangspunkt für viele leichte bis schwere Bergtouren;

7 Klettergärten mit 72 Routen im direkten

Umfeld der Hütte.

Bis 18. September geöffnet.

Familie Weiskopf, T 0699 15446314

darmstaedter.huette@gmx.net

www.darmstaedterhuette.at

Foto: Hochjoch-Hospiz

Zustiege: ab Vent in ca. 2 1/2 Stunden.

Ausstattung: Frühstück und Halbpension möglich.

Platz für bis zu 70 Personen, Duschen.

Bis Ende September geöffnet; im Winter von März

bis Anfang Mai.

Sophie Scheiber, 6458 Vent, Franz-Senn-Weg 1

Tel. +43 720 920311, info@hochjoch-hospiz.at

www.hochjoch-hospiz.at


Der Österreichische Alpenverein

betreut insgesamt 26.000 km

Wege in den heimischen Alpen –

eine essentielle alpine Infrastruktur,

ohne die der Bergsport und

der Tourismus in Österreich nicht

denkbar wären. Die Instanthaltung

dieser wird durch zunehmende

Wetterextreme allerdings eine

immer größere Herausforderung

für die rund 600 ehrenamtlichen

Wegewarte des Alpenvereins. Die

seit 2010 bestehende Partnerschaft

mit Handl Tyrol bei der Erhaltung

der Hütten und Wege hilft, die

Kosten für die Sanierung zu tragen.

Sommer, Sonne, Hitze: Bereits vor

Corona erfuhr das Bergwandern

einen Boom, durch die Pandemie

wurde die heimische Bergwelt für

viele zur attraktiven Alternative

zum Strandurlaub. Und nicht zuletzt

durch die Klimakrise mit den

daraus resultierenden steigenden

Temperaturen zieht es immer

mehr Menschen hinauf in die

kühleren, alpinen Regionen.

Hoch hinauf gelangt man im besten

Fall zu Fuß, über Wanderwege

– die allermeisten Bergbegeisterten

halten ein funktionierendes Wegenetz

bis auf die höchsten Gipfel

für gegeben und selbstverständlich.

Ist es aber nicht, wie Georg

Unterberger, Leiter der Abteilung

Hütten, Wege und Kartographie

beim Österreichischen Alpenverein,

betont: „Der Bergtourismus

lebt von einem funktionierenden

Wege- und Hüttennetz. Unsere

Wegewarte kümmern sich um den

Erhalt der Wege und eine intakte

Wegbeschilderung, damit die

Bergbegeisterten möglichst sicher

zu ihren Zielen kommen.“

Wegewarte gesucht!

Die Schäden an der alpinen Infrastruktur

werden durch die Klimakrise

immer mehr werden, nicht

weniger. Gleichzeitig sind auch

deutlich mehr Menschen im Gebirge

unterwegs, die Wartung wird

aufwändiger und wichtiger. Deshalb

freut man sich beim Alpenverein

über alle Helfer, die ihren

Beitrag leisten und eine sinnstiftende

Arbeit im Gelände ausüben

wollen. Entsprechende Schulungen

werden digital und vor Ort

vom Alpenverein angeboten.

Ohne verlässliche Kooperationspartner,

die den Alpenverein großzügig

unterstützen, wären die kostenintensiven

Wegearbeiten in der

Form nicht möglich. So begleitet

Handl Tyrol nun schon seit über

zehn Jahren den Alpenverein als

Partner bei der Erhaltung der

Wege und Hütten.

WANDERN IM HOCHGEBIRGE

Extremwetterereignisse setzen Bergwegen zu

Die Instandhaltung des Wegenetzes ist eine immer größere Herausforderung

Wegewarte bei der Arbeit über der Alplhütte in der Mieminger Kette .

Foto: Simon Schöpf / Alpenverein

Hohenzollernhaus

in den Ötztaler Alpen

2.123 m

Langtalereckhütte

2.480 m

oder Karlsruher Hütte in den Ötztaler Alpen

Württemberger Haus

in den Lechtaler Alpen

2.200 m

Das Hohenzollernhaus liegt auf einem Felssporn

mit wunderbarem Ausblick über das Radurschltal.

Zustieg: ab Parkplatz Wildmoos ca. 1 1/2 Std., von

Pfunds durchs Radurschltal in ca. 4 Std.

Ausstattung: 50 Betten in Zwei- oder Dreibettzimmern

und Lager. Rucksacktransport möglich.

Typische Tiroler Spezialitäten mit großteils regionalen

Produkten.

Bis 2. Oktober geöffnet.

Pächter: Christine & Josef Waldner

T +43 664 531 1915, info@hohenzollernhaus.at

www.hohenzollernhaus.at

Zustiege: von Obergurgl aus in ca. 2,5 Stunden.

Ausstattung: 40 Betten in Zimmern und Matratzenlager,

Duschen, Gepäcktransport möglich,

Empfang für Mobiltelefon.

Idealer Stützpunkt für Familienbergwanderungen.

Von der Hütte aus sind Bergwanderungen, Hochund

Skitouren möglich. Herrlicher Blick auf die von

Gletschern geprägte und geformte Landschaft.

Pächter: Georg Gufler, T +43 0664 1647715

langtalereckhuette@alpenverein-karlsruhe.de

www.alpenverein-karlsruhe.de

Die Hütte liegt am Adlerweg und am Lechtaler Höhenweg,

und auf einer Alternativroute vom E5.

Zustieg: von Zams aus, oder von Madau und Gramais im

Lechtal aus in ca. 5 Std.

Ausstattung: 54 Betten in Zimmern und Matratzenlager.

Ein Highlight ist unsere Außendusche. Hier kocht die Hüttenwirtin

noch selber z.B. Hausgemachter Apfelstrudel

oder Speck-, Spinat- und Käsknödel ... Die Gäste wissen

besonders die persönliche Atmosphäre zu schätzen.

Pächter: Andrea Walch, T +43 0664 / 4401244

info@dav-wuerttembergerhaus.de

www.dav-wuerttembergerhaus.at

5. Juli 2022 25


Ötztaler Rad-Highway

Fotos: Ötztal Tourismus / Lukas Ennemoser

Fotos: Ötztal Tourismus / Leo Linser

Bis zu 150.000 RadfahrerInnen werden pro Saison gezählt.

Über 57,7 Kilometer verbindet

der Ötztal Radweg die Gemeinden

des längsten Tiroler Seitentals

für Zweiradfans abseits des

Straßenverkehrs. Pro Saison frequentieren

bis zu 150.000 RadfahrerInnen

die Route. Realisiert

wurde das 7-Millionen-

Euro-Projekt über mehrere Abschnitte

und Jahre.

Die Mission eines durchgängigen

Radwegs vom Inntal bis ins hintere

Ötztal hat sich 2022 erfüllt.

Nachdem sich abschließende Arbeiten

im Vorjahr pandemiebedingt

verzögert hatten, konnte der

Abschnitt im Bereich Bruggen bis

Huben (Längenfeld) rechtzeitig

zur diesjährigen Bikesaison verlegt

und asphaltiert werden.

„Der Ötztal Radweg gepaart mit

zahlreichen Mountainbike-

Routen sowie dem Ötztaler Radmarathon

machen das Ötztal zu

einer führenden Destination im

Radland Tirol“, verweist LHStv

Josef Geisler auf die Angebote für

Radwanderer, Bergradler und

Rennradfahrer. Mittlerweile ist jeder

vierte Tiroler Gast mit dem

Rad unterwegs.

„Per Rad sind Attraktionen wie

Schwimmbäder, Klettergärten

oder Sommerbergbahnen ganz

Alle Busse sind in der Hochsaison mit

Radanhängern ausgestattet. Der Biketransport

ist zudem kostenlos.

26 5. Juli 2022

einfach erreichbar. Besonders die

hohe Akzeptanz bei den Einheimischen

freut mich. Denn sie sind

Vorbilder für unsere Gäste, das

Auto stehen zu lassen und die Region

per Zweirad zu erkunden“, so

Oliver Schwarz, Direktor von Ötztal

Tourismus.

Gefragtes Angebot

Mehrere Zählstellen an verschiedenen

Standorten erheben die Frequenz

an RadfahrerInnen. An

Spitzentagen bewegen sich bis zu

2.000 BikerInnen auf der gesamten

Strecke oder Abschnitten davon.

In der Saison 2021 wurden

150.000 RadfahrerInnen gezählt.

Ein Push-Faktor für diesen Boom

ist der Trend zu E-Bikes. Die Biker

profitieren u.a. von durchdachten

Lösungen in Sachen Service. Alle

Busse auf der Hauptverkehrslinie

sind in der Hochsaison mit Radanhängern

ausgestattet. Der Biketransport

ist kostenlos. Dies garantiert

ein komfortables Weiterkommen

zwischen den einzelnen Abschnitten.

Mittels Smartphone-

App lässt sich vorab checken, ob

das eigene Bike im nächsten Bus

noch Platz findet. Den Batteriehunger

der E-Bikes stillen Ladestationen

entlang der Strecke.

Noch auf der To-do-Liste stehen

die durchgehende Asphaltierung

des Radwegs, die Entschärfung

von Kreuzungen sowie das Projekt

Transtimmel. Ein grenzüberschreitendes

Projekt stellt die Anbindung

des Ötztal Radwegs über

das Timmelsjoch nach Südtirol als

weiteren Meilenstein dar. Damit

ergäbe sich eine Integration ins internationale

Fernradnetz über Meran

bis nach Mailand, Venedig

oder Rom.

Fotos: TVB Paznaun - Ischgl

Paznaun: Der regionale

Sieben Genussrouten, sieben Hütten, sechs Spitzenköche und

sieben ganz besondere Gerichte: Ab 9. Juli lädt der

14. „Kulinarische Jakobsweg“ Wanderer wiederum ein, sich von

Paznauner Spitzenköchen kreativ interpretierte Hüttengerichte

aus regionalen Zutaten zu erwandern.

Als die erste Ausgabe des „Kulinarischen

Jakobsweges“ im Jahr

2008 ins Leben gerufen wurde,

rechnete wohl niemand mit diesem

großen Erfolg. In Zusammenarbeit

mit Jahrhundertkoch Eckart

Witzigmann startete der „Kulinarische

Jakobsweg“ damals als Initiative

zur Qualitätsverbesserung

Almstüberl

Die Neue Dias Alpe / Almstüberl lässt sich

bei einer ca. einstündigen Wanderung von

der Bergstation Dias erwandern. Auf knapp

2.000 m erwartet die Besucher ein herrliches

Bergpanorama mit Blick ins Seßladtal,

zur Niederelbehütte und zur Fatlarspitze.

Im Süden reicht der Blick auf die Samnaungruppe

bis hin zur blauen Silvretta.

Oberhalb der Neuen Diasalpe liegt der so

genannte Hausberg mit 2.200 m. Dieser

kann gemütlich in ca. 40 min erklommen

werden. Die Terrasse lädt zum Entspannen

ein. Auf VORBESTELLUNG Frühstück jederzeit

gerne möglich.

Bis 2. Oktober 2022 geöffnet (gemäß Betriebszeiten

der Bergbahnen Kappl).

Montags ist die Küche geschlossen – Getränke

erhältlich!

Heike Mayrhofer, T +43 5445 6251 410

mayrhoferheike@gmail.com

in den heimischen Alpenvereinshütten.

Heute zieht die Veranstaltung

Jahr für Jahr Genießer aus aller

Herren Länder ins Paznaun.

Die Idee dahinter: Bekannte heimische

Spitzenköche bringen frischen

Wind in die Küchen von

ausgewählten Patenhütten im Paznaun.

Die zum Auftakt kreierten

Ascherhütte

Die Ascherhütte liegt im weiten Kessel des

Kübelgrubengrundes. Sie wurde 1895 von

der Sektion Asch aus dem ehemaligen Sudetenland

erbaut und 1896 eingeweiht. Der

Hausberg ist der Rotpleiskopf, 2.936 m, mit

herrlichem Rundblick über die Zugspitze bis

zum Ortler.

Vor der Hütte ist eine Terrasse mit Blick auf

die Lechtaler Alpen und die Verwallgruppe.

In Hüttennähe befinden sich ein kleiner Klettergarten

und ein Moor mit einem kleinen

See. Gerne kann man bei uns auch übernachten.

Ideal auch zum Herbstwandern.

Die Ascherhütte wird von Daniel Schütz aus

dem Pitztal bewirtschaftet.

Tel. 0650 / 72 30 506

E-mail: info@ascherhuette.com

www.ascherhuette.com

Von Mitte Juni bis 17. Okt. geöffnet!

Alle Infos zu den Köchen und Touren


Kulinarischer Jakobsweg

Hochgenuss beim Wandern im Hochgebirge

Gerichte bleiben dann den ganzen

Sommer über auf der Speisekarte

der jeweiligen Hütte.

Sieben mal Hochgenuss

Im Sommer 2022 werden das Alpenhaus,

das Almstüberl, die

Friedrichshafener Hütte, die

Heidelberger Hütte, die Ascherhütte,

die Jamtalhütte und die

Faulbrunn Alm zum begehrten

Sommerziel für Genusswanderer.

Beim 14. „Kulinarischen Jakobsweg“

übernehmen die Paznauner

Spitzenköche Benjamin Parth,

Martin Sieberer, Andreas Spitzer,

Patrick Raaß, Hermann Huber

und die #YoungChefsPaznaun einen

Sommer lang die Patenschaft

für eine oder zwei Hütten und setzen

den Gästen ein eigens hierfür

kreiertes Hüttengericht auf die

Speisekarte.

Und wer lieber „genussradelt“:

Alle Hütten des „Kulinarischen

Jakobswegs“ sind auch mit dem

(E-)Mountainbike erreichbar. Die

Bikes können im Paznaun vor Ort

ausgeliehen werden.

Alle Informationen zu den Köchen

und Touren gibt es unter

www.paznaun-ischgl.com/kjw

Speisekarte

Das bieten die Hütten beim

14. „Kulinarischen Jakobsweg“:

n Alpenhaus: Spinat-Topfen-

Knödel mit Pfifferlingen

(Benjamin Parth)

n Almstüberl: Kräuterferkel von

der Dias-Alm – fermentiertes Kraut

– geschmorter Paprika

(Martin Sieberer)

n Friedrichshafener Hütte: Alpina

Schlutzkrapfen – Paprika – Chorizo

– Frischkäse

(#YoungChefsPaznaun)

n Heidelberger Hütte: Kraut -

fleckerl mit Hirschschinken und

Bergkäse-Schaum (Patrick Raaß)

n Ascherhütte: Spareribs Ravioli |

Rollgerste | Wurzelgemüse

(Andreas Spitzer)

n Jamtalhütte: Erdäpfelblattl –

Sauerkraut – Bärlauchsauce – Karottenchip

(#YoungChefsPaznaun)

n Faulbrunn Alm: Knuspriges

Hofschweinerl auf Linsen, gerolltem

Knödel und geräuchertem Kümmelsaftl

(Hermann Huber)

Faulbrunn Alm

Wanderer, die in erster Linie den Genuss

suchen, sind auf der Faulbrunnalm genau

richtig: In nur zehn Minuten gelangt man

von der Bergstation der Alpkogelbahn zu

der auf 1.900 Metern Seehöhe gelegenen

Hütte. Dort locken nicht nur kulinarische

Leckerbissen, sondern auch eine große

Sonnenterrasse, ein Wintergarten und ein

Kinderspielplatz. Auch der Boulderpark im

nahen Silvapark Galtür ist nicht weit...

Die Faulbrunn Alm serviert ihren Gästen

Produkte aus der eigenen Landwirtschaft.

Sie ist bis 25. September täglich von 10 bis

17 Uhr geöffnet. Hermann Huber und sein

Team freuen sich darauf, Sie verwöhnen zu

dürfen.

Kontakt: Faulbrunnalm – Hotel Almhof

Tel.: +43 5443 8253

almhof@huber-hotels.at

www.almhof-galtuer.at

Foto: © TVB Paznaun – Ischgl

Friedrichshafener Hütte

Hoch über Galtür, auf 2.138 m, liegt die

Friedrichshafener Hütte, ein beliebtes Ziel

für Wanderer und Mountainbiker. Sie wurde

1908 erbaut und 1922 von der wenige Jahre

zuvor gegründeten DAV-Sektion Friedrichshafen

erworben.

Heute bietet die Hütte 60 Schlafplätze,

davon 32 Betten in Zimmern und 28 im Matratzenlager.

Sie ist vom Parkplatz zwischen

Piel und Valzur oberhalb von Mathon in

etwa zwei Stunden erreichbar. Oben angekommen

eröffnet sich dem Wanderer ein

grandioser Ausblick auf die Paznauner Bergwelt.

Die „Häfler Hütte“ wird von der Familie

Wolfram und Hedda Walter aus Galtür bewirtschaftet

und ist voraussichtlich bis 2.

Oktober geöffnet.

Hüttentelefon: +43 676 7908056

E-Mail: friedrichshafener-huette@dav-fn.de

Heidelberger Hütte

Die im Jahr 1889 erbaute Heidelberger

Hütte im Hinteren Fimbatal am Fuß des

Fluchthorns bietet den Gästen sowohl im

Sommer als auch im Winter zahlreiche

Möglichkeiten.

Hüttenwirt Alois (Loisl) Eiter, staatlich geprüfter

Skilehrer und Skiführer aus dem

Pitztal, und seine Frau Sandra, Hotelfachfrau

aus Schwaben, sind vor allem von den vielen

Dreitausendern begeistert, die rund um

die auf 2.264 m Seehöhe gelegene Heidelberger

Hütte liegen. Diese sind ein beliebtes

Ziel z.B. für Wanderer, die unter anderem auf

dem Kulinarischen Jakobsweg wandern.

Auch Mountainbiker nützen die Heidelberger

Hütte als beliebtes Etappenziel auf der

Transalp (von Deutschland zum Gardasee).

Die Heidelberger Hütte ist übrigens die einzige

Schutzhütte des DAV auf Schweizer Gebiet.

Eiter Alois, Tel. 0043 664 4 25 30 70

info@heidelberger-huette.at

www.heidelberger-huette.at

gibt es auch unter www.kulinarischerjakobsweg.paznaun-ischgl.com oder www.paznaun-ischgl.com

Jamtalhütte –

DAV Sektion Schwaben

Aufgrund der modernen Infrastruktur und

aller Erneuerungen über viele Jahre ist die

Jamtalhütte eine der modernsten und

bestausgestatteten Hütten in einem der

schönsten Täler der Alpen.

Die Familie Lorenz blickt als Pächter der

Jamtalhütte seit vier Generationen auf

eine einzigartige Geschichte zurück. Wer

einmal in den Bergen war, möchte sie

nicht missen.

Gottlieb und Sabine Lorenz möchten die

schönen Erlebnisse mit den Menschen

teilen und dies gibt der Jamtalhütte ein

ganz besonderes Flair.

Tel. 05443 / 8408.

Geöffnet von Juni bis Ende September.

5. Juli 2022 27


TANNHEIMERTAL

Wolfgang Ramp bringt die Leute zusammen

Tannheimtaler Standesbeamter ist neuer Bürgermeister von Schattwald

Leute zusammenzubringen ist so

wirklich seins. Der neue Bürgermeister

von Schattwald ist im

„Brotberuf“ nämlich Standesbeamter.

Der 38-jährige Verwaltungsangestellte

Wolfgang Ramp

betreut den „Standesamts- und

Staatsbürgerschaftsverband

Tannheim“ und hat dabei schon

gut 200 Ehen geschlossen.

Diese Erfahrung mit Mitmenschen

der verschiedensten Art wird

ihm auch helfen in seinem Gemeinderat

die richtigen Zugänge

zu finden und so manche „Vermählung“

der diversen Problemstellungen

herbeizuführen. Gespür

und Einfühlungsvermögen

sind ja für ihn Jobvoraussetzungen.

Proben dazu kann er permanent

zu Hause liefern, wo das vier

Damen, Gattin Sandra und die

Töchter Anna (10), Jana und Elena

(7), einfordern.

Das Dorf gestalten

„Als Bürgermeister für Schattwald,

Ein Pfleger an der Spitze von Nesselwängle

Schon einmal in ganz jungen

Jahren war Hubert Mark im Gemeinderat

von Nesselwängle vertreten.

Nach Nachdenkpausen

mit beruflichen Veränderungen

und einem gesundheitlichen

Tiefschlag hat ihn das Interesse

an der Kommunalpolitik nun

wieder gepackt und führte ihn

schnurstracks an die Spitze der

Tannheimtaler Kommune.

Für ihn und große Teile der Bevölkerung

standen die Vorzeichen auf

Veränderung. Also fasste der Krankenpfleger

Hubert Mark den Entschluss

mit einer Kandidatur als

Bürgermeister etwas zu verändern.

Mit der Liste „Wir für Nesselwängle“

trat er an und reüssierte selbst

für die eigenen Leute überraschend.

Selbst die eingefleischtesten

Beobachter der Kommunalpolitik

hatten mit einem derart eindeutigen

Votum nicht gerechnet.

Seine Einschätzung im Bezug auf

Veränderung schien absolut gerechtfertigt

gewesen zu sein. Mit

28 5. Juli 2022

59,58 % der Wählerstimmen eroberte

er mit seiner Liste gleich

sieben der elf Sitze und damit die

absolute Mehrheit im Gemeinderat.

Noch deutlicher fiel das Votum

bei der Wahl des Bürgermeisters

aus. 82,64 % der Stimmen entfielen

auf einen doch überraschten

Mark.

„Wahnsinnsergebnis“

Die Freude über die Richtigkeit

der Einschätzung der Situation im

Dorf war groß. „Es geht ein spürbarer

Ruck durchs Dorf. Dieses

Wahnsinnsergebnis ist auch ein

großer Auftrag für die kommenden

Jahre.“ Ihm ist bewusste, dass

man es nicht jedem Recht machen

kann. „Ich muss aber auch nicht

Everybody‘s Darling sein“, sagt er

mit einem Augenzwinkern. Er

setzt auf die Zusammenarbeit im

Team. Drei der sieben Mandatare

sind Frauen. „Das Gesprächsklima

ist sehr gut, die Aufgabenverteilung

passt, die Kompetenzen in

Wolfgang Ramp, Standesbeamter in

Tannheim, wurde mit deutlicher Mehrheit

von über 55 % zum neuen Bürgermeister

gewählt.

den einzelnen Ausschüssen passen“,

stellt der neue Bürgermeister,

der sein Amt hauptberuflich

ausüben wird, fest. Die Unterstützung

von Ex-Bürgermeister Klaus

Hornstein, der nicht mehr antrat,

war ihm sicher. Dieser wechselte

für den „Neuen“ sogar auf dessen

Liste.

Gelernter Heizungstechniker

Der „spätberufene“ Krankenpfleger,

der eigentlich gelernter Heizungstechniker

ist, hat nach seinem

zweiten Bildungsweg am

Notfallzentrum Füssen gearbeitet.

Seinen Bürgermeisterjob will er

hauptberuflich wahrnehmen.

Dass er dabei mehr Zeit mit seiner

Familie, Gattin Johanna und Söhne

Laurin (9) und Caspar (7) verbringen

kann, ist ein weiteres Plus

in seinen Augen.

Seinen Entschluss hat er nicht bereut.

„Jeder Tag ist anders und das

Arbeiten im Team ist befriedigend“,

streut er den Ausschussmitgliedern

Rosen.

bin ich mir gewiss, dass sicher die

eine oder andere Herausforderung

auf mich zukommen wird. Alleine

kann ich Schattwald nur verwalten,

gemeinsam mit allen können

wir unser Dorf gestalten. Gleichzeitig

ist es mir zum Wohle aller

wichtig, unangenehme Dinge anzugehen

und Strukturen, wenn

nötig, zu verändern. Um den

Überblick nicht zu verlieren,

möchte ich möglichst „agieren

statt zu reagieren“, im Handeln in

die Zukunft blicken und nicht auf

der Stelle stehen. Ich bin auch

Realist: Flexibilität und rasche

Entscheidungen werden gefragt

sein“, sagt er nach seinem Wahlsieg.

Schon im Vorfeld wurde gemunkelt,

dass es sehr „eng“ werden

könnte. Am Ende war er dann

aber vorne. Ramp wurde mit

55,18 Prozent der gültigen Stimmen

zum neuen Bürgermeister gewählt.

165 Stimmen konnte er auf

sich vereinen, während sich (nun

Altbürgermeisterin) Waltraud

Zobl-Wiedemann mit 134 Stimmen

(44,82 %) zufrieden geben

musste. Auch bei den Mandaten

ist das Ergebnis klar: Hier holte

die Liste „Miteinander für Schattwald“

von Wolfgang Ramp sieben

Sitze, die Gemeinschaftsliste kam

auf vier Sitze.

Nachhaltigkeit wichtig

Vorhaben in Ruhe und besonnen

zu planen und in Richtung Nachhaltigkeit

zu lenken, sieht er als

seine vordringlichste Arbeit an.

Seine Erfahrungen im Bereich der

öffentlichen Verwaltung dürften

ihm dabei sicher auch helfen.

Ein Resümee aus der Arbeit der

„ersten Tage“ des Pragmatikers:

„Ich sehe dieses Amt als eine wunderbare,

zugleich herausfordernde

Aufgabe und im Ergebnis immer

auch als Erfüllung. Dazu brauche

ich aber auch Menschen, die mir

in der Sache kritisch, wenn es sein

muss hart, aber auch menschlich

auf Augenhöhe begegnen und im

Wirken stets die Zukunft von

Schattwald sehen. Mir ist es ein

großes Anliegen, mit allen Gruppen

und Organisationen die sich

für Schattwald engagieren wollen,

zusammenzuarbeiten.“ (heni)

Hubert Mark war Krankenpfleger, ehe

er sich für das Amt des Bürgermeisters

bewarb.

Die Arbeit der nächsten Jahre wird

sich laut Mark um die Themen Jugend,

Tourismus und Landwirtschaft

drehen. „Das sind Dinge,

die unsere Gemeinde am Leben

halten“, meint der Neue und

strahlt Zuversicht aus. (heni)


TANNHEIMERTAL

Tannheim: Gasthaus am Vilsalpsee wird teurer!

Das frühere 100 Jahre alte Gasthaus im Naturschutzgebiet musste abgerissen werden

Keinen leichten Start hatten der

neue Bürgermeister und sein Gemeinderat

in Tannheim. Es galt

die letzte Konsequenz aus der

Causa „Gasthaus Vilsalpsee

Neu“ zu ziehen. Unzählige Diskussionen

und eine Volksbefragung

gegen das Objekt konnten

dabei die gefallenen Entscheidungen

nicht mehr ändern. Wie

schon im alten Gremium, so fiel

auch im neuen Gemeinderat das

Votum für einen Neubau im

weitum bekannten Naturschutzgebiet.

Fachleute hatten sich nochmals

die Substanz des alten Gasthauses

genau angesehen. Das Fazit daraus:

Das Objekt ist am Ende seiner

Lebenszeit angelangt. Eine Sanierung

kaum möglich und auf

keinen Fall mehr rentabel. Auch

finanzielle Aspekte spielten bei

den Entscheidungen eine große

Rolle. Man spricht bei der Gemeinde

von einem finanziellen

Schaden von mehr als 650.000

Euro bei einem Abbruch des Projektes.

Beauftragte Planungsleistungen,

der Architekturwettbewerb,

Rückzahlungen von Förderungen,

Verzicht auf Geld aus der

Dorferneuerung sind einige Posten,

die da zu Buche schlagen.

Kosten stark gestiegen

Am Ostermontag hatte der alte

Bau am Vilsalpsee somit letztmalig

geöffnet und wurde danach abgerissen.

Unglücklicherweise fällt

der Beginn der Arbeiten in eine

Phase der stark steigenden Preise.

So wird das neue Objekt am Vilsalpsee aussehen.Das neue Gasthaus wird niedriger als das alte Gebäude.

Somit kostet das Ganze deutlich

mehr als ursprünglich geplant.

3,95 Millionen Euro waren ursprünglich

veranschlagt. Aber dieser

Betrag reicht bei weitem nicht

aus. Man geht nun von einer Projektsumme

von 5,3 Millionen

Euro aus.

Nicht nur allein die Preissteigerungen

sind dafür verantwortlich.

Größere Kubaturen im Bereich

der Technikräume haben sich erst

bei den Detailplanungen ergeben.

Wollte man ursprünglich das Gebäude

mit Hackschnitzeln heizen,

so holt man sich nun die benötigte

Wärme aus der Erde. Das ist umweltfreundlich

und nachhaltig. 13

Sonden werden dafür 80 bis 100

Meter tief in die Erde getrieben.

„In acht bis zwölf Jahren hat sich

diese Anlage amortisiert“, erzählt

Kleiner von den langfristigen Vorteilen.

Zu Weihnachten aufsperren

Einfach fiel es den Gemeinderäten

nicht, die Mehrkosten von 1,35

Millionen Euro, bzw. rund 35 Prozent,

zu genehmigen. Mit 8:5

Stimmen sprach sich der Gemeinderat

aber mehrheitlich dafür aus,

das Projekt umzusetzen. „Unser

Wunsch ist es bis Weihnachten

aufzusperren", formuliert der neue

Bürgermeister ambitioniert. Ob

sich dieser Wunsch erfüllt, wird

sich zeigen. In den kommenden

Wochen und Monaten wird das

Naturschutzgebiet allerdings neben

der wunderbaren Landschaft

auch viele Bauarbeiter und Maschinen

sehen.

Im nach wie vor umstrittenen Projekt

solle sich die Topographie im

Gebäude wiederfinden, meint der

planende Architekt Gasser. Fachleute

sagen, das sei gelungen. So

heißt es im Abschlussprotokoll der

Jury: „Die Höhenabstufung des

Gebäudes folgt sensibel und gekonnt

der Topographie der Landschaft.

Geneigte Fassaden lassen

den Baukörper einerseits Richtung

See fließen und wirken dabei

gleichzeitig schutzgebend vor der

sich erhebenden Felslandschaft.

Die Höhenentwicklung folgt einer

funktionalen Logik, ist bescheiden,

ohne ein großzügiges Raumerlebnis

in den Haupträumen zu

verhindern, und gibt dem Gebäude

eine dezente Kompaktheit.“

Dass es dabei niedriger ist als der

Altbau aus den 1920er-Jahren, ist

bemerkenswert. (heni)

IHR PROFESSIONELLER NISSAN-PARTNER IM TANNHEIMERTAL

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Visualisierung: Mario Gasser Architecture

5. Juli 2022 29


TANNHEIMERTAL

Techniker und Bauer

Der „Neue“ ist eigentlich ein „Alter Hase“

So ganz neu im Gemeindegeschehen

in der größten Gemeinde

des Tannheimer Tales ist er

nicht mehr. Beinahe schon ein

Vierteljahrhundert im Gemeinderat,

kümmert sich der Biobauer

Harald Kleiner um die Belange

der Kommunen und seiner

Mitmenschen. Nun ist er aus der

zweiten Reihe nach vorne getreten

und hat die Bürgermeister -

agenden von Markus Eberle

übernommen.

Nach einer abgeschlossenen Lehre

als Betriebselektriker drückte er als

Spätberufener die Schulbank an

der HTL in Innsbruck und ging

dann als frischgebackener Ingenieur

in einen großen Maschinenbaubetrieb

im Allgäu. Anfang der

90-er-Jahre übernahm er den elterlichen

Hof, direkt an der Vils

im Zentrum des Ortes. Zur Zimmervermietung

kamen nach dem

Abriss des Hinterwerks noch zwei

Ferienwohnungen dazu. Dabei

Handwerksbetrieb

nach alter Tradition

wurde ein Balken aus dem Jahre

1731 entdeckt. Der Hof, inzwischen

auf Mutterkuh-Haltung

umgestellt, also einer mit Vergangenheit.

Klare Mehrheit

Bei den Wahlen im Frühjahr trat

er nun in die erste Reihe und avancierte

vom Vize zum Bürgermeister.

Zwei Listen und zwei Bürgermeisterkandidaten

gingen ins

Rennen. Ing. Harald Kleiner von

der Liste „Aktives Tannheim“ setzte

sich mit 335 Stimmen (53,09

Prozent) gegen seinen Kontrahenten

durch. Auch im Gemeinderat

ging das Duell klar an die Liste

von Kleiner. Mit acht Mandaten

verfügt sie in der kommenden Periode

über eine genügende Mehrheit.

Die Wahlbeteiligung lag bei

beachtlichen 73 Prozent.

Technik, Ökonomie und Landwirtschaft

sind die Bereiche, in denen

sich der Nachrichtentechniker

und Elektronik-HTL-Absolvent

Bäckertradition seit 1890

Gutes, altes Bäckerhandwerk ist die Basis für die Beliebtheit und den Erfolg der

Bäckerei Bitesnich in Nesselwängle. In dem seit 1890 bestehenden Familienbetrieb

wird bereits in der vierten Generation nach traditionellen Rezepten Brot

und Gebäck hergestellt. „Hier läuft die Ware nicht vom Band – wir schaffen

noch mit Herz und Hand“ – so lautet der Wahlspruch der traditionsreichen

Bäckerei, die von Karl-Heinz Bitesnich und seinem Team geführt wird.

Die Angebotspalette umfasst rund 30 Brotsorten und viele süße Leckereien,

mit denen auch die Orte Grän und Tannheim beliefert werden. Im Verkaufsraum

in Nesselwängle kann man außerdem gemütlich eine Tasse Kaffee genießen

und ein paar Minuten Auszeit vom Alltag nehmen...

auskennt. Er gilt als besonnener,

ausgeglichener Pragmatiker und

wird vielfach als Ruhepol in hitzigen

Debatten wahrgenommen. In

einer landwirtschaftlich geprägten

Tourismusgemeinde wie Tannheim

sicher kein Fehler. Viel Gespür

wird der Neue brauchen, um

zwischen Tourismus, Landwirtschaft

und Bevölkerung den nötigen

Konsens zu erreichen. Seine

Geschäftsführertätigkeit beim Abwasserverband

Tannheimer Tal

und beim Bauernbund im Bezirk

wird ihm dabei sicher helfen, sind

dadurch doch die Kontakte zu vielen

wichtigen Stellen vorgegeben.

Problem Zweitwohnsitze

Am meisten Kopfzerbrechen, wie

vielen anderen Entscheidungsträgern

in Tirol, macht ihm die allseits

bekannte Problematik der

Zweitwohnsitze und des Drucks

auf Immobilien generell und im

Besonderen in seiner Gemeinde.

Die Nachfrage ist groß, das Preisniveau,

das ohnehin hoch ist,

steigt folglich teilweise ins Unermessliche.

Was für die einen eine

gute Investition ist, ist für die anderen

ein Störfaktor. Wohnungen

und Häuser sind oft ungenutzt,

treiben aber die Wohnungspreise

in die Höhe und verlangen nach

Infrastruktur. Für viele Einheimische

wird es immer schwieriger,

sich Mieten, Eigentum und Bauflächen

leisten zu können. Vor

diesem Hintergrund steht man

auch in Tannheim vor schier unlösbaren

Aufgaben. Trotz der Auflagen

und Bestimmungen, die es

für Zweit- und Ferienwohnsitze

gibt, reißt das Interesse an einem

zeitweisen Leben im „schönsten

Hochtal Europas“ nicht ab. Die

Vertragsraumordnung ist für ihn

ein nicht ganz genügendes Gegenrezept.

Die letzten verfügbaren

und leistbaren Bauplätze aus Gemeindebesitz

sind bald verbaut.

„Und dann sieht es düster aus“,

formuliert Kleiner seine Sorgen.

Abwasser ins Lechtal

In einer Gemeinschaftsanstrengung

realisieren die Gemeinden Nesselwängle

und Weißenbach die Abwasserentsorgung

ihrer Ortsteile Rauth und

Gaicht. Was vor Jahrhunderten den

Römern als Wegverbindung zur Garnison

Brigantium (Bregenz) diente

und im Mittelalter als eine wichtige

Handelsroute, auf der in erster Linie

Salz und Wein transportiert wurden,

fungierte, der Gaichtpass, ist nun also

die Trasse für dieses Projekt. Am

Schnittpunkt zwischen Lechtal und

Tannheimertal wird man dann über

den Ortskanal von Weißenbach mit

der Kläranlage in Vils verbunden sein.

Das auf 1,6 Millionen Euro veranschlagte

Projekt wird teilweise mit einer

Vakuumpumpanlage arbeiten. Die

Unterdruckentwässerung hat den Vorteil,

dass mit geringeren Rohrdurchmessern

der Leitungen gearbeitet

werden kann. So werden also die Abwässer

der beiden Weiler im Bereich

der sogenannten Stegmühle gesammelt

und dann auf eine Übergabestation

oberhalb des alten Gaichtpasses

gepumpt, von wo sie dann in einer

Freigefällestrecke über den historischen

und als Radstrecke beliebten

Pass unterhalb in den Gemeindekanal

Bgm. Harald Kleiner

An der Bundesstraße ins Tannheimer

Tal wird an der Abwasserentsorgung

von Rauth und Gaicht gebaut.

von Weißenbach münden. Rund 300

Meter Höhenunterschied, abgesehen

von den rund 100 Metern Pumpstrecke,

sind zu überwinden.

In der Endphase befindlich ist die

Strecke von Gaicht bis zur Anbindung

am nördlichsten Punkt von Weißenbach,

nach der Überquerung der Bundesstraße

beim Anstieg zum „neuen“

Gaichtpass. Die Kanäle in den Ortsteilen,

die Übergabeschächte und die

Pumpstation werden in nächster Zeit

realisiert werden. Im gleichen Zug

wird die Trinkwasserversorgung erneuert

und ein Lichtwellenleiter mit

eingebaut.

30 5. Juli 2022


TANNHEIMERTAL

Das EW Schattwald – Ihr zuverlässiger Energieversorger

in Krisenzeiten mit weiter erhöhter Versorgungssicherheit

Foto: Gerald Rief EW Schattwald.

Das Elektrizitätswerk Schattwald EWS ist

der regionale Energiedienstleister und Versorger

im Tannheimer Tal und weit mehr als

ein klassischer Stromlieferant. Als Unternehmen

im alleinigen Besitz der Gemeinde

Schattwald, befinden wir uns auf einem soliden

Fundament.

Mit einer Vielzahl an Maßnahmen und

Dienstleistungen stehen wir unseren Kunden

auch in kritischen Zeiten zur Seite. Ob bei der

Ladeinfrastruktur für die E-Mobilität, der

Elektroinstallation, dem Förderwesen oder allgemeinen

Themen rund um Ihre Energieversorgung

oder Abrechnung sind wir stets ein

kompetenter Ansprechpartner, der auf günstige

Preise in Verbindung mit einer ökologischen

Energieproduktion achtet.

Mit ständig neuen Krisen steigt auch unsere

Verantwortung unsere Versorgungsqualität

und Sicherheit neu zu denken. Um unseren

Kunden hier die größtmögliche Sicherheit zu

geben, haben wir im abgelaufenen und im laufenden

Geschäftsjahr große Investitionen in

unsere netztechnischen Anlagen vorgenommen.

Neben der Schwarzstartfähigkeit unserer Wasserkraftwerke

– dies bedeutet selbst im Falle eines

Black Out (großflächiger Ausfall der

Stromversorgung) die Gewährleistung einer

Grundversorgung im Rahmen der technischen

Möglichkeiten – wurde massiv in die Schutztechnik

unseres Mittelspannungsnetzes investiert.

Zu unserer bereits bestehenden Übertragungsredundanz

aus Kabel- und Freileitung haben

wir weitere Meilensteine für unser Versorgungsgebiet

gesetzt. Auch wurden unsere

Kraftwerke mit der neuesten Fernwirktechnik

so ausgerüstet, dass sie im optimalen Wirkungsbereich

umweltschonend Energie produzieren.

Unsere Wehranlage im Kraftwerk

Vilsfall wird ebenso einer Revitalisierung unterzogen.

Mit unseren technischen Partnern wurde eine

dritte Netzanbindung realisiert, welche uns

unabhängig der bisherigen 110 KV Einspeisung

macht.

In Ergänzung hierzu wurden bzw. werden in

Folge weiterführende Konzepte 2022 umgesetzt.

Diese sind insbesondere:

• Ertüchtigung/Revitalisierung des Anschlusses

Umspannwerk „Fall“

• Austausch vorgelagerter Schaltanlagen sowie

bestehender Kupferleitungen gegen Glasfaseranbindungen.

• Erneuerung der vorgelagerten Mittelspannungsfreileitung

• Einbindung der Störmeldesysteme incl. einer

ganzheitlichen Fernsteuerbarkeit vorgelagerter

Netzkomponenten, um Reaktionszeiten

im Anlassfall zu reduzieren

• Neubau unserer bisher vorgelagerten Einspeisestation

(zusätzlich zur neu gebauten

Netzeinspeisung über eine separate 110kV

Schiene)

Darüber hinaus wurde für die Folgejahre zudem

ein Investitionsplan mit weiterführenden

Maßnahmen abgestimmt.

• Erneuerung der gesamten Einspeisefreileitung

(Abschluss bis 2024)

• Einbindung des Unternehmens in ein übergeordnetes

Funknetz

• Neubau eines Umspannwerkes zur Verbesserung

des Lastschwerpunktes zum vorgelagerten

Netzbetreiber

Die Vielzahl an direkten und übergeordneten

Verbesserungsmaßnahmen sind das Ergebnis

einer unsererseits durchgeführten Versorgungsanalyse.

Die Ergebnisse hieraus, wie auch

die Umsetzungsmaßnahmen werden am 16.

September 2022 in einer Expertenrunde den

Bürgermeistern des Tannheimer Tals vorgestellt.

Mit diesen weitreichenden Projekten wird

nicht nur die Versorgungssicherheit weiter erhöht,

sondern vielmehr die Basis für unsere

künftige Netzstrategie gesetzt. Dies zum Wohle

unserer Kunden und somit der Bevölkerung,

der beheimateten Wirtschaft und den Gästen

im Tannheimer Tal.

5. Juli 2022 31


TANNHEIMERTAL

USSER ALPE

1.664 m

Schattwald: Trinkwasserversorgung sicherstellen

Über Jahre ist man jetzt in

Schattwald bereits dabei, die

Trinkwasserversorgung zu optimieren

und zu erneuern. Das

Projekt gliedert sich in mehrere

Stufen. Ein Punkt nach dem anderen

wurde beziehungsweise

wird abgearbeitet. Das ist auch

für den neuen Bürgermeister ein

vordringliches Anliegen.

Die Erhaltung der Infrastruktur, wie hier der Natur- und Wasserspielplatz, ist der

Gemeindeführung von Schattwald ein Anliegen.

„Die Erhaltung der Infrastruktur

in einem Dorf ist ein genau so

wichtiges Ansinnen wie die Schaffung

von Neuem. Und belastet die

Budgets immer wieder enorm“,

meint er und verweist auf die

schwierige finanzielle Lage der Gemeinde,

verursacht durch Corona

und die aktuellen Ereignisse.

Der „Neue“ geht da sehr pragmatisch

vor. Er möchte vor wichtigen

Entscheidungen auf Expertisen

von Fachleuten zurückgreifen

können. Das ist für ihn im Sinne

von Nachhaltigkeit und Effizienz

enorm wichtig. Der Tiefbrunnen

der Gemeinde wurde bereits saniert.

Der Neubau des Quellsammelbehälters

ist abgeschlossen.

Jetzt wird erst einmal alles ganz genau

begutachtet. Das Leitungsinformationssystem

wird jene Daten

liefern, welche dann zur nächsten

großen Entscheidung führen. Es

geht um die Frage, ob der 150 Kubikmeter

fassende Hochbehälter

oberhalb der Gemeinde groß genug

ist, um auch künftig alles abdecken

zu können. Und da geht es

nicht nur ums Trinkwasser, auch

Pächter: Fam. Sandro Grad

Tel. +43 (0) 676 / 51 29 190

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Von Mai bis Oktober geöffnet! Kein Ruhetag!

Erleben Sie hautnah Natur- und Tierwelt.

Genießen Sie in einer urig-gemütlichen Hütte mit

Sonnenterrasse und Kinderspielplatz zünftige

Brotzeiten mit selbst hergestelltem Käse, Butter,

Joghurt und Speck sowie hausgemachte Kuchen.

So finden Sie uns:

• Von Tannheim/Schmieden über Forststraße, ca. 1,5 Std.

• Ab Bergstation Neunerköpfle, ca. 20 Min.

das Löschwasser wird aus diesem

Behälter gespeist. Entsprechend

groß ist daher das Interesse, ob alles

passt. Bald wird man diesbezüglich

mehr wissen. „Um soziales

Wohnen zu ermöglichen, werden

wir wohl einiges Geld in die Hand

nehmen müssen“, skizziert das

neue Gemeindeoberhaupt die

Stoßrichtung für leistbares Eigentum

in einer Tourismusgemeinde.

Man müsse einer Abwanderung

entgegenwirken. Ein kleines, verstecktes

Gewerbegebiet für die Ansiedlung

kleinerer Handwerksbetriebe

ist angedacht, um Wertschöpfung

im Ort zu erhalten.

Infrastruktur erhalten

Kindergarten, Volksschule und der

Natur- und Wasserspielplatz, das

neue Probelokal für die Musikkapelle

und viele andere Dinge gehören

zur intakten Infrastruktur der

Grenzgemeinde. Die Schaffung ist

eine Sache, die Erhaltung eine andere.

Es ist eine große finanzielle

Aufgabe, wie in jedem anderen Ort

auch, das Bestehende auch zu erhalten.

Das verschlingt schon einen

Großteil der verfügbaren Mittel.

Auch der Straßensektor fordert die

Gemeinde Schattwald überdurchschnittlich.

Die Verbindungen zwischen

den Ortsteilen Kappl, Wies,

Steig, Fricken und Rehbach mit

dem „Zentrum Schattwald“ bringen

viel Aufwand. Die Ortsteile

stellen aber auch gleichzeitig den

Reiz der Gemeinde im nordwestlichsten

Zipfel von Tirol dar.

32 5. Juli 2022


TANNHEIMERTAL

5. Juli 2022 33


„Fragt’s mich, solange es noch geht“

Burgl Kirschner aus Ladis ist so etwas wie ein „lebendes Geschichtsbuch“

„Ich sag’s einfach, wie ich’s mir

denke und fühle“, sagt die rüstige

85-jährige Burgl (eigentlich

Notburga) Kirschner. Und wer

sie kennt, bestätigt diese Aussage.

Die sympathische Dame hat

ein enormes geschichtliches

Wissen – zudem ist sie die Enkelin

des früheren Besitzers des

Kurhotels Obladis und die Seniorchefin

des „Tiroler Sauerbrunn“.

Die Geschichte rund um die Heilquelle

in Obladis ist sehr alt. Und

überaus spannend. Überlieferungen

zufolge ist der Ursprung bereits

im Jahre 1212 zu finden, als

ein Hirte namens Nikolaus Schederle

bemerkte, dass seine Ziegen

besonders gern von einer bestimmten,

kleinen Quelle tranken.

Solche Beobachtungen machten

in weiteren Jahrhunderten übrigens

noch mehrere Hirten. Die

Heilkraft dieser Quelle wurde freilich

erst wesentlich später wissenschaftlich

nachgewiesen, die Lader

vertrauten aber schon seit jeher darauf.

Kurhotel brachte Gäste

Mit der Gründung der Sauerbrunn-Gesellschaft

war 1833 die

Auflage verbunden, dass dazu ein

Kurhotel gebaut werden muss.

Mit dem Bau des Kurhotels läutete

Ladis eine neue Ära ein und erreichte

internationale Bekanntheit

– der europäische und internationale

Hochadel, Geistliche und die

High Society verbrachten in Obladis

ebenso wie andere wohlhabenden

Gäste die Sommermonate in

Obladis (im Winter öffnete das

Kurhotel erst deutlich später seine

Pforten).

Eine Geschichte, die Burgl Kirschner

kennt wie ihre Westentasche,

schließlich war ihr Großvater Dr.

Hermann Schumacher einst der

Besitzer und Kurarzt des Kurhotels

in Obladis. Die Abfüllerei, die

zum Kurhotel belangte, erbte in

weiterer Folge ihr gleichnamiger

Vater und in späterer Folge sie.

Mittlerweile führt das Unternehmen

ihr Sohn Thomas. Burgl

Kirschner wird heuer 86 Jahre alt

und war mit August „Gustl“

34 5. Juli 2022

Burgl (Notburga) Kirschner ist mit ihren 85 Jahren noch sehr rüstig und freut

sich, die Geschichte rund um die touristische Entwicklung in Ladis, das Kurhotel,

die Sauerbrunnquelle und vieles mehr weiter erzählen zu dürfen. Foto: Zangerl

Kirschner verheiratet, er starb aber

bereits im November 1993 – das

Paar bekam eine Tochter und zwei

Söhne. Der Vater von Burgl

Kirschner führte das Unternehmen

von 1925 bis 1974, dann

Burgl und August Kirschner bis

1993 und seither Sohn Thomas.

Genuss- und Heilwasser

Burgl Kirschner resümiert, angesprochen

auf die Abfüllerei: „Es

Die Abfüllerei des Tiroler Sauerbrunn.

Foto: Tiroler Sauerbrunn

reichte nicht aus, um reich zu werden,

aber wir haben gewusst, dass

wir etwas Gesundes vertreiben.“

„Gesund“ ist der Tiroler Sauerbrunn

allemal, das ist wissenschaftlich

belegt und davon ist

auch Burgl Kirschner überzeugt:

„Das ist ein Genuss- und Heilwasser,

teils wird das auch von Ärzten

empfohlen.“ Heilend wirkt es beispielsweise

bei Nierensteinen,

auch bei Magen- und Darmbeschwerden,

Gastritis, Asthma oder

diversen Allergien.

„Leider verwenden viele Hotels

Schankanlagen, deswegen können

wir diese vielfach mit unseren abgefüllten

Flaschen nicht beliefern“,

erzählt Burgl Kirschner, die

auch kritisch anmerkt, dass der

Mineralwassermarkt übersättigt

sei und nicht jedes „Mineralwasser“

seiner Definition gerecht werde.

Auch wenn die Konkurrenz

groß ist, ist sie von einer positiven

Zukunft des Tiroler Sauerbrunn

überzeugt.

Nach wie vor erhält Burgl Kirschner

viele Presseanfragen: „Neulich

hat wieder Servus TV angefragt“,

erzählt sie und freut sich, wenn

Geschichte lebendig bleibt. Auch

über Anrufe von Menschen, die

Assoziationen zum Kurhotel haben,

freut sich Burgl Kirschner, die

sämtliche Zeitungsartikel und Fotos

rund um die Geschichte des

Kurhotels, die Erdbeerkinder, des

Tiroler Sauerbrunns oder die Geschichte

des Tiroler Tourismus

ausschneidet und aufbewahrt. „Ich

sage immer, dass mich die Leute

noch fragen sollen, solange es

noch geht. Leider versäumt man

das oft, wie ich es selbst schon oft

erlebt habe“, bedauert sie und ist

überzeugt: „Dieses alte Wissen

wäre so wertvoll. Was versäumt ist,

ist versäumt.“ Dabei merkt sie an,

dass oft alte Bräuche und Arbeitsweisen

in Vergessenheit geraten:

„Das ist so schade. Früher wurde

beispielsweise das Holz nur bei gewissen

Sternzeichen geschlagen,

heute vergisst man oft darauf und

es entstehen große Schäden“, zeigt

Burgl Kirschner als Beispiel auf.

Auch würde sie alte heimische

Obstsorten gegenüber modernen,

von weit her importierten bevorzugen:

„Hoffentlich hat die Corona-Krise

die Menschen zum Umdenken

gebracht.“

Burgl Kirschner lebt ein ruhiges,

einfaches und bescheidenes Leben

und genießt die Spaziergänge im

angrenzenden Wald mit ihrem geliebten

Hund. Und freut sich nach

wie vor, wenn interessierte Menschen

bei ihr nachfragen und geschichtliches

Interesse zeigen.

(lisi)


0 Impuls 12 2022 Finale.qxp 30.06.22 14:05 Seite 35

45. Bezirks-Nassleistungswettbewerb in Höfen

www.wis-sicherheit.de

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Höfener Alm

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„Reutte klingt“ beim 71. Außerferner Bundesmusikfest

Unter dem Motto „Reutte klingt“ findet vom 14. bis 17. Juli auf dem

Linz Textil Areal in Reutte das 71. Außerferner Bundesmusikfest statt.

Auf die Teilnehmer und Besucher wartet ein großes Programm, das keine Wünsche offen lässt!

Donnerstag, 14. Juli 2022:

Tag der Familien und Blasmusikjugend

14:30 Uhr: WELCOME mit Gemeinschaftsprobe für

Auftritt mit Bluatschink

17:00 Uhr: Bluatschink - Familien- und

Kinderkonzert - AFFENSTARKE LIEDER;

anschließend Uraufführung

Bluatschink-Medley mit über

120 Jungmusiker*innen

18:30 Uhr: Kurzkonzerte der Jugendkapellen

(Jugendblasorchester Nassereith,

Orange Band - Jugendkapelle der MK

Pflach, Young Stars - Jugendkapelle

der BMK Reutte, JuWEHL -

Jugendmusikprojekt Weißenbach,

Ehenbichl, Höfen, Lechaschau)

Freitag, 15. Juli 2022:

O’zapft is

19:00 Uhr: Festbieranstich mit

Lech Blech Böhmische

21:00 Uhr: Gehörsturz

In der Bar: DJ Frixxn

Samstag, 16. Juli 2022:

Let’s get the Party started

18:45 Uhr: Sternmarsch des Talschaftsblockes

Reutte/Raintal und benachbarter

Gemeinden

19:30 Uhr: Galakonzert der Musikkapelle

Hopfgarten aus Osttirol

21:30 Uhr: PS Reloaded

In der Bar: DJ Frixxn

von 14. bis 17.7.2022

Sonntag, 17. Juli 2022:

Im Schritt – Marsch!

07:30 Uhr: Einmarsch ankommender

Musikkapellen

09:00 Uhr: Festmesse und Festakt

11:00 Uhr: Frühschoppenkonzert

der MK Nassereith

13:30 Uhr: FESTUMZUG mit

Marschmusikbewertung

(Festumzugsstrecke am Seitenende)

14:00 Uhr: Unterhaltung mit dem

Musikverein Polling

15:30 Uhr: Fahneneinzug

16:00 Uhr: Stimmung mit der MK Görisried

17:30 Uhr: Ergebnisbekanntgabe der

Marschmusikbewertung

Anschließend: Stimmung mit der MK Görisried

In der Bar: DJ Frixxn

Lärchenweg 7 · 6600 Reutte · T +43 5672 63831

office@ib-kiss.at · www.ib-kiss.at

Die Bürgermusikkapelle Reutte

freut sich auf Ihren Besuch.

Nähere Infos unter www.musikfest-reutte.at

5. Juli 2022 35


Das Landecker Stadtfest stand heuer im Zeichen der 50-Jahr-Feier des Alpenbündnisses ARGE ALP

1 2 3 4

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Es war eines der letzten „Heimspiele“

des scheidenden Landeshauptmannes

Günther Platter. Und sein potentieller

Nachfolger Toni Mattle war natürlich

auch dabei. Das nach mehrjähriger

Zwangspause zum 34. Mal stattfindende

Landecker Stadtfest war heuer

auch Bühne für ein außergewöhnliches

Jubiläum. Die Regierungsspitzen

von Nord- und Südtirol feierten gemeinsam

mit Vertretern aus dem

Trentino, aus Graubünden, St. Gallen

und der Lombardei das 50-jährige Jubiläum

der ARGE ALP. Neben politischen

Botschaften wurden dabei auch

kulinarische Köstlichkeiten sowie musikalische

Grüße aus den Regionen

serviert.

1 Die Landeshauptleute aus Nordund

Südtirol, Günther Platter und

Arno Kompatscher, unterhielten

sich auf der Bühne des Stadtfestes

angeregt über die Wichtigkeit

der Zusammenarbeit der Regionen

im Alpenraum.

2 Die Schüler der Fachberufsschule

für Tourismus und Handel – im

36 5. Juli 2022

Bild Marco Huber und Maximilian

Schell – sorgten für die Bewirtung

der Gäste beim Fest der Regionen.

3 Auch Schuldirektorin Martina

Bombardelli half tatkräftig mit.

Unter dem Motto „Kulinarisches

Erbe“ servierten Isabel Narr und

Lea Bachler original Weißwürste

aus Bayern.

4 Katharina Klotz aus Huben im

Ötztal und Katharina Rudigier

aus Kappl präsentierten am Stand

von Vorarlberg und St. Gallen

würzige Kasspatzln.

5 Sabine Amhof vom ORF Südtirol

moderierte den Festakt, die aus

Oberhofen stammende Marion

Wondra stand für die Repräsentationsabteilung

des Landes im Einsatz.

6 Helmut Wenzel, der pensionierte

Redakteur der Tiroler Tageszeitung,

genoss das Fest mit

Marianne und Manfred Netzer

vom Landecker BMW-Autohaus.

7 Landesrat Toni Mattle unterhielt

sich mit dem aus Zams stammenden

Vize-Chef der für Landesentwicklung

zuständigen Abteilung

im Amt der Tiroler Landesregierung

Christian Stampfer.

8 Beim Festhalten historischer Augenblicke

immer mittendrin ist

der Kameramann von Landeck TV

Wolfgang Mathoy.

9 Der in Pians lebende Direktor des

Landwirtschaftlichen Schulwesens

in Tirol Stefan Prantauer

kam mit seiner Frau Bärbel.

10 Gut gelaunte Jugend. Verinia

Schuler aus Wenns und Miriam

Melmer aus Nassereith genossen

an der Cocktail-Bar der Talkessel-

Tuifl gemeinsam mit Benni

Strasser einen Drink.

11 Manfred Jenewein, Landecks

ehemaliger Vize-Bürgermeister

und Autor zahlreicher historischer

Bücher, kam mit seiner Frau Ilse

Kuen, die als freischaffende Journalistin

vor allem „Wohnträume“

beschreibt.

12 Bernd Noggler, Chef der Landesleitstelle

und derzeit Leiter der Tiroler

Ukraine-Hilfe, genoss das

Fest mit Gattin Gabi und Sohn

Jakob.

13 Claudia Mayer-Siegele und Clemens

Ehrlich von der Rot-Kreuz-

Bezirksstelle standen für etwaige

Notfälle im Rettungseinsatz.

14 Johannes Falch, Birgit Bernegger,

Barbara Ladner, Chefin

Anita Freudewald und Helga

Staudacher von der Firma „Die

Leckerei“ in Zams servierten süße

Köstlichkeiten.

15 Unter den zahlreichen Musikanten

sorgte auch Alleinunterhalter Ingo

Stecher aus Serfaus für Stimmung

in der Malserstraße.

16 Patrick Köbele von der Donauchemie

und seine Freundin

Karoline Partoll feierten mit den

Mädchen Lara Rudigier und

Milla Partoll.

17 Bianka Wedenig aus Imst und

Lisa Krismer aus Landeck von

der Bar des Casinos Win Win waren

ebenfalls in Partylaune.

Fotos: Eiter


Landwirtschaft im Einklang mit der Natur

Die Serfauser Familie Thurnes wurde „Biodiversitätsbotschafter“

Auf ihrem „Arche Hof Stoagraue“

in Serfaus züchtet die Familie

Thurnes alte Nutztierrassen.

Ihr ganz besonderes Konzept

hat sie zu einem von nur

fünf Biodiversitätsbotschaftern

der Initiative „Farming for Nature“

gemacht. Ihr Credo lautet:

„Leben und arbeiten im Einklang

mit der Natur, nicht gegen

die Natur.“

Im Vorjahr wurden 23 Landwirte

nominiert, um Biodiversitätsbotschafter

zu sein – fünf davon

schafften es. Darunter die Familie

Thurnes aus Serfaus. Ihr Ziel ist es,

darüber zu informieren, wie mit

einfachen Maßnahmen ein Beitrag

für eine artenreiche und klimafitte

Zukunft geleistet werden kann.

Die Familie Solveig wurde zu Biodiversitätsbotschaftern

2021 ernannt.

Manuel und Solveig Thurnes mit ihren vier Kindern: Maria und Andreas (am

Arm) sowie Georg und Magdalena (sitzend).

Fotos: Elisabeth Zangerl

Aufhören oder Weitermachen

Solveig und Manuel Thurnes haben

ein ganz besonderes Konzept

der Landwirtschaft umgesetzt.

Solveig, die gebürtig vom Großraum

München stammt, erzählt:

„Die Familie meines Mannes betrieb

früher eine Landwirtschaft

samt Grauviehzucht.“ Manuel

Thurnes hat jedoch eine Kuhhaar -

allergie, weswegen die Fortführung

des Betriebes in dieser Form

nicht möglich war. Es folgten familieninterne

Diskussionen. „Aufhören“

oder „weitermachen“ stand

zur Auswahl. „Für uns war klar,

dass es ein schlüssiges Konzept

braucht, dass das funktioniert“, erklärt

Solveig Thurnes. Schließlich

ist die Familie Thurnes im Ort die

einzige, die Landwirtschaft im

Vollerwerb betreibt (Solveig arbeitet

lediglich einige Wochenstunden

im Backoffice eines Hotels).

Ihre Idee war es, Tiere wieder zu

züchten, vorrangig alte Nutztierrassen.

Und: „Wir wollen Direktvermarkter

sein“, ergänzt sie. Auch

wird mit Tourismusbetrieben wie

dem Hotel Löwe & Bär kooperiert

– der Kinderclub des Hotels besucht

den Hof mehrmals wöchentlich.

Seltene Nutztierrassen

Die Familie Thurnes führt einen

Biobetrieb und ist Mitglied bei der

Arche Austria, einem Verein zur

Erhaltung seltener Nutztierrassen:

„Um Mitglied werden zu können,

muss man mindestens drei gefährdete

Nutztierrassen am Hof haben,

davon müssen zwei gezüchtet

werden“, lässt Solveig Thurnes

wissen. Insgesamt zählt der Hof

der Familie 120 Tiere. Neben einem

Haflinger auch Österreichungarische

weiße Barockesel: „Vor

einigen Jahren wurde dieser Esel

als einzige österreichische Eselrasse

anerkannt. Derzeit gibt es davon

nur knapp 400 Stück“, weiß Solveig.

Ebenso finden sich am Hof

Tiroler Steinschafe in den Farbschlägen

weiß und grau, gemsfarbige

Gebirgsziegen, Bienen, ebenso

Hühner wie „Stoapiperl“,

Wachteln, Laufenten, Katzen,

Fleischhasen, ein Border Collie

uvm. Zum 2019 neu erbauten

Hofgebäude gesellt sich ein angelegter

Obstgarten mit Himbeeren,

Stachelbeeren, einer Wildobsthecke

uvm. Über die Saatgutdatenbank

der Arche Noah bekam die

Familie Thurnes auch Samen für

Getreide, Leinen, Erbsen und Co.,

das nun auch alles angebaut wird.

Kräuter und Gemüse finden sich

natürlich auch im bunten Garten

des Hofes.

Hof mit Hofladen

Die Tiere werden im Schlachthof

in Fließ geschlachtet – Produkte

wie Frischfleisch, Würste, Salami,

etc. werden ebenso verkauft wie

im hofeigenen Laden Salben,

Kräutersalz, Marmeladen, Schafwollkissen

und vieles mehr. Der

Hofladen öffnet einmal pro Woche,

ebenso sind Produkte über

den Stand des Verein „s´Leba“ am

Landecker Frischemarkt erhältlich,

als auch beim Muirenmarkt

in Serfaus. Einmal pro Woche, jeweils

am Donnerstag ist der „Tag

der offenen Hoftür“, der besonders

von Gästen sehr gut angenommen

wird und an dem jeder

zwischen 14 und 17 Uhr willkommen

ist, sich ein Bild vom Bauernhof,

den gezüchteten Rassen und

selbst produzierten Produkten zu

machen.

„Kein Hippie-Leben“

Die sechsköpfige Familie Thurnes

lebt im Ort Serfaus, wo die Eltern

von Manuel eine Vermietung betreiben.

Ihre Ambition ist klar: „Es

geht um den Kreislauf. Und darum,

vor Augen geführt zu bekommen,

wie stark das Leben ist.

Man erhält auch eine größere

Wertschätzung gegenüber Lebensmitteln,

wenn man sieht, wie viel

Arbeit dahintersteckt.“ Die Arbeit

in der Landwirtschaft erachtet die

Dame des Hauses als sehr „erfüllend“,

auch wenn es weit über eine

klassische 40-Stunden-Woche hinausgeht.

Aber Solveig Thurnes

bekräftigt: „Wir führen kein Hippie-Leben.

Das ist alles wirtschaftlich

und durchkalkuliert. Der Aspekt

der Wirtschaftlichkeit gehört

dazu, sonst hätte man das Durchhaltevermögen

nicht.“ Die Ernennung

zum Biodiversitätsbotschafter

2021 freut die Familie besonders:

„Wir führen einen noch

recht jungen Hof und da waren

schon wirklich viele sehr innovative

Landwirte unter den Nominierten“,

gesteht Solveig, die zudem

anmerkt, dass es wichtig ist, dass

sich solche innovative Landwirte

untereinander vernetzen. Ihr Ziel

ist klar definiert: „Im Einklang mit

der Natur arbeiten, es muss aber

auch wirtschaftlich sein und sollte

Menschen Perspektiven aufzeigen.“

Sozusagen anderen Mut machen,

landwirtschaftliche Betriebe

zu übernehmen bzw. aufzubauen.

(lisi)

5. Juli 2022 37


Tourismus- und Krisen-Software aus Landeck

Walter Steiner ist mit seinem Unternehmen „General Solutions“ international erfolgreich

General Solutions ist eine mehrfach

mit Awards ausgezeichnete

Tiroler Firma, die mit ihren

maßgeschneiderten Softwarelösungen

am internationalen

Markt erfolgreich mitmischt.

Namhafte Airlines zählen ebenso

zum Kundenstock wie nahezu

alle Tiroler Tourismusverbände

sowie touristische Verbände in

Salzburg, Kärnten, Steiermark

und in Italien. Gegründet hat

das Unternehmen Walter Steiner,

der schon vor über 30 Jahren

einen Blick für innovative

Zukunftsthemen hatte. General

Solutions ist eine der ältesten

EDV-Firmen im Land.

„Unsere Kraft liegt in der eigenen

Innovationskraft“, lautet das Credo

des Firmeninhabers und -gründers

Walter Steiner. Und genau

dieser – seiner eigenen Innovationskraft

sozusagen – ist alles zu

verdanken. Mit dem Namen

„Walter Steiner“ assoziieren viele

Menschen im Landecker Talkessel

und darüber hinaus den Friseurmeister

mit eigener Friseurkette:

„Das Programmieren hab ich mir

praktisch selbst beigebracht. Selbst

meine eigene Familie riet mir damals,

dass ich etwas ´Gescheites´

machen soll“, erinnert er sich.

Ebenso gut an seine erste Kundin

gegen Ende der 1980er-Jahre: Monika

Lami, Galeristin der Elefant-

Galerie. Daraufhin hat Walter

Steiner eine Software für das Baunebengewerbe

geschrieben und

stieg sehr bald zum Marktführer

auf – zwischen 300 und 400 Programme

wurden ausgeliefert. Seine

Friseurkette verkaufte er 2008,

was bedeutet, dass fast 20 Jahres

beides – das Friseur- und das IT-

Gewerbe – parallel liefen. Die Firma

General Solutions, die früher

GS (Greuter-Steiner) hieß, wurde

1993 gegründet und heißt seit

2005 „General Solutions“.

Walter Steiner (3. v.l.) und Florian Falkner (4. v.l.) mit einem Teil des General Solutions Teams.

Krisenmanagement

Auch das Tätigkeitsfeld des Unternehmens

hat sich massiv verändert:

„Vom Tool für Fakturierung,

Rechnungs- und Angebotslegung

und Kalkulation haben wir uns

hin zum Krisenmanagement entwickelt“,

erzählen Walter Steiner

und seine Tochter Andrea, die seit

einigen Monaten im Unternehmen

tätig ist. Mittlerweile beschäftigt

das Unternehmen zwölf Mitarbeiter.

Seit dem Frühjahr verstärkt

Florian Falkner, der bereits

seit 21 Jahren Technischer Leiter

von General Solutions ist, die Geschäftsführung.

Walter Steiner war

stets innovativ, oft auch im Denken

und in der Umsetzung seiner

Zeit voraus, etwa mit „Austro

Bike“, Europas erstem Verleihsystem

für Fahrräder, das 1995 entwickelt

wurde. Nachgefragt, wann

der „Durchbruch im Unternehmen“

stattgefunden hat, erklärt

Walter Steiner: „Im Jahr 2006, als

wir für das Land Oberösterreich

ein Krisencallcenter umgesetzt haben.“

Heute verbindet man mit

General Solutions besonders das

Krisen- und Einsatzmanagement,

das eine lückenlose Kommunikationsführung

im Krisenfall ermöglicht.

Eine Feuerprobe musste die

Landecker Software beim Absturz

der German-Wings-Maschine in

Südfrankreich im Jahr 2014 bestehen:

„Hier hat sich unsere Software

bewährt“, erinnert sich Walter

Steiner und erklärt, dass zum

Kundenstock die unterschiedlichsten

Firmen – vom Ein-Mann-Unternehmen

bis zum Lufthansa-

Konzern – zählen. „Mit Fluglinien

arbeiten wir heute auf Augenhöhe“,

erklärt er. Regelmäßige Treffen

mit der AUA, Lufthansa, Swiss

und vielen weiteren gehören natürlich

dazu.

Apps und Kartenlösungen

Neben Apps wie der Land-Tiroloder

der SOS EU-Alp-App steht

General Solutions auch für Kartenlösungen

für Destinationsmarketing.

Etwa die interaktive Karte

Contwise Maps samt ihrer zahlreichen

Features wie der 3D-Karten

inklusive Flugmodul, Routingfunktion

oder dem Winterpanorama.

Über diese Contwise Map

Firmengründer und -inhaber Walter Steiner mit seiner Tochter Andrea, die seit

einigen Monaten im Betrieb ist.

Foto: Elisabeth Zangerl

können alle Informationen – von

der Bushaltestelle über Öffnungszeiten

des Supermarkts oder Sperren

von Wanderwegen bezogen

werden. Mit „Daten bespielt“ wird

diese interaktive Karte vom Kunden

direkt. „Wir arbeiten für 32

von insgesamt 34 Tourismusverbänden

in Tirol und für weitere

über die heimischen Grenzen hinaus“,

erzählen Andrea und Walter

Steiner. Zu den Themenfeldern

gesellt sich auch die Planung von

Großveranstaltungen, wie dem

„KitzAlpBike-Festival“ oder dem

Ötztaler Radmarathon, die direkt

über die Contwise Infra – das Infrastrukturmanagment-Tool

– abgebildet

werden.

„Das Baby wachsen sehen“

Eine Software zu entwickeln und

zu vertreiben, ist das Eine, aber:

„Wir entwickeln uns ständig weiter.

Rund 30-40 % unseres Umsatzes

fließt in weitere Entwicklungen“,

bekräftigt Walter Steiner.

Neue Innovationen, technische

Weiterentwicklungen und gesetzliche

Veränderungen wie die Datenschutzgrundverordnung

sind

nur ein Grund dafür, dass ständige

Adaptierungen notwendig sind.

Die Vision von Walter Steiner ist

klar definiert: „Ich möchte dieses

Baby wachsen sehen“ und: „Auch

noch weiter über die Grenzen hinaus.“

Eine regionale Wertschöpfung

ist ihm dabei aber besonders

wichtig. In der Hand von ausländischen

Investoren oder IT-Tycoons

sieht er General Solutions

keinesfalls.

(lisi)

Foto: General Solutions

38 5. Juli 2022


Der Weinbauer aus den Tiroler Bergen

Zur Überraschung der Familie übersiedelte Martin Scheiber vor 20 Jahren ins Burgenland

Er ist ein kerniger Ötztaler, lernte

im elterlichen Betrieb, dem

Hotel Edelweiß in Obergurgl,

das Gastronomie-Gewerbe von

der Pike auf. Vor 20 Jahren entschloss

sich Martin Scheiber aber

dazu, einen anderen beruflichen

Weg einzuschlagen – und wurde

Weinbauer im Burgenland.

„In die Berg bin i gern“ – das gilt

für Martin Scheiber auch heute

noch. Auch wenn er vor zwei Jahrzehnten

die Gipfel der Ötztaler

Bergwelt gegen das flache Terrain

im Burgenland getauscht hat.

Doch wie war es dazu gekommen?

„Es war 1999. Damals führte ich

zum Saisonende ein Gespräch mit

dem burgenländischen Winzer

Martin Pasler. In meinem Kopf

hatte sich damals die Idee verfestigt,

für den heimischen Hotelbetrieb

einen eigenen Wein zu produzieren

und diesen dann unseren

Gästen zu kredenzen“, erzählt der

Ötztaler. Er gab Pasler einen Auftrag

mit auf den Weg: Er sollte einen

geeigneten Weinberg finden!

Das war schon zwei Wochen später

der Fall. Schon im Herbst wurde

dann die erste Ernte eingefahren.

Überraschung für Familie

Dann kam ein einschneidender

Tag in der Historie der Familie

Scheiber. Der Familienrat trat zusammen,

um die Übergabe des

Hotels Edelweiß an die nächste

Generation zu diskutieren. Dass

Martin spontan abwinkte, war

schon Überraschung genug. Sein

Hinweis, dass er sich fortan als

Weinbauer versuchen werde, aber

noch die viel größere!

Für ihn stand der Entschluss fest.

Also übersiedelte er mit seiner damaligen

Freundin und heutigen

Frau Doris nach Niederösterreich

und fuhr vom neuen Wohnsitz aus

praktisch täglich in den Weinkeller

an den Neusiedler See, wo er in

der Folge von Pasler jedes nötige

Detail der Winzerarbeit vermittelt

bekam. Auch auf einem Weingut

in Südafrika konnte der Gurgler in

dieser Zeit mitarbeiten.

Kauf eines Winzerhauses

Im Jahr 2002 setzte er mit dem ‰

Mehr Platz für Feuerwehr

und Bergrettung Lermoos

Mehr Platz für die Bergrettung und die Feuerwehr schafft ein von der

Gemeinde Lermoos realisierter Zubau an das bestehende Feuerwehrhaus.

Vor allem die Bergrettung unter Ortsstellenleiter Manfred Lagg hatte durch die

Anschaffung eines zweiten, allradgetriebenen Einsatzfahrzeuges ein Platzproblem,

das durch den Zubau gelöst wurde. Nun stehen der Ortsstelle zwei geräumige

Garagenboxen sowie durch die Adaptierung der bestehenden Garage

ein Schulungsraum zur Verfügung. Das neue bereits im Einsatz befindliche

Fahrzeug kann nicht nur bis zu neun Personen befördern,

sondern ist auch für den Liegend-Transport

von Verletzten ausgerüstet.

Auch die Feuerwehr unter ihrem Kommandanten

Bernhard Köck erhält dank des Zubaus mehr Platz

für ihre 90 Mitglieder, darunter 65 Aktive und 15

Jugendfeuerwehrmitglieder. Im 1. Stock über den

Garagen der Bergrettung entstehen aktuell eine

Atemschutzwerkstätte, ein neuer Umkleideraum

sowie ein Raum für die Jugendfeuerwehr.

Der Zubau für die Feuerwehr und Bergrettung wird

im Rahmen des Dorffestes am 13./14. August offiziell

seiner Bestimmung übergeben werden. Auch

das neue Einsatzfahrzeug der Bergrettung wird dabei

vorgestellt und eingeweiht. Für Bgm. Stefan

Lagg ist der rund 300.000 Euro teure Zubau „eine

wichtige und dringend notwendige Investition in

die Vereine und die Sicherheit des Ortes“.

Fotos: Anna Koch

TscharnuterBau Ges.m.bH

6632 Ehrwald | Schanz 6 | T 05673 / 20037

www.tscharnuter.com | office@tscharnuterbau.at

5. Juli 2022 39


Erfahrung und Kompetenz:

Reuttener Unternehmen übernimmt seit 20 Jahren

Je größer die Projekte, umso größer die Verantwortung. Deshalb

braucht man bei komplexen Bau- und Planungsvorhaben ein hochqualifiziertes

Team aus Projektleitern, Technikern und technischen

Zeichnern: Das 2002 von Dipl. Ing Jozsef B. Kiss gegründete Reuttener

Zivilingenieurbüro ist seit 20 Jahren führend in den Bereichen

Wasserversorgung und Abwasserbeseitigung, Breitbandausbau, Straßenbau,

Planungs- und Baustellenkoordination und Beweissicherungen.

Zusätzlich führt Dipl. Ing. Kiss auch Gutachtertätigkeiten aus.

Die langjährige Erfahrung und

eine rasche Abwicklung bei gleichzeitig

hohem Qualitätsstandard

bilden die Basis des Erfolges und

der Kundenzufriedenheit. Jozsef

B. Kiss: „Wir sind in unserem

Büro stets bemüht, die Aufträge

kompetent und in kürzester Zeit

zu bearbeiten. Das erfordert von

allen Beteiligten nicht nur enormes

Fachwissen, sondern auch

hohe Einsatzbereitschaft. Besonders

dringliche Projekte und Angelegenheiten

werden von uns

auch außerhalb der üblichen Bürozeiten

abgewickelt.“

In seinen Weingärten im Burgenland ist Martin Scheiber mit großem Enthusiasmus

bei der Sache.

Foto: Scheiber Wein & Gästehaus

Kauf eines alten Winzerhauses

samt Lagerhalle im Burgenland

den nächsten Schritt. Es folgten

Umbauarbeiten, die zusätzliche

Einrichtung eines Beherbergungsbetriebes

und ein Jahr später die

offizielle Eröffnung des Scheiber

Wein & Gästehauses in Weiden

am See. Der Winzerbetrieb hat

sich seither kontinuierlich weiterentwickelt.

Inzwischen hat der 57-

Jährige vier Weingärten – zwei in

Jois und zwei in Weiden. Wobei er

sich stets eine Hintertür offen

lässt: „Die Weingärten sind gepachtet.

Sollte ich eines Tages

nicht mehr mögen, dann höre ich

einfach wieder auf.“

Seinen Entschluss, sowohl privat

als auch beruflich ins Burgenland

zu übersiedeln, hat Scheiber nie bereut.

„Ich fühle mich hier pudelwohl.

Die Menschen sind total offen

im persönlichen Umgang. Und

die Berge fehlen mir nicht wirklich,

denn ich bin ja mehrmals im

Jahr im Ötztal“, macht er deutlich.

So verwundert es auch nicht, dass

der Wahl-Burgenländer rund 90

Prozent seines Rebensaftes in der

alten Heimat verkauft. Zahlreiche

verschiedene Wein-Sorten hat er

im Angebot. Wobei einer ganz besonders

heraussticht: Der im Jahr

2002 erstmals auf den Markt gekommene

„Angelus“, ein Blaufränkisch

Barrique. Dieser ist Martins

Großvater, dem großen Ötztaler

Tourismuspionier Angelus

Scheiber, gewidmet.

Ehrenvolle Funktion

Dass der Ötztaler im Burgenland

wahrlich angekommen ist, belegt

auch eine ehrenvolle Funktion, die

er unlängst übernommen hat – er

ist neuer Weinbauvereinsobmann

in Weiden. Eigentlich hätte es

schon zu Martini 2019 so weit sein

sollen, da sein Vorgänger das Amt

abgeben wollte. Durch die Corona-Pandemie

kam es aber zu einer

längeren Verzögerung. Jetzt ist

Scheiber aber der Chef und weiß

ein motiviertes junges Winzerteam

hinter sich. „Das in mich gesetzte

Vertrauen von alteingesessenen

Bauern in meine Person freut mich

natürlich ungemein“, lässt Scheiber

nicht ohne Stolz aus dem Burgenland

wissen.

Alles Wissenswerte über die Scheiber

Weine und das Burgenländer

Gästehaus sind im Internet unter

www.scheiber.at nachzulesen

(pele)

AKTUELLE PROJEKTE IN DER REGION

Wie wichtig die Planungs- und Beratungsprofis

für ein funktionierendes Gemeindeleben

sind, zeigt ein Querschnitt

aus aktuellen Projekten:

n ABWASSERBESEITIGUNG

Abwasserbeseitigungsanlage Rauth

und Gaicht: Bei diesem gemeinsamen

Schmutzwasser-Entsorgungsprojekt der

Gemeinden Nesselwängle und Weißenbach

am Lech wird das Abwasser der

Haushalte und Betriebe durch ein Vakuumsystem

gesammelt, mit Hilfe einer

Pumpleitung nach Weißenbach gefördert

und in weiterer Folge in der Kläranlage

Vils gereinigt. Dadurch werden die

letzten zwei Ortsteile im Außerfern an

eine zentrale Kläranlage angeschlossen.

Im Zuge dieses Bauvorhabens werden

die Wasserversorgungsanlagen beider

Ortsteile zusammengefügt und modernisiert.

Weiters findet der Breitbandausbau

zu jedem Haushalt statt und die

Straßen werden teilweise instand gesetzt.

40 5. Juli 2022


Büro Kiss und Partner Ziviltechniker GmbH

Planungs-, Bauabwicklungs- und Beratungsaufträge

Abwasserbeseitigungsanlage

Bichlbach, Sanierung Regenwasserkanalisation:

Der bestehende Regenwasserkanal

wird mit Rückhaltesystemen

auf den neuesten Stand der Technik gebracht.

Die Extremniederschläge und

deren schneller Abfluss von den befestigten

Flächen werden in Rückhaltebecken

gehalten und verzögert in die Bäche

abgeleitet. Dadurch entsprechen die

Einleitungsmengen einem natürlichen

Zustand ohne Bebauung bzw. Versiegelung

des Gebietes. Das Speichervolumen

wird mit Rohrdimensionen von bis

zu 1200 mm erreicht.

n BREITBANDVERSORGUNG im Außerfern:

Durch die ARGE Breitbandausbau

Zwischentoren und den Abwasserverband

Tannheimertal ist es gelungen,

die Gemeinden Biberwier, Ehrwald, Lermoos,

Bichlbach, Berwang, Heiterwang,

Ehenbichl mit Rieden, Nesselwängle,

Grän, Tannheim, Zöblen, Schattwald und

Jungholz mit Glasfaserverbindungen zu

versorgen. Das Büro Kiss & Partner Ziviltechniker

GmbH hat maßgeblich die

Arbeiten koordiniert sowie die Bauarbeiten

ausgeschrieben und beaufsichtigt.

n PLANUNGS- UND

BAUSTELLENKOORDINATION

Personalhaus Ammerwald: Die BMW-

AG besitzt als einzige Arbeitgeberin in

der Automobilindustrie ein Erholungsund

Weiterbildungszentrum dieser Art.

Sie legt enorm viel Wert auf das Wohlbefinden

ihrer Mitarbeiter. Die Arbeitssicherheit

steht bei der Errichtung des

Personalhauses ebenfalls im Vordergrund.

Dafür ist das Büro Kiss & Partner

Ziviltechniker GmbH als Baustellenkoordinator

zuständig.

n WASSERVERSORGUNG

Wasserversorgungsanlage Pflach-Musau-Pinswang:

Das Zivilingenieurbüro

arbeitete dabei ein Konzept aus, wie die

Sicherheit der Wasserversorgung der

drei Gemeinden in den nächsten Jahrzehnten

unter Berücksichtigung gegenseitiger

Vorteile gewährleistet werden

kann.

n STRASSENBAU

Straßenbau Oberpinswang: Durch die

Neuerrichtung der Straße mit einer Regelbreite

von 5,00 Metern wurden die

Bedürfnisse der Anrainer und des öffentlichen

Verkehrs erfüllt. Die Postbusse

können jetzt durch Oberpinswang

fahren, ohne ständig auf Privatflächen

ausweichen zu müssen.

Sanierung der Kanalisation/Bezirkskrankenhaus

Reutte: Im Zuge der Projektvorbereitung

für die Errichtung des

Bezirkspflegeheimes stellte sich heraus,

dass die bestehende Kanalisation nicht

ausreichend dimensioniert ist und sich

auch nicht in einem funktionsfähigen

Zustand befindet. In den kommenden

drei Jahren werden deshalb Teile der Kanalisation

ausgetauscht, erweitert und

saniert.

Wir gratulieren zum

Firmenjubiläum und bedanken uns

für die gute Zusammenarbeit.

Die Gemeinde Weißenbach

n BEWEISSICHERUNG

z.B. Dorfbahn Serfaus: Durch die Ausführung

bestimmter Bauprozesse können

nahegelegene Bauwerke beschädigt

werden. Die Beweissicherung stellt den

Zustand vor Baubeginn fest und dient

damit zur Abgrenzung weiterer Schäden

infolge der Bautätigkeiten. Dadurch ist

es im Schadensfall möglich zu entscheiden,

ob diese tatsächlich durch die Bautätigkeit

entstanden sind.

Wir gratulieren

der Firma

Kiss & Partner

zum 20-jährigen

Firmenjubiläum

und bedanken uns für die äußerst

angenehme Zusammenarbeit.

Gemeinde Ehenbichl

Fotos: Kiss & Partner

5. Juli 2022 41


Klassisch-Modern

in Tarrenz

Mehr als nur Bauen!

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42 5. Juli 2022


Mit freundlicher Unterstützung der

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So erfüllten sich Manuel Flür

und Bianca Praxmarer kürzlich

ihren Wohntraum und öffnen

heute die Türen zu ihrem schmucken

Eigenheim am Waldesrand.

In Grau und Weiß präsentiert

sich das Häuschen innen wie außen

elegant und einladend zugleich.

„Der Wunsch, ein eigenes Haus zu

bauen, war eigentlich immer schon

da“, sinniert Manuel Flür auf der

großzügigen Fensterbank seines

Einfamilienhauses mit Blick in die

tiefen Wälder von Tarrenz. Sein Elternhaus,

in dem er aufgewachsen

ist, liegt nur 200 Meter weit entfernt.

Dass es ihn eines Tages mit

seiner Partnerin genau an diesen

Ort binden würde, hätte der gebürtige

Tarrenzer jedoch früher

nicht geahnt. Denn sein Weg startete

erstmals in Tarrenz, wo er mit

Freundin Bianca Praxmarer erst in

einer Mietwohnung und später im

nächstgelegenen Dorf Nassereith

dann in einer Eigentumswohnung

lebte. Dabei ist Bianca selbst in

Tarrenz aufgewachsen, nämlich in

Walchenbach.

Die Eigentumswohnung hat dem

jungen Paar lange gut gedient.

„Hätte es keinen Gemeindegrund

in Tarrenz gegeben, wären wir

wahrscheinlich immer noch dort“,

denkt die 28-jährige Hausbesitzerin

zurück. Denn als die neuen

Gemeindegründe am Oberen Rot -

anger zum Verkauf ausgeschrieben

wurden, schlug das Paar spontan

zu – und erhielt nach kurzer Wartezeit

2019 auch eine Zusage.

„Mit dem Ja der Gemeinde gab es

für uns kein Zurück mehr. Unsere

Wohnung haben wir gleich verkauft“,

erzählt Hausherr Manuel,

29. Und Bianca ergänzt: „Der Erlös

kam der Hausfinanzierung mit

einem Teil zu Gute.“

Vom Plan zur Umsetzung

Kurzerhand engagierten die

Häuslbauer mit Severin Hamberger

einen heimischen Architekten,

der die Wünsche des Paares perfekt

zu Papier zu bringen wusste und

die beiden mit seinem geradlinigen

Stil begeisterte. „Überhaupt

haben wir die Arbeiten großteils

an heimische Betriebe übergeben“,

meinen Bianca und Manuel, die

überaus zufrieden mit ihrer Entscheidung

und dem Resultat ‰

Lieferung und Montage von: Fenster • Sonnenschutz

5. Juli 2022 43


sind. Im April 2020 erfolgte die

Umsetzung des Architektenplans.

Und auch selbst legten Bianca und

Manuel natürlich Hand an: „Den

Boden und die Wände haben wir

Möchten auch Sie Ihr Haus

kostenlos in einer der nächsten

impuls-Ausgaben präsentieren?

Dann melden Sie sich bei uns!

Telefon 05262 67491-21.

teils selbst gemacht“, zeigen sie

sich stolz. Stolz zeigt sich übrigens

auch der Tiroler Adler auf der gläsernen

Eingangstüre, die uns heute

für eine Besichtigung weit offen

steht.

Grau,weiß & gemütlich

Bereits die Eingangshalle greift

den Stil der Fassade wieder auf:

Zeitloses Grau und klassisches

Weiß geben den Ton an, während

hochwertige Parkette und Holzdetails

genauso für Gemütlichkeit

sorgen wie die Fußbodenheizung.

Offene Räume erzeugen Weite

und so tun es auch die großen

Fensterflächen. Zum ersten Mal in

den Genuss dieses Wohnerlebnisses

durften Bianca und Manuel im

Mai 2021 kommen. Damals war

das Haus zwar zum Teil noch eine

Baustelle, aber die Tarrenzer konnten

es einfach nicht erwarten, ihr

neues Heim zu beziehen. „Wir

hatten kein Problem damit, aus

der Wohnung auszuziehen und

waren froh, dass es mit dem Verkauf

so schnell geklappt hat. Wir

freuten uns einfach riesig auf unser

Haus“, erklärt die Bankangestellte,

die in einer Filiale in Innsbruck arbeitet.

Corona zum Trotz

Fertiggestellt wurde das Haus

schließlich im September 2021.

Ein paar Herausforderungen galt

es während der Bauzeit ja doch zu

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44 5. Juli 2022


Fotos: Agentur CN12 Novak

überwinden: „Unser Haus steht in

Hanglage. Außerdem war das Anliefern

des Materials teilweise

schwierig“, so Manuel, der bei der

Stadt Innsbruck im Themenbereich

Tiefbau mitwirkt. „Außerdem

fand der Bau ja mitten in der

Coronakrise statt“, fügt er hinzu:

„Lieferschwierigkeiten gab es zum

Beispiel bei der Dämmung.“ Doch

trotz all dieser Schwierigkeiten

konnte das Haus zur vollsten Zufriedenheit

der Bewohner vollendet

werden: In Massivbauweise

mit Flachdach und Keller breitet

sich das Eigenheim nun auf 139

Quadratmetern Wohnfläche aus.

Was die Hausbesitzer an den eigenen

vier Wänden besonders schätzen,

ist mitunter die Gestaltungsfreiheit.

So konnten sich sowohl

Bianca als auch Manuel hier voll

entfalten. Zum absoluten Lieblingsplatz

der beiden gehört neben

dem Wohn-Ess-Bereich auch das

großflächige Sitzfenster, auf dem

Manuel eingangs schon Platz

nahm. In Eichenholz gefasst,

rahmt das Fenster den angrenzenden

Wald wie ein Gemälde. „Wir

lieben den Wald und die Ruhe

hier“, schwärmen Manuel und seine

Bianca, die für das Leben hier

sogar einen langen Weg in die Arbeit

in Kauf nehmen: „Wir beide

arbeiten in Innsbruck und fahren

jeden Tag gemeinsam mit dem

Zug in die Stadt und wieder zurück.“

Ob es das wert ist? „Aber natürlich“,

sind sich Bianca und Manuel

einig, die ihren Lebensmittelpunkt

im beschaulichen Tarrenz

zu schätzen wissen und voll angekommen

sind. Der Garten wird

momentan von den Häuslbauern

noch errichtet, dann ist das Wohnglück

hier perfekt. Und in der

Zwischenzeit genießen die beiden

das umliegende Grün, das dank

des nahen Waldes ja nicht weit ist.

(CN12 Team)

Dorfstraße 29 | 6426 Roppen

info@meisterwerk.tirol | www.meisterwerk.tirol

5. Juli 2022 45


Spieler und Fans des SC Imst erlebten beim Finale der Fußballsaison ein Wechselbad der Gefühle

1 2 3 4

5 6 7 8

9 10 11 12

13 14 15 16

Es war einer der größten Erfolge in

der Vereinsgeschichte. Aber das letzte

Quäntchen Glück hat gefehlt. Und so

verloren die Kicker des SC Sparkasse

Imst das heuer in Thiersee ausgetragene

Finale des Tiroler Fußball-Cups

mit 2:5 gegen den SV Fügen. Trotz der

sportlichen Enttäuschung für die

Spieler erlebten die gut 200 mitgereisten

Imster Fans – davon knapp 80

Kinder und Jugendliche – ein mitreißendes

Fußballfest. Zwei Tage später

durften die Imster jubeln. Sie gewannen

das letzte Meisterschaftsspiel in

Wörgl und holten damit den Tiroler

Meistertitel!

1 Der ehemalige Imster Trainer Alfred

Mungenast, Kult-Friseur und

Namensgeber des Fanclubs Gegenwind

Rene Thaler, Ex-Obmann

Meinhard Eiter, die lebende

Musikerlegende Bruno Thaler

und der frühere Leiter der Vereinskantine

Christian „Novi“ Novak

bekamen vom Wirt des Gasthof

Hirschen einen Bus zur Verfügung

gestellt.

2 Nachwuchsleiter Rene Grüner

und Ex-Kicker und Jugendtrainer

Rechtsanwalt Peter Linser genossen

die Atmosphäre mit den

Buben Leon Pair sowie Paul und

Gabriel Linser.

3 Auch U-18-Trainer Samir Ben Ali,

Kinderbetreuerin Maria Perdacher

und der treue Fan Hannes

Pohl drückten ihrer Mannschaft

die Daumen.

4 Der einstige Stürmer Franz Plattner

und U-14-Trainer Stefan Kolp

feuerten ihr Team mit viel Leidenschaft

an.

5 Die Mamas und Betreuerinnen

der Imster Kinder, Ceylan Gülcen

und Nadine Thurner, sorgten gut

gelaunt für die Verpflegung der

mit vier Bussen angereisten Imster

Anhänger.

6 Der im Imster Gemeindeamt auch

für Sport zuständige Jürgen Seelos

und der Pitztaler Krankentransportfahrer

und Watter-König

Stefan Krabichler zwängten sich

in die eigens für das Cup-Finale

gedruckten roten T-Shirts.

7 Johanna Söhngen und Andrea

Seelos lagen mit ihrem Ergebnistipp

von 2:1 für Imst leider falsch.

8 Imst-Präsident Peppo Eisenbeutl

verfolgte das Cup-Spiel gemeinsam

mit dem Präsident des Tiroler

Fußballverbandes, den pensionierten

Richter Dr. Sepp Geisler.

9 Die langjährigen Imster Anhänger

David Mark, Markus Santeler

und Thomas „Jules“ Braschler

waren in der Pause beim Stand

von 2:2 noch sehr optimistisch.

10 Der beim SC Imst für die Finanzen

zuständige Frank Raich und der

sportliche Leiter des Vereins

Franco Böhler hatten in der zweiten

Hälfte des Cup-Finales leider

nur noch wenig Freude mit dem

Spiel.

11 Für die aus Haiming stammenden

Brüder Joshua und Simon Stigger

war die Teilnahme am Finale

und der Tiroler Meistertitel jedenfalls

ihr bisher größter sportlicher

Erfolg.

12 Zwei dicke Freunde und Leistungsträger

beim SC Imst. Torschütze

Christoph Eller und Abwehrchef

Lukas Lamp war nach

dem Spiel in Thiersee die Enttäuschung

ins Gesicht geschrieben.

13 Zwei Routiniers, die sich gefasst

zeigten. Kapitän Rene Prantl und

Außenverteidiger Bernhard Mittermair

– beide schon jenseits

der 30 – gehören seit Jahren zu

den Stützen der Imster Mannschaft.

14 Obmann Manuel Westreicher,

der in den vergangenen Jahren in

Imst mit viel Engagement einen

fußballerischen Höhenflug organisierte,

hätte sich einen anderen

Ausgang des Cup-Spiels gewünscht.

Jetzt freut er sich über

die Teilnahme am ÖFB-Cup.

15 Edeltechniker Thomas Moser und

Sturmtank Stefan Lorenz gehört

in Imst die Zukunft. Die beiden

sind im besten Fußballalter und

haben noch viel vor.

16 Grenzenloser Jubel in Wörgl.

Marko Jovljevic, Rene Prantl

und Alp Demir fixierten mit ihren

drei Toren den Tiroler Meistertitel

und die Teilnahme am ÖFB-Cup.

Fotos: Eiter

46 5. Juli 2022


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5. Juli 2022 47

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