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RegionalSport - Ausgabe 775 vom 06.07.2022 - Nr.26 /2022 - 27. Jahrgang

Das Sportmagazin im Norden

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www.regionalsport.net | facebook.de/regionalsport.net | 06. Juli 2022 | 27. Jahrgang Nr. 26 / 2022

REGIONAL

Fotos: pin / Böhmer / Gettchat / Kirschner

Neustart beim

Kiez-Nachwuchs:

St. Paulis U23-Sportchef

Carsten Rothenbach

im Interview

Tour de France:

Massenspurt

in Sonderborg

Vierlandencup 2022

„Klassentreffen des

Hamburger Ostens“

Fußball,

der das Herz

hüpfen lässt

Kronshagens U11-Torwart

Luis Krüger

Das Sportmagazin im Norden

Königstransfer für Eidertal Molfsee - Nico Bruns im Interview

3. Belt-Cup

Team Sylt

Holstein schwitzt -

Arp bleibt

Letzter Test vorm Saisonstart gegen Silkeborg

HSV-Neuzugang

Ransford

Königsdörffer

Holstein schwitzt -

Arp bleibt

Im Porträt:

Solbooster schützt

vor Energiepreis-Explosion

HSV-Neuzugang

Ransford

Königsdörffer

Fußball, der

das Herz hüpfen

lässt

+ Bilanz: Tim Walter über das Trainingslager

Solbooster schützt

Jede

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Sieben Tage, zehn

Trainingseinheiten

und zwei Testspiele

(2:2 gegen Hajduk

Split und 4:3 gegen Aris Thessaloniki):

HSV-Coach Tim Walter

ließ seine Schützlinge bei

täglichen Temperaturen um die

30 Grad Celsius im Trainingslager

in der Steiermark

ganz

schön schuften,

um in

der kommenden

Zweitligasaison

ganz

oben mitmischen zu können.

Der 46-Jährige konnte sich dabei

ein intensives Bild der

Mannschaft machen. Walter

spricht über...

… sein Fazit zum

Trainingslager: Wir

haben ein sehr gutes

Trainingslager gehabt

mit guten

Bedingungen

tol-

und

lem

Wetter, vielleicht

war es

manchmal sogar

ein bisschen zu

heiß. Grundsätzlich

glaube ich, dass wir sehr

viel, sehr hart und gut gearbeitet

haben. Wir sind schon

sehr weit, weil wir bereits aus

dem letzten Jahr viele Dinge

verinnerlicht haben. Die Jungs

haben das nur noch verfeinert

EINWURF

In Lewis Holtby haben sich

viele getäuscht

Die Skepsis war groß, als Holstein Kiel im

August letzten Jahres Lewis Holtby an die

Förde lotste. Ausgerechnet dieser jung gebliebene

Spaßvogel, der immer gut drauf ist und all das ganze

Fußballbusiness nicht allzu ernst nimmt, sollte die damaligen

sportlichen Probleme lösen?

Ja, das sollte er! Holtby ist auf und neben dem Platz ein Vorbild

– einer, der vorangeht, einer der Verantwortung übernimmt. Der

Führungsspieler hat etwas zu sagen. Keine Floskeln, sondern

Substanzielles, inhaltlich Wertvolles. Der Blondschopf gibt den

Kielern in den letzten Monaten ein Gesicht, das sich sehen

lassen kann. Es war sicher kein Zufall, dass eben jener Holtby

zum Abschluss des Trainingslagers das Tor des Tages gegen

Wolfsberg schoss. Holtbys Aufstieg zum Vize-Kapitän ist nur

die logische Konsequenz einer Liaison, deren Ende noch lange

nicht in Sicht ist. Bleibt zu hoffen, dass sich der 31-Jährige

nicht verletzt – dann sollte er dem Kieler-Mittelfeld auch künftig

die zuletzt gewohnte Stabilität verleihen.

Holtbys Ex-Club, der HSV, hat sein Trainingslager bereits beendet,

während Stadtrivale FC St. Pauli mitten drin ist. In Süd -

tirol muss Trainer Timo Schultz schnellstmöglich eine Einheit

formen, denn die individuelle Qualität eines Kofi Kyerehs oder

Guido Burgstallers wird künftig zweifelsfrei fehlen. Der Kiezclub

muss fortan noch mehr auf das Kollektiv setzen, denn, wie

es aussieht, wird es keinen gleichwertigen Ersatz für die beiden

Ausnahmespieler geben. Spannend, ob der Plan von Sportchef

Andreas Bornemann, den Kader extrem zu verjüngen und auf

Talent statt Erfahrung zu setzen, am Ende aufgeht.

Die U23 des FC St. Pauli muss ebenfalls wichtige Spieler

ersetzen und darüber hinaus auch noch Trainer-Routinier

Joachim Philipkowski. Wie das klappen soll, erklärt der sportlich

Verantwortliche, Carsten Rothenbach, im Interview.

Ihr

Frank Sorgatz

Tim Walters Fazit zum Trainingslager –

HSV offenbart Defizite in der Defensive

„Ich bin mit allen mehr als zufrieden“

Tim Walter zeigt die

Richtung an. Foto: Archiv/pin

und jetzt kommt der Feinschliff.

Letztendlich sind wir

alle müde, deswegen muss man

da auch ein paar Abstriche machen.

Das war aber der Plan,

dass man unter Müdigkeit

nochmal an die Leistungsgrenze

gehen muss und ich finde

die Jungs haben das sehr gut gemacht.

… die Erkenntnisse aus den

Testspielen: Die Art und Weise,

mit welchem Aufwand wir

Chancen kreieren und Tore

schießen müssen, finde ich unfassbar.

Das wir vorne so einen

hohen Aufwand betreiben müssen

und hinten Tore herschenken

macht es ein bisschen

schwierig. Ist aber auch verständlich,

denn die Jungs sind

durch und da gestehe ich jedem

ein schlechteres Spiel zu. Das

ist einfach so, das passiert.

Grundsätzlich bin ich mit allen

mehr als zufrieden.

… notwendige Verbesserungen:

In der Genauigkeit und in der

Präzision können wir noch zulegen.

Ansonsten machen es die

Jungs gegen den Ball gut,

grundsätzlich bin ich auch mit

dem Zweikampfverhalten sehr

zufrieden. Da können wir natürlich

individuell noch zulegen,

da sind wir aber auch dran. So

etwas kommt nicht von heute

auf morgen, das bedarf Zeit. Ich

glaube, dass wir auf einem guten

Weg sind.

Am Sonnabend (9. Juli, 15.30

Uhr) tritt der HSV zur Generalprobe

beim FC Basel an. Für

Walter und sein Team die letzte

Chance etwas im Testspiel auszuprobieren,

bevor es dann acht

Tage später bei Aufsteiger Eintracht

Braunschweig ernst

wird.

(seb)

2 | Regionalsport


Viel Anlaufzeit

brauchte Ransford

Königsdörffer nicht,

um anzudeuten,

wieso die Verantwortlichen des

HSV ihn verpflichtet haben.

Nur 43 Minuten benötigte der

Neuzugang von Dynamo Dresden

auf dem Platz, um seinen

ersten Treffer im HSV-Trikot

zum 2:2-Endstand im Testspiel

gegen Hajduk Split am vergangenen

Mittwoch zu markieren.

Wer ist eigentlich dieser Ransford-Yeboah

Königsdörffer?

Am 13. September 2001 in Berlin

geboren, wechselte der Sohn

einer deutschen Mutter und eines

ghanaischen Vaters im Alter

von 13 Jahren in die Jugendakademie

von Hertha BSC. Als

17-Jähriger riss Königsdörffer

sich binnen eines Jahres zweimal

den Meniskus, einmal im

linken und einmal im rechten

Knie. Bei der Hertha aussortiert,

wechselte er zu Dynamo

Dresden in die U19 und wurde

dank bestechender Leistungen

in der Rückrunde 2019/20 zu

den Profis beordert. In der darauffolgenden

Saison steuerte

Königsdörffer sieben Tore und

vier Vorlagen zu Dresdens Drittliga-Meisterschaft

bei und wurde

mit drei Einsätzen für die

deutsche U20- und U21-Nationalmannschaft

belohnt.

In der vergangenen Spielzeit

machte Königsdörffer dann mit

fünf Treffern und fünf Vorlagen

trotz Dresdens Abstieg auf sich

aufmerksam. Der 1,83 Meter

große Angreifer kann flexibel

eingesetzt werden. In 30 von 38

möglichen Partien stand der 20-

Jährige für Dynamo in der Startelf:

14 Mal im Sturmzentrum

und jeweils acht Partien über

Frank

Trentz

die rechte und linke Außenbahn.

„Ransi vereint alle Fähigkeiten,

die man sich von einem Offensivspieler

wünscht: Gutes

Dribbling, guter Schuss, dazu

schnell und wendig aber trotzdem

körperlich robust und mit

einer Wucht im Strafraum“,

schwärmt Ferydoon Zandi, von

2020 bis 2022 Co-Trainer bei

Dynamo Dresden, von seinem

ehemaligen Schützling. Kein

Wunder also, dass der HSV sich

so sehr um den Transfer bemühte.

„Mehr Tore und Vorlagen

zu erzielen ist mein Ziel

in Hamburg“

Königsdörffer war vom Wechsel

nach Hamburg schnell überzeugt:

„Sie haben mir gesagt,

wie und was sie mit mir planen.

Die Gespräche waren gut, die

Sympathie hat gestimmt und

dann hat sich alles so ergeben“,

erklärt der 1,2-Millionen-

Mann. „Der HSV ist ein super

Verein, ich möchte mich

hier weiterentwickeln“, sagt

Königsdörffer und setzt sich

das Ziel, „mehr Tore und Vorlagen“

als in Dresden zu erzielen.

Eine Marke, die auch sein ehemaliger

Coach ihm zutraut: „Ich

glaube, dass er beim HSV

durchstarten kann, weil die

Mannschaft ihn in

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Frank Trentz Tel. 72104400

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gute Situationen

im letzten Drittel

bringt und er

dann die Fähigkeiten

hat, diese

zu nutzen“, prophezeit

Zandi die Aussichten

des Junioren-Nationalspielers

bei den Rothosen.

„Er ist noch sehr jung, daher

hat er einerseits viel Entwicklungspotenzial,

andererseits

wird auch die ein oder andere

Delle in seiner Formkurve

sein“, dämpft der Ex-Coach die

hohen Erwartungen im Hamburger

Umfeld.

Tainer Tim Walter dürfte viel

Freude am offensiven Allrounder

haben, zumindest wenn

dieser an seine Dresdner-Art

anknüpft: „Ich habe sehr gerne

mit ihm gearbeitet,

weil er

Hamburger SV

Neuzugang Ransford Königsdörffer im ausführlichen Porträt –

Dynamos ehemaliger Co-Trainer Zandi gerät ins Schwärmen

„Meine Stärken sind mein Tempo und mein Dribbling“

Technisch perfekt: Ransford

Königsdörffer zeigt, dass er mit

dem Ball exzellent umgehen

kann.

Foto: Gettschat

sehr lernwillig ist und auch immer

wieder selber nachgefragt

hat“, erinnert sich Zandi: „Er

muss noch ein wenig filtern,

wann er einfach spielt und

wann er ins Dribbling geht.“

Wenn Königsdörffer weiter so

wissbegierig bleibt, wird er das

mit entsprechenden Einsatzminuten

verbessern können.

Im 4-4-2-System soll Königsdörffer

mit Robert Glatzel die

Doppelspitze bilden. „Meine

Stärken sind mein Tempo und

mein Dribbling“, sagt er selbstbewusst.

Doch im von Walter

bevorzugten 4-3-3-System ist

Glatzel im Zentrum gesetzt, auf

der linken Außenbahn wird

Platzhirsch Sonny Kittel nur

ungern seinen Stammplatz räumen.

Somit bleibt für Königsdörffer

vorerst

nur die rechte

Außenbahn,

zumindest

bis der

verletzte

Dauerläufer

Bakery Jatta wieder

genesen ist.

Neben den beiden

Neuzugängen Königsdörffer

und Filip

Bilbija wird

auch der mutmaßliche

Neuzugang Jean-

Luc Dompé (Zulte Waregem)

um die Plätze

auf den offensiven Außenbahnen

kämpfen.

Wann und ob der 26-

jährige Franzose kommt, hängt

auch vom stockenden Vagnoman-Deal

ab. So oder so: Königsdörffer

wird sich behaupten

müssen, um auf seine

Einsatzzeiten zu kommen.

Das Potenzial dazu hat er allemal.

(Sebastian Nieden)

Regionalsport | 3


Holstein Kiel

Holstein schwitzt – Arp bleibt

Abschieds-Teamfoto: Holstein Kiel in Österreich im Trainingslager

Die KSV Holstein feilte

eine Woche lang im

österreichischen Zell

am See an ihrer Form für die am

16. Juli mit dem Auswärtsspiel

in Fürth beginnende Zweitliga-

Saison. Doch die für die Kieler

Fans wichtigste Nachricht gab es

am vergangenen Freitag:

Fiete Arp bleibt den Störchen

weiter erhalten, der Edeltechniker

hat für zwei Jahre unterschrieben.

Der 22-Jährige genießt

das vollste Vertrauen von KSV-

Coach Marcel Rapp und soll sich

an der Förde weiter entwickeln.

In der vergangenen Saison hatte

Arp 24 Zweitliga-Spiele für die

Kieler bestritten und zwei Tore

erzielt. „Fiete hat sich in der letzten

Saison bei uns sehr gut eingelebt.

Er hat sich professionell den

Herausforderungen in der Mannschaft

und der Liga gestellt und

sein Potential angedeutet“, so

Uwe Stöver, Geschäftsführer

Sport der KSV, nach der Verpflichtung

des Offensivspielers.

„Wir sind überzeugt davon, dass

er uns hier noch viel Freude bereiten

und in seiner Entwicklung

weiterwachsen wird.“ Der gebürtige

Schleswig-Holsteiner Arp

selbst freute sich sehr über den

Verbleib in Kiel. „Ich habe mich

hier unglaublich wohl gefühlt.

Daher war die Entscheidung für

mich auch nicht schwer, den Weg

der KSV weiter mitgehen zu wollen.

Ich bin sehr dankbar, dass

dies von allen Seiten möglich gemacht

wurde und freue mich nun

auf eine richtig tolle Saison.“ Damit

dürften die personellen Planungen

von Sportchef Uwe Stöver

vorerst abgeschlossen sein.

(RS)

Fiete Arp in Kaprun Österreich – der Edelt -

echniker hat für zwei Jahre bei den Störchen

unterschrieben.

Fotos: Pin

Colin Völter ist erster offizieller Landesmeister im eFootball

im Rahmen des Gaming- und

eSport-Festivals Gamevention,

welches vom 1. bis 3. Juli in den

Holstenhallen in Neumünster

stattfand, wurde am vergangenen

Sonntag erstmals eine offizielle

eSport-Landesmeisterschaft

ausgetragen.

Hierbei drangen mit Florian

„IRoyalDynasty“ Wilhelm und

Colin “Cooolliiin“ Völter zwei

Spieler von HolsteinEsports bis

ins Finale vor. Im Endspiel setzte

sich Völter gegen Teamkollege

Wilhelm durch und sicherte sich

den Landesmeistertitel im eFootball.

Zuvor hatten Schleswig-Holsteinische

eSportler:innen in den

vergangenen Wochen über zwei

online ausgespielte Qualifier sowie

die Playoffs die Möglichkeit

gehabt, sich für das große Finale

im Rahmen der Gamevention zu

4 | Regionalsport

qualifizieren. An den Qualifiern

nahmen insgesamt vier eStorks

teil: Die Profis Marvin „Karpfenlive“

Schmidt-Tychsen und Nils

„Samstag_11“ Mohr sowie Holsteins

Nachwuchs-eSportler Florian

„IRoyalDynasty“ Wilhelm

und Colin “Cooolliiin“ Völter.

Die Profis überstanden die Playoffs

nicht, Wilhelm und Völter

gelang hingegen der Sprung unter

die letzten Vier.

In den Halbfinals

besiegten

beide

Vizelandesmeister Florian „IRoyalDynasty“

Wilhelm, Teammanagerin Eileen Wunderlich und

Landesmeister Colin “Cooolliiin“ Völter (v. li.) bejubeln

das gute Abschneiden von HolsteinEsports bei

der ersten offiziellen eSport-Landesmeisterschaft.

Foto: Sebastian Haas / EVSH

eStorks ihre Kontrahenten, sodass

sie im Finale auf der Bühne

der Holstenhallen in einem vereinsinternen

Duell aufeinandertrafen.

In diesem Endspiel setzte

sich schließlich Völter gegen

Mannschaftskamerad Wilhelm

in zwei Spielen mit 4:1

durch und krönte sich zum

Schleswig-Holsteinischen

Landesmeister im eFootball.

Neben dem Titel gewann

der Turniersieger

ein Bootcamp im Landeszentrum

für

eSports SH.

„Für uns war von

Beginn an klar,

dass wir an der

ersten Landesmeisterschaft

im eFootball

in Schleswig-Holstein

vertreten sind. Es ist

großartig, dass Schleswig-Holstein

eine Vorreiterrolle

im Bereich eSport hat. Events wie

diese sind enorm wichtig, um

Aufmerksamkeit für den Bereich

zu gewinnen, den professionellen

eSport auch für Amateure zugänglich

zu machen und eSportler:innen

der Region eine Chance

zu geben, sich auf der großen

Bühne zeigen zu können. Wir

freuen uns natürlich, dass wir am

Ende sowohl den Landesmeister

als auch den Vizelandesmeister

stellen konnten. Eine Selbstverständlichkeit

ist dies nicht, denn

auch die Konkurrenz war stark“,

sagte die Teammanagerin von

HolsteinEsports Eileen Wunderlich

anschließend.

Neben den Landesbesten im Titel

FIFA wurden zudem noch die

Landesmeister in League of Legends

und Rocket League ausgespielt.

(RS)


Die Woche in den Bergen

Nach dem langen Anreisetag ging

es für den Fußball-Zweitligisten

in die Vollen. Insgesamt acht

Trainingseinheiten und zwei

Tests mussten die KSV-Kicker um

Kapitän Hauke Wahl absolvieren.

Nach dem gelungenen

Testspiel am Mittwoch gegen

Aserbaidschans

Meister Quarabag FK gab

es dann zum ersten Mal

Freizeit für die Störche.

Und in der Idylle

rund um das 100-

Millionen-Hotel Kaprun

Spa tobten sich

die Kieler nach Herzenslaune

aus. Fin

Bartels und Mikkel

Kirkeskov gingen

eine Runde

Golf

spielen, Jonas

Sterner und

Benedikt Pichler hatten jede

Menge Spaß am Angelsee,

Alex Mühling, Hauke Wahl,

Johannes van den Bergh und

Stefan Thesker fuhren mit der

Gondel auf den 1570 Meter hohen

Maiskogel hinauf. Die Mitte

der Woche nachgereisten Julian

Korb, Marcel Benger und Finn

Porath legten gemeinsam mit den

Athletiktrainern Timm Sörensen

und Lasse Bork sowie Physiotherapeut

Tim Höper per Mountainbike

einige Höhenmeter zurück.

Das größte „Abenteuer“ erlebte

eine größere Gruppe, bestehend

aus Torhütern und Funktionsteam,

die sich in drei Booten auf

eine Rafting-Tour auf der Salzach

begab. Der Tapetenwechsel befeuerte

die ohnehin gute Stimmung

im Team. Auch im zweiten

Österreich-Test gegen

den Erstligisten

Wolfsberger AC konnten

die Kieler überzeugen.

Am Sonntag reisten

die Störche

erschöpft

zurück in

die Heimat.

Lewis Holtby mit

vollem Einsatz.

zufrieden

und

Alexander Mühling

überwindet Tim Schreiber

Fin Bartels erschöpft

auf dem Boden

Holstein Kiel

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Marcel Rapp feuert

sein Team an.

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Regionalsport | 5

Benni Pichler will mit seinen

Störchen hoch hinaus


Holstein Kiel

Stövers Fazit

„Wir werden in den

kommenden Wochen

und Monaten sehen,

was uns die Tage von

Kaprun gebracht haben.

Aber die momentane Stimmungslage

und die Art, wie wir

trotz der zuletzt zahlreichen

Ausfälle gegen Teams wie den

FC St. Pauli und Aserbaidschans

Meister Quarabag FK

agiert haben, stimmen mich optimistisch“,

meinte Sportchef

Stöver nach dem Ende des Trainingslagers.

Am Montag und

Dienstag hatten die Störche frei,

am Samstag gegen Silkeborg erfolgt

dann der Abschluss-Test

vor dem Saisonstart. Klar ist,

dass die KSV Holstein mit viel

Optimismus in die Saison starten

darf. Denn die Art und Weise,

wie die Mannschaft mit zwischenzeitlich

17 Ausfällen umgegangen

ist und sich zuletzt

präsentiert hat, nährt die positiven

Eindrücke. Mit Holstein

wird sicherlich zu rechnen

sein, wenn der Start gelingt.

Uwe Stöver in Kaprun

Holstein stark - nun gegen Silkeborg

Das Comeback des Kapitäns: Hauke Wahl vor

Rahil Mammadov (Quarabag FK) Fotos: Pin

Holstein wusste in den beiden

Österreich-Tests gegen Quarabag

FK und den Wolfsberger

FC absolut zu gefallen.

Am Mittwoch in St. Ulrich am

Pillersee gegen Aserbaidschans

Meister stand am Ende

der 90 intensiven Minuten

und einer klaren Leistungssteigerung

im zweiten Durchgang

ein achtbares 2:2-Unentschieden.

Philipp Sander (56.)

und Kwasi Wriedt (76., Foulelfmeter)

sorgten am Ende für

das Unentschieden, sogar der

Siegtreffer lag in der Luft.

Schöne Randnotiz: Kapitän

Hauke Wahl stand erstmals

nach über sechs Monaten wieder

für die Störche auf dem

Platz.

Aufstellung Holstein Kiel

gegen Quarabag: Dähne – Lorenz

(70. Wahl), Carrera (29.

Erras), Komenda (46. Becker)

– Reese (46. Arp), Sander (70.

Arslan), Arslan (46. Holtby),

Mühling (46. Niehoff), Kirkeskov

(70. Thesker) – Obuz,

Pichler (46. Wriedt).

6 | Regionalsport


Holstein Kiel

Termine für die

Spieltage 3 bis 9

Zwischenzeitlich hatte die

Deutsche Fußball Liga

(DFL) auch die Spieltage 3

bis 9 zeitgenau terminiert,

sodass nun alle Holstein-

Spiele bis Ende September

mit konkreten Daten feststehen.

Vier Mal samstags,

zwei Mal sonntags und das

Nordderby gegen den Hamburger

SV am Freitagabend

unter Flutlicht – so sieht

der Spielplan der Störche

für die Monate Juli bis September

aus:

1. Spieltag – 16.07., 13

Uhr: SpVgg Greuther Fürth

– Holstein Kiel,

2. Spieltag – 23.07., 13

Uhr: Holstein Kiel – 1. FC

Kaiserslautern,

3. Spieltag – So., 07.08.,

13.30 Uhr: 1. FC Magdeburg

– Holstein Kiel,

4. Spieltag – Sa., 13.08., 13

Uhr: Holstein Kiel – Eintracht

Braunschweig,

5. Spieltag – Sa., 20.08., 13

Uhr: SC Paderborn – Holstein

Kiel,

6. Spieltag – So., 28.08.,

13.30 Uhr: Holstein Kiel –

SV Sandhausen,

7. Spieltag – Sa., 03.09., 13

Uhr: SSV Jahn Regensburg

– Holstein Kiel,

8. Spieltag – Fr., 09.09.,

18.30 Uhr: Holstein Kiel –

Hamburger SV,

9. Spieltag – Sa., 17.09., 13

Uhr: Arminia Bielefeld –

Holstein Kiel

Sieg gegen Wolfsberg - Holtby trifft

Im zweiten Testspiel im Rahmen

des Trainingslagers hatte

Holstein es am Samstag in

Maria Alm mit dem österreichischen

Erstligisten Wolfsberger

AC zu tun. Und erneut

behielt die KSV die Oberhand.

Das Tor des Tages erzielte Lewis

Holtby (47.), der kurz zuvor

vom Trainerteam zum

neuen

Vize-Kapitän

hinter Hauke Wahl bestimmt

worden war. "Bei dieser Hitze

über einen gewissen Punkt hinaus

zu gehen, hat auch mit

Willensschulung zu tun. Wir

sind diesen Schritt gegangen.

Somit bin ich insgesamt sehr

zufrieden und freue mich jetzt

auf die Rückkehr nach Kiel“,

freute sich Siegtorschütze Lewis

Holtby nach der Partie.

Aufstellung Holstein Kiel

gegen Wolfsberg:

Schreiber – Becker (70.

Lorenz), Erras (46. Kirkeskov),

Komenda (70. Wahl) –

Reese

(86. Niehoff), Sander, Holtby,

Mühling, van den Bergh

(70. Thesker) – Arp (84.

Obuz), Pichler (65. Arslan).

Am kommenden Sonnabend

dann der letzte Test vor dem

Saisonstart. Wie schon gegen

den FC St. Pauli (2:0) so wird

auch der Test gegen Silkeborg

am Samstag um 13.30 Uhr

aufgrund der Regeneration

der Spielflächen und der daraus

resultierenden infrastrukturellen

Gegebenheiten

im CITTI FUSSBALL PARK

unter Ausschluss der Öffentlichkeit

stattfinden, es wird

jedoch einen Liveticker

sowie einen Livestream der

Partie auf der vereinseigenen

Homepage der Störche geben.

Danach beginnt der Countdown

für das Zweitliga-Auftaktmatch

der Rapp-Elf in

Fürth (Sa. 16. Juli um 13 Uhr).

Die Spannung steigt...

Timo Becker gegen Dario Vizinger

(Wolfsberger AC) Fotos: pin

Regionalsport | 7


FC St. Pauli

St. Pauli im Trainingslager in Südtirol – Kann Igor Matanovic die Sturmprobleme beheben?

Knifflige Entscheidungen für Trainer Timo Schultz

Seit vergangenem

Sonntag befindet

sich der 47 Mann

starke St. Pauli-

Tross im Trainingslager

in St. Leonhard. Das Hotel

Bad Fallenbach bietet den

27 Spielern sowie dem Trainerteam,

Staff und Sportdirektor

beste Bedingungen, um sich auf

den Start gegen den 1.FC Nürnberg

vorzubereiten.

Spätestens nach dem 0:2 gegen

den dänischen Erstligisten Silkeborg

am vergangenen Freitag

sind die Sorgen rund um die

Braun-Weißen größer geworden.

Zwar war Cheftrainer Timo

Schultz mit dem Auftreten

seiner Elf - speziell in den ersten

45 Minuten zufrieden und

bemängelte nur den Torabschluss

(„Es waren wieder genug

Chancen dabei, aber wir

müssen effektiver werden“).

Schon zuvor im Test bei Holstein

Kiel war eben jenes Problem

zutage getreten. Auch da

hatten die Kiezkicker genügend

Chancen, zeigten sich aber vor

dem Tor zu umständlich. Nach

dem Weggang von Guido Burgstaller

und Kofi Kyereh muss

Timo Schultz zusammen 30

Treffer ersetzen. Eine Aufgabe,

die mehr als kompliziert sein

wird, zumal Etienne Amenyido

nach seinem Muskelfaserriss

erstmal nicht zur Verfügung

steht.

Ergo tritt einer mehr und mehr

in den Fokus, auf den Trainer

Timo Schultz große Stücke hält,

nämlich Igor Matanovic. Der

19-Jährige absolviert am Millerntor

seine letzte Saison und

wechselt danach zu Champions

League-Teilnehmer Eintracht

Frankfurt. „Ich denke nicht

groß darüber nach, dass es mein

letztes Trainingslager mit St.

Pauli ist, sondern genieße das

hier und jetzt.“

Die Rolle des Kroaten hat sich

durch die prominenten Abgänge

im Sturm verändert. Fortan

muss Matanovic vorangehen

und noch mehr Verantwortung

übernehmen. „Natürlich habe

ich selbst hohe Erwartungen an

mich und es ist klar, dass die

gestiegen sind. Man muss sich

Hoffnungsträger: Igor Matanovic präsentiert sich in der Vorbereitung sehr engagiert

und dürfte im Sturm erstmal gesetzt sein.

durchbeißen und kämpfen –

dann hat man schon die halbe

Miete. Ich verspüre aber keinen

Druck, vor allem nicht vom

Trainerteam. Die sind immer

ehrlich zu mir und das ist wichtig.“

*Matanovic will sein

Kopfballspiel verbessern:

„Die Sache will ich unbedingt

angehen.“*

Zuletzt tat ihm die Zeit mit

Routinier Guido Burgstaller

gut. „Es war hilfreich, oft mit

Burgi zu sprechen. Es hat mir

sehr geholfen, wenn ich mir seine

Szenen im Training oder im

Spiel angeschaut habe.“

Dass der 1,95-Meter große Profi

nach dem Weggang des prominenten

Österreichers automatisch

gesetzt ist, sieht er nicht

so: „Jetzt ist Vorbereitung und

da wird trainiert und da steht

gar nichts fest. Man muss immer

konzentriert bleiben. Ich

bin aber ohnehin nicht in die

Vorbereitung gegangen und habe

gesagt: Ey, Burgstaller ist

Foto: Böhmer

weg, jetzt komme ich. Ich genieße

es, hier mit der Mannschaft

zu trainieren.“

Dabei steht vor allem das Kopfballspiel

auf der Agenda des

wuchtigen Profis. Trotz seiner

Körpergröße sieht der Angreifer

in der Luft noch Verbesserungspotential:

„Die Sache will ich

unbedingt angehen und da habe

ich schon letzte Saison viel von

Guido Burgstaller gelernt.“

Möglichkeiten dazu es zu zeigen,

hat Matanovic am kommenden

Samstag, wenn der

letzte Härtetest vor dem Saisonstart

ausgerechnet gegen seine

Landsleute von NK Istra 1961

um 15 Uhr stattfindet. Dort

dürfte die vermeintliche Startelf

von Timo Schultz ins Rennen

geschickt werden. Auf alle

Fälle die Gelegenheit für die

beiden Neuzugänge im Sturm

sich zu zeigen. Gemeint sind

die Youngster David Otto und

Johannes Eggestein. Matanovic

führt aus: „Die beiden bewegen

sich eher etwas nach außen. Zuletzt

habe ich mit Jojo Eggestein

zusammengespielt und da wurde

deutlich, dass er eher auf die

Flügel ausweicht, während ich

das Zentrum halte.“

Neben der Entscheidung, wer

im Sturm aufläuft, muss Trainer

Timo Schultz weitere knifflige

Entscheidungen treffen. Vor

allem das Duell um die Nummer

eins im Tor des FC St.

Pauli wird mit Spannung

erwartet. Darüberhinaus

soll auch zeitnah der

Mannschaftsrat (vom letzten

Jahr ist nur noch Paqarada

dabei) neu gewählt,

sowie die Kapitänsfrage beantwortet

werden. Ebenso

muss der Fußballlehrer schauen,

wer in der Innenverteidigung

am ersten Spieltag neben

dem gesetzten Jakov Medic abräumt,

nachdem David Nemeth

verletzt ausfällt und Marcel

Beifus noch seine Rotsperre absitzen

muss.

Die Tage von St. Leonhard versprechen

spannend zu werden -

in vielerlei Hinsicht.

(Frank Sorgatz)

8 | Regionalsport


FC St. Pauli

Interview mit Carsten Rothenbach – Sportchef der U23 äußert sich zur Vorbereitung der Kiezkicker

„Ein Neustart ist die richtige Entscheidung“

Nicht nur bei den Profis

des FC St. Pauli

gibt es einen Umbruch,

auch der Nachwuchs

stellt sich neu

auf. Einer, der dabei federführend

mitwirkt, ist der sportlich

Verantwortliche, Carsten Rothenbach.

Für Regional Sport

nahm sich der 41-jährige Zeit,

um die Geschehnisse der letzten

Wochen einzuordnen.

Beim 9:1-Sieg gegen MTV

Treubund Lüneburg standen

mit Maxi Schütt, Luca Günther,

Mika Stuhlmacher und

Tom Kankowski nur vier Spieler

aus der vorherigen Saison

in der Startelf. Warum ist der

Kaderumbruch so groß ausgefallen?

Arbeitsreiche Wochen: U23-Sportchef Carsten Rothenbach

hat derzeit alle Hände voll tun. Foto: Böhmer

Carsten Rothenbach: Wir haben

die vergangene Saison analysiert

und sind zu dem Entschluss

gekommen, dass ein

Neustart jetzt die richtige Entscheidung

ist. Das betraf das

Trainerteam, den Staff und in

erster Linie die Mannschaft.

Womit waren Sie in der abgelaufenen

Saison unzufrieden?

Carsten Rothenbach: Da gibt

es zwei Perspektiven: Zum einen

wollen wir Spieler für die

Lizenzmannschaft entwickeln.

Das ist uns gut gelungen, wir

haben mit Niki Jessen einen

Spieler, der den Sprung geschafft

hat und nun mit einem

Profivertrag fest bei der ersten

Mannschaft dabei ist. Franz

Roggow hatte regelmäßig bei

uns gespielt und hinterlässt

jetzt in der Vorbereitung einen

guten Eindruck bei Timo

Schultz. Dann hatten wir Spieler

wie Marcel Beifus, der in der

Hinrunde viel bei uns gespielt

hat und in der Rückrunde bei

den Profis oft zum Einsatz kam.

Ebenso war es bei Adam Dzwigala,

der bei uns wieder zu seiner

Form gefunden hat. Zum

anderen: Tabellarisch haben

wir nicht so abgeschnitten,

wie wir uns das erhofft haben.

Können Sie ausführen,

woran das gelegen

hat?

Carsten Rothenbach:

In der Endphase

hatten die

Jungs einen

schweren Rucksack

zu tragen.

Von daher war es

dann nicht so einfach,

frei aufzuspielen.

Unter anderem sind

mit Tibor Nadj, Max

Brandt oder auch Hugo

Teixeira Talente weggegangen.

Konnten oder wollten

Sie die Spieler nicht halten?

Carsten Rothenbach: Es gab

unterschiedliche Ansätze:

Zum einen haben uns Spieler

verlassen, da sie in eine

Herren-Mannschaft wollten,

oder wie Aurel Loubongo,

der zu RW Essen in die

dritte Liga ging. Kapitän Justin

Plautz hatte nicht die Perspektive,

bei den Profis reinzurutschen,

deshalb konnte ich seinen

Wechselwunsch gut nachvollziehen.

Aber auch wir haben

bei Spielern, die sich nicht

wie erhofft entwickelt haben,

Verträge nicht verlängert.

*„Piepel ist ein super

Fachmann und hat ein tolles

Netzwerk“*

Weshalb gab es eine Trennung

von Trainer Joachim Philipkowski?

Carsten Rothenbach: Ich würde

nicht von Trennung sprechen.

Wir waren in Gesprächen

mit Piepel, auch aufgrund seiner

gesundheitlichen Situation.

Wenn man alles zusammenzählt,

war es richtig, dass er aus

der ersten Reihe zurücktritt und

ein neues Aufgabengebiet erhält,

was zu seiner persönlichen

Situation passt. Am Ende

haben wir entschieden, dass er

ein Aufgabenfeld im Scoutingbereich

bekommt - dadurch arbeitet

er weiterhin bei uns im

Club. Piepel ist ein super Fachmann

und hat ein tolles Netzwerk,

das ist über die Grenzen

Hamburgs hinaus bekannt.

Sein Nachfolger ist Elard Ostermann:

Aus welchen Gründen

ist die Auswahl auf den

53-jährigen Ex-Profi gefallen?

Carsten Rothenbach: Wir hatten

ein Anforderungsprofil mit

drei relevanten Punkten: Zunächst

war es wichtig, dass unser

neuer Trainer in unterschiedlichen

Altersklassen sowie

im Herrenbereich gearbeitet

hat. Natürlich waren die Kompetenz

und die Erfahrung auch

wichtig. Außerdem sollte er die

REGIONAL

I M P R E S S U M

RegionalSport erscheint

wöchentlich im Ihrens-Verlag

Das Sportmagazin im Norden

Verlagsleitung: Sascha Hoppe

(V.i.S.d.P.)

Redaktion: Oliver Ollrogge, Dietmar

Freitag, Frank Sorgatz , Christopher

Voges, Swantje Stieh, Michael

Böhm, Claus Bergmann, Stefan

Knauß, Marcus Sellhorn, Peter Böhmer,

Mirko Schneider, David

Schmiedhold, Olaf Wegerich,

Patrick Nawe (Fotos)

Spielphilosophie verinnerlichen,

die wir uns im Club vorstellen.

Alle drei Kriterien hat

Elard erfüllt. Zudem ist er sehr

emphatisch und auch menschlich

passt es.

Inwiefern steht der Kader?

Carsten Rothenbach: Grundsätzlich

sind wir in beide Richtungen

offen. Allerdings haben

wir ein gutes Grundgerüst von

18 Spielern und zwei Torhütern.

Zudem stoßen immer wieder

U19-Spieler oder Profis aus

der Lizenzmannschaft dazu.

Mit Sven Mende wurde ein erfahrener

Akteur verpflichtet.

Welche Rolle ist für ihn vorgesehen?

Carsten Rothenbach: Wir haben

Sven als Führungsspieler

geholt. Er war zuvor auf Schalke

Kapitän, auch in Lübeck hatte

er eine zentrale Rolle gespielt.

Wir glauben, dass er vorangehen

und die jungen Wilden

von der Sechser-Position

aus führen kann. Er ist der verlängerte

Arm des Trainers.

Wer sind denn die weiteren

Führungsspieler?

Carsten Rothenbach: Das wird

sich in der Vorbereitung und

danach zeigen. Maxi Schütt

oder Luca Günther traue ich

das zu. Aber auch Jannis Turtschan,

Peer Mahncke, Serhat

Imsak oder Robin Müller können

in diese Rolle hineinwachsen.

Welchen Spielstil werden wir

zukünftig zu sehen bekommen?

Carsten Rothenbach: Wir passen

uns der Lizenzmannschaft

an - das ist unsere Ausrichtung.

Wir wollen auf jeden Fall einen

emotionalen Fußball spielen,

der zu unserem Club passt.

(Frank Sorgatz)

Der schnelle

Weg zu meiner

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Verlagsanschrift: Altstädter Markt 1-3,

24768 Rendsburg, Tel. 04331-4405189

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Der Verlag haftet nicht für unverlangt

eingesandte Texte, Manus kripte und Fotos.

Nachdruck, Aufnahme in Online-Dienste und

Internet sowie Vervielfältigungen benötigen die

vorherige Zustim mung des Verlages.

Regionalsport | 9


Eidertal-Molfsee

Königstransfer für Eidertal-Molfsee

In seinen bisher sieben

Herren-Jahren

in der Oberliga

Schleswig-Holstein

gehörte der Linksverteidiger

Nico Bruns bei seinen

Teams stets zu den Leistungsträgern,

zuletzt beim PSV

Neumünster.

Nico Bruns kehrt dem

PSV Neumünster den Rücken

Trotz mehrerer Angebote von

ambitionierten Oberligamannschaften

tritt der 26-jährige ab

sofort für den klassentieferen

Landesligisten Eidertal-Molfsee

gegen das runde Leder. Für den

Fast-Absteiger sicherlich der

Königstransfer in diesem Sommer,

denn der Routinier wird

seine Erfahrung aus über 100

Oberliga-Spielen sowie seine

flexible Einsetzbarkeit auf dem

Platz für Eidertal-Molfsee in die

Waagschale werfen und als Vorbild

vorangehen. In der Saison

2017/2018 schaffte der Blondschopf

mit Holstein Kiel U23 -

unter der Leitung von Ole Werner

- den Aufstieg in die Regionalliga.

RegionalSport sprach

mit dem langjährigen Holstein-

Spieler.

Herr Bruns, was gab den Ausschlag

zugunsten der Spielvereinigung

und was sind Ihre

Ziele?

Nico Bruns: Das Gesamtpaket in

Molfsee hat mich nach guten

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Gesprächen mit den Verantwortlichen

am Ende überzeugt, da es

unter anderem auch perfekt sowohl

in meine privaten als auch

in meine beruflichen Pläne

passt. Den Verein kenne ich seit

Kindheitstagen, mein Ziel ist es

hier langfristig mit einer guten

Mannschaft etwas aufzubauen,

so dass gerade für Spieler aus

dem Umkreis der Verein auch

wieder interessant wird. Auf

kurzfristige Sicht eine sorgenfreiere

Saison als die letzte zu

spielen.

Was machen Sie beruflich?

Nico Bruns: Als Relationship-

Manager bin ich im Family-Office

beim Vermögensverwalter

Dahm & Jess in Düsternbrook in

der Alten Sternwarte tätig.

Dort managen wir unter anderem

zwei eigene Fonds, stehen

aber auch als Immobilienfinanzierungsvermittler

oder bei der

Ausarbeitung einer wirtschaftlichen

Lebensplanung unserer

Mandanten zur Seite.

Gerade die ersten 6 Monate diesen

Jahres waren aufgrund der

Pandemie Folgen, des Ukraine-

Russland-Krieges aber auch einer

galoppierenden Inflation sowohl

für uns als auch für die

Märkte sehr nervenaufreibend

und anstrengend.

Kurz vor dem Saisonende beendete

Eidertal-Molfsee die

Zusammenarbeit mit Trainer

Timo Bruns, ihrem Cousin. Wissen

Sie was da los war?

Nico Bruns: Ich denke, dass der

Zeitpunkt natürlich bei dem einen

oder anderen als äußerst

fragwürdig angekommen ist. Im

Nico Bruns

Detail weiß ich nicht, was vorgefallen

ist und will das auch gar

nicht bewerten, doch auch in

der Landesliga betreibt ein Verein

großen Aufwand und strebt

nach Erfolg, wenn dieser dann

gefährdet ist und die Verantwortlichen

der Überzeugung

sind, dass es am letzten Spieltag

noch einmal einen neuen Push

benötigt dann ist das zu akzeptieren

und in diesem Fall auch

gut gegangen.

Zuletzt gab es noch eine Abschlussfahrt

mit dem PSV Neumünster.

Wie bewerten Sie Ihre

bisherigen drei Stationen?

Nico Bruns: Ich hatte insgesamt

sieben tolle Jahre in der Oberliga

Schleswig-Holstein, angefangen

- nach 4 Jahren U17 & U19 Bundesliga-

mit Ole Werner in der

U23 der Störche, vom Erfolg verwöhnt

und am Ende mit dem erfolgreichen

Aufstieg in die Regionalliga.

Anschließend zog es

mich mit mehreren ehemaligen

Mannschaftskameraden von

Holstein nach Eutin, dort spielte

man das erste Mal in einer echten

Herrenmannschaft, wodurch

ich in dem Jahr sehr viel Erfahrung

sammelte. Berufsbedingt

konnte ich den hohen Fahrtauf-

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Nico Bruns ganz links auf Abschlussfahrt

mit dem PSV Neumünster in Düsseldorf

10 | Regionalsport


Eidertal-Molfsee

Nico Bruns beim Testspiel 2003 als Einlaufjunge

mit Oliver Kahn beim Testspiel Holstein Kiel gegen

Bayern München. Fotos: pin

wand nicht mehr bewerkstelligen,

so dass ein Wechsel zum

nahegelegenen Neumünster sich

anbot. Hier hatten wir die drei

Jahre mit mehreren ehemaligen

talentierten U-Spielern von Holstein,

sowohl menschlich als

auch fußballerisch immer eine

Top-Truppe, doch durch die Corona-Pandemie

kamen wir nie

so richtig in Fahrt, so dass wir

den Erwartungshaltungen mit

mäßigem Erfolg nicht gerecht

werden konnten. Trotz alledem

fanden wir durch die Abschlussfahrt

einen würdigen

Saisonausklang.

„Mit dem Alter verschieben

sich durch neue Lebens phasen

die Prioritäten“

Bedauern Sie nun ein wenig

Ihren Abschied aus der Oberliga?

Nico Bruns: Mein Ziel ist es seit

Kindertagen- auch wenn es eine

Floskel ist - so hochklassig, wie

möglich zu Fußball zu spielen.

Doch mit dem Alter verschieben

sich durch neue Lebensphasen

die Prioritäten, so dass so mancher

Aufwand nicht mehr zu bewerkstelligen

ist. Wie gesagt ich

hatte tolle Jahre und habe immer

gerne in der Oberliga gespielt

- doch wer sagt, dass die

Tür dahin jetzt für immer verschlossen

ist? Ich befinde mich

mit 26 Jahren im besten Fußballeralter

und kann mir durchaus

vorstellen mit Eidertal Molfsee

langfristig, um den Aufstieg in

die Oberliga mitzuspielen.

Es sind noch einige Wochen bis

zum Saisonstart, wie verbringen

Sie die Sommerpause?

Nico Bruns: Wir sind ab Montag

in die Saisonvorbereitung gestartet.

Für mich stehen

noch zwei Sommer-Trips

(Mallorca

& Fuerteventura) an, um dann

nicht nur körperlich sondern

auch mental fit - nach einem beruflich

anstrengenden ersten

Halbjahr - in die neue Saison zu

starten.

Als langjähriger Holstein-Spieler

blickst du mit Sicherheit

auch auf die neue 2.Liga Saison.

Was trauen Sie ihrem ehemaligen

Verein Holstein Kiel

und dem HSV zu ?

Nico Bruns: Ich denke, dass

Holstein eine bessere Rolle als in

der letzten Saison spielen wird,

da sie den Großteil der Stammspieler

gehalten haben, eingespielter

wirken und sich punktuell

überdurchschnittlich verstärkt

haben. Ähnliches gilt für

den HSV - es ist Wahnsinn, dass

dieser Verein jetzt im 5. Jahr in

Folge in der 2. Liga spielt. Ich

wünsche dem HSV den Aufstieg

in die 1. Liga und Holstein eine

ruhige, aber ebenso erfolgreiche

Saison 2022/2023 - viele Grüße

in dem Sinne an die Alex-Crew!

Vielen Dank für das Gespräch,

Herr Bruns!

(RS)

Nico Bruns genießt die Sommerpause mit seiner Freundin Rike.

Regionalsport | 11


Regionalliga Nord

VfB Lübeck in die Saison gestartet

Der VfB Lübeck hat einen gelungenen

Start in die Saisonvorbereitung

hingelegt. Mit einem

leistungsgerechten 3:3

(3:2) trennte sich das Team

von Trainer Lukas Pfeiffer am

Freitagabend im Joda-Sportpark

in Todesfelde vom Ligarivalen

Hamburger SV II und

macht Appetit auf mehr.

Nach einer schläfrigen Anfangsphase,

die zu zwei Gegentoren

führte, bekamen die

Grün-Weißen spätestens nach

dem herrlichen Direktschuss

von Tarik Göszüsirin (20.)

Oberwasser und konnten

durch Manuel Farona Pulido

(26.) und Felix Drinkuth (45.)

noch vor der Pause die Partie

drehen. Beide Teams erarbeiteten

sich Torchancen in Hülle

und Fülle und die Besucher

bekamen eine unterhaltsame

Partie auf hohem technischen

Lukas Pfeiffer

zieht Bilanz

HSV-Trainer Pit Reimers mit

Gefolge in Todesfelde.

Niveau geboten. Im zweiten

Durchgang übernahmen dann

wieder die Hamburger das

Kommando und scheiterten

zunächst mit einem Foulelfmeter

von Rexhepi (53.) am

stark reagierenden Eric Gründemann

ehe Moses Iwenbuke

Omohe (80.) einen weiteren

Strafstoß zum 3-3 Endstand

nutzte.

Trainer Pfeiffer und Tommy Grupe

Foto O.w

Nach dem munteren

Saisonauftakt sieht

Trainer Lukas Pfeiffer

sein Team auf dem

richtigen Weg. „Wir haben

sehr gut auf den

Rückstand reagiert.

Wir haben in der ersten

Halbzeit auch viel Zug

zum Tor gesehen und

viele Abläufe, die wir

trainiert haben. Zudem

haben wir auch gut gegen

den Ball gearbeitet. Auf

der anderen Seite haben wir

aber auch gesehen, dass wir

uns erst in der zweiten Trainingswoche

befinden, sodass

wir noch nicht in der

Lage waren, das Tempo

über 90 Minuten zu gehen.

Daran müssen wir arbeiten.

So haben wir uns das Leben

teilweise mit einfachen

Fehlern selbst schwer gemacht.“

Insbesondere die schnellen

überfallartigen Angriffe der

Hamburger erforderten von

der stark geforderten Lübecker

Hintermannschaft volle

Konzentration. „Natürlich

wird die Konterabsicherung

in den nächsten

Wochen auch noch im Fokus

stehen. Aber man muss

auch sehen, dass wir gegen

einen guten Gegner gespielt

haben, der vor allem auch

über sehr hohe Geschwindigkeit

verfügt und in der

Vorbereitung auch schon

weit ist. So war es für uns

nicht leicht, an der notwendigen

Bereitschaft hat es

nicht gemangelt. Wir werden

die Wochen der Vorbereitung

brauchen, um in allen

Bereichen auf dem Level

zu sein, wo wir hinwollen.

Das ist aber auch völlig

normal“, ist Pfeiffer zuversichtlich.

Tarek Güszüsirin vom VfB brachte Lübeck gegen den HSV II in Führung. Foto O.W.

Testspiel in Eichede

Bereits am heutigen Mittwoch

um 19.30 Uhr im Testspiel

beim Oberligavizemeister SV

Eichede wartet auf den VfB eine

weitere Bewährungsprobe.

„Gegen Eichede wird der eine

oder andere Spieler mehr zur

Verfügung stehen. Einige werden

nach überstandener

Ein weiterer sportlicher Kracher

wird dem Lübecker Publikum

am kommenden Wochenende

beim 3. Belt-Cup

geboten. Gemeinsam ausgerichtet

wird die Veranstaltung

von der Hanse Belt e.V.,

dem Schleswig-Holsteinischen

Fußballverband sowie

dem dänischen Verband

DBU Lolland-Falster.

Neben den drei dänischen

Zweitligisten Nyköbing FC,

Naestved BK und Hvidovre

IF sind die Lübecker Regionalligisten

VfB und Phönix

sowie der Oberligameister

SV Todesfelde am Start und

kämpfen um ein lukratives

Preisgeld in Höhe von

32.000 Euro.

Das Turnier, das in den beiden

letzten Jahren wegen der

Pandemie leider nicht ausgetragen

werden konnte, fand

Krankheit oder Verletzung

wieder im Training sein. Wir

werden sehen, für wen dann

am Mittwoch ein Einsatz Sinn

macht“, ist Pfeiffer optimistisch,

weitere Spieler seiner

insgesamt elf Neuzugänge testen

zu können.

3. Belt-Cup am 9./10. Juli

auf der Lohmühle

zuletzt 2019 statt. Sieger

wurde damals der HB Köge,

der den SV Todesfelde mit 3-

0 besiegen konnte.

Bereits am Samstag kommt

es um 12.30 Uhr zum ersten

Spiel der Gruppe A zwischen

dem 1. FC Phönix Lübeck

und dem dänischen

Zweitligisten Nyköbing FC.

Insgesamt gibt es am Samstag

sechs Gruppenspiele mit

jeweils 45 Minuten Spielzeit.

Der VfB Lübeck trifft in

der Gruppe B um 15.30 Uhr

auf Naestved BK und um

17.30 Uhr auf den SV Todesfelde.

Am Sonntag finden ab 11

Uhr die Platzierungsspiele

(Spielzeit 60 Minuten) statt.

Das Finale ist für 14.20 Uhr

angesetzt.

(Olaf Wegerich)

12 | Regionalsport


Landespokal SH

SHFV-Pokal:

Eichholz fordert Oberliga-Aufsteiger Husumer SV

In einer vorgezogenen

Partie aus dem

Achtelfinale des

SHFV-Pokals empfängt

der Landesligist

Eichholzer SV

bereits am Sonntag

um 14.00 Uhr den

Oberliga-Aufsteiger

Husumer SV.

„Wir freuen uns, nach langer

Zeit als Eichholzer SV wieder

im Landespokal dabei sein zu

dürfen. Mit dem Husumer SV

erwartet uns eine starke Mannschaft,

die zuletzt in die Oberliga

aufgestiegen ist. Wir werden

an dem Tag über uns hinauswachsen

müssen, um mithalten

zu können“, ist sich

Abteilungsleiter-Fußball Hanifi

Demir der Schwere der Aufgabe

durchaus bewusst.

„Wir haben die Saison auf

Platz 7 beendet, was vollkommen

in Ordnung war als Aufsteiger.

Um eine neue Zielsetzung

festzulegen, ist es momentan

zu früh, da müssen

wir schauen, wie die Vorbereitung

verläuft“, ist Demir erst

einmal vorsichtig mit einer

Prognose. Tim Kreutzfeld ist

neuer Trainer bei den

Eichholzern und folgt

Sebastian Wenchel, der beim

Ligakontrahenten Sereetzer SV

angeheuert hat. „Wir schauen

nach vorne und hoffen auf eine

erfolgreiche Zeit in der Zukunft

mit Tim“, richtet Demir

den Blick nach vorne. (OW)

Doppelinterview mit Obmann Arne Strohscheer und dem neuen Trainer Sebastian Kiesbye vom Husumer SV:

„Der Kader blieb uns Gott sei Dank erhalten“

Der Husumer SV hat im

SHFV-Pokal beim Eichhholzer

SV anzutreten. Wie sind

Sie mit der Auslosung zufrieden

und können Sie bereits

auf den gesamten Kader zurückgreifen?

Sebastian Kiesbye:

Der SHFV Pokal ist

immer eine besondere

Erfahrung, und

wir freuen uns auf

die Partie beim Eichholzer

SV. Uns werden

bis dahin alle Spieler

zur Verfügung stehen.

Der Husumer SV hat

souverän den Aufstieg

in die Oberliga

geschafft. Mit

welcher sportlichen

Zielsetzung

geht es in die Saison?

Sebastian Kiesbye:

Unser primäres

Ziel ist es

natürlich, nicht

Trainer Sebastian

Kiesbye vom

Husumer SV.

wieder abzusteigen.

Dazu

wollen wir die

Liga mit unserer

Art Fußball zu spielen bereichern

und schon früh möglichst

viele Punkte sammeln,

um am Ende der Saison nicht

in den Abstiegskampf zu geraten.

Welche personellen Veränderungen

gibt es bisher auf welchen

Positionen zu vermelden

und sind damit bereits

Ihre Planungen abgeschlossen?

Arne Strohscheer: Der Kader

blieb uns Gott sei Dank erhalten,

so dass wir nur einige Positionen

personell bedingt aufstocken

mussten. Im Angriff

hätten wir uns noch gerne verstärkt,

hat aber leider nicht geklappt.

Haben sich die Rahmenbedingungen

in Husum verändert,

damit es nicht noch einmal,

wie vor zwei Jahren, einen

freiwilligen Rückzug aus

der Oberliga gibt?

Arne Strohscheer: Durch die

Fusion von 3 Sportvereinen in

der Stadt sind wir zum größten

Verein mit 30 Sparten in Nordfriesland

geworden. Dadurch

haben wir sportlich andere

Möglichkeiten. Vor 2 Jahren

hatten wir einen personellen

Umbruch und

ich bleibe dabei, dass es der

richtige Schritt war. Der Weg

war vom Erfolg gekrönt.

(Olaf Wegerich)

Torhüter Christopher Thomsen

vom Husumer SV.

Der Husumer SV testet in der Vorbereitung gegen

den VfR Neumünster. Foto O.W

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Regionalsport | 13


Team Sylt

Sylt-Fußballobmann Matthias Classen:

„Wir freuen uns auf einen echten Neuanfang!“

Fußball auf Sylt hat

eine jahrelange

Tradition und viele

Menschen verbinden

etwas mit den Fußballvereinen

auf der Insel. Das Team

Sylt ist im Jahr 2002 aus der

Zusammenlegung der Fußballabteilungen

des TSV Westerland,

TSV Tinnum 66, TSV

Morsum und der Sportfreunde

List entstanden.

Derzeit jagen rund 300 Kinder-

, Jugendliche und Erwachsene

im Team Sylt dem runden Leder

hinterher. Wir sprechen

mit Fußballobmann Matthias

Classen über Fußball im Team

Sylt und legen den Fokus auf

die 1. Herren.

Moin Matthias. Wie lautet

Dein Fazit der letzten Saison?

Matthias Classen: Wir sind

aus der Kreisklasse A gnadenlos

abgestiegen. Am Ende hatten

wir nur vier Punkte auf

dem Konto. Die Gründe für

den Abstieg waren sehr unterschiedlich.

Natürlich hat auch

Corona etwas mitgespielt, aber

das war bei weitem nicht der

Hauptgrund. Wir hatten auch

viel Fluktuation im Kader, z.B.

durch Studenten, die die Insel

verlassen haben. Da war es

schwer, ein Team aufzubauen.

Aber jetzt sagen wir, dass der

Abstieg eigentlich das beste

war, was uns passieren konnte.

Wir starten jetzt einen kompletten

Neuanfang. Wir haben

die 1. Herren komplett neu

durchstrukturiert und auch einen

neuen Trainer.

Und wie sieht die Zukunft

hinsichtlich Trainer beim

Team Sylt aus?

Matthias Classen: Ole Hartkopf

ist in der neuen Saison

Matthias Classen setzt beim

Team Sylt auf die Jugendarbeit.

kein Trainer mehr bei uns. Es

macht jetzt Bendix Bussius.

Bendix hat bis vor Kurzem in

der Ligamannschaft gespielt.

Er war auch ein wirklich guter

Kicker. Leider kann er aufgrund

eines Knieschadens

kein Fußball mehr spielen.

Aber wir denken, dass wir mit

ihm eine sehr gute Lösung gefunden

haben. Und die ersten

Trainingseinheiten waren sehr

vielversprechend. Wir hatten

eine Menge Leute auf dem

Platz und auch das Feedback

war mehr als positiv. Bendix

ist noch jung und kann ein gutes

Bindeglied zwischen den

erfahrenen Spielern und den

jungen Wilden, die gerade aus

der A-Jugend kommen, sein.

Mit welchem Ziel geht ihr in

die neue Saison?

Matthias Classen: Wichtig ist,

dass der Spaß am Fußball bei

uns zurückkommt. Dieser ist

nämlich in der letzten Saison

durch die Vielzahl an Niederlagen

abhandengekommen.

Zudem wollen wir langfristig

eine schlagkräftige Mannschaft

formen. Ein sportliches

Ziel ist derzeit schwer auszumachen.

Ich denke, dass wir

mit unserem Team gut aufgestellt

sind. Auch wenn wir jetzt

in der untersten Liga, der

Kreisklasse B, angekommen

sind, darf man diese Liga nicht

unterschätzen. Ich denke,

wenn der Spaß am Fußball zurück

ist, kommen auch die

sportlichen Erfolge wieder.

Wie würdest Du das Team beschreiben?

Matthias Classen: Da wir viele

Veränderungen im Kader haben,

ist es schwer, das Team zu

diesem Zeitpunkt zu beschreiben.

Wir haben einen Grundkader

von Spielern, die schon

lange dabei sind. Diesen Kader

haben wir jetzt mit Spielern,

die letztes Jahr noch A-Jugend

gespielt haben, aufgefüllt. Hinzu

kommen ein paar externe

Spieler, die auch einen guten

Ball spielen können.

„Wir sehen uns

beim Team Sylt als

Jugendaufbauverein“

Gibt es Neuzugänge bzw. Abgänge

bei Euch?

Matthias Classen: Ja, wie

schon gesagt, haben wir viele

Veränderungen im Kader. Ein

paar ältere Kicker sind geblieben.

Viele junge Spieler aus

der A-Jugend sind hinzugekommen

und nun wollen wir

die neuen Spieler alle integrieren.

Eine Frage zum Team Sylt.

Dieses Jahr habt ihr das 20-

jährige Jubiläum gefeiert.

Gab es Highlights in den letzten

20 Jahren? Würdest Du

sagen, dass es eine Erfolgsgeschichte

ist?

Matthias Classen: Ja, das Jubiläum

ist genau in den Lockdown

gefallen und daher

konnten wir dieses nicht feiern.

Wir werden es jetzt zeitnah

nachholen. Am 24. August

findet die diesjährige

Hauptversammlung statt. Und

rund um dieses Datum werden

dann auch die Feierlichkeiten

stattfinden. Wir werden dann

auch den neuen Kunstrasenplatz

offiziell einweihen. Das

konnten wir nämlich auch

noch nicht machen. Da wollen

wir uns auch noch bei den

Sponsoren bedanken, die diese

Platz erst möglich gemacht

haben.

Schauen wir kurz auf die Jugendarbeit.

Wie läuft diese

im Team Sylt?

Matthias Classen: Wir sehen

uns beim Team Sylt als Jugendaufbauverein.

Die Jugendteams

haben in der letzten Saison

wirklich überragend gespielt.

In jeder Altersklasse

gab es tollen Erfolge. Die Trainer,

Betreuer und Obleute machen

wirklich einen sensationellen

Job. Ich glaube unsere

D-Jugend hat nahezu alles abgeräumt.

Letzte Frage. Wenn Du einen

Wunsch frei hättest für das

Team Sylt – welcher wäre

das?

Matthias Classen: Ich würde

mir wünschen, dass die Fluktuation

im Breitensport abnimmt.

Die jungen Spieler haben

durch Playstation, Surfen,

etc. unglaublich viele Alternativangebote.

Ich würde mich

freuen, wenn Sie z.B. länger

beim Fußball und einem Verein

bleiben.

Vielen Dank für das Gespräch

und weiterhin alles Gute.

(Oliver Ollrogge)

14 | Regionalsport


Team Sylt

Team Sylt legt wieder los –

1. Herren starten in den Pokal

Das Team Sylt spielt am

08.07.2022 im Kreispokal

gegen die SG Wiedingharde-

Emmelsbüll. Fotos: Team Sylt

Am 08.07.2022 starten die

Herren vom Team Sylt in der

ersten Runde des Kreispokals

in die Saison. Gast am Sportzentrum

ist die SG Wiedingharde-Emmelsbüll.

Anstoss ist altgewährt wieder

um 19.30 Uhr. Das Team Sylt

wird dabei nicht mehr Ole

Hartkopf trainiert. „Die Mannschaft

will sich lieber alleine

trainieren“, so der scheidende

Coach. Das Team Sylt will

dennoch gegen die SG die

nächste Runde im Pokal klarmachen

und einen guten Start

in die Saison feiern. „Wir wollen

geschlossen als Mannschaft

auftreten. Ich kenne den

Gegner von früher. Aber ich

glaube, dass wir seit knapp

acht Jahren nicht mehr gegen

sie gespielt haben. Wir freuen

uns auf ein spannendes Spiel

und wollen einen erfolgreichen

Start in die neue Saison.

Und nach dem Sieg wollen wir

wieder Spaß haben und den

Erfolg bei einem Kaltgetränk

feiern“, sagt Obmann Matthias

Classen.

(OO)

Regionalsport | 15


Sport & Kids

Fußball

DER DAS HERZ HÜPFEN LÄSST

Andreas Hinrichs ist für die

sozialpadagogische Betreuung

der Kids verantwortlich

Das Vorzeigeprojekt

des TSV

Kronshagen befindet

sich weiter in

der Erfolgsspur

Seit Sommer 2021 fördern

Mario Schülke (A-Lizenz-

Trainer), Andreas Hinrichs

(sozialpädagogische Betreuung)

und Henrik Krüger (Torwarttrainer)

die U11-Jugendlichen

des TSV Kronshagen intensiv.

Das bemerkenswerte

Projekt besitzt Vorbildcharakter

in ganz Schleswig-Holstein.

In diesem Monat geht

das Vorzeigeprojekt des TSV

Kronshagen in sein zweites

Jahr.

Ein Projekt, das Spaß

macht

Trainer Schülke, der zuvor

viele Jahre im Herrenbereich

(u.a. Suchsdorfer SV, Wiker

SV, TSV Schinkel) tätig war,

ist überglücklich angesichts

einer tollen, ersten Saison:

„Wenn man im Herrenbereich

tätig wäre, würde man von einer

überragenden Saison

sprechen. Ohne Pflichtspiel-

Niederlage wurde unsere U11

Kreismeister, hat souverän im

Finale gegen Gettorf den

Henrik Krüger gibt den Kids

vor dem Anpfiff letzte Anweisungen

Kreispokal Rendsburg-

Eckernförde geholt und konnte

immer wieder Top-Leistungen

abrufen.“ Natürlich gab es

für die jungen Kicker auch

wackelige Spiele wie gegen

Concordia Schönkirchen oder

auch den TSV Klausdorf, aber

an solch engen Duellen konnten

die jungen Talente wachsen.

„Diese Spiele haben uns

noch einmal besser gemacht“,

betont Schülke. Doch für den

erfahrenen Trainer standen

die Erfolge gar nicht so sehr

im Mittelpunkt, sie waren

vielmehr der sehr angenehme

Nebeneffekt einer tollen Entwicklung:

„Unser Projekt

scheint ausgezeichnet gegriffen

zu haben, unsere Jungs haben

sich in einer kindgerechten,

angstfreien, familiären

Atmosphäre mit größtmöglicher

sportlicher und persönlicher

Unterstützung sowie einem

leistungsorientierten

Umfeld weiterentwickeln

können. Das war von Beginn

an unser Hauptziel.“

Doch nicht nur die jungen

Spieler haben sich „sauwohl“

gefühlt, denn insgesamt hat

sich zwischen den Talenten,

dem Trainerteam und den Eltern

ein starkes Wir-Gefühl

entwickelt. Nicht ohne Grund

gehen in diesem Monat alle

Kids der U11 den Weg mit in

die U12. „Darüber freuen wir

uns sehr. Es macht uns sogar

ein wenig stolz, denn es bedeutet

für uns, dass wir eine

tolle Atmosphäre für die Entwicklung

der Jungs schaffen

konnten“, so Mario Schülke.

Das Funkeln und Flackern in

den Augen der Jugendlichen

sowie die hohe Identifikation

aller mit der Sache und dadurch

auch mit dem TSV

Kronshagen – das sind positive

Emotionen pur.

Werbung für den

Jugendfußball

In der Saison-Endphase konnten

sich die Talente der

Kronshagener U11 noch einmal

bei drei tollen Events präsentieren.

Beim internationalen

Jugendturnier in Büdelsdorf

sicherte sich die U11 von

Schülke, Hinrichs und Krüger

gegen starke Konkurrenz aus

Dänemark, Polen und Schleswig-Holstein

den zweiten

Platz. Beim 1. Sonderburg-

Cup gelang dann sogar mit

dem Turniersieg der ganz große

Wurf. Im Endspiel gab es

einen deutlichen Sieg gegen

die SG Padenstedt, immerhin

E-Junioren-Meister und Pokalsieger

im Kreis Neumünster.

Abgerundet wurde die

„Präsentations-Tour“ der U11

dann Ende Juni beim eigenen

E-Junioren-Turnier in Kronshagen,

an dem 16 Mannschaften

aus Schleswig-Holstein

und Hamburg teilnahmen.

Zwar gelang der U11 dort

nicht der Sprung in die Spitzenplätze,

doch der sportliche

Wettkampf mit leistungsstarken

Junioren-Teams wie dem

späteren Turniersieger Billstedt

Horn, dem Turnierzweiten

Viktoria Hamburg sowie

dem Drittplatzierten FC Süderelbe

sorgten für den nächsten

Entwicklungsschritt und einen

runden Abschluss der

hervorragenden Premieren-

Saison. Ab sofort geht es für

die Schützlinge des Trainer-

Trios Schülke, Hinrichs und

Krüger nun als U12 weiter.

Projektleiter Mario Schulke und sein Sohn

Leo nach dem Turniersieg in Sonderburg

Der Krüger Garten -

pflege & Gestaltung-Cup

Auch im kommenden Jahr

möchte man in Kronshagen

wieder ein großes Turnier ausrichten.

Die rassigen, intensiven

und zum Teil hochemotionalen

Spiele gegen zum

Teil ältere und leistungsstärkere

Mannschaften – vor allem

aus dem Raum Hamburg

– sorgen für zusätzliche Entwicklungsschübe

bei den Talenten.

Auch die mitunter

harte Gangart einiger Mannschaften

war ein erstes Indiz

für das, was die jungen Kronshagener

Talente in Zukunft erwarten

dürfen. Und immer

mehr Förderer interessieren

sich für das Fußball-Projekt

des TSV.

Turnier-Namensgeber Krüger

Gartenpflege & Gestaltung

bringt sich intensiv ein, ebenso

wie der Snickers Konzept -

store Kaltenkirchen mit tollen

Preisen aus seinem hochwer-

Beim TSV Kronshagen wurde ein tolles

Projekt auf den Weg gebracht

16 | Regionalsport


Sport & Kids

Kronshagens U11 und U12 beim

Krüger-Cup Ende Juni 2022 vereint am Start

tigen Sortiment, die Firma

kieler-huepfburgen.de, die

auch die Hüpfburgen zum

Turnier stellten. Zudem versorgte

die Firma Brötzmann

aus Kiel-Suchsdorf Zuschauer

und aktive mit frischem Obst.

Insgesamt ergab das gesamte

Drumherum mit Hüpfburg,

Fußball-Dart und abwechslungsreichen

Versorgungsständen

ein rundes und buntes

Bild.

Vorfreude auf die

Zukunft

„Ich habe das Gefühl, dass der

Ball bei unserem Projekt absolut

in die richtige Richtung

rollt“, meint auch Henrik Krüger.

Man darf gespannt sein

auf die weitere Entwicklung.

(KS)

Auch der junge

Kronshagener

Gichoan im roten

Trikot ist mit

Feuer eifer bei der

Sache

Freude nach dem Gewinn des Kreispokals

Freude nach dem Gewinn des Sonderburg Cups

Regionalsport | 17


Tour de France

Massenspurt in Sonderborg

Foto-Finish: Dylan Gronewegen (rechts) vor Wout van Aert (gelbes Trikot).

Rot-weiß, Danish Dynamite!

Die ersten drei Etappen der

Tour der France versetzten

ganz Dänemark in einen Zustand

der Begeisterung.

Das größte Radrennen der Welt

startete in Kopenhagen mit einem

Einzelzeitfahren, nahm

dann Seeland und Fünen in Besitz,

ehe sich am Sonntag der

Pulk von 176 Profis über die jütländischen

Straßen zwischen

Vejle und Sonderborg bewegte.

Damit kam die Tour de France

bei ihrer 109. Auflage der

deutsch-dänischen Grenze so

nah wie nie zuvor. Mittendrin

war „Regionalsport“ mit Reporter

Jan Kirschner:

Ursprünglich hatte sich Kopenhagen

erfolgreich für die Austragung

des ersten Einzel-Zeitfahrens

im Sommer 2021 beworben.

Doch da die Fußball-Europameisterschaft

wegen der

Corona-Pandemie um zwölf

Monate verschoben wurde und

nicht weniger als vier EM-Spiele

in der dänischen Hauptstadt

ausgetragen wurden, einigten

sich Gastgeber und Veranstalter

um eine Verschiebung auf 2022.

Und damit rückte auch mein

Tour-Debüt in den Hintergrund.

Denn es war beschlossene Sache,

dass ich mir den Rad-Klassiker

nicht entgehen lassen würde,

wenn dieser ausnahmsweise

so dicht an Flensburg vorbeirollen

würde.

Schon als Kind war ich fasziniert

von den Pedalrittern, wunderte

mich aber, dass ein Sebastian

Hinault an der Spitze des Klassements

stand, die Reporter

aber immer nur einen „Ino“ erwähnten.

Besser gefiel mir ohnehin

der deutsche Teilnehmer

Klaus-Peter Thaler. Was für ein

passender Name für ein Profi!

Später wurden bei Radtouren

im Freundeskreis klangvolle

Schernamen vergeben: Aus der

italienischen „Bergziege“ Claudio

Chiappucci wurde kurzerhand

„Kirschaputschi“.

Die Etappen in den Alpen und

Pyrenäen entfalten die größte

Faszination. Es steckt viel Dynamik

im Feld, Vorentscheidungen

fallen vor der Kulisse atemberaubender

Gebirgsformationen.

Ein Freund, der regelmäßig im

TV die Tour de France zuschaut,

zeigt sich mehr von der Landschaft

als vom Sport angetan. Sicherlich

ist ein fantastisches Panorama

auch schöner als Doping-Enthüllungen

oder ähnliche

Gerüchte, die seit den

1990er immer mal wieder entflammten.

Die dritte Etappe kannte auf ihren

182 Kilometern keine kniffligen

Gipfel, sondern nur ein paar

Dänische Begeisterung.

18 | Regionalsport


dänische Hügel. Alles deutete

auf einen Massenspurt in Sonderborg

hin. Ich überlegte, ob

ich eine Bergwertung in Hejlsminde

(Kilometer 83) oder den

Sprint in Christiansfeld (Kilometer

90,5m) ansteuern sollte, entschied

mich dann aber für Sjölund

(Kilometer 73,5). An den

anderen beiden Orten befürchtete

ich ein Verkehrschaos.

Das kleine Nest, in dem nur 535

Einwohner registriert sind, erfüllte

meine Erwartungen: ein

dänisches Volksfest. Die beiden

Straßenränder waren ein endloses

Band begeisterter Menschen.

Jeder Wagen der Werbe-

Karawane, jedes Motorrad wurde

mit viel Applaus begrüßt. Auf

einem Getreide-Silo hing ein

Plakat mit der Aufschrift „Vive le

Tour“. Viele Schaulustige feierten

in rot-weiß, den dänischen

Nationalfarben. Andere erschienen

im weiß-roten Trikot des

besten Bergfahrers. Das passte,

denn ihr Landsmann Magnus

Cort Nielsen hatte sich am Vortag

die Spitze der Bergwertung

geschnappt und sorgte nun für

Ekstase, als er mit drei Minuten

Vorsprung vor dem Peloton Sjölund

durchfuhr und das Bergtrikot

verteidigte.

Ich wechselte den Schauplatz.

Als die Radrennfahrer 48 Kilometer

nach hatten, nahm ich im

Presse-Zentrum meine Akkreditierung

in Empfang. Merci! Noch

25 Kilometer fehlten von der

Strecke, als ich an den Team-

Bussen im Zielbereich vorbeischritt.

Ab nun herrschte Maskenpflicht.

Viele Profis fürchten,

wegen einer Corona-Infektion

die dreiwöchige Tour vorzeitig

beenden zu müssen. Mir wurde

ein Foto-Platz mit 200 Meter Abstand

zur Ziel-Linie zugewiesen.

Zur Sicherheit aller, denn die

Sportler kachelten die letzten

Meter mit 70 Stundenkilometern

herunter.

Es war der erwartete Massenspurt.

Am Ende hatte der Niederländer

Dylan Groenewegen

um Haaresbreite die Nase vorn.

Das Gelbe Trikot, dem Besten im

Gesamt-Klassement, verteidigte

der Belgier Wout van Aert. Der

Titelverteidiger Tadej Pogacar

schlüpfte in das weiße Dress

des besten Jung-Profis. Die Zeit

des Top-Favoriten aus Slowenien

wird bestimmt noch kommen,

wenn die schweren Etappen

anstehen. Nach dem Transfer

am Montag ist die Tour de

France wieder zu Hause – in

Frankreich. Ohne mich. Mein

einmaliger Abstecher war aber

ein Erlebnis. (Jan Kirschner)

Tour de France

Stimmen zur dritten Etappe

Magnus Cort Nielsen, dänischer

Träger des Berg-Trikots:

„Ich habe einen unvergesslichen

Tag verbracht und konnte die

Menschenmassen genießen.

Nach dem, was wir gestern erlebten,

wusste ich schon ungefähr,

was auf mich zukommen

würde. Aber es war sogar noch

besser, weil ich das Bergtrikot

anhatte. Es war ein perfekter

Tag.“

Tadej Pogacar, slowenischer

Titelverteidiger: „Für mich war

es heute eher ruhig, auch wenn

die Flachetappen immer nervös

sind und manchmal auch sehr

gefährlich. Wenn ich nach diesen

ersten Tagen eine Bilanz ziehen

müsste, würde ich sagen,

dass alles gut gelaufen ist. Ich

fühle mich gut“

Dylan Groenewegen, Sieger

der dritten Etappe: „Es ist viel

passiert im Finale dieser Etappe.

Dem Sturz wenige Kilometer vor

dem Ziel konnte ich ausweichen.

Aber auch in der letzten

Kurve war es sehr nervös. Mein

Teamkollege Luka Mezgec rief:

‚nach rechts‘. Ich folgte ihm. und

dann beschleunigten wir. Ich

merkte, dass ich gute Beine hatte.

Inh.: Hans-Reinhold Bern

Heideland Ost 15

24976 Handewitt OT Weding

Top-Favorit Tadej Pogacar an zweiter Stelle und bei der Siegerehrung.

Dierk Müller

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Regionalsport | 19


Panorama Vierlandencup 2022

Philipp Mohr freut sich auf das Klassen -

treffen beim Vierlandencup. Foto: Hanno Bode

Philipp Mohr kann es gar nicht

mehr richtig erwarten. „Wir

freuen uns natürlich mega,

dass es wieder losgehen kann“,

sagt der Ligaobmann des Hansa-Landesligisten

SV Altengamme

und meint damit den

Vierlandencup und dessen

Auflage im Jahr 2022. Eine

Auflage, auf die nicht nur

„Flippo“, wie Mohr mit Spitznamen

genannt wird, die gefühlte

halbe Ewigkeit hin gefiebert

haben.

Ober-, Landes- und Bezirksligisten messen sich –

Rückkehr des beliebten Turniers nach zwei Jahren Corona-Pause:

Ein „sehr attraktiv besetztes Klassentreffen

des Hamburger Ostens“

In der Realität sind es zwei Jahre.

Anno 2019 fand das Turnier

auf dem Sportplatz am Gammer

Weg letztmalig statt. Was damals

noch keiner wissen, aber

in den beiden Folgejahren alle

miterleben mussten: Die Corona-Pandemie

legte den Vierlandencup

lahm. Weder 2020 noch

2021 fand er statt. „Ich glaube,

wenn man ein bisschen in den

Geschichtsbüchern zurückblättert,

dann ist es das erste Mal

seit den 1970er Jahren, dass der

Vierlandencup nicht jährlich

stattgefunden hat“, konstatiert

Mohr.

Nun wird, wie es in dem bekannten

Sprichwort so schön

heißt, gut, was lange währt:

Am Samstag, 9. Juli 2022,

um 12 Uhr hat das Warten

ein Ende. Dann eröffnet

der SV Altengamme

in der Gruppe

A mit seinem Spiel

gegen den Oberligisten

TuS Dassendorf das

Turnier. Neben diesen

beiden Teams komplettiert

der SV Börsen aus der

Bezirksliga Ost das Teilnehmerfeld

in der Gruppe A.

In der Gruppe messen der SV

Curslack-Neuengamme (Oberliga),

der FC Voran Ohe (Landesliga)

und der SC Vier- und

Marschlande (Bezirksliga) ihre

Kräfte und kämpfen darum,

möglichst am Sonntag, 10. Juli

2022, um 16 Uhr im Finale des

Vierlandencups zu stehen und

aus selbigem später als Sieger

hervorzugehen.

„Der Vierlandencup ist nicht

nur eines der ältesten und traditionsreichsten

Turniere in Hamburg,

sondern mit dem Teilnehmerfeld

auch super besetzt.

Dassendorf als Hamburger Serienmeister,

mit Curslack ein

weiterer Oberligist, dann Ohe

und wir aus der Landesliga, zudem

mit den Bezirksliga-Team

vom SCVM und au Börnsen

zwei direkte Nachbarn – das ist

ein sehr attraktiv besetztes Turnier,

ein Klassentreffen der im

Hamburger Osten“, ist Philipp

Mohr förmlich „heiß“ darauf,

dass der Ball am Gammer Weg

endlich rollt.

Für die teilnehmenden Mannschaften,

das ist sich der Ligaobmann

des Ausrichters SV Altengamme

sicher, sei der Vierlandencup

eine „gute Möglichkeit,

dass sich alle mal ein

erstes Bild machen können: Wo

stehen die Mannschaften? Wer

hat sich wie verstärkt?“ Während

die Antworten auf diese

Fragen noch offen sind, ist eines

sicher.

Und zwar, dass es am Samstag,

11. Juli, im Rahmen des ersten

Turniertags auch ein Einlagespiel

geben wird. „Das haben

wir früher öfter gemacht. Dann

ist das einige Jahre lang nicht so

gewesen“, hat Mohr noch Erinnerungen

daran, dass Schiedsrichter

Ralph „Drago“ Vollmers

sich in der Vergangenheit „immer

ein Dreamteam zusammengestellt

und gegen unsere Senioren

gespielt hat.“ In diesem

Jahr wird „unsere legendäre

Truppe, die damals als ewiger

TURNIERPLAN:

Kreisligist vor zehn Jahren in

die Bezirksliga aufgestiegen ist“

gegen „eine Allstar-Mannschaft

des SV Altengamme, die sich

aus der Spielern der letzten

Landes- und Bezirksligajahre

zusammensetzt, spielen“, verrät

Philipp Mohr.

„Es hat immer viele tolle Geschichten

rund um den Vierlandencup

gegeben und wir hoffen,

dass das auch diesmal danach

wieder so sein wird“,

schließt Mohr seinen Ausblick

auf das Turnier, bei dem von

der Papierform her ganz klar

die TuS Dassendorf als Favorit

ins Rennen geht. Ob die TuS am

Ende auch der Titelträger sein

wird? Abwarten. Sowohl das

Finale als auch die Geschichten,

die nach dem Vierlandencup

2022 über das Turnier erzählt

werden. Vielleicht gelingt

es ja einem der anderen Teams

an den beiden Tagen am Gammer

Weg für eine dicke Überraschung

zu sorgen.

(Jan Knötzsch)

Samstag, 9. Juli 2022

Gruppe A

12.00 Uhr: TuS Dassendorf – SV Altengamme

13.00 Uhr: SV Altengamme – SV Börnsen

14.00 Uhr: SV Börnsen – TuS Dassendorf

Einlagespiel

15.00 Uhr: SVA 11/12 – Allstars SVA BZ/LL

Gruppe B

16.00 Uhr: SV Curslack-Neuengamme – FC Voran Ohe

17.00 Uhr: FC Voran Ohe – SC Vier- und Marschlande

18.00 Uhr: Vier- u. Marschlande – SV Curslack-Neuengamme

Sonntag, 10. Juli 2022

12.00 Uhr: Spiel um Platz fünf

14.00 Uhr: Spiel um Platz drei

16.00 Uhr: Finale

20 | Regionalsport

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