Verwandeln Sie Ihre PDFs in ePaper und steigern Sie Ihre Umsätze!
Nutzen Sie SEO-optimierte ePaper, starke Backlinks und multimediale Inhalte, um Ihre Produkte professionell zu präsentieren und Ihre Reichweite signifikant zu maximieren.
Schwerpunkt
43. Ausgabe, 2022 Das Magazin für Patrioten
Das wahre Syrien
Preis: Euro 5,- 5,-
Eine kurze Reise deckt auf, wie uns etablierte Medien belügen
www.info-direkt.eu
| 1
Bezahlte Anzeige
Info-DIREKT - Das Magazin für Patrioten
WhatsApp war gestern.
Patrioten nutzen jetzt Telegram!
www.t.me/info_direkt
Bezahlte Anzeige
Heimat, Wohlstand und Sicherheit zählen zu den wichtigsten Werten des Zusammenlebens
in unserem schönen Österreich. Doch diese Werte sind massiv
gefährdet durch eine katastrophale Regierungspolitik, die Krisen nicht meistert,
sondern durch falsche Maßnahmen noch befeuert.
Kein Wunder, dass sich die Regierungsparteien, aber auch ihre roten und pinken Steigbügelhalter
auch nach Corona noch vor den Bürgern verstecken.
Die FPÖ-Politiker hingegen gehen zu den Bürgern und hören ihnen zu.
Herbert Kickl und die Abgeordneten des Freiheitlichen Parlamentsklubs informieren im
Rahmen der „ÖSTERREICH TOUR – Heimat. Wohlstand. Sicherheit.” über die aktuellen
politischen Themen: Vom Corona-Wahnsinn über die damit losgetretene Kostenlawine
bis zur Gefährdung der Neutralität durch Nehammer und Co.
Termine werden laufend aktualisiert. Sie finden sie
auf fpoe.at/heimat-wohlstand-sicherheit
Wir freuen uns
auf Euer Kommen!
Bezahlte Anzeige
Schwerpunkt
Auf einen Blick
28
6 — 7 Die offizielle Sicherheitslage
Behörden raten drigend von Syrien-Reisen ab
8 — 13 Unterwegs durch Syrien
Ein Reisebericht von Michael Scharfmüller
14 — 15 Brutaler Machtkampf am Rücken der Bevölkerung
Die wahren Hintergründe des Syrien-Kriegs
16 — 17 Syrien braucht seine Bürger
Migration als Problemverstärker
18 — 19 „Hilfe vor Ort statt Masseneinwanderung“
Interview mit Sebastian Zeilinger von „AHA!“
20 Syrien als Spiegel unserer Zukunft
Was Europa bald erwarten könnte
20 Assad, wohin man blickt
Reisebilanz von Peter Konrad
21 „Wir haben die Falschen gefüttert“
Interview mit Roger Beckamp
22 — 24 Deutschlands Visitenkarte gleicht einer Latrine
Ein Lokalaugenschein von Michael Scharfmüller
25 Entwicklungshilfe für zukünftige Supermächte
Gastbeitrag von Markus Frohnmaier
26 — 27 Das falsche Lächeln der Joana Cotar
Edwin Brauer über einen Spaltpilz der AfD
28 — 29 Erzwungene Berichterstattung
Aktionismus, der das mediale Schweigen bricht
30 — 31 Medien verschweigen Antifa-Angriffe
Thomas Steinreutner über Randale am 1. Mai
32 — 33 Theoriearbeit als Grundlage für echte Veränderung
Ein GegenUni-Beitrag von Leonhard Mayer
34 — 35 Inflation als Mittel zum Zweck
Ein Gastbeitrag von Werner Reichel
36 — 37 „Nicht unterkriegen lassen“
Interview mit FPÖ-Chef Herbert Kickl
37 Der letzte Wunsch einer stillen Heldin
Philipp Dörfler über den Fall Hermine Orian
38 Der moderne Kult der Hässlichkeit
Annarita Menegus über das Wahre und Schöne
39 Pussy Riot
Christopher Wagner über eine perverse Gruppe
40 — 41 Europäisches Vernetzungstreffen in Rosenheim
S. Richter über eine patriotische Veranstaltung
41 Die JA-Sachsen Akademie
42 „AUF1“ ist eins
So feierte der alternative TV-Sender Geburtstag
43 Hugins Stilfragen
44 Frauengespräche
Was für ein Aff*Innen-Theater
45 Vernetzungstreffen in Westösterreich
46 Aufg‘schnappt & aufg‘spießt
Impressum
(Ständig abrufbar unter info-direkt.eu/impressum)
Magazin Info-DIREKT (Österreich, Schweiz, Südtirol)
Tummelplatz 15, 4020 Linz
E-Mail: redaktion@info-direkt.eu
Internet: www.info-direkt.eu
Magazin Info-DIREKT (Deutschland)
E-Mail: deutschland@info-direkt.eu
Medieninhaber, Hersteller,
Herausgeber und Redaktion:
Info-DIREKT VerlagsGmbH, Tummelplatz 15, 4020 Linz
Verlags- & Herstellungsort: Linz, FN: 477086 y
Geschäftsführer: Michael Siegfried Scharfmüller
Titelfoto: Agenturfoto von freepik.com
Druckabgabe: 27. Juni 2022
Alle Rechte vorbehalten. Vervielfältigung und Veröffentlichung
nur nach ausdrücklicher Zustimmung gestattet!
Alle Bildquellen dieser Doppelseite sind in den
jeweiligen Artikeln angeführt.
4 |
Eine Reisebericht direkt aus Syrien
Den Mut einmal müde sein lassen
8
Bild: Alois Endl
Liebe Leser,
auch wenn der Corona-Irrsinn derzeit sogar in Deutschland und
Österreich eine kleine Pause eingelegt hat, ist uns trotzdem keine
Auszeit vom Krisenwahnsinn gegönnt. Der Krieg in der Ukraine,
die Preisexplosionen und die ungebremste Zuwanderung können
einem weiterhin schlaflose Nächte bereiten. Dabei sollten wir eines
nie vergessen: Die Schuldigen, an der sich rasch verschlechternden
Lage, sind in Wien, Berlin und Brüssel zu suchen. Würden dort Politiker
das Sagen haben, die sich ihren Völkern auch nur ein kleines
bisschen verpflichtet fühlen, gebe es in ganz Europa keine Kostenexplosion,
kein Migrationsproblem und keinen islamistischen
Terror.
Anstatt diese Tatsache klar zu benennen, versuchen uns etablierte
Medien Sand in die Augen zu streuen. Wie einseitig und falsch wir
informiert werden, konnte ich mir im Mai persönlich am Beispiel Syrien
ansehen. Während uns der Mainstream weismachen will, dass
in ganz Syrien nach wie vor Krieg herrsche und dass man dort nicht
frei leben könne, zeigte sich vor Ort ein ganz anderes Bild. Mehr
dazu lesen Sie im ersten Teil dieses Heftes. Auf unserem Info-DI-
REKT-YouTube-Kanal werden wir in den nächsten Wochen auch
noch ein paar kurze Videos dazu veröffentlichen.
Damit am Beispiel Syrien jeder sehen kann, wie sehr wir von den
etablierten Medien belogen werden, freue ich mich, wenn Sie diese
Videos in den sozialen Medien weiterverbreiten, sobald wir diese
veröffentlicht haben. Vielleicht wollen Sie aber auch dieses Magazin
an Ihre Freunde weitergeben? Gerne können wir Ihnen dazu weitere
Ausgaben kostengünstig zusenden. Schreiben Sie einfach an:
bestellung@info-direkt.eu
Unser kleines Projekt Info-DIREKT lebt davon, dass Sie sich für unsere
Inhalte interessieren und Sie unsere Infos weiterverbreiten. Dennoch
hoffe ich, dass es Ihnen im Sommer gelingt, ein paar Tage abzuschalten.
Nehmen Sie sich eine Auszeit von dem
ganzen Wahnsinn. Frei nach Rilke tut es auch
mal gut, „den Mut müde sein zu lassen“. Jetzt
gilt es nämlich Kraft zu tanken für den Herbst
und den Winter. Damit das gelingt, wünsche
ich Ihnen für diesen Sommer viele schöne
Momente mit Menschen, die Sie gerne um
sich haben!
Ihre Spende fur
Info-DIREKT
-
j
Ihr
Michael Scharfmüller
Magazin Info-DIREKT Chefredakteur
Interview mit Sebastian Zeilinger
Gastbeitrag von Markus Frohnmaier
Interview mit FPÖ-Chef Herbert Kickl
IBAN: AT89 2033 0018 0003 3548
18
25
36
BIC: SPPBAT21034
Kontoinhaber: Info-DIREKT VerlagsGmbH; Verwendungszweck: Spende
Schwerpunkt
Die offizielle Sicherheitslage
Deutsche und österreichische Behörden raten dringend von Reisen nach Syrien
ab. Es gilt die höchste Reisewarnstufe (6/6)
Das österreichische Außenministerium
warnt vor Reisen
nach Syrien und empfiehlt
dort aufhältigen Österreichern dringend
das Land zu verlassen. Es gilt
die höchste Reisewarnstufe (Sicherheitsstufe
6/6). Diese Reisewarnung
wird u.a. bei (bürger-)kriegsähnlichen
Zuständen, verhängtem Kriegsrecht,
Krieg oder Bürgerkrieg ausgesprochen.
Gemäß Internetseite des Außenministeriums
werden Reisewarnungen
„im Regelfall nur in besonderen Krisensituationen
ausgesprochen, wenn eine
generelle Gefährdung für Leib und Leben“
bestehe.
Keine Reiseversicherung
Personen, die sich trotzdem in diese
Gebiete begeben, müssen sich „der
möglichen Konsequenzen bewusst
sein“. So könne konsularische Hilfeleistung
für in Not geratene Österreicher
nicht gewährleistet werden. Zudem
können Versicherungen Ausschlussgründe
geltend machen, wodurch
der Versicherungsschutz unwirksam
6 |
Die Sicherheitsstufen des österreichischen
Außenministeriums
1. Stufe: Guter Sicherheitsstandard
2. Stufe: Sicherheitsrisiko
3. Stufe: Hohes Sicherheitsrisiko
in einem bestimmten Gebiet
4. Stufe: Hohes Sicherheitsrisiko
in einem Land
5. Stufe: Partielle Reisewarnung
für ein bestimmtes Gebiet
6. Stufe: Reisewarnung
werden könne. Außerdem könne die
Republik „die Kosten für allenfalls erforderliche
Schutzmaßnahmen bzw.
Hilfeleistung in bestimmten Situationen
im Regressweg von Reisenden zurückfordern“!
Info-DIREKT jetzt kaufen
und bequem weiterlesen:
Schweigsames Ministerium
Info-DIREKT hat bei der Pressestelle des
Außenministeriums angefragt, weshalb
die höchste Reisewarnstufe über ganz
Syrien verhängt wurde und aufgrund
welcher Fakten man zu dieser Einschätzung
komme. Antwort erhielten wir bis
Redaktionsschluss keine. Detaillierte
Informationen über die offizielle Sicherheitslage
in Syrien haben wir jedoch
auf der Internetseite des „Auswärtigen
Amtes“ gefunden. Dort wird zwar auch
vor Reisen nach Syrien gewarnt und alle
Deutschen zum Verlassen des Landes
aufgefordert, man findet jedoch auch
Begründungen dafür:
Wer unabhängige Medien will,
muss diese auch unterstützen!
„Ausländer können ebenso wie syrische
Staatsbürger Opfer terroristischer und
gewaltbereiter Dschihadisten werden.
Es ist zu zahlreichen Entführungen auch
von Ausländern gekommen.“
Sicherheitsstufen
Afghanistan 6
Iran 4
Pakistan 5
Irak 6
Israel 2
Türkei 4
Ägypten 5
Libanon 5
Deutschland 1
Südafrika 2
Die Terrororganisation IS halte seit
März 2019 keine Gebiete mehr in Syrien,
bleibe aber aus dem Untergrund
aktiv und sei nach wie vor in der Lage,
überall im Land Anschläge zu verüben.
Die Al-Kaida-nahe Terrororganisation
„Hayat Tahrir al-Sham“ (vormals Dschabhat
„Fatah al-Sham“ bzw. „Dschabhat
al-Nusra“) kontrolliere nach wie
vor Teile des Gouvernements Idlib
sowie nördliche Gebiete des Gouvernements
Hama und westliche Gebiete
des Gouvernements Aleppo, so die
Einschätzung des Auswärtigen Amts.
österreichweit im
Zeitschriftenhandel bestellen
oder in einer von über 100 Trafiken sofort
kaufen
auf www.info-direkt.eu abonnieren
Seit Januar 2012 gebe es eine hohe
terroristische Gefährdung für öffentliche
Gebäude in Syrien, die durch die
fortgesetzte Präsenz terroristischer
Zellen in allen Landesteilen akut seien.
Als Beleg dafür führt das Auswärtige
Amt ein Bombenattentat auf einen Militärbus
in Damaskus an, bei dem am
20. Oktober 2021 14 Armeeangehörige
getötet wurden. Zudem sollen in
Suweida bei einer Reihe von IS-Terroranschlägen
im Juli 2018 mehr als 200
Menschen getötet worden sein. Als
besonders gefährdet gilt der Norden
und Osten des Landes. Dort komme
es immer wieder zu Anschlägen mit
unkonventionellen Sprengvorrichtungen.
Zudem habe „die Kriminalität seit
Konfliktbeginn erheblich zugenommen.
(…) Die staatlichen Strukturen
sind in zahlreichen Orten zerfallen
und das allgemeine Gewaltrisiko ist
sehr hoch. Persönliche Sicherheit
kann in ganz Syrien, einschließlich
Damaskus und seiner Vororte, weiterhin
nicht gewährleistet werden.
Bilder: Info-DIREKT
Das Verhalten syrischer Sicherheitsbehörden
ist oft unvorhersehbar und willkürlich.“ Zudem
sollten „Bewegungen in der Dunkelheit unbedingt
vermieden werden“.
Die allgemeine Sicherheitslage wird „im ganzen
Land“ weiterhin als „äußerst volatil“ beschrieben:
„Die komplexen militärischen Auseinandersetzungen
verschiedener Gruppierungen in Syrien
betreffen weiterhin verschiedene Städte und
Regionen. Auf nahezu täglicher Basis werden
aus Teilen des Landes Tote und Verletzte gemeldet.
Insbesondere in den Gouvernements Aleppo
und Idlib ist die Lage weiterhin fragil und es
kommt nach wie vor zu teils intensiven Kampfhandlungen.“
Politisch motivierte Warnungen?
Während für ganz Syrien die höchste Reisewarnstufe
gilt, gelten für Länder wie Irak und den
Libanon mit einer mutmaßlich ähnlichen Sicherheitslage
nur Teilreisewarnungen. kaufenFür Staaten
wie Jordanien und Israel gibt es vom österreichischen
Außenministerium hingegen nur Reise-
und Sicherheitshinweise. Nach Einschätzung
des Ministeriums soll es in Syrien hingegen genauso
gefährlich sein wie in Afghanistan (beide
Sicherheitsstufe 6/6). Zur Erinnerung: In Afghanistan
herrschen die Taliban. Deren Chef Hibatullah
Achundsada soll im Mai verordnet haben,
dass Afghaninnen in der Öffentlichkeit nicht nur
ihre Haare, sondern auch ihr Gesicht verhüllen
müssen. II
Subjektiv sicherer als Frankfurt!
Als Lederhosen tragender Europäer
war ich in Syrien sicher für
jedermann von Weitem als Tourist
erkennbar. Mit einer kleinen Reisegruppe
genoss ich zweimal bis fast
in die Morgenstunden das Nachtleben
von Damaskus. An einem Nachmittag
verlor ich im dichten Menschengedränge
in der verwinkelten
Damaszener Altstadt einmal meine
Reisegruppe. Auf der Suche nach
unserem Hotel irrte ich stundenlang
alleine durch
die Märkte und
engen Gassen
der Millionenstadt.
Nur
durch die Hilfe
freundlicher
Syrier fand ich
schließlich wieder
zurück zur
Interview mit Michael aus Genf, der gemeinsam mit einem österreichischen
Freund Syrien bereiste und Michael Scharfmüller in
Info-DIREKT jetzt kaufen
und bequem weiterlesen:
Wer unabhängige Medien will,
muss diese auch unterstützen!
Maalula, ca. eine Autostunde nördlich von Damaskus ein kurzes
Interview gab.
Info-DIREKT: Was haben Sie bisher für einen Eindruck von
Syrien?
Michael: Ich bin positiv überrascht. Die Einheimischen, die wir
bisher getroffen haben, sind alle sehr nett und sehr zuvorkommend.
Info-DIREKT: Wie ist es, hier als Tourist zu sein?
Michael: Im Moment ist es wie in - ich sage nicht wie in Italien,
aber man hat überhaupt kein Problem. Ein paar Checkpoints
gibt es, aber keinerlei Unannehmlichkeiten.
Info-DIREKT: Und in Sachen Sauberkeit, Wasser, Essen?
Michael: Das Essen ist hervorragend. Das syrische Bier ist sehr
gut. Bis jetzt ist alles positiv. Natürlich sieht man Zerstörungen in
den Vororten von Damaskus, aber das war ja zu erwarten.
Info-DIREKT: Haben Sie sich bisher unsicher gefühlt?
Michael: Nein, überhaupt nicht.
Info-DIREKT: Warum bereisen Sie ausgerechnet Syrien?
Michael: Ich wollte diese Reise schon 2010 machen, die wurde
dann wegen der Unruhen, die damals ausgebrochen sind, aber
abgesagt. Jetzt ist es die erste Gelegenheit für mich hierher zu
kommen. II
österreichweit im
Zeitschriftenhandel bestellen
oder in einer von über 100 Trafiken sofort
auf www.info-direkt.eu abonnieren
Unterkunft. Auf der Suche nach dem
Hotel habe ich mich nie so unsicher gefühlt
wie im Bahnhofsviertel von Frankfurt
wenige Nächte zuvor.
Politisch motivierte Reisewarnung
Meine Wahrnehmungen sind natürlich
höchst subjektiv. Dennoch drängt sich
der Verdacht auf, dass bei der Reisewarnung
für Syrien nicht nur Aspekte
der Sicherheit beurteilt werden, sondern
auch politische Interessen schwer
ins Gewicht fallen. Wie wäre es ansonsten
zu erklären, dass das offensichtlich
problemlos bereisbare Syrien auf der
selben kaufen Sicherheitsstufe steht wie das
von den Taliban regierte Afghanistan?
Für Syrien die höchste Reisewarnstufe
auszurufen, suggeriert, dass Syrien zu
den gefährlichsten Ländern der Erde
zählt und man sich dort unmöglich frei
Bild: Obwohl mit Lederhose klar als europäischer Tourist
erkennbar, machte Scharfmüller nur positive und keine
einzige negative Erfahrung in Syrien.
„Nicht wie in
Italien, aber
man hat überhaupt
kein
Problem!“
_ von Michael Scharfmüller
und sicher bewegen könne. Das mag
für kleine Teile des Landes zutreffen,
der größte Teil des Landes ist jedoch
derzeit sicher. Die Hafen- und Urlaubsstadt
Tartus blieb beispielsweise
sogar während des Krieges von
Kampfhandlungen verschont. Auch
die Reisewarnung für Damaskus erscheint
an den Haaren herbeigezogen.
Nur weil dort vor vier Jahren ein
Terroranschlag verübt wurde, heißt
das nicht, dass man heute dort nicht
leben könne. Wäre das der Fall, müsste
es auch für westeuropäische Städte
eine Reisewarnung geben.
Info-DIREKT jetzt kaufen
und bequem weiterlesen:
österreichweit im
Zeitschriftenhandel bestellen
oder in einer von über 100 Trafiken sofort
auf www.info-direkt.eu abonnieren
Wer unabhängige Medien will,
muss diese auch unterstützen!
Die Vermutung liegt deshalb nahe, dass
aus politischen Gründen die höchste
Reisewarnstufe über Syrien verhängt
wurde. Erstens, weil man Syrien ohnehin
bestrafen will, bspw. auch mit den
Sanktionen. Zweitens, weil es schwer zu
argumentieren wäre, dass man in Syrien
zwar Urlaub machen kann, gleichzeitig
von dort aber nach wie vor massenhaft
„Flüchtlinge“ aufnimmt. II
| 7
Schwerpunkt
Reisebericht
In Syrien treffen die Interessen unterschiedlicher externen Mächte aufeinander.
Die sogenannten „westlichen Werte“ dienen dabei nur zur Kriegspropagada
Unterwegs durch Syrien
Eine kurze Reise durch Syrien offenbart, dass uns die etablierten Medien über die
Lage im Land belügen. Ein Reisebericht von Michael Scharfmüller
„
Jetzt ist er verrückt geworden”,
denke ich mir, als mich ein vielgereister
Freund per Telegram
fragt, ob ich für fünf Tage mit nach Syrien
reisen möchte. Ich schreibe ihm „eher
nicht.“ zurück. Als ich meiner Frau von
Sebastian Zeilingers, so der Name des
Freundes, verrücktem Reiseplan erzähle
und sage, dass ich da sicher nicht dabei
bin, antwortet sie: „Ich traue mich wetten,
dass Du mitfliegst. Wenn Du gesund
wieder heimkommst, kannst Du das gerne
machen.”
Meine Frau hatte Recht: Am 3. Mai steige
ich in Wels (Oberösterreich) in den ICE
nach Frankfurt, um von dort aus mit einer
kleinen Reisegruppe nach Beirut im
Libanon zu fliegen. Die Verlockung, sich
selbst ein Bild von einem Land zu machen,
über das in den Medien nur Negatives
berichtet wird, war einfach zu groß,
um daheim zu bleiben.
In der bis auf den letzten Platz ausgebuchten
Lufthansa-Maschine komme
ich mit meinem Sitznachbar ins Gespräch.
Er ist ein in Schweden geborener
Syrer, der als Journalist für einen
arabischen Sender arbeitet. Als er
merkt, dass ich globalisierungskritisch
bin, beginnt eine sehr interessante Unterhaltung,
in der er all das bestätigt,
was Michael Lüders in seinem Buch
„Die den Sturm ernten“ schreibt.
Ankunft im Libanon
Nach vier Stunden landen wir planmäßig
in Beirut. Am Flughafen stößt der
AfD-Bundestagsabgeordnete Roger
Beckamp zu unserer kleinen Reisegruppe.
Beckamp war bereits am Vortag Bild oben: Ausblick von einer Terrasse des
angereist, um sich Beirut anzusehen. Klosters der Heiligen Thekla in Maalula.
Während uns unser syrischer Fahrer
mit einem kleinen, klimatisierten Reisebus
Richtung Syrien kutschiert, be-
die
friedigt und wir können unsere Fahrt in
Info-DIREKT jetzt
Urlaubs- und Hafenstadt
kaufe
Tartus fortsetzen.
Während unser Bus problemlos
richtet uns der Politiker über die angespannte
Lage im Libanon: Ständig zahlreiche militärische Checkpoints
gebe es Stromausfälle, die Inflation sei passiert, reicht uns unser Reiseführer
galoppierend und an einer Aufklärung zur Begrüßung „Baklava“, eine typisch
der Gründe für die Hafenexplosion im arabische Süßspeise, und „Arak“, einen
Jahr 2020 seien die offiziellen Stellen klaren, ungesüßten Anisschnaps, der
und bequem weiterles
nicht interessiert. Die Auswirkungen eine milchige Farbe annimmt, sobald
dieser Explosion sind noch immer zu man ihn mit Wasser verdünnt - was man
sehen. Wobei man aus dem fahrenden landestypischerweise so macht.
Bus nicht immer gleich am ersten Blick
erkennen kann, ob ein Haus von der Partystimmung in Tartus
Explosion in Mitleidenschaft gezogen Kurz vor Mitternacht kommen wir in
wurde, oder ob es sich dabei um eine Tartus an. Wir beziehen unsere Zimmer
der zahlreichen Bauruinen handelt, in einem großen Vier-Sterne-Hotelturm
österreichweit im
die hier überall herumstehen, weil
Zeitschriftenhandel bestellen
durch die laufende Geldentwertung
die Fertigstellung nicht mehr finanziert
werden konnte.
oder in einer von über 100 Trafike
kaufen
Als wir nach zwei Stunden Fahrt im
Norden des Libanons die Grenze zu
Syrien erreichen, wird es bereits dunkel.
Den ersten Grenzkontrollposten
passieren wir überraschend schnell.
Was wir zu diesem Zeitpunkt nicht wissen:
Es folgen noch ca. sieben weitere
Kontrollen, bei einem davon werden
sogar unsere Corona-Zertifikate kontrolliert.
Während wir noch bei einem
der Grenzposten warten und dabei
das erste syrische Bier konsumieren,
stößt unser deutschsprachiger Reiseführer
zu uns. Trotz seiner Unterstützung
dauern die Behördenwege noch
eine kleine Ewigkeit. Irgendwann ist
aber auch die syrische Bürokratie be-
und gehen rasch in ein Restaurant in
der Nähe des Strandes, wo ein Tisch für
uns reserviert ist. Das Lokal ist gut besucht.
An den Nebentischen sitzen viele
junge Leute, die überdurchschnittlich
oft ihre Handys zücken, um Fotos
von sich zu machen. Die jungen Damen
tragen ihre Haare alle offen, sind
figurbetont gekleidet und rauchen teilweise
ganz genüsslich Wasserpfeife.
Ein paar von ihnen sieht man an Nasen
und Lippen an, dass sie sich nicht nur
auf www.info-direkt.eu abonnieren
Wer unabhängige Medien will,
muss diese auch unterstützen!
mit reichlich Schminke für den Abend
herausgeputzt haben, sondern auch
ein Chirurg sein Messer an ihnen angelegt
hat. Im Libanon haben sich Ärzte
auf Nasenkorrekturen spezialisiert.
Laut Medienberichten sollen dort alleine
im Jahr 2007 1,5 Millionen Schönheits-OPs
durchgeführt worden sein.
Diesen Trend merkt man auch hier.
Aus dem hinteren Teil des Lokals kommt
8 |
laute Musik. Als wir nachsehen, was
dort los ist, können wir unseren Augen
fast nicht trauen. Hier ist in einem steinernen
Gewölbe eine Bar eingerichtet,
in der die Post richtig abgeht. Ein
Sänger singt live zur arabischen Discomusik
und es wird ausgelassen getanzt.
Das von den etablierten Medien
in meinen Kopf eingebrannte Bild von
Syrien als islamistisches, gefährliches
und totalitäres Land, ist damit nach
nur zwei Stunden Aufenthalt im Land
zertrümmert.
Wechselvolle Geschichte
Am nächsten Tag besichtigen wir die
Kathedrale Notre-Dame de Tortosa im
Stadtgebiet von Tartus, deren Bau die
Kreuzritter im zwölften Jahrhundert
begonnen haben. Später wurde die
Kathedrale als Moschee und wiederum
einige Zeit später als Pferdestall
genutzt. Heute befindet sich ein Museum
hinter den alten Gemäuern. Was
uns hier zum ersten Mal auffällt, wird
uns die nächsten paar Tage begleiten:
Wenn man irgendwo ein Minarett
sieht, ist meist auch ein Kirchturm nicht
weit - und umgekehrt.
n
Wir verlassen das Stadtgebiet Richtung
Süden und erreichen nach kurzer
Fahrt die Ruine des Hauptheiligtums
en:
der antiken Stadt Amrit, das im fünften
Jahrhundert vor Christus entstanden
sein dürfte. Ein kurze Autofahrt später
besichtigen wir noch zwei Grabtürme
aus dieser Zeit. Danach machen wir
uns zu einer Burg auf, wie man sie in
ganz Europa vermutlich vergebens
sucht.
Eine mächtige Burg
Unsere Fahrt Richtung Landesinneres
führt uns durch das sogenannte Tal
der Christen. Die zerstörerischen Spuren
des Krieges sind hier noch deutlich
zu sehen. Nach ca. einer Stunde
Fahrtzeit erreichen wir die mächtige
Kreuzritterburg Krak des Chevaliers,
die so wehrhaft gebaut wurde, dass
es selbst dem weltberühmten Sultan
Saladin im Jahre 1188 nicht gelang
sie einzunehmen. Dieser Erfolg war
Jahre später erst den muslimischen
Mamluken vergönnt.
n sofort
ein. Im Burginneren sollen
sie auch Enthauptungen
zu Propagandazwecken
gefilmt haben. Schließlich
gelang es den Regierungstruppen,
die Burg und die
in ihrer Umgebung befindlichen,
meist christlichen
Siedlungen zu befreien.
Bild: Das Bild, das uns westliche Medien über Syrien in
unsere Köpfe geimpft haben, wird bereits durch einen
Lokalbesuch in Tartus nachhaltig zerstört. Hier wird genauso
frei und ausgelassen gefeiert wie auch in europäischen
Städten. Von Krieg, Terror und Unterdrückung keine Spur.
Obwohl die Krak des Chevaliers
von Kriegen und
Erdbeben immer wieder
beschädigt wurde, ist sie
aufgrund ihrer absolut
beeindruckenden Größe,
ihren mächtigen Mauern,
ihrer Lage und auch wegen
der teilweise noch
Bilder: Die Kathedrale Notre-Dame de Tortosa war bereits
vorhandenen verspielten Kirche, Moschee (deshalb das nachträglich aufgesetzte Minarett,
gotischen Steinmetzarbeiten
eine Reise wert. Der sind ein Kirchturm und ein Minarett zu sehen (siehe Pfeile).
siehe Pfeil), Pferdestall und Museum. Direkt gegenüber von ihr
Meinung ist auch eine große
Reisegruppe aus Bulgarien, die
wir bei unserer Besichtigung zufällig
treffen.
Gerne würden wir noch länger an
diesem eindrucksvollen Ort bleiben.
Nach einem kurzen Mittagessen
in einem muslimischen Restaurant
in Burgnähe geht es jedoch
weiter in jenen Ort, den jeder,
der einmal in Syrien war, kennt:
das überwiegend christliche Dorf
Maalula.
Das christliche Dorf Maalula
Maalula liegt am Weg zwischen
Homs und Damaskus. Als wir ca.
zwei Stunden und einige militärische
Checkpoints später unser
heutiges Reiseziel erreichen,
j
Bilder oben: Ein Grabmal (li.) und das
Hauptheiligtum der antiken Stadt Amrit (re.)
unweit von Tartus.
Bilder unten: Die
mächtige
Kreuzritterburg
Krak des Chevaliers
j
j
Die strategisch wichtig gelegene Verteidigungsanlage
war jedoch nicht
nur in grauer Vergangenheit heiß umkämpft,
sondern auch ein Schauplatz
des letzten Krieges (2011/2012). Die
vom Westen als „gemäßigte Rebellen“
bezeichneten Islamisten richteten
auf der Burg einen Stützpunkt
Schwerpunkt
Bild: Gut ausgebaute Straßen führen von Homs nach
Damaskus durch die wüstenhafte Landschaft.
Bild: Spielende Kinder am Straßenrand am
Weg nach Maalula.
läuten gerade die Kirchenglocken. Am
Dorfplatz vertreiben sich einige Jungen
beim Spielen mit Murmeln die Zeit.
Strahlend kommt uns eine junge Frau
mit offenem gelockten Haar entgegen.
Sie heißt Nadine, hat einen Teil ihrer
Kindheit hier im Dorf verbracht und ist
verantwortlich für das Hostel „Heimat“,
das heute zum ersten Mal seine Pforten
für Gäste öffnet.
Das Hostel liegt, so wie der größte Teil
des Dorfes, an einem Steilhang, den wir
durch enge Gassen hoch gehen. Dabei
erzählen uns Nadine und ein Bewohner
mehr über den Ort, in dem seit der
Steinzeit Menschen siedeln. Da Maalula
mehrheitlich von Christen bewohnt
wird, hier eine der ältesten Kirchen des
Christentums steht und die Dorfbewohner
zumindest teilweise noch Aramäisch,
also die Sprache Jesu Christi sprechen,
habe der kleine Ort eine große überregionale
Bedeutung. Aus diesem Grund
überfielen Kämpfer der islamistischen
al-Nusra-Front zweimal das Dorf (2013
und 2014). Dabei entführten sie gezielt
Christen. Einige von den Entführten folterten
und ermordeten sie. Zudem zerstörten
und plünderten sie vorsätzlich
christliche Einrichtungen. Mit Hilfe der
Hisbolla gelang es Regierungstruppen
jedes Mal wieder, das Dorf zu befreien.
Am Weg durch das Dorf sehen wir immer
wieder völlig zerstörte Häuser und
zahlreiche Einschusslöcher. Die sakralen
Gebäude sind teilweise bereits
wieder schön und ordentlich instand
gesetzt. Von den 3.000 Christen, die
vor dem Krieg hier gelebt haben, sind
bisher angeblich nur 800 zurückgekehrt.
Nun haben wir das Hostel erreicht,
es ist eines der höchstgelegenen
Häuser im Dorf.
Durch die freundlich-blaue
Fassade sticht es in der sonst
ockerfarbigen Umgebung
gleich ins Auge. Nadine hat
es, finanziert durch die patriotische
Hilfsorganisation
„AHA!“ aus Deutschland, mit viel Liebe
für kleine Details eingerichtet. Im Hof
des Hostels ist eine große Tafel aufgebaut.
Am Abend wird hier groß aufgetischt
und es gesellen sich auch einige
Am Weg zurück zum Restaurant lerne
Info-DIREKT
ich einen Schweizer kennen, der gemeinsam
mit einem Niederösterreicher
j
unterwegs ist. Beiden gefällt ihre Reise
Dorfbewohner zu uns. Was als Mahl durch Syrien bisher sehr gut.
begann, wurde zu einem kleinen Fest.
Wir essen, trinken tanzen. Für den Meine
bequem
Reisegruppe treffe ich schließlich
harten Kern der gemütlichen Runde im Gespräch mit dem Geistlichen des
endet der Abend erst weit nach Mitternacht
mit einem Becher Rotwein vor chus wieder. Der Priester versteht
Klosters der Heiligen Sergius und Bac-
ganz
einem kleinen Ölofen im Erdgeschoss
des zweistöckigen Hauses.
Am nächsten Morgen spazieren wir
zum Kloster der Heiligen
Sergius und
Bacchus, das über dem Dorf liegt und
bereits im vierten Jahrhundert erbaut
wurde. Die kleine Kirche des Klosters ist
eine der ältesten der Welt. Gleich neben
dem Kloster befindet sich ein schönes
Restaurant, in dem wir ausgiebig frühstücken.
Während meine Reisegruppenkollegen
noch bei Tisch scherzen,
nutze ich die Zeit, um mir das völlig zerstörte
Hotel Safir anzusehen, das direkt
auf dem Felsen steht, an dem sich unterhalb
das Dorf anschmiegt.
Das Hotel soll einmal der Stolz der Gegend
gewesen sein. Dessen Pracht kann
man jedoch nur noch erahnen. Das
wenige, das vom Krieg verschont wurde,
dürfte sich jemand geholt haben,
um es zu verwerten - alle Steckdosen
und Schalter sind
demontiert und
sogar die Kabel
wurden aus den
Stromleitungen
gezogen. Übrig
geblieben ist nur
die beeindruckende
Aussicht, die
durch das völlig
zerschossene Hotel
wie die Kulisse
eines Wildwest-Filmes
wirkt.
Tourismus
bringt Hoffnung
Die Trostlosigkeit
des zerstörten Hotels und das schwere
Leid, das die vom Westen unterstützten
Islamisten über dieses alte Dorf brachten,
haben aus Maalula jedoch keinen
Ort der Traurigkeit gemacht. Das Gegenteil
ist der Fall: Die Menschen hier
freuen sich, wenn wieder gut gelaunte
Touristen auf Besuch kommen, sich für
ihre Geschichte interessieren und hier
eine gute Zeit verbringen. Das gibt ihnen
Hoffnung und bringt auch ihnen ihr
Lächeln wieder zurück.
gut Deutsch, weil er in Rom studiert und
eine Zeit lang in Vorarlberg gelebt hat.
Wir sehen uns den Altar der Kirche an,
der noch aus dem heidnischen Tempel
stammt, auf dessen Grundmauern die
Kirche im vierten Jahrhundert errichtet
worden sein soll.
österreichweit im
Zeitschriftenhand
oder in einer von
kaufen
Wir sind in Eile, deswegen geht es zu
Fuß durch eine kleine Schlucht zum erst
1935 erbauten Kloster der Heiligen Thekla.
Darin befinden sich die Grotte und
das Grab der Heiligen Thekla, die nicht
nur von Christen, sondern auch von
Muslimen verehrt wird. In der Grotte befindet
sich neben einer heiligen Quelle
auch ein Baum, der in beeindruckender
Weise aus dem Berg hinaus ins Licht
wächst und dort seine grüne Pracht entfaltet.
auf www.info-dire
Viel Zeit haben wir leider nicht, um
die Magie dieses Platzes zu genießen.
Für uns steht nämlich noch ein Termin
Wer unabhängige Me
muss diese auch unte
Bild: Ein Teil des Dorfes Maalula. An der Klippe oberhalb des
Dorfes ist das Kloster der Heiligen Sergius und Bacchus zu sehen
10 |
Schwerpunkt
Bild: Die Leiterin des Hostels „Heimat“,
Nadine, und Baschar, ein heute in Damaskus
lebender, ehemaliger Bewohner von Maalula
führen uns durch das Dorf.
el bestellen
etzt
beim Zahnarzt von Maalula
kaufen
an, der uns dazu
eingeladen hat, seine Praxis zu besichtigen.
Über die großzügige Unterstützung durch die Sekunde verhindert werden
patriotische Hilfsorganisation „AHA!“ bei der können. Ich frage unseren Reiseführer,
was passiert wäre, wenn die laut
medizinischen Ausstattung seiner Praxis und
weiterlesen:
den Besuch der Reisegruppe freut er sich sehr. westlichen Medien „gemäßigten Rebellen“
Sichtlich gerührt schenkt er jedem von uns die Stadt erobert hätten. Darauf senkt dieser
eine Flasche seines von ihm selbst hergestellten
Rotweins.
sich seine Stimme verändert: „Dann wäre die-
seinen Blick. Er schweigt. Als er antwortet, hat
se Reise nicht möglich gewesen.“
Bevor wir in unseren Reisebus springen, um
die ca. einstündige Fahrt nach Damaskus anzutreten,
sehen wir noch einen der beiden Das Straßenbild in der Millionenstadt Damas-
Damaskus
„AHA!“-Busse. Diese wurden von der patriotischen
Hilfsorganisation gekauft, damit die Stadt vorstellt. Wir bleiben immer wieder kurz
kus ist so, wie man es sich für eine orientalische
Dorfbewohner von Maalula eine Möglichkeit stehen, um Sehenswürdigkeiten zu besichtigen
und aus dem Mund unseres Reiseführers
haben, nach Damaskus zu gelangen. Dass
diese Möglichkeit gerne in Anspruch genommen
wird, sehen wir nun mit eigenen Augen. Geschichte zu erfahren. So machen wir auch
mehr über die Stadt, ihre Menschen und ihre
„AHA!“ hat übrigens nur den Kauf der Busse auf einer Anhöhe Halt, von der aus wir die gesamte
Stadt überblicken können, die vor finanziert. Die laufende Kosten werden ganz
Jahr-
nach dem Motto „Hilfe zur Selbsthilfe“ durch tausenden in einer großen Oase zu wachsen
über den Fahrkartenverkauf 100 erwirtschaftet. Trafiken begann. sofort
Rettung in letzter Sekunde
Der Weg in die syrische Hauptstadt führt uns
durch Ghuta. Der östliche Teil dieser Region
wurde im Krieg von Islamisten besetzt und
durch die Kämpfe völlig zerstört. Internationale
Bekanntheit erlangte Ost-Ghuta, weil hier der
chemische Kampfstoff Sarin eingesetzt worden
sein soll. Wer diesen verbotenen Kampfstoff
kt.eu abonnieren
dien will,
rstützen!
Bild links: Ein Bauer
bei der Feldarbeit in
Maalula.
Bild unten: Ein stilvolles
und gut besuchtes
Restaurant in Maalula.
verwendet hat, ist umstritten.
Ohne Beweise dafür zu haben,
behaupten westliche Medien
jedoch, dass der syrische Präsident
Assad dafür verantwortlich
sei. Erschreckend bei der Fahrt
durch Ost-Ghuta ist nicht nur
das Ausmaß der Zerstörung,
sondern auch die Tatsache,
dass diese bis an die Stadtgrenze
von Damaskus reicht. Unser
Reiseführer erzählt, dass es den
Islamisten beinahe gelungen
wäre, Damaskus einzunehmen.
Nur durch die Unterstützung
Russlands habe das in letzter
Um in unser Fünf-Sterne-Hotel „Beit Al Wali“ in
der Altstadt von Damaskus zu gelangen, verlassen
wir den Bus bei einem der sieben Stadttore
und gehen die letzten paar Meter zu Fuß
zum Hotel. Auf der belebten Straße zum Hotel
passieren wir Kirchen und Moscheen. Durch
die Menschenmasse, die hier unterwegs ist,
drängen sich vereinzelt immer wieder Autos
und Mopeds. Aus dem Schaufenster eines
Buchladens lächelt mir ein Werk von Friedrich
Nietzsche entgegen. Daneben steht eine Ausgabe
von George Orwells „1984“ - beides in
arabischer Sprache.
Angekommen im wahnsinnig luxuriösen Hotel,
in dem es - so wie
überall hier - auch
immer wieder zu
kurzen Stromausfällen
kommt, machen
Bild: Die enorme
Zerstörungswut, die das
militärisch völlig unbedeutende
Dorf traf, ist an
fast allen Ecken Maalulas
noch zu sehen.
Bilder: Viele der christlichen
Einrichtungen im
Ort sind bereits wieder
renoviert und erstrahlen
im alten Glanz. So auch
das Kloster der Heiligen
Thekla. Dort befinden sich
in einer Grotte das Grab
der Heiligen Thekla und
eine heilige Quelle. Auf
beeindruckende Weise
wächst aus dieser Höhle
ein Baum ins Freie, wo er
seine ganze grüne Pracht
entfaltet.
| 11
Schwerpunkt
wir uns frisch fürs Abendessen, das wir
in der Stadt einnehmen wollen. Im Lokal
unserer Wahl stoßen auch Nadine und
ihre Freundin, die wir bereits aus Maalula
kennen, wieder zu uns. Während die älteren
Herren unserer Reisegruppe nach
dem ausgiebigen Essen zurück ins Hotel
gehen, stürzen sich die beiden Damen
und der jüngere Teil unserer Reisegruppe
in das Nachtleben von Damaskus,
das voller Überraschungen steckt und so
gar nicht zu dem Bild passt, das etablierte
Medien über Syrien verbreiten.
Unsere Stadtbesichtigung am nächsten
Tag startet beim Haus des Sankt Ananias
im alten christlichen Viertel der Stadt.
Die darin befindliche kleine Kapelle liegt
auf dem Niveau der damaligen römischen
Straßen, heute also sechs Meter
unter der Erde. Hier soll bereits Hananias,
der Täufer von Saulus, Taufen durchgeführt
haben. Die einfache Kapelle ist
das einzige noch erhaltene christliche
Gotteshaus aus dem ersten Jahrhundert
in ganz Damaskus. Auch heute werden
hier noch Gottesdienste abgehalten.
6 Jahrtausende spirituelles Leben
Wir setzen unseren Spaziergang durch
orientalische Gassen und Märkte fort,
bis wir vor der weltberühmten Umayyaden-Moschee
ankommen. kaufen Gegenüber
der Moschee, beim Eingang zum bekanntesten
Basar von Damaskus, dem
Suq al-Hamidiya,
ist noch das mächtige
Gerippe des Jupitertempels aus der römischen
Zeit zu sehen. Wenn man hier
steht, aber auch wenn man durch die
Gassen der Stadt wandelt und sich bewusst
macht, dass Damaskus die einzige
Stadt der Welt ist, die seit ca. 6.000 Jahren
durchgehend besiedelt ist, ist das
ein ganz besonderes Gefühl. Irgendwie
sieht man der Stadt diese unendlich lange
Geschichte auch an. Die meisten profanen
Häuser würde man wohl nicht als
klassisch schön bezeichnen. Sie wirken
meist irgendwie improvisiert, von der Zeit
und ihren Bewohnern zurechtgerückt. Einen
gut durchgeplanten Eindruck macht
hier nichts. Angeblich gibt es hier nicht
einmal Hausnummern. Trotzdem wirkt
alles auf geheimnisvolle Art und Weise
stimmig. Daheim würden wir uns über
dieses Wirr-
Warr ziemlich
sicher aufregen,
hier trägt
es jedoch
zum Reiz und
Charme der
bedeutendsten
Stadt des
gesamten Orients
bei.
Um die Eindrücke
der Stadt auf uns wirken zu lassen,
bleibt aber nicht viel Zeit. Unser Reiseführer
drückt mir einen braunen Rock
in die Hand. Wenn ich mit in die Moschee
möchte , müsse ich damit meine
nackten Beine bedecken, was ich unter
schadenfrohem Gelächter unserer Reisegruppe
mache. Als Erstes besichtigen
Info-DIREKT jetzt kaufen
und bequem weiterlesen:
wir das Grab von Sultan Saladin, der als
erfolgreicher Gegenspieler der Kreuzfahrer
und als vorbildhafter islamischer
Herrscher gilt. Nun begeben wir uns
ins Innere der Umayyaden-Moschee.
Staunend durchschreiten wir den Innenhof
in eine Gebetshalle. Darin steht ein
Schrein, in dem sich der Kopf von al-Husain
befinden soll, der von den Schiiten
verehrt wird.
Tolerante Muslime
Durch einen mit prächtigen Mosaiken
verzierten Arkadengang schlendern
wir in die nächste Gebetshalle. Diese
ist 157 Meter lang und 97 Meter breit
und mit einem schön geknüpften Teppich
ausgelegt. Getrennt voneinander
verrichten hier zahlreiche muslimische
Wer unabhängige Medien will,
muss diese auch unterstützen!
Frauen und Männer ihr Gebet. In der
Mitte der Halle befindet sich der Schrein
von Johannes dem Täufer. Etwas abseits
davon sind auch noch alte Taufbecken
zu sehen.
Auf mich wirkt es überraschend, dass
man in einer Moschee - noch dazu in
einem arabischen Land - christliche Einrichtungen
findet. In Syrien scheinen
Bilder unten: Die Umayyaden-Moschee (Mitte)
war ursprünglich eine Kirche. In der Mitte der
großen Gebetshalle der Moschee befindet sich
der Schrein Johannes‘ des Täufers.
Bilder: Ein ein für arabische Häuser
von Wohlhabenden typischer...
typischer Innenhof und eine für die
Altstadt von Damaskus typische
Straßenecke.
die Muslime aber um einiges toleranter
als in Europa zu sein, wo es für manche
Mohammedaner und ihre Lifestyle-Linken-Unterstützer
ein Problem darstellt,
wenn in Klassenzimmern Kreuze hängen.
Dass in der Moschee christliche
Einrichtungen und Symbole zu finden
sind, lässt sich mit der Entstehungsgeschichte
des Gebäudes erklären. Dieses
wurde im vierten Jahrhundert nach
Christus nämlich als frühbyzantinische
Kathedrale erbaut und Johannes dem
Täufer geweiht. Erst danach wurde die
Kirche teilweise auch als Moschee genutzt,
bevor sie schließlich zur reinen
Moschee wurde. Bevor jedoch Christen
und Muslime an diesem Ort ihre
Religion ausübten, stand hier bereits
der erwähnte Jupitertempel, dessen Innenmauern
heute teilweise die Außenmauern
der Gebetshalle bilden. Bevor
wiederum der Jupitertempel errichtet
wurde, soll hier schon ein Hadad-Tempel
gestanden haben. Wir verlassen die
Moschee und legen eine Rast im wundervollen
Kaffeehaus „Al Nawfara“ ein.
österreichweit im
Zeitschriftenhandel bestellen
oder in einer von über 100 Trafiken sofort
auf www.info-direkt.eu abonnieren
Reizwäsche am Basar
Als Nächstes steht der Besuch des bedeutendsten
Basars der Stadt am Plan,
dem Suq al-Hamidiya. Hier gibt es nicht
nur Kopftücher, Schmuck, Kleidung,
Bild unten: Die Überreste des
Jupitertempels bilden heute den
Eingang zum Suq al-Hamidiya, dem
bekanntesten Basar von Damaskus.
12 |
Schuhe, Geschirr und vieles mehr zu kaufen,
sondern auch das Eis der bekanntesten
Eisdiele Syriens. Ganz offen ausgestellt wird
hier auch erotische und sehr freizügige Unterwäsche
für Damen, die auch von Frauen
mit Kopftuch gekauft wird. Angeblich entspricht
das dem arabischen Selbstverständnis:
Schönheit und Reichtum sei etwas, was
man nicht nach außen präsentiere, sondern
nach innen lebe. Ein Beleg dafür seien auch
die oft prächtig gestalteten und liebevoll
gepflegten Innenhöfe der typisch arabischen
Häuser. Den Reichtum an aufwendigen
gestalteten Steinmetzarbeiten in ihrem
Inneren sieht man den straßenseitigen Fassaden
der Häuser so gut wie nie an.
Plötzlich alleine in Damaskus
Überwältigt von den vielen Eindrücken
des Marktgeschehens, verliere ich meine
Reisegruppe im Getümmel. Jetzt bin ich
in der 1,8 Millionen Einwohner-Stadt, die
laut deutschen und österreichischen Behörden
außerordentlich gefährlich ist, auf
mich alleine gestellt. Nach einem kurzen
Schreckmoment freue ich mich irgendwie
über die Gelegenheit, die kaufen
Stadt nun auf eigene
Faust etwas erkunden zu können. Auf
meinem Handy habe ich ein Foto des Hotels,
in dem wir untergebracht sind. Darauf
ist auch dessen Name zu sehen. Ich lasse
mich durch die Stadt treiben und frage hin
und wieder Passanten, ob sie wissen, wo
das Hotel, das auf meinem Handy zu sehen
ist, ist. So lerne ich immer wieder einige nette
Syrer kennen, die mich teilweise sogar
ein Stück des Weges begleiten. Mit meiner
Lederhose bin ich klar als Tourist erkennbar
- wirklich unsicher fühle ich mich trotzdem
nicht. Nach zwei, drei Stunden des Herumirrens
treffe ich
zufällig einen Teil
meiner Reisegruppe
wieder. Gemeinsam
gehen wir
zurück zum Hotel.
Schwerpunkt
Damaskus bei Nacht
Das Nachtleben in Damaskus steckt voller Überraschungen. In den Pubs wird
westliche und arabische Musik gespielt. Wichtig dabei scheint zu sein, dass
der Bass ordentlich dröhnt. Teilweise werden bekannte Melodien amerikanischer
Lieder auch mit modernen arabischen Klängen gemixt. Im ersten Lokal sorgt zudem
immer wieder ein Trommler für gute Stimmung. Die Lokalgäste
sind modisch gekleidet. Die Damen tragen enge Kleidung und
ihre Haare meist offen. Selten aber doch, sieht man auch Mädchen
mit Kopftuch. Eine tanzt sogar ziemlich eng mit ihrem männlichen
Begleiter. Die Bars sind alle sehr stilvoll eingerichtet. In einer Bar
hat man sich sogar etwas einfallen lassen, um den Toilettenbesuch
etwas spannender zu gestalten. Wenn man am
stillen Örtchen einen Knopf drückt, verwandelt
es sich plötzlich in eine kleine Disco, mit
Discokugel und Musik. II
Info-DIREKT jetzt kaufen
und bequem weiterlesen:
österreichweit im
Zeitschriftenhandel bestellen
oder in einer von über 100 Trafiken sofort
Bild oben: Ausklang einer
Partynacht um vier Uhr morgens
in einem Imbissstand.
auf www.info-direkt.eu abonnieren
Am Abend zieht die wiedervereinte Reisegruppe
die „Gerade Straße“ entlang, die angeblich
sogar im Alten Testament erwähnt wird. Nach
dem Abendessen stürzen wir uns wieder in das
Nachtleben. Am nächsten Tag machen wir uns
mit unserem Reisebus wieder auf den Weg nach
Beirut , um den Heimflug anzutreten.
Wer unabhängige Medien will,
muss diese auch unterstützen!
Gefährliche Märchenstunde beenden
Zu erleben hätte es hier in Syrien sicher noch
vieles gegeben. Der kleine Eindruck, den ich bei
der kurzen Reise erhalten habe, reicht jedoch
aus, um mit absoluter Gewissheit sagen zu können:
Was uns die etablierte Medien über Syrien
erzählen, ist zum überwiegenden Teil erstunken
und erlogen. Zum Wohle Europas und Syriens
wird es Zeit, mit diesen Lügen aufzuräumen... II
Bilder: Im Suq al-Hamidiya,
einem 500 Meter langen,
überdachten Basar, kann
neben zahlreichen anderen
Dingen auch erotische
Unterwäsche gekauft werden,
die dort ganz offen
ausgestellt wird.
| 13
Schwerpunkt
Brutaler Machtkampf am
Rücken der Bevölkerung
In Syrien treffen die Interessen unterschiedlicher externer Mächte aufeinander.
Die sogenannten „westlichen Werte“ dienen dabei nur zur Verschleierung.
Erzählungen über Kriege haben
meist einen ähnlichen
Wahrheitsgehalt wie Märchen.
Vielfach ist eine reale Darstellung der
Ereignisse auch von keiner der Kriegsparteien
beabsichtigt. Es geht darum,
sich selbst als absolut gut und den
jeweiligen Gegner als Ausgeburt der
Hölle darzustellen. Im Krieg um Syrien
war und ist das nicht anders.
Schenkt man den westlichen Medien
und Politikern Vertrauen, ist der syrische
Präsident Baschar al-Assad absolut
böse und jeder, der gegen ihn
kämpft, uneingeschränkt gut. „Dass
die militärisch relevanten Gegner Assads
fast ausschließlich aus Dschihadisten
bestehen, ist in politischen
Kreisen durchaus bekannt, stellt aber
offenbar kein Problem dar. Es hat auch
keine Auswirkungen auf die westliche
Rahmenerzählung der Ereignisse in
Syrien“, schreibt Michael Lüders in seinem
Buch „Die den Sturm ernten. Wie
der Westen Syrien ins Chaos stürzte“.
Mit seinem Werk liefert der langjährige
Nahost-Korrespondent der Wochenzeitung
„Die Zeit“ jene Teile der
Geschichte, die in westlichen Medien
unter den Tisch gekehrt werden. Um Bild: Die Region Ghuta grenzt direkt an
die Lage in Syrien zu verstehen, ist es Damaskus und wurde im Kampf zwischen
jedoch
Info-DIREKT
unumgänglich, auch diese Fakten
und Sichtweisen zu kennen. Dabei unterstützen islamistischen Terror-Milizen
Regierungstruppen und vom Ausland
jetz
geht es Lüders nicht darum, Assad
stark verwüstet. Wer in Ghuta chemische
Kampfstoffe einsetzte, ist nach wie vor
reinzuwaschen, dessen Verbrechen
umstritten. Nur für westliche Medien war
seien offenkundig, schreibt Lüders. Jedoch
von Anfang an klar, dass Assad dafür verantwortlich
sei. Beweise dafür blieben
und
ersetze die moralische
bequem
Anklage
we
sie
die politische Analyse nicht.
jedoch schuldig.
Russland vs. USA
Kurz zusammengefasst findet man Lüders
Lesart des Konfliktes bereits im
Vorwort seines spannenden Werkes:
„In Syrien geht es nicht um ‚Werte‘,
sondern um Interessen. Geopolitik erklärt,
warum aus dem Aufstand eines
Teils der syrischen Bevölkerung gegen
das Assad-Regime in kürzester Zeit
ein Stellvertreterkrieg werden konnte.
Auf syrischem Boden kämpfen die
USA und Russland, aber auch der Iran
und Saudi-Arabien und nicht zuletzt
die Türkei um Macht und Einfluss. Die
Hauptakteure sind allerdings seit 2012
Washington und Moskau.“
In seinem 176-seitigen Buch untermauert
Lüders seine Analyse mit
umfangreichem Wissen über den
gesamten Nahen
Osten.
Anhand zahlreicher
Beispiele
und
Dokumente
Interessen und Zugangsweisen der
einzelnen Konfliktparteien auf. Vieles
davon erinnert den Leser vermutlich
auch an die derzeitige Situation in der
Ukraine.
österreichweit im
Zeitschriftenhandel be
oder in einer von über
kaufen
Spielplatz für ausländische Agenten
Die Verantwortung für die Eskalation
in Syrien sieht Lüders übrigens auch
in Europa und Deutschland, „weil sich
ihre Politiker die Sicht Washingtons zu
eigen gemacht haben“. Dass sich niemand
Gedanken über die Folgen der
Parole „Assad muss weg“ gemacht
habe, falle „uns nunmehr auf die Füße“.
In Syrien betrieben die USA nämlich
so wie im Jemen, Libyen, Afghanistan
und dem Irak „ihre Politik des regime
change“. Spannend wie in einem Krimi
führt Lüders in diesem Zusammenhang
die Tätigkeit des US-Auslandsgeheimdienstes
CIA im Nahen Osten seit
1949 an. Dieser nutzte die Konflikte
zwischen den ethnischen und religiösen
Gruppen in der Region, die durch
auf www.info-direkt.eu
Wer unabhängige zeigt er dabei
die unter-
die ehemaligen Kolonialherren ver-
Grenzziehungen mit dem Medien
Lineal durch
schiedlichen schärft wurden, immer wieder aus, um
muss diese auch unterstüt
Bild: Das völlig zerstörte Hotel Safir in Maalula
Bilder: Info-DIREKT
Schwerpunkt
die ganze Region zu destabilisieren. Die USA
versuchten „die Regionen nach ihren eigenen
Vorstellungen zu gestalten“, so Lüders. „Dabei
ging es vor allem um Erdöl, die Sicherheit Israels
und den Kalten Krieg mit der Sowjetunion“,
fasst der Autor zusammen. Wenig überraschend
trug zur aufgeheizten Stimmung in
den letzten Jahrzehnten das Tauziehen um
den Bau von Pipelines durch Syrien bei. Natürlich
hatten dabei auch internationale Geheimdienste
ihre Finger mit im Spiel. Über
das Jahr 1955 schreibt Lüders beispielsweise:
„Gemeinsam entwarfen der SIS, der britische
Auslandsgeheimdienst, und die CIA
einen Umsturzplan. Er sah vor, dass die Türkei
Grenzzwischenfälle provozieren sollte.
Britische Agenten würden zeitgleich Wüstenstämme
zum Aufstand gegen Damaskus,
amerikanische wiederum die rechtsextreme
‚Syrische Soziale Nationalpartei‘ zu Anschlägen
ermuntern. Nötigenfalls sollten irakische
Truppen zusätzlich intervenieren.“
Die Aktion scheiterte damals, weil sie vom
syrischen Geheimdienst enttarnt wurde.
t
Von
kaufen
diesem Rückschlag ließ sich der Westen
jedoch nicht beirren. Weitere gesteuerte
Putschversuche folgten. Interessant an
diesen Putschversuchen ist auch, dass den
Medien bereits 1957 eine wichtige Aufgabe
darin zugedacht wurde: Sie sollten laut dem
lange Zeit geheimen „Preferred Plan“ den
Eindruck erwecken, dass das syrische Regi-
iterlesen:
me für Sabotageanschläge in den arabischen
Nachbarstaaten verantwortlich sei. Durch die
ständige Putschgefahr verfestigte sich nicht
nur die autoritäre Herrschaftsform in Syrien,
sondern auch das Misstrauen gegen die
Amerikaner, das „in weiten Teilen der Bevölkerung
bis heute“ anhält.
stellen
Keine Alternative zu Assad
Inspiriert von den Revolten in Nordafrika kam
es Anfang 2011 auch zu spontanen Protesten
gegen die grassierende Korruption und für
eine Reform des verhassten Sicherheitsappa-
100 rates in Trafiken Syrien. Dabei gingen sowohl sofort
Assads die vom Westen vielgepriesene Zivilgesellschaft.
Sicherheitsapparat als auch die Regimegegner
mit äußerster Brutalität vor. „Das westliche
Narrativ, die gesamte syrische Bevölkerung
oder wenigstens die überwältigende
Mehrheit hätte sich gegen Assad erhoben“,
sei jedoch „eindeutig falsch“, so Lüders.
„Rund die Hälfte der Syrer“ stehe nach wie
vor hinter Assad, und zwar „nicht aus Liebe
abonnieren
zum Diktator, sondern aus Abwägung“, weiß
Lüders zu berichten. Schließlich wisse jeder,
dass es derzeit keine Alternative zu Assad
gebe, da sich die oppositionellen Kräfte gegenseitig
nicht vertrauen würden.
will,
zen!
Anstatt mangels Alternativen zum Assad-Regime
deeskalierend auf die Konfliktparteien
einzuwirken, bemühte sich der Westen stets,
die Lage weiter anzuheizen. So empfahl der
US-Diplomat Roebuck, „die syrische Regierung
durch entsprechende Provokationen
zu ‚Überreaktionen‘ zu verleiten“, auch um
Syrien „von seinen arabischen Nachbarn
zusätzlich isolieren und entfremden“ zu können.
Lüders berichtet zudem von weiteren
ähnlichen schmutzigen Tricks, um die Lage
in Syrien eskalieren zu lassen. So überrascht
es nicht, dass US-Außenministerin Hillary
Clinton in einer geleakten E-Mail empfahl,
die USA solle „mit ihren regionalen Verbündeten
wie der Türkei, Saudi-Arabien und Katar
zusammenarbeiten, um syrische Rebellen
zu organisieren, zu trainieren und zu bewaffnen.“
Interessant in diesem Zusammenhang
ist, dass sogar Israel islamistische Kämpfer
medizinisch versorgt haben soll, die im
Kampf gegen syrische Regierungstruppen
verletzt wurden. Das ist nur ein Beispiel dafür,
wie vielschichtig und verworren die Lage
in der Levante ist. Ganz klar kann gemäß
Lüders jedoch gesagt werden: „Ohne den
Krieg gegen den Terror, den Regimewechsel
im Irak und den angestrebten Regimewechsel
in Syrien hätte es diesen enormen
Zuwachs an gewaltbereiten Islamisten nicht
gegeben.“ Ohne Einmischung von außen
hätte der Syrienkrieg zudem niemals solche
Ausmaße angenommen. „Die Syrer wären in
diesem Fall heute wohl weder glücklich noch
frei, vermutlich aber auch nicht unglücklicher
als in ihrer jetzigen Lage – und vor allem wären
sehr viel weniger tot“, fasst Lüders zusammen.
USA vorerst verloren
Der angestrebte Sturz von Assad durch die
USA und ihre Verbündeten wurde durch den
Eingriff von Russland in letzter Sekunde verhindert.
Ohne die Unterstützung von Putin
„würde heute wohl entweder die Flagge der
(islamistischen) Nusra-Front oder des ‚Islamischen
Staates‘ über den Ruinen Damaskus
wehen“, ist sich Lüders sicher. Gemäßigte
Rebellen, die Assad beerben hätte können,
habe es nämlich ebenso wenig gegeben wie
„Syrien durchlebt gegenwärtig, wie weite
Teile der arabisch-islamischen Welt insgesamt,
einen Dreißigjährigen Krieg. Am Ende,
das noch lange nicht in Sicht ist, könnte ein
Westfälischer Frieden stehen. Kein Diktat,
keine Einmischung von außen wird diese
Entwicklung beschleunigen, im Gegenteil.
Die Erneuerung von Gesellschaften kann nur
aus ihnen selbst heraus erfolgen. Der Reflex,
diesen Prozess beschleunigen zu wollen, ist
menschlich, bringt aber unkalkulierbare Gefahren
und kann ganze Regionen ins Chaos
stürzen“, wagt Michael Lüders in seinem lesenswerten
Buch einen Ausblick in die Zukunft.
II
Bild: Absolute
Leseempfehlung für
Michael Lüders 176-seitiges
Buch „Die den Sturm
ernten. Wie der Westen
Syrien ins Chaos stürzte“.
Die 2021 in achter
aktualisierter Auflage
erschienene Ausgabe ist
im Buchhandel zum Preis
von 15,90 Euro erhältlich.
Mehr über den Autor
erfahren Sie hier:
www.michael-lueders.de
Bild: Spannend: In seinem
Buch beleuchtet
Michael Lüders auch
die Rolle des türkischen
Präsidenten Erdogan im
Syrien-Konflikt genau, der
nun laut Medienberichten
eine Militäroffensive in
Nordsyrien plant.
Bild Erdogan: President.az via wikipedia.org (CC-BY 4.0)
| 15
Schwerpunkt
Syrien braucht seine Bürger
Syrien leidet nicht nur unter den Kriegsfolgen, den Sanktionen und der Inflation, sondern auch
daran, dass viele Syrer ausgewandert sind und weitere auswandern wollen. M. Scharfmüller
Bild: Abdo el Haddad ist
ein international gut vernetzter
Unternehmer und
davon überzeugt, dass
Syrien die Abwanderung
seiner Bürger nicht stoppen
kann, solange die
Lebensbedingungen im
Land schlecht bleiben und
die Einwanderung in den
deutschen Sozialstaat relativ
einfach möglich ist.
Bild: Während in Ländern
wie Österreich die dauerhaft
hohe Einwanderung
für Probleme sorgt,
leidet Syrien an der
Abwanderung seiner
Bürger.
Große Migrationsbewegungen stellen
nicht nur die Gast- und Transitländer
vor große Herausforderungen,
sondern auch deren Heimatländer. Im
Magazin Info-DIREKT beleuchten wir diese
Probleme immer wieder. In Syrien hatte ich
nun Gelegenheit, mit Menschen zu sprechen,
die in einem Land leben, das stark von Abwanderung
betroffen ist. Während für jeden
Patrioten ganz klar ist, dass es Ziel jeglicher
Politik sein muss, den Menschen ein Leben in
ihrer angestammten Heimat zu ermöglichen,
ist dies für Globalisten nicht erstrebenswert.
So ist es nicht verwunderlich, dass Abdo el
Haddad, ein international gut vernetzter Un-
und bequem
ternehmer aus Maalula, auf meine Frage, was Jeder wird gebraucht
deutsche Politiker tun sollten, damit Syrer Bei einem Friseurbesuch in Damaskus lerne
wieder in ihre Heimat zurückkehren, antwortet:
„Ich bin mir nicht sicher, ob Deutschland nist in einem Krankenhaus in der syrischen
ich einen weiteren Arzt kennen, der als Inter-
das überhaupt will.“ Genau hier dürfte das Hauptstadt arbeitet. Ans Auswandern denkt
Problem liegen. Obwohl der Großteil Syriens
er nicht. Er wolle jetzt noch etwas sparen,
längst befriedet ist, stellen Syrer nach Afghanen
die zweitgrößte Gruppe an illegalen Ein-
eine Familie gründen. Als ich sage, dass ich
sich dann eine Frau suchen und in Syrien
wanderern in Österreich dar. Wobei Abdo el es toll finde, dass er als Arzt im Land bleibt,
Haddad anmerkt, dass nicht jeder auch wirklich
ein Syrer sei, der das behauptet.
Wir brauchen alle Berufsgruppen. Wenn
entgegnet er: „Wir brauchen nicht nur Ärzte.
wir
Wer kann, der geht
In einem vertraulichen Gespräch verrät mir
ein Hotelangestellter in Damaskus: „Um ehrlich
zu sein. Jeder, der die Möglichkeit hat,
das Land zu verlassen, macht das auch. Ich
will auch weg. Das hat hier keine Zukunft.“
In Damaskus lerne ich auch einen Syrer kennen,
der sehr gut Deutsch spricht. Er verrät
mir, dass seine Kinder nun alt genug seien,
um ein Studium zu beginnen. Deshalb hoffe
er nun, bald mit seiner gesamten Familie
nach Deutschland gehen zu können. Dass
auch dort nicht alles gut ist, wisse er. Besser
als in Syrien sei es aber allemal. Als ich mich
nach einem Basar-Besuch alleine in Damaskus
verirre, begleitet mich ein junger Mann
ein paar Gassen, um mir den Weg Richtung
Hotel zu zeigen. Dabei erzählt er mir, dass er
in der syrischen Armee diene, er aber trotz
sicherem Arbeitsplatz
keine Zukunft in seiner
Heimat sehe. Wohin er
auswandern will, weiß er
nicht: „Hauptsache weg,
sobald sich eine Möglichkeit
ergibt!“
Heimat beitragen zu wollen, bewundere. Am
Suq, dem bekanntesten Markt in Damaskus,
spricht uns (meinen Kameramann und mich)
ein junger Mann auf Englisch an. Unser Gespräch
können wir auf Deutsch weiterführen.
Der Mann arbeitet nämlich seit er seine Ausbildung
in Ägypten abgeschlossen hat als
Arzt in Deutschland. Dort wolle er jetzt noch
Info-DIREKT
ein paar weitere Ausbildungen machen und
j
dann in Syrien eine eigene Praxis eröffnen.
Meine Frage, was Syrien bräuchte, um bald
Es gibt aber auch andere
Menschen, die ich für ihren
Willen, selbst etwas
zum Aufschwung der
wieder auf die Füße zu kommen, beantwortet
er so: „Viele Leute, viele Fachkräfte und viel
Geld.“
österreichweit im
Zeitschriftenhand
oder in einer von
kaufen
unser Land nicht aufbauen, wird es auch kein
anderer für uns tun.“
Hilfsprojekt gegen Auswanderung
Ähnlich sieht das der Zahnarzt Josef Sadeeh.
Für ihn wäre es vermutlich ein Leichtes gewesen,
sein Land zu lassen. Er ist Christ, Arzt und
kommt aus Maalula, das im Krieg - im Unterschied
zu anderen Regionen - wirklich schwer
umkämpft war. Trotzdem hat er sich für seine
Heimat entschieden. Mit der Hilfe der pa-
auf www.info-direk
triotischen Hilfsorganisation „AHA!“ ist es
ihm gelungen, in Maalula wieder eine Zahnarzt-Praxis
zu eröffnen. Für ihn ist klar, dass
es jeder Syrer, der seiner Heimat den Rücken
kehrt, für die Zurückgebliebenen schwieriger
Wer unabhängige Me
macht. Jeder Mensch, der geht, hinterlasse
eine Lücke, man nicht mehr zu füllen
muss
könne.
diese
Was solle man
auch
in einem Land machen,
unte
indem es keine Bäcker und keine Handwerker
mehr gibt, fragt er. Ein weiteres Problem
komme aus Sicht des Zahnarztes noch hinzu:
Wenn alle Minderheiten das Land verlassen,
hätten die Islamisten ihr Kriegsziel erreicht.
Er sei sich aber sicher, dass für seine Heimat
die schwerste Zeit vorüber sei und es unter
der Führung von Präsident al-Assad gelingen
werde, Syrien wieder aufzubauen.
In Tartus an der Mittelmeerküste, das vom
Krieg nie direkt betroffen war, treffe ich gleich
am ersten Morgen unserer Reise zufällig auf
16 |
Schwerpunkt
Bild: Joseph Sadeeh
ist Zahnarzt in Maalua.
Obwohl er die
Möglichkeit gehabt
hätte auszuwandern,
blieb er seiner Heimat
treu. Wenn alle das
Land verlassen, hätten
die Islamisten ihr Ziel
erreicht und das wolle
er verhindern.
einen jungen Mann, dessen Vater Syrer und
dessen Mutter Österreicherin ist. Er sei in der
Nähe von Linz aufgewachsen und vor ein
etzt
paar Monaten nach
kaufen
Syrien gegangen, erzählt
er mir gut gelaunt und im breiten oberösterreichischen
Dialekt. Er könne sich das Leben
in Syrien gut leisten, weil sein Vater Kapitän
sei und seine Familie ihr Einkommen somit
nicht in Syrien erwirtschaften müsse.
gerne dauerhaft bleiben, durch die anhaltend
hohe Inflation und die schlechten Verdienstmöglichkeiten
sei das jedoch nicht
möglich.
Durch die Gespräche mit vielen verschiedenen
Personen bin ich mir sicher: Damit sich
in Syrien etwas zum Positiven ändern kann,
muss sich das Bild über Syrien im Westen
ändern. Solange Syrien fälschlicherweise als
eines der gefährlichsten Länder der Welt dargestellt
und wahrgenommen wird, werden es
Syrer und alle, die sich als solche ausgeben,
weiterhin leicht haben in Europa Einlass zu
bekommen. Solange die Sanktionen gegen
Syrien aufrechterhalten werden und fremde
Mächte Unruhe in Syrien stiften, werden
sich auch weiterhin viele Syrer von der europäischen
Asylindustrie mit falschen Versprechungen
anlocken lassen.
weiterlesen:
Allen Gutmenschen, die sich darüber freuen,
Flüchten, von wo andere Urlaub machen dass dem Assad-Regime die Menschen davonlaufen,
sei gesagt: In Westeuropa könnte
Dass es sich in Teilen Syriens durchaus gut
leben ließe, wenn die wirtschaftlichen Umstände
besser wären, erklärt mir ein Mann, Zahl der Auswanderungen in Deutschland ist
uns bald ein ähnliches Schicksal blühen. Die
der sich in einem Kaffeehaus in Damaskus bereits am Steigen. II
neben mich setzt. Er lebe eigentlich in Jordanien,
mache aber hier in Damaskus mit
Bild: Amouri hat in Ägypten Medizin studiert
seiner Frau und seinen zwei Kindern Urlaub,
weil man hier viel mehr persönliche
um sich weiterzubilden. Sobald er die
und arbeitet derzeit als Arzt in Deutschland,
Freiheit habe als in anderen arabischen
Ausbildungen abgeschlossen hat, will er in
Ländern, erklärt er mir. Er würde hier auch
Syrien eine eigene Praxis eröffnen.
el bestellen
über 100 Trafiken sofort
Falsche Hoffnungen als Problem
Gespräch mit einem christlichen Geistlichen in einem alten Kloster in Maalula
t.eu abonnieren
dien will,
rstützen!
Der Pfarrer des Klosters
der Heiligen
Sergius und Bacchus berichtet,
dass es aufgrund
einer von Präsident Assad
erteilten Amnestie
jedem geflüchteten Syrer
möglich sei, zurück in
seine Heimat zu kehren.
Ausgenommen davon
seien nur jene, die ihre
Hände mit syrischem
Blut befleckt hätten. Syrien brauche seine jungen
Menschen, um das Land wieder aufzubauen. Solange
der Westen den geflüchteten Syrern jedoch
Hoffnungen mache, dauerhaft in Europa bleiben
zu können, werden diese nicht zurückkommen, da
Bilder: Im Kloster der Heiligen Sergius und Bacchus befindet sich eine
der ältesten Kirchen der Welt. Es soll in den Jahren 313 bis 325 auf den
Mauern eines heidnisches Tempels errichtet worden sein. 2013 und 2014
wurde es von Islamisten mutwillig zerstört und geplündert. Bereits 2016
wurde es wieder renoviert und wieder für Besucher zugänglich gemacht.
Bild: Dieser Herr aus
Jordanien macht mit
seiner Familie Urlaub in
Damaskus, wo er sich
sicher und frei fühle.
Dauerhaft hier zu leben,
kann er sich aufgrund der
hohen Inflation jedoch
nicht vorstellen.
das Leben in Syrien mit Entbehrungen verbunden
sei. Erschwerend komme hinzu, dass es an positiven
Zukunftsperspektiven für junge Menschen im
Land fehle.
Die wenigen, die trotzdem heimkehren, hätten verstanden,
dass sie nur instrumentalisiert wurden, so
der Pfarrer.
Eine wichtige Rolle, um ein wahres Bild von Syrien
im Ausland zu zeichnen, komme auch jenen Menschen
zu, die nun wieder beginnen, das Land zu
bereisen. Diese können in ihren Heimatländern
nämlich davon erzählen, wie sich die Lage in Syrien
tatsächlich darstellt.
Damit das Christentum in Syrien erhalten bleibe,
sei es wichtig, dass die syrischen Christen wieder
zurück in ihre Heimat kehren. Harte Worte fand der
Geistliche jedoch für jene Syrer, die nur zurückkehren,
weil hier ihre Häuser stehen und ihre Toten begraben
sind: „Nur wenn ihr den Namen von Jesus
Christus tragt, dürft ihr wieder zurückkommen.“ II
| 17
Schwerpunkt
„Hilfe vor Ort statt
Masseneinwanderung“
Interview mit Sebastian Zeilinger von der patriotischen Hilfsorganisation „AHA!“
Im Gespräch mit Info-DIREKT erklärt der ehrenamtliche „AHA!“-Mitarbeiter Sebastian
Zeilinger, wieso es auch als Patriot Sinn machen kann, Menschen im Ausland zu helfen
und was seine Hilfsorganisationen von anderen unterscheidet.
Sebastian Zeilinger
ist vierfacher Familienvater
und lebt in
Bayern. 2009/2010
war er fast ein ganzes
Jahr zu Fuß in Syrien
und anderen Staaten
Asiens unterwegs.
Seit 2018 leitet er
gemeinsam mit anderen
das patriotische
Hilfsprojekt „AHA!“, das
im überwiegend christlichen
Dorf Maalula
nördlich von Damaskus
Hilfe vor Ort leistet.
Mehr über „AHA!“
erfahren Sie auf:
www.aha-europe.com
j
Info-DIREKT: Wie kommt man auf die Idee,
ausgerechnet in Syrien helfen zu wollen?
Sebastian Zeilinger: Syrien war der Hauptbrennpunkt
und Auslöser der sog. Flüchtlingskrise
2015. Nahezu alle Parteien fordern die
Hilfe vor Ort statt Masseinwanderung, wenngleich
das mehr eine Alibi-Forderung zu sein
scheint. Wir wollten diese Forderung schlichtweg
in die Tat umsetzen: Hilfe zur Selbsthilfe
jetzt
Info-DIREKT: Wieso hilft man als deutscher
vor Ort und zugleich aufzeigen, dass Syrien in Patriot Menschen im Ausland? Gibt es nicht
weiten Teilen wieder sicher ist, bzw. immer war. bei uns genug Problemfelder, um die man sich
Das heißt auch konkret,
und
dass eine Rückkehr
bequem
zuvor kümmern müsste?
weit
der Flüchtlinge, die Schutz auf Zeit suchten, Zeilinger: Für die Weltanschauung junger
jederzeit möglich wäre.
Menschen sind Auslandsaufenthalte, gerade
Info-DIREKT: Weshalb konzentrieren sich all
Eure Hilfsprojekte auf das kleine Dorf Maalula?
Zeilinger: Maalula steht für uns stellvertretend
für die große Lüge des Syrienkrieges. Von
unseren Medien wurde kolportiert, es handle
sich um einen Aufstand gegen ein vermeintliches
Unrechtsregime durch angeblich gemäßigte
Oppositionelle (wir erinnern uns an
den „arabischen Frühling“). Das gab es sicher
auch, aber als die sogenannten Rebellen, die
nichts anderes als zumeist fremdländische Terroristen
waren, Maalula im September 2013
überfielen, ging es um ganz andere Motive.
Dieses mehrheitlich christlich geprägte Dorf,
in dem noch Aramäisch gesprochen wird –
die Sprache Jesu Christi – war ohne jegliche
militärische oder strategische Bedeutung
und wurde von Al-Nusra und tschetschenischen
Kämpfern eingenommen. Mehrere
zivile Einwohner wurden gemeuchelt, die
Nonnen entführt, Gräber geschändet und
Olivenbäume vergiftet, alles, was nicht nietund
nagelfest war, wurde geplündert. Es
ging um die Auslöschung einer der ältesten
christlichen Siedlungen weltweit. Zu Ostern
2014 wurde der Ort von der regulären syrischen
Armee und christlichen Milizen zurückerobert.
Deshalb und auch wegen des hohen
Bekanntheitsgrades Maalulas haben wir unsere
bescheidene Hilfe auf dieses wunderschöne
Bergdorf nördlich von Damaskus konzentriert.
österreichweit im
Zeitschriftenhandel beste
oder in einer von über 10
kaufen
in solchen Ländern, extrem wichtig. Der interkulturelle
Austausch mit fremden Kulturen, das
damit einhergehende tiefe Begreifen der eigenen
Kultur und des eigenen Wesens waren
für mich und viele andere Gefährten prägend.
Gerade in der patriotischen Szene fehlt es bisweilen
an weltanschaulich wirklich gefestigten
Menschen, die hiesige Probleme etwas grundsätzlicher
betrachten und angehen, als mit
einer oberflächlichen Mentalität und Sichtweise,
die irgendwo zwischen Westbindung und
Antiislamhaltung einzuordnen ist. Syrien bietet
dafür genügend Anschauungsmaterial: Knallharte
Regime-Change-Agenden des Westens,
Sanktionspolitik, Hyperinflation, Kampf ums
Überleben der Minderheiten – viele der Konflikte
in Syrien könnten zudem ein Hinweis auf
Kommendes auch in Deutschland und Europa
auf www.info-direkt.eu sein. Das mit eigenen Augen zu sehen, sich ab
mit Veteranen des Krieges auszutauschen und
einen tiefen Einblick in das Leben vor Ort zu
erhalten, ist beeindruckend. Ein Volunteer-
Wer unabhängige projekt für junge patriotische Medien Europäer steht wi
in den Startlöchern, sobald Visa für Syrien für
Einzelpersonen wieder möglich sind. Seit 2018
gibt es keine Visa für Einzelpersonen ohne ge-
muss diese auch unterstützen
führte Tour mehr. Das von uns finanzierte Hostel
„Heimat“ soll den Freiwilligen als Unterkunft
dienen. Aufzubauen und zu restaurieren gibt
es vor Ort in Maalula und darüber hinaus genug.
Mit solch einer Prägung bekommt man
einen anderen Blick auf hiesige Problemfelder.
Mit unserem Projekt haben wir die Rahmenbedingungen
für solch einen Austausch geschaf-
Bilder: Durch Hilfe zur Selbsthilfe will „AHA!“ den
Menschen in Maalula eine Zukunft ermöglichen,
damit diese nicht nach Europa auswandern.
Bilder: Info-DIREKT; Bild Zeilinger: Mario Alexander Müller
18 |
Schwerpunkt
fen. Ungeachtet all dessen, halte ich den Blick über
den eigenen Tellerrand v.a. für die patriotische Szene
für ungeheuer wichtig. Mit weltanschaulich gefestigten
Mitstreitern lässt sich bei uns langfristig viel
mehr bewegen.
Info-DIREKT: Ist Eure Hilfe vor Ort nicht ein
Tropfen auf den heißen Stein?
Zeilinger: Natürlich. Aber wir treten ja nicht mit
dem Anspruch an, die Welt zu retten, sondern
wollen mit einem kleinen Projekt die Machbarkeit
der Hilfe vor Ort aufzeigen, mit politischem Fokus
auf die Rückkehr der Flüchtlinge in ihre Heimat.
Gerne dürfen größere Akteure diese Idee aufgreifen
bzw. fortführen. Die Regierungsparteien in Polen und
Ungarn haben mit hohen Beträgen Projekte wie den
Wiederaufbau von Schulen in Syrien unterstützt, aus
ähnlichen Motiven wie unsere kleine Organisation -
Hilfe vor Ort statt Masseneinwanderung nach Europa.
kaufen
Info-DIREKT: Was unterscheidet „AHA!“ von anderen
Hilfsorganisationen?
Zeilinger: Hilfe zur Selbsthilfe, sich als Organisation
von Anfang an entbehrlich zu machen, den
erlesen:
Menschen auf Augenhöhe begegnen. Nur was notwendig
ist, wird finanziert und das ist oft erstaunlich
wenig. Wir treiben keine „Regime Change“-Agenda
voran, sondern lehnen jeglichen Eingriff des Westens
in die Politik souveräner Staaten ab. Dies schließt
auch die Sanktionen mit ein. Diese müssen fallen, damit
die Menschen vor Ort wieder eine Zukunft haben
und möglichst viele wieder freiwillig in die Heimat
zurückkehren oder dorthin zurückgeschickt werden
können. Der arabische Nachrichtensender Al-Dschasira
hat „AHA!“ bescheinigt, die einzige Organisation
llenvor Ort zu sein, die hilft, um Menschen von der Migration
nach Europa abzuhalten.
0 Trafiken sofort
Info-DIREKT: Wie passen touristische Reisen in das
Konzept der Hilfe vor Ort?
Zeilinger: Wir wollten weg von der Abhängigkeit von
Spenden. Das Hostel „Heimat“ trägt sich durch die organisierten
Reisen künftig selbst. Mit dem Hostel und
der Einbindung Maalulas in die Reisen bleibt das
Geld der Touristen tatsächlich 1:1 vor Ort. Zusätzlich
gibt es ein gemeinsames Essen mit Syrern vor Ort,
um einen authentischen Austausch und Einblick ins
Leben der Syrer zu gewähren. Ein Veteran erzählt von
der Besetzung und Rückeroberung Maalulas, so dass
neben den historischen Stätten auch die jüngste Geschichte
nicht zu kurz kommt. Um das Ganze langfristig
auszurichten, agiert der deutsche Reiseveranstalter
www.reise-nach-syrien.de komplett unabhängig
und arbeitet wirtschaftlich. Keiner der Akteure von
„AHA!“ verdient an den Reisen und am Hostel oder
ist sonst in einer Form wirtschaftlich beteiligt. Die
Menschen vor Ort verdienen Geld mit dem Hostel
und dem Essen, Devisen kommen ins Land und wir
zeigen Interessierten, wie das Leben in Syrien in den
befriedeten Gebieten wirklich ist und welche Auswirkungen
die Sanktionen auf die normale Bevölkerung
haben. Denn medial wird das Projekt weitestgehend
totgeschwiegen, also müssen wir dafür Sorge tragen,
dass sich möglichst viele Menschen vor Ort aus erster
Hand informieren. II
onnieren
ll,
!
Bilder: Info-DIREKT
j
Bilder: Das Hostel „Heimat“ ist mit
einer großen Liebe für kleine Details
eingerichtet. Zur großen Freude von
AfD-Bundestagsabgeordneten Roger
Beckamp und Jean-Pascal Hohm (AfD-
Cottbus) gibt es im Hostel nicht nur
Strom, sondern auch WLAN.
Bilder: Von „AHA!“ wurden im Jahr 2019 zwei Busse finanziert, die es seither der
Dorfbevölkerung von Maalula ermöglichen ins ca. 60 Autominuten entfernte
Damaskus zu gelangen. Die laufenden Kosten für die Busse werden durch den
Verkauf von Fahrkarten gedeckt.
Bilder: Trotz der Sanktionen gegen
Syrien ist es „AHA!“ gelungen, den
Zahnarzt Joseph Sadeeh bei der
Einrichtung einer Praxis in Maalula
zu unterstützen. Ein Interview mit
ihm sehen Sie am YouTube-Kanal
von Info-DIREKT.
j
j
| 19
Schwerpunkt
Syrien als Spiegel unserer Zukunft
Für Michael Scharfmüller zeigt seine Syrien-Reise, was Europa noch erwarten könnte
Peter Scholl-Latour, meinte einmal
„Wer halb Kalkutta aufnimmt,
rettet nicht Kalkutta,
sondern wird selbst Kalkutta!“ Um
diese Feststellung von Scholl-Latour
persönlich auf ihren Wahrheitsgehalt
zu überprüfen, hätte ich meine Reise
nach Syrien bereits in Frankfurt beenden
können. Der Flug nach Syrien hat
sich jedoch trotzdem gelohnt. Es war
nämlich sehr beeindruckend, mit eigenen
Augen zu sehen, wie einseitig wir
von den etablierten Medien über das
Land im Nahen Osten informiert wurden
und werden.
Assad, wohin man blickt
Peter Konrad war Teil der Syrien-Reisegruppe. Hier seine persönliche Bilanz
Das Abenteuer Syrien geht zu
Ende. Assad zur Begrüßung, Assad
zum Abschied, Assad überall im
Stadtbild. Die Regierung Assad steht
für Menschenrechtsverletzung und
Korruption. Grundrechte für Menschen,
die nicht seiner Meinung sind,
sellschaften, ein stärker werdender Islam,
eine autoritäre Staatsführung, die
fehlende Jugend, die fehlenden Fachkräfte,
das Zusammenbrechen von
Lieferketten, die Zerstörungswut von
Extremisten und den Einfluss raumfremder
Mächte auf die eigene Region.
Info-DIREKT jetzt kaufen
und bequem weiterlesen:
Europa darf nicht Syrien werden
Jeder, der einsieht, dass sich all das wie man trotz schlechter Bedingungen
in der eigenen Heimat überleben
negativ auf Syrien auswirkt, sollte alles
dafür tun, seiner eigenen Heimat, seiner kann. In Krisenzeiten ist es wichtig, Teil
österreichweit im
eigenen Familie und sich selbst diese eines starken, möglichst regionalen
Zeitschriftenhandel Entwicklungen zu ersparen. bestellen Wenn man Netzwerkes zu sein. Zusammenrücken,
merkt, dass die Energieversorgung sich untereinander helfen und sich gegenseitig
sofort Mut machen, sind die Gebo-
oder in einer wichtig für von einen über Staat, seine 100 Wirtschaft Trafiken
Wenn man in die Fremde reist, lernt und seine Menschen ist, darf man damit
keine Experimente machen. Wenn
te der Stunde.
man jedoch nicht nur die dortige kaufen Kultur
und die dortigen Gegebenheiten man weiß, dass eine multikulturelle Von Syrern lernen
besser kennen, sondern es wird einem Gesellschaft ein friedliches und demokratisches
Zusammenleben abonnieren
erschwert, liches Leben unter unglücklichen Um-
Voraussetzung für ein halbwegs glück-
auch der Zustand der auf eigenen Heimat www.info-direkt.eu
dadurch bewusster.
muss man den Bevölkerungsaustausch ständen ist auch, dass man sein Leben
Wer unabhängige
stoppen. Auch
Medien
für all anderen
will,
Negativerscheinungen
gäbe es einfache sondern an emotionalen Werten. Was
nicht an materiellen Dingen ausrichtet,
In Syrien konnte ich die Auswirkungen
jener Entwicklungen
muss
sehen,
diese nun
auch
Handlungsmöglichkeiten,
unterstützen!
um die damit man sich von den Syriern auch abschauen
kann, ist ihr Stolz auf die gro-
auch in Europa rasend schnell schlagend
werden: den Mangel an leistbaße
Geschichte ihrer Heimat und ihre
verbundenen Gefahren abzuwenden.
rer Energie, die rasende Inflation, die Doch selbst, wenn das in nächster Zeit skeptische Grundhaltung gegenüber
Zerbrechlichkeit multikultureller Ge-
nicht gelingen sollte, zeigen die Syrer, den Versprechungen der USA. II
gibt es nicht. Das alles unterscheidet
ihn von den allermeisten Regierungen
in der Gegend überhaupt nicht. Mit
denen auch wir als Europäer beste Geschäfte
machen.
Die Folgen des von den USA durchgesetzten
Regime-Changes im Irak und in
Libyen waren verheerend österreichweit für die Länder
und die Region. Ohne die 300.000
im
irakischen Soldaten, die - samt Waffen
- nach Hause geschickt wurden, hätte
kaufen
es den IS-Terror in dieser Form nicht
gegeben. Auch das gehört zur Wahrheit
dazu.
Assad ist noch im Amt und
ein Regierungswechsel
nicht in Sicht. Vielleicht auch,
weil Christen und andere
Minderheiten in ihrer Religionsausübung
geschützt sind.
Bild: Typische Straßenszene in Damaskus
Im Irak hingegen gibt es kaum noch
christliches Leben. Viele Jahre Sanktionen
gegen die syrische Bevölkerung
haben nichts geändert, aber das Leben
in einem geschundenen Land fast unerträglich
gemacht.
Info-DIREKT jetzt kaufen
und bequem weiterlesen:
Wer unabhängige Medien will,
muss diese auch unterstützen!
Es ist Zeit für einen Neuanfang, der
Menschen in Syrien wieder eine Perspektive
gibt. Der einem für unsere Kultur,
Geschichte, Religion so wichtigen
Land aus den Trümmern hilft. Wer in
Katar Fußball spielt und beste Geschäfte
mit den Finanziers der Wahhabiten
weltweit macht, hat keine Legitimation,
den Menschen in Syrien jede Hilfe zu
verweigern.
Zeitschriftenhandel bestellen
oder in einer von über 100 Trafiken sofort
auf www.info-direkt.eu abonnieren
Frage des Grenzbeamten in Beirut:
Kann man in Syrien überhaupt Urlaub
machen? Man kann. War nicht mein
letzter. II
20 |
Schwerpunkt
Bilder: Info-DIREKT
Info-DIREKT: Herr Beckamp, wie sieht
Ihr persönliches Fazit unserer Syrien-Reise
aus?
Roger Beckamp: Ich sehe es immer
wieder als fast zwingend an, sich selbst
möglichst vor Ort einen Eindruck zu
machen. Das geht sehr gut auch in Syrien.
Da, wo der IS noch ganz im Osten
des Landes ist und im Norden, wo
die Türken noch stehen, da ist es unsicher.
Die Gebiete, die gerade von der
Regierung beherrscht werden, sind
überwiegend sicher.
Info-DIREKT: Also persönlich ein guter
Eindruck?
Beckamp: Ja.
Info-DIREKT: Was bräuchte das Land
politisch, um voran zu kommen?
Beckamp: In den paar Tagen habe
ich mit unterschiedlichen Leuten
gesprochen und das Buch „Die den
Sturm ernten. Wie der kaufen
Westen Syrien
ins Chaos stürzte“ von Michael
Lüders gelesen. Daraus habe ich für
mich mitgenommen, dass je nach
Interessenlage gleiche Begebenheiten
vom Westen unterschiedlich
bewertet werden. Je nachdem, wer
„Wir haben die
Falschen gefüttert“
Im Gespräch mit Roger Beckamp über seine Eindrücke
und seine Bilanz der Syrien-Reise
Am Ende der Syrien-Reise fragte Michael Scharfmüller am Frankfurter Flughafen
den mitreisenden AfD-Bundestagsabgeordneten Roger Beckamp
nach seinen Gedanken über Syrien.
etwas macht, ist „Gut“ und „Böse“
immer klar verteilt.
Und ich nehme für mich mit, dass
das Thema Sanktionen allen Leuten
unter den Nägeln gebrannt hat. Das
ist der große Faktor, der Syrien noch
am Boden hält. Es ist in weiten Teilen
Frieden. Es ist natürlich kein demokratisches,
freiheitliches Regime dort vor
Ort, aber es lässt sich in Frieden leben.
Insofern wäre es auch unsere Aufga-
Frage muss man sich stellen: Wie soll
ein Land ohne einem gewissen Gleichlauf
an Interessen und Hintergründen
funktionieren? In Syrien sehen wir, dass
und bequem be, als Politiker aus weiterlesen:
dem Westen, dass das nicht so gut funktioniert - aber jedenfalls
unter Assad besser als unter
wir Sanktionen möglichst rasch aufheben,
damit es auch Perspektiven Islamisten, die der Westen dauerhaft
für die Menschen vor Ort und für die unterstützt hat und noch immer unterstützt.
Syrer, die bei uns in Deutschland und
ganz Europa sind, gibt, damit diese in
ihre Heimat zurückkehren können.
Von einem kirchlichen Vertreter der
christlichen Minderheit habe ich den
Satz aufgeschnappt: „Gebt uns unsere
Männer wieder!“ Ja, sehr gerne! Dafür
sollten wir auch mitarbeiten, dass die
Gegebenheiten dafür hergestellt werden.
Info-DIREKT: Gibt Syrien auch einen
Ausblick, wie es in Deutschland bald
aussehen könnte, wenn es weiter bergab
geht - in puncto: Inflation,
kulturelle Minderheiten, ...
Beckamp: Die Inflation ist
wahnsinnig schlimm für alle
Leute, weil das, was sie haben,
für alltägliche Dinge aufgezehrt
wird. Was
Sie noch ansprechen,
ist die Heterogenität
einer Gesellschaft.
Je mehr unterschiedliche Interessenslagen
ich habe, umso schwieriger
wird es einen gemeinsamen Willen
zu bilden. Leider ist es so, dass in den
Regionen, wo sehr viele Minderheiten
nebeneinander leben, auch sehr viele
Konflikte bestehen und dadurch auch
eine demokratische Herrschaftsform
schwierig ist. Das führt dann zu solchen
Regimen wie vor Ort - das sieht
man in der ganzen Region. Ich hoffe
nicht, dass wir dahin steuern, aber die
Info-DIREKT jetzt kaufen
österreichweit im
Zeitschriftenhandel bestellen
oder in einer von über 100 Trafiken sofort
auf www.info-direkt.eu abonnieren
Wer unabhängige Medien will,
muss diese auch unterstützen!
Info-DIREKT: Syrien wird in den Medien
meist als islamistisches Land dargestellt.
Wie war Ihr persönlicher Eindruck?
Beckamp: Wir waren alle erstaunt, wie
freizügig manches Leben dort vonstatten
geht. Es gibt eine starke christliche
Minderheit, es gibt Alawiten, das
ist eine schiitische Ausprägung des
Islams, die fast schon modern sind.
Insofern ist ein westlich orientiertes
Leben im positiven Sinn möglich und
findet seit langen, langen Jahren statt.
Das ist eigentlich eher sogar das, wofür
Assad steht - dass so ein Leben
möglich ist. Natürlich nur, wenn man
seine Macht nicht infrage stellt. Man
sollte es nicht fördern, dass eine islamistisch
geprägte Regierung dort an
die Macht kommt - das hat Amerika,
aber leider auch Europa mit der Unterstützung
der angeblich „gemäßigten
Kräfte“ getan. Wir haben die Falschen
gefüttert. II
Bilder: AfD-Bundestagsabgeordneter
Roger Beckamp am Beiruter Flughafen
und bei Gesprächen mit Syrern in Maalula.
| 21
Frankfurter Bahnhofsviertel:
Deutschlands Visitenkarte
gleicht einer Latrine
Ein Lokalaugenschein in Frankfurt am Main von Michael Scharfmüller
Bild: Während die
Wolkenkratzer der
Finanzkonzerne ein
Gefühl von Freiheit,
Erfolg, Wohlstand und
Fortschritt vermitteln
sollen, herrscht zu ihren
Füßen das Chaos.
Bild: Gemäß einem
Hotelangestellten, der in
der Niddastraße arbeitet,
wurde der Niedergang
des Bahnhofsviertels
durch die Eröffnung
von „integrativen
Drogenkonsumräumen“
beschleunigt. Süchtige
erhalten dort kostenlos
Utensilien zum
Drogenkonsum.
Frankfurt am Main (Hessen) ist mit
seinem Flughafen und seinem
Hauptbahnhof eine der wichtigsten
Verkehrsdrehscheiben in
Deutschland und Europa und
damit eine Art Visitenkarte für
die gesamte westliche Kultur.
Eigentlich wollte ich nur über
meine Syrien-Reise berichten.
Zwei für die Reise dorthin notwendige
Zwischenstopps in
Frankfurt überlagern die Eindrücke,
die ich im Nahen Osten
sammeln konnte, jedoch noch
immer.
Zombie-Apokalypse
Zwischen den Straßenfluchten und über
den Dächern mancher Gründerzeit-Häuser
blitzen immer wieder Frankfurts Wolkenkratzer
auf. Ich fühle mich wie in einem dystopischen
Film; wie der letzte Überlebende
einer Zombie-Apokalypse; wie jemand, der
von einer Zeitmaschine
an der falschen Stelle der
Geschichte ausgespuckt
wurde. Aufgrund meines
weinroten Rollkoffers,
meines Kamerarucksacks
und meiner Lederhose
bin ich für die „Zombies“
ganz klar als Fremdkörper,
vielleicht sogar als Eindringling
wahrnehmbar.
Bleibt nur zu hoffen, dass
sie wissen, dass in jeder
Lederhose traditionell ein
Messer steckt …
Google-Maps meint, dass ich durch einen
schmalen Durchgang gehen soll. Dort hinein
ist jedoch eben sehr rasch ein
halbes Dutzend Jugendlicher
abgebogen. Ich beschließe,
geradeaus weiterzugehen
Ich fühle mich
lebende einer
Zombie-
Apokalypse.
österreichweit im
Info-DIREKT jetzt k
wie in einem
und treffe auf ein paar Polizisten,
die eben aus einem
dystopischen
und
Bus ausgestiegen sind und
Film;
bequem
wie der
weite
offensichtlich Ausschau nach
„Kundschaft“ halten. Goog-
letzte Über-
le-Maps schlägt mir eine neue
Route vor. Ich gehe durch
eine finstere Straße, in der es
so beißend nach Urin stinkt,
dass ich überlege, mir meinen
Mund-Nasen-Schutz aus dem
Rucksack zu suchen. Plötzlich
Es ist kurz vor 24 Uhr als ich
am Dienstag, den 3. Mai, vollbepackt
und leicht verspätet am Frankfurter wird es laut, immer wieder sind Folgetonhörner
von Einsatzfahrzeugen zu hören bestelle
…
Hauptbahnhof aus dem Zug steige. Zeitschriftenhandel Aufgrund
einer falschen Einstellung auf meinem
Smartphone irre ich ca. 30 Minuten ziemlich Wenige Minuten später stehe ich wieder vor
oder in einer von über 100
planlos durch das Bahnhofsviertel. Die teilweise
stark verdreckten Straßen sind trotz nicht durchgehen wollte. Links und rechts
dem Durchgang, durch den ich kurz zuvor
der späten Stunde noch recht belebt. kaufen
Hauptsächlich
treibt sich hier ein Menschenschlag tergrund an den Hausmauern. Ich fasse all
lehnen einige Goldstücke mit Migrationshin-
herum, dem man sonst bei Dunkelheit lieber mein Selbstbewusstsein zusammen und spaziere
zwischen ihnen durch. Als ich ein paar
nicht alleine begegnet. Überwiegend handelt
es sich dabei um Migranten, vereinzelt Schritte weiter Blaulicht sehe, denke ich mir:
trifft man jedoch auch auf www.info-direkt.eu abo
völlig abgewrackte „Wenn mich jetzt jemand verfolgt, muss ich
Deutsche.
die Füße in die Hand nehmen und zum Polizeiwagen
laufen.“
Wer unabhängige Medien will
muss diese auch unterstützen!
Blutlache vorm Hotel
Die Freude über die Sichtung der Polizei hält
nur kurz an. Immer wieder werfe ich einen
Blick auf die Karte auf meinem Handy. Es
besteht kein Zweifel: Der Polizeieinsatz dürfte
ausgerechnet in jenem Straßenabschnitt
stattfinden, in dem sich meine Unterkunft befindet.
Ein vor mir vorbei rasender Rettungswagen
reißt mich aus meinem Gedanken. Ich
schalte die Videokamera meines Handys ein
und gehe die letzten paar Meter Richtung
Hotel. Vorbei an einem weiteren Rettungswagen,
Polizeiautos, Polizisten, ein paar „Zombies“
und einer mittelgroßen Blutlache.
Trotz meiner für diesen düsteren Ort ungewöhnlichen
Erscheinung falle ich nicht wirklich
auf. Nur ein Polizist blickt mich etwas verwundert
an. In dem Moment bin ich jedoch
schon beim Hoteleingang. Ich erschrecke:
Die Glastür ist abgesperrt! Zum Glück sieht
22 |
Deutschland
mich der Inder an der Rezeption gleich und
eilt herbei, um mir die Tür aufzusperren. Beim
Eintreten frage ich ihn, was hier los ist. Er zuckt
nur gleichgültig mit den Schultern und macht
eine beschwichtigende Handbewegung. Offensichtlich
ist der Kriminalfall, der sich gerade
direkt vor seinem Arbeitsplatz abgespielt
hat, nichts Außergewöhnliches für ihn.
Im Hotelzimmer angekommen, gehe ich auf
den Balkon und beobachte das Schauspiel unter
mir noch einige Zeit. Der Urin-Gestank aus
dem Ghetto unter mir steigt bis in den zweiten
Stock auf. Ich bin angewidert und müde,
schließe die Türe und lege mich schlafen.
aufen
Drogenkonsumraum als Anziehungspunkt
Am Morgen des nächsten Tages werfe ich
gleich einen Blick vom Balkon auf den Tatort
rlesen:
von gestern Nacht. Die Straße ist nun aufgeräumt.
Die örtlichen Stadtwerke haben in
zeitiger Früh offensichtlich ganze Arbeit geleistet
und fast alle Spuren der letzten Nacht
beseitigt. Nur vereinzelt torkeln einige „Zombies“
die Straße entlang.
Beim Frühstück komme ich mit einem Hotelangestellten
ins Reden. Er erzählt mir, dass
die Gegend hier eigentlich noch recht lebenswert
war, bis im Nachbarhaus ein „integrativer
Drogenkonsumraum“ eingerichtet
wurde. In der Anfangszeit seien Stadt und
Polizei noch sehr bemüht gewesen, die öffentliche
Ordnung aufrecht zu erhalten. Mittlerweile
seien bei den Süchtigen jedoch alle
Hemmungen gefallen. Als ich das Hotel um
ca. zehn Uhr verlasse, liegen und sitzen entlang
der Hauswände schon wieder die ersten
gescheiterten Existenzen herum. Am Straßenrand,
zwischen zwei Autos, verrichtet ein
junger Moslem gerade sein Gebet …
n
Trafiken sofort
nnieren
,
Täglich grüßt das Murmeltier
Fünf Tage später, am 8. Mai, lege ich am
Rückweg von Syrien nach Österreich wieder
einen Zwischenstopp in Frankfurt ein. Heute
kenne ich den Weg vom Bahnhof Richtung
Hotel. Es ist erst kurz nach 21 Uhr und etwas
ruhiger auf den Straßen als vor ein paar Tagen.
Direkt vorm Hoteleingang, der heute
nicht abgeschlossen ist, liegen wieder völlig
heruntergekommene Menschen. Obwohl ein
Teil meiner Reisegruppe und ich das Nachtleben
in Damaskus ausführlich genossen und
ich mich einmal sogar ganz alleine in der Metropole
verirrt hatte, fühlte ich mich im von
Krieg, Sanktionen und Inflation gebeutelten
Land nie so unsicher wie hier in Frankfurt.
Bilder: Im Frankfurter
Bahnhofsviertel werden völlig
ungeniert bei Tag und Nacht
Drogen gehandelt, zubereitet und
konsumiert. Die Polizei scheint
nur zu kommen, wenn Blut fließt.
Besonderer Brennpunkt ist die
Niddastraße, in der diese Bilder
aufgenommen wurden.
Bilder: Geschützt von Sicherheitspersonal wird jeden Tag zeitig in der Früh die
Niddastraße mit Kehrmaschinen und Hochdruckreinigern gesäubert. Wenige
Stunden später ist sie jedoch bereits wieder vollständig vermüllt.
Bilder: Info-DIREKT
Mein Zimmer befindet sich dieses Mal im
ersten Stock. Ich gehe wieder auf den Balkon
und sehe zu, wie die „Zombies“ unter
mir immer mehr werden. Plötzlich schreit jemand
von unten herauf: „Why you are taking
pictures?“
| 23
Deutschland
Bild: Während der
Konsum harter
Drogen im Frankfurter
Bahnhofsviertel längst
toleriert und durch „integrative
Drogenräume“
unterstützt wird, geht
die Polizei in den Zügen
der „Deutschen Bahn“
hart gegen mutmaßliche
Maskenverweigerer vor.
Ich verstecke mich hinter der
Balkonbrüstung und fotografiere
und filme noch eine Zeit
lang zwischen den Gitterstäben
durch ohne entdeckt zu
werden. Dann gehe ich ins
Bett.
In der Nacht höre ich immer
wieder Geschrei, einige Male
auch Einsatzfahrzeuge. Erst in
den Morgenstunden wird es deutlich ruhiger.
Gegen fünf Uhr höre ich, wie damit begonnen
wird, die Straße zu reinigen. Ich gehe auf den
Balkon und sehe bei der Reinigung, die von
Sicherheitspersonal überwacht wird, zu. Es ist
unglaublich, wie viel Dreck hier in nur einer
Nacht angehäuft wird. Um elf Uhr verlasse
ich das Hotel, um mir die Frankfurter Altstadt
anzusehen. Am Gehsteig sitzen schon wieder
einige Drogensüchtige auf Decken, Kartons
und Fetzen. Rund um sie herum beginnt die
Straße bereits wieder zu vermüllen …
Drogenkonsum am helllichten Tag
Um 14 Uhr komme ich von meinem kleinen
Altstadtausflug zurück zum Hotel, um mein
dort zurückgelassenes Gepäck abzuholen.
Direkt vor dem Hotel bereitet sich ein völlig
verdreckter Mann gerade einen Schuss
kaufen
vor. Ich nehme meine Taschen auf und gehe
Richtung Bahnhof. An der ersten Kreuzung
werde ich Zeuge einer Schlägerei mit mehreren
Beteiligten. An der nächsten Kreuzung
höre ich ein Gespräch zweier Frauen mit, die
Teil der Drogenszene sein dürften. Sie reden
über einen Vorfall, bei dem es wegen fünf
Euro zu einer Messerstecherei kam.
Maskenlos gehe ich einige Zeit später dann
in den Speisewagen, um mir eine Nachspeise
zu holen. Als ich meine Bestellung mache,
steht der Schaffner neben mir und wir unterhalten
uns kurz. Ich gehe zurück zu meinem
Platz, schreibe an diesem Text und nehme ab
und zu ein Stück Kuchen zu mir – maskenlos
natürlich. Als der ICE der „Deutschen Bahn“
in Würzburg hält, wird ein Mann in Jogginganzug
von vier Polizisten aus dem Zug geführt.
Ich kann Wortfetzen des Gesprächs
mithören: Offenbar hat der Schaffner, der mit
mir gescherzt hat, die Polizei gerufen, weil
der Mann im Jogginganzug seine Mund-Nasen-Bedeckung
trotz mehrfacher Ermahnung
nicht ordentlich getragen habe. Während ich
– immer noch maskenlos – einen Schluck von
meinem Kaffee nehme, muss der Unglücksrabe
zusehen, wie der Zug ohne ihm die Reise
fortsetzt. Irgendwann ist dann auch mein
Schokokuchen aufgegessen und ich ziehe
– aus Angst vor ungeplanten Reiseunterbrechungen
- meinen Corona-Maulkorb zumindest
über den Mund.
Info-DIREKT jetzt kaufen
und bequem weiterlesen:
österreichweit im
Zeitschriftenhandel bestellen
oder in einer von über 100 Trafiken sofort
Wer unabhängige Medien will,
muss diese auch unterstützen!
„Willkommen zurück im Clown-Land“, sage
ich zu mir selber, während der Maskenverweigerer
am Würzburger Bahnhof vermutlich
noch immer beamtshandelt wird und
sich vor meinem Hotel in Frankfurt wahrscheinlich
gerade wieder ein „Zombie“ auf
offener Straße den nächsten Schuss setzt.
Das Drogen-Besteck dazu finanziert ihm der
deutsche Steuerzahler, der aus dem Zug geworfen
wird, wenn er keine Maske trägt. Gute
Nacht, Deutschland! II
auf www.info-direkt.eu abonnieren
Bild: Frankfurt ist ein
bedeutender Finanzplatz,
so ist es nicht verwunderlich,
dass dort
auch die Europäische
Zentralbank (EZB) ihren
Hauptsitz hat. Aufgabe
der EZB wäre es eigentlich,
„Preisstabilität zu
gewährleisten“, wie auf der
riesigen „Euro-Skulptur“
am Willy-Brand-Platz zu
lesen. Im Widerspruch
dazu wurde auf dem
angeblichen „Kunstwerk“
ein Transparent mit der
Aufschrift „UKRAINE morgen
in Europa/EU und im
Euro“ angebracht.
Hauptsache, die Maske wird getragen!
Deutsche Ordnung herrscht erst wieder im
Zug: Dort laufen zwei unfreundliche Typen
der Deutschen Bahn durch die Sitzreihen, um
allen Passagieren, die ihre Masken nicht ordnungsgemäß
tragen, zu drohen, sie aus dem
Zug zu werfen. Da ich Essen vor mir stehen
habe, werde ich von den beiden - trotz fehlender
Maske - nicht gerügt.
Bild: Frankfurt am Main hat bestimmt auch
schöne Seiten. „Dem Wahren, Schönen,
Guten“, wie auf der Fassade der alten Oper
in großen Lettern zu lesen ist, dürften sich
die Verantwortungsträger der Stadt aber
schon lange nicht mehr verpflichtet fühlen.
Bilder: Info-DIREKT
24 |
Entwicklungshilfe für
zukünftige Supermächte
Deutschland
Die deutsche Bundesregierung verbrennt Milliarden an Steuergeldern im Glauben, ihre
Ideologie weltweit umsetzen zu können. Ein Gastkommentar von Markus Frohnmaier
Bild Frohnmaier: AfD; Zeitungsausschnitte: Bildschirmausschnitte von stern.de; Bild Rakete: wikipedia.org (CC-BY 4.0)
Viele Menschen glauben, dass
die von Deutschland gezahlte
Entwicklungshilfe an arme
Staaten geht. Das ist nicht so. Unter
den Top 3 der Empfängerländer deutscher
Entwicklungshilfe befinden sich
mit Indien und China zwei aufstrebende
Wirtschaftsmächte. Im Jahr 2020
ist Deutschland mit 25 Milliarden Euro
Entwicklungsleistungen das zweitgrößte
Geberland.
Die letzte Bundesregierung habe ich
immer dazu aufgefordert, die milliardenschwere
Entwicklungshilfe für aufstrebende
Wirtschaftsmächte zu streichen.
Es ist absurd, dass die Deutschen
mit ihren Steuergeldern Mächte alimentieren
sollen, die eigene Nuklearund
Raumfahrtprogramme betreiben.
Auch die Ampel-Regierung setzt die
Subventionierung dieser neuen Mächte
fort. Sie nennt diese Staaten nun „Globale
Partner der deutschen Entwicklungszusammenarbeit“.
Gerechtfertigt
wird die Hilfe für die kommenden Supermächte
damit, dass
man das Weltklima ohne
diese Länder nicht retten
könne. Ihre weitere kaufen
Entwicklung
will die Bundesregierung
„klimaneutral“
gestalten. Schon lange
geht es in der deutschen
Entwicklungshilfe nicht
mehr um Armutsbekämpfung, sondern
viel mehr um ideologische Projekte – allen
voran die „Rettung“ des Klimas. Die
„Globalen Partner“ - das sind: Brasilien,
China, Indien, Indonesien, Mexiko, Peru,
Südafrika und Vietnam. Zusammen stellen
sie rund 45 Prozent der Weltbevölkerung
und sie hungern jeden Tag nach
mehr Ressourcen.
„Klimaneutrale Entwicklung“
Der mit Abstand wichtigste Katalysator
für Entwicklung ist bezahlbare und
verfügbare Energie. Das vergessen die
Politiker sämtlicher etablierter Parteien
aber unentwegt. Unterentwickelten
Ländern den Ausbau bezahlbarer
Energieträger zu verweigern, beraubt
Es geht
nicht mehr
um Armutsbekämpfung
Bilder: China hat in Sachen Technologie in vielen
Bereichen die Nase vorne. Sogar Nuklear- und
Raumfahrtprogramme
werden erfolgreich
betrieben. Die deutsche
Bundesregierung zahlt
trotzdem Milliarden an
Steuergeldern an die
autoritäre Supermacht.
sie ihres Entwicklungspotenzials.
An Irrsinn grenzt es
zu glauben, dass stark wachsende
und entsprechend
hungrige Staaten wie Indien
und China sonderlich viel
Wert auf die „Klimabilanz“
ihres Energiesektors legen
würden. Die Bundesregierung
verbrennt aber trotzdem Unsummen
für die grüne Transformation der
ganzen Welt.
10 Milliarden Euro Steuergeld
für Energiewende in Indien
Die deutsche Bundesregierung
schenkt Indien nun zehn Milliarden
Euro Entwicklungshilfe bis 2030, damit
Indien „saubere“
Energien ausbaut. Das
macht Indien auch. Der
Treppenwitz ist, dass Indien
die Nutzung fossiler
Brennstoffe aber nicht
reduziert. Sondern im
Gegenteil - Indien kauft
im großen Stil russische
Öl-Reserven auf. Während wir den Indern
etwa ein „klima-smartes Gebäudeprogramm“
für fast 22 Millionen
Euro spendieren, baut Indien 28 neue
Kohlekraftwerke.
Stern.de, 20. Juli 2021
Info-DIREKT jetzt kaufen
und bequem weiterlesen:
Wer unabhängige Medien will,
muss diese auch unterstützen!
Markus Frohnmaier
(geboren 1991) ist stellvertretender Landesvorsitzender der
AfD Baden-Württemberg. 2017 zog er für die AfD in den
Bundestag ein. Dort ist er Mitglied im Ausschuss für wirtschaftliche
Zusammenarbeit und Entwicklung und Sprecher
der Bundesfraktion für dieses Themengebiet.
Entwicklungshilfe an China
Im Jahr 2019 erhielt die zweitgrößte
Volkswirtschaft eine halbe Milliarde bilaterale
Entwicklungshilfe von Deutschland.
„Klimafreundlichen Verkehr“
fördert Deutschland in China zum Beispiel
mit fast acht Millionen Euro. Für
die „klimafreundliche Entwicklung“ der
Provinz Jiangsu zahlen wir fünf Millionen
Euro. Die Klimapartnerschaft mit
dem chinesischen Umweltministerium
kostet uns über zehn Millionen Euro.
österreichweit im
Zeitschriftenhandel bestellen
oder in einer von über 100 Trafiken sofort
auf www.info-direkt.eu abonnieren
Bundesregierung will Südafrika
den Kohleausstieg finanzieren
8,5 Milliarden Euro wollen Deutschland,
Frankreich, Großbritannien, die
EU und die USA an Südafrika für den
Kohleausstieg zahlen. Gleichzeitig
nisten sich Chinesen in Südafrika und
dem gesamten afrikanischen Kontinent
ein. China hat angekündigt, 15
Milliarden Dollar in die südafrikanische
Infrastruktur zu investieren – auch in erneuerbare
Energien. Mich würde nicht
wundern, wenn deutsches Geld für
die südafrikanische Energiewende am
Ende vor allem der Subvention chinesischer
Photovoltaik-Unternehmen
dienen
würde. II
| 25
Deutschland
Das gespielte Lächeln der
Joana Cotar
Ein Gastkommentar von Edwin Brauer
Bilder: Joana Cotar
sitzt für die AfD im
Bundestagtag. Bis zum
Parteitag in Riesa war
sie auch Beisitzerin im
AfD-Bundesvorstand.
Dort Cotar fiel vor allem
durch öffentliche Angriffe
auf die eigene Partei auf.
Zuletzt war sie Mitte Mai
für zahlreiche schlechte
Schlagzeilen mitverantwortlich.
Am 8. Mai 2022 begann für die
AfD eine Zäsur: Erstmals in der
Geschichte der jungen Partei ist
die „Alternative für Deutschland“ in Schleswig-Holstein
aus einem Landesparlament
geflogen. Auch bei der Wahlniederlage in
Nordrhein-Westfalen, wo die Partei mit 5,4
Prozent beinahe zwei Prozentpunkte einbüßte
und nur knapp den Widereinzug schaffte,
hat sich eine Entwicklung fortgesetzt, die
sich seit dem Jahre 2019 anbahnt: Nach
dem wohl spektakulärsten Siegeskurs einer
Kleinpartei seit Beginn der Bundesrepublik,
erhält die AfD nun eine Wahlschlappe nach
der nächsten.
Die Gründe hierfür gehen je nach befragtem
Parteifunktionär stark auseinander. Insbesondere
die Gruppe um den jüngst ausgetretenen
Parteivorsitzenden Jörg Meuthen
vermochte die Gründe hierin seit jeher zumeist
kaufen klar in „untragbaren“ Parteiströmungen
und einer nicht ausreichenden
Distanzierung gegenüber
angeblichen „Rechtsradikalen und
-extremisten“ zu sehen.
Bilder: Parteiinterne Streitereien
tragen Joana Cotar und Co. über
etablierte Medien aus. Diese unprofessionelle
Vorgangsweise sorgte
sogar in der „Welt“ vom 17. Mai unter
dem Titel „Wir
lassen uns die
Partei nicht von
oben kaputt
machen“ für
Verwunderung.
Wer Insbesondere unabhängige die hessische Medien Bundestagsabgeordnete
Joana Cotar
will,
muss machte diese in den auch vergangenen unterstützen!
Wochen
als Vertreterin dieser Gruppe innerhalb
der Partei auf sich aufmerksam. „Mit Tino
Chrupalla endete die Erfolgsgeschichte der
AfD“ äußerte sie erst jüngst. Ferner schrieb
sie: „Mit jemandem an der Spitze, der sich
nicht als Sprecher des Ostens UND des Westens
versteht, werden wir keinen Blumentopf
mehr gewinnen“.
Info-DIREKT jetzt kaufen
und bequem weiterlesen:
Fehlende Disziplin & Selbstreflexion
Anstatt den von ihresgleichen stets aufs neue
vollzogenen Pfad der Spaltung, der öffentlichen
Selbstzerfleischung sowie auch der
Nestbeschmutzung als mögliche Hintergründe
für den Verlust von Wählerstimmen zu betrachten,
wird der Fehler wieder einmal typischerweise
bei den Ostverbänden gesucht.
Anstatt die eigenen Kräfte auf parteiinterne
Debatten über Programmatik, Meta-Politik
und Wahlkampftaktik zu bündeln, versorgt
man die Mainstream-Medien doch lieber wieder
einmal mit Futter, um das öffentliche Bild
einer zerstrittenen Partei aufrecht zu erhalten.
Seitdem Cotar mit dem Drei-Sterne-General
Joachim Wundrak im Wettkampf um den Parteivorsitz
im Jahre 2019 gescheitert ist, lässt
sie kaum eine Chance aus, um ihre Missgunst
gegenüber Chrupalla auszudrücken – mit
dem Parteiaustritt von Jörg Meuthen hat sich
diese Lage nur noch verschärft.
österreichweit im
Zeitschriftenhandel bestellen
oder in einer von über 100 Trafiken sofort
auf www.info-direkt.eu abonnieren
Statt die Partei programmatisch voranzubringen,
lichtet sie sich in den sozialen Medien
lieber mit Vertretern einer „gemäßigten“ Gegenorganisation
der Jungen Alternative ab –
der „Jungen AfD Niedersachsen“ – und trägt
so insgeheim die versuchte Aberkennung des
offiziellen Jugendverbandes in Niedersachsen
im Mai dieses Jahres mit. Intern spricht
sie sich dafür aus, unliebsame politische
Mitbewerber wie etwa Matthias Helferich im
Bild Cotar: Von 73JC via wikipedia.org (CC BY-SA 4.0)
26 |
Deutschen Bundestag zur angeblichen Vermeidung
von „weiteren Zerwürfnissen“ aus
der eigenen Fraktion erfolgreich rauszuhalten.
All das, obwohl sie auf dem hessischen
Landesparteitag im Jahre 2021 noch zu mehr
Geschlossenheit innerhalb der Partei aufgerufen
hat. Und trotz all dieser Intrigen und
Spaltungsversuche verliert sie eines nie: ihr
gespieltes Lächeln, das für viele bereits zum
Symbol ihres fragwürdigen Politikstils wurde.
„Meuthenianer“ als Energieräuber
Man mag sich kaum ausmalen, welch ein ungeheures
Potential diese Partei hätte, wenn
nicht jeden Tag aufs Neue wertvolle Kräfte
für öffentlich ausgetragene Streitigkeiten und
Personaldebatten aufgebracht würden. Ob
nun Lucke, Meuthen oder eben Cotar; wenn
die AfD nicht endlich ihren andauernden Reinigungsprozess
zu Ende führt, wird sie auch
weiter eine Wahlschlappe nach der nächsten
erleiden – und dafür ist dann kein Tino Chrupalla,
sondern das Lager der übriggebliebenen
„Meuthenianer“ gänzlich allein für verantwortlich.
II
brousek
AfD-Erneuerungsideen
auf dem Prüfstand
Deutschland
Nach den letzten Wahlniederlagen der AfD wird heftig darüber diskutiert,
was die Partei nun zu tun habe, um ihre Negativserie zu beenden. Einige
dieser Ideen und Thesen nimmt Polit-Experte Daniel Fiß vom Feldzug-Blog in
einem „Info-DIREKT Live-Podcast“ genauer unter die Lupe.
Im Gespräch mit Michael Scharfmüller räumt Fiß auch mit den unsinnigen
Behauptungen von Joana Cotar und Co. auf, dass AfD-Chef Tino Chrupalla
alleinig an den Niederlagen schuld sei. In diesem Zusammenhang ist auch die
Analyse des Feldzug-Blog-Chefs spannend, wie sich solche Querschüsse indirekt
auf Wahlergebnisse auswirken.
Zudem wird im „Info-DIREKT Live-Podcast“ auch die Frage besprochen,
ob sich die westlichen Landesverbände mehr an der Politik der östlichen
Landesverbände ausrichten sollten. Ebenso
interessant sind Fiß Ausführungen zum Thema
Migration. Der Idee, die AfD brauche mehr
Migranten in Führungspositionen, erklärt Polit-
Experte Fiß eine klare und fundierte Absage. II
Bild: Der Live-Podcast mit Daniel Fiß kann u.a.
auf den Info-DIREKT-Kanälen auf Spotify,
google-Podcast und YouTube nachgehört werden.
An Queen Elizabeth ein Beispiel nehmen!
Auf seiner Facebook-Seite griff der
Berliner AfD-Landtagsabgeordnete
Antonin Brousek die Feierlichkeiten zum 70.
Michael Scharmüller war für Thronjubelium Info-DIREKT von Queen bei Elizabeth der auf, Präsentation welche aus dem des Hinterhalt ersten gegenüber vollwertigen
patriotischen Computerspiels
um auf humorvolle
"Heimat
Weise auf eine
Defender
Unart der
-
Presse
Rebellion"
unsaubere Kritik
dabei.
üben und
Bild: Auf seiner Facebook-Seite veröffentliche
Antonin Brousek diese Kachel zu
seinem Kommentar.
mancher AfD-Funktionäre hinzuweisen.
Brousek war aufgefallen, dass „Prinz Harry
und seine Meghan nicht mit der königlichen
Familie auf dem Balkon stehen
durften“ um sich dem Volk zu präsentieren.
Über den Grund dafür schreibt der
Landtagsabgeordnete, dass sich die beiden
bei eigenmächtigen Medienauftritten
wiederholt negativ über das Haus Windsor
geäußert hätten und so etwas könne
Elizabeth gar nicht leiden. Anschließend
zieht Antonin Brousek Parallelen zu seiner
Partei. Auch dort sollte klar sein, „dass die,
Dinge durchstechen, unsere Meghans und
Harrys eben, nicht dazugehören sollten.“
Aus Sicht des AfD-Politikers sollten solche
„Putschisten, Petzer und Spielverderber“
keinen Platz auf dem Balkon der Partei,
also im Bundesparteivorstand, bekommen.
Diese Personen „sollten nicht einmal im
Keller stehen dürfen, weil sie so unberechenbar,
narzisstisch und manchmal geradezu
heimtückisch sind“, so Brousek. II
Zielorientierte
Konfliktlösung
In unserem letzten Magazin (Ausgabe
42) ist uns auf der Seite über die
möglichen Kandidaten für die
Bundespräsidentenwahl in Österreich leider
bei den Infos zu Thomas Schaurecker
ein Fehler unterlaufen. Dies bedauern wir
sehr.
Wir bedanken uns bei Thomas Schaurecker,
dass er uns auf den Fehler hingewiesen
hat und freuen uns, dass es – trotz teilweise
unterschiedlicher Ansichten – durch gegenseitige
Wertschätzung möglich war, die
Sache in einem Gespräch zu bereinigen. Es
wäre wünschenswert, wenn diese zielorientierte
Art der Konfliktlösung auch im größeren
Bereich Schule machen würde.
Willst du Gott zum Lachen bringen,
erzähl ihm von deinen Plänen
Mit diesem Buch verfolgt Thomas
Schaurecker ein klares Ziel: Der unsäglichen
Spaltung unserer Gesellschaft zu
begegnen, indem er aufzeigt, wie schnell es
gehen kann, zum „Schwurbler“ zu mutieren.
Erhältlich ist das Zeitzeugendokument zum
Preis von 19,90 Euro direkt beim Autor und
unter www.bundespräsident-2022.at
Anzeige
| 27
Erzwungene
Berichterstattung
Andreas Bader über Aktionismus, der das mediale Schweigen bricht
Bild: So wie zahlreiche
andere etablierte Medien
berichtete auch das
Gratisblatt „Heute“ über
die patriotische Aktion
am Bahnhofsdach in Linz.
Dabei war der Redakteur
sichtlich bemüht, die friedlichen
Patrioten in einem
schlechten Licht darzustellen.
Bild: Der Eingang zu
einer städtischen Bücherei
wurde von patriotischen
Aktivisten zugemauert,
um darauf aufmerksam
zu machen, dass mit der
Vorlesung von sexuellen
Coming-Out Geschichten
durch eine sog. Drag-
Queen vor kleinen
Kindern eine Grenze überschritten
wurde.
Es gibt wohl kaum
einen Patrioten in
Österreich, der sie
mittlerweile noch nicht
kennt: Die jungen Männer
mit den roten Kappen und den weißen
Schlauchschals, die seit gut zwei Jahren regelmäßig
mit kreativem politischem Protest
auf sich aufmerksam machen. Schlägt man
im Duden nach, so wird „Aktivismus“ als „ziel-
Info-DIREKT jetzt ka
richterstattung völlig ausgespart. Von 2020
strebiges Handeln“ beschrieben – doch was auf 2021 hatte sich die Zahl der Anträge fast
ist eigentlich das konkrete Ziel? Was ist am verdreifacht. 40.000 Fremde waren ins Land
Tag nach
und
einem Banner-Drop
bequem
anders als davor?
Wir wollen das anhand einiger aktueller
geströmt.
weiter
Aktionen der Gruppe betrachten.
Anders als 2015 hatten Regierung und Medi-
Vergewaltiger abschieben
März, Linz. Eine 16-jährige Schülerin wird am
helllichten Tag in einem Stiegenhaus in der
Nähe des Linzer Hauptbahnhofs stundenlang
vergewaltigt. Die mutmaßlichen Täter,
drei Afghanen und ein Iraner, sind kurz darauf
wieder auf freiem Fuß. In der Bevölkerung
scheint man sich bereits mit der Tatsache
abgefunden zu haben, dass die eigenen
Frauen zu Freiwild geworden sind – es gibt
keine Mahnwachen, keine Demos, keinen
gesellschaftlichen Aufschrei.
Am 18. April hissten daraufhin fünf patriotische
Aktivisten am Dach des Linzer Hauptbahnhofs
ein Transparent und sprachen
damit aus, was sich viele Österreicher zwar
denken, aber nicht zu sagen wagen: „Vergewaltiger
abschieben statt freilassen“
Durch diese gezielte Provokation wird die
Schweigespirale des Mainstreams gebrochen,
alle relevanten Tageszeitungen berichten
über die Aktion und damit auch über die
Vergewaltigung. Der Versuch linker Journalisten,
die Aktivisten als „rechtsextrem“ und
„ausländerfeindlich“ darzustellen, misslingt
– in den Kommentarbereichen der jeweiligen
Artikel finden sich hauptsächlich Lob und
Sympathie für die jungen Patrioten.
Kein Bock auf Multikulti
April, Wien. Obwohl Österreich seit Monaten
mit dramatisch steigenden Asylzahlen
zu kämpfen hat, wird das Thema in der Be-
en aus ihren Fehlern gelernt - über die explodierenden
Asylzahlen wird kaum berichtet -
schließlich lehnt die Mehrheit der Österreicher
Massenmigration entschieden ab.
österreichweit im
Zeitschriftenhandel bestellen
oder in einer von über 100 T
kaufen
Eine spektakuläre Aktion vor dem „Ute-
Bock-Haus“ im Wiener Stadtteil Favoriten
sollte die Aufmerksamkeit wieder auf die eskalierende
Zuwanderungssituation lenken.
Das Gebäude, in dem eine Beratungsstelle
für Zuwanderer sowie ein Asylheim untergebracht
sind, steht wie kaum ein anderes
Haus sonst in Wien symbolisch für die Politik
des Multikulturalismus. 20 Aktivisten hissten
am Dach ein Banner mit der Aufschrift „Kein
Bock auf Multi-Kulti“, während gleichzeitig
vor dem Bau symbolisch die österreichischen
Außengrenzen mit einem Zaun geschlossen
wurden, der zugleich den Zugang
zum Ute-Bock-Haus versperrte.
auf www.info-direkt.eu abonn
Wer unabhängige Medien will,
muss diese auch unterstützen!
Die aufwändige Intervention führte zu einem
Sturm im Blätterwald. Weit über vierzig Presseberichte
konnte man zählen. Österreichs
bekannteste Nachrichten-Sendung, die „Zeit
im Bild“ auf ORF2, berichtete gleich mehrfach.
Dabei war minutenlang das Banner der
Bilder: Widerstand in Bewegung
28 |
Österreich
Aktivisten zu sehen. Selbst der Innenminister
musste in einer Pressekonferenz darauf
reagieren. Der metapolitische Vorstoß und
der Werbewert dieser Aktion gegen den Mulit-Kulti-Wahnsinn
ist in Geld nicht aufzuwiegen.
Kinder vor Frühsexualisierung schützen
Juni, „Pride Month“. Schon Ende Mai hatte
eine schockierende Veranstaltung in rechten
Kreisen für Aufregung gesorgt – der patriotische
Influencer Martin Sellner hatte auf eine
„Veranstaltung“ im Rahmen der Vienna Pride
aufmerksam gemacht, bei der ein als Frau
verkleideter Mann in einer Buchhandlung
Fünf- bis Zehnjährigen homosexuelle Kindergeschichten
vorlesen solle.
Mehrere alternative Medien griffen das Thema
auf, es gelang jedoch nicht, eine breitere
Masse an Menschen über das eigene Lager
hinaus zu erreichen, um so einen gesellschaftlichen
Aufschrei auszulösen.
sie „freiwillige Zensur“. Was dem linkem Zeitgeist
schaden könnte, wird weggelassen.
Durch provokante Aktionen, die zu viel Aufregung
erzeugen, um sie totschweigen zu
können, kann Aktivismus mediale Berichterstattung
erzwingen. Dass in den Pressemeldungen
dabei die Realität verzerrt wird, man
von „Angriffen“, „Belagerungen“ und „Attacken“
schwadroniert, ist unerheblich. Längst
haben die Österreicher gelernt, zwischen
den Zeilen zu lesen und zu wissen, dass patriotischer
Aktivismus keine Gefahr ist – ein
Beweis dafür sind die überwiegend positiven
Kommentare unter den Online-Berichten. II
Bilder: „Kein Bock auf
Multi-Kulti“ - eine Aktion
vor und am Ute-Bock-
Haus in Wien, über die
beinahe alle Medien
berichteten.
Den Veranstaltern, ebenso wie den Mainstream-Journalisten,
war klar, dass der Großteil
der Bevölkerung eine Kinderbuchlesung mit
einer Drag-Queen nicht als Zeichen der Toleranz,
sondern als Gefahr für das psychische
Kindeswohl sehen würde. Eine breit angelegte
Berichterstattung gab es daher nicht.
ufen
Dies änderte sich am 3. Juni, als in den frühen
Morgenstunden ein kleiner Trupp der Wiener
Aktionsgruppe kurzerhand eine rot-weiß-rote
Mauer vor der betreffenden Bücherei er-
lesen:
richtete und damit den Zugang versperrte.
Innerhalb weniger Stunden konnte man in
dutzenden Medien von der Aktion – und damit
auch von der geplanten „Drag-Queen-
Story-Time“ – lesen.
Die fragwürdige Veranstaltung fand trotz des
Protestes statt. Diese zu verhindern war jedoch
ohnehin nicht der Plan der Aktivisten.
Ziel war es, durch die Provokation auch die
etablierten Medien zur Berichterstattung zu
zwingen, um einer breiten Masse aufzuzeigen,
wie weit die Regenbogen-Propaganda
mittlerweile fortgeschritten ist.
rafiken sofort
Trotz Framing: Menschen
können zwischen den Zeilen lesen
Drei unterschiedliche Aktionen. Drei verschiedene
Orte. Drei jeweils andere Botschaften.
Allen gemeinsam ist jedoch der
Zweck: In einer Zeit, in der die öffentliche
Meinung mehr zählt als alles andere, ist es
um so entscheidender, was veröffentlicht
wird. Den Journalisten kommt dabei die Rolle
des Schlüsselwächters zu: Was schafft es in
die Berichterstattung und damit in die Köpfe
von Herrn und Frau Österreicher? Da Staatsfunk
und Mainstream ganz genau wissen,
dass das Volk anders denkt als sie, betreiben
ieren
Das patriotische Lager
wird kampagnenfähig
Mit einem bunten Strauß an Aktionen gegen die im Juni grassierende
Regenbogen-Manie ist es dem patriotischen Lager in Österreich erneut
gelungen, ein politisches Thema zu finden, das unabhängig voneinander aber
trotzdem gemeinsam erfolgreich thematisiert werden kann. Wir bei Info-DIREKT
bemühen uns schon lange darum, ein Bewusstsein dafür zu schaffen, dass wir
einen Dreiklang aus patriotischer Zivilgesellschaft, beherzten Politikern und freien
Medien brauchen. Bei der Ablehnung des UN-Migrationspaktes und im Kampf
gegen den Corona-Wahnsinn hat dieser Dreiklang schon einen Teil seiner Kraft
entfalten können. Im Widerstand gegen „Globo-Homo“ hat das patriotische
Lager einmal mehr bewiesen, wie ein solches Zusammenspiel funktionieren kann.
Anstatt von Gegnern einen Keil in das eigene Lager treiben zu lassen, hat man
sich dieses Mal nicht voneinander distanziert, sondern die Botschaft des jeweilig
anderen erneut aufgegriffen, um diese nochmals zu verstärken. So gab es unterschiedliche
Aktionen, Presseaussendungen, Social-Media-Postings und mit dem
„Marsch für die Famlie“ sogar eine Demo im ersten Bezirk in Wien. II
| 29
Extremismus
Mai:
1. Mai:
Medien verschweigen
Antifa-Randale und Angriffe
Gewalttaten der Antifa werden von den etablierten Medien weiterhin konsequent
kleingeredet oder gleich gänzlich verschwiegen. Thomas Steinreutner
Bilder oben: Auf Twitter
sind auf einschlägigen
Kanälen zahlreiche
Bilder und Videos zu
finden, die zeigen, wie
der schwarze Block
unter Polizeibegleitung
durch Wien zog und
dabei Polizisten, zwei
Polizeistationen, ein
ÖVP-Parteibüro und
das Bundesamt für Asyl
und Fremdenwesen
mit schweren Böllern,
Flaschen, Rauchtöpfen
und Farbbeuteln angriff.
Bild: Völlig kritiklos
verbreitet „Standard“-
Redakteur und
„Rechtsextremismus-
Experte“ Markus
Sulzbacher Fotos der
Antifa-Randale weiter.
Während etablierte Medien, Regierung
und Polizeiführung
in den letzten Monaten kaum
etwas unversucht ließen, um die friedlichen
Demonstrationen gegen die Corona-Maßnahmen
zu kriminalisieren, drückt der selbe
Personenkreis bei Antifa-Ausschreitungen
beide Augen zu. So auch am 1. Mai 2022 in
Wien.
Info-DIREKT jetzt kau
Diese teilweise brutalen Angriffe auf den
Staat, seine Institutionen und Vertreter wurden
von den meisten etablierten Medien totgeschwiegen.
Bezeichnend für die damit verbundene
Doppelmoral sind die Postings von
„Standard“-Journalist und „Rechtsextremismus-Experte“
Markus Sulzbacher auf Twitter.
Während er am 1. Mai ein Foto des Antifa-Fotografens
Michael Bonvalot, mit den Worten:
„Heute unterwegs bei der Corona-Demo:
MFG, Identitäre, Burschenschafter, Reichs-
und bequem weiterl
Seit einigen Jahren organisieren Antifa-Aktivisten
unter dem Namen „Mayday“ am 1. Mai bürger, Küssel, …“ teilte, schrieb er zu Bildern
eigene Proteste, da ihnen die Aufmärsche der Antifa-Ausschreitungen lediglich: „Fotos
der SPÖ zu spießig sind. Laut Simon Neuhold
vom Antifa-Referat der „Österreichi-
klare Distanzierung von Gewalt gegen Poli-
von der Mayday Demo in Wien #w0105“. Ein
schen Hochschülerschaft“ (ÖH) sollen heuer
am „Kampftag der Arbeiter*innenklasse“ suchen den Splitter fremden Auge, sehen
zisten sieht anders aus. Sulzbacher und Co.
2.500 Menschen „laut, kraftvoll, österreichweit solidarisch“ den Balken im eigenen im jedoch nicht.
teilgenommen haben.
Zeitschriftenhandel Fehlender Aufschrei bestellen
Antifa-Angriff auf Polizei und Staat
Für Polizeiführung, etablierte Medien und
Die Spitze des Demozuges
bildete ein schwarzer nur ein Problem zu sein, wenn sie von Patrio-
Gutmenschen scheint Pyrotechnik offenbar
Block, deren vermummte
Teilnehmer kaufen sich hinter setzt wird. Ein Funktionär der Freiheitlichen
ten und Corona-Maßnahmenkritikern einge-
Transparenten und Regenschirmen
versteckten. Aus der Entrüstung vor ein paar Monaten sogar
Jugend musste nach einem medialen Sturm
der anonymen Masse heraus
wurden dann Polizis-
seine Füße fiel, von sich wegkickte.
zurücktreten, weil er einen Rauchtopf, der vor
ten, zwei Polizeiwachzimmer,
ein ÖVP-Parteibüro Die Extremisten der Antifa scheinen hingegen
völlige Narrenfreiheit zu genießen. Ein
und das Bundesamt für
Wer Asyl- und unabhängige Fremdenwesen Aufschrei der Empörung Medien blieb bisher will, – trotz
mit Farbbeuteln, Flaschen, Angriffe auf die Polizei – aus. Nicht einmal die
Steinen, Böllern und Polizei scheint sich daran wirklich zu stoßen.
muss Rauchtöpfen diese angegriffen. auch Zu all den unterstützen!
Demos, die am 1. Mai in Wien statt-
oder in einer von über 100 Trafi
auf www.info-direkt.eu abonnie
Alle Bildschirmfotos: Twitter.com
30 |
Extremismus
Bildschirmfoto wuk: Twitter.com
fanden, gab es nur eine Presseaussendung.
Den Antifa-Angriffen wird darin nur ein nüchterner
Absatz gewidmet: „Auf Höhe der dortigen
Polizeiinspektion bewarfen Teilnehmer
der Kundgebung das Gebäude und Polizisten
mit pyrotechnischen Gegenständen, Farbbeutel,
Glasflaschen und diversen anderen
Gegenständen. Im weiteren Verlauf wurden
in dem Bereich auch andere Gebäude und
Fahrzeuge mit Farbbeutel beworfen. Dies
wiederholte sich vor dem Polizeianhaltezentrum
Hernalser Gürtel. Beim Bewurf wurde ein
Polizist von einem Pflasterstein getroffen und
dabei leicht verletzt.“
Trotz Antifa-Eskalation: Polizei zufrieden
Obwohl die Polizei Wien das Vermummungsverbot
nicht durchsetzte und die Antifa deshalb
aus der anonymen Masse heraus Polizisten
angreifen und Gebäude und Autos
beschädigen konnte, zeigt sich die Polizeiführung
zufrieden mit ihrem Vorgehen: „Durch
die in der Einsatzplanung festgelegten Maßnahmen
und das besonnene Einschreiten ist
es der Wiener Polizei während des gesamten
Einsatzes gelungen, eine Eskalation und ein
Aufeinandertreffen verschiedener Kundgebungen
mit Konfliktpotential zu verhindern.
Die Aufrechterhaltung der öffentlichen Ordnung
und Sicherheit konnte umfassend gewährleistet
werden.“
Berlin: 37 Festnahmen = Friedlicher Protest
Auch in Berlin kam es am 1. Mai wieder traditionell
zu Ausschreitungen. Der mit Zwangsgebühren
finanzierte MDR schreibt dazu nüchtern:
„Berliner Polizei: Der friedlichste 1. Mai in
Berlin seit Jahrzehnten. 14.000 Menschen beteiligten
sich an traditioneller Demonstration
linker und linksradikaler Gruppen. Vereinzelte
Auseinandersetzungen, 37 Festnahmen.“
fen
esen:
Politisch korrekte Heuchler
Die Doppelmoral, die sich hinter der Berichterstattung
über Antifa-Ausschreitungen
verbirgt, wird besonders sichtbar, wenn man
diese mit der hysterischen Empörung über
friedliche Aktionen patriotischer Aktivisten
vergleicht. Beispielsweise in Linz und Wien
– dort sahen etablierte Medien und Politiker
jedes Mal die Demokratie in Gefahr … II
ken sofort
ren
Bild: Beifall für den Aufmarsch der Extremisten
gab es u.a. vom Balkon des WUKs, einem mit
Steuergeldern subventioniertem Kulturzentrum.
Antifa-Überfall auf Verkäuferin
Wer im falschen Laden arbeitet, bekommt Prügel
In ganz Deutschland verüben Antifa-Aktivisten immer wieder Anschläge
auf Läden der Modemarke „Thor Steinar“, da diese angeblich gerne von
Patrioten getragen werde. Einen besonders brutalen Überfall verübte die
rote Gesinnungsmafia Ende April auf eine Verkäuferin in Erfurt (Thüringen).
Die „Junge Freiheit“ schreibt über den Vorfall:
„Es sind Szenen, die fassungslos machen. Immer wieder schlagen die
Linksextremisten auf die am Boden liegende Frau ein, prügeln mit einem
Schlagstock auf die Beine, Füße und den Kopf ein. Am Ende sprühen sie
der jungen Mutter aus nächster Nähe Pfefferspray ins Gesicht. Das Opfer
krümmt sich vor Schmerzen. Dann rennen die vier vermummten Täter
aus dem Erfurter Bekleidungsgeschäft.“
Der Angriff wurde an einem Samstagnachmittag verübt. Dass sich der
Laden in einer belebten Einkaufsstraße befindet, scheint die Antifa-Aktivisten
ebenso wenig gestört zu haben wie die Tatsache, dass die
von ihnen misshandelte Mutter
vermutlich keine böse „Rechtsextreme“
ist, sondern in dem
Bekleidungsgeschäft einfach nur
arbeitet, um sich und ihre Familie
zu ernähren. II
Bild: Die Details und ein Video
des brutalen Überfalls sind auf
www.jungefreiheit.de unter dem
Titel „Video zeigt brutalen Überfall
von Linksextremisten“ zu finden.
Grüne Landesregierung stuft
„Rechtsextremismus-Experten“
als linksextrem ein
Severin Müller-Mayr über fragwürdigen Experten
Mitglieder der Organisation „Kollektiv.26“ aus Ulm werden von
regionalen Medien immer wieder als „Experten“ für angeblichen
„Rechtsextremismus“ herangezogen. Dabei wird von diesen Medien völlig
verschwiegen, dass diese Gruppe von Baden-Württembergs Landesregierung,
unter dem grünen Ministerpräsidenten Winfried Kretschmann,
als „linksextremistisch“ eingestuft wird und somit wohl unter Beobachtung
des Verfassungsschutzes steht. Von den etablierten Medien wird diese
Tatsache jedoch ebenso wird von den etablierten Medien verheimlicht,
dass sich „Kollektiv.26“ auf ihrer eigenen Internetseite selbst als „radikale
linke Gruppe“ bezeichnet.
Ein besonderer Dorn im Auge ist „Kollektiv.26“ ein patriotisches Zentrum
in Ulm, das der „Identitären Bewegung“ zugerechnet wird. Gemeinsam
mit Jouranlisten versucht die „radikale linke Gruppe“ Stimmung gegen
den Treffpunkt zu machen. Klare Worte zu diesem Vorgehen kamen von
Franz Schmid, Vorsitzender der AfD in Neu-Ulm: „Die Identitäre Bewegung
ist eine Gruppe junger Menschen, die sich für den Erhalt der deutschen
und europäischen Identität einsetzt. Sie stehen für Heimat, Freiheit
und Tradition. Die Verbreitung von Lügen über die Identitäre Bewegung,
um so die Vermieter zu einer Kündigung des Raumes zu nötigen, ist skandalös.“
Interessant in diesem Zusammenhang ist auch die Broschüre „Der
Linke Radikalismus in Schwaben“, die über den AfD-Landtagsabgeordneten
Christoph Maier kostenlos bezogen werden kann:
ww.maier-christoph.de
| 31
Wissenschaft
Theoriearbeit als Grundlage
für echte Veränderungen
GegenUni-Dozent Leonhard Mayer über den Einfluss wissenschaftlicher Arbeiten
auf unser Leben und das Überleben von Völkern und Familien
Bild: Das Denken in
Völkern wurde durch entsprechende
Theoriearbeit
erst dekonstruiert und
dann kriminalisiert.
Nächstes Angriffsziel sind
die Geschlechter und
damit auch die Familie.
Jede gesellschaftliche Veränderung
fängt mit einer politischen Theorie
an. Es waren Johann Gottlieb Fichte,
Wilhelm von Humboldt, Ernst
Moritz Arndt und andere Philosophen
der Romantik, die dem
deutschen Nationalismus eine
theoretische Grundlage verschafften
und so die Emanzipation
der deutschen Staaten von
Frankreich mitbewirkten.
Einige Jahrzehnte und Einigungskriege
später wurde der
Nationalstaat im Sinne einer
kleindeutschen Lösung geschaffen.
Preußen ging aus
einem der Einigungskriege
gegen die K.u.K. Monarchie siegreich hervor,
weshalb der deutschsprachige Teil Österreichs
vorerst der Anschluss versagt blieb,
trotz lauter Stimmen, welche die Vereinigung
forderten.
Nach dem zweiten Weltkrieg war man sich
bewusst, dass eine gesellschaftliche Veränderung
theoretisch fundiert sein muss. Deshalb
wurden die nationalen Schriften der
deutschen Philosophen rückwirkend einer
einheitlichen Theorie zugeordnet. Der „Primordialismus“,
so schrieb man, gehe davon
aus, dass die Nationalität rein biologisch zu
lesen ist und so alt sei wie die Menschheit
selbst. Deshalb zog man ihn für die Politik
des dritten Reichs, dessen Gebietsbeanspruchungen
und nationalen Chauvinismus an
sich in die Verantwortung.
nalstaaten geschichtlich notwendig aus der
Industrialisierung und den Massenmedien
der Moderne.
Nationalität an sich wird von
Info-DIREKT
Sagt die
den Modernisten als ein gesellschaftliches
Konstrukt be-
Theorie, dass j
schrieben, das austauschbar
ist und mehr mit den verbreiteten
Narrativen von staatli-
Nationen unwichtig
sind, chen Eliten zusammenhängt,
als mit einer tatsächlichen (gefühlten)
Verbundenheit.
und bequem
dann werden
sie das auch
Deshalb ist es nicht verwunderlich,
dass Ernest Gellner,
in der Praxis.
einer der Protagonisten des
Modernismus, feststellt: „Modernists
like myself believe that the world
was created round about the end of the eighteenth
century, and nothing before that ma-
österreichweit im
kes the slightest difference to the issues we
face.“
Zeitschriftenhand
Was wir heute im universitären Umfeld erleben,
ist Siegeszug des Konstruktivismus,
oder sich mit Nation in nicht einer zufrieden gegeben
hat, sondern längst auch das Geschlecht
von
„dekonstruiert“ und auch vor der Familie
nicht kaufen
haltmachen wird.
Dekonstruieren & kriminalisieren
Dass die Politik letztendlich der Metapolitik
und den politischen Theorien folgt, lässt
sich in Deutschland beobachten. Ende Oktober
des letzten Jahres entschied sich der
deutsche Verfassungsschutz, dem am „Zentrum
für Nachrichtendienstliche Aus- und
Fortbildung“ (eine gemeinsame Einrichtung
auf www.info-dire
Theorie gegen nationales Denken
Um diesen zu überwinden, musste Wer erst wieder
unabhängige des Bundesnachrichtendienstes und des Me
Theoriearbeit folgen. In den 1970-ern Verfassungsschutzes) lehrenden Professor
entstanddarauf hin eine Theorie von amerikanischen
für Politikwissenschaft Martin Wagener ein
muss
Sozialwissenschaftlern,
die sich Verfassungsschutz auf das von Wagner ge-
Hausverbot
diese
zu erteilen.
auch
Dabei berief sich
unte
der
zum Großteil in einer
marxistischen Tradition
sahen und ihre Abneigung
schriebene Buch „Kulturkampf um das deutsche
Volk - Der Verfassungsschutz und die
nationale Identität der Deutschen“, dem „si-
gegenüber cherheitsrelevante Erkenntnisse“ zu entnehschriebene
dem Nationalismus men seien. Das Kritisieren der deutschen Bevölkerungspolitik,
mehr oder wenig offen
zur Schau stellten.
Nach dem nun begründeten
„Modernismus“
folgen die Natio-
die darauf ausgelegt sei,
eine multikulturelle Gesellschaft zu errichten,
und Wageners Verständnis von „Staatsvolk“
wurden vom Verfassungsschutz als Bestrebung
gegen die freiheitlich-demokratische
32 |
Wissenschaft
Grundordnung gewertet, weshalb das Buch
nicht mehr durch die Wissenschaftsfreiheit
gedeckt werde. In seinem Buch beruft sich
Wagener zwar explizit auf den Modernismus
und zitiert besagten Ernst Gellner, wenn er
schreibt, der Nationalismus erfinde die Nation
und nicht umgekehrt. Dennoch wird es
mehr und mehr heikel, über solche Themen
zu schreiben, da der Modernismus mittlerweile
die absolute Vormachtstellung an Universitäten
hat und das Narrativ, die Nation sei
ein austauschbares und zufälliges Konstrukt,
immer mehr gesellschaftlich akzeptiert wird.
Die theoretische Arbeit an der Universität
ist so einflussreich, dass der deutsche Verfassungsschutz
diese
etzt kaufen
nun verteidigt und der mente und betont
Volksbegriff, der sich von dem der Nation die Wichtigkeit der
nur marginal unterscheidet, bereits rechtliche
Konsequenzen nach sich ziehen kann. ger als
Narrative. Wichti-
tatsächliche
el bestellen
über 100 Trafiken sofort
kt.eu abonnieren
Verwandtschaft ist
weiterlesen:
In Österreich haben der Modernismus und für ihn die gefühlte
die Nachkriegstheorien und -praktiken dafür
gesorgt, dass sich immer mehr von ihrer in dem Bestreben
Verwandtschaft, die
deutschen Nationalität abwenden und in der Brüderlichkeit
Österreich eine eigene Nation sehen (was angestrebt wird.
geschichtlich zwar umstritten ist, aber mit
einiger Mühe doch begründbar sein kann).
Nationen überhaupt werden politisch immer
unwichtiger, da Kompetenzen an die Europäische
Union, internationale Komitees oder
Nichtregierungsorganisationen abgegeben
werden. Stellt man sich quer, wie es Polen
Um so etwas zu
fühlen, muss eine
gewisse Gleichheit
in der Nation vorherrschen,
was für
gesellschaftlichen
Konsens in gesellschaftlichen
derzeit macht, lassen die sorgenvollen und
und
spöttischen Reden von Vertretern der westlichen
Staaten nicht lange auf sich warten. Sagt
vielen
Fragen
politischen
unabdingbar
die Theorie, dass Nationen unwichtig sind,
dann werden sie das auch in der Praxis. ist (zum Beispiel
das sich Einigen auf
Feiertage, Verhal-
Wer hier gesellschaftlich etwas ändern will,
muss also zuerst Theoriearbeit leisten. Bei
null muss man hier nicht anfangen, denn der
Brite Anthony D. Smith, seinerseits ein Schüler
von Gellner, widersprach ihm bereits Zeit
seines Lebens. Im Gegensatz zu den Modernisten
geht er davon aus, dass Nationen keine
Organisationseinheiten sind, die sich im
Laufe der Zeit entwickeln müssen, sondern
er weist auf ihre Beschaffenheit als über lange
Zeit gewachsene Einheiten hin. Für Smith
dien will,
rstützen!
kann eine Nation nicht ohne eine vorher
existierende, schon länger existierende Ethnie
bestehen. Auch Symbole, Narrative, eine
gemeinsame Sprache, Kultur oder Religion
spielen laut Smith eine wichtige Rolle bei
der Nationenwerdung. Seine Theorie nennt
der Brite deshalb „Ethno-symbolism“. Dabei
verzichtet der Brite auf nativistische Argu-
tensweisen, das politische
System an sich und auf allgemeine
Umgangsformen). Lange Zeit war es deshalb
die Nation, von der aus Politik für das
Volk gemacht wurde.
Theorie & Praxis
Aus Theorie folgt Praxis. Wer nicht will, dass
die Nation, die Geschlechter und alles andere
ausschließlich als Konstrukt behandelt
wird, der muss zuerst Theoriearbeit leisten.
Anschließend gilt es, diese politischen Theorien
unter das (vorhandene!) Volk zu bringen
und sie davon zu überzeugen. Oft ist es der
politische Instinkt, der über die Sympathie
gegenüber politischen Theorien entscheidet:
Als Dozent der Gegenuni kann ich versichern,
die besseren Argumente haben wir
auch. II
Mehr zu diesem Thema erfahren Sie nur im Gegenuni-Seminar „Ethnosymbolismus“!
Am besten gleich einschreiben:
www.gegenuni.de
Die GegenUni
Die GegenUni hat zwar keine akademischen Titel
im Angebot, aber politisches und philosophisches
Handwerkszeug, um das patriotische Lager voranzubringen.
Sie bietet Lesekreise und Seminare
zu metapolitischen Schlüsselwerken und Themen
– ausgearbeitet zum Anhören als Audio-Inhalte für
alle, die sich dafür interessieren. Das erworbene
Wissen kann und soll von den Studenten in den
Freundeskreis, in Parteien und Aktivistengruppen
hineingetragen werden. So entfaltet die GegenUni
ihre ganze metapolitische Kraft. Mehr dazu auf
www.gegenuni.de
Bilder: Wenn wir unsere eigene Weltanschauung nicht
durch ständige Theoriearbeit mit neuen Erkenntnissen
untermauern, geben wir uns kampflos geschlagen.
Unser Platz bleibt dann jedoch nicht - wie am linken
Bild - leer, sondern wird von anderen eingenommen,
die uns und unsere Art zu leben ablehnen.
(Gemälde von Rodins Denker von Edvard Munch;
Bildmanipulation des linken Bildes durch Info-DIREKT.)
Bild: Die omnipräsenten
Regenbogen-Fahnen sind
ein Sinnbild dafür, wie
es auch sehr abwegige
Ideen mit der entsprechenden
Theoriearbeit
über die Medien und
die Straße in die Köpfe
der Menschen schaffen
und so zur Wirklichkeit
werden.
Wirtschaft
Inflation als Mittel zum Zweck
Mit der Geldentwertung wird der linke Umbau von Staat und Gesellschaft
gezielt vorangetrieben. Ein Gastbeitrag von Werner Reichel
Handwerker: fp; Leyen: Von Etienne Ansotte, © European Union, 2021 via wikimedia.org; Bild Lagarde: Von European Parliament from EU via wikimedia.org (CC BY 2.0)
Bilder: Nicht Russlands
Präsident Putin trägt die
Verantwortung für die
galoppierende Inflation
und die Preisexplosionen,
sondern Personen
wie beispielsweise
die Präsidentin der
Europäischen Kommission
Ursula von der Leyen
(CDU) und EZB-Chefin
Christine Legarde (v.l.n.r.).
Die Schweizer haben’s
gut. Während im Euro-Raum
die Preise
ungebremst nach
oben schießen und
die Inflationsrate mit
über acht Prozent
einen neuen Rekordwert
erreicht hat, liegt
Die Schweizer beweisen, dass – entgegen
der Darstellung des politischen und medialen
Mainstreams – die Preisexplosion nicht
die Schuld von Wladimir Putin oder Folge
der Corona-Pandemie ist. Im Unterschied
zu Österreich und Deutschland sitzen keine
linkslinken Öko-Fundis in der Berner Regierung
und im dortigen Supermarkt zahlt man
mit dem stabilen Franken, nicht mit der Euro-Schrott-Währung.
Damit ist bereits viel
über die Ursachen der aktuellen Teuerungswelle
gesagt. Vor allem zwei Faktoren sind für
sie verantwortlich: die lockere Geldpolitik der
Europäischen Zentralbank (EZB) und die vor
allem von Deutschland und Brüssel („Green
Deal“) betriebene Energiewende. Beides zusammen
ergibt jenes explosive Gemisch, das
Preise immer weiter nach oben treibt. Beides
sind ideologische Projekte, deren Betreiber
die Folgen der Inflation nicht als Übel, sondern
als politisches Steuerungsinstrument
betrachten.
Bild: Von den 83 Millionen Einwohnern
Deutschlands sind es nur 15 Millionen,
die den täglichen Wahnsinn durch
ihre Arbeit finanzieren. Gemäß verschiedener
Schätzungen beträgt der
Schuldenstand Deutschlands auch
deshalb bereits 1.400 Milliarden Euro.
Inflation ist
eine staatliche
Umverteilung
von unten
Auch Deutschland völlig überschuldet
Seit Jahren geben die EU-Staaten wesentlich
mehr Geld aus, als sie sich leisten
können. Sie haben bisher offiziell knapp 13
Billionen Euro Schulden angehäuft. Spitzenreiter
sind Frankreich und Italien
mit gemeinsam fünf Billionen
Euro. Auch die „reichen“
Deutschen kommen auf über
zwei Billionen. Das sind aber
nur die geschönten, offiziellen
Zahlen. Allein für Deutschland
rechnen Ökonomen den wahren
Schuldenstand (inkl. implizierter
Schulden, ungedeckter
die Preissteigerung
bei unserem westlichen
Nachbarn im üblichen
Info-DIREKT jet
Rahmen. Im Mai betrug die nach oben.
Inflationsrate 2,9 Prozent. Dass
Ausgabeversprechen etc.) auf
bei uns die Teuerung mit allerlei Taschenspielertricks
(was kommt in den Warenkorb
14 Billionen, also 1.400 Milliarden Euro!
und wird wie gewichtet)
und
schön gerechnet
bequem
Angesichts solcher astronomischer Summen
w
wird und für den österreichischen Durchschnittsbürger
bereits weit im zweistelligen denberge an. Ansonsten würde vielen Län-
macht man immer weiter, häuft neue Schul-
Bereich liegt, kommt erschwerend hinzu. So
lag die Inflationsrate, berechnet nach dem
Miniwarenkorb, im April dieses Jahres in Österreich
bereits bei 14,4 Prozent!
dern, auch Frankreich und Italien, der Staatsbankrott
drohen. Schulden zu machen bzw.
Geld drucken ist einfacher und bequemer als
schmerzhafte und langwierige Reformen, um
den Staatshaushalt in Ordnung zu bringen.
Zudem haben linke Ökonomen bis vor kurzem
behauptet (Stichwort: Modern Money
Theory), man könne ohnehin unbegrenzt
österreichweit im
Geld drucken, um die Staatsausgaben zu
Zeitschriftenhandel finanzieren. EZB-Chefin Christine Lagarde
glaubt das vermutlich immer noch. b
oder in einer von üb
kaufen
In Wirklichkeit ist nichts gratis
„There is no such thing as a free lunch“, wie
man in liberalen bzw. libertären Kreisen sagt.
Soll heißen, das Geld, das der Staat oder die
Union als Sozialleistungen, Subventionen,
Förderungen, Corona-Hilfen etc. ausgibt,
muss irgendwo herkommen, irgendwer muss
am Ende des Tages dafür aufkommen.
auf www.info-direkt.e
Staatliche Haupteinnahmequellen sind die
Steuern. Doch die europäischen Sozialstaaten
haben die Steuerschraube bereits bis
zum Anschlag angedreht. In vielen EU-Ländern
liegen die Sätze für Steuern und Abgaben
bei 50 Prozent und darüber. Zudem
ist die Zahl der Leistungsempfänger – unter
anderem durch die Massenzuwanderung –
wesentlich höher als die der Leistungsträger.
In Deutschland sind von 83 Millionen Einwohnern
nur noch 27 Millionen Nettosteuerzahler,
das heißt, sie zahlen mehr in die
Staatstöpfe ein, als sie herausbekommen.
Zieht man von diesen 27 Millionen jene ab,
die ihr Gehalt vom Staat beziehen, bleiben
nur noch 15 Millionen Deutsche übrig, die
den sich immer weiter aufblähenden Sozial-
Wer unabhängige Medi
muss diese auch unterst
34 |
staat schultern müssen. Die Inflation ist der
Beweis, dass das auf Dauer nicht gutgehen
kann.
Inflation ist die Umverteilung
von unten nach oben
Diese schrumpfende Gruppe kann aber
nicht mehr weiter belastet werden, sonst
drohen Abwanderung, Pleiten, Motivationsverlust,
Flucht in die Schwarzarbeit etc.
Deshalb ist die EU dazu übergegangen, das
Geld im wörtlichen und im übertragenen
Sinn nach Bedarf zu drucken. Ein sozialistisches
Wohlstands-Perpetuum mobile. Das
hat die EZB, die längst zum Anhängsel der
EU-Kommission verkommen ist, exzessiv getan.
Die Geldmenge (M3) ist in der Eurozone
seit Anfang 2020 um fast 18 Prozent ausgeweitet
worden, gegenüber der Jahrtausendwende
hat sie sich mehr als verdreifacht!
zt kaufen
Wenn man die Geldmenge erhöht, ohne
dass die Wirtschaftsleistung, das Angebot an
Waren und Dienstleistungen entsprechend
steigt, ist Inflation die zwingende Folge. Inflation
kommt von „inflare“ und bedeutet
eiterlesen:
aufblähen. Durch diese Geldmengerweiterung
sinkt der Wert des Geldes. Die Inflation
ist ein Instrument des Geldmonopolisten,
die Bürger großflächig zu enteignen, ihnen
die Ersparnisse zu stehlen, ohne, dass sie die
Politik dafür verantwortlich machen würden.
Dazu fehlt es den meisten an ökonomischem
Basiswissen.
estellen
er 100 Trafiken sofort
Betroffen von der Inflation sind vor allem
die unteren und mittleren Einkommensschichten.
Sie haben keine Möglichkeiten,
ihr Angespartes in Sicherheit zu bringen
und leiden unter den steigenden Preisen
für Konsumgüter besonders, weil sie dafür
einen hohen Prozentsatz ihres Einkommens
aufwenden müssen. Inflation ist eine staatliche
Umverteilung von unten nach oben, von
denen, die ohnehin nicht viel haben, zu den
Großschuldnern. Und das sind in erster Linie
die Staatsapparate.
u abonnieren
Greenflation durch
ideologische Luftschlösser
Zur EZB-Geldentwertungspolitik kommt
obendrauf die sogenannte Greenflation.
Die gezielte Verteuerung der Energiepreise
durch Verknappung des Angebots. Wer, wie
Deutschland, „zur Rettung des Planeten“ seine
Atomkraftwerke abschaltet, ohne für adäquaten
Ersatz zu sorgen und stattdessen auf den
unzuverlässigen Windstrom setzt, tut genau
das. Seit Jahren wird aufgrund dieser Politik
in Deutschland oder Österreich kaum noch in
Kohle, Gas und Öl investiert, sondern in ideologische
Luftschlösser wie Solar und Wind.
en will,
ützen!
Bild Kogler: Info-DIREKT; Bild Tögel: Frank und Frei
Dass die Energiepreisexplosion politisch
gewollt ist, beweisen die österreichischen
Leseempfehlung:
Wer für die Inflation verantwortlich
ist, wer von ihr profitiert,
wer zu den Verlierern zählt und
welche weitreichenden Folgen die
Geldentwertung haben kann, erklärt
Andreas Tögel in seinem 100
Seiten kompakten Buch: „Inflation.
Warum das Leben immer teurer
wird“. Erschienen ist das am 5. Mai
in Wien präsentierte Buch im Verlag
„Frank&Frei“. Für 12,90 Euro ist es im
Buchhandel und direkt beim Verlag
erhältlich: www.frankundfrei.online
Bild: Andreas Tögel bei
der Präsentation seines
Buches in Wien. Sein
lebhafter Vortrag kann
auf www.frankundfrei.
online nachgehört
werden.
Grünen, die an der CO2-Steuer, die ab Juli
fällig wird, festhalten. Die Energiewende ist
eine linksesoterische gesellschaftspolitische
Utopie, bei der die Gesetze der Natur, Logik
und Ökonomie keine Rolle spielen. Das führt
zwangsläufig zu massiven Verwerfungen in
der realen Welt.
Mehr Autorität durch Verarmung
Mit den teurer werdenden Spritpreisen soll
etwa der den Grünen verhasste motorisierte
Individualverkehr breitflächig zerstört und
künftig Politbonzen und anderen Mitgliedern
des Establishments vorbehalten bleiben. Der
gemeine Bürger darf sich in die öffentlichen
Verkehrsmittel zwängen. Individualität, Freiheit
und Eigentum sind für Linke schließlich
keine Grundwerte, sondern Missstände, die
es zu beseitigen gilt. Die Inflation macht die
Bürger flächendeckend ärmer, treibt sie in
die Abhängigkeit des Staates, wodurch sie
politisch leicht zu steuern sind. Das führt direkt
in einen autoritären Kontroll- und Überwachungsstaat.
Man nutzt die selbst induzierten Krisen, um
den Umbau der Gesellschaft voranzutreiben:
Sprich den Staatsapparat und die Macht des
Staates zu Lasten der Bürger und der individuellen
Freiheit auszubauen. Statt die Steuern
zu senken, erhöht man sie und verteilt
großzügig Almosen (150 Euro Energiegutschein
etc.). Doch das linke Macht- und Pyramidenspiel
wird, so wie jedes sozialistische
Gesellschaftsexperiment, krachend scheitern.
Die aktuellen Entwicklungen sind die
Ouvertüre dazu. II
Wirtschaft
Bild: Für Österreichs
Vizekanzler Werner Kogler
(Grüne) sind Diskussionen
über die enormen
Teuerungen unnötig,
da diese „eine Hysterie
anzünden“ würden. Erst
als wegen dieser abgehobenen
Aussagen Kritik
aufkam, meinte er, dass
er mit seiner Aussage
das Gegenteil von dem
gemeint hat, was er
gesagt habe ...
| 35
Veranstaltungen
„Nicht unterkriegen lassen“
Interview mit FPÖ-Bundesparteiobmann und Klubobmann Herbert Kickl
Bild: Herbert Kickl
bei einem Vortrag im
Burgenland.
Bild: Im Rahmen der
Österreich-Tour ist natürlich
auch genug Zeit für
gemeinsame Fotos.
Im Rahmen einer „Österreich Tour“ sind FPÖ-Chef Herbert Kickl und die freiheitlichen Nationalräte
seit Wochen in der ganzen Republik unterwegs, um direkt mit den Bürgern zu sprechen
und sie aus erster Hand über aktuelle politische Themen zu informieren. Info-DIREKT
hat bei Herbert Kickl nachgefragt, was ihn bisher auf seiner Tour am meisten beeindruckt hat.
Info-DIREKT jetzt kaufen
und bequem weiterlesen:
Info-DIREKT: Herr Kickl, im Zuge Ihrer Österreich-Tour
besuchen Sie derzeit zahlreiche
Orte in Österreich, weshalb?
Herbert Kickl: Das ist ja selbstverständlich,
dass man nach zwei Jahren Regierungs-Irrsinn
mit Ausgangssperren und Veranstaltungsverboten
endlich wieder Menschen
treffen will. Aber wie ich feststellen muss,
sind wir bei der FPÖ die einzigen, die so
denken. Die anderen Parteien haben es sich
in ihrem „Home Office“ ziemlich gemütlich
gemacht. Wir hingegen wollen den Bürgern
unsere Vorschläge und Ansichten näherbringen
zu den Themen, kaufen die Namensgeber der
Tour sind: Heimat, Wohlstand und Sicherheit
– allesamt Werte, die von einer immer chaotischeren
Politik der Regierung in höchstem
Maße gefährdet sind.
Wer unabhängige Medien will,
muss diese auch unterstützen!
Info-DIREKT: Was bereitet den Österreichern
derzeit die meisten Sorgen?
Kickl: Man merkt deutlich, dass die Kostenlawine
vielen Menschen das Leben extrem
erschwert. Da sind einerseits Pendler, die
unter den horrenden Spritpreisen leiden.
Oder es flattern Nachzahlungen von Energiebetreibern
ins Haus, die so hoch sind wie
die Kosten für einen Sommerurlaub einer
vierköpfigen Familie. Aber viele Menschen
fürchten auch weiterhin den Impfzwang, so
lange dieses Unrechtsgesetz nicht gänzlich
abgeschafft ist.
Info-DIREKT: Zu den Veranstaltungen kommen
auch viele FPÖ-Mitglieder. Wie ist derzeit
die Stimmung in der Parteibasis?
Kickl: Sehr gut! Unsere Funktionäre spüren
den starken Zulauf und hören immer wieder,
dass die anderen Parteien die Augen vor
den Problemen der Bevölkerung verschließen.
Wir werden die Menschen, so gut es
geht, unterstützen – und sei es nur, dass wir
ihnen zuhören. Das ist es, was der Politik weitestgehend
abhandengekommen ist: den
Menschen zuzuhören. Die Regierung ist ja
nur mehr mit sich selbst beschäftigt und die
SPÖ traut sich auch nicht zu den Bürgern –
aus Angst vor Corona oder vor den Wählern,
man weiß es nicht so genau.
österreichweit im
Zeitschriftenhandel bestellen
oder in einer von über 100 Trafiken sofort
auf www.info-direkt.eu abonnieren
Info-DIREKT: Was hat Sie auf Ihrer Tour bisher
am meisten erschüttert?
Kickl: Am meisten hat mich schockiert, dass
die Ehefrau von Kanzler Nehammer nach wie
vor Bürger klagt, die ein lächerliches Posting
auf Facebook geteilt haben. Von diesen
Menschen habe ich einige persönlich kennengelernt,
die völlig verzweifelt sind: Personen,
die mit 1500 Euro und noch weniger
für Wohnen, Heizen, Strom, Essen und Sprit
auskommen müssen – da sind Mindestpensionisten
und alleinerziehende Mütter darunter.
Und Frau Nehammer fordert Beträge,
die doppelt und dreimal so hoch sind wie
das Monatseinkommen dieser Leute. Das ist
Fotos: Alois Endl
36 |
Südtirol
Fotos Österreich Tour: Alois Endl; Foto Jan Wenzel Schmidt: Castell Aurora; Fotos Südtirol: Südtiroler Informationsdienst
Bilder: Der direkte Kontakt zu den Bürgern
und eigenen Wählern war schon immer eine
Stärke der FPÖ.
wirklich schäbig, wenn man selbst in Saus und
Braus leben kann und die Kinder von der Cobra
in die Schule chauffiert werden.
Info-DIREKT: Und was war bisher das schönste
Erlebnis?
Kickl: Es ist immer wieder schön und vor allem
motivierend, wenn man in den Augen der
Menschen die Hoffnung auf ein Ende dieser
kaltschnäuzigen Regierungspolitik sieht. Und es
sind auch die Momente wie zuletzt in Salzburg,
wo mir eine ältere Dame um den Hals gefallen
ist und gesagt hat: „Geben‘s net auf, Sie sind unsere
Hoffnung, Gott schütze Sie!“ – Für all diese
Menschen werde ich kämpfen und mich nicht
unterkriegen lassen. II
Bild rechts: Auch FPÖ-Generalsekretär Michael
Schnedlitz ist bei der „Österreich Tour“ dabei.
Alle aktuellen Termine finden
Sie hier: www.fpoe.at/heimatwohlstand-sicherheit
AfD-Bundestagsabgeordneter
unterstützt patriotisches
Zentrum in Steyregg
Bei seinem zweiten Besuch im „Castell
Aurora“ in Steyregg (Oberösterreich)
spendete AfD-Bundestagsabgeordneter Jan
Wenzel Schmidt 5.000 Euro an das patriotische
Hausprojekt. Wenzel über seine Beweggründe:
„Anders als bei linken Hausprojekten ist hier
alles aufgeräumt, sauber und eigenfinanziert.
Das Castell Aurora wird
ganz ohne Steuergeld
finanziert. Natürlich
ist man deshalb auf
regelmäßige Spenden
angewiesen. Für die
Zukunft wünsche ich
dem Castell Aurora viel
Erfolg und freue mich
darauf, bald wieder zu
Gast zu sein.” II
Philipp Dörfler über das schäbige Verhalten Österreichs
gegenüber der letzten noch lebenden Katakombenlehrerin
Hermine Orian
Seit Jahrzehnten bemüht
sich die letzte noch lebende
Katakombenlehrerin Hermine
Orian um die österreichische
Staatsbürgerschaft. Die Südtirolerin
wurde 1919 als Österreicherin
geboren. Ihr größter
Wunsch ist es, auch als solche zu
sterben. Dabei wird sie sowohl
vom „Andreas Hofer Bund“, als
auch von vielen Einzelpersonen
unterstützt. So wurde das Anliegen
der 103-Jährigen bereits
an Bundespräsident Van der
Bellen, Bundeskanzler Nehammer,
Innenminister Karner und
Außenminister Schallenberg
kaufen
herangetragen – bisher ohne
Erfolg.
Begeisterter Kardinal
plötzlich taub
Als Ende April eine Abordnung
Tiroler Schützen für den Wunsch
der 103-jährigen Orian in Wien
demonstrierten, wurde Kardinal
Schönborn auf diese Gruppe
aufmerksam. Dabei äußerte er
Gefallen an der „gelebten Solidarität
im Zeichen Christi“ von
Seiten der Schützen. Auf ein
Schreiben, das im Anschluss an
den Kardinal geschickt worden
war, antwortete dieser, ihm sei
der Fall bekannt, er könne aber
nicht helfen.
Hermine Orian hatte in der Zeit
des italienischen Faschismus
ihr Leben riskiert, um südtiroler
Kindern den damals verbotenen
Unterricht in deutscher Sprache
zu ermöglichen. Aufgrund
dieses Einsatzes für Österreich
Bild links: Historische Postkarte, die im
ganzen deutschen Sprachraum verkauft
wurde, um die Katakombenschulen finanziell
zu unterstützen.
Bild rechts: Hermine Orian, die als
Österreicherin geboren wurde, viel für den
Erhalt der deutschen Südtiroler geleistet
hat und als Österreicherin sterben möchte.
und die deutsche Kultur im umkämpften
Südtirol müsste es
eine Selbstverständlichkeit sein,
ihr die österreichische Staatsbürgerschaft
zu verleihen. Zudem
sollte ihr möglichst rasch,
stellvertretend für alle Katakombenlehrerinnen,
das „Ehrenzeichen
für Verdienste um die
Republik Österreich“ verliehen
werden.
Info-DIREKT jetzt kaufen
und bequem weiterlesen:
österreichweit im
Zeitschriftenhandel bestellen
oder in einer von über 100 Trafiken sofort
Wer unabhängige Medien will,
muss diese auch unterstützen!
Kampf um Deutungshoheit
Etablierte Politiker und Kirchenvertreter,
die sonst jedem die
österreichische Staatsbürgerschaft
und Auszeichnungen hinterherwerfen,
bemühen sich bei
einer echten Österreicherin, die
bereits in jungen Jahren ihr Leben
in den Dienst der Gemeinschaft
stellte, möglichst keinen
Staub aufzuwirbeln. Der Grund
für diese schäbige Verhalten
dürfte auch daran liegen, dass
der Fall Orian offenlegt, dass
Staatszugehörigkeit und Volkszugehörigkeit
nicht unbedingt
ident sein müssen. Wenn Hermine
Orian die österreichische
Staatsbürgerschaft verliehen
bekäme, würden damit unsere
fragwürdigen Eliten ihre eigene
Märchenerzählung „Südtiroler
wären nur deutschsprachige Italiener“
untergraben.
auf www.info-direkt.eu abonnieren
Vermutlich stießen genau deshalb
alle bisherigen Bemühungen
auf taube Ohren. Und genau
deswegen dürfen wir nicht
müde werden, der verdienstvollen
Südtirolerin zu ihrem Recht
zu verhelfen. II
| 37
Der moderne
Kult der Hässlichkeit
Annarita Menegus über die ewige Gültigkeit des Wahren, Schönen und Guten
Bildschirmfoto Calvin Klein: Instagram / Calvin Klein; Bild Nitsch in Aktion: Von Nitsch Foundation via wikipedia.org (CC BY-SA 3.0); Bild Gruppenfoto: BKA / Dragan Tatic (Bildauschnitt von Info-DIREKT ausgewählt)
Bild: Zum Muttertag warb
der Unterhosenhersteller
„Calvin Klein“ auf
Instagram mit einem
schwangeren Trans-Mann.
Bilder: Als schön wird
von Gutmenschen nur
das tituliert, was ihrer
politischen Agenda entspricht.So
überrascht es
nicht, dass der im April
verstorbene Blutschmierer
Hermann Nitsch stets
als großer Künstler
gefeiert wurde und
wird. Unter den Nitsch-
Verehrern befinden sich
übrigens auch angeblich
christlich-soziale
Politiker, wie Ex-Kanzler
Sebastian Kurz und der
ehemalige Langzeit-
Landeshauptmann von
Niederösterreich
Erwin Pröll.
Schönheit liegt nicht, wie man uns seit
Kindestagen lehrt, im Auge des Betrachters.
Schönheit ist rein objektiv.
Schön ist, was tatsächlich schön ist, nicht das
was gegenwärtig gesellschaftlich, politisch
oder medial gefällt. Zu sagen, dass jemand
oder etwas hässlich und jemand oder etwas
anderes schön ist, ist keine Diskriminierung.
Vielmehr ist es eine Feststellung und Anerkennung
wahrer Tatsachen, die objektiven
Maßstäben unseres menschlichen Bewusstseins
entspringen. Etwas oder jemand ist an
sich schön und nicht erst durch die Augen
oder die Betrachtung eines anderen.
Zerstörerische Absichten
Mit dem Satz „Die Realität neuer Familien“
warb das Modeunternehmen „Calvin Klein“
zum diesjährigen Muttertag mit einem
schwangeren Trans-Mann. Er verkörpert den
modernen Kult der Hässlichkeit und widerspiegelt
den Zeitgeist der herrschenden Kaste.
Das nächste Overton-Fenster wird damit
geöffnet: Die Entwurzelung der unverhandelbaren
Prinzipien, die der menschlichen
Essenz zugrunde liegen. Ein weiterer Schritt
hin zum Unnatürlichen und Perversen, das
alles Organische zersetzt und das menschliche
Geschlecht durch den Transhumanismus
zum Aussterben führen wird. Alles Natürliche,
Organische und folglich auch Schöne ist
all jenes, was unser globalistischer, dämonischer
Feind abgrundtief hasst.
Ähnlich verhält es sich mit dem fadenscheinigen
Sieg der Ukraine beim diesjährigen
Eurovision Song Contest. Abgesehen davon,
dass sich die Qualität des Wettbewerbs
bereits seit Jahren im Sinkflug befindet,
ist es heuer ein armseliges Zeichen der
Entschädigung für ein noch armseligeres
Land, das sich als Propagandamarionette
der Lenker des Narrativs benutzen lässt.
Die russischen Kandidaten wurden gleich
vom Wettbewerb ausgeschlossen. Ein russisch-orthodoxer
Priester kommentierte,
dass der Ausschluss vom Wettbewerb ein
Segen für Russland gewesen sei: „Keine
Frauen mit Bart oder Männer mit Brüsten.
Die Sanktionen sind ein Beitrag zur Gesundung
des Landes.“
Die Diktatur des Hässlichen
Generationen, die seit Jahrzehnten ohne innere
Ordnung, ohne positive Vorbilder und
Info-DIREKT jet
ohne ethische Werte erzogen werden, versunken
in Seelenlosigkeit und Unbedeutendheit.
Keine Gesellschaft zuvor hat derart das
und
Hässliche
bequem
verehrt. Je weiter weg vom Schönen,
desto größer ist der Widerhall in der
we
linken Kunstschickeria. Dies sind Symptome
des westlichen Zerfalls. Einer bis ins Kleinste
verdorbenen und verfluchten Welt, in der
das Hässliche herrscht. All diese Propaganda
dient dazu, eine krankhafte Ideologie unters
Volk zu bringen. Sie wird zur Desorientierung
von Kindern und Erwachsenen benutzt, die
österreichweit im
damit überflutet und beeinflusst werden.
Zeitschriftenhandel
Es ist nicht aussichtslos
b
Das Schöne besteht trotz aller Widerstände.
oder in einer von Das unergründliche menschliche Bewusstsein,
das unberührt von den gegenwärtigen
übe
Perversionen der Gender-Ideologie und dem
kaufen
Relativismus bleibt und von der politisch-korrekten
Manie nicht in die Irre geführt wird,
wird wahre Schönheit immer erkennen. Aus
dem einfachen Grund, dass sich dieses Gefühl
seit eh und je in den unergründlichen
auf www.info-direkt.eu
Tiefen des menschlichen Wesens befindet
und keine Begründung oder Rechtfertigungen
benötigt. So wie ein Sonnenuntergang
am Meer, die Frühlingsblüten der Apfelbäu-
Wer unabhängige Medie
me oder das Lachen eines Kindes.
muss diese auch unterstü
George Orwell hatte Recht: „In Zeiten universeller
Täuschung ist das Aussprechen von
Wahrheit ein revolutionärer Akt.“ II
Bild: Lifestyle-Linke empfinden
Austropop meist
unerträglich. Bei der Musik
von Willi Resitarits alias Dr.
Ostbahn Kurti ist das freilich
anders. Resitarits war nämlich
nicht nur Sänger, sondern
auch politisch-korrekter
Aktivist. Nach seinem Tod im
April zeigte sich die gesamte
Schickeria deshalb tief
betroffen, dass Österreich
einen „großen Künstler“ verloren
hat.
38 |
Unkultur
Pussy
Riot
Christopher Wagner über das perverse russische Liebkind westlicher Medien
zt kaufen
Im Ringen um die Ukraine sind nicht nur
Politiker und Militärs darum bemüht, weiter
Öl ins Feuer zu gießen, sondern auch etablierte
Medien und die woke
iterlesen:
Kunstszene. Dazu wurde
nun auch die schon fast vergessene
feministische Punkrock-Band
und Aktivistengruppe
„Pussy Riot“ wieder
ausgegraben. Einen Auftritt
der Band im beschaulichen
St. Johann in Tirol nutzten
Haltungsjournalisten, um die
Aktivistinnen groß zu feiern.
estellen
r 100 Trafiken sofort
Gruppenfoto: Игорь Мухин ivia wikipedia.org (CC BY-SA 3.0);
Dabei verschwiegen sie die
perversen und teilweise gewalttätigen
Hintergründe einiger Gruppenmitglieder.
Gruppensex als Protestaktion
Erstmals einem breiteren Publikum wurden
die späteren Mitglieder von „Pussy Riot“ bekannt,
als sie 2008 unter dem Motto „Fuck for
the heir Puppy Bear!“ gegen die Wahl von
Dmitri Medwedews zum russischen Staatspräsidenten
protestierten. Damals trafen sie
sich als Künstlerkollektiv „Voina“ in Räumlichkeiten
eines Moskauer Museums zum Gruppensex.
Ausgegangen dürfte die Aktion von
der späteren „Pussy Riot“-Frontfrau, Nadeschda
Tolokonnikowa, sein.
abonnieren
n will,
tzen!
Pervers & gewalttätig
In der Gruppe „Voina“ hat sich auch die spätere
Sängerin von „Pussy Riot“, Marija Aljochina,
aktiv beteiligt. Gemeinsam mit anderen malte
sie 2010 einen 65 Meter langen Penis auf eine
Verkehrsbrücke. Wirklich verstörend war jedoch
die „Performance“ mit dem Titel „How to
snatch a chicken“ im selben Jahr. Dabei stahl
ein Mitglied der Gruppe ein Huhn aus einem
Supermarkt, indem es sich das tote Tier in ihre
Vagina einführte. Medienwirksam wurde die
Aktion inkl. Nahaufnahme gefilmt.
Ein Mitglied der
Gruppe stahl ein
Huhn aus einem
Supermarkt, indem
es sich das
tote Tier in ihre
Vagina einführte.
Die „Damen“ schreckten jedoch auch vor
Gewalt nicht zurück: Im selben Zeitraum wurde
ein Polizeibus in Brand gesetzt. Ebenfalls
geplant war, ein Gerichtsgebäude mit 3.000
Kakerlaken zu kontaminieren, um eine anberaumte
Verhandlung unmöglich
zu machen.
„Punkgebet“
an Jungfrau Maria
2012 stürmte die Gruppe
dann unter ihrem heutigen Namen
„Pussy Riot“ den Altar der
Christ-Erlöser-Kathedrale in
Moskau. In einer als „Punk-Gebet“
benannten Aktion forderte
die Gruppe die Jungfrau Maria
(die in Russland allerhöchste
Verehrung genießt) dazu auf, Putin zu verjagen,
sich für Abtreibungen einzusetzen und
Feministin zu werden. Die drei Mitglieder Nadeschda
Tolokonnikowa, Marija Aljochina und
Jekaterina Samuzewitsch wurden daraufhin
verhaftet und vor Gericht gestellt. In der westlichen
Berichterstattung wurde Russlands Justiz
für das Vorgehen gegen die Gruppe scharf kritisiert.
Dabei wurde mit keinem Wort erwähnt,
dass das Herabwürdigen religiöser Lehren
theoretisch auch in Europa strafbar ist. Praktisch
kommt dieser Paragraph bei uns jedoch
nur zum Einsatz, wenn sich Muslime in ihrer
religiösen Würde verletzt fühlen … II
Bild: Große Begeisterung im Blätterwald
über den einzigen Österreich-Auftritt
von „Pussy Riot“ in der 9.663-Einwohner-
Marktgemeinde St. Johann in Tirol.
Bilder: Die verstörenden
„Protest“-Aktionen
einiger „Pussy Riot“-
Bandmitglieder in der
Vergangenheit werden
von den etablierten
Medien meist verschwiegen.
Bild oben: „How to
snatch a chicken“; Bild
unten: „Fuck for the heir
Puppy Bear“.
| 39
Veranstaltungen
„Das größte
Vernetzungstreffen der
europäischen Rechten“
So bezeichnete die Antifa das „2. Europäische Kommunalpolitische Forum“
in Rosenheim (Bayern). Steffen Richter
Bild: Ein Video über die
Veranstaltung mit zahlreichen
Interviews finden Sie
am YouTube-Kanal von
Info-DIREKT unter dem
Titel: „Hoffnungsvolles
Signal: Europas Patrioten
vernetzen sich!“
Bild: Viel Beachtung
fand der Vortrag von Filip
Brusselmans vom „Vlaams
Belang“, der über neue
Möglichkeiten zur digitalen
Wähleransprache
referierte.
Auf Initiative
des deutschen
EU-Abgeordneten
Markus Buchheit (AfD)
trafen sich am Samstag,
den 23. April 2022, namhafte
Politiker europäischer
Rechtsparteien in Rosenheim.
Ziel war es, im Rahmen
von Vorträgen und
Diskussionen eine gesamteuropäische
Strategie zu entwickeln und Erfahrungen
auszutauschen. Kommunalpolitische
Konzepte sollten dabei die Grundlage
bilden.
Rund 300 Funktionsträger der „Alternative für
Deutschland“ folgten der Einladung ins „Kultur
und Kongress Zentrum“. Moderiert von
Markus Buchheit referierten unter anderem
Virginie Joron vom Rassemblement National
über die aktuell bestimmenden politischen
Themen in Frankreich und Filip Brusselmans
vom belgischen österreichweit „Vlaams Belang“ über den im
Aufbau einer politischen Bewegung.
Neue mediale Strategie
Brusselmans schilderte dabei die Situation
seiner Partei nach kaufen herben Rückschlägen bei
Wahlen und wie sie sich im Anschluss neu
aufgestellt haben. Vor allem seine Ausführungen
über den Strategiewechsel seiner
Partei in Sachen Öffentlichkeitsarbeit stießen
auf großes Interesse bei den Zuhörern.
Der junge „Vlaams Belang“-Politiker erklärte,
wie seine Partei die Blockade der etablierten
Medien durchbrechen konnte. Auf teure
Broschüren und Postwurfsendungen wurde
dabei zugunsten einer weitgehend digitalen
Strategie verzichtet. Dazu kam auch eine
eigens angefertigte App zum Einsatz. Diese
Umstellung sei die Grundlage für neue Erfolge,
so Filip Brusselmans.
Im Anschluss diskutierten die Gäste mit dem
FPÖ-EU-Abgeordneten Harald Vilimsky und
den Vertretern der anderen Parteien über
die Zukunft der europäischen patriotischen
Kräfte. Dabei spielten auch die Optionen
für eine allumfassende Rechtsfraktion eine
Rolle, unter deren Dach auch Viktor Orbans
Fidesz-Partei einen Platz finden könnte, die
bekanntlich aus der Fraktion der Europäischen
Volkspartei ausgetreten ist. An eine
gemeinsame Fraktion aller Rechtsparteien
glaubten die Diskussionsteilnehmer nicht.
Realistischer sei eher, dass es mit den Fraktionen
„Europäische Konservative und Reformer“
und „Identität und Demokratie“ im
EU-Parlament weiterhin zwei Kräfte rechts der
Mitte geben werde. Diese würden sich zwar
nicht zusammenschließen, jedoch eine enge
Kooperation vereinbaren. So könnten bisherige
Hindernisse überwunden und weiterhin
Handlungsfreiheiten bewahrt werden, ohne
die jeweiligen Akteure einzuengen.
Info-DIREKT jetzt kaufen
und bequem weiterlesen:
Wer unabhängige Medien will,
muss diese auch unterstützen!
Im Anschluss referierte die Vorsitzende der
„Desiderius Erasmus Stiftung“, Erika Steinbach,
über politische Vorfeldarbeit und die
entsprechende Vernetzung der patriotischen
Kräfte in Europa. Dabei kamen auch die
schmutzigen Tricks der Altparteien zur Sprache,
die zwar die eigenen parteinahen Stiftungen
mit mehreren hundert Millionen Euro
jährlich alimentieren, die AfD-Stiftung jedoch
mit allen Mitteln von staatlicher Förderung
abschneiden.
Zeitschriftenhandel bestellen
oder in einer von über 100 Trafiken sofort
Markus Buchheit erläutert: „Die AfD ist die
einzige echte Oppositionspartei in Deutschland.
Das ist auch der Grund, warum wir von
CDU/CSU, FDP und den anderen Einheitsparteien
kein Fairplay erwarten können.
In den Medien kommt die AfD kaum durch
ihre sachpolitische Arbeit vor. Das heißt für
uns, dass wir uns noch intensiver auf unsere
Stärken konzentrieren und neue Wege zum
Bürger finden müssen. Das Europäische
Kommunalpolitische Forum soll dabei den
Rahmen bieten, uns mit unseren europäischen
Partnern austauschen und von ihren
Erfahrungen lernen zu können.“
auf www.info-direkt.eu abonnieren
Neben den Vorträgen und Diskussionen ging
es im Wesentlichen darum, die verschiedenen
Kräfte in Kontakt und ins Gespräch zu
bringen. Die Antifa kündigte die Veranstaltung
gar als „… das größte Vernetzungstreffen
der europäischen Rechten …“ an.
Bilder: AfD
40 |
Veranstaltungen
Tatsächlich waren neben den ausländischen
Gästen auch zahlreiche Spitzenpolitiker der
AfD anwesend, so die EU-Abgeordneten
Christine Anderson, Sylvia Limmer und zahlreiche
Landtagsabgeordnete. Aus Österreich
nahmen neben Harald Vilimsky unter anderen
auch Maximilian Krauss, Klubobmann der
FPÖ-Wien, und Dominic Maier, FPÖ-Stadtparteiobmann
in Salzburg, teil.
Im Foyer des Veranstaltungssaales hatten die
Gäste die Möglichkeit mit zahlreichen metapolitischen
Projekten, die dort messeähnlich
Stände aufgebaut hatten, in Kontakt zu
treten. Darunter waren nicht nur das Magazin
Info-DIREKT, sondern auch der „Gerhard
Hess Verlag“, der „Deutsche Akademikerverband“,
die Zeitschrift „Freilich“, die „Junge Alternative“
und mehr.
Deutlich zu spüren war unter den Teilnehmern
die Aufbruchstimmung und die Zuversicht,
mit den anderen europäischen Rechtsparteien
einen gemeinsamen Weg zu gehen
und von den jeweils gemachten Erfahrungen
wechselseitig profitieren zu können. II
Johannes Hübner,
Bundesrat der FPÖ, ist
überzeugt, dass patriotische
Bewegungen hart
arbeiten und zusammenhalten
müssen, um erfolgreich
sein zu können.
Harald Vilimsky, FPÖ-
EU-Abgeordneter: „Ich
bin zuversichtlich, dass
wir den Weg eines
patriotischen Frühlings,
den wir 2016 in Wien
begonnen haben, jetzt
Zug um Zug umsetzen
können.“
Markus Buchheit, AfD-EU-
Abgeordneter: „Wir haben
durchaus verstanden, dass
wir international kooperieren
können und wollen und
das haben wir heute hier
bewiesen.“
Gerd Mannes, AfD-
Landtagsabgeordneter:
„Wir müssen besser mit
den alternativen Medien
zusammenarbeiten.“
Bilder: FPÖ-Politiker Dominic
Maier und Maximilan Krauss
(v.l.n.r.)
Bilder: AfD und Info-DIREKT
Bilder: JA Sachsen
Bild: Der Stand von Info-DIREKT in Rosenheim.
Mitte Mai veranstaltete die „Junge Alternative“
Sachsen, also die Jugendorganisation der
AfD, die „JA Sachsen-Akademie“ in der Oberlausitz.
Etwa 30 junge Menschen aus Sachsen, Thüringen
und Brandenburg stärkten dabei ihre Gemeinschaft
beim Grillen, Singen und Wandern. Zudem wurde
mit den AfD-Bundestagsabgeordneten Karsten
Hilse, Sebastian Münzmaier, AfD-EU-Abgeordneten
Maximilian Krah und Autor Benedikt Kaiser über
die strategische und programmatische Ausrichtung
einer zukunftsfähigen AfD
diskutiert. „Einig sind wir uns
darin, dass eine gut aufgestellte
JA mit starken Visionen
dafür unerlässlich ist. Das Wochenende
war auch in diesem
Sinne ein Schritt in die richtige
Richtung“, so das Resümee
der JA-Sachsen. II
Bilder: Weitere kurze
Stellungnahmen von
AfD-Politikern Christine
Anderson, Erika Steinbach und
Michael Meister (v.r.n.l.) sehen
Sie in einem Info-DIREKT-Video
auf YouTube: „Hoffnungsvolles
Signal: Europas Patrioten
vernetzen sich!“
Die JA-Sachsen Akademie
| 41
Veranstaltungen
Bilder: Großer Andrang bei der Feier
zum einjährigen Bestehen des alternativen
Fernsehsenders „Auf1“ am
Attersee in Oberösterreich..
„AUF1“ ist eins
So feierte der alternative TV-Sender seinen Geburtstag
Riesenandrang bei den Feierlichkeiten zum ersten Geburtstag von „AUF1“:
In einem herrlichen Ambiente mit Blick auf den Attersee (Oberösterreich)
kamen 600 geladene Gäste zur Geburtstagsfeier des unabhängigen und
alternativen Fernsehsenders.
Auf der Festbühne gratulierten zahlreiche Größen der Corona-kritischen Szene
dem Sender. Darunter der ehemalige Wiener Universitätsprofessor Andreas
Sönnichsen, die Grazer Medizinerin Maria Hubmer-Mogg, der Arzt Heiko Schöning,
der Aufdeckerjournalist Gerhard Wisnewski und Österreichs bekanntester
Corona-Aktivist Martin Rutter. Musikalisch umrahmt wurde das kurzweilige
Programm von den Schweizer Freiheitstrychlern und dem Widerstandssänger
Alex Olivari. Zudem wurden auf der Bühne neue Projekte des jungen Fernsehsenders
angekündigt.
Perfekte Stimmung bis spät in die Nacht
Als offiziellen Abschluss der gelungenen Veranstaltung hielt Sender-Chef Stefan
Magnet einen ausführlichen Vortrag über die Bedeutung der Gemeinschaft als
Kontrapunkt zum Transhumanismus der globalen Eliten, der von den Anwesenden
mit viel Applaus bedacht wurde. Die letzten Gäste verließen erst nach drei Uhr früh
den Festsaal… II
Bild links: Mehr
Eindrücke
vom „AUF1“-
Sehertreffen finden
Sie direkt auf
www.auf1.tv im
Beitrag „AUF1-
Fest“.
Bilder: Unter
den zahlreichen
Gratulanten befanden
sich auch
bekannte Corona-
Maßnahmenkritiker wie der Aktivist
Martin Rutter, die Ärztin Maria Hubmer-
Mogg und der Wissenschaftler und Arzt
Andreas Sönnichsen (v.l.n.r.).
Bild links: „Auf1“-Senderchef
Stefan Magnet bei seiner Rede.
Bild links: Arzt und Autor Heiko
Schöning (links) mit AUF1-Chef
Stefan Magnet (rechts) und den
extra aus der Schweiz angereisten
„Freiheitstrychlern“.
Bild oben: Am Ende des
offiziellen Teils der Feier
wurde gemeinsam das Lied
„Die Gedanken sind frei“
gesungen.
42 |
Geschichte Reportage Kultur
Bildschirmfoto Haimbuchner: FPÖ-TV; Bild Gewessler: BMK / Cajetan Perwein
Hugins
Stilfragen
Über den Tischmanieren richtigen Umgang sind wieder mit Markenbekleidung
gefragt
Als der Berliner Drucker Ernst Litfaß im Jahre vers zur Schau stellen. Schwarze und grüne Minister
und und -innen auf zeigen dem Fließttext Tisch mit dem neben bunten dem Teller „Great-Re-
abge-
Nach 1854 monatelangem in seiner Heimatstadt Konsum die von ersten Abhol-Essen nach ihm gefaltet
benannten aus Pappschachteln und als Werbeplakatflächen und in kleinfamiliärer dienenden
Säulen geschiedenheit aufstellen haben ließ, dachte manche er Zeitgenossen
höchstwahrpierservietten
Globalistenclique dürfen rund Fließttext zusammengefaltet um Klaus Schwab. am Teller-
Ablegtset-Reifen“
Stoffservietten als Anstecknadel Fließttext NIE auf dem ihre Teller Zugehörigkeit ablegen! zur Pa-
ganz scheinlich darauf nicht vergessen, einmal wie im Traume man sich daran, bei Tisch dass in rund der rand abgelegt werden, Fließttext aber bitte nicht zerknüllen.
Öffentlichkeit 150 Jahre später benimmt. viele Menschen als wandelnde Auf der anderen Seite Fließttext wurde von einem dem nationalfreiheitlichen
den kaufen
Mund Lager mit zugerechneten dem Ärmel oder Bundespoliti-
Handrü-
Litfaßsäulen Info-DIREKT durchs Leben gehen werden. jetzt Keinesfalls
Die Tischsitten sind ein wichtiger Hinweis darauf, ob cken ker berichtet, abwischen! der stolz Diese das Unsitte Zeichen steht einer auf monarchistischen
mit Rülpsen Vereinigung oder am dem Revers Abschlecken trug. Kürzlich des Messers konnte
einer Ebene
ein Weit Mensch verbreitet Umgangsformen ist die Mode, an hat allen oder möglichen nicht. In und unterschiedlichen
unmöglichen Stellen Kulturkreisen der Ober- herrschen und Unterbekleidung
(ja, verschiedene selbst auf Sitten. Unterho-
Es
übertreffen.
Bierzelt treffen, der am Pullover
allerdings und man ist sogar an einen schlechtem freiheitlichen Benehmen Landesobmann kaum noch im zu
und bequem weiterlesen:
völlig
kommt sen werden also drauf deutlich an, was sichtbar man
einen überdimensionalen Doppeladler
zur Schau stellte. Was
wo Schriftzug macht. und Logos der Hersteller
getragen), auf Taschen, Wenn Sie auf der Suche nach einem Während wollen die des beiden Essens Herren nicht uns mit
Technik-Verbot
Getränke Schuhen und Sonnenbrillen Trainer oder Berater zu den Themen dem mitteilen? Telefon Soll hantieren, nach dem die Motto Telefone
„Habsburg sollen statt nicht Van am der Tisch Bellen“ lie-
Vor überdimensionierte
Beginn des
österreichweit
Essens Herstellerabzeichen
üblicherweise anzubringen. die Gläser
werden
politische Kommunikation, im Auftreten
und Erscheinungsbild sowie Rhetorik
gen. Karl Habsburg Gemeinschaftliches als Freiheitlicher Essen
gehoben und Wein Zeitschriftenhandel oder Bier
und Argumentationstechnik bestellen
sind, dient Präsidentschaftskandidat nicht nur der Nahrungsaufnahmestellt
werden? sondern ist auch ein
aufge-
vermitteln wir Ihnen gerne einen patriotischen
Experten mit langjähriger
getrunken. Will doch Dabei der modebewusste
Konsument der Ranghöchste für oder alle klar (Chef, in er-
einer Erfahrung, von auf über den auch 100 Trafiken gesellschaftliches sofort
Ritual. Es ist
ist es höflich,
wenn
Gastgeber sichtlich zeigen, etc.) wieviel den Beginn Geld
unsere Redaktion vertraut:
wünschenswert, So geht‘s richtigdass sich die
macht. er für das An jeweilige einer
kaufen
feinen Kleidungsstück
nicht ausgegeben mit den hat. Getränken Waren
ihren oder die Tischgenossen elegante Dame widmen gibt
Tafel
kontakt@info-direkt.eu
Teilnehmer Für den stilbewussten neben den Speisen Herrn
wird
angestoßen, vor 20 Jahren sondern die Markenlogos
beispielsweise Wenn der auf Gastge-
Polo-
nicht ein Zeichen, aber elektronische das man auf das Ge-
nur zugetrunken.
und es – Konversation wenn überhaupt betreiben, - nur
ber hemden gerne noch anstoßen einigermaßen will, sollen dezent die anderen auf linken Gäste räte Hemd bedienen. oder auf Dies die sei Bluse vor allem sticken vielen lassen Politikern sollte:
auf www.info-direkt.eu abonnieren
aber Brustseite mitmachen, platziert, um werden ihn nicht sie zu kränken. mittlerweile Mit antialkoholischeformatig,
riesig Getränken und unübersehbar wird nicht zugetrunken aufgedruckt und sellschaft des Hemdes gar nicht und ein von paar ihrem Zentimeter Smartphone unterhalb trennen
groß-
ins Die Stammbuch eigenen Initialen. geschrieben, Klein, unauffällig die sich selbst im Farbton in Ge-
auf oder
Wer
gar eingestickt. keinen
unabhängige
Fall angestoßen.
Medien
können. der Brusttasche
will,
platziert. Das ist klassisch elegant,
zeugt von Stil und ist so dezent, dass es fast nicht
In Heute guten Restaurants krass wird und in fett der sein Regel so serviert, auffällt.
dass In Zeiten, muss die Gäste in denen an diese einem Stil und Tisch Etikette auch ziemlich noch zur gefragter unterstützen!
selben
Zeit waren ihre als Speisen heutzutage, bekommen. wäre solches In diesem Verhalten Fall ist als es So sollte man es überhaupt mit tatsächlichen oder
schön, protzig, wenn unkultiviert eine Tischgesellschaft und neureich bezeichnet zusammenwarteden.
und Doch nicht heute? jeder Was loslegt, erwartet sobald uns er als seinen Nächstes? Teller und dezent; weniger ist mehr. II
wor-
vermeintlichen Statussymbolen halten: Unauffällig
vor Werden der Nase die Leute stehen künftig hat. Der die Ranghöchste Preisetiketten gibt auf
das ihren Signal Kleidungsstücken und alle beginnen belassen, gleichzeitig um noch mit deutlicher
ihre Dies vermeintliche ist nicht notwendig, finanzielle wenn Potenz es bei zu einzel-
beto-
Erste-Mai-Feier der
nen? Speisen größere Verzögerungen gibt oder bei
Freiheitlichen Partei
dem
Bild: Bei der offiziellen
Essen.
Selbstbedienung.
Österreichs trug FPÖ-
Originell sind auch jene Menschen, die ihr Lebensmotto
richtige oder ihre Umgang Wertehaltungen mit der Serviette auf T-Shirts aufge-
Manfed Haimbuchner
Oberösterreich-Chef
Der
Viele druckt Menschen vor sich her wissen tragen. leider Manch nicht, wackeren was sie Trinker mit
einen Pullover mit
dem Doppeladler
der trifft Serviette man mit anfangen dem Aufdruck sollen. am Stoffservietten Leibchen „Diesen oder
der Habsburgerhochwertige
Körper formte Papierservietten, Bier“ und es sind die schon groß genug 16-jährige dafür
Mädchen sind, sollen mit dem während Slogan des „Baby-Bitch“ Essens auf den in der Ober-
Dis-
Monarchie.
schenkeln co gesichtet liegen. worden. Sie schützen Warum fällt damit mir die gerade Hose beim oder
Bild: Wie zahlreiche andere Politiker trägt
das Verfassen Kleid. dieser Bevor zum Zeilen Glas Spenglers gegriffen „Untergang wird, ist es des üblich,
Abendlandes“ sich mit der ein? Serviette die Lippen abzutupfen.
auch Österreichs Bundesministerin für
Infrastruktur und Klimaschutz,
Dadurch werden unschöne Essensreste oder
Leonore Gewessler (Grüne),
Schmierflecken Politisch interessierte auf dem Beobachter Glas vermieden. werden
den “Global Goals“-Kreis,
Nach bemerken, dem Essen dass wird es auch die Serviette Zeitgenossen locker
der auch als Zeichen des
gibt, die ihre politische Agenda am Re-
„Great Resets“ gilt.
j
j
| 43
Buchvorstellung
Und welche Meinung haben Sie dazu?
Schreiben Sie mir: redaktion@info-direkt.eu, Betreff: Frauengespräche
Was für ein Aff*Innen-Theater! - Eine Kolumne von Lissi Pichler
. Unser
Bewusstsein
kann durch
Modulationen in
der Sprache verändert
werden.
Menschen können
dadurch in
eine bestimmte
Richtung indoktriniert
werden.
Bild: Lissis Nachbarin will
ihre Stelle als Redakteurin
einer Gartenzeitung
eher kündigen, bevor sie
sich dem Gender-Diktat
beugt und von Astern
als „Vorbot*Innen des
Herbstes“ schreibt.
Freitagabend, eigentlich die Zeit, sich
auf ein entspanntes Wochenende zu
freuen, treffe ich meine Nachbarin völlig
aufgebracht am Gartenzaun. Fünf Minuten
später sitzen wir bei einem Gläschen
auf ihrer Terrasse – und da erfahre ich auch
den Grund ihres Unmutes: In der heutigen
Redaktionssitzung (sie schreibt für eine Gartenzeitschrift)
kam von einer Kollegin allen
Ernstes die Forderung auf, ab sofort in jedem
Beitrag nur noch „geschlechtsneutrale“
Formen zu verwenden, also von Leser*Innen,
Kund*Innen, Hobbyköch*Innen, Gärtner*Innen
und Baggerfahrer*Innen zu schreiben.
Und die Reaktion der Kollegen? Ja, warum
denn nicht, man setze ein Zeichen, könne
Frauen und andere Geschlechter durch die
Sprache sichtbarer machen. Die Verwendung
der männlichen Formen wäre ohnehin
antiquiert und entspreche nicht mehr dem
„Zeitgeist“.
Grammatik ist nun sexistisch
Meine Nachbarin hielt dagegen, dass die
Verwendung von Gender-Sternchen und
Binnen-I nicht nur gegen die geltenden
Rechtschreib- und Grammatikregeln verstoße,
sondern auch in der gesprochenen Sprache
prinzipiell nicht funktioniere. Und da hat
sie ganz recht: Die Anhänger der „gendersensiblen“
Sprache, wie schon vor vierzig
Jahren jene der feministischen, unterliegen
bei ihren Sprachlenkungsbemühungen einem
fatalen Irrtum: der Gleichsetzung von
Genus (dem grammatikalischen Geschlecht)
und Sexus (dem biologischen Geschlecht).
Während die Verwendung der grammatikalisch
männlichen Form (etwa „Liebe Leser!“)
geschlechtsunabhängig und somit neutral
ist, legen Gender-Sternchen und Binnen-I die
Betonung auf das biologische Geschlecht
respektive die sexuelle Orientierung, was inhaltlich
zumeist völlig fehl am Platz ist und in
bestimmten Textsorten unlesbar wird – man
denke etwa an Rechtsvorschriften oder Verkehrsschilder
(erst kürzlich gesehen: „Anwohner*Innen-Parkplätze“).
Info-DIREKT jetzt ka
Wohlgemerkt, die Vorgaben für den „geschlechterinklusiven“
Sprachgebrauch kommen
von höchster Stelle. Mittlerweile werden
sämtliche österreichische Bildungseinrichtungen
und Behörden von den Ministerien dazu
angehalten, im Schriftverkehr die Anrede
Sehr geehrt* und danach sofort den Namen
der angesprochenen Person, ohne Frau/Herr
zu verwenden. Die Begründung: Intersexuel-
und bequem weite
le Menschen hätten ein Recht auf eine ihrer
Geschlechtlichkeit entsprechende Anrede
und eine binäre Formulierung sei tunlichst zu
vermeiden.
Jedoch, mit Verlaub: Die überwiegende
österreichweit im
Mehrheit der Bevölkerung ist entweder
männlich oder weiblich. Uns wird mit dieser
Zeitschriftenhandel (vermeintlich geschlechtsneutralen) bestelle
Anrede
ein elementarer Aspekt der Persönlichkeit –
oder
das
in
Geschlecht
einer
als identitätsstiftendes
von über
Merk-10mal – genommen!
T
kaufen
Ideologisch motiviert
Soll nun die Verwendung der „gendersensiblen“
Formen ein Zeichen gegen die Diskriminierung
sexuell anders Orientierter sein? Es
scheint leider mehr als ein Zeichen zu sein: Es
ist hinreichend erforscht, dass unser Bewusstsein
durch Modulationen in der Sprache verändert
werden kann und Menschen dadurch
in eine bestimmte Richtung indoktriniert werden
können. Auf die sexuelle Orientierung
ausgerichtete Formulierungen sind eindeutig
ideologisch motiviert. Unter jenen, die gegen
diese zur gesellschaftlichen Doktrin erhobene
Weltanschauung Widerstand leisten, hat
sich etwa der Verein Deutsche Sprache e.V.
verdient gemacht, der immer wieder erfolgreiche
Aktionen gegen das sinnlose Gendern
lanciert.
auf www.info-direkt.eu abon
Wer unabhängige Medien will,
muss diese auch unterstützen!
Im Übrigen: Meine Nachbarin sieht sich als
Autorin für Gartentipps und nicht als Antidiskriminierungsbeauftragte.
Eher würde sie
kündigen, als im kommenden Heft von den
Astern als „Vorbot*Innen des Herbstes“ zu
schreiben. II
Symbolbild: Agenturfoto mit Model nachgestellt, fP
44 |
Im Westen etwas Neues:
Veranstaltungen
Vernetzungstreffen
Im Mai fand in Tirol das erste Vernetzungstreffen für Patrioten in Westösterreich statt
Den Widerstand in Westösterreich
besser zu vernetzen, war das Ziel
des ersten „Info-DIREKT Vernetzungstreffen“
in Tirol, das mit großer Unterstützung
des Vereins „Haymon“ am Samstag,
den 21. Mai, erstmals über die Bühne ging.
Bilder: Info-DIREKT
Beim Treffen ist es gelungen, unterschiedliche
Akteure des patriotischen Lagers zusammenzubringen.
In den Pausen und bei Podiumsdiskussionen
zeigte sich, mit welchen
Herausforderungen die Akteure aus Politik,
Zivilgesellschaft und Medien zu kämpfen
haben. Ganz offen wurde dabei auch über
spezifische Probleme der einzelnen politischen
Felder gesprochen. Thema war natürlich
auch die nicht immer deckungsgleiche
Wahrnehmung der einzelnen Protagonisten.
Hierbei zeigte sich bei den Diskussionen,
dass es vor allem die unterschiedlichen Zugänge
und Erwartungshaltungen sind, die zu
Meinungsverschiedenheiten und teilweise
auch Frustration führen.
ufen
rlesen:
n
rafiken sofort
Heiße Diskussionen
Diese Gespräche waren zwar nicht lustig,
aber notwendig. Schließlich wurde im persönlichen
Austausch oft festgestellt, dass hinter
unterschiedlich verwendeten Begriffen
dann doch meist sehr ähnliche Anschauungen
und Absichten stecken.
nieren
Kultureller Höhepunkt der Veranstaltung war
der Auftritt einer Tiroler Brauchtumsgruppe,
die auch das Publikum zum Mitmachen
einlud. Einige Gäste kamen so zum ersten
Mal mit dem Volkstanzen in Berührung.
Widerstand vernetzen
Bis kurz nach Mitternacht schmiedete der
harte Kern der Teilnehmer noch Pläne für zukünftige
Veranstaltungen und Projekte. Der
erste Grundstein für mehr Aktivitäten in Westösterreich
ist damit gelegt. II
Bild: Am Sonntagvormittag wurde für die teilweise
weit angereisten Teilnehmer eine Wanderung
in die Tiroler Bergwelt angeboten.
Bilder: Christian Weiss von „Widerstand
Tirol“ und Mario Haslacher
vom „Team Tirol“ erzählten von ihren
Erfahrungen beim Organisieren von
Demonstrationen gegen den Corona-
Wahnsinn (v.l.n.r.).
Bild rechts: Alois
Wechselberger
vom „Andreas-
Hofer-Bund“ zeigte
auf, dass viele
Politiker Südtirol
zwar im Mund
führen, aber nicht
im Herzen tragen.
Bilder: Moderiert
wurde das Treffen
von Benjamin Kranzl
(Verein Haymon) und
Michael Scharfmüller
(Info-DIREKT) (v.l.n.r.).
Bild: Sebastian
Zeilinger stellte
das patriotische
Hilfsprojekt
„AHA!“ vor, das
in Syrien Hilfe vor
Ort leistet.
Bild: Für
die „Freie
Bürgerpartei“
nahm Georg
Palm am
Treffen teil.
Bild: Janine Landwehr
legte die wahren Absichten
von Feminismus und
Gender-Wahnsinn offen.
Bilder: Die patriotischen Hausprojekte
„Kulturfestung Steiermark“ und „Castell
Aurora“ in Oberösterreich wurden von
Stefan und Steve präsentiert (v.l.n.r.).
Bild: Kultureller Höhepunkt des Treffens, das
mit Gemeinschaftsgesang startete, war der
Auftritt einer Brauchtumsgruppe, die mit
Volkstanz, Schuhplatteln, Holzhacker-Essen
und Schnaps für gute Stimmung sorgte.
Bild: Bei der
Podiumsdiskussion
zum Thema „Was
braucht es im Westen“
richteten sich die meisten
Publikumsfragen
an den neuen
FPÖ-Stadtpartei-Chef
von Salzburg,
Dominic Maier.
| 45
Gedicht
Aufg´schnappt
&
aufg`spießt
Wenn Schiffe unerwartet sinken,
tun reihenweise Leut‘ ertrinken.
Wir kennen das aus Film und Fernsehen
Und tun das immer wieder gern seh’n,
weil Katastrophen, die passieren,
uns immer brennend int’ressieren
und wir uns nicht dafür genieren,
dass wir massiv nach Bildern gieren,
wo Andere ihr Leb’n verlieren!
„Sehr sicher ist das Leben heute“,
so denken heut‘ die meisten Leute.
Wir können s’Leben kaum verlieren,
im Winter muss man niemals frieren,
und wenn mich mal der kaufen Hunger plagt,
wird nicht am G’schirrtüchl genagt,
ich öffne nur die
Kühlschranktür,
was mir gefällt, das nehm‘ ich mir
und wenn’s nicht da ist, was ich will,
dann steig‘ ich ins Automobil,
und fahre dann zum Supermarkt,
wo man bequem den Wagen parkt
und kaufe mir, was mir beliebt
und bin sofort nicht mehr betrübt!
Doch so ein Schiff kann wirklich sinken!
Und wirklich können Leut‘ ertrinken!
Und wirklich sind auch wir betroffen,
noch bevor wir sind ersoffen!
Denn wenn ich unser Land vergleich‘,
vielgeliebtes Österreich,
mit Schiffen, welche leckgeschlagen,
so beginn‘ ich zu verzagen,
weil ich die Parallelen seh‘
zwischen Hier und Hoher See
und seh‘ das Land vorm Untergang
und denk‘: „Es geht wohl nimmer lang!“
Info-DIREKT jetzt kaufen
und bequem weiterlesen:
österreichweit im
Zeitschriftenhandel bestellen
oder in einer von über 100 Trafiken sofort
auf www.info-direkt.eu abonnieren
Wer unabhängige Medien will,
muss diese auch unterstützen!
Und es ist wirklich augenscheinlich
und dabei bin ich gar nicht kleinlich,
dass man mit Absicht, wie man hört,
dies Schiff durchlöchert und zerstört!
Und auch auf diesem Schiff gibt‘s Ratten,
und diese leben nicht im Schatten
und sie verlassen dieses Boot,
bevor sie holt der nasse Tod!
Und diese Ratten, das sind jene,
eigentlich die Kapitäne,
die dieses stolze große Schiff
lenkten, direkt geg’n das Riff! II
Elon Musk erklärt:
Diskursverschiebung
Auf Twitter veröffentlichte Multi-Milliardär und Lifestyle-Linken-Schreck
Elon Musk ein Bild, auf dem einfach erklärt
wird, wie es „Linken“ in den letzten Jahrzehnten gelang, den
Rahmen des Sagbaren zu ihren Gunsten zu verschieben. Dass
manche Konservative trotzdem versuchen, als Mitte wahrgenommen
zu werden, verschärft dieses Problem auch noch. Wenn wir
eine weitere Diskursverschiebung nach links verhindern wollen,
müssen wir unsere eigenen Standpunkte konsequent vertreten,
anstatt linke Forderungen zeitversetzt nachzuäffen. II
Anbiederungen
Während Österreichs Grenzen für Menschen
aus aller Welt offen stehen und das Leben
aufgrund der Kostenexplosionen zunehmend
schwierig wird, leistet sich die Stadt Linz für ihre
Rathäuser sündteure Sicherheitsschleusen. Die
FPÖ-Linz unter Führung von Stadtrat Michael Raml
stimmte dem umstrittenen Projekt zu. Mehr dazu
auf www.info-direkt.eu: „Bonzen- statt Bürgerschutz:
Auch FPÖ-Linz Sicherheitsstadtrat dafür“
Im Burgenland stimmte der FPÖ-Landtagsklub
dem Antrag der Grünen auf Hissung der
Regenbogenfahne am Amtsgebäude zu. Wie es
zu diesem fragwürdigen Abstimmungsverhalten
kam, wollte uns der dortige Landesparteiobmann
Alexander Petschnig bisher nicht erklären.
Würden wir einen Preis für die größte Anbiederung
verleihen, würde den jedoch die
„Junge ÖVP“ im Burgenland erhalten. Diese rief
nämlich dazu auf, an der „1. Burgenland Pride“,
also einer Art „Schwulenparade“, teilzunehmen. II
j
46 |
Das Magazin für Patrioten
Info-DIREKT abonnieren:
Nur durch Ihr Abo ist uns eine unabhängige Berichterstattung möglich!
Links-Rechts-Denken
überwinden und
die Gefahren der
Globalisierung
DIREKT ansprechen.
Unterstützen Sie das Magazin Info-DIREKT mit einem Abo:
Direkter Zugang zu
Hintergrundinformationen
Info-DIREKT liefert Ihnen spannende
Analysen, unbequeme
Meinungen und Informationen, die
Ihnen der Mainstream verschweigt.
Unterstützen Sie uns mit einem
Abo, damit wir weiterhin über
heiße Themen berichten können!
Gerne können Sie das Abo auch hier abschließen: www.info-direkt.eu/abo
j
o Normalpreis-Abo
Sechs Hefte jährlich, mind. 44 Seiten, Preis: € 58,50
o Förder-Abo
Mit € 96,– können Sie den Fortbestand und die Unabhängigkeit
von Info-DIREKT maßgeblich unterstützen.
o Sozial-Abo
Für alle, die sich nicht mehr leisten können oder wollen.
Keine Nachweise erforderlich. Preis: € 38;50
Vorname/Nachname .........................................................
...............................................................................................
Straße/PLZ/Ort/Land ..........................................................
................................................................................................
................................................................................................
Datum, Unterschrift .............................................................
Alle Preise inkl. USt. und Versandkosten.
Bitte gewünschte Zahlungsart ankreuzen:
o Zahlung per Rechnung
o per Einzugsermächtigung
Hiermit ermächtige ich Info-DIREKT, meine Abo-Gebühr ab
sofort bis auf Widerruf von nachstehend bezeichnetem Konto
abzubuchen (*nur ausfüllen, wenn gewünschte Zahlungsart):
Bank/Ort*: ............................................................
IBAN*: ...................................................................
................................................................................
................................................................................
BIC*: .....................................................................
Kontoinhaber*:....................................................
................................................................................
Antwortsendung
Info-DIREKT VerlagsGmbH
Tummelplatz 15
4020 Linz
Bitte
ausreichend
frankieren!
bestellung@info-direkt.eu
E-Mail: ..........................................................................................................................................................................
Nach Einlangen Ihrer Abobestellung erhalten Sie eine Rechnung samt Zahlschein zur Einzahlung
des Abobeitrages. Vielen Dank für Ihre Unterstützung!
www.info-DIREKT.eu | 47
BUCHE DEINE
NÄCHSTE REISE!
TARTOUS
KRAK DES CHEVALIERS
Bezahlte Anzeige
KLEINE
DEUTSCH-
SPRACHIGE
REISE-NACH-SYRIEN.DE
ERLEBE DAS FEST DER KREUZERHÖHUNG
GRUPPE
HILFE DIE
ANKOMMT
JEDERZEIT
SICHER
BEIRUT
DAMASKUS
MAALULA
SAIDNAYA
Zugestellt durch die Österreichische Post AG; Absender: Info-DIREKT VerlagsGmbH, Tummelplatz 15, 4020 Linz. MZ 119Z041607 M