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Motocross Enduro Ausgabe 08-2022

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EDITORIAL

Tom Vialle • Foto: Micha Tetzner

RACING, RACING, RACING

Die Saison ist in vollem Gange und wir

nehmen euch in dieser Ausgabe mit auf

die Rennstrecken dieser Welt, auf denen

wieder so einiges los war.

Die Motocross-WM machte mit den letzten

drei Rennen ihrem Namen alle Ehre, reisten

die Fahrer doch von Frankreich nach

Deutschland und von dort nach Indonesien.

In Ernée konnte Jeremy Seewer endlich

sein volles Potenzial entfalten und die

MXGP-Klasse gewinnen. Tom Vialle sicherte

sich in der MX2 seinen sechsten GP-

Sieg in diesem Jahr. Bericht ab Seite 12.

Im legendären Talkessel in Teutschenthal

zeigte Tim Gajser, dass er das Siegen nicht

verlernt hat und holte prompt den Gesamtsieg

in der MXGP-Klasse. In der MX2

gab es eine Premiere zu bestaunen. Erstmals

belegte dort Thibault Benistant das

oberste Treppchen. Bericht ab Seite 14.

Unser Redakteur Benny Koob, unterstützt

von Fotograf Micha Tetzner, nutzte in Teutschenthal

die Gelegenheit, einen Blick

hinter die Kulissen zu werfen und berichtet

euch ab Seite 16, wer die wirklichen

Stars des Rennwochenendes waren.

Von Teutschenthal ging es für die MX-WM-

Protagonisten weiter zum Großen Preis

von Indonesien. Auch hier führte kein Weg

an Tim Gajser vorbei, der sich den 8. Gesamtsieg

dieser Saison sicherte. In Top

Form präsentierte sich in der MX2 Simon

Längenfelder, der hinter Tom Vialle Zweiter

wurde. Bericht ab Seite 22.

Bei den ADAC MX Masters dominiert Max

Nagl das Geschehen nach Belieben. Nach

seinem Auftaktsieg in Dreetz (wir berichteten),

konnte er sich auch bei der Hitzeschlacht

in Möggers/A und in Bielstein

das oberste Treppchen sichern. Berichte

ab Seite 24.

Auch bei den Nationals in den USA geht es

heiß her. Beim zweiten Lauf in Hangtown

holte Jason Anderson endlich seinen langersehnten

ersten Sieg in der 450er-Klasse.

In Thunder Valley hatte Ken Roczen allen

Grund zum Jubeln, hatte er sich doch

den Gesamtsieg gesichert. Eine erneute

„Premiere“ gab es in High Point zu erleben,

wo sich 450-SX-Champion Eli Tomac

erstmals in dieser Saison den Gesamtsieg

holte. Einmal angefangen, stand er sogleich

auch beim folgenden Lauf in Red

Bud auf dem obersten Treppchen. In der

250er-Klasse war in Hangtown, Thunder

Valley und High Point Jett Lawrence der

Mann, den es zu schlagen galt. In Red Bud

konnte er nach einem technischen Defekt

im ersten Lauf nur noch Schadensbegrenzung

betreiben und musste das Red Plate

an seinen Bruder Hunter abgeben. Berichte

ab Seite 36.

Aber auch in der Enduro-WM gibt es spannende

Rennen zu sehen. Beim GP im italienischen

Carpeneti sah alles nach einem

Doppelsieg von Josep Garcia aus, der auch

den ersten Tag gewinnen konnte. Am zweiten

Tag stürzte Garcia jedoch schwer, belegte

nur den 16. Rang und musste somit

den Sieg Wil Ruprecht überlassen. Im

Nachhinein stellte sich heraus, dass Garcia

aufgrund seiner Verletzung beim GP in Portugal

nicht dabei sein würde. Dort machte

dann Nathan Watson alles richtig und gewann

an beiden Tagen. Andrea Verona wurde

zweimal Zweiter und übernahm die Führung

im EnduroGP-Klassement.

Ein 2023er-Modell möchten wir euch in

dieser Ausgabe auf keinen Fall vorenthalten,

und zwar Husqvarnas FS 450 Supermoto,

die unter anderem mit einem neuen

Motor und Fahrwerk überarbeitet wurde.

Mehr darüber ab Seite 52.

Marko Barthel gibt euch auch in dieser

Ausgabe ab Seite 54 Tipps, wie ihr euch

auch im Sommer bestmöglich renntechnisch

fit haltet.

Doch zurück zum Racing. Unser Kolumnist

Lukas Platt berichtet in dieser Ausgabe

unter anderem von seinen Renneinsätzen

und darüber, was sich sonst noch so in

puncto Karriere bei ihm getan hat.

Viel Spaß beim Lesen.


SCHNAPPSCHUSS

20.828 Motocross-Fans und Gäste bildeten den

würdigen Rahmen zum MXGP of Germany 2022, ein

wahres Fest für alle MX-Fans aus nah und fern ...

• Fotos: Micha Tetzner


INHALT

08/2022

RACING

12

36

Foto: GASGAS

Foto: Honda

Motocross WM

Ernée/F, Teutschenthal/D, Samota-Sumbawa/IDN

ENDURO WM

AMA MX

Hangtown, Thunder Valley, High Point,

Red Bud

MOTOCROSS

12 WM Ernée/F

14 WM Teutschenthal

22 WM Samota-

Sumbawa/IDN

18 ADAC MX Masters

Möggers/A

28 ADAC MX Masters

Bielstein

32 ADAC Nordbayern

MX-Cup Berching

36 AMA MX Hangtown,

Thunder Valley,

High Point, Red Bud

POSTER

34 Max Nagl

ENDURO

44 WM Carpineti/I

48 WM Coimbra-Souselas/P

64 Erzberg-Rodeo

MODELLE 2023

52 Husqvarna FS 450 Sumo

TIPPS & TRICKS

54 Training + 4-Wochen-Plan

KOLUMNE

56 Lukas Platt

RUBRIKEN

3 Editorial

4 Schnappschuss

8 People & Facts

58 Warenkorb/Notizen

66 Vorschau MCE 9/22

44

Wir beleuchten für euch die vergangenen Läufe der WPTGlobal FIM EnduroGP-Weltmeisterschaft

in Italien und Portugal mit einem erneuten Achtungserfolg von Luca Fischeder

MODELLE 2023 HUSQVARNA FS 450 SUPERMOTO

52

Foto: GASGAS

Foto:Husqvarna

Die FS 450 des Modelljahres 2023 verfügt über eine neue Karosserie sowie eine verbesserte

Ergonomie und sorgt mit auffälligen weiß-grauen Grafiken für ein unverwechselbares Design

6 MOTOCROSS ENDURO 8/22

Titelfoto: Max Nagl • Foto: Steve Bauerschmidt


WARENKORB

KLIM

Arsenal 30 Backpack

60

Foto: Klim

Foto: KTM

KTM

450 Rally Replica 2023

62

ADAC Nordbayern MX Cup

Berching

32

Foto: ADAC Nordbayern

EXTREM-ENDURO Red Bull Erzbergrodeo

MOTOCROSS ADAC MX Masters

64

Foto: KTM

Es war das definitiv härteste Red Bull Erzbergrodeo aller Zeiten.

Unter brütender Hitze und mit einer neuen, verschärften Rennstrecke

stemmte sich der „Berg aus Eisen“ mit aller Gewalt gegen die

500 Starter, die um Punkt 14:30 Uhr in den Infight gingen

TIPPS & TRICKS Trainingsplan

24

Foto: Steve Bauerschmidt

Wir berichten euch über die Rennen in Möggers und Bielstein, wobei

Max Nagl die Meisterschaft fest im Griff hat

KOLUMNE Lukas Platt

Foto: Uwe Laurisch

54

Nachdem wir uns in der letzten Ausgabe um eure persönlichen

Bedürfnisse gekümmert haben, widmen wir uns diesmal der

„Abwechslung in der Sommerzeit“

56

Foto:

Fotos:

www.kai-brake.de

Mitterbauer

Lukas Platt berichtet auch in dieser Ausgabe von seinen Renneinsätzen

und darüber was sonst noch so passiert ist

8/22 MOTOCROSS ENDURO 7


motocro

PEOPLE & FACTS| RACING | TEAMS

ADAC MX ACADEMY

POWERED BY KTM WIRD IN DER 10. SAISON MOBIL

Schnupperkurse an sechs Standorten in ganz Deutschland •

Neue, mobile Einheit ermöglicht die ADAC MX Academy

deutschlandweit • KTM-Elektromotorrad erweist sich als perfektes

Einstiegsfahrzeug

Bei den Schnuppertrainings weisen lizenzierte Trainer die Teilnehmer

in die grundlegenden Fähigkeiten zum Motocross-Fahren

ein und ermöglichen die ersten Meter auf einem Motocross-

Bike von KTM in sicherem Umfeld. Die Jüngsten machen die ersten

Schritte dabei auf einem elektrischen Motorrad. Die sechs

permanenten ADAC MX Academy-Stützpunkte im ganzen Bundesgebiet

sowie die mobile „ADAC MX Academy on tour“ sind

mit jeweils fünf KTM SX-E 5 und fünf KTM 65 SX ausgestattet. Das

Kinder-Elektromotorrad SX-E 5 hat in der Trainingspraxis die Erwartungen

mehr als übertroffen. Das Feedback der Teilnehmer

und Trainer spricht für den Umstieg auf die modernen Elektro-

Bikes: „Mit der elektrischen KTM SX-E 5 lernen die Kinder noch

schneller und einfacher das Fahren. Der Elektromotor setzt weicher

ein als der Verbrenner, was den Teilnehmern viel Sicherheit

vermittelt. Zudem kann man bei den leisen Triebwerken von außen

sehr gut Anweisungen geben“, berichtet Bernd Eckenbach,

der als ehemaliger Motocross-Profi nun als Chief Coach arbeitet

und die Trainings an allen ADAC MX Academy-Standorten betreut.

Neben dem Elektro-Bike kommt die bewährte KTM 65 SX mit Verbrenner-Motor

zum Einsatz. Insgesamt stehen in diesem Jahr

über 400 Plätze für Schnupperkurse zur Verfügung. Die Teilnehmerplätze

für die sechs permanenten Standorte sind für das laufende

Jahr bereits komplett ausgebucht, aber es gibt bei der

ADAC MX Academy „on tour“ noch Möglichkeiten, an verschiedenen

Schnupperkursen teilzunehmen. Dabei wird den Kindern

und Jugendlichen die gesamte Schutzbekleidung, vom Helm bis

zu den Stiefeln, sowie das Academy-Motorrad zur Verfügung gestellt.

Für den optimalen Schutz der Nackenpartie stellt Ortema

neue Nackenstützen. Damit bei den Motorrädern alles wie geschmiert

läuft, stattet Motul die ADAC MX Academy mit den nötigen

Schmiermitteln aus.

Mit der „ADAC MX Academy on tour“ können Vereine und andere

Institutionen nun eigene Motocross-Schnuppertrainings anbieten.

Die ADAC MX Academy hat sich seit ihrem Bestehen zu einer

wichtigen und nachhaltigen Institution für die Entwicklung des

Motocrosssports sowie für die Ausbildung und Professionalisierung

der Trainertätigkeit entwickelt. Seit 2013 wurden über 120

Trainer professionell ausgebildet. Zudem haben sich viele ehemalige

Teilnehmer der ADAC MX Academy ihren örtlichen Motocross-Vereinen

angeschlossen, einige sind darüber hinaus mittlerweile

im Motocrosssport erfolgreich und starten siegreich

beim ADAC MX Bundesendlauf oder im Endurosport.

Im zehnten Jahr der ADAC MX Academy powered by KTM wird der

Motocross-Schnupperkurs für Kinder und Jugendliche im Alter

von 6 bis 13 Jahren auch mobil. Mit der neuen, mobilen „ADAC

MX Academy on tour“-Einheit können neben den sechs festen

Standorten nun auch Motocross-Clubs und andere Einrichtungen

in ganz Deutschland die Einsteiger-Lehrgänge unter der Anleitung

von erfahrenen und lizenzierten Trainern anbieten. Dabei

ist ein vierköpfiges Trainerteam mit dem gesamten Equipment,

wie z.B. Schutzbekleidung von Kopf bis Fuß, KTM-Motorrädern,

BMX-Bikes sowie der gesamten Ausstattung zur professionellen Ein Video der ADAC MX Academy zu den Erfahrungen mit der KTM

Umsetzung eines Kurses, unterwegs.

SX-E5 gibt es unter https://youtu.be/ilme0IrNkB8.

motocross

8 MOTOCROSS ENDURO 8/22


ss

BEWERBUNGSFRIST FÜR DAS

MOTORSPORT TEAM GERMANY LÄUFT

ADAC Stiftung Sport und DMSB unterstützen

Talente im Spitzensport • Zwei- und Vierradpiloten

können sich bis zum 31. August 2022 bewerben

Tolle Chance für den deutschen Motorsport-

Nachwuchs: Der DMSB und die ADAC Stiftung

Sport sind für die Saison 2023 auf der Suche

nach neuen Talenten, die mit der Aussicht auf

eine Spitzensport-Karriere im DMSB Bundeskader

gefördert werden. Erfolgreiche junge Sportlerinnen

und Sportler können sich unter nachfolgender

Adresse bewerben:

Automobil: adac1.guestcom.de/

Foerderung4Rad22

Motorrad: adac1.guestcom.de/

Foerderung2Rad22

Nach der Aufnahme in den Bundeskader erhalten

die Talente Unterstützung in ganz unterschiedlichen

Bereichen – dazu zählen disziplinbezogene

Kadertrainings und Coachings, unter

anderem in den Gebieten Fitness, Mentaltraining,

Sponsoring, Medien und Fahrzeugtechnik.

Das „Motorsport Team Germany“ umfasst den

Bundeskader, zu dem derzeit 24 Talente zählen.

Sie kommen aus den Disziplinen Kart, Formel,

GT- und Tourenwagensport, Rallye, Autocross,

Motorrad-Straßenrennsport, Motocross,

Enduro, Trial und Bahnsport. Die Motorsportlerinnen

und -sportler im Alter zwischen 14 und

22 Jahren treten national sowie auf Europaoder

Weltmeisterschaftsebene an. Interessierte

Talente sind aufgefordert, sich um die Aufnahme

in das „Motorsport Team Germany“ im

Rahmen des Online-Talentmeldeverfahrens zu

bewerben. Bewerbungsschluss ist der

31.8.2022.

Im nächsten Schritt werden die geeigneten Bewerber

Anfang November zum Leistungstest in

die Landesportschule nach Osterburg (Sachsen-Anhalt)

eingeladen. Nach bestandenem

Eingangstest erwartet die Sportlerinnen und

Sportler im Auswahltest unter anderem die körperliche

und mentale Leistungsdiagnostik sowie

ein persönliches Jurygespräch mit einem

ausgewählten Expertengremium, ebenso wie

erste ausgesuchte Seminare und praktische

Übungen zu Themen, die für die Ausbildung

zum Hochleistungssportler unerlässlich sind.

www.adac-stiftungsport.de

HUNTER LAWRENCE

VERLÄNGERT VERTRAG MIT HONDA

Der Australier wird auch 2023 und 2024 für das Team Honda HRC unterwegs sein

Beim AMA-MX-Meisterschaftslauf in High Point unterzeichnete Hunter Lawrence

die Vertragsverlängerung und wird somit weiterhin bei der AMA-SX-250-ccm- und

bei den den Nationals das rote Bike pilotieren. Letztes Jahr belegte Lawrence in

der Endwertung der AMA Supercross 250SX West Region und der AMA Pro Motocross

250 Championship den 2. bzw. 3. Platz. Derzeit führt er die 250er-Klasse

bei den Nationals an.

„Ich freue mich sehr, weitere zwei Jahre für mein Team zu starten“, sagte Hunter.

„Ich bin jetzt schon eine Weile bei Honda und das Team ist meine zweite Familie.“

• Foto: Honda

MXGP FINNLAND

VERLEGT NACH HYVINKÄÄ

Der 16. Lauf zur MX-WM 2023 findet nicht wie geplant auf dem KymiRing, sondern

in Hyvinkää statt. Bereits 2014 machte der WM-Zirkus dort Halt. Termin ist

nach wie vor der 13./14. August. Grund für die Verlegung ist die drohende Insolvenz

des KymiRings.

ISDE-GASTGEBERLÄNDER

2023 UND 2024 STEHEN FEST

Während der jüngsten FIM-Vorstandssitzung wurden die Gastgeberländer für die

nächsten beiden Ausgaben der FIM International Six Days of Enduro (ISDE) wie

folgt bestätigt: Die Six Days finden somit 2023 in Argentinien und 2024 in Spanien

statt. Weitere Details zu den Terminen und Austragungsorten werden während

der diesjährigen ISDE in Frankreich bekanntgegeben.

8/22 MOTOCROSS ENDURO 9


PEOPLE & FACTS| RACING | TEAMS

Erfolgreiches Wochenende für die Fahrer

des Meyer-Junior-bLU Cru-Racing-Teams

Hannes Lorenz (4) und Tristan Stadlbauer (561) starteten beim

MSC Berching im Rahmen des ADAC Nordbayern MX Cup. Hannes

dominierte mit seiner YZ 65 die 65er-Klasse und konnte sowohl

Zeittraining als auch ersten und zweiten Lauf problemlos

für sich entscheiden. Er holte sich damit mehr als verdient den

Tagessieg und konnte weitere 50 Punkte für die Meisterschaftswertung

einfahren. Tristan zeigte in Berching ebenfalls herausragende

Leistungen und gewann mühelos das Zeittraining und

den ersten Lauf der Klasse 85 ccm. Der zweite Lauf, bei dem er

ebenso bereits einen deutlichen Vorsprung zum Zweitplatzierten

hatte aufbauen können, wurde dann allerdings aufgrund des

schweren Sturzes eines Mitbewerbers abgebrochen und nicht

gewertet. Somit konnte auch Tristan den Tagessieg für sich verbuchen.

Max Meyer (153) verbrachte zeitgleich das Wochenende beim Yamaha

bLU Cru Trainings-Camp in Schenkenhorst. Auch er konnte

die beiden Zeittrainings in der 85er-Klasse auf seiner YZ 85 mit

Leichtigkeit gewinnen und stand somit ebenfalls ganz oben auf

dem Podium.

RACING-NEWS

MOTORRAD-MEYER-JUNIOR-RACING-TEAM

Top 10 bei den ADAC MX Masters in Möggers

Hitzeschlacht in Möggers. Mit bis zu 34 Grad im Schatten an beiden

Veranstaltungstagen ging es in den Rennen richtig zur Sache.

Max Meyer (153) konnte bereits im Qualifying am Samstag

zeigen, dass er mit einer hervorragenden fünftschnellsten Zeit

auch bei einem internationalen Starterfeld schon mitmischen

kann. Nach einem eher mäßigen Start in den ersten Lauf und

gleich zwei Stürzen zu Beginn des Rennens konnte sich Max

dennoch auf einen tollen 18. Platz vorkämpfen. In Lauf 2 hatte

Max etwas Pech und musste sich gleich zweimal nach Stürzen

ganz vom Ende des Fahrerfeldes wieder nach vorne arbeiten.

Aber auch hier zeigte er extrem viel Durchhaltevermögen und

Kampfgeist und schaffte es zum Ende noch auf Platz 27. Glücklicherweise

hatte er sich keine schwerwiegenden Verletzungen

zugezogen. Etwas angeschlagen, aber voller Tatendrang, ging es

dann in den letzten Lauf des Junior Cup 85. Und nun fuhr Max –

endlich sturzfrei – von zu Beginn Platz 16 nach und nach vor und

konnte sich einen fantastischen 10. Platz sichern! Gesamt reichte

es jetzt sogar noch für einen super 15. Platz in der Tageswertung!

Parallel kämpfte Junior-Team-Mitglied Hannes Lorenz (4) beim

MSC Bruchstedt ebenfalls sehr erfolgreich mit den glühend heißen

Temperaturen des Wochenendes. Mit zwei grandiosen

2. Plätzen in beiden Läufen und somit Gesamtplatz 2 bei dieser

Veranstaltung der Nordbayern-Thüringen-Motocross-Challenge

kann man auch Hannes zu seiner super Leistung gratulieren.

• Fotos: Steve Bauerschmidt

• Fotos: bLUcRU YAMAHA Deutschland

Tolle Rennen beim MSR

Mit richtigen vollen Startgattern ging es beim MSR-Rennen in

Mühlhausen wieder bei extrem heißen Temperaturen zur Sache.

Hannes Lorenz (4) zeigte auf seiner Heimstrecke was er kann

und holte sich mit Platz 2 im Zeittraining, ersten und zweiten

Lauf einen hervorragenden Rang 2 in der Tageswertung der Klasse

65 ccm. Tristan Stadlbauer (561) und Max Meyer (153) gingen

mit ihren YZ 85 am Sonntag an den Start. Tristan und Max konnten

die Klasse 85 ccm trotz eines sehr starken Starterfeldes dominieren

und lieferten klasse Ergebnisse. Max konnte das

Pflichttraining für sich entscheiden, Tristan übernahm mühelos

Platz 2. In Lauf 1 lag Tristan dann lange in Führung. Max arbeitete

sich aber nach einem Sturz nach und nach vor und konnte dann

in der letzten Kurve sogar noch Platz 1 übernehmen. Tristan beendete

das Rennen mit Platz 2. Im Lauf 2 musste Max nach einem

Startcrash aufgrund einer Verletzung abbrechen, Tristan

entschied Rennen 2 dann eindeutig für sich. Somit holte sich

Tristan verdient den Tagessieg in der 85er-Klasse. Glückwunsch!

Und natürlich gute und schnelle Besserung an Max, der aktuell

noch mit der Knieverletzung kämpft.

• Texte u. Fotos: Motorrad-Meyer-Junior-Racing-Team

10 MOTOCROSS ENDURO 8/22


MOTOCROSS-WM

ERNEE/F

MXGP

Jeremy Seewer

zeigte zwei

sensationelle Läufe

• Fotos: shotbybavo

MX2

Tom Vialle zeigte

wieder einmal seine

Klasse in der MX2

• Foto: KTM

SENSATIONELLER SEEWER

VIALLE GEWINNT MX2 HEIM-GP

Jeremy Seewer präsentierte sich in Frankreich in überragender Form und sicherte sich mit den

Laufplatzierungen 1 und 2 den Gesamtsieg vor Jorge Prado und Glenn Coldenhoff.

In der MX2 holte sich Tom Vialle vor Heimkulisse den 8. Podestplatz in Folge und gleichzeitig

seinen sechsten GP-Sieg 2022.

Jeremy Seewer lieferte zwei sensationelle

Läufe ab, während sein Teamkollege

Glenn Coldenhoff im ersten Rennen abgeschlagen

Zwölfter wurde, im zweiten Lauf

aber so richtig aufdrehte, gewann und

Gesamtdritter wurde.

39.000 enthusiastische Fans waren nach

Ernée angereist. Nach einem stürmischen

Samstag befand sich die Strecke am

Sonntag in einem ausgezeichneten Zustand.

Seewer bewies in Rennen 1 sein

wahres Potenzial. Nach dem Start lag er

hinter seinem Kontrahenten Jorge Prado

an 2. Stelle. Zwei Runden vor Schluss

nutzte Seewer die Gelegenheit und fuhr

seinen ersten Rennsieg 2022 ein.

Im zweiten Rennen fighteten sogleich

Coldenhoff, Seewer und Prado um die

Führung. Letztlich konnte sich Coldenhoff

durchsetzen und seinen ersten Sieg der

Saison feiern. Kurz vor Schluss gelang es

auch Seewer, Prado hinter sich zu lassen

uns sich damit den Gesamtsieg zu sichern.

Zwei Top-Fünf-Starts am Sonntag kamen

dem 21-jährigen Tom Vialle natürlich gelegen

und so war es weiter nicht erstaunlich,

dass er sich bei seinem Heim-GP den

Gesamtsieg sichern konnte. Im ersten

Lauf konnte er die Angriffe seines stärksten

Kontrahenten Jago Geerts abwehren

uns siegen. Stark präsentierte sich hier

erneut GASGAS-Rider Simon Längenfelder

auf dem 3. Rang. Im zweiten Rennen

stürzte Vialle, nahm aber das Rennen

schnell wieder auf und wurde hinter Thibault

Benistant und Geerts Dritter. Das

genügte für den Gesamtsieg. Längenfelder

belegte hinter Kevin Horgmo Rang 5.

12 MOTOCROSS ENDURO 8/22


Motocross-WM - 10. Lauf - Ernée/F - 4./5.6.2022

Gesamtergebnisse:

MXGP: 1. Jeremy Seewer, CH, Yamaha; 2. Jorge Prado, E,

GASGAS; 3. Glenn Coldenhoff, NL, Yamaha; 4. Tim

Gajser, SLO, Honda; 5. Ruben Fernandez, E, Honda;

6. Brent van Doninck, B, Yamaha; 7. Jeremy van Horebeek,

B, Beta; 8. Maxime Renaux, F, Yamaha; 9. Ben Watson,

GB, Kawasaki; 10. Pauls Jonass, LV, Husqvarna.

Ferner: 12. Henry Jacobi, D, Honda; 23. Tom Koch, D, KTM.

MX2: 1. Tom Vialle, F, KTM; 2. Jago Geerts, B, Yamaha;

3. Thibault Benistant, F, Yamaha; 4. Kevin Horgmo, N, Kawasaki;

5. Simon Längenfelder, D, GASGAS; 6. Liam

Everts, B, KTM; 7. Andrea Adamo, I, GASGAS; 8. Jan Pancar,

SLO, KTM; 9. Isak Gifting, S, KTM; 10. Tom Guyon, F,

KTM.

Ferner: 20. Kevin Brumann, CH, Yamaha; 25. Marcel

Stauffer, A, KTM.

Junior eMotocross (MXE): 1. Cameron Berry, GB, KTM;

2. Austin Edwards, GB, KTM; 3. Noé Melthais, F, KTM;

4. Adan Quesada, E, KTM; 5. Elias Eder, A KTM; 6. Ares

Gil, E, Husqvarna; 7. Timotei Cez, F, KTM; 8. Riccardo Galia,

I, GASGAS; 9. Tao Corretell, B, GASGAS; 10. Richard

Monzer, D, KTM.

Ferner: 11. Timo Scharinger, A, Husqvarna; 20. Pierre

Schupbach, CH, GASGAS; 21. Jasper Schade, D, KTM;

22. Elisabeth Gruhn, D, KTM.

EMX 125: 1. Cas Valk, NL, Fantic; 2. Karlis Alberts Reisulis,

LV, Yamaha; 3. Alexis Fueri, F, Fantic; 4. Ivano van Erp,

NL, Yamaha; 5. Mathis Valin, F, GASGAS; 6. Janis Martins

Reisulis, LV, Husqvarna; 7. Julius Mikula, CZ, KTM;

8. Marc-Antoine Rossi, F, KTM; 9. Adrien Petit, F, Yamaha;

10. Tom Brunet, F, KTM.

Ferner: 16. Maximilian Ernecker, A, Husqvarna.

EMX 250: 1. Rick Elzinga, NL, Yamaha; 2. Cornelius Toendel,

N, Fantic; 3. Yago Martinez, E, KTM; 4. Quentin Marc

Prugnieres, F, Kawasaki; 5. David Braceras, E, KTM;

6. Sacha Coenen, B, Husqvarna; 7. Camden McLellan, ZA,

KTM; 8. Maximilian Spies, D, KTM; 9. Lucas Coenen, B,

Husqvarna; 10. Andrea Bonacorsi, I, Yamaha.

Ferner: 11. Mike Gwerder, CH, KTM.

Fahrerstimmen

Jeremy Seewer: Ich fühle mich super! Eigentlich

hatte ich das Gefühl, mit zwei

Laufsiegen gewinnen zu können. Ich hatte

den Speed, aber zwei Runden vor Schluss

beschloss ich, lieber auf Sicherheit zu setzen.

Es wäre dumm gewesen, den GP-Sieg

wegzuwerfen. Wir haben endlich das gewisse

Etwas gefunden, das wir brauchten.

Ich fühlte es gestern schon kommen. Ich

konnte hier sehr schnell fahren, das

machte mich selbstbewusst und ich bin

froh, dass mich mein Gefühl nicht getrogen

hat.

Jorge Prado: Meine Starts waren top! Ich

fühlte mich in beiden Motos gut. Die letzten

Runden waren nicht die besten, daran

muss ich arbeiten. Ich fühle mich aber gut

– darüber bin ich sehr glücklich. Ich freue

Simon Längenfelder

• Fotos: GASGAS

mich auf dem 2. Platz gelandet zu sein.

Ich muss nach meiner Verletzung weiter

Aufbautraining betreiben, um bis zum Ende

der Motos kämpfen zu können.

Glenn Coldenhoff: Heute war ein guter

Tag, obwohl das erste Rennen wirklich

schlecht lief. Ich weiß nicht, was ich gemacht

habe, aber ich lag in den ersten

paar Runden viermal am Boden. Trotzdem

hatte ich eine gute Geschwindigkeit und

kam als Zwölfter ins Ziel. Nie hätte ich gedacht,

am Ende des Tages auf dem Podium

zu stehen. Nur ein Sieg konnte mich

retten und den habe ich in Lauf 2 geholt.

Ich bin wirklich begeistert, erneut auf

dem Podium zu stehen.

Tom Vialle: Ein tolles Wochenende für

mich. Ich bin im ersten Lauf nicht so frei

gefahren wie sonst, aber die Fans waren

unglaublich und haben mich jede Runde

gepusht. Im zweiten Rennen hatte ich einen

kleinen Sturz hinter Jago Geerts. Jago,

Thibault und ich gingen wirklich aufs

Ganze. Als ich in einem schlammigen Abschnitt

stürzte, wusste ich, dass ich Jago

und Thibault nicht noch einmal einholen

würde, aber ich bin wirklich glücklich,

hier den Gesamtsieg geholt zu haben.

Jago Geerts: Ich bin mit dem heutigen Tag

recht zufrieden, besonders nach dem

gestrigen Sturz. Ich war nicht einmal sicher,

ob ich heute überhaupt würde fahren

können. Der Physio hat das wirklich

gut hinbekommen und ich habe es zweimal

geschafft, Zweiter zu werden. Insgesamt

war es ein guter Tag.

Thibault Benistant: Das Wochenende lief

insgesamt recht gut für mich. Ich habe

mich im Freien Training, im Zeittraining

und im Qualifikationsrennen wirklich gut

gefühlt. Heute war es ein bisschen frustrierend,

weil ich nicht gut vom Start wegkam.

Ich musste wirklich hart kämpfen,

um nach vorne zu kommen. Im zweiten

Rennen habe ich alles gegeben. Es war

einfach unglaublich, als alle Fans jubelten.

Ich wollte dieses Rennen unbedingt

gewinnen und habe es geschafft. Das

fühlte sich großartig an.

Simon Längenfelder: Ich war heute sehr

zufrieden mit meinem Fahren, selbst nach

dem schlechten Start im zweiten Rennen.

Ich wurde Gesamtfünfter und war nur zwei

Punkte von einem Podestplatz entfernt.

Wenn ich nur einen weiteren Fahrer überholt

hätte, hätte ich eine Chance aufs Podium

gehabt. Ich habe heute wieder viele

Punkte geholt und das macht mich glücklich.

8/22 MOTOCROSS ENDURO 13


MOTOCROSS-WM

TEUTSCHENTHAL/D

MXGP

Tim Gajser

gewann den MXGP

of Germany

• Fotos: shotbybavo

MX2

Thibault Benistant

holte seinen ersten

Grand-Prix-Sieg

• Foto: shotbybavo

GAJSER – TIEF ÜBERWUNDEN

BENISTANT GEWINNT

ERSTMALS IN DER MX2

Dass Tim Gajser das Siegen nicht verlernt hat, bewies er beim Deutschland-GP in Teutschenthal.

Erstmals seit dem WM-Lauf in Maggiora sicherte er sich wieder den Gesamtsieg. In der MX2 holte

sich zum ersten Mal in seiner Karriere Thibault Benistant das oberste Treppchen.

20.828 Motocross-Fans und Gäste bildeten

den würdigen Rahmen zum MXGP of

Germany 2022, bei dem sich der Slowene

Tim Gajser den Sieg in der MXGP vor Jeremy

Seewer und Jorge Prado sicherte. In

der MX2 landeten hinter Thibault Benistant

dessen Teamkollege Jago Geerts und

Mikkel Haarup auf den Plätzen 2 und 3.

Simon Längenfelder sorgte mit Gesamtrang

5 für das Highlight aus deutscher

Sicht.

Den ersten Heat der MXGP gewann der

Vorjahressieger und als Tabellenleader

angereiste Tim Gajser locker vom Start

weg. Auch die Positionen hinter dem Honda-Star

aus Slowenien waren durch den

Letten Pauls Jonass und den Schweizer Jeremy

Seewer frühzeitig bezogen. Der

Franzose Romain Febvre wurde bei seinem

ersten Rennen nach seiner seit November

2021 dauernden Verletzungspause

guter Vierter, gefolgt vom Spanier Ruben

Fernandez. Der Thüringer Henry Jacobi

wurde inmitten weiterer Werksfahrer

starker Achter. Tom Koch, ebenfalls aus

dem mitteldeutschen Freistaat, holte als

Achtzehnter immerhin 3 weitere WM-

Punkte. Der nicht mit ihm verwandte Nico

Koch sowie Toms Bruder Tim landeten bei

ihrem WM-Gastspiel auf den Plätzen 23

und 24. Im zweiten Rennen übernahm

Seewer vom Start weg die Führung vor

Gajser, der den Yamaha-Piloten ziehen

lassen musste oder besser gesagt ihn ziehen

ließ, um sich darauf zu konzentrieren,

mit Heat-Rang 2 seinen nächsten Gesamtsieg

zu holen. Jorge Prado wurde vor

Calvin Vlaanderen Dritter. Für Jacobi

reichte es diesmal nicht für einen Top-

10-Platz, er wurde Elfter. Dafür ging es für

Tom Koch gegenüber dem ersten Rennen

drei Plätze rauf. Tim Koch wurde diesmal

Zweiundzwanzigster, Nico Koch schied

aus.

Der erste Lauf der beiden WM-Klassen

war am frühen Nachmittag wieder der

MX2 vorbehalten. Dabei gewann der

ebenfalls als WM-Spitzenreiter angereiste

Tom Vialle vor seinem ärgsten Rivalen

im Titelkampf, Jago Geerts, sowie dessen

Teamkollegen Thibault Benistant. Der

WM-Dritte Simon Längenfelder kam mit

der schwierigen Strecke bzw. den Bedingungen

nicht besonders zurecht und landete

auf Rang 9. Der Lokalmatador und

Clubfahrer des gastgebenden MSC Teutschenthal,

Noah Ludwig aus Aschersleben,

belohnte sich als Zwanzigster mit

zumindest einem WM-Punkt. Dem zweiten

Heat drückte Thibault Benistant seinen

Stempel auf, der mit dem Laufsieg

zugleich seinen ersten Grand-Prix-Sieg

perfekt machen konnte. Nachdem Vialle

mit technischem Defekt ausgeschieden

war, konnte Geerts seinem Teamkollegen

zwar nicht Paroli bieten, doch mit Platz 2

im Rennen sowie in der Tageswertung,

riss er die WM-Führung wieder an sich.

Lauf-Dritter wurde Mikkel Haarup, der

nach Platz 4 im ersten Lauf als Dritter zur

Tages-Siegerehrung gerufen wurde. An

dieser hätte auch der Lauf-Vierte Längen-

14 MOTOCROSS ENDURO 8/22


felder gern teilgenommen, doch nach

dem etwas unglücklichen ersten Heat,

reichte es in der Tageswertung nur zu

Rang 5. Dennoch fiel seinen Einschätzung

vor allem ob der tollen Fans sehr positiv

aus. So sagte er: „Das war auf jeden Fall

ein cooles Wochenende mit mega vielen

Fans. Das waren sicherlich viel mehr als

letztes Jahr. Viele haben mitgefiebert. Sie

waren sehr laut und haben eine tolle

Stimmung gemacht.“ Zu seiner sportlichen

Leistung sagte er: „Für mich war es

nicht einfach, weil doch ziemlich viel

Druck auf mir lastete. Aber ich muss sagen,

Fünfter overall war nicht schlecht.

Der erste Lauf war nicht gut. Im zweiten

habe ich mich viel besser gefühlt. Ich

konnte meinen Flow gehen und einfach

ein gutes Rennen fahren. Die Strecke war

nicht einfach. Sie war durchs notwendige

Bewässern manchmal nass, dann wieder

trocken, mal hart, dann wieder weich.

Aber ich bin froh, viele Punkte mitgenommen

zu haben.“ Noah Ludwig wiederholte

sein Ergebnis vom ersten Lauf, sprich er

wurde erneut Zwanzigster.

Fahrerstimmen

Tim Gajser: Es tut gut, wieder auf die Siegerstraße

zurückzukehren und ein weiterer

Holeshot war der Bonus. Ich habe die

Strecke an diesem Wochenende wirklich

genossen und ich denke, das hat sich in

meinem Fahrverhalten gezeigt. Ich war,

glaube ich, in jeder Session der Schnellste

und hatte sogar die schnellsten Runden

in beiden Rennen. Einen Doppelsieg zu

erzielen und meinen Vorsprung auf über

100 Punkte auszubauen, ist mehr, als ich

mir erhofft hatte, also muss ich dem Team

und meiner Freundin Spela, die heute Geburtstag

hat, für ihre Unterstützung danken.

Wir haben alle extrem hart gearbeitet.

Jeremy Seewer: Im ersten Lauf war ich ein

bisschen frustriert, weil ich Pauls (Jonass)

nicht einholen konnte. Ich habe es ein

paarmal versucht, aber ich konnte die Lücke

nicht ganz schließen. Beim zweiten

Rennen wusste ich, dass ich einen guten

Start brauchte und ich schaffte es, den

Holeshot – übrigens meiner erster diese

Saison – zu holen. Mit gutem Rhythmus

gelang mir eine meiner besten Fahrten

der Saison. Ich habe mich großartig auf

meinem Bike gefühlt.

Jorge Prado: Das Wochenende war okay.

Ich hatte nicht erwartet, aufs Treppchen

zu kommen! Ich hatte im ersten Lauf Probleme,

die wir aber bis zum zweiten Moto

in den Griff bekommen haben.

Thibault Benistant: Mein erster GP-Sieg!

Darüber freue ich mich sehr. Ich bin das

ganze Wochenende über wirklich gut gefahren,

obwohl es beim ersten Rennen etwas

eng war. Ich habe versucht, mit den

Jungs mitzuhalten, aber sie fuhren sehr

schnell, aber ich wurde Dritter. Ich bin im

zweiten Lauf wieder als Zweiter gestartet

und habe versucht, direkt zu pushen.

Letztlich habe ich es geschafft und den

Sieg geholt.

Jago Geerts: Mit zwei 2. Plätzen bin ich

sehr zufrieden. Ich habe mich das ganze

Wochenende über auf der Strecke nicht

gut gefühlt, daher kam der Sieg im ersten

Lauf etwas überraschend. Im zweiten Rennen

hatte ich ein bisschen zu kämpfen,

konnte aber letztlich trotzdem wieder die

Führung in der Meisterschaft übernehmen,

also war es insgesamt ein positives

Wochenende.

Thibault Benistant

• Foto: shotbybavo

Mikkel Haarup: Ich habe das ganze Wochenende

genossen. Viele Fans aus Dänemark

waren angereist, um mich fahren zu

sehen. Mit meinem Podestplatz konnte

ich somit auch ihnen eine Freude machen.

Insgesamt war es ein großartiges Wochenende.

Ich hatte nicht die besten

Starts, aber wir haben es geschafft, uns

gegenüber den letzten paar Wochenenden

zu verbessern. Ich bin zufrieden, aber

es gibt noch viele Dinge die es zu verbessern

gilt.

Motocross-WM - 11. Lauf - Teutschenthal/D

11./12.6.2022

Gesamtergebnisse:

MXGP: 1. Tim Gajser, SLO, Honda; Jeremy Seewer, CH, Yamaha;

3. Jorge Prado, E, GASGAS; 4. Ruben Fernandez, E,

Honda; 5. Romain Febvre, F, Kawasaki; 6. Pauls Jonass,

LV, Husqvarna; 7. Mitchell Evans, AUS, Honda; 8. Calvin

Vlaanderen, NL, Yamaha; 9. Glenn Coldenhoff, NL, Yamaha;

10. Henry Jacobi, D, Honda.

Ferner: 17. Tom Koch, D, KTM; 24. Tim Koch, D, Husqvarna;

27. Nico Koch, D, KTM.

MX2: 1. Thibault Benistant, F, Yamaha; 2. Jago Geerts, B,

Yamaha; 3. Mikkel Haarup, DK, Kawasaki; 4. Kevin Horgmo,

N, Kawasaki; 5. Simon Längenfelder, D, GASGAS;

6. Jan Pancar, SLO, KTM; 7. Andrea Adamo, I, GASGAS;

8. Stephen Rubini, F, Honda; 9. Tom Vialle, F, KTM;

10. Isak Gifting, S, KTM.

Ferner: 17. Marcel Stauffer, A, KTM; 19. Nico Greutmann,

D, Husqvarna; 21. Noah Ludwig, D, KTM; 25. Kevin Brumann,

CH, Yamaha.

Junior eMotocross (MXE) - 1. Lauf: 1. Timotei Cez, F, KTM;

2. Austin Edwards, GB, KTM; 3. Logan Liberal Rodas, E,

KTM; 4. Eddi Haustein, D, KTM; 5. Soan Biskupski, F,

Husqvarna; 6. Cameron Berry, GB, KTM; 7. Riccardo Galia,

I, GASGAS; 8. Alejandro Mellado Palomino, E, KTM;

9. Ares Gil, E, Husqvarna; 10. Conrad Pinchon, F, KTM.

Ferner: 11. Lias Eder, A KTM; 12. Noah Jacobi, D, Husqvarna;

18. Matteo Bauten, D, GASGAS; 19. Timo Scharinger,

A, Husqvarna; 21. Nico Steiner, CH, Husqvarna; 22. Richard

Monzer, D, KTM; 23. Bela Theiner, D, KTM; 24. Linus

Safra, D, KTM; 25. Noah Doblander, A, KTM; 26. Elisabeth

Gruhn, D, KTM; 27. Jason Senn, CH, KTM; 32. Jasper

Schade, D, KTM; 33. Romeo Cannavo, CH, GASGAS.

2. Lauf: 1. Cez; 2. Berry; 3. Eder; 4. Edwards; 5. Adan

Quesada, E, KTM; 6. Haustein; 7. Pinchon; 8. Biskupski;

9. Liberal Rodas; 10. Lucas Bos, F, GASGAS.

Ferner: 16. Cannavo; 19. Scharinger; 20. Jacobi; 21. Theiner;

22. Monzer; 23. Senn; 24. Bauten; 25. Gruhn;

27. Steiner; 31. Safra; 32. Schade; 35. Doblander.

Stand: 1. Berry, 120 Punkte; 2. Cez, 119; 3. Edwards, 108;

4. Eder, 98; 5. Liberal Rodas, 94; 6. Quesada, 77; 7. Galia,

67; 8. Mellado Palomino, 60; 9. Gil, 59; 10. Noé Methais,

F, KTM, 52.

Ferner: 12. Scharinger, 48; 15. Haustein, 33; 16. Monzer,

31; 25. Jacobi, 10; 27. Cannavo, 5; 29. Schade, 4;

30. P.Schupbach, CH, GASGAS, 4; 31. Bauten, 3;

32. Gruhn, 3.

EMX 125: 1. Alexis Fueri, F, Fantic; 2. Cas Valk, NL, Fantic;

3. Ferruccio Zanchi, I, Yamaha; 4. Karlis Alberts Reisulis,

LV, Yamaha; 5. Janis Martins Reisulis, LV, Husqvarna;

6. Antonio Gallego, E, GASGAS; 7. Edgar Canet, E, GAS-

GAS; 8. Marc-Antoine Rossi, F, KTM; 9. Simone Mancini,

I, KTM; 10. Vitezslav Marek, CZ, KTM.

Ferner: 15. Eric Rakow, D, KTM; 20. Lyonel Reichl, CH,

Husqvarna; 24. Maximilian Werner, D, KTM.

Stand (nach 6 von 9 Veranstaltungen): 1. Valk, 252 Punkte;

2. Fueri, 225; 3. K.Reisulis, 216; 4. J.Reisulis, 179;

5. Ivano van Erp, NL, Yamaha, 176; 6. Rossi, 146; 7. Julius

Mikula, CZ, KTM, 122; 8. Zanchi, 116; 9. Elias Escandell,

E, GASGAS, 97; 10. Mathis Valin, F, GASGAS, 89.

Ferner: 22. Maximilian Ernecker, A, Husqvarna, 30;

25. Werner, 25; 38. Rakow, 12; 47. Reichl, 5.

EMX 250: 1. Rick Elzinga, NL, Yamaha; 2. Maxime Grau, F,

Husqvarna; 3. Andrea Bonacorsi, I, Yamaha; 4. Camden

McLellan, ZA, KTM; 5. David Braceras, E, KTM; 6. Quentin

Marc Prugnieres, F, Kawasaki; 7. Lucas Coenen, B,

Husqvarna; 8. Cornelius Toendel, N, Fantic; 9. Eddie Wade,

E, Kawasaki; 10. Haakon Osterhagen, N, Fantic.

Ferner: 13. Mike Gwerder, CH, KTM; 15. Maximilian Spies,

D, KTM; 26. Cato Nickel, D, KTM; 30. Paul Bloy, D, KTM;

38. Valentin Kees, D, KTM; 40. Tom Schröder, D, Honda.

Stand (nach 6 von 10 Veranstaltungen): 1. Elzinga, 241

Punkte; 2. Toendel, 221; 3. Bonacorsi, 166; 4. McLellan,

159; 5. Coenen, 158; 6. Osterhagen, 151; 7. Braceras, 147;

8. Prugnieres, 145; 9. Jorgen-Matthias Talviku, EST, KTM,

113; 10. Gwerder, 102.

Ferner: 11. Spies, 100; 17. Marcel Stauffer, A, KTM, 60.

8/22 MOTOCROSS ENDURO 15


MOTOCROSS: HINTER DEN KULISSEN

MXGP TALKESSEL?!

DANKE!!!

Die MXGP durfte wieder einmal beim

MSC Teutschenthal einen Stopp einlegen,

um die Weltmeisterschaft in

Deutschland auszutragen. „Stopp einlegen“

und „Weltmeisterschaft“ in

Teutschenthal liest sich für uns Fans

sehr leicht und kommt einem völlig

normal vor. Aber wie es dazu kommt

und was dafür notwendig ist, erfahrt

ihr jetzt. Benny Koob und Micha Tetzner

waren nicht nur als Redakteur/Fotograf

für euch auf der Strecke und im

Fahrerlager unterwegs, um Fahrerbilder/Interviews

einzufangen, sondern

wollten gerne einmal hinter die Kulissen

des Veranstalters/Vereins schauen.

Denn dort verbergen sich die wirklichen

Stars des Wochenendes.

Benny Koob

16 MOTOCROSS ENDURO 8/22


8/22 MOTOCROSS ENDURO 17


MOTOCROSS: HINTER DEN KULISSEN

Wie zu erwarten sind nicht nur die WM-Fahrer Stars zum Anfassen,

sondern auch verschiedene Teams und Personen, die das

ganze erst ermöglichen. The Oscar goes to „MSC Teutschenthal

and Friends“.

Wir haben uns mit dem Vorsitzenden des MSC Teutschenthal

Jens-Uwe Jahnke getroffen und ihn dementsprechend zum Ablauf

einer WM befragt.

Bis es zum Start der MXGP of Germany kommt, müssen tausende

Helferhände ordentlich mit anpacken, um die Strecke und Infrastruktur

zu managen.

Seit 1966 besteht der MSC Teutschenthal und seit 1971 werden

im Talkessel immer wieder Weltmeisterschaftsläufe ausgerichtet.

Für die Organisation bei einem solchen Event ist es wichtig, gewisse

Aufgaben an feste Teams bzw. Crews aufzuteilen. Dazu

zählen die Jungs des Streckenbau-Teams, der Bewässerung-

Crew, das Presseteam (mit dem wir seit einigen Jahren gut zusammenarbeiten,

danke Carola Waterstraat), aber auch eine allgemeine

Helfer-Crew für das Fahrerlager oder den VIP-Bereich.

Das Ganze wird dann noch durch die verschiedenen Mitarbeiter

des Promoters InFront Moto Racing beeinflusst, die sich um die

Vorgaben der FIM kümmern und dem Verein kommunizieren.

Unverzichtbar ist auch der Einsatz von Security, Parkeinweisern

und Feuerwehr. Im Vorfeld gibt es für alle Fragen einen sympathischen

Fanbeauftragten (Mario Sommer), der sich um die Kommunikation

nach außen kümmert. Hierbei handelt es sich sowohl

um VIP-Betreuung als auch um normale Fanfragen.

Orga allgemein

Jens-Uwe Jahnke ist seit 2019 als Vorsitzender im Amt, aber auch

schon zuvor gehörte sein leider verstorbener Vater zu den Gründungsmitgliedern

und vererbte dieses Ehrenamt. Wie stolz Jens-

Uwe auf die Veranstaltung und Helfer ist, merkte man sichtlich.

Wenn man nun überlegt, dass der MSC aus lediglich 250 Mitgliedern

besteht, kann man sich vorstellen wie viele zusätzliche Helfer

für Arbeitsstunden für die Vorbereitung notwendig sind. Hinzu

kommen noch weitere Veranstaltungen im Jahr, für die ebenfalls

„Man Power“ benötigt wird.

Vorbereitung ist alles!

Während die Strecke mit mehreren schweren Landmaschinen

gebaut wird, sorgt das Streckenteam für Absperrungen, Banner

etc. Parallel verlegt die Water-Crew alle Wasserleitungen,

Schläuche und Pumpen.

So eine WM-Lauf-Ausrichtung ist nicht selbstverständlich, denn

schon nach der WM wird für das Folgejahr neu geplant und die

Behördengänge zu allen erdenklichen Organisationen beginnen.

Dieser Prozess ist am wichtigsten und bedarf einer professionellen

Vorbereitung und Kommunikation. Egal ob bei Polizei,

Ordnungsamt, Feuerwehr, Sanitätsdienst oder den umliegenden

Bauern für die Stellfläche der Autos/Fahrerlager. Alle Vorgänge/

Planungen bzw. Sicherheits- und Brandschutzkonzepte müssen

an der richtigen Stelle gesetzt werden.

Hinzu kommen noch die städtischen bzw. auf Landesebene zugehörigen

Ämter, wie obere Naturschutzbehörde, Landratsamt

etc.

Da auch hier alle Regeln und Richtlinien eingehalten werden

müssen, versucht man alles im Ehrenamt unter einen Hut zu bekommen.

Man bekommt bereits schon gute Unterstützung, würde

sich seitens des Vereins aber freuen, wenn es auf regionaler

18 MOTOCROSS ENDURO 8/22


Kreis- oder Landesebene ein wenig mehr Unterstützung von behördlicher Seite gäbe,

um auch dieses einmalige Event in Deutschland zu halten und voranzubringen. Da es

sich beim MSC um einen gemeinnützigen Verein und beispielsweise keine Motorsport

GmbH handelt, besitzt man auch nicht das Geld, um sich Planungsbüros etc. zu leisten.

Wenn man aber sieht, wie lange der MSC Teutschenthal diese Veranstaltung schon auf

die Beine stellt, funktioniert das nur wenn alle Helfer eingespielt sind. Einen Spruch haben

wir am Wochenende immer wieder gehört. „Hier greift ein Zahnrad in das nächste,

wenn das nicht funktioniert, fällt alles zusammen.“

Jeder von euch, der sich in einem Verein engagiert, weiß genau, wovon wir sprechen.

Denn egal, ob man ein regionales, nationales oder internationales Rennen organisiert,

ihr wisst wie viel Verantwortung und Organisation dahintersteckt.

sollte allen klar sein. Daher reisen die gut

gelaunten Jungs schon mittwochs an und

fahren montags wieder nach Hause. Sie

nehmen sich dementsprechend extra Urlaub

für diese Zeit.

Eine Million Liter Wasser verteilen sich

nicht von allein und werden hier nicht

durch eine vollautomatisierte Bewässerungsanlage

gedrückt. In Teutschenthal

zählt man noch klassisch auf Man Power

am Strahlrohr, die das Wasser aus einem

Riesenteich zieht. Somit muss jede Wasserleitung,

Pumpe und jeder Schlauch vor

der Veranstaltung verlegt werden, um

auch individuell auf das Wetter und die

Bedingungen zu reagieren. Ein stumpfes

Draufhalten von Wasser auf einen Fleck

funktioniert nicht und muss dementsprechend

koordiniert werden. Die ganze Sache

ist auch anstrengend, dementsprechend

platt sind die Jungs auch Sonntag

abends und reisen erst Montagmorgen

nach dem Frühstück wieder ab. Ollis Aufgabe

ist nicht nur, den Überblick zu behalten,

sondern auch die Crew zu motivieren.

Oft muss man spontan einen Trupp

einsetzen, der vor allem dieses Jahr einiges

zu tun hatte. Nicht nur die andauernde

Trockenheit vor dem Rennen machte

dem Team zu schaffen, nein, dieses Jahr

gab es durch das vorherige Corona-Jahr

einige Terminverschiebungen im privaten

Bereich der Helfer, sodass nicht alle dabei

sein konnten. Olli erzählte uns, dass

die Truppe wirklich großartig ist und es

jedes Jahr wieder Spaß macht. Falls jemand

Lust auf ein solches Team hat, darf

sich gerne beim Verein melden. Man freut

sich immer über neue Leute.

Water Crew

Wasser Marsch! Diesen Part muss man einfach hervorheben. Olli Mennecke und seine

Crew kommen nicht aus Teutschenthal, sondern reisen seit über fünf Jahren extra aus

der 150 km entfernten Wittenberger Region mit einem Trupp von bis zu 30 Leuten an.

Die Jungs stehen mit Herzblut am Schlauch und wissen genau was zu tun ist. Dass eine

solche Strecke nicht erst am Samstagmorgen gewässert und vorbereitet werden kann,

Das Wasser-Team hat auch einen extra

Bereich im Fahrerlager und ein kleines

Containerdorf, um sich nach der Arbeit etwas

zu unterhalten und den Tag ausklingen

zu lassen.

8/22 MOTOCROSS ENDURO 19


MOTOCROSS: HINTER DEN KULISSEN

Die Water Crew (Foto) kann natürlich nicht komplett eigenständig und allein arbeiten und muss sich mit der Streckenbauer- und

Track-Building-Crew absprechen. Auch hier muss jedes Zahnrad ins andere greifen. Daniel Schaerf und sein Sohn zum Beispiel sind

mit schwerem Gerät auf der Strecke unterwegs, vor allem aber an der Startgerade ziehen und präparieren sie mit dem Schlepper alles

perfekt für den Start.

Daniel Schaerf bewegt den John Deere

8340 (gesponsert von Krone) Zentimeter

genau über die Gerade, sodass selbst der

vom Promoter beauftragte Streckenbauer

Freddy Verherstraeten nichts zu meckern

hat. Das positive Feedback der Water- und

Streckenbauer-Crew haben sie sich gegenseitig

gegeben. Der eine kann eben

nicht ohne den anderen. Dies sind aber

Dinge, die man als Zuschauer vor Ort oder

am TV nicht wahrnimmt. Man spürt die

unheimliche Harmonie, die zwischen allen

Helfern herrscht, umso wichtiger ist

es, auch neue Leute zu finden, um eine

solche Veranstaltung auszurichten.

Das Interview mit dem Vorsitzenden Jan-

Uwe Jahnke, Water Crew-Chef Olli Mennecke

(Foto) und Streckenbauer Daniel

Schaerf findet ihr auf unserer Webseite

verlinkt. Natürlich auch mit den Emotionen

der Fans, die einem zeigen, warum

sich diese Arbeit immer wieder lohnt.

Wir und der MSC Teutschenthal möchten

uns bei allen Helfern und deren Familien

bedanken. Bitte weiter so , damit wir weiterhin

ein solches Event in Deutschland

erleben dürfen.

Danke!

• Text: Benny Koob; Fotos: Micha Tetzner

20 MOTOCROSS ENDURO 8/22


8/22 MOTOCROSS ENDURO 21


MOTOCROSS-WM

SAMOTA-SUMBAWA/IDN

MXGP

Tim Gajser

kontrolliert weiter

den MX-GP

• Foto: shotbybavo

MX2

Tom Vialle

Optimum mit

zwei Laufsiegen

• Fotos: KTM

LÄNGENFELDER

WIEDER AUF DEM TREPPCHEN

GAJSER BAUT FÜHRUNG

IM KLASSEMENT AUS

Simon Längenfelder (MX2) konnte in Indonesien erneut beeindrucken und sich mit dem 2. Gesamtrang

hinter Tom Vialle und vor Thibault Benistant sein drittes Treppchen der Saison sichern. Tim

Gajser (MXGP) holte den achten Gesamtsieg in diesem Jahr und führt nun das Klassement mit

125 Punkten Vorsprung vor Jorge Prado an.

Nach dem Sieg im Qualifikationsrennen

holte sich MXGP-Leader Tim Gajser im

ersten Rennen den Holeshot und kontrollierte

das Rennen von Beginn an. Mit

knapp fünf Sekunden Vorsprung überquerte

er die Ziellinie vor Jorge Prado und

Ruben Fernandez. Im zweiten Rennen verlief

Gajsers Start nicht ganz so gut und er

fuhr als Vierter durch die erste Kurve.

Durch ein sauberes Überholmanöver

konnte er sich bald Rang 3 sichern. Nur

eine Runde später lag er bereits auf dem

2. Platz und bevor sich der führende Jorge

Prado versah, war Gajser vorbei und hatte

die Pole, die er bis zum Ende des Rennens

nicht mehr abgab.

Gesamtrang 2 ging an Jorge Prado, der

damit zum neunten Mal in dieser Saison

auf dem Treppchen stand. Den ersten

Lauf startete und beendete er auf dem 2.

Rang. Im zweiten Rennen sicherte er sich

den Holeshot und beendete es auf Rang 2.

Auf dem 3. Platz der Gesamtwertung landete

der Spanier Ruben Fernandez, der

sich in Indonesien sehr selbstbewusst

präsentierte. Im ersten Lauf wurde er

Dritter und im zweiten Vierter. Jeremy

Seewer, der sich für den Indonesien-GP

viel vorgenommen hatte, wurde nur

Neunter. Er hatte sich eine Lebensmittelvergiftung

eingefangen.

In der MX2 nutzte Tom Vialle die Chance

und holte sich mit zwei Laufsiegen die

Führung im Klassement zurück. Vialle

hatte sich schnell an das tropische Klima

gewöhnt und präsentierte sich sehr leistungsstark.

Bereits im Zeittraining war er

der Schnellste und fuhr am Samstag im

Qualifikationslauf auf die Poleposition.

Vialle hat nun 4 Punkte Vorsprung auf seinen

Kontrahenten Jago Geerts, der in Indonesien

Vierter wurde.

Auch Simon Längenfelder präsentierte

sich in Top Form. Er fuhr in beiden Rennen

einen enormen Speed. Im ersten Lauf

konnte er sich vom 6. auf den 3. Platz verbessern.

Im zweiten Lauf legte er noch eine

Schippe drauf und fuhr die schnellsten

Rundenzeiten. Aufgrund eines Sturzes

musste er sich letztlich mit dem 2. Platz

zufrieden geben und belegte auch in der

Gesamtwertung Rang 2.

• Foto: shotbybavo

Thibault Benistant (Foto) sicherte sich

seinen dritten Podestplatz in Folge. Der

19-jährige Franzose belegte im ersten

Rennen den 4. Platz und wurde im zweiten

Rennen Dritter, das genügte für den

3. Gesamtrang.

22 MOTOCROSS ENDURO 8/22


Simon Längenfelder

• Fotos: GASGAS

Fahrerstimmen

Tim Gajser: Es war ein toller Tag heute, es

hat wirklich Spaß gemacht, auf der Strecke

zu fahren. Das erste Moto war fast

perfekt, ich holte den Holeshot und kontrollierte

das gesamte Rennen. Ich habe

mich wirklich gut gefühlt. Im zweiten Rennen

hatte ich keinen so guten Start und

war Vierter. Doch dann fuhr ich einige

wirklich gelungene Überholmanöver und

lag innerhalb weniger Runden in Führung.

Ich konnte sodann das Rennen kontrollieren

und den Sieg einfahren. Mein

Vorsprung in der Meisterschaft beträgt

jetzt 125 Punkte, daher bin ich mit dem

Saisonverlauf sehr zufrieden. Ein großes

Dankeschön an mein gesamtes Team für

die harte Arbeit und ein großes Dankeschön

an die Menschen in Sumbawa, die

sich großartig um uns gekümmert haben.

Ich freue mich schon darauf, nächstes

Jahr wiederzukommen.

Jorge Prado: Es war ein gutes Wochenende.

Ich fühlte mich etwas besser als gestern

im Qualifying. Die Strecke war

schwierig. Ich hatte einen guten Start im

zweiten Rennen, aber Tim hatte eine bessere

Pace und überholte.

Ruben Fernandez: Ich bin sehr zufrieden

mit meiner Podiumsplatzierung an diesem

Wochenende. Ich war Dritter in Moto

1 und Vierter in Moto 2. Mein Fahrverhalten

war sehr solide und ich fand auf der

Strecke einen guten Speed und Flow. Ich

hatte viel mit Jetlag zu kämpfen und in der

Nacht von Samstag auf Sonntag schlief

ich erst um 5:00 Uhr ein, sodass ich vor

den heutigen Rennen nur wenige Stunden

Schlaf hatte. Ich hätte nicht gedacht, dass

ich soviel Energie haben würde, aber irgendwie

habe ich sie gefunden. Die Strecke

war in Ordnung. Es dauerte drei Tage

und fünf Flüge, um hierher zu kommen,

und zurück ist es wieder dasselbe. Ich bin

froh, wenn ich wieder zu Hause bin.

Tom Vialle: Ein tolles Wochenende und

ich hatte ein gutes Gefühl auf der Strecke.

Das erste Moto war nach diesem Top Start

relativ einfach und ich konnte die Führung

während der ganzen Zeit halten. Im zweiten

Rennen habe ich Simon überholt,

dann aber bei einem Sprung einen Fehler

gemacht und bin von der Strecke abgekommen.

Als er dann stürzte, konnte ich

mir die Führung zurückholen. Die Strecke

wurde im Verlauf des Rennens schlechter,

es bildeten sich viele Unebenheiten. Es

war nicht so einfach, im Flow zu bleiben,

aber ich bin wirklich glücklich mit den Ergebnissen

und darüber, wieder die rote

Platte zu haben. Der Titelkampf wird bis

zum Schluss eng, aber ich gebe nicht auf.

Simon Längenfelder: Heute lief es ganz

gut. Ich war Dritter im ersten und Zweiter

im zweiten Moto. Ich hatte die Führung im

zweiten Lauf stürzte dann aber. Ein Podestplatz

ist immer schön und Zweiter zu

sein ist großartig! Das Bike war unglaublich.

Thibault Benistant: Ich habe mich auf der

Strecke nicht wirklich gut gefühlt, weder

mein Rhythmus noch mein Gefühl für die

Strecke waren gut, aber ich habe mein

Bestes gegeben, um zu pushen. Im ersten

Rennen kam ich auf den 4. Platz. Im zweiten

Rennen lag ich hinter Andrea Adamo

und brauchte ein bisschen Zeit, um zu

überholen. Danach habe ich gerade noch

den 3. Rang geschafft. Eigentlich ist es für

ein schlechtes Wochenende schön, auf

dem Podium zu stehen. Ich hoffe, dass ich

so weitermachen kann.

Motocross-WM - 12. Lauf - Samota-Sumbawa/IDN

25./26.6.2022

Gesamtergebnisse:

MXGP: 1. Tim Gajser, SLO, Honda; 2. Jorge Prado, E, GAS-

GAS; 3. Ruben Fernandez, E, Honda; 4. Romain Febvre, F,

Kawasaki; 5. Glenn Coldenhoff, NL, Yamaha; 6. Mitchell

Evans, AUS, Honda; 7. Pauls Jonass, LV, Husqvarna;

8. Mattia Guadagnini, I, GASGAS; 9. Jeremy Seewer, CH,

Yamaha; 10. Jordi Tixier, F, KTM.

Stand (nach 12 von 19 Veranstaltungen): 1. Gajser, 535

Punkte; 2. Prado, 410; 3. Seewer, 405; 4. Maxime Renaux,

F, Yamaha; 5. Coldenhoff, 363; 6. Fernandez, 342;

7. Jonass, 278; 8. Brian Bogers, NL, Husqvarna, 263;

9. Calvin Vlaanderen, NL, Yamaha, 239; 10. Jeremy van

Horebeek, B, Beta, 229.

Ferner: 15. Henry Jacobi, D, Honda, 154; 22. Tom Koch, D,

KTM, 53; 23. Valentin Guillod, CH, Yamaha, 32.

MX2: 1. Tom Vialle, F, KTM; 2. Simon Längenfelder, D,

GASGAS; 3. Thibault Benistant, F, Yamaha; 4. Jago Geerts,

B, Yamaha; 5. Andrea Adamo, I, GASGAS; 6. Kevin

Horgmo, N, Kawasaki; 7. Stephen Rubini, F, Honda;

8. Kay Karssemakers, NL, KTM; 9. Delvintor Alfarizi, IDN,

Honda; 10. Ananda rigi Aditya, IDN, Husqvarna.

Stand (nach 12 von 19 Veranstaltungen): 1. Vialle, 502

Punkte; 2. Geerts, 498; 3. Längenfelder, 395; 4. Horgmo,

356; 5. Mikkel Haarup, DK, Kawasaki, 332; 6. Adamo,

314; 7. Benistant, 304; 8. Rubini, 277; 9. Isak Gifting, S,

KTM, 255; 10. Kay de Wolf, NL, Husqvarna, 244.

Ferner: 17. Jeremy Sydow, D, Husqvarna, 88; 19. Kevin

Brumann, CH, Yamaha, 82; 42. Marcel Stauffer, A, KTM,

10; 45. Noah Ludwig,, D, KTM, 9; 51. Mike Gwerder, CH,

KTM, 4; 52. Nico Greutmann, D, Husqvarna, 3; 53. Maximilian

Spies, D, KTM, 2.

8/22 MOTOCROSS ENDURO 23


MOTOCROSS: ADAC MX MASTERS

Möggers/A

MAX NAGL

GEWINNT HITZESCHLACHT

24 MOTOCROSS ENDURO 8/22


Heiße Temperaturen von über 30 Grad forderten

die Piloten des ADAC MX Masters-

Gastspiels im österreichischen Möggers vor

begeisterten Fans aufs äußerste. Max Nagl

setzte sich mit zwei Laufsiegen gegen Tom

Koch und Jordi Tixier, der das Auftaktrennen

am Samstag gewann, durch. Damit baute Nagl

seine Führung in der Meisterschaft aus.

Beim Auftaktrennen des ADAC MX Masters

am Samstag sicherte sich Michael

Sandner den Red Bull Holeshot vor Adam

Sterry, während die weiteren Spitzenfahrer

Max Nagl, Tom Koch, Jordi Tixier im

Mittelfeld und der drittplatzierte der

Meisterschaft, Stefan Ekerold, am Ende

des Feldes lagen. Am schnellsten sortierte

sich Koch und lag nach der dritten Runde

bereits auf der Verfolgerposition hinter

dem führenden Sandner. In der fünften

Runde übernahm Koch dann die Spitze

vom Österreicher. Nagl und Tixier hatten

sich inzwischen in die Top Fünf vorgearbeitet.

Eine Runde später verdrängte

Sterry Sandner vom 2. Platz. Koch fuhr

sich in den folgenden Runden einen kleinen

Vorsprung heraus. In der zweiten

Rennhälfte verdichtete sich der Kampf

zwischen Sterry, Sandner, Nagl und Tixier.

Der Franzose musste nach einem

Fahrfehler kurz zu Boden, berappelte sich

jedoch schnell wieder. Fünf Runden vor

Rennende verdrängte Tixier Nagl und

Sterry auf die Ränge und nahm die Verfolgung

von Koch auf. Nagl rutschte einen

Umlauf später an Sterry vorbei auf Rang

3. In der vorletzten Runde schaffte es Tixier,

Koch die Führung abzunehmen und

fuhr seinen ersten Laufsieg dieser Saison

ein. Koch, Nagl, Sterry und Sandner rundeten

die Top Fünf ab.

Im zweiten Wertungslauf am Sonntag gewann

Nagl den Red Bull Holeshot und

fuhr einen eindrucksvollen und ungefährdeten

Start-Ziel-Sieg ein. Noch in der ersten

Runde verdrängte Koch Sterry vom

2. Platz. In der vierten Runde musste der

Brite den 3. Rang an seinen Teamkollegen

Tixier abgeben. Der amtierende ADAC MX

Masters-Champion Tixier erhöhte in Folge

den Druck auf Koch und übernahm in der

sechsten Runde den 2. Platz vom Deutschen.

Nagl hatte sich zu dem Zeitpunkt

bereits einen größeren Vorsprung herausgefahren

und kontrollierte seine Führung

bis zum Rennende. Koch, Tixier und

Sterry hielten auf den folgenden Plätzen

ungefährdet ihre Platzierungen. Johannes

Klein rundete die Top Fünf ab, nachdem er

sich in einer mehrköpfigen Gruppe, die

Rad an Rad über den Zielsprung flog, gegen

Kevin Brumann, Boris Maillard, Lukas

8/22 MOTOCROSS ENDURO 25


MOTOCROSS: ADAC MX MASTERS

Jordi Tixier

Platt, Markus Rammel und Tim Koch durchgesetzt

hatte.

Im dritten Wertungslauf des Wochenendes

sprintete Sandner erneut als Erster über die

Red Bull Holeshot-Linie. In der ersten Runde

verdrängte Tixier Nagl von der 2. Position.

Eine Runde später attackierte Tixier bei

einem Sprung den führenden Österreicher,

erwischte diesen bei der Landung am Hinterrad

und ging hart zu Boden, während

Sandner die Führung behielt. Auf dem

23. Platz liegend überquerte Tixier die Ziellinie

während Nagl, Koch, Sterry und Maillard

die Nutznießer der Situation waren. In

der dritten Runde ging Nagl an die Spitze,

eine Runde später verwies Koch Sandner

auf den 3. Rang. Nagl enteilte in Folge dem

Rest des Feldes und fuhr den fünften von

sechs möglichen Laufsiegen in dieser Saison

ein. Auch Koch fuhr ein einsames Rennen

bis ins Ziel und schaffte mit Platz 2 in

jedem Rennen an diesem Wochenende den

Sprung auf das Lauf-Podium. Sandner fuhr

ein eindrucksvolles Rennen, musste jedoch

im letzten Renndrittel Sterry noch auf den

3. Rang passieren lassen. Tanel Leok verdrängte

Maillard gegen Rennende vom

5. Platz, während sich Tixier sichtlich angeschlagen

bis ins Ziel noch bis auf den

11. Platz vorkämpfte.

In der Gesamtwertung gewann Nagl vor

Koch und Tixier. „Auch wenn ich am Samstag

noch einige Schwierigkeiten mit der

Motorradabstimmung hatte, war es den-

noch ein richtig gutes Wochenende für mich

und die vielen Fans an der Strecke. In der

Vergangenheit hatte ich in Möggers des Öfteren

Pech, der Gesamtsieg heute ist eine

schöne Wiedergutmachung. Die Rennen am

Sonntag mögen von außen leicht ausgesehen

haben, ich musste aber ziemlich pushen,

um mich durchsetzen zu können“, so

Nagl. „Ich bin zurück dort, wo ich hingehöre,

nachdem ich beim Saisonstart in Dreetz

nach einer Verletzung noch angeschlagen

war. Ich besitze noch mehr Potenzial, was

ich bei den nächsten Rennen entfalten

möchte“, freute sich Koch über seine ersten

Podestplatzierungen in dieser Saison. „Ich

habe heute einen dummen Fehler gemacht

und bin hart zu Boden gegangen. Danach

hat meine Vorderbremse nicht mehr funktioniert

und ich war ziemlich angeschlagen.

Unter diesen Umständen ist der 3. Gesamtrang

noch versöhnlich, aber ein Sieg wäre

das Ziel und auch möglich gewesen“, sagte

Tixier nach dem dritten Lauf.

Überraschungssieger in den Nachwuchsklassen

• Emil Ziemer überrascht mit Gesamtsieg

im ADAC MX Junior Cup 85 • Mike

Gwerder gewinnt ADAC MX Youngster Cup •

Maxime Lucas und Guillem Farres bleiben

Tabellenführer

Die Klassen ADAC MX Youngster Cup und

ADAC MX Junior Cup 85 gingen ebenfalls

beim Österreich-Gastspiel des ADAC MX

Masters vor 6000 begeisterten Fans an den

Start. Mike Gwerder setzte sich in drei hart

umkämpften ADAC MX Youngster Cup-Rennen

gegen die starke Konkurrenz durch. Im

ADAC MX Junior Cup 85 überraschte der elfjährige

Emil Ziemer mit einem Lauf- und

dem Gesamtsieg. Die beiden Meisterschaftsführenden

Guillem Farres im ADAC

MX Youngster Cup und Maxime Lucas im

ADAC MX Junior Cup 85 taten sich zunächst

schwer auf dem idyllischen Kurs am Bodensee,

schlossen aber jeweils mit Laufsiegen

ab und behielten die Red Plates.

ADAC MX Youngster Cup

Im ersten Wertungslauf am Samstag sorgte

Bence Pergel, der normalerweise im ADAC

MX Junior Cup 125 unterwegs ist und in

Möggers lediglich einen Gaststart in der

größeren Klasse absolvierte, für eine Überraschung.

Bei seinem ersten Rennen auf

dem 250-ccm-Motorrad fuhr der Ungar einen

souveränen Start-Ziel-Sieg ein. Viele

Favoriten, wie Tabellenführer und LS2 Best

Qualifier Guillem Farres, Mike Gwerder,

Camden Mc Lellan und Maximilian Spies,

erwischten keinen guten Start ins Rennen.

Pergel und Yago Martinez distanzierten ab

der vierten Runde ihre Gegner. In der fünften

Runde hatten sich Gwerder und Farres

hinter Jörgen-Matthias Talviku bereits in die

Top Fünf vorgefahren. Aus der sechsten

Runde kehrte Pergel mit einem Vorsprung

von sechs Sekunden vor Martinez zurück,

der nun unter Druck von Gwerder und Farres

geriet. Drei Runden vor Rennende sprang

26 MOTOCROSS ENDURO 8/22


Gwerder am 30 Meter langen Step-up-Triple

an Talviku vorbei auf den 3. Rang. Hinter

dem souveränen und überglücklichen Laufsieger

Pergel segelten Martinez, Gwerder,

Talviku und Farres innerhalb von nur vier

Sekunden über den Zielsprung. „Es ist unglaublich,

das ist mein erstes Rennen im

ADAC MX Youngster Cup und mein erster

Sieg beim ADAC überhaupt“, freute sich

Pergel beim Siegerinterview. „Ich bin sehr,

sehr glücklich. Es war heute sehr heiß, aber

das Rennen lief perfekt für mich.“

Im zweiten Wertungslauf am Sonntagmorgen

fuhr Gwerder nach dem Red Bull Holeshot

einen Start-Ziel-Sieg ein, für den er jedoch

bis zum Ende kämpfen musste. In den

ersten drei Runden setzten sich Gwerder

und Talviku zunächst etwas ab. McLellan

platzierte sich schnell auf den 3. Rang und

versuchte, die Lücke zur Spitze zu schließen

während Pergel, Farres und Spies ihr

Rennen im vorderen Mittelfeld begannen.

Zur Rennmitte hatte sich Farres hinter Palsson

auf den 5. Platz gefahren und McLellan

die Lücke auf das Führungs-Duo geschlossen,

in dem Gwerder mächtig Druck von Talviku

erhielt. Der Spitzenkampf begeisterte

in den letzten Rennminuten die Fans, denn

Talviku konnte sich kurz neben Gwerder

setzen, obwohl er selbst von McLellan stark

attackiert wurde. Vier Minuten vor Ablauf

der Rennzeit schob sich McLellan auf den

2. Platz, ging dann jedoch bei einer Attacke

auf Gwerder selbstverschuldet zu Boden.

Gwerder geriet erneut unter Druck von Talviku,

behielt jedoch die Nerven und fuhr

den ersten Laufsieg der Saison für sich ein.

Hinter Talviku kam McLellan auf dem

3. Rang vor Farres und Palsson ins Ziel. Im

dritten Wertungslauf schoss Pergel erneut

beim Start an die Spitze, gefolgt von Gwerder,

McLellan, Farres und Palsson, während

Talviku auf dem 8. Rang lag. Farres übernahm

kurz vor Ende der ersten Runde den

2. Platz. In der dritten Runde presste sich

der Spanier im Zielbereich an Pergel vorbei

in Führung, kurz darauf ging McLellan an

Gwerder vorbei auf Rang 3. Farres distanzierte

die Gegner in den nächsten Runden

und kontrollierte seine Führung bis ins Ziel.

Zur Halbzeit erhöhte McLellan den Druck

auf Pergel und Talviku verdrängte Cato Nickel

vom 5. Platz. In der achten Runde

beugte sich Pergel dem Druck McLellans. In

den letzten vier Runden musste Pergel zunächst

Gwerder und dann auch Talviku passieren

lassen. Spies hatte sich mit einer

starken Fahrt aus dem Mittelfeld an die Top

Fünf herangearbeitet. Drei Runden vor

Schluss machte Gwerder einen kleinen Fehler,

wodurch Talviku an ihm vorbei auf den

3. Rang schlüpfte und Spies übernahm Pergels

5. Platz, was sich bis ins Ziel nicht

mehr änderte. Die Tageswertung gewann

Gwerder vor Talviku und Farres, McLellan

und Pergel rundeten die Top Fünf ab. „Obwohl

ich die Strecke sehr gut kenne, fiel es

mir an diesem Wochenende schwer, den

richtigen Flow zu finden, weshalb es sehr

schwierig für mich war. Aber ich bin sehr

glücklich über den Gesamtsieg, denn es

waren sehr gute Fahrer am Start und man

konnte sich zu keinem Zeitpunkt in den drei

Rennen ausruhen“, zeigte sich Gwerder zufrieden.

„Das war ein hartes Wochenende

für mich mit schlechten Starts und einem

Sturz im zweiten Rennen. Im dritten hatte

ich endlich einen guten Start und konnte

gewinnen. Auch wenn ich Sand bevorzuge,

hat mir die Strecke hier sehr gefallen“, so

Farres’ Statement.

ADAC MX Junior Cup 85

In der jüngsten Rennklasse spurtete im ersten

Wertungslauf am Samstag Noe Zumstein

zum Red Bull Holeshot. Ab der zweiten

Runde waren Kjetil Oswald und Emil

Ziemer seine engsten Verfolger. Die Spitzenpiloten

vom Saisonauftakt in Dreetz,

wie Tabellenleader Maxime Lucas, Jonathan

Frank, Mick Kennedy und Jayson van Drunen,

lagen nach dem Start außerhalb der

Top Ten. Bei Rennmitte fiel van Drunen

durch ein technisches Problem vorzeitig

aus. Zu Beginn des letzten Renndrittels hatte

sich Dean Gregoire auf den 4. Platz vor

Frank vorgefahren. Drei Runden vor Schluss

hatte sich plötzlich der Deutsche Emil Ziemer,

der in der Schweiz lebt, innerhalb

zweier Umläufe vom 3. Rang vor Zumstein

an die Spitze gefahren. Bis ins Ziel verdrängte

Gregoire Frank Oswald noch vom

3. auf den 5. Platz. Im zweiten Lauf am

Sonntag bewies Ziemer, dass sein Erfolg

kein Zufall war und setzte sich in der zweiten

Runde an Ferenc Orlov und Red Bull Holeshot-Sieger

Florian Hellmuth vorbei in

Führung. In der vierten Runde verdrängte

Frank seinen Landsmann von der Spitze,

Orlov rutschte auf den 3. Rang vor Gregoire

zurück. Gregoire ging in der fünften Runde

zu Boden, nachdem er kurzzeitig auf den

3. Platz vorgefahren war. In der siebten

Runde konnte sich LS2 Best Qualifier Aron

Katona auf die 3. Position schieben. Ziemer

blieb bis zum Rennende in Schlagdistanz

zu Frank, konnte diesen jedoch nicht angreifen,

wodurch Frank seinen ersten Laufsieg

im ADAC MX Junior Cup 85 erzielte.

„Ich hatte heute einen besseren Start und

mich recht schnell in Führung gefahren,

nachdem Emil einen kleinen Fehler gemacht

hatte. Die Chance habe ich genutzt

und mich darauf konzentriert, sauber meine

Spuren zu fahren. Ich freue mich sehr

über meinen ersten Laufsieg im ADAC MX

Junior Cup 85, zumal ich eigentlich lieber

auf Sandstrecken fahre. Umso mehr freut

es mich, hier gewonnen zu haben“, jubelte

Frank. Im dritten Rennen entpuppte sich

Zumstein erneut als Schnellstarter, musste

jedoch noch in der ersten Runde die Führung

an den Meisterschaftsführenden Lucas

abgeben, der in den ersten beiden Läufen

noch Probleme mit der Abstimmung

seines Motors hatte. In der vierten Runde

setzte sich Ziemer auf die 2. Position mit

van Drunen im Schlepptau. Bei Rennmitte

ging der Niederländer am Deutschen vorbei,

während Lucas seine Führung kontrollierte.

Eine Runde später schob sich Katona

auf den 4. Rang vor. Drei Runden vor

Schluss verdrängte Frank Zumstein aus den

Top Fünf, somit gewann Lucas vor van Drunen,

Ziemer, Katona und Frank den dritten

Lauf. Die Tageswertung gewann Ziemer,

dem es als einzigem Fahrer gelang, in allen

drei Rennen in den Top Drei zu finishen, vor

Frank, Lucas, Katona und Zumstein. „Ich

habe nicht mit dem Gesamtsieg gerechnet.

Letztes Jahr habe ich das Rennen in Dreetz

noch zu Hause am Bildschirm verfolgt und

davon geträumt, auch einmal beim ADAC

MX Junior Cup 85 an den Start zu gehen“,

strahlte Ziemer bei der Siegerehrung sichtlich

gerührt. „Ich trainiere oft in Möggers

und habe einfach nur versucht, schnell zu

fahren und auf meiner Linie zu bleiben. Der

Druck heute war enorm.“

Sämtliche Rennen beider Veranstaltungstage

können als Re-Livestream oder in Einzelläufen

kostenlos über die Playlist ADAC MX

Masters Möggers angeschaut werden. Alle

Ergebnisse gibt es online unter

adac.de/mx-masters

Max Nagl

Fotos: Steve Bauerschmidt

ADAC MX Masters - 2. Lauf - Möggers/A - 18./19.6.2022

Gesamtergebnisse:

MX Masters: 1. Max Nagl, Husqvarna; 2. Tom Koch, KTM; 3. Jordi

Tixier, F, KTM; 4. Adam Sterry, GB, KTM; 5. Michael Sandner,

A, KTM; 6. Boris Maillard, F, Suzuki; 7. Tim Koch, Husqvarna;

8. Johannes Klein, A, KTM; 9. Kevin Brumann, CH, Yamaha;

10. Gert Krestinov, EST, Honda.

MX Youngster Cup: 1. Mike Gwerder, CH, KTM; 2. Jörgen-Matthias

Talviku, EST, KTM; 3. Guillem Farres, E, KTM; 4. Camden

McLellan, ZA, KTM; 5. Bence Pergel, H, KTM; 6. Max Palsson, S,

KTM; 7. Maximilian Spies, KTM; 8. Jan Wagenknecht, CZ,

Husqvarna; 9. Yago Martinez, E, KTM; 10. Adam Dusek, CZ,

KTM.

MX Junior Cup 85: 1. Emil Ziemer, Husqvarna; 2. Jonathan

Frank, KTM; 3. Maxime Lucas, B, KTM; 4. Aron Katona, H, KTM;

5. Noe Zumstein, CH, Yamaha; 6. Jayson van Drunen, NL, Yamaha;

7. Kjetil Oswald, CH, KTM; 8. Marius Adomaitis, LT,

Husqvarna; 9. Dean Gregoire, NL, KTM; 10. Vencislav Toshev,

GB, Husqvarna.

8/22 MOTOCROSS ENDURO 27


MOTOCROSS: ADAC MX MASTERS

Bielstein

Henry Jacobi

28 MOTOCROSS ENDURO 8/22


Herrliches Sommerwetter und heiße Rennen

sorgten bei der dritten Runde des ADAC MX

Masters in Bielstein vor vollen Zuschauerrängen

für ein großartiges Rennwochenende.

Max Nagl setzte sich auf dem Waldkurs in der

Veranstaltungswertung mit zwei Laufsiegen

gegen Valentin Guillod und Henry Jacobi

durch. Nagl baut damit die Meisterschaftsführung

gegen Jordi Tixier und Tom Koch weiter

aus, die das Wochenende auf den Rängen 4

und 5 abschlossen.

MAX NAGL

SETZT SICH DURCH

Max Nagl holt mit zwei Laufsiegen den dritten Gesamt-

sieg der Saison • Valentin Guillod gewinnt den zweiten

Wertungslauf • Henry Jacobi rundet das Gesamtpodium ab

Im ersten Wertungslauf am Samstag

spurtete Max Nagl auf seiner Husqvarna

als Erster über die Red Bull Holeshot-Linie

in das Waldstück. Ihm folgten die

Gaststarter Valentin Guillod, der normalerweise

für das iXS hostettler Yamaha

Team bei den MXGP fährt, und Henry Jacobi.

Stetig setzte sich Nagl vom Rest des

Feldes ab und der LS2 Best Qualifier Guillod

hielt Jacobi auf Distanz. Diese Reihenfolge

änderte sich bis ins Ziel nicht mehr,

auch wenn Jacobi gegen Rennende die

Lücke zum Schweizer Meister noch etwas

schloss. In der dritten Runde setzte sich

Koch vor dem top gestarteten Privatier

Elias Stapel auf den 4. Rang. Stapel

musste erst in der zweiten Rennhälfte zunächst

Tixier, später auch noch Michael

Sandner und Ivo Monticelli passieren lassen,

die in dieser Reihenfolge im Ziel einliefen.

Am Sonntag war im zweiten Wertungslauf

Jacobi der schnellste Starter vor Guillod,

Tixier, Monticelli und Koch, während Nagl

nur im Mittelfeld aus der ersten Runde

kam. Jacobi konnte den Schweizer Guillod

nicht distanzieren, das Duo setzte

sich während seines Duells jedoch kontinuierlich

vom amtierenden ADAC MX

Masters-Champion Tixier ab. In der zehnten

Runde verdrängte Nagl Tixier vom 3.

Rang und nahm die Verfolgung der Spitzenreiter

auf. Jacobi stürzte zu Beginn

des letzten Renndrittels und überließ

Guillod die Spitze. Nagl fuhr sich bis ins

Ziel ans Hinterrad seines Landsmannes,

musste sich jedoch mit dem 3. Rang hinter

Guillod und Jacobi begnügen. Tixier

und Monticelli rundeten die Top Fünf ab.

Im dritten Wertungslauf schoss Jacobi erneut

als Schnellster über die Red Bull Holeshot-Linie,

gefolgt von Sandner, Guillod,

Nagl und Tixier. In der dritten Runde

stürzte Sandner und sortierte sich hinter

Adam Sterry auf dem 6. Rang wieder ein.

In der ersten Rennhälfte duellierten sich

die Top Drei auf engstem Raum. Als sich

Jacobi und Guillod nach der Zieldurchfahrt

nicht über die Vorfahrt einig wurden,

nutze Nagl seine Chance und passierte

beide Streithähne gleichzeitig.

Auch Tixier wurde Nutznießer der Situati-

8/22 MOTOCROSS ENDURO 29


MOTOCROSS: ADAC MX MASTERS

ADAC MX Youngster Cup

Noah Ludwig holte sich im ersten Wertungslauf

am Samstag den Red Bull Holeshot im

ADAC MX Youngster Cup, musste jedoch beon

und erbte vom gestürzten Guillod den

3. Rang. In den letzten Runden spitzte sich

das Duell um den 2. Platz zwischen Jacobi

und Tixier zu, doch als Tixier in der letzten

Runde stürzte, eroberte Guillod den 3. Rang

hinter Laufsieger Nagl und Jacobi zurück.

Sterry fuhr mit dem 5. Rang hinter seinem

Teamkollegen sein bestes Laufergebnis des

Wochenendes ein.

In der Veranstaltungswertung behält Nagl

mit dem dritten Sieg von drei Veranstaltungen

eine weiße Weste. Guillod schloss sein

Rennwochenende auf dem 2. Rang vor Jacobi,

Tixier und Koch ab. Nagl baut damit die

Führung in der Meisterschaft vor Tixier und

Koch weiter aus.

„Nach dem Start-Ziel-Sieg am Samstag habe

ich mir am Sonntag zunächst das Leben

mit einem mittelmäßigen Start selbst

schwer gemacht. Die Aufholjagd hat mich

viel Energie gekostet. Im dritten Lauf war

ich bereits nach zehn Minuten recht müde

und habe mich in dem Dreikampf zurückgehalten.

Als sich die Chance auf die Spitze

durch das Duell von Henry und Valentin bot,

habe ich sie genutzt. Ich fühle mich derzeit

sehr wohl und freue mich bereits aufs vierte

Rennen in Tensfeld“, zeigte sich Nagl zufrieden.

„Ich bin etwas verärgert über den Zwischenfall

im dritten Rennen, denn ich hatte auch

dort das Tempo für den Laufsieg. Henry und

ich haben unsere Meinungen nach dem

Rennen ausgetauscht und das geklärt. Insgesamt

bin ich dennoch zufrieden mit dem

Wochenende und plane, auch in Holzgerlingen

und Gaildorf beim ADAC MX Masters zu

fahren“, äußerte sich Guillod bei der Siegerehrung.

„Das Wochenende in Bielstein war recht abwechslungsreich.

Im zweiten Lauf habe ich

in Führung liegend einen Fehler gemacht,

der mich den Sieg gekostet hat. Im dritten

Rennen waren sich Valentin und ich nicht

ganz einig, das fällt in meinen Augen jedoch

unter ‚das ist Motocross‘. Ich habe viel

Spaß hier gehabt“, so Jacobi zu seinem

Gaststart in der Meisterschaft.

reits nach der ersten Runde dem Tabellenführer

und LS2 Best Qualifier Guillem Farres

den Vortritt lassen. Eine Runde später

schob sich Camden Mc Lellan vor Jörgen-

Matthias Talviku auf den 3. Rang. Die Freude

hielt jedoch nur kurz, da ihn ein Sturz

auf den 7. Platz zurückwarf. Hinter Talviku

lagen nun Cato Nickel, Maxime Grau und

Maximilian Spies. Farres kontrollierte die

Führung vor Ludwig bis ins Ziel. Nickel

musste Grau vorbei lassen, konterte jedoch

kurz danach auf der Startgeraden erfolgreich.

Nach etwas über 15 Minuten der gefahrenen

Renndistanz wurde das Rennen

wegen eines gestürzten Fahrers abgebrochen.

Farres wurde als Erster abgewinkt, jedoch

wegen der Missachtung einer geschwenkten

gelben Flagge um zehn Positionen

nach hinten versetzt. Somit verbuchte

Ludwig seinen ersten Laufsieg der Saison

vor Talviku, Nickel, der seine erste Podestplatzierung

in dieser Klasse einfuhr, Grau

und Spies.

Im ersten Rennen am Sonntag gewann Grau

den Red Bull Holeshot vor Ludwig, Paul

Bloy, Valentin Kees und Farres. Innerhalb

von wenigen Runden fuhr sich Farres ans

30 MOTOCROSS ENDURO 8/22


Guillem Farres

Hinterrad des führenden Grau. In der fünften

Runde musste der Franzose den Tabellenführer

passieren lassen, eine Runde

später schob sich Kees an Ludwig vorbei

auf den 3. Rang. Farres setzte sich nun kontinuierlich

an der Spitze etwas ab und kontrollierte

das Rennen bis ins Ziel. Im letzten

Renndrittel schnappte sich Ludwig im deutschen

Duell den 3. Platz von Kees zurück.

Hinter Sieger Farres rundeten Grau, Ludwig,

Kees und McLellan, der aus dem vorderen

Mittelfeld nach vorne fuhr, die Top-

Fünf ab.

„Mein Start war nicht ganz so gut, ich konnte

aber schnell nach vorne fahren und dann

das Rennen kontrollieren. Gestern war ich

über die Strafe enttäuscht, aber ich denke,

ich habe jetzt die passende Antwort gegeben“,

zeigte sich Farres zufrieden über den

Laufsieg.

Im dritten Wertungslauf gewann Grau erneut

den Start, gefolgt von Ludwig, Spies,

Farres und Yago Martinez. Spies ging bei

Rennmitte an Ludwig vorbei, eine Runde

später folgte ihm Farres. Doch der Spanier

ging selbstverschuldet kurz zu Boden, sodass

Ludwig den 3. Rang zurückeroberte.

Auch McLellan passierte Farres, der auf

dem 5. Rang die Fahrt wieder aufnahm. Im

letzten Renndrittel stürzte Talviku und Nico

Greutmann übernahm den 6. Platz von ihm

vor Bloy. Spies ließ sich bis ins Ziel nicht

von Grau abschütteln, kam aber nicht nah

genug für einen Angriff heran. Doch aufgrund

der Missachtung einer gelb geschwenkten

Flagge wurden nach dem Rennen

Spies, Ludwig und Talviku um zehn Positionen

zurückversetzt. Hinter Laufsieger

Grau wurden dadurch McLellan, Farres,

Greutmann und Bloy auf den folgenden

Plätzen gewertet.

In der Veranstaltungswertung gewann Grau

vor Farres und McLellan. Farres baute damit

die Tabellenführung vor McLellan weiter

aus, während Spies und Ludwig den im ersten

Lauf verletzten Mike Gwerder auf den

5. Platz verdrängten.

„Wie im vergangenen Jahr war es erneut ein

sehr gutes Wochenende für mich in Bielstein.

Ich habe mich in den drei Läufen immer

weiter gesteigert und konnte mit dem

Laufsieg im letzten Rennen sowie dem Gesamtsieg

gut abschließen“, freute sich

Grau über seinen Erfolg.

ADAC MX Junior Cup 125

Der ADAC MX Junior Cup 125 bot den zahlreichen

Fans vor Ort drei spannende Wertungsläufe,

bei denen Bence Pergel jedes

Mal den Red Bull Holeshot gewann. Im ersten

Wertungslauf am Samstag führte er für

zwei Runden vor den Brüdern Janis Martins

Reisulis, der LS2 Best Qualifier der Klasse,

und Karlis Alberts Reisulis, bis er sich

durch einen Sturz von der Spitze verabschiedete.

Janis Martins Reisulis übernahm

nun die Kontrolle des Rennens vor seinem

älteren Bruder und Eric Rakow. In der fünften

Runde konnte sich Tabellenführer Ivano

van Erp auf den 3. Rang setzen. Rakow erkämpfte

sich diese Position vier Runden vor

Schluss zurück, fiel dann jedoch aus. Somit

lautete die Reihenfolge im Ziel Janis Martins

vor Karlis Alberts Reisulis, van Erp, Julius

Mikula und Mads Fredsøe.

Im zweiten Wertungslauf am Sonntagvormittag

verdrängte van Erp Schnellstarter

Pergel früh von der Spitze und konnte sich

im Rennverlauf kontinuierlich von den Verfolgern

absetzen. In der dritten Runde verlor

Maximilian Werner den 3. Rang nach einem

Sturz, die Reisulis-Brüder rückten dadurch

vor. Nach fünf Runden hatte sich Janis

Martins Reisulis an Pergels Hinterrad

gearbeitet und setzte den Ungarn permanent

unter Druck. Dieser wehrte sich jedoch

erfolgreich über den Großteil des Rennens

bis ins Ziel. Gleichzeitig duellierten sich

der amtierende ADAC MX Junior Cup

85-Champion Viteszlav Marek und Mikula

rundenlang um den 5. Rang. Fünf Runden

vor Rennende waren die Angriffe Mikulas

erfolgreich. Im Ziel hießen die Top Fünf van

Erp, Pergel, Janis Martins und Karlis Alberts

Reisulis sowie Mikula. Auch im dritten Wertungslauf

bildete sich an der Spitze ein

Pulk aus mehreren Fahrern, angeführt von

Pergel vor Mikula, dem jüngeren Reisulis-

Bruder sowie van Erp. In der siebten Runde

verbesserte sich van Erp auf den 3. Rang,

die Gruppe fuhr immer noch dicht beieinander.

In der neunten Runde nutzte der Niederländer

ein kleines Durcheinander mit

überrundeten Piloten aus, um die Spitze

vor Mikula und Pergel zu übernehmen. In

Folge konnte sich van Erp leicht absetzen

und das Rennen kontrollieren. In der letzten

Kurve gelang es Reisulis, vorbei an Pergel

auf den 3. Platz hinter Mikula zu schlüpfen.

Marek fuhr als Fünfter über die Ziellinie.

In der Veranstaltungswertung siegte van

Erp vor Janis Martins Reisulis und Mikula.

Damit baut van Erp die Tabellenführung vor

Mikula, Reisulis, Marek und Werner aus.

„Die Starts waren an diesem Wochenende

sehr wichtig. Im letzten Lauf kam ich nicht

so gut aus dem Gatter, konnte mich aber

schnell in die Spitzengruppe fahren. Mir

hat der Waldkurs sehr gefallen, man musste

auf den rutschigen Stellen mit viel Gefühl

fahren. Jetzt freue ich mich auf den Sand in

Tensfeld“, strahlte van Erp bei der Siegerehrung.

Sämtliche Rennen beider Veranstaltungstage

können als Re-Livestream oder in Einzelläufen

kostenlos über die Playlist ADAC MX

Masters Bielstein angeschaut werden. Alle

Ergebnisse des Wochenendes sind online

unter adac.de/mx-masters zu finden.

Fotos: Steve Bauerschmidt

ADAC MX Masters - 3. Lauf - Bielstein - 2./3.7.2022

Gesamtergebnisse:

MX Masters: 1. Max Nagl, Husqvarna; 2. Valentin Guillod, CH,

Yamaha; 3. Henry Jacobi, Honda; 4. Jordi Tixier, F, KTM; 5. Tom

Koch, KTM; 6. Michael Sandner, A, KTM; 7. Adam Sterry, GB,

KTM; 8. Ivo Monticelli, B, Honda; 9. Lorenzo Locurcio, VEN,

KTM; 10. Gert Krestinov, EST, Honda.

Stand (nach 3 von 8 Veranstaltungen): 1. Nagl, 215 Punkte;

2. Tixier, 171; 3. Tom Koch, 152; 4. Sterry, 134; 5. Stefan Ekerold,

Husqvarna, 107; 6. Tim Koch, 88; 7. Sandner, 87; 8. Krestinov,

86; 9. Guillod, 67; 10. Boris Maillard, F, Suzuki, 67.

MX Youngster Cup: 1. Maxime Grau, F, Husqvarna; 2. Guillem

Farres, E, KTM; 3. Camden McLellan, ZA, KTM; 4. Noah Ludwig,

KTM; 5. Cato Nickel, KTM; 6. Nico Greutmann, Husqvarna;7. Jörgen-Matthias

Talviku, EST, KTM; 8. Maximilian Spies, KTM;

9. Martin Venhoda, CZ, Husqvarna; 10. Yago Martinez, E, KTM.

Stand (nach 3 von 5 Veranstaltungen): 1. Farres, 189 Punkte;

2. McLellan, 172; 3. Spies, 125; 4. Ludwig, 116; 5. Mike Gwerder,

CH, KTM, 105; 6. Talviku, 98; 7. Greutmann, 97; 8. Nickel,

84; 9. Peter König, KTM, 68; 10. Martinez, 66.

ADAC MX Junior Cup 125: 1. Ivano van Erp, NL, Yamaha; 2. Janis

Martins Reisulis, LV, KTM; 3. Julius Mikula, CZ, KTM; 4. Vitazslav

Marek, CZ, KTM; 5. Mads Fredsøe, DK, KTM; 6. Maximilian

Ernecker, A, GASGAS; 7. Bence Pergel, H, KTM; 8. Karlis Alberts

Reisulis, LV, Yamaha; 9. Maximilian Werner, KTM; 10. Lyonel

Reichl, CH, Husqvarna.

Stand (nach 3 von 6 Veranstaltungen): 1. van Erp, 139 Punkte;

2. Mikula, 114; 3. J.M. Reisulis, 109; 4. Marek, 100; 5. Werner,

81; 6. Pergel, 75; 7. K.A. Reisulis, 65; 8. Ernecker, 55; 9. Roberts

Lusis, LV, KTM, 46; 10. Eric Rakow, GASGAS, 43.

MX Junior Cup 85 - Stand (nach 3 von 6 Veranstaltungen):

1. Maxime Lucas, B, KTM, 104 Punkte; 2. Jonathan Frank, KTM,

99; 3. Jayson van Drunen, NL, Yamaha, 80; 4. Emil Ziemer,

Husqvarna, 76; 5. Marius Adomaitis, LT, Husqvarna, 69;

6. Aron Katona, H, KTM, 68; 7. Mick Kennedy, NL, KTM, 62;

8. Martin Kettlitz Coll, KTM, 47; 9. Noe Zumstein, CH, Yamaha,

43; 10. Ferenc Orlov, H, Husqvarna, 40.

8/22 MOTOCROSS ENDURO 31


ADAC NORDBAYERN MX CUP

Spannung und Nervenkitzel

Am letzten Juni-Wochenende (25./26. Juni 2022) fand der zweite Lauf zum diesjährigen ADAC

Nordbayern MX Cup statt. Schauplatz hierfür war die knapp 1000 Meter lange Strecke des

MSC Berching. Auf der herausfordernden Strecke lieferten sich die Fahrer interessante Duelle

und zeigten dabei ihr Fahrkönnen.

Am Samstag ging es für die Klassen Schüler A, Schüler B, MX2-2, Ü35 und Ü50 sowie Ladies bereits ab 8:00 Uhr mit dem freien Training

los. Nach dem anschließenden Pflichttraining, bei dem die Startpositionen ermittelt wurden, folgten ab 12:00 Uhr auch schon

die beiden Wertungsläufe. Am Sonntag durften dann die Klassen Beginner, Jugend A, MX 2-Jugend und MX1 ihr Können unter Beweis

stellen. Nach kräftezehrenden und spannenden Kämpfen um die Positionen konnten sich folgende Fahrer über einen Platz auf dem

Podium freuen:

Klasse 1. Platz 2. Platz 3. Platz

Schüler A Linus Engelhardt Luke Gareis Louis Schuhmann

Schüler B Hannes Lorenz Tom Schwerdtner Phil Schmidt

Jugend A Tristan Stadlbauer Maximilian Weber Alexandro Buberl

MX2-Jugend Noel Schmitt Samy Inhofer Jonas Beuthe

MX2/2 Yanik Spachmüller Luca Harms Noel Schmitt

MX1 Stefan Badstuber Sebastian Thum Frank Dechet

Ü35 Hans-Jürgen Rottler Mario Schubert Sascha Ring

Ü50 Martin Seufferlein Markus Haupt Stefan Zengerling

Ladies Meike Pirner Jennifer Menzel Corinna Schlicht

Beginner/Hobby Tim Merkel Michael Haupt Hannes Stephan

Noch ist allerdings nichts entschieden, es stehen noch fünf Läufe zum ADAC Nordbayern MX Cup an. Für die Fahrer heißt es also weiterhin

„Gas geben!“

Kurzentschlossene sind herzlich dazu eingeladen, als Gastfahrer bei den kommenden Veranstaltungen an den Start zu gehen. Die

Nennung hierfür ist bis zum jeweils ersten Veranstaltungstag online bei www.vorstart.de möglich, eine Übersicht der nächsten Veranstaltungen

ist dort ebenfalls zu finden.

Zuschauer können die Action und den Fahrspaß hautnah vom Streckenrand erleben und sich so von den Motorsportlern mitreißen

lassen. • ADAC Nordbayern MX Cup

32 MOTOCROSS ENDURO 8/22


AMA MOTOCROSS

2. Lauf - Hangtown/USA

Foto: Kawasaki

1. Treppchen für Anderson

Bei der zweiten Runde zur AMA Pro Motocross-Meisterschaft 2022 holte Jason Anderson mit den Plätzen 1 und 3

seinen ersten Gesamtsieg in der AMA-MX-Meisterschaft. In der 250er-Klasse setzte sich erneut Jett Lawrence durch.

Foto: Kawasaki

Das Hangtown Motocross Classic gilt als

das älteste nationale Rennen in der amerikanischen

Motocross-Geschichte und

bietet eine außergewöhnlich herausfordernde

Strecke mit drastischen Höhenunterschieden,

Off-Camber-Abschnitten und

hartem Boden. Bereits im Qualifying bewies

Anderson mit der schnellsten Zeit,

dass er die Kraft und Geschwindigkeit

hat, um die körperlich anstrengende Strecke

bravourös zu meistern.

Im ersten Lauf verpasste Anderson (Fotos)

den Holeshot nur knapp, den sich

Chase Sexton sicherte. Im zweiten Angriff

überholte Anderson Sexton und gewann

schließlich das Rennen vor den Honda-

Boys Sexton und Ken Roczen. Im zweiten

Moto lag Anderson nach dem Start in den

Top Ten. Bei Halbzeit war er bereits Vierter

und übernahm gegen Ende des Rennens

Rang 3. Das genügte für den Gesamtsieg.

Sexton gab auch in Lauf 2 alles,

aber das reichte nicht, um Eli Tomac, der

im ersten Rennen Vierter geworden war,

im Zaum zu halten. Mit zwei 2. Plätzen belegte

Sexton Rang 2 in der Gesamtwertung

vor Tomac. Auf dem 4. Rang landete

Ken Roczen, der sich in Hangtown mehr

ausgerechnet hatte.

Mehr als zufrieden konnte hingegen der

ebenfalls für das HRC-Team in der 250er-

Klasse startende Jett Lawrence sein, der

sich nach Pala bereits seinen zweiten Saisonsieg

sichern konnte. Auf Platz 2 landete

Yamaha-Rider Justin Cooper vor Jetts

Bruder Hunter.

36 MOTOCROSS ENDURO 8/22


Start der

250-ccm-Klasse

Foto: Honda

Fahrerstimmen

Jason Anderson: Ich habe so lange so

hart gearbeitet, um einen Gesamtsieg in

der Pro-Motocross-Meisterschaft zu holen,

sodass sich das noch nicht einmal

real anfühlt. Ich denke, heute war das

Beste, was ich je erlebt habe. Ich möchte

allen im Team für die harte Arbeit danken,

die sie investiert haben, um mich hierher

zu bringen. Ohne sie wäre das nicht möglich.

Ich muss zugeben, es fühlt sich wirklich

gut an, früh in Führung zu gehen.

Jetzt ist es an der Zeit, so weiterzumachen.

Chase Sexton: Ich konnte heute einfach

nicht die Führung halten. Es waren zwei

harte Motos. Ich habe viele Runden geführt,

aber nicht gewonnen. Insgesamt

habe ich das Gefühl, dass mein Fahren

wirklich gut war. Ich weiß, dass Eli (Tomac)

hier stark ist, das hat er ja vor allem

im zweiten Moto bewiesen. Ich habe immer

noch das Red Plante und muss einfach

konstant fahren, gute Starts hinlegen

und Spaß haben. Ich fühle mich auf

dem Motorrad sehr wohl, das Team hat

großartige Arbeit geleistet und ich freue

mich auf die nächsten Runden.

Eli Tomac: Es lief dieses Wochenende

deutlich besser für uns. Wir haben im Vorfeld

gute Arbeit geleistet. Im ersten Moto

konnte ich mich nach dem Start nicht

wirklich verbessern. Im zweiten Rennen

erwischte ich die besseren Linien und habe

die Sprünge besser gemeistert. Wir

haben ein paar kleine Änderungen zwischen

den Motos vorgenommen, um das

Motorrad besser abzustimmen. Ich hatte

viel Spaß beim Fahren. Das war eine wirklich

tolle Streckenführung, eine der besten,

die wir hier je hatten.

Ken Roczen: Leider nur ein mittelmäßiges

Wochenende für mich. Ich habe mich den

ganzen Tag nicht sehr wohl auf der Strecke

gefühlt. Ein 3. und 4. Rang sind nicht

das Ziel, aber solche Wochenenden machen

dich nur stärker machen. Wir waren

dieses Wochenende einfach nicht in der

Lage, richtige Fights zu absolvieren. Aber

wir arbeiten daran.

Jett Lawrence: Es war heute ein harter

Tag. Ich habe mir vor dem Rennen eine

Grippe zugezogen. Das machte es nicht

leichter. Im ersten Lauf fühlte ich mich bereits

bei Halbzeit ausgelaugt, im zweiten

Rennen lief es besser. Ich hatte kaum et-

was im Magen, weil ich mich kurz vor dem

zweiten Moto übergeben musste. Es war

ein schwieriger Tag, aber ich freue mich

über den Sieg.

Justin Cooper: Das war eine großartiges

Wochenende. Es war schön, um den Sieg

zu kämpfen. Ich habe diese Woche hart

mit dem Team trainiert und wir sind jetzt

in einer besseren Ausgangsposition. Die

Strecke war heute super hart und es war

schwer zu beschleunigen.

Hunter Lawrence: Ein rauer Tag und dann

noch diese Grippe. Vielen Dank an unser

gesamtes Team und die Crew für die harte

Arbeit!

Lucas Oil AMA Pro Motocross Championship - 2. Lauf

Hangtown/USA - 4.6.2022

Gesamtergebnisse:

450 ccm: 1. Jason Anderson, Kawasaki (1/3); 2. Chase Sexton,

Honda (2/2); 3. Eli Tomac, Yamaha (4/1); 4. Ken

Roczen, Honda (3/4); 5. Christian Craig, Yamaha (5/5);

6. Antonio Cairoli, KTM (7/6); 7. Ryan Dungey, KTM (6/7);

8. Aaron Plessinger, KTM (9/8); 9. Joey Savatgy, Kawasaki

(11/9); 10. Justin Barcia, GASGAS (10/11).

250 ccm: 1. Jett Lawrence, Honda (3/1); 2. Justin Cooper, Yamaha

(2/3); 3. Hunter Lawrence, Honda (4/2); 4. Jo Shimoda,

Kawasaki (5/4); 5. Max Vohland, KTM (7/5); 6. Levi Kitchen,

Yamaha (6/6); 7. Seth Hammaker, Kawasaki (8/8);

8. Michael Mosiman, GASGAS (1/39); 9. Stilez Robertson,

Husqvarna (11/7); 10. Nick Romano, Yamaha (10/9).

8/22 MOTOCROSS ENDURO 37


AMA MOTOCROSS

3. Lauf - Thunder Valley/USA

Foto: Honda

starke vorstellung von

Ken Roczen und Jett Lawrence

Zum zweiten Mal in dieser Saison holte das Team Honda HRC die Gesamtsiege in beiden Klassen, und zwar durch

Ken Roczen und Jett Lawrence. Ihre Teamkollegen Chase Sexton (3.) und Hunter Lawrence (2.) landeten ebenfalls

auf dem Gesamtpodium, ebenso Eli Tomac (2.) und Levi Kitchen (3.).

In der 450er-Klasse legte Ken Roczen (Foto)

im ersten Lauf einen guten Start hin,

arbeitete sich schnell nach vorne, hielt

die Führung, bis er gegen Ende von Eli Tomac

überholt wurde. Chase Sexton lag

während der ersten Hälfte des Rennens

auf Rang 5, bevor er sich letztlich den

4. Platz sichern konnte. Im zweiten Rennen

rückte Roczen erneut schnell auf den

1. Platz vor. Doch dann kam Sexton und

verwies Roczen auf Rang 2. In der letzten

Runde stürzte Sexton, war zwar wieder

schnell auf dem Bike, aber die Führung

konnte er Roczen nicht mehr streitig machen.

Somit ging der Lauf- und Gesamtsieg

an den Deutsche. Sexton wurde Laufzweiter

und Gesamtdritter wurde. Der

3. Platz und damit Gesamtrang 2 ging an

Eli Tomac.

In den 250er-Rängen spürten die Lawrence-Brüder

noch die Nachwirkungen ihrer

Grippe. Doch Jett startete trotzdem stark.

Im ersten Moto absolvierte er die erste

Runde als Vierter und rückte eine Runde

später auf den 2. Platz vor, den er bis zum

Ende hielt. Hunter musste sich nach einem

durchwachsenen Start erst auf den

4. Platz vorarbeiten. Der Laufsieg ging an

Levi Kitchen, Dritter wurde Justin Cooper.

Im zweiten Lauf kam Hunter besser zurecht,

holte sich den Holeshot und hielt

die Führung bis zum Schluss. Jett Lawrence

zog dahinter gemütlich seine Bahnen,

lediglich von ein paar kurzen Auseinandersetzungen

mit Justin Cooper unterbrochen.

Mit dem erneuten 2. Rang konnte

38 MOTOCROSS ENDURO 8/22


Eli Tomac

Foto: Yamaha

sich Jett Lawrence letztlich den Gesamtsieg

vor seinem Bruder und Kitchen sichern.

Laufrang 3 ging wieder an Cooper.

Fahrerstimmen

Ken Roczen: Natürlich bin ich sehr glücklich

darüber, wie der heutige Tag gelaufen

ist. Ich werde besser. Ich bin nicht der

Schnellste da draußen, aber ich strenge

mich an, gebe mir wirklich Mühe und bleibe

dran. Ich dachte eigentlich, wir hätten

heute mehr Glück mit dem Wetter. Ich fühle

mich körperlich verdammt gut. Beim

Überholen von überrundeten Fahrern verliere

ich noch zu viel Zeit. Auch wenn ich

überholt werde, muss ich mich erst wieder

zurecht finden. Ich muss daran arbeiten,

nicht aus dem Flow zu geraten. Aber

heute bin ich super zufrieden. Natürlich

war es von Vorteil für mich, dass Chase

(Sexton) gestürzt ist, aber ich musste

auch wirklich hart mit Eli (Tomac) kämpfen,

um auf dem 2. Platz zu bleiben. Ich

widme diesen Sieg allen, die hinter mir

stehen, insbesondere meinem Team. Es

glaubt weiter an mich.

Eli Tomac: Es war ein gutes Wochenende.

Wir waren ganz nah am Gesamtsieg. Ich

war wirklich zufrieden mit unserem ersten

Moto an diesem Wochenende. Es war unser

bestes erstes Moto des Jahres. Ich

konnte überholen machen und mich gegen

die Jungs durchsetzen, das war

schön. Im zweiten Lauf war ich wirklich

nah am Gesamtsieg dran. Ich habe ein

paarmal versucht, Kenny zu überholen,

habe es aber nicht geschafft. Also, wie gesagt,

wir haben uns großartig geschlagen,

aber es hat an diesem Wochenende

einfach nicht gereicht.

Chase Sexton: Meine Starts waren heute

unterdurchschnittlich. Ich lag in beiden

Motos nach dem Start um Platz 10, was

nicht großartig ist. Im ersten Lauf war der

Boden ziemlich matschig und mir gingen

vor Halbzeit bereits die die Abreißscheiben

aus, sodass ich den Matsch von der

Brille wischen musste. Der zweite Lauf,

war, wenn man von dem Sturz am Ende

absieht, war wahrscheinlich einer meiner

besten Läufe der Saison. Es hat Spaß gemacht,

mit den Jungs Rennen zu fahren.

Die Geschwindigkeit ist da, das Motorrad

ist gut, ich bin mental fit und ich habe

Spaß – das ist der Schlüssel zum Erfolg.

Jett Lawrence: Ich bin froh, diesen Tag

überstanden zu haben. Ich bin einfach

noch nicht fit und meine Geschwindigkeit

war nicht da, obwohl es besser lief als

letztes Wochenende. Es hat natürlich geholfen,

heute gute Starts zu haben, aber

meine Sprints waren nicht so toll. Levi

(Kitchen) und Hunter konnten mich überholen.

Ich hasse es, eine Krankheit als

Grund anzuführen, aber letztes Jahr hatte

ich hier keine Probleme. Sowohl Hunter

als auch ich, waren einfach noch von der

Grippe geschwächt. Letztlich zählt aber

nur eins: Ich habe den Gesamtsieg errungen

und bin darüber sehr froh.

Hunter Lawrence: Es war ein gutes Rennen.

Im ersten Lauf war ich etwas frustriert,

weil mein Start nicht so gut war. Im

zweiten Rennen ließ ich es einfach auf

mich zukommen. Um diese Erkältung loszuwerden,

waren wir unter der Woche

nicht auf der Strecke. Wir haben nur an

den Starts und verschiedenen Einstellungen

gearbeitet. Ich habe lange keinen

Holeshot mehr beim Motocross geholt,

das tat gut.

Levi Kitchen: Es war ein guter Tag in Colorado.

Ich hatte einen großartigen Start im

ersten Lauf und habe am Ende gewonnen!

Im zweiten Rennen war der Start eher mittelmäß,

zudem bin in der ersten Runde

gestürzt, habe mich auf den 5. Platz zurückgekämpft

und bin Gesamtdritter geworden.

Es ist mein erstes Podium. Ich bin

begeistert! Ich kann die nächsten Rennen

kaum erwarten.

Lucas Oil AMA Pro Motocross Championship - 3. Lauf

Thunder Valley/USA - 11.6.2022

Gesamtergebnisse:

450 ccm: 1. Ken Roczen, Honda (2/1); 2. Eli Tomac, Yamaha

(1/3); 3. Chase Sexton, Honda (4/2); 4. Jason Anderson, Kawasaki

(3/6); 5. Antonio Cairoli, KTM (5/4); 6. Ryan Dungey,

KTM (7/7); 7. Justin Barcia, GASGAS (6/8); 8. Shane McElrath,

Husqvarna (12/5); 9. Joey Savatgy, Kawasaki (8/9);

10. Garrett Marchbanks, Yamaha (9/11).

250 ccm: 1. Jett Lawrence, Honda (2/2); 2. Hunter Lawrence,

Honda (4/1); 3. Levi Kitchen, Yamaha (1/5); 4. Justin Cooper,

Yamaha (3/3); 5. Jo Shimoda, Kawasaki (7/6); 6. Stilez

Robertson, Husqvarna (6/7); 7. Michael Mosiman, GASGAS

(13/4); 8. Matthew LeBlanc, Yamaha (10/9); 9. Seth Hammaker,

Kawasaki (5/15); 10. Nick Romano, Yamaha (9/13).

8/22 MOTOCROSS ENDURO 39


AMA MOTOCROSS

4. Lauf - High Point/USA

Foto: Yamaha

1. Gesamtsieg für eli Tomac

450er-Supercross-Champion Eli Tomac konnte sich beim vierten Lauf der Nationals erneut steigern und holte seinen

ersten Gesamtsieg in dieser Saison. Zweiter wurde Red-Plate-Besitzer Chase Sexton vor Jason Anderson.

In der 250er-Klasse setzte Jett Lawrence seinen Siegeszug fort.

Foto: Yamaha

Eli Tomac zeigte bereits im Qualifying mit

der zweitschnellsten Zeit, dass an diesem

Tag mit ihm zu rechnen war. Im ersten

Rennen verlief der Start nicht wie geplant.

Doch Tomac konnte sich schnell auf

Rang 6 vorarbeiten und befand sich in

Runde 2 bereits in den Top Fünf. Bei Halbzeit

hatte er den 2. Platz inne, den er auch

hinter Chase Sexton ins Ziel brachte.

Im zweiten Rennen lag Tomac nach dem

Start auf Rang 6, aber dann startete er eine

überragende Aufholjagd. In Runde 4

fuhr er die schnellste Runde des Rennens,

belegte den 3. Platz und schloss

bald die Lücke zu den Spitzenreitern. Bei

Halbzeit war er Zweiter und übernahm ei-

ne Runde später die Führung, die er sicher

ins Ziel brachte. Damit sicherte er

sich seinen ersten Gesamtsieg bei den

Nationals im Jahr 2022. Zweiter wurde

Sexton vor Ken Roczen, der im ersten Lauf

einen enttäuschenden 7. Rang belegt hatte.

Zum vierten Mal in ebenso vielen Wochen

holte sich Jett Lawrence den Gesamtsieg

in der AMA Pro Motocross-Meisterschaft.

Beim High Point National belegte er die

Plätze 2 und 1. Sein einziger wirklicher

Konkurrent war sein Bruder und Teamkollege

Hunter, der auf den Positionen 1 und

2 landete. Gesamtrang 3 belegte Jo Shimoda.

40 MOTOCROSS ENDURO 8/22


Chase Sexton

Foto: Honda

Fahrerstimmen

Eli Tomac: Es war ein geiles Wochenende!

Es war unser erster gemeinsamer Gesamtsieg

im Motocross als Team. Ich bin

sehr dankbar für die geleistete Arbeit und

freue mich, dass ich den Sieg erringen

konnte. Es war ein harter Kampf in Moto 1,

aber ich konnte den 2. Platz erreichen.

Um ehrlich zu sein, hatte ich in diesem

ersten Rennen mit ein paar Linien zu

kämpfen, aber im zweiten Rennen fühlte

ich mich, als hätte ich die besten Linien

gefunden. Überholmanöver fielen mir

leicht und so war es auch nicht schwer, in

Führung zu gehen. Ich habe mich einfach

großartig auf dem Motorrad gefühlt und

bin gut gefahren. Ich hoffe, das können

wir beibehalten.

Chase Sexton: Im ersten Lauf genoss ich

den Luxus, meine eigenen Linien fahren

zu können. Es fühlte sich für mich wie ein

Trainingsrennen an. Wenn du auf einer

Strecke wie dieser vorne liegst, kannst du

kreativer sein. An rauen Stellen kannst du

dir Zeit nehmen, an leichteren Passagen

hingegen kannst du wieder Kraft tanken.

Im zweiten Rennen lief es zu Beginn nicht

so gut. Ich fuhr nicht so smooth wie im

ersten Rennen. Dann habe ich einen Feh-

ler gemacht, den Eli natürlich genutzt hat.

Im Anschluss habe ich alles gegeben,

aber es hat offensichtlich nicht zum Sieg

gereicht. Trotzdem war es war ein guter

Tag für mich.

Jason Anderson: Mein Tag hat super angefangen.

Ich konnte im Qualifying die

schnellste Runde hinlegen und holte im

ersten Moto einen Podiumsplatz. Ich hatte

Mühe, im zweiten Rennen die richtigen

Linien zu finden. Dann kam ich ins Straucheln,

aber letztlich konnte ich Gesamtdritter

werden.

Ken Roczen: Ich kam mit der Strecke nicht

wirklich gut zurecht und konnte im ersten

Lauf nur Schadensbegrenzung betreiben.

Im zweiten Rennen lief es glücklicherweise

besser, was mein 3. Rang beweist.

Jett Lawrence: Die Strecke hat Spaß gemacht.

Zum Glück hatte ich dieses Wochenende

wieder mehr Energie als beim

letzten Lauf in Thunder Valley. Immer

wenn Hunter und ich an einer bestimmten

Stelle vorbeikamen, blockierten wir in der

nächsten Runde diese Linie. Das hat Spaß

gemacht. Wir wissen beide, dass wir an

unsere Grenzen gehen können, ohne uns

gegenseitig auszuschalten.

Hunter Lawrence: Die Strecke war heute

hart und holprig – aber sie war gut. Jett

und ich hatten gute Fights. Das Rennen

fühlte sich wie ein 35-Minuten-Sprint an.

In der letzten Runde bin ich die schnellste

Runde des Rennens gefahren. Es wird

noch viele weitere Rennen wie dieses geben

und das ist cool.

Jo Shimoda: Ich fühle mich immer noch

etwas angeschlagen. Wegen der Erkältungssymptome

ist es schwer, das ganze

Rennen zu pushen, aber langsam fühle

ich mich besser. Ich denke, der 3. Gesamtrang

ist ein gutes Ergebnis für uns. Wir

hatten einen guten Start im ersten Lauf,

aber ich muss noch an den Starts arbeiten.

Lucas Oil AMA Pro Motocross Championship - 4. Lauf

High Point/USA - 18.6.2022

Gesamtergebnisse:

450 ccm: 1. Eli Tomac, Yamaha (2/1); 2. Chase Sexton, Honda

(1/2); 3. Jason Anderson, Kawasaki (3/5); 4. Ken Roczen,

Honda (7/3); 5. Ryan Dungey, KTM (6/4); 6. Justin Barcia,

GASGAS (4/7); 7. Joey Savatgy, Kawasaki (5/8); 8. Christian

Craig, Yamaha (8/6); 9. Garrett Marchbanks, Yamaha

(10/10); 10. Shane McElrath, Husqvarna (13/9).

250 ccm: 1. Jett Lawrence, Honda (2/1); 2. Hunter Lawrence,

Honda (1/2); 3. Jo Shimoda, Kawasaki (3/5); 4. Michael Mosiman,

GASGAS (5/4); 5. Justin Cooper, Yamaha (8/3);

6. Seth Hammaker, Kawasaki; 7. RJ Hampshire, Husqvarna

(7/7); 8. Max Vohland, KTM (6/9); 9. Pierce Brown, GASGAS

(10/10); 10. Nate Thrasher, Yamaha (9/11).

8/22 MOTOCROSS ENDURO 41


AMA MOTOCROSS

5. Lauf - Red Bud/USA

Foto: Yamaha

Eli Tomac erneut stark

Eli Tomac war erneut der Mann des Tages und sicherte sich mit zwei Laufsiegen auch das oberste Treppchen in der

Gesamtwertung der 450er-Klasse. In der 250er-Klasse übernahm Hunter Lawrence das Red Plate, nachdem sein

Bruder Jett wegen eines technischen Defekts im ersten Lauf aufgeben musste. Den Gesamtsieg sicherte sich Jo Shimoda.

Foto: Yamaha

Nach der schnellsten Zeit im Qualifying schnappte sich

Eli Tomac im ersten Lauf sogleich den Holeshot und holte

sich einen Start-Ziel-Sieg. Zweiter wurde Chase Sexton

vor Joey Savatgy und Ken Roczen. Im zweiten Lauf

übernahm Tomac kurz vor Halbzeit die Führung von

Roczen und gewann schließlich mit einem Vorsprung

von sechs Sekunden auf Sexton und Justin Barcia.

Roczen, der die Woche zuvor, das Krankenbett hütete

und noch immer nicht zu 100 Prozent fit war, fiel auf en

7. Platz zurück. Im Klassement liegt Tomac nun nur noch

7 Punkte hinter dem führenden Sexton.

In der 250er-Klasse heizte Jo Shimoda den Fans so richtig

ein und schrieb zugleich Motocross-Geschichte. Er

ist mit dieser starken Vorstellung der erste japanische

Fahrer, der einen AMA Pro Motocross-Gesamtsieg erringen

konnte.

42 MOTOCROSS ENDURO 8/22


Ken Roczen

Foto: Honda

Fahrerstimmen

Eli Tomac: Ein nahezu perfekter Tag. Ich

hatte großartige Starts, vor allem in Moto

1. Im zweiten Lauf musste ich erst Kenny

(Roczen) niederringen, was dann auch bei

Halbzeit gelang. Mein Bike hat heute fantastisch

funktioniert. So kann es weitergehen.

Chase Sexton: Ich bin sehr zufrieden mit

meinem Fahren, besonders bei sandigen

Bedingungen. In den vergangenen Jahren

hatte ich hier und in Southwick Probleme,

aber dieses Jahr war das nicht der Fall.

Die Starts waren nicht so toll und ich bin

im zweiten Lauf kurz gestrauchelt, aber

wirklich enttäuscht bin ich nicht.

Justin Barcia: Ein großartiger Tag, um auf

dem Podium zu stehen. Das war dringend

nötig. Das Qualifying lief nicht ideal, aber

mental wusste ich, dass ich schnell fahren

kann. Im ersten Moto lief es wirklich gut.

Doch dann stürzte ich und der Lenker war

verbogen. Ich schaffte es gerade noch so,

Achter zu werden. Das war nicht ideal,

aber ich bin wirklich gut gefahren. Im

zweiten Rennen holte ich den Holeshot

und landete auf Platz 3, was für den 3. Gesamtrang

genügte.

Ken Roczen: Ich habe versucht, so lange

wie möglich durchzuhalten, aber ich war

diese Woche krank und noch nicht richtig

fit. Ich musste im zweiten Moto die Reißleine

ziehen, es ging einfach nichts mehr.

Ich war die ganze letzte Woche kaum auf

dem Bike und lag die meiste Zeit auf der

Couch. Das waren nicht die optimalen Voraussetzungen.

Jo Shimoda: Im ersten Moto musste ich

erst einmal die Lawrence-Brüder überholen,

was auch gut klappte. Zugute kam

mir hier natürlich auch Jetts Ausfall. In

Lauf 2 war mein Start nicht so toll. In der

ersten Runde fiel ich immer weiter zurück

und befand mich außerhalb der Top

Twenty. Ich habe das ganze Rennen hart

gekämpft, um mich auf den 3. Platz vorzukämpfen

und damit meinen ersten Gesamtsieg

errungen. Ich fühle mich großartig.

Hunter Lawrence: Im ersten Moto lag ich

zu Beginn hinter Jett. Später ging es mir

vor allem darum, den 2. Platz zu halten.

Im zweiten Rennen lief es irgendwie nicht

ganz rund. Aber mit dem erneuten 2. Platz

konnte ich mir das Red Plate sichern.

Glückwunsch an Jo (Shimoda), er ist heute

super gefahren.

Stilez Robertson(Foto): Endlich ein Treppchenplatz.

Ich hatte zwei gute Starts und

bin total begeistert. So kann es weitergehen.

Ich werde weiterhin versuchen, mein

Bestes zu geben.

Lucas Oil AMA Pro Motocross Championship - 5. Lauf

Red Bud/USA - 2.7.2022

Gesamtergebnisse:

450 ccm: 1. Eli Tomac, Yamaha (1/1); 2. Chase Sexton, Honda

(2/2); 3. Justin Barcia, GASGAS (8/3); 4. Jason Anderson,

Kawasaki (7/4); 5. Ken Roczen, Honda (4/7); 6. Joey

Savatgy, Kawasaki (3/9); 7. Ryan Dungey, KTM (6/5);

8. Christian Craig, Yamaha (5/6); 9. Aaron Plessinger, KTM

(9/8); 10. Marshal Weltin, Suzuki (10/12).

Stand (nach 5 von 12 Veranstaltungen): 1. Sexton, 224

Punkte; 2. Tomac, 217; 3. Roczen, 194; 4. Anderson, 179;

5. Dungey, 153; 6. Craig, 151; 7. Barcia, 139; 8. Plessinger,

115; 9. Savatgy, 108; 10. Shane McElrath, Husqvarna, 102.

250 ccm: 1. Jo Shimoda, Kawasaki (1/3); 2. Hunter Lawrence,

Honda (2/2); 3. Stilez Robertson, Husqvarna (3/5); 4. RJ

Hampshire, Husqvarna (4/6); 5. Levi Kitchen, Yamaha

(9/4); 6. Ty Masterpool, KTM (8/8); 7. Justin Cooper, Yamaha

(7/9); 8. Michael Mosiman, GASGAS (6/10); 9. Jett Lawrence,

Honda (35/1); 10. Nate Thrasher, Yamaha (10/7).

Stand (nach 5 von 12 Veranstaltungen): 1. H.Lawrence, 218

Punkte; 2. J.Lawrence, 211; 3. Shimoda, 182; 4. Cooper,

159; 5. Kitchen, 145; 6. Mosiman, 141; 7. Seth Hammaker,

Kawasaki, 132; 8. Robertson, 130; 9. Max Vohland, KTM,

110; 10. Hampshire, 98.

8/22 MOTOCROSS ENDURO 43


ENDURO-WM: CARPINETI/I

Josep Garcia • Foto: KTM

44 MOTOCROSS ENDURO 8/22


GARCIA UND RUPRECHT

DOMINIEREN

Josep Garcia war der Fahrer, den es am ersten Tag in

Carpeneti zu schlagen galt. Der Red Bull KTM Factory

Racing-Fahrer konnte bei heißen, trockenen und staubigen

Bedingungen überzeugen. Somit waren die Weichen auch für

den zweiten Tag auf Sieg gestellt. Doch es sollte anders kommen.

Garcia stürzte schwer und wurde nur Sechzehnter.

Wil Ruprecht konnte damit nach seinem 2. Platz am Vortag

den Sieg heimfahren.

Tag 1:

Josep Garcia siegt

Als Schnellster im AKRAPOVIC Super Test

am Freitag startete Josep Garcia am

Samstag mit dem Ziel, an der Spitze des

Klassements zu bleiben. Wil Ruprecht erwischte

jedoch im Eröffnungs-Supertest

die bessere Spur und zog mit dem Spanier

gleich. Garcia siegte beim folgenden

JUST1 Enduro-Test, aber Ruprecht gewann

den POLISPORT Extreme-Test. In Runde 2

von 3 tauschte das Duo die Testsiege, bis

Garcia nach dem zweiten ACERBIS Cross-

Test endlich wieder die Nase vorn hatte.

Mit einem Abstand von weniger als zwei

Sekunden war in Runde 3 jedoch alles offen.

Der Kampf beim letzten JUST1 Enduro-

und POLISPORT Extreme-Test führte

dazu, dass Garcia seinen Vorsprung auf

beruhigende 17 Sekunden ausbauen

konnte. Ohne Fehler beim abschließenden

ACERBIS Cross-Test beendete Garcia

den Tag als klarer EnduroGP-Sieger vor

Ruprecht. Andrea Verona, der gehofft hatte,

bei seinem Heimrennen in den Kampf

um den Sieg einzugreifen, konnte das

Tempo der beiden Führenden nicht mitgehen.

Als Sechster gestartet, rückte er Mitte

der ersten Runde auf den 3. Platz vor

und hielt diese Position für den Rest des

Tages. Hinter den ersten drei verlief der

Kampf um die restlichen Top-Fünf-Platzierungen

spannend. Nathan Watson stand

einem motivierten Daniel Milner gegenüber.

Mit einer Top-3-Fahrt beim letzten

JUST1 Enduro-Test stellte Watson sicher,

dass er genau zum richtigen Zeitpunkt genug

tat, um Milner in Schach zu halten

und belegte den 4. Platz.

Verona und Garcia gewinnen Enduro1

und Enduro2, erster Enduro3-Sieg

für Persson

Zum fünften Mal in dieser Saison holte

Andrea Verona den Enduro1-Klassensieg.

Der Wechsel in die Enduro1-Klasse zahlte

sich für den Australier Daniel Milner aus.

Mit einem 2. Platz erzielte er sein bisher

bestes Resultat des Jahres. Der Italiener

Thomas Oldrati komplettierte die Top 3.

Der Deutsche Edward Hübner belegte in

der E1 Platz 14.

Während Garcia und Ruprecht in der EnduroGP

um die Top Platzierungen kämpften,

belegte das Duo auch in der Enduro2

die Plätze 1 und 2. Watson sicherte sich

als Dritter einen wohlverdienten letzten

Podestplatz. Der Franzose Hugo Blanjoue

wurde Vierter vor Steve Holcombe auf Beta.

In der Enduro3 holte sich Mikael Persson

einen Debütsieg. Der Schwede fuhr beeindruckend

und gewann mit über 30 Sekunden

Vorsprung vor Matteo Pavoni. Pavoni

– der Enduro-Junioren-Champion

von 2021 – gewann die letzten beiden

ACERBIS Cross-Tests auf Anhieb. Eine

großartige Fahrt des Franzosen Leo le

Quere brachte diesem den 3. Platz ein.

8/22 MOTOCROSS ENDURO 45


ENDURO-WM: CARPINETI/I

Fünf Siege bei fünf Starts

für Pichon bei den Junioren

Der Franzose Zach Pichon dominiert weiterhin

die Enduro-Junioren-Klasse. Pichon

war den ganzen ersten Tag über nahezu

unantastbar und hatte am Ende einen

Vorsprung von einer Minute und sieben

Sekunden auf Roni Kytonen. Um die

restlichen Podestplätze stritten Kytonen,

Jed Etchells und Luc Fargier. Letzterer gewann

den vorletzten Test und hatte damit

sein sein erstes Podium im Visier. Ein

Fehler beim abschließenden ACERBIS

Cross-Test ließ seine Chancen jedoch

schwinden. Somit schnappte sich Etchells,

der die schnellste Zeit fuhr, mit

weniger als zwei Zehntelsekunden Vorsprung

auf Fargier den 3. Gesamtrang.

Unser deutscher Junior Luca Fischeder sicherte

sich Platz 6.

In der Enduro Youth setzte Harry Edmondson

seine Siegesserie fort. Er konnte sich

sieben Sondertestsiegen sichern und gewann

mit einem Vorsprung von 15 Sekunden

vor seinem Teamkollegen Kevin Cristino.

Samuli Puhakainen komplettierte

die Top Drei.

Foto: ©Future7Media

Tag 2:

Wil Ruprecht gewinnt den

dramatischen zweiten Tag

Wil Ruprecht (Foto) konnte sich in der EnduroGP-Klasse

den Sieg sichern, während

sein Meisterschaftsrivale Josep Garcia

beim letzten JUST1 Enduro-Test

schwer stürzte. Andrea Verona wurde

Zweiter, während Nathan Watson mit dem

3. Platz sein erstes EnduroGP-Podium der

Saison holte.

Auch am zweiten Tag waren alle Augen

auf das Duo Garcia/Ruprecht gerichtet

und man war gespannt, wer am Sonntag

die Nase vorne haben würde. Ruprecht eröffnete

den Siegesreigen und gewann

den Eröffnungs-Supertest. Garcia legte

beim Just1 Enduro Test nach und führte in

der ersten Runde die Zeitenliste an. Das

war jedoch nur von kurzer Dauer, da Ruprecht

den folgenden POLISPORT Extreme-

und den ACERBIS Cross-Test gewinnen

konnte und am Ende der ersten Runde

führte. Da er wusste, dass Garcia beim

zweiten JUST1 Enduro-Test zurückschlagen

würde, musste Ruprecht liefern. Der

Australier fuhr mit 13 Sekunden Vorsprung

wieder die schnellste Zeit . Garcia

konnte nicht folgen. Dieser Vorsprung

blieb für die nächsten drei Tests stabil,

aber der abschließende Enduro-Test

stand noch bevor. Garcia kämpfte am Limit

und stürzte schließlich schwer. Ihm

blieb somit nur der 16. Gesamtrang. Ruprecht

verschaffte das eine Atempause.

Andrea Verona übernahm den 2. Platz.

Obwohl das auf heimischem Boden nicht

Andrea Verona • Foto: GASGAS

46 MOTOCROSS ENDURO 8/22


das erhoffte Wunschergebnis war,

war der Italiener mehr als erfreut,

seine Leistung vom Vortag verbessert

zu haben. Der Brite Nathan Watson

beendete den Tag nur 12 Sekunden

hinter Verona und holte sich sein erstes

EnduroGP-Podium der Saison.

Thomas Oldrati fuhr beim vorletzten

POLISPORT Extreme-Test die Bestzeit

und krönte sein Heimrennen mit einem

starken 4. Platz. Daniel Milner

holte mit dem 5. Platz sein zweites

Top-5-Ergebnis des Wochenendes.

Stimmen nach dem Rennen

Tag 1

Klassensiege für Verona, Ruprecht

und Persson in Italien

Während sich die Hoffnungen auf einen

EnduroGP-Heimsieg für Andrea

Verona nicht erfüllten, sicherte sich

der Italiener einen weiteren Sieg im

Enduro1. Äußerst eng verlief der

Kampf um den 2. Platz zwischen Oldrati

und Milner. Obwohl Milner beim

letzten Test alles gab, musste er sich

hinter Oldrati mit dem 3. Platz begnügen.

Er verpasste den 2. Platz nur

um fünf Hundertstelsekunden.

In der Enduro2-Klasse holte sich Will

Ruprecht einen komfortablen Sieg,

mit 28 Sekunden Vorsprung vor Watson.

Für den Franzosen Hugo Blanjoue

gab es ebenfalls Grund zur Freude.

Mit Rang 3 sicherte er sich sein

erstes Treppchen in der großen Klasse.

Mikael Persson gewann auch am

zweiten Tag die Enduro3. Nach dem

3. Platz am ersten Tag legte der Franzose

Leo le Quere noch einen drauf

und wurde Zweiter. Auch der Spanier

Marc Sans Soria bekam am Sonntag

mit dem 3. Platz einen ersten Vorgeschmack

auf den Champagner-Ruhm.

Pichon: sechs von sechs

Während es in den Seniorenklassen

viele Verschiebungen im Klassement

gab, blieb die Enduro-Junior-Wertung

konstant. Erneut sicherte sich Zachary

Pichon den Sieg. Motiviert durch das

knapp verpasste Debüt-Podium am

Samstag, war Luc Fragier in Top Form

und verbesserte seine Position, indem

er vom 4. auf den 2. Platz fuhr. Der

Schwede Max Ahlin schlug Roni Kytonen

um eine Sekunde und wurde Dritter.

Luca Fischerder belegte Rang 10.

Mit Thibault Giraudon ganz oben auf

dem Podium gab es einen neuer Sieger

in der Kategorie Enduro Youth.

Der Franzose sicherte sich seinen

ersten Sieg mit vier Sekunden Vorsprung

auf den Gewinner des ersten

Tages, Harry Edmondson. Kevin Cristino

komplettierte die Top Drei.

Foto: KTM

Josep Garcia (Foto): Ich bin begeistert von

diesem Ergebnis. Ich habe mich den ganzen

Tag wohl gefühlt und nie größere Fehler gemacht,

was meiner Meinung nach sehr zu diesem

Sieg beigetragen hat. Ich habe das Gefühl,

dass es morgen noch ein paar Bereiche

zu verbessern gibt, aber ich werde mein Bestes

geben.

Wil Ruprecht: Es war ein guter Tag. Ich habe

Josep alles entgegengesetzt, was ich hatte,

aber er hatte heute die Nase vorn. Wir haben

hart gepusht, aber ich konnte die Lücke nicht

schließen. Die Tests waren am Ende des Tages

ziemlich zerfahren, also wird es morgen

sicher interessant.

Andrea Verona: Ich hatte heute Morgen keinen

guten Start und habe in der ersten Runde

zu viel Zeit verloren. Ich habe eine Aufholjagd

gestartet, um an die Führenden heranzufahren.

Hoffentlich kann ich morgen mehr erreichen.

Tag 2

Wil Ruprecht: Nach einem spannenden Kampf

gestern mit Josep bin ich froh, heute eine gute

Fahrt hingelegt zu haben, um den Sieg zu

holen. Natürlich ist es nicht schön, wenn ein

Konkurrent schwer stürzt, also hoffe ich, dass

es ihm gut geht und er bald wieder fit ist. Ich

bin mit meiner Leistung zufrieden. Ich habe

ein paar Fehler gemacht, aber wir fahren halt

am Limit um zu gewinnen.

Andrea Verona: Es war ein großartiges Rennwochenende

vor Heimpublikum und es war

unglaublich, so viele Leute zu haben, die dich

bei jedem Test anfeuern. Ich habe das Gefühl,

dass ich heute meinen Rhythmus und Flow

verbessert habe.

Foto: ©Future7Media

Nathan Watson (Foto): Es war ein guter

Tag. Ich hatte gestern ein bisschen zu

kämpfen, aber heute hatte ich einen starken

Start und machte im Enduro-Test Zeit

gut. Es war schön, den ganzen Tag mithalten

zu können.

Enduro-WM - 5. + 6. Lauf - Carpineti/I - 25./26.6.2022

Ergebnisse:

EnduroGP - 1. Tag: 1. Josep Garcia, E, KTM; 2. Wil Ruprecht,

AUS, TM; 3. Andrea Verona, I, GASGAS; 4. Nathan Watson, GB,

Honda; 5. Daniel Milner, AUS, Fantic; 6. Thomas Oldrati, I, Honda;

7. Hugo Blanjoue, F, KTM; 8. Mikael Persson, S, Husqvarna;

9. Matteo Cavallo, I, TM; 10. Steve Holcombe, GB, Beta.

Ferner: 32. Edward Hübner, D, KTM.

2. Tag: 1. Ruprecht; 2. Verona; 3. Watson; 4. Oldrati; 5. Milner;

6. Blanjoue; 7. Persson; 8. Loïc Larrieu, F, Fantic; 9. Leo le Quere,

F, Sherco; 10. Marc Sans Soria, E, Husqvarna.

Enduro1 - 1. Tag: 1. Andrea Verona, I, GASGAS; 2. Daniel Milner,

AUS, Fantic; 3. Thomas Oldrati, I, Honda; 4. Matteo Cavallo, I,

TM; 5. Antoine Magain, B, Sherco; 6. Loïc Larrieu, F, Fantic;

7. Jamie McCanney, GB, Husqvarna; 8. Theophile Espinasse, F,

Beta; 9. Davide Soreca, I, Husqvarna; 10. Jordi Gardiol, I, TM.

Ferner: 14. Edward Hübner, D, KTM.

2. Tag: 1. Verona; 2. Oldrati; 3. Milner; 4. Larrieu; 5. Magain;

6. Cavallo; 7. J.McCanney; 8. Bruno Crivilin, BRA, Honda; 9. Soreca;

10. Samuele Bernardini, I, Honda.

Enduro2 - 1. Tag: 1. Josep Garcia, E, KTM; 2. Wil Ruprecht, AUS,

TM; 3. Nathan Watson, GB, Honda; 4. Hugo Blanjoue, F, KTM;

5. Steve Holcombe, GB, Beta; 6. Krystof Kouble, CZ, Husqvarna;

7. Giacomo Redondi, I, GASGAS; 8. Jakub Hrones, CZ,

Husqvarna; 9. Pietro Pini, I, Beta.

2. Tag: 1. Ruprecht; 2. Watson; 3. Blanjoue; 4. Kouble; 5. Garcia;

6. Redondi; 7. Hrones; 8. Pini.

Enduro3 - 1. Tag: 1. Mikael Persson, S, Husqvarna; 2. Matteo

Pavoni, I, TM; 3. Leo le Quere, F, Sherco; 4. Antoine Criq, F, Beta;

5. Daniel McCanney, GB, Sherco; 6. Marc Sans Soria, E,

Husqvarna; 7. Jaume Betriu, E, KTM; 8. Antoine Basset, F, Beta;

9. Brad Freeman, GB, Beta; 10. Billy Bolt, GB, Husqvarna.

2. Tag: 1. Persson; 2. le Quere; 3. Sans Soria; 4. Freeman;

5. Pavoni; 6. D.McCanney; 7. Betriu; 8. Basset; 9. Bolt; 10. Criq.

Enduro Junior - 1. Tag: 1. Zachary Pichon, F, Sherco (J1); 2. Rony

Kytonen, FIN, Honda (J1); 3. Jed Etchells, GB, Fantic (J1); 4. Luc

Fargier, F, Beta (J2); 5. Max Ahlin, S, Beta (J2); 6. Luca Fischeder,

D, Sherco (J1); 7. Enrico Rinaldi, I, GASGAS (J2); 8. Claudio

Spanu, I, Honda (J1); 9. Albin Norrbin, S, Fantic (J2); 10. Lucas

Vagberg, S, Yamaha (J2).

2. Tag: 1. Pichon; 2. Fargier; 3. Ahlin; 4. Kytonen; 5. Etchells;

6. Spanu; 7. Bernat Cortes, E, GASGAS; 8. Norrbin; 9. Alejandro

Navarro, E, Beta; 10. Fischeder.

Enduro Youth - 1. Tag: 1. Harry Edmondson, GB, Fantic; 2. Kevin

Cristino, I, Fantic; 3. Samuli Puhakainen, FIN, TM; 4. Leo Joyon,

F, Beta; 5. Albert Fontova, E, KTM; 6. Samuel Davies, GB, GAS-

GAS; 7. Pyry Juupaluoma, FIN, Fantic; 8. Lorenzo Bernini, I, Beta;

9. Matteo Grigis, I, GASGAS; 10. Pietro Scardina, I, Fantic.

2. Tag: 1. Thibault Giraudon, F, Sherco; 2. Edmondson; 3. Cristino;

4. Joyon; 5. Juupaluoma; 6. Fontova; 7. Davies; 8. Valentino

Corsi, I, Fantic; 9. Grigis; 10. Bernini.

Die kompletten Ergebnisse gibt es unter:

https://www.endurogp.com/2022-results/

8/22 MOTOCROSS ENDURO 47


ENDURO-WM: COIMBRA SOUSELAS/P

Andrea Verona • Foto: GASGAS

48 MOTOCROSS ENDURO 8/22


Nathan Watson / Foto: ©Future7Media

ERSTER DOPPELSIEG FÜR

WATSON

Andrea Verona führt EnduroGP-Wertung an

Nathan Watson machte alles richtig und beendete

den GP von Portugal mit einem Doppelsieg.

Mit zwei 2. Plätzen übernimmt Verona nun wieder

die EnduroGP-Meisterschaftsführung.

Tag 1:

Nathan Watson:

Erster EnduroGP-Sieg des Jahres

Nach dem EnduroGP von Italien am Wochenende

zuvor enttäuschte auch der

zweite Besuch der WPTGlobal FIM EnduroGP-Weltmeisterschaft

in diesem Jahr in

Portugal sicherlich nicht. Trocken und

steinig, aber bei weitem nicht so heiß wie

beim italienischen Event, boten die Gastgeberstädte

Coimbra und Souselas einige

großartige Sonderprüfungen.

Während der Italiener Andrea Verona

beim portugiesischen Event 0ptimal startete,

indem er sowohl den AKRAPOVIC Super

Test am Freitagabend als auch den Eröffnungs-Just1-Enduro-Test

am Samstagmorgen

gewann, war es der Brite Nathan

Watson, der mit mehr als 15 Sekunden vor

Verona den Rest des Tages dominierte.

Der eigentliche Favorit Wil Ruprecht hatte

einen schweren Sturz beim Eröffnungs-

Just1-Enduro-Test und wurde Dreizehnter.

Abgerundet wurde das EnduroGP-Podium

vom Australier Daniel Milner. Obwohl er

keinen der Spezialtests des Tages gewann,

ermöglichte ihm seine konstante

Fahrweise den 3. Platz. Mit dem 4. Gesamtrang

steigerte sich Steve Holcombe

und gewann den POLISPORT Extreme

Test. Der 5. Platz ging an den Franzosen

Hugo Blanjoue, der wie Milner, die beeindruckende

Form, die er in Italien gezeigt

hatte, auf das portugiesische Event übertragen

konnte. Der Italiener Samuele Bernardini

lieferte eine herausragende Leistung

ab und belegte einen starken

6. Platz. Nur 0,58 Sekunden hinter Bernardini

folgte Thomas Oldrati, während

Matteo Cavallo, Antoine Megan und Brad

Freeman die Top Ten vervollständigten.

Verona, Watson und Freeman sind die

Fahrer, die es in E1, E2 und E3

zu schlagen gilt

Andrea Verona gibt weiterhin alles, um

seinen Enduro1-Titel zu verteidigen und

holte am ersten Tag in Portugal einen weiteren

Sieg. Verona wurde in nur einer der

neun Sonderprüfungen des Tages geschlagen

und platzierte sich 25 Sekunden

vor dem Zweitplatzierten Daniel Milner,

während Samuele Bernardini die Top Drei

in der E1 abrundete und somit seine erste

Podiumsplatzierung im Jahr 2022 einfuhr.

Thomas Oldrati belegte den 4. und

Matteo Cavallo den 5. Platz.

Die Enduro2-Klasse sah einen britischen

Doppelsieg. Gesamtsieger Nathan Watson

platzierte sich vor Steve Holcombe.

Der 3. Platz ging an Hugo Blanjoue. Wil

Ruprecht kämpfte sich nach seinem frühmorgendlichen

Sturz auf den 4. Platz zurück,

während der tschechische Fahrer

Krystof Kouble die Top Fünf abrundete.

8/22 MOTOCROSS ENDURO 49


ENDURO-WM: COIMBRA SOUSELAS/P

Brad Freeman zeigte, dass es sich lohnt,

um jede Sekunde zu kämpfen und fuhr

mit seiner verletzten Hand durch einen

weiteren Renntag. Mit sechs Sekunden

Vorsprung auf Antoine Basset im abschließenden

ACERBIS Cross-Test stand

Brad mit 0,27 Sekunden Vorsprung ganz

oben auf dem Enduro3-Podium. Mit Basset

auf dem 2. Platz ging der 3. Podestrang

an Matteo Pavoni vor Mikael Person.

Pichon und Daniels fehlerfrei

in Jugend- und Damenklassen

Der Franzose Zachary Pichon holte sich

einen weiteren Tagessieg in der Enduro-

Junioren-Klasse. Er gewann auch den

AKRAPOVIC-Supertest am Freitagabend.

Anschließend siegte er beim Eröffnungs-

Just1-Enduro-Test, bevor er sechs weitere

Sondertests dominierte und mit 40 Sekunden

vor Roni Kytonen gewann. Kytonen

wiederum kam mit knapp 14 Sekunden

Vorsprung vor dem Drittplatzierten

Luc Fargier ins Ziel.

Bis auf einen Spezialtest ungeschlagen,

führte Jane Daniels die Damen-Klasse mit

eine Minute und 12 Sekunden an. Mireia

Badia holte sich den wohlverdienten

2. Platz, während Rosie Rowett als Dritte

das Podium vervollständigte.

Harry Edmondson kämpfte bis zum Ende

des Tages um den Sieg in der Enduro

Youth. Letztlich trennten ihn 2,47 Sekunden

von seinem Teamkollegen Kevin Cristino,

Platz 3 ging an Samuli Puhakainen.

Und unsere deutschen Starter?

Luca Fischeder belegte am ersten Fahr-

Tag den 10. Platz bei den Junioren und Edward

Hübner wurde Dreizehnter in der E1.

Hinter ihm kämpfte Verona gegen Holcombe.

Holcombe startete mit zwei Testsiegen

stark in den Tag, während Verona

sich langsam steigerte. Eine Runde vor

Schluss lag der Italiener auf dem 2. Platz.

Verona holte sein zweites P2-Ergebnis an

diesem Wochenendes. Das reichte, um an

die Spitze der EnduroGP-Wertung zurückzukehren.

Holcombe freute sich über seine

steigende Formkurve und war mit dem

3. Gesamtrang sichtlich zufrieden. Auch

der amtierende EnduroGP-Champion

Brad Freeman feierte sein bestes Ergebnis

der letzten Wochen. Der 4. Platz und

gleichzeitig ein Sieg beim POLISPORT Extreme

Test deuten darauf hin, dass Freeman

beginnt, seine zahlreichen Verletzungen

hinter sich zu lassen. Marc Sans

Soria zeigte eine herausragende Leistung

und wurde Fünfter. Der Spanier kam mit

den Bedingungen sehr gut klar und holte

sich den letzten Sieg beim POLISPORT Extreme

Test.

Andrea Verona macht sich 2022 die Enduro1-Klasse

zu eigen und marschierte in

Portugal zu seinem achten Saisonsieg in

Folge. Der Kampf um die restlichen Podestplätze

war eng, wobei Samuele Bernardini

mit weniger als drei Sekunden

Vorsprung auf Thomas Oldrati den

2. Platz belegte. Matteo Cavallo lag als

Vierter nur weitere fünf Sekunden zurück.

Mit seinem Sieg in der EnduroGP schaffte

Nathan Watson auch einen Double in der

Enduro2 in Portugal. Holcombe wurde

Zweiter, während der Tscheche Krystof

Kouble seinen ersten Besuch auf dem Podium

als Dritter genoss.

Foto: Sherco Deutschland

Brad Freeman stand am Sonntag wieder

ganz oben auf dem Enduro3-Podium.

Sein Doppelsieg bringt ihn zurück an die

Meisterschaft-Spitze. Nur drei Sekunden

hinter Freeman wurde Sans Soria Zweiter,

während Mikael Persson die Top Drei vervollständigte.

Bei der Magnorange FIM Enduro-Weltmeisterschaft

der Damen dominierte Jane

Daniels weiterhin das Feld. Die Britin war

wieder einmal in Top Form und fuhr mit einem

überzeugenden 25-Sekunden-Vorsprung

zum Sieg. Mireia Badia wurde

Zweite, während Roise Rowett die Top

Drei vervollständigte.

Am zweiten Tag wurde Zachary Pichons

Siegesserie in der Junioren-Klasse beendet.

Entschlossen, den Franzosen zu besiegen,

fuhr Roni Kytonen mit einer starken

Leistung Richtung Sieg. Pichon wurde

Zweiter, führt aber weiterhin die Gesamtwertung

an. Luc Fargier liegt im Klassement

auf Platz 3 nach vier WM-Läufen.

Harry Edmondson holte nach zahlreichen

Kämpfen schließlich einen Doppelsieg in

der Enduro Youth. Der Brite zeigte in

Coimbra eine solide Fahrt und holte sich

das oberste Treppchen vor seinem Teamkollegen

Kevin Cristino. Leo Joyon komplettierte

die Top Drei.

Und unsere deutschen Starter?

Luca Fischeder (Foto) belegte am zweiten

Fahr-Tag mit einer überzeugenden Leistung

den 3. Platz bei den Junioren. Edward

Hübner fuhr in der E1 mit seinem

10. Platz in die Top Ten.

Tag 2:

Und wieder Watson

Nach seinem ersten EnduroGP-Sieg der

Saison am Samstag fuhr Nathan Watson

auch den Sieg am Sonntag nach Hause.

Der Hondafahrer, der das harte und trockene

portugiesische Terrain eindeutig

bevorzugt, kam in in der ersten Prüfung

nicht gleich in Schwung. Als Schnellster

im anschließenden JUST1 Enduro Test,

schloss er jedoch die Lücke zum bis dahin

Führenden Steve Holcombe. Holcombe,

ebenfalls wieder in Topform, konnte im

zweiten POLISPORT Extreme Test zurückschlagen,

aber Watson dominierte erneut

den ACERBIS Cross Test. Als er die

schnellste Zeit fuhr, setzte er sich mit vier

Sekunden Vorsprung an die Spitze der

letzten Runde. Verona rückte mit 12 Sekunden

Rückstand auf Platz 2 vor. Mit

zwei weiteren soliden Tests holte Watson

den Sieg und markierte damit den ersten

EnduroGP-Doppelsieg seiner Karriere.

50 MOTOCROSS ENDURO 8/22


Foto: KTM

Josep Garcia verletzt

Der amtierende Enduro2-Weltmeister Josep

Garcia, der sich beim Enduro-WM-

Lauf in Italien unter anderem am Daumen

verletzt hatte, wurde zwischenzeitlich

operiert und befindet sich auf dem Wege

der Besserung.

Josep Garcia: Letztlich habe ich mir bei

dem Sturz den Daumen gebrochen. Hinzu

kamen Prellungen und Schürfwunden.

Bei der Daumen-OP wurde eine Platte zur

Stabilisierung eingesetzt. Ich hoffe, in der

Slowakei wieder am Start zu sein.

Stimmen nach dem Rennen

Tag 1

Nathan Watson: Es war ein unglaublicher

Tag. Ich hatte einen guten Start und fühlte

mich auf meiner Honda einfach richtig

gut. Die Zeiten passten, die Tests lagen

mir. Somit lief alles in allem wirklich gut.

Das ist mein erster Gesamtsieg seit 2017,

das fühlt es sich so gut an.

Daniel Milner: Es war ein guter Tag für

mich. Der Boden war wirklich glatt, mit

kleinen Steinen und Splitt. Ich habe einfach

getan, was ich konnte, und ich bin so

glücklich, auf das EnduroGP-Podium gefahren

zu sein. Ich habe das Gefühl, dass

ich Andrea Verona heute viel näher kommen

konnte, also bin ich begeistert, dort

zu sein, wo ich bin.

Jane Daniels: Das war heute sicher kein

einfacher Tag für mich. Der lockere Untergrund

mit den kleinen Steinen hat dazu

geführt, dass man den ganzen Tag sehr

konzentriert bleiben musste. Seit dem Supertest

gestern Abend liefen die Dinge

wirklich gut. Ich bin beim zweiten Enduro-

Test gestürzt, also konnte ich diesen nicht

gewinnen, aber ansonsten war es ein

großartiger Tag.

Zachary Pichon: Ich habe es wirklich genossen,

heute zu fahren. Und mit den Zeiten

in den Sonderprüfungen bin ich sehr

zufrieden. Letztes Wochenende hatte ich

im Extremtest etwas zu kämpfen, aber

heute lief es gut. Ich freue mich auf morgen.

Tag 2

Luca Fischeder: Ein harter Kampf bis zum

letzten Test. Ich habe alles gegeben und

bin mega happy. Vielen Dank an meinen

Teamchef Marcus Kehr, der die letzten

zwei Wochen mit mir unterwegs war und

mich bestens unterstützt und gepusht

hat!

Nathan Watson: Es war ein perfektes Wochenende.

Es ist das erste Mal, dass ich

einen Doppelsieg in der EnduroGP einfahren

konnt und das fühlt sich großartig an.

Ich möchte meinem Team für seinen Einsatz

ein großes Dankeschön aussprechen.

Andrea Verona: Die Tests an diesem Wochenende

haben mir sehr gut gefallen

und ich bin zufrieden mit meinem Ergebnis,

wieder Zweiter in der Gesamtwertung

geworden zu sein. Es war ein schönes Wochenende.

Steve Holcombe: Ein positives Rennen

und eine große Verbesserung gegenüber

dem letzten Wochenende. Ich laboriere

noch immer an meiner Schulterverletzung,

aber ich bin mit meiner Form zufrieden.

Hoffentlich hat sich meine Saison

jetzt zum Positiven gewandt!

Enduro-WM - 7. + 8. Lauf - Coimbra Souselas/P - 1.-3.7.2022

Ergebnisse:

EnduroGP - 1. Tag: 1. Nathan Watson, GB, Honda; 2. Andrea Verona,

I, GASGAS; 3. Daniel Milner, AUS, Fantic; 4. Steve Holcombe,

GB, Beta; 5. Hugo Blanjoue, F, KTM; 6. Samuele Bernardini,

I, Honda; 7. Thomas Oldrati, I, Honda; 8. Matteo Cavallo,

I, TM; 9. Antoine Magain, B, Sherco; 10. Brad Freeman, GB,

Beta.

Ferner: 28. Edward Hübner, D, KTM.

2. Tag: 1. Watson; 2. Verona; 3. Holcombe; 4. Brad Freeman,

GB, Beta; 5. Marc Sans Soria, E, Husqvarna; 6. Krystof Kouble,

CZ, Husqvarna; 7. Blanjoue; 8. Mikael Persson, S, Husqvarna;

9. Bernardini; 10. Oldrati.

Ferner: 25. Hübner.

Stand (nach 8 von 14 Läufen): 1. Verona, 133 Punkte; 2. Ruprecht,

110; 3. Watson, 107; 4. Josep Garcia, E, KTM, 87; 5. Oldrati,

83; 6. Freeman, 57; 7. Holcombe, 53; 8. Milner, 52;

9. Blanjoue, 45; 10. Cavallo, 43.

Enduro1 - 1. Tag: 1. Andrea Verona, I, GASGAS; 2. Daniel Milner,

AUS, Fantic; 3. Samuele Bernardini, I, Honda; 4. Thomas Oldrati,

I, Honda; 5. Matteo Cavallo, I, TM; 6. Antoine Magain, B,

Sherco; 7. Jamie McCanney, GB, Husqvarna; 8. Loïc Larrieu, F,

Fantic; 9. Theophile Espinasse, F, Beta; 10. Bruno Crivlin, BRA,

Honda.

Ferner: 13. Edward Hübner, D, KTM.

2. Tag: 1. Verona; 2. Bernardini; 3. Oldrati; 4. Cavallo;

5. J.McCanney; 6. Espinasse; 7. Jordi Gardiol, I, TM; 8. Crivilin;

9. Davide Soreca, I, Husqvarna; 10. Hübner.

Stand (nach 8 von 14 Läufen): 1. Verona, 160 Punkte; 2. Oldrati,

132; 3. Cavallo, 104; 4. Magain, 82; 5. J.McCanney, 79;

6. Espinasse, 77; 7. Larrieu, 71; 8. Bernardini, 66; 9. Soreca,

61; 10. Crivilin, 59.

Ferner: 12. Hübner, 28.

Enduro2 - 1. Tag: 1. Nathan Watson, GB, Honda; 2. Steve Holcombe,

GB, Beta; 3. Hugo Blanjoue, F, KTM; 4. Wil Ruprecht,

AUS, TM; 5. Krystof Kouble, CZ, Husqvarna; 6. Giacomo Redondi,

I, GASGAS; 7. Jakub Hrones, CZ, Husqvarna.

2. Tag: 1. Watson; 2. Holcombe; 3. Kouble; 4. Blanjoue; 5. Redondi;

6. Ruprecht; 7. Hrones.

Stand (nach 8 von 14 Läufen): 1. Ruprecht, 134 Punkte; 2. Watson,

126; 3. Josep Garcia, E, KTM, 100; 4. Blanjoue, 92; 5. Kouble,

81; 6. Holcombe, 75; 7. Hrones, 52; 8. Alex Salvini, I,

Husqvarna, 45; 9. Redondi, 40; 10. Hamish MacDonald, NZ,

Sherco, 39.

Enduro3 - 1. Tag: 1. Brad Freeman, GB, Beta; 2. Antoine Basset,

F, Beta; 3. Matteo Pavoni, I, TM; 4. Mikael Persson, S, Husqvarna;

5. Leo le Quere, F, Sherco; 6. Jaume Betriu, E, KTM; 7. Antoine

Criq, F, Beta; 8. Daniel McCanney, GB, Sherco; 9. Marc Sans

Soria, E, Husqvarna.

2. Tag: 1. Freeman; 2. Sans Soria; 3. Persson; 4. Pavoni; 5. le

Quere; 6. Basset; 7. Betriu; 8. D.McCanney; 9. Criq.

Stand (nach 8 von 14 Läufen): 1. Freeman, 129 Punkte; 2. Persson,

124; 3. Pavoni, 112; 4. Sans Soria, 88; 5. Basset, 88;

6. D.McCanney, 81; 7. Davide Guarneri, I, Fantic, 71; 8. Criq,

66; 9. le Quere, 62; 10. Betriu, 37.

Enduro Women - 1. Tag: 1. Jane Daniels, GB, Fantic; 2. Mireia

Badia, E, Rieju; 3. Rosie Rowett, GB, KTM; 4. Elodie Chaplot, F,

Sherco; 5. Rita Vieira, P, Yamaha; 6. Mauricette Brisebard, F,

GASGAS; 7. Audrey Rossat, F, KTM; 8. Vilde Holt, N, GASGAS;

9. Carla Rocio Scaglioni, ARG, Fantic.

2. Tag: 1. Daniels; 2. Badia; 3. Rowett; 4. Vieira; 5. Holt; 6. Chaplot;

7. Brisebard; 8. Rossat; 9. Scaglioni.

Stand (nach 6 von 8 Läufen): 1. Daniels, 120 Punkte; 2. Badia,

102; 3. Rowett, 82; 4. Vieira, 82; 5. Chaplot, 65; 6. Holt, 59;

7. Brisebard, 48; 8. Rossat, 40; 9. Emelie Nilsson, S, KTM, 30;

10. Bruna Antunes, P, GASGAS, 27.

Enduro Junior - 1. Tag: 1. Zachary Pichon, F, Sherco (J1); 2. Roni

Kytonen, FIN, Honda (J1); 3. Luc Fargier, F, Beta (J2); 4. Max Ahlin,

S, Beta (J2); 5. Manolo Morettini, I, KTM (J1); 6. Enrico Rinaldi,

I, GASGAS (J2); 7. Jed Etchells, GB, Fantic (J1); 8. Bernat Cortes,

E, GASGAS (J2); 9. Morgan Lesiardo, I, Sherco (J2); 10. Luca

Fischeder, D, Sherco (J1).

2. Tag: 1. Kytonen; 2. Pichon; 3. Fargier; 4. Ahlin; 5. Fischeder;

6. Cortes; 7. Etchells; 8. Albin Norrbin, S, Fantic (J2); 9. Alejandro

Navarro, E, Beta (J1); 10. Spanu.

Stand (nach 8 von 14 Läufen): 1. Pichon, 157 Punkte; 2. Kytonen,

119; 3. Fargier, 117; 4. Etchells, 104; 5. Ahlin, 85; 6. Fischeder,

58; 7. Spanu, 50; 8. Cortes, 48; 9. Norrbin, 47; 10. Rinaldi,

46.

Enduro Youth - 1. Tag: 1. Harry Edmondson, GB, Fantic; 2. Kevin

Cristino, I, Fantic; 3. Samuli Puhakainen, FIN, TM; 4. Thibault

Giraudon, F, Sherco; 5. Leo Joyon, F, Beta; 6. Pyry Juupaluoma,

FIN, Fantic; 7. Albert Fontova, E, KTM; 8. Arvid Modin, S, Yamaha;

9. Lorenzo Bernini, I, Beta; 10. Alex Puey, E, KTM.

2. Tag: 1. Edmondson; 2. Cristino; 3. Joyon; 4. Puhakainen;

5. Giraudon; 6. Fontova; 7. Juupaluoma; 8. Modin; 9. Samuel

Davies, GB, GASGAS; 10. Bernini.

Stand (nach 8 von 14 Läufen): 1. Edmondson, 148 Punkte;

2. Cristino, 121; 3. Puhakainen, 102; 4. Joyon, 97; 5. Giraudon,

87; 6. Fontova, 85; 7. Davies, 64; 8. Juupaluoma, 57; 9. Modin,

48; 10. Alex Puey, E, KTM, 36.

8/22 MOTOCROSS ENDURO 51


MODELLE 2023

HUSQVARNA MOTORCYCLES PRÄSENTIERT

DIE NEUE FS 450 SUPERMOTO

ÜBERARBEITET MIT EINEM NEUEN MOTOR

UND FAHRWERK FÜR KONKURRENZLOSE LEISTUNG

AUF DER RENNSTRECKE

Die FS 450 wurde entwickelt, um eine herausragende

Supermoto-Performance zu

bieten. Sie wurde von Experten mit der

neuesten Technologie und wettbewerbsorientierten

Komponenten ausgestattet,

um ein außergewöhnlich leistungsfähiges

Rennstreckenmotorrad zu schaffen.

Die FS 450 des Modelljahres 2023 verfügt

über eine neue Karosserie sowie eine verbesserte

Ergonomie und sorgt mit auffälligen

weiß-grauen Grafiken für ein unverwechselbares

Design.

52 MOTOCROSS ENDURO 8/22


Das Bike wird von einem neuen 450-ccm-

SOHC-4-Takt-Motor angetrieben. Die Leistungscharakteristik

der FS 450 lässt sich

dank des überarbeiteten Map-Select-

Schalters am ProTaper-Lenker perfekt abstimmen.

Die Weiterentwicklung ermöglicht

eine vollständige Anpassung des

Bikes, da es die Aktivierung der Launch

Control, der Traktionskontrolle und des

neuen Quickshifters steuert. Letzterer

sorgt für reibungslose Schaltvorgänge.

Ein neuer hydrogeformter Rahmen verbessert

das Feedback des Fahrers, zugleich

unterstützt der neue polyamidverstärkte

Aluminium-Hilfsrahmen das

Handling und gewährleistet Komfort. In

Kombination mit dem aktuellen Fahrwerk

von WP und einem neu positionierten Motor,

der die Massen besser zentralisiert,

bietet die FS 450 ein außergewöhnliches

Fahrererlebnis für alle Fahrer auf der

Rennstrecke.

Die FS 450 ist mit hochwertigen Komponenten

wie Alpina-Rädern, Suter-Antihopping-Kupplung

sowie leistungsstarken

Bremsen von Brembo ausgestattet

und damit zweifellos für den Wettbewerb

gemacht.

Dank dieser technischen Weiterentwicklungen

bleibt die FS 450 garantiert das

leistungsstärkste, handlichste und umfangreichste

Supermoto-Bike auf dem

Markt.

Technische Highlights für 2023

• Neue Karosserie mit speziell angepasster

Ergonomie für mehr Agilität auf

dem Motorrad

• Neuer hydrogeformter Chrom-Molybdän-Rahmen

mit deutlich verbessertem

Anti-Squat-Verhalten

• Neuer SOHC-Motor für klassenführende

Leistung und geringes Gewicht

• Neuer Quickshifter für reibungsloses

Hochschalten

• Leistungsstarkes hydraulisches

Kupplungssystem von Brembo

• Neue Aluminium-Polyamid-Hybrid-

Hilfsrahmenkonstruktion sorgt für

speziell abgestimmte Stabilität und

verbesserte Haltbarkeit

• Neue WP XACT 48-mm-Vorderradgabel

mit AER-Technologie bietet eine progressive

Dämpfung am Ende des Hubs

• Neues WP XACT Federbeindesign mit

CFD-optimiertem Hauptkolben und

werkzeuglosen Einstellern

• Neuer multifunktionaler Map-Select-

Schalter, der auch den Quickshifter

sowie die Traktions- und Launch

Control aktiviert

• ProTaper-Lenker in Premium-Qualität

Elektrostarter mit leichtem Li-Ion-Akku

mit 2,0 Ah

Um die FS 450 weiter individuell anzupassen,

ist ein breites Sortiment an hochwertigem

technischem Zubehör bei eurem

Husqvarna-Motorcycles-Händler erhältlich.

Jede Komponente im Angebot wurde

entwickelt, um die Leistung auf der Rennstrecke

zu verbessern, das Gewicht zu reduzieren

oder die Haltbarkeit dieser außergewöhnlichen

Supermoto-Bikes zu erhöhen.

Die Premium-Kollektion an Supermotospezifischer

Funktionsbekleidung kombiniert

innovative technische Eigenschaften

für mehr Komfort, Schutz und Stil. Sie

bietet dem Fahrer mehr Sicherheit und

uneingeschränkte Leistung.

Die FS 450 des Modelljahres 2023 ist ab

sofort bei allen autorisierten Husqvarna-

Motorcycles-Händlern erhältlich. Die Verfügbarkeit

kann von Land zu Land unterschiedlich

sein. Einzelheiten zu Preisen

und Verfügbarkeit erhaltet ihr bei eurer

nationalen Husqvarna-Motorcycles-Niederlassung

oder eurem Importeur.

8/22 MOTOCROSS ENDURO 53


TIPPS & TRICKS | TRAINING

EuerTrainingsplan

für die nächsten Wochen

Nachdem wir uns in der letzten Ausgabe um eure persönlichen

Bedürfnisse gekümmert haben, widmen wir uns diesmal der

„Abwechslung in der Sommerzeit“.

• Text: Marko Barthel; Fotos: Uwe Laurisch

54 MOTOCROSS ENDURO 8/22


Abwechslung in der Sommerzeit –

ist eine Trainingsmotivation sowohl für den

Hobby- als auch für den Sportfahrer

Nach den langen Trainingswochen sollte sich jeder eine Abwechslung

suchen und sein Training alternativ gestalten. Dazu

empfiehlt es sich, die bekannten Strecken zu meiden und neue,

möglichst unbekannte Motocross- oder Enduro-Pisten aufzusuchen.

Das motiviert nicht nur, sondern setzt auch neue Trainingsimpulse

für die Blickführung und Reaktion.

Trainingsumfang

Der Umfang für unser wöchentliches Training bleibt gleich. Wir

unterscheiden nach wie vor jedoch zwischen Sommerpause und

Racetime. Somit trainieren alle nach individuellen Bedürfnissen

unter Berücksichtigung, ob momentan Rennveranstaltungen geplant

sind oder nicht.

Sommerpause

Achtet darauf, jeden dritten Tag eine Trainingseinheit im Grundlagenausdauerbereich

(GA) durchzuführen. Hilfreich ist es besonders

in der Sommerpause, wenn man die Sportart für den GA

wechselt. Statt Rad fahren mal Laufen oder statt Mountainbiken

mal Schwimmen zu gehen. Damit setzt man neue Trainingsmotivation

und es macht mehr Spaß. Auch alternative Sportarten,

wie zum Beispiel ein Triathlon, sind sehr gute Ausdauerlieferanten.

Das reine Fahrtraining als Technik- und/oder als Geschwindigkeitstraining

kann auch sieben bis 14 Tage ruhen, aber anschließend

sollten wieder ein paar Trainingseinheiten, auch in

der Sommerpause, realisiert werden.

Racetime

Wenn nach wie vor Rennveranstaltungen auf eurem Terminkalender

stehen, dann könnt ihr den bestehenden Trainingsplan weiterhin

fortführen und den Trainingsaufwand (in %) 50/25/25

(Ausdauertraining GA/Techniktraining TT/Geschwindigkeitstraining

GT) beibehalten.

Trainingsplan

Ihr habt Fragen?

Dann sendet eine E-Mail direkt an Marko

unter: barthel.mce.online@gmail.com

4-WOCHEN-TRAININGSPLAN SOMMERPAUSE / KEINE RENNEN

Trainingsart Montag Dienstag Mittwoch Donnerstag Freitag Samstag Sonntag

AT 45 - 90 min. 45 - 90 min.

TT

30 - 60 min.

(alle 14 Tage)

GT

30 - 60 min.

(alle 14 Tage)

4-WOCHEN-TRAININGSPLAN OHNE PAUSE / WEITERHIN RENNEN

Trainingsart Montag Dienstag Mittwoch Donnerstag Freitag Samstag Sonntag

AT 90 - 120 min. 90 - 120 min.

TT 30 - 60 min. Race Race

GT

30 - 60 min.

4-WOCHEN-TRAININGSPLAN INDIVIDUELL (eigene Zeiten eintragen)

Trainingsart Montag Dienstag Mittwoch Donnerstag Freitag Samstag Sonntag

AT

TT

GT

AT = Ausdauertraining (Laufen, Rad, MTB, Rudern usw.) • TT = Techniktraining • GT = Geschwindigkeitstraining

Jede Trainingseinheit beinhaltet das Aufwärmen und ein abschließendes Stretching/Lockerung. Pulsbereiche beachten, vor

allem beim Ausdauertraining!

Die Trainingsplanung erfolgt immer individuell nach Trainingsziel, athletischem Grundzustand, gesundheitlichen Gegebenheiten

sowie zeitlichen Möglichkeiten. Im Allgemeinen ist ein Training für den Hobbyfahrer von drei bis vier Trainingseinheiten

in der Woche hilfreich und vier bis fünf oder mehr Einheiten für den ambitionierten Sportfahrer notwendig.

8/22 MOTOCROSS ENDURO 55


KOLUMNE LUKAS PLATT

PrivaTier #238

Moto

Hey Leute,

der Sommer ist endlich da und die Temperaturen

sind im Moment im Höhenflug

unterwegs, was ordentlich heißes Racing

die letzten Wochen zugelassen hat.

In der letzten Ausgabe nahm ich euch mit

und schrieb die Kolumne auf der Fahrt

von der Hochzeit Richtung Lugau, wo die

fünfte Runde von insgesamt acht der

Open-DM stattfand.

Im freien Training schaute ich mir die

Strecke gut an und probierte ein paar Sachen,

die im Rennen helfen könnten. Die

Strecke war recht hart und ziemlich einspurig

ausgefahren, was den Start ein

wenig in den Vordergrund rückte.

Beim Zeittraining fand ich einen guten

Rhythmus und hatte echt Spaß beim Fahren.

Mit Platz 5 und nur eine Sekunde hinter

dem Ersten ging es für mich dann in

die Wertungsläufe.

Start frei zum ersten Lauf. Ich kam gut aus

dem Gatter und hatte ordentlich „Bar to

Bar“-Fights in den ersten beiden Kurven.

Die ersten Runden fuhr ich auf Platz 3 liegend

und merkte schnell, dass ich schneller

war als meine Kontrahenten vor mir.

Ich versuchte, so schnell es ging, zu überholen

und konnte ab der siebten Runde in

Führung gehen.

Ich fuhr mehr oder weniger mein eigenes

Rennen und versuchte meinen Vorsprung

am Anfang auszubauen um nach hinten

raus das Rennen besser managen zu können.

Das gelang mir und ich konnte meinen

allerersten Laufsieg bei der Open DM

einfahren!

Das war ein besonderer und emotionaler

Moment in meiner Karriere!

56 MOTOCROSS ENDURO 8/22


cross

Am Samstagabend fiel dann zum ersten Mal das

Hochmotiviert ging ich dann in den zweiten

Lauf und ich wollte das natürlich wiederholen.

Mein Start war aber dieses Mal

weniger gut und ich musste mich von

Platz 8 nach vorne kämpfen. Auf Platz 4

angekommen, machte ich so viel Druck

auf den Vordermann wie möglich, denn

ich wusste dass ich mit dem 3. Platz im

zweiten Lauf den Tagessieg hätte einfahren

können. Ich war während den letzten

paar Runden zweimal neben dem Drittplatzierten,

fuhr aber leider nach einem

guten Zweikampf als Vierter über die Ziellinie

und wurde Gesamt-Tageszweiter,

punktgleich mit Platz 1.

Ich hätte nicht damit gerechnet, dass ich

auf Hartboden meinen allerersten Laufsieg

einfahre und so knapp am Gesamtsieg

vorbeirutsche. Vielleicht sollte ich öfter

vorher auf Hochzeiten rumspringen

und mehr Hochzeitstorte essen, haha.

Lugau war die letzte Veranstaltung des

fünfwöchigen Racing-Marathons. Darauf

folgten zwei Wochenenden ohne Rennen.

Den ersten freien Samstag nutzte ich

gleich, um beim MSC Drabenderhöhe

Bielstein die letzte Trainingsmöglichkeit

vor der Masters-Veranstaltung wahrzunehmen

und durfte sogar in Zusammenarbeit

mit dem ADAC und Busty Wolter

den Masters Track-Check für meinen Verein

drehen.

In der darauf folgenden Woche hatte ich

einen Termin bei meinem Team KS-Performance

und fuhr nach Österreich.

Wir trafen uns auf der „Wagenranch“ in

Birkfeld. Ich war das erste mal da und war

ziemlich beeindruckt. Nicht nur die wunderschöne

Landschaft rund um die Strecke,

sondern auch die ordentlichen Höhenmeter,

die die Strecke aufwies. Das

hatte ich in meinem Leben noch nicht gesehen.

Wir hatten zwei richtig gute Testtage und

arbeiteten am Fahrwerk und Motor-Setup,

was mir für die nächste ADAC MX Masters-Veranstaltung

in Möggers half.

Und so ging es dann Mitte Juni zum zweiten

Masters-Stopp erneut nach Österreich.

Hitzige Temperaturen von knapp

40 Grad und eine schöne anspruchsvolle

Strecke waren angesagt.

Am Freitag angekommen, wunderten wir

uns ein wenig über den staubtrockenen,

brutal harten Boden, was sich aber für

Samstag zum Glück änderte.

Von Freitag auf Samstag wurde in der

Nacht die Strecke komplett auf links gezogen

und wir fanden im freien Training

am Samstag noch eine zu nasse Strecke

vor, was aber vielversprechend für die darauf

folgenden Sessions war.

Ich rutschte in die zweite Qualifikationsgruppe

und konnte durch eine richtig gute

Runde mein bisher bestes Zeittraining-

Ergebnis mit Platz 3 einfahren. Das bedeutete

für die Startaufstellung Platz 5.

Ich muss zugeben, dass sich das gut angefühlt

hat vor großen Namen wie Max

Nagl und Adam Sterry zu stehen und diese

dieses Mal warten mussten, bis ich mir

meinen Startplatz ausgesucht hatte :-)

Aber ich wusste auch, das man für die

Qualifikation keine Punkte erhält und fokussierte

mich auf die anstehenden Läufe.

Gatter und ich hatte wie das ganze Wochenende

keinen guten Start und reihte mich auf Platz 22

in den ersten Runden ein. Es hat gut 15 Minuten

gedauert, bis ich nach vorne fahren und das

Rennen auf einem dann doch guten 12. Platz beenden

konnte.

Am Sonntag stand dann der zweite und dritte

Lauf auf dem Programm, was bei den Temperaturen

echt nicht ohne war. Beim zweiten Rennen

kam ich richtig gut vom Gatter weg, war aber leider,

wie die Hälfte des Fahrerfeldes, in Startcrash

verwickelt.

Das Rennen musste aus diesem Grund neu gestartet

werden. Ich kam erneut besser wie im

ersten Lauf vom Start weg und fuhr durch konstante

Rundenzeiten von Platz 12 auf den

8. Platz vor, womit ich endlich mein gestecktes

Ziel, einstellig zu fahren, erreicht hatte.

Im dritten Umlauf stellte ich mich weiter nach

außen am Start, was ich im Nachhinein bereut

habe. Ich kam wieder gut raus, stand aber viel

zu weit außen und musste auf der Startgerade

abbremsen und zog nach innen. In der ersten

Runde fuhr ich als fünfunddreißigster über die

Zeitschleife, was ordentlich Arbeit für mich bedeutete.

Meine Rundenzeiten waren gut und konnte mich

relativ schnell nach vorne arbeiten. Auf Platz 16

angekommen war dann aber Schluss und ich

musste mich bei der Hitze damit zufrieden geben.

Mit den Plätzen 12, 8 und 16 hieß das in der

Tageswertung Platz 12. Ich bin froh zu sehen,

dass mein Tempo auf Hartboden besser wird

und konnte mit der Quali und dem zweiten Lauf

erneut zwei Highlights dieses Jahr setzen.

Am Dienstag nach der Veranstaltung bekam ich

einen Anruf von Benedikt von Benzim. Er teilte

mir mit, dass sich einer seiner Fahrer beim

Startcrash in Möggers verletzt hatte und machte

mir das Angebot, als „Fill- In“-Fahrer einzuspringen.

Das heißt, dass ich für die kommenden Wochen

das Training mit der Pro Sports Alliance

von Benzim gesponsert bekomme. Ich überlegte

nicht lange und freue mich jetzt auf die Zusammenarbeit

:-)

Ich hoffe, ich konnte euch einen guten Eindruck

meiner letzten Wochen vermitteln und würde

mich über ein Feedback freuen! Schreibt mir einfach

bei Instagram (@Platt238)

Wir sehen und hören uns, spätestens zur nächsten

Ausgabe :-)

Lp238

• Fotos: www.kai-brake.de


WARENKORB/NOTIZEN

COOL PROTECTION!

SOMMERJACKEN VON KLIM

WWW.KLIM.COM

Die heiße Jahreszeit verführt zu Ausfahrten mit leichter

Bekleidung meist ohne adäquater Schutzfunktion. Ein

persönlich oft erlebter Zwiespalt, den KLIM mit ganz

besonderen Sommer-Jacken aufheben kann!

INDUCTION Pro, INDUCTION und AVALON für Damen

Die Schlüsseltechnologie aller dieser drei Modelle für heiße Tage

ist das von KLIM entwickelte und patentierte KLIM KARBONITE

MESH.

Ein luftdurchlässiges, extrem widerstandsfähiges Karbon/Nylon-Netz-Gewebe;

abrieb-, reiß- und stichfest und damit vielfach

robuster als herkömmliche Polyester/Mesh-Materialien.

Alle drei Jacken sind extrem leicht und komfortable. Sie sind absolut

luftdurchlässig und erfüllen alle geforderten Sicherheitsstandards

inklusive vollständigem Protektoren-Set von D3O.

FARBEN/GRÖSSEN/PREISE

INDUCTION PRO, Herrenmodel

Farben: Cool Gray, Asphalt Hi-Vis, Asphalt Redrock

Größen: SM bis 3XL

Preis: 530,- bzw. 560,- Euro für 3XL

INDUCTION, Herrenmodel:

Farben: Cool Gray, Stealth Black, Hi-Vis Monument Gray,

Navy Blue

Größen: XS bis 4XL

Preis: 380,- bzw. 410,- Euro für 3XL

AVALON, Damenmodel

Farben: Malbec-Castlerock Gray,

Monument Gray-Cool Gray Vivid Asphalt

Größen: XS bis 2XL

Preis: 380,- Euro

MARRAKESH Jacke und Hose für Damen und Herren

Die Marrakesh Produkte von KLIM empfehlen sich für die gesamte

warme Jahreshälfte, weil sie sich für einen weiten Temperaturbereich

eignen.

Jacke und Hose bestechen durch außergewöhnlich hohen Tragekomfort

und bieten effektive Durchlüftung, ohne dabei Kompromisse

bei Haltbarkeit einzugehen.

Die Women’s Marrakesh Jacke unterscheidet sich dabei lediglich

durch ihren spezifischen Schnitt. Alle Marrakesh-Produkte sind

vollständig mit D3O Protektoren ausgestattet.

MARRAKESH Jacke, Herrenmodel

Farben: Black, Gray, Burnt Olive-Redrock, Asphalt Hi-Vis

Größen: SM bis 3XL

Preis: 400,- Euro

MARRAKESH Hose, Herrenmodel:

Farben: Black, Gray

Größen: 30 bis 42 (Tall: 32 bis 38, Short: 32 bis 38)

Preis: 380,- Euro (Tall: 400,- Euro)

MARRAKESH JACKE, Damenmodel

Farben: Burnt Olive, Cool Gray, Black

Größen: XS bis 2XL

Preis: 400,- Euro

58 MOTOCROSS ENDURO 8/22


TECHNISCHE MERKMALE

Induction Pro

• Extrem durchlüftetes KLIM Karbonite Mesh, reiß-, stichund

abriebfest

• Rücken und Schultern aus Karbonite Stretch Mesh für

höchsten Komfort

• Perforiertes Ziegenleder über den Ellenbogen

• Hochwertige 750D Cordura Overlayer an den Schultern

• D3O® Protektoren, Ellbogen Schultern Level 2,

Rücken Level 1

• 3M Scotchlite Reflektoren (Brust, Arme Rücken)

• Vielfach-Verstellungen, kurzer Kragen, 4 Taschen

• Gesamtgewicht inklusive Protektoren unter 2,5 kg

• Vielfach-Verstellungen, kurzer Kragen, 5 Taschen

• CE AA Zertifizierung

Induction/Avalon Jacken

• Extrem durchlüftetes KLIM Karbonite Mesh, reiß-, stichund

abriebfest

• Hochwertige 500D Cordura Overlayer an Ellbogen

und Schultern

• D3O® Evo, Level 1 Protektoren an Ellbogen, Schulter

und Rücken

• 3M Scotchlite Reflektoren (Brust, Arme, Rücken)

• Atmungsaktives Stretchmaterial an der Seite, den Schultern

und Armen

• Vielfach-Verstellungen, kurzer Kragen, 4 Taschen

• Gesamtgewicht inklusive Protektoren unter 2,5 kg

• Avelon Jacke mit spezifischem Damenschnitt

• CE AA Zertifizierung

Marrakesh Jacken (Damen und Herrn)

• Voll durchlüftetes KLIM Karbonite Mesh, reiß-, stichund

abriebfest

• 1000D Cordura® Stretch mit wasserabweisender

Beschichtung

• Flexibler, feinmaschiger Webstoff mit effektiver Durchlüftung

• Feuchtigkeitsableitendes Mesh-Innenfutter

• D3O® Protektoren, Level 1

• Schwarze 3M Scotchlite Reflektoren

• Damenjacke mit spezifischem Schnitt

• CE AA Zertifizierung

Marrakesh Hose (Damen und Herren)

• Voll durchlüftetes KLIM Karbonite Mesh, reiß-, stichund

abriebfest

• Hochwertiges 750D Cordura® im Gesäß, am Bund

und an den Taschen

• Flexibler, feinmaschiger Webstoff mit effektiver Durchlüftung

• Hitzebeständige Kevlar-Einsätze innen an den Knien

• D3O® Protektoren, Level 1

• Schwarze 3M Scotchlite Reflektoren

• CE AA Zertifizierung

Find your local dealer: https://www.klim.com/dealer-locator

8/22 MOTOCROSS ENDURO 59


WARENKORB/NOTIZEN

MORE COMFORT FOR A BETTER RIDE

WWW.KLIM.COM

More comfort for a better ride! Das war das Hauptziel bei

der Entwicklung der beiden neuen Arsenal Backpacks von

KLIM. Sicheres, stabiles Verstauen der Ladung ergänzt

durch eine außergewöhnlich gute Rücken-Belüftung –

das herausragende Merkmal beider Rucksäcke.

Wie beim Premium-Hersteller KLIM Tradition sind der mittelgroße

Arsenal 15 und der deutlich größere Arsenal 30 aus extrem

strapazierfähigen Materialien. Viele nützliche und praktische

Funktionen wurden zusätzlich integriert: ein herausnehmbares

Werkzeugfach, eine separate Brillentasche, große, flexibel verwendbare

Außentaschen, eine zusätzliche Hülle für Starkregen

sowie eine, im Lieferumfang enthaltene, 3-Liter Trinkblase –

plus vieles mehr.

FARBEN/PREISE

Arsenal 30 Backpack

Farben: Asphalt, Petrol-Strike Orange, Potter’s Clay

Preis: 270,- Euro

Arsenal 15 Backpack

Farben: Asphalt, Petrol-Strike Orange, Potter’s Clay

Preis: 220,- Euro

TECHNISCHE MERKMALE

Arsenal 15 Backpack

• Rucksack mittleren Fassungsvermögens mit Motorrad

spezifischen Aufbewahrungsmöglichkeiten und Organizer-

Fächern

• Hervorragender Tragekomfort auch bei heißem Wetter und

ausgezeichnete Wärmeregulierung

• Stabilität und ganztägiger Tragekomfort dank fahrergerechter

Passform

• Powersport-Rucksack mit mittlerem Fassungsvermögen

• Strapazierfähiges Außenmaterial aus 500D Cordura® Nylon

• S-förmiges Design für mehr Tragekomfort und bessere

Lastverteilung

• PE-Innenpaneell am Rücken sorgt für Stabilität und schützt

vor dem Rucksackinhalt

• Integriertes Rahmengestell zur Laststütze

• Inklusive abnehmbarer, wasserdichter Regenschutzhülle

• Inklusive KLIM Hydrapak® Shape-Shift 3-Liter-Trinkblase

• Inklusive herausnehmbarer, wasserdichter Werkzeugtasche

• Insgesamt 10 Fächer

• Rückenpaneel mit gewellten Schaumstoffkissen und

Offset-Mesh für maximale Belüftung

• Verstellbare Schulter- und Brustriemen

• Vollständig abnehmbare Schulterriemen (können durch

Arsenal Backpack 30-Riemen ausgetauscht werden)

• 3M Scotchlite Reflektoren

• Fassungsvermögen: 14 l

AUSSENMATERIAL/KONSTRUKTION

• Powersport-Rucksack mit mittlerem Fassungsvermögen

• Strapazierfähiges Außenmaterial aus 500D Cordura® Nylon

• Schlamm- und wasserabweisendes PU-beschichtetes

Außenmaterial

• Rückenpaneel aus 600D schützt den Rucksackinhalt vor

Fahrerschweiß

• S-förmige Konstruktion für mehr Tragekomfort und bessere

Lastverteilung

• PE-Innenpaneell am Rücken sorgt für Stabilität und schützt

vor dem Rucksackinhalt

• Integriertes Rahmengestell zur Laststütze

• Inklusive abnehmbarer, wasserdichter Regenschutzhülle

60 MOTOCROSS ENDURO 8/22


• Tragegriff auf der Oberseite

• 3M Scotchlite Reflektoren

FLÜSSIGKEITSZUFUHR

• Inklusive KLIM Hydrapak® Shape-Shift 3-Liter-Trinkblase

• Beidseitige Schlauchführung mit magnetischem Befestigungsclip

• Einschubfach mit Aufhängeclip für Trinkblase zur Gewichtsstabilisierung

AUFBEWAHRUNG

• Großes Hauptfach mit Reißverschluss (bietet Platz für die

meisten 15-Zoll-Laptops)

• Innenliegendes Radiofach mit beidseitiger Kabelführung

• Innenliegendes Fach für Trinkblase

• Innenliegende Aufhängung für die Werkzeugtasche

• Außenliegende Reißverschlusstasche oben mit Reißverschluss-Brillenfach

• Außenliegendes Känguru-Staufach mit Kompressionsriemen

• Außenliegende Reißverschlusstasche unten (bietet Platz für

zwei 1-Liter-Kraftstoff-/Wasserflaschen)

• Integriertes Organizer-Paneel mit Schlüsselclip

• Staufach für die wasserdichte Regenschutzhülle

• 2 Reißverschlussfächer im Schulterriemen (bietet Platz für die

meisten Handys)

• 2 elastische Eingrifftaschen am Schulterriemen

• Herausnehmbare, wasserdichte Werkzeugtasche

• Hauptfächer mit 2-Wege-Reißverschluss für einfachen Zugriff

auf den Rucksackinhalt

• Fassungsvermögen: 14 l

PASSFORM/KOMFORT

• Rückenpaneel mit gewellten Schaumstoffkissen und Offset-

Mesh für maximale Belüftung

• Auf die Fahrerposition abgestimmtes Brustgeschirr

• 3D-Mesh-Schulterriemen, Brustriemen mit perforiertem

Schaumstoff für bessere Belüftung

• Flexible Brustschnalle, die sich auch mit angezogenen

Handschuhen gut bedienen lässt

• Verstellbare Schulter- und Brustriemen

• Vollständig abnehmbare Schulterriemen (können durch

Arsenal Backpack 30-Riemen ausgetauscht werden)

• Obere Kompressionsriemen mit Schnellverschluss

• Untere Kompressionsriemen erlauben eine optimierte

Lastverteilung

ARSENAL 30 BACKPACK

• Rucksack großen Fassungsvermögens mit Motorrad

spezifischen Aufbewahrungsmöglichkeiten und Organizer-

Fächern

• Hervorragender Tragekomfort auch bei heißem Wetter und

ausgezeichnete Wärmeregulierung

• Stabilität und ganztägiger Tragekomfort dank fahrergerechter

Passform

• Powersport-Rucksack mit großem Fassungsvermögen

• Strapazierfähiges Außenmaterial aus 500D Cordura® Nylon

• C-förmiges Design für mehr Tragekomfort und bessere

Lastverteilung

• PE-Innenpaneell am Rücken sorgt für Stabilität und schützt

vor dem Rucksackinhalt

• Integriertes Rahmengestell und Aluminium-Mittelstrebe

zur Laststütze

• Wasserdichte Regenschutzhülle lässt sich im Rucksackboden

verstauen

• Inklusive KLIM Hydrapak® Shape-Shift 3-Liter-Trinkblase

• Inklusive herausnehmbarer, wasserdichter Werkzeugtasche

• Großes Reißverschluss-Hauptfach mit 4 Schiebern für Rundumzugänglichkeit

(2 Schieber öffnen von unten nach oben,

2 Schieber von oben nach unten)

• Insgesamt 7 Fächer, Hauptfach mit 4 Organizer-Fächern

• Offenes Rückenpaneel mit Schaumstoffkissen im oberen

und unteren Rückenbereich für maximale Belüftung

8/22 MOTOCROSS ENDURO 61


NOTIZEN

• Vollständig abnehmbare Schulterriemen (können durch

Arsenal Backpack 15-Brustgeschirr ausgetauscht werden)

• Verstellbarer Brustgurt

• Fassungsvermögen: 29 l

AUSSENMATERIAL/KONSTRUKTION

• Powersport-Rucksack mit großem Fassungsvermögen

• Strapazierfähiges Außenmaterial aus 500D Cordura® Nylon

• Schlamm- und wasserabweisendes PU-beschichtetes

Außenmaterial

• Rückenpaneel aus 600D schützt den Rucksackinhalt vor

Fahrerschweiß

• C-förmiges Design für mehr Tragekomfort und bessere

Lastverteilung

• PE-Innenpaneell am Rücken sorgt für Stabilität und schützt

vor dem Rucksackinhalt

• Integriertes Rahmengestell und Aluminium-Mittelstrebe

zur Laststütze

• Wasserdichte Regenschutzhülle lässt sich im Rucksackboden

verstauen

• Tragegriff auf der Oberseite und in der Mitte

• 3M Scotchlite Reflektoren

• Doppelt gewebte Außenriemen

FLÜSSIGKEITSZUFUHR

• Inklusive KLIM Hydrapak® Shape-Shift 3-Liter-Trinkblase

• Beidseitige Schlauchführung mit magnetischem Befestigungsclip

• Eigenes Trinkblasenfach mit Aufhängeclip zur Gewichtsstabilisierung

AUFBEWAHRUNG

• Großes Reißverschluss-Hauptfach mit 4 Schiebern für Rundumzugänglichkeit

(2 Schieber öffnen von unten nach oben,

2 Schieber von oben nach unten)

• Stopperschlafen schützen vor unbeabsichtigtem Öffnen der

zwei unteren Reißverschlussschieber

• Laptop-Einschubfach im Hauptfach (für 15-Zoll-Laptop)

• 3 Einschubfächer im Hauptfach

• Innenliegende Aufhängung für die Werkzeugtasche

• Außenliegende Brillentasche mit Reißverschluss und Mesh-

Einsatz

• Außenliegendes Reißverschlussfach mit integriertem

Organizer-Paneel mit Schlüsselclip

• Außenschlaufen für Radiokabel

• 2 4-Wege-Stretch-Seitentaschen mit Reißverschluss

• Seitentaschen bieten Platz für je eine 1-Liter-Kraftstoff-/

Wasserflasche oder einen 53-cm-Schlauch

• Eigenes, von außen zugängliches Trinkblasenfach (kann auch

als Geheimfach für Dokumente verwendet werden)

• Herausnehmbare, wasserdichte Werkzeugtasche

• Eigenes Staufach für die wasserdichte Regenschutzhülle

im Rucksackboden

• 3M Scotchlite Reflektoren

• Fassungsvermögen: 29 l

PASSFORM/KOMFORT

• Offenes Rückenpaneel mit Schaumstoffkissen im oberen und

unteren Rückenbereich für maximale Belüftung

• Auf die Fahrerposition abgestimmte Schulter- und Hüftriemen

• 3D Mesh an Rückenkissen, Schulter- und Hüftriemen

• Schulterriemen oben und unten verstellbar

• Vollständig abnehmbare Schulterriemen (können durch

Arsenal Backpack 15-Brustgeschirr ausgetauscht werden)

• Verstellbarer Brustgurt

• Flache, innenliegende Kompressionsriemen

(2 in jeder Seitentasche)

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KTM PRÄSENTIERT DIE KTM 450 RALLY REPLICA 2023

Ein Rennmotorrad geschaffen für die höchste Stufe des Podiums

Die KTM 450 Rally Replica basiert auf den Erfahrungen und Entwicklungen, die aus der

jahrzehntelangen Dominanz von KTM bei der Rallye Dakar sowie zahlreichen Siegen

und Titeln in der FIM Cross Country-Rallies-Weltmeisterschaft stammen. Fortschrittlichste

Technik, die jede Stoppuhr zur Verzweiflung bringt und auf die härtesten Ansprüche

der besten und robustesten Rallye-Fahrer ausgelegt ist.

Die KTM 450 Rally Replica ist bereit für die Anforderungen von Privatfahrern, ebenso

wie aufstrebender und erfahrener Rennfahrer. Um diese Erkenntnis noch zu untermauern,

haben die KTM 450 Rally Replica-Fahrer Mason Klein, Bradley Cox und Benjamin

Melot ihr Feedback gegeben.

Das Motorrad zeichnet sich durch eine Reihe von state-of-the-art-Komponenten aus,

die den Ready to Race-Charakter besonders betonen. An erster Stelle steht hier die fortschrittliche

WP XACT PRO-Federung, die ein ideales Gleichgewicht von unmittelbarem

Gefühl, Traktion und konsistenter Leistung bietet. Das Gewicht ist minimal und gebändigt

wird die Kraft des 450 cc SOHC-Einzylinder-Motors durch die kompakte Auspuffanlage

von Akrapovic, die zudem zur Zentralisierung der Masse beiträgt.

Beim Motor kommt ein hochmodernes Motormanagement von Keihin zum Einsatz und

die Mappings des Motorsteuergeräts wurden auf ideale Leistungsentfaltung hin angepasst

und optimiert. Das Getriebe von Pankl bietet dieselben Spezifikationen wie beim

Red Bull KTM Factory Racing Team und der kompakte Chrom-Moly-Stahlrahmen wurde

ebenfalls direkt aus dem Rennstall übernommen.

Die Ergonomie ist ebenfalls auf den Rennsport ausgelegt und bietet dem Fahrer die

engstmöglichste Verbindung zum Motorrad und Terrain – ohne Abstriche bei Wendigkeit

und Stabilität. Jeder Aspekt der KTM 450 Rally Replica 2023 hat sich im Rennsport

bewähren müssen.

62 MOTOCROSS ENDURO 8/22


HIGHLIGHTS

• Streng limitiertes Ready-to-Race-

Sondermodell

• Unübertroffener 450 cc-SOHC-Motor mit

elektronischer Kraftstoffeinspritzung

• Rennsport-Fahrwerk, entwickelt auf

Basis des Feedbacks der Werksfahrer

• WP XACT PRO 48 mm Closed-Cartridge-

Gabel (Cone Valve)

• Voll einstellbares Federbein vom Typo

WP XACT PRO

• Hochwertige Auspuffanlage von

Akrapovic

• Das Bike ist speziell auf Cross Country-

Rennen mit mehreren Etappen

ausgelegt

Nähere Informationen zum Bike, Preis und dem Bestellvorgang erhalten interessierte Kunden bei

den autorisierten KTM-Händlern und auf der KTM-Website unter ktm.com.

DMSB STÄRKT PROFIL DURCH NEUE

AUFGABENVERTEILUNG IN AUSGEWÄHLTEN

MOTORSPORTDISZIPLINEN

Erste Mitgliedsorganisationen übernehmen Motorsport-Prädikate

als Promotor • Neue, effektive Aufgabenverteilung für die Anforderungen

des modernen Sports • Weitere Disziplinen folgen voraussichtlich

noch in diesem Jahr

Der DMSB hat im Rahmen seiner laufenden Erneuerungs-

und Restrukturierungsmaßnahmen

die sportliche Ausrichtung erster Motorsport-

Prädikate an kompetente Promotoren übertragen.

In den einzelnen Disziplinen werden die jeweiligen

Motorsport-Prädikate künftig damit

nicht mehr direkt vom DMSB, sondern von seinen

Mitgliedsorganisationen durchgeführt.

Nach ersten Pilotprojekten, in der überaus positive

Erfahrungen mit der neuen Aufgabenverteilung

gesammelt wurden, beginnt damit nun die

Umsetzung auf breiter Front.

Die effektive und zeitgemäße Aufgabenverteilung

ist Teil einer umfassenden Strukturreform

im Motorsport: „Als Spitzenverband kann sich

der DMSB künftig stärker auf übergeordnete

Aufgaben konzentrieren“, erklärt DMSB-Präsident

Wolfgang Wagner-Sachs. „Dazu gehören

nicht nur die Überwachung des Motorsports

samt Hoheit über alle Reglements, das Lizenzwesen,

die Gestaltung des Sportkalenders und

die Sportgerichtsbarkeit. Der DMSB wird sich

damit auch noch aktiver auf wichtigen Themenfeldern

engagieren, in denen der Motorsport

der Zukunft geprägt wird. Sicherheit, Technik

und Nachhaltigkeit spielen dabei ebenso eine

zentrale Rolle wie die Wahrnehmung der Interessenvertretung

für alle deutschen Motorsportler.“

Für die Aktiven und die tägliche Praxis sieht

Wolfgang Wagner-Sachs weitere Vorteile: „Die

Promotoren können ‚ihre‘ Disziplinen künftig

im Detail gestalten und damit das regulatorische

Tagesgeschäft ganz nahe an die Aktiven

heranrücken.“ Als Promotoren werden in den

nun ausgewählten Disziplinen die Mitgliedsorganisationen

des DMSB mit ihren regionalen

Strukturen aktiv, aber auch externe Organisationen

können sich für die Aufgabe bewerben.

Eingeführt wurde die neue Aufgabenverteilung

ab der Saison 2022 in unterschiedlichsten Disziplinen

im Automobil- und Motorradsport.

Wolfgang Wagner-Sachs: „Wir freuen uns, dass

wir in allen Bereichen engagierte Motorsportler

als Promotor gefunden haben. Sie werden sich

ganz sicher nicht nur mit großem Einsatzwillen

an die Arbeit machen, sondern auch für Kontinuität

sorgen. Denn in aller Regel handelt es

sich natürlich um Fachleute, die bereits zuvor in

der jeweiligen Disziplin an zentraler Position tätig

waren.“

Promotoren einzelner Disziplinen ab 2022

Disziplin

Promotor

Drag Racing DMV

(Automobilund

Motorradsport)

E-Bike

ADAC Hessen-Thüringen

Enduro

ADAC Ostwestfalen-Lippe,

ADAC Niedersachsen/

Sachsen-Anhalt,

ADAC Pfalz sowie

ADAC Sachsen

SuperMoto ADAC Hessen-Thüringen

und ADAC Saarland

Trial

DMV

mit Profitrainer Marko Barthel

Termine 2022

TRAINING – IN KLEINEN GRUPPEN

MIT INDIVIDUELLEN TRAININGSINHALTEN

08.10. Endurotraining Pflückuff

09.10. Hardendurotraining Pflückuff

INTENSIVES-TRAINING

TRAINING IN KLEINEN GRUPPEN

MIT INDIVIDUELLEN TRAININGSINHALTEN

ÜBER 2 TAGE

27./28.08. Endurotraining in Viernau

für Anfänger/Fortgeschrittene

10./11.09. Endurotraining in Schweinfurt

für Anfänger/Fortgeschrittene

ENDUROPROJEKTE – EXKLUSIVE STRECKEN-

NUTZUNG, FREIES FAHREN UND GRUPPEN-TRAINING

MIT EINEM TRAINER über 3 TAGE

23.-26.09. EnduroPROjekt 2022 2.0

„3 Tage Offroad-Fun für jeden”

in Hohenmölsen

KinderTRAINING – UNSER KINDER-SOMMER-

MOTOCROSS-CAMP GEHT ÜBER 4 TAGE

23.07.-26.07. SOMMER-MOTOCROSS-

CAMP für KIDS und JUGENDLICHE

auf zwei Strecken

Kontakt:

Telefon: 037206/568881

Email: info@enduropro.de

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mit dem Code: MCE10

bei der online-Anmeldung


EXTREME ENDURO

MANUEL LETTENBICHLER GEWINNT RED BULL ERZBERGRODEO

Mario Roman (Sherco) wurde Zweiter, gefolgt vom Kanadier Trystan Hart (KTM). Nur acht von

insgesamt 500 Startern erreichten nach vier Stunden extremer Herausforderungen das Ziel.

Es war das definitiv härteste Red Bull Erzbergrodeo

aller Zeiten. Unter brütender

Hitze und mit einer neuen, verschärften

Rennstrecke stemmte sich der „Berg aus

Eisen“ mit aller Gewalt gegen die 500

Starter, die um Punkt 14:30 Uhr in den Infight

mit dem Erzberg gingen.

Unmittelbar nach dem Start übernahm

der junge Bulgare Teodor Kabakchiev mit

einem Holeshot aus der ersten Startreihe

die Führung, aber schon kurz nach dem

ersten Checkpoint, 24MX Wasserleitung,

konnte er Manuel Lettenbichler nicht

mehr hinter sich halten. Was darauf folgte,

war ein buchstäblich ungefährdeter

Siegeszug des 24-jährigen Red Bull KTM

Factory Racing-Werksfahrers bis ins Ziel.

Lettenbichler erreichte die Red Bull Erzbergrodeo-Zielarena

als einziger Fahrer

mit einer Laufzeit unter 3 Stunden und

war überglücklich über seinen ersten

Sieg am Erzberg – sieben Jahre nach seinem

Vater Andreas Lettenbichler!

Am vorletzten Checkpoint des Rennens

realisierte Lettenbichler seinen Sieg. „Als

ich durch „Lazy Noon“ durch war, hab’

ich‘s gecheckt. Ein unglaubliches Gefühl,

das Rennen endlich zu gewinnen. Es bedeutet

mir sehr viel, dass mein Vater und

ich das Red Bull Erzbergrodeo gewinnen

konnten. In den kommenden Jahren wird

uns das keiner so leicht nachmachen können

und das ist eine echt coole Story“,

freute sich Manuel im Ziel.

Der Zweitplatzierte Mario Roman lieferte

auf seiner Sherco eine ebenfalls unglaubliche

Leistung ab. Roman lag bis zum legendären

Streckenabschnitt „Carl’s Dinner“

an 3. Stelle hinter dem jungen Österreicher

Michael Walkner (GASGAS), den

er aber genau in diesem härtesten aller

Streckenteile überholen konnte und eine

Aufholjagd auf den führenden Lettenbichler

startete. Schließlich kam Mario Roman

mit einer Laufzeit von 3 Stunden und

2 Minuten nur knapp 4 Minuten nach dem

Sieger ins Ziel.

Dritter wurde der 25-jährige Kanadier

Trystan Hart, der nach seiner Zielankunft

im Vorjahr heuer eine sensationelle Leistung

in den Berg legte. Hart überholte auf

seinem Weg aufs Podium Superstars wie

Billy Bolt, Wade Young und Alfredo Gomez

und erreichte überglücklich mit einem

Rückstand von nur 13 Minuten das

Ziel in der Acerbis Action Arena.

Österreichs Hard Enduro-Hoffnung Michael

Walkner lag lange Zeit des Rennens

auf Podiumkurs. Im berüchtigten „Carl’s

Dinner“ verlor der Salzburger dann an

Boden auf seine Konkurrenten, kämpfte

sich aber eindrucksvoll zurück und beendete

das Red Bull Erzbergrodeo auf dem

hervorragenden 6. Platz. Eine weitere bemerkenswerte

Leistung Walkners, der

sich damit endgültig in der Weltspitze

des Extrem-Endurosports etabliert hat.

Der Mitfavorit und fünffache Red Bull Erzbergrodeo-Gewinner

Graham Jarvis hatte

Pech. Bereits kurz nach dem Start musste

der Brite mit einem technischen Defekt

ausscheiden.

Marcel Hirscher, der achtfache FIS Ski-Gesamtweltcupsieger,

zeigte eine beeindruckende

Leistung. Der Salzburger startete

aus Reihe 3 in sein erstes Red Bull Erzbergrodeo

und beendete das Rennen

nach sensationellen 17 Checkpoints. „Die

Schwierigkeit am Anfang war, ins Rennen

hineinzufinden. Ich bin sehr zufrieden,

sehr happy, dass ich meine Leistung bringen

konnte und freue mich schon jetzt

aufs nächste Jahr. Das Red Bull Erzbergrodeo

ist echt verrückt, es ist sehr intensiv,

aber es hat sehr viel Spaß gemacht. Wenn

ich mir jetzt den Berg anschaue und an die

letzten Tage zurückdenke, kann ich nur

sagen: DANKE, wir sehen uns nächstes

Jahr wieder“, so Marcel Hirscher im Ziel.

64 MOTOCROSS ENDURO 8/22


Red Bull Erzbergrodeo - 16.-19.6.2022 - Endergebnis: 1. Manuel Lettenbichler, D, KTM,

02:58:51 Stunden; 2. Mario Roman, E, Sherco, 03:02:17; 3. Trystan Hart, CDN, KTM, 03:11:53;

4. Billy Bolt, GB, Husqvarna, 03:18:25; 5. Alfredo Gomez, E, GASGAS, 03:20:30; 6. Michael

Walkner, A, GASGAS, 03:40:32; 7. Wade Young, ZA, Sherco, 03:55:13; 8. Matthew Green, ZA,

KTM, 03:55:54.

Das detaillierte Red Bull Erzbergrodeo Ergebnis gibt’s auf www.redbullerzbergrodeo.com

Red Bull TV und ServusTV lieferten

spektakuläre Live-Bilder

vom „Berg aus Eisen“

Mit enormem Aufwand wurde das Red Bull Erzbergrodeo auch 2022 wieder in die

gesamte Welt übertragen. Für alle, die die spannende Live-Übertragung nicht verfolgen

konnten, gibt es das Red Bull Erzbergrodeo 2022 zum Nachsehen bei

www.redbullcontentpool.com/erzbergrodeo.

Red Bull Erzbergrodeo 2022:

das beeindruckende Comeback

des World Xtreme Enduro Supreme

Das Red Bull Erzbergrodeo 2022 bot an allen vier Veranstaltungstagen Action, Unterhaltung

und spannenden Motorsport am laufenden Band. Die eigens errichtete

„Kleinstadt am Berg aus Eisen“ wurde erneut zum pulsierenden Mittelpunkt der internationalen Offroadszene mit Teilnehmern und

Fans aus 40 Nationen und allen Kontinenten! „Wir können nach der Corona-bedingten Zwangspause mit der 26. Auflage des Red Bull

Erzbergrodeo mehr als zufrieden sein, sowohl was den sportlichen Teil als auch den Eventbereich betrifft. Mit knapp 40.000 Besuchern

an allen vier Tagen und beeindruckenden 350 Medienvertretern aus aller Welt wird der Mythos Red Bull Erzbergrodeo weiter in

die Welt getragen“, zieht Veranstalter Karl Katoch seine erste Bilanz nach dem Rennen.

• Text: Martin Kettner; Fotos: KTM, redbullcontentpool

Hier findet ihr euren

Offroad-

Spezialisten

ältere Ausgaben als E-Paper und Videos der Bikeund

ProduktTests der letzten MCE-Ausgaben gibt’s auf

unserer Homepage unter: www.mce-online.de

8/22 MOTOCROSS ENDURO 65


VORSCHAU

MCE 09/2022

Bei unseren

Tipps & Tricks

gibt es wieder einen

Trainingsplan für die

nächsten 4 Wochen

• Foto: Uwe Laurisch

IMPRESSUM

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MOTOCROSS ENDURO

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Die WPTGlobal FIM EnduroGP-Weltmeisterschaft macht gerade eine kurze Pause, bevor sie vom

29. bis 31. Juli mit einem Double Header in der Slowakei und Ungarn wieder in Aktion tritt.

Wir berichten euch in der nächsten Ausgabe wieder ausführlich.

Danach startet dann das heiß ersehnte Finale in Zschopau vom 14. bis 16. Oktober.

• Foto: GASGAS

MOTOCROSS ENDURO 09/2022

erscheint am 25. August 2022

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Gründen gekürzt werden.

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66 MOTOCROSS ENDURO 8/22

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