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Next-Step_Jul22

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NEXT

STEP

Der nächste Schritt ins Studium oder Berufsleben

22. Juli 2022

Moderatorin und DJ Larissa Rieß spricht im Interview über

ihre Arbeit, versteckte Begabungen und Lampenfieber

KULTUR-

SPECIAL

IN DIESER AUSGABE:

Psychotest und Expertenwissen:

So findest du deinen Traumjob

Maler, Mechaniker und Co. – Azubis aus der Region

zeigen, wie vielseitig Handwerksberufe sind


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3 | NEXT STEP

NEXT STEP | 3

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MACHEN!

Foto: privat

EILEEN

SCHEINER

REDAKTEURIN

Impressum

Next Step – Der nächste Schritt ins

Studium oder Berufsleben | Juli 2022

Eine Kooperation der Verlagsbetriebe

Haller Tagblatt, Hohenloher Tagblatt

und Rundschau Gaildorf

Verlag | Kontakt

SÜDWEST PRESSE Hohenlohe

GmbH & Co. KG

Haalstraße 5 und 7

74523 Schwäbisch Hall

Telefon: 0791/ 4040

Redaktion

Heribert Lohr (verantw.), Alisa Grün,

Karena Häfner, Linda Hener, Claudia Linz,

Eileen Scheiner

Fotos

Titelfoto: Jonas Pohl

Fotos wie angegeben: Alisa Grün, Karena

Häfner, Linda Hener, Claudia Linz, Eileen

Scheiner, Privatfotos, Firmenfotos,

Shutterstock, Adobe Stock

Anzeigen

Mario Bayer (verantw.), Ingo Bölz,

Holger Gschwendtner, Martin Haas,

Afsoon Kamrani, Kai Müller,

Martin Naterski, Sebastian Nutsch,

Julia Winterfeldt

Grafik

Eva Maria Schmeiser,

www.mediaservice-ulm.de

Druck

DHO Druckzentrum

Hohenlohe-Ostalb GmbH & Co. KG

Ludwig-Erhard-Straße 109

74564 Crailsheim

Was wären wir bloß ohne Handwerker?

Wir hätten kein Dach über dem

Kopf, keine Fliesen an den Wänden,

keinen Bodenbelag unter den Füßen,

hätten kein funktionsfähiges Auto

und kein Fahrrad, mit dem wir zur Arbeit

oder zur Schule kommen können.

Handwerker sind einfach unverzichtbar.

Und trotzdem haben es

Betriebe aus diesen Bereichen extrem

schwer, Nachwuchskräfte zu finden.

Das können die Azubis, die wir in dieser

Ausgabe vorstellen, überhaupt

nicht nachvollziehen und zeigen

euch, wie vielseitig, abwechslungsreich

und erfüllend Handwerksberufe

sein können.

Maler und Gipser Leon Wühr nimmt

uns mit auf die Baustelle und erklärt,

wie aus einer kahlen Wand ein bunter

Hingucker wird. Fabian Schauer, Anlagenmechaniker

im Bereich Heizung,

Sanitär und Klima, verrät uns,

warum er lieber bei kleineren Projekten

mitarbeitet, und Lukas Sindlinger

zeigt, dass sich ein Studium und ein

Beruf im Handwerk nicht ausschließen

müssen: Er absolviert ein kooperatives

Studium im Bereich „Bauingenieur

Plus“. Am Ende sind sich alle

Azubis einig: Das Schöne an ihren

Berufen sind die sichtbaren Ergebnisse

und die freudestrahlenden Gesichter

der Kunden, wenn sie am Ende

des Tages ihre Werke übergeben.

Auch in dieser Ausgabe haben wir

wieder ein Special für euch vorbereitet

und bieten Einblicke in die Kulturbranche.

Wir haben einen Maskenbildner,

eine angehende Artistin

und eine Jugendliche, die ein FSJ Kultur

absolviert, begleitet und stellen

euch ihre Geschichten vor.

Auch unsere „Macher“ haben ihre

Traumberufe gefunden. Wie sie zu

ihren heutigen Jobs – Bürgermeister,

Geschäftsführer und Theaterpädagoge

– gekommen sind, erzählen sie

auf den Seiten 28 bis 35.

Für alle, die noch auf der Suche nach

ihrer Berufung sind, haben wir in

dieser Ausgabe noch jede Menge

Wissenswertes zusammengestellt.

Berufsberaterin Julia Schneider verrät

im Interview, wie man am besten

vorgeht, wenn man noch gar keinen

Plan hat, welchen Beruf man erlernen

möchte. Hilfreiche Tipps rund

ums Homeoffice gibt es auf Seite 46.

Und pünktlich zum Start der Sommerferien

und zur Ausgabe der Zeugnisse

haben wir für euch bei einigen

Unternehmen nachgehakt und sie

gefragt: Wie wichtig sind eigentlich

Schulnoten für die Bewerbung? Die

Antworten dürften euch überraschen!

Viel Spaß beim

Schmökern wünscht


4 | 4 NEXT | NEXT STEP STEP

INHALT

KULTUR-

SPECIAL

Editorial

3

JOBSTART

DIE LUSTIGE

Larissa Rieß spricht im Interview

über ihre Arbeit als Moderatorin,

Schauspielerin und Musikerin

8

DER VIELSEITIGE

Lukas Sindlinger absolviert

das kooperative Studium

„Bauingenieur Plus“

10

DER VERWANDLER

Jakob Stenzel hat sich gut

vorbereitet auf seine

Ausbildung zum Maskenbildner

20

DIE GESPRÄCHIGE

Bei ihrem FSJ Kultur taucht

Rebekka Benz in die Welt

des Radios ein

22

DIE BEWEGLICHE

Lara Hummel besucht

die Artistenschule in Gschwend

24

DER INSPIRIERTE

Fabian Schauer lernt Anlagenmechaniker

für Sanitär-,

Heizungs- und Klimatechnik

12

DER TÜFTLER

Lukas Meißner arbeitet als

Holzmechaniker in Stimpfach

14

DER FARBENFROHE

Maler und Gipser Leon Wühr

kreiert bunte Wohnträume

16

JAKOB STENZEL

Foto: Claudia Linz

DER SCHRAUBER

Sachitha Suduge lässt sich

zum Zweiradmechatroniker

ausbilden

18

LUKAS SINDLINGER

Foto: Alisa Grün


5 | NEXT STEP NEXT STEP | 5

MACHER

WISSEN

DER RATHAUSCHEF

Thomas Haas wurde mit nur

30 Jahren zum Bürgermeister

von Satteldorf gewählt

28

DIE GESCHÄFTSFÜHRERIN

Marlen Schlosser ist im

Holzbauunternehmen in die

Fußstapfen ihres Vaters getreten

30

DER MUTIGE

Vom Azubi zum Inhaber –

Oliver Rogge hat ein

Dental-Labor übernommen

32

DER SPIELER

Aljoscha Lüpke steht als

Theaterpädagoge auch

auf der Bühne

34

GUT ZU WISSEN

Fünf kuriose Fakten rund

ums Handwerk

38

WOHIN GEHT DIE REISE?

Ein Psychotest, um die eigenen

Stärken und Interessen

herauszufinden

40

WAS SOLL ICH NUR WERDEN?

Julia Schneider von der

Haller Agentur für Arbeit

gibt Tipps für Unentschlossene

42

WIE WICHTIG SIND EIGENTLICH

SCHULNOTEN?

Personaler aus der Region

verraten, worauf sie bei den

Bewerbern achten

44

ARBEITEN IM HOMEOFFICE

Wie man Pleiten, Pech und

Pannen vermeidet

46

REGIONALE

HOCHSCHULEN

Ein Überblick

48

STUDI-ABC

Die wichtigsten Stichworte

rund ums Studium

50

MARLEN SCHLOSSER

Foto: Schlosser Holzbau GmbH


6 | NEXT STEP JOBSTART

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8 | NEXT STEP JOBSTART

„MEIN HERZ

GEHÖRT

DEM RADIO“

Larissa Rieß ist ein Allroundtalent: Sie arbeitet als

Schauspielerin, Moderatorin und legt als DJ auf

Festivals in ganz Deutschland auf. Was ihr verstecktes

Talent ist und ob sie vor Auftritten noch

nervös ist, verrät uns die 34-Jährige im Interview.

Liebe Larissa, in unserer aktuellen

Ausgabe stellen wir

Berufe aus dem Handwerk

in den Fokus. Wie steht es

denn um deine handwerklichen

Fähigkeiten?

Sehr schlecht. Ich schaffe es

ausnahmslos, jedes Möbelstück

falsch zusammenzubauen,

meine eigenen Reparaturen

im Haus verschlimmern alles

nur noch und ich verletze mich,

wenn ich ein Werkzeug auch

nur ansehe.

Wenn du ein Haus bauen

würdest, welche Tätigkeiten

könntest du denn selbst

übernehmen?

Die Übernahme der Kosten.

Was du gut kannst, ist den

meisten bewusst. Hast du

auch versteckte Talente?

Ich glaube ich bin eine gute Zuhörerin.

Das ist ja etwas, was

man von Menschen, die viel auf

Bühnen stehen und fürs Entertainern

oder Reden bekannt

sind, nicht unbedingt erwartet.

Meine Freundinnen sagen mir,

dass sie sich oft meinen Rat einholen,

weil ich mir gerne jedes

auch noch so kleine Detail von

ihnen anhöre und dann sehr

bedacht, klar und wahrheitsgetreu

Ratschläge erteile.

Du bist Radiomoderatorin,

schreibst Gags fürs Fernsehen

und trittst auch live vor

Publikum auf. Welche

Arbeit gefällt dir denn am

besten und warum?

Mein Herz gehört schon immer

dem Radio. Eine einminütige

Moderation, in die man Information

und Entertainment packen

und sich dabei nur auf das

gesprochene Wort verlassen

muss, ohne eine unterstützende

visuelle Komponente zu haben

– das ist für mich ein großartiges

Gefühl, das gibt mir

einen richtigen Kick.


Wir sind einfach

alle nur Musikfans

und wollen

tanzen und den

Beat fühlen.

Foto: Jonas Pohl

Auf der Bühne oder

vor einer Kamera zu

stehen, ist für viele ja gar

nicht so leicht. Hast du noch

Lampenfieber vor einem

Auftritt? Was hilft denn

dagegen?

Ich bin immer vor jedem auch

noch so kleinen Auftritt nervös.

Es hilft mir, vor den Auftritten

für eine Minute ganz ruhig einund

auszuatmen und meinen

Puls dadurch zu senken.

Ist eigentlich auch schon

mal etwas so richtig in die

Hose gegangen bei einem

deiner Auftritte?

Ständig. Vor allem beim Neo

Magazin Royale. Es gab Momente,

in denen ich plötzlich so

lachen musste, dass ich komplett

aus der Rolle gefallen bin.

Das waren aber immer die besten

und beliebtesten Auftritte.

War Moderatorin und Schauspielerin

zu sein, schon immer

dein Traumberuf?

Ja, ich wollte beruflich eigentlich

schon immer das machen,

was ich heute mache. Ich hätte

bestimmt auch einen anderen

Beruf ausüben können, aber

wäre darin sicher nicht sonderlich

gut, da es eben nicht wirklich

das gewesen wäre, was ich

hätte machen wollen.

Musik ist eine deiner Leidenschaften,

als DJ LARI

LUKE tourst du durch

Deutschland. Nimm uns

doch mal mit: Wie entsteht

eigentlich ein Song von dir?

Jeder Song entsteht auf eine andere

Art. Mal ist zuerst eine Melodie

da, mal nur ein Satz, mal

ein erster ganz roher Beat. Die

Songs entstehen sehr nach

Stimmungslage würde ich behaupten

und sind jetzt nicht im

Vorhinein geplant oder so.

Nach der coronabedingten

Pause geht es in diesem

Sommer wieder so richtig

mit Partys und Festivals los.

Wie sehr hast du die Auftritte

in den vergangenen zwei

Jahren vermisst?

Mir hat der Kontakt zu meinem

Publikum gefehlt. Wenn ich

auflege dann sehe ich vor mir

nicht nur Menschen, sondern

Leute, die dieselbe Leidenschaft

wie ich teilen. Wir sind

einfach alle nur Musikfans und

wollen tanzen und den Beat

fühlen. Das gemeinsame Feiern

und ihre Reaktionen auf die

Songs und meine Performance

zu sehen ist das, was ich sehr

vermisst habe.

Wie wichtig sind die sozialen

Medien für dich?

Gar nicht. Ich habe das große

Glück, dass ich davon

nicht beruflich abhängig

bin und sie daher einfach

NEXT STEP JOBSTART | 9

zu meinem persönlichen Vergnügen

und nach Lust und Laune

nutzen kann.

Zuletzt warst du bei „LOL“

auf Amazon und „7 Tage 7

Köpfe“ auf RTL zu sehen.

Auf welche neuen TV-Projekte

mit dir dürfen wir uns

freuen?

Das darf ich leider noch nicht

verraten, aber ich glaube, es

wird sehr lustig!

Und wie sieht es mit deiner

Arbeit als DJ aus? Wann und

wo kann man dich in diesem

Sommer noch live erleben?

Ich freue mich sehr auf das Tomorrowland

Festival (22. Juli),

auf dem ich in diesem Jahr auflegen

darf. Damit geht ein kleiner

Traum in Erfüllung. Dazu

kommen aber auch noch viele

weitere ganz tolle Festivals: Parookaville

(23. Juli), Helene

Beach Festival (28. Juli), Juicy

Beats Festival (29. Juli), Open

Beats Festival (30. Juli), Ferdinandsfeld

(6. August), Sonne

Mond und Sterne (13. August)

oder Funhouse Festival (26. August).

Und es kommen noch

Festivaldates dazu, die ich bald

ankündigen darf!

Von Eileen Scheiner

VON BÖHMERMANN ZU BULLY

Larissa Rieß ist seit 2015 feste Moderatorin

beim Jugendradiosender

1LIVE. Sie moderiert jeden Freitag

die Musiksendung „1LIVE Go“ und eine

Woche im Monat die Nachmittagssendung.

Zudem ist sie Schauspielerin

und Comedian. Sie war festes Ensemblemitglied

beim Neo Magazin Royale

(ZDF) und spielt unter anderem an der

Seite von Christian Ulmen in der Serie

„Jerks“ (ProSieben) mit. Auch bei

„LOL“ auf Amazon Prime hat sie mitgewirkt.

Als „LARI LUKE“ ist Larissa auch

als DJ bekannt, produziert Songs und

singt. Die 34-Jährige wuchs unter anderem

in Ecuador, Portugal und Heidelberg

auf und spricht fließend Spanisch,

Portugiesisch und Englisch.

In diesem Sommer legt Larissa als

DJ auf diversen Festivals auf.

Foto: Annika Fußwinkel


10| NEXT STEP JOBSTART

Immer im Wechsel: Innerhalb

des „Bauingenieur Plus“ ist

Lukas Sindlinger sowohl Azubi

als auch Student. Foto: Alisa Grün

AUF BAUSTELLE

FOLGT HÖRSAAL

Lukas Sindlinger steckt mitten in seinem

kooperativen Studium bei Leonhard

Weiss. Beim „Bauingenieur Plus“ durchläuft

er in fünf Jahren die Ausbildung

zum Straßenbauer sowie das Bachelor-

Studium Bauingenieurwesen.

Abwechslungsreich,

technisch und nicht

dauerhaft am

Schreibtisch, sondern

immer wieder auch draußen

an der frischen Luft – wie

und wo sich sein Beruf in Zukunft

abspielen sollte, das

wusste Lukas Sindlinger genau,

als er sich auf die Suche nach

dem richtigen Studiengang begab.

„Ich war mir sicher, dass

ich einen Ingenieursberuf lernen

will und habe gleichzeitig

eine Branche gesucht, die auch

in Zukunft gefragt sein wird“,

erklärt er. Nach kurzer Recherche

ist er auf das Satteldorfer

Bauunternehmen Leonhard

Weiss gestoßen. „Und dort habe

ich erstmals vom kooperativen

Mit großen Maschinen, hat

Lukas in seiner Ausbildung

täglich zu tun.

Foto: privat

Studium ‚Bauingenieur Plus‘

gelesen. Das hat mir gleich zugesagt.“

Der 22-Jährige bewarb

sich daraufhin – und bekam die

Zusage.

In drei Phasen unterteilt

Doch was bedeutet eigentlich

kooperatives Studium? Wer sich

dafür entscheidet, durchläuft

sowohl eine klassische Ausbildung,

als auch ein Studium.

Nach fünf Jahren haben Absolventen

also Gesellenbrief und

Bachelor-Abschluss in der Tasche.

„Solche Angebote gibt es

inzwischen in mehreren Bereichen

– ich habe mich aber für

den Bauingenieur Plus bei

Leonhard Weiss entschieden,

um später dann als Bauleiter arbeiten

zu können“, erklärt Lukas.

Bis es aber so weit ist, muss

der junge Mann einige Stationen

absolvieren: „Innerhalb des

kooperativen Studiums geht es


zunächst für ein halbes

Jahr auf die Baustelle,

um als Azubi im

Straßenbau mitzuhelfen.

Das habe ich – da ich aus der

Nähe von Tübingen komme –

rund um Göppingen gemacht.“

Der Einsatzort richte sich auch

immer danach, woher man

komme. Im vierwöchigen

Wechsel findet in dieser ersten

Phase zudem die überbetriebliche

Ausbildung (ÜBA) in Sigmaringen

statt.

Darauf folgen vier Semester an

der Hochschule in Biberach.

„Da habe ich die normalen Vorlesungen

aus dem Bauingenieurwesen-Studiengang

wahrgenommen

und entsprechend

auch Prüfungen schreiben

müssen“, berichtet Lukas.

Doch reines Studentenleben

war in dieser Zeit nicht angesagt:

„In den Semesterferien

wurde dann wieder ein praktischer

Teil mit Baustellen-Arbeit

und ÜBA eingezogen.“ Im Gegensatz

zu Vollzeit-Studenten

hat Lukas im kooperativen Studium

nur die üblichen 30 Tage

Jahresurlaub. „Aber ich bekomme

dafür ja auch über die ganze

Zeit ein Gehalt ausgezahlt“,

sagt er. Jobben müsse er daher

im Vergleich zu seinen Kommilitonen

an der Hochschule

nicht noch zusätzlich.

Das Zwischenspiel

aus Praxis und

Theorie macht es

für mich aus.

beim Next Step-Gespräch Anfang

Juli.

Während er noch für die Straßenbau-Prüfungen

paukt,

muss er gleichzeitig auch schon

die dritte Phase des kooperativen

Studiums organisieren.

Diese beinhaltet zunächst das

ingenieurtechnische Praktikum.

„Ich arbeite also für ein

halbes Jahr im Büro mit, lerne

etwa wie die Abrechnungen

oder die Organisation einer

Baustelle als Bauleiter funktionieren.“

Danach geht es nochmals

für zwei Semester an die

Hochschule, um letztendlich

noch die Bachelor-Thesis zu

schreiben. Ein straffes Programm?

„Schon, ja – man lebt

quasi die ganze Zeit über aus

dem Koffer. Aber ich finde das

Zwischenspiel aus Praxis in der

Ausbildung und Theorie im

Studium einzigartig. Mit diesem

gesammelten Wissen hoffe

ich, mir eine Menge Kompetenz

für den späteren Job aneignen

zu können“, so Lukas.

Ohne Mathe geht’s nicht

Durchhaltevermögen, Ehrgeiz

und eine gute Selbstorganisation

sind dem jungen Mann zufolge

unerlässlich, wenn man

ein kooperatives Studium anstrebt.

Je nach Bereich – bei

Leonhard Weiss ist es möglich,

den Bauingenieur Plus mit einer

Ausbildung zum Straßenbauer

oder Beton- und Stahlbetonbauer

zu absolvieren

– brauche man des Weiteren

NEXT STEP JOBSTART |11

Anpacken beim Pflastern und Co. gehört während der Straßenbauer-Ausbildung

natürlich dazu.

Foto: privat

gute Mathekenntnisse und ein

dickes Fell. „Als Azubi auf einer

Baustelle, wo große Maschinen

die Straße auffräsen, tonnenweise

Material von A nach

B gekarrt werden muss und

bei Wind und Wetter gearbeitet

wird, geht es natürlich mal

rauer zu“, berichtet Lukas. Aber

das schweiße das Team auch

zusammen. „Und genau diese

Hautnah-Erfahrungen sind es,

die ich sammeln wollte und im

Vollzeit-Studium wohl nie bekommen

hätte“, ist er sich sicher.

Von Alisa Grün

Körperliche vs. Kopfarbeit

Zum Ende der zweiten Bauingenieur-Plus-Phase

geht es

nochmal für ein halbes Jahr in

den Ausbildungsberuf, in Lukas‘

Fall auf die Baustellen, um

mit Schaufel und Co. beim Straßenbau

anzupacken. „Die körperliche

Arbeit als Straßenbau-

Azubi ist für mich ein super

Ausgleich, um den Kopf vom

Lernen im Studium wieder frei

zu bekommen.“ Und dann

kommt schon die Abschlussprüfung

der Ausbildung. In

Wirtschaftskunde, Straßenbau,

Erdbau und Entwässerung wird

der 22-Jährige theoretisch geprüft.

Praktisch muss er sein

Können im Pflastern und Nivellieren

zeigen. „An diesem Punkt

bin ich gerade“, erklärt Lukas

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12| NEXT STEP JOBSTART

VOM OPA

INSPIRIERT

Auf jeden Fall“, sagt

Fabian Schauer mit

voller Überzeugung,

„will ich nach meinem

Abschluss Anfang des

kommenden Jahres in diesem

Beruf weiterarbeiten. Danach

möchte ich zwei oder drei Jahre

warten, währenddessen noch

viel Berufserfahrung sammeln,

und mich dann weiterbilden

lassen zum Meister oder Techniker.“

Fabian kommt aus Nassau und

ist Auszubildender zum Anlagenmechaniker

für Sanitär-,

Heizungs- und Klimatechnik

bei der Weikersheimer Firma

Hieber und mit seiner Ausbildungswahl

und dem Unternehmen,

bei dem er angestellt ist,

sehr zufrieden.

Fabian Schauer hat seinen Traumberuf im Handwerk gefunden.

Fabian Schauer aus Nassau lernt den Beruf des

Anlagenmechanikers für Sanitär-, Heizungs- und

Klimatechnik bei der Firma Hieber. Bevorzugt

arbeitet er auf kleinen, übersichtlichen Baustellen.

Fotos: Linda Hener

Frische, gesunde Raumluft

Das klassische Einfamilienhaus

sei sein Lieblingsprojekt, meint

der 18-Jährige: „Denn dort stehen

für uns überwiegend die

gleichen Arbeiten an wie auf einem

Großbau, doch es ist viel

übersichtlicher als auf den großen,

weiten Baustellen, für die

es riesige Pläne gibt und es dadurch

manchmal auch ein wenig

schwer wird, den Überblick

zu behalten.“

Die unterschiedlichen Bereiche

der Berufsbezeichnung – Sanitär,

Heizung, Klima – beschreibt

er folgendermaßen: „Im Sanitärbereich

kümmern wir uns

um die Gestaltung und den

Ausbau und Anschluss von Bädern,

Duschen und Toiletten.

Bei der Sparte Heizung geht es

um Wärme und Wärmeversorgung

und bei der Klimatechnik

um die Zu- und Abluft in Räumen,

also Installationen, um

frische und gesunde Raumluft

zu gewährleisten.“ Überschneidungen

dieser einzelnen Themenbereiche

kämen bei den

Aufträgen hin und wieder vor,

berichtet er, aber das sei nicht

zwangsläufig so. Innerhalb seiner

Ausbildung habe er ein

breites Spektrum an Tätigkeiten

erlernt und verschiedene

Aufgaben durchgeführt, die er

nun in der Praxis einsetzen


Es wird auch darauf geachtet,

dass wir saubere Kleidung

tragen oder wie wir den

Kunden gegenüber auftreten.

kann: „Von der Fertigmontage

über Lüftungsprojekte bis hin

zum Heizungsbau habe ich alles

mitbekommen, umgesetzt

bei Privat- aber auch Gewerbekunden.“

Gute Stimmung im Team

55 Mitarbeitende hat Hieber,

Spezialist für Gebäudetechnik

und Badgestaltung mit Sitz in

einem modernen Gebäude mit

angegliederten Ausstellungsräumen

im Weikersheimer Industriegebiet,

davon sind sechs

Auszubildende. Fabian gefällt

es dort – aufgrund der guten

Stimmung im Team sowie der

Professionalität, die dort

herrscht. „Mir ist schon damals

bei meiner Bewerbung aufgefallen,

dass man hier schnell reagiert

und handelt.“ Seine Bewerbung

sei „kaum eine Woche

draußen“ gewesen, „da wurde

ich schon zum Bewerbungsgespräch

eingeladen und habe

danach bald die Zusage für die

Ausbildung bekommen.“ Ihm

sagt auch zu, wie sich im Unternehmen

um die Auszubildenden

gekümmert wird: „Es wird

auch darauf geachtet, dass wir

saubere Kleidung tragen oder

wie wir den Kunden gegenüber

auftreten.“ Er erlebe nicht nur

die Vermittlung von Wissen und

Ausbildungsinhalten, sondern

So begeistert

ist Fabian von

seinem Beruf,

dass er sich

nach der Lehre

zum Meister

oder Techniker

weiterbilden

möchte.

NEXT STEP JOBSTART |13

auch die sogenannter „Soft

Skills“.

Die Begeisterung für diesen Beruf

hat Fabian hauptsächlich

von seinem Opa von klein auf

mitgegeben bekommen: „Ich

wollte unbedingt etwas Handwerkliches

machen und habe

mir zuerst ähnliche Jobs angeschaut,

wie Schweißer oder Küchenbauer,

aber das hat mir

nicht so gut gefallen. Da mein

Opa auch ein Unternehmen im

Bereich ‚Klima, Heizung, Sanitär‘

hatte, habe ich Praktika absolviert,

die mir dann auch

Spaß gemacht haben. Mein

Opa war – nicht nur hier – mein

Vorbild.“ Außerdem seien sein

Vater und sein Schwager in

ähnlichen Berufen tätig. Im November

stehen für Fabian

Schauer die Prüfungen an der

Berufsschule in Bad Mergentheim

an, „im Februar dann die

der Kammer.“ Bei einem erfolgreichen

Abschluss erhofft er

sich, von der Firma Hieber

übernommen zu werden.

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14| NEXT STEP JOBSTART

Lukas ist für die Produktion

der Türzargen

verantwortlich. Diese

werden mithilfe einer

CNC-gesteuerten Maschine

gefertigt, die von

Lukas eingestellt wird.

Foto: Köhnlein Türen

FRÄSEN, HOBELN,

PROGRAMMIEREN

Lukas Meißner arbeitet als Holzmechaniker

bei der Firma Köhnlein Türen in

Stimpfach. Schon bald möchte er sich

zum Holztechniker weiterbilden lassen.

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Holz ist einfach mein

Werkstoff“ – Lukas

Meißner aus Riegersheim

im Ostalbkreis

hat den perfekten Beruf

für sich gefunden. Er startete

2017 mit seiner Ausbildung

zum Schreiner und später zum

SPANNENDE JOBS UND AUSBILDUNGSBERUFE

STARTE 2022 BEI UNS ALS:

ANLAGENMECHANIKER (M/W/D)

BAUSCHREINER (M/W/D)

ELEKTRONIKER (M/W/D)

KLEMPNER (M/W/D)

MALER UND LACKIERER (M/W/D)

ZIMMERER (M/W/D)

STUCKATEUR (M/W/D)

Holzmechaniker und ist seit

eineinhalb Jahren fest bei seinem

Ausbildungsbetrieb Köhnlein

Türen in Stimpfach angestellt.

„Für mich stand schon

immer fest, dass ich einen Job

im Handwerk machen möchte.

Das liegt mir einfach. Und vor

allem die Arbeit mit Holz macht

mir unglaublich viel Spaß“, erzählt

der 19-Jährige.

Ein Experte

für Türzargen

Nach seinem Hauptschulabschluss

ließ er sich zunächst

zum Schreiner in einem anderen

Betrieb ausbilden. „Mir hat

es dort jedoch nicht so gut gefallen

und ich war unglücklich.

Das haben dann auch meine

Lehrer in der Berufsschule in

Aalen mitbekommen und haben

mit mir gemeinsam nach

einer Alternative gesucht“, erläutert

der Holzmechaniker,

der in seiner Freizeit gerne

Fahrrad fährt und in der Landwirtschaft

tätig ist. Fündig wurde

er dann beim Stimpfacher

Türenhersteller: „Ich habe hier


© Pitopia, Vanessa Bergt, 2010

NEXT STEP JOBSTART |15

Holz ist

einfach

mein

Werkstoff.

Foto: eliosdnepr/adobestock.com

ein eintägiges Praktikum gemacht

und bereits am Abend

bekam ich die Zusage, dass ich

meine Ausbildung – dann als

Holzmechaniker – bei Köhnlein

fortsetzen kann.“ Nach seiner

Lehre wurde Lukas vom Betrieb

übernommen.

Sein Arbeitstag startet morgens

um 7 Uhr. „Zunächst muss ich

die CNC-gesteuerte Maschine

reinigen. Denn nur wenn alles

sauber ist, kann sie richtig arbeiten

und Schnitte und Fräsungen

richtig setzen.“ Der

19-Jährige ist für die Türzargen,

den Rahmen, zuständig. „Ich

schalte die Maschine an und

lasse die ersten Holzteile durchlaufen,

die dann je nach Auftrag

zurechtgeschnitten werden“,

erklärt er. Er überwacht die Anlage

und kontrolliert die Produkte:

Passen die Größen? Sind

die Fräsungen richtig gesetzt?

„Gegebenenfalls muss ich die

Werkzeuge an der Maschine

austauschen.“ Wenn am Ende

des Tages die bestellten Zargen

fertig produziert sind, ist Lukas

zufrieden. „Das ist das Schöne

an dem Beruf: Man sieht, was

man gemacht hat.“ Sein Job

klinge vielleicht einseitig, da er

nur Türzargen bearbeite, gibt er

zu. Jedoch sei das Gegenteil der

Fall: „Die Arbeit ist unglaublich

vielseitig! Jede Zarge ist anders

und ich habe jeden Tag mit verschiedenen

Oberflächen, Größen

und Holzarten zu tun. Zudem

sind auch die Bohrungen

und Fräsungen für Türschlösser

ganz individuell. Das macht

meine Arbeit richtig interessant“,

freut sich der Holzmechaniker.

Sicher arbeiten an

der CNC-Maschine

Während seiner dreijährigen

Ausbildungszeit kamen auch

die theoretischen Grundlagen

nicht zu kurz. Das erste Lehrjahr

verbringen die Holzmechaniker-Azubis

komplett in

der Berufsschule, später sind

es immerhin noch zwei Tage

die Woche. Das erste theoretische

Jahr sei sehr wichtig,

findet Lukas. „Da lernen wir

den sicheren Umgang mit den

Maschinen kennen.“ Daneben

stehen auch Mathematik,

Deutsch, Gemeinschaftskunde

sowie Werkstattunterricht

auf dem Stundenplan.

Sein praktisches und theoretisches

Wissen kann der junge

Mann außerdem im privaten

Bereich gut einsetzen. „Ich arbeite

auch zu Hause viel mit

dem Werkstoff Holz. So habe

ich zum Beispiel schon ein

Hochbeet oder einen Hasenstall

gebaut. Durch meinen Job

weiß ich dann, welche Holzarten

sich für solche Projekte eignen

und welche Öle ich für

drinnen oder draußen verwenden

kann.“ Manche Hölzer

kann der Riegersheimer sogar

nur am Geruch erkennen. Bald

möchte Lukas sich zum Holztechniker

weiterbilden

lassen, der Betrieb

hat ihm für dieses Vorhaben

schon seine Unterstützung zugesagt.

„Die Weiterbildung

dauert zwei Jahre und beinhaltet

vor allem Fortbildungen in

den Bereichen Programmierung

und CAD-Zeichnungen.“

Zudem kann er sich vorstellen,

später den Ausbilderschein zu

machen. „Ich bin auch immer

mit dem Unternehmen auf den

Azubi-Messen in der Region

unterwegs. Ich mag es, mit anderen

ins Gespräch zu kommen

und für diesen tollen Beruf

Werbung zu machen.“

Von Eileen Scheiner

SCHREINER VS. HOLZMECHANIKER

Die Ausbildungen zum Schreiner und zum Holzmechaniker

sind sich sehr ähnlich. In beiden Berufen lernt

man, wie man Möbel, Küchen und Inneneinrichtungen aus

Holz herstellt. Auch Fenster, Türen und Treppen fallen in die

Aufgabenbereiche von Schreiner und Holzmechaniker. Während

der Schreinerberuf traditionell im Handwerk angesiedelt

ist, werden Holzmechaniker eher in industriell orientierten

Produktionen ausgebildet.

Auch wir bilden aus:

Maurer m/w/d

Betonbauer m/w/d

Wir sind ein überschaubares, modern eingerichtetes

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aus, egal ob einfache oder anspruchsvolle Projekte.

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16| NEXT STEP JOBSTART

VON DEN EIGENEN WERKEN

INSPIRIEREN LASSEN

Leon Wühr (20) aus

Lauda-Königshofen

lernt mit Begeisterung

den Beruf

„Maler & Gipser“.

Immer wieder ist er

auf neuen Baustellen

unterwegs.

Ich komme gewissermaßen

aus einer Handwerker-

Familie“, berichtet Leon

Wühr stolz auf der aktuellen

Baustelle, auf der sich das

Team des Maler- und Gipsergeschäfts

S. Trummer aus Lauda

gerade befindet. Dort wird

ein altes Haus komplett saniert

und die Fassade neu verkleidet:

„Es ist wichtig, dass das Haus

geschützt ist und alle Bauteile,

die man hinsetzt‚ gut im Wasser

liegen“, erklärt Leon.

Leon kontrolliert, ob die Fassade mit dem angebrachten Gips „im Wasser liegt“.

Fotos: Linda Hener

Vom Schülerpraktikum

zum Traumjob

Schon sein Onkel hat den Beruf

des Malers bei der gleichen

Firma gelernt. Weil auch

viele Freunde und Bekannte

im Handwerksbereich tätig

sind, sei sein Interesse an diesem

Beruf gewachsen. „Innerhalb

eines einwöchigen Schulpraktikums

habe ich mir die

Tätigkeiten angeschaut und es

hat mir gut gefallen. Dann habe

ich mich für die Ausbildung als

Maler und Gipser hier in Lauda

erfolgreich beworben.“ Der positive

Eindruck aus dem Praktikum

hat sich bestätigt. Leon

ist sehr zufrieden mit seiner

Berufswahl: „Wir sind viel unterwegs,

immer wieder auf anderen

Baustellen, mal kleinere,

mal größere, und viel an der

frischen Luft draußen, um Fassaden

zu bearbeiten. Diese Abwechslung

ist schön.“

Es erfüllt ihn außerdem mit

Freude, wenn er später an Ge-


äuden vorbeifährt und

weiß, da hat er an der Gestaltung

mitgewirkt. „Über die

Zeit werden es mehr und mehr

Häuser und Bauten, an deren

Umbau man beteiligt war. Es ist

toll, das eigene Werk zu sehen.“

Von diesen unterschiedlichen

Projekten lässt er sich auch persönlich

inspirieren: „Ja, die verschiedenen

Stile sind für mich

Anreize und ich kann inzwischen

besser einschätzen und

umsetzen, wenn ich zu Hause

selbst was mache. So habe ich

kürzlich ein Zimmer gestrichen

und wusste aus meiner Erfahrung,

welche Farben harmonieren

oder welche Techniken miteinander

funktionieren.“

Der Beruf

ist auch

körperlich

anstrengend.

Ein Job für

jedes Geschlecht

Was genau macht er als Maler

und Gipser in seinem Berufsalltag?

„Vom Gerüstbau

über Wärmedämmung, Verputzen,

Streichen und Tapezieren

ist von allem was dabei.“

Geduld, Kraft und Wille

solle man mitbringen, meint

Leon, wenn man diesen Beruf

ergreifen möchte: „Denn einfach

ist es nicht und mitunter

körperlich anstrengend“, aber

er beschwichtigt auch: „Wenn

es einmal läuft, dann wird es

zunehmend leichter.“ Leon ist

mittlerweile im dritten Lehrjahr

und in seiner Erkenntnis

sehr reif: „Fehler sind menschlich

und können passieren, natürlich

sollte man aber daraus

lernen wollen.“

Er hat während seiner Ausbildung

die Berufsschule in Tauberbischofsheim

besucht. Themen

waren unter anderem in

den praxisbezogenen Fächern

Farblehre und Gestalten.

„Wir haben zum Beispiel

erklärt bekommen,

wann man Schlichteres

einsetzt oder Kräftigeres

wählt, wie das bei Kindergärten

der Fall ist.“ Auch

historische Gebäude spielten

im Lehrplan eine Rolle:

„Beispielsweise Gebäude

mit Sockelsteinen und

wie man die Optik bei einer

solchen Renovierung

behalten kann, also viel

Spannendes.“

Leon erwähnt, dass in seiner

Klasse nur Jungs sind,

in der Klasse über ihm

auch zwei Mädchen gewesen

seien. Ja, vornehmlich würden

Männer diesen Beruf ergreifen:

„Aber im Grunde ist das was für

alle“, ist er überzeugt.

Nach seinem Abschluss will

er weiter in Lauda als Maler

und Gipser arbeiten. Sein Chef

Herbert Kirschner will ihn aufgrund

seiner tollen Leistung

NEXT STEP JOBSTART |17

Besonders schätzt Leon die Ab-

wechslung in seinem Beruf: Mal

rührt er Gips an, ein anderes

Mal streicht er Wände.

übernehmen. „Den Meister zu

machen“ hat er im Hinterkopf,

sieht das aber nicht verbissen.

Erst einmal will er erfolgreich

seine Prüfungen ablegen.

Von Linda Hener

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18| NEXT STEP JOBSTART

VOM KAMERAMANN ZUM

ZWEIRAD-SCHRAUBER

Sachitha Suduge hat seine neu entdeckte

Leidenschaft inzwischen zum Beruf gemacht:

Er lässt sich bei e4.bike zum Zweiradmechatroniker

ausbilden. In seiner Heimat Sri Lanka

arbeitete der 30-Jährige in der Film- und

Werbebranche.

Als Zweiradmechatroniker-Azubi ist Sachitha hauptsächlich in der

Werkstatt im Einsatz.

Foto: Alisa Grün

DEINE KARRIERE

Ausbildung (m/w/d) zum

Vom E-Bike-Kauf

zum Traumberuf –

so in etwa lief es bei

Sachitha Suduge.

„Ich habe mir, als ich meinen

Bundesfreiwilligendienst beim

Sonnenhof in Hall absolviert

habe, ein E-Bike zugelegt, um

mobil zu sein“, berichtet er. Dabei

habe er zum einen entdeckt,

wie viel unterschiedliche Fahrrad-Modelle

es in Deutschland

gibt – vom Mountainbike bis

hin zum E-Lastenrad – und zum

anderen, wie viel Spaß ihm das

Fahren mit und Instandhalten

von seinem eigenen E-Bike

macht. Radfahren zählt inzwischen

zu seinen größten Leidenschaften.

Dass er erst „so

spät“ regelmäßig in die Pedale

tritt, hat einen einfachen

Grund: „Ich bin vor zweieinhalb

Jahren von Sri Lanka nach

Deutschland gekommen. Dort

*Feinwerkmechaniker/in Fachrichtung Werkzeugbau

Zerspanungsmechaniker/in

ist Radfahren überhaupt kein

Thema“, lacht der junge Mann.

Als sein „Bufdi“ sich dem Ende

zuneigte, lag es für Sachitha nahe,

ein Praktikum im Zweirad-

Bereich zu machen. Er ließ sich

von den Mitarbeitern im

Schwäbisch Haller Geschäft

von e4.bike alle Aufgaben zeigen,

die ein Zweiradmechatroniker

zu erledigen hat. „Ich

wollte ganz genau wissen, was

hinter dem Beruf steckt“, macht

er deutlich. Keine Woche habe

es bei ihm gedauert, bis er

wusste: „Das möchte ich machen!“

Seit September 2020 absolviert

der 30-Jährige nun die

Ausbildung zum Zweiradmechatroniker

mit Fachrichtung

Fahrradtechnik beim Fachhändler

e4.bike in Schwäbisch

Hall.

Kfz-Wissen gehört dazu

Dreieinhalb Jahre dauert die

Lehrzeit insgesamt. Das erste

Jahr davon verbringt Sachitha

hauptsächlich an der Gewerblichen

Schule in Schwäbisch

Hall. Dort sind zunächst alle

Mechatronik-Azubis, egal ob

für Kfz oder Zweirad, in einer

Klasse zusammengefasst. Denn

die Grundlagen zur Ausübung

des Berufs sind dieselben. Ab

dem zweiten Lehrjahr wird er

zum fachspezifischen Blockunterricht

an die Berufsschule in

Breisach am Rhein gehen.

„Die Schule macht mir großen

Spaß“, sagt der angehende

Zweiradmechatroniker. „Neben

Fächern wie Deutsch oder

Gemeinschaftskunde steht Berufsfachkunde

auf dem Stun-


NEXT STEP JOBSTART |19

denplan.“ Dabei lernen sie

unter anderem, wie Verbrenner-Motoren,

Bremssysteme

oder die Hydraulik funktionieren.

„Auch wenn das alles an einem

Kfz gelehrt wird, kann man

es auf Zweiräder übertragen –

Motorräder, E-Bikes oder Fahrräder

haben ja auch Bremsen“,

macht Sachitha deutlich.

Schrauben, löten, fräsen

In den Schulferien oder wenn

der Unterricht mal ausfällt,

hilft er im Laden seines Ausbildungsbetriebs.

Sein Arbeitsbereich

ist dort dann die Werkstatt,

wo ihn die Kollegen

anleiten. Neurad-Montage, Inspektion

oder Reparaturen

von E-Bikes oder E-Lastenrädern

stehen dann auf der Todo-Liste.

„Mir fehlt natürlich

noch die Erfahrung, aber mit

der Unterstützung der Kollegen

geht alles leichter. Sobald

ich fertig bin, kontrollieren sie

nochmal, ob alles stimmt.“

Insbesondere der Aufbau von

neuen Rädern gefällt dem Azubi.

Je nach Kundenwunsch

muss er die vom Hersteller gelieferten

Bikes noch umbauen,

also beispielweise einen anderen

Sattel oder einen Kindersitz

montieren. „Bevor wir die

Räder dann dem Kunden übergeben,

machen wir eine Probefahrt“,

erklärt Sachitha. „So

kann ich immer wieder andere

Modelle kennenlernen – das

finde ich top.“ Fully Mountainbikes,

die sich durch ihre spezielle

Federung auszeichnen,

haben es ihm besonders angetan.

Glücklich im Handwerk

Kein Wunder, schnappt er sich

inzwischen auch in seiner Freizeit

regelmäßig ein Rad und

düst damit die Trails der Region

entlang. Mit der Helm-Kamera

nimmt er seine Touren auf und

kann so seiner zweiten großen

Leidenschaft nachgehen: dem

Filmen. „In Sri Lanka habe ich

als Kameramann in der Filmund

Werbebranche gearbeitet.“

Diesen Beruf weiterhin in

Deutschland auszuüben, gestalte

sich Sachitha zufolge aber

schwierig. „Die Bedingungen

sind komplett andere.“ Er sei

WIR GEBEN JUNGEN MENSCHEN

IN VERSCHIEDENEN BERUFEN DIE

CHANCE AUF EINE AUSBILDUNG.

aber sehr froh, nun im Handwerk

seine Berufung gefunden

zu haben.

Wer sich für den Job interessiert,

der sollte dem Azubi zufolge

diese Eigenschaften mitbringen:

technisches

Verständnis, Mathekenntnisse

für Messungen und Co.,

handwerkliches Geschick und

Lust darauf, immer wieder

neue Technologien kennenzulernen.

„Und man sollte Spaß

am Radfahren haben, aber das

ist ja fast selbstverständlich“,

sagt Sachitha lachend.

Von Alisa Grün

GUT ZU WISSEN

Die Ausbildung zum

Zweiradmechatroniker

gibt es mit zwei Fachrichtungen:

Fahrradtechnik

und Motorradtechnik.

Bei beiden ist sowohl

der Kundenkontakt

als auch das handwerkliche

Können wichtig. Das

Einstellen von elektrischen

Anlagen oder Antriebssystemen

gehört genauso

in das Aufgabengebiet

wie das Prüfen von

Leitungen, Verbindungen

und Batterieständen mit

Messgeräten oder das

Montieren von Ersatzteilen.

Wer also Spaß am

„Rumschrauben“ hat und

keine Angst vor Öl und

Schmutz, der ist in diesem

Beruf richtig.

Mehr Infos unter

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20| NEXT STEP JOBSTART

DER SCHÖNE SCHEIN

KULTUR-

SPECIAL

Jakob Stenzel an seinem Arbeitsplatz in der „Maske“ in der Blauen Halle des Mainfrankentheaters Würzburg.

Foto: Claudia Linz

Ob blendend aussehender Adonis oder abgrundtiefer Bösewicht, das Verwandeln von Menschen

macht Jakob Stenzel einen Riesenspaß. Zehn Jahre hat er sich auf die Bewerbung zu

einem Ausbildungsplatz als Maskenbildner vorbereitet.

Jakob Stenzel macht schön

und hässlich, jung und

steinalt. Er knüpft Bärte

und Schnäuzer aus Echthaar,

setzt Augenbrauen

höher, verwandelt ebenmäßige

Nasen in rote Gimpel, lackiert

abscheuerregende Fingernägel

und verleiht einem Antlitz markante

Gesichtszüge. Maskenbildner

ist Jakobs Traumberuf –

und das liegt an seiner Berliner

Tante, die sich einige Zeit in

Amerika aufgehalten hatte. „Sie

hat mir gezeigt, wie man Halloween

richtig feiert, furchterregende

Fantasiefiguren geschaffen

und das ganze Haus gruselig

dekoriert“, erzählt der 26-Jährige.

Aufgrund dessen wusste er

schon als Siebtklässler, dass das

Verkleiden und Verwandeln seine

Passion ist. Zehn Jahre bereitete

er sich auf den Beruf vor,

machte erst eine Ausbildung

zum Kosmetiker in Berlin, dann

eine zum Friseur im brandenburgischen

Rangsdorf. Nun

lernt er im ersten Ausbildungsjahr

Maskenbildner am Würzburger

Mainfrankentheater

und arbeitet in der Spielstätte

„Blaue Halle“ in der Universitätsstadt.

Alle Register gezogen

Dafür, dass es mit seinem Ausbildungsplatz

klappt, zog Jakob

alle Register. Er setzte alles daran,

aufzufallen, wählte ein Sakko

im Zeitungspapiermuster,

entschied sich für ein Tages-

Make-up und reiste mit einer

selbst designten A3-Bewerbungsmappe

im Querformat

an. Schließlich ging es darum,

niemanden Geringeren zu beeindrucken

als den Träger der

„Goldenen Maske“, Wolfgang

Weber. 2019 hatte dieser die

Auszeichnung für sein Lebenswerk

erhalten. „Neben Jakobs

beiden abgeschlossenen Ausbildungen,

was schon mehr

war, als seine Mitbewerber hatten,

gefiel mir seine offene, direkte

Art“, begründet der Chefmaskenbildner

seine Wahl.

„Und im Vorstellungsgespräch

sind mir sein Sinn für Humor

und seine Empathie aufgefallen.“

Drei Tage später gab Weber

dem Bewerber aus Berlin

die Zusage. Jakob hatte sich ge-

AUSBILDUNG UND KARRIERE

Pro Jahr werden deutschlandweit lediglich 60 bis 70

Maskenbildner im dualen System an den drei Berufsschulen

in Berlin, Hamburg und Baden-Baden ausgebildet. Jakob

verbringt sechs bis acht Wochen am Stück am Mainfrankentheater

in Würzburg und anschließend zwei bis vier Wochen

in der Berufsschule in Baden-Baden. Nach der Ausbildung

hat er viele Möglichkeiten. Er kann sich weiterbilden,

um Ausbilder, Stellvertreter oder Chefmaskenbildner an

Theatern und Opernhäusern, bei Film und Fernsehen zu

werden. Besonders liebäugelt Jakob damit, eine eigene Maskenbildnertruppe

aufzubauen und sich einen Namen in der

Branche zu machen.


gen 103 Mitbewerber durchgesetzt.

Gazellenhörner aus

Thermoplastik

Am 1. September 2021 ging‘s

dann gleich richtig los. Jakobs

erste Aufgabe war es, eine Montur

zu nähen – etwas, das er vorher

noch nie gemacht hatte.

„Bei diesem ersten Schritt bei

der Herstellung einer Perücke

handelt es sich um ein Netz, in

das Echthaar geknüpft wird“,

erklärt der junge Mann. Danach

knüpfte er einen Oberlippenbart.

„Drei Tage habe ich

daran gesessen“, erinnert er

sich. Der Bart hatte seinen „Auftritt“

in der Premiere von „Die

glückliche Hand/Gianni Schicchi“.

Außerdem schminkte Jakob

zwei der Sänger für den

Bühnenauftritt. „Meine Kolleginnen

links und rechts warfen

nur kurz einen Blick auf das Ergebnis

und dann ging’s für die

Darsteller schon raus auf die

Bühne. Dass ich als Anfänger

gleich voll mitarbeiten und solche

verantwortungsvollen Sachen

machen durfte, damit hatte

ich nicht gerechnet“, sagt

Jakob und freut sich über die

Vorschusslorbeeren. Weiter

ging es mit Tiermasken für „Die

Zauberflöte“. Aus Thermoplastik,

das mit dem Föhn zum

Schmelzen gebracht wird,

formte Jakob Gazellenhörner,

dazu Ohren aus Schaumstoff

und ein Nashornhorn aus

Pappmaschee. Dann setzte er

alle Teile zusammen und bemalte

die Masken. Beim Anpassen

musste er dann nur noch

Gucklöcher ausschneiden und

ein Netz darüber spannen, damit

sie für das Publikum unsichtbar

sind.

Ein Gespür für

den Gemütszustand

Maskenbildner haben mit vielen

unterschiedlichen Menschen

zu tun. Während des

Kreierens einer Rolle setzen sie

sich mit dem Regisseur, der

Ausstatterin und dem Schauspieler

auseinander. Immer

wieder müssen Kompromisse

gefunden werden. In der „Maske“,

dem Raum, in dem die

Wenn man das Gefühl hat,

es ist zu viel Make-up,

dann ist es für die Theaterbühne

gerade richtig.

Darsteller geschminkt und frisiert

werden, braucht Jakob,

der aktuell für die Oper arbeitet,

ein Gespür für den jeweiligen

Gemütszustand des Sängers.

„Kann man entspannt

quatschen oder ist es angesagt,

lieber zu schweigen und zügig

zu arbeiten?“ Etwa, einem

Sänger ein Gesicht zu geben,

indem man es einschattiert,

also manche Partien aufhellt

und damit hervorhebt und andere

abdunkelt. Das nennt

man „Markant-Schminke“, erklärt

er. „Wenn man das Gefühl

hat, es ist zu viel Make-up,

dann ist es für die Theaterbühne

gerade richtig“, weiß Jakob,

und taucht den Pinsel in die

Tiegel und Töpfe.

NEXT STEP JOBSTART |21

Adrenalinkick beim

„schnellen Umzug“

Auch bei den „schnellen Umzügen“

am Abend steht der Nachwuchs-Maskenbildner

hinter

der Bühne bereit. Sitzt die Frisur

noch oder sollte eine widerspenstige

Locke mit der Haarnadel

gebändigt werden? Muss

der Schnurrbart wieder angeklebt

oder das Gesicht nachgeschminkt

werden? Einmal, erinnert

er sich, hatte ein

Darsteller seinen Hut auf der

falschen Bühnenseite abgelegt,

und es war nur noch eine Minute

Zeit. Der Azubi sprintete

durch die ganze Halle, um ihn

zu holen, und konnte das Accessoire

in letzter Sekunde gerade

noch zuwerfen. Ein Adrenalinkick

für Jakob und eine

Aktion, die hinter der Bühne für

große Aufregung sorgte, von der

die Zuschauer im Saal aber

nicht das geringste mitbekommen

hatten. Sie sind gefangen

im schönen Schein, zu dem

auch Jakob beiträgt.

Von Claudia Linz

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22| NEXT STEP JOBSTART

KULTUR-

SPECIAL

Das kreative

Arbeiten und die

Verantwortung gefallen

mir wirklich sehr.

Musik leiser drehen, Mikro anschalten

und los geht’s: Im Studio

ist Selbständigkeit gefragt.

Rebekka bedient während ihrer

Sendung alle Regler selbst.

Foto: Eileen Scheiner

DREIMAL DIE WOCHE

„LIVE ON AIR“

Rebekka Benz absolviert ein FSJ Kultur beim Radio StHörfunk in

Schwäbisch Hall. Jeden Montag, Mittwoch und Freitag ist sie im Mittagsmagazin

zu hören. Die Themen und die Musik der Sendung wählt

die 21-Jährige selbstständig aus.

Rebekka ist immer gut

organisiert. Auf dem

Tablet vor ihr ist genau

niedergeschrieben,

wie die kommende Stunde abläuft:

Zuerst kommen die Nachrichten,

anschließend spricht

sie eine Minute, dann laufen

zwei Songs – „und so geht es

dann weiter bis die ganze Stunde

gefüllt ist.“ Ihren Text hat sie

in Stichworten aufgeschrieben.

„Ich brauche immer einen Ablaufplan

für die Sendung. So

fühle ich mich einfach sicherer“,

erzählt die 21-Jährige.

Gleich ins kalte

Wasser geschmissen

Seit September 2021 absolviert

Rebekka ein Freiwilliges Soziales

Jahr (FSJ) Kultur beim freien Radio

StHörfunk in Schwäbisch

Hall. „Nach meinem Abitur

wollte ich eigentlich eine große

Reise machen, aber wegen der

Corona-Pandemie war mir das

zu unsicher. Dann habe ich

mich nach Alternativen umgeschaut

und bin zufällig auf das

FSJ Kultur gestoßen“, erzählt sie.

Schon an ihrem ersten Tag wurde

sie von den Radiomachern

ins kalte Wasser geworfen: „Ich

startete um 9 Uhr und war um 12

Uhr bereits mit meiner ersten

Sendung live on Air. Das war

wirklich spannend.“ Anfangs

war die Arbeit als Moderatorin

noch ungewohnt und schwierig.

„Doch man wächst an den Aufgaben

und bekommt Tipps von

erfahrenen Kollegen." Rebekka

ist für das Mittagsmagazin

„StHörmelder“ verantwortlich

und geht dreimal in der Woche

auf Sendung. Hinter ihrer Radioshow

steckt jede Menge Arbeit.

„Ich darf hier ganz selbstständig

arbeiten. Ich suche mir

meine Themen selbst raus, interviewe

Gäste, wähle passende

Musik aus und spreche Jingles

ein. Dieses kreative Arbeiten

und die Verantwortung gefallen

mir wirklich sehr“, resümiert die

Hallerin. Von 9 bis 12 Uhr bereitet

sie ihre Sendungen vor, um

12 Uhr steht sie dann im Studio

EINE ANDERE ART

DES FREIWILLIGENDIENSTES

Das FSJ Kultur dauert zwölf Monate und beginnt jedes

Jahr am 1. September. Einsatzstellen sind unter anderem

Theater, Archive, Kunstschulen, Veranstaltungs- und Bildungseinrichtungen,

Musikschulen, Verbände, Museen, Bibliotheken

und Kulturbüros. Neben den praktischen Arbeiten

stehen auch Seminare sowie Bildungsexkursionen auf dem

Programm. Für den Zeitraum des FSJ Kultur bekommen alle

Freiwilligen ein monatliches Taschengeld und Vergünstigungen.

Freie Stellen und Infos gibt es unter www.lkjbw.de.

und sendet live. Anschließend

kümmert sie sich noch um Bürotätigkeiten,

pflegt die Homepage

und die Social-Media-Kanäle

von Radio StHörfunk.

Ein Sommerfest

zum Kennenlernen

Zusätzlich muss Rebekka auch

eine Projektarbeit realisieren –

das gehört zum FSJ Kultur immer

dazu. „Auch hier durfte ich

mich komplett frei entfalten und

habe mich für ein Sommerfest

entschieden, das ich eigenständig

organisiert habe.“ Das Fest

fand Anfang Juli im Hospitalhof

in Schwäbisch Hall statt. Rebekka

hat dafür unter anderem Flyer

und Plakate gestalten lassen,

die Location und Getränke organisiert

und sich mit den DJs für

die musikalische Umrahmung

in Verbindung gesetzt. „Viele der

Redakteure beim Radio StHörfunk

kennen sich gar nicht, weil

sie zu ganz verschiedenen Zeiten

Sendungen haben. Das

Sommerfest war ein schöner

Anlass, sich zu treffen. Auch viele

Hörer sind gekommen, viel

mehr als ich erwartet habe. Ein

rundum gelungenes Fest!“, resümiert

die 21-Jährige.

In wenigen Wochen ist ihr FSJ

vorbei. Danach möchte sie ein

halbes Jahr arbeiten und anschließend

ihre ausgefallene

Reise nachholen. „Ich weiß aber

jetzt schon, dass mir die Arbeit

beim Radio StHörfunk unglaublich

fehlen wird. Wer weiß, vielleicht

mache ich in meiner Freizeit

ja einfach weiter?“

Von Eileen Scheiner


NEXT STEP JOBSTART |23

DEIN EINSTIEG IM

SONDERMASCHINENBAU

Ausbildungsberufe (m/w/d) für 2022/2023

Elektroniker für Automatisierungstechnik - 2022/2023

Mechatroniker - 2022/2023

Industriemechaniker - 2023

Zerspanungsmechaniker - 2022/2023

Technischer Produktdesigner - 2022/2023

Fachinformatiker, Fachr. Systemintegration - 2023

Industriekaufmann (auch mit Zusatzqualifikation IWM) - 2023

Fachkraft für Lagerlogistik - 2022/2023

Duales Studium (m/w/d) für 2022/2023

Elektrotechnik - 2022/2023

Maschinenbau - 2022/2023

Wirtschaftsingenieurwesen - 2022/2023

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24| NEXT STEP JOBSTART

KULTUR-

SPECIAL

Lara Hummel arbeitet gern mit

dem Cyr Wheel, einem großen

Metallreifen. Fotos: Karena Häfner

In Laras Alltag als

Azubi dreht sich alles,

denn sie rollt und

tanzt mit dem Cyr

Wheel, einem menschengroßen

Metallreifen.

Die 18-Jährige

aus Schorndorf macht

eine Ausbildung zur

Artistin an der Circartive

School, einer

Berufsfachschule für

Artistik in Gschwend.

„WIR LERNEN HIER ALLES,

WAS DAZUGEHÖRT,

UM ZIRKUS ZU MACHEN“

Lara Hummel ist nicht

Kind einer Artistendynastie.

Aber im jungen

Alter war sie öfter auf

Camps und Freizeiten auf dem

Rappenhof bei Gschwend. Erst

Bauernhof, dann Pflege- und

Erholungsheim, nennt er sich

heute CircArtive Hof. Er ist Freizeit-

und Bildungsstätte für inklusive

Bewegungskünste, Ort

des Zirkus‘ Pimparello, Schullandheim

und Heimat der Artistenschule.

„Mit 15 habe ich dort ehrenamtlich

bei Kinderfreizeiten

mitgeholfen und bald wusste

ich, dass ich an die Artistenschule

wollte“, so die Gymnasiastin.

Ihre Eltern seien davon

anfangs nicht so begeistert gewesen.

Cyr Wheel und Jonglage,

darin ist sie inzwischen Fachfrau.

Von einer Karriere als Star

in der Manege, der die ganze

Welt bereist, träumt Lara nicht.

„Der Umgang mit den Kindern,

also das Pädagogische, macht

mir viel Spaß. Während der Ausbildung

habe ich aber auch

mein Interesse an der Anatomie

entdeckt. Vielleicht kombiniere

ich Artistin und Zirkuspädagogik

mit einem Beruf in der Physiotherapie.“

Die Ausbildung zum Zirkustrainer

an der Artistenschule dauert

drei Jahre. Im ersten Jahr

lernt man die Grundlagen

sämtlicher Artistikfächer und

der Zirkusarbeit. „Aber man

wählt für sich schon eine Spezialisierung,

die man vier Stunden

pro Woche trainiert. Meist

ist es die, mit der man sich an

der Schule beworben hat“, so

Lara. Im zweiten und dritten

Ausbildungsjahr erfolgt noch

eine zweite Spezialisierung. Die

wählt man selbst oder wird mithilfe

der Lehrer ausgewählt.

„Entscheidend sind etwa Kraft

und Dehnung, das Talent ist

nicht so wichtig.“

Selbstdisziplin ist wichtig

Laras wöchentlicher Stundenplan

umfasst 31 Stunden. Ihre

Fächer teilen sich, ähnlich wie

bei anderen Azubis, in Praxis

und Theorie auf. Akrobatik,

Jonglage, Darstellung, Kraft,

Dehnung und Ausdauer machen

die Praxis aus. Für die letzten

drei Fächer gebe es einen

konkreten Trainingsplan, der zu

erfüllen ist. „Es erfordert viel

Selbstdisziplin, aber man will ja

auch selber weiterkommen.“

Zur Theorie gehören Zirkusmanagement,

Biologie, Anatomie,

Physik, Tontechnik und Elektrik.

Auch der Aufbau eines Zirkuszeltes

wird gelernt. Die Zirkusstadt,

ein kleines Dorf aus

Zelten, in denen auch die Kinderfreizeiten

stattfinden, ist

Projektarbeit der Azubis. „Wir

lernen einfach alles, was dazugehört,

um Zirkus zu machen.

Das unterscheidet unsere Schule

von den zwei anderen Artistenschulen

in Deutschland.

Dort liegt der Schwerpunkt

mehr auf dem Künstlerischen“,

erklärt Lara.

Jonglage, Balance

und Luftakrobatik

Drei Hauptlehrer gibt es an der

Artistenschule, die Jonglage

und Akrobatik, Balancekünste

und Luftakrobatik unterrichten.

Der Alltag der angehenden

Artisten in Gschwend ist gefüllt

mit Lernen und Trainieren: Er

beginnt morgens um 6.30 Uhr

mit einer Bewegungseinheit,

etwa gemeinsames Tanzen, Joggen

oder Spiel. Von 8 bis 12 Uhr

ist Regelschulunterricht, dann,

je nach Klassenstufe und Schulart,

Online-Unterricht in üblichen

Fächern wie Mathe,

Deutsch, Naturwissenschaften

und Englisch. Denn die meisten

Artistenschüler sind noch

schulpflichtig. Partner für den

normalen Schulunterricht ist


das Lernzentrum am Killesberg

in Stuttgart. Lara

gefällt die Online-Schule:

„Wir lernen in Kleingruppen,

nicht im Klassenverband. Das

macht es intensiver, so dass wir

Zeit sparen. Und es ist unter

den Artistenschülern immer jemand,

der in irgendwas gut ist

und einem hilft.“ Lara lernt auf

das Abitur hin und hat Englisch

und Französisch. „Englisch

sprechen wir viel, weil auch die

Schüler an unserer Schule teilweise

international sind. Neu

sind zwei aus der Ukraine, mit

denen sprechen wir Englisch.

Und bei Französisch hilft mir

eine Mitbewohnerin, denn es

ist ihre Muttersprache.“

Am Nachmittag geht es um 14

Uhr weiter mit dem praktischen

Lernen und von 18 bis 19

Uhr ist freies Lernen angesagt.

„Da üben wir etwas Bestimmtes

oder trainieren mit anderen

zusammen und haben Spaß.

Manchmal machen wir auch

nur mal Quatsch.“ Um 19 Uhr

ist Feierabend.

Manchmal machen

wir auch einfach

nur mal Quatsch

zusammen.

zu neun Personen Platz. Jedes

zweite Wochenende können sie

nach Hause fahren. „Meine Eltern

haben sich irgendwann

daran gewöhnt, dass ich nicht

START FREI

FÜR DIE ZUKUNFT

Ausbildung oder Studium bei Schubert

eröffnet vielfältige Möglichkeiten

die klassische Schulzeit

auf dem Gymnasium gemacht

habe. Aber es ist

schon ein großer Schritt.

Weg von zuhause, hier wohnen,

selbstständig werden.“

Was Artistenschüler mit allen

anderen Schülern auf der Welt

verbindet: Die Freude auf das

„Schuljahresende“. „Da machen

wir immer eine Show und

das ist das absolute Highlight.

NEXT STEP JOBSTART |25

Immer liegt so ein Kribbeln in

der Luft“, erzählt Lara und

strahlt dabei. „So eine Show

machen wir gemeinsam und

das ist toll. Stolz bin ich, weil ich

jetzt etwas Bestimmtes kann

und das zeigen darf. Aber wenn

ich in die Manege gehe, empfinde

ich auch immer Respekt.“

Infos zur Artistenschule unter:

www.circartiveschool.de

Von Karena Häfner

Kinderfreizeiten als

Praxiserfahrung

Fünf Ferienwochen lang sammelt

Lara Praxiserfahrung bei

den Kinderfreizeiten auf dem

Rappenhof. Sie hat viel Spaß

daran. Die Artistenschüler leben

auf dem Rappenhof in ihren

eigenen Häusern als Wohngemeinschaft.

Die sehen aus

wie Holzwürfel und bieten bis

Weitere Informationen zum Thema Ausbildungsund

Studienmöglichkeiten bei Schubert unter:

HIER FINDEST DU UNS AUCH:

Lara zeigt einem Mädchen, wie

es mit dem Jonglieren klappt.


26| NEXT STEP MACHER

SÜDWEST PRESSE Hohenlohe GmbH & Co. KG

Wir sind mehr als „nur“ Zeitung! Für die Volontärausbildung an unseren Standorten Schwäbisch Hall,

Crailsheim und Gaildorf suchen wir zum 1. September 2023 drei

Volontäre (w/m/d)

In der SÜDWEST PRESSE Hohenlohe GmbH & Co. KG werden das Haller Tagblatt, das Hohenloher Tagblatt, die Rundschau

sowie der Online-Dienst der drei Tageszeitungen herausgegeben. Darüber hinaus verlegen wir die Wirtschaftszeitung

Regio Business, die Wochenblätter Kreiskurier, Wochenpost und südwest markt, sowie eine Vielzahl an Buch-,

Kalender- und Magazin-Editionen.

Wir verstehen uns als modernes Medienhaus, sind Teil der SÜDWEST PRESSE in Ulm und arbeiten im Verbund mit

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Der Journalismus ist in der Krise?

Nicht mit talentierten Leuten wie Ihnen!

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Sie lernen an unseren drei Standorten Schwäbisch Hall, Crailsheim und Gaildorf sowie der SÜDWEST PRESSE in Ulm

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SÜDWEST PRESSE Hohenlohe GmbH & Co. KG

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Postfach 100350

74503 Schwäbisch Hall

ausbildung.sho@swp.de

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NEXT STEP MACHER |27

MACHER

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Foto: Roman Samborskyi/shutterstock.com


28| NEXT STEP MACHER

56,54 Prozent erzielte Thomas

Haas bei der Wahl am

30. Januar. Sein Vorgänger

Kurt Wackler (rechts) war

einer der ersten Gratulanten.

Foto: Archiv/Sebastian Unbehauen

GESTALTEN STATT

NUR VERWALTEN

Seit knapp vier Monaten ist Thomas Haas nun Rathauschef in Satteldorf. Er konnte in dieser Zeit

schon einige Projekte anstoßen.

Foto: Eileen Scheiner

Mit gerade einmal 30

Jahren wurde Thomas

Haas zum Bürgermeister

von Satteldorf

gewählt. Seine Erfahrung

als Ressortleiter

und seine enge

Verbindung zu seiner

Heimatgemeinde

helfen ihm bei seinen

neuen Aufgaben.

Schwitzige Hände, ein

kribbelnder Bauch: An

den Abend des 30. Januar,

kann sich Thomas

Haas noch sehr gut erinnern:

„Fast 300 Satteldorfer sind

an diesem Wahlsonntag zum

Rathaus gekommen und wollten

das Ergebnis der Bürgermeisterwahl

aus erster Hand

erfahren. Auch viele meiner

Freunde und meine Familie

sind gekommen und haben mit

mir gezittert – wegen der Nervosität

und der Kälte.“ Altbürgermeister

Kurt Wackler verkündete

zuerst das Ergebnis

seines Gegenkandidaten: 43,43

Prozent. Damit stand fest: Thomas

Haas muss mehr Stimmen

bekommen haben und wird

neuer Bürgermeister der Gemeinde

Satteldorf. 56,54 Prozent

haben am Ende für ihn gestimmt.

„Ich war völlig

überwältigt. Es war wirklich ein

wahnsinniger Abend“, resümiert

der 30-Jährige.

Studium in Konstanz

und Speyer

Thomas Haas ist in Satteldorf

kein Unbekannter: Er ging dort

in den Kindergarten und in die

Grundschule, war in der Kirchengemeinde

und bei der

Freiwilligen Feuerwehr aktiv.

Bis zu seinem 20. Lebensjahr

wohnte er in der 5700-Einwohner-Gemeinde.

Nach seinem

FSJ beim Deutschen Roten

Kreuz zog er nach Konstanz, um

dort Politik und Verwaltungswissenschaften

zu studieren.

„Anschließend habe ich auch

noch einen Master-Abschluss

in Public Administration in

Speyer gemacht“, erzählt Thomas.

Zwischendurch war er für

diverse Praktika auch immer

wieder in Berlin unterwegs.

Neue Herausforderung

als Ressortleiter

„Für mich war aber immer klar,

dass ich irgendwann zurück in

die Heimat möchte. Dass es

dann so schnell ging und ich direkt

nach dem Studium als Ressortleiter

bei der Stadtverwaltung

Crailsheim anfangen

konnte, war nicht geplant, aber

ein schöner Zufall.“ Die Stelle

als Ressortleiter für Digitales

und Kommunikation wurde

ganz neu in Crailsheim geschaffen

und Thomas Haas sah darin

auch eine Herausforderung:

„Klar war das auch ambitioniert,

schließlich kam ich frisch

von der Universität. Aber die

Aufgaben waren sehr reizvoll

und ich habe während meiner

Zeit dort unheimlich viel gelernt

und auf den Weg bringen

können“, sagt er. Dreieinhalb


NEXT STEP MACHER |29

Jahre stand der 30-Jährige der

Abteilung vor, die sich mit der

IT-Technik im Rathaus, Digitalisierungsprojekten,

Öffentlichkeitsarbeit

und Stadtmarketing

beschäftigt. Doch für den leidenschaftlichen

Feuerwehrmann

war schon immer klar:

„Mein langfristiges Ziel ist es,

Bürgermeister zu werden.“

Ich war am

Wahlabend

völlig

überwältigt.

erkannt und die

Menschen wollen mir

ihre Ideen unterbreiten.

Für mich ist das aber

ein gutes Signal und das

gehört eben auch zum Job

dazu.“ Selbst bei den Kleinsten

ist er mittlerweile ein bekanntes

Gesicht: „Vor kurzem

bin ich an der Grundschule vorbeigelaufen,

da kamen auf einmal

zwei Schulklassen auf

mich zugestürmt und haben

gerufen ,Hallo Herr Haas‘. Das

hat mich wirklich überrascht.“

Von Eileen Scheiner

30. Geburtstag im

Rathaus gefeiert

Eine Chance, sich diesen Traum

zu verwirklichen, ergab sich

dann in Satteldorf – seinem

Heimatort. „Ich hatte schon viel

Erfahrung in Crailsheim gesammelt

und wollte den nächsten

Karriereschritt machen.

Satteldorf hat da super gepasst.

Ich kenne die Gemeinde, die

Menschen, die Themen. Ein

halbes Jahr vor der Wahl habe

ich mich dann wirklich mit dem

Gedanken, dort zu kandidieren,

beschäftigt.“ Seine Kandidatur

verkündete er kurz vor Weihnachten.

Am 4. Januar dieses

Jahres – ausgerechnet Thomas

Haas‘ 30. Geburtstag – endete

die Bewerbungsfrist. „Am

Abend meines Geburtstages

war ich also im Rathaus Satteldorf

und nahm an der offiziellen

Kandidatenverkündung

teil“, erinnert er sich.

Im Januar stieg er dann richtig

in den Wahlkampf ein. „Das waren

wirklich sehr intensive Wochen.

Ich war ständig unter

Strom.“ Plakate, Flyer und die

Website gestaltete er in Eigenregie,

zudem standen viele Bürgergespräche

an. Am Ende hat

sich die harte Arbeit gelohnt:

Seit 1. April ist er das Gemeindeoberhaupt

und Chef von 125

Mitarbeitern. In seinen ersten

Wochen musste sich der Bürgermeister

in viele Themen einarbeiten,

fast alles läuft über

seinen Schreibtisch. „Es ist viel

Arbeit, aber es ist auch unglaublich

erfüllend. Man kann

richtig etwas bewegen und das

Leben hier in der Gemeinde gestalten“,

erläutert er. Mit dem

Job musste Thomas Haas jedoch

auch ein Stück Privatsphäre

aufgeben: „Ich werde oft

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SCHWÄBISCH HALL

VERWALTUNGSFACHANGESTELLTER (m/w/d)

KAUFMANN FÜR BÜROMANAGEMENT (m/w/d)

Allgemeine Verwaltung

VERANSTALTUNGSKAUFMANN (m/w/d)

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Fachrichtung Systemintegration

FACHANGESTELLTER FÜR MEDIEN- UND INFORMATIONSDIENSTE (m/w/d)

Fachrichtung Bibliothek

Fachrichtung Archiv

FACHKRAFT FÜR ABWASSERTECHNIK (m/w/d)

KRAFTFAHRZEUGMECHATRONIKER (m/w/d)

Schwerpunkt Personenwagentechnik

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Praxisintegrierte Ausbildung

BAUZEICHNER (m/w/d)

Schwerpunkt Tief-, Straßen- und Landschaftbau

Schwerpunkt Architektur

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Einführungspraktikum

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Zukunft

im Blick


30| NEXT STEP MACHER

„DAS HÄLT NUR AUF

UND HINTERLÄSST

MAUERN IM KOPF“

Marlen Schlosser spricht über Mädchen in

Handwerksberufen, Frauen in Führungspositionen,

darüber, was sie morgens antreibt und

verrät einen persönlichen Lebenstraum.

Marlen Schlosser führt seit Anfang des Jahres die Schlosser

Holzbau GmbH in Jagstzell und tritt damit in die Fußstapfen ihres

Vaters Josef Schlosser.

Foto: privat

Frau Schlosser, Sie haben

zum 1. Januar die operative

Geschäftsführung der

Schlosser Holzbau GmbH in

Jagstzell übernommen, die

Ihr Vater Josef vor 40 Jahren

gegründet hat. Worauf haben

Sie sich am meisten gefreut?

Marlen Schlosser: Es ist eine

spannende Zeit und ich freue

mich darauf, das Handwerk aktiv

ins digitale Zeitalter zu überführen,

Prozesse zu optimieren

und Innovationen im Baugewerbe

und im Unternehmen

selbst voranzutreiben. Ich kenne

das Team schon viele Jahre,

sie kennen mich und gemeinsam

führen wir am besten. Im

operativen Geschäft hat sich

daher eigentlich gar nicht so

viel verändert; ich bin schon

viele Jahre Mitgeschäftsführerin

und konnte langsam in die

Position hineinwachsen.

Was ist das Wichtigste, was

Sie von Ihrem Vater gelernt

haben?

Viel Ausdauer, Mut und den festen

Glauben daran, dass man

(und Frau) alles schaffen kann.

Wie fühlen Sie sich als Frau

und Chefin in einer von

Männern dominierten

Branche?

Die Diskussionen darum habe

ich hinter mir gelassen – das

hält nur auf und hinterlässt

Mauern im Kopf. Ich finde, es

spielt keine Rolle mehr, ob

Mann oder Frau in führender

Position. Entscheidend ist doch

als Chef oder Chefin, die Menschen

um sich herum mitzu-

nehmen, sie immer besser werden

zu lassen und gemeinsame

Ziele zu verfolgen. Jeder hat da

seinen eigenen Stil.

Was hat sich am Umgang

mit den Mitarbeitern geändert,

seitdem Sie Geschäftsführerin

sind?

Wir haben andere Strukturen

und Methoden im Unternehmen

eingeführt. Das liegt natürlich

auch daran, dass die Arbeitswelt

insgesamt moderner,

offener, agiler und kommunikativer

geworden ist – jedenfalls

bei uns. So arbeiten wir heute in

gemischten Teams, in denen alle

unterschiedlichen Disziplinen

vereint sind, anstatt in starren

Abteilungen, wo die eine

Abteilung nicht genau weiß,

was die andere macht und sich

letztendlich keiner richtig verantwortlich

fühlt.

Wie motivieren Sie Ihr

Team?

Indem ich sie auf Augenhöhe

anspreche, ihnen nicht einfach

vorschreibe, was sie zu tun haben,

sondern sie auffordere,

immer wieder eigene Ideen und

Meinungen zu entwickeln und

einzubringen. Außerdem übergebe

ich ihnen die Verantwortung

für ihr Tun. Ich glaube fest

daran, dass wir gemeinsam nur

besser werden können, wenn

wir aus unseren Fehlern lernen

und uns nicht entmutigen lassen.

Die Freude daran, neue

oder bessere Lösungen zu finden,

entwickelt man aber nur,

wenn man Verantwortung

übernimmt. Jeder Mensch ist

doch vom Grunde her motiviert

etwas zu erschaffen oder zu erreichen.

Man muss ihm nur

auch die Möglichkeiten dafür

geben, das Beste aus sich herauszuholen.

Was treibt Sie morgens an?

Eine bessere Zukunft zu gestalten;

Verantwortung dafür zu

übernehmen, wie wir in Zukunft

wohnen und arbeiten

und Gebäude zu erstellen, die

gut für den Menschen und die

Umwelt sind. Und mein Team

– ich freue mich jeden Tag darauf,

ins Büro zu gehen!

Warum ist Holz für Sie der

Baustoff der Zukunft?

Holz trägt massiv zum gesunden

Wohnen bei und ist das einzige

nachhaltige Baumaterial.

Es speichert über die komplette

Lebensdauer eines Gebäudes

CO 2

ein. Außerdem lässt sich

mit Holz sehr vielfältig und

schnell bauen – das ist wichtig

in Zeiten von Wohnraumknappheit.

Auch verkürzt sich

die Dauer einer Baustelle erheblich,

denn alle Bauteile lassen

sich vorab in der Produktionshalle

vorfertigen.

Welche Rolle spielt für Sie

grundsätzlich die Nachhaltigkeit,

also auch im Privatleben?

Ich versuche insgesamt bewusst

zu leben, achte darauf

Müll zu vermeiden.


NEXT STEP MACHER |31

Sie haben sich als Frau für

einen Beruf im Handwerk

entschieden. Warum,

glauben Sie, kann es für

Mädchen interessant sein,

einen Handwerksberuf zu

ergreifen, einmal abgesehen

von typisch weiblichen

wie Friseurin oder

Zahntechnikerin?

Ich glaube, dass gerade die

Holzbaubranche viele zufriedene

Frauen und Männer beschäftigt,

denn hier sind gute

Ideen und Geschicklichkeit gefragt.

Und abends sieht man,

was man geschafft hat – das

macht doch glücklich! Ich finde

auch, dass Mädchen sich viel zu

viele tolle Chancen verbauen,

wenn sie sich nur für typische

Mädchenberufe interessieren.

HandwerkerInnen sind gefragt

wie nie zuvor, außerdem kann

man auch als junger Mensch

schnell Karriere machen, es gibt

sehr gute Zukunftschancen im

Handwerk – und eine gute Bezahlung.

Wie sähe denn Ihr

persönliches Traumhaus

aus?

Eins ist klar: Es wird aus Holz

gebaut sein! Ansonsten sollte es

modern und multifunktional

sein.

Was möchten Sie als Geschäftsführerin

erreichen?

Welche Visionen haben Sie?

Wo sehen Sie sich in 20

Jahren?

Wir leben in einer herausfordernden

Zeit mit vielen Krisen,

die unsere Zukunft massiv verändern

könnten. Die Klimakrise

können wir nur bewältigen,

wenn wir beim Bauen nicht nur

komplett umdenken, sondern

auch unser Handeln verändern.

Denn die Bau- und Gebäudebranche

ist für ein Drittel des

CO 2

-Ausstosses verantwortlich.

Ich möchte in 20 Jahre sagen

können, dass wir von Schlosser

dabei mitgewirkt haben, dass

ein Umdenken stattgefunden

hat und klimafreundliches Bauen

mit Holz selbstverständlich

geworden ist. Denn nur Holz

schafft es, klimafreundliche Gebäude

zu bauen.

Womit verbringen Sie

gerne ihre Freizeit?

Ich mach‘ morgens gerne Sport

– abends könnte ich mich dazu

nicht mehr aufraffen. Und ich

bin so oft es geht irgendwo am

Wasser.

Haben Sie ein großes,

persönliches Ziel oder

einen Wunsch (auf Ihrer

Bucket List)?

Ein längerer Segeltörn wäre

schon cool …

Von Claudia Linz

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32| NEXT STEP MACHER

Ob er den Betrieb übernimmt,

hat sich Oli Rogge gut überlegt.

Damit so etwas reibungslos

klappt, gilt es vieles zu beachten.

Fotos: Alisa Grün

ZÄHNE ZUSAMMENBEISSEN

GEHÖRT DAZU

Vor eineinhalb Jahren übernimmt Oliver Rogge den Betrieb, in dem er als Zahntechniker-Azubi

angefangen hat. Inzwischen musste er bereits einige Hürden meistern und dennoch hat er den

großen Schritt zum eigenen Dentallabor bislang keine Sekunde bereut.

Dass irgendwann mal

sein eigener Name

auf dem Schild neben

der Eingangstüre

stehen würde, das hätte

Oliver Rogge nicht gedacht, als

er 2007 seine Ausbildung zum

Zahntechniker im Künzelsauer

Dentallabor begonnen hatte.

Doch inzwischen ist genau das

der Fall: „Dentaltechnik Rogge“

ist dort nun zu lesen. „Ich habe

Anfang 2021, als mein vorheriger

Chef in Ruhestand gegangen

ist, den Betrieb von ihm

übernommen“, erklärt der

31-Jährige.

Wie von Zauberhand

„Es hört sich zwar abgedroschen

an, aber mein Werdegang

lässt sich tatsächlich am besten

mit ‚Vom Azubi zum Inhaber‘

beschreiben“, sagt Oli. Für die

Ausbildung zum Zahntechniker

hat er sich damals entschieden,

nachdem ihm Thomas

Fraundorf, sein Vorgänger und

ein Bekannter der Familie, von

der Arbeit im Dentallabor erzählt

hat. Doch was wird dort

eigentlich gemacht? „Wir stellen

grob gesagt Zahnprothesen,

Brücken oder Implantate her.

Beauftragt werden wir von regionalen

Zahnärzten, die uns

dann Abdrücke oder Intraoralscans

ihrer Patienten zukommen

lassen“, beschreibt

Oli. Auf dieser Grundlage wird

dann im Labor der Zahnersatz

aus unterschiedlichen Materialien

wie etwa Keramik oder

Kunststoff hergestellt. „Die fertigen

Arbeiten geben wir den

Zahnärzten, die sie dann ins

Gebiss einsetzen.“ Direkten

Kontakt mit den Patienten gibt

es nur selten. „Als Zahntechniker

arbeitet man also eher im

Hintergrund“, berichtet der

31-Jährige.

Dreieinhalb Jahre dauert die

Ausbildung. „Nachdem ich

dann 2011 den Gesellenbrief in

der Tasche hatte, ging die Arbeit

für mich gefühlt erst so richtig

los“, erinnert sich Oli. Mehr Verantwortung,

einige Fortbildungen

und immer wieder größere

Arbeiten, also Brücken, Implantate

oder Teleskoparbeiten,

waren nun an der Tagesordnung.

„Bis ich mich 2017 dazu

entschieden habe, noch den

Meister in Teilzeit zu machen.“

Das bedeutete für den Künzelsauer:

drei Tage im Betrieb, zwei

Tage in der Gewerblichen Schule

in Stuttgart. „Das war schon

eine harte Zeit. Aber es hat sich

für mich in vielerlei Hinsicht

gelohnt.“ An der Meisterschule

kam er in Kontakt mit vielen anderen

Zahntechnikern. Immer

wieder kreisten dann die Gedanken

darum, ob er nicht

doch nochmal zum Arbeiten

ins Ausland oder in einen anderen

Betrieb sollte. „Und auf einmal

stand die Frage von meinem

Chef im Raum, ob ich den

Betrieb übernehmen möchte,

wenn er in Rente geht“, so Oli.

„Im ersten Moment dachte ich:

Niemals!“ Dann ließ er den Gedanken

sacken – und sagte

schlussendlich zu.

Viele Stellen abklappern

Es habe einige Zeit gedauert bis

er sich sicher war, dass er diesen

Schritt gehen möchte. Außerdem

mussten natürlich viele

Aspekte und Stellen abgeklappert

werden: Eine Beratung bei


NEXT STEP MACHER |33

Im ersten

Moment

dachte ich:

Niemals!

der Handwerkskammer, Infos

vom Steuerberater und natürlich

ein Finanzierungsplan bei

der Bank gehörten dazu. Dann

setzte er seine Unterschrift unter

den Kaufvertrag. War es

denn ein komisches Gefühl, als

Chef vors Team zu treten?

„Nicht unbedingt. Ich habe den

Eindruck, dass sie meinen

Schritt wertschätzen. Es gibt ja

auch viele Betriebe, die in derselben

Situation aufgegeben

werden oder an einen Großkonzern

gehen“, macht der

Zahntechniker deutlich. Durch

seine Übernahme konnte der

Arbeitsalltag aller 20 Mitarbeiter,

darunter auch zwei

Auszubildende, also nahtlos

weitergehen.

Hürden meistern

Wobei das nicht bedeutet,

dass es immer reibungslos

läuft. Herausforderungen, wie

etwa ein Wasserschaden durch

ein defektes Gerät, musste der

31-Jährige in diesem Jahr bereits

meistern. „Das war’s jetzt,

denkt man im ersten Moment

dann häufig“, so Oli. „Aber Probleme

tauchen immer wieder

auf, das ist ganz normal. Da

hilft dann nur weitermachen

und sich von so etwas nicht aufhalten

zu lassen.“ In solchen Situationen

könne er sich außerdem

voll auf sein Team

verlassen. „Das ist auch ein

Hauptgrund, weshalb ich mich

entschieden habe, das Dentallabor

zu führen: Ich kenne alle

Kollegen und Abläufe lange genug,

wusste also ziemlich gut,

worauf ich mich einlasse.

Bisher habe ich es

jedenfalls keine Sekunde

bereut.“

Einige Pläne für die nahe

Zukunft hat der

Künzelsauer ebenfalls

schon gemacht: „Ich

konnte ein sehr innovatives

Labor übernehmen

– wir arbeiten unter

anderem mit einem 3D-

Drucker.“ Die Technologien

und Materialen im

Zahntechnik-Bereich

entwickeln sich jedoch

ständig weiter. Olis Vorhaben

ist es daher, immer

auf dem aktuellen

Stand zu bleiben. „Wir sind digital

schon sehr gut aufgestellt

und wollen das auch bleiben“,

macht er deutlich. Langfristig

möchte er zudem das Team verstärken:

„Gerade im Bereich

Ausbildung gibt’s in der Zahntechnik

großen Bedarf“, ist er

sich sicher. „Zukunftssicher ist

Bitte lächeln: Auf einen Zahnersatz

sind inzwischen viele Patienten

angewiesen. Die Branche

gilt daher als zukunftssicher.

unser Bereich ja allemal – denn

Patienten, die einen Zahnersatz

benötigen, wird es immer

geben.“ Von Alisa Grün

Komm in unser Team - Wir lassen dich nicht auf der Leitung steh ‘n!

Ausbildungsplätze 2023

Fachkraft für Wasserversorgungstechnik

Kauffrau/Kaufmann für Büromanagement

Fachinformatiker/in für Systemintegration

Elektroniker/in für Betriebstechnik

Bauzeichner/in Tief-, Straßen- und Landschaftsbau

Bauwesen Projektmanagement (B.Eng.) - duales Studium

Elektrotechnik (B.Sc.) - Studium mit vertiefter Praxis

Wir bieten dir einen zukunftssicheren Job

mit einer super Ausbildungsvergütung.

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34| NEXT STEP MACHER

DAMIT DER FUNKE

ÜBERSPRINGT

Als Theaterpädagoge bei den Haller Freilichtspielen

öffnet Aljoscha Lüpke den Weg nach

draußen und bringt die Spielfreude an die

Schulen. Selbst steht er als Oberlippe auf der

Bühne.

Ich bin die Oberlippe“, sagt

Aljoscha Lüpke, als wäre

es das Selbstverständlichste

von der Welt. Das

wirft natürlich eine weitere Frage

auf als die nach der, in welcher

Rolle er auf der Großen

Treppe zu sehen ist. Der 30-Jährige

ist die Oberlippe der

fleischfressenden Pflanze

„Audrey II“ in dem Stück „Der

kleine Horrorladen“. Aljoschas

Schwester Anaïs Lüpke

spielt die Unterlippe. Dazu

kommen noch rund ein Dutzend

Statisten, die die Tentakel

bewegen. Schauspieler zu werden

war für Aljoscha verlockend.

„Aber auch Theaterpädagogen

stehen sehr gern auf der

Bühne“, begründet der gebürtige

Haller seine außergewöhnliche

Rolle, die ihm einen Heidenspaß

macht.

Leidenschaft für das Theater

Seit Mai 2022 ist Aljoscha Theaterpädagoge

bei den Freilichtspielen

und vertritt während

der aktuellen Spielzeit Jennifer

Sittler. Die Tochter des aus Film

und Fernsehen bekannten

Schauspielers Walter Sittler

gönnt sich derzeit eine mehrmonatige

Auszeit. Ein Glücksfall

für Aljoscha, der schon früh

Freilichtspieleluft geschnuppert

hat. Etwas, was auch an

seiner theateraffinen Mutter

liegt, die ihn zu den Aufführungen

mitgenommen hatte. Später

sammelte er erste Erfahrungen

in der Theater-AG im

Jugendclub. Es folgten das Bogy,

die einwöchige Berufsorientierung

am Erasmus-Widman-

Gymnasium, sowie ein FSJ

Kultur, das seine Leidenschaft

für das Theater weiter anheizte.

Während des Freiwilligen Sozialen

Jahres hatte er sich an

Schauspielschulen beworben,

bald aber

Auch Theaterpädagogen

stehen sehr gern

auf der Bühne.

bemerkt, dass ihm

„dazu der richtige Biss fehlt und

ich nicht gut darin bin, mich

selbst zu promoten“. „Natürlich

ist es schön, auf der Bühne zu

stehen und am Ende Applaus

zu bekommen“, räumt Aljoscha

ein. Aber eine Tätigkeit etwas

weniger im Rampenlicht, aber

mit all dem, was ihn an der darstellenden

Kunst so sehr fasziniert,

schien ihm dann doch

besser geeignet. Nach einem

Auslandsjahr in Neuseeland

bewarb er sich daher am Institut

für Theaterpädagogik der

Hochschule Osnabrück im niedersächsischen

Lingen.

Immer näher gerückt

Los ging es dort mit Schnuppertagen,

an denen die Bewerber

Aljoscha Lüpke auf seiner Bühne, der Großen Treppe in Schwäbisch

Hall.

Foto: Claudia Linz

das Auswahlkomitee davon

überzeugen sollten, dass sie die

perfekten Anwärter für das Studium

sind. Gut erinnert sich Aljoscha

an eine Improvisationsaufgabe.

Einer aus der Gruppe

setzte sich auf eine Bank, die

anderen hatten die Aufgabe,

ihn davon zu überzeugen, den

Platz frei zu geben. Verbal kann

das kaum gelingen, ist sich der

Haller recht schnell sicher,

denn das würde nur in Argumentation

und Gegenargumentation

münden. Er entschied

sich für den subtileren

Weg und setzte sich einfach nur

stumm daneben. „Dann bin ich

der Person alle paar Sekunden

ein Stückchen näher auf die

Pelle gerückt, bis deren persönliche

Distanzzone überschritten

war.“ Am Ende des Tages

hatte Aljoscha den Studienplatz

in der Tasche. Er zog von Hohenlohe

ins Emsland und startete

dort in eine emotionale

Reise zu sich selbst.

Frei wie ein Kind spielen

Schauspielunterricht, Atmen,

Bewegung, Ensemblebildung,

Impulstraining, theoretische

Pädagogik und eigene Projekte

waren Themen im Studium. In

der Praxis ging es zum Beispiel

darum, anerzogene Blockaden

zu überwinden, wieder zu lernen,

frei wie ein Kind zu spielen,

persönliche Grenzen aus-


NEXT STEP MACHER |35

zutesten und sich selbst besser

kennenzulernen. „Einmal probierten

wir in Zweiergruppen

aus, wie weit wir Nähe zulassen

können“, erläutert Aljoscha.

Ein anderes Mal wurde Konfrontation

erfahrbar gemacht.

Die Studierenden hüpften,

rannten oder krochen nach

Lust und Laune durch die Turnhalle,

während eine andere Person

versuchte, einen der Studenten

immer stärker

herauszufordern. Etwa, indem

sie sich in den Weg stellte, die

künftigen Theaterpädagogen

triezte, schubste, ihnen ein

Bein stellte. „Ich hätte nie gedacht,

zu welchen Lauten man

fähig und dass man sogar in der

Lage ist, wie ein Tier drohend

die Zähne zu fletschen, wenn

man bis aufs Blut gereizt wird“,

verrät der junge Mann, der nun

die Möglichkeit hat, im Theaterspiel

genau diese Emotion zu

reproduzieren. Auch Körper,

Mimik und Gestik beherrschen

zu können, Sprechunterricht,

Tanz sowie Spieltechniken und

Theatergeschichte gehörten

zur Ausbildung. Großartige Erfahrungen,

die Aljoscha persönlich

weiterbrachten, weil er

damit fast wie in einer Therapie

Erlebnisse in seiner Kindheit

und Jugend aufgearbeitet hat,

und die er im Theaterpädagogischen

Zentrum in Lingen auch

gleich anwenden konnte. Denn

dort betreute er nach dem Studium

zwei Jahre lang eine Theatergruppe

aus Schülern und Erwachsenen

aus der Lebenshilfe.

Heimweh nach Hall

Nach fünf Jahren im flachen

Niedersachsen zog ihn das

Heimweh 2020 zurück nach

Hall. „Ich musste erst weggehen

um zu erkennen, wie speziell

meine Heimatstadt ist“, sagt er,

und meint damit unter anderem

die Natur und das kulturelle

Angebot. Als Theaterpädagoge

bei den Freilichtspielen

erarbeitet, inszeniert und betreut

er nun die Stücke des Jugendensembles

und des Ensembles

20+.

Von Claudia Linz

Die Studenten, darunter Aljoscha (vorne),

proben für das Modul „Regieprojekte“.

Foto: privat

Aljoscha und Anaïs Lüpke als Ober- und Unterlippe

in „Der kleine Horrorladen“.

Ausbildung:

Fachangestellter (m/w/d) für Bäderbetriebe

Elektroniker (m/w/d) für Betriebstechnik

Fachinformatiker (m/w/d) für Systemintegration

Fachinformatiker (m/w/d) Daten- und Prozessanalyse

Fachinformatiker (m/w/d) Anwendungsentwicklung

Industriekaufmann (m/w/d)

Bauzeichner (m/w/d) Tief-, Straßen- und Landschaftsbau

Studium:

Bachelor of Arts (B.A.) (m/w/d)

BWL - Digital Business Management

Bachelor of Engineering (B.Eng.) (m/w/d)

Maschinenbau, Versorgungs- und Energiemanagement

Bachelor of Science (B.Sc.) (m/w/d)

Wirtschaftsinformatik - Application Management

Mehr Infos: www.stadtwerke-hall.de/ausbildung

Bei Fragen wende Dich gerne an Frau Luisa Mebert, Rufnummer

0791 401-757.

stadtwerkesha

Hier gehts zu unserem Azubi-Interview

sowie zu unserer Ausbildungsbroschüre

Foto: Freilichtspiele Schwäbisch Hall, Ufuk Arslan


36| NEXT STEP WISSEN

SÜDWEST PRESSE Hohenlohe GmbH & Co. KG

Wir sind mehr als „nur“ Zeitung!

Daher bieten wir einen vielseitigen Ausbildungsberuf und suchen zum

Ausbildungsbeginn im September 2023 an unserem Standort in Schwäbisch Hall einen

Auszubildenden zum Medienkaufmann (w/m/d)

Digital und Print

Du erlernst bei uns einen spannenden Beruf rund um Medienprodukte und Dienstleistungen eines

modernen Medienhauses.

Das bieten wir Dir:

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Medienhauses: Redak tion, Anzeigen, Lesermarkt,

Marketing, Vertrieb, Logistik und Personal

• Du arbeitest als vollwertiges Teammitglied im

Tagesgeschäft mit

• Du nimmst an unserem Mentoren- Programm

teil

• Du bekommst die Möglichkeit, gemeinsam mit

anderen Auszubildenden unser erfolgreiches

Ausbildungsprojekt „AzZe“ zu leiten

Das erwartet Dich:

• Du erhältst einen praxisnahen und kreativen

Einblick in unser Unternehmen

• Schwerpunkte sind dabei die Bereiche Anzeigen,

Online, Lesermarkt und Marketing

• Du lernst nicht nur unsere Printprodukte, sondern

auch unsere Online-Medien kennen

• Wir vertrauen Dir eigenverantwortliche

Ausbildungsprojekte an

Das bringst Du mit:

• Du hast eine sehr gute mittlere Reife, Fachhochschulreife

oder Abitur

• Du bist onlineaffin und hast Interesse an einer

vielseitigen Medienlandschaft (on- und offline)

• Du hast Freude am Umgang mit Menschen

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Beruf

• Deine Kommunikationsfähigkeit zeichnet

Dich aus

Benefits:

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Interesse?

Wir freuen uns über Deine vollständige Bewerbung (Anschreiben, Lebenslauf und Zeugnisse). Nutze dazu das Online-Formular

auf www.neue-pressegesellschaft.de/stellenangebote, indem Du auf den Button „jetzt bewerben“ klickst oder sende uns

Deine Bewerbungsunterlagen per E-Mail.

SÜDWEST PRESSE Hohenlohe GmbH & Co. KG

– Ausbildung –

Postfach 100350

74503 Schwäbisch Hall

ausbildung.sho@swp.de

www.swp.de/hallertagblatt

www.swp.de/hohenlohertagblatt

www.swp.de/rundschau


NEXT STEP WISSEN |37

WISSEN

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WIR HABEN TIPPS

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ZUSAMMENGESTELLT.

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38| NEXT STEP WISSEN

GUT ZU WISSEN

Fünf kuriose Fakten

von Eileen Scheiner

Die Reifen-Experten

Kfz-Mechatroniker haben in ihrem Leben sicherlich

schon so einige Reifen geschleppt, montiert und verstaut.

Diese Reifen kommen meist von namhaften Herstellern

wie Continental, Michelin oder Bridgestone. Zu

den größten Reifenherstellern der Welt gehört jedoch

noch ein ganz anderes Unternehmen: Lego. Etwa 500

Millionen Reifen gehen beim Spielzeughersteller im Jahr

vom Band – alle selbstverständlich in Miniaturgröße.

Foto: Jfkjaya/shutterstock.com

Weil Superheld

kein Beruf ist!

Willkommen an Bord

Die Würth Elektronik Gruppe ist mit über 8.000 Mitarbeitern

in knapp 50 Ländern eines der erfolgreichsten Unternehmen

innerhalb der Würth-Gruppe.

Würth Elektronik fertigt und vertreibt elektronische,

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intelligente Power- und Steuerungssysteme.

Leinen los! Ab ins Abenteuer.

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Beton- &

Stahlbetonbauer

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Wer in einem Casino in

Las Vegas wissen möchte,

wie spät es gerade ist,

hat leider Pech gehabt.

Denn in den Spielstätten

in der Metropole

gibt es keine Uhren. Der

quasi zeitlose Raum soll

die Gäste im Casino dazu

bringen, länger zu

bleiben, mehr zu spielen

und somit mehr

Geld im Casino zu lassen.

Übrigens: Fenster

gibt es in den Spielstätten

auch nicht. So wissen

die Spieler nicht, ob

es draußen hell oder

dunkel ist – und setzen

sich selbst kein Zeitlimit.

Foto: New Africa/shutterstock.com

Baugeräteführer

m/w/d

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Wo ist

bloß die

Zeit geblieben?


NEXT STEP WISSEN |39

Pfiffige Vögel

Nur Menschen und Affen können Werkzeuge verwenden?

Von wegen! Krähen können das auch. Und sie sind sogar

noch zu deutlich komplexeren Denkleistungen fähig: Die

schwarzen Vögel können ihr Werkzeug sogar selbst zusammenbauen.

In einem Forschungsexperiment mussten Krähen

einen langen Stab aus mehreren kleinen zusammenstecken,

um mit diesem dann an ein Leckerli in einer Kiste

zu gelangen. Und siehe da: Innerhalb weniger Minuten hatten

die Tiere den Bogen raus.

Foto: Simon Walker/dpa

Alter Schwede!

Schon mal etwas vom „Old Tjikko“ gehört?

Das ist eine knapp fünf Meter hohe

Fichte in der schwedischen Provinz

Dalarna. Hinter dieser auf den ersten

Blick unspektakulären Pflanze verbirgt

sich jedoch ein echter Rekordhalter:

Old Tjikko ist mit 9500 Jahren der älteste

Baum der Welt. Die Fichte hat bereits

das Ende der letzten Eiszeit erlebt.

Foto: Stefan Geens/imagebank.sweden.se

Täglich verarbeiten die 165 Mitarbeiter unserer Hohenloher

Molkerei rund 1,1 Mio. kg Milch zu qualitativ hochwertigen

Molkereierzeugnissen mit exzellentem Genuss. Bei einer

Ausbildung zum Lebensmittelexperten machen wir Dich fit für

die Herstellung von leckeren Milchprodukten. Wir bieten Dir

einen sicheren, krisenfesten Ausbildungs- und Arbeitsplatz.

On Top: Tolle Entwicklungs- und Weiterbildungsmöglichkeiten,

beispielsweise zum Meister, Techniker oder mit einem Studium.

Lust, Genuss-Expert*in

in unserer Molkerei

zu werden? Ausbildung

2022/2023

Französische

Heinzelmännchen

324 Meter hoch und 10 100 Tonnen schwer: Der Eiffelturm

ist das Wahrzeichen von Paris. Während an Flughäfen und

anderen Projekten heutzutage jahrzehntelang gebaut wird,

wurde der Eiffelturm tatsächlich in nur zwei Jahren fertiggestellt

– und das, obwohl die Bauarbeiter im Herbst 1888

mehrfach streikten. Pünktlich zum 31. März 1889 war der

Turm, das damals höchste Gebäude der Welt, vor der Eröffnung

der Weltausstellung für Besucher zugänglich. Nur die

Lifte fuhren noch nicht.

Foto: Neirfy/shutterstock.com

Milchwirtschaftlicher Laborant*in

Erlerne die Sicherstellung bester Qualität und sorge

so für vollen Genuss!

Milchtechnolog*in

Erlerne die Verarbeitung von Rohmilch mit

modernster Technologie zu Milchprodukten aller Art!

Fachinformatiker*in – Systemintegration

Erlerne in unserem fortschrittlichen Betrieb, wie mit Hilfe

von Digitalisierung hochwertige Nahrungsmittel entstehen!

Wir freuen uns auf Deine aussagekräftige Bewerbung!

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Raiffeisenstraße 4 · 74523 Schwäbisch Hall

Tel. 0791 9440-22 · E-Mail: info@hofgut.net

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40| NEXT STEP WISSEN

WOHIN GEHT DIE REISE?

Was liegt mir und was eher nicht? Was nach einer er einfachen en Frage klingt, ist

oftmals gar nicht

so easy zu beantworten. Bei diesem Test geht es genau darum – die eigenen Interessen en und

Stärken herauszufinden. Einfach ganz spontan ankreuzen – es gibt kein richtig ig oder falsch.

Am Ende Punkte zusammenzählen und zur Auswertung gehen.

en.

Mit neuen Geräten oder Software

komme ich meistens sofort klar

Trifft zu

6 Punkte

Trifft nicht zu

2 Punkte

Trifft teilweise zu 2 Punkte

Fachbegriffe sind für mich leicht

zu verstehen und auch anzuwenden

Trifft zu

5 Punkte

Trifft nicht zu

1 Punkt

Trifft teilweise zu 2 Punkte

Ehrenamtliche Engagement

gehört bei mir dazu

Trifft zu

4 Punkte

Trifft nicht zu

5 Punkte

Trifft teilweise zu 3 Punkte

Ich arbeite lieber praktisch – theoretisches

langweilt mich schnell

Trifft zu

0 Punkte

Trifft nicht zu

6 Punkte

Trifft teilweise zu 3 Punkte

Kochen liebe ich, und auch etwas

für andere zuzubereiten

Trifft zu

0 Punkte

Trifft nicht zu

5 Punkte

Trifft teilweise zu 3 Punkte

Am liebsten bin ich draußen

im Freien

Trifft zu

0 Punkte

Trifft nicht zu

5 Punkte

Trifft teilweise zu 3 Punkte

Wie man mit mathematischen

Formeln umgeht, weiß ich bestens

Trifft zu

6 Punkte

Trifft nicht zu

2 Punkte

Trifft teilweise zu 3 Punkte

Künstlerische Tätigkeiten sind

für mich wie Therapie

Trifft zu

6 Punkte

Trifft nicht zu

5 Punkte

Trifft teilweise zu 3 Punkte

Ich zeige gern auch anderen,

was ich Kreatives mache

Trifft zu

6 Punkte

Trifft nicht zu

3 Punkte

Trifft teilweise zu 4 Punkte

Mit Menschen arbeite ich gerne,

viel lieber als mit Dingen

Trifft zu

6 Punkte

Trifft nicht zu

4 Punkte

Trifft teilweise zu 1 Punkt

Mich in andere hineinzufühlen

liegt mir

Trifft zu

0 Punkte

Trifft nicht zu

4 Punkte

Trifft teilweise zu 2 Punkte

Wenn es Streit gibt, kann ich gut

schlichten und vermitteln

Trifft zu

2 Punkte

Trifft nicht zu

5 Punkte

Trifft teilweise zu 4 Punkte

Ich übernehme bei Gruppenarbeiten

wie selbstverständlich

die Führung

Trifft zu

5 Punkte

Trifft nicht zu

2 Punkte

Trifft teilweise zu 1 Punkt

Ohne Planung und Organisation

ist alles nichts

Trifft zu

6 Punkte

Trifft nicht zu

2 Punkte

Trifft teilweise zu 3 Punkte

Konkurrenz belebt das Geschäft – ich

gebe dann erst richtig alles

Trifft zu

6 Punkte

Trifft nicht zu

1 Punkt

Trifft teilweise zu 3 Punkte


NEXT STEP WISSEN |41

Meine Ideen kann ich gut anderen

verkaufen

Trifft zu

5 Punkte

Trifft nicht zu

2 Punkte

Trifft teilweise zu 3 Punkte

Ich kann mich nicht gut

unterordnen

Trifft zu

6 Punkte

Trifft nicht zu

2 Punkte

Trifft teilweise zu 3 Punkte

Ich bringe Dinge gerne in eine

feste Struktur

Trifft zu

5 Punkte

Trifft nicht zu

2 Punkte

Trifft teilweise zu 3 Punkte

Struktur im Alltag ist mir

sehr wichtig

Trifft zu

3 Punkte

Trifft nicht zu

5 Punkte

Trifft teilweise zu 4 Punkte

Genaue Vorgaben helfen mir bei

meinen Aufgaben enorm

Trifft zu

5 Punkte

Trifft nicht zu

1 Punkt

Trifft teilweise zu 2 Punkte

© MASTER1305, © ABSTRACT AND TEXTURES/SHUTTERSTOCK.COM

AUSWERTUNG

55 – 65 PUNKTE

Kühler Kopf: Organisation und Struktur

sind dir wichtig, Du gibst gern den Ton an

und findest meist Gehör, wenn du deine

Ideen unters Volk bringst. Ein Job, bei dem

du die Richtung im Team vorgibst, könnte

dir gut liegen.

BIS 35 PUNKTE

Ärmel hochkrempeln: Dir liegen handwerkliche

und/oder herstellende Tätigkeiten.

Eine Lehre mit handwerklichen

Schwerpunkt oder ein Duales Studium wären

wohl das Richtige für dich!

66 – 75 PUNKTE

Total kreativ: Du hast eine blühende

Phantasie und eine hohe künstlerische Begabung.

Kunst und Kultur interessieren

dich. Jobs mit kreativem Anteil wie Grafiker

oder Mediengestalter könnten dein Ding

sein.

36 – 54 PUNKTE

Kümmerer: Du fühlst dich gern in andere

hinein und hast immer eine helfende Hand.

Deine Empathie ist deine große Stärke. Ein

Beruf mit sozialen Schwerpunkten könnte

das Passende für dich sein!

AB 76 PUNKTE

Lasst Zahlen sprechen: Wissenschaftliches

Arbeiten, Zahlen, Formeln – alles genau

dein Ding! Wie wäre es mit einem naturwissenschaftlichen

Studium oder einer

Ausbildung, die in diese Richtung geht?


42| NEXT STEP WISSEN

WAS SOLL ICH

NUR WERDEN?

Guter Rat ist gar nicht teuer. Was helfen kann, wenn man keinen

konkreten Berufswunsch hat, verrät Beraterin Julia Schneider von

der Agentur für Arbeit Schwäbisch Hall-Tauberbischofsheim.

Bald hast du deinen

Schulabschluss in der

Tasche. Der erste große

Schritt in Sachen

Karriere ist also geschafft. Spätestens

jetzt stellt sich jedoch

die Frage, welchen Beruf du ergreifen

möchtest. Du hast absolut

keine Ahnung? Tipps gibt

Berufsberaterin Julia Schneider

von der Agentur für Arbeit in

Schwäbisch Hall.

Würden Sie sagen, dass

die Berufswahl für junge

Menschen heute schwieriger

ist als früher?

Berufswahl war eigentlich

schon immer ein schwieriges

Thema für viele Jugendliche. In

Julia Schneider ist terin bei der Agentur für Arbeit

Berufsberain

Schwäbisch Hall. Foto: privat

der heutigen Zeit wird die Berufswelt

aber immer komplexer.

Die Fülle an Informationsmöglichkeiten,

auch im Internet,

kann Jugendliche zusätzlich

verunsichern. Dazu spüren wir

in der Beratung bei manchen

Jugendlichen auch den Druck,

dass jetzt der perfekte Traumjob

gefunden werden muss.

Diesen Druck möchte ich gerne

nehmen. Die Ausbildung nach

der Schule ist lediglich der Einstieg

ins Berufsleben. Inzwischen

ist es völlig unüblich,

dass man den ursprünglich erlernten

Beruf bis zur Rente ausübt.

Ein weiterer Aspekt, den

man nicht unterschätzen darf,

ist die Pandemie. Praktika waren

in den letzten zwei Jahren

kaum möglich. Durch die Kontakteinschränkungen

war die

Berufsberatung weniger an den

Schulen unterwegs.

Die Möglichkeiten heute

sind immens. Ist es da

überhaupt ratsam, nach

dem einen Beruf zu suchen,

mit dem man sich

voll und ganz identifizieren

kann?

Definitiv! Durch Identifizierung

mit dem Beruf sieht man für

sich persönlich einen Sinn in

Foto: ink drop/adobestock.com

dem gewählten Beruf. Das hilft

dabei, eine mögliche „Durststrecke“

durchzustehen, falls

während der Ausbildung eine

Problemlage auftritt. Die Motivation,

etwas Neues zu lernen

und sich vielleicht auch über

den Berufsschulstoff hinaus

weiter mit der Materie zu beschäftigen,

steigt. Wer sich mit

seinem Beruf identifiziert, hat

beste Chancen auf eine erfolgreiche

Ausbildung.

Gibt es den perfekten Beruf

eigentlich überhaupt?

Was ist der perfekte Beruf? Diese

Einschätzung ist subjektiv.

Jeder definiert eigenständig für

sich, welche Aspekte wichtig

sind. Da spielen auch unterschiedliche

Persönlichkeitstypen

eine Rolle. Und das ist gut

so – denn so unterschiedlich

wie die Menschen sind, sind es

auch die Berufe. Da ist es Aufgabe

der Jugendlichen, die für

sich relevanten Aspekte auszuarbeiten

und zu priorisieren.

Dabei sind sie nicht allein. Wir

unterstützen sie dabei.

Sind Auszubildende heute

viel schneller unzufrieden

mit ihrer Berufswahl?

Nein. Jugendliche überlegen

sich ganz genau, welchen Beruf

sie ergreifen möchten. Vielfältige

Informationsmöglichkeiten

ermöglichen eine fundierte

Entscheidung. Unentschlossene

Jugendliche können wir im

Rahmen der Schulsprechstunden

gezielt ansprechen und

beim Entscheidungsprozess

unterstützen. Auch wer schon

einen Plan hat, nutzt das Angebot

der Schulsprechstunde gerne,

um gezielt Fragen zum

Wunschberuf zu stellen. Wer

sich im Vorfeld schlau gemacht

hat, erlebt hinterher selten böse

Überraschungen.

Welche Möglichkeiten gibt

es, wenn jemand gar keine

Ahnung hat, welchen Beruf

er ergreifen möchte?

Das habe ich in den Beratungen

schon oft gehört, aber meistens

stellt sich im Laufe des Gesprächs

heraus, dass die meisten

Jugendlichen doch schon

Vorstellungen zu ihrer Berufswahl

haben. Man kann sich etwa

an Hobbies, Interessen und

Schulnoten orientieren oder

sich einfach mal seine Zukunft

in fünf Jahren vorstellen und

was einem dann wichtig ist. Eine

gute Möglichkeit ist unser

Berufswahltest CheckU, den

man online machen kann. Er

ist sehr umfangreich: Es werden

die unterschiedlichsten

Bereiche abgefragt, sodass es

im Anschluss eine ziemlich

detaillierte Aufschlüsselung

der Interessen, Fähigkeiten

und Kompetenzen gibt. Das

Ergebnis ist eine gute Basis für

ein Beratungsgespräch.

Welche Rollen spielen

Praktika?

Sie sind auch eine gute Möglichkeit,

unterschiedliche Berufsfelder

kennen zu lernen

und ein Gefühl dafür zu bekommen,

was einem eher gefällt.

Aktuell läuft die Aktion Praktikumswochen

Baden-Württemberg.

In mehreren Tagespraktika

können Schülerinnen und

Schüler ab 15 Jahren unterschiedliche

Betriebe und Berufsfelder

kennenlernen. Orga-


NEXT STEP WISSEN |43

nisiert wird dies über die

landesweite Onlineplattform

www.praktikumswoche-bw.de

– einfach und unbürokratisch

sowohl für die Jugendlichen als

auch für die Betriebe.

Sind die Eltern als Ratgeber

eine gute Wahl?

Eltern sind auch in Sachen Berufswahl

sehr gute Ratgeber. Sie

können ihr Kind auf eine andere

Art und Weise einschätzen

und unterstützen. Dabei müssen

sie sich aber immer bewusst

sein, dass die Entscheidung

schlussendlich ihr Kind

betrifft. Sie können unterstützen,

aber nicht die Entscheidung

abnehmen. Gute Ratgeber

sind auch Freunde und

Lehrer.

Wann sollte man denn anfangen,

sich mit der Berufswahl

zu beschäftigen?

Mein Tipp ist es, sich spätestens

im vorletzten Schuljahr über

die Berufswahl Gedanken zu

machen. Die Berufswahl ist für

viele ein längerer Prozess, der

Zeit braucht. So kann man sich

dann zum Ende des letzten

Schuljahres voll auf die Prüfungen

konzentrieren und hat

nicht noch zusätzlich den

Druck, sich parallel um einen

Ausbildungsplatz zu kümmern.

Viele Ausbildungsplätze werden

schon ein Jahr bis ein halbes

Jahr vorher besetzt. In manchen

Branchen sogar noch

früher. Beispielsweise bei Banken,

Versicherungen und manchen

Großbetrieben ist es ratsam,

sich schon im Februar des

vorletzten Schuljahres zu bewerben.

Warum scheuen sich Schüler

oft davor, das Thema

Berufswahl anzugehen,

und schieben lieber erst

einmal ein FSJ oder ein

Freijahr ein?

Ich glaube nicht, dass junge

Leute durch ein FSJ das Thema

Berufswahl vor sich herschieben.

Vielmehr glaube ich, dass

sie einfach noch Bedenkzeit benötigen.

Oft erleben Jugendliche

in so einem Jahr prägende

Die Ausbildung nach der Schule

ist lediglich der Einstieg ins

Berufsleben. Inzwischen ist es

völlig unüblich, dass man den

ursprünglich erlernten Beruf bis

zur Rente ausübt.

Erfahrungen, wodurch sich

neue Berufsfelder öffnen. Sie

gewinnen mehr Sicherheit zu

den Aspekten, die ihnen besonders

wichtig sind. Ein FSJ unterstützt

in der Regel das Thema

Berufswahl. Berufswünsche

werden konkretisiert und können

besser formuliert werden.

Von Claudia Linz

Sollte man als ersten Anhaltspunkt

zum Beispiel

schauen, in welchen Schulfächern

man gut ist?

Ein Blick auf die Noten kann auf

jeden Fall erste Anhaltspunkte

geben, muss es aber nicht. Ich

habe auch schon erlebt, dass

bei einem konkreten Berufswunsch

die relevanten Noten

verbessert wurden, damit das

Berufsziel in greifbare Nähe

rückt. Auch deshalb ist es wichtig,

sich rechtzeitig mit der Berufswahl

zu befassen.

Der Antrieb für

Deine Zukunft!

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Die Königsklasse in Lufttechnik, Regeltechnik und Antriebstechnik


44| NEXT STEP WISSEN

WIE WICHTIG SIND

EIGENTLICH NOCH

DIE ZEUGNISNOTEN?

Die Umfrage bei Personalern in der Region zeigt, dass

Persönlichkeit, Engagement und das Interesse am Beruf

vielfach höher bewertet werden

Wer sich für einen Ausbildungsplatz

bewirbt, sollte sich

nicht allein auf sein tolles

Zeugnis verlassen und sich auf

seinem Einserschnitt ausruhen.

Andererseits sind weniger

gute Noten auch kein Ausschlusskriterium

mehr, um

zum Vorstellungsgespräch eingeladen

zu werden. Das sagen

die Personaler aus der Region

über die Einstellungskriterien.

Larissa Gorff, Personalleiterin

bei Reisser

Schraubentechnik in Ingelfingen-Criesbach:

„Ich achte tatsächlich weniger

auf Zeugnisnoten.

Mit ein Grund dafür sind

die fehlenden Bewerbungen

für Ausbildungsstellen.

Was für mich mehr zählt als

Einsen und Zweien ist der

persönliche Eindruck, den

ich im Gespräch gewinne.

Besonders achte ich auf

Soft Skills wie Zuverlässigkeit,

Pünktlichkeit und Engagement.

Hans-Harald Reber vom

Rebers Pflug in Schwäbisch

Hall-Weckrieden:

Ausschlaggebend sind die

Noten für uns nicht. Was

uns mehr interessiert, ist,

welche Bewertung der

Schüler für sein Verhalten

und seine Mitarbeit im

Zeugnis erhalten hat.

Letztendlich entscheidend

allerdings ist, ob es persönlich

passt, und ob der Bewerber

motiviert ist und

Lust hat auf eine Ausbildung

als Koch, Hotel- oder

Restaurantfachkraft. Deshalb

laden wir potenzielle

Mitarbeiter vor der Einstellung

zum Probearbeiten

ein.

Daniela Drzajic, Personalreferentin

bei Groninger

in Crailsheim: Die Antwort

liegt – wie so oft – in der Mitte.

Natürlich spielen Schul- beziehungsweise

Zeugnisnoten

bei uns nicht die entscheidende

Rolle bei der Einstellung

von Auszubildenden.

Dennoch achten wir darauf.

Das hat einen einfachen

Grund: In den Ausbildungsund

Studienberufen braucht

es auch eine Affinität zu den

Inhalten, die vermittelt werden

– in der Praxis, aber

ebenso in der Theorie. Unser

Anspruch als Ausbildungsunternehmen

ist es, dass unsere

Azubis eine gute Lehre

absolvieren können, dass sie

praxisorientiert lernen und

vor allem auch Spaß bei der

Ausbildung haben, motiviert

sind und ihre Ausbildung erfolgreich

abschließen. Wenn

sich ein Azubi durch die Inhalte

quälen muss, weil sie

ihm oder ihr keinen Spaß machen

oder weil er oder sie einfach

keinen Zugang zu den

Themen hat, ist keinem geholfen.

Grundsätzlich kann

man aber sagen, dass insgesamt

das „Gesamtpaket“

stimmen und eine gute Motivation

erkennbar sein sollte.

Wenn wir im Rahmen eines

Praktikums ein Talent erkennen,

spielen die Schulnoten

aber eine eher untergeordnete

Rolle.

Fotos: privat


NEXT STEP WISSEN |45

Simone Kettemann, Ausbildungsleiterin

bei Ziehl-

Abegg in Künzelsau: Generell

kommt es dabei sehr auf den jeweiligen

Ausbildungsberuf

oder den Studiengang an. Im

DH-Studium Elektrotechnik

beispielsweise sind gute Noten

in naturwissenschaftlichen Fächern

wie Mathe und Physik

schon wichtig, weil ein gewisses

Wissensniveau vorausgesetzt

wird. Generell ist es jedoch so,

dass wir die Noten nicht als das

Maß aller Dinge ansehen und

auch keine Vorauswahl anhand

der Noten treffen. Vielmehr

schauen wir uns die Bewerbung

im Ganzen an. Hat sich der Bewerber

Mühe gegeben, sind die

Unterlagen ordentlich, engagiert

er sich in seiner Freizeit

ehrenamtlich, zum Beispiel im

Verein.

Luisa Mebert, Stadtwerke

Schwäbisch Hall: Mir ist es

nicht besonders wichtig, dass

im Zeugnis nur Einsen und

Zweien stehen. Richtig

schlecht sollte es natürlich

Martin Boschet, geschäftsführender

Vorstand der Hohenloher

Molkerei: Meines

Erachtens spielen Noten

auch heute noch eine große

Rolle. Jeder Beruf erfordert

schließlich ein gewisses Maß

auch nicht sein. Worauf ich

vor allem achte ist, ob die

potenziellen Auszubildenden

kommunizieren können.

Denn das ist heute – in

der Generation Kopf unten –

leider keine Selbstverständlichkeit

mehr. Durch die

zum Teil exzessive Nutzung

des Smartphones einerseits,

aber auch bedingt durch

Home-Schooling,

haben

manche Schüler inzwischen

Probleme, sich zu präsentie-

ren, locker zu unterhalten

oder nur den Augenkontakt

zu halten. Referate vor der

Klasse, die auf Bewerbungssituationen

vorbereiten können,

fanden infolge der Pandemie

oft nicht statt.

an Wissen und beispielsweise

bei Berufen wie Milchtechnologe

oder Milchwirtschaftlicher

Laborant achten wir

auf gute Noten in den naturwissenschaftlichen

Fächern

und in Deutsch. Bei ähnlich

guten Bewerbern entscheidet

die Persönlichkeit, also wie

sich der- oder diejenige im

Vorstellungsgespräch gibt.

Damit wir uns ein umfassenderes

Bild machen können,

sind wir an einem mehrtägigen

Praktikum interessiert.

Wenn der Gesamteindruck

passt, Engagement und Wissbegierigkeit

zu erkennen

sind, können die Noten aber

auch schon mal etwas in den

Hintergrund treten. Die Noten

sind wichtig, aber was

letzten Endes zählt, ist der

Mensch.


46| NEXT STEP WISSEN

HOMEOFFICE: PLEITEN, PECH

UND PANNEN VERMEIDEN

„Ich arbeite jetzt erstmal von zu Hause aus.“ Einen Satz, den man seit dem

Frühjahr 2020 häufig gehört hat. Für die meisten Menschen tat sich da eine

ganz neue Welt auf. Auch viele Azubis und Studenten wechselten an den PC.

Was vor zwei Jahren ein absolutes

Novum war, hat

sich mittlerweile in vielen

Unternehmen etabliert:

das Homeoffice. Während die einen große

Fans sind, können die anderen mit Arbeiten

von zu Hause so gar nichts anfangen.

DER ARBEITSPLATZ

Großes Glück haben alle, die ein eigenes

Büro zu Hause haben. Doch dieser Luxus

ist nur den wenigsten vergönnt. Wer kein

extra Zimmer, aber noch Platz hat, sollte

sich mit Schreibtisch und ordentlichem

Schreibtischstuhl eine Arbeitsecke einrichten

– dort wird auch nichts Anderes getan.

Regale oder Paravents helfen bei der räumlichen

Trennung. Und: Es wird auf keinen

Fall vom Bett

aus gearbeitet.

Am meisten stößt das hybride Arbeitsmodell

auf Gegenliebe: ein paar Tage

in der Woche Homeoffice, ein paar Tage

ab ins Büro. Ob nun freiwillig oder

nicht: Wie kann das Arbeiten von zu

Hause aussehen, ohne das alles im

Chaos versinkt?

DIE KLEIDUNG

Oberste Regel: Die Hose bleibt an. Auch,

wenn es noch so verlockend ist – gearbeitet

wird weder im Schlaf- noch im Jogginganzug.

Denn die Kleidung hat durchaus Einfluss

auf die Art, wie man arbeitet. Wer

sonst im Kostüm oder Anzug zur Arbeit

geht, und im Homeoffice viele Videokonferenzen

hat, kann zum Beispiel

eine Jeans anziehen und als Oberteil

eine Bluse oder ein Hemd

samt Krawatte. Ein legerer

Look ist vollkommen in Ordnung.

Im Sommer natürlich auch

mit kurzer Hose, die keiner zu

sehen bekommt. Wer im

Homeoffice ordentlich angezogen

ist, kann nicht nur jederzeit

dem Paketboten die Tür öffnen ohne

rot zu werden, sondern ist auch

nach Feierabend motivierter, was den

Gang außer Haus betrifft – zum Beispiel in

den Biergarten, zum Einkaufen oder für einen

kleinen Abendspaziergang.

DER TAGESABLAUF

Routinen sind im Homeoffice wichtig. Das heißt: Man beginnt

mit der Arbeit um die Uhrzeit, um die man auch im Büro loslegen

würde, macht zur gleichen Zeit Mittag und geht auch zur üblichen

Zeit in den Feierabend. Tipp: Für Gesundheit und

Arbeitsmoral ist gutes und regelmäßiges Essen wichtig. In der

Mittagspause sollte man daher ordentlich essen und nicht nebenher

noch Mails schreiben. Wer die Möglichkeit hat, verbringt

die Pause in einem anderen Raum. Da ja oft keine Zeit

bleibt, groß zu kochen, ein Tipp aus Omas Zeiten: Gerichte am

Wochenende vorkochen, portionsweise einfrieren, am Morgen

zum auftauen rauslegen und in der Pause nur noch erwärmen.

ABLENKUNGEN

SIND TABU

Schnell noch einkaufen, den Fernseher

laufen lassen und die Nägel lackieren

– nein! Auch zu Hause ist die

Arbeitszeit zum Arbeiten da. Klar, wer

Kinder hat – insbesondere, wenn diese

noch kleiner sind – kann Ablenkungen

nicht gänzlich vermeiden. Daher

sollte man die Zeit, in der die

Kids in der Kita oder Schule

sind, umso fokussierter

nutzen.


NEXT STEP WISSEN |47

TECHNISCHE UND MENSCHLICHE

KOMPONENTEN

Eine Katze, die sich bei der Videokonferenz

vor die Kamera setzt oder

der Nachwuchs, der mal dem Chef

„Hallo“ sagen möchte – alles schon

passiert. Und sind wir mal ehrlich: So

etwas lockert das Ganze auf, sorgt für

ein Schmunzeln und erinnert daran,

dass die Menschen vor der Kamera

echt sind und eben keine künstlichen

Avatare. Trotzdem sollte man

an ein paar Dinge denken, um die

ein oder andere Panne zu vermeiden.

1. Beide Partner sind im Homeoffice

und der Arbeitsplatz des einen ist

im Schlafzimmer? Steht eine frühmorgendliche

Videokonferenz

an, sollte man dem Partner Bescheid

sagen. Das verhindert,

dass dieser im Hintergrund – womöglich

noch spärlich bekleidet –

durchs Bild läuft.

2. Vor Beginn einer Videokonferenz

sollte man Kamera, Mikro, Stromund

Internetversorgung checken.

3. Bitte nicht mit dem Headset

aufs Klo gehen – das kann

peinlich werden!

4. Den Hintergrund auf

Chaos, dreckige Wäsche

oder peinliche

Fotos prüfen.

Wichtig ist auch immer

der Datenschutz. Dieses

Thema sollte vor Beginn

des Homeoffice mit der zuständigen

IT-Abteilung besprochen

werden.

DIE PSYCHISCHE

KOMPONENTE

Manch einer hat das Gefühl, im Homeoffice

200 Prozent geben zu müssen, um unter

Beweis zu stellen, dass er auch tatsächlich

arbeitet. Das ist Quatsch und schlecht

für die Gesundheit. Ein Chef und auch Kollegen

bekommen ja mit, ob Aufgaben

erledigt werden und Projekte

vorankommen. Chefs

sollten ihren Angestellten

hier nicht zu viel Druck

machen. Wer sich wirklich

um Arbeit drücken

will, braucht dazu kein

Homeoffice – der

schafft das auch im Büro.

Niemand muss im

Homeoffice 24/7 erreichbar

sein. Es reicht vollkommen

aus, zu den üblichen Arbeitszeiten

verfügbar zu sein.

Gut betreut - Optimal versorgt

Das Klinikum Crailsheim ist ein wachsendes Krankenhaus der Grund- und Regelversorgung

mit über 650 Mitarbeitern. Bei uns stehen kompetente medizinische

Behandlung, sowie eine patientenorientierte und professionelle Pflege im Vordergrund.

Des Weiteren verfügen wir über ein MVZ, in welchem 9 Facharztpraxen integriert sind.

Ausbildung mit Zukunftsperspektive am Klinikum Crailsheim:

Ausbildung zur/zum

• Pflegefachfrau/Pflegefachmann (m/w/d) in Vollzeit (3 Jahre) / Teilzeit (4 Jahre)

• Pflegehelfer/in (m/w/d)

• Operationstechnische/n Assistent/in (m/w/d)

• Medizinischen Fachangestellten (m/w/d)

• Koch/Köchin (m/w/d)

Des Weiteren bieten wir für Studenten die Möglichkeit eines Praktikums in den

Bereichen Personalmanagement, Controlling, Patientenmanagement oder IT an.

Bei Interesse melden Sie sich gerne in der Personalabteilung (07951 490 102) bzw. bei

Interesse an einer Ausbildung zur/m Pflegefacfrau/ Pflegefachmann bei der Schulleitung

Frau Weidner (07951 490 195). Weitere Informationen finden Sie auch unter

www.klinikum-crailsheim.de

Aktuelle Stellenangebote aus verschiedenen Bereichen des

Klinikums und MVZ Crailsheim finden Sie auf den Homepages

unter www.klinikum-crailsheim.de sowie www.mvz-cr.de

„Für uns – für andere.“ www.sonnenhof-sha.de

Ausbildung und Orientierung

· Freiwilliges Soziales Jahr

· Bundesfreiwilligendienst

· Ausbildung als Heilerziehungspfleger/in

· Ausbildung als Heilerziehungsassistent/in


48| NEXT STEP WISSEN

STUDIEREN IN

NÄCHSTER NÄHE

Baden-Württemberg

bietet viele

attraktive Hochschulen

LEGENDE

Universitäten

Pädagogische Hochschulen

Kunst- und Musikhochschulen

Akademie für Darstellende Kunst

Filmakademie

Popakademie

Hochschulen für

angewandte Wissenschaften

Hauptsitz

Standort

Duale Hochschule BW

Präsidium

Standort

Campus

Nichtstaatliche Hochschulen

Private Universitäten

Schwetzingen

Mannheim

Bad Mergentheim

Heidelberg

Mosbach

Künzelsau

Karlsruhe

Pforzheim

Bad Liebenzell Hohenheim

Heilbronn

Schwäbisch Hall

Ludwigsburg

Stuttgart

Esslingen

Göppingen

Nürtingen

Kehl

Offenburg

Tübingen

Gengenbach

Rottenburg

Horb Reutlingen

Aalen

Schwäbisch Gmünd

Heidenheim

Geislingen

Ulm

Villingen-Schwenningen

Freiburg

Furtwangen

Albstadt

Trossingen Riedlingen

Biberach

Sigmaringen

Tuttlingen

Weingarten

Ravensburg

Lörrach

Konstanz

Isny im Allgäu

Friedrichshafen

QUELLE: MWK.BADEN-

WUERTTEMBERG.DE/DE/

HOCHSCHULEN-STUDIUM/

ICH WILL

STUDIEREN!

Detaillierte Infos zu allen

Studienangeboten in

Baden-Württemberg und

die interaktive Hochschulkarte

findest du auf der

Internetseite:

www.studieninfobw.de


NEXT STEP WISSEN |49

HS HEILBRONN

Hier treffen sich Tüftler, Mathe-Fans

und BWLer: An der Hochschule Heilbronn

gibt es Studiengänge in den

Bereichen Technik, Wirtschaft und

Informatik. Zum Beispiel stehen Maschinenbau,

Robotik und Tourismusmanagement

zur Auswahl.

www.hs-heilbronn.de

KÜNZELSAU

Mit Technik und Wirtschaft haben die

Studiengänge am Campus Künzelsau

der Hochschule Heilbronn zu tun.

Beispiele sind Wirtschaftsingenieurwesen-Energiemanagement,

Elektrotechnik,

BWL und Sozialmanagement

oder BWL und Kultur-,

Freizeit-, Sportmanagement.

www.hs-heilbronn.de/campus-kuenzelsau

Am Campus Schwäbisch Hall der Hochschule

Heilbronn. Foto: HHN

SCHWÄBISCH HALL

Am Campus Schwäbisch Hall dreht

sich alles ums Management: Von Finanzen

über Personalwesen bis hin

zum klassischen Vertrieb – der familiäre

Campus hat genau darin seine

Stärken.

www.hs-heilbronn.de/campusschwaebisch-hall

DHBW HEILBRONN

Theoriephasen an der Hochschule

und Praxisphasen im Unternehmen

wechseln sich ab. Angeboten werden

etwa BWL mit Foodmanagement, Handel

und Dienstleistungsmanagement,

Wein – Technologie – Management

sowie BWL – Digital Business Management

und Wirtschaftsinformatik.

www.heilbronn.dhbw.de

Duale Hochschule Baden-Württemberg in

Heilbronn. Foto: Christiane Zahnder

German Graduate School

of Management & Law in Heilbronn. Foto: privat

HEILBRONN

Durch die Eröffnung des Campus der

TU München kannst du in Heilbronn

Uni-Luft schnuppern. Wenn du Ambitionen

hast, später in die Führungsetage

aufzusteigen, könntest du mit den

Management-Studiengängen hier

goldrichtig liegen.

www.wi.tum.de

HEILBRONN

Wenn Wirtschaft und Recht dein Ding

sind, schau dich mal an der German

Graduate School of Management

& Law um. Die Hochschule bietet

Master-Studiengänge zu Wirtschaftswissenschaften

und Wirtschaftsrecht.

www.ggs.de

Hochschule Aalen. Foto: Jan Walford

DHBW MOSBACH

Studiengänge rund um die Digitalisierung,

international ausgelegte

Wirtschaftswissenschaften oder

doch eher ein Ingenieurstudium? Die

DHBW Mosbach und ihr Campus

Bad Mergentheim bieten viele duale

Studienmöglichkeiten.

www.mosbach.dhbw.de

AALEN

Die Hochschule Aalen ist eine der

forschungsstärksten Hochschulen in

Deutschland. Mitten im Süden bittet

sie über 60 innovative Studienmöglichkeiten,

darunter Angebote wie

Business Analytics, Digital Health

Management, International Marketing

and Sales, Leichtbau oder Wirtschaftsinformatik.

www.hs-aalen.de

Pädagogische Hochschule

Schwäbisch Gmünd. Foto: ph-sg

SCHWÄBISCH GMÜND

Wer sich für Themen wie Bildung,

Gesundheit und Kulturen interessiert,

ist in der Pädagogischen Hochchule

Schwäbisch Gmünd richtig. Dort stehen

Lehramt, Pflegewissenschaft und

Integration zur Wahl.

www.ph-sg.de

SCHWÄBISCH GMÜND

Wenn du besonders kreativ bist,

dann solltest du die Hochschule

für Gestaltung im Blick behalten. In

Schwäbisch Gmünd lassen sich Produkt-,

Kommunikations- oder Interaktionsgestaltung

sowie das Internet

der Dinge studieren.

www.hfg-gmuend.de


50| NEXT STEP WISSEN

SE

DAS STUDI-ABC

Die wichtigsten Stichworte, die man rund ums Studium kennen muss, im Überblick.

A

B

wie AStA:

Die Abkürzung steht für Allgemeiner

Studierendenausschuss. Im Grunde ist

der AStA die Interessenvertretung der

Studierenden einer Hochschule und

vertritt deren Interessen gegenüber der

Hochschule, dem Land und der Öffentlichkeit.

Auch ist der AStA Ansprechpartner

für Studenten.

wie BAföG:

Studieren kostet Geld. Da nicht alle Eltern

haben, die das finanzieren können

und die Nebenjobs durch die Pandemie

weniger geworden sind, gibt es das

Bundesausbildungsförderungsgesetz

(BAföG). Hier gibt es finanzielle Unterstützung

vom Staat. Die Höhe richtet

sich nach dem persönlichen Vermögen

und Einkommen und dem der Eltern.

E

F

H

wie Erasmus+:

Das Förderprogramm mit Namen Erasmus+

(früher nur Erasmus) ermöglicht

Semester und Praktika im Ausland.

wie Fakultät:

Als Fakultät bezeichnet man eine Einheit

von zusammenhängenden Fachbereichen

und deren Verwaltungen. So

vereint zum Beispiel die Philosophische

Fakultät die Bereiche klassische

Philosophie, Kunstgeschichte, Neuphilologie

oder Altertumswissenschaften.

wie Hausarbeit:

Die Hausarbeit begegnet jedem Studierenden.

Dabei handelt es sich um eine

wissenschaftliche Arbeit zu einem bestimmten

Thema. Meistens werden

Hausarbeiten während der Semesterferien

geschrieben.

I

P

S

wie Immatrikulation:

Sie ist der Beginn der Hochschulkarriere.

Wer an einer Hochschule immatrikuliert

ist – also eingeschrieben ist – hat

dort einen Studienplatz. Mit der Einschreibung

gibt es Matrikelnummer

und den Studierendenausweis.

wie Promotion:

Wer nach dem Studium noch nicht genug

hat, kann noch promovieren – also

seinen Doktortitel machen. Dazu muss

man in seinem Forschungsbereich eine

Doktorarbeit schreiben.

wie Semester:

Das Wort Semester leitet sich vom Lateinischen

Wort „semestris“ ab, was

sechsmonatig bedeutet. Ein volles Jahr

besteht aus dem Sommer- und Wintersemester.

Bereit für die

Zukunft

Macht Sinn und Spaß:

Dein Job bei uns

STAHL CraneSystems ist international einer der führenden Hersteller

von Hebe- und Krantechnik. Unsere jahrzehntelange Kompetenz zeigt

sich sowohl in Standard- als auch in innovativen Sonderlösungen,

die zusätzlich in explosionsgeschützter Ausführung erhältlich sind. Als

globales Unternehmen beschäftigen wir weltweit über 650 engagierte

Mitarbeiter:innen.

Freie Ausbildungs- und Studienplätze für 2022 und 2023:

Industriemechaniker

Fachlagerist

Elektroniker Fachrichtung Betriebstechnik

Industrieelektriker Fachrichtung Betriebstechnik

Duales Studium, Maschinenbau Bachelor of Engineering

Duales Studium, Elektrotechnik Bachelor of Engineering

Kooperatives Studium, Maschinenbau Bachelor of Engineering

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Schicke deine Bewerbung bitte an: STAHL CraneSystems GmbH

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