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Ausgabe 13 | 2022 • 19. Juli 2022

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Aussteller- und Besucherrekord bei der Wirtschaftsmeile Außerfern

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Oberländer VerlagsGmbH

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2 19. Juli 2022

impressum

Die Informationen zur Offenlegung gemäß

§ 25 MedienG können unter http://unternehmen.oberlandverlag.at/ovg/unternehmen/

impressum.html abgerufen werden.

Herausgeber:

Günther Lechner, Wolfgang Weninger

Redaktion:

Peter Bundschuh (pb), Agnes Dorn (ado),

Meinhard Eiter (me), Friederike Hirsch (riki),

Peter Leitner (pele), Irmgard Nikolussi (irni),

Christian Novak (novi),

Anna Praxmarer (prax),

Nina Schrott (nisch),

Johanna Tamerl (jota), Lisi Zangerl (lisi)

e-mail: redaktion@impuls-magazin.at

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Martina Witting, Tel. 0676-846 573 - 21

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Druck: Walstead NP Druck GmbH

Die nächste Ausgabe

erscheint am 30. August 2022

10 11

Mehr als 120 Aussteller, vom Weltmarktführer

bis zum Staatspreisträger,

präsentierten im 4.500 Quadratmeter

großen Zelt am Linz-Textil-Areal in

Reutte bei der 5. Wirtschaftsmeile Außerfern

ihre großartigen Produkte und

Dienstleistungen. Die Regionalmesse

durfte mit Rekorden an Neuheiten und

Besuchern aufwarten. Trotz der bekannten

Lieferschwierigkeiten in der

Autobranche konnten über 100 Neuwagen

im Freigelände gezeigt werden.

Die größte Regionalmesse Tirols wurde

ihrer Zielsetzung als Begegnungsraum

zwischen Unternehmern und Bevölkerung

wieder einmal mehr als gerecht

und zeigte eindrucksvoll die

Leistungsfähigkeit der heimischen

Wirtschaft auf. Die kleinräumige Wertschöpfung

zu befeuern war ein weiteres

Ziel der Veranstalter. Ein umfangreiches

Rahmenprogramm, mit Konzerten,

Tanzveranstaltungen und Modeschauen

begeisterte das Publikum

aus Tirol und dem Allgäu.

1 Senioren aus der Wirtschaft informierten

sich über die Angebote

der Zeit: Hans Mader, Lermoos,

Ex-Banker Karl Gratl, Heiterwang

2 Die Organisatoren der Wirtschaftsmeile:

Wolfgang Winkler,

Obmann des Werbe- und Ausstellervereins

Reuttener Bezirksmesse,

und Wolfgang Wohlgenannt,

seit Jahren Manager der Veranstaltung

3 Charmante Lokalpolitikerinnen auf

Informationstour: Reinhild Astl,

Vizebürgermeisterin Pflach, und

Carmen Strigl-Petz, Bürgermeisterin

Vils

4 Suchten auf dem Bildungssektor:

die Schuldirektoren Werner Hohenrainer,

HAK, HLW, und Bruno

Dengg, BFS Plansee

5 Wirtschaftskammerpräsident

Christoph Walser und der Obmann

der Wirtschaftskammer

Landeck Michael Gitterle überzeugten

sich von der Leistungsfähigkeit

der Außerferner Unternehmen

6 Die hohe Politik zu Gast auf der

Wirtschaftsmeile: Wirtschaftslandesrat

Toni Mattle und Nationalratsabgeordnete

Liese Pfurtscheller

7 Bauen interessierte sie als Fachleute

am meisten: Architekt Alexander

Wasle, Vermessungstechniker

Peter Trefalt und Ing.

Thomas Strele

8 Den neuesten Trends auf der Spur

waren Toni Huber, Gründer des

gleichnamigen Möbelhauses, und

Versicherungsmakler Hartwig

Wanner

9 Als Altbekannte und Urgesteine

der Außerferner Wirtschaft trafen

sich zum Gedankenaustausch Ex-

Dir. Heinrich Schlichtherle, EW-

Reutte, und Dr. Reinhard Schretter,

Zementwerk Vils

10 Die Wirtschaftskammerleute aus

früheren Tagen: Ex-Wirtschaftskammerobmann

Peter Wartusch

und Langzeit-Bezirksstellenleiter

Helmut Lagg bewunderten die

Fortschritte in vielen Bereichen.

11 Tourismusfachleute und ehemalige

Bgm. waren ebenfalls unter

den Besuchern. Tourismusverbandsobmann

Hermann „Hemmi“

Ruepp, Reutte, und Altbürgermeister

Aurel Schmidhofer

trafen sich zum Fachsimpeln.

Sommerpause

Auch wir gönnen uns eine kurze

Auszeit. Die nächste Ausgabe

erscheint am 30. August 2022.

Redaktions- und Anzeigenschluss

ist am 22. August 2022!

Ihr impuls-Team

Fotos: Nikolussi


Die Ötztaler Bergwelt im besten Licht

Ruth Schaber erinnert sich an das photographische Lebenswerk ihres Vaters Walter Lohmann

„Mein Vater war ein Menschenfreund.

Und er würde sich wohl

im Grab umdrehen, wenn er

sieht, dass man heutzutage Photographie

mit F schreibt“,

schmunzelt die inzwischen in

Obsteig lebende Ruth Schaber.

Die Tochter des Anfang der

1930er-Jahre von Mönchengladbach

nach Obergurgl ausgewanderten

Photographen und Photokaufmanns

Walter Lohmann

eröffnete dieser Tage gemeinsam

mit ihrem Halbbruder Walter als

Zeitzeugin eine Ausstellung, die

in den Räumen der Raiffeisenbank

Sölden noch bis zum 21.

Oktober einen Auszug des Lebenswerkes

der Familie Lohmann

zeigt. Zu sehen sind Ansichtskarten,

Panoramen und

Prospekte, die über Jahrzehnte

die Reiselust der Ötztaler Gäste

weckten.

Umringt von Büchern, Bildern, Ansichtskarten und Prospekten erinnert Ruth

Schaber an das Lebenswerk ihrer Ötztaler Photographenfamilie Lohmann.

„Ende der zwanziger Jahre des vergangenen

Jahrhunderts verbrachte

mein Vater mehrere Urlaube im

Hotel Edelweiß in Obergurgl.

Kurz nach der legendären Ballonlandung

des Stratosphärenforschers

Professor Auguste Piccard

konnte mein Papa dann seiner Leidenschaft

zur hochalpinen Landschaft

nicht mehr widerstehen.

Und so zog er mit seiner damaligen

Sekretärin und späteren Frau

Wilma, also mit meiner Mama,

nach Obergurgl. Dort richtete er

sich im Haus des legendären

Schafbauern Martin Scheiber alias

Broser ein kleines Photogeschäft

samt Dunkelkammer für die Entwicklung

der Bilder ein. Gemeinsam

mit seinem ebenfalls aus

Mönchengladbach stammenden

Freund Hans Aretz, der sich in

Oetz niederließ, prägten Walter

Lohmann und später mein Bruder

Werner das photographische Geschehen

des Ötztales. Ihre Bilder

und Druckwerke gingen als touristische

Werbebotschaften rund um

die Welt“, erzählt Ruth Schaber.

Erbe in 5. Generation

„Bei uns liegt das Photographieren

wohl im Blut. Schon mein 1872

geborener Großvater Alexander

war Photograph. Mein Bruder

Werner übernahm die Firma meines

Vaters. Auch wenn es das Geschäft

im Ötztal in seiner ursprünglichen

Form nicht mehr

gibt, setzen mein Neffe Alexander

Maria und dessen Tochter Stephanie,

die ebenfalls Profiphotographen

sind, die Familientradition

fort“, freut sich Ruth, die selbst

nach Abschluss der Handelsschule

acht Jahre lang mit großer Begeisterung

im Geschäft in Obergurgl

gearbeitet hat. Danach übersiedelte

sie gemeinsam mit ihrem aus

Obsteig stammenden Mann Erich

Schaber nach Innsbruck, von wo

aus sie noch viele weitere Jahre für

den elterlichen Betrieb tätig war.

Foto: Eiter

Familiäres Glück

Obwohl ihr Vater Walter ein zweites

Mal geheiratet hat – aus dieser

Ehe stammt der in Seefeld als Photokaufmann

tätige Halbbruder

Walter – empfindet die im Jahre

1934 geborene Ruth die Geschichte

ihrer Familie als gelungen.

Mit ihrem leider im Jahr

2009 viel zu früh verstorbenen

Ehemann Erich Schaber fand

Ruth nach ihrem Vater, wie sie

sagt, einen weiteren Menschenfreund

an ihrer Seite. Kennen gelernt

hat sie die Liebe ihres Lebens

in Obergurgl, wo Erich als Volksschullehrer

gearbeitet hat. Später

unterrichtete er an einer Sonderschule

in Innsbruck. Dieses Wirken

bewegte ihn so sehr, dass er die

Lebenshilfe Tirol mitbegründete.

Seine unermüdliche Initiative für

den Bau von Werk- und Heimstätten

für Benachteiligte veranlasste

die Gemeinde Haiming, die Straße

bei der Lebenshilfeeinrichtung

in Ötztal-Bahnhof als Erich-Schaber-Weg

zu benennen.

Stolz auf ihre Familie

Mittlerweile genießt Ruth ihren

wohlverdienten Ruhestand in ihrem

schmucken Häuschen in

Obsteig und freut sich über den

Erfolg ihrer Kinder. Die in Wien

lebende Susanne ist eine international

erfolgreiche Reiseschriftstellerin

und Gerald, der ehemalige

Bürgermeister von Obsteig, arbeitet

als Richter am Landesverwaltungsgericht.

Auch die drei Enkel

machen viel Freude. Der älteste,

Alexander, arbeitet als Bauer und

erlangte zuletzt als Torjäger lokale

Fußballberühmtheit. Konstantin

leitet die Filiale der Sparkasse in

Mieming. Und Katharina ist in

Wien im Management des Hotels

Kempinski tätig. „Auf meiner Seite

der Lohmann-Erblinie wurde

das photographische Talent nicht

beruflich weitergegeben. Aber

scharf und kritisch schauen und

die Welt im richtigen Licht betrachten

können die Unsrigen

alle“, lacht Ruth mit glückselig

strahlenden Augen. (me)

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19. Juli 2022 3


Der Alpenverein und die Muttekopfhütte feierten in der Imster Innenstadt gemeinsam Geburtstag

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Foto: Höpperger Umweltschutz/Felix Stark

Höpperger unterstützt Tumorforschung

Kürzlich überreichte Geschäftsführer

Harald Höpperger einen Spendenscheck

über 11.500,- Euro an Primar

Univ.-Prof. Dr. Ewald Wöll vom Krankenhaus

Zams. Der Erlös kommt der

Tumorforschung des Krankenhaus St.

Vinzenz Zams zugute.

Bereits seit 17 Jahren unterstützt das

Oberländer Familienunternehmen

Höpperger Umweltschutz in Kooperation

mit dem Spendenverein von Ingrid

Santer die regionale Krebsforschungs-Initiative

des Krankenhauses.

In den vergangenen Jahren wurde

die Spendensumme mit Charity-

Geschäftsführer Harald Höpperger überreichte den Spendenscheck für die

Krebsforschungs-Initiative des Krankenhauses Zams an Primar Dr. Ewald Wöll.

v.l.: Klaus Höpperger, Primar Dr. Ewald Wöll, Ingrid Santer, Harald Höpperger.

4 19. Juli 2022

Veranstaltungen im Rietzer Hof aufgebracht.

„Aufgrund der pandemischen

Lage war dieses Event in den letzten

beiden Jahren nicht durchführbar“, erklärt

Harald Höpperger. Deshalb hat

der Entsorgungsspezialist pro verarbeiteter

Tonne (biogenes und Elektro-

Altgeräte-Material) 50 Cent beiseite

gelegt. Das ergab nun für 2021 einen

stattlichen Spendenbetrag von

11.500,- Euro.

Die gemeinsame Benefizveranstaltung

ist übrigens heuer wieder geplant und

soll am 29. Oktober in der Trofana

Mils stattfinden.

Die Alpenvereinssektion Imst-Oberland

und die Wirtsleute der Muttekopfhütte

luden kürzlich anlässlich der

beiden Jubiläen 150 Jahre Alpenverein

und 130 Jahre Muttekopfhütte

zum Jubiläumsfest ins Zentrum von

Imst ein. Geboten wurde ein Familienprogramm

am Nachmittag und ein

Open-Air-Kino am Abend. Gleichzeitig

fand an diesem Tag in Imst der 1. Tiroler

Natur- und Klimatag des Alpenvereins

statt. An 16 verschiedenen

Stationen gab es jede Menge Informationen,

Vorführungen, kulinarische

Köstlichkeiten und Musik von der privaten

Musikschule „Soundklinik“.

1 Die beiden „Seiltänzer“ Lukas Eiter

und Clemens Kuen gaben einen

Schnupperkurs im Slacklinen.

2 Der Schauspieler und EDV-Spezialist

Martin Flür verabreichte gemeinsam

mit Angelika Sedlak

gratis Schnäpse für die Besucher.

3 Auch Hannes Grabenweger, ein

Urgestein des Imster Alpenvereines,

betreute mit seiner Frau Angelika

einen Informationsstand.

4 Karin Abler und Gabriele Wachter

vom Imster Alpenverein bastelten

mit den Kindern aus alten Bergsteigerseilen

Schlüsselanhänger.

5 Das „Dynamische Duo“ Roswitha

Matt und Anneliese Krabacher

spielten das Theaterstück „Wer

hört das Murmelgemurmel?“

6 Murron Dielen aus Wenns und

Klaudia Neuner aus Jerzens erfreuten

die Kinder mit Tattoos.

7 Barbara Grießer aus Wenns hatte

beim Kinderschminken alle Hände

13

voll zu tun.

8 Auch Verena Muigg vom Alpenverein

Wenns hatte mit den Kindern

viel Spaß und ließ sich selbst

schminken.

9 Renate Doppelbauer und Hanna

Riedl vom Umweltreferat des Alpenvereines

betreuten das „Müllrad“,

bei dem Kinder spielerisch

lernen und auch etwas gewinnen

konnten.

10 Patrick Zangerl, der Wirt der Muttekopfhütte,

und seine Freundin

Larissa Gstrein servierten den

Gästen würzige Kasspatzln.

11 Hannes Krabichler aus Wald und

der pensionierte ÖBB-Fahrdienstleiter

Christian Schöpf aus Arzl

zapften frisches Bier.

12 Die Geschwister Rene und Sabine

Scheiber aus Wenns, Schüler der

„Soundklinik“, präsentierten ihr

Können an der Harmonika und an

der Gitarre.

13 Alle Hände voll zu tun hatten auch

Matthias Regensburger und seine

Freundin Lisa Absenger am Eisstand

der Konditorei in der Kramergasse.

Fotos: Eiter


UMHAUSEN

Der Meistertrainer setzt voll auf den Nachwuchs

Sieghard Gritsch führte den SV Umhausen in einer tollen Saison in die Landesliga West

Was die Kicker des SV Umhausen

in der vergangene Spielzeit

veranstaltet haben, ließ den geneigten

Fußballfan staunen! In

24 Runden mussten sich die

Ötztaler nur einmal geschlagen

geben, einmal gab es ein Remis.

Nicht weniger als 22 Partien

wurden gewonnen! Ergebnis:

Meistertitel mit zehn Punkten

Vorsprung und Aufstieg in die

Landesliga. Vater des Erfolges:

Trainer Sieghard Gritsch!

„Es ist schon nicht ganz leicht einzuordnen,

was uns da gelungen

ist“, schmunzelt der Sigi angesprochen

auf die vergangene Spielzeit.

Wenn er das sagt, will das etwas

heißen. Denn der inzwischen 49-

Jährige hat im Fußball schon viel

erlebt.

Im Alter von fünf Jahren begann

er in Umhausen mit dem Fußballspielen.

Durchlief die gesamte

Nachwuchsschiene. Schon in jungen

Jahren schaffte er den Sprung

in die Kampfmannschaft. Und

profitierte laut eigenem Bekunden

von seinem damaligen Spielertrainer

Florian Schlatter: „Er ist damals

von Schruns nach Tirol und

nach einem halben Jahr von Imst

nach Umhausen zurückgekehrt

und hat mich stets gefördert. Neben

Nachwuchstrainer Josef Klotz,

der mich mit seiner Frau Barbara

immer quer durchs Land gefahren

hatte, war Florian der Coach, der

mich am meisten geprägt hat.“

Karriere im Profibereich

1994 zog es Sigi erstmals weg vom

SV Umhausen. Für ein halbes Jahr

wechselte er nach Imst. Zurück in

Umhausen, folgte 1997 der Wechsel

zum damaligen FC Tirol. Er erinnert

sich zurück: „Erste Gespräche

gab es schon, als Hans Krankl

kurzzeitig Trainer in Innsbruck

war. Der meinte damals aber nur,

dass er keine Bauernbuben in seiner

Mannschaft braucht. Florian

Schlatter stellte in weiterer Folge

aber den Kontakt zu Krankls

Nachfolger Didi Constantini her.

Ich durfte zum Probetraining und

wurde in zwei Testspielen im Außerfern

und Lienz eingesetzt, wo

ich jeweils ein Tor schoss. Und

Umhausens Meistermacher Sieghard Gritsch will auch in Zukunft den vereinseigenen

Nachwuchs forcieren.

Foto: sportszene.tirol/Leitner

dann bekam ich tatsächlich einen

Vertrag als Jungprofi.“

Das Abenteuer FC Tirol endete

trotzdem nach nur einem halben

Jahr. „Ich hab’ damals nur 5000

Schilling bekommen, musste auch

zwischen Umhausen und Innsbruck

pendeln. Eine Aufstockung

des Gehalts war aber nicht möglich.“

Der Ötztaler blieb nach seiner

neuerlichen Rückkehr zu seinem

Stammverein aber am Radar von

höherklassigen Vereinen. Unter

anderem zeigte ein Zweitligist aus

der Schweiz Interesse. „Das konnte

ich mir aber nicht so recht vorstellen,

denn ich war damals ein

ziemlicher ,Heimsugel’, wollte

nicht aus Tirol weg“, grinst Sigi.

Für den sich dann die Möglichkeit

bot, bei der WSG Wattens unter

Trainer Wolfgang Schwarz anzuheuern.

Von Jänner 1999 bis Juli

2000 blieb er bei der Werkself,

wurde mit dieser Regionalligameister

und stieg in die 1. Division

auf.

Ein weiteres Engagement wäre

möglich gewesen. Sigi orientierte

sich aber um. Die SVG Reichenau

wollte ihn für vier Jahre unter Vertrag

nehmen, er wollte sich aber

nur für ein Jahr binden, hätte dafür

auch auf Geld verzichtet. Eine

Einigung kam nicht zu Stande.

Wechsel zum Lokalrivalen

Es ging zurück ins Ötztal – aber

nicht zum Heimverein, sondern

für ein Jahr zum Lokalrivalen aus

Längenfeld. Für Umhausen kickte

er wieder von Sommer 2001 bis

Sommer 2002, ehe es ihn wieder

nach Längenfeld zog, wo er bis Juli

2010 blieb. Unter anderem kickte

er dort auch mit seinem Schwager

Bertram Schöpf zusammen. Sigi:

„Von ,Beggi’ hab’ ich auch viel gelernt.

Bin als junger Spieler auch

oft nach Vorarlberg gefahren, als er

dort für SW Bregenz gekickt hat.“

Nach seinem Abschied aus Längenfeld

machte Sigi drei Jahre Pause,

ehe er seine Karriere von Jänner

2013 bis Juli 2014 bei der SPG

Sölden endgültig ausklingen ließ.

Für ihn war freilich schon als Spieler

klar, dass er irgendwann als

Trainer an der Seitenlinie stehen

möchte. Dementsprechend betreute

er noch zu aktiven Zeiten

die U12 des SV Längenfeld, übernahm

nach einem Jahr die zweite

Kampfmannschaft, in der Landesliga

schließlich das erste Team.

Nach dem Abstieg in die Gebietsliga

gab er als Ziel den Wiederaufstieg

aus. „Den mir selbst auferlegten

Druck gab ich damals an die

Mannschaft weiter. Das war ein

Fehler, den ich nie mehr machen

werde”, blickt Sigi zurück.

Es kam zur Trennung, doch schon

nach einem halben Jahr Pause wartete

das nächste Traineramt: In

Umhausen wurde er just Nachfolger

von seinem früheren Förderer

Florian Schlatter. Vier Jahre stand

er in der Folge in der Verantwortung,

trainierte nebenbei auch

Nachwuchsteams.

Als der Haiminger Detlev Halwax

2020 sein Traineramt zur Verfügung

stellte, wollte Sigi nicht zurück

auf die Kommandobrücke.

Beugte sich aber schließlich nach

Rücksprache mit seiner Familie

dem Wunsch der Vereinsführung.

Und führte die Kampfmannschaft

heuer schließlich mit überragender

Bilanz in die Landesliga West.

Buben mit hohem Potenzial

Beinahe hätte er seinen Posten danach

abgegeben. Denn es war klar:

„Ich wollte nicht mehr gleichzeitig

die Kampfmannschaft und zwei

Nachwuchsteams betreuen. Hätten

wir für die Burschen keine

Trainer gefunden, wäre ich bei ihnen

geblieben.“

Das macht die Weitsicht von Sigi

Gritsch deutlich, der unmissverständlich

klar stellt: „Der Nachwuchs

ist der Trumpf für unseren

Verein. Wir haben einige junge

Spieler mit hohem Potenzial. Alleine

in der U14 haben alle 13 die

Veranlagung, irgendwann in der

Kampfmannschaft zu spielen.“

(pele)

19. Juli 2022 5


UMHAUSEN

Auf einem steilen Kurs mit Weltmeistertitel

Präzisionstalent Franziska Gstrein aus Umhausen kegelt im Nationalteam

Die Ötztalerin Franziska Gstrein

ist auf der Kegelbahn zuhause.

Und das sowohl an ihrem gewohnten

Trainingsort in Längenfeld

als auch auf internationalen

Bewerben. Ein sensationeller

Höhepunkt auf ihrer

sportlichen Karriereleiter: Im

vergangenen Mai erkämpfte sich

die 20-Jährige in Estland den

Weltmeistertitel im Tandem

Mixed in der U23. Obwohl sie es

aktuell in der wohlverdienten

Sommerpause eher gemütlich

angehen kann, hat sie ihre

nächsten Ziele bereits genau im

Blick.

„Ich bin eine ‚Eggelarn‘. Das Kegeln

liegt in meinen Genen“, beruft

sich Franziska auf ihren Hausnamen,

der verrät: Der Apfel fällt

nicht weit vom Stamm. Schon ihr

Großonkel trainierte 1991 die Nationalmannschaft

und brachte das

Team bis zum Sieg der Weltmeisterschaft,

zwei Jahre später heimste

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6 19. Juli 2022

Franziska Gstrein, eine Linkshänderin, die mit rechts kegelt. Und das mit grandiosem

Erfolg! Im vergangenen Mai holte sie sich einen Weltmeistertitel und ist

mit der heurigen Saison in die Bundesliga aufgestiegen.

Foto: Praxmarer

zum Dankesagen bietet Anna Leiter

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Zeiten, etwa wenn es gilt, von einem

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sich die Mannschaft den Vize-

Weltmeistertitel ein. Auch Franziskas

Vater war leidenschaftlicher

Kegler. Die familiäre Erfolgsliste

ließe sich sogar noch weiter fortsetzen.

Sie selbst stellt ihr Können

während der Saison beinahe wöchentlich,

teils international und

vor allem mit großem Eifer unter

Beweis. Die guten Gene allein seien

jedenfalls nicht ausreichend,

wie die Umhauserin schon vorab

klarstellt: „Ausgelernt hat man eigentlich

nie. Es gibt immer etwas

an der Technik zu verfeinern.“

Die Kugel kommt ins Rollen

Im Teenageralter hat Franziska

durch einen reinen Zufall ihr Faible

für den Kegelsport entdeckt.

„In der Sportwoche mit der

Hauptschule waren wir in einer

Unterkunft untergebracht, wo

sich zufällig auch eine Kegelbahn

befand. Ich habe es ausprobiert

und dann hat es mich einfach gepackt“,

gab es für die heutige IT-

Technikerin keine andere Option

mehr, als sich für ein Schnuppertraining

beim örtlichen Kegelverein

KSK Raiffeisen Ötztal anzumelden.

Ab diesem Zeitpunkt

wurde die Kugel sozusagen erst

recht ins Rollen versetzt. Wöchentliche

Trainingseinheiten und

Bewerbe sowie viel Arbeit an der

eigenen Konzentrationsfähigkeit

und mentalen Selbstbeherrschung

stehen seither an der Trainingsordnung.

Genauso aber auch der kollegiale

Austausch unter Gleichgesinnten

und der unverzichtbare

Teamspirit.

Ein Sport mit Tradition

Der Kegelsport war im Ötztal in

der Vergangenheit stets traditionsreich

und populär. Noch vor wenigen

Jahrzehnten gab es fünf gut

aufgestellte Kegelvereine, nämlich

einen in jeder Gemeinde. In den

heutigen Zeiten des Vereinssterbens

leidet jedoch auch der Kegelsport

am Mitgliederschwund. Es

besteht derzeit lediglich ein Verein,

der KSK Raiffeisen Ötztal.

Ohne ihn hätte sich Franziskas

sportlicher Einstieg wohl nicht so

einfach gestaltet: „Von Anfang an

war ich mit ganzer Leidenschaft

dabei. Vor allem die Gemeinschaft

und der gute Zusammenhalt machen

es einem leicht, dranzubleiben

und auch einmal stressige

Phasen durchzustehen. Man

nimmt viel Fahrerei oder verplante

Wochenenden in Kauf, weil es einem

einfach sehr viel gibt.“

Das Ziel im Blick

Seit 2019 spielt das Kegeltalent für

den KV Schwaz und genießt auch

das Training auswärts in vollen

Zügen: „Ich bin in einer jungen

Damenmannschaft, in der ich

mich gut weiterentwickeln kann.

Wir möchten mit den Schwazern

den Klassenerhalt in der Bundesliga

auf jeden Fall schaffen. Zwischen

Herbst und Mai liegt die

kommende Saison. Ein Ziel ist natürlich

auch, dass diese für uns erfolgreich

verläuft“, ist die ambitionierte

Sportlerin mehr als motiviert.

„Man muss sich Ziele setzen,

sonst bleibt man stehen.“

Philosophie des Kegelns

„Kegeln ist ein Sport, bei dem sich

sehr viel im Kopf abspielt. Es ist

eine mentale Sache. Es darf in dem

Moment nur die Bahn und dich

geben. Man braucht eine sehr gute

Konzentrationsfähigkeit“, beschreibt

die Umhauserin eine der

wichtigsten Voraussetzungen. Um

körperlich fit zu bleiben, betreibt

sie grundsätzlich viel Sport im

Ausdauerbereich: „Natürlich muss

man nicht nur geistig, sondern

auch körperlich fit sein. Das Kegeln

erfordert mehr Kraft und Anstrengung,

als man auf den ersten

Blick meinen würde.“ Die Ötztalerin

freut sich über einen starken

Rückhalt aus den eigenen Reihen,

auf den sie nicht zuletzt ihren großen

Erfolg zurückführt: „Ich bin

meiner Familie sehr dankbar für

die Unterstützung, auch dem Verein

in Schwaz und im Ötztal, und

ganz besonders meinem Mentor

und Trainer Edi Nösig.“ (prax)


In den letzten Jahren sind in

Umhausen einige Wohnungen

entstanden bzw. entstehen gerade,

darunter auch wohnbaugeförderte

und betreubare. Doch

dann ist Schluss mit Wohnanlagen,

erklärt Bürgermeister Jakob

Wolf, schließlich müsse man mit

der Infrastruktur auch nachkommen.

Denn beispielsweise

die Kinderbetreuungseinrichtungen

müssten jetzt schon ausgebaut

werden. Auch das Gewerbegebiet

Tumpen wird um

11.000 m² erweitert.

UMHAUSEN

„Dann ist Schluss mit Wohnbauträgern“

Umhausen setzt auf Ausbau der bestehenden Infrastruktur und Stopp der Zuwanderung

Bürgermeister Jakob Wolf wird nun gemeinsam mit den Kinderbetreuungseinrichtungen deren Platzbedarf evaluieren. Das

Gewerbegebiet Tumpen wird um 11.000 m² erweitert. Bedarf ist gegeben.

Fotos: Dorn

Die Umwidmung ist schon lange

erfolgt, nun ist man am Planieren:

Die Erweiterung des Gewerbegebiets

Tumpen soll bis zum Herbst

erledigt sein, wie Bürgermeister Jakob

Wolf hofft. „Wir haben einige

Jungunternehmer oder Unternehmer,

die aus dem Wohngebiet raus

oder erweitern wollen. Das sind

fast alles Dienstleistungsbetriebe

und wir haben jetzt schon mehr

Ansuchen als Grundstücke“, zeigt

sich der Dorfchef von der Notwendigkeit

weiterer Gewerbeflächen

überzeugt. Auch beim LWL-

Ausbau drückt Umhausen aufs

Gas und hat in den letzten Jahren

den Ausbau massiv gefördert. Die

Verlegung in Niederthai sei nun

abgeschlossen und innerorts sei

man ebenfalls mit den Hauptstrecken

fertig. „Jetzt fahren wir zu jedem

Haus hin und dann kommen

noch die Asphaltierungen dazu,

denn wir haben ziemlich viele

Straßen, die massiv desolat sind“,

so Wolf. In den letzten Jahren seien

neben LWL auch viele Meter

Kabel der Tinetz und der Tigas ins

Erdreich gekommen und das müsse

nun abgeschlossen werden.

Gebäudesanierungen

Auch bei den Gebäuden ist Umhausen

auf Verschönerungskurs:

So wurde nun die Restaurierung

der Pfarrkirche mit der Sanierung

des Außenbereichs abgeschlossen:

180.000 Euro investierte die Gemeinde

in den Austausch von

Schindeln am Kirchturm und den

Anstrich der Außenfassade. Beim

Badesee wurde bereits der Kiosk

vergrößert und ab Herbst soll mit

dem Innenumbau gestartet werden,

so der Plan. Auch die Pizzeria,

die mit der Riml-Gruppe aus

Sölden einen neuen Pächter hat,

wird erneuert. Zudem kommt von

Sport-Grüner eine neue Außenstelle

an den Badesee, an der man

sich Fahrrad- und Kletterausrüstungen

ausleihen kann.

Baustopp verhängt

In Bau befindlich sind derzeit die

Gebäude der ersten Baustufe des

Wohnbauprojekts des Friedenswerks,

die damit vier wohnbaugeförderte

Reihenhäuser als Mietkaufobjekte

und 15 betreubare

Mietwohnungen im Dorfzentrum

von Umhausen errichten, für die

der Vergabeprozess derzeit läuft.

Doch dann soll Schluss sein mit

Wohnbauträgerprojekten, zeigt

sich Wolf überzeugt. Denn: „Das

ist in den letzten Jahren ein bisschen

zu schnell gegangen und wir

müssen das jetzt in geordnete Bahnen

lenken. Wohnbauträger bekommen

in Zukunft keinen Bedarf

mehr zugewiesen. Wir haben

im gesamten Gemeindegebiet im

Wesentlichen eine Bebauungsplanpflicht

und über alle Grundstücke,

die gewidmet sind, ein

Bauverbot“, erklärt der Dorfchef.

„Wir sind da sehr restriktiv, weil

wir ja immer auch schauen müssen,

dass die infrastrukturellen

Rahmenbedingungen passen.“

Wohnträume aus Meisterhand

Seit über 60 Jahren ist die Tischlerei

Klotz in Umhausen ein verlässlicher

Partner für die Herstellung

von Möbeln und Einrichtungsgegenständen

aller Art. Nicht nur

Kunden aus Gewerbe und Hotellerie

profitieren vom Know-how des

Kinderbetreuung

Und die betreffen bekanntermaßen

häufig die Kinderbetreuungseinrichtungen,

die auch in Umhausen

langsam beengt werden.

Von der Kinderkrippe bis zur

Volksschule, über den Hort und

den Mittagstisch wird das Platzproblem

evident, so Wolf. Das

habe einerseits mit dem Bevölkerungszuwachs

zu tun, andererseits

aber auch damit, dass Kinder früher

in die Betreuungseinrichtungen

gegeben werden. Nun werden

zunächst einmal mit den Zuständigen

der Einrichtungen die Bedürfnisse

evaluiert und Studien erstellt.

Zum Beispiel wird man sich

ansehen, wie man in Zukunft mit

den zwei Turnsälen umgehen

möchte. Bereits nächstes Jahr soll

dann die Umsetzungsphase gestartet

werden, zeigt sich der Bürgermeister

optimistisch. (ado)

traditionsreichen Unternehmens,

das sich derzeit mit einem Erweiterungsbau

fit für die Zukunft macht.

Auch in privaten Haushalten des

Ötztals und darüber hinaus schätzt

man die Erfahrung des engagierten

Handwerker-Teams rund um Firmenchef

Andreas Klotz. Seien es

Küchen, Wohn- und Schlafzimmer

oder auch individuelle Einzelstücke

– mit der Tischlerei Klotz in Umhausen

lassen sich Wohnträume in

bester Tischler-Qualität realisieren.

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19. Juli 2022 7


UMHAUSEN

Die Turbinen laufen

Ausleitungskraftwerk der Ötztaler Ache ist seit

Mai in Betrieb: Strom für 16.000 Haushalte

Die Standortbürgermeister Hansjörg Falkner (l.) und Jakob Wolf (r.) informierten

sich mit den Geschäftsführern Klaus Auer und Klaus Mitteregger (2.v.re.) über

den Baufortschritt auf der Kraftwerksbaustelle.

Foto: ÖWK

Im Mai dieses Jahres wurden

sukzessive die Turbinen zugeschaltet

und nun läuft die Wasserkraftanlage

nach zwei Jahren

Bauzeit plangemäß. Segnung

und offizielle Eröffnung der Anlage

wird indes erst am 10. September

sein, wenn die Betreibergemeinden

Oetz und Umhausen

zum Tag der Offenen Tür laden.

Das durchaus umstrittene Kraftwerksprojekt

an der Ötztaler Ache

(ein Stromausfall hatte erst kürzlich

Kajakfahrer in Bedrängnis gebracht)

ist seit diesem Monat in

Vollbetrieb. Eigentümer des Ausleitungskraftwerks

zwischen dem

Umhausener Ortsteil Tumpen und

dem Oetzer Habichen sind die

beiden Standortgemeinden sowie

die Auer-Wasserkraft-AG und die

Tiwag. Die Wasserfassung befindet

sich knapp oberhalb der

Schluchtstrecke der Ötztaler Ache,

Umweltschonendes Mähen mit der Sense

Kurs zum Erlernen alter Handwerkstechnik erfreut auch Nicht-Landwirte

Unter dem Titel „Mäh dich frei“

bot der bei der Landwirtschaftskammer

für Bildung zuständige

Imster Dipl.-Ing. Thomas Lorenz

heuer bereits zum zweiten

Mal einen Kurslehrgang für den

Umgang mit der Sense an. Neben

Hobbybauern und Almpersonal

nahmen daran auch Nicht-

Landwirte teil. Kursleiter war

der aus dem Wipptal stammende

Landwirtschaftsmeister Paul

Strickner, Austragungsort die

Wiesenflächen rund um das

Sportzentrum in Imst.

„Die Sache ist für die Teilnehmer

in erster Linie eine große Gaudi.

Das Dengeln und Schleifen der

Sense, aber auch das Ausprobieren

der richtigen Technik beim Mähen

hat den Leuten sichtlich Spaß gemacht“,

berichtet Lorenz, der mit

dem Arzler Bundesbahnmanager

Manfred Maurer und dem Imster

Metzger und Eisverkäufer Hannes

Flür auch zwei Freunde seines privaten

Stammtisches für den Kurs

begeistern konnte. Unter den insgesamt

zehn Teilnehmern befanden

sich auch zwei Frauen, eine

davon aus Deutschland. Kristin

Hess aus Bielefeld, eine studierte

Sozialpädagogin, wohnt derzeit als

Wahltirolerin in Fließ und hat erst

kürzlich einen Hirtenkurs absolviert,

um demnächst auf einer Alm

arbeiten zu können.

von wo aus das Wasser über verschließbare

Entnahmeöffnungen

und einen unterirdischen Zulaufkanal

das Triebwasser in den 840

Meter langen Druckstollen geleitet

wird. Vom Stollenportal in Habichen

wiederum führt eine 80 Meter

lange, unterirdische Druckrohrleitung

zum Maschinenhaus.

Dank einer Wassermengennutzung

von 22 m³/s soll das Hauptkraftwerk

durchschnittlich 63 Gigawattstunden

Arbeitsvermögen

zu leisten imstande sein, zeigt man

sich von den Betreibern optimistisch.

„In Summe liefert die Wasserkraftanlage

durchschnittlich 64

Millionen kWh pro Jahr und kann

damit rund 16.000 Tiroler Haushalte

mit sauberer CO2-freier und

heimischer Energie versorgen“,

sieht man von Seiten der Betreiber

einen Riesengewinn für die lokale

Bevölkerung.

Ein Profi als Zaungast

Begeistert von diesem Lehrgang

zeigte sich auch der pensionierte

Imster Stadtgärtner und Bauer

Wilfried Fink, der zufällig bei einem

Hundespaziergang vorbeikam.

„Ich hätte im Pitztal eine

Bergwiese. Dort könnten mir die

beiden Hobby-Sensenmäher gerne

helfen“, schmunzelte Fink. Thomas

Lorenz betonte dann aber

doch auch noch die Ernsthaftigkeit

der Veranstaltung: „Almwiesen,

aber auch Steilflächen in

Wohngebieten sind oft maschinell

nicht mehr zu bewirtschaften und

müssen daher von Hand gemäht

werden. Das Sensenmähen erfordert

eine spezielle Technik, die jedoch

immer mehr in Vergessenheit

gerät. Ziel dieses Kurses ist es,

die alte Technik des Sensenmähens

wieder zu beleben. Letztlich ist

diese Form der Mahd auch umweltschonend.

Kleintiere wie Grillen,

Bienen, Käfer und Schmetterlinge

freuen sich, wenn ihr Lebenraum

schonend behandelt wird!“

(me)

Die Sozialpädagogin Kristin Hess, in

Fließ wohnende Bielefelderin, will als

Wahltirolerin künftig auf Almen arbeiten.

Fotos: Eiter

8 19. Juli 2022

Der Imster „Eismetzger“ Hannes Flür und der ÖBB-Manager

Manfred Maurer freuten sich über den Besuch von

Bauer und Stadtgärtner Wilfried Fink, der den Hobbymähern

Bergwiesen als Übungsflächen zur Verfügung stellte.

Thomas Lorenz vom Ländlichen Fortbildungsinstitut LFI

präsentierte mit Paul Strickner aus Gries am Brenner einen

Profi im Sensenmähen in Imst. Er zeigte den Teilnehmern

den richtigen Umgang mit Sense und Wetzstein.


Ein Händchen für Pferde in Not

Hofleiterin Ingrid Schätzle über ihre Arbeit für die Pferdeklappe in Reutte

Die Pferdeklappe des Österreichischen

Tierschutzvereins in

Reutte ist ein Ort des Heilens

und zugleich ein Sprungbrett für

Notfälle auf vier Hufen. Mit viel

Know-how hat die gebürtige

Holländerin Ingrid Schätzle mit

Lebensgefährte Achim an ihrer

Seite die Hofleitung im vergangenen

Herbst übernommen. Die

Pferdeklappe ist kein Gnadenhof,

sondern eine Zwischenstation

für Pferde, die nach der Weitervermittlung

ein langfristig

glückliches Leben verbringen

dürfen.

Geldnöte, psychische Probleme

oder Krankheit: Warum Pferdebesitzer

nicht mehr in der Lage sind,

für ihre Tiere zu sorgen, hat die

unterschiedlichsten Gründe. Betroffene

Pferde werden häufig weitergereicht,

an Pferdehändler verkauft

oder landen auf der

Schlachtbank. Der Österreichische

Tierschutzverein hat mit

der Pferdeklappe ein österreichweit

einzigartiges Projekt gestartet.

Hierfür stellt Familie Schwarzkopf-Hilti

das ehemalige Gestüt

Stegerberg in Reutte mit Platz für

28 Pferde zur Verfügung.

Ingrid und ihre Schützlinge

Ingrid Schätzle genoss in Holland

eine Ausbildung zur Reitlehrerin

und erinnert sich: „In Holland beinhaltet

diese Ausbildung nicht

nur den Reitunterricht, sondern

alles, was zur Leitung eines Pferdebetriebes

dazugehört. Von Zucht,

Haltung und Management bis hin

zur Buchhaltung.“ Sie verbrachte

rund zehn Jahre in der Schweiz,

mehrere Jahre in Oberösterreich

und auch einige Zeit in Deutschland.

Ständig waren die Pferde

ihre beruflichen Begleiter, von der

eigenen Zucht bis hin zum therapeutischen

Reitunterricht. Und

dann kam es, das Projekt Tierschutz.

Ingrid ist mit Leib und

Seele involviert: „Wenn du sowas

machst, muss es Hand und Fuß

haben. Die Pferdeklappe wird zur

Gänze durch die Hilfe von Pferdefreunden

getragen. Ich bin sehr

glücklich darüber, dass wir dank

Fördermitgliedschaften, Spenden

und Unterstützungen den Betrieb

bewältigen können!“

Die traumatisierte Stute Capriola, ein Online-Betrugsfall aus Ungarn und einer

von Ingrids Schützlingen, brachte in der Pferdeklappe ein Fohlen zur Welt.

„Ein Pferd spiegelt dich. Es zeigt dir, wo du stehst, was deine Schwächen und deine Stärken sind“, betrachtet Ingrid

Schätzle die Pferde als Lehrer fürs Leben.

Fotos: Österreichischer Tierschutzverein

Station Pferdeklappe

„Wir nehmen Pferde auf, die davon

tatsächlich profitieren und

auch vermittelbar sind. Sie werden

nach einem Gesundheitscheck

rundum umsorgt, bis sie zur

Adoption freigegeben werden

können. Manche sind schwer traumatisiert

und brauchen Jahre dafür.

Andere nur wenige Monate“,

geht die Tierschützerin individuell

auf die Bedürfnisse ein. Neben

dem sorgenlosen Leben auf der

Weide genießen die reitbaren Pferde

auch Ausritte oder Bewegung

in der Reithalle. „Die Pferde werden

vermittelt, bleiben vertraglich

aber ihr Leben lang unter unserem

Schutz. Sie dürfen nicht weiterverkauft

werden. Wir stehen als Ansprechpartner

immer zur Verfügung.

Es gibt regelmäßigen Austausch

und Hilfe bei Problemen“,

kann die Hofleiterin für einen abgesicherten

Lebensabschnitt der

Pferde sorgen.

Strategisches Erfolgskonzept

„Wir arbeiten derzeit noch als vierköpfiges

Team in der Pferdeklappe.

Aber glücklicherweise unterstützen

uns viele Hof-Engel: Freiwillige,

die sich um die Pferde

kümmern, sich mit ihnen beschäftigen,

aber auch vorbeikommen,

um bei der Pflege der Anlage zu

helfen. Es gibt immer etwas zu

tun. Außerdem möchten wir dahingehend

arbeiten, dass auf dem

Hof auch Lehrlinge ausgebildet

werden können“, lautet das Resümee.

Vor rund einem Jahr wurde

die Pferdeklappe ins Leben gerufen.

Seither konnten bereits 20

Pferde durch das Projekt eine neue

Bleibe finden.

Ein Kuckuckskind im Gepäck

Viel Bewegendes kann die Tierschützerin

von der Pferdeklappe

erzählen. Die Geschichte von Lipizzanerstute

Capriola zum Beispiel.

Capriola kam verstört und

mit blutigen Verletzungen übersät

als illegaler Online-Betrugsfall aus

Ungarn ins Land. Da die Käufer

mit dem Pferd überfordert waren,

stand eine Einschläferung im

Raum. Der Österreichische Tierschutzverein

zögerte nicht lange,

Capriola wurde in die Pferdeklappe

gebracht. Was damals niemand

ahnen konnte: Die unterernährte

Stute war auch noch trächtig. „Wir

haben uns gefreut, als sie endlich

Gewicht zulegte. Doch dann kam

ans Licht, warum der Bauch gar

nicht mehr aufhörte, zu wachsen“,

erinnert sich die Hofleiterin.

„Dank der professionellen Umsorgung

durch unsere Pflegerinnen

konnte sich Capriola von ihren

Strapazen erholen. Sie hat endlich

wieder Vertrauen gefasst und blüht

als Mutter richtig auf. Das sind die

Dinge, für die ich lebe.“ (prax)

19. Juli 2022 9


Seit meinem Unfall liebe ich den Job noch mehr

Luca Wille steigt in der Riege der heimischen Spitzenköche auf

Er ist 27 Jahre alt und aus

Pfunds. Gelernt hat Luca Wille

Koch und das gleich bei drei

Meistern, wie er sagt. Diese

prägten ihn fachlich und

menschlich – mittlerweile ist er

selbst Küchenchef im St. Antoner

Hotel Alte Post. Seit kurzem

darf er sich ausgebildeter Diplom

Küchenmeister nennen.

Sehr gern würde er nun einen

Kochlehrling ausbilden.

„Nach dem Fußballplatz ist die

Küche zu meinem Lieblingsplatz

geworden“, erzählt der gebürtige

Pfundser Luca Wille, der in seiner

Kindheit gern Fußball gespielt hat.

Nun ist die Küche seine Wirkungsstätte

und hier legte er eine

steile Karriere hin – und bringt

denselben Ehrgeiz und dieselbe

Leidenschaft auf wie früher beim

Sport. Gelernt hat er im Hotel

Traube in Pfunds. Weitere Stationen

waren andere Hotels in

Pfunds, ebenso im Zillertal, bevor

er nach Kitzbühel ins Restaurant

von Christian Winkler kam: „Er

war es, der mir ein anderes Bild

von einem Koch vermittelt hat

und gelernt hat, dass alles frisch

und handgemacht sein sollte“, erzählt

Luca Wille über einen weiteren

seiner großen Lehrmeister.

„Seither versuche auch ich, alles

selbst zu machen – Nudeln und

Ravioli beispielsweise“, verrät

Luca Wille und verrät: „Seine Ratschläge

hab ich noch heute im

Hinterkopf.“

Ein schwerer Schicksalsschlag

Nach seiner Zeit in Kitzbühel arbeitete

Luca Wille noch in Hotels

in Fiss sowie in Ried, wo er als Patissier

tätig war. „Damals hab ich

viele Bücher gelesen und mich ins

Gebiet der Patisserie reingekniet“,

verrät er. Seit 2016 arbeitet er im

Hotel Alte Post in St. Anton am

Arlberg, während der ersten Sommermonate

verschlug es ihn nach

Fuschl am See: „Auch dort hat

mich der frühere Küchenchef Jürgen

Pircher geschliffen – dort hab

ich viel gelernt, es war wie meine

dritte Lehrzeit“, verrät Luca Wille.

2019 hatte Luca Wille einen

schweren Autounfall – er musste

10 19. Juli 2022

Luca Wille aus Pfunds ist der Küchenchef im Hotel Alte Post in St. Anton am Arlberg

und nun sogar ausgebildeter Diplom Küchenmeister.

sich monatelang ins Leben zurückkämpfen:

„In dieser Zeit hab ich

viele Kochbücher gelesen, oft 3-4

am Tag“, erzählt er und: „Seit diesem

Unfall liebe ich meinen Job

noch mehr.“ Bis heute ist eine große

Dankbarkeit spürbar, dass dieser

lange und harte Kampf zurück

ins (Koch)leben gelang.

Umfangreiche Ausbildung

Im Hotel Alte Post in St. Anton

hat Luca Wille praktisch alle Stellen

in der Küche durchlaufen, seit

Mai ist er ganzjährig angestellter

neuer Küchenchef, der auch das

Diplom zum Küchenmeister absolviert,

das mittlerweile dank

„NQR6-Einstufung“ einem Bachelor

gleichzusetzen ist. Lehrgangsleiter

war Philipp Steiner,

dem Luca Wille auch Lob und

Respekt zollt. Von September bis

Februar dauerte die Ausbildung,

gefordert war unter anderem ein

Businessplan, eine Meisterarbeit

sowie ein Meistermenü und ein

Meisterbuffet in Buchform – dieses

Buch kann direkt bei ihm erworben

werden

(wille.luca@gmail.com). Zur

Theorieprüfung gesellten sich ein

Fachgespräch und vier Computerprüfungen

sowie eine 23 (!)stündige

praktische Prüfung.

Er selbst schätzt am Beruf des Koches

auch den Verdienst: „Man

muss alles sehen, z.B. dass die Kost

und Unterkunft inkludiert sind

und dann kommt man bereits als

Jungkoch auf einen guten Gehalt“,

ist Luca Wille überzeugt. Auch davon,

dass die alten Klischees längst

nicht mehr bedient werden: „Die

Ausbeute des Personals in der Gastronomie

gehört der Vergangenheit

an“, erzählen Luca Wille und

der Juniorchef des Hotels Alte

Post, Andreas Tandl, unisono und:

„Köche sind heute Shootingstars,

sie ernähren sich gesund und machen

Sport.“ Luca Wille selbst ist

einer, der seine Idole besonders in

der Szene Schweizer Köche findet

und hat sich stets weitergebildet.

Der Pfundser Koch verrät noch,

wie sich seiner Meinung nach die

Küche verändern wird: „Es wird

mehr fleischlos und man kommt

mehr zurück zu einfachen Gerichten.

Und es liegen vielleicht wieder

weniger Komponenten am Teller.“

Er selbst verkocht gern Süßwasserfische

und greift nicht nur zu Edelprodukten.

Wer Luca Wille folgen

möchte, kann das beispielsweise

auf Instagram machen (#herrlichderwille).

Lehrling gesucht

Ein „gutes, familiäres Umfeld“

möchten Luca Wille und Andreas

Tandl schaffen – gesucht wird unter

anderem ein Lehrling in der

Küche. „Nach einer Kochlehre stehen

einem alle Türen offen“, bekräftigt

Luca Wille und ergänzt:

„Mein Ziel ist es, dass der Lehrling

nach drei Jahren ein super Koch

wird und wenn er oder sie danach

besser ist als ich, hab ich eine riesen

Gaudi“, ergänzt er schmunzelnd.

Selbstverständlich sind auch

Schnupperlehrlinge in der Alten

Post immer willkommen. „Wir

sind sehr froh, dass wir Luca haben

und nun mit einem jungen, motivierten

Team neue Wege gehen

können“, bekräftigt noch Andreas

Tandl abschließend. Ziel ist es natürlich,

dass Fachkräfte im Hotel

direkt ausgebildet werden. Das

große Ziel aller: Die Alte Post sollte

wieder ein Haubenlokal werden.

(lisi)

von links: Carlo Klobučar (der Chef de

Partie aus Kroatien), Küchenchef Luca

Wille, Alte-Post-Juniorchef Andreas

Tandl und Sous-Chef Vladimir Kamenistiak.

Foto: Elisabeth Zangerl


Zahl der neuen Lehrlinge steigt

In Tirol zeichnet sich zunehmend

ein positives Bild am

Lehrlingsmarkt ab. Erfreulich

ist auch, dass sich immer mehr

Maturantinnen und Maturanten

für eine Lehre entscheiden.

Im Mai dieses Jahres haben in Tirol

um 5,6 % mehr Menschen eine

Lehre begonnen als im Vergleichszeitraum

des Vorjahres. Damit liegt

die Steigerung deutlich über dem

Bundesdurchschnitt von 1,4 %.

David Narr, Fachkräftekoordinator

der Wirtschaftskammer Tirol,

weiß dieses Ergebnis angesichts der

sehr angespannten Lage am Arbeitsmarkt

sehr zu schätzen: „Wir

alle wissen, wie schwierig es derzeit

ist, Arbeitskräfte und Lehrlinge zu

finden. Wir haben in Tirol einen

enormen Überhang an offenen

Lehrstellen. Jede zusätzliche besetzte

Lehrstelle ist daher ein Erfolg.

Ich hoffe, dass sich der positive

Trend weiter fortsetzt.“

Die Gründe für das besonders erfreuliche

Zwischenergebnis sieht

Narr hauptsächlich darin, dass in

Tirol schon seit Jahren auf die kontinuierliche

Verbesserung der Ausbildungsqualität

gesetzt wird. Betriebe,

die Qualität in der Ausbildung

bieten und somit glaubwürdig

nach außen vertreten können,

sind klar im Vorteil bei der Suche

nach jungen Kräften. „Wir haben

es in Tirol mittlerweile geschafft,

Qualitätsmarken zu setzen und unsere

Unternehmen ziehen da voll

mit. Es werden täglich mehr. Ausgezeichneter

Tiroler Lehrbetrieb,

Ausbilderforum Tirol, Ausbildungsverbund

Tirol – das sind Institutionen,

die sich etabliert haben

und die Qualitätsbemühungen unserer

Lehrbetriebe unterstützen,

fördern und auch nach außen

kommunizieren“, so Narr.

Lehre mit Matura

Der Fachkräftekoordinator verweist

zudem darauf, dass die Wirtschaftskammer

im Rahmen branchenspezifischer

Lehrlingsmodelle

auf neue Zielgruppen setzt – vor

allem auf Absolventinnen und Absolventen

von allgemeinbildenden

höheren Schulen, aber auch von

berufsbildenden mittleren Schulen.

Hier zeigten sich schon in den

letzten 5 Jahren starke Zuwächse.

Insgesamt befinden sich bereits

450 Maturantinnen und Maturanten

in einem Lehrverhältnis.

Eine verkürzte Lehrzeit sowie teils

höhere Entlohnung und eigene

Berufsschulklassen sind zusätzliche

Anreize für diese Ausbildungsentscheidung.

Außerdem wurde

mittlerweile auch das berufspraktische

Bildungssystem – sprich die

höhere Berufsbildung – auf Schiene

gebracht. Dieses längerfristig

angelegte Projekt wird die Lehrlingsausbildung

weiter aufwerten

und die Bildungszugänge nach

oben noch mehr öffnen.

Vor diesem Hintergrund hält WK-

Fachkräftekoordinator David Narr

abschließend fest: „Wir werden

leider nicht alle offenen Lehrstellen

besetzen können – das ist sicher.

Aber gerade deshalb geben

wir nicht auf, sondern gehen unseren

eingeschlagenen Weg konsequent

weiter.“

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19. Juli 2022 11


Student sorgt für frischen Wind

Der 24-jährige Johannes Reinstadler kümmert sich

in Jerzens um Bauwesen und Jugend

Er ist der Neffe des ehemaligen Bürgermeisters

Sepp Reinstadler. Und als einer von drei

Söhnen des inzwischen pensionierten Lehrer-Ehepaares

Anna und Reinhard Reinstadler

wohl erzogen und gut gebildet. Demnächst

absolviert der 24-jährige Johannes

Reinstadler sein Studium der Rechtswissenschaften.

Beruflich möchte er danach in die

Verwaltung. Weil ihm, wie er sagt, ein gut

funktionierender Staat wichtig ist. Deshalb

engagiert er sich auch in der Dorfpolitik. Als

Gemeindevorstand leitet er in Jerzens den

Bau- und auch den Jugendausschuss. Im

Land ist er Vorsitzender der Jungen Generation

der SPÖ.

„Schon als mein Onkel noch Dorfchef war,

habe ich als Kind mitbekommen, um was es in

der Politik geht. So richtig Feuer gefangen habe

ich dann als Jugendlicher, als ich am Gymnasium

in Imst im Rahmen einer vorwissenschaftlichen

Arbeit das Thema Agrargemeinschaften

aufgearbeitet habe. Leider hat dieses Problem

die Stimmung bei uns im Ort über Jahre ziemlich

gespalten. Und so war es mir wichtig, mich

selbst politisch im Dorf zu engagieren und meinen

Teil für ein harmonisches Miteinander beizutragen.

Als überzeugter Kämpfer gegen jede

Form der Ungerechtigkeit bin ich dann ideologisch

bei der Sozialdemokratie gelandet. Das ist

in einem konservativen Umfeld wie dem meinen

etwas Ungewöhnliches. Aber meine Gesinnung

wird bei uns in der Familie und auch bei

meinen Freunden akzeptiert. Bei der Gemeinderatswahl

habe ich jedenfalls sehr viele Vorzugsstimmen

bekommen“, freut sich Johannes.

Recherche im Archiv

Frei nach Bruno Kreiskys Motto „Lernen Sie

Geschichte“ startete der Pitztaler Jungpolitiker

seine Arbeit als Gemeindevorstand mit einem

Besuch im Landesarchiv. „Bei uns im Dorf geistert

seit langem eine dunkle Geschichte herum,

dass unser Bürgermeister während des Zweiten

Weltkrieges ein überzeugter Nazi gewesen sein

soll. Meine Recherchen haben diese Vorwürfe

doch ziemlich relativiert und dieses Ergebnis

trägt hoffentlich dazu bei, den Frieden im Ort

zu verbessern“, sagt Johannes, der heuer im

Herbst auch für die SPÖ als Kandidat bei den

Landtagswahlen antritt. „Ich bin im Bezirk an

dritter und auf der Landesliste an 13. Stelle gereiht.

Das wird dieses Mal wohl noch nicht für

ein Mandat reichen. Langfristig wäre es aber jedenfalls

mein Ziel als Parlamentarier zu arbeiten.

Meine berufliche Tätigkeit als Jurist sehe

ich in der Verwaltung. Ein funktionierender

Staat ist mir wichtig“, sagt der Jungpolitiker,

der im Ort als Mitglied einer unabhängigen

Derzeit studiert er eifrig die Bauakten der Gemeinde

Jerzens. Dem Jungpolitiker und angehenden Juristen

Johannes Reinstadler ist eine funktionierende

Verwaltung wichtig.

Foto: Eiter

Liste das Miteinander auch mit Leuten pflegt,

die nicht unbedingt der gleichen Weltanschauung

angehören. Während seine beiden älteren

Brüder Daniel (42) und Simon (38) erfolgreich

in der IT-Branche und der Bauwirtschaft tätig

sind, will der sportbegeisterte Skifahrer und

Bergsteiger Johannes trotz seiner Reiselust beruflich

eher heimatverbunden bleiben. „Und

im Dienste des Staates wird es uns ja auch in

Zukunft nicht an Arbeit fehlen“, schmunzelt

der sympathische Pitztaler.

(me)

Gratulation zum Jubiläum

Seit nunmehr 20 Jahren steht der Traditionsbetrieb

Optik Plangger in Landeck unter der Führung von

Johannes Plangger – am Bild mit seiner Frau Katrin.

WK-Bezirksobmann Michael Gitterle (l.) und

Bezirksstellenleiter Otmar Ladner statteten dem Optikermeister

einen Besuch ab und überreichten eine

Urkunde mit Glückwünschen zum Jubiläum. Das

Traditionsunternehmen Plangger wurde 1875 vom

Ururgroßonkel von Johannes Plangger, damals als

kleines Uhrmachergeschäft am südlichen Ende der

Malserstraße, gegründet. Später kam der Bereich

Optik dazu. Johannes Plangger hat den Uhren- und

Schmuckverkauf eingestellt und sich ausschließlich

auf den Optikbereich spezialisiert. Er ist neben seiner

unternehmerischen Tätigkeit auch als Funktionär in

der Wirtschaftskammer Tirol aktiv. Foto: WK Landeck

Tiroler Kost mit

Auf das Abendrestaurant

Die Bauernstube von Lermoos ist noch eines jener

Gasthäuser, wie man sie auch in Tirol nicht

mehr allzu oft findet: bodenständig, traditionell

und qualitätsbewusst. Ein gemütlicher Ort, wo

man gerne einkehrt, und ein sehr gastfreundlich

geführter Familienbetrieb. Zu Tisch bittet

hier seit drei Jahren die Familie von Vivien und

Neso Savić, die auch das Dorfstüberl Lähn bei

Bichlbach betreibt.

Kochbegeisterte Familie

Die Köstlichkeiten aus der Region und die beliebten

Klassiker der österreichischen Küche bekommen

hier Verstärkung durch bosnische und

ungarische Spezialitäten. Das hat mit der Familienzusammensetzung

zu tun: Wirt Neso

stammt aus Bosnien, Wirtin Vivien aus Ungarn

und dann ist da noch „Oma Ildiko“ im Bunde,

ebenfalls gebürtige Ungarin. Ihr feuriges Rindergulasch

ist legendär, sie versteht sich aber

12 19. Juli 2022


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Tischreservierungen nur telefonisch von 10 bis 18 Uhr.

einer Prise Ungarn und Bosnien

Bauernstube in Lermoos freut man sich schon untertags

auch hervorragend darauf, Tiroler

Hausmannskost zuzubereiten und

unterstützt Koch Neso tatkräftig

in der Küche. Vivien ist vor allem

im Service tätig.

Zufriedene Stammgäste

Vivien und Neso Savić sind Gastronomen

aus Leidenschaft. Bereits

im Alter von 24 Jahren eröffneten

sie

ihr erstes

Restaurant.

Mit

ihrer herzlichen,

familiären

Art und der guten Angebotsqualität

konnten sie auch mit ihrem

Abendrestaurant Bauernstube viele

Gäste überzeugen, zu Stammgästen

zu werden. Feinschmecker

auf Durchreise planen oft schon

vor Antritt der Fahrt einen Zwischenstopp

in der Lermooser Bauernstube

ein.

Platz für viele hungrige Gäste ist

vorhanden: 70 Sitzplätze in der

Stube und nochmals 30 auf der

Terrasse. Vorreservieren sollte man

dennoch immer, vor allem an den

Spezialitätentagen: Jeden Samstag

ist Schweinshaxentag und jeden

Freitag gibt es frische Forellen!

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19. Juli 2022 13


Hirtenberuf sollte wieder wertgeschätzt werden

Wanderschäfer Thomas Schranz leitet Behirtungsprojekt auf der Südtiroler Stilfser Alm

Thomas Schranz aus Tösens hat

eine Mission: dabei zu helfen,

gesunde Almlandschaften zu erhalten

und dadurch die Menschen

im Tal vor den schwerwiegenden

Folgen der Erosion zu

schützen. Für diese Aufgabe hat

er wichtige Helfer: Schafe und

Ziegen. Sie können die Gefahren

vor Steinschlag und Muren an

der Wurzel packen, auch im

Hochgebirge, wo die schweren

Kühe nicht hinkommen.

Der 1971 geborene Bauernsohn

und gelernte Tischler hat sich deshalb

dazu entschlossen, als Wanderschäfer

zu arbeiten, wobei er

sich auch mit alten Weiderechten

befasste, die er mit seinen Herden

beanspruchen wollte. Konfliktfrei

verlief das nicht, einige Eigentümer

waren der Meinung, er grase

mit seinen Schafen über seine

Kompetenzen hinaus und da

kaum Flächen zur Verfügung standen,

gab Thomas das Projekt im

Sie kennen sich schon und respektieren einander.

Tiroler Oberland auf.

Schutz vor Beutegreifern

Seine Sachkenntnis und Erfahrung

sind dennoch gefragt. Thomas

Schranz, der mittlerweile auch für

Foto: Wanderschäferei

BIO AUSTRIA arbeitet, wurde

von den Südtirolern als Ratgeber

und Praktiker gerufen und ist in

diesem Sommer als Hirte und

„Weidenmanager“ auf der Stilfser

Alm im Nationalpark Stilfser Joch

im Einsatz. Dort haben die Bauern

ähnliche Sorgen wie hierzulande.

Wölfe verursachen große Verluste

und Frustration. Ein Rudel lebt

gleich in der Nachbarschaft der

Stilfser Alm. Thomas Schranz:

„Wenn wir vom Grat ins Schweizer

Gebiet hinunterschauen, haben

wir es im Blick.“ Den Wölfen bei

ihren Beutezügen Grenzen zu setzen,

ist eine seiner Hauptaufgaben.

Dabei verlässt er sich auf aktive Behirtung,

gezielte Weideführung

und Herdenschutzhunde.

Unterstützt wird er bei diesem

Projekt, das im Rahmen des

LIVEstockProtect (Herdenschutz

Österreich, Bayern und Südtirol)

mitfinanziert wird, von der erfahrenen

nordspanischen Hirtin Celia

Martinez Aragon, die Landwirtschaft

studiert und eine Hirtenschule

absolviert hat. Sie führt

in diesem Sommer ein Tagebuch

und ihre Aufzeichnungen werden

wertvolle Erkenntnisse liefern, die

auch die Herdenbildung der Scha-

WIRTSCHAFT IM FOKUS

Möbelwerkstätten und Raumausstattung Alois Ladner

Das Paznauner Familienunternehmen in zweiter

Generation ist Spezialist auf dem Gebiet für gehobenen

Innenausbau im privaten und gastronomischen

Bereich, sowie auf dem Gebiet der Raumausstattung.

14 19. Juli 2022

Die Möbelwerkstätten

Alois Ladner in zweiter

Generation wurde von

Alois Ladner sen. im

Jahre 1965 gegründet.

2009 wurde die ehemalige

Tischlerei Horst

Schöpf in Strengen übernommen

und parallel

dazu die dort bereits bestehende

Raumausstattung.

Drei von vier Söhnen

des Unternehmers

Alois Ladner jun. arbeiten

im Betrieb mit und

sichern somit den Fortbestand

für die Zukunft bereits schon heute. Das

Unternehmen beschäftigt 60 Mitarbeiter, wobei das

eigene Planungsbüro eine wichtige Rolle für die individuelle

Gestaltung und Anforderungen der Kunden

spielt. Fotorealistische Pläne und bis ins kleinste

Detail ausgearbeitete Kundenwünsche werden mit

großer Geduld und viel Zeit gemeinsam mit dem

Kunden realisiert. Dieses Angebot wird seitens der

Kunden stets gelobt und sehr gerne in Anspruch genommen.

Der Kunde ist hier noch König und ist für

die Möbelwerkstätten Ladner „oberste Prämisse“!

Spezialisierte, motivierte Tischlermeister, Gesellen

und Lehrlinge bringen die geplanten Produkte mit

handwerklichem Geschick und hochmodernen Maschinen

in Form und bauen diese persönlich beim

Kunden ein.

Das Angebot der Tischlerei Ladner erstreckt sich

vom Möbelbau über Küchen, Fenster und Türen bis

hin zum feinen Parkettboden und dem eleganten

Vorhang. Ganz groß geschrieben wird der Kundendienst.

Drei Servicetechniker sind das ganze Jahr

rund um die Uhr im Einsatz und jederzeit unbürokratisch

und problemlos zu erreichen.

ZWEI STANDORTE

In Kappl befinden sich die Verwaltung, das Planungsbüro,

die Schauräume für die Tischlerei und

die Raumausstattung, eine kleine Reparatur-Werkstatt

und die Polsterei. In Strengen wird die Arbeitsvorbereitung

gemacht, die Möbel gefertigt, zur Montage

aufbereitet und von dort aus zum Kunden geliefert.

Das Unternehmen ist in den beinahe 60 Jahren

stets vergrößert und erweitert worden, wobei dies

nur mit sehr treuen Mitarbeitern und Kunden möglich

war, denen auch in ehrlich gemeinter Manier

Dank und Anerkennung gebührt.


Wenn Thomas Schranz bei „seinen“

Tieren ist, ist er in seinem Element.

fe und das Zusammenspiel mit

den Hunden berücksichtigt. Auf

der Stilfser Alm sind sieben im

Einsatz, sie gehören der „Wanderschäferei“

von Thomas Schranz.

Sie sind hervorragend ausgebildet

und „touristentauglich sozialisiert“,

sie sind ruhig bei den Schafen

und konzentrieren sich auf

ihre Hauptaufgabe: den Schutz

der Herde vor Wölfen und anderen

Beutegreifern.

Iatz probier’n mir des amol!

Almmeister Josef Ortler: „Früher

machten die Bauern bei uns einfach

die Stalltür auf und die Schafe

liefen allein hinauf ins Almgebiet.

Das kann man wegen der Wolfsbedrohung

leider nicht mehr machen.“

Zuerst war er skeptisch gegenüber

der gezielten Weideführung

und fragte sich, wie sich die

Schafe von 40 Bauern in die Herde

eingliedern und wie sie auf die

Hunde reagieren würden. Aber da

es im Vorjahr große Verluste durch

Wolfsbisse gegeben hatte, blieb

keine Alternative und er dachte:

„Iatz probier´n mir des amol!“

Der Almmeister war überrascht,

wie gut das schon am Anfang

funktionierte: „Die Hunde laufen

friedlich mit der Herde mit als wären

sie Schafe und die Schafe sind

beruhigt. Wenn es klappt, und davon

bin ich mittlerweile überzeugt,

ist das eine gute Sache und

würde wohl auch jene Schafbauern

zum Umdenken bringen, die

nicht an dieses Projekt glauben

wollen.“ Jene, die daran glauben,

haben heuer wieder ca. 400 Stück

Schafe und 50 Ziegen auf die Stilfser

Alm geschickt.

Keine Einladung ans Buffet

Dass es klappt, dafür wird auch

Thomas Schranz sorgen, der sich

bereits ein Jahr vorher intensiv auf

diese Aufgabe vorbereitet hat, indem

er die Weidegebiete genau begutachtete

und das Projekt mit

den Bauern und Verantwortlichen

des Nationalparks besprach. Er

legte Wert darauf, dass auch die

aufgetriebenen Rinder und Kühe

ins Programm einbezogen wurden,

damit das Weidemanagement

gut ineinandergreifen kann. „Das

ganze Gebiet einzuzäunen, wäre finanziell

nicht stemmbar und

Schäden an den Zäunen wären für

die Wölfe eine Einladung ans Buffet.“

Deshalb verwendet er kleinere

Nachtkoppeln mit acht oder

neun Netzen, wobei die Hunde

die Wölfe schon von Weitem aufspüren

und vertreiben, sodass im

Gehege keine Panik entsteht. Untertags

sind die Tiere mit Hirten

und Hunden im Almgebiet unterwegs.

Das gezielte Weidemanagement

bringt noch weitere Vorteile:

„Wir verhindern eine Über- und

Unterbeweidung der Alm, zudem

sind die Gewichtserträge der Tiere

deutlich besser.“

Während der Almsaison ist Thomas

ein „Springer“, der überall

unterstützend eingreift. Wenn er

über die Almwiesen springt, ist er

in seinem Element, sein Beruf ist

seine Leidenschaft, auch wenn er

damit selber nun nicht mehr ins

Rampenlicht möchte, sondern das

Präsentieren des Projektes lieber

den Almleuten überlässt. Wie es

gelaufen ist, darüber werden wir

uns gegen Ende des Almsommers

erkundigen. Dass es ein angespannter

Sommer wird, zeigte sich

schon zu Beginn der Saison, weil

stets ein bis drei Wölfe in der Nähe

der Herde waren und ein Bär sich

auf der Nachbaralm blicken ließ.

Ausgezeichnetes Bier und beste bodenständige Speisen

„Ronaldo“ Nenad Despotovic übernahm das renommierte

Gasthaus Schloss-Stube Starkenberg in Tarrenz

Fotos: privat

Einkehren, wohlfühlen und ein optimal temperiertes

Bier genießen, das gehört im Gasthaus

Schloss-Stube Starkenberg für Stammgäste und

Ausflugsbesucher zum ultimativen Genuss- und

Geschmackserlebnis. Denn es ist nicht nur ein Mythos,

sondern Tatsache, dass das Starkenberger

Bier besonders gut schmeckt – ob aus der Flasche

oder vom Zapfhahn, ob mit oder ohne Alkohol, hell

oder dunkel, als Pils oder Lager. Am besten

schmeckt es dort, wo es gebraut wird und wo hervorragende

Speisen zum Biergenuss aufgetischt

werden: im Gasthaus Schloss-Stube Starkenberg

in Tarrenz.

Dieses übernahm im April dieses Jahres der Pächter

des Restaurants Wildmoosalm Seefeld, Nenad

Despotovic, bekannt auch unter dem rasanten

Spitznamen „Ronaldo“. Geschäftsführer und

„Mann für alles“ in der Schloss-Stube Starkenberg

ist Veljko Radulovic. Er betont, dass seit der Übernahme

noch mehr Wert auf originale Tiroler und

österreichische Gerichte sowie auf die Regionalität

der Zutaten gelegt wird, 90% heimische Produkte

Ihre Georgenmetzgerei

Fleisch & Wurstspezialitäten

Karl-Schönherr-Str. 7 · Telfs · 05262-62339

Weil regionales Handwerk

besser schmeckt!

Öffnungszeiten: Montag geschlossen

Di–Fr 7.30–12 Uhr, 15–18 Uhr, Sa 7.30–12 Uhr

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Von 11 bis 17 Uhr durchgehend warme Küche.

Montag und Dienstag Ruhetag außer Feiertag!

aus der näheren Umgebung kommen in der Küche

zum Einsatz.

Den Gästen schmeckt die bodenständige Kost, besonders

beliebt sind die Stelzengerichte: Jedes

Wochenende gibt es Lammstelze; Schweins- und

Kalbshaxe sollte man bereits einen Tag vorher bestellen.

Unbedingt probieren sollte man auch die

hausgemachten Knödel sowie die ebenfalls hausgemachten

Kuchen und den köstlichen Apfelstrudel.

Die Schloss-Stube Starkenberg ist übrigens

auch ein optimaler Veranstaltungsort für größere

Feiern!

BÄCKEREI

WALDHART

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Seit 1852 im Herzen von Telfs. 2020 und auch 2021 –

zur beliebtesten Bäckerei Tirols gewählt!

Öffnungszeiten: Montag bis Donnerstag 8.30 – 12.30 Uhr

Freitag von 8.00 – 15.00 Uhr · Samstag von 8.00 – 12.00 Uhr


D’r Franz malt im Dialekt

Der pensionierte Gemeindearzt von Jerzens Franz Eiter,

stellt seine Bilder im Stamserhaus in Wenns aus

Familie Walser

Mandarfen 73 · 6481 St. Leonhard

T +43 5413 86361

info@hotel-vier-jahreszeiten.at

www.hotel-vier-jahreszeiten.at

Am Mittwoch und Sonntag von 16 bis 20 Uhr ist Franz Eiter persönlich im Museum Stamserhaus in Wenns

anzutreffen, um durch die Ausstellung zu führen.

Foto: Dorn

Gastgeber, Sport

Das Hotel Vier Jahreszeiten von Familie Walser

ist seit Jahrzehnten ein Begriff weit über die

Landesgrenzen hinaus. Ganz nach dem Motto

#beginnezuentdecken lockt Familie Walser ihre

Gäste aus der Komfortzone, motiviert sie Neues

zu entdecken und garantiert ihnen nachhaltige

Acryl und „wahnsinnig viel Blattgold“ verwendet

der Pitztaler Franz Eiter am liebsten

für seine Bilder, die großteils zunächst am

Computer entstehen. Dabei möchte er keinesfalls

die Wirklichkeit so abbilden wie sie

erscheint – „weil sonst kann ich es auch fotografieren“,

sondern mit seinen Bildern

aufrütteln und zur Diskussion anregen. Seine

Bilder sind auch deshalb im Dialekt betitelt,

um gegen das Verschwinden des Dialekts

aufmerksam zu machen.

Man könnte fast meinen, er wolle mit manchen

Bildern provozieren, doch der pensionierte Allgemeinmediziner

Franz Eiter formuliert es

selbst sanfter: „Ich möchte keine definitive Aussage

liefern, sondern einen Ausgangspunkt für

eine Diskussion.“ Die ausgemergelten Frauen,

wie sie gerade für Politiker schön seien, das verzerrte

Selbstporträt im Kampf mit der Kirche

von Plangeross oder der Zyklus von „S Bugglers

Kreiz“ bis „Da leit man und isch vergessen“ sollen

wohl auch als Warnung verstanden werden,

hinter die oftmals heilen Fassaden zu blicken.

„Im Moment mal ich die Apokalypse, wo schemenhaft

immer wieder der Tod auftaucht.

Denn leider wiederholt sich Geschichte immer

wieder“, warnt Eiter.

Farben faszinieren

Seine Bilder seien keinesfalls abstrakt, sondern

„echt naturalistisch gemacht“, man müsse nur

genauer hinschauen, interpretiert der Künstler

selbst. Offenkundig ist bei seinen Werken auf

jeden Fall, dass er von vielerlei Seiten inspiriert

ist, wie zum Beispiel auch von der sozialistischen

Kunst der 20er-Jahre. Zur Kunst habe

16 19. Juli 2022

sich Eiter, der dieser Tage seinen 70. Geburtstag

feiert, immer schon hingezogen gefühlt, oder

wie er sich ausdrückt: „Immer wenn ich Farben

gesehen hab, hab ich spinnen angefangen.“ Das

hat schon im Gymnasium im steirischen Seckau

begonnen, als dort die Blöcklkapelle ausgemalt

wurde und der aus Plangeross stammende

Schüler dabei als Zaungast teilhaben durfte.

„Ich hab dann Medizin in Innsbruck studiert,

weil ich mit der Kunst nicht verhungern wollte“,

ergänzt er fast entschuldigend seine weitere

Biografie.

Manisch malen

Nach mehreren Jahren als Arzt in Innsbruck an

der Klinik und in Götzens kam er schließlich

nach Jerzens, wo er bis zu seiner Pensionierung

als Gemeindearzt blieb. Der Steiermark ist er

weiterhin sehr verbunden und hat auch in Radkersburg

bereits als Künstler ausgestellt. Überhaupt

reist er gerne und am liebsten in andere

Weltgegenden. Das spiegelt sich auch in einigen

Bildern wider, auf denen teilweise Impressionen

aus dem Oman, aus Usbekistan oder

auch dem Elsass zu finden sind. „Ich kenn Tibet,

Lhasa, die Galapagosinseln und in Namibia

bin ich daheim“, zählt Eiter weiter auf.

„Wenn ich wo hinfahre, muss ich zu den Menschen.

Hotel am Strand geht für mich gar

nicht“, lacht er. Feuerland und Australien würden

ihm auf seiner To-Do-Liste noch fehlen,

überlegt er weiter. Doch momentan ist er ganz

im Malfieber, fast schon manisch und hat selbst

sein früheres Hobby, das Bierbrauen, ad acta

gelegt. Und von manch einem seiner rund 40

Oldtimer hat er sich auch schon getrennt, der

Crazy-Doc des Pitztals.

(ado)

Das Leben

ist schön...

Imst, Fabrikstraße 9, Tel. 0 5412 - 66 888, Fax

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er und Genießer aus Leidenschaft

Erlebnisse zu sammeln.

Der letzte Umbau fand von Mai 2022 bis Juni

2022 statt. Für die Planung und Umsetzung

war die Firma Haid & Falkner aus Längenfeld

zuständig. Es wurden vier Gästezimmer und

der Eingangsbereich umgebaut. Auch ein Verbindungsbau

zwischen Stammhaus und Residenz

wurde realisiert. Eine sogenannte Eventsauna

kam komplett neu hinzu: Hier wird das

Schwitzen mit Bergpanorama zum Wellness-

Flow und der Aufguss zum Erlebnis. Die Sauna

bietet durch ihre großen Glasflächen einen

atemberaubenden Blick in Richtung Norden

auf die umliegenden Pitztaler Berge. Und im

Winter kann man die Schneeflocken zählen,

während sich der Körper im heißen Dampf regeneriert.

„Eine Herausforderung waren die Lieferzeit der

Materialien und die kurze Bauzeit. Besonderer

Wert wurde auf ein einheitliches Bild – passend

zum Hotel und zur wunderschönen Pitztaler

Umgebung – gelegt. Es sollte gemütlich werden

und zugleich auch modern. Kurzum: ein Highlight

für unsere Gäste“, erklärt Jasmin Walser.

Durch die tolle Zusammenarbeit zwischen

Bauleitung, Firmen und Bauherrschaft wurden

alle Wünsche von Familie Walser bestens umgesetzt.

(Novi)

Fotos: Agentur CN12 Novak

19. Juli 2022 17


Mit dem Handy einen Besuch im Stall buchen

Studentin aus Serfaus untersucht digitale Vernetzung zwischen Bauernhöfen und Hotels

Sie lebt und arbeitet im Hotel

Alpendiamant ihres Vaters Siegfried

Wachter. Ihre Kindheit und

Jugend verbrachte sie großteils

am Bauernhof ihrer Großeltern

Olga und Josef Wachter. Diese

Wurzeln verknüpft die 24-jährige

Angelika Wachter jetzt mit einer

akademischen Ausbildung.

An der Uni Landeck absolvierte

sie ihr Bachelorstudium mit einer

Studie zum Thema „Tourismus

trifft Landwirtschaft“. Derzeit

schreibt sie an ihrer Masterarbeit,

die sich mit der digitalen

Vernetzung von Bauernhöfen

mit Hotels und Tourismusverbänden

beschäftigt.

Weltoffen, sportlich, fortschrittlich,

aber auch sehr heimatverbunden.

So beschreibt sich Angelika

Wachter selbst. Aufgewachsen im

bäuerlich wie touristisch geprägten

Serfaus liegt es für sie nahe,

dass sie ihre Zukunft mit ihrer persönlichen

Vergangenheit verknüpft.

Daher hat sie sich dazu

entschlossen, nach der Matura an

der HBLA in Kematen an der von

der UMIT Tirol und der Universität

Innsbruck betriebenen UNI-

Außenstelle in Landeck zu studieren.

„Die Fachrichtungen Wirtschaft

sowie Gesundheits- und

Sporttourismus sind eine ideale

Angelika Wachter, im Bild mit ihrem Studienbetreuer MMag. Alexander Plaikner.

Kombination, um bei uns in der

Region im Bereich Tourismus

nachhaltig eine berufliche Zukunft

aufzubauen“, sagt Angelika.

Nachhaltige Entwicklung

Die junge Serfauserin weiß, dass es

im heimischen Fremdenverkehr

trotz der großen Erfolge in der Vergangenheit

ein professionelles und

vor allem nachhaltiges Destinationsmanagement

braucht. „Die Urlauber

von heute entscheiden oft

kurzfristig, wohin ihre Reise geht.

Speziell junge Leute recherchieren

ihre Ferienziele immer öfter über

soziale Medien. Neben dem Computer

spielt dabei das Handy eine

immer noch größere Rolle. Eigene

Apps helfen den Erholungssuchenden

bei der Wahl ihrer Freizeitreisen“,

weiß die Studentin, die betont:

„Dabei geht der Trend bei der

Jugend immer mehr in Richtung

sportliches Outdoor-Erlebnis, aber

auch naturnahe Angebote. So gesehen

ist der Urlaub am Bauernhof

längst kein Nischenprodukt mehr.

Daher braucht es leicht bedienbare

digitale Vernetzungen zwischen

den bäuerlichen Anbietern, der

Hotellerie und den Tourismusverbänden.

Konkret geht das bis dahin,

dass die Leute über ihre Mobiltelefone

nicht nur Betten, sondern

auch Besuche im Stall oder in

der bäuerlichen Backstube buchen

können.“

Richtiges Datenmanagement

Daher hat sich Angelika Wachter

für ihre Masterarbeit das Thema

Foto: Eiter

„Smart Dada Management: Schaffung

einer nachhaltigen digitalen

Zusammenarbeit zwischen Landwirtschaft

und Tourismus“ entschieden.

Begleitet wird sie dabei

von zwei Lehrpersonen, dem aus

Imst stammenden Assistenzprofessor

Dr. Marco Haid von der

UMIT Tirol sowie MMag. Alexander

Plaikner von der Universität

Innsbruck. Das von den Lehrenden

als „Leuchtturmprojekt“

bezeichnete Forschungsvorhaben

für die innovative Entwicklung

von Tourismus und Landwirtschaft

wird auch vom Land Tirol

gefördert. Angelika Wachter holt

sich das akademische Rüstzeug für

eine professionelle Regionalentwicklung

an der Uni Landeck.

Dazu sammelt sie praktische Erfahrungen

bei Reisen im Ausland.

Erst kürzlich arbeitete sie in

Schweden mehrere Monate an einem

Bauernhof mit 80 Milchkühen

mit. „Das war sehr lehrreich

und spannend. Und es hat mich

an meine Kindheit am Hof von

Oma und Opa erinnert“, schmunzelt

Angelika, die noch nicht weiß,

wohin sie ihre berufliche Zukunft

führen wird. „Vielleicht kommt

noch etwas im Ausland. Aber familiär

werde ich langfristig sicher

in meinem geliebten Tirol bleiben“,

verrät die Studentin. (me)

WIRTSCHAFT IM FOKUS

Kleines Team mit großer Service-Leistung

Ehrwalder Elektrounternehmen repariert auch Haushalts-Großgeräte

18 19. Juli 2022

Elektrische Installationen oder Reparaturen

stehen an? „Elektro Bader“

wird´s richten: Auf das Ehrwalder Unternehmen

zählen die Kunden im Bezirk

Reutte schon seit Jahrzehnten.

Erwin Bader gründete die Firma 1967,

Gerhard Bader übernahm sie 1998

und entwickelte seitdem seine Serviceleistungen

ständig mit den Markterfordernissen

weiter. Mit den drei

Mitarbeitern ist er bei vielen Arten von

Elektroinstallationen und Wartungen

im Einsatz: Haushaltselektronik inklusive

intelligenter multifunktionaler

Systeme, Photovoltaik-Anlagen,

Lichtplanungen, Shop-Beleuchtungen

u.v.m.

Ein von den Kunden besonders geschätztes

Segment ist die Spezialisierung

auf Haushalts-Großgeräte wie

Waschmaschinen, Kühlschränke, Gefriertruhen,

Geschirrspüler... Kleinere

Wartungs- und Reparaturarbeiten erledigt

das Team von „Elektro Bader“

vor Ort, fehlt es ärger, organisiert die

Firma in Zusammenarbeit mit den

Kundendiensten der jeweiligen Marke

(z.B. Miele und Elektra Bregenz) Abtransport

und Reparatur bzw. Entsorgung.

Ein Service, der auch dem Umweltschutz

zugutekommt, allerdings

ist derzeit bei Reparaturen wegen der

Lieferschwierigkeiten bei manchen Ersatzteilen

ein wenig Geduld gefragt.

Gerhard Bader rät sowohl bei Neubauten

als auch bereits bestehenden Anlagen

zu vorausschauender Planung:

„Eine gute Beratung ist nicht erst bei

der Installation, sondern bereits im

Vorfeld wichtig, denn ein ausgeklügeltes

Konzept und richtige Dimensionierung

von elektrischen Anlagen bringt

optimale Serviceleistung, Wohnkomfort,

Sicherheit und Ersparnis.

Je besser durchdacht das Konzept,

umso glücklicher sind die Kunden

mit dem Ergebnis, weil sie ihre

Wünsche verwirklicht sehen.“


Kaiserschmarrn, Knödel, Gröstl und Marend

Waltraud Nothdurfter ist mit bald 78 Jahren noch immer leidenschaftliche Hüttenwirtin

„Die Latschenhütte ist mein Alles.

Mein eigentliches Zuhause.

Wenn ich in der Früh von der

Stadt hinauf zur Arbeit fahre,

dann geht mir jedes Mal das

Herz auf!“ Das sagt die nimmermüde

Waltraud Nothdurfter, die

mittlerweile bereits seit 52 Jahren,

davon seit 40 Jahren als

Chefin, die beliebte Almhütte

auf 1.635 Metern Seehöhe oberhalb

von Imst betreut. Dass sie

vorgestern am 17. Juli ihren 78.

Geburtstag feierte, ist für die

Wirtin nur eine Zahl. Solange

sie gesund ist, will sie arbeiten.

Und Gästen wie Einheimischen

ihre frisch gekochten Schmankerln

servieren.

Die Waltraud ist in Imst so etwas

wie eine Institution. Ein weibliches

Energiebündel, das von Kind

auf fleißig gearbeitet hat. Freundlich,

leutselig und hilfsbereit. Immer

noch Köchin mit Leib und

Seele. Und eine, die anpacken

kann wie ein Mann. Im Sommer

fährt sie mit ihrem VW-Bus auf

die Alm. Im Winter so weit es geht

mit ihrem Jeep. Danach geht’s

über Schnee und Eis weiter mit

dem Skidoo. Um 9 Uhr beginnt

die Arbeit. Feierabend ist um 18

Uhr. Nur am Montag genießt sie

ihren Ruhetag. Geöffnet hat die

Latschenhütte von Mitte Mai bis

Ende Oktober und im Winter von

Weihnachten bis zum Saisonschluss

im Skigebiet. Vor und nach

den Saisonen tankt Waltraud mit

ihrem Mann Peter ihre Kraft auf.

„Seit vielen Jahren machen wir

Wellness in Abano Terme. Dieser

Kuraufenthalt tut uns beiden gut“,

verrät Nothdurfter ihr Gesundheitsrezept.

Stolz auf ihre Mitarbeiter

Auch wenn die ehemalige Verkäuferin

von Brot und Sportartikeln

noch selbst tatkräftig alles in die

Hand nimmt, darf sie sich über

verlässliche und treue Mitarbeiter

freuen. „Mein Koch Fernando

stammt aus Sri Lanka. Er ist bereits

seit 22 Jahren bei uns. Und er

erhält seither die Arbeitsgenehmigung

immer für die jeweilige Saison,

dazwischen fährt er nach

Mit fast 78 Jahren noch immer als Hüttenwirtin aktiv. Waltraud Nothdurfter zeigt

ein Foto aus ihrer Jugend als Marketenderin bei der Musikkapelle. Damals war

sie 24 Jahre alt.

Foto: Eiter

Hause. Dazu habe ich mit Birgit

Schaber seit Jahren eine gute Seele.

Sie hat schon als Kind mit ihrer

Zwillingsschwester Claudia, die

jetzt die Maisalm in Roppen bewirtschaftet,

auf der Latschenhütte

mit geholfen. Im Sommer kommen

dann die Zwillinge Katharina

und Barbara Weißkopf. Die beiden

Studentinnen sind mir im

Service und in der Küche eine riesige

Hilfe. Um Handwerkliches in

der und rund um die Hütte kümmert

sich mein Mann Peter. Der

ist obwohl auch schon 76 Jahre alt

noch immer beruflich aktiv. Zusammen

mit seinem Partner Leonhard

Haid schupft der gelernte

Spengler die Firma Metallform,

die gut 40 Mitarbeiter beschäftigt“,

erzählt Waltraud und ergänzt:

„Obwohl Peter und ich keine

Kinder haben, denen wir unsere

Betriebe vererben könnten,

macht uns beiden unser Leben so

wie es ist großen Spaß. Wir selbst

sind jetzt seit 52 Jahren verheiratet

– und das irgendwie auch mit der

Arbeit“, lacht die Tochter eines Eisenbahners.

Füchse und Eichhörnchen

Statt Kinder betreut die Wirtin

seit Jahrzehnten wilde Tiere.

„Rund um unsere Hütte zwitschern

viele Vögel. So mancher

Nahwärme St. Anton eingeweiht

Die NWSA Nahwärme St. Anton

GmbH hat kürzlich zum „Tag der offenen

Heizhaustür“ samt feierlicher

Segnung geladen. Rede und Antwort

stand unter anderem der Geschäftsführer

der Nahwärme St. Anton, Elmar

Huter, der in diesem Rahmen auch

über den Status quo der ersten Ausbaustufe,

die heuer noch abgeschlossen

wird, informierte. Im Rahmen der

Segnung des Heizwerkes durch Pfarrer

Norbert Jakab unterstrich auch

Bgm. Helmut Mall die Wichtigkeit des

Fuchs hat bei uns die Zutraulichkeit

eines Haushundes entwickelt.

Derzeit kommt auch ein Wiesel

laufend bei uns vorbei“, freut sich

Waltraud, die hinter ihrer Hütte

auch einen Kräutergarten betreibt.

„Bei uns kommen Maggikraut, Petersilie,

Schnittlauch und andere

Zutaten frisch in die Fleischsuppe.

Alle Knödel und alle Kuchen machen

wir selber. Und statt Pommes

Frites gibt es geröstete Erdäpfel,

die wir bei heimischen Bauern

kaufen. Das gilt natürlich auch für

die Eier, die unserem beliebten

Kaiserschmarrn ihren unverwechselbaren

Geschmack verleihen“, ist

die Wirtin stolz auf ihre Schmankerln.

Theater als Ausgleich

In ihrer Freizeit sind Peter und

Waltraud tief verwurzelt mit den

Imster Traditionsvereinen, speziell

mit den Handwerkszünften. Als

junge Frau war Nothdurfter Marketenderin

bei der Musikkapelle.

Und seit mehr als 60 Jahren steht

das Ehepaar beim Imster Theaterverein

auf der Bühne. „Schau her.

Ich bin grad wieder beim Textlernen

für unser neues Stück, das wir

im Oktober aufführen“, erzählt

Waltraut beim Impuls-Interview

und schmunzelt: „Früher habe ich

da die junge Liebhaberin gespielt,

heute bin ich eher die Magd oder

die Altbäuerin…“ (me)

9,5 Mio. Euro-Projektes. Aktuell werden

durch die 4.000 KW-Kesselanlage

80 Objekte versorgt; ein weiterer Ausbau

ist geplant. Im Bild v.l.: Markus

Strolz (GF EWA Energie- und Wirtschaftsbetriebe

der Gemeinde St. Anton

GmbH), Stefan Wiedemann (zuständiger

Mitarbeiter NWSA), Elmar

Huter (GF NWSA Nahwärme St. Anton

GmbH), Vizebürgermeister Jakob

Klimmer, Pfarrer Norbert Jakab und

Bürgermeister Helmut Mall.

19. Juli 2022 19

Foto: Elmar Huter


Foto: C. Lumper

Holzgau ehrt verdiente Bürger

In Holzgau wurde Alt-Bürgermeister

Günter Blaas zum Ehrenbürger ernannt

und vier Personen erhielten

das goldenen Verdienstzeichen. Der

Gemeinderat traf alle Entscheidungen

bereits in den Jahren 2020 und

2021 jeweils einstimmig. Nun konnten

die Urkunden offiziell von Bürgermeister

Florian Klotz und Vizebürgermeister

Markus Kerber übergeben

werden.

Eine ganz besondere Auszeichnung

wurde dem ehemaligen Bürgermeister

Günter Blaas mit der Ernennung zum

Ehrenbürger zuteil: Günter Blaas war

von 2010 bis 2020 als Bürgermeister,

von 1992 bis 2004 als Bürgermeister-

Stellvertreter und von 1986 bis 1999

als Feuerwehrkommandant für Holzgau

tätig. In der Bergrettung Holzgau,

dem Sportverein, der Bergwacht und

weiteren Vereinen war er Jahrzehnte

als Funktionär und Mitglied aktiv und

galt als „Gönner und Förderer der Tiroler

Blasmusik“. Überregional war er

unter anderem langjähriger Funktionär

der Arbeiterkammer, Betriebsratsobmann

der Elektrizitätswerke Reutte,

Bezirksfeuerwehrkommandant-Stellvertreter

und Hauptbewerter bei verschiedensten

Feuerwehrwettbewerben.

Dem Vorstand des Gemeindeverbands

Tirol gehörte er als Vertreter

des Bezirkes Reutte an.

Weiters erhielten vier verdiente Bürger

das Verdienstzeichen der Gemeinde:

Medizinalrat Dr. Vitus Wallnöfer war

von 1989 bis 2020 als Allgemeinmediziner

in Holzgau und bis 2019 zusätzlich

als Sprengelarzt für den Sanitätssprengel

Oberes Lechtal tätig. Dr.

Eva Wallnöfer führte mehr als 20 Jahre

lang die Ortschronik der Gemeinde

Holzgau. Maria Wolf war von 1981 bis

2020 als Kindergartenleiterin der Gemeinde

Holzgau tätig und Maria Magdalena

(Marlene) Strobl von 1983 bis

2020 als Volksschullehrerin. Ihnen allen

dankte Bgm. Florian Klotz für ihr

großes Engagement weit über das

normale Maß hinaus.

V.l.: Vize-Bgm. Markus Kerber, Dr. Vitus Wallnöfer, Günter Blaas, Maria Wolf,

Dr. Eva Wallnöfer, Marlene Strobl und Bgm. Florian Klotz bei der Übergabe.

Klause 2

6600 Reutte

Tel. 05672 62213

gasthof-klause@ehrenberg.at

www.ehrenberg.at

Hier bekommt der Ausspruch „unter der Brücke schlafen“ eine ganz neue

Bedeutung: Der 3-Sterne-Betrieb Hotel-Gasthof Klause liegt eingebettet

in der Burgenwelt Ehrenberg direkt unter der bekannten Fußgängerhängebrücke

highline179. Das historische Festungsensemble – Burgruine

Ehrenberg, Ehrenberger Klause, Fort Claudia und Festung Schlosskopf –

liegt nur einen Steinwurf entfernt. Die Burgruine Ehrenberg und die

highline179 sind mit dem Ehrenberg Liner komfortabel in wenigen Minuten

erreichbar. Mit dem Bau des Schrägaufzuges auf den Schlosskopf

wird voraussichtlich ab Anfang 2023 auch der Besuch der höchsten Festung

der Burgenwelt Ehrenberg bequem möglich sein.

Vor kurzem wurde als Erweiterung des Bettenangebotes im Hotel-Gasthof

Klause die sogenannte Dependance 2 eröffnet. Die 10 neuen Doppelzimmer

sind modern und geschmackvoll eingerichtet und alle mit Terrasse bzw. Balkon

ausgestattet. Somit verfügt der Hotel-Gasthof Klause nun über insgesamt

80 Betten in den Kategorien Doppelzimmer, Junior Suiten und Appartements.

Erfreulicherweise wurden sämtliche Gewerke durch heimische Firmen ausgeführt,

was die regionale Ausrichtung in der Burgenwelt Ehrenberg bestätigt.

Der Burgenwelt Ehrenberg bedankt sich bei den beteiligten Unternehmen

für die gute Zusammenarbeit und die termingerechte und qualitativ

hochwertige Ausführung der Arbeiten. Die Proportion des Gebäudes, die

Interhome eröffnet Service-Büro Kappl

Vor wenigen Tagen wurde das erste

Interhome Service-Büro in Tirol in

Kappl offiziell eröffnet. Gemeinsam

mit zahlreichen Ferienhausvermietern,

Interhome-Mitarbeitern und der Geschäftsführung

der Interhome Group

wurde das erste LSO (Local Service

Office) in Tirol gefeiert und von Pfarrer

Gerhard Haas eingeweiht. Lena

Unterkircher ist die Ansprechpartnerin

und LSO Managerin vor Ort – sowohl

für Vermieter als auch für Gäste. Interhome

ist mit über 180 Ferienobjekten

im Paznaun vertreten, davon allein

130 in Kappl, und brachte 2019

23.000 Gäste ins Tal.

Foto: Interhom

V.l.: Mario Böser (Regional Purchasing Manager), Jörg Herrmann (CEO Interhome

Group), Lena Unterkircher (Manager Service Office Paznaun), Thomas

Spiss (Vizebürgermeister Kappl), Norbert Grissemann (TVB-Obmann Kappl),

Andreas Kleinheinz (Bergbahnen Kappl), Erich Mayregger (GF Inter home

Österreich), Roger Müller (CPO Interhome Group).

20 19. Juli 2022


Erweiterung des Hotel-Gasthof Klause

Fassadengestaltung und die verwendeten Materialien

fügen sich in das bestehende historische

Ensemble der ausgewiesenen Schutzzone ein.

Der Hotel-Gasthof Klause zeichnet sich durch seine

besondere Lage aus: Hier lassen sich Kulturund

Naturerlebnisse für die Gäste optimal verbinden.

Durch die Lage an der Originaltrasse der Via

Claudia Augusta bietet sich der Hotel-Gasthof

Klause auch für Radfahrer an, die entlang des beliebten

internationalen Radweges unterwegs sind.

Das Hotelangebot spricht aber nicht nur Urlauber

an, welche die Attraktionen der Burgenwelt Ehrenberg

sowie die Region besuchen, sondern ist

auch in der Kombination mit den historischen

Veranstaltungslocations in der Klause relevant.

Ob Firmenevent oder Hochzeit in der Klause Arena,

Trauung in der Bretterkapelle, Weihnachtsfeier

im Restaurant Salzstadl oder Geburtstag in den

Gewölben des Ehrenbergkellers – nach einer gelungenen

Veranstaltung schätzen die Gäste die

Übernachtungsmöglichkeit in der unmittelbaren

Nähe. Die Burgenwelt Ehrenberg ist der Ort, an

dem das Feiern, Tagen und Nächtigen ganz nah

beieinander liegen.

Fotos: Andreas Schindl

HAUPTSTRASSE 23A · 6632 EHRWALD

TELEFON 05673 4288

office@cytryn.at · www.cytryn.at

6642 Stanzach, Lend 2 | Tel.: 05632 2380 | info@spitzer.co.at

Wir danken für die Auftragserteilung und die gute Zusammenarbeit!

Zentrale Silz

Tiroler Straße 41 · 6424 Silz · Tel. 05263-51115 · Fax DW15

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19. Juli 2022 21


TC Raika Pitztal feiert Eröffnung

der neuen Tennisanlage in Arzl

ÖTZTALER

URWEG

Fotos: TC Raika Pitztal

Seit vier Jahrzehnten gibt es in

der Gemeinde Arzl einen Tennisclub.

Zehn Jahre nach der

Gründung wagte sich der Verein

in der Gruabe an die Errichtung

eines Tennisplatzes samt Café.

Heuer können sich die rund 200

Mitglieder des TC Raika Pitztal

unter Obfrau Isa Rundl auf ein besonderes

Ereignis freuen: Die Tennisanlage

mit ihren drei Sandplätzen

wurde unter Mithilfe der Gemeinde

Arzl, der Bauhofmitarbeiter

und zahlreicher fleißiger Hände

komplett saniert und mit einem

neuen Zaun sowie einer Flutlichtanlage

für alle Plätze ausgestattet.

Die offizielle Eröffnung findet am

27. August gemeinsam mit der

Lehrlings- und Sportlerehrung in

der Gruabe Arena statt. Geplant

sind die Segnung der Anlage durch

Pfarrer Saji sowie ein Platzkonzert

der Musikkappelle Arzl. Für das

leibliche Wohl ist natürlich gesorgt.

Das genaue Programm wird

noch bekannt gegeben.

Der TC Raika Pitztal konnte in

den vergangenen Jahren einen

starken Mitgliederzuwachs verzeichnen.

Erfreulich ist vor allem

das neu aufgeflammte Interesse

der Jugend, die man künftig noch

stärker fördern will.

Zehn Mannschaften – inklusive

der SPG Imst/Pitztal – mischen in

der Meisterschaft mit. Neben der

Tennisanlage in der Gruabe Arena

steht auch noch die Tennishalle in

Wenns zur Verfügung.

Auch der Nachwuchs wird stark gefördert. Im Bild die U11-Mannschaft.

Ausführung der Tiefbau- und Sportstättenarbeiten

Das Ötztal

hautnah erleben

Das Weitwandern über mehrere

Tage in mehreren Etappen wird

immer beliebter. Im Ötztal bietet

sich dafür der „Urweg“ an. In

12 Etappen kann man auf

182 Kilometern das Ötztal hautnah

erleben. Einheimische nehmen

die einzelnen Abschnitte

des Urwegs als Tages- oder Wochenendtouren

in Angriff und

lernen das Ötztal von einer neuen

Seite kennen.

Eingefasst von den Stubaier und

Ötztaler Alpen reihen sich im 65

km langen Gebirgstal urige Bergweiler,

tosende Wasserfälle, märchenhafte

Wälder, saftige Almen

und tiefblaue Bergseen wie eine

Perlenkette aneinander. Was lag

also näher, als diese Naturjuwelen

zu verbinden? Im Jahr 2018 wurde

der Ötztaler Urweg, ein Rund-

Weitwanderweg mit 12 abwechslungsreichen

Etappen, die sich wie

ein Band über die uralten Naturschätze

legen, geboren.

Seinen Namen trägt der Ötztaler

Urweg nicht umsonst. Auf das Ursprüngliche

und Urtümliche

macht er seine Entdecker aufmerksam.

Schritt für Schritt in sich gehen,

die Magie des Gehens spüren,

uralten Geschichten lauschen,

wahre Naturschätze entdecken

und sich auf die ursprünglichsten

Dinge im Leben besinnen.

In 12 Etappen führt der Weg vom

tiefer gelegenen Talbeginn, geschmückt

von sonnengelben Wiesenblumen,

bis hin zum höchstgelegenen

Kirchdorf Österreichs auf

1.930 m. Ganz drinnen im Tal,

den Gletschern so nahe, bringt einen

der Pfad auf Tuchfühlung mit

vielen Bergriesen über 3.000 m,

wie der Wildspitze oder dem Similaun,

den wahren Stars im Ötztal.

Am Rückweg steigt man wieder

Hoch über Längenfeld auf einem Almboden

befindet sich die Wurzbergalm.

Sie ist ohne Ruhetag durch -

gehend bis 3. Oktober geöffnet.

Vom Bergdorf Köfels ist die Wurzbergalm

in einer Stunde leicht erreichbar,

während Sie vom Parkplatz

Längenfeld (Winklen / Unterried),

vorbei am Winkelbergsee,

Ihr Ziel etwa in eineinhalb Stunden

erreichen.

Auf der Alm erwarten Sie neben

traditioneller Kost auch regionale

Spezialitäten.

Weitere Auskünfte: Tel. 0664/9858307

www.wurzbergalm-oetztal.at

Auf Ihren Besuch freuen sich die Wirtsleute Erich und Ramona Holzknecht

„Servus” von der

Wurzbergalm

1.573 m

22 19. Juli 2022


Jausenstation-Pension

Edelweiss

Köfels 5 · 6441 Umhausen

Tel. 0676 6024670

jausenstation.edelweiss@gmx.at

Dienstag – Sonntag geöffnet!

Montag Ruhetag.

Genießen Sie Ihren Tag auf unserer Sonnenterasse!

Wir servieren Ihnen kalte und warme Speisen, hausgemachte Kuchen

und Eisspezialitäten.

Auf Vorbestellung bereiten wir Ihnen gerne ein Bergfrühstück, Spare Ribs,

Schweinehaxe, Forelle oder je nach Jahreszeit Kitz- oder Lammbraten zu.

Im Sommer bieten wir auch die Möglichkeit zum Grillen an.

Auf Ihr Kommen freut sich Fam. Leiter

Willkommen in Söldens

ältestem Alpengasthof auf

über 2.040 m Seehöhe!

Sennelar Almfest

15. August 2022

• Durchgehend warme Küche bis 20 Uhrd

• Alm- und Wildspezialitätend

• Frische Forellen aus eigenem Teichd

• Fleisch-, Käse- oder Wildfondued

auf Vorbestellungd

• Jeden Dienstag Grillabendd

• Jeden Sonntag Frühschoppend

nur bei guter Witterungdd

• Spielplatz und Streichelzood

• Linienverkehrd

• Familien- und Firmenfeiern jeglicher Artd

Tel. 05254 2914 | www.gaislachalm.com

Foto: Ötztal Tourismus | Johannes Brunner

hinunter auf klimatisch günstigere

Lagen und fruchtbaren Boden, wo

Obstanbau betrieben wird. Der

Wanderweg kann von jedem Ort

aus gestartet werden, es befinden

sich genügend Parkplätze. Für etwaigen

Rücktransport steht ein

gutes Busliniennetz zur Verfügung!

Als rund 180 km langer Rundweitwanderweg

erstreckt sich der

Urweg über fünf verschiedene Talstufen

und verspricht durch die

unterschiedlichen Klimazonen auf

jeder einzelnen eine vollkommen

neue Erfahrung.

Da die Etappenwanderungen im

überwiegend mittleren Schwierigkeitsbereich,

einem Weitwanderweg

typisch, auch ein gewisses

Maß an Ausdauer abverlangen,

kommt der wohlverdiente Genuss

dabei nicht zu kurz: Auf der Abenteuerreise

entlang einiger der beeindruckendsten

Werke von Mutter

Natur stehen regionale Gaumenfeuerwerke

am Speiseplan.

Weitere Informationen zum Ötztaler

Urweg und zu den einzelnen

Etappen gibt es im Internet.

Dann heißt es nur noch: Hoch die

Rucksäcke. Fertig. Los!

19. Juli 2022 23


Fotos: Christoph Schonger

Bei dieser Raststation ist der Kunde König

Insgesamt stehen im Heiterwanger

Gewerbegebiet 30.000 m 2 zur

Verfügung. Fast genau die Hälfte

davon gehört der Unternehmerfamilie

Schonger aus Lermoos.

In den letzten Monaten realisierte

Vater Wilhelm Schonger mit

seinem Sohn Christoph die neue

und moderne Alpen Raststation

Heiterwang.

Das Gebäude und die Außenanlage

wurden von Peter Gladbach geplant,

dieser hatte auch die Bauleitung

inne. Der Innenausbau wurde

von der Firma Kältepol und

Spar realisiert. Der Baubeginn war

am 03. März 2021 und am 22.

Dezember 2021 wurde die Rastund

Servicestation eröffnet. In naher

Zukunft werden noch zwei

Waschplätze und zwei Saugstationen

eingerichtet sowie eine PV-

Anlage, um die Station untertags

autark mit Strom zu versorgen.

Vier weitere Ladeplätze für E-Autos

werden in den nächsten Jahren

zu den vorhandenen sechs noch

hinzukommen.

„Die Raststation liegt direkt an der

Fernpass-Bundesstraße. Da die

Bundesstraße verlegt wurde, musste

die Tankstelle im Ortskern Heiterwang

schließen – eine Fortführung

hätte sich nicht mehr gelohnt.

Daher haben wir uns dafür

entschieden, am Ortsanfang von

Heiterwang eine neue Tankstelle in

viel größerer Ausführung zu bauen.

Bis alles genehmigt war, dauerte es

fast 14 Jahre. Es ist sehr schwierig,

eine Tankstelle genehmigen zu lassen,

da viele Kriterien berücksichtigt

werden müssen“, erklärt Ge-

Bauwarenhandlung und Zementwarenerzeugung GmbH

6632 Ehrwald · Tel. 05673-2212 · www.schennach-baustoffe.at

Baumeister Ing. Martin Sterzinger

Planung - Statik - Bauleitung

Kranewitterplatz 151

6465 Nassereith

Tel. +43 676 9642122

office@plan-sterzinger.at

info@transporte-koch.at

24 19. Juli 2022


schäftsführer Christoph Schonger

und ergänzt: „Durch die Corona-

Pandemie war es eine sehr große

Herausforderung, den Neubau zu

realisieren. Die Lieferschwierigkeiten

und fehlenden Arbeitskräfte

machten uns schwer zu schaffen.

Zudem musste das Projekt in Rekordzeit

fertiggestellt werden. Wir

wollten eine sehr moderne Station

mit Gemütlichkeit bauen. Weiters

wurde von uns viel Wert auf Langlebigkeit

gelegt. Daher wurde an

Einrichtung und Maschinen nicht

gespart, um ein perfektes Arbeiten

zu ermöglichen.“ Der Betreiberfamilie

Schonger ist wichtig, dass

man den Kunden fast alles anbieten

kann. Ein weiterer maßgeblicher

Punkt war, dass die Kunden

genügend Platz haben, um sich

nach langen Autofahrten auch mal

die Beine vertreten zu können. Besondere

Aufmerksamkeit kommt

auch den LKW-Fahrern zu.

„Die Sauberkeit steht für uns an

oberster Stelle, da es nichts Schlimmeres

gibt als heruntergekommene

Tankstellen mit schmutzigen Toiletten.

Mit der Firma Spar können

wir zudem ein großes Sortiment

im Shop zu Supermarktpreisen anbieten.

Ein wichtiger Punkt, der

aktuell noch fehlt, ist ein großer

Spielplatz, damit sich auch unsere

kleinen Kunden bei uns wohlfühlen.

Die Tankstelle gehört zu den

größten in ganz Österreich. Unser

Restaurant verarbeitet ausschließlich

regionale bzw. Tiroler Produkte.

Stolz sind wir auch auf die vielen

Arbeitsplätze“, erklärt GF

Christoph Schonger zum Abschluss.

(Novi)

n 10 PKW-Zapfpunkte mit

2 AdBlue-Säulen

n 4 LKW-Zapfpunkte mit

4 AdBlue-Säulen

n 2 Autowäsche & Staubsauger

n 2 LPG-Zapfpunkte und

6 Schnellladepunkte für alle

Arten von Elektroautos

n Spar Express-Supermarkt

n Toilettenanlage mit Duschen

n Restaurant mit

Sonnenterrasse

n Luftprüfstation

n Ab Ende Juli

24 Stunden TANKEN und

24 Stunden Shop

„Wir bedanken uns

für die erfolgreiche

Zusammenarbeit und

wünschen für die Zukunft

viel Erfolg!”

OBERDORF 16 | 6611 HEITERWANG

MAIL@GLADBACH.AT | +43 5674 5527

19. Juli 2022 25


URLAUB DAHEIM

Quellalpin Kaunertal eröffnet Boulderhalle mit Kilterboard!

Foto: Andreas Schalber

Das Quellalpin im Kaunertal ist

DIE Adresse für Baden, Relaxen

und Genießen für die ganze Familie.

Ab 28. Juli wartet die beliebte

Freizeiteinrichtung neben der

Bade- und Saunalandschaft sowie

dem Restaurant Talgenuss mit einem

weiteren Angebot auf: Im

Quellalpin entsteht auf 120 m 2

eine topmoderne Boulderhalle inklusive

Unparallel Testcenter, Tirols

erstem Kilterboard und vielem

mehr. Das App-gesteuerte Kilterboard

mit verstellbarem Neigungswinkel

verbindet die Benutzer mit

einer weltweiten Datenbank, gefüllt

mit mindestens 40.000 Boulderproblemen

zum Nachklettern

und Abhaken.

Schon im Vorfeld der Eröffnung

startet auch ein großes Kursprogramm

für Anfänger und Fortgeschrittene

aller Altersgruppen. Für

die ersten Erfahrungen in der neuen

Boulderhalle kann man sich

Kletterausrüstung ausleihen. Die

Öffnungszeiten sind täglich – außer

Mittwoch – von 11 bis 21 Uhr.

Weitere Informationen zu den

Öffnungszeiten und Kursprogramm

auf www.quellalpin.at

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Spiel & Spaß im sagenhaften Bärenland

Der Spiele-, Freizeit- und Erlebnisberg für die ganze Familie!

Das sagenhafte Bärenland am Sonnenkopf

zählt seit vielen Jahren zu einem

der beliebtesten Ausflugsziele in

Vorarlberg und weit darüber hinaus.

Im Bärenland ist sprichwörtlich der

Bär los. Am großen Bärensee können

sich Mutige im Floßfahren üben. Wie

einst am Sonnenkopfplateau Silber

abgebaut wurde, können sich auch

heute die Kinder auf eine abenteuerliche

Schatzsuche begeben und auf

dem großen Schürffeld nach kleinen

Silberbären suchen. Der interaktive

Bärenweg erweitert das attraktive

Spieleangebot im Bärenland am Sonnenkopf.

Für die Berg- und Talfahrt

gibt es preiswerte Familienangebote.

Für sportlich aktive und auch für Erholung

suchende Erwachsene bietet

der Freizeit- und Wohlfühlberg ein

abwechslungsreiches Angebot. Die

gesunde Höhenluft und das kristallklare

Bergwasser haben außerdem

sehr positive Auswirkungen auf die

Gesundheit und das allgemeine

Wohlbefinden. All jene Menschen, die

an Allergien leiden, fühlen sich am

Berg besonders wohl.

Im großen Bergrestaurant mit seinen

gemütlichen Sonnenterrassen verwöhnt

Sie unser Restaurantteam mit

einem herzhaften Bergfrühstück (auf

Anmeldung), einer großen Auswahl

an Kuchen und Eisvariationen sowie

mit abwechslungsreichen Speisen

und Tagesgerichten. Die Sonnenkopfbahn

ist sehr angenehm und äußerst

zeitsparend über die Arlberg

Schnellstraße (S16/E60) zu erreichen.

Die Sommersaison am Sonnenkopf

dauert bis zum 3. Oktober

2022. ANZEIGE

Foto: Klostertaler Bergbahnen

26 19. Juli 2022


KulturLand schafft Leben

Mit dem Motto „KulturLand

schafft Leben“ wird im Naturpark

Ötztal diesen Sommer der

Wert der traditionell bewirtschafteten

Ötztaler Kulturlandschaft

in den Mittelpunkt der

Aktivitäten gerückt. Ein besonderes

Highlight ist die von Pro

Vita Alpina zusammengestellte

Ausstellung »Schaf schafft Landschaft«

im Naturpark Haus in

Längenfeld, die bis 1. Oktober

gezeigt wird.

Die Ausstellung „Schaf schafft Landschaft“

im Naturpark Haus in Längenfeld

läuft bis 1.10.22 Foto: Florentine Prantl

Falkauns Alm 1.963 m

Kaunerberg

Tel. +43 660 575 31 24

@falkaunsalm

Ganzjährig geöffnet!

„Die Ötztaler Almen sind ökologisch

extrem wertvolle Landschaften,

die aufgrund mangelnder Bewirtschaftung

leider immer stärker

zuwachsen. So verschwindet die

dort lebende pflanzliche und tierische

Vielfalt langsam und sukzessive“,

so Naturpark-GF Thomas

Schmarda. „Auf dieses Phänomen

wollen wir mit der diesjährigen

Sonder-Ausstellung „Schaf schafft

Landschaft“ im Naturpark Haus

aufmerksam machen.“

Die heimischen Almen beherbergen

durch die große Vielfalt an

Standorten, geringe Düngung und

regelmäßige, aber nicht zu intensive

Beweidung eine außerordentliche

Artenvielfalt. Bis zu 96 Pflanzenarten

können auf 50 m 2 Almfläche

nachgewiesen werden, entsprechend

reichhaltig präsentiert

sich auch die tierische Vielfalt auf

diesen Flächen.

Stellvertretend für eine naturnahe,

extensive Bewirtschaftungsform

widmet sich die Ausstellung dem

großen Ötztaler Thema Schafhaltung

und der Jahrhunderte alten

Tradition der Transhumanz – der

Wanderweidewirtschaft zwischen

Süd- und Nordtirol (Vinschgau –

Ötztal). Zudem wird der förderliche

Zusammenhang zwischen der

biologischen Vielfalt und der

nachhaltigen, traditionellen Bewirtschaftung

von Almflächen

thematisiert, der biologische Wert

von Kulturlandschaftselementen

wie z.B. Trockensteinmauern aufgezeigt

und die Regionalität von

Nisslalm

Gries im Sulztal

Tel. 0676-5618561

Genießen Sie herzhafte

Tiroler Spezialitäten!

Wir freuen uns

auf Ihren Besuch!

Albrecht und Albertina Haller

Start: Großer Gratis-Parkplatz am Dorfende von Gries im Sulztal, 1570 m.

Gries ist über viele Kehren von Längenfeld aus erreichbar.

Gesamtgehzeit: 2:45 Std. Höhenunterschied: 481 m.

Gepatschhaus

Ötztaler Alpen

URLAUB DAHEIM

Produkten aus dem Tal vermittelt.

Ein Teil der Ausstellung ist außerdem

dem Thema „Schafe in der

Kunst“ gewidmet.

Als Ergänzung dazu sind die diesjährigen

Ötztaler Markttage beim

Naturpark Haus zu sehen. Diese

finden im heurigen Sommer wöchentlich

jeden Donnerstag-

Nachmittag statt. Ötztaler Produzenten

verkaufen ihre heimischen

Produkte und der Naturpark bietet

dazu diese einmalige Plattform.

1.928 m

7. August: Gepatschkirchtag

Die Falkauns Alm ist Ausgangspunkt

für viele schöne Wanderungen im

Naturpark Kaunergrat und bietet einen

grandiosen Rundblick vom Kaunertaler

Gletscher bis zu den Lechtaler Alpen.

Der auf der Alm hergestellte Schnitt -

käse kann ab Ende Juli direkt bei uns

auf der Hütte erworben werden!

Die Zufahrt mit dem PKW ist bis direkt auf die Alm möglich.

Ihr erreicht uns aber auch mit einer gemütlichen Familienwanderung durch den

»Gallruther Wasserstollen«, oder über den Panoramaweg von der Aifner Alm kommend.

Falkauns Alm

Bei uns wird Regionalität gelebt: Es

gibt gschmackige Tiroler Schmankerln

und frische hausgemachte Kuchen.

Geheimtipps sind unser herzhaftes

Almfrühstück (auf Vorbestellung) oder

eine schmackhafte Marend in gemüt -

licher Runde bei atemberaubendem

Sonnenuntergang.

Zustiege: Feichten in 4 h; Staudamm in 1,5 h; Vom südlichen

Stausee-Ende führt ein neuer Wanderweg direkt

zum Gepatschhaus. Das Gepatschhaus kann über die

Gletscherstraße (Maut) auch direkt angefahren werden.

Ausstattung: Große Sonnenterrasse. Unsere Gaststube

bietet Platz für ca. 60 Gäste. Seminarraum, Übernachtungsmöglichkeit.

Bis Ende September geöffnet.

Luzia Ragg, 6524 Kaunertal, Feichten 147

Tel. +43 664/4319634

info@gepatschhaus.at, www.gepatschhaus.at

19. Juli 2022 27


Pitztaler

Blasmusikfest 2022

Samstag, 23. Juli 2022

120 Jahre Musikkapelle Piller

Sonntag, 24. Juli 2022

PROGRAMM

Samstag, 23.7.2022

ab 18.15 Uhr: Aufstellung der Musikanten

ab 18.30 Uhr: Sternmarsch, Festakt mit Gemeinschaftsspiel beim Beachvolleyballplatz Piller

ab 19.15 Uhr: Abmarsch der Musikkapellen zum Festplatz beim Pavillon

ab 19.45 Uhr: Kurzkonzerte der teilnehmenden Musikkapellen: Wald, Wenns, Zaunhof,

Jerzens, Arzl, St. Leonhard und Piller

Sonntag, 24.7.2022

um 9.45 Uhr: Heilige Messe in der Pfarrkirche Piller

ab 10.45 Uhr: beim Festzelt Musikpavillon Frühschoppen mit der Musikkapelle Strengen

ab 12.30 Uhr: Egerländer Stimmung mit der Blaskapelle Alpenwind

Für das leibliche Wohl sorgt

die Musikkapelle Piller

Haiminger Wald

Musikkapelle Haiming

200-Jahr-Jubiläum!

Endlich ist es wieder so weit! Nach

drei Jahren Pause geht am Samstag,

dem 6. August, wieder das beliebte

Haiminger Waldfest über die Bühne.

Nachdem die bereits traditionelle Veranstaltung

Corona-bedingt zweimal

ausfallen musste, ist man bei der Musikkapelle

Haiming umso motivierter,

den Gästen eine tolle Veranstaltung zu

bieten. Zudem feiert die Musikkapelle

Haiming auch ihr 200-Jahr-Jubiläum

nach, so dass auch viele andere Vereine

des Ortes ihre Mitwirkung zugesagt

haben. Für gute Stimmung ist also gesorgt

– für Speis und Trank sowieso…

Das Musikfest „t’musi 2022“ vom 12. – 14. August

2022 steht unter dem Motto „Blasmusik der

Extraklasse“ und wird zur ganz großen Bühne für

die bekanntesten Blasmusik-Bands. Zur Bühne

für das Bezirksmusikfest des Musikbezirkes

Landeck 2022 und natürlich zur Bühne für Unterhaltung

und große musikalische Momente.

Kaunertal | 12. – 14. Aug 2022

Kapelle Josef Menzel auf. Eine echte Zeltfestmusi

mit Oktoberfesterfahrung, die unser Festzelt und

das Bezirksmusikfest des Musikbezirkes Landeck

2022 mit Sicherheit zum Beben bringen wird.

Am Festival-Sonntag dürfen wir gemeinsam mit

wahren Größen in ihrem Genre wie Southbrass,

der WüdaraMusi und Fättes Blech das Zelt rocken.

Das Highlight an diesem Abend bildet der Auftritt

von Ernst Hutter & Die Egerländer Musikanten –

dem wohl erfolgreichsten Blasorchester der Welt.

Das Haiminger Waldfest zählt aufgrund

seiner Location zu den schönsten Sommerfesten

im Oberland und lockt jedes

Mal viele Besucher in die „Untere Gmua“

in der Nähe des Schwimmbades. Aber

nicht nur das Ambiente, auch das abwechslungsreiche

Veranstaltungsprogramm

sorgt dafür, dass diese Party für

die Besucher zu einem unvergesslichen

Abend wird.

Los geht es um 17 Uhr mit dem Abmarsch

der teilnehmenden Formationen

vom Gasthof Stern (Zickeler) zum Festplatz.

Mit dabei sind u.a. die Musikkapellen

Ötztal-Bahnhof, Sautens und Hai-

Wenn wir von ganz großen musikalischen Momenten

und Blasmusik der Sonderklasse sprechen,

wollen wir natürlich nicht übertreiben. Neben Gastkapellen

aus dem deutschsprachigen Raum und

Kapellen des Musikbezirk Landeck hat das Line-Up

es wirklich in sich:

Wir starten am Freitagabend mit Blächerlich – der

südböhmischen Partie aus dem Oberen Gericht,

quasi den Local Heros. Am Samstag spielt die

Forchackerweg 7B

6425 Haiming

Tel. +43 (0)664/3104165

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Weitere Details

und Tickets für

t’musi 2022

findest Du unter:

www.mkkaunertal.at/

tmusi2022


fest am 6. August

feiert damit auch das

Samstag, 6. August 2022

PROGRAMM

17:00 Uhr:

Abmarsch vom Gasthof Stern „Zickerler“

zum Festplatz in der „Unteren Gmua“

Anschließendes Konzert der

Gastkapellen Ötztal-Bahnhof und Sautens

ab 21.30 Uhr:

spielen

ming, die Schützenkompanie Haiming und Haimingerberg sowie

der Trachtenverein „Silberbuam“.

Anschließend gibt es ein Konzert der beiden Gastkapellen. Ab

21.30 Uhr sorgen die Grubertaler für ausgelassene Stimmung

am Festgelände. Zwischendurch heizt die Gruppe „John Blow“

den Zuschauern ein.

Der Eintritt zum Fest ist für alle Besucher frei. Die Veranstaltung

findet bei jeder Witterung statt. Die Musikkapelle Haiming freut

sich auf einen schönen und gemütlichen Sommerabend.

JOHN BLOW sorgt

für Unterhaltung

zwischendurch.

Wir wünschen der Musikkapelle Haiming

einen guten Verlauf der Veranstaltung!

Eintritt frei!

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19. Juli 2022 29


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30 19. Juli 2022


PROGRAMM

So, 21.08.2022 • Begrüßungsfeier im Hotel Kreuz

16.00 Uhr Begrüßung und pfundige Einstimmung mit einem Schuss Zunder!

Di, 23.08.2022 • Wanderung mit Bratwurst-Party

10.30 Uhr Wanderung durch Wälder und Wiesen zum Ochsenbühel (Aussichtspunkt)

in Pfunds. Am Ochsenbühel Bratwurst-Party und gemütliches Beisammensein!

Rückwanderung über Friedensweg/Waldweg nach Pfunds.

Do, 25.08.2022 • FEIERN MlT FREUNDEN - VIP-Zelt-Party

18.00 Uhr Auftakt-Party mit tollem Musik-Programm und Abend-Essen vom Buffet

im VIP-Zelt am Fest-Gelände mit Pfunds-Kerle, die Fetzig'n a. d. Zillertal,

Geri der Klostertaler sowie Schlagersänger Phil Olavide.

Eintritt: € 60,– (inkl. Musik-Abend-Programm und Abend-Essen vom Buffet mit

Vorspeise und Dessert, 1 Getränk nach Wahl und 1 Tiroler Schnapserl.

BEGRENZTE BESUCHERZAHL - Vorverkauf-Tickets sichern - keine Abendkassa!)

Fr, 26.08.2022 • DREILÄNDER-KONZERT AM FEST-GELÄNDE

20.00 Uhr Platzkonzert am Fest-Gelände mit der Musikkapelle Truden aus

Südtirol und Musikverein Frankershausen aus Deutschland.

Aus der Schweiz Andrea Wirth mit den Musikfreunden – Eintritt frei!

ab 22.00 Uhr Zelt-Disco

Sa, 27.08.2022 • PFUNDS-KERLE Party-Nacht

Einlass ab 17.00 Uhr - Die Gruppe ZUNDER eröffnet ab 18.30 Uhr das Vorprogramm

Ab 20.00 Uhr starten die Pfunds-Kerle mit dem Stimmungskonzert!

Tickets Vorverkauf: € 15,– / Abendkassa: € 20,– / VORVERKAUF DRINGEND

EMPFOHLEN – je nach Bestimmung BEGRENZTE PERSONENANZAHL!

Dorf 721 | 6542 Pfunds | Tel. 0660 3141954

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TICKETS

Hotline

+43 (0)650/5925100

(nur WhatsApp!)

oder Mail

info@pfunds-kerle.at

Infos unter

www.pfunds-kerle.at

UNTERKÜNFTE

PFUNDS -

pfunds@tiroler-oberland.com /

www.tiroler-oberland.com

Telefon Tourismus -

verband Pfunds:

+43 (0)50 225 300


Oberländer Fußballfreunde feierten den 50. Geburtstag der SPG Mötz/Silz

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Am Sportplatz in Mötz gab es für die

älteste Spielgemeinschaft Österreichs

kürzlich gleich einen dreifachen Anlass

zum Feiern. Die SPG der Fußballer aus

Silz und Mötz beging ihr 50-jähriges

Bestandsjubiläum. Als schönstes Geburtstagsgeschenk

schafften die Kicker

rund um Obmann Christian Kranebitter

heuer den Aufstieg von der Tiroler

Liga in die Regionalliga. Zudem

konnte rechtzeitig zum Jubiläum auch

das neu errichtete Vereinsgebäude

samt modernem Kabinentrakt eingeweiht

werden. Neben zahlreichen Ehrengästen

mit dem Präsident des Tiroler

Fußballverbandes Dr. Josef Geisler

an der Spitze trafen sich die Teams

von Silz/Mötz, Telfs, Haiming und Imst

bei einem Miniturnier.

1 Männer der ersten Stunde. Rudi

Heinz, der erste Obmann der SPG,

im Gespräch mit Hubert Kranebitter,

dem Vater des amtierenden

Obmannes Christian Kranebitter.

2 Verlässliche Politik. Die beiden

Bgm. Michael Kluibenschädl aus

Mötz und Helmut Dablander aus

Silz gratulierten ihren Fußballern

zu der seit einem halben Jahrhundert

bestehenden Fusion.

3 Der langjährige Obmann Christian

Lechner wurde für sein ehrenamtliches

Engagement ausgezeichnet.

Der amtierende Obmann Christian

Kranebitter gratulierte.

4 Tirols Fußballpräsident Dr. Josef

Geisler und sein Imster Bezirksreferent

Martin Seelos kamen persönlich,

um die Glückwünsche des

Verbandes zu überbringen.

5 Der ehemalige Trainer Luis Putschner

und der frühere Abwehrchef

Alois Reindl, der sich beim

Verein als Kantineur und Platzwart

engagiert, freuten sich über ein

Wiedersehen.

6 Günther und Edith Westerthaler,

die Eltern des leider zu früh verstorbenen

Fußballprofis Christoph

Westerthaler, engagieren sich seit

Jahrzehnten für den Sport.

7 Die beiden Marketenderinnen der

Schützenkompanie Mötz Sabrina

Schaber und Anna-Maria Riml

servierten Ortspfarrer Pater Benedikt

nach der Segnung der neuen

Sportanlage ein Schnapsl.

8 Schützenkommandant Major Michael

Randolf freute sich über

eine gelungene Salve.

9 Kapellmeister Christian Holzeis

dirigierte gleich mehrere Märsche

seiner Kapelle am grünen Rasen.

10 Zum Jubiläum gab es mit Thomas

Klausner und Ralph Schader

gleich zwei Moderatoren und

Platzsprecher.

11 Auch die Buben der U16-Mannschaft

halfen bei der Verköstigung

der Gäste mit. Im Bild Mattheo

Arioni, Tobias Ciresa und Kaan

Soysal am Brezenstand.

12 Kurt Jeller und Sandra Pirold

vom Interspar in Imst hatten bei

der Ausgabe der Grillhendln alle

Hände voll zu tun.

13 Bei Geburtstagsfeiern dürfen auch

echte Originale nicht fehlen. Der

ehemalige Imster Schiedsrichter

Hans Agerer gönnte sich ein

kühles Blondes.

14 Architekt Karlheinz Waldhart aus

Silz plante die neue Sportanlage in

Mötz, die jetzt den klingenden Namen

„Innstadion“ führt.

15 Treue Zuschauerinnen und bei

Wind und Wetter am Fußballplatz:

Silvia Höck, die ehemalige Wirtin

des Mötzer Flüchtlingsheimes, und

Martha Heinz aus Silz, die einst an

der Landwirtschaftlichen Lehranstalt

in Imst arbeitete.

SPAR in Obsteig wird noch schöner

In Obsteig wird der SPAR-Supermarkt

modernisiert und erweitert. Um die

Umbauarbeiten zügig durchführen zu

können, ist das Geschäft derzeit geschlossen.

Die Wiedereröffnung ist für Herbst geplant.

Während der Bauphase können

Kunden ihre Lebensmitteleinkäufe bei

SPAR in Mieming, Stams oder Telfs

erledigen.

Der vor fast 20 Jahren eröffnete SPAR

in Obsteig wird auf 600 m² erweitert.

Mit der Wiedereröffnung im Herbst

2022 werden auch die 20 Mit ar bei -

ter:innen wiederum um die Kund:innen

bemüht sein. Zwischenzeitlich arbeiten

sie in umliegenden SPAR-

Märkten.

Der SPAR-Supermarkt in Obsteig wird derzeit modernisiert und erweitert.

15

Fotos: Eiter

Foto: SPAR

32 19. Juli 2022


Sonnen- und Wetterschutz vom Profi

Auer Sonnenschutz in Längenfeld bietet eine große Produktpalette

Seit nunmehr drei Jahren ist Lukas

Auer aus Längenfeld mit seinem

Unternehmen Auer Sonnenschutz

ein verlässlicher und

kompetenter Partner für den

perfekten Sonnen- und Wetterschutz.

Mit einem Rundum-Service

für den Innen- und Außenbereich

inklusive Reparaturen

hat sich der sympathische Ötztaler

in kurzer Zeit einen guten

Namen im Ötztal und darüber

hinaus geschaffen.

Lukas Auer hat im Jahr 2011 die

Lehre zum Tapezierer abgeschlossen

und ist seitdem im Bereich

Sonnenschutz tätig. Mit der entsprechenden

Erfahrung und dem

nötigen Mut wagte der heute 29-

Jährige im Jahr 2019 den Schritt

in die Selbständigkeit und gründete

die Firma Auer Sonnenschutz.

Ein Auszug unserer Arbeiten:

Namhafte Hersteller

„Qualität und Professionalität stehen

bei mir an erster Stelle“, verrät

der Jungunternehmer sein Erfolgsrezept

und ergänzt: „Auch persönliche

Beratung und exakte Ausführung

gehören zu meinen Qualitätsmerkmalen.

Außerdem sind

meine Arbeitszeiten flexibel an die

Möglichkeiten der Kunden angepasst.“

Dass er aktuelle Wohnraumtrends

und Marktneuheiten

stets im Blick hat, ist für den Längenfelder

selbstverständlich. Dabei

arbeitet Auer Sonnenschutz

mit namhaften Herstellern zusammen.

Entsprechend umfangreich ist die

Produktpalette des jungen Unternehmens,

das seit anderthalb Jahren

mit David Hausegger einen

weiteren erfahrenen Mitarbeiter

beschäftigt. Sie reicht von Sonnenschutzlösungen

für den Innenbereich

(Plissees, Jalousien, Vertikaljalousien)

über Anlagen für den

Außenbereich (Rollläden, Raff -

Foto: Rebecca’s Fotostudio

stores, Jalousien, Markisen...) bis

hin zu Insektenschutz, Sonnenschirmen

und Garagentoren. Die

Firma Auer Sonnenschutz bietet

alle Produkte in vielen Farbvarianten

und für unterschiedliche

Montage situationen an.

Zu den Kunden des Längenfelder

Unternehmens zählen sowohl Privatpersonen

als auch Firmen und

natürlich die Gastronomie bzw.

Hotellerie. Sie schätzen nicht nur

die jahrelange Erfahrung und die

Qualität der durchgeführten Arbeiten

sondern bestätigen auch das

sehr gute Preis-Leistungs-Verhältnis

der Firma.

UNTERNEHMEN DES MONATS

Lukas Auer | Lehner Au 318 | 6444 Längenfeld

T +43 664 4353020 | info@der-sonnenschutz.at

www.der-sonnenschutz.at

Reparaturservice

Und sollte ein Produkt einmal defekt

sein, bietet Auer Sonnenschutz

auch Reparaturen bestehender

Anlagen (inklusive Fremdfabrikate)

an. „Unser Fachbetrieb

kennt die unterschiedlichen Produkte

genau und trägt dafür Sorge,

dass die Kunden noch lange

Zeit Freude an ihrem Licht- und

Sichtschutz haben“, unterstreicht

Auer abschließend sein Bemühen

um Nachhaltigkeit.

Weitere Infos gibt es auf der

Internet-Seite der Firma

Auer Sonnenschutz unter

www.der-sonnenschutz.at

Fotos: Hersteller

19. Juli 2022 33


PRUTZ | FENDELS | FAGGEN

Werner Thöny griff im Ruhestand zum Pinsel

Der pensionierte Versicherungsmakler bringt Landschaften auf Leinwände

Die Natur in all ihren Facetten

dient als Motiv für seine Arbeiten.

Der 74-jährige Werner Thöny,

der den Großteil seines Berufslebens

in der Versicherungsbranche

arbeitete, hat in seinem

Ruhestand seine Liebe zur Kunst

(wieder)entdeckt. Letztens stellte

er Landschaftsmalereien im

Rechelerhaus in Ladis aus.

Aufgewachsen ist er mit seinen

vier Schwestern und einem Bruder

in Prutz, wo er nach wie vor lebt.

„Wir hatten eine schöne Kindheit

und lebten in einer Wohnung im

Haus des Großvaters“, erzählt er.

Schwierige Zeiten erlebte die Familie,

als der Vater, der einst als

Holzhändler arbeitete, in finanzielle

Turbulenzen schlitterte: „Da

mussten wir als Familie sehr zusammenhalten,

es war nicht einfach“,

erinnert er sich. Werner

Thöny krempelte aber ebenso wie

seine Geschwister die Ärmel hoch

und half der Familie aus dieser finanziellen

Not. Etwa als Hirte im

Verwall, einem Seitental in St. Anton

am Arlberg, mit dem er sich

noch heute tief verbunden fühlt.

So finden sich Motive dieses landschaftlich

reizvollen Tales auf zahlreichen

seiner Bilder wieder. In

weiterer Folge erlernte Werner

Thöny den Beruf des Elektrikers

bei Ing. Anton Grießer in Landeck,

später arbeitete er für die Firma

Fiegl & Spielberger GmbH in

Innsbruck sowie für Elektro Sonderegger

in Galtür. Im Paznaun

fühlte er sich sichtlich wohl: „Da

hat es mir gut gefallen, ich würde

sagen, das Paznaun ist zu meiner

Heimat geworden“, erzählt er lobend.

Auch Motive aus dem Paznaun

finden sich auf seinen Bildern,

die vorwiegend in Acrylbzw.

Aquarell gehalten sind.

Versicherungsmakler

Da es früher im Elektroinstallationsbereich

während der Wintermonate

wenig Arbeit gab, entschied

sich Werner Thöny dafür,

seinen Beruf an den Nagel zu hängen

und in eine komplett andere

Branche zu wechseln: die Versicherungsbranche.

38 Jahre blieb er

dieser treu: Zuerst 24 Jahre und

Der Prutzer Künstler Werner Thöny im Rahmen seiner Ausstellung im Rechelerhaus in Ladis.

acht Monate als Versicherungsvertreter

bei der Generali, in weiterer

Folge dann als selbstständiger

Makler, wofür er zuvor die vorgeschriebene

Maklerprüfung absolvierte.

Versicherungsmakler blieb

er dann bis zu seiner Pension im

Jahr 2008. Privat gesehen baute er

mit seiner Familie 1972 ein Eigenheim

im Prutzer Ortsteil Entbruck.

Gemeinsam bekamen er

und seine Frau drei Kinder, ebenso

sind sie stolze Großeltern von sieben

Enkelkindern. Während seines

aktiven Berufslebens nahm die

Kunst keinen allzu großen Stellenwert

in seinem Leben ein, zu ausfüllend

war der (Berufs)alltag – eigentlich

keimte diese Leidenschaft

erst wieder nach seiner Pensionierung

auf.

Wieder entdeckte Leidenschaft

„Schon in der Schulzeit waren es

meine Bilder, die oft aufgehängt

wurden“, erinnert sich Werner

Thöny zurück. Auch daran, dass

der frühere VS-Direktor Engelbert

Gitterle seine Werke stets begutachtet

hat und Tipps parat hielt.

Einer Ausstellung einer Bekannten,

die er gemeinsam mit seiner

Frau besucht hat, ist es zu verdanken,

dass er sich erstmals Gedanken

über das aktive Künstlerleben

machte: „Ich hab meine Frau gefragt,

ob sie die Ölfarben, die sie

einst geerbt hat, noch hat“, erzählt

er. Am selben Abend setzte er seit

Jahrzehnten sein erstes Werk um:

„Das Ergebnis war recht gut“, erinnert

er sich. Auch seinen Kindern

ist seine wiederentdeckte Leidenschaft

nicht verborgen geblieben,

weswegen sie dem Papa einen

Malkurs bei Gerald Nitsche zum

Geburtstag schenkten. Vorwiegend

malte Werner Thöny mit

Kreide, worauf er allerdings allergisch

reagierte, weswegen er diese

Technik kaum mehr umsetzen

kann. Danach kommt Aquarell,

Öl und am unliebsten malt er in

der Acryl-Technik, aber: „Dennoch

sind die meisten meiner

Werke Acrylbilder, weil es schnell

trocknet und beliebig oft übermalt

werden kann“, gesteht er und ordnet

sich ein: „Armin Klien hat zu

mir gesagt, ich sei ein Landschaftsmaler.“

Wöchentliche (Mal)praxis

Ausgestellt hat Werner Thöny

Foto: Zangerl

mehrfach: Vor 8 Jahren erstmals

im Rechelerhaus, ebenso in der

Arbeiterkammer Landeck und

Imst, in Nauders, in Altfinstermünz,

auf Schloss Sigmundsried,

uvm. Eine gute Verbindung pflegte

er auch stets zu Ludwig Thoma,

dem früheren Obmann des Nauderer

Museumsvereins: „Sofern es

die Corona-Pandemie zulässt, treffen

wir, die Malerfreunde Nauders,

uns nach wie vor jeden Donnerstag

zum gemeinsamen Malen“,

erzählt Werner Thöny. Auch

bei den Malwochen in St. Anton

am Arlberg, die über den Verein

Arlberger Kulturtage organisiert

werden, nahm er schon teil. Zwischen

11. Juni und 5. Juli stellte er

unter dem Titel „Beste Aussichten“

seine Landschaftsmalereien

im Rechelerhaus in Ladis aus. Abgesehen

von der Kunst, liebt Werner

Thöny das Fischen, vorzugsweise

am Inn: „Das mache ich seit

1962, es ist einfach so etwas Beruhigendes.“

Auch Ski gefahren ist er

stets gern – Fußprobleme erschweren

die Ausführung dieses Hobbys

leider. Und: „Schwimmen im Rieder

Badesee mag ich auch unheimlich

gern“, gesteht er. (lisi)

34 19. Juli 2022


PRUTZ | FENDELS | FAGGEN

Prutz will eine Energiegemeinschaft gründen

Bürgermeister Ing. Heinz Kofler informiert über entstehende Projekte

In der Gemeinde Prutz wurden

bauliche Pläne ordentlich

durcheinander gewirbelt – nachdem

das Großprojekt eines neuen

Arzthauses wegen Uneinigkeiten

nun auf Eis liegt. Dennoch

steht einiges auf der „Todo-Liste“.

Sehr gut angenommen

wird das E-Car-Sharing,

das seit Februar angeboten wird.

An der Idee einer Energiegemeinschaft

wird getüftelt.

Finanziell schaut’s in Prutz gut aus,

wie Heinz Kofler auf Anfrage des

impuls Magazin erklärt: „2021

konnte ein Überschuss erwirtschaftet

werden, da wir durch die

Pandemie unsere Bautätigkeit eingeschränkt

haben.“ Das größte

kommunale Projekt, das mit 1,4

Millionen Euro budgetierte neue

Arzthaus, ist nun auf Eis gelegt,

die Gründe hierfür wurden bereits

mehrfach medial kommuniziert.

Insgesamt wäre damit ein Fünftel

des rund 5 Millionen Euro hohen

Budgets in dieses Projekt geflossen.

„Dennoch haben wir einiges

vor“, fährt der Prutzer Bürgermeister

Heinz Kofler fort: „Das

Feuerwehrhaus wird heuer im

Herbst um eine Fahrbox erweitert.

Auch befinden wir uns in der Planung

eines Kinder- und Jugendspielplatzes.“

Beim Sauerbrunnen

wird unter dem Deckmantel der

KLAR!-Region ein „klimafitter

Spielplatz“ entstehen: „Die Planung

erfolgt über Architekt Harald

Kröpfl, wir sind aktuell in der

finalen Phase“, erklärt Heinz Kofler.

Bgm. Ing. Heinz Kofler: „Wir planen in

Prutz eine Energiegemeinschaft.“

Unübersehbar, wenn man Prutz

aktuell passiert, ist das Mega-Projekt

der Unterführung, Heinz Kofler

lässt hierzu wissen: „Dieses Projekt

tangiert die Gemeinde finanziell

aber nicht. Die Arbeiten liegen

im Zeitplan, ab Ende Oktober

sollte die neue Kreuzung befahrbar

sein.“ Die Erweiterung einer 700

Meter langen Wasserleitung am

Feldweg wird von Seiten der Gemeinde

Prutz heuer im Herbst

bzw. spätestens 2023 umgesetzt.

Was bereits installiert wurde, ist

das Angebot des E-Car-Sharings,

das sehr gut angenommen wird:

„Vor einigen Wochen habe ich gesehen,

dass das Fahrzeug schon einen

Kilometerstand von 4.000

aufweist – besonders junge Bürgerinnen

und Bürger nehmen das

Die Großbaustelle der neuen Unterführung betrifft die Gemeinde Prutz in finanziellen

Belangen nicht.

Fotos: Elisabeth Zangerl

Angebot sehr gut an“, resümiert

Heinz Kofler im Juni.

Neuer Dorfplatz

Mittelfristig ist ein neuer Dorfplatz

geplant, konkret geht es hierbei

um den „oberen Dorfplatz“.

„Das ist ein Projekt, das sich über

mehrere Jahre zieht, aber wir werden

uns Gedanken über die Gestaltung

machen.“ Was auch ansteht,

sind Maßnahmen an der VS

Prutz: „Aktuell verfügt die Volksschule

noch über eine Gasheizung,

wir möchten hier auf eine umweltfreundlichere

Infrarotheizung umstellen.“

Allgemein ist eine sogenannte

„Energiegemeinschaft“ in

Prutz geplant. Angedacht ist es so,

dass die Gemeinde über ihre gemeindeeigene

Photovoltaikanlage

Strom produziert und den überschüssigen

Strom dann an die Gesellschaft

„Freizeitanlage GmbH“

verkaufen könnte. „In weiterer

Folge ist es so angedacht, dass alle

Bürger ihren überschüssigen

Strom, der über eine PV-Anlage

produziert wird, verkaufen können“,

erzählt Heinz Kofler über

das Projekt, das gemeinsam mit

RegioL umgesetzt werden soll. Im

Bezug auf gemeinnützigen Wohnbau

wurden in den vergangenen

Jahren in Prutz über 100 Wohnungen

gebaut: „Der Bedarf wäre

noch da – ein großes Thema sind

die Lieferengpässe in der Baubranche.

Die Alpenländische Heimstätte

würde jedoch noch über ein

Grundstück in Prutz verfügen“,

lässt Heinz Kofler wissen. (lisi)

Partner der heimischen Wirtschaft

für Computer und IT-Infrastruktur

Auf die Betreuung der gesamten IT-

Infrastruktur von Klein- und Mittelbetrieben

hat sich die Firma DD IT-Consult

Dietmar Dollnig spezialisiert.

Zahlreiche Unternehmen aus dem

Bezirk Landeck vertrauen der Professionalität

und Erfahrung der im Jahr

2000 gegründeten „IT-Schmiede”,

wie die Homepage www.ddit.tirol

verrät.

Der Fokus des Teams um Dietmar

Dollnig liegt auf der Betreuung der

gesamten IT-Infrastruktur seiner

Kunden, u.a. mit Virtualisierungs-

und Cloud-Lösungen, Microsoft 365,

Windows Server- und Client-Installationen.

Auch im Bereich von Security-Lösungen

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hat die Firma DD IT-Consult für jede

Unternehmensgröße ein passendes

Produkt parat. In den letzten Jahren

wurde das Portfolio um den Bereich

der Videoüberwachung und digital

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19. Juli 2022 35


PRUTZ | FENDELS | FAGGEN

Alles steht im Zeichen einer (Bau)Vorbereitung

Der Bürgermeister von Faggen, Andreas Förg, gewährt einen Einblick

Bgm. Andreas Förg: „Im Juli bzw. August

startet der Architekturwettbewerb

zum Projekt des neuen Gemeindehauses.“

Foto: Elisabeth Zangerl

Die Gemeinde Faggen zählt 399 Einwohner (Stand Juni 2022).

Foto: © TVB Tiroler Oberland/Daniel Rundl

Im kommenden Jahr sollte mit

dem Um- und Neubau des Gemeindehauses

ein Großprojekt

realisiert werden. Heuer laufen

die intensiven Vorbereitungsarbeiten.

Konkret wird im Sommer

ein Architekturwettbewerb

gestartet, die Finanzierung sollte

fixiert werden.

Für kleinere Gemeinden wie beispielsweise

Faggen mit exakt 399

Einwohnern (Stand Juni 2022) ist

die Erstellung eines ausgeglichenen

Budgets immer eine Herausforderung.

Nicht nur in Pandemiezeiten.

So sieht es auch Andreas

Förg, der Bürgermeister der

Obergrichter Gemeinde: „Wir

sind das Sparen schon gewohnt“,

antwortet er auf die Frage nach der

finanziellen Situation in seiner Gemeinde.

Zur Verfügung steht ein

Budget in Höhe von etwa 1,2 Millionen

Euro. In diesem Jahr werden

in erster Linie infrastrukturelle

Maßnahmen umgesetzt, allem

voran Straßensanierungen, aber

auch Arbeiten am Wasser- und

Kanalnetz. Dafür realisiert die Gemeinde

im kommenden Jahr ein

Großprojekt mit der Sanierung

des Gemeindehauses, zu der sich

auch ein Neubaukomplex hinzugesellen

wird. „Der Start dieses

Bauvorhabens sollte 2023 erfolgen“,

lässt Bürgermeister Andreas

Förg wissen. Untergebracht sind

im Gebäude aber nicht nur die

Gemeindeverwaltung, auch die

Freiwillige Feuerwehr, der Kindergarten

sowie Vereinsräumlichkeiten

für Vereine, wie etwa für die

Jungbauern. Der Kostenpunkt

dieses Projektes beläuft sich nach

aktuellen Schätzungen auf rund

1,6 Millionen Euro: „Die Finanzierung

steht allerdings noch

nicht, wir sind aber dran“, ergänzt

der Bürgermeister. Ein weiterer

Schritt im Bezug auf dieses Projekt,

der heuer getätigt werden

soll, ist der Architekturwettbewerb:

„Dieser wird im Juli bzw.

August gestartet“, informiert Bürgermeister

Andreas Förg.

Dachsanierung der Pfarrkirche

Was eigentlich heuer umgesetzt

hätte werden sollen, ist die Dachsanierung

der Pfarrkirche, aber:

„Das Denkmalamt hat uns leider

einen Strich durch die Rechnung

gemacht – uns wurde mitgeteilt,

dass die nötigen finanziellen Mittel

in diesem Jahr fehlen würden“,

bedauert Andreas Förg, der sich

aber optimistisch zeigt: „Diese

Dachsanierung sollte jedenfalls in

den kommenden Jahren umgesetzt

werden.“

Ansonsten ist die Gemeinde Faggen

eine der wenigen, die mit dem

Projekt Radweg nicht in Berührung

kommt – dieser verläuft in

diesem Falle im Prutzer Gemeindegebiet.

Kirchlich belangt Faggen

übrigens auch zur direkt angrenzenden

Gemeinde Prutz und auch

die Volksschule findet sich dort,

ebenso verfügt die Gemeinde Faggen

über keine eigene Schützenkompanie

oder Musikkapelle (lediglich

über eine eigene Freiwillige

Feuerwehr).

Im Bereich des gemeinnützigen

Wohnbaus steht aktuell gerade

kein Projekt auf der Agenda. Was

im Herbst diesen Jahres noch umgesetzt

werden soll, ist der Hangkanal,

der in die Jahre gekommen

ist und bei welchem Projekt die

Kommune natürlich finanziell beteiligt

ist. Im Bezug auf die Landwirtschaft

zählt Faggen aktuell 12

aktive Landwirte (alle im Nebenerwerb).

„Leider ist auch bei uns

die Landwirtschaft rückläufig“,

bedauert Andreas Förg.

(lisi)

36 19. Juli 2022


PRUTZ | FENDELS | FAGGEN

Investitionen im Bildungsbereich

In Fendels steht 2023 alles im Zeichen der Volksschul- und Kindergartenerweiterung

Der Kindergarten in Fendels

platzt aus allen Nähten. Ein Erweiterungsbau

bei der Volksschule

sollte künftig für mehr

Platz sorgen und auch das bestehende

Gebäude soll in diesem

Rahmen auf den neuesten Stand

gebracht werden. Das Projekt

sollte 2023 in Angriff genommen

werden.

17 (!) Kinder besuchen aktuell den

Kindergarten in Fendels. Eine sehr

stolze Zahl für die kleine Obergrichter

Gemeinde. „Hier ist in jedem

Fall Handlungsbedarf gegeben“,

erklärt auch der neue Fendler

Bürgermeister Stefan Köhle

zum Neubau des Kindergartens.

Da der bisherige Kindergarten aus

allen Nähte platzt, soll wie erwähnt

ein Neubau in Form eines

Zu- oder Aufbaus bei der Volksschule

Fendels umgesetzt werden.

„Im Herbst sollte das ganze konkretisiert

und 2023 dann in Angriff

genommen werden. Der neue

Kindergartenstandort wird dann

bei der Volksschule sein“, lässt

Bgm. Stefan Köhle bereits vorab

wissen. Bisher war der Kindergarten

im Gebäudes des Gemeindeamts

untergebracht. „Auch künftig

schauen die Kinderzahlen gut

aus, dieses Projekt ist wichtig für

die Zukunft des Ortes“, ist Stefan

Köhle überzeugt.

Sanierung der Volksschule

In diesem Rahmen sollte – sofern

es auch leist- bzw. finanzierbar ist

– auch die Volksschule saniert werden.

Ganz oben auf der Agenda

Heizung, Sanitäre, Klima = HEISS

Junges Prutzer Unternehmen als

kompetenter Ansprechpartner

In Fendels stehen Investitionen im Bildungsbereich an.

stehen eine thermische Sanierung

sowie ein Austausch der Heizung

in eine umweltfreundlichere Alternative.

„Es wäre sinnvoll, wenn

wir im Rahmen dieses Umbaus

auch das bestehende Volksschulgebäude

´up to date´ bringen könnten“,

erklärt Bürgermeister Stefan

Köhle. Wichtig ist auch der gemeinnützige

Wohnbau, auch hier

steht ein Projekt in den Startlöchern,

der Bürgermeister informiert:

„Die Neue Heimat Tirol

startet heuer ein Projekt – der Baubeginn

wird im Oktober sein, insgesamt

werden zehn Mietwohnungen

entstehen.“

Kleinkinderbetreuung

Das Budget, das der Gemeinde

Fendels jährlich zur Verfügung

steht, ist in etwa eine Million Euro

hoch: „90 % davon sind aber bereits

fix verplante Ausgaben“, ergänzt

Stefan Köhle. In diesem Jahr

sollte jedenfalls ein Traktor für den

Seit dem Jahr 2019 ist Johannes

Heiss mit der Firma Heiss Installationstechnik

am Markt – und trotz

dieser recht kurzen Zeit hat sich

der Meisterbetrieb mit kompetenten,

kundenorientierten Leistungen

zu fairen Preisen bereits bestens

etabliert.

Planung und Ausführung in allen

Bereichen der Heizungs- und Sanitärtechnik

gehören zum Leistungsumfang

des Prutzer Unternehmens.

„Egal, ob es sich bei dem

Projekt um einen Neubau oder

eine Sanierung handelt – wir finden

in jedem Fall eine maßgeschneiderte

Lösung“, verspricht

der Firmenchef, der bei allen Bauvorhaben

rund um Heizung, Sanitäre,

Klima und Energietechnik

auf die bewährte Qualität ausgesuchter

Lieferanten setzt. ANZEIGE

gemeindeeigenen Bauhof angeschafft

werden, der unter anderem

für Schneeräumarbeiten eingesetzt

wird. Der Kostenanteil für die Gemeinde

beläuft sich auf 40.000

Euro. Kürzlich wurde in Fendels

auch der Bedarf im Bezug auf

Kleinkinderbetreuung erhoben –

aktuell ist dieser noch eher gering,

weswegen in dieser Agenda im

Rahmen der familienfreundlichen

Region mit der Gemeinde Prutz

kooperiert wird. Das heißt, Fendler

Kinder können die Kleinkinderbetreuungseinrichtung

sowie

geplanterweise in weiterer Folge

die Nachmittagsbetreuung in

Prutz nutzen. Was es in Fendels jedoch

gibt, ist ein alterserweiterter

Kindergarten – Kinder ab 2 Jahren

können dort aufgenommen werden.

Aktives Vereinsleben

„Es gibt zwar nicht viele Vereine in

Fendels, jedoch sehr aktive“, lobt

Foton: Reinhard Walch

Bürgermeister Stefan Köhle. Gemeint

ist damit etwa die Freiwillige

Feuerwehr, mit der ein neues

„Einsatzleitungs-Projekt“ ins Leben

gerufen wurde, das künftig gewährleistet,

dass man im Katastrophenfall

bestens gerüstet ist. Über

einen neuen Aufschwung darf sich

auch die Musikkapelle Fendels

freuen. Ebenso sehr aktiv ist etwa

der Familienverband: „Dieser organisiert

Workshops, Kochkurse,

Kinderfeste, Erste-Hilfe-Kurse

oder Seniorennachmittage“, lobt

der neue Fendler Dorfchef und erwähnt

in diesem Rahmen auch die

Jungbauern, die das Almabtriebs/Dorffest

organisieren. Apropos

Landwirtschaft: „Leider ist

auch bei uns die Zahl der Landwirte

extrem rückläufig“, bedauert

Stefan Köhle. Die beiden Fendler

Almen sind jedoch gut besetzt –

rund 200 Stück Vieh verbringen

dort die Sommermonate.

(lisi)

19. Juli 2022 37


PRUTZ | FENDELS | FAGGEN

„Das liebste Hobby zum Beruf gemacht“

Fendels hat mit Stefan Köhle einen neuen Bürgermeister

Sein Vorgänger Heinrich Scherl

war der längstdienende Bürgermeister

des Bezirks Landeck.

Stefan Köhle selbst traf erst Mitte

Jänner die Entscheidung, als

Bürgermeister zu kandidieren.

Der neue Fendler Bürgermeister

ist Jahrgang 1976 und ein passionierter

Musiker. Der gebürtige

Pfundser hat ein Klarinette- und

Dirigierstudium absolviert, zuerst

am Konservatorium, in weiterer

Folge an der Uni Maastricht (Niederlande).

„Ich hatte Glück und

konnte mein liebstes Hobby zum

Beruf machen“, erzählt Stefan

Köhle, der seit 1994 Musikpädagoge

an der Landesmusikschule in

Landeck ist. Auch ist er Dirigent

der Swarovski Musik Wattens. Privat

gesehen ist er seit 2001 verheiratet

und Vater zweier Mädels –

Lena und Sophia heißen die 17

und 13 Jahre alten Töchter. „2002

bin ich nach Fendels gezogen“,

lässt Stefan Köhle zudem wissen.

Stefan Köhle hat ein Klarinette- und

Dirigierstudium absolviert, ist Pädagoge

an der Landesmusikschule Landeck,

Kapellmeister der Swarovski Musik

Wattens und neuer Bürgermeister

von Fendels.

Foto: privat

Dass er dort jemals Bürgermeister

wird, hätte er selbst bis Mitte Jänner

diesen Jahres nicht zu glauben

Auf zum Sommer-Schlussverkauf...

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Sommermode

für Damen, Herren

und Kinder

Die heißen Tage sind noch

lange nicht vorbei,

drum seid beim Sommer-

Shopping mit dabei ☺

gewagt: „Ich bin ein kompletter

Quereinsteiger, auch im Gemeinderat

war ich bisher nicht vertreten“,

erzählt er. Sein Vorgänger,

Heinrich Scherl, der sein Amt mit

Februar diesen Jahres niederlegte

und bis zu diesem Zeitpunkt der

längstdienende Bürgermeister des

Bezirks Landeck war, hatte schon

im Vorjahr versucht, ihm dieses

Amt „schmackhaft“ zu machen.

„Damals hab ich gesagt, dass ich es

nicht machen werden, weil grad

alles so schön gepasst hat mit meinem

Beruf und dem Privatleben“,

erzählt er offen und ehrlich.

Spontane Entscheidung

Allerdings entschied Stefan Köhle

schon vorher, als Listenerster in

die Wahl zu gehen. Erst durch weitere

Treffen und Gespräche mit

Listenkollegen und der Familie

entschied sich Stefan Köhle recht

spät, circa Mitte Jänner, dazu,

doch als Bürgermeisterkandidat in

die Wahl zu gehen. Mit Erfolg –

die Fendlerinnen und Fendler

wählten ihn mit 63,68 Prozent

zum neuen Bürgermeister. Priorität

haben für Stefan Köhle eine

Reihe von Projekten: Der Weg hin

zur familienfreundlichen Gemeinde,

den der vorherige Gemeinderat

erfolgreich eingeschlagen hat,

sollte konsequent fortgesetzt werden.

Auch Projekte, die unter diesem

Deckmantel definiert wurden,

sollten sukzessive umgesetzt

werden. Vorerst einmal etwa eine

30 km/h-Beschränkung durch das

Ortsgebiet, oder die Gestaltung eines

Platzes im Wald. Die Ambition

des neuen Bürgermeisters ist

klar: „Den Fendlerinnen und

Fendlern sollte etwas geboten werden,

dass sie auch künftig gern hier

leben.“ Seine Freizeit verbringt

Stefan Köhle abgesehen von der

Musik, wo er auch in den Reihen

der Musikkapelle Fendels auftritt,

noch gern mit Sport – vorzugsweise

mit Radfahren oder Skitourengehen

mit seiner Frau. (lisi)

100-jährige Fleischer-Tradition

Regionale Produkte und Handarbeit

haben bei der Metzgerei Wilhelm

in Prutz Priorität! Der Betrieb

besteht schon fast 100 Jahre

und gilt nicht nur im Ort als Garant

für Qualität. Die Kunden

kommen daher nicht nur aus der

Gemeinde Prutz, sondern aus

dem gesamten Bezirk Landeck,

und selbst aus der nahen Schweiz

gibt es zahlreiche Stammkunden.

Eine Besonderheit der Fleischerei

stellen die einzigartigen Würzmischungen

dar, deren Rezepturen

von Generation zu Generation

weitergegeben werden. Kein

Wunder, dass die Metzgerei Wilhelm

bereits mehrere Auszeichnungen

erringen konnte: Zum

Beispiel erhielt die Traditions-

Fleischerei für ihren Schinkenspeck,

die Kaminwurzen und den

Bauchspeck Silber bei den internationalen

Fleischerwettbewerben

in Wels.

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38 19. Juli 2022


Für Ernstfall gerüstet

In Prutz wird ein Kriseninterventions-

und Krisenvorbereitungsteam

installiert. Karlheinz Eckhart ist

der Projektleiter und erzählt, wie

es dazu kam: „Der Hintergrund

war, dass wir letzten Sommer darauf

aufmerksam geworden sind,

dass sowohl die Freiwillige Feuerwehr

Prutz als auch die Gemeinde

Prutz jeweils über Krisenpläne verfügen,

beide aber nicht wussten,

wie die Pläne des jeweils anderen

im Detail ausschauen. Bürgermeister

Heinz Kofler bat mich daraufhin,

mir Gedanken zu machen,

wie ein ideales Zusammenspiel

im Ernstfall erfolgen könnte.“

Karlheinz Eckhart hat daraufhin

ein erstes, grobes Konzept verfasst

– auf Basis dessen wurde nun ein

Prozess gestartet. Aktuell läuft nun

in Prutz wie erwähnt ein Bürgerbeteiligungsprojekt,

die Auftaktveranstaltung

fand Ende Mai statt.

Bgm. Heinz Kofler berichtet darüber:

„Zwischen 50 und 60 Bürgerinnen

und Bürger waren anwesend,

diese setzten sich mit Krisen-

Szenarien auseinander, die theoretisch

in Prutz passieren könnten.

Das sind beispielsweise ein Blackout,

eine Überschwemmung des

Inns, ein Murenszenario im Kaunertal,

ein Brandereignis und anderes

mehr.“

Aktuell ist es so geplant, dass es

insgesamt fünf Kompetenzgruppen

gibt, die sich den jeweiligen

Szenarien im Bezug auf ihr Interessensgebiet

annehmen sollten.

Das ist einmal die Gruppe der

kommunalen Vorsorge, einmal

das Feuerwehr- und Rettungswesen,

die Sozialen Dienste/Medizin,

die private Vorsorge sowie die

unternehmerische Vorsorge, wo es

z.B. auch um Themen wie Datensicherungen

etc. im Krisenfall

geht. „Jede Gruppe spielt für sich

jedes Szenario durch“, erläutert

Karlheinz Eckhart und lässt wissen,

dass erste Ergebnisse bereits

im Herbst 2022 präsentiert werden

sollten.

(lisi)

Sauerbrunn tut gut

Ein „belebender“ Ausflugstipp für

die ganze Familie ist der Sauerbrunn

in der Pontlatzstraße in

Prutz. Der Obladiser Sauerbrunn

ist seit dem Jahre 1212 bekannt.

Bereits vor Jahrhunderten ist am

Fuße dieses Felses, an der heutigen

Via Claudia Augusta, das besondere

Wasser zu Tage getreten. Um das

Jahr 1750 hat die Gemeinde Prutz

die Quelle erschlossen und öffentlich

zugänglich gemacht.

Das Sauerbrunn-Wasser enthält

wichtige Mineralstoffe wie Eisen,

Kalzium, Magnesium und Schwefel

mit einem Anteil an natürlicher

Kohlensäure, was dem Körper gut

tut. Die moderne Medizin setzt

den Sauerbrunn bei Erkrankungen

von Niere und Leber, Darm, Magen,

Bauchspeicheldrüse, Verschleimung

der Atemwege, Appetitlosigkeit

und bei Schilddrüsenleiden

erfolgreich ein. Auch bei

Gastritis, Asthma, Sodbrennen,

Stoffwechselerkrankungen und oft

auch bei chronischer Stuhlverstopfung

können mit Trinkkuren gute

Erfolge erzielt werden. Durch den

hohen Magnesiumgehalt vorzüglich

für die Gesundung der Herzkranzgefäße.

Foto: TVB iroler-Oberland/Kurt Kirschner

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neuesten Trends inspiriert. Ob abstrakte oder geometrische Muster,

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Gerne entwerfen wir auch Ihre persönliche Wunschtapete. Unser

Team im Schriftenstudio berät Sie gerne. Auch in unserem neu kreierten

Magazin „Colorstyle“ finden Sie viele tolle Tapetenmuster.

Unsere Tapeten sind strapazierfähig und feuchtigkeitsresistent,

weshalb sie auch in Küche und Badezimmer anwendbar sind. Von

Material und Qualität können Sie sich gerne bei uns im Schriften -

studio in Prutz überzeugen.

19. Juli 2022 39


Fotos: Agentur CN12 Novak

Löwe & Bär: Ein

Das Vier-Sterne-Superior-Kinder- und Baby -

hotel Löwe & Bär liegt im Herzen von Serfaus.

Familie Heymich führt das Familienunternehmen

in dritter Generation und weiß ganz genau,

was es für entspannte und erlebnisreiche Familienferien

braucht. Und sie haben dabei an alle

Details gedacht, die einen Familienurlaub im

Winter oder auch im Sommer komfortabel und

besonders machen.

Von März 2020 bis Anfang Juni 2020 sowie von

Herbst 2021 bis zum Start der jetzigen Som-

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Traditionsbetrieb in Serfaus

mersaison wurde das Hotel umgebaut. Es ist

seit 1999 ein Kinderhotel mit ca. 200 Betten.

„Vor dem Umbau hatten wir im vorderen Bereich

die Rezeption. Da, wo jetzt die Rezeption

ist, war früher der Weinpräsentationsraum.

Der Hauptgrund für den Umbau waren die zwei

Lifte. Sie waren nicht mehr zeitgemäß und so

entschlossen wir uns zu diesem Projekt in

mehreren Bauphasen. Neu ist jetzt auch die

SB-Getränkeecke mit Sodagetränken. Ein

Highlight ist das 24-Stunden-Hipp-Service.

Unsere Eltern können Tag und Nacht ein Hipp

für ihre Kleinen zubereiten. Der Kinderessbereich

Lucky Luke ist ebenfalls neu dazugekommen“,

erklärt Inhaber Charly Heymich und erzählt

weiter über die Neuerungen: „Es gibt

auch ein Zimmer mehr. Fünf wurden umgebaut

und vier wurden saniert. Der Planer war das

Büro Spiss & Partner.“

Für den gelungenen Umbau bedankt sich

Familie Heymich mit Team herzlich bei allen

bauausführenden Firmen.

(Novi)

Foto: eli_zweiraum

Wir gratulieren zum gelungenen Umbau und bedanken uns

für die jahrelange sehr vertraute und gute Zusammenarbeit.

19. Juli 2022 41


Mit freundlicher Unterstützung der

Alles auf Anfang

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Die meisten Häuslbauer wissen: „Man baut nur einmal im Leben.“

Doch Familie Wolf weiß es besser. Denn nachdem ihr Haus einem

Feuer zum Opfer gefallen war, standen Florian und Barbara mit 5

Kindern vor dem Nichts. Und ihr Wohntraum wieder am Anfang.

Doch nehmen ließen sie sich ihren Traum nicht. Wie Phönix aus der

Asche ließen sie ihn mit dem Neubau ihres charmanten Einfamilienhauses

in Tobadill wiederaufleben, das sie heute als siebenköpfige

Familie mit Leben füllen.

Zwischen dem Abriss und dem

Wiederaufbau vergingen eineinhalb

Jahre. Diesen voraus gingen

viel Zweifel und natürlich auch

Trauer über den Verlust des bereits

erbauten und belebten Eigenheims.

„Wir hatten extrem viel Eigenleistung

in unser erstes Haus

gesteckt“, erzählt die 38-jährige

Barbara. „Aber im Endeffekt war

es nur Material, das wir verloren

haben. Zum Glück ist in der

Brandnacht niemandem etwas

passiert. Alle sind gesund, und das

ist das Wichtigste.“ Ihr Ehemann

Florian, 47, stimmt zu: „Wir haben

das Unglück für uns genutzt

und einfach weitergemacht. Das

neue Haus haben wir ganz normal

neu geplant und neu gebaut.“

Dazu gehörte auch, dass der Neubau

ganz normal wie jedes andere

Bauvorhaben neu eingereicht werden

und ein gewöhnliches Bauverfahren

durchlaufen musste.

Blick in die Zukunft

Den größten Herausforderungen

des Neubaus begegnete Familie

Wolf dabei schon im Vorfeld des

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Neubaus. Bevor das Grundstück

wieder bebaut werden konnte,

blieb es aufgrund von versicherungstechnischer

Gewissheit und

bis zum Erhalt vom Abbruch- und

neuen Baubescheid ungenutzt

brachliegen. Die Familie war in

dieser Zeit nebenan in Florians Elternhaus

auf 50 Quadratmetern

untergebracht – mit Blick auf die

Ruinen ihres vorherigen Lebens.

Den Blick von den Trümmern abzuwenden

und in die Zukunft zu

richten, war bestimmt eine der

größten Herausforderungen, die

es zu meistern galt. „Im ersten Jahr

nach der Feuernacht mussten wir

jeden Tag die Ruine sehen“, erinnert

sich Florian. „Dann das gemeinsam

Geschaffene wieder loszulassen,

alles abzureißen und wieder

neu anzufangen, war die zweite

große Herausforderung.“ Doch

unterkriegen ließ sich die Familie

nicht und engagierte kurzerhand

ihren altbekannten Architekten,

um die Planungen mit ihnen erneut

anzupacken.

Das gleiche Haus

Einen Auftrag wie diesen erhält

ein Architekt bestimmt nicht alle

Tage. Denn die nun schon erfahrenen

Häuslbauer beauftragten ihren

Planer damit, das vorige Haus

nachzuzeichnen. „Meine Frau

wollte erst etwas ganz Neues, aber

ich wollte das gleiche Konzept wie

vorher“, meint Florian, der Barbara

schließlich überzeugen konnte.

So ist grundsätzlich alles gleichgeblieben.

Zumindest äußerlich. Im

Innenbereich hat sich so manches

gewandelt, sowohl was das Haus

selbst als seine Bewohner betrifft.

Die Aufteilung der Räumlichkeiten

wurde überdacht, wohnen

heute immerhin fünf Kinder im ‰

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19. Juli 2022 43


Fotos: Agentur CN12 Novak

Haus und nicht nur mehr eines.

Wie in der Planungsphase des ersten

Hauses. Außerdem wurde das

Gebäude um 90 Grad gedreht.

„Beim ersten Hausbau gab es im

Westen noch keinen Nachbarn“,

erklären die Bewohner. „Also haben

wir das Haus nun Richtung

Norden hin geöffnet, nicht im

Sinne der Energie, sondern wegen

der tollen Aussicht.“

Ein „Daham“ für alle

So wollten die Wolfs nur eines:

sich in ihrem neuen Zuhause richtig

wohlfühlen. „Unser Ziel war es,

einfach ein DAHAM für uns alle

zu bauen“, betont die fünffache

Mama und Altenfachbetreuerin

Barbara. Die Kellerwände des ersten

Hauses durften dabei fachgerecht

saniert, jedoch stehen bleiben.

Es folgte eine Decke aus Vollbeton

und obendrauf ein Holzriegelbau

mit Satteldach. Gezielt

platzierte Fensterflächen garantieren

schöne Aussichtsmomente

und holen die Sonne täglich ins

44 19. Juli 2022


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Herzlichen Glückwunsch zum neuen Heim und alles Gute für die Zukunft!

Haus, denn das Ehepaar wollte die

Räume mit natürlichem Licht fluten

und so die verwendeten Materialien

richtig zur Geltung bringen.

Verwendet wurden dabei

„ehrliche Materialien“, wie Hausherr

Florian es ausdrückt: „Die

Wände sind weiß, der Boden ist

aus Holz, die Fliesen sind einfach

Fliesen.“ Aufgrund ihrer Beständigkeit

war Lärche das Holz der

Wahl. Die Materialauswahl und

auch die Gestaltung der Möbel

wurden dabei keineswegs dem Zufall

überlassen. Unternehmer Florian

plant, baut und montiert mit

seiner Firma Flowolf selbst Möbel.

Kein Wunder also, dass diese in

seinem Haus so gut mit ihrer Umgebung

harmonieren und darüber

hinaus auch noch praktisch sind.

Fokus Funtionalität

Dass alles funktionell ist und nicht

nur hübsch aussieht, war der Familie

generell ein Anliegen. Das

Leben in ihrem „DAHAM“ sollte

nämlich angenehm sein. Und das

ist es allemal, sind sich Alois (12),

Johanna (10), Mathilda (7), Rosa

(5) und Hedwig (3) sowie ihre Eltern

einig. Auf drei Geschossen

findet jeder seine Ecke, ob zum

Spielen, Musizieren oder Entspannen.

Besonders beliebt sind etwa

das eigene Musikzimmer im Obergeschoss

oder das separate Kinderbad

im Dachgeschoss, wo auch die

drei Kinderzimmer untergebracht

sind. Ein ganz spezielles Highlight

für die Kinder ist das Wohnnetz,

das im Obergeschoss anstelle eines

Bodens aufgespannt wurde und als

Spiel- und Leseecke dient. Am

Ende des Tages finden sich aber

alle am liebsten am Küchentisch

ein. „Hier ist unser Treffpunkt“,

freut sich Familie Wolf über ihr

neues Zuhause, das ein zweites

Mal ihren Traum vollkommen erfüllte.

(CN12)

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Wir sagen danke für die

angenehme Zusammenarbeit.

19. Juli 2022 45


Eine kreative und sinnerfüllende Ablenkung

Veronika Tilg stellt derzeit im Rathaus in Landeck abstrakte Werke aus

Das Malen in Acryl und das Experimentieren

mit verschiedenen

Techniken ist ihre Leidenschaft.

Motiviert und inspiriert

wurde sie dabei von einem guten

Freund. Bis Ende Juli stellt die

Landeckerin ihre Werke in der

Rathaus-Galerie in Landeck aus.

„Ein Leben ohne Malen könnte ich

mir nicht mehr vorstellen“, so lautet

heute der Leitsatz von Veronika

Tilg. Dabei ist es einem Freund zu

verdanken, dass sie ihre Leidenschaft

überhaupt erst entdeckt hat:

„Beruflich habe ich in einem

Raumgestaltungsgeschäft gearbeitet

und hatte schon dort viel mit

Dekorationen und Farben zu tun“,

aber: „Dass ich malen kann, war

mir selbst nie bewusst.“ Glücklicherweise

ist die Mutter zweier erwachsener

Kinder durch ihre guten

Freunde Gerhard und Margit

Kindergarten Ischgl eingeweiht

46 19. Juli 2022

In nur fünf Monaten entstand in Ischgl

ein top-moderner Kindergarten, der

aktuellen Anforderungen und dem architektonischen

Zeitgeist entspricht.

Nun wurden die neuen Räumlichkeiten

eingeweiht.

Insgesamt investierte die Gemeinde

Ischgl zwei Millionen Euro in den

Um- und Zubau des Kindergartens

(der sich auch früher im selben Gebäude

befand). Gleichzeitig wurde

das bestehende Gebäude, das auch

noch Mietwohnungen, Vereinsräumlichkeiten

und die Kinderkrippe umfasst,

saniert und barrierefrei gestaltet.

Neu hinzugekommen sind ein abtrennbarer

Turnsaal (samt Speiseraum),

ein ansprechender Außenbereich,

ein Aufenthalts- und ein Büroraum

sowie ein vierter Gruppenraum.

Die bestehenden Gruppen- und Kreativräume

wurden saniert. Neu ist

auch eine Verbindung zur Kinderkrippe,

die sich ein Stockwerk darüber

befindet.

„Aus einem in die Jahre gekommenen

Kindergarten ist ein kleines Kinderparadies

entstanden“, lobt die Kindergartenleiterin

Alexandra Ladner das

Resultat, geplant von Baumeister Thomas

Spiss. Die feierliche Segnung

nahm Pfarrer Michael Stieber vor.

Die Verantwortlichen freuten sich mit den Kinden über den neuen Kindergarten:

Vize-Bgm. Daniel Winkler, Baumeister Thomas Spiss, Kindergartenleiterin Alexandra

Ladner, Gemeinderat Sandro Kleinhans (Ausschuss Bildung und Soziales),

Landesrat Anton Mattle und Bürgermeister Werner Kurz, (v.l.).

Vor den Ischgler Kindergartenpädagoginnen ging sogar Bgm. Werner Kurz auf

die Knie.

Fotos: Elisabeth Zangerl

Die Landecker Künstlerin Veronika Tilg stellt aktuell abstrakte Werke mit einer

schichtweisen Acryl-Technik in der Landecker Rathaus-Galerie aus. Foto: Zangerl

Grünauer auf ihr verborgenes Talent

aufmerksam gemacht worden.

„Es war im Jahr 2013, als ich zu

Gerhard Grünauer, der selbst

künstlerisch aktiv ist, gesagt habe,

dass er schöne Bilder bei sich hat.

Er meinte dann, ich sollte das mit

dem Malen selbst einmal probieren.“

In Anbetracht an die Resultate

vertraute Veronika Tilg dann auf

das Resümee ihrer Freunde: „Die

sind super, lautete ihre Rückmeldung“,

erinnert sie sich. So kam es

auch dazu, dass sie im Folgejahr

2014 (wie auch 2016 erneut) in

der Arbeiterkammer Landeck ausstellte,

2018 dann übrigens in der

Kimm-eini-Galerie. „Meine

Freundin Margit hat ein gutes Gespür

dafür, ob ein Bild gut ist oder

nicht – ich bin jemand, der stets

auf die Meinung anderer vertraut“,

gesteht Veronika Tilg, die zudem

ehrlich anmerkt: „Wenns ums Malen

geht, hab ich vielleicht oft zu

wenig Selbstvertrauen.“

Acryl und Bitumen

Um sich weiterzubilden, setzt Veronika

Tilg oftmals auf Anleitungen

via YouTube oder Teilnahmen

an Malkursen, wie sie kürzlich einen

bei Daniela Pfeifer absolviert

hat. Dabei erweiterte sie ihre Malpalette

um Tusche, Asphalt und

sonstige Materialien. So kommen

beispielsweise bei den Bildern ihrer

aktuellen Ausstellung Materialien

wie Marmormehl oder sogar

Bitumen zum Einsatz. Was ihre

aktuelle Ausstellung besonders

macht: „Hier kam viel Farbe zum

Einsatz, normalerweise male ich

ein wenig reduzierter“, gesteht Veronika

Tilg. Ihre fein aufgebauten

Hintergründe in schichtweiser

Acryl-Technik lassen die Bilder

fast träumerisch wirken und verleihen

auch diesen Werken einen

fantasievollen „Touch“.

Bereichernde Ablenkung

Einer baulichen Veränderung sei

Dank, verfügt Veronika Tilg nun

auch über ein eigenes Atelier bei

sich zu Hause in Landeck: „Nachdem

mein Sohn ausgezogen ist,

hab ich vorher immer in seinem

früheren Kinderzimmer gemalt.

Vor wenigen Jahren haben wir

dann umgebaut und nun habe ich

ein eigenes Atelier bekommen“,

freut sich Veronika Tilg über diesen

neuen, lichtdurchfluteten

Raum, in dem sie viel Zeit verbringt:

„In meinem Atelier halte

ich mich jede freie Minute auf,

wenn ich nicht gerade im Garten

bin.“ Der ist nämlich ihre zweite

große Leidenschaft: Dort finden

sich Himbeeren, Apfelbäume und

ihre geliebten Hortensien, die sie

mit viel Liebe hegt und pflegt.

Das Malen bedeutet Veronika Tilg

aus einem speziellen Grund sehr

viel, sie verrät in diesem Zusammenhang

Emotionales: „Ich lebe

mit MS und wenn ich male, fühle

ich mich frei und spüre keine

Schmerzen.“ (lisi)


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Ein kleiner

Familientraum

„Genießen Sie den schönsten Tag des Jahres bei uns in See“ – so begrüßt

Familie Matt ihre Gäste auf der Homepage. In einer Bauzeit von Winter

2020 bis Juli 2022 errichtete die vierköpfige Familie ihr Apartmenthaus.

Der Architekt war Thomas Ladner aus Landeck. Seit kurzem stehen vier

neue, stilvoll eingerichtete Ferienwohnungen zum Erholen und Genießen

für die Gäste bereit. Das neu errichtete Haus liegt sehr zentral: In nur

wenigen Gehminuten erreicht man das Dorfzentrum bzw. im Winter das

Schigebiet und im Sommer den Badesee.

„Unser gemeinsames Ziel war immer schon, ein eigenes Apartmenthaus

zu bauen, und somit haben wir unser Herzensprojekt ‚Alpenresidenz

Matt‘ mit viel Einsatz und Euphorie umgesetzt. Die Wohnungen wurden

stilvoll-modern eingerichtet und vom Tischler ausgestattet. Der Aufenthalt

in unserem Apartmenthaus soll all unseren Gästen ein Erlebnis und einen

schönen, unvergesslichen Urlaub bieten. Der Bau und die Einrichtungs -

arbeiten wurden genauestens durchdacht und mit bestem Wissen und

Gewissen umgesetzt“, erklären die beiden Neo-Vermieter Gerd Matt und

Verena Fuchs. Sie ergänzen: „Es war unser gemeinsames Projekt, das wir

zusammen geplant und umgesetzt haben. Wir haben es geschafft, sogar

einen Lift in unser Haus einzubauen. Es verfügt zusätzlich über einen

Kinderspielplatz. Da wir selbst zwei Kinder haben und mit Leib und Seele

Eltern sind, sind Kinder bei uns immer herzlich willkommen.“

Mit viel Herzblut und Begeisterung hat die Gastgeberfamilie zusammen

mit den Baufirmen die Realisierung des Apartmenthauses „Alpenresidenz

Matt“ in sonniger, ruhiger und zentraler Lage perfekt umgesetzt. (Novi)

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19. Juli 2022 47

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