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AusgabePflege

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Ausgabe Sommer 2022<br />

Ich glaub, es geht los!<br />

Das Magazin für Auszubildende und die, die es werden wollen<br />

SONDERAUSGABE<br />

Mit jeder Menge Infos<br />

für deine Ausbildung


Ich glaub, es geht los!<br />

Inhalt:<br />

04 Medizinische(r) Fachangestellte(r)<br />

06 Die generalis sche Pflegeausbildung<br />

10 Gesundheits-, Kranken- und Alltenpflegehilfe<br />

12 Ein Jahr für Dich - ein Jahr für Andere<br />

18 „Das will ich machen!“<br />

20 Haus der Möglichkeiten<br />

24 Mit Hand und Fuß<br />

26 Die Heilerziehungspflege<br />

28 Erzieher/in<br />

www.alles-azubi.de<br />

Impressum<br />

ALLES AZUBI ist eine Kooperation von<br />

&<br />

Verlag:<br />

Obacht! Verlagsgesellschaft mbH<br />

Olewiger Straße 127, 54295 Trier<br />

Telefon: 0651 9120 55 66<br />

Mail: kontakt@obacht-verlag.de<br />

Verantwortlich Redaktion:<br />

Johannes Kolz<br />

Olewiger Straße 127<br />

54295 Trier<br />

Email: j.kolz@obacht-verlag.de<br />

OBACHT! Verlagsgesellschaft mbH<br />

Olewiger Straße 127 | 54295 Trier<br />

Antonia Britten | BRIMEDIA Werbeagentur<br />

In den Käulchen 20 | 54441 Temmels<br />

Verbreitungsgebiet: Schulen mit Abschlussklassen<br />

Stadt Trier sowie Landkreise Trier-Saarburg /<br />

Bernkastel-Wittlich / Bitburg-Prüm / Vulkaneifel und viele mehr<br />

Anzeigenleitung:<br />

Antonia Britten | BRIMEDIA Werbeagentur<br />

In den Käulchen 20, 54441 Temmels<br />

Telefon: 06584-910 910 8<br />

Mobil: 0176-80670428<br />

Mail: werbung@alles-azubi.de<br />

Cartoons:<br />

Johannes Kolz, Trier<br />

Auflage: 10.000 Exemplare


Medizinische(r) Fachangestellte(r)<br />

Ausbildung als Medizinische Fachangestellte /<br />

Medizinischer Fachangestellter<br />

Beim Arzt eine Ausbildung zu machen, hat einen<br />

entscheidenden Vorteil: Als medizinische<br />

Fachangestellte m/w/d ist man in einem der<br />

fundamentalsten medizinischen Berufe tä g und ist<br />

der/die wich gste Mitarbeiter/in von Ärzten – und<br />

somit unverzichtbar im Gesundheitswesen. Somit hat<br />

man sehr gute Chancen, nach einer abgeschlossenen<br />

Ausbildung einen Arbeitsplatz zu finden.<br />

Als medizinische Fachangestellte bzw. medizinischer<br />

Fachangestellter unterstützt du die behandelnden<br />

Ärz nnen und Ärzte. Dazu übernimmst du die<br />

vielfäl gen organisatorischen Aufgaben, um einen<br />

reibungslosen Praxisbetrieb zu gewährleisten. Du<br />

vergibst Termine, betreust Pa en nnen und Pa enten,<br />

assis erst bei ärztlichen Behandlungen und arbeiten im<br />

Labor.<br />

Vor jeder Behandlung überprüfst du die<br />

Behandlungsräume und legt einzelne Instrumente und<br />

Arzneimi el bereit. Darüber hinaus sorgen<br />

medizinische Fachangestellte dafür, dass<br />

Hygienevorschri en durch Desinfek onsmaßnahmen<br />

strengstens eingehalten werden.<br />

Die notwendigen Fachkenntnisse und Fer gkeiten<br />

erlernst du im dualen System – in deiner<br />

Ausbildungsstä e und in der Berufsschule.<br />

Rechtliche gesehen benö gst du keine bes mmte<br />

Vorbildung, die meisten Praxen erwarten einen<br />

mi leren Schulabschluss. Die Ausbildung dauert 3<br />

Jahre.<br />

Neben den fachlichen Voraussetzungen benö gst du<br />

auch einige persönliche Eigenscha en:<br />

· du hast keine Probleme im Umgang mit kranken und<br />

verletzten Menschen (Anblick von Blut, Verletzungen<br />

etc)<br />

· du bist psychisch Stabil (Konfronta on mit schweren<br />

Schicksalen) und hast Verantwortungsbewusstsein<br />

04


05


Die generalis sche<br />

Pflegeausbildung<br />

Mit dem neuen Pflegeberufegesetz, welches am 01.<br />

Januar 2020 in Kra getreten ist, werden die<br />

bisherigen Ausbildungsberufe der Altenpflege,<br />

Gesundheits- und Kinderkrankenpflege und<br />

Gesundheits- und Krankenpflege zu einem Beruf<br />

zusammengeführt. Durch diese sogenannte<br />

generalis sche Ausbildung wirst du befähigt,<br />

Menschen aller Altersstufen zu versorgen. Somit<br />

kannst du nach deiner Ausbildung sowohl im<br />

Krankenhaus, im Altenheim als auch in der<br />

ambulanten Pflege arbeiten. Diese neue Ausbildung<br />

bietet dir also für dein Berufsleben eine große<br />

Entscheidungsfreiheit.<br />

Die Ausbildung dauert weiterhin drei Jahre, findet<br />

an den Lernorten Praxis und Schule sta und<br />

schließt mit einer staatlichen Prüfung und dem<br />

Berufsabschluss „Pflegefachfrau / Pflegefachmann“<br />

ab.<br />

Für deinen Eins eg in die Pflegeausbildung solltest<br />

du einen mi leren Schulabschluss oder einen<br />

gleichwer g anerkannten Abschluss vorweisen<br />

können. Mit dem Abschluss der Berufsreife besteht<br />

die Möglichkeit im Anschluss an eine<br />

abgeschlossene Ausbildung in der Kranken- oder<br />

Altenpflegehilfe mit der generalis schen<br />

Pflegeausbildung zu beginnen.<br />

Der Weg zu deiner Pflegeausbildung<br />

Zunächst musst du dich für eine Einrichtung<br />

entscheiden, mit der du deinen Ausbildungsvertrag<br />

abschließen möchtest. Dies kann ein Krankenhaus,<br />

eine Altenpflegeeinrichtung oder auch ein<br />

ambulanter Pflegedienst sein.<br />

Im ersten und zweiten Ausbildungsjahr gibt es eine<br />

gemeinsame, generalis sche Ausbildung in Theorie<br />

und Praxis. Während der theore sche Unterricht an<br />

einer festen Koopera onsschule sta indet, wirst du<br />

folgende prak sche Einsatzfelder in verschiedenen<br />

Einrichtungen durchlaufen: Akut- und Langzeitpflege,<br />

Ambulante Pflege, Pädiatrie und Psychiatrie.<br />

Wird in deinem Ausbildungsvertrag eine<br />

Wahlmöglichkeit angeboten, kannst du vor dem<br />

dri en Ausbildungsjahr noch einmal selbst<br />

entscheiden.<br />

Du kannst die generalis sche Ausbildung for ühren<br />

und in Theorie, Praxis und Prüfung weiterhin mit<br />

Menschen aller Altersstufen in Kontakt kommen. Du<br />

erwirbst somit den in der EU anerkannten<br />

Berufsabschluss „Pflegefachfrau / Pflegefachmann“.<br />

Alterna v kannst du dich (bei vorliegender<br />

Vereinbarung im Ausbildungsvertrag) für einen<br />

Ver efungseinsatz in der Altenpflege oder<br />

Gesundheits- und Kinderkrankenpflege entscheiden.<br />

Hier wird die Theorie, Praxis und Prüfung dann auf<br />

die spezifische Altersgruppe angepasst.<br />

Wenn du Fragen hast, kannst du dich in allen<br />

Pflegeschulen noch einmal genauer über die<br />

Ausbildungsmöglichkeiten in der Pflege informieren.<br />

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Ausbildung in der Gesundheitsund<br />

Krankenpflegehilfe und Altenpflegehilfe<br />

Im Folgenden stellen wir Dir noch zwei weitere<br />

Ausbildungsmöglichkeiten in der Pflege vor, die<br />

Gesundheits- und Krankenpflegehilfe und die<br />

Altenpflegehilfe.<br />

Die Zugangsvoraussetzungen zur Ausbildung sind für<br />

beide Berufe gleich. Du benö gst ein Berufsreife-/ bzw.<br />

Hauptschulabschluss, die gesundheitliche Eignung zur<br />

Ausübung des Berufes und vor allem die Freude im<br />

Umgang mit Menschen sowie Spaß an der Arbeit im<br />

Team. Ein Prak kum von mindestens zwei Wochen<br />

sollte absolviert sein.<br />

Gesundheits- und Krankenpflegehelfer(innen) wirken<br />

unter Anleitung der dreijährig examinierten<br />

Pflegekrä e bei vielfäl gen Aufgaben in der Pflege von<br />

hilfsbedür igen Menschen mit. Dazu zählen die<br />

Unterstützung der Pa enten bei der Körperpflege,<br />

Bewegung und Nahrungsaufnahme, die Erfassung der<br />

so genannten Vitalzeichen wie zum Beispiel Blutdruck,<br />

Puls und Temperatur sowie die Assistenz bei der<br />

Diagnos k und Therapie.<br />

oder in der ambulanten Pflege sta . Bei der<br />

theore schen Ausbildung liegt der Schwerpunkt vor<br />

allem auf der Vermi lung der grundlegenden<br />

pflegerischen Tä gkeiten zur Versorgung älterer<br />

Menschen.<br />

Mit dem staatlich anerkannten Abschluss als<br />

Gesundheits- und Krankenpflegehelfer/in bzw.<br />

Altenpflegehelfer/in stehen im Gesundheitswesen<br />

verschiedene Arbeitsplätze zur Auswahl, zum Beispiel in<br />

Krankenhäusern, Altenpflege- und<br />

Rehabilita onseinrichtungen oder auch in der<br />

ambulanten Pflege. Der Bedarf an Pflegekrä en ist sehr<br />

hoch. Des Weiteren erwirbst du mit einer<br />

abgeschlossenen Ausbildung in einem der beiden<br />

Berufe die Mi lere Reife und hast somit die Möglichkeit<br />

eine dreijährige generalis sche Ausbildung zur/zum<br />

Pflegefachfrau/-mann zu beginnen.<br />

Dafür werden in der theore schen Ausbildung<br />

grundlegende pflegerische Kenntnisse, Grundlagen des<br />

Körperbaus/ der Körperfunk onen sowie Grundzüge<br />

der Krankheitslehre vermi elt. In der einjährigen<br />

Ausbildung ist nicht nur die Vermi lung von fachlichen<br />

Kompetenzen wich g, auch auf methodische, soziale<br />

und personale Entwicklung wird Wert gelegt.<br />

Altenpflegehelfer/innen unterstützen<br />

Altenpflegerinnen und -pfleger bei allen Tä gkeiten<br />

rund um die Betreuung und Pflege älterer Menschen.<br />

Der prak sche Teil der Ausbildung findet in sta onären<br />

Einrichtungen der Altenhilfe, in geriatrischen Kliniken<br />

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Ein Jahr für Dich – ein Jahr für Andere<br />

Schule gescha … doch was nun?! Ausbildung oder<br />

Studium? Was, wenn du noch gar nicht weißt, was das<br />

Rich ge für dich ist? Vielleicht willst du auch einfach<br />

Wartezeit überbrücken oder suchst für dich einen<br />

neuen Weg mit neuen Chancen?<br />

Diese erste Entscheidung direkt nach der Schule ist<br />

häufig gar nicht so leicht. Gerade, wenn du dir (noch)<br />

nicht sicher bist, was der rich ge Bereich für dich ist,<br />

kann eine Entscheidung für die nächsten Jahre eine<br />

echte Herausforderung sein.<br />

Probier es doch einfach aus – in einem Freiwilligen<br />

Sozialen Jahr (FSJ) oder einem Bundesfreiwilligendienst<br />

(BFD). Hier kannst du dich beruflich orien eren,<br />

Erfahrungen sammeln und ganz praxisnah viel Neues<br />

für dich lernen. Du steigerst deine Chancen auf einen<br />

Ausbildungs- oder Studienplatz und setzt dich<br />

gleichzei g für andere Menschen ein. So ein<br />

Freiwilligendienst ist damit nicht nur ein Ja(hr) für dich,<br />

sondern auch für Andere.<br />

Flexibler Eins eg - festes Taschengeld<br />

Als Freiwillige*r arbeitest du zwischen 6 – 18 Monaten<br />

in einer sozialen Einrichtung im Bistum Trier im<br />

sozialen, pflegerischen oder kulturellen Bereich.<br />

Konkret sind das Einsatzstellen wie z.B.<br />

Kindertagesstä en, Einrichtungen für Menschen mit<br />

Beeinträch gung, Krankenhäuser, Senioren- oder<br />

Pflegeeinrichtungen, Ganztagsschulen, Jugendzentren<br />

sowie Gemeinwesens- und Kulturprojekte. Du kannst<br />

sogar ganz flexibel jeden Monat in einen<br />

Freiwilligendienst einsteigen.<br />

Am Ende des Monats erhältst du als Freiwillige*r ein<br />

Taschengeld von ca. 350,-€. All deine Fahrtkosten<br />

werden ersta et, dein Kindergeldanspruch bleibt<br />

bestehen und die Sozialversicherungsbeiträge werden<br />

übernommen. Außerdem kann dein Freiwilligendienst<br />

als prak scher Teil der Hochschulreife anerkannt<br />

werden.<br />

Neue Orien erung für dich selbst<br />

Neben der Arbeit in deiner Einsatzstelle gehören auch<br />

die Seminarwochen als fester Bestandteil zu deinem<br />

Freiwilligendienst. Bei einem Jahr Freiwilligendienst<br />

sind das 5 Seminarwochen mit anderen Freiwilligen in<br />

deinem Alter und aus deiner Nähe. Auf den Seminaren<br />

habt ihr Zeit euch kennenzulernen und Freundscha en<br />

zu schließen, euch über eure Arbeit in der Einsatzstelle<br />

auszutauschen und dabei voneinander zu lernen. Mit<br />

welchen Themen ihr euch beschä igt? Das bes mmt<br />

ihr selbst – denn die Themenschwerpunkte für die<br />

einzelnen Seminarwochen wählt ihr gemeinsam. Aber<br />

auch über dich selbst kannst du einiges lernen: ein<br />

Freiwilligendienst ist eine Orien erungs- und<br />

Bildungszeit, du hast also Zeit dich mit deinen Stärken<br />

und deinen Zielen auseinanderzusetzen. Du kannst<br />

deine Talente entdecken und diese mit deinen Ideen für<br />

deine Zukun verbinden.<br />

Erfüllende Tä gkeit im sozialen Bereich<br />

„Ein Freiwilligendienst bringt Menschen zusammen“,<br />

erklärt die Bildungsreferen n Julia Gerz. „Zu Menschen,<br />

die Hilfe brauchen, gehen Menschen, die diese Hilfe<br />

gerne geben. Einsatzstellen, die Lust auf frischen Wind<br />

haben erleben Freiwillige, die Ideen und Energie<br />

einbringen. Die einen erfahren Unterstützung, die<br />

anderen viel über sich selbst und das Leben. Beide<br />

Seiten lernen, sich auf Neues einzulassen; am Ende ist<br />

es ein Gewinn für Alle.“<br />

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„Ich wollte ein Jahr komple raus, etwas ganz anderes<br />

machen, arbeiten“, erklärt Hannah Lillig ihre Mo va on<br />

für ein FSJ.<br />

„Ich habe mich persönlich weiterentwickelt und habe<br />

mehr Selbstbewusstsein. Ganz o habe ich den<br />

Standardsatz von Leuten gehört ‚ich könnte das aber<br />

nicht, an einer Förderschule arbeiten'. Das finde ich<br />

total schade, denn die Leute wissen gar nicht, was sie<br />

verpassen. Auch wenn es sich kitschig anhört – die<br />

Kinder geben einem so viel zurück und es ist eine<br />

wahnsinnig erfüllende Arbeit.“<br />

Hannah Lillig, Freiwilligendienst an der Porta-Nigra-<br />

Schule in Trier<br />

… oder doch ins Ausland?<br />

Zu den Sozialen Lerndiensten gehören auch die<br />

Sozialen Friedensdienste im Ausland (SoFiA e.V.).<br />

Jedes Jahr entsendet SoFiA Freiwillige für ein Jahr in<br />

verschiedene soziale Projekte nach Lateinamerika,<br />

Asien, Afrika und Europa. Dabei ist SoFiA kein<br />

Entwicklungshilfeprojekt im klassischen Sinne. „Es<br />

ist uns ein großes Anliegen, dass die Freiwilligen gut<br />

auf ihren Freiwilligendienst vorbereitet und<br />

während des Dienstes intensiv sowohl von unseren<br />

Partnerorganisa onen vor Ort als auch von uns aus<br />

Deutschland begleitet werden“, betont die<br />

Bildungsreferen n Judith Weyand. Vielmehr kann<br />

ein solcher Freiwilligendienst als Lerndienst<br />

beschrieben werden, der den Freiwilligen durch<br />

einen persönlichen Beitrag zur Völkerverständigung<br />

neue Perspek ven für das eigene Leben eröffnet.<br />

„Aus diesem Grund schauen wir genau, wer zu<br />

welcher Einsatzstelle passt“.<br />

„Ich habe in Bolivien<br />

so viel Fe gegessen,<br />

so viele Küsschen bekommen,<br />

so lange ohne Strom gelebt,<br />

so o kein Wasser gehabt,<br />

so viele Stunden im Bus gesessen,<br />

so o über Sexualität geredet,<br />

so viel Durchfall gehabt,<br />

so viele tradi onelle Tänze gelernt,<br />

so viel Hähnchen gegessen,<br />

so lus g und schlecht Tischfußball gespielt,<br />

so viel gestrickt und gehäkelt,<br />

so viele Riten und Tradi onen<br />

kennengelernt,<br />

so viele Sterne gesehen,<br />

so viel Kultur erlebt,<br />

so viel Armut gesehen,<br />

so wenig gesprochen,<br />

so viel geweint,<br />

so intensiv Glück erlebt,<br />

Wie noch nie in meinem Leben.“<br />

Lucie Ohlemann, Freiwilligendienst in<br />

einem Internat in Bolivien<br />

Interessiert?<br />

Mehr Informa onen erhältst du unter www.sozialelerndienste.de,<br />

bzw. www.sofia-trier.de. Dort findest<br />

du einen Überblick über unsere verschiedenen<br />

Einsatzstellen, außerdem Erfahrungsberichte von<br />

aktuellen und ehemaligen Freiwilligen im Inland<br />

oder Ausland. Schau auch auf unserem Instagram-<br />

Kanal @sozialelerndienste_sofia_trier vorbei.<br />

Was ist ein Freiwilligendienst? Was machen<br />

Freiwillige? Und wie funk oniert das?<br />

Hier findest du unser kurzes Erklär-Video auf<br />

YouTube:<br />

Autorin: Julia Gerz<br />

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www.bildungszentrum-eifel-mosel.de


www.bildungszentrum-eifel-mosel.de


„Das will ich machen!“<br />

Marvin Johannes setzt auf seine erste<br />

Pflegeausbildung noch eine drauf<br />

Mit seinem Hauptschulabschluss in der Tasche startete<br />

Marvin Johannes in einem IT-Betrieb ins Berufsleben.<br />

Die Begeisterung währte nicht lange, die Mo va on<br />

ließ rasch nach. Nach einem halben Jahr stand für den<br />

heute 19-Jährigen fest: „Ich bin nicht gemacht für den<br />

IT-Bereich.“<br />

Der in der Nähe von Losheim aufgewachsene<br />

Saarländer orien erte sich neu und wählte das<br />

Kontrastprogramm: Sta mit Computern arbeitete er<br />

nun im Krankenhaus. Derart gut gefiel ihm sein<br />

Freiwilliges Soziales Jahr (FSJ) in einer Merziger Klinik,<br />

dass Marvin Johannes noch um ein halbes Jahr<br />

verlängerte. „Ich wusste jetzt: Das will ich mach! Ich<br />

wollte unbedingt in der Pflege arbeiten“, berichtet er<br />

und ergänzt: „Aber es gab da ein Problem.“<br />

Das Problem: Marvin Johannes ha e „nur“ einen<br />

Hauptschulabschluss, und der sei auch „nicht wirklich<br />

glänzend“ gewesen. Für eine Ausbildung zum<br />

Pflegefachmann bedarf es aber mindestens der<br />

Mi leren Reife. Die Lösung: Marvin Johannes<br />

absolvierte zunächst die einjährige Ausbildung zum<br />

Gesundheits- und Krankenpflegehelfer. Ein erfolgreiches<br />

GKPH-Examen eröffnet die Möglichkeit, im Anschluss<br />

die generalis sche Pflegeausbildung aufzunehmen.<br />

Pflegehelfer*innen unterstützen die Pflege auf Sta on,<br />

doch auch die Kontrolle der Vitalzeichen beim<br />

Pa enten, sprich das Messen von Körpertemperatur,<br />

Blutdruck und Puls zählen zu ihren Aufgaben. Ein Jahr<br />

dauert die Ausbildung, in der fachliche und soziale<br />

Kompetenzen vermi elt und weiterentwickelt werden<br />

und schulische sowie prak sche Abschni e sich<br />

abwechseln.<br />

Marvin Johannes gehörte dem ersten GKPH-Kurs an<br />

und bestand im Herbst letzten Jahres sein Examen.<br />

Autor und Foto: BBT Gruppe<br />

Marvin Johannes hat für das ideale Sprungbre in den<br />

Pflegeberuf gefunden.<br />

„Das war schon sehr viel Lernstoff in einer ziemlich<br />

kurzen Zeit“, erinnert er sich. „Die Anforderungen<br />

waren schon da!“, warnt er davor, den Ausbildungsgang<br />

zu unterschätzen. Das Jahr den jungen Mann darin,<br />

weiterzumachen. Nach seinem ersten Examen arbeitete<br />

Marvin Johannes zunächst ein halbes Jahr in der<br />

Urologie des Brüderkrankenhauses, bevor er im<br />

Frühjahr dieses Jahres mit seiner Ausbildung startete.<br />

„Das halbe Jahr in der Praxis hat mir sehr geholfen, weil<br />

ich dort viel lernte, was mir jetzt auch bei meiner<br />

Ausbildung zugutekommt“, berichtet er. Was er früh<br />

erkannte: „Vor allem die Kommunika on mit so vielen<br />

unterschiedlichen Menschen gefällt mir; mit den<br />

Pa enten und den anderen Pflegerinnen und Pflegern,<br />

oder mit den Ärz nnen und Ärzten.“ Doch das bedeute<br />

im Umkehrschluss auch: „Man muss schon gerne<br />

kommunizieren wollen und es auch können, sonst kann<br />

man den Beruf nicht machen.“<br />

Marvin Johannes kann und will und wird voraussichtlich<br />

im Frühjahr 2025 sein Examen machen. Bis dahin sind<br />

es noch fast drei Jahre, doch steht für ihn schon jetzt<br />

fest, dass er mit der GKPH-Ausbildung das ideale<br />

Sprungbre gewählt hat: „Ich weiß, dass ich auf dem<br />

rich gen Weg bin!“<br />

!<br />

Auf der Seite 20 findest Du weitere Informa onen zu<br />

den beiden „Helfer-Ausbildungen“ Gesundheits- und<br />

Krankenpflegehilfe sowie Altenpflegehilfe.<br />

Beide Ausbildungen können mit Berufsreife-/ bzw.<br />

Hauptschulabschluss absolviert werden.<br />

Mit bestandener Prüfung erlangt man dann die<br />

Aufnahmevoraussetzung für die dreijährige<br />

Ausbildung als Pflegefachfrau/-mann.<br />

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PR-Anzeige<br />

Haus der Möglichkeiten<br />

Das Bildungsins tut der Barmherzigen Brüder Trier<br />

bietet eine große Bandbreite an Ausbildungsgängen<br />

sowie Fort- und Weiterbildungen. Auch dank der<br />

Koopera on mit verschiedenen Hochschulen eröffnet<br />

es Absolventen eine Vielzahl beruflicher Perspek ven<br />

im Gesundheitssektor – bis dahin, als eins ge Schülerin<br />

einmal selbst die kün igen Pflegefachkrä e<br />

auszubilden.<br />

Für Helena Franzen ist es eine Premiere: Erstmals leitet<br />

die junge Frau einen eigenen Kurs, mit 28 Frauen und<br />

einem Mann startet sie in die Pflegeausbildung. Die<br />

Auszubildenden sind zwischen 16 und 48 Jahre alt, vor<br />

ihnen liegen drei gemeinsame Jahre. „Ich weiß, wie Sie<br />

sich jetzt fühlen“, sagt Helena Franzen zur Begrüßung.<br />

Man nimmt es ihr ab, liegt doch ihre eigene Ausbildung<br />

erst wenige Jahre zurück.<br />

Als neue Lehrerin der Schule für Pflegeberufe am<br />

Bildungsins tut der Barmherzigen Brüder Trier (BIB)<br />

kehrte Helena Franzen an ihre frühere<br />

Ausbildungsstä e zurück. Sie ist so etwas wie ein<br />

personifiziertes Beispiel dafür, welche Möglichkeiten<br />

die Einrichtung Menschen eröffnet. Unter dem Dach<br />

des 2019 bezogenen Bildungshauses werden Aus-, Fort<br />

und Weiterbildungen angeboten. Zudem kooperiert das<br />

BIB mit Hochschulen und Unis in Trier und Mainz und<br />

ermöglicht das Belegen dualer und berufsbegleitender<br />

Studiengänge.<br />

Als Helena Franzen sich 2013 nach dem Abitur für ihre<br />

Ausbildung entschied, war die Aussicht auf ein duales<br />

Studium ein Grund dafür, dass sie sich im<br />

Bildungsins tut bewarb: „Der Pflegeberuf an sich ist<br />

schon sehr vielfäl g, da ist kein Tag wie der andere“,<br />

sagt sie und ergänzt: „Die Möglichkeit, parallel zur<br />

Ausbildung in einem dualen Studium mein Wissen<br />

ver efen zu können und nach meinem Abschluss<br />

beispielsweise praxisnahe Pflegeforschung betreiben zu<br />

können, hat mich sehr angesprochen.“<br />

So machte Helena Franzen in Trier ihr Examen und an<br />

der Katholischen Hochschule in Mainz ihren „Bachelor<br />

of Science“, den sie mit einem Master in „Gesundheit &<br />

Pflege“ mit Schwerpunkt „Pädagogik“ krönte.<br />

Prak sche Erfahrungen sammelte sie in dieser Zeit an<br />

der Universitätsmedizin Mainz, wo sie parallel zum<br />

Studium eine halbe Stelle in der Gesundheits- und<br />

Krankenpflege ha e. Dass sie aus prak scher Erfahrung<br />

weiß, was sie in der Theorie vermi eln muss, kommt ihr<br />

heute zugute. „Ich kann mich noch gut an meinen<br />

letzten Nachtdienst erinnern“, scherzt Helena Franzen.<br />

Die Praxisnähe der Lehre hat laut Monika Serwas einen<br />

hohen Stellenwert. Seit Herbst 2019 leitet sie das<br />

Bildungsins tut mit seinem rund 50 Mitarbeiter*innen<br />

zählenden Team, welches in den vergangenen Jahren<br />

das Angebot ste g ausbaute. Den Au akt bildete der<br />

neue Ausbildungsgang „Opera onstechnische<br />

Assistenz“, mit dem sich zu Pflegeschule und<br />

Physiotherapieschule die OTA-Schule hinzugesellte. Im<br />

Sommer 2020 nahm das BIB die „Gesundheits- und<br />

Krankenpflegehilfe“ (GKPH) wieder ins<br />

Ausbildungsprogramm mit auf. „Wir haben damit eine<br />

große Durchlässigkeit geschaffen und bieten nun ein<br />

Spektrum an Ausbildungen, das Absolventen mit<br />

20


Haus der<br />

Möglichkeiten<br />

Hauptschulabschluss ebenso ein Angebot bietet wie<br />

Abiturienten“, erläutert Monika Serwas. Hinzu kommen<br />

die Kurse der Weiterbildungsstä e und jährlich rund<br />

400 Fortbildungsveranstaltungen.<br />

Auf der „grünen Wiese“ und doch nur wenige<br />

Fußminuten von Triers Altstadt en ernt, steht das<br />

Bildungshaus auf dem Gelände des<br />

Brüderkrankenhauses. „Dass wir hier alle unter einem<br />

Dach arbeiten und so hautnah mitbekommen, was in<br />

anderen Bereichen wie beispielsweise der<br />

Physiotherapie läu , finde ich spannend“. Ob Helena<br />

Franzen die Pflegepraxis fehlt? „Anfangs schon, aber<br />

jetzt bin ich froh, das Gelernte aus dem Studium<br />

prak sch anwenden und unterrichten zu können.“<br />

Noch vor einigen Jahren Schülerin, unterrichtet Helena<br />

Franzen heute selbst angehende Pflegefachpersonen.<br />

Weitere Informa onen unter www.bildung.bk-trier.de<br />

Du suchst einen Ausbildungsplatz<br />

in einem starken Unternehmen?<br />

Unsere Häuser der Zur Buche Unternehmensgruppe und das Seniorenzentrum Hildegard<br />

von Bingen sind erfolgreiche Dienstleistungsunternehmen auf dem Gebiet der sta onären<br />

Altenpflege. Qualifiziertes personal ist der wich gste Erfolgsfaktor eines jeden Unternehmens.<br />

Deshalb ist es uns wich g, den eigenen Nachwuchs auszubilden und zu fördern.<br />

Wir bieten Dir ...<br />

einen Ausbildungsplatz in einem Beruf<br />

mit Zukun als Basis für einen sicheren<br />

Arbeitsplatz<br />

ein weites Spektrum an Fort- und<br />

Weiterbildungsmöglichkeiten in unserem<br />

eigenen Fortbildungsins tut<br />

ein modernes Arbeitsumfeld<br />

eine a rak ve Ausbildungsvergütung<br />

ein angenehmes Arbeitsklima<br />

Karriere-Chancen nach der Ausbildung<br />

intensive Begleitung durch unsere<br />

Praxisanleiter<br />

Ausbildung zum/zur<br />

Seniorenhaus Zur Buche Konz<br />

Tel. 06501/935-0 - konz@zurbuche.de<br />

Seniorenhaus Zur Buche Roscheid<br />

Tel. 06501/96 93-0 - roscheid@zurbuche.de<br />

www.zurbuche.de - facebook/zurbuche<br />

Hildegard von Bingen Senioren-Zentrum Trier<br />

Tel. 0651/14 42-0. - trier@h-v-b.de<br />

www.h-v-b.de - facebook/h-v-b<br />

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Mit Hand und Fuß<br />

Eine Ausbildung in der Physiotherapie eröffnet<br />

vielfäl ge Einsatzmöglichkeiten<br />

Behutsam setzt G. einen Fuß vor den anderen,<br />

balanciert zwischen den Streben hindurch. Die<br />

Physiotherapieschülerin fasst den 27-Jährigen vorsich g<br />

an den Hü en, mit kri schem Blick prü sie jeden<br />

Schri des Pa enten. Aus sicherer En ernung<br />

beobachtet Mira Tullius das Geschehen. Die<br />

examinierte Physiotherapeu n eines Trierer<br />

Krankenhauses gibt Anweisungen und mo viert die<br />

beiden am Barren.<br />

Die Übung gehört zu den scheinbar leichteren der<br />

„Erweiterten Ambulanten Physiotherapie“ (EAP). Doch<br />

was heißt das schon nach einem derart schweren<br />

Unfall. An fünf Vormi agen in der Woche kommt der<br />

Pa ent und während der jeweils zweistündigen<br />

Therapieeinheiten nutzt er weite Teile des breiten<br />

Behandlungsspektrums. Dass der Schlosser wieder<br />

laufen kann, war keineswegs ausgemacht. Acht<br />

Opera onen liegen hinter ihm, vier Wochen verbrachte<br />

er in sta onärer Behandlung, zwölf Wochen dur e er<br />

seinen Fuß nicht belasten.<br />

Pa enten wieder zu möglichst vollständiger<br />

Bewegungsfähigkeit in Alltag und Beruf zu verhelfen, ist<br />

eine der Kernaufgaben der Physiotherapie. Ob nach<br />

einem Beinbruch oder infolge einer rheuma schen<br />

Erkrankung, im Nachgang zu einer orthopädischen OP<br />

oder als Nachsorge eines Eingriffs am Herzen – das<br />

physiotherapeu sche Leistungsspektrum ist fast immer<br />

gefragt, wenn es um eine möglichst rasche und<br />

dauerha e Genesung geht. Entsprechend umfassend<br />

und vielfäl g ist die Ausbildung, die sich in einen<br />

theore schen und prak schen Unterricht gliedert.<br />

Physiotherapeu nnen wie Mila Tulius kommen in<br />

Krankenhäusern in allen Abteilungen zum Einsatz, von<br />

der Chirurgie über die Onkologie bis zur Pneumologie<br />

profi eren Pa enten von deren Exper se und<br />

Erfahrung.<br />

Die Physiotherapeu n Mira Tullius muss<br />

ihre Pa enten auch mo vieren.<br />

24


Mit Hand und Fuß<br />

Dass man ein gewisses Selbstbewusstsein braucht, um<br />

in diesem Beruf zu arbeiten, liegt auf der Hand.<br />

Schließlich gehe es immer wieder auch darum, die<br />

Pa enten zu mo vieren und zugleich nicht zu<br />

überfordern, erklärt Mira Tullius die tägliche<br />

Gratwanderung.<br />

Ein ausgeprägtes Einfühlungsvermögen sollte<br />

mitbringen, wer in diesem Bereich arbeitet.<br />

Unabhängig davon, ob man einen Pa enten auf Sta on<br />

wieder auf die Beine stellt oder einen ambulanten<br />

Pa enten zur Mitarbeit anspornt – ohne ein Gespür für<br />

Menschen geht es nicht.<br />

Wer mindestens einen Sekundarabschluss I oder<br />

gleichwer gen Abschluss vorweisen kann „und Spaß an<br />

der Arbeit im Team sowie ein hohes Verantwortungsbewusstsein<br />

für sich und seine Pa enten“ mitbringe,<br />

für den sei dieser Beruf eine ernstha e Op on.<br />

Autor und Foto: BBT Gruppe<br />

25


Die Heilerziehungspflege<br />

Heilerziehungspfleger/innen sind für die pädagogische,<br />

lebensprak sche und pflegerische Unterstützung und<br />

Betreuung von Menschen mit Behinderung zuständig.<br />

Sie begleiten die zu Betreuenden sta onär und<br />

ambulant bei der Bewäl gung ihres Alltags.<br />

Zielsetzung – Dauer – Organisa on der Ausbildung<br />

In der Fachrichtung Heilerziehungspflege werden im<br />

Zusammenwirken mit dem Träger der fachprak schen<br />

Ausbildung sozial-, sonderpädagogische und<br />

pflegerische Kompetenzen vermi elt. Die Auszubildenden<br />

werden befähigt, eigenverantwortlich<br />

Menschen, deren Iden tätsentwicklung und soziale<br />

Integra on durch Beeinträch gungen oder Behinderungen<br />

gefährdet oder erschwert ist, zu begleiten, zu<br />

betreuen, zu pflegen und deren Persönlichkeitsentwicklung,<br />

Bildung, Sozialisa on und Rehabilita on<br />

zu fördern.<br />

Der Bildungsgang wird in Teilzeitunterricht (2 Tage<br />

Schule an einer Fachschule für Heilerziehungspflege / 3<br />

Tage im Ausbildungsbetrieb) geführt und dauert drei<br />

Jahre.<br />

Die Ausbildung besteht aus dem theore schen und<br />

prak schen Unterricht in der Fachschule sowie der<br />

fachprak schen Ausbildung in einer Einrichtung der<br />

Behindertenhilfe.<br />

Die fachprak sche Ausbildung ist in geeigneten<br />

Einrichtungen der Behindertenhilfe abzuleisten.<br />

Innerhalb der fachprak schen Ausbildung sind Prak ka<br />

mit einer Gesamtdauer von mindestens 240 Stunden, z.<br />

B. in Beratungsstellen zur Früherkennung von<br />

Behinderungen, Tagesstä en für Behinderte,<br />

psychiatrischen Einrichtungen, integra ven<br />

Kindertagesstä en, betreuten Wohngemeinscha en,<br />

Berufsbildungswerken, Werkstä en für Behinderte,<br />

Alten- und Altenpflegeheimen oder Rehabilita onskliniken<br />

und -heimen zu ´absolvieren.<br />

Aufnahmevoraussetzungen<br />

1. ein qualifizierter Sekundarabschluss I und<br />

a) der Abschluss einer mindestens zweijährigen<br />

Berufsausbildung nach dem Berufsbildungsgesetz oder<br />

der Handwerksordnung oder nach Landes- oder<br />

sons gem Bundesrecht oder eine als gleichwer g<br />

anerkannte Ausbildung oder<br />

b) eine mindestens dreijährige hauptberufliche<br />

einschlägige Tä gkeit oder<br />

c) dass mindestens dreijährige Führen eines<br />

Familienhaushaltes mit mindestens einem<br />

minderjährigen Kind oder<br />

2. die allgemeine Hochschulreife oder die<br />

Fachhochschulreife in Verbindung mit einer mindestens<br />

viermona gen einschlägigen prak schen Tä gkeit. Der<br />

schulische Teil der Fachhochschulreife in Verbindung<br />

mit einer mindestens zwölfmona gen einschlägigen<br />

prak schen Tä gkeit.<br />

Abschlussprüfung – Abschlusszeugnis<br />

(1) Am Ende der fachprak schen Ausbildung findet eine<br />

Abschlussprüfung sta (§ 8 Abs. 1 und 2 und § 11 Abs. 1<br />

der VV Sozialwesen).<br />

(2) Die Gesamtqualifika on hat erreicht, wer alle<br />

Lernmodule spätestens ein Jahr nach Ablauf der von<br />

der Fachschule festgelegten Dauer des Bildungsganges<br />

erfolgreich abgeschlossen und in der fachprak schen<br />

Ausbildung durch die Ausbildungsstelle mindestens die<br />

26


Die Heilerziehungspflege<br />

Note „ausreichend“ erhalten hat.<br />

In das Abschlusszeugnis werden die Note für die<br />

fachlichen Leistungen in der Ausbildungsstä e sowie<br />

das Thema und die Note des Abschlussprojektes<br />

aufgenommen. Das Zeugnis trägt den Vermerk: „Sie/Er<br />

ist berech gt, die Bezeichnung „Staatlich anerkannte<br />

Heilerziehungspflegerin/Staatlich anerkannter<br />

Heilerziehungspfleger“ zu führen.<br />

Ausbildungsbeginn<br />

In der Regel beginnt die Ausbildung zum 01.08. eines<br />

jeden Jahres. Der Auszubildende muss sich parallel an<br />

einer Fachschule für Heilerziehungspflege und einer<br />

Einrichtung für die prak sche Ausbildung bewerben.<br />

Autor: BBT Gruppe<br />

27


Staatlich anerkannte/r Erzieher/in<br />

– ein bunter Arbeitsalltag auch außerhalb der Bastelstube<br />

Du suchst nach einem Beruf, der Dich in Kontakt mit<br />

anderen Menschen bringt, Dein Organisa onstalent<br />

zum Einsatz bringt, und dabei jeden Tag spannend und<br />

abwechslungsreich bleibt? Dann werde Erzieher/in in<br />

einer Kindertageseinrichtung!<br />

Welche Voraussetzungen muss ich für eine Ausbildung<br />

zur/m staatlich anerkannten Erzieher/in mitbringen?<br />

Die Arbeit in einer Kita ist vielsei g. Erzieher/innen<br />

unterstützen Kinder in ihren Entwicklungsschri en und<br />

fördern dabei deren Eigenverantwortlichkeit und<br />

Gemeinscha sfähigkeit. Hierfür dokumen eren und<br />

analysieren sie das Verhalten und Befinden der Kinder<br />

und planen Ak vitäten und pädagogische Maßnahmen.<br />

Dabei wird gesungen, getobt, gespielt, gebastelt,<br />

erzählt und erklärt. Zudem übernehmen Erzieher/innen<br />

gerade bei den jüngeren Kindern auch viele<br />

pflegerische Tä gkeiten wie Fü ern und<br />

Windelwechseln.<br />

Bei all diesen Aufgaben bedarf es einer großen Menge<br />

an Empathie, Beobachtungsgabe,<br />

Verantwortungsbewusstsein und Teamfähigkeit. Wer<br />

darüber hinaus begeisterungsfähig ist und Freude an<br />

der Arbeit mit Kindern und Erwachsenen hat, bringt die<br />

wich gsten Eigenscha en mit, um Erzieher/in zu<br />

werden.<br />

Wenn Du einen Realschulabschluss hast, brauchst Du<br />

zudem eine abgeschlossene mindestens zweijährige<br />

Berufsausbildung. Es empfiehlt sich besonders die<br />

vorherige Ausbildung zur Sozialassisten n bzw.<br />

Sozialassistenten. Alterna v kann man mit einem<br />

Realschulabschluss auch dann die Ausbildung zum/r<br />

staatlich anerkannten Erzieher/in anfangen, wenn man<br />

schon eine mindestens dreijährige einschlägige<br />

hauptberufliche Tä gkeit vorweisen kann oder<br />

mindestens drei Jahre einen Familienhaushalt mit<br />

mindestens einem minderjährigen Kind geführt hat.<br />

Wer ein (Fach-)Abitur hat, muss nur eine mindestens<br />

viermona ge prak sche Tä gkeit im<br />

sozialpädagogischen Bereich nachweisen, um in die<br />

Ausbildung zur/m staatlich anerkannten Erzieher/in<br />

starten zu dürfen. Eine einschlägige mindestens 1-<br />

jährige ehrenamtliche Tä gkeit oder ein freiwilliges<br />

soziales Jahr können dabei angerechnet werden.<br />

Diesen Weg hat auch Vanessa Santos (23)<br />

eingeschlagen. Sie absolviert gerade ihr einjähriges<br />

Berufsprak kum in einer Trierer Kindertagesstä e als<br />

letzten Teil ihrer Ausbildung. Dass sie sich für die<br />

Ausbildung zur staatlich anerkannten Erzieherin<br />

entschied, ist Folge eines direkten Glückstreffers: Als sie<br />

nach ihrem Abitur mit einem Freiwilligen Sozialen Jahr<br />

in die Arbeitswelt schnuppern wollte, landete sie in<br />

einer Kita und die Tä gkeit vor Ort begeisterte sie so<br />

sehr, dass sie sich dazu entschloss, diese zu ihrem<br />

kün igen Beruf zu machen.<br />

Ihr gefällt besonders gut die Zusammenarbeit mit den<br />

Kindern und Eltern. Sie betont, wie viel Erwachsene von<br />

Kindern lernen können und wie bereichernd es ist, zu<br />

erleben, wie Kinder die Welt wahrnehmen.<br />

28


29


Staatlich anerkannte/r Erzieher/in<br />

– ein bunter Arbeitsalltag auch außerhalb der Bastelstube<br />

Wie läu die Ausbildung ab?<br />

Die Ausbildung zur/m staatlich anerkannten Erzieher/in<br />

ist eine schulische Ausbildung. Doch auch die Praxis<br />

kommt dabei nicht zu kurz. Es gibt verschiedene<br />

Möglichkeiten, die auch von der jeweiligen Schule<br />

abhängig sind. Deswegen unbedingt vorab bei der<br />

Wunschschule über die jeweiligen Ausbildungsformen<br />

informieren!<br />

Die Vollzeitausbildung sieht 2 Jahre Fachschule mit 12<br />

Wochen Prak ka vor. Abgeschlossen wird die<br />

Ausbildung dann mit einem einjährigen<br />

Berufsprak kum, dem sogenannten<br />

„Anerkennungsjahr“.<br />

Manche Schulen bieten an, die Ausbildung auch in<br />

Teilzeit und dafür über einen längeren Zeitraum hinweg<br />

zu durchlaufen. Dabei gibt es auch noch eine<br />

Sonderform: Die berufsbegleitende Teilzeitausbildung.<br />

Hierbei hat man neben dem schulischen Anteil eine<br />

hauptberufliche Beschä igung in einer<br />

sozialpädagogischen Einrichtung mit mindestens der<br />

Häl e der regulären Arbeitszeit. Dafür en ällt dann das<br />

Anerkennungsjahr.<br />

Ausbildung fer g. Und dann?<br />

Viele Wege stehen Dir mit dieser Ausbildung offen.<br />

Viele staatlich anerkannte/r Erzieher/innen arbeiten in<br />

Kindertagesstä en. Weitere mögliche Einsatzorte sind<br />

beispielsweise auch Schulen, Wohngruppen für<br />

Jugendliche oder Familienberatungsstellen. Und wenn<br />

Du noch mehr lernen möchtest, kannst du auch an<br />

einer Fachhochschule zum Beispiel Soziale Arbeit<br />

studieren, denn als staatlich anerkannte/r Erzieher/in<br />

ist Dein Abschluss in Rheinland-Pfalz gleichwer g mit<br />

der Fachhochschulreife.<br />

Vanessa Santos gefällt besonders gut<br />

die Zusammenarbeit mit Kindern und Eltern.<br />

30<br />

Autor: Katholische Kita gGmbH Trier, Forot: privat


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