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Trends_AugSept_22

Hohenlohe Trends - Das Freizeitmagazin Ausgabe August/September 2022

Hohenlohe Trends - Das Freizeitmagazin
Ausgabe August/September 2022

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August/September 2022 / kostenlos

Seite 22

Arbeitsplatz

hinter Gittern

Ungewöhnlicher Einblick:

Zum Schichtwechsel in der

JVA Schwäbisch Hall

Partysänger

Schürze hat es

mit „Layla“ an

die Chartspitze

geschafft.

Extreme Passion

Ausgefallen, leistungsorientiert oder

riskant: Sport gibt es in vielen Facetten.

Grenzgänger aus der Region berichten.


GEWINNSPIEL

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FOTOS: TRIFONENKOLVAN, RON DALE/SHUTTERSTOCK.COM

DEUTSCHLANDS EINZIGE MOBILE SURFWELLE

SORGT FÜR URLAUBSSTIMMUNG

Seit April bringt „citywave“,

Deutschlands einzige mobile Surfwelle,

Karibik-Feeling nach Regensburg.

Direkt vor dem Haupteingang

des Donau-Einkaufszentrums liegt

der über 800m² große urbane

Beach-Club mit spektakulären sportlichen

Highlights. Nur zehn Minuten

von der Regensburger Innenstadt

entfernt und sowohl per Bus, Auto,

Rad oder zu Fuß gut erreichbar, befindet

sich – noch bis einschließlich

3. Oktober – das Urlaubsparadies. Im

Mittelpunkt davon befindet sich die

Surfwelle selbst, auf der Anfänger

und Fortgeschrittene gleichermaßen

sportliche Events genießen können.

Action für jedermann und für jedes

Leistungslevel geboten sein. Rund

um den Surfpool lädt die stylishe

Beachlounge dazu ein, kühle Drinks

in der Sonne zu genießen. Wer also

einfach nur zum Zuschauen kommen

will, erlebt bei einem Sundowner

und entspannter Musik im citywave

Beach den perfekten Urlaubstag.

Die Terrasse mit Barbetrieb, DJ-Area

und Chill-out-Lounges ist in vollem

Betrieb. Sie bietet allen, die sich

nicht selbst auf die Welle wagen

möchten, den perfekten Urlaubsort

zum Verweilen, Entspannen und den

Sommer feiern.

Die Welle ist von Montag bis Sonntag

von 10 bis 22 Uhr geöffnet.

Der Aufenthalt lässt sich perfekt mit

einem Einkaufsbummel verbinden

und so heißt es diesen Sommer:

Surfen, chillen & shoppen im Donau-

Einkaufszentrum.

Vom Einsteiger-Kurs bis hin zum

internationalen Wettbewerb, bei

dem die Stars der Szene zu erleben

sein werden, werden hier Sport und

FOTOS: CITYWAVE

2

*Gruppe von 6 bis 7 Personen


SOLAR

IP

Flammeneffekt

44

FOTO: UFUK ARSLAN

Wie weit

gehst du?

5283622

Bowl

Sie springen aus dem Flugzeug und rasen mit

über 200 km/h dem Erdboden entgegen. Sie

fahren mit dem Rennrad 3000 Kilometer quer

durch Europa. Und sie trainieren so lange auf

der Laufbahn, bis die Lunge schmerzt und die

Muskeln brennen – einige Hohenloher sind in

ihrer Freizeit echte Grenzgänger. Sie haben ihre

Passion gefunden. Larifari ist dabei keine Option.

Was das bedeutet, haben wir in unserem

Titelthema in Erfahrung gebracht.

Ebenfalls extrem, aber auf eine ganz andere Art

und Weise, ist der Erfolg von Ballermann-Sänger

„Schürze“. Was er zur aktuellen Diskussion

rund um seinen Hit „Layla“ sagt, könnt ihr ab

Seite 22 lesen. Die Region hat zwar kein Meer

und keinen Strand wie Mallorca, aber in Sachen

Events sehr viel zu bieten: Ab Seite 42 gibt‘s

die Highlights des Monats zu entdecken.

Liebe Leserinnen und Leser,

ich wünsche euch viel Spaß mit unserer

August/September-Ausgabe.

Lasst es euch gut gehen!

Eure Alisa Grün

Leuchten

in sämtlichen

Variationen

auf 1500 m²

Ausstellungsfläche

74670 FORCHTENBERG

Am Ziegelberg

Tel. 0 7947 / 2269

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info@leuchtenland.de

Öffnungszeiten:

Mo - Fr: 9.30 - 18.00

Samstag: 9.30 - 15.00

3


RESSORT INHALTSVERZEICHNIS

Das passiert

im Heft...

08

30

28

16

06

6

ORANGE, ROT, SOMMER

Unsere sieben Lieblinge für

August und September.

8

ECHTER ADRENALINKICK

Vier Falschschirmspringer erzählen von

ihrem außergewöhnlichen Hobby.

12

EXTREME PASSION

Egal ob Bergsteigen oder Ultramarathon:

Grenzgänger gibt es auch in Hohenlohe.

14

MIT DEM RENNRAD UNTERWEGS

Adrian Luksch ist ganz zufällig zu seiner

großen Leidenschaft gekommen.

16

BEHIND THE SCENES

Leichtathletin Laura Raquel Müller aus

Öhringen ist unser Covergesicht.

17

LESESTOFF FÜR DIE FERIEN

Unsere Buchtipps in diesem Monat drehen

sich rund um das Thema Sport.

18

PLACE TO BE

Volksfest, Hakro Merlins und ein lebendiges

Vereinsleben: Was Crailsheim ausmacht.

4


22

42

18

22

ZWISCHEN BALLERMANN

UND BÜHLERTANN

Sänger Michael Müller alias Schürze ist mit

„Layla“ ein Überraschungserfolg gelungen.

24

ZEICHEN DER MÄNNLICHKEIT

Kehrt das Brusthaar als Statement zurück?

26

PERL-COUSCOUS-SALAT

Arabischer Genuss für den Sommer.

28

ARBEITSPLATZ HINTER

DICKEN MAUERN

Ein Besuch in der Justizvollzugsanstalt

Schwäbisch Hall.

30

EIN ALLROUNDTALENT

Next-Step-Special: Cover-Star

Larissa Rieß im Interview.

32

BERUFE IM PORTRÄT

Mechatroniker, Maskenbildner und Co.: Hier

gibt es Einblicke in die Berufswelt.

42

EVENT-HIGHLIGHTS IM SOMMER

Diese Veranstaltungen warten im August und

September auf dich.

48

WAS WAR LOS IM JULI?

Hier gibt‘s die besten Schnappschüsse von

den Events des vergangenen Monats.

5


LIEBLINGE DES MONATS

ORANGE, ROT, SOMMER!

UNSERE SIEBEN

HIGHLIGHT-PRODUKTE

FÜR AUGUST UND SEPTEMBER.

Welche Farben kommen euch in den Sinn, wenn ihr

an die heiße Jahreszeit denkt? Bei uns sind es Naturtöne,

wie etwa das Beige der Weizenfelder. Oder ein

sattes Orange, wie das der untergehenden Sonne.

Und natürlich strahlendes Rot von reifen Tomaten –

oder manchmal leider auch das der Haut am Abend.

Daher hier der Appell: Cremt euch ein! Oder kuschelt

euch ins schattige Hippie-Zelt, welches auf jeden Fall

eines unserer Highlights für diesen Sommer ist.

2

AB INS STYLISCHE NEST

Leider gibt‘s die süße Fellnase nicht dazu. Aber

vielleicht freut sich ja der eigene „Liebling“ über das

ausgefallene Hundebett made in Germany. Gesehen

auf www.flum-manufaktur.de

1

KNALLIGES STATEMENT-PIECE

Sonne, Eiscreme, Farbe – im Sommer darf‘s

ruhig von all dem ein bisschen mehr sein.

Der Body kommt da genau richtig. We like!

Gesehen auf www.shop.mango.com

3

OH LA LA!

Egal ob als Aufbewahrung

für Kleingeld und Co. oder

als auffälliges Accessoire

zum Sommeroutfit. Dieses

gute Stück ist ein schicker

Hingucker. Gesehen auf

www.bijou-brigitte.com

6


6

VASEN-MANIA

Kugelig, mehrfarbig, schön –

das gilt in jeder Hinsicht.

Besonders aber auch bei

diesen Vasen, die jede bunte

Blüte ins richtige Licht rücken.

Gesehen auf www.hm.com

FOTOS: PR

4

UNTERM STERNENHIMMEL

So ein glamouröses Zelt gibt‘s doch nur

im Film, dachten wir. Da haben wir uns

glücklicherweise getäuscht. Gesehen auf

www.boutiquecamping.com

5

IT‘S TIME FOR

DINNER

Gepaart mit Deko aus

Naturmaterialien machen

dunkles Geschirr

und goldenes Besteck

an der Sommertafel

ordentlich was her.

Gesehen auf

www.butlers.com

7

HIPPIE-VIBES

Die versprüht der formschöne

Regenbogen-Vorleger, selbst

wenn mal eine Regenwolke

den blauen Sommerhimmel

kreuzt. Gesehen auf

www.schoener-leben-shop.de

7


GRENZGÄNGER

8


ADRENALIN

UND ENDORPHIN

GEBEN DEN KICK

Eine Minute im freien Fall gen Erdboden. Was für

einige einem Albtraum gleicht, nehmen wieder andere

als das größte Glücksgefühl wahr. So auch die Fallschirmspringer

vom Para-Club Hall. Von Alisa Grün

Erst Action, dann Ruhe:

Bei etwa 1000 Metern

über dem Boden öffnen

die Skydiver ihren Fallschirm.

Auf den einminütigen

Freifall folgen mehrere

Minuten Gleitflug

bei atemberaubender

Aussicht.

Foto: Para-Club Hall

Drei, zwei, eins, Absprung! 4000 Meter

über der Erdoberfläche stürzen sich

sechs Menschen aus einem kleinen gelben

Propeller-Flugzeug. Rund zwei Sekunden

hält das flaue Gefühl im Magen an.

Nach nur zehn Sekunden ist die „Reisegeschwindigkeit“

erreicht. Mit mehr als

220 Kilometern pro Stunde nähern sich

die Fallschirmspringer dem Boden. Etwa

50 Sekunden lang dauert der freie Fall an.

„Näher kommt man dem Gefühl nicht, wie

ein Vogel fliegen zu können“, ist sich Christian

Scheuermann, zweiter Vorstand des

Para-Clubs Hall, sicher. „Ich freue mich

jedes Mal, wenn ich aus dem Flieger rausfallen

darf und bin genauso traurig, dass

das Fliegen vorbei ist, wenn der Schirm

aufgeht.“

1000 Meter über der Erde ziehen die Extremsportler

dann die Reißleine. Der

Fallschirm öffnet sich und sie gleiten gemächlich

hinab. Gegen den Wind landen

sie mal sachter, mal weniger gefühlvoll auf

der Landewiese in Schwäbisch Hall. Nur

um – sofern Wetter und vor allem Windstärke

es zulassen – am selben Tag noch

zwei, drei weitere Male aus dem Flugzeug

zu springen. Von Ostern bis Oktober geht

die aktive Saison des Vereins, der sein gesamtes

Equipment sowie die Maschine,

eine Cessna TU 206, in einem Hangar am

Flugplatz Weckrieden untergebracht hat.

Dorthin kommen auch diejenigen, die sich

für die Accelerated-Freefall-Ausbildung

(AFF) entschieden haben, also quasi eine

Lizenz erwerben wollen, um den Extremsport

ausüben zu dürfen.

Fünf Jahre ist es her, seit Steffi Zott genau

diese Ausbildung begonnen hat. Die

„Einstiegsdroge“ in den Sport war bei ihr,

wie auch bei Vereinskollege Alexander

Tietz, ein Tandem-Sprung. „Mein Adrenalin-Spiegel

ging durch die Decke, als ich in

dem kleinen Flieger saß. Aber bei so einem

Tandem hat man noch keine Ahnung, wie

das Ganze funktioniert und verlässt sich

voll und ganz auf den Tandem-Partner“,

erklärt Steffi. „Ich hatte den Spaß meines

Lebens – trotz Höhenangst.“ Die 35-Jährige

wusste nach diesem ersten Sprung genau:

„Das will ich öfter erleben!“ Mehr als

150 Mal hat sie inzwischen dieses Erlebnis

wiederholt. Zwischen dem Entschluss, die

Skydiver-Lizenz zu erwerben, und dem

ersten freien Fall ohne ausgebildeten Tandem-Partner

liegt vor allem eines: anderthalb

Tage Theorie pauken.

Das primäre Lernziel: „Wenn man nachts

geweckt wird, muss man die einzelnen

Schritte runterrattern können“, macht

Steffi deutlich. Denn sobald der erste Ausbildungssprung

ansteht, müsse das perfekt

sitzen, selbst wenn Adrenalin und Endorphin

übersprudeln. „Man ist dann für

sich und sein Leben selbst verantwortlich

und muss quasi alles eigenständig ausführen

können – vom Auslösen des Fallschirms

bis hin zur Landung.“

Doch einfach so alleine aus dem Flugzeug

hüpfen, dürfen die „Lehrlinge“ natürlich

nicht. „Bei den ersten drei Ausbildungssprüngen

sind zwei Lehrer pro Schüler dabei.

Ab dem vierten dann nur noch einer“,

erklärt Christian, der ebenfalls ausbilden

darf. Sie helfen dabei, die vorgegebene

Körperhaltung einzunehmen, stabilisieren

also den Körper so in der Luft, dass

die Hüfte den Schwerpunkt bildet und der

Schüler nicht ins Straucheln gerät. Außerdem

können sie über einen Knopf im Ohr

Anweisungen geben. „Wir Lehrer steuern

sie dann an den Boden, geben Hilfestellungen

beim Bremsen und sorgen dafür,

dass sie meistens im abgesteckten Bereich

auf der Landewiese sicher landen“, so

Christian.

9


GRENZGÄNGER

Sechs Einsteigerlevel-Sprünge sind zunächst

zu absolvieren. Der Siebte ist dann

ein Prüfungssprung. Wer den Test besteht,

erreicht den „Free-Solo-Status“.

„Doch damit ist die AFF-Ausbildung noch

nicht abgeschlossen. Insgesamt beinhaltet

sie 25 Sprünge.“ Ab dem Achten erhalten

die Einsteiger jedes Mal einen Auftrag,

den sie in der Luft ausführen müssen. „Die

sind komplett individuell und richten sich

immer danach, was dem Schüler schwerfällt,

wie etwa die Höhenabschätzung

beim Landen oder das Stabilisieren des

Körpers“, erläutert Christian. Manch einer

habe sich schon ständig um sämtliche

Achsen gedreht. „Aber auch das haben wir

ihm in den 16 Sprüngen bis zur Lizenzreife

ausgetrieben. Wir müssen bis dahin

sicherstellen, dass er oder sie sich nicht

umbringt.“

Zwei Prüfungssprünge und eine schriftliche

Abfrage trennen die Fallschirmspringer

in Ausbildung noch von der

weltweit gültigen Skydiver-Lizenz. Dabei

müssen sie einmal aus großer Höhe, also

rund 4000 Metern, abspringen und einmal

in niederer Höhe bei nur 1200 Metern

über Grund. „Das ist für Freifall-Springer

ungewohnt, da eigentlich kein freier

Fall möglich ist. Nach wenigen Sekunden

„Wir müssen sicherstellen,

dass sich

niemand umbringt.“

muss der Schirm schon geöffnet werden“,

erklärt der Routinier, der schon knapp 30

Jahre in diesem Sport aktiv ist.

Ein Jahr hat die Ausbildung bei Steffi gedauert.

Je nachdem, wann man in der Saison

startet und wie auch die Wetterverhältnisse

sind, kann es auch etwas länger

dauern. Alex brauchte deshalb circa eineinhalb

Jahre. Seit 2016 stürzt er sich nun

aus Flugzeugen auf der ganzen Welt. Etwa

560 Sprünge sind es inzwischen insgesamt.

Neben dem Erlebnis, über dem Lake

Taupo in Neuseeland zu fallen, war ein

Fallschirmsprung in San Diego, USA, sein

Highlight. „Das war direkt an der Grenze

zu Tijuana, Mexiko. Wir haben bereits auf

3000 Metern die Reißleine gezogen und

sind dann eine gefühlte Ewigkeit in Richtung

Boden geglitten, während jemand

mit einem Wingsuit unseren Weg gekreuzt

hat“, erzählt der 31-Jährige. Gefährlich

war es vor allem aus diesen Gründen: „In

unmittelbarer Nähe zur Landezone befand

sich ein Hochsicherheitsgefängnis,

in dem wir auf keinen Fall landen durften,

sowie der mexikanische Luftraum.“

Beim Eindringen in diese Gebiete hätte es

brenzlig werden können.

Wer als Außenstehender ans Fallschirmspringen

denkt, hat meist noch ganz andere

Gefahren im Kopf: einen Fallschirm,

der sich nicht öffnet zum Beispiel. „Das

ist aber nahezu unmöglich, da die Ausrüstung

akribisch gecheckt wird – es hängt

ja im wahrsten Sinne des Wortes unser

Leben daran“, so Christian. Und Jonathan

Sing, erster Vorstand vom Para-Club Hall,

ergänzt: „Es gibt natürlich Situationen,

die nicht unbedingt nach Plan laufen.

Manchmal springt man etwa nicht am optimalen

Punkt ab, weil der Pilot nicht die

ideale Route fliegen konnte. Dann muss

man schon schauen, dass man überhaupt

den Landepunkt erwischt.“ Einmal sei er

deshalb auch schon ungewollt im Wasser

gelandet. „Trocken war das Equipment

aber wieder schnell: Ich bin einfach noch

zweimal abgesprungen“, berichtet Jonathan

schmunzelnd.

Ganz genau 1243 Sprünge hat der 28-Jährige

Anfang Juli auf dem Tacho. Ge-

FOTO: ALISA GRÜN

10

Christian Scheuermann, Jonathan Sing, Alexander Tietz und Steffi Zott (von links) lieben den Adrenalin-Kick, wenn sie

hoch in der Luft aus dem Flugzeug springen und mit mehr als 200 km/h Richtung Erde rasen.


Ein Tandemsprung gilt unter den

Skydivern als „Einstiegsdroge“ in den

Sport. Dabei werden im freien Fall

gut und gerne mal bis zu 240 km/h

erreicht.

Fotos: Para-Club Hall

packt hat ihn die Leidenschaft zum Extremsport,

noch bevor er überhaupt das

erste Mal gesprungen ist. „Ich hab die

Haller Skydiver von meiner Terrasse aus

in Steinbach beob achtet.“ Ihm sei nicht

bewusst gewesen, dass man diesen Sport

vor seiner Haustüre ausüben könne. „Ich

habe mich gleich zur Ausbildung angemeldet

– das ist zwar unüblich, aber geht natürlich

auch.“

Equipment auf Reisen im Gepäck

Durch seinen Job als Servicemonteur im

Außendienst ist Jonathan rund um den

Globus im Einsatz. „Den Fallschirm habe

ich immer dabei.“ So kam es auch, dass er

2019 in Rio de Janeiro, Brasilien, erstmals

aus einem Helikopter springen konnte.

„Über Kontakte in Social Media habe ich

das irgendwie organisiert bekommen.“

Die Landezone war dabei nicht irgendwo,

sondern genau an einem der berühmtesten

Strände der Welt. „Pünktlich zum Sonnenaufgang

sind wir auf der Copacabana

gelandet.“ So eine Chance ergebe sich kein

zweites Mal im Leben, sind sich alle vier

Fallschirmspringer einig. „Kein Wunder,

kennt jeder im Verein mittlerweile die Story“,

sagt Steffi lachend. Und Christian fügt

an: „Das ist auch ein Highlight. Aber ganz

egal ob Hohenlohe, San Diego oder Rio,

das Gefühl vom Fliegen, was für viele den

eigentlichen Kick ausmacht, das ist überall

gleich und macht definitiv süchtig.“

MEHR ÜBER ...

1969 wurde der Para-Club Hall gegründet,

um den Fallschirmsport

zu fördern. Zunächst dem Militär

vorbehalten, entwickelte sich in

den 80er-Jahren eine extreme

Freizeitbeschäftigung für Privatleute

daraus. Aus den acht

Idealisten in Hall – teilweise ehemalige

Fallschirmjäger der Bundeswehr

– ist heuer ein Verein mit

etwa 70 Mitgliedern geworden.

DAS BRAUCHT ES DAFÜR

Wer regelmäßig aktiv ist, legt sich

meist eigene Ausrüstung zu, also

unter anderem Helm, Gurtzeug,

Fallschirm, Reserveschirm und

Messer. Sofern die Bedingungen

Formationen werden zuerst am Boden

geübt und dann in der Luft ausgeführt.

Das klappt nur, wenn alle den richtigen

Absprung-Zeitpunkt erwischen.

DAS FALLSCHIRMSPRINGEN IM VEREIN

passen, treffen sich die Mitglieder

am Wochenende, um gemeinsam

zu springen. Für jeden Sprung

müssen die Skydiver eine Gebühr

zahlen.

Immer wieder setzen sich die

Extremsportler dabei neue Ziele,

wie zum Beispiel bestimmte Formationen,

die sie zuvor am Boden

üben. Hat einer der Skydiver ein

Jubiläum, etwa den 100. Sprung,

bekommt er von den Kumpanen

eine besondere Aufgabe gestellt.

„Essen in der Luft, ist dafür sehr

beliebt“, berichtet Jonathan Sing,

Erster Vorstand, und lacht. gra

Mehr unter www.paraclub.de

11


GRENZGÄNGER

EXTREME

PASSION

Risikoreich oder normal? Halb- oder Ultramarathon?

Mit Baumstamm oder ohne Schuhe? Kuriose

Fragen treffen hier auf echte Grenzgänger, die

sicher eine Antwort parat haben. Von Alisa Grün

Sportler, die an ihre körperlichen

Grenzen gehen, gibt es

nicht nur im Profi-Bereich.

Viele perfektionieren ihre Leistungen

in der Freizeit. Sich zu verausgaben,

ist ihre Leidenschaft – sie laufen,

schwimmen, radeln, springen aus einem

Flugzeug, stemmen Gewichte oder opfern

ihren Jahresurlaub, um ein selbstgestecktes

Ziel zu erreichen. Wir haben

einige Grenzgänger aus der Region sowie

interessante Fakten rund um den

Extremsport für euch zusammengefasst.

Einen Event-Tipp gibt’s obendrauf.

FOTO: ANDRE/ADOBESTOCK.COM

12

FOTO: UFUK ARSLAN

IMMER EINE

SCHIPPE DRAUF

Eine lokale Prominenz auf den Sport-Veranstaltungen

der Region ist Baumstammläufer

„Mamo“ aus Heilbronn. Das Markenzeichen

von Mehmet Topyürek ist sein

20 Kilogramm schwerer Baumstamm, den

er bei den Läufen schultert. Er überwindet

damit Marathonstrecken oder nimmt an

Events wie dem Hindernislauf Rats Run in

Kupferzell teil (Foto), wo er die Strecke sogar

zweimal hintereinander absolviert hat

– und da ihm das schwere Holz manchmal

nicht Herausforderung genug ist, geht’s

häufig barfuß an den Start.

MEHR ALS

42,195 KILOMETER

Manche sind schon froh, wenn ihre Puste

für zehn Kilometer am Stück joggen ausreicht.

Andere trainieren für einen Marathon.

Und einige nehmen sich einer noch

größeren Herausforderung an: dem Ultramarathon.

Dazu zählen Läufe, die über

die üblichen 42,195 Kilometer hinausgehen.

Ein solches Event findet am 1. Oktober

auch wieder in der Region statt: Beim

Ultramarathon „Taubertal 100“ können

die Teilnehmer von Rothenburg ob der

Tauber aus bis Bad Mergentheim (50 Kilometer)

oder sogar nach Wertheim (100 Kilometer)

laufen. Unglaublich, aber wahr:

Der aktuelle Rekordhalter hat die 100 Kilometer

in nur 7:17 Stunden gemeistert.


DEN GIPFEL

IM BLICK

EXTREM VS.

RISIKOREICH

Schneller, höher, weiter: Die Möglichkeiten,

Sport „extrem“ auszuüben, sind

vielfältig. Wo „normaler“ Sport aufhört

und Extrem- oder Risikosport beginnt,

ist wissenschaftlich nicht genau definiert.

Oft entwickeln sich aus „normalen“ Sportarten

verschiedene „extreme“ Spielarten.

Unter Risikosport versteht man einen

Sport mit potenziell hohem Risiko, zum

Beispiel Solo-Freiklettern, Highlining

(Slacklining in großen Höhen), steile Abfahrten

mit dem Mountainbike, oder Base-Jumping.

Bei typischen Risikosportarten

können Fehler rasch zu schweren oder

sogar tödlichen Verletzungen führen.

Als Extremsport wird hingegen Sport

mit dem Ziel einer sehr hohen Ausdauerleistung

unter extremen Bedingungen

verstanden. Dazu zählen unter anderem

Langdistanzwettbewerbe im Laufen,

Radfahren, Schwimmen oder Ultra-Marathons.

(Quelle: www.gesundheit.gv.av)

FOTO: ZHUKOVVVLAD/ADOBESTOCK.COM

VON SYLT BIS AN

DIE ZUGSPITZE

Einmal quer durch Deutschland, das ist

das Ziel beim Deutschlandlauf, den Hilmar

Langpeter 2021 absolvierte. Der

Ultraläufer aus Rot am See lief in 20 Tagesetappen

ohne einen Ruhetag 1334 Kilometer

in 182 Stunden. Täglich standen

Strecken von 53 bis 82 Kilometer an – im

Durchschnitt bedeutete das für den Extremsportler

also 67 Kilometer pro Tag.

Mithilfe seiner enormen Ausdauer erreichte

der 1968 geborene Sportler Platz

7 unter den Sololäufern von insgesamt 15

Deutschlandlaufbezwingern.

Das hat Michael Wohlleben aus Gaisbach

bereits sein ganzes Leben. Der

31-Jährige ist Bergsteiger und Alpinkletterer,

war dafür bereits in

den Anden und Pakistan. Mit 21 Jahren

wurde er zu einem der jüngsten

Bergführer der Internationalen Vereinigung

der Bergführerverbände

(UIAGM) ernannt. Michael begleitet

inzwischen hauptberuflich viele Extremsportler

auf ihren Touren. Dadurch

erfüllt er ihnen häufig einen

großen Traum, wie etwa das Erklimmen

der Eiger-Nordwand, die wohl

berühmt-berüchtigtste Wand in den

Alpen. Eine beliebte Route von ihm ist

unter anderem der Jubiläumsgrat an

der Zugspitze (s. Foto).

FOTO: ARCHIV/PRIVAT FOTO: ARCHIV/WHITEROOMPRODUCTIONS

13


RESSORT AUF EINE JOHANNISBEERSCHORLE MIT ADRIAN LUKSCH

„Man muss sein Ziel

unbedingt fokussieren

und priorisieren.“

Im Juli fuhr Adrian in fünf

Tagen mit seinem Rennrad

von Schwäbisch Hall bis

nach Venedig.

FOTO. PRIVAT

GANZ ZUFÄLLIG

ZUR GROSSEN

LEIDENSCHAFT

Adrian Luksch ist alleine dieses Jahr

schon 7767 Kilometer in 300 Stunden

mit dem Rennrad geradelt. Alles zum

Training, denn seine große USA-Tour

steht erst noch bevor. Von Alisa Grün

FOTO: © A_BRUNO/ADOBESTOCK.COM

14


3000 Kilometer mit dem Rennrad

von Gibraltar an das Nordkap. Einmal

hoch auf den Gipfel des Kilimanjaro

und beim Mammut-Marsch

in München 100 Kilometer in etwas

mehr als 22 Stunden gelaufen. Das

hat Adrian Luksch schon alles mit

seinen 32 Jahren gemeistert. Zum

Online-Interview Mitte Juli schaltet

er sich vom Gardasee aus zu. 150

Kilometer Radfahren liegen hinter

ihm. Für die Trends-Fragen nimmt

er sich erschöpft, aber gut gelaunt

Zeit.

LIEBER ADRIAN, WIE SCHWER

SIND DIE BEINE AKTUELL?

Gar nicht so sehr, obwohl ich in den

vergangenen fünf Tagen mehr als

650 Kilometer von Schwäbisch Hall

nach Venedig gefahren bin.

WANN HAST DU DENN EIGENT-

LICH MIT DEM RENNRADFAHREN

ANGEFANGEN?

Das war 2018. Wir haben von der

Arbeit aus beim Triathlon in Roth

mitgemacht. Jeder aus dem Team

hat eine Disziplin übernommen. Dafür

habe ich mir mein erstes Rennrad

gekauft. Das intensive Training

für die 182 Kilometer hat mir so einen

krassen Impuls fürs Leben gegeben,

dass ich nicht mehr davon

losgekommen bin.

WAS MACHT DAS RADFAHREN

FÜR DICH AUS UND WELCHE

SPORTART MAGST DU GAR NICHT?

Mit dem Rennrad kommt man einfach

voran und sieht viel mehr von

der Gegend. Ich bin in vier Tagen

ans Mittelmeer gefahren – das

würde ich beim Wandern niemals

schaffen. Joggen ist dagegen gar

nicht mein Ding. Da komme ich gefühlt

nicht vom Fleck.

UND WORÜBER DENKST DU

UNTERWEGS SO NACH?

Das ist ganz unterschiedlich.

Manchmal höre ich Musik oder

Podcasts. Dann schaue ich mir die

Gegend an oder überlege, wie ich

weiterfahre. Also langweilig wird‘s

mir auf jeden Fall nicht.

WIE HAT ES SICH ANGEFÜHLT, ALS

DU DEINE EUROPA-TOUR HINTER

DICH GEBRACHT HATTEST?

Mega gut natürlich, das ist ein geiler

Moment und macht es für mich

auch aus. Wobei ich es noch viel

mehr genossen hab, die letzten

150 Kilometer zu absolvieren. Am

Nordkap angekommen, hatte ich

nämlich dann erstmal genug vom

Radfahren. Ich war einfach gesättigt.

Lange angehalten hat es aber

nicht: Nach ein paar Monaten hat

es mich schon wieder in den Fingern

gejuckt (lacht).

WELCHE ZIELE SCHWEBEN DIR

DENN NOCH IN ZUKUNFT VOR?

Eines ist schon fix: Am 17. September

fliege ich in die USA, um mit

dem Rennrad in vier Wochen von

Los Angeles nach New York zu fahren.

Dafür bin ich jetzt auch extra

zum Testen nach Venedig über die

Alpen gefahren. Denn in Amerika

muss ich ja immerhin über die Rocky

Mountains drüber.

„Training und Feiern

passen leider nicht

zusammen“

GIBT‘S NOCH ANDERE?

Irgendwann will ich vielleicht mal

einen Marathon laufen, auch wenn

ich das Laufen hasse. Das Ultimative

für mich wäre aber eine Weltumrundung

mit dem Fahrrad. Dafür

müsste aber natürlich alles passen:

Zeit, Beruf, Sicherheitslage ...

VIELE TRÄUMEN JA DAVON, EINE

ALPINKLETTERTOUR ODER EINEN

MARATHON ZU ABSOLVIEREN,

ABER KOMMEN EINFACH NICHT

IN DIE PUSCHEN. WAS RÄTST DU

DENJENIGEN?

Einfach loslegen. Man muss sich

aber auch bewusst machen: Training

und Feiern passen nicht zusammen.

Das musste ich mir auch

eingestehen. Man muss sein Ziel

fokussieren und priorisieren und

sich auch von anderen nicht rausbringen

lassen. Sonst wird es meist

nichts. Aber ich finde auch, selbst

wenn man es versucht und es

klappt dann doch nicht, sollte man

sich unbedingt belohnen. Weil, damit

hat man schon mehr erreicht,

als andere, die es vermeintlich besser

wissen, aber sich der Herausforderung

niemals stellen würden.

MEHR ÜBER ...

ADRIAN LUKSCH

DER 32-JÄHRIGE WESTHEIMER

HAT 2018 DAS RENNRADFAH-

REN FÜR SICH ENTDECKT.

Schon im September steht für

Adrian eine große USA-Tour an.

Seit Januar trainiert er regelmäßig

dafür: Dreimal pro Woche

sitzt er auf dem Rennrad

und legt pro Einheit mindestens

100 Kilometern zurück.

Zusätzlich geht er zweimal wöchentlich

ins Fitnessstudio. Um

Berge wie die Alpen oder die

Rocky Mountains überwinden

zu können, hat er auch schon

„Everesting“ ausprobiert. Für

diese Trainingsart bringt man

so viele Höhenmeter hinter

sich, wie der Mount Everest

hoch ist. 56 Mal ist er dafür

den Dendelberg bei Oberrot

hochgeradelt.

LIEBLINGSGETRÄNK VARIIERT

Wenn er sich im Training befindet,

ist sein Favorit die Johannisbeer-Schorle.

Egal wo er ankommt,

ist es das Getränk, was

er als erstes bestellt. „Daheim

wechsle ich aber auch häufig

zur Orangensaft-Schorle“, sagt

Adrian schmunzelnd. Anders

sieht es aus, wenn das Rennradfahren

gerade pausiert oder

er an seinem Ziel, wie etwa am

Nordkap oder dem Kilimanjaro-Gipfel,

angekommen ist.

Dann darf es dem 32-Jährigen

zufolge sehr gerne ein kühles

regionales Bier sein.

Foto: Archiv/privat

15


RESSORT BEHIND THE SCENES

Mit Laura

Raquel Müller

an der Grube

FOTOS: UFUK ARSLAN

LOCATION Stadion der TSG Öhringen

FOTOGRAF Ufuk Arslan

MODEL Laura Raquel Müller

TIPP Mehr von Laura gibt‘s auf

Instagram @lauraraquel.mllr

Sie läuft 100 Meter in nur

11,63 Sekunden und springt

6,50 Meter weit – die Bestleistungen

von Laura Raquel

Müller aus Öhringen in ihren

beiden Paradedisziplinen sind

beeindruckend. „Um solche

Werte zu erreichen, braucht es

natürlich ein gewisses Talent“,

sagt ihr Vater Wolfgang Müller.

„Aber es steckt auch harte

Arbeit dahinter.“

Vater-Kind-Turnen, Turnen,

Jazztanz – das alles

hatte Laura schon

in Öhringer Vereinen

ausgeübt.

„Mein Papa und

ich waren 2012

als Zuschauer

bei der Diamond

League

in Brüssel. Dort

habe ich Usain

Bolt live gesehen

und wusste ganz

genau: Das will ich

machen!“, erzählt die

Sportlerin. Bald zeichnete

sich ab: Da steckt eine

Menge Vermögen in ihr. So

viel, dass Wolfgang sogar den

Trainerschein machte, um seine

Tochter selbst zu fördern.

Insbesondere das kontinuierliche

Training, ohne das man

einen Sport den beiden zufolge

niemals im Leistungsbereich,

geschweige denn in Extremform

ausüben könne, zahlte

sich aus. Alleine 2021 wurde

Laura Deutsche U18-Meisterin

im Weitsprung und 100-Meter-Lauf.

Außerdem belegte sie

den 4. Platz in der U20-Europameisterschaft

Weitsprung.

Kein Wunder, ist die 18-Jährige

seit November Teil des

Perspektivkaders Weitsprung

des Deutschen Leichtathletik-Verbands.

„Laura wird aufgrund

ihrer Leistungen zudem

von der Unterländer Sporthilfe

und der Deutschen Sporthilfe

gefördert“, ergänzt Wolfgang.

Zum Cover-Shooting treffen

wir Laura im Stadion der

TSG Öhringen. „Das ist meine

Homebase“, sagt die Athletin.

„Seit Januar bin ich allerdings

in Stuttgart im Sportinternat,

mein Vater macht aber

weiterhin meine Trainingspläne.“

Betreut wird sie dort von

Tamas Kiss, Bundestrainer

Hochsprung Frauen.

Ihr Ziel ist Olympia 2024

Training, Schule und Physiotherapie

gehören zu ihrem Alltag

– letzteres seit Mai leider

noch mehr als sonst. Bei einem

Wettkampf hatte sich Laura eine

Verletzung zugezogen. Bis

sie endlich wieder meterweit in

die Sandgrube springen kann,

wird es noch etwas Zeit brauchen.

Für das Shooting, bei

dem sie schon beeindruckt, obwohl

sie nur mit „angezogener

Handbremse“ an der Kamera

vorbeijoggt, steckt sie trotzdem

die Füße samt Spikes in

den Sand. „Mein Ziel habe ich

fest im Blick: Olympia 2024 in

Paris“, sagt sie entschlossen

und lässt den Sand aus ihren

Schuhen rieseln. Alisa Grün

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16


Das solltest du lesen

Aufschlussreich, informativ und inspirierend – das sind

unsere Buchtipps für August und September.

1. GOOD HABITS, BAD HABITS

„Gewohnheiten für immer ändern“ – das

verspricht der Ratgeber von Wendy Wood,

der im Piper-Verlag erschienen ist. Er richtet

sich an diejenigen, die zum Beispiel

schon lange regelmäßig Sport treiben

wollen, aber immer wieder auf der Couch

landen. Dafür führt die Autorin gleich

einen Fakt auf: Menschen verbringen 43

Prozent des Tages damit, Dinge zu tun,

ohne darüber nachzudenken. Wie wir auf

Menschen reagieren; wie wir uns bei der

Arbeit verhalten; wann und wie wir uns

bewegen, essen und trinken: All das werde

von Gewohnheiten bestimmt. Selbst komplexe

Handlungen laufen oft auto matisch

ab. Dieses Buch soll erklären, warum wir

schlechte Gewohnheiten nicht allein mit

Selbstdisziplin und Willensstärke loswerden

und wie wir wirklich positive Veränderungen

erreichen.

Fazit: Wendy Wood dröselt ihren Lesern

die Gewohnheiten wissenschaftlich genau

auf. Eher keine Urlaubslektüre, dafür aber

sehr lehrreich!

pm/gra

2. DER FLUCH DER MEGACLUBS

Fußball war lange das Spiel, in dem jeder

mal gewinnen konnte. Seine Unvorhersehbarkeit

machte ihn zum beliebtesten Sport

der Welt. Doch in den vergangenen Jahren

hat sich etwas verändert. Das viele Geld,

das vor allem auf die Konten der größten

Clubs der Welt geflossen ist, hat eine geschlossene

Gesellschaft geformt. Megaclubs

wie der FC Bayern siegen, weil sie

Geld haben – und bekommen noch mehr

Geld, weil sie siegen – so die Meinung des

Autors. Aber wie spannend ist Fußball

noch, wenn immer dieselben gewinnen?

Christian Spiller, Sportchef bei ZEIT

ONLINE, hat mit Spielern, Managern,

Wissenschaftlern und Fans darüber gesprochen,

was falsch läuft im System. Und

wie das Spiel doch noch gerettet werden

könnte.

Fazit: Mit Rückschauen, Zahlen, Fakten

und Expertenwissen gibt der Autor einen

guten Überblick über die aktuellen Probleme

im Fußball. Auch für Bayern-Fans

eine interessante Lektüre.

pm/es

3. DAS LIMIT BIN NUR ICH

Einmal um die ganze Welt in den Triathlon-Disziplinen

Schwimmen, Laufen und

Radfahren – ganz auf sich allein gestellt

hat Jonas Deichmann das möglich gemacht.

Während die Welt im Lockdown

verharrte, umrundete er sie in 14 Monaten

voller Grenzerfahrungen und Momenten

größten Glücks. Deichmann schwamm

durch die Adria gegen tückische Strömungen

und teils in der Dunkelheit, fuhr

mit dem Fahrrad 20 000 Kilometer von

Dubrovnik bis nach Wladiwostok bei klirrender

Kälte und durchquerte Mexiko in

120 Marathons. Die Geschichte von Mut,

Zweifel und Motivation, vom Bergeversetzen,

von der magischen Kraft von Schokoriegeln

und von der Grenzenlosigkeit

unserer Welt kann nun jeder nachlesen in

„Das Limit bin nur ich. Wie ich als erster

Mensch die Welt im Triathlon umrundete.“

Jonas Deichmann: „Wenn heute zu

mir jemand sagt, das hat noch keiner gemacht,

du wirst scheitern, dann sage ich:

Ja, super, dann kann ich der Erste sein.“

Fazit: Ein Buch für alle, die dem Hamsterrad

zumindest in Gedanken entfliehen

möchten und teilhaben möchten an einem

großen Abenteuer.

pm/dia

17


RESSORT PLACE TO BE: CRAILSHEIM

Vier Tage Ausnahmezustand:

Das Fränkische

Volksfest findet dieses

Jahr vom 16. bis 19. September

statt.

Foto: Archiv/Birgit Trinkle

ZWISCHEN TRADITION

UND MODERNE

Crailsheim ist eine Stadt mit einer bewegten Geschichte. Heute prägen vor allem

umtriebige Vereine und eine bunte Mischung an Veranstaltungen – allen voran

das Volksfest – das Gesicht der Stadt. Von Eileen Scheiner

Es kribbelt den

Crailsheimern wieder

in den Fingern:

Im September soll

endlich wieder ihr geliebtes

Volksfest stattfinden. Zwei

Jahre lang musste die große

Sause coronabedingt ausfallen.

Die Vorbereitungen für

das viertägige Fest laufen

bereits auf Hochtouren und

spätestens, wenn im August

die ersten Bierzelte auf dem

Volksfestplatz aufgebaut

werden, ist klar ersichtlich:

Das Fränkische Volksfest

ist zurück. Sebastian Gleim,

Trainer der Hakro Merlins

Crailsheim, kommt zum ersten

Mal in den Genuss, das

Fränkische Volksfest zu besuchen.

„Ich habe schon gehört,

dass dort viel getrunken

und Party gemacht wird“,

erzählt er lachend. Gleim

wohnt erst seit einem Jahr

in Crailsheim, er übernahm

das Traineramt beim Basketball-Bundesligisten

im

Sommer 2021. Zuvor war er

in Frankfurt aktiv. Ein großer

Unterschied – könnte man

meinen. „Nein. Ich für meinen

Teil bin ja hauptsächlich in den

Trainingshallen und Arenen

unterwegs und hier kann man

keinen Unterschied zwischen

Frankfurt und Crailsheim feststellen,

alles ist hochprofessionell.“

Tiefe Verbindung

Trotzdem war der Umzug von

Hessen nach Baden-Württemberg

eine Umstellung, vor allem

für seine Frau und seine beiden

Kinder. „Wir wurden so herzlich

empfangen und haben uns

gut eingelebt. Die Crailsheimer

waren unglaublich offen,

das hat den Umzug wirklich

erleichtert“, erinnert sich der

Trainer. Gleim kannte Crailsheim

schon vor seiner Tätigkeit

bei den Merlins, schließlich

war er mit den Frankfurter

Skyliners mehrmals Gegner

der „Zauberer“. „Ich kannte

auch die Geschichte des Vereins,

seinen sportlichen Werdegang

von der Schul-AG zum

Bundesligisten. Wie einzigartig

diese Story ist und wie

besonders die Verbindung des

Vereins zu seinen Fans ist, das

hat mich dann wirklich überrascht.

Diese Nähe ist tagtäglich

in der Stadt spürbar und

das ist wirklich toll.“ Gleim

möchte den Fans den großen

Traum, einen Titel zu gewinnen,

gerne erfüllen. Im Febru-

18


Attraktive Lage an der Jagst:

ein Blick über den Fluss auf

die ehemalige Stadtmauer

an der Grabenstraße mit

dem dort noch erhaltenen

Zeughausturm. Foto: Archiv

Links: Sebastian Gleim, Trainer

der Hakro Merlins Crailsheim,

wohnt seit einem Jahr

in der Horaffenstadt. Die

Verbindung zwischen Fans

und Verein beeindruckt ihn

immer wieder aufs Neue.

Foto: dieLICHTBUILDER

Rechts: Deniz Al engagiert

sich ehrenamtlich für seine

Heimatstadt. Einer seiner

Lieblingsplätze ist die Villa,

von der man vor allem am

Abend einen tollen Blick

über die beleuchtete Stadt

hat. Foto: Christine Hofmann

ar war die Mannschaft schon

ganz nah dran: Die Hakro Merlins

standen im Pokalfinale in

Berlin, der größte Erfolg in der

Vereinsgeschichte. Nur knapp

mussten sie sich damals Alba

Berlin geschlagen geben.

Um dem Basketball-Trubel zu

entfliehen und den Kopf freizubekommen,

versucht der

3 7 - J ä h r i g e

einmal in der

Woche Joggen

zu gehen.

„Es ist schön,

dass man in

C r a i l s h e i m

in der Stadt

wohnen kann

und trotzdem immer ganz nah

und ganz schnell in der Natur

ist. Ich nutze die Feld- und

Waldwege in der Umgebung

für meine Joggingrunde“, sagt

er. In seiner Freizeit ist er auch

immer wieder mit der Familie

in der Innenstadt unterwegs:

„Mit den Kindern gehen wir

gerne ins Eiscafé oder bummeln

durch die City.“

Auch Alexa de Gruyter besucht

im Sommer gerne die

„Durch das Volksfest

ist Crailsheim

überall bekannt.“

Eisdielen in der Crailsheimer

Innenstadt. Am liebsten ist

die 17-Jährige aber am Degenbachsee

unterwegs. Der

Badesee liegt etwas außerhalb

von Crailsheim, zwischen den

Ortsteilen Jagstheim und Alexandersreut.

„Hier kann man

super Stand-up-Paddling machen

oder mit Freunden chillen“,

erklärt

sie. Am See

sei es schön

ruhig, selbst

im Sommer

gebe es hier

noch ausreichen

Platz auf

der Liegewiese.

Das weiß auch der Crailsheimer

Deniz Al zu schätzen:

„Viele haben den See gar nicht

auf dem Schirm, dabei ist es

dort echt schön. Dadurch, dass

er etwas abseits liegt, kann

man auch mal etwas lauter

sein“, scherzt der 21-Jährige.

Die beiden jungen Crailsheimer

leben gerne in ihrer Stadt.

„Man hat hier gute Freizeitmöglichkeiten,

kann viel unternehmen.

Auch kulinarisch

ist einiges geboten: Egal ob Italiener

oder Grieche – in Crailsheim

kann man richtig gut essen“,

weiß Deniz Al, der sich

für seine Heimatstadt engagiert

und im Gemeinderat sitzt.

Die zahlreichen Unternehmen

in Crailsheim bieten zudem

viele und sichere Arbeitsplätze.

„Außerdem liegt die Stadt

ziemlich zentral. Sollte es mal

etwas in Crailsheim nicht geben,

ist man auch schnell mit

dem Auto oder dem Zug in

anderen Cities.“ Für Deniz ist

Crailsheim „heimisch“. „Es

ist kein Dorf, das ist klar, aber

Crailsheim hat sich diesen

Charakter etwas bewahrt. Die

Menschen kennen sich hier

und das gefällt mir richtig gut“,

sagt er.

Das Fränkische Volksfest sei

der große Treffpunkt für alle

Crailsheimer, egal ob sie noch

in der Stadt wohnen, weggezogen

sind oder sich einfach

nur der Stadt verbunden fühlen.

„Beim Volksfest trifft man

Menschen, die hat man das

Öffnungszeiten:

Dienstag–Freitag: 14.00–18.00 Uhr

Samstags: 10.00–14.00 Uhr

19


RESSORT PLACE TO BE: CRAILSHEIM

Der Degenbachsee zwischen Jagstheim

und Alexandersreut ist im Sommer

ein beliebtes Ausflugsziel. Liegewiese,

Steg und Abenteuerspielplatz

sorgen für Urlaubs-Gefühle.

Der traditionelle Tanz um

den Hammel findet immer im

Oktober in Onolzheim statt.

FOTO: JULIA VOGELMANN

FOTO: STADTVERWALTUNG

ganze Jahr über nicht gesehen.

An diesen vier Tagen kommen

alle zusammen“, freut sich

der 21-Jährige. Auch für Alexa

ist das Fest das Highlight

im Jahr. „Durch das Volksfest

ist Crailsheim wirklich überall

bekannt.“ Da Alexa bei den

Majoretten Crailsheim aktiv

ist, eine Gruppe aus Formationstänzerinnen,

die mit einem

Taktstock agieren, ist diese

fünfte Jahreszeit für sie noch

spezieller: „Wir trainieren

quasi das ganze Jahr für unsere

Auftritte beim Umzug und

auf dem Festplatz.“

Auch beim traditionellen

Hammeltanz im Stadtteil

Onolzheim laufen die Majoretten

beim Umzug mit. „Generell

muss man sagen, dass es

in Crailsheim viele tolle Feste

und Feierlichkeiten, auch abseits

des Volksfestes gibt“, ist

Alexa überzeugt. „Das Kulturwochenende

im Juli ist für

mich ein echtes Highlight im

Veranstaltungskalender. Hier

gibt es so viel zu sehen und es

geht, anders als beim Volksfest,

um die Sache Kultur an

sich und nicht ums Partymachen“,

erklärt Deniz. Zudem

empfiehlt er das Lichterfest

in Goldbach: „Das ist eine

Feier mit echtem Wow-Effekt.

Die ganzen Illuminationen

sind echte Hingucker.“

Den beiden jungen Crailsheimern

haben es aber vor allem

die vielen kleinen Dorffeste

angetan: „Freunde treffen,

tolle Gespräche führen,

gemütlich sein. Das

macht diese kleinen

Feiern auch in einer

Stadt mit knapp

35 000 Einwohnern

so besonders.“

WHAT

THE FACT

Landkreis: Schwäbisch Hall

Einwohner: rund 34 900

Typisch Crailsheim: Horaff,

Hakro Merlins, Türme an der

Jagst, Burgberg

Feiern? Ja, gern!

Fränkisches Volksfest, Kulturwochenende,

Hammeltanz,

Sichelhenket, Goldbacher

Lichterfest

Probier mal!

Horaffen (Hefegebäck) und

Crailsheimerle (Pralinen)

20

Alexa de Gruyter ist Captain Girl

der Majoretten. Ihren großen

Auftritt hat die Gruppe beim Umzug

des Fränkischen Volksfestes.

Foto: Julia Vogelmann

Perfekter Selfie-Hotspot:

An der Villa auf dem Kreckelberg.

Foto: Archiv


Burger | Barber | Bier

Die

Männer-

Seiten

Platz eins der Charts –

diesen Meilenstein hat

Partysänger Michael Müller

alias Schürze mit seinem

Hit „Layla“ erreicht. Jedes

Wochenende steht er auf

Mallorca oder in Discotheken

auf der Bühne. Wir

verraten, wie er mit dem

Erfolg umgeht und haben

Wissenswertes rund um das

Thema Brustbehaarung

zusammengestellt.

FOTO: © MARCEL KLANGWART/SHUTTERSTOCK.COMK.COM

Musik Michael Müllers Partysong „Layla“ läuft aktuell hoch und runter. Kritik am Liedtext

kann er nicht nachvollziehen S. 22 | Beauty Kommt nach dem Barty-Hype nun auch das Brusthaar

als Statement zurück? S. 24 | Mode Darauf sollten Männer beim Einkauf achten S. 25

21


BURGER | BARBER | BIER

ZWISCHEN

BALLERMANN

UND BÜHLERTANN

PRIVAT

Auf der Bühne fühlt sich Sänger Schürze am wohlsten. Bei seinen Auftritten im „Bierkönig“ am Ballermann auf Mallorca

jubeln ihm bis zu 4000 Menschen zu.

Foto: privat

22

Der Partysänger Michael Müller

alias Schürze hat es mit seinem

Song „Layla“ bis an die Spitze

der deutschen Charts geschafft.

Mit diesem großen Erfolg hat

der 31-Jährige nicht gerechnet.

Von Eileen Scheiner

Heute ein Auftritt im

Bierkönig auf Mallorca,

morgen ein

Gastspiel in einer

Fernsehshow, übermorgen ein

Radiointerview mit dem SWR:

Michael Müllers Terminplan

ist voll. Doch der 31-Jährige

behält den Überblick und weiß,

wann er wo auf welcher Bühne

stehen und performen muss

– und das immer mit einem

Lächeln auf den Lippen und

ganz viel guter Laune. „Aktuell

genieße ich jeden Moment.

Was in den letzten Monaten

alles passiert ist, das lässt sich

gar nicht in Worte fassen. Es

ist wirklich überwältigend.“

Michael, der vor allem unter

seinem Künstlernamen

„Schürze“ bekannt ist, ist etwas

gelungen, was vor ihm

noch keiner geschafft hat: Er

hat es gemeinsam mit seinem

Musikerkollegen DJ Robin mit

einem Ballermannhit an die

Spitze der deutschen Charts

geschafft. Ihr Song „Layla“

läuft auf der Insel aktuell hoch

und runter und bringt auch die

Menschen hier in Deutschland

zum Tanzen – egal ob in der

Disco, im Bierzelt oder auf dem

heimischen Sportfest.

Große Überraschung

vom Plattenlabel

Stück für Stück hat sich das

Lied seit seiner Veröffentlichung

in den Charts nach oben

gekämpft. Eingestiegen ist der

Song Ende Mai auf Platz 72, im

Juni ist er bereits in den Top-

Ten angekommen und bis auf

Platz drei vorgerückt. Ende des

Monats war „Layla“ schließlich

Spitzenreiter. „Unser Plattenlabel

hat Robin und mich

mit der Nachricht überrascht.

Ich war baff und konnte es im

ersten Moment gar nicht glauben.

Es ist ein unbeschreibliches

Gefühl.“ Auch in Ös-


Die

Männer-

Seiten

terreich standen Schürze und

Robin zwischenzeitlich auf

Platz Eins der Charts.

Der Song über eine Bordellchefin

namens „Layla“ ist Schürzes

erster großer Charterfolg.

Dabei ist der Sänger kein Unbekannter

auf Mallorca. 2013

gewann er mit dem Lied „Mallotze“

einen Newcomer-Wettbewerb

auf der Insel. „Danach

hatte ich auch einige Auftritte

in den Discotheken dort, war

aber auch leider relativ schnell

wieder raus aus der Szene.

Ich konnte keine neuen Songs

nachliefern“, erinnert sich

Michael. Stattdessen konzentrierte

sich der Bühlertanner

auf seine DJ-Tätigkeit und

legte hobbymäßig auf diversen

Feiern in der Region auf.

„Es ist ein

Traum, der

immer weiter

geht.“

Elektronischer Sound,

neuer Text

Die Melodie zu „Layla“ gebe

es schon länger, sagt Schürze.

Komponiert hat er sie Zuhause

an seinem Keyboard. Nur der

Text dazu habe gefehlt. „Die

Idee beziehungsweise die Zeile

,Ich hab‘ ’nen Puff und meine

Puffmama heißt Layla‘ kam

mir einfach so eines Freitagmorgens

im Auto auf dem Weg

zur Arbeit. Ich habe diesen

Satz schnell als Sprachnachricht

an DJ Robin geschickt.“

Die Antwort kam prompt: „Das

ist super, das machen wir!“

Für den elektronischen Sound

des Liedes sorgten dann die

beiden Produzenten Thomas

„Tom“ Wendt und Dennis Geist

alias Dexx aus Mülheim an der

Ruhr. „Dieser Sound ist auch

einer der Faktoren, warum

der Song so erfolgreich ist“, ist

Michael überzeugt. Das habe

es am Ballermann bisher eher

selten gegeben. „Außerdem

spielt natürlich auch die Tatsache,

dass jetzt zwei Jahre

lang keine Partys möglich waren,

eine Rolle.“ Die Menschen

hätten wieder richtig Lust aufs

Feiern. Und auch der Liedtext

sei anders, es gehe nicht ums

Trinken und Partymachen wie

üblich. Der Name Layla habe

übrigens keine Bedeutung – „er

lässt sich einfach gut mitsingen:

La La La Layla.“ Doch gerade

der Text sorgte in den vergangenen

Tagen immer wieder

für Kontroversen. Er wird von

vielen als sexistisch eingestuft.

Der Interpret kann die Kritik

nicht nachvollziehen. „Klar

kann man darüber diskutieren

und anderer Meinung sein, vor

allem bei der Zeile ,schöner,

jünger, geiler‘ und dem Wort

,Luder‘. Ich finde den Text

nicht sexistisch, zumindest

nicht sexistischer als andere

Partylieder.“

Schürze versucht, sich nicht zu

sehr mit der Kritik zu beschäftigen

und konzentriert sich

lieber auf die positiven Nachrichten:

Er hat ein neues Musikvideo

zum Song auf Mallorca

gedreht, zudem wird „Layla“

ins Englische und Niederländische

übersetzt. Auch weitere

Lieder und Remixe sind

in Arbeit. „Es ist ein Traum,

der immer weiter geht“, sagt

der 31-Jährige. Partysänger zu

sein, sei schon immer sein Ziel

gewesen, verrät Schürze, der

aktuell drei Tage die Woche bei

einem großen Schwäbisch Haller

Unternehmen arbeitet. Den

Rest der Woche ist er unterwegs.

Bis zu 4000 Menschen

jubeln ihm im „Bierkönig“ bei

seinen Auftritten zu. „Ich weiß,

ich bin nicht der beste Sänger,

bin kein Robbie Williams. Aber

ich kann Menschen animieren

und für gute Stimmung sorgen.

Und darauf kommt es in meiner

Branche an.“

1.

ZÜNFTIGE

BIERPREISE

Ein Besuch am Ballermann auf Mallorca

kann schnell sehr teuer werden. So

kostet der Liter Bier im Lokal „Megapark“

in dieser Saison 15,80 Euro –

mehr als auf dem Oktoberfest in München.

Das kleine Bier (0,45 Liter) gibt

es immerhin für 4,90 Euro. Im „Bierkönig“

kostet ein halber Liter Gerstensaft

4,50 Euro (Quelle: Mallorca-Magazin).

2.

PARTYHITS IN

DEN CHARTS

Aktuell haben Ballermannhits

Hochkonjunktur. Neben

Chartstürmer „Layla“ liegt

auch Julian Sommers Hit

„Dicht im Flieger“ gut platziert im

oberen Bereich der Hitliste. Das hat die

Ballermannlegende Mickie Krause übrigens

nie geschafft. Sein erfolgreichster

Song war „10 nackte Friseusen“, der

1999 Platz 26 erreichte. Und auch Helene

Fischer schaffte es mit „Atemlos“

nur auf Platz 3 der Charts.

3.

SCHLAGER AUS

DER REGION

Schlager ist auf dem Vormarsch

– auch in Hohenlohe. So durften

unter anderem Carmen Lehmann und

Stephan Ryssel, beide aus Crailsheim,

in den vergangenen Monaten Erfolge

feiern und landeten mit ihren Hits in

der Schlagerparade. Auch Sänger Arno

Verano, der aus Wertheim stammt, ist

mit seinen Songs im Radio zu hören.

23


BURGER | BARBER | BIER

BRUSTHAAR: ZEICHEN

DER MÄNNLICHKEIT?

Sexy oder nicht? Das maskuline Schönheitsideal scheint vor einem Wandel zu

stehen – auch wenn das nicht jedem gefällt. Nur etwa jeder Zwanzigste findet

aktuell in Deutschland eine behaarte Männerbrust attraktiv.

24

„Echte Kerle“ sind behaart

und zeigen das auch. So war

es zumindest früher in Film

und Fernsehen. Man denke an

„James Bond“-Legende Sean

Connery oder „Magnum“-Serienheld

Tom Selleck. In den

1990ern brach die Zeit unbehaarter

Wäschemodels und

Promis an wie Mark Wahlberg

und David Beckham. Und

heute? Da wimmelt es auf Instagram

von blanken Waschbrettbäuchen.

Andererseits

muss wohl auch wieder archaische

Männlichkeit demonstriert

werden. Der ukrainische

Präsident Wolodymyr Selenskyj

zeigt sich nach Russlands

Angriff mit gestählter Brust

im engen Tarnfarben-T-Shirts.

Der französische Präsident

Emmanuel Macron posierte

im Wahlkampf offenherzig mit

sichtbarem Brusthaar. Ist 2022

eine Rückkehr der breiten, wilden

Männerbrust angesagt ?

„Nicht nur die behaarte Männerbrust,

sondern auch die


Der britische Schauspieler Sean Connery mit stark behaarter

Brust als James Bond in einer Szene mit Kim Basinger in

dem Film „Sag niemals nie“. Foto: Bert Reisfeld/dpa

Illustration: dpa-infografik GmbH

glattrasierte als Teil eines

durchtrainierten Körpers ist

eine Stilisierung von Männlichkeit“,

sagt der Männlichkeitsforscher

Toni Tholen

von der Uni Hildesheim. Der

Umgang von Männern mit ihrem

Brusthaar unterliege – wie

vieles andere auch – einem

ständigen, konsumorientierten

Wechsel.

Der Literaturwissenschaftler

Tholen hält es für möglich,

dass „vor dem Hintergrund einer

gesellschaftlich und politisch

induzierten Remaskulinisierung“

die Behaarung wieder

mehr als „Dominanzmarker“

eingesetzt werden könnte. Jedenfalls

sei die Männerbrust

traditionell eine zentrale Körperregion

für die Modellierung

von Männlichkeit.

„Im Vergleich zu früheren

Jahrzehnten wird der Männerkörper

zunehmend ästhetisiert“,

sagt die Psychologin

Ada Borkenhagen, die derzeit

am Buch „Bin ich schön genug?

Schönheitswahn und Body

Modification“ arbeitet. In den

1970ern habe kaum ein Mann

daran gedacht, seinen Haarwuchs

auf Brust, Bauch oder

Rücken zu bändigen, sagt sie.

„Männer durften so bleiben,

wie sie sind.“ Das sei heutzutage

anders, sagt die Professorin

von der Magdeburger Universitätsklinik.

Zeitgleich gebe es

einen Trend zur sogenannten

Body Positivity, die unrealistische

und diskriminierende

Schönheitsideale überwinden

wolle. Bei Männern gehe es da

zum Beispiel um Stolz auf runde

Formen, rotes Haar oder üppige

Behaarung.

Keine wilde Matte mehr

Gerade die Körperbehaarung

ist bei Männern stets ein Thema.

In Deutschland ist sie recht

unbeliebt. Das geht aus einer

repräsentativen Umfrage des

Meinungsforschungsinstituts

YouGov im Auftrag der Deutschen

Presse-Agentur hervor.

Lediglich jeder Zwanzigste

findet Brusthaar „sehr schön“.

Ein bisschen über dem Schnitt,

was das Schönfinden angeht,

sind Frauen zwischen 35 und

44 Jahren sowie junge Männer

von 18 bis Mitte 30.

Psychologin Ada Borkenhagen

sieht im Wellenmodus

der Mode eine Chance für ein

Come back des Brusthaars. Die

Brustbehaarung – allerdings

nicht mehr als wilde Matte so

wie früher – könnte demnach

die Bärte als neues ausgestelltes

Männlichkeitszeichen ersetzen

oder mindestens ergänzen.

Gregor Tholl, dpa


ZEITLOS NACHHALTIG

Das sollten modebewusste Männer im Kleiderschrank

haben. Fünf Tipps für den nächsten Einkauf.

Die

Männer-

Seiten

Viele Männer stehen mit dem

Thema Mode noch immer auf

Kriegsfuß. Die Partnerin beim

Shopping begleiten – nur wenn

es unbedingt sein muss. Wenn

es um die eigenen Klamotten

geht, wird die Jeans so lange

getragen, bis sie löchrig wird

und unten ausfranst, oder der

Hemdkragen an den Spitzen

die Ursprungsfarbe verliert.

Dabei kann man seinen Kleiderschrank

ganz leicht zu

einem vertretbaren Preis mit

zeitloser Mode bestücken. Worauf

also sollten modebewusste

Männer beim Einkauf achten

und was darf im Schrank nicht

fehlen? Modetipps hat etwa

Thies Meyer vom Berliner Label

About Companions, unter

dem nachhaltige Klassiker entworfen

und vertrieben werden.

Dieses Casual Button-Down-Hemd eignet sich für viele

Anlässe. Es kann hochgeknöpft oder offen über einem

T-Shirt getragen werden. Foto: djd/aboutcompanions.com

1. Anstatt auf kurzlebige

Trends lieber auf kombinierbare

und hochwertige Teile

setzen.

2. Sich über die Herkunft und

damit auch über die sozialen

und ökologischen Auswirkungen

eines Kleidungsstücks

informieren.

3. Ein weißes T-Shirt aus

Bio-Baumwolle darf im Kleiderschrank

nicht fehlen.

4. Angesagt für den Casual-Look

sind derzeit Overshirts,

„Hybride“ aus Hemd

und leichter Jacke.

5. Eine gut sitzende Baumwolloder

Tencel-Hose ist Basis für

jeden Look.

6. Blazer oder Sakkos sind

wie gemacht für jeden Tag als

leichte Jacke oder im Set als

Casual-Anzug.

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25


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„Die schnelle arabische

Küche“ und mehr gibt es in

den Shops von Haller

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Tagblatt und der Rundschau

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FOTOS: MITCHELL VAN VOORBERGEN/KNESEBECK VERLAG, © NATALI ZAKHAROVA/SHUTTERSTOCK.COM

26


Die Farben

und Aromen des

Sommers vereint

Würziges Couscous harmoniert mit

rauchig-süßen Pfirsichen und einem

frischen Dressing – dieser Salat bringt

arabischen Genuss auf den Tisch.

PERL-COUSCOUS-SALAT

MIT GEGRILLTEN PFIRSICHEN

Obst mit herzhaften Zutaten zu kombinieren,

das war für Mounir Toub, Autor

des Kochbuchs „Die schnelle arabische

Küche“, bislang ein No-Go. „Doch seit

ich Brombeeren und Pfirsiche mit Burrata

und Perl-Couscous probiert habe, bin

ich eines Besseren belehrt“, schreibt der

Koch. Für den würzig-süßen Salat hat er

noch folgenden Extra-Tipp: „Ich liebe den

sahnigen Charakter des Burrata, aber du

kannst natürlich auch einen salzigen Feta

verwenden.“ Anstelle des Hähnchenbrustfilets,

schmeckt Mounir Toub zufolge

auch ein Stück gegrillter Fisch sehr gut

zu diesem Gericht. Und so geht‘s:

1Die Brühe mit dem Zimt aufkochen

und den Perl-Couscous nach Packungsanweisung

zubereiten.

2Alle Dressing-Zutaten zusammenfügen

und nach eigenem Belieben

mit Salz und Pfeffer würzen.

3Die Grillpfanne erhitzen. Die Pfirsiche

mit einem Geschirrtuch

gründlich trocken tupfen und an den

Seiten mit Olivenöl bestreichen. Mit der

Schnittfläche nach unten in die Grillpfanne

legen und vier bis sechs Minuten

unter Wenden braten.

4Den Salat in eine große Schüssel

oder Schale geben. Perl-Couscous

zufügen und die Zutaten mit dem Dressing

mischen.

5Die Pfirsiche in Spalten schneiden.

Die Filetscheiben, die Pfirsiche, die

Brombeeren und den Burrata auf dem

Salat anrichten und mit Salz und Pfeffer

bestreuen. Zum Schluss die Pistazien

darübergeben.

ZUTATEN

FÜR 4

PORTIONEN

Für den Salat:

500 ml Hühnerbrühe

2 TL Zimt

250 g Perl-Couscous

4 Pfirsiche (frisch oder

aus der Dose,

entsteint und halbiert)

Olivenöl zum Bestreichen

200 g gemischter Salat,

gewaschen, trocken

geschüttelt

200 g geräuchertes Hähnchenbrustfilet,

in

Scheiben

2 Handvoll Brombeeren

4 Kugeln Burrata-Käse

75 g Pistazienkerne

Für das Dressing:

6 EL extra natives Olivenöl

2 EL Weißweinessig

1 TL Senf

1/2 EL Honig

1 TL Sumach (orientalisches

Gewürz)

Salz und frisch gemahlener

schwarzer Pfeffer

ZUBEREITUNGSZEIT:

20 MINUTEN

Rezept aus „Die schnelle

arabische Küche“ (Knesebeck

Verlag) von Mounir Toub.

ISBN: 978-3-95728-588-1

27


SCHICHTWECHSEL

SCHICHTWECHSEL

ARBEITSPLATZ HINTER

DICKEN MAUERN

Hohe Zäune, vergitterte Fenster – das Tätigkeitsfeld von Beamten im mittleren

Justizvollzugsdienst ist das Gefängnis. Ein Besuch in der Justizvollzugsanstalt

Schwäbisch Hall zeigt, wie vielfältig deren Aufgabengebiet ist. Von Alisa Grün

1 2

3

Mit mulmigem Gefühl stehe ich

vor dem großen grauen Bau in

Schwäbisch Hall. Meterhohe

Zäune umfassen die gesamte

Anlage der Justizvollzugsanstalt (JVA).

Erstmals sehe ich sie von innen, denn ich

begleite die Beamten im mittleren Justizvollzugsdienst,

um zu erfahren, was eigentlich

hinter diesem Berufsbild steckt.

Mein Einsatzort ist Gebäude 3, genauer

Stockwerk 3-1, Untersuchungshaft. Türe

um Türe schließt ein Bediensteter der

Anstalt mit seinem schweren Schlüsselbund

auf. Als wir auf dem Stockwerk ankommen,

das aus einem langen Gang mit

etlichen schweren Stahltüren besteht,

begrüßt mich Herr Braband. Er ist Abteilungsleiter

der 3-1 und seit 13 Jahren in der

JVA in Hall tätig.

Um sechs Uhr morgens ging sein Frühdienst

bereits los. „Je nachdem, ob man

Früh-, Spät- oder Nachtschicht hat, variieren

natürlich die Aufgaben“, erklärt er. Zu

den morgendlichen To-dos eines Beamten

im mittleren Justizvollzugsdiensts gehört

der Frühaufschluss. Das bedeutet, die

Häftlinge bekommen ihr Frühstück, können

sich einen Tee holen und Anträge abgeben.

„Wenn sie zum Beispiel am Abend

telefonieren möchten, müssen sie das erst

genehmigen lassen“, so Herr Braband. Ein

bürokratischer Aufwand, der jedoch die

Sicherheit aller gewährleisten soll. „Wir

tragen in unserem Beruf Sorge dafür,

dass niemandem etwas passiert – weder

einem JVA-Mitarbeiter noch einem Häftling“,

macht er deutlich. Deshalb finde der

Frühaufschluss nur einzeln hintereinander

statt. Und auch die Schichtwechsel-

Bedingungen sind besondere: Einem

Häftling begegne ich an diesem Tag nicht.

Denn für die Arbeit mit den Straffälligen

benötigt es eine grundsolide Ausbildung.

Herr Tischler hat diese vor drei Monaten

absolviert und ist nun Beamter auf Probe.

Doch was bewegte Braband und Tischler

dazu, diesen Job auszuüben? „Die Beamtenlaufbahn

ist ein großer Vorteil“, antworten

beide fast unisono. „Sie sorgt für

berufliche Sicherheit.“ Bevor sie zur JVA

gegangen sind, haben sowohl Braband

als auch Tischler schon eine Ausbildung

1Zellenkontrolle: Mit einer Sonde

wird geprüft, ob sich etwas

Metallisches im Kissen befindet.

2Herr Braband erklärt den

üblichen Tagesablauf. Dazu

gehören auch Schichtübergaben,

damit alle Beamten auf dem

gleichen Stand sind.

3Funktioniert der Notruf-

Knopf? Das gilt es unter

anderem regelmäßig zu checken.

28


Fotos: Eileen Scheiner


absolviert. „Das ist bei vielen Beamtenanwärtern,

wie die Azubis genannt werden,

der Fall, aber keine Voraussetzung.“

Zu den Aufgaben der Beamten im mittleren

Justizvollzugsdienst gehört auch die

Kontrolle der Hafträume. Herr Braband

übergibt mir den Metallsensor, mit dem

ich Kissen, Matratze und Vorhang der

Zelle nach metallischen Gegenständen absuche.

„So könnten wir zum Beispiel eine

„Wir sorgen

dafür, dass

niemandem

etwas passiert.“

versteckte Rasierklinge

finden“, erklärt er. Weiter

geht der Check an Wänden,

TV-Gerät und im

Nassbereich. „Und auch

die Person selbst wird

abgetastet – als Häftling

gibt es quasi fast keine

Privatzone mehr.“ Seine

„Macht“ im Beruf auszunutzen,

sei natürlich

keine Option, berichtet

Tischler. „Wir müssen uns immer darüber

bewusst sein, dass wir die Menschen

hinter einer Türe einschließen, die keine

Klinke hat“, sagt er. Die Arbeit in der

U-Haft hat außerdem einen weiteren besonderen

Aspekt: „Hier sitzen Personen

ein, die noch nicht offiziell verurteilt sind.

Es gilt also noch die Unschuldsvermutung“,

macht Braband deutlich. Generell

rät er den Azubis, die er betreut, nicht in

die Akten der Häftlinge zu schauen. „Würden

sie sehen, dass sie es mit einem Mörder

zu tun haben, reagieren sie vielleicht nicht

so souverän, wie sie sollten. Wir müssen

zudem alle gleich behandeln.“

Immer wieder ertönt im Hintergrund ein

Piepsen im Büro der Beamten. „Das zeigt

uns an, wenn ein Häftling etwas benötigt.

Wir kommunizieren dann entweder über

die Sprechanlage oder schauen durch die

Luke in der Türe, ob alles in Ordnung ist.“

Muss eine Person zum

Arzt oder hat Besuch,

bringen die Beamten sie

dorthin. „Und natürlich

kommen auch regelmäßig

neue Gefangene zu

uns“, erklärt Braband.

„Die begleiten wir von

Anfang an bei der Kontrolle

und einem Arztbesuch,

danach erklären

wir ihnen den Ablauf auf

dem Stockwerk und auch, welches Verhalten

wir von ihnen erwarten.“

Wie nahe ist die Arbeit denn am Bild vom

„Gefängnis-Wärter“ dran, welches über

Filme und Serien vermittelt wird? „Das ist

ein meilenweiter Unterschied – zum Glück

ist es nicht so extrem“, sagt Braband. Ich

stimme ihm zu und ziehe mein Fazit. Die

Arbeit in der JVA wirkt zunächst beklemmend,

ist aber überraschend vielseitig und

vor allem eines: immens wichtig.

INFO

DIE AUSBILDUNG

IM ÜBERBLICK

Die Ausbildung dauert zwei

Jahre und startet mit einem

dreimonatigen Einführungslehrgang.

Danach geht es in

die Haupt- und für einige Zeit

in eine weitere Anstalt, um,

angeleitet von einem Paten,

Praxiserfahrungen zu sammeln.

Am Ende folgt der Abschlusslehrgang

samt Prüfung.

DAS SOLLTEST

DU MITBRINGEN:

■■

Teamfähigkeit

■■

Organisationstalent

■■

Belastbarkeit

■■

Guter Hauptschulabschluss

Die theoretische und mündliche

Prüfung umfasst unter anderem

die Fächer Kriminologie

und Rechtskunde. Außerdem

müssen die Anwärter praktisches

Können vorführen, etwa

bei einer Haftraumkontrolle.

Die Gewährleistung der inneren Sicherheit in unserem Land

stellt eine zentrale staatliche Aufgabe dar. Hierzu leisten die

Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Justizvollzug einen

bedeutenden Beitrag.

Sie sind Ansprechpartner für die Gefangenen und prägen die

Atmosphäre der Anstalt. Fähigkeit zum Umgang mit Menschen –

das ist die Grundvoraussetzung für den Beruf „hinter Gittern“. Die

Justizvollzugsbediensteten müssen Vorbild, Gesprächspartner

und Bezugsperson der Gefangenen sein, positiv auf

sie einwirken können und ihr Verantwortungsbewusstsein fördern.

Wenn Sie einen verantwortungsvollen Beruf, eine Aufgabe in

einem für unsere Gesellschaft wichtigen Umfeld und den

täglichen Umgang und die Kommunikation mit Menschen

suchen, könnte eine Tätigkeit im Justizvollzug gerade das

Richtige für Sie sein.

Mehr Informationen zum Bewerbungsverfahren finden Sie unter

www.justizvollzug-bw.de oder

www.jva-schwaebisch-hall.justiz-bw.de

Wir freuen uns auf Ihre Bewerbung an die

Justizvollzugsanstalt Schwäbisch Hall

– Verwaltungsleitung –

Kolpingstraße 1, 74523 Schwäbisch Hall

oder per E-Mail an: poststelle@jvaschwaebischhall.justiz.bwl.de

Für weitere Auskünfte steht Ihnen Herr Bauer (0791/9565210)

und Frau Rümmelin (0791/9565204) gerne zur Verfügung.

Wir suchen zum Eintrittstermin 01.10.2022 und 01.04.2023

Anwärter/innen (w/m/d)

für die mittlere Beamtenlaufbahn Vollzugsdienst

im Justizvollzug

Die Einstellung erfolgt zunächst in einem Beamtenverhältnis auf

Widerruf.

Die praxisorientierte Ausbildung dauert 2 Jahre und umfasst

insbesondere folgende Schwerpunkte:

• Vollzugspraxis

• Rechtliche Grundlagen

• Psychologie, Soziale Kompetenz

• Kriminologie

• Allgemeinwissen, Staatsbürgerkunde

• Sport, Selbstverteidigung und Waffenkunde

Weiter suchen wir zur Betreuung, Versorgung und

Beaufsichtigung der Gefangenen

Tarifbeschäftigte

im Vollzugsdienst (w/m/d)

Die Einstellung erfolgt zunächst in einem befristeten Arbeitsverhältnis.

Vergütung und Ausgestaltung des Arbeitsverhältnisses

richten sich nach dem Tarifvertrag für den öffentlichen Dienst

der Länder. Teilzeitbeschäftigung ist grundsätzlich möglich.

Schwerbehinderte Menschen werden bei gleicher Eignung

bevorzugt eingestellt. Wir treten für die Gleichstellung von

Frauen ein und ermuntern diese zur Bewerbung.

29


NEXT STEP SPECIAL

Larissa Rieß ist seit 2015 feste

Moderatorin beim Jugendradiosender

1LIVE. Foto: Jonas Pohl

JONAS POHL

„MEIN HERZ

GEHÖRT DEM RADIO“

Larissa Rieß ist ein Allroundtalent: Sie arbeitet als Schauspielerin, Moderatorin

und legt als DJ auf. Was ihr verstecktes Talent ist und ob sie vor Auftritten noch

nervös ist, verrät uns die 34-Jährige im Interview. Von Eileen Scheiner

30

Liebe Larissa, in unserer

aktuellen Ausgabe stellen

wir Berufe aus dem Handwerk

in den Fokus. Wie

steht es denn um deine

handwerklichen Fähigkeiten?

Sehr schlecht. Ich schaffe

es ausnahmslos, jedes

Möbelstück falsch zusammenzubauen,

meine

eigenen Reparaturen im

Haus verschlimmern alles

nur noch und ich verletze

mich, wenn ich ein Werkzeug

auch nur ansehe.

Welche Tätigkeiten könntest

du bei einem Hausbau

selbst übernehmen?

Die Übernahme der Kosten.

Was du gut kannst, ist den

meisten bewusst. Hast

WEITERE INFOS

NEXT

STEP

Der nächste Schritt ins Studium oder Berufsleben

22. Juli 2022

Moderatorin und DJ Larissa Rieß spricht im Interview über

ihre Arbeit, versteckte Begabungen und Lampenfieber

Psychotest und Expertenwissen:

So findest du deinen Traumjob

KULTUR-

SPECIAL

IN DIESER AUSGABE:

Maler, Mechaniker und Co. – Azubis aus der Region

zeigen, wie vielseitig Handwerksberufe sind

ZUM MAGAZIN

NEXT STEP

In Next Step gibt es

hilfreiche Tipps und

Infos rund um die Themen

Ausbildung und

Studium in der Region.

Larissa Rieß ist der

Titelstar der Juli-Ausgabe.

Das ganze Heft

ist online abrufbar:

www.bit.ly/3IDvBm9.

du denn auch versteckte

Talente?

Ich glaube, ich bin eine

gute Zuhörerin. Das ist ja

etwas, was man von Menschen,

die viel auf Bühnen

stehen und fürs Entertainern

oder Reden bekannt

sind, nicht unbedingt erwartet.

Meine Freundinnen

sagen mir, dass sie

sich oft meinen Rat einholen,

weil ich mir gerne

jedes auch noch so kleine

Detail von ihnen anhöre

und dann sehr bedacht,

klar und wahrheitsgetreu

Ratschläge erteile.

Du bist Radiomoderatorin,

schreibst Gags fürs

Fernsehen und trittst

auch live vor Publikum

auf. Welche Arbeit gefällt

dir denn am besten und

warum?

Mein Herz gehört schon

immer dem Radio. Eine

einminütige Moderation,

in die man Information

und Entertainment

packen und sich dabei

nur auf das gesprochene

Wort verlassen muss,

ohne eine unterstützende


visuelle Komponente zu

haben – das ist für mich

ein großartiges Gefühl,

das gibt mir einen richtigen

Kick.

Hast du noch Lampenfieber

vor einem Auftritt?

Was hilft denn dagegen?

Ich bin immer vor jedem

auch noch so kleinen Auftritt

nervös. Es hilft mir,

vor den Auftritten für

eine Minute ganz ruhig

ein- und auszuatmen und

meinen Puls dadurch zu

senken.

Wann und wo kann man

dich in diesem Sommer

noch live erleben?

Ich darf zum Beispiel bei

Ferdinandsfeld (6. August),

Sonne Mond und

Sterne (13. August) oder

auf dem Funhouse Festival

(26. August) auflegen.

Und es kommen noch

Festivaldates dazu, die

ich bald ankündigen darf!

SCHREYER

Maschinenbau

Wir bilden aus:

Industriemechaniker (m/w/d)

Bewirb Dich jetzt um einen Ausbildungsplatz mit Start im September 2022/2023:

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74582 Gerabronn

Ist eigentlich auch schon

mal etwas so richtig in die

Hose gegangen bei einem

deiner Auftritte?

Ständig. Vor allem beim

NeoMagazin Royale. Es

gab Momente, in denen

ich plötzlich so lachen

musste, dass ich komplett

aus der Rolle gefallen bin.

Das waren aber immer die

besten und beliebtesten

Auftritte.

AUSBILDUNG BEI DER STADT

SCHWÄBISCH HALL

Zukunft

im Blick

War Moderatorin und

Schauspielerin zu sein,

schon immer dein Traumberuf?

Ja, ich wollte beruflich

eigentlich schon immer

das machen, was ich

heute mache. Ich hätte

bestimmt auch einen anderen

Beruf ausüben können,

aber wäre darin sicher

nicht sonderlich gut,

da es eben nicht wirklich

das gewesen wäre, was

ich hätte machen wollen.

Du legst als DJ LARILUKE

auch auf diversen Festivals

auf. Wie sehr hast

du die Auftritte in den

vergangenen zwei Jahren

vermisst?

Mir hat der Kontakt zu

meinem Publikum gefehlt.

Wenn ich auflege, dann

sehe ich vor mir nicht nur

Menschen, sondern Leute,

die dieselbe Leidenschaft

wie ich teilen. Wir sind

einfach alle nur Musikfans

und wollen tanzen und

den Beat fühlen. Das gemeinsame

Feiern und ihre

Reaktionen auf die Songs

und meine Performance

zu sehen ist das, was ich

sehr vermisst habe.

VERWALTUNGSFACHANGESTELLTER (m/w/d)

KAUFMANN FÜR BÜROMANAGEMENT (m/w/d)

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FACHANGESTELLTER FÜR MEDIEN- UND INFORMATIONSDIENSTE (m/w/d)

Fachrichtung Bibliothek

Fachrichtung Archiv

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KRAFTFAHRZEUGMECHATRONIKER (m/w/d)

Schwerpunkt Personenwagentechnik

ERZIEHER (m/w/d)

Anerkennungspraktikum

Praxisintegrierte Ausbildung

BAUZEICHNER (m/w/d)

Schwerpunkt Tief-, Straßen- und Landschaftbau

Schwerpunkt Architektur

BAUINGENIEUR (m/w/d)

GEHOBENER VERWALTUNGSDIENST/PUBLIC MANAGEMENT

Einführungspraktikum

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Studienrichtungen Kinder- und Jugendarbeit, Elementarerziehung

BACHELOR OF ARTS - DIGITALES VERWALTUNGSMANAGEMENT

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in verschiedenen Bereichen

Wir freuen uns auf Ihre aussagekräftige Bewerbung bis spätestens

31.8.2022. Bitte nutzen Sie hierfür unser Bewerberportal unter

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Fragen beantwortet Ihnen gerne Frau Pietsch, Telefon (0791) 7 51-229.

Weitere Infos finden Sie auch unter www.schwaebischhall.de/ausbildung

31


NEXT STEP SPECIAL

VOM

KAMERAMANN

ZUM ZWEIRAD-

SCHRAUBER

Sachitha Suduge lässt sich bei e4.bike

zum Zweiradmechatroniker ausbilden.

In seiner Heimat Sri Lanka arbeitete der

30-Jährige in der Film- und Werbebranche.

Von Alisa Grün

Du möchtest bei einem regionalen Arbeitgeber eine Ausbildung

machen, der Dir zusätzlich auch noch eine gute Übernahmemöglichkeit

bietet?

Dann bist Du bei bott genau richtig. Vom handwerklichen Beruf

bis hin zum Studiengang ist alles dabei. Schau einfach mal auf

bott.de vorbei.

Ausbildung bei bott

Als Zweiradmechatroniker-Azubi

ist

Sachitha hauptsächlich

in der Werkstatt im

Einsatz.

Foto: Alisa Grün

Vom E-Bike-Kauf

zum Traumberuf –

so in etwa lief es bei

Sachitha Suduge.

„Ich habe mir, als ich meinen

Bundesfreiwilligendienst beim

Sonnenhof in Hall absolviert

habe, ein E-Bike zugelegt, um

mobil zu sein“, berichtet er.

Dabei habe er zum einen entdeckt,

wie viel unterschiedliche

Fahrrad-Modelle es in

Deutschland gibt – vom Mountainbike

bis hin zum E-Lastenrad

– und zum anderen, wie

viel Spaß ihm das Fahren mit

und Instandhalten von seinem

eigenen E-Bike macht. Radfahren

zählt inzwischen zu seinen

größten Leidenschaften. Dass

er erst „so spät“ regelmäßig

in die Pedale tritt, hat einen

einfachen Grund: „Ich bin vor

zweieinhalb Jahren von Sri

Lanka nach Deutschland gekommen.

Dort ist Radfahren

überhaupt kein Thema“, lacht

der junge Mann.

Als sein „Bufdi“ sich dem Ende

zuneigte, lag es für Sachitha

nahe, ein Praktikum im Zweirad-Bereich

zu machen. Er ließ

sich von den Mitarbeitern im

Schwäbisch Haller Geschäft

von e4.bike alle Aufgaben zeigen,

die ein Zweiradmechatroniker

zu erledigen hat. „Ich

wollte ganz genau wissen,

was hinter dem Beruf steckt“,

macht er deutlich. Keine Woche

habe es beim ihm gedauert,

bis er wusste: „Das möchte ich

Wir freuen uns auf Deine Bewerbung:

Du hast noch Fragen?

Ramona Fitz hilft Dir gerne weiter.

Tel.: +49 (0) 79 71 / 251-237

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Teamfähigkeit und Spaß am Umgang mit Menschen;

Mittlere Reife ist von Vorteil.

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32


machen!“ Seit September 2020

absolviert der 30-Jährige nun

die Ausbildung zum Zweiradmechatroniker

mit Fachrichtung

Fahrradtechnik beim

Fachhändler e4.bike in Schwäbisch

Hall.

Kfz-Wissen gehört dazu

Dreieinhalb Jahre dauert die

Lehrzeit insgesamt. Das erste

Jahr davon verbringt Sachitha

hauptsächlich an der Gewerblichen

Schule in Schwäbisch

Hall. Dort sind zunächst alle

Mechatronik-Azubis, egal ob

für Kfz oder Zweirad, in einer

Klasse zusammengefasst.

Denn die Grundlagen zur Ausübung

des Berufs sind dieselben.

Ab dem zweiten Lehrjahr

wird er zum fachspezifischen

Blockunterricht an die Berufsschule

in Breisach am Rhein

gehen. „Die Schule macht mir

großen Spaß“, sagt der Azubi.

„Neben Fächern wie Deutsch

oder Gemeinschaftskunde,

steht Berufsfachkunde auf dem

Stundenplan.“ Dabei lernen sie

unter anderem, wie Verbrenner-Motoren,

Bremssysteme

oder die Hydraulik funktionieren.

„Auch wenn das alles an

einem Kfz gelehrt wird, kann

man es auf Zweiräder übertragen

– Motorräder, E-Bikes oder

Fahrräder haben ja auch Bremsen“,

macht Sachitha deutlich.

In den Schulferien oder wenn

der Unterricht mal ausfällt,

hilft er im Laden seines Ausbildungsbetriebs.

Sein Arbeitsbereich

ist dort dann die

Werkstatt, wo ihn die Kollegen

anleiten. Neurad-Montage,

Inspektion oder Reparaturen

von E-Bikes oder E-Lastenrädern

stehen dann auf der Todo-Liste.

„Mir fehlt natürlich

noch die Erfahrung, aber mit

der Unterstützung der Kollegen

geht alles leichter. Sobald

ich fertig bin, kontrollieren sie

nochmal, ob alles stimmt.“ Insbesondere

der Aufbau von neuen

Rädern gefällt dem Azubi.

Je nach Kundenwunsch muss

er die vom Hersteller gelieferten

Bikes noch umbauen, also

beispielsweise einen anderen

Sattel oder einen Kindersitz

montieren. „Bevor wir die Räder

dann dem Kunden übergeben,

machen wir eine Probefahrt“,

erklärt Sachitha. „So

kann ich immer wieder andere

Modelle kennenlernen – das

finde ich top.“

Glücklich im Handwerk

Kein Wunder, schnappt er sich

inzwischen auch in seiner Freizeit

regelmäßig ein Rad und

düst damit die Trails der Region

entlang. Mit der Helm-Kamera

nimmt er seine Touren

auf und kann so seiner zweiten

großen Leidenschaft nachgehen:

dem Filmen. „In Sri Lanka

habe ich als Kameramann in

WIR GEBEN JUNGEN MENSCHEN

IN VERSCHIEDENEN BERUFEN DIE

CHANCE AUF EINE AUSBILDUNG.

der Film- und Werbebranche

gearbeitet.“ Diesen Beruf weiterhin

in Deutschland auszuüben,

gestalte sich Sachitha

zufolge aber schwierig. „Die

Bedingungen sind komplett

andere.“ Er sei aber sehr froh,

nun im Handwerk seine Berufung

gefunden zu haben.

Wer sich für den Job interessiert,

der sollte dem Azubi

zufolge diese Eigenschaften

mitbringen: technisches Verständnis,

Mathekenntnisse

für Messungen und Co., handwerkliches

Geschick und Lust

darauf, immer wieder neue

Technologien kennenzulernen.

„Und man sollte Spaß am

Radfahren haben, aber das ist

ja fast selbstverständlich“, sagt

Sachitha lachend.

INFO

GUT ZU

WISSEN

Die Ausbildung zum

Zweiradmechatroniker

gibt es mit zwei

Fachrichtungen: Fahrradtechnik

und Motorradtechnik.

Bei beiden

ist sowohl der Kundenkontakt

als auch das

handwerkliche Können

wichtig. Das Einstellen

von elektrischen Anlagen

oder Antriebssystemen

gehört genauso

in das Aufgabengebiet,

wie das Prüfen von Leitungen,

Verbindungen

und Batterieständen

mit Messgeräten oder

das Montieren von Ersatzteilen.

Infos: www.

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33


NEXT STEP SPECIAL

WEITERE INFOS

Pro Jahr werden

deutschlandweit lediglich

60 bis 70 Maskenbildner

im dualen System an den

drei Berufsschulen in

Berlin, Hamburg und Baden-Baden

ausgebildet.

Jakob verbringt sechs

bis acht Wochen am

Stück am Mainfrankentheater

und anschließend

zwei bis vier Wochen

in der Berufsschule in

Baden-Baden. Nach der

Ausbildung sind weitere

Fortbildungen möglich.

Jakob Stenzel an seinem Arbeitsplatz

in der „Maske“ in

der Blauen Halle des Mainfrankentheaters

Würzburg.

Foto: Claudia Linz

Ausbildung

nach Maß!

DER SCHÖNE

SCHEIN

Das Verwandeln von Menschen macht

Jakob Stenzel einen Riesenspaß: Der

26-Jährige macht eine Ausbildung zum

Maskenbildner. Von Claudia Linz

34

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Jakob Stenzel macht

schön und hässlich,

jung und steinalt.

Er knüpft Bärte und

Schnäuzer aus Echthaar, setzt

Augenbrauen höher, verwandelt

ebenmäßige Nasen in rote

Gimpel, lackiert abscheuerregende

Fingernägel und verleiht

einem Antlitz markante Gesichtszüge.

Maskenbildner ist

Jakobs Traumberuf – und das

liegt an seiner Berliner Tante,

die sich einige Zeit in Amerika

aufgehalten hatte. „Sie hat mir

gezeigt, wie man Halloween

richtig feiert, furchterregende

Fantasiefiguren geschaffen

und das ganze Haus gruselig

dekoriert“, erzählt der 26-Jährige.

Aufgrund dessen wusste er

schon als Siebtklässler, dass

das Verkleiden und Verwandeln

seine Passion ist. Zehn

Jahre bereitete er sich auf den

Beruf vor, machte erst eine

Ausbildung zum Kosmetiker in

Berlin, dann eine zum Friseur

im brandenburgischen Rangsdorf.

Nun lernt er im ersten

Ausbildungsjahr Maskenbildner

am Würzburger Mainfrankentheater

und arbeitet in der

Spielstätte „Blaue Halle“ in der

Universitätsstadt.

Alle Register gezogen

Dafür, dass es mit seinem

Ausbildungsplatz klappt, zog

Jakob alle Register. Er setzte

alles daran, aufzufallen, wählte

ein Sakko im Zeitungspapiermuster,

entschied sich für

ein Tages-Make-up und reiste

mit einer selbst designten

A3-Bewerbungsmappe im

Querformat an. Die beiden

Ausbildungen, Jakobs Auftreten,

sein Sinn für Humor und

seine offene, direkte Art haben

Chefmaskenbildner Wolfgang

Weber überzeugt. Jakob hatte

sich gegen 103 Mitbewerber

durchgesetzt.

Am 1. September 2021 ging‘s

dann gleich richtig los. Jakobs

erste Aufgabe war es, eine

Montur zu nähen – etwas, das

er vorher noch nie gemacht


CLAUDIA LINZ

lieber zu schweigen und zügig

zu arbeiten?“ Etwa, einem

Sänger ein Gesicht zu geben,

indem man es einschattiert,

also manche Partien aufhellt

und damit hervorhebt und andere

abdunkelt. Das nennt man

„Markant-Schminke“, erklärt

der 26-Jährige. „Wenn man das

Gefühl hat, es ist zu viel Make-up,

dann ist es für die Theaterbühne

gerade richtig“, weiß

Jakob, und taucht den Pinsel in

die Tiegel und Töpfe.

Adrenalinkick beim

„schnellen Umzug“

Auch bei den „schnellen Umzügen“

am Abend steht der

Nachwuchs-Maskenbildner

hinter der Bühne bereit. Sitzt

die Frisur noch oder sollte eine

widerspenstige Locke mit

der Haarnadel gebändigt werden?

Muss das Gesicht nachgeschminkt

werden? Einmal,

erinnert er sich, hatte ein Darsteller

seinen Hut auf der falschen

Bühnenseite abgelegt,

und es war nur noch eine Minute

Zeit. Der Azubi sprintete

durch die ganze Halle, um ihn

zu holen, und konnte das Accessoire

in letzter Sekunde

gerade noch zuwerfen. Ein Adrenalinkick

für Jakob und eine

Aktion, die hinter der Bühne

für große Aufregung sorgte,

von der die Zuschauer im Saal

aber nicht das geringste mitbekommen

hatten. Sie sind gefangen

im schönen Schein, zu dem

auch Jakob beiträgt.

hatte. „Bei diesem ersten

Schritt bei der Herstellung

einer Perücke handelt es sich

um ein Netz, in das Echthaar

geknüpft wird“, erklärt der

junge Mann. Danach knüpfte

er einen Oberlippenbart. „Drei

Tage habe ich daran gesessen“,

erinnert er sich. Der Bart

hatte seinen „Auftritt“ in der

Premiere von „Die glückliche

Hand/Gianni Schicchi“. Außerdem

schminkte Jakob zwei

der Sänger für den Bühnenauftritt.

„Meine Kolleginnen

links und rechts warfen nur

kurz einen Blick auf das Ergebnis

und dann ging es für

die Darsteller schon raus auf

die Bühne. Dass ich als Anfänger

gleich voll mitarbeiten und

solche verantwortungsvollen

Sachen machen durfte, damit

hatte ich nicht gerechnet“, sagt

Jakob und freut sich über die

Vorschusslorbeeren.

Ein Gespür für

den Gemütszustand

Maskenbildner haben mit vielen

unterschiedlichen Menschen

zu tun. Während des

Kreierens einer Rolle setzen

sie sich mit dem Regisseur, der

Ausstatterin und dem Schauspieler

auseinander. Immer

wieder müssen Kompromisse

gefunden werden.

In der „Maske“, dem Raum, in

dem die Darsteller geschminkt

und frisiert werden, braucht

Jakob, der aktuell für die Oper

arbeitet, ein Gespür für den jeweiligen

Gemütszustand des

Sängers. „Kann man entspannt

quatschen oder ist es angesagt,

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Hier gehts zu unserem Azubi-Interview

sowie zu unserer Ausbildungsbroschüre

35


NEXT STEP SPECIAL

GESTALTEN STATT

NUR VERWALTEN

Mit nur 30 Jahren wurde Thomas Haas zum Bürgermeister

von Satteldorf gewählt. Seine Erfahrung als Ressortleiter

hilft ihm bei seinen neuen Aufgaben. Von Eileen Scheiner

36

Täglich verarbeiten die 165 Mitarbeiter unserer Hohenloher

Molkerei rund 1,1 Mio. kg Milch zu qualitativ hochwertigen

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Schwitzige Hände, ein

kribbelnder Bauch:

An den Abend des

30. Januar, kann sich

Thomas Haas noch sehr gut

erinnern: „Fast 300 Satteldorfer

sind an diesem Wahlsonntag

zum Rathaus gekommen

und wollten das Ergebnis der

Bürgermeisterwahl aus erster

Hand erfahren. Auch viele meiner

Freunde und meine Familie

sind gekommen und haben

mit mir gezittert – wegen der

Nervosität und der Kälte.“ Altbürgermeister

Kurt Wackler

verkündete zuerst das Ergebnis

seines Gegenkandidaten:

43,43 Prozent. Damit stand

fest: Thomas Haas muss mehr

Stimmen bekommen haben

und wird neuer Bürgermeister

der Gemeinde Satteldorf. 56,54

Prozent haben am Ende für

ihn gestimmt. „Ich war völlig

überwältigt. Es war wirklich

ein wahnsinniger Abend“, resümiert

der 30-Jährige.

Studium in Konstanz

und Speyer

Thomas Haas ist in Satteldorf

kein Unbekannter: Er ging

dort in den Kindergarten und

in die Grundschule, war in der

Kirchengemeinde und bei der

Freiwilligen Feuerwehr aktiv.

Bis zu seinem 20. Lebensjahr

wohnte er in der 5700-Einwohner-Gemeinde.

Nach seinem

FSJ beim Deutschen Roten

Kreuz zog er nach Konstanz,

um dort Politik und Verwaltungswissenschaften

zu studieren.„Anschließend

habe ich

auch noch einen Master-Abschluss

in Public Administration

in Speyer gemacht.“ Zwischendurch

war er für diverse

Praktika auch immer wieder in

Berlin unterwegs.

„Für mich war aber immer

klar, dass ich irgendwann zurück

in die Heimat möchte.

Dass es dann so schnell ging

und ich direkt nach dem Studium

als Ressortleiter bei der

Stadtverwaltung Crailsheim

anfangen konnte, war nicht geplant,

aber ein schöner Zufall.“

Die Stelle als Ressortleiter für

Digitales und Kommunikation

wurde ganz neu in Crailsheim

geschaffen und Thomas Haas

sah darin auch eine Herausforderung:

„Klar war das auch

ambitioniert, schließlich kam

ich frisch von der Universität.

Aber die Aufgaben waren sehr

reizvoll und ich habe während

meiner Zeit dort unheimlich

viel gelernt und auf den

Weg bringen können“, sagt er.

Dreieinhalb Jahre stand der

30-Jährige der Abteilung vor,


Seit knapp vier Monaten

ist Thomas Haas nun Rathauschef

in Satteldorf und

steht damit 125 Mitarbeitern

vor. Er konnte in dieser Zeit

schon einige Projekte anstoßen.

Foto: Eileen Scheiner

Themen. Ein halbes Jahr vor

der Wahl habe ich mich dann

wirklich mit dem Gedanken,

dort zu kandidieren, beschäftigt.“

Seine Kandidatur verkündete

er kurz vor Weihnachten.

Am 4. Januar dieses Jahres

– ausgerechnet Thomas Haas‘

30. Geburtstag – endete die

Bewerbungsfrist. „Am Abend

meines Geburtstages war ich

also im Rathaus Satteldorf und

nahm an der offiziellen Kandidatenverkündung

teil“, erinnert

er sich. Im Januar stieg er

dann richtig in den Wahlkampf

ein. „Das waren wirklich sehr

intensive Wochen. Ich war

ständig unter Strom.“ Plakate,

Flyer und die Website gestaltete

er in Eigenregie, zudem

standen viele Bürgergespräche

an. Am Ende hat sich die harte

Arbeit gelohnt: Seit 1. April ist

er das Gemeindeoberhaupt und

Chef von 125 Mitarbeitern. In

seinen ersten Wochen musste

sich der Bürgermeister in viele

Themen einarbeiten, fast alles

läuft über seinen Schreibtisch.

„Es ist viel Arbeit, aber es ist

auch unglaublich erfüllend.

Man kann richtig etwas bewegen

und das Leben hier in

der Gemeinde gestalten“, erläutert

er. Mit dem Job musste

Thomas Haas jedoch auch

ein Stück Privatsphäre aufgeben:

„Ich werde oft erkannt

und die Menschen wollen mir

ihre Ideen unterbreiten. Für

mich ist das aber ein gutes Signal

und das gehört eben auch

zum Job dazu.“ Selbst bei den

Kleinsten ist er mittlerweile

ein bekanntes Gesicht: „Vor

kurzem bin ich an der Grundschule

vorbeigelaufen, da kamen

auf einmal zwei Schulklassen

auf mich zugestürmt

und haben gerufen ,Hallo Herr

Haas‘. Das hat mich wirklich

überrascht.“

DEINE KARRIERE

Ausbildung (m/w/d) zum

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die sich mit der IT-Technik im

Rathaus, Digitalisierungsprojekten,

Öffentlichkeitsarbeit

und Stadtmarketing beschäftigt.

Doch für den leidenschaftlichen

Feuerwehrmann

war schon immer klar: „Mein

langfristiges Ziel ist es, Bürgermeister

zu werden.“

30. Geburtstag im

Rathaus gefeiert

Eine Chance, sich diesen

Traum zu verwirklichen, ergab

sich dann in Satteldorf –

seinem Heimatort. „Ich hatte

schon viel Erfahrung in Crailsheim

gesammelt und wollte

den nächsten Karriereschritt

machen. Satteldorf hat da super

gepasst. Ich kenne die Gemeinde,

die Menschen, die

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37


NEXT STEP SPECIAL

Aljoscha und Anaïs Lüpke als

Ober- und Unterlippe in „Der

kleine Horrorladen“.

DAMIT DER FUNKE

ÜBERSPRINGT

Als Theaterpädagoge bei den Haller Freilichtspielen öffnet

Aljoscha Lüpke den Weg nach draußen und bringt die Spielfreude

an die Schulen. Von Claudia Linz

FOTO: FREILICHTSPIELE SCHWÄBISCH HALL, UFUK ARSLAN

Ich bin die Oberlippe“, sagt

Aljoscha Lüpke, als wäre

es das Selbstverständlichste

der Welt. Das wirft

natürlich eine weitere Frage

auf als die nach der, in welcher

Rolle er auf der Großen Treppe

zu sehen ist. Der 30-Jährige ist

die Oberlippe der fleischfressenden

Pflanze „Audrey II“ in

dem Stück „Der kleine Horrorladen“.

Aljoschas Schwester

Anaïs Lüpke spielt die Unterlippe.

Dazu kommen noch rund

ein Dutzend Statisten, die die

Tentakel bewegen. Schauspieler

zu werden war für Aljoscha

verlockend.„Aber auch Theaterpädagogen

stehen sehr gern

auf der Bühne“, begründet der

gebürtige Haller seine außergewöhnliche

Rolle, die ihm einen

Heidenspaß macht.

Seit Mai 2022 ist Aljoscha

Theaterpädagoge bei den Freilichtspielen,

eine Institution,

die er schon seit seiner Kind-

heit kennt. Seine theateraffine

Mutter hat ihn zu den Aufführungen

mitgenommen. Später

sammelte er erste Erfahrungen

in der Theater-AG im Jugendclub.

Es folgte ein FSJ Kultur,

das seine Leidenschaft für das

Theater weiter anheizte. Während

des Freiwilligen Sozialen

Jahres hatte er sich an Schauspielschulen

beworben, bald

aber bemerkt, dass ihm „dazu

der richtige Biss fehlt und ich

nicht gut darin bin, mich selbst

zu promoten“. „Natürlich ist es

schön, auf der Bühne zu stehen

und am Ende Applaus zu

bekommen“, räumt Aljoscha

ein. Aber eine Tätigkeit, etwas

weniger im Rampenlicht, aber

mit all dem, was ihn an der darstellenden

Kunst so sehr fasziniert,

schien ihm dann doch

besser geeignet. Nach einem

Auslandsjahr in Neuseeland

bewarb er sich daher am Institut

für Theaterpädagogik der

Hochschule Osnabrück im niedersächsischen

Lingen.

Immer näher gerückt

Los ging es dort mit Schnuppertagen,

an denen die Bewerber

das Auswahlkomitee davon

überzeugen sollten, dass

sie die perfekten Anwärter für

das Studium sind. Gut erinnert

sich Aljoscha an eine Improvisationsaufgabe.

Einer aus der

Gruppe setzte sich auf eine

Bank, die anderen hatten die

Aufgabe, ihn davon zu über-

Sei einen

Schnitt voraus!

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38


zeugen, den Platz frei zu geben.

Verbal kann das kaum gelingen,

ist sich der Haller recht

schnell sicher, denn das würde

nur in Argumentation und

Gegenargumentation münden.

Er entschied sich für den subtileren

Weg und setzte sich

einfach nur stumm daneben.

„Dann bin ich der Person alle

paar Sekunden ein Stückchen

näher auf die Pelle gerückt, bis

deren persönliche Distanzzone

überschritten war.“ Am Ende

des Tages hatte Aljoscha den

Studienplatz in der Tasche. Er

zog von Hohenlohe ins Emsland

und startete dort in eine

emotionale Reise zu sich selbst.

Schauspielunterricht, Atmen,

Bewegung, Ensemblebildung,

Impulstraining, theoretische

Pädagogik und eigene Projekte

waren Themen im Studium.

In der Praxis ging es etwa darum,

anerzogene Blockaden zu

überwinden, wieder zu lernen,

frei wie ein Kind zu spielen,

persönliche Grenzen auszutesten

und sich selbst besser

kennenzulernen. Auch den

eigenen Körper, Mimik und

Gestik beherrschen zu können,

Sprechunterricht, Tanz

sowie Spieltechniken und

Theatergeschichte gehörten

zur Ausbildung. Großartige

Erfahrungen, die Aljoscha persönlich

weiterbrachten, weil

er fast wie in einer Therapie

Erlebnisse in seiner Kindheit

und Jugend aufgearbeitet hat,

und die er im Theaterpädagogischen

Zentrum in Lingen anwenden

konnte. Dort betreute

er nach dem Studium zwei Jahre

lang eine Theatergruppe aus

Schülern und Erwachsenen

aus der Lebenshilfe.

Heimweh nach Hall

Nach fünf Jahren zog ihn das

Heimweh 2020 zurück nach

Hall. Als Theaterpädagoge bei

den Freilichtspielen erarbeitet,

inszeniert und betreut er

nun unter anderem die Stücke

des Jugendensembles und des

Ensembles20+ – und steht als

Oberlippe auf der Bühne.

Theaterpädagoge Aljoscha Lüpke auf seiner Bühne, der

Großen Treppe in Schwäbisch Hall. Foto: Claudia Linz

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39


© Pitopia, Vanessa Bergt, 2010

NEXT STEP SPECIAL

PLEITEN, PECH UND

PANNEN VERMEIDEN

Seit dem Frühjahr 2020 arbeiten viele im Homeoffice. Für

die meisten Menschen tat sich damit eine neue Welt auf.

Auch viele Azubis und Studenten wechselten an den PC.

Was vor gut zwei Jahren

ein absolutes Novum war,

hat sich mittlerweile in

vielen Unternehmen und

Betrieben etabliert: das Homeoffice. Während

die einen große Fans sind, können

die anderen mit Arbeiten von zu Hause so

gar nichts anfangen. Am meisten stößt das

hybride Arbeitsmodell auf Gegenliebe: ein

paar Tage in der Woche Homeoffice, ein

paar Tage ab ins Büro. Ob nun freiwillig

oder nicht: Wie kann das Arbeiten von zu

Hause aussehen, ohne dass alles im Chaos

versinkt?

DER ARBEITSPLATZ

Großes Glück haben alle, die ein eigenes

Büro zu Hause haben. Doch dieser Luxus

ist nur den wenigsten vergönnt. Wer kein

extra Zimmer, aber noch Platz hat, sollte

sich mit Schreibtisch und ordentlichem

Schreibtischstuhl eine Arbeitsecke einrichten

– dort wird auch nichts anderes

getan. Regale oder Paravents helfen bei

der räumlichen Trennung. Und: Es wird

auf keinen Fall vom

Bett aus gearbeitet.

DER TAGESABLAUF

Routinen sind im Homeoffice wichtig. Das

heißt: Man beginnt mit der Arbeit um die

Uhrzeit, um die man auch im Büro loslegen

würde, macht zur gleichen Zeit Mittag

und geht auch zur üblichen Zeit in den

Feierabend. Tipp: Für Gesundheit und

Arbeitsmoral ist gutes und regelmäßiges

Essen wichtig. In der Mittagspause sollte

man daher ordentlich essen und nicht nebenher

noch Mails schreiben.

Wer die Möglichkeit

hat, verbringt

die Pause in einem

anderen Raum.

Ein Rat aus Omas

Zeiten: Gerichte

vorkochen, portionsweise

einfrieren,

morgens

auftauen und in der

Pause nur noch erwärmen.

DIE KLEIDUNG

Oberste Regel: Die Hose bleibt an. Auch,

wenn es noch so verlockend ist – gearbeitet

wird weder im Schlaf- noch im

Jogginganzug. Denn die Kleidung hat

durchaus Einfluss auf die Art, wie man

arbeitet. Wer sonst im Kostüm oder Anzug

zur Arbeit geht, und im Homeoffice

viele Videokonferenzen hat, kann zum

Beispiel eine Jeans anziehen und als

Oberteil eine Bluse oder ein Hemd samt

Krawatte. Ein legerer Look ist vollkommen

in Ordnung.

Im Sommer natürlich auch mit kurzer

Hose, die keiner zu sehen bekommt.

Wer im Homeoffice ordentlich angezogen

ist, kann nicht nur jederzeit dem

Paketboten die Tür öffnen, ohne rot zu

werden, sondern ist auch nach Feierabend

motivierter, was den Gang außer

Haus betrifft – zum Beispiel in den Biergarten,

zum Einkaufen oder für einen

kleinen Abendspaziergang.

Wir bieten eine Ausbildung

mit dem schönsten Produkt

der Welt Danke zum/zur für Ihren Besuch.

Auf Wiedersehen!

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Ausbildungsplätze frei)

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40


DIE PSYCHISCHE

KOMPONENTE

Manch einer hat das Gefühl, im Homeoffice

200 Prozent geben zu müssen, um zu

beweisen, dass er auch tatsächlich arbeitet.

Das ist Quatsch und schlecht für die

Gesundheit. Ein Chef und auch Kollegen

bekommen ja mit, ob Aufgaben erledigt

werden . Chefs sollten ihren Angestellten

hier nicht zu viel Druck machen. Wer

sich um Arbeit drücken will, braucht dazu

kein Homeoffice – der schafft das auch im

Büro. Niemand muss im Homeoffice 24/7

erreichbar sein. Es reicht aus, zu den üblichen

Arbeitszeiten verfügbar zu sein.

ABLENKUNGEN

SIND TABU

Schnell noch einkaufen, den Fernseher

laufen lassen und die Nägel

lackieren – nein! Auch zu Hause

ist die Arbeitszeit zum Arbeiten

da. Klar, wer Kinder hat, kann

Ablenkungen nicht gänzlich

vermeiden. Daher sollte man

die Zeit, in der die Kids in der

Kita oder Schule sind, umso fokussierter

nutzen

TECHNISCHE UND

MENSCHLICHE

KOMPONENTEN

Eine Katze, die sich bei der Videokonferenz

vor die Kamera setzt oder der

Nachwuchs, der mal dem Chef „Hallo“

sagen möchte – alles schon passiert. Und

sind wir mal ehrlich: So etwas lockert

das Ganze auf, sorgt für ein Schmunzeln

und erinnert daran, dass die Menschen

vor der Kamera echt sind und eben keine

künstlichen Avatare. Trotzdem sollte

man an ein paar Dinge denken, um die

ein oder andere Panne zu vermeiden.

1Beide Partner sind im Homeoffice

und der Arbeitsplatz des einen ist

im Schlafzimmer? Steht eine

frühmorgendliche

Videokonferenz an,

sollte man dem

Partner Bescheid

sagen. Das verhindert,

dass

dieser im Hintergrund

– womöglich

noch

spärlich bekleidet

– durchs Bild

läuft.

2Vor Beginn einer Videokonferenz

sollte man Kamera, Mikro, Stromund

Internetversorgung checken.

3Nicht mit dem Headset aufs Klo gehen

– das kann peinlich werden!

4Den Hintergrund auf Chaos, dreckige

Wäsche oder peinliche Fotos

prüfen.

5Auch der Datenschutz ist wichtig.

Dieses Thema sollte vor Beginn

des Homeoffice mit der zuständigen

IT-Abteilung besprochen werden.

Macht Sinn und Spaß:

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41


EVENTS

Highlights

des Monats

Das ist los im August und September

20.+21.08.22

ANNOTOPIA

Das große Fantasy-Festival

macht erneut Halt im Bad

Mergentheimer Residenzschloss.

Dort finden sich

vom Dinosaurier bis hin

zum fiktionalen Superhelden

etliche Charaktere aus

einer anderen Welt ein.

www.annotopia.eu

27.08.22

SOMMERNACHTSFEST

Der Schwäbisch Haller Stadtpark verwandelt sich wieder

in ein beeindruckendes Lichtermeer. Dazu gibt’s Live-

Bands, Siedersfackeltanz und allerhand Gastronomie.

www.schwaebischhall.de

FOTO: SEBASTIAN GOESS

FOTO: ARCHIV/FELIX NAGEL

FOTO: STADTVERWALTUNG MGH

42

11.-14.08.22

TAUBERTAL

FESTIVAL

Endlich geht die

25. Ausgabe des besonderen

Festivals über die

Bühne. Mit dabei sind unter

anderem Annenmaykantereit,

Kraftklub oder SDP.

www.taubertal-festival.de


16.-19.09.22

FRÄNKISCHES VOLKSFEST

Gebrannte Mandeln, Riesenrad, ein großer

Umzug und ausgelassene Party im Festzelt

– in der Horaffenstadt Crailsheim

geht die Volksfest-Gaudi wieder

in eine neue Runde.

www.fraenkischesvolksfest-crailsheim.de

FOTO: ARCHIV/UFUK ARSLAN

FOTO: ROLAND SCHWEIZER/HN MARKETING

20.+21.08.22

KOCHERTALER

GENIESSERTOUR

Wein, wandern und schlemmen

heißt es auf der Strecke von

Künzelsau-Belsenberg bis Niedernhall.

Den Tag ausklingen lassen,

kann man in den Weinbergen

bei guter Unterhaltung.

www.geniessertour.de

FOTO: PRIVAT

8.-18.09.22

HEILBRONNER WEINDORF

380 Weine, Sekte und Seccos an elf Festtagen bei

Live-Musik genießen – das ist bei der 50. Ausgabe des

Events rund um das historische Rathaus möglich.

www.heilbronn.de

Info Alle angegebenen Termine unter Vorbehalt.

Bitte aktuelle Bedingungen vor Teilnahme checken.

43


VERANSTALTUNGSKALENDER

Events im

August & September

KUNST

& MEHR

Bad Mergentheim

Total abgefahren – Auto-Cartoons

von Wolfgang

Sperzel

Kulturforum, bis 18.09.,

täglich, 10.30–17 Uhr

Braunsbach

Groß ist das Handwerk,

denn es ehrt seinen

Meister

Rabbinatsmuseum, 14.,

28.08., 04., 11., 25.09.,

14–18 Uhr

Crailsheim

Die Sprache der Kunst –

Helga Gimpel

Kunsthalle der Sparkasse,

bis 31.08., Mo-Fr, 9–13

Uhr, Mo+Do zusätzlich

14–18 Uhr, Di+Mi+Fr zusätzlich

14–17 Uhr

Sonderausstellung: Vom

Leben – vom Sein

mit Werken von Roland

Bauer, Susanne Neuner

und Franz Raßl, Stadtmuseum

im Spital, bis 21.08.,

Mi 9–19 Uhr, Sa 14–18 Uhr,

So 11–18 Uhr

Ilshofen

Licht und Farbe – Else

Däuber

Pfarrscheuer 11.09., 18.09.,

24.09., 25.09., 14–17 Uhr

Kirchberg

Perspektivwechsel

Arbeiten von Ulrike Donié,

Orangerie, bis 28.08.,

sonntags, 11–18 Uhr

Künzelsau

Horst Antes zum 85.

Geburtstag – Werkschau

Carmen-Würth-Forum,

täglich, 11–19 Uhr

Weitblick – Reinhold

Würth und seine Kunst

Carmen-Würth-Forum,

täglich, 11–19 Uhr

Cocoon von Edita Kadiric

Museum Würth, täglich,

11–18 Uhr

Langenburg

Baukunst – Kunst am Bau

Hofratshaus 03.08., 14–17

Uhr; 07.08., 15–17 Uhr

Dietrich Bonhoeffer –

Widerstand gegen die

Nazidiktatur

Stadtkirche, bis 04.09.,

täglich, 9–19 Uhr

Mainhardt

Bilder von Manfred Pahl

Pahl-Museum, sonn- und

feiertags, 13–17 Uhr

Dauerausstellung

Römermuseum, sonntags,

14–16 Uhr

Rot am See

Besichtigung Ausstellung

Rohrturm, 07.08., 04.09.,

14–16 Uhr

Gebrauchsgegenstände

und Kulturgüter aus

vergangenen Tagen

alte Dorfschule, 07.08.,

04.09., 14–17 Uhr

Schwäbisch Hall

Alte Meister

Johanniterkirche, täglich,

11–17 Uhr

Alt und jung sein - Erinnerungen

an die Jugend

Therapiezentrum am

Diak, Mo-Fr, 7–19 Uhr

Atelier Veroart

Veronica Solzin, donnerstags,

16–18 Uhr

Dieter Franck, Farbe und

Licht, Malerei

Dieter Franck Haus, bis

18.09., sonntags, 13–18

Uhr

Feuerwehrmuseum

07.08., 21.08., 04.09.,

18.09., 11–16 Uhr

Kunstform Marionette,

Grenzgänger zwischen

bildender und darstellender

Kunst – Pendel

Marionetten

Hällisch-Fränkisches Museum,

Di-So, 10–17 Uhr

Respekt – Comics mit

Haltung

Goethe-Institut, Mo-Fr,

8–17 Uhr

Sport, Spaß & Spiel

Kunsthalle Würth, täglich,

10–18 Uhr

Tanz des Lebens - Ursula

Groh

Besuch auch nach telefonischer

Voranmeldung

unter Tel. 07 91/9 46

36 44 möglich, Hospiz-Dienst,

Mo+Mi, 10–14

Uhr

Württemberg in Afrika –

Fragmente einer deutschen

Kolonialgeschichte

Hällisch-Fränkisches

Museum bis 25.09., Di-Fr,

10–17 Uhr

Untermünkheim

Hohenloher

Bauernmöbel

Rößler-Museum, sonntags,

14–17 Uhr

Vellberg

Natur- und Heimatmuseum

Vellberg

sonntags, 14–16.30 Uhr

TERMIN-

PLANER

Bad Mergentheim

After Work Market

Marktplatz 06.09., 13.09.,

20.09., 27.09., ab 8 Uhr

Hohenloher Kultursommer:

Canzoni Romantica

mit Silke Aichhorn und

Andreas Schablas, Reinhold-Würth-Haus

24.09.,

18 Uhr

Lieder im Schloss: Die

fantastischen Vier

Schlosshof 06.08., 20 Uhr

Mallorca Sommer Festival

Volksfestplatz 10.09.,

15–21 Uhr

Nachtbummel

Stadt 09.09., 17–0 Uhr

Waldkino

Wildpark 08.08.–14.08.,

21.30 Uhr

44


Wil Salden und Glenn

Miller Orchestra

Wandelhalle 01.08.,

19.30 Uhr

Bretzfeld

Hohenloher Kultursommer:

Neo-Folk aus

Westirland

mit Billow Wood, Alte

Kelter, Geddelsbach

04.09., 17 Uhr

Hohenloher Kultursommer:

Sie shpiel´n

klezmer so shein

mit der Vagabund Klezmberband,

Alte Kelter,

Geddelsbach 10.09.,

18 Uhr

Goldbacher Lichterfest

Festplatz 21.08., 19 Uhr

Ilshofen

Herbst- und Töpfermarkt

Marktplatz 24.09., 25.09.

Hohenloher Kultursommer:

Geschichten aus

Genua

mit I Liguriani, Franksche

Scheune, Oberaspach

03.08., 19 Uhr

Ingelfingen

Weinfest

Kelter, Criesbach 26.08.–

29.08.

Jagsthausen

Burgfestspiele: Baskerville

– Sherlock Holmes

und der Hund von Baskerville

Götzenburg 18.08.,

25.08., 20.30 Uhr

Burgfestspiele: Götz von

Berlichingen

Götzenburg 04.08., 11.08.,

28.08., 20.30 Uhr

Burgfestspiele: Judas

Jakobuskirche, Jagsthausen

07.08., 18 Uhr

Burgfestspiele: Ladies

Night

Götzenburg 06.08.,

13.08., 21.08., 20.30 Uhr

Burgfestspiele: Monty

Python‘s Spamalot

Götzenburg 12.08., 19.08.,

20.08., 27.08., 20.30 Uhr

Hit it! Musical Hightlights

aus Jagsthausen

Götzenburg 14.08.,

18.30 Uhr

Krautheim

Hohenloher Kultursommer:

Viva!

mit dem Ensemble Opia,

Schloss, Neunstetten

21.08., 17 Uhr

Weintage

Winzerkeller, Klepsau

02.09.–04.09.

Kreßberg

Konzertabend: Classic

meets Rock

Waldfreibad, Bergertshofen

06.08., 19 Uhr

Künzelsau

Hohenloher Kultursommer:

Aus der neuen Welt

mit Hansjörg Albrecht,

Johanneskirche 28.08.,

17 Uhr

Sichelhenket

Ortsmitte, Roßfeld

09.09.–11.09.

Creglingen

Hohenloher Kultursommer:

Kosmos

Akkordeon

mit Igor Kvashevich

(bei schlechtem Wetter

im Romschlössle),

Rosengarten am Romschlössle

13.08., 18 Uhr

Sichelhenke und

Erntefest

Manz Becktechnik

27.08., 28.08.

Dörzbach

Schubertiade

Schloss Eyb, Josef Semeleder

– Der Kontrabass

11.09., 17 Uhr

Frankenhardt

Böhmischer

Sommernachtstraum

Doppelkonzert von

Alpenblech und Egerländer

Blasmusik Frankenhardt,

Frankenhalle,

Gründelhardt 13.08.,

18 Uhr

Gaildorf

Hohenloher Kultursommer:

Mozart on

the road

mit dem Trio ClariNoir,

Altes Schloss, Wurmbrandsaal

20.08.,

18 Uhr

40 Jahre Museumsbetrieb

HAMMERSCHMIEDE GRÖNINGEN

Nach umfangreichen Restaurierungsund

Instandsetzungsarbeiten in der

Hammerschmiede Gröningen konnte

der Museumsbetrieb Anfang April in die

neue Saison 2022 starten.

Seit nunmehr 40 Jahren ist die Ham mer -

schmiede Gröningen ein leben diges

Museum und ein beliebtes Ausflugsziel

für Familien, Naturfreunde und

technik begeisterte Menschen.

Die Besucher können das technische

Kulturdenkmal im Gronachtal bei

Gröningen im Landkreis Schwäbisch

Hall besichtigen und das interessante

Handwerk in der über 200 Jahre alten

Hammerschmiede verfolgen. Die

ehrenamtlichen Helfer vermitteln in

fachkundigen Führungen Wissenswertes

über das Leben und Schaffen

in der Schmiede. Es ist beeindruckend,

mit wie viel Geschick und Können

die Handwerker mit dem gewaltigen

Hammerwerk Stahl und Eisen zu einem

Werkzeug formen.

Interessant sind auch die historische

Dampfmaschine und eine alte Ölmühle

sowie die historischen Räume des

Museumsgebäudes.

Das am Sonntag, 28. August 2022, traditionell

stattfindende Hammerschmiedefest

mit Handwerkermarkt soll zum

Anlass genommen werden, das 40-jährige

Jubiläum des Museumsbetriebs

zu begehen, ein Besuch der sich lohnt.

Wanderungen durchs Gronach- und

Jagsttal lassen sich hervorragend

mit einem Abstecher in die Hammerschmiede

Gröningen verbinden. Diese

ist am Wochenende von 11.00 bis 18.00

Uhr geöffnet. Die Gaststätte „Einkehr

zur Hammerschmiede“ lädt ebenfalls

zu den genannten Zeiten sowie freitags

ab 17 Uhr zum Verweilen ein.

Besucher sind gebeten, den Parkplatz

an der K 2508 oberhalb der Hammerschmiede

zu benutzen und zu Fuß ins

Gronachtal zu gehen. Die Zufahrt ist

nicht gestattet.

Hammerschmiede Gröningen

Naturschutzgebiet Mittleres Jagsttal

Das technische Kulturdenkmal verdeutlicht eindrucksvoll die

technische Entwicklung an der Schwelle vom Handwerk zum

Industriezeitalter. Die aus dem Jahr 1804 stammende Hammerschmiede

arbeitet mit Wasserkraft der Gronach, die in einem

romantischen, tief eingeschnittenen Tal der Jagst zufließt.

ÖFFNUNGSZEITEN MUSEUM

vom 3. April – 30. Oktober

Samstags und an Sonn- und Feiertagen

von 11.00 bis 18.00 Uhr

Jeden 1. Sonntag im Monat

ist Aktionstag

Anzeige

Ein Besuch,

der sich lohnt

Nähere Information: Rathaus Satteldorf 07951 47 00-14

Hammerschmiede Gröningen · Tel. 07955 9297334 · www.satteldorf.de


VERANSTALTUNGSKALENDER

Hohenloher Kultursommer:

Gala der Preisträger

des internationalen

Violinwettbewerb

und dem Concertino

Ensemble, Carmen-Würth-Forum,

Gaisbach 03.09.,

18 Uhr

Kultur bei Würth: 32.

Würth-Preis der

Jeunesses Musicales

Deutschland

Preisverleihung und Konzert,

Carmen-Würth-Forum,

Gaisbach 26.09., 19

Uhr

Kultur bei Würth: Die

Perlingerin – worum es

wirklich geht

Kabarett mit Sissi Perlinger,

Carmen-Würth-Forum,

Gaisbach 22.09., 19

Uhr

Kultur bei Würth: Otto

Kohlstock

Carmen-Würth-Forum,

Gaisbach 12.09.,

19 Uhr

Mitternachtsshopping

Innenstadt 16.09., 18–0

Uhr

Sommer in der Stadt:

Alley Cats

Pimpls – Biergarten am

Kocher 04.08., 17–21 Uhr

Sommer in der Stadt:

Keep Alive

Keltergasse 18.08., 17–21

Uhr

Sommer in der Stadt:

Lazy Monkeys

Bahnhof 11.08., 17 bis 21

Uhr

Sommer in der Stadt:

Little Miss Martin

Hauptstraße 08.09., 17–21

Uhr

Sommer in der Stadt:

Rockzylla

Oberer Bach 01.09., 17–21

Uhr

Sommer in der Stadt:

Simone & Nadine – syrischer

Abend

Unterer Markt 25.08.,

17–21 Uhr

Kupferzell

Kärwe

Feuerwehrmagazin

30.09.

Langenburg

David Werker: Plötzlich

seriös?!

Philosophenkeller 16.09.,

20 Uhr

Gärten, Grafen und

Geschichten

Gut Ludwigsruhe 14.08.,

17 Uhr

Hohenloher Kultursommer:

Schubertiade

mit Liga Skride und dem

Concertino Ensemble,

Schloss, Barocksaal

21.08., 17 Uhr

Hohenloher Kultursommer:

Tannhäuser – Wagner

in 90 Minuten

mit dem Ensemble

d‘Accord, Schloss, Barocksaal

25.09., 17 Uhr

Mainhardt

Die Wunderübung – Komödie

Riegenhof, Kulturscheune

29.09., 19.30 Uhr

Niedernhall

ebm-papst Marathon

Freibad 10.09., 15 Uhr;

11.09., 8.30 Uhr

Öhringen

21. Night of Music

Innenstadt 30.09., 21 Uhr

Hohenloher Kultursommer:

Gemischtes Doppel

Lena Neudauer, Matthias

Kirschnereit, Württembergisches

Kammerorchester

Heilbronn, Kultura

11.09., 17 Uhr

Hohenloher Kultursommer:

Keyfiddle-Journey

Stallscheune, Cappel

20.08., 18 Uhr

Hohenloher Kultursommer:

Missa A16 Voci

mit dem Stuttgarter

Kammerchor, Stiftskirche

02.09., 18.30 Uhr

Lange Nacht der Kultur

Innenstadt 17.09.,

18–23 Uhr

Pfedelbach

Hohenloher Kultursommer:

La Montanara

mit Bozen Brass (bei

schlechtem Wetter in der

Nobelgusch), Schlosshof

07.08., 17 Uhr

Schöntal

Hohenloher Kultursommer:

Abendgebet

mit Heinavanker, Bildungshaus

Kloster

Schöntal 06.08., 18 Uhr

Hohenloher Kultursommer:

Abschlusskonzert

des Meisterkurses für

Streicher

Bildungshaus Kloster

Schöntal 24.08., 17 Uhr

Hohenloher Kultursommer:

Eröffnungskonzert

Internationaler Violinwettbewerb

mit dem Concertino

Ensemble, Bildungshaus

Kloster Schöntal 27.08.,

18 Uhr

Hohenloher Kultursommer:

Klaviersommer zu

Gast bei Fanny und Felix

mit Ana-Marija Markovina,

Bildungshaus Kloster

Schöntal 07.08., 17 Uhr

Hohenloher Kultursommer:

Matinée der Preisträger

des Internationalen

Violinwettbewerb

Bildungshaus Kloster

Schöntall 03.09., 11 Uhr

Hohenloher Kultursommer:

Nachtzug Paris-Moskau

mit dem Trio Étoiles,

Schloss, Aschhausen

11.08., 18.30 Uhr

Schrozberg

Hohenloher Kultursommer:

Es war einmal in

Bartenstein ...

Fürstlich Löwensteinische

Hofmusic, Schlosskapelle,

Bartenstein 17.09., 18 Uhr

Open Air mit den Nordakas

(bei schlechtem Wetter

im Kultursaal), Schlosshof

06.08., 20 Uhr

Open Air mit WildOne

(bei schlechtem Wetter

im Kultursaal), Schlosshof

05.08., 19.30 Uhr

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Rothenburg o.d. Tauber

Reichsstadt-Festtage

mit Feldlager, Fackelumzug

und Feuerwerk

02.09.–04.09.

Schwäbisch Hall

Liederkranz Tüngental-Männergesangverein:

Dreschschuppenfest

Dreschschuppen, Tüngental

06.08., 17 Uhr; 07.08.,

10 Uhr

50 Jahre Kino im Schafstall

Kino im Schafstall, Menschen

am Sonntag mit

Live DJ Set von D‘Dread

17.09., 19.30 Uhr

Anno Domini 1749

Freilandmuseum, Wackershofen

26.08.–28.08.,

11–18 Uhr

Ars-Conectit-Festival

Freilandmuseum, Wackershofen

14.08.–09.09.,

ab 11 Uhr

Backofenfest

Freilandmuseum, Wackershofen

24.09., 25.09.,

10–18 Uhr

Freilichtspiele: Cyrano

de Bergerac

Große Treppe 05.08.,

06.08., 21.08., 23.08.–

25.08., 20.30 Uhr

Freilichtspiele: Der

kleine Horrorladen

Große Treppe 07.08.,

09.08., 10.08., 11.08.,

12.08., 13.08., 14.08.,

16.08., 17.08., 18.08.,

19.08., 20.08., 20.30 Uhr

Freilichtspiele: Ewig

Jung

Neues Globe 02.08.–

04.08., 20 Uhr

Freilichtspiele:

Für immer Azzuro

Neues Globe 30.08.–

04.09., 20 Uhr

Freilichtspiele:

Geschichten aus dem

Wiener Wald

Neues Globe 05.08.–

07.08., 23.08.–25.08.,

20 Uhr

Freilichtspiele:

Konzert mit Katrin

Eckstein – Tango Si!

Neues Globe 21.08., 20

Uhr

Freilichtspiele: Matinee

Neues Globe 21.08., 11 Uhr

Freilichtspiele: Nathan

der Weise

Große Treppe 02.08.,

20.30 Uhr

Freilichtspiele: Stars on

stairs – Gala-Konzert

Große Treppe 26.08.,

20.30 Uhr

Freilichtspiele: Was ihr

wollt

Neues Globe 11.08., 12.08.,

13.08., 14.08., 16.08.,

17.08., 18.08., 19.08.,

20.08., 20 Uhr

Freundschaftstag der

ausländ. Vereine in Hall

Marktplatz 18.09., ab 11.30

Uhr

Hohenloher Kultursommer:

Aus dem Schatten

Trio Parnassus, Hospitalkirche

18.09., 14 Uhr

Hohenloher Kultursommer:

Das Meer – Konzert

für Klavier, Cello, Video

mit Michael Rettig (Klavier)

und Miran Zrimsek

(Cello), Kunsthalle Würth

18.09., 17 Uhr

Hohenloher Kultursommer:

Midsummer

mit dem Quadriga Consort,

Großcomburg,

Steinbach 24.09.,

18 Uhr

Hohenloher Kultursommer:

Vergleich ich dich

mit einem Sommertag

mit Heiko Ruprecht (Rezitation)

und Veronika

Ponzer (Harfe), Neues

Globe 18.09., 11 Uhr

Hoolgaschtfest

Zwinger 06.08., 19 Uhr

Internationales

Vorderladerschießen

Hasenbühl, Hessental

02.–04.09.

Kammerkonzerte: Stuttgarter

Philharmoniker

Kirche St. Michael 16.09.,

19 Uhr

Kochen in alten Küchen

Freilandmuseum, Wackershofen

18.09., 11–16

Uhr

Landesjazzfestival:

Edgar Knecht Trio –

Personal Seasons

Hospitalkirche 30.09., 21

Uhr

Landesjazzfestival:

Jakob Manz & Johanna

Summer

Hospitalkirche 30.09., 19

Uhr

Landesjazzfestival: Kit

Downes – Kirchenorgel

Solo

Kirche St. Katharina

25.09., 11 Uhr

Landesjazzfestival:

Magnus Mehl Quartett

Hospitalkirche 28.09., 19

Uhr

Landesjazzfestival: Marialy

Pacheco & Joo Kraus

Hospitalkirche 23.09., 19

Uhr

Landesjazzfestival:

Regener Pappik Busch

Hospitalkirche 24.09.,

19.30 Uhr

Schausieden der

Siedeknechte

Siedehütte hinter dem

Hällisch-Fränkischen Museum

11.09., 11–17 Uhr

Sommerakademie

Haller Akademie der

Künste 01.08., 02.08.,

03.08., 04.08., 05.08.,

08.08., 09.08., 10.08.,

11.08., 12.08.; 13.08., 11–13

Uhr

Stunde der Kirchenmusik

Kirche St. Michael 29.09.,

19.30 Uhr

Tag der offenen Tür mit

Ausstellung

Gewerbliche Schule,

Fachschule für Holztechnik

11.09., 10–16 Uhr

Tag des alten Handwerks

Freilandmuseum,

Wackershofen 11.09.,

11–18 Uhr

Urban Priol

Neubau-Saal 30.09.,

20 Uhr

Vellberg

Hohenloher Kultursommer:

Vicente Patíz –

Adventures

Schloss, Rittersaal 16.09.,

18.30 Uhr

Werner Koczwara – Am

Tag, als ein Grenzstein

verrückt wurde

Stadthalle, Talheim 10.09.,

20 Uhr

Waldenburg

Hohenloher Kultursommer:

61 Saiten – bezaubernde

Zupfmusik

mit Sixty1Strings, ev.

Stadtkirche St. Ägidien,

Waldenburg 13.08.,

18 Uhr

Weikersheim

Hohenloher Kultursommer:

Prinz-Constantin-Konzert

Schloss 10.09., 20 Uhr

Gut laufende und bestens ausgestattete

VEREINSGASTSTÄTTE

Nähe Schwäbisch Hall ab dem 1. Oktober 2022 zu verpachten.

Die Gaststätte hat ca. 50 Innen- und 50 Außenplätze auf einer tollen

Sonnenterasse. Täglich findet Sportbetrieb von Fußball (20 Mannschaften

im Pflichtspielbetrieb), Tennis, Boule und anderen statt. Über

die Saison viele gut besuchte Heimspiele, Turniere etc. Sehr flexible

Abstimmung und die Möglichkeit eigene Ideen zu realisieren vorhanden.

Bei Interesse einfach melden unter

0179/ 2 904329 oder 01 75/ 8 617727

oder eine Mail an: mmbauer@gmx.de

47


EVENTS

Was war los?

...im Juli

HOHENLOHER WEINDORF Zum

25. Jubiläum des Festes kamen rund

28 000 Menschen nach Öhringen.

SOMMERUMZUG BÜHLERTANN Narri

Narro im Juli – Bühlertann holte den

ausgefallenen Faschingsumzug nach.

SPARKASSEN-BUNDESLIGA-CUP

Acht U19-Mannschaften traten beim

Turnier an. Der VfB Stuttgart gewann.

MARK FORSTER Der Popsänger war

beim Open-Air-Festival „Sounds of

Hall“ zu Gast und begeisterte Jung

und Alt.

FOTO: UFUK ARSLAN

JACOBI-SOMMERFEST Ein Festzug,

Party im Zelt und buntes Markttreiben

standen in Schrozberg auf dem Plan.

FOTO: BIRGIT TRINKLE

FOTO: KURVERWALTUNG BAD MERGENTHEIM

FOTO: UFUK ARSLAN

FOTO: UFUK ARSLAN

FOTO: STADTVERWALTUNG ÖHRINGEN

KURPARKFEST Fast 15 000 Kerzen

brachten den Kurpark in Bad

Mergentheim zum Leuchten.

REGIONALTAG Kommunen, Institutionen

und Vereine aus Heilbronn-Franken

stellten sich in Crailsheim vor.

FOTO: JULIA VOGELMANN

48


CHRISTOPHER STREET DAY Ein

Zeichen gegen Diskriminierung in Hall.

DER KLEINE HORRORLADEN feierte

Premiere bei den Freilichtspielen Hall.

MUSIKFEST „Europa – Musikalisch

grenzenlos“ lautete das Motto der Veranstaltung

auf Schloss Weikersheim.

WEINBRUNNENFEST Leckere Weine

und ein buntes Programm sorgten in

Vellberg für ausgelassene Stimmung.

FOTO: OLIVER FÄRBER

FOTO: ZIEHL-ABEGG/UFUK ARSLAN

FOTO: FELIX RÖTTGER

FOTO: UFUK ARSLAN

FOTO: UFUK ARSLAN

COMPANY TRAIL Beim Lauf durch den

Gewerbepark Hohenlohe in Waldenburg

gab es viel zu entdecken.

BLUESFEST Musikliebhaber und Fans

kamen beim zweitägigen Festival in

Gaildorf auf ihre Kosten.

FOTO: MATHIAS WELZ

WEITERE FOTOS und Geschichten

findest du auf unserem Instagram-Account

@hohenlohe_trends

49


VORSCHAU

Vorschau

Die nächste

Ausgabe erscheint am

4. Oktober

2022

GOLDENE ERNTEZEIT BRICHT AN

Hallo, herrlicher Herbst – der Anbau

von Obst oder Gemüse sowie das

Herstellen von Lebensmitteln liegt

voll im Trend. Für unser Titelthema

im Oktober machen wir die Hohenloher

Genießer ausfindig.

Foto: Archiv/dpa

ALLES FÜR DAS ROMANTISCHE FEST

„Sag Ja – die Hochzeitsmesse“ lockt am 22. und

23. Oktober nach Crailsheim.

Foto: peterschreiber.media/adobestock.com

UNTERWEGS IM LIMPURGER LAND

So weit das Auge reicht: Die Region

rund um Gaildorf, Oberrot, Fichtenberg

und Sulzbach-Laufen hat neben

seiner Historie allerhand mehr zu

bieten. Langweilig wird‘s in diesem

Landstrich niemandem so schnell!

Foto: Archiv/Clemens Weller

IMPRESSUM

50

HOHENLOHE TRENDS –

Das Freizeitmagazin, 1. August 2022

Verlag I Kontakt:

SÜDWEST PRESSE

Hohenlohe GmbH & Co. KG

Haalstraße 5+7, 74523 Schwäbisch Hall

0791/ 404 – 0

Redaktion:

Heribert Lohr (verantw.), Alisa Grün,

Claudia Linz, Eileen Scheiner

0791 / 404 – 450, redaktion.hote@swp.de

Termine: termine.hote@swp.de

Fotos:

Titelfoto: Ufuk Arslan

Fotos wie angegeben: Ufuk Arslan, Alisa Grün,

Claudia Linz, Eileen Scheiner, Archiv- und Pressefotos,

Privatfotos, Shutterstock

Anzeigen

Mario Bayer (verantw.), Ingo Bölz, Holger

Gschwendtner, Martin Haas, Afsoon Kamrani,

Kai Müller, Martin Naterski, Sebastian Nutsch,

Julia Winterfeldt

07 91 / 404 – 260, anzeigen.sho@swp.de

Grafik

Eva Maria Schmeiser, mediaservice ulm

Vertrieb

Peer Ley (verantw.)

logistik.sho@swp.de

Druck

Konradin Druck GmbH

Kohlhammerstraße 1-15

70771 Leinfelden-Echterdingen

Auflage: 20.000

An über 600 Verteilstellen im Landkreis Schwäbisch

Hall, Hohenlohekreis & Main-Tauber-Kreis

Anzeigenschluss

Oktober-Ausgabe: 30. August 2022

November-Ausgabe: 27. September 2022

Homepage

www.swp.de/thema/hohenlohetrends

Hohenlohe Trends auf Instagram

@hohenlohetrends

auf Facebook: trends.hohenlohe


WEINSBERG

9. Dez. ꞌ22 bis 14. Jan. ꞌ23 | Neues Menü & neue Show

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PIONIERGEIST MADE IN CRAILSHEIM.

MIT WEITSICHT UND AUSDAUER.

Wer eine ganze Branche verändern möchte, braucht nicht nur eine Vision.

Sondern auch den Mut und die Ausdauer, sie umzusetzen. So wie

Gerhard Schubert, der 1966 begann, die Verpackungsmaschinenbranche

zu revolutionieren. Dieser Pioniergeist prägt unser Handeln bis heute.

Seit vielen Jahren gehört die Schubert Gruppe zu den weltweit führenden

Unternehmen für Verpackungsmaschinen, 2018 wurde unser Werk

Crailsheim als Fabrik des Jahres ausgezeichnet. Wir hören nicht auf,

die Zukunft weiterzuentwickeln. Mit Visionen, Mut und Ausdauer.

www.schubert.group

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