GOLF.NATUR.ERLEBNIS Niedersachsen-Bremen
Nachhaltigkeit und Golfsport sind kein Widerspruch. Schon lange wird auf den in Niedersachsen und Bremen gelegenen Golfanlagen der Naturschutz ganz groß geschrieben. Mit welcher Kreativität und Vielfalt sich diese für nachhaltige Naturschutzprojekte einsetzen um die Artenvielfalt zu bewahren und wieder herzustellen, lesen Sie in der Broschüre GOLF.NATUR.ERLEBNIS Niedersachsen-Bremen. Eine interessante Lektüre für Golferinnen und Golfer, und die die es gerne werden möchten.
Nachhaltigkeit und Golfsport sind kein Widerspruch.
Schon lange wird auf den in Niedersachsen und Bremen gelegenen Golfanlagen der Naturschutz ganz groß geschrieben. Mit welcher Kreativität und Vielfalt sich diese für nachhaltige Naturschutzprojekte einsetzen um die Artenvielfalt zu bewahren und wieder herzustellen, lesen Sie in der Broschüre GOLF.NATUR.ERLEBNIS Niedersachsen-Bremen. Eine interessante Lektüre für Golferinnen und Golfer, und die die es gerne werden möchten.
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NACHHALTIGKEIT UND <strong>GOLF</strong>-<br />
SPORT SIND KEIN WIDERSPRUCH!<br />
Der Naturschutz und die Nachhaltigkeit sind zurzeit in aller Munde:<br />
Und das mit Recht!<br />
Wer hätte vor 20 Jahren gedacht, dass sich Naturschützer und Golfer in<br />
der Beurteilung des ökologischen Wertes von Golfanlagen einig sind.<br />
Nicht erst die „Fridays for Future“-Generation hat den Klimaschutz erfunden.<br />
Schon lange wird auf den in <strong>Niedersachsen</strong> und <strong>Bremen</strong> gelegenen<br />
Golfan lagen – entgegen hartnäckiger Vorurteile – der Naturschutz<br />
ganz groß geschrieben. Im Vergleich zur konventionellen Landwirtschaft,<br />
die durch die Nutzungsintensivierung und Ausräumung der Landschaft<br />
eine starke Artenverarmung hervorgerufen hat, haben verantwortungsbewusste<br />
Golfplatzbetreiber und kompromissbereite Naturschützer begonnen,<br />
regional erfolgreich zusammenzuarbeiten, um wichtige Biotope<br />
zu schaffen.<br />
Wir sind stolz, Ihnen mit der vorliegenden Broschüre aufzuzeigen, mit<br />
welcher Kreativität und Vielfalt sich unsere Golfanlagen in <strong>Niedersachsen</strong><br />
und <strong>Bremen</strong> konkret für nachhaltige Naturschutzprojekte einsetzen,<br />
um die Artenvielfalt wieder herzustellen.<br />
Golfen in der Natur und mit der Natur, das ist unser erklärtes Ziel!<br />
INHALT<br />
<strong>NATUR</strong> . <strong>ERLEBNIS</strong><br />
2 Vielfalt zwischen Bergen und Meer<br />
4 Von Natur aus Golfer<br />
6 Schon gewusst? Golf ist Naturerlebnis!<br />
LEBENSRAUM . <strong>GOLF</strong><br />
8 Der Golfplatz<br />
12 Golf: ein Spiel in der Natur,<br />
mit der Natur<br />
14 Wohnen und schlafen mit Blick<br />
ins Grüne<br />
22 Es summt und brummt auf dem<br />
Golfplatz<br />
<strong>GOLF</strong> . <strong>NATUR</strong> . AKTUELL<br />
10 Das DGV-Zertifikat „<strong>GOLF</strong>&<strong>NATUR</strong>“<br />
18 Sonne, Schafe, Speicherteiche<br />
21 Wasser: ein kostbares Gut!<br />
24 Übersicht Golfclubs / Impressum<br />
Gerhard Michalak<br />
Präsident des Golf-Verbandes <strong>Niedersachsen</strong>-<strong>Bremen</strong> e. V.<br />
Ein bewegender Kurzfilm<br />
zur Artenvielfalt auf Golfplätzen<br />
1
VIELFALT ZWISCHEN BERGEN UND MEER<br />
Von Anja Degner-Baxmann<br />
Fairways und Greens, Bunker, Wasserläufe und Roughs – diese<br />
Elemente sind auf allen Golfplätzen gleich. Und doch ähnelt keiner<br />
dem anderem. Denn es ist die Natur, die den Golfplatz prägt und ihn<br />
einzigartig macht.<br />
Wie vielfältig die Landschaft rund um einen Golfplatz sein<br />
kann, zeigt der Blick nach <strong>Niedersachsen</strong>. Das zweitgrößte Bundesland<br />
Deutschlands ist das einzige mit Bergen und Meeresküste.<br />
Fruchtbare grüne Flächen wechseln sich ab mit farbenprächtigen<br />
Heidelandschaften, geheimnisvollen Mooren, klaren Seen und<br />
großen Flüssen. In <strong>Niedersachsen</strong> liegen rund 800 Naturschutzgebiete,<br />
14 Naturparke, zwei Nationalparke, zwei<br />
Biosphärenreservate, zwei UNESCO-Global-Geoparke, ein<br />
UNESCO-Weltnaturerbe und 75 Golfanlagen, die sich perfekt in<br />
die jeweilige Umgebung einfügen.<br />
2<br />
VON DER EISZEIT GEPRÄGT<br />
Die Eiszeit hat in <strong>Niedersachsen</strong> ihre Spuren hinterlassen und das Land geprägt:<br />
Mit der Geest – weiten Wiesen, Heide und Mooren – hat sie die typische norddeutsche<br />
Landschaft geschaffen. Karg und sandig ist die Geest, deren wohl<br />
bekanntester Landstrich die Lüneburger Heide ist. Im Spätsommer verwandelt<br />
sie sich in ein lila Blütenmeer.<br />
Im Süden und Osten<br />
wird die Geest hügeliger<br />
und trockener. Auf den<br />
Feldern wachsen Getreide,<br />
Kartoffeln und Spargel. Im<br />
nördlichen und westlichen<br />
Teil weidet Vieh auf den<br />
feuchten Wiesen, die Landschaft<br />
ist eher flach und von<br />
Mooren geprägt. In keinem<br />
anderen Bundesland findet<br />
man übrigens so viele Hochmoore<br />
wie in <strong>Niedersachsen</strong>.<br />
Mehr als ein Drittel der<br />
Die Heide – Ein lila Blütenmeer<br />
im Spätsommer.<br />
deutschen Moore liegen hier.<br />
Mystisch, magisch und voller<br />
Urgewalt sind sie, geheimnisvoll<br />
und rätselhaft, ein wichtiger<br />
CO 2<br />
-Speicher und ein<br />
Kontrast zur heutigen Kulturlandschaft.<br />
Ein Besuch in den<br />
Mooren ist zu jeder Jahreszeit<br />
ein beeindruckendes Erlebnis.<br />
Wie weiße Wattebäusche wogen<br />
die blühenden Wollgräser im Frühling. Im<br />
Sommer bestimmt das satte Grün der Moosflechten<br />
das Bild, farbenfroh leuchtet das Heidekraut<br />
im Herbst, bevor der Frost im Winter<br />
die Landschaft in ein weißes, kaltes Kleid hüllt.<br />
Die größten Moorflächen gibt es in den geschützten<br />
Naturparken Moor-Veenland, Wildeshauser<br />
Geest und Steinhuder Meer. >
Auch im Winter ist die<br />
Moorlandschaft sehenswert.<br />
Der Frost hüllt<br />
die Natur in ein weißes,<br />
kaltes Kleid.<br />
> Ebenfalls Relikte aus der Eiszeit sind die Börden. Lössablagerungen haben<br />
diese Gegend am Übergang vom Tiefland in das Niedersächsische Bergland<br />
und den Harz sowie rund um Hannover, Hildesheim und Braunschweig besonders<br />
fruchtbar gemacht. Kein Wunder, dass hier der Ackerbau dominiert. Weit<br />
schweift das Auge über die Felder, unterbrochen nur durch Baumalleen, alte<br />
Gutshöfe, Hügel und kleine Wälder. Von der langen Kulturgeschichte, die bis in<br />
die Jungsteinzeit zurückreicht, zeugen die Megalith- und Hügelgräber im Naturpark<br />
Elm-Lappwald östlich von Braunschweig.<br />
Relikte aus der Eiszeit:<br />
Die Börden sind besonders<br />
fruchtbar.<br />
Wälder, Hochflächen und<br />
tief eingeschnittene Täler<br />
charakterisieren den Harz.<br />
BERGE, SEEN UND MEER<br />
Den Höhepunkt der landschaftlichen Vielfalt in <strong>Niedersachsen</strong><br />
bildet der Kontrast zwischen Bergen<br />
und Meer. Im Süden des Landes erheben sich das<br />
Niedersächsische Bergland und Teile des Harzes mit<br />
dem gleichnamigen Nationalpark. Weiter östlich liegen<br />
viele weitere Naturparke. Der nördlichste und<br />
Landschaft zwischen Dorm und Elm.<br />
größte von ihnen ist der Naturpark Weserbergland<br />
mit den verwachsenen, verkrüppelten Süntelbuchen. Im Naturpark Münden<br />
entsteht die Weser, die neben Elbe und Ems einer der großen Flüsse des Landes<br />
ist. Drei Naturparke und die stolze Hansestadt <strong>Bremen</strong> mit Dom, Roland und<br />
prächtigen hanseatischen Gebäuden säumen ihren Weg zum Meer. Der Abschnitt<br />
der Mittelelbe ist durch das Biosphärenreservat Niedersächsische Elbtalaue<br />
geschützt, eine der letzten naturnahen Flusslandschaften in Mitteleuropa.<br />
Rund um die Ems ist es eher flach, Moore prägen die Gegend. Die drei großen<br />
Binnenseen Dümmer, Zwischenahner und Steinhuder Meer, an dem allein<br />
schon 180 Vogelarten zuhause sind, bieten Flora und Fauna einen besonderen<br />
Lebens-, Rast- und Brutraum. Die Marsch, das flache Schwemmland hinter den<br />
Deichen, bildet den Übergang zwischen Land und<br />
Meer. Die Nordseeküste mit dem Wattenmeer, den<br />
wechselnden Gezeiten und den sieben ostfriesischen<br />
Wollgras – typische Pflanze Inseln ist einzigartig. Seit 2009 ist dieser besondere<br />
einer Moorlandschaft. Naturraum UNESCO-Welterbe und damit besonders<br />
geschützt. ●<br />
Die Nordseeküste<br />
mit dem Wattenmeer:<br />
seit 2009 UNESCO-<br />
Welterbe.<br />
Der Queller besiedelt den<br />
Übergang vom Meer zur<br />
Salzwiese, knapp unter der<br />
Hochwasserlinie. Dort wird<br />
er täglich zweimal vom<br />
Meereswasser überspült.<br />
3
VON <strong>NATUR</strong> AUS: <strong>GOLF</strong>ER<br />
Mein erstes Jahr als Golfer und die<br />
Erkenntnis: Etwas ist anders als vorher.<br />
Ein Jahr ist vergangen, und es war großartig. Jetzt stehe ich wieder hier,<br />
schaue hinunter auf diesen kleinen, weißen Ball vor meinen Füßen. Doch so<br />
vieles ist anders. Die Hände greifen den Golfschläger sicherer, gewohnter. Die<br />
Vorstellung davon, was ich zu tun habe, ist klarer. Am klarsten sind die Empfindungen,<br />
eigentlich nicht neu, doch ganz neu erlebt. Ich stehe am Abschlag<br />
der ersten Spielbahn, ich höre das Vogelgezwitscher in den angrenzenden Bäumen,<br />
rieche das feuchte Gras und spüre, wie der leichte Wind die Haare fliegen<br />
lässt – alles so bewusst wie vielleicht niemals zuvor. Mein erstes Jahr als Golfer<br />
geht zu Ende. Mein erstes Jahr, das ein Anfang war, auf so vielen Ebenen. Wie<br />
dieser Frühlingsmorgen, eben erst geweckt von der sich rührenden Sonne, die<br />
den Tau auf den Halmen glitzern lässt. Habe ich das bis vor diesem Jahr je so<br />
gesehen? Freunde sagten, ich müsste unbedingt ausprobieren, was auf den<br />
730 Golfanlagen in Deutschland ganz einfach möglich sei. Und ja, Golf und<br />
ich, das könnte passen, dachte ich nach dem Einsteigerkurs, der mich auf diese<br />
Golfanlage führte. 18 Bahnen in die Landschaft gebettet, manchmal eng im<br />
Tal, umarmt von Nadelwald und Blumenwiesen, manchmal so weit wie das<br />
Auge gar nicht blicken kann. Irgendwo am Horizont liegt ein anderes Land.<br />
4<br />
<strong>GOLF</strong> UND <strong>NATUR</strong> GEHÖREN ZUSAMMEN<br />
Ich spiele die dritte Spielbahn und erinnere mich an meine erste große Erkenntnis.<br />
Kein Sport der Welt führt für mich die Wunder der Natur und das Streben<br />
nach dem besten Ergebnis so faszinierend zusammen. Denn was ist das beste<br />
Ergebnis im Golf? Ist es die Anzahl der Schläge, die ich am Ende der Runde<br />
gebraucht habe? Oder ist es nicht auch der Moment, wenn ein Golftag einem<br />
alles öffnet, die Seele umarmt und den Geist nicht nur fordert, sondern ihn<br />
auch gleichzeitig befreit? Weil nichts geschieht und doch alles, was wichtig ist.<br />
In der Ruhe liegt die Kraft, daran habe ich oft denken müssen, wenn ich an<br />
Streuobstwiesen vorbei gespielt habe, auf denen irgendwann im Herbst, die<br />
langsam gereiften Äpfel zu Pausen einluden. Wenn ich Vögel beim Bau ihres<br />
Nestes beobachtete oder auf der Blumenwiese die Bienen von Blüte zu Blüte<br />
fliegen sah. Golfplätze sind bisweilen Naturschutzgebiete. Und sie sind immer<br />
ein Naturerlebnis. Ich bin in diesen zwölf Monaten oft an meine persönlichen<br />
Grenzen gestoßen. Doch selten habe ich bewusst die realen Grenzen des Golfplatzes<br />
wahrgenommen. Die Endlosigkeit des Raumes schafft neue Weiten, in<br />
GC Buxtehude<br />
die ich spätestens nach drei, vier Spielbahnen eintauche.<br />
Das Erleben der Natur löst die Verspannung<br />
des Lebens im Alltag. Am 7. Loch beschenkt mich<br />
ein sich schlängelnder Wassergraben mit einer anmutigen<br />
Idylle – und gehörigem Respekt, weil sich<br />
die Bälle dort gerne hin verirren. >
DIE KUNST DES HEILENS KOMMT VON DER <strong>NATUR</strong><br />
> An einer besonderen Stelle gegen Mitte der Runde, da öffnet sich nach einem<br />
Anstieg die Landschaft – und alles mit ihr. Rechts säumt der Wald die Bahn, links<br />
spielen Enten und Gänse in einem kleinen See, wenn sie nicht im hohen Ufergras<br />
verschwinden. Und zwischendurch schlängelt sich die Golfbahn, scheinbar<br />
ehrfürchtig, angeschmiegt in die Natur.<br />
Golf ist ein Spiel in der Natur, mit der Natur. Sie ist Teil des Golferlebnisses. Wir<br />
Menschen fühlen uns wohl, wenn fließende natürliche Linien unsere Umgebung<br />
sinnvoll aufteilen. Und sinnvoll ist für uns, evolutionsbedingt, die Natur, die uns<br />
seit jeher umgibt, beziehungsweise umgeben sollte. Für 93 Prozent aller Golfer<br />
steht der Golfsport für Naturverbundenheit, in „National Geographic“ habe ich<br />
gelesen, dass schon eine kleine Dosis Natur Menschen beruhigen und ihre Leistungsfähigkeit<br />
steigern kann. Paracelsus sagte schon vor 500 Jahren: „Die Kunst<br />
des Heilens kommt von der Natur und nicht vom Arzt.“<br />
GP Hainhaus<br />
Ich stehe auf einem Hügel, die Runde ist fast vorbei. Ich atme tief ein. Dieses die<br />
Spannung auflösende, die Stimmung pflegende Atmen in die Stille habe ich erst<br />
in diesem Jahr gelernt. Einmal habe ich einen Course am Meer gespielt, man<br />
konnte die Brandung hören und der Sturm trieb das Salzwasser in einzelnen<br />
Tropfen über die flache Küste. Die Luft war wie ein Energiestoß, eine Sauerstoffwelle<br />
für den Großstadtbürger.<br />
DIE <strong>NATUR</strong><br />
IST DIE BESTE APOTHEKE<br />
SPIEL IN DEN GEZEITEN<br />
Mir hat das Golfspiel nicht nur Räume geöffnet, sondern auch so viele neue<br />
Räume kreiert – und ich habe in den vielen Gesprächen mit neuen Freunden<br />
von weiteren Golfoasen gehört, die ich alle noch sehen will: Golfanlagen, die<br />
auf Sand gelegen dem Wind strotzen, in dem sich das Dünengras biegt oder<br />
Sebastian Kneipp<br />
Plätze mit Bahnen, die wie auf Alleen durch prächtige Baumschluchten führen<br />
und deren Bäume gefühlt älter sind als der moderne Sport selbst. Golf hat mich<br />
meine Heimat ganz neu entdecken lassen. Und das mit jeder Jahreszeit neu. Das<br />
Sprießen im Frühling, das Erblühen im Sommer, der Morgennebel im Herbst, das<br />
klare Licht des nahenden Winters – es war eine Reise mit der Zeit, ganz natürlich,<br />
ohne Reisestrapazen. Und natürlich komme ich zurück. Immer wieder. So früh<br />
wie möglich. Gerne allein, aber am liebsten mit meiner Familie und Freunden! ●<br />
Quelle: Deutscher Golf Verband e.V.<br />
GC am Meer<br />
5
SCHON GEWUSST?<br />
<strong>GOLF</strong> IST <strong>NATUR</strong><strong>ERLEBNIS</strong>!<br />
Im Durchschnitt verfügt eine Golfanlage in<br />
<strong>Niedersachsen</strong>-<strong>Bremen</strong> über eine Fläche von 70 Hektar.<br />
„EINE INTAKTE <strong>NATUR</strong> IST<br />
DAS KAPITAL DES <strong>GOLF</strong>SPORTS“<br />
Deutscher Golf Verband e. V.<br />
Das Ökosystem „Golfplatz“ unterstützt die<br />
Wasserfiltration, Staub- und CO 2<br />
-Bindung<br />
3 % eines Golfplatzes<br />
werden intensiv behandelt:<br />
Grüns und Abschläge<br />
Golfplätze dienen dem Erhalt der für die Region<br />
typischen Naturlandschaften.<br />
Achimer GC<br />
6
<strong>Niedersachsen</strong> ist das einzige<br />
Bundesland mit Bergen und Meeren<br />
und <strong>Bremen</strong> eine der<br />
grünsten Städte<br />
Deutschlands.<br />
NL<br />
Nordsee<br />
MECKLEN-<br />
BURG-<br />
VORPOM-<br />
MERN<br />
SCHLESWIG-<br />
HOLSTEIN<br />
HAMBURG<br />
<strong>Bremen</strong><br />
N iedersachsen<br />
Hannover<br />
NORDRHEIN-WESTFALEN<br />
HESSEN<br />
SACHSEN-<br />
ANHALT<br />
THÜRINGEN<br />
Castanea GR Adendorf<br />
100.000<br />
Graspflanzen pro<br />
Quadratmeter formen<br />
ein gutes Grün.<br />
17 Golfplätze<br />
befinden sich innerhalb eines niedersächsischen<br />
Naturparks bzw. Nationalparks<br />
oder Biosphärenreservats.<br />
Nur 40 % eines Golfplatzes werden als Spielfläche genutzt,<br />
der Rest bietet Rückzugsraum für viele Tier- und Pflanzenarten.<br />
Quelle: Deutscher Golf Verband e.V. | Golf-Verband <strong>Niedersachsen</strong>-<strong>Bremen</strong> e.V.<br />
Quelle: Deutscher Golf Verband e.V. | NABU Baden-Württemberg<br />
7
SPORT UND <strong>NATUR</strong> AUF DEM <strong>GOLF</strong>PLATZ<br />
DIE DGV-ZERTIFIZIERUNG „<strong>GOLF</strong>&<strong>NATUR</strong>“<br />
Golf ist die einzige anlagengebundene Sportart,<br />
in der die Natur als Qualitätsfaktor wahrgenommen wird.<br />
Daher engagiert sich der Deutsche Golf Verband (DGV)<br />
verstärkt für das Naturerlebnis beim Golfspiel.<br />
Bereits 2005 wurde das Qualitäts- und Umweltzertifikat <strong>GOLF</strong>&<strong>NATUR</strong> als zentrale<br />
Aufgabe im DGV eingeführt, um die Bedingungen für den Golfsport zu optimieren<br />
und gleichzeitig den größtmöglichen Schutz der Natur zu garantieren.<br />
Es ist kein Zertifikat, das nur aufgehängt wird. Die Teilnahme an dem Programm<br />
wirkt sich positiv auf verschiedene Ebenen eines Golfclubs aus. Selbstverständlich<br />
stehen die Natur und die Landschaft im Vordergrund, z. B. mit der Auflistung<br />
landschaftlicher Eigenheiten – was später den Erhalt dieser natürlichen<br />
Lebensräume erleichtert. Aber die Pflege des Platzes, die Arbeitssicherheit sowie<br />
der Spielbetrieb und die Pflege der Maschinen sind weitere Schwerpunkte des<br />
Programms.<br />
Am Anfang des Zertifizierungs-Prozesses steht eine Bestandsaufnahme. In Übersichtskarten<br />
werden die natürlichen Lebensräume für Tier- und Pflanzenarten<br />
eingetragen. Beschrieben werden hier die Standorte, ihre Verteilung, Biotop typen,<br />
Flora und Fauna. Später gehört zum Beispiel die Einhaltung der gesetzlichen<br />
Umweltschutzbestimmungen, inklusive der Entsorgung oder des Recyclings<br />
des Abfalls dazu. Durch optimales Management wurden schon botanische<br />
Kostbarkeiten wie Berg-Sandglöckchen, Englischer Ginster und Tausendgüldenkraut<br />
entdeckt und durch achtsame Pflege geschützt.<br />
Wir möchten unseren Golfanlagen<br />
über das DGV-<br />
Qualitäts- und Umweltmanagementprogramm<br />
<strong>GOLF</strong>&<strong>NATUR</strong> eine praxisnahe<br />
Hilfestellung für ein umweltgerechtes, qualitativ<br />
hochwertiges und effizientes Pflegemanagement<br />
an die Hand geben. Dabei sollen im täglichen Betrieb<br />
die Chancen zur Förderung der biologischen Vielfalt<br />
bestmöglich genutzt werden, gerade weil Golfplätze<br />
über ihre Extensivflächen ein Riesenpotenzial für<br />
die Förderung der Artenvielfalt besitzen.<br />
Marc Biber, DGV-Teamleiter Umwelt & Platzpflege<br />
„<strong>NATUR</strong>SCHUTZ STEHT<br />
GANZ OBEN AUF UNSERER AGENDA“<br />
DGV, Marc Biber<br />
Von der Zertifizierung <strong>GOLF</strong>&<strong>NATUR</strong> profitieren<br />
sowohl die Golfclubs als auch die Golfspielenden,<br />
denn trotz allem steht das Golfspiel im Vordergrund.<br />
Der Prozess optimiert die Spielbedingungen<br />
und der Platz wird umweltbewusst gepflegt: Die<br />
Golfrunde wird zu einem einzigartigen Sporterlebnis<br />
inmitten einer geschützten Natur. ●<br />
10<br />
WIE WIRD EIN <strong>GOLF</strong>PLATZ ZERTIFIZIERT?<br />
Anhand des DGV-Leitfadens <strong>GOLF</strong>&<strong>NATUR</strong> führt die teilnehmende Golfanlage<br />
eine Bestandsaufnahme durch. Daraufhin wird ein Entwicklungsplan erstellt.<br />
Dabei ist wichtig, dass die Anlage selbst Maßnahmen definiert, die sie in ihrer<br />
Entwicklung ordnungsgemäß, umweltbewusst und nachhaltig weiterbringt. Es<br />
gibt drei Stufen der Auszeichnung – Bronze, Silber und Gold, um die Golfanlage<br />
langsam ins Thema einzuführen. Nach zwei Jahren gibt es eine Rezertifizierung.
Auf der Basis eines Monitorings und Berücksichtigung<br />
der Ergebnisse bei künftigen Planungen bietet das Castanea<br />
Golf Resort Adendorf Pflanzen und Tieren wertvollen<br />
Lebensraum und leistet somit einen wichtigen ter Gravensteiner Apfel als<br />
Ein besonderes Erlebnis: Al-<br />
Beitrag zum Schutz der Natur. Durch spezielle Platzpflege<br />
und Gestaltung geschützter Bereiche für Flora und Fauna ist ein Einklang obstwiese an Bahn zwei.<br />
Wegzehrung aus der Streu-<br />
zwischen Golfsport und Natur möglich geworden. Darüber hinaus werden seit Blühende Nachtkerzen auf<br />
Jahren Naturschutzprojekte und naturkundliche Führungen mit dem NABU der Sandmagerrasenfläche an Bahn 5. Leicht im<br />
auf dem Golfplatz umgesetzt. Ausgezeichnet mit dem DGV-Qualitätszertifikat Wind wogende Blühstreifen, die Nahrungsquelle<br />
„<strong>GOLF</strong>&<strong>NATUR</strong>“ in Gold. | Marion groß Osterhues, Castanea Golf Resort, Adendorf für die Bienenstöcke neben Bahn 13. Das Wehr der<br />
Ems an Bahn 16: ein Traum. Das sind Beispiele für<br />
die enorme Artenvielfalt und unterschiedlichen Lebensräume<br />
auf dem 45 Jahre alten Golfclub Ems-<br />
Der Achimer Golfclub nimmt seit 2006 am DGV-<br />
Qualitätszertifikat <strong>GOLF</strong>&<strong>NATUR</strong> teil und war eine<br />
tal, im äußeren Nordwesten von <strong>Niedersachsen</strong>.<br />
der ersten Golfanlagen in Deutschland, die 2009<br />
Ausgezeichnet mit dem DGV-Qualitätszertifikat<br />
mit Gold ausgezeichnet wurde. Ein herausragendes<br />
„<strong>GOLF</strong>&<strong>NATUR</strong>“ in Gold.<br />
Projekt ist die Erweiterung der Streuobstwiese und<br />
Gunda Dröge, Präsidentin Golfclub Emstal e. V.<br />
das Pflanzen von über 20 Obstbäumen direkt auf<br />
dem Golfplatz. Mittlerweile befinden sich hier über<br />
100 Obstbäume, hauptsächlich alte, regionale Obstsorten,<br />
die man heute leider nur noch selten kaufen<br />
für den nachhaltigen Betrieb eines Golfplatzes. Durch<br />
Das DGV-Qualitätszertifikat <strong>GOLF</strong>&<strong>NATUR</strong> ist die Basis<br />
kann. Als Service hält das Golf-und-Natur-Team<br />
die Teilnahme haben wir erstmals erfasst, wie wertvoll<br />
während der Erntezeit jeden Tag frisch gepflückte<br />
ein Golfplatz im Netzwerk des heimischen Ökosystems<br />
Äpfel im Starterhaus bereit:<br />
ist. Großzügige Blühflächen mit heimischen Nutzblühern<br />
und abschnittweise gepflegte Teichränder bieten Insekten wertvolle Tritt-<br />
Energie aus der Natur für<br />
Ihre Golfrunde.<br />
steinbiotope. Im Rahmen des Landschaftsschutzes obliegt dem Golf-Club, am<br />
Thomas Schmidt, Clubmanager, Rande des „Alten Landes“, die Reste des ehemaligen Obstanbaus zu erhalten<br />
Achimer Golfclub e. V.<br />
und die noch gut sichtbaren mittelalterlichen Wölbäcker auf unseren Fairways<br />
zu bewahren. | Kai-Uwe Friedrich, Geschäftsführer, Golf-Club Buxtehude GmbH & Co KG<br />
Die <strong>GOLF</strong>&<strong>NATUR</strong> zertifizierten Golfanlagen<br />
in <strong>Niedersachsen</strong>-<strong>Bremen</strong> – Stand 03. 05. 2022<br />
GOLD Golfclub Emstal • Burgdorfer Golfclub • Achimer Golfclub<br />
Golfanlage„Gut Hainmühlen“ im Moorheilbad • Golfclub Hannover<br />
Oldenburgischer Golfclub • Golf-Resort Adendorf<br />
SILBER<br />
Küsten-Golfclub „Hohe Klint“ Cuxhaven<br />
BRONZE<br />
Golf-Club Buxtehude<br />
Es wäre wünschenswert,<br />
dass die Verantwortlichen<br />
der Golfanlagen die Bedeutung<br />
von Biodiversitätsinitiativen<br />
erkennen, in der<br />
Organisation verankern und<br />
durch Maßnahmen zum Umwelt-, Natur- und Artenschutz<br />
dazu beitragen, dass der Golfsport in der<br />
Öffentlichkeit als naturnah wahrgenommen wird.<br />
Denn: Golf ist die einzige Sportart, die Biodiver sität<br />
schafft, erhalten und fördern kann. | Dr. Gunther Hardt,<br />
Initiator der Entwicklungsgruppe Golf und Biodiversität und<br />
Leiter des DGV- Arbeitskreises Biodiversität<br />
11
WERTVOLLE LEBENSRÄUME<br />
ABSEITS DER SPIELBAHN<br />
<strong>GOLF</strong> IST EIN SPIEL IN DER<br />
<strong>NATUR</strong>, MIT DER <strong>NATUR</strong>.<br />
Die Besonderheit einer jeden Golfanlage ergibt sich aus<br />
der natürlichen Topographie und Umgebung. Wird diese<br />
bei der Planung berücksichtigt und das regionale Landschaftsbild<br />
bewahrt, entsteht eine – unterbewusst wahrgenommene<br />
– Harmonie mit der Umgebung, die aber den<br />
Erholungseffekt in der Natur verstärkt. Darüber hinaus trägt der<br />
Golfsport mit der richtigen Pflege der heimischen Flora und Fauna<br />
zum aktiven Landschaftsschutz bei.<br />
Wie wichtig Biotope für die Biodiversität eines Golfplatzes sind, zeigen viele<br />
Beispiele. Teichflächen, Feuchtgebiete, Obstbaumwiesen oder Waldränder:<br />
Auf diesen kaum genutzten oder bespielten Flächen entstehen abseits von<br />
Fairways günstige Lebensverhältnisse für Flora und Fauna. Anders als bei landwirtschaftlichen<br />
Flächen sind auf einem Golfplatz die Wege zwischen verschiedenen<br />
Lebensräumen kürzer (Biotopvernetzung). Die Tiere haben einen nur<br />
30 bis 90 Meter langen Weg, um ein neues Gebiet zu erobern, oder das Jagdgebiet<br />
zu wechseln. Das erhöht enorm ihre Überlebenschancen (Ausbreitung,<br />
Wanderung und Fortpflanzung). ●<br />
Kräuterrasen, oder<br />
wiesenähnliche<br />
Hardrough-Fläche<br />
Nahrungsquelle für<br />
Bienen und<br />
Schmetterlinge.<br />
Solitärbäume sind die<br />
Hochhäuser der Natur.<br />
Vom Wurzelbereich<br />
bis zur Baumkrone<br />
finden zahlreiche Tiere<br />
einen Unterschlupf:<br />
Igel, Käfer, Vögel ...<br />
Bunkerkanten sind als Nistplatz<br />
heiß begehrt bei den sandliebenden<br />
Wildbienen.<br />
Am spannendsten finde ich<br />
bei der Erweiterung unseres<br />
Platzes die Umwandlung<br />
von einem landwirtschaftlich<br />
genutzten Maisacker in<br />
eine naturnahe Fläche mit<br />
Sand, Heideflächen und zwei neu angelegten Seen.<br />
Acht Hektar neue Biotope und Gewässer sorgen dafür,<br />
dass sich die Natur erholen kann. Schön zu sehen,<br />
dass schon nach kurzer Zeit der Graureiher am<br />
Gewässerrand steht und auf Beute wartet. Fische<br />
müssen also schon drin sein! | Traudy Hammerström,<br />
Öffentlichkeitsarbeit, Golfclub Lilienthal e. V.<br />
12<br />
Bei der Gründung der Golfanlage Golfpark Hainhaus, Ende der 1980er-Jahre,<br />
mussten über 40 naturnahe Verbände davon überzeugt werden, dass Golfsport<br />
und Naturschutz nicht kontraproduktiv sind. Die früher intensiv landwirtschaftlich<br />
genutzte Fläche umfasst heute rund 100 ha, wobei lediglich 3 ha intensiv<br />
als Green gepflegt werden. Der Bachlauf der Wietze wurde renaturiert: Feuchtbermen,<br />
Steilufer und Flachwasserzonen entstanden.<br />
Streuobstwiesen wurden auf alle drei 9-Loch-Schleifen<br />
ausgedehnt und allein die Blühstreifen umfassen<br />
6.000 m² Fläche. Nach rund 30 Jahren Golfbetrieb zeigt<br />
sich: Die Artenvielfalt hat jährlich zugenommen.<br />
Carsten Meyer, Geschäftsführer, Golfpark Hainhaus GmbH
Magerrasen<br />
Zählt zu den artenreichsten Tierlebensräumen und weist eine<br />
enorme Floravielfalt auf. Insbesondere wilde Orchideen finden<br />
hier ein Habitat.<br />
Hochwald mit Totholzstrukturen<br />
Habitat für größere Säugetiere und Höhlenbrüter. Ideal für Fuchs, Specht<br />
oder Waldkauz. Totholz ist ein vielfältiger Lebensraum, von dem Insekten,<br />
aber auch Reptilien, Spinnen oder Fledermäuse profitieren.<br />
Gehölze sind Rückzugsort für Nagetiere<br />
und bieten Nistmöglichkeiten für Freibrüter<br />
wie Buchfink, Singdrossel oder Amsel.<br />
Teichfläche<br />
Ein wichtiger Vorrat<br />
an Wasser für die<br />
heißen Monate. Sie ist aber<br />
auch Lebensraum für Frösche, Libellen<br />
und weitere kleinere Wassertiere.<br />
Feldhecken dienen als<br />
„Trittsteinbiotope“ für Tiere,<br />
die offene Flächen meiden.<br />
Ein idealer Aufenthaltsort<br />
für Feldhasen und Rebhühner.<br />
Grafiik: Hartz, Stuttgart<br />
Stadtnah und doch mitten im Grünen liegt der Golfplatz des GC Bremer<br />
Schweiz. Hier direkt neben der Blumenthaler Aue lädt die Natur zum Golfen<br />
ein. Am Flussufer befinden sich die Brutreviere vieler Vogelarten. Wir schaffen<br />
und erhalten wertvollen Lebensraum für Bienen, Hummeln,<br />
Schmetterlinge und Co. Auch dieses Jahr leistet<br />
der GC Bremer Schweiz einen Beitrag für die Umwelt<br />
und legt eine Blühfläche an, die Nahrungsgrundlage für<br />
viele Insekten ist. | Jan Petersen mit Team, Head-Greenkeeper,<br />
GC Bremer Schweiz e. V.<br />
In der schönen Landschaft<br />
des Heiderandgebiets und<br />
der Moorausläufer im<br />
„Wümmeland“ zwischen<br />
Westerholz und Borchel<br />
liegt die Anlage des Golfclubs<br />
Wümme. Großflächige Wiesen, kleine Heideflächen<br />
und Waldstücke, Knicks, Teiche und der<br />
Einhof Emmen (um 1250) sind die besonderen<br />
Merkmale. In Zusammenarbeit mit Experten und<br />
Naturschutzverbänden wird die Anlage stetig ökologisch<br />
aufgewertet und damit heimischer Flora und<br />
Fauna ein neuer Lebensraum geboten. Eine intakte<br />
Umwelt ist uns ein Grundanliegen und trifft sich mit<br />
dem Wunsch der Golfspielenden nach Sport in gesunder,<br />
vielfältiger Natur. | Hermann Aukamp, Präsident,<br />
Golfclub Wümme e. V.<br />
13
WERTVOLLE LEBENSRÄUME<br />
ABSEITS DER SPIELBAHN<br />
WOHNEN UND SCHLAFEN<br />
MIT BLICK INS GRÜNE<br />
Die Wohnungsnot für die heimische Fauna<br />
nimmt zu. Viele Golfclubs reagieren,<br />
indem sie auf ihrer Anlage geeignete<br />
Lebensräume schaffen.<br />
1<br />
1. Schleiereule<br />
2. Kaisermantel – Schmetterling<br />
des Jahres 2022<br />
IN ALLER RUHE WOHNEN<br />
Zahlreiche Vogelarten brüten in weitgehend geschlossenen Nisthöhlen. Doch<br />
die natürlichen Höhlen schwinden. Eine Lösung sind Nistkästen. Allerdings<br />
bieten diese nur den sogenannten Höhlenbrütern der heimischen Singvögel,<br />
wie z. B. allen Meisenarten, dem Sperling oder dem Gartenrotschwanz, eine<br />
Brutmöglichkeit. Die Frei- und Bodenbrüter, wie z. B. der Buchfink, die Amsel,<br />
der Zaunkönig oder das Rotkehlchen, benötigen zum Nestbau Hecken und<br />
Sträucher bzw. dichtes Gestrüpp in Bodennähe und Unterholz. Fan von Dickicht,<br />
verlassenen Baumhöhlen und leerstehenden Nistkästen ist auch die nur<br />
daumengroße Haselmaus.<br />
Der Eisvogel hingegen braucht sauberes Wasser, naturnahe Bäche, Flüsse und<br />
Seen sowie artenreiche Talauen. Nur dort findet er seine Nahrung, die überwiegend<br />
aus Kleinfischen besteht. Ansitzwarten am Ufer, von denen aus er<br />
auf Beute lauern kann, gehören zum Lebensraum des Eisvogels ebenso wie<br />
natürliche Steilwände, in die er seine Bruthöhlen graben kann. An „sterilen“<br />
Gewässern ohne Büsche, Bäume oder Röhricht wird sich der kleine schillernde<br />
Vogel nicht ansiedeln. In <strong>Niedersachsen</strong> wurde im Jahr 2012 der Bestand auf<br />
rund 500 Brutpaare geschätzt. Davon wurden drei auf den niedersächsischen<br />
Golfanlagen gesichtet. ><br />
2<br />
STECKBRIEF HASELMAUS<br />
Die Haselmaus ist keine Maus im eigentlichen Sinne,<br />
sondern der kleinste Vertreter europäischer Bilche.<br />
Auch die größeren Arten Sieben-, Garten- und<br />
Baumschläfer gehören zur Gruppe der Bilche. Typisch<br />
für sie alle ist ein langer Winterschlaf. Haselmäuse<br />
sind besonders durch den Verlust geeigneter Lebensräume<br />
bedroht. Artenreiche Waldrand- und andere<br />
Saumstrukturen, die sie zum Überleben dringend<br />
brauchen, haben in der ertragsorientierten Forst- und<br />
Landwirtschaft einen eher geringen Stellenwert. Somit<br />
auch eine Spezies, die gerne das „Wohnungsangebot“<br />
auf dem Golfplatz wahrnimmt.<br />
3. Die Haselmaus ist<br />
ein scheuer Bewohner<br />
von Hecken und<br />
Sträuchern.<br />
14<br />
Im Golf Park am Deister<br />
wurde extra ein Ansitz für<br />
den Eisvogel gebaut.<br />
3
4<br />
INSEKTENHOTEL ODER WILDBIENEN-NISTHILFE<br />
> Man sieht sie entlang von Wanderwegen, in Parkanlagen und auch auf Golfplätzen:<br />
Insektenhotels. Vor allem Wildbienen finden dort günstige Nistbedingungen.<br />
Die Lage der Nisthilfe ist sehr wichtig, denn die Bienen mögen es warm<br />
und trocken. Am besten ist eine Südlage, regen- und windgeschützt. Das „Hotel“<br />
sollte jahrelang dort stehen, auch wenn keine Aktivität mehr erkennbar ist.<br />
Da die Wildbienenlarven ein Jahr im Nest verbringen, bevor sie ausschlüpfen,<br />
wäre eine Beseitigung der Nisthilfe für die neue Bienen-Generation tödlich.<br />
5<br />
TOTHOLZ- UND LESESTEINHAUFEN<br />
Liegendes und stehendes Totholz stellt einen sehr vielfältigen Lebensraum dar,<br />
von dem Insekten, Amphibien, Reptilien, Spinnen, aber auch Vögel, Fledermäuse,<br />
Igel, Haselmäuse und andere Tiere profitieren.<br />
Angelegte Trockensteinmauern – z. B. an Abschlägen – oder gesammelte Steine<br />
schaffen spezielle Strukturen und bilden Trittsteinbiotope. An sonnigen Plätzen<br />
als Haufen oder Riegel aufgeschichtet, werden sie von Insekten und Reptilien als<br />
Unterschlupf, Brutplatz und Winterquartier besiedelt. Aber auch Flechten und<br />
Moose und auf Trockenheit spezialisierte Pflanzen wachsen hier.<br />
SITZMÖGLICHKEIT FÜR DIE JAGD<br />
Kreisende Greifvögel über Feldern und Wäldern sind für viele<br />
ein vertrauter Anblick. Aber auch diese anmutigen Tiere benötigen<br />
Hilfe: Auf monotonen landwirtschaftlichen Flächen<br />
fehlt meistens die Möglichkeit für die sogenannte<br />
Sitzjagd, bei der Greifvögel auf Bäumen oder Weidepfosten<br />
sitzen, auf ihre Beute warten und dabei<br />
viel Energie sparen. Als Baumersatz dienen zwei bis<br />
vier Meter lange Rundhölzer mit einem Querholz, auch Julen<br />
genannt. Die Ansitzstange dient ebenfalls als Schutz für junge<br />
Äste, z. B bei Obstbäumen. Mit seiner abwechslungsreichen Landschaft ist der<br />
Golfplatz ein ideales Jagdgebiet für zahlreiche Eulen, wie z. B. der Schleiereule<br />
oder Greifvögel, wie Sperber und Milan.<br />
7<br />
4. Insektenhotels und Nisthilfen sind beliebte Projekte<br />
auf Golfplätzen, hier auf dem Golfplatz Adendorf.<br />
5. – 6. Streuobstwiesen sind eine ganzjährige Nahrungsquelle:<br />
Im Frühling profitieren die Bienen von der Blüte,<br />
im Herbst sind die Früchte für Wespen, Kleintiere<br />
und Menschen eine süße Verführung.<br />
7. Der Sperber ist an seiner weißen und fein quer<br />
gebänderten Unterseite gut zu erkennen.<br />
HILFE FÜR DIE FLEDERMAUS<br />
Fledermäuse gibt es schon seit mehr als 50 Millionen<br />
Jahren. Doch der Bestand ist bedroht. Das<br />
Schwinden des natürlichen Lebensraums, Umweltgifte,<br />
Lichtverschmutzung, der Aberglaube und viele<br />
Faktoren mehr machen den kleinen nachtaktiven<br />
Flugobjekten das Überleben schwer. In <strong>Niedersachsen</strong><br />
kommen immerhin noch 19 der 25 Arten vor,<br />
die in Deutschland heimisch sind. Viele Golfanlagen<br />
engagieren sich für den Fledermausschutz indem<br />
zahlreich für Quartiere gesorgt wird. ><br />
15<br />
6
<strong>NATUR</strong><strong>ERLEBNIS</strong> AUF<br />
18 BAHNEN<br />
> Durch das vielfältige Engagement der<br />
Golfclubs für die Biodiversität entsteht<br />
wertvoller Lebensraum abseits der Spielbahn<br />
für Flora und Fauna. ●<br />
Im Golfclub am Meer bilden Golf und Natur eine gesunde Symbiose. Die 90 Hektar<br />
große Golfanlage vermittelt ein besonderes Naturerlebnis: Wasser, Wald und<br />
die von den Greenkeepern angelegten Blühwiesen sind ein optischer Genuss und<br />
natürliche Rückzugsgebiete für Tiere und Pflanzen. Aufmerksame Beobachter entdecken<br />
hier seltene Vögel wie den Eisvogel oder geschützte<br />
Pflanzen wie das gefleckte Knabenkraut. Das Miteinander<br />
von Golf und Natur wird vom NABU Bad Zwischenahn und<br />
vielen Mitgliedern unterstützt.<br />
Phil Stolle, Clubmanager, Golfclub am Meer e. V.<br />
Rehe schauen<br />
vorsichtig aus<br />
dem Rough, Hasen preschen von rechts<br />
nach links und Rebhühner beschweren<br />
sich lauthals, wenn sie kurzfristig vom<br />
Fairway vertrieben werden. Die 27-Loch-<br />
Anlage Gleidingen ist nicht nur ein Refugium<br />
für Menschen, auch Flora und<br />
Fauna haben auf und neben den Golfbahnen<br />
Lebensraum gefunden. Bienen<br />
profitieren von den eingesäten Wildblumenwiesen<br />
und von den vielen Wildkräutern,<br />
die am Wegesrand oder im „unbeliebten“<br />
Rough wachsen. Alle Gebäudedächer<br />
sind mit Photovoltaik-Anlagen<br />
ausgestattet. Das sind etliche Kilowattstunden<br />
umweltfreundlicher Energie,<br />
die in das öffentliche Netz eingespeist<br />
werden. | Karin Koppers, Präsidentin Golfcub<br />
Gleidingen e. V.<br />
16<br />
GC Syke<br />
GC Wolfsburg / Boldecker Land<br />
Bachläufe und Teiche sind<br />
wertvolle Lebensräume für<br />
Kleintiere. Oft zählen diese zu den<br />
Biotopen mit Spielverbotszone.<br />
Rechts: Lebensraum für Sandeidechsen.<br />
Umweltfreundliche Pflege von<br />
Rough- und Biotopflächen.<br />
Das Eingangsportal des Liethstollens innerhalb des<br />
Golfplatz-Geländes Schaumburg zeugt von der in den<br />
1960er-Jahren zu Ende gegangenen Bergbau-Zeit in<br />
Obernkirchen. Die Stollenstrecke dient heute zum einen<br />
als geschütztes Fledermausquartier. Hier halten aufgrund der für sie optimalen<br />
Temperatur- und Luftfeuchtigkeitsbedingungen sechs Fledermausarten Winterschlaf.<br />
Zum anderen nutzen Amphibien wie Feuersalamander und Grasfrosch<br />
den Stollen. Zahlreich anzutreffen sind auch Höhlenflohkrebse und Insekten.<br />
Hans-Heinrich Hahne, Präsident, Golfclub Schaumburg e. V.<br />
GC Lilienthal
Die Golfanlage des Golf Park Steinhuder Meer bietet<br />
dank des sandigen Untergrundes ein ideales Umfeld für<br />
Sandeidechsen. Um die Ansiedlung der kleinen Echsen<br />
weiter zu fördern, wurden in den letzten Jahren mehrere<br />
Flächen speziell hierfür hergerichtet. Bepflanzt mit<br />
Magerrasen und Heide und bestückt mit Findlingen und<br />
Totholz bieten diese Areale Schutz und Unterschlupf auch für andere Kleinlebewesen.<br />
Speziell angelegte Wildblütenwiesen, blühende Gehölze und ca. 900<br />
Obstbäume bieten Insekten und vor allem auch Bienen reichlich Nahrung.<br />
Rolf Telge, Spielführer, Golf Park Steinhuder Meer<br />
Der Platz des Golf-Clubs Oberneuland ist als Stadtplatz<br />
mitten in <strong>Bremen</strong> eine grüne Lunge für Menschen<br />
und Tiere. Jährlich freuen sich Fledermausforscher<br />
der Universität <strong>Bremen</strong> darüber, dass die<br />
Bestände auf dem Golfplatz stetig steigen. Fünf verschiedene<br />
Fledermausarten wurden beobachtet.<br />
Der Golf-Club und seine Mitglieder haben im Rahmen<br />
einer Spendenaktion zusätzliche Fledermauskästen<br />
angeschafft, um die Population weiter zu<br />
stärken und damit das Golfgelände in<br />
seiner Funktion als Oase für Tiere in<br />
der Stadt auszubauen. | Sebastian Hochbaum,<br />
Clubmanager, GC Oberneuland e.V.<br />
GC Bad Salzdetfurth-Hildesheim GP Steinhuder Meer<br />
Auf einer Gesamtfläche von 75 Hektar in einer charakteristischen<br />
Heidelandschaft befindet sich der 18-Loch-<br />
Platz des Golfclubs Gifhorn. Der Slogan „Golf.Natur.<br />
Vergnügen“ verdeutlicht die Bedeutung der Natur für<br />
die Anlage. Konkret lautet der Vorsatz, dass ein langfristig<br />
angelegter und ökologisch nachhaltiger Umgang<br />
mit dem Ökosystem „Golfplatz“ sichergestellt werden soll: Die Nutzung von<br />
Spielflächen wird durch natürlich belassene Flächen ausgeglichen. Dazu zählen<br />
Heidelandschaften, Trockenrasenflächen, Blumen- und Blühwiesen sowie<br />
eine Vielzahl an Teichen und Feuchtgebieten, die Lebensraum für Flora und<br />
Fauna bieten. | Uli Meier, Clubmanager, Golfclub Gifhorn e. V.<br />
Die Anlage des Golfclubs Wolfsburg Boldecker Land e.V. besteht zu<br />
mehr als 60 Prozent aus unberührten Flächen, mit Wald, Wildwiesen,<br />
Bachläufen und Teichen: ein großer Lebensraum für Flora und Fauna.<br />
Die Einrichtung von Schutzzonen, Blühwiesen und Baumpflanzungen<br />
haben dazu beitragen, dass hier mehr als 60 Vogelarten und vier schutzwürdige<br />
Fledermausarten heimisch sind. Das<br />
Anbringen von Nistkästen und der vollständige<br />
Verzicht auf Pestizide hat dies gefördert. Es<br />
lohnt sich, diesen Weg weiterzugehen.<br />
Norbert Preine, Präsident, Golfclub Wolfsburg /<br />
Boldecker Land e. V.<br />
Seit dem Sommer 2021 sorgt im<br />
Golf-Club Bad Salzdetfurth-Hildesheim<br />
eine kleine Schafherde für<br />
nachhaltige und umweltfreundliche<br />
Pflege der Rough- und Biotopareale.<br />
Der Platz, eingebettet in die hügelige Landschaft des Vorharzes,<br />
bietet vielen Wildtieren ein Zuhause. Auf den Waldspielbahnen<br />
sind unter anderem Fuchs, Hase und Damwild<br />
unterwegs, aber auch Greifvögel und Singvogelarten<br />
können beobachtet werden. Besonders stolz sind wir, dass<br />
Luchse und europäische Wildkatzen zu den Bewohnern auf<br />
unserem Gelände zählen. Diese sind allerdings sehr scheu<br />
und in der Regel nachtaktiv. | Peter Hübner, Schrift- & Pressewart,<br />
Golf-Club Bad Salzdetfurth-Hildesheim<br />
17
SONNE, SCHAFE,<br />
SPEICHERTEICHE<br />
Golfanlagen setzen vermehrt auf<br />
Ressourcenschutz. Verantwortungsvoller<br />
Umgang mit Wasser und Energie<br />
zwischen Fairways und Green.<br />
GC Gifhorn<br />
Eine ökologisch nachhaltige Bewirtschaftung ist<br />
auf den Golfanlagen ein großes Thema. Vor allem<br />
beim Wassermanagement ist im Golfsport einiges<br />
in Bewegung. Die Niederschlagsmengen sind<br />
im Laufe der Jahre ähnlich geblieben. Doch immer<br />
häufiger kommt der Regen in großen Abständen,<br />
es entstehen lange Trockenperioden. Wenn es dann<br />
regnet, fallen oft in kurzer Zeit große Mengen. Der<br />
Arbeitskreis „Bewässerung“ des Deutschen Golf<br />
Verbandes beschäftigt sich mit den aktuellen Entwicklungen<br />
und hat für den verantwortungsvollen<br />
Einsatz der Ressource Wasser ein Leitbild entwickelt.<br />
Dazu zählt unter anderem, sparsam mit Wasser /<br />
Grundwasser umzugehen, Regen- und Oberflächenwasser<br />
zu sammeln, eine moderne ressourcensparende<br />
Beregnungstechnik einzusetzen und auch die<br />
Vegetationsbestände an die veränderten klimatischen<br />
und regionalen Bedingungen anzupassen.<br />
Golfanlagen, die die natürlichen Ressourcen schonen möchten, können beispielsweise<br />
Regenwasser in Vorratsteichen sammeln. Trockenperioden lassen sich<br />
so mit Wasser aus Speicherteichen oder Brunnen überbrücken, ohne Frischwasser<br />
zu verwenden. Das gesammelte Wasser wird der Natur und dem Grundwasser<br />
sukzessive wieder zugeführt – und zwar in guter Qualität, denn das Wasser<br />
der Golfplätze ist nicht mit Pestiziden- und Düngerrückständen belastet, wie es<br />
oft in der Landwirtschaft der Fall ist.<br />
Bei den verwendeten Maschinen sind immer häufiger Elektroantriebe im Einsatz.<br />
Für Golfcarts gibt es bereits Photovoltaik-Panels, die auf dem Dach montiert, die<br />
Reichweite der E-Carts um bis zu 35 Prozent erweitern. Auch sind die Dächer der<br />
Golfanlagen, wie Clubhaus oder Caddiehalle, vermehrt mit Photovoltaikanlagen<br />
ausgestattet. Nicht zu unterschätzen ist auch der ressourcensparende Einsatz<br />
von Schafen und Ziegen als „Landschaftspfleger“ im Hard-Rough. ●<br />
18<br />
1. Stromerzeugung<br />
mit Sonnenkraft.<br />
2. „Vierbeinige<br />
Greenkeeper“ im<br />
Hard-Rough.<br />
GC Gleidingen<br />
1 2<br />
GC Rehburg-Loccum
Der Golfplatz des niedersächsischen<br />
GC Rehburg-<br />
Loccum, zwischen den historischen<br />
Orten Rehburg und<br />
Loccum, harmonisch eingebettet<br />
in die leicht hügelige Landschaft der Rehburger<br />
Berge und am Rande des Naturpark Steinhuder<br />
Meer gelegen, bietet nicht nur zahlreichen<br />
Bienenstöcken für den hauseigenen Honig ein Zuhause:<br />
Die liebevoll und naturverbunden gepflegte<br />
Anlage ist auch Arbeitsstätte von 80 „vierbeinigen<br />
Greenkeepern“, die das Team vor Ort bei ihrer täglichen<br />
Arbeit unterstützen. | Walter Lukasch, GF der GC<br />
Rehburg-Loccum GmbH & Co. KG<br />
Im Osnabrücker Golfclub, der zu den „Leading Golf Clubs of Germany“<br />
zählt, hat das Leben mit und in der Natur Tradition seit 1955. Kleinere<br />
Projekte, angefangen von der Etablierung von Wildblumenwiesen<br />
oder der Anlage von Totholzbereichen für Reptilien, werden aktuell<br />
von kostenintensiven Großprojekten flankiert: Der Bau eines neuen<br />
Speicherteichs für Regen- und Grundwasser und die im Jahr 2022 abgeschlossene<br />
Sanierung der Beregnungsanlage<br />
sind Voraussetzung für ein ressourcensparendes<br />
Bewässern der Golfflächen. Im Fokus stehen nun<br />
erneuerbare Energien – ein<br />
weiterer Beitrag des OGC<br />
für die Nachhaltigkeit.<br />
Oliver Prüter, Clubmanager,<br />
Osnabrücker Golf Club e. V.<br />
Im Zuge des Grünumbaus<br />
(2019–2020) ist auf der<br />
Bahn 12 ein 4.000 m³ großer<br />
Bewässerungsteich entstanden. Dieser bildet<br />
neben seiner Ästhetik und der Gewinnung eines<br />
attraktiven Spielelements eine wichtige Säule des<br />
Wassermanagements im GC Hannover. Der Wasserkreislauf<br />
wurde optimiert, der Einsatz der Ressourcen<br />
(Wasser und Energie) reduziert. Unmittelbar nach<br />
der Befüllung landete ein Entenpärchen auf der<br />
Wasserfläche und schwamm dort mit einer Selbstverständlichkeit,<br />
als wäre dieser Teich das Natürlichste<br />
der Welt. Die Natur hat das neue Golfplatzelement<br />
schnell erobert. Ausgezeichnet mit dem<br />
DGV-Qualitätszertifikat „<strong>GOLF</strong>&<strong>NATUR</strong>“ in Gold.<br />
Sebastian Böhm, Head-Greenkeeper, Golfclub Hannover e. V.<br />
Im Golfclub Syke arbeiten wir momentan an der Einführung eines nachhaltigen<br />
Wassermanagements. Die letzten Sommer haben uns gezeigt, was uns in Zukunft<br />
durch den Klimawandel erwarten könnte. Aus diesem Grund wurde im<br />
letzten Jahr in die Digitalisierung unserer Beregnungsanlage investiert und unter<br />
anderem Feuchtigkeitssensoren und Einzelsteuerungen<br />
der Regner in jedem Grün installiert. Auf diese Weise<br />
kann das Greenkeeping den individuellen Wasserbedarf<br />
pro Grün ermitteln und somit effizienter bewässern.<br />
Caspar Willich, Präsident, Golfclub Syke e. V.<br />
GC Hannover<br />
GC Hannover<br />
GC Hannover<br />
Zum effizienten Wassermanagement zählt<br />
auch die Anlage neuer Speicherteiche.<br />
19
Der Bremer Golfclub Lesmona liegt im Naturschutzgebiet Werderland. Dieses<br />
grüne Kleinod und die üppige Natur lassen vergessen, dass wir mitten<br />
in einer Großstadt sind. Ein Paradies mit viel Raum für Fauna, Flora und<br />
Menschen. Der Golfplatz ist nicht nur ein CO ²<br />
-Filter und trägt damit positiv<br />
zum Klimaschutz bei. Der unversiegelte Boden ist auch ein schönes Stück<br />
Natur, das dem Wasser Raum gibt, wenn es mit Macht kommt. Naturschutz<br />
und Erholung für den Menschen, Golf ein positiver Beitrag zum Klimaschutz!<br />
Lothar Radszuweit, Präsident, Bremer Golfclub Lesmona e. V.<br />
Klimaveränderungen<br />
stellen die Platzpflege<br />
eines Golfclubs vor<br />
neue Aufgaben. Beregnungsanlage und Drainagen<br />
allein reichen nicht aus. Ein gut angepasstes<br />
Wassermanagement ist nötig, um die<br />
Wetterkapriolen mit den Platzbedürfnissen<br />
auszubalancieren. Der Golfclub Isernhagen,<br />
eingebettet in kostbaren Mischwald und Wiesen,<br />
pflegt die Anlage mit der Rückführung<br />
von Oberflächenwasser in ein Rückhaltebecken<br />
und hat so 60.000 Kubikmeter Wasser<br />
zur Beregnung bei Trockenheit gewonnen,<br />
ohne andere Wasserquellen zu beanspruchen.<br />
Gerd Hundertmark, Präsident, Golfclub Isernhagen e. V.<br />
GP am Deister<br />
Zur Förderung der Artenvielfalt und Verbesserung der Wasserqualität der Teiche<br />
und Biotope auf dem Golfplatz Hude wurden in den Wasserflächen Edelkrebse,<br />
die große Teichmuschel und Bitterlinge eingesetzt. Teichmuscheln, die in ihrem<br />
Bestand stark gefährdet sind, leben in einer Symbiose mit den Bitterlingen (Karpfenfische).<br />
Während der Edelkrebs durch die Verbreitung amerikanischer Krebsarten<br />
in Deutschland stark gefährdet ist. Durch den<br />
Besatz der verschiedenen Tierarten wird zum Bestandserhalt<br />
beigetragen und gleichzeitig die Wasserqualität<br />
ohne Einsatz von chemischen Produkten verbessert.<br />
Oliver Bätz, Anlagenmanager, Golf in Hude e.V.<br />
Im Golf Park am Deister wird Oberflächenwasser<br />
über Entwässerungsgräben<br />
in einen extra dafür angelegten<br />
Speicherteich geleitet. Damit werden<br />
gut 90 Prozent des jährlichen Wasserbedarfs<br />
der Golfanlage abgedeckt. De<br />
Rest ist gereinigtes Wasser aus der nahegelegenen Kläranlage.<br />
Dieser Speicherteich ist eine wertvolle Ergänzung des Wassermanagements,<br />
auch im Sinne der Nachhaltigkeit. Ein ganzjähriger<br />
Bewohner unserer Teiche ist der Eisvogel! Extra für ihn<br />
wurde im Teich am Clubhaus ein Ansitz gebaut, den er gern<br />
frühmorgens anfliegt. | Friedrich Schröder, Ehrenpräsident, Golf Park<br />
am Deister e. V.<br />
Bremer GC Lesmona<br />
20<br />
GC Isernhagen<br />
Trockenperioden lassen sich mit Wasser aus Speicherteichen<br />
überbrücken, ohne Frischwasser zu verwenden.<br />
Das gesammelte Wasser wird der Natur und dem<br />
Grundwasser sukzessive wieder zugeführt.
Promotion<br />
RESSOURCENSCHONENDE <strong>GOLF</strong>PLATZPFLEGE<br />
WASSER: EIN KOSTBARES GUT!<br />
Der nachhaltige Gedanke ist längst in der Mitte unserer Gesellschaft angekommen.<br />
Im Golfbereich haben im Grunde alle namhaften Organisationen wie zum<br />
Beispiel der Greenkeeper Verband Deutschland e. V. (GVD) oder der Deutsche<br />
Golf Verband e.V. (DGV) verschiedene Ansätze entwickelt, um den Nachhaltigkeitsgedanken<br />
in Form von konkreten Umwelt-Programmen und Standards zu<br />
transportieren.<br />
Bezogen auf die Ressource Wasser ist ein passgenaues und auf dem neuesten<br />
Stand der Technik basierendes Beregnungskonzept essenziell. Dieses Konzept<br />
umfasst den gesamten Prozess, von der Beschaffung des Wassers bis hin zur zielgerichteten<br />
Ausbringung. Viele Golfanlagen nutzen Beregnungswasser aus meist<br />
künstlich angelegten Speicherteichen. Darin kann das Wasser zum Beispiel von<br />
Gebäudedächern oder auch von Parkplätzen gesammelt werden. Das Verfahren<br />
ist effizient, kosten- sowie ressourcenschonend und steigert die Unabhängigkeit.<br />
Vereinzelt wird auch auf deutschen Golfanlagen auf gereinigtes Abwasser<br />
zurückgegriffen, gerade da wo eine Nutzung des Grundwassers eingeschränkt<br />
ist. Auf vielen Golfplätzen wird inzwischen auch vermehrt in moderne Beregnungssteuerungssysteme,<br />
in die Einzelsteuerung von Regnern und nicht selten<br />
in die Anordnung der Beregnungspunkte investiert. In Kombination mit dem<br />
optimalen Beregnungsradius und Düsentyp kann die richtige Menge Wasser auf<br />
die gewünschte Fläche ausgebracht werden. Eine detaillierte Bestandsaufnahme<br />
mit anschließender Analyse des gesamten Systems birgt somit enorm viel ökologisches<br />
und auch ökonomisches Optimierungspotenzial. In der Regel laufen<br />
moderne, zielgerichtete Systeme wenigstens 20 Prozent effizienter.<br />
Je nach finanziellen Möglichkeiten werden in Bereichen<br />
mit fehlender Beregnung auch vermehrt<br />
Rasensorten eingesetzt, die mit wenig Wasser auskommen.<br />
Auch mobile Regner-Lösungen können unter<br />
Berücksichtigung der erforderlichen Manpower<br />
bedarfsgerecht eingesetzt werden. Einen wesentlichen<br />
Beitrag kann ein abgestimmtes und mit Hilfe<br />
von Messtechnik gestütztes Pflegekonzept leisten.<br />
Die moderne Golfplatzpflege geht immer bewusster<br />
mit dem Einsatz von Ressourcen um, zudem ist die<br />
Nutzung von Flächen als Golfanlage per se schon<br />
ein Zugewinn für die Natur und somit auch für den<br />
Menschen. Golfanlagen tragen deutlich zur Erhaltung<br />
von Ökosystemen und dem Schutz von wild<br />
lebenden Tieren bei. www.sommerfeld.de<br />
21
ES SUMMT UND BRUMMT<br />
AUF DEM <strong>GOLF</strong>PLATZ<br />
Von Anja Degner-Baxmann<br />
Golfsport und die Natur sind eng<br />
miteinander verbunden. Denn neben den<br />
Spielbahnen gibt es viele freie Flächen.<br />
Diese eignen sich hervorragend, um dem<br />
Artensterben entgegenzuwirken und Golfanlagen<br />
bienenfreundlich zu gestalten.<br />
KURZES LEBEN<br />
Wildbienen leben nur etwa vier bis<br />
sechs Wochen. In dieser recht kurzen<br />
Zeitspanne legen Weibchen maximal<br />
zehn bis 30 mit Pollen versorgte<br />
und befruchtete Brutzellen an.<br />
AUF WOHNUNGSSUCHE<br />
Rund 70 Prozent der<br />
Wildbienenarten nisten im Boden,<br />
in Pflanzenstängeln oder<br />
anderen Hohlräumen.<br />
Bienen auf dem Golfplatz? Es muss einem nicht mulmig werden, wenn man davon<br />
hört. Immer mehr Golfplätze halten eigene Bienenvölker und stellen Honig her.<br />
Wenn von bienenfreundlichen Golfplätzen die Rede ist, geht es jedoch weniger<br />
um Honigbienen, sondern in erster Linie um Wildbienen. Hätten Sie es gewusst?<br />
Wildbienen sind viel harmloser als Honigbienen. Während diese gezüchtete Art<br />
mit vielen Tausend anderen in einem Stock wohnt, sind Wildbienen Einzelgänger<br />
und besiedeln ganz unterschiedliche Lebensräume. Einige wohnen in Niströhren<br />
im Erdboden, andere in Mauerritzen, in Gehölzen oder an Pflanzenstängeln.<br />
Entsprechend wählerisch sind sie auch bei den Pflanzen, die sie anfliegen. Wildbienen<br />
sind spezialisiert auf bestimmte Pflanzenfamilien, manchmal sogar nur<br />
auf eine einzige Art. Besonders gerne stehen einheimische Blumen und Blüten<br />
von Obstbäumen auf ihrem Speisezettel. Auch Honig, den wir Menschen nutzen<br />
könnten, produzieren Wildbienen nicht. Dafür ist ihr Stich – sofern sie überhaupt<br />
stechen – in der Regel harmlos. Weltweit gibt es über 2.000 Wildbienenarten,<br />
in Deutschland sind es rund 585 und etwa 360 in <strong>Niedersachsen</strong>-<strong>Bremen</strong>.<br />
Die Hälfte davon steht auf der Roten Liste für bedrohte Tierarten. Die Sand-Steppenbiene<br />
(Nomioides minutissimus) ist mit nur rund vier Millimetern Deutschlands<br />
kleinste Wildbiene. Die größte ist die Große Blaue Holzbiene (Xylocopa<br />
violacea) mit bis zu 2,8 Zentimeter Länge. ><br />
FRÜHSTARTER<br />
Während die Honigbiene erst bei etwa 12 °C losfliegt,<br />
ist die Hummel bei 3 °C, die Gehörnte Mauerbiene bei 4 °C<br />
und die Rostrote Mauerbiene ab 10 °C bereits auf Tour.<br />
WILDBIENE DES JAHRES 2022<br />
Die Rainfarn-Maskenbiene, gerade einmal 7 bis 9 Millimeter groß,<br />
fliegt von Ende Mai bis Ende August vor allem Korbblütler an –<br />
z. B. Margerite oder Ringelblume. Diese Wildbienenart hat keine äußere<br />
Transportvorrichtung (Bauchbürsten, Höschen), stattdessen<br />
verschluckt sie die Pollen und transportiert diese im Kropf ins Nest.<br />
22
GC Buxtehude<br />
GC Emstal<br />
GP Steinhuder Meer<br />
Auf zahlreichen Golfplätzen<br />
in <strong>Niedersachsen</strong>-<strong>Bremen</strong><br />
finden Wildbienen Nahrung<br />
und Unterschlupf.<br />
WOHN- UND HUNGERSNOT<br />
> Wildbienen sind wichtig für die Bestäubung. Und dabei sind sie viel effektiver<br />
als die Honigbienen. In ihrem dicken Pelz bleiben viel mehr Pollen hängen<br />
und sie schütteln die Blüten viel kräftiger aus. Gleichzeitig sind die Bienen auch<br />
eine Nahrungsquelle für Vögel. Und sie leiden besonders unter dem Städteund<br />
Straßenbau, Umweltgiften sowie der monotonen und intensiven Landwirtschaft.<br />
Feldraine, Heiden, Totholz, Magerrasen sowie warme und sandige<br />
Lebensräume, in denen sich Wildbienen gerne aufhalten, schwinden. Wiesen<br />
werden so häufig gemäht, dass keine Blumen und Sträucher mehr blühen und<br />
die Wildbienen keine Nahrung mehr finden. Alte Gehölze, Sträucher und Stängel,<br />
in deren Hohlräumen die Wildbienen ihre Brutzellen anlegen, werden im<br />
Herbst gehäckselt oder verbrannt – der Nachwuchs stirbt.<br />
Der Golf-Club Peine-Edemissen<br />
ist Heimat vieler<br />
Tiere. Bienenhotels, Fledermaus-<br />
und Meisenkästen<br />
sowie Steinmauern bieten<br />
Unterschlupf. Insekten und Wildbienen finden bei<br />
fünf Wildblumenwiesen reichlich Nahrung und<br />
zehn künstlich angelegte Teiche wurden Biotope für<br />
Libellen und Frösche. Die 200 Obstbäume sind ein<br />
Plus an Artenvielfalt: Blütentraum im Frühjahr und<br />
reiche Ernte im Herbst. Strom produziert die Photovoltaikanlage<br />
und mit der Natur- und Umweltschutzorganisation<br />
Peine Bio-AG wird eine enge<br />
Zusammenarbeit gelebt.<br />
Karl-Heinz Seffer, Platzwart, Golf-Club Peine-Edemissen<br />
ABSEITS DER FAIRWAYS<br />
Was tun Golfplatzbetreiber, um Wildbienen zu helfen? Groß ist der Aufwand<br />
nicht. Die Maßnahmen sind einfach umzusetzen und führen dazu, dass die gesamte<br />
Anlage ökologisch aufgewertet wird. Dazu gehören beispielsweise Streuobstwiesen,<br />
größere Flächen mit Wildkräutern oder blühende Wiesen, die den<br />
Bienen Futter bieten. Damit die Bienen einen Unterschlupf finden, genügt es<br />
Totholz liegen zu lassen oder Wiesen im Randbereich nicht mehr zu mähen, sodass<br />
sich dort mehrjährige Pflanzen mit langen Stängeln ansiedeln können. Und<br />
wenn es möglich ist, können als Nistplätze für verschiedene Wildbienenarten<br />
auch sonnige, schattenlose Steilwände, Geländekanten oder einfache Böschungen<br />
angelegt werden. ●<br />
Quelle: Deutsche Wildtier Stiftung, wildbiene.org / BUND <strong>Niedersachsen</strong><br />
GC Peine-Edemissen<br />
23
<strong>GOLF</strong>CLUBS IM MAGAZIN SEITE SEITE<br />
Achimer Golfclub Achim 11<br />
Castanea Golf-Resort Adendorf Adendorf 11<br />
Golf Park am Deister Bad Münder 20<br />
Golf-Club Bad Salzdetfurth-Hildesheim Bad Salzdetfurth 17<br />
Golfclub am Meer Bad Zwischenahn 16<br />
Osnabrücker Golf Club Bissendorf 19<br />
Golfclub Wolfsburg / Boldecker Land Bokensdorf 17<br />
Golf-Club Bremer Schweiz <strong>Bremen</strong> 13<br />
Bremer Golfclub Lesmona <strong>Bremen</strong> 20<br />
Golf-Club Oberneuland <strong>Bremen</strong> 17<br />
Golf Club Buxtehude Buxtehude 11<br />
Golf-Club Peine-Edemissen Edemissen 23<br />
Golfclub Hannover Garbsen 19<br />
Golfclub Gifhorn Gifhorn 17<br />
Golf in Hude Hude 20<br />
Golfclub Isernhagen Isernhagen 20<br />
Golf Gleidingen Laatzen 16<br />
Golfpark Hainhaus Langenhagen 12<br />
Golfclub Lilienthal Lilienthal 12<br />
Golfclub Emstal Lingen / Ems 11<br />
Golf Park Steinhuder Meer Neustadt a. Rbg. 17<br />
Golfclub Schaumburg Obernkirchen 16<br />
Golfclub Rehburg-Loccum Rehburg-Loccum 19<br />
Golf Club Wümme Scheeßel 13<br />
Golfclub Syke Syke-Okel 19<br />
Stimmen zum Thema<br />
Marc Biber, Deutscher Golf Verband e.V. 10<br />
Dr. Gunther Hardt 11<br />
Sommerfeld AG – Wasser ein kostbares Gut 21<br />
SCHON BEMERKT: „ICH BIN AUS GRAS !“<br />
Der Umschlag von <strong>GOLF</strong> . <strong>NATUR</strong> . <strong>ERLEBNIS</strong> sieht anders aus, fühlt sich<br />
anders an und riecht auch anders als sonst. Dieses Papier besteht fast<br />
zur Hälfte aus getrockneten Grasfasern. Üblicherweise ist Papier zu<br />
100 % aus Holzzellstoff gemacht oder mit Altpapierfasern gemischt.<br />
Um Graspapier herzustellen, braucht es weniger Wasser und Energie.<br />
Z. B. benötigt man für die Herstellung einer Tonne Grasfaserstoff nur<br />
2 Liter Wasser verglichen mit 6.000 Liter Wasser pro Tonne Holzzellstoff.<br />
Gelesen?<br />
Weiterreichen!<br />
Lassen Sie Freunde und Bekannte<br />
am Lesevergnügen teilhaben, in dem<br />
Sie die Broschüre weitergeben.<br />
IMPRESSUM<br />
<strong>GOLF</strong> . <strong>NATUR</strong> . <strong>ERLEBNIS</strong> – <strong>Niedersachsen</strong>-<strong>Bremen</strong><br />
1. Jahrgang 2022 – ISSN 2751-2967<br />
HERAUSGEBER /<br />
IDEE UND KONZEPTION<br />
Wallstraße 7 · 72250 Freudenstadt<br />
Tel. +49 7441 91030<br />
www.vud.com<br />
REDAKTION<br />
Saskia Maria Klima (v.i.S.d.P.);<br />
Anja Degner-Baxmann, Dr. Gunther<br />
Hardt, Jürgen Walther<br />
Mit freundlicher Unterstützung:<br />
Deutscher Golf Verband e. V.<br />
IN KOOPERATION MIT<br />
Golf-Verband<br />
<strong>Niedersachsen</strong>-<strong>Bremen</strong> e. V.<br />
Zeißstraße 10 · 30519 Hannover<br />
Tel. +49 511 8437677<br />
www.gvnb.de<br />
DRUCK<br />
Druckhaus Götz GmbH,<br />
71636 Ludwigsburg<br />
GESTALTUNG<br />
VUD Medien GmbH, Véronika Hahn<br />
Der Umschlag dieser Broschüre<br />
wurde ressourcen- und umweltschonend<br />
auf Graspapier gedruckt.<br />
Dieses besteht bis zu 50 % aus<br />
getrockneten Grasfasern.<br />
Inhaltspapier<br />
ENVIRO Clever U, zertifiziert mit<br />
dem Blauen Engel und FSC.<br />
BILDNACHWEIS: Achimer GC, Foto: Sylvia Bothmer (S. 6, 7 Pano; S. 15 o.<br />
und M.r.); Bremer GC Lesmona S. 20 M.r.; Castanea Golf Resort, Adendorf<br />
S. 7 o., S. 15 o.l.; Christian Kunze www.alles-kunst.de S. 19 M.r./u.; Deutsche<br />
Wildtier Stiftung, Foto: Kristin Böhm (S. 22 u.); DGV, Foto: Jörg Ladwig (S.10),<br />
Lettenbichler (S. 1 unten); GC am Meer, Bad Zwischenahn S. 5 u.; GC Bad<br />
Salzdetfurth-Hildesheim S. 17. M.u.; GC Buxtehude S. 4 M./S. 23 o.M.; GC<br />
Emstal, Foto: Sarah Lentz (S. 23 o.r.); GC Gifhorn S. 18 o.; GC Hannover, Foto:<br />
Architektur-Büro (S. 19 M.l.); GC Isernhagen S. 20 u.l.; GC Lilienthal, Foto: Ullrich<br />
Altmann (S. 16 M.u.); GC Peine-Edemissen S. 23 u.; GC Rehburg-Loccum<br />
S. 18 u.r.; GC Schaumburg S. 16 u.; GC Wolfsburg/Boldecker Land S. 16 M.r.;<br />
Golf Park am Deister S. 14 u.l., S. 20 M.l.; Golfpark Hainhaus S. 5 o.; GVNB<br />
S. 1, S. 16 (Koppers); GP Steinhuder Meer S. 17 M.o., S. 23 o.l.; IDS Kartographie<br />
S. 7 o.l., S. 2 o.; Landschaft zwischen Dorm und Elm - ©NP Elm-<br />
Lappwald/Ulrich Scheithauer S. 3 M.; Lüneburger Heide GmbH - Foto: Markus<br />
Tiemann; S. 2 u.; Sommerfeld AG S. 23; Stefan von Stengel S. 16 M.l.; VUD<br />
Medien GmbH S. 7 (Golfball im Gras), S. 6 (Green), S. 19/20 (Sonne), S. 10<br />
(Blume m. Golfball); VUD Medien GmbH, Foto: Saskia Klima S. 18. u.l. [Stock.<br />
adobe.com: ©bennytrapp S. 3 o.; ©Bernd Wolter S. 15 u.; ©dirk chapuis/<br />
EyeEM S. 14 o. Schleiereule; ©Frank Schöttke S. 2 M. (Wollgras); ©Happy Art<br />
S. 22 (Piktos); ©Harald Biebel S. 12 o. (Vergissmeinnicht); ©Helmut Vogler<br />
S. 3, 2.v.u. (Wattenmeer); ©henk bogaard S. 5 M.; © Ivonne Wierink Titel:<br />
Heidekraut; © JRG S. 14 u.r. (Haselmaus); ©kornkuns S. 24; ©lcrms S. 22<br />
o.r.; ©M.Style S. 6 (Golfball mit Tee); ©Mathieu S. 4 o.; ©ohenze S. 3 M.r.;<br />
©oxie99 S. 3 u.; ©ramund88 S. 22 o.l.; ©rdnzl Titel: Nest; © Rolf Müller Titel:<br />
Eisvogel; ©Schmutzler-Schaub S. 14 M. (Kaisermantel); ©spiral media S. 7<br />
(Frosch); © tettygreen S. 6, 16, 20 (Piktos); ©Xavier Titel: Golfball.]<br />
24
… WEITER GEHT ES MIT<br />
DIESEM SPANNENDEN ARTIKEL!<br />
DER <strong>GOLF</strong>PLATZ<br />
Der Querschnitt eines Golfplatzes zeigt die Naturvielfalt<br />
und was ober- und unterirdisch alles kreucht<br />
und fleucht, wächst und gedeiht.<br />
1<br />
6<br />
2<br />
3<br />
Das Hard Rough<br />
1. Hier darf sich die Natur ausleben. Die Flächen<br />
werden zwar künstlich angelegt, damit die Vielfalt<br />
gesichert ist, aber höchstens einmal im Jahr gemäht...<br />
Mehr dazu lesen Sie in der gratis Printausgabe<br />
4<br />
des Magazins.<br />
5<br />
LESEN SIE MEHR<br />
IN DER PRINTAUSGABE<br />
EINFACH DIE GRATIS DRUCKVERSION<br />
PER E-MAIL info@gvnb.de<br />
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VON GRAS-PAPIER ERFAHREN.