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moneyeditorial

EDITORIAL

Rückkehr in die

kalte Realität

Noch ist Sommer, noch haben viele Bundesbürger Ferien, und das wird genutzt.

Ferienorte in Spanien sind teils voller als 2019 (nicht nur die Deutschen wollen

wieder verreisen). Ryanair bietet mehr Flüge als im Vor-Corona-Jahr 2019

an. In Bayern und Baden-Württemberg haben die gut sechswöchigen Schulferien

gerade erst begonnen; die letzten Familien mit Schulkindern aus diesen Bundesländern

kommen um den 10. September herum zurück. Dann wird man sich nach Zeiten

sehnen, in denen die größte Klage die jährlich wiederkehrende Feststellung war,

in den Supermärkten habe mit Lebkuchen und Glühwein die Weihnachtszeit einmal

mehr absurd früh begonnen.

Denn Mitte September wird es nicht nur kühler, sondern vor allem finanziell frostig:

Dann müssen Gasverbraucher die neue Umlage von bis zu fünf Cent pro Kilowattstunde

zahlen, die entsprechende Rechtsverordnung (nach Paragraf 26 Energiesicherungsgesetz)

wird die Bundesregierung wohl im August in Kraft setzen. Die

Gasimporteure müssen bekanntlich fehlendes Gas teuer zukaufen, die Umlage kann

eine vierköpfige Familie in der Spitze um die 1000 Euro kosten. Die Nachzahlungen,

die für den Energieverbrauch in der Wohnung drohen und leicht in die Tausende

Euro gehen können, kommen da noch obendrauf.

FRANK MERTGEN

stellv. Chefredakteur

FOCUS-MONEY

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Liebe Leserinnen und Leser,

Noch höhere Inflationsraten im Herbst

Im Herbst kommen dann auch noch höhere Inflationsraten, erwartet Friedrich Heinemann,

Leiter des Forschungsbereichs „Unternehmensbesteuerung und Öffentliche

Finanzwirtschaft“ beim Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW)

in Mannheim, wenn ÖPNV und Benzin wieder in voller Höhe zu berappen sind. „Im

Herbst werden außerdem viele Jahresverträge der Strom- und Gaslieferanten zu massiv

erhöhten Bezugspreisen erneuert. Das wird zu einer neuen Inflationsspitze

führen.“

Trübe Aussichten, denn die Juli-Inflationsrate für Deutschland, die vergangene

Woche bekannt wurde, zeigte nach der EU-Berechnungsmethode („harmonisierter

Verbraucherpreis-Index“) sogar eine Zunahme von 8,2 auf 8,5 Prozent. Nur in der

nationalen Berechnung sank die Inflationsrate zum zweiten Mal in Folge minimal,

auf 7,5 Prozent (Juni 7,6 Prozent). Zweistellige Inflationsraten im Herbst sind wahrscheinlich,

zumal die Preissteigerungen bei Lebensmitteln im Juli 14,8 Prozent erreichten

nach 12,7 Prozent im Juni. Die Bürger erwarten inzwischen im Schnitt der

nächsten fünf Jahre fünf Prozent Inflation. Und wer das erwartet, der stellt entsprechende

Lohnforderungen, was die Inflation bekanntlich verfestigt.

die Inflation steigt auf lange nicht mehr erreichte Werte, in

Ich fürchte, wir erleben auch mehr als einen zugigen Herbst und Winter. Amerika wie in Europa. Bange blicken die Börsianer auf die

Die Verordnung, auf der die oben erwähnte Gasumlage beruht, soll gleich Notenbanken: Wird die in großen Schritten verschärfte Geldpolitik

eine Rezession auslösen und die Gewinnschätzungen für die

bis April 2024 gelten.

Unternehmen unter Druck bringen? Mein Tipp: Sie erfahren alles

Wichtige in FOCUS-MONEY. Den portofreien Kombi-Bezug (Print und

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FOCUS-MONEY 32/2022

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3


moneyinhalt

3. AUGUST 2022 www.money.de

moneykompakt

98 Andis Börsenbarometer: Warum

es sich lohnt, jungen Menschen

Gold zu schenken

moneytitel

6 Das 8-Prozent-Depot: Mit

dieser raffinierten Strategie

sichern Sie sich hohe Ausschüttungsrenditen

11 Dividendenfonds: Diese Portfolios

sorgen für hohe Erträge bei

geringem Risiko

14 Jeden Monat Dividende: Mit

Kimberly-Clark, Verizon und

Walgreens monatlich kassieren

18 Spendable Blaublüter: Dividendenaristokraten

sorgen für üppige

Ausschüttungen und Sicherheit

21 Hit & Shit: Energiepaket in den

USA, Förder-Fiasko bei der KfW

moneymarkets

22 Bärenmarkt-Rally: Das Kräftemessen

zwischen positiven Bullen

und skeptischen Bären hält an

26 Fibonacci: Mathematische

Formeln für den Börsenerfolg

32 Interview: EU-Kommissar Johannes

Hahn über Inflation, den Euro

und die Energiepreise in der EU

36 Interview: Metzler-Analyst

Jürgen Pieper über VW als Haifischbecken

im Dax

39 Bedürfnispyramide: Wie Anleger

mit systemrelevanten

Unter nehmen der Krise trotzen

8

Dividenden ohne Ende

Wenn die Kurse wackeln, geraten Dividenden zur harten

Währung. Mit Achtprozentern, Top-Ausschüttern, Dividendenfonds

und Aristokraten Zusatzeinkommen sichern

42 Grenke: Leasing liegt im Trend,

wenn Geld knapp ist – eine

Chance für den Spezialisten

43 Apontis: Single Pills mixen

mehrere Wirkstoffe in einer Tablette

44 Lithium: Lizenz zum Gelddrucken

– aussichtsreiche Aktien für den

Lithium-Boom

47 Demenzaktien: Neue Ansätze

der Pharma-Konzerne Abbvie,

Roche und Eli Lilly zu Alzheimer

36

„Der neue Chef

bringt mehr Power

auf die Straße“

JÜRGEN PIEPER, ANALYST

METZLER CAPITAL MARKETS

58

The winner takes it all

Bei Best-of-Basket-Zertifikaten ist am

Ende nur wichtig, wer als Erster über die

Ziellinie fährt. Alle anderen Aktien

werden einfach aussortiert

4 Titelfoto: Shutterstock

FOCUS-MONEY 32/2022


47

Aktien gegen

das Vergessen

Die Zahl der Demenzkranken

wächst und mit ihr der Kampf

gegen die Krankheit. Neue

Ansätze der Pharma-Branche

gegen Alzheimer versprechen

auch Anlegern gute Chancen

Dieser Text

zeigt evtl. Probleme

beim

Text an

DER NEUE

FORD

E-TRANSIT

54 Interview: Sie diente als Marineoffizier

und managt nun Deutschlands

ältesten Ökofonds – Sabine

Hampel von EB-SIM

57 Musterdepots: Die Rohstoffpreise

sinken, Hartmut Jaensch verkauft

BP und Occidental Petroleum

58 Best-of-Basket-Zertifikate: Das

Beste ist gerade gut genug: So

funktionieren die Zertifikate der

sehr speziellen Gattung

moneydigital

25 Chartsignal: Der Dow-Jones-

Industrial zeigt Flagge

25 Börsenwissen: Was Anleger über

die Kapitalrücklage wissen sollten

50 Social Trends: Verlustgeschäft für

Cathie Wood mit Coinbase

51 Analyse: Airbus – Start als Über -

flieger oder Landung als Bruchpilot?

dswanlegerschutz

61 DSW-Prognosestudie: Nur

16 Dax-Gesellschaften erreichen

das höchste Transparenzlevel

61 Standpunkt: DSW-Chef Marc

Tüngler über IPOs

moneyservice

62 Pflegetagegeld: Mit welchen

Pflegetagegeld-Varianten Bürger

die gesetzliche Pflegeversicherung

am besten aufpeppen

72 Online-Portale: Zum vierten Mal

hat FOCUS-MONEY kommerzielle

Online-Portale von den Usern

bewerten lassen – die besten im

Überblick

moneyanalyse

81 Fonds

82 Deutsche Aktien

90 Internationale Aktien

96 ETFs

97 Zertifikate

moneyrubriken

3 Editorial

80 Leserbriefe – Impressum

98 Termine

26

Methode Fibonacci

Investoren setzen auf die Methoden

aus der Antike und eine Zahlenfolge

des Mittelalters. Was das für den

Dax, den Bund-Future, den Euro

und den Gaspreis bedeutet

Produktivität komplett neu gedacht.

28 Revolution im Nutzfahrzeugsegment.

Der vollelektrische Ford E-Transit und das

neue Vertriebs-und Serviceangebot Ford Pro.

28 Mehr Produktivität für Businesskunden.

Drastische Reduktion von servicebedingten

Ausfall- und Standzeiten.

29 Europaweites Servicenetzwerk.

Als Bestandteil von Ford Pro verbindet

Ford Liive Sie europaweit mit Ihrem

Transit Center vor Ort.

29 Viel Leistung pro Ladung.

Die hohe Reichweite und das enorme

Laderaumvolumen des Ford E-Transit

sprechen für sich.

29 Überzeugen Sie sich selbst.

Entdecken Sie die zahlreichen Vorteile

des Ford E-Transit bei einer Probefahrt.

FOCUS-MONEY 32/2022

Fotos: Shutterstock, K. Marcin/Red Bull Content Pool, Can Stock Photo

Illustration: VectorStock


moneytitel

DIVIDENDEN

SAMMELN

NACHHALTIG

RENDITE

NERVEN SCHONEN: Gute

Dividenden und genügend Zeit

sichern schöne Aktienerträge

ganz ohne Hektik und

unabhängig vom Auf und Ab

der Märkte

6 Illustration: VectorStock

Composing: FOCUS-MONEY

FOCUS-MONEY 32/2022


Quelle: Bloomberg

Dicke Mehrertäge

Der Dax-Performance-Index mit Dividenden und Wiederanlage

schlägt den bloßen Kurs-Index klar. Dank Zinseszinseffekt

wird die Lücke umso größer, je mehr Zeit vergeht

– das bei „nur“ drei Prozent Dax-Dividendenrendite.

Dax-Indizes

Entwicklung seit 31.12.2002 in Prozent

Performance-Index (inkl. Dividenden)

Kurs-Index (ohne Dividenden)

2003 05 07 09 11 13 15 17 19 2021

Anteile an der Gesamtrendite

in Prozent, Dez. 2000

bis April 2022

Kursrendite Dividendenrendite

Schweiz

Frankreich

Deutschland

Großbrit.

USA Japan EU Welt

+400

+300

+200

+100

0

–100

Ohne Ausschüttungen wenig los

Vor allem in Europa spielen Dividenden eine zentrale Rolle.

Auf sie entfiel binnen gut zwei Dekaden das Gros der

durchschnittlichen jährlichen Aktienerträge – anders als in

den USA mit mehr zahlungsschwachen Wachstumstiteln.

Quelle: Credit Suisse

FOCUS-MONEY 32/2022

7

6

5

4

3

2

1

0

Ausschüttungsrekord 2022, gute Aussichten

für 2023, dazu zurückgekommene Kurse

– für Renditejäger an der Börse bietet sich

aktuell eine gewinnträchtige Situation. Wie

Sie die hohen Dividendenrenditen nutzen

von BERND JOHANN

Dividenden, so stellt die Deutsche Schutzvereinigung

für Wertpapierbesitz fest, sind ein integraler

Bestandteil der langfristigen Gesamtrendite

von Aktien. Ein Blick auf den Dax

belegt das. Über die vergangenen 20 Jahre

stammen cirka 60 Prozent seines Zuwachses

von rund 330 Prozent aus Dividenden – und das trotz meist

auch kursstarker Phasen.Europaweit, so eine Rechnung der

Credit Suisse bis 2001 zurück, ist der Anteil sogar noch höher

(s. Grafiken links) – stets die Wiederanlage der Zahlungen

vorausgesetzt. „Vor allem in Zeiten schwacher Märkte gewinnt

diese Komponente an Bedeutung“, unterstreichen die

Experten der Schweizer Großbank. Also wie heute.

Das liegt auf der Hand. Gute Ausschüttungen sichern selbst

in einem flauen Börsenumfeld einen steten Geldeingang und

schaffen so einen Puffer für Kursverluste oder ausbleibende

Kursgewinne. Und die aktuelle Großwetterlage mit Inflation,

bremsenden Notenbanken und Ukraine-Krieg könnte zunächst,

wenn überhaupt, für nur moderates Kurswachstum

sprechen. Nachhaltige und hohe Dividenden dürften so auch

künftig einen erheblichen Teil der Aktien-Gesamtrendite

liefern, meint Aude Scheuer, Geldmanagerin bei der Credit

Suisse. Dies mache Strategien mit hohen Dividendenrenditen

jetzt wieder besonders attraktiv, so ihre Folgerung.

Profitieren lässt sich dabei von den Ausschüttungen in vielfältiger

Weise – je nach Intention des Anlegers. Das reicht

von guten Dividendentiteln als Anleihenersatz im Portfolio

über Schaffung eines steten Geldzuflusses via Ausschüttung

bis zu attraktiven Dividendenfonds als pflegeleichter Weg, an

Gewinnauszahlungen der Firmen zu partizipieren. Die folgenden

Seiten zeigen einige Möglichkeiten auf. Für alle gilt

indes: Es handelt sich um langfristige Strategien. Und, so Expertin

Scheuer: „Die Dividendenqualität ist entscheidend.“

8-Prozent-Depot – do it yourself. Just am Ende der Dividendensaison

wieder an Dividenden denken – die aktuelle

Kursbaisse am Aktienmarkt legt das nahe. Sie schob die Ausschüttungsrenditen

bei vielen guten Zahlern spürbar nach

oben. Bei Medienwerten wie RTL Group oder ProSiebenSat1

rutschten sie – Erwartung heute – an die 10-Prozent-Marke.

Und bei neuen Kursrücksetzern lässt sich vielleicht sogar

noch ein Tick mehr ergattern. Die kommenden Wochen sollten

dazu Gegenheit geben. Auf das Jahresende zu, vor Beginn

der neuen Ausschüttungssaison Mitte/Ende Januar 2023,

7


moneymarkets

INTERVIEW

Europa hat

sich gerade

in Krisen

bewährt“

von HANS-PETER SIEBENHAAR

32 Foto: R. Panggabean/EC

FOCUS-MONEY 32/2022


Die hohe Inflation belastet jetzt auch den Wiederaufbauplan der

Europäischen Union. Der dienstälteste Kommissar Johannes Hahn

erwartet auch künftig hohe Preise für Öl und Gas. Der Verfall des

Euro gegenüber dem US-Dollar solle nicht überbewertet werden,

meint der Haushaltskommissar

ERHELLENDE

HISTORIE

Die EU-Kommission

wollte 2001 einen

gemeinsamen

EU-Gaseinkauf

– abgelehnt! Es

brauchte 21 Jahre und

einen Krieg, um die

EU-Staaten jetzt davon

zu überzeugen, weiß

Hahn

Vita

Johannes Hahn

Der promovierte Philosoph

spielt seit Dezember

2019 als EU-Kommissar

für Haushalt eine

Schlüsselrolle in der

EU. Er war zuvor Kommissar

für die Europäische

Nachbarschaftspolitik

und Regionalpolitik

Der 64-Jährige gehört

bereits seit 2010 der EU-

Kommission an. Er ist der

dienstälteste Kommissar

der EU

Der in Brüssel und Wien

lebende Politiker der

konservativen ÖVP war

vor seiner EU-Karriere

Wissenschaftsminister

in Österreich und CEO

des Glücksspielkonzerns

Novomatic

Die Inflation hängt über Europa wie ein Damoklesschwert

für die künftige wirtschaftliche Entwicklung.

Wie lange werden wir uns in einer Phase

dramatischer Preissteigerungen bewegen?

Johannes Hahn: Wenn ich flapsig Börsenguru

André Kostolany zitiere: Wenn ich es

wüsste, würde ich nicht dasitzen, sondern

woanders mehr Geld verdienen (lacht).

Und wenn Sie ernsthaft antworten?

Hahn: Wir haben unsere Prognose revidiert

und erwarten in diesem Jahr nun eine

Inflation von 8,3 Prozent in der Europäischen

Union. Im kommenden Jahr prognostizieren

wir eine Inflation von 4,6 Prozent.

Preis für 1 Euro in US-Dollar

Was heißen diese Preissteigerungen für die EU,

deren Haushalt Sie als Kommissar verantworten?

In unserem Haushaltsgesetz ist ein automatischer

Inflationsausgleich von zwei

Prozent vorgesehen. Eine Inflation über

zwei Prozent beeinträchtigt die Werthaltigkeit

unserer Ausgaben. Alle EU-Förderprogramme

leiden unter den Preissteigerungen.

Das heißt, mit dem vorhandenen

Geld können wir weniger erreichen.

Das eine ist die Inflation, das andere ist das Wirtschaftswachstum.

Die Kommission prognostiziert

für dieses Jahr bescheidene 2,7 Prozent. Im

Euro-Raum sollen es sogar nur 2,6 Prozent sein.

Wird es aufgrund des schwachen Wachstums einen

verstärkten ökonomischen Bedeutungsverlust

Europas in der Welt geben?

Hahn: Die Energiekrise, ausgelöst durch

den Ukraine-Krieg, wirkt sich negativ auf

die Wirtschaft in den 27 Mitgliedsländern

der EU aus. Für nächstes Jahr erwarten wir

sogar nur noch 1,5 Prozent Wachstum.

Das sind düstere Aussichten . . .

Hahn: . . . nicht unbedingt. Wir haben

nach der Pandemie gesehen, wie schnell

sich die europäische Wirtschaft erholt hat.

Das ist sehr ermutigend.

Doch diesmal liegt der Fall anders, oder?

Hahn: Im Fall des Ukraine-Kriegs können

wir keine verlässlichen Aussagen

Tiefster Stand seit zwei Jahrzehnten

Der Euro ist kürzlich im Verhältnis zum US-Dollar erstmals wieder unter die Parität gefallen.

„Ich kann mich an Zeiten erinnern, da notierte der Euro bei 1,54 Dollar“, sagt der

erfahrene Kommissar Hahn.

1,50

1,40

1,30

1,20

1,10

1,00

0,90

2000 05 10

15 2020

Quelle: Bloomberg

0,80

FOCUS-MONEY 32/2022

33


moneymarkets

DERIVATE

Auf den Best Performer setzen

Clever

investieren

TEIL 7

in das beste

Papier

Auch am Zertifikatemarkt ist das Beste gerade gut genug.

Das zeigt die Vielfalt an Optimierungsansätzen,

die allein den Ein- und Ausstieg regeln. Das beginnt

mit den Best-in- bzw. Best-Entry-Produkten, bei denen der

Startwert erst rückwirkend („Look-back“) am Ende der Einstiegsphase

auf Basis des bis dahin ermittelten Tiefstkurses

fixiert wird, und reicht bis zu den Best-Expressen, die ohne

die sonst übliche „Performance-Deckelung“ auskommen, da

der Expressbetrag hier nur als Mindestkupon dient. Eine

über die reine Kursoptimierung hinausgehende Strategie

verfolgen dagegen die bislang ausschließlich von der

DZ Bank angebotenen Best-of-Basket-Zertifikate. FOCUS-

Bei einem Best-of-Basket-Zertifikat gilt am

Laufzeitende nur noch die Entwicklung

der am stärksten gelaufenen Aktie.

Die beiden anderen Titel werden einfach

aussortiert. Wie das im Detail läuft

von ARMIN GEIER

58

Foto: K. Marcin/Red Bull Content Pool

FOCUS-MONEY 32/2022

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