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9. August 2022

- Erste Funde bei Grabungen im ehemaligen NS-Lager Liebenau - Tierhalter vor Gericht: Kind von Rottweiler gebissen - Hilfe aus Graz zum Tag der indigenen Bevölkerung - Mieten: Graz gehört zu billigsten Landeshauptstädten

- Erste Funde bei Grabungen im ehemaligen NS-Lager Liebenau
- Tierhalter vor Gericht: Kind von Rottweiler gebissen
- Hilfe aus Graz zum Tag der indigenen Bevölkerung
- Mieten: Graz gehört zu billigsten Landeshauptstädten

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9. AUGUST 2022, E-PAPER AUSGABE

Getty

Quelle: ZAMG

26°

Wechselnd

bewölkt und

sonnig zeigt

sich der morgige

Mittwoch in

Graz. Die Höchsttemperaturen

liegen bei etwa 26 Grad.

Bissig

Heute stand der Besitzer eines Rottweilers,

der letztes Jahr ein kleines

Mädchen gebissen hatte, vor Gericht. 3

Billig

Aktuelle Daten zeigen: Graz gehört

unter den Landeshauptstädten zu

jenen mit den günstigsten Mieten. 4

Erste Funde

in Grazer

NS-Lager

STADT GRAZ/TATSCHL (3), GETTY (2)

Wichtig. Am Areal des ehemaligen Nazi-Lagers am Grünanger werden gerade die ersten nicht-verpflichtenden archäologischen Grabungen durchgeführt.

Dabei wurden bereits Schuhsohlen, Kämme und andere Erinnerungsstücke gefunden. Diese werden dem GrazMuseum übergeben. SEITE 2


2 graz

www.grazer.at 9. AUGUST 2022

Die Grazer Fahrradpolizei ist seit Mai

wieder in der Stadt unterwegs. MARTINELLI

Fahrradpolizei

Zwischenbilanz

■ Seit 1. Mai ist die Grazer Fahrradpolizei

wieder im Einsatz.

Heute zog man eine erste Zwischenbilanz.

Bis einschließlich

Juli wurden 453 Alkohol-Vortestungen

sowie 66 Testungen mittels

Alkomat durchgeführt. Im

Bereich der Verwaltungsdelikte

mussten 626 Übertretungen zur

Anzeige gebracht werden, 56

wegen des Lenkens von Fahrzeugen

unter Alkoholeinfluss.

1853 Organmandate wurden

eingehoben. Laut Stadtpolizeikommandant

Thomas Heiland

beobachtet man, dass vermehrt

Radfahrer unter Alkoholeinfluss

stehen. Darauf fokussiert man.

Erste Funde bei

Grabungen beim

NS-Lager Liebenau

Archäologen haben am Grünanger Erinnerungsstücke von Opfern des Nazi-Regimes gefunden. STADT GRAZ/TATSCHL (3)

NIEMALS VERGESSEN. Aktuell werden die ersten nicht verpflichtenden

archäologischen Grabungen am Areal des ehemaligen NS-Lagers in Liebenau

durchgeführt: Schuhsohlen, Besteck, Kämme und Co wurden bereits gefunden.

Die Zahlen der Corona-Fälle in Graz

und GU gehen weiter zurück. GETTY

Corona-Zahlen in

Graz und GU

■ Die Corona-Zahlen sind

in Graz sind weiter im Sinken

begriffen und liegen bei einer

Sieben-Tage-Inzidenz von 476,0

(gestern: 490,3). In Graz-Umgebung

sind es 402,8 Fälle pro

100.000 Einwohner (gestern:

408,4). Der Steiermark-Durchschnitt

liegt bei 359,8. Die AGES

vermeldet 158 Fälle auf steirischen

Normalstationen, zehn

auf Intensiv. Bisher sind in Graz

541 Menschen mit Corona verstorben,

418 in Graz-Umgebung.

Von Verena Leitold

verena.leitold@grazer.at

Auf dem Areal des Grünangers,

südlich der Grazer

Kirchner Kaserne, waren

im Jahr 1945 tausende jüdische

Gefangene auf ihrem Todesmarsch

Richtung Mauthausen in

einem NS-Lager untergebracht

und viele von ihnen ermordet

worden. Im Jahr 1947, zwei Jahre

nach Kriegsende, wurden auf

dem Areal des ehemaligen Lagers

insgesamt 54 Opfer, davon

32 mit Einschusslöchern im Kopf,

exhumiert. 1991 fand man im

Zuge des Baus eines Kindergartens

zwei weitere Opfer. Und es

sollen noch mehr bisher unentdeckt

geblieben sein – das haben

Untersuchungen mit Knochenspürhunden

im Jänner und Juni

diesen Jahre ergeben. Seit 2017

erinnert eine Gedenktafel an die

die Menschen, die an diesem Ort

gefangen gehalten, misshandelt

und getötet wurden.

Aktuell werden auf dem Areal

wieder Grabungen durchge-

führt. Bereits bei den Bauarbeiten

zum Murkraftwerk waren

Archäologen vor Ort, jetzt wird

in einem noch unberührten

Stück des Maria-Cäsar-Parks gegraben

– die ersten Grabungen,

die zusätzlich zu den denkmalschützerisch

verpflichtenden im

im Rahmen von Bauvorhaben

passieren. Diese wurden durch

Subvention von Bürgermeisterin

Elke Kahr und Finanzstadtrat

Manfred Eber in der Höhe von

20.500 Euro ermöglicht.

Erste Funde

Die Arbeiten werden in zwei

Etappen durchgeführt. Die erste

Grube wird heute bereits wieder

zugeschüttet. Danach erfolgt der

zweite Abschnitt. Mit dem Endbericht

wird im September gerechnet.

Die ersten Funde wurden auf

dem insgesamt 56 Quadratmeter

großen und rund 1,80 Meter

tief ausgehobenen Areal bereits

gemacht: unzählige genagelte

und genähte Schuhsohlen,

Porzellanfragmente, Besteck,

Medizinfläschchen, Knöpfe und

Kämme kamen zum Vorschein.

Für Rainer Possert, Obmann

der Gedenkinitiative Graz-Liebenau,

die die Grabungen beauftragt

hat, haben die Funde

auch einen emotionalen Wert:

„Das sind zum Teil auch persönliche

Hinterlassenschaften.“ Außerdem

wurde eine Vielzahl an

Schneckenhäusern und Rinderknochen

gefunden. Diese gewinnen

besonders im Kontext der

Zeitzeugenberichte an Bedeutung.

Denn die Inhaftierten und

Zwangsarbeiter waren genötigt,

Schnecken zu sammeln und diese

zu essen und sich an Rinderknochen

von Schlachtabfällen

zu bedienen, die ein Arbeiter aus

der nahe gelegenen Fleischerei

auf seinem Heimweg über den

Zaun warf.

Die Funde werden von der

Gedenkinitiative nun aufgenommen

und dokumentiert, die

Fundliste wird an das Bundesdenkmalamt

übermittelt. Danach

werden sie an das GrazMuseum

übergeben.


9. AUGUST 2022 www.grazer.at

Tierhalter vor Gericht:

graz 3

Kind von Rottweiler gebissen

PROZESS. Jener Hundehalter, durch den es mutmaßlich dazu gekommen war, dass sein Hund ein

junges Mädchen biss, wurde heute vor Gericht für seine Fahrlässigkeit zu einer Geldstrafe verurteilt.

Der Rottweiler, der das Mädchen biss, hat inzwischen ein neues Herrchen gefunden.

Der Vorbesitzer wurde heute vor Gericht (nicht rechtskräftig) verurteilt. GETTY

Von Lia Remschnig

lia.remschnig@grazer.at

Für fahrlässige Körperverletzung

musste sich heute ein

57-Jähriger vor Gericht verantworten:

Im Januar 2020 biss

sein Rottweiler, der offenbar vom

Gründstück ausgebüchst war, in

Hart bei Graz ein Mädchen. Hinterlassen

wurden dadurch Bissverletzungen

im Bereich der linken

Brust, beider Oberschenkel

sowie des linken Oberarms und

der Schulter, die operativ mit 120

Stichen genäht werden mussten.

„Es tut mir unendlich leid,

aber was hätte ich machen sollen?“,

fragte der Angeklagte den

Richter. Sehr wohl einiges, war

dieser der Meinung: „Es war purer

Zufall, dass nicht schon viel

eher Menschen verletzt worden

sind.“ Denn schon öfter soll es

laut Zeugenaussagen gefährliche

Vorfälle mit dem als aggressiv

beschriebenen Hund gegeben

haben.

Tierschutz sagt aus

Zwei Zeuginnen der Arche Noah

wurden ebenso geladen: Der

Hund wurde von dort aus dem

Halter vermittelt. Die beiden

dort arbeitenden Frauen konnten

keinerlei Aggression beim

Hund feststellen, so sagten sie.

Eine ehemalige Tierhalterin bestätigt

diese Aussage: „Ich hatte

nie Probleme mit ihm, er ist mein

kleiner Teddybär.“ Der Mann

wurde schuldig gesprochen. Das

Urteil: Vier Monate bedingt auf

eine Probezeit von drei Jahren,

zusätzlich eine Geldstrafe von

3.600 Euro – nicht rechtskräftig.

LEBENSWERTe ALTERNativen

SHOPPINGCITY. Am 13. August treten regionale Aussteller:innen aus dem Gesundheits-, Sozial- und

Pflegebereich im Rahmen des Projekts „LEBENSWERTe ALTERNativen“ gemeinsam in der City auf.

Das Projekt „LEBENS-

WERTe ALTERNativen“

widmet sich den Lebenswelten

sowie den Bedürfnissen

älterer Menschen in der

Kleinregion GU6 (einem Zusammenschluss

der sechs Gemeinden

Feldkirchen bei Graz,

Kalsdorf bei Graz, Premstätten,

Seiersberg-Pirka, Werndorf und

Wundschuh) und setzt sich zum

Ziel, die Bevölkerungsgruppe

50+ mit unterschiedlichen Angeboten

dabei zu unterstützen, das

eigene Alter(n) selbstbestimmt

und möglichst gesund zu gestalten.

Senior:innentag

Seit 2020 wird das Projekt von

SOFA Soziale Dienste GmbH im

Auftrag der GU6-Gemeinden

und unterstützt aus Mitteln des

Regionenressorts des Landes

Steiermark umgesetzt. Im heurigen

Jahr findet neben gemein-

despezifischen

„Gesundheits-

und Sozialtagen 50+“, am 13.

August 2022 auch ein interkom-

munaler Senior:innentag in der

ShoppingCity Seiersberg statt.

Unter dem Titel „Lebenswert Al-

tern – Alles rund um die Themen

Gesundheit & Soziales“ werden

regionale Aussteller:innen aus

dem Gesundheits-, Sozial- und

Pflegebereich vereint und... Wei-

terlesen: https://www.shopping-

cityseiersberg.at/seiersberg_

event/lebenswert-altern/

Beratung und Information gebündelt an einem Ort am 13. August in der

ShoppingCity Seiersberg.

SHOPPINGCITY SEIERSBERG

NEWS AUS DER SHOPPINGCITY SEIERSBERG

ENTGELTLICHE KOOPERATION


4 graz

www.grazer.at 9. AUGUST 2022

Das Klimabündnis Steiermark unterstützt gezielt die indigene Bevölkerung

am Rio Negro, auch um gegen die Klimakrise vorzugehen. KERSTIN PLASS/KLIMABÜNDNIS (2)

Hilfe aus Graz: Tag der

indigenen Bevökerung

WICHTIG. Unterstützung indigener Bevökerung

im Amazonas ist ein Schlüssel in der Klimakrise.

Von Fabian Kleindienst

fabian.kleindienst@grazer.at

Hitze, Dürre, Hochwasser

– die Auswirkungen

der Klimakrise werden

deutlicher und immer öfter zum

Thema. Erst letzte Woche veröffentliche

der Stadtrechnungshof

einen Bericht zu einer Standortbestimmung,

wie es in Graz mit dem

Ziel der Klimaneutralität bis 2040

aktuell aussieht (wir berichteten).

Gleichzeitig ist auch klar: Es wird

ein globales Vorgehen brauchen.

Blickt man anlässlich des heutigen

„Tages der indigenen Bevölkerung“

etwa auf den Amazonas,

dem größten zusammenhängenden

Regenwaldgebiet der Welt,

sieht man drastische Daten: Allein

im Jänner wurde hier eine Fläche

so groß wie Wien abgeholzt,

gleichzeitig findet in diesem Gebiet

ein Viertel des globalen Kohlenstoff-Austausches

zwischen

Atmosphäre und Biosphäre statt.

Ein entscheidender Ort im Kampf

gegen die Klimakrise.

Dementsprechend, so informiert

das Klimabündnis Steier-

mark zum heutigen Aktionstag,

setzt man hier auf Partnerschaft,

gerade mit der indigenen Bevölkerung.

Denn fast die Hälfte der

intakten Wälder des Amazonas

liegen in indigenen Territorien.

„Die Menschen haben über

Jahrtausende ein Landwirtschaftssystem

entwickelt, das ihnen

erlaubt, das Beste aus Böden

und Flüssen herauszuholen, ohne

diese zu schädigen“, erklärt die

Amazonasexpertin Kerstin Plaß

von Klimabündnis Österreich.

So wird in der Klimabündnis-

Projektregion am Rio Negro beispielsweise

kleinflächiger Brandrodungsfeldbau

betrieben, der

den Regenwald im Gegensatz zu

großflächigen Rodungen nicht

schädigt, sondern die Erde fruchtbarer

macht. Mit Unterstützung

der 86 steirischen Klimabündnis-

Gemeinden – darunter auch Graz

und einige aus Graz-Umgebung –

konnte laut Klimabündnis Steiermark-Geschäftsführer

Friedrich

Hofer ein Gebiet, das 1,6 Mal so

groß ist wie Österreich, langfristig

als indigenes Siedlungsgebiet anerkannt

werden.

Die Mieten in Graz sind klar teurer als in der restlichen Steiermark. Aber:

andere Landeshauptstädte sind großteils noch deutlich teurer.

GETTY

Mieten: Graz als billige

Landeshauptstadt

VERGLEICH. Die Mieten sind im Westen Österreichs

deutlich höher, Graz schneidet recht gut ab.

Von Fabian Kleindienst

fabian.kleindienst@grazer.at

Massiv steigende Preise

sind im Zuge der aktuellen

multiplen Krisen in

aller Munde. Nun zeigt eine aktuelle

Analyse des Portals immowelt.

at, auf Datenbasis des 4. Quartals

2021 und des ersten 2022, dass

man in Graz – verglichen mit anderen

Landeshauptstädten – verhältnismäßig

noch günstig lebt.

Ganz insgesamt wohnt es sich im

Westen Österreichs hochpreisiger

– neun der zehn teuersten Bezirke

liegen in Tirol, Salzburg und Vorarlberg.

Hauptstadt-Vergleich

Doch wie hoch ist der Mietpreis

in Graz im Durchschnitt? Laut

der Analyse liegt er bei 12,10

Euro pro Quadratmeter, in Graz-

Umgebung sind es 10,90 Euro.

Gleichzeitig fällt gerade die Steiermark

ansonsten mit besonders

günstigen Durchschnittsmieten

auf. In Bruck-Mürzzuschlag liegt

der Quadratmeterpreis laut immowelt.at

bei 7,40 Euro, in Murtal

und Voitsberg bei je 7,20 Euro. Die

preiswertesten Bezirke der ganzen

Untersuchung. In dieser Gegenüberstellung

wirkt Graz nicht

unbedingt billig, vergleicht man

die Landeshauptstädte, zeigt sich

aber ein anderes Bild. Den 12,10

Euro in Graz stehen hier nämlich

19,30 in Innsbruck, 16,90 in Salzburg,

15,60 in Bregenz und 14,70

Euro in Wien gegenüber. Auch

Klagenfurt ist mit 12,40 Euro pro

Quadratmeter noch etwas teurer,

nur Linz (11,70), St. Pölten (10,80)

und Eisenstadt (10,70 Euro) sind

hier billiger als Graz.

Teurer Westen

Nach Innsbruck und Salzburg folgen

als teuerste Bezirke die Städte

Dornbirn und Kitzbühel (je 15,70

Euro). Einzig Wien bildet eine

Ausnahme im West-Ost-Gefälle:

Die Weltstadt liegt in den Top 10,

ist aber international eine Ausnahme

– in der Regel führen die

Hauptstädte derartige Rankings

an. Der geförderte Wohnungsbau

und ein Richtwertmietzins verhindern

laut immowelt.at aber einen

allzu starken Anstieg der Mieten.

derGrazer

IMPRESSUM: „der Grazer“ – Unabhängige Wochenzeitung für Graz und Umgebung | Erscheinungsort: Graz | HERAUSGEBER, HERSTELLER & MEDIENINHABER: Media 21 GmbH, Gadollaplatz 1, 8010 Graz; Tel. 0 316/23 21 10 |

GESCHÄFTSFÜHRUNG/REDAKTION: Gerhard Goldbrich | ASSISTENZ & MARKETING: Silvia Pfeifer (0664/80 66666 41) | CHEFREDAKTION/PROKURA: Tobit Schweighofer (DW 2618) | REDAKTION: Fabian Kleindienst (CvD

Print, 0664/80 666 6538), Verena Leitold (CvD Digital, 0664/80 666 6691), Vojo Radkovic (0664/80 666 6694), Lia Remschnig (0664/80 666 6490), Redaktions-Fax-DW 2641, redaktion@grazer.at | ANZEIGENANNAHME: Fax

0 316/23 21 10 DW 2627, verkauf@grazer.at | VERKAUF: Michael Midzan (Verkaufsleitung, 0664/80 666 6891), Selina Gartner (Verkaufsleitung, 0664/80 666 6848), Robert Heschl (0664/80 666 6897), Mag. Eva Semmler

(0664/80 666 6895) | Victoria Purkarthofer (0664 / 80 666 6528) | Elisabeth Brandau (Verkaufsassistenz, 0664/ 80 666 6918) | OFFICE MANAGEMENT & PR-REDAKTION: Pia Ebert (0664/ 80 666 6642) | PRODUKTION:

Burkhard Leitner | VERBREITETE AUFLAGE PRINT: 176.193 (Der Grazer, wö, ÖAK 1.HJ 2021). | OFFENLEGUNG: Die Informationen gemäß § 25 MedienG können unter www.grazer.at/gz/offenlegung-impressum abgerufen werden.


9. AUGUST 2022 www.grazer.at

graz 5

C H R O N I K

seine Bankomatkarte mitsamt

des dazugehörigen PIN-Codes.

Blaulicht

Daraufhin hob der Mann in

einer Bankfiliale in Fernitz-

Report

Mellach einen Bargeldbetrag


ab. Es entstand ein Schaden in

lia.remschnig@grazer.at

fünfstelliger Höhe. Eine Überwachungskamera

filmte den

Unbekannten – die Staatsanwaltschaft

Graz ordnete nun

die Bildveröffentlichung an.

Zweckdienliche Hinweise werden

von der Polizeiinspektion

Hausmannsstätten unter der

Nummer 059-133-6139 oder

Polizeinotruf 133 entgegengenommen.

Motorradfahrer zu

Sturz gekommen

■ In Haselsdorf im Bezirk Graz-

Umgebung kam gestern Vormittag

ein 48-jähriger Motorradlenker

zu Sturz und verletzte

sich dabei schwer. Der Mann

aus dem Bezirk Bruck-Mürzzuschlag

war gegen 10 Uhr auf

der L378 Haseldorferstraße von

Tobelbad kommend in Richtung

Haseldorf unterwegs und geriet

aufgrund eines Fahrfehlers auf

das Bankett und in weiterer Folge

zu Sturz. Mit der Rettung wurde

er ins UKH Graz eingeliefert.

Ein Alko-Test verlief negativ.

Radfahrer verletzt

in Bach gelandet

■ In Gratwein-Straßengel kam

Nach dem Entwenden der Geldbörse eines 79-Jährigen in GU, hob der Unbekannte

(kl. Bild) Geld in der Bank in Fernitz-Mellach ab.

LPD ST / GETTY

am Sonntag Nachmiitag auf der

L332 ein Radfahrer zu Sturz. Dieser

musste mithilfe von Rotem

Kreuz, Notarzt und Freiwilliger

Feuerwehr Judendorf-Straßengel

mittels Schaufel- und Korbtrage

aus einem Flussbett geborgen und

ins LKH gebracht werden. Der angeforderte

Rettungshubschrauber

musste nicht eingesetzt werden.

Laut Feuerwehr wurde der Mann

schwer verletzt.

Geldbörse gestohlen

und Konto beklaut

■ Bereits am 11. Juni diesen

Jahres entwendete ein bislang

noch unbekannter Täter einem

79-Jährigen seine Geldbörse

in einem Supermarkt in Hausmannstätten,

Graz-Umgebung.

In der Geldbörse befanden sich

neben E-Card und Führersein

auch weitere sensible Daten wie

Angeordnet: Veröffentlichung des

Bildes jenes Mannes, der eine Geldbörse

entwendet haben soll. LPD ST

BEZAHLTE ANZEIGE DES LANDES STEIERMARK; BILD: GETTYIMAGES.AT / GOODBOY PICTURE COMPANY

Corona-Schutzimpfung:

Schützen Sie

Ihr Kind

Die Corona-Schutzimpfung ist für Kinder ab 5 Jahren

allgemein empfohlen. Sie ist gut verträglich, hochwirksam,

schützt vor COVID-19-Erkrankungen und möglichen

Spätfolgen. Für Kinder von 5–11 Jahren gibt es eigene Impfstoffe.

Wie bei Erwachsenen werden für einen optimalen

Impfschutz drei Impfungen empfohlen.

! Mehr Informationen unter www.impfen.steiermark.at

Allgemeine Coronavirusinformationen erhalten Sie telefonisch

über die Hotline der AGES unter 0800 555 621


6 graz

www.grazer.at 9. AUGUST 2022

Lion sucht

ein Zuhause

Grazer

Pfoten

Lion möchte eine verlässliche Bleibe. Er kann noch keine Kommandos. KK

Lion ist sehr wachsam und Grundkommandos bzw. ist

passt gut auf sein Grundstück

auf. Es scheint aber eher

noch nicht stubenrein.

so, als würde er Ausschau - 4 Jahre

nach seinem nächsten Spielpartner

halten. Er spielt gerne - aus der Ukraine

- männlich

mit Bällen und Kuscheltieren. - noch nicht stuberein

Sein neues Zuhause sollte seinen

Kopf fordern und sportlich

sein. Lion stammt aus der www. aktivertierschutz.at

Kontakt: Arche Noah

Ukraine und kann noch keine Tel. 0676/84 24 17 437

Morgen findet in Hart bei Graz wieder das Sprachencafé statt.

Aktivsommer in Hart

■ In Hart bei Graz lässt man das

Sommerloch heuer ausfallen.

Vielmehr setzt man eine ganze

Reihe an Angeboten, allein diese

Woche. Morgen kommt etwa, wie

künftig jeden zweiten Mittwock

von 16 bis 18 Uhr, das sogenannte

„FlexiMobil“ zum Spielplatz in

Pachern. Kindern, Jugendlichen

und Familien wird dabei ein niederschwelliges

Beratungsangebot

zur Verfügung gestellt. Außerdem

wird ab 18.30 am Spielplatz

HART BEI GRAZ

Boccia gespielt. Um 16 Uhr wiederum

wird zum Sprachencafé

geladen, das den Kontakt innerhalb

der Gemeinde, auch mit geflüchteten

Personen, fördern und

gleichzeitig Sprachkenntnisse

verbessern soll. Der Verein ZEB-

RA begleitet das Event. Am Donnerstag

lädt die Gemeinde um 19

Uhr am Spielplatz in Pachern zu

„Hart goes fit“ ein, geboten wird

Ganzkörpertraining – willkommen

ist dabei jeder.

LASS

DIR

HELFEN

Was haben Knochenbrüche, chronische

Kreuz schmerzen und psychische Erkrankungen

gemeinsam? Sie können uns alle treffen und

betreffen viele. Aber sie können vermieden

und geheilt werden. Informationen und

Unterstützungsangebote zu psychischen

Erkrankungen finden Sie auf

graz.at/seelischegesundheit

achtzigzehn | Foto: Kat Derler


9. AUGUST 2022 www.grazer.at

graz 7

Jetzt

mitdiskutieren

www.facebook.com/derGrazer

Bäume

Wie wäre es mit Bäumen? Die

spenden nicht nur Schatten,

sondern wären auch gut fürs

Klima. Man könnte draufkraxeln,

sie sind wahrscheinlich

robuster, wartungsärmer, kostengünstiger

und langlebiger

als die abgebildeten Sonnensegel,

passen immer ins Stadtbild,

bieten eine Heimat und Futterquelle

für Vögel, Insekten, Nager

usw., müssen für den Winter

nicht demontiert werden, etc.

Wenn Schatten, dann Bäume...

Sonja Grossauer

* * *

Bäume, die Zweite.

Ist der Stadt Graz vielleicht bekannt,

dass man auch Bäume

pflanzen kann?

Günther Günzi

* * *

Positiv

Gute Idee! Und bitte ein paar

Sitzplätze (im Schatten) dazu,

wenn es geht.

Olivia Nischelwitzer

* * *

Sonnenschutz

Finde, das dies eine sehr gute

Idee ist. Gerade Kinder gehören

vor direkter starker Sonneneinstrahlung

geschützt.

Alfred Auer

* * *

Einfall

Ist schon bissl komisch. Einigen

von uns sind zuerst Bäume eingefallen,

um Schatten zu spenden.

Seit Jahrhunderten bewährt

und äußerst nachhaltig.

Warum ist das nicht den Planern

der Spielplätze eingefallen?

Frag ja nur mal so.

Thorsten Rasic-Rudel

* * *

Sarkasmus

Ach ne? Wie heißen noch die

braun-grünen Dinger? Bäume

nennt man die, glaube ich. Sind

echt selten geworden, deshalb

vergisst man anscheinend immer

darauf.

Viky Sauseng

* * *

Empört

Also wenn ich mir das Bild anschaue,

gebe ich die Hoffnung

auf, dass noch irgendwas mit

Verstand gemacht wird. Sonnensegel

statt Bäume pflanzen,

wem fällt sowas ein? Geht‘s

noch?

Kurt Lomakin

Cosimo Ursi,

ein Grazer

Gastro-Urgestein

Herr Ursi, wie hat sich Corona

bei Ihnen ausgewirkt?

Eines der vielen Coronababys:

ein neues Cosimo-Konzept hat

sich entwickelt. Ich würde gern

irgendwann noch ein Lokal eröffnen.

Wenn kein typisches

Alltagsgeschäft möglich ist,

hat man die Zeit und die Muse

dazu, sich auch mit anderen

Dingen zu beschäftigen und ist

nicht vom Alltag geprügelt. Was

das angeht, war es eine lässige

Zeit. Das war aber auch das einzig

Gute daran (lacht).

Wie sieht das Konzept aus

und was ist künftig geplant?

Es geht etwa gut vorran mit den

Aufstrichen „Crema di Cosimo“,

die nun bei Spar gelistet und

zu kaufen sind. Auch am Plan

Grazer

Originale

Gut 35 Jahre ist es her, dass „Nini”, wie er

von allen liebevoll genannt wird, mit der

Gastro angefangen hat. Der frühere Kultkellner

und jetzige Inhaber des Lokals „Cosimo”

erzählt von Zukunftsplänen und Hobbys.

wäre, einmal ein zweites, drittes

Cosimo anzugehen: Super wäre

natürlich das Lendviertel, aber

auch Einkaufscenter, etc.

Wo liegt Ihr liebstes Urlaubsziel?

Ich fahre nirgends mehr hin,

wo ich schon war. Alles, was ich

also noch nicht gesehen habe, ist

spannend für mich!

Was machen Sie gern in Ihrer

Freizeit?

Es sieht zwar nicht so aus (lacht),

aber ich mache gerne viel Bewegung:

Fitness im Vibes, Golf, Biken

und Wandern.

Was ist Ihr Lieblingsessen?

Wiener Schnitzel mit Cremespinat

– nicht so leicht vorzustellen,

aber ist wirklich gut!

LIA REMSCHNIG

Meistkommentierte

Geschichte

des Tages

Schatten

gefordert:

Spielplätze

Die Stadt Graz wird dazu

aufgefordert, auf Spielplätzen

Schatten zu schaffen.

Die meisten der Grazer

Kinderspielplätze sind in der

prallen Sonne, bei diesen

Temperaturen. Schattenplätze

werden jetzt seitens der FPÖ

akut gefordert, man nennt

auch aktuelle Negativbeispiele.

Da Handlungsbedarf besteht,

will der Club-Obmann

der Blauen, Alexis Pascutini

einen Antrag in den Gemeinderat

im September einbringen.

Die „Grazer“-Leser diskutieren

über das Thema auf der

Facebook-Seite.

REAKTIONEN & KOMMENTARE

Cosimo „Nini“ Ursi vor seinem Lokal „Cosimo“. Der 55-Jährige strotzt

gastrotechnisch immer noch vor Ideen: ein weiteres Lokal wäre top. SCHERIAU


graz

8 www.grazer.at 9. AUGUST 2022

Ausblick

Was am Mittwoch

in Graz wichtig ist

■ „Runter mit dem Strompreis!“, fordert die KPÖ angesichts der aktuellen

Teuerungswelle. Morgen Mittwoch laden Stadtrat Manfred Eber und

Landtagsabgeordneter Werner Murgg zur Pressekonferenz, bei der sie das

neue Marktmodell „Strompool Austria“, das die Kommunisten gemeinsam

mit Experten entwickelt haben, vorstellen wollen: EU-gesetzeskonform

soll damit ein regulierter Strompreis angeboten werden können.

■ Hunderte Brote mit natürlichen Zutaten aus der Region und nach

individuellen Hausrezepten gebacken, standen auf dem Prüfstand der

Landes-Brotprämierung. Diese und die geschmackliche Vielfalt sind ein

starkes Statement der heimischen Bauern gegen den industriellen Einheitsgeschmack,

gegen Geschmacksverstärker und künstliche Zusatzstoffe.

Morgen werden die besten Brote ausgezeichnet.

■ Die kanadische Hardcore-Punkband Comeback Kid macht morgen

Station im p.p.c. Im Gepäck haben sie auch das neueste Album „Heavy

Steps“. Ab 18.30 Uhr mit Support von Dagger Threat und Spaced.

■ Im Publikumsstudio des ORF Steiermark in der Marburger Straße

20 hat man morgen von 11 bis 19 Uhr die Möglichkeit Blut zu spenden.

Die KPÖ präsentiert morgen ihr neues Modell gegen die Teuerungen am Energiesektor:

mit diesem kann ein regulierter Strompreis angeboten werden. GETTY

■ Keyboarder und Komponist Lukas Meißl spielte sich beim diesjährigen

Jazzfestival Rom in die vorderen Ränge, morgen tritt er mit Maximilian

Kreutzer am Bass und Andreas Reisenhofer an den drums im

Generalihof auf.

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