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KÜCHENPLANER Ausgabe 9/2022

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www.kuechenplaner-magazin.de

Ausgabe 9 / 2022

Küchendesign –

Nach reduziert

kommt versteckt

▶ 18

Küchenmeile –

Messestandort OWL

weiter stärken

▶ 32

Küchenhandel –

Jetzt kommt das

Bad dazu

▶ 118


Die Verbundgruppe führender Küchenspezialisten in Europa

Wir haben es geschafft!

Mit dem Erfolgs programm für Nachfolger und Existenzgründer

Erfahren Sie mehr:

Mit der starken Marke

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DER KREIS Einkaufsgesellschaft für Küche & Wohnen mbH & Co. KG · Mollenbachstraße 2 · 71229 Leonberg · www.derkreis.de


Impulse/Ansichten

Budgets kreativ betrachten

Bauvorhaben werden verschoben, Budgets reduziert.

Das Küchengeschäft wird bestimmt nicht einfacher.

Aber interessanter.

Der Herbst wird die Küchenbranche ungewohnt reserviert

empfangen. Liefen die Kreissägen der Küchenmöbelproduzenten

in den letzten Jahren regelmäßig heiß,

dürften die gestiegenen Lebenshaltungskosten zu einer

durchgehend spürbaren Abkühlung führen. Darin

sind sich alle einig. Die Besinnung aufs eigene Zuhause

wird die Einrichtungsbranche zwar weiterhin tragen,

aber nicht mehr so frei von Diskussionen wie zuletzt.

Wobei es die Marktsegmente unterschiedlich trifft. Der

Markteinstieg bis zur Marktmitte dürfte es schwerer

haben als die anspruchsvolle Mitte oder gar das Premium.

Denn wer mit jedem Euro rechnen muss, verschiebt

Investitionen grundsätzlich. Wo hingegen die

Liquidität nicht das vordergründige Problem ist, wird

gerade wegen der Teuerungsraten das eigene Heim

weiter aufgemöbelt. Und bewusst in Werte investiert.

In ehrliche, handfeste und natürliche Qualität. Denn

wenn rechts und links der Wandel alles durcheinanderbringt,

soll zumindest daheim so etwas wie Sicherheit

spürbar sein. Vor diesem Hintergrund könnte es für die

Fachgeschäfte des Küchenhandels und der Küchenplanung

sinnvoll sein, in der Ausstellung exakt solche Materialien

verstärkt zu zeigen. Zum Sehen, Anfassen und

Spüren. Als Ergänzung zur digitalen Online-Information,

die zwar praktisch, vielschichtig und absolut nötig

ist, sinnlich betrachtet, aber flach und austauschbar.

So ist trotz einer zu erwartenden Abkühlung branchenübergreifend

nicht mit einem schwerwiegenden Einbruch

zu rechnen. Die Durchschnittserlöse pro Kommission

dürften sogar weiter steigen. Und das nicht

nur wegen der durchgereichten Einkaufskosten. Doch

auch die Budgets der investitionsbereiten Wertekonsumenten

wollen erst einmal erreicht werden. Mit der bedürfnisorientierten

Ansprache allein ist es nicht getan.

Stattdessen müssen Budgets kreativer betrachtet werden.

Zeitlich wie inhaltlich.

Welche Ausstattung sollte von vornherein Bestandteil

der Planung sein? Was kann später als „Komfort-Update“

zum Vorzugspreis nachgeschoben werden? Die Innenorganisation

von Schubladen und Auszügen bietet sich dafür

an. Diese Idee ist nicht neu, könnte aber entstaubt

werden. Die Pflege des Kundenkontakts über die Montage

hinaus wird damit zur strategischen Umsatzquelle.

Inhaltlich geht es um die Entdeckung neuer Räume

über die Küche hinaus. Die Industrie spielt das Motto

„Mehr als Küche“ schon seit einigen Jahren, konnte den

Handel bislang aber nur bedingt davon überzeugen. Jetzt

scheint die Zeit reif dafür zu sein. Mit individueller Umsetzung

je nach Interesse und Überzeugung der jeweiligen

Planerinnen und Planer: im Übergang zum Wohnen,

am Esstisch, im Hauswirtschaftsraum, im Bad und

sogar im Ankleidezimmer und der Garderobe. In diesen

Räumen geht das Küchenbudget nicht in Konkurrenz.

Es sind eigenständige Posten, die neu hinzugewonnen

werden können. Mal in einem Rutsch oder zeitlich versetzt.

Vorausgesetzt, die Kompetenz wird deutlich.

Unterhalten haben wir uns zu diesem Thema kürzlich

mit der Küchenplanerin Suna Arslan aus Bad Salzuflen.

Sie hat ein großes persönliches Interesse an einer

raumübergreifenden Wohnraumplanung und sagt:

„Meine Kunden sind überrascht, wenn sie von mir nach

dem Planungsgespräch Zeichnungen über die Küche

hinaus bekommen. Auch wenn die Beigaben nicht sofort

umgesetzt werden, habe ich einen gedanklichen

Anker gesetzt. Frei nach dem Motto: Erst wird die Küche

ausgestattet und im zweiten Step vielleicht das Bad,

das Gäste-WC, die Garderobe, die Wohnräume, das

Licht, die Wandgestaltung oder der Hauswirtschaftsraum.

Mal früher, mal später. Dann hat alles eine gestalterische

Linie. Das ist für viele Neubauer und Renovierer

ein überzeugendes Argument.“

„Mehr als Küche“ zur gelebten Praxis machen – das

könnte ein tragfähiger Weg sein. Es wird interessant,

welche Ideen die Küchenmeile in OWL ab dem

17. September dazu anbietet. Und welche Räume es

noch zu erkunden gilt. Das vorliegende Heft ist proppenvoll

mit Anregungen, Ankündigungen und Inspiration

rund um die wichtigste Branchenmesse des Jahres.

Dirk Biermann

Chefredakteur KÜCHENPLANER online/offline

9/2022 KÜCHENPLANER 3


Inhalt

Foto: Biermann

Foto: Marketinggemeinschaft A30

14 32

Eine klare Vision, Mut zur eigenen Ansicht und Lust auf individuelle

Konzepte für Küche und Wohnen: Damit hat sich Suna Arslan

selbstständig gemacht. Vorher war sie in der Küchenindustrie.

Er ist bunt und auf den ersten Blick etwas verwirrend. Doch er

fällt auf. Und das ist der Zweck des neuen Markenauftritts der

Küchenmeile. Er soll die Bedeutung des Messestandorts stärken.

Ansichten

3 Budgets kreativ betrachten

Markt + Menschen

6 Personalien aus der Küchenbranche

Küchenplanung

14 Studio-Portrait: Diese Frau weiß, wovon sie spricht

Küchendesign

18 Interview: Nach reduziert kommt versteckt

22 Designpreise 2022: Argumente fürs Kundengespräch

26 Interview: Etwas einfach zu machen ist wirklich schwierig

112 Küchenverbände: Ausgezeichnete Planungen 2022

Mein Blick auf Küche

28 Kat Menschik: Je bunter desto besser

Messe

32 Die Bedeutung der Küchenmeile weiter stärken

34 Wer wo in OWL ausstellt

36 Alle Aussteller von A-Z

40 Neuigkeiten aus den Messezentren

Küchenmöbel

42 Rotpunkt: Die Möglichmacher erfüllen fast jeden Wunsch

46 Nolte: Von der Natur inspiriert

53 Häfele: Praxiswissen zu Licht und Beleuchtung

54 Blum: Mit „Legrabox“ zur individuellen Zarge

Küchenzubehör

20 Vorschau auf die Messeneuheiten im September

Küchenverbände

66 KüchenTreff: Aktuelle Themen auf der area30

Möbeltechnik + Oberflächen

68 Zum 75. ein Portrait: Tempo, Tesa, Hailo

76 Continental: Duett in matt

78 Rehau: Für das Extra an Tiefe

84 Küchenwelt Brag geht mit Alpinova voran

Fachkräfte

84 MöFa: Gut vorbereitet für die Praxis

Hausgeräte

88 EVOline: Strom aus der Schublade

94 Vorschau auf die Messeneuheiten im September

Foto: Sachsenküchen

Schwarz ist Trend! Die von

Sachsenküchen angebotenen

Facetten in Struktur und

Farbe machen die Kombination

individuell und wertig.

Das besondere dieser Küchenplanung

sind nicht nur

die Abstufungen der Planungstiefen,

sondern ebenso die

Abstufungen in Schwarz und

Grautönen verbunden mit Abstufungen

der Materialoberflächen

von hochglänzend

über strukturiert bis matt. Das

Spiel mit Licht und Schatten

unterstreicht die Tiefenwirkung

und Materialvielfalt.

Betriebsmanagement

106 SEB Steuerberatung: Steuerfrei feiern

Nachhaltigkeit

108 systemceram: In 11 Minuten im Wareneingang

Badplanung

122 Das Bad im Küchenstudio

Unternehmen

126 Meldungen: Egger, Rehau, Sonae Arauco, KüchenTreff

131 Impressum

4 KÜCHENPLANER 9/2022


Anzeige

Sachsenküchen zur Küchenmeile 2022

„Green Living“

ist das Messethema

Vom 17. bis 23. September 2022 können Fachhandelspartner

im Kitchen Center Löhne die

Neuheitenpräsentation von Sachsenküchen

erleben. Im Mittelpunkt stehen drei ganz -

heitliche Wohnkonzepte sowie das

Messethema „Green Living“.

Auch in diesem Jahr bildet das Lebensstilkonzept der Firma

Sachsenküchen den repräsentativen Rahmen für die Vorstellung

der Produktneuheiten des Jahres 2023. Unter dem Motto „Green

Living“ wird das Thema Nachhaltigkeit als wichtiger Teil eines

bewussteren Lebensstils noch stärker in den Fokus genommen.

Nicht nur für das Unternehmen selbst, auch für seine Kunden

aus dem In- und Ausland hat das „gute Gewissen“ beim Kauf

neuer Möbel einen noch höheren Stellenwert bekommen.

Dabei ist das Thema Nachhaltigkeit vielschichtig und facettenreich.

In Bezug auf die diesjährigen Neuheiten hat Sachsenküchen

seinen Schwerpunkt sehr stark auf natürliche Materialien

aus nachwachsenden Rohstoffen gelegt. Diese vereinen

hochwertiges Design und Anmut mit einem hohen Maß an natürlicher

Funktionalität.

Drei Wohnwelten im Kitchen Center Löhne

In drei ganzheitlichen Wohnkonzepten präsentiert das Team

von Sachsenküchen seinen Handelspartnern im Kitchen Center

Löhne (Oeynhausener Str. 65) spannende Einblicke in das Leben

und die Bedürfnisse von „Self Balancern“, „Free Agern“ und

„Sinn-Karrieristen“. Die Besucher können sich vor Ort von der

einzigartigen Haptik inspirieren lassen, die durch das Zusammenspiel

von Linoleumoberflächen und der Ästhetik natürlichen

Holzes entsteht. Für noch mehr Emotionen sorgen die innovativen

Lichtkonzepte für die Nische und die Kücheninsel. Diese und

viele weitere Neuheiten und Trends kann man in den Sachsenküchen-Lebensbereichen

Küche, Wohnen und Bad erleben.

Als CO 2

-neutraler Hersteller zertifiziert

Sachsenküchen ist seit vielen Jahren für seine qualitativ hochwertigen

und langlebigen Möbel bekannt. Der Nachhaltigkeitsgedanke

war schon immer Teil der Unternehmensphilosophie.

Fotos: Sachsenküchen

Drei ganzheitliche Wohnkonzepte geben spannende Einblicke in

das Leben und die Bedürfnisse der Zielgruppen „Self Balancern“,

„Free Agern“ und „Sinn-Karrieristen“.

Seit Anfang 2022 ist Sachsenküchen nun auch als CO 2

-neutraler

Hersteller zertifiziert. Doch das ist nicht alles. Als serviceorientierter

Partner des Fachhandels werden derzeit eine Reihe neuer

Konzepte entwickelt, die Hersteller und Handelspartner zukünftig

noch stärker miteinander verbinden. Einen ersten Vorgeschmack

der neuen digitalen Lösungen für den Verkauf und den

Service werden ebenfalls auf der Küchenmeile 2022 präsentiert.

www.sachsenkuechen.de

9/2022 KÜCHENPLANER 5


Markt + Menschen

Mehr erfahren . . . auf www.kuechenplaner-magazin.de

Albert Trebo.

Getrennte Wege

Nach vier gemeinsamen Jahren hat

CEO Albert Trebo den Beschlägespezialist

Grass Ende August 2022 verlassen.

Unterschiedliche Auffassungen

über die strategische Zukunftsausrichtung

haben dazu geführt. Die

Trennung erfolge einvernehmlich.

Nun hat CFO Helmut Kainrad die Verantwortung

übernommen. Parallel

zur Spitzenpersonalie kündigt das

Unternehmen umfangreiche Investitionen

an. In den nächsten Jahren

soll ein dreistelliger Millionenbetrag

in die Modernisierung der

Produktionsstandorte und die Entwicklung

neuer Produkte fließen.

www.kuechenplaner-magazin.de/themen/detail/

news/getrennte-wege/

Helmut Kainrad.

Beyerle übernimmt

Die Küppersbusch Hausgeräte GmbH und ihr Geschäftsführer

Hannes Kolb haben sich getrennt.

Und das im besten Einvernehmen und auf Wunsch

von Hannes Kolb. Neuer alleiniger Geschäftsführer

ist seit 1. September 2022 CFO Andreas Beyerle

(Foto), 52. Als Leiter der Region Zentraleuropa –

inklusive deren Exportmärkte. Beyerle gilt als

Kenner des Unternehmens und der Küchen- und

Möbelbranche. Er war zuvor zehn Jahre in der Geschäftsleitung

der MEDA Küchenfachmarkt GmbH &

Co. KG und davor mehrere Jahre bei Roller GmbH & Co KG in verschiedenen

Funktionen tätig. www.kuechenplaner-magazin.de/suche/news-detail/news/beyerle-uebernimmtbei-kueppersbusch-allein/

Abrupte Trennung

Paukenschlag in Löhne: Mit Wirkung zum 1.

August 2022 haben sich die Nolte Group und

Eckhard Wefing (Foto), Geschäftsführer Vertrieb

und Marketing von Nolte Küchen und

Express Küchen, getrennt. Grund seien unterschiedliche

Auffassungen über die strategische

Ausrichtung. Bis zur Neubesetzung der

Position übernimmt Melanie Thomann-Bopp

interimistisch das Ressort von Eckhard Wefing.

Und das zusätzlich zu ihren bisherigen

Aufgaben. Thomann-Bopp ist seit Mai 2021

kaufmännische Geschäftsführerin bei Nolte

Küchen. Eckhard Wefing war 12 Jahre für Nolte

tätig. Georg Konrad Nolte, Vorsitzender des

Aufsichtsrats der Nolte Group, nannte Wefing

einen „Glücksfall für den Küchenbereich unserer Gruppe.“ www.kuechenplanermagazin.de/suche/news-detail/news/abrupte-trennung-bei-nolte-kuechen-in-loehne/

Haier stockt auf

Haier Deutschland erweitert sein Management

und den Vorstand: Zum 1. Juli 2022 wurde Christian

Burghardt (Foto) als CCO und neues Vorstandsmitglied

begrüßt. Der 45-Jährige verfügt über

langjährige Managementerfahrungen kennt den

Markt für Haushalts- und Elektrogeräte seit 20

Jahren. 2019 kam er als Head of Sales für Einbaugeräte

Unternehmen. Ebenfalls neu im Vorstand

ist Manuel Gassner, der bereits seit Juni 2020 in

seiner Funktion als CFO bei Haier ist. Die personelle

Aufstockung sei dem kontinuierlichen Umsatzwachstum

geschuldet, teilt das Unternehmen

mit. www.kuechenplaner-magazin.de/themen/detail/

news/mehr-manpower-fuer-haier/

6 KÜCHENPLANER 9/2022


Die neuen Dampfbacköfen

von Bosch.

Mit den innovativen Dampfbacköfen geht gesünder Kochen

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Dr. Karlheinz Hörsting.

Trio bei Schock

Aus dem Duo wird ein Trio: Can

Köseoglu (Foto) ergänzt seit dem

1. Juni 2022 die Geschäftsführung

von Schock. Sein Verantwortungsgebiet

sind die Finanzen. Als

neuer CFO leitet er das Unternehmen

zusammen mit Ralf Boberg

(CEO) und Sven-Michael Funck

(CSO). Seine Karriere startete Can

Köseoglu 2007 bei P&G. Zehn Jahre

später wechselte er zum Technologiekonzern

Dyson. Dort managte

er als CFO zuletzt die D/A/

CH-Region und Polen. www.kuechenplaner-magazin.de/suche/news-detail/news/finanzchef-fuer-schock-spuelen/

Wechsel an der E.G.O.-Spitze

Mit Wirkung zum 1. August wurde der bisherige

Chief Operating Officer (COO) der Blanc & Fischer

Familienholding, Dr. Karlheinz Hörsting, Chief

Executive Officer (CEO) der größten Unternehmensgruppe

E.G.O. Sein Vorgänger Dirk Schallock

verließ das Unternehmen in beiderseitigem Einvernehmen.

Er stand vier Jahre in oberster Verantwortung.

Dr. Hörsting bleibt auch in seiner

neuen Funktion bei E.G.O. Teil der Konzern-Geschäftsführung.

Parallel dazu rückt Frank Gfrörer

als CEO der Blanco-Gruppe ebenfalls in die Geschäftsführung

der Holding auf, die damit künftig

aus dem CEO der Blanc & Fischer Familienholding

Bernd Eckl, dem Chief Financial Officer (CFO) Frank Gfrörer.

Benno Rudolf und Dr. Karlheinz Hörsting und

Frank Gfrörer besteht. „Damit werden die beiden größten Unternehmensgruppen

auch ihrer Bedeutung entsprechend aufgewertet“, erläutert das Unternehmen.

www.kuechenplaner-magazin.de/suche/news-detail/news/wechsel-an-der-ego-spitze

CEO bei küchenquelle

Die Home Furniture Group GmbH (HFG), das

Traditionsunternehmen küchenquelle und

Software-Entwickler Island Labs verstärken ihr

Führungsteam. Martin Vlcek (Foto) startete am

15. August 2022 als neuer Chief Executive Officer

(CEO) und Managing Director. Gleichzeitig versieht

die Unternehmensgruppe ihre mittlere

Managementebene mit zusätzlichen Kompetenzen.

So erhält der neue CEO tatkräftige

Unterstützung in sämtlichen Aufgaben durch

ein Managementteam mit langjähriger Erfahrung.

Das sind Gabriele Doerfert (Vertriebsent-

Martin Vlcek.

wicklung), Alexander Lieb (Finanzen), Frank

H. Schad (Marketing & Kommunikation), Marcel Schönfeld (Projektabwicklung),

Karsten Weise (Einkauf) und Michal Urvalek (HR & Facility). www.kuechenplanermagazin.de/suche/news-detail/news/kuechenquelle-bekommt-einen-neuen-ceo/

Verantwortung

für den Gesamtvertrieb

Das Bad Salzufler Unternehmen Ninkaplast hat die

Funktion des Gesamtvertriebsleiters neu geschaffen

– und mit Holger Geesmann besetzt. Sein Engagement

beim Spezialisten für Kunststoff-Formgebung

und Oberflächenveredelung begann am 1. August

2002. Als Prokurist und Mitglied der Geschäftsleitung.

www.kuechenplaner-magazin.de/suche/news-detail/news/holgergeesmann-verantwortet-gesamtvertrieb/

8 KÜCHENPLANER 9/2022


Geschäftsführung erweitert

Dr. Thomas Altenseuer wurde im Juli 2022 zum

weiteren Geschäftsführer der Klöpfer holz GmbH

& Co. KG bestellt. Er leitet das Unternehmen jetzt

gemeinsam mit Manfred Meyer und Uwe Thielemann.

Dr. Thomas Altenseuer war zu Jahresbeginn

als Generalbevollmächtigter in die Klöpferholz

Gruppe eingetreten. Die ihm übertragenen

Aufgaben führt er nun in seiner neuen Position

fort – mit Fokus auf die Ressorts Finanzierung,

IT, Controlling, Prozesse, Technischer Einkauf

und Logistik. www.kuechenplaner-magazin.de/suche/

news-detail/news/kloepferholz-erweitert-die-geschaeftsfuehrung/

rational tauscht aus

Ende Juni 2022 gab es einen Wechsel auf

Geschäftsführungsebene bei der rational

einbauküchen solutions GmbH. Janusz

Palarczyk und Dogan Yalin schieden aus

der Geschäftsleitung aus. Als Nachfolger

lenkt nun Geschäftsführer Mano Bakhtiari die Geschicke des Küchenmöbelherstellers.

Gründe für den Wechsel wurden nicht genannt. www.kuechenplanermagazin.de/suche/news-detail/news/neuer-geschaeftsfuehrer-bei-rational/

Trauer bei Hettich

Dr. Erwin Hettich ist am

30. Juli 2022 im Alter von

89 Jahren gestorben.

Er war viele Jahre geschäftsführender

Gesellschafter

der Hettich

Unternehmensgruppe.

Zum Mitglied der Geschäftsleitung

des Familienunternehmens

Dr. Erwin Hettich (†).

wurde er im Jahr 1964

berufen. Im Alter von Anfang 30. Zunächst kümmerte

er sich um den Einkauf und das Finanzwesen.

Anschließend leitete er den Bereich Marketing

und Vertrieb. In diesen Positionen war er ein

von Kunden geschätzter Repräsentant des Unternehmens

im Außenkontakt. Den Vorsitz der Geschäftsleitung

übernahm er 1990 bis zu seinem

Ruhestand Ende 1993. „Seine Familie, die Gesellschafter,

der Beirat, die Geschäftsführung sowie

das gesamte Hettich Team behalten ihn als

große Persönlichkeit in Erinnerung und werden

die Hettich Unternehmensgruppe in seinem

Sinne weiterentwickeln“, würdigt das Unternehmen

das Wirken und die Verdienste von Dr. Erwin

Hettich.

Foto: Hettich


Markt + Menschen

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Kesseböhmer stellt Marketing neu auf

Thore Brors ist seit 1. Mai 2022 Marketingleiter von Kesseböhmer. Er folgt auf Holger

Schmitz, der diese Position knapp 15 Jahre bekleidete und nun auf eigenen Wunsch in

die Altersteilzeit wechselte. Thore Brors, 51, bringt fundierte Kenntnisse im Management

von Marken und Kundenbeziehungen mit. Ebenso langjährige Führungserfahrungen.

Neu geschaffen hat das Unternehmen zudem

die Position „Leitung Digital Marketing“. Und mit Irina

Gerhard, 39, besetzt. Die Kommunikationswirtin stärkt das

Unternehmen bei der Entwicklung und Umsetzung der digitalen

Strategien. Die aktuellen Personalveränderungen

sind laut Kesseböhmer Ausdruck einer neuen Marketingstrategie.

Ziel sei es, Marketingkompetenzen zu bündeln,

um ähnlich einer Inhouse-Agentur noch schneller und flexibler

kundenorientierte Maßnahmen umsetzen zu können.

Neben der Industrie und dem Handel liegt ein besonderer

Fokus auf dem Endkunden. www.kuechenplaner-magazin.de/

suche/news-detail/news/kesseboehmer-stellt-marketing-neu-auf/

Thore Brors.

Leiter für Kleingeräte

Haier stärkt den Kleingerätebereich.

Markus Reiners hat

zum 1. Juli 2022 den Bereich

Small Domestic Appliances (SDA)

übernommen. Als Business Unit

Director. Der Betriebswirt verfügt

über 25 Jahre Berufserfahrung

in Vertrieb und Marketing

und besetzte verschiedene

Führungspositionen bei internationalen

Unternehmen. Zuletzt

war er als Regional Head,

Country Manager und Director

Sales bei iRobot beschäftigt. Markus Reiners wird unter anderem

dafür zuständig sein, die Marke Hoover weiterzuentwickeln.

www.kuechenplaner-magazin.de/themen/detail/news/neuer-leiterfuer-kleingeraete/

Experte fürs Digitale

Die Verbundgruppe DER KREIS baut seine Digitalisierungsaktivitäten weiter

aus. Dafür wurde ein Fachmann verpflichtet. Seit dem 1. Juni 2022 ist Grischa

Zimmermann (Foto), 47, neu im Team von Geschäftsführer Frank Platzer, der

als kaufmännischer Leiter auch für die Digitalisierung verantwortlich ist.

Zimmer mann kommt aus dem Bereich Produkt- und Projektmanagement und

ist seit 10 Jahren in der E-Commerce- und Digitalwelt unterwegs. Die Leonberger

Verbundgruppe arbeitet schon seit mehreren Jahren an der konsequenten

Umsetzung digitaler Prozesse und Angebote. Etwa über die digitale

Endverbrauchermarke und Plattform „kuechenspezialisten.de“. Hinzu

kommen viele weitere Angebote bis hin zur „Cyber Security“. www.kuechenplanermagazin.de/suche/news-detail/news/digitalisierungsexperte-verstaerkt-das-team-von-der-kreis/

In die Konzernleitung berufen

Peter Revesz (Foto)

wurde mit Wirkung zum

1. September 2022 zum

CEO der Division „ Franke

Food service Systems“

ernannt und gleichzeitig

zum Mitglied der

Konzernleitung. Als CEO

der Division folgt er

auf Konzernchef Patrik

Wohlhauser, der den

Bereich Foodservice seit

Februar dieses Jahres

interimistisch führte.

Irina Gerhard.

10 KÜCHENPLANER 9/2022


Nr. 3 von 60

Das dänische Franchise-Unternehmen Kvik eröffnete sein erstes Küchenstudio an der Weser.

Torsten Dyre (links) und Christian Stolte (rechts) zerschnitten das rote Band.

60 Franchise-Standorte in Deutschland

bis zum Jahr 2026. Das ist das formulierte

Expansionsziel des dänische Küchenunternehmens

Kvik. Mit der Eröffnung

eines Studios in Bremen sind es

jetzt drei. Zwei weitere gibt es bereits in

Hamburg. Mit einer feierlichen Zeremonie

eröffnete Mitte Juli das Kvik Küchenstudio

in Bremen direkt in der Innenstadt.

Die Adresse lautet „Am Wall 146“.

Dort gibt es auf 230 m 2 das gesamte Portfolio

zu entdecken: Küchen, Badezimmermöbel

und Schranklösungen. Standort-Geschäftsführer

Jan-Mike Alexander

hätte das rote Eröffnungsband wohl liebend

gern selbst durchtrennt, aber eine

Corona-Infektion verhinderte dies. So

begrüßte er die Gäste per Live-Schaltung

und überließ Torsten Dyre (Business

Develop Manager) und Christian Stolte

(Country Manager Deutschland) den offiziellen

Akt. Konzipiert wurde das Studio

im neuen Store Design. Country Manager

Christian Stolte: „Wir haben in den letzten Jahren beobachtet, dass sich die Art und Weise, wie Verbraucher ihre Küchen kaufen, stark

gewandelt hat. Daher entwickeln auch wir uns weiter. Das moderne Design und Ambiente unseren neuen Store Konzepts inspiriert die Menschen

und schafft ein stimmungsvolles Einkaufserlebnis, das alle Sinne herausfordert.“ www.kuechenplaner-magazin.de/suche/news-detail/news/nr-3-von-60/

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Das KüchenTreff-Team

freut sich, Sie persönlich

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9/2022 KÜCHENPLANER 11


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Ab in den Juni

Die imm cologne geht der nächsten Corona-Winterwelle

aus dem Weg und feilt parallel an konzeptionellen Inhalten.

Die Einrichtungsmesse findet im kommenden

Jahr nicht im Januar statt, sondern im Juni. Als „imm

Spring Edition“ vom 4. bis 7. Juni. Die im Januar ebenfalls

geplante LivingKitchen wurde gestrichen. „Aber

der Küche steht die Spring Edition offen“, betont die

Koelnmesse. Mit dieser Terminverlegung in den Frühsommer

geht der Messeveranstalter einer fast schon

absehbaren erneuten Absage aus dem Weg. Angesichts

hoher Corona-Fallzahlen in den Wintermonaten konnte

die Großveranstaltung (mit 128 000 Besuchern im Jahr

2020) zuletzt zwei Jahre in Folge nicht stattfinden. Der

neu gefundene Termin im Juni 2023 sei vorerst einmalig.

Wie es mit der Messe danach weitergeht – terminlich

wie konzeptionell – und welche Rolle die Küche im

Rahmen der imm oder parallel dazu spielen kann, werde

im Sommer festgelegt. Im Dialog mit den beteiligten

Kräften. Auch die nun kommunizierte Veränderung

sei im „Dialog mit den Marktpartner“ getroffen worden.

In einer Pressemitteilung (vom 18. August 2022)

wird Gerald Böse, Vorsitzender der Geschäftsführung

der Koelnmesse, so zitiert: „Einstimmig hat sich heute

der Fachbeirat der imm cologne für das von der Koelnmesse

vorgeschlagene Konzept der imm Spring Edition

im Juni 2023 ausgesprochen. Wir danken dem Fachbeirat

und insbesondere der deutschen Industrie, dem

Handel und den Einkaufsverbänden für ihre Unterstützung.

Damit ist sichergestellt, dass die imm cologne

nach zwei Jahren Pause wieder stattfinden kann. Die

Branche hat sich für eine starke Einrichtungsmesse in

Deutschland, dem umsatzstärksten Markt in Europa

ausgesprochen.“

„Einstimmige Entscheidung für die Spring Edition.“

Gerald Böse, CEO Koelnmesse.

Alle im Deutschland-Dress

Der Verband der Deutschen Möbelindustrie (VDM) als

ideeller Träger der Messe begrüßt die Entscheidung, die

imm cologne im kommenden Jahr als Spring Edition zu

veranstalten. „Unsere Industrie steht hinter dem Beschluss

der Koelnmesse, der imm cologne einmalig einen

neuen Termin zu geben und so nach zweijähriger

Pause einen kräftigen Re-Start unserer wichtigsten

Branchenschau zu ermöglichen“, sagt VDM-Präsident

Elmar Duffner in einer Mitteilung. „Wir sollten uns nun

– bildlich gesprochen – alle das Deutschland-Trikot anziehen

und für eine breite Präsenz der heimischen Hersteller

auf unserer internationalen Leitmesse sorgen.“

Die Eckpunkte des Konzeptes

Die imm Spring Edition 2023 soll vier Tage lang von

Sonntag bis Mittwoch laufen und Fachbesucherinnen

und Fachbesucher im Fokus haben. Endverbraucher

werden die Möglichkeit erhalten, die Messe auf Einladung

zu besuchen. So wird ein klarer Fokus auf das

Thema Business gelegt. „Darüber hinaus ist es unser

Ziel, neue Beteiligungsformate im Markt zu implementieren“,

sagt Matthias Pollmann, Geschäftsbereichsleiter

der Koelnmesse, ohne konkreter zu werden.

Das Thema Küche werde für 2023 in die imm Spring

Edition integriert. Gleichzeitig sei geplant, die Stadt als

Location stärker in das Eventprogramm einzubeziehen.

Wie das genau umgesetzt werden soll, steht noch

nicht detailliert fest.

Der zweite Schritt wird dann im Sommer 2023 erfolgen.

In enger Abstimmung mit der Industrie und den

beteiligten Verbänden wird dann der zukünftige Termin

der imm cologne und der LivingKitchen festgelegt.

„Planungssicherheit für unsere Partner.“

Oliver Frese, Geschäftsführer Koelnmesse.

12 KÜCHENPLANER 9/2022


Akademie eröffnet

Qualifikation mit Langzeitwirkung, vermittelt durch Experten, statt Standardseminare

in gesichtslosen Konferenzhotels. Das ist seit jeher die Bildungsstrategie des

Unternehmens Schmidt Küche und Wohnwelten. Eine Vielzahl von Beschäftigten

hätten schon von den individuell abgestimmten Schulungsprogrammen profitiert.

Nun kommt für das Unternehmen ein weiterer Meilenstein hinzu: Mitte Juli eröffnete

die SCHMIDT-Akademie am Produktionsstandort im saarländischen Türkismühle.

Ab sofort sind hier alle Aus- und Fortbildungen der deutschsprachigen Händler

und Mitarbeiter zentriert. „Diese Bildungsstätte steht für lebenslanges Lernen und

eine nachhaltige Personalentwicklung“, erläutert das Unternehmen. Dabei decke

sie gleich mehrere Aufgabenfelder ab: „Zum einen geht es um die Weiterqualifikation

innerhalb des bestehenden Händlernetzwerkes. Zum anderen machen hier auch

alle Neueinsteiger ihre ersten Schritte“, erklärt Leiterin Irene Kampe (Foto). Die gebürtige

Regensburgerin gleich doppelt vom Fach. In gleicher Funktion hat sie in der

Küchenbranche schon andere Schulungsabteilungen aufgebaut und verantwortet.

www.kuechenplaner-magazin.de/suche/news-detail/news/akademie-in-tuerkismuehle-eroeffnet/

Was Trend ist

Wohnen und Möbel werden laut Hettich hauptsächlich von

den Megatrends Individualisierung, Urbanisierung, Digitalisierung

und New Work beeinflusst. Daneben gibt es eine ganze

Reihe von Trends, die zwar kurzlebiger sind, jedoch starken

Einfluss auf den Zeitgeist und Lifestyle haben. Den Nerv der

Zeit zu treffen sei für die Hersteller von Küchen und Möbeln ein

wichtiger Erfolgsfaktor. „Bei der Vielzahl von Trends kann man

schon mal den Überblick verlieren“, meint der Beschlägespezialist

und stellt einen neuen Service vor: Die einflussreichsten

für die Küchen- und Möbelbranche hat das Unternehmen

auf einer Webseite zusammengestellt. Ermittelt wurden diese

von einem Trendscout-Team. Wie jüngst auf der EuroCucina in

Mailand. Für Eilige gibt es eine aktuelle Trendshow per Video:

https://web.hettich.com/de-de/inspiration/moebel-und-einrichtungstrends

9/2022 KÜCHENPLANER 13


Küchenplanung

„Diese Frau weiß,

wovon sie redet“

Eine klare Vision, Mut zur eigenen Ansicht und Lust auf

individuelle Küchen- und Wohnkonzepte: Damit hat sich

Suna Arslan in Bad Salzuflen selbstständig gemacht.

Vorher arbeitete sie viele Jahre in der Küchenindustrie.

14 KÜCHENPLANER 9/2022


9/2022 KÜCHENPLANER 15

Foto: Biermann


Küchenplanung

Hohe Reichweite

Kreative Wege geht Suna Arslan

auch bei Werbung und Öffentlichkeitsarbeit.

So nutzt sie intensiv

digitale Kanäle und arbeitet

dabei unter anderem mit der

Bloggerin Nihan zusammen. Diese

hat 600000 Follower auf Instagram

und mehr als eine Million

Follower auf YouTube. Wenn Nihan

auf ihren Kanälen vom Besuch bei

„Ihrer Küchenplanerin“ berichtet

(https://www.youtube.com/

watch?v=eRvipe4nnHc), häufen

sich die Anfragen. Der Kontakt zu

Nihan sei auf familiären Wegen

zustande gekommen. Davon profitiere

sie sehr, weiß aber auch realistisch

einzuschätzen, dass sie

bei der populären Influencerin

ohne die persönlichen Kontakte

wohl nicht mit dieser besonderen

Aufmerksamkeit rechnen dürfte.

Darüber hinaus engagiert sich

Suna Arslan seit neuestem als

Sponsorin beim „Porsche Sports

Cup“. Dies unterstütze die Kontaktpflege

fürs Projektgeschäft.

Zwei Eingangstüren: „Küchen su dio“ im

Bad Salzufler Ortsteil Schötmar.

Neu im Sortiment: designbetonte

Armaturen von Gessi.

Drei Ausstellungsküchen

kommen von Häcker. Im

Eingangsbereich aus dem

Programm „systemat“

sowie hier aus der Linie

„concept130“.

Ihre unternehmerische Identität ist Suna

Arslan wichtig. Auch hat sie keine Scheu

vor klaren Ansichten, und sie ist es gewohnt,

ihre Ideen für die jeweiligen Kunden

engagiert zu vertreten und dafür

zu werben. In den Planungsgesprächen

kommt ihr das oft zugute. „Viele Kunden

schätzen, wie ich mich einbringe.“ Kürzlich

habe eine Kundin im Planungsgespräch

zu ihrem Mann gesagt: „Das ist

eine Frau, die weiß, wovon sie redet.“ Diese

Aussage habe sie sehr gefreut. Wenn

ein Kunde hingegen schon sehr genaue

Vorstellungen habe und diese auch umgesetzt

bekommen möchte, wisse sie sich

auch zurückzunehmen. „Der Kundenwunsch

zählt.“

Ihre Individualität spiegelt sich schon

im Unternehmensnamen wider: „Küchen

su dio“. Das branchengeschulte Auge will

automatisch „Küchen Studio“ lesen, aber es

ist anders. Und es hat einen persönlichen

Hintergrund. „su dio“ ist das Ergebnis einer

Kombination von Buchstaben ihres

Vornamens SUna und dem Wort KüchenstuDIO.

„Das macht den Namen zu meinem

persönlichen Highlight“, sagt die Unternehmerin,

Küchenplanerin und Wohnraumgestalterin.

All das ist sie in einer

Person. Denn auch wenn sich in ihrem Anfang

2022 eröffneten Studio derzeit bevorzugt

um Küchenmöbel, Geräte, Spülen und

Armaturen dreht, schlägt ihr Herz doch für

die Gestaltung des ganzen Hauses. „Meine

Kunden sind erstmal überrascht, wenn sie

von mir nach dem Planungsgespräch Zeichnungen

über die Küche hinaus bekommen.“

Auch wenn die Beigaben nicht sofort umgesetzt

werden, hat sie einen gedanklichen

Anker gesetzt. Frei nach dem Motto: Erst

wird die Küche ausgestattet und im zweiten

Step vielleicht das Bad, das Gäste-WC,

die Garderobe, die Wohnräume, das Licht,

die Wandgestaltung oder der Hauswirtschaftsraum.

Mal früher, mal später. Dann

habe alles eine gestalterische Linie, benennt

sie ein für viele Neubauer und Renovierer

überzeugendes Argument. Ideen

sprudeln bei ihr reichlich. Auch „nur“ auf

die Küche bezogen. Ein Planungsgespräch

mündet meist in mehreren Zeichnungen.

„Ich will meinen Kunden die Vielfalt zeigen

und die verschiedenen Möglichkeiten, die

zu ihnen passen können, je nachdem ob

es persönlich mehr um Design und Ästhetik

geht oder um die Technik und das Kochen“,

begründet Suna Arslan diesen ungewöhnlichen

Aufwand. Den Kundinnen

und Kunden scheint es zu gefallen, denn

die Empfehlungsquote ist hoch.

Räume komplett saniert

Und so sind die ersten sechs Monate seit

der Neueröffnung Anfang 2022 durchgehend

munter und arbeitsreich. Wobei in

der Familie Arslan schon in den Monaten

zuvor keine Langeweile aufkam. Innerhalb

von nur 12 Wochen wurden die Räume

eines ehemaligen Cafés mit Bäckerei und

Konditorei in einem denkmalgeschützten

Gebäude an der Schloßstraße im Salz ufler

Ortsteil Schötmar kernsaniert. In Zeiten

von Materialknappheit und Fachkräftemangel

auf dem Bau eine reife Leis tung.

Das Ergebnis präsentiert sich ausgesprochen

stilvoll: mit eleganten weißen Wandverkleidungen

in den mächtigen Fensternischen,

abgehängten Decken und einem

kreativen Lichtkonzept. Möbliert sind die

Räume auf 140 m 2 Fläche mit vier Planungsbeispielen.

Von Häcker („systemat“

und „concept130“) und Nobilia samt Hauswirtschaftsraum

und zwei Bad-Darstellungen.

Eine Outdoor-Küche ist ebenfalls

vorhanden und soll bald Mittelpunkt des

noch final zu gestaltenden Außenbereichs

sein. Die Ausstattung kommt in der Regel

von Blanco, Systemceram, Hans grohe,

Gessi, Quooker, Naber oder Cosentino.

Bei den Geräten ist sie wegen der aktuellen

Situation mit den teils extrem langen

Lieferzeiten flexibel und nutzt je nach

Kommission das Elektroangebot der Küchenmöbelhersteller

oder ordert direkt

bei einem Gerätehersteller. Die elegante

„systemat“-Küche im Eingangsbereich mit

16 KÜCHENPLANER 9/2022


Nobilia-Planung mit dem modularen Relingsystem „Sign Emotion“.

Berkay Arslan, 21, studiert

im 4. Semester

Architektur und plant

später den Einstieg ins

Familienunternehmen.

Fotos: Biermann

Stilvolle Innenraumgestaltung: Die rund 140 m 2 große

Fläche wurde vor der Neueröffnung kernsaniert.

grifflosen grauen Fronten zum Beispiel ist

mit Gaggenau ausgestattet. Als weiteren

Küchenmöbellieferant nimmt sie demnächst

Pronorm auf. Mit Blickrichtung

auf das geplante Projektgeschäft. Das soll

ein weiteres Standbein des noch jungen

Unternehmens werden. Auch international,

zum Beispiel in der Türkei. Erste Kontakte

sind bereits geknüpft.

Viel Erfahrung in der Industrie

Bei der Auswahl der Lieferanten setzt

Suna Arslan auf klangvolle Namen. „Mir

ist wichtig, dass es sich um stabile Unternehmen

handelt“, sagt sie. Diese Entscheidung

wird auch auf persönlichen Erfahrungen

beruhen. Denn vor dem Schritt in

die Selbstständigkeit arbeitete sie viele

Jahre in der Küchenindustrie. Unter anderem

zehn Jahre bei Nolte Küchen in Löhne

und anschließend rund zehn Monate

bei der Neue Alno GmbH. In beiden Unternehmen

habe sie „sehr, sehr viel gelernt“

und Händler unterschiedlichster Art kennengelernt.

Dies habe das eigene Selbstverständnis

als Planerin reifen lassen. Bei

Nolte Küchen war sie erst im Innendienst

tätig und stieg später zur „Assistentin

der Exportleitung“ auf. Bei Alno war sie

dann für den Vertrieb im Inland verantwortlich

und für den Exportmarkt Türkei.

Während dieser Jahre in der Industrie sei

der Plan gewachsen, „irgendwann einmal“

in den Handel zu wechseln und sich als

Küchenplanerin selbstständig zu machen.

Nach dem endgültigen Alno-Konkurs vor

rund zwei Jahren wurde es damit überraschend

schnell konkret.

Mitglied bei DER KREIS

Mit der ihr eigenen dynamischen Tatkraft

wollte Suna Arslan anfangs das Projekt

Selbstständigkeit weitgehend in Eigenregie

stemmen. Das Ladenlokal in der Nähe

des Familienwohnorts Herford hatte sie

schließlich schon gefunden und die Finanzierung

stand ebenfalls. Doch letztlich

ließ sie sich überzeugen, dass eine

Mitgliedschaft in einem Küchenverband

bei vielen Themen nützlich sein kann.

„Ich habe zwar viel Küchenerfahrung“,

sagt sie, „aber es gibt bei der Selbstständigkeit

eine Menge Drumherum“. Angeschlossen

hat sie sich der Verbundgruppe

DER KREIS. Dort fühlt sie sich wohl. Vor

allem gefällt ihr das persönliche Mit einander.

Ob Gespräche mit Robert Strunz

(Marketingleiter) und Ulf Triebener (Geschäftsführer

Deutschland) oder mit den

Regionalleitern Bernhard Heitfeld und

Michael Trommler: „Der Verband ist individuell

auf mich eingegangen und unterstützt

mich in vielen Belangen.“ Und das

sehr praktisch und direkt: Zum Beispiel

auch bei der Fortführung von Ideen rund

um die ein Eigenregie gestaltete Werbung

und Öffentlichkeitsarbeit. „Dann rufe ich

an, schildere meine Gedanken und bekomme

ein Feedback oder sogar weitere

Impulse.“ An dieser Stelle blitzt auch wieder

ihre Individualität auf. „Ich bin gerne

im Verband“, sagt sie, „aber ich bin ich.“

Vom selben Schlag

Wenn sich das Studio am Standort Bad

Salzuflen stabil etabliert hat, möchte sie

gern ein oder zwei Fachkräfte einstellen

und sich dann intensiver dem Objektgeschäft

widmen und dem internationalen

Vertrieb. Tatkräftige Unterstützung dürfte

beizeiten aus der eigenen Familie kommen.

Ihr heute 21-jähriger Sohn Berkay

teilt ihre Faszination für die Küchen- und

Wohnraumgestaltung, wenngleich mit

einem eigenen individuellen Blick. Aktuell

studiert er an der Fachhochschule

Bielefeld (Campus Minden) im 4. Semester

Architektur. Nach Bachelor und Master

soll ein internationaler Aufenthalt folgen

und dann der Einstieg in das neu gegründete

Familienunternehmen.

Dirk Biermann

9/2022 KÜCHENPLANER 17


Küchendesign

Nach reduziert

kommt unsichtbar

Im Gespräch mit dem Kölner Industriedesigner

Stefan Ambrozus zu den Entwicklungen in

der Küche und den Möglichkeiten und Herausforderungen,

die die Ansprüche an Reduktion

und Integration der Technik mit sich bringen.

Design wird oft mit Optik und Haptik gleichgesetzt. Mit dem, was das

Auge sieht und die Hände spüren. Damit kennen sich Stefan Ambrozus

und sein Team auch aus. Die Beschäftigung reicht aber tiefer. Bis hinein

in die Technik von Möbeln, die Steuerung von Geräten und die daraus

resultierenden industriellen Prozesse in der Fertigung.

KÜCHENPLANER: Die Küchenbranche ist für das Studio Ambrozus ein

wichtiger Tätigkeitsbereich. Für wen sind sie aktuell tätig?

Stefan Ambrozus: Wir arbeiten mit Unternehmen aus den Bereichen

Geräte, Möbel und Licht zusammen. Das sind zum Beispiel berbel

und die berbel-Mutter Wesco. Aber auch Grass, Häcker Küchen,

Kesseböhmer und Hera. Mal handelt es sich um in sich abgeschlossene

Projekte, mal reicht die Zusammenarbeit viel tiefer und läuft

permanent. Wie bei berbel. Hier stammt das gesamte Produktprogramm

von uns. Es gibt kein berbel-Produkt, das wir nicht gestaltet

haben.

Also im Stil einer externen Designabteilung?

Ja, und das schon seit gut 12 Jahren. Es ist eine außergewöhnliche und

vertrauensvolle Zusammenarbeit, die uns mit berbel verbindet. Wir

sind eng eingebunden, und die Arbeit reicht in Einzelfällen über das

Produktdesign hinaus. Bis in den Messebau oder die Gestaltung der

Service-Fahrzeuge. Was auch für die Muttergesellschaft von berbel

gilt, die Wesco AG in der Schweiz. Grundsätzlich ist der Messebau

kein eigenständiger Bereich unseres Studios. Aber wenn die Zusammenarbeit

so intensiv ist wie mit berbel und Wesco, bietet sich das im

Rahmen einer ganzheitlichen visuellen Kommunikation an. Und das

macht die Zusammenarbeit auch so spannend und vielfältig.

Eine lange Tradition verbindet uns auch mit Grass. Jüngste Entwicklungen,

an denen wir beteiligt waren, sind zum Beispiel das

Schubkasten-System „Vionaro V8“ mit der extrem schmalen 8-mm-

Zarge, das doppelwandige Auszugsystem „Nova Pro Scala“ und das

fast unsichtbare Scharnier „Tiomos Hidden“. Im Bereich Möbel machen

wir auch immer wieder Projekte mit Kesseböhmer und Häcker.

Dunstabzug, Auszüge, Scharniere – Möbeltechnik generell:

Das sind anspruchsvolle und hochkomplexe Themen.

Welchen Teil steuern sie bei?

Wir sind komplett involviert. Das können wir, weil wir Technik und

industrielle Prozesse denken können. Man kann solche Themen nicht

machen, wenn man nur an der Oberfläche kratzt und rein formalistisch

herangeht.

18 KÜCHENPLANER 9/2022


Stefan Ambrozus (Foto rechts) zusammen mit

berbel-CEO Karl von Bodelschwingh auf der

Bühne des red dot 2022. Die besondere Freude

resultiert aus dem „best of the best“-Award für

die Muldenlüftung „Downline Infinity“.

Foto: berbel / © Red Dot

9/2022 KÜCHENPLANER 19


Küchendesign

Dann sind Sie als Designbüro also nicht die

klassischen Trendgestalter?

Nicht, wenn es um die reine Optik zum Beispiel der Küchenmöbel

geht. Ob in dieser Saison Cremeweiß oder

Schneeweiß wichtig ist, gestalten wir nicht.

Mit welchen Themen über Küchengeräte und

Möbeltechnik hinaus beschäftigen Sie sich noch?

Licht ist ein weiteres starkes Thema. Mit Zumtobel als

größten und international agierenden Konzern-Kunden.

Projekte machen wir aber auch mit mittelständischen

Unternehmen wie Hera und Licht im Raum.

Hinzu kommen Outdoor-Produktthemen für private,

gewerbliche und öffentliche Räume wie Verschattung

oder die Möblierung im öffentlichen Raum. Einzelne

Technikthemen auf Projektbasis für Maschinenbau

und Robotik, unter anderem in der Energieversorgung

und der Medizintechnik, runden unsere Aktivitäten ab.

Das ist eine breite Auswahl mit sehr unterschiedlichen

Themen. Empfinden Sie diese Vielfalt eher als

förderlich oder nervt die Themenbreite manchmal?

Ich finde es spannend zu sehen, wie sich Bereiche und

Branchen gegenseitig befruchten. Und welche Synergien

sich daraus ergeben. Das ist der Grund, warum

wir thematisch eine gewisse Bandbreite wahren.

Haben Sie ein Beispiel?

Das Thema Licht. Was Lichttechnik angeht, ist die Küchenbranche

im Moment noch auf einem Low-Level

unterwegs. Wenn wir ein Lichtprojekt mit Zumtobel

mache, arbeiten wir mit zahlreichen verschiedenen

Ingenieuren zusammen. Aus dieser Zusammenarbeit

lässt sich viel mitnehmen und auf andere Produktanwendungen

übertragen. Es gibt immer Transfer-Leistungen.

Zudem sind die Licht- und die Küchenbranche

anders getaktet und haben unterschiedliche Schnelligkeiten.

In der Arbeit mit den Lichtspezialisten sehen

wir Entwicklungen frühzeitig und wissen, wohin die

Reise geht. Licht als Gestaltungsaspekt wird überall

immer wichtiger. Damit lassen sich interessante Sachen

machen. Aber ich sage auch ganz klar: Es muss

bezahlbar bleiben und die Primärfunktionen müssen

im Mittelpunkt bleiben. Bezogen auf die Zusammenarbeit

mit berbel heißt das: Erst kommt der Dunstabzug

nach oben oder unten und erst dann die Ad-Ons.

Aber ein Muldenlüfter mit integrierter Beleuchtung

wäre doch ein Riesending.

Das wäre es. Lassen wir uns überraschen . . .

Dann grundsätzlicher gefragt: Die Integration von

Licht – dürfen wir uns hier auf besondere Entwicklungssprünge

einstellen?

Die Integration der LED-Technik ist im Vergleich zu

früher sehr viel einfacher geworden. Hinzu kommen

die barrierefreien Möglichkeiten der Steuerungstechnik.

Deshalb denken wir massiv in Kombinationen.

Die Antwort ist also ein klares Ja?

Genau. Wie das dann aussehen wird, darüber können

wir gespannt bleiben.

Zum Stichwort Langfristigkeit: Gehen einem als

Designer nicht die Ideen aus, wenn man sehr lange

für ein bestimmtes Unternehmen arbeitet?

Als ich frisch von der Uni kam, habe ich tatsächlich so

ähnlich gedacht. Doch es ist ganz anders. Weil ja nichts

bleibt, wie es ist. Zum Beispiel der Paradigmenwechsel

bei Dunstabzugshauben in den letzten Jahren. Früher

waren sich alle einig: Es dominierte die Idee, die

Luft nach oben abzusaugen und im Abluftmodus nach

draußen zu leiten. Heute möchten die Kunden einen unverbauten

Luftraum über der Insel-Kochfläche haben

und die Kochwrasen nach unten absaugen. Umluft ist

aus verschiedenen Gründen aktueller denn je. Da muss

man als Entwickler beweglich im Kopf sein. Ganz praktisch

bedeutet das: berbel war und ist Spezialist für den

Dunstabzug. Heute gehören auch Kochfelder dazu und

wir haben beide Bereiche miteinander vernetzt. Technologisch

verändert sich die Kochstelle mit Heizen und

Absaugen permanent und wird dabei immer komplexer.

Spannende Entwicklungen gibt es zum Beispiel bei

User Interfaces (Benutzerschnittstellen, Anm. d. Redaktion).

Funktionen lassen sich vorkonfigurieren, Lichtstimmungen

erzeugen . . . der Kontext verändert sich

fortlaufend. Damit stellen sich von ganz allein immer

neue Aufgaben. Um auf Ihre Frage zurückzukommen:

Nein, es ist weder langweilig noch gehen die Ideen aus.

Apropos Ideen: Welche neuen Trends dürfen wir

in der Küche nach der Eurocucina erwarten?

Ich sehe im Moment keine großen Veränderungen. Die

Pandemie hat viele Themen eingebremst, die jetzt erneut

dargestellt werden. Meist noch vertiefter. Als hätten

sich die Anbieter gesagt ‚Komm, jetzt legen wir

nochmal eine Schippe drauf‘. Wir sehen also weiterhin

eine gewisse Trendvielfalt. Viel Industrial, aber auch

stark reduzierte und monolithische Lösungen. Und

auch massiv opulente Designs. Grundsätzlich scheint

es spielerischer zu werden, der Griff kehrt auch langsam

wieder zurück.

Man sagt: Trends dauern etwa 7 bis 8 Jahren. Jetzt

sind wir schon einige Jahre mit vielen dunklen Farben

unterwegs. Sehen Sie schon eine Trendwende?

Der Zenit für die dunklen Themen ist noch nicht erreicht.

Auch wenn ich persönlich den Eindruck habe,

dass es gesättigt sein müsste. Beim Zubehör und im

Umfeld bleibt Mattschwarz noch länger prägend. Das

gilt für die Küche und auch fürs Bad. Immer wichtiger

wird die Qualität der Oberflächen.

Jenseits kurzfristiger Trends: Welche grundlegenden

Entwicklungen sehen Sie im Lebensraum Küche?

Ganz grundsätzlich ist wahrnehmbar, dass nicht nur

die Planungen insgesamt, sondern auch die einzelnen

Küchenmöbel immer wohnlicher werden. Mit tief nach

20 KÜCHENPLANER 9/2022


Foto: Ambrozus Design

Studio Ambrozus

Inhaber und Industriedesigner

Stefan Ambrozus (Foto) arbeitet in

seinem Designstudio im Belgischen

Viertel in Köln mit fünf weiteren

Designerinnen und Designern zusammen.

Hinzu kommen externe

Fachleute im Sinn einer verlängerten

Werkbank, wenn es um Spezialdisziplinen

geht wie beispielsweise

Digitalthemen oder 3-D.

unten gezogenen Fronten, die kaum noch den Sockel

sichtbar lassen. Manche Umsetzung wirkt wie ein

Side board aus dem Wohnbereich. Damit werden die

Hersteller immer flexibler bei der übergangslosen Gestaltung

von Lebensräumen.

Und bezogen auf die Technik und das Kochen?

Aus unserer Sicht stellen sich Fragen, wie sich das

Gebrauchsverhalten in der Küche ändert: Kochen die

Menschen noch? Oder wird nur noch erwärmt? Wie

weit müssen wir Kochprozesse begleiten? Mit den vielen

digitalen Geräten, die uns umgeben, stehen uns

viele Möglichkeiten zur Verfügung.

Vor allem ist die Informationsbereitstellung viel einfacher

geworden. Wenn ich als Nutzer den archaischen

Vorgang des Koches als beglückend empfinde und mich

auf das sinnliche Erleben konzentrieren möchte, kann

ich mich dem vollständig widmen und mich beim Kochen

von der Technik anleiten lassen. So kann ich fast

nichts mehr falsch machen. Die Technologie reduziert

Zugangshemmnisse maximal. Ich schaue in den Kühlschrank

und lasse mir anzeigen, was ich mit den vorhandenen

Lebensmitteln zubereiten kann. Das ist für

die Gerätebranche ganz, ganz spannend. Was müssen

wir da eigentlich bereitstellen? Und welche Kundenbedürfnisse

müssen erfüllt werden? Um Fragen wie

diese geht es, wenn es um die Entwicklung von Kochfeldern

geht. Das bewegte auch schon die Entwicklung

des Muldenlüfters „Downline Infinity“, für den berbel

beim ‚red dot 2022‘ den ‚best of the best‘-Award erhalten

hat. Dabei handelt es sich eigentlich um eine Hybridbedienung.

Die Touch-Steuerung auf der Kochfläche

erlaubt es, in die Tiefe der Bedienung zu gehen

– und wenn ich das als Nutzer nicht will, steuere ich

das Gerät über massive Knebel an der Möbelfront. Ein

komplexes und benutzerfreundliches Zusammenspiel.

Geht es bei der Geräteentwicklung nicht auch darum,

unterschiedliche Bedürfnislagen ein und desselben

Kunden an ein und demselben Gerät abzubilden?

Also unter der Woche Convenience und am

Wochenende die Kochsession im großen Kreis von

Familie und Freunde?

Die Digitalisierung gewährt uns diese Möglichkeiten.

Damit lassen sich Zugangshemmnisse reduzieren,

Ängste abbauen und Anleitungen realisieren. Das ist

der Themenkomplex, auf den wir uns gegenwärtig fokussieren.

Die Gerätefunktionen werden damit wohl weiterhin

immer reduzierter und versteckter.

Wir beschäftigen uns intensiv mit integrierten und integrativen

Lösungen. Damit das Gerät immer weniger

sichtbar ist. Der Muldenlüfter ist ein klassisches Beispiel

dafür. Zu sehen ist nur die Kochfläche. Der Markt

gibt da die Richtung vor. Die Stückzahlen schießen in

die Höhe. Ich verrate kein Geheimnis, wenn ich sage,

dass wir massiv an integrierten Lösungen arbeiten.

Wie zum Beispiel Dunstabzugstechnik, die komplett

verschwindet und dabei wirklich unsichtbar ist. Dafür

brauche ich natürlich die passende Steuerungstechnik.

Integriert und unsichtbar ist der Trend . . . wie sieht

es mit dem Gegentrend aus, der Inszenierung des

Herdes als Kochstelle?

Die integrierte Technik ist derzeit die klare Blickrichtung.

Dennoch gibt es auch Kunden, die exakt das Gegenteil

wollen, die die Kochstelle inszenieren möchten.

Dafür bietet sich zum Beispiel eine höhenverstellbare

Lift-Haube an.

Mit Muldenlüfter sind wir noch nicht am Ende der

Entwicklung angekommen. Gleichzeitig denken wir

auch in andere Richtungen. Es gibt schließlich viele

verschiedene Kunden, Bedürfnisse und Geschmäcker.

Zählt auch die Integration der Kochfunktion in die

Arbeitsfläche dazu?

Das Kochfeld ist eine Feuerstelle, die anspruchsvolle

sicherheitstechnische Aspekte erfüllen muss. Dass

diese Funktionen integrativer Bestandteil der Arbeitsplatte

sind, ist mit erheblichen logistischen

Herausforderungen verbunden.

Nur zur Vollständigkeit: Für die Möbeltechnik gilt

der Ansatz von Reduzieren und Verstecken gleichermaßen?

Bei Auszügen, Klappen und Beschlägen ist das Integrative

und Reduzierte nach wie vor das zentrale Thema.

Vielen Dank für das Gespräch, Herr Ambrozus

Dirk Biermann

9/2022 KÜCHENPLANER 21


Küchendesign

Argumente fürs

Kundengespräch

Von red dot über IF bis German Design Award – und einige andere mehr. Die Liste

der Designwettbewerbe ist lang und wird immer länger. Aber die Auszeichnungen

haben Gewicht für viele Unternehmen und dessen Marketing. Denn im Küchenverkauf

können sie unterstützen. Hier eine Auswahl 2022 ausgezeichneter Firmen

und Produkte aus Sicht der Einbauküche*.

red dot award

Initiator: Dr. Peter Zec

www.red-dot.org

Product Design Winner

• berbel: Kochfeldabzug „Downline Infinity“

(Best of the Best)

• Blum: Klappenbeschlag „Aventos HKi“

(Best of the Best)

• Bora: Dampfbackofen “X Bo”

• Bora: Kochfeldabzug „S Pure“

• Bosch Hausgeräte: Kühlgefrierkombinationen

„Multi-door“ Hygiene-Range

• Bosch Hausgeräte: Steuergerät „Smart Kitchen Dock“

• Bosch: Kühlgefrierkombination „Serie 6“ (freistehend)

• Bosch: Weinkühlschränke „FS 82“ und „FS 186“

(freistehend)

• Burnout.kitchen: Outdoorküche „Lux“

• Elleci (Italien): Komposit-Küchenspüle „Sintesi“

• Franke: Beckenserie „Maris“

• Franke: Dunstabzug „Smart“

• Franke: Gaskochfeld „Maris“

• Franke: Küchenarmatur „Active“ (Schwarzmatt) mit

Spüle „Kubus 2“ (Best of he Best)

• Franke: Vorbereitungssystem „ALL-IN“

• Grohe: Absperrventil „Switch“

• Haier: „Pizza-Ofen“

• Haier: Einbauherde „I-Turn Serie 6“

• Haier: Kühlgeräte-Serie „F+“ und weitere Kühlschrankserien

• Haier: Weinkühlschränke und Weinkühler

• Hansgrohe: „Aqittura M91 SodaSystem“

• Hansgrohe: Küchenarmatur „Zesis M33“

• Hettich: „Push to open Silent“ (für Drehtüren)

• Hettich: Auszug „Quadro Compact FE 20“ für Weinkühlschränke

• Hettich: Schubkastensystem

„AvanTech YOU Illumintion”

• Küppersbusch: Einbaubackofen BP6350.0GPH6“

• LG: Serie „Studio“ (Kühlschrank, „Insta-View

Einbauofen, Backofen-Serie)

• Liebherr: Kühlgefrier-Kombinationen (Standgeräte)

der Serien „Peak“ und „Prime“

• Miele: Downdraft-Dunstabzug „Black Levantar“

• Miele: Induktionskochfeld „KM 7999 FL“ mit

„ TempControl“ – Gold Award

• Miele: Kühlgefrierkombination „Generation K 4.000“

• Nobilia: Arbeitsplatte „Xtra Ceramic“

• Novy: Dunstabzug „Phantom“

• openair living: Outdoorküche „Pure“

• Pronorm: Küchenmarke “i-luminate”

• Siemens Hausgeräte: Einbaugeräte-Linie „studioLine“

• Siemens: „coolFlex“ Kühlgefrierkombinationen

„iQ300“ und „iQ500“ (freistehend)

• Siemens: Einbau-Geschirrspüler „iQ 300“ und

„iQ500“ (freistehend)

• Siemens: integrierte Designhaube (Best of the Best)

• Siemens: integrierte Einbau-Designhaube

• Siemens: noFrost Kühlgefrierkombination „iQ300“

(Einbau)

• Siemens: Weinkühlschränke 83 cm und 186 cm

(freistehend)

• Team 7: Küchenprogramm “echt.zeit”

• V-ZUG: Kochfeldabzug „CombiCookTop V4000“

• Whirlpool: Einbau-Kühlgeräte-Serie mit „NoFrost“

IF Design Award

Initiator: iF International

Forum Design GmbH

www.ifdesign.com

• Asko: Geschirrspülmaschine „D700“

• Asko: Kochfeldabzug „Elevate“

• Balay (BSH): Weinkühlschrank „BU30“

• Bauknecht: „NoFrost“-Kühlgefrierkombination

(Einbau)

• Bauknecht: Einbau-Dampfbackofen „Collection.11“

• berbel: Kochfeldabzug „Downline Infinity“

(BKA 90 DLI)

• Bertazzoni (Italien): Dunstabzughauben

„KT90P1ANT“

• Bertazzoni (Italien): Kochstation „PRO905l1ECAT“

(90 cm)

• Blanco: Abfallentsorger „FWD Max“

• Blanco: Küchenarmatur „Sonea-S Flexo“

* Fokus auf europäische Hersteller bzw. internationale Hersteller mit nationalen Landesgesellschaften bzw. Konzerneinreichungen

aus Deutschland/Europa; alle Angaben ohne Gewähr auf Vollständigkeit und Produktkategorien

22 KÜCHENPLANER 9/2022


• Bora: Dampfbackofen „X Bo“ – Gold Award

• Bosch: Einbaukühlschrank „351-PD-346686“

• Bosch: French-Door-Kühlgefrierkombination

„Serie 6“

• Bosch: Kochfeldabzug „Serie 8 Glasdraft“

(accent line)

• Bosch: Kühlgefrierkombination „Serie 6“

(freistehend)

• Bosch: Weinkühlschrank „BU 30“ (Einbau)

• Bosch: Weinkühlschrank „BU 60“ (Einbau)

• Bosch: Weinkühlschrank „FS 186“ (freistehend)

• Bosch: Weinkühlschrank „FS 82“ (freistehend)

• Damiano (Italien): Nischensystem „Moove“

• Elica: Dunstabzugshaube mit Luftreinigungsfilter

„Ikona Maxxi Pure“

• Elleci (Italien): Komposit-Küchenspüle „Sintesi“

• Falmec: Dunstabzugshaube „Light“

• Falmec: Dunstabzugshaube „Spazio 130“

• Grohe: Filter für Küchenarmatur „Minta“

• Grohe: Küchenarmatur mit Filtersystem „Blue Pure“

• Grundig „InterAct“ (Stand-Geschirrspüler)

• Grundig: 70 cm breites „Nofrost“ Bottom-Kühlgerät

• Grundig: 78 cm breite „Nofrost“-Kühlgefrierkombination

mit Glasfront

• Grundig: Muldenlüfter „GR 9900“

• Haier: Dry Aging Cabinet „Casarte”

• Haier: Gaskochfeld

• Haier: Kühlgefrierkombination „ACME Series“

Multi-Door

• Haier: Kühlgefrierkombination „F+“ Casarte

„TianCheng”

• Haier: Kühlgefrierkombination „Office scene“

• Haier: Kühlgefrierkombination French-Door

„ Casarte Counductor”

• Haier: Kühlgefrierkombination French-Door Casarte

„TianCheng”

• Haier: Schubladengeschirrspüler

„Casarte Galaxy“ / „Double-Drawer“

• Haier: smarte Kühlgerätekombination „Bo Guan“

French-Door

• Haier: Weinkühlschrank „Casarte Premium“

• Haier: Weinkühlschrank „Casarte Sommelier Series“

(Einbau)

• Hansgrohe: Küchenarmatur

„Aqittura M91 Soda System“

• Hettich: Auszugsführung „Quadro Compact“ für

Weinlagerschränke

• Liebherr: freistehende Kühlgeräte „SmartSteel“

• Liebherr: SBS-Kühlgefrierkombination „XRFbs 5295

BlackSteel“ und „XRFst 5295 SmartSteel“

• Loewe: Weinkühlschrank

• Miele: Downdraft-Dunstabzug „Black Levantar“

• Miele: Induktionskochfeld „KM 7999 FL“ mit

„ TempControl“ – Gold Award

• Miele: Kühlgefrierkombination „Generation K 4.000“

• Novy: Deckendunstabzug „Pureline Pro“

• Novy: Dunstabzug „Phantom“

• peka-metall: Auszugsystem „Liro design line“

• Samsung: Einbau-/Kompaktbacköfen „NV8300T“ &

„NQ8300T“ im „Infinite Design“

• Samsung: Einbau-Geschirrspüler „DV7000B“

• Samsung: Kühlgeräteserie „Bespoke“

(mehrere Geräte unterschiedlicher Bauart)

• Samsung: Wasseraufbereitung „RWP7000AM)

• Schott Ceran: Glaskeramikkochfläche „Luminoir“

• Siemens: „coolFlex“ Kühlgefrierkombination „iQ300“

• Siemens: Einbau-Geschirrspüler „iQ500“

(teilintegriert)

• Siemens: French-Door-Kühlgefrierkombination

„iQ500“ (freistehend)

• Siemens: integrierte Einbau-Designhaube

• Siemens: noFrost Kühlgefrierkombination „iQ300“

(Einbau)

• Siemens: Weinkühlschrank 186 cm (freistehend)

• Siemens: Weinkühlschrank 82 cm (freistehend)

• V-ZUG: Kochfeldabzug „Fusion II“

(CombiCookTop V4000)

German Design Award

Initiator: Rat für Formgebung

www.german-design-award.de

Gold

• Bora: Dampfbackofen „X Bo“

• Bosch: Einbaugerätelinie „accent line carbon black”

Winner

• Egger: Lackplatte „PerfectSense“

• Hansgrohe: Küchenarmatur

„Aqittura M91 Sodasystem“

• LEICHT: Küchendesign „Bossa“

• SieMatic: Küchendesign „SLX Ceramic“

• Siemens: Tischlüftung „IQ700 glassdraftAir

studioLine 80cm“

• Siemens: Weinkühlschränke 30 und 60 cm

• Villeroy & Boch: Küchenspüle „Subway Style”

Special Mention

• Ballerina: Organisationsystem „Be free FreeBridge“

• Blum: Klappenbeschlag „Aventos HKi“

• Bora: Kochfeldabzug „S Pure“

• Elica: Dunstabzug „Rules“

• Elica: Dunstabzug „Open Suite“

• Franke: Küchenarmatur „Atlas Neo Sensor“

• Gorenje: Einbaubackofen „OptiBake“

• Haier: „REF-650“

• Haier: Kühlgefrierkombination „905F4D“

• Haier: Kühlgerät „Kustom“

• next125: Küchenmöbel mit „Pocketsystem“

• Oranier: Kochfeldabzug „FlexX“

• Oranier: Kopffreihaube „Savina“ mit „designLight“

• Osta: Küchendesign „Inselplus“

• pronorm: Küchenmarke „i-luminate“

• Rodi: Küchenspüle „Invisible 70“

• Siemens: Einbau-Kühlgefrierkombination „iQ300“

• Siemens: Kühlgerät „Ceramic Fridge“

• Siemens: teilintegrierter Geschirrspüler „iQ300“

• Siemens: vollintegrierter Geschirrspüler „iQ100“

• Siemens: vollintegrierter Geschirrspüler „iQ300“

• Siemens: vollintegrierter Geschirrspüler „iQ500“

• Siemens: vollintegrierter Geschirrspüler „iQ700“

• Systemceram: Küchenspüle „Kara 57“

• Vestel: Einbaubackofen „Duo“

9/2022 KÜCHENPLANER 23


Küchendesign

Iconic Award

Initiator: Rat für Formgebung

www.iconic-world.de

Best of best

• berbel: Kochfeldabzug

„Downline Infinity“

(BKA 90 DLI)

• Elica: Dunstabzug mit Luftfilterung

„Ikona Maxxi Pure“

• Reform: Küchendesign „Reflect“

• Rehau: „Edelmatt Kollektion“

• Schell: Küchenarmatur „Grandis E“

Winner & Selection

• Falmce: Dunstabzug „Light“

• Grohe: Armaturenserie „Eurosmart“

• Hansgrohe: Küchenarmatur

„Aqittura M91 Sodasystem“

• nobilia: Arbeitsplatte „Xtra Ceramic“

• Osta: Küchendesign „Inselplus“

• Osta: Outdoorküche „Pipe“

• Van Hoecke: Boxsystem „Ta’or“

German Innovation Award

Initiator: Rat für Formgebung

www.german-innovation-award.de

Winner

• Ballerina: Multifunktionales

Möbel „Hometool“

• Elica: Dunstabzug mit Luftfilterung

„Ikona Maxxi Pure“

• Hansgrohe: Wassersystem/Küchenarmatur

„Aqittura M91 SodaSystem“

• Midea: Einbaugeschirrspüler „SV8.45 wi“

• nobilia: Arbeitsplatte „Xtra Ceramic“

Special Mention

• Grohe: Küchenarmatur/Wassersystem

„Blue Red In One“

German Brand Award

Initiator: Rat für Formgebung

www.german-brand-award.de

Winner

• Blum Connects: „Excellence in

Brand Strategy and Creation“

• Bosch Hausgeräte: „Excellence in

Brand Strategy and Creation“ (2)

• Brigitte Küchen: „Excellent Brands“

• DER KREIS kuechenspezialisten.de:

„Excellence in Brand Strategy and Creation“

• Häfele: „Excellence in Brand Strategy and Creation“

• Kesseböhmer @home: „Excellence in Brand Strategy

and Creation“

• Möbel Heinrich: „Excellence in Brand Strategy and

Creation“

• Moki Küchenstore Offenburg: „Excellent Brands“

• rational einbauküchen: „Excellent Brands“

• Siemens Hausgeräte: „Excellent Brands“

Special Mention

• DER KREIS kuechenspezialisten.de:

„Excellence in Brand Strategy and Creation“

• Moki Küchenstore Offenburg: „Employer Brand of

the Year“

• Vorwerk: „Excellence in Brand Strategy and Creation“

Kitchen Innovation Award

Initiator: LiveCare.Network

www.kitcheninnovationaward.de

Küchenmöbel

• Beckermann: Designkonzept „Lebensräume“

• Forster Swiss Home: „Nero Pur 11“

• nobilia: Arbeitsplatte „Xtra Ceramic“

(Golden Award – Best of the Best)

Küchenausstattung

• BWT: „AQUAlizer Station“ (Bottle Free Zone)

• Franke: Küchenspülen-Organisationssystem „All-In“

(Golden Award – Best of the Best)

• Häfele: Einbauleuchte „Nimbus Q Four“;

Stahlfachboden

Küchenarmaturen

• Hansgrohe: „Aqittura M91 SodaSystem“

(Golden Award – Best of the Best)

• Hansgrohe: Küchenarmatur „Zesis M33“

Elektrogroßgeräte

• AEG: Kochfeldabzug „FlexiBridge XT“;

Glasoberfläche „MattBlack

• Bauknecht: Collection.05: Einbau-Backofen,

Kopffrei-Wandhaube, Einbau-Kombi-Mikrowelle

• berbel: Kochfeldabzug „Downline Infinity“

(Golden Award – Best of the Best)

• Elica: Dunstabzug mit Luftfilterung

„Ikona Maxxi Pure“

• Novy: Dunstabzug „Phantom“

• Samsung: French-Door Kühlgefrierkombination mit

„Beverage Center“

Best product 2022

(beste Bewertung über alle Kategorien)

• Hansgrohe

Sonderauszeichnung für

verantwortungsvolle Unternehmensführung

• Kategorie Unternehmen: Grohe

• Kategorie Projekt: BWT (Bottle Free Zone)

24 KÜCHENPLANER 9/2022


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Küchendesign

„Etwas einfach zu machen

ist wirklich schwierig“

Wie wohnen wir in Zukunft? Mit dieser Frage beschäftigt sich Andreas Enslin bereits

seit vielen Jahren. Ein Blick in die Glaskugel sei dafür gar nicht nötig, sagt der Vice

President Miele Design Centre. Denn es gibt zahlreiche Studienergebnisse. Miele ist

für diese Zukunft gut gewappnet, so sein Fazit.

KÜCHENPLANER: 2030 ist gar nicht so weit weg. Wird

sich in den nächsten 8 Jahren tatsächlich Grundlegendes

in unserer Gesellschaft ändern?

Andreas Enslin: Eine der großen Herausforderungen

dieser Zeit sind die unterschiedlich schnell laufenden

Entwicklungen: Die technische Seite beschleunigt sich

extrem, weil sich das Wissen in der Gesellschaft beschleunigt.

Der Mensch hingegen ist nicht so schnell

und nicht so geschickt darin, mit der daraus resultierenden

Komplexität umzugehen. Insgesamt dauert es

daher sehr lange, bis eine Gesellschaft sich weiterentwickelt.

Dabei ist es nicht so, dass die technische Entwicklung

die Gesellschaft treibt. Das Gegenteil ist der

Fall: Die Werte einer Gesellschaft ermöglichen technische

Entwicklungen und deren Akzeptanz. Neue

Techniken müssen einen Nutzen für die Gesellschaft

haben, sonst werden sie nicht akzeptiert. Wir bei Miele

schauen deshalb erst einmal, was die Menschen brauchen

und entwickeln dann die entsprechenden Produkte,

nicht umgekehrt.

Wie wirkt sich das auf die Küche 2030 aus?

Die Menschen haben sich in den letzten 10 000 Jahren

kaum verändert. Das Streben nach Erfüllung der

Grundbedürfnisse wie Essen, ein Dach über dem Kopf,

Wärme und eine Familie existiert damals wie heute. In

unserer modernen Welt ist es jedoch zum Problem geworden,

sich zwischen den unterschiedlichen Möglichkeiten

zu entscheiden – es gibt von allem zu viel.

Das ist auch in der Küche so. Es herrscht ein Überangebot

an Geräten, Funktionen und Möglichkeiten.

Die ständige Verfügbarkeit von Nahrung beispielsweise

führt in unserer Gesellschaft unter anderem zu billigen

Lebensmitteln und Übergewicht. In Zukunft werden

wir daher lernen müssen, anders und besser zu

kochen. Das gelingt mit technischer Unterstützung

besonders einfach. In dieser Beziehung halte ich viel

von Künstlicher Intelligenz (KI). Kochen und Esskultur

sind sehr individuell und werden stark in der Kindheit

geprägt. Der Anspruch an die Assistenzsysteme ist, die

Möglichkeiten des Individuums zu stärken und der eigenen

Kreativität Raum zu geben. Wenn sich Nutzer

zum Beispiel für eine gewisse Ernährungsform wie vegetarisches

Essen entscheiden, kann die Technik mit

tollen Rezepten und Zubereitungsweisen wie Dampfgaren

unterstützen.

Ist technische Unterstützung beim Kochen wirklich

notwendig?

Heute wird ja kaum noch in den Familien gekocht.

Auch in der Schule werden kaum Grundlagen zu Ernährung

und Nahrungsverarbeitung vermittelt. Daher

wird viel zu oft zu verarbeiteten Lebensmitteln

gegriffen. Von daher halte ich technische Unterstützung

beim Kochen durchaus für sinnvoll – jeder Nutzer

kann ja für sich entscheiden, ob er dem Vorschlag

des Geräts folgen möchte.

Wie sieht Guidance bei Kochsystemen aus? Eines

Ihrer Kochassistenzsysteme wird ja gerade bei einer

Wohngemeinschaft von Menschen mit Einschränkungen

in der Stiftung Eben-Ezer in Lemgo eingebaut.

Wir haben 2016 auf der Mailänder Möbelmesse eine

Idee gezeigt, wie Technologie eingesetzt werden kann,

um Menschen entsprechend ihres Kochwissens bei der

Zubereitung eines Drei-Gänge-Menüs sinnvoll und kreativ

zu unterstützen. Unter diesem Leitgedanken haben

wir uns angeschaut, wie Kochen eigentlich funktioniert

und festgestellt, dass an vielen Stellen einfach

Wissen fehlt. Hier können Assistenzsysteme ansetzen,

um die Komplexität des Kochvorgangs beherrschbar

und sicher zu machen. Wir lernen beim Kochen mit

Menschen mit Einschränkungen wie es einfacher und

besser gehen kann. Etwas einfach zu machen ist wirklich

schwierig.

Im Assistenzsystem „KogniHome“ in der Küche unseres

Gästehauses sind über 50 Sensoren verbaut, die

registrieren, was in der Küche und beim Kochen passiert.

Durch die Interaktion der Software mit den Nutzern

passt sich der Prozess automatisch an das Wissen

des jeweiligen Nutzers an. Mithilfe der Technik

können wir die Menschen unterstützen und ihnen ein

Stück Freiheit zurückgeben. Das ist einer der großen

Fortschritte des Systems. Es bietet eine Erweiterung

des Handlungsspielraums und damit der eigenen Kreativität.

Wie macht man die Technik „einfach“ zugänglich?

Technologie hilft nur, wenn sie durch möglichst wenige

Aktionen mit unseren Kunden in Interaktion tritt.

Denn Kundinnen und Kunden wollen einfach nur

26 KÜCHENPLANER 9/2022


kochen – und nicht wissen, wie das System dahinter

funktioniert.

Wir im Design Center müssen Produkte so gestalten,

dass sie einfach und energiesparend genutzt werden

können. Die Bereitschaft bei den Menschen ist ja

da. Wir bei Miele haben eine Verantwortung gegenüber

der Umwelt und der Gesellschaft, die darüber hinausgeht,

einfach „nur“ ein Produkt zu fertigen, das

20 Jahre hält. Diese Verantwortung übernehmen wir

bei Miele schon seit Gründung im Jahr 1899.

Wie sieht diese Verantwortung bei Miele aus?

Es ist die Haltung, die den Unterschied macht. Inhaber

und Mitarbeiter sind Teil einer Gemeinschaft, die

die Unternehmenswerte vertritt. „Immer Besser“ ist

das Motto bei Miele seit über 120 Jahren. Und dieses

Motto ist auch für unsere Lieferanten und Dienstleister

ein Versprechen. Wie haben eine soziale Verantwortung

und arbeiten miteinander – nicht gegeneinander.

Nach wie vor ist die Lebensdauer von Produkten ein

wichtiger Hebel beim Thema Nachhaltigkeit. Die Produktion

macht bei den Waschmaschinen beispielsweise

15 Prozent des gesamten CO 2

Footprints aus – der

Gebrauch dann die übrigen 85 Prozent. Miele Waschmaschinen

erfüllen die höchsten Ansprüche an Energieeffizienz

– was verbunden mit der Auslegung auf

eine lange Nutzungsdauer einen riesigen Hebel auf die

Nachhaltigkeit hat. Auch die sparsamste Waschmaschine

nutzt nichts, wenn immer nur schnell und heiß

gewaschen wird.

Was kann ein Unternehmen noch tun?

Ich finde, dass man nicht nur die Unternehmen zu

sparsamen Produkten verpflichten muss, sondern man

muss auch den Kundinnen und Kunden ermöglichen,

die Produkte einfacher und besser zu nutzen. Der größte

Teil der Emissionen entsteht eben in der Nutzungsphase.

Wenn energieeffizientes Waschen einfach ist

und Spaß macht, wird auch das entsprechende Programm

dazu genutzt – auch das gehört zum Job der

Designerinnen und Designer. Wir wollen unsere Kundinnen

und Kunden zu Mitstreitern für den Klimaschutz

machen indem wir sie zum Beispiel ermuntern,

Ecoprogramme zu nutzen. Darüber hinaus unterstützen

unter anderem auch eine automatische Waschmitteldosierung

oder Anschlüsse für Warmwasser dabei

Ressourcen zu schonen. Wenn sich Kundinnen und

Kunden für ein Miele-Gerät entscheiden, dann haben

sie schon viel getan.

Wie sieht es mit der Reduktion der Modellvielfalt aus?

Hier muss man unterscheiden zwischen Alternativen

und Varianten. So ist etwa in anderen Ländern oft die

Energieversorgung eine andere. In Italien beispielsweise

wird noch viel mit Gas gekocht. Da müssen dann

auch die entsprechenden Alternativen und Spannungsvarianten

angeboten werden.

Was die Varianten angeht, haben wir uns in den letzten

Jahren deutlich eingeschränkt. Jede neue Gerätegeneration

hatte weniger Varianten. Allerdings kann dafür

jede einzelne Variante wieder mehr. Das wiederum

bietet Vernetzungsmöglichkeiten. Vernetzbare Geräte

bieten hier zunehmend die Möglichkeit, Funktionen

auch mal nachzurüsten. So könnten Geräte dann aktuell

gehalten und auf individuelle Bedürfnisse eingestellt

werden.

Wie sieht denn Ihrer Ansicht nach die Küche der

Zukunft aus? Wie in Science-Fiction-Filmen?

Das glaube ich tatsächlich. In Zukunft wird mehr zwischen

Alltags- und Genusskochen unterschieden werden.

Alltagskochen wird per Knopfdruck funktionieren.

Foodprozessoren werden Lebensmittel erstellen

und ausdrucken. Für ein Hühnchen muss kein lebendes

Tier mehr geschlachtet werden. Kochen, wie wir es

heute kennen, wird seltener stattfinden.

Es steht allerdings zu befürchten, dass das Natürliche

die Ausnahme sein wird, weil es nicht mehr allen

Menschen zur Verfügung steht. Ein echtes Stück

Fleisch wird zum Luxusartikel werden, ähnlich wie

eine teure Flasche seltenen Weins. Es geht heute schon

- und in Zukunft erst recht darum, bewusst und respektvoll

mit wertvollen Lebensmitteln umzugehen.

Und dazu können wir alle beitragen. Auch ich in meiner

Funktion als Designchef bei Miele.

Herr Enslin, herzlichen Dank für das Gespräch.

„Alltagskochen

wird per Knopfdruck

funktionieren.“

Andreas Enslin, Vice President

Miele Design Centre.

Wie kann man Nutzerinnen und Nutzer beim Kochen

den Nutzer zu Mitstreitern für den Klimaschutz

machen?

Zum Beispiel beschäftigen wir uns mit der richtigen

Lagerung von Lebensmitteln im Kühlschrank zur Vermeidung

von Lebensmittelverschwendung. Und es

geht, wie oben schon geschildert, bis zum geführten

Kochprozess, bei dem nichts mehr anbrennt. Und natürlich

entsprechen Miele-Geräte auch den höchsten

Ansprüchen an Energieeffizienz.

Foto: Miele

9/2022 KÜCHENPLANER 27


Mein Blick auf Küche

Je bunter desto besser

Wer ein Kochbuch schreibt, für den muss die Küche der wichtigste Raum im Haus

sein. Dachten wir bisher. Die Illustratorin und Kochbuchautorin Kat Menschik sieht

das ein wenig anders: Für sie muss eine Küche zwar hübsch sein, aber hauptsächlich

funktionieren und Persönlichkeit zeigen.

„Essen essen“ lautet der

ungewöhn liche Kochbuchtitel.

Es ist ein Erfolg.

Kat Menschik hat eines der fröhlichsten und ehrlichsten

Kochbücher der letzten Jahre verfasst. „Essen

Essen“ ist ein praktischer Ratgeber mit Kochtricks und

(fast) geheimen Familienrezepten und darüber hinaus

zauberhaft illustriert. Damit sind wir auch beim

eigentlichen Beruf der Berlinerin. Sie ist Illustratorin,

arbeitet u.a. für die Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung

oder illustriert Bücher, etwa von Haruki

Murakami oder Mark Bennecke.

Hübsch muss sie sein

Die Küche ist für sie ein ebenso wichtiger Raum wie

das Bad oder Schlafzimmer. Sie benutzt sie gerne, würde

aber nie behaupten, dass sie der wichtigste Raum

im eigenen Haus ist. Das liegt ihrer Ansicht daran,

dass sie Hobbies hat, die nicht in der Küche stattfinden,

wie Töpfern, Gärtnern, Malen, Basteln oder das

Haus gestalten.

Trotzdem legt sie großen Wert darauf, dass die Küche

hübsch aussieht. So haben auch die Gäste im Esszimmer

etwas davon, denn die offene Küche, in der

sich übrigens auch ein gemütliches Sofa und ein Kamin

befinden, geht in den Essraum über.

„Ich arbeite daran, dass meine Küche immer bunter

wird“, sagt sie und so dominieren Muster- und Farbmixe

den Raum. Eine Wand ist mit einer Hinterglasmalerei

versehen. Die daran angrenzende Wand wurde

mit selbstgemachten Porzellanfliesen geschmückt.

Sammlerstücke, wie schöne alte Dosen, stehen offen

im Regal. Darüber wächst die Wand allmählich mit Bildern

zu.

Unter- und Oberschränke gibt es in ihrer Küche

nicht, stattdessen offene Regale und Schubladen aus

gesammelten Weinkisten. Da Kat Menschik Küchengeräte

grundsätzlich hässlich findet, sind die in ihrer

Küche Mangelware. Sie besitzt noch nicht

einmal eine Kaffeemaschine und gießt den

Kaffee einfach in der Tasse auf.

Kreativer Buchtitel

In diesem kreativen Umfeld entstand auch

die Idee für das Buch „Essen essen“. Es

begann mit einer Suppe, die sie für ihre

Freundinnen gekocht hatte. Auf Nachfrage

nach dem Rezept schrieb Kat Menschik

alles auf und zeichnete kleine Bildchen

ins Rezept. Und so entstand die erste Seite

des Kochbuches – eine Kartoffelsuppe.

Der Illustratorin gefiel die Idee, erfundene

Gerichte mit Klassikern zu mixen,

die sie „im Schlaf“ kochen kann, weil sie

sie von ihrer Omi gelernt hatte. Dazu kamen Gerichte

von Freunden und Familie, die sie gerne bei diesen isst.

Stand im Vorwort ihres Kochbuches noch „Kochen

zählt nicht zu meinen größten Leidenschaften, aber

man muss ja die Familie satt bekommen“, hat sich diese

Haltung in den letzten Jahren grundsätzlich geändert.

Das lag zum einen daran, dass sie nicht mehr jeden

Tag kochen musste (das Kind ist ausgezogen), und

zum anderen am Lockdown, da ja alle auswärtigen Termine

ausfielen.

Sie hatte auf einmal viel mehr Zeit und entdeckte

den Spaß am „Rumkulten“ in der Küche. Nudeln wurden

selbst gemacht und Brot gebacken. Mittlerweile

kocht sie aufwändiger als früher. Wenn Gäste da sind,

unterhält sie sich beim Kochen gerne mit ihnen, doch

in die Quere kommen darf ihr in der Küche niemand.

Als gute Gastgeberin fühlt sie sich dazu verpflichtet,

dass sich ihre Gäste wohlfühlen und amüsieren.

Aus dem eigenen Garten

Vieles von dem, was Kat Menschik in der Küche verarbeitet,

kommt aus dem eigenen Garten. In diesem

Jahr hat sie vor allem Tomaten angepflanzt. Sie möchte

Tomatensauce für den ganzen Winter vorkochen. Das

verwundert nicht, denn Nudeln mit Tomatensauce sind

ihr absolutes Lieblingsgericht. Mit dem Buch „Tomaten“

hat sie dem roten Gemüse ein buntes Denkmal gesetzt.

„Es macht mich außerdem wirklich glücklich, einfach

in den Garten zu gehen und Zwiebeln, Bohnen, Kräuter

aus der Erde zu holen, wenn ich sie brauche.“

Wichtig ist ihr ein nachhaltiger Umgang mit Dingen.

Daher kauft sie möglichst unverpackte Lebensmittel

und versucht, Plastik zu reduzieren bzw. zu vermeiden.

Ihre Familie verzichtet auf Fleisch und kauft hochwertige

Lebensmittel, gerne auch in Bioqualität. Auch in

Sachen Einrichtung lebt sie Nachhaltigkeit und kauft

hochwertige Einrichtungsgegenstände, die sie sehr

lange nutzt.

Sybille Hilgert

Völlig subjektiv

Mit unserer Serie „Mein Blick auf Küche“ wollen

wir in loser Folge Menschen vorstellen, für die

der Lebensraum Küche eine besondere Bedeutung

hat. Und dabei unterschiedlichen Perspektiven

folgen. Je subjektiver desto besser. Den

Anfang machte in KÜCHENPLANER 7/8 2022 die

Jungköchin Kaja Beckmann aus Bielefeld. Heute

folgt die Kochbuchautorin Kat Menschik.

Fotos: Menschik

28 KÜCHENPLANER 9/2022


In ihrem kreativen

Küchen umfeld hat Kochbuchautorin

Kat Menschik

die besten Ideen.

9/2022 KÜCHENPLANER 29


Schaufenster

Die Rotpunkt-Küche ist das Zentrum des Wohnens und des Genießens.

Nie war es gemütlicher, nie komfortabler, nie funktionaler. Dieses

Lebens gefühl transportieren unsere Möbel in immer weitere Lebensbereiche

– bis ins Wohnen und den Hauswirtschaftsraum. Wir laden Sie

ein, diese Räume gemeinsam mit uns zu erleben. Zur Haus messe vom

17. bis 23. September 2022 können Sie unser neues flexibles System für

Ankleidezimmer entdecken. Und darüber hinaus neue Oberflächen, neue

Farben und eine neue Ausstattung für die Schubladen-Organisation.

Für die Küche – und darüber hinaus. Wir freuen uns auf Sie.

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Foto: Rotpunkt Küchen

30 KÜCHENPLANER 9/2022


9/2022 KÜCHENPLANER 31

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Messe

Foto: Marketinggemeinschaft A30 Küchenmeile e.V.

Schafft Aufmerksamkeit für den Messestandort

Ostwestfalen-Lippe: das neue

„Key Visual“ der KM Küchenmeile.

Bedeutung der

Küchenmeile weiter stärken

Er ist bunt und auf den ersten Blick etwas verwirrend. Doch er fällt auf.

Und das ist der Zweck des neuen Markenauftritts der Küchenmeile.

Damit will die Marketinggemeinschaft die Bedeutung des Messestandorts

OWL und des Begriffs KM Küchenmeile auch international weiter stärken.

„Welcome to the biggest kitchen-show of the world.” Mit

dieser kernigen Aussage lädt die Marketinggemeinschaft

A30 Küchenmeile e.V., ein Zusammenschluss

aus 26 deutschen Küchenmöbelherstellern und einem

Geräteproduzenten, zu den Hausmessen ein. Vom 17.

bis 23. September 2022 dreht sich die Küchenwelt wieder

in der Region Ostwestfalen-Lippe. Bei den beteiligten

Küchenmöbelherstellern – und in den begleitenden

Fachmessezentren. Sowohl von der Fläche als auch

von der Bedeutung der Aussteller habe keine Messe auf

der Welt diese Wirkungskraft, meint die Marketinggemeinschaft.

Mit dem neuen farbenfrohen Key Visual

der Küchenmeile soll die „Weltmarktführerschaft“

noch mehr herausgestellt werden. Denn der ursprüngliche

Auftritt war in die Jahre gekommen und passte

mit der Betonung auf die A30 auch von der regionalen

Zuschreibung nicht mehr optimal. Erstreckt sich das

Gebiet der Küchenmeile doch rund um das gedachte

Zentrum Löhne/Rödinghausen in alle Himmelrichtungen.

Bis nach Verl, Melle, Warendorf, Bissendorf,

Cappeln und Vlotho.

Einprägsamer Name

Schon vor zwei Jahren trat die Gemeinschaft mit einem

modernisierten Logo an, jetzt folgte die erwähnte Markengrafik.

Statt Küchenmeile A30 heißt es KM Küchenmeile.

„Das ist klarer für alle“, sagt Heidrun Brinkmeyer

aus dem Vorstand der Marketinggemeinschaft.

32 KÜCHENPLANER 9/2022


Denn anlehnend an die traditionsreichen MOW (Möbel

Ordermesse Westfalica) ging es in der Vergangenheit

mit den Bezeichnungen für die Küchenausstellungen

teils drunter und drüber. Bis hin zum Phantasienamen

KOW als Abkürzung für Küchen Ordermesse

Westfalica. Nun soll sich einheitlich für alle der Name

KM Küchenmeile einprägen. Und das noch internationaler

als ohnehin. Zwar erhält der Messestandort

Ostwestfalen im September längst über die Grenzen

Deutschlands hinaus starken Zuspruch, doch ließe sich

die Zahl der Messegäste aus den Exportmärkten weiter

steigern, sagt Heidrun Brinkmeyer. Was für die Länder

West- und Osteuropas gelte, aber punktuell auch für

Asien die USA und weitere Regionen. Was realistisch

ist, denn im Unterschied zu anderen bedeutenden Küchenmessen

in der Welt spricht die Küchenmeile ausschließlich

den Fachhandel an. Angesichts der individuellen

Einladungspraxis der Küchenmöbelhersteller

ist die Basis für die Internationalisierung vorhanden.

Mit umfangreichen Online-Marketingmaßnahmen

wird dies seit dem Frühsommer in ausgewählten Ländern

zusätzlich gepusht.

Nur mit Ausstellung in OWL

Entstanden ist die Marketinggemeinschaft vor mehr

als 25 Jahren mit dem Ziel, die Messeaktivitäten der

teilnehmenden Küchenmöbelhersteller in Ostwestfalen

zu bündeln und terminlich zu koordinieren. Diesen

Zweck hat der Zusammenschluss nach wie vor.

Dass sich mit Miele ein einzelner Elektrogeräteproduzent

unter den 27 Herstellern eingliedert, ist der Historie

geschuldet. Weil das einst eigenständige Unternehmen

Imperial aus Bünde (an der A30) zu den

Gründungsmitgliedern zählte. Mit der Übernahme

von Imperial durch Miele im Jahr 1989 blieb es dabei.

Aber es sei eine Ausnahme. Mitglied in der Marketinggemeinschaft

können grundsätzlich nur Küchenmöbelhersteller

aus Deutschland werden, die

zur Messezeit eine Ausstellung in Ostwestfalen

haben.

Appell für einheitliche Messezeiten

Diese Ausstellungen öffnen stets am Samstag des dritten

Septemberwochenendes ihre Pforten. Geöffnet sind

sie dann sieben Tage lang bis zum Freitag. Dass diese

Terminpraxis nicht von allen Fachmessen geteilt wird,

stößt bei der Marketinggemeinschaft auf. Und so appelliert

Heidrun Brinkmeyer nicht nur für einen gemeinsamen

Start am Samstag, sondern auch für einen gemeinsamen

letzten Messetag am Freitag. Denn wenn

einzelne Veranstalter schon am Donnerstag schließen,

wirke sich dies auf das Besucherverhalten generell aus:

mit einem vorzeitigen Abflachen der Zahlen auch an

anderen Orten.

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Messe

Küchenmeile 2022

Wer wo in Ostwestfalen ausstellt

Bad Oeynhausen

Beeck: Carl-Zeiss-Straße 23,

32549 Bad Oeynhausen

Bad Salzuflen

Optifit Jaka-Möbel:

Messehalle 12, Heerserheider Str.,

32108 Bad Salzuflen (Ausstellung)

Bissendorf

Burnout Kitchen:

Gewerbepark 9 - 11, 49143 Bissendorf

Bünde

Rotpunkt: Ladestraße 52, 32257 Bünde

Cappeln

Beckermann:

Tenstedter Straße 50, 49692 Cappeln

Herford

Poggenpohl:

Poggenpohlstraße 1, 32051 Herford

Hiddenhausen

Brigitte:

Boschstraße 17, 32120 Hiddenhausen

Eggersmann: Herforder Straße 196,

32120 Hiddenhausen

Kirchlengern

Artego: Klosterbauerschafter Straße 27,

32278 Kirchlengern (Ausstellung)

Schröder:

Oeppingsbrink 7, 32278 Kirchlengern

Menke: Klosterbauerschafter Straße 27,

32278 Kirchlengern (Ausstellung)

Löhne

Bauformat / Burger:

Haus Beck 5, 32584 Löhne (Ausstellung)

kuhlmann: Unterer Hellweg 2 / 4, 32584

Löhne

Nolte: Anni-Nolte-Straße 4, 32584 Löhne

SieMatic: August-Siekmann-Str. 1 – 5,

32584 Löhne

area30/cube30: Lübbecker Straße 30,

32584 Löhne

Architekturwerkstatt:

Im Weidengrund 10, 32584 Löhne

house4kitchen, Oeynhauser Straße 99,

32584 Löhne

IDF34, In den Fichten 34, 32584 Löhne

KCL Löhne: Oeynhauser Straße 65

(fürs Navi die Hausnummer 67 eingeben),

32584 Löhne

Melle

rational: Rationalstraße 4, 49328 Melle

KH System Möbel: Spenger Straße 46 - 48,

49328 Melle

Express Küchen: Am Mühlenbach 1,

49328 Melle / Bruchmühlen

Rödinghausen

Ballerina-Küchen: Bruchstraße 47 - 51,

32289 Rödinghausen

Häcker: Werkstraße 3,

32289 Rödinghausen

Gut Böckel: Rilkestraße 18,

32289 Rödinghausen

Forum 26: Industriestraße 58,

32289 Bruchmühlen-Rödinghausen

Störmer: Industriestraße 58,

32289 Bruchmühlen-Rödinghausen

Verl-Sürenheide

Nobilia: Waldstraße 53 - 57, 33415 Verl

Vlotho

Pronorm: Höferfeld 5 - 7, 32602 Vlotho

Warendorf

Warendorfer Küchenfabrik:

Mielestraße 1, 48231 Warendorf

Alle Angaben ohne Gewähr! Stand: Mitte August 2022. Corona bedingt kann es zu Änderungen kommen. Auch kurzfristig.

Grundsätzlich geöffnet sind die Ausstellungen vom 17. bis 23. September 2022. Bitte beachten Sie abweichende Öffnungszeiten

bei manchen Ausstellungszentren (siehe Ausstellerliste von A-Z auf S. 42/43) sowie firmenindividuelle Anmeldevorgaben.

34 KÜCHENPLANER 9/2022


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Messe

Küchenmeile 2022

Aussteller von A-Z

Hausausstellungen

• Artego

• Ballerina

• bauformat / Burger

• Beckermann

• Beeck

• Brigitte

• Burnout Kitchen

• Eggersmann

• Express

• Häcker

• KH System Möbel

• kuhlmann (RWK)

• Menke

• Nobilia

• Nolte

• Optifit

• Poggenpohl

• Pronorm

• Rational

• Rotpunkt

• Schröder

• SieMatic

• Störmer

• Warendorf

17. - 23. 9. 2022

www.km-kuechenmeile.de

house4kitchen

• Franke

• Gaggenau

• Neff

• next125

• Schüller

17. - 23. 9. 2022

9 bis 19 Uhr

Freitag 9 bis 13 Uhr

www.house4kitchen.de

Architekturwerkstatt

• LEICHT

• V-Zug

• Liebherr

• Gessi

• Inalco

• Dekker Zevenhuizen

• Steel

• Rodi

• BBQtion by VILLAGE GARDEN

• Out4kitchen

• refsta

17. - 22. 9. 2022

9 bis 19 Uhr

Donnerstag 9 bis 18 Uhr

www.architekturwerkstatt.com

area30 + cube30

• A.S.K.

• AM Cook

• Ambigence

• Amica International

• AMT Alumetall

• Avitana

• Belmento

• berbel Ablufttechnik

• BeSocial 24

• Birnstil

• Bora

• Casovida

• Chris Thieme Consulting

• Compusoft

• Cookvision

• Cubic Outdoor Living

• Dein Konfigurator

• Dinger Stone

• Diwa-Klima

• Dometic Germany

• Dunavox

• Eberhard Bäder Naturstein u. Glas

• Elica

• falmec

• Genesin Ankastre

• Glas Neumann

• GRDN

• Gräbert iSurvey

• Haier

• Hansgrohe

• Horst Vogt

• Hotrega

• Hytecon

• Irinox

• KEK

• KitchenAdvisor

• Kosmo

• KWC

• küchenatlas

• KüchenTreff

• Lechner

• Living Ceramics

• Mayer Sitzmöbel

• Midea Europe

• möbel kultur

• Möbelwerke A. Decker

• Naber

• Niehoff Garden

• Novy

• Oranier

• Osta Küchen-Elemente

• Oxytec

• Ozonos

• PKM

• Plasmamade

• POS Homeservice

• Profil 2.0 Design

• Quooker

• Refsta

• Reginox

• Rehau

• Sagemüller & Rohrer

• Samsung

• SapienStone

• Schock

• SEB Steuerberatung

• Sedia Küchentechnik

• SHD

• Silverline

• Simfer

• Softronik

• Spekva

• Sprinz

• Steinbild

• Strasser Steine

• Swisscave

• Systemceram

• Tebü Licht

• Ulrike Rohde

• Unito

• Villeroy & Boch

• walden (cube 30)

• Wesco

17. - 22. 9. 2022

9 bis 18 Uhr

www.area-30.de

www.cube30.de

36 KÜCHENPLANER 9/2022


Gut Böckel

• Bauknecht

• Beko

• Blanco

• Carat

• DKG Keller Keukens

• Erge Küchentechnik

• Gorenje

• Grundig

• Ignis

• Jetstone

• Küppersbusch

• Ludwig Grimm Stühle

• Miele

• MHK

• Mono Stone Kitchen, Gramma Blend

• Naumann

• Noodles

• Privileg

• Sharp

• Schulte Naturstein

• Smeg

• Solidestein

• Teka

• Wagner & Schönherr

16. - 23. 9. 2022

9 bis 18 Uhr

www.gutboeckel.de

KCL (Kitchen Center Löhne)

• Electrolux / AEG

• Impuls Küchen

• Puris Bad

• Sachsenküchen

17. - 23. 9. 2022

9 bis 19 Uhr

Freitag: 9 bis 14 Uhr

www.kitchen-center-loehne.de

IDF34

• BT45

• Bauteam

• Cap.

• Gutmann

• Neolith

• TechniStone

• Swiss Krono

• Irinox

• DryAger

• dekoraPur/kleiberit

• SaVeri

• Modus

• Ligeo

17. - 23. 9. 2022

9 - 18 Uhr

www.idf34.de

Forum 26

• Amica

• architecto

• Garantiemax

• Glass Design

• kaja

• Musterring

• osa

• Rosskopf + Partner

• Roos & Roos

• Sansibar

• Sieger by Fürstenberg

• Störmer

• studiobecker

• Thuros Grillkultur

• Villeroy & Boch (Keramikfronten)

• Wesco

17. - 23. 9. 2022

9 bis 18 Uhr

www.forum26-designwerkstatt.de

Alle Angaben ohne Gewähr.

Stand: Mitte August 2022

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38 KÜCHENPLANER 9/2022


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9/2022 KÜCHENPLANER 39


Messe

Neuigkeiten

aus den Messezentren

Die Architekturwerkstatt hat ausgebaut und verfügt

nun über eine Ausstellungsfläche von rund 4000 m 2 .

Neu hinzugekommen ist eine komplette Halle mit

1300 m 2 Fläche. Diese Halle grenzt unmittelbar an das

2019 eröffnete Ausstellungszentrum an. Zur KM Küchenmeile

werden beide Flächen ebenerdig miteinander

verbunden sein. Drei Aussteller ziehen dauerhaft

ein: Fa. Dekker aus den Niederlanden wird das bisherige

Angebot um den Bereich Arbeitsplatten ergänzen,

und die italienischen Edelstahlspezialisten von Steel

präsentieren exklusive Herde und andere Küchengeräte

für den Innen- und Außenbereich. Küchenspülen

und Zubehör steuert ab sofort der portugiesische

Hersteller Rodi bei. Zusätzlich beziehen drei Hersteller

die neue Ausstellungshalle temporär für die Dauer

der Küchenmeile A30: BBQtion by VILLAGE GARDEN

und Out4kitchen fügen dem Standort den Kompetenzbereich

für den Außenraum hinzu. Zudem stellt die refsta

Handels GmbH Neuheiten im Bereich der Dunstabzugshauben

und Induktionskochfelder vor. Bereits seit

der Eröffnung Daueraussteller sind LEICHT Küchen,

Liebherr, V-ZUG, Inalco und Gessi. Alle Unternehmen

eint der Fokus auf ein qualitatives Angebot sowie auf

eine zeitlos elegante Formensprache der Produkte. Das

bleibt auch mit den neuen Mietern der Anspruch. Analog

zum bisherigen hochwertigen Gesamtbild wird sich

die neue Halle visuell in das architektonische Gesamtbild

einfügen. Um das Flanieren durch die Ausstellung

weiterhin besucherorientiert und entspannt zu ermöglichen,

erschließt sich die neue Halle als ein direkter

Rundgang zwischen „Alt- und Neubau“.

Deutlichen Zuwachs meldet Gut Böckel. Das idyllisch

gelegene Rittergut in Rödinghausen scheint sich zu

einem Zentrum der Geräthersteller zu entwickeln. Neben

den Stammausstellern Miele, Bauknecht, Smeg,

Beko/Grundig und Erge Küchentechnik, haben sich

neu in diesem Jahr Gorenje und Küppersbusch/Teka

eingemietet. Ein weiterer prominenter Zugang ist die

MHK Group, die den traditionellen Standort in Enger

aufgegeben hat. Jetzt zieht man nach Rödinghausen

in eine ehemalige, kernsanierte Remise. Und damit

in Nachbarschaft der Unternehmenstochter Carat, die

hier schon länger ihre Messeheimat hat. Neben den

Gerätespezialisten stellen eine Reihe weiterer Unternehmen

aus. Gleich am Eingang rechts wie gewohnt

Blanco.

Während Gut Böckel in der Ausstellergunst zulegen

konnte, ruht in der Designwerkstatt Forum 26 die Rolle

des Zugpferdes zunehmend auf Hausherr Störmer

Küchen. In der oberen Etage hat es sich nach dem

Rückzug von Gorenje und Küppersbusch/Teka hingegen

etwas gelichtet, wenngleich die aktuellen Aussteller

weiterhin ambitioniert sind und interessante

Details bieten. Zum Beispiel Hochwertausstatter studiobecker.

Zudem empfiehlt sich die Designwerkstatt

weiter als „House of Brands“: mit Lösungen fürs Wohnen

über die Küche hinaus.

Kontinuität prägt die Mieterstruktur im Kitchen

Center Löhne und House4Kitchen. Im „KCL“ stellen

wie im letzten Jahr AEG/Electrolux, Impuls Küchen,

Puris Bad und Sachsenküchen aus, im „h4k“ sind es

Schüller, next125, Franke, Neff und Gaggenau.

Rundum zufrieden mit der Entwicklung des IDF34 ist

Initiator Kai Schäffer. Mit Neolith, TechniStone und

Swiss Krono zogen jüngst drei weitere bekannte Daueraussteller

im Löhner Ausstellungszentrum ein. Zusätzlich

zu cap., BT45 und Gutmann/Edesa. Weitere

temporäre Aussteller ergänzen das Angebot in der Woche

der KM Küchenmeile. Das offene Konzept mit den

lichten, barrierefrei gestalteten Flächen kam bei vielen

Besuchern der Premiereausstellung im vergangenen

Jahr bestens an. Und offensichtlich auch bei den genannten

Ausstellern, die das stilvoll gestaltete Gebäude

mit großzügigem Außenbereich am Ufer der Werre

ganzjährig nutzen. Und dabei besonderen Wert auf

ein funktionierendes Netzwerk legen, wie Kai Schäffer

berichtet. Denn wenn einer der Partner ein größeres

Event veranstaltet, sind die anderen Stände ebenfalls

geöffnet. „Alle versuchen, das Netzwerk gemeinsam zu

leben.“ Darauf will Kai Schäffer weiter aufbauen. Denn

Platz für weitere Daueraussteller mit Lust auf Familienanschluss

ist vorhanden.

Ein Besuchermagnet im Reigen der Messezentren ist

und bleibt die area30. Vom 17. bis 22. September erwartet

Fachmesseorganisator Trendfairs (München)

über 130 Aussteller und Marken im ostwestfälischen

Messezentrum der Küchenbranche in Löhne. Die Ausstellungsfläche

legt erneut zu: um 20 Prozent auf über

12 000 m 2 . Parallel zur Präsenzmesse wird die Online-

Plattform „kuechenherbst.online“ ebenfalls freigeschaltet.

Im cube30 auf der anderen Straßenseite ist der

österreichische Massivholzspezialist walden allein zuhause.

Der bislang von der Neue Alno GmbH genutzte

Teil wird wohl erst wieder 2023 neu vermietet sein. Ausgestellt

werden auf der area30/cube30 Produkte und

Dienst leistungen zu allen Segmenten der Küchenplanung.

Die Prominenzdichte ist hoch, die Marktbedeutung

auch. Mit renommierten Ausstellern wie Haier,

Samsung, Naber, Systemceram, berbel, Vogt, Bora, Sedia,

Falmec, Villeroy & Boch, Elica, KWC, Strasser, Küchen-

Treff, Lechner, Novy, Oranier, Quooker, Schock und vielen

anderen mehr. Trotz Fortdauer der Corona-Pandemie

rechnen Aussteller und Veranstalter der area30 mit

mehr Messegästen denn je. Aus Deutschland und anderen

Ländern.

40 KÜCHENPLANER 9/2022


Wasser für jeden

Geschmack

Dürfen wir vorstellen? Das Aqittura SodaSystem und

eine Küchenarmatur, die Jedem genau das bietet,

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Küchenmöbel

Plattenzuschnitt und Bekantung: Am Standort

Getmold in Preußisch-Oldendorf nimmt die

typische Rotpunkt-Vielfalt ihren Anfang.

42 KÜCHENPLANER 9/2022


Die Möglichmacher

erfüllen fast jeden Wunsch

24 Korpusfarben, ein umfangreiches Frontenprogramm in unterschiedlichen Stärken,

sechs Grifflosvarianten und individueller Maßzuschnitt. Die Kriterien „Vielfalt“ und

„Flexibilität“ haben bei Rotpunkt Küchen einen besonderen Stellenwert. Der manchmal

als „Variantenweltmeister“ bezeichnete Hersteller weiß aber auch: Es muss handhab

bar bleiben. In der Planung und in der Produktion.

Wer an Rotpunkt Küchen denkt, hat spontan den Standort

in Bünde-Ahle vor Augen. Die Gebäude mit den markanten

roten Fensterrahmen und dem dynamischen

„Greenline“-Logo auf Fahnen und Fuhrpark. In Bünde

sind Montage und Logistik angesiedelt, die Verwaltung

und die Ausstellung. Parallel dazu gibt es einen zweiten

Standort. Rund 30 Autominuten von der Zentrale

entfernt in Preußisch-Oldendorf, Ortsteil Getmold. Hier

organisiert der Küchenmöbelhersteller die elementaren

Fertigungsschritte, um mit den genannten Argumenten

„Vielfalt“ und „Flexibilität“ glaubwürdig an

den Markt gehen zu können.

Im Kern gestaltet Rotpunkt im Werk Getmold den

Plattenzuschnitt. Das Rohmaterial für Korpen, Fronten,

Wangen und Paneelsysteme türmt sich im Wareneingang

in diesen Sommertagen bis unters Dach. Laut

Sven Herden, Geschäftsführung Vertrieb und Marketing,

hält das Unternehmen beschichtete Spanplatten

in unterschiedlichen Stärken, Qualitäten und Dekoren

bereit. Für die elegante Grifflosküche ebenso

wie für den modernen Landhausstil. Inklusive Rückwände

in 8-mm-Stärke und 19-mm-Querböden. Nebeneinandergelegt

dürfte die bevorratete Ware für mehrere

Fußballfelder reichen. Die umfangreiche Menge

wirkt optisch imposant. „Wir schaffen damit Planungssicherheit

für die anstehenden Wochen“, berichtet der

Geschäftsführer. Schon seit längerem habe der Küchenmöbelhersteller

die eigenen Lagerkapazitäten ausgebaut.

Corona war auch für Rotpunkt ein Lehrmeister.

Wie für viele in der Branche.

Neues Herz der Fertigung

Doch allein mit einem gut gefüllten Wareneingang ist

es nicht getan, um die „Vielfalt handhabbar zu machen“,

wie Sven Herden es formuliert. Das Unternehmen hat

den Anfang der 1990er-Jahre in Getmold übernom-

Fotos: Biermann

Sven Herden,

Geschäftsführer

Vertrieb

und Marketing

von Rotpunkt

Küchen:

„Die Vielfalt

handhabbar

machen.“

9/2022 KÜCHENPLANER 43


Küchenmöbel

menen Werkskomplex samt Maschinenpark beständig

modernisiert. Das Plattenlager mit einer Nutzfläche

von 5000 m 2 stammt aus 2017. Neuer Mittelpunkt der

Fertigung ist die automatisierte und robotergesteuerte

C-Teil-Linie mit integrierter Sechs-Seiten Bohr- und

Montageanlage vom renommierten Maschinenbauer

Priess und Horstmann. Rund 6 Millionen Euro hat der

Hersteller im Jahr 2000 dafür investiert. Verbunden ist

die Anlage mit der Rotpunkt-EDV, sie verfügt aber über

einen eigenen Server für das Fertigungsleitsystem.

Das bringt täglich bis zu 2500 Teile in die korrekte Reihenfolge.

Und das auf Grundlage von Los größe 1 inklusive

aller Sonderzuschnitte.

Standards individuell betrachten

Die Fertigungsstraße nimmt es mit Zuschnitten jeder

Art auf. Inklusive Kantenverarbeitung mit Null-Fuge.

Mit dieser Fertigungstechnologie hat sich Rotpunkt Küchen

auf individuelle Kundenwünsche eingestellt. „Als

Industrieunternehmen arbeiten wir selbstverständlich

auf Basis eines Standardsortiments mit Standardmaßen

und mit standardisierten Abläufen“, erläutert Sven

Herden, „aber den Begriff Standard fassen wir so weit,

dass wir individuell auf fast jeden Wunsch eingehen

können.“ Angesichts der Variantenvielfalt charakterisierte

Andreas Wagner, geschäftsführender Gesellschafter

von Rotpunkt Küchen, den Hersteller einmal

treffend als Variantenweltmeister. Die individuelle Umsetzung

von Kundenwünschen kommt on top. So wird

Rotpunkt zusätzlich zum Möglichmacher.

„Mit dieser Fertigungstechnologie bleiben wir stets

flexibel“, fasst Sven Herden die Strategie zusammen

und verweist auf Sonderfälle wie die mehrfach erwähnten

individuellen Sondermaße oder exakt platzierte

Ausfräsungen für LED-Beleuchtungen. Diese

werden immer beliebter. Beispiele wie diese fordern

auch in Bezug auf Verpackung und Logistik stimmige

Lösungen. Im Durchschnitt verlassen vier Lkw-Fuhren

Getmold werktäglich Richtung Zentrale in Bünde. Dort

werden die Platten zu Schränken montiert, die Einzelteile

zu Kommissionen ergänzt und auf den Weg zu den

Handelskunden im In- und Ausland gebracht.

Fotos: Biermann

Stollen sind gerade nicht modern. Aber wenn sie gefordert sind, werden

auch diese in Getmold produziert. Hier aufgedoppelt mit einer Kante.

„Robbi“ sortiert ein: Die automatische Robotersortierstation ist Teil der

hochmodernen C-Teil-Linie, in die der Küchenmöbelhersteller jüngst

6 Millionen Euro investierte.

Rotpunkt Küchen setzt in Getmold auf einen gut

gefüllten Wareneingang.

44 KÜCHENPLANER 9/2022


Inselfertigung mit Fließbandanbindung

Von den derzeit 330 Rotpunkt Mitarbeitenden (in Produktion

und Verwaltung) sind rund 70 in Getmold

beschäftigt. Im Stil einer Inselfertigung mit Fließbandanbindung

hat der Küchenmöbelhersteller die Arbeitsschritte

um die Mitarbeiter herum organisiert und

baut bei Sonderfällen auch auf langjährig bewährte

Maschinen. Auch dies ermögliche die gewünschte

und notwendige Flexibilität selbst bei Lösungen mit

geringen Stückzahlen. Zum Vergleich: Produktionen

mit durchgehenden Fertigungsstraßen erlauben zwar

hohe Mengen, lassen aber auch wenig Änderungen

und Individualität zu.

Ausbau in Bünde

Die Bedeutung des Standorts in Preußisch-Oldendorf beschreibt

Sven Herden simpel, aber eindrücklich: „Wenn

kein Material aus Getmold kommt, steht Bünde.“ Doch

angesichts der leistungsfähigen Ausstattung ist es um

den kontinuierlichen Nachschub gut bestellt. Und so

konzentriert sich das Unternehmen in der nächsten Zeit

auf den Ausbau der Zentrale. Und das mit einem Investitionsvolumen

von mehr als 10 Millionen Euro. Denn

nach längerer Wartezeit wurden jetzt die Baugenehmigungen

erteilt und die Vorarbeiten auf dem Werksgelände

haben begonnen. Mit den geplanten, aber zeitlich

noch nicht final fixierten Ausbauten ist auch eine Kapazitätserweiterung

verbunden, in erster Linie geht es

Rotpunkt Küchen jedoch um zusätzliche Aspekte. Corona

habe gezeigt, dass „just-in-time“ neu definiert werden

muss, deshalb stehen Erweiterungen der Lagerfläche

für Warenannahme, Versand und Logistik auf dem

Programm. Das soll die Verfügbarkeit für den Handel

weiter verbessern. Parallel soll der Flächenzuwachs aber

auch einzelne Montageschritte entzerren. Einige dafür

nötigen Maschinen sind bereits bestellt. Verbunden mit

den schon seit mehreren Jahren anvisierten Ausbauplänen

in Bünde-Ahle sind zudem neue Gebäude für Schulung

und Ausstellung. Konkrete Pläne liegen dafür aber

noch nicht auf den Tisch. Erst sind die Lagerhallen und

die Produktion dran.

Dirk Biermann

Kantenverarbeitung mit Null-Fuge.

Ein wichtiger Aspekt für praktische Nachhaltigkeit:

Die neue C-Teil-Linie reduziert die Schnittabfälle drastisch.

9/2022 KÜCHENPLANER 45


Küchenmöbel

Von der Natur inspiriert

Angesichts knapper Materialien, steigender Preise und

langer Lieferzeiten sind Verlässlichkeit, Verkäuflichkeit

und Planungssicherheit wichtiger denn je. Deshalb

erweitert Nolte Küchen das Sortiment zur kommenden

Saison gezielt um Produkte, die nicht nur ins wohnliche

Gesamtkonzept passen, sondern auch einen möglichst

effizienten Verkaufs- und Installationsprozess

gewährleisten sollen. Das Unternehmen erläutert in

seiner Messeankündigung: „Wir möchten unsere Handelspartner

so weit wie möglich entlasten, damit diese

sich auch in Zukunft voll und ganz auf den Verkauf

konzentrieren können. Unsere Neuheiten für 2023 fügen

sich nahtlos in das bestehende Sortiment ein und

sind mit wenig Aufwand auf der Verkaufsfläche integriert.

Gleichzeitig lässt sich damit vielfältig und innovativ

planen, und zwar in Küche und Wohnraum gleichermaßen.“

Natürliche Farben und Materialien

Die Neuheiten zur Saison 2023 sind von der Natur inspiriert.

Natürliche Farben und Materialien liegen dabei

nicht nur im Trend, sondern passen zum Thema

Nachhaltigkeit, das auch für Nolte Küchen immer wichtiger

wird. Während der Hausmesse wird Nolte seinen

Partnern im September erstmalig einen Einblick in

den gelebten Klima- und Umweltschutz geben, den das

Unternehmen auch jenseits von Prüfsiegeln und Zertifikaten

stetig vorantreibt.

Um Anmeldung wird gebeten

Das Motto der Hausmesse vom 17. bis 23. September

2022 lautet deshalb folgerichtig „Natürlich Nolte“. Die

Fachmesse im NOLTE FORUM ist täglich ab 9 Uhr geöffnet.

Auch in diesem Jahr bittet das Unternehmen

um Voranmeldung, um Besucherzahlen gleichmäßig

zu verteilen und allen Anreisenden ein entspanntes,

sicheres Messeerlebnis zu ermöglichen. Die Veranstaltung

wird unter Berücksichtigung eventuell geltender

Corona-Auflagen durchgeführt.

Foto: Nolte Küchen

Ausblick auf die Hausmesse im September: Natürliche Farben und Materialien geben bei Nolte in der Saison 2023 den Ton an.

Hier in „Lava softmatt“ und „Eiche-NB Graphitsilber“.

46 KÜCHENPLANER 9/2022


Küchenmöbel

Fotos: Thomas Wiuf Schwartz

Foto: Warendorf

Wie ein Cappuccino

Die Kombination von Materialien und Farbtönen der „Coffee Bar“

von Küchenmöbelhersteller Warendorf nimmt die Tönung eines

Cappuccinos oder Latte macchiatos auf. Das im Farbton „Maron“ gehaltene

Ambiente ist geprägt durch die in gebürsteter „Asteiche“ furnierten

Möbel und Wandpaneele. Im Zusammenspiel mit den Glasfronten

der schwebenden Unterschränke in glänzendem „Champagner

metallic“ vermittelt dies eine warme Wohnlichkeit. Offene Regale verstärken

die Bar-Atmosphäre. Kombiniert werden kann diese Planung

mit einem Hauswirtschaftsraum. Dieser bietet zusätzliche Funktionsund

Stauraummöglichkeiten.

Arbeitsfläche

in der Arbeitsfläche

Die separate Vorbereitungsfläche „Work’n Cook“ von Schmidt

Küchen und Wohnwelten kann bündig in die normale Küchenarbeitsplatte

integriert werden, sozusagen als Arbeitsfläche in der

Arbeitsfläche. Die ausschließlich mit Schichtstoffarbeitsplatten

kombinierbaren Flächen gibt es aus Granit und nun auch aus Keramik

(Foto). Beide Varianten sind zwölf Millimeter dick und in

variablen Breiten von 50 bis 120 cm erhältlich. Die Tiefe ist von

40 bis 75 cm wählbar. Auch die Ausrichtung auf der Arbeitsplatte

kann individuell gewählt werden. Die Keramik wird in zwei Ausführungen,

„Ceramica Bianco Crema“ und „Ceramica Anthracito“

angeboten.

Frei kombinierbar

Das in Gent ansässige Kreativ-Duo Muller Van Severen

hat für Reform das Küchendesign „Match“ entworfen.

Dafür wird das von dem Duo häufig genutzte wachsartige

Polyethylen – das unter anderem zur Herstellung

von Schneidebrettern verwendet wird – mit Komponenten

wie Messing-Griffen und Marmor-Arbeitsplatten

kombiniert. Die Fronten aus HDPE (High- density

Polyethylen A500) sind in sechs Farben erhältlich:

Weiß, Blau, Apricot, Grün, Rot und dunkles Braunrot.

Alle Töne können individuell kombiniert werden.

Die unbehandelten Oberflächen behalten ihren rauen,

authentischen Look und die besondere Haptik, erläutert

der Hersteller. Die „Match“-Arbeitsplatte besteht

aus 20 mm starkem Marmor in den Ausführungen

„ Calacatta Viola“ oder „Bianco Carrara“.

Foto: Schmidt Küchen

48 KÜCHENPLANER 9/2022


Mehr als schöne Küchen

Das „next125 Journal“ ist für den Hersteller das Lookbook einer

neuen Collection. Alle zwei Jahre bringt die Premiummarke aus

dem fränkischen Herrieden in diesem Medium die Neuheiten

auf Papier. Zusammen mit ergänzenden Stories und Hintergründen

soll das die Marke greifbar und sympathisch machen. Unter

dem Titel „Authentic kitchen“ werden alle Elemente des kürzlich

modernisierten Erscheinungsbildes auf 160 Seiten erlebbar ‒ das

neue Corporate Design, die Bildsprache und Hintergründe zur

Kampagne „Flower Art“. Insgesamt sechs neue Küchen nehmen

die Leserinnen und Leser mit in die Welt von next125. Für eine

ausdrucksvolle Bildsprache sorgen die Aufnahmen mit Menschen,

die durch die lebensnahe Inszenierung und Dekoration in

architektonisch interessanten Lebensräumen die Zielgruppe ansprechen.

Durch die kompakten Farb- und Materialcollagen und

Planungsdetails zu jeder Küche, die die atmosphärischen

Bilder ergänzen, wird der Leser durch das Planungsspektrum

geleitet.

Fotos: next125

Plattform für Planungstipps

Auch das neue Narrativ der „Creative Makers“ begegnet der Leserschaft.

Die neue Interviewreihe „12.5 Fragen“ bietet verschiedenen

Kreativen, die in Verbindung zur Marke stehen, eine Plattform

für Planungstipps. So hält das Journal zum Beispiel ein

Interview des next125 Designers Thomas Pfister bereit. Als Experte

für Farben und Oberflächen gibt er Ratschläge zur Gestaltung.

Auch der Basler Architekt Caesar Zumthor und die österreichische

Foodbloggerin Melanie Zechmeister, die sich bei der

Planung ihrer Küche für Möbel von next125 entschieden hat, bereichern

das Journal durch Hacks aus der Praxis. Außerdem neu:

die ebenfalls farblich akzentuierten Seiten der verschiedenen

Design-Icons, zum Beispiel dem Kochtisch, dem Trolley oder der

Vitrine.

Mehrwert für Leser schaffen

„Mit unserem neuen Journal wollten wir

nicht nur ‚schöne Küchen zeigen‘ und dadurch

Inspiration liefern, sondern haben

ganz bewusst auch praktische Tipps zur

Planung berücksichtigt, um Mehrwert

für den Leser zu schaffen.“, berichtet

Annette Schumacher, Marketingleiterin

von next125. So liegt dem Journal auch

die Küchen-Checkliste bei, die als Vorbereitung

für den Besuch beim Fachhändler

genutzt werden kann.

Das Journal ist erhältlich in Papierform

sowie ergänzend auch als digitale

Variante auf der Website www.next125.

com als digitaler Blätterkatalog.

Aus dem neuen Journal: „NX 510“ mit Samtmatt-

Lackfronten in Azurblau und Terragrau.

160 Seiten stark: das neue next125-

Journal mit viel Inspiration und

konkreten Planungstipps.

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9/2022 KÜCHENPLANER 49


Mit „ARENA pure“

zu einem gehobenen Standard

Ein Korpus-Upgrade etabliert bei Sachsenküchen einen neuen Standard bei der Innenausstattung.

Dieser wertet die Küchen aus Dippoldiswalde deutlich auf. „Damit möchten wir unseren Anspruch

als Anbieter hochwertiger Möbel untermauern“, betont Geschäftsführer Elko Beeg.

Ein durchgängiges korpusübergreifendes Design mit geschlossenen

Auszugseiten stand im Fokus des Upgrades der „inneren

Werte“. Seit Januar 2022 gehört der hohe Auszug „Nova Pro

Scala H186“ von Grass zum neuen Standard bei Sachsenküchen.

„Scala“-Schubkästen und -Auszüge leben von der einfachen, klaren

und zeitlosen Formensprache. Designkonformität zu den

Grass-Zargen stellen „ARENA pure“-Tablare von Kesseböhmer

her. Sie integrieren sich ausnahmslos in das neue Designkonzept

mit geschlossenen Seiten, ohne die montagetechnischen Einbaugegebenheiten

zu verändern.

Box und Tablar im Design vereint

Auf dieser Basis stattet Sachsenküchen die Vorratsschränke im

Standard mit den schlanken und geschlossenen, mit einer schmalen

umlaufenden Nut akzentuierten „ARENA pure“-Tablaren aus.

Puristisch und ausdrucksstark passen sie zu einer geradlinig

modernen und zugleich wohnlich gestalteten Inneneinrichtung

und dem Trend zu einem minimalistischen Zargendesign.

Die klare Optik von „ARENA pure“ findet sich durchgängig bei

allen Auszugsystemen wieder – sowohl in Form geschwungener

als auch geradliniger Geometrien. Qualitätsgrundlage bildet die

bewährte „ARENA“-Fertigungstechnologie von Kesseböhmer.

Sie trägt entscheidend zur gewohnt hohen Tragkraft der Tablare

sowie zu ihrer Stabilität und Langlebigkeit bei. Dabei werden

die metallische Reling und der Holzboden mit Hinterschnitt in

Schwalbenschwanzform nahtlos miteinander verklebt. Zudem

sind „ARENA pure“-Tablare standardmäßig mit Antirutsch-Beschichtung

ausgestattet.

Mit zeitgemäßem Minimalismus und zurückgenommener Eleganz

schafft „ARENA pure“ die Grundlage, puristisches Design

durchgängig und markentypisch in der Schrankinnenausstattung

zu etablieren und Kücheneine neue Wertigkeit zu verleihen.

Die klare Optik findet sich

durchgängig bei allen Auszugsystemen

wieder. Auch

in Form geschwungener

Geometrien, wie beim Eck-

Unterschrank „LeMans“.

Fotos: Sachsenküchen

50 KÜCHENPLANER 9/2022


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Passend zur Formensprache

der Box-Zarge

stattet Sachsenküchen die

Vorratsschränke im Standard mit

den schlanken und geschlossenen,

mit einer schmalen umlaufenden Nut

akzentuierten „ARENA pure“-Tablaren

von Kesseböhmer aus.

9/2022 KÜCHENPLANER 51


Küchenmöbel

Foto: Philipp Funke, Zürich

Nimbus und Häfele bieten Licht aus einer Hand: vom stimmungsvollen, indirekten Licht bis hin zum fokussierten

Licht, wie es etwa zum Zubereiten auf einer Arbeitsplatte gewünscht ist.

Für Decke und Nische

Lichtspezialist Nimbus und Mutterkonzern Häfele erfahren

in jüngster Zeit höhere Aufmerksamkeit, was

ihre Kompetenz in der Beleuchtung der Küche betrifft.

Partnerschaften mit Küchenherstellern wie die vor

rund einem Jahr bekannt gegebene Kooperation mit

Ballerina Küchen belegen dies. Ebenso die Auszeichnung

„Kitchen Innovation Award 2022“. Das prämierte

Produkt in den Kategorien „Funktionalität, Innovation,

Design und Ergonomie“ ist die von Nimbus gestaltete

Deckenleuchte „Q Four“.

Ganzheitliche Lichtlösungen gehen jedoch über

das einzelne Produkt hinaus. Geschaffen werden sie

durch das Zusammenspiel von Licht im Möbel und

Licht im Raum. Zur indirekten Beleuchtung hat Häfele

das „LOOX“-System entwickelt: eine Kombination von

feinen Lichtbändern und Linearlinse. Die Linearlinse

ist eine gemeinsam mit den Spezialisten des Lichtinstituts

Bartenbach in Innsbruck entwickelte Lösung

für eine laut Unternehmen „absolut blendfreie und gezielte“

Lichtstreuung auf Arbeitsflächen. „Mit dieser

Innovation lassen sich Arbeitsflächen von Küchen mit

LED-Bändern homogen ohne störende Blendung ausleuchten“,

verspricht der Hersteller. In Zusammenspiel

mit dem gerichteten Licht der Nimbus „Q Four“-

Deckenleuchten entstehet eine einzigartige, brillante

Lichtqualität auf der Arbeitsplatte. Was bei hochwertigen

Arbeitsflächen aus Marmor oder Naturstein besonders

zur Geltung kommt.

Auch für die Küche

Die von Nimbus entworfenen und sowohl von Nimbus

als auch von Häfele vertriebenen Leuchten sind in ihrem

Charakter universell, das heißt, sie wurden ursprünglich

nicht ausschließlich für die Küche entwickelt.

Das gilt für die „Q Four“-Deckenleuchte mit

ihren Varianten ebenso, wie für die verschiedenen Modelle

der kabellosen Leuchten. In ihrer Vielfalt finden

sie jedoch immer mehr den Weg in die Küche, wie die

zahlreichen Projekte von Nimbus und Häfele belegen

können: Sie leuchten in den Koch-Ess-Bereichen exklusiver

Wohnhäuser ebenso wie in Studierendenapartments,

sie schaffen Verbindungen zwischen den Bereichen

Kochen und Wohnen und spenden Licht genau

dort, wo es gerade benötigt wird.

52 KÜCHENPLANER 9/2022


Praxiswissen zu Licht und Beleuchtung

Seit Ende 2021 bietet die neue Häfele Akademie

unter dem Motto „Beleuchtung ganzheitlich

verstehen“ praxisorientierte Schulungen an.

Sie vermitteln einen Überblick über die Themen

Licht im Möbel und Licht im Raum – von

der Planung bis zur Installation. Damit wollen

die Lichtprofis von Häfele und Unternehmenstochter

Nimbus interessierten Handwerkern

wie Schreinern und Tischlern solides

und praktisches Fachwissen für den richtigen

Einsatz von Licht in Möbeln und für die Innenraumbeleuchtung

bieten. Die Schulungen

sollen im Laufe des Jahres auch für weitere

Zielgruppen ausgebaut werden, etwa für Objektberater

und -planer sowie für Architekten

und Innenarchitekten.

Die Teilnehmer und Teilnehmerinnen erleben

die Einsatzmöglichkeiten von Licht als

Gestaltungselement, erlernen die Grundbegriffe

der Lichttechnik, erhalten einen Überblick

über verschiedene Steuerungsmöglichkeiten

und eignen sich Tipps und Tricks für

eine sichere und unkomplizierte Installation

der Lichtkomponenten an. Im „Lichtlabor“ in

Nagold wird auch aufgezeigt, wie die Brillanz

von Oberflächen durch eine entsprechende Beleuchtung

gesteigert werden kann. In Workshops

wird vermittelt, wie unterschiedliche

Leuchten in ein Bluetooth Netzwerk integriert

und Szenen eingerichtet werden können. Auch

die Steuerung über Geräte wie Tablets, Smartphones

oder smarte Wandschalter wird erklärt.

Die Präsenztrainings starteten im Frühjahr

als Tagesseminare im Showroom der Häfele

Hauptverwaltung in Nagold. Die Ausweitung

auf die Verkaufsbüros des Unternehmens

folgte ab Frühsommer deutschlandweit. Die

Webinare sind in kompakte und einzeln buchbare

Module unterteilt. Im Vorfeld der digitalen

Formate erhalten die Teilnehmer Musterboxen,

damit sie live und interaktiv mit dem

Schulungsteam agieren können.

Falls ein Unternehmen eine individuelle

Schulung für ein ganzes Team wünscht, kann

sich auch das Häfele Lichtmobil auf den Weg

machen und die Schulung vor Ort stattfinden

lassen. Auf www.haefele.de/akademie gibt es

einen Überblick über die nächstmöglichen Termine

und Schulungsinhalte.

Die Lichtprofis von Häfele und Nimbus vermitteln in der Akademie den richtigen

Einsatz von Licht in Möbeln und für die Innenraumbeleuchtung.

Foto: Häfele

®

9/2022


Küchenmöbel

Fotos: Blum

„Legrabox special edition“: mit Ausprägungen von „Noble rust“

bis hin zu „Carbon look“ auf Basis der neuen Farbe „Carbonschwarz

matt“.

„Legrabox pure“: mit einer charakteristischen Akzentlinie auf

der schlanken, eleganten Zarge.

Für die

individuelle Zarge

Besonders hohen Ansprüchen an individuelles Design wird

Blum mit dem Boxsystem „Legrabox“ gerecht. Die zweischaligen

Zargen bietet der Hersteller bedruckt, beschichtet oder geprägt

an – auch als Farb- und Materialmix. „Mit eleganten, schmalen

Zargen und vielen außergewöhnlichen Gestaltungsmöglichkeiten

lässt sich ein ganz eigenes Schubkasten-Design gestalten“,

erläutert das Unternehmen. So entstehe aus dem Boxsystem

eine eigene Kreation: „myLegrabox“.

Die Basis: Das Basisprogramm bilden „Legrabox pure” mit metallischen

geschlossenen Zargen und „Legrabox free” mit Einschubelementen

aus Glas oder mit eigenen Elementen aus Holz

oder jedem anderem vorstellbaren Material. Verschiedene Zargen-Farben

stehen hier zur Wahl. Mit einem individuell bedruckten

oder geprägten Branding-Element lässt sich zusätzlich

eine eigene Note verleihen.

„Legrabox free“: mit individualisierbaren Einschubelementen

für eine wandelbare Ästhetik.

Die besondere Kollektion: Mit „Legrabox special edition” hat

Blum ein farblich abgestimmtes Angebot von außergewöhnlichen

Zargen-Looks auf der Basis der neuen Farbe „Carbonschwarz

matt“ zusammengestellt: als Materialmix mit Edelstahl

samt Antifingerprint, mit der speziellen 3D-Prägung „Carbon

look“ oder der Strukturbeschichtung „Noble rust“. Damit ließe

sich der Trend zu dunklen, matten und seidigen Farben und

Oberflächen bereits bei kleinen Abnahmemengen abdecken.

Die Spitze der Individualisierung: Bei „Legrabox individual”

werden Verarbeiter selbst kreativ. Ob klassisch mit edlen Akzenten

oder ganz extravagant, mit der höchsten Gestaltungsstufe

von „Legrabox“ ergibt sich eine umfangreiche schöpferische

Freiheit, einzigartige Designs zu schaffen: durch Farb- und Materialmix

bei Innen- und Außenzarge, durch das Bedrucken, Lasern

oder Prägen mit individuellen Designs.

„Legrabox individual“: mit einem Höchstmaß an Kreativität und

individueller Gestaltung durch Drucken, Lasern oder Prägen.

Individualisierung leicht gemacht

Verarbeiter haben die Möglichkeit, bei noch kleineren Mindestmengen

individuelle Designs mit „Legrabox individual” und die

ausgewählte Kollektion von „Legrabox special edition” zu beziehen:

durch die Fertigstellung vor Ort. Hier bestellt der Kunde die

Dekorelemente und die Zargen ohne Dekor separat und fügt diese

selbst in der eigenen Werkstatt zusammen. Dies sei mit wenigen

Handgriffen zu realisieren. „So lassen sich flexibel und in

kleinen Mengen anspruchsvolle Schubkasten-Designs fertigen“,

betont Blum.

54 KÜCHENPLANER 9/2022


Foto: rational

Das Erfolgsmodell „Onda“ wird zur Küchenmeile stets neu

in Szene gesetzt.

Foto: Sapienstone

Zu glatt für Schmutz

Die neuen Arbeitsplatten „Active Surface“ verfügen laut

Hersteller SapienStone über zahlreiche Eigenschaften. Sie

sind antibakteriell, antiviral, umweltfreundlich, selbstreinigend

und geruchshemmend. Sie seien in der Lage, über

99 % der vorhandenen Bakterien und Viren zu beseitigen.

An der superhydrophilen Oberfläche hafte wenig Schmutz

an. Dieser könne einfach mit Wasser und Seife oder milden

Reinigungsmitteln entfernt werden. Die neuen Arbeitsplatten

gibt es in vier Texturen: Weiß, zwei Marmoreffekte

und den dunklen Ton „Pietra Grey Active“.

Das Team gewinnt

Besondere Holzdekore, schimmernde Metalloberflächen und inspirierende

Küchen- und Wohnplanungen. Dies erwartet im September

die Messegäste bei rational in Melle-Riemsloh. Das Messemotto

„Feel it … unverkennbar rational“ gibt wie gewohnt die Richtung vor.

„Bereits seit fast 60 Jahren ist es uns ein Anliegen, Küchen zu kreieren,

die stilsicheres, elegantes Design mit innovativer Funktionalität

vereinen“, erläutert der Hersteller und verweist auf aktuelle Designauszeichnungen.

So hat rational nach 2018 und 2021 in diesem

Jahr bereits zum dritten Mal den „German Brand Award“ erhalten.

Für erfolgreiche Markenführung in Deutschland. „Auf diese Auszeichnung

sind wir besonders stolz, denn diese Anerkennung verdanken

wir dem gesamten rational Team, welches täglich gemeinsam

mit unseren Kunden und Vorlieferanten als ‚rational Familie‘

in vertrauensvoller Zusammenarbeit in Verbindung steht“, betont

das Unternehmen.

Nahtloses Weiß

Lichtdurchflutete Räume prägen diese Neubau-Villa in der niederländischen

Provinz Brabant. Für den Entwurf der Küche und der drei Badezimmer

wurde das niederländische Designlabel Baths by Clay beauftragt.

Bestimmendes Gestaltungselement: der Mineralwerkstoff „HI-MACS ® “ im

Farbton „Alpine White“. Das Solid-Surface-Material aus Acryl, Mineralien

und Pigmenten kann in beliebige Formen gebracht werden. In der Küche

dominiert die freistehende Kücheninsel mit einer L-förmigen, 4,80 m langen

Arbeitsplatte aus „Alpine White“ inklusive nahtlos integrierter Spüle.

An den 1,50 m auskragenden Imbiss-Tresen passen mindestens vier

Personen. Die 7 cm starke Arbeitsplatte ruht auf Unterschränken, deren

Schubladenfronten und Türen ebenfalls aus dem Mineralwerkstoff bestehen.

Die Push-to-Open-Technologie ermöglicht ein flächenbündiges

Design ohne Griffe oder Griffleisten. Komplettiert wird die Einrichtung

durch raumhohe Schränke mit schneeweißen Fronten.

Foto: Baths by Clay; Fotograf Peter Baas

DOPPEL

ECKE


Küchenzubehör

Besonderer Nutzen

Wenn Spüle, Armatur und Abfallsammler auf einander

abgestimmt geplant werden, ver spricht dies praktische

Vorteile. „Naber Trio“ nennt der Zubehör spezialist aus

Nordhorn diesen Ansatz. Und der wird auf der area30

thematisiert. Ebenso eine besondere Neuheit aus der

Lüftungs technik, in der mehrere Jahre Entwicklungsarbeit

stecken.

Spüle, Armatur, Abfalltrennsystem:

Auf der area30 wird Naber dieses Trio

mit neuen Ideen in Szene setzen. Eine

neue Broschüre erläutert Details zu Produkteigenschaften

und Komfortnutzen.

56 KÜCHENPLANER 9/2022


Auf der area30 rechnet Naber mit einem besonders

intensiven fachlichen Austausch. Denn das Unternehmen

stellt in Löhne nach mehrjähriger Entwicklungsarbeit

ein neues Luftkanalsystem vor. Dessen

Markteinführung im In- und Ausland stehe kurz bevor.

Es trägt den Namen „COMPAIR ® “. Die Planung einer individuell

bestmöglichen Küchenlüftung soll sich damit

noch flexibler gestalten als ohnehin mit den Produkten

von Naber möglich. In einer Messeankündigung erläutert

das Unternehmen: „Mit der Neuentwicklung kann

die Luftfördermenge maximiert werden, denn das innovative

System geht in Sachen Leistung, Effizienz und

Luftvolumen noch einen Schritt weiter und definiert

das Optimum, das derzeit technisch möglich ist.“ Konzipiert

ist diese Neuheit „der Extraklasse“ wie andere

„Compair“-Systeme gleichermaßen für Abluft- und Umluft-Lösungen.

Für bestehende Auszüge

Besondere Neuheiten wird es auch im Segment Abfallsammler

geben. Die „SELECTAkit ® “ Abfallsammler

konnten bisher als Frontauszugssystem mit „Cox ®

Base“-Behältern und bei bestehenden Auszügen als

„Cox® Box“-Lösung realisiert werden. Die Produktneuheit

„Cox Stand-UP ® “ macht es möglich, die Behälter

in einem stabilen Metallrahmen zu positionieren und

auch in vorhandene Auszüge des Spülenunterschrankes

zu integrieren. Und das mit unterschiedlich hohen

Fronten. Dazu hat Naber ein bodenmontiertes Rahmensystem

für verschiedene Schrankbreiten entwickelt,

das mit mehreren Behälterhöhen auch die jeweiligen

Zargen- und Fronthöhen der Hersteller berücksich tigt.

Die einzuhängenden „Cox Box“-Behälter lassen sich

nach Kundenwunsch kombinieren. Im 600 mm breiten

Möbelkorpus beispielsweise nehmen bis zu drei Behälter

insgesamt 42 Liter Wertstoffe, Bioabfälle und Restmüll

für die Entsorgung oder Wiederverwertung auf.

Platz fürs Reservoir

Die zweite Produktneuheit „Cox ® Base Q“ stellt dem

„Cox Base“-System eine Plattform zur Aufnahme eines

„Quooker PRO3“ Wasser-Reservoirs für Spezialarmaturen

zur Seite. Schlauchführung für das Heißwasseroder

Kaltwasser-Reservoir sei platzsparend integriert.

Naber erläutert: „In einem Möbelkorpus von 600 mm

Breite lässt sich eine ‚Cox Base‘-Kombination für den

400 mm breiten Unterschrank neben der Reservoir-

Plattform unterbringen.“

Zusätzliche LED-Leuchten

Dem Licht als Quelle für Wohnlichkeit und Atmosphäre

kommt in der Küchenplanung eine immer bedeutendere

Rolle zu. Von aktivierendem Licht zum Beispiel

in den Entspannungsmodus zu wechseln, gelingt auf

smarte Weise mit dem bewährten „LUMICA ® LIC LED“-

System von Naber. Per Knopfdruck oder Sprachbefehl

können dezentral positionierte LED-Leuchten synchron

ein- und ausgeschaltet werden. Dafür sind sie

über kabellos vernetzte Funktionskonverter in eigens

definierte Licht-Szenarien integriert. Das Sortiment an

LED-Leuchten, die sich in das System einbinden lassen,

wird nun erweitert. Darunter sind einige bereits

aus dem „Lumica“-Programm bekannte Leuchten mit

zum Teil zusätzlichen Gehäusefarben. Zugleich finden

sich im Programm der LED-Leuchten zeitgemäße

Newcomer wie die flache leistungsstarke Deckenleuchte

„Plafoniera“ mit High Power-Farbwechsel LED zur

Deckeninstallation oberhalb von Kücheninseln.

Interieur und Bad-Zubehör

Das gesamte Neuheitenprogramm ist wie von Naber

gewohnt erneut breit angelegt und umfasst viele weitere

Themen wie etwa Stühle aus dem Interieur-Programm

und neue Steckdosen-Kollektion. Ebenso die

aktuell neu auf den Markt gebrachte knick- und abschersichere

Kabelführung „Wing“ von EVOline ® zur sicheren

Elektrifizierung von Schubladen und für den

Anschluss eingebauter elektrischer Geräte.

Bad-Lösungen runden die Naber-Präsentation in

Löhne ab. Dazu zählen Aspekte wie Beleuchtung, Regale,

Ordnungssysteme für Schubladen und Schränke sowie

praktisches Montagematerial. Aufsatzwasch becken

aus Keramik und stimmige Bad-Armaturen sollen dem

Badezimmer eine zeitgemäße Wohnlichkeit geben.

In der Messeneuheit „COMPAIR ® “ stecken

viele Jahre Entwicklungsarbeit.

Fotos: Naber

9/2022 KÜCHENPLANER 57


Küchenzubehör

Mit ausziehbarer Brause und Laminar-Strahlregler

für einen spritzarmen und leisen Wasserstrahl:

die neue Küchenarmatur „Active L Twist“

von Franke.

Fotos: Franke

Was das Wohlbefinden stärkt

Der Franke-Auftritt im house4kitchen

stellt in diesem Jahr die „Natur“ in den

Fokus: als Quelle der Inspiration und

Grundlage für menschliches Wohlbefinden,

aber auch im Hinblick auf Nachhaltigkeit.

Und das im täglichen Gebrauch,

in der Produktion, in Bezug auf Materialität

und Langlebigkeit der Produkte. Als

eins der Highlights kündigt der Hersteller

Metallic-Farben für Edelstahlbecken

an. „Diese verleihen jeder Küche besondere

Eleganz“, lautet die Überzeugung.

Sämtliche Einzelkomponenten rund ums

Becken gibt es im metallischen Look. Dieser

lasse sich gut kombinieren. „Für harmonische

oder ganz individuelle Kreationen“,

so Franke.

Einheit von Armatur und Spüle

Eine weitere Neuheit ist die Küchenarmatur

„Active L Twist“. Deren Raffinesse zeige

sich im Detail: So hat Franke einen

Drehknopf integriert, über den sich der

Abfluss im Becken schließen und öffnen

lässt. Der Drehknopf verbindet die Armatur

mit der Spüle, eine weitere Lochbohrung

für die Ventilbetätigung wird nicht

mehr benötigt. „So lässt sich die Küche

noch besser sauber halten“, beschreibt

Franke den Nutzen. „Zudem müssen die

Hände nicht mehr ins heiße und schmutzige

Wasser getaucht werden – ein kleines

Detail für großen praktischen Komfort im

Alltag.“ Mit der „Active L Twist“ werden

Spüle und Armatur zu einer Einheit. Sie

verfügt über einen Brausestrahl und eine

ausziehbare Brause. Der integrierte Laminar-Strahlregler

reduziere zugleich wirksam

Luftverwirbelungen und erzeuge so

einen kristallklaren und leisen Wasserstrahl.

Spritzer rund um die Spüle werden

minimiert und es muss weniger geputzt

werden.

Ein weiteres nachhaltiges Detail ist die

Eco-Wassersparkartusche: Dank einer Volumenschwelle

rastet der Bedienhebel bei

einem reduzierten Wasserdurchlauf leicht

ein. „So lassen sich Wasserverbrauch und

Kosten senken“, verspricht Franke.

Die „Active L Twist“ ist in „Edelstahl-

Optik“ oder „Black Matt“ erhältlich. Das

macht sie kompatibel zu einer Vielzahl

an Franke-Modellen aus Edelstahl sowie

Fragranit.

Haube mit Filterfunktion

Zudem wird Franke in Löhne eine neue

Hauben-Technologie vorstellen, bei deren

Entwicklung langjähriges Knowhow

zum Thema Luftaufbereitung eingeflossen

ist. Denn frische, saubere Luft

sorgt in besonderem Maße für Wohlbefinden

– nicht nur beim Kochen, sondern

zu jeder Zeit und überall in unserem Zuhause.

„Mit Air Hub haben unsere Hauben-Spezialisten

ein bislang einzigartiges

System entwickelt“, ist Marta Botey,

Head Category Management & Marketing

DACH der Franke Home Solutions, überzeugt.

Das System vereint zwei Funktionen:

Es zieht den Kochdunst ab und filtert

die Raumluft.

Die „Active L Twist“ verfügt über einen

Drehknopf zum Schließen und Öffnen

des Abflusses der Spüle.

58 KÜCHENPLANER 9/2022


Mit dem Kombinatorik-Konzept will Lechner die gestaltungssichere Kombination

von Arbeitsplatte und Rückwand unterstützen. Hier abgebildet ist

eine Compact-Arbeitsplatte in der Farbe „Velvet night grey“ sowie eine

Rückwand mit dem Glasmotivdekor „Digital wall“.

17.-22.9.2022

Löhne

Stand E13

Weiter in Systemen denken

&All-Stars

Newcomer

„Lechner ist und bleibt ein wichtiger

Player am Markt. Wir arbeiten daran,

unsere bewährten und innovativen

Produkte weiter auszubauen.“ Mit diesen

Worten kündigte Geschäftsführer

Florian Mitzscherlich schon im Frühsommer

die Messeteilnahme an der

area30 an. Florian Mitzscherlich ist seit

März 2022 Geschäftsführer von Lechner.

Er leitet die neue Führungscrew, die

nach Insolvenz und Eigentumsübergang

die Geschicke des renommierten

Anbieters von Arbeitsflächen und Nischenverkleidungen

lenkt. Neben dem

Ausbau der bewährten Produktpalette

gehe es auch um die Intensivierung des

Systemgedankens. Dieser sieht vor, den

Kunden alles aus einer Hand zu bieten.

Ein Schwerpunkt der Präsentation

auf der area30 soll das bereits 2021 vorgestellte

„Kombinatorik“-Konzept sein.

Konkret geht es um die Vielfalt der Gestaltungsmöglichkeiten

bei der Planung

von dunklen und schwarzen Küchen.

Denn diese liegen weiterhin im Trend.

Mit dem „Kombinatorik“-Konzept lassen

sich laut Lechner einfach, schnell

und gestaltungssicher stimmige und

materialübergreifende Colorlooks aus

Arbeitsplatte und Rückwand kreieren.

Darüber hinaus sei für den Messeauftritt

die Präsentation einiger

ausgewählter Neuheiten geplant. Geschäftsführer

Florian Mitzscherlich:

„Mit der Präsenz auf der area30 legen

wir einen Grundstein für einen starken

Marktauftritt von Lechner. Mit der Marke

Lechner werden ein qualitativ hochwertiges

Portfolio und eine langjährige

Expertise in der Branche verbunden.

Die Messe bietet uns die beste Möglichkeit,

im persönlichen Kontakt bestehende

Geschäftsbeziehungen zu stärken

und neue aufzubauen.“

Florian Mitzscherlich, Geschäftsführer

der D. Lechner GmbH.

Fotos: Lechner

vogtwelt.de

HORST VOGT GmbH

Verkaufshandbuch

2023/2024

9/2022


Küchenzubehör

Edler Wasserplatz:

Armatur

und Zubehör in

„satin gold“.

Bezeichnend

für die neue

Oberfläche ist

das feine Satin-

Finish in der

Bürstung.

Foto: Blanco

Tipps zur Gestaltung der Units

Blanco präsentiert sich den Besucherinnen und Besucher

der Küchenmeile wieder auf Gut Böckel. Dabei

wird sich die Ausstellung im alten Schafstall des Gehöfts

in neuem Look. Denn das Motto „BLANCO UNIT

– Premium am Wasserplatz neu erleben“ sei Programm.

Bezogen auf neue Produkte und den Markenauftritt.

„Wir freuen uns, Geschäftspartnerinnen und -partner

auf Gut Böckel zu begrüßen und persönlich die neueste

Generation der ‚Blanco Units‘ vorzustellen. Die Premium-Systemlösungen

als perfekte Einheiten aus Armatur,

Spülbecken und Abfalllösung, abgestimmt in

Funktion, Design und Farbe haben ein hervorragendes

Potenzial für den Küchenfachhandel, den Verbraucherinnen

und Verbrauchern erlebbaren Mehrwert

und Freude am Wasserplatz zu bieten“, sagt Thorsten

Neelen, Director Markets DACH. Im Rahmen der Präsentation

im stilvollen Ambiente des westfälischen Ritterguts

können die Küchenspezialisten laut Blanco zudem

zusätzlich viele Anregungen und Tipps für die

Gestaltung der Units mitnehmen.

Für jeden Anspruch.

Der Wasserplatz sei nicht nur der funktionale Mittelpunkt

der Küche, sondern im besten Fall ein Hin gucker,

„der Geschmack und Premium-Anspruch der Bewohnerinnen

und Bewohner widerspiegelt“. Mit verschiedenen

Oberflächen, Farben und Ausführungen will Blanco

stimmige Akzente im Küchenumfeld setzen. Und das soll

für die moderne Küche ebenso gelten wie für Planungen

im Country-Look, im reduzierten skandinavischen Stil

oder dem sogenannten „Industrial Style“. Technische Aspekte

von Einbau bis Gebrauch werden parallel zu den

optischen Qualitäten gleichfalls thematisiert.

Eleganz adelt die Küche.

Erstklassigkeit zeige sich gerade in den Details, betont

Blanco. Neuester Coup sei das Zusammenspiel der

jüngst eingeführten Armaturen-Oberfläche „satin gold“

mit der passenden Ausstattung des Spülbeckens. Damit

präsentiert sich die „Blanco Unit“ als optische Einheit

– vom verdeckten Überlauf über das Ablaufsystem

„InFino“ bis hin zu optionalem Zubehör wie einem Spülmittelspender.

„Alles aus einem Guss in ‚satin gold‘ lautet

die Devis. Blanco betont: „Besonders in einem Umfeld,

das von schwarz oder dunklen Grautönen geprägt

ist, besticht ‚satin gold‘ durch Eleganz. Ebenso glänzt

die Gold-Anmutung in der Kombination mit Holz oder

warmem Weiß.

60 KÜCHENPLANER 9/2022


Für kleine

Spülplätze

„Design und Komfort sind auch an einem Spülbereich

mit wenig Platz machbar“, meint Villeroy & Boch und

präsentiert zur area30 das neue Keramikspülen-Modell

„Subway Style 45“. Denn gerade in Städten werde

der Wohnraum knapper und die Wohnungen kleiner.

In der Folge müsse auch die Küche mit einem geringeren

Platzangebot zurechtkommen. Ausgelegt ist

die Neuheit auf Unterschränke ab 45 cm Breite. Dennoch

verfügt die Spüle über ein vergleichsweise geräumiges

Becken. Die komplett glatte Abtropffläche

und vor allem die schmale Hahnlochbank seien praktische

Ablage für das Spülzubehör. Das keramische

Material ist dabei so robust, dass auch heiße Töpfe,

Pfannen oder Auflaufformen keine unschönen Spuren

oder gar Beschädigungen darauf hinterlassen. Und

dank „CeramicPlus“-Oberfläche ist die Spüle pflegeleicht.

Villeroy & Boch bietet die Neuheit für den klassischen

aufliegenden als auch für den flächenbündigen

Einbau an. Und das in 13 Keramikfarben.

Foto: Villeroy & Boch

Im warmen Creme-Ton „Almond“: „Subway Style 45“. Dazu passen besonders

gut dunkle Holztöne, heller Naturstein oder Marmor. Und die Farbe

Schwarz, wie hier die Armatur „Steel Expert 2.0“ aus massivem Edelstahl

in „Anthracite“.

Ihr Feedback.

Unsere Lösung!

Ihre Erfahrungen sind wertvoll. Sie helfen uns, genau

das perfekte Küchenzubehör zu entwickeln, das auf

dem Markt benötigt wird.

Küchenzubehör

naber.com


Küchenzubehör

Goldene Akzente setzen

Auf der area30 in Löhne zeigt das Unternehmen systemceram

eine Reihe von Produktneuheiten. Drei Themen warten auf

die Messegäste. 1. Der Ausbau der „Kara“-Serie mit der neuen

Einbeckenspüle „Kara 51“ für den 50er-Spülenschrank. 2. Die

Ausweitung des Armaturenprogramms, unter anderem mit

der Premium-Armatur „Tradizione“ in vier möglichen Oberflächenveredlungen.

Und 3. Ergänzungen beim Zubehör.

Mit der neuen „Kara 51“ baut systemceram die erfolgreiche

gleichnamige Serie weiter aus. Das Einzelbecken eignet sich

für den Einbau in einen 50er-Unterschrank und kann klassisch

als Auflagespüle sowie flächenbündig und als Unterbauspüle

montiert werden. Mit dieser Ergänzung reagiert der Spezialist

für Keramikspülen aus Feinsteinzeug auf einen vielfach

geäußerten Wunsch seiner Handelspartner. Bereits erhältlich

sind für den 60er-Spülenschrank das Einzelbecken „Kara57“

sowie als Modell mit Abtropffläche die „Kara 85“. Wie alle Spülen

aus dem robusten und pflegefreundlichen Feinsteinzeug

steht die neue „Kara 51“ in 14 Keramik-Farben zur Verfügung.

Mit ihren sanften und zugleich markanten Rundungen bietet sich

die neue Küchenarmatur „Tradizione“ auch als Kombinationspartnerin

zur „Centra 60“ von systemceram an (Foto im Keramik-

Farbton „Fango“).

Die neue „Kara 51“ für den 50-Spülenschrank: Hier in Szene gesetzt

im Keramik-Farbton „Alu“ in Kombination mit der Premium-Armatur

„Tono“ und der farblich abgestimmten „Medio-Rollmatte“.

Fotos: systemceram

„Tradizione“ im Retro-Look

Mit der „Tradizione“ bereichert eine besondere Küchenarmatur

das exklusive Premiumangebot von systemceram. Die Neuheit

ist eine klassische L-Armatur mit Einhebelbedienung, die mit

ihren verspielten Rundungen ins Auge fällt. Fließend-weiche

Übergänge finden sich am Sockel wieder, ebenso am Bedienhebel

und am fein abgerundeten Auslauf mit Schlauchauszug.

Damit eignet sich das charakterstarke Modell für individuelle

Planungen in unterschiedlichen Küchenstilen. Vom gemütlichen

Hygge-Style bis zum Industrial Look. Die universelle

Einsetzbarkeit resultiert auch aus der großen Bandbreite

an Oberflächen. systemceram bietet die aufwendig gearbeitete

Armatur in vier Varianten an: „Chrom“, „Edelstahlfinish“,

„Schwarzmatt“ und „Gold matt gebürstet“.

Grundsätzlich ist „Schwarzmatt“ weiterhin der tonangebende

Trend im Umfeld der Küchenspüle. Entsprechend findet

sich diese Optik im gesamten Sortiment von systemceram

wieder. Parallel dazu setzt das Unternehmen im Messeherbst

2022 auf metallische Akzente in Gold. Neben der „Tradizione“

wurde die wertige Oberflächenveredlung auf die Armaturen-

Serien „Tono“ (Neuheit aus 2021) und „Life“ (mit Festauslauf

und Zugauslauf) ausgeweitet. Zudem gibt es für ausgewogene

Küchenplanungen aus einem Guss die Ausstattungsdetails

der Küchenspüle ebenfalls in der matten Goldoptik. Etwa

den Premium-Excenter-Drehknopf, den Überlauf und die Abdeckung

„Sink-Cover“.

Mit der Neuheit „Tradizione“ setzt systemceram eine Armaturen-Offensive

im gehobenen Premium-Bereich fort. Gestartet

wurde diese im Herbst 2021 mit den Armaturenserien

„Offeo“ und „Tono“. Und das in Kooperation mit dem italienischen

Hersteller Gessi exklusiv für den Markt in Deutschland.

Auch die „Tradizione“ stammt aus der Manufaktur des

für seine designbetonten Qualitätsprodukte bekannten Unternehmens

aus Norditalien.

Nützliches Zubehör

Mit zwei Neuheiten ergänzt systemceram zudem das Angebot

an praktischem Zubehör. Gezeigt werden auf area30 eine Abtropfmatte

aus Silikon zum Anlegen an die Spüle und eine

Kunststoff-Eckschale zum Einhängen.

62 KÜCHENPLANER 9/2022


Über den roten Teppich

Schräg hinter dem Check-In-Schalter, also

in erster Reihe und am selben Platz wie

2021. Dort erwartet Zubehörgroßhändler

Vogt die Messegäste der area30 in Löhne.

In diesem Jahr rollt das Unternehmen

als Messemotto den roten Teppich aus und

präsentiert selbstbewusst die „Stars“ aus

dem aktuellen Zubehörprogramm. Dabei

geht es um die Themen Optik, Service,

Technik und Umsatz. Newcomer der Kategorien

Abluftsysteme, Unterbauleuchten,

Steckdosenelemente und Montagematerial

ergänzen das vorhandene Programm.

Mit dabei sind ebenso die Protagonisten

aus den Katalog-Extras Badzubehör

und Deckenleuchten. „Der Trendfarbe

Schwarz ist eine Sondershow aus allen

Produktgruppen des Leistungsspektrums

gewidmet“, teilt das Unternehmen an.

Druckfrisch erhältlich wird dann auch

das Verkaufshandbuch 2023/2045 sein.

700 Seiten Küchenzubehör verspricht viel

Information und Inspiration. Die alle zwei

Jahre neu aufgelegten Verkaufsunterlagen

böten das Potenzial für „ganz viel

Mehrwert und Mehrumsatz“

für den Fachhandel.

Gesprächsthemen mit

Geschäftsführer Mathias

Meloh und dem Vogt-Team

wird es für den Fachhandel

viele geben. Ob Aspekte wie

Materialengpässe und Lieferverzögerungen

dazu gehören,

bleibt fraglich. Denn

diese seien für den Zubehörhändler

gar nicht aktuell,

heißt es in einer Mitteilung.

Denn die planmäßig

bereits vor der Pandemie

getroffene Entscheidung, das komplette

Warenlager vom Standort Oyten nach Oldenburg

zu verlegen, habe sich als goldrichtig

erwiesen und zeige eine „positive,

stabilisierende Wirkung“. Das großzügig

dimensionierte Lager habe die Lieferfähigkeit

durchgehend gewährleistet. Wobei

das Produktportfolio sogar erweitert

werden konnte, wie das Unternehmen

meldet.

Foto: Vogt

Das neue Verkaufshandbuch 2023/2024 mit Preisgültigkeit

ab 1. Oktober 2022.

Zur area30 lädt der Zubehörspezialist

zur „Red-Carpet-Party“ am Stand E13 ein.

Und da Küche auch immer Genuss beinhalten

sollte, werden am Messestand

frisch zubereitete kulinarische Grüße aus

dem Norden serviert. Wie vor der Pandemie.

LIVE UND IN FARBE:

SCHOCK AUF DER AREA30 IN LÖHNE

Spülen mit grüner DNA werden zu farbigen Designobjekten.

Küchen werden zu Begegnungsräumen,

in denen die Vielfalt und das Miteinander gefeiert

werden. Nachhaltige Premium-Qualität trifft auf

individuelles, selbstbestimmtes Leben.

All das und vieles mehr erleben Sie im

Home of Colourful auf der area30.

BESUCHEN SIE UNS

STAND D10

17. bis 22. September 2022

WWW.SCHOCK.DE


Küchenzubehör

Fotos: Dornbracht

Foto: Reginox

In „Jet Black“

Neuheiten rund um farbige Edelstahlspülen, Armaturen,

Edelstahl-Arbeitsplatten und Granitspülen kündigt

der niederländische Hersteller für die area30 an.

Unter anderem gibt es die Edelstahl-Spülenlinie „New

York“ neu im Maß 45 x 40 cm sowie auf Wunsch ganz

in Schwarz in „Jet Black“. Passend dazu bietet sich die

neue Armatur „Flint“ (Foto) mit ausziehbarer Schlauchbrause

an. Ein weiterer Schwerpunkt sind Edelstahl-

Arbeitsflächen. Diese gibt es in breiter Auswahl von

der Maßanfertigung bis zur budgetschonenden Platte

in Standardmaßen. Ansprechpartner am Stand für

alle Fragen zur Reginox- Kernkompetenz „Edelstahl“

ist das Team rund um Gregor van der Zande, Salesmanager

DACH & France.

Warm oder kühl

Dornbracht erweitert sein Oberflächenangebot in der Küche und

bietet damit zusätzliche Individualisierungsmöglichkeiten für seine

Premium-Armaturen. In der „Messing-Variante schimmern die

Armaturenkörper in einem warmen Goldton, als „Chrom matt“ dominiert

kühle Edelstahloptik. Die beiden Oberflächen sind ab sofort

verfügbar: „Chrom matt“ ist für die Serien „Elio“, „Eno“, „Tara“,

„Tara Ultra“ und „Sync“ erhältlich. „Messing“ wird für „Tara“, „Tara

Ultra“ und „Sync“ angeboten.

American Dream

Vom amerikanischen Landhausstil inspiriert

ist die neue „American Professional“-

Serie von Teka. Der hohe Spülenrand der

200 mm tiefen Edelstahlbecken fungiert

dabei nicht nur als Spritzschutz, er erlaubt

auch ein ergonomisches Arbeiten

nahe am Beckenrand. Dank integrierter

Schallschutzpads der „SilentSmart-Technologie“

reduziert sich das Geräusch des

einlaufenden Wassers in der Spüle um bis

zu 50 Prozent. Erhältlich sind die Spülen

in zwei Varianten: Als klassisches 60 cm

breites Becken und in der XL-Version mit

einer Breite von 80 cm. Beide Varianten

eignen sich sowohl für den aufliegenden

als auch den flächenbündigen Einbau.

Fans des amerikanischen Landhaus-Stils

können für den Einbau zudem die Unterbau-Variante

wählen und erhalten so den

Look mit der sichtbaren Spülenfront.

Foto: Teka

64 KÜCHENPLANER 9/2022


Digitale Variante

Zur KWC-Linie „KIO“ gehört auch die Variante „KIO digital“ mit

ausziehbarer Handbrause und integrierter elektronischer Steuerung.

Die Wassersteuerung (On/Off, Menge, Temperatur) erfolgt

über eine Bedieneinheit an der Auszugsbrause. Rutschfeste

Drucktasten aus Silikon geben dem Benutzer haptisch wie

akustisch Feedback über seine Auswahl. Das Material gewährleiste

auch bei nassen Händen sicheren Halt, betont KWC. Der

Leuchtring rund um die Bedieneinheit ist ein optisches Highlight

und informiert gleichzeitig farblich über die aktuelle Wassertemperatur

(Blau für Kaltwasser, Orange für Mischwasser,

Rot für Warmwasser). Die gewünschte Wassermenge und -temperatur

können bei „KWC KIO digital“ entweder bei jeder Nutzung

eingestellt oder in drei Versionen vorprogrammiert und

abgerufen werden. Über die Umstelltaste auf der Rückseite der

Auszugsbrause kann je nach Bedarf einfach zwischen einem

Laminar- und Siebstrahl gewechselt werden. Zudem vermeidet

eine in der Armatur integrierte Hygienespülung Stagnationswasser.

Dies garantiere auch nach längerer Nichtnutzung einen

hygienisch einwandfreien Wassergenuss, erläutert KWC. Die

„KIO digital“ bietet der Hersteller aus der Schweiz in drei Farben

an: „Chrom“, „Schwarz matt“ und „Decor Steel“.

Foto: KWC


Küchenverbände

Was gerade wichtig ist

Digitalisierung, Recruiting, Nachhaltigkeit, Evolution

des Wohnens: Die Liste der Themen, die dem Küchenhandel

derzeit unter den Nägeln brennen kann, hat

Gewicht. Und es sind durchweg Inhalte, die die Branche

auch in den kommenden Jahren beschäftigen werden.

Die Verbundgruppe KüchenTreff thematisiert all

dies auf der Fachmesse area30. „Unter dem Leitthema

‚Wir denken Zukunft‘ präsentieren wir konkrete Projekte

und Tools, mit denen unsere Mitglieder fit für die

Herausforderungen der Zukunft bleiben“, sagt Marko

Steinmeier, der gemeinsam mit Daniel Borgstedt die

Geschäftsführung verantwortet. Auf rund 190 m 2

Standfläche (E22) wollen die Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen

der Verbandszentrale eine gewohnt familiäre

Atmosphäre schaffen.

Fachkräfte gewinnen

Wie in vielen anderen Branchen ist der Fachkräftemangel

derzeit auch für den Küchenhandel spürbar. „Der

Handel muss gezielt tätig werden, um potenzielle Mitarbeitende

anzusprechen, diese von sich zu überzeugen

– und auch langfristig zu halten. Wie wir unsere

Mitglieder dabei unterstützen, machen wir auf dem

Messestand anhand konkreter Beispiele sichtbar“, kündigt

Geschäftsführer Daniel Borgstedt an.

Das Internet nutzen

In Zeiten der Digitalisierung verlagern sich immer

mehr Schritte des Küchenkaufs ins Internet. Wer heute

eine Küche kaufen möchte, informiert sich zunächst online.

Für den Fachhandel besteht die Kunst darin, ihren

Online- und Offline-Service optimal zu verbinden und

die Kundschaft aus dem Internet zu sich ins Studio zu

holen. Wie das konkret aussehen kann, zeigt Küchen-

Treff auf der Messe anhand des „Local Ad Managers“.

Nachhaltiger werden

Neben der Qualität, dem Design und der Umsetzbarkeit

ihrer persönlichen Kochvorlieben ist für viele Kücheninteressenten

heute auch wichtig, wie nachhaltig die

neue Küche ist. Das Thema beinhaltet dabei eine Reihe

von Aspekten, die einerseits die Produkte selbst betreffen,

andererseits die Art und Weise, wie das Küchenstudio

arbeitet und in seinem täglichen Handeln verantwortungsvoll

agiert. Auf der area30 und darüber hinaus

informiert KüchenTreff Mitglieder und Interessierte

über die Möglichkeiten zur Umsetzung von konkreten

Maßnahmen auf dem Weg zu noch mehr Nachhaltigkeit.

Den Planungsblick erweitern

Die Zukunft des Wohnens fordert ganzheitliche Konzepte,

die den verfügbaren Raum in Zonen mit unterschiedlichen

Funktionen unterteilen, die über Gestaltung

und Design zu einem Ganzen verknüpft werden.

Dies macht KüchenTreff auch in diesem Jahr auf seinem

Messestand erlebbar: Mit „HOME by KüchenTreff

„zeigt der Verband exemplarisch die Verbindung aus

Küche, Wohnen, Bad und Flur als einheitlich designtes

Raumkonzept – und warum es einen Mehrwert für

Handel und Kundschaft bietet.

Foto: KüchenTreff

Wir wären

so weit: Das

Küchen Treff-

Team will auf

der area30 wieder

die bekannt

familiäre Atmosphäre

schaffen

– und dennoch

brisante Themen

besprechen.

Dieses

Foto stammt

von der Messe

2021, ist aber

noch aktuell.

66 KÜCHENPLANER 9/2022


Spülenmodell „KaratGlas“.

Sagero vertreibt Alveus exklusiv

Die Produkte des slowenischen Spülenherstellers Alveus werden in

Deutschland ab sofort über den Zubehörspezialisten Sagemüller & Rohrer

vertrieben. Diese strategische Kooperation gilt für den Vertrieb im Fachhandel

und in der Küchenmöbelindustrie. Damit hat Sagemüller & Rohrer

(Sauerlach) ein komplettes Spülensortiment im Angebot. Und das „in aktuellem

Design und in hochwertiger Qualität“, wie das Unternehmen betont.

Hervorgehoben werden die besondere Materialstärke sowie tiefe Becken

bei vielen Serien. Das Programm umfasst Granitspülen, individualisierbare

Glasspülen und Edelstahlspülen. Letztere auch in farbigen PVD-Beschichtungen.

Vorstellen wird Sagemüller & Rohrer ausgewählte Modelle

auf der Fachmesse area30 in Löhne im Rahmen der KM Küchenmeile.

Spülenmodell „Atrox“.

Fotos: Alveus / Sagemüller & Rohrer

Spülenmodell „Cadit“.

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Möbeltechnik + Oberflächen

Tempo, Tesa, Hailo

Mit Hailo ist es wie mit Tempo oder Tesa. Man meint Papiertaschen tuch

oder Klebestreifen und denkt an den Markennamen. Bei Haushaltsleitern aus

Aluminium dürfte es ähnlich sein. Der rote Hailo-Punkt ist vielen Menschen

bekannt. Was längst auch für die Produkte der „Einbautechnik“ gilt. Dieser

Geschäftsbereich hat sich zum Marktführer in Europa entwickelt.

In diesem Jahr feiert Hailo den 75. Geburtstag. 1947 legte Gründer Rudolf Loh im daniederliegenden

Nachkriegsdeutschland den Grundstein für sein Unternehmen. Seine Vision war

es, „Probleme im Haushalt zu lösen und die Arbeit mit guten Ideen sicher, leichter und schöner

zu machen.“ Gemeinsam mit seiner Ehefrau Irene und drei weiteren Mitarbeitern fertigte

der Maschinenbauingenieur Produkte, die in dieser Zeit dringend gebraucht wurden:

Eimer, Abfallbehälter, Metallbetten, Sanitätsmöbel und Bettwärmflaschen. Letztere entwickelten

sich rasch zu Bestsellern, denn nur wenige Haushalte verfügten über eine intakte

Heizung.

Damit waren die Weichen gestellt für einen steilen Aufstieg von „Eimer Loh“ (so wurde

das Unternehmen damals vor Ort genannt). Den Durchbruch brachte 1960 die Erfindung

der ersten Haushaltsleiter aus Aluminium: „Bis dahin waren Leitern aus Stahlrohr gefertigt,

also schwer und sperrig. Die Aluminiumleiter begründete die weltweite Erfolgsstory

unseres Hauses“, berichtet der heutige Geschäftsführer Jörg Lindemann. Weitere Meilensteine

waren die erste Sprossenleiter mit Niveauausgleich und Multifunktionsfüßen

sowie als „jüngste Innovation“ das Treppenpodest „TP1“.

Revolution in der Küche

Bereits 1953 kam der erste Einbau-Abfallsammler für die Küche auf den Markt. Dabei

handelte es sich um einen runden Eimer, der mit dem Öffnen der Unterschrank-Drehtür

aus dem Schrank fährt und den Behälterdeckel automatisch hebt. Eine Revolution zu

dieser Zeit. Und eine erstaunlich langlebige Technik, wie Hailo-Marketingleiter Frank

Peter Koch beim Rundgang durch den Museumstrakt der „Hailo Welt“ am Unternehmenssitz

in Haiger berichtet. Unternehmensgründer Rudolf Loh hatte offensichtlich

Visionskraft. Zum seinerzeit neuen Küchenengagement heißt es in einem der damaligen

„Chefbriefe“: „Wir wollen echte Bedürfnisse und Probleme im Lebensbereich des

Hauses, insbesondere an dem größten Arbeitsplatz der Welt, der Küche, lösen“. Und

ergänzend: „Nicht für die oberen Zehntausend, sondern für die ‚mittleren Millionen‘

gelte es, die bestmögliche Lösung für die gestellten Aufgaben zu finden.“ Dieser Geist

bestimmt noch heute das Handeln des Unternehmens, sagt Frank Peter Koch.

Für jeden das passende System

Die „BigBox rund“ aus der Geburtsstunde der Hailo-Abfallsammlung kommt noch

heute zum Einsatz. Mit modernisierter Technik selbstverständlich und überall

dort, wo einfachste Standards gefragt sind. Die deutsche Küchenmöbelindustrie

als Absatzkanal Nr. 1 setzt längst auf sehr viel mehr Komfort und kann dabei aus

einem aktuellen Angebot von 350 Systemen wählen. Je nach Art und Umfang der

Wertstoffsammlung (Restmüll, Bio, Recycling, Papier), Eimervolumen, Eimerhöhe,

Eimerfarbe (Hellgrau, Anthrazit), Schrankbreite und Schranktechnik (Drehtür,

Frontanbindung, Schubkasten). „Wir bieten unseren Kunden in der Küchenindustrie

maßgeschneiderte Stauraumlösungen“, berichtet Martin Mies, Leiter des

Geschäftsbereichs Einbautechnik. Wobei der 60er-Unterschrank in Deutschland

das Maß der Dinge sei. Dies gelte für etwa 90 % der Umsetzungen. Eine weitere

fest verwurzelte Praxis sei es, dass Müll und Wertstoffe unter der Spüle gesam-

68 KÜCHENPLANER


Fotos: Biermann

Martin Mies: Leiter Hailo Einbautechnik:

„Mit kundenindividuellen Systemen

Marktführer in Europa.“

Outlet und Museum:

Die „Hailo Welt“ wurde

vor fünf Jahren zum

70. Geburtstag des

Unternehmens

eröffnet.

KÜCHENPLANER 69


Möbeltechnik + Oberflächen

Der Hauswirtschaftsraum verspricht zusätzliche Umsätze

für die Küchenmöbelindustrie und den Handel. Schrankausstatter

Hailo hat ein komplettes Programm. Schon

seit 2014 wird dieser Bereich kontinuierlich entwickelt.

Blick in den Showroom der Einbautechnik am Standort Haiger.

melt und getrennt werden. Zumindest in Deutschland

und Westeuropa. „In den USA sieht das schon ganz anders

aus“, berichtet Stephan Müller, seit Anfang 2022

Exportleiter bei Hailo. Dort spiele die Mülltrennung oft

keine oder noch eine untergeordnete Rolle, so dass ein

beliebiger Schrank in der Regel mit zwei 40-Liter-Behältern

bestückt wird. Und das auch nur, weil ein einzelner

80-Liter-Eimer nicht passt, wie Martin Mies mit

leichter Ironie ergänzt. Entsprechend sieht Hailo im

Exportmarkt USA noch Potenzial für differenziertere

Abfalltrennsysteme. Denn das Thema gewinnt weltweit

an Bedeutung. Aktuell erwirtschaftet die Hailo Einbautechnik

50 % des Umsatzes in den Märkten außerhalb

Deutschlands. Wobei die Umsätze mit den Unternehmen

der deutschen Küchenmöbelindustrie dem Inland

zugeordnet werden, losgelöst von deren Exportaktivitäten.

Zwischen Besenschrank und Wäschepflege

Ein bereits konkreter Wachstumsmarkt ist der Hauswirtschaftsraum.

Hier erwartet Martin Mies deutliche

Zuwächse in den nächsten Jahren. Denn schon seit 2014

engagiert sich Hailo auf diesem Gebiet und sieht sich

mit den gegenwärtigen Ausstattungsangebot rund um

Besenschrank und Wäschepflege sehr gut aufgestellt.

„Sinnvolle Ergänzungsmöglichkeiten gibt es natürlich

immer“, bemerkt der Leiter Einbautechnik mit Blick

auf die kontinuierliche Produktentwicklung.

Nirgendwo sinnvoller

Ebenfalls gut aufgestellt sieht sich das Unternehmen

bei der automatischen Öffnungsunterstützung von Möbeln,

konkret des Spülenunterschrankes, wo die Abfalltrennung

hierzulande wie erwähnt ihren Stammplatz

hat. Das Hailo-System für diesen Einsatzzweck heißt

„Libero 3.0“ und lässt sich per Fußsensor und Sprachsteuerung

bedienen. Der Nutzen ist offensichtlich: Bei

der Speisevorbereitung haben Nutzerinnen und Nutzer

oft beide Hände voll oder diese sind verschmutzt und/

oder nass. „Es gibt keinen Schrank in der Küche, bei

dem eine automatische Öffnungsunterstützung sinnvoller

ist als beim Spülenunterschrank“, sagt Martin

Mies. Wobei sich Hailo natürlich nicht wehrt, wenn

auch andere Schränke damit ausgestattet werden sollen.

Inzwischen sei „Libero 3.0“ ein ausgereiftes System.

Und bestückt mit Zertifizierungen für fast jedes

Land dieser Welt. Der Vertrieb läuft im Inland und auf

den Exportmärkten über mehrere Kanäle: über die Küchenmöbelindustrie,

den Zubehörgroßhandel und weiteren,

auch international agierenden Handelsunternehmen

wie Häfele.

Mehr Komfort geht kaum

Im Bereich Einbautechnik bietet Hailo wie beschrieben

eine Vielzahl an Stauraumlösungen. Die Bandbreite

reicht vom Einbau-Abfalltrennsystem über den Auszug

fürs Gemüse („Pantry Box“) und die integrierte

Futterstation für Hunde und Katzen bis hin zu Ordnungssystemen

für die Nische, den Spülenschrank

und den gesamten Hauswirtschaftsraum und das Bad.

Klassiker im Sortiment sind der Ausziehtisch „Rapid“

und der Einbau-Klapptritt „Stepfix“. Mit diesem breiten

Angebot ist die Einbautechnik seit den 1990er-Jahren

als selbstständig agierendes Profitcenter innerhalb

der Hailo-Gruppe etabliert und laut Martin Mies heute

Marktführer in Europa. Mit Abstand größter Umsatzbringer

sind nach wie vor die Abfalltrennsysteme.

Mit dem „Tandem“ als wohl bekannteste Produktlinie,

die sich seit der Premiere im Jahr 1985 zum Erfolgsprodukt

schlechthin entwickelt hat und laut Hailo das

„am meisten verkaufte Abfalltrennsystem der Welt“ sei.

Und das kundenindividuell zugeschnitten auf Wunsch

mit Teilauszug, Vollauszug oder Überauszug und mit

Selbsteinzug, Dämpfung und Synchronisierung für

ein Maximum an Laufruhe. Als bakterienhemmende

„AntiBak“-Variante gibt es „Tandem“ inzwischen auch.

In Corona-Zeiten ein stark nachgefragtes Ausstattungsdetail

in der Küche. Mehr Komfort geht kaum, möchte

man meinen. Aber wer weiß. Mit 75 ist bei Hailo ja noch

längst noch nicht Schluss.

Dirk Biermann

70 KÜCHENPLANER 9/2022


Fotos: Biermann

Frank Peter Koch, Marketingleiter Hailo: „Produkte produziert,

die die Menschen brauchten.“

Hailo wird in diesem Jahr 75. Markenzeichen ist der rote Punkt.

„Tandem“ in einer aktuellen Spezial-Variante:

mit antibakterieller Oberfläche als „Tandem AntiBak“.

Ein weiterer Meilenstein. Der

einmillionste „Tandem“ im Jahr

1996 wurde angemessen gefeiert.

Konkret war es sogar der

„einmillionste+8“. Heute gilt

das System mit rund 13 Millionen

verkauften Exemplaren

laut Hersteller als das „meistverkaufte

Abfalltrennsystem

der Welt“.

Alu statt Stahlrohr: Die Entwicklung der Haushaltsleiter

ist einer der Meilensteine des Unternehmens.

9/2022 KÜCHENPLANER 71


Möbeltechnik + Oberflächen

10 Fragen an Hailo-

Geschäftsführer Jörg Lindemann

Ob Aluminium-Haushaltsleiter, Abfallsammler oder Steigtechnik: Seit 75 Jahren ist

der rote Punkt von Hailo ein Begriff und steht für Qualität, Innovation, Sicherheit und

gutes Design. Heute vertreibt das Unternehmen seine Produkte in 80 Ländern weltweit.

Jörg Lindemann

leitet als Geschäftsführer

das operative

Geschäft von Hailo.

Mit Verantwortung

für die Geschäftsbereiche

„Einbautechnik“,

„Home & Business“

und „Professional“.

Foto: Hailo

Seit der Gründung 1947 hat Hailo den roten Punkt zu

einer starken Marke gemacht. Dabei sind Kontinuität

und die Konzentration auf die Kernkompetenzen in

allen Geschäftsfeldern der Schlüssel zum Erfolg, betont

das Unternehmen. Im „Bereich Home & Business“

böte man das tiefste und breiteste Sortiment bei Stand-

Abfallsammlern aus Metall und sei in Europa marktführend

bei Steiggeräten. „Hailo Einbautechnik“ wiederum

ist Systemlieferant der Küchenindustrie mit

hochwertigen Abfalltrenn- und Ordnungssystemen.

Und „Hailo Professional“ ist der Spezialist, wenn es

um Sicherheit beim Steigen geht. Ortsfeste Steigleitern,

Absturzsicherungen und Schachtabdeckungen gehören

ebenso zum Portfolio wie Servicelifte.

Die Produkte des Unternehmens werden längst weltweit

vertrieben. Dabei seien die lokalen Wurzeln wichtig:

„Made in Germany“, das klare Bekenntnis zum

Standort Deutschland, ist für Hailo ein Gütesiegel, das

nach Überzeugung der Verantwortlichen im globalen

Wettbewerb weiter an Bedeutung gewinnt. Über 80 Prozent

der Produkte werden unter Einsatz moderner Fertigungstechnologien

in Haiger hergestellt. Derzeit arbeiten

dort im Stammwerk mehr als 400 Beschäftigte.

Anfang 2009 übernahm die dritte Inhabergeneration

die Verantwortung. Joachim Loh, der das Unternehmen

von seinem Vater

übernommen hat, gab

die Leitung der „Joachim

Loh Unternehmensgruppe“

(JLU

Group) an seinen

ältesten Sohn

Sebastian Loh

weiter. Die JLU

Group ist branchenübergreifend

weltweit tätig.

In den sechs

Unternehmen Hailo,

Hailo Wind Systems, Hailo Digital Hub, Meta, Expresso

und Lotus sowie 18 Tochtergesellschaften sind heute

mehr als 1300 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter beschäftigt.

Das operative Geschäft der Hailo-Gruppe wird von

Jörg Lindemann geleitet. Der KÜCHENPLANER hat

ihm 10 Fragen gestellt zu Markenpflege, Strategien und

Herausforderungen.

KÜCHENPLNANER: Stellen Sie sich vor, Sie sind beim

Speeddating und sitzen einem Küchenmöbelhersteller

gegenüber, der noch nicht zu Ihrem Kundenkreis zählt.

Mit welchen Argumenten überzeugen Sie ihn von Hailo

und dem Nutzen einer Zusammenarbeit innerhalb von

maximal 15 Sekunden?

Jörg Lindemann: Unser Markenzeichen ist der rote

Hailo-Punkt. Er steht für höchste Qualität und komfortable

Handhabung. Dahinter steckt die Haltung eines

verantwortungsvollen Familienunternehmens, eine

gleichbleibend hohe Produktqualität mit einfacher

Handhabung und hoher Verlässlichkeit und nicht zuletzt

unser exzellenter Service, reaktionsschnell, kompetent

und kundenorientiert. Diese Werte setzen wir

in allen Produkten, Geschäftsbereichen und Prozessen

um. Das ist unser Anspruch. Darauf können Sie sich

verlassen. Das garantieren wir.

Der von Ihnen erwähnte rote „Hailo-Punkt“ zählt zu

den bekannten Markenzeichen in Deutschland. Wie

sehr nützt dieses Siegel in unserer schnelllebigen

Social-Media-Zeit?

Das Hailo Logo steht seit nunmehr 75 Jahren für Qualität

„Made in Germany“. Gerade in der schnelllebigen

Zeit bieten starke Marken einen verlässlichen Ankerpunkt

für Verbraucher. Gerade deshalb pflegen wir gemeinsam

mit unseren Partnern die Benefits unserer

Marke.

75 Jahre nach der Gründung ist Hailo ein diversifiziertes

Unternehmen. Mit den drei Säulen „Home

& Business“, „Einbautechnik“ und „Professional“.

Welche unternehmerischen Leitsätze machen aus

diesen drei inhaltlich unterschiedlichen Bereichen

ein gemeinsames Unternehmen mit einer gemeinsamen

Identität?

Das Unternehmen Hailo steht in allen Geschäftsbereichen

für komfortable Handhabung, höchste Qualität

72 KÜCHENPLANER 9/2022


und Sicherheit. Das macht uns zu einem zuverlässigen Partner für Handel, Industrie

und unsere Endkunden.

Wie gewichten sich die drei Unternehmensbereiche

prozentual auf den Umsatz bezogen?

Die Geschäftsbereiche „Home and Business“ und „Einbautechnik“ liegen so

ziemlich gleich auf und vereinen knapp 90 % des Umsatzes. Der Geschäftsbereich

„Professional“ hat in den letzten Jahren stark aufgeholt und steuert den

Rest bei.

Ein Großteil der Produkte wird am Firmensitz in Haiger hergestellt.

Sie sprechen von mehr als 80 Prozent. Wo produziert Hailo noch?

Und was wird dort hergestellt?

Das zweite Produktionsstandbein liegt in Frankreich. Dort werden überwiegend

Leitern und Kleingerüste hergestellt.

www.sedia-kuechentechnik.de

Wie viel Prozent des Umsatzes der Einbautechnik wird direkt mit der

Küchen möbelindustrie erwirtschaftet? Wie viel über Baumärkte und

andere Kanäle?

Der Geschäftsbereich Einbautechnik erwirtschaftet nahezu 100 % seines Umsatzes

mit der Industrie und dem Großhandel. Baumärkte werden nicht bedient.

Die Liste der Herausforderungen für ein produzierendes Gewerbe ist lang:

Wie sehr und auf welchen Gebieten ist Hailo derzeit von der allgegenwärtigen

Rohstoffverknappung und unterbrochenen Lieferketten betroffen?

Und wie hat sich das Unternehmen darauf eingestellt?

Hailo ist wie nahezu die gesamte deutsche Industrie von der Rohstoffknappheit

sowie den unterbrochenen Lieferketten betroffen. Dies machte und macht

Preiserhöhungen bei unserem gesamten Produktportfolio unumgänglich. Um

Produktionsausfälle zu vermeiden haben wir dazu umfassend unsere Bestände

an Rohstoffen deutlich erhöht. Dies gilt gleichermaßen für die Bestände an

Fertigwaren. Die wunschgemäße Belieferung unserer Partner im In- und Ausland

bleibt unser wichtigstes Ziel.

Was sind gegenwärtig die größten Herausforderungen?

Die weiterhin auf extrem hohem Niveau befindlichen Beschaffungspreise sowie

die Unsicherheit bezüglich der weiteren Gasversorgung. Beides führt zu

höheren Kosten und einer steigenden Verunsicherung der Verbraucher.

Wie setzt Hailo Aspekte der Nachhaltigkeit praktisch um?

Wurden Nachhaltigkeitsziele formuliert oder eine Leitlinie?

Nachhaltigkeit ist ein fester Bestandteil der Unternehmensstrategie. Ein eigens

dafür ins Leben gerufene Nachhaltigkeitsteam prüft, bewertet und verbessert

durch geeignete Maßnahmen unseren ökologischen Fußabdruck. In unseren

Produkten und Produktver packungen setzen wir verstärkt auf recycelte

Kunststoffe, recycelbare Materialien und nachwachsende Rohstoffe. In unserer

gesamten Lieferkette ist Nachhaltigkeit ein fester Bestandteil.

Wie wird sich das Unternehmen Hailo in den nächsten fünf bis zehn Jahren

entwickeln? Haben Sie weitere Geschäftsfelder im Blick?

Wir planen weiteres Wachstum im In- und Ausland – und das in allen Geschäftsbereichen.

Haupttreiber bleibt dabei unsere Innovationspolitik, die sich

konkret an den Bedürfnissen unserer Kunden orientiert. Ergänzende, zur Marke

passende, Geschäftsfelder bleiben dabei immer im Fokus.

Vielen Dank für das offene Gespräch!

9/2022

Unsere Küche – unser Zuhause

Kochen · Leben · Lachen


Möbeltechnik + Oberflächen

Interaktive Messeformate prämiert

Die Kölner interzum ist die wichtigste Messeplattform der Zulieferwelt. Als die Veranstaltung 2011

wegen der Pandemie abgesagt werden musste, war guter Rat teuer. Aber nur kurz. In bemerkenswerter

Geschwindigkeit wurden diverse digitale Messe formate entwickelt. Die von Blum und

Kesseböhmer erhielten dafür den „German Brand Award“.

„Blum Connects“

Mit dem Messeauftritt „Blum Connects“ war es für die weltweiten

Kunden von Blum erstmals möglich, die Produktneuheiten

interaktiv von zuhause aus zu erleben – mit digitalen

Events, aber auch in direktem Austausch. Für dieses Konzept

wurde das Familienunternehmen mit einem der renommiertesten

deutschen Markenpreise ausgezeichnet: dem „German

Brand Award“. „Wir haben mit verschiedenen kreativen Ansätzen

mit ‚Blum Connects‘ bewusst einen Auftritt kreiert, der

sich von einer rein digitalen Messe abhebt“, erläutert Philipp

Blum, Geschäftsführer von Blum. Denn: „Unsere Produkte leben

davon, dass sie begriffen werden. In Zeiten, in denen physische

Präsenz nicht möglich war, haben wir es geschafft, uns

trotzdem direkt mit unseren Kunden weltweit auszutauschen

und unsere Beschläge erlebbar zu machen.“ Mit einem Live-

Studio, digitalen Meetings, Einladungen zu persönlichen Treffen

in den Blum-Schauräumen und einer Microsite konnten

die Kunden Produktneuheiten und Designtrends von zu Hause

oder vom Büro aus erleben – in einem spannenden Mix aus

digitalen und analogen Events. Der persönliche Dialog als einer

der wichtigsten Unternehmenswerte war mit digitalen

Meetings in kleinem Rahmen und wo immer möglich mit dem

Angebot des haptischen Erlebens ergänzt.

Kesseböhmer@Home

Ein virtueller 3D-Showroom, der Nähe schafft. Gemeinsam mit

den Vogelsänger Studios entwickelte Kesseböhmer die digitale

und auf Dauer angelegte Plattform Kesseböhmer@Home, die jetzt

ausgezeichnet wurde. Nach der Idee von Kesseböhmer setzte Vogelsänger

einen virtuellen Showroom um, der auch in der Internet-Welt

persönliche Begegnungen und emotionales Erleben ermöglicht

– eine der Hauptanforderungen, die Kesseböhmer im

Vorfeld formuliert hatte. Die Kulisse für ein virtuelles Zuhause

bietet das historische Fachwerkhaus am Unternehmensstandort

in Bad Essen. Im Kontext dieses stimmungsvollen Ambientes

zieht der Beschlagsystemhersteller alle Register einer digitalen

Online-Präsentation: Persönliche Führungen, kurze Ansprachen

real gefilmter Unternehmenspersönlichkeiten, 33 Touchpoints,

96 Produktvideos, bewegbare 3D-CAD-Bilddaten und

insgesamt 12,3 GB Material vermitteln in fünf Sprachen einen

authentischen Eindruck vom Unternehmen und seinen Innovationen.

Die Tour durch den virtuellen „Fachwerk-Showroom“

gestaltet sich dank der Liebe zum Detail abwechslungsreich

und kurzweilig. Und dies ist weiter erlebbar: der Auftritt unter

www.kesseboehmer-cominghome.de ist so konzipiert, dass er

sich mit dem Unternehmen und seinen Produkten weiterentwickelt.

Foto: Blum

Foto: Kesseböhmer

74 KÜCHENPLANER 9/2022


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Fotos: Agoform

Die

Wasserschutzmatte

„drip-protection“

fängt auslaufendes

Wasser sicher auf und

leitet es bei größeren

Mengen nach vorne ab.

drip-protection von Agoform

Optimaler Schutz im Haus wirtschafts raum

Der Hauswirtschaftsraum zählt zu den

ausbaufähigen Trendthemen für Küchenindustrie

und Küchenhandel. Mit Aussicht

auf Mehrumsatz über die reine Küchenplanung

hinaus. Voraussetzung ist

eine auf die konkreten Bedürfnisse abgestimmte

Ausstattung. Eine Neuheit dafür

kommt von Agoform aus Löhne: die

Wasserschutz-Lösung „drip- protection“

für den Hauswirtschaftsraum. Dabei

handelt es sich um eine Einlegematte

aus recycle barem Kunststoff mit tiefgezogenen

Seitenwänden, die exakt unter

Waschmaschinen und Trockner passt

und die austretendes Wasser sicher auffängt.

Bei größeren Wassermengen wird

das Wasser sichtbar nach vorne abgeleitet.

„So werden die Endkonsumenten auf

eine Undichtigkeit aufmerksam, bevor

ein größerer Schaden entsteht“, erläutert

Agoform einen wichtigen Nutzen. Wie

praxisnah dies ist, zeigt die Planungsrealität.

Denn auch im Hauswirtschaftsraum

wird auf die ergonomische Anordnung

von Schränken und Stauraum geachtet.

Waschmaschinen und Trockner werden

oft rückenfreundlich auf Griffhöhe positioniert.

Unbeachtet bleiben dabei die

Wasserleitungen und dass Anschlüsse

undicht werden können. Doch läuft Wasser

erst aus, ist der Schaden am Schrankkorpus

meist groß. Dies verhindert „dripprotection“.

Die Wasserschutzmatte

gewährleistet einen optimalen Schutz.

Passt perfekt unter Waschmaschinen und

Trockner. Diese werden im „HWR“ oft

rücken freundlich auf Griffhöhe eingebaut.

www.agoform.de

Foto: Hettich

Was das

Handwerk braucht

Auch für Hettich bietet die Digitalisierung neue Möglichkeiten, die Zusammenarbeit

mit den Kundengruppen und ihren Ansprüchen zu intensivieren.

Nun stellt das Unternehmen die Partnerschaft weiter in den Mittelpunkt.

Zeitgemäß mit zielgruppenzentrierten Servicebereichen auf der Webseite.

Auf der Messe Holz-Handwerk 2022 in Nürnberg hat das Unternehmen

unter dem Motto „Immer für Sie da“ Tischlern und Innenausbauern die erweiterten

eServices und die zielgerichtet konzipierten, neuen Serviceseiten

auf Hettich.com erstmals vorgestellt (https://web.hettich.com/de-de/services/service-fuer-tischler).

Die Nutzerführung sei einfach und intuitiv. Im

Bereich „Tischler & Innenausbauer“ kann sofort weiter in die gewünschte

Rubrik gesprungen werden: Inspiration, Produktinfos, CAD & Planung oder

Montagehilfen. Alle Services greifen ineinander, so das Unternehmen, „um

lückenlose und effiziente Arbeitsschritte zu ermöglichen“.

9/2022 KÜCHENPLANER 75


Möbeltechnik + Oberflächen

Oberflächen, die zum Berühren einladen:

„skai PureLux 2D soft fjord blue“.

Duett in Matt

Fotos: nobilia

Alles, was einen Mehrwert in der Wahrnehmung sowie

Genuss verspricht, erfährt seit einiger Zeit eine hohe

emotionale Aufwertung. Dieser Trend wird auch von der

Möbelindustrie adressiert. Längst spielt nicht mehr nur

die Optik eines Möbelstücks eine tragende Rolle, sondern

auch die Haptik sowie funktionale Aspekte. Matt

ist hier ein Hybrid und verbindet Designaspekte mit

technischen Vorteilen. Dabei werden längst auch in der

Küche Möbel gewünscht, die zur Berührung einladen,

die sich wie Nach-Hause-Kommen anfühlen, dabei aber

keine unschönen Fingerabdrücke oder störende Reflexionen

hinterlassen. „Matte Oberflächen in unterschiedlichen

Glanzgraden und Rauigkeiten bieten hier eine attraktive

Antwort auf diese vielfältigen Anforderungen“,

bestätigt auch Oberflächenspezialist Continental.

Tiefmatt und soft

Wünsche nach tiefmatten und soften Optiken erfüllt

der Hersteller mit „skai PureLux 2D soft“, ein Designlaminat

auf PET-Basis. Die Mattoberfläche mit warmer

Soft-Touch-Haptik überzeuge durch eine gute Alltagstauglichkeit,

und dank der speziellen Antifingerprint-Beschichtung

gehöre lästiges Nachwischen der

Vergangenheit an. Mit einer sehrt guten Kratz- und

Lichtbeständigkeit erfülle das Produkt Premium-Ansprüche,

ergänzt das Unternehmen. Zudem sei die Oberfläche

unempfindlich gegenüber Stößen und Abrieb.

Wunderbar warm

Bei semi-matten Oberflächen empfehle sich „skai

Perfect Touch“. Die Oberfläche wirkt laut Hersteller

weder stumpf noch fahl, sondern „wunderbar warm“.

Continental erläutert: „Sanft und zart, bestätigt sie haptisch

den optischen Eindruck hoher Wertigkeit – und

das bei guter chemischer Beständigkeit, Kratz- und Abriebfestigkeit.“

Der Einsatzbereich der 3D-Möbelfolie

sei vielfältig. In der vielseitigen Möbelwelt überzeuge

sie als Solokünstler ebenso wie als Teamplayer.

Im Dialog mit warmen Holzdekoren dieser nobilia-Küche entfaltet

die Oberfläche in „Fjordblau“ von Continental ihr Potenzial.

9/2022


Fotos: Lechner

Fenix-Variante „Velvet white“: Auch hier passen Arbeitsfläche und Rückwand in Materialität und Farbe zu den Küchenmöbelfronten

Zwei neue Fenix-Töne

Mit zwei weiteren Oberflächen weitet Lechner die Zusammenarbeit mit

Fenix-Hersteller Arpa Industriale aus. Schon im September 2021 stellte

das Unternehmen Compakt-Dekore des italienischen Lieferanten

vor. „Velvet night grey“, „Velvet night blue“ und „ Velvet night green“

lauten deren Modellbezeichnungen. Nun hat sich Lechner auch in Bezug

auf die beiden Farbtöne „ Velvet white“ und „ Velvet black“ für die

Marke Fenix entschieden. Grund für die Entscheidung sei vor allem

die einheitliche Struktur des Materials. Damit könne Lechner für Arbeitsplatten

und Rückwände künftig Farbgleichheit mit den Fronten

gängiger Küchenhersteller gewährleisten. Vertriebsleiter Christian

Eichenberg: „Besonders dunkle Küchen mit matter Ton-in-Ton-Gestaltung

erfreuen sich weiterhin großer Beliebtheit. Durch den Ausbau

der Kooperation mit Arpa Industriale ermöglicht Lechner eine gestaltungssichere

Planung für moderne Küchentrends. Die Velvet-Dekore

schaffen eine einheitliche Optik wie aus einem Guss.“ Wer mehr

Form und Farbe in die Planung bringen möchte, findet mit den Glasmotivdekoren

der „day2night“-Kollektion den abgestimmten Partner

zur „Velvet“-Serie in Blau, Grau und Grün.

Die „Velvet“-Dekore für Arbeitsplatten und Rückwände setzen mit

ihrer matten Soft-Touch-Oberfläche auf eine besondere Haptik. Sie

fühlen sich warm und samtig an. Dabei sind sie laut Hersteller wasser-

und lichtbeständig, stoß- und schlagfest sowie dank des mitgelieferten

Schmutzradierers „besonders pflegeleicht“.

Passend zu den Fronten: Compact-Arbeitsplatte und

Rückwand in der Fenix-Farbe „Velvet black“.

9/2022 KÜCHENPLANER 77


Möbeltechnik + Oberflächen

Für das Extra an Tiefe

Rehau erweitert die Glasoptik von „Rauvisio crystal“ um eine weitere Komponente:

den subtil schimmernden Metall-Look. Damit verleiht die neue „Deep Collection“

matten Oberflächen eine zusätzliche Dimension an Tiefe.

Mit der „Deep Collection“ des Glaslaminats

„Rauvisio crystal“ erweitert Rehau

das Planungsspektrum. Denn die Farbkollektion

setzt Uni-Oberflächen auf

besondere Weise in Szene. Das soll Designern

weitere und attraktive Möglichkeiten

bieten, Möbel und Räume zu gestalten.

„Inspiriert von der Tiefe des

Ozeans scheint die Kollektion die Möbel

zum Leben zu erwecken“, erläutert

der Hersteller. Je nach Lichteinfall erzeuge

der Tiefenglanz besondere Stimmungen.

Dabei zeige sich die Oberfläche

wahlweise als starker Kontrastgeber

oder zurückhaltend und elegant im Zusammenspiel.

Die Kollektion umfasst

sieben Dekore. Sie lassen sich sowohl

untereinander als auch mit anderen

Rehau-Optionen kombinieren, ebenso

mit natürlichen Materialien wie Holz

oder Stein.

Je nach Lichteinfall erzeugt der Tiefenglanz

der „Rauvisio crystal Deep Collection“

besondere Raumstimmungen.

78 KÜCHENPLANER 9/2022


Aus einem Guss

Der Gedanke des Designverbunds

prägt die Kollektionsarbeit von Rehau

und wird laut Unternehmen

„konsequent für alle Produkteinführungen

weitergeführt“. So findet

auch die „Deep Collection“ ihre

Ergänzung im Design- und Materialverbund

mit passenden Rollladensystemen

und Kantenbändern.

Im Bereich des Schrankrollladens

führt „Rauvolet crystal-line“ die

Optik von „Rauvisio crystal“ weiter

– für eine vollflächig einheitliche

Front im geschlossenen Zustand.

Zum Verkaufsstart ist die

komplette „Rauvisio crystal Deep

Collection“ auch als Stauraumlösung

„Rauvolet crystal-line“ ab

Stückzahl eins verfügbar.

Ein weiterer Baustein des Kollektionsverbunds

ist das Kantenband.

Hier ist Rehau mit „Raukantex“ seit

mehr als 50 Jahren Partner der Möbelindustrie.

„Raukantex pro“ verbindee

Oberflächen und Kantenbänder

zu Bauteilen aus einem

Guss – dank Nullfuge in Funktion

und Optik. Die Kantenbänder

seien für alle Farben und Formate

von „Rauvisio crystal Deep“ verfügbar.

„Für einen harmonischen, monolithischen

Look mit aufregenden

Tiefeneffekten“, so Rehau.

Einfache Bearbeitung

„Rauvisio crystal“ wird auch das

„Glas für den Schreiner“ genannt,

weil es den eleganten Look von

Glas mit den unkomplizierten Eigenschaften

von Glaslaminat in

Verarbeitung und Nutzung verbindet.

Auch die neue „Deep Collection“

könne mit herkömmlichen Schreinerwerkzeugen

verarbeitet werden.

„Damit lässt sie dem Gestalter absoluten

Freiraum bei der Kreation des

Interior Designs“, verspricht der

Hersteller. Im Alltag überzeuge das

Material durch seine hohe Beständigkeit,

es sei einfach zu reinigen

sowie bruch- und kratzbeständig.

Seit Juli im Markt

Verfügbar sind die Dekore der neuen

„Rauvisio crystal Deep Collection“

seit Juli 2022: als verpresste Großformatplatten

im Format 2800 x

1300 x 19 mm sowie als dünnes Glaspaneel

in 2800 x 1300 x 4,0 mm.

Lebendige Naturdekore: „Strong Collection“.

Fotos: Rehau

Die Familie wächst weiter

Mit drei weiteren Trend kollektionen

aus der Familie des Glaslaminats

„ Rauvisio crystal“ will sich Rehau

noch konsequenter als Trend- und

Ideengeber positionieren. Unter der

„Pure Collection“ werden künftig

zeitlose, puristische Uni-Dekore gegliedert.

Lebendige Naturdekore werden

in der „Strong Collection“ gebündelt.

Und in der „ Dynamic Collection“

hat ein Standardprogramm aus knalligen

Akzentfarben sein Zuhause.

Wer noch genauere Vorstellung hat,

kann bei Rehau individuell ordern.

Denn das Unternehmen bietet die

Möglichkeit, das Glaslaminat 100 Prozent

passgenau zur individuellen Vorgabe

auf Basis von RAL-Tönen einzustellen.

In hochglänzend oder matt.

Weitere Services runden das Angebot

ab. „So können Kunden zum Beispiel

mit dem Oberflächenkonfigurator

maßindividuelle Fronten ab Stückzahl

eins mit passender Nullfugenkante

bestellen“, erläutert das Unternehmen.

Zeitlose Uni-Dekore:

„Pure Collection.“

Knallige Akzente:

„Dynamic Collection“.

9/2022 KÜCHENPLANER 79


Möbeltechnik + Oberflächen

Foto: Kaindl

Das neue Tannenholz-Dekor „Abies“ in

der Farbstellung „Clay“ wurde hier mit

dem Uni-Ton „Iconic Grey“ kombiniert.

Kombinieren für Fortgeschrittene

Bisher dominierten bei Kaindl neben den Klassikern

„Nuss“ und „Eiche“ die Nadelhölzer „Kiefer“ und „Fichte“

das Angebot. Mit der Ergänzung und Neuinterpretation

von Nadelhölzern geht Kaindl bei der „BOARDS

collection LEAD 2022“ jedoch neue Dekor-Wege. Denn

in den Gesprächen mit den Kunden sei deutlich geworden,

„dass die Zeit reif ist für etwas grundlegend

Neues“, berichtet Verkaufsdirektor Thomas Lettner.

Und er fügt hinzu: „Die neuen Dekore unterstützen

den Homing-Trend auch dadurch, dass sie sich sehr gut

kombinieren lassen.“

Wie im Wald

„Abies“ heißt der Tannenholz-Newcomer, der neben

„Fichte Washed White“ und „Polar Pine Urus“

wie zum Waldspaziergang einlädt. Mit diesem Dekor

in den Farbstellungen „Cara“, „Shine“ und „Clay“

holt Kaindl ein in Innenräumen bisher eher unbeachtetes

Nadelholz vor den Vorhang. Angesichts

der Eleganz und der zeitlosen Schönheit des Tannenholzes

stelle sich laut Unternehmen die Frage:

„Warum erst jetzt?“

In Summe 22 neue Designs

Neben der Neuheit „Abies“ kommen die Klassiker

ebenfalls zu ihrem Recht. Kaindl ergänzt die bestehende

Kollektion mit neun Eiche-Dekoren, zwei Nuss-

Dekoren und zwei „PINEline“- Designbilder. Auch aus

der „COLOURline“ kommen frische Töne. Ein neues

Schwarz, Avocado Green und Iconic Grey ergänzen

die bestehende Farbpalette der Uni-Töne. Und last but

not least bekommen auch die Beton-Oberflächen Zuwachs:

mit drei neuen Designs, die sich den Gegensätzen

„Dark and Light“ verschrieben haben.

Die „BOARDS collection LEAD 2022“ ist seit Mai ab

Lager verfügbar.

80 KÜCHENPLANER 9/2022


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Küchenverbände

Neuheitenpräsentation

bei

Küchenwelt

Brag (Foto von

links):

Jörg Böhler

(Verbandsleitung

Garant

Küchen Areal),

Thomas Brag

(Inhaber

Küchen welt

Brag), Klaus

Ablass meier

(Vertriebsleiter

Deutschland

Strasser

Steine) und

Falk Gerbracht

(Außendienst

Strasser Steine).

Küchenwelt Brag

geht mit „Alpinova“ voran

„Re-Stoning“ – so nennt sich das weltweit erste Kreislaufsystem für Arbeitsplatten

aus Naturstein, entwickelt und kürzlich vorgestellt vom österreichischen Unternehmen

Strasser Steine. Als erstes Küchenstudio im Rhein-Ruhr-Gebiet führte

Küchenwelt Brag in Duisburg, Partner bei Küchen Areal, die Neuheit ein.

Mit dem „Re-Stoning“ Kreislaufsystem hat Strasser

einen Weg gefunden, die Produktion von Natursteinarbeitsplatten

noch nachhaltiger zu gestalten. Die

Arbeitsplatten unter dem Namen „Alpinova“ werden

aus zerkleinertem Naturstein, recycelten Materialien

und einem hochwertigen Bindemittel gefertigt

(siehe auch Online-Beitrag auf www.kuechenplanermagazin.de/suche/news-detail/news/neues-lebenfuer-naturstein/).

Dieses Verfahren ist laut Hersteller

weltweit einzigartig. Dazu werden neben Produktionsabschnitten

und Abschnitten aus Steinbrüchen auch

gebrauchte Natursteinarbeitsplatten verwendet, die

Strasser bei teilnehmenden Händlern in Deutschland

und Öster reich abholt, zerkleinert und dann weiterverarbeitet.

Schon viele Jahre Partner

Thomas Brag, Inhaber der Küchenwelt Brag mit Häusern

in Duisburg und Bocholt, stellt als erster Küchenhändler

im Rhein-Ruhr-Gebiet die Neuheit seiner

Kundschaft vor. „Von der Qualität der Strasser

Natursteinarbeitsplatten sind wir schon lange überzeugt

und führen sie bei uns schon seit vielen Jahren“,

sagt er. „Hier können wir jederzeit auf beste

Abwicklung und Anlieferung zählen. In unseren Filialen

zeigt sich eine immer größere Nachfrage nach

langlebigen, widerstandsfähigen und natürlichen Materialien.

Unsere Kunden setzen auf beste Qualität.

Außer dem sind Naturprodukte immer etwas Besonderes

– keine Oberfläche gleicht der anderen, jedes

Teil ist ein Unikat.“

82 KÜCHENPLANER 9/2022


„Seit rund 25 Jahren sind wir als Fachhändler hier

in Duisburg und Bocholt für unsere Kundschaft da“, resümiert

Thomas Brag. „Wir freuen uns, dass wir mit

nachhaltigen Produkten wie ‚Alpinova‘ nicht nur unsere

Expertise, sondern auch unseren Pioniergeist unter

Beweis stellen können.“

Wo kommt die Ware her?

Die recycelten Arbeitsplatten entsprächen genau dem

steigenden Nachhaltigkeitsanspruch designaffiner

Kundinnen und Kunden, zeigt sich auch Jörg Böhler,

Verbandsleitung Garant Küchen Areal überzeugt: „Wir

sehen bei unseren Küchenexperten in den letzten Jahren

einen starken Anstieg an Nachfragen bezüglich der

Herkunft und Nachhaltigkeit verwendeter Materialien.

Die Menschen wünschen sich umweltfreundliche, ästhetisch

ansprechende und langlebige Küchenausstattungen.

Mit der recycelten Alpinova Arbeitsplatte gelingt

es Strasser, genau diese Nachfrage aufzugreifen.

Der österreichischen Marktführer für hochwertige

Küchen arbeits platten bietet dadurch ein innovatives

Verfahren an, um existierende Materialbestände bestmöglich

weiter zu nutzen.“

In der Ausstellung der Küchenwelt Brag: Die „Alpinova

Bianco“-Arbeitsplatte aus recyceltem Naturstein.

Fotos: Küchen Areal / Brag

Die innovativen Arbeitsoberflächen präsentiert der

Küchen händler in den fünf Farbvarianten „Grigio“,

„Nero“, „Verde“, „Bianco“ und „Fango“.


Fachkräfte/Ausbildung

Gut vorbereitet für die Praxis

„Interior Design Küche“. Diesen MöFa-Ausbildungsgang haben Chantal Talke,

Angelina Hentrich und Sebastian Messbauer bereits erfolgreich absolviert.

Im Gespräch mit KÜCHENPLANER-Redakteurin Sybille Hilgert schildern

sie ihre Erfahrungen.

KÜCHENPLANER: Wie war die Ausbildung für Sie?

Angelina Hentrich: Ich fand die Ausbildung gut und

anspruchsvoll. Es wird ein großes Basiswissen vermittelt,

das z. T. sehr tief geht. Ich hätte z. B. nicht gedacht,

dass Physik eine Rolle spielt.

Sebastian Messbauer: Es geht auch um die genauen

Funktionen der Geräte. Man sollte dem Kunden schon

erklären können, wie eine Mikrowelle funktioniert,

damit man ihm auch eventuelle Sorgen nehmen kann.

Und das fängt für uns damit an, dass wir wissen, wie

Mikrowellen entstehen.

Angelina Hentrich: Möbelkunde ist sehr wichtig, um

den Aufbau eines Möbels zu verstehen. Man sollte sich

auch bei Oberflächen und Materialien gut auskennen,

um dem Kunden zu erklären, welche Werkstoffe für

seine Küchen in Frage kommen.

Chantal Talke: Die Ausbildung ist sehr vielseitig und

umfassend. Der Lehrstoff ist für die zwei Semester

Sebastian Messbauer (27) hat eine Ausbildung zum Tischler gemacht und ist als Monteur in einem Küchenstudio in

Ebnath tätig. Chantal Talke ist 31, hat im Einzelhandel gelernt und 13 Jahre gearbeitet. Sie ist jetzt ins Küchen studio

ihres Vaters in Koblenz eingestiegen. Angelina Hentrich (20) hat eine Ausbildung zur Raumausstatterin gemacht

und arbeitet im elterlichen Küchenstudio. (Foto von links)

Foto: Hilgert

84 KÜCHENPLANER 9/2022


Der Klassiker im neuen Look.

schon sehr umfangreich. Aber die Schule muss sich ja auch

an den Lehrplan halten. Zwischendurch ist auch genug Zeit

für Lern- und Wiederholungsphasen.

Welche Unterrichts-Inhalte haben Ihnen

besonders gefallen?

Chantal Talke: Küchenplanung, inklusive Programmkunde,

Computerplanung und Darstellungstechnik fand ich sehr

interessant. Im Stilkunde-Unterricht lernt man, komplette

Raum- und Farbkonzepte zu erstellen. Und zwar sowohl per

Hand gezeichnet als auch am Computer geplant.

Angelina Hentrich: Auch Lichtplanung gehört zum Unterricht.

Sebastian Messbauer: Verkaufstechnik wird erst in der

Theorie unterrichtet, dann werden Probegespräche geführt –

auch auf Englisch. Diese werden dann gefilmt und anschließend

analysiert.

Wie sieht es mit dem Praxisbezug aus?

Angelina Hentrich: Wir haben als Gruppe zusammen ein

Projekt gestaltet. Das gehört zum Pflichtprogramm. Wir haben

bei meinen Eltern im Küchenstudio eine neue Ausstellungsküche

gestaltet. Das haben wir von der Organisation

bis zur Montage selbstständig durchgezogen, haben Bestellungen

gemacht, die Küche aufgebaut und einen Eventabend

mit den Herstellern und der Schule vor Ort geplant. Abschließend

haben wir dann alles in der MöFa präsentiert.

Chantal Talke: Dabei haben wir auch gelernt, dass so ein Projekt

nicht immer glatt läuft, z. B. können lange Lieferzeiten

die ganze Sache verzögern. Es gibt ganz viele Aspekte, die

wir aus dem Projekt für unseren späteren Beruf mitnehmen

konnten.

Also fühlen Sie sich für die Praxis gut vorbereitet?

Chantal Talke: Ich auf jeden Fall. Durch das ganze Hintergrundwissen

– von Möbelkunde über Küchentechnik bis hin

zur Planung – können wir viel besser argumentieren als jemand,

der „nur“ eine reine Ausbildung zum Einzelhändler

gemacht hat.

Angelina Hentrich: Die MöFa bietet ja auch Exkursionen an,

bei denen wir die unterschiedlichen Hersteller kennenlernen.

Bei Werksführungen bekommen wir dann auch viele

Details mit. Manche Produkte der besuchten Hersteller hat

man dann auch im eigenen Studio und kann dem Kunden

dann deren Hintergründe erklären.

Sebastian Messbauer: Als gelernter Tischler hatte ich in den

Bereichen Möbel- und Stilkunde schon eine Menge Vorwissen.

Aber vor allem im Bereich Küchenmontage habe ich viel

dazu gelernt.

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Fachkräfte/Ausbildung

Die Mischung machts

Wie sehen junge Menschen den Fachkräftemangel und ihr Leben an der MöFa?

Das wollten wir von Laura Peters, Laura Kolb und Nele Schnitzler wissen.

Sie sind Studierende des Bildungsganges Duales Studium Professional

Businessmanagement und kaufmännische Berufsausbildung.

KÜCHENPLANER: Wie sind Sie zur MöFa gekommen?

Laura Peters: Ich habe vor dem Abitur auf 450 Euro-

Basis in einem Küchenstudio gearbeitet. Nach dem Abitur

fragte mich mein Chef, ob ich eine Ausbildung und

vielleicht auch noch ein Studium mache möchte. So bin

ich zur MöFa gekommen.

Laura Kolb: Mein Vater hat mich schon in der Schule

immer mal wieder auf die MöFa hingewiesen. Aber

das habe ich damals gar nicht beachtet. Nach dem Abi

war ich ein Jahr im Ausland und danach wusste ich

nicht, was ich machen soll. Es sollte etwas Kreatives

sein. Mein Vater hat mich zum Tag der offenen Tür bei

der MöFa mitgenommen. Mir gefiel es und so habe ich

angefangen. Ich werde nach dem Studium erst einmal

im elterlichen Betrieb einsteigen.

Nele Schnitzler: Bei mir war es reiner Zufall. Meine

Eltern haben ihr Haus umgebaut und in dem Zuge mit

einem Küchenstudio eine neue Küche geplant. Diesen

Prozess fand ich interessant und habe mein Schülerpraktikum

in diesem Küchenstudio gemacht. Ich wurde

von denen dann wegen einer Ausbildung oder eines

dualen Studiums angesprochen. Mein Kollege hatte auf

der MöFa gute Erfahrungen gemacht, und so bin ich

hier gelandet. Ich gehe nach dem Studium zu einem

Einrichtungshaus in Düsseldorf.

Wie hat Ihnen das duale Studium gefallen?

Laura Peters: Neue Stadt – neues Leben. Das hat mir

gefallen – ebenso wie das Wohnheimleben. Wenn man

sich für die Branche wirklich interessiert, dann hat

man hier jede Menge gute Ansprechpartnerinnen und

-partner und kann viele Kontakte knüpfen.

Laura Kolb: Die Exkursionen haben mir auch gut gefallen.

Durch den großen Fach- und Praxisbezug und die

vielen Fachkenntnisse, die vermittelt werden, sind wir

gut auf das Berufsleben vorbereitet.

Nele Schnitzler: Der Wechsel zwischen Schule und

Studium ist sehr abwechslungsreich. Es ist aber auch

anstrengend, in drei Jahren zwei Abschlüsse zu machen.

Wir haben in den drei Jahren trotz Corona

110 Klausuren geschrieben. Aber die Mitstudierenden

motivieren einen total. Wir haben hier eine gute

Gemeinschaft.

Was hat Ihnen besonders gefallen im Studium?

Laura Peters: Mir hat das Fach Gestaltung viel Spaß

gemacht. Und Raumplanung am PC ist sehr interessant,

weil man diese Sachen später auch anwenden

muss.

Nele Schnitzler: Ich finde die Mischung einfach gut.

Man bekommt Einblick in jeden Bereich und kann das

direkt im Betrieb anwenden.

Laura Kolb: Ich mag die fachspezifischen Fächer sehr,

z. B. Möbel- oder Materialkunde.

Kannten Sie den Beruf des Küchenfachberaters?

Nele Schnitzler: Nein. Natürlich wusste ich, dass es

in Möbelhäusern Verkäuferinnen und Verkäufer gibt,

aber dass es da noch andere Berufe gibt, in denen man

richtig kreativ sein kann, das wusste ich nicht.

Laura Peters: Vor meiner Ausbildung wusste ich gar

nichts darüber.

Wurden Sie an der Schule nicht über Berufe

informiert?

Laura Peters: Bei uns gab es Berufsinformationstage.

Das übernahmen viele Ehemalige oder Eltern. Aber ich

glaube, dass man die Berufswelt nicht in ihrer ganzen

Breite zeigen kann. Es würde aber vielleicht Sinn machen,

einzelne Branchen vorzustellen, z. B. Wohnen,

Autos, Kleidung.

Nele Schnitzler: Es wird viel zu wenig darüber informiert.

In der Schule werden Dinge unterrichtet, die

man später überhaupt nicht mehr braucht. Es wäre besser,

wenn es individuelleren Unterricht gibt. Bei uns

wurden in der Schule auch nur diese typischen Berufe,

wie Arzt oder Rechtsanwalt vorgestellt oder die Berufe

der Eltern. Handwerksberufe wurden gar nicht präsentiert,

dabei sind sie so wichtig.

Laura Peters: Gerade an Gymnasien werden nur noch

Studiengänge vorgestellt, keine Ausbildungsberufe.

Man kann doch nicht sagen, dass eine Ausbildung

minderwertiger ist als ein Studium. Wir haben keinen

Nachwuchs und Leute werden händeringend gesucht.

Es sollte noch mehr kommuniziert werden, dass

es viele Ausbildungsplätze gibt und dass eine Ausbildung

Spaß macht.

Was meinen Ihre Eltern zu Ihrer Ausbildung?

Laura Kolb: Unsere Eltern sind sehr zufrieden, dass

wir diesen Weg eingeschlagen haben. Ich bereue es

auch nicht. Im Studium habe ich nicht nur Fachliches

gelernt. Wir persönlich haben uns weiterentwickelt

und viele tolle Menschen kennengelernt.

Das Gespräch führte Sybille Hilgert

86 KÜCHENPLANER 9/2022


Ohne sichtbaren Rahmen

Mit dem ausfahrbaren Tablarhubsystem „Qanto“ bietet

Hersteller Ninka eine interessante Lösung für die Nutzung

der Küchenecke. Aber auch in Wohnraum-Sideboards

und anderen Schränken schafft es Stauraum

mit einem gewissen Aha-Effekt. Für Industriekunden

und Monteure praktisch: Das gesamte Bauteil wird

werkseitig komplett vorbereitet und per Plug&Play eingesetzt.

Mit Blick auf das Oberflächendesign erhielt der

„Qanto“ kürzlich weitere Gestaltungsmöglichkeiten. So

führt das Dekor auf der oberen Adapterplatte das jeweilige

Arbeitsplattendesign fort. Damit wirkt es im

eingefahrenen Zustand wie aus einem Guss. Zusätzlich

stellt Ninka nun den Überbau des bisherigen Metallrahmens

dem Kunden frei. Bei Arbeitsplattendekoren

mit der Anmutung Holz, Stein, Marmor oder bei

Designs mit Metall-Optik bleibt durch den optischen

Entfall des Rahmens nur noch eine minimale Fuge auf

der Oberfläche sichtbar. Der obere Schrankabschluss

in Küche oder bei Sideboards wirkt hingegen homogen

und geschlossen. Der ursprünglich auf dem Rahmen

platzierte Schalter wird zur industrieseitigen Montage

mitgeliefert und kann als Folien- oder Desk-Panel-

Schalter frei an eine gewünschte Position angebracht

werden. „Bei Arbeitsplatten zwischen 12 und 28 mm

Stärke macht sich der ‚Qanto‘ damit nahezu unsichtbar“,

erläutert der Hersteller.

Wie es der Kunde wünscht

Die konkrete Ausstattung bleibt Kundensache und

kann individuell konfiguriert werden. Beispielsweise

mit zwei oder drei Tablaren, mit einer Schrank-Innenbeleuchtung

oder einer Steckdose zum Betrieb von Küchengeräten,

die in die Hubsäule des Linear-Antriebs

integriert wird. Zu den Konfigurationsmöglichkeiten

zählt auch ein zusätzliches seitlich ausziehbares Tablar,

auf dem schwere Küchenhelfer nach dem Ausfahren

des „Qanto“ aus ihrer im Schrankinnern „versteckten“

Ruhelage leicht zu einer optimalen Nutzungsposition

auf die Arbeitsplatte gezogen werden können.

Foto: Ninkaplast

Mit der neuen Einbau-Möglichkeit macht sich das Organisationssystem „Quanto“ für Unterschränke unsichtbar: Vor dem Ausfahren

zeigt die Arbeitsplatte ein optisch durchgehendes Bild (links). Erst auf Knopfdruck steigen die Hubtablare aus dem Top-Desk heraus

(rechts).

9/2022 KÜCHENPLANER 87


Hausgeräte

Strom in der

Schublade

Eine Küche ohne Strom? Undenkbar!

Dabei sind es nicht allein die Großverbraucher,

die damit versorgt werden

wollen. Der Arbeitsplatz Küche braucht

viele Stromquellen. Je flexibler nutzbar,

desto praktikabler. Das Lüdenscheider

Unternehmen Schulte Elektrotechnik

hat sich mit der Marke EVOline ®

darauf spezialisiert und nimmt aktuell

auch die Auszüge dafür in den Blick.

88 KÜCHENPLANER 9/2022


Die interessantesten Geschichten beginnen oft an ungewöhnlichen

Orten. In diesem Fall in einer Alpenhütte.

Siegfried Schulte, Gründer des Unternehmens

Schulte Elektrotechnik aus Lüdenscheid, ist in einem

Sommer Anfang der 1980er Jahre auf einer Bergtour

unterwegs. Zum Kopf freikriegen, wie er sagt. In besagter

Hütte kehrt er zur Rast ein und trifft dort auf

den Computerpionier Heinz Nixdorf aus Paderborn.

Die beiden Elektronikexperten kommen zur Brotzeit

ins Gespräch. Siegfried Schulte berichtet von innovativen

Schutzschaltern, mit denen sich das Unternehmen

seinerzeit beschäftigt und auch von seinen neuesten

Plänen, Strom- und Datenanschlüsse im Büro

zu modularen Systemlösungen weiterzuentwickeln.

Nixdorf habe aufmerksam zugehört, erzählt Siegfried

Schulte, und trocken geantwortet: „Das wird eine

Evolution.“ Die beiden Elektronikspezialisten verabschieden

sich und gehen ihrer Wege. In Siegfried

Schulte arbeitet es. Bis die Idee klar ist: „Ich nenne

die neue Marke EVOline.“ EVO für Evolution und line

für Leitung.

Premiere bei Wellmann

Inzwischen ist die Unternehmensmarke EVOline weit

über die Grenzen von Lüdenscheid im Sauerland bekannt

und auch international ein Begriff. Besonders

wenn es darum geht, Anschlüsse für Strom und Datenfluss

sicher und praktikabel in ein Möbelstück zu integrieren.

Nach den ersten erfolgreichen Umsetzungen

der modularen Energieverteilung in Schreibtischen

und Aktenschränken wendete sich der Hersteller ab

Ende der 1990er-Jahre der Küche zu. Einer der Gesprächspartner

hieß Hans-Dieter Wellmann, ein Vollblutunternehmer,

der für gute Ideen stets zu haben war,

und der Chancen erkannte, wenn sich ihm diese boten.

Zur Hausmesse 2002, also vor genau 20 Jahren, wurde

im Wellmann’schen Messezentrum in Hiddenhausen

der „EVOline Port“ präsentiert: eine versenkbare

Steckdosenleiste, die mittels patentierten Kippdeckels

aus der Arbeitsfläche gezogen wird. Wenn die Leiste

nicht gebraucht wird, verschwindet sie wieder nach unten

und damit aus dem Sicht- und Arbeitsfeld. Die Idee

war neu und kam in Handel und Industrie sehr gut an.

Fotos: Biermann

Geschäftsführer Steffen Waldminghaus präsentiert „EVOline Wing“, die neueste Entwicklung des Lüdenscheider Unternehmens, die zur

Küchenmeile bei mehreren Küchenmöbelherstellern zu sehen sein wird. Damit wandert die Funktion der Elektrifizierung in das Möbel

und wird noch weniger sichtbar.

9/2022 KÜCHENPLANER 89


Hausgeräte

Weitere Küchenmöbelhersteller und auch der Zubehörgroßhandel

interessierten sich dafür, berichtet Marek

Wyderka. Er kennt die Entwicklung aus erster Hand,

denn er ist seit 30 Jahren im Unternehmen und gestaltete

die Anfänge in der Küche von Beginn an mit. Heute

ist Marek Wyderka Key-Account-Manager „Küche“.

Zu seinen Gesprächspartnern zählen alle großen Küchenmöbelhersteller

in Deutschland und die führenden

Zubehörgroßhändler.

Nur 53 mm Einbautiefe

Der versenkbare „Port“ (sowie die später folgende Abwandlung

„V-Port“ für den Oberschrank) war der Anfang

einer steilen Küchenkarriere. Es folgten weitere

Meilensteine in der Elektrifizierung von Möbeln im Küchenumfeld.

Zum Beispiel der Flachstecker „Plug“, das

Steckdosenelement „Square 80“ mit induktiver Ladeoberfläche

für Smartphones sowie „BackFlip“, eine Art

Steckereinheit samt USB-Charger mit Wendefunktion.

Im geschlossenen Zustand ist vom „BackFlip“ nur eine

dünne Platte auf der Küchenarbeitsfläche zu sehen.

Das System ist wassergeschützt konstruiert, so dass

nichts in die elektrischen Systeme eindringen kann.

Mit einem Finger angetippt, dreht sich das Bauteil und

präsentiert seine Funktion. Die zwei Steckdosen und

der erwähnte USB-Charger liegen so hoch über der Arbeitsfläche,

dass sie auch im geöffneten Zustand „vor

dem Eindringen von Wasser geschützt sind“, wie Geschäftsführer

Steffen Waldminghaus erläutert. Der besondere

Clou: „Die geringe Einbautiefe von nur 53 mm

ermöglicht eine Montage über Schubladen oder fest installierten

Küchengeräten.“

Ein Modul, viele Umsetzungen

Heute bietet EVOline Elektrifizierungslösungen für

Möbel in Büros, Küchen, Wohnräumen, Hotels, Schulen,

Flughäfen, Warteräumen und im Ladenbau. Immer

häufiger werden Sofas und Sitzmöbel auf diese Weise

elektrifiziert, und auch das Homeoffice gewinnt an Bedeutung.

Alle EVOline-Produkte folgen einem modularen

Ansatz. Sprich: Ein identisches Bauteil lässt sich

kundenindividuell mit Steckersystemen jeder Art bestücken.

Je nach inhaltlichen Anforderungen an Stromund

Datenversorgung. Und je nach Einsatzgebiet. So

beliefert das Unternehmen Abnehmer in der Küchenindustrie

proaktiv für jedes Exportland mit den passenden

nationalen Steckdosen und den jeweils notwendigen

Betriebsgenehmigungen. Damit die Technik

auch international stets kompatibel ist und der Küchenmöbelhersteller

möglichst wenig zusätzlichen

Aufwand hat. Für Gründer Siegfried Schulte sind Kunden

im besten Fall enge Partner. Dafür geht er gern in

Vorleistung.

Marek Wyderka präsentiert den “EVOline Port“ der ersten Stunde. Vor genau

20 Jahren feierte die versenkbare Steckerleiste Premiere. Bei Wellmann

in Hiddenhausen. Das Produkt gibt es noch heute. Allerdings hat sich das

Design stark entwickelt.

Am besten unsichtbar

Einer der aktuellen Trends in der Küche sieht die Technik

gern im Hintergrund. Auch Steckdosen sollten am

besten unsichtbar sein. Also ab mit der Anschlusstechnik

in die Schubladen? Dort lassen sich schließlich

auch kabellose Kleingeräte unbemerkt aufladen.

„Die Idee der Steckdose im Auszug ist nicht neu“, bestätigt

Marek Wyderka, doch die Umsetzung sei anspruchsvoll.

Vor allem die Kabelführung. Damit die

Anschlussleitungen die ständigen Bewegungen der

Lade mitmachen, ohne Schaden zu nehmen, hat EVOline

die Kabelführung „Wing“ entwickelt. Die Premiere

auf der SICAM im Oktober 2021 sei ein großer Erfolg

gewesen. Namhafte Küchenmöbelhersteller schauten

sich die Innovation interessiert an und schickten das

90 KÜCHENPLANER 9/2022


Bauteil umgehend in die hauseigenen Prüflabore. Dort

hatte der „EVOline Wing“ in einem Fall 80 000 Wechsel

im Dauertestlauf zu bewältigen. Testurteil: sehr gut.

„Zur Küchen meile im September wird das Produkt bei

vielen Küchenmöbelherstellern zu sehen sein“, kündigt

Geschäftsführer Steffen Waldminghaus an. Inzwischen

sei der „Wing“ patentrechtlich geschützt. Mit

welchem Steckdosenelement die Gesamtlösung umgesetzt

werde, bleibe Entscheidung des jeweiligen Möbelherstellers.

Passende Halterungen für alle wichtigen

Schubkastensysteme von Blum, Hettich oder Grass

sind jedenfalls im Sortiment.

Kein Design ohne Funktion

Das erwähnte modulare Prinzip prägt jede Entwicklung

des Lüdenscheider Unternehmens. Kundenspezifische

Lösungen sind ebenfalls Strategie, verbunden

mit dem Anspruch, „Alleinstellungsmerkmale für uns

und unsere Kunden zu schaffen“, wie Siegfried Schulte

es ausdrückt. Hinzu kommt grundlegend der besondere

Stellenwert der Kombination von Funktion und Design.

„Design follows function“ bedeutet, dass jede Gestaltung

stets einen funktionalen Nutzen haben muss.

Design ohne Funktion gibt es bei EVOline nicht. Wenn

renommierte Designpreise hinzukommen, wie so oft,

umso besser. Evolution kennt schließlich viele Perspektiven.

Dirk Biermann

„BackFlip“ ist eine Steckereinheit samt USB-Charger mit Wendefunktion.

Im geschlossenen Zustand ist nur eine dünne Platte auf der Küchenarbeitsfläche

zu sehen. Die Einbautiefe beträgt 53 mm.

Fotos: Biermann

Induktive Ladung von Smartphones. Auch dafür hat EVOline Lösungen entwickelt.

Wie das modulare System „Square 80“ mit verschiebbarer Abdeckung.

9/2022 KÜCHENPLANER 91


Hausgeräte

Ein Unternehmer

mit Visionskraft

Siegfried Schulte, Jahrgang 1934, gründete das Unternehmen

„Schulte Elektrotechnik“ 1964 in Lüdenscheid.

Spezialschalter für die Industrie standen

damals im Mittelpunkt. Und die Vision, Elektrik sicherer

und intelligenter zu machen. „Ein elektrischer

Fehler darf keine Kettenreaktion auslösen“, lautete

sein Credo. Geprägt wird sein Lebenswerk von der

dezentralen Entwicklung elektrischer Prozesse. Für

die Erfindung des ersten, sich selbst kontrollierenden

Fehlerstromschutzschalters für die dezentrale Anwendung

wurde ihm 1997 die Rudolf-Diesel-Medaille

in Gold verliehen: vom damaligen Bundesratspräsidenten

Johannes Rau. Eine weitere bahnbrechende

Erfindung Schultes war auch der Lenkstockschalter,

der im Automobil alle Schaltungen vom Blinker

bis zum Licht am Lenkrad bündelt. Diese patentierte

Neuheit (eine von rund 300 Patenten, die

Schulte Elektrotechnik hält) wurde später gewinnbringend

an einen großen Automobilzulieferer verkauft.

Was der weiteren Entwicklung des Unternehmens

und der Marke „EVOline ® “ eine hilfreiche

Kapitalbasis verschaffte.

Auch im Alter von 88 Jahren ist Siegfried Schulte

engagiert in seinem Unternehmen aktiv und dabei als

Ideengeber und Mehrheitsgesellschafter präsent wie

eh. Wenngleich die operative Verantwortung Steffen

Waldminghaus übernommen hat. Als Geschäftsführer

und CEO ist er mittlerweile zudem am Unternehmen

beteiligt.

Hohe Fertigungstiefe

Aktuell beschäftigt das Unternehmen an zwei Standorten

in Lüdenscheid/Sauerland rund 250 Mitarbeitende

und erwirtschaftet etwa 25 Millionen Euro Jahresumsatz.

Das traditionelle Schaltergeschäft steuert ca. 10 %

zum Gesamtumsatz bei, 90 % gehen auf das Konto von

Steckdosen-Systemen zur Elektrifizierung von Möbeln,

hauptsächlich in Küchen und Büros.

Am Stammsitz in Werk 1 sind neben Verwaltung,

Showroom und Konstruktion die Bereiche Montage,

Prüfung und Versand angesiedelt. Im Werk 2 der Wareneingang

(Rohstoffe und Zukaufprodukte), das Materiallager

und die Fertigung der Kunststoffteile sowie

der Werkzeugbau. Errichtet und in Betrieb genommen

wurde dieses Gebäude 2020 mit höchsten Ansprüchen

an die Energieeffizienz, u. a. mit einer umfangreichen

Photovoltaikanlage auf dem Dach sowie einer modernen

Wärmerückgewinnung. So kann das Bauwerk im

Winter wärmeautark und im Sommer gekühlt betrieben

werden. Bereits bei der Erweiterung des Stammsitzes

an der Jüngerstraße im Jahr 2014 legte Siegfried

Schulte großen Wert auf nachhaltige technische Lösungen

und war damit der Zeit weit voraus. Unter anderem

durch die Nutzung von Geothermie, für die 10

Bohrungen bis in 100 Meter Tiefe realisiert wurden.

Die Produktion von Schulte Elektrotechnik basiert

auf einem hohen Eigenanteil inklusive Kunststoffspritzguss.

Auch diese Fertigungstiefe war dafür verantwortlich,

dass während der gesamten Pandemie-

Mit Protokoll:

Jedes EVOline-

Produkt wird

nach der Montage

einzeln

geprüft.

92 KÜCHENPLANER 9/2022


Siegfried Schulte: der

Lenkstockschalter, den

er hier zeigt, war eine

seiner frühen bahnbrechenden

Erfindungen.

Viele weitere folgten.

Inklusive Patente, von

denen das Unternehmen

rund 300 hält.

Foto: Biermann

Zeit reibungslos in zwei Schichten durchgearbeitet

werden konnte. Produziert wird auftragsbezogen („von

Stückzahl 1 bis unendlich“) mit viel Handarbeit und

in flexibler Inselfertigung. „Wir sind damit so anpassungsfähig,

wie es unsere Produkte sind“, sagt Steffen

Waldminghaus.

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die hohe Fertigungstiefe ihren Anfang: mit der eigenen

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9/2022

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Hausgeräte

Verspricht Flexibilität: „CombiCookTop V4000“ mit

der neuen Induktionstechnologie „ZoneFlex“.

Fix regeneriert

Fotos: V-ZUG

Blick in den Innenraum des „CombiSteamer V6000 45M PowerSteam“.

Das Gerät ist Combi-Steamer und Highend-Mikrowelle in einem.

Ein besonders schneller „CombiSteamer“, ein Muldenlüfter

mit flexiblen Induktionszonen und ein Mikrowellensortiment,

das für die nahtlose Integration

innerhalb der „Excellence Line“ überarbeitet wurde.

Mit diesen drei prägenden Neuheiten bereitet sich der

Schweizer Hersteller V-ZUG auf die Messe in der Architekturwerkstatt

vor.

Als wahres Multitalent bezeichnet der Hersteller

den „CombiSteamer V6000 45M PowerSteam“. Es sei

„der schnellste Combi-Steamer auf dem Markt“ und

vereine die Betriebsarten Heißluft, Dampf und Mikrowelle.

„Der ‚PowerSteam‘ ist ein vollwertiger Combi-

Steamer und eine High-End-Mikrowelle in einem und

bietet eine Vielzahl von Zubereitungsarten in einem

Gerät“, erläutert das Unternehmen. „Kartoffeln lassen

sich beispielsweise 30 % schneller dämpfen und jede

Art von Speisen bis zu 40 % schneller regenerieren.“

Flexibilität beim Kochen verspricht das „Combi-

CookTop V4000“. Ausgestattet ist das Kochfeld mit integriertem

Dunstabzug mit der neuen Induktionstechnologie

„ZoneFlex“. Die Induktionsspulen erkennen

Topfgröße und -position automatisch und verbinden

sich zu einer Brücke. Die beiden Kochzonen links und

rechts vom Dunstabzug können dann je als ein großes

Feld für einen Bräter oder wie gewohnt mit zwei Töpfen

genutzt werden.

Komplett überarbeitet wurde zudem das Mikrowellensortiment.

Die Kombi-Mikrowellengeräte der

„Excellence Line“ integrieren sich mit ihren Fronten

in „Spiegelglas“, „Schwarz“ oder „Platinum“ in die Küchenumgebung.

Auch die neuen Kombi-Mikrowellengeräte

der Einbaugerätelinie verfügen über die intuitive

Bedienung per „CircleSlider“.

94 KÜCHENPLANER 9/2022


Noch mehr

Schwarz

Bauknecht (mit den Marken

Privileg und Ignis) zeigt zur KM

Küchenmeile auf Gut Böckel seine

aktuellen Gerätebestseller, unter

anderem aus dem Segment

Kühlen und Gefrieren. Ein weiterer

Fokus liegt auf den Top-Geräten

im Bereich Kochen, bei denen

der Hersteller weiterhin auf

die Trendfarbe Schwarz setzt. Unter

anderem erweitern ein Dampfbackofen

und eine Mikrowelle

mit schwarzen Oberflächen und

schwarzem Edelstahl die Designlinie

„Collection.09“. Im Sinne des

Mottos „Küche erleben“ bereitet

Bauknecht-Koch Jamil Houssami

internationale Spezialitäten vor

Ort frisch zu.

Foto: Gorenje

Vernetzte

Küche: Gorenje

zeigt unter

a nderem die

Produktlinie

„ ConnectLife“.

Auch Gorenje auf Gut Böckel

Nicht mehr im Forum 26 wie in den Vorjahren, sondern auf Gut Böckel begrüßt Gerätehersteller

Gorenje die Messegäste zur KM Küchenmeile. Einen vorderen Platz in der Präsentation

erhält die „MasterLine“, das speziell für den Küchenfachhandel konzipierte Einbau-Portfolio.

Das selektiv vertriebene Programm beinhaltet jetzt die „BlackLine“, eine exklusive

Kollektion ausgewählter Einbaubacköfen in der Küchentrendfarbe Schwarz. Zu den Messehighlights

gehört das „3-in-1“-Gerät der Linie, das Backofen-, Mikrowellen- und Dampfgarer-Funktion

vereint. Einen weiteren Messe-Schwerpunkt setzt Gorenje mit dem Thema

vernetzte Küche. Unter der Produktlinie „ConnectLife“ zeigt der Hersteller erstmals smarte

Backöfen, einen Geschirrspüler und eine Kühl-Gefrierkombination mit WiFi-Funktion.

„Mit unserem neuen Messeauftritt in der ganz besonderen Atmosphäre auf Gut Böckel können

wir die Stärken von Gorenje, von denen insbesondere der Küchenfachhandel profitiert,

noch besser präsentieren“, sagt Jörg Bunde, Sales Director Kitchen Retail Trade. „Wir freuen

uns auf den persönlichen Austausch und sind schon jetzt gespannt auf das Feedback unserer

Fachhandelspartner“.

Hier kochen die Sterneköche

Michael Dyllong, Pierre

Beckerling und Sous-Chef

Kevin Wolmerath.

Kreativität braucht Platz

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Die neue berbel Downline Infinity mit extra großem Kochfeld, intuitiver Bedienung

und einem Dunstabzug, der Maßstäbe setzt. Viel Platz für alles, was gut werden soll.


Hausgeräte

Mit den auf der area30 platzierten Produktfamilien „Aira Rondo“,

„Aira Plano“ und „Aira Quadro“ sind laut Unternehmen Filter für jede

Dunst abzugs applikation aller marktrelevanten Anbieter verfügbar.

Fotos: Avitana

„Plasma plus“ gegen Viren

„Hygienisch reine gesunde Luft: mit

‚Plasma plus Umluft‘ nachgewiesen besser!“.

So lautet das Nutzenversprechen

und gleichzeitig das Messemotto, mit

dem Avitana auf der area30 Flagge zeigt.

Das Herforder Unternehmen präsentiert

in Löhne Produktlösungen mit Schwerpunkt

Umluft, den extraflachen Plasma-

Filter „Quadro slimline“ und die unter

„ . . . by Avitana“ erfolgreich vertriebenen

Komplettsysteme der Geräte-Kooperationspartner

Galvamet und Benthaus.

Hinzu kommt die Neuentwicklung „Air

Purifier“. Ein mobiler Luftreiniger, der

die Raumluft von Räumen bis 75 Quadratmeter

bei einem Luftumsatz von

200-650 m3 je Stunde reinigt. Das jetzt

präsentierte Modell „R700“ aus der Reihe

arbeitet mit einem „Rondo“-Plasmafilter

und wurde zusammen mit einem

chinesischen Partner entwickelt. Es

habe eine „testierte Wirksamkeit von

99,99 Prozent bei Covid-19“.

Leere Räume nutzen

Die Filterreihe „Aira Quadro slimline“

weist eine Bauhöhe von lediglich

60 mm auf und macht sich damit besonders

schlank. Hintergrund dieser Produktentwicklung

sei die Notwendigkeit

der Nutzung „toter“ Leer- und Zwischenräume

in Kastenmöbeln für technische

Aggregate. Ein Beispiel bilden die zunehmend

installierten Kochinseln, bei

denen rücklings Unterschrank an Unterschrank

steht. „Genau hier, zwischen

Rückwandplatte zu Rückwandplatte,

finden Plasmafilter der „Slimline“-Baureihe

ihren Platz – und halten ihn an anderer

Stelle dafür frei“, erläutert das Unternehmen.

Mit starken Partnern

Avitana ist seit 2021 auch System-

Komplettanbieter mit der Kombination

von Plasma-Umluftfilter mit Muldenlüfter

und Abzugshauben. Mit den

Partnern Galvamet aus Italien sowie

Benthaus aus Deutschland vertreibt

das Unternehmen Umluftlösungen „aus

einer Hand“ unter dem Label „ . . . by

Avitana“. Darunter sind Eyecatcher wie

der „Globe“, dessen Einsatz als Licht-,

Luftreinigungs- und High-End-Design-

Lösung auch über die Küche hinaus geht.

Was Kaltplasma kann

Als Highlight der diesjährigen area30

kündigt Avitana den Vortrag „Was

ist, was kann Kaltplasma“ von Prof.

Dr. Ronny Brandenburg an. Stattfinden

wird die Veranstaltung am Messemontag

ab 18 Uhr am Avitana-Stand.

Der Wissenschaftler vom Leibniz-Institut

für Plasmaforschung und Technologie

(Greifswald) sei als Forschungsleiter

für plasmachemische Prozesse mit den

fachlichen Grundlagen der von Avitana

eingesetzten Technik bestens vertraut

und überwache diese kontinuierlich zu

gesundheitlich relevanten Parametern

wie Ozon. Interessierte Fach- und Medienvertreter

sind am 19. September ab

18 Uhr herzlich willkommen.

Premiere

zur area30 und

danach Vertriebsstart

in Europa: der Plasma-Luftreiniger

„Air Purifier R700“.

96 KÜCHENPLANER 9/2022


Galileo auf Gut Böckel

Der komplett erneuerte Showroom von Smeg auf Gut Böckel steht im Zeichen

von „Galileo“, der neuen Backofen-Generation für die Designlinien „Dolce Stil

Novo“, „Classici“ und „Linea“. Technisches Highlight der nach dem italienischen

Universalgelehrten benannten Geräte ist der völlig neu konzipierte Garraum.

Sein Wellendesign verteilt die Hitze besonders gleichmäßig und sorgt so für

möglichst optimale Back- und Garergebnisse. Der Alleskönner aus der neuen

Backofenfamilie ist der Kombibackofen „Galileo Omnichef“. „Er vereint klassisches

Backen und Braten, eine geräumige Mikrowelle und einen vollwertigen

Dampfgarer in einem“, unterstreicht Olaf Nedorn, Geschäftsführer von Smeg

Deutschland. Ein solches All-in-one-Gerät sei nicht nur platzsparend. Wer die

Garmethoden gezielt kombiniert, könne auch um bis zu 70 % Zeit sparen.

Auf Gut Böckel wird der italienische Hausgeräte-Hersteller zudem erstmals

neue Einbaugeräte aus der Designlinie „Classici“ in Deutschland vorstellen –

leicht erkennbar an ihrem matten Äußeren und unverwechselbaren Bedienknebeln.

Neben einem mattschwarzen Einbau-Backofen aus der Gerätegeneration

„Galileo“ stellt das Unternehmen eine Kompakt-Mikrowelle in derselben

Farbnuance aus, ausgestattet mit Großflächengrill sowie mit Sonderfunktionen

zum Warmhalten und Auftauen. Auch bei der minimalistischen Designlinie

„Linea“ erwartet die Besucher eine Neuheit: den edel wirkenden Farbton

„ Neptun Grey“ (tiefes Graublau).

Neue Farben für die Kleingeräte im Retrostil der 50er-Jahre und eine kompakte

Siebträger-Espressomaschinen von la Pavoni runden die Präsentation

ab. Die Berliner Manufaktur Authentic Kitchen by Noodles Noodles & Noodles

Corp., in Deutschland etablierter strategischer Partner von Smeg, stellt zudem

ihre neuesten handgefertigten Küchenmöbel vor.

Foto: Biermann

Mit seinem Team zur KM Küchenmeile wieder auf

Gut Böckel: Olaf Nedorn, Geschäftsführer von

Smeg Deutschland.

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Hausgeräte

Abwechslungsreich soll es sein und gesund:

Die neuen farbigen „Bespoke“ Backofen-Modelle

(hier im Naturton „Beige“ links im Bild) sind dafür

mit einer Vielzahl von Funktionen ausgestattet.

Foto: Samsung

Technologien für die gesunde Küche

Gesundes Kochen liegt im Trend: dazu

gehören vitaminschonendes Garen mit

Dampf ebenso wie eine Zubereitung mit

möglichst wenig Fett. Samsung bietet dafür

mit seinen neuen farbigen „Bespoke“

Backöfen viele unterschiedliche Funktionen.

In diesen zur IFA 2022 in Berlin

erstmals präsentierten Geräten sorgen

„Air Sous Vide“ und „Dual Cook Steam“

für eine schmackhafte und schonende Zubereitung

der Speisen. Hinzu kommt die

Funktion „Air Fry“ für knusprige Ergebnisse

fast ohne Öl. „Die Bespoke-Farbpalette,

die von Beige hin zu Schwarz oder

Navy reicht, setzt dabei auch noch optisch

Akzente in der Küche“, unterstreicht der

Hausgerätehersteller.

Stets flexibel bleiben

Dank der neuen Heißlufttechnologie der

Funktion „Air Fry“ sei das Resultat kaum

vom aufwendigen Frittieren in der Fritteuse

zu unterscheiden, aber eben fast

ölfrei. Und schneller fertig seien die Gerichte

auch.

Das „Air Sous Vide“-System im Backofen

nutzt eine Kombination aus statischer

Temperaturregelung und zwei

Temperatursensoren, um mithilfe eines

optimierten Algorithmus ein ideales Gar-

Ergebnis sicherzustellen. „Dual Cook

Steam“ wiederum bietet volle Flexibilität

beim gleichzeitigen Garen von zwei Gerichten

bei unterschiedlichen Temperaturen

und Zeiteinstellungen dank unabhängig

voneinander arbeitenden oberen

und unteren Gar-Zonen. Damit kann parallel

oben der Braten und unten das Gemüse

dampfgegart werden. Außerdem

kann – modell abhängig – zwischen mehreren

Dampf-Typen gewählt werden: Volldampf

oder Intervalldampf mit Dampfstößen.

Möglich ist auch natürlicher Dampf

durch Wasserzugabe in einer eigenen

Backofen-Schale. Damit kann entweder

schonend gegart oder der Braten vom Vortag

aufgewärmt werden, ohne dass er austrocknet.

„Dadurch reduzieren sich Kochzeit

und Energieverbrauch im Vergleich

zu einem einzelnen Garraum“, betont

Samsung. Dabei arbeiten die Geräte energieeffizient

in der Klasse A+. Das Volumen

beträgt 76 Liter.

Immer am Netz

Mit SmartThings Cooking können darüber

hinaus Temperatur und Zeit des gesamten

Kochvorgangs auch von unterwegs aus

überwacht und gesteuert werden. Zusätzlich

bietet das Gerät auf Wunsch personalisierte

Rezept-Empfehlungen und kann

die notwendigen Lebensmittel direkt in

den Warenkorb legen. Die App erleichtert

den Alltag auch durch geführte Kocherlebnisse

mit dem Koch-Guide. Nach der

Premiere auf der IFA in Berlin werden die

neuen smarten Backöfen der „Bespoke“-

Serie auch zur KM Küchenmeile auf der

area30 in Löhne zu sehen sein. Und das

zusätzlich auch als Kompaktöfen. Erhältlich

sind sie ab November 2022.

98 KÜCHENPLANER 9/2022


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9/2022 KÜCHENPLANER 99


Hausgeräte

„Cooling 360“

heißt die

Frische funktion

der gleichnamigen

Geräteserie

„8000

Cooling 360°“.

Foto: AEG

Ambitionierte Kühlgeräte

AEG kündigt ein neues Kühlgerätesortiment an, das

die längere Haltbarkeit von Lebensmitteln und zugleich

den Schutz des Planeten in den Mittelpunkt

stellt. Zu den Innovationen gehöre ein Kühlschrank,

der die Lebensmittelverschwendung laut Hersteller

um bis zu 20 % reduzieren kann und für dessen Innenverkleidung

recycelter Kunststoff verwendet wurde.

Präsentiert wurde die neue Serie erstmals auf der

IFA Anfang September in Berlin. Thematisiert wird die

Neuheit aber auch zur KM Küchenmeile im Kitchen

Center Löhne. Dort ist die Gerätemarke Stammaussteller

und Hauptmieter.

20 % weniger CO 2

Das neue Sortiment verbraucht laut Unternehmen bis

zu 20 Prozent weniger CO 2

-Emissionen als vorherige.

Zudem können mehr als 80 % der Materialien recycelt

werden. Das mache die neue Serie „zu einer der nachhaltigsten,

die momentan auf dem Markt verfügbar

ist“. Die drei Modelle „6000 TwinTech ® NoFrost“, „7000

GreenZone“ und „8000 Cooling 360°“ bezeichnet AEG

als Teil eines integrierten Kühlgerätesortiments. „Während

der drei Jahre Entwicklungszeit wurde kein Stein

auf dem anderen gelassen“, so das Unternehmen.

Produziert werden die Geräte in einem Werk mit

„Zero- Landfill“-Zertifizierung, in dem keine Abfälle

für die Mülldeponie anfallen. Die Anlage mit Sitz in

Susegana, Italien, gilt als die neueste und modernste

Fertigungsstätte des Electrolux-Konzerns in Europa.

„Dort werden im Produktionsprozess bereits deutlich

verringerte Umweltauswirkungen realisiert“, betont

das Unternehmen.

Gleich mit der Praxis begonnen

Leen Devos, Head of Product Line Taste Deutschland

& Österreich, erläutert: „Lebensmittelverschwendung

betrifft uns alle. 30 Prozent der CO 2

-Emissionen stammen

aus der Lebensmittelproduktion. Ein Drittel aller

Lebensmittel landen im Müll, rund 60 Prozent der

Menschen werfen mindestens einmal in der Woche Lebensmittel

weg. 1 Deshalb haben wir die Designskizzen

erst einmal zur Seite gelegt und mit dem globalen Problem

angefangen. Dabei ist uns gelungen, ein Kühlgerätesortiment

zu entwickeln, das dazu beitragen kann,

die Verschwendung von Lebensmitteln zu reduzieren,

Lebensmittel länger zu erhalten sowie den Energieverbrauch

und damit die Kosten zu senken.“

Die Geräte kommen im Januar 2023 auf den Markt.

Der jeweilige UVP liegt je nach Modell zwischen 1849

und 2299 Euro.

1

https://www.betterlivingelectrolux.com/better-eating

100 KÜCHENPLANER 9/2022


Foto: Beezer

Ruckzuck gekühlt

Warmer Wein ist nur im Winter ein Genuss. Mit den passenden

Gewürzen. Ansonsten vermassen zu hohe Temperaturen

schnell die Freude am edlen Tropfen. Auf der IFA wurde

eine Lösung vorgestellt, wenn es fix gehen muss mit der

Kühlung: der „weltweit schnellste luftbasierte Getränkekühler“.

Er heißt „Beezer“. Der Markenname setzt sich zusammen

aus „Beverage + Freezer“ und bringt auf den Punkt,

worum es geht: gekühlte Getränke. Vorgestellt wurde der

„Beezer“ von den beiden Jungunternehmer Moritz Schüller

(25) und Max Huber (27). Mit der neuartigen „Rapid Air“

Kühltechnologie bringe das Gerät Flaschen oder Dosen innerhalb

weniger Minuten auf die optimale Trinktemperatur,

lautet das Versprechen. Konkrete Beispiele für eine Temperatur

von weniger als 9 °C: Für eine Getränkedose (0,33 Liter)

braucht die Technik laut Anbieter 3 Minuten, für eine

Flasche (0,5 Liter) 4 Minuten und für eine herkömmliche Flasche

Weißwein (0,75 Liter) 6 Minuten. Plus jeweils 10 Minuten

für die Vorkühlphase. Analog der Vorheißzeit beim Backofen.

Ausgeliefert wird das Gerät für einen UVP von 629 Euro

voraussichtlich ab Mai 2023. Erhältlich ist es in Schwarz oder

Weiß. Der Vertrieb läuft online über www.mybeezer.com.

Dezente Absaugung

Nach der Premiere auf der

EuroCucina zeigt Falmec

die „Kollektion Elements“

auf der area30 in Löhne.

Die drei modularen Systeme

„Monolith“ (Foto), „Shelf“

und „Air-Wall“ integrieren

die Absaugfunktion in den

Küchenraum. Der traditionelle

Dunstabzug tritt damit

in den Hintergrund oder

ist gar nicht mehr zu sehen.

„Unser Auftritt im September

2022 steht unter dem

Zeichen einer kompletten

Neuausrichtung im Bereich

Lüftungslösungen“, erklärt

Ahmet Haskic, Leiter Marketing

und Vertrieb Falmec

Deutschland. Das Konzept

der „Kollektion Elements“

sei ein neuer Meilenstein in der Geschichte der Eigenentwicklungen.

Darüber hinaus kündigt der Hersteller zur area30 weitere

Neuheiten an.

Foto: Falmec

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9/2022 KÜCHENPLANER 101


Hausgeräte

Kühlen mit den „Fresher Techs“

Mit dem „Cube 90 Serie 7“ präsentiert

Haier einen viertürigen

Kühlschrank, der Design-Puristen

ebenso erfreuen

soll wie technikaffine Kundschaft.

Das neue Kühlgerät ist

90 cm breit und 180 cm hoch

und in Schwarz und Edelstahl

verfügbar. Jeweils mit Anti-Fingerprint-Beschichtung.

Die sogenannten „ Fresher

Techs ® “ optimieren die Lagerung

von Lebensmitteln. Ein

Highlight, so Haier, sei die

exklusive „ABT-Pro“-Technologie:

Ein Modul im Inneren

des Kühlsystems katalysiert

die Luft und erzeugt Partikel,

die Bakterien und Moleküle

zersetzen und in Wasser

und Kohlendioxid umwandeln.

Das Ergebnis benennt der Hersteller

so: „99,99 Prozent der

Bakterien im Kühlschrank

und im Gefrierfach werden

entfernt.“ Ebenfalls zur Reihe

der „Fresher Techs“ gehört die „Humidity-Zone“-Schublade.

Dank regulierter Luftfeuchtigkeit soll Obst und Gemüse doppelt

lange frisch bleiben. Die „My Zone“ wiederum ist ein Bereich,

Fotos: Haier

Ausgestattet mit innovativer Kühltechnik: „Cube 90 Serie 7“ von Haier.

Die 180 cm hohen und 90 cm breiten Geräte gibt es in Schwarz und Edelstahl.

Jeweils mit Anti-Fingerprint-Beschichtung.

der individuell an die Bedürfnisse der Lebensmittellagerung

angepasst werden kann. Drei Temperaturstufen sind einstellbar.

Und falls mehr Platz im Gefrierfach benötigt wird, hilft die

„Switch Zone“. Dabei handelt

es sich um eine Schublade,

die wahlweise als Kühloder

Gefrierbereich genutzt

werden kann. Weitere Ansprüche

an Komfort bedient

die „Absolute-Ice“-Technologie:

ein Icemaker, der über

ein eigenes Kühlsystem verfügt

und so geruchloses und

kristallklares Eis zur Verfügung

stellt.

Die Bedienung findet über

ein Touch-Display in der Gerätefront

statt. Temperatur

und andere Einstellungen

können darüber von außen

gesteuert werden und der

Kühlschrank muss nicht unnötig

geöffnet werden. Womit

Energie gespart und

Temperaturschwankungen

vermieden werden. Der

Haier „Cube 90 Serie 7“ ist

bereits verfügbar.

102 KÜCHENPLANER 9/2022


Foto: Gorenje

Facelift für die

Retro-Collection

Gorenje setzt die Kühl-Gefrierkombinationen der „Retro“-Serie mit

einem Design-Relaunch in Szene. Offensichtlich sind das überarbeitete

Logo-Design und die neuen Griffe. Neben den Farb-Klassikern

Schwarz, Bordeaux und Champagner ist der Retro-Kühler jetzt in

einem matten Olivgrün erhältlich. Nach dem Relaunch nehmen die

Geräte mit 66,1 cm Tiefe weniger Raum ein und sind dank „Inverter“-

Technologie mit 37 dB auch leiser als ihre Vorgänger. Das Gefrierteil

ist nun größer und fasst 96 Liter. Die „NoFrost Plus“-Technologie

macht Abtauen überflüssig. Auch das 204 Liter fassende Kühlteil hat

ein Update bekommen. Dank „Multi Flow 360°“-System und „IonAir“

hält das Mikroklima Lebensmittel länger frisch. Das „AdaptTech“-

System überwacht und analysiert zudem die Nutzung des Kühlschranks

und hält die optimale Temperatur im Gerät, unabhängig

davon, wie oft die Tür geöffnet wird. Eingestuft sind die Geräte in

Ener gieeffizienzklasse D.

Mit Frische-Boxen

Neue Kühl-Gefrierkombinationen im Retrodesign gibt es

auch von Severin. Und das in Rot, Schwarz und Creme in

186,5 cm Höhe und 54 cm Breite. Zur Ausstattung zählen

„Total-NoFrost“ mit „Multiairflow“, „Fast-Cooling“

und eine LED-Beleuchtung. Bei einem Gesamtvolumen

von 250 Liter verteilen sich 70 Liter davon auf die drei

Gefrierschubladen im unteren Teil. Im Kühlteil lagern

Lebensmittel in der „Zerobox“ und der „Veggibox“: Die

0-Grad-Zone der „Zerobox“ hält Fleisch, Fisch und Käse

länger frisch, die „Veggibox“ liefert die passende Luftfeuchtigkeit

für Obst oder Gemüse. Eingestuft sind die

Geräte in Energieeffizienzklasse E. Die Geräuschentwicklung

gibt Severin mit 41 dB(A) an.

Foto: Severin

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Neuer Schwung

für Dunavox

Der ungarische Hersteller Dunavox, Anbieter von Weinklimaschränken,

will sein Europageschäft dynamisch ausweiten.

Dafür wurde die Tochtergesellschaft in Deutschland

personell neu aufgestellt. Das Team unter Leitung von

Vertriebsleiter Björn Roth bearbeitet die Vertriebsgebiete

Deutschland und Österreich. Die Zentrale hat ihren Sitz in

Rottenburg a.d. Laaber. Tamás Keszei, Geschäftsführer der

Dunavox Kft. Budapest, und Europamanager Dezsö Baranya

sind sich einig: „Mit Herrn Roth und seiner langen internationalen

Erfahrung im Vertrieb haben wir einen kompetenten

Fachmann für Deutschland und Österreich gewonnen.

Wir können so unser Europageschäft dynamisch ausweiten

und dem deutschsprachigen Markt einen zuverlässigen Ansprech-

und Servicepartner bieten.“ Björn Roth war vor seinem

Engagement für Dunavox Gebietsverkaufsleiter Süd bei

der Falmec Deutschland GmbH. Er verfügt über mehr als 20

Jahren Erfahrung in der internationalen Küchenbranche.

Das minimalistische Gerätedesign orientiert sich an den aktuellen

Einrichtungstrends in Küchen sowie Wohn- und Geschäftsräumen.

Bereits ab 15 cm Einbaubreite

Dunavox entwickelt, produziert und vertreibt Weinklimaschränke

zur Lagerung und Temperierung von Wein. Das

Angebot wendet sich an Privathaushalte, Gastronomie und

Handel. Mit fünf Produktfamilien und mehr als einhundert

Modellen bietet der ungarische Hersteller das nach eigener

Auskunft „derzeit größte Sortiment an Weinklimaschränken

in Europa“. Technologisch imitieren die Weinkühler

von Dunavox das Klima eines Weinkellers durch das Gleichgewicht

von Licht, Temperatur und Luftfeuchtigkeit. Das

schlanke und minimalistische Gerätedesign orientiert sich

an den aktuellen Einrichtungstrends in Küchen sowie Wohnund

Geschäftsräumen. Es gibt Geräte in unterschiedlichen

Fassungsvermögen und Abmessungen bereits ab 15 cm Einbaubreite.

„Touch-Button“-Steuerung, „Push-to-open“-Türtechnologie

und ein geräuscharmes Selbstbelüftungssystem

zählen ebenso zur technischen Ausstattung.

Fotos: Dunavox

Dunavox-Geschäftsführer

Tamás Keszei begrüßt Björn

Roth als neuen Sales Director

D/A in der Unternehmenszentrale

in Budapest.

104 KÜCHENPLANER 9/2022


Fotos: Bosch Hausgeräte

Repräsentativ als freistehender Weinkühlschrank mit Präsentationsmodus.

DAS NEUE

BACKOFENUNIVERSUM

VON SMEG.

Zwei Geräte für den Unterbau: 82 cm hoch und wahlweise 30 oder 60 cm breit (Foto).

Spot an, Bühne frei

Weinklimaschränke zählen gewiss nicht zur Standardausstattung der Küche, aber

wer sich für ein solches Gerät interessiert, weiß Genuss zu schätzen. Und hat Ansprüche.

In diesem emotional besetzten Produkt-Segment gibt es nun Neuheiten

von Bosch: vier Modelle der gehobenen „Serie 6“, davon zwei Einbaugeräte für den

Unterbau und zwei freistehende Modelle. Damit die Weine jeweils optimal gelagert

werden können, sind die neuen Weinkühlschränke mit zwei Klimazonen1 ausgestattet,

die getrennt voneinander reguliert werden können. Mit der elektronischen

„TouchControl“-Bedienung lässt sich die Temperatur in jeder Zone von +5° C bis

+20° C, beziehungsweise modellabhängig von +7° C bis +17° C einstellen. So lagern

Prosecco, Weiß-, Rosé- oder Rotweine auf Wunsch in unmittelbarer Nachbarschaft,

aber doch individuell. Da auch das Licht Auswirkungen auf den späteren Weingenuss

hat, besonders bei längerer Lagerung, gehören UV-beschichtete Glasscheiben

zur Ausstattung.

Die beiden Unterbaumodelle sind 30 und 60 Zentimeter breit und nehmen 21 beziehungsweise

44 Flaschen auf. Daneben gibt es zwei freistehende Weinkühlschränke

für bis zu 44 oder 199 Weinflaschen. Alle Geräte verfügen über helle LED-Oberlichter,

damit die Flaschenetiketten beim Auswählen und Entnehmen gut zu lesen

sind. Das freistehende Modell besitzt darüber hinaus ein Sicherheitsschloss. Zudem

lässt sich bei diesen Geräten der obere Boden pultartig aufstellen. Hier bekommen

besonders erlesene Weine eine Bühne. In Kombination mit den Präsentations-Lichtmodus

wird daraus sogar eine regelrechte Inszenierung. Gelagert werden die Flaschen

auf ausziehbaren Ablagen aus Eichenholz. Das Betriebsgeräusch gibt Bosch

Hausgeräte mit 38 dB an. Die UVPs beginnen bei 1.299 Euro für das 30 cm breite Einbaugerät

und reichen bis 2.199 Euro für das Top-Standgerät.

DIE GALILEO-REVOLUTION

Eine neue Backofengeneration,

die dank modernster Technik

die Zubereitung von Speisen

revolutioniert. 5 neue Backofentypen

vereinen bis zu 3 Backund

Garmethoden.

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Betriebsmanagement

Zur Behandlung von Betriebsveranstaltungen

Steuerfrei feiern

Kegelausflug mit den Kollegen, Geburtstagsfeier des Chefs, Musicalausflug mit der

Firma und Geschäftspartnern – wenn bei Feiern das Business im Spiel ist, freut

sich der Steuerberater. Denn die steuerliche Behandlung von Feiern ist kompliziert.

Immerhin: 2015 hat der Gesetzgeber versucht, etwas Licht ins Dunkel zu bringen.

Ingo Anneken von der SEB Steuerberatung gibt einen Überblick, was seitdem gilt –

und was weiterhin schwammig bleibt.

Feiern im Firmenumfeld gibt es seit jeher. Ob es das

Betriebsjubiläum oder die Weihnachtsfeier ist – ungezwungenes

Zusammensein bei Speis, Trank und sonstiger

Unterhaltung fördert den Zusammenhalt unter

den Kollegen und verbessert das Betriebsklima. Gerade

heute in Zeiten, in denen von einem Arbeitnehmermarkt

gesprochen wird, und die Work-Life-Balance immer

wichtiger wird, sind Arbeitgeber gut beraten, von

Zeit zu Zeit seine Mitarbeiter zusammenzubringen,

ohne dass es um Zahlen, Kunden, Zuwächse oder Strategien

geht. Wie in so vielen Bereichen des Lebens gibt

es aber auch hier eine steuerliche Ebene – und die ist

(wie ebenfalls in vielen Bereichen des Lebens) recht

kompliziert. Immerhin: Im Jahr 2015 hat der Gesetzgeber

normiert, unter welchen Bedingungen eine Betriebsveranstaltung

vorliegt und welche steuerlichen

Regelungen bezüglich des anzurechnenden Arbeitslohnes

gelten.

Eine lupenreine Betriebsveranstaltung

Seit dem 1. Januar 2015 können Aufwendungen von bis

zu 110 Euro pro Betriebsfeier und Arbeitnehmer steuerfrei

getätigt werden. Damit diese Regelung Geltung

entfaltet, muss es sich bei der Feier um eine Firmenfeier

handeln – und das ist der Fall, wenn „eine Veranstaltung

auf betrieblicher Ebene mit gesellschaftlichem

Charakter“ vorliegt. Auch dazu, wann das der

Fall ist, gibt es Hinweise: Die Veranstaltung muss allen

Arbeitnehmern offenstehen. Das kann allerdings

auch eine Abteilung sein oder ein begrenzter Teilnehmerkreis

– solange dieser nicht gegenüber den anderen

Arbeitnehmern bevorzugt wird.

Welche Aufwendungen sind steuerfrei?

Sind die Voraussetzungen für eine solche Feier gegeben,

kann jeder Arbeitnehmer steuerfreie Zuwendungen

von insgesamt bis zu 110 Euro pro Betriebsfeier

erhalten. Was in diesen Betrag einfließt, fasst die

Finanzverwaltung in einem nicht abschließenden Katalog

zusammen. Speisen, Getränke und Tabakwaren

gehören ebenso dazu wie Musik, Eintrittskarten für

kulturelle oder sportliche Veranstaltungen. Auch Geschenke

und Aufwendungen für den äußeren Rahmen,

z. B. für Räume oder Beleuchtung, fallen in die Zuwendungsliste.

Wichtig: Die Umsatzsteuer ist stets Teil der

Zuwendungen. Und ebenfalls wichtig: Die steuerliche

Begünstigung gilt nur für die Teilnahme an zwei Betriebsfeiern

pro Jahr. Wie wird nun die Zuwendung

berechnet? Eigentlich ganz naheliegend: Die oben

skizzierten Kosten werden addiert und auf alle anwesenden

Teilnehmer verteilt. Hat das Sommerfest mit 95

Teilnehmern also beispielsweise 10 000 Euro inklusive

Umsatzsteuer gekostet, teilt man den Gesamtbetrag

durch 95. In diesem Beispiel hätte also jeder Teilnehmer

eine steuerfreie Zuwendung von 105 Euro erhalten.

Liegt die Zuwendung über 110 Euro wird der überschießende

Teil als steuerpflichtiger geldwerter Vorteil

gewertet und kann vom Arbeitgeber pauschal mit 25

Prozent abgegolten werden. Sind bei der Veranstaltung

Begleitpersonen dabei, wird genauso vorgegangen

wie oben skizziert. Der Anteil der Begleitung wird anschließend

dem begleiteten Arbeitnehmer zugerechnet.

Wenn keine

lupenreine Betriebsveranstaltung vorliegt

So weit, so klar. Schwierig wird es, wie immer im

Steuer recht, wenn Grenzfälle vorliegen. Was ist, wenn

der Chef neben den Arbeitnehmern noch Geschäftspartner

einlädt? Wie ist es zu werten, wenn ein angestellter

Geschäftsführer seinen 60. Geburtstag feiert

und dazu neben Familie und Freunden auch Arbeitskollegen

und Geschäftspartner einlädt? Eine Feier aus

betrieblichem Anlass könnte zum Beispiel in ersterem

Fall vorliegen. Man spricht dann auch von einer

gemischt veranlassten Veranstaltung, die Elemente einer

Betriebsveranstaltung und Elemente einer sons-

106 KÜCHENPLANER 9/2022


tigen betrieblichen Veranstaltung zeigt. Diese Fälle

sind nach allgemeinem Steuerrecht zu behandeln. Nehmen

an der Veranstaltung auch Personen aus dem privaten

Umfeld des Veranstalters teil, fallen diese Kosten

in die Privatsphäre des Gastgebers. Ist die Feier gemischt,

wie der oben skizzierte 60. Geburtstag, kann

der Veranstalter unter Umständen die Kosten für die

Mitarbeiter und Geschäftsfreunde als Werbekosten

absetzen. Feiern aus betrieblichem Anlass und ihre

Mischformen haben also den großen Nachteil, dass sie

sich steuerrechtlich auf sehr schwammigem Terrain

bewegen – und der konkrete Fall meist nur anhand

vergleichender Kriterien beurteilt werden kann. Letztlich

hilft also im Zweifelsfall meist nur eins: der Gang

zum Steuerberater.

Welche Kosten fallen unter

Aufwendungen für eine Betriebsfeier?

• Speisen und Getränke

• Fahrt- und Übernachtungskosten

• Eintrittskarten und Musik

• Geschenke anlässlich der Feier

• Kosten für den äußeren Rahmen der Veranstaltung

Wie werden die Kosten pro

steuerpflichtigem Teilnehmer ermittelt?

• Gesamtaufwand ermitteln

• Summe durch anwesende Personen

(auch Begleitpersonen wie Ehepartner) teilen

• Ergebnis: Kosten pro anwesende Person

(ggf.: Kosten pro Begleitpersonen addieren)

Foto: SEB Steuerberatung

Geschenke für Geschäftsfreunde

Wenn Geschäftsfreunde an einer Feier teilnehmen,

können Kosten bis 35 Euro ein Geschenk sein und in

diesem Rahmen als Betriebsausgaben behandelt werden.

Wenn die Kosten 35 Euro übersteigen, sind sie aus

den Betriebsausgaben auszuscheiden und beim Empfänger

zu besteuern. Aus Vereinfachungsgründen kann

diese Besteuerung beim Geschäftsfreund durch eine

Pauschalbesteuerung beim Betrieb in Höhe von 30 %

ersetzt werden. Dies hat auch den Vorteil, dass dem

Geschäftsfreund die Kosten für die Veranstaltung nicht

mitgeteilt werden müssen.

Ingo Anneken ist seit 2009 Geschäftsführer der SEB Steuerberatung.

Gemeinsam mit seinen Kollegen unterstützt er

die Kunden über die klassische Steuerberatung hinaus hinsichtlich

einer Vielzahl an betriebswirtschaftlichen Fragen

– von der Rechtsformoptimierung bis hin zur Existenzgründung.

Zudem ist er Fachberater für Unternehmensnachfolge

(DStV e.V.).

9/2022 KÜCHENPLANER 107


Nachhaltigkeit

In 11 Minuten im Wareneingang

„Wie hältst Du es mit der Nachhaltigkeit?“

Diese Frage sollten Unternehmen

heutzutage transparent und authentisch

beantworten können. Denn Lieferanten,

Geschäftspartner und Endkunden

wollen Hintergründe wissen. Zum

nachhaltigen Engagement der Betriebsführung

allgemein und besonders zu Entstehung

und ökologischen Qualität der

Produkte. systemceram stellt sich dem

auf der Fachmesse area30 in Löhne proaktiv

mit einem neu gestalteten Messestand.

Im Mittelpunkt der visuellen Umsetzung

stehen großformatige Motive aus

dem Wester wald, der Heimat des Spezialisten

für Keramikspülen aus Feinsteinzeug.

Dabei soll deutlich werden, dass

Nachhaltigkeit für das Unternehmen keine

neue Disziplin ist, sondern dass es sich

um eine „seit Jahrzehnten gelebte Praxis

handelt“, wie Kevin Göbel, geschäftsführender

Gesellschafter, erläutert. Und dass

sich wichtige Aspekte der Nachhaltigkeit

bereits aus dem natürlichen Spülenmaterial

Feinsteinzeug heraus ergeben.

Rohstoffe aus der Region

Zudem sind die Wege der Rohstoffversorgung

besonders kurz. Denn mehr als 70 %

der Rohstoffe für die Spülenproduktion bezieht

systemceram aus einer Entfernung

von weniger als 10 Kilometern zum Produktionsstandort

Siershahn. Die Fahrtzeit

von der Tongrube zum Wareneingang beträgt

damit laut Google Maps 11 Minuten.

Bei den regional abgebauten Rohstoffen

handelt es sich um verschiedene Tone, die

Basis für die keramischen Produkte aus

Feinsteinzeug. Der Westerwaldkreis verfügt

über die umfangreichsten und wertigsten

Ton-Lagerstätten Euro pas.

100 % recyclingfähig

Die grundlegende natürliche Stärke des

keramischen Materials ist die 100%ige Recyclingquote.

Unglasierter Trockenbruch

kann dem Produktionsprozess in einem

geschlossenen Rohstoffkreislauf umge-

108 KÜCHENPLANER 9/2022


hend wieder zugeführt werden. Aber auch

bereits glasierter Bruch sei kein Abfall,

berichtet das Unternehmen. Dieser werde

sinnvoll genutzt zur Verfüllung von Tongruben

im Rahmen der Rekultivierung.

Die konsequente Recyclingquote umfasst

ebenfalls fertige Spülen, die nicht

den strengen Qualitätsansprüchen genügen.

Dieser Ausschuss wird vermahlen

und die so entstandenen Schamotte als

Rohstoff-Basis für neue Produkte genutzt.

Helle Schamotte in der eigenen Spülenproduktion

und dunkle Schamotte extern

in der Fertigung von anderen keramischen

Artikeln wie Fliesen oder Ziegel.

So wenig wie möglich

Weitere wichtige Aspekte der Nachhaltigkeitsaktivitäten

von systemceram sind laut

Unternehmen die Aspekte Energiereduktion

und Ressourcenschonung. So erzeugen

Photovoltaik-Module auf dem Dach der

Produktionsgebäude einen Großteil des genutzten

Stroms. Zuletzt wurden 350 000

kWh auf diesem Weg erwirtschaftet. Damit

könnten 80 Haushalte mit vier Personen

ein komplettes Jahr mit Strom versorgt

werden. Die CO 2

-Ersparnis beläuft sich auf

230 Tonnen. Weitere Einsparungen ergeben

sich durch die Wiederverwertung der

im Produktionsprozess erzeugten Wärme

im Rahmen der Wärmerückgewinnung.

„Damit beheizen wir die kompletten Produktionshallen

und die Wärmekammern“,

berichtet Kevin Göbel. Hinzu kommt ein

konsequentes Abwasserrecycling mit einer

umfassenden Brauchwasseraufbereitung

sowie „eine strenge Abgasreinigung

in Kombination mit Öfen, die zu den energieeffizientesten

am Markt zählen“.

Mit dem Fachhandel im Gespräch

Mit dem neu gestalteten, 221 Quadratmeter

großen Messestand will systemceram

das seit vielen Jahren gelebte Selbstverständnis

des Unternehmens zur Nachhaltigkeit

dokumentieren. Darüber will man

mit den Partnern aus dem Fachhandel ins

Gespräch kommen. Damit diese die tragfähigen

Nachhaltigkeitsargumente von

systemceram in den Verkaufsgesprächen

nutzen können.

Die Tongrube, aus der systemceram

einen Großteil der Rohstoffe für die

Spülen produktion bezieht. Sie liegt

in unmittel barer Nähe zum Sitz der

Produktion in Siershahn.

9/2022 KÜCHENPLANER 109


Nachhaltigkeit

E.G.O. Planet Award

Ansporn im Auftrag

des Umweltschutzes

Die weltweit agierende E.G.O.-Gruppe (E.G.O.) mit Stammsitz in Oberderdingen hat

2022 erstmals den E.G.O. Planet Award verliehen. Mit der Auszeichnung will das

Unternehmen seine mehr als 6300 Mitarbeiter an allen Standorten dazu anspornen,

nachhaltig zu denken und zu arbeiten.

Alle zwölf Produktionsstandorte von E.G.O. waren 2021

aufgerufen, ihre Projekte bis zum Jahresende einzureichen.

Schlussendlich gab es stattliche 50 Wettbewerbsbeiträge,

die über erfolgreiche Wassereinsparungsmöglichkeiten,

Reduktion von Transportwegen,

Materialeinsparungen und eine Verringerung des CO 2

-

Ausstoßes berichteten. Gewonnen hat am Ende das

Team von ETA d.o.o. Cerkno (ETA), dem slowenischen

Standort der E.G.O.-Gruppe mit etwa 790 Mitarbeitern.

Als Preis gab es ein Gemälde der Künstlerin Susanne

Beckh aus Esslingen.

Viele kleine Maßnahmen, großes Ergebnis

Ein Projektteam von ETA hat die hauseigene Gießerei

aus allen Winkeln unter die Lupe genommen und

so die Umweltauswirkungen auf vielfältige Weise erkannt.

So ermöglichte unter anderem ein tiefgreifendes

Energiemanagement, mit dem sich der Energieverbrauch

jederzeit direkt am Arbeitsplatz überwachen

lässt, umfassende Optimierungen des Guss- und

Das erfolgreiche Team von ETA d.o.o. Cerkno in Slowenien (Foto von links):

Božo Erjavec (Designer-Entwickler Energie), Pavel Lapanja (Prozess führer

Gießerei), Marinka Brelih (Designer-Entwickler Umwelt und Qualität),

Damjan Celik, ̌ (Leiter der Instandhaltung), Igor Skok (Leiter der Gießerei).

Fotos: E.G.O.-Gruppe

Schmelzprozesses. Absaugungssystem, Druckluftversorgung

und Abwärmenutzung wurden verbessert,

um Energie einzusparen. Durch eine optimierte Zusammensetzung

des Gießereisands entsteht nun unter

anderem weniger Abfall. Die Umstellung auf einen

lokalen Sandlieferanten führte zu deutlichen

CO 2

-Einsparungen bei den Transporten. Darüber hinaus

schonen weitere Maßnahmen die Ressourcen: Die

Metallpartikel aus dem Gießereialtsand werden inzwischen

zurück in den Prozess gelenkt und wieder eingeschmolzen.

Auch Hydrauliköl und Wasser können

dank verschiedener Anpassungen in den Kreislauf zurückgeführt

werden: Gebrauchtes Hydrauliköl wird gefiltert

und zur Kühlung von Maschinen in der Gießerei

verwendet. Abwasser wird aufbereitet (entkalkt und

gereinigt), sodass das Wasser wiederverwendet werden

kann und nur der übrigbleibende Schlamm entsorgt

werden muss. Mit diesen Maßnahmen spart ETA

jährlich insgesamt 296 Tonnen CO 2

, 1400 Kubikmeter

Wasser sowie weitere Kosten.

Den zweiten Platz sicherte sich E.G.O. Austria Elektrogeräte

Ges.m.b.H., in-dem es in drei Projekten die

Umweltauswirkungen der Isolier- und Trennringfertigung

verringerte: Durch geschicktes Verpacken wurden

Transporte eingespart, ein Ofen vom Dauer- in den

Intervallbetrieb überführt und außerdem Materialeinsatz

und Abfallaufkommen reduziert.

Das Bewusstsein schärfen

„Es ist nicht die eine große Aktion, die unseren Planeten

am Ende rettet“, sagt Thomas Kohlbauer, Chief Operating

Officer der E.G.O.-Gruppe, der den Award beim

International Operations Meeting (IOM) in Bologna,

Italien, übergeben hatte. „Vielmehr sind es die vielen

kleinen Veränderungen rund um den Globus, die wichtig

sind. Es muss ein Umdenken stattfinden, das Bewusstsein

geschärft werden für einen respektvolleren

Umgang mit der Erde“, so Kohlbauer weiter. Genau das

ist die Intention, die hinter dem E.G.O. Planet Award

steckt: Das Bewusstsein für die Auswirkungen des eigenen

Tuns schaffen und einen Ansporn für nachhaltiges

Arbeiten geben.

Die Idee geht auf

Inzwischen meldet zum Beispiel das Team von E.G.O.

Appliance Controls, S.L.U. (EAC, Spanien) erneut weitere

Verbesserungen. Das Team des spanischen E.G.O.

110 KÜCHENPLANER 9/2022


Standorts hatte mit verschiedenen Maßnahmen zur

Wassereinsparung den dritten Platz beim E.G.O. Planet

Award erreicht. Motiviert durch diesen Erfolg wurden

dort bereits weitere Aktionen umgesetzt. Zum Beispiel

wird das Kondenswasser aus Klimaanlagen aufgefangen,

gereinigt und genutzt. So konnten allein innerhalb

eines Monats bereits 16 000 Liter Wasser gewonnen

werden. Ein wichtiger Beitrag in einer von

Wasserknappheit geprägten Region.

„Auch von anderen E.G.O.-Standorten hört man, dass

sich die Mitarbeiter vor Ort Gedanken machen“, berichtet

das Unternehmen. Es bleibe also spannend, wer

2022 das Rennen machen wird und den E.G.O. Planet

Award mit nach Hause nehmen darf.

Weitere Infos zum Thema

Mehr über den E.G.O. Planet Award und weitere Informationen

zur Nachhaltigkeitsarbeit der E.G.O.-Gruppe

gibt es auf der Firmenwebsite unter https://www.egoproducts.com/de/infothek/news-presse

und im Nachhaltigkeitsbericht

„A.I.R.“ der BLANC & FISCHER Familienholding

und ihren Unternehmensgruppen, zu denen

auch die E.G.O.-Gruppe zählt. Diesen finden Sie im Internet

unter https://www.blanc-fischer.com/nachhaltigkeit

oder als digitales Magazin über folgenden Link:

https://sustainability.blanc-fi- scher.com/

Thomas Kohlbauer (Chief Operating Officer der E.G.O.- Gruppe; Foto Mitte),

gratuliert Robert Vuga (Managing Director des Standorts ETA, links) und

Andrej Grah (Managing Director Operations ETA, rechts) zum E.G.O. Planet

Award 2021.

Größte Photovoltaik-Anlage in ganz Spanien

Im vergangenen Jahr 2021 investierte das

international tätige Familienunternehmen

Cosentino, Hersteller von Oberflächen

wie „Silestone“ und „Dekton“, rund

105 Mio. Euro. Und das vorrangig in die

Förderung der Kreislaufwirtschaft und

effizientere Produktionsverfahren. Aber

auch in Ausbildung und soziale Maßnahmen.

Der Bericht über die aktuellen Investitionsmaßnahmen

beleuchtet die Entwicklungen

gemäß der ESG-Kriterien. Der

Begriff „ESG“ steht für Standard nachhaltiger

Anlagen. Zirkuläre Wirtschaft sei

aktuell ein strategische Investitions- und

Innovationsfelder für das Unternehmen

mit Hauptsitz im andalusischen Cantoria.

Was auch für das neue Energiemodell gelte.

Die Maßnahmen, die sich daraus ableiten,

sind konkret: Das Brauchwasser

werde nun vollständig aufgefangen, aufbereitet

und zu 99 % wieder verwendet.

Auch 400 000 Tonnen industrielle Abfälle

wurden 2021 erneut aufbereitet. Mehr

als drei Millionen Quadratmeter Platten

wurden demnach mit recycelten Materialien

gefertigt (+ 26 %). Das entspricht

rund einem Drittel der Gesamtproduktionsmenge.

Foto: Cosentino

Auf Cosentinos Firmengelände in der Sierra Südspaniens entsteht die größte selbstgenutzte

Photovoltaikanlage des Landes. Die 37 000 Solarmodule haben laut Unternehmen

eine Energieerzeugungskapazität von etwa 34 GWH/Jahr.

Im Produktionsprozess sind Systeme

zur Wärmerückgewinnung im Einsatz.

Zudem setzt Cosentino bereits seit 2015 zu

100 % auf Strom aus erneuerbaren Quellen.

Solarenergie produziere das Unternehmen

zunehmend selbst. Auf dem Firmengelände

in der Sierra Südspaniens

entsteht die größte selbstgenutzte Photovoltaikanlage

des Landes. Die 37 000 Solarmodule

haben eine Spitzenleistung von

20 MW und eine Energieerzeugungskapazität

von etwa 34 GWH/Jahr.

9/2022 KÜCHENPLANER 111


Küchendesign

Vorher war es ein unscheinbarer verwinkelter

Raum mit Stützsäulen und

Nischen: das Gewinner-Projekt beim

Wettbewerb von DER KREIS stammt

vom Studio moebelplus aus Mühlau.

112 KÜCHENPLANER 9/2022


Ausgezeichnete Planungen

Bei DER KREIS und KÜCHENRING sind es die „Küchenspezialisten des Jahres“,

bei der MHK Group „Die schönsten Küchen Deutschlands“. Planungswettbewerbe

haben in den Verbundgruppen Tradition. Und werden auf den Tagungen und

Kongressen ebenso gern angenommen wie gefeiert.

Foto: DER KREIS

9/2022 KÜCHENPLANER 113


Küchendesign

Platz 1: moebelplus aus Mühlau. (DER KREIS)

Platz 2: Kilgus-Küchen aus Waiblingen. (DER KREIS)

Platz 3: Küche Holz Design Böhner aus Bindlach. (DER KREIS)

Fotos: DER KREIS

So ist die Preisverleihung zum erwähnten „Küchenspezialist

des Jahres“ beim Kongress von DER KREIS

eins der Highlights. In diesem Jahr wurden die Preise

Anfang Mai beim „Hanseatischen Fest“ verliehen. Bewertet

wurden von der Jury vorab die anonymisierten

Küchen-Projekte per Bewertungsbogen mit Punktesystem,

unter anderem mit Blick auf die Kreativität bei der

Einbindung in die bestehende Raumsituation, die Umsetzung

besonderer Kundenwünsche und technische

Detaillösungen. Diese Einzelwertungen wurden zum

Schluss in eine Gesamtwertung überführt und so das

Gewinnerprojekt ermittelt. Als fachkundige Jury aktiv:

Prof. Sandra Bruns (Technische Hochschule Ostwestfalen/Lippe

– Detmolder Schule für Architektur

und Innenarchitektur), Yvonne Davy (Chefredakteurin

küche + architektur) Sabine Gantzkow (Schulleiterin

Fachschule des Möbelhandels) und Stephan Wörwag

(Rechtsanwalt DER KREIS Systemverbund).

Das Gewinner-Projekt – und mit Platz 1 ausgezeichnet

– entstammt dem „Reißbrett“ von moebelplus aus

Mühlau: „Aus einem unscheinbaren verwinkelten

Raum mit Stützsäulen und Nischen wurde ein perfekter

Küchen-/Wohntraum kreiert“, meinte die Jury.

Und weiter: „Nischen, Dachschrägen und Säulen wurden

in die Planung einbezogen und verschmelzen

formschön im Küchendesign. Die Holzakzente greifen

die bestehende Eichentreppe und den Boden auf und

verleihen dem Raum ein harmonisch wohnliches Ambiente.

Ob Essplatz mit halbrunder Sitzbank, Recamiere

oder die Sitzfläche unter dem Fenster - in dieser Küche

findet jeder seinen Lieblingsplatz.“

Die Planung und Umsetzung der Zweitplatzierten,

Kilgus-Küchen aus Waiblingen, besticht durch das

gelungene Gesamtkonzept. Es sei eine Symbiose aus

Tradition und Moderne mit harmonischem Einsatz

von Materialien und zurückhaltenden Farben. Das Typische

des 150 Jahre alten Fachwerkhauses blieb nicht

nur erhalten, es wird durch das klare unaufdringliche

Design und die Transparenz des Spritzschutzes noch

unterstrichen.

Der interne Arbeitstitel für die drittplatzierte Küchenplanung

von Küche Holz Design Böhner aus

Bindlach lautete: „Von Knolli-Bolli zum Design“. Denn

die Aufgabenstellung für die Küchenprofis lautete, einen

altmodisch ausgestatteten Raum in einen neuzeitlichen

Lebensbereich zu wandeln, in dem die Küche

im Mittelpunkt des Lebens steht. Erfrischend anders

kommen die waldgrünen Küchenfronten daher. Die

klaren Linien und das schnörkellose Design verleihen

dem Raum einen ganz neuen aufgeräumten Charakter.

In Kombination mit den Kontrasten in Eiche und dem

Fischgrät-Parkett wirkt die Gestaltung dennoch sehr

warm und wohnlich.

In Raumgrößen unterteilt

„And the winner is . . .“ hieß es auch bei der Küchenring-Jahreshauptversammlung

in Leipzig. Das Besondere

bei diesem Wettbewerb: Damit die Planungen auf

Augenhöhe vergleichbar sind, orientieren sich die Kategorien

an drei Raumgrößen. Die ausgezeichneten Gewinner

sind Johan Küchen aus Thalheim bei Wels

(Kategorie bis 12 m 2 ), La Cucina aus Schweinfurt (bis

20 m 2 ) und Küchen Exklusiv aus Quakenbrück (ab

114 KÜCHENPLANER 9/2022


20 m 2 ). Bei allen Prämierten war die Freude groß über

das gemeinsam Erreichte.

Auch die Küchenring-Jury formulierte eine Begründung:

„Während das oberösterreichische Unternehmen

Johan Küchen auf zeitloses Design in charismatischer

Farb- und Formensprache setzt und dabei authentisch,

funktionell sowie auf natürliche Weise die Persönlichkeit

ihrer Kunden zum Ausdruck bringen möchte, betont

La Cucina, dass die Küche mehr und mehr zum

zentralen Ort der Kommunikation wird und dass der

bayrische Küchenspezialist für seine Kunden ein persönliches

„Wohlfühlklima“ schaffen möchten. Küchen

Exklusiv schließlich verweist nicht nur auf ein außerordentliches

Angebot an Küchen, das in attraktiver Weise

in seinem neuen Firmengebäude präsentiert wird,

sondern bietet seinen Kunden auch modernste Planungstechniken,

u. a. mit Hilfe von 3D-Modellen.“ Für

die drei ausgezeichneten Betriebe gab es Gewinnerpakete

mit einem versandfertigen Pressebericht und eine

hochwertig auf Glas gedruckte Urkunde. Ebenso eine

Werbeanzeige und Einklinker für Prospektwerbung

und ein digitales Siegel für die Website.

Das „Goldene Dreieck“

Um das „Goldene Dreieck“ geht es schon seit 18 Jahren

bei den Hauptversammlungen der MHK Group. Damit

werden „Deutschlands ideenreichste Küchenplanungen“

gewürdigt. Seit 9 Jahren gilt dies auch fürs

Bad. Wobei fairerweise gesagt werden muss, dass der

Wettbewerb natürlich verbundgruppenintern angelegt

ist. Aber „die schönste MHK-Küche des Jahres“ ist

auch schon was. Organisiert und veranstaltet wird der

Wettbewerb von musterhaus küchen Fachgeschäfte, interdomus

Haustechnik und der Publikumszeitschrift

„Zuhause Wohnen“. Traditionell entscheidet eine prominente

Jury über die Nominierungen, die in das Rennen

um den Titel geschickt werden. Über die Platzierungen

selbst wird im Rahmen der MHK-Hauptversammlung

schließlich im Livevoting durch das Fachpublikum entschieden.

Da die MHK Group ihre Veranstaltung erneut

pandemiebedingt absagen musste, entschied in

diesem Jahr eine Fachjury über die Platzierung.

Auf Platz 1 wählte die Fachjury die Planung von Arne

Jansen, Inhaber des gleichnamigen Küchenstudios in

Salzkotten (gemeinsam mit Hausplanerin Stefanie

Stelter), eine Küche, die – ganz ohne Schnickschnack

– einen Kontrast zum turbulenten Familienleben bildet.

Die Küche fügt sich perfekt in die Glasarchitektur

des Hauses ein. Der Blick nach draußen hat hier

Priorität. So ermöglicht ein „Durchkuck“ in der sonst

flächenbündigen Front aus raumhohen Schränken, die

jede Menge Stauraum bieten, den Blick von der Haustür

auf Spielplatz und See. Fast unsichtbar sind hingegen

die Geräte mit spiegelnden Glasfronten, Digitaldisplays

und schwarzem Griff. Kommunikativer und

kulinarischer Mittelpunkt ist die Halbinsel, die – nur

auf einem kleinen Fuß stehend – zu schweben scheint.

Neben dem Kochfeld bietet die Arbeitsfläche aus weißem

Mineralwerkstoff, die einen Kontrast zu den dunkelgrauen

Fronten setzt, jede Menge Platz zum Schnippeln

und Rühren. Besonderer Clou: Die Tresenplatte,

die zum Plaudern bei einem Kaffee einlädt, liegt nicht

auf, sondern ragt seitlich aus dem Korpus heraus. Kom-

Fotos: Küchenring

Sieger bis 12 m 2 : Johan Küchen aus Thalheim bei Wels. (Küchenring)

Sieger bis 20 m 2 : La Cucina aus Schweinfurt. (Küchenring)

Sieger ab 20 m 2 :

Küchen Exklusiv

aus Quakenbrück.

(Küchenring)

9/2022 KÜCHENPLANER 115


Küchendesign

Fotos: MHK

1. Platz: Arne Jansen, Küchen-Studio Jansen, Salzkotten, gemeinsam mit Hausplanerin

Stefanie Stelter. (MHK)

2. Platz: Dierk Dickmann, Dickmann

Küchen, Kirchheim unter Teck. (MHK)

4. Platz: Björn Thiele und

Andi Walther, Küchenhalle,

Winnenden. (MHK)

plettiert wird die Uförmig geplante Küche durch den

Spülenbereich, der mit Spüle und Armatur in Schwarz

für Kontrast sorgt. Ein getönter Spiegel dahinter sowie

Pendelleuchten unterstreichen die wohnliche Linie. Fazit

der Jury: „Einbauküche auf die moderne Art – im Dialog

mit der Architektur und im Einklang mit den Anforderungen

der Bewohner.“

So etwas hat nicht jeder: ein Aquarium, das über der

Spüle eingebaut ist. Möglich macht das der Hauswirtschaftsraum

hinter der Küchenzeile: Er brachte Planer

Dierk Dickmann, Inhaber Küchen Dickmann in Kirchheim

unter Teck, auf die ungewöhnliche Idee – und

seine Planung auf Platz 2. Der Eingang in den Hauswirtschaftsraum

selbst ist quasi unsichtbar, denn er

gleicht einer Schranktür in der komplett mit Möbeln

gefüllten Wand. Dass sie so harmonisch und ausgewogen

wirkt, ist das Resultat eines millimetergenauen

Entwurfs – von der Schattenfuge unter der Decke bis

hin zur symmetrischen Gestaltung der Fassade mit

zwei Back öfen und der Nische mit Spüle. Die Kochinsel

gegenüber hat extra keinen Essplatz erhalten, da ein

großer Tisch gleich nebenan steht. Das seidenmatte

Schwarz der Fronten lässt die Küche optisch zurücktreten,

die Arbeitsflächen aus Eiche setzen einen gemütlichen

Akzent. Fazit: „Schlicht, funktional und aufgeräumt

– alles klar fürs kulinarische Familienleben

mit Unterhaltungsprogramm der besonderen Art.“

Genuss unterm Giebel planten Jürgen Herty und

Claudia Frey von Frey Küchenzentrum und Innenausbau

in Kandel (zwischen Landau und Karlsruhe). Die

offene Wohnküche einer Dachgeschosswohnung belegte

Platz 3 und überzeugte unter anderem durch die

handwerkliche Arbeit, denn um die Schränke unter

der Schräge an- und einzupassen, war eine perfekte

Planung gefragt. Zusätzlich entstanden in der hauseigenen

Schreinerei das Weinregal, die Stauraum-

Sitzbank und die runde Tresenplatte aus massiver

Eiche. Im Wechselspiel zu den weißen grifflosen Möbeln

an der Stirnseite des Raumes steht die Insel mit

ihren schwarzen Fronten und der Spüle. Arbeitsplatte

und Nischenverkleidung bestehen aus demselben

dunklen Naturstein. Diese Farbigkeit setzt sich wie

ein Band in den schwarzen Bodenfliesen und der Insel

fort und grenzt den Kochbereich optisch ab. Fazit der

116 KÜCHENPLANER 9/2022


3. Platz: Jürgen Herty und Claudia Frey, Frey Küchenzentrum und Innenausbau, Kandel-

Minderlachen. (MHK)

5. Platz: Stephanie Roggenhofer

und Norbert Beierlein, Küchenstudio

Spies, Hemau. (MHK)

Jury: „Raffinierter Farbeffekt – im wohnlichen Umfeld

mit Weiß und Holz bildet die dunkel gestaltete Kochzone

das Herzstück.“

Platz 4 ging an Björn Thiele und Andi Walther von

der Küchenhalle in Winnenden. Die Jury überzeugte

das Konzept „Alles aus einem Guss“, denn die Möbelfronten

der Küche verkleiden auch die Wände und

Schränke im Flur sowie die Tür zum Gästebad. Als

Farbe für Möbel und Armatur kam nur Weiß infrage.

Als Kontrast in Schwarz dienen die Grifffuge sowie Arbeitsplatte

und Nischenrückwand aus Keramik. Dadurch

wirkt das schmale Haus viel großzügiger. Trotzdem

bietet die klassische U-Küche viel Stauraum. Und

wenn gekocht wird, kommen die Pop-up-Möbel zum

Einsatz, damit sich trotz des begrenzten Platzes jemand

zum Plaudern dazusetzen kann. Abends wird

der Elektrokamin zum spektakulären – und wärmespendenden

– Blickfang. Er korrespondiert mit den

verspielten Leuchten an der abgehängten Decke. Fazit

der Jury: „Immer an der Wand entlang – eine klassische

U-Küche wächst als cleverer Innenausbau mit

einem Tiny-Essplatz am Kamin über sich hinaus.“

Offen mit Struktur präsentiert sich die Küche auf

Platz 5, geplant von Stephanie Roggenhofer und

Norbert Beierlein von Spies, Küchen & Innenausbau, in

Hemau. Die Küche ist Teil des offenen Livingbereichs

mit großem Esstisch. Raumhohe Schränke mit Backofen

& Co. nehmen die Stirnseite des Raumes ein. Dass in die

Möbelfront die Türen zu einem Arbeitszimmer und in

eine Schmutzküche integriert sind, sieht man erst, wenn

sie geöffnet sind. Bis auf eine Nische, in der eine Kaffeebar

in Szene gesetzt ist, gibt es keine Ablagen. Quer davor

steht eine Kochinsel mit Spüle und Stauraum zu beiden

Seiten. Das komplette Ensemble mit matt-schwarzer

Oberfläche wirkt monolithisch, in Richtung Wohnbereich

wurde auf einen Sockel und auf Griffe verzichtet.

In diesem puren Umfeld und im Kontext mit den lässigen

Industrieleuchten kommt der lebhaft gemaserte

Naturstein von Arbeitsplatte und Rückwand besonders

gut zur Geltung. Fazit: „Cooles Bar-Feeling – für Espresso

& Co. gibt es eine Bühne, der Rest der Küche bleibt undercover.

Der Clou: die Geheimtür auch ins Homeoffice.“

Dirk Biermann

9/2022 KÜCHENPLANER 117


Badplanung

Das Bad gehört

jetzt auch dazu

Von Sybille Hilgert

Die Badbranche hat es sich schon seit vielen

Jahren auf die Fahnen geschrieben: Das Bad

hat sich von der ungeliebten Nasszelle zum

Wellness-Tempel entwickelt. Davon profitieren

auch andere Branchen: Für Küchenmöbel-

Produzenten hat sich der Bereich Bad zum

attraktiven Geschäftszweig entwickelt.

Dabei ist das Bad nur ein Bereich neben Räumen wie Wohnzimmer,

Flur, Esszimmer oder Hauswirtschaftsraum. So können

Wohnräume aus einem Guss, abgestimmt in Farbe und

Material geplant und eingerichtet werden. Dank umfassender

Komplett-Programme können Küchenstudios heute den kompletten

Wohnbereich und auch das Bad einrichten. Die Küchenstudios

freut es und ihre Kundinnen und Kunden auch.

Denn die einen profitieren vom Zusatzgeschäft und Kundenbindungs-Möglichkeiten,

die anderen können sich neben der

Küche auch gleich noch das Bad aus einer Hand neu ausstatten

lassen. Das spart Zeit und ist äußerst komfortabel.

Kompetenz für die Wellness-Zone

Es verwundert, dass das Thema erst in den letzten Jahren richtig

Fahrt aufgenommen hat, denn mit ihrem Know-how sind

Küchenmöbel-Hersteller für die Ausstattung von Bädern und

anderen Wohn- und Lebensbereichen mit Möbeln geradezu prädestiniert.

Und so müssen ihre Kollektionen den Vergleich mit

den Produkten der expliziten Badmöbelhersteller nicht scheuen.

Trend vs. Wirklichkeit

Doch was wird im Küchenhandel wirklich nachgefragt? Welche

Badmöbel finden sich in den Küchenstudios wieder? Das

wollten wir von einigen Herstellern wissen. Welche Entwicklungen

im Bad gerade aktuell ist, verriet uns Trendexperte

Frank A. Reinhardt im Interview. Darüber hinaus hat er für

uns auch sechs allgemeine Wohntrends formuliert. Ganz vorne

sieht er das Thema „Multifunktionalität“. Dieser Trend kommt

aus Asien, wo der knappe Wohnraum perfekt genutzt werden

muss. Klar ist, dass Nachhaltigkeit ein weiterhin bestimmendes

Thema ist. „Green Luxury“ nennt Frank A. Reinhardt

diesen Trend, der übrigens nicht von den Herstellern, sondern

von Kundinnen und Kunden ausgeht. Das haben auch die Küchen-

und Badmöbel-Hersteller verstanden und punkten mit

zahlreichen Zertifikaten und z. T. sogar mit CO 2

-positiven Produktionen.

Die Küche steht für den Kölner Trend experten in

Zukunft noch mehr im Zentrum der Wohnung oder des Hauses

und wird zur „Schaltzentrale“ für die Haussteuerung. Ob sich

der Trend zum „Wohnen im Loft“ in Zeiten von Wohnungsknappheit

und Energiekrise allerdings durchsetzt, scheint uns

eher fraglich.

Foto: Biermann

118 KÜCHENPLANER 9/2022


9/2022 KÜCHENPLANER 119


Badplanung

Trends

Nachhaltig,

farbig, natürlich

Die Ansprüche an ein modernes Bad sind hoch.

Es soll Rückzugsmöglichkeiten und Entspannung

bieten, wohnlich und möglichst nachhaltig sein –

so sagt es die Vereinigung Deutsche Sanitärwirtschaft

(VDS) in ihrer Trendanalyse.

Im Bad sind viele Einrichtungsprodukte, wie

etwa die Sanitärkeramik, schon „von Natur aus“

nachhaltig. Doch nicht nur die Produkte, sondern

das komplette Ambiente sollen nachhaltig

sein. Das heißt, dass die Badgestaltung möglichst

zeitlos sein muss. Und das funktioniert über eine

durchdachte Planung und den Einsatz von zeitlosem,

minimalistischem Design. Wer Abwechslung

benötigt, kann die Dekorationen wechseln

oder mit Farbgestaltungen spielen.

A propos Farbe. Die ist im Bad angesagt wie

seit Jahren nicht mehr und hat sich zu einem

wichtigen Gestaltungsmittel entwickelt. Das ist

kein Wunder, denn wer hat heute noch Lust auf

ein steriles, komplett weißes Bad? Dementsprechend

werden Wände und Fliesen farbiger. Aber

auch Badmöbel können mit farbigen Fronten bei

der Farbgestaltung eine wichtige Rolle spielen.

Abgesehen von den ausdrucksstärkeren Tönen

steht die Nichtfarbe Schwarz hoch im Kurs. Denn

dunkle Töne sind die ideale Basis für eine Kombination

mit bunten Farben und sorgen für Kontraste.

Auch mit Ganzglas-Duschen lassen sich Badezimmer

farbig gestalten. Es gibt sie nämlich nicht

nur mit transparenten Flächen, in der Milchglasoder

Siebdruckvariante. Durchgefärbte Gläser

können mittlerweile als im Raum stehende Gestaltungsflächen

dienen.

Bei der Farbgestaltung feiert auch ein Trend

aus den 80er Jahren sein Comeback: Bi-Color.

Zwei Farben werden im Colour-Blocking-Modus

im harten Kontrast aneinandergesetzt. Das Prinzip

ist leicht auf Badezimmer-Möble zu übertragen,

denn diese sind in vielen Fällen individuell

zusammenstellbar.

Auf der einen Seite Farbe, auf der anderen Seite

Natürlichkeit. Badmöbel oder Konsolenplatten in

Echtholz vermitteln Wohnlichkeit und bringen ein

Stück Natur ins Bad. Das gilt auch für die Wandund

Bodengestaltung. Hochwertige Tapeten oder

Marmorverkleidungen, gespachtelte Wände sorgen

für Wohnlichkeit ebenso wie Parkett, das es

mittlerweile auch spritzwasserfest gibt. Der Einsatz

von natürlichen Materialien, wie zum Beispiel

von Öko-Putzen, Naturstein oder Holz, unterstützt

eine nachhaltige Badgestaltung. Und

wie in Wohnräumen halten auch im Bad Pflanzen

Einzug. So wird das Bad im wahrsten Sinne des

Wortes „grün“.

Foto: Axor

Matt lackiertes Schwarz auch bei Armaturen – hier aus der Axor-Kollektion.

Foto: Villeroy&Boch

Den Aufsatzwaschtisch „Artis“ gibt es in neun

verschiedenen Trendfarben.

Foto: Glassdouche

120 KÜCHENPLANER 9/2022


Foto: Kaldewei

Foto: burgbad

Badtrends auf einen Blick: Natur und Farbe ziehen ein. Hier inszeniert mit der Kollektion „Fiumo“ von burgbad.

Zweifarbige Designs sorgen für Eyecatcher-Effekte.

Bi-Color feiert ein Comeback.

Eine beleuchtete Rückwand aus farbigem Glas als

Gestaltungsmittel.

9/2022 KÜCHENPLANER 121


Badplanung

Das Bad im Küchenstudio

Als Orientierung und Wegweiser im Produktdschungel sind Trends nützlich und willkommen, auch

wenn sie manchmal abgehoben erscheinen. Doch wie sieht es in der Realität aus? Was ist gefragt?

Und spiegelt sich die Entwicklung im Küchenmöbel-Bereich im Badmöbel wider?

So flexibel

wie möglich

Badmöbel gehören bereits seit 1998 zur Produktpalette

von Bauformat. Im Handel ist vor allem die Serie

„Classic“ gefragt mit Badmöbeln, Waschtischen

und Zubehör in 35 Frontdekoren. Mit der Kollektion

„Visit“ ist badea im Gästebad-Bereich gut vertreten.

Waschbecken in unterschiedlichen Materialien

und Beckenformen komplettieren die Möbel.

Die neue grifflose Serie „Pure“ entstand auf Anregung

der Exportkollegen aus Holland und Belgien

und hat bereits den „Schöner Wohnen Award“ gewonnen.

Mit 35 Frontdekoren und neun Aufsatzwaschtischen

aus Keramik ist „Pure“ sehr flexibel

und bietet noch reichlich Ausbaupotenzial. Helle

und Holz-Dekore erfreuen sich nach wie vor hoher

Beliebtheit. Daher wurden auch drei weitere Holzdekore

ins Programm aufgenommen: „Ulme gekälkt“

sowie die Eichendekore „Natural Oak“ und

„Alpine Oak“. Ein weitere Nachfrage-Schwerpunkt

liegt auf matten Lacken und Fronten.

Puristisch, grifflos und zurückhaltend:

Die neue Badmöbelserie „Pure“

von badea.

Foto: badea

Am häufigsten nachgefragt bei Nolte SPA: Fronten in Weiß Hochglanz

Bedarfsgerechte

Produktpalette

2020 ging Küchenmöbelhersteller Nolte mit der Badmöbel-Vertriebsfirma

Nolte SPA an den Start. Was im Exportbereich 2019 begann, wurde sukzessive

auch für den heimischen Markt aufgebaut. Das aus der Küche bekannte

Sortiment im Raster „Matrix150“ wird auch im Badbereich angewendet,

die Küchenmöbel wurden um Spiegelschränke, Funktionsspiegel

und Highboards ergänzt. Die Korpusfarben sind innen wie außen dekorgleich.

Nolte SPA bietet etwa 30 Fronten. Zudem können die Möbel in ca. 19

Mattfarben gefertigt werden. Das Holzdekor „Chalet Eiche“ sei in den letzten

Monaten extrem erfolgreich, ebenso wie der Ton „Vulkan Eiche“. Laut

Vertriebsleiter Leif Frömmichen entsprechen die Trends im Bad in vielen

Bereichen denen in der Küche. Der Schwerpunkt im Bereich Fronten lag in

den letzten Jahren auf „Weiß Hochglanz“. Zunehmend werden auch matte

Fronten nachgefragt. Dazu kommt Schwarz in Kombination mit modernen

Hölzern wie Eiche. Möbel mit Griffleisten oder Griffspuren, ebenfalls ein

Trend aus dem Küchenbereich, werden ebenfalls immer beliebter.

Foto: Nolte SPA

9/2022


Lacklaminat in „Onyxgrau“

kombiniert mit Eiche. Wohnlich wird

es durch die offenen Regale.

Foto: Biermann

Vielseitige Gestaltungsmöglichkeiten

Im Oktober 2019 startete Sachsenküchen auf Kundenwunsch

mit der Vermarktung von Badmöbeln. Gab

es zunächst nur ein Konsolenprogramm sowie ein eigenes

Sortiment an Spiegelschränken mit entsprechenden

Beimöbeln, umfasst die Kollektion mittlerweile

komplette Waschplatz- und Badmöblierungen. Das

Badmöbelprogramm bietet die Dekorvielfalt aus dem

Küchenprogramm, gepaart mit den speziellen Anforderungen

aus dem Badbereich. Denn darauf legt das

Unternehmen Wert: Die Badmöbel sind keine „Küchenschränke“,

sondern speziell auf die Anforderungen im

Bad konzipierte „Spezialisten“ – komplett mit Wäschekörben,

offenen Regalen und Hochschränken oder perfekt

ausgestatteten Schminkplätzen.

Waschplätze mit geringer

Ausladung eignen sich für

kleine oder Gästebäder.

Foto: Nobilia

Ideal

für kleine Räume

nobilia ist im Bereich Bad schon länger aktiv, was sich auch

an einer zunehmenden Vielfalt von Ausstattungsvarianten

zeigt. Sie reichen vom exklusiven, modernen Wellness-Bad

über das großzügig geplante Familienbad im Landhaus-Look

bis zum gut ausgestatteten kompakten Bad oder Gäste-WC.

Letzteres ist – zusammen mit kleinen Bädern – eines der

Schwerpunktthemen bei nobilia. Waschtische und Schrankelemente

mit geringer Tiefe sind auch für schwierige Raumverhältnisse

gut geeignet. Die neuen Frontfarben und -dekore

zeigen sich von natürlichen Farben und Materialien

inspiriert. Das Farbspektrum reicht von einem warmen Vulkangrau

über farbige Unis in Mineralgrün und Fjordblau bis

zum zeitlos wirkenden Schiefergrau. Eine große die Auswahl

bei Spiegeln und Spiegelschränken, unter anderem Spiegel

mit LED-Beleuchtung, mit integrierter Ablage und in runder

Form ergänzt das Programm.

KÜCHENPLANER 123


Badplanung

Mit dem Waschtisch fängt alles an

Vom Kölner Trendforscher Frank A. Reinhardt wollten wir wissen, was im Bad gerade angesagt ist.

Küchenplaner: Herr Reinhardt, was hat das Bad

heute für einen Stellenwert im Haus?

Frank Reinhardt: Das Bad wird immer wichtiger, denn

in diesem Raum geht es schon lange nicht mehr nur

um die reine Hygiene. Dank eines besseren Körperbewusstseins

steigt auch die Aufenthaltsdauer, in der wir

das Bad nutzen. Das ist übrigens ganz unabhängig von

Geschlecht und Alter. Jugendliche verbringen hier viel

Zeit, und nicht nur Frauen, sondern auch Männer investieren

immer mehr Zeit in Körperpflege und Regeneration.

Dementsprechend wollen wir hier eine ebenso

gute Aufenthaltsqualität wie in Wohnzimmer oder

Küche. Das Bad darf anderen Räumen gegenüber kein

Qualitätsgefälle haben.

Der Anspruch an das Bad ist also gewachsen?

Auf jeden Fall. Dieser Trend war schon vor der Pandemie

zu beobachten. Eindrücke, die wir von Reisen im Ausland

oder Übernachtungen in Designhotels mitgebracht

haben, tragen dazu bei, dass unsere Ansprüche auch im

Privatbereich steigen. Das Thema Individualisierung ist

ein weiterer wichtiger Faktor. Das Bad soll genau auf

die Bedürfnisse von Nutzerin und Nutzer zugeschnitten

sein. Zudem wollen wir nicht nur unserem Körper

etwas Gutes tun, sondern uns mit einem Lifestyle-Bad

auch selbst darstellen. Das Bad ist ein Raum, in dem wir

uns erholen und unsere Batterien aufladen können. Wir

zeigen ihn aber auch stolz unseren Gästen.

Das sind wirklich ziemlich viele Ansprüche

an ein einzelnes Bad.

Deshalb ist es auch so schwierig, ein Bad gut zu planen.

Es gibt so viele unterschiedliche Nutzungsmöglichkeiten.

Morgens muss es schnell gehen, abends wollen

wir relaxen. Das funktioniert im Bad einfach ungestörter

als z. B. im Wohnzimmer.

Und je mehr Zeit im Bad verbracht wird, desto mehr

muss der Badplaner darauf eingehen. Es geht nicht

mehr nur um Waschtisch, WC und Dusche. Jetzt stehen

im Bad vielleicht auch eine Ruhebank, ein Sessel oder

ein Fitnessgerät.

Was ist die Basis eines gut geplanten Bades?

Der Waschplatz ist der zentrale Punkt und damit die

Ausgangsbasis für die Gestaltung. Bei der Platzierung

spielt der Verlauf der Leitungen eine Rolle, aber zum

Beispiel auch der Lichteinfall. Licht ist unterschätztes

Thema in der Badplanung. Auf diesem Feld tut sich einiges,

denn mit dem richtigen Licht lässt sich ein Bad

sehr gut inszenieren.

Zum Waschplatz gehören Armaturen, aber auch

Badmöbel. Diese gibt es mittlerweile in einer großen

Vielfalt an unterschiedlichen Materialqualitäten, Designs

und Dekoren bis hin zu Echtholz- und Massivholzmöbeln,

dazu kommen einige innovative Oberflächen.

Dem Gestaltungsspielraum sind hier kaum

Grenzen gesetzt.

Foto: Karsten Jipp

Der Kölner

Frank A. Reinhardt

ist Trendexperte

im Bereich

Wohnen

und Einrichten.

Als Jury-

Mitglied von

Design preisen

und als Referent

diverser

Branchenforen

gibt er sein

Wissen seit Jahren

an Professionals

der

Einrichtungsbranche

weiter.

124 KÜCHENPLANER 9/2022


Ist Stauraum so wichtig im Bad?

Ja, und zwar nicht nur aus praktischen Gründen. Zum

einen sehen vollgestellte Räume nicht gut aus. Deshalb

muss man Gebrauchsgegenstände in Schränken oder

Nischen verschwinden lassen – besonders, wenn die

Hygiene und damit die Reinigung so wichtig ist wie

im Badezimmer. Zum anderen gibt es eine neue Lust

am Dekorieren. Mit einer ausgewählten Dekoration

und Statement-Pieces drücken Badnutzerin und Badnutzer

ihre Persönlichkeit aus, werten aber auch das

Interior Designs auf. Durch einen Wechsel der Dekoration

kann das Erscheinungsbild des Bades komplett

geändert werden. Neue Farben bei Handtüchern oder

Accessoires können ohne große Baumaßnahmen für

eine komplett neue Optik sorgen.

Wie sehen die Farbtrends aus?

Wenn das Bad zum Lifestyle-Bad werden soll, dann

ist Farbe ganz wichtig. Das können warme Brauntöne

sein, die ein Gefühl der Geborgenheit und Wohnlichkeit

vermitteln, aber auch starke Farben. Seit der

ISH 2019 gibt es eine wahre Farbexplosion. Ich persönlich

befürworte das sehr. Aber bei der Gestaltung mit

Farbe braucht es viel Fingerspitzengefühl und Expertise.

Erfahrene Badplanerinnen und Badplaner arbeiten

deshalb gerne direkt vor Ort mit Farbmustern gleichen

sie mit den Lichtverhältnissen und dem Lichteinfall ab.

Auch bei Möbeloberflächen kann man mit Farben spielen.

Es muss ja nicht gleich die komplette Front farbig

sein.

Letztendlich geht es aber auch darum, ein Bad nicht

nur wohnlich zu gestalten, sondern auch so, dass man

es möglichst lange selbstständig nutzen kann. Das Bad

ist bei den meisten Handicaps der Schlüsselraum für

ein unabhängiges Leben. Gerade im Alter.

Dusche oder Wanne?

Wenn weniger Platz vorhanden ist, tendiere ich zu einer

großformatigen bodenebenen Dusche. Und zwar

nicht nur wegen des Duschvergnügens. Diese Modelle

öffnen den Raum optisch und lassen ihn großzügig

wirken. Duschabtrennungen können z. B. mit Siebdrucken

versehen werden und damit zur Wohnlichkeit

des Bades beitragen. Außerdem kann eine bodenebene

Dusche von der Familie bis ins hohe Alter genutzt

werden.

Was ist mit dem Thema Wellness?

Da ist die Wanne natürlich ein Klassiker. Eine freistehende

Wanne ist zudem ein Eyecatcher. Aber er benötigt

viel Platz, um wirken zu können. Whirlwannen

halte ich im Privatbereich für eine interessante Wellness-Lösung.

Eine gute Ergänzung können auch eine

Sauna oder eine Infrarot-Kabine (ideal bei Muskelverspannungen)

sein. Zum Thema Wellness gehört für

mich auch ein Dusch-WC. Zum einen ist es in Sachen

Hygiene nicht zu toppen, zum anderen ist es auch in

Sachen Nachhaltigkeit ein vorbildliches Produkt. Denn

auf die Nutzung von Toilettenpapier kann hier weitestgehend

verzichtet werden.

Soweit die Produkte.

Wie sieht es mit Materialien aus?

Nachhaltige Materialien wie Holz sind auch in der Badgestaltung

angesagt. Aber im Bad muss man auf Temperaturen

und Feuchtigkeit achten, weshalb es bei der

Raumausstattung manchmal besser ist, sich auf feuchtigkeitsunempfindliche,

klassische Materialien zu beschränken.

Es gibt zwar mittlerweile auch Parkett für

das Bad, aber manchmal sind hochwertige Fliesen, die

den Holzlook fast naturgetreu imitieren, die bessere

Wahl. Bei den Badmöbeln ist – je nach Platzierung –

auch der Einsatz von hochwertigen Echtholzmöbeln

problemlos.

Gibt es tatsächlich

so viele renovierungsbedürftige Bäder?

Wir haben einen großen Renovierungsstau. Das legen

die Ergebnisse einer diesbezüglichen Befragung im

Auftrag der Vereinigung Deutsche Sanitärwirtschaft

e.V. (VDS) nahe. Demnach beabsichtigen 16,7 Millionen

Bundesbürger, zeitnah in ihr Bad zu investieren.

6,2 Millionen Deutsche planen sogar eine Genralüberholung.

Und es ist einfach so, dass Bauherren, die fast

20 Jahre lang kaum Kapital ins eigene Bad investiert

haben, stark von der enormen technologischen Entwicklung

der Sanitärprodukte in den letzten Jahren

profitieren – seien es wassersparende Armaturen, innovative

Oberflächen oder ein pflegeleichtes WC ohne

Spülrand.

Gibt es denn ein allumfassendes Trendthema?

Das Thema „Green Bathroom“ ist absolut dominierend

– ausgehend von den Ansprüchen der Konsumentinnen

und Konsumenten. Die Herstellerseite war bei dem

Thema lange eher zurückhaltend. Dabei gibt es gerade

in der Sanitärindustrie zahlreiche nachhaltige und

langlebige Materialien. Übrigens ist auch ein minimalistisches

Design eine Möglichkeit, ein Bad zeitlos und

damit langlebig zu gestalten.

Können Küchenplaner Bäder planen?

Es sind einfach zwei komplett unterschiedliche Räume

mit unterschiedlichen Nutzungen. Die Gewerke

und Abläufe beim Einbau sind einfach grundverschieden,

und im Bad benötigt man m.E. jede Menge

Expertenwissen und Erfahrung auch im technischen

Bereich, wie zum Beispiel bei der Trinkwasserinstallation.

Zwar geht es bei beiden Räumen um das Element

Wasser, aber die beiden Welten sind sowohl hinsichtlich

der Technik als auch in Bezug auf Ergonomie und

Planung nicht verschränkt.

Aber letztendlich brauchen wir sowohl gute Küchenals

auch gute Badplaner, um den von Kundinnen und

Kunden gewünschten und angesagten Lifestyle in Bad

und Küche zu bringen. Die Hersteller zumindest haben

dafür ein riesiges Portfolio.

Herr Reinhardt, herzlichen Dank für das Gespräch.

9/2022 KÜCHENPLANER 125


Unternehmen

Auch im zweiten Pandemie-Jahr hielt der

Cocooning-Effekt an: Starke Konsum investitionen

in das eigene Zuhause führten

wiederum zu einer hohen Nachfrage.

Fotos: Egger

Hohe

Umsätze,

konkrete

Sorgen

Für Holzwerkstoffhersteller

Egger war das Geschäfts jahr

2021/2022 von hohen Umsatzzuwächsen

geprägt. Gleichzeitig

dämpfen komplizierte Rahmenbedingungen

die Erwartungen.

Der Blick auf die wichtigsten Kennzahlen beeindruckt.

Die Egger Gruppe schloss das Geschäftsjahr mit einem

Umsatz von 4,23 Mrd. Euro. Das sind 37,4 % mehr als

im vorhergehenden Berichtszeitraum. Von allen Produktbereichen

erzielte der Bereich „Decorative Products“

(Produkte für den Möbel- und Innenausbau) mit

76,9 % den größten Umsatzanteil und liegt mit gerundet

3,47 Mrd. Euro um 36,6 % über dem Vorjahr. Die Division

„Flooring Products“ erwirtschaftete 506,9 Mio. Euro

(+ 13,4 %) und die Division „Building Products“ 534,7

Mio. Euro (+ 62,7 %). Weitere Kennzahlen im Überblick:

EBITDA 877,5 Mio. EUR (+ 41,0 %), EBITDA-Marge 20,7 %

(Vorjahr: 20,2 %); Eigenkapitalquote 50,9 % (42,0 %).

„Diese Ergebnissteigerung zeigt, dass wir einerseits die

Herausforderungen der nach wie vor anhaltenden Pandemie

gut bewältigt und zugleich die sich in unserer

Branche ergebenden Chancen sehr gut genützt haben“,

sagte Thomas Leissing, Gruppenleitung Finanzen/Verwaltung

und Sprecher der Gruppenleitung, im Rahmen

der Bilanzpressekonferenz des Unternehmens.

Ausnehmend herausfordernd“

Grundsätzlich bezeichnete das Unternehmen das abgelaufene

Geschäftsjahr als „ausnehmend herausfordernd“.

Die Gründe dafür sind wohlbekannt: Die andauernde

Corona-Pandemie sowie die dramatischen Entwicklungen

in der Ukraine, die sich massiv auf die globalen

Energie- und Rohstoffmärkte auswirken. Zur Situation

auf den Rohstoffmärkten sagt das Unternehmen: „Die

Geschehnisse in der Ukraine und deren Auswirkungen

auf die globalen Handelsströme führen aktuell zu einer

weiteren massiven Verschärfung der Verfügbarkeiten

sowie der Preisdynamik am Rohstoffmarkt. Egger verzeichnet

zudem einen enormen Energie- und Transportkostenanstieg.

Die zunehmende Nachfrage nach Holz,

dem wichtigsten Rohstoff für den Holzwerkstoffproduzenten,

führt zu zusätzlichem Kostendruck.“

Nie mehr produziert

Dennoch war die Produktnachfrage 21/22 hoch wie

nie. Das Unternehmen produzierte in den vergangenen

Monaten angesichts der starken Nachfrage Rekordmengen.

Mit 10,5 Mio. m³ Holzwerkstoffen und

Schnittholz verzeichnet die Unternehmensgruppe einen

Produktionshöchststand. Für die damit verbundenen

Umsatzzuwächse in allen Produktbereichen

macht die Gruppenleitung drei Hauptfaktoren aus:

das positive Marktumfeld für Säge- und Bauprodukte,

vor allem am nordamerikanischen Markt, Mengensteigerungen,

vor allem durch die neuesten Werke in

Biskupiec (PL) und Lexington, NC (US) und die durch

Kostendruck notwendigen Preissteigerungen. „Die positive

Entwicklung in diesem herausfordernden Umfeld

verdanken wir vor allem unseren rund 10 800

Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern“, so die Gruppenleitung

unisono.

Fast 300 Mio. Euro investiert

Insgesamt investierte die Unternehmensgruppe im

letzten Geschäftsjahr 293,6 Mio. Euro in ihre Produktionsstandorte.

Mit 194,5 Mio. Euro entfiel ein großer Anteil

auf den Ausbau des Stammsitzes in St. Johann in

Tirol (AT). Der Großteil der Summe sei mit dem Ziel verbunden,

„mit Recycling, Prozessoptimierung und Innovationen

die CO 2

-Emissionen zu reduzieren“.

Zwei Werke in Russland

Zum Ende des Geschäftsjahres zeichnete sich die dramatische

Entwicklung in der Ukraine ab. Egger ist mit

zwei Werken in Russland vertreten. Beide Fabriken

produzieren laut Unternehmen „unter Einhaltung aller

EU-Sanktionen für wirtschaftliche Beziehungen

zwischen den für Egger relevanten EU-Ländern und

Russland weiter“. Dafür seien eine strikte Compliance-

Struktur und ein Programm zur Einhaltung der EU-

126 KÜCHENPLANER 9/2022


Sanktionen eingerichtet worden. Die in Russland produzierten

Holzwerkstoffe werden demnach vor allem

vor Ort sowie in den angrenzenden sogenannten Stan-

Staaten verkauft.

Gedämpfte Erwartungen für die Zukunft

Für das Geschäftsjahr 2022/2023 seien die Ergebniserwartungen

der Egger Gruppe gedämpft. Auch hier sind

die Faktoren identisch mit denen der jüngeren Vergangenheit:

„Die Krise in der Ukraine, die volatilen Rohstoffmärkte,

die unsichere Energieversorgung, die

fortdauernde Corona-Pandemie und die steigende Inflation“.

Zudem ergeben sich laut Thomas Leissing für

das Unternehmen Unsicherheiten aus der Währungsentwicklung

in Russland, Argentinien und der Türkei.

„Diese Gemengelage gestaltet eine Vorausschau für die

nächsten Monate durchaus schwierig“, so der Finanzchef.

Dennoch prognostizierte er: „Für die gesamte Egger

Gruppe ist der Ausblick in der Umsatzentwicklung

gedämpft. Die anhaltend hohen Rohstoff- und Energiekosten

werden weiterhin zu einem hohen Preisniveau

der Produkte führen.“

Langfristige Beziehungen pflegen

Obwohl die Aussichten aktuell trüb seien, will das Unternehmen

an der Unternehmensstrategie festhalten

und „das stabile Wachstum aus eigener Kraft fortsetzen“.

„Wir konzentrieren uns weiterhin auf ein vielfältiges

Produktportfolio und Innovationen für unsere

Kunden, tätigen Investitionen in zusätzliche

Veredelungskapazitäten sowie in die Verbesserung

der Rohstoff- und Energiesituation und pflegen unsere

lang fristigen Lieferbeziehungen mit Kunden und Lieferanten“,

so Thomas Leissing.

Neubesetzung der Gruppenleitung

Im aktuellen Geschäftsjahr formiert sich das oberste

Führungsgremium des Holzwerkstoffherstellers

neu: Walter Schiegl trat nach mehr als 20 Jahren aus

der Gruppenleitung aus. Im Herbst 2022 wird er das

Aufsichtsratsmandat von Michael Egger übernehmen

und so die strategische Ausrichtung der Unternehmensgruppe

weiter mitgestalten. Michael Egger feiert

Ende August seinen 75. Geburtstag und wird sich anschließend

aus dem strategischen Gremium zurückziehen.

Die Position von Walter Schiegl als verantwortlicher

Gruppenleiter für Technik/Produktion übernimmt

Hannes Mitterweissacher. Frank Bölling ergänzt die

Gruppenleitung und verantwortet den Bereich Logistik.

Mit dieser Besetzung reagiere das Unternehmen

„auf die Potenziale und Entwicklungen im Bereich der

internen und externen Logistik“.

Ebenso wird nach vielen Jahren wieder ein Vertreter

der Familie Egger im operativen Management

der Egger Gruppe tätig sein: Michael Egger jun. übernimmt

die Agenden Marketing/Vertrieb von Ulrich

Bühler. Dieser wiederum wird dem Unternehmen erhalten

bleiben und Michael Egger jun. mit seiner langjährigen

Erfahrung und Expertise begleiten.

Gemeinsam mit Thomas Leissing und Michael

Egger jun. bilden Hannes Mitterweissacher und Frank

Bölling somit das neue Management-Team der Egger

Gruppe.

Die neu formierte Gruppenleitung von Egger berichtete von Rekorden bei Umsatz und Produktionsvolumen sowie

von mannigfaltigen herausfordernden Situationen (Foto von links): Thomas Leissing, Hannes Mitter weissacher,

Frank Bölling und Michael Egger jun.

9/2022 KÜCHENPLANER 127


Unternehmen

Foto: Rehau

Eröffnung in Visbeck (Foto von links): Gerd Meyer (Bürgermeister von Visbek), Lukas Bachmann (Werksleiter Visbek), Jürgen Werner

(Head of Interior Solutions), Uwe Böhlke (CEO Rehau Industries), Stephan May (Director Operations Interior Solutions), Thomas Ponater

(Director Interior Solutions), Marvin Schillmöller (Leiter Logistikzentrum im Werk Visbek), Alfred Meyer (IGZ Automation GmbH) und

Matthias Saroia, (Projektleiter).

Mehr Möglichkeiten, schnellerer Versand

Bereits seit Anfang der 1980er-Jahre ist

das Rehau-Werk im niedersächsischen

Visbek Werkstandort für die Fertigung

von Kantenbändern und Profilen für die

Möbelindustrie – zunächst ausschließlich

für die industrielle Fertigung. Als das Unternehmen

vor rund 20 Jahren sein Kantenbandangebot

für das Schreinerhandwerk

öffnete, konnte über den Fachhandel

ein Standardprogramm auch in kleinen

Mengen bezogen werden. Nun hat das Unternehmen

das Service- & Logistikzentrum

am Standort erweitert: Die Kunden

können ab sofort aus noch mehr Lagerartikeln

und zahlreichen Services rund

um die Kante auswählen. Der Versand

von Lagerware aus dem vollautomatisierten

Hochregallager erfolgt noch am selben

Tag.

Sortiment weiter ausgebaut

Bereits 2007 wurde in Visbek ein eigenes

Servicecenter für die Lagerkollektion errichtet.

Jetzt hat Rehau ein Großinvest getätigt

und seine Kapazitäten erneut ausgebaut:

Durch das neue, vollautomatisierte

Hochregallager und zusätzliche Serviceplätze

werden das Sortiment und Serviceangebot

nochmal erhöht. Jede Bestellung

aus dem Standardsortiment geht sofort in

die Kommissionierung und wird noch am

selben Tag versendet. Dank der digitalen

Vernetzung von Produktion und Logistik

am selben Standort gibt es für die Kunden

schnelle Verfügbarkeiten, mehr Lagerfläche

und eine höhere Geschwindigkeit

über die komplette Produktions-, Konfektions-

und Servicekette hinweg.

„Made in Germany“ für Europa

„Die Investition erweitert unsere Möglichkeiten

noch einmal erheblich, sodass

wir unsere Partner und Kunden von unserem

Service-Herzstück Visbek aus noch

effizienter unterstützen können – und

das europaweit, vom Innenarchitekten

in Lissabon bis hin zum Schreinerbetrieb

in Helsinki“, sagt Thomas Ponater,

Director of Marketing & Sales Interior für

die Division Interior Solutions in Europa.

Gleichzeitig sei der Ausbau ein klares

Signal für den Standort Deutschland.

„‚Made in Germany“ ist unser Qualitätsversprechen

und das Bekenntnis zu unseren

Wurzeln gleichermaßen.“ Das neue

Logistikcenter trägt zudem einen wichtigen

Beitrag in Sachen Nachhaltigkeit

bei: Lkw-Transporte für die Werkslogistik

können durch Prozessoptimierungen

deutlich reduziert werden. Das entspricht

einem Einsparungsvolumen an CO 2

-Ausstoß

von rund 62,5 Tonnen pro Jahr.

Am gleichen Tag versendet

Nicht nur die Kapazitäten und der Bestellprozess

sind Bestandteile des Erweiterungskonzeptes

in Visbek, auch das

Tempo erhöht sich: „Fertigung und Logistik

sind so gut miteinander vernetzt, Bestellungen

von Lagerware, die bis 16 Uhr

eingehen, werden noch am gleichen Tag

versendet. Individuelle Wünsche wie Kantenbreiten,

Längenzuschnitte ab einem

Meter, größerer Innenkern, unterschiedliche

Beschichtungen für die maschinelle

Verarbeitung inbegriffen“, bestätigt

Lukas Bachmann, Werkleiter des neuen

Logistikcenters.

128 KÜCHENPLANER 9/2022


In neue Spanplatten-Linie investiert

Der Holzwerkstoffkonzern Sonae Arauco ist international

aufgestellt. Mit zahlreichen Standorten weltweit. Einer

der strategische wichtigsten ist Beeskow in Brandenburg.

Hier investierte das Unternehmen mehr als 50 Mio.

Euro in eine Spanplatten-Produktionslinie. Eingeweiht

wurde die neue Spanplattenanlage Ende Mai im Beisein

zahlreicher Partnerunternehmen, Mitarbeitenden

sowie prominenten Gästen. Dazu zählte auch Brandenburgs

Ministerpräsident Dr. Dietmar Woidke. „Ich bin

stolz, dass wir hier heute zusammen eine bedeutende Investition

feiern. Sie ist Teil eines umfassenderen Investitionsplans,

der darauf abzielt, Effizienzen zu steigern

und Ressourcen zu schonen. Sie erweitert unser Angebot

an Holzwerkstofflösungen mit Mehrwert für unsere

Kunden und verstärkt das Engagement des Unternehmens

für die Nachhaltigkeit des Unternehmens und des

Planeten“, sagte Dr. Steffen Körner, Geschäftsführer der

Sonae Arauco Deutschland GmbH, in seiner Ansprache.

Großer Effizienzschritt

Arman Fatunz, Werksleiter von Sonae Arauco Beeskow,

ergänzt: "Wir freuen uns, dass wir die neue kontinuierliche

Spanplattenanlage unserer Gemeinde offiziell

vorstellen können. Diese Investition zeigt die Bedeutung

der Region für die Sonae Arauco Gruppe und

das Engagement sowohl für unsere Mitarbeitenden als

auch für die lokale Gemeinschaft. Und sie bedeutet einen

großen Schritt nach vorn hinsichtlich der Produktionseffizienz.

Wir sind nun in der Lage, noch bessere

Holzwerkstofflösungen zu produzieren und gleichzeitig

die Kohlenstoffemissionen zu reduzieren."

Von strategischer Bedeutung

Die Investition in die neue Anlage beläuft sich auf über

50 Mio. Euro und ist Teil des Projektes Beeskow „50+“,

das auf das mehr als 50-jährige Bestehen des Standortes

verweist und einen Ausblick auf die nächsten 50

Jahre gibt.

Die Inbetriebnahme des ersten Werks in Beeskow

geht auf das Jahr 1966 zurück. Heute ist der Standort

aufgrund seiner geografischen Lage, der Produktion

einer breiten Palette von Holzwerkstoffen und seines

großen Know-hows von strategischer Bedeutung für

das Unternehmen. Im Werk Sonae Arauco Beeskow

werden Spanplatten (PB), Mitteldichte Faserplatten

(MDF) sowie beschichtete Platten (MF, MDF und MFC)

hergestellt.

300 direkte Arbeitsplätze

Obwohl die Spanplattenanlage bereits im Juli 2020 in

Betrieb genommen wurde, war es aufgrund der Covid-

19-Pandemie erst jetzt möglich, die neue Produktionsanlage

feierlich zu eröffnen. Gegenwärtig sind im Werk

Beeskow 300 direkte Arbeitsplätze geschaffen worden.

Viele weitere indirekte Arbeitsplätze hängen ebenfalls

von der Tätigkeit des Werks ab.

Foto: Sonae Arauco

„Effizienzen

steigern und

Ressourcen

schonen.“

Dr. Steffen

Körner, Geschäftsführer

der

Sonae Arauco

Deutschland

GmbH.

9/2022 KÜCHENPLANER 129


Unternehmen

Beim Golfen das Netzwerk pflegen

Unter dem Motto „Küche trifft Golf“ hat KüchenTreff

eine Event-Reihe ins Leben gerufen. Damit will der

Verband zwei Trendthemen verknüpfen und dafür sorgen,

dass seine Händler ihre Markenreichweite in der

Region erhöhen. Zudem sollen im sportlichen Ambiente

die Möglichkeiten geschafften werden, neue Menschen

kennenlernen, darunter potenzielle Kundinnen

und Kunden, Mitarbeitende und Partner. Eine Idee,

die nicht nur bei den Mitgliedern von KüchenTreff auf

fruchtbaren Boden fiel: Eine Reihe illustrer Sponsoren

unterstützt die Event-Reihe, die Anfang Mai mit dem

ersten KüchenTreff After Work Golf Cup in Rostock

startete.

Sechs Händler sind gestartet

Bisher sind es sechs über die Bundesrepublik verteilte

KüchenTreff-Händler, die sich an der Aktion beteiligen.

An insgesamt 20 Terminen sind Interessierte dazu eingeladen,

ihr Handicap zu verbessern. Teilnehmen können

alle, die mögen. „Beim Golf hat sich in den letzten

Jahren ein enormer Imagewechsel vollzogen“, sagt

Franz Bahlmann, der ehemalige Geschäftsführer von

KüchenTreff, der die Idee zum Event hatte und es gemeinsam

mit der neuen Geschäftsführung aus Daniel

Borgstedt und Marko Steinmeier auf die Beine gestellt

hat. „Golf ist keine elitäre Veranstaltung mehr, sondern

ein Sport an der frischen Luft, an dem jede/jeder

Spaß haben kann. Das macht ihn zu einem perfekten

Netzwerk-Event.“

Regionale Bekanntheit steigern

Die teilnehmenden Küchenstudios sollen auf mehreren

Ebenen davon profitieren: Sie lernen potenzielle

Kundschaft kennen und haben einen Kommunikationsanlass

– was wiederum Reputation und regionale

Bekanntheit erhöhen kann. Auch für die sportlichen

Gäste lohne sich die Teilnahme. Wer sich bei den

Wettbewerben am besten schlägt, könne auf eine

hochwertige Prämie hoffen – zum Beispiel auf einen

Kühlschrank oder ein Topf-Set. Gewinne und Tee-Off-

Präsente kommen von namhaften Sponsoren wie Haier,

Bosch, Ozonos, hansgrohe, grünergriff, Sjöstrand und

WMF. Diese Unternehmen seien von der Golf-Event-

Idee so angetan gewesen, dass sie KüchenTreff dabei

unter die Arme griffen. Auch die Sponsoren sollen von

„Küche trifft Golf“ profitieren: „Der Küchenhandel ist

für sie ein wichtiger Markenbotschafter und das Sponsoring

verstärkt die gegenseitige Kooperation“, betont

der Verband.

Impulse geben

„Wir verbinden hier Sport mit Marketing und Netzwerk“,

sagt Franz Bahlmann. „Unsere Aufgaben als

Verband sind vielfältig. Wir sorgen für gute Einkaufskonditionen,

helfen beim Start in die Selbstständigkeit

und bei allen Aspekten, die für den erfolgreichen Betrieb

eines Küchenstudios wichtig sind – und wir geben

Impulse. Zum Beispiel mit ‚Küche trifft Golf‘.“

Foto: KüchenTreff

Beim „After

Work Cup“ in

Dresden (Foto

von links):

Franz Bahlmann

(KüchenTreff),

Irene Gotas

(grünergriff),

Dana Wetendorf

(City Küchen

Dresden) und

Michael Heinke.

130 KÜCHENPLANER 9/2022


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9/2022 KÜCHENPLANER 131

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