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Möbel 19. Jh. & Gemälde 19./20. Jh.

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ONE OF THE LEADING<br />

AUCTION HOUSES<br />

IN EUROPE<br />

CATALOGUE V<br />

19TH CENTURY FURNITURE &<br />

19TH/20TH CENTURY PAINTINGS<br />

Auctions: Thursday, 22 September 2022<br />

Exhibition: Saturday, 17 September – Tuesday, 20 September 2022


19TH CENTURY<br />

F U R N I T U R E


590<br />

SEKRETÄR IM LOUIS XVI-STIL MIT DARSTELLUNG<br />

EINER SZENE DER COMMEDIA DELL‘ ARTE<br />

(WEITERE ABB. FOLGENDE SEITEN)<br />

Höhe: 142 cm.<br />

Breite: 68 cm.<br />

Tiefe: 40 cm.<br />

Gestempelt „CH Winckelsen“ für Charles-Guillaume<br />

Winckelsen (1812-1871) sowie „G. Trollope & Sons“.<br />

Paris, um 1866.<br />

Über konisch auslaufenden, Ormolu-beschlagenen<br />

Füßen, die zusammengeführt werden durch ein<br />

Knotentableau, welches von einer Vase überhöht<br />

wird, der einschübige, durch Druckmechanismus<br />

auszulösende Korpus, über kannelierten und Ormoluverzierten<br />

Beinen ruhend. Darüber ein eintüriger<br />

Korpus mit Klapptüre, dahinter vierschübige Inneneinrichtung<br />

sowie geöffnete Kompartiments und grün<br />

gefärbte Lederschreibplatte. Durch Druckmechanismus<br />

zu öffnende Gesimsschublade mit überkragender<br />

gestufter, grün-weiß geäderter Marmordeckplatte<br />

mit umlaufender Ormolu-Balustergalerie. Den Korpus<br />

flankierend kannelierte und genodete sowie mit plastischen<br />

Tierfüßen verzierte Säulchen. Die Seiten mit<br />

aufwändiger Instrumentenmarketerie, schauseitig mit<br />

einer Szene aus der Commedia dell‘Arte nach Januarius<br />

Zick (1730-1797). Ein Schlüssel vorhanden.<br />

Detailabbildung der Marketerie: Commedia dell’Arte<br />

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Anmerkung zur Marketerie:<br />

Dargestellt ist eine Szene aus der Commedia dell‘Arte,<br />

welche in gleicher Weise seit Jahrhunderten in Theater-Aufführungen<br />

zu sehen ist: Harlequin, Columbine<br />

und Anselmo mit seinem Stock und Dreispitz auf dem<br />

Kopf.<br />

Ursprünglich wurde diese Art der Marketerie vom<br />

Maler Januarius Zick (1730 München-1797), für David<br />

Roentgen (1743-1807), entworfen. Januarius Zick<br />

arbeitete häufig mit David Roentgen zusammen, um<br />

die Fronten von Kommoden zu schmücken, die in der<br />

Werkstatt von Roentgen hergestellt wurden.<br />

Die Schablonenzeichnungen für die Marketerien<br />

und Intarsien wurden von dem Künstler Elie Gervais<br />

(1721-1791) und dessen Werkstatt erstellt.<br />

Eine der bekanntesten Roentgen-Kommoden mit<br />

diesem Commedia dell‘Arte-Motiv befand sich ehemals<br />

im Schloss von Versailles. Im <strong>19.</strong> Jahrhundert<br />

gelangte diese Kommode in die Sammlung von Baron<br />

Mayer de Rothschild, dem Kopf des großen Bankhauses.<br />

Er verwahrte das Stück im Schloss Mentmore.<br />

Nach der Versteigerung von Mentmore gelangte die<br />

Kommode in die Sammlung Thyssen und von der<br />

Jack und Belle Linsky Collection dann weiter in das<br />

Metropolitan Museum, New York.<br />

Weitere Kommoden aus der Roentgen-Werkstatt mit<br />

dem gleichen Motiv der Commedia dell‘Arte befinden<br />

sich im Bayerischen Nationalmuseum München, dem<br />

Victoria & Albert Museum, London und dem Metropolitan<br />

Museum of Art, New York.<br />

Literatur:<br />

Vgl. <strong>Möbel</strong> von David Roentgen mit dem Commedia<br />

dell'Arte-Motiv sind abgebildet in:<br />

Josef Maria Greber: Abraham und David Roentgen,<br />

<strong>Möbel</strong> für Europa, Bd.2 ,1980, S. 276, Abb. 540, 543<br />

und 545.<br />

Vgl. Dietrich Fabian: Abraham und David Roentgen, Von<br />

der Schreinerwerkstatt zur Kunstmöbel-Manufaktur,<br />

1992, S. 27, Abb. 48.<br />

Vgl. Hans Huth, Roentgen, Abraham und David Roentgen<br />

und ihre Neuwieder <strong>Möbel</strong>werkstatt, S. 73,<br />

Tafel III und Abb. 178. (1330137) (13)<br />

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17


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Detailabbildung des Gefäßes<br />

mit den Faunsköpfen


SECRETARY IN LOUIS XVI STYLE<br />

WITH DEPICTION OF A SCENE FROM<br />

THE COMMEDIA DELL’ ARTE<br />

Height: 142 cm.<br />

Width: 68 cm.<br />

Depth: 40 cm.<br />

Stamped “CH Winckelsen” for Charles-Guillaume<br />

Winckelsen (1812 -1871) and “G. Trollope & Sons”.<br />

Paris, ca. 1866.<br />

Over conically tapering feed with ormolu fittings,<br />

brought together by a knot tableau surmounted by<br />

a vase, the single-drawer structure, which can be released<br />

by a pressure mechanism, rests over fluted<br />

legs with ormolu décor. Surmounted by a single-door<br />

structure with a folding door, with a four-drawer interior<br />

and open compartments and a leather writing surface<br />

dyed in green. Push-to-open cornice drawer with<br />

overhanging tiered green and white veined marble<br />

tabletop with surrounding ormolu baluster gallery. The<br />

structure is flanked by fluted and nodal columns and<br />

nodal columns decorated with three-dimensional<br />

animal feet.<br />

Notes regarding the marquetry:<br />

The sides with elaborate instrument marquetry, the<br />

front decorated with a scene from the Commedia<br />

dell’Arte, as shown in theatre performances in the<br />

same way for centuries: Harlequin, Columbine and<br />

Anselmo with a cane and tricorne on his head.<br />

This type of marquetry was originally designed by the<br />

painter Januarius Zick (1730 Munich - 1797) for David<br />

Roentgen (1743 - 1807). Januarius Zick frequently<br />

worked with David Roentgen to decorate the fronts<br />

of commodes made in Roentgen’s workshop. The<br />

stencil drawings for the marquetry and inlays were<br />

created by the artist Elie Gervais (1721 - 1791) and<br />

his workshop.<br />

One of the most famous Roentgen commodes with<br />

this Commedia dell’Arte motif was formerly held at<br />

the Palace of Versailles. In the 19th century, this<br />

commode ended up in the collection of Baron Mayer<br />

de Rothschild, the head of the big banking group.<br />

He kept the piece in Mentmore Castle. After the<br />

Mentmore auction, the commode was acquired by<br />

the Thyssen Collection, then from the Jack and Belle<br />

Linsky Collection to the Metropolitan Museum,<br />

New York.<br />

Further commodes from the Roentgen workshop<br />

with the same Commedia dell’Arte motif are held<br />

at the Bayerische Nationalmuseum in Munich, the<br />

Victoria & Albert Museum, London and the Metropolitan<br />

Museum of Art, New York. With one key.<br />

Literature:<br />

For illustrations of pieces of furniture by David Roentgen<br />

with Commedia dell’Arte scenes see:<br />

cf. Josef Maria Greber, Abraham und David Roentgen,<br />

<strong>Möbel</strong> für Europa, vol. 2, 1980, p. 276, ill. 540, 543<br />

and 545.<br />

cf. Dietrich Fabian, Abraham und David Roentgen, Von<br />

der Schreinerwerkstatt zur Kunstmöbel-Manufaktur,<br />

1992, p. 27, ill. 48.<br />

cf. Hans Huth, Roentgen, Abraham und David Roentgen<br />

und ihre Neuwieder <strong>Möbel</strong>werkstatt, p. 73, plate III<br />

and ill. 178.<br />

€ 30.000 - € 35.000<br />

Sistrix<br />

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591<br />

HENRY DASSON,<br />

1825 – 1896<br />

SEKRETÄR MIT CHINOISERIEDEKOR<br />

IM LOUIS XVI-STIL<br />

145 x 99 x 41 cm.<br />

Gestempelt „HENRY DASSON 1886“:<br />

Frankreich, <strong>19.</strong> Jahrhundert.<br />

Auf vier konischen Füßen stehende, leicht konisch<br />

auslaufende und kannelierte Beine mit zwischengelegtem,<br />

vorne eingebuchtetem Marmortableau. Darüber<br />

der eintürige Korpus mit risalitartig hervortretender<br />

Mitte. Daraus ergeben sich schauseitig drei<br />

hochrechteckige Bildfelder, diese, wie auch die Seiten<br />

links und rechts, mit Goldlackmalerei im chinoisen Stil<br />

auf schwarzem Fond Gänse, Architekturen und Landschaften<br />

zeigend. Flankiert durch Rundsäulchen mit<br />

tordierendem Bronzeblattwerk. Die vergoldeten Bronzen<br />

auch im Gesims als antikisierende Fauns- und<br />

Widderreliefs inmitten von Weinlaub- und Fruchtdekor<br />

auftretend. Leicht überkragende Deckplatte mit à jour<br />

gearbeiteter vegetabiler Galerie und antikisierendem<br />

Blattfries. Ein Schlüssel vorhanden. Die Zarge mit<br />

einem duchlaufendem Schub.<br />

(1330136) (13)<br />

HENRY DASSON,<br />

1825 – 1896<br />

SECRETARY WITH CHINOISERIE DÉCOR<br />

IN LOUIS XVI STYLE<br />

145 x 99 x 41 cm.<br />

Stamped “HENRY DASSON 1886”.<br />

France, 19th century.<br />

€ 25.000 - € 35.000<br />

Sistrix<br />

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Detailabbildung der feinsten vergoldeten<br />

Bronzearbeiten


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Detailabbildungen der Lackarbeiten<br />

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25


592<br />

CHINOISER SCHREIBSEKRETÄR<br />

Höhe: 121 cm.<br />

Breite: 65 cm.<br />

Tiefe: 37 cm.<br />

Rückwärtig gestempelt „DH“ für Henry Dasson<br />

(1825-1896).<br />

Frankreich, <strong>19.</strong> Jahrhundert.<br />

Über Füßchen mit Akanthusblattdekor stehende, konisch<br />

auslaufende gekantete und kannelierte Beine,<br />

die in plastischen vergoldeten Hermen enden und<br />

mittig durch einen Schlaufensteg verbunden sind. Einschübige<br />

Zarge mit hervorspringendem Mittelrisalit,<br />

der durch eine liegende chinoise Goldlackkartusche<br />

auf schwarzem Fond dekoriert ist. Darüber eine Kehlung<br />

mit Frontschreibplatte, diese ebenfalls mit passiger<br />

chinoiser Lackkartusche und vierschübigem Inneneinbau<br />

sowie blauem Textilbezug als Schreibplatte.<br />

Überfangender Schub mit Druckknopfmechanismus<br />

und den Dekor des unteren Schubes wiederholend.<br />

Deckplatte in violett-gelb geädertem Marmor mit<br />

Ormolu­ Feston und à jour gearbeiteter Bronzegalerie.<br />

Ein Schlüssel vorhanden.<br />

Anmerkung:<br />

Henry Dasson war ein erfolgreicher Pariser Ebenist<br />

für durch vergoldete Bronzen montierte <strong>Möbel</strong>. 1878<br />

und 1889 nahm er an den Weltausstellungen in Paris<br />

teil und zeigte <strong>Möbel</strong> im Louis XV- und Louis XVI-Stil.<br />

Literatur:<br />

Vgl. Denise Ledoux-Lebard, Les Ébénistes du XIXe<br />

siècle, Paris 1984, S. 146-151. (1320581)<br />

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CHINOISERIE WRITING DESK<br />

Height: 121 cm.<br />

Width: 65 cm.<br />

Depth: 37 cm.<br />

Stamped “DH” on the back for Henry Dasson<br />

(1825-1896).<br />

France, 19th century.<br />

Notes:<br />

Henry Dasson was a successful Parisian ebonist for<br />

furniture with gilt mounts. In 1978 and 1889 he participated<br />

in the Expositions Universelle in Paris, exhibiting<br />

furniture in the Louis XV and Louis XVI<br />

styles.<br />

Literature:<br />

cf. Denise Ledoux-Lebard, Les Ébénistes du XIXe<br />

siècle, Paris 1984, p. 146-151.<br />

€ 28.000 - € 35.000<br />

Sistrix<br />

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Perfekte Ausarbeitung und Vergoldung<br />

aller Bronzen


Detail Lot 593


593<br />

PAAR ENCOIGNUREN IM STIL LOUIS XVI<br />

(WEITERE ABB. FOLGENDE SEITEN)<br />

Höhe: 102 cm.<br />

Tiefe: 62 cm.<br />

Gestempelt. Ebenist: Maison Grohé à Paris.<br />

Frankreich, <strong>19.</strong> Jahrhundert.<br />

Kontrastreich dekorierte Körper mit dunklem Furnier<br />

und symmetrisch gesetzten ziselierten und vergoldeten<br />

Bronzen Musikinstrumente und Trophäen darstellend.<br />

Den Zügen des <strong>Möbel</strong>s folgende Marbre<br />

Sarrancolin-Deckplatte. Zwei Schlüssel vorhanden.<br />

Provenienz:<br />

Sammlung Eugène Kucharski, Marquis de La<br />

Madelena e de L‘Ayre. (1330134) (13)<br />

PAIR OF ENCOIGNURES IN LOUIS XVI STYLE<br />

(FURTHER ILL. FOLLOWING PAGES)<br />

Height: 102 cm.<br />

Depth: 62 cm.<br />

Stamped. Ebenist: Maison Grohé à Paris.<br />

France, 19th century.<br />

Provenance:<br />

Collection Eugène Kucharski, Marquis de La Madelena<br />

e de L‘Ayre.<br />

€ <strong>20.</strong>000 - € 25.000<br />

Sistrix<br />

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31


594<br />

ANRICHTE IM LOUIS XVI-STIL<br />

112 x 124 x 54 cm.<br />

Gestempelt „GROHE A PARIS“.<br />

Paris, <strong>19.</strong> Jahrhundert.<br />

Elegante Anrichte mit vergoldeten und ziselierten<br />

Empire-Bronzen sowie den Zügen des <strong>Möbel</strong>s folgender<br />

Marmordeckplatte. Risalitartig hervorspringender<br />

eintüriger Mittelbau mit eleganten feingegossenen<br />

Bronzen. Sechs Schlüssel vorhanden.<br />

Provenienz:<br />

Sammlung Eugène Kucharski, Marquis de La<br />

Madelena e de L‘Ayre. (13301317) (13)<br />

SIDEBOARD IN LOUIS XVI STYLE<br />

112 x 124 x 54 cm.<br />

Stamped “GROHE A PARIS”.<br />

Paris, 19th century.<br />

Provenance:<br />

Eugène Kucharski collection, Marquis de La Madelena<br />

e de L’Ayre.<br />

€ <strong>20.</strong>000 - € 25.000<br />

Sistrix<br />

INFO | BIETEN<br />

Feinste Ausarbeitung und Vergoldung<br />

der Bronzen


Seitenansicht und Sicht auf<br />

die Marmorplatte<br />

Detailabbildung der Front mit aufwendig<br />

gestalteten Bronzen<br />

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Sechs Schlüssel vorhanden<br />

Ebenisten-Stempel<br />

Grohe à Paris<br />

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37


595<br />

HANDARBEITSTISCH IM LOUIS XVI-STIL<br />

76 x 51 x 32 cm.<br />

Frankreich, um 1880.<br />

Vier Wangenbeine werden in einer durch quadratische<br />

Zierelemente dekorierte hochrechteckige Wange<br />

zusammengeführt und zentral durch eine Strebe mit<br />

Ormolu-Korb verbunden. Einschübige Zarge mit dreiseitg<br />

umlaufender à jour gearbeiteter Galerie. Schmalseiten<br />

mit vergoldetem Zierband. Ein Schlüssel vorhanden.<br />

(13305012) (1) (13)<br />

€ 7.000 - € 9.000<br />

Sistrix<br />

INFO | BIETEN<br />

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Feinste Ausarbeitung des<br />

seltenen <strong>Möbel</strong>s


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596<br />

KLEINES SCHRANKMÖBEL IM LOUIS XVI-STIL<br />

92 x 96 x 25 cm.<br />

Gestempelt "J.F. LELEU" und "JME".<br />

Frankreich, <strong>19.</strong> Jahrhundert.<br />

In der Art eines niedrigen Pilasters gestaltetes <strong>Möbel</strong><br />

mit einer nach rechts aufschwingenden zentralen quadratischen<br />

Tür mit umlaufendem tordiertem Ormolu-<br />

Band mit Eckrosetten. Die Ecken mit von Ormolu<br />

akzentuierten Kanneluren begleitet. Überkragende<br />

Breche d'alep-Platte, den Zügen des <strong>Möbel</strong>s folgend,<br />

mit Kehlungen. Ein Schlüssel vorhanden.<br />

(1330138) (13)<br />

€ 7.000 - € 8.000<br />

Sistrix<br />

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Stempelung des Ebenisten J. F. LELEU<br />

und der Kontrollstempel JME der<br />

Pariser Tischlerzunft „Jurés Menuisiers<br />

Ebenistes“


597<br />

ELEGANTER SCHRANK IM LOUIS XVI-STIL<br />

167,5 x 109 x 50 cm.<br />

Signiert „MILLET“ (Théodore Millet).<br />

Frankreich, um 1890.<br />

Auf vier konisch auslaufenden Füßen mit Bronzezierrat<br />

der kastenförmige zweitürige Korpus über von<br />

Lorbeerkranz gezierter Zarge. Die Türen von über Eck<br />

stehenden Lisenen gerahmt und mit kartuschierten<br />

Füllungen in kontrastierender Marketerie ein dichtes<br />

Geflecht von Rautenmuster darstellend. Konisch zulaufendes<br />

Gesims mit Ormolu-Reliefs.<br />

Anmerkung:<br />

Théodore Millet gründete sein Unternehmen 1853<br />

in Paris in der rue Jacques-Cœur und zog 1902 in<br />

die 23 Boulevard Beaumarchais. Er gewann die Goldmedaille<br />

auf der Weltausstellung in Paris 1889 und<br />

den Grand Prize auf der Weltausstellung 1900.<br />

(13305011) (1) (13)<br />

€ 9.000 - € 12.000<br />

Sistrix<br />

INFO | BIETEN<br />

Ebenisten-Stempel<br />

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598<br />

SECRÉTAIRE EN CABINET<br />

Höhe: 132 cm.<br />

Breite: 56 cm.<br />

Tiefe: 33,5 cm.<br />

Ebénist: Gervais-Maximilien-Eugène Durand (1839-<br />

1920).<br />

Frankreich, um 1880.<br />

Über vier konisch auslaufenden, mit Ormolu-Beschlag<br />

versehenen Füßen der kastenförmige Korpus mit zwei<br />

übereinanderliegenden kubischen Kompartiments die<br />

durch eine ausziehbare, gold punzierte Lederschreibplatte<br />

getrennt werden. Die Türen nach rechts zu öffnen<br />

und mit Trellismuster in Marketerie versehen,<br />

mit eingestellten Nelkenblüten und umlaufendem ornamentalem<br />

Band. Überkragende, den Zügen des<br />

<strong>Möbel</strong>s folgende, weiß-grau geäderte Marmordeckplatte<br />

mit dreiseitig geschlossener, à jour gearbeiteter<br />

Galerie. Zwei Schlüssel vorhanden.<br />

(13301315) (13)<br />

€ 6.000 - € 8.000<br />

Sistrix<br />

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599<br />

LOUIS XVI-STIL CONSOLE DESSERTE<br />

76 x 90 x 35 cm.<br />

Frankreich, 18./ <strong>19.</strong> Jahrhundert.<br />

Über rechteckigem Grund mit risalitartig hervorspringender<br />

Front vier Bronzesabots mit kannelierten<br />

Beinchen. Darüber offenes, horizontal geteiltes und<br />

rückwärtig geschlossenes Kompartiment. Darüber eine<br />

Zarge mit durchlaufendem Schub und Laufender<br />

Hund- Ornament in Ormolu. Überkragende den Zügen<br />

des <strong>Möbel</strong>s folgende ormoluumrandete Marmordeckplatte.<br />

Ein Schlüssel vorhanden.<br />

(1330139) (13)<br />

€ 6.000 - € 7.000<br />

Sistrix<br />

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600<br />

BEDEUTENDES ESSZIMMER<br />

IM EMPIRE-STIL<br />

Maße des Tisches: 77 x 129 x 119 cm.<br />

Tischlänge im ausgezogenen Zustand: 327 cm.<br />

Jede der vier Einlegeplatten: 129 x 52 cm.<br />

Maße der Kredenz: 163 x 145 x 45 cm.<br />

Maße des Buffets: 180 x 161 x 55 cm.<br />

Mercier Frères, zug.<br />

Frankreich, um 1895.<br />

Das beeindruckende Ensemble besteht aus zehn<br />

Stühlen und zwei Armlehnstühlen, einem Ausziehtisch,<br />

einer Kredenz und einem Buffet. Jeweils in warmem<br />

Holz furniert mit vergoldeten und ziselierten Empire-<br />

Bronzen. Das zweiteilige Buffet mit verspiegelter<br />

Rückwand und teilverglastem Aufsatz, applizierten<br />

Genien und dem Retour d‘Egypte entsprechenden<br />

ägyptisierenden Dekorelementen, die sich ebenso bei<br />

der Kredenz mit der verspiegelten Rückwand wiederfinden.<br />

Mehrere Schlüssel vorhanden. Minimal besch.<br />

Anmerkung:<br />

Claude Mercier (geboren 1803) wirkte erst in der<br />

15 rue Beauttreillis in Paris und zog dann 1828 in die<br />

100 rue du Faubourg Saint-Antoine, wo seine Firma<br />

bis heute zu finden ist. Auf den großen Ausstellungen,<br />

die er mit seinen <strong>Möbel</strong>n beschickte, gewann die<br />

Firma häufig Medaillen.<br />

IMPORTANT DINING ROOM SUITE<br />

IN EMPIRE STYLE<br />

Table dimensions: 77 x 129 x 119 cm.<br />

Length of table extended (with four extension leafs):<br />

327 cm.<br />

Dimensions of each leaf: 129 x 52 cm.<br />

Sideboard dimensions: 163 x 145 x 45 cm.<br />

Dimensions of buffet table: 180 x 161 x 55 cm.<br />

Mercier Frères, attributed.<br />

France, ca. 1895.<br />

This impressive dining room suite comprises ten chairs<br />

and two armchairs, an extending dining table, a sideboard,<br />

and a buffet table.<br />

Literature:<br />

cf. Denise Ledoux-Lebard, Les ébénistes du XIXe<br />

siècle, Paris 1984, pp. 478-479.<br />

€ 30.000 - € 50.000<br />

Sistrix<br />

INFO | BIETEN<br />

Literatur:<br />

Vgl. Denise Ledoux-Lebard, Les ébénistes du XIXe<br />

siècle, Paris 1984, S. 478-479. (1330507) (1) (13)<br />

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Der Tisch im ausgezogenen Zustand<br />

mit Rollfüßen<br />

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49


Lot 600


Lot 600


Detailabbildungen<br />

Lot 601<br />

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601<br />

HOCHQUALITATIVES SCHLAFZIMMERENSEMBLE<br />

Bett: 145 x 215 x 178 cm.<br />

Nachttische: 135 x 53 x 34 cm.<br />

Kleiderschrank: 246 x 230 x 53,5 cm.<br />

Antoine Krieger, zug.<br />

Frankreich, um 1880.<br />

Jeweils hochwertig furniert und weitestgehend dem<br />

Stil Louis XVI entsprechend mit ziselierten vergoldeten<br />

Bronzen, konisch auslaufenden Füßen und<br />

eingelegten Porzellanplaketten im Wedgwood-Stil.<br />

Kleiderschrank mit einem Schlüssel und vierschübiger<br />

Inneneinrichtung. Das Bett mit zentralem großem<br />

Biskuitporzellantondo an Louis XVI-Schleife, die Ecken<br />

mit Flammenaufsätzen. Die Nachttische mit facettierten<br />

Spiegeln und Marmordeckplatten sowie Flügeltüren.<br />

(1330505) (1) (13)<br />

HIGH-QUALITY BEDROOM SUITE<br />

Bed: 145 x 215 x 178 cm.<br />

Bedside tables: 135 x 53 x 34 cm.<br />

Wardrobe: 246 x 230 x 53.5 cm.<br />

Antoine Krieger, attributed.<br />

France, ca. 1880.<br />

€ 18.000 - € <strong>20.</strong>000<br />

Sistrix<br />

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53


602<br />

PAAR KONSOLEN MIT GLASPERLEN-BESATZ<br />

111,5 x 51 x 84 cm.<br />

Italien, <strong>19.</strong>/ <strong>20.</strong> Jahrhundert.<br />

Konische, in Streben gearbeitete Beine mit kreuzförmiger<br />

Stegverbindung. Zarge und Deckplatte verspiegelt<br />

mit vorgeblendeten geometrischen Textilfeston<br />

oder Rautenmustern. Allseits mit Glasperlenbesatz.<br />

Minimal besch.<br />

(1330251) (4) (13)<br />

A PAIR OF CONSOLES WITH GLASS DÉCOR<br />

111.5 x 51 x 84 cm.<br />

Italy, 19th/ 20th century.<br />

€ 10.000 - € 15.000<br />

Sistrix<br />

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603<br />

SALONTISCH MIT PIETRA DURA-PLATTE<br />

SALON TABLE WITH PIETRA DURA PANEL<br />

Höhe: 79 cm.<br />

Durchmesser der Deckplatte: 84 cm.<br />

Frankreich oder Italien, <strong>19.</strong> Jahrhundert.<br />

Auf drei Löwentatzenfüßen stehende dreistrahlige<br />

Basis mit zentraler Säule und umliegenden geschnitzten<br />

Voluten. Die Zarge in ornamental intarsiertem Holz<br />

mit aufliegender runder weißer Deckplatte in Marmor<br />

mit eingelegten Pietra dura-Elementen, die radial angeordnet<br />

sind.<br />

(1331816) (13)<br />

Height: 79 cm.<br />

Diameter of tabletop: 84 cm.<br />

France or Italy, 19th century<br />

€ 25.000 - € 45.000<br />

Sistrix<br />

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604<br />

ELEGANTER HALBSCHRANK<br />

MIT PIETRA DURA-EINLAGEN<br />

ELEGANT CABINET<br />

WITH PIETRA DURA INLAYS<br />

Höhe: 111 cm.<br />

Breite: 48,5 cm.<br />

Tiefe: 43,5 cm.<br />

Frankreich, <strong>19.</strong> Jahrhundert.<br />

Hochrechteckiger Korpus mit abgeschrägten Ecken<br />

und Lambrequinzarge. Der Korpus in Eiche, ebonisiert<br />

und mit Messingeinlagen sowie vergoldeten, gegossenen<br />

und ziselierten Zierbronzen versehen. Die Tür<br />

nach rechts aufschwingend und mit hochovaler Lorbeerblattkartusche,<br />

mit Louis XVI-Schleife verziert. Auf<br />

dem schwarzen Fond in polychrom gesetzter Pietra<br />

dura-Technik verschiedene Früchte wie Kirschen, Birnen<br />

und Pfirsiche um einen zentralen, in einem Ast sitzenden<br />

Vogel angeordnet. Darüberliegende Rechteckkartuschen<br />

mit vorgeblendeten Lorbeerblattreliefs in<br />

Ormolu. Die Ecklösungen mit Volutenrollwerk und<br />

daraufsitzenden Büsten in Bronze. Ein Schlüssel vorhanden.<br />

Ein Einlagebrett. Den Zügen des <strong>Möbel</strong>s<br />

folgende schwarze Marmordeckplatte. Rest.<br />

(1320033) (10)<br />

Height: 111 cm.<br />

Width: 48.5 cm.<br />

Depth: 43.5 cm.<br />

France, 19th century.<br />

€ 3.500 - € 5.000<br />

Sistrix<br />

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605<br />

UNGEWÖHNLICHE SÈVRES-VASE<br />

Höhe: 56,5 cm.<br />

Bodenseitige eisenrote Manufakturmarke sowie<br />

unterglasurblaue Jahresmarke für 1884.<br />

Porzellan, gegossen, polychrom staffiert mit auf der<br />

Schulter sitzendem Goldcamaieuband eine weite<br />

mit Figuren staffierte Landschaft. Restlicher Balusterkorpus<br />

mit schwarzweißen Ornamenten auf pflaumenfarbenem<br />

Fond.<br />

(13301314) (13)<br />

€ 6.000 - € 8.000<br />

Sistrix<br />

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606<br />

PAAR ELEGANTE VASENKANDELABER<br />

IM STIL LOUIS XVI<br />

Höhe: 120 cm.<br />

Durchmesser: 58 cm.<br />

Frankreich, um 1880.<br />

Ganz dem Stil von Sèvres folgendes Vasenpaaar mit<br />

tiefblauer Glasur über balustriertem Korpus. Montiert<br />

in vergoldeter und ziselierter Bronze, dem Stil Louis<br />

XVI entsprechend. Über vier Akanthusblattfüßen der<br />

plastisch ornamentalisierte Fuß den Vasenkorpus aufnehmend.<br />

Dieser mit zwei seitlich ansetzenden Blattwerkhandhaben<br />

mit Festons. Der Kandelaberaufsatz<br />

zweistufig mit Vasentüllen, reichem Prismenbehang<br />

und Elektrifizierung. Minimal besch.<br />

(1330503) (1) (13)<br />

A PAIR OF ELEGANT CANDELABRA VASES<br />

IN LOUIS XVI STYLE<br />

Height: 120 cm.<br />

Diameter: 58 cm.<br />

France, ca. 1880<br />

A pair of baluster-shaped vases with a deep blue glaze<br />

in the style of Sèvres. With gilt and chased bronze<br />

mounts in the style of Louis XVI.<br />

€ <strong>20.</strong>000 - € 22.000<br />

Sistrix<br />

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607<br />

BOUDOIR-FAUTEUIL<br />

80,5 x 64 x 50 cm.<br />

Frankreich, um 1880.<br />

Auf vier aus Rollwerk mit Akanthusblattrelief gebildeten<br />

gebogten Beinen die leicht trapezförmige Zarge<br />

mit Laufendem Hund-Fries und offen gearbeiteten<br />

gepolsterten Armlehnen. Runde Rückenlehne mit<br />

fruktalen Aufsätzen. Feiner vegetablil dekorierter Seidenbezug.<br />

Anmerkung:<br />

Eine vergleichbare Chaise à la Reine, gestempelt<br />

„G. Jacob“ in: G. Janneau, Les Soèges, 1794, Nr. 249.<br />

(13305015) (1) (13)<br />

€ 4.000 - € 6.000<br />

Sistrix<br />

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608<br />

PAAR REPRÄSENTATIVE VASEN<br />

MIT MARITIMEM DEKOR<br />

(WEITERE ABB. FOLGENDE SEITEN)<br />

Höhe: 65 cm.<br />

Durchmesser: 32 cm.<br />

Frankreich, um 1880.<br />

Porzellan, gegossen, polychrom staffiert und gold<br />

gehöht, montiert in ziselierter vergoldeter Bronze.<br />

Über quadratischem Stand mit eingezogenen Ecken<br />

der gefußte ovoide Korpus mit umlaufender Darstellung<br />

von Neptun, Venus und Nereiden auf weißem<br />

Fond, inmitten des hellblauem Fonds mit ornamentaler<br />

Goldhöhung. Die Mündung mit à jour gearbeiteter<br />

Ormolu-Galerie. Ascheanflugspuren.<br />

(1330504) (1) (13)<br />

A PAIR OF REPRESENTATIVE VASES<br />

WITH MARITIME DÉCOR<br />

(FURTHER ILL. FOLLOWING PAGES)<br />

Height: 65 cm.<br />

Diameter: 32 cm.<br />

France, ca. 1880.<br />

Porcelain; cast with polychromy and heightened<br />

in gold; with chase bronze mounts.<br />

€ 16.000 - € 18.000<br />

Sistrix<br />

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63


609<br />

BUREAU PLAT IM STIL LOUIS XV<br />

154 x 145 x 64 cm.<br />

Gestempelt „G. Durand“.<br />

Paris, <strong>19.</strong> Jahrhundert.<br />

In ziselierten und vergoldeten Bronzesabots stehende<br />

geschweifte und gekantete Beine den spiegelfurnierten<br />

Korpus tragend mit dreischübiger Zarge und einer<br />

bewegten Wandvorlage, der zwei Kompartimentfächer<br />

vorgelagert sind. Diese und die Wandvorlage sowie<br />

die Zarge mit vergoldeter Bronzezier. Eingelegte Lederschreibplatte.<br />

Zwei Schlüssel vorhanden.<br />

Anmerkung:<br />

G. Durand lieferte zahlreiche <strong>Möbel</strong> an die Paläste<br />

Trianon, Saint-Cloud, war Ebeniste du Rois und belieferte<br />

auch die königlichen Paläste. Er war 1834-<br />

1878 an vielen Ausstellungen beteiligt und erlangte<br />

1855 eine Bronzemedaille sowie 1889 auf der Weltausstellung<br />

eine Silbermedaille.<br />

Literatur:<br />

Vgl. Denise Ledoux-Lebard, Les ébénistes du XIXe<br />

siècle, Paris 1984,S. 181-185. (13301316) (13)<br />

€ 5.000 - € 6.000<br />

Sistrix<br />

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610<br />

PAAR FIGÜRLICHE KANDELABER<br />

IM LOUIS XVI-STIL<br />

Höhe: 45,5 cm.<br />

Frankreich, <strong>19.</strong> Jahrhundert.<br />

Bronze, gegossen, ziseliert, brüniert und vergoldet.<br />

Über quadratischer Basis mit Akanthuszier die kniende<br />

Figur jeweils eines brünierten Putto mit drei<br />

Brennstellen aus Blattwerkzweigen hervorwachsend.<br />

Jeweils mit kannelierten Traufschalen und Tüllen.<br />

Ehemals elektrifiziert.<br />

(13301311) (13)<br />

€ 4.000 - € 5.000<br />

Sistrix<br />

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611<br />

HENRI VIAN,<br />

1860 – 1905, ZUG.<br />

LÜSTER „PANIER FLEURI“<br />

Höhe: 66 cm.<br />

Durchmesser: 36 cm.<br />

Frankreich, <strong>19.</strong> Jahrhundert.<br />

Bronze, gegossen, ziseliert und vergoldet und gefasst,<br />

Porzellanblüten naturalistisch polychrom staffiert und<br />

montiert.<br />

In Form eines à jour gearbeiteten filigranen Flechtkorbes<br />

stellt sich dieser Lüsterkorpus dar, dessen<br />

Ormolu-Aufhängung einen textilen Charakter nachahmt.<br />

Inwandig mit brünierter Bronze, dergestalt auch<br />

die teils in sich verwobenen Pflanzenstiele, an deren<br />

Enden die Blüten montiert sind und von Leuchterarmen<br />

mit Korbtüllen begleitet werden. Das Gestänge<br />

in einer Blütenform umspielt von weiteren Porzellanblüten.<br />

Rest.<br />

Anmerkung:<br />

Henri Vian war auf Gegenstände des Interieurs<br />

spezialisiert, fertigte Kaminumrandungen, vergoldete<br />

Vasen und Kandelaber – alles in vorzüglicher Qualität.<br />

Sein Geschäft war in der 5 rue de Thorigny in Paris<br />

ansässig. (1330501) (1) (13)<br />

€ 4.000 - € 6.000<br />

Sistrix<br />

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Detailabbildung<br />

Lot 610<br />

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612<br />

BEISTELLTISCH IM LOUIS XV-STIL<br />

77 x 50 x 35 cm.<br />

Etikett „A. Chevrié“ (Alexandre Chevrié).<br />

Frankreich, um 1890.<br />

In bronzenen Blattwerksabots stehende gekantete<br />

wie geschweifte vier Beine, die in die bewegte einschübige<br />

Zarge mit Ormolu-Bronzen übergehen. Den<br />

Zügen des <strong>Möbel</strong>s folgende von Ormolu-Profil begleitete<br />

„Fleur de pêcher“-Marmordeckplatte.<br />

Anmerkung:<br />

Alexandre Chevrié gründete sein Unternehmen<br />

1878 in der 11 rue Portefoin und zog 1886 in die 7<br />

rue Braque. Er nahm an den Ausstellungen 1878<br />

und 1889 teil, wo er eine Silbermedaille gewann.<br />

Viermal war er Teil der Jury und der Ehrenlegion<br />

und starb 1894.<br />

Literatur:<br />

Vgl. Denise Ledoux-Lebard, Les ébénistes du XIX<br />

siècle, Paris 1984, S. 126-127. (13305010) (1) (13)<br />

€ 5.000 - € 7.000<br />

Sistrix<br />

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613<br />

BUREAU PLAT IM LOUIS XV-STIL<br />

81 x 183 x 96 cm.<br />

Frankreich, um 1880.<br />

Frei stellbares <strong>Möbel</strong> nach dem berühmten „Choiseul<br />

Bureau Plat“ von Jacques Dubois, das um 1750 entstand<br />

und erst im Château du Raincy stand und sich<br />

nun im Louvre in Paris befindet (Inv.Nr. OA6083).<br />

In bronzenen Volutenfüßen stehen die vier gekanteten<br />

wie geschweiften Beine des allansichtigen <strong>Möbel</strong>s<br />

mit reichem bewegtem, aus vegetabilen Formen bestehendem<br />

Bronzebeschlag. Die Zarge dreischübig<br />

mit traditionell erhöhtem Mittelschub, die Zuggriffe<br />

aus Ormolu-Astwerk gebildet. Den Zügen des <strong>Möbel</strong>s<br />

folgende Deckplatte mit Bronzeprofil und eingelegter,<br />

gold punzierter roter Lederschreibplatte. Ein Schlüssel<br />

vorhanden.<br />

(1330509) (1) (13)<br />

BUREAU PLAT IN LOUIS XV STYLE<br />

81 x 183 x 96 cm.<br />

France, ca. 1880.<br />

Free-standing piece of furniture based on the famous<br />

“Choiseul Bureau Plat” by Jacques Dubois, which<br />

was created in ca. 1750. It initially stood in the Château<br />

du Raincy and is now held at the Louvre in Paris<br />

(inv. no. OA6083).<br />

€ 65.000 - € 80.000<br />

Sistrix<br />

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Detailabbildungen<br />

Lot 613<br />

Feinste Ausarbeitung der Marketerie,<br />

der Bronzen und der Punzierung<br />

der Lederplatte.<br />

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614<br />

CLODION,<br />

EIGENTLICH „CLAUDE MICHEL“,<br />

1738 – 1814, NACH<br />

ALLEGORIE DES SOMMERS<br />

77 x 40 cm im Oval.<br />

Mitgegossener ovaler vergoldeter Rahmen.<br />

Frankreich, erste Hälfte <strong>19.</strong> Jahrhundert.<br />

Bronze, gegossen, dunkel patiniert und vergoldet.<br />

Hochovale Darstellung einer angedeuteten Landschaft<br />

mit darin befindlichen Putti mit Ähren und Früchten.<br />

Mit zwei Befestigungsstegen.<br />

(13301312) (13)<br />

€ 8.000 - € 9.000<br />

Sistrix<br />

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615<br />

ELEGANTER TISCH IN HERZFORM<br />

Höhe: 72 cm.<br />

Breite 38 cm.<br />

Antoine Krieger, zug.<br />

Frankreich, um 1880.<br />

In vergoldeten und ziselierten Blattwerksabots drei<br />

stehende geschweifte wie gekantete Beine in die<br />

symmetrisch geschweifte Zarge übergehend. Leicht<br />

überkragende, durch ein Bronzeprofil gerahmte Deckplatte.<br />

Knie mit Blattwerk- und Maskaronbronzen. Herzförmige<br />

Deckplatte mit polychromen Holzein lagen<br />

locker gestreute Blumen zeigend inmitten einer symmetrischen<br />

Blattwerkkartusche in kontrastierenden<br />

Hölzern.<br />

Anmerkung:<br />

Antoine Krieger (1804-1869) gründete seine Firma<br />

in der Mitte des <strong>19.</strong> Jahrhunderts, die bis 1945 in<br />

Betrieb war und zeitweise 1000 Angestellte versorgte.<br />

1851 gewann die Firma bei Weltausstellung<br />

in London eine Medaille zweiter Klasse.<br />

(1330508) (1) (13)<br />

€ 5.000 - € 7.000<br />

Sistrix<br />

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77


19TH/20TH CENTURY<br />

P A I N T I N G S


616<br />

MARCO GRUBAS,<br />

1839 VENEDIG – 1910<br />

VENEDIG, DIE PIAZZETTA MIT DEM DOGENPALAST<br />

IM MALERISCHEN MONDLICHT<br />

Öl auf Leinwand. Doubliert.<br />

80 x 100,3 cm.<br />

Links unten signiert „M Grubas“.<br />

Ungerahmt.<br />

Blick über die große Piazzetta, die vom Mond beschienen<br />

wird, welcher sich hinter dem links ins Bild ragenden<br />

prachtvollen Dogenpalast verbirgt. Ein großer<br />

Schatten fällt auf den breiten Platz auf dem zwei Damen<br />

schreiten und linksseitig vor dem Gebäude drei<br />

Männer im gelblich rötlichen Schein einer großen Straßenlaterne<br />

im Gespräch sind. Auf dem Platz selbst ragt<br />

die große Markussäule mit dem Löwen nach oben,<br />

während am Ufer mehrere ankernde Boote, Gondeln,<br />

einige Staffagefiguren und erneut leuchtende Laternen<br />

erkennbar sind. Über das ruhige, teils hellblau-weiß<br />

schimmernde Wasser fällt der Blick auf die andere<br />

Uferseite mit beleuchteten Gebäudefenstern und teils<br />

beleuchtetem Ufer mit schemenhaft erkennbaren Booten.<br />

Prachtvolles qualitätvolles <strong>Gemälde</strong> mit hohem<br />

blauem Himmel und mächtigen, teils vom Mond beschienen<br />

großen Wolkenformationen. Das Werk des<br />

bekannten Künstlers strahlt Würde und Ruhe aus, bei<br />

harmonischer zurückhaltender Farbgebung. Kleine<br />

Rest., kleine Retuschen. (†)<br />

MARCO GRUBAS,<br />

1839 VENICE – 1910<br />

VENICE, THE PIAZZETTA WITH DOGE´S PALACE<br />

IN PICTURESCQUE MOONLIGHT<br />

Oil on canvas. Relined.<br />

80 x 100.3 cm.<br />

Signed “M Grubas” lower left. (†)<br />

Provenance:<br />

Sotheby´s, New York, 31 January 2019, lot 301.<br />

€ 40.000 - € 60.000<br />

Sistrix<br />

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Provenienz:<br />

Sotheby´s, New York, 31. Januar 2019, Lot 301.<br />

(1322018) (18)<br />

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81


617<br />

LUIGI QUERENA<br />

1820 – 1887 VENEDIG<br />

Der Künstler trat in die Fußstapfen seines Vaters Lattanzio<br />

Querena (1768-1853), ein Maler historischer<br />

und religiöser Werke. Luigi schrieb sich im Alter von<br />

zwölf Jahren an der Akademie der schönen Künste in<br />

Venedig ein, studierte bei Federico Moja (1802-1885)<br />

und profilierte sich als Vedutenmaler. 1857 wurde er<br />

Ehrenmitglied der Akademie der schönen Künste von<br />

Venedig, war an deren Ausstellungen regelmäßiger<br />

Teilnehmer und präsentierte seine Arbeiten auch auf<br />

den Ausstellungen der Brera-Akademie in Mailand sowie<br />

auf Ausstellungen in Neapel, Turin und Mailand.<br />

PANORAMABLICK VON DER RIVA DEGLI<br />

SCHIAVONI AUF VENEDIG<br />

Öl auf Leinwand.<br />

66 x 130 cm.<br />

Signiert unten links „L. Querena“.<br />

Ohne Zweifel kann das <strong>Gemälde</strong> als ein Hauptwerk<br />

des Malers gesehen werden, darüber hinaus auch als<br />

ein Meisterwerk der Vedutenmalerei Venedigs, wie<br />

sie im <strong>19.</strong> Jahrhundert zu einem neuen Höhepunkt<br />

gebracht wurde. Hier steht der Maler wohl an erster<br />

Stelle. Seine Bildauffassung von der Venezianischen<br />

Vedute wird hier zu einer bis dahin nie gesehenen<br />

realistischen Aussage gebracht. Dies zeigt sich auch<br />

in dem im Jahrhundert sich neu entwickelten italienischen<br />

Realismus, wie sie die „Macchiaioli“ gepflegt<br />

haben, darunter etwa Silvestro Lega (1826-1895). Nicht<br />

nur die nahezu fotografische Erfassung der Stadtvedute,<br />

die den Panoramablick von der Isola di San<br />

Giorgio – über die Kuppelkirche Santa Maria della Salute<br />

– und dann rechts folgend zum Dogenpalast mit<br />

Campanile und zur Biblioteca führt, wirkt faszinierend,<br />

sondern vor allem die Gesamtauffassung, bei<br />

der die einzelnen Hauptwerke der Stadt in einer geschichtsdistanzierenden<br />

Sicht nebeneinander gereiht<br />

erscheinen. Im Gegensatz zu Veduten des 18. Jahrhunderts<br />

wird hier kein einzelner Bau besonders hervorgehoben.<br />

Vielmehr wird die Stadt als Ganzheit dokumentiert.<br />

Das über der Stadt liegende diesige<br />

Licht, der lockere Wolkenhimmel, all das vermittelt<br />

Venedigs südliches Fluidum. Der Unterschied zu Veduten<br />

des 18. Jahrhunderts ist auch in der realistischen<br />

Wiedergabe der Staffagefiguren zu sehen. Waren sie<br />

etwa bei Bellotto oder Marieschi beliebig eingefügt,<br />

wird hier ein Bild realer sozialer Gegebenheiten geliefert:<br />

Auf Brücke und Uferstraße begegnen sich<br />

Menschen unterschiedlichster Schichten. Ein alter<br />

Geiger mit Zylinder hält sich an der Brüstung fest. Gut<br />

gekleidete Damen mit Schirmen und Kindern neben<br />

ärmlichen Hausierern oder Arbeitern. Ein Altwarenhändler<br />

ruft seine Ware aus, bepackt mit Stiefeln,<br />

Hüten und einer Uhr. Auch in den weiteren seiner<br />

Bilder nimmt die zeitgenössische Figurendarstellung<br />

eine prominente Bedeutung ein. Dieser Stilwandel<br />

des Malers ist erstaunlich, hat er doch zunächst bei<br />

seinem Vater Lattanzio Querena (1768-1853) gelernt,<br />

der noch im Stil der religiösen Barockmalerei gearbeitet<br />

hat. Bereits 12-jährig ging er an die Akademie Venedig<br />

zu dem Architekturmaler Federico Moja (1802-<br />

1885). Zunächst hatte er noch Veduten mit historischen<br />

Themen geschaffen, was ihm den Ruf einbrachte,<br />

Canaletto neu populär gemacht zu haben. 1848 nahm<br />

er an den Aufständen für die Unabhängigkeit Italiens<br />

teil. In diesem Zusammenhang schuf er bereits 1850<br />

Panoramagemälde. 1857 stellte er in der Academia di<br />

Brera in Mailand aus, dort nochmals 1881, in Genua,<br />

Neapel (1877) und Turin (1880). So ist es verständlich,<br />

dass <strong>Gemälde</strong>, insbesondere solche mit Darstellungen<br />

Venedigs, in letzter Zeit höchste Rekordpreise<br />

erzielt haben. (†)<br />

Provenienz:<br />

Venedig, Imperial Regia Accademia Veneta di Belle<br />

Arti, 1862 (hier vermutlich).<br />

Piazzola sul Brenta, Villa Contarini, L‘armonia del vero.<br />

Vita e paesaggi tra terre e acque 1842-1932, 11. September<br />

– 30. November 2015.<br />

Venedig, Palazzo Querini, Venezia in Chiaro, dialoghi<br />

e silenzi nella pittura tra Ottocento e Novecento,<br />

1. November 2018 - 13. Januar 20<strong>19.</strong><br />

Literatur:<br />

Elenco degli oggetti d‘arte ammessi all‘Esposizione<br />

nelle sale della I. R. Accademia Veneta di Belle Arti,<br />

Venedig 1862.<br />

Luisa Turchi, Ausstellungskatalog L‘armonia del vero.<br />

Vita e paesaggi tra terre e acque 1842-1932, Turin,<br />

Allemandi, 2015, S. 29, 128-129, Nr. 38.<br />

Luisa Turchi und Stefano Cecchetto, Ausstellungskatalog,<br />

Venezia in Chiaro, dialoghi e silenzi nella pittura<br />

tra Ottocento e Novecento, Venedig, S. 102, 209-210,<br />

Nr. 28.<br />

Vgl. Laura Casone, Luigi Querena, online catalogue<br />

Artgate by Fondazione Cariplo, 2010.<br />

(1330513)<br />

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83


LUIGI QUERENA,<br />

1820 – 1887 VENICE<br />

PANORAMIC VIEW OF VENICE FROM THE RIVA<br />

DEGLI SCHIAVONI.<br />

Oil on canvas.<br />

66 x 130 cm.<br />

Signed lower left “L. Querena”. (†)<br />

Provenance:<br />

Venice, Imperial Regia Accademia Veneta di Belle<br />

Arti, 1862 (probably here).<br />

Piazzola sul Brenta, Villa Contarini, L’armonia del<br />

vero. ita e paesaggi tra terre e acque 1842-1932,<br />

11. September - 30. November 2015.<br />

Venice, Palazzo Querini, Venezia in Chiaro, dialoghi<br />

e silenzi nella pittura tra Ottocento e Novecento,<br />

1. November 2018 - 13. January 20<strong>19.</strong><br />

Literature:<br />

Elenco degli oggetti d’arte ammessi all’Esposizione<br />

nelle sale della I. R. Accademia Veneta di Belle Arti,<br />

Venice 1862.<br />

Luisa Turchi, Ausstellungskatalog L’armonia del vero.<br />

Vita e paesaggi tra terre e acque 1842-1932, Turin,<br />

Allemandi, 2015, p. 29, 128-129, no. 38.<br />

Luisa Turchi und Stefano Cecchetto, exhibition catalogue,<br />

Venezia in Chiaro, dialoghi e silenzi nella pittura<br />

tra Ottocento e Novecento, Venedig, pp. 102, 209-210,<br />

no. 28.<br />

cf. Laura Casone, Luigi Querena, online catalogue<br />

Artgate by Fondazione Cariplo, 2010.<br />

€ 75.000 - € 100.000<br />

Sistrix<br />

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618<br />

FRANZ RICHARD UNTERBERGER,<br />

1838 INNSBRUCK – 1902 NEUILLY<br />

Der Künstler war ein Tiroler Landschaftsmaler. Nach<br />

seinem Studium an der Akademie der bildenden Künste<br />

in München war er von 1860-1864 Schüler der Düsseldorfer<br />

Akademie unter Andreas Achenbach (1815-<br />

1910) und später Privatschüler von Oswald Achenbach<br />

(1827-1905). Gegen Ende der 1860er-Jahren bereiste<br />

er auch das südliche Italien, wo er zahlreiche <strong>Gemälde</strong><br />

schuf. Die sonnigen Küstenlandschaften der Adria,<br />

aber auch Venedig, wurden für Unterberger bald zum<br />

Mittelpunkt seines künstlerischen Schaffens.<br />

VENEDIG, SONNNENUNTERGANG ÜBER DER<br />

BASILIKA SANTA MARIA DELLA SALUTE<br />

Öl auf Leinwand, teils doubliert.<br />

58 x 111 cm.<br />

Rechts unten signiert „F R Unterberger“.<br />

Ungerahmt.<br />

FRANZ RICHARD UNTERBERGER,<br />

1838 INNSBRUCK – 1902 NEUILLY<br />

VENICE, SUNSET OVER BASILICA SANTA MARIA<br />

DELLA SALUTE<br />

Oil on canvas, partially relined.<br />

58 x 111 cm.<br />

Signed “F R Unterberger” lower right.<br />

Veduta of the crowded shore near the Biblioteca<br />

Nazionale Marciana in Venice. Two elegant ladies and a<br />

mother with her child feeding the numerous pigeons<br />

are depicted in the foreground. Behind them are<br />

several strolling figures and a garden is hidden behind<br />

a wall to the right, over which some trees are protruding.<br />

(†)<br />

€ 60.000 - € 80.000<br />

Sistrix<br />

INFO | BIETEN<br />

Blick auf das reich bevölkerte Ufer nahe der Biblioteca<br />

Nazionale Marciana in Venedig. Zu sehen im Vordergrund<br />

zwei elegante Damen und eine Mutter mit Kind<br />

beim Füttern der zahlreichen Tauben. Dahinter mehrere<br />

flanierende Figuren, nach rechts eine Mauer mit dahinterliegendem<br />

Garten, von dem Bäume teils über die<br />

Mauer ragen. Am linken Uferrand eine Frau im Gespräch<br />

mit einem Fischer, sowie ankernde Boote und<br />

Gondeln. Nach links erstreckt sich der Blick auf die<br />

Punta della Dogana an der Spitze der Dorsoduro-Insel<br />

mit dem alten Zollgebäude und dessen goldener Kugel.<br />

Dahinter verschattet liegen die große Basilika<br />

Santa Maria della Salute mit ihren mächtigen Kuppeln.<br />

Darüber der hohe Himmel mit untergehender Sonne,<br />

in teils flirrender weiß-gelber und rötlicher Farbigkeit.<br />

Malerische, äußerst stimmungsvolle Darstellung in<br />

teils raschem Pinselduktus bei teils pastosem Farbauftrag.<br />

(†)<br />

(1322013) (18)<br />

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87


619<br />

FRANZ RICHARD UNTERBERGER,<br />

1838 INNSBRUCK – 1902 NEUILLY<br />

Der Künstler war ein Tiroler Landschaftsmaler. Nach<br />

seinem Studium an der Akademie der bildenden Künste<br />

in München war er von 1860-1864 Schüler der Düsseldorfer<br />

Akademie unter Andreas Achenbach (1815-<br />

1910) und später Privatschüler von Oswald Achenbach<br />

(1827-1905). Gegen Ende der 1860er-Jahren bereiste<br />

er auch das südliche Italien, wo er zahlreiche <strong>Gemälde</strong><br />

schuf. Die sonnigen Küstenlandschaften der Adria,<br />

aber auch Venedig, wurden für Unterberger bald zum<br />

Mittelpunkt seines künstlerischen Schaffens.<br />

FRANZ RICHARD UNTERBERGER,<br />

1838 INNSBRUCK – 1902 NEUILLY<br />

VIEW OF SUMMERY AMALFI COAST<br />

Oil on canvas.<br />

82.5 x 70.5 cm.<br />

Signed “F. R. Unterberger” lower left.<br />

€ <strong>20.</strong>000 - € 30.000<br />

Sistrix<br />

INFO | BIETEN<br />

BLICK AUF DIE SOMMERLICHE AMALFIKÜSTE<br />

Öl auf Leinwand.<br />

82,5 x 70,5 cm.<br />

Links unten „F. R. Unterberger“ signiert.<br />

In vergoldetem Rahmen.<br />

Auf einer hellen Steinterrasse, zu der ein schmaler, von<br />

Palmen und Kakteen gesäumter Weg über einige Treppenstufen<br />

führt, drei elegant gekleidete Damen mit<br />

Hut, eine davon einen Sonnenschirm haltend und den<br />

Blick, teils über die Brüstung, auf die malerische Amalfiküste<br />

gerichtet. Das Meer in zahlreichen Pastelltönen,<br />

von Weiß über zartem Rosa bis hin zu sanftem Türkis­<br />

Grün leuchtend. Daneben die am Ufer liegende Stadt<br />

mit überwiegend weißen und rosafarbenen Häusern,<br />

unterhalb eines hohen Gebirgszuges in zurückhaltenden,<br />

zarten beige-braunen und rötlichen Farbtönen. Der<br />

Himmel ganz in Hellblau mit aufgetupften weißen<br />

kleineren und größeren Wolkenflecken, die sich teils<br />

im Wasser wiederspiegeln. Stimmungsvolle italienische<br />

Sommerimpression in zarten Pastelltönen, bei<br />

meist lockerem pastosem Farbauftrag.<br />

(1331378) (18)<br />

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620<br />

FRIEDRICH NERLY D. J.,<br />

1842 – 1919<br />

ANSICHT DES CANAL GRANDE MIT SANTA MARIA<br />

DELLA SALUTE<br />

Öl auf Leinwand.<br />

85 x 177 cm.<br />

Rechts unten signiert.<br />

In vergoldetem Holzrahmen.<br />

Als Sohn von Friedrich Nerly d. Ä. war Friedrich Paul<br />

Nerly d. J. stets mit seiner Geburtsstadt Venedig verbunden,<br />

und so zählen Motive wie das hier vorliegende<br />

zu den persönlichsten Ergebnissen seines künstlerischen<br />

Schaffens. Überhaupt waren italienische Motive<br />

ein steter Quell der Inspiration für den Maler, dessen<br />

Werke oft in ein sanftes Abendrot getaucht sind.<br />

(1321762) (13)<br />

FRIEDRICH NERLY THE YOUNGER,<br />

1842 – 1919<br />

VEDUTA OF THE GRAND CANAL WITH SANTA<br />

MARIA DELLA SALUTE<br />

Oil on canvas.<br />

85 x 177 cm.<br />

Signed lower right.<br />

As Friedrich Nerly the Elder’s son, Friedrich Paul Nerly<br />

was always connected to his native city of Venice, and<br />

so motifs like the present one are among the most<br />

personal results of his artistic work.<br />

€ 27.000 - € 35.000<br />

Sistrix<br />

INFO | BIETEN<br />

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621<br />

MALER DER ERSTEN HÄLFTE DES<br />

<strong>19.</strong> JAHRHUNDERTS<br />

VEDUTE VON ROM MIT DEM PETERSDOM UND<br />

DER ENGELSBURG<br />

PAINTER OF THE FIRST HALF OF THE<br />

19TH CENTURY<br />

VEDUTA OF ROME WITH SAINT PETER’S BASILICA<br />

AND CASTEL SANT’ANGELO<br />

Öl auf Leinwand. Doubliert.<br />

45 x 57 cm.<br />

In dekorativem vergoldeten Rahmen.<br />

In warmen gelb-rötlichen Licht der untergehenden<br />

Sonne Blick über den ruhig fließenden Tiber auf die<br />

Engelsbrücke mit der Engelsburg und dem im Hintergrund<br />

liegenden Petersdom mit seiner rötlichen, in<br />

den Himmel ragenden großen Kuppel. Im Vordergrund<br />

hat am Ufer ein Fischerboot angelegt, während linksseitig<br />

einige alte Häuser zu erkennen sind sowie am<br />

Ufer einige Figuren, darunter ein Dudelsack spielender<br />

Mann. Harmonische Malerei, die Stimmung eines<br />

sich zu Ende neigenden Sommertages vermittelnd.<br />

(1330392) (18)<br />

Oil on canvas. Relined.<br />

45 x 57 cm.<br />

€ <strong>20.</strong>000 - € 25.000<br />

Sistrix<br />

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93


622<br />

JOHANN GEORG GMELIN,<br />

1810 ROM – 1854<br />

Der Künstler wurde als Sohn des Zeichners und Kupferstechers<br />

Wilhelm Georg Gmelin geboren. Zur Ausbildung<br />

ging er mit 14 Jahren nach Wiesbaden und Karlsruhe.<br />

Nach seiner Rückkehr nach Rom waren seine<br />

Veduten vor allem bei Italienreisenden sehr begehrt. Zu<br />

seinen Auftraggebern zählte u.a. der Zar von Russland.<br />

MALERISCHE ANSICHT DER BUCHT VON NEAPEL<br />

Öl auf Leinwand.<br />

71 x 98 cm.<br />

Rechts unten auf Stein signiert und datiert<br />

„G Gmellin 1851“.<br />

In vergoldetem Rahmen.<br />

JOHANN GEORG GMELIN,<br />

1810 ROME – 1854<br />

PICTURESQUE VIEW OF THE BAY OF NAPLES<br />

Oil on canvas.<br />

71 x 98 cm.<br />

Signed and dated “G Gmelin 1851” on stone lower<br />

right.<br />

€ 28.000 - € 40.000<br />

Sistrix<br />

INFO | BIETEN<br />

Von erhöhtem Standpunkt Blick über den Golf von<br />

Neapel im romantischen Licht der untergehenden<br />

Sonne. Im Vordergrund das breite, teils verschattete<br />

Ufer mit zahlreichen Figuren, darunter einige Fischer,<br />

die ihre Netze aus dem Wasser einholen und bereits<br />

mehrere auf Holzgestellen aufgespannt haben; dahinter<br />

im Wasser ein ankerndes Segelboot. Linksseitig<br />

eine rastende Familie in einem durch die Sonne erhelltem<br />

Uferstück und in der linken Bildecke einige<br />

stilllebenhaft präsentierte Objekte, zu denen zwei<br />

Holzfässer und mehrere Keramiken gehören. Im Hintergrund<br />

die Stadt Neapel mit der auf dem Vomero-<br />

Hügel liegenden Festung Sant´Elmo und dem darunter<br />

liegenden Klosterkomplex San Martino mit Kirche. Im<br />

optischen Mittelpunkt des <strong>Gemälde</strong>s jedoch der Vesuv,<br />

dessen Rauch in den hohen türkisblau schimmernden<br />

Himmel steigt. Qualitätvolle, stimmungsvolle Malerei in<br />

der typischen Manier des Künstlers.<br />

(12901449) (18)<br />

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623<br />

VINCENZO GIOVANNINI,<br />

1816 – 1868<br />

BLICK ÜBER DAS FORUM ROMANUM<br />

Öl auf Leinwand. Doubliert.<br />

93 x 165 cm.<br />

Aus erhöhtem Standpunkt des Kapitolshügels, wird<br />

hier der Blick über das Forum geboten. Das betonte<br />

Breitformat erlaubt hier einen Panoramablick, in dem<br />

die einzelnen Bauten in akribischer Genauigkeit wiedergegeben<br />

werden. Hier dominieren die erhaltenen<br />

Bauten und Säulen der römischen Tempel, wie des<br />

Castor- und des Vestatempels, aber auch der Triumphbogen<br />

des Septimus Severus links im Bild. Weiter hinten<br />

die in hellem Licht stehende Säulenfront des ehemaligen<br />

Tempels des Antoninus Pius, in den die Kirche<br />

San Lorenzo in Miranda eingebaut wurde. In weiterer<br />

Ferne ist das Colosseum nur noch im blauen Lichtdunst<br />

zu sehen. So liefert das raumbeherrschende<br />

Panoramagemälde eine Erinnerung an Rom in sonnigem<br />

Licht unter blauem Himmel. Die Figurenstaffage<br />

gibt die Kostüme des <strong>19.</strong> Jahrhunderts wieder, Indiz für<br />

die frühe Entstehungszeit des Bildes. Der Maler hat<br />

sich in die Tradition der römischen Vedutisten eingereiht.<br />

Bereits früh aus Umbrien nach Rom gezogen,<br />

begann er sein Studium an der Accademia di San Michele.<br />

Später wurde er Mitglied der Accademia di San<br />

Luca. In einer Zeit der „Grand Tour“ erhielt der Maler<br />

zahlreiche Aufträge, wobei er vor allem die Ansichten<br />

Roms und des Forums besonders beliebt waren. Giovanninis<br />

Veduten zeigen sich sehr abwechslungsreich,<br />

denn er erfasste sie aus den verschiedensten Perspektiven.<br />

A.R.<br />

Literatur:<br />

P. A. de Rosa, P. E. Trastulli, Vincenzo Giovannini (1817-<br />

1903). Dipinti di Roma e Campagna. Regesto delle<br />

Opere, Rom 2002. (1301324) (11)<br />

VINCENZO GIOVANNINI,<br />

1816 – 1868<br />

VIEW OVER THE FORUM ROMANUM<br />

Oil on canvas. Relined.<br />

93 x 165 cm.<br />

Literature:<br />

P. A. de Rosa, P. E. Trastulli, Vincenzo Giovannini (1817-<br />

1903). Dipinti di Roma e Campagna. Regesto delle<br />

Opere, Rome 2002.<br />

€ 50.000 - € 70.000<br />

Sistrix<br />

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95


624<br />

JACOB JACOBS,<br />

1812 ANTWERPEN – 1879<br />

ANSICHT VON KONSTANTINOPEL BEI<br />

SONNEN UNTERGANG<br />

Öl auf Holz.<br />

61 x 79,5 cm.<br />

Rechts unten signiert und datiert „Jacob Jacobs 1842“.<br />

In dekorativem vergoldetem Rahmen.<br />

Von erhöhtem Standpunkt mit einer verschattet liegenden<br />

Ruine eines Turmes, vor der ein Schäfer seine<br />

Herde antreibt, fällt der Blick ins Tal auf die Stadt, das<br />

blaue ruhige Meer mit wenigen Schiffen und auf den<br />

hohen, fast gänzlich gelb glänzenden Himmel und der<br />

sich im Wasser widerspiegelnden Sonne. Auf der linken<br />

Seite des <strong>Gemälde</strong>s ist im Hintergrund eine massive<br />

Festung mit neu errichteten Minaretten erkennbar,<br />

während im Vordergrund das Stadtzentrum mit der<br />

Hagia Sophia sichtbar ist. Am rechten Bildrand ist auf<br />

der Anhöhe eine weitere Festung im hellen Sonnenlicht<br />

wiedergegeben. Erst auf den zweiten Blick zu<br />

entdecken ist ein bewaffneter alter Mann mit langem<br />

Gewehr vor einer leicht versteckt stehenden großen<br />

Kanone und zwei liegenden Kanonenrohren im verschatteten<br />

linken Vordergrund. Qualitätvolle malerische,<br />

romantische Ansicht von Konstantinopel.<br />

JACOB JACOBS,<br />

1812 ANTWERP - 1879<br />

VIEW OF CONSTANTINOPLE AT SUNSET<br />

Oil on panel.<br />

61 x 79.5 cm.<br />

Signed and dated “Jacob Jacobs 1842” lower right.<br />

€ <strong>20.</strong>000 - € 30.000<br />

Sistrix<br />

INFO | BIETEN<br />

Anmerkung:<br />

Jacob Jacobs war ein belgischer Landschafts- und<br />

Meeresmaler, der hauptsächlich im romantischen Stil<br />

malte, mit einer Vorliebe für nordische und orientalische<br />

Szenen. Jacobs studierte bei Gustaf Wappers<br />

und Ferdinand de Braekeleer an der Königlichen Akademie<br />

der Schönen Künste in Antwerpen. Er setzte<br />

seine Studien in Leuven fort, wo er von den Werken<br />

von Ludolf Bakhuizen und Adriaen van de Velde beeinflusst<br />

wurde. 1838 brach er zu einer langen Seereise<br />

auf, die ihn u.a. nach Gibraltar, nach Konstantinopel<br />

und in die asiatische Türkei führten. Während dieser<br />

Reisen stellte er Zeichnungen und Notizen zusammen,<br />

die ihm als Inspiration dienen sollten. (13307025) (18)<br />

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99


625<br />

CARLO GRUBACS,<br />

1802 – 1878<br />

VEDUTE VON VENEDIG MIT DEM CANAL GRANDE<br />

CARLO GRUBACS,<br />

1802 – 1878<br />

VEDUTA OF VENICE WITH THE GRAND CANAL<br />

Öl auf Leinwand.<br />

43,5 x 65,5 cm.<br />

Rechts unten signiert „C. Grubacs“.<br />

In dekorativem Rahmen.<br />

Malerischer Blick über den vielbefahrenen Canal Grande<br />

im warmen rötlich-braunen Licht, der unter dem<br />

hohen Himmel untergehenden Sonne. An den Ufern<br />

links und rechts des Wassers, vor den prachtvollen<br />

Gebäuden, zahlreiche Staffagefiguren erkennbar.<br />

Im Hintergrund links der Campanile und die Kuppeln<br />

des Markusdoms. Stimmungsvolle Malerei in teils<br />

raschem Pinselduktus, in der typischen Manier des<br />

bekannten Künstlers. Vereinzelt Retuschen.<br />

(1330821) (18)<br />

Oil on canvas.<br />

43.5 x 65.5 cm.<br />

Signed “C. Grubacs” lower right.<br />

€ 18.000 - € 22.000<br />

Sistrix<br />

INFO | BIETEN<br />

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101


626<br />

CARLO CANELLA,<br />

1800 VERONA – 1879 MAILAND<br />

VENEDIGANSICHT IM SCHIMMERNDEN<br />

MONDLICHT<br />

Öl auf Leinwand.<br />

39 x 62 cm.<br />

Rechts unten signiert „C. Canella“.<br />

In dekorativem Prunkrahmen.<br />

Blick auf den durch das Mondlicht schimmernden<br />

Canal Grande mit wenigen Gondeln und zwei größeren<br />

Segelschiffen. Im Vordergrund die breite Uferstraße mit<br />

zahlreichen Staffagefiguren, zwei Hunden und einer<br />

kleinen Brücke, die zur Punta della Dogana und der<br />

Basilika Santa Maria della Salute mit ihren großen<br />

Kuppeln führt. Am Rand des Ufers eine rötlich leuchtende<br />

Straßenlaterne sowie diverse rötliche Lichter<br />

aus den Gebäuden, rund um die prachtvolle Kirche.<br />

Stimmungsvolles Nachtbild mit hoch am Himmel<br />

leuchtendem, weit strahlendem Mond.<br />

(1330822) (18)<br />

CARLO CANELLA,<br />

1800 VERONA – 1879 MILAN<br />

VENICE VEDUTA IN SHIMMERING MOONLIGHT<br />

Oil on canvas.<br />

39 x 62 cm.<br />

Signed “C. Canella” lower right.<br />

€ 10.000 - € 12.000<br />

Sistrix<br />

INFO | BIETEN<br />

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103


627<br />

GIOVANNI BIASIN,<br />

1835 – 1912<br />

PROSPEKT VON VENEDIG<br />

Öl auf Leinwand.<br />

29 x 162 cm.<br />

In plastisch dekoriertem Rahmen.<br />

Weiter Prospekt mit zentraler Darstellung der Basilika<br />

von Santa Maria della Salute sowie des Campaniles<br />

auf dem Markusplatz.<br />

(1331256) (13)<br />

€ 2.500 - € 3.000<br />

Sistrix<br />

627A<br />

GIUSEPPE CANELLA D. Ä.,<br />

1788 VERONA – 1847 FLORENZ<br />

VENEDIG, BLICK AUF DEN MARKUSPLATZ<br />

Öl auf Leinwand.<br />

38 x 61 cm.<br />

Ungerahmt.<br />

Vom Ufer am Canal Grande malerischer Blick über die<br />

Piazzetta mit den beiden Säulen, die Venedigs Stadtheiligen<br />

Markus und Theodorus gewidmet sind, und<br />

dem sonnenbeschienenen Dogenpalast, sowie der<br />

verschatteten Biblioteca Nazionale Marciana auf den<br />

Markusplatz mit dem Campanile, dem Markusdom<br />

und dem Uhrturm im gleißenden Sonnenlicht unter<br />

hohem, hellblauen Himmel. Mehrere Figuren in meist<br />

eleganter Kleidung flanieren über die beiden Plätze.<br />

Stimmungsvolle Malerei in überwiegend beige-brauner<br />

und hellblauer Farbgebung, bei der die roten und blauen<br />

Kleidungsstücke der Figuren bewusst Akzente<br />

setzen.<br />

(1330775) (3) (18)<br />

INFO | BIETEN € 8.000 - € 10.000<br />

INFO | BIETEN<br />

Sistrix<br />

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105


628<br />

GIUSEPPE BERNARDINO BISON,<br />

1762 PALMANOVA – 1844 MAILAND<br />

Der Künstler war ein italienischer Maler des Klassizismus,<br />

er studierte in Brescia und war Schüler von Girolamo<br />

Romanino Romani (1484/87-1562). Später zog er<br />

nach Venedig und setzte sein Kunststudium unter Giovanni<br />

Antonio Canal (1697-1768) fort. Von 1834 bis 1838<br />

unternahm er eine Reihe von Reisen, die ihn u.a. nach<br />

Florenz, Rom, Neapel und Paestum führten. Mit seinen<br />

Venedigveduten begründete Bison ein kommerzielles<br />

Genre um der Nachfrage von Touristen und Sammlern<br />

nachzukommen. Neben zahlreichen Venedigansichten<br />

schuf er auch idyllische Fantasielandschaften. Neben<br />

der Vielfalt seiner Themen ist besonders die hohe<br />

Qualität seiner Bildproduktion hervorzuheben.<br />

Malerischer Blick vom Uhrturm aus über den Markusplatz<br />

mit dem Markusdom und den Campanile über<br />

die Piazzetta mit den beiden Säulen auf den Canal<br />

Grande, auf dem neben Gondeln ein großes Segelschiff<br />

erkennbar ist. Zahlreiche Figuren in eleganter<br />

zeitgenössischer Kleidung um 1800 flanieren über die<br />

Plätze. Die Sonne fällt von der rechten Seite auf den<br />

Markusplatz und wirft sichtbare Schatten, insbesondere<br />

von drei hohen Fahnenmasten. Stimmungsvolle<br />

Malerei unter hohem Himmel im warmen weiß-rötlichen<br />

und hellblauen Licht der Sonne. Detaillierte<br />

Feinmalerei in weicher Farbgebung und perfekter<br />

perspektivischer Tiefenräumlichkeit.<br />

Literatur:<br />

Fabrizio Magani, Giuseppe Bernardino Bison,<br />

Soncino 1993, Abb. S. 99.<br />

Giuseppe Pavanello/ Alberto Craievich/ Daniele<br />

D‘Anza, Giuseppe Bernardino Bison, Triest, 2012,<br />

S. 210, Abb.Nr. 69. (1330378) (3) (18)<br />

GIUSEPPE BERNARDINO BISON,<br />

1762 PALMANOVA – 1844 MILAN<br />

VISTA OF SAINT MARK’S SQUARE IN VENICE<br />

Tempera on paper.<br />

14.5 x <strong>19.</strong>5 cm.<br />

Signed “Bison” lower right.<br />

ANSICHT DES MARKUSPLATZES IN VENEDIG € 10.000 - € 15.000<br />

Tempera auf Papier.<br />

14,5 x 19,5 cm.<br />

Rechts unten signiert „Bison“.<br />

Hinter Glas in vergoldetem Rahmen.<br />

Literature:<br />

Fabrizio Magani, Giuseppe Bernardino Bison, Soncino<br />

1993, ill. p. 99.<br />

Giuseppe Pavanello, Alberto Craievich, Daniele D’Anza,<br />

Giuseppe Bernardino Bison, Trieste 2012, p. 210, ill.<br />

no. 69.<br />

Sistrix<br />

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107


629<br />

PIETER VAN LOON,<br />

1801 – 1873,<br />

Vedutenmaler des <strong>19.</strong> Jahrhunderts<br />

DIE MARINELLA-KÜSTE IN NEAPEL<br />

Öl auf Leinwand.<br />

61 x 93 cm.<br />

Auf einem am Boden liegenden Ruder bezeichnet<br />

„Strada della porta Capua a Napoli“.<br />

Rechts unten signiert und ortsbezeichnet „Napoli“.<br />

Mit hoher Häuserzeile links am Ufer, rechs hinten der<br />

rauchende Vesuv, im Vordergrund ans Ufer gezogene<br />

Fischerboote. (†)<br />

Literatur:<br />

Das <strong>Gemälde</strong> ist beschrieben und abgebildet in:<br />

Massimo Riccardi, Paesaggisti stranieri in Campania<br />

nell'Ottocento, Abb. S. 148 mit Angabe der Provenienz<br />

„Privatsammlung Como“. (1322007) (10)<br />

PIETER VAN LOON,<br />

1801 – 1873<br />

THE MARINELLA COAST IN NAPLES<br />

Oil on canvas.<br />

61 x 93 cm.<br />

Inscribed “Strada della porta Capua a Napoli” and<br />

dated “(18)45” on a rudder lying on the ground.<br />

Signed and place name “Napoli” lower right.<br />

A tall row of houses on the left side of the shore with<br />

fishing boats pulled to the shore in the foreground.<br />

Smoking mount Vesuvius in the background on the<br />

right. (†)<br />

Literature:<br />

The painting is described and pictured in: Massimo<br />

Riccardi, Paesaggisti stranieri in Campania nell’Ottocento,<br />

ill. p. 148 with provenance reference “Private<br />

Collection, Como”.<br />

€ 40.000 - € 60.000<br />

Sistrix<br />

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630<br />

PIETRO GABRINI,<br />

1856 ROM – 1926 EBENDA<br />

GESELLSCHAFT VOR RÖMISCHER VILLA<br />

Öl auf Leinwand.<br />

110 x 180 cm.<br />

Links unten signiert, ortsbezeichnet und datiert<br />

„P. GABRINI ROMA MXMXVI“.<br />

In vergoldetem Rahmen.<br />

Im offenen Vorraum einer prachtvollen römischen Villa<br />

mit Säulen und einem in den Fussboden eingelegtem<br />

Mosaik auf einem Teppich mit drei Hockern, der sitzende<br />

Hausherr in weißer Tunika, neben ihm eine stehende<br />

Frau in hellblauem Gewand mit rotem Mantel<br />

und goldenem Haarschmuck und eine weitere sitzende<br />

Dame. Hinter ihnen weitere Figuren in römisch-antiker<br />

Kleidung, wohl den Ausführungen des linksseitig stehenden<br />

Mannes aufmerksam und bewundernd lauschend.<br />

Dieser weist mit Handgestus auf eine übergroße<br />

figurenreiche Skulptur mit einem Pferd hin, die<br />

außerhalb des Raumes auf einem rechteckigen Sockel<br />

steht. Im Vordergrund links am Boden stehend eine<br />

goldene Schale, gefüllt mit rosafarbenen und roten<br />

Rosen, von denen einige wenige am Boden liegen. Im<br />

Hintergrund links, vorbei an einer Vase mit einer Agave<br />

auf der Hausbrüstung, fällt der Blick auf eine Landschaft<br />

mit hochragenden Pinienbäumen, die gerade<br />

von der Sonne beschienen werden. Detailreiche Malerei<br />

mit reicher Interieurausstattung, die auf ein wohlhabendes<br />

römisches Ehepaar hinweist. Wenige kleine<br />

Retuschen.<br />

(1301328) (18)<br />

PIETRO GABRINI,<br />

1856 ROME – 1926 IBID.<br />

PARTY OUTSIDE A ROMAN VILLA<br />

Oil on canvas.<br />

110 x 180 cm.<br />

Signed lower left, with place name and dated<br />

“P. GABRINI ROMA MXMXVI”.<br />

€ 40.000 - € 60.000<br />

Sistrix<br />

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109


631<br />

JOSEPH COOMANS,<br />

1816 BRÜSSEL – 1889<br />

ANTIKES FAMILIEN-SYMPOSION<br />

Öl auf Leinwand.<br />

83,7 x 127,5 cm.<br />

Künstlerbezeichnung auf einer Fußsohle der linken<br />

unteren Ecke.<br />

Der Maler erhielt seine erste Ausbildung an der Akademie<br />

in Antwerpen bei De Keyser und Gustave<br />

Wappers. Sein Interesse an orientalischen, dann vor<br />

allem antiken Themen resultierte aus seinen Kriegsauf<br />

enthalten in Algerien, Italien, der Türkei und Griechenland.<br />

Sein Besuch der Ausgrabungen in Pompeji<br />

1857 hat wesentlich auf seine Malerei gewirkt. Dies<br />

zeigt auch das vorliegende <strong>Gemälde</strong>:<br />

In einem geräumigen antiken Innenraum, mit Ausblick<br />

links in das hell erleuchtete Atrium mit Säulen, hat<br />

sich die Familie mit Freunden versammelt. Auf erhöhten<br />

und gepolsterten Klinen liegen drei Männer verschiedenen<br />

Alters, der Hausherr durch seinen Efeukranz<br />

hervorgehoben. Die Patrona des Hauses, weiß<br />

gekleidet, am Tischhaupt in einem Lehnstuhl. Mädchen<br />

musizieren mit Doppel-Aulis und Tamburin. Im Vordergrund<br />

Kinder auf einem Pantherfell, das symbolisch<br />

auf den Dionysoskult verweist. Solche Symposien<br />

sind aus der griechisch-römischen Kultur als Festgelage<br />

nach dem Essen mit Wein, Musik und Kultgesängen<br />

überliefert. Der Raumhintergrund zeigt die<br />

Kenntnis des Malers von den Wandmalereien Pompejis<br />

deutlich.<br />

Ein kleineres <strong>Gemälde</strong>, das dem vorliegenden entspricht<br />

(56 x 84 cm), kam mit dem Titel „Roman<br />

Banquet, 1876“ in den Handel.<br />

Coomans hatte vor allem in den USA großen Erfolg.<br />

Auch die Töchter des Malers, Diana (1861-1952) und<br />

Heva Coomans (1864-1939), setzten das Malerhandwerk<br />

in den USA fort.<br />

Literatur:<br />

Adrien Jean Joseph Delen: Coomans, Pierre Olivier<br />

Joseph, in: Ulrich Thieme (Hrsg.), Allgemeines Lexikon<br />

der Bildenden Künstler von der Antike bis zur Gegenwart,<br />

Bd. 7.<br />

Ekkehard Stärk (Hrsg.), Xenophon: Das Gastmahl,<br />

Stuttgart 1986.<br />

Alfred Schäfer, Unterhaltung beim griechischen<br />

Symposion. Darbietungen, Spiele und Wettkämpfe<br />

von homerischer bis in spätklassische Zeit, Mainz<br />

1997.<br />

Elke Stein-Hölkeskamp, Das römische Gastmahl.<br />

Eine Kulturgeschichte, München 2005.<br />

A.R. (13306413) (1) (11)<br />

JOSEPH COOMANS,<br />

1816 BRUSSELS – 1889<br />

ANTIQUE FAMILY SYMPOSIUM<br />

Oil on canvas.<br />

83.7 x 127.5 cm.<br />

Artist name on sole of the foot lower left corner.<br />

€ 16.000 - € 18.000<br />

Sistrix<br />

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113


632<br />

FÉLIX ZIEM,<br />

1821 BEAUNE – 1911 PARIS<br />

Der Künstler unternahm nach seinem erfolgreichen<br />

Studium der Architektur mehrere Studienreisen nach<br />

Italien zwischen 1845 und 1848 und machte die Malerei<br />

schließlich zu seinem Beruf. In Venedig fand er<br />

Inspriation für seine Werke, insbesondere Stillleben,<br />

Portraits und Landschaftsbilder. Er kann der Schule von<br />

Barbizon zugerechnet werden. 1857 ernannte ihn die<br />

französische Regierung zum Ritter der Ehrenlegion.<br />

KÜSTENSTÜCK IN ISTANBUL<br />

Öl auf Holz.<br />

38,5 x 58,5 cm.<br />

Rechts unten in den Wellen signiert „Ziem“.<br />

In bronziertem vegetabil reliefiertem Rahmen.<br />

Der Sohn einer französischen Mutter und eines kroatischen<br />

Vaters wurde in Beaune, Burgund, geboren und<br />

studierte Architektur, bevor er sich ganz der Malerei<br />

und dem Reisen widmete. Sein Markenzeichen sind<br />

die Ansichten von Venedig und Istanbul, mit ihrer charakteristischen<br />

Verschmelzung von Stadtlandschaft<br />

und Wasser in intensiven, manchmal leuchtenden<br />

Farben. Besonderes Augenmerk legte Ziem auf die<br />

Wiedergabe der wechselnden Lichtverhältnisse zu<br />

verschiedenen Tageszeiten, was ihn zu einem der Vorläufer<br />

des Impressionismus machte. In unserer Ansicht<br />

von Istanbul sieht man kurz den Bosporus mit<br />

der in sommerlichem Dunst getauchten Hagia Sophia,<br />

die von kleinen Wölkchen umspielt wird. Eine Ansicht<br />

in der Sammlung des Petit Palais in Paris zeigt eine<br />

sehr ähnliche Ansicht, jedoch mit röterem Himmel.<br />

Die Komposition an sich kennen wir von mehreren<br />

<strong>Gemälde</strong>n von Félix Ziem, wobei sich die Lichtregie<br />

und die Repoussoir-Architektur unterscheiden kann.<br />

(1320603) (13)<br />

FÉLIX ZIEM,<br />

1821 BEAUNE – 1911 PARIS<br />

COASTAL SCENE IN ISTANBUL<br />

Oil on panel.<br />

38.5 x 58.5 cm.<br />

Signed “Ziem” beneath the waves on the right.<br />

€ 18.000 - € 24.000<br />

Sistrix<br />

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633<br />

CHARLES-LOUIS BAZIN,<br />

1802 – 1859<br />

PORTRAIT EINER ODALISKE<br />

Öl auf Leinwand. Doubliert.<br />

129 x 97 cm.<br />

Rechts unten signiert „Ch. Bazin“.<br />

In stark plastisch verziertem Rahmen.<br />

Beigegeben ein die Authentizität des vorliegenden<br />

Werkes bestätigender Schriftverkehr des Einlieferers<br />

mit Noé Willer.<br />

Auf einer Chaiselongue in komplizierter Drehung<br />

die Darstellung einer Odaliske neben einem Tisch mit<br />

japanischer Vase in Imarifarben, Schmuck und Saliere.<br />

Minimal besch.<br />

(1290275) (13)<br />

CHARLES-LOUIS BAZIN,<br />

1802 – 1859<br />

PORTRAIT OF ODALISQUE<br />

Oil on canvas. Relined.<br />

129 x 97 cm.<br />

Signed lower right “Ch. Bazin”.<br />

Accompanied by the correspondence between the<br />

consignor and Noé Willer confirming the authenticity<br />

of the present work.<br />

€ 8.000 - € 10.000<br />

Sistrix<br />

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634<br />

PETRUS VAN SCHENDEL,<br />

1806 TERHEIJDEN/BRABANT – 1870 BRÜSSEL<br />

DER LIEBESBRIEF<br />

Öl auf Holz.<br />

63,2 x 47 cm.<br />

Rechts unten signiert und datiert „1840“.<br />

Verso auf der Malplatte mehrerem Ausstellungsaufkleber,<br />

wie Etikett der Galerie Guillaume Campo in<br />

Antwerpen, ferner Aufkleber „Hizkia van Kralingen“<br />

mit Bezeichnung „Musée Villa Vauban“ einer Petrus<br />

van Schendel-Ausstellung mit entsprechenden Inventarnummerierungen,<br />

weiterhin Aufkleber der Schendel -<br />

Austellung „Breda´s Museuum“, November 2012<br />

- Februar 2013.<br />

Dargestellt ist ein Mädchen, das in weißem Seidenkleid<br />

mit rosafarbenen Schleifen an einen Tisch gelehnt<br />

sitzt und in einen Brief, wohl Liebesbrief, vertieft ist,<br />

den sie in der linken Hand hält. Hinter ihrem Rücken<br />

steht ein weiteres Mädchen, möglicherweise Schwester<br />

oder Freundin, die durch den Spiegel versucht, den<br />

Inhalt des Briefes zu erkunden. Beide Mädchen äußerst<br />

anmutig wiedergegeben. Besonderer Reiz liegt<br />

darin, dass das Mädchen im Hintergrund sowohl vom<br />

Profil, als auch in der Spiegelfläche en face zu sehen<br />

ist. Die Beleuchtung erfolgt durch eine am Tisch stehende<br />

Spirituslampe, deren Schirm abgenommen daneben<br />

auf der Tischfläche liegt. Dahinter der Biedermeier-Toilettekasten<br />

mit dem halbrund geschlossenen<br />

Spiegel. Im Halbdunkel des Innenraums ist an der<br />

Tapetenrückwand ein Halbschrank zu sehen, darauf<br />

ein Paar chinesische Vasen, ein weiteres chinesisches<br />

Väschen links am Bildrand auf dem Tisch hinter einem<br />

grünen Vorhang, der mit goldener Kordel nach links<br />

zurückgebunden ist. Im Vordergrund vor dem dunklen<br />

Schatten des Tisches ein Wäschekorb, gefüllt mit roten<br />

und grünen Stoffen. Die Hauptfigur, im Bild von links<br />

beleuchtet, ist entsprechend dem Flammenlicht in<br />

Sfumato wiedergegeben. Das Thema einer belauschten<br />

Brieflektüre findet sich in der Kunstgeschichte in<br />

dieser Zeit mehrfach, zuerst wohl in der französischen<br />

Malerei, dann alsbald in der gesamten europäischen<br />

Biedermeier-Malerei.<br />

Van Schendel war ab 1834 Mitglied der Royal Academy<br />

of Fine Arts in Amsterdam. Er ist berühmt für seine<br />

Genrebilder in Kerzenbeleuchtung. Das vorliegende<br />

<strong>Gemälde</strong> ist als eines der hervorragenden Beispiele<br />

von Schendels Kunst anzusehen, Genreszenen im<br />

Kerzenlicht oder wie hier im Licht einer Spirituslampe<br />

wiederzugeben. (†)<br />

(12901414) (11)<br />

PETRUS VAN SCHENDEL,<br />

1806 TERHEIJDEN/BRABANT – 1870 BRUSSELS<br />

THE LOVE LETTER<br />

Oil on panel.<br />

63.2 x 47 cm.<br />

Signed and dated “1840” lower right.<br />

Several adhesive labels of exhibitions on the reverse<br />

of the panel, such as label of the Guillaume Campo<br />

Gallery in Antwerp, “Hizkia van Kralingen” with<br />

inscription “Musée Villa Vauban” of a Petrus van<br />

Schendel exhibition with respective inventory numbers.<br />

Furthermore labels of a Schendel exhibition<br />

“Breda´s Museum”, November 2012 - February 2013.<br />

(†)<br />

€ 60.000 - € 100.000<br />

Sistrix<br />

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635<br />

PETRUS VAN SCHENDEL,<br />

1806 TERHEIJDEN/ BRABANT – 1870 BRÜSSEL<br />

DIENSTMÄDCHEN AN EINEM GEFLÜGELSTAND<br />

Öl auf Holz.<br />

39,5 x 32,7 cm.<br />

Beigegeben Echtheitszertifikat von Dr. J. M. M. de<br />

Meere, Verfasser der Monographie über Petrus van<br />

Schendel.<br />

Auf einem nächtlichen städtischen Marktplatz bieten<br />

einige Händler ihre Ware an. Im Vordergrund stehend<br />

eine junge Frau mit einem kupfernen Korb in ihrer<br />

rechten Armbeuge, vor einem überdachten Verkaufsstand,<br />

an dem an einem Seil, an einer Stange befestigt,<br />

ein Huhn herabhängt sowie am rechten Bildrand<br />

ein aufgehängter Hase. Auf dem Tisch selbst weiteres<br />

Geflügel, eine brennende, leicht flackernde Kerze, die<br />

den Stand und auch das feine weiche Gesicht und die<br />

Arme der jungen Frau beleuchtet. Hinter der Kerze<br />

zudem ein großer geflochtener Korb zum Transport<br />

von Geflügel. Mit ihrem feinen Gesicht, den geröteten<br />

Wangen und den glänzenden Augen schaut die Dargestellte<br />

interessiert aus dem Bild heraus. Im dunklen<br />

Hintergrund, nur schemenhaft erkennbar, weitere Gebäude,<br />

aus deren Fenster teils weiches gelbliches<br />

Licht fällt. Am linken Rand, hinter der jungen Frau, die<br />

Gesichter zweier Männer erkennbar. Malerei in der für<br />

den Künstler typischen qualitätvollen feinen Malweise,<br />

bei zurückhaltender Farbgebung mit bravourös gekonnter<br />

Hell-Dunkel-Inszenierung. Minimale Retuschen.<br />

PETRUS VAN SCHENDEL,<br />

1806 TERHEIJDEN/ BRABANT – 1870 BRUSSELS<br />

MAID AT A POULTRY STALL<br />

Oil on panel.<br />

39.5 x 32.7 cm.<br />

Accompanied by certificate of authenticity by Dr J. M.<br />

M. Meere, author of the monograph on Petrus van<br />

Schendel<br />

Provenance:<br />

German private collection.<br />

Literature:<br />

M. A. Kostyrja, The life and work of the artist Petrus van<br />

Schendel 1806-1880, Saint Petersburg 2018, ill. p. 88.<br />

€ 15.000 - € <strong>20.</strong>000<br />

Sistrix<br />

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Provenienz:<br />

Privatsammlung, Deutschland.<br />

Literatur:<br />

M.A. Kostyrja, The life and work of the artist Petrus<br />

van Schendel 1806-1870, Sankt Petersburg 2018,<br />

Abb. S. 88. (1321443) (18)<br />

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636<br />

JAN VAN OS,<br />

1744 MIDDELHARNIS – 1808 DEN HAAG<br />

GROSSES STILLLEBEN MIT BLUMEN, FRÜCHTEN<br />

UND EINEM VOGELNEST<br />

Öl auf Leinwand. Doubliert.<br />

84,1 x 65,3 cm.<br />

Links unten signiert und datiert „J. van. Os. Fecit“.<br />

In dekorativem Rahmen.<br />

Vor landschaftlichem grünem Hintergrund, der rechtsseitig<br />

den Blick auf den hohen Himmel frei gibt, eine<br />

beige Vase mit ovalem Medaillon, auf einer Platte aus<br />

Marmor stehend. Darin ein prachtvolles Gebinde aus<br />

Blumen und Obst, dazu gehören rosafarbene und gelbe<br />

Rosen, gelb-rote Narzissen, leuchtend roter Klatschmohn<br />

sowie eine dunkelrote Stockrose, ein kleiner<br />

Zweig mit Pflaumen sowie ein Ast mit dunklen Weintraubenrispen.<br />

Rechts der Vase stehend ein Korb mit<br />

Früchten, darunter Weintrauben, Pfirsiche, Äpfel und<br />

eine Feige. Links vor der Vase liegend helle Weintraubenrispen,<br />

ein Maiskolben, zwei rötliche Pflaumen,<br />

eine nach rechts ragende Ananas und schließlich ein<br />

kleines gefülltes Vogelnest. Rechtsseitig im Korb zudem<br />

ein großer Kürbis. Belebt wird das Bild zusätzlich<br />

durch eine große Fliege, die auf dem Vasenkorpus sitzt<br />

sowie eine kleine weitere auf einem orange leuchtenden<br />

Pfirsich im daneben stehenden geflochtenen Korb.<br />

Qualitätvolle feine Malerei in harmonischer Farbgebung.<br />

Vereinzelt Retuschen.<br />

JAN VAN OS,<br />

1744 MIDDELHARNIS – 1808 THE HAGUE<br />

LARGE STILL LIFE WITH FLOWERS, FRUIT,<br />

AND BIRD´S NEST<br />

Oil on canvas. Relined.<br />

84.1 x 65.3 cm.<br />

Signed “J. van. Os. Fecit” lower left.<br />

Provenance:<br />

Private collection, Belgium.<br />

€ 28.000 - € 30.000<br />

Sistrix<br />

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Provenienz:<br />

Privatsammlung Belgien.<br />

Anmerkung:<br />

Der niederländische Maler wurde durch seine Stillleben<br />

mit Blumen und Früchten im Stil von Jan van<br />

Huysum (1682-1749) bekannt, mit denen er sich international<br />

einen Namen machte. Auf diesen Werken<br />

finden sich mehrfach auch eine liegende Ananas und<br />

ein Vogelnest wieder. (1321459) (18)<br />

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637<br />

JEAN FRANÇOIS ELIAERTS,<br />

1761 – 1848, ZUG.<br />

GROSSES BLUMENSTILLLEBEN<br />

JEAN FRANÇOIS ELIAERTS,<br />

1761 – 1848, ATTRIBUTED<br />

LARGE FLOWER STILL LIFE<br />

Öl auf Leinwand.<br />

117 x 89,5 cm.<br />

In dekorativem Rahmen.<br />

Hoch aufgebauter, großer Blumenstrauß mit Rosen,<br />

Pfingstrosen, Tulpen, Nelken, Narzissen, Schwertlilien,<br />

Primeln, Malven und Mohnblumen sowie weiteren<br />

Frühlings- und Frühsommerblumen in leuchtenden frischen<br />

Farben. Bekrönt wird der Strauß durch eine Kaiserkerze.<br />

Von links oben nähert sich ein gelber Falter<br />

den Blumen; zwei weitere Schmetterlinge sind ebenfalls<br />

zu sehen. Der Strauß stehend in einer kugeligen<br />

roten Vase auf einer Marmorplatte, daneben liegend<br />

eine Ananas, ein Stiefmütterchen und ein Veilchen, vor<br />

grünlichem Hintergrund, der nach links zunehmend<br />

verschattet. Hervorragende prachtvolle Darstellung in<br />

vielen differenzierten Farbtönen in der typischen Manier<br />

des Künstlers, auf dessen Werken die dargestellte<br />

Marmorplatte öfters zu finden ist.<br />

(1330483) (1) (18)<br />

Oil on canvas.<br />

117 x 89.5 cm.<br />

€ 15.000 - € <strong>20.</strong>000<br />

Sistrix<br />

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638<br />

FÉLIX HENRI GIACOMOTTI,<br />

1828 – 1909<br />

PORTRAIT EINER JUNGEN DAME MIT BRAUNEN<br />

HANDSCHUHEN<br />

Öl auf Leinwand. Doubliert.<br />

116 x 81,2 cm.<br />

Rechts unten signiert „Giacomotti“. Verso auf Keilrahmen<br />

mit umfangreicher Beschriftung.<br />

In breitem, durch reliefierten Blattzierrat akzentuiertem<br />

Rahmen.<br />

Nachdem Giacomotti, der zwar italienischer Abstammung<br />

war, jedoch in Paris lebte, beim Prix de Rome<br />

1854 den zweiten Platz erreichte, hielt er sich mehrere<br />

Jahre in Rom auf. Um das Stipendium wahrnehmen<br />

und damit mehrere Jahre in Italien verbringen zu dürfen,<br />

legte Giacomotti seine italienische Staatsbürgerschaft<br />

ab und nahm die französische an. 1861 jedoch<br />

kehrte er nach Paris zurück und wandte sich der Portraitmalerei<br />

zu, in der er bei der Darstellung vornehmlich<br />

der Pariser Damenwelt brillierte.<br />

(1330132) (13)<br />

€ 8.000 - € 10.000<br />

Sistrix<br />

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639<br />

RENÉ ARCHILLE ROUSSEAU-DECELLE,<br />

1881 LA ROCHE-SUR-YON – 1964 PRÉFAILLES<br />

UNE GUINGUETTE À PARIS<br />

Öl auf Leinwand.<br />

75 x 100 cm.<br />

Links unten signiert „R. Rousseau-Decelle“.<br />

Rückwärtige ältere Etiketten.<br />

Um 1900 entstanden die bei den Parisern beliebten<br />

Guinguettes. Dies sind Lokale, welche zunächst in den<br />

Pariser Vororten enstanden und deren Name sich wahrscheinlich<br />

von Guinguet, einem leichten Weißwein von<br />

der Île-de-France ableitet. Die Mauern eines solchen<br />

Gartenlokals spitzen sich zentralperspektivisch zu und<br />

leiten den Blick des Betrachters auf sonnenbeschienene<br />

Häuser und einen Platz, welcher den Hintergrundprospekt<br />

für die figurenreiche Szenerie abgibt.<br />

An einigen Tischen sitzen wohlgekleidete Personen<br />

der feinen Pariser Gesellschaft, teils verschattet, teils<br />

von durch das Blattwerk hindurchdringendem Licht<br />

erleuchtet. (†)<br />

(13306075) (10)<br />

RENÉ ARCHILLE ROUSSEAU-DECELLE,<br />

1881 LA ROCHE-SUR-YON – 1964 PRÉFAILLES<br />

UNE GUINGUETTE À PARIS<br />

Oil on canvas.<br />

75 x 100 cm.<br />

Signed lower left “R. Rousseau-Decelle”.<br />

Older labels on the reverse. (†)<br />

€ 1<strong>20.</strong>000 - € 180.000<br />

Sistrix<br />

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Une guinguette à Paris.<br />

Eine Taverne in Paris.<br />

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127


640<br />

EUGÈNE-ERNEST HILLEMACHER,<br />

1818 – 1887<br />

LA POSTE ENFANTINE<br />

Öl auf Holz.<br />

20 x 25 cm.<br />

Links unten signiert und datiert „Ernest Hillemacher<br />

1859“.<br />

In einem sommerlich beleuchteten Landschaftsgarten<br />

lässt Hillemacher eine Familie mit vier Kindern diagonal<br />

in den rechten Bildvordergrund spazieren oder vielmehr<br />

tänzeln. Die kindliche Bewegtheit, welche mit<br />

der des Hundes vorn rechts korrespondiert, verleiht<br />

dem <strong>Gemälde</strong> eine bezaubernde Dynamik, welche<br />

noch durch die Lichtregie betont wird. Während die<br />

Eltern – die Mutter ist schon aufgrund des zu schiebenden<br />

Kinderwagens in ihrer Bewegung eingeschränkt<br />

– durch den sie hinterfangenden Baum verschattet<br />

werden, sind die Kinder in ihrer hellen Kleidung vom<br />

Sonnenlicht erhellt. Das <strong>Gemälde</strong> ist wieder ein gutes<br />

Beispiel für Hillemachers Kunst, in der er die französische<br />

Genremalerei auf eine neue Ebene hob. Sehr<br />

häufig stellte Hillemacher im Salon de Paris aus und<br />

wurde dreimal mit der Medaille erster Klasse belohnt;<br />

1869 wurde er gar zum Ritter der Ehrenlegion ernannt.<br />

(†)<br />

EUGÈNE-ERNEST HILLEMACHER,<br />

1818 – 1887<br />

LA POSTE ENFANTINE<br />

Oil on wood.<br />

20 x 25 cm.<br />

Signed and dated lower left “Ernest Hillemacher<br />

1859”. (†)<br />

Provenance:<br />

J. S. Earle & Son, Philadelphia.<br />

Katherine Rudloff, St. Louis, Missouri.<br />

Literature:<br />

C. de Mourgues, Explication des ouvrages de peinture,<br />

sculpture, gravure, lithographie et architecture<br />

des artistes vivant exposés au Palais des Champs-<br />

Élysée, le 1er mai 1861, Paris 1861.<br />

€ 35.000 - € 45.000<br />

Sistrix<br />

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Provenienz:<br />

J. S. Earle & Son, Philadelphia.<br />

Katherine Rudloff, St. Louis, Missouri.<br />

Anmerkung:<br />

Nach dem hier angebotenen <strong>Gemälde</strong> existiert eine<br />

Lithographie von Claude Thielley. Solche Vervielfältigungen<br />

seiner Werke, trugen zu seiner Popularität<br />

bei.<br />

Literatur:<br />

C. de Mourgues, Explication des ouvrages de peinture,<br />

sculpture, gravure, lithographie et architecture<br />

des artistes vivant exposés au Palais des Champs-<br />

Élysée, le 1er mai 1861, Paris 1861.<br />

Ausstellungen:<br />

Das hier angebotene <strong>Gemälde</strong> war im Salon de 1861<br />

mit dem Titel „La poste enfantine“ ausgestellt.<br />

(13309331) (10)<br />

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641<br />

FEDERICO ZANDOMENEGHI,<br />

1841 VENEDIG – 1917 PARIS<br />

RUND UM PARIS, 1878<br />

Öl auf Leinwand.<br />

61 x 50 cm.<br />

Links unten signiert und datiert „Zandomeneghi<br />

(18)78“.<br />

Aus dem Schatten der Bäume treten drei Gestalten<br />

hervor, eine Frau und zwei kleine Kinder. Die lange<br />

weiße Schürze der Frau lässt darauf schließen, dass<br />

es sich um ein Kindermädchen handelt, das mit ihren<br />

kleinen Kindern spazieren geht, von denen das Ältere<br />

entschlossen voranzugehen scheint, während das<br />

zweite in den Armen seiner Erzieherin liegt. Sie sind<br />

zu Fuß unterwegs friedlich auf einem Weg, der an<br />

einen Fluss grenzt, dessen Mäander sich in das Meer<br />

ergießen. Am anderen Ufer steht ein verfallenes Gebäude,<br />

das wie eine Ruine aussieht und der Szene ein<br />

rustikales Aussehen verleiht. Das Hochformat bringt<br />

eine gewisse Dynamik, die mit dem Auftauchen der<br />

Wanderer einhergeht. Die Landschaft ist die eines<br />

sonnigen Sommernachmittags, wenn man die Kühle<br />

des Schattens sucht. Der Pinselstrich klar und präzise,<br />

um die Silhouette der Figuren zu zeichnen, er wird<br />

freier, wenn es darum geht, die Lebendigkeit der Natur<br />

wiederzugeben; so werden Gras, Laub oder Spiegelungen<br />

im Wasser mit einem lockeren, fülligen Pinsel<br />

gezeichnet. Die Farbpalette der Farben ist realistisch<br />

und moduliert die Töne je nach Grad der Lichteinwirkung,<br />

oft gedämpft. Malerisch, zwischen Realismus<br />

und Impressionismus, diese Einzigartigkeit zeichnet<br />

den Stil von Zandomeneghi aus. (†)<br />

Anmerkungen:<br />

Federico Zandomeneghi (1841-1917) war ein italienischer<br />

Maler. Er ist in Venedig geboren und aufgewachsen,<br />

stammte aus einer Künstlerfamilie und<br />

wurde ab 1856 an der Akademie von Venedig ausgebildet.<br />

1860 hielt er sich als Anhänger Garibaldis in<br />

Florenz auf, wo er die Gruppe Macchiaioli besuchte,<br />

die seinen Stil nachhaltig beeinflusst haben. In ihrer<br />

Gesellschaft widmete er sich der Landschaftsmalerei,<br />

„en plein air“. Dieser innovative Ansatz, der ihren<br />

Kompositionen einen realistischen Charakter verlieh,<br />

fand zur gleichen Zeit in Frankreich ihre Entsprechung,<br />

mit den Malern der Schule von Barbizon. 1874 ging<br />

Zandomeneghi nach Paris, wo er beschloss, sich hier<br />

niederzulassen. Dort verbrachte er den Rest seines<br />

Lebens. Seine zweite entscheidende Begegnung war<br />

die mit den Impressionisten, die gerade ihre erste<br />

Ausstellung veranstaltet hatten. Zandomeneghi nahm<br />

an vier ihrer Ausstellungen teil (1879, 1880, 1881 und<br />

1886). Zunächst musste er Illustrationen für Modemagazine<br />

anfertigen, um seinen Lebensunterhalt zu<br />

bestreiten, bis seine Begegnung 1878 mit dem Kunsthändler<br />

Paul Durand-Ruel, der ihm die Exklusivrechte<br />

an seinen Werken kaufte, ihm wirtschaftliche Unabhängigkeit<br />

verschaffte. Zu Beginn der 1890er Jahre<br />

fand er neue Impulse in der Pastelltechnik und schuf<br />

zahlreiche Porträts. Seine Bilder wurden bis in die<br />

Vereinigten Staaten verkauft und brachten ihm Ruhm<br />

und finanzielle Sicherheit.<br />

Literatur:<br />

Mario Borgiotti, Incantesimi dell‘Ottocento pittorico<br />

italiano, Mailand 1967.<br />

Enrico Piceni, Zandomeneghi, Ausgabe Bramante,<br />

Mailand 1967, Nr. 29. (13309332) (10)<br />

FEDERICO ZANDOMENEGHI,<br />

1841 VENICE – 1917 PARIS<br />

AROUND PARIS, 1878<br />

Oil on canvas.<br />

61 x 50 cm.<br />

Signed and dated “Zandomeneghi (18)78” lower left. (†)<br />

Literature:<br />

Mario Borgiotti, Incantesimi dell’Ottocento pittorico<br />

italiano, Milan 1967.<br />

Enrico Piceni, Zandomeneghi, ed. Bramante, Milan<br />

1967, no. 29.<br />

€ 2<strong>20.</strong>000 - € 3<strong>20.</strong>000<br />

Sistrix<br />

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642<br />

FRÉDÉRIC SOULACROIX,<br />

1858 ROM – 1933 CESENA<br />

DER AUSTAUSCH VON GEHEIMNISSEN<br />

Öl auf Leinwand.<br />

80 x 64 cm.<br />

Rechts unten signiert „F. Soulacroix“.<br />

In dekorativem Rahmen.<br />

In einem vornehmen Interieur in einer halbrunden<br />

Nische sitzend, die von zwei Pilastern gerahmt wird<br />

und eine muschelartige Decke aufweist, zwei junge<br />

Frauen in innigem Gespräch, wohl Geheimnisse mitteilend;<br />

eine von ihnen hält dabei einen zartrosafarbenen<br />

Brief. Beide in modischen langen Kleidern aus<br />

glänzenden Seidenstoffen im Stil des Empire. Rechtseitig<br />

zudem ein stehender Schirm und ein liegender<br />

Strohhut mit Blütendekor. Feine Malerei in zurückhaltender<br />

Farbgebung, die das malerische Könnnen des<br />

Künstlers unter Beweis stellt. (†)<br />

Provenienz:<br />

Britische Privatsammlung.<br />

Bonhams, London, 26. September 2018, Lot 27.<br />

FRÉDÉRIC SOULACROIX,<br />

1858 ROME – 1933 CESENA<br />

THE EXCHANGE OF SECRETS<br />

Oil on canvas.<br />

80 x 64 cm.<br />

Signed “F. Soulacroix” lower right.<br />

In decorative frame. (†)<br />

Provenance:<br />

Private collection, UK.<br />

Bonhams, London, 26th of September 2018, lot 27.<br />

Notes:<br />

The artist had an extraordinary ability to depict the<br />

texture and appearance of fabrics, silks, satins, and<br />

velvets. His portrayed women were dressed at the<br />

height of fashion in Empire style.<br />

€ 40.000 - € 60.000<br />

Sistrix<br />

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Anmerkung:<br />

Der Künstler hatte die außergewöhnliche Fähigkeit,<br />

die Textur und das Aussehen von Stoffen, Seide, Satinen<br />

und Samt darzustellen. Seine dargestellten Frauen<br />

waren auf dem Höhepunkt der Mode im Empire-Stil<br />

gekleidet. (13220127) (18)<br />

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643<br />

FRÉDÉRIC SOULACROIX,<br />

1858 ROM – 1933 CESENA<br />

DER ANTRAG<br />

Öl auf Leinwand. Doubliert.<br />

74 x 84 cm.<br />

Rechts unten signiert „F. Soulacroix“, am unteren<br />

Rahmenrand mit Titel und Künstlernennung.<br />

In Prunkrahmen.<br />

Auf einer großen Terrasse mit barocker Steinbrüstung,<br />

die die Abgrenzung zu einem teils sonnenbeschienenen<br />

Teich vor südlicher Landschaft bildet, eine junge<br />

Frau in einer Hängematte liegend. Sie trägt ein langes<br />

glänzendes, altrosafarbenes faltenreiches Kleid, das<br />

teils bis zum Boden reicht und hält in ihrer linken Hand<br />

einen Fächer aus weißen Federn. Nachdenklich hört<br />

sie einem elegant gekleideten Kavalier, dem sie den<br />

Rücken zuwendet, zu, der auf einem Stuhl sitzt mit<br />

seinem Hut in der rechten Hand. Er blickt sie mit Handgestus<br />

liebevoll an und scheint ihr gerade einen Antrag<br />

zu machen. Stimmungsvolle Malerei mit vielen<br />

zarten, differenzierten Farbabstufungen und exquisiter<br />

Kleidungswiedergabe in der typischen Art des bekannten<br />

Künstlers. (†)<br />

FRÉDÉRIC SOULACROIX,<br />

1858 ROME – 1933 CESENA<br />

THE PROPOSAL<br />

Oil on canvas. Relined.<br />

74 x 84 cm.<br />

Signed lower right “F. Soulacroix”. Plaque with title<br />

and artist´s name at the lower edge of the frame. (†)<br />

Provenance:<br />

Sotheby´s, New York, 5 May 1999, lot 107.<br />

Private collection, UK.<br />

Bonhams, London, 6th of September 2018, lot 29.<br />

€ 25.000 - € 30.000<br />

Sistrix<br />

INFO | BIETEN<br />

Provenienz:<br />

Sotheby´s, New York, 05. Mai 1999, Lot 107.<br />

Britische Privatsammlung.<br />

Bonhams, London, 6. September 2018, Lot 29.<br />

Anmerkung:<br />

Frédéric Soulacroix war der Sohn von Charles Joseph<br />

Frédéric Soulacroix (1825-1899), einem in Montpellier<br />

geborenen Bildhauer und Maler, der an der École des<br />

Beaux-Arts in Paris studierte und nach seinem Erfolg<br />

an der École 1850 nach Rom reiste. Dort heiratete er<br />

Giacinta Diofebo und 1858 wurde Frédéric geboren.<br />

(13220126) (18)<br />

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135


644<br />

FRÉDÉRIC SOULACROIX,<br />

1858 ROM – 1933 CESENA<br />

EIN INTERESSANTES GESPRÄCH<br />

Öl auf Leinwand. Doubliert.<br />

73 x 82,5 cm.<br />

Links unten signiert „F. Soulacroix“, auf unterem<br />

Rahmenrand betitelt „An Interesting Conversation“<br />

und Künstlernennung.<br />

In dekorativem vergoldetem Rahmen.<br />

In einem mit wertvollen <strong>Möbel</strong>n und Objekten ausgestatteten<br />

Zimmer ein junges Paar. Sie in einem feinen<br />

langen, teils bestickten Kleid, auf einer Chaiselongue<br />

sitzend, hat ihren rechten Oberarm auf einem Kissen<br />

abgestützt und ihren ausgestreckten Zeigefinger zur<br />

Stirnseite geführt. Leicht verlegen mit geröteten Wangen<br />

blickt sie aus dem Augenwinkel heraus auf einen<br />

Kavalier in edler gold-grüner Kleidung, der sich auf die<br />

Sofalehne abgestützt hat und sie liebevoll anschaut.<br />

Harmonische Darstellung mit besonderer Hervorhebung<br />

der feinen Kleidung und der exklusiven Raumausstattung<br />

in der typischen Manier des Künstlers. (†)<br />

Provenienz:<br />

Sotheby´s, London, 16. März 1983, Lot 141.<br />

Britische Privatsammlung.<br />

Bonhams, London, 26. September 2018, Lot 28.<br />

FRÉDÉRIC SOULACROIX,<br />

1858 ROME – 1933 CESENA<br />

AN INTERESTING CONVERSATION<br />

Oil on canvas. Relined.<br />

73 x 82.5 cm.<br />

Signed “F. Soulacroix” lower left, titled on the bottom<br />

margin “An Interesting Conversation” and artist´s name.<br />

(†)<br />

Provenance:<br />

Sotheby´s, London, 16 of March 1983, lot 141.<br />

Private collection, UK.<br />

Bonhams, London, 26th of September 2018, lot 28.<br />

Notes:<br />

The artist was even commissioned to paint Queen<br />

Margherita of Italy thanks to his special skill in rendering<br />

figures in precious clothing and fabrics and<br />

the success of his works.<br />

€ 30.000 - € 40.000<br />

Sistrix<br />

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Anmerkung:<br />

Durch sein besonderes Können in der Wiedergabe von<br />

Figuren in edler Kleidung und Stoffen und durch den<br />

Erfolg seiner Werke wurde der Künstler sogar damit<br />

beauftragt, Königin Margherita von Italien zu malen.<br />

(13220128) (18)<br />

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137


645<br />

PIERRE JOSEPH REDOUTÉ,<br />

1759 SAINT HUBERT – 1840 PARIS, UMKREIS<br />

PRACHTVOLLES STILLLEBEN MIT BLUMEN<br />

UND FRÜCHTEN<br />

Öl auf Leinwand.<br />

71 x 59 cm.<br />

Trägt Signatur links unten „Redouté 182(7)“.<br />

Gerahmt.<br />

Vor grünlichem Hintergrund, der sich von rechts nach<br />

links leicht verdunkelt, die prachtvolle Komposition. In<br />

einer bauchigen Glasvase das feine Arrangement u.a.<br />

mit Rosen, Primeln, blauer Iris und rot leuchtender<br />

Kaiserkrone. Die Vase auf einer Steinplatte, auf der<br />

rechtsseitig ein geöffneter Granatapfel und eine blaue<br />

Traubenrispe liegen.<br />

(1320731) (18)<br />

PIERRE-JOSEPH REDOUTÉ,<br />

1759 SAINT HUBERT – 1840 PARIS, CIRCLE OF<br />

MAGNIFICENT STILL LIFE WITH FLOWERS<br />

AND FRUIT<br />

Oil on canvas.<br />

71 x 59 cm.<br />

Bears signature and date “Redouté182(7)”.<br />

€ 30.000 - € 40.000<br />

Sistrix<br />

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646<br />

ANTONIO MANCINI,<br />

1852 ALBANO LAZIALE – 1930 ROM<br />

Der Maler zählt zu den bedeutendsten Künstlern der<br />

italienischen Moderne. Nach lobendem Urteil über<br />

seine Jugendzeichnungen durch Domenico Morelli<br />

(1823-1901) wurde er bereits mit zwölf Jahren an<br />

der Kunstakademie in Napoli aufgenommen. Bereits<br />

18- jährig stellte er unter großem Beifall im Salon du<br />

Paris aus. Mancini war Mitglied der Verismo-Bewegung.<br />

Er begab sich 1877 nach Frankreich, wo er Édouard<br />

Manet (1832-1883) und Edgar Degas (1834-1917)<br />

kennenlernte, später war er eng befreundet mit John<br />

Singer Sargent (1856-1925) in London.<br />

PORTRAIT EINES ITALIENISCHEN JUNGEN<br />

Öl auf Leinwand.<br />

67 x 50 cm.<br />

Rechts unten signiert „A. Mancini“.<br />

In dekorativem teilvergoldetem Rahmen.<br />

Vor einem Hintergrund in diversen rötlichen Farbtönen<br />

das Halbbildnis eines Jungen mit schwarzem breitem<br />

Hut, der neben weißen Federn mit goldenen Anhängern<br />

verziert ist. Er trägt eine dunkle Jacke mit<br />

weißem Spitzentuch um den Hals und Spitze am<br />

Armende der Jacke. In seiner linken Hand hält er eine<br />

Art Bambusstock. Er hat ein gebräuntes Gesicht, einen<br />

leicht geöffneten Mund und mit seinen glänzenden<br />

dunklen Augen schaut er seitlich aus dem Bild heraus.<br />

Das Bildnis vorgeführt in virtuoser, stark pastoser,<br />

dem Impressionismus naher Pinselführung, eine flirrende<br />

Atmosphäre vermittelnd.<br />

(1320843) (18)<br />

€ 6.000 - € 9.000<br />

Sistrix<br />

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647<br />

EUGÈNE GALIEN-LALOUE,<br />

1854 PARIS– 1941 CHÉRENCE<br />

Der Künstler hatte nicht nur den Namen Jaques Lievin<br />

als Pseudonym, sondern auch weitere Namen, darunter<br />

Louis Dupuy, M. Lenoir oder A. Michel. Der französische<br />

Maler war insbesondere für seine Pariser<br />

Straßenszenen aus der Zeit der Belle Époque bekannt.<br />

PORTE SAINT-DENIS IN PARIS<br />

Feder und Gouache auf Papier<br />

31 x 32,7 cm.<br />

Links unten signiert „E. Galien-Laloue“.<br />

Im Passepartout, hinter Glas gerahmt.<br />

EUGÈNE GALIEN-LALOUE,<br />

1854 PARIS – 1941 CHÉRENCE<br />

PORTE SAINT-DENIS IN PARIS<br />

Pen and ink drawing and gouache on paper.<br />

31 x 32.7 cm.<br />

Signed “E. Galien-Laloue” lower left.<br />

€ 12.000 - € 16.000<br />

Sistrix<br />

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Galien-Laloue war in der Lage, die Atmosphäre besonders<br />

der französischen Hauptstadt um die Jahrhundertwende,<br />

eine Zeit, in der Automobile und Busse eingeführt<br />

wurden, perfekt einzufangen, weshalb er bei<br />

seinen Zeitgenossen äußerst beliebt war. Hier eine<br />

winterliche Szene mit nachmittäglichem Licht und elektrischer<br />

Beleuchtung der Schaufenster.<br />

(1331188) (13)<br />

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141


648<br />

PIERRE RIBERA,<br />

1867 – 1932<br />

BOZZETTO FÜR EIN DECKENGEMÄLDE DES<br />

CASINOS VON MONTE CARLO<br />

PIERRE RIBERA,<br />

1867 – 1932<br />

BOZZETTO FOR A CEILING FRESCO OF THE<br />

CASINO OF MONTE CARLO<br />

Öl auf Leinwand.<br />

116,5 x 76,5 cm.<br />

Links unten signiert „P. Ribera“.<br />

Im Mittelpunkt dieses Modells für ein Deckengemälde,<br />

ein hell- bis türkisblauer Himmel mit weißen Wolken,<br />

in denen zentral ein goldener Sonnenwagen mit<br />

Schimmeln zu erkennen ist. Daneben gibt es weitere<br />

schwebende weibliche mythologische Gestalten mit<br />

Blütenranken und zwei fliegende Putti. Umrahmt<br />

wird der Himmel von architektonischen Bauten einer<br />

Parkanlage mit Pfeiler- und Säulengängen, sogenannten<br />

Pergolen, die teils bewachsen sind oder von Blüten<br />

und Zweigen umrankt werden. Feine Malerei in vielen<br />

weichen und zarten Farbtönen.<br />

(1290108) (18)<br />

Oil on canvas.<br />

116.5 x 76.5 cm.<br />

Signed “P. Ribera” lower left.<br />

€ 28.000 - € 40.000<br />

Sistrix<br />

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649<br />

RAFFAELE CARELLI,<br />

1795 – 1864 NEAPEL<br />

LANDSCHAFT MIT GEWÄSSER UND<br />

FIGURENSTAFFAGE<br />

Öl auf Leinwand.<br />

97 x 130 cm.<br />

Links unten signiert und datiert „1815“. (†)<br />

Anmerkung:<br />

1809 trat Carelli in das Atelier von W. Huber in Neapel,<br />

wo er mit der Schule von Posilippo bekannt wurde<br />

und sich mit Pitloo (1790-1837) und Gigante (1806-<br />

1876) befreundete. Carelli wurde berühmt für seine<br />

romantischen Landschaften, die ihm eine ehrenamtliche<br />

Lehrstelle in der Accademia delle Belle Arti verhalf.<br />

(13306046) (10)<br />

RAFFAELE CARELLI,<br />

1795 – 1864 NAPLES<br />

LANDSCAPE WITH BODY OF WATER AND<br />

FIGURE STAFFAGE<br />

Oil on canvas.<br />

97 x 130 cm.<br />

Signed lower left and dated “1815”.<br />

(†)<br />

€ 25.000 - € 45.000<br />

Sistrix<br />

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145


650<br />

LANCELOT THÉODORE TURPIN DE CRISSÉ,<br />

1782 PARIS – 1859<br />

DIE KINDHEIT DES BACCHUS, UM 1835<br />

Öl auf Leinwand.<br />

129 x 97,5 cm.<br />

In gekehltem und plastisch verziertem Rahmen.<br />

In einer von dramatisch aufragenden Felsen dominierten,<br />

arkadisch anmutenden Landschaft mit kleinem<br />

munterem Flusslauf haben sich einige Faune und<br />

Nymphen zusammengefunden. Ein Faun und eine<br />

Nymphe tanzen am Flussufer leicht abgesetzt von der<br />

Gruppe, die im Schatten vor einer Höhle lagert. Neben<br />

einem älteren Flussgott sind weitere Nymphen und<br />

kleine sowie größere Faunsgestalten zu sehen, die<br />

verschiedenen, sehr ruhigen Tätigkeiten nachgehen.<br />

Im Zentrum des Bildes sitzt eine weibliche Gestalt mit<br />

einem kleinen Kind auf dem Schoß. Es ist der Bacchusknabe.<br />

Dieser stammte aus einer Verbindung von Zeus<br />

mit einer Sterblichen, weshalb die stets eifersüchtige<br />

Hera ihm nach dem Leben trachtete. Von seinem Vater<br />

Zeus wurde er daher an einem verborgenen Ort den<br />

Nymphen zur Erziehung übergeben. Einer Version der<br />

Sage nach wurde eine der Nymphen, Amaltheia, in<br />

eine Ziege verwandelt, um den kleinen Knaben mit<br />

Milch zu versorgen. Mit der neben Nymphe und Kind<br />

lagernden Ziege könnte also Amaltheia gemeint sein.<br />

Mit dieser Geschichte aus der antiken griechischen<br />

Mythologie war der Künstler des vorliegenden eindrucksvollen<br />

<strong>Gemälde</strong>s sicher vertraut. Bereits zu Beginn<br />

des <strong>19.</strong> Jahrhunderts war Turpin de Crissé mit<br />

dem französischen Botschafter, dem Comte de Choiseul-Gouffier,<br />

nach Griechenland gereist. Dieser große<br />

Philhellene gab 1782 einen Reisebericht heraus,<br />

die „Voyage Pittoresque de la Grèce“. Als der junge<br />

Künstler von dieser Reise nach Paris zurückgekehrt<br />

war, wurde er zunächst von Napoleons Stieftocher, der<br />

späteren Königin von Holland, Hortense de Beauharnais,<br />

protegiert, bevor er 1809 Kämmerer der bereits<br />

von Napoleon geschiedenen Josephine wurde. Mit ihr<br />

reiste er ein Jahr später durch die Schweiz und Savoyen.<br />

Im Laufe seiner Karriere bekleidete er zahlreiche<br />

Ämter, wurde Mitglied der Académie des Beaux-Arts<br />

und Inspector-General des „Département des Beaux-<br />

Arts“. 1825 wurde er in die Ehrenlegion aufgenommen.<br />

Als überzeugter Legitimist zog er sich jedoch<br />

nach der Juli-Revolution von allen öffentlichen Ämtern<br />

zurück, stellte aber noch bis ca. 1832 im Salon aus.<br />

Das vorliegende feine <strong>Gemälde</strong> kann damit dem Spätwerk<br />

des Künstlers zugerechnet werden. Einer Zeit, in<br />

der er frei von der Bindung an den öffentlichen Gout<br />

arbeiten konnte. Rahmen minimal besch.<br />

Literatur:<br />

Abgebildet in: Patrick Le Nouëne, Caroline Chaine,<br />

Lancelot-Théodore Turpin de Crissé. Peintre et collectionneur,<br />

Ausstellungskatalog Musée des Beaux-Arts,<br />

Angers, 16.12.2006-15.04.2007, Paris 2006, S. 114,<br />

Nr. 49. (1331006) (2) (13)<br />

LANCELOT THÉODORE TURPIN DE CRISSÉ,<br />

1782 PARIS – 1859<br />

THE CHILDHOOD OF BACCHUS, CA. 1835<br />

Oil on canvas.<br />

129 x 97.5 cm.<br />

Literature:<br />

Illustrated in: Patrick Le Nouëne, Caroline Chaine,<br />

Lancelot-Théodore Turpin de Crissé. Peintre et collectionneur,<br />

exhibition catalogue Musée des Beaux-<br />

Arts, Angers, 16 December 2006-15 April 2007, p. 114,<br />

no. 49.<br />

€ 70.000 - € 1<strong>20.</strong>000<br />

Sistrix<br />

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147


651<br />

JAMES BERTRAND,<br />

1823 LYON – 1887 ORSAY<br />

CENDRILLON<br />

Öl auf Leinwand.<br />

73,5 x 96,5 cm.<br />

Rechts unten signiert „JAMES-BERTRAND”.<br />

In breitem, stark ornamental mit Akanthusblättern<br />

verziertem Rahmen.<br />

James Bertrand stellte zwei Versionen von „Cendrillon“<br />

im Salon aus, eine 1873 unter der Nr. 109 und die<br />

andere 1886 unter der Nr. 206. Die zweite, uns näherstehende<br />

Version zeigt ein Mädchen, das mit nackten<br />

Füßen vor einem Feuer liegt. Die bekannte Geschichte<br />

aus Perraults Märchen, das in weiten Teilen mit unserem<br />

Aschenputtel übereinstimmt, wird hier von Bert rand<br />

bildnerisch umgesetzt: Wenn sie ihre Arbeit getan hatte,<br />

ging sie in die Ecke des Kamins und setzte sich in die<br />

Asche, so dass sie im Haus allgemein „Cucendron“<br />

genannt wurde. Die Jüngste, die nicht so unehrlich war<br />

wie die Älteste, nannten sie Aschenputtel, aber Aschenputtel<br />

war mit ihren schlechten Kleidern hundertmal<br />

schöner als ihre Schwestern, obwohl sie sehr prächtig<br />

gekleidet waren. Cendrillon oder Aschenputtel liegt<br />

hier in sich gekehrt offensichtlich auf einem Küchenboden<br />

mit vor ihr liegenden Frühlingszwiebeln.<br />

Provenienz:<br />

Christie´s, Paris, 21. Juni 2012, Lot 74. (1330133) (13)<br />

€ 8.000 - € 10.000<br />

Sistrix<br />

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149


652<br />

JAN JACOB SPOHLER,<br />

1811 – 1866/79<br />

WINTERLANDSCHAFT MIT WINDMÜHLE<br />

JAN JACOB SPOHLER,<br />

1811 – 1866/79<br />

WINTER LANDSCAPE WITH WINDMILL<br />

Öl auf Leinwand.<br />

87 x 141 cm.<br />

Links unten signiert „J.J. Spohler“.<br />

In vergoldetem Rahmen.<br />

Im winterlichen Sonnenlicht eine vereiste Polderlandschaft<br />

mit sich auf der linken Seite herrschaftlich erhebender<br />

Windmühle, die mit ihren Flügeln das fröhliche<br />

Treiben auf dem Eis überspannt.<br />

(1330486) (1) (13)<br />

Oil on canvas.<br />

87 x 141 cm.<br />

Signed “J.J. Spohler” lower left.<br />

€ 18.000 - € <strong>20.</strong>000<br />

Sistrix<br />

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151


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653<br />

GIUSEPPE PONGA,<br />

1856 CHIOGGIA – 1925 VENEDIG<br />

<strong>Gemälde</strong>paar<br />

RUINENCAPRICCI MIT OFFENEM GEWÄSSER<br />

Öl auf Leinwand.<br />

30 x 43 cm.<br />

In vergoldeten Zierrahmen.<br />

Beigegeben ein Gutachten von Federica Spadotto,<br />

Padua, 11. Juli 2022.<br />

Das vorliegende <strong>Gemälde</strong>paar bezieht sich in seiner<br />

Komposition auf Francesco Guardi (1712-1793), dessen<br />

Capricci im Metropolitan Museum of Art in New<br />

York Giuseppe Ponga als Vorlage dienten. Jeweils mit<br />

Küstenabschnitt in flottem Pinselduktus, von Vegetation<br />

heimgesuchten ruinöser Architektur und durch<br />

ihre Polychromität wirkungsvoll herausgestellter Figurenstaffage.<br />

Literatur:<br />

Vgl. Antonio Morassi, Guardi. I dipinti, Mailand 1973,<br />

Kat. 924-925.<br />

Vgl. Federica Spadotto, Giacomo Guardi, Soncino<br />

20<strong>20.</strong> (1331163) (13)<br />

€ 7.000 - € 9.000<br />

Sistrix<br />

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654<br />

LOUIS SMETS,<br />

TÄTIG UM 1852 – 1868<br />

Belgischer Landschaftsmaler<br />

HOLLÄNDISCHE WINTERLANDSCHAFT MIT<br />

WINDMÜHLEN UND FIGUREN AUF DEM EIS<br />

Öl auf Leinwand. Doubliert.<br />

45,5 x 64,5 cm.<br />

Rechts unten Restsignatur.<br />

In vergoldetem Prunkrahmen.<br />

Blick auf das kleine Gebäude einer Hafenanlage mit<br />

seitlich und dahinter, im gefrorenen Wasser liegenden<br />

Mehrmastern. Links die weite vereiste Polderlandschaft<br />

mit zahlreichen Staffagefiguren. Im Vordergrund<br />

drei Figuren im Gespräch, ein Schlittschuh laufendes<br />

Paar, ein Schlitten schiebender Mann sowie ein an<br />

der linken Seite gelegener Verkaufsstand, wohl für<br />

Getränke. Rechtsseitig ein breiterer Weg, der zum<br />

Wasser führt, eine Anhöhe mit den dahinter sichtbaren<br />

Dächern eines Ortes und zwei große, in den<br />

hohen Himmel ragende Windmühlen. Malerei in harmonischer<br />

Farbgebung mit vielen Details, durch den<br />

hohen gelben und rötlichen Himmel und die gekonnte<br />

Lichtführung mit Schattensetzung, die Stimmung eines<br />

schönen Wintertages vermittelnd.<br />

(13216116) (18)<br />

€ 2.500 - € 4.000<br />

Sistrix<br />

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153


655<br />

PAWEL ANDREIEVICH FEDOTOV,<br />

1815 – 1852<br />

PORTRAIT EINER ELEGANTEN DAME<br />

Öl auf Leinwand.<br />

71,5 x 57,5 cm.<br />

Links unten signiert und datiert „1843“.<br />

In vergoldetem Rahmen.<br />

Vor beige-grünlichem Hintergrund das Halbportrait<br />

einer jungen Frau in silbrig glänzendem seidigem Untergewand<br />

und einem leuchtend roten Umhang, teils bestickt<br />

mit Blüten, zudem mit einer Bordüre versehen.<br />

Sie hat ein feines zartes Inkarnat, einen Mittelscheitel<br />

mit seitlich herabhängenden Locken und hellblaue<br />

glänzende Augen, mit denen sie würdevoll aus dem<br />

Bild herausschaut.<br />

(13311015) (18)<br />

€ 5.000 - € 7.000<br />

Sistrix<br />

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656<br />

CORNELIS RAAPHORST,<br />

1875 NIEUWKOOP – 1954 WASSENAAR<br />

VIER KATZEN UM EINEM KORB<br />

Öl auf Leinwand.<br />

48 x 58 cm.<br />

Rechts unten signiert „CRaaphorst“.<br />

In weiß gefasstem Rahmen.<br />

Auf einem mit Decken weich gedeckten Tisch steht<br />

ein Handarbeitskorb, an dem sich vier junge Katzen zu<br />

schaffen machen. Ein typisches <strong>Gemälde</strong> für den<br />

bekannten niederländischen Katzenmaler.<br />

(1330491) (1) (13)<br />

€ 3.500 - € 5.000<br />

Sistrix<br />

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657<br />

HANS HOLTZBECHER,<br />

1861 BERLIN – 1935 EBENDA<br />

Der Künstler, der den eigentlichen Namen Friedrich<br />

Emmerich Theodor Johann Daniel Holtzbecher trug<br />

aber als Hans Holtzbecher bekannt ist, war ein deutscher<br />

Portrait- und Aktmaler. Er studierte Malerei von<br />

1877-1884 an der Königlich Preußischen Akademie<br />

der Künste in Berlin. Er besuchte mehrmals Paris und<br />

unternahm auch Studienreisen in die Niederlanden<br />

und nach Italien. Hauptsächlich schuf er Frauenportraits<br />

und Frauenakte.<br />

PORTRAIT EINER JUNGEN FRAU<br />

Öl auf Leinwand.<br />

73 x 52 cm.<br />

Rechts unten signiert und datiert „H. Holtzbecher<br />

Berlin 1909“.<br />

In vergoldetem Rahmen.<br />

Vor rotem Hintergrund das Halbbildnis einer jungen<br />

schönen Frau nach links, in einem eleganten trägerlosen<br />

rot-blauen Gewand und an die Antike erinnernde,<br />

nach hinten verlaufende Steckfrisur mit hellblauem<br />

Band. Sie hat ein feines zartes Inkarnat, rötliche Lippen<br />

und mit ihren Auge schaut sie seitlich aus dem<br />

Bild heraus. Die Beleuchtung fällt aus nicht sichtbarer<br />

Quelle von hinten auf die junge Frau und beleuchtet<br />

die Konturen ihrer Schulter und des Gesichtes, das<br />

ansonsten verschattet bleibt. Qualitätvolle Malerei<br />

in der typischen Manier des Künstlers.<br />

(1330398) (18)<br />

HANS HOLTZBECHER,<br />

1861 BERLIN – 1935 IBID.<br />

PORTRAIT OF A YOUNG WOMAN<br />

Oil on canvas.<br />

73 x 52 cm.<br />

Signed and dated “H. Holtzbecher Berlin 1909”<br />

lower left.<br />

€ 10.000 - € 15.000<br />

Sistrix<br />

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155


658<br />

RUSSISCHE SCHULE UM 1800<br />

PORTRAIT EINES ELEGANTEN MÄDCHENS<br />

Öl auf Leinwand.<br />

63,5 x 52 cm.<br />

In vergoldetem dekorativem Rahmen.<br />

Vor hellbraunem Hintergrund das Halbportrait eines<br />

Mädchens nach rechts in weißem Empire-Kleid mit<br />

Spitzenbesatz, rotem Gürtel sowie rotem Umhang,<br />

der ihre linke Schulter bedeckt. Sie hat hochgestecktes<br />

geflochtenes Haar mit einem Golddiadem, und<br />

einige Schillerlocken bedecken ihre Stirn sowie die<br />

Stirnseiten. Sie hat ein feines, leicht gerötetes Gesicht,<br />

einen rötlichen Mund und mit ihren glänzenden braunen<br />

Augen schaut sie liebevoll aus dem Bild heraus.<br />

Feines charakterisierendes Portrait.<br />

(1301401) (18)<br />

€ 1.700 - € 2.500<br />

Sistrix<br />

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659<br />

FRANZ XAVER PETTER,<br />

1791 LICHTENTAL/ WIEN – 1866 EBENDA<br />

BLUMENSTILLLEBEN MIT FRÜCHTEN<br />

UND INSEKTEN<br />

Öl auf Leinwand. Doubliert.<br />

100 x 81 cm.<br />

Links unten Restmonogramm.<br />

Ungerahmt.<br />

In Landschaft vor einem steinernen Sockel ein fein<br />

arrangiertes Blumenstillleben mit Rosen, geflammten<br />

Tulpen, Spraynelken, Primel und tränendem Herz. Davor<br />

am Boden einige Gräser mit gelber Sumpfdotterblume<br />

und blauem Vergissmeinnicht sowie am linken<br />

Bildrand ein kleines Nest, gefüllt mit Eiern. Am rechten<br />

Bildrand weitere grüne Gräser und gelb-weiße Kleinblütler<br />

sowie eine Distel, auf denen sich zwei kleine<br />

Kohlfalter niedergelassen haben. Im oberen Bildteil ein<br />

Sockel mit einem darüber hängendem Zweig eines<br />

Rebstocks mit einer hellen Traubenrispe. Ebenso eine<br />

dunkle Weintraubenrispe auf der Platte liegend, sowie<br />

einige Himbeeren und eine angeschälte Zitrone. Das<br />

Bild wird zusätzlich belebt durch ein rechts vor einem<br />

braunen Felsenstück fliegendes Tagpfauenauge sowie<br />

im unteren Bereich durch eine kleine kriechende<br />

Schnecke. Malerei in überwiegend frischen leuchtenden<br />

Farbtönen. Berieben, insbesondere am unteren<br />

Rand mit kleinen Farbabsplitterungen und kleiner<br />

Durchstoßung.<br />

(1330015) (18)<br />

€ 6.000 - € 8.000<br />

Sistrix<br />

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660<br />

ARNOLDUS BLOEMERS,<br />

1786/92 AMSTERDAM – 1844 DEN HAAG<br />

PRACHTVOLLES BLUMENSTILLLEBEN<br />

Öl auf Holz.<br />

52,7 x 44 cm.<br />

Links unten in Ligatur monogrammiert „AB“.<br />

In Prunkrahmen.<br />

Vor beige-braunem Hintergrund, der von links nach<br />

rechts aufhellt, auf einer Steinplatte in einer Schale<br />

stehend der farbenfrohe, locker arrangierte Blumenstrauß.<br />

Dieser besteht unter anderem aus zahlreichen<br />

Dahlien, Primeln, Kornblumen, Chrysanthemen und<br />

einigen Kleinblütlern sowie rechts unten gefüllten rosafarbenen<br />

Rosen, die aus der bräunlichen Schale auf<br />

die Platte ebenso herabhängen wie links daneben<br />

eine blaue Trichterwinde. Feine qualitätvolle Malerei in<br />

vielen frischen, leuchtenden Farbtönen. Kleine Retuschen.<br />

(†)<br />

ARNOLDUS BLOEMERS,<br />

1786/92 AMSTERDAM – 1844 THE HAGUE<br />

MAGNIFICENT FLOWER STILL LIFE<br />

Oil on panel.<br />

52.7 x 44 cm.<br />

Monogrammed “AB” in ligature lower left. (†)<br />

Provenance:<br />

Bonhams, London, 26 September 2018, lot 66.<br />

€ 30.000 - € 60.000<br />

Sistrix<br />

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Provenienz:<br />

Bonhams, London, 26. September 2018, Lot 66.<br />

(13306049) (18)<br />

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661<br />

FRANZ SERAPH VON LENBACH,<br />

1836 SCHROBENHAUSEN – 1904 MÜNCHEN<br />

1882 geadelt. In seiner Zeit einer der bekanntesten<br />

und gesuchtesten Portraitisten Europas, von dem sich<br />

bedeutende Persönlichkeiten wie Bismarck, die deutschen<br />

Kaiser, aber auch der österreichische Kaiser<br />

Franz Joseph und Papst Leo XIII portraitieren ließen.<br />

PORTRAITBILDNIS PAUL HEYSE<br />

Öl auf Presspappe.<br />

81,5 x 45,5 cm.<br />

Verso Echtheitsbestätigung. Ferner Nummerierung<br />

„184“ in blauer Kreide.<br />

Halbbildnis des berühmten Dichters Heyse (1830-<br />

1914) nach rechts, bärtig, mit weißem Hemdkragen,<br />

der Hintergrund grünfarben angelegt. Lenbach hat den<br />

Dichter weitere Male im Bild festgehalten.<br />

Die Echtheit des unsignierten Bildnisses wird durch die<br />

alte, originale Beschreibung verso bestätigt:<br />

„Diese Skizze (Bild meines Vaters) hat Franz v. Lenbach<br />

/ gemalt. Er hat es 1877 in seinem Atelier mir persönlich<br />

geschenkt. / Leipzig, den 28. III. 05. / Lullu Baumgarten<br />

/ geb. Heyse / als Zeuge: Rechtsanwalt Dr. Böhme /<br />

Vorstehende Unterschrift / bestätige ich / Leipzig 4.4<br />

1946 / Dr. E. Böhme / Rechtsanwalt und Notar.“<br />

Für die Echtheit spricht auch, dass Lenbach Vorstudien<br />

dieser Art oft mit dünner Farbe auf Malkarton schuf,<br />

wobei hier die Struktur des Grundes daher erkennbar<br />

wird.<br />

(1330554) (11)<br />

€ 3.000 - € 5.000<br />

Sistrix<br />

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662<br />

JEAN ANTOINE THEODORE GUDIN,<br />

1802 PARIS – 1880 BOULOGNE-SUR-SEINE<br />

KÜSTENSZENE IM STIMMUNGSVOLLEN<br />

SONNENLICHT<br />

Öl auf Leinwand.<br />

43 x 60 cm.<br />

Rechts unten signiert und datiert „T. Gudin 1875“.<br />

Blick auf das weite Meer mit den zum Ufer hin ruhig<br />

auslaufenden Wellen unter hohem, diesigem Himmel<br />

im Licht der spätnachmittaglichen Sonne. Am Ufer vereinzelt<br />

Boote, einige Fische und Frauen mit Wäschekörben.<br />

Harmonische stimmungsvolle Malerei, typisch<br />

für den Künstler.<br />

Anmerkung:<br />

Gudin galt im <strong>19.</strong> Jahrhundert als bedeutender Maler,<br />

der sich schon frühzeitig auf großflächige romantische<br />

und naturalistische Marine- und Seestücke spezialisierte.<br />

(1330709) (18)<br />

€ 8.000 - € 10.000<br />

Sistrix<br />

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161


663<br />

GIOVANNI FATTORI,<br />

1825 LIVORNO – 1908 FLORENZ<br />

DIE BERITTENE PATROULLIE<br />

Öl auf Leinwand.<br />

29 x 22 cm.<br />

Links unten signiert „Gio Fattori“.<br />

In grünem Passepartout, hinter Glas gerahmt.<br />

Beigegeben ist dem <strong>Gemälde</strong> eine Authentifikation<br />

Giorgio Nicodemi, datiert 07. September 1967.<br />

In bergiger herbstlicher Landschaft treffen die drei berittenen<br />

Soldaten auf einem steinernen Weg aufeinander.<br />

Rechtsseitig die beiden Soldaten in Rückenansicht<br />

mit Bewaffnung, im Gespräch mit einem weiteren<br />

uniformierten Reiter auf einem Braunen. Über der<br />

niedrigen beigen Wegmauer fällt der Blick auf eine<br />

grün-gelblich schimmernde Landschaft mit Gebirgszug<br />

und einem rechts in die Höhe ragendem Baum<br />

mit bereits gelb-rötlich verfärbten Blättern, unter graublauem<br />

Himmel. Die Sonne fällt von links auf die Reiter<br />

herab und wirft sichtbare Schatten. Stimmungsvolle<br />

Malerei in überwiegend weicher Farbgebung. Rahmenschäden.<br />

GIOVANNI FATTORI,<br />

1825 LIVORNO – 1908 FLORENCE<br />

THE MOUNTED PATROL<br />

Oil on canvas.<br />

29 x 22 cm.<br />

Signed “Gio Fattori” lower left.<br />

Framed with green mount behind glass.<br />

Accompanied by a certificate of authenticity by Giorgio<br />

Nicodemi, dated 7 September 1967.<br />

Literature:<br />

Cf. G. Falossi, C. Orvieto, Le vite et le opere, Aggiornamento<br />

1978 , Editione il Quadratto, colour illustration<br />

on cover and on p. 152.<br />

Exhibitions:<br />

Mostra dei Macchiaioli, Florence, Palazzo Pitti,<br />

14 July – 30 September 1946.<br />

€ 18.000 - € 28.000<br />

Sistrix<br />

INFO | BIETEN<br />

Literatur:<br />

Vgl. G. Falossi, C. Orvieto, Le vite et le opere, Aggiornamento<br />

1978, Editione il Quadratto, Farbabbildung<br />

auf dem Cover sowie auf S. 152.<br />

Ausstellung:<br />

Mostra dei Macchiaioli, Florence, Palazzo Pitti,<br />

14. Juli - 30. September 1946.<br />

(1330084) (18)<br />

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664<br />

HENRI LANGEROCK,<br />

1830 GENT – 1915 MARSEILLE<br />

DIE IGUAZU-WASSERFÄLLE IN BRASILIEN<br />

Öl auf Leinwand.<br />

100 x 190 cm.<br />

Links unten signiert „Henri Langerock“.<br />

In reliefverziertem Rahmen.<br />

Die vorliegende Ansicht ist ein seltenes Beispiel für<br />

Henri Langerocks Panoramabilder von Brasilien, auf<br />

denen die grandiosen Iguazú-Wasserfälle (an der heutigen<br />

Grenze zwischen Brasilien und Argentinien) als<br />

Hintergrund für die Darstellung eines Dorfes von Indigenen<br />

dienen. Auf der linken Seite ist eine Gruppe<br />

von Männern zu sehen, die den dichten Dschungel<br />

verlässt und möglicherweise von der Jagd zurückkehrt,<br />

während auf der rechten Seite eine andere<br />

Gruppe Essen auf dem Feuer zubereitet. In der Mitte<br />

bewachen mit Pfeil und Bogen bewaffnete Männer<br />

den Eingang des Dorfes. Die Detailgenauigkeit bei der<br />

Darstellung der zahlreichen Ereignisse in der Szene<br />

sowie die Aufmerksamkeit für die tropische Flora zeugen<br />

vom ethnografischen Interesse des Künstlers und<br />

von seinem geschulten Auge als Fotograf. Nach seiner<br />

Ausbildung an der Kunstakademie in Gent, Belgien,<br />

reiste Langerock nach Italien, Afrika und Südamerika.<br />

Zwischen 1881 und 1886 lebte er in Brasilien, wo er<br />

mit dem brasilianischen Maler Victor Meirelles (1832-<br />

1903) an einem Panorama der Stadt Rio de Janeiro<br />

arbeitete. Das 1887 gemalte Panorama de la Ville de<br />

Rio de Janeiro wurde auf der Weltausstellung 1889 in<br />

Paris mit der Goldmedaille ausgezeichnet. Im selben<br />

Jahr scheint Langerock in Brüssel ein weiteres <strong>Gemälde</strong><br />

mit dem Titel „Diorama, Village indien de l‘Amerique<br />

du Sud“ ausgestellt zu haben, das möglicherweise<br />

mit dem vorliegenden Werk identifiziert werden kann.<br />

Rahmen besch. (†)<br />

Ausstellung:<br />

Vermutlich Brüssel, Place Poelaert, 1889 als Diorama,<br />

Village indien de l‘Amerique du Sud. (13306043) (13)<br />

HENRI LANGEROCK,<br />

1830 GHENT – 1915 MARSEILLE<br />

THE IGUAZÙ FALLS IN BRAZIL<br />

Oil on canvas.<br />

100 x 190 cm.<br />

Signed “Henri Langerock” lower left.<br />

Frame with relief décor.<br />

The present vista is a rare example of Langerock’s<br />

panoramic paintings of Brazil, in which the sublime<br />

Iguazù Falls (located on the present-day border between<br />

Brazil and Argentina) serve as the backdrop<br />

for a depiction of an indigenous village. (†)<br />

Exhibitions:<br />

Probably Brussels, Place Poelaert, 1889 as a diorama,<br />

Village indien de l’Amerique du Sud.<br />

€ 24.000 - € 30.000<br />

Sistrix<br />

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Detailabbildung<br />

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165


665<br />

HENRI PIERRE LÉON PHARAMOND<br />

BLANCHARD,<br />

1805 LYON – 1873 PARIS<br />

PAUL ET VIRGINIE<br />

Öl auf Leinwand.<br />

40,5 x 61 cm.<br />

Links unten signiert und datiert „P. Blanchard 1844“.<br />

In dekorativem Rahmen.<br />

Umgeben von einer subtropischen Landschaft mit<br />

Palmen, Agaven, Kakteen, hohen Bäumen und rot blühenden<br />

Pflanzen ein junges Paar in eleganter Kleidung<br />

des Biedermeier auf einem Wiesenstück. Sie stützt<br />

sich an einem liegenden Baumstumpf ab, während<br />

der vor ihr kniende junge Mann ihr mit dem Schuh<br />

ihres rechten Fußes behilflich ist. Die rechte Bildseite<br />

ganz von der exotischen Pflanzenpracht eingenommen,<br />

während in der oberen Bildmitte nach einem<br />

liegenden Baumstamm der Blick in eine weite Landschaft<br />

mit sonnenbeschienenen Bäumen unter hohem<br />

sommerlichem blauem Himmel fällt. Qualitätvolle<br />

Darstellung mit gekonnter Licht- und Schattenführung.<br />

Der Künstler könnte hier seine Eindrücke von fernen<br />

Ländern wiedergegeben haben, aber diese Pflanzenwelt<br />

auch in großen Gewächs- oder Palmenhäusern<br />

gesehen haben. Vereinzelt Retuschen, kleine Rahmenschäden.<br />

(†)<br />

HENRI PIERRE LÉON PHARAMOND<br />

BLANCHARD,<br />

1805 LYON – 1873 PARIS<br />

PAUL AND VIRGINIA<br />

Oil on canvas.<br />

40.5 x 61 cm.<br />

Signed and dated “P. Blanchard 1844.” lower left. (†)<br />

Provenance:<br />

Private collection, France.<br />

Private collection, New York.<br />

€ <strong>20.</strong>000 - € 40.000<br />

Sistrix<br />

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Provenienz:<br />

Private Sammlung, Frankreich.<br />

Private Sammlung, New York.<br />

Anmerkung:<br />

Der Künstler war ein französischer Lithograf und Maler<br />

von Landschaften und historischen Motiven. Er studierte<br />

bei Antoine-Jean Gros, bereiste viele ferne Länder<br />

und ging mit der französischen Expedition von 1858-<br />

1859 nach Mexiko. 1856 war er in Russland und war<br />

bei der Krönung von Alexander II dabei.<br />

(13306033) (18)<br />

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167


666<br />

FRITS THAULOW,<br />

1847 OSLO – 1906 VOLENDAM<br />

STÄDTCHEN MIT DURCHLAUFENDEM<br />

KLEINEN FLUSS<br />

Öl auf Leinwand.<br />

70 x 55 cm.<br />

Links unten signiert „Frits Thaulow“.<br />

In Prunkrahmen.<br />

Blick von höherem Standpunkt auf einen kleinen Fluss,<br />

der rechtsseitig von einer Kaimauer mit dahinterliegendem<br />

baumbewachsenem Platz flankiert wird.<br />

Linksseitig am Ufer mehrere Häuser, die sich malerisch<br />

in dem hellblauen Gewässer wiederspiegeln. Der<br />

Fluss führt schließlich zu einer kleinen steinernen Brücke<br />

und dahinterliegenden weiteren hellen Häusern<br />

mit roten Dächern; im Hintergrund links ragt unter<br />

dem hellblauen Himmel mit weißen Wolkenformationen<br />

die Spitze eines Kirchturms hervor. Malerei in<br />

der typischen Manier des Künstlers, in überwiegend<br />

frischen leuchtenden und differenzierten Farbtönen.<br />

Teils Retuschen.<br />

Anmerkung:<br />

Verso auf Leinwand die Bezeichnung „Dordogne“, die<br />

auf einen Fluss im Südwesten Frankreichs hinweist,<br />

der möglicherweise hier dargestellt sein soll.<br />

(1330473) (18)<br />

€ 6.000 - € 8.000<br />

Sistrix<br />

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667<br />

ALBERT MARIE LEBOURG,<br />

1849 MONTFORT-SUR-RISLE – 1928 ROUEN<br />

Französischer Impressionist. Er gehörte zum Freundeskreis<br />

von Degas, Monet und Sisley. Bedeutender Maler<br />

der sogenannten Schule von Rouen, Schüler von Gustave<br />

Morin. Stellte bereits 1876 neben Claude Monet,<br />

Alfred Sisley und Renoir aus.<br />

LES BORDS DE L‘ITON À HONDOUVILLE<br />

EN AUTOMNE, UM 1903<br />

Öl auf Leinwand.<br />

51 x 73,5 cm.<br />

Links unten signiert.<br />

Verso Aufkleber „Arthor Tooth & Sons“ mit Bildtitel,<br />

angerissener Aufkleber einer Ausstellung sowie eine<br />

Inv.Nr. „3064“. Bleistiftaufschrift mit Nennung "Hondouville"<br />

auf dem Keilrahmen.<br />

In Paris unterhielt Lebourg sein Atelier am Quai de<br />

Paris 9, ab 1903 am Quai du Havre 9, mit Blick auf die<br />

Seine. Dies mag dazu geführt haben, dass er sich bei<br />

vielen seiner Werke dem Fluss-Thema gewidmet hat.<br />

Doch bereits ab 1892 hatte er ein Haus in Rouen, von wo<br />

er auch Landschaften der näheren und weiteren Umgebung<br />

malte, wie das vorliegende Bild, das den kleinen<br />

Fluss Iton zeigt, nahe dem Städtchen Hondouville.<br />

1903 wurde der Maler Ritter-, 1924 Offizier der Ehrenlegion.<br />

Er war Mitglied der Académie de sciences,<br />

belles-lettres et arts von Rouen.<br />

Die Landschaftsdarstellung betont hellfarbig, trotz<br />

der links dunkler aufziehenden Wolken. Trotz der<br />

Entfernung sind die grasenden Rinder und die Gebäude<br />

jenseits des hellgrünen Ufers zu erkennen, die<br />

Farbpalette zwischen blau-grünen Hügeln, leuchtend<br />

grünen Wiesen und dem Lichtgold der herbstlichen<br />

Bäume in hoher malerischer Meisterschaft.<br />

Literatur:<br />

Léonce Bénédite: Albert Lebourg, Georges Petit,<br />

Paris 1923.<br />

François Lespinasse: L‘École de Rouen, Fernandez,<br />

Sotteville-lès-Rouen 1980.<br />

François Lespinasse: Albert Lebourg 1849-1928,<br />

Rouen 1983.<br />

François Lespinasse: L‘École de Rouen, Lecerf,<br />

Rouen 1995.<br />

(1331291) (11)<br />

€ 9.000 - € 13.000<br />

Sistrix<br />

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169


668<br />

EDUARD HILDEBRANDT,<br />

1817/18 DANZIG – 1869 BERLIN<br />

PAAR ITALIENISCHE LANDSCHAFTEN<br />

Öl auf Leinwand.<br />

52 x 74 cm.<br />

Jeweils links unten signiert.<br />

In bereiten, plastisch verziertem Rahmen.<br />

Einmal mit der im Abendlicht scheinenden Landschaft<br />

vor Rom mit dem Petersdom und einem Tempel an<br />

der Via Appia, einmal mit einer auf einer Anhöhe in<br />

hügeliger Landschaft liegenden Burg mit daran vorbeiführendem<br />

Weg. Rest.<br />

(1330594) (1) (13)<br />

669<br />

FEDERICO CORTESE,<br />

1829 – 1913<br />

SONNENUNTERGANG MIT PAESTUM<br />

Öl auf Leinwand.<br />

75,5 x 151,1 cm.<br />

Rechts unten signiert „F. Cortese” sowie datiert „1813“.<br />

In breitem vergoldetem Rahmen.<br />

Flotter Pinselduktus mit Vegetation und den bekannten,<br />

im Abendlicht schimmernden Ruinenanlagen.<br />

Provenienz:<br />

Palais des Beaux-Artes, Brüssel. (13306415) (1) (13)<br />

EDUARD HILDEBRANDT,<br />

1817/18 DANZIG – 1869 BERLIN<br />

A PAIR OF ITALIAN LANDSCAPES<br />

Oil on canvas.<br />

52 x 74 cm.<br />

Each signed lower left.<br />

€ 9.000 - € 12.000<br />

Sistrix<br />

INFO | BIETEN<br />

FEDERICO CORTESE,<br />

1829 – 1913<br />

SUNSET AT PAESTUM<br />

Oil on canvas.<br />

75.5 x 151.1 cm.<br />

Signed “F. Cortese” lower right and dated “1813”.<br />

€ 10.000 - € 15.000<br />

Sistrix<br />

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171


670<br />

HENRIETTE RONNER-KNIP,<br />

1821 AMSTERDAM – 1909 BRÜSSEL<br />

Die niederländisch-belgische Malerin begann schon<br />

früh mit der Darstellung von Tieren, insbesondere von<br />

Hunden und Katzen. Sie war Mitglied der Vereinigung<br />

der Belgischen Künstlerinnen, die von 1888-1893<br />

Gruppenausstellungen mit Werken der Künstlerinnen<br />

veranstaltete.<br />

DIE TIERHANDLUNG<br />

Öl auf Holz.<br />

28,2 x 24,5 cm.<br />

Links unten signiert „Henriette Ronner-Knip”.<br />

In vergoldetem Rahmen.<br />

Oftmals sind auf den <strong>Gemälde</strong>n von Henriette Ronner<br />

ausschließlich Tiere und ihr direktes Umfeld zu sehen,<br />

sodass das hier angebotene Werk eine Sonderform<br />

darstellt. Hier ist das Tier nämlich gleichberechtigt mit<br />

dem Menschen abgebildet. Gezeigt wird ein verschatteter<br />

Innenraum, der sich licht öffnet, wobei der Innenraum<br />

räumlich durch einen Verkaufstisch nach außen<br />

begrenzt wird. Hier und im Innenbereich sind zahlreiche<br />

Tiere zu sehen, welche die Spezialität der Malerin<br />

bilden. Ein Tierhändler und eine Kundin sind nah an<br />

den Betrachter gerückt, während ein Menschengetümmel<br />

und ein Fuhrwerk den Mittelgrund beleben.<br />

(1331183) (13)<br />

€ 6.000 - € 8.000<br />

Sistrix<br />

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671<br />

WIENER MALER<br />

DER ERSTEN HÄLFTE DES <strong>19.</strong> JAHRHUNDERTS<br />

PORTRAIT EINER JUNGEN FRAU IM PROFIL<br />

NACH LINKS<br />

Öl auf Leinwand.<br />

36,5 x 28 cm.<br />

Vor dunklem Hintergrund die Dargestellte nach links<br />

in weißem Gewand, braunen nach hinten gesteckten<br />

Haaren mit Mittelscheitel, mit zartem Inkarnat, rötlichen<br />

Lippen und bei leicht gesenkten Augenlidern mit ihren<br />

dunklen Augen nach unten, seitlich aus dem Bild herausschauend.<br />

Feine Malerei in zurückhaltender Farbgebung.<br />

(1330921) (18)<br />

€ 2.000 - € 4.000<br />

Sistrix<br />

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672<br />

MALER DES <strong>19.</strong> JAHRHUNDERTS<br />

PORTRAIT EINER JUNGEN FRAU IM PROFIL<br />

NACH RECHTS<br />

Öl auf Leinwand.<br />

46 x 38 cm.<br />

Im dekorativen Rahmen.<br />

Vor dunklem Hintergrund das Bildnis der jungen Frau<br />

mit zartem hellem weichem Inkarnat mit leicht geröteten<br />

Wangen, geöffnetem Mund und blauen Augen,<br />

die nach oben blicken. Sie hat schulterlanges braunes<br />

Haar, das sie teils hinter ihr Ohr gelegt hat. Feine einfühlsame<br />

Malerei mit starkem Hell-Dunkel-Kontrast.<br />

Minimale Retuschen.<br />

(1330922) (18)<br />

€ 2.000 - € 4.000<br />

Sistrix<br />

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673<br />

GERARD PORTIELJE,<br />

1856 ANTWERPEN – 1929 REMISCH<br />

Belgischer Genremaler<br />

DIE KUNSTKRITIKER<br />

Öl auf Holz.<br />

50 x 40,5 cm.<br />

Rechts unten signiert „Gerard Portielje Anvers 1888”.<br />

In vergoldetem Rahmen.<br />

In einem Innenhof sitzend, von dem aus eine Treppe<br />

ins dahinter liegende Haus und ein Treppenaufgang<br />

mit grünem Holzgeländer in die obere Etage führt,<br />

drei Männer, kritisch ein gerade gemaltes Werbeschild<br />

begutachtend. Dieses steht auf einem Holzfass,<br />

zeigt einen Schweinekopf und zwei Flaschen,<br />

und wird am oberen Rand von dem älteren Künstler<br />

mit Pinsel in der rechten Hand festgehalten. Zu den<br />

Kunstkritikern gehört ein vor dem Werk sitzender<br />

Postkutscher in Uniform mit umgehängter kleiner<br />

Trompete, der mit der Peitsche auf das Bild weist,<br />

sowie ein stehender Gastwirt mit einem Krug in seiner<br />

Hand, für den das Werk wohl bestimmt ist, sowie ein<br />

weiterer Mann, der sich nachdenklich an sein Kinn<br />

gefasst hat. Rechtsseitig auf und neben einem einfachen<br />

Holztisch sind die Malutensilien zu sehen. Stimmungsvolle<br />

Genremalerei mit vielen Details. Teils<br />

Retuschen.<br />

Anmerkung:<br />

Der Künstler war ab 1870 Student an der Akademie<br />

der bildenden Künste in Antwerpen; er bereite die<br />

Vogesen, das Elsass und 1898 auch England. Von<br />

1898 bis 1925 war er Zeichenlehrer an der Antwerpener<br />

Gemeentschule. Er spezialisierte sich auf das<br />

Malen von Genreszenen, wie auf dem hier gezeigten<br />

<strong>Gemälde</strong>. (1290662) (1) (18)<br />

€ 5.000 - € 7.000<br />

Sistrix<br />

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175


674<br />

GUSTAV JAKOB CANTON,<br />

1813 MAINZ – 1885 MÜNCHEN<br />

Studierte an der Münchner sowie an der Düsseldorfer<br />

Akademie unter Achenbach, Lessing und Schirmer.<br />

Nach zahreichen Reisen lies er sich ab 1864 dauernd<br />

in München nieder, wo er regelmäßig im Kunstverein<br />

ausstellte. Viele seiner Werke sind nach Amerika gekommen,<br />

andere befinden sich in zahlreichen öffentlichen<br />

Einrichtungen wie Hannover, Provinzial-Museum,<br />

Sammlung Castell Wiesbaden oder Kunstverein für<br />

Rheinland und Westfalen.<br />

BLICK ÜBER DIE RÖMISCHE CAMPAGNALAND-<br />

SCHAFT MIT SITZENDEM EINWOHNER<br />

Öl auf Leinwand. Doubliert.<br />

99 x 182 cm.<br />

Links unten monogrammiert in Ligatur, ortsbezeichnet<br />

und datiert „GJC Roma 1857“.<br />

In vergoldetem Prunkrahmen.<br />

Auf dem gemauerten, flachen oberen Ende eines<br />

Rundbogens sitzend ein bärtiger Mann mit Weste, Hut<br />

und in seiner linken Hand einen langen Stock haltend,<br />

mit nach rechts gewandtem Kopf. Hinter ihm die unendliche<br />

Weite der Campagnalandschaft in einem<br />

grau-blauen Farbenmeer, mit Bäumen bewachsener<br />

grüner Bergkuppe mit großer Burgruine. Der Himmel<br />

nimmt fast zweidrittel des <strong>Gemälde</strong>s ein und strahlt<br />

in einer Farbenvielfalt, die von einem gelben Farbton<br />

am unteren Horizont über rötlich und hellblau, dazu<br />

weiße Wolken, bis zum dunkleren Blau am oberen<br />

Horizontrand übergeht. Pracht- und stimmungsvolles,<br />

harmonisches <strong>Gemälde</strong> in qualitävoller Manier.<br />

Canton studierte an der Münchner sowie an der<br />

Düsseldorfer Akademie unter Achenbach, Lessing<br />

und Schirmer. Nach zahreichen Reisen ließ er sich ab<br />

1864 dauernd in München nieder, wo er regelmäßig<br />

im Kunstverein ausstellte. Viele seiner Werke sind<br />

nach Amerika gekommen, andere befinden sich in<br />

zahlreichen öffentlichen Einrichtungen wie Hannover,<br />

Provinzial-Museum, Sammlung Castell Wiesbaden<br />

oder Kunstverein für Rheinland und Westfalen.<br />

Literatur:<br />

Abgebildet und beschrieben in: Capricci, paesaggi<br />

e vedute. Dal XVII al XIX secolo. Parenza – Roma,<br />

2006, mit Einleitung von Prof. Gian Carlo Sestieri,<br />

S. 68 (in Kopie vorliegend). (13306217) (10)<br />

GUSTAV JAKOB CANTON,<br />

1813 MAINZ – 1885 MUNICH<br />

VIEW OF THE ROMAN CAMPAGNA LANDSCAPE<br />

WITH SEATED CITIZEN<br />

Oil on canvas. Relined.<br />

99 x 182 cm.<br />

Monogrammed in ligature, with place name and date<br />

“GJC Roma 1857” on lower left.<br />

In magnificent gilt frame.<br />

A bearded man, his head turned to the right is sitting<br />

on the flat top of a built round arch. He is dressed in a<br />

waistcoat and a hat and is holding a long stick in his<br />

left hand. The infinite landscape of the Campagna is<br />

stretching out behind him. Magnificent, atmospheric<br />

and harmonious painting in high-quality manner.<br />

Literature:<br />

Illustrated and described in: Capricci, paesaggi e<br />

vedute. Dal XVII al XIX secolo. Parenza - Roma,<br />

2006, preface written by Professor Gian Carlo Sestieri,<br />

p. 68 (copy on hand).<br />

€ <strong>20.</strong>000 - € 30.000<br />

Sistrix<br />

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675<br />

AUGUST RIEDEL,<br />

1799 BAYREUTH – 1883 ROM, ZUG.<br />

NEAPOLITANISCHE FISCHERFAMILIE<br />

Öl auf Leinwand.<br />

74,5 x 92 cm.<br />

In dekorativem Rahmen.<br />

Am Golf von Neapel am Ufer mit ankerndem Boot<br />

sitzend ein Fischer auf einer Mandoline spielend, neben<br />

ihm tiefer am Boden sitzend die Frau, die Hände<br />

über die Knie genommen, sowie die kleine Tochter,<br />

die sich an die Mutter schmiegt, mit ihrer Hand an der<br />

Schulter der Mutter und dem Vater beim Musizieren<br />

zublickend. Im Vordergrund rechts ein zusammengekauerter,<br />

friedlich schlafender Hund. Im Hintergrund<br />

das ruhige blaue Meer unter hohem Himmel. Wiederholung<br />

eines beliebtes Motivs des Künstlers, hier jedoch<br />

statt eines Obstkorbes ein liegender Hund. Verso<br />

zwei kleine Unterlegungen<br />

AUGUST RIEDEL,<br />

1799 BAYREUTH – 1883 ROME, ATTRIBUTED<br />

NEAPOLITAN FISHERMAN FAMILY<br />

Oil on canvas.<br />

74.5 x 92 cm.<br />

Notes:<br />

The motif can also be found in the 1834 painting by<br />

August Riedel in the Neue Pinakothek in Munich.<br />

€ 6.000 - € 8.000<br />

Sistrix<br />

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Anmerkung:<br />

Das Motiv findet sich auch auf dem <strong>Gemälde</strong> aus dem<br />

Jahr 1834 von August Riedel in der neuen Pinakothek<br />

München wieder. (1321036) (18)<br />

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177


676<br />

PAUL JOSEPH CONSTANTIN GABRIËL,<br />

1828 – 1903<br />

BAUMLANDSCHAFT MIT FLUSSBETT UND<br />

FIGURENSTAFFAGE<br />

Öl auf Leinwand. Doubliert.<br />

81 x 106 cm.<br />

Rechts unten signiert.<br />

Im schweren vergoldeten Rahmen mit graviertem<br />

Künstlernamensschild.<br />

Weite, leicht hügelige Heidelandschaft unter verschatteten<br />

und durchlichteten Wolken. Unter einer Gruppe<br />

Eichen ein rastender Hirte im Gespräch mit einer Frau,<br />

daneben ein Hund. Im Vordergrund der leicht kaskadig<br />

verlaufende Bach, der durch ansteigendes Geröll zieht.<br />

Im Hintergrund eine Schafherde. Feine, naturalistische<br />

Malweise in guter Qualität. Stilistisch war der Niederländer<br />

vor allem von Mauve und Koekkoek beeinflusst.<br />

(13311014) (13)<br />

€ 5.000 - € 7.000<br />

Sistrix<br />

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677<br />

MALER DES <strong>20.</strong> JAHRHUNDERTS<br />

PARFORCEJAGD<br />

Öl auf Leinwand.<br />

80 x 100 cm.<br />

Rechts unten Restsignatur.<br />

In dekorativem Rahmen.<br />

Im Zentrum eine Jagdgesellschaft zu Pferde, durch<br />

eine sonnenbeschienene Landschaft, in Begleitung<br />

ihrer Jagdhunde reitend. Malerei in frischen hellen<br />

Farben in raschem Pinselduktus und pastosem Farbauftrag.<br />

(13311022) (18)<br />

€ 1.000 - € 1.500<br />

Sistrix<br />

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678<br />

ROBERT ZÜND,<br />

1827 LUZERN – 1909 EBENDA, ZUG.<br />

ALPENLANDSCHAFT MIT FLUSSLAUF<br />

Öl auf Leinwand, auf Platte.<br />

46 x 56 cm.<br />

Rechts unten Signatur in Rot „Robert Zünd“.<br />

In dekorativem Rahmen.<br />

Blick von erhöhtem Standpunkt auf eine weite Landschaft<br />

mit Gebirge und einem breiten Fluss mit einer<br />

Kaskade, an dessen linkem Ufer ein großes Bauernhaus<br />

mit Holztreppe und Balkon steht. Vor dem Gebäude<br />

ein Mann, ein hochgehaltenes Horn blasend.<br />

Im Hintergrund auf einer grünen Wiese ein Paar mit<br />

seinen Schafen. Vom Haus führt ein steiniger Weg<br />

zum Flussufer hinab. Während in der linken unteren<br />

Bildhäfte zwei Stümpfe abgebrochener Nadelbäume<br />

zu sehen sind, ragen hinter dem Haus, mit erkennbarem<br />

weiterem Gebäude, zwei hohe Tannen, stark nach<br />

rechts geneigt, in den hohen, leicht diesigen blauockerfarbenen<br />

Himmel. Derartig geneigte Baumpaare<br />

lassen sich auch auf weiteren Landschaften mit Fluss<br />

des Künstlers finden. Vereinzelt Retuschen.<br />

Anmerkung:<br />

Zünd besuchte das Atelier von Jakob Josef Zelger, der<br />

ihm empfahl, nach Genf zu ziehen (er war damals 21<br />

Jahre alt), wo er Schüler von Francois Diday (1802-<br />

1877) und Alexandre Calame (1810-1864) wurde.<br />

Dieses <strong>Gemälde</strong> ist wohl von dieser Zeit beeinflusst.<br />

1851 reiste er nach München. Beginn einer langen<br />

Freundschaft mit Rudolf Koller. In Paris studierte er<br />

1852 die Alten Meister im Louvre. Nach einem Aufenthalt<br />

in Dresden (1860) ließ er sich in Luzern<br />

(1863) nieder. (1320381) (18)<br />

€ 6.000 - € 8.000<br />

Sistrix<br />

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179


679<br />

HERMANN LUDWIG SEEFISCH,<br />

1816 – 1879<br />

LAGO MAGGIORE MIT ISOLA BORROMEE<br />

Öl auf Leinwand.<br />

67 x 95 cm.<br />

Signiert „H. L. Seefisch“, datiert „1848“. (†)<br />

(13306015) (10)<br />

€ 8.000 - € 12.000<br />

Sistrix<br />

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680<br />

GIUSEPPE BISI,<br />

1787 GENUA – 1869 VARESE<br />

VEDUTE VON VENEDIG<br />

Öl auf Leinwand.<br />

60 x 78,5 cm.<br />

Links unten signiert „G. Bisi“.<br />

Blick über das ruhig fließende Wasser des Canal Grande<br />

auf die im Schatten liegende Punta della Dogana und<br />

auf die dahinter liegende sonnenbeschienene Basilika<br />

Santa Maria della Salute mit ihren großen weißen<br />

Kuppeln vor bedrohlich wirkendem, grau-schwarzem<br />

Himmel eines abziehenden Gewitters. Linksseitig klart<br />

der noch gelbliche Himmel auf und wird am oberen<br />

Rand bereits hellblau. Auf dem Wasser selbst einige<br />

Boote, darunter mittig ein großes Segelboot mit Uniformierten.<br />

Am Ufer zahlreiche Figuren und bereits<br />

angelegte Boote- und Schiffe. Harmonische, romantische<br />

Malerei in der typischen Manier des Künstlers.<br />

Anmerkung:<br />

Giuseppe Bisi malte hauptsächlich Landschaften im<br />

romantischen Stil. 1829 reiste er nach Rom und malte<br />

dort Landschaften in Latium. Er kehrte nach Mailand<br />

zurück und wurde 1838 zum Professor für Landschaftsmaler<br />

an der Accademia di Brera ernannt.<br />

(1330462) (18)<br />

€ 7.000 - € 9.000<br />

Sistrix<br />

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681<br />

GIUSEPPE CANELLA D. Ä.,<br />

1788 VERONA – 1847 FLORENZ<br />

VENEZIANISCHE SZENE MIT GONDEL<br />

IN EINER LAGUNE<br />

Öl auf Leinwand.<br />

31 x 45 cm.<br />

Rechts unten signiert und datiert „G. Canella 1840“.<br />

In vergoldetem Prunkrahmen.<br />

In der Lagune von Venedig ein großes teilüberdachtes<br />

Boot mit einer illustren Gesellschaft von Männern und<br />

Frauen. Im vorderen Teil des Bootes ein elegant gekleideter<br />

stehender Herr mit Zylinder, einen leuchtend<br />

roten Schirm haltend, ebenso wie eine Dame am Ende<br />

des Bootes mit einem gelblichen Schirm. Rechtsseitig<br />

ein weiteres kleineres Ruderboot auf dem ruhigen,<br />

türkis schimmernden Wasser unter hohem hellblauem<br />

Himmel mit weißer, teils rötlicher Wolkenformation.<br />

Am linken Bildrand ragt zudem ein Mast<br />

hervor. Dahinter am Horizont zwei weitere kleinere<br />

Segelschiffe erkennbar, während am rechten Horizont<br />

rand die Silhouette der Stadt erkennbar ist.<br />

Stimmungs volle Malerei in der typischen Manier des<br />

Künstlers.<br />

(1330823) (18)<br />

€ 6.000 - € 8.000<br />

Sistrix<br />

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682<br />

ANTHONIE PALAMEDESZ,<br />

1601 DELFT – 1673 AMSTERDAM, UMKREIS DES<br />

MUSIZIERENDE GESELLSCHAFT<br />

Öl auf Holz.<br />

47,2 x 67 cm.<br />

In dekorativem Rahmen.<br />

Beigegeben eine Begutachtung von Dr. M. Altner,<br />

Berlin, 08. September 2006.<br />

In einem großen Innenraum mit einem Wandspiegel<br />

und einem hohen braunen Schrank im Zentrum des<br />

Hintergrunds sitzen drei Musiker in prachtvoller edler<br />

Kleidung mit Spitzenkrägen zusammen. Rechtsseitig<br />

eine Dame in goldglänzendem Gewand mit grünem<br />

spitzenbesetztem Obergewand, ein Notenheft in ihren<br />

Händen haltend und die beiden Musizierenden gesang<br />

lich begleitend. Hinter ihr an einem rot gedeckten<br />

Tisch mit goldenem Pokal ein Paar, ebenfalls in ein<br />

Notenheft vertieft. Linksseitig vor einem großen Buffet<br />

mit diversen Schalen ein dunkel gekleidetes Ehepaar,<br />

hinter einem Stuhl stehend, auf dem wohl die<br />

Mäntel der Musiker abgelegt sind. Der Mann scheint<br />

die Darbietung zu kommentieren, während die elegante<br />

Dame eher desinteressiert aus dem Bild auf<br />

den Betrachter hinausschaut. Im rechten Vordergrund<br />

ein liegender schwarz-weißer Hund mit stark aufgerichtetem<br />

Kopf, der wohl aufmerksam dem musikalischen<br />

Spiel lauscht. Malerei in der typischen Manier<br />

eine vornehme Gesellschaft mit eleganter Kleidung<br />

darzustellen.<br />

(1331043) (18)<br />

€ 3.500 - € 4.500<br />

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Sistrix<br />

181


683<br />

CONSTANTIN FIDÈLE COENE,<br />

1780 VILVOORDE – 1841 BRÜSSEL<br />

BAUERNKIRMES<br />

Öl auf Holz.<br />

64 x 107 cm.<br />

Links unten auf einem Stein signiert „C. Coene 1839”.<br />

Auf einem großen Dorfplatz die fröhlich feiernden und<br />

tanzenden Bauern. Im Zentrum zwei hohe Bäume,<br />

unter denen drei Musikanten den Feiernden aufspielen.<br />

Rechtsseitig ein Tisch und einige Bänke, auf<br />

denen Männer und Frauen fröhlich beisammensitzen,<br />

darunter ein Offizier mit Uniform und Schwert, der<br />

gerade eine junge Frau in rot-weißem Kleid mit Haube<br />

an Hüfte und Armgelenk ergriffen hat, die sein Begehren<br />

leicht abwehrt. Links daneben ein auf einer<br />

einfachen Holzbank sitzendes Paar, von denen die<br />

Frau aus dem Bild auf den Betrachter herausschaut.<br />

Linksseitig ein weiteres Gebäude und ein den Besuchern<br />

mit einem Becher zuprostender Mann. Im linken<br />

Vordergrund zudem ein elegantes Paar in Biedermeier-<br />

Kleidung, sie mit grünem Hut und er mit Zylinder, zu<br />

ihren Füßen ein Kind, die aus der Masse der feiernden<br />

Figuren besonders herausstechen. In der Ferne scheinen<br />

sich auf einem breiten Weg weitere Besucher<br />

dem Fest zu nähern. Wiedergabe eines fröhlichen<br />

Festtreibens unter hohem Himmel im warmen Licht<br />

der gelblich untergehenden Sonne. Teils rest., teils im<br />

unteren Bereich Retuschen.<br />

(12906610) (1) (18)<br />

€ 4.000 - € 6.000<br />

Sistrix<br />

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684<br />

HERMAN FREDERIK CAREL TEN KATE,<br />

1822 DEN HAAG – 1891 EBENDA<br />

FAMILIENIDYLL IN VORNEHMEM INTERIEUR<br />

Öl auf Holz. Parkettiert.<br />

25 x 34 cm.<br />

Links unten signiert und datiert„Herman Ten Kate<br />

ff 1856”.<br />

In vergoldetem Prunkrahmen.<br />

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In einer edel ausgestatteten Wohnstube sitzt der in<br />

Offiziersuniform mit großem Hut elegant gekleidete<br />

Familienvater auf einem gedrechselten Stuhl und wendet<br />

sich spielerisch den ausgestreckten Händchen<br />

eines seiner kleinen Kinder zu. Seitlich von ihm, an<br />

der Rückenlehne stehend, ein braun gekleideter Junge,<br />

der seine linke Hand zum Vater ausstreckt und den<br />

Blick auf seine Geschwister gerichtet hat. Neben dem<br />

Hausherren, auf einem rot bespannten Stuhl sitzend,<br />

eine junge Frau in langem Gewand mit goldfarbenem<br />

Rock, in ihrem Schoß ein kleines, weiß gekleidetes<br />

Kind haltend. Sie werden von einem Windhung eifrig<br />

beschnuppert. Im Hintergrund eine Kommode mit<br />

darüberhängendem großem Spiegel, ein mit grünem<br />

Stoff und Goldmalerei versehener Paravent und<br />

linksseitig ein Tisch mit grüner Samtdecke und Geschirr,<br />

auf dem auch der Degen des Hausherren liegt. Von<br />

rechts fällt das Sonnenlicht durch ein hohes, mit Butzenscheiben<br />

ausgestattetes Fenster in den Raum<br />

und beleuchtet die friedlich und fröhlich beisammensitzende<br />

Familie. Feine Malerei mit vielen Details.<br />

(1290661) (1) (18)<br />

€ 2.500 - € 3.500<br />

Sistrix<br />

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685<br />

LOUIS PIERRE VERWEE,<br />

1807 – 1877<br />

WALDIGE LANDSCHAFT MIT FLUSS UND REITER<br />

Öl auf Holz.<br />

31,7 x 41 cm.<br />

Mittig unten signiert„Louis Verwee”.<br />

In dekorativem vergoldetem Rahmen.<br />

Blick auf eine kleine, an einem Fluss gelegene Waldlichtung,<br />

in der sich ein Reiter mit seinen Hunden und<br />

auf einem schmalen Weg ein Wanderer befinden.<br />

Über den am Ufer mit Schilf bewachsenen kleinen<br />

Fluss, in dem einige Enten schwimmen, geht der<br />

Blick auf eine flache weite Landschaft im Hintergrund<br />

mit einem Hirten mit seinen Schafen, unter hohem<br />

hellblauem Himmel im Licht der nachmittäglichen<br />

Sonne. Im Wasser ist zudem ein alter dürrer Baumstamm<br />

zu erkennen, der wohl zu einem Baum am<br />

Ufer gehört, von dem nur noch ein Baumstumpf zu<br />

erkennen ist. Stimmungsvolle Malerei in frischer heller<br />

Farbgebung.<br />

(1290664) (1) (18)<br />

€ 4.000 - € 6.000<br />

Sistrix<br />

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686<br />

HERMAN FREDERIK CAREL TEN KATE,<br />

1822 DEN HAAG – 1891 EBENDA<br />

ELEGANTE GESELLSCHAFT BEIM PICKNICK<br />

IN EINER WALDLICHTUNG<br />

Öl auf Holz.<br />

17 x 23 cm.<br />

Links unten signiert„Herman Ten Kate (...)“.<br />

In dekorativem vergoldetem Rahmen.<br />

Im Inneren eines Waldes, auf einer kleinen Lichtung,<br />

eine fröhliche Runde aus Kavalieren in edler Kleidung<br />

mit Kopfbedeckung und drei elegante Damen mit hell<br />

gepuderten Haaren und langen edlen leuchtenden<br />

Gewändern. Am unteren rechten Rand ein weißes<br />

Tuch mit leeren Tellern und zwei Weinflaschen, die auf<br />

das stattgefundene Picknick hinweisen. In der Mitte<br />

des Hintergrunds Blick auf den hellblauen Himmel mit<br />

weißen Wolkenformationen.<br />

(1290663) (1) (18)<br />

€ 1.200 - € 1.500<br />

Sistrix<br />

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183


687<br />

ELENA PROKHOROVA,<br />

RUSSISCHE MALERIN DES <strong>19.</strong>/ <strong>20.</strong> JAHR­<br />

HUNDERTS, IN JEKATERINBURG TÄTIG<br />

<strong>Gemälde</strong>paar<br />

PIAZZA NAVONA IN ROM<br />

sowie<br />

PETERSPLATZ IN ROM<br />

ELENA PROKHOROVA,<br />

RUSSIAN PAINTER OF THE 19TH/ 20TH CENTURY,<br />

ACTIVE IN EKATERINBURG<br />

Pair of paintings<br />

PIAZZA NAVONA IN ROME<br />

and<br />

ST. PETER´S SQUARE IN ROME<br />

Jeweils Öl auf Malkarton.<br />

Sichtmaß: je 20 x 41 cm.<br />

Links unten eingeritzte Signatur.<br />

Beide <strong>Gemälde</strong> betont querformatig, die Veduten in<br />

hellem Licht.<br />

(12821040) (11)<br />

Each oil on cardboard.<br />

Visual size: 20 x 41 cm each.<br />

Signature incised at lower left.<br />

€ 10.000 - € 18.000<br />

Sistrix<br />

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688<br />

CAVALIERE IPPOLITO CAFFI,<br />

1809 BELLUNO – 1866 LISSA, ZUG.<br />

Caffi studierte in den Jahren 1827-29 an der Akademie<br />

Venedig, begab sich dann 1832 nach Rom, wo er bis<br />

1848 blieb.<br />

BLICK ÜBER DAS RÖMISCHE FORUM<br />

Gouache und Mischtechnik auf Karton.<br />

45 x 90 cm.<br />

Rechts unten die Signaturbezeichnung „Caffi“.<br />

Mit den Säulen des Jupitertempels im Zentrum, links<br />

der Konstantinsbogen. Auf Wegen und Plätzen Staffagefiguren<br />

in Kleidung des <strong>19.</strong> Jahrhunderts.<br />

(13013234) (11)<br />

INFO | BIETEN<br />

€ 5.000 - € 8.000<br />

Sistrix<br />

689<br />

DEUTSCHER MALER<br />

DES <strong>19.</strong> JAHRHUNDERTS<br />

PROFILBILDNIS EINES MANNES<br />

Öl auf Leinwand.<br />

52,5 x 42 cm.<br />

In ovalem bronziertem, plastisch mit Blüten<br />

verziertem Rahmen.<br />

Vor Wolkengrund das Brustbildnis eines Mannes mittleren<br />

Alters mit tiefsinnigem Blick und schwarzer<br />

Fellkopfbedeckung.<br />

(1321462) (13)<br />

€ 1.500 - € 3.000<br />

Sistrix<br />

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185


690<br />

LUIGI QUERENA,<br />

1820 – 1887 VENEDIG<br />

Der Künstler trat in die Fußstapfen seines Vaters Lattanzio<br />

Querena (1768-1853), ein Maler historischer und<br />

religiöser Werke. Luigi schrieb sich im Alter von zwölf<br />

Jahren an der Akademie der schönen Künste in Venedig<br />

ein, studierte bei Federico Moja (1802-1885) und<br />

profilierte sich als Vedutenmaler. 1857 wurde er Ehrenmitglied<br />

der Akademie der schönen Künste von<br />

Venedig, war an deren Ausstellungen regelmäßiger<br />

Teilnehmer und präsentierte seine Arbeiten auch auf<br />

den Ausstellungen der Brera-Akademie in Mailand<br />

sowie auf Ausstellungen in Neapel, Turin und Mailand.<br />

SERIE VON VIER GEMÄLDEN MIT ANSICHTEN<br />

VON VENEDIG<br />

Öl auf Leinwand.<br />

Je 38,5 x 50,5 cm.<br />

Je in vergoldeten dekorativen Rahmen.<br />

Beigegeben eine Expertise von Dr. Antonietta Mardegan,<br />

Monselice, in Kopie.<br />

Das erste <strong>Gemälde</strong> zeigt den Canal Grande am Calcio<br />

di Cannaregio. Mehrere Staffagefiguren sind auf der<br />

linken Uferseite zu finden sowie einige Boote und<br />

Gondeln am Ufer ankernd. Auf dem zweiten <strong>Gemälde</strong><br />

ist die Insel San Giorgio in Alga, der Lagune von Venedig,<br />

wiedergegeben. Im Zentrum die Klosteranlage<br />

und der hohe, in den Himmel ragende schmale Campanile.<br />

Im ruhigen Wasser zahlreiche Widerspiegelungen<br />

der Gebäude. Das dritte und vierte <strong>Gemälde</strong><br />

schließlich zeigen vom unterschiedlichen Standpunkt<br />

jeweils die Punta della Dogana und dahinter liegend<br />

die prachtvolle Kirche Santa Maria della Salute mit ihren<br />

großen Kuppeln. Malerei in harmonischer Farbgebung,<br />

jeweils unter hohem hellblauem Himmel mit<br />

nur geringen Wolken und dem jeweils ruhig fließenden<br />

Canal Grande mit wenigen Booten und Gondeln.<br />

Vereinzelt kleine Retuschen.<br />

Anmerkung:<br />

Laut Expertise lassen sich diese vier Werke des<br />

Künstlers in die 1880er-Jahre datieren, also in die<br />

Zeit der vollen Reife des Malers. (1330381) (3) (18)<br />

186 HAMPEL ONLINE Visit www.hampel-auctions.com for around 7.000 additional images.


LUIGI QUERENA,<br />

1820 – 1887 VENICE<br />

SERIES OF FOUR PAINTINGS WITH VISTAS<br />

OF VENICE<br />

Oil on canvas.<br />

38.5 x 50.5 cm each.<br />

Accompanied by an expert’s report by Dr Antonietta<br />

Mardegan, Monselice, in copy.<br />

Notes:<br />

According to the expert’s report, these four works<br />

by the artist can be dated to the 1880s, the mature<br />

œuvre of the painter.<br />

€ 28.000 - € 30.000<br />

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KATALOG VI<br />

IMPRESSIONISTEN &<br />

MODERNE KUNST<br />

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ONE OF THE LEADING AUCTION HOUSES IN EUROPE<br />

CATALOGUE VI<br />

IMPRESSIONISTS & MODERN ART<br />

Auctions: Thursday, 22 September 2022<br />

Exhibition: Saturday, 17 September – Tuesday, 20 September 2022

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