07.09.2022 Aufrufe

LebensArt Herbstausgabe 2022

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Herbst 2022

Verkaufspreis 3,90 Euro

MAGISCHE

MOMENTE

Herbst. Heimat. Highlights.

Wild

vom Feinsten

Wohnen

mal anders


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Rasante Erlebnisse

in Tripsdrill

Unweit von Heilbronn liegt der Erlebnispark Tripsdrill mit über 100

originellen Attraktionen. Die Vielfalt von Achterbahnen, Wasser- und

Familienattraktionen verspricht Spaß und Abwechslung für jedes Alter.

Zum Altweibersommer ab dem 19. September erwartet die Besucher

ein herbstlich bunt geschmückter Park.

Wer es rasant mag, steigt in die Achterbahnen

„Hals-über-Kopf “ und „Volldampf “. Sie

bilden eine spektakuläre Doppelanlage, bei

der sich die Streckenführung der zwei Bahnen

mehrfach kreuzt. Für spritzige Erfrischung

sorgt das Waschzuber-Rafting. Die

Kleinsten können sich in der Spielewelt

„Sägewerk“, einem der größten Abenteuerspielplätze

in Süddeutschland, so richtig

austoben.

Die Gruselveranstaltung „Schaurige Altweibernächte“

(21. und 22. sowie 28. und

29. Oktober) sorgt ab 18.30 Uhr für „unheimlich“

schöne Stunden im Erlebnispark

– mit vier Grusellabyrinthen und einer Gruselzone.

Außerdem gibt es Nachtfahrten auf

drei Achterbahnen sowie auf der Familienattraktion

„Heißer Ofen“. Auch die Spielewelt

Sägewerk ist geöffnet. Altweibernacht-

Pässe und reguläre Tickets sind

aus schließlich im Tripsdriller Online-Shop

erhältlich.

Im Eintritt für den Erlebnispark enthalten

ist auch das täglich geöffnete Wildparadies

Spektakulär sind die Fahrten mit „Volldampf“ und „Hals-über-Kopf“.

Gruselig geht es bei den „Schaurigen

Altweibernächten“ im Erlebnispark zu.

mit über 60, meist einheimischen Tierarten.

Die moderierte Fütterung von Fischotter,

Wolf, Luchs, Bär & Wildkatze sowie die

Flugvorführungen auf der Falknertribüne

zeigen die Tiere in Aktion und vermitteln

Wissenswertes zu ihrer Lebensweise (jeweils

täglich, außer freitags). Noch mehr Naturerlebnis

bieten Walderlebnispfad, Barfußpfad

und Abenteuerspielplatz.

Wer seinen Ausflug nach Tripsdrill mit einer

Übernachtung verbinden möchte, sollte das

Natur-Resort nutzen. 20 komfortable Schäferwagen

und 36 Baumhäuser stehen hier

für unvergessliche Übernachtungen bereit.

Und für alle, die noch mehr Spaß und Abwechslung

wollen, empfiehlt sich der Tripsdriller

Jahres-Pass, der sich bereits beim 3.

Besuch rentiert. Besucher können damit

Tripsdrill 365 Tage im Jahr so oft besuchen,

wie sie möchten.

Erlebnispark Tripsdrill

Erlebnispark-Tripsdrill-Straße 1

74389 Cleebronn

Tel. 0 71 35 / 99 99

www.tripsdrill.de

Öffnungszeiten:

bis 6. November, täglich;

Wildparadies und Natur-Resort

sind 365 Tage im Jahr geöffnet

Fotos: Erlebnispark Tripsdrill

Fotos: Gabriele Meyer, Adobe Stock/Rotislav Sedlacek, privat

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EIN EDLER

TROPFEN

ZUM MENÜ

Inhalt

„Fleisch ist kein industrielles Produkt“

Neues Buch von Sternekoch Rüssel .........8

Herbstliche Genüsse

Leckere Apfelsorten ................................14

Zum Essen oder Basteln

Mehr über Edel- und Rosskastanien ......16

Adieu, bis nächstes Jahr

Die Zugvögel sind unterwegs .................20

„Ich hatte viel Glück“

Drei Eckpfeiler für Ralf Bauer .................22

Ein Zuhause im Zirkuswagen

Leben auf 22 Quadratmetern .................26

Wintergärten zum Träumen

Besser als Urlaub ....................................30

Energie? Einsparen!

Tipps für zu Hause ..................................34

Vom Hören zur Skulptur

Mirja Wellmanns liebt Geräusche ..........36

JAGEN: ANNETTE KLING

UND IHRE PASSION

4

Noch'n Krönchen

Daniela Ziegler über ihre Rollen .............40

Ein gefragter Mann

Andreas Gutekunst ist Hufschmied ........44

Rubriken

Für Sie entdeckt .......................................46

Ferien-Domizile & Marktplatz .................50

Impressum ................................................50

Editorial

Zeit ist Geld, Schnelligkeit hoch angesehen,

die Nerven sind strapaziert, der

knallvolle Terminplan belegt die eigene

Wichtigkeit. Ein Zeitbild, das ein ungutes

Gefühl hinterlässt. Es ist überraschend,

wenn man dann Menschen wie

dem Schauspieler Ralf Bauer begegnet,

die sich so ganz anders entschieden

haben. Das ist einfach, wenn man bekannt

ist, nur für sich alleine zu sorgen

hat, mag mancher denken. Stimmt,

aber man muss den Lebensstil ja nicht

in der Konsequenz ändern, dass alles

Bisherige auf den Kopf gestellt wird.

Manchmal reicht es schon, nicht mehr

ohne Fragen zu funktionieren, den

Alltag nicht zu überfrachten, zu entscheiden,

was wirklich wichtig ist. „Die

Verantwortung für sich nicht abgeben“,

hat Bauer mir als einen seiner Leitsätze

mitgegeben.

Ich muss gestehen, das hat mich beeindruckt

– auch in der Bauerschen Konsequenz.

Ob er den Tag morgens mit

heißem Wasser beginnt, war da nicht

so wichtig, das hat mir meine Mutter

schon vor vielen Jahren als Rat mit auf

den Weg gegeben. Aber die Achtsamkeit

sich selbst und anderen gegenüber,

das ist doch ein Ansatzpunkt für uns

alle. Ob mit oder ohne Yoga.

Wir können die Zeit nicht ändern,

wohl aber uns. Vielleicht sollte man

es mal versuchen. Dazu wünsche ich

Ihnen Tatkraft und dann auch viel

Freude am neuen Erleben.

Gabriele Meyer,

Chefredakteurin

2


IM ZEICHEN

Natur

DER

Immer mehr Frauen machen den Jagdschein.

Annette Kling ist eine von ihnen.

Sie ist im Jagdrevier Dürrn im Enzkreis unterwegs.

Naturverbundenheit – die ist auf jeden

Fall dabei.“ Annette Kling sitzt oben

am Gartenhang auf der selbstgezimmerten

Terrasse unter einem alten Nussbaum und

denkt über die Frage nach, warum sie Jägerin

geworden ist. „Ich beobachte gerne Tiere,

bin gerne draußen in der Natur. Es geht auch

um Respekt vor den Tieren – das hat ganz

sicher eine ethische Komponente.“

Es ist noch nicht so lange her, dass die Agraringenieurin

ihren Jagdschein gemacht hat,

die Erinnerung an die Übergabe im Mai ist

noch frisch: „Ich habe mehr gelernt als für

das Abitur. Das ist wie ein halbes Studium –

und die Prüfung erwies sich als sehr anspruchsvoll.“

Es gehört eben viel dazu, Jägerei zu betreiben

– viel Wissen um Wald und Tiere und nicht

zuletzt auch um das große Paket an Regeln,

die es zu beachten gilt. „Das war mit Waffenkunde

und Jagdrecht aufwändig und hat viel,

viel Zeit gekostet – es hat mich aber alles interessiert.

Manchmal habe ich mir die Lernunterlagen

genommen und bin damit auf

den Hochsitz geklettert.“

IM ZAUBER DER

WALDLANDSCHAFT

Danach war erst einmal Entspannung angesagt

– das Genießen der Stille auf dem Hochsitz,

das Lauschen auf die wenigen Geräusche

des nächtlichen Waldes, das Beobachten

der Tiere, die plötzlich aus dem Dunkel auftauchen

– es war der ganze Zauber der Waldlandschaft,

der sie gefangen nahm: „Das ist

fast wie meditieren.“ Die ersten Male alleine

auf der Jagd mit dem Ansitzen waren

Mehr Jägerinnen

Der Anteil der Jägerinnen ist seit

2016 um mehr als die Hälfte gestiegen

– von sieben auf elf Prozent,

meldet der Deutsche Jagdverband.

Insgesamt gibt es in Deutschland

403.000 Menschen, die einen Jagdschein

besitzen.

Auf Beobachtungstour:

Annette Kling ist gerne

draußen unterwegs.

Fotos: Gabriele Meyer, Adobe Stock/tournee

die

Jägerin

4


Stille auf dem Hochsitz: Hier lässt

sich die Ruhe genießen, der Blick

auf die Natur.

Jäger gemeinsam zu bewältigen haben und

die nicht nur die Jagd direkt betreffen, sondern

auch mal so profane Dinge wie Mülleinsammeln

beinhalten.

Fotos: Gabriele Meyer, Adobe Stock/Zsolt Biczó, xamtiw, K.-U. Häßler

Plätze zum Abschalten: Unterwegs in

Wald und Wiese (oben). Und auf der

Terrasse, fast komplett selbst gebaut.

„Naturverjüngung ist jetzt wichtig. Viele alte

Bäume haben Trockenschäden und müssen

entnommen werden.“ Und auch die Ernteschäden

durch Wildschweine sind ein Thema.

„Es hat alles seine zwei Seiten, Land- und

Forstwirtschaft müssen Hand in Hand arbeiten.

Es gibt für fast nichts einfache Lösungen.“

IN DEN TOPF KOMMT

WENIG FLEISCH

Es ist ein lauschiges Eckchen im Garten, das

sich Annette Kling für die Terrasse und das

Häuschen darauf ausgesucht hat – beides

fast ausschließlich in Eigenarbeit erstellt:

„Mein Vater war Schreiner, ich kann mit

Akkuschrauber und Säge umgehen.“ Kochen

und backen kann sie auch – dem Gast bietet

sie Blätterteiggebäck an. Das hat zweifellos

ein Hirschgeweih; ob das von ihr gerne gebackene

Brot auch die Spuren des Wildes

trägt, muss noch hinterfragt werden.

Beim Kochen gibt es keine Überraschung:

Kling isst wenig Fleisch, aber wenn, dann

ist es Wildfleisch, das in ihrem Topf schmort.

„Das ist ein gesundes Naturprodukt, das

kann man ohne schlechtes Gewissen essen.

Die Tiere haben frei gelebt und nicht gelitten

.“

Gabriele Meyer

„Der letzte Bissen“

Als „letzten Bissen“ bezeichnet

man den Zweig, der dem erlegten

Wild ins Maul gelegt wird. Damit

soll ihm die letzte Ehre erwiesen

werden. „Der letzte Bissen“ gehört

zu den sogenannten Bruchzeichen

– auf besondere Weise

abgebrochene Zweige –, mit

denen sich Jäger verständigen

können.

dann ein Erlebnis, das für sie nicht ganz einfach

zu beschreiben ist: „Man wird auf alles

vorbereitet während der Ausbildung. Aber

auf etwas Lebendiges zu schießen – wie man

damit zurechtkommt, muss man erst herausfinden.

Abzudrücken war nicht ganz einfach

für mich.“

ALLES MUSS VERWERTET

WERDEN

Wichtig ist und bleibt dabei für sie die Achtung

vor dem Wild, das nach dem Erlegen

mit einem alten Jägerritual, dem „letzten Bissen“,

gewürdigt wird: „Das steht für mich

ganz oben und hört auch nach dem Schuss

nicht auf.“ Etwas, das für sie auch dazu gehört:

„Es muss alles verwertet werden – es

darf nichts wegkommen.“

Annette Kling hat Glück gehabt. Sie kann

im Jagdrevier Dürrn – nah bei ihrem Wohnort

– jagdlich unterwegs sein. Das kommt

ihr entgegen – sie lässt gerne das Auto stehen

und nimmt das Fahrrad mit dem Kinderanhänger.

In dem saßen früher ihre beiden

Töchter, die sind inzwischen aus dem

Gefährt herausgewachsen. Kleineres Wild

kann man aber gut darin transportieren,

sonst hilft auch mal der Jagdpächter. „Der

steht mir ja mit Rat und Tat zur Seite“.

Gerade jetzt leide der Wald sehr, es

sei wichtig, dass der Jungwuchs

durchkomme.

„Der Verbiss an Pflanzen ist

hoch, in Zusammenarbeit mit

dem Forst müssen Tiere entnommen

werden. Da gibt es Zielvereinbarungen",

beschreibt Annette

Kling die Aufgaben, die

6


„FLEISCH IST KEIN

INDUSTRIELLES

PRODUKT“

Harald Rüssel ist nicht nur Sternekoch, sondern

auch Jäger und ein großer Freund der Natur,

besonders des Waldes. In seinem neuen Buch

(siehe rechts) hat er alles vereint – herausgekommen

ist ein Werk mit vielen Rezepten, aber auch

mit ganz persönlichen Statements und einem

Plädoyer für die Wertschätzung der Tiere, deren

Fleisch wir essen.

Ihr Buch „Wild. Wald. Genuss“ ist ja mehr als ein Kochbuch?

Harald Rüssel: Ja, für mich ist es eine Hommage an den Wald und

die Natur. Dabei begeben wir uns immer wieder auf die Pirsch zu Themen,

die mir besonders nah sind. Als Koch zum Beispiel: frische, regionale

Lebensmittel zu verwenden. Als Jäger: Einen unbedingten

Respekt gegenüber dem Tierwohl weiterzugeben. Und als Mensch: in

einer tiefen und gesunden Verbundenheit mit der Natur und Umwelt

zu leben.

Das alles wird auf eine sehr persönliche Weise in diesem wunderschönen

Buch dokumentiert?

Rüssel: Es sind einfach die Spuren, die das Kochen und Jagen – und

natürlich auch das Leben mit meiner Familie – bei mir hinterlassen

haben. Mein Weg führte ja nach der Ausbildung im Sterne-Restaurant

und zunächst französisch-mediterranem Kochstil zum eigenen

Restaurant im Hunsrück, wo wir gleich im Eröffnungsjahr im Gault

Millau zur „Entdeckung des Jahres“ gekürt wurden. Ein Jahr später

folgte der Stern – das hat uns nicht nur gefreut, sondern auch darin

bestärkt, unseren eigenen Weg weiter zu gehen.

Was ist denn nun dieser eigene Weg?

Rüssel: Da geht es einmal darum, sich als Teil der Region zu

verstehen, aus der wir schöpfen können – der wir aber auch etwas

zurückgeben können. Wir können eine Region auch kulinarisch

erlebbar machen. Die Orientierung an der Umgebung hat unseren

Stil verfeinert und uns kreativer gemacht. Und dann ist natürlich

die Verwendung frischer, heimischer Lebensmittel von großer Bedeutung.

Da bahnt sich dann bereits eine Beziehung zur Jagd an?

Rüssel: Der Kontakt zu den Jägern, die uns mit heimischem Wildbret

versorgten, brachte viele interessante Begegnungen und gute Gespräche

– das Wissen um Wildfleisch, aber auch die Neugier aufs Ja-

gen wuchsen. Ich wurde mit 40 Jahren Jäger – daraus ist mittlerweile

eine große Leidenschaft geworden.

Eine Leidenschaft, die sich beim Kochen zeigt?

Rüssel: Wild ist nicht nur äußerst schmackhaft, sondern auch gesund

und außerdem hundertprozentig bio – ganz ohne Siegel. Man kann

ohne Wenn und Aber sagen: Wild, das direkt vom Jäger oder einem

zuverlässigen Händler oder Metzger kommt, ist besonders gesund. Es

enthält viele Mineralien, Omega-3-Fettsäuren und Vitamine. Außerdem

ist es frei von Antibiotika und Hormonen und besonders fettund

cholesterinarm.

Und dann spielt ja beim Wild auch noch etwas anderes eine Rolle?

Rüssel: Richtig. Es wird nie in engen Ställen gehalten, hat uneingeschränkten

Auslauf und gesundes Futter. Und die Tiere werden nie in

Transportern unter schlimmen Umständen durch die Lande gekarrt.

Dieses Fleisch ist wild, nah, pur und gesund. Das schmeckt man.

Also auch ein Statement gegen die Massentierhaltung?

Rüssel: Beim Jagen gibt es eine tiefe Verbundenheit vom Jäger zum

Tier, die mit Demut und Respekt einhergeht. In der Massentierhaltung

ist Fleisch ein selbstverständliches, anonymes Produkt. Die Tiere

werden auf engstem Raum geboren und zusammengepfercht gehalten.

Zum Teil sterben sie, bevor sie jemals in ihrem Leben den Himmel gesehen

oder Gras unter ihren Füßen gespürt haben. Die Fütterung ist

ebenfalls meist nicht artgerecht. Die Folgen: ein grausames Dahinvegetieren,

ein langer qualvoller Transport und am Ende eine Massentötung,

zu der die Tiere unter Todesangst getrieben werden. Tierische

Erzeugnisse werden nicht mehr als Teil eines Lebewesens wertgeschätzt,

sondern als industriell erzeugte Produkte behandelt.

Und jetzt zum Kochen?

Rüssel: Mir ist es wichtig, die Leser nicht nur geschmacklich mit auf

einen Streifzug durch die Natur zu nehmen, sondern sie auch emotional

ein Stück weit in unsere Welt zu holen. Ich möchte in einer die

Kreativität anregenden Art Lust aufs Kochen machen und die Angst

vor vermeintlichen Fehlern beim Zubereiten nehmen.


Interview: Gabriele Meyer

Sternekoch bei

der Arbeit:

Harald Rüssel

verwendet

frische, heimische

Produkte

Fotos: DK Verlag/neon*fotografie Anna Schneider

Vom Wald

AUF DEN TELLER

Kein Fleisch ist natürlicher

als Wild, keine Pflanze

nachhaltiger als eine Wildpflanze.

Davon ist Sternekoch

und Jäger Harald Rüssel

überzeugt. Im Kochbuch

„Wild.Wald.Genuss“ stellt er

Gerichte aus Wildpflanzen,

Kräutern und Wildfleisch vor.

Zum Beispiel: Rehschulter mit

Wurzelgemüse.

Rehschulter mit

Wurzelgemüse

Für 4 Personen. Zubereitung: 40 Min.,

Garzeit: 1–1½ Std., Ruhezeit: 30 Min.

Für die Rehschulter

Rehschultern (800-1000 g, ohne Knochen)

Salz und frisch gemahlener Pfeffer

1 Karotte, ¼ Knollensellerie, jeweils in

etwa 5 mm dünne Stifte geschnitten

2 EL Pflanzenöl

300 g Wurzelgemüse (z. B. Karotte,

Knollensellerie, Zwiebel), etwa 1 cm groß

gewürfelt

4-5 Wacholderbeeren

½ TL Korianderkörner

6-8 weiße Pfefferkörner

1 Sternaniszacken

2 Pimentkörner

1 EL Tomatenmark

500 ml Rotwein (z. B. Spätburgunder)

1 l Wildbrühe

je 1 Rosmarin- und Thymianzweig

1 Lorbeerblatt

abgeriebene Schale von je 1 Bio-Zitrone

und -Orange

20 g Speisestärke, angerührt

Für das Wurzelgemüse

2 Petersilienwurzeln

1 Gelbe Bete, 2 Karotten

2 Topinambur, ½ Steckrübe

1 rote Zwiebel,

1 Knoblauchzehe

¼ Sellerieknolle

2 EL Pflanzenöl, 3 EL Butter Salz und

frisch gemahlener Pfeffer

150 ml Geflügelbrühe

1 Thymianzweig

20 g Speisestärke, angerührt

1. Für die Rehschultern den Backofen auf

160 °C vorheizen. Das Fleisch ggf. von

groben Sehnen befreien. Die Rehschultern

auf der Arbeitsfläche ausbreiten und innen

mit Salz und Pfeffer würzen. Die Gemüsestifte

hineinlegen, das Fleisch aufrollen

und mit Küchengarn zu einer Rolle binden.

2. Die Rehschultern in einem Bräter im Öl

rundum anbraten. Herausnehmen und das

Wurzelgemüse im Bratensatz anschwitzen.

Die Gewürze (Wacholder, Koriander,

Pfeffer, Sternanis, Piment) mörsern und

hinzufügen. Tomatenmark dazugeben und

mitschwitzen, mit Wein ablöschen und

Brühe auffüllen. Das angebratene Fleisch

in den Bratensatz geben. Rosmarin,

Thymian und Lorbeer hinzufügen und die

Rehschultern zugedeckt im Ofen (Mitte)

1-1½ Stunden schmoren.

3. Das Gemüse waschen und schälen, je

nach Sorte in Spalten, Ecken oder Stifte

schneiden. Öl und Butter in einem Topf

Das Rezept stammt aus „Wild.

Wald.Genuss“ (256 Seiten) von

Sternekoch Harald Rüssel. Er hat

mehr als 80 Rezepte für

Hobbyköche zusammengestellt.

Das Buch wurde mit dem

Deutschen Kochbuchpreis

ausgezeichnet und ist im Dorling

Kindersley Verlag erschienen.

erhitzen, das Gemüse mit der längsten

Garzeit wie Gelbe Bete, Steckrübe und

Karotten hinzufügen. Mit Salz und Pfeffer

würzen, Petersilienwurzel, Sellerie,

Topinambur und Zwiebel dazugeben.

Brühe und Thymian hinzufügen, alles

weich garen. Mit angerührter Stärke

binden, salzen und pfeffern.

4. Sobald das Fleisch gar ist, aus dem

Ofen nehmen und beiseitestellen. Den

Bratfond durch ein feines Sieb passieren.

Sauce mit den Zitrusschalen verfeinern

und ggf. mit angerührter Speisestärke

binden. Die Rehschultern tranchieren, mit

dem Gemüse auf einen Teller setzen und

mit der Sauce garnieren. Dazu zum

Beispiel Kastanien-Gnocchi reichen.

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9


Spätburgunder

UND ZUM REHMAULTÄSCHLE EINEN

Dann auf zu den Primi Piatti! Wie wäre

es jetzt mit Rehmaultaschen nebst Kartoffelsalat,

eine freundliche Jus nicht zu vergessen?

Endlich bekommt der Spätburnü

mit korrespondierenden Weinen leisten

zu können. Das Brot wird dort auch nicht

mit einer durchsichtigen Tilsiter- oder Aufschnittwurstscheibe

mühsam abgedeckt,

sondern mit Rahmkäse, Hausmacher und

frischem Grün und natürlich echter Butter

aufgetürmt. Es entspricht der Notwendigkeit,

dass in benachteiligten Weltgegenden

der Wein höchstens mal sonntags milliliterweise

vorkommt und in den bevorzugten

Gegenden jeden Alltag verfeiertäglicht.

Anstatt mit einer drögen Schilderung fortzufahren,

welche Rebsorten wo und warum

angebaut werden, kombinieren wir die Präsentation

mit einem herbstlichen Menü. Als

ich vor ein paar Jahren die Ehre hatte,

mit Sternekoch Sören Anders für

ein „Wild“-Kochbuch zusammenzuarbeiten,

wurde mir erst offenbar,

welcher Reichtum kulinarisch

aus den Wäldern trabt.

Es handelt sich um die

wohl ökologischste Weise,

Fleisch zu verspeisen, gesteigert

durch den Umstand,

dass es bei uns

bald keine Bäume mehr

gäbe, würden nicht Waidleute vor lauter

Zartgefühl ab und zu ein Reh abknallen.

Doch starten wir vegetarisch! Der Kaiserstühler

Winzer Franz vom Weingut Bercher-Schmidt

zählt sehr zu Recht das Butterbrot

mit Walnüssen zu den herrlichsten

Speisen. Dazu trinken wir erst mal einen

Riesling, am edelsten aus dem Rheingau

oder von der Mosel, aber auch die Kraichgauer

Ravensburg hat einiges zu bieten. Am

reinsten schmeckt er trocken ausgebaut, als

trockene Spätlese gar; der Edelsüße wäre allenfalls

etwas zum Dessert.

GENUSSSTEIGERUNG?

IMMER MÖGLICH

Einer alten Nicht-Binsenweisheit folgend,

reichen wir zum Süppchen Weißburgunder,

ebenfalls bitteschön trocken ausgebaut:

zärtlich anschmiegsam, meist längst nicht

so säurebetont wie der Riesling, dafür ungemein

vielseitig und wohlgelaunt. Da darf es

schon mal eine Rehessenz mit Rehleberknödeln

sein! Gönnen wir uns einen Zwischengang?

Aber sicher doch: Wildschweinschinken,

fast parmaartig dünn geschnitten,

mariniert in feinem Olivenöl, bestreuselt

mit etwas Parmesan und schwarzem Pfeffer,

dazu ganz frisches Weißbrot. Als idealen

Partner benötigen wir immer noch keinen

Rotwein; eine weiße Cuvée oder ein Grauburgunder

tut’s auch, gern mittelkräftig,

ein bisschen Holzfassausbau darf

sein, muss aber nicht. Hungrig geworden?

„Die Wissenschaft hat festgestellt, dass ein Glas Wein pro Tag nicht nur sehr

gesund ist, sondern auch sehr wenig.“ Bringen wir’s hinter uns:

Unzweifelhaft haben Zeiten Einzug gehalten, da sich das Thema Gesundheit

rücksichtslos vor den Genuss drängt. Frauen sind mal wieder im Nachteil,

da gelten 0,3 Liter pro Tag als förderlich, Männer dürfen 0,4.

Köstliches Marzipan, handgeschöpfte Schokolade,

zartschmelzende Pralinen und mehr.

Versüßen Sie sich den Herbst.

In unserer Manufaktur verbinden wir süßes Kunsthandwerk

mit Leidenschaft und kreativer Qualität.

Edle Rohstoffe verschmelzen mit viel Liebe zum Detail

zu unseren süßen Versuchungen, denen man nicht

widerstehen kann.

So werden in handwerklicher Feinarbeit aus edlen

Rohstoffen individuelle Köstlichkeiten.

Wer sich streng dranhalten möchte,

schlürft ein Dezi zum leichten

Lunch, noch mal eins zum Abendschmaus

… und zwei auf die Nacht – das ist immerhin

schon mal nicht nichts. Herz, Niere, Hirn,

Kreislauf und was man sonst noch so vorrätig

hat, profitieren dabei in geradezu unverschämter

Weise. Auf Ehre, während meiner

Forschungsreisen in nahezu sämtliche

Weinbaugebiete habe ich 95-jährige Wonneproppen

kennengelernt, die es in ihrer Jugend

auf fünf Liter Wein am Tag geschafft

haben … und andere Winzer leider gar nicht

mehr, weil es die schon mit kaum 50 dahingerafft

hatte. Es gehört eben Glück dazu,

vielleicht auch Frömmigkeit und bestimmt

eine nette genetische Grundausstattung.

VORAUSSETZUNG

GENUSSFÄHIGKEIT

Es ist eine Binsenweisheit, dass die Lebensqualität

in weingeprägten Landschaften unvergleichlich

viel höher ausfällt als außerhalb

– ein paar Schönwetterregionen mit

Biergärten ausgenommen. Gemein, aber unstreitig:

Wer etwa an der pfälzisch-elsässischen

Grenze aufwächst, wird sich mit ganz

anderen Dingen beschäftigen als – sagen wir

– ein Kind von der nordhessisch-oberschwäbischen.

Wobei diese kargen Gegenden natürlich

gar nicht aneinandergrenzen, geistig

aber schon: Dort bleibt gar keine Wahl als

Kargheit, Verzicht und harte Arbeit als leitendes

Dreigestirn anzubeten, während im

Südwesten natürlich auch geschafft wird –

aber um sich abends das Zwölf-Gänge-Me-

Fotos: Adobe Stock/Rotislav Sedlacek, womue

Außergewöhnlicher Genuß.

Besuchen Sie unsere Gläserne Produktion oder

bestellen Sie unter www.liebenzeller-msm.de

Unser Anspruch ist es, durch das „Besondere“ für

das Auge und den Geschmack unseren Kunden

ein Lächeln ins Gesicht zu zaubern,

denn Genuß ist Freude und Lebensqualität.

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Telefon 0 70 52/16 70

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Mit dem Aromarad Weine verkosten

Eine Weinverkostung ist neben

einem Mehr-Gänge-Menü die

ideale Entschuldigung für jeden,

der sich nicht nur ein einzelnes

Gläschen Wein zu Gemüte

führen möchte. Die halbvollen

Flaschen werden am besten noch

im Laufe des Abends vollständig

vergustiert, alles andere würde

die nachhaltige Erinnerung an

den wunderbaren Geschmack

der edlen Tropfen verklären. Wer

darüber hinaus die Gelegenheit

findet, die Proben regelmäßig in

geselliger Runde zu praktizieren,

muss sich noch nicht einmal

vorwerfen lassen, zum

Weinoholiker zu mutieren, was

wohl ohnehin als Auszeichnung

für den ausgereifteren

Weinkenner zu verstehen ist.

Dieser hat während seiner

genussreichen Weiterbildung

sicher auch gelernt, wie sich die

geschmacklichen Noten der

unterschiedlichen Weine

vortrefflich in Worte fassen

lassen: mit Hilfe von

Aromarädern. Ob fruchtig,

würzig oder rauchig, der

Geruchssinn ist zunächst

gefordert. Die Grobabsteckung

erfolgt im inneren Kreis.

Feinheiten sind zahlreich und

stecken im äußeren Rand.

Abschließend wird zum

Gaumentest übergegangen.

Und dabei kommt der Kenner

dann eben doch zu dem Schluss:

für das vollkommene

Genusserlebnis ist mehr als nur

ein Schlückchen des

aromareichen Rebensaftes

unabdingbar.

gunder seinen Auftritt, wie der

Riesling bei den Weißen die Königsrebe

unter den Roten.

Nein, allzu dünn wollen wir

ihn nicht haben; etwas Holz

ist erwünscht.

Aufgrund der Feinfühligkeit

der Maultäschle sollten wir

aber kein Monstrum wählen –

das kommt gleich. Ich höre es

schon im Keller rumoren … und

schwupps steht er auf dem Tisch, der

schwere Lemberger von 2018 aus dem

Barrique.

Oder die Bordeaux-Cuvée aus Cabernet

Sauvignon, Franc und Merlot – aber bitte

gut gereift! Sonst geht man für ewig fehl in

der Einschätzung und vermutet beständig

grüne Paprika-Noten. Pfui Deibel! Nein,

bei solch hochwerten Roten ziemt sich frühestens

ein 2015er, besser noch einer von

’11, ’09 oder deutlich älter. Hier greifen wir

voll ins Regal und servieren Gams-Sauerbraten

mit Kartoffelknödeln, Keule vom Wildschwein

oder Wildentenbrust mit Polenta

und Rote Bete. Listigerweise empfiehlt

Anders zum Nachtisch einen Rehrückenkuchen.

Der heißt nur so, ist gar kein Reh drin,

dafür viel dunkle Schokolade drauf und

drum. Selbst dafür findet sich ein Fläschlein

im Klimaschrank – und zwar durchaus ein

Edelsüßer. Da laufen selbst ausgelistete Gewächse

wie Huxelrebe zur Hochform auf,

aber auch Aromarebsorten wie Gewürztraminer

und Muskateller könnten zu Rate ge-

zogen werden, die taugen dann auch zum

abschließenden Käse-Gang mit Münster. So,

jetzt haben wir fast unbemerkt einige der

wichtigsten Kreszenzen kurz vorgestellt; den

Rest überlassen wir der Expertise der Weingüter.


Johannes Hucke

Der Autor hat diverse Bücher zum Thema

Wein verfasst. Er lebt in Karlsruhe.

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Fotos: Adobe Stock/New Africa, Deutsches Weininstitut

Das Geheimnis der

italienischen Küche

entdecken

GENUSSMOMENTE

AUS DER ITALIENISCHEN KÜCHE

Eingebettet in die Landschaft des Golfclubs Pforzheim

befindet sich auf dem Karlshäuser Hof das Ristorante

Calabria, das auf eine 45-jährige Geschichte zurückblickt

und täglich ab 11 Uhr geöffnet ist. „Frische Zutaten

– das ist das Geheimnis der italienischen Küche“, verrät

Inhaber Vincenzo Gagliardi.

Pizza nach original italienischer Rezeptur und hausgemachte

Pasta in facettenreichen Varianten bilden das

Herzstück der Speisekarte.

Im Sommer gibt es Holzofenpizza auf der großen

Sonnenterrasse mit 100 Sitzplätzen und Blick auf die

wunderschöne Golfanlage. Ein Geheimtipp bei Regen

ist der kleine Pavillon für bis zu 16 Personen. Neben

der regulären Speisekarte wird den Gästen im Calabria

auch eine wechselnde Wochenkarte mit saisonalen Gerichten

angeboten. Für Geburtstage, Firmenfeiern und

Events kommt das Calabria-Team gerne auch mit seinem

mobilen Pizzaholzofen vorbei und backt direkt vor Ort.

RISTORANTE CALABRIA

Karlshäuser Weg 5 | 75248 Ölbronn-Dürrn

Telefon 07237 4863860 und 0172 6275013

www.calabria-golfclub.de | info@calabria-bretten.de

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Granny Smith

Boskop

Jonagold

Geschmack: säuerlich mit

grün-weißem, festem Fruchtfleisch

Nutzung: Tafelapfel, Backen

Ernte: ab Ende Oktober

Genussreife: ab Januar

Lagerung: bis April

Geschmack: säuerlich, würzig mit

saftigem, mürben Fruchtfleisch

Nutzung: Tafelapfel, Backen, Kochen

Ernte: Oktober

Genussreife: Dezember

Lagerung: bis April

Geschmack: süß, saftig mit

festem Fruchtfleisch

Nutzung: Tafelapfel, Backen, Saft

Ernte: September

Genussreife: November

Lagerung: bis Mai

Apfelzeit

Gala

Wellant

HERBSTLICHE

Geschmack: süß-sauer, leicht

würzig mit festem Fruchtfleisch

Nutzung: Tafelapfel, Backen,

Kochen

Ernte: Ende September

Genussreife: Ende September

Lagerung: bis Dezember

Geschmack: süß, säuerlich,

fruchtig mit festem Fruchtfleisch

Nutzung: Tafelapfel, Backen,

Kochen, Most

Ernte: September

Genussreife: Oktober

Lagerung: bis März

Genüsse

An den Bäumen hängen rote, grüne oder gelbe Äpfel

und auf den Streuobstwiesen ist die Ernte in vollem Gang.

Von dem vitaminreichen Obst gibt es mehr als 20.000

Sorten weltweit. Gut 5000 von ihnen sind in Deutschland

vertreten. Doch zum Backen, Verkochen oder Saften

eignet sich nicht jeder Apfel. Wie schmecken die

unterschiedlichen Sorten und wie lange kann man sie

lagern? Wir beleuchten acht bekannte Sorten.

Fotos: Adobe Stock/Bellakadife, Petra Schueller

Golden Delicious

Geschmack: süß, saftig mit fest

bis mehligem Fruchtfleisch

Nutzung: Tafelapfel, Kochen,

Saft, Schnaps

Ernte: Ende September

Genussreife: Oktober

Lagerung: bis Februar

Braeburn

Geschmack: süß-säuerlich,

saftig mit festem Fruchtfleisch

Nutzung: Tafelapfel, Kochen, Saft

Ernte: Mitte Oktober

Genussreife: Mitte Oktober

Lagerung: bis April

Elstar

Geschmack: süß, säuerlich mit

mittelfestem Fruchtfleisch

Nutzung: Tafelapfel, Backen,

Kochen, Saft

Ernte: September

Genussreife: September

Lagerung: bis Januar

14


Fantasie gefragt!

ZUM

ESSEN

oder

ZUM

BASTELN

Zum Basteln eignen sich die Früchte der

Rosskastanien. Mit den Kastanien

können besonders die Kleinen ihrer

Kreativität freien Lauf lassen und mit

Streichhölzern oder Zahnstochern

unterschiedliche Kastanienmännchen

und -tiere basteln. Schnell ist ein

Männchen gemacht: Jeweils ein Stück

vom Streichholz in zwei Kastanien

stecken, dabei auf Standfestigkeit

achten. Die anderen Enden der Füße mit

einer großen Kastanie verbinden und

zwei weitere Streichhölzer als

Arme in diese stecken. Nun fehlt

noch ein kleines Stück vom

Streichholz, mit dem

der Kopf verbunden

werden kann. Doch

auch die Großen sind beim

Thema Kastanien gefragt: Auf

einem Rohling

aneinandergeklebt, entsteht mit etwas

mehr Dekoration ein hübscher,

herbstlicher Kranz. Für Feinmotoriker ist

das Kastanienauto geeignet: Kastanie an

einer Seite aufschneiden, dabei das

Stück für die Heckscheibe hochklappen

und leicht aushöhlen. Lenkrad sowie

Räder aussägen und ein Stück einer

Haselnuss als Dach absägen. Kastanie

am unteren Ende für die Achsen

durchbohren, diese durchstecken und

Räder ankleben. Nun noch kleine

Holzstücke für die A-Säulen und das

Lenkrad einpassen und festkleben.

er hat im Herbst nicht schon einmal

W geröstete Maronen gegessen? Im eigenen

Ofen sind sie schnell zubereitet und

ein wahrer Genuss für Gourmets und Kenner.

Der dazugehörige Edelkastanienbaum

ist bei uns heimisch und gleichzeitig ein beliebter

Holzlieferant. Seine Blütenstände

zeigt der bis zu 35 Meter hohe Baum zwischen

Mai und Juli. Dabei blühen die männlichen

vor den weiblichen Blüten, um eine

Selbstbefruchtung zu verhindern. Damit ab

September eine reichhaltige Ernte der köstlichen

Kastanien eingefahren werden

kann, ist also ein zweiter Baum zur

Bestäubung notwendig.

Doch beim Spaziergang durch

den Park findet sich oft die

nicht mit der Edelkastanie

verwandte Gewöhnliche

Rosskastanie. Deren Blüten

Kastanienbaum ist nicht gleich Kastanienbaum. Auch wenn

der Name eine nähere Beziehung der beiden nahelegt, gehören

Edel- und Rosskastanie unterschiedlichen Baumarten an.

erscheinen im Mai und stehen aufrecht auf

den Zweigen. Die Früchte des lediglich 25

Meter hohen Baumes eignen sich nicht zum

Verzehr, sind jedoch ein beliebtes Sammelobjekt

für Kinder. Diese wissen auch, wie

man den Unterschied zwischen den beiden

Bäumen erkennt: Während bei der Rosskastanie

mehrere einzelne Blätter um ein gemeinsames

Zentrum gruppiert sind, hängen

die Blätter der Edelkastanie einzeln an den

Ästen.

Auch die essbaren, eher platten Früchte der

Edelkastanie kann man leicht von den

schwach giftigen, runderen der Rosskastanie

differenzieren: Erste sind von einer mit

reichlich Stacheln besetzten Fruchthülle

umgeben, während Letztere im direkten

Vergleich nur wenige Stacheln aufweisen.

Die Früchte der Rosskastanie sind übrigens

auch zum Wäschewaschen geeignet. Das

bedingen die enthaltenen Saponine.

Diese können in Wasser gelöst und

als selbst hergestellter Sud ins Fach

für Flüssigwaschmittel oder in

Stücke geschnitten und in einen

Beutel gesteckt zur Wäsche gegeben

und mitgewaschen werden.

Beatrix Drescher

Fotos: Adobe Stock/matho, Luis Carlos Jiménez, Picture by JOGI, Tino Thoß, Alena, kolesnikovserg

16

17


Im Herbst

Was rauscht zu meinen Füssen so?

Es ist das falbe Laub vom Baum!

Wie stand er jüngst so blüthenfroh

Am Waldessaum!

Was ruft zu meinen Häuptern so?

Der Vogel ist's im Wanderflug,

Der noch vor kurzem sangesfroh

Zu Neste trug.

Mein ahnend Herz, was pochst du so?

Du fühlst den Pulsschlag der Natur,

Und dass verwehen wird also

Auch deine Spur!

Heinrich Seidel

(1842 – 1906)

Die schöne Buche (links) auf unserem Bild

steht im Haller Forst beim Lembergwald.

Foto: Andreas Scholz


ADIEU,

BIS

NÄCHSTES

JAHR

Einige sind schon

unterwegs, andere

machen sich bereit:

Unsere Zugvögel

starten jetzt wieder

in wärmere Gefilde.

Wir stellen eine

Top 7 der beliebtesten

geflügelten

Reisenden vor.

Das Gesangstalent

Die Singdrossel würde bei DSDS, Voice

of Germany oder anderen

Gesangswettbewerben weit kommen: Sie

ist ein echtes Gesangstalent. Gerne in

den Abendstunden trällert sie lange und

unterschiedliche Melodien.

Sie fliegt spätestens Ende November in

ihr Winterquartier in West- und

Südeuropa, Nordafrika, Iran, Saudi-

Arabien oder Pakistan.

Der Segler

Der Mauersegler ist keine Schwalbe, auch

wenn er fast so aussieht. Segler zählen

nicht zu den Singvögeln, sondern bilden

eine eigene Ordnung. Der Mauersegler

ist größer als unsere heimischen

Schwalben, fliegt mit schnellen, tiefen

Flügelschlägen oder elegantem Gleitflug.

Schwalben dagegen flattern und

schlagen die Flügel mehr nach hinten.

Mauersegler überwintern in Äquatorialund

Südafrika und haben schon ab Ende

Juli den Abflug gemacht.

Der Wetterfrosch

Dem Buchfink wird nachgesagt, dass er

mit einem Ruf, der wie „trüb“ klingt,

Regen voraussagt – der sogenannte

Wetterruf. Mit „fink“ schlägt er Alarm,

sein Gesang namens „Finkenschlag“

klingt ansonsten eher hart und rau.

Übrigens ist nur das Männchen schön

gefärbt. Manche Buchfinken reisen aus

Skandinavien oder dem Baltikum an und

ziehen nach Spanien oder Portugal

weiter. Andere bleiben einfach bei uns.

Der Energiesparer

Störche starten zum Überwintern auf

einen Langstreckenflug. Zumindest jene,

die noch auf Reisen gehen und nicht

hierzulande überwintern. Den weiten

Weg nach Afrika schaffen die großen

Vögel nur, weil sie energiesparend

unterwegs sind und wie ein

Segelflugzeug warme Aufwinde nutzen.

Die Fernreisenden unter den Störchen

haben sich schon Ende August auf den

Weg gemacht. Sie werden ab Mitte

Februar zurückerwartet.

Fotos: Adobe Stock/normankrauss, fotomaster, Sander Meertins, Robin, dennisjacobsen

Die Nachahmerin

Die Feldlerche singt gern im Fliegen.

Triller, Stakkatofolgen und rollende Laute

gehören zum Repertoire. Der braun

gefiederte Vogel kann übrigens nicht nur

ausdauernd singen, sondern auch andere

Vögel imitieren. Bis Mitte Oktober macht

sich die Feldlerche in großen Trupps auf

den Weg in ihr Überwinterungsgebiet im

Süden. In milden Regionen bleibt der

inzwischen gefährdete Vogel auch zum

Überwintern hier.

Endspurt

FUNKELNDES

LICHTERFEST

Samstag, 24. September 2022

unterstützt durch die Stadtwerke Eppingen GmbH & Co. KG

Tausende bunte Lichter & kunstvolle Lichtobjekte lassen

das Gartenschau-Gelände in außergewöhnlichem

Licht erstrahlen. Unter anderem mit dabei sind

I Dolci Signori, die das italienische Flair nach

Eppingen bringen, DUNDU - die Giganten

des Lichts, u.v.m.

Den atemberaubenden Abschluss bildet

eine Lasershow.

Festwiesen

18:00 - 22:00 Uhr

Der Frühaufsteher

Das Rotkehlchen preist den Morgen

buchstäblich in den höchsten Tönen. Sein

hohes „Ticksen“ ist schon in der

Morgendämmerung zu hören.

Viele Rotkehlchen bleiben im Winter vor

Ort, andere ziehen gern in den

Mittelmeerraum oder in den Nahen

Osten. Sie sind Individualreisende und

schließen sich in der Regel keiner

gefiederten Reisegruppe an.

Sonntag, 02. Oktober 2022

Der Weltreisende

Bald ruft es nicht mehr „Kuckuck“ aus

dem Wald. Bis Oktober hat sich der

typische Zugvogel auf den Weg ins

tropische Afrika gemacht. Dort findet er

weiterhin leckere Insekten. Bis zu 12.000

Kilometer legt der beliebte Vogel auf

seiner Reise zurück. Erst ab der zweiten

Aprilhälfte ist sein typischer Ruf

wieder zu hören. Der Kuckuck ist ein

sogenannter Langstreckenzieher und

reist überwiegend nachts.

ABSCHLUSS-

Quelle: NABU

WOCHENENDE

mit Fahnenübergabe an die Stadt Balingen - Gartenschau 2023

Verkaufsoffener Sonntag

am 02. Oktober 2022

20

21


„ICH HATTE

BISHER

VIEL GLÜCK

IN MEINEM

LEBEN“

Der Tag beginnt früh mit einem Glas

heißen Wasser – was nicht unbedingt

genussfreudig klingt, hat tatsächlich auch

eine völlig andere Motivation. Für Ralf Bauer

ist es der Einstieg in einen Tag, der geprägt

sein soll von der Achtsamkeit für sich und

den eigenen Körper – aber auch für andere

Menschen. Als Schauspieler schlüpft er in

viele Rollen, im Leben hat er sich festgelegt.

Nicht auf eine Rolle, sondern auf eine Haltung,

die die Möglichkeit zur Entdeckung

und Entfaltung des eigenen inneren Reichtums

und zur Gesunderhaltung des Körpers

bietet. „Yoga bringt mich dazu, mich selbst

wieder mehr zu spüren“, sagt der gebürtige

Karlsruher, der heute in Baden-Baden sein

Zuhause hat und dort auch eine Yoga-Schule

betreibt.

Im Film „Die Wiederkehr – Sem Dhul“ hilft Produzent, Regisseur

und Schauspieler Ralf Bauer Flüchtlingen.

Yoga und tibetische Philosophie spielen eine

Hauptrolle bei Schauspieler Ralf Bauer.

Sein Leben dreht sich aber nicht nur um seine

Yoga-Schule in Baden-Baden.

Fotos: Martin Christ, RalleFilms

Es ist ein Leben mit drei Eckpfeilern, das

Ralf Bauer führt. Da ist der Kunstbereich,

das Yoga, dessen Perspektiven er zusammen

mit der tibetischen Ernährungslehre anderen

vermitteln möchte, und daneben steht

ganz groß sein Engagement für Tibet. Er

setzt sich für dessen Rechte ein, organisiert

Hilfe für Flüchtlinge aus Tibet und Bedürftige

in Nepal und Nordindien und engagiert

sich selbst vor Ort. „Mitmenschlichkeit ist

etwas ganz Elementares“, hat er erkannt.

Längst ist ja offensichtlich, dass die Welt einen

Kurs eingeschlagen hat, der geändert

werden muss: Bauer hat die Konsequenzen

für seinen persönlichen Bereich daraus gezogen.

Der beliebte deutsche Schauspieler und

Frauenschwarm der 90er Jahre, der in der

Vorabendserie „Gegen den Wind“ als Surferboy

die Mädchenherzen reihenweise zum

Schmelzen brachte, hat auch schauspielerisch

eine andere Richtung eingeschlagen,

überzeugt mit Rollen, bei denen neben der

inneren Einstellung auch die äußere

Im schön gelegenen Würmtal bei Pforzheim.

Wir arbeiten in einer kleinen Gruppe von max. 6 Teilnehmern,

jeweils Samstag und Sonntag im Gartenatelier.

Jeder wird individuell betreut und es wird dabei geholfen

einen persönlichen Entwurf zu finden und die entstanden Ideen

im Stein umzusetzen.

Verwendet wird regionaler Sandstein

Für Anfänger und Fortgeschrittene

Interessant auch als

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23


Veränderung abgefragt wird. Mit Yoga hat er

sich ein zweites Standbein aufgebaut. „Ich

hatte bisher viel Glück in meinem Leben“,

zieht er Bilanz. „Ich durfte so viele unterschiedliche

Dinge machen. Was immer mir

lag, habe ich gelebt.“ Da ist er oft seinem Gefühl

gefolgt, den Verstand wollte er dabei

aber nie ganz ausschalten: „Der erkennt und

ordnet ein - das ist wichtig.“

Die Weichen für die Zukunft werden manchmal

da gestellt, wo man es kaum vermutet.

Für den jungen Ralf Bauer war es eine Statistenrolle,

die ihn dauerhaft auf die Bretter, die

die Welt bedeuten, brachte: Dabei wollte er

„Ich durfte so viele

unterschiedliche Dinge

machen. Was immer mir lag,

habe ich gelebt.“

als Knirps eigentlich Maurer werden. Zahlreiche

Filme, Moderationen und Theaterengagements

machten ihn bekannt, eine Zeitlang

wurde es dann ruhiger um den

attraktiven Mann mit den blauen Augen –

nach Tatortrollen und Theatergastspielen

hat er jetzt erstmals auch als Produzent mit

dem Film „Die Wiederkehr – Sem Dhul“ aus

eigenen finanziellen Mitteln sein Regiedebut

gegeben. Der ungewöhnliche Streifen ist ein

wertvolles Kontrastprogramm mit immenser

Inhaltstiefe, verbindet den Surferboy mit

der tibetischen Philosophie. Das verleiht

dem Actiondrama eine völlig andere Dimension.

„Sem Dhul" zeigt auch die grausame

Verfolgung der Tibeter. Er führt den Zuschauer

von den höchsten Gipfeln der Welt

an die Surfer-Partymeile Sankt Peter-Ording.

Mit ausgeruhten, eindringlichen Bildern

von Menschen und Landschaften entsteht

eine Geschichte von großen Gefühlen:

Freundschaft, Freiheit, Gier und Verrat. Fast

ein wenig ein Spiegelbild des Bauer-Lebens,

das so viele verschiedene Aspekte unter einen

Hut bringt.

„Zwischen rotem Teppich und rotem Gewand“

hat er es selbst einmal beschrieben,

und damit auch den Kampf der in beiden Bereichen

sehr unterschiedlichen Egos gemeint:

„Der rote Teppich im Rampenlicht

und das buddhistische Selbstverständnis

sind zwei Wege, die nicht leicht zu verbinden

sind. Die Tibeter bieten mit ihrer empathischen

Weltsicht viele lebbare Lösungsansätze.“

Vor allen Dingen hat er für sich erkannt:

„Man muss sehen, was wirklich elementar ist,

und man braucht Menschen wie den Dalai

Lama, die dies vorleben.“ Ziel sei die Vereinigung

von Geist, Körper und Seele.

INNERE AUSGEGLICHENHEIT

muss schmecken – doch da scheiden sich

die Geister“.

Ralf Bauer wirkt ruhig, getragen von einer

inneren Ausgeglichenheit. Keine Gefühle,

die mal eben einen unberechenbaren Ausflug

unternehmen? Keine Wut? „Das brauche ich

nicht, das ist ein unangenehmes Gefühl“,

sagt er und erzählt von einem tibetischen

Mönch, den er kennenlernen durfte: „Er war

32 Jahre in chinesischer Gefangenschaft,

kam dann frei und floh. Der Dalai Lama

fragte ihn, was das Schlimmste gewesen sei.

Er antwortete: Wenn ich angefangen hätte,

die Chinesen zu hassen.“

Was noch interessiert: Ralf Bauer ist Single,

die Richtige hat er bisher nicht gefunden:

„Das hängt bestimmt auch an meinem Lebensstil.

Die Dame müsste damit zurechtkommen.

Und bei so vielen parallelen Sachen

ist das manchmal ein bisschen schwer.“

Dabei ist er eigentlich ein Familienmensch

– immerhin zwölf Kinder hat er sich gewünscht.

Da wird die Zeit allmählich vielleicht

doch ein wenig knapp. „Mal sehen,

man soll die Hoffnung nicht aufgeben“, sagt

er und lacht.

Gabriele Meyer

„Mann muss sehen,

was wirklich elementar ist.“

Heilyoga ist für Ralf Bauer wie eine Oase, aus der er immer

wieder erneut schöpfen kann.

Das Heilyoga, dessen Übungen vom tibetischen

Hochplateau kommen, ist für Ralf

Bauer so etwas wie „eine Oase, in die ich immer

zurückkehre“. Weniger als ruhige Oase

denn als kreativer Aktivitätsschub locken

gegenwärtig ein Angebot für einen Fernsehfilm,

die Idee für einen neuen eigenen Film

um einen Tanz-Contest („Ich liebe das Tanzen,

finde das wunderbar“) – und dann ist da

noch das „Rilke-Projekt“, das ihn unter anderem

mit Dietmar Bär auf einer Tournee

durch Deutschland führt. Den vertonten

Gedichten Rainer Maria Rilkes spricht er einen

intensiven „sphärischen Raum“ zu: „Das

ist wie ein guter Rotwein, den man öffnet

und der atmen muss.“

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Lassen Sie sich überraschen.

Damit Ihr Saunabesuch

zum Event wird

Obwohl Rampenlicht und buddhistisches Selbstverständnis nicht

leicht zu vereinen sind, hat Ralf Bauer den Weg für sich gefunden.

Nach dem Rotwein stellt sich die Frage nach

der tibetischen Ernährungslehre – für Ralf

Bauer zusammen mit Yoga und der daraus

entstehenden inneren Ruhe und Kraft ein

elementar wichtiger Weg, „Gesundheit zu

erhalten, statt Krankheit heilen zu müssen.

Es ist sehr interessant, sich damit auseinanderzusetzen.“

Tibetische Ernährung heißt

zum Beispiel: nach der eigenen Konstitution

kochen und dazu die entsprechenden Gewürze

nutzen. Kardamom nennt Bauer da,

aber in seinem Tee finden sich auch Nelken,

Zimt und Ingwer. Und schließlich sollte

auch etwas anderes noch stimmen: „Es

Fotos: Oliver Betke, MaykAzzato

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Die neue Event-Sauna im Fildorado.

Das besondere Erlebnis für alle Sinne

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Zuhause

AUF

22 QUADRATMETERN

Gianna Feld und Thorsten Stürmer leben in einem

umgebauten alten Zirkuswagen in Ittersbach

Gianna Feld und Thorsten Stürmer können sich kein anderes Leben mehr vorstellen.

Gemütlich und zweckmäßig haben sich die beiden ihren Zirkuswagen eingerichtet

Fotos: Gabriele Meyer, Adobe Stock/NewAfrica

Wenn man aus einer 100 Quadratmeter-Wohnung

in eine Räumlichkeit

mit 22 Quadratmetern umzieht – kann man

dann sagen: „Das ist wie ein Sechser im Lotto?“

Man kann. Gianna Feld und Thorsten

Stürmer haben gefunden, wonach sie gesucht

haben – ein Stück Freiheit durch Beschränkung

auf das Wesentliche, unkompliziertes

Wohnen und dazu noch einen

wunderschönen Platz für ihren Zirkuswagen.

„Es war die richtige Entscheidung“, sagt

sie. Er geht sogar noch ein Stück weiter:

„Das möchte ich nie mehr ändern."

Nicht dass alles von Anfang an immer so

wunderbar gewesen wäre. Als das Paar vor

einigen Jahren seinen alten, renovierten und

ausgebauten Zirkuswagen auf einem Campingplatz

im Schwarzwald aufstellte, war

schon mal ein nicht ganz einfacher Trennungsprozess

vorausgegangen: Nur ein

Bruchteil der Dinge, die bisher zum Leben

der beiden gehört hatten, konnte im neuen

Zuhause untergebracht werden.

„Wir haben viel verschenkt und einiges auf

dem Flohmarkt verkauft“ – Gianna Feld vermisst

das alles heute nicht. Nur ihrem Sofa,

das es nicht in den Wagen geschafft hat, trauert

sie nach: „Es schien uns zu groß. Aber

vielleicht hätten wir es doch reingekriegt.“

Auch sonst brachte der Umzug einiges mit

sich, das bewältigt werden wollte. Minus 18

Grad zeigte das Thermometer im ersten

Winter auf dem Campingplatz: „Das war

schon eine besondere Nummer und ein harter

Lernprozess.“ Beide sind berufstätig, der

Ofen konnte deswegen nicht durchgehend

beheizt werden. Die Kälte kroch bis in die

Knochen, Feuchtigkeit machte sich in den

Ecken breit. Doch das Problem ist gemeistert

– zu Ofen und unter dem Wagen geschichteten,

selbstgesägtem Brennholz gesellt

sich jetzt eine elektrische

Sockelleistenheizung – da hat Schimmel

keine Chance mehr, und es wird kuschelig

warm auf den 22 Quadratmetern. „Sie frisst

halt Strom“, stellen beide fest. „Aber das ist

es uns wert“.

Angefangen hatte alles vor drei

Jahren mit einer spontanen

Idee. Gianna Feld teilte

schnell Thorsten Stürmers

Begeisterung. „Ich

habe damit direkt ihren

Nerv getroffen“, erinnert er

sich. Die Suche nach einem

Wagen begann und erwies sich

weniger schwierig als gedacht.

Viele kleine Zirkus-Unternehmen

hatten aufgegeben – beson-

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ders im Osten des Landes, wo man dann fündig

wurde, standen unzählige Wagen ehemaliger

DDR-Zirkusse zum Verkauf.

Deutlich problematischer als der Wagenkauf

gestaltete sich die Grundstücksfindung.

„Wir sind durch die Lande gefahren – es

funktionierte nicht. Dann klapperten wir die

Campingplätze ab.“ Was auch nicht einfach

war: Erstwohnsitze sind so gut wie nie erlaubt.

In der Nähe von Bad Wildbad wurde

man fündig, hängte den inzwischen in Kassel

renovierten Wagen an einen Unimog und

zog ihn eigenhändig zum neuen Stellplatz.

So wie jetzt beim Umzug auch – „das gehört

dazu“.

In Ittersbach steht das mobile Zuhause auf

einem gepachteten, rund 500 Quadratmeter

großen Terrassengrundstück – auf den unteren

Ebenen werden zwei weitere „Häuser“

Platz finden. Einfach den Wagen abstellen –

das ging allerdings nicht: „Man muss einen

Bauantrag unter Hinzunahme von Statiker

und Architekt einreichen.“ Alles ist gut gelaufen.

Der Wagen steht, ist mit großen

Holzböcken ausnivelliert, Unterlegscheiben

sorgen dafür, dass die Reifen und das Fahrgestell

geschont werden, eine selbstgebaute

kleine Holzhütte bietet Platz für Gartenmöbel

und Gerätschaften, die ersten Rosen,

Stauden und ein Weinstock sind eingepflanzt,

jetzt soll noch Rasen eingesät werden.

Und vor dem bodentiefen Fenster, von

dem aus der Blick weit über das Tal schweift,

ist der Bau einer Terrasse geplant.

EIN TRAUM, EIN STÜCK

HEIMAT, EIN ZUFLUCHTSORT

Drinnen haben sich Gianna Feld und Thorsten

Stürmer ein gemütliches Zuhause geschaffen.

Ein großes Bett sorgt für komfortable

Nachtruhe und mit den Fenstern am

Kopf- und Fußende für ungeahnte Möglichkeiten:

„Wenn es zu heiß ist, kann man die

Füße durchs Fenster nach draußen strecken.“

„Wenn es zu heiß

ist, kann man die

Füße durchs Fenster

nach draußen

strecken.“

Gleich nebenan ist ein relativ geräumiges

Duschbad installiert, der Wohnbereich wird

durch eine Küchenzeile abgegrenzt. „Das ist

mein Reich“, beansprucht Gianna Feld das

kulinarische Teilstück, wo gerade ein Korb

mit Tomaten aufs Einkochen wartet, stärker

für sich. Was auch praktische Gründe hat:

„Beim Kochen wechseln wir uns ab – zusammen

wird es ein bisschen eng.“

Enge empfinden die beiden sonst nicht.

Doch kommt schnell die Frage auf: Was ist,

wenn man sich streitet? Im Zirkuswagen ist

es schwierig, sich aus dem Weg zu gehen.

„Wir streiten uns eigentlich nicht“, sagt sie

und lacht. „Und außerdem ist es egal, wo

man sich streitet, ob auf 20 oder 200 Quadratmetern.

Man muss sich einfach schnell

wieder vertragen.“ Für beide ist ihr Zirkuswagen

so etwas wie die Erfüllung eines Traums,

ein Zufluchtsort und ein Stück Heimat.

Ganz entspannt richten sie eine Liebeserklärung

an ihr Zuhause, das schon viele Abenteuer

bestanden haben dürfte: „Wir mögen

ihn sehr. Und er gibt uns die Sicherheit, immer

ein Dach über dem Kopf zu haben.“


Gabriele Meyer

Svon kleinen

kleinen

Manufakturen

Manufakturen

und

und

Familienbetrieben

Familienbetrieben

Gemeinsam haben sie sich ihren Traum

vom Leben im Zirkuswagen erfüllt.

PEZIALITÄTEN,

FEINKOST & ACCESSOIRES

Kochen und Duschen auf engem Raum ist Gianna Feld mittlerweile gewohnt.

Fotos: Gabriele Meyer

La Perla del Gusto

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www.la-perla-del-gusto.de

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Gartenstraße 3, 76676 Graben-Neudorf, Tel. 07255 9000861

Gartenstraße 3, 76676 Graben-Neudorf, Tel. 07255 9000861

Öffnungszeiten: Mi. 14.00 - 18.30 Uhr, Do. 9.00 - 12.30 und 14.00 - 18.30 Uhr

Öffnungszeiten: Mi. 14.00 - 18.30 Uhr, Do. 9.00 - 12.30 und 14.00 - 18.30 Uhr

oder nach Vereinbarung.

oder nach Vereinbarung.

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WINTERGÄRTEN

Wer etwas langanhaltend

Gutes für sich tun

möchte, lässt sich einen

Winter- oder Sommergarten

bauen. Ein guter

Wintergartenbauer hilft

bei der Entscheidung:

Was für ein Modell soll

es denn sein?

zum Träumen

In seiner gesamten Karriere als Wintergartenbauer

hat Franz Wurm nur eine einzige

Person erlebt, die sich, als der alte Wintergarten

erneuert werden musste, keinen neuen

mehr bauen, sondern „für das Geld“ lieber

auf Reisen gehen wollte. Der Ehemann

der Frau – dessen Rente in Sichtweite war –

setzte sich jedoch durch und ließ den Wintergarten

erneuern, damit auch er ihn in seinem

Ruhestand „endlich“ genießen könne,

berichtet Wurm. Er ist Vorsitzender des

Wintergarten-Fachverbands e.V., in dem

sich Wintergartenbauer aus ganz Deutschland

zusammengeschlossen haben. Jeder andere

Wintergartenbesitzer, mit dem er bislang

gesprochen hat, kann sich ein Leben

ohne den gläsernen Wohnraum überhaupt

nicht mehr vorstellen.

Ein Sommerwintergarten (auch Kaltwintergarten

genannt) kann nur etwa zwei Drittel

des Jahres genutzt werden, da es in den Wintermonaten

schlicht zu kalt in dem ungedämmten

Raum ist und durch den Temperaturunterschied

Kondensat an den Scheiben

entsteht. Zwar kann er auch mal kurzzeitig

erwärmt werden, doch die Wärme geht

schnell wieder verloren. Dafür ist er leichter

aufzubauen, eindeutig kostengünstiger und

im Sommer dank guter Beschattungs- und

Belüftungsmöglichkeiten der ideale, lichtdurchflutete

Raum, der das Gefühl vermittelt,

drinnen und gleichzeitig mit dem Draußen

verbunden zu sein. Ein wunderbarer

Aufenthaltsort also, der multifunktional genutzt

werden kann, sogar – und das liegt

derzeit voll im Trend – als Outdoorküche.

TRENDIG, TRENDIG

Dank der Isolierverglasung kann auch ein

unbeheizter Wintergarten noch gut in der

Übergangszeit bewohnt werden. Der echte

Wohnwintergarten hingegen kann rund

ums Jahr für das gewünschte Wohlfühlam-

Fotos: Wintergarten-Fachverband

Ein Sommergarten verbindet den Garten mit dem Wohnraum.

bensmittelpunkt. Auch Kinder nehmen einen

Wintergarten gerne an, erzählt der Experte

aus Erfahrung, um dort beispielsweise

nach der Schule Hausaufgaben zu machen.

Auf dem Boden liegend und mit dem Kopf

an die Scheibe gelehnt, können sie arbeiten,

mal nach draußen schauen, kurz ihren Ge-

Wussten Sie schon?

Frei stehende Sommergärten

sind im Gegensatz zu am Haus

angebauten viel seltener, da

oftmals der Platz im Garten nicht

gegeben ist. Auch gibt es nicht

nur Sommergärten, die frei im

Garten stehen, sondern sogar

überdachte Stegen, die zu ihnen

führen, damit man auch bei

Regen trockenen Fußes dorthin

gelangen kann.

biente sorgen. Ob als Musik-, Wohn- oder

Esszimmer, wer möchte, kann sich auch einen

offenen Kamin einbauen lassen. Ein

Bekannter von Wurm hat sich diesen

Wunsch verwirklicht und den Wintergarten

um einen großen Flachbildschirm und zwei

Relax-Liegen ergänzt – fertig ist der neue Ledanken

nachhängen und etwas träumen, um

schließlich wieder konzentriert weiterzuarbeiten.

Für welchen Trend man sich auch entscheidet

– nach einer Stagnation in den letzten

beiden Jahren sind wieder vermehrt

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Wohnwintergärten gefragt, weiß Wurm. Mit

den vielen möglichen Dachformen vom anfangs

üblichen Pultdach über Walmdächer

bis hin zu Sattel- und Flachdächern, ist auch

der Gestaltung nach außen hin kaum eine

Grenze gesetzt.

Letztere haben sich in den vergangenen beiden

Jahren übrigens als Spitzenreiter unter

den Dachformen herauskristallisiert. Mit einer

Neigung von bis zu zwei Grad und fast

ausschließlich aus Holz gefertigt, kann das

feste Dach mit Lichteinsätzen versehen werden,

um tolle Lichtspiele in den Raum darunter

zu projizieren oder nachts den Blick in

die Sterne zu ermöglichen. Selbst ein begrüntes

Dach ist möglich. Eine abgerundete

Wohnatmosphäre entsteht im Wintergarten

durch die Rundumverglasung, die den ungestörten

Blick in den Garten gewährleistet.

Und natürlich durch die neu entstandene

Offenheit zum Wohnraum, die einen fließenden

Übergang garantiert. Farblich

schwer im Trend liegen derzeit dunkle Grautöne.

Alternativ sind die sogenannten „DB-

Farben“ en vogue.

Das sind Farben, die ursprünglich von der

Deutschen Bahn für Geländer, Brücken und

mehr verwendet wurden. Geheizt wird der

Wohnwintergarten im Übrigen mit der bereits

vorhandenen Heizung, die weitergeführt

wird. Gerne aber auch mit einem trendigen

Schwedenofen. Und wenn das

exklusive Produkt überlegt genutzt wird, ist

In Mode sind momentan Sommergärten mit Flachdächern.

sogar die Energiebilanz ausgeglichen, sagt

der Fachmann. Denn an manchen Tagen

muss mehr Energie aufgewendet werden, um

den Wintergarten zu heizen, an anderen Tagen

kann dieser allerdings durch die einfallende

Sonnenstrahlung die benachbarten

Räume mitheizen. Beatrix Drescher

Fotos: Wintergarten-Fachverband

Tipps

vom Profi

zum Anbau

eines

Wintergartens

ans Haus

Tipp 1

Bebauungsplan überprüfen

Der Bebauungsplan gibt Auskunft

darüber, was und wo Sie auf Ihrem

Grundstück bauen dürfen. Ist der

Wintergarten im Baufenster

geplant? Wie groß kann dieser

gebaut werden?

Tipp 2

Gemeinsam die Form

überarbeiten

Der Wintergartenbauer kann

weitere Ideen zur Form des

Wintergartens einbringen.

Kann man vielleicht noch die

Morgensonne ausnutzen?

Tipp 3

Laufwege im Wintergarten

Diese wollen gut überlegt werden:

Wo möchte ich in den Garten

gehen und wo sollen Türen

angebracht werden?

Tipp 4

Belüftung und Beschattung

Nichts ist schlimmer als ein

aufgeheizter Wintergarten. Daher

muss rechtzeitig an eine gute

Belüftungs- und Beschattungslösung

gedacht und diese berechnet

werden.

Tipp 5

Statische Berechnung

Vor der Kalkulation soll sie gemacht

werden, um je nach Region

Schnee- und Windlast einzubeziehen

und die Standsicherheit zu

gewährleisten.

Tipp 6

Fachgerechte Ausführung

Nicht nur auf die fachgerechte

Planung, sondern auch auf die

fachgerechte Ausführung vor Ort

muss geachtet werden. Ist das

Fundament frostsicher?

Die Welt der

Musikautomaten

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Regional zählt!

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Linsen, Kichererbsen, Leindotteröl und mehr – das alles gibt es beim

Kartoffelhof Schmälzle. In bester Qualität und selbst erzeugt.

Im Bruchsaler Schloss präsentiert das Deutsche Musikautomaten-Museum

eine der europaweit größten Ausstellungen selbstspielender Instrumente.

Über 300 klingende Exponate zeigen eine fast vergessene Musik- und Mediengeschichte

aus vier Jahrhunderten.

Heute ist Musik digital, via Internet abruf- und speicherbar. Im 18. Jhd. erklang

künstlich erzeugte Musik z.B. von Flötenuhren etwa im höfischen Ambiente.

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Figurenautomaten mit komplexer Musiktechnik, lassen uns

staunen. Auch Phongraph, Grammophon, Kassettenrecorder oder Tonband bis

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Der Name führt zunächst in die Irre: Natürlich

gibt es beim Kartoffelhof Schmälzle

in Schwaigern auch erstklassige Kartoffeln

in verschiedenen Sorten sowie Zwiebel und

Schalotten. Aber es gibt dort auch Köstlichkeiten,

die man im regionalen Anbau zunächst

nicht vermutet. Zum Beispiel Belugalinsen.

Oder Kichererbsen. Letztere

haben die Schmälzles in diesem Jahr zum

ersten Mal angebaut, im August wurden sie

gedroschen. Vermutlich ab November sind

sie im Hofladen erhältlich.

Ein Besuch im Hofladen lohnt sich ohnehin.

Denn dort gibt es auch alle anderen

Produkte, die auf dem Kartoffelhof erzeugt

werden, zum Beispiel Buchweizen, marmorierte

Linsen, Quinoa, Mohn oder Leindotteröl.

Alles in höchster Qualität und ohne

Pflanzenschutzmittel erzeugt. Denn Nachhaltigkeit

ist der Familie Schmälzle wichtig.

So wächst der Leindotter fürs gesunde Öl

zusammen mit den Linsen und dient als

Stützfrucht. Und Quinoa, sonst in den Anden

angebaut, hat durch die Produktion in

Schwaigern plötzlich eine prima Klimabilanz.

Buchweizen wird in Zusammenarbeit

mit einem weiteren Hof in Schwaigern erzeugt.

Wer diese Produkte kauft, stärkt also

die nachhaltige regionale Landwirtschaft.

Der Kartoffelhof liegt einfach zu finden direkt

an der Landstraße zwischen Schwaigern

und Massenbach, das Blumenfeld ist

gleich nebenan. Übrigens: Wer keine Leckereien

verpassen will, schaut besser regelmäßig

im Hofladen vorbei. Der selbst angebaute

Reis zum Beispiel ist aktuell ausverkauft.

Kartoffelhof Schmälzle

Beim Wasserturm 4, 74193 Schwaigern

Telefon: 07138 920514

www.kartoffelhof-schmälzle.de

Feste Öffnungszeiten:

Mittwoch 17-19 Uhr

Freitag 8-13 Uhr, Samstag 8-13 Uhr

24/7-Automat am Hofgelände

beim Blumenfeld

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33


Die Raumtemperatur im

Winter zu senken, spart

viel Geld ein.

ENERGIE?

EINSPAREN!

Es ist Herbst. Und die Energiepreise steigen.

Höchste Zeit, sich Gedanken zu machen: Doch was

kann man in der kurzen Zeit noch ausrichten, um die

Kosten möglichst gering zu halten? Wir haben uns

Tipps vom Profi geholt.

Wer es weiß, kann damit planen: Ganze

85 Prozent des Energieverbrauchs

eines privaten Haushalts gehen auf das Konto

von Heizung und Warmwasseraufbereitung.

Wer folglich seinen Energiekonsum im

kommenden Winter verringern möchte, versucht

idealerweise an dieser Stellschraube zu

drehen. Aus diesem Grund schlägt Birgit

Schwegle vor, die eigene Heizung auf beispielsweise

20 Grad einzustellen anstatt auf

22 Grad. Schwegle ist Geschäftsführerin der

Umwelt- und Energieagentur Kreis Karlsruhe

und Energiesparprofi. Jedes Grad Raumwärme

bedeutet eine Einsparung von sechs

Prozent der Heizenergie, erklärt Schwegle.

Bei zwei Grad macht das bereits zwölf Prozent

aus. Bei einem Einsparziel von 15 Prozent

bei Gasheizungen ist das bereits ein großer

Schritt.

Die dazugehörige Heizkurve

kann man selbst oder auch ein

Handwerker – insofern beizeiten

einer parat steht – optimieren.

Gleichzeitig muss jedoch

gut weitergelüftet werden, um

Schimmel vorzubeugen. Wer

die Luftfeuchtigkeit in den

Räumen auf einen Blick im

Auge behalten möchte, stellt

ein entsprechendes Messgerät

auf. Wichtig dabei ist, dass die

Luftfeuchtigkeit in den Räumen

zwischen 35 und 65 Prozent

liegt. Einen Stromheizlüfter

oder Radiator sollte man sich hingegen

nicht zulegen, um dazu zu

heizen, weiß die

Expertin, denn

diese benötigen

ebenfalls

Energie, die eigens

erzeugt und vor allem auch zu Spitzenzeiten

im Stromnetz vorhanden sein muss.

Wer rechtzeitig vorgesorgt und seine Bestellung

aufgegeben hat, kann sich noch vor diesem

Winter über ein effizienteres Heizungssystem,

neue Fenster, Türen oder eine bessere

Dämmung von Wänden oder dem Hausdach

freuen. Denn 75 Prozent der Heizwärme

gehen über eben diese verloren. Wichtig

dabei ist die Wärmebrücken auszuschalten.

Mit einem gut gedämmten Haus kann man

also ordentlich Energie einsparen. Doch momentan

haben Handwerker Hochkonjunktur

und das Material ist knapp, so wird es

schwierig vor dem Winter an diesen Stellen

noch etwas zu verändern.

GEMEINSAM PROJEKTE

ANGEHEN

Auch wenn die dazugehörigen Projekte

nicht unbedingt vor dem kommenden Winter

umgesetzt werden können, schlägt das

Herz der Energieexpertin dennoch für eine

Beteiligung an Bürgerenergiegenossenschaften,

die es in sämtlichen Stadt- und Landkreisen

gibt. Denn je eher sich ausreichend

Menschen daran beteiligen, desto eher können

neue Projekte angestoßen werden, argumentiert

sie. Durch diese Genossenschaften

können die Bürger gemeinsam regionale

Energieprojekte umsetzen und zugleich ihr

Geld mit einer Rendite anlegen. So bleibt

die Wertschöpfung in der Region. Gleichzeitig

gibt es noch viel bislang ungenutztes Potential,

darunter Biomasse, Kläranlagenabwärme,

kommunale und private Dachflächen

– bislang werden lediglich 15 Prozent der

geeigneten kommunalen Dächer genutzt –

Foto: Adobe Stock/Andrey Popov

oder auch der Ausbau von Solarthermie auf

der Fläche. Doch momentan gibt es noch

große Hürden durch die bestehende Bürokratie,

sagt die Fachfrau. In der Bruchsaler

Südstadt bedeute allein die Abwicklung der

Fördermittel des Fernwärmeprojektes etwa

einen Verzug von einem ganzen Jahr.

Auch der Transport von Lebensmitteln verbraucht

Energie. Wer lokal oder regional

einkauft, stärkt nicht nur die Landwirte vor

Ort, sondern spart bare Energie ein. Da

lohnt es vielleicht sogar, sich an einer solidarischen

Landwirtschaft zu beteiligen, so wirft

man Lebensmittel außerdem seltener weg.

Der Weg zum lokalen Einzelhandel hilft

ebenfalls Transportwege zu minimieren. Die

bestellten Waren können, wenn möglich,

mit dem öffentlichen Nahverkehr abgeholt

werden, manchmal ist das nur eine Frage der

Gewohnheit. Wer lieber alleine im Auto

sitzt, kann die örtlichen Car-Sharing-Angebote

nutzen, sofern vorhanden. Nur so kann

das Netzwerk weiter ausgebaut werden, sagt

die Fachfrau. Die Alternative: Im Freundes-,

Bekannten- und Verwandtenkreis das Thema

Car-Sharing ansprechen und Autos gemeinsam

nutzen. Beatrix Drescher

Energiespar-Tipps auf einen Blick

TIPP 1

Heizkurve anpassen

Senken Sie die Raumtemperatur auf

20 °C. Pro Grad weniger sparen Sie

sechs Prozent der Energiekosten.

TIPP 2

Feuchtigkeitsmesser aufstellen

Vermeiden Sie bei geringeren

Raumtemperaturen Schimmel

(Raumfeuchte zwischen 35 und 65

Prozent) und vergessen Sie das

Lüften nicht!

TIPP 3

Bürgerenergiegenossenschaften

(BEGs) unterstützen

Steigen Sie bei regionalen Projekten

von Bürgerenergiegenossenschaften

ein und helfen Sie Projekte zur

Erzeugung von Energie in der

Region umzusetzen.

TIPP 4

Vor Ort einkaufen

Kaufen Sie regional erzeugte

Lebensmittel vor Ort oder bestellen

Sie Waren beim Einzelhändler, so

vermeiden Sie Energieverluste beim

Transport.

TIPP 5

Öffentlicher Nahverkehr

Nutzen Sie Busse und Bahnen oder

alternative Angebote, anstatt

insbesondere kurze Wege mit dem

Auto zu fahren.

TIPP 6

Car-Sharing Angebote nutzen

Suchen Sie sich Nachbarn, Kollegen

oder Freunde, die mit Ihnen ein Auto

teilen oder nutzen Sie öffentliche

Angebote vor Ort. Diese können nur

so ausgeweitet werden.

34

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VOM

HÖREN

ZUR

SKULPTUR

Foto, Illustration: Gabriele Meyer, Adobe Stock/gina

Zart und blond steht sie da im dunklen

Keller des Schlosses Neuenbürg, das lange

Haar ausnahmsweise nicht zu einem Zopf

geflochten. An einer gespannten Leine befestigt

sie mit Wäscheklammern Din-A-4-Papierblätter,

weiter vorne hat sie bereits

Skulpturen aufgebaut – miteinander verschlungene

Geflechte, die sich in unterschiedlichsten

Formaten zu einer runden

Einheit fügen. „Hörnester“ nennt Mirja

Wellmann sie und macht damit deutlich, was

die Grundlage ihres künstlerischen Schaffens

ist: Geräusche visuell sichtbar zu machen.

Das bedingt zunächst die konzentrierte Auseinandersetzung

mit den Geräuschen. Für

Mirja Wellmann ist alles, was sie hörbar umgibt,

akustisches Material, das visuell umgesetzt

werden kann. Auch vor kurzem, beim

Bildhauersymposium in Neuenbürg, zieht

sie sich in eine Ecke des Parks zurück, um

sich den Ort über seine Geräusche anzueignen.

Stundenlang kann sie so sitzen und

Hörprotokolle erstellen – manchmal geht

das Erfassen des Raumes schneller: „Ich habe

so eine Art schnelles Hörsystem entwickelt“.

Hören, das ist wie akustisch gemaltes Leben.

Einmal hat sie sich lange in einem schalldichten

Raum aufgehalten; seitdem weiß sie, wie

wichtig die Impulse und Reize, die über das

Ohr gehen, für die Bestimmung des Ortes

sind. Einer Bewertung der verschiedenen

Geräusche in ihrer Klanglichkeit oder Lautstärke

nimmt sie nicht vor, macht aber natürlich

in der künstlerischen Umsetzung einen

Unterschied „zwischen einem Presslufthammer

und Vogelgezwitscher“.

„Geräusche

stellen einen

Raum her,

stecken ihn ab.“

Mirja Wellmann

Die Besucherströme im Schlosspark stören

sie nicht, sie möchte auch anderen ihre Erfahrungen

vermitteln, verteilt das mitgebrachte

Papier und fordert zur Erstellung

von Hörprotokollen auf. Die sind es auch,

die an der langen Leine im Schlosskeller hän-

gen, manche wirken wie grafische Arbeiten.

Sie enthalten für Mirja Wellmann die Antworten

auf die Frage: Wo befinde ich mich?

„Geräusche stellen einen Raum her, stecken

ihn ab“, erläutert Wellmann noch einmal.

Das stößt auf Interesse, und mancher erkennt:

Auch Hören will gelernt sein. „Man

muss mit offenen Ohren durch die Welt gehen“,

sagt Mirja Wellmann, die aus einem allgemeinen

Geräuschpegel verschiedene

Stränge zu lösen vermag: „Es muss aber immer

etwas Interessantes haben, egal ob Stadt

oder Land. Manchmal ist es Gegensätzliches,

was miteinander kommuniziert, manchmal

sind es reizvolle Kombinationen.“ So hat sie

einmal ein Ort fasziniert, wo vor dem frühen

Schlag der Kirchturmglocken pünktlich der

Hahn krähte.

WIE WELLEN AM MEER

Im Schlosskeller dagegen ist eine andere Verortung

zu sehen. Die miteinander verschlungenen

Holzleisten dokumentieren das Spiel

und die Brechung der Wellen am

SPIELEND WISSENSCHAFT

ERLEBEN

Ein tolles Ausflugsziel in der Region für Groß

und Klein! In der Forscherfabrik Schorndorf

können Kinder zwischen 2 und 12 Jahren

technische und naturwissenschaftliche

Vorgänge selbst erforschen. Ganz unter dem

Motto: Tüfteln, Forschen und Entdecken.

Der Forscherparcours bietet interaktive

Experimentierstationen aus den Themenfeldern:

Mobilität, Bewegung und Wahrnehmung

sowie Natur, Umwelt und Energie.

Zahlreiche Workshops und Veranstaltungen

ergänzen die Ausstellung und machen

die Science-Erlebniswelt zu einem

beliebten Ausflugsziel.

Bei Mirja Wellmann verwischen die Grenzen

zwischen akustischer und visueller Kunst.

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für Kinder

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Aufsehenerregende Mode

für vollendete Formen

Ein Einkauf in Heike Böhms Modeboutique „Formvollendet“ ist jede Reise

wert. Das bestätigt eine Kundin, die rund 100 Kilometer weit gefahren ist, nur

um einmal im Sortiment der formvollendeten Frau zu stöbern.

Meer. In Finnland hat sie das fasziniert –

dort lebte sie einige Jahre, und die Verbindung

zu dem Land ist immer noch sehr stark.

„Die Familie wohnt am Wasser.“

Irgendwie scheint sie von der äußeren Erscheinung

her auch dort hinzugehören, dabei

lebt und arbeitet sie in Mehrstetten auf

der Schwäbischen Alb. Geboren in Berlin,

„war mir schon als Kind klar, dass ich in die

künstlerische Richtung gehen will. Ich habe

sehr viel gemalt“. Der Vater spielte Cello,

Mirja Geige, aber es war nicht die Musik, die

sie faszinierte. Nach dem Grafik-Design-Studium

in München war sie zunächst angestellt

und wagte dann den Sprung in die Selbstständigkeit.

Doch sie wollte weiter und entschloss sich zu

einem Studium der Bildhauerei bei den Professoren

Werner Pokorny und Micha Ullman

an der Staatlichen Akademie der Bildenden

Künste Stuttgart. Ein Stipendium

der Kunststiftung half dabei. Und es war der

Start in das künstlerisch umgesetzte Hörabenteuer:

„Ich sah jetzt Geräusche als eine

Art Chiffre, die das abbilden, das die Geräusche

verursacht.“ Die Grenzen zwischen

akustischer und visueller Kunst wurden für

sie fließend. „Ich versuche lesbar zu machen,

was man hört.“

Wellen am Meer in Finnland, die sich brechen: Dieses Bild findet sich in Skulpturen von

Mirja Wellmann wieder. Ihre Verbindung zu dem Land im Norden ist stark.

„Es muss aber

immer etwas

Interessantes haben,

egal ob Stadt oder

Land. Manchmal ist

es Gegensätzliches,

was miteinander

kommuniziert,

manchmal sind es

reizvolle

Kombinationen.“

Mirja Wellmann

Auch wenn sie kürzlich mit Metall gearbeitet

hat, vorrangig verwendet sie Holz:

„Ein dankbares und sehr organisches Material,

das mir sehr entgegen kommt.“ Die Art

des Holzes und die Farbgestaltung wählt

sie intuitiv aus, hat ein Lager aus den verschiedensten

Edelhölzen – „aber auch Sperrholz“

–, aus dem sie aussuchen kann, was sich

für das Sujet und die Arbeit mit der Säge

eignet.

Im Augenblick, erzählt sie, hat sie sich dem

Lindenholz gewidmet – „das ist dreidimensional

gut einsetzbar. Und dann interessiert

mich jetzt auch die Vollskulptur.“ Im Mittelpunkt

stehen aber die Hörorte: „Die haben

immer mit mir zu tun. Es sind Plätze, die mir

besonders nah sind – zum Beispiel auf der

Schwäbischen Alb und meiner zweiten Heimat

Finnland.“ Gabriele Meyer

Foto: Adobe Stock/hivaka

Fotos: privat

Das Herbstangebot der Boutiquebesitzerin

ist auch in diesem Jahr wieder vielfältig und

besticht mit tollen Steppwesten – wahlweise

mit oder ohne Kapuze – sowie Tuniken in

der aktuellen, herbstlichen Trendfarbe

Mandel. Grob gestrickte Strickjacken, Wollwesten

und angesagte Mäntel ergänzen die

umfassende Auswahl für die modebewusste

Frau von heute. Zu den gemusterten Shirts,

Tuniken und Strickkleidern reihen sich

Sweatshirts, Pullis und natürlich auch die

dazu harmonierenden, modischen Jeans.

Ein schönes Sortiment also, das in den unbeschwerten

Farben Mint, Grün und Lila

die klassischen Farbkombinationen in

Schwarz, Weiß und Marine vervollständigt.

Auch an graue, beige, orange, royalblaue

und cognacfarbene Stücke ist gedacht. Diese

hat Heike Böhm ebenfalls handverlesen.

Die hochwertigen Textilien der Marken

Mohnmädchen, Alembika, Doris Streich

und Brand schätzen nicht nur die Boutiqueinhaberin,

sondern auch ihre starken Kundinnen.

Neben die formvollendeten Kleidungsstücken

der Größen 40 bis 56 hat

Heike Böhm liebevoll ihre unterschiedlichen

Accessoires platziert. Ob Tasche, Gürtel,

Tuch, Kette oder Ring – der Herbst wird

klassisch, elegant und natürlich. Dabei steht

bei der herzlichen und bunten Modekennerin

eine ehrliche Beratung im Vordergrund.

Mit Rat und Tat steht Heike Böhm gerne

ihren Kundinnen zur Seite, wenn es um die

Auswahl der Lieblingsstücke geht.

Für den Fall, dass das ausgesuchte Herzensstück

nicht auf Anhieb wie angegossen sitzen

sollte, bietet die Modefachfrau einen

Änderungsservice an. Der „bunte Vogel“,

wie die Boutiquebesitzerin in der Melanchthonstadt

auch genannt wird, hat des Weiteren

eine Annahmestelle zur Chemischen

Reinigung, bei der Winterjacken, Sakkos

und weitere chemisch zu reinigende Kleidungsstücke

abgegeben werden können. Bei

der Gelegenheit lohnt ein weiterer Blick auf

das vielfältige Sortiment in der Boutique.

Die von weither angereiste Kundin war im

Übrigen vom Angebot und der freundlichen

Beratung derart begeistert, dass sie

auch künftig in Heike Böhms Boutique einkaufen

will.

Formvollendet

Weißhofer Straße 8, 75105 Bretten

Telefon: 07252 972438

www.formvollendet.eu

Öffnungszeiten

Mo, Di, Do, Fr von 10 – 18 Uhr

Mi von 10 – 17 Uhr

Sa von 10 – 14 Uhr

Und nach Terminabsprache

Bunt und vielfältig ist der Herbst in der Modeboutique „Formvollendet“ in Bretten.

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39


Ehrgeiz und Energie in ihr Ziel, „in fünf Jahren

an einem der ganz großen Theaterhäuser

zu sein“. Sie hält den Ball flach und zieht eine

sachliche Bilanz: „Das hat geklappt, es war

das Schauspielhaus Hamburg.“ Und weil sie

immer auf der Suche nach neuen Herausforderungen

ist, sich nicht gerne „in Schubladen

stecken lässt“, ging sie nach Amerika und

studierte Musical.

Die Bandbreite, die Daniela Ziegler damit

anzubieten hatte, zeigte Wirkung. Für Musicals

gefragt, spielte und sang sie beispielsweise

die Deutsche Erstaufführung von „Evita“,

im „Sunset Boulevard“ und vor drei Jahren

in Stuttgart die Zarenmutter in „Anastasia“.

Im Fernsehen etablierte sie sich als fordernde,

selbstbewusste Frau – nicht immer mit

einem positiven Image behaftet: Das Gute ist

meist blond. „Noch’n Krönchen“, lacht sie

und verweist auf das gesellschaftliche Tableau,

auf dem man sie so gerne anrichtet – irgendwie

muss sie der allgemeinen Vorstellung

von Adel recht nahe kommen. „Dabei

kann ich wirklich auch einen anderen sozialen

Status spielen und – wenn man mich lässt

– auch komisch sein“, weist sie ebenso auf

andere Richtungen hin und liefert

Zu Gast im Südwesten: In „Anastasia – Das Musical“ in Stuttgart spielte Daniela Ziegler

auf der Bühne die Zarenmutter Maria Feodorowna Romanowa.

„Noch’n

Der größte Edelstahl-Solarkatamaran der Welt

Die Schauspielerin Daniela

Ziegler hat ein breites

Repertoire, wird aber gerne

als Adelige besetzt.

Als Daniela Ziegler beschloss, Schauspielerin

zu werden, war sie gerade mal 14

Jahre alt. Der Entschluss kam nicht von ungefähr,

war aber zunächst noch etwas variabel

– sie neigte damals mehr der Sangeskunst

zu. Schließlich war die Mama Opernsängerin:

„Da habe ich sicher was her.“ Inzwischen

ist es eine lange Reise zu vielen beruflichen

Lebensstationen auf Theaterbühnen und in

Krönchen“

Fernsehfilmen geworden, Schauspiel und

Gesang stehen sich nicht mehr konträr gegenüber,

sondern haben sich zu einer harmonischen

Einheit verbunden. Und wenn Daniela

Ziegler heute durch die Straßen geht,

drehen sich die Leute nach ihr um. Man

kennt sie, ist angetan nicht nur von der äußeren

Erscheinung mit den ausdrucksollen Augen

und den langen dunklen Haaren, sondern

ihrer ausstrahlenden Persönlichkeit.

Das waren auch die Intendanten, die die

hohe Bühnenpräsenz der damaligen Schauspielschülerin

erkannten – sie holten sie zunächst

für zwei Jahre nach Trier und dann an

das Deutsche Theater in Göttingen, später

folgte das Staatstheater Hannover. „Ich habe

rauf und runter alles gespielt“, erinnert sie

sich an die Zeit, in der sie von Ibsens Nora

bis zur Charlotte in den „Leiden des jungen

W.“ mit fast allem besetzt wurde, was das

Theater an großen Rollen zu bieten hat.

„Das war toll, ich konnte

mich ausprobieren“

Der kollektive Aufbruch in dieser Zeit riss

auch die junge Schauspielerin mit – doch anders

als viele ihrer Generation verlor sie sich

nicht in utopischen Träumen, sondern setzte

Fotos: Karim Khawatmi, Johan Persson/Stage Entertainment

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41


den Kommentar, dass sie durchaus glücklich

mit der ihr zugewiesenen Rollenwahl sei,

gleich mit: „Ich habe die schönsten Drehorte

kennen gelernt, weil ich immer die Reiche

spielte.“ Das hatte auch etwas mit Reisen zu

tun, mit Menschen, die man kennen lernte,

mit Wendungen im Leben, mit Selbstfindung.

Mit spielerischer Leichtigkeit in die Perspektive

der Jahre zu schauen, war nie so wirklich

ihre Sache, getragen ist sie eher von einem

langen, kraftvollen Atem für alles, was

kommt. Daran konnten auch die zwei Jahre

Coronapause, die das Theater und so auch sie

hart trafen, nichts ändern. Es ist fast so etwas

wie eine Liebeserklärung an das Leben, wenn

sie sagt: „Man muss in Bewegung bleiben –

nicht nur körperlich. Durch Freundschaften

kann man viel Zuwendung erfahren, aber

auch Ablehnung muss man verkraften. Der

Stress in diesem Beruf ist nicht klein, der

Akku muss immer wieder aufgeladen werden.

Da helfen mir Reisen und die Freundschaften,

die ich pflege – ich bin auch gerne

in der Natur, könnte stundenlang am Meer

sitzen.“ In Berlin wohnt sie mitten in der

Stadt, da ist das schwierig. Und macht zusammen

mit dem Beruf noch einen anderen

Wunsch unmöglich. In Göttingen war noch

Hund Poppy an ihrer Seite, später folgten

Dingding und Bellmann – doch Nachfolger

für die treuen, meist wuscheligen und lebhaften

Lebensbegleiter sind den wechselnden

Engagements zum Opfer gefallen. Daniela

Ziegler vermisst das sehr: „Das kann ich einem

Tier nicht antun. Aber ich renne auf jeden

Hund zu, dem ich begegne.“

„KEINE AHNUNG, WAS

NOCH KOMMT“

In Zieglers Leben gab es, wie wohl in jedem

anderen Leben auch, Sonnenseiten und

schattige Abschnitte. Dass sie manchen

Sturm überstanden hat, gibt ihr eine Selbstverständlichkeit

mit sich selbst, eine innere

Bestätigung der eigenen Kraft. Das darf man

genießen, ebenso wie das, was Genuss im Allgemeinen

so hergibt. Reisen nach Frankreich

an die Mittelmeerküste zum Beispiel, die Begegnung

mit Menschen bei den verschiedenen

Auftritten und Produktionen – und natürlich

auch das, was die eigene Küche und

andere Herde so hergeben. Daniela Ziegler

kocht gerne – bei Biolek stellte sie das mal

unter Beweis. Und jetzt gerade hat sie frischen

Zander an der Havel geholt – der

kommt mit Kräutern in den Ofen.

Was hat sie vor, was wünscht sie sich? „Weiterhin

arbeiten und reisen zu können, dass

Kopf und Körper funktionieren und dass

man mich weiterhin will und besetzt. Ich

möchte Theater spielen, drehen und Musical

machen, vielleicht wieder ein Riesenkonzert

in Wien geben.“ Pläne und Engagements gibt

es: Gedreht hat sie gerade eine Episode für

„Hotel Mondiale“, am Ernst-Deutsch-Theater

in Hamburg beginnen die Proben für die

„Großherzogin von Gerolstein“ – eine Rolle

zu ihrem 50 jährigen Bühnenjubiläum – in

der Oper Bonn steht das Musical „Frankenstein

Junior“ an, sowie die erneute konzertante

Aufführung des Musicals „Elisabeth“ in

Wien; das Riesenevent hatte im Frühsommer

über 11000 Zuschauern vor das Schloss

Schönbrunn gelockt.

Eingesprochen hat sie gerade einen Psychokrimi

als Hörbuch – und sonst? „Keine

Ahnung, was noch kommt. Ich bin ja total

frei und kann machen, was ich will. Das

ist schön, aber man muss damit umgehen

können.“

Gabriele Meyer

Gemütlich und schön in den goldenen

Herbst mit Heimtextilien von Sander

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Filmszene: Im

Fernsehfilm „Mord

in bester

Gesellschaft“

spielte Daniela

Ziegler mit Katja

Rupé (rechts).

Foto: ARD Degeto/Tivoli Film/Nicolas Maack

Die Hutschmiede

Marktplatz 11, 75015 Bretten

Telefon: 07252 5616281

die-hutschmiede.de

Öffnungszeiten:

Dienstag bis Freitag 9.30 Uhr bis 13 Uhr und 14.30 bis 18 Uhr,

Samstag 9.30 bis 13 Uhr

Macht alle Kundenträume wahr: Betina Laboranovits ist ist Expertin für für schöne

Dinge. Die gibt es in ihrem Laden am Brettener Marktplatz zuhauf.

43


gefragter Mann

EIN

wo er mit seiner ersten Esse, die er mit zwölf

Jahren bekam, mit Feuer und Rauch und mit

gewaltigen Hammerschlägen stets ein besonderer

Anziehungspunkt ist. Und wenn das

nicht reicht, ist da noch sein Gespür für das,

was man als Schmied künstlerisch umsetzen

kann – zur Hochzeit hat er seiner Frau ein

riesiges Herz aus Hufeisen geschmiedet.

Es gibt nicht mehr viele seiner

Zunft: Andreas Gutekunst aus

Hochdorf ist Hufschmied und

wirbt für seinen Beruf. Auch

wenn der zuweilen hart ist.

Ich bin Schmied mit Leib und Seele“ – man

nimmt ihm ab, was er sagt. Es geht gar

nicht anders, Andreas Gutekunst strahlt eine

Begeisterung für seinen Beruf aus, die mitreißt.

Dabei ist die Bezeichnung Schmied

eher ein wenig einengend, sie spart das lebendige

Zielobjekt des Geschmiedeten aus: Gutekunst

ist Hufschmied, und es sind die Pferde,

die für ihn alles erst zu seinem Traumberuf

werden lassen.

In Hochdorf, einem kleinen Ort zwischen

Nagold und Horb betreibt er eine Schmiede,

und gleich davor parkt seine rollende Werkstatt,

mit der er ständig unterwegs ist. Kein

Zweifel: Gutekunst ist ein gefragter Mann

und mancher „lahme Gaul“ steht dank seiner

auch orthopädischen Kenntnisse wieder sicher

auf vier Beinen. „Das medizinische Wissen

gehört dazu“, macht Gutekunst deutlich,

dass es um mehr als die Herstellung eines

Hufbeschlags geht. „Es hat Auswirkungen

auf Rücken und Bewegungsablauf, ob ein

Pferd richtig beschlagen ist.“ Vorkenntnisse

sind also weit über die Schmiedetätigkeit hinaus

notwendig – auf die bis 2007 vorgeschriebene

Ausbildung zum Metallschlosser

setzte er eine zweite Lehre als Hufschmied

auf und war damals viel mit Tierärzten unterwegs,

konnte gar nicht genug bekommen von

den wissenschaftlichen Grundlagen.

Er ist auch heute immer wieder neu dem Zusammenspiel

von Muskeln, Knochenbau und

Bewegung des Pferdes auf der Spur. Dass es

Ein Herz aus

Hufeisen – das

schenkte der

Hufschmied

seiner Frau

Katharina – hier

mit Töchterchen

Ronja – zur

Hochzeit

mal in diese Richtung gehen würde, hatte

ihm der Großvater bereits vorausgesagt. „Mit

dene Händ kannscht nur Schmied werre“,

ahnte der beim Blick auf den kräftig zupackenden

Enkel, der schon als Dreikäsehoch

ein Händchen für die Alt-Württemberger

der Familie hatte. Die Gutekunsts

besaßen eine der letzten reinrassigen Stuten

der schweren Warmblutpferderasse, die fast

ausgestorben ist. „Das war eine ideale Rasse

für die, die sich damals nur ein Pferd leisten

konnten – leicht genug für die Sonntagskutsche,

schwer genug für den Pflug.“ Heute hat

Andreas Gutekunst mit den unterschiedlichsten

Pferden zu tun. „Vom Umgang her

ist es das Gleiche, nur muss man natürlich bei

den Kleinen feiner und genauer arbeiten.“

MIT DER ESSE AUF

MITTELALTERMÄRKTEN

Als Beweis zeigt er zwei Hufeisen – eins davon

liegt wie eine Miniatur neben dem großen

Exemplar. Das dürfte für ein Kaltblut

bestimmt sein, die mächtigen Vierbeiner sind

„vom Gemüt her anders und für die tägliche

Arbeit gemacht“ und werden oft auch für das

Holzrücken im Wald eingesetzt. Im Hof hinter

seinem Haus – „hier mache ich Homeoffice“

– baut der Hufschmied gerade einen Notstand

für Kaltblüter – mit diesem Hilfsmittel

„haben sie dann beim Beschlagen nicht so

viel Gewicht auf den Beinen“. Guttun dürfte

das auch Gutekunst selbst – der Beruf geht

kräftig auf den Rücken: „Mal schauen, wie

lange ich das durchhalte.“

Die Alternative hat er schon: Nicht nur den

Notstand, auch sein Werkzeug stellt der Hufschmied

selbst her – und im Nachschmieden

mittelalterlicher Messer und Holzbearbeitungswerkzeuge

nach historischem Vorbild

hat er sich einen solchen Ruf erworben, dass

bereits Aufträge eintreffen –für einen arabischen

Säbel beispielsweise. „Man muss immer

was Neues machen, darf nie stehen bleiben“,

motiviert er sich selbst und meint damit

auch die Teilnahme an Mittelaltermärkten,

Fotos: privat, Gabriele Meyer, Adobe Stock/elnavegante

DEN PFERDEWAGEN BAUT

DER HUFSCHMIED SELBST

Tatkräftig ihm zur Seite steht Ehefrau Katharina,

die er auf einem ebensolchen Markt

kennen gelernt hat – und die genau wie er die

Pferde liebt. Ohne das wären die zwei wohl

kaum zusammengekommen. Verständnis ist

gefragt bei einem, der seinen „Job lebt“ und

auch als Jugendvorstand des Unternehmensverbandes

Holz und Metall, Fachgruppe

Hufbeschlag, viel unterwegs ist. Denn Werbung

und Aufklärung über den Beruf tut not.

„Wir haben einen Riesenmangel an Hufschmieden

in Deutschland. Jedes Jahr fallen

100 weg und nur 60 kommen nach“, sagt Gutekunst.

Zwei der Gründe: „Man ist selbstständig,

und der Job ist körperlich extrem

hart. Das führt dazu, dass 80 Prozent der

Auszubildenden die Lehre abbrechen.“

Ihn macht der Beruf glücklich – und wenn

Glück gesteigert werden kann, dann sorgen

neben Ehefrau Katharina der dreijährige

Wieland und die vier Monate alte Ronja dafür.

Und auch der riesige Leonberger „Fellow“,

ein furchteinflößender Rüde mit dem

Gemüt eines Lämmchens, der immer dabei

und auf allen Pferdehöfen ein gern gesehener

Gast ist, gehört fest zur Familie. Die wird in

absehbarer Zeit gemeinsam im Pferdewagen

Urlaub machen – kein Problem für Andreas

Gutekunst, der den Kutschenführschein besitzt.

Den Wagen baut er – keine Frage –

selbst. Der Plan liegt fertig auf dem Tisch

und das Holz in der Scheune. Ein großes

Stockbett ist angedacht – „die Kinder unten,

wir oben“ – und ein Ofen soll für Wärme im

„Gipsy-Waggon“ sorgen. So wie er die Dinge

anpackt, wird es schnell gehen, dass man unterwegs

sein kann: „Es gibt richtig schöne

Strecken für so einen Urlaub mit Pferden.“

Hufeisen, die als Glückssymbol gelten, sollte

man übrigens immer mit der Öffnung nach

unten über die Tür hängen. Andreas Gutekunst

weiß warum: „Glück muss in das Eisen

reinfallen und sich dort sammeln. Über der

Tür aber muss es über das Eisen nach unten

und ins Haus gleiten.“ Gabriele Meyer

Eine Art

fahrbare

Schmiede: Fast

alle Werkzeuge,

selbst einen

Amboss, hat

Andreas

Gutekunst in

seinem Wagen

untergebracht

Sein Glück hat der Hufschmied bei den Pferden gefunden. Mit der rollenden Werkstatt

ist Andreas Gutekunst ein gefragter Mann.

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WÜRTH PHILHARMONIKERN

Der Österreicher Rudolf Buchbinder legte im September 2021 eine neue

Gesamteinspielung aller fünf Beethoven-Klavierkonzerte bei der Deutschen

Grammophon vor. Mit den Würth Philharmonikern spielt Buchbinder

diese live am 1. und 2. Oktober 2022 im Carmen Würth Forum in

Künzelsau. Dabei dirigiert er vom Flügel aus, wie es in der Wiener

Klassik üblich war. Karten für die Klassikkonzerte gibt es unter anderem

online und in den Shops der Museen Würth in Künzelsau-Gaisbach.

Mehr entdecken auf:

www.kultur.wuerth.com

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Gesehen bei:

Zeitgeist

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GRUSELSPASS IM ERLEBNISPARK TRIPSDRILL

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Familienattraktionen für jedes Alter, stehen für die Besucher

bereit. Zum Altweibersommer ab dem 19. September erwartet

die Gäste neben dem herbstlich geschmückten Park am 21. und

22. sowie 28. und 29. Oktober die Gruselveranstaltung

„Schaurige Altweibernächte“ mit vier Grusellabyrinthen,

Gruselzone, Nachtfahrten auf drei Achterbahnen und vielem

mehr. Auch die Spielewelt Sägewerk ist geöffnet.

Gesehen bei:

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Erlebnispark-Tripsdrill-Straße 1

74389 Cleebronn

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Verlagsleitung Beate Semmler (V.i.S.d.P.) Leitung Produktmanagement Print & Digital Lisa Hofmann-Vorbach Redaktion Gabriele Meyer, Beatrix Drescher Sales Management

Heike Bischoff, Rainer Paschke, Sabrina Wenzel Layout und Grafik Heilbronner Stimme Medienproduktion Erscheinungsweise vierteljährlich Verlags- und Redaktions an schrift

pVS - pro Verlag und Service GmbH & Co. KG, Stauffenbergstraße 18, 74523 Schwäbisch Hall, Tel. 0791 95061-8300 Konto Sparkasse Schwäbisch Hall–Crailsheim,

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