Download: Business Focus 03/2008. - TMG

tmg.at

Download: Business Focus 03/2008. - TMG

FOTO: SCHMACHTL GMBH, FOTORECHTE: MECHATRONIK-CLUSTER

AUSGABE 3/2008

businessfocus

OBERÖSTERREICH

Mechatronik in

Oberösterreich

Kompetenz mit Weltklasse

Standort

Oberösterreich

Linz - Kulturhauptstadt 2009

Investition

Weltkonzern Google

kommt nach OÖ

Innovatives

Oberösterreich

Europäisches Forum

Alpbach 2008


INHALT, EDITORIAL

Großinvestition

Neue Arbeitsplätze im

Innviertel

Internationale Bildung

Mehrsprachiger Unterricht

Mechatronik-Standort

Oberösterreich

Kompetenz mit Weltklasse

Leading Companies

KEBA – Automation

by innovation

Clusterland

Oberösterreich

10 Jahre Automobil-Cluster

4

10

IMPRESSUM: Eigentumer, Herausgeber und Verleger:

OÖ. Technologie- und Marketinggesellschaft m.b.H.,

4020 Linz, Hafenstraße 47 – 51, Tel.: +43/732/79810-0, Fax-

DW: 5008, E-Mail: info@tmg.at, Homepage: www.tmg.at.

Für den Inhalt verantwortlich: Mag. Manfred Eder, DI Bruno Lindorfer.

Redaktion: OÖ. Technologie- und Marketinggesellschaft, Elisabeth Loisch.

Produktion: Zielgruppen-Zeitungsverlags GmbH, Zamenhofstraße

9, 4020 Linz, Tel.: 0732/6964-40, www.zzv.at. Druck: Trauner Druck

GmbH&CoKG, Köglstraße 14, 4020 Linz. Fotos: bilderbox.at, Clusterland,

Engel, FH Oberösterreich, Google, Keba, Linz 2009, NKE Austria, OÖ. Tourismus,

POLYTEC GROUP, SCCH, Schmachtl, tech2b, TMG, Land Oberösterreich,

Wintersteiger, WKO.

Erscheinungsort: Linz – Postentgelt bar bezahlt.

6

12

18

Schlüsselfaktor Mechatronik

O

berösterreich ist ganz klar DAS führende Maschinenbau- und Mechatronik-Bundesland

in Österreich. Das belegen Zahlen wie die

Exporterlöse der oberösterreichischen Maschinenbau- und Fahrzeugindustrie

mit circa 8 Milliarden Euro für das Jahr 2007 eindrucksvoll.

Doch auch die Mechatronik-Branche muss sich den Herausforderungen

der Zukunft stellen: Einerseits geht es darum, frühzeitig für ausreichenden

Mechatroniker-Nachwuchs zu sorgen. Und zwar auf allen

Ausbildungsebenen, das heißt vom Facharbeiter bis zum „Dr. techn.“.

Andererseits muss man adäquat auf die Globalisierung reagieren. Denn

die Globalisierung ist Chance und Herausforderung zugleich. Europa

wandelt sich aufgrund der relativ hohen Lohnkosten von einer Produktions-

zu einer Wissensgesellschaft.

Wir müssen dafür sorgen, dass die industrienahen (Wissens-)Dienstleister

die Nähe zur industriellen Produktion dabei aber nicht verlieren.

Denn ohne diesen permanenten Austausch, veraltet das Wissen dieser

Dienstleister rasch und ein Abwandern der Produktion – und später

auch der F&E – nach Asien wäre unvermeidbar. Die Herausforderungen

liegen klar am Tisch. Wir alle müssen unseren Beitrag leisten, um

unsere Top-Position nicht zu gefährden.

Oberösterreich hat mit dem Forschungsschwerpunkt „Mechatronik“

im laufenden Wirtschaftsprogramm „Innovatives Oberösterreich

2010“ zeitgerecht reagiert und die Weichen Richtung Zukunft gestellt.

Wir haben einen erfolgreichen Mechatronik-Cluster mit 253 Partner-

Unternehmen. Wir haben mit dem Austrian Center of Competence in

Mechatronics (ACCM) ein K2-Kompetenzzentrum auf internationalem

Niveau. Und wir haben viele engagierte und innovative Unternehmen

und Forschungseinrichtungen, die miteinander kooperieren und so

neue Produkte und Dienstleistungen auf den Markt bringen.

In Summe also beste Voraussetzungen, um die Produktion in unserem Bundesland

zu halten und so unseren hohen Lebensstandard abzusichern!

DI Bruno Lindorfer

Geschäftsführer, TMG

Innovation & Technologie

NEUER GESCHÄFTSFÜHRER

KommR Viktor Sigl

Landesrat für

Wirtschaft, Arbeit,

Bildung und Jugend

2 INHALT, EDITORIAL

3/2008

Mag. Manfred Eder

Geschäftsführer, TMG

Standortmarketing

DI Bruno Lindorfer leitet ab 1. Oktober 2008 den Geschäftsbereich

„Innovation und Technologie“ in der TMG. Lindorfer war seit 1998

Bereichsleiter für Forschung und Entwicklung der VAI Gruppe und

seit 2006 für F&E der Siemens VAI Metals Technologies GmbH &

Co verantwortlich. Seine Hauptaufgaben sind nun die Umsetzung

und Weiterentwicklung des Wirtschaftsprogramms „Innovatives OÖ

2010“ und das Management der Innovationsbeteiligungen der TMG.


Google investiert in

Oberösterreich

Der Weltkonzern Google hat kürzlich ein 75 Hektar großes Grundstück

in der Gemeinde Kronstorf erworben und beabsichtigt, dort ein Data

Center zu errichten. Ein Beweis für die hohe Qualität des Standortes.

I

m europäischen Wettbewerb mit

einer großen Anzahl weiterer potenzieller

Betriebsbaugebiete in ganz

Europa hat sich Oberösterreich

durchgesetzt.Diese am 20. November

2008 veröffentlichte Entscheidung

ist das Ergebnis der guten und

engagierten Zusammenarbeit vieler

Partner. Im Frühjahr 2007 hat die

österreichische Investorenwerbegesellschaft

Austrian Business Agency

(ABA) die Ländergesellschaften erstmals

über ein geplantes Großprojekt

eines US-Unternehmens informiert.

Nur durch den kompetenten und

vollen Einsatz der Landespolitik, vieler

Behörden, der Standortgemeinde(n),

der ABA und des TMG-

Teams mit dem Projektmanager

Mag. Dietmar Aigenberger war es in

1 ½ Jahren Arbeit möglich, die Bedingungen

für die Standortvorentscheidung

dieses globalen Paradeunternehmens

zu schaffen.Für diese

Entscheidung waren nicht nur die

harten Standortfaktoren, wie die

Qualität und Größe des Grundstücks

(75 ha = 100 Fußballfelder!), die

Energie- und Wasserversorgung, die

Kapazität der Datenleitungen und

die Verkehrsanbindung entschei-

dend. Von größter Bedeutung war

darüber hinaus das potenzielle Angebot

an qualifizierten und motivierten

Arbeitskräften, das positive Wirtschaftsklima

im Land ob der Enns

und das persönliche „commitment“

der politischen Entscheidungsträger.

Von Google-Vertretern positiv vermerkt

wurde auch, dass Oberösterreich

bezüglich erneuerbarer Energien

und Energieeffizienz eine in

Europa führende Region ist.

Projektdaten

Die technischen Untersuchungen des

Standortes sind noch nicht abgeschlossen.

Es wird damit gerechnet,

dass das Projekt innerhalb der nächsten

2 Jahre realisiert sein wird. 50 bis

100 qualifizierte Mitarbeiterinnen und

Mitarbeiter sind an vergleichbaren

Standorten in einer ersten Phase tätig.

Das Investment wird sich schon

in der ersten Ausbaustufe in einem

dreistelligen Millionenbereich bewegen.

Oberösterreich sieht in diesem

Projekt zukünftig auch gute Kooperationsmöglichkeiten

mit der Johannes

Kepler Uni und FH Oberösterreich –

insbesondere Hagenberg.

Über Google

STANDORT OÖ

NEUER LEITER

Mit 1. Juli 2008

übernahm DI Dr.

Werner Auer die

Leitung der

Betriebsansiedlung

& Standortentwicklung

in der

TMG sowie die

Koordination der

oö. Impulszentren.

Auer baute in den

vergangenen

Jahren als

Geschäftsführer

das TDZ Ennstal auf und war

Sprecher der Technologiezentren.

Darüber hinaus leitete er die

Geschäfte des Regionalen

Wirtschaftsverbandes OÖ Ennstal.

Googles innovative Suchtechnologien

bringen jeden Tag Millionen von Menschen

auf der ganzen Welt in Kontakt.

Gegründet wurde das Unternehmen

1998. Firmengründer Larry Page und

Sergey Brin, promovierte Absolventen

der Stanford University, haben

Google in allen global operierenden

Märkten binnen weniger Jahre zu einem

der bedeutendsten Unternehmen

im Web gemacht. Neben dem

Hauptsitz von Google im kalifornischen

Silicon Valley ist das Unternehmen

mit Büros und Niederlassungen

in ganz Nordamerika, Europa und

Asien vertreten. �

3/2008 STANDORT OÖ

3


STANDORT OÖ

100 neue Arbeitsplätze

Das erfolgreiche bayerische Traditionsunternehmen Bäcker Bachmeier GmbH realisiert die

nächste Ausbaustufe im Innviertel in Oberösterreich. Es entstehen ein Teiglingswerk und ein

Tiefkühlhaus. Rund 19 Mio. € werden investiert sowie 100 Arbeitsplätze geschaffen.

F

eine Backwaren vom Land – dafür

steht die Bäckerei Bachmeier seit

über 80 Jahren. 1927 in Eggenfelden

(Bayern) gegründet, entwickelte und

vergrößerte sich das Unternehmen

vom kleinen Bäckerladen über Jahrzehnte

zum allseits bekannten Traditionsbäcker.

Mit Filialen in ganz Bayern

überzeugt das Unternehmen mit

absoluter Qualität und ausführlicher

Beratung.

Teiglinge in Altheim

Der Grundstein für die Erweiterung

soll in Altheim, Bezirk Braunau, gelegt

werden. Dafür ist eine Investitionssumme

von circa 19 Mio. €

veranschlagt, wobei 1/3 auf

Grundstückskauf und Gebäude

sowie 2/3 auf technische Anlagen

und Ausstattung entfallen. Die

Entscheidung für diesen Standort

liegt in der hohen Leistungsfähigkeit

aufgrund des erhöhten Arbeitskräftepotenzials

und dem

Know-how, das in dieser Region

verfügbar ist. Begleitet wurde das

Unternehmen vom Betriebsansiedlungs-Team

der TMG. Der

voraussichtliche Baubeginn erfolgt

spätestens im Frühjahr 2009;

der voraussichtliche Produktionsbeginn

liegt im Herbst 2009.

www.bachmeier.de

www.altheim-geinberg-rwv.at �

NKE AUSTRIA baut neues Werk in Steyr

Eine äußerst erfolgreiche Initiative der Stadt Steyr ist der Wirtschafts- und Dienstleistungspark Stadtgut

Steyr. Die Idee zu seiner Gründung ist vor 10 Jahren entstanden - heute befi nden sich am Standort ca. 40

junge, aufstrebende und innovative Unternehmen, die ebenso rasant wachsen wie der Wirtschaftspark selbst.

J

üngster und bisher größter Ansiedler

im Stadtgut ist der

Wälzlagerhersteller NKE Austria,

der im Jahr 2007 einen Umsatz

von 23,1 Mio. € erwirtschaften

konnte - über 90% davon im Ausland.

Im ersten Quartal 2009 soll

im Stadtgut Steyr ein Neubau fertiggestellt

werden. Zusätzlich zur

bereits bestehenden Zentrale in

Steyr sollen auf 10.000 m² in der

erste Ausbauphase mehr als 12

Mio. € investiert werden. NKE kann

dann auf insgesamt 35.000 m²

Grundfläche zurückgreifen und somit

langfristige Expansionspläne

absichern.

Global player

Die erste Ausbaustufe beinhaltet Produktion

(6.000 m²), automatisches

Hochregallager (1.300 m²) und Büro-

und Sozialgebäude (3.000 m²). NKE wird

den Mitarbeiterstand am Standort Steyr

von derzeit 140 auf zirka 230 binnen drei

bis fünf Jahren anheben. NKE AUSTRIA

GmbH ist Hersteller von hochwertigen

Wälzlagern mit Firmensitz in Steyr. Das

Unternehmen mit wurde 1996 von leitenden

Mitarbeitern der ehemaligen

Steyr Wälzlager gegründet. NKE produziert

Standard- und Sonderlager für alle

Industrieanwendungen. Technik,

Produkt entwicklung, Finalbearbeitung

„Und einmal mehr gelingt es uns, dass in

den Regionen investiert wird. Damit können

wir Arbeit zu den Menschen bringen.“,

freut sich Wirtschaftslandesrat Viktor Sigl.

der Komponenten, Montage, Qualitätssicherung,

Logistik, Verkauf und Marketing

sind am Standort Steyr konzentriert.

NKE Wälzlager werden in 15 Vertriebsbüros

und durch 240 Handelspartner in

mehr als 60 Ländern vertrieben.

www.nke.at

www.stadtgut-steyr.at �

Strenge Qualitätskontrolle

4 STANDORT OÖ

3/2008


3/2008

STANDORT OÖ

POLYTEC GROUP unter den TOP 60

Die international tätige POLYTEC GROUP mit Sitz in Hörsching (Linz-Land) hat vor kurzem einen

wichtigen Schritt in Richtung globale Positionierung der Unternehmensgruppe gesetzt.

Montage von Komponenten an einem Stoßfänger.

M

it der Akquisition der PEGU-

FORM GROUP, einem der führenden

europäischen Hersteller von

Systemen und Modulen für den Interieur-

und Exterieurbereich von PKWs

und Nutzfahrzeugen, erreicht die PO-

LYTEC GROUP eine Platzierung unter

den TOP 60 Automobilzulieferern

weltweit. Das Kunden- und Produktportfolio

wird mit diesem Schritt entscheidend

ausgebaut und macht die

POLYTEC GROUP zum Marktführer

von Türverkleidungen in Deutschland

sowie bei Stoßfängersystemen und

Frontendmodulen in Deutschland und

Spanien.

International erfolgreich

Durch diese strategische Akquisition

verdoppelt sich die Zahl der Mitarbeiter/innen

der POLYTEC GROUP auf

13.500, die an 47 Standorten weltweit

beschäftigt sind. 3 Joint Ventures runden

die geographische Präsenz der

Gruppe ab. Mit einem erwarteten Gesamtjahresumsatz

2009 von 2,2 Mrd. €

kommt CEO Friedrich Huemer seinen

erklärten Zielen einen weiteren Schritt

näher. Die POLYTEC GROUP wurde

1986 als Familienbetrieb von Friedrich

Huemer in Grieskirchen (Oberösterreich)

gegründet und von ihm in den

letzten zwei Jahrzehnten zu einem

weltweit tätigen Systemlieferanten

von Kunststoffteilen für die Automobilindustrie

ausgebaut. Das Leistungsspektrum

umfasst die komplette

Prozesskette von der Entwicklung

über die Produktion bis zur Just-In-

Sequence Lieferung.

www.polytec-group.com �

Spatenstich der TMS im Südpark Linz

Klein-, Mittel- und Großbetriebe zählen zu den Motoren der Linzer Wirtschaft. Mit dem Betriebsansiedlungsgebiet

Südpark im Stadtteil Pichling hat die Stadt Linz für wirtschaftliche Expansion vorgesorgt.

Das Gebiet bietet erstklassige Infrastruktur und ist verkehrstechnisch bestens erschlossen.

Z

u Beginn des Jahres 2008 wurde

von der TMS Transport- und Montagesystems

GmbH ein 20.000 m² großes

Grundstück im Südpark Linz erworben.

Die TMS ist ein Traditionsunternehmen,

welches aus der voestalpine

hervor ging. TMS arbeitet mit

seinen Kernkompetenzen als Anbieter

für alle namhaften Automobildersteller

seit über 25 Jahren. Die Produktpalette

umfasst die Planung und Realisierung

von kompletten Rohbauanlagen, Transport-

und Montagesystemen sowie In-

dustrielle Reinigungsanlagen weltweit

für die Automobilindustrie. Des Weiteren

bietet TMS produktbegleitende Dienstleistungen,

wie Simultaneous Engineering,

Schulungen und Installationen von

automatisierten Industrieanlagen an.

Zusätzlicher Standort

Bereits im Juli 2008 legte der kanadische

Eigentümer Valiant Corporation

den Grundstein für den Baubeginn des

neuen TMS Werks. Mit diesem Neubau

im Südpark entstehen auch 15 neue

Arbeitsplätze. Die Fertigstellung des

neuen Gebäudes sowie der Start der

Unternehmenstätigkeit vor Ort mit rund

50 Mitarbeitern sind für März 2009 geplant.

Die Planung des neuen Gebäudes

im Südpark erfolgte mit der Unterstützung

der OÖ. Technologie- und

Marketinggesellschaft, die bei der

Standortsuche, den Behördengesprächen

und der Vorabklärung von Fördermöglichkeiten

beraten zur Seite stand.

www.tms-at.com �

STANDORT OÖ

5


STANDORT OÖ

International aufwachsen

Internationale Bildungsangebote gibt es in Oberösterreich ab sofort für jede Altersstufe. Kindergarten,

Vor- und Volksschule sowie Oberstufe – in englischer Sprache werden Kinder und

Jugendliche nach dem internationalen Baccalaureat unterrichtet.

F

ür den Wirtschafts- und Forschungsstandort

OÖ ist der Knowhow-Transfer

internationaler Spitzenarbeitskräfte

(Expatriates) von essentieller

Bedeutung. Allein der Kunststoff-Konzern

Borealis wird bis 2011 ca. 250

hochqualifizierte Forschungsstellen in

Oberösterreich anbieten. Um ausländische

Spitzenkräfte nach Oberösterreich

zu holen, ist nicht nur der gute Arbeitsplatz

entscheidend.

Mehrsprachiger Unterricht

Oberösterreich bietet ein Umfeld mit

hoher Lebensqualität. Dazu zählen

die Liebenswürdigkeit der Orte und

Städte ebenso wie eine intakte Umwelt,

eine reizvolle Landschaft sowie

ein attraktives Kulturangebot und

ausgezeichnete

Schulen für eine

gute Zukunft der

Kinder. Bilinguale

Unterrichtsprogramme

ab 15 Jahren

gibt es in OÖ

bereits seit 1992.

Neu sind ab Herbst

2008 eine Volksschule

für Kinder ab

6 Jahren sowie ein

zusätzlicher englischsprachigerKindergarten

mit Krabbelstufe.

Englisch

als Unterrichtssprache, native Speaker,

englische Lehrmittel, moderne

Technologien, kulturelle Vielfalt – das

sind die Schlagworte der internatio-

Gastgeberin Europas

Internationale Bildungsangebote vom Kindergarten bis zur

Universitätsreife werden in Oberösterreich geboten.

nalen Ausbildung in Oberösterreich.

Zur Aufnahme berechtigt sind österreichische

sowie internationale Schüler/innen.


2009 wird für Linz ein wichtiges Jahr – die Hauptstadt des Bundeslandes Oberösterreich

wird Kulturhauptstadt Europas. In vielen Veranstaltungen wird das Kulturhauptstadtjahr ein

Schaufenster für die Vielfalt Europas bieten.

A

m Ufer der Donau gelegen,

190.000 Einwohner, Zentrum einer

wirtschaftlich erfolgreichen Region

mit über einer halben Million

Menschen, inmitten einer unglaublich

schönen Landschaft: das ist

Linz! Eine Stadt mit wechselvoller

Geschichte, zu der die dunkle Zeit

des Nationalsozialismus ebenso gehört

wie der beispiellose Aufschwung

der letzten 20 Jahre. Eine Stadt mit

einer Gegenwart, die bestimmt ist

durch vitales Selbstbewusstsein.

Und eine Stadt, in der die Zukunft

ernst genommen wird.

Ein Besuch lohnt sich

2009 wird die Stadt an der Donau ein

Jahr lang im internationalen Rampen-

licht stehen. Besonderes Interesse gilt

dem Zusammenspiel von Kultur, Industrie

und Natur. Projekte aus Architektur,

Bildende Kunst, Bildung und Wissenschaft,

Darstellende Kunst, Design,

Europa, Film und Kino, Gender, Geschichte,

Gesellschaft und Politik, Industrie

und Arbeit, Infrastruktur, Jugend,

Kinder, Kommunikation, Kulinarik,

Literatur, Medien, Musik, Öffentlicher

Raum, Natur und Ökologie, Region,

Religionen, Soziales und Migration,

Sport, Stadtteile, Tourismus, Vilnius,

Volkskultur und Wirtschaft werden das

Jahr 2009 in Linz prägen.

www.linz09.at �

6 STANDORT OÖ

3/2008


INNOVATIVES OBERÖSTERREICH

Europäisches Forum Alpbach 2008

Die 2. Teilnahme Oberösterreichs beim Europäischen Forum Alpbach

brachte eine vertiefende Kooperation mit Tirol und positive Impulse im

Bereich Humanressourcen, Forschung und Entwicklung für OÖ.

D

ie OÖ-Delegation beim Europäischen

Forum Alpbach - angeführt

von Wirtschafts-Landesrat Viktor Sigl

und WK OÖ-Präsident Dr. Rudolf

Trauner – widmete sich dem Zukunftsthema„Humanressourcen“,

zu dem auch ein eigener

Arbeitskreis „Erfolgsfaktor

Mensch - Regionen im Wettbewerb“

veranstaltet wurde. Weiters

auf dem Programm standen

Expertengespräche über die

Strukturprogramme der Forschungsförderungsgesellschaft

(FFG), weitere Christian Doppler-

Labors in Oberösterreich und die

oö. Beteiligung an der FWF-Exzellenzcluster-Ausschreibung

(Fonds zur Förderung der wissenschaftlichen

Forschung).

Strategische Kooperation

Ein Treffen zwischen Tirols neuer

Wirtschafts-Landesrätin Patrizia Zoller-

„In den Bereichen Mechatronik, Medizintechnik und

Energie-Effi zienz wollen die Bundesländer Oberösterreich

und Tirol verstärkt zusammenarbeiten“,

erklärten Tirols Landesrätin Patrizia Zoller-Frischauf

und Wirtschafts-Landesrat Viktor Sigl.

Mehr CD-Labors für OÖ!

„Wissen schafft Wert“ lautete der Titel der Leistungsschau der CDG -

Christian Doppler Forschungsgesellschaft in Hagenberg im September

2008. 100 Besucher waren auf Einladung von Wirtschaftslandesrat Sigl

gekommen, um sich über das CD-Modell als Erfolgskonzept für Wirtschaft

und Wissenschaft zu informieren.

D

ie Christian Doppler Gesellschaft

(CDG) ist ein wesentliches und

bewährtes Förderinstrument zum Ausbau

von Forschung & Entwicklung und

die verstärkte Förderung der Zusammenarbeit

mit der Wirtschaft. Das CD-

Modell ist als Public-Private-Partnership

konzipiert und richtet sich an den Bedürfnissen

von Wirtschaft und Wissenschaft

aus. Die Finanzierung erfolgt zu

50% durch die öffentliche Hand und zu

50% durch die Unternehmen. Die CDG

hat sich seit ihrer Gründung als Verein

1995 rasant weiter entwickelt: Von 14

CD-Labors mit einem Laborbudget von

etwa 3 Mio. Euro auf derzeit 53 CD-

Labors (wobei noch einige Gründungen

im heurigen Jahr bevorstehen) mit einem

Laborbudget von etwa 19 Mio.

Euro. Im Moment gibt es in Oberösterrich

5 aktive Christian Doppler Labors.

Ziel ist es, bis zum Jahr 2010 zehn CD-

Labors mit universitärer Leitung und

drei im außeruniversitären Bereich einzurichten.

www.cdg.ac.at �

Frischauf und Wirtschafts-Landesrat

Viktor Sigl wurde genützt, um die strategische

Kooperation zwischen den

beiden Bundesländern in den Bereichen

Forschung, Technologie

und Innovation weiter auszubauen.

Der Grundstein für diese

Zusammenarbeit wurde im Zuge

des Forums Alpbach 2007 gelegt.

Schwerpunkte sind die

Themen Netzwerke und Cluster,

Medizintechnologie und Energie-

Effizienz. Die konkrete Zusammenarbeit

und Abwicklung der

vereinbarten Schwerpunkte der

Zusammenarbeit erfolgt über

die Oberösterreichische Technologie-

und Marketinggesellschaft

(TMG) und die Tiroler

Zukunftsstiftung. �

MERKMALE VON CD-LABORS

� Einbettung in wissenschaftliches

Umfeld von Universitäten

oder außeruniversitären

Forschungseinrichtungen.

� Fokussierung der Forschung

auf spezifische Fragestellung

der Partner.

� Kompakte Forschergruppen (5

bis 15 Forscher), die einen

intensiven Ideen- und Wissensaustausch

zwischen CD-Labor

und Unternehmen erlauben.

� Großer wissenschaftlicher

Freiraum für Forscher

(ca. 30%).

� max. siebenjährige Laufzeit

des CD-Labors.

� Strenges wissenschaftliches

Begutachtungsverfahren.

� Hohe Flexibilität und geringer

Organisationsaufwand.

3/2008 INNOVATIVES OBERÖSTERREICH

7


Kompetenz

mit Weltklasse

Der Begriff Mechatronik, zusammengesetzt aus den englischen Wörtern mechanics (Mechanik

oder allgemeiner Maschinenbau) und electronics (Elektronik bzw. Elektrotechnik) steht heute

für modernen Maschinenbau schlechthin. Oberösterreich hat schon früh die Chance erkannt,

mit dieser Kompetenz erfolgreich in der internationalen Top-Liga mitzuspielen.

8 MECHATRONIK IN OÖ

3/2008


Mechatroniker/innen arbeiten an der

Schnittstelle zwischen Mechanik,

Elektronik und Informationstechnologien.

Sie sind Experten/innen für das

komplexe Gesamtsystem. Das Zukunftsfeld

Mechatronik bietet spannende

Möglichkeiten, einen Beruf mit optimalen

Verdienst- und Karrierechancen zu

wählen. Von der Lehre, über HTL bis hin

zur FH oder Universität - Ausbildung

ist der Weg in eine erfolgreiche Zukunft!

Der Mechatronik-Cluster bietet

eine Broschüre mit Informationen zu

Mechatronik-Ausbildungen.

www.mechatronik-cluster.at

D

er Maschinen- und Anlagenbau

hat in Oberösterreich

eine lange Tradition. So ist

es nicht verwunderlich, dass

dieses Bundesland auch im Bereich

Mechatronik seine Kernkompetenz

entwickelt. Die Mechatronik-Forschung

ist hier jedenfalls bestens aufgestellt,

was Einrichtungen wie die Johannes

Kepler Universität Linz (JKU), die FH

Oberösterreich Campus Wels und

Campus Hagenberg, das Kompetenzzentren

LCM (Linz Center of Competence

in Mechatronics), Upper Austrian

Research (UAR) oder auch Profactor

eindrucksvoll beweisen.

Meilenstein

Mit dem Forschungszentrum „Austrian

Center of Competence in Mechatronics“

(ACCM), am Standort Linz, will

Oberösterreich in den kommenden

zehn Jahren an die Mechatronik-Weltelite

ankoppeln. Das ACCM ist eine

strategische Allianz von drei einander

ergänzenden Partnern, um umsetzungsorientierte,

wirtschaftsnahe Forschung

& Entwicklung auf höchstem

Niveau zu betreiben. Die Stärke des

Zentrums liegt insbesonders in der optimalen

Zusammensetzung und Kooperation

von JKU (Johannes Kepler

Universität), LCM (Linz Center of Mechatronics)

und vatron (ein Tochterunternehmen

von voestalpine, Siemens

VAI). Eine Kooperationsform, bei der

alle Beteiligten voneinander profitieren

können. Beginnend bei der Projektumsetzung,

dem Austausch von Grundlagenforschung,

der Überleitung in angewandte

Forschung, bis hin zur

Umsetzung in der Entwicklung und im

Prototypenbau. Dazu DI Bruno Lindorfer,

der neue TMG- Geschäftsführer

und frühere Beiratssprecher des Mechatronik-Clusters:

„Die historische

Trennung von Grundlagenforschung

und Produktentwicklung ist weitgehend

überholt. Moderne Innovationsgrundsätze

stellen den wechselseitigen Austausch

und die Schaffung von Synergien

zwischen der Grundlagenforschung

und der Produktentwicklung in den Mit-

telpunkt. Und genau das ist der Anspruch

des ACCM.“

www.accm.co.at

Jüngstes

Branchen-Netzwerk

In Oberösterreich haben mittlerweile

mehr als 1000 Unternehmen aus Industrie

und Gewerbe, Forschungs- und

Weiterbildungseinrichtungen mit Mechatronik

zu tun. Die meisten renommierten

Unternehmen sind auch Mitglieder

im jüngsten aller ober -

österreichischen Branchennetzwerke,

dem Mechatronik-Cluster (MC). Hier

kooperieren seit mittlerweile fünf Jahren

an die 250 Unternehmen - und jedes

Jahr kommen neue Partnerbetriebe

dazu. Als Informations- und Kooperationsplattform

vernetzt der MC seit 2003

Unternehmen aus den Bereichen Maschinen-

und Anlagenbau, sowie Betriebe

verwandter Wirtschaftszweige,

wie den Geräte- und Apparatebau,

Technologie- und Komponentenzulieferer,

Forschungs-, Ent wicklungs- sowie

Bildungseinrichtungen.

Fördern & unterstützen

Der Mechatronik-Cluster

setzt kräftige Impulse

und vernetzt erfolgreich Unternehmen

und Organisationen. Außerdem wird er

seiner Aufgabe als technologieorientiertes

Netzwerk gerecht: 73 Prozent der

Kooperationen beschäftigen sich mit

Technologieentwicklungen, der Rest

mit Organisations- und Qualifizierungsthemen.Klein-

und Mittelbetriebe profitieren

ganz besonders von Cluster-

Kooperationsprojekten, die eine ideale

Plattform für weitere Entwicklungen

sind. 29 Projekte mit rund 100 Partnern

wurden bereits erfolgreich initiiert. Plakative

Beispiele für die Vielfalt von Projektideen,

die bereits umgesetzt wurden,

sind die Entwicklung eines

Golfsimulators, ein Applikationsgerät

für Lasertransferfolien, ein Elektro-

Kleintakter oder ein Fußbett-Belastungsanalysegerät.

www.mechatronik-cluster.at

3/2008 MECHATRONIK IN OÖ

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MECHATRONIK IN OÖ

Global Player

Eine Reihe renommierter und erfolgreicher

Unternehmen Oberösterreichs

sind Cluster-Mitglieder. Wie etwa das

Maschinenbau-Unternehmen Fill aus

Gurten, Weltmarktführer bei Ski- und

Snowboardproduktionsmaschinen

sowie in der Aluminium-Entkerntechnologie.

Die Geschäftstätigkeit umfasst

außerdem die Bereiche Aluminiumgießerei-,

Kunststoff- und

Metall-Zerspanungstechnik für die

Automobilindustrie sowie Produktionsanlagen

für die Holz-, Ski- und

Snowboardindustrie. Geschäftsführer

und MC-Beiratssprecher Wolfgang

Rathner: „Mit dem Mechatronik-Cluster

(MC) wurde in

Oberösterreich ein Netzwerk geschaffen,

wo sich die innovativen

Unternehmen gezielt austauschen

und Prozesse vergleichen. Das ist

einer der Gründe, weshalb Fill seit

Bildung des MC Mitglied ist. Die im

Cluster gewonnenen Synergien sind

für uns und viele andere Partner von

Vorteil.“ Ebenfalls im Ski-Business eine

große Nummer ist die Wintersteiger AG

aus Ried im Innkreis. Mit ihren Skischleifmaschinen

sind die Oberösterreicher

nicht nur Europameister, sondern

auch Weltmarktführer. Kürzlich

erst wurde der Kooperationsvertrag mit

dem ÖSV (Österreichischer Skiverband)

um weitere fünf Jahre verlängert,

sodass das Unternehmen bis 2013 der

exklusive Ausstatter des ÖSV im Bereich

Skiservice Equipment bleibt.

Aber auch in seinen beiden weiteren

Geschäftsfeldern – Maschinen für

das landwirtschaftliche Feldversuchswesen

und Maschinen für den

präzisen Holz-Dünnschnitt – ist die

Wintersteiger AG Weltmarktführer.

Zu den größten Privatunternehmen

im Bereich der Automatisierungs-

und Prozessleittechnik zählt Bernecker

& Rainer aus Eggelsberg bei

Braunau. Das Produktspektrum

reicht von der frei gestaltbaren Bedienoberfläche,

über Spezialentwicklungen

von Elektronikkomponenten

und Software, bis hin zu Standardprodukten

verschiedenster Automatisierungslösungen.

Das Familienunternehmen

ENGEL ist der weltweit

größte Hersteller von Spritzgießmaschinen

und zugleich eines der führenden

Unternehmen im Kunststoffmaschinenbau.

Die ENGEL Gruppe

bietet heute sämtliche Technologiemodule

für die Kunststoffverarbeitung

aus einer Hand.Mit marktgerechten

Neuentwicklungen schaffte es das

oberösterreichische Unternehmen

Die Wintersteiger AG verfolgt das Ziel, das Verantwortungs- und Qualitätsbewusstsein

der Mitarbeiter zu fördern, sowie die Zuständigkeiten und Abläufe

für alle qualitätsbeeinfl ussenden Aktivitäten grundsätzlich zu regeln.

KOMMENTAR

Für seine

Kunden, das

sind die Unternehmen

in der

MaschinenbauundMechatronik-Branche,

ist

der MC zu einem

wichtigen

Branchennetzwerk

und einer

wesentlichen

InformationsplattformTMG-Geschäfts-

geworden. Dies führer und ehem.

nach nur fünf

MC-Beiratsspre-

Jahren geschafft

cher DI Bruno

Lindorfer

zu haben ist eine

Leistung, auf die

der MC zu recht stolz sein kann.

TGW Logistics aus Wels einer der

führenden Anbieter im Förder- und

Lagertechnik-Bereich zu werden. Basierend

auf seiner Kompetenz im Bereich

Logistik-Software und Steuerungstechnik

agiert das Unternehmen

heute als Komplettanbieter für Intralogistik-Lösungen.

Eine der wichtigsten

Aufgaben des Clusters wird auch

Mit Niederlassungen und Vertretungen für über 85

Länder bietet ENGEL seinen Kunden weltweit integrierte

Systemlösungen.

10 MECHATRONIK IN OÖ

3/2008


in Zukunft die Steigerung der Wettbewerbsfähigkeit

der Partnerunternehmen

sein, durch Erhöhung der

Innovationskraft und den Ausbau der

Schlüsselkompetenzen. „Nur durch

konsequente Kundenorientierung

kann der Erfolg des Clusters langfristig

sichergestellt werden“, ist DI (FH)

Christian Altmann, Leiter des Mechatronik-Clusters

überzeugt. Und nach

seiner Vision für die Zukunft gefragt

meint er: „Der Mechatronik-Cluster

soll das bedeutendste Netzwerk der

Branche in Europa werden.“ �

In seinem Impulsreferat gab der Leiter

der Produktentwicklung von

BRP Rotax, DI Wolfgang Wukisiewitsch,

einen Überblick, wo die

Trends und Entwicklungen des Automobils

im 2. Jahrhundert seines

Bestands hingehen. Und er verwies

in diesem Zusammenhang auf die

enorme Bedeutung des Kreativpotenzials

künftiger Entwickler und Ingenieure,

ohne deren Fachwissen

die Umsetzung der tollsten Ideen

zum Scheitern verurteilt wäre. „Diese

Herausforderung braucht die Dreidimensionalität

des Denkens, das die

Architektur der Mechatronik ausmacht.

Nur wer in den drei Dimensionen

Mechanik, Elektronik und Software

denken kann, wird imstande

sein, anstehende Zukunftslösungen

zu gestalten.“ Die Industriellenvereinigung

OÖ, der Österreichischen

Ingenieur- und Architektenverein

(ÖIAV) und der Mechatronik-Cluster

haben mit diesem Preis eine öffentlichkeitswirksame

Plattform für heimische

Leistungen in der zukunftsträchtigen

Disziplin „Mechatronik“

initiiert. Denn das interdisziplinäre

Zusammenwirken mechanischer,

elektronischer und informationstech-

Vom Zweizeilendisplay bis zum hochaufl ösenden Grafi kbildschirm mit Touchscreen

– das ausgezeichnete Gespür für Trends und der Wille, High-Tech-Lösungen zum

Nutzen der Kunden anzubieten stehen bei Bernecker &Rainer an oberster Stelle.

Mechatronik: OÖ hat die Nase vorn!

Im Rahmen des Industriellen Symposiums Mechatronik am 22. Oktober 2008 in Linz

wurde auch der Mechatronik-Preis (MEC) für die besten Studienarbeiten vergeben.

nischer Systeme ist aus unserem

Alltag kaum mehr wegzudenken.

Der Preis wurde in 5 Kategorien

verliehen:

� Bestes Matura- oder Abschlussklassenprojekt

an oberösterreichischen

HTLs

� Beste Diplom-/Masterarbeit an

österreichischen Fachhochschulen

� Beste Diplom-/Masterarbeit an

österreichischen Universitäten

� Beste Dissertation an österreichischen

Universitäten

� Sonderpreis ACCM (Austrian

Center of Comeptence in

Mechatronics)

Die Preisträger v.l.n.r.: Florian Schweiger, Peter CHRISTIAN, Robert Aistleitner, DI Dr. Wolfgang

Witteveen, DI (FH) Bernhard Rebhan, DI Bernhard Ramsebner, DI Andreas Becke in

Vertretung von Herrn DI Dr. Thomas Bretterklieber

3/2008 MECHATRONIK IN OÖ

11


LEADING COMPANIES

KEBA – Automation

by innovation

„Automation by innovation“ – entsprechend diesem Motto entwickelt und produziert die

KEBA AG innovative und qualitativ hochwertige Lösungen für die Industrie-, Bank- und

Dienstleistungsautomation. Das Elektronikunternehmen mit einer Exportquote von 76 Prozent

setzt weltweit Trends durch neuartige Technologien.

M

it 785 Beschäftigten konnte die

KEBA-Gruppe den Umsatz des

vergangenen Jahres um 24 Prozent

auf 122,9 Mio. € steigern. Diese Zahlen

sprechen für sich. Die Umsatzerhöhung

konnte jeweils zur Hälfte aus

der Industrie- sowie der Bank- und

Dienstleistungsautomation lukriert

werden. Die KEBA AG hat ihre Zent-

rale in Linz/OÖ sowie Niederlassungen

auf der ganzen Welt.

Industrielle Automation

Im Geschäftsbereich Industrieautomation

konzentriert sich KEBA auf die

Automation von Maschinen und Robotern

sowie die Herstellung mobiler

Bediengeräte. KEBA Industrieautomation

bietet durchgängige, modulare

Gesamtlösungen zur Steuerung

von Maschinen und Robotern, mit der

maßgeschneiderte Automatisierungssysteme

für jeden Leistungsbereich

schnell und effizient realisiert werden

können. Nach dem Baukastenprinzip

kann aus Steuerungen, mobilen und

12 LEADING COMPANIES 3/2008


stationären Bediengeräten, I/Os, Sicherheitstechnik,

Antrieben, Tools

und Serviceleistungen ein individuelles

System zusammengestellt werden.

Darauf aufbauend bieten die

Steuerungslösungen KePlast, KeMotion

und KeSystems Speziallösungen

für die Branchen Kunststoffspritzgießen,

Robotik und den allgemeinen

Maschinenbau, bei denen speziell für

diese Branchen benötigte Applikationen

bereits in die Steuerungen integriert

sind. Weltweit agierende marktführende

Maschinenbaukonzerne und

Rotoberhersteller setzen auf Automationselektronik

von KEBA. Von Südamerika,

über Europa, Russland bis

China und Japan sind KEBA-Steuerungslösungen

sowie mobile Bedienterminals

im Einsatz.

Bank- und

Dienstleistungsautomation

Flächendeckend in Österreich und

Deutschland kommen KEBA-Bankterminals

zum Einsatz. Mit Selbstbedienungsterminals

mit Cash-Cycle-Technologie

ist KEBA führend. Diese

kombinierten Ein- und Auszahlungsgeldautomaten

prüfen eingezahlte

Banknoten auf Echtheit und stellen

diese für den nächsten Auszahlungsvorgang

wieder zur Verfügung. Bereits

seit Jahren sind KEBA-Lottoterminals

bei den Österreichischen Lotterien erfolgreich

im Einsatz. Auch Spanien –

der weltweit umsatzstärkste Lottomarkt

– ist nahezu flächendeckend mit KEBA-

Lottoterminals ausgestattet.

Innovative Paketautomaten

bringen Mega-Auftrag

Höchsten Service und Kundennutzen

garantieren die von KEBA für die

Deutsche Post World Net entwickelten

Paketautomat en, an denen Sendungen

und Pakete 24 Stunden täglich,

sieben Tage die Woche abgeholt

und aufgegeben werden können.

KEBA erhielt Ende vergangenen Jahres

durch die Deutsche Post World

Net den größten Auftrag in der Unternehmensgeschichte:

zu den 900 bereits

installierten Geräten in Deutschland

werden 1.500 weitere Stationen

bis Ende 2009 ausgerollt.

LEADING COMPANIES

Mit mobilen Bedienterminals ist

KEBA Weltmarktführer. Sie überzeugen

durch ihre robuste, sichere und

ergonomische Ausführung.

Forschung & Entwicklung

20 Prozent des erwirtschafteten Umsatzes

werden bei KEBA in Forschung

und Entwicklung investiert. Spezialisten

auf den Gebieten der Steuerungstechnik,

Elektronik, Informatik und

Mechatronik sind im ständigen Einsatz

auf der Suche nach innovativen

Lösungen. Die kontinuierliche Verbesserung

der Produkte und die Entwicklung

immer neuer Technologien und

Innovationen bilden die Basis für den

langjährigen Unternehmenserfolg.

Internationalisierung

Mit Niederlassungen in Deutschland,

Tschechien, Rumänien, den USA und

der VR China steht der Kurs im Hause

KEBA weiter auf Internationalisierung:

Bei KEBA liegt die Zukunft in der Eroberung

neuer Märkte. Geplant sind

die Eröffnung von weiteren Niederlassungen.

Als nächstes Land steht Taiwan

auf dem Plan.

www.keba.com �

Mit den KEBA-Paketautomaten werden

klare Wettbewerbsvorteile durch zeit- und

kosteneffi ziente Zustellung und durch

hohe Kundenzufriedenheit realisiert.

3/2008 LEADING COMPANIES 13


INNOVATION & TECHNOLOGIE

Tech2b

High-Tech-Inkubator

Der High-Tech-Inkubator Oberösterreichs, tech2b, hat sich in den letzen Jahren als die

Plattform für hochinnovative Jungunternehmen in Oberösterreich etabliert.

T

ech2b ist der oö. Hightech Inkubator,

gegründet im Rahmen des

bundesweiten AplusB-Programms

(Academia Business Spin-Off Programm).

Das Ziel von tech2b ist es, die

Anzahl oö. Hightech-Gründungen und

deren Erfolgswahrscheinlichkeiten zu

erhöhen und die Verwertung von Forschungsergebnissen

über Ausgründungen

zu forcieren.

Die Aufgaben von tech2b

umfassen:

� Bewusstseinsbildungen für

Gründung und Entrepreneurship,

insbesondere bei technisch/

naturwissenschaftlichen Studierenden

und WissenschafterInnen

� Coaching von WissenschafterInnen

in Kommerzialisierungsfragen

� Ideenbewertung und Projektentwicklung

� Unterstützung ausgewählter

Gründungsvorhaben im

„Inkubator“

� Preseed-Finanzierung

(Vorgründerphase)

� Unterstützung des Technologietransfers

von den oö. Hochschulen

Tech2b ist eng an die oö. Forschungseinrichtungen

der angekoppelt,

unterstützt aber auch berufserfahrene

TehnikerInnen, die mit einer

forschungsbasierten Geschäftsidee

ihren nächsten Karriereschritt planen.

In den letzten 6 Jahren seines

Bestehens hat tech2b mehr als 45

Gründungsvorhaben im Inkubator-

Programm gestartet, aus denen bereits

27 Unternehmensgründungen

hervorgingen. Für GründerInnen mit

forschungsbasierten Geschäftsideen

bietet tech2b einzigartige Unterstützung

in den Vorgründerphase: Finanzierung,

Beratung, Infrastruktur und

Netzwerke.

Technologien im Trend

Mit der Unterstützung von Gründerideen

setzt tech2b Akzente für die

Technologiemärkte von morgen. Die

Palette der Entwicklungen erstreckt

sich über Mobile Community (mogree)

und Energieeffizienz bei spantec

sowie über die Zukunft der Medizin

bei GAEA Genetics. Viele

erfolgreiche tech2b-Gründungen haben

ihren Weg in den Markt erfolgreich

gefunden. Wie etwa… Underground_8

(www.underground8.com)

- Das international tätige Unternehmen,

hat sich auf die Entwicklung

und Vermarktung von Hardware-

Netzwerksicherheitslösungen spezialisiert.

Underground_8 bündelt seine

Lösungen für den Kunden in 3 unterschiedlichen

Produktlinien. Jede für

einen bestimmten Teil der Netzwerksicherheit

zuständig.

Anagnostics (www.anagnostics.com)

- Life Science Microarray Technologie.

Das Kennzeichen von Microarrays

ist die Miniaturisierung von biochemischen

und mole kularbiologischen

Verfahren. Die MicroarrayTechnologie

eröffnet neue

Dimensionen bezüglich Sensitivität,

Durchsatz, Parallelität, Einsatzbereich

und Kostenreduktion.

www.tech2b.at �

14 INNOVATION & TECHNOLOGIE

3/2008


INNOVATION & TECHNOLOGIE

Landespreis für Innovation 2008

Der Sonderpreis für Forschungseinrichtungen ging an das Christian Doppler Labor für Integrierte

Radarsensoren der Johannes Kepler Universität in Linz. Das 2007 gegründete Labor

beschäftigt sich mit der Entwicklung von Radarsensoren in Kraftfahrzeugen.

A

m Forschungssektor der Automobilindustrie

steigt der Bedarf

an aktiven Sicherheitstechniken zur

Reduktion der Unfälle. Im CD-Labor

werden neuartige Konzepte für die

kostengünstige Herstellung von

Radarsensoren für Kraftfahrzeuge

erforscht. Nur mit hochintegrierten

und damit preiswerten Sensoren

kann die notwendige Marktdurchdringung

und somit ein wesentlicher

Beitrag zur Verkehrssicherheit

erreicht werden. Für die Entstehung

eines komplexen, neuartigen Radarsensorsystems

sind verschiedene

Forschungsmodule am CD-

Labor notwendig: Circuit Design,

Signalverarbeitung und Konzepte

und Simulation integrierter Radarsensoren.

Um das entworfene Sys-

tem in realistischen

Messszenarien testen

zu können,

wurde in Zusammenarbeit

mit dem

Institut für Nachrichtentechnik/Informationstechnik

ein komplettes Sensorsystem

inkl.

Elektronik für Signalaufnahme,-auswertung

und –speicherung

entwickelt

und in verschiedenen

realistischen

Situationen getestet. Informationen

zu weiteren Preisträgern des Innovationspreises

finden Sie unter

www.tmg.at/innovationspreis. �

Europäisches Know-how für OÖ

Mit der CATT Innovation Management GmbH hochqualifi zierte Studierende und Graduierte

aus dem europäischen Raum fi nden und von deren Know-how profi tieren

O

berösterreichische Unternehmen

können über das EU-Förderprogramm

„Lebenslanges Lernen“ (LLP)

europäische Studierende und JungakademikerInnen

für ein Placement/Internship

bzw. für spezifische Projekte als

PraktikantInnen gewinnen. CATT sucht

geeignete PraktikantInnen aus dem

EU-/EWR-Raum, die über das EU-

Programm gefördert werden.

Vorteile für

oö. Unternehmen

Eine Teilnahme am EU-Förderprogramm

„Lebenslanges Lernen“ eröffnet

oö. UnternehmerInnen eine Reihe von

Vorteilen. Die zeitliche Begrenzung

- ein Praktikum dauert zwischen zwei

Wochen und zwölf Monaten - erlaubt

es, Praktikanten/innen projektbezo-

Wirtschaftslandesrat Viktor Sigl, LH-Stellvertreter

Hiesl und die TMG-Geschäftsführer DI

Bruno Lindorfer und Mag. Manfrad Eder (hinten,

v.l.n.r.) übergaben die Trophäe im Rahmen

der feierlichen Preisverleihung an Dr. Andreas

Stelzer (Laborleiter) und Dipl.-Ing. Reinhard

Feger (Forschungsassistent).

gen bzw. in Spitzenzeiten flexibel im

Unternehmen einzusetzen. Außerdem

sind die Praktika nicht auf die

Ferienzeit beschränkt, da die PraktikantInnen

entweder im zweiten Studienabschnitt

sind oder bereits das

Studium abgeschlossen haben. Teilnehmende

Unternehmen haben die

Möglichkeit, über Praktikanten/innen

neue Kontakte zu europäischen Unternehmen

oder Universitäten zu

schließen bzw. bestehende Kontakte

zu vertiefen. Praktikanten/innen bringen

auch fach- und länderspezifisches

Know-how ins

Unternehmen ein.

www.catt.at �

3/2008 INNOVATION & TECHNOLOGIE

15


INNOVATION & TECHNOLOGIE

Auf der Suche nach

den Right Potentials

Qualifi ziertes Forschungspersonal zu gewinnen und langfristig zu halten sind wesentliche

Herausforderungen in Forschungseinrichtungen. Im Software Competence Center

Hagenberg (SCCH) setzt man nicht nur auf „High Potentials“ sondern auf die „Right

Potentials“, deren Stärken und Werte genau zur Unternehmenskultur des SCCH passen.

SCCH - Starker Rückhalt im Team

I

m Kampf um die „besten Köpfe“

steht das SCCH im weltweiten Wettbewerb

mit anderen Forschungseinrichtungen

und Unternehmen. „Im Bewerbungsgespräch

besprechen wir

sehr genau das künftige Aufgabengebiet

und unsere wissenschaftliche Ausrichtung.

Alle, die sich bei uns bewerben,

wollen auch wissenschaftlich

arbeiten. Wir suchen den „modernen

Forscher“, jener, der Leidenschaft und

Freude für Forschung mitbringt und

über soziale Kompetenzen verfügt,“

berichtet Klaus Pirklbauer, der für das

Personalmanagement von rund 80 Mitarbeitern

verantwortlich ist.

Mitarbeiter im Mittelpunkt

Eine Mitarbeiterbefragung hat ergeben,

dass erfüllende Forschungsaufgaben,

Weiterbildungs- und Fördermöglichkeiten,

Freiraum, Wertschätzung und eine

ausgewogene Work-Life-Balace den

Mitarbeitern besonders wichtig sind. Im

SCCH setzt man auf kontinuierliche

Weiterbildung, besonders in den Bereichen

Social Skills. Junge Forscher/innen

werden im internen PHD-Support

Programm, welches zurzeit von 9 Mitarbeitern

genützt wird – besonders unterstützt.

Einen Teil der Arbeitszeit können

die Doktoranden für ihre

Dissertation verwenden, externe und

interne Mentoren geben ihnen laufend

Feed-Back. www.scch.at

International gefragt

11 Wissenschaftler aus dem Ausland,

wie zum Beispiel Ungarn, Tadschikistan,

Griechenland oder Rumänien

schätzen die herausfordernden Forschungsaufgaben

am SCCH. Um engagierte

Forscher zu findet steht das

SCCH in engen Kontakt mit Brainpower

Austria (www.brainpower-austria.at)

und der International School for Informatics

(www.isi-hageberg.at), welche

Dr. Bruno Buchberger initiiert hat. �

INTERVIEW

BusinessFocus im Gespräch

mit DI (FH) Christine

Natschläger, wissenschaftliche

Mitarbeiterin im Bereich Data

Base Technology (DBT).

Warum haben Sie sich für das

SCCH entschieden?

Der Aspekt, forschen zu können

war mir sehr wichtig. Es ist mein

Ziel, wissenschaftliche Erkenntnisse

in erfolgreiche Industrieprojekte

umzusetzen. Ich schätze am

SCCH eine sehr offene Kommunikationskultur,

das ist schlussendlich

wichtig für innovative

Ideen.

Woran forschen Sie gerade?

Mein Forschungsschwerpunkte

sind die Datensynchronisation von

mobilen Clients und objektrelationales

Mapping. Berufsbegleitend

studiere ich an der FH Hagenberg

Information Engineering und

–Management.

Natschläger bei

der Internationalen

Konferenz für Very

Large Data Bases

(VLDB) in

Auckland.

16 INNOVATION & TECHNOLOGIE

3/2008


3/2008

FH OBERÖSTERREICH

Zentral- und Osteuropa

im Brennpunkt

Global Sales Management.2008 – Im Brennpunkt Zentral- und Osteuropa: Konferenz brachte internationale

Expertinnen und Experten zu Vertriebs- und Marketingthemen an die Fakultät für Management des FH OÖ

Campus Steyr und war gleichzeitig der Startschuss für das neu gegründete Mittel- und Osteuropazentrum.

D

er Studiengang „Global Sales Management“

an der Management-

Fakultät am FH OÖ Campus Steyr

bildet künftige Vertriebsprofis aus, die

österreichische Industriegüter weltweit

erfolgreich verkaufen können. Die

Schwerpunkte des Studiums – Vertriebsmanagement,

B2B-Marketing

und interkulturelles Management –

bildeten die Themen der ersten internationalen

Konferenz „Global Sales

Management.2008 – Im Brennpunkt:

Zentral- und Osteuropa“ am 23. Oktober

2008 am FH OÖ Campus Steyr.

Schwerpunkte

Erstmals verband man das Wissen

regionaler wissenschaftlicher Expertinnen

und Experten aus Zentral- und

Osteuropa mit dem Erfahrungsschatz

österreichischer Top-Managerinnen

und -Manager aus Paradeunternehmen

wie Fronius, KTM, Siemens VAI

und Skoda. Die Vortragenden referierten

u. a. über Marketing in Russland

oder Vertriebsmanagement der

Fahrzeugindustrie in Osteuropa.

CEE Barometer-Studie

Weiters wurden Ergebnisse der am

Studiengang „Global Sales Management“

aktuell durchgeführte

„CEE-Barometer-Studie“ präsentiert.

Diese liefert Einblicke in Kernaufgaben

bei der Markterschließung

und -bearbeitung in den

Ländern Mittel- und Osteuropas.

Experten aus Mittel- und Osteuropa referierten bei der Konferenz „Global Sales Management.2008“

am Campus Steyr: (v. l. n. r.) Ivan Novy, Professor an der Wirtschaftuniversität

Prag, Jerome Dumetz, Professor an der Moskauer Plekanov Academy of

Economics, GSM-Studiengangsleiter Prof. (FH) Dr. Hannes Hofstadler und Jiri Jira, Professor

an der Skoda Auto Universität.

Studiengangsleiter Prof. (FH) Dr.

Hannes Hofstadler freute sich über

eine erfolgreiche Veranstaltung:

„Mit dieser Konferenzreihe möchten

wir der österreichischen Exportindustrie

einerseits neue thematische

Perspektiven eröffnen

und andererseits eine Plattform

zum Erfahrungsaustausch bieten.“

Neues Kompetenzzentrum

Die Konferenz bildete gleichzeitig

den Auftakt zum am Studiengang

gegründeten Mittel- und Osteuropazentrum.

Das neue Zentrum ko-

ordiniert alle Mittel- und Osteuropa-

Aktivitäten in Lehre und Forschung.

Hauptaufgaben sind dabei die

Durchführung praxisrelevanter und

wissenschaftlicher Studien in CEE-

Märkten, Konferenzorganisation

sowie der Ausbau des Partnernetzwerks

in West-, Mittel-, Südost-

und Osteuropa. Kooperations- und

Projektideen werden im Rahmen

praxisnaher Forschungsprojekte

gerne aufgegriffen.

Kontakt: MMag. Sophie Wiesinger;

sophie.wiesinger@fh-steyr.at

www.fh-ooe.at/gsmt �

FH OBERÖSTERREICH 17


CLUSTERLAND OBERÖSTERREICH

Oberösterreichs

Autobauer feiern

Die Aussichten der Autobranche sind derzeit pessimistisch. Dennoch hat Oberösterreichs Autoindustrie einen

Grund zum Feiern. Der Automobil-Cluster ist zehn. Die Arbeit des Clusters trägt auch dazu bei, dass die oberösterreichischen

Automotive-Unternehmen sich ein bisschen weniger Sorgen um ihre Zukunft machen müssen.

D

er Zusammenschluss im Cluster

ist für viele Partnerunternehmen

ein strategischer und wirtschaftlicher

Vorteil. Das gemeinsame

Auftreten und die Kooperationen

untereinander bedeuten einen wesentlichen

Wettbewerbsvorteil. Der

Automobil-Cluster vernetzt, initiiert

und organisiert – und das seit nunmehr

zehn Jahren.

EDITORIAL

Mit der

Gründung

des Automobil-

Clusters vor

zehn Jahren

startete die

Erfolgsgeschichte

der

Cluster in

Oberösterreich.

Mittlerweile hat

DI (FH) Werner

sich unser

Pamminger, MBA

Bundesland

Geschäftsführer Cluster- auch internatioland

Oberösterreich GmbH

nal als Cluster-

Kompetenzregion

positioniert. Rund 1.700

Unternehmen kooperieren in

den sieben Cluster- und vier

Netzwerk-Initiativen. Besonders

für die kleinen und

mittleren Unternehmen ist es

erfolgsentscheidend, sich zu

vernetzen!

www.clusterland.at

„Vater“ des

VW-Golf

Die Jubiläumsfeier

fand am Abend des

9. Oktober im Oberbank-Forum

in Linz

statt. Die Gastgeber

konnten sich über

jede Menge interessante

Gäste aus der

Fahrzeugindustrie

und der Politik

freuen. Besonderer

Ehrengast und Referent

des Abends: Prof. DDr. Ernst

Fiala, ehemaliger Vorstand der VW

AG und einer der Väter des VW Golf.

Er gab in seinem Fachvortrag Ausblicke

in die mikroelektronische Zukunft

des Autos und auf die Datenverarbeitung

in Fahrzeug und

Verkehr: Demnach dürfen wir bald

mit Autos rechnen, die sich von selber

in die Parklücke manövrieren,

den Abstand zum Straßenrand und

zum Vordermann ohne Zutun des

Fahrers einhalten und sich in Autobahnkolonnen

optimal einordnen.

Ein brillant heiterer Vortrag des Professors,

der die Wunder der Technik

durchaus auch kritisch beleuchtete.

Stimmung gut

Kabarettist Gery Seidl führte mit amüsant

spitzer Zunge durch den Abend.

Anschließend fanden die Gäste bei

Buffet und Partystimmung Zeit zum

Netzwerken. Dass die Cluster-Mitglie-

Das Rahmenprogramm mit Kabarettist Gery Seidl

sorgte bei den Gästen für gute Stimmung.

der den prognostizierten Einbrüchen in

der Autoindustrie gelassen entgegen

sehen, merkte man an der guten Stimmung,

die bei der Geburtstagsfeier des

Automobil-Clusters Oberösterreich bis

spät in die Nacht herrschte.

www.automobil-cluster.at �

Der zahlreich national und international

ausgezeichnete Professor Fiala gab

einen Einblick in die Zukunft.

18 CLUSTERLAND OBERÖSTERREICH

3/2008


Kunststoff-Branche in OÖ

3/2008

CLUSTERLAND OBERÖSTERREICH

Praxisnahe, innovative Beiträge von hochrangigen Experten aus verschiedenen Bereichen der Kunststoff-

Branche sowie der Wissenschaft gab es beim 1. Internationalen Polymerkongress im Oktober 2008 im Europa

Center Wels. Die Schwerpunktthemen Strategie, Forschung und Innovation sowie Märkte wurden diskutiert.

K

unststoff steht für Forschung und

Innovation und gilt als Wachstumsbranche

der Zukunft. Mit einem

prognostizierten Marktwachstum in

Europa von 5 bis 6% bis zum Jahr

2015 werden beste Aussichten verzeichnet.

Der Umsatz der Kunststoffbranche

in Österreich beträgt 13

Mrd. €. Oberösterreichs Betriebe alleine

erwirtschaften davon fast die

Hälfte. Und: Das Umsatzwachstum lag

in den letzten zwei Jahren in OÖ mit

jährlich 7 bis 8% deutlich über dem

anderer Branchen. Die Themen

Strategie, Management und Zukunft

standen am ersten Kongresstag im

Mittelpunkt. Tag 2 startete mit einem

Plenum zum Thema „Zukunft und

technische Entwicklung“ in der Kunststoff-Branche.

Vorträge zum Thema

„Innovation in den Bereichen Rohstoff,

Produkte und Technologie“ und „Markt

und Märkte“ stießen bei den internatinalen

Besuchern/innen auf großes

Interesse. Aus der Praxis referierte u.

a. Dr. Georg Steinbichler, Leiter Forschung

und Entwicklung bei ENGEL

AUSTRIA über Funktionsintegration

beim Spritzguss. Der Erfahrungsbericht

von Dr. Martin Krott, Geschäfts-

Design trifft Handwerk

führer Trodat Marking Devices(Xiamen)

Co.Ltd. über Erfolge der kunststoffverarbeitenden

Industrie am chinesischen

Markt sowie die Vorstellung erfolgreicher

Personalkonzepte rundeten die

Veranstaltung ab.

www.kunststoff-cluster.at

www.kunststoffstandort.at

www.polymerkongress.at �

Das Förderprogramm „Kreatives Handwerk“ unterstützt die Vernetzung von Handwerksbetrieben

mit Industrial Designern. Bewilligte Projektvorhaben werden mit bis zu 50% gefördert.

W

eil die Entwicklung innovativer

Produkte die betriebliche Wettbewerbsfähigkeit

nachhaltig stärken

kann, hat das Land Oberösterreich,

die Austria Wirtschaftsservice GmbH

(aws), die WKO Oberösterreich

(Sparte Gewerbe und Handwerk) und

das Netzwerk Design & Medien die

Initiative „Kreatives Handwerk“ ins

Leben gerufen. „Mit der Unterstützung

von Kooperationen zwischen

Handwerk und Design sollen innovative

Produkte umgesetzt werden, die

sowohl funktionale als auch kreative

Kundenbedürfnisse erfüllen.“ beschreibt

Dr. Sonja Hammerschmid

von der aws die Zielsetzung der Initi-

Wirtschaftslandesrat Viktor Sigl

begrüßte die zahlreichen Gäste.

ative. Mag. Eva Zsigo vom Land

Oberösterreich hebt die finanziellen

Vorteile des Förderprogramms hervor:

„Mit den Zuschüssen von der

aws und dem Land Oberösterreich

Interessierte Zuhörer.

können auch kleinere Handwerksunternehmen

ihr kreatives Potenzial

ausschöpfen, ohne sich finanziell verausgaben

zu müssen“.

www.netzwerk-design.at �

Diese Eckebank enstand im Zuge eines Kooperationsprojekts des Netzwerks Design

& Medien zwischen der Tischlerei Pühringer (Reichenthal) und der Designagentur

Mag. Marek Gut (Linz).

CLUSTERLAND OBERÖSTERREICH

19


BLEIBEN SIE GESUND!

Gesund in allen Lebenslagen ist man mit den Gesundheitsprogrammen der "Quellen der Gesundheit" –

den 11 Top-Gesundheits urlaubs anbietern in Oberösterreich.

Der brandneue Präventionskompetenz-Folder richtet sich an Gesundheitsbewusste, die sich und ihrem Körper

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