GASTRO das Fachmagazin 9/22
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Brot & Gebäck (ab Seite 36)<br />
D A S F A C H M A G A Z I N Ausgabe 9/20<strong>22</strong><br />
Narrisch guat:<br />
<strong>GASTRO</strong>NOMIE<br />
AUF HEIMISCHEN<br />
HÜTTEN<br />
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Ausgabe 9, September 20<strong>22</strong>, 39. Jahrgang, Österreichische Post AG, GZ 02Z033305 M, H1 Medien & <strong>GASTRO</strong> Verlag GmbH, Gersthofer Straße 87, 1180 Wien<br />
Coverfotos: Mara Zemgaliete / Adobe Stock (Brot), artefacti / Adobe Stock (Hintergrund), WinWin / Adobe Stock (Teller), / LeslieAnn / Adobe Stock (Frau)<br />
Ökonomisch Geschirr spülen (ab Seite 92)<br />
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9/20<strong>22</strong><br />
EDITORIAL 3<br />
Energiehaushalt<br />
Der Strompreisdeckel<br />
für private Haushalte<br />
ist jetzt also fix. Der<br />
Beschluss dazu soll im Nationalrat<br />
im Oktober gefasst<br />
werden. Gelten könnte<br />
die Maßnahme dann ab<br />
Dezember, wie kolportiert<br />
wird. Unternehmen werden<br />
dagegen erstmal noch<br />
vertröstet. Zwar soll es<br />
auch für Handel, Gewerbe und Industrie<br />
Unterstützungsmaßnahmen geben,<br />
doch wann und in welcher Form ist derzeit<br />
noch nicht spruchreif. Nötig wäre<br />
eine solche Maßnahme indes dringend!<br />
Viele Gastronomen kalkulieren derzeit<br />
ihre Preise irgendwo zwischen „Prinzip<br />
Hoffnung“ und „schauma mal“. Denn<br />
wie hoch die Strom-Endabrechnung<br />
heuer zum Schluss sein wird, kann derzeit<br />
nicht mal mit einer Kristallkugel<br />
vorhergesagt werden. Fix ist wohl nur,<br />
<strong>das</strong>s es insgesamt deutlich teurer wird.<br />
Und Bundeskanzler Nehammer hat<br />
bereits angekündigt, <strong>das</strong>s die Regierung<br />
derzeit angeblich auch an einem Preisdeckel<br />
für Gas arbeitet. Auch <strong>das</strong> wäre<br />
wichtig, will man Hotels und Gastronomiebetrieben<br />
eine seriöse – und vor allem<br />
dauerhafte – Kalkulation ermöglichen.<br />
„Ich habe Stammkunden, die einbis<br />
zweimal die Woche zu mir kommen.<br />
Denen kann ich schlecht bei jedem Besuch<br />
eine Speisekarte mit neuen Preisen<br />
vorsetzen“, seufzte jüngst ein Wiener<br />
Gastronom. (Kleiner Tipp an die Politik:<br />
Erst den Gaspreis mit<br />
einer CO2-Steuer beim aktuellen<br />
Rekordwert noch<br />
künstlich weiter erhöhen<br />
und dann einen Preisdeckel<br />
einzuziehen, mag vielleicht<br />
dem Regierungsabkommen<br />
entsprechen, ist aber unter<br />
Umständen nicht der Weisheit<br />
allerletzter Schluss, um<br />
es freundlich zu formulieren.)<br />
Aber vergessen wir nicht den Blick<br />
auf die positiven Seiten: Die Sommersaison<br />
war für Österreichs Tourismus bis<br />
inkl. August höchst erfolgreich. Nicht<br />
nur verglichen mit den Coronajahren,<br />
sondern auch insgesamt wird der Sommer<br />
20<strong>22</strong> vermutlich einen Platz ziemlich<br />
weit oben in der Statistik einnehmen.<br />
Und der Herbst mit seinen zahlreichen<br />
Wander- und Aktivmöglichkeiten<br />
(und mit touristisch gesehen gut fallenden<br />
Feiertagen am 26. Oktober und 1.<br />
November) kommt erst. Dazu hat sich<br />
auch <strong>das</strong> Thema „Oktoberfest“ thematisch<br />
fast zu einem Selbstläufer entwickelt:<br />
Bier im Maßkrug, Brezen, Weißwürste<br />
und die Aussicht, Dirndl und<br />
Lederhose wieder mal ausführen zu<br />
können, zieht fast immer. Näheres zur<br />
bayrischen Kulinarik aber auch zu weiteren<br />
aktuellen, herbstlichen Themen<br />
finden Sie im vorliegenden <strong>GASTRO</strong>-<br />
Magazin, wozu ich Ihnen viel Vergnügen<br />
beim Lesen wünsche,<br />
Ihr Kurt HEINZ<br />
<strong>GASTRO</strong>TECHNIK<br />
DIE NEUE<br />
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<strong>GASTRO</strong><br />
NEWS<br />
gültig ab 19.09.2021
4 ADVERTORIAL<br />
INHALT<br />
9/20<strong>22</strong><br />
Vorschau & Impressum<br />
Vertraute Bayrische Küche<br />
Kreative Kaffee-Cocktails<br />
Aktuell & angesagt<br />
Von vegan bis fleischig<br />
Seite 130<br />
Die Hüttenkulinarik hat in den<br />
letzten Jahren eine starke Entwicklung<br />
erfahren: Von Haubenküche<br />
bis klassischer Brettljause<br />
in modernem Gewand ist alles<br />
vertreten. Nicht zu vergessen die<br />
vegane und vegetarische Ausrichtung,<br />
die auch auf den Hütten<br />
immer mehr nachgefragt wird.<br />
Seite 16<br />
„Mit weiteren Preissteigerungen<br />
ist zu rechnen“<br />
Die kommende Wintersaison wird<br />
viele Herausforderungen mit sich<br />
bringen. <strong>GASTRO</strong> hat die großen<br />
C&C-Anbieter zu aktuellen Problemen<br />
und Trends im Lebensmittelbereich<br />
befragt.<br />
Seite 18<br />
Semmel, Butter & Marmelade!<br />
Ein großes Fragezeichen bildet<br />
sich im Kopf, wenn diese drei<br />
Begriffe im Zusammenhang mit<br />
Frühstück fallen.<br />
Seite 30<br />
Food<br />
Foto: Andrea Jungwirth<br />
Obwohl durch eine Grenze getrennt,<br />
scheint Österreich und<br />
Bayern kulinarisch mehr zu verbinden<br />
als zu trennen.<br />
Seite 50<br />
Senf und Kren im Duett<br />
Ein leichtes Kitzeln in der Nase,<br />
ein Anhalten des Atems und<br />
danach ein tiefes Durchschnaufen:<br />
Dann hat man meist zu viel<br />
frischen Kren oder Senf erwischt.<br />
Seite 54<br />
So vielfältig ist <strong>das</strong> Bierland<br />
Österreich<br />
Zum besseren Überblick hat<br />
<strong>GASTRO</strong> alle Brauereien Österreichs<br />
nach Bundesländern aufgelistet.<br />
Seite 63<br />
Hot drinks 74 bis 89<br />
Kaffee-Rezepte gibt es gerade in<br />
Österreich zahllose – <strong>das</strong>s sich<br />
Kaffee aber auch zum Mixen von<br />
Longdrinks oder Cocktails eignet,<br />
wissen nur wenige.<br />
Seite 84<br />
Schoko in der Tasse<br />
Heiße Trinkschokolade hat eine<br />
lange Tradition und begeistert<br />
Jung und Alt bis heute.<br />
Seite 86<br />
Der Tee mit den Perlen<br />
Bubble Tea erlebt wieder einen<br />
Aufschwung – doch woraus besteht<br />
<strong>das</strong> süße Getränk und woher<br />
kommt es?<br />
Seite 88<br />
Foto: Conditorei Sluka / Sabine Klimpt<br />
Food 28 bis 57<br />
Foto: aureliofoxrj<br />
Brot-Vielfalt: Den Genuss<br />
zelebrieren<br />
In Österreich haben wir <strong>das</strong> Glück,<br />
eine unglaubliche Vielfalt an Gebäck-<br />
und Brotsorten genießen zu<br />
können.<br />
Seite 36<br />
Wurst ist nicht gleich Wurst<br />
Frankfurter, Käsekrainer, Salami<br />
und Co., was wäre der Österreicher<br />
ohne seine geliebte Wurst.<br />
Seite 46<br />
Cold drinks 62 bis 73<br />
Hot drinks<br />
Foto: Warpedgalerie / Adobe Stock<br />
Mit Ru(h)m bekleckern<br />
Der Rum-Trend bricht zwar nicht<br />
mit der Gewalt des Gin-Hypes<br />
über uns herein, doch die Nachfrage<br />
steigt ständig.<br />
Seite 70<br />
Vielfalt Kaffee<br />
Marcel Löffler erklärt <strong>GASTRO</strong><br />
Neuigkeiten rund um Trends und<br />
Entwicklungen des beliebten<br />
Muntermachers.<br />
Seite 76<br />
Non food 90 bis 107<br />
Ökonomisch Geschirrspülen<br />
Explodierende Energiekosten<br />
sind derzeit <strong>das</strong> Hauptproblem in<br />
der Gastronomie. Geschirrspüler<br />
müssen aber keine Stromfresser<br />
sein, wenn man ein paar Tipps<br />
beherzigt.<br />
Seite 92<br />
Foto:Anastassiya / Adobe Stock
9/20<strong>22</strong><br />
ADVERTORIAL INHALT 5<br />
Non food<br />
Foto: romjanaly<br />
Do it yourself wieder gefragt<br />
Bei der Frage, ob Betriebe ihre<br />
Wäsche im Haus oder extern<br />
waschen lassen, scheiden sich die<br />
Geister.<br />
Seite 100<br />
Hingucker für‘s Buffet<br />
Die Konkurrenz im „Frühstücks-<br />
Business“ ist mittlerweile groß.<br />
Deshalb ist es umso wichtiger,<br />
sich von der Masse hervorzuheben.<br />
Seite 104<br />
Tourismus & Hotellerie 108 bis 127<br />
Foto: SzbgLand/Kamml<br />
Alpiner Tourismus<br />
Was für Österreich hinsichtlich<br />
des alpinen Tourismus ein Vorteil<br />
ist: Wir haben vieles, um <strong>das</strong> uns<br />
viele andere beneiden.<br />
Seite 110<br />
Wieviel Design braucht ein<br />
Hotelzimmer?<br />
Braucht es überhaupt eines? Ist<br />
ein Hotelzimmer nicht vorrangig<br />
ein Ort zum Schlafen, wo Nützliches<br />
im Vordergrund steht?<br />
Seite 118<br />
Tourismus & Hotellerie<br />
Endlich da, aber bleiben sie<br />
auch?<br />
Sind Mitarbeiter endlich an Bord,<br />
gehört viel Initiative und möglichst<br />
eine Fülle an Goodies dazu,<br />
um sie auch zu halten.<br />
Seite 1<strong>22</strong><br />
Die aktiven Silbernen<br />
Best Ager sind heute aktive<br />
Menschen, die mitten im Leben<br />
stehen.<br />
Seite 126<br />
Foto: Hotel Gemma<br />
Jetzt auch für Hütten, Hähnchen-Döner-Kebab & Döner-Brot<br />
HÜTTEN-GAUDI<br />
mit<br />
DÖNER KEBAB!
6 AKTUELL ADVERTORIAL<br />
& ANGESAGT<br />
9/20<strong>22</strong><br />
Joerg<br />
Spreitzer..<br />
www.klarco.at<br />
Foto: Barbara Nidetzky<br />
Foto: Loca<br />
Streetfood zu Mittag<br />
Jörg Spreitzer eröffnete mit dem Loca<br />
Deli einen neuen Lunch-Hotspot. Im<br />
ersten Bezirk kommen Fans von hochwertigem<br />
Streetfood in der Stubenbastei<br />
12 auf ihre Kosten. Die Gerichte zum<br />
Abholen können entweder im Büro oder<br />
im Gastgarten des Lokals genossen werden.<br />
„Mit dem Deli wollen wir jene Menschen<br />
abholen, die auch untertags in der<br />
Mittagspause gerne gut essen - ob vegan,<br />
vegetarisch, glutenfrei, fermentiert oder<br />
low carb. Uns war es ein besonderes Anliegen,<br />
unsere Gäste mit lokalen Lieferanten<br />
und Produkten zu verwöhnen und<br />
somit wirklich nachhaltig zu arbeiten“, so<br />
Spreitzer. Geschäftsführer ist der Gastronom<br />
Christian Führich. Zudem können<br />
Kunden über die Verpackung entscheiden:<br />
Entweder die Produkte werden in<br />
zero waste Behältern oder in den innovativen<br />
Mehrweg-Verpackungen von Vytal<br />
überreicht bzw. geliefert. Die wiederverwendbaren<br />
Behälter können anschließend<br />
bei Vytal-Partner Restaurants zurückgebracht<br />
werden.<br />
www.loca-deli.com<br />
gastro goes<br />
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Schlemmen auf der<br />
Mariahilferstraße<br />
Daniel‘s Bistronomie“ ist in der Capistrangasse<br />
an der „Mahü“ im 6. Wiener<br />
Gemeindebezirk gelegen. Hinter dem<br />
neuen Lokal stehen die beiden Wiener<br />
Gastronomen Daniel Hnolik und Sebastian<br />
Tiefenbacher. „Wir wollen die Finesse<br />
einer typischen Bistroküche mit der<br />
Qualität der österreichischen Gastronomie<br />
verbinden. Garniert mit einer ordentlichen<br />
Portion Gastfreundlichkeit“,<br />
so Hnolik. „Daniel‘s Bistronomie“ bietet<br />
durchgehend warme Küche, kombiniert<br />
mit Barbetrieb. Die Speisen zu fairen Preisen<br />
reichen von vegan über vegetarisch<br />
bis traditionell mit Fleisch. Zu den beliebtesten<br />
Speisen zählen die „Asia Bowl“,<br />
die „Oriental Bowl“ und der „Edel Döner“.<br />
Auf Basis von frischem Lavasteinbrot,<br />
Bio-Paradeiser, Hummus, Rotkraut,<br />
Röstzwiebel und Wasabi, kann er vegan<br />
mit Jackfruit und Senf-Mayo, mit Räucherlachs<br />
und Trüffel oder fleischig mit<br />
selbstgemachtem Bio-Pulled Pork gegessen<br />
werden. Hnolik und Tiefenbacher ist<br />
es ein Anliegen, <strong>das</strong>s die Grundzutaten<br />
für ihre Speisen von lokalen und regionalen<br />
Zulieferern stammen.<br />
www.danielkocht.at<br />
Foto: Aram Voves
Fachmesse für Hotellerie<br />
und Gastronomie<br />
17–20/10/20<strong>22</strong><br />
Bozen, Südtirol<br />
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8 AKTUELL ADVERTORIAL<br />
& ANGESAGT<br />
9/20<strong>22</strong><br />
Alpen-Adria Küche<br />
Eine weitläufige Region wie der<br />
Alpen-Adria Raum lebt von<br />
kulinarischem Lokalkolorit und<br />
vom Austausch mit seinen Nachbarn.<br />
„Deshalb treffen sich in Klagenfurt<br />
Produzenten, Lieferanten<br />
und Köche aus der gesamten Region,<br />
um mit den jeweiligen Aromen<br />
und Geschmäckern nicht nur<br />
die enorme Vielfalt des Alpen-Adria<br />
Raumes abzubilden, sondern<br />
auch, um sich nachhaltig zu vernetzen“,<br />
so Helmuth Micheler, Geschäftsführer<br />
des Tourismusverband<br />
Klagenfurt am Wörthersee.<br />
Zu den Höhepunkten gehören die<br />
Sessions internationaler Sterneköche.<br />
In Kooperation mit „Charming<br />
Italian Chef “ sind erneut fünf kreative<br />
Küchenchefs in Klagenfurt<br />
zu Gast. Mit dem 1. Kärntner Winzerfest<br />
(15.-17.9.) und den 1. Alpen-<br />
Adria Dialogen (19.-20.9.), einem<br />
Think-Tank mit Kennern der Region<br />
bereichern zwei neue Formate<br />
<strong>das</strong> bestehende Programm. Die<br />
„Dialoge“ sollen sich als Branchentreff<br />
etablieren, um Köche, Produzenten<br />
und Trendscouts zum Austausch<br />
zu bringen. Ihren Abschluss<br />
finden die „5. Tage der Alpen-Adria<br />
Küche“ entlang der Genussmeile<br />
vom 23. bis 25. September in der<br />
Altstadt.<br />
www.visitklagenfurt.at<br />
Foto: Ingo Pertramer<br />
Foodszene der Heimat<br />
Seit September wartet Donau<br />
Niederösterreich Tourismus<br />
mit einem neuen Kulinark-Konzept<br />
auf: „Genuss<br />
on Tour“ führt trendbewusste<br />
Entdecker und experimentierfreudige<br />
Genussliebhaber<br />
durch die einzigartige Weltkulturerbe-Landschaft<br />
– je<br />
nach Vorliebe entweder zu Fuß<br />
oder mit einer Zille auf der Donau.<br />
Auf allen Wegen begegnet<br />
man dabei den kulinarisch<br />
ausgezeichneten „Best of Wachau“-Restaurants.<br />
Mit welchen Wachauer Köstlichkeiten<br />
die Gäste in den Top-Lokalen<br />
verwöhnt werden, bleibt ein Geheimnis.<br />
Mit dem „Wachau-Triple“ erleben Interessierte<br />
drei Gänge in drei Restaurants,<br />
Hausmessen im Herbst<br />
Im Das Handelshaus Wedl bietet gemeinsam<br />
mit Industriepartnern und<br />
Produzenten auch seinen Fachkunden<br />
aus Hotellerie und Gastronomie<br />
auf den Wedl Hausmessen in Salzburg<br />
und Kärnten die Möglichkeit, sich über<br />
kulinarische Neuigkeiten und herbstliche<br />
und regionale Trends zu informieren.<br />
Die Wedl Messen finden von 27.–29.<br />
September 20<strong>22</strong> im Congress Zentrum<br />
Zell am See und von 11.-12. Oktober<br />
20<strong>22</strong> im C+C Villach statt.<br />
der „Donau-Ride“ garantiert Genuss am<br />
Land sowie am Fluss. Wer <strong>das</strong> Erlebnis<br />
verlängern möchte, kann mit einer Übernachtung<br />
die Auszeit in der Region noch<br />
mehr genießen.<br />
www.wachau.at<br />
Die Veranstaltungen stellen eine<br />
kommunikative Plattform für den fachlichen<br />
Austausch mit über 50 Ausstellern<br />
dar. „Unsere Lieferanten und Partner<br />
beteiligen sich mit großem Engagement<br />
an den Hausmessen und<br />
kommen mit attraktiven Angeboten zu<br />
uns in die Regionen“, so Lorenz Wedl,<br />
der die Rolle seines Unternehmens bei<br />
den Hausmessen primär als Gastgeberrolle<br />
versteht.<br />
www.wedl.com<br />
Foto: Wedl Foto: Donau Niederösterreich, Die Abbilderei
<strong>GASTRO</strong>TECHNIK<br />
www.mayway.eu<br />
ENERGIE<br />
SPARMEISTER<br />
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10 AKTUELL & ANGESAGT<br />
9/20<strong>22</strong><br />
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1000 Tische präsentiert komfortable<br />
und optisch ansprechende<br />
Möbel. Der Armstuhl Joker mit<br />
Stoffbezug, einem Samtsitz in<br />
Schwarz und einem massiven Buchengestell<br />
lädt zum Verweilen ein.<br />
Der Armstuhl Piu Bella bietet eine<br />
große Auswahl an diversen Stoffund<br />
Lederkombinationen und ist<br />
auch ohne Armlehnen erhältlich.<br />
Der Loungesessel Prima Vera aus<br />
massivem Buchenholzgestell und<br />
edlem Stoffbezug ist in einer Vielzahl<br />
von Beiztönen sowie Bezugsmaterialien<br />
erhältlich. Der Armstuhl<br />
Castello mit Samtbezug ist<br />
ebenso in unterschiedlichen Farben<br />
und mit Metallabschlüssen in<br />
Gold zu erwerben. Der Esstisch verfügt<br />
über eine Tischplatte aus Massivholz<br />
in Nussbaum. Die Formgebung<br />
und die Verarbeitung stehen<br />
beim Esstisch Citius an erster Stelle.<br />
Das unterschnittene Plattenprofil<br />
sowie die optimierte Unterkonstruktion<br />
verleihen Schwerelosigkeit<br />
und einen leichten Charakter.<br />
Durch die nach innen versetzten<br />
Tischbeine können sowohl Bänke<br />
als auch Stühle frei um den Tisch<br />
gruppiert werden.<br />
www.1000tische.at<br />
Fotos: 1000 Tische<br />
Jetzt Ticket sichern unter www.gastmesse.at<br />
Die „Alles für den Gast“ lädt ein<br />
Von 5.-9. November 20<strong>22</strong> öffnet der beliebte Treffpunkt für<br />
Gastronomie und Hotellerie erneut seine Tore.<br />
In Salzburgs Messehallen treffen auf der<br />
“Alles für den Gast”, veranstaltet von RX<br />
Austria & Germany, Fachbesucher auf<br />
Aussteller aus allen Bereichen des Tourismus.<br />
Beverage-Branche zurück<br />
Erstmals lockt die Getränkewelt auf der<br />
“Alles für den Gast” mit Ausstellern, Masterclasses<br />
und Networking in gemütlicher<br />
Bar-Atmosphäre. „Getränke, egal,<br />
ob Wein, Bier, Cocktails, anti-alkoholisch<br />
oder Kaffee, sind wichtiger Ausdruck<br />
unserer Kultur,“ so Messeleiter Michael<br />
Mayerhofer. Rund 15 Aussteller präsentieren<br />
sich und ihre Produkte in der neue<br />
Getränkewelt.<br />
Kaffee-Meister werden gekürt<br />
Die Austrian Coffee Championships<br />
20<strong>22</strong>, veranstaltet von der SCA Austria,<br />
werden dieses Jahr erneut auf der Gastmesse<br />
ausgetragen. Die besten Baristi<br />
des Landes kämpfen in den Bewerben<br />
Barista, Brewers Cup, Latte Art und Coffee<br />
in Good Spirits um den Titel. Innovative<br />
Techniken, neues Equipment und<br />
Leidenschaft umrahmen die Kaffeewelt<br />
auf der Messe.<br />
Meinungsmacher teilen Know-how<br />
Auch die Gastro Circle Bühne bietet wieder<br />
ein reichhaltiges Rahmenprogramm<br />
rund um Themen, die die Gastro und Hotellerie<br />
beschäftigen. Besucher dürfen<br />
sich außerdem auf die Startup-Area und<br />
den dritten GastroHackathon sowie eine<br />
eigene Welt, ganz dem veganen Lifestyle<br />
gewidmet, freuen.<br />
www.gastmesse.at<br />
Foto: FRBMedia_Christopher Blank<br />
ADVERTORIAL
9/20<strong>22</strong><br />
ADVERTORIAL 11<br />
Typisch Wienerisches.<br />
Untypisch schnell bezahlt.<br />
Warum der legendäre Würstelstand LEO bequeme Kartenzahlung bietet.<br />
An Würstelständen in Wien gehen<br />
die Uhren anders. Da regiert die<br />
Wiener „Gmiadlichkeit“ und man<br />
hat schon mal mehr Zeit zum Genießen.<br />
Umso überraschender also, <strong>das</strong>s<br />
am Würstelstand LEO auch schnelle<br />
Kartenzahlung angeboten wird. Die gewohnte<br />
Gemütlichkeit trifft am kultigen<br />
Imbiss also auf Convenience. Der erste<br />
Würstelstand Wiens wird mittlerweile<br />
in dritter Generation geführt, berühmtester<br />
Gast seit der Gründung 1928 war<br />
wohl der damalige Bundeskanzler Bruno<br />
Kreisky. Der bewies Erzählungen<br />
nach seine Volksnähe, indem er für seine<br />
„Heiße“ immer 100 Schilling bezahlte.<br />
Für Kreisky war bequeme Kartenzahlung<br />
damals freilich noch kein Thema, für<br />
alle Gäste seit 2014 allerdings schon. Anfangs<br />
gab es noch kleine Hürden, wie Geschäftsführerin<br />
Vera Tondl schmunzelnd<br />
erklärt: „Ab Mitternacht haben sich die<br />
Leute manchmal schwer getan, sich an<br />
ihren Code zu erinnern. Aber seit der bei<br />
kleinen Beträgen nicht mehr eingegeben<br />
werden muss, geht es absolut problemlos<br />
und einfach.“<br />
Aber nicht nur Bundeskanzler und<br />
Bürger kommen am Würstelstand zusammen,<br />
sondern seit jeher auch Alt und<br />
Jung. Das änderte in letzter Zeit auch die<br />
Erwartungshaltung beim Bezahlen, denn<br />
für die meisten jungen Gäste ist bargeldlose<br />
Zahlung mittlerweile schon selbstverständlich.<br />
„Es zahlen immer mehr<br />
Leute mit Karte. Vor allem <strong>das</strong> jüngere<br />
Publikum hat kaum mehr Bargeld bei<br />
sich. Insgesamt zahlt bereits rund ein<br />
Viertel meiner Gäste bargeldlos. Und ich<br />
habe <strong>das</strong> Gefühl, <strong>das</strong>s immer mehr <strong>das</strong><br />
bereits voraussetzen.“<br />
Anfangs war Vera Tondl mit Kartenzahlung<br />
am Würstelstand sogar ihrer<br />
Zeit voraus. „Da es bereits in jedem gastronomischen<br />
Betrieb verwendet wurde<br />
und so einfach zu installieren war,<br />
habe ich mich auch dazu entschlossen.<br />
Am Anfang haben wir aber kaum Gäste<br />
gehabt, die mit Karte bezahlt haben.“<br />
Das hat sich seitdem komplett geändert.<br />
Darum hat Vera Tondl die Entscheidung,<br />
bargeldlose Zahlung anzubieten, nie bereut.<br />
Denn obwohl bei ihr am Grill nach<br />
wie vor die Tradition regiert, darf es beim<br />
Bezahlen ruhig auch ein bisschen moderner<br />
sein.<br />
Foto: Vera Tondl<br />
Gewinnspiel<br />
Bargeldlose Zahlung ist auch für Ihren Gastronomiebetrieb ein echter Gewinn:<br />
Mehr Konsumation, Zukunftssicherheit sowie Transparenz für Sie, Zeitersparnis und<br />
Zahlungsfreiheit für Ihre Gäste aus dem In- und Ausland. Haben Sie bereits dieses Jahr<br />
einen Akzeptanzvertrag abgeschlossen oder steigen noch bis Ende 20<strong>22</strong> auf bequeme<br />
Kartenzahlung um, können Sie ein Elektroauto (Honda e Advance 17) gewinnen.<br />
So einfach geht‘s:<br />
1. Akzeptanzstelle werden.<br />
Scannen Sie einfach den QR-Code. Dort finden Sie österreichische Händlerbanken (Acquirer)<br />
zur Kontaktaufnahme für den Abschluss eines Kartenakzeptanzvertrages und können auch<br />
direkt am Gewinnspiel teilnehmen.<br />
2. Formular ausfüllen.<br />
Einfach Namen, Gastronomiebetrieb, Acquirer und Kontaktdaten<br />
angeben und schon sind Sie im Lostopf!<br />
3. Gewinnchance nutzen.<br />
Unter allen Gastronomen, die seit 1. Jänner Karte akzeptieren und<br />
sich noch bis 31. Dezember 20<strong>22</strong> anmelden, verlosen wir ein E-Auto!<br />
Foto: Honda
12 AKTUELL ADVERTORIAL<br />
& ANGESAGT<br />
9/20<strong>22</strong><br />
Fotos: Kumars Kitchen<br />
Indische Kulinarik in prunkvollem Ambiente<br />
Indische Küche auf hohem Niveau findet<br />
man in der Breitenfurterstraße 213<br />
in Liesing. Das Restaurant “Kumar’s<br />
Kitchen” verbindet hier nämlich gehobene<br />
Gastronomie, erlesene Weine und<br />
internationale Desserts im Palais Ambiente<br />
miteinander. Außerdem ist es<br />
ein Ort für Firmenfeiern, Hochzeiten<br />
und andere Feierlichkeiten, für die <strong>das</strong><br />
Team von Kumar auch spezielle Caterings<br />
anbietet. Serviert wird <strong>das</strong> kulinarische<br />
Erlebnis in einem prunkvollen<br />
Saal mit Design-Interieur. Um dem Fine-Dining<br />
Angebot gerecht zu werden,<br />
hat sich der Gastronom Muki Kumar<br />
für <strong>das</strong> Design und eine Bestuhlung an<br />
die Einrichtungsprofis von 1000 Tische<br />
und Stühle gewandt. Fündig wurde man<br />
schlussendlich mit Armstuhl Elias, bezogen<br />
mit dunkelblauem Samtstoff, der<br />
<strong>das</strong> Farbkonzept nicht nur ergänzt, sondern<br />
auch für Eleganz im Saal und Sitzkomfort<br />
sorgt. Klassische sowie moderne<br />
Cocktails kann man im Barbereich<br />
auf den Barhockern Manchester genießen.<br />
Beide Modellserien wurden von der<br />
hauseigenen Werkstatt der Möbelfirma<br />
in Handarbeit in kurzer Lieferzeit bezogen.<br />
„Sonderanfertigungen und <strong>das</strong><br />
Tapezieren von Stühlen nach Kundenwunsch,<br />
passend zum Raum- und Farbkonzept,<br />
ist unser Steckenpferd,” sagt<br />
Alexander Krausz, er ist Inhaber der Firma<br />
1000 Tische und Stühle.<br />
www.1000tische.at<br />
www.kumarskitchen.com<br />
Univ.-Prof. Gabriel Felbermayr ist einer der 4 Top-Speaker beim<br />
diesjährigen HOGAST-Symposium.<br />
Foto: Alexander Müller<br />
Hogast lädt im Oktober zum Symposium nach<br />
Salzburg<br />
Wie sehen die aktuellen Rahmenbedingungen<br />
aus angesichts anhaltender<br />
COVID-Krise, Energiekrise, steigender<br />
Preise und Ukrainekrieg?<br />
Sicher müssen wir weiter unseren<br />
CO2-Fußabdruck reduzieren – nur wie<br />
weit kann man da als Unternehmen gehen?<br />
Was bringt uns eine Digitalisierung<br />
des Essens und der Gastronomie?<br />
Diese und ähnliche Fragen will die<br />
Hogast bei ihrem 27. Symposium am 18.<br />
und 19. Oktober 20<strong>22</strong> in Salzburg beantworten.<br />
Zu den prominentesten Referenten<br />
soll dabei WIFO-Direktor Prof.<br />
Gabriel Felbermayr zählen. „Das HO-<br />
GAST-Symposium hat sich zum Branchen-Pflichttermin<br />
entwickelt. Für mich<br />
als neue Vorstandsvorsitzende ist <strong>das</strong> die<br />
beste Gelegenheit mich allen Mitgliedern<br />
persönlich vorstellen zu dürfen“, sagt Allegra<br />
Frommer.<br />
Infos und Anmeldung:<br />
https://events.hogast.at/symposium20<strong>22</strong>
9/20<strong>22</strong><br />
AKTUELL & ANGESAGT 13<br />
Foto: Pia Schorner Foto: Artners Pescetaria<br />
Frischer Fisch<br />
Seit 1996 ist widmet sich Markus Artner<br />
seinen Gastronomiebetrieben.<br />
Mittlerweile betreibt er mit seinen Partnern<br />
sieben Restaurants in Wien, Niederösterreich<br />
und dem Burgenland. Das<br />
Artner Flora auf der Wieden hat sich<br />
neu erfunden und öffnete Ende August<br />
mit dem neuem Küchenchef Konrad<br />
Kamprad und neuem Küchenstil als Artners<br />
Pescetaria. Nun kommt eine Fischund<br />
Gemüsevielfalt auf den Teller, zum<br />
Einstieg gibt es etwa ein gebeiztes und<br />
leicht abgeflämmtes Lachsforellenfilet,<br />
bestrichen mit einer spicy Eigelbcreme<br />
und Spinatblättern. Spannend<br />
auch der mit Roten Rüben geschichtete<br />
rohe Thunfisch, der mit Gurkensud,<br />
Gurkenwürfelchen und zweierlei Sago<br />
eine harmonische Komposition ergibt.<br />
Die Pilzconsommé mit hauchdünn geschnittener<br />
Navette, Kren und Macadamia<br />
ist besonders schmackhaft, probieren<br />
sollte man auch den Karfiol. Dieser<br />
kommt in Texturen vom Röschen bis<br />
zum Püree und eingelegt mit Koriander<br />
und Safran. Eine cremige Heubutter,<br />
frittierte Kapern und Joghurt runden <strong>das</strong><br />
Gericht ab. Wählen kann der Gast aus<br />
einem Pescetarischen und einem Vegetarischen<br />
Menü – oder er kombiniert.<br />
www.pescetaria.at<br />
Drittes Sacher-Hotel in Tirol<br />
Das Astoria Resort Seefeld wird zum<br />
Alpin Resort Sacher Seefeld-Tirol<br />
und reiht sich neben den Standorten<br />
in Wien und Salzburg als drittes<br />
Sacher-Hotel ein. Das Hotel am Seefelder<br />
Hochplateau ist bereits seit 1950<br />
in Familienbesitz und seit 2015 unter<br />
der Führung von Elisabeth Gürtler. Das<br />
großzügig angelegte Fünf-Sterne-Superior<br />
Resort wurde in den vergangenen<br />
Jahren mit viel Liebe zum Detail, unternehmerischem<br />
Weitblick und nach den<br />
höchsten Qualitätsstandards erweitert<br />
und umgebaut. Das vielfach ausgezeichnete<br />
Resort verfügt über einen<br />
ca. 4.700m 2 großen Wellnessbereich,<br />
ein Haubenrestaurant sowie 81 Suiten<br />
und Zimmer im eleganten alpinen Stil.<br />
Elisabeth Gürtler: „Das Astoria, <strong>das</strong> meine<br />
Eltern 1950 erwarben, ist untrennbar<br />
mit meiner Familie verbunden; ebenso<br />
wie die Sacher Hotels, die ich mehr als<br />
25 Jahre lang mitgestalten durfte. Die<br />
schönste Auszeichnung ist, <strong>das</strong>s wir als<br />
Familie die Entscheidung getroffen haben,<br />
<strong>das</strong> Astoria zum Alpin Resort Sacher<br />
zu entwickeln.“<br />
www.sacher.com<br />
Das starke<br />
österreichische<br />
Familienunternehmen<br />
seit 1904<br />
Wedl Messe Tirol/Vorarlberg<br />
Innsbruck<br />
19. – 20. September 20<strong>22</strong><br />
im Rahmen der FAFGA<br />
Messe Innsbruck, Messeforum 2.OG<br />
Wedl Messe Salzburg<br />
Zell am See<br />
27. – 29. September 20<strong>22</strong><br />
Ferry Porsche Congress Center<br />
Wedl Messe Kärnten/Osttirol<br />
Villach<br />
11. – 12. Oktober 20<strong>22</strong><br />
C+C WEDL Villach<br />
Alle Infos zu<br />
den Wedl Messen<br />
finden Sie auf<br />
wedl.com/messe
www.wellwasser.com
unser regionales,<br />
eigenes Trinkwasser<br />
aus Leitungswasser wird wellwasser ®<br />
still oder perlend<br />
ohne Plastik<br />
ohne Transportwege<br />
und Abgase<br />
direkt aus der Leitung<br />
keimfrei gefiltert<br />
mit natürlichem<br />
Mineralstoffgehalt<br />
19.-<strong>22</strong>.09.20<strong>22</strong><br />
HALLE B<br />
STAND B1.32-34<br />
Foto: © www.guentheregger.at
16 HÜTTENKULINARIK<br />
9/20<strong>22</strong><br />
Von<br />
vegan bis<br />
fleischig<br />
SÜD<br />
TIROL<br />
Speisenfotos: Jochtal Bergrestaurant<br />
Großes Foto: GeorgKukuvecPhotography
9/20<strong>22</strong><br />
HÜTTENKULINARIK 17<br />
Die Hüttenkulinarik hat in den letzten Jahren eine starke Entwicklung erfahren: Von<br />
Haubenküche bis klassischer Brettljause in modernem Gewand ist alles vertreten. Nicht zu<br />
vergessen die vegane und vegetarische Ausrichtung, die auch auf den Hütten immer mehr<br />
nachgefragt wird. <br />
Von Magdalena Mayr & Petra Pachler<br />
Die Franz Fischer Hütte in den Riedingtaler<br />
Tauern im Lungau ist<br />
so eine Hütte: Direkt am Tauern<br />
Höhenweg und am Zentralalpenweg<br />
wird vegan gespeist. Evelyn<br />
Matejka und Tom Burger führen die<br />
Hütte, die mit dem Umweltgütesiegel<br />
der Alpenvereine und zwei Edelweiß im<br />
Hüttenranking von Falstaff schon klar<br />
die Qualität erkennen lässt. Evelyn ist<br />
bereits seit 13 Jahren Hüttenwirtin und<br />
hatte schon immer vornehmlich vegetarische<br />
Küche auf der Speisekarte, im<br />
Sommer 2020 hat sie den Schritt ganz<br />
weg vom Fleisch gemacht. Heute sind<br />
die Speisen auf der Karte der Franz Fischer<br />
Hütte vegan, in wenigen Fällen<br />
vegetarisch. Und die Reaktion der Gäste<br />
kann sich sehen lassen, sagt Evelyn:<br />
„Viele kommen extra des Essens wegen<br />
von weither und verbringen ein paar<br />
Tage bei uns heroben mit unserer Pflanzenküche.“<br />
Der Grund für <strong>das</strong> plant-based<br />
Angebot ist Evelyns langjähriger<br />
Einsatz um die Belange des Tierwohls<br />
und <strong>das</strong> Bemühen um eine nachhaltige,<br />
zukunftsfähige Lebensweise. Und welche<br />
Speisen sind besonders beliebt? Insbesondere<br />
Berglinsenragout mit Semmelknödel,<br />
Hüttenchili mit Polenta und<br />
<strong>das</strong> Tauerncurry mit Dinkelreis haben<br />
eine große Fangemeinde.<br />
Fleischlos in den Abend<br />
Gäste, die auf der Hütte übernachten,<br />
können am Abend im Zuge der Halbpension<br />
aus der Pflanzenküche wählen.<br />
Suppe, Salat, Hauptspeise und<br />
<strong>das</strong> Dessert sind plant-based. Bei der<br />
Hauptspeise kann man immer zwischen<br />
zwei verschiedenen Optionen<br />
wählen, so <strong>das</strong>s jeder auf seinen Geschmack<br />
kommt. In ihrem unlängst erschienenen<br />
Kochbuch „Hüttenduft“ haben<br />
Evelyn und Tom zudem einfache<br />
Rezeptideen zur fleischlosen Alpenküche<br />
festgehalten. Die Vorlieben zeigen,<br />
<strong>das</strong>s der Hüttengusto bei der fleischlosen<br />
Gästefraktion ähnlich gelagert ist,<br />
Auch Süßes wird in den Höhen<br />
gern gegessen.<br />
Foto: GeorgKukuvecPhotography<br />
Tauerncurry auf Pflanzenbasis ist im<br />
Lungau beliebt.<br />
Fotos: GeorgKukuvecPhotography<br />
wie bei den Flexetariern: Es darf deftig<br />
und muss regional sein – aber eben ohne<br />
Fleisch.<br />
www.franzfischer-huette.at<br />
Traditionelles am Berg<br />
Das Jochtal Bergrestaurant in Südtirol<br />
dagegen setzt auf traditionelle Verpflegung.<br />
Klassischerweise ist dort die<br />
„Marende“ als Südtiroler Jause sehr beliebt.<br />
Bei der Marende, aber auch beim<br />
Aperitivo dreht sich viel um den Speck<br />
aus der Region sowie Almkäse und verschiedene<br />
Brotsorten – insbesondere<br />
<strong>das</strong> Schüttelbrot darf nie fehlen. Die<br />
Südtiroler Küche ist grundsätzlich sehr<br />
hochwertig und steht stark für Regionalität<br />
und Hausgemachtes. Hier wird<br />
<strong>das</strong> Beste von Nord und Süd harmonisch<br />
vereint, und <strong>das</strong> kann auch im<br />
Im Bergrestaurant Jochtal wird auf<br />
traditionelle Verpflegung gesetzt.<br />
Foto: Bergrestaurant Jochtal<br />
Veganes Hüttenchili wird auf der Franz<br />
Fischer Hütte gerne bestellt.<br />
Fotos: GeorgKukuvecPhotography<br />
Bergrestaurant Jochtal erschmeckt werden.<br />
Verschiedene Knödelgerichte sind<br />
bei den Gästen genauso beliebt, wie die<br />
hausgemachten Ravioli und die Schlutzkrapfen.<br />
Gerade die beiden letzten Gerichte<br />
zeigen die kulinarische Kombination<br />
von mediterran und alpin, die <strong>das</strong><br />
Besondere der Südtiroler Küche ausmacht.<br />
Aber auch der Hüttenklassiker<br />
Kaiserschmarren sowie die Schweinshaxen<br />
gehören zur Südtiroler Hüttenküche<br />
auf 2000 Metern. Die Hütten<br />
in Österreich und Südtirol sind jedenfalls<br />
vielfältig aufgestellt und auf den<br />
Berghöhen kommt jeder auf seine kulinarischen<br />
Kosten. Sei es vegan, mit<br />
traditioneller Küche und eben dem Kaiserschmarrn,<br />
ohne den eine Einkehr fast<br />
nicht denkbar ist.<br />
www.jochtal.info
„Mit weiteren<br />
Preissteigerungen<br />
ist zu rechnen“<br />
Foto: Mumemories / Adobe Stock
9/20<strong>22</strong><br />
HÜTTENEINDECKUNG 19<br />
Die kommende Wintersaison wird viele Herausforderungen mit sich bringen. <strong>GASTRO</strong> hat die<br />
großen C&C-Anbieter zu aktuellen Problemen und Trends im Lebensmittelbereich befragt.<br />
<br />
Von Clemens Kriegelstein<br />
Noch genießen zwar viele Gäste<br />
die frühherbstliche Sonne, doch<br />
die Weichen für die kommende<br />
Wintersaison werden schön<br />
langsam gestellt. Worauf sich Gastronomiebetriebe<br />
und speziell Berghütten<br />
einstellen müssen, mit welchen Auswirkungen<br />
der aktuellen Krise man rechnen<br />
muss und wie sich <strong>das</strong> Angebot –<br />
aller Voraussicht nach – entwickeln<br />
wird, wollte <strong>GASTRO</strong> von den großen<br />
C&C-Anbietern wissen.<br />
Eurogast: Mit veganer<br />
Gulaschsuppe und veganer<br />
Weißwurst im Trend<br />
Bei Eurogast sieht man für den kommenden<br />
Winter auch auf den Berg-/<br />
Skihütten einen weiteren Trend hin zur<br />
vegetarischen oder veganen Ernährung.<br />
„Mit der veganen Gulaschsuppe oder<br />
beispielsweise der veganen Weißwurst<br />
sehen wir ganz großes Potenzial für die<br />
kommende Wintersaison“, erklärt man<br />
hier auf Anfrage. Aber natürlich dürften<br />
auch altbewährte Klassiker wie Kaiserschmarren<br />
oder auch Germknödel auf<br />
den Speisekarten der Almen und Hütten<br />
nicht fehlen.<br />
Regionalität, Nachhaltigkeit und<br />
der Fokus auf gesunde Ernährung sind<br />
Trends, die sich die letzten Jahre entwickelt<br />
haben, seien gekommen, um zu<br />
bleiben. Eurogast habe daher ganz bewusst<br />
sein Sortiment dahingehend umfangreich<br />
ergänzt. Betroffen davon sei<br />
nicht nur <strong>das</strong> Sortiment an veganen und<br />
vegetarischen Lebensmitteln, sondern<br />
auch bei bewährten Produkten werde<br />
bei Eurogast strikt auf die Herkunft<br />
sowie die Verarbeitung geachtet. „Die<br />
Gäste von heute sind zurecht viel sensibler<br />
geworden, was die Produkte und<br />
Speisen betrifft“, betont Peter Krug, Geschäftsführer<br />
von Eurogast Österreich.<br />
Punkto Warenverfügbarkeit setzt<br />
Eurogast vor allem auf regionale, klein<br />
strukturierte Produzenten und Lieferanten,<br />
die daher auch flexibel auf den<br />
Markt reagieren könnten. Krug: „Trotzdem<br />
drohen in bestimmten Produktgruppen<br />
Engpässe, <strong>das</strong> sind vor allem<br />
Waren aus Übersee. Zudem kann es<br />
auch im Bereich der Verpackungsmaterialien<br />
zu Engpässen kommen. Zusammengefasst<br />
bedeutet <strong>das</strong>, <strong>das</strong>s es nicht<br />
immer jedes Produkt in jeglicher Variation<br />
zu jedem Zeitpunkt geben wird,<br />
<strong>das</strong>s aber auf alle Fälle immer Alternativen<br />
vorhanden sind.“<br />
Auch die aktuellen Preisentwicklungen<br />
bei Rohstoffen und Energie sei<br />
nicht wirklich erfreulich. Zudem hätten<br />
die Container für die Verschiffung eine<br />
massive Preiserhöhung erfahren, genauso<br />
die Verpackungsmaterialien wie Kartonagen<br />
oder Plastik.<br />
Metro: Preise werden fast bei allen<br />
Lebensmitteln steigen<br />
Metro etwa bietet speziell für von Wiesbauer<br />
Gourmet und Radatz einige praktische<br />
„Convenience-Hütten-Artikel“.<br />
„Genau <strong>das</strong> Richtige wenn man nicht<br />
weiß, wie viel man pro Tag braucht und<br />
auch dann, wenn man kein oder zu wenig<br />
Personal hat. Hier hat Metro Suppen,<br />
Soßen, Chili con Carne, Gulasch<br />
und Braten im Sortiment“, lässt eine<br />
Sprecherin verlauten.<br />
Was die Verfügbarkeit von Warengruppen<br />
betrifft, zeichnet sich laut Metro<br />
ab, <strong>das</strong>s alle Beteiligten innerhalb<br />
der Wertschöpfungskette besser mit<br />
den Herausforderungen umgehen können<br />
als noch vor einigen Monaten, so<strong>das</strong>s<br />
nicht alle auftretenden Probleme<br />
immer bis zum Konsumenten durchdringen.<br />
Die Qualität der Produkte bleibe<br />
oberste Priorität und auf die allfällige<br />
Verknappung bestimmter Markenartikel<br />
werde immer mit dem Angebot einer<br />
gleichwertigen Eigenmarke reagiert,<br />
verspricht Metro. In diesem Zusammenhang<br />
stehe auch die Zusammenarbeit<br />
mit regionalen Produzenten. Aktuell<br />
habe man in den zwölf Großmärkten<br />
über 2.500 Produkte unter dem Label<br />
„Regionah“ gelistet, <strong>das</strong> seien Produkte,<br />
die zu 100 Prozent aus einem österreichischen<br />
Kleinstunternehmen stammen<br />
und aus dem Umkreis von 100 Km<br />
um einen Großmarkt kommen.<br />
Was die Preisentwicklung betrifft,<br />
rechnet man bei Metro aufgrund<br />
schlechter Ernteerträge etwa bei Paradeisern<br />
oder weißen Bohnen mit steigenden<br />
Preisen, ebenso bei praktisch<br />
allen Fleisch- oder Wurstwaren sowie<br />
Milchprodukten und Eiern. Last but not<br />
least erwartet Metro, <strong>das</strong>s auch <strong>das</strong> in<br />
den letzten beiden Jahren begehrte Toilettenpapier,<br />
wie auch Brennholz für<br />
den Winter preislich in den Fokus rücken<br />
werde.<br />
Transgourmet: Optimismus<br />
für Wintersaison in der Branche<br />
rückläufig<br />
Nach Aussagen von Transgourmet findet<br />
die Wintereindeckung zum überwiegen-<br />
Foto: Transgourmet
20 HÜTTENEINDECKUNG<br />
9/20<strong>22</strong><br />
Foto: Transgourmet<br />
Fotos: Wedl<br />
den Teil erst (sehr viel) später statt: Aufgrund<br />
der immer knapperen Personaldecke<br />
erfolge die Winter-Eindeckung erst<br />
sehr kurz vor bzw. zum Saisonstart. „Oft<br />
liefern wir erst zwei Tage vor der Eröffnung<br />
die benötigten Produkte. Wir erwarten<br />
die Eindeckung im Laufe des Dezembers<br />
und können daher aktuell noch<br />
keine Trends liefern“, erklärt eine Transgourmet-Sprecherin.<br />
Generell werde die<br />
Wintersaison innerhalb der Gastronomie<br />
nicht mehr mit demselben Optimismus<br />
wie die Sommersaison und der Herbst<br />
gesehen. Zahlreiche Unsicherheiten wie<br />
die Preisentwicklungen oder auch eventuelle<br />
neue Corona-Formen erzeugten<br />
eine gewisse Skepsis, vor allem was die<br />
Buchungsvorhersage betreffe.<br />
Die Warenverfügbarkeit sei in den<br />
letzten Monaten schlechter geworden.<br />
Ohne alternative Beschaffungsquellen<br />
würden die Großhandelskunden<br />
nicht vollständig bedient werden können.<br />
Einzelne Warenbereiche im Bereich<br />
der Grundnahrungsmittel – wie<br />
zum Beispiel Öle – seien am stärksten<br />
betroffen. Auch Non-Food Artikel seien<br />
teils nur eingeschränkt lieferbar. „Aktuell<br />
sind für den Herbst und die Wintersaison<br />
keine massiven Einschränkungen<br />
absehbar, wobei natürlich die laufenden<br />
und kommenden Ernten dafür<br />
ausschlaggebend sein werden. Die Lieferfähigkeit<br />
ist damit nicht dramatisch,<br />
aber bei weitem auch nicht zufriedenstellend“,<br />
so Transgourmet.<br />
Ebenso nicht zufriedenstellend seien<br />
die anstehenden Preisentwicklungen.<br />
„Wir haben bereits jetzt Kenntnis<br />
über viele Preiserhöhungen, die <strong>das</strong> Sortiment<br />
für die Wintersaison betreffen.<br />
Wichtige Sortimente sind dabei Fleisch<br />
und alle Arten von Fleischprodukten.<br />
Hier sind die Preise bereits auf hohem<br />
Niveau und weitere Steigerungen sind<br />
absehbar“, befürchtet Transgourmet.<br />
Wedl: Convenience- und regionale<br />
Produkte gefragt<br />
Für Wedl schließlich zeigen die Entwicklungen<br />
der letzten Jahre, <strong>das</strong>s der<br />
Stellenwert von qualitativ hochwertigen<br />
Convenience-Produkten in der<br />
heimischen Gastronomie und Hotellerie<br />
deutlich zugenommen habe – natürlich<br />
auch auf Skihütten. Besonders<br />
beliebt seien auch hochwertige tiefgekühlte<br />
Dessertvariationen – „ein süßer<br />
Genuss ganz einfach à la minute“, ist<br />
Wedl überzeugt.<br />
Spätestens seit der Pandemie seien<br />
heimische Lebensmittel ganz besonders<br />
gefragt. Das spiegle sich auch im Wedl-<br />
Sortiment wider, vor allem bei regionalen<br />
Fleisch- und Milchprodukten. Saisonabhängig<br />
biete man sogar bis zu 90 Prozent<br />
Obst und Gemüse aus lokalem Anbau an.<br />
Produkte wie Öle, Fette, Konserven,<br />
Mehl sowie Verpackungen ganz allgemein<br />
seien laut Wedl besonders von den<br />
Preissteigerungen betroffen. Die Pandemie<br />
und der Ukraine-Krieg hätten hier<br />
zu einem verringerten Angebot geführt.<br />
Dazu kämen noch die teilweise höheren<br />
Energiekosten, vor allem für Strom und<br />
Treibstoffe. Sie seien ein Preistreiber<br />
und Multiplikator entlang der Produktions-<br />
und Lieferkette.<br />
Allgemein zu erkennen sei außerdem,<br />
<strong>das</strong>s Vorbestellungen, die auf eine<br />
Eindeckung für die ganze Saison abzielen<br />
generell rückläufig seien, da aufgrund<br />
der unsicheren Situationen vorsichtig<br />
gehandelt werde.
WIR SIND MITTENDRIN<br />
WENN ES UM<br />
REICHHALTIGE<br />
SUPPEN GEHT<br />
… WEIL MEHR EINLAGE<br />
DEN UNTERSCHIED MACHT<br />
Unsere vollmundige Chalet Hüttensuppe<br />
schmeckt mit 50 % Gemüse, 7 % Teigwaren,<br />
Sahne und Käse wie frisch zubereitet.<br />
Reichhaltige Suppen in<br />
5 Spezialitäten erhältlich.
<strong>22</strong> HÜTTENEINDECKUNG<br />
9/20<strong>22</strong><br />
Vorbereitung ist<br />
alles<br />
Das Einfrieren von Lebensmitteln<br />
ist eine der wenigen Konservierungsarten,<br />
die ohne Zugabe<br />
von Konservierungsstoffen die Frische<br />
und den Geschmack der Produkte<br />
auf höchstem Niveau hält.<br />
Neben Geschmack und Qualität<br />
spielt auf der Skihütte der Faktor<br />
Zeit eine wesentliche Rolle. Denn<br />
wer hungrig von der Piste kommt,<br />
will sich stärken und nicht lange<br />
warten müssen. „Daher haben<br />
wir es uns bei Caterline zur Aufgabe<br />
gemacht, die Gastronomen in<br />
dieser anspruchsvollen Situation<br />
optimal zu unterstützen“, betont<br />
der Geschäftsführer von Caterline,<br />
Michael Hirschler. ,,Die prekäre<br />
Situation am Arbeitsmarkt<br />
bietet keine kurzfristigen Lösungen<br />
für die Gastronomie. Mit den<br />
hochwertigen Produkten von Caterline,<br />
die küchenfertig vorbereitet<br />
und einzeln portionierbar sind,<br />
ist es möglich, trotz einer kleinen<br />
Küchenbrigade eine ansprechende<br />
Speisekarte mit authentischen<br />
Hüttenklassikern anzubieten.”<br />
www.caterline.at<br />
Foto: Caterline<br />
Schnelles Eigericht<br />
Vorbereitet mit den<br />
Hüttenlieblingen<br />
Mit den Eiprodukten<br />
von Eifix sind<br />
viele Snack-Kreationen<br />
möglich. Das beweist<br />
der neue Folder<br />
von Eipro für die<br />
Bäckereien und alle<br />
Gastronomen, die<br />
schnell und sicher<br />
trendige Snacks anbieten<br />
möchten. Mit<br />
einem Merrychef<br />
und den Eifix-Innovationen<br />
lassen sich<br />
auch auf kleinster<br />
Fläche Snacks herstellen,<br />
ob Genießer-Omelett, Schlemmer-Rührei,<br />
Snegg- oder Ei-Patty. Wer<br />
auf der Suche nach neuen Genuss-Ideen<br />
für <strong>das</strong> Frühstücks-, Lunch- oder Snack-<br />
Angebot gerne mal etwas Neues probiert,<br />
wird hier fündig. In dem aktuellen<br />
Folder gibt Eipro auf acht Seiten Inspirationen<br />
für <strong>das</strong> Take-away-, To-Go oder<br />
vor Ort-Geschäft, mit denen die Bäckergastronomie<br />
punkten kann. Es werden<br />
zudem alle Ernährungsstile berücksichtigt.<br />
Die Rezepte für frische, gesunde<br />
Mahlzeiten lassen sich mit wenig Personal<br />
umsetzen, sind im Handumdrehen<br />
vorbereitet. So gelingen „Snegg im<br />
Blätterteig“, die „Cheesy Rührei-Roll“<br />
oder eine „Rührei Fitness-Bowl“.<br />
www.eipro.de<br />
Großgebinde sind ein guter Begleiter für<br />
Schihütten und die Wintergastronomie.<br />
Der Mautner Markhof Skiwasser Sirup<br />
ist besonders ergiebig: Im Mischverhältnis<br />
1:6 ergibt der Fünf-Liter-Kanister<br />
mit Anti-Blubb System 35 Liter Erfrischungsgetränk,<br />
geeignet für den heißen<br />
und kalten Genuss. Mit der Portions-Siruppumpe<br />
gelingt ein hygienisches und<br />
noch exakteres Dosieren. Durch Anbringen<br />
der Pumpe kann der Kanister ganz<br />
einfach zu einem Dispensersystem umgewandelt<br />
werden. Mautner Markhof<br />
Senf und Ketchup (zu je 5kg und 10kg im<br />
Kübel oder als 1,3kg/1,4kg Stehflasche/<br />
Portionsbeutel) sind die allseits beliebten<br />
Klassiker zu pikanten Gerichten aller Art.<br />
Aus dem Develey Saucensortiment überzeugen<br />
die beliebte vegane „Hamburger<br />
Sauce“, die rauchige und ebenso vegane<br />
„Barbecue Sauce“ und die besonders<br />
cremige „Sour Cream<br />
Sauce“ in der 875 ml<br />
Flasche.<br />
www.mautner.at<br />
Foto: Mautner Markhof<br />
Foto: Eipro
9/20<strong>22</strong><br />
HÜTTENEINDECKUNG 23<br />
Foto: Frutarom Matthias Münz<br />
Ganz ohne Hefe<br />
Wiberg präsentiert zwei Neuprodukte<br />
im Sortiment, die<br />
Veggie-Bouillon mit Ursalz und<br />
die Fleisch-Bouillon mit Ursalz –<br />
beide nun ohne Hefeextrakt. Die<br />
Bouillons bieten eine Grundlage<br />
für wärmende und schmackhafte<br />
Suppen. Darüber hinaus<br />
eignen sich die Bouillons zum<br />
Würzen, Abschmecken und Verfeinern<br />
von Eintöpfen, Ragouts<br />
und Fleischgerichten. Beide Sorten<br />
sind sowohl im 1.600 ml fassenden Aromatresor als auch<br />
im 15 kg Eimer erhältlich. Ohne Allergene, aber kräftig im Geschmack<br />
punktet die Veggie-Bouillon mit Ursalz mit ihrer ausgewogenen<br />
Mischung aus Gemüse und Muskatblüte. Das Produkt<br />
beinhaltet von Natur aus glutenfreie, laktosefreie sowie<br />
vegane Zutaten und kommt ohne kenntlich zu machende Zusatzstoffe<br />
aus. Zudem wird auf die Zugabe von Palmfett verzichtet.<br />
www.wiberg.eu<br />
Appetitliche Brettljause<br />
Auf dem Holzbrett serviert machen<br />
der Wurzel- und Jausenspeck sowie<br />
der Wiener Kümmelbraten Lust auf<br />
eine zünftige Brettljause. Die herzhaften<br />
Speck-Spezialitäten von Wiesbauer<br />
sind seit Jahrzehnten beliebte Klassiker<br />
im Sortiment. Hergestellt aus Schweinefleisch<br />
sind der Jausenspeck und<br />
Wurzelspeck perfekt für die rustikale<br />
Brettljause – <strong>das</strong> soll durch eine neue<br />
Verpackung unterstrichen werden. So<br />
präsentieren sich die SB-Stückartikel ab<br />
sofort mit einer Unterfolie in Holzoptik,<br />
die – zusammen mit dem Schnittbild<br />
und dem neuen Schmucketikett<br />
– für Aufmerksamkeit sorgt. Passend<br />
dazu erhält auch der knorpelfreie Wiener einen neuen Look.<br />
Bei mehr als 250 °C durchgebraten, begeistert diese altösterreichische<br />
Spezialität mit ihrer charakteristischen Kümmelnote<br />
und der schmackhaften Kruste.<br />
www.wiesbauer.at<br />
Foto: Wiesbauer<br />
www.caterline.at<br />
DER KLASSIKER AUF SKIHÜTTEN<br />
GERMKNÖDEL<br />
GEFÜLLT MIT FRUCHTIGEM POWIDL<br />
G E F Ü L L T<br />
Des Chefkochs Geheimnis.<br />
M I T<br />
G E F Ü L L T<br />
M I T<br />
M I T<br />
G E F Ü L L T
24 HÜTTENEINDECKUNG<br />
9/20<strong>22</strong><br />
Tipp aus der Praxis<br />
Mit voller Power<br />
in den Herbst<br />
Der Sommer war für die<br />
Gastronomie und Hotellerie<br />
richtig gut. Viele Gäste, die<br />
endlich wieder losgelassen<br />
haben und <strong>das</strong> Leben feierten.<br />
Die Pandemie wurde erfolgreich<br />
verdrängt und die<br />
Energiekrise ebenso.<br />
Für uns Professionisten<br />
hat sich bei aller Euphorie<br />
schon gezeigt, <strong>das</strong>s der<br />
Herbst für uns alle herausfordernd<br />
wird.<br />
Energie sparen ist <strong>das</strong><br />
Motto dieser Herbst- Wintersaison<br />
und wenn man<br />
den Experten glauben darf,<br />
dann wird es nächstes Jahr<br />
nicht besser. Aussitzen ist<br />
also keine Option.<br />
Was also tun, um wettbewerbsfähig<br />
zu bleiben?<br />
Überprüfen aller Energiefresser<br />
ist ein guter Anfang<br />
und dort, wo es möglich<br />
ist, diese austauschen oder<br />
wegrationalisieren.<br />
Stellen Sie auf Postmix<br />
um. Dann sparen Sie bis<br />
zu 40% Kühlenergie – und<br />
heutzutage rechnet sich<br />
<strong>das</strong> wirklich – und nebenbei<br />
noch dieselbe Menge<br />
an CO 2 . Dadurch, <strong>das</strong>s Sie<br />
kein Wasser transportieren<br />
lassen, <strong>das</strong> hat Gewicht<br />
und Volumen und auch kein<br />
Leergut wieder zurückgeschickt<br />
werden muss.<br />
Dass Ihr ökologischer Fußabdruck<br />
sich massiv verkleinert,<br />
ist ein Goodie, <strong>das</strong><br />
allerdings sollten Sie bewerben,<br />
denn <strong>das</strong> ist ein Wettbewerbsvorteil.<br />
Ihre Gäste<br />
werden es Ihnen danken.<br />
KR Wolfgang Zmugg,<br />
Geschäftsführer von Grapos<br />
www.grapos.com<br />
Foto: Grapos<br />
Schnitzelwunder für die<br />
Gastro<br />
Ein Schnitzel selbst zu panieren, wird<br />
als „frisch“ gewertet und aus Tradition<br />
und falschem Qualitätsverständnis<br />
beibehalten. Um Stoßzeiten abzudecken,<br />
wird ausreichend vorbereitet und<br />
anschließend gekühlt gelagert, während<br />
die Panier Wasser zieht und nicht mehr<br />
gut souffliert. Tiefkühlschnitzel hingegen<br />
haben noch nicht die volle Akzeptanz<br />
beim Gastronomen. Ein Gierlinger<br />
Schnitzel jedoch ist nichts anderes als<br />
selbst paniert – nur frischer. Nach der Zubereitung<br />
in Mehl, Vollei und Semmelbrösel<br />
wird es sofort schockgefrostet. Gefroren<br />
kommt es dann auch in die Pfanne.<br />
Neben dem geschmacklichen Mehrwert<br />
Außergewöhnliche<br />
Almkulinarik<br />
kommt auch die Kostenwahrheit hinzu:<br />
Schnitzel für Schnitzel ist in Größe und<br />
Qualität gleich. Gierlinger bietet ebenso<br />
Cordon Bleu, Fingerfood und Piccata Milanese.<br />
www.gierlinger-holding.com<br />
Beim Pierer auf der Teichalm<br />
wurden zwei Gourmet-Pop-up-Events<br />
geboten.<br />
Alles drehte sich hier um die<br />
urbane Fusionsküche. Am<br />
Freitag, den 26. August, sorgte<br />
die OFYR-Grillerei auf der<br />
Latschenhütte der Hoteliersfamilie<br />
Pierer für den Auftakt<br />
des zweitägigen Gourmet-<br />
Pop-up-Events. Rund um Feuer<br />
und Flammen begeisterte<br />
Eduard Dimant, Küchenchef<br />
und Miteigentümer des Wiener<br />
Hotspot-Restaurants MOCHI mit<br />
Oktopus-Gerichten sowie japanischen<br />
Beilagen, während Fleischhacker-Experte<br />
Robert Buchberger mit Grillmeisterkunst<br />
Hüttenatmosphäre aufkommen<br />
ließ. Am Samstag, den 27. August,<br />
überraschte Eduard Dimant mit kulinarischer<br />
Almfrische. Gemeinsam mit dem<br />
Küchenmeister des Hotels, Georg Stückelberger,<br />
wurden am zweiten Abend<br />
des ausgebuchten Gourmetevents ausgefallene<br />
Kreationen zubereitet – von „Ceviche<br />
vom Wolfsbarsch mit Yuzu“ über<br />
„Beiried mit Wasabimousseline“ bis hin<br />
zu „Melanzanisteak mit Wakame“. Das<br />
Ungewöhnliche war Programm und beeindruckte<br />
mit kulinarischen Highlights<br />
von der Gesamtgestaltung bis ins kleinste<br />
Detail des 6-Gang-Menüs. Alfred und<br />
Franz Pierer und Siegfried Wurm blicken<br />
nach den Pop-up-Kulinariktagen bereits<br />
in die Zukunft und zur OFYR Wild-Grillerei<br />
in der LAHÜ am 16.09.20<strong>22</strong>.<br />
www.almurlaub.at<br />
Foto: Gierlinger<br />
Foto: Rene Strasser
9/20<strong>22</strong><br />
HÜTTENEINDECKUNG 25<br />
SÜD<br />
TIROL<br />
Foto: Martin Bacher<br />
Almurlaub mit den Kids<br />
Über 13 neue Gästezimmer und zwei Suiten,<br />
eingerichtet aus Fichten-, Zirbenund<br />
Altholz mit alpinem Charme, verfügt<br />
die neue Roner Alm im Jochtal in Südtirol.<br />
Ob in der Alm-Sauna, auf der Sonnenterrasse<br />
mit Panoramablick oder in den gemütlichen<br />
Stuben, die Umgebung lädt<br />
zum Entspannen ein. Und wer es aktiver<br />
mag, wir dazu eingeladen, zu Fuß, mit dem<br />
Fahrrad oder im Winter mit den Schneeschuhen<br />
und Langlaufskiern die Umgebung<br />
zu erkunden. Die Ausstattung und<br />
die Services auf der Roner Alm laden insbesondere<br />
Familien zum Urlaub machen<br />
ein. Entscheidet man sich etwa für einen<br />
Aufenthalt von mindestens vier Nächten,<br />
so wird ein Kind unter sechs Jahren<br />
eingeladen: zum Übernachten, zum Frühstücken,<br />
zum Abendessen und zum Austoben<br />
auf der Alm. So lockt der Abenteuerspielplatz<br />
mit Sandkasten, Schaukeln<br />
und Rutschen die kleinen Gäste zum Spielen,<br />
im Winter verwandelt sich die Alm in<br />
eine Landschaft, in der Kinder Schneerutschen,<br />
Schneemannbauen und Schneeballschlachten<br />
machen können.<br />
www.roneralm.com<br />
Anfragen unter office@alpengarnelen.at<br />
www.alpengarnelen.at
26 HÜTTENEINDECKUNG<br />
9/20<strong>22</strong><br />
Back to business<br />
Nach drei Jahren erlebt die Branche endlich ein Wiedersehen auf der FAFGA.<br />
Die Messe Innsbruck steht vom 19. bis<br />
<strong>22</strong>. September 20<strong>22</strong> wieder ganz im<br />
Zeichen der FAFGA alpine superior. Die<br />
Fachmesse ist die bedeutendste Investitions-<br />
Beratungs- und Networking-Veranstaltung<br />
in Tirol und den angrenzenden<br />
Regionen im Bereich Gastronomie, Hotel<br />
und Design. In den vergangenen Jahren<br />
konnte sich die FAFGA als qualitätsvolle<br />
Plattform für Entscheider im Land<br />
etablieren, deren Investitionen für den<br />
Standort Tirol als Tourismusland Nummer<br />
Eins von großer Bedeutung sind.<br />
info<br />
Eintrittspreise:<br />
Vergünstigtes Online-Ticket<br />
auf fafga.at: 20 €<br />
Tagesticket an der Kassa:<br />
30 €<br />
Eingang:<br />
Messe Innsbruck, Ost<br />
Nähere Infos unter fafga.at<br />
Veranstaltet wird die Messe wieder von<br />
der Congress Messe Innsbruck GmbH.<br />
Foto: CMI.<br />
Qualität vor Quantität<br />
Die FAFGA setzt auf wertige ausstellende<br />
Unternehmen, einen umfassenden Produkt-<br />
und Leistungsüberblick, ein interessantes<br />
Rahmenprogramm – darunter<br />
Vorträge zu aktuellen Trendthemen wie<br />
zum Beispiel zu Employer branding und<br />
Recruiting von qualifizierten Arbeitskräften.<br />
Ein weiterer Fokus liegt auf der<br />
Digitalisierung: Es werden etwa digitale<br />
Lösungen präsentiert, welche den steigenden<br />
Ansprüchen der Gäste gerecht<br />
werden und individuelle Einsatzmöglichkeiten<br />
sowie mehr Flexibilität für<br />
Gastronomen und Hoteliers bieten. Die<br />
ausgezeichnete Business-Atmosphäre<br />
lädt zudem zu Austausch und Gesprächen,<br />
ganz im Sinne der FAFGA-Strategie<br />
„Qualität vor Quantität“.<br />
Kaffee – exzellente Angebote rund<br />
um die braune Bohne<br />
Es duftet nach frischen Kaffeebohnen,<br />
denn auch Baristameister und Österreichs<br />
führender Kaffee-Experte Goran<br />
Huber ist wieder mit dabei. Zu den Programmhighlights<br />
zählen seine ins Leben<br />
gerufenen internationalen Kaffee-Wettbewerbe.<br />
An drei Messetagen werden<br />
insgesamt vier Wettbewerbe durchgeführt.<br />
In der großen Themenwelt „Kaffee“<br />
in Halle A sind von Gourmetröstereien<br />
und Coffeeshops bis hin zu Herstellern<br />
von Kaffeemaschinen oder Vertriebspartner<br />
von Kaffeezusatzprodukten zahlreiche<br />
weitere Aussteller zu finden.<br />
Pflanzenbasiertes Angebot auf Hütten<br />
Das kulinarische Angebot auf Hütten<br />
wird von den Naturfreunden zukünftig<br />
noch stärker in Richtung vegane<br />
und pflanzenbasierte Küche ausgebaut<br />
werden. Neben den gewohnten Köstlichkeiten<br />
und Schmankerln wird der<br />
Küchenchef am Hofgasteinerhaus<br />
Plant-based-Angebote aus der Schweizer<br />
Manufaktur „Green Mountain“ zubereiten.<br />
Ziel ist es, im Sinne der Nachhaltigkeit<br />
eine pflanzenbasierte Küche<br />
weiter auszubauen. „Nachhaltigkeit und<br />
die Rücksichtnahme auf unsere Naturund<br />
Pflanzenwelt sind uns seit unserer<br />
Gründung im Jahre 1895 ein großes Anliegen.<br />
Wir schlagen diesen Weg ganz<br />
bewusst ein und wollen vegane Rezepte<br />
und Produkte stärker anbieten, im<br />
Sinne der Gesundheit, aber auch im<br />
Sinne des Klimaschutzes“, sagt Günter<br />
Abraham, Bundesgeschäftsführer der<br />
Naturfreunde Österreich. Auf Naturfreunde-Hütten<br />
in Österreich wird auf<br />
eine möglichst regionale und saisonale<br />
Speisenauswahl geachtet. In letzter<br />
Zeit steigt die Anfrage nach fleischlosen<br />
Gerichten, vegetarische und vegane<br />
Produkte und Gerichte sind zunehmend<br />
gefragt.<br />
www.naturfreunde.at<br />
Foto: The Green Mountain
Was auch immer der<br />
Winter bringt: Ein Vorrat<br />
ist immer günstig.<br />
Deshalb haben wir jetzt die Wintereindeckung für Sie:<br />
So haben Sie zum Saisonstart alles zur Hand,<br />
was Sie für Ihren Betrieb brauchen.<br />
Mehr Infos rund um die Wintereindeckung erhalten Sie bei Ihrem Verkaufsberater oder in Ihrem AGM Markt.<br />
Alle Kontaktdaten finden Sie auf agm.at/maerkte
Seite 28 bis Seite 57<br />
Food<br />
Frühstückskonzepte<br />
Das Frühstück ist eine<br />
Mahlzeit, die mittlerweile<br />
weit über ein Marmeladenbrot<br />
hinausreicht. Denn hier<br />
ist vieles erlaubt, zudem<br />
sollte die wichtigste Mahlzeit<br />
des Tages appetitlich<br />
und anschaulich präsentiert<br />
werden.<br />
Seite 30<br />
Brot & Gebäck<br />
Fest steht, <strong>das</strong>s in Österreich<br />
viel und gerne Brot<br />
gegessen wird. Doch welche<br />
Unterschiede gibt es beim<br />
Gebäck und was ist hier besonders<br />
beliebt? Alles über<br />
die beliebten Mehlprodukte<br />
auf folgenden Seiten.<br />
Seite 36<br />
Schinken & Wurst<br />
Ob auf dem Rost oder als<br />
kalte Jause – Schinken,<br />
Wurst und Co. dürfen nicht<br />
fehlen und sind beinahe<br />
omnipräsent. Wieviel davon<br />
gesund ist und wie es mit<br />
den Fettbestandteilen aussieht,<br />
wird hier geklärt.<br />
Seite 46
9/20<strong>22</strong><br />
AKTUELLES 29<br />
Italien-Schwerpunkt auf der FAFGA<br />
Am 19. und 20. September 20<strong>22</strong> wird<br />
die im Messeforum stattfindende<br />
Wedl Messe wieder zum Highlight der<br />
34. FAFGA alpine superior. Das Familienunternehmen<br />
zählt zu den Top 10<br />
des österreichischen Lebensmittelhandels<br />
und wird gemeinsam mit über 50<br />
eigenen Ausstellern an den ersten zwei<br />
FAFGA-Tagen auch heuer wieder die<br />
Wedl Messe für Tirol und Vorarlberg<br />
veranstalten. Dabei haben Besucher<br />
der Wedl Messe die Möglichkeit, parallel<br />
auch die FAFGA zu besuchen. Wedl<br />
präsentiert sich diesmal selbst ganz im<br />
Zeichen von Italien – <strong>das</strong> umfangreiche<br />
Produktsortiment des österreichischen<br />
Handelshauses an italienischen<br />
Grundnahrungsmitteln und Delikatessen<br />
reicht von Basis- bis hin zu exklusiven<br />
Premium-Produkten. „Unser Italien-Sortiment<br />
ist qualitativ hochwertig,<br />
denn wir arbeiten eng mit einem ausgewählten<br />
Netzwerk an exzellenten Italienischen<br />
Partnern und Produzenten zusammen<br />
und haben selbst Italienische<br />
Fachexperten im Einsatz, die die perfekte<br />
Auswahl an Produkten und fachkundige<br />
Beratung sicherstellen. Zudem profitieren<br />
wir bei der Beschaffung durch<br />
Fotos: Wedl<br />
unsere Partnerfirma Wörndle Interservice,<br />
die zu den Marktführern im Premiumsegment<br />
des Gastro-Zustellservice<br />
im norditalienischen Raum zählt“,<br />
so Lorenz Wedl, Mitglied der Geschäftsführung.<br />
www.wedl.com<br />
NeU<br />
Großpackungen<br />
für die Gastronomie<br />
Reich an<br />
PROTeIN<br />
Reich an<br />
PROTeIN<br />
Quelle von<br />
OMeGA 3
Semmel, Butter<br />
& Marmelade!<br />
Ein großes Fragezeichen bildet sich im Kopf,<br />
wenn diese drei Begriffe im Zusammenhang<br />
mit Frühstück fallen.<br />
Von Petra Pachler<br />
Zu Recht, denn diese Zeiten sind<br />
längst vorbei. Heute wird vom<br />
Müsli bis zum Mini-Schnitzerl alles<br />
angeboten. Die Buffets biegen<br />
sich ob der zahlreichen Köstlichkeiten<br />
und am Wochenende im Restaurant zu<br />
brunchen, ist für viele ein beliebter Start<br />
ins Wochenende.<br />
Dem erweiterten Angebot entsprechend<br />
hat sich auch die Präsentation<br />
des Frühstücks verändert: Buffets sowieso,<br />
Etageren immer mehr und der<br />
letzte Schrei sind Glaskuppeln. Wie<br />
überall dominiert auch im Frühstücksbereich<br />
der regionale Gedanke als Basis<br />
der Angebote.<br />
Genauso ist <strong>das</strong> auch bei Maga’s Deli<br />
im oberösterreichischen Schärding, beheimatet<br />
im ersten Stock des Boutiquehotels<br />
Forstinger, und <strong>das</strong> als echtes<br />
Frühstückslokal sowohl externe als<br />
auch Hotelgäste verpflegt. „Wir haben<br />
uns entschieden, mit Lebensmitteln aus<br />
100% biologischer Herkunft zu arbeiten,<br />
um zu zeigen, wie einfach es ist, die oberösterreichische<br />
Gastronomie-Branche<br />
nachhaltig zu beeinflussen”, so die Geschäftsführerin,<br />
Mag. Margret Forstinger.<br />
In der Präsentation setzt man im<br />
Maga’s sowohl auf Buffetform als auch<br />
auf servierte Gerichte. Von Rührei mit<br />
Speck über Smoothies und regionalen<br />
Joghurt Variationen bis zu süßen<br />
Schmankerln, wie Pancakes, Chia Pudding<br />
und Mango Porridge, ist <strong>das</strong> Buffet<br />
bestückt. Zu bestellen sind die Zusatzangebote<br />
wie ein Avocado-Toast,<br />
<strong>das</strong> hausgemachte Hummus Brot, der<br />
Chaat Bagel, ein pochiertes Bio-Ei aus<br />
der Region, eine Granola Bowl aus hommade<br />
Granola oder Getränke wie Bubble<br />
Tea, Matcha Latte und Chai Latte. Als<br />
Klassiker bezeichnet die Geschäftsführerin<br />
den Avocado-Toast und die Granola<br />
Bowl. Serviert wird unter anderem<br />
mit Glasglocken, die aufgrund der Hitze<br />
die bisher verwendeten Etageren ergänzen,<br />
weil sie bessere Kühlmöglichkeiten<br />
bieten.<br />
Externe im Vormarsch<br />
Und wie ist <strong>das</strong> Verhältnis von Externen<br />
und Hotelgästen, Frau Forstinger?<br />
„Bunt gemischt. Unter der Woche haben<br />
wir viele Business Gäste, welche relativ<br />
früh zu ihrem nächsten Meeting aufbrechen.<br />
Wenn diese unser Haus verlassen<br />
haben, stehen meistens schon erste<br />
hungrige externe Gäste vor der Tür.<br />
Das passt perfekt, da somit Lebensmittel<br />
rascher verbraucht werden, wir immer<br />
die frischeste Qualität an Speisen<br />
garantieren können und zeitgleich unse-
9/20<strong>22</strong><br />
FRÜHSTÜCK 31<br />
rer Zero-Waste-Philosophie nachkommen<br />
können“.<br />
„Samstag und Sonntag ist <strong>das</strong> Hotelrestaurant<br />
meistens ausgebucht, externe<br />
Gäste reservieren oftmals schon zwei<br />
Wochen im Voraus einen Tisch im Maga’s<br />
Deli“, so Forstinger.<br />
Mag. Margret Forstinger, Geschäftsführerin in 4. Generation: „Wir möchten unseren<br />
Gästen zeigen, wie vielfältig und bunt ein regionales Bio- Frühstück sein kann.“<br />
Fotos: Magas Deli<br />
Regional, nachhaltig & back<br />
to the roots<br />
Laut Mag. Forstinger dominieren drei<br />
Trends derzeit <strong>das</strong> Frühstücksgeschehen:<br />
Zum einen muss es nachhaltig<br />
und fair sein. Die Minimierung von Umweltbelastungen<br />
ist eines der wichtigsten<br />
Faktoren. Gastronomen sollen dabei<br />
die gesamte Lieferkette betrachten,<br />
so Forstinger. Das Hotelrestaurant Maga’s<br />
Deli setzt dabei den Fokus auf die<br />
Zusammenarbeit mit Lieferanten, die<br />
nachhaltige Produkte anbieten und<br />
diese umweltschonend und fair herstellen.<br />
Nachhaltige Beschaffung und<br />
ethische Produktion sind Aushängeschild<br />
des Hauses. Lieferanten sind unter<br />
anderem Joseph Brot aus Wien oder<br />
die Milchprodukte vom Biohof Strasser.<br />
Die Lieferung deren Produkte erfolgt<br />
ausschließlich in wiederverwendbarer<br />
Verpackung.<br />
Beim Trend „Zero Waste“ unterstützen<br />
Reduce, Reuse & Recycle die Küchenlinie<br />
des Maga’s Delis. Die Speisekarte<br />
wird unter Berücksichtigung<br />
von saisonalem Angebot im Voraus geplant,<br />
bei einem Überschuss an Lebensmitteln<br />
wird <strong>das</strong> Speisenangebot spontan<br />
angepasst. Darüber hinaus werden<br />
alle Lebensmittel von den Lieferanten in<br />
wiederverwendbaren Gläsern oder Behältern<br />
verpackt, Take-Away wird im<br />
umweltgerechten Take-Away-Geschirr<br />
angeboten.<br />
Zuletzt sieht Forstinger <strong>das</strong> Prinzip<br />
„Back to he roots“ als relevant: In Maga’s<br />
Deli sollen die Werte des Restaurants<br />
mit jenen der Verbraucher übereinstimmen.<br />
„Unsere Gäste tendieren<br />
dazu, sich gesünder zu ernähren und<br />
vermehrt zu qualitativ hochwertigem<br />
Bio-Obst und Gemüse zu greifen“, so<br />
die Restaurantbesitzerin. Schonende<br />
Verarbeitung zum Erhalt der Nährstoffe<br />
ist hier ein relevanter Faktor.<br />
www.magasdeli.at<br />
In the mood for good food<br />
Gierlingers Crispy Bacon<br />
bake off light medium heavy very heavy<br />
• Feinster Premium Crispy Bacon<br />
„ready to eat“<br />
• In unterschiedlichen<br />
Ausbratstufen von bake off<br />
bis very heavy - perfekt für<br />
Ihren Bedarf<br />
• Als Scheiben ideal für<br />
Frühstücksbuffet, Rührei<br />
und Burger-Topping<br />
• Wir verwenden ausschließlich<br />
Frischfleisch für Gierlingers<br />
Crispy Bacon<br />
Premium Bacon<br />
auf Backpapier<br />
Scheibe für Scheibe vom<br />
zartesten „Premium Bacon“<br />
ofenfertig auf einem Blatt<br />
Backpapier in 1:1 Gastronorm<br />
food for good mood<br />
Gierlinger Holding GmbH<br />
Weingartenstraße 14<br />
A-4100 Ottensheim | Austria<br />
Tel. +43 7234 83141<br />
office@gierlinger-holding.com<br />
www.gierlinger-holding.com
32 FRÜHSTÜCK<br />
9/20<strong>22</strong><br />
Pflanzenbasiertes<br />
Frühstück<br />
Die Nachfrage von Gästen, die<br />
Milch aus gesundheitlichen<br />
Gründen nicht vertragen oder aus<br />
ethischen Gründen darauf verzichten,<br />
ist ungebrochen. Die Frischli<br />
Milchwerke sind bekannt für ihre<br />
hochwertigen Molkereiprodukte.<br />
Dieses langjährige Know-how<br />
ist die Grundlage für die neu entwickelte<br />
Produktlinie an Alternativen<br />
auf rein pflanzlicher Basis.<br />
Das moderne Sortiment überzeugt<br />
durch besten Geschmack,<br />
ein langes Mindesthaltbarkeitsdatum<br />
und hohe Funktionalität.<br />
Zu den pflanzlichen Produkten<br />
zählen ein Bio Barista Hafer-Erbse-Drink<br />
sowie ein Bio Haferdrink<br />
im 1-l- und 0,5-l-Gebinde mit Wiederverschluss.<br />
Das zugesetzte Erbsenprotein<br />
sorgt für stabile Aufschäumergebnisse.<br />
Zudem gibt es<br />
Bio Hafer Kaffeeweißer mit 100 x<br />
15-g-Portionen sowie einen Bio<br />
Hafer Kakaodrink im 0,5-l-Pack<br />
mit Wiederverschluss. Der Bio<br />
Haferdrink ist dank seiner natürlichen<br />
Süße nicht nur für Getränke,<br />
sondern auch fürs Müsli geeignet.<br />
www.frischli-foodservice.de<br />
Foto: Frischli<br />
Moderner<br />
Frühstücks-Klassiker<br />
Das Eifix Schlemmer Rührei ist so aktuell<br />
wie nie. Denn auf der traditionellen<br />
Frühstückskarte gehört <strong>das</strong> Rührei zum<br />
Standard. Neu ist, <strong>das</strong>s gerade die jüngeren<br />
Gäste ernährungsbewusst immer<br />
häufiger Frühstück auf die leichte Art genießen<br />
möchten und dabei auf wertvolle<br />
Proteine setzen. Diesem Trend kommt<br />
<strong>das</strong> fix & fertige Schlemmer Rührei sehr<br />
entgegen. Die Gäste schätzen den fein<br />
würzigen, mit Sahne abgerundeten Geschmack,<br />
mit dem <strong>das</strong> Rührei ein gesundes<br />
Genusserlebnis bietet. Für Chefs ist<br />
<strong>das</strong> Eifix Schlemmer Rührei <strong>das</strong> perfekte<br />
Convenienceprodukt und bereichert<br />
<strong>das</strong> Angebot als Frühstückskomponente,<br />
als Mittags-Snack oder zum Abendbrot.<br />
Es ist ein gleichberechtigtes Nebeneinander<br />
von Klassikern aus Österreich<br />
und internationalen Frühstücks-<br />
Gerichten sowie Bio- und regionalen<br />
Schwerpunkten bei der ersten Mahlzeit<br />
des Tages zu verzeichnen. Transgourmet<br />
empfiehlt vitaminreiche, bunte Bowls,<br />
cremig-fruchtige Smoothies, Pancakes<br />
und Overnight Oats insbesondere für<br />
jüngere Gäste. Gesundheitsbewusste setzen<br />
hingegen auf Porridge aus verschiedenen<br />
Getreide- bzw. Pseudogetreidesorten<br />
mit frischen Früchten und kreativen<br />
Toppings. Transgourmet bietet für jeden<br />
Geschmack <strong>das</strong> richtige: Porridge,<br />
Schakschuka und Co. haben längst Einzug<br />
in die Speisekarten gehalten. Nicht<br />
mehr wegzudenken sind auch asiatische<br />
Einflüsse – so gehören Misosuppen<br />
überall dort zum Frühstück, wie <strong>das</strong> Publikum<br />
internationaler ist. Parallel dazu<br />
sind die heimischen Klassiker und regionstypische<br />
Produkte „Fixstarter.“ Vegetarische<br />
und vegane Alternativen erleben<br />
gleichfalls ein „alltime high“ – wobei wir<br />
hier ein Umdenken zugunsten regionaler<br />
Produkte aufgrund der anhalten Klimaschutz-Diskussion<br />
erleben. Auch im<br />
Es kann direkt aus dem Tetra Brik in die<br />
Pfanne gegeben werden. Eifix Schlemmer<br />
Rührei ist auch als laktosefreie Variante<br />
erhältlich.<br />
www.eipro.de<br />
Geschmäcker sind verschieden<br />
Segment der Superfoods wird mitunter<br />
lieber zu heimischen Erzeugnissen gegriffen:<br />
Lein- ergänzend oder anstatt Chia-<br />
Samen, getrocknete Aronia- und Maulals<br />
willkommene Option zur Goji-Beere<br />
und heimische Gemüsesorten und Nüsse<br />
statt Avocados.<br />
www.transgourmet.at<br />
Foto: Springer<br />
Foto: Transgourmet
9/20<strong>22</strong><br />
FRÜHSTÜCK 33<br />
Nachhaltiger Trinkgenuss<br />
zum Frühstück<br />
Das Frühstück ist ein wichtiges Instrument zur Kundenbindung.<br />
Denn für viele Gäste ist es die letzte Station im<br />
Hotel vor dem Check out – und es bleibt nachhaltig in Erinnerung.<br />
Wie attraktiv sind Speisen und Getränke am Buffet angerichtet?<br />
Wird auf Regionalität, Nachhaltigkeit und Top-<br />
Qualität geachtet?<br />
Mit Grapisan Frühstücksgetränken und den Brooklyn<br />
BIO Säften von Grapos versorgt man Gäste mit einer herrlichen<br />
Auswahl. Mit seinem durchdachten Offenausschank-<br />
System bietet Grapos flexible Systeme. „Die Stand-alone<br />
Ausschankgeräte können fix montiert werden – wer eine flexiblere<br />
Lösung benötigt, kann die mobilen Geräte nutzen“,<br />
meint Geschäftsführer KR Wolfgang Zmugg.<br />
ICH VERWENDE EIFIX,<br />
WEIL DER ANSPRUCH<br />
MEINER GÄSTE SCHON<br />
BEIM FRÜHSTÜCK<br />
BEGINNT.<br />
ALLE VORTEILE<br />
FÜR HOTELS UND<br />
<strong>GASTRO</strong>NOMIE:<br />
gastro.eipro.de<br />
Gut & praktisch<br />
Perfekt zum Frühstück passen die Brooklyn BIO Säfte von<br />
Grapos. Diese Postmix-Säfte sind 100% Bio und in ihrer Art<br />
bis heute einzigartig. Die Getränke sind frei von Konservierungsstoffen<br />
und in vier Sorten erhältlich.<br />
Eine Alternative zu den BIO-Säften sind die Frühstücksgetränke<br />
der Produktlinie Grapisan. Sie wurden speziell für<br />
den Frühstücks-, Wellness- und Seminarbetrieb entwickelt<br />
und bieten als Functional Drinks mit neun verschiedenen<br />
Geschmacksrichtungen <strong>das</strong> gewisse Plus für anspruchsvolle<br />
Gäste. Sie sind vitaminreich, kalorienarm und enthalten<br />
keinen zugesetzten Zucker. Ein erfrischendes Extra bringt<br />
<strong>das</strong> Eiswasser – egal ob pur oder zum Mischen.<br />
www.grapos.com<br />
Foto: Grapos<br />
Eifix Schlemmer Rührei von EIPRO:<br />
für präzise Gelingsicherheit und besten<br />
Geschmack. Wenn es um hochwertige und<br />
kreative Eiprodukte geht, ist EIPRO<br />
seit 30 Jahren Ihr Qualitätsgarant.
34 FRÜHSTÜCK<br />
9/20<strong>22</strong><br />
Strudel-Hingucker<br />
am Frühstücksbuffet<br />
Neu im vielseitigen Strudelsortiment<br />
von Bauernland ist der Ei-<br />
Strudel. Mit einer würzigen Ei-Käse-Fülle<br />
in gezogenem Strudelteig<br />
ist er eine moderne und interessante<br />
Alternative für jedes Frühstücksbuffet<br />
oder als herzhaftes<br />
Zwischengericht geeignet. Der<br />
Strudel ist bereits vorgebacken<br />
und wird tiefgekühlt in der 2,2 kg<br />
Packung mit 20 Stück à 110g angeboten.<br />
Bei Bauernland wird der<br />
gezogene Strudelteig nach traditionellen<br />
Rezepten hergestellt. Im<br />
Vergleich zum Blätterteig, der einen<br />
Fettanteil von rund 30 Prozent<br />
enthält, ist der gezogene Strudelteig<br />
mit weniger als 5 Prozent Fettanteil<br />
wesentlich leichter. Weitere<br />
Vorteile des hauchdünn gezogenen<br />
Strudelteigs sind, <strong>das</strong>s die gefüllten<br />
Strudel vorgebacken und<br />
portioniert zu verwenden sind und<br />
der Füllanteil mit zirka 80 Prozent<br />
des Gesamtgewichtes sehr hoch<br />
ist. Die Stücke sind tiefgekühlt einzeln<br />
zu entnehmen und daher einfach<br />
zu kalkulieren.<br />
www.weinbergmaier.at<br />
FAFGA Forum 1 Stand F11<br />
Foto: Die Fotografin<br />
Bio Qualität auch optisch<br />
ein Genuss!<br />
In den besten Hotels gibt es zum<br />
Frühstück auch nur <strong>das</strong> Beste –<br />
und jetzt sogar in Bio-Qualität:<br />
Die neuen Darbo Bio-Fruchtaufstriche<br />
im Dekorglas zu 610g<br />
sind in den vier Sorten Marille,<br />
Erdbeere, Himbeere und Weichsel<br />
erhältlich. Auf Anfrage stellt<br />
Darbo auch individuelle Aufkleber<br />
für diese Dekorgläser zur<br />
Verfügung, die mit Logo sowie<br />
Grußbotschaft versehen werden<br />
können. Auch Fruchtaufstriche<br />
in Portionsbechern gibt es jetzt in Bio-<br />
Qualität, und zwar mit 60% Fruchtanteil.<br />
Die Portionen zu 20 g in den Sorten Marille,<br />
Erdbeere, Weichsel und Zwetschke<br />
sind ideal für Pflegeeinrichtungen, Krankenhäuser<br />
und Altenheime, aber auch für<br />
Saftige Neuheiten<br />
Rist präsentiert mit dem Modell<br />
ES700 die neueste Generation von<br />
Hochleistungsentsaftern mit automatischem<br />
Fruchtfleischauswurf. Das<br />
Topmodell kann mit doppeltem Einfüllstutzen<br />
(ø 50 mm/ø 75 mm) für optimale<br />
Saftextraktion aus Früchten und<br />
Gemüse punkten. Zwei Liter frisch gepresster<br />
Saft bekommt man hier in nur<br />
einer Minute. Dank des „Fruchtfleisch<br />
Rückhaltegefäßes“ bleibt der Saft zudem<br />
klarer, heller und auch natürlicher,<br />
kräftiger im Geschmack. Die Reibscheibe<br />
und der Fruchtfleischfilter wurden<br />
entwickelt, um den Saft schonend zu<br />
extrahieren. Maximale Performance<br />
liefert <strong>das</strong> Gerät auch mit blättrigem<br />
Gemüse.<br />
Die Reinigung ist dabei schnell und<br />
einfach: Wash & Go! Neue Materialentwicklungen<br />
und die spezielle Motorabdeckung<br />
ermöglichen außerdem einen besonders<br />
geräuscharmen Betrieb.<br />
www.rist.at<br />
Rist ist auch auf der FAFGA, Halle B.0,<br />
<br />
Stand B0.27, vertreten.<br />
Hotel- und Beherbergungsbetriebe. Honigportionen<br />
im Karton zu 100 Stück,<br />
ebenfalls in Bio-Qualität, runden <strong>das</strong> Angebot<br />
ab.<br />
www.darbo.com<br />
<br />
FAFGA Forum 1 Stand F7<br />
Foto: Darbo<br />
Fotos: Rist
9/20<strong>22</strong><br />
FRÜHSTÜCK 35<br />
Foto: Kleestudio<br />
Frühstück: Amerikanisch<br />
oder englisch<br />
Der beliebte Aufstrich aus Amerika<br />
Erdnussbutter erfreut auch österreichische<br />
Konsumenten am Frühstückstisch.<br />
SKIPPY Erdnussbutter ist vollgepackt<br />
mit süßlich gerösteten Erdnüssen<br />
aus den USA, welche besonders fein vermahlen<br />
werden. Das Produkt ist frei von<br />
Konservierungsmitteln, Aromastoffen,<br />
Palmöl oder Farbstoffen. Die Erdnussbutter<br />
gibt es in den Sorten cremig glatt<br />
(smooth) und mit Stückchen (chunky).<br />
Für ein „English Breakfast“ hingegen sorgen Chivers Marmeladen.<br />
Bis heute werden diese Produkte traditionell mit qualitativ<br />
hochwertigsten Zutaten hergestellt, alle Produkte sind<br />
frei von künstlichen Farb-, Geschmacks- und Konservierungsstoffen.<br />
Wer sein Frühstück abseits der herkömmlichen Marillen-<br />
oder Erdbeerkonfitüre genießen will, liegt mit den Chivers<br />
Marmeladen richtig. English Orange, Ginger Jam oder Lemon<br />
Curd überzeugen hier im Geschmack.<br />
www.delikat-essen.at<br />
Frühstück mit<br />
Portionsgläsern<br />
Ein gepflegtes Frühstück<br />
lässt den Tag gut beginnen<br />
und regt alle Sinne<br />
an: Die frische Semmel<br />
kracht beim Aufschneiden,<br />
und dann knackt<br />
<strong>das</strong> Marmeladeglas beim<br />
Öffnen und der Duft der<br />
Marmelade weckt die<br />
letzten noch schlafenden Zellen auf. Am frischesten ist die<br />
Konfitüre immer aus dem kleinen Glas, und für einen schön<br />
gedeckten Tisch mit serviertem Frühstück gibt es keine elegantere<br />
Lösung.<br />
Die Portionsgläser der Tiroler Früchteküche gibt es mit<br />
Honig und in den fünf beliebten Fruchtsorten Marille, Erdbeer,<br />
Himbeer, Weichsel und Waldfrucht. Fruchtaufstriche<br />
ohne Zuckerzusatz sind mit Marille und Erdbeer erhältlich,<br />
und die Bio-Linie umfasst Marille, Erdbeer, Himbeer und Heidelbeer-Cassis.<br />
<br />
<br />
www.fruechtekueche.at<br />
FAFGA Forum 1 Stand F17<br />
DAVON HÄLT<br />
JEDER GROßE<br />
STÜCKE.<br />
neu Seit<br />
August<br />
20<strong>22</strong>!<br />
Foto: Ramona Waldner<br />
» Neu: vorportioniert in 4 Teile<br />
» Neue, reichhaltigere Rezepte<br />
Used under licence by Froneri International Ltd Société des Produits<br />
Nestlé S.A., Vevey, Switzerland, Trade Mark Owner<br />
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36 BROT & GEBÄCK<br />
9/20<strong>22</strong><br />
Brot-Vielfalt:<br />
Den Genuss zelebrieren<br />
In Österreich haben wir <strong>das</strong> Glück, eine unglaubliche Vielfalt an Gebäck- und Brotsorten<br />
genießen zu können. Egal, ob Mischbrot, Semmel, Salzstangerl oder Sauerteigbrot – sie<br />
schmecken alle wunderbar und bereichern <strong>das</strong> Speisenangebot.<br />
Von Katrin Schedler<br />
Foto: aureliofoxrj<br />
Im Vergleich zu anderen Ländern werden<br />
hierzulande verhältnismäßig große<br />
Mengen an Gebäck und Brot hergestellt,<br />
in Zahlen sind <strong>das</strong> über 416.200<br />
Tonnen, die in Österreich produziert<br />
werden. Dabei bleibt nicht alles im Land:<br />
Etwa 19.900 Tonnen landen im Export.<br />
Pro Kopf verzehren Herr und Frau Österreicher<br />
rund 50,3 Kilogramm Brot und<br />
Gebäck pro Jahr, dabei wird der größte<br />
Anteil über den Lebensmitteleinzelhandel<br />
verkauft und nur gute 10 Prozent direkt<br />
in der Bäckerei. (Zahlen Quelle: Statistik<br />
Austria)<br />
Die Herkunft kommunizieren<br />
In der Gastronomie und Hotellerie ist<br />
Brot ebenfalls ein immer präsentes Thema.<br />
Angefangen beim Frühstück, bei<br />
dem es die verschiedensten Möglichkeiten<br />
gibt, Brot und Gebäck den Gästen<br />
zu reichen. Die beliebteste Variante<br />
ist hier nach wie vor <strong>das</strong> Brot als Unterlage<br />
für Aufstriche, Wurst, Käse, Honig,<br />
Marmelade und und und. Weiter geht es<br />
mit dem Mittagessen – auch hier darf<br />
<strong>das</strong> Backwerk nicht fehlen. Man stelle<br />
sich bloß ein Gasthaus vor, <strong>das</strong> zur Gulaschsuppe<br />
kein Brot oder Gebäck anbietet,<br />
oder ein Würstelstand, bei dem es<br />
zur Bratwurst keine „Beilage“ gibt. Der<br />
Aufstand wäre vermutlich vorprogrammiert.<br />
Doch nicht nur als Begleitung zu<br />
Suppen und Würstel ist Brot von großer<br />
Bedeutung für die Gastronomie. Noch<br />
immer verbreitet – wenn auch weniger
9/20<strong>22</strong><br />
BROT & GEBÄCK 37<br />
geworden – ist <strong>das</strong> mancherorts obligatorische<br />
Brot auf dem Tisch zu Beginn<br />
eines Essens. Manchmal wird Butter,<br />
ein Aufstrich (oder auch mehrere) dazu<br />
gereicht, während andere Betriebe ein<br />
Olivenöl (mit/ohne Salz) dazu reichen.<br />
Und dann stellt sich die Frage: Wird <strong>das</strong><br />
Brot gratis gereicht oder ist es im Couvert<br />
inkludiert? Was als genussvoller<br />
Start gedacht ist, bringt für den Gastronomen<br />
leider nicht nur Positives. Backwaren<br />
kosten Geld und wird <strong>das</strong> Brot<br />
selbst gebacken, kommt noch der Arbeitsaufwand<br />
dazu. Isst der Gast nun zu<br />
viel davon, kann es sein, <strong>das</strong>s er bei der<br />
Vorspeise weniger bestellt, was weniger<br />
Umsatz bedeutet. Denn es gibt sie, die<br />
Gäste, die <strong>das</strong> gereichte Brot nur so in<br />
sich hineinstopfen aber auf der anderen<br />
Seite wird auch viel Brot nicht gegessen<br />
und übriggelassen, stattdessen landet es<br />
im Müll. Ein Lösungsansatz, für den sich<br />
manche Restaurants entschieden haben:<br />
Das Brot nicht mehr vorab servieren,<br />
sondern in ein Menü einbauen. Oder<br />
<strong>das</strong> Brot oder Gebäck lediglich häppchenweise<br />
anbieten und ihm gebührend<br />
Aufmerksamkeit zukommen lassen.<br />
Es dem Gast servieren wie etwa ein<br />
gutes Glas Wein: den Namen des<br />
Bäckers nennen oder wenn<br />
besondere Zutaten verwendet<br />
werden, diese<br />
auch kommunizieren.<br />
Wird <strong>das</strong><br />
Brot im eigenen<br />
Ofen gebacken?<br />
Der Gast<br />
freut sich mit Sicherheit<br />
darüber,<br />
dies zu erfahren.<br />
Brot ist und bleibt<br />
für viele Genießer<br />
ein wichtiger Bestandteil<br />
des Restauranterlebnisses<br />
– es kann also durchaus<br />
mehr in den Fokus gerückt und zelebriert<br />
werden.<br />
Was ist drin?<br />
Brot als ein der Hitze unterzogenes<br />
Mehl-Wasser-Gemisch zu bezeichnen<br />
klingt so plump. Doch im Prinzip stimmt<br />
es. Mehl gilt als die wichtigste Zutat im<br />
Brot, da es Wasser bindet und ihm dadurch<br />
Form gibt. In Österreich wird klassischerweise<br />
Mehl aus Weichweizen (ca.<br />
73 %), Roggen (ca. 13 %) oder Dinkel (ca.<br />
4 %) verwendet, aber auch Urgetreide<br />
wie zum Bespiel Emmer oder Einkorn<br />
bzw. Pseudogetreide wie Amaranth oder<br />
Buchweizen werden zum Backen hergenommen.<br />
Als wichtigstes Würzmittel<br />
im Brot kommt Salz zum Einsatz. Es<br />
macht <strong>das</strong> Brot nicht nur schmackhaft,<br />
sondern sorgt für eine längere Haltbarkeit<br />
und gibt dem Brot Struktur. Kümmel,<br />
Koriander, Fenchel und Anis zählen<br />
ebenfalls zu den Brotgewürzen, die hierzulande<br />
gerne verwendet werden. Damit<br />
der Teig Volumen bekommt, werden<br />
Triebmittel eingesetzt. Das sind Stoffe<br />
oder Kombinationen, die durch <strong>das</strong> Freisetzen<br />
von Gas <strong>das</strong> Teigvolumen vergrößern.<br />
Hefe, Sauerteig, Backpulver<br />
oder Backferment gehören hier dazu.<br />
Um Rohstoffqualitäten (z.B. des Mehls)<br />
auszugleichen, werden häufig Backmittel<br />
eingesetzt. Das sind Mischungen aus<br />
Zutaten (Lebensmitteln und Zusatzstoffen)<br />
z.B. Backmalz, Enzyme, Emulgatoren<br />
oder Stabilisatoren. Und dann ist natürlich<br />
<strong>das</strong> Trinkwasser zu nennen, <strong>das</strong><br />
neben dem Mehl die wichtigste Grundzutat<br />
beim Brotbacken ist (in manchen<br />
Rezepten wird auch Milch anstatt Wasser<br />
verwendet). Weitere Zutaten<br />
können Samen und Kerne,<br />
Früchte oder Gemüse<br />
sowie tierische<br />
Produkte<br />
wie Butter sein.<br />
Diese Zutaten<br />
richtig<br />
kombiniert<br />
und fachmännisch<br />
verarbeitet,<br />
ergibt die unterschiedlichsten<br />
Brot- und Gebäcksorten.<br />
Heute backen<br />
Bäckereien zwar vielfältig<br />
und bieten für jeden Geschmack etwas<br />
an (auch für jenen von Touristen), je<br />
nach Region können die Rezepturen für<br />
ein Produkt aber auch variieren. Doch es<br />
gibt ein Gebäck, zu dem die ÖsterreicherInnen<br />
mit Abstand am häufigsten greifen:<br />
die Semmel. Wer sie erfunden hat,<br />
darum ranken sich ein paar Mythen. Es<br />
ist nicht mal eindeutig nachgewiesen,<br />
<strong>das</strong>s die Semmel was mit dem Kaisertum<br />
zu tun hat. Sicher ist nur, <strong>das</strong>s die<br />
Foto: Ralphs_Fotos<br />
Semmel ein echtes Original aus Österreich<br />
ist. Es wird erzählt, <strong>das</strong>s ein Wiener<br />
Bäcker namens Kayser die Kaysersemmel<br />
erfunden haben soll, als er bemerkte,<br />
<strong>das</strong>s durch die Einkerbungen im Gebäck<br />
ein besserer Geschmack durch die Kruste<br />
entsteht. Möglich ist aber auch, <strong>das</strong>s<br />
sich <strong>das</strong> „Kaiser“ der Kaisersemmel vom<br />
italienischen „a la casa“ ableitet. Das bedeutet<br />
so viel wie „nach Art des Hauses“.<br />
Frisch oder tiefgekühlt<br />
Für die Gastronomie und Hotellerie gibt<br />
es eine Reihe an Bezugsquellen für Brot<br />
und Backwaren. Ob <strong>das</strong> Brot dabei von<br />
einer kleinen oder großen Bäckerei produziert<br />
wurde, <strong>das</strong> ist Geschmackssache<br />
– sowohl kleine als auch größere Bäckereien<br />
haben ihre Vorteile. Die Produktqualität<br />
ist weniger eine Frage der Betriebsgröße,<br />
vielmehr wirken sich die<br />
Rohstoffqualität, die Art der Teigführung<br />
und der Zeitfaktor auf die Backwaren<br />
aus. Auch bei der Frage, ob Frischware<br />
oder tiefgekühlte Backwaren besser<br />
sind, gibt es unterschiedliche Ansichten<br />
und Meinungen. Bei beiden gilt: Exquisite<br />
Rohstoffe, feinste Rezepturen,<br />
handwerkliche Erfahrung und leidenschaftliche<br />
Bäcker ergeben Backwaren,<br />
die Gäste begeistern werden.<br />
Auch was die verschiedensten Ernährungsformen<br />
anbelangt, gibt es eine<br />
Reihe an Backwaren, die angeboten<br />
werden. So sind beispielsweise kohlenhydratreduzierte<br />
Brote oder glutenfreie<br />
Backwaren keine Seltenheit mehr.<br />
Foto: tynza / Adobe Stock
38 BROT & GEBÄCK<br />
9/20<strong>22</strong><br />
Küchen- und Kalkulationshelfer<br />
Von den gegenwärtigen Preissteigerungen<br />
sind auch die Bereiche der Gastronomie<br />
und Hotellerie stark betroffen.<br />
Steigende Wareneinsätze, begleitet von<br />
explodierenden Gas- und Stromkosten<br />
machen so manche Speisenkalkulation<br />
für qualitätsbewusste Küchenchefs zur<br />
Herausforderung. Die neue Blattgelatine<br />
von Dr. Oetker in Gold-Qualität verspricht<br />
zumindest hier etwas Entlastung.<br />
Ihre besonders hohe Reinheitsstufe zusammen<br />
mit ihrer im Vergleich zu anderen<br />
Gelatine-Produkten sehr hohen<br />
Wirtschaftlichkeit je Blatt machen die<br />
Gold-Gelatine zum unverzichtbaren Küchen-<br />
und Kalkulationshelfer. Sie ist jahrelang<br />
haltbar und lässt sich wie gewohnt<br />
anwenden und dosieren. Rezeptanpassungen<br />
sind somit keine Notwendigkeit<br />
mehr.<br />
www.oetker-professional.at<br />
Foto: Dr. Oetker<br />
Ratzeputz: Restlküche Brot!<br />
„Mit dem Brot und Gebäck, <strong>das</strong> in Wien pro Tag verschwendet wird, könnte man die gesamte Bevölkerung von<br />
Graz ernähren.“ Dieser Ausspruch stammt aus „We feed the world“ und zeigt die Lebensmittelverschwendung bei<br />
Brot und Gebäck auf. In Gastronomie und Hotellerie sind übervolle Buffets, oder zu große Portionsgrößen oftmals<br />
Gründe für zu viele Lebensmittelabfälle. Brot und Gebäck wird zum Frühstück angeboten, gibt es an jedem Buffet<br />
und wird im Körberl zum Essen an den Tisch gebracht. Schon aus Kostengründen wird versucht, altes Brot kreativ<br />
zu verkochen. Knödel, selbstgemachte Semmelbrösel, Aufläufe und Croutons, die Verwertungsmöglichkeiten sind<br />
enorm. Überbackene Brote oder knusprige Brotscheiben mit saisonalem Belag bieten sich dazu an. Sie sind eine<br />
schnelle Vorspeise oder ein knuspriger Zwischengang.<br />
Text & Foto: Andrea Jungwirth<br />
Mit Putz und Stingl<br />
BROT MIT PAK CHOI<br />
Zutaten für 4 Personen als Vorspeise:<br />
4 Scheiben Hausbrot<br />
2 Pak choi<br />
1 Stück Lauch<br />
2 Knoblauchzehen<br />
Salz und Pfeffer<br />
getrockneter Ingwer<br />
Sojasauce<br />
› Olivenöl zum Anschwitzen<br />
Zubereitung:<br />
1. Brote in Olivenöl beidseitig<br />
knusprig braten.<br />
2. Pak choi zerteilen, gründlich<br />
waschen und quer in<br />
breite Streifen schneiden.<br />
Lauch waschen und in nicht<br />
zu dünne Ringe schneiden.<br />
Eierschwammerl putzen.<br />
3. Lauch in Öl anschwitzen,<br />
Pak choi und Pilze dazugeben<br />
und braten, <strong>das</strong> Gemüse<br />
mit Salz, Pfeffer, Ingwer<br />
und Sojasauce abschmecken.<br />
4. Das Gemüse auf den<br />
Brotscheiben servieren,<br />
eventuell mit kaltem Roastbeef<br />
belegen.
9/20<strong>22</strong><br />
BROT & GEBÄCK 39<br />
Eingefrorene Preise von 120<br />
Kernprodukten<br />
Foto: Metro<br />
Bei Metro Österreich reagiert man auf<br />
die steigende Inflation: Bis 25. Oktober<br />
werden daher die Preise von 120<br />
Kernprodukten vorübergehend eingefroren.<br />
Dazu zählen:<br />
› Molkerei & Delikatessen: Metro Chef<br />
Eier<br />
› Wurstwaren: Berger Frankfurter, aro<br />
Gastro Saunaschinken<br />
› Tiefkühlfisch & Meeresfrüchte: aro<br />
Buffeträucherlachs<br />
› Konserven: Efko Delikatess Gurken<br />
› Einweg: Metro Professional Alufolie<br />
› Tiefkühlwaren: Metro Chef Schokoküchlein,<br />
Metro Chef Euro-Gemüsemix<br />
› Süsswaren & Backwaren: Rioba Cookies<br />
Caramel<br />
› Nährmittel: Wiener Zucker Normaloder<br />
Feinkristallzucker, Metro Chef<br />
Mayonnaise<br />
Die Preisgarantie-Produkte finden<br />
sich auch unter www.metro.at/preisgarantie<br />
und werden ggf. laufend aktualisiert.<br />
www.metro.at<br />
Besuchen<br />
Sie uns auf der<br />
„FAFGA Innsbruck“,<br />
Halle A,<br />
Stand-Nr. A 148!<br />
FÜR EIN GUTES BAUCHGEFÜHL<br />
Wir backen,<br />
was ehrlich ist.<br />
Foto: Edna<br />
Weit über hundert Jahre ist es her, <strong>das</strong>s in<br />
einer Backstube die ersten Brotlaibe über<br />
den Ladentisch gingen. Seitdem sind wir<br />
als Bäcker ein großes Stück weitergekommen.<br />
Gerade weil unsere Zutaten noch immer<br />
dieselben sind: regionale Rohstoffe, handwerkliches<br />
Können, die Liebe zur Tradition<br />
und die Lust an der Innovation. Aus dem<br />
niederösterreichischen Petzenkirchen bringen<br />
wir Freude ins Körberl. Von Apetlon bis Zürs.<br />
Und immer ofenfrisch.<br />
Erntezeit ist Kuchenzeit<br />
Im Herbst stehen wieder Äpfel am Speiseplan<br />
– etwa als Kuchen aus 100 %<br />
natürlichen Zutaten! Der Edna-Apfelkuchen<br />
soll dabei nicht nur wie selbstgebacken<br />
schmecken, sondern verspricht<br />
durch den hohen Anteil an Apfelstückchen<br />
auch besonders fruchtig zu sein. Der<br />
fertig gebackene Obstkuchen lässt sich<br />
dabei ganz individuell portionieren.<br />
www.edna.de<br />
Ihr Anton Haubenberger<br />
Bei uns liegt Genuss in der Familie.<br />
Seit fünf Generationen.<br />
www.haubis.at
40 BROT & GEBÄCK<br />
9/20<strong>22</strong><br />
Fotos: W. Hummer<br />
Da muss der Stempel drauf!<br />
Regional, traditionell und ein immaterielles Weltkulturerbe. Das Lesachtaler Brot darf sich zu<br />
Recht etwas Besonderes nennen.<br />
Von Petra Pachler<br />
Wenn Anita über <strong>das</strong> Brotbacken<br />
erzählt, dann ist ihr die Leidenschaft<br />
anzumerken. Anita ist<br />
Mehlspeisköchin und Brotbäckerin im<br />
Almwellnesshotel Tuffbad und für <strong>das</strong><br />
Brot im Haus zuständig. Für <strong>das</strong> Lesachtaler<br />
Brot, wohlgemerkt und dessen Kriterien<br />
sind streng definiert: Das Getreide<br />
muss ausschließlich aus dem Lesaschtal<br />
stammen und auch dort gemahlen werden<br />
– Weizen und Roggen – und in den<br />
Teig kommen nur Mehl, Wasser, Salz<br />
und Lesachtaler Honig. Ein echtes Sauerteigbrot<br />
eben. Aber wofür denn Honig?<br />
Der Honig ist für Farbe, Geschmack<br />
und die resche Kruste zuständig, erklärt<br />
Anita. 10 Getreidebauern bauen <strong>das</strong> Getreide<br />
für <strong>das</strong> echte Lesachtaler Brot an<br />
und beliefern damit Gastro- und Hotelbetriebe.<br />
Keimen lassen<br />
Der Weizen muss keimen, sagt Anita,<br />
und beim Lesachtaler Getreide ist der<br />
Keimling noch dabei und die Bauern<br />
müssen auch Saatgut für <strong>das</strong> nächste<br />
Jahr aufbehalten.<br />
Anita macht zuerst ein Anstellgut<br />
mit 50 gr Mehl und 50 gr Wasser und<br />
gibt diese Zutaten acht Tage lang immer<br />
dazu. „Und wenn es dann passt,<br />
nehm ich was weg für den Teig!“ Dieses<br />
Anstellgut lässt sie dann 12-14 Stunden<br />
reifen und am nächsten Tag dann<br />
nochmals drei Stunden und anschließend<br />
geht’s ans Kneten. Vier Minuten<br />
mischen und dann vier Minuten kneten<br />
ist Anitas Geheimnis für <strong>das</strong> Lesachtaler<br />
Brot, <strong>das</strong> gut eine Woche frisch bleibt.<br />
Die Probe, wann der Teig passt, macht<br />
sie mit nassen Händen: „Er muss sich<br />
ziehen lassen wie ein Strudelteig“, sagt<br />
Anita.<br />
Eine Knetmaschine steht zwar in<br />
der Küche, „aber eigentlich mache ich<br />
<strong>das</strong> meiste mit der Hand“, so Anita. Das<br />
dauert nur zehn Minuten und zu Hause<br />
macht sie es auch nicht anders. Anschließend<br />
lässt Anita den Teig noch<br />
eine Stunde gehen, dann noch eine halbe<br />
und dann kommt der Teig für eine<br />
Stunde in den Ofen. Sie gibt noch Leinsamen<br />
hinein und zum Schluss kommt<br />
der Stempel drauf – als Beweis, <strong>das</strong>s es<br />
sich hier um echtes Lesachtaler Brot<br />
handelt.<br />
Slow Food Presidio<br />
Das Besondere am Lesachtaler Brot, <strong>das</strong><br />
nur hier, im Westen von Kärnten hergestellt<br />
wird ist, <strong>das</strong>s es nur von den Bäuerinnen<br />
zu Hause, bzw.in den Gastronomie-<br />
und Hotelbetrieben hergestellt<br />
wird und sowohl in Elektroöfen als<br />
auch in Holzbacköfen gebacken wird.<br />
Das Brot ist Teil der Slow Food Philosophie,<br />
die im Lesachtal als erste Slow<br />
Food Travel Region der Welt durchgängig<br />
gelebt wird. Slow Food International<br />
erklärte <strong>das</strong> „Lesachtalerbrot“ im<br />
Zuge von „The Taste of Carinthia“ auf<br />
der Terra Madre - Salone del Gusto 2018<br />
in Turin zum Slow Food Presidio. Presidi<br />
sind Beispiele einer nachhaltigen<br />
Landwirtschaft, die lokale Ökosysteme<br />
und Traditionen berücksichtigen. Im<br />
Almwellnesshotel Tuffbad bäckt Anita<br />
noch einige weitere Brotsorten, aber der<br />
Stempel kommt nur auf <strong>das</strong> echte Lesachtaler<br />
Brot.<br />
www.lesachtalerbrot.at
9/20<strong>22</strong><br />
BROT & GEBÄCK 41<br />
Hummus für’s Brot<br />
Ausschlafen und lange<br />
frühstücken können<br />
kommt bei Gästen<br />
besonders gut an. Und<br />
wenn die Gäste nicht<br />
kommen können, dann<br />
kommt die Brunch-<br />
Box eben zu ihnen. Neben<br />
Klassikern haben<br />
sich Hummus und Falafel<br />
in den letzten beiden<br />
Jahren als Must-have entwickelt. Der deli dip Hummus<br />
natur ist nicht nur vegan, sondern hat im 170g-Becher auch<br />
die Größe für die cremige Freude in der Brunch-Box. deli dip<br />
bereitet den Hummus nach einem authentischen Rezept zu,<br />
reich an Kichererbsen (mindestens 60 Prozent) und Sesampaste<br />
(mindestens 15,5 Prozent) und verwendet nur Zutaten<br />
von bester Qualität. Die Falafel von deli dip sind mit Kräutern<br />
und Gewürzen fein abgeschmeckt. Für die Gastronomie haben<br />
sich die tiefgefrorenen Kichererbsen-Bällchen bewährt.<br />
Dem Frühstück oder Brunch steht so nichts mehr im Weg.<br />
www.delikat-essen.at<br />
Foto: deli dip<br />
Gebäck aus regionaler<br />
Herkunft<br />
Frisches Gebäck aus österreichischen<br />
Backstuben ist gefragt<br />
wie noch nie. Bei Metro liegt Gebäck<br />
in österreichischer Handwerksqualität<br />
in den Regalen,<br />
sorgfältig zubereitet aus österreichischen<br />
Zutaten. Ein Großteil der<br />
Backwaren ist mit dem AMA-Gütesiegel<br />
ausgezeichnet. Alle Produkte<br />
kommen aus zertifizierten<br />
Betrieben. Einige Metro Großmärkte<br />
werden von Ortslieferanten<br />
mit regionalen Gebäckspezialitäten<br />
beliefert.<br />
Das Unternehmen bietet Teiglinge tiefgekühlt, Gebäck<br />
halbgebacken und frisches Gebäck verzehrfertig. Profis aus<br />
der Gastronomie profitieren von dieser Vielfalt, weil sie mit<br />
wenigen Handgriffen den Produkten eine ganz persönliche<br />
Note verleihen können.<br />
www.metro.at<br />
Foto: Metro<br />
Online bis<br />
20 Uhr bestellen!<br />
webshop.linauer.at<br />
BESTE BACKSTUBE.<br />
BESTENS BERATEN.<br />
Das Rundum-Service für Gastronomie und<br />
Hotellerie – Jetzt Newsletter abonnieren<br />
und Rabatte sichern!<br />
Linauer Backstube GmbH • Bäckerstraße 1, 2493 Lichtenwörth<br />
026<strong>22</strong>/23 607 • office@linauer.at • linauer.at/b2b
42 BROT & GEBÄCK<br />
9/20<strong>22</strong><br />
Foto: Viktoria Kornfeld<br />
Foto: Linauer<br />
Backwaren für alle Bedürfnisse<br />
Die Linauer Backstube ist als Teil der<br />
Ankerbrot Gruppe der regionale Bäcker<br />
in Lichtenwörth in Niederösterreich<br />
und bietet ein Angebot für Gastro-<br />
Kunden. Die Produkte sind tiefgekühlt<br />
erhältlich – sie können ofenfrisch und<br />
bedarfsgerecht angeboten werden. Verwendet<br />
wird ausschließlich österreichisches<br />
Mehl.<br />
Ein besonderer Wert liegt auf handwerklicher<br />
Herstellung. „Unsere Konditor:innen<br />
und Bäcker:innen legen nicht<br />
nur viel Liebe in die Klassiker hinein,<br />
sondern lassen sich auch immer wieder<br />
neue Kreationen einfallen. Neben unserer<br />
großen Baguette-Vielfalt punkten<br />
auch besonders unsere handgezogenen<br />
Apfel- und Topfenstrudel. Auf saisonale<br />
Schwerpunkte gehen wir ebenso ein<br />
wie auf die besonderen Jahreszeiten wie<br />
Weihnachten, Allerheiligen, Ostern usw.<br />
Auch Ernährungstrends wie die vegane<br />
Ernährung oder Lebensmittelunverträglichkeiten<br />
finden sich in unserem Angebot<br />
wieder,“ sagt Bernhard Macher, Leitung<br />
Vertrieb Gastronomie. Etwa die letztes<br />
Jahr eingeführten veganen Schnitten<br />
mit Erdbeere und Haselnuss werden von<br />
Kunden gut angenommen. Dienstleistungen<br />
wie ein Geräteservice mit Backofen<br />
und Tiefkühlschränken, eine persönliche<br />
Kundenbetreuung mit individuellem Ansprechpartner<br />
und Schulungen sowie verlängerte<br />
Bestellzeiten im Webshop sind<br />
weitere Vorteile.<br />
www.linauer.at
9/20<strong>22</strong><br />
BROT & GEBÄCK 43<br />
Foto: Resch und Frisch<br />
Vielfältig aufgebrezelt<br />
Im Herbst hat die Brez‘n ihren Saisonauftakt<br />
und darf bei keinem Speisenangebot<br />
fehlen. Mit dem Resch und Frisch-<br />
System für die Gastronomie sind frische<br />
Brez’n zu jeder Tageszeit im Angebot.<br />
Personalengpässe, Küchenschluss oder<br />
kurzfristige Änderungen sind somit kein<br />
Problem: Benötigte Menge aus dem TK-<br />
Schrank nehmen, beim Gastro-Spezialofen<br />
<strong>das</strong> angegebene Backprogramm<br />
wählen und backen. Mit einer Backzeit<br />
von maximal fünf Minuten, für die Jour-<br />
Brez’n nur drei Minuten, sind die Snacks<br />
im Handumdrehen serviert. Jour-Brez’n,<br />
klassische Größe oder Jausenbrez’n im<br />
Maxi-Format – die Auswahl ist vielfältig<br />
und lässt sich in jedes Gastronomiekonzept<br />
integrieren. Auch als Snack<br />
zum Mitnehmen oder handliche Beilage<br />
macht <strong>das</strong> Produkt eine gute Figur.<br />
Durch die Möglichkeit, die Backwaren<br />
flexibel und bedarfsgerecht fertig zu<br />
backen, ist die Kalkulation besonders<br />
einfach und Lebensmittelabfall sowie<br />
Überschusswaren gehören der Vergangenheit<br />
an.<br />
www.resch-frisch.com<br />
Foto: Edna<br />
Zeit für ein Kürbisbrot<br />
Das Kürbiskernbrot des Tiefkühl-<br />
Bachwaren-Spezialisten Edna aus<br />
100 % natürlichen Zutaten bietet neben<br />
einer knusprigen Kruste den nussigen<br />
Geschmack von gerösteten Kürbiskernen<br />
und kräftigem Malz. Durch<br />
<strong>das</strong> 36-stündige kontrollierte Herstellungsverfahren<br />
sollen Kunden so ein<br />
Brot erhalten, <strong>das</strong> Gäste und Kunden<br />
zur Jause, als Beigabe zu herzhaften<br />
Gerichten oder am Buffet überzeugen<br />
kann.<br />
Vorteile:<br />
› Längliche Form für gleich große Scheiben<br />
› Ohne Zusatzstoffe<br />
› Vegan & laktosefrei<br />
www.edna.de
44 PORTRAIT<br />
9/20<strong>22</strong><br />
„Wann Feierabend ist, bestimmt<br />
jeder selbst“<br />
Der Name täuscht: Das zweite Ströck-Feierabend-Restaurant in Wien ist hauptsächlich ein<br />
Frühstücks- und Tageskonzept.<br />
Von Clemens Kriegelstein<br />
Foto: Lukas Lorenz<br />
Foto: Andreas Buchberger<br />
2014 hat die Bäckereikette Ströck mit<br />
dem „Ströck-Feierabend“ im 3. Bezirk<br />
in Wien erstmals auch gastronomischen<br />
Boden betreten. Vor wenigen<br />
Wochen fand die Eröffnung des zweiten<br />
Lokals dieses Namens in der Burggasse,<br />
im 7. Bezirk statt. Allerdings könnte<br />
der Name für Verwirrung sorgen: Geöffnet<br />
ist unter der Woche nämlich von<br />
6 bis lediglich 19 Uhr, am Wochenende<br />
von 7 bis 14 Uhr. Eine Mogelpackung<br />
also? Geschäftsführerin Gabriele Ströck<br />
lacht: „‚Ströck-Feierabend‘ steht für die<br />
kleine Auszeit vom Alltagsstress und<br />
die bewusste Pause. Das findet für viele<br />
Menschen schon vor der Arbeit beim<br />
Frühstück oder bei einem kurzen Kaffee<br />
statt. Andere gönnen sich gerne zu<br />
Mittag eine Pause und viele schätzen<br />
Foto: Ströck<br />
Geschäftsführerin Gabriele Ströck: „‚Ströck-Feierabend‘ steht für die kleine Auszeit<br />
vom Alltagsstress und die bewusste Pause.“<br />
nach der Arbeit die Entspannung bei einem<br />
guten Drink oder einem Glas Wein.<br />
Wann der Feierabend-Moment ist, bestimmt<br />
jeder selbst. Damit entspricht<br />
<strong>das</strong> Ströck-Feierabend-Konzept der zunehmenden<br />
Flexibilisierung der Arbeitswelt<br />
und der Selbstbestimmung der<br />
Menschen. Wir streben ab Herbst allerdings<br />
eine Ausdehnung der Öffnungszeiten<br />
in den Abend hinein an, um unseren<br />
Gästen auch einen ansprechenden Tagesausklang<br />
zu bieten.“<br />
Kurze Transportwege<br />
Prinzipiell wird im „Feierabend“ ganztägig<br />
Kulinarik rund ums Brot serviert.<br />
Ströck: „Als Bäckerfamilie schlägt unser<br />
Herz allerdings besonders für <strong>das</strong> Frühstück,<br />
<strong>das</strong> in der DNA unseres Brotberufs<br />
liegt. Die Karte wird laufend um saisonale<br />
Gerichte aus der Region erweitert und<br />
angepasst.“ Nahezu alle Produkte kommen<br />
aus der nächsten Umgebung, haben<br />
kurze Transportwege und verursachen<br />
sehr geringe CO2-Emissionen. Der<br />
passende Start in den Tag soll beispielsweise<br />
mit „Oma Ströcks Frühstückssemmel“<br />
(mit Bio-Spiegelei und gebratenem<br />
Bio-Beinschinken) klappen, „Feierabend<br />
Shakshuka“ (Ragout aus Paradeisern,<br />
Zucchini und Kichererbsen mit zwei<br />
Bio-Eiern und Gartenkräutern mit einem<br />
Stück Gebäck nach Wahl vom Brottisch)<br />
oder diversen klassischen Eiergerichten<br />
gelingen. Aber natürlich kommen<br />
auch Freunde des süßen Frühstücks oder<br />
von Wurst und Käse hier auf ihre Kosten.<br />
Untertags bietet man etwa „Paradeiser-<br />
Wassermelonen-Salat“, „Beef Tartar“, einen<br />
veganen „Feierabend Black Bean<br />
Burger“ oder ein „Grilled Cheese Sandwich“<br />
Frühstück bis zum späten<br />
Nachmittag<br />
Wann die richtige Zeit für ein Frühstück<br />
ist, entscheidet dabei der Gast relativ<br />
frei: Unter der Woche serviert die Crew<br />
um Restaurantleiter Stefan Scheichenstein<br />
bis Mittag Frühstück und am Wochenende<br />
bis in den späten Nachmittag<br />
– damit soll auch einem ausgedehnten<br />
Brunch mit Freunden nichts im Weg stehen.<br />
„Das gemeinsame Frühstück, After<br />
Work oder der Kaffee mit Freunden ist<br />
nach Jahren der Einschränkungen und<br />
Entbehrungen wieder ein Highlight für<br />
die Menschen. Auch geschäftlich trifft<br />
man sich wieder sehr gerne zum Essen.<br />
Dieser Trend hat bereits vor der Pandemie<br />
eingesetzt und sich in den letzten<br />
Jahren spürbar verstärkt“, so Gabriele<br />
Ströck abschließend.<br />
stroeck-feierabend.at
9/20<strong>22</strong><br />
BROT & GEBÄCK 45<br />
Neues aus der Backstube<br />
Die Form macht den veganen Haubis<br />
Kartoffelring zu einem einzigartigen<br />
Gebäckstück. Der Kartoffelanteil<br />
verleiht diesem saftigen Ring<br />
den aromatischen Geschmack und<br />
eine angenehme Kartoffelnote. Im<br />
Haubis Aktiv Weckerl trifft bestes<br />
Weizen-, Roggen- und Dinkelmehl<br />
aus Österreich auf ausgesuchtes Gemüse<br />
und wertvolle Saaten. Angereichert<br />
mit Vitamin D tut <strong>das</strong> dem Organismus rundum gut.<br />
Ein Weckerl deckt 50 Prozent der empfohlenen Tagesmenge<br />
an Vitamin D. Das neue Haubis Algenwurzerl zeigt auf den<br />
ersten Blick, was in ihm steckt. Haubis bäckt mit Weizenmehl<br />
aus Österreich und einer feinen, wertvollen Zugabe von<br />
Spirulina-Algen. Daher auch die überraschende Farbnuance<br />
in der Krume. In Kombination mit der knusprigen Kruste,<br />
der kompakten Form und den einzigartigen Zutaten kombiniert<br />
<strong>das</strong> Haubis Algenwurzerl Geschmack und Genuss in<br />
einem veganen Weckerl.<br />
www.haubis.at<br />
<br />
FAFGA Messe: Halle A.0, Stand A148<br />
Foto: Haubis<br />
Brot aus der Dose<br />
Die Bäckerei Ferdinand Teschl<br />
aus Pirching am Traubenberg<br />
in der Steiermark hat zwei<br />
neue Produkte in Bio-Qualität<br />
mit natürlich längerer Haltbarkeit<br />
entwickelt. Das hefefreie<br />
Roggenbrot in der Dose bietet<br />
eine Alternative zu altbekannten<br />
Dosenbroten. Das Getreide,<br />
in dem Fall ausschließlich Roggen, stammt wie bei allen<br />
Produkten der Bäckerei zu 100 Prozent aus Österreich. Ganz<br />
ohne Getreide kommt <strong>das</strong> hefefreie SmartBread in der Dose<br />
aus glutenfreien Zutaten aus: Wie auch die bekannten Frischbrote<br />
der Marke punktet <strong>das</strong> Pendant in der Dose durch sehr<br />
gute Nährwerte. Das Besondere an beiden Produkten ist die<br />
Bio-Qualität in Kombination mit der langen Haltbarkeit von<br />
jeweils mindestens drei Jahren. Die Haltbarmachung erfolgt<br />
durch Sterilisation ohne Zugabe von Konservierungsstoffen<br />
oder anderer Zusätze. Die Dosen werden ebenso in Österreich<br />
hergestellt, sie bestehen aus Weißblech und sind somit aluminiumfrei<br />
und recyclingfähig.<br />
www.eatsmartbread.at<br />
Foto: Smartbread<br />
Blattgelatine Gold<br />
einfach exzellent gelierenDirektlink zu Gelatine-<br />
Als wirtschaftliche Alternative gibt es ab jetzt die<br />
neue Sorte Gold-Blattgelatine 750 g von Dr. Oetker Professional<br />
mit sehr hoher Gelierkraft und sehr hoher Reinheitsstufe<br />
Hintergrundwissen<br />
neu<br />
ca.<br />
375 Blatt<br />
für ca.<br />
31 Liter<br />
Speisegelatine zum Festigen von Oberstorten,<br />
Cremen, Gelees und Sülzen.<br />
Vorteile<br />
Speisegelatine in Blattform<br />
sehr hohe Gelierkraft (210 Bloom) und<br />
Ergiebigkeit, denn verglichen mit anderen<br />
Gelatine-Produkten entspricht 1 kg Gold-<br />
Gelatine ca. 500 Blatt Gelatine für ca. 42 Liter<br />
sehr hohe Reinheitsstufe (Gold-Qualität)<br />
geschmacksneutral, geruch- & farblos<br />
Dr. Oetker GmbH, Ringmauergasse 9/1, 9500 Villach, www.oetker-professional.at<br />
sehr hohe Wirtschaftlichkeit je Blatt im<br />
Vergleich zu anderen Gelatine-Produkten
Wurst ist nicht<br />
gleich Wurst
9/20<strong>22</strong><br />
SCHINKEN & WURST 47<br />
Frankfurter, Käsekrainer, Salami und Co., was wäre der Österreicher ohne seine geliebte Wurst.<br />
<br />
Text & Fotos: Andrea Jungwirth<br />
Aufschnitt zur Jause, Bratwürstel<br />
zum Grillen oder verschiedene<br />
Schmankerl, wie geselchte<br />
Hauswürste und feine Kalbspariser,<br />
zum Abendessen. Ein schneller Imbiss<br />
am Würstelstand ist heimische Genusskultur<br />
und Frankfurter Würstel,<br />
Burenwurst und Krainer schmecken<br />
am „Standl“ mit Wiener Schmäh beinahe<br />
zu jeder Tageszeit. Doch hochwertige<br />
und handwerklich gut gemachte Würste<br />
muss man manchmal schon suchen. Den<br />
Würstelstand, der gute Würstel verkauft,<br />
den sollte man regelmäßig besuchen, damit<br />
er überlebt. Vielleicht gehört er in<br />
Zukunft, ähnlich wie die Wiener Kaffeehauskultur,<br />
zum immateriellen Kulturerbe.<br />
Viele Beilagen, wenig Wurst<br />
Wurst hat nicht den besten Ruf. Sie gilt<br />
als salzig, fett und somit ungesund. Aber<br />
wie immer, kommt es auf die Menge<br />
an. Größere Mengen an tierischem Fett<br />
durch Fleisch, Butter oder Wurst gelten<br />
als schädlich, da sie <strong>das</strong> Risiko für Herz-<br />
Kreislauf-Krankheiten erhöhen. Daher<br />
sollte Wurst etwas Besonderes bleiben,<br />
<strong>das</strong> nicht täglich auf dem Speiseplan<br />
steht. Wer sich abwechslungsreich ernährt<br />
und regelmäßig Sport betreibt,<br />
kann dann auch einmal zu fetteren Sorten<br />
greifen.<br />
Wer gerne öfter Fleisch oder Wurst<br />
isst, aber sich trotzdem gesund ernähren<br />
möchte, kann die Portionsgrößen verkleinern<br />
und die Beilage zur Hauptspeise<br />
machen. Schwerer haben es Wurstliebhaber,<br />
die gerne ganze Würste wie<br />
Käsekrainer oder Bratwurst essen. Denn<br />
dabei landen schnell viele ungesättigte<br />
Fettsäuren und Kalorien auf dem Teller.<br />
Auch hier empfiehlt es sich, auf die Beilagen<br />
zu achten. Zusätzliche Kalorienbomben<br />
wie Pommes frites oder Saucen<br />
schlagen mehr zu Buche als Brot oder<br />
leichte Salate.<br />
Wie fett ist Wurst und Schinken?<br />
Zur Wurst gehört auch Fett. Es macht<br />
sie saftig und streichfähig und viele Gewürze<br />
entfalten erst in Verbindung damit<br />
ihr volles Aroma. Je nach Sorte schwankt<br />
der Fettgehalt stark und kann sogar ganz<br />
beträchtlich ausfallen. Ist bei der Salami<br />
<strong>das</strong> Fett deutlich erkennbar, so ist dieses<br />
in homogenen Wurstsorten meist<br />
versteckt und nur schwer einschätzbar.<br />
Je nach Rezeptur bewegt sich der Fettgehalt<br />
zwischen fünf und fast 50 Prozent.<br />
Schlägt die magere Krakauer mit<br />
nur sechs Prozent Fett zu Buche, so sind<br />
es bei der Kantwurst bereits 46 Prozent.<br />
Wiener oder Polnische liegen mit etwa<br />
20 bis 25 Prozent im Mittelfeld. Wahre<br />
Kalorienbomben sind Streichwürste.<br />
Egal, ob Met-, Leber- oder feine Teewurst,<br />
alle Pasteten und Streichwürste enthalten<br />
über 30 Prozent Fett.<br />
Schinken ist im Gegensatz zu verschiedenen<br />
Würsten fettarm. Aber Fett<br />
bedeutet Geschmack und besonders guter<br />
Schinken hat einen Fettrand, der zusätzlich<br />
auch dafür sorgt, <strong>das</strong>s der Schinken<br />
saftig ist. Der tatsächliche Gehalt<br />
kann aber stark variieren. Sogenannte<br />
Wellnessschinken enthalten nur 2 bis<br />
5 Prozent Fett, ein Beinschinken auch<br />
nur etwa 6 Prozent, mit einem schmackhaften<br />
Fettrand oder gar vom Mangalitzaschwein<br />
auch mal 20 Prozent oder<br />
mehr.<br />
Das Trio vom Würstelstand<br />
Des Wieners Frankfurter: Österreich ist<br />
ein Wurstland und Schinken, Extrawurst<br />
und Frankfurter sind die meistverkauften<br />
Wurstsorten im Land. Beim Fleischkonsum<br />
liegt Österreich mit etwas über 60 kg<br />
Fleisch pro Jahr und Person im Spitzenfeld.<br />
Rund die Hälfte des Frischfleisches<br />
wird zu Wurst, Schinken, Speck, Pasteten<br />
und anderen Fleischwaren verarbeitet,<br />
Zucchinigulasch<br />
Zutaten für 4 – 6 Personen:<br />
2 Paar Frankfurter Würstel<br />
2 Krainer oder Debreziner<br />
2 – 3 nicht zu kleine Zucchini<br />
1 große Zwiebel<br />
4 Knoblauchzehen<br />
1 Spritzer Essig<br />
2 Esslöffel Mehl<br />
Salz und Pfeffer<br />
1 frischer Thymianzweig<br />
Paprikapulver<br />
etwas Chilipulver<br />
› Olivenöl zum Anbraten<br />
1. Würstel in dünne Scheiben schneiden, Zucchini putzen und in<br />
mundgerechte Stücke schneiden.<br />
2. Zwiebel und Knoblauch schälen, Zwiebel schneiden und den Knoblauch<br />
durch eine Presse drücken.<br />
3. Würstel in einem Topf in etwas Olivenöl rundherum gut anbraten.<br />
Danach die Würsteln auf einen Teller geben. In etwas Olivenöl Zucchini<br />
und Zwiebel anbraten. Danach Würstel dazugeben.<br />
4. Das Ganze mit Mehl stauben und leicht anschwitzen, mit Wasser<br />
aufgießen und kurz köcheln lassen.<br />
5. Alles mit Paprika, Salz, Pfeffer, gepresstem Knoblauch und etwas<br />
Chili würzen, einen frischen Thymianzweig dazugeben und mit einem<br />
Spritzer Essig abschmecken. Das Zucchinigulasch etwa 10 Minuten<br />
köcheln lassen, bis die Zucchini weich, aber nicht matschig sind. Das<br />
Gulasch nochmals pikant abschmecken.
48 SCHINKEN & WURST<br />
9/20<strong>22</strong><br />
Tipp aus der Praxis<br />
Klar gestellt:<br />
Abgelaufen, aber okay<br />
Beim Griff in den Kühlschrank fällt<br />
der Blick auf <strong>das</strong> Mindesthaltbarkeitsdatum<br />
des Joghurts: Es ist seit<br />
einem Tag abgelaufen. Statt zu prüfen,<br />
ob der Inhalt noch in Ordnung<br />
ist, landet die Packung im Müll. So<br />
machen es viele. Doch meist ist<br />
<strong>das</strong> Produkt noch völlig in Ordnung<br />
und könnte bedenkenlos getrunken<br />
oder gegessen werden. Viele Lebensmittel<br />
mit abgelaufenem Mindesthaltbarkeitsdatum<br />
sind nicht<br />
verdorben, denn <strong>das</strong> Mindesthaltbarkeitsdatum<br />
ist kein Verfallsdatum<br />
und auch kein Wegwerfdatum!<br />
Es sagt nur aus, <strong>das</strong>s <strong>das</strong> Lebensmittel<br />
bis zu diesem Tag bei sachgemäßer<br />
Lagerung in Ordnung sein<br />
muss.<br />
Meist ist ein Lebensmittel länger<br />
haltbar, wie lange, hängt von<br />
Produkt und Lagerung ab. Trockene<br />
Lebensmittel wie Nudeln, Reis oder<br />
Linsen können noch monatelang<br />
danach gegessen werden. Hartkäse,<br />
Speck oder Joghurt halten sich<br />
im Kühlschrank auch etliche Tage<br />
länger. Wer auf Nummer sicher gehen<br />
möchte, prüft, ob die Lebensmittel<br />
in Geruch und Aussehen in<br />
Ordnung sind und wer noch mehr<br />
Sicherheit möchte, erhitzt <strong>das</strong> Lebensmittel<br />
einfach. Aus Hartkäse<br />
werden Käsespätzle, aus der Milch<br />
Palatschinken und aus dem Schinken<br />
oder Speck ein Gröstl.<br />
Vorsicht ist jedoch bei leicht verderblichen<br />
Lebensmitteln geboten.<br />
Diese werden nämlich mit dem<br />
Verbrauchsdatum – „zu verbrauchen<br />
bis“ – gekennzeichnet. Es ist<br />
auf leicht verderblichen Produkten<br />
wie Faschiertem oder Geflügel zu<br />
finden. Solche Produkte sollten unbedingt<br />
davor gegessen werden.<br />
Mag. Andrea Jungwirth<br />
Ernährungswissenschafterin<br />
Foto: Andrea Jungwirth<br />
Je nach Sorte der Wurst schwankt der Fettgehalt stark.<br />
Fotos: Andrea Jungwirth<br />
wobei <strong>das</strong> Produktangebot sehr groß ist.<br />
Und trotz der Vielfalt zählen Frankfurter<br />
zu den beliebtesten Würsteln in Österreich.<br />
Was dem Schweizer <strong>das</strong> „Wienerli“<br />
ist, ist dem Deutschen <strong>das</strong> „Wiener<br />
Würstchen“. Bei uns sind es einfach<br />
Frankfurter, in der Regel aus Schweineund<br />
Rindfleisch und in Saitling abgefüllt.<br />
Die Brühwürste bekommen ihr besonderes<br />
Aroma durch <strong>das</strong> Räuchern, und<br />
die goldgelben Würsteln, die man gerne<br />
mit Senf und Kren isst, schmecken nicht<br />
nur am Würstelstand. Sie sind ideal für<br />
den kleinen Hunger und <strong>das</strong> Zubereiten<br />
ist zwar keine Wissenschaft, aber in der<br />
eigenen Küche werden sie dann oft mit<br />
„Reißverschluss“ gegessen. Denn eines<br />
dürfen Frankfurter nie: Kochen. Wenn<br />
Frankfurter im Topf mit Wasser platzen,<br />
dann ist es zu heiß geworden. Wenn<br />
Wasser kocht, erhitzen sich die Luftblasen<br />
in der Wurst und suchen ihren Weg<br />
nach draußen, die Frankfurter platzen.<br />
Daher immer erst <strong>das</strong> Wasser im Topf<br />
zum Kochen bringen, den Topf von der<br />
Herdplatte nehmen, die Würstel einlegen<br />
und 10 bis 15 Minuten ziehen lassen.<br />
So gelingen Frankfurter garantiert,<br />
die beliebten Würste, deren Zubereitung<br />
meist wenig Beachtung geschenkt wird.<br />
A „Eitrige“: Zum Standardprogramm<br />
am Würstelstand gehört die Käsekrainer,<br />
eine Variante der Krainer. Die leicht<br />
geräucherte Brühwurst besteht aus grobem<br />
Brät aus Schweine- und Rindfleisch,<br />
mit einem Anteil von 10 bis 20 Prozent<br />
Käse, wie etwa Emmentaler. Beim Braten<br />
schmilzt der Käse und die Wursthaut<br />
platzt, daher stammt auch wohl die beinahe<br />
liebevolle Bezeichnung des Wieners<br />
für die Wurst. Wer eine „Eitrige“ bestellt,<br />
bekommt eine knusprig gebratene Käsekrainer.<br />
Und die ist nach wie vor ein Verkaufshit<br />
am Würstelstand. Aber einfach<br />
nur die Wurst anbraten, um eine perfekte<br />
Käsekrainer zu bekommen, ist zu wenig.<br />
Sie wird zuvor gestupft. Die Wurst<br />
wird mit einer Gabel mehrmals angestochen,<br />
so<strong>das</strong>s der Käse beim Braten besser<br />
ausfließen kann und sich eine schöne<br />
Kruste bildet. Das braucht aber Zeit, zu<br />
hoch darf die Brattemperatur dafür nicht<br />
sein, damit der Käse nicht verbrennt. Für<br />
eine besonders knusprige Haut wird die<br />
Wurst auch noch vor dem Anbraten mit<br />
Öl bepinselt.<br />
A haße Burenwurst: Die Burenwurst<br />
ist eine grobe, relativ fetthaltige Brühwurst<br />
aus Rind- und Schweinefleisch,<br />
Speck, Salzstoß (eingesalzene Schlachtreste),<br />
Wasser und Kartoffelstärke und<br />
ein Klassiker am Würstelstand. Sie wird<br />
nicht gebraten, sondern traditionell nur<br />
gesotten und mit Senf, Kren und Gebäck<br />
serviert. Wer will, bestellt einen scharfen,<br />
eingelegten Pfefferoni zur „Haßn“.<br />
Aber auch wenn die Wurst nur gesotten<br />
wird, kann man einiges falsch machen.<br />
Die ideale Temperatur des Kochwassers<br />
ist knapp unter dem Siedepunkt, bei der<br />
die Wurst hineinlegt wird. Danach sind<br />
72 bis 78 Grad Celsius, maximal 80 Grad<br />
Celsius ideal und die Wurst darf 15 Minuten<br />
ziehen. Soweit so gut, aber für <strong>das</strong><br />
besondere Aroma braucht es etwas Salz<br />
oder Suppenwürfel im Kochwasser, besser<br />
noch eine sogenannte Opferwurst.<br />
Eine Wurst wird geopfert und kommt<br />
ins Kochwasser, bis sie platzt und ihren<br />
Geschmack ans Wasser abgibt. Die restlichen<br />
Würstel werden im aromatisierten<br />
Kochsud gesotten.
9/20<strong>22</strong><br />
SCHINKEN & WURST 49<br />
Tierwohl und Regionalität<br />
Herkunft, Tierwohl und klimafreundliche<br />
Produktionsbedingungen<br />
sind Themen,<br />
die uns alle, und im Besonderen<br />
die Gastronomie, auch zukünftig<br />
begleiten werden. Unter<br />
Berger Tierwohl werden<br />
fünf verschiedene Schinkenund<br />
Wurstspezialitäten sowie<br />
Frischfleisch vertrieben.<br />
Die Berger Tierwohl-Produkte<br />
sind durch die „Gesellschaft<br />
!Zukunft Tierwohl!“ mit dem<br />
„Tierwohl verbessert-Siegel“ zertifiziert<br />
und auch für den Gastro-Großhandel<br />
verfügbar.<br />
Die Tiere für <strong>das</strong> Berger Tierwohl-<br />
Programm wachsen bei bäuerlichen Zulieferbetrieben<br />
in Niederösterreich auf,<br />
können ihre Instinkte – von der Bewegung<br />
bis hin zu Sozialkontakten – ausleben<br />
und werden natürlich mit gentechnikfreiem<br />
Futter aus dem Donauraum gemästet.<br />
Die Tiere haben 100% mehr Platz<br />
als gesetzlich vorgeschrieben, Auslauf ins<br />
Freie und weiche Stroheinstreu.<br />
www.berger-schinken.at/tierwohl/<br />
Foto: Berger<br />
Salami Sticks<br />
gibt’s jetzt auch<br />
mit Knoblauch<br />
Anlässlich des „Tags der Salami“<br />
am 7. September hat der<br />
steirische Salami-Hersteller Loidl<br />
die neue Salami Sticks Sorte<br />
„Knoblauch“ präsentiert. Den<br />
intensiven, aromatischen Geschmack<br />
verdankt die neue Variante<br />
dabei österreichischem<br />
Schweinefleisch, <strong>das</strong> mit Knoblauch<br />
verfeinert wird. „Unsere<br />
Salami Sticks sind ein beliebter<br />
Snack. Wir freuen uns daher ein<br />
weiteres Geschmacks-Highlight<br />
in dieser Knoblauch-Snack-Variante<br />
anbieten zu können“, so Norbert<br />
Marcher, Geschäftsführer der<br />
Marcher Fleischwerke, zu denen<br />
die Marke Loidl gehört.<br />
Salami ist eine der beliebtesten<br />
Wurstsorten im Land – rund<br />
4.600 Tonnen wurden im letzten<br />
Jahr in Österreich genossen. Der<br />
„Tag der Salami“ wurde im Jahr<br />
2006 von der Gesellschaft zur<br />
Würdigung der Salami (SAS) im<br />
US-amerikanischen Henrico (Virginia)<br />
ins Leben gerufen, um die<br />
Salami besonders zu ehren.<br />
www.loidl-spezialitaeten.at<br />
Foto: Gierlinger<br />
Knuspriger Speckgenuss<br />
Er darf auf keinem Frühstücksbuffet<br />
fehlen: ein knusprig gebratener Bacon.<br />
Corona hat ihn von vielen Frühstückskarten<br />
verschwinden lassen, durch Hygienevorschriften<br />
oder fehlendem Personal<br />
zum Ausbraten. Gierlinger bietet<br />
mit seinem Crispy Bacon eine Lösung<br />
für Hoteliers, die nicht nur den Aufwand<br />
in der Küche, sondern auch den Geruch<br />
deutlich verringert. Zarter Bacon in<br />
Ausbratstufen von 30 bis 70 Prozent für<br />
Frühstücksbuffets, für Burger oder zum<br />
Garnieren begeistert Gäste. Auch für<br />
Liebhaber des frischen Bratens hat Gierlinger<br />
etwas im Angebot: Den Premium<br />
Bacon auf Backpapier, der ab sofort in<br />
1/1-Gastronorm erhältlich ist.<br />
www.gierlinger-holding.com<br />
Foto: Loidl
Vertraute Bayrische<br />
Küche
ETHNO<br />
FOOD<br />
9/20<strong>22</strong> ETHNO-KÜCHE<br />
51<br />
Obwohl durch eine Grenze getrennt, scheint Österreich und Bayern kulinarisch mehr zu verbinden,<br />
als zu trennen. <br />
Text & Fotos: Andrea Jungwirth<br />
Die Einwohner beider Länder lieben<br />
es herzhaft und deftig, Knödel,<br />
Schweinsbraten, Kraut, Leberkäse<br />
und Würste, aber auch<br />
in Schmalz gebackene Mehlspeisen<br />
sind typische Schmankerl beider Länder.<br />
Und wen verwundert es? Die Bayrische<br />
Küche entwickelte sich am Hof<br />
der bayrischen Herzöge, die sich an<br />
der böhmischen und österreichischen<br />
Küche, vor allem aus Tirol und Salzburg,<br />
orientierte. Daher auch die kulinarische<br />
Übereinstimmung bei der<br />
Vorliebe zu Kaiserschmarren, Krapfen,<br />
Knödel und Schweinsbraten, durch<br />
französische Einflüsse aus Napoleons<br />
Zeiten für Frikassee und Ragouts. Ähnlich<br />
wie die Wiener Küche ist auch die<br />
bayrische voller Einflüsse der Nachbarn<br />
beider Länder.<br />
Mehr als nur „Wiesn“-gerichte<br />
Im Ausland steht die bayrische Küche<br />
oft stellvertretend für die deutsche Küche.<br />
Schuld daran ist <strong>das</strong> jährliche Oktoberfest<br />
in München, der weiß-blauen<br />
Landeshauptstadt. Zahlreiche Gäste<br />
aus aller Welt feiern mit Bier und typischen<br />
bayrischen Spezialitäten und<br />
verbinden damit die deutsche Küche<br />
und Lebensweise. Doch der Freistaat<br />
ist nur ein kleiner Teil des Landes, die<br />
Spezialtäten der anderen Bundesländer<br />
sind meist weniger bekannt. Wenn<br />
„O’zapft is“ dann dominieren bayrische<br />
Folkore, Unmengen von Bier und<br />
herzhafte Gerichte wie Ochsenbraten,<br />
Biertbratl, Brezen, Weiß- und Bratwürste.<br />
Die echte bayrische Küche hat<br />
aber mehr zu bieten.<br />
Lieber <strong>das</strong> heimische „s“<br />
Trotz der vielen Gemeinsamkeiten<br />
unserer Küchen beginnen die Unterschiede<br />
bereits in der Sprache und<br />
mögen sie noch so klein sein. Das geliebte<br />
Schwein perfekt zubereitet als<br />
schmackhafter Braten, überzeugt in<br />
unserem Land als Schweinsbraten,<br />
während unseren bajuwarischen Nachbaren<br />
aus dem „s“ lieber ein „e“ machen<br />
und den Schweinebraten genießen.<br />
Dieser winzig kleine sprachliche<br />
Unterschied trifft auf den Braten zu,<br />
bei der Hax‘n sind wir wieder vereint.<br />
Und so trennen und verbinden Braten<br />
und Hax‘n sprachlich, aber auch geschmacklich.<br />
Bei uns kommt an <strong>das</strong> Fleisch Kümmel,<br />
Knoblauch, Salz und Pfeffer, und<br />
sonst nichts, der Saft ist meist ein Natursaftl,<br />
eventuell in manchen Gegenden<br />
mit Most aufgegossen. Der Bayer<br />
würzt auch mal mit etwas edelsüßem<br />
Paprika <strong>das</strong> Fleisch und liebt seine kräftige<br />
oft auch gebundene Sauce zum<br />
Fleisch.<br />
Wurzelgemüse kommt zum Bratenansatz<br />
und meist wird mit Bier aufgegossen.<br />
Unsere Nachbarn genießen<br />
einfach gerne mit etwas mehr Sauce.<br />
Als Beilage passen immer Knödel, Knö-
52 ETHNO-KÜCHE<br />
9/20<strong>22</strong><br />
Fotos: Andrea Jungwirth<br />
del und nochmals Knödel. Da sind wir<br />
uns sehr ähnlich. Neben dem Klassiker,<br />
dem Semmelknödel, überzeugt jenseits<br />
der Grenze der Brezenknödel und viel<br />
öfter als bei uns auch der Kartoffelknödel.<br />
Das Kraut dazu darf beiderseits der<br />
Grenze nicht fehlen, typisch bei uns der<br />
warme Krautsalat, über der Grenze darf<br />
es auch mal Blaukraut dazu sein, bei<br />
uns unvorstellbar.<br />
Rahmschwammerl sind unsere<br />
Schwammerlsaucen, am besten mit<br />
Semmelknödel serviert, Fleischpflanzerl<br />
unsere Fleischlaberl, Krautwickel<br />
unsere Krautroulade. Zwetschgentadschi<br />
ist unser Zwetschkenkuchen oder<br />
-fleck, Küchlein die Krapfen und Auszogene<br />
unsere Bauernkrapfen.<br />
Die Kombination macht es aus<br />
Ohne die passenden Beilagen kommen<br />
nur wenige Gerichte aus. Und bestimmte<br />
Beilagen passen perfekt und<br />
kann man nicht einfach so ersetzen, da<br />
man von Kindesbeinen an damit vertraut<br />
ist. Gewisse Kombinationen sind<br />
mitunter für andere gewöhnungsbedürftig,<br />
wer damit aufgewachsen ist,<br />
für den sind sie selbstverständlich. So<br />
etwa der Kärntner Reindling, eine süße<br />
Germteigspezialität, oft mit Rosinen<br />
und Nüssen gefüllt, die in Kärnten zu<br />
Ostern mit würzigem Schinken gegessen<br />
wird. Eine Kombination, die oft nur<br />
echte Kärntner wirklich lieben. Doch es<br />
muss ja nicht immer so ungewöhnlich<br />
sein. Manches ist einfach nur wenig bekannt<br />
und gebräuchlich, schmeckt aber<br />
beinahe jedem Gaumen. So verwenden<br />
unsere Nachbarn gerne Lebkuchen in<br />
der Sauce zu Sauerbraten, Gurken im<br />
Kartoffelsalat oder Kartoffelsalat zur<br />
Bratwurst. Die geliebte Brezen passt<br />
beinahe überall dazu.<br />
Vorliebe für würzigen Käse<br />
Vieles ist ähnlich wie der Wurstsalat,<br />
Ripperl oder Käsespätzle. Aber ein<br />
Obazda ist für Nicht-Bayern gewöhnungsbedürftig.<br />
Der Aufstrich wird<br />
aus reifem Cambembert oder verschiedenen<br />
reifen, weichen Käsesorten<br />
mit viel Butter und Gewürzen „abgebazt“.<br />
Alle Zutaten werden also gut<br />
zusammengedrückt und vermischt.“ „A<br />
Obazda“ kommt immer nur aus Bayern,<br />
denn der Name ist seit 2015 geschützt<br />
und er darf sich nur so nennen, wenn es<br />
tatsächlich in Bayern hergestellt wurde.<br />
Der würzige Quargelaufstrich beim<br />
Wiener Heurigen ist <strong>das</strong> milde österreichische<br />
Pendant dazu.<br />
Knödel über alles<br />
Der Semmelknödel hat es uns beiden<br />
angetan. Er ist auch eine klassische<br />
Resteverwertung, die aus altbackenen<br />
Semmeln oder Brezen bereitet<br />
wird. Bleiben Knödel übrig, so werden<br />
typisch österreichisch daraus Geröstete<br />
Knödel mit Ei und dazu ein Blattsalat<br />
bereitet. Eine Besonderheit unseres<br />
Nachbarn sind die bayrischen Essigknödel.<br />
Übrig gebliebene Semmelknödel<br />
werden dazu in dünne Scheiben<br />
oder Stücke geschnitten und zusammen<br />
mit Zwiebel, Schnittlauch, Essig,<br />
Öl, Salz und Pfeffer wie Salat zubereitet<br />
oder mit Tomaten, Weißwürsten oder<br />
Blattsalaten verfeinert. Schmackhaft<br />
und typisch bayrisch.
9/20<strong>22</strong><br />
ADVERTORIAL 53<br />
Köstliches aus dem Biergarten<br />
Ein kühles Getränk und mit guten<br />
Freunden gemütlich feiern: Der Besuch<br />
im Biergarten oder bei einem der<br />
vielen Zelt- und Oktoberfesten gehört<br />
zum Sommer unverzichtbar dazu. Ebenso<br />
die deftigen Köstlichkeiten, die unter<br />
freiem Himmel besonders gut schmecken.<br />
Hier gibt es gewisse Fixstarter im<br />
Gastgarten und beim Zelt-Fest. Denn<br />
zum liebgewonnenen jährlichen Fest im<br />
Dorf oder auf der großen Wiesn gehört<br />
<strong>das</strong> Grillhähnchen dazu. Das sehen viele<br />
Genießer beim abendlichen Besuch im<br />
Biergarten auch so.<br />
Für die Würzung und knusprige Haut<br />
sorgt Hendl Knuspri. Das köstlich harmonische<br />
Gewürzsalz von Wiberg garantiert<br />
Grill- und Brathähnchen sowie<br />
anderen Geflügelspezialitäten einen einzigartigen<br />
Auftritt. Manches Lokal – wie<br />
etwa <strong>das</strong> Schweizerhaus in Wien – hat<br />
mit der Zubereitung eines anderen Gerichts<br />
Kultstatus erlangt: die Rede ist<br />
von der Schweinshaxe. Die Stelze kann<br />
mit dem Gewürzsalz Schweins-Knuspri<br />
fein oder Schweins-Knuspri rustikal<br />
schmackhaft zubereitet werden. Beide<br />
Mischungen begeistern mit Kümmel,<br />
Pfeffer und Knoblauch. Krosse Haut und<br />
saftig-zartes Fleisch sind hier garantiert.<br />
Und was passt besser zu einem kühlen<br />
Bier als ein saftiges Grillsteak vom<br />
Schweinenacken oder vom Rind? Gut<br />
durchzogen sorgt der richtige Fettanteil<br />
für Geschmack und zarten Genuss. In der<br />
kräftigen Würzmischung Steak-Pfeffer<br />
beschert <strong>das</strong> Zusammenspiel von Pfeffer,<br />
Paprika und Zwiebel sowie Tomate<br />
und Vanille Gaumenfreuden. Wiberg präsentiert<br />
<strong>das</strong> Rezept Hendlhaxerl „Pannonische<br />
Art“.<br />
www.wiberg.eu<br />
Fotos: Frutarom<br />
Hendlhaxerl „Pannonische Art“ mit Paprikakraut & Kartoffelchips<br />
Zutaten:<br />
› 20 Stk. Hühnerunterkeulen à<br />
90 g<br />
› 30 g WIBERG Hendl-Knuspri<br />
Paprikakraut:<br />
500 g Zwiebeln<br />
2 kg Weißkraut<br />
300 g gelbe Paprika<br />
› 40 ml WIBERG Natives<br />
Oliven-Öl Extra Andalusien<br />
› 1 EL WIBERG Paprika Rubino,<br />
delikatess<br />
› 1 TL WIBERG Ursalz pur fein<br />
› 1 TL WIBERG Kümmel,<br />
gemahlen<br />
› 3 Stk. WIBERG Lorbeerblätter,<br />
ganz<br />
› 250 ml Wasser<br />
› 6 g WIBERG<br />
Vital-Gemüse-Bouillon<br />
› 50 ml WIBERG AcetoPlus<br />
Passionsfrucht<br />
Kartoffelchips:<br />
2 kg Kartoffeln<br />
› 20 g WIBERG Pommes Frites<br />
Garnitur:<br />
10 Stk. Rosmarin frisch<br />
› 40 ml WIBERG AcetoPlus<br />
Passionsfrucht<br />
Für die Hendlhaxerl die Hühnerunterkeulen mit Hendl-Knuspri<br />
einreiben und eine Stunde gekühlt ziehen lassen. Im<br />
Kombidämpfer kurz dämpfen und dann bei <strong>22</strong>0 °C Heißluft<br />
ca. 20 Minuten goldbraun braten. Für <strong>das</strong> Paprikakraut die<br />
Zwiebelwürfeln in Oliven-Öl goldgelb anrösten und vom<br />
Feuer nehmen. Mit Paprika Rubino paprizieren, Gewürze<br />
zugeben und mit Vital Gemüse-Bouillon aufgießen. Das<br />
Weißkraut zugeben und ca. 30 Minuten dünsten. Die Paprikawürfel<br />
in etwas Oliven-Öl rösten, mit AcetoPlus Passionsfrucht<br />
ablöschen, mit Ursalz würzen und anrichten. Für die<br />
Kartoffelchips die Kartoffelscheiben in Wasser legen. In Fett<br />
schwimmend bei ca. 150 °C blanchieren. Das Fett auf 180 °C<br />
erhitzen und danach die Chips knusprig braten. Mit Pommes<br />
Frites Gewürzsalz würzen.
54 SENF & KREN<br />
9/20<strong>22</strong><br />
Senf und Kren im Duett<br />
Ein leichtes Kitzeln in der Nase, ein Anhalten des Atems und danach ein tiefes<br />
Durchschnaufen, wer kennt <strong>das</strong> nicht. Dann hat man meist etwas zu viel frischen Kren oder<br />
scharfen Senf erwischt. <br />
Text & Fotos: Andrea Jungwirth<br />
Die heimischen Scharfmacher machen<br />
die Nase frei und haben dabei<br />
ein gewisses Suchtpotential.<br />
Denn anstatt, wenn einem der<br />
Kren in die Nase steigt, die Finger davon<br />
zu lassen, wird man meist zum Wiederholungstäter.<br />
Eine ordentliche Portion<br />
Senf und Kren zu Würsteln aller Art<br />
darf in Österreich und auch bei unseren<br />
bayrischen Nachbarn nicht fehlen.<br />
Auch zur Jause, zum Abschmecken von<br />
Saucen, Fisch und Fleisch, <strong>das</strong> Duo gibt<br />
vielen Gerichten erst den nötigen Pfiff.<br />
Vor allem herzhafte und deftige Gerichte<br />
werden gerne damit gewürzt, da die<br />
zwei Klassiker die Verdauung fördern.<br />
Senf – der mitteleuropäische<br />
Scharfstoff<br />
Senf war schon vor 3.000 Jahren in China<br />
bekannt. Über Kleinasien gelangte<br />
er nach Griechenland, wo er im 4. Jahrhundert<br />
vor Christus als Heilmittel angewendet<br />
wurde. Vor der allgemeinen<br />
Verfügbarkeit von Pfeffer und später<br />
auch von Chili, waren Senf und Meerrettich<br />
die einzigen scharfen Gewürze,<br />
die europäischen Köchen zur Verfügung<br />
standen, was ihre damalige große Beliebtheit<br />
erklärt. Und auch heute noch<br />
gehören Senf und Kren zu bestimmten<br />
Gerichten einfach dazu. Frankfurter<br />
mit einer ordentlichen Portion Kren<br />
und Senf gibt’s rezeptfrei am Würstelstand,<br />
denn die enthaltenen Scharfstoffe<br />
wirken entzündungshemmend.<br />
Hell oder dunkel, süß oder scharf<br />
Speisesenf wird aus den hellen gelblichen<br />
Samen des weißen Senfes (Sinapis<br />
alba) oder aus den dunkleren aromatischeren<br />
Samen des Schwarzen<br />
Senfes (Brassica nigra) hergestellt. Weißer<br />
Senf mit dem Wirkstoff Sinalbin ist<br />
dabei deutlich milder als Sinigrin, der<br />
Wirkstoff der dunkleren Senfpflanze.<br />
Das volle Aroma entwickelt frisch hergestellter<br />
Senf erst nach 14 Tagen, er<br />
wird harmonischer und etwas milder.<br />
Senf wird ohne weitere Bindungsmittel<br />
hergestellt. Senfmehl alleine genügt, es<br />
wirkt als Emulgator und dickt den Senf<br />
natürlich ein. Mehr oder weniger süß<br />
wird Senf durch die Zugabe von Zucker<br />
oder Honig.<br />
Im Mittelpunkt steht bei Senf seine<br />
verdauungsfördernde Wirkung. Darum<br />
wird Senf oft zu schwer verdaulichen<br />
Speisen wie Schweinsbraten oder<br />
anderen deftigen Gerichten gereicht.<br />
Senf rundet aber auch viele Speisen geschmacklich<br />
ab, wird er erhitzt, verliert<br />
er seine Schärfe, wird er zu lange erhitzt<br />
auch sein Aroma. Daher empfiehlt es<br />
sich, Senf erst kurz vor Kochende dem<br />
Gericht zuzufügen.<br />
Senf verbindet<br />
Aufgrund seiner emulgierenden Wirkung<br />
wird Senf gerne für Saucen, Mayonnaisen<br />
und Vinaigrette verwendet.<br />
Ein Teelöffel reicht meist aus, um zum<br />
gewünschten Ergebnis zu kommen. Er<br />
verbindet so Wasser mit Öl und macht<br />
eine feine Emulsion daraus. Das liegt daran,<br />
<strong>das</strong>s Bestandteile im Senf die Fähigkeit<br />
haben, Fett und Wasser miteinander<br />
zu verbinden und zu stabilisieren. So<br />
lassen sich Essig und Öl in der Vinaigrette<br />
miteinander vermischen und auch<br />
die Mayonnaise wird dadurch fest und<br />
bleibt es auch.<br />
Kren –ein tränenreiches<br />
Vergnügen<br />
Was dem Deutschen der Meerrettich,<br />
ist dem Österreicher der Kren. Der Bayer<br />
entscheidet selbst, wie er die Wurzel<br />
nennt. Die einen sagen Kren zur scharfen<br />
Wurzel, daran erkennt man die kulturelle<br />
Nähe zu unserem Land, die anderen<br />
Meerrettich. Die Wurzel des<br />
Armoracia rusticana, dessen Heimat in<br />
Ost- und Südeuropa liegt, gilt seit Jahrhunderten<br />
als Heilpflanze. Er wird nicht<br />
umsonst „Penicillin vom Acker“ genannt,<br />
bei unseren Nachbarn sogar als<br />
„Kokain der Bayern“ bezeichnet. Zu den
9/20<strong>22</strong><br />
SENF & KREN 55<br />
heilenden Inhaltsstoffen zählen die antibiotisch<br />
wirkenden schwefelhaltigen<br />
Senföle wie Sinigrin, derselbe Wirkstoff<br />
wie in dunklem Senf, und Gluconasturtiin.<br />
Aus der Familie der Kreuzblütengewächse<br />
wird die Wurzel der Meerrettichpflanze<br />
als Gemüse oder meist als<br />
Gewürz verwendet. Die etwa 30 Zentimeter<br />
lange und bis zu vier Zentimeter<br />
dicke Wurzel besticht durch ein weißes,<br />
kompaktes Fleisch, <strong>das</strong> es in sich hat.<br />
In Österreich wird auf rund 300 Hektar<br />
Kren angebaut, der Großteil davon<br />
stammt aus der Steiermark, der Anbau<br />
ist jedoch zeitaufwendig. Verwendet<br />
werden nur die dicken Hauptwurzeln,<br />
die stärksten Seitentriebe werden wieder<br />
gesetzt. Krenwurzeln, die im März<br />
in den Boden kommen, können im März<br />
oder November des Folgejahres geerntet<br />
werden. Beim sogenannten „Kren heben“<br />
werden die dünnen Seitentriebe abgerieben<br />
und die Hauptwurzel wieder in die<br />
Erde gesetzt. So bekommt der Kren eine<br />
schöne dicke Hauptwurzel. Jedoch gibt<br />
es auch dafür keine Maschine, es ist harte<br />
Handarbeit. Etwa 400 Krenwurzeln hebt<br />
ein Arbeiter pro Tag und 30.000 Wurzeln<br />
wachsen auf einem Hektar.<br />
Hauptsache frisch gerieben<br />
Kren ist die schärfste Wurzel unter den<br />
Rettichen. Je älter der Meerrettich, desto<br />
milder wird er. Sein japanischer grüner<br />
Verwandter, auch Wasabi genannt,<br />
unterscheidet sich im Aroma kaum, ist<br />
aber etwas stärker im Geschmack.<br />
Im rohen Zustand ist die Wurzel geruchlos.<br />
Erst durch <strong>das</strong> Zerkleinern entsteht<br />
die Schärfe. Kurz vor der Verwendung<br />
wird ein Stück der Schale von der<br />
Krenwurzel entfernt und die Wurzel<br />
frisch „gerissen“. Dazu die Wurzel immer<br />
senkrecht zur Reibe halten, nur so wird<br />
ein gutes Ergebnis erzielt. Sonst franst die<br />
Wurzel stark aus. An der Luft verliert er<br />
schnell an Farbe und Aroma, daher Kren<br />
immer so frisch wie möglich verwenden.<br />
Beim Kochen verliert er seine Schärfe.<br />
Krenwurzeln sind lange lagerbar,<br />
dazu werden sie ungewaschen bei Kellertemperaturen<br />
in Sand eingeschlagen.<br />
Als Alternative wird die Wurzel in ein<br />
mit Essig befeuchtetes Tuch gewickelt<br />
und im Kühlschrank gelagert, so hält sie<br />
einige Wochen. In Folie eingeschweißt,<br />
wie Kren im Handel meist angeboten<br />
wird, erstickt die Wurzel, sie beginnt zu<br />
schimmeln und faulen.<br />
Landestypisch<br />
Kren wird gerne zu Geselchtem oder zu<br />
Würsten serviert, besonders traditionell<br />
sind die Beilagen Semmelkren und Apfelkren<br />
zu gekochtem Rindfleisch. Wobei<br />
der Apfelkren typisch niederösterreichisch<br />
ist und der Semmelkren den<br />
Oberösterreicher überzeugt. Aber auch<br />
der Bayer liebt den Kren zu Rindfleisch,<br />
doch eher als Sauce aus reich geriebenem<br />
Kren, Schlagobers, Butter und Suppe.<br />
Bratwurstsalat<br />
Zutaten für 4 Personen:<br />
6 Bratwürste oder 12 Rostbratwürstel<br />
250 g gemischte Blattsalate<br />
1 Bund Radieschen<br />
1 Minigurke<br />
1 Zwiebel<br />
2 Esslöffel Senf<br />
1 Teelöffel frisch geriebenen Kren<br />
5 Esslöffel Raspsöl<br />
4 Esslöffel Balsamicoessig<br />
› Salz und Pfeffer<br />
› frische Kräuter wie Schnittlauch<br />
oder Thymian zum Bestreuen<br />
› Öl zum Anbraten<br />
1. Bratwürste in zwei Zentimeter<br />
dicke Stücke schneiden<br />
und in einer beschichteten<br />
Pfanne in wenig Öl<br />
von allen Seiten knusprig<br />
braten.<br />
2. Salat, Minigurke und<br />
Radieschen waschen und<br />
in mundgerechte Stücke<br />
zupfen und schneiden.<br />
3. Aus Senf, Öl und Essig eine<br />
Marinade rühren, mit etwas<br />
Salz und Pfeffer würzen und über den Salat verteilen.<br />
4. Die lauwarmen Bratwürstelstücke darüber verteilen und den<br />
Salat mit frisch gehackten Kräutern bestreuen.
56 ETHNO-KÜCHE<br />
9/20<strong>22</strong><br />
Genuss am<br />
Oktoberfest<br />
Weißwürste und Co. gehören<br />
zum Herbst geschmacklich<br />
einfach dazu, insbesondere wegen<br />
dem alljährlichen Oktoberfest.<br />
Der Develey Weißwurst Senf<br />
überzeugt mit einer körnigen Konsistenz<br />
und einem würzig-süßen<br />
Geschmack. Die süße Senfkreation<br />
des ehemals königlich-bayerischen<br />
Hoflieferanten Johann<br />
Conrad Develey ist bis heute der<br />
traditionelle kulinarische Begleiter<br />
zur Weißwurst und Brezen,<br />
passt jedoch auch ideal zu Leberkäse,<br />
Lachs und Fondue. Der Original<br />
Münchner Weißwurst Senf<br />
wird klimaneutral hergestellt und<br />
ist zu 100 Prozent vegan – damit<br />
schmeckt er auch ausgezeichnet<br />
zu pflanzlichen Würsteln und anderen<br />
veganen und vegetarischen<br />
Gerichten. In der 875 Milliliter<br />
Kopfstandflasche ist der Senf optimal<br />
für die Verwendung im Großverbraucherbereich<br />
geeignet.<br />
www.mautner.at<br />
Gefüllter Brotkorb<br />
Das Edna BB Brezel-Brioche-Sortiment<br />
ist für alle Gastronomen gedacht,<br />
die nach einer Abwechslung für<br />
die bayrische Küche oder die Oktoberfest-Zeit<br />
suchen. Durch die Verbindung<br />
von süßem Brioche-Teig und herzhafter<br />
Lauge entsteht ein besonderes Geschmackserlebnis.<br />
Das neue Brezel-Brioche<br />
Hot Dog Weckerl überzeugt neben<br />
der besonders soften Krume, mit einer<br />
dezent buttrigen Note sowie einer herzhaften<br />
Laugenkruste. Die Kombination<br />
von französischer Backkunst und herzhaftem<br />
Brezel-Style macht den extra<br />
großen Brezel-Brioche Burger zu etwas<br />
Besonderem. Das Weckerl aus süßem<br />
Briocheteig und rustikaler Laugenkruste<br />
ist einzigartig im Geschmack. Das<br />
neue Brezel-Brioche Bun überzeugt neben<br />
der besonders soften Krume, mit einer<br />
dezent buttrigen Note sowie einer<br />
herzhaften Laugenkruste. Das BB Brezn<br />
Brioche Stangerl ist die Basis für deftige<br />
Rezeptideen und eignet sich als Beigabe<br />
zu Suppe und Salat.<br />
www.edna.at<br />
Foto: Axel Weiss<br />
Foto: Mautner Markhof<br />
Schmankerl für die Wiese<br />
Die Kaiser Wiesn lädt 18 Tage lang zu<br />
Österreichs größtem Oktoberfest im<br />
Wiener Prater ein. Fünf Almen, drei große<br />
Festzelte – darunter <strong>das</strong> Wiesbauer-<br />
Zelt – und <strong>das</strong> Freigelände mit Gastronomieständen<br />
machen die Kaiser Wiesn<br />
zum Erlebnis. Neben einem umfassenden<br />
Konzept zur Müllvermeidung und -trennung<br />
setzt man insbesondere auf namhafte<br />
regionale Partner wie Wiesbauer.<br />
Ob Stelze oder Bergsteiger – mit den österreichischen<br />
Fleisch- und Wurstspezialitäten<br />
aus ressourcenschonender Produktion<br />
serviert Wiesbauer Schmankerl<br />
in bester Qualität. Die Wiener Prater-<br />
Stelze wird im Ganzen gebraten und in<br />
einem eigens entwickelten Produktionsverfahren<br />
ausgelöst und geschnitten. Bis<br />
zur Vollendung gebraten wird auch der<br />
Wiesbauer Backofen Leberkäs‘, der aus<br />
Ochsenfleisch gefertigt und in der 100g<br />
Slicer-Packung angeboten wird. Wieder<br />
erhältlich ist die Wiener Wiesnplatte, die<br />
in der 200g-Aufschnittpackung eine Auswahl<br />
an drei Braten-Spezialitäten bietet.<br />
www.wiesbauer.at<br />
Foto: Wiesbauer
9/20<strong>22</strong><br />
ETHNO-KÜCHE 57<br />
Foto: Bergwelten<br />
Bayerische Hüttenkulinarik<br />
Marenn“ sagt man zur bayerischen<br />
Brotzeit, Zutaten und alte Rezepte<br />
aus dem Alpenraum haben die Gastronomie<br />
hier geprägt. Urige Hütten und<br />
Almen sowie alte Gaststuben mit Mittenwalder<br />
Bier und Traditionellem auf<br />
der Speisekarte sind hier beliebt, genauso<br />
wie Süßes. Ofenschlupfer etwa ist<br />
ein schwäbisches Gericht, welches man<br />
am ehesten mit dem österreichischen<br />
„Scheiterhaufen“ vergleichen könnte.<br />
Gabi Braxmair von der bayerischen<br />
Kemptner Hütte bereitet dieses Gericht<br />
zu, wie schon ihre Oma. Auf ihrer Hütte<br />
wird in einer kleinen Küche gekocht,<br />
und Gabi verrät ihr Rezept für die süßen<br />
Ofenschlupfer.<br />
Zutaten für 4–6 Personen<br />
8 alte Semmeln<br />
1 Tasse Milch<br />
1 Becher Sauerrahm<br />
5 Eier<br />
120 g Zucker<br />
1 Prise Zimt<br />
1 Vanilleschote<br />
› 2 Äpfel<br />
3 EL Zitronensaft<br />
1 Handvoll Rosinen<br />
Butter zum Anbraten<br />
› Vanillesoße<br />
Zubereitung<br />
1. Semmeln in dünne Scheiben<br />
schneiden. Milch, Sauerrahm, Eier, Zucker,<br />
Zimt und Mark der Vanilleschote<br />
verrühren. Semmeln darin einweichen.<br />
2. Äpfel entkernen und schälen, in<br />
kleine Stücke schneiden und mit Zitronensaft<br />
andünsten.<br />
3. Semmelmasse mit den Äpfeln und<br />
den Rosinen mischen. Erst Knödel drehen,<br />
dann zu flachen Talern formen und<br />
in Butter anbraten.<br />
4. Zuletzt alles mit Zimt und Zucker<br />
bestreuen und mit Vanillesoße servieren.<br />
www.bergwelten.com<br />
D A S O N L I N E P O R T A L<br />
www.gastro.at<br />
facebook.com/<strong>GASTRO</strong><strong>das</strong>fachmagazin<br />
Aktuelle Meldungen,<br />
B2B Präsentationen,<br />
Branchen-Infos,<br />
<strong>GASTRO</strong> Basar<br />
twitter.com/<strong>GASTRO</strong>webportal<br />
Melden Sie sich für unseren<br />
wöchentlichen Newsletter unter<br />
www.gastroportal.at/newsletter an!<br />
Altbayerischer<br />
Bierlikör<br />
Ob edel oder zünftig: Rauchs<br />
Haselnuss sowie Altbayerischer<br />
Bierlikör treffen viele<br />
Geschmäcker. Erlesene Zutaten<br />
und traditionelle Destillierkunst<br />
sorgen für bayerische<br />
Genussmomente. Der hohe<br />
Bieranteil – 50 Prozent im Endprodukt<br />
– ist <strong>das</strong> Geheimnis des Altbayerischen<br />
Bierlikörs. Verwendung findet<br />
nur Bayerisches Bier aus Kulmbach. Die<br />
so entstehende urtypische Likör-Spezialität<br />
kommt stilecht in Bügelverschlussflasche<br />
und drei Größensortierungen zu<br />
0,1, 0,2, oder 0,5 Liter. Kräftig und malzig<br />
im Geschmack, vollendet durch Karamellzucker<br />
überzeugte der Altbayerische<br />
Bierlikör auch die Deutschen Landwirtschafts-Gesellschaft<br />
DLG und wurde<br />
mit dem silbernen Preis ausgezeichnet.<br />
In eine ganz andere Richtung, dabei<br />
nicht weniger bayerisch und ebenso einzigartig,<br />
schlägt Rauchs Haselnuss: eine<br />
Nuss-Edelspirituose mit intensivem Aroma<br />
nach Nüssen, Nougat und Schoko.<br />
www.destillerie-dr-rauch.de<br />
Foto: Dr. Rauch
Seite 58 bis Seite 73<br />
Cold Drinks<br />
Die Biervielfalt in Österreich ist schier grenzenlos.<br />
Nicht umsonst kann sich die Brauwirtschaft<br />
hierzulande auch im internationalen Vergleich<br />
sehen lassen. Mehr dazu sowie spannende Neuprodukte<br />
auf folgenden Seiten.<br />
Seite 60<br />
Dieses Getränk hat es in sich: Insbesondere<br />
hochwertige sowie kostenintensive Sorten<br />
sind gefragt, wenn nach Rum verlangt wird.<br />
Denn nicht nur Whisky kann teuer und exklusiv<br />
sein, wie hier gezeigt wird.<br />
Seite 70<br />
Bier<br />
Rum
9/20<strong>22</strong><br />
AKTUELLES 59<br />
Foto: ZSVerlag<br />
Hinter der Bar<br />
60 schnell gemixte Drinks von<br />
Joel Harrison und Neil Ridley gelingen<br />
sicher. Im Buch „60-Second-<br />
Cocktails“ geht es um die wichtigsten<br />
Techniken, Basisausstattung,<br />
Gläser, Profi-Tricks und Zutaten, die<br />
man zur Hand haben sollte, um als<br />
Bartender zu rocken.<br />
www.zsverlag.de<br />
160 Seiten, Hardcover<br />
19,99 € (DE) | 20,60 € (AT)<br />
ISBN 78-3-96584-28,8<br />
Erscheint am 09. September 20<strong>22</strong><br />
DIE LETZEN<br />
SOMMERTAGE<br />
FEIERN.<br />
MIT SZIGETI.<br />
Foto: ZSVerlag<br />
Wein-Standardwerk<br />
Hier wird Wein frisch und zeitgemäß<br />
präsentiert: Hugh Johnson,<br />
der weltweit bekannteste Wein-Autor,<br />
übergibt mit der diesjährigen<br />
Ausgabe des kleinen Johnson die<br />
Federführung an seine langjährige<br />
Chefredakteurin Margaret Rand.<br />
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Margaret Rand, Der kleine Johnson 2023<br />
460 Seiten, Hardcover<br />
<strong>22</strong>,99 € (DE) | 23,70 € (AT)<br />
ISBN : 978-3-96584-253-3<br />
Erscheint: September 20<strong>22</strong><br />
Don‘t forget<br />
to celebrate.<br />
Foto: Haupt Verlag<br />
Frucht mit Geschichte<br />
In „Die Geschichte des Apfels“<br />
zeigen Barrie E. Juniper<br />
und David J. Mabberley<br />
die Geschichte der wohlbekannten<br />
Frucht. Neben Forschungsergebnissen<br />
erzählen<br />
sie die Reise des Apfels<br />
durch die Jahrhunderte und<br />
Kontinente und gehen auf<br />
Apfelsorten und -kulturen<br />
sowie auf Veredelungstechniken<br />
ein.<br />
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Haupt Verlag AG, 09/20<strong>22</strong><br />
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ISBN-13: 9783258082646<br />
Umfang: 304 Seiten<br />
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Vielfalt<br />
verpflichtet<br />
Foto: Krakenimages.com / Adobe Stock
9/20<strong>22</strong><br />
BIER 61<br />
Beim Thema Bierkultur hat Österreich einen Ruf zu verlieren, der allerdings aktuell nicht in<br />
Gefahr scheint. Kaum ein Land kann in Relation zur Bevölkerungsgröße mit so einer lebendigen<br />
und vielfältigen Bierszene aufwarten.<br />
Von Clemens Kriegelstein<br />
Österreichs Brauwirtschaft kann<br />
sich sehen lassen im internationalen<br />
Vergleich: Vor allem bei<br />
der gebotenen Qualität, Vielfalt<br />
– und auch der konsumierten Menge<br />
liegen wir international im Spitzenfeld.<br />
Beim Pro-Kopf-Konsum befindet sich<br />
Österreich hinter Tschechien weltweit<br />
sogar auf Rang 2, auch wenn in<br />
den Jahren 2020 und 2021 corona- und<br />
lockdownbedingt erstmals dieser Wert<br />
seit Jahrzehnten wieder unter die magische<br />
100-Liter-Marke gefallen ist. Die<br />
121 Liter, die noch 1990 von jedem Österreicher<br />
im Schnitt getrunken wurden,<br />
werden wohl nie wieder erreicht<br />
werden. (Wer einen nostalgischen Blick<br />
auf den entspannten – allerdings eher<br />
nicht mehr zeitgemäßen – Zugang zum<br />
Thema Bier im Alltag der 1960er-Jahre<br />
werfen möchte, dem sei dieser kurze<br />
Clip empfohlen: https://tinyurl.com/<br />
mutt598m)<br />
Das Besondere dabei: Während in<br />
anderen Ländern der Biermarkt oft<br />
von großen Konzernmarken dominiert<br />
wird, die – ähnlich wie McDonald’s<br />
– ein möglichst gleich schmeckendes<br />
Produkt überall zwischen New<br />
York, Paris und Tokio anbieten, zeichnet<br />
sich Österreich durch seine Vielzahl<br />
an Braustätten aus. 324 waren es<br />
genau im Vorjahr und damit kommt in<br />
Relation eine Brauerei auf etwa 27.000<br />
Einwohner. Zum Vergleich: EU-weit<br />
ist es durchschnittlich eine Brauerei<br />
auf 48.000 Einwohner. Das erklärt<br />
die Vielfalt an unterschiedlichen Bieren<br />
und Bierstilen in Österreich, die<br />
oft nicht nur von Bundesland zu Bundesland<br />
unterschiedlich sind, sondern<br />
auch von Bezirk zu Bezirk.<br />
„Regionalität ist in unserer DNA“<br />
Im jüngsten Bierkulturbericht der Brau<br />
Union geben etwa 80 Prozent der Befragten<br />
an, <strong>das</strong>s <strong>das</strong> Angebot von regionalen<br />
Bieren für die heimische Bierkultur<br />
sehr wichtig bzw. eher wichtig ist.<br />
Brau Union-Pressesprecherin Gabriela<br />
Maria Straka erklärt: „Bier ist traditionell<br />
eine regionale Sache. Auch heute noch<br />
greifen unsere Landsleute sehr gern<br />
zum Bier aus der eigenen Gegend, quasi<br />
Zipfer-Genießer dürfen’s jetzt persönlich nehmen: Ab sofort<br />
stehen auf den Urtyp-Flaschen die Namen unserer Fans!<br />
Und selbst verständlich können sie auch beim Lieblingswirt ganz<br />
persönlich anstoßen: Für <strong>das</strong> perfekt gezapfte Zipfer gibt’s Bierdeckel<br />
mit dem Etiketten-Design und 70 verschiedenen Namen.<br />
Darauf ein Prost – urtypisch wie du!
62 BIER<br />
9/20<strong>22</strong><br />
Foto: DN6 / Adobe Stock<br />
Versuchen, die heimische Bierkultur und -vielfalt zu fördern: Brauereiverbands-Geschäftsführer Florian Berger (l.) und<br />
Obmann Sigi Menz.<br />
Foto: Kurt Keinrath<br />
rund um den Schornstein der Brauerei<br />
zeigt sich die Tendenz, dieses regionale<br />
Bier zu bevorzugen.“ Dieser regionale<br />
Stellenwert zeige sich nicht zuletzt an<br />
den Markennamen: Gösser, Zipfer, Ottakringer,<br />
Murauer, Hirter, etc. – schon die<br />
Biermarken verweisen ja meistens auf<br />
die Herkunft. Bei internationalen Marken<br />
eher die Ausnahme, weil auch nicht<br />
wichtig. „Bier ist ein regionales Lebensmittel.<br />
Unsere Brauer sind in ganz Österreich<br />
vor Ort verankert und agieren<br />
seit jeher im Einklang mit der Natur und<br />
ihrer Umgebung“, zeigt sich auch Sigi<br />
Menz, der Obmann des Verbandes der<br />
Brauereien Österreichs, stolz. Das zeige<br />
sich etwa am Einsatz hochqualitativer<br />
natürlicher Rohstoffe aus Österreich<br />
– z. B. rund 135.000 Tonnen Braugerste<br />
und 394 Tonnen Hopfen im Jahr 2021.<br />
„Darauf sind wir stolz und deshalb sehen<br />
wir auch allfälligen weiteren Herkunftskennzeichnungen<br />
gelassen entgegen.<br />
Regionalität ist in unserer DNA,<br />
natürliche Zutaten sind unser Erfolgsrezept“,<br />
so Menz weiter.<br />
Allerdings, egal wie regional eine<br />
Brauerei verankert ist, eine Sorte findet<br />
man wohl überall: <strong>das</strong> Märzen- oder Lagerbier.<br />
Florian Berger, der Geschäftsführer<br />
des Österreichischen Brauereiverbands<br />
erklärt: „Rund 5,8 Millionen<br />
Hektoliter Ausstoß bei Märzenbier im<br />
Jahr 2021 bedeuten eine Zunahme von<br />
vier Prozent (+198.034 hl) bzw. mit etwa<br />
70 Prozent Marktanteil den unangefochtenen<br />
Spitzenplatz unter den Biersorten.“<br />
Und die Absatztendenz beim<br />
klassischen hellen Krügel zeigt erstaunlicherweise<br />
– allen Craftbiertrends zu<br />
Trotz – sogar weiter nach oben.<br />
Differenzierter sieht die Situation<br />
bei den anderen Biersorten aus. „Sonstiges<br />
Vollbier“ liegt mit knapp über 13<br />
Prozent in der Beliebtheit der Österreicher<br />
auf Rang zwei, gefolgt von Radler<br />
und Spezialbier (jeweils 3,4 %) und<br />
Schank- bzw. AF-Bier (jeweils 3,3 %<br />
Marktanteil).<br />
Unter „ferner liefen“: Pils, Weizenund<br />
Bockbier. Schlusslicht in der Statistik<br />
mit einem Marktanteil von unter<br />
0,1 Prozent: <strong>das</strong> medial so gehypte<br />
Craftbier ...
9/20<strong>22</strong><br />
BIERLAND ÖSTERREICH 63<br />
So vielfältig ist <strong>das</strong> Bierland Österreich<br />
In Relation zur Bevölkerungsgröße ist die Anzahl der Braustätten in Österreich im internationalen<br />
Vergleich beeindruckend. Ein Beleg für die Vielfalt und auch regionale Verbundenheit<br />
der heimischen Brauwirtschaft. Zum besseren Überblick hat <strong>GASTRO</strong> hier alle Brauereien<br />
Österreichs nach Bundesländern aufgelistet. Viel Spaß beim Durchkosten bzw. Entdecken<br />
neuer Adressen!<br />
K. & K. Brauereigesellschaft m.b.H.<br />
Große Sperlgasse 8, 1020 Wien<br />
+43(0)699 12638800, www.illegalbrewing.at<br />
100 Blumen Brauerei GmbH<br />
Endresstraße 18, 1230 Wien<br />
+43(0)677/619 451 88, www.100blumen.at<br />
Laxenburger Brauhandwerk<br />
Wiener Straße 5, 2361 Laxenburg<br />
+43 (0)677 61270777, www.laxenburger.at<br />
Muttermilch – Vienna Brewery<br />
Gumpendorfer Straße 35, 1060 Wien<br />
+43 1 581 05 13, , www.muttermilchbrewery.at<br />
Der Belgier Brewing KG<br />
Endresstraße 18, 1230 Wien<br />
+43 (0)660 823 07 03, www.derbelgier.at<br />
P3 Perchtoldsdorfer Privatbräu GmbH<br />
Tilgnergasse 1, 2380 Perchtoldsdorf,<br />
+43(0)720115440, www.perchtoldsdorf.beer<br />
Beaver Brewing Company GmbH<br />
Liechtensteinstraße 69, 1090 Wien<br />
+43 677 6101<strong>22</strong>53, www.beaverbrewing.at<br />
Senninger Bier-Manufaktur<br />
Kirchengasse 5, 2011 Senning<br />
+43(0)681 10888875, www.senninger-bier.at<br />
6 beers brewing company<br />
Margaritenweg 23, 2384 Breitenfurt<br />
+43(0)677/62416866, www.6beers.at<br />
Bräuhaus Ten.Fifty. GmbH<br />
Absberggasse 27 / 3 / 10.2, 1100 Wien<br />
+43(0)676/9417616, www.tenfifty.at<br />
Fellabrunner-Bierbrauerei<br />
Zeile 110, 2020 Oberfellabrunn<br />
+43 660 6568748, www.fellabrunner-bier.com<br />
Westwindbrauerei e.U.<br />
Obere Hauptstraße 43, 2423 Deutsch Jahrndorf<br />
+43(0)660/7008599, www.westwindbrauerei.at<br />
Hintergrundfoto: Romolo Tavani / Adobe Stock<br />
Schnauzer & Beagle Brewery<br />
Hasengasse 56, 1100 Wien,<br />
+43 664 9985 3823, www.schnauzerbeagle.com<br />
Next Level Brewing<br />
Wilhelmstrasse 23, 1120 Wien<br />
+43(0)1/974 46 27, www.nextlevelbrewing.at<br />
5hausbrauerei STUR<br />
Diefenbachgasse 43, 1150 Wien<br />
+43 699 14015870, www.diefenbachgasse.eu<br />
Kaltenhauser Botschaft Fünfhaus<br />
Mariahilferstraße 156-158, 1150 Wien<br />
+43(0)1/8924000, www.brauhof-wien.at/brauerei<br />
Collabs Brewery GmbH<br />
Ullmannstrape 31/1-3, 1150 Wien<br />
+43(0)664/1508429, www.collabs.beer<br />
Braumanufaktur Schalken<br />
Lobgrundstraße 3, 1<strong>22</strong>0 Wien<br />
+43 670 557 20 51, www.schalken.at<br />
Ottakringer Brauerei GmbH.<br />
Ottakringer Platz 1, 1160 Wien<br />
+43(0)1 49100, www.ottakringer.at<br />
Nussdorfer Kuchlbräu<br />
Greinergasse 37, 1190 Wien,<br />
+43 (0)664 4615311,<br />
Leopoldauer Brauhandwerk<br />
Großfeldstraße 9, 1210 Wien<br />
0664 / 92 00 587, www.leopoldauer.at<br />
Brauviertel OG<br />
Triestinggasse 38, 1210 Wien<br />
+43(0)680/<strong>22</strong>05951, www.brauviertel.at<br />
Brew Age GmbH, Haberlandtg. 64/3/1, 1<strong>22</strong>0 Wien<br />
+43 (0) 680 11 55 120, www.brewage.at<br />
Brauküche 35<br />
Schalladorf 35, 20<strong>22</strong> Schalladorf<br />
+43(0)680 21<strong>22</strong>242, www.braukueche35.at<br />
Zebedäus Bräu OG<br />
Zellerndorf 334, 2051 Zellerndorf<br />
+43(0)664 8453118,<br />
Winzerbräu Hofbauer<br />
2074 Unterretzbach<br />
Hauptstraße 1, www.winzerbraeu.at<br />
Drunken Unicorn Beer Factor<br />
Hauptplatz 33, 2100 Korneuburg<br />
+43 (0)664 1327760,<br />
Biermanufaktur Hopfenkuch<br />
Kellergasse 13, 2120 Wolkersdorf im Weinviertel<br />
+43 664 - 923 04 08, www.hopfenkuchl.at<br />
Hubertusbräu Johann Kühtreiber OG<br />
Hubertusgasse 1, 2136 Laa a.d.Thaya<br />
+43(0)25<strong>22</strong> <strong>22</strong>46, www.hubertus.at<br />
Bärenbräu<br />
Hauptstraße 21, <strong>22</strong>43 Matzen<br />
+43(0)676 6969141, www.baerenstubn.at<br />
Marchfelder Storchenbräu Vertriebs-GmbH<br />
Erste Straße 7, <strong>22</strong>84 Untersiebenbrunn<br />
+43(0)<strong>22</strong>86 274<strong>22</strong> 0, www.bauersbier.at<br />
Brauerei Schwechat<br />
Mautner Markhof-Straße 11, 2320 Schwechat<br />
+43(0)1 70140 0, www.schwechater.at<br />
TSCHÖAMs BIERE<br />
Kürnbergergasse 10, 2340 Mödling<br />
+43(0)650 2944101, www.tschoeams-biere.at<br />
Baeckert‘s Brauerei<br />
Rennbahnzeile 29, 2511 Pfaffstätten<br />
+43(0)664/9142070, www.baeckerts.at<br />
2514 Bier Privatbräu Leimer eU<br />
Alfons Petzoldstraße 30, 2514 Traiskirchen<br />
+43(0)660 8148881, www.2514-bier.at<br />
Mei Durscht Lang e.U<br />
Nelkenstraße 52, 2542 Kottingbrunn<br />
+43(0)699 11734017, www.MeiDurscht.at<br />
Privatbrauerei Michael Zeisel<br />
Steinfeldgasse 12, 2620, Ramplach<br />
+43(0)664 3133640, www.zeiserl.at<br />
Privatbrauerei Schneebergbräu<br />
Felsweg 152, 2732, Würflach<br />
+43(0)676 4288738, www.schneebergbrau.at<br />
Wanderbrauer KG<br />
Hauptstraße 61, 2801, Katzelsdorf<br />
+43(0)699 14421041, www.wanderbrauer.at<br />
Holzb(r)auer<br />
Wiesengasse 9, 2831, Warth<br />
+43 (0)650 87034<strong>22</strong>, www.holzbrauer.at<br />
Wolfsbräu KG<br />
Blumengasse 7, 2832, Thernberg<br />
+43(0)664 1925560, www.wolfsbrau.at<br />
Privatbrauerei Gerald Schwarz<br />
Bundesstraße 19, 2851, Krumbach<br />
+43(0)660 871<strong>22</strong>88, www.schwarzbraeu.at<br />
Gablitzer Privatbrauerei<br />
Hauptstraße 14, 3003, Gablitz<br />
+43(0)664 8520352,
Stiftsbrauerei Schlägl<br />
64 BIERLAND ÖSTERREICH<br />
9/20<strong>22</strong><br />
Privatbrauerei Fritz Egger GmbH & Co KG<br />
Tiroler Straße 18, 3105, Unterradlberg<br />
+43(0)2742 392, www.egger-bier.at<br />
Hopfenspinnerei e.U.<br />
Mühlgasse 4, 3830 Waidhofen/Thaya<br />
+43 660 200 98 69, www.hopfenspinnerei.at<br />
Perschling Bräu<br />
Hauptstraße 47, 3142, Perschling<br />
+43(0)680 2084716<br />
Brau.Hand.Werk.Knaller<br />
Hauptstraße 47, 3153, Eschenau<br />
+43(0)680 2372317, www.brauhandwerk.at<br />
Brauerei Hainfeld Karl Riedmüller GmbH &<br />
Co.KG<br />
Wiener Straße 10, 3170, Hainfeld<br />
+43(0)2764 2350, www.hainfeld.com<br />
Steinbachbräu Türnitzer Bier<br />
Mariazellerstrasse 56, 3184, Türnitz<br />
+43(0)660 5338099,<br />
Walleri´s Hausbräu<br />
oldauer Steingrub Brauhandwerk<br />
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feldstraße +43(0)664/4967088, 9, 1210 Wienwww.walleri.at<br />
664 / 92 00 587<br />
Brauerei Wieselburg<br />
il info@leopoldauer.at<br />
Dr. Beurle-Straße 1, 3250, Wieselburg<br />
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+43 (0)7485 98599, www.bruckners-bierwelt.at<br />
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+43(0)677/63633101, www.dampfplaudara.at<br />
Privatbrauerei Zwettl, Karl Schwarz GmbH<br />
Syrnauer Straße <strong>22</strong>-25, 3910, Zwettl<br />
+43(0)28<strong>22</strong> 500, www.zwettler.at<br />
Bierbrauerei Schrems GmbH<br />
Niederschremserstr.1, 3943, Schrems<br />
+43(0)2853 77275-0, www.schremser.at<br />
Brauerei Weitra<br />
Sparkasseplatz 160, 3970, Weitra<br />
+43(0)2856 2387,<br />
Linzer Brauerei<br />
Peter-Behrens-Platz 1, 4020 Linz<br />
www.linzerbier.at<br />
Die Marktbrauerei<br />
Marktplatz 4b, 4020, Linz<br />
+43 (0)664 3276964, www.marktbrauerei.at<br />
Sankt Bernhardsbräu<br />
Heinrich Gruberstr. 6, 4050, Traun<br />
+ 43 664 5266 559, www.sankt-bernhardsbraeu.at<br />
9/2021<br />
Trauner Bier GmbH<br />
Madlschenterweg 7, 4050, Traun<br />
+43(0)7<strong>22</strong>9 21109, www.traunerbier.at<br />
Brauerei Grieskirchen GmbH<br />
Dörnbacher Floriani-Bräu<br />
Dörnbacher Straße 132, 4061, Wilhering<br />
Stadtplatz 14, A-4710 Grieskirchen<br />
+43(0)699 10190820, www.florianibraeu.at<br />
Tel: +43 (0) 7248 / 607-0<br />
Trappistenbrauerei, office@grieskirchner.at<br />
Stift Engelszell<br />
Stiftstraße 6, 4090, Engelhartszell<br />
+43 (0)7717 8010, www.leer.at<br />
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Brauerei Hofstetten, Krammer GmbH & Co.KG<br />
Adsdorf lienbesitz 5, 4113, St. Martin befindet<br />
+43(0)7232/<strong>22</strong>04, www.hofstetten.at<br />
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bis hin zu regionalen Rohstoffen.<br />
Unser Team steht zu seinen Werten:<br />
Neufeldner Biobrauerei GmbH<br />
Bräuhausgasse 3, 4120, Neufelden<br />
www.biobrauerei.at<br />
SCHIFFNER BIERSPEZIALITÄTEN<br />
Linzer Straße 9, 4160, Aigen-Schlägl<br />
+43 7281 8888, www.biergasthaus.at<br />
Brau-Boutique<br />
„GEMEINSAM GENIESSEN“.<br />
Höhenweg 1, 4170, St. Stefan am Walde<br />
+43(0)7216/37600-905, www.brau-boutique.at<br />
www.grieskirchner.at<br />
Brauerei Bachner<br />
Unterriedl 4, 4170, Unterriedl<br />
+43(0)7216 6143,<br />
Lepus Bräu<br />
Raiden 24, 4170, Sankt Stefan am Walde<br />
+43(0)7289/71094<br />
kroaftbier<br />
Gewerbepark 2<br />
4190 Bad Leonfelden<br />
+4367762892489, trink@kroaftbier.at<br />
Leonfeldner Bier<br />
Hauptplatz 24, 4190, Bad Leonfelden<br />
+43(0)650/4177417, www.leonfeldnerbier.at<br />
Braucommune in Freistadt<br />
Brauhausstraße 2, 4240, Freistadt<br />
+43(0)7942 75777-0, www.freistaedter-bier.at<br />
The Beer Buddies BIERLAND Brewing ÖSTERREICH<br />
Company<br />
Zeller Straße 44, 4284, Tragwein<br />
0676/847265200, www.thebeerbuddies.at<br />
Schwertberger Bräu e.U.<br />
Aisttalstraße 17, 4311, Schwertberg<br />
+43 (0)664 1003475,<br />
Brauerei Jos. Baumgartner<br />
GmbH<br />
Franz-Xaver-Brunner-Straße 1<br />
Buchholzer Bräu<br />
4780 Schärding<br />
Buchholz 1 , 4312, Ried in der Riedmark +43(0)664/12345678,<br />
www.buchholzer-brauerei.at<br />
Tel.: 07712/3119-0<br />
office@brauerei-baumgartner.at<br />
Syndicate Brewers OG<br />
Lerchenweg Brauerei 6, 4331, Naarn im Baum-<br />
Machlande<br />
+43(0)660 <strong>22</strong>14597, www.syndicatebrewers.at<br />
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Hauptstraße 32/2, 3804, Allentsteig<br />
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+43 699 128 <strong>22</strong> 405, www.maxundmalz.at<br />
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Bräuhausgasse 1, 4720, Neumarkt/Hausruck, +43(0)7733 7555 0,<br />
www.ritterbraeu.at<br />
Brauerei Josef Baumgartner GmbH<br />
Franz-Xaver Brunner Straße, 4780 Schärding<br />
+43(0)7712 3119 0, www.brauerei-baumgartner.at<br />
Kanonenbräu<br />
Leonhard-Kaiser-Weg 1, 4780, Schärding<br />
+43 (0)7712 7350, www.innschifffahrt.at<br />
Wenzl Privatbräu<br />
Wimberg 1, 4783, Wernstein am Inn<br />
+43(0)664 739 098 28,<br />
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+43(0)664/534 07 71,<br />
Bierschmiede<br />
Seefeld 56, 4853 Steinbach am Attersee<br />
+43 (0)664 5486321, www.bierschmiede.at<br />
Brauerei Zipf<br />
Zipf <strong>22</strong>, 4871, Zipf<br />
www.winzerbraeu.at<br />
+43(0)7682 3600 BIERLAND 0, www.zipfer.at ÖSTERREICH<br />
Brauerei Attersee GmbH<br />
Straß 8, 4881, Straß im Attergau<br />
+43 (0)699 10904519, www.brauerei-attersee.at<br />
Brauerei Aspach GmbH<br />
Hauptstrasse 23, 4890, Frankenmarkt<br />
+43(0)7684 6444, www.starzinger.at<br />
Römerbräu<br />
Römerhof 100, 4894, Oberhofen am Irrsee<br />
+43 (0)664 8929540, www.roemerbraeu.at<br />
Brauerei Ried e. Gen.<br />
Brauhausgasse 24, 4910, Ried/Innkreis, +43(0)7752/82017 36,<br />
www.rieder-bier.at<br />
Brauerei Raschhofer<br />
Braunauer Straße 12, 4950, Altheim<br />
+43(0)7723 4<strong>22</strong>05 0, www.raschhoferbier.at<br />
Wurmhöringer Privatbrauerei-<br />
Braugasthof<br />
Stadtplatz 10/11, 4950, Altheim<br />
+43(0)7723 4<strong>22</strong>04, www.wurmhoeringer.at<br />
Augustinerbräu Kloster Mülln OG<br />
Lindhofstraße 7, 5020, Salzburg<br />
+43(0)662 431246, www.augustinerbier.at<br />
Salzburger Biermanufaktur GmbH - DIE WEISSE<br />
Bayerhamerstraße 10, 5020, Salzburg<br />
+43(0)662 876376, www.salzburgerweissbier.at<br />
Stiegl-Gut Wildshut<br />
Wildshut 8, 5120 St. Pantaleon<br />
www.biergut.at<br />
Brauerei Schnaitl GmbH & Co KG<br />
Gundertshausen 9, 5142, Eggelsberg<br />
+43(0)7748 6682 0, www.schnaitl.at<br />
Trumer Privatbrauerei Josef Sigl<br />
Brauhausgasse 2, 5162, Obertrum<br />
+43(0)6219 7411 0, www.trumer.at<br />
XXX<br />
Woigartlbräu<br />
Oberharlochen 6, 5231, Oberharlochen<br />
+43 (0)660 3473494, www.woigartlbraeu.at<br />
Brauerei Vitzthum GmbH & Co. KG<br />
Uttendorf 25, 5261, Uttendorf<br />
+43(0)7724 2508,<br />
Pfesch OG<br />
Pfendhub 3, 5272, Treubach<br />
,Brauerei Gusswerk GmbH<br />
Römerstraße 3, 53<strong>22</strong>, Hof bei Salzburg<br />
+43(0)6629 39777, www.brauhaus-gusswerk.at<br />
Bramsau-Bräu<br />
Bramsaustr. 36, 5324, Faistenau<br />
+43(0)6<strong>22</strong>8 2566, www.bramsau-braeu.at<br />
Erste Wolfgangseer Braugesellschaft mbH<br />
Ischlerstrasse 17, 5350, Strobl<br />
+43(0)664 88199488, www.strobler.at<br />
Spezialitätenmanufaktur Hofbräu<br />
Kaltenhausen<br />
Salzburgerstraße 67, 5400 Hallein<br />
Tel. +43/6245/7955267, www.kaltenhausen.at<br />
Großfeldstraße 9, 1210 Wien<br />
RBB Tel. Rolbrettbräu<br />
0664 / 92 00 587<br />
Langgasse<br />
E-Mail<br />
62,<br />
info@leopoldauer.at<br />
5424, Bad Vigaun<br />
+43(0)650/4611783,<br />
Leopoldauer Brauhandwerk<br />
Mühltaler Brauerei OG<br />
Markt 86, 5570, Mauterndorf<br />
+43(0)664 4523817<br />
Mandlbräu<br />
Marktstraße 10, 5582 Sankt Michael / Lungau<br />
Grossarltaler Bier<br />
Schulgasse 3, 5611, Grossarl<br />
+43(0)664 9269949, www.grossarltalerbier.at<br />
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Tel.: 07712/3119-0<br />
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veredelt und vor Ort in der Vollholzbrauerei<br />
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Tel. Franz-Xaver-Brunner-Straße 05282/2366<br />
1<br />
Fax 47805282 Schärding 2366-77<br />
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Tel.: 07712/3119-0<br />
verkauf@zillertal-bier.at<br />
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Das Zusammenspiel Dienstleistung. aus Vor regi-<br />
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und<br />
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bekommen onal hochwertigen Besucher Rohstoffen im modernen und<br />
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Einblick der Produkte in den aus. Traditionsbetrieb.<br />
www.brauerei-baumgartner.at<br />
www.zillertal-bier.at<br />
Kristall Brauerei GmbH<br />
Inneralpbach 431, 6236, Alpbach<br />
+43(0)664 4501566, www.kristallbrauerei.com<br />
Tuxertal Brauerei OG<br />
Lanersbach 391, 6293, Tux<br />
+43(0)680 403053, www.tuxertalbrauerei.at<br />
Bierol GmbH.<br />
Sonnendorf 27, 6330, Schwoich bei Kufstein<br />
+43(0)5372 58207, www.bierol.at<br />
Familienbrauerei Huber GmbH & Co.KG<br />
Brauweg 2, 6380, St. Johann in Tirol<br />
+43(0)5352 6<strong>22</strong>21, www.huberbraeu.at<br />
Ötztaler Brauhaus GmbH<br />
Niederthai 57a, 6441, Umhausen<br />
+43 676 5812692, www.oetztalerbrauhaus.at<br />
Bäckelar Brewery GmbH<br />
Untere Gewerbestrasse 7, 6450, Sölden<br />
+43 664 9<strong>22</strong> 67 90, www.soelsch.com<br />
Privatbrauerei Kugler<br />
Josef-Koch-Straße 1, 6460, Imst<br />
+43(0)676 4616535, www.kuglers.at<br />
Stiegl-Gut Wildshut<br />
Brauerei Wildshut Schloß 8Starkenberg Betriebs GmbH<br />
Griesegg 5120 1, 6464, St. Tarrenz Pantaleon<br />
+43(0)5412 Tel.+43 66201 (0)6277 0, www.starkenberger.at 64141<br />
E-Mail biergut@stiegl.at<br />
Vilser Privatbrauerei GmbH<br />
Stadtgasse 2, 6682, Vils<br />
+43(0)5677 531 76, www.vilserprivatbrauerei.at<br />
Brauerei Fohrenburg<br />
Fohrenburgstraße 5, 6700, Bludenz<br />
+43(0)5552 606 0, www.fohrenburger.com<br />
Panülerbräu<br />
Bahnhofstrasse 45, 6710, Nenzing<br />
+43(0)664 8145449, www.panueler.at<br />
Brauerei Frastanz eGen<br />
Bahnhofstraße 2, 6820, Frastanz<br />
+43(0)55<strong>22</strong> 51701-0, wwwfrastanzer.at<br />
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Gerbe 500, 6863 Egg<br />
+43(0)5512 Großfeldstraße <strong>22</strong>01, www.brauerei-egg.at 9, 1210 Wien<br />
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Privatbrauerei Gols GmbH<br />
Brauhausplatz 1, 71<strong>22</strong>, Gols<br />
+43(0)2173 2719, www.golserbier.at<br />
Brauerei Kobersdorf OG<br />
Hauptstraße 43, 7332, Kobersdorf<br />
+43(0)2618 20173, www.kobersdorfer.at<br />
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7453, Steinberg-Dörfl<br />
+43(0)699 88453231, www.leopoldauer.at<br />
Hianzenbräu e.U.<br />
Ungarnstraße 10, 7503, Großpetersdorf<br />
+43(0)660 6642431, www.hianzenbraeu.at<br />
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+43(0)676 88041402,<br />
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Weblinger-Str. 10, 8054, Graz<br />
+43(0)316/2695700, www.sudhaus.at<br />
LEOPOLDAUER<br />
BRAUHANDWERK<br />
Leopoldauer Bräu<br />
In Wildshut – dort, wo Salzburg und<br />
Oberösterreich aufeinandertreffen<br />
– hat die Stieglbrauerei <strong>das</strong> 1. Biergut<br />
Österreichs geschaffen. Dieses steht<br />
für nachhaltige Kreislaufwirtschaft,<br />
Vielfalt und Experimentierfreude. Hier<br />
werden fast vergessene Urgetreidesorten<br />
angebaut, die in der einzigarten<br />
Kombination aus Mälzerei und Rösterei<br />
veredelt und vor Ort in der Vollholzbrauerei<br />
Brauerei Puntigam zu den Wildshut Bierspezialitäten<br />
Triester Straße „verbraut“ 359, 8055, werden. Graz Daneben sind<br />
+43(0)316 502-0, www.puntigamer.at<br />
hier seltene Tierrassen beheimatet, z. B.<br />
Mangalitza-Schweine, PÖLZER Spezialitäten GmbHPinzgauer Rinder<br />
Wetterkreuzweg und Dunkle 1, 8063, Eggersdorf Bienen. Wildshut ist<br />
+43 3117 3556 11, www.poelzer.net<br />
aber auch ein Impulszentrum für Körper,<br />
Das Gnaninger Geist & Seele: Der „Kråmerladen“<br />
und Gnaninger <strong>das</strong> Straße Gästehaus 69 C, 8072, Gnaning bieten Genussmomente<br />
und Erholung für alle<br />
+43(0)681 81 88 04 08,<br />
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Kendlerstraße Dr.-Waibel-Straße 1 2<br />
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Tel. +43-5572-3777-0<br />
Tel. (0)50-1492-0<br />
Fax +43-5572-3777-4156<br />
E-Mail E-Mail info@mohrenbrauerei.at<br />
office@stiegl.at<br />
Bbestellung@mohrenbrauerei.at<br />
ei Stiegl setzt man seit rund 530 Jah-<br />
auf Qualität und perfekten Bierstoffe,<br />
Vielfalt und Freude am Genuss<br />
nalität, die Verwendung bester Roh-<br />
Dren<br />
genuss.<br />
ie Mohrenbrauerei<br />
Heute werden in<br />
ist<br />
der<br />
ein<br />
Salzburger<br />
Traditionsunternehmen<br />
Bierkultur<br />
sowie der<br />
immer<br />
Faktor<br />
wieder<br />
Zeit im<br />
neu.<br />
Mittelpunkt<br />
Neben<br />
Privatbrauerei nach traditioneller<br />
und wird den<br />
der<br />
rund<br />
Unternehmensphilosophie.<br />
fünfzehn Biersorten entwickeln<br />
Daher<br />
mittlerweile<br />
Brauhandwerkskunst<br />
in der 6. Generation<br />
in Kombination<br />
von<br />
tragen<br />
wir<br />
<strong>das</strong><br />
in<br />
„Bier<br />
unserer<br />
mit der<br />
Hausbrauerei<br />
roten Stiege“<br />
der<br />
mit<br />
Familie<br />
modernster<br />
Huber<br />
Technik<br />
geführt.<br />
mehr als 20<br />
ausgefallene<br />
und die gesamte<br />
Bierkreationen.<br />
Brauerei <strong>das</strong><br />
Denn<br />
„Slow<br />
verschiedene<br />
Wir verstehen<br />
Bierspezialitäten<br />
uns nicht nur<br />
gebraut<br />
als „wenn<br />
Brewing-Siegel“,<br />
wir‘s machen,<br />
<strong>das</strong> strengste<br />
dann g‘hörig“<br />
internationale<br />
-<br />
Bierproduzent,<br />
und damit die größte<br />
sondern<br />
Biervielfalt<br />
auch<br />
in<br />
als<br />
Österreich<br />
geboten.<br />
und zwar<br />
Gütesiegel<br />
mehr als<br />
für<br />
17.600.000<br />
Bier. Im Familienunternehmen<br />
Liter<br />
Vorarlberger Getränkeunternehmen.<br />
Dabei stehen Regio-<br />
Bier im Jahr.<br />
Stiegl denkt man in Ge-<br />
Seit 1763 prägen wir die Vorarlberger<br />
www.mohrenbrauerei.at<br />
Herzog Privatbrauerei<br />
Steindorf 8, 8142, Wundschuh<br />
+43(0)676 353 0560,<br />
Joglland Hoamatbräu<br />
Waisenegg 78, 8190, Birkfeld<br />
www.hoamatbrau.at<br />
Laurenzi Bräu<br />
Hauptplatz 3, 8200, Gleisdorf<br />
+43 (0)3112 36795, www.laurenzibraeu.at<br />
nerationen. Nachhaltiges Wirtschaften<br />
und<br />
Met-Bräu<br />
der respektvolle<br />
Vertriebs GesmbH<br />
Umgang<br />
- Steirisch<br />
mit<br />
Ursprung,<br />
Brodersdorfstraße Ressourcen 85, 8200, sind Eggersdorf hier obers-<br />
den<br />
natürlichen<br />
te +43 Prämisse. (0)3117 51 71, www.steirischursprung.at<br />
Und so kümmert man sich<br />
auch intensiv um den Boden und seine<br />
Brauerei Gratzer<br />
Gesundheit, Obertiefenbach 26, denn 8<strong>22</strong>4, Kaindorf<br />
der Stieglbrauerei<br />
beginnt +43(0)664 3023344, Bierbrauen www.brauereigratzer.at bereits im Boden –<br />
oder wie man bei Stiegl sagt: Boden gut.<br />
www.stiegl.at<br />
Bierwerkstatt<br />
Bier Nestelberg gut. 8, 8262, Ilz<br />
+43(0)664/4575911,
9/20<strong>22</strong><br />
x/2021<br />
BIERLAND ADVERTORIAL ÖSTERREICH<br />
123<br />
67<br />
Toni Bräu<br />
Wagenbach 61, 8273, Ebersdorf<br />
+43(0)699 10616161, www.tonibraeu.at<br />
Nibelungengold Brauerei und Destillerie<br />
Franz-Bauer-Weg 4, 8280, Fürstenfeld<br />
+43(0)664 8636564, www.nibelungengold.at<br />
Hermax-Bräu<br />
Reith 72, 8311, Markt Hartmannsdorf<br />
+43(0)699 11876216<br />
Noom OG<br />
Breitenfeld 30, 8333, Riegersburg<br />
+43(0)660 5752891, www.noom.at<br />
WALHALLA GENUSSKULISSE<br />
Pertlstein 30, 8350, Fehring<br />
+43(0)664/4 29 20 56, www.walhalla-genusskulisse.at<br />
Franz Josef Bräu GmbH<br />
Bahnhofring 19, 8380, Jennersdorf<br />
+43(0)664 5920656, www.franzjosefbraeu.at<br />
Handbrauerei Forstner<br />
Dorfstr. 52, 8401, Kalsdorf<br />
+43(0)3135/54<strong>22</strong>8, www.forstner-biere.at<br />
Kulturbrauerei Hengist<br />
Schönberg 24, 8411, Hengsberg<br />
+43(0)664 8865 8141, www.klement.at<br />
Richards Bieratelier<br />
Ahornweg 2, 8430, Leitring<br />
+43(0)664/34 12 060, www.richardsbieratelier.at<br />
diebrauerei Leutschach GmbH<br />
Schillerplatz 3, 8463, Leutschach<br />
www.diebrauerei.com<br />
Landwerkstatt & Genusslabor POCK BIER<br />
Pichla 31, 8481, Weinburg<br />
+43(0)664 1915963, www.pockbier.com<br />
Brauhaus Bevog GmbH<br />
Gewerbepark B Nr. 9, 8490, Bad Radkersburg<br />
+43(0)3476 41543, www.bevog.at<br />
Brauerei Dipl.-Ing. Dr. Michael Löscher<br />
Flamberg 101, 8505, St. Nikolai i. S.<br />
+43(0)3185 3266,<br />
Nassauer City Bier<br />
Nassau 48, 85<strong>22</strong>, Unterbergla<br />
+43(0)664 5972032,<br />
Schwannl Bräu<br />
Werkstraße 27, 8580, Köflach<br />
,<br />
Trieb-Bräu<br />
Ferdinand Raimundweg 7, 8641, St. Marein<br />
+43 664 83 67717, www.trieb-braeu.com<br />
Brauerei Göss<br />
Brauhausgasse 1, 8700 Leoben<br />
+43/3842/2090-5802, www.goesser.at<br />
Thalheimer Heilwasser GmbH<br />
Sauerbrunnstraße 7, 8754, Thalheim<br />
www.thalheimerheilwasser.at<br />
Erzbergbräu GmbH<br />
Trofengbachgasse 2, 8790, Eisenerz<br />
+43 664 320 2340, www.erzbergbraeu.at<br />
Brauerei Murau eGen<br />
Raffaltplatz 19-23, 8850, Murau<br />
+43(0)3532 3266, www.murauerbier.at<br />
Brauerei Schladming<br />
Hammerfeldweg 163, 8970, Schladming<br />
+43(0)3687/<strong>22</strong>591-0, www.schladmingerbier.at<br />
Lindwurm BrauCraft GmbH<br />
Dr. Wutte Straße 14, 9020, Klagenfurt<br />
+43 (0)650 5545165, www.lindwurm.beer<br />
Brauerei Schleppe<br />
Schleppeplatz 1, 9020, Klagenfurt<br />
+43(0)463/42700, www.schleppe.at<br />
Mühlenbräu<br />
Oschenitzen 10, 9100, Völkermarkt<br />
+43(0)664 9797108,<br />
Wimitzbräu GmbH<br />
Wimitz 7, 9311, Kraig<br />
+43 (0)4212 28074, www.wimitzbraeu.com<br />
Privatbrauerei Hirt<br />
Hirt 1, 93<strong>22</strong> Micheldorf<br />
+43-(0)4268 2050-500, www.hirterbier.at<br />
malle biermanufaktur<br />
Hochpirkachweg 3, 9500, Villach<br />
+43(0)660 7624040, www.mallebier.at<br />
Brauerei Villach<br />
Brauhausgasse 6, 9500, Villach<br />
+43/4242/23494, www.villacher.com<br />
Halle Bräu<br />
Friedlach 84, 9555, Glanegg<br />
+43(0)676 748 70 28, www.hallebraeu.at<br />
FEIN Brewery<br />
Inselweg 7, 9583, Faak am See<br />
www.feinbrewing.com<br />
Prewstone Brewing GesbR<br />
Kärntner Straße 12, 9601, Arnoldstein<br />
+43(0)676/7963637, www.prewstone.com<br />
Privatbrauerei Loncium<br />
Mauthen 60, 9640, Kötschach-Mauthen<br />
+43(0)664 88941055, www.loncium.at<br />
Lieserbräu<br />
Bogengasse 16, 9800, Spittal an der Drau<br />
+43(0)676 848267667, www.lieserbrau.at<br />
M.V.B. Möll Valley Brewery<br />
Penk 93, 9816, Penk<br />
+43(0)650/9779816,<br />
Brau Union Österreich AG; Brauerei Falkenstein<br />
Pustertaler Straße 40, 9900, Lienz<br />
+43/4852/62062-6211<br />
Brauhaus BEVOG GmbH<br />
Gewerbepark B, Nr. 9, A-8490 Bad Radkersburg<br />
Tel. +43 (0)3476/41543<br />
Web www.bevog.at<br />
Hintergrundfoto: Romolo Tavani / Adobe Stock<br />
Die Mikrobrauerei Bevog entstand aus<br />
Neugierde und verbunden mit der Herausforderung,<br />
neue Erfahrungen im<br />
Bereich der Biergeschmäcke zu machen.<br />
Die Brauerei ist <strong>das</strong> Ergebnis von<br />
Enthusiasmus, Elan und Liebe. Die<br />
Biere werden mit Charakter gebraut<br />
und verfolgen dabei <strong>das</strong> Ziel, die Grenzen<br />
des Altbekannten und Etablierten<br />
zu überschreiten. Wir sind mittlerweile<br />
gelangweilt von dem Bierangebot<br />
und der Geringschätzung des Bieres,<br />
denn Bier kann und ist viel mehr. Wir<br />
produzieren Biere auf unsere Art. Den<br />
Bierstil, für den wir uns entscheiden,<br />
erweitern wir durch ein breites Spektrum<br />
erworbenen Wissens sowie neue<br />
Ideen, und fügen ihn dann zu etwas<br />
Neuem zusammen.<br />
Beim Bierbrauen wird auch darauf<br />
geachtet, <strong>das</strong>s sich an die vorgeschriebenen<br />
Rahmen jedes einzelnen<br />
Stils gehalten wird. Die Konzeptionen<br />
der Rezepte streben nach Perfektion<br />
und verzichten auf Kompromisse, die<br />
es in der heutigen Massenproduktion<br />
viel zu oft gibt.<br />
www.bevog.at
68 BIER<br />
9/20<strong>22</strong><br />
Tipp aus der Praxis<br />
Conrad Seidls<br />
Bierwelt<br />
Biergeschmack im Wandel<br />
Kürzlich hatte ich die Gelegenheit,<br />
eine sehr traditionsreiche<br />
Brauerei im Zillertal zu<br />
besuchen. Wenn ein Unternehmen<br />
seit 5<strong>22</strong> Jahren besteht,<br />
dann hat es sich im<br />
Lauf der Zeit wohl öfters neu<br />
aufstellen müssen – und<br />
<strong>das</strong> kann man gerade in Zell<br />
am Ziller im Braukunsthaus<br />
gut beobachten. Da gibt es<br />
neben der Brautechnik viel<br />
Ausstellungsfläche und einen<br />
großzügig ausgestatteten<br />
Verkostungsraum: Immerhin<br />
hat die Brauerei ja einige<br />
sehr spezielle Biere zu bieten.<br />
Aber <strong>das</strong> ist, wie fast überall,<br />
nur die Ergänzung zum Tagesgeschäft.<br />
Das macht man<br />
seit gut 100 Jahren mit hellen<br />
Bieren – aber auch da ist es<br />
sinnvoll, <strong>das</strong>s man sich immer<br />
wieder neu erfindet. Schließlich<br />
ändert sich <strong>das</strong> Umfeld,<br />
in dem eine Brauerei braut,<br />
ständig: Neue Technologie<br />
in Sudhaus und Keller, veränderte<br />
Anbaubedingungen<br />
und neue Sorten auf der Rohstoffseite<br />
und nicht zuletzt ein<br />
sich ständig ändernder Publikumsgeschmack.<br />
Das Ergebnis<br />
ist im Zillertal ein Helles<br />
nach bayerischer Art: Das<br />
neue Zeller Helle würde auch<br />
jeder Brauerei in Bayern alle<br />
Ehre machen.<br />
Conrad Seidl<br />
Ihr „Bierpapst“<br />
Conrad.Seidl@gmx.at<br />
Foto: Medianet-Hartl<br />
Biervielfalt und<br />
Nachhaltigkeit<br />
Erfolg in Ottakring<br />
Die aktuelle Marktforschung zum noch<br />
unveröffentlichten Bierkulturbericht<br />
20<strong>22</strong> belegt: Der Stellenwert von Bier für<br />
die Getränkekultur in Österreich ist ungebrochen.<br />
Knapp 90 Prozent bewerten<br />
Bier als „sehr wichtig“ oder „wichtig“ für<br />
die österreichische Getränkekultur. Auch<br />
die Regionalität ist hier Thema: 80 Prozent<br />
der Befragten geben an, <strong>das</strong>s <strong>das</strong> Angebot<br />
von regionalen Bieren für die heimische<br />
Bierkultur sehr wichtig bzw. eher<br />
wichtig ist. Gabriela Maria Straka, Director<br />
Corporate Affairs & ESG Sustainability<br />
bei der Brau Union Österreich, erklärt:<br />
„Bier ist traditionell eine regionale Sache.<br />
Auch heute noch greifen unsere Landsleute<br />
sehr gern zum Bier aus der eigenen<br />
Gegend, quasi rund um den Schornstein<br />
der Brauerei zeigt sich die Tendenz, dieses<br />
regionale Bier zu bevorzugen. Schon<br />
die Biermarken verweisen ja meistens<br />
auf die Herkunft: Das Zipfer kommt aus<br />
Zipf, Fohrenburger aus Fohrenburg und<br />
Schwechater aus Schwechat.“<br />
www.brauunion.at<br />
Messe FAFGA: Halle B.0 Stand B025<br />
Die World Beer Awards 20<strong>22</strong> in London<br />
haben der Ottakringer Brauerei Auszeichnungen<br />
verliehen: Das Ottakringer<br />
Zwickl wurde bei dem weltbekannten<br />
Verkostungswettbewerb als weltbestes<br />
Zwickl bzw. Kellerbier und gleichzeitig<br />
auch als Country Winner ausgezeichnet.<br />
Weitere sechs Biersorten aus dem Hause<br />
Ottakringer sind ebenso Country Winner<br />
und damit die besten ihres Stils in Österreich.<br />
Dazu kommt noch zwei Mal Silber<br />
und zwei Mal Bronze. Insgesamt wurden<br />
elf Biersorten der Ottakringer Brauerei<br />
und des BrauWerks ausgezeichnet.<br />
„Mit mehr als 20 Biersorten bieten wir<br />
eine breite Vielfalt und somit für jeden<br />
Geschmack <strong>das</strong> richtige Bier. Es freut<br />
uns besonders, <strong>das</strong>s unser Bio-Zwickl<br />
und so viele weitere unserer Biersorten<br />
nicht nur die Expertenjury aus Europa,<br />
den USA und Asien überzeugen konnte,<br />
sondern auch tagtäglich bei unseren<br />
Kundinnen und Kunden großen Anklang<br />
finden,“ so Harald Mayer, Geschäftsführer<br />
der Ottakringer Brauerei.<br />
www.ottakringer.at<br />
Foto: Katharina Schiffl Foto: Brau Union Österreich
9/20<strong>22</strong><br />
BIER 69<br />
Superfood zum Trinken<br />
Seit Anfang September gibt<br />
es die Neuauflage des beliebten<br />
Hanfbiers „Wundertüte“<br />
aus der Stiegl-Hausbrauerei.<br />
Die untergärig eingebraute<br />
Bio-Bierspezialität zeigt sich<br />
in strahlendem Gold mit weißer<br />
Schaumhaube und besticht<br />
aromatisch durch eine<br />
feinherbe Hopfenblume, gepaart<br />
mit der typischen Lieblichkeit<br />
des Hanfes und zarten<br />
Malztönen. Das Stiegl-Hausbier<br />
„Wundertüte“ ist spritzig-süffig<br />
und mild im Geschmack<br />
mit einer harmonisch süßlichen<br />
und zart fruchtigen Eigennote im Ausklang.<br />
Als Speisenbegleiter passt es zu<br />
Pizza, Steaks, Wok-Gemüse oder Kräuterkäse.<br />
In der heimischen Gastronomie<br />
Mohrenbräu fördert<br />
Brau-Nachwuchs<br />
kann man <strong>das</strong> saisonale Hanfbier in der<br />
0,75-Liter- Mehrwegflasche sowie frisch<br />
gezapft vom Fass genießen.<br />
www.stiegl.at<br />
FAFGA Forum 1 Stand F41<br />
Anfang September starteten drei angehende Brauund<br />
Getränketechniker ihre Ausbildung bei der<br />
Mohrenbrauerei in Dornbirn.<br />
Die heimische Getränkeindustrie<br />
setzt bei<br />
der Ausbildung zunehmend<br />
auf den Lehrberuf<br />
Lebensmitteltechnik<br />
– eine bedrohliche<br />
Entwicklung für den<br />
Lehrberuf Brau- und<br />
Getränketechnik. Die<br />
Mohrenbrauerei bildet<br />
als Gegengewicht heuer<br />
erstmals drei Lehrlinge<br />
aus und stärkt so<br />
den Brau-Nachwuchs<br />
im Land. „Bisher haben<br />
wir alle zwei Jahre zwei<br />
neue Brau- und Getränketechnik-Lehrlinge<br />
aufgenommen“,<br />
berichtet Mohrenbräu-Personalleiterin<br />
Cornelia Vallaster und kündigt<br />
an: „Um den Brau-Nachwuchs abzusichern,<br />
werden wir in Zukunft unser<br />
Engagement in der Ausbildung verstärken.“<br />
Dies wird erforderlich, weil andere<br />
Getränkehersteller verstärkt den alternativen<br />
Lehrberuf Lebensmitteltechnik<br />
ausbilden.<br />
Alle Nachwuchskräfte sollen im Laufe<br />
der Lehre auch zum Biersommelier<br />
ausgebildet werden und im Zuge der Rotation<br />
alle Abteilungen in der Brauerei<br />
durchlaufen.<br />
www.mohrenbrauerei.at<br />
Foto: Neumayr Leopold<br />
Foto: Mohrenbrauerei<br />
Foto: Zillertal Bier<br />
Regional,<br />
ehrlich & guat<br />
Die mittlerweile in 16. Generation<br />
in Familienbesitz befindliche<br />
Brauerei Zillertal Bier hat jüngst ihr<br />
Portfolio erweitert: Mit dem „Zeller<br />
Hell“ bringt der Traditionsbetrieb<br />
in Anlehnung an <strong>das</strong> frühere „Zeller<br />
Lager“ ein klassisches Helles,<br />
<strong>das</strong> sich, typisch für diesen Bierstil,<br />
durch seine unkomplizierte Trinkfreude<br />
auszeichnen soll. „Alle unsere<br />
Bierspezialitäten haben eine<br />
sehr hohe Drinkability. Mit dem<br />
relativ geringen Alkoholgehalt von<br />
4,7%, einer zurückhaltenden Kohlensäure<br />
sowie der besonders harmonischen<br />
Balance aus Malz- und<br />
Hopfenaromatik ist es uns aber gelungen,<br />
beim Zeller Hell ein nochmal<br />
süffigeres Genusserlebnis zu<br />
schaffen und damit auch einen<br />
Trend am Biermarkt zu bedienen“,<br />
so Martin Lechner, Geschäftsführer<br />
von Zillertal Bier. Das neue Zeller<br />
Hell passt zu großem Durst, kalten<br />
Platten, mildem Weichkäse<br />
aber auch zu herzhaften Salaten.<br />
www.zillertal-bier.at<br />
FAFGA Messe: Halle A.0, Stand A130
Mit Ru(h)m<br />
bekleckern<br />
Foto: Warpedgalerie / Adobe Stock
9/20<strong>22</strong><br />
RUM 71<br />
Der Rum-Trend bricht zwar nicht mit der Gewalt des Gin-Hypes über uns herein, doch die<br />
Nachfrage steigt ständig – speziell nach exklusiven, hochwertigen und teuren Sorten.<br />
<br />
Von Clemens Kriegelstein<br />
Die Welt des Rums ist so vielfältig<br />
wie nie. Es sind die unterschiedlichen<br />
Herstellungsverfahren<br />
und <strong>das</strong> Reifen in<br />
Whisky-, Sherry- oder Cognacfässern,<br />
die Verwendung von Melasse<br />
beziehungsweise Zuckerrohrsaft<br />
für Rhum Agricole, die die<br />
Vielfalt und <strong>das</strong> weite Spektrum<br />
der weltweit zweitstärksten<br />
Spirituose begründen. Das<br />
Besondere am Rum: Die unterschiedlichen<br />
Qualitäten<br />
– vom weißen über goldenen<br />
bis hin zu dunklem Rum<br />
– bringen völlig unterschiedlichste<br />
Geschmackserlebnisse<br />
innerhalb derselben<br />
Produktkategorie. Manche<br />
Rums schmecken wie Tequila, andere<br />
wie Bourbon. Bestes Beispiel: Kaum<br />
jemandem würde es einfallen, für einen<br />
Cocktail mehrere Arten von Whisky<br />
oder Vodka zu verwenden. Bei Rum<br />
ist <strong>das</strong> anders, etliche Rezepte verlangen<br />
nach mehr als einer Rumsorte.<br />
Qualität vor Quantität!<br />
Laut dem Getränkeimporteur Morandell<br />
geht der Trend aktuell zwar in Richtung<br />
Drinks mit weniger Alkohol. Wenn‘s<br />
aber dann doch stärker sein soll greifen<br />
die Kunden etwa beim Rum immer<br />
lieber zu höherpreisigen Produkten.<br />
„Der Premium Rum Sektor<br />
hat definitiv gewonnen und wächst<br />
auch laufend. Wie auch in anderen<br />
Segmenten des Markets erkennbar,<br />
schrumpft die Mittelschicht<br />
und die Lücke zwischen Preiseinstiegsprodukten<br />
und Premium<br />
Produkten wird größer. Wobei im<br />
Spirituosenbereich, vor allem aber<br />
bei den Rums, auch die Kaufbereitschaft<br />
klar vorhanden ist. Der<br />
Genuss und die Besonderheit des<br />
Drinks stehen im Vordergrund“, so<br />
Katharina Klingenschmid, Marketing-Managerin<br />
von Morandell.<br />
Ein Trend, ob Rum eher pur oder<br />
gemixt konsumiert wird, sei derzeit<br />
noch nicht klar erkennbar. Klingenschmid:<br />
„In unserer Beobachtung<br />
ist es sehr zielgruppen-abhängig<br />
und auch von der Jahreszeit. Im<br />
Sommer werden eher Cocktails und<br />
Longdrinks konsumiert. Im kälteren<br />
Herbst und Winter wird Rum eher<br />
pur genossen.“ Spritz-Variationen<br />
seien jedenfalls selbst im Herbst<br />
ein Thema, wobei der Rum Tiefe<br />
und Raffinesse verleihen soll,<br />
ohne schwer zu wirken. Tipp Diplo<br />
Spritz: 3 cl Diplomático Reserva<br />
Exclusiva, 2 ½ cl Campari, Soda<br />
zum Auffüllen. Alles in einem bauchigen<br />
Weinglas on the rocks und<br />
mit Orangenscheibe garniert servieren.<br />
Nicht bloß Whisky kann teuer sein!<br />
Der Trend zu höherwertigen Rumsorten<br />
bestätigt sich auch im Hause Top Spirit.<br />
Die Super Premium Kategorie konnte<br />
dort im Langzeit-Vergleich die prozentuell<br />
höchsten Zugewinne verzeichnen.<br />
Im Vergleich zu 2020 konnten die Prestige<br />
Rums (100€-200€) im letzten Jahr<br />
um satte 100 Prozent an Volumen zulegen.<br />
Seit 2016 sind Rums in der Preisklasse<br />
von 20€-40€ um stolze 103,1<br />
Prozent gewachsen. Auch aromatisierte<br />
und gewürzte Rumsorten verzeichneten<br />
einen Mengenanstieg. „Selbst<br />
wenn die hochpreisigen Rumsorten<br />
nur einen kleinen Teil der Gesamtmenge<br />
ausmachen, so sind sie doch<br />
auf gutem Wege und verzeichnen<br />
stabiles Wachstum. Diese Rums<br />
sind zweifelsfrei für den puren<br />
Genuss gedacht, um <strong>das</strong> Handwerk<br />
der Master Distiller und<br />
die Reifezeit bestmöglich würdigen<br />
und genießen zu können.<br />
Sie bedienen den Trend nach<br />
Premiumisierung, der in allen<br />
Bereichen des Lebens zu finden<br />
ist“, weiß etwa Christoph<br />
Amrhein, Trade Marketing Assistant<br />
bei der Top Spirit Muttergesellschaft<br />
Schlumberger.<br />
„Als Reaktion auf den anhaltenden<br />
Trend zu höherwertigen Rumsorten,<br />
haben wir unser Portfolio kürzlich<br />
mit neuen, exklusiven Produkten<br />
verstärkt. In limitierter Menge sind nun<br />
etwa verschiedene Rums der vielprämierten<br />
und weltbekannten Rumdestillerie<br />
Foursquare aus Barbados in Österreich<br />
erhältlich.“<br />
Für die Zukunft erwartet man bei Top<br />
Spirit ein weiteres Erstarken des Rum-<br />
Segments nach dem lockdownbedingten<br />
Einbruch in den vergangenen zwei<br />
Jahren. Amrhein: „Rum wird sich durch<br />
<strong>das</strong> Wiedererstarken von Gastronomie<br />
und gesellschaftlichen Veranstaltungen<br />
erholen. Der seit 2019 zu beobachtende<br />
Aufschwung dürfte sich dank einer<br />
Rum-Renaissance fortsetzen, insbesondere<br />
in der Unterkategorie Gold.“<br />
info<br />
Übrigens: Am 16. und 17.<br />
September 20<strong>22</strong> findet in der<br />
Wiener Ottakringer Brauerei<br />
wieder <strong>das</strong> Vienna Rumfestival<br />
statt.<br />
Infos: www.rumfestival.at<br />
Fotos: Top Spirit
72 RUM<br />
9/20<strong>22</strong><br />
Rum aus<br />
Jamaika<br />
Für ihre Qualitätsprodukte ist<br />
Appleton Estate weltweit bekannt.<br />
Der Premium Rum erstrahlt<br />
ab sofort in neuem Design,<br />
was Verpackung, Flasche und Etikett<br />
betrifft. Der Relaunch ist eine<br />
Hommage an die Philosophie von<br />
Appleton Estate: Das Streben nach<br />
Spitzenleistung und <strong>das</strong> Bekenntnis<br />
zu höchsten Standards in der<br />
Rumproduktion sind der Grund<br />
dafür, <strong>das</strong>s Appleton Estate Jamaica<br />
Rum zu den Besten der Welt<br />
gehört. Seit der Gründung im Jahr<br />
1749 blickt die Marke auf eine lange<br />
Tradition zurück–heute ist <strong>das</strong><br />
Estate eines der größten Anwesen<br />
im Herzen Jamaicas, wo alle<br />
Schritte der Rumproduktion vom<br />
Zuckerrohr-Anbau bis zum Abfüllen<br />
aus einer Hand stattfinden. Joy<br />
Spence ist nicht nur eine der international<br />
führenden Masterblenderinnen,<br />
sie war auch weltweit die<br />
erste Frau in dieser Position.<br />
www.appletonestate.com<br />
www.campari-austria.at<br />
Das Beste aus drei Regionen<br />
Der deutsche Getränke-Importeur Berentzen<br />
vertreibt mit Tres Países einen<br />
blended Rum aus der Karibik. Diese<br />
Premium-Spirituose überzeugt mit einer<br />
Balance handverlesener Destillate<br />
aus Guatemala, Panama und der Dominikanischen<br />
Republik. Die bis zu acht<br />
Jahre lange Fasslagerung in Bourbon-<br />
Fässern aus amerikanischer Weisseiche<br />
lässt eine spezielle Geschmackserfahrung<br />
entstehen: Vanille und Butterscotch-Aromen<br />
ergänzen sich mit den<br />
eleganten Fruchtnoten, dazu Banane<br />
und Schokoladennoten.<br />
Der Tres Países ist auch als Port Cask<br />
Finish erhältlich – vor allem in Szeneclubs<br />
mit passendem Ambiente kann<br />
dieser Rum besondere Atmosphäre unterstreichen.<br />
www.berentzen-gruppe.de<br />
Foto: Tres Países<br />
Foto: @oneilgrantphotos<br />
Vier Freunde kreieren Rum<br />
für alle sieben Tage<br />
Meisterbrenner Hans Reisetbauer,<br />
Modeschöpfer Markus<br />
Meindl und Marketingexperte<br />
Tom Wallmann haben,<br />
gemeinsam mit Jahrhundertkoch<br />
Eckart Witzigmann als<br />
Ehrenbotschafter des Rum<br />
Councils, jüngst einen neuen<br />
Rum aus der Taufe gehoben.<br />
Mit „4X7 X.O Single Vintage<br />
Prime Rum“ präsentieren sie<br />
einen komplexen und gefälligen<br />
Rum, dessen Konzept sich<br />
bereits im Namen erklärt: Von<br />
vier Freunden gemacht, um an<br />
sieben Tagen in der Woche genossen<br />
zu werden – pur oder<br />
Foto: Kattus Borco<br />
auch als Basis für kreative Cocktails.<br />
„Mit dem ‚4X7 X.O Single<br />
Vintage Prime Rum‘ ist es uns<br />
gelungen, einen qualitativ sehr<br />
hochwertigen, alltagstauglichen<br />
Rum zu kreieren“, erklärt Reisetbauer.<br />
Die Kreation reift in handgemachten<br />
Eichenfässern. Die Cuvée<br />
setzt sich je zur Hälfte aus Jamaika-Rum<br />
und Reisetbauer-Eigenproduktion<br />
zusammen. Der<br />
weiche, runde Geschmack basiert<br />
auf Fairtrade-zertifizierter Melasse<br />
aus Mauritius. Vertrieben wird<br />
der neue Rum von Kattus-Borco.<br />
www.kattus-borco.at
9/20<strong>22</strong><br />
RUM 73<br />
Foto: Amber<br />
Aromen aus<br />
Costa Rica<br />
Im Jahr 1985 beginnt die<br />
Geschichte von Ron Centenario<br />
aus Costa Rica. Ursprünglich<br />
nach einem<br />
berühmten Rennpferd benannt,<br />
entstand damals in<br />
San José mit dem Añejo<br />
Especial 7 der erste Rum.<br />
Auf diesen sollten in den<br />
folgenden Jahren, unter<br />
Leitung von Master Blenderin<br />
Doña Susana Masis,<br />
zahlreiche weitere außergewöhnliche<br />
Rums folgen.<br />
Ron Centenario ist<br />
bekannt als „The Spirit of Costa Rica“. Umgeben von Pazifik<br />
und Karibik gibt es in Costa Rica durch die verschiedenen Mikro-Klimata<br />
einzigartige Wetterbedingungen. Das kleine Land<br />
wird häufig als Brücke aller amerikanischen Kulturen bezeichnet<br />
und nicht nur für seine paradiesische Natur, sondern auch<br />
für seine passionierten und weltoffenen Bewohner geliebt. Ihnen<br />
ist es wichtig, ihre Traditionen und kulturellen Reichtümer<br />
zu erhalten. Der Ron Centenario Fundación ist ein Resultat<br />
der Reifetradition – hergestellt aus Rums, die aufgrund<br />
ihres Alters und dem damit verbundenen Geschmack ausgewählt<br />
wurden. Für <strong>das</strong> Solera-Verfahren werden sechs bis 20<br />
Jahre alte Rums genommen, die sowohl Eleganz und Eichen-<br />
Aromen als auch sanfte Aromen von Vanille mit einem Hauch<br />
Brandy aufweisen. Seit fast 150 Jahren gibt es den legendären<br />
„Gran Reserva Solera 15“ vom Pionier des Soleraverfahrens –<br />
Matusalem. Aromen von Karamell, Schokolade, fruchtig, blumig,<br />
Vanille, Nussigkeit, Kokosnuss, Ahorn, Malz, Nelke und<br />
Rauchigkeit finden sich in diesem besonderen Rum aus der<br />
dominikanischen Republik.<br />
www.amberbev.at<br />
Rum-Vielfalt<br />
Die Trendkategorie Rum erlebt einen Aufschwung. Die<br />
Destillerie Dr. Rauch macht es allen, die sich ihrer Sache<br />
mit dem Rum nicht sicher sind, mit der neuen Dr. Rauchs<br />
Rum Selection leicht. In der Selection finden sich eine Auswahl<br />
gleich vier verschiedener Sorten zu je 40 ml –für einen<br />
Longdrink oder pur – um die Welt des Rums zu entdecken.<br />
Der ist nämlich längst der klassischen Basis für Mixgetränke<br />
entwachsen: Spiced Rum mit edlen Gewürzen, Jamaica Rum<br />
als intensiver Ableger, Coffee Liqueur mit Rum und Kaffee-<br />
Aroma oder die Coconut-Variante für Feinschmecker und<br />
die Leichtigkeit der Karibik auf der Zunge. Vier 40ml-Rum-<br />
Spirituosen warten in der edlen und handlichen Faltschachtel,<br />
darauf probiert und genossen oder verschenkt zu werden.<br />
www.graefs.de<br />
Foto: Gräf<br />
The Spirit of Costa Rica
Seite 74 bis Seite 89<br />
Hot Drinks<br />
Kaffee<br />
Experten erklären hier die Neuerungen und<br />
Trends rund um den gern getrunkenen Kaffee.<br />
Zudem bereichern neue Produkte die Vielfalt an<br />
Angebot, Gastronomen können so ihr Sortiment<br />
erweitern.<br />
Seite 76<br />
Tee<br />
Rund und beliebt: Bubble Tee ist wieder im<br />
Kommen. Doch woher kommt <strong>das</strong> moderne<br />
Getränk und wie wird es zubereitet? Außerdem<br />
präsentieren Marken ihre Produktneuheiten.<br />
Seite 88
9/20<strong>22</strong><br />
AKTUELLES 75<br />
Fotos: Julius Meinl<br />
Nachhaltiger Kaffeegenuss<br />
Unter dem Motto „Genießen mit gutem<br />
Gewissen“ steht der „21. Tag des Kaffees“<br />
am 1. Oktober 20<strong>22</strong>. Damit fasst der<br />
Österreichische Kaffeeverband seine Initiativen<br />
zusammen, alle Prozesse entlang<br />
der Wertschöpfungskette nachhaltig zu<br />
gestalten und erstmals im kommenden<br />
Jahr im Nachhaltigkeitsbericht des österreichischen<br />
Kaffeeverbandes zu dokumentieren.<br />
Der Präsident des österreichischen<br />
Kaffeeverbandes, Mag. Marcel<br />
Löffler, sagt: „Die österreichische Kaffeebranche<br />
ist in Sachen Nachhaltigkeit bereits<br />
in vielen Bereichen führend in Europa.<br />
Es geht darum, sämtliche Prozesse<br />
von der Bohne bis zur Tasse lückenlos in<br />
die Überlegungen zur Nachhaltigkeit einzubeziehen.“<br />
Das beginne bei Klima- und<br />
Umweltschutz, umfasse aber genauso die<br />
Schaffung angemessener Lebensgrundlagen<br />
und Arbeitsbedingungen bei Produzenten,<br />
Verarbeitern und beim Transport.<br />
Eine Umfrage des Österreichischen<br />
Kaffeeverbands im Vorjahr hat gezeigt:<br />
Nachhaltigkeit ist relevant. Die Konsumenten<br />
wollen ihren Kaffee genießen,<br />
mit gutem Gewissen. Deswegen hat der<br />
Österreichische Kaffeeverband nach der<br />
Befragung eine Arbeitsgruppe ins Leben<br />
gerufen, die Nachhaltigkeitsziele erarbeitet.<br />
Der Plan ist, die Kräfte zu bündeln<br />
und gemeinsam Maßnahmen zu setzen,<br />
um Transparenz und Kontrolle entlang<br />
der Wertschöpfungskette der Branche<br />
zu ermöglichen.<br />
www.kaffeeverband.at<br />
Kaffeekapsel-System ohne Kapsel<br />
Diese Innovation verspricht den Markt<br />
radikal zu verändern: Migros, die<br />
größte Schweizer Detailhändlerin, lanciert<br />
mit CoffeeB <strong>das</strong> weltweit erste<br />
Kaffeekapsel-System, <strong>das</strong> ohne Kapsel<br />
auskommt. Möglich macht es ein kleiner,<br />
vollständig kompostierbarer Ball<br />
aus gepresstem Kaffee. CoffeeB verfügt<br />
über die Annehmlichkeiten herkömmlicher<br />
Kapsel-Systeme und garantiert<br />
Kaffeegenuss, verursacht aber<br />
keinen Abfall. Die Innovation ist ab sofort<br />
in der Schweiz sowie in Frankreich<br />
erhältlich. Weitere Märkte folgen, denn<br />
<strong>das</strong> internationale Interesse ist groß.<br />
„CoffeeB vereint, was sich im Bereich<br />
Kaffee bis dato nicht vereinen ließ: ein<br />
volles Geschmackserlebnis, Convenience<br />
und Zero Waste. Weltweit fallen pro<br />
Jahr 100.000 Tonnen Kapselabfall an.<br />
Indem wir bei CoffeeB auf Plastik- und<br />
Aluminiumhüllen verzichten, trägt unser<br />
innovativer Coffee Ball dazu bei, dieses<br />
enorme Problem anzugehen,“ sagt<br />
Frank Wilde, Head of CoffeeB.<br />
www.coffeeb.com<br />
Fotos: CoffeeB
Vielfalt<br />
Kaffee<br />
Foto: Drazen / Adobe Stock
9/20<strong>22</strong><br />
KAFFEE 77<br />
Marcel Löffler ist Präsident des österreichischen Kaffee- und Teeverbands und CEO der Julius<br />
Meinl Coffee Group. Er erklärt <strong>GASTRO</strong> Neuigkeiten rund um Trends und Entwicklungen des<br />
beliebten Muntermachers. <br />
Von Magdalena Mayr<br />
Welche aktuellen Entwicklungen lassen<br />
sich in der Kaffeebranche verzeichnen?<br />
Was uns alle positiv stimmt, ist <strong>das</strong> steigende<br />
Qualitätsbewusstsein. Kaffee ist<br />
mehr denn je mit dem Attribut Genuss<br />
verbunden und ist heute so viel mehr als<br />
ein Koffeinkick. Die Vielfalt Kaffee zu<br />
genießen ist so groß wie nie. Ob zuhause,<br />
im Lokal oder am Arbeitsplatz, ob in<br />
Gesellschaft oder auch in Ruhe für sich,<br />
ob heiß, kalt oder als Cocktail. Fragt<br />
man im Freundeskreis, worauf man im<br />
täglichen Leben am wenigsten verzichten<br />
möchte, hört man oft „meinen Kaffee“.<br />
Und meist kommt dann auch <strong>das</strong><br />
Thema „Genuss mit gutem Gewissen“<br />
zur Sprache. In Zeiten des Klimawandels<br />
hat nachhaltiger Genuss mehr Relevanz<br />
denn je. Denn fairer und umweltschonender<br />
Kaffeeanbau ist gut für die<br />
Menschen und die Natur. In diesem Sinn<br />
werden wir den diesjährigen Tag des<br />
Kaffees auch unter dieses Motto stellen.<br />
Bewusstsein für die Zusammenhänge<br />
schaffen. Dass es wichtig ist, auf gute<br />
Qualität zu setzen. Denn <strong>das</strong> ist Genuss<br />
auf allen Linien.<br />
Wie sieht es mit der Preisentwicklung<br />
aus, also inwiefern ist der Kaffee von<br />
den Teuerungen betroffen?<br />
Wichtig ist es, den Hintergrund für die<br />
Preisbildung für Rohkaffee zu kennen. Einerseits<br />
werden die Preise durch die Entwicklungen<br />
an den internationalen Kaffeebörsen<br />
bestimmt. Andererseits hat der<br />
Klimawandel auch in den Anbauländern<br />
für Kaffee bereits massive Auswirkungen.<br />
Der Wassermangel macht auch den Farmer:innen<br />
zu schaffen. Den Ernteeinbrüchen<br />
steht eine weltweit steigende Nachfrage<br />
nach Kaffee gegenüber. Vor allem<br />
die Nachfrage nach Arabica Qualitätskaffee<br />
ist trotz Pandemie ungebrochen<br />
sehr stark, weshalb besonders in diesem<br />
Segment die Rohkaffeepreise weiterhin<br />
steigen.<br />
Dazu kommt nun auch noch die Energieproblematik.<br />
Die Situation ist alles andere<br />
als einfach.<br />
Foto: lotus_studio / Adobe Stock<br />
Gibt es Lieferengpässe oder Verzögerungen?<br />
In der Regel verfügen Röstereien über<br />
ausreichenden Lagerbestand an Rohkaffee.<br />
Der Stresstest für unsere Branche<br />
war die Pandemie. Auch jetzt ist die<br />
Branche gut gerüstet. Die Endkonsumenten<br />
im Handel aber auch in der Gastronomie<br />
können sich darauf verlassen, ihren<br />
Lieblingskaffee auch in Zukunft genießen<br />
zu können.<br />
Haben Sie einen Einblick zum Feedback<br />
von Wirten und Kaffeehäusern,<br />
wie diese mit den steigenden Energiepreisen<br />
umgehen?<br />
Foto: Julius Meinl<br />
Allen muss klar sein, für die Gastronomie<br />
ist die Situation besonders schwierig.<br />
Sie können die Kostensteigerungen<br />
nicht alleine bewältigen. Zuerst<br />
die Einbrüche während der Pandemie<br />
und jetzt die steigenden Energiekosten.<br />
Darüber hinaus sind viele in der Branche<br />
auf der Suche nach gutem Personal.<br />
Guter Umsatz ist nicht nur eine Frage<br />
der Kaffeequalität im Siebträger. Kaffee<br />
ist ein sensibles Produkt, es braucht<br />
eine perfekte Zubereitung.<br />
Damit sich der Gast wohl fühlt,<br />
muss auch <strong>das</strong> Ambiente stimmen. Das<br />
bedingt auch ausreichendes und engagiertes<br />
Personal.
78 KAFFEE<br />
9/20<strong>22</strong><br />
Tipp aus der Praxis<br />
Kleine Kaffeekunde:<br />
Rösten<br />
Herkunft, Sorten und Aufbereitung<br />
haben bereits ein gewisses<br />
Geschmacksbild für <strong>das</strong><br />
Endprodukt festgelegt. Aber<br />
erst über die Röstung werden<br />
die Aromen wirklich intensiv<br />
herausgearbeitet und betont<br />
und <strong>das</strong> komplette Aromapotenzial<br />
der Kaffeebohnen aufgeschlossen.<br />
Zwei Röstverfahren haben<br />
sich in Europa etabliert. Nr. 1<br />
ist „Blend before roast“. Dabei<br />
werden die grünen Bohnen<br />
gemischt und dann gemeinsam<br />
geröstet. Es gilt als <strong>das</strong> typische<br />
Verfahren traditioneller<br />
italienischer Röstereien, verspricht<br />
mehr Homogenität bei<br />
den Bohnen und somit einen<br />
abgerundeten Geschmack.<br />
Nr. 2, <strong>das</strong> Provenienz-Röstverfahren<br />
ist etwas aufwändiger,<br />
da jede Sorte einzeln<br />
geröstet und danach erst gemischt<br />
wird. Damit kann bei der<br />
Röstung natürlich <strong>das</strong> Potential<br />
einzelner Sorten und Herkünfte<br />
besser hervorgeholt werden.<br />
Hochwertiger Kaffee wird<br />
mittels Trommelröstung geröstet.<br />
Mittlere bis dunkle Röstungen<br />
werden dabei 12 bis 18<br />
Minuten bei maximal <strong>22</strong>5 °C<br />
geröstet. Dabei kann sich <strong>das</strong><br />
Aroma der Bohnen voll entfalten<br />
bei kontrolliertem Säureabbau.<br />
Mit diesem traditionell<br />
italienischen Verfahren entstehen<br />
Kaffees mit vollem Körper,<br />
intensivem Geschmack und<br />
Röstaromen.<br />
Franz Grünwald<br />
Master Barista<br />
Diplom Kaffeesommelier<br />
www.franzgruenwald.com<br />
Foto: Grünwald<br />
Kaffeereport 20<strong>22</strong><br />
Der De‘Longhi Kaffeereport<br />
diesen Jahres präsentiert<br />
neben den neuesten<br />
Zahlen und Fakten<br />
den aktuellen Wissensstand<br />
der Österreicher<br />
über Kaffee. Laut der International<br />
Coffee Organization<br />
wurden in der Europäischen<br />
Union zwischen<br />
Juni 2021 und Juni 20<strong>22</strong><br />
253 Millionen Kilogramm<br />
Kaffee konsumiert. Damit<br />
ist die EU erneut weltweit<br />
der größte Absatzmarkt,<br />
gefolgt von den USA und Brasilien. Der<br />
Kaffeeumsatz in Österreich beträgt 20<strong>22</strong><br />
etwa 4,00 Mrd. EUR und soll bis 2025<br />
ein Marktvolumen von 4,92 Mrd. EUR<br />
erreichen. Umgerechnet auf die Bevölkerungszahl<br />
werden in Österreich etwa<br />
441,20 EUR pro Kopf umgesetzt. Der<br />
durchschnittliche Pro-Kopf-Verbrauch<br />
von Kaffee wird im Jahr 20<strong>22</strong> bei voraussichtlich<br />
6,04 kg liegen. Der Kaffee ist <strong>das</strong><br />
Lieblingsgetränk der Österreicher, außerdem<br />
erhöht Home-Office auch den Coffee-at-Home<br />
Konsum.<br />
www.delonghi.com<br />
Fermentierter Kaffeetrend<br />
Coffbucha heißt der<br />
Drink aus fermentiertem<br />
Kaffee und<br />
erschafft aus Kaffee<br />
und Kombucha<br />
ein neues Kaffeeerlebnis.<br />
Während der<br />
Kaffee für den erfrischenden<br />
Koffeinkick<br />
sorgt, regt der Kombucha<br />
den Stoffwechsel<br />
an und ergänzt<br />
den Coffbucha mit einer<br />
säuerlich-prickelnden<br />
Komponente. Das<br />
österreichische Kaffeeunternehmen<br />
J. Hornig hat ein Rezept<br />
mit Cold Brew probiert, welches<br />
mit einem außergewöhnlichen Geschmackserlebnis<br />
überzeugt. Das Ergebnis<br />
begeistert: „Der säuerlich-prickelnde<br />
Kombucha in Kombination mit kaltgebrühtem<br />
Kaffee erschafft einen erfrischenden<br />
Muntermacher, der gleichzeitig<br />
<strong>das</strong> Immunsystem aktiviert und<br />
die Türen zu einem modernen Kaffeegenuss<br />
öffnet. Ein Kaffeetrend, der seinen<br />
Namen zurecht trägt“, sagt Victoria<br />
Spielberger, Brand Managerin bei J. Hornig.<br />
Kombucha ist fermentierter Tee und<br />
bekannt für seine positiven Wirkungen.<br />
Durch die Fermentation entstehen<br />
wertvolle Vitamine und Probiotika, die<br />
den Stoffwechsel anregen und sich positiv<br />
auf die Darmflora auswirken.<br />
www.jhornig.com<br />
Foto: De‘Longhi<br />
Foto: J. Hornig
9/20<strong>22</strong><br />
KAFFEE 79<br />
Recyceltes Plastik<br />
Foto: Melitta Gruppe<br />
Die Melitta Gruppe leistet mit der Initiative Fair Recycled<br />
Plastic einen Beitrag zur Vermeidung von Plastikmüll. Gemeinsam<br />
mit der Yunus Social Business Fund gGmbH und<br />
Cofresco wurde eine Recyclingfirma in Bangalore aufgebaut.<br />
Dort stellen die Mitarbeitenden jährlich 2.000 Tonnen Kunststoff-Rezyklat<br />
aus Folienabfällen her. Das Unternehmen bezieht<br />
Plastikabfälle von sozialorientierten Entsorgungsunternehmen,<br />
die für angemessene Arbeitsbedingungen ihrer<br />
Waste Picker sorgen. Im Rahmen des develoPPP Programms<br />
wird Fair Recycled Plastic finanziell unterstützt. Katharina<br />
Roehrig, Geschäftsführerin der Melitta Gruppe und Leiterin<br />
Kommunikation und Nachhaltigkeit hält fest: „Ein wesentlicher<br />
Teil unseres Produktportfolios besteht aus Kunststoff.<br />
Deshalb sehen wir es als unsere Pflicht an, einen Beitrag gegen<br />
die Verschmutzung der Meere und Böden durch Plastik<br />
zu leisten.“<br />
www.melitta-group.com<br />
Allround-Talent für<br />
Flexibilität<br />
Die neue Schaerer Coffee Skye ist ein Allround-Talent und<br />
spielt ihre Stärken genau dort aus, wo Kaffeequalität serviert<br />
werden soll: Dank ihrer kompakten Maße und des integrierten<br />
Wassertanks kann sie ebenso auf der Restaurant-<br />
Terrasse, in der Hotel-Lounge oder für <strong>das</strong> Eventcatering an<br />
außergewöhnlichen Orten eingesetzt werden. Die Maschine<br />
ist für den mittleren Bedarf ausgelegt und besticht optisch mit<br />
ihrer ästhetischen Formsprache. Das bewusst vom Gehäuse<br />
abgesetzte Display, <strong>das</strong> farbige Designelement und eine akzentuierte<br />
Beleuchtung verleihen der Schaerer Coffee Skye<br />
eine elegante Leichtigkeit. Für die Konfiguration nach individuellen<br />
Kundenwünschen gibt es zahlreiche Ausstattungsoptionen<br />
– vom Festwasseranschluss über <strong>das</strong> neue Milchsystem<br />
Pure Foam bis zu drei verschiedene Bedienmodi.<br />
www.schaerer.com<br />
Foto: Schaerer<br />
TESTA ROSSA caffè Genuss,<br />
auch in Bio-Qualität &<br />
Fairtrade zertiiziert<br />
Genießen Sie den vollen Geschmack Italiens mit jeder Tasse TESTA<br />
ROSSA caffè. Ob als klassischer Espresso, köstlicher Cappuccino, Caffè<br />
Lungo bis hin zum Latte Macchiato, TESTA ROSSA caffè ist für alle<br />
Zubereitungsarten hervorragend geeignet.<br />
Kaffeegenuss perfekt dosiert in der 250g Dose (ganze Bohne oder<br />
gemahlen), in der 1kg Packung und als Kapseln.<br />
www.testarossa.it<br />
BiOrganic
80 KAFFEE<br />
9/20<strong>22</strong><br />
Christina Meinl: „Wir müssen jetzt im<br />
Sinne zukünftiger Generationen<br />
Verantwortung übernehmen.“<br />
Foto: Julius Meinl<br />
Jane Goodall (re.) und Christina Meinl setzen sich gegen den Klimawandel ein.<br />
Foto: Wirlphoto<br />
Bäume für Kaffeepartner<br />
Julius Meinl spendet zum Tag des Kaffees<br />
nachhaltigen Genuss. Wer seinen<br />
Kaffee am 1. Oktober bei einem zertifizierten<br />
Julius Meinl Partner konsumiert,<br />
tut Gutes für <strong>das</strong> Klima und bekommt<br />
einen Gutschein für eine zweite Tasse<br />
Kaffee. Für jeden Gastronomen, der<br />
am 1. Oktober einen zertifizierten Julius<br />
Meinl Kaffee serviert, spendet der Wiener<br />
Röster einen Baum. Weltweit werden<br />
es mehr als 18.000 Bäume sein, jeder von<br />
ihnen wird in den nächsten zehn Jahren<br />
60 kg Kohlendioxid absorbieren. Gesetzt<br />
werden sie in Tansania in Kooperation<br />
mit dem Jane Goodall Institut Österreich.<br />
Initiative gegen Klimawandel<br />
Christina Meinl, Julius Meinl Austria<br />
Geschäftsführerin sagt zu der Initiative:<br />
„Kaffee schenkt uns so viele schöne<br />
Momente. Umso wichtiger ist es, dafür<br />
auch wieder etwas zurück zu geben.<br />
Jeder Baum, der heute gepflanzt wird,<br />
hilft in der Zukunft CO2 zu reduzieren,<br />
den Boden zu schützen und Schatten zu<br />
spenden. Unsere Kaffeebauern sind vom<br />
Klimawandel besonders betroffen. Aufforstung<br />
ist eine Möglichkeit zu helfen.<br />
Auch für unsere Kunden soll diese Initiative<br />
Motivation sein, in Zukunft zertifizierten<br />
Kaffee zu servieren. Dafür haben<br />
wir dieses Jahr ein ,Nachhaltiges Produkt-Paket‘<br />
geschnürt. Jeder Kunde, der<br />
auf zertifizierten Kaffee upgradet, erhält<br />
<strong>das</strong> erste Kilogramm gratis. Die Gäste<br />
werden sich über unsere 1 plus 1 Aktion<br />
freuen und damit ihre Gastronom:innen<br />
unterstützen.“<br />
Setzlinge in Tansania<br />
Dass Aufforstung gut für Natur und die<br />
Menschen ist, hat die weltweit bekannte<br />
Schimpansen-Forscherin und Initiatorin<br />
des „Roots & Shoots“ Programmes,<br />
Jane Goodall, in Tansania bewiesen. Das<br />
ist mit ein Grund, warum sich <strong>das</strong> Unternehmen<br />
Julius Meinl für diese Partnerschaft<br />
entschieden hat. Denn bereits<br />
im vergangenen Jahr wurden in Zusammenarbeit<br />
mit dem „Jane Goodall Institut<br />
Österreich“ mehr als 20.000 Setzlinge in<br />
Tansania gepflanzt, und dieses Jahr wird<br />
sich die bepflanzte Fläche verdoppeln.<br />
Verantwortung übernehmen<br />
Christina Meinl ist in fünfter Generation<br />
der Familie Meinl optimistisch, was die<br />
Zukunft angeht: „Julius Meinl hat in den<br />
vergangenen Jahren bedeutende Fortschritte<br />
gemacht und dies auch in Nachhaltigkeitsberichten<br />
dokumentiert. Wir<br />
müssen jetzt im Sinne zukünftiger Generationen<br />
Verantwortung übernehmen.<br />
Wir haben Richtlinien zur nachhaltigen<br />
Beschaffung von Rohkaffee entwickelt,<br />
unser Einzelhandels- und Gastronomie-<br />
Portfolio an verantwortungsvoll hergestellten<br />
Produkten erweitert und 100<br />
Prozent der Kapseln in unserem umfangreichen<br />
Einzelhandelsportfolio werden<br />
ab Ende des Jahres für die Heimkompostierung<br />
geeignet sein. Doch unsere Reise<br />
ist noch lange nicht zu Ende. Wir haben<br />
noch sehr viel vor.“<br />
www.juliusmeinl.com<br />
Foto: Jane Goodall Institute
9/20<strong>22</strong><br />
KAFFEE 81<br />
Kaffee: Fakten zu Genuss & Nachhaltigkeit<br />
Am 1. Oktober 20<strong>22</strong> wird der Tag des<br />
Kaffees gefeiert. Ob als Start in den<br />
Morgen, nach dem Mittagessen oder als<br />
Abschluss eines schönen Tages – Kaffee<br />
darf nicht fehlen. Tchibo, der Experte<br />
für Kaffeegenuss, hat die neuesten Fakten<br />
parat. Tchibo Österreich hat seinen<br />
Sitz in Wien und beschäftigt 1.000 Mitarbeiter,<br />
die <strong>das</strong> Unternehmen 2020 zum<br />
dritten Mal als „Great Place to Work“ auszeichneten.<br />
Mit Tchibo und Eduscho ist<br />
<strong>das</strong> Unternehmen Marktführer am heimischen<br />
Röstkaffeemarkt. Rund drei<br />
Tassen Kaffee genießen die Österreicher<br />
pro Tag. 42 Prozent der erhalten ihren<br />
Kaffee aus einer Kapselmaschine, ebenfalls<br />
42 Prozent verwenden einen Kaffeevollautomaten<br />
mit Mahlwerk. Der Lieblingskaffee<br />
der Österreicher ist dabei mit<br />
36 Prozent der Cappuccino. Zu einem<br />
nachhaltigen Lebensstil gehört auch<br />
nachhaltiger Kaffee, etwa mit Fairtrade-<br />
Zertifizierung. Weltweit gehört Kaffee zu<br />
den Top Fairtrade-Produkten. Zwischen<br />
2012 und 2020 hat sich der Absatz von<br />
Fairtrade-Kaffee um 192 Prozent gesteigert.<br />
Weltweit gibt es 640 Kaffeeproduzenten<br />
mit Fairtrade-Zertifizierung. Das<br />
sind fast doppelt so viele wie noch 2011.<br />
Fotos: Tchibo<br />
Seit mehr als zehn Jahren steigt die weltweit<br />
produzierte Menge an Rainforest-<br />
Alliance-zertifiziertem Rohkaffee. 2020<br />
lag sie bei 770.294 Tonnen, <strong>das</strong> sind umgerechnet<br />
770 Millionen 1 kg Kaffeepackungen.<br />
www.tchibo.at<br />
SO SCHMECKT<br />
NACHHALTIGKEIT<br />
Julius Meinl hat eine lnitiative gestartet, um kolumbianische<br />
Kaffeebauern zu unterstützen. Ziel ist die Verbesserung des<br />
Geschäfts der Landwirte durch Schulungen, technische Unterstützung,<br />
Kaffeetrockner und Rainforest Alliance-Zertifizierung.<br />
Die Farmer können somit ihre Produktionseffizienz und ihre<br />
Gewinne steigern, wodurch sie mehr in ihr eigenes Geschäft<br />
und in zukünftige Generationen investieren können.<br />
• Unterstützung durch Agrarwissenschaftler<br />
• Rainforest Alliance-Zertifizierungen<br />
• Kaffeetrockner<br />
• Schulprojekte<br />
Kontaktieren Sie uns für Ihr<br />
maßgeschneidertes Angebot!<br />
www.juliusmeinl.at ·<br />
juliusmeinlaustria
82 KAFFEE<br />
9/20<strong>22</strong><br />
Erweitertes Bio-<br />
Sortiment für<br />
mehr Genuss<br />
Nebst Peru Organic und dem<br />
saisonal verfügbaren REVI-<br />
VING ORIGINS Congo Organic<br />
ist Colombia Organic nun der<br />
dritte Bio-Kaffee aus dem beliebten<br />
ORIGINS Kaffeesortiment<br />
von Nespresso Professional.<br />
Hinter jedem dieser einzigartigen<br />
Single-Origin-Kaffees<br />
steckt eine besondere Sorgfalt,<br />
deren Geschmack jeweils von<br />
den lokalen Gegebenheiten und<br />
Traditionen im Herkunftsland<br />
geprägt ist. Alexander Priester,<br />
Commercial Director von Nespresso<br />
Professional Österreich<br />
hält fest: „Unsere Kundinnen und<br />
Kunden im B2B-Bereich legen<br />
großen Wert auf nachhaltigen<br />
und ökologischen Anbau sowie<br />
eine rückverfolgbare Herkunft<br />
des Kaffees. Colombia Organic<br />
ist die jüngste Ergänzung unseres<br />
Bio-Kaffeesortiments und<br />
sorgt für harmonische Genussmomente<br />
mit der unverkennbaren,<br />
fruchtigen Note, die einen<br />
kolumbianischen Kaffee ausmacht.“<br />
www.nespresso.com<br />
System-Partner für<br />
Kaffee-Erfolg<br />
Hoteliers und Gastronomen bekommen<br />
von Melitta Professional alles<br />
aus einer Hand, was für ein erfolgreiches<br />
Kaffeegeschäft benötigt wird: Individuelle<br />
Beratung und Betreuung vor<br />
Ort, besondere Kaffees, professionelle<br />
Kaffeemaschinen, den technischen<br />
Kundendienst, digitale Lösungen und<br />
Finanzierung nach Maß. „Entscheidend<br />
für den Kaffee-Erfolg ist <strong>das</strong> optimale<br />
Zusammenspiel aller Faktoren,<br />
exakt ausgerichtet auf den jeweiligen<br />
Bedarf. Wir haben alle Kompetenzen<br />
dafür im eigenen Unternehmen, zudem<br />
die Leidenschaft, <strong>das</strong> Kaffeegeschäft unsere<br />
Partner gemeinsam weiterzuentwickeln“,<br />
so Mag. Christoph Haiböck,<br />
Country Manager Melitta Professional<br />
Österreich. Die Leidenschaft für guten<br />
Kaffee treibt <strong>das</strong> Familienunternehmen<br />
Melitta schon seit über 100 Jahren und<br />
in der bereits 4. Generation an. Es begann<br />
im Jahr 1908, als Melitta Bentz mit<br />
einer Messingdose und Löschpapier den<br />
ersten Kaffeefilter entwickelte, ihn zum<br />
Patent anmeldete und <strong>das</strong> Unternehmen<br />
gründete.<br />
www.melitta-professional.de<br />
Foto: Melitta<br />
Foto: Nespresso<br />
Foto: WMF<br />
Smarte Reinigung<br />
Als Marktführer im Bereich der professionellen<br />
Kaffeemaschinen arbeitet<br />
WMF kontinuierlich an neuen Angeboten<br />
und Lösungen für seine Kunden. Um<br />
den Gastronomie-Betrieben die oftmals<br />
aufwendige Reinigung von Kaffeemaschinen<br />
zu erleichtern, wurde WMF AutoClean<br />
entwickelt, welches eine zeitintensive<br />
und manuelle Reinigung der<br />
Kaffee- und Milchsysteme ersetzt. Der<br />
Reinigungszyklus wird einmalig konfiguriert,<br />
den Rest erledigt <strong>das</strong> WMF AutoClean<br />
System selbständig und vollautomatisch.<br />
Erhältlich ist <strong>das</strong> Produkt für<br />
die Vollautomaten WMF 5000 S+ und<br />
die WMF 1500 S+. Alle WMF Kaffeevollautomaten<br />
sind zudem auch in günstigen<br />
Leasing- und Mietvarianten erhältlich,<br />
in denen der Vollwartungsvertrag<br />
inkludiert ist.<br />
www.wmf-kaffeemaschinen.at<br />
<br />
FAFGA Halle A.0 Stand A112
9/20<strong>22</strong><br />
PARTNERPORTRAIT 83<br />
ADVERTORIAL<br />
Lösungen rund um den Globus<br />
Franke Coffee Systems ist ein weltweit<br />
führender Lösungsanbieter von Vollautomaten<br />
für die professionelle Kaffeezubereitung.<br />
Das breite und modulare<br />
Produktprogramm bietet für jeden individuellen<br />
Wunsch hinsichtlich Leistung,<br />
Kaffeevielfalt, Bedienung und Größe die<br />
ideale Lösung. In einem stetigen Prozess<br />
werden die Produkte verbessert und weiterentwickelt.<br />
Von einem vollautomatischen<br />
Reinigungssystem für eine bessere<br />
Hygiene und weniger Arbeitsaufwand<br />
über die intelligente Kaffeezubereitung<br />
„iQ Flow“ bis hin zu Abrechnungs- und<br />
Telemetrie Anbindungen. Echte Leidenschaft<br />
und 100 Prozent Swissness: Das<br />
alles steckt in einer Franke Kaffeemaschine!<br />
Als Partner rund um <strong>das</strong> Thema Kaffee<br />
stehen Ihnen zudem von Anfang an<br />
Experten zur Seite. Im Service ist <strong>das</strong> ein<br />
Netz aus engagierten, hochqualifizierten<br />
und zertifizierten Technikern. Damit<br />
ist gewährleistet, <strong>das</strong>s die Anfahrtswege<br />
kurz und ein Techniker immer in Ihrer<br />
Nähe ist, wenn er gebraucht wird.<br />
Der Geschäftsbereich Franke Coffee<br />
Systems ist Teil der international agierenden<br />
Franke Gruppe. In Deutschland<br />
und Österreich stehen insgesamt 135<br />
Franke Mitarbeiter, 32 Werksvertretungen<br />
und 4 Händler mit weiteren über<br />
380 Mitarbeitern im Vertrieb und Service<br />
im Dienste der optimalen Kaffeelösung.<br />
Der Hauptsitz von Franke liegt in<br />
Aarburg (Schweiz), weitere Franke Coffee<br />
Systems Tochtergesellschaften gibt<br />
es in den USA und Großbritannien. Darüber<br />
hinaus kann auf ein globales Serviceund<br />
Vertriebsnetz mit über 300 Partnern<br />
gezählt werden.<br />
<strong>GASTRO</strong>NOMIE<br />
HOTELLERIE<br />
Kontakt:<br />
Franke Coffee Systems Ges. m b H<br />
Draschestrasse 88 Top 4<br />
1230 Wien<br />
E-Mail cs-info.de@franke.com<br />
Foto: Franke
Kreative<br />
Kaffee-<br />
Cocktails<br />
Foto: Bruno Postigo / Adobe Stock Foto Kaffeebohnen: winston / Adobe Stock
9/20<strong>22</strong><br />
KAFFEE 85<br />
Kaffee-Rezepte gibt es gerade in Österreich zahllose – <strong>das</strong>s sich Kaffee aber auch zum Mixen<br />
von Longdrinks oder Cocktails eignet, wissen nur wenige.<br />
Von Clemens Kriegelstein<br />
An Kaffeerezepten haben wir speziell<br />
in Österreich bekanntlich<br />
keinen Mangel: Großer Brauner,<br />
Cappuccino, oder Latte Macchiato<br />
kennt vermutlich jeder, die jüngere<br />
Generation aromatisiert ihre flavored<br />
coffees gerne mit diversen Sirups und die<br />
etwas älteren unter den Kaffeeliebhabern<br />
kennen vielleicht noch Kreationen wie<br />
Kapuziner, Franziskaner oder Überstürzter<br />
Neumann. Natürlich dürfen auch traditionelle<br />
Rezepte mit Alkohol nicht fehlen,<br />
am bekanntesten sicherlich der Irish<br />
Coffee mit Whiskey und flüssigem Obers,<br />
aber auch Fiaker (mit Rum und Schlagobers)<br />
oder Maria Theresia (mit Cointreau<br />
und Schlagobers) haben ihre Anhänger.<br />
In jüngster Zeit jedoch dient der<br />
Kaffee immer öfter auch als Zutat für kreative<br />
Cocktails.<br />
Gin-Tonic mit Kaffee<br />
Ganz in den aktuellen Gin-Tonic-Hype<br />
passt etwa der Kaffee-Gin-Tonic. Was im<br />
ersten Moment eher unvereinbar klingt,<br />
ergänzt sich von den Aromen ganz wunderbar.<br />
Hier entsteht ein fruchtig, spitziger,<br />
leicht bitterer Geschmack. Dazu<br />
ist dieser Cocktail sehr erfrischend und<br />
sorgt für einen Koffein-Kick. Wichtig ist<br />
dabei die Auswahl des richtigen Kaffees.<br />
Im Originalrezept wird der Cocktail mit<br />
Kaffee nach der Cold Brew Methode zubereitet.<br />
Für wen dies zu aufwendig ist,<br />
ein guter, fruchtiger Espresso mit Zitrusnote<br />
tut es für den Anfang auch.<br />
Zutaten:<br />
4 cl Gin<br />
10 cl Tonic<br />
2 cl Espresso<br />
› Eiswürfel & Zitrone<br />
Zubereitung: Die Basis für diesen<br />
Cocktail ist kalter Kaffee. Wie auch beim<br />
Eiskaffee ist es auch hier wichtig, <strong>das</strong>s<br />
der frischgebrühte Kaffee so rasch wie<br />
möglich kalt wird und nicht einfach bei<br />
Zimmertemperatur abgekühlt lassen<br />
wird. Am besten den Espresso bei der<br />
Zubereitung direkt in ein kaltes Glas mit<br />
Eiswürfeln rinnen lassen. Ein zweites kaltes<br />
Glas ebenfalls mit Eiswürfeln füllen<br />
und Zitronenscheiben hinzugeben. Dann<br />
zuerst Gin und dann Tonic hinzugießen.<br />
Erst am Ende den eiskalten, aber frischen<br />
Espresso zugeben.<br />
Ein beinahe schon klassischer Wachmacher<br />
ist der aus Vodka, Kaffeelikör und<br />
Espresso bestehende Espresso Martini.<br />
(Wer es süß liebt, darf noch einen Schuss<br />
Zuckersirup hinzufügen). Die belebende<br />
Wirkung kommt der eines Energydrinks<br />
gleich, ist jedoch in dieser Form deutlich<br />
stilvoller. Prinzipiell kommen hier zwei<br />
Teile Vodka und je ein Teil Kaffeelikör<br />
und Espresso (manche Rezepte sehen<br />
aber auch ein Mischungsverhältnis von<br />
1:1:1 vor) in einen mit Eiswürfeln gefüllten<br />
Shaker. Ordentlich shaken, in ein Cocktailglas<br />
abseihen und mit ganzen Kaffeebohnen<br />
garnieren.<br />
Ebenfalls eine Überlegung wert: Averna<br />
Espresso. Im Originalrezept wird hier<br />
Averna einfach auf Eis serviert und mit<br />
Foto: popout / Adobe Stock<br />
einem frischen, warmen Espresso übergossen.<br />
Je nach Geschmack kann man<br />
auch einen Schuss Vanillesirup bzw.<br />
Schokoladenlikör hinzugeben.<br />
„Kugelsicherer“ Kaffee<br />
Und last but not least geistert seit geraumer<br />
Zeit der sogenannte „Bulletproof<br />
Coffee“ durch die diversen Blogs. Zwar<br />
enthält dieses Rezept keinen Alkohol,<br />
doch dafür Kokosöl und Butter, was den<br />
Kaffee jedenfalls ein wenig ungewöhnlich<br />
macht: 250 ml frischen, starken Kaffee<br />
mit je ein bis zwei EL Kokosöl und Butter<br />
in einen Mixer geben und rund 20 Sekunden<br />
mixen, bis eine cremige, homogene<br />
Flüssigkeit entstanden ist. Der Gag<br />
hinter dem ungewöhnlichen Rezept: Er<br />
soll die Aufmerksamkeit und Konzentrationsfähigkeit<br />
steigern – und einen wohl<br />
über mehrere Stunden sättigen ...
86 HEISSE SCHOKOLADE<br />
9/20<strong>22</strong><br />
Foto: Conditorei Sluka / Sabine Klimpt<br />
Foto: Pixabay<br />
Schoko in der Tasse<br />
Heiße Trinkschokolade hat eine lange Tradition und begeistert Jung und Alt bis heute.<br />
<br />
Von Magdalena Mayr<br />
Vor rund 3.000 Jahren wurde <strong>das</strong> erste<br />
Schokoladengetränk erfunden,<br />
als Urheber dessen gelten die Maya.<br />
„xocōlātl“ wurde dann ab 1400 <strong>das</strong> Heißgetränk<br />
von den Azteken getauft und<br />
hielt dann auch in Europa Einzug: Nicht<br />
nur gut sollte es sein, sondern auch heilend.<br />
Kakao oder heiße Schokolade?<br />
Denkt man an <strong>das</strong> süße Getränk, so<br />
werden insbesondere im alltäglichen<br />
Sprachgebrauch zwei Bezeichnungen<br />
synonym verwendet: Kakao und heiße<br />
Schokolade, doch sie sind nicht <strong>das</strong>selbe.<br />
Denn während in heißer Schokolade<br />
bzw. Trinkschokolade eben genau <strong>das</strong><br />
steckt, nämlich geschmolzene Schokolade,<br />
wird für heißen Kakao ein Kakaopulver<br />
aufgegossen. Dadurch sind die<br />
beiden Getränke auch deutlich unterschiedlich<br />
in ihrer Konsistenz: heiße<br />
Schokolade ist um einiges dickflüssiger<br />
als heißer Kakao.<br />
Unterschiede in der Zubereitung<br />
Heiße Schokolade wird oft aus Schokolade-Tafeln<br />
oder Schokolade am<br />
Stiel zubereitet, die in Milch oder Wasser<br />
geschmolzen werden. Süße und Geschmack<br />
sind dabei je nach Region<br />
unterschiedlich, mancherorts wird zusätzlich<br />
verfeinert, wie etwa in Italien mit<br />
Eigelb. Auch wenn prinzipiell jede Schokolade<br />
verwendet werden kann, so empfiehlt<br />
sich doch ein höherer Kakaoanteil<br />
von rund 70 Prozent. Denn je höher der<br />
reine Anteil an Kakao in der Schokolade<br />
ist, desto weniger Zucker ist enthalten.<br />
Außerdem enthält Kakao Antioxidantien<br />
und Mineralien, die stimmungsaufhellend<br />
wirken.<br />
Oft werden der heißen Schokolade<br />
Gewürze wie Nelken, Zimt oder Chili<br />
zugegeben, um den Geschmack noch zu<br />
verfeinern. Vergleichsweise neu ist die Erfindung<br />
der kalten Trink- oder Eisschokolade.<br />
Dazu wird die Schokolade heiß<br />
angerührt, abgekühlt und mit Eis serviert.<br />
Es muss nicht immer Vollmilch sein<br />
Traditionell wird heiße Schokolade mit<br />
Milch zubereitet und da meist mit hohem<br />
Fettanteil, damit die heiße Schoko<br />
vollmundiger schmeckt. Für die kalorienarme<br />
Version kann auch auf Wasser<br />
zurückgegriffen werden, was aber dann<br />
nicht ganz so gut schmeckt.<br />
Die Conditorei Sluka mit Standorten<br />
am Rathausplatz und in der Kärntnerstraße<br />
in Wien bietet eine breite Palette<br />
im Bereich der Trinkschokoladen auch<br />
abseits von Vollmilch an: Es finden sich<br />
Soja und Mandelmilch, so<strong>das</strong>s die heiße<br />
Schokolade auch für vegane Gäste in<br />
Frage kommt. Zusätzlich wird auch bei<br />
der Auswahl der Schokolade auf Flexibilität<br />
gesetzt, denn es kommen immer<br />
wieder Produkte unterschiedlicher Hersteller<br />
zum Einsatz. Die Herstellung heißer<br />
Schokolade erfordert im Normalfall<br />
keinen allzu großen Aufwand und ist besonders<br />
in der kühlen Jahreszeit ein guter<br />
Bringer in der Gastronomie.
9/20<strong>22</strong><br />
HEISSE SCHOKOLADE 87<br />
Schokoladiges in die Tasse<br />
Coffee and Flavor präsentiert<br />
Trinkschokoladen-<br />
Mischungen für die Gastronomie.<br />
Für „MyCocoa“ werden<br />
nur qualitativ hochwertige<br />
Bohnen aus Südamerika und<br />
Afrika verwendet, die schonend<br />
geröstet und kaum entölt<br />
sind. Zu haben sind etwa<br />
die Geschmacksrichtungen<br />
Caramel, mit der Süße der<br />
Kokosblüte, Bianco mit weißer<br />
Schokolade und leichter<br />
Kokosnote, oder Chili mit der<br />
Schärfe von Jalapeños , die Sorte Classic<br />
mit einer Prise Vanille sowie ein Cacao<br />
mit Orange. Viele Sorten sind vegan<br />
und bestehen nur aus wenigen Zutaten,<br />
sie sind frei von jeglichen Zusatzstoffen.<br />
Die Klassiker werden in 1 Kg biologisch<br />
abbaubaren Beuteln oder auch im 10 Kg<br />
Kübel angeboten. Auf Wunsch werden<br />
eigene Mischungen kreiert und können<br />
auch mit dem Logo des Rösters oder des<br />
Gastrokunden abgefüllt werden.<br />
www.coffeeandflavor.at<br />
Foto: Coffee and Flavor<br />
Für Groß und<br />
Klein<br />
Trinkkakao darf auf keiner Frühstückskarte<br />
fehlen, ist er nicht<br />
nur ein süßes Highlight für die<br />
Kleinen, sondern auch eine beliebte<br />
Alternative zum Kaffee für<br />
erwachsene Gäste. Mit dem erweiterten<br />
Sortiment von suchard<br />
express kann der Trinkkakao nun<br />
schnell, einfach und hygienisch<br />
zubereitet werden. Die neuen suchard<br />
express Sticks gibt es ab sofort<br />
im praktischen Spender zu 100<br />
Portionsbeuteln: den Inhalt einfach<br />
in 200ml Milch oder pflanzlicher<br />
Alternative – warm oder kalt<br />
– auflösen. Die ideale Ergänzung<br />
des To-Go Sortiments in Bäckereien,<br />
Schulbuffets oder Kantinen<br />
bietet der neue benco Drink – die<br />
trinkfertige 250ml Version des beliebten<br />
Kakaos ist mit österreichischer<br />
Milch hergestellt und auch<br />
ungekühlt haltbar, noch dazu<br />
kommt er ganz ohne Stabilisatoren<br />
aus.<br />
www.delikat-essen.at<br />
Französischer Schokoladenhersteller<br />
feiert 100-Jähriges<br />
Valrhona hat gemeinsam mit internationalen<br />
Partnern, Lieferanten, Kunden<br />
und Mitarbeitern eine Jubiläumskuvertüre<br />
konzipiert. Es handelt sich hierbei<br />
um den Beweis in Schokoladenform für<br />
eine kreative und auch verantwortungsvolle<br />
Gastronomiebranche, genauso wie<br />
für eine gerechte und faire Kakaoindustrie.<br />
Der Name Komuntu setzt sich zusammen<br />
aus „Komunumo“, was auf Esperanto<br />
„Gemeinschaft“ bedeutet sowie<br />
aus dem afrikanischen Begriff „Ubuntu“,<br />
was sich als „Ich bin, weil wir sind“ übersetzen<br />
lässt. Der gesamte Gewinn, der im<br />
Jahr des Jubiläums mit Komuntu erwirtschaftet<br />
wird, geht zu 100 Prozent an die<br />
15 Kakaopartner von Valrhona, um Projekte<br />
zur Unterstützung von Gemeinden<br />
zu finanzieren.<br />
www.valrhona.com<br />
Foto: Valrhona<br />
Foto: Suchard
88 TEE<br />
9/20<strong>22</strong><br />
Tipp aus der Praxis<br />
Ankas Teewelt<br />
Teegenuss am Berg<br />
Die Vorbereitungen für die kommende<br />
Wintersaison inklusive<br />
Eindeckung laufen bereits und<br />
die Gastgeber stehen schon in<br />
den Startlöchern. Ein solides,<br />
variantenreiches Teesortiment,<br />
welches alle Ihre Gästeansprüche<br />
erfüllt, ist ein „Must-have“<br />
in jedem Hotel, auf jeder Alm,<br />
Einkehr und Skihütte. Anders<br />
als bei Lebensmittel des täglichen<br />
Bedarfs müssen sich die<br />
Gastgeber für die Eindeckung<br />
mit Tee keine großen Sorgen<br />
machen. Denn der Tee hat ein<br />
Mindesthaltbarkeitsdatum von<br />
zwei bzw. drei Jahren (abhängig,<br />
ob aromatisiert oder klassisch).<br />
Außerdem werden Tees,<br />
speziell für die Bedürfnisse und<br />
für die Bereiche, wo Temperaturschwankungen<br />
extrem sind,<br />
so verpackt, <strong>das</strong>s <strong>das</strong> Teearoma<br />
nicht darunter leidet. Ob die<br />
Tees mit Rum, Obstler etc. oder<br />
als Jagartee, Glühwein sowie pur<br />
getrunken werden, ist nebensächlich.<br />
Wintersportler freuen<br />
sich auf eine heiße, herzerwärmende<br />
Tasse hochwertigen Tee!<br />
Selbstverständlich sollen die<br />
Tees inklusive der Verpackung<br />
nachhaltig und biologisch abbaubar<br />
sein. Kalkulatorisch gesehen<br />
gilt die Warengruppe Tee<br />
mit seiner hohen Marge für die<br />
Gastronomie-Betriebe zusätzlich<br />
als Umsatzgewinnbringer. Meine<br />
liebsten Teesorten sind zurzeit<br />
Ronnefeldt Tea Caddys Assam<br />
Bari, Bergkräutertee und Morgentau,<br />
passend in dem neuen<br />
Ronnefeldt „der Becher“ perfekt<br />
serviert.<br />
Teehaus Ronnefeldt<br />
Anka Kleebinder<br />
Teefachberaterin<br />
Österreich<br />
akleebinder@ronnefeldt.de<br />
www.ronnefeldt.com<br />
Foto: Ronnefeldt<br />
Der Tee mit den Perlen<br />
Bubble Tea erlebt wieder einen Aufschwung – doch woraus<br />
besteht <strong>das</strong> süße Getränk und woher kommt es? Von Magdalena Mayr<br />
Im Jahr 2013 sorgte eine Falschinformation<br />
bezüglich des vermeintlich erhöhten<br />
Krebsrisikos beim Bubble-Tea-Konsum<br />
für einen Dämpfer des Trends. Doch<br />
er ist zurück: An vielen Ecken findet man<br />
<strong>das</strong> bunte Teegetränk nun wieder, insbesondere<br />
junge Menschen feiern den flüssigen<br />
Hingucker.<br />
Hippes Getränk mit Tradition<br />
Seinen Ursprung hat der Bubble Tea<br />
tatsächlich bereits in den 80ern in Taiwan,<br />
die Basis für <strong>das</strong> Trendgetränk sind<br />
Grün- oder Schwarztee sowie Milch oder<br />
Sirup. Hinzu kommen dann bunte Kugeln<br />
– eben besagte Bubbles – aus Tapiokastärke<br />
oder Alginat in unterschiedlichen<br />
Geschmacksrichtungen. Der meist<br />
in kühler Form genossene Tee wird mit<br />
Strohhalm getrunken – dieser muss breit<br />
genug sein, um die Bubbles vom Behälter<br />
in den Mund saugen zu können, bis<br />
die runden Köstlichkeiten dann bereits<br />
bei leichtem Druck im Mund zerplatzen.<br />
Wiener Bubble Tee<br />
Der Familienbetrieb Sir Boba im 9. Wiener<br />
Gemeindebezirk verbindet die Wiener<br />
Kaffeehauskultur mit dem Trend<br />
Bubble Tee. Jedes der Getränke wird in<br />
Fotos: SirBoba<br />
den Teaspresso Maschinen durch ein<br />
spezielles Brühverfahren täglich frisch<br />
und auf Bestellung zubereitet.<br />
„Unsere Teesorten wie Ooloong, Jasmin-Grüntee<br />
und auch Schwarztee haben<br />
unterschiedliche Brühzeiten und<br />
unsere Teaspresso Maschinen erlauben<br />
uns Volumen und Druck gezielt auf<br />
die Teesorte anzupassen, so<strong>das</strong>s wir ein<br />
konsistent authentisches Geschmackserlebnis<br />
anbieten können,“ sagt Manuel<br />
Stolicka von Sir Boba. Die Getränke<br />
sind so abgestimmt, <strong>das</strong>s ein optimales<br />
Zusammenspiel zwischen Bubbles<br />
und Flüssigkeit im Gaumen stattfindet.<br />
Die Publikumslieblinge bei Sir Boba sind<br />
Crème Brûlée, Kiwi Jasmin Grüntee und<br />
Pfirsich Ooloongtee. Die Bubbles bestehen<br />
aus Tapioka Stärke, welche aus der<br />
Maniokwurzel gewonnen wird. Sir Boba<br />
dampfgart diese mehrmals täglich frisch<br />
in einem Bad aus braunem Zucker, <strong>das</strong><br />
Zubereitungsverfahren garantiert die<br />
Frische der Tapioca Perlen. Schlussendlich<br />
sind diese nämlich der wichtigste<br />
Bestandteil des Getränks – in anderen<br />
Ländern wird Bubble Tea vielleicht<br />
gerade deshalb häufig „Boba Boba“ genannt.<br />
www.sirboba.at
9/20<strong>22</strong><br />
TEE 89<br />
Unterstützung im Teesegment<br />
Seit 1823 bietet die Zusammenarbeit<br />
mit dem Teehaus<br />
Ronnefeldt verschiedene Mehrwerte.<br />
Denn unabhängig von Art,<br />
Größe und individuellem Konzept<br />
des Gastronomiebetriebes<br />
oder der Hotellerie unterstützt<br />
Ronnefeldt beim Teegenuss für<br />
die Gäste. Maßgeschneiderte<br />
Lösungen, beginnend mit dem<br />
Frühstuck, dem à la Carte Bereich<br />
oder dem Nachmittagstee,<br />
Fine Dining, oder bis spät in die<br />
Nacht mit Teecocktails an der Bar, steht<br />
<strong>das</strong> Unternehmen mit Rat und Tat zur<br />
Seite. All <strong>das</strong> wird zugeschnitten und individuell<br />
angefertigt, dazu zählen auch<br />
eine umfassende Betreuung vor Ort und<br />
einen Service durch die Ronnefeldt Mitarbeiter.<br />
Denn Unterstützung ist <strong>das</strong> A<br />
und O: <strong>das</strong> passende Sortiment und Zubehör,<br />
aber auch die richtige Präsentation<br />
sind wichtig, um Gäste überzeugen<br />
zu können. So lohnt sich ein Service<br />
wie der von Ronnefeldt nachhaltig und<br />
langfristig.<br />
www.ronnefeldt.com<br />
Einzigartiges in der Tasse<br />
Zwölf Paten aus unterschiedlichen Anbaugebieten<br />
der Welt bedeuten für<br />
Pure Tea zwölf Teesorten, die einzigartig<br />
wie ihre Namensgeber sind. Von<br />
kräftig schwarz bis spritzig grün, dann<br />
wieder knallig-fruchtig rot oder sanft<br />
und zart. Gastronomen können die losen<br />
Tees aus der Membrandose anbieten<br />
oder die Vorteile eines handgenähten<br />
Kissenbeutel nutzen. Zubehör wie<br />
Displays, Teegläser, Teesiebe und POS<br />
Materialien runden <strong>das</strong> Teekonzept jedenfalls<br />
ab. Als Bio Schwarzer Tee wird<br />
unter anderem der Aman Darjeeling<br />
angeboten. Er kommt aus den sattgrünen<br />
Teegärten auf den steilen Hängen<br />
der Ausläufer des Himalayas. Aman, der<br />
Teebauer, verfügt über handwerkliches<br />
Geschick, langjährige Tradition und Leidenschaft<br />
für seinen Tee.<br />
Das Ergebnis: Fein harmonierende<br />
Aromen und ein zart-blumiger Geschmack.<br />
Der Bio Grüner Tee Yanzhou Pi<br />
Lo Chun ist ein Tee mit langer Tradition.<br />
Für Yanzhou, den Sohn eines Teebauern,<br />
bedeutet er aber immer auch ein Stück<br />
Heimat. Bis heute lässt er es sich nicht<br />
nehmen, mit seiner Familie die Blätter<br />
per Hand zu verlesen.<br />
www.puretea.at<br />
Foto: Ronnefeldt<br />
Fotos: Pure Tea<br />
Fotos: Teekanne<br />
Regionales<br />
Superfood<br />
Mit den zwei neuen Biogarten<br />
Teesorten BIO Waldbeere<br />
und BIO Orange bietet TEEKAN-<br />
NE rechtzeitig zum Herbstbeginn<br />
zwei beliebte Früchteteemischungen<br />
in Bio-Qualität im<br />
Regal an. „Wildbeeren sind regionales<br />
Superfood“, erklärt die<br />
Kräuterexpertin und Teekennerin<br />
Karin Nouman, bekannt als<br />
„Fräulein Grün“. Teetrinken beginne<br />
ihr zufolge bereits mit der<br />
Nase, sobald <strong>das</strong> heiße Wasser<br />
auf den Teebeutel treffe und für<br />
fruchtigen Duft sorge. „Einmal<br />
tief einatmen und schon setzt<br />
<strong>das</strong> Wohlgefühl ein, <strong>das</strong>s man<br />
sich jetzt auf etwas Feines freuen<br />
kann.“ Die zwei neuen TEEKAN-<br />
NE-Früchteteezubereitungen ergänzen<br />
die beliebten Teesorten<br />
der Produktlinie BIO Kräutergarten.<br />
Denn als Marktführer im<br />
Bereich Früchtetees ist es TEE-<br />
KANNE ein besonderes Anliegen,<br />
auch bekannte und bewährte<br />
Früchtetee-Sorten in feinster<br />
Bio-Qualität anzubieten. Für einen<br />
natürlichen Geschmack werden<br />
ätherische Fruchtöle eingesetzt.<br />
www.teekanne.at
Seite 90 bis Seite 107<br />
Non-Food<br />
Küchentechnik<br />
Wenn’s um <strong>das</strong> Geschirrspülen geht, steht vor<br />
allem ein Thema ganz aktuell im Zentrum: die<br />
steigenden Energiekosten. Hier heißt es daher,<br />
ökonomisch zu handeln und gewisse Tipps und<br />
Tricks zu berücksichtigen.<br />
Seite 92<br />
GV*<br />
Am Wolfgangsee im Ferienhort werden<br />
Kinder verköstigt, die Frische der Waren spielt<br />
hier eine große Rolle. Und wie gehen Kinder<br />
mit den Veggie-Days um, an denen es kein<br />
Fleisch gibt?<br />
Seite 96<br />
<br />
<br />
* Gemeinschaftsverpflegung<br />
Wäsche<br />
Bei der Wäschepflege stellt sich insbesondere<br />
eine Frage: Soll im Haus oder extern gewaschen<br />
werden? Die Vor- und Nachteile beider Optionen<br />
werden im Folgenden aufgezeigt.<br />
Seite 100<br />
Tischkultur<br />
Wie schafft man es, beim Frühstücksbuffet<br />
aus der Masse hervorzustechen? Was bei der<br />
Präsentation, insbesondere der Auswahl der<br />
Farben und dem expliziten Anrichten<br />
bedacht werden sollte, um Eindruck bei<br />
Gästen zu schinden, auf folgenden Seiten.<br />
Seite 104
x/2021<br />
AKTUELLES 91<br />
Fotos: Halek<br />
Sacha (l.) und Heinz Halek führen <strong>das</strong> Familienunternehmen<br />
bereits in dritter Generation.<br />
Ausstattung aus<br />
einer Hand<br />
Das familiengeführte Unternehmen Halek GmbH mit Sitz in<br />
Hagenbrunn ist der Partner in der Ausstattung von Großküchen<br />
und Kantinen. Das Sortiment umfasst rund 1.900 Artikel<br />
und Produkte für den Gastronomiebedarf. To-Go Verpackungen,<br />
(Automaten-)Becher sowie Desinfektionsmittel<br />
und Hygienepapiere – bei Halek ist alles rund um <strong>das</strong> Thema<br />
Gemeinschaftsverpflegung aus einer Hand zu bekommen.<br />
„Unsere Kunden schätzen die große, ständig wechselnde<br />
Produktauswahl, die ehrliche Handschlagqualität und die<br />
Verlässlichkeit in der Abwicklung“, so Heinz Halek, der Geschäftsführer<br />
des Unternehmens. Ganz nach dem Motto „Der<br />
Kunde ist König“ ist durch ein großes, internes Zentrallager<br />
eine hohe Lieferfähigkeit garantiert. „Wir versuchen täglich<br />
für unsere Kunden <strong>das</strong> Unmögliche möglich zu machen. Unser<br />
hausinternes, großes Lager erlaubt uns kürzeste Reaktionszeiten<br />
und schnellste Logistik“, erzählt Heinz Halek weiter.<br />
Das ECOSTAR by Halek Siegel kennzeichnet Produkte, die<br />
aus Karton, Bio-Karton, Zuckerrohr oder Palmblatt hergestellt<br />
sind. Alle Produkte, die innerhalb des breit gefächerten Sortiments<br />
von Halek mit diesem Gütesiegel ausgewiesen sind,<br />
garantieren eine bequeme Entsorgung über Altpapier, Kompost<br />
oder Restmüll. Das Ziel ist es, aktiv an der Veränderung<br />
der verwendeten Materialien mitzuarbeiten. Einfaches Handling,<br />
Temperaturbeständigkeit, perfekte Optik und umweltfreundliche<br />
Werkstoffe konnten schon unzählige Kunden im<br />
täglichen Einsatz begeistern.<br />
www.halek.at<br />
Farbe verändert alles<br />
Damit Farbe gekonnt eingesetzt wird,<br />
verraten Villeroy & Boch und Gesa<br />
Hansen mit dem digitalen „Colour<br />
Wheel“ jetzt ihre ganz persönlichen<br />
Farbgeheimnisse. Jede Farbgestaltung<br />
beginnt mit der Entscheidung, welche<br />
Nuance im neuen Bad den Ton angeben<br />
soll. Mit dem digitalen Colour<br />
Wheel lassen sich verschiedene Möglichkeiten<br />
einfach durchspielen. Zahlreiche<br />
Einrichtungsbeispiele zeigen,<br />
welche Effekte sich mit verschiedenen<br />
Farben erzeugen lassen. Profis wie Gesa Hansen kennen verschiedene<br />
Methoden, Farben gekonnt zusammenzustellen.<br />
Mit dem Colour Wheel sind Kombinationen wie die Triade,<br />
Monochrome, Komplementär oder Analog für jeden ganz<br />
einfach umzusetzen.<br />
www.villeroyboch.com<br />
BELLABOT<br />
der professionelle Servierroboter<br />
Foto: Villeroy<br />
Vertreter: Yang&Wang G.m.bH<br />
M: +43(0)660 988 1628, +43(0)699 1866 8888, T: +43 1 255 9521,<br />
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Hersteller: Pudu Robotics<br />
www.pudurobotics.com
92 KÜCHENTECHNIK<br />
9/20<strong>22</strong><br />
Ökonomisch Geschirr spülen<br />
Explodierende Energiekosten sind derzeit <strong>das</strong> Hauptproblem in der Gastronomie.<br />
Geschirrspüler müssen aber keine Stromfresser sein, wenn man ein paar Tipps beherzigt. <br />
<br />
von Clemens Kriegelstein<br />
Foto: Anastassiya / Adobe Stock<br />
Die steigenden Lebensmittelpreise<br />
im Einkauf sind seit geraumer<br />
Zeit schon bedenklich, aber ein<br />
Kindergeburtstag gegenüber den<br />
Preissprüngen, die derzeit am Energiesektor<br />
zu beobachten sind. Die Preise<br />
für Strom und Gas haben sich vervielfacht<br />
und machen <strong>das</strong> Kalkulieren für<br />
Gastronomen immer schwieriger.<br />
Zu den großen Stromfressern in einer<br />
Restaurantküche gehört neben Kühlung<br />
und Herd natürlich auch der Spülbereich.<br />
Hier kann man durch leicht umzusetzende<br />
Maßnahmen einiges an Energie einsparen.<br />
„Spülen Sie <strong>das</strong> Geschirr bevor<br />
Reste antrocknen können, um Zusatzspülgänge<br />
zu vermeiden“, empfiehlt etwa<br />
der deutsche DEHOGA. Spülen sollte<br />
man zudem nur volle Spülkörbe. Besteck<br />
sollte, um Zusatzspülgänge zu vermeiden,<br />
eingeweicht werden. Eine gute Vorabräumung<br />
(Pendel-Brause, max 35°C)<br />
sorgt für eine länger saubere Waschlauge<br />
(ein ggf. erforderlicher Wasserwechsel<br />
mit entsprechendem Heizenergiebedarf<br />
könnte entfallen). Der Einsatz eines<br />
Dauerwaschprogrammes erspart langes<br />
Vorweichen im Becken und vermeidet<br />
ebenfalls Mehrfachspülen. Außerdem<br />
rät der DEHOGA möglichst sortenrein<br />
zu spülen, d.h. stark verschmutztes Geschirr<br />
(Töpfe, Behälter usw.) am Ende des<br />
Spülbetriebes oder besser in einer separaten<br />
Universalspülmaschine zu spülen.<br />
Und natürlich sollte eine Spülmaschine<br />
möglichst an einem Warmwasserhahn<br />
angeschlossen sein.<br />
Separate Gläserspülmaschinen<br />
sparen Strom<br />
Idealerweise verwendet man für Gläser<br />
eine separate, weniger energieintensive<br />
Gläserspülmaschine. Auch hier gilt allerdings:<br />
Geräte ohne interne Wärmerückgewinnung<br />
gehören an den Warm-
9/20<strong>22</strong><br />
KÜCHENTECHNIK 93<br />
wasseranschluss. Beim Reinigen von<br />
Gläsern sind beim Waschgang 55- 60<br />
°C und beim Klarspülen 63-67 °C völlig<br />
ausreichend.<br />
Ein wichtiger Punkt zur Energieeffizienz<br />
sind auch Service der Maschine<br />
entsprechend der Bedienungsanleitung<br />
und eine tägliche Reinigung. Kalk-Beläge<br />
auf den Heizkörpern wirken außerdem<br />
stark isolierend und erhöhen damit<br />
den Energieverbrauch. Noch besser<br />
als Entkalken: Eine wirksamere Wasseraufbereitung<br />
– über eine Enthärtung hinaus<br />
– z.B. Umkehr-Osmoseanlage berücksichtigen.<br />
Professionelle Beratung vor dem<br />
Kauf wichtig<br />
Generell gilt für die Neuanschaffung einer<br />
Spülmaschine: Eine sorgfältige Bestandsaufnahme<br />
und/oder Beratung ist<br />
die Basis für die optimale Maschinenausführung<br />
und Maschinengröße. Eine<br />
falsche Maschinenausführung oder eine<br />
unpassende Kapazität kann zu einem<br />
ineffizienten Energieeinsatz führen. Maschinen<br />
mit geringem Wasserverbrauch,<br />
geringem Anschlusswert und Wärmerückgewinnung<br />
sind logischerweise zu<br />
bevorzugen.<br />
Der DEHOGA hat übrigens in etlichen<br />
Energie-Sparblättern Tipps für die<br />
Effizienz-Optimierung in unterschiedlichen<br />
Betriebsbereichen zusammengefasst,<br />
von Schwimmbad & Wellness<br />
über Wäscherei, Heizung & Kühlung,<br />
Beleuchtung oder auch Küche. Weitere<br />
Informationen unter<br />
https://energiekampagne-gastgewerbe.<br />
de/leitfaeden-checklisten<br />
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GESTERN.<br />
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IST HEUTE.<br />
Die neuen MEIKO ALL<br />
INCLUSIVE „Sorglos-Pakete“:<br />
Gerät, Service und Spülchemie<br />
ab sofort zum monatlichen<br />
Fixpreis – ohne Anzahlung!<br />
Durch dieses Full-Service-<br />
System wird der laufende<br />
Betrieb mit MEIKO<br />
Spülmaschinen noch<br />
einfacher und komfortabler.<br />
MEIKO Clean Solutions<br />
Austria GmbH / www.meiko.at<br />
Fotos: Miele
94 KÜCHENTECHNIK<br />
9/20<strong>22</strong><br />
Energiesparmeister!<br />
Gläser- und Geschirrspüler TopTech von MAYWAY.<br />
Die Anforderungen an Gläserspülmaschinen<br />
sind in letzter Zeit deutlich<br />
gewachsen, ohne <strong>das</strong>s diese selbst<br />
wachsen dürfen, da der Platz in der Bar<br />
sicherlich die knappste und wertvollste<br />
Ressource ist. Die neue Generation der<br />
MAYWAY Gläserspülmaschinen bietet<br />
eine effektive Lösung für dieses Problem:<br />
Trotz der kompakten Außenmaße,<br />
die sich an jedes Thekenfach anpassen<br />
lassen, können dank der Türöffnungshöhe<br />
Gläser und Teller bis zu 30 cm gestapelt<br />
und gespült werden.<br />
Alle MAYWAY Spülmaschinen verfügen<br />
über drei Standardprogramme<br />
für Gläser, bis zu drei Programme für<br />
die Selbstreinigung und den Tankwasserwechsel<br />
sowie bis zu vier Spezialprogramme.<br />
Ein kürzerer Waschzyklus<br />
mit geringerem Wasser- und Waschmittelverbrauch<br />
ist nur mit einer höheren<br />
Waschtemperatur möglich. Leider verfügen<br />
die meisten auf dem Markt befindlichen<br />
Produkte über Heizelemente<br />
für den Tank und den Boiler, die abwechselnd<br />
arbeiten, wobei der Boiler<br />
aus hygienischen Gründen Vorrang<br />
hat. Das bedeutet, <strong>das</strong>s <strong>das</strong> Tankwasser<br />
bei wiederholten Zyklen nicht ausreichend<br />
erwärmt wird und seine Temperatur<br />
schnell abfällt, was <strong>das</strong> Spülergebnis<br />
beeinträchtigt. Bei den neuen<br />
MAYWAY Gläser- und Geschirrspülern<br />
teilt <strong>das</strong> HotWash-System die elektrische<br />
Leistung auf zwei unabhängige<br />
Heizelemente auf und ermöglicht so<br />
zahlreiche wiederholte Spülgänge und<br />
eine konstante Beheizung des Tanks. Im<br />
Vergleich zu einer Maschine mit ineinandergreifenden<br />
Heizelementen ist die<br />
Temperatur bei wiederholten Waschzyklen<br />
um etwa 10 Grad höher. Dies ermöglicht<br />
eine kürzere Waschzeit und<br />
eine kürzere Trocknungszeit, da die Gläser/Teller<br />
wärmer werden, einen geringeren<br />
Waschmittelverbrauch und folglich<br />
niedrigere Kosten.<br />
Kontakt:<br />
Mehr Info unter 0810 100 180 oder in<br />
Ihrer MAYWAY Filiale! Onlineshop:<br />
www.mayway.eu<br />
BEZAHLTE ANZEIGE Foto: Mayway<br />
Erfolgreiche Unternehmensgeschichte<br />
Winterhalter, der Spülspezialist aus Meckenbeuren,<br />
feiert in diesem Jahr sein 75-jähriges Bestehen.<br />
Seit drei Generationen garantiert <strong>das</strong> Familienunternehmen<br />
Sauberkeit und Hygiene in der<br />
Spülküche. 1947 gründete Karl Winterhalter <strong>das</strong> Unternehmen,<br />
aus Schrott produzierte er Haushaltsgeräte.<br />
Die Spezialisierung auf <strong>das</strong> gewerbliche Spülen<br />
erfolgte 1957 mit der Geschirrspülmaschine GS 60.<br />
Seinen Nachkommen wurde <strong>das</strong> Spültechnik-Gen in<br />
die Wiegen gelegt. Jürgen Winterhalter, Geschäftsführer<br />
und Sohn des Firmengründers, wuchs in der<br />
Welt der Spültechnik auf. Mit der ersten Niederlassung<br />
in Holland startete 1967 die Internationalisierung.<br />
Heute ist Winterhalter in mehr als 70 Ländern<br />
mit Niederlassungen oder Partnern vertreten. Jürgen<br />
und Ralph Winterhalter können auf eine erfolgreiche<br />
Firmengeschichte zurückblicken.<br />
www.winterhalter.at<br />
<br />
FAFGA Messe: Halle A.0, Stand A114<br />
Foto: Winterhalter
9/20<strong>22</strong><br />
KÜCHENTECHNIK 95<br />
Spülen zum<br />
monatlichen Fixpreis<br />
Foto: Meiko Bernd Schumacher<br />
Foto: Michael Bode<br />
Meiko steht für zuverlässige Premiumtechnik, kompetenten<br />
Service, sichere Hygiene und perfekte Spülergebnisse.<br />
Mit Meiko All Inklusive wird jetzt zusätzlich ein neues, fix kalkulierbares<br />
Full-Service-System angeboten. Es wurden zwei<br />
verschiedene „Sorglos-Pakete“ entwickelt, die den laufenden<br />
Betrieb mit Meiko Spülmaschinen noch einfacher und komfortabler<br />
machen: Damit spült man ab sofort zum monatlichen<br />
Fixpreis. Das ,,Komplett-Paket“ beinhaltet ein neues Gerät,<br />
vollen Service und die Spülchemie. Die Laufzeit beträgt<br />
72 Monate. Das „Betriebspaket“ bietet ebenso vollen Service<br />
und die Spülchemie für bereits erworbene und in Betrieb befindliche<br />
Meiko-Spülmaschinen. Hier gibt es keine Bindung,<br />
der Vertrag ist innerhalb von fünf Jahren ab Kauf abschließbar.<br />
www.meiko.at<br />
Spülen von<br />
Mehrweggeschirr<br />
HOBART ist der Weltmarktführer für gewerbliche Spülmaschinen<br />
und -anlagen. Als Innovationsführer für gewerbliche<br />
Spültechnik entwickelt, produziert und verkauft <strong>das</strong> Unternehmen<br />
weltweit Maschinen und Anlagen, darüber hinaus<br />
bietet HOBART spezielle Lösungen rund ums Spülen an. Ob es<br />
sich um Mehrwegbecher und Schalen aus Kunststoff für den<br />
Außer-Haus-Verkauf oder wiederbefüllbare Glasflaschen fürs<br />
Buffet handelt: um ein optimales Spül- und Trocknungsergebnis<br />
zu erreichen, müssen Maschine, Korbsystem und Chemie<br />
ideal aufeinander abgestimmt sein. Basierend auf seiner langjährigen<br />
Erfahrung mit Kunststoff-Spüllösungen hat die Firma<br />
HOBART die passenden Produkte für jeden Bedarf entwickelt.<br />
Bereits vorhandene Spülmaschinen können zum Teil mit nur<br />
wenigen Handgriffen und ohne Werkzeug aufgerüstet werden.<br />
Soll es eine Neuanschaffung sein, sorgt etwa die auf dem<br />
Markt einzigartige Untertischspülmaschine PREMAX GP/FP<br />
mit eingebauter TOP-DRY Trocknung für sorgfältige Reinigungs-<br />
und Trocknungsergebnisse.<br />
www.hobart.de<br />
Perfekte Spül- und Trocknungs-Lösungen<br />
für Ihr Mehrweggeschirr<br />
www.hobart.de
Klassisch oder vegetarisch<br />
– die Auswahl ist gegeben<br />
Foto: Ferienhort
9/20<strong>22</strong><br />
GEMEINSCHAFTSVERPFLEGUNG 97<br />
Im Ferienhort am Wolfgangsee werden über die Sommerferien hunderte Kinder beschäftigt<br />
und verköstigt. Und die Kids haben oft ihre eigene Vorstellung von Ernährung. Von Clemens Kriegelstein<br />
Der Ferienhort in St. Wolfgang am<br />
Wolfgangsee ist ein gemeinnütziger<br />
und politisch unabhängiger<br />
Verein, der seit über 130 Jahren<br />
spezielle Feriencamps für Kinder<br />
und Jugendliche veranstaltet, nicht zuletzt<br />
auch mit dem Anspruch, finanziell<br />
schlechter gestellten Kindern unvergessliche<br />
Sommerwochen mit viel<br />
Sport, Spiel und Spaß zu bieten. Junge<br />
Leute im Alter zwischen 9 und 18 Jahren<br />
können hier im Juli und August verschiedene<br />
Camps und Kurse besuchen. Von<br />
Fußball, Beachvolleyball oder Rudern<br />
über Kochen, Fotografieren und Theaterspielen<br />
bis hin zu Streetdance, Kreativ-Werkstatt<br />
oder einfach nur Relaxen<br />
ist hier alles möglich, wie Geschäftsführer<br />
Johannes Ecker erzählt. Fixpunkt<br />
im Tagesablauf ist dabei logischerweise<br />
die Verpflegung, für die seit 2018 die<br />
SV-Group verantwortlich zeichnet. Vor-<br />
Ort-Chef als Betriebsleiter ist Robert<br />
Schwarz, der eine Mannschaft von insgesamt<br />
9 Mitarbeitern in der Küche dirigiert<br />
und während des restlichen Jahres<br />
anderweitig für die SV-Group kocht.<br />
Unterstützt wird er von einem zehnköpfigen<br />
Team des Ferienhorts.<br />
Auch <strong>das</strong> Abendessen ist warm<br />
An die 400 Kinder werden hier jeden<br />
Tag verköstigt, inklusive Betreuern und<br />
anderem Personal gehen also pro Mahlzeit<br />
gute 500 Essen über den Tisch, so<br />
Ecker. Um <strong>das</strong> Chaos dabei in Grenzen<br />
zu halten, wird jeweils in zwei Schichten<br />
gegessen. Vorbereitet wird dabei alles<br />
in der Küche, <strong>das</strong> Frühstück gibts<br />
in Buffetform, Mittag- und Abendessen<br />
werden an zwei Stationen ausgegeben.<br />
Wobei Nachschlag natürlich unbegrenzt<br />
möglich ist. „Also eigentlich<br />
kommen wir mit den 500 Essen eh nie<br />
durch“, lacht Ecker. Zusätzlich wird am<br />
Nachmittag eine Jause – in der Regel mit<br />
selbstgemachten, „sehr guten Kuchen“,<br />
wie Johannes Ecker betont – angeboten.<br />
Zum Frühstück gibt’s die Klassiker, von<br />
Cerealien über Wurst und Käse bis zu<br />
Marmelade und natürlich Gebäck. Das<br />
Mittagessen besteht jeweils aus Suppe,<br />
Hauptspeise, Salat und Dessert, wobei<br />
alle Kinder vor Ort jeweils die Wahl zwischen<br />
einem klassischen und einem vegetarischen<br />
Hauptgericht haben. Auch<br />
<strong>das</strong> Abendessen ist warm, wenn auch
98 GEMEINSCHAFTSVERPFLEGUNG<br />
9/20<strong>22</strong><br />
etwas einfacher, also z.B. Hühnernuggets,<br />
Würstel oder Pizza und auch hier<br />
gibt es immer die Wahl zwischen klassischer<br />
und vegetarischer Kost, wie Küchenchef<br />
Robert Schwarz erklärt.<br />
Und wie schaut es bei Lebensmittelunverträglichkeiten<br />
aus? Schwarz:<br />
„Wenn wir es im Vorfeld wissen, nehmen<br />
wir natürlich auch darauf Rücksicht.<br />
Was wir allerdings nicht anbieten<br />
ist rein vegane Kost. Aber wenn sich ein<br />
Kind unbedingt vegan ernähren möchte,<br />
dann kommt es in der Regel mit unseren<br />
vegetarischen Gerichten, die teilweise<br />
ja auch vegan sein können und<br />
dem großen Salatbuffet eigentlich ganz<br />
gut durch.“<br />
„Bei Veggie-Days streiken speziell<br />
die älteren Burschen“<br />
Die Speisepläne für die zwei Monate werden<br />
vorab von der SV-Zentrale in Wien<br />
erstellt. Änderungen vor Ort sind aber jederzeit<br />
möglich, etwa wenn man aus Erfahrung<br />
weiß, <strong>das</strong>s die Vorlieben der Kids<br />
und die Vorstellungen der Ernährungsprofis<br />
in Wien im Einzelfall nicht völlig<br />
deckungsgleich sind. Gekocht wird möglichst<br />
abwechslungsreich, durchaus auch<br />
nach internationalen Rezepten, von Gyros<br />
über Schnitzel bis zu einem Ragout.<br />
Bei den Desserts dann vielleicht Kaiserschmarrn<br />
oder Nougatknödel. „Aufpassen<br />
muss man ein wenig beim Thema<br />
Gemüse. Damit kann man viele der<br />
Kinder beinahe erschrecken. Wir haben<br />
vor ein paar Jahren mal rein vegetarische<br />
Tage ausprobiert. War nicht so der Renner.<br />
Speziell die Burschen im Alter zwischen<br />
15 und 18, die streiken dann“, lacht<br />
Ecker.<br />
Frische der Waren wichtig<br />
Beliefert wird die Küche mehrmals wöchentlich<br />
von AGM und Kröswang, Brot<br />
und Gebäck täglich von einem regionalen<br />
Bäcker. Schwarz: „Man sieht also,<br />
<strong>das</strong>s wir auf die Frische der Waren großen<br />
Wert legen.“ Und apropos Frische:<br />
Das Meiste in der Küche wird zwar<br />
hausgemacht, bei manchen Produkten<br />
wird aber auch auf <strong>das</strong> Convenienceangebot<br />
der Lebensmittelindustrie zurückgegriffen.<br />
Ob es letztlich schmeckt oder nicht,<br />
erfahren die Küchenmitarbeiter in der<br />
Regel direkt und ohne Scheu. Ecker: „Wir<br />
sind zwar gerade dabei, eine Feedback-<br />
Schleife aufzustellen, vor allem auch für<br />
die Eltern, aber im Moment kommen die<br />
Reaktionen meist spontan vor Ort von<br />
den Kindern und die sind dabei sehr direkt<br />
und ehrlich und sagen, wie es gemundet<br />
hat.“<br />
www.ferienhort.at<br />
Fotos: Ferienhort
9/20<strong>22</strong><br />
Pfanne aus Kupfer<br />
KÜCHENTECHNIK 99<br />
Relevantes Marketing<br />
Foto: Olav<br />
Ein Kochgeschirr, <strong>das</strong> immer wieder neu beschichtet werden<br />
kann und somit sehr lange hält, wurde 2017 vom Startup<br />
Olav, bestehend aus Christina Neworal und Till von Buttlar,<br />
eingeführt. Zum dreijährigen Jubiläum von Olav präsentieren<br />
die Gründer mit „The Pure Edition“ eine ofenfeste, wiederbeschichtbare<br />
Pfanne, die überwiegend aus Kupfer besteht<br />
und sich trotzdem für alle Herdarten eignet. „The Pure Edition“<br />
funktioniert auf allen Herdarten inkl. Induktion. Die keramisch<br />
verstärkte Antihaftbeschichtung ermöglicht fettfreies<br />
Anbraten und ist bis <strong>22</strong>0°C für den Backofen geeignet. „Zwei<br />
Jahre hat die Entwicklung gedauert, aber es hat sich gelohnt.<br />
Keine andere Pfanne wie die ,The Pure Edition` hat so überragende<br />
Wärmeleiteigenschaften. Sie ermöglicht es, den Garpunkt<br />
mit einer sehr hohen Präzision zu bestimmen. Dank<br />
der guten Hitzeverteilung von Kupfer, ist sie ideal für gleichmäßiges<br />
und vitaminschonendes Garen,“ so Christina Neworal<br />
und Till von Buttlar.<br />
www.myolav.com<br />
Die Anforderungen an Gastronomiebetreibende sind in<br />
der heutigen Zeit hoch. Neben dem eigentlichen Kerngeschäft,<br />
dem Anbieten von Speisen und Getränken, müssen<br />
zahlreiche andere Felder bedient werden, darunter auch<br />
<strong>das</strong> Thema Marketing. So können Gastgebende Stammgäste<br />
an sich binden und neue Gäste für sich gewinnen. Das<br />
weiß auch Alexander Rüdiger, der die Event-Gastronomie<br />
Alte Veste in Zirndorf betreibt. Er setzt dabei die All-In-One-<br />
Software von gastronovi mit seinen zahlreichen Möglichkeiten<br />
im Bereich Marketing ein und ist dabei ein großer Fan<br />
von dem Tool. „Kurz vor dem ersten Lockdown 2020 haben<br />
wir die Alte Veste in Zirndorf eröffnet. Mit dem Start habe<br />
ich meine Mitarbeitenden mit Flyern losgeschickt, um darauf<br />
aufmerksam zu machen, <strong>das</strong>s wir auch Abholung anbieten.<br />
So gut uns dies geholfen hat, so kostspielig war es. Daher<br />
haben wir ebenfalls unsere Social-Media-Kanäle ausgebaut<br />
und insbesondere zum Newsletter-Tool gegriffen. Marketing<br />
ist der Hebel, um Kunden zu gewinnen und dadurch Umsätze<br />
zu generieren,“ so Rüdiger.<br />
www.gastronovi.com<br />
Foto: Gastronovi<br />
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Wirkung und Qualität – wir bei Ecolab kombinieren<br />
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100 WÄSCHEPFLEGE<br />
9/20<strong>22</strong><br />
Foto: Miele<br />
Do it yourself<br />
wieder gefragt<br />
Bei der Frage, ob Betriebe ihre Wäsche im Haus oder extern waschen lassen, scheiden sich<br />
die Geister.<br />
Von Clemens Kriegelstein<br />
Ob Gastronomie- oder Hotelbetrieb,<br />
Cateringunternehmen<br />
oder Betriebskantine, Altenoder<br />
Pflegeheim: Alle stehen in<br />
der Regel vor dem Problem, <strong>das</strong>s täglich<br />
ein Berg Wäsche gereinigt gehört.<br />
Die Frage ist bloß: Kümmert man sich<br />
um dieses Problem selbst im Haus oder<br />
bezahlt man externe Unternehmen dafür?<br />
Generell gilt laut diversen Umfragen,<br />
<strong>das</strong>s – quer durch alle Betriebstypen<br />
– etwa jedes fünfte Unternehmen<br />
(20 Prozent) seine Wäsche komplett<br />
selbst, und jeder Zweite (50 Prozent) zumindest<br />
einen Teil der Wäsche im Haus<br />
reinigt. Knapp ein Drittel (30 Prozent)<br />
lässt dafür alles außer Haus waschen.<br />
Grundsätzlich gilt die Tendenz: Je<br />
kleiner <strong>das</strong> Unternehmen, desto eher<br />
wird vollständig im Haus gewaschen.<br />
Bei Beherbergungsbetrieben mit weniger<br />
als 51 Betten waschen 33 Prozent<br />
vollständig im Haus. Bei Betrieben<br />
mit 51 bis 100 Betten sind es zwölf Prozent.<br />
Von den Unternehmen mit mehr<br />
als 100 Betten setzen fünf Prozent zur<br />
Gänze auf die Vorteile der hauseigenen<br />
Wäscherei.<br />
Motive für die hauseigene<br />
Wäscherei sind vielfältig<br />
Folgende Vorteile führen die Befragten<br />
laut einer Umfrage der Informati-
9/20<strong>22</strong><br />
WÄSCHEPFLEGE 101<br />
onsplattform „Klasse Wäsche“ als entscheidende<br />
Kriterien für eine Wäscherei<br />
im Haus an:<br />
› benötigte Wäsche steht nach kurzer<br />
Zeit wieder zur Verfügung (für 77 %<br />
stark ausschlaggebend)<br />
› direkte Kontrolle über die Wasch- und<br />
Wäschequalität (für 74 % stark ausschlaggebend)<br />
› Unabhängigkeit von Dritten (für 67 %<br />
stark ausschlaggebend)<br />
› mittelfristig geringere Gesamtkosten<br />
(für 53 % stark ausschlaggebend)<br />
› bessere Qualität der Wäsche und/oder<br />
höherer Komfort für die Gäste bzw.<br />
Heimbewohner (für 61 % stark ausschlaggebend)<br />
› Tradition im Betrieb (für 61 % stark<br />
ausschlaggebend)<br />
Weitere wichtige Gründe sind laut<br />
dieser Umfrage:<br />
› die Hygienesicherheit allgemein: Zertifizierte<br />
Waschverfahren – insbesondere<br />
bei der Desinfektion – in<br />
Abstimmung mit den Waschmittelherstellern<br />
(für 45 % stark ausschlaggebend)<br />
› Auslastung des vorhandenen Personals<br />
(für 47 % stark ausschlaggebend)<br />
› extern gelieferte Wäsche erfordert<br />
eine Eingangs- und Qualitätskontrolle<br />
(für 47 % stark ausschlaggebend)<br />
› Heimbewohnern bzw. Gästen kann<br />
auch die Reinigung ihrer Wäsche<br />
angeboten werden (für 44 % stark<br />
ausschlaggebend)<br />
› der Umweltaspekt: Vor allem der Wegfall<br />
der Transportwege (für 54 % stark<br />
ausschlaggebend)<br />
Wichtiger Faktor Hygiene<br />
Klasse Wäsche-Sprecher Markus Wendlinger:<br />
„Besonders in der momentanen<br />
Situation spielt der Hygienefaktor eine<br />
große Rolle und hat in der Wahrnehmung<br />
der Gäste einen noch höheren<br />
Stellenwert erhalten. Daher sollte dieser<br />
nun auch für jedes Restaurant und<br />
Hotel ein wichtiges Aushängeschild<br />
sein. Mit einer hauseigenen Wäscherei<br />
können Besitzer die Waschgänge<br />
selbst im Auge behalten und sind nicht<br />
auf die Einhaltung der Hygienerichtlinien<br />
durch Drittanbieter angewiesen.”<br />
Durch die Einbindung des Waschprozesses<br />
in die internen Abläufe könnten<br />
Zuständige die Waschverfahren zudem<br />
individuell gestalten und so den aktuellen<br />
Hygieneanforderungen jederzeit gerecht<br />
werden.<br />
Foto: Krakenimages.com / Adobe Stock<br />
Eine perfekte Balance<br />
Die Waschmaschinen und Trockner der neuen Benchmark-Serie.<br />
Miele Professional. Immer Besser.<br />
Entwickelt, um die Grenzen des<br />
Möglichen zu erweitern.<br />
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102 WÄSCHE<br />
9/20<strong>22</strong><br />
Foto: Miele<br />
Von Waschmaschinen und Trocknern<br />
Eine ökonomische und ökologische<br />
Lösung, um die Hygiene in Gastronomie<br />
und Hotellerie sicherzustellen, ist<br />
eine Inhouse Wäscherei mit Miele Professional<br />
Waschmaschinen und Trocknern<br />
PERFORMANCE UND PERFOR-<br />
MANCE Plus. Sie sind Alleskönner und<br />
bei Bedarf auch Spezialisten.<br />
Zu Waschmaschinen dieser Baureihe,<br />
die je nach Modell für 12 bis 20 Kilogramm<br />
Beladung verfügbar sind, gibt<br />
es Trockner in den passenden Größen.<br />
Die Wabenstruktur der patentierten<br />
Schontrommel 2.0 bei Waschmaschinen<br />
und Trocknern sorgt für effizientere<br />
und gleichmäßigere Durchfeuchtung<br />
der Wäsche. Durch den EcoSpeed<br />
Waschrhytmus nehmen die Schöpfrippen<br />
bei niedriger Drehzahl viel Wasser<br />
mit, <strong>das</strong> die Wäsche intensiv von oben<br />
durchfeuchtet. Das kürzeste Programm<br />
der „Performance Plus“ Waschmaschinen<br />
kommt mit 5,9 Litern Wasser pro<br />
Kilogramm aus und ist nach nur 42 Minuten<br />
beendet.<br />
Die Mengenautomatik passt dabei die<br />
Wassermenge an die Wäscheart und -gewicht<br />
an und reduziert bei Teilbeladung<br />
Wasser- und Stromverbräuche. Auch in<br />
der neuen Gerätegeneration werden ausschließlich<br />
hochwertige Materialien wie<br />
Edelstahl und Gusseisen verbaut, die den<br />
Dauerbelastungen in der gewerblichen<br />
Wäschepflege Stand halten.<br />
Einfach digital<br />
Je nach Einsatzort und Anwendung<br />
wird <strong>das</strong> Full-Touch-Farbdisplay entweder<br />
zur komplexen oder denkbar<br />
einfachen Bedieneinheit – in mehr als<br />
30 Sprachen. Bei Modellen mit freiprogrammierbarer<br />
Steuerung können sämtliche<br />
Waschparameter auf die jeweilige<br />
Anwendung und Bedürfnisse angepasst<br />
werden. Bereits hinterlegt sind diverse<br />
branchenspezifische Programmpakete<br />
zur Aufbereitung unterschiedlichster<br />
Textilien. Waschmaschinen und<br />
Trockner können in intelligente Energiemanagement-Systeme<br />
eingebunden<br />
werden, um so teure Stromspitzen<br />
zu vermeiden.<br />
Kluge Systeme für Nachhaltigkeit<br />
Bei den Trocknern erkennt <strong>das</strong> Perfect-<br />
Dry Trocknungssystem die tatsächliche<br />
Restfeuchte dank Kalksensorik und ist<br />
durch die angepasste Laufzeit besonders<br />
schonend zu den Textilien. Für 17<br />
Prozent weniger Energie in Relation zu<br />
vergleichbaren Ablufttrocknern sorgt<br />
die Wärmepumpentechnologie. Das<br />
Feature AirRecycling Flex nutzt bereits<br />
erwärmte Prozessluft, wodurch es zu einer<br />
schnelleren Aufwärmung beim Kaltstart<br />
und einer reduzierten Schalthäufigkeit<br />
beim Warmstart kommt.<br />
Die Bedienung von Waschmaschinen<br />
und Trocknern ist gegenüber der<br />
bisherigen Generation deutlich einfacher<br />
geworden. Beispielsweise durch<br />
<strong>das</strong> elektromotorische Verschlusssystem<br />
„OneFingerTouch“ der Waschmaschinen,<br />
<strong>das</strong>s sich – dank neuem Design<br />
des Türgriffes – zukünftig noch einfacher<br />
bedienen lässt. Miele Professional<br />
bietet für Unternehmer in der Gastronomie<br />
und Hotellerie Beratungstermine<br />
auch online an. Eine individuelle Bedarfsanalyse<br />
und fundierte Kapazitätsermittlungen<br />
werden verknüpft mit<br />
Raum- und Prozessplanungen sowie<br />
detaillierten Wirtschaftlichkeitsberechnungen.<br />
Außerdem dabei: Ein schneller,<br />
verlässlicher Kundendienst und individuell<br />
abgestimmte Serviceprogramme<br />
für präventiven Service sowie Zubehör<br />
und Spülmittel.<br />
www.miele.at<br />
FAFGA: Halle A.0 Stand A118
9/20<strong>22</strong><br />
WÄSCHE 103<br />
Hollu präsentiert den digitalen Hygiene-<br />
und Prozessmanager NOA.<br />
Es handelt sich um ein zentrales Tool,<br />
<strong>das</strong> die täglichen Aufgaben digital abbildet<br />
und genau dokumentiert. So<br />
kann NOA ganz konkret im Alltag unterstützen:<br />
Über die App NOAguide<br />
am Smartphone oder Tablet wird <strong>das</strong><br />
Foto: Hollu<br />
Hygienemanagement leicht gemacht<br />
Team Schritt für Schritt durch die Tätigkeiten<br />
des Tages geleitet. NOAconnect<br />
ermöglicht die Anbindung IoT-fähiger<br />
Geräte, wie z.B. der Dosiertechnik<br />
hollutech LAUNDRY MPX. Flexibles<br />
Lernen, wann und wo Mitarbeiter wollen,<br />
bietet die Smart Learning Plattform<br />
NOAhow mit den Onlinekursen der hollu<br />
Akademie. NOA sorgt für eine neue<br />
Transparenz der Abläufe, die laufende<br />
Optimierung möglich macht. Dadurch<br />
steigen Effizienz, Sicherheit und Reinigungsqualität,<br />
während Verbrauch und<br />
Kosten sinken.<br />
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FAFGA Messe: Halle A.0, Stand A124<br />
Frottierwäsche mit<br />
Flausch<br />
Für einen besonders entspannten<br />
Gäste-Aufenthalt<br />
im Wellnessbereich<br />
bietet der Laichinger Hotelwäschespezialist<br />
Wäschekrone<br />
Hoteliers ein Sortiment<br />
an hochwertiger,<br />
strapazierfähiger und pflegeleichter<br />
Frottierwäsche<br />
an – darunter großformatige<br />
Sauna- und Pooltücher<br />
aus Walkfrottier mit Blockstreifendesign. Ideal für den Spa-<br />
Aufenthalt sind die Sauna,- Bade- und Liegetücher der weichen<br />
Walkfrottierserie. Mit den Maßen 75 x 200 cm hat die<br />
Frottierwäsche eine gute Größe für eine entspannte Auszeit<br />
im Wellnessbereich – als hygienische Unterlage in der Sauna<br />
wie auch für <strong>das</strong> Verweilen auf der Liege. Die in zahlreichen<br />
Maßen erhältliche Walkfrottierserie von Wäschekrone<br />
bietet Hoteliers Flexiblität für die Ausstattung der Gästebäder<br />
und des Wellnessbereichs. Speziell für den Wellnessbereich<br />
und <strong>das</strong> Spa stehen ein Saunatuch (70 x 180 cm), ein<br />
Badetuch (100 x 180 cm) und ein Liegetuch (100 x 200 cm)<br />
zur Verfügung.<br />
www.wäschekrone.de<br />
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VERBUNDEN.<br />
Die smarte Lösung für Ihre Inhouse-Wäscherei:<br />
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NOA mit dem Flüssigwaschsystem holluQUID und Sie<br />
mit sicherer Hygiene – für übersichtliches Reporting<br />
von Waschdaten und Gerätestatus!<br />
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ganze Welt von NOA<br />
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FAFGA 20<strong>22</strong><br />
19. – <strong>22</strong>. September<br />
Messe Innsbruck<br />
Stand A 124, Halle A<br />
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Hingucker<br />
für‘s Buffet<br />
Foto: romjanaly<br />
Die Konkurrenz im „Frühstücks-Business“ ist mittlerweile groß. Deshalb ist es umso<br />
wichtiger, sich von der Masse hervorzuheben und einen bleibenden Eindruck bei den Gästen<br />
zu hinterlassen.<br />
Von Katrin Schedler<br />
Denn egal, ob beim Frühstück oder<br />
Abendessen: Die beste Werbung<br />
sind immer noch zufriedene Gäste.<br />
Wie die erste Mahlzeit des Tages<br />
zu einem Erlebnis werden kann, <strong>das</strong><br />
hängt von mehreren Faktoren ab. Neben<br />
dem angebotenen Essen und Trinken sowie<br />
dem freundlichen Personal und Gastgeber,<br />
sind es auch <strong>das</strong> Ambiente und die<br />
Tischkultur, die für einen Wohlfühlfaktor<br />
und einen guten Start in den Tag sorgen.<br />
Buffet-Präsentation<br />
Nach wie vor gilt <strong>das</strong> Frühstücksbuffet in<br />
der Hotellerie als der Klassiker unter den<br />
Frühstückskonzepten. Für viele Betriebe<br />
ist die unkomplizierte Handhabung eines<br />
Buffets von Vorteil. Außerdem ist ein Buffet<br />
im Normalfall gut kalkulierbar, bedarf<br />
wenig Personal, angelerntes Personal ist<br />
im Normalfall ausreichend (was besonders<br />
in der jetzigen Zeit, wo Personalmangel<br />
herrscht, ein Vorteil ist) und viele<br />
Gäste sehen im Buffet eine gute Serviceleistung,<br />
da die meisten Reisenden gerade<br />
dieses Konzept beim Frühstück bevorzugen.<br />
Ein Frühstücksbuffet heißt<br />
nicht gleich, <strong>das</strong>s es beim Anrichten der<br />
Köstlichkeiten langweilig zugehen muss.<br />
Denn diese Speisenpräsentation kann viel<br />
mehr bieten als monotone Edelstahl-Tabletts<br />
mit ein paar Wurst- und Käsescheiben<br />
sowie der veralteten Tomaten-Petersilien-Garnitur.<br />
Egal, ob elegant, rustikal<br />
oder modern – praktische Elemente fürs<br />
Buffet sorgen dafür, <strong>das</strong>s die unterschiedlichen<br />
Speisen hygienisch und übersichtlich<br />
präsentiert werden. Für welchen Stil<br />
man sich bei Buffetschalen und -platten<br />
entscheidet, <strong>das</strong> hängt ganz vom Betrieb<br />
ab. Verschiedenste Modelle in allen möglichen<br />
Formen und Größen gibt es jedenfalls<br />
zur Genüge. Neben dem Aussehen<br />
spielt natürlich auch die Funktion eine<br />
wesentliche Rolle. Buffet-Elemente, Teller,<br />
Schüsseln und Co. sollten robust und<br />
strapazierfähig sein. Der Klassiker ist hier<br />
nach wie vor Porzellan. In der Produktion<br />
von Geschirr ist Porzellan deshalb so beliebt,<br />
weil es nicht nur ein edles Material,<br />
sondern gleichzeitig hart, robust und dicht<br />
ist. Zahlreiche hochwertige Porzellanserien<br />
von namhaften Herstellern stehen<br />
zur Auswahl – je nachdem was <strong>das</strong> Budget<br />
hergibt. Grob gesagt, lässt sich Porzellan<br />
in Hartporzellan und Bone China<br />
unterteilen. Bone China (auch Knochenporzellan<br />
genannt) zählt zu den teuersten<br />
und edelsten Porzellansorten. Es kann besonders<br />
dünn hergestellt werden, ist lichtdurchlässig<br />
aber trotzdem stabil. Wesentlich<br />
günstiger und am weitesten verbreitet<br />
ist Hartporzellan. Es besitzt nicht nur eine<br />
ansprechende Optik, sondern verfügt<br />
auch über eine hohe Kantenschlagfestigkeit<br />
und hält somit den Anforderungen<br />
und Belastungen der Gastronomie wunderbar<br />
stand und kann vielseitig eingesetzt<br />
werden.<br />
Farbtupfer<br />
Weißes Buffetporzellan ist natürlich<br />
immer edel und passt in jeden Betrieb,<br />
doch gerade am Buffet und Frühstückstisch<br />
machen sich individuelle Elemente<br />
immer gut. Zum Beispiel Geschirr<br />
im Vintage Look. Mit dem Charme der<br />
Nostalgie kann Gemütlichkeit vermit-
9/20<strong>22</strong><br />
TISCHKULTUR 105<br />
telt werden, die gerade beim Frühstück<br />
für ein heimeliges Gefühl sorgt. Dezente<br />
Farben und zurückhaltende Dekoration<br />
rücken die angebotenen Speisen in den<br />
Mittelpunkt, gleichzeitig begeistert der<br />
Stil die Gäste mit einem nostalgischen<br />
Zauber. Auch rustikales Porzellan sorgt<br />
für Akzente beim Frühstück. Durch einen<br />
starken Körper der Exemplare sind diese<br />
meist besonders langlebig und robust. Ob<br />
gediegene oder trendig-strahlende Farbtöne<br />
– es gibt für jede Speise die passende<br />
Präsentationsmöglichkeit.<br />
Auf Etagen anrichten<br />
Der Platz am Frühstücksbuffet ist meistens<br />
begrenzt, da sind platzsparende Serviermöglichkeiten<br />
sehr willkommen. Neben<br />
Schüsseln, Platten und Tellern gibt es<br />
da die praktischen Etageren, die auf jedem<br />
Buffet ein Hingucker sind. Eine Etagere<br />
besteht aus mindestens zwei Etagen<br />
und kann mit allen möglichen Köstlichkeiten<br />
bestückt werden. Die geräumige,<br />
mehrstöckige Präsentationsform gibt es<br />
in den verschiedensten Formen, Farben<br />
und Materialien. Es gibt sie mit Edelstahl-<br />
Gestell und Porzellan-Etagen, mit einem<br />
Holz-Gestell und Schiefer-Platten oder<br />
auch mit Glas-Elementen. Wichtig fürs<br />
Buffet: eine solide Standfestigkeit und<br />
die Möglichkeit einer guten Reinigung.<br />
Für die Gastronomie angebotene Modelle<br />
lassen sich jedoch in der Regel mit<br />
wenigen Handgriffen auseinanderbauen,<br />
mühelos reinigen und auch platzsparend<br />
(zerlegt) aufbewahren. Auch für Brot und<br />
Backwaren gibt es zum Beispiel geflochtene<br />
Etageren, die ideal fürs Buffet sind.<br />
Etageren gibt es auch in kleinen Größen.<br />
So kann <strong>das</strong> Buffet in kleiner Form auch<br />
gleich an den Tisch gebracht werden. Sobald<br />
sich die Gäste an den Tisch setzen,<br />
kann mit dem Aufbau des Frühstücks begonnen<br />
und die unterschiedlichen Produkte<br />
auf Etageren und Servierplatten<br />
sowie kleinen Schüsselchen und Tellern<br />
serviert werden. Spiegeleier, Kaffe, Tee<br />
etc. gibt’s frisch auf Bestellung.<br />
Foto: antonytrivet<br />
Foto: Wäschekrone<br />
Glamouröse Tischsets<br />
Mit den richtigen<br />
Tischsets kann<br />
eine glamouröse und<br />
stilvolle Umgebung<br />
geschaffen werden.<br />
Ob auf einer massiven<br />
Holztafel oder<br />
einem Tisch aus<br />
modernen Materialien,<br />
wie Beton oder<br />
Melamin: Die neuen,<br />
metallic-glänzenden<br />
Tischsets<br />
von Wäschekrone<br />
laden bei der individuellen<br />
Tischgestaltung<br />
zum kreativen Spiel mit Materialien, Farben und Oberflächenstrukturen<br />
ein. Für die Abstimmung auf <strong>das</strong> jeweilige<br />
Interieur-Designkonzept kann zwischen den drei Farbvarianten<br />
Rosé, Gold und Silber gewählt werden. Eine aufwändige<br />
Prägung der Oberfläche verleiht den Tischsets zudem eine<br />
hochwertige Lederoptik und angenehme Haptik. Dank des<br />
Materialmix aus 50 Prozent Polyurethan und 50 Prozent Polyamid<br />
ist die Serie leicht abwischbar und damit auch besonders<br />
pflegeleicht.<br />
www.waeschekrone.de<br />
Wohlfühl-Ambiente<br />
Für Gastronomen und Hoteliers<br />
spielen Möbel und<br />
Textilien, die Mehrwegpflicht<br />
oder schlichte und nachhaltige<br />
Einrichtungsstile wie<br />
der Scandi-Style eine immer<br />
größere Rolle. Im LUSI-<br />
NI Online-Shop findet man<br />
eine große Auswahl an Produkten,<br />
Styles und Materialkombinationen<br />
für ein Wohlfühlambiente:<br />
Wer schöne<br />
Tische wie Alvar von VEGA<br />
hat, bei der jede Tischplatte<br />
ein Unikat aus FSC-zertifiziertem<br />
Eichenholz ist, möchte diese nicht unter einer Tischdecke<br />
verstecken. Hier eignen sich schlichte Tischläufer aus<br />
einem pflegeleichten Baumwoll-Leinen-Gemisch wie Breda<br />
von ERWIN M. In Kombination mit einem handgemacht<br />
aussehendem Geschirr wie Taoqi und den stilvollen Kristallgläsern<br />
Victoria (beide VEGA) zaubert man <strong>das</strong> gewünschte<br />
Wohlfühlambiente. Ob Wein oder Wasser – im LUSINI Online-Shop<br />
finden Gastronomen eine große Auswahl an Karaffen<br />
für den Tisch. Abgerundet wird durch die passende Deko<br />
aus Trockenblumen.<br />
www.lusini.com<br />
Foto: VEGA
106 TISCHKULTUR<br />
9/20<strong>22</strong><br />
Tipp aus der Praxis<br />
Feiern übers Jahr<br />
Die Hochzeit im Frühling im Freilichtmuseum,<br />
die Taufe im Sommer<br />
am See, die Geburtstagsfeier<br />
im Herbst auf der Alm. Der Trend<br />
zu individuellen Veranstaltungen<br />
hat sich gefestigt. Wer sieht sich<br />
jetzt nicht gedanklich im goldenen<br />
Laub und Sonnenschein auf<br />
gemütlichen Loungemöbeln an einer<br />
stilvollen Bar mit seinen Gästen<br />
ein Gläschen Champagner trinken<br />
und kleine Häppchen genießen?<br />
Das einfache Partyzelt ist von gestern,<br />
die Gastgeber von heute zeigen<br />
Stil! Die Dekoration ist abgestimmt,<br />
filigrane Gläser und edles<br />
Porzellan finden sich auf stimmig<br />
gedeckten Tischen wieder, die<br />
Speisenpräsentation gleicht einer<br />
Inszenierung.<br />
Für Catering- und Gastronomiebetriebe<br />
bedeutet dies, <strong>das</strong>s<br />
sie sich zunehmend auf individuelle<br />
und oftmals auch originelle<br />
„Outdoor-Feiern“ vorbereiten<br />
müssen. Hinsichtlich Food und<br />
Non-Food Material. Was bringt <strong>das</strong><br />
beste Essen, wenn es nicht dem<br />
Ambiente entsprechend präsentiert<br />
wird? Was nützt <strong>das</strong> schönste<br />
Glas, wenn es bei kleinen Unebenheiten<br />
kippt? Mein Tipp: Nicht nur<br />
die Speisen vorab testen, sondern<br />
auch Porzellan, Gläser und Besteck<br />
begutachten. Ein qualitatives Catering-Angebot<br />
muss hochwertige<br />
Tischkultur beinhalten.<br />
Erst im rundum stimmigen<br />
Ambiente fühlen sich die Gäste<br />
wohl, Wohlfühlen erzeugt positive<br />
Emotionen und positive Emotionen<br />
sind für den Gastgeber und für<br />
den Gastronomen der beste Beweis<br />
einer gelungenen Feier!<br />
Euer Helmut Hutterer<br />
Geschäftsführer Firma Helmut<br />
Hutterer<br />
www.helmuthutterer.at<br />
Foto: Helmut Hutterer<br />
Elegante Porzellankollektion<br />
Scope von Bauscher überzeugt durch<br />
moderne Eleganz: Teller, Bowls, Schalen<br />
und Coupplatten gibt es sowohl mit<br />
glatter Oberfläche, als auch mit Stäbchenrelief.<br />
Die Größe der reiskornartigen<br />
Stäbchen bleibt bei allen flachen Teilen<br />
gleich, während sich bei den Bowls und<br />
Schalen die Struktur der Wölbung anpasst.<br />
Zusammen mit den Platten bietet<br />
die Kollektion Spielraum für gastronomische<br />
Sharing-Konzepte. Schlichte Schalentassen<br />
runden <strong>das</strong> Sortiment ab. Das<br />
Design ist reduziert und dadurch vielseitig<br />
einsetzbar. Die Artikel der Kollektion<br />
sind sowohl in Weiß als auch mit Farbglasuren<br />
erhältlich: Ein warmes Grau (Glow<br />
Grey) und ein grünliches Blau (Glow Sea)<br />
sorgen für Abwechslung. Die Farbigkeit<br />
variiert bei jedem Artikel leicht, so strahlt<br />
<strong>das</strong> Porzellan einen handgefertigten<br />
Die neue Design Serie „Paisley“ der Royal<br />
Collection von PAPSTAR liegt im<br />
Trend und überzeugt durch ihr abstraktes,<br />
dekoratives Muster. Erhältlich ist<br />
<strong>das</strong> Dekor in vier verschiedenen Farbstellungen<br />
– von einem eleganten Grau<br />
bis hin zu zarten Fuchsia- und Limone-Farbstellungen.<br />
In Kombination mit<br />
farblich abgestimmten Tischläufern<br />
oder Kerzen gelingt damit ein einzigartiges<br />
Ambiente für jeden Anlass. Die<br />
<strong>GASTRO</strong>-Servietten der Royal Collection<br />
von PAPSTAR zeichnen sich durch<br />
Charakter aus. Die Porzellankollektion<br />
Scope bietet der Gastronomie durch unterschiedliche<br />
Ausführungen und Farbvarianten<br />
die Möglichkeit, frei zu kombinieren.<br />
www.helmuthutterer.at<br />
Abstrakt und einzigartig<br />
eine gute Faltbarkeit aus, sind formstabil<br />
und weich im Hautkontakt. Entwickelt<br />
und hergestellt wird <strong>das</strong> gesamte<br />
Royal Collection-Sortiment nach<br />
einem patentierten Verfahren im Umwelt-zertifizierten<br />
Produktionsbetrieb<br />
am PAPSTAR-Standort in Spittal an der<br />
Drau. Besonderen Wert wird bei PAPS-<br />
TAR auf die Verwendung von nachwachsenden<br />
Rohstoffen und auf die<br />
Rückführung der verwendeten Servietten<br />
in den Stoffkreislauf gelegt.<br />
www.papstar.com<br />
Foto: Papstar Foto: BHS Tabletop
9/20<strong>22</strong><br />
TISCHKULTUR 107<br />
Foto: Rosenthal<br />
Farbige Glasuren<br />
Praktisches Messer<br />
Friedr. Dick erweitert die Serie Red Spirit<br />
um ein neues Kochmesser mit einer<br />
Klingenlänge von handlichen 15 cm.<br />
Gerade bei kleinerem Obst oder Gemüse<br />
kann die lange Klinge eines klassischen<br />
Kochmessers unpraktisch sein, dennoch<br />
wird oft die Breite der Klinge gebraucht.<br />
Ein Office-oder Schälmesser ist zu klein,<br />
oder zu schmal. Das neue, kurze Kochmesser<br />
kommt genau dann zum Einsatz.<br />
Es kann zum Zerteilen von kleinerem<br />
Fleisch, Fisch und Gemüse verwendet<br />
werden sowie zum Hacken und Wiegen<br />
von Kräutern oder zum Schneiden<br />
von Obst. Durch die vielseitigen Einsatzmöglichkeiten<br />
findet <strong>das</strong> Kochmesser<br />
in jeder Küche seinen Platz. Die<br />
Messerklingen der Serie Red Spirit sind<br />
schlank ausgeschliffen und auf Schärfe<br />
ausgelegt.<br />
www.dick.de<br />
Eine zeitlos schöne Designform, die jeden<br />
Tag gut aussieht steckt hinter Loft.<br />
Die skandinavisch inspirierten Glasurfarben<br />
„Moon Grey“, „Ice Blue“ und „Night<br />
Blue“, verleihen der modernen Form eine<br />
frische Natürlichkeit und werden in diesem<br />
Jahr um den neuen Farbton „Moss<br />
Green“ ergänzt. Die vom britischen Design-Duo<br />
Queensberry Hunt entwickelte<br />
Serie ist bereits seit 20 Jahren erfolgreich<br />
auf dem Markt. Die Loft Colour<br />
Artikel werden in farbige Glasur getaucht<br />
und anschließend gebrannt. Je nach Glasurstärke<br />
entstehen vielfältige Schattierungseffekte,<br />
die durch die für Loft typische<br />
feine Rillenstruktur besonders zur<br />
Geltung kommen. Jeder Artikel erhält somit<br />
ein individuelles Erscheinungsbild im<br />
trendigen Handmade-Charakter.<br />
www.rosenthal.de<br />
Foto: F. Dick<br />
Foto: Schönwald<br />
Sharing is caring<br />
Die Kollektion Shiro von Schönwald<br />
wurde vom Designer-<br />
Team Stefan Diez und Andrea<br />
Lenardin entworfen und mit dem<br />
German Design Award Gold ausgezeichnet.<br />
Hier werden klassische<br />
Tellergrößen mit der Idee<br />
der „small plates“ kombiniert: Dabei<br />
wird <strong>das</strong> Hauptgericht nicht<br />
mehr „nur“ auf einem Teller serviert,<br />
sondern separat auf vielen<br />
Kleinen. Das hat einen Vorteil für<br />
die Gastronomie: Jeder Teller wird<br />
extra gebongt. Gäste können statt<br />
vorgegebener Kombinationen ihr<br />
Gericht selbst zusammenstellen<br />
und unkompliziert gemeinsam<br />
genießen. Auf den Aspekt des<br />
„Sharings“ legt Gabriele Dettelbacher,<br />
Communications Manager<br />
von Schönwald, großen Wert:<br />
„Unsere Kunden, sei es die gehobene<br />
Hotellerie, Gastronomie<br />
bis hin zum modernen, umtriebigen<br />
Bistro, benötigen zusätzlich<br />
zu den klassischen Tellergrößen<br />
ein größeres Grundsortiment an<br />
Bowls, Couptellern und Tassen<br />
und haben dafür mit Shiro ein<br />
universell einsetzbares Geschirrensemble<br />
zur Hand.“<br />
www.helmuthutterer.at
Hotel<br />
Seite 108 bis Seite 127<br />
Tourismus &<br />
Hotellerie<br />
Alpiner Tourismus<br />
Österreich hat mit seiner Landschaftsstruktur<br />
und den unterschiedlichen alpinen<br />
Ausrichtungen die besten Voraussetzungen für<br />
einen erfolgreichen alpinen Tourismus.<br />
Seite 110<br />
Mitarbeiter<br />
Mitarbeiter zu halten ist beinahe genauso<br />
schwierig, wie sie zu bekommen. Welche<br />
Strategien ziehen und wer was anbietet,<br />
haben wir uns angesehen.<br />
Seite 1<strong>22</strong>
Foto: OÖTourismus/LeonoreHerzog Foto: Salzburgerland<br />
x/2021<br />
AKTUELLES 109<br />
Österreich führt im<br />
Alpinen Tourismus<br />
Seit 2012 erhebt <strong>das</strong> Marktforschungs-<br />
& Beratungsunternehmen<br />
„Mountain Management“<br />
alle zwei Jahre die<br />
Gästezufriedenheit in beliebtesten<br />
Wintersportdestinationen<br />
in den Alpen. Die Ergebnisse<br />
der letzten Befragung 2021, mittels<br />
Fragebogen direkt vor Ort in<br />
51 ausgewählten Destinationen<br />
durchgeführt zeigt: „Auffallend<br />
ist, <strong>das</strong>s bei der letzten Sommerstudie 2021 österreichische<br />
Gebiete die Nase vorne hatten, was die Gästezufriedenheit<br />
betrifft. Das unterstreicht auch den vorliegenden Trend in<br />
Richtung der Entwicklung hin zu Ganzjahresdestinationen“,<br />
meint Studienautor Mike Partel, Inhaber von Mountain Management<br />
Consulting. Österreichische Bergdestinationen erreichen<br />
hinsichtlich Gästezufriedenheit den besten Wert mit<br />
8,52 (Skala 1-10). Mit einer Bewertung von über 8,60 liegen<br />
mit Serfaus-Fiss-Ladis, Mayrhofen und Schladming gleich<br />
drei Destinationen mit ihren Sommerangeboten im alpinen<br />
Spitzenfeld.<br />
mmcom.at/de<br />
„MovingMountains“<br />
in Pyhrn-Priel<br />
MovingMountains - eine inspirierende Outdoor-Eventreihe,<br />
die unternehmungslustigen Damen unbeschwerte<br />
Tage in der Urlaubsregion Pyhrn-Priel beschert. Vom Hirschlosn<br />
im Windischgarstner Tal über die Herbst-Jodel-Roas auf<br />
der Alm, Bergyoga bis hin zum Nature E-Biking am Hengstpass.<br />
Die von professionellen Guides begleiteten Events bieten<br />
sportlich-aktive Abenteuer und Spirit-Erlebnisse: Active<br />
oder Mindful? Die Urlaubregion Pyhrn-Priel zeigt: #diebergesindweiblich.<br />
www.urlaubsregion-pyhrn-priel.at<br />
| BA12-14G |<br />
Eine Steuerung<br />
für alle Gewerke<br />
Integrale, PC-basierte Gebäudeautomation<br />
von Beckhoff<br />
Microsoft Technology<br />
Center, Köln:<br />
Die integrale Gebäudeautomatisierung<br />
wurde mit<br />
PC- und Ethernet-basierter<br />
Steuerungstechnik von<br />
Beckhoff realisiert.<br />
Die offene, PC-basierte Steuerungstechnik von Beckhoff bildet die<br />
Grundlage einer integralen Gebäudeautomation, die alle Anforderungen<br />
an eine nachhaltige und effiziente Lösung erfüllt. Eine einheitliche Hardund<br />
Softwareplattform steuert alle Gewerke, von der nutzungsgerechten<br />
Beleuchtung über die komfortable Raumautomation bis zur hocheffizienten<br />
HLK-Regelung. Das Ergebnis: Durch die optimale Abstimmung aller Gewerke<br />
werden die Energieeinsparpotenziale über die Energieeffizienzklassen<br />
hinaus voll ausgeschöpft. Darüber hinaus reduziert die integrale Gebäudeautomation<br />
Hardware-, Software- und Betriebskosten. Für alle Gewerke<br />
stehen vordefinierte Softwarebausteine zur Verfügung, die <strong>das</strong> Engineering<br />
enorm vereinfachen. Funktionserweiterungen oder -änderungen sind<br />
jederzeit möglich.<br />
Scannen und alles<br />
über die Gebäudeautomation<br />
mit<br />
PC-based Control<br />
erfahren<br />
Die ganzheitliche Automatisierungslösung von Beckhoff:<br />
Flexible<br />
Visualisierung/<br />
Bedienung<br />
Skalierbare Steuerungstechnik,<br />
modulare<br />
I/O-Busklemmen<br />
Modulare<br />
Software-<br />
Bibliotheken
Alpiner Tourismus:<br />
Österreich hat‘s<br />
Foto: SzbgLand/Kamml
9/20<strong>22</strong><br />
ALPINER TOURISMUS 111<br />
Der Standort entscheidet über den Erfolg - nichts Neues. Was für Österreich hinsichtlich des<br />
alpinen Tourismus ein Vorteil ist: Denn wir haben vieles, um <strong>das</strong> uns viele andere beneiden.<br />
<br />
Von Petra Pachler<br />
Der Startvorteil mit intakter Natur,<br />
einer vielschichtigen Landschaft<br />
und einer hochstehenden<br />
Beherbergungsschiene ist die<br />
Basis für erfolgreichen Tourismus unserer<br />
Alpendestination, doch nur allein<br />
darauf zu vertrauen, wäre zu wenig. Es<br />
ist ein Bündel an Maßnahmen, die den<br />
Erfolg ausmachen und die in den letzten<br />
Jahren veränderten Rahmenbedingen<br />
haben auch viele Innovationen hervorgebracht.<br />
Was macht nun aber den alpinen<br />
Tourismus aus und wodurch unterscheidet<br />
er sich von anderen Regionen? Der<br />
Alpenraum zählt zu einer der wichtigsten<br />
Tourismusregionen der Welt und<br />
baut zwar auf den Landschaften auf,<br />
die aber nur durch die Leistungsbündel<br />
aller Mitstreiter erfolgreich sein kann.<br />
(Verpflegung, Beherbergung, Transport,<br />
Gästebetreuung usw.) Der Tourist konsumiert<br />
ein Gesamtpaket, <strong>das</strong> in einem<br />
bestimmten Raum angeboten wird und<br />
erwartete ein authentisches Angebot.<br />
Demzufolge basieren touristische Destinationen<br />
im Alpenraum auf ähnlichen<br />
Grundpfeilern, müssen daher aber auch<br />
danach trachten, sich durch besondere<br />
Spezifika zu differenzieren.<br />
Berge und Natur sind gut, naturnahe<br />
Aktivitäten auch, aber zu wenig. Denn<br />
auch sie sollten sich tunlichst von anderen<br />
unterscheiden und <strong>das</strong> Besondere<br />
der Region hervorheben.<br />
Alpiner Skilauf als Hauptakteur im<br />
Alpenland ist schon lange nicht mehr<br />
der Heilsbringer, Stichwort Klimawandel<br />
und Schneemangel. Sanfter Tourismus<br />
und „Ökotourismus“ dagegen sind<br />
zukunftsfähige Themen. Österreich<br />
sieht sich im alpinen Tourismus mit<br />
Ländern wie Frankreich, Italien und der<br />
Schweiz im Wettbewerb, die alle um die<br />
gleichen Gäste rittern.<br />
Was ist <strong>das</strong> Erfolgsgeheimnis?<br />
Wie immer gilt es auch hier, ein Alleinstellungsmerkmal<br />
zu haben. In Österreich<br />
sind es die kleinstrukturierten<br />
Betriebe und die engagierten Familienunternehmen,<br />
die mit dem persönlichen<br />
Touch punkten. Produkte, die direkt<br />
von den Bauern kommen und deren<br />
Herkunft nachvollziehbar ist, stehen<br />
ebenfalls hoch im Kurs. Aber auch eine<br />
Bevölkerung, die um den Wert des Tourismus<br />
weiß und <strong>das</strong> Ganze mitträgt.<br />
Vernetzung und Zusammenarbeit sind<br />
die Parameter des Erfolges, gewinnorientierte<br />
Einzelkämpfer werden einen<br />
überschaubaren Erfolg haben, denn erfolgreicher<br />
Tourismus ist eine überbetriebliche<br />
Agenda vieler einzelner, oft<br />
kleiner Leistungsträger. Passt <strong>das</strong> alles,<br />
dann geht es darum, den alpinen<br />
Gedanken sichtbar zu machen und die<br />
Einzigartigkeit herauszustreichen. Wie<br />
geht <strong>das</strong>?<br />
Staatssekretärin Susanne Kraus-<br />
Winkler formuliert es so: Jedes Jahr ziehen<br />
die Alpen viele Besucher und Gäste<br />
Coworking im Alpenraum<br />
Das Verschmelzen von Arbeit und<br />
Freizeit ist besonders für den alpinen<br />
Raum eine große Chance. „Wir<br />
wollen als Verein vermitteln, wie Coworking<br />
und Coworkation in der Arbeitswelt<br />
und im Tourismus erfolgreich<br />
umgesetzt werden können und<br />
zeigen, <strong>das</strong>s es auch eine mögliche Lösung<br />
zur Leerstands-Thematik in den<br />
Gemeinden bietet“, so Veronika Engel,<br />
Vorsitzende von CoworkationALPS.<br />
Dieses vereinsbasierte Netzwerk für<br />
Coworkation im Alpenraum dient sowohl<br />
der Weiterentwicklung von alpinen<br />
Regionen als es auch Plattform für<br />
Foto: Michael Groessinger<br />
Staatssekretärin für Tourismus, Susanne<br />
Kraus-Winkler.<br />
Foto: nadinestudenyphotography<br />
Coworkation-Angebote ist. Coworkations<br />
sind organisiert und bieten eine<br />
arbeitsfreundliche Infrastruktur samt<br />
Rahmenprogrammen mit alpinem Fokus.<br />
CoworkationALPS e.V. richtet sich<br />
an Regionen, Location-Betreiber und<br />
potenzielle Anbieter von Rahmenprogrammen<br />
oder ganzen Coworkations.<br />
Erfolgreich umgesetzt wird dieses<br />
Angebot bereits in der steirischen<br />
Region Admont im Gesäuse. Schreibtisch,<br />
Übernachtung und Verpflegung<br />
werden über Pilum Digital GmbH organisiert.<br />
www.pilum.at
112 ALPINER TOURISMUS<br />
9/20<strong>22</strong><br />
Foto: alpin_panorama_hotel_hubertus<br />
Holz in allen Bereichen dominiert <strong>das</strong> Alpine Geschehen.<br />
Foto: Hideaway Zillertalerhof<br />
Urlaub in den Alpen<br />
Die Gruppe der AlpenParks Hotels<br />
& Residences haben sich mit fast<br />
3.000 Gästebetten und zwölf Resorts<br />
in neun Regionen auf die Alpenregionen<br />
spezialisiert. Die AlpenParks<br />
Hotels & Residences Unterkünfte<br />
stehen für Individualität in Ferienapartments,<br />
Chalets oder im Hotel<br />
und mit Sicherheit einem Ausblick<br />
in ihren Bann: Grund dafür ist sicherlich<br />
<strong>das</strong> besondere Erlebnis dieser prachtvollen<br />
und sehr ursprünglichen Naturlandschaft<br />
mit ihren herrlichen Ausblicken,<br />
den regionalen Köstlichkeiten und kulturellen<br />
Besonderheiten, die man auf den<br />
zahlreichen Wanderrouten erleben kann.<br />
2021 zählte der Wander- und Bergsteigerurlaub<br />
mit 54% sogar zur beliebtesten<br />
Urlaubsart in Österreich. Die Berge<br />
sind somit wertvolles Kapital für die Menschen<br />
und <strong>das</strong> Tourismusland Österreich,<br />
<strong>das</strong> es verantwortungsvoll zu nutzen und<br />
durch einen klima- und umweltverträglichen<br />
Tourismus zu schützen gilt.“<br />
Alpin bedeutet also nicht ausschließlich<br />
die Bergregionen des Landes, sondern<br />
bezieht auch weniger gebirgige<br />
Regionen mit ein und setzt auf <strong>das</strong> Gesamtangebot<br />
aus vielen Bereichen: Wie<br />
die Alpine Kulinarik, die zwar in den<br />
westlichen Bundesländern entstanden<br />
ist, die es aber auch in flacheren Regionen<br />
gibt. Die Alpine Wellness findet sich<br />
zwar wohl in Hotels mit alpiner Lage,<br />
beruht aber vorrangig auf Qualität in<br />
den familiengeführten Häusern der gehobenen<br />
Kategorie. Das ganzheitliche<br />
Wellnesskonzept integriert neben Entspannung<br />
und Bewegung auch Ernährungskonzepte,<br />
was den Häusern der<br />
Best Alpine Wellness Hotels eine Auslastung<br />
von 95 Prozent beschert.<br />
auf die Berge. Neben typischen Hotelzimmern<br />
werden Ferienwohnungen,<br />
Chalets und Apartments auf<br />
Selbstversorger-Basis mit vollausgestatteten<br />
Küchen offeriert, Brötchen-<br />
oder Frühstücksservice, Reinigung<br />
und Restaurantlieferungen bis<br />
zur Tür werden aber angeboten.<br />
www.alpenparks.at<br />
Klimawandel – Bedrohung<br />
oder Chance?<br />
Die Alpenländer sind vom Klimawandel<br />
zwar besonders betroffen, profitieren<br />
aber auch davon, weil es jedes Jahr<br />
zahlreiche Städter nicht mehr an die<br />
Kärntner Seen, sondern in die Bergwelt<br />
zieht. Im Winter sieht die Sache schon<br />
ein bisschen anders aus, seit Frau Holle<br />
nicht mehr ganz so verlässlich ist. Seitdem<br />
hatten Touristiker alle Hände voll<br />
zu tun, Alternativen für den geheiligten<br />
Alpin-Skisport zu finden und <strong>das</strong><br />
ist ihnen auch gelungen: Längst schon<br />
hat sich der Langlauf in vielen Regionen<br />
als Gästemagnet entwickelt, neben<br />
Schneeschuhwandern, Rodeln etc. Der<br />
Klimawandel ist also nicht nur Bedrohung,<br />
sondern auch Chance für Neues.<br />
Alpine Unterkünfte<br />
Der Standort ist selbstredend auch<br />
hier <strong>das</strong> entscheidende Kriterium für<br />
ein Hotel. Ein Haus mit Blick auf den<br />
Dachstein profitiert von dieser Lage<br />
derart enorm, <strong>das</strong>s andere Parameter<br />
in den Hintergrund treten. Im Design<br />
ist <strong>das</strong> Hirschgeweih an der Wand<br />
zwar nicht mehr ganz so gefragt, aber<br />
ein hochwertiges Tafel-Service mit<br />
den Hirschen sehr wohl. Erlesen muss<br />
es sein, dann passt es wieder. Loden<br />
als Deko oder auch für ganze Einrichtungsbereiche,<br />
Holz aus dem nahegelegenen<br />
Wald, Spaanwendungen mit Produkten<br />
aus demselben.<br />
Viele Hotels schmücken sich mit<br />
dem Attribut „alpin“ und nützen dabei
9/20<strong>22</strong><br />
ALPINER TOURISMUS 113<br />
Foto: PeakMotionFilms_PaulDeubler<br />
Foto: Michael Grössinger<br />
Foto: Salzburgerland<br />
immer die Lage und die Produkte aus<br />
dem Umfeld.<br />
Umdenken<br />
Der Druck in den Alpendestination ist<br />
groß, weil sich dort die Rahmenbedingen<br />
– völlig unabhängig von der Pandemie<br />
– am stärksten verändert haben.<br />
Winter am Berg ohne Schnee ist<br />
schwierig, Sommer mit sintflutartigen<br />
Regenfällen vertreiben Gäste. Aber gerade<br />
dieser Druck hat innovative Ansätze<br />
hervorgebracht, die letztendlich<br />
in einem starken Engagement zu mehr<br />
Nachhaltigkeit geführt haben. Wissend,<br />
und <strong>das</strong> schon seit Jahren, <strong>das</strong>s dies ein<br />
mehr als notwendiger Handlungsbedarf<br />
ist, hat sich dieses Thema immer häufiger<br />
als fixer Bestandteil einer Strategie<br />
herauskristallisiert. Das Geheimnis<br />
des Erfolges liegt darin, die Einzigartigkeit<br />
der Alpen-Destination herauszustreichen.<br />
Die gibt es aber auch im benachbarten<br />
Südtirol, der Schweiz und in Bayern.<br />
Also muss ein Zusatz her, der so rein österreichisch<br />
ist, <strong>das</strong>s er unverwechselbar<br />
ist. Und <strong>das</strong> ist dann in den meisten Fällen<br />
die österreichische Kulinarik, die tatsächlich<br />
unverwechselbar ist.<br />
Wie präsentiert Südtirol sein Alpenpanorama?<br />
Der Bereich Insights & Strategy der<br />
IDM Südtirol definiert es so: „Für<br />
die Mehrheit der Gäste sind die Landschaft<br />
und die Natur ein Auswahlfaktor<br />
für eine Reise nach Südtirol. Jeder dritte<br />
Urlauber nennt weiter <strong>das</strong> Lebensgefühl<br />
der Region und die Schneebedingungen<br />
als zusätzliches Kriterium. Der<br />
Großteil der Südtirol Gäste assoziiert<br />
mit der Region einen Ort zum Wohlfühlen<br />
und Entspannen (81%). Weitere<br />
70% benennen Südtirol als einen Ort<br />
mit monumentaler Natur und gepflegter<br />
Kulturlandschaft. Aktivität, Natur<br />
und Gastfreundschaft sind die meistgenannten<br />
Assoziationen mit Südtirol.<br />
Mit den Dolomitenregionen hat Südtirol<br />
natürlich ein besonders ausgeprägtes<br />
und allseits bekanntes Alpenpanorama.<br />
Alpen und Natur bauen auf Nachhaltigkeit<br />
und die Hotellerie ist ein wesentlicher<br />
Teil davon. In Südtirol ist <strong>das</strong><br />
Hotel Tyrol Dolomites slow living in<br />
Villnöss ein klassischer Stellvertreter<br />
dafür: Das Hotel hat den Sustainability<br />
Awards in der Kategorie Sustainable<br />
Pioneers, powered by IDM gewonnen.<br />
Der Preis zeichnet alljährlich Betriebe<br />
aus, die als Leuchtfeuer der Nachhaltigkeit<br />
gelten. Das alternative Wirtschaftsmodell<br />
«Gemeinwohl-Ökonomie»<br />
des Hotel in Villnöss baut auf<br />
Solidarität und ökologische Verantwortung,<br />
achtet auf Fair-Trade in der Küche<br />
und verarbeitet regionale und saisonale<br />
Produkte. Am Fuße der Dolomiten gelegen,<br />
können Gäste in den Zimmern<br />
zur Südseite durch die markante Fensterfront<br />
mit natürlichem Lichteinfall<br />
den Panoramablick genießen. Die Einrichtung<br />
setzt auf natürliche und nachhaltige<br />
Materialien wie einheimisches,<br />
unbehandeltes Lärchenholz, Wollteppiche,<br />
Leinen und Loden. Das Dorf Villnöss<br />
selbst ist Teil der 25 Alpine Pearls,<br />
einem Zusammenschluss für nachhaltiges<br />
Reisen ohne Auto.<br />
www.tyrol-hotel.eu<br />
SÜD<br />
TIROL<br />
Foto: Thomas Monsorno_Dolorama
114 ALPINER TOURISMUS<br />
9/20<strong>22</strong><br />
Alpenflair im<br />
neuen Hotel<br />
Alp‘inn<br />
Fernab von Massentourismus, im<br />
Herzen der Dolomiten, lädt die<br />
neue Adresse zum Natur-Urlaub.<br />
Renommierte Architekten und<br />
Designer haben <strong>das</strong> gesamte Hotel<br />
bis ins kleinste Detail mit Baustoffen<br />
aus der Natur umgebaut<br />
und modernisiert. Das Alp‘inn ist<br />
umgeben von den Bergen Osttirols<br />
und den Dolomiten, doch auch<br />
südliches Flair weht durch die neuen<br />
Räumlichkeiten. Schließlich ist<br />
es von hier nur ein Katzensprung<br />
nach Italien. Ins Alp‘inn kommt<br />
man, um die Berge und <strong>das</strong> Frühstück<br />
zu genießen: „Klein und fein“<br />
ist hier <strong>das</strong> Motto, zum Osttiroler<br />
Frühstück mit ofenfrischem Brot<br />
aus der Dorfbäckerei gesellt sich<br />
Milch, Käse und Deftiges von den<br />
Osttiroler Bauern und frisch zubereitete<br />
Eiergerichte von den Hühnern<br />
„nebenan“. Man zeigt, was<br />
man hat – alpines vor den Fenstern<br />
und auf dem Tisch.<br />
www.alpinn.tirol<br />
Foto: Hotel Alp‘inn<br />
Krisenbewältigung im<br />
alpinen Tourismus<br />
Das Institute of Brand<br />
Logic hat sich eingehend<br />
mit der Frage beschäftigt,<br />
welche kurzfristigen<br />
Maßnahmen<br />
und langfristigen strategischen<br />
Überlegungen<br />
speziell im alpinen<br />
Tourismus notwendig<br />
sind. Der Wert der<br />
Natur mit Bergerlebnissen<br />
und Authentizität<br />
habe signifikant<br />
zugenommen. Was in<br />
zweiter Instanz zähle,<br />
sei der richtige Strategieplan<br />
mit Weitblick,<br />
erklärt Markus Webhofer,<br />
Gründer & Managing Partner bei<br />
Institute of Brand Logic. Unter die veränderten<br />
Einflussfaktoren fallen unter anderem<br />
die Themen Nachhaltigkeit, Regionalität,<br />
Digitalisierung, Privacy und<br />
Gesundheit. Wie sollen sich Destinationen<br />
und touristische Unternehmen positionieren?<br />
Wo muss nachgeschärft, wo<br />
ganz neu gedacht werden? Diese Fragen<br />
werden in regelmäßigen Veranstaltungen<br />
diskutiert.<br />
www.brand-logic.com<br />
Good Mountain Vibes<br />
Das Alpine Hideaway ZILLERTALER-<br />
HOF von Katharina und Franz-Josef<br />
Perauer ist ein Hotel „out of the box“.<br />
Nach dem Wandern ein Retreat im HOF<br />
SPA mit Palmen und Lounges oder eine<br />
Runde im Outdoorpool mit Mountain<br />
View. Der neue Look mit Vollholzböden,<br />
Designer-Couch mischt sich mit dem italienischen<br />
Samtvorhang und dem Holz<br />
aus den Wäldern des Zillertals. Auch Österreichs<br />
Lieblingsdesignerin Lena Hoschek<br />
ist beteiligt, von ihr stammen die<br />
Wellnesstaschen. Das Fine Alpine Dining<br />
ist ein lukullisches Gedicht in fünf Akten.<br />
Küchenchefin Silvia führt gekonnt Asien<br />
und Tiroler Bergkultur, Mediterranes und<br />
alpine Wiesenkräuter zu geschmacklicher<br />
Harmonie zusammen und bittet zur<br />
kulinarischen Weltreise mit Tiroler Wurzeln<br />
in den drei neuen Restaurants.<br />
www.zillertalerhof.at<br />
Markus Webhofer, Gründer &<br />
Managing Partner bei Institute of<br />
Brand Logic.<br />
Foto: INSTITUTE OF BRAND LOGIC_Johannes<br />
Felsch<br />
Foto: ute_niedermayr_zillertalerhof
9/20<strong>22</strong><br />
ADVERTORIAL 115<br />
SÜD<br />
TIROL<br />
Foto: Andrea Bianchi Photography<br />
Foto: Marco-Parisi-Fotografo<br />
Foto: MarcoParisi<br />
Messe für Hotellerie und<br />
Gastronomie in Südtirol<br />
Die Messen und Kongresse fokussieren<br />
sich auf alpenländische Wirtschaftsthemen,<br />
die FieraMesse<br />
greift bei den Entwicklungsstrategien<br />
auf Kompetenzfelder aus der Region<br />
Trentino-Südtirol zurück. Die Schwerpunktthemen<br />
Freizeit, Landwirtschaft,<br />
Gastronomie, Tourismus, Bildung und<br />
besondere alpenländische Industriethemen<br />
ziehen einmal im Jahr Besucher aus<br />
ganz Europa an.<br />
Aktuell wie nie zuvor<br />
Bei der Messe für Hotellerie und Gastronomie<br />
der Fiera steht der Gast im Mittelpunkt.<br />
Das bedeutet, <strong>das</strong>s auch seine<br />
zukünftigen Vorlieben im Mittelpunkt<br />
stehen müssen. Mehr noch als in anderen<br />
Wirtschaftszweigen kommt es in der<br />
Hotellerie und Gastronomie nämlich darauf<br />
an, den eigenen Betrieb Jahr für Jahr<br />
und immer wieder aufs Neue fit zu machen.<br />
Denn letztendlich entscheidet der<br />
Gast mit seinem Kommen oder Nicht-<br />
Kommen über den Erfolg oder Misserfolg<br />
des Betriebs. Ob Ausstattung, Ambiente<br />
oder Marketing: Wer auch morgen Erfolg<br />
haben will, muss am Puls der Zeit bleiben,<br />
die neuesten Produkte und Trends<br />
kennen und ein Gespür für die Gastlichkeit<br />
der Zukunft entwickeln.<br />
Austausch über Innovationen<br />
Die innovativsten Produkte von 500 Top-<br />
Ausstellern, deren Qualität hoch ist, werden<br />
hier vorgestellt. Garniert wird <strong>das</strong><br />
Ganze mit einem Eventprogramm, hier<br />
dreht sich alles um Begegnungen mit<br />
Kollegen, um Austausch und Connections.<br />
An den vier Tagen sind 500 Unternehmen<br />
auf der Suche nach neuen<br />
Kontakten, 20.000 Gewerbeprofis sind<br />
anzutreffen und 45 Speaker sprechen<br />
über die Lösungen von morgen. Am Montag,<br />
dem 17.10., dreht sich alles um <strong>das</strong><br />
Thema „Innovation“. Unternehmen und<br />
Startups „for a better future of hospitality“<br />
finden hier ihren Platz, <strong>das</strong> Programm<br />
ist geprägt von Prämierungen, Neuheiten<br />
und Trends rund um die Nachhaltigkeit.<br />
Der Dienstag steht im Zeichen von<br />
„Food“ – hier insbesondere Regionalität,<br />
kleine Kreisläufe sowie Direktvermarktung<br />
für eine gute Zusammenarbeit zwischen<br />
Herstellern und Gastgewerbe. Das<br />
Thema „Architektur“ am Mittwoch behandelt<br />
Um- und Ausbau, Interior Design,<br />
Landschaftsarchitektur und Urbanistik.<br />
Hier wird sich die Frage gestellt:<br />
In welchem Verhältnis stehen Architektur<br />
und Tourismus? Am Donnerstag wird<br />
mit der „Digitalization“ die Messe beendet:<br />
Es wird thematisiert, was die neuen<br />
Technologien wirklich bringen. Praktische<br />
Ansätze von Digitalisierung zur Effizienzsteigerung<br />
in Beherbergungsbetrieben<br />
werden diskutiert.<br />
www.fierabolzano.it<br />
info<br />
Die Messe für Hotellerie und<br />
Gastronomie findet von 17. -<br />
20.10. 20<strong>22</strong> statt.
116 AKTUELLES<br />
9/20<strong>22</strong><br />
„Ein Hotel, <strong>das</strong> wilde Knospen treibt“<br />
Eva Eder ist alles andere als eine typische<br />
Hoteliere: Die gelernte Juristin<br />
ist herzliche Gastgeberin in einem Restaurant<br />
mit Wohnzimmer-Atmosphäre<br />
und Betreiberin eines Hotels, <strong>das</strong> ein<br />
bisschen anders ist. Anders, was die Gastronomie<br />
betrifft, denn die Fusionsküche<br />
im Hotel Blü setzt sich aus israelischen,<br />
asiatischen und österreichischen Komponenten<br />
zusammen. Heraus kommt dabei<br />
unter anderem ein Bio-Lachs-Tataki<br />
im Kadaifi als Lollipop serviert mit Zuckererbsencreme,<br />
Wildkräutern und Kefir-Dip.<br />
„Bei Regenwetter sitze ich mit<br />
den Gästen in der Bibliothek und häkle<br />
Lampenschirme“, so Eva Eder.<br />
Im wahrsten Sinn ins Auge stechend<br />
ist auch die Einrichtung, denn von bunten<br />
Plastikmöbeln im Garten mitten<br />
auf dem Gasteiner Kaiser Franz-Platz<br />
über Hochtische mit Barhockern auch<br />
im Frühstücksbereich bis hin zu Lampenschirmen<br />
im Häkel-Style ist der Mix<br />
bunt, aber trotzdem sehr stimmig. Das<br />
Design der Zimmer orientiert sich an<br />
dem Leitsatz: „Ein Hotel, <strong>das</strong> wilde Knospen<br />
treibt“, denn es ist tatsächlich (auf)<br />
blühend. (Oder „Bin so frei!“) Ein Diwan<br />
beim Fenster und darüber die Häkellampe,<br />
Textilbespannung hinter dem Bett<br />
und einfache Haken an Schnüren und<br />
Blumengestecke aus Loden. Unkompliziert<br />
soll es sein, sagt Eva Eder, und die<br />
Gäste sollen sich frei fühlen. Frei, zu tun<br />
und zu lassen, was sie möchten, frei in<br />
den Zimmern und auch frei bei der Essensauswahl.<br />
Zu den täglich drei Menüvorschlägen<br />
beim Abendessen liegt<br />
die A-la-carte Karte auf dem Tisch, aus<br />
der die Hotelgäste zum vergünstigten<br />
Preis ihr Abendessen variieren können.<br />
Frei nach Lust und Laune, frei nach Gusto<br />
und Appetit. Wer gehäkelte Lampenschirme<br />
in seinen Zimmern aufhängt,<br />
muss frei sein für alle Wünsche seiner<br />
Gäste. Und <strong>das</strong> ist Eva Eder.<br />
www.hotelblue.at<br />
Fotos: Hotel Blü<br />
Kunst im Zimmer-Design zeigt sich im<br />
Hotel Blü sowohl in stylischer Leinwand-<br />
Bespannung hinter dem Bett als auch<br />
bei den nostalgischen Lampenschirmen<br />
im Häkel-Style .<br />
Foto: Pachler<br />
„Alles für die Mitarbeiter“<br />
Das Ski und Spa Resort*****s Zürserhof ist ein Hotel auf<br />
top Niveau und <strong>das</strong> soll auf für die Mitarbeiter gelten:<br />
Hotelchef Hannes Skardarasy investiert für die kommende<br />
Wintersaison viel in und für sein Team. 44 Mitarbeiterzimmer<br />
werden im Zürserhof zurzeit komplett neugestaltet.<br />
Komfortables Wohnambiente mit modernen Flat-screens,<br />
kostenlosem High-speed WLAN und Küchen warten auf<br />
die Mitarbeiter, Kost und Logis sind kostenlos. Die Gehälter<br />
werden im Vergleich zum Vorjahr deutlich angehoben,<br />
dazu gibt es geregelte Arbeitszeiten und flexible Arbeitszeitmodelle.<br />
„Wer Schulungen und Weiterbildungen besuchen<br />
möchte, den unterstützen wir gerne finanziell“, betont der<br />
Hotelchef. Wer mit dabei sein möchte, der bewirbt sich jetzt<br />
unter hotel@zuerserhof.at.<br />
www.zuerserhof.at<br />
Foto: mk_salzburg
9/20<strong>22</strong><br />
DESIGN 117<br />
Cocooning in der Höhe<br />
Auszeit in St. Pölten<br />
Kulinarik in gemütlichem Ambiente genießen<br />
und bei Livemusik Drinks feiern<br />
sowie sonntags beim Jazzbrunch entspannen<br />
kann man im neuen In-Lokal in<br />
St. Pölten. Die Eigentümerin des ehemaligen<br />
Gasthauses Gwercher, die Industriellenfamilie<br />
Egger hat in den Standort<br />
investiert und mit Otto Raimitz den idealen<br />
Partner gefunden. Der Gastronom<br />
setzt mit dem Klang.Spiel neue Maßstäbe<br />
bei Kulinarik und Atmosphäre. Entsprechend<br />
gut verläuft der Betrieb mit<br />
Die Gastgeberfamilie<br />
Schwarzmann eröffnete<br />
im Dezember 2021<br />
ein Chalet-Apartment<br />
Arlberg für jeweils bis zu<br />
20 Personen im Berghaus<br />
Schröcken am Arlberg.<br />
Darüber hinaus befinden<br />
sich am Ortsrand<br />
zwei weitere großzügige<br />
Chalets: Im Vitalchalet<br />
Unterboden 5 und im<br />
Vitalchalet Edelweiss genießen<br />
bis zu 16 beziehungsweise<br />
11 Personen<br />
die Umgebung. Jedes Haus verfügt über<br />
eine Vielzahl an Schlafräumen, eine private<br />
Sauna samt Ruheraum und Außenbereich<br />
und ein großes Wohnzimmer.<br />
Das Interieur ist mit viel Holz gemütlich<br />
gestaltet. Gäste der Chalets kommen<br />
als Selbstversorger: Statt vom Restaurantmitarbeiter<br />
mit Maske bedient<br />
zu werden, kochen sie gemeinsam in der<br />
hochmodernen, top ausgestatteten Chalet-Küche.<br />
www.berghaus-schroecken.at<br />
40 Mitarbeitern vom Start weg. Gemeinsam<br />
mit dem Gastroprofi Wögerer wurde<br />
<strong>das</strong> ehemalige Wirtshaus gegenüber<br />
der Pfarrkirche in der Schiffmannstraße<br />
komplett saniert und neu inszeniert. Dabei<br />
blieb kein Stein auf dem anderen, aus<br />
den vielen einzelnen Räumen wurde eine<br />
große Gastrobühne. Durch die Überdachung<br />
des ehemaligen Innenhofes wurde<br />
zudem ein vollwertiger Raum zum Leben<br />
erweckt.<br />
www.woegerer.at<br />
Foto: Berghaus Schröcken<br />
Fotos: Klang.Spiel<br />
Foto: GO IN<br />
Reduzierte<br />
Formensprache<br />
Einrichtungen transportieren ein<br />
Konzept, sprechen eine oder<br />
mehrere Zielgruppen an, erzählen<br />
Geschichten und wecken im<br />
besten Fall Emotionen. „Utformning“<br />
ist ein schwedisches Wort<br />
und steht für Gestaltung und Design.<br />
In den kalten Wintermonaten<br />
machen es sich die Skandinavier<br />
zu Hause gemütlich und legen<br />
daher großen Wert auf die Einrichtung.<br />
Behaglichkeit wird durch<br />
harmonische Farben, gefällige Formen<br />
und passende Accessoires erzielt:<br />
ein Konzept, <strong>das</strong> vom Home-<br />
Bereich in die Gastronomie und<br />
Hotellerie angekommen ist. „Hygge“<br />
beschreibt ein Lebensgefühl,<br />
<strong>das</strong> sich in einem klaren Einrichtungsstil<br />
mit Anklängen an die Natur<br />
wiederfindet. Der GO IN-Look<br />
Solid North greift <strong>das</strong> skandinavische<br />
Lebensgefühl auf. Die Möbel<br />
zeichnen sich durch eine reduzierte<br />
Formensprache und eine solide<br />
Verarbeitung aus. Ein moderner<br />
Vertreter des Looks ist der Stuhl<br />
Franka, welcher mit seinen staketenförmigen<br />
Beinen leicht, schnörkellos<br />
und dennoch stabil wirkt.<br />
www.go-in.at
Wieviel Design<br />
braucht ein<br />
Hotelzimmer?<br />
Foto: Laguna-Faro-Suites-Patrick-Schwienbacher
9/20<strong>22</strong><br />
DESIGN 119<br />
Braucht es überhaupt eines? Ist ein Hotelzimmer nicht vorrangig ein Ort zum Schlafen, wo<br />
Nützliches im Vordergrund steht? Wer so agiert, betreibt entweder ein Business-Hotel oder er<br />
legt keinen Wert auf Stammgäste. <br />
Von Petra Pachler<br />
Das Zimmer-Design kann sich, wie hier im Hotel Altstadt Vienna, deutlich unterscheiden.<br />
Fotos: Hotel Altstadt Vienna<br />
Hotelzimmer sind vergleichbar,<br />
außer – außer <strong>das</strong> Hotel entwickelt<br />
seinen eigenen Stil, was<br />
in Österreich mit seinen starken<br />
Wurzeln in der Tradition häufig der<br />
Fall ist. Hier spiegeln sich oft Familiengeschichte<br />
und regionstypisches wider.<br />
Die individuellste Design-Ausrichtung<br />
findet sich in den seit einigen Jahren<br />
boomenden Boutiquehotels, wo<br />
mitunter jedes Zimmer anders aussieht.<br />
Gerne werden dafür namhafte Stardesigner<br />
herangezogen. Klassisches Beispiel<br />
dafür ist <strong>das</strong> Altstadt Hotel Vienna,<br />
wo sich sowohl Matteo Thun, als<br />
auch Lena Hoschek in mehreren Zimmern<br />
verwirklicht haben.<br />
Unabhängig von der künstlerischen<br />
Gestaltung zeigen sich in den Hotelzimmern<br />
auch immer zeitgeistige Trends. Einer<br />
der derzeit am stärksten präsenten<br />
ist <strong>das</strong> Ökodesign. Hier dominieren natürliche<br />
Materialien aus der Region, <strong>das</strong><br />
Design ist reduziert und der Ökogedanke<br />
spiegelt sich in der gesamten Ausstattung<br />
wider – bis hin zum Raumduft,<br />
der möglichst im Haus selbst hergestellt<br />
wird. Das Ökozimmer steht gerade erst<br />
in den Startlöchern seiner Karriere und<br />
hat noch jede Menge Potenzial.<br />
Opulent oder minimalistisch?<br />
Dem gegenüber steht <strong>das</strong> opulente Hotelzimmer:<br />
Vorreiter ist hier Philipp<br />
„Bei einem Hotelzimmer geht es um Komfort“<br />
Frau Urquiola, Sie haben so viele verschiedene<br />
Objekte entworfen. Was<br />
macht Hoteldesign so spannend?<br />
Hotels sind komplexe Projekte, die oft<br />
herausfordernd sind, weil wir die sich<br />
stetig wandelnden Bedürfnisse der<br />
Gäste immer neu interpretieren müssen.<br />
Heutzutage suchen Kunden nach<br />
Unterkünften mit einer familiären Atmosphäre.<br />
Ich verstehe Hotels gerne<br />
als Idealvorstellung von Häusern, in denen<br />
wir herausfinden, wie unser Zuhause<br />
aussehen könnte. Die Wahrnehmung<br />
eines Hotels beginnt mit dem virtuellen<br />
Erscheinungsbild, noch bevor man es<br />
tatsächlich betritt. Natürlich muss <strong>das</strong><br />
Erlebnis dann der Vorstellung entsprechen.<br />
Der Genius Loci (Geist des Ortes)<br />
ist ein wesentliches Element.<br />
Ihrem Designkonzept liegt der Gedanke<br />
zugrunde, <strong>das</strong>s sowohl die<br />
natürliche Umgebung erkennbar ist<br />
als auch die Bedürfnisse der Menschen.<br />
Das ist richtig, aber dem ist noch ein<br />
Ziel übergeordnet, <strong>das</strong> es zu erreichen<br />
gilt: Bei der Gestaltung eines Hotelzimmers<br />
geht es um Komfort - eine Mischung<br />
aus Gemütlichkeit, Ruhe und<br />
dem Gefühl, zu Hause zu sein.<br />
Wovon haben Sie sich bei der Konzeption<br />
der Laguna Faro Suites inspirieren<br />
lassen?<br />
Die Lagune und <strong>das</strong> nautische Thema<br />
sind der rote Faden des Projekts. Die<br />
natürlichen Farben der Umgebung<br />
kommen in den Innenräumen zum<br />
Ausdruck: ein sanftes Minzgrün für<br />
Vorhänge und Möbel, <strong>das</strong> an die umliegende<br />
Vegetation erinnert - und ein<br />
Ziegelrot für einige Oberflächen und<br />
Details wie die Sitzsäcke. Die Fliesen in<br />
den Bädern sind in zartem Rosa gehalten.<br />
Alles wirkt sehr sanft, was Leichtigkeit<br />
und Wohnlichkeit vermittelt.<br />
Das große Panoramafenster erzeugt<br />
natürliche, durch die Reflexion der<br />
Materialien unterschiedliche Farbnuancen.<br />
Das nautische Thema findet sich<br />
auch auf dem Boden wieder, wo die<br />
Form länglicher Scheiben wie bei Booten<br />
erkennbar ist. Die Nachttische erinnern<br />
mit den zwei Holzstangen an den<br />
Hauptmast eines Bootes.<br />
Das Mobiliar ist ein Mix an Maßanfertigungen<br />
und zeitgenössischer Objekte,<br />
die ich für die Kollektionen Kartell,<br />
Moroso, Verywood und Agape entworfen<br />
habe.<br />
Als Material haben wir hauptsächlich<br />
Holz verwendet. Alle Teppiche sind<br />
aus Wolle und von GAN-Handwerkern<br />
gefertigt.
120 DESIGN<br />
9/20<strong>22</strong><br />
Die neuen Laguna Faro Suites<br />
überzeugen durch klares Design.<br />
Foto: Laguna-Faro-Suites-Patrick-Schwienbacher<br />
Im Hotel Das Goldberg zeichnet der<br />
Teppich die Gasteiner Wasseradern nach.<br />
Foto: Pachler<br />
Zeitgemäßes Tiroler Design, wie hier im<br />
Peternhof, verzichtet auf schweres<br />
Holzfurnier.<br />
Foto: hannes_niederkofler_peternhof<br />
Auch Minimalismus ist ein Dekodetail.<br />
Foto: nussbaumerphotography<br />
Starck mit seinem Hang zu Lustern,<br />
Gold und Barockstil. Dieser Style suggeriert<br />
dem gehobenen Mittelstand, sich<br />
kurzfristig bei den oberen Zehntausend<br />
zu wähnen. Das Sofitel in Wien ist ein<br />
neuer, moderner Vertreter dieser Richtung,<br />
bei dem den Gästen sozusagen<br />
eine Bühne geboten wird.<br />
Auch Gemütlichkeit, ein Begriff, mit<br />
dem wir Österreicher viel anfangen<br />
können und den die ausländischen Gäste<br />
– allen voran die Deutschen – bei uns<br />
lieben, findet sich häufig in der Almhütte<br />
oder im Familienhotel – ausschlaggebend<br />
ist die Persönlichkeit der Gastgeber.<br />
Oft findet sich hier ein bisschen<br />
Retro im Design, auf jeden Fall muss es<br />
regional, ursprünglich und echt sein. Authentizität<br />
ist <strong>das</strong> Schlüsselwort für diesen<br />
Stil.<br />
Das Gegenstück ist cool und ja, auch<br />
cool ist gefragt! Dieses Attribut heften<br />
sich eben vorwiegend Designhotels auf<br />
die Fahnen. Das Design ist auffallend,<br />
sehr oft von Kunst dominiert, kann minimalistisch<br />
genauso sein, wie üppig<br />
und ist auf jeden Fall von A bis Z durchgestylt.<br />
Nichts wird dem Zufall überlassen.<br />
Arbeiten und/oder erholen<br />
Individualität ist <strong>das</strong> Zauberwort nicht<br />
nur der jungen Generation und deren<br />
Zimmerstyle ist „moody“, was so viel<br />
heißt wie: variabel und wie es gerade<br />
gebraucht wird. Diese Richtung passt<br />
zur Selbstfindung während des Urlaubes,<br />
„der Reise zum Ich“, die gerade<br />
ganz in ist. Düfte, Musik und Licht werden<br />
hier sehr stark eingesetzt, denn sie<br />
beeinflussen Stimmungen enorm. Dem<br />
Gast bleibt es überlassen, diese Elemente<br />
variabel einzusetzen und damit seine<br />
Stimmung zu beeinflussen. Die Einrichtung<br />
ist eher reduziert, aber mit Dekoelementen<br />
leicht zu adaptieren.<br />
Und dann gibt es noch die stark<br />
wachsende Workcation, also Arbeit und<br />
Urlaub zu verbinden. Bequemlichkeit<br />
zählen zwar hier auch, aber ein ordentlicher<br />
Arbeitsplatz samt entsprechender<br />
Beleuchtung sind genauso relevant.<br />
Laut der spanischen Star-Architektin<br />
Patricia Urquiola geht es beim Design<br />
darum, Umgebung und Marke in<br />
Einklang zu bringen (Siehe Interview<br />
auf Seite 119). Jedes Haus hat dadurch<br />
seinen eigenen Charakter – selbst bei einer<br />
Kette. Für <strong>das</strong> Gesamtambiente sind<br />
Faktoren wie Licht, Farben und Materialien<br />
relevant. Patricia Urquiola versucht<br />
dabei zwei Elemente zu vereinen:<br />
Natur und wie der Mensch sich die Natur<br />
zu Nutze macht. Im Interview hat<br />
sie uns ihren Zugang zum Thema Design<br />
im Hotelzimmer anhand ihres aktuellen<br />
Projektes der Laguna Faro Suites<br />
erläutert, die kürzlich in Grado eröffnet<br />
wurden.
9/20<strong>22</strong> DESIGN<br />
121<br />
Fotos: Derenko<br />
Hotelzimmer mit Design<br />
Die Liebe zum Detail ist eine planerische<br />
Herausforderung, welcher sich Hospitality<br />
Innenarchitekten wie <strong>das</strong> Wiener<br />
Planungsbüro Derenko angenommen haben.<br />
Die Anordnung im Zimmer, die verwendeten<br />
Materialien, <strong>das</strong> Farbkonzept,<br />
der Lichteinfall im Raum und noch vieles<br />
mehr, berücksichtigt der Profi in der Planung<br />
eines Hotelzimmers. So genannte<br />
„Instagrammable Moments“ oder „Places“<br />
verführen zum Handy zücken, einmal<br />
knipsen und erinnern im eigenen Instagram<br />
Feed noch oft als Andenken an<br />
diese Reise. Derenkos Credo: Ein durchgängiges<br />
Story Telling, maßgeschneidert<br />
auf den jeweiligen Kunden, die zu erzählende<br />
Geschichte sowie die Werte des jeweiligen<br />
Hauses müssen sich wie ein roter<br />
Faden im Gesamtkonzept durchziehen.<br />
Ein erfolgreiches Design führt den Gast<br />
selbstbewusst entlang beeindruckender<br />
Fokuspunkte, die zusammen einen gemeinsamen<br />
Nenner ergeben.<br />
www.derenko.at<br />
Foto: OÖ Tourismus /Robert Maybach<br />
Kastanienfest am<br />
Attersee<br />
Beim jährlichen Kastanienfest<br />
präsentieren diesmal am <strong>22</strong>.<br />
Oktober Unteracher Gastronomen<br />
und Vereine feine Köstlichkeiten<br />
rund um die Kastanie. Vom Kastanien-Geschnetzelten<br />
über Maroni<br />
im Speckmantel bis hin zu Süßem<br />
von der Maroni und Banana Maroni<br />
Pancakes, abgerundet von feinem<br />
Maronibier und Maronilikör. Geboten<br />
wird auch ein umfangreiches,<br />
musikalisches Rahmenprogramm von Chorgesang bis hin zu<br />
Austropop!<br />
Von 13. - <strong>22</strong>. Oktober 20<strong>22</strong> steht beim Kulinarikfestival<br />
im Aichergutes in Seewalchen am Attersee alles im Zeichen<br />
des guten Essens. Ob Galadinner, Attersee Circle Genussevent<br />
oder einem Bier-Frühschoppen - für jeden Geschmack<br />
ist etwas dabei. Das kulinarische Zepter übernehmen hierbei<br />
junge Köche mit internationaler Erfahrung und renommierte<br />
Haubenköche. Die Themenhighlights sind diesmal Öl, Wild<br />
und Zwetschke.<br />
https://attersee-attergau.salzkammergut.at/aktivitaeten/<br />
genuss/genussherbst-20<strong>22</strong>.html<br />
Ich bin so frei<br />
as Südtiroler Hirben im<br />
DHerzen der Dolomiten ist<br />
neu eröffnet. #hirbenexperience:<br />
Eine Natur-Residenz<br />
zum Runter-Kommen, denn<br />
im UNESCO-Weltnaturerbe<br />
Dolomiten spielt Natur die<br />
Hauptrolle. „Hirben Naturlaub“<br />
bedeutet, <strong>das</strong>s sich Alltags-Aussteiger<br />
aussuchen, wie<br />
sie urlauben: mit Frühstück und Alpine Dinner, nur mit Frühstück<br />
oder „ohne alles“. Das E-Auto hängt an der Ladestation.<br />
Autos haben Pause, denn vom Hirben ist vieles zu Fuß und alles<br />
mit öffentlichen Verkehrsmitteln zu erreichen. Die Natur<br />
und insbesondere der Wald sind in Sachen Erholung echte Alleskönner.<br />
Daher wurde <strong>das</strong> Hirben in ökologischer, nachhaltiger<br />
Holzbauweise errichtet und holt die Natur ins Haus: Heimische<br />
Lärche als Fassade, heimische Fichte als Hausstruktur,<br />
Einrichtung mit natürlichen Materialien, Zirbenholz-Nachtkästchen<br />
als duftende Hingucker, ökologische, gesunde Wärme<br />
durch Heizen mit Hackschnitzeln.<br />
Siglinde ist die beste Köchin, erzählt man im Hirben. Zum<br />
Alpine Dinner versüßen kommen nur hochwertige Produkte,<br />
größtenteils aus Südtirol, in die Töpfe.<br />
www.hirben.it<br />
Foto: Manuel Kottersteger
Endlich da,<br />
aber bleiben<br />
sie auch?<br />
Foto: Davide Angelini / Adobe Stock
9/20<strong>22</strong><br />
MITARBEITER 123<br />
Wie man Mitarbeiter gewinnt und wie die richtige Ansprache insbesondere für die<br />
Generationen Y und Z aussieht, haben wir uns in der letzten Ausgabe angesehen. Doch sind<br />
sie dann endlich an Bord, gehört viel Initiative und möglichst eine Fülle an Goodies dazu,<br />
um sie auch zu halten.<br />
Von Petra Pachler<br />
Betriebseigene Motivationstools<br />
und eine eigene Mitarbeiter-Marke<br />
zu schaffen, sind zunehmend<br />
die Strategie für <strong>das</strong> Halten der<br />
Mitarbeiter im Betrieb. Die Identifikation<br />
für <strong>das</strong> Unternehmen und <strong>das</strong> Gefühl,<br />
ein – wichtiger – Teil des Ganzen<br />
zu sein, scheinen der Schlüssel langjähriger<br />
Mitarbeiter zu sein. Individuelle<br />
Goodies ebenso: Ein junger Mitarbeiter<br />
wird vielleicht auf sportliche Angebote<br />
abfahren, für Mitarbeiter mit Familien<br />
werden die Kosten-Übernahme eines<br />
Kindergartenplatzes und flexible<br />
Arbeitszeiten die wesentlichen Kriterien<br />
sein. Auch <strong>das</strong> Thema Sicherheit gewinnt<br />
zunehmend an Bedeutung.<br />
Philosoph Richard David Precht<br />
sieht es so: „Die Absicherung durch bindende<br />
Verträge ist für beide Seiten der<br />
Schlüssel: Der Mitarbeiter hat die Garantie,<br />
bei rückläufiger Arbeit trotzdem<br />
nicht sofort seinen Job zu verlieren und<br />
der Arbeitgeber kann auf Pflichterfüllung<br />
pochen: Ein ,heute will ich nicht,<br />
kann ich nicht‘, ist dann nicht möglich.<br />
Klingt selbstverständlich, ist es aber<br />
heute nicht mehr unbedingt.“<br />
Hingewiesen auf <strong>das</strong> scheinbar überbordende<br />
Selbstbewusstsein der „heutigen<br />
Jugend“, meinen Fachleute: „Wir<br />
haben unsere Kinder auf Augenhöhe<br />
erzogen, jetzt reden sie mit uns auf<br />
Augenhöhe“. Wir dürfen uns also nicht<br />
wundern, wenn junge Mitarbeiter zunehmend<br />
Leistungen von ihrem Arbeitgeber<br />
einfordern. Das kann ein Abo für<br />
ein Fitness-Center, Gym oder ein Skipass<br />
genauso sein, wie im Hotel jene<br />
Angebote, die auch den Gästen zur Verfügung<br />
stehen. Diese Benefits aktiv anzubieten<br />
und herauszustreichen, motiviert<br />
zum Bleiben.<br />
Mitarbeitermarke mit<br />
Tourismuspreis ausgezeichnet<br />
In den IPP HOTELS (8 Häuser) hat man<br />
bereits 2018 begonnen, sich strategisch<br />
mit einer Mitarbeiter-Marke zu beschäftigen.<br />
„Im Frühling 2019 wurde unsere<br />
Mit-Gastgeber*innen-Programm „Ich<br />
bei Ipp“ aus der Taufe gehoben und vier<br />
Schwerpunkte definiert: FÜHL dich,<br />
GÖNN dir, WACHS mit und LERN bei,<br />
so ÖHV Vizepräsident und Eigentümer<br />
Alexander Ipp. „Es geht uns um Wertschätzung,<br />
Work-Life-Balance, Karriereentwicklung<br />
sowie Aus- & Fortbildung<br />
und wurde in vielen Arbeits-Sitzungen<br />
bis ins kleinste Detail durchgedacht. Die<br />
Führungskräfte leben „Ich bei Ipp“ Tagtäglich<br />
mit ihren Teams. Dass dies der<br />
richtige Schritt war, zeigt uns, <strong>das</strong>s wir<br />
von aktuell 210 Mit-Gastgeber*innen 85<br />
Prozent zum Vor-Corona-Niveau halten<br />
konnten. Das Spannende ist nicht<br />
nur die Einführung, sondern der laufende<br />
Prozess sowie die Adaption auf <strong>das</strong><br />
aktuelle Umfeld. Es braucht sehr viel<br />
Engagement und trägt auf lange Sicht<br />
Früchte. Unser nächster Schritt geht in<br />
Richtung individuelle Schulkooperationen,<br />
die wir an jedem Hotelstandort<br />
systemisch etablieren. Aktuell ist wieder<br />
unser GÖNN DIR-Käfer-Cabrio in<br />
unseren Hotels unterwegs, <strong>das</strong> unsere<br />
Mit-Gastgeber gratis ausborgen können.“<br />
Die Initiative „ICH bei IPP“ wurde<br />
kürzlich in der Kategorie „Einzelbetriebliche<br />
Initiativen“ mit dem Österreichischen<br />
Innovationspreis Tourismus ausgezeichnet,<br />
in dessen Fokus innovative<br />
Mitarbeiterführung und -entwicklung<br />
stehen. www.ipp-hotels.at<br />
Daniela Wakefield, Director of<br />
Human Resources der Hilton Hotels<br />
Österreich.<br />
Foto: Hilton Hotels<br />
„Be a part!“<br />
Mitarbeiter werden dann motiviert und<br />
damit auch engagiert, wenn sie <strong>das</strong> Gefühl<br />
haben, etwas Sinnvolles zu tun. Philosoph<br />
Richard David Precht formuliert<br />
es so: „Wir leben mehr und mehr in einer<br />
Sinngesellschaft, nicht mehr in der<br />
klassischen Arbeitswelt!“ Das bedeutet<br />
aber auch, den – künftigen – Mitarbeiten<br />
so weit als möglich entgegenzukommen,<br />
was ihre persönlichen Interessen<br />
anbelangt.<br />
Dazu Daniela Wakefield, Director<br />
of Human Resources der Hilton Hotels<br />
Österreich: „Wir sagen immer: ,Wir verkaufen<br />
keine Jobs, wir bieten Karrieren.‘<br />
Von einem einladenden Arbeitsumfeld<br />
über großartige Sozialleistungen, Vielfalt<br />
und Wellbeing-Initiativen bis hin zu<br />
einer integrativen Arbeitskultur gibt es<br />
eine Reihe großartiger Möglichkeiten<br />
bei Hilton. Sie alle haben dazu beigetragen,<br />
<strong>das</strong>s wir von Great Place to Work<br />
zur Nummer eins der besten Arbeitsplätze<br />
in Österreich gewählt wurden“.<br />
Laut einer ÖHV Befragung investieren<br />
Zweidrittel der Betriebe in Employer<br />
Branding, bzw. Mitarbeiterbindung, was<br />
die Dringlichkeit der Thematik zeigt.<br />
Work-Life-Balance zählt<br />
Auch flexible Arbeitszeitmodelle sind<br />
Anreiz und Motivation zugleich. Die Familux<br />
Hotels hatten über ein Jahr ein<br />
Modell der 4-Tage-Woche laufen, <strong>das</strong><br />
jetzt in den Normalbetrieb übernommen<br />
wurde. Das gleiche macht die Gruppe der<br />
25Hours Hotels. Auch Arbeitszeitkonten,<br />
wo Eltern Zeit ansparen können für<br />
die Abdeckung der Ferienzeit ihrer Kinder,<br />
sind Anreize. Die Installierung einer<br />
Rufbereitschaft, bei der 50 Prozent des<br />
Lohns bezahlt werden, sind bei einigen<br />
Betrieben in der Probephase. Und zu gu-
124 MITARBEITER<br />
9/20<strong>22</strong><br />
ter Letzt kommt in manchen Betrieben<br />
<strong>das</strong> Jobsharing zum Einsatz: Zwei Mitarbeiter<br />
teilen sich eine Vollzeitposition<br />
– wobei bei diesem Modell eine gute<br />
Kommunikation und hohe Verantwortung<br />
notwendig sind und dies auch die<br />
Vertretung bei Urlaub und Krankenstand<br />
inkludiert. Zunehmend zum Einsatz<br />
kommen Blockarbeitszeiten, wo sich<br />
Arbeitszeiten mit Freizeit in Blöcken<br />
mit z.B. vier Tage Arbeit und drei Tage<br />
Freizeit abwechseln. Das Hotel Hospiz<br />
am Arlberg lässt seine Mitarbeiter den<br />
Dienstplan selbst gestalten. Mitsprache,<br />
Identifizierung und Wertschätzung<br />
scheinen die Schlüsselworte für langjährige<br />
Mitarbeiter zu sein.<br />
Der Rat erfahrener Personalmanager:<br />
„Überlegen Sie sich als Unternehmer,<br />
welches Konzept zu ihrem Betrieb<br />
passt. Was passt in mein Wertesystem!<br />
Denn wenn sie nicht dahinterstehen,<br />
dann wird es nichts“.<br />
Der Generation Y (1981-1995 Geborene)<br />
sagt man nach, <strong>das</strong>s sie über monetäre<br />
Anreize nicht mehr zu leistungswilligen<br />
Mitarbeitern werden und auf autoritäre<br />
Führung allergisch reagieren. Dafür<br />
sind sie technikaffin und gewohnt, sich<br />
schneller an neue Gegebenheiten anzupassen.<br />
Autonomie hinsichtlich Aufgabenerledigung<br />
und <strong>das</strong> soziale Umfeld<br />
sind ihnen sehr wichtig und sie möchten<br />
sich einbringen können.<br />
Spezielle Goodies<br />
Finanzielle Anreize sind bei der jungen<br />
Generation zwar ein Thema, stehen<br />
aber nicht an erster Stelle. Deutlich<br />
mehr zählen Goodies wie Weiterbildung<br />
oder eine Fernreise, um die im Hotel angebotenen<br />
Packages im Original zu besichtigen.<br />
Wer zum Beispiel im Spa Hamam<br />
anbietet, sollte seine Mitarbeiter<br />
auch einmal in <strong>das</strong> Ursprungsland schicken.<br />
„Gönn Dir was“ ist einer der vier Schwerpunkte<br />
aus dem Gastgeber-Programm<br />
in den IPP Hotels und gibt Mitarbeitern<br />
die Möglichkeit, <strong>das</strong> coole Cabrio gratis<br />
auszuborgen.<br />
Fotos: IPP Hotels<br />
Foto: Harald Steiner-Fotografie<br />
FEX by Höflehner<br />
Mit dem Natur- und Wellnesshotel Höflehner hat nun ein<br />
Leitbetrieb im Ennstal eine ganzheitliche, echte Marke für<br />
seine Mitarbeiter geschaffen, mit der sich sowohl <strong>das</strong> aktuelle<br />
Team als auch potenzielle Bewerber identifizieren können.<br />
„Jedes Teammitglied ist ein wichtiger Teil des Ganzen<br />
und trägt maßgeblich zum Erfolg bei. Deshalb haben wir uns<br />
etwas für unsere Mitarbeiter:innen überlegt. Zuerst haben wir<br />
mit Hilfe von Research-Profis eine anonyme Mitarbeiterumfrage<br />
im Unternehmen ins Leben gerufen. Dabei haben wir<br />
aussagekräftige, sehr wertvolle Ergebnisse erzielt und herausgefunden,<br />
was unseren Betrieb für unsere Mitarbeiter:innen<br />
ausmacht,“ so Gerhard Höflehner, Geschäftsführer des Hotels.<br />
Aus den daraus gewonnen Insights haben die Höflehners<br />
eine neue Mitarbeitermarke geschaffen: „FEX by höflehner“<br />
ist jung und innovativ und transportiert die Leidenschaft<br />
jedes Mitarbeiters.<br />
www.fex.hoeflehner.com<br />
Ruheständler kommen<br />
zurück<br />
Im südburgenländischen<br />
Hotel<br />
Larimar trifft<br />
frischer Wind auf<br />
Lebenserfahrung.<br />
Unter den vielen<br />
Mitarbeitern aus<br />
der Region befinden<br />
sich seit kurzem<br />
auch mehrere Pensionisten im Larimar Team. Und <strong>das</strong><br />
hat seinen Grund. Einerseits herrscht massiver Arbeitskräftemangel<br />
vor allem in Gastronomie und Tourismus und dem<br />
gegenüber stehen Pensionisten, die gerne arbeiten möchten.<br />
Sei es, um ihre finanzielle Situation zu verbessern oder um<br />
wieder mehr Abwechslung in ihren Alltag zu integrieren. Ein<br />
Zuverdienst in der Pension wird dadurch für manche besonders<br />
wichtig. Die derzeitige Gesetzeslage ermöglicht dies zwar,<br />
die Bezüge müssen jedoch versteuert werden und damit ist<br />
zusätzliche Beschäftigung für viele nicht lukrativ. Hotelier<br />
Johann Haberl fordert daher einen steuerlichen Freibetrag, um<br />
arbeitende Pensionisten zu entlasten: „Ein steuerlicher Freibetrag<br />
mind. in der Höhe der Geringfügigkeitsgrenze (€ 485,85<br />
im Monat) wäre erforderlich“. Und weiter: „Gerne möchten wir<br />
Pensionisten unterstützen und haben daher eine Initiative mit<br />
Aushilfsjobs in Restaurant, Wäscherei und Garten gestartet.“<br />
www.larimarhotel.at<br />
Foto: mario_unger_hotel_larimar
9/20<strong>22</strong><br />
MITARBEITER 125<br />
Mehr Flexibilität:<br />
4-Tage-Woche<br />
Der Hersteller von Marken wie Milka,<br />
Oreo und Mirabell Mondelez setzt in<br />
Österreich einen Fokus auf Arbeitszeitflexibilisierung.<br />
Der führende Anbieter im<br />
Snacking-Bereich testet seit kurzem die<br />
4-Tage-Woche als optionale Alternative<br />
zur 5-Tage-Woche am Wiener Standort.<br />
Die Idee für <strong>das</strong> Pilotprojekt entstammt<br />
Elisabeth Hülsmann, Managing Director<br />
für Mondelez Österreich, in enger<br />
Zusammenarbeit mit dem Wiener Betriebsrat.<br />
„Die Flexibilität unserer Mitarbeiter*innen<br />
ist uns ein großes Anliegen.<br />
Zeiten, in denen Mitarbeiter*innen an<br />
ihrer Arbeitszeit im Büro gemessen werden,<br />
sind Geschichte. Mit unseren Benefits<br />
wollen wir möglichst viel Raum zur<br />
persönlichen Entwicklung und für die<br />
individuellen Bedürfnisse schaffen, um<br />
gleichzeitig die Leistung auf einem hohen<br />
Niveau zu halten. Dem bisherigen<br />
positiven Feedback nach zu urteilen, ist<br />
Die SAMANT – Hospitality Group bietet<br />
Personalbereitstellung von Zimmermädchen<br />
und Reinigungspersonal<br />
für den samstäglichen Gästewechsel für<br />
Hotels aller Größen an. Das neue Unternehmen<br />
ging aus den seit 2010 führenden<br />
Unternehmen Aglaia Personalmanagement<br />
GmbH und Immoservice24<br />
GmbH hervor. Erika Lamparter, Geschäftsführende<br />
Gesellschafterin für<br />
den Bereich Kundenbetreuung, hält fest:<br />
„SAMANT ist nicht nur ein erfahrener<br />
Partner für die Tourismusbetriebe und<br />
der führende Personalbereitsteller für<br />
die Hotellerie. Wir kennen mit zusammen<br />
15 Jahren Erfahrung die Herausforderungen<br />
in dieser Branche der Gastgeberinnen<br />
ganz genau. Dem Personal, <strong>das</strong><br />
wir bereitstellen, bezahlen wir bis zu 50<br />
Prozent mehr als bisher. Unser Ziel ist es<br />
Elisabeth Hülsmann, Managing Director<br />
für Mondelez Österreich.<br />
uns <strong>das</strong> gut gelungen“, so Hülsmann. Das<br />
Pilotprojekt der wahlweisen 4-Tage-Woche<br />
wird vorerst ein Jahr durchgeführt.<br />
www.mondelezinternational.com<br />
Lösungen für Hotellerieund<br />
Tourismusbetriebe<br />
Erika Lamparter,<br />
SAMANT – Hospitality Group.<br />
nicht nur bestehendes Stammpersonal<br />
weiterhin langfristig zu halten, sondern<br />
auch ehemalige MitarbeiterInnen in den<br />
Tourismus zurückzuholen.“<br />
www.samant.at<br />
Foto: Mondelez International<br />
Foto: Lamparter<br />
Pia Zumkley, Kempinski<br />
Hotel Berchtesgaden.<br />
Foto: Kempinksi<br />
Weltbeste<br />
Rezeptionistin<br />
Wie man Job und Freizeit in der<br />
Balance hält, demonstriert die<br />
von der AICR zur besten Rezeptionistin<br />
der Welt gekürte Pia Zumkley<br />
im Kempinski Hotel Berchtesgaden.<br />
Durch seine Lage auf<br />
dem Eckerbichl bietet <strong>das</strong> Kempinski<br />
Hotel Berchtesgaden Ausgangspunkt<br />
für Unternehmungen<br />
vor oder nach der Arbeit. „Die Region<br />
um <strong>das</strong> Hotel herum hat einfach<br />
unheimlich viel zu bieten und<br />
<strong>das</strong> nutze ich in meiner freien Zeit<br />
gerne aus – ich gehe klettern, bouldern,<br />
bergsteigen, wandern oder<br />
Ski fahren. Mal alleine und mal<br />
mit meinen Kolleginnen und Kollegen<br />
zusammen, <strong>das</strong> verschafft mir<br />
meinen nötigen Ausgleich“, berichtet<br />
Zumkley und sagt weiter: „All<br />
diese gemeinsamen Aktivitäten<br />
sind für uns kostenlos und bieten<br />
uns die Gelegenheit, die Region in<br />
vollen Zügen zu genießen. Gerade<br />
auch für neue Kolleginnen und<br />
Kollegen ist <strong>das</strong> eine tolle Möglichkeit,<br />
die Gegend kennenzulernen<br />
und Freundschaften zu schließen.“<br />
www.kempinski.com
Hotel Mama war gestern,<br />
jetzt kommt <strong>das</strong> Hotel<br />
Opa<br />
Die touristische Nachfrage wird<br />
sich entsprechend dem demografischen<br />
Wandel entscheidend<br />
verändern. Das hat sich bereits<br />
herumgesprochen! Und einige<br />
Anbieter reagieren darauf mit<br />
neuen Ideen.<br />
So wird es in Zukunft ganz neue<br />
Beherbergungsformen für die<br />
jung gebliebenen „Best Ager“<br />
geben. Ein heute 70-jähriger fühlt<br />
sich bekanntlich um 15 Jahre<br />
jünger und fitter und hat dementsprechend<br />
ganz andere Ansprüche<br />
als einer seiner Altersgenossen<br />
noch vor wenigen Jahren.<br />
Die Babyboomer, die gerade in<br />
Pension gehen, sind zudem eine<br />
sehr reiseaffine Generation. Pflege<br />
und Betreuung sind in den neuen<br />
Best Ager-Hotels nicht mehr <strong>das</strong><br />
Leitmotiv, können aber bei Bedarf<br />
natürlich in Anspruch genommen<br />
werden. Best-Ager suchen also<br />
keinesfalls „betreutes Wohnen“<br />
oder Seniorenheime, sondern den<br />
Komfort eines Hotels in einer inspirierenden<br />
„Lebensabschnittsunterkunft“<br />
über mehrere Jahre.<br />
Ich sehe die demografische Entwicklung,<br />
die stets eher negativ<br />
dargestellt wird, als eigentlichen<br />
Schlüssel zu einer modernen,<br />
innovativen und interessanten<br />
Gesellschaft des 21. Jahrhunderts.<br />
Denn nur mit der Weisheit der Alten<br />
können wir komplexe Herausforderungen<br />
- und genau <strong>das</strong> ist<br />
die derzeitige Krise - bewältigen.<br />
Allein mit der Kraft der Jugend<br />
gelänge dies nicht.<br />
Die aktiven<br />
Silbernen<br />
Thomas Reisenzahn,<br />
akadem. geprüfter<br />
Tourismuskaufmann.<br />
Foto: Prodinger Beratungsgruppe<br />
Kolumne<br />
Foto: Hotel Gemma
9/20<strong>22</strong><br />
BEST AGER 127<br />
Best Ager sind heute aktive Menschen, die mitten im Leben stehen. Die Bezeichnung<br />
Senioren verbitten sie sich vehement und mit seniorengerechter Ausstattung möchten sie<br />
schon gar nichts zu tun haben.<br />
Von Petra Pachler<br />
Was bedeutet <strong>das</strong> nun für Hoteliers<br />
und Tourismusbetriebe?<br />
Für sie ist diese Zielgruppe<br />
eine der wichtigsten, weil<br />
sie monetär gut aufgestellt ist und auch<br />
bereit ist, einen guten Teil der vorhandenen<br />
Finanzen für ihren Wohlstand zu<br />
nützen. Das Sparen für Kinder und Enkerln<br />
steht bei ihnen nicht mehr im Vordergrund.<br />
Eigentlich eine Goldgrube für<br />
Anbieter!<br />
Best Ager wollen hohe Qualität und<br />
Luxus, der nicht abgehoben ist. Der klassische<br />
Best Ager ist aktiv und will <strong>das</strong><br />
auch zeigen und ausleben. Es müssen<br />
also Angebote her, die zwar Sport und<br />
ausgiebige Bewegung beinhalten, aber<br />
auch machbar sind. Denn Muskeln und<br />
Ausdauer der Generation 55+ sind trotz<br />
allem nicht mehr so groß, wie die der<br />
Zwanzigjährigen.<br />
Mittendrin und dabei<br />
Laut einer Studie der WKO sind die Best<br />
Ager „anspruchsvoll, konsumfreudig, genussorientiert<br />
und offen für Neues“, was<br />
einen schier endlosen Angebotsmarkt<br />
eröffnet. Viele Reise- und Tourismusanbieter<br />
setzen daher auf die Zielgruppe<br />
50plus als Wachstumsmotor der<br />
Touristik-Branche. Von den Gästen aus<br />
Deutschland – Herkunftsland Nummer<br />
eins bei den Ausländernächtigungen in<br />
Österreich – sind inzwischen 34 Prozent<br />
der Urlaubenden 60 Jahre oder älter.<br />
Die Best Ager verändern den Tourismusmarkt,<br />
weil ihre Reisegewohnheiten<br />
differenzierter sind. So geht der Wunsch<br />
nach besonderen Eindrücken oft Hand<br />
in Hand mit dem Anspruch der Gesunderhaltung.<br />
Hotels mit diesem Angebot<br />
stehen auf der Favoritenliste ganz oben,<br />
wobei Gesundheit in diesem Fall nichts<br />
mit Kur zu tun hat, sondern <strong>das</strong> Hauptaugenmerk<br />
der Fitness und Prävention<br />
gilt. Ganze Bereiche, wie z.B. www.silversport.at,<br />
stellen sich mittlerweile auf<br />
dieses Klientel ein, auch Sektionen des<br />
Österreichischen Alpenvereins bieten<br />
Wanderungen für „motivierte und bewegungsfreudige<br />
Menschen“ an (www.<br />
oeav-events.at).<br />
Aktivurlaub ist <strong>das</strong> Zauberwort, in<br />
Kombination mit Genuss und Wellness,<br />
aber auch Bildungsreisen zählen zu den<br />
Hauptthemen.<br />
Hotels & Regionen fokussieren auf<br />
die „Silbernen“<br />
Bereits 1997 wurde in Österreich <strong>das</strong><br />
50plus-Gütesiegel für Hotels entwickelt.<br />
Der „Urlaub für erfahrene Reisende“ ist<br />
durch hohe Servicequalität, kulinarische<br />
Genüsse und kulturelle Highlights<br />
geprägt. 30 Anbieter in sechs Ländern<br />
stellen sich auf die Bedürfnisse der lebens-<br />
und reiseerfahrenen Best Ager ein.<br />
Goodies wie kein Einbettzimmerzuschlag,<br />
Abholung vom nächstgelegenen öffentlichen<br />
Verkehrsmittel oder individuelle<br />
Menüs sind Standard in den Hotels dieser<br />
Gruppe (www.50plushotels.com).<br />
Auch Regional-Marketing-Plattformen<br />
bieten immer häufiger Aktivurlaube<br />
für Best Ager an, ohne diese explizit so zu<br />
nennen. Kreatives Reisen, Kultur, Kulinarik,<br />
Gesundheit und Wellness stehen im<br />
Fokus, wobei Medical Wellness und Genussreisen<br />
mit dem Fokus auf Bio favorisiert<br />
werden. In der Steiermark können<br />
die Gäste zum Beispiel „pumperl‚ gsund“<br />
werden - sei es bei der Nutzung von medizinisch-therapeutischen<br />
Angeboten<br />
oder durch einen präventiven Wohlfühlurlaub.<br />
Sich um nichts kümmern müssen …<br />
Das Motto des familiengeführten Vier-<br />
Sterne-Hotels Gemma im Vorarlberger<br />
Hirschegg hat sich ausschließlich<br />
auf Erwachsene spezialisiert und<br />
kommt damit den Bedürfnissen der<br />
Best Ager entgegen. Die umliegende<br />
Landschaft inklusive eines reizreduzierten<br />
Ambientes stellen entspannten<br />
Naturgenuss in den Vordergrund und in<br />
der Küche werkt die Chefin selbst mit<br />
regionalen und frischen Produkten.<br />
Pool, Panoramasaunen und ein Naturgarten<br />
bilden die Kombination aus Erholung<br />
und Genuss.<br />
Gastgeber Klaus Peter ist zertifizierter<br />
Lebensfeuer® Professional. Er führt<br />
in seinem Haus Lebensfeuer-Messungen<br />
durch, die Aufschluss geben über<br />
<strong>das</strong> individuelle körperliche und emotionale<br />
Befinden mit dem Ziel eines Coaching<br />
für die Steigerung der Vitalität. Im<br />
Anschluss weiß dann jeder, welcher Impuls<br />
– Regeneration, Aktivierung oder<br />
Balance – für sein Wohlbefinden am besten<br />
ist. Umgesetzt werden kann <strong>das</strong> am<br />
Walser Omgang, einem speziellen Vitalwegenetz,<br />
<strong>das</strong> sich mit der Verbesserung<br />
der Gesundheit auseinandersetzt. Das<br />
Kleinwalsertal als Umfeld bietet<br />
Wanderwege zu den Zweitausendern<br />
ebenso, wie einen Besuch im<br />
Landschaftsschutzgebiet Alpe Melköde.<br />
Damit umfasst <strong>das</strong> Angebot die Parameter<br />
der Zielgruppe Best Ager ziemlich<br />
genau: Bewegung, mit der Lebensfeuermessung<br />
ein Gesundheitsangebot<br />
und eine vitale Küche.<br />
www.gemma.at<br />
Fotos: hotel_gemma_-_kleinwalsertal_hotels
128 BUCHTIPPS<br />
9/20<strong>22</strong><br />
Foto: Thorbecke<br />
Kochen ohne Aufwand<br />
Die Bloggerin Julia Radtke<br />
zeigt in „Meine vegetarische<br />
Familienküche“,<br />
wie sich mit weniger als sieben<br />
Zutaten unkompliziert<br />
schnelle und abwechslungsreiche<br />
Mahlzeiten auf den<br />
Tisch bringen lassen – ohne<br />
großen Aufwand und lange<br />
Einkaufszettel.<br />
www.buchcontact.de<br />
Einband: Gebundene Ausgabe<br />
Erscheinungsdatum: <strong>22</strong>.08.20<strong>22</strong><br />
Verlag: Jan Thorbecke Verlag<br />
Seitenzahl: 200<br />
Maße (L/B): 24/19 cm<br />
ISBN: 978-3-7995-1575-7<br />
Foto: www.schultzundschirm.com<br />
Hausmannskost von Otto Jaus<br />
Kabarettist, Schauspieler<br />
und Sänger von „Pizzera<br />
und Jaus“ Otto Jaus hat<br />
mit „Jausmannskost“ ein<br />
besonderes Buch geschaffen,<br />
in dem es um Familie<br />
und die Freude, mit seinen<br />
Liebsten zusammen<br />
zu sein, geht. Außerdem<br />
sind Gastfreundschaft und<br />
Kindheitserinnerungen<br />
Thema.<br />
www.schultzundschirm.com<br />
240 Seiten, Hardcover mit zahlreichen<br />
Bildern, 19,6 x 25,4 cm<br />
32 EUR, ISBN: 978-3-9504970-5-2<br />
Foto: Dorlingkindersley<br />
Elegante Barbecue-Kultur<br />
Heiko Antoniewicz und<br />
Ludwig Maurer zeigen<br />
in innovativen Gerichten<br />
vom Grill wie elegant die<br />
Outdoor-Küche sein kann.<br />
In dem Kochbuch „Fine Dining<br />
Grill & BBQ“ treffen informative<br />
Texte auf überraschende<br />
Rezepte.<br />
www.dorlingkindersley.de<br />
ISBN 978-3-98541-059-0<br />
August 20<strong>22</strong><br />
240 Seiten, 247 x 295 mm, fester<br />
Einband (mit Lesebändchen)<br />
Mit farbigen Fotos<br />
Foto: Brandstätter Verlag<br />
Karibisches Lebensgefühl<br />
In GOOD LIME teilt Beni<br />
Tonka seine Geschichte<br />
zwischen Südhessen und<br />
der Karibik. Dieses Kochund<br />
Lesebuch vereint die<br />
besten vegetarischen Rezepte<br />
seiner deutschen<br />
Großmutter und seiner<br />
neuen karibischen Heimat.<br />
www.brandstaetterverlag.<br />
com<br />
ISBN: 978-3-7106-0633-5<br />
Format: 19 x 24 cm<br />
Seiten: 208<br />
Einband: Hardcover<br />
32 Euro<br />
Foto: (c) Penguin Random House Verlagsgruppe<br />
Japanisch-europäische<br />
Imbiss-Bar<br />
Tim Anderson bringt mit „IZA-<br />
KAYA“ sein drittes Kochbuch<br />
im Südwest Verlag heraus. Der<br />
Koch widmet sich hier der japanischen<br />
Izakaya – einer Fusion<br />
aus Bar und Imbiss. Die Rezepten<br />
sind japanisch-europäisch<br />
interpretiert und kommen mit<br />
nur wenigen Zutaten aus.<br />
www.penguinrandomhouse.de<br />
Südwest<br />
978-3-517-10143-9<br />
32,00 € (D), 32,90 € (A), CHF 43,90*<br />
HC, null, 240 Seiten<br />
ET: 24.08.20<strong>22</strong><br />
Foto: DKVerlag<br />
Alles in Einem<br />
Jamie Olivers neues<br />
Kochbuch „ONE“ ist<br />
mit mehr als 120 Gerichten<br />
gefüllt, die den Geldbeutel<br />
schonen und für<br />
jede Gelegenheit passen.<br />
Sie alle werden in einem<br />
Kochtopf zubereitet – One<br />
Pot eben.<br />
www.dorlingkindersley.de<br />
ISBN 978-3-8310-4579-2<br />
September 20<strong>22</strong><br />
312 Seiten, 189 x 246 mm, fester<br />
Einband
9/20<strong>22</strong><br />
PERSONELLES 129<br />
Foto: David Johansson<br />
Neuer Restaurant-Manager im<br />
Astoria Resort Seefeld<br />
Christopher Ulrich Gurschler (23) ist seit wenigen Wochen<br />
Restaurant Manager in Elisabeth Gürtlers Astoria<br />
Resort Seefeld. Der junge Ötztaler hat die Höhere Lehranstalt<br />
für Tourismus in<br />
Zell am Ziller absolviert,<br />
war bereits mit 16 Jahren<br />
Jung-Sommelier und besuchte<br />
die European Bartender<br />
School in London.<br />
Erfahrung sammelte er<br />
im Ritz-Carlton Toronto/Kanada,<br />
im Fünf-Sterne-Resort<br />
Forsthofgut<br />
in Leogang und zuletzt<br />
im Woods Kitchen & Bar<br />
Seefeld.<br />
Patricia Strampfer wird neue<br />
ÖW-Pressesprecherin<br />
P<br />
atricia Strampfer übernimmt mit 1. Oktober 20<strong>22</strong> als<br />
Unternehmenssprecherin die Leitung der Unternehmenskommunikation<br />
der Österreich Werbung. Sie folgt<br />
Claudia Riebler nach, die<br />
<strong>das</strong> Unternehmen auf eigenen<br />
Wunsch verlassen<br />
hat. Patricia Strampfer<br />
(49) war zuletzt als Head<br />
of Corporate Communication<br />
für die gesamte<br />
Unternehmenskommunikation<br />
der Allianz Gruppe<br />
in Österreich verantwortlich.<br />
Davor war sie 14 Jahre<br />
lang Pressesprecherin<br />
bei Austrian Airlines.<br />
Foto: Fotostudio Schreiner<br />
WIR GEBEN<br />
KINDERN<br />
WIEDER<br />
EIN ZUHAUSE<br />
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130 VORSCHAU ADVERTORIAL<br />
& IMPRESSUM<br />
9/20<strong>22</strong><br />
Das erwartet Sie in der nächsten Ausgabe:<br />
26. 9. 6. 10.<br />
Anzeigenschluss<br />
Erscheinungstermin<br />
Food Getränke Nonfood<br />
• Herbstkulinarik &<br />
Wild<br />
• Suppen & Eintöpfe<br />
• Knödel-Vielfalt<br />
• Ethno-Food:<br />
Südtiroler Küche<br />
• Pils<br />
• Liköre<br />
• Punsch<br />
• Spirituosen:<br />
Miniaturen<br />
• Kaffee & Tee<br />
HOTEL-Spezial<br />
• Verpackungsspezial<br />
• Küchentechnik:<br />
Die Küche der Zukunft<br />
• Gemeinschaftsverpflegung<br />
• Ambiente &<br />
Tischkultur<br />
Tourismus/<br />
Hotellerie<br />
• Architekturschwerpunkt<br />
• Wohin geht der<br />
Tourismus?<br />
• Erwachsenenhotels<br />
• Einrichtung &<br />
Raumkonzepte<br />
Button-Legende<br />
In jeder Ausgabe des <strong>GASTRO</strong>-Magazins finden sich Buttons bei manchen Geschichten. Sie sollen auf folgende Inhalte hinweisen:<br />
impressum<br />
GREEN<br />
FUTURE<br />
Stories, die unter<br />
anderem<br />
Nachhaltigkeit zum<br />
Inhalt haben.<br />
WIRTSHAUS-<br />
KULTUR<br />
Portraits, welche die<br />
Wirtshauskultur in<br />
Österreich<br />
repräsentieren.<br />
ETHNO<br />
FOOD<br />
Die Küchen<br />
der Welt.<br />
SÜD<br />
TIROL<br />
› Herausgeber: Kurt Heinz & Michael Heinz › Geschäftsführung: Kurt Heinz, Tel. +43 (0)664/751 026 29, k.heinz@gastroverlag.at;<br />
Michael HEINZ, Tel. +43 (0)664/521 69 36, m.heinz@gastroverlag.at, › Medieninhaber: H1 Medien & Gastro Verlag GmbH, UID-Nr.:<br />
ATU 41834306 › Anzeigenleitung: Peter Bubenicek, Tel. +43 (0)1/4798430-15, bubenicek@gastroverlag.at › Anschrift: 1180 Wien,<br />
Gersthofer Straße 87/1, Tel. +43 (0)1/479 84 30, Fax +43 (0)1/479 84 30-16, gastro@gastroverlag.at, www.gastroverlag.at, www.gastro.at<br />
› Chefredakteur: Kurt Heinz › Chef vom Dienst: Michael Heinz › Redaktionsleitung: Petra Pachler, Tel. +43 (0)1/479 84 30-20,<br />
pachler@gastroverlag.at › Redaktion/Leitung Online: Mag. Clemens Kriegelstein, Tel. +43 (0)1/479 84 30-14, kriegelstein@gastroverlag.at<br />
› Redaktion: Magdalena Mayr, Tel. 43 (0)1/479 84 30-<strong>22</strong> › Freie Mitarbeiter: Mag. Andrea Jungwirth, Katrin Schedler<br />
BA, Stefan Köstenbauer › Kolumnisten: Anka Kleebinder, Conrad Seidl, Wolfgang Zmugg, Franz Grünwald, Thomas Reisenzahn,<br />
Helmut Hutterer, Peter Fiedler › Lektorat: Katrin Schedler › Redaktionssekretariat: Andreas Sourcé, Tel. +43 (0)1/479 84 30-18,<br />
source@gastroverlag.at › Layoutkonzept & Grafik: Georg Bock, office@derbock.at, Tel. +43 (0)699/191 303 42 ›<br />
Online-Grafik: Josef Rozsnyai, Tel. +43 (0)1/479 84 30-12, rozsnyai@gastroverlag.at › Gültige Anzeigenpreisliste:<br />
Nr. 26 vom 1. 1. 20<strong>22</strong> › Druck: Ferdinand Berger & Söhne Ges.m.b.H. › Erscheinungsweise: monatlich › Bezugspreis:<br />
jährlich EURO 55,– (inkl. 10 Prozent MwSt. + Porto). Abo-Konto: Volksbank IBAN AT73 4300 0428 6147 8008 ›<br />
Unternehmensgegenstand: Die Herausgabe, die Herstellung und der Vertrieb von Druckschriften aller Art.<br />
Erklärung über die grundlegende Richtung: Unabhängiges Magazin für die öster reichische Gastronomie und<br />
202021021<br />
Hotellerie. › Verlagspostamt: 1180 Wien, Postgebühr bar bezahlt. Teilweiser oder gesamter Nachdruck bedarf<br />
der Zustimmung des Verlags. Für unverlangt eingesandte Manuskripte und Fotos wird keine Gewähr übernommen.<br />
Namentlich gekennzeichnete Kommentare geben die persönliche Meinung des Autors wieder und<br />
müssen nicht mit der Meinung der Redaktion übereinstimmen. Druckauflage im<br />
Jahr 20<strong>22</strong>: 35.200, verbreitete Auflage im Jahr 20<strong>22</strong>: 34.509<br />
Alle verwendeten geschlechtsspezifischen Formulierungen meinen<br />
die weibliche und die männliche Form.<br />
Druckauflage 30.624<br />
Verbreitete Auflage<br />
1. Halbjahr 2021 30.540<br />
Foto: Josef Rozsnyai
05.–09. NOV<br />
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