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VerbandsNachrichten 3 I 2022

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VerbandsNachrichten

03 | 2022

Interview mit drei

Verbandspräsidenten

Rückblicke und

Standortbestimmungen der

Ehrenpräsidenten Schmitz

und Elster sowie von

Präsident Hagemeister

Sommerfest mit

Liveband und DJ

Summer, Sound und

Streetfood

Kontoabfragen

1,14 Mio Abrufe insgesamt

in 2021


VerbandsNachrichten 3 I 2022 // Aus dem Verbandsleben

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VerbandsNachrichten 3 I 2022 // Editorial

// Editorial

Präsident

StB/WP Dipl.-Kfm. Gero Hagemeister, Bonn

Liebe Kolleginnen und Kollegen,

sehr geehrte Damen und Herren,

die Sommerferien haben Sie hoffentlich

zu etwas Erholung für sich und Ihre Angehörigen

sowie Mitarbeiter nutzen können.

Unser Sommerfest, das in diesem Jahr

grundlegend umgestaltet worden ist, bot

uns bei angenehm warmen Temperaturen

und Live-Musik einer bekannten Kölner

Mundart-Band noch einmal die Gelegenheit

zum Feiern und zu lockeren Gesprächen

mit Kollegen und Kolleginnen in entspannter

Atmosphäre. Der Rekordbesuch

von über 330 Besuchern, die mitgemacht

und heftig mitgefeiert haben, zeigt uns,

dass wir diesen Weg weiter gehen sollten.

Wir schauen als Berufsverband zurück auf

75 Jahre des Berufsstandes und des Verbandes.

In den letzten dreißig Jahren hat

unser Berufsstand einen ungeahnten Aufschwung

erlebt. Für den Verband ist das

verbunden mit 16 Jahren Präsidentschaft

unter Ehrenpräsident Helmut Schmitz und

fast 13 Jahren unter Ehrenpräsident Harald

Elster. Lesen Sie in dieser Ausgabe unseres

Verbandsmagazins, wie Helmut Schmitz

und Harald Elster im Interview mit Antonie

Schweitzer und mir die Entwicklung

des Berufsstandes und des Verbandes

rückblickend beurteilen und wie sie die

gegenwärtige und zukünftige Situation

einschätzen.

Durch eine intensivierte Mitgliederwerbung,

das deutlich erweiterte Angebot

zur Fort- und Weiterbildung sowie die

hervorragende Öffentlichkeitsarbeit des

Verbandes, wofür vor allem der gesamten

Geschäftsstelle zu danken ist, konnte die

Mitgliederzahl des Verbandes zwischen

1992 und 2008 von 1.600 auf über 3.000

gesteigert werden. Ungeachtet unseres

unermüdlichen Kampfes um ein einfacheres

und transparenteres Steuerrecht sowie

eine insgesamt bessere Steuerrechtskultur

ist es bedauerlicherweise systematisch

durchgehend schlechter geworden. Der

Berufsstand sieht sich nicht nur zunehmender

Regulierungsdichte, sondern nun

auch noch eines irrationalen Drucks aus

Brüssel auf seine Vorbehaltsaufgaben ausgesetzt.

Dass nichts besser werden kann,

wenn geringer qualifizierte Dienstleister,

die nicht die „Meisterprüfung unseres

Berufsstandes“ – das anerkannte Steuerberaterexamen

– abgelegt haben, berechtigt

wären, diese Aufgaben zu erledigen,

müssen wir den Verantwortlichen in Brüssel

leider immer wieder neu verständlich

machen. Immerhin ist der Politik in den

vergangenen Jahren bewusst geworden,

dass der Berufsstand systemrelevant ist,

weil er uns Berufsträger zur Lösung aller

möglichen, zum Teil selbst verursachten

Probleme unabdingbar benötigt.

Ohne die beständige disziplinierte Facharbeit

aller Kolleginnen und Kollegen, aber

vor allem auch ohne den stetigen Einsatz

der Steuerberaterverbände, unter denen

der Kölner Verband bundesweit immer eine

prägende und einflussreiche Rolle gespielt

hat, hätte der Berufsstand nicht diese

Wertschätzung in Politik und Gesellschaft

erreicht, die er aktuell besitzt. Lassen Sie

uns gemeinsam daran arbeiten, dass dieser

Status auch in der Zukunft erhalten bleibt.

Am 16. November werden wir unser

75-jähriges Bestehen gebührend mit

einem großen Fest in der Kölner Flora

feiern. Eine Gesprächsrunde mit renommierten

Fachleuten wird dabei zu gegenwärtigen,

zukünftigen und vergangenen

steuer- und berufspolitischen Themen

diskutieren. Bei dieser Gelegenheit werden

wir auch eine wissenschaftliche Festschrift

zu Ehren des Verbandsjubiläums,

an der sich 35 namhafte Autoren beteiligt

haben, präsentieren können. Ich lade Sie

alle bereits jetzt herzlich ein, sich diesen

Termin vorzumerken und möglichst zahlreich

am Jubiläum unseres Steuerberater-

Verbandes teilzunehmen.

Mit freundlichen, kollegialen Grüßen

StB/WP Gero Hagemeister

- Präsident -

3


VerbandsNachrichten 3 I 2022 // Inhalt

// Inhalt

7

Editorial

Aus dem Verbandsleben

Wichtige Termine

26

27

Fachkräftemangel bei 72 % der rechts- und

steuerberatenden Berufe

Warum eine Arbeitgebermarke jetzt noch

wichtiger wird?

8

Interview mit drei Präsidenten:

Helmut Schmitz, Harald Elster und Gero Hagemeister

30

Der Arbeitskreis „Unternehmensnachfolge“

stellt sich vor

31

Kanzleiportrait

32

Bethmann Bank: Stütze für den Mittelstand

34

Aktivitäten und geplante Termine der Bezirke und

Arbeitskreise

36

Kontoabrufe erreichen Rekordhöhe

Aus der Arbeit von DStV und DStI

8

38

Deutscher Steuerberatertag hybrid: live in Dresden

vom 09. bis 11.10.2022 sowie online

40

Mitgliederversammlungen DStV und DStI

12

75 Jahre Steuerberater-Verband Köln: eine stetige

Erfolgsgeschichte

41

43

DStV-Präsident Lüth unterwegs

1. Fachberatertag in Köln – Expertise meets Networking

16

75 Jahre Steuerberater-Verband Köln: Feier am

16.11. in der Flora

43

Keine Aufweichung der Regeln zur Geschäftsführung

bei Berufsausübungsgesellschaften

16

Das Sommerfest 2022 – Summer, Sound und

Streetfood

44

44

Impulse für ein elektronisches Rechnungssystem

Kritik an geplanten Änderungen bei Cloud-Kassen

45

DStV als Diskutant beim BDI-Webtalk zur

Beschleunigung der Betriebsprüfung

46

Kritik an der geplanten Modernisierung der

Außenprüfung

47

DStV-News 09/2022

47

Eingaben und Stellungnahmen

16

20

Pressearbeit im zweiten Quartal 2022

24

Social Media Kanäle des Verbandes

24

Golfmeisterschaften NRW

25

Die Rügener Steuerfachtage 2022 in Präsenz und

bei allerbestem Wetter

25

4


VerbandsNachrichten 3 I 2022 // Inhalt

Sonstige Berufsorganisationen

Europa

48

DATEV – Positive Bilanz in der Krise

59

DStV weiterhin im EFAA-Vorstand vertreten

51

DATEV-Aufsichtsratswahl

60

Einigung im EU-Rat über Anti-Geldwäsche-Behörde

52

Freiberuflerstatistik: erstmals mehr als

4 Mio. Beschäftigte

60

E-Invoicing - Brüsseler Steuersymposium der

German Tax Advisers

61

Umfassender Rechtsrahmen für Kryptowerte

vereinbart

Vermischtes

62

Tax on the Beach

Aus der Finanzverwaltung

48

63

Behördenverzeichnisse

54

54

56

Aktuelles Steuer- und Beihilfenrecht

Entwurf eines JStG 2022

Neue Vergütungsregeln zur Grundsteuererklärung

in Kraft

Coronahilfen: Erleichterung bei den Fristen zur

Schlussabrechnung

64

65

66

67

67

Personalia

Veränderungen

30-jähriges Dienstjubiläum Ramona Schmitz

Jubilare (16.05.2022 – 15.08.2022)

Neue Mitglieder (16.05.2022 – 15.08.2022)

Boulevard

58

58

58

Prüfungswesen

Neuwahl Arbeitskreis Prüfende Berufe

WPK-Beiratwahlen: Erfolg der Dörschell-Liste

Stellungnahme zu IDW Prüfungsstandars

68

68

Informatives

Ausblick auf Heft 4 I 2022

Buchtipp: Erfolgreich selbstständig – richtige

Rechtsform und notwendiges Steuerwissen

58 68

5


VerbandsNachrichten 3 I 2022 // Aus dem Verbandsleben

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PRAKTIKER-SEMINARE 09 | 2022 – 06 | 2023

Werden auch Sie Fortbildungs-Abonnent!

Die Seminarreihe „Praktiker“ ist der wichtigste Baustein im Jahresprogramm der Akademie. Das Konzept

stimmt: an zehn Orten und an einem bestimmten Tag im Monat besteht die Möglichkeit, sich mit kurzen Anfahrtszeiten

in der Nähe des Praxisortes oder online über neueste Entwicklungen in Gesetzgebung, Rechtsprechung

und Verwaltung zu informieren. Zu jedem der zehn Termine erhalten die Teilnehmer selbstverständlich

ein umfangreiches Skript und den Zugang zum modernen Online-Modul. Seit dem Jahr 2021 sind

die Praktiker über die neuen Abo-Pakete Lokal, Digital (auch mit Live-Termin) und Premium buchbar.

Paket DIGITAL

Dieses Paket umfasst die zeit- und

ortsunabhängige Nutzung des

ONLINE-MODULS sowie ein

Live-Termin pro Monat.

Paket LOKAL

Dieses Paket umfasst zehn

klassische Präsenztermine an

Ihrem Lieblingsort in unserem

Verbandsbezirk.

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der Praktiker DIGITAL und

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Bandbreite. Sie können so flexibel

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*Für 6 Mitglieder des Steuerberater-Verbandes Köln e.V., die nach dem 01.07.2020 zugelassen wurden, ermäßigen sich die Gebühren pro Paket jeweils um 150,00 €.


VerbandsNachrichten 3 I 2022 // Aus dem Verbandsleben

Aus dem Verbandsleben

// Wichtige Termine

09. – 11. Oktober 2022

Deutscher Steuerberatertag 2022

Die Tagung wird im Internationalen Congress Center

Dresden sowie hybrid online stattfinden.

www.steuerberatertag.de

Am Vorabend findet wieder der Kölner Abend statt. Alle

Teilnehmer des Steuerberatertages aus unserer Region

werden nach Schloss Albrechtsberg eingeladen. Für

einen Transfer wird gesorgt.

19. Oktober 2022

Mitgliederversammlung 2022

im Schulungszentrum der Akademie für Steuer-

und Wirtschaftsrecht, Köln

16. November 2022

Jubiläumsveranstaltung „75 Jahre“ des Steuerberater-Verbandes e.V. Köln

in der Flora, Köln

Weitere Einzelheiten werden mit gesonderten Einladungen bekannt gegeben.

Bitte merken Sie sich die Termine bereits jetzt vor.

7


VerbandsNachrichten 3 I 2022 // Aus dem Verbandsleben

// Interview mit drei Präsidenten:

Helmut Schmitz, Harald Elster und Gero Hagemeister

StB Helmut Schmitz war 16 Jahre

lang, von 1992 bis 2008, Präsident

des Steuerberater-Verbandes e.V.

Köln und wurde 2008 zum Ehrenpräsidenten

ernannt. Verbandsmitglied ist

er allerdings bereits seit 1971 und wurde

1984 – als Vorsitzender des Bezirks Aachen

– auch Vorstandsmitglied. Von 1993

bis 1997 bekleidete er das Amt des Vizepräsidenten

im Deutschen Steuerberaterinstitut

und von 1997 bis 2009 die Ämter

des Vizepräsidenten und Schatzmeisters

im Deutschen Steuerberaterverband und

DStI; 2002 zogen DStV und DStI nach Berlin.

StB/WP Harald Elster, der 1978 in den

Verband eintrat, war von 2008 bis 2021

Präsident des Steuerberater-Verbandes

Köln und zuvor seit 2000 Vizepräsident.

2013 wurde er einstimmig zum Präsidenten

des DStV gewählt, nachdem er bereits

seit 2009 Vizepräsident und Schatzmeister

war. 2017 wurde er für weitere vier

Jahre in diesem Amt bestätigt.

StB/WP Dipl.-Kfm. Gero Hagemeister ist

seit 2000 Mitglied des Steuerberater-

Verbandes Köln, seit 2008 im Vorstand

aktiv und seit 2016 Vizepräsident. 2021

wurde er zum Verbandspräsidenten gewählt

und im gleichen Monat auch zum

Vizepräsidenten des DStV.

Antonie Schweitzer: Was waren die

Meilensteine Ihrer Zeit als

Verbandspräsident?

Helmut Schmitz: Meilensteine waren die

Errichtung des Schulungszentrums der

Akademie mit vielfältigen Fortbildungsmöglichkeiten

und die Einrichtung der

Steuerrechtsabteilung. Mit Herrn Dr. Bachem

und Herrn Josef Eich, dem früheren

Abteilungsdirektor bei der OFD Köln, war

sie von Beginn an top besetzt.

Der Lehrgang zur Vorbereitung auf die

Steuerberaterprüfung wurde wiedereingeführt

– mit hoher Erfolgsquote! Die Rügener

Steuerfachtage wurden ins Leben gerufen

und die Porzer Kirmes fand erstmals statt.

Die Steuerabteilung der neuen Oberfinanzdirektion

blieb auch durch unseren Einsatz

in Köln, und der Deutsche Steuerberaterverband

zog von Bonn nach Berlin um.

Was ich bedauere ist, dass damals die Zusammenführung

des Vereins der Steuerberater,

Wirtschaftsprüfer und vereidigten

Buchprüfer und unseres Verbandes nicht

gelungen ist. Die Initiative ging damals

vom Verein aus, die Verträge waren unterschriftsreif;

dann verweigerte die Mitgliederversammlung

des Vereins überraschend

die Zustimmung. Heute ist der Kölner Verein

Geschichte.

Harald Elster: Meilensteine waren für mich

vor allem die Neujahrsempfänge und die

Verbandstage als wichtige Veranstaltungen

in NRW. Für viele Gastredner war es eine

Ehre, dort aufzutreten. Im Laufe der Jahre

wurden immer mehr Gäste aus der Gesellschaft,

zuletzt der Präsident des Deutschen

Bundestages a.D., Prof. Dr. Norbert Lammert,

erreicht.

Innerhalb des Verbandes war es die Schaffung

neuer Arbeitskreise zur fachlichen Unterstützung

des Berufsstandes. Wichtig war

auch die Ausweitung der Fortbildungsveranstaltungen

des Verbandes und der Akademie

mit Themen, die außerhalb des Kerngeschäfts

in den Kanzleien liegen. Weiterhin

konnte erreicht werden, dass der steuerberatende

Beruf nicht mehr als verlängerter

Arm der Finanzverwaltung begriffen wird.

Gero Hagemeister: Für mich kommt es

ganz wesentlich darauf an, an den Erfolgen

und bewährten Strukturen unseres Verbandes,

die meine beiden Vorgänger begründet

haben, anzuknüpfen und den Verband

behutsam aber gleichwohl nachhaltig zu

modernisieren und weiter als ernstzunehmende

und einflussreiche Stimme des

Berufsstands auszubauen.

8


VerbandsNachrichten 3 I 2022 // Aus dem Verbandsleben

Antonie Schweitzer: Welche Entwicklung

hat das Steuerrecht in Ihrer Zeit als

Präsident genommen?

Helmut Schmitz: Seit Anfang der 1990er

Jahre stand die deutsche Finanzpolitik

im Zeichen der deutschen Einheit. Große

Steuerreformen waren kein Thema. Aber

das Bundesverfassungsgericht setzte Akzente

mit seinen Urteilen zu Kinderfreibetrag,

Grundfreibetrag, Besteuerung der

Kapitaleinkünfte, Einheitsbewertung bei

Vermögen- und Erbschaftsteuer und zur

Besteuerung der Alterseinkünfte.

Häufig kam es zu Zeitverzögerungen im

Gesetzgebungsverfahren, und die Qualität

des Steuerrechts, insbesondere des Einkommensteuerrechts,

wie auch die Rechtssicherheit

nahmen ab.

Harald Elster: Den großen Wurf hat es auch

in meiner Zeit als Präsident des Steuerberater-Verbandes

Köln und als Präsident des

DStV nicht gegeben. Es wurden viele kleine

Verbesserungen für Arbeitnehmer beschlossen,

und man versuchte, die Besteuerung

der Unternehmen zu modernisieren

und zu vereinfachen. Die Entscheidungen

der Europäischen Kommission spielten immer

wieder in die nationale Gesetzgebung

herein.

Wichtig ist in diesem Zusammenhang nicht

nur die Entwicklung des Steuerrechts. Aus

Brüssel wurde wiederholt der Versuch

unternommen, die Stellung des steuerberatenden

Berufs in Deutschland aufzuweichen

und andere Berufe in die steuerliche

Tagesarbeit stärker einzubinden. Dem

musste immer wieder argumentativ entgegengetreten

werden.

Antonie Schweitzer: Wie haben sich der

Berufsstand und seine Stellung in der Gesellschaft

seit dieser Zeit verändert?

Helmut Schmitz: Eine Umfrage in 2020

zeigt, dass die Wertschätzung für den Beruf

des Steuerberaters sinkt. Nur bei 36 Prozent

der Befragten hat er ein hohes Ansehen.

Dennoch hat sich der Berufsstand gut entwickelt.

Die Qualität der Beratung hat dank

vielfältiger Fortbildungsmöglichkeiten

zugenommen. Es gibt deutlich mehr Doppelqualifizierte.

Sozietäten sind häufig in

der Lage, Steuer- und Rechtsberatung anzubieten.

Früher waren die Berufsträger

meist „Einzelkämpfer“. Die Bereitschaft

zur professionellen Zusammenarbeit hat

zugenommen.

In den Jahren 1992 bis 2008 wurden ca.

30.000 Steuerberater neu in Deutschland

bestellt. Dies beweist, dass der Beruf trotz

der hohen Zugangshürden attraktiv ist –

und trotz des permanenten Fortbildungsbedarfs

macht er auch viel Freude.

Harald Elster: Der steuerberatende Beruf

lag im Bekanntheitsgrad immer an den

Stellen 27 bis 29. Dies hat sich durch die

Mitwirkungspflicht bei den diversen Überbrückungshilfen

zur Bewältigung der Corona-Pandemie

deutlich verändert.

Daneben wurde in der Gesellschaft deutlich,

dass der Berufsstand eben nicht nur

gegenüber der Finanzverwaltung tätig ist,

sondern viel mehr in der Beratung der Mandanten

und Steuerpflichtigen leistet und

diese in kritischen Existenzfragen begleitet.

Gero Hagemeister: Genau darauf kommt

es auch für mich an. Dass unser Berufsstand

systemrelevant ist, haben die letzten Krisenjahre

ja eindeutig gezeigt. Die Wertschätzung,

die wir von unseren Mandanten

erfahren, muss sich auch im Verhalten

von Politik und Verwaltung uns gegenüber

niederschlagen. Immer mehr zugewiesene

Tätigkeitsfelder und Verantwortlichkeiten

bei gleichzeitig engeren Fristen und bisweilen

äußerst formalistischem und dogmatischem

Verhalten uns gegenüber passen

nicht zusammen.

Antonie Schweitzer: Welchen

besonderen Herausforderungen war

der Berufsstand während Ihrer Zeit als

Präsident ausgesetzt?

Helmut Schmitz: Eine permanente Herausforderung

war der Einsatz für eine bessere

Steuerrechtskultur, für ein transparenteres

und vereinfachtes Steuerrecht. Das Sam-

Ehrenpräsident Helmut Schmitz

melsurium der zum Teil ungeordneten und

unsystematischen Verordnungsänderungen

war in den Praxen ein Ärgernis.

Große Probleme hatten die Kanzleien und

ihre Beschäftigten mit der Einhaltung der

Abgabefristen. Mit viel Engagement haben

die Bezirksvorstände mit den Vorstehern

der Finanzämter um die Fristenregelung

gerungen. Diese war auch in den vom Präsidium

mit der Oberfinanzdirektion geführten

Klimagesprächen eines der zentralen

Themen, die wir mit Beharrlichkeit und

Deutlichkeit verfolgt haben, wohl wissend,

dass wir in unserer Haltung konsequent

sein müssen.

Harald Elster: Die Digitalisierung fordert

sehr viel vom Berufsstand, und es war meine

Aufgabe und die des Steuerberater-Verbandes

Köln, ihn in diesem Prozess vollumfänglich

mitzunehmen. Die Dringlichkeit

der Digitalisierung wurde zum einen durch

fehlende Mitarbeiter, zum anderen durch

die stetig steigende Anzahl von Aufgaben,

die wir für die Mandanten gegenüber der

Finanzverwaltung, den Banken und aus der

wirtschaftlichen Entwicklung heraus übernehmen

mussten, deutlich.

Die Corona-Pandemie hat die Bedeutung

des Berufsstandes für das Allgemeinwohl

sehr deutlich gemacht. Ohne den enormen

Einsatz der Steuerberater wären viele Unternehmen

nicht mehr am Markt vorhanden.

Hierbei spielt die Qualifizierung des

9


VerbandsNachrichten 3 I 2022 // Aus dem Verbandsleben

Berufsstandes in Bezug auf die betriebswirtschaftliche

Beratung eine große Rolle.

Antonie Schweitzer: Herr Schmitz, wie

haben Sie es geschafft, die Anzahl der

Mitglieder von 1.600 auf 3.000

zu steigern?

Helmut Schmitz: In der Tat, diese Steigerung

von fast 90 Prozent ist bemerkenswert.

Wie wir das geschafft haben, kann

ich Ihnen konkret nicht sagen. Wenn ich

es wüsste, könnte ich meinem Nachfolger

nützliche Tipps geben.

Sicherlich hat die hervorragende Öffentlichkeitsarbeit

der Geschäftsstelle dazu beigetragen.

Die Mitgliederwerbung wurde

intensiviert und das Angebot zur Fort- und

Weiterbildung deutlich erweitert.

Der Slogan des Steuerberater-Verbandes

Köln – „jung – dynamisch – zukunftsorientiert“

– zeigte offensichtlich Wirkung. Er

wurde in den betreffenden Jahren eine

„Marke“ und von den Kollegen sehr positiv

wahrgenommen.

Antonie Schweitzer: Herr Elster, Sie sind

Inhaber einer Kanzlei in Reichshof und

Lüdenscheid. Wie haben Sie die

zusätzliche Arbeitsbelastung in Ihrer

Doppelfunktion als Präsident des

Steuerberater-Verbandes Köln und des

Deutschen Steuerberater-Verbandes

bewältigt?

Harald Elster: Die Mitarbeiter wie auch die

Berufskollegen haben sehr viel von meiner

Arbeit übernommen. Daneben war der

Samstag ein voller Arbeitstag und auch viele

Sonntage waren ausgelastet. Wenn ich

im Büro war, musste zudem viel in Bezug

auf die Verteilung der Arbeit organisiert

werden.

Antonie Schweitzer: Herr Elster,

welchen Vorteil hatte der Steuerberater-Verband

Köln von Ihrer Tätigkeit als

DStV-Präsident?

Harald Elster: Die wesentlichen Entscheidungen

fallen, was die Gesetzgebung

betrifft, in Berlin und Brüssel. Als DStV-Präsident

ist man sehr nahe an den Entscheidungsträgern

und kann mitgestalten. Die

Organe im Steuerberater-Verband Köln

waren damit immer sehr früh über neue

Entwicklungen informiert.

Antonie Schweitzer: Herr Schmitz, wer

waren für Sie wichtige Wegbegleiter?

Helmut Schmitz: Wichtigster Wegbegleiter

war ohne Zweifel der Hauptgeschäftsführer

des Verbandes, Rechtsanwalt Manfred

Hofstede. Wir haben häufig unsere Gedanken

ausgetauscht und diskutiert, um Entscheidungen

zu treffen, die wegweisend

für den Verband waren. Auf die Meinungen

der Präsidiumskollegen Franz-Josef Wilden

und Helmuth Vianden habe ich großen

Wert gelegt. In den letzten Jahren meiner

Amtszeit war Harald Elster ein wichtiger

Ansprechpartner.

Auf Bundesebene ist der langjährige Präsident

des Deutschen Steuerberaterverbandes,

Jürgen Pinne, zu nennen. Er war mein

Freund und enger Vertrauter. Wir konnten

uns aufeinander verlassen.

Insgesamt muss ich rückblickend dankbar

feststellen, dass alle Präsidiums- und Vorstandsmitglieder

in den 16 Jahren meiner

Präsidentschaft respektvoll miteinander

umgegangen sind und zielorientiert für

den Verband gewirkt haben. Auf die Mitarbeiter

der Geschäftsstelle konnte ich

mich zu 100 Prozent verlassen. Sie waren

alle mit Herzblut bei der Sache und hatten

großen Anteil an der positiven Entwicklung

des Verbandes.

Antonie Schweitzer: Herr Elster, Sie

haben während Ihrer Amtszeit ein

enormes – regionales wie überregionales

– Netzwerk geknüpft. Wer waren Ihre

wichtigsten Wegbegleiter?

Harald Elster: Neben den politischen Wegbegleitern

in Düsseldorf und Berlin/Brüssel

waren die Vertreter der Finanzverwaltung

in NRW, die Finanzgerichtsbarkeit in Köln,

Düsseldorf und Münster sehr wichtig, um

das eigene Wissen, die Vertretung gegen-

Ehrenpräsident Harald Elster

über dem Berufsstand zu schärfen. Daneben

waren die intensiven Kontakte zu HDI,

den Banken, den Industrie- und Handelssowie

den Handwerkskammern von entscheidender

Bedeutung für die Wahrnehmung

des Steuerberater-Verbandes Köln

wie auch des Berufsstandes auf überregionaler

Ebene. Wir werden wahrgenommen

und haben ein großes Gewicht mit unseren

Aussagen und Aktivitäten.

Antonie Schweitzer: Was sind Ihrer

Ansicht nach die wichtigen Ziele für die

Zukunft?

Helmut Schmitz: Eine große Herausforderung

ist der Fachkräftemangel. Um ihn zu

bewältigen, müssen die Kanzleiinhaber die

Arbeitsplätze attraktiv gestalten und eine

positive Arbeitgebermarke aufbauen. Das

Gehalt ist ein deutliches Argument.

Es wird immer wieder die Ansicht vertreten,

dass die deutschen berufsrechtlichen

Zulassungsvoraussetzungen nicht mit EU-

Recht vereinbar seien. Eine Öffnung des

deutschen Steuerberatermarktes für ausländische

Berater sehe ich mit Sorge. Die in

Deutschland ohne Zweifel vorhandene Beratungsqualität

darf nicht verloren gehen.

Der Ruf nach Bürokratieabbau und nach

vereinfachtem, praktikablerem Steuerrecht

muss auch in Zukunft deutlich zu

hören sein. Die Anerkennung der Berufsausübungsgesellschaft

als zentrale Organi-

10


VerbandsNachrichten 3 I 2022 // Aus dem Verbandsleben

Präsident Gero Hagemeister

sationsform ab 01.08.2022 kommt den Bedürfnissen

der Praxis entgegen. Die Regeln

zur Geschäftsführung dieser Gesellschaften

im Steuerberatungsgesetz dürfen jedoch

nicht aufgeweicht werden. Mindestens ein

Steuerberater als Berufsangehöriger muss

zwingend Teil der Geschäftsführung sein.

Harald Elster: Es muss erreicht werden,

dass der steuerberatende Beruf seine Vorbehaltsaufgaben

vollumfänglich behält

und in der Gesellschaft seine besondere

Leistung für das Gemeinwohl wahrgenommen

wird. Sein Tätigkeitsfeld für Mandanten

und Steuerpflichtige muss ständig verdeutlicht

werden.

Der Beruf des Steuerberaters ist für junge

Menschen attraktiv und zukunftsfest, auch

dieses muss deutlich gemacht werden.

Wir müssen auch deutlich machen, dass

der steuerberatende Beruf voll digital

unterwegs ist. Dadurch sind die Arbeitsbedingungen

für Berufseinsteiger optimal.

Darüber hinaus besteht von Anfang

an ein enger Kontakt zu den Mandanten.

Weiterhin muss erreicht werden, dass die

Qualifizierung der Steuerfachangestellten

wie auch des Berufsstandes ständig an die

praktischen Gegebenheiten einer digitalen

Arbeitswelt angepasst werden. Die Sorge

ist, dass wegen des fehlenden Personals

die Politik Arbeitsgebiete auf weniger qualifizierte

Gruppen verteilt.

Gero Hagemeister: Unser Berufsstand war

schon immer ein Treiber effizienter Prozesse.

Die visionäre Vorreiterrolle belegt

eindrucksvoll die Gründung der DATEV im

Jahre 1966, mit der wir bereits digitale Lösungen

im Berufsstand angestoßen haben.

In der Folgezeit hat sich unser Berufsstand

kontinuierlich hin zu einem umfassenden

Berater in finanzwirtschaftlichen Fragen

entwickelt. Darüber hinaus hat die hohe

Vertrauenswürdigkeit und auch die soziale

und kommunikative Kompetenz, die insbesondere

auch bei der Betreuung von natürlichen

Personen und Unternehmen gefordert

ist, zu unserer festen Verankerung im

deutschen Mittelstand beigetragen.

Natürlich steht jede Generation vor ihren

eigenen Herausforderungen. Für uns bedeutet

dies aktuell, dem Fachkräftemangel,

schwierigen Praxisnachfolgen sowie

Herausforderungen aus der Digitalisierung

und Internationalisierung erfolgreich zu

begegnen. Auch sind die Folgen der aktuellen

globalen Verwerfungen noch gar nicht

abzusehen. Die überbordende Regulierung

im deutschen Steuerrecht, die eine angemessene

und ökonomisch sinnvolle Beratung

häufig erschwert, ist dabei eindeutig

ein schwerer Hemmschuh. Zunehmende

Komplexität und der Versuch, jeden politisch

gewollten Einzelfall gesetzlich oder

im Verwaltungswege regeln zu wollen,

wird weiter scheitern.

Antonie Schweitzer: Welche

Maßnahmen halten Sie, Herr

Hagemeister, für geeignet, um die

Mitglieder an den Verband zu binden

und neue Mitglieder zu gewinnen?

Gero Hagemeister: Verband und Geschäftsstelle

sind aktuell zweifelsohne

gut aufgestellt. Das vielseitige Angebot,

das seit Corona auf digitalem Wege auch

ohne räumliche Schranken zur Verfügung

steht und von zahlreichen Wettbewerbern

ausgebaut wird, ist dabei nur eine der Herausforderungen.

Ich bin überzeugt, dass

örtliche Nähe, die unsere Bezirke bieten,

Erfahrungsaustausch, Zusammenarbeit

und auch Aufgabenteilung fördern können.

Eindrucksvoll konnten wir kollegiale

Hilfen vor Ort während der Flutkatastrophe

erleben. Daneben bieten die Arbeitskreise,

die die gesamte Fläche unseres Verbandes

abdecken, eine fachlich spezialisierte Austauschplattform

bei konkreten Beratungsthemen

an.

Wenn es uns nun gelingt, die begonnene

Modernisierung in Ansprache und

Programmgestaltung erfolgreich fortzuführen,

werden wir auch den Berufsnachwuchs

vom Vorteil an und gleichzeitig von

der Freude durch aktive Verbandsarbeit

überzeugen können. Eventuellen Anpassungsbedarf

werden wir – wie in der

Vergangenheit auch – ergebnisorientiert

und zügig anpacken, Maßnahmen und

Entwicklungen selbstkritisch hinterfragen

und erforderlichenfalls umsteuern. Dann

wird unser Steuerberater-Verband Köln

zukünftig seine wichtige Bedeutung in

unserer Region und in der bundesweiten

Verbändegemeinschaft im Sinne der Kollegenschaft

erhalten.


11


VerbandsNachrichten 3 I 2022 // Aus dem Verbandsleben

// 75 Jahre Steuerberater-Verband Köln: eine stetige Erfolgsgeschichte

der Akademie im Jahresdurchschnitt,

so konnte diese Zahl bis heute auf über

40.000 gesteigert werden.

Geschäftsstelle Weißhausstraße in Köln-Klettenberg

Der Erfolg der Akademie geht mit einem

stetigen Anstieg der Mitgliederzahlen

des Verbandes einher. Mit Beitrittserklärung

vom 30. März 1984 tritt Steuerberater

Johannes Reintges aus Ruppichteroth

dem Verband als 1.000es Mitglied

bei. Am 12. Januar 1985 wird eine neue

Tradition begründet: der Neujahrsempfang

des Steuerberater-Verbandes Köln.

Er wird schnell zu einem wichtigen Teil

der Öffentlichkeitsarbeit und steigert das

Renommée des Verbandes nachhaltig.

Unser Rückblick auf die Jahre

1947 bis 1978 in VN 2 | 2022

endete mit der Gründung der

Akademie für Steuer- und Wirtschaftsrecht

des Steuerberater-Verbandes

Köln GmbH im Mai 1978. Unter der

Studienleitung von Gustav Wrenger und

der Geschäftsführung von Manfred Hofstede

entwickelt sich die Akademie zum

führenden Anbieter von Fortbildungsveranstaltungen

für den Berufsstand

und seine Mitglieder im Kölner Raum.

Besuchten in der Gründungsphase ca.

1.500 Teilnehmer die Veranstaltungen

Der Mauerfall am 09. November 1989 und

die Einführung der DM in der ehemaligen

DDR am 01. Juni 1990 verändern ganz

Deutschland. Der Steuerberater-Verband

Köln geht eine Partnerschaft mit dem im

Februar 1990 in Dresden gegründeten

Steuerberaterverband Sachsen ein. Bis

/ Zeitgeschichte

1978

Gründung der Akademie für

Steuer- und Wirtschaftsrecht

Gründungshaus Steuerberaterverband Sachsen

1990

Partnerschaft mit dem

in Dresden gegründeten

Steuerberaterverband Sachsen

Studienleitung

Gustav Wrenger

Geschäftsführung

Manfred Hofstede

1985

Erster Neujahrsempfang des

Steuerberater-Verbandes e.V. Köln

Fall der Berliner Mauer

12


VerbandsNachrichten 3 I 2022 // Aus dem Verbandsleben

Im Jahr 2001 wird der Bau des Schulungszentrums

der Akademie in Angriff

genommen, das am 03. Mai 2002 feierlich

eingeweiht werden kann. Nach fast

30-jähriger Verantwortung für den Inhalt

des Fortbildungsprogramms von Verband

und Akademie legt Gustav Wrenger zum

31. Dezember 2003 sein Amt aus Altersgründen

nieder. Die Verantwortung für die

Fortbildung geht zum 01. Januar 2004 auf

StB/WP Prof. Dr. Hans-Jürgen Lehwald und

StB Klaus Wittkowski über.

Neujahrsempfang 2016: Bundesfinanzminister und FDP-Parteivorsitzender Christian Lindner,

damals Fraktionsvorsitzender im Landtag NRW, hielt die Gastrede

heute haben diese beiden Verbände ein

enges Verhältnis zueinander.

Am 19. Oktober 1992 verzichtet Präsident

Bauer nach vier Amtsperioden auf eine

Wiederwahl. Die Mitgliederversammlung

wählt Steuerberater Helmut Schmitz aus

Aachen zu seinem Nachfolger. In seiner

außerordentlich erfolgreichen Amtszeit

werden unter anderem 1993 die VerbandsNachrichten

eingeführt, 1995 die

ersten Rügener Steuerfachtage veranstaltet,

1997 die Vorbereitungslehrgänge auf

die Steuerberaterprüfung aufgenommen,

1997 eine Bezirksvorständekonferenz eingeführt,

1999 die BeraterDepesche als neues,

kostenpflichtiges Informationsmedium

entwickelt und die Mitgliederzahl auf über

2.000 gesteigert. 2.000 es Mitglied ist Ute

Jalas aus Köln.

Am 06. Juli 2005 führt der Verband erstmals,

einem vielfachen Wunsch aus der

Kollegenschaft nachkommend, ein Sommerfest

durch. Die Verbandsmitglieder

möchten sich auch einmal außerhalb offizieller

Termine und von Fortbildungsveranstaltungen

treffen. Das Sommerfest in

Form einer „Porzer Kirmes“ findet großen

Anklang. Der erste Mittwoch im Monat Juli

ist seitdem ein festes Datum im Terminkalender

der Verbandsmitglieder. Viele Mitglieder

veranstalten an diesem Tag einen

Betriebsausflug und besuchen das Sommerfest

mit der gesamten Kanzlei.

19. Oktober 1992

Präsident Helmut Schmitz

Studienleitung

StB/WP Prof. Dr. Hans-Jürgen Lehwald

StB Klaus Wittkowski

2002

03. Mai 2002

Einweihung des

Schulungszentrum der Akademie

1993 VerbandsNachrichten

1994 Rügener Steuerfachtage

1997 Vorbereitungslehrgang auf

die Steuerberaterprüfung

1997 Bezirksvorständekonferenz

1999 BeraterDepesche

und die Mitgliederzahl steigt auf

über 2.000 Mitglieder

Schulungszentrum der Akademie

2005

06. Juli 2005

Erstes Sommerfest des Verbandes

in Form einer „Porzer Kirmes“

13


VerbandsNachrichten 3 I 2022 // Aus dem Verbandsleben

Selfkant

Erkelenz

Geilenkirchen

Bergheim

Jülich

Rhein-Erft-Kreis

Aachen

Ausschnitt Aachen

Düren

Brühl

Düren-Jülich

Euskirchen

Schleiden

Euskirchen-Schleiden

Rhein.-Berg.-Kreis

Köln

Köln-Porz

Leverkusen

Bonn

Bonn

Bergisch-

Gladbach

Siegburg

Siegburg

Sankt Augustin

Wipperfürth

Oberberg

Gummersbach

Mit einem wissenschaftlichen Symposium

unter Leitung des Vorsitzenden der Deutschen

steuerjuristischen Gesellschaft,

Prof. Dr. Roman Seer von der Ruhr-Universität

Bochum, feiern fast 500 Mitglieder

des Verbandes am 14. November 2007 den

60. Gründungstag in der Kölner Messe.

Im Jahr 2008 startet der Verband unter dem

Motto „Wir bleiben in der Offensive, damit

Steuerberater gut beraten sind“ in der Kollegenschaft

eine Mobilisierungskampagne.

Dies führt zu einem neuen Mitgliederschub,

so dass am 02. Juli 2008 Steuerberater Sven

Scherer als 3.000es Mitglied begrüßt werden

kann.

Seit dem 01. Januar 2006 ist der Kölner Steuerberater-Verband

nicht mehr der kleinste

Verband in Nordrhein-Westfalen. Er belegt

seitdem den fünften Platz unter den 15 Mitgliedsverbänden

des Deutschen Steuerberaterverbandes,

seinerzeit mit 2.700, heute

mit 3.000 ordentlichen Mitgliedern. Nach

jahrelanger Diskussion gelingt dem Verband

zum 01. Juli 2007 eine Strukturreform

der Bezirke, mit der den Veränderungen in

den Gebietskörperschaften und Finanzamtsbezirken

Rechnung getragen wird.

Am 12. November 2008 verzichtet Präsident

Schmitz, zugleich Schatzmeister des

Deutschen Steuerberaterverbandes, der

seine Geschäftsstelle bereits im Jahr 2002

von Bonn nach Berlin verlegt hatte, nach

vier Amtsperioden auf eine Wiederwahl.

Mit überwältigender Mehrheit wählt die

Mitgliederversammlung StB/WP Harald Elster

aus Reichshof, Vizepräsident seit dem

/ Zeitgeschichte

2008

So kommen sie zum Congress-Zentrum Ost, Congress-Saal, KölnMesse,

Deutz-Mülheimer Straße 30, 50679 Köln

1947 - 2007

"60 Jahre Steuerberater-Verband e.V. Köln"

02. Juli 2008

StB Sven Scherer

3.000es Mitglied des Verbandes

2007

Strukturreform der Bezirke

Von-der-Wettern-Straße 17 - 51149 Köln

Telefon 0 22 03 / 99 30 9 - 7

Telefax 0 22 03 / 99 30 9 - 9

Email: mitglieder@stbverband-koeln.de

Internet: www.stbverband-koeln.de

EINLADUNG

Einladung

„60 Jahre Steuerberater-

Verband e.V. Köln“

Mobilisierungskampagne

„Wir bleiben in der Offensive, damit

Steuerberater gut beraten sind“

2007

14. November 2007

500 Mitglieder des Verbandes feiern am

den 60. Gründungstag in

der Kölner Messe

2006 Fussball-WM in Deutschland Auszug - Imagebroschüre des Verbandes

14


VerbandsNachrichten 3 I 2022 // Aus dem Verbandsleben

Jahr 2000, zu seinem Nachfolger. Am 18.

Juni 2013 wird Harald Elster zugleich zum

Präsidenten des Deutschen Steuerberaterverbandes

gewählt. In seiner außerordentlich

erfolgreichen Amtszeit wird das Netzwerk

des Verbandes ausgeweitet und die

Öffentlichkeitsarbeit wird intensiviert. Die

NRW-Golfmeisterschaften werden eingeführt

und die VerbandsNachrichten modernisiert.

Der steuerberatende Beruf wird als

systemrelevant anerkannt.

Inhaltliche Optimierungen und eine

Qualitätsoffensive führen ab 2014 unter

Studienleiter Wittkowski zu einer weiteren

Neuausrichtung des Vorbereitungslehrgangs

auf die Steuerberaterprüfung

unter den drei Stichworten „Modernste

Lehrmethoden“, „Digitaler Campus“ sowie

„Geld-zurück-Garantie“, was danach

auch auf weitere Bildungsangebote abfärbt.

Mit dem Digitalen Campus entsteht

nicht nur eine Plattform zur Information

und Kommunikation der Teilnehmer und

des Dozententeams untereinander, sondern

auch ein wirkungsvolles Instrument

der permanenten Wissenskontrolle in

Form sogenannter E-Trainings. Durch die

Koppelung von Exzellenz-Programm und

Geld-zurück-Garantie werden die schon

immer weit überdurchschnittlichen Bestehensquoten

der Akademie verfestigt.

Heute bietet die Akademie sämtliche Fortbildungsveranstaltungen

ergänzend auch

online an.

Nach drei Amtsperioden verzichtet Präsident

Elster auf eine Wiederwahl. Am 01.

Juni 2021 wird Dipl.Kfm. StB/WP Gero Hagemeister

zu seinem Nachfolger gewählt.

Die VerbandsNachrichten werden zu einem

modernen Magazin weiterentwickelt. Das

Sommerfest des Verbandes wird umgestaltet

und erlebt mit über 330 Teilnehmern

eine Rekordbesucherzahl.

Der Steuerberater-Verband Köln kann inzwischen

auf eine 75-jährige erfolgreiche

Geschichte zurückblicken. Die berufsständischen

Ziele wurden im Wesentlichen

erreicht. Der Organisationsgrad ist überdurchschnittlich.

Der Verband genießt ein

hohes Ansehen. Er hat es stets verstanden,

sich den wandelnden Erfordernissen anzupassen.

So ist der Steuerberater-Verband

Köln auch nach 75 Jahren jung, dynamisch,

stolz auf das Erreichte und für die Zukunft

bestens gerüstet.


12. November 2008

Präsident

StB/WP Harald Elster

01. April 2017

Hauptgeschäftsführer

Dr. Dominik Scheuerer

01. Juni 2021

Präsident

StB/WP Gero Hagemeister

18.06.2013

StB/WP Harald Elster wird zum

Präsidenten des DStV gewählt

2014

Qualitätsoffensive

Neuausrichtung des Lehrgangs

auf die Steuerberaterprüfung

Sommerfest 2022

Über 330 Teilnehmer besuchen das

umgestaltete Sommerfest

mit Livemusik

2022

Jubiläumsveranstaltung

75 Jahre

Steuerberater-Verband e.V. Köln

15


VerbandsNachrichten 3 I 2022 // Aus dem Verbandsleben

// 75 Jahre Steuerberater-Verband Köln:

Feier am 16.11. in der Flora

Am 16.11.2022 wird der Steuerberater-Verband

Köln sein 75-jähriges Bestehen mit

einem großen Fest in der Kölner Flora feiern.

Eine Gesprächsrunde, live moderiert von der bekannten

Moderatorin Steffi Neu, wird zu gegenwärtigen, zukünftigen

und vergangenen steuerpolitischen Themen

diskutieren. Geplant sind u.a. die Teilnahme von BFH-Präsident

Dr. Thesling, Prof. Dr. Seer von der Ruhr-Universität

Bochum, BdSt-Präsident Holznagel und DStV-Präsident

Lüth sowie eines Vertreters der Finanzverwaltung NRW.

JubiläumsEvent

75 Jahre

in der Flora Köln

Zur Feier des Tages wird eine wissenschaftliche Festschrift

mit Beiträgen von 35 renommierten Autoren

überreicht werden. Diese ist im Stollfuß-Verlag erschienen.

Es konnten zahlreiche Personen aus dem Umfeld

des Verbandes und des Berufsstandes für einen Beitrag

gewonnen werden. •

// Das Sommerfest 2022 – Summer, Sound und Streetfood

Von Antonie Schweitzer

Bombenstimmung in lauschiger

Sommernacht: Unter dem

Motto „Summer, Sound und

Streetfood“ fand nach drei

Jahren coronabedingter Pause wieder

ein – deutlich modernisiertes – Sommerfest

im Außengelände der Akademie statt.

Erstmals nicht als „Porzer Kirmes“ mit

Karussell und Schießbude angekündigt,

dafür aber mit vielen kulinarischen und

musikalischen Genüssen. So spielte die

beliebte Kölner Band Klüngelköpp, vielen

aus dem Karneval bekannt, ein etwa

einstündiges Konzert – zum Schunkeln,

Mitsingen und Tanzen!

Nach einer Vorstandssitzung am Nachmittag

hatte Präsident Hagemeister über 330

gut gelaunte Verbandsmitglieder, Gäste

und Kooperationspartner begrüßt. Auch

Kollegen aus dem DStV, seinen Landesund

Regionalverbänden, waren angereist

sowie Repräsentanten der steuerberatenden

Institutionen und Kammern, Banken

und Versicherungen. Gern gesehene Gäste

sind auch die Vertreter der Gerichtsbarkeit

und der Anwaltschaft.

Als hochkarätiger Branchentreff ist das

Sommerfest die ideale Gelegenheit, alte

Kontakte zu pflegen und neue zu knüpfen

– ein entspanntes, aber effektives

Netzwerk! Auch von weither kommen die

Gäste gerne zum Sommerfest nach Köln,

denn die Rheinländer wissen zu feiern! •

Summer-Sound &

Streetfood

Es ist Sommer und wir können endlich wieder mit Ihnen feiern!

Wir laden Sie und Ihre Begleitungen herzlich ein, sich nach den Sommerferien auf unserem

neuen Sommerfest zu treffen, um sich endlich einmal wieder persönlich zu sprechen,

die Streetfood-Wagen auszuprobieren und den Auftritt der

Klüngelköpp zu feiern.

Wo: Außengelände der Akademie

Wann: 17. August 2022 ab 18.00 Uhr

Kosten: 30,00 € pro Person, inkl. Speisen und Getränke

Kinder bis 14 Jahre machen kostenlos mit.

16


VerbandsNachrichten 3 I 2022 // Aus dem Verbandsleben

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VerbandsNachrichten 3 I 2022 // Aus dem Verbandsleben

// Pressearbeit im zweiten Quartal 2022

Von Antonie Schweitzer

Die Reform der Grundsteuer stellt nicht nur

die betroffenen Bürger, sondern auch ihre

Steuerberater und die Finanzverwaltung

vor enorme Herausforderungen. In Zusammenarbeit

mit der Wirtschaftsredaktion des

General-Anzeigers fand daher am 24. Mai

eine Telefonaktion zu diesem Thema statt,

an der neben VP StB Dipl.-Kfm. (FH) Lars

Nottelmann und VM StB Dipl.-Kfm. Helmut

Offermanns teilnahm. Sie berichteten anschließend

von einer enormen Resonanz

und einem sehr großen Beratungsbedarf

von Seiten der Leser.

Am 02. Juni fand dann im General-Anzeiger

die schon traditionelle Telefonaktion

zur Steuererklärung 2021 statt, an der

außer VP StB Dipl.-Kfm. (FH) Lars Nottelmann

und VM StB Dipl.-Kfm. Helmut Offermanns

auch VM StB Dipl.-Fw. Petra Nolden

teilnahm. Wie sich herausstellte, werfen

Home-Office und Kurzarbeit nach wie vor

viele Fragen auf.

Um Fragen der Unternehmensnachfolge,

betriebliche Umstrukturierungen sowie

Erbschaft- und Schenkungssteuerthemen,

aber auch um das Thema Digitalisierung

ging es in einem Gespräch, das der Regio-

Manager mit unserem Präsidenten führte.

„Der Berufsstand der Steuerberater war

mit der bereits 1966 gegründeten DATEV

eG einer der visionären Vorreiter bei der

Einführung digitaler Leistungen“, betonte

Präsident StB/WP Dipl.-Kfm. Gero Hagemeister

und stellte dann die aktuellen

Herausforderungen der Branche dar: die

Coronapandemie mit ihren zahlreichen

Überbrückungshilfen, die Abwicklung von

Kurzarbeitergeld und die Unterstützung

der Mandanten bei der Beantragung von

Fluthilfen.

„Hausbesitzer in Formular-Not. Die Grundsteuerreform

hat das Elster-Portal lahmgelegt,“

so der Titel eines Beitrags im Wirtschaftsteil

des Kölner Stadt-Anzeigers vom

12. Juli, in dem der Präsident sich zu den

Ursachen äußerte: „Dass Elster temporär

nicht mehr aufrufbar ist, kommt für uns

nicht überraschend“, so Gero Hagemeisters

Kommentar, verbunden mit einem deutlichen

Appell: „Der Gesetzgeber hätte die

Abgabefristen länger bemessen müssen.“

Der Juli stand ganz im Zeichen der Grundsteuerreform:

Im Magazin-Teil des Kölner

Stadt-Anzeigers erschien am 18. Juli ein

ausführliches Interview mit Präsident Hagemeister,

der für die Leser leicht nachvollziehbar,

in Schritt-für-Schritt-Anleitungen

darlegte, welche Angaben Eigentümer

über ihre Immobilien abgeben müssen.

Wie die Redaktion im Nachhinein berichtete,

haben sich die Leser ausgesprochen

begeistert über diesen Beitrag geäußert,

der auch online von vielen gelesen wurde.

Der Artikel war ein voller Erfolg!


/ Presse

Öffentlichkeitsarbeit

Antonie Schweitzer, Köln

Bonner General-Anzeiger

VP Nottelmann, VM Nolden,

VM Offermanns

Was für die Steuererklärung

wichtig ist

04.06.2022

20


VerbandsNachrichten 3 I 2022 // Aus dem Verbandsleben

Handelsblatt

...

Regio-Manager

P Hagemeister

Gestalten Sie nach Zahlen

2022

Kölner Stadt-Anzeiger Online

P Hagemeister

Grundsteuer legt Elster lahm

11.07.2022

Kölner Stadt-Anzeiger

P Hagemeister

Hausbesitzer in Formular-Not

12.07.2022

21


VerbandsNachrichten 3 I 2022 // Aus dem Verbandsleben

22

Bonner General-Anzeiger

VP Nottelmann, VM Offermanns

Grundsteuer: Viele Fragen bleiben

26.05.2022

Bonner General-Anzeiger

VP Nottelmann, VM Nolden, VM Offermanns

Tipps für Steuererklärung in Corona-Zeiten

02.06.2022


VerbandsNachrichten 3 I 2022 // Aus dem Verbandsleben

Kölner-Stadt-Anzeiger

P Hagemeister

So füllen Sie die Grundsteuererklärung aus

18.07.2022

Bonner General-Anzeiger

VP Nottelmann, VM Offermanns

Telefonaktion des GA zur Grundsteuer

24.05.2022

Bonner General-Anzeiger

VP Nottelmann, VM Offermanns

Grundsteuer: Diese Daten benötigen Sie

21./22.05.2022

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VerbandsNachrichten 3 I 2022 // Aus dem Verbandsleben

// Social Media Kanäle des Verbandes

/ Hier finden Sie uns

Wussten Sie schon, dass wir jetzt auch auf LinkedIn sind?

Schauen Sie unter cutt.ly/in_Steuerberater-VerbandKoeln und

folgen Sie uns, um auch hier immer up to date zu bleiben.

@Steuerberater-Verband Köln e. V.

/ Schon gewusst? 5 witzige Social-Media-Facts

1. LinkedIn ist das Netzwerk

mit dem höchsten Bildungsstand:

Gut und gerne 50%

der LinkedIn-Nutzer haben

einen Bachelor-Titel oder noch

höheren Abschluss. Die andere

Hälfte behauptet, sie hätte

einen.

2. Es sind 2 Millionen Firmen in

LinkedIn vertreten.

Schätzungsweise knapp über

185 davon haben mehr als

einen Mitarbeiter.

3. Nur 29% der Nutzer von

Google+ sind Frauen. Das ist

fast ein Drittel Nutzer!

4. Besorgniserregende 83%

der Google+ Nutzer sind nicht

aktiv. 17% stecken noch im

Anmeldefenster fest.

5. Jeden Tag werden 532 Millionen

Status-Aktualisierungen

geschrieben. Es ist immer wieder

faszinierend, wie sich doch

das Wetter plötzlich ändern

kann und unendlich nervig,

dass Facebook von Zeit zu Zeit

schrittweise Veränderungen

vornimmt, oder?

// Golfmeisterschaften NRW

Am 17. Juni 2022 fanden die

19. Golfmeisterschaften der

Steuerberater NRW auf der

Golfanlage des Golfclubs Krefeld

bei besten Bedingungen und optimalem

Wetter statt. Die Freude über das Wiedersehen

und das gegenseitige Messen

im Wettkampf war bei allen Beteiligten

sehr groß.

Nachdem die Meisterschaften zwei Jahren

lang coronabedingt nicht stattgefunden

hatten, gingen 48 Spielerinnen und

Spieler auf die Runde. Bei den Damen

holte sich StB Marion Schilbach mit einem

Bruttoergebnis von 16 wieder einmal die

Meisterschaft. Bei den Männern wurde

RA Dr. Guido Kaese mit 23 Bruttopunkten

in Abwesenheit von StB Jaro Szendryk (24

Bruttopunkte) zum Meister NRW gekürt.

Ehrenpräsident Elster gratuliert Marion Schilbach ...und Dr. Guido Kaese

In geselliger Runde, bei angenehmen und freundschaftlichen Gesprächen, bei sehr

gutem Essen und Getränken wurden die 19. Golfmeisterschaften abgeschlossen. Der

Dank gilt den Sponsoren, den Greenkeepern und der Gastronomie.


24


VerbandsNachrichten 3 I 2022 // Aus dem Verbandsleben

// Die Rügener Steuerfachtage 2022 in Präsenz und

bei allerbestem Wetter

Die Rügener Steuerfachtage

2022 wurden vom 23. bis 25.

Juni 2022 im Kurhaus im Binz

durchgeführt.

Das Wetter war durchgehend sonnig und

warm, das Kurhaus perfekt für die Durchführung

aufgestellt und die Stimmung unter

den Teilnehmern ausgezeichnet. Denn

nach zwei Veranstaltungen im Jahr 2020

und 2021, die coronabedingt abgesagt

werden mussten, gelang in diesem Jahr

endlich wieder die Durchführung. Und erfreulich

war, dass die Teilnehmerzahl dieser

reinen Präsenzveranstaltung fast das

Niveau der Vorjahre erreicht hatte.

Als Referenten traten zu

folgenden Themen auf:

StB RA FAStR Dipl.-Fw. Nico Schley:

Aktuelle Entwicklungen und Gestaltungen

rund um die Immobilie

Prof. Dr. Bert Kaminski:

Aktuelle ertrag- und erbschaftsteuerliche

Beratungsschwerpunkte

bei der Unternehmensnachfolge

Dipl.-Fw. StB Hans-Georg Janzen:

Umsatzsteuer im digitalen Wandel

Es kann festgestellt werden, dass die Teilnehmer

eine hochkarätig besetze Fortbildungsveranstaltung

besuchen konnten,

die praxisgerecht und mit Aussicht auf die

wunderschöne Ostsee über die aktuellen

und dringenden Fragen aus dem Steuerberater-Alltag

informierte.

Wir freuen uns bereits auf die Rügener

Steuerfachtage 2023, die wieder im Kurhaus

in Binz stattfinden werden, und

zwar über Fronleichnam vom 08. bis

10. Juni 2023. Wir werden Sie natürlich

rechtzeitig mit den Detailinformationen

einladen und empfehlen Ihnen, sich

bereits jetzt das Datum zu notieren.


25


VerbandsNachrichten 3 I 2022 // Aus dem Verbandsleben

// Fachkräftemangel bei 72 % der rechts- und steuerberatenden Berufe

Aus einer Erhebung im Rahmen

der ifo Konjunkturumfragen,

die dieses Institut seit

dem Jahr 2009 erhebt, geht

hervor, dass der Fachkräftemangel in

Deutschland einen neuen Höchststand

erreicht hat.

Im Juli 2022 waren

49,7 % der Unternehmen

beeinträchtigt.

Dabei ist der Mangel im Bereich der qualifizierten

Dienstleistungsunternehmen am

höchsten. Dort klagen insgesamt 54,2 %

der Befragten über Fachkräftemangel.

Im verarbeitenden Gewerbe sind 44,5 %,

im Einzelhandel 41,9 %, im Baugewerbe

39,3 % und im Großhandel 36,3 % der befragten

Firmen betroffen.

Die Grafik schlüsselt den Dienstleistungsbereich

näher auf.

In der Rechts- und Steuerberatungs-

sowie Wirtschaftsprüfungsbranche

antworteten

72 % der befragten

Unternehmen, dass sie kaum

fachkundiges Personal finden.

Demgegenüber liegt dieser

Anteil z.B. bei Werbung und

Marktforschung nur bei 35,7 %.

/ Umfrage unter Dienstleistungsunternehmen

Vermittlung und Überlassung

von Arbeitskräften

77,9%

Rechts- und Steuerberatung,

Wirtschaftsprüfung

Vermietung von

beweglichen Sachen

Beherbergung

Veranstaltungsbranche

Lagerei

Dienstleistungen der

Informationstechnologien

Architektur- und Ingenieursbüros

Erbringung von wirtschaftlichen

Dienstleistungen

Gebäudebetreuung;

Garten- und Landschaftsbau

Landverkehr und Transport in

Rohfernleitungen

Reisebüros und -veranstalter

Gastronomie

Forschung und Entwicklung

Fernseh- und Radiosender

Unternehmensberatung

Telekommunikation

Grundstücks- und

Wohnungswesen

Werbung und Marktforschung

72%

71,2%

64,7%

64,2%

62,4%

61,7%

60,2%

60,1%

59,4%

56,1%

54,5%

52,5%

51,9%

49,1%

43,9%

43,5%

38,9%

35,7%

Freiberufliche, wissensch. und

techn. Tätigkeiten

25,2%

Quelle: ifo-institut

0%

10%

20%

30%

40%

50%

60%

70%

80%

90%

26


VerbandsNachrichten 3 I 2022 // Aus dem Verbandsleben

// Warum eine Arbeitgebermarke jetzt noch wichtiger wird?

Von Uwe Loof, Paon GmbH

Der Fachkräftemangel und neue

Ansprüche an den Arbeitgeber

stellen Steuerberatungen vor

immer größer werdende Herausforderungen.

Aufgrund des demografischen

Wandels gibt es in Deutschland

zudem immer weniger potenzielle

Arbeitskräfte. Das Finden und Binden der

richtigen Beschäftigten werden daher immer

mehr auch für Steuerberatungen zu

einer zentralen Herausforderung.

Einerseits bewegen sich Kanzleien in

einem recht engen Arbeitsmarkt. Es werden

überwiegend nur noch Fachkräfte

mit sehr branchenspezifischen Kenntnissen

gesucht. Betrachtet man aktuell

die Positionierungen und Angebote von

Steuerberatungen als Arbeitgeber, so

unterscheiden sie sich diese bislang kaum

voneinander.

Diese Entwicklungen führen dazu, dass

die Notwendigkeit eines aktiven Personalmarketings

für Steuerberatungen als

Arbeitgeber zwingend notwendig ist. Der

Aufbau einer attraktiven Arbeitgebermarke

soll helfen, die richtigen Mitarbeiter für

Ihre Kanzlei zu begeistern und für eine

hohe Identifikation der Beschäftigten mit

ihrem Arbeitgeber zu sorgen. Weitere und

vielleicht noch wichtigere und langfristigere

Effekte hat eine Arbeitgebermarke

aber auch auf interne Größen wie Leistungsmotivation,

Unternehmenskultur

oder Mitarbeiterbindung.

Als Kanzlei-Leitung sollten Sie entsprechend

großen Wert auf Maßnahmen und

Strategien für den Aufbau einer eigenen

Arbeitgebermarke legen, um auch die

notwendige Sichtbarkeit am Arbeitsmarkt

zu erlangen, ganz unabhängig von der

Größe Ihrer Kanzlei. Wird die Bedeutung

vernachlässigt oder unterschätzt, entscheiden

sich die größten Talente und

besten Mitarbeiter dazu, zur Konkurrenz

zu gehen – und plötzlich sieht man sich

einem großen Nachteil im Wettbewerb

gegenüber.

Stellen- und Imageanzeigen, Absolventen-Events,

Karrieretage – alles, was ein

Unternehmen zum attraktiven Arbeitgeber

machen kann, haben Sie vielleicht

schon ausprobiert, um Talente für Ihre

Kanzlei zu gewinnen. Doch mit einmaligen

Events lässt sich kaum jemand

überzeugen. Es braucht eine nachhaltige

Strategie, um die Personalgewinnung

auf Dauer erfolgreich zu gestalten. Nur

so kann ein Arbeitgeberimage entworfen

werden, das sich von anderen unterscheidet.

Für die Entwicklung geeigneter Strategien

muss zunächst die Ausgangs- und Wettbewerbslage

analysiert und das genaue Ziel

festgelegt werden, das durch den Aufbau

einer Arbeitgebermarke erreicht werden

soll. Wer die Notwendigkeit eines Personalmarketings

für die eigene Kanzlei

erkennt, aber keine Strategie parat hat,

verschwendet nur Zeit und Geld. Bevor

Maßnahmen ergriffen werden, muss sich

• Was macht uns als Kanzlei einzigartig?

• Was kennzeichnet unser aktuelles Arbeitgeberimage?

• Wirken wir auf unsere Mitarbeiter attraktiv und warum?

• Warum sollten die Beschäftigten bei uns bleiben (wollen)?

• Wirken wir auch auf die Talente und Fachkräfte attraktiv, die wir gerne

gewinnen würden?

• Was ist für diese Zielgruppe bei der Wahl Ihres Arbeitgebers relevant?

• Wo können wir sie erreichen und wie?

jeder Arbeitgeber selbstkritisch fragen:

Differenzieren Sie sich wirklich vom Wettbewerb?

Und wenn ja, in welchen Punkten.

Die Ansprüche von Bewerbern wachsen

und gerade gut qualifizierte Fachkräfte,

die den größten Mehrwert bringen, wählen

sehr genau aus, welche Arbeitgeber für

sie infrage kommen. Dennoch tun sich viele

Unternehmen schwer damit, ein klares eigenes

Profil aufzubauen und sowohl intern

als auch vor allem extern zu präsentieren.

Ein einfacher Test dafür: Welche Arbeitgeber

fallen Ihnen spontan ein, die sich

tatsächlich und erkennbar von anderen

differenzieren? Scheinbar haben alle Unternehmen

eine wertschätzende Kultur,

fordern und fördern, bieten großartige

Entwicklungsmöglichkeiten in einem innovativen

Umfeld. Diese Faktoren sind

zwar wichtig, doch sollten eher selbstverständlich

sein – und dienen somit nicht

als Grundlage für eine Arbeitgebermarke,

die sich differenziert. Es reicht auch nicht

mehr, nur ein Recruiting-Video bei YouTube

hochzuladen oder auf der Facebook-Karriereseite

jetzt auch die eigene Jobbörse zu

integrieren. Standards differenzieren nicht.

/ Am Anfang stehen daher vor allem eine ehrliche

Analyse und die folgenden Fragen:

• Wie können wir als Kanzlei als Arbeitgeber noch attraktiver werden?

• Und wie können wir uns klarer abgrenzen und positionieren?

27


VerbandsNachrichten 3 I 2022 // Aus dem Verbandsleben

Ehrlichkeit und Bodenständigkeit sind dabei

gute Ratgeber für die kritische Eigenbetrachtung.

Halten Sie sich dabei immer

an die Realität und wesentliche Dinge, die

Sie als Arbeitgeber wirklich umsetzen und

anbieten wollen. Falsche Versprechungen

führen nur zu Enttäuschungen und damit

langfristig zum genauen Gegenteil der angestrebten

positiven Arbeitgebermarke. Zu

häufige Wechsel in der Probezeit sind dafür

in vielen Fällen ein Indiz.

Bevor Arbeitgeber mit irgendwelchen

Maßnahmen nach außen beginnen (zu den

verschiedenen Möglichkeiten und Maßnahmen

gleich mehr), sollten sie die Markenbildung

nach innen betreiben. Es nutzt

keinem Unternehmen (und es spricht auch

nicht gerade für eine nachhaltige Strategie),

wenn sie mit viel Brimborium und

Tamtam neue Talente anlocken, während

die bereits beschäftigten Leistungsträger

scharenweise Reißaus nehmen.

Durch internes Personalmarketing werden

dabei zwei wichtige positive Effekte erzielt:

Zum einen werden Angestellte gebunden,

die Loyalität und damit auch die Zufriedenheit

und Motivation im Job steigt – was am

Ende den Erfolg des Unternehmens beflügelt.

Gleichzeitig werden auf diesem Weg

die eigenen Mitarbeiter zu Botschaftern der

eigenen Arbeitgebermarke.

Oder kurz gesagt: Glückliche und zufriedene

Mitarbeiter verbreiten das gute Image

eines Arbeitgebers und sind dabei viel

glaubwürdiger, als jede Kommunikation

des Unternehmens es je sein könnte.

Vieles davon spiegelt sich dann in Arbeitgeberbewertungsportalen,

in Blogs oder

auf Facebook, Twitter und Instagram wider.

Für Ihre Arbeitgebermarke entscheidend

werden dann etwa…

… wie Bewerber den Arbeitgeber im Internet und bei einer ersten Google-Suche wahrnehmen.

… wie Kandidaten den Bewerbungsprozess erleben und über ihn sprechen – unabhängig davon, ob sie genommen wurden.

… was neue Mitarbeiter über das Unternehmen denken und erzählen.

… wie Beschäftigte über ihren Job, Chef, die Arbeit sprechen.

… wie Ex-Mitarbeiter über das Unternehmen sprechen.

Vielleicht haben Sie als Kanzlei die Bedeutung

einer Arbeitgebermarke zwar bereits

erkannt, aber noch keine Strategie dafür

entwickelt und umgesetzt. Im Folgenden

wird daher ein in der Praxis etablierter Ansatz

zum Aufbau einer starken Arbeitgebermarke

vorgestellt.

1. Initiierung – alles beginnt mit

dem richtigen Set

Es ist ein Irrglaube, dass mit der Freigabe

eines Mini-Budgets und dem Abstellen

eines Mitarbeiters eine starke Arbeitgebermarke

aufgebaut werden kann. Mit

der Entscheidung eine Arbeitgebermarke

aufzubauen, beginnt ein Veränderungsprozess.

Um diesen erfolgreich zu gestalten,

müssen bestimmte Voraussetzungen geschaffen

werden.

Grundlegend für den Erfolg sind nach

unserer Erfahrung ein klares Wollen und

ein Commitment der Kanzlei-Leitung, eine

aktive Beteiligung aller Mitarbeitergruppen,

Transparenz durch projektbegleitende

Kommunikation sowie genügend Zeit,

Ressourcen und Verantwortung für das

Projektteam.

2. Die Identität der Kanzlei – ein

starkes Fundament legen

Der Grundstein für ein starkes Arbeitgeber-

Profil wird bereits mit der Positionierung

der Arbeitgebermarke gelegt. Sie beantwortet

die Frage, wofür das Unternehmen

als Arbeitgeber im Kern steht und was das

zentrale Versprechen an potenzielle und

bestehende Mitarbeiter/-innen ist. Zudem

gibt sie die Richtung für alle weiteren Personalmarketing-Maßnahmen

vor.

Viele Marken versprechen das Gleiche. Wer

aus der Masse herausstechen möchte, muss

sich auf die eigenen Stärken und die eigene

Unternehmenskultur berufen. So wird

auch die Authentizität der Arbeitgebermarke

sichergestellt, denn es wird nichts

versprochen, was im Unternehmensalltag

nicht erlebt wird und somit zu Irritationen

und Frustrationen der Mitarbeiter/-innen

führen könnte.

Es gilt also die wahren Stärken und Kulturmerkmale

der Kanzlei als Arbeitgeber

zu identifizieren und ein relevantes Versprechen

an potenzielle und bestehende

Mitarbeiter/-innen abzuleiten, das vom

Wettbewerb differenziert, zur Unternehmensmarke

passt und im Einklang mit den

langfristigen Zielen der Kanzlei steht.

3. Einbindung – die Mitarbeiter

einbeziehen

Damit die Arbeitgebermarke von allen

verstanden, angenommen und letztendlich

gelebt wird, müssen die Mitarbeiter

frühzeitig informiert und Möglichkeiten

zur Beteiligung beim Aufbau sichergestellt

werden. So werden bislang Unbeteiligte

idealerweise zu Fürsprechern der Marke

mit hoher Identifikation.

4. Idee – Raus aus dem Einheitsbrei

Die Wahrnehmung zur Positionierung von

Arbeitgebern ist häufig durch übertrieben

positive Klischeewelten gekennzeichnet.

Glückliche Arbeitnehmer in typischen Arbeitssituationen

und generische Versprechen

dominieren die Auftritte der meisten

Arbeitgeber. Um in dieser Welt zu bestehen

und etwas zu bewegen, braucht es neue

und mutige Lösungen zur Außendarstellung,

die für Begeisterung und Interaktion

sorgen. Vor allem den Mut, sich in der Vielfalt

der Aufgaben und den Möglichkeiten

der Steuerberatung zu zeigen.

28


VerbandsNachrichten 3 I 2022 // Aus dem Verbandsleben

29


VerbandsNachrichten 3 I 2022 // Aus dem Verbandsleben

5. Integration – an allen relevanten

Kontaktpunkten erlebbar

Die Arbeitgebermarke soll an allen relevanten

Kontaktpunkten erlebbar werden.

Im besten Fall spüren Kandidatinnen und

Kandidaten in der Phase vor dem Eintritt

ins Unternehmen, in der Bewerbungsphase

und in der Phase nach Eintritt ins

Unternehmen die Kernaspekte der Arbeitgebermarke.

Der vorgestellte Ansatz kann einer Kanzlei

dabei unterstützen, sich als attraktiver

Arbeitgeber zu positionieren. Über eines

sollte man sich allerdings im Klaren sein

– eine starke Arbeitgebermarke lässt sich

nicht über Nacht aufbauen.

Der Aufbau muss langfristig geplant und

über Jahre hinweg kontinuierlich verfolgt

werden. Da die demographische Entwicklung

in den nächsten Jahren den Wettbewerb

um die besten Talente – über alle

Branchen hinweg – noch weiter verschärfen

wird, ist der Aufbau einer Arbeitgebermarke

eine wichtige und notwendige Investition

in die Zukunft.

Weitere Einzelheiten finden Sie im Übrigen

unter www.exzellenterarbeitgeber.de.


Uwe Loof Geschäftsführer

der PAON GmbH, die als

Kooperationspartner des

Steuerberater-Verbandes e.V. Köln

bei der Durchführung und Vergabe

des Arbeitgebersiegels sowie den

weiteren Schritten mit Ihrer Expertise

fachlich unterstützt.

Für Rückfragen/Interviews:

Tel. 0511/533 554 60 oder

uwe.loof@paon.de

// Der Arbeitskreis „Unternehmensnachfolge“ stellt sich vor

KNOW-HOW WEITERGEBEN.

Das Netzwerk für Fortbildung und den branchenspezifischen

Diskurs rund um aktuelle Fragen zur Unternehmensnachfolge –

unter Leitung von StBin Heike Dubbert.

Arbeitskreis

„Unternehmensnachfolge“

(AK UNF)

Der Arbeitskreis Unternehmensnachfolge

des Steuerberater-

Verbandes e.V. Köln hat sich

als Kompetenznetzwerk von

Steuerberatern, Fachberatern, Rechtsanwälten,

Notaren und allen sonst am Thema

interessierten Personen etabliert. Er wurde

gebildet, um den kollegialen Dialog zwischen

den Mitgliedern zu fördern

In den Sitzungen werden aktuelle Entwicklungen

in der Gesetzgebung und

Rechtsprechung sowie allgemeine und

individuelle Praxisfragen im steuerlichen

und außersteuerlichen Bereich besprochen.

Insbesondere wird die Verbindung

zwischen Lehre und Praxis geschaffen.

Der Arbeitskreis trifft sich zwei bis drei Mal

jährlich im Schulungszentrum der Akademie

für Steuer- und Wirtschaftsrecht des

Verbandes in Köln-Porz zur Fortbildung

und zum Austausch. Rund um interessante

Fachvorträge gibt es offene Frage- und

Diskussionsrunden mit Beratungen durch

renommierte Referenten.

Der Arbeitskreis „Unternehmensnachfolge“

wurde im Dezember 2017 gegründet

und blickt auf eine permanent wachsende

Anzahl von Mitgliedern. Herzlich willkommen

sind neben den Fachberaterinnen

und Fachberatern alle an diesem spannenden

Thema interessierten Personen.


Vorsitzende:

StBin Heike Dubbert, Erftstadt

Stellvertretende Vorsitzende:

StBin Ramona Thiel, Niederkassel

StB/WP Dipl.-Kfm. Dirk Bremen,

Euskirchen

StBin Heike Dubbert

30


VerbandsNachrichten 3 I 2022 // Aus dem Verbandsleben

// Kanzleiportrait

WeSkro Steuerberatungsgesellschaft Welsch & Skrobic PartG mbH

Von Antonie Schweitzer

„Es dauert nicht mehr allzu lange, dass wir mit Papier gar

nichts mehr am Hut haben und wirklich alles nur noch digital

geht“, so lautet die Prognose von StBin Dipl.-Betriebswirtin

Barbara Welsch, die die Kanzlei 1991 in Siegburg gegründet

und die Arbeitsprozesse seither – auch nach regelmäßigen

Besuchen auf der CEBIT – kontinuierlich digitalisiert hat.

Die Kanzlei, die vorwiegend kleine und mittelständische

Unternehmen aller Rechtsformen betreut, ist daher zukunftsfähig

und gut durch die Corona-Krise gekommen. Die

digitale Arbeitsweise in Form von „Unternehmen Online“ und

„Meine Steuern“ sowie digitalisierte Prozesse vom Posteingang

und -ausgang über Steuerbescheid-Prüfungen bis zur

Kommunikation mit der Finanzverwaltung haben wesentlich

dazu beigetragen, die Pandemie-Situation zu meistern.

Ausgestattet mit je zwei Bildschirmen pro Arbeitsplatz und

Laptops können die Mitarbeiter sehr gut und zeitlich flexibel

auch im Home-Office arbeiten. Dass Meetings über Zoom

oder Teams stattfinden, ist an der Tagesordnung.

Ihre aktuell neun Mitarbeiter wissen das zu schätzen und sind

teilweise schon sehr lange dabei: seit zehn, 20 oder sogar 43

Jahren! „Ausbildung wird bei uns nach wie vor groß geschrieben,

aber die Rekrutierung von Fachpersonal ist schwieriger

geworden“, klagt Barbara Welsch.

« Ausbildung wird bei uns nach wie

vor groß geschrieben, aber die

Rekrutierung von Fachpersonal ist

schwieriger geworden»

StBin Dipl.-Bwin Barbara Welsch

Studiums beschäftigte sie ihn 2009 in einem Praxissemester

und bot ihm anschließend eine Festanstellung nach Beendigung

seiner Ausbildung an. Seine Kompetenzen haben mich

schon überzeugt, als er noch ein junger Mann war“, bemerkt

Barbara Welsch, „und das hat sich nicht geändert!“ Seither

heißt die Kanzlei, die zur Freude aller Mitarbeiter mit dem

Arbeitgebersiegel ausgezeichnet wurde, WeSkro Steuerberatungsgesellschaft

Welsch & Skrobic PartG mbH.

„Vor kurzem hatten wir hier 25jähriges Jubiläum“, berichtet

die engagierte Kanzleigründerin, die 1997 mit ihrem Team

nach St. Augustin-Mülldorf umzog. Ein Mandant hatte von

einem Grundstück berichtet, ideal geeignet für ein neues

Kanzleigebäude und mit hervorragender Anbindung an

das öffentliche Verkehrsnetz. 2001 kaufte sie zusätzlich die

Kanzlei von Manfred Nelles auf, bei dem sie ihre Ausbildung

absolviert und mit dem sie anschließend in einer Praxisgemeinschaft

gearbeitet hatte.

Um Ihre Nachfolge und damit auch die Arbeitsplätze frühzeitig

zu sichern, nahm Barbara Welsch 2019 einen Partner mit

an Bord: ihren langjährigen Mitarbeiter StB Dipl.-Kfm. Marko

Skrobic, der als Vorstandsmitglied des Bezirks Siegburg im

Steuerberater-Verband Köln aktiv ist. Noch während seines

StBin Dipl.-Bwin

Barbara Welsch

StB Dipl.-Kfm. Marko Skrobic

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VerbandsNachrichten 3 I 2022 // Aus dem Verbandsleben

// Bethmann Bank: Stütze für den Mittelstand

Die Bethmann Bank ist einer der

Top-3-Anbieter von Private Banking

in Deutschland und betreut

vermögende Privatkunden,

Unternehmer und semiinstitutionelle Organisationen.

Die Kölner Niederlassung der

Bank zählt zu den ältesten Unternehmen

der Stadt und ist fest mit ihr verbunden. „Als

moderne Privatbank stehen wir für Offenheit,

Klarheit und Unabhängigkeit. Eigenschaften,

die auch den Kölnern nachgesagt

werden. Zu Recht“, sagt Matthias Wesseling,

Leiter des Standorts. „Unsere Mission sehen

wir darin, der wachsenden Zahl von Menschen

der Wirtschafts-, Medien- und Kunstmetropole

direkt vor Ort die umfassende

Beratung einer exzellenten Privatbank

bieten zu können“, erklärt er.

« Unsere Mission sehen wir

darin, der wachsenden

Zahl von Menschen der

Wirtschafts-, Medien- und

Kunstmetropole direkt vor

Ort die umfassende

Beratung einer

exzellenten Privatbank

bieten zu können. »

Matthias Wesseling

Zum guten Service zählen für Wesseling in

erster Linie Angebote, die auf individuelle

Bedürfnisse zugeschnitten sind, und er

spielt damit auf ein neues Angebot an, das

bei der Bank „E&E“ heißt – kurz für Entrepreneur

& Enterprise. Die Bethmann Bank

versteht darunter, Unternehmerinnen und

Unternehmer und ihre Unternehmen als

Einheit zu betrachten und entsprechend

zu beraten. Auf den ersten Blick klingt das

relativ trivial – tatsächlich läuft es in der

Realität bislang aber häufig anders: Unternehmerinnen

und Unternehmer sitzen je

nach Anliegen verschiedenen Mitarbeitern

aus unterschiedlichen Geschäftseinheiten

derselben Bank gegenüber. Sie alle

sind Spezialistinnen und Spezialisten auf

ihrem Gebiet, blicken aber kaum über den

Tellerrand hinaus. Nicht so bei der Bethmann

Bank. Hier werden sie von einem

Team individuell und eben ganzheitlich

betreut. „Wir entwickeln Lösungen für die

Vermögensanlage bis hin zu Nachfolgeregelungen“,

erläutert Wilhelm Weber, der

im E&E-Team für Kunden aus Nordrhein-

Westfalen zuständig ist. „Unternehmen

begleiten wir mit diversen Finanzierungen

wie der Betriebsmittel-, Investitions- und

Akquisitionsfinanzierung und vielen anderen

Corporate Banking-Lösungen. Dafür

greifen wir auf die Erfahrung und das Produktportfolio

unserer Muttergesellschaft

ABN AMRO, einer der kapitalstärksten Banken

Europas, zurück.“ Dieses neue Modell

wird derzeit deutschlandweit umgesetzt

und dürfte vor allem für Mittelständler mit

einem Jahresumsatz von 25 Mio. EUR und

mehr interessant sein.

« Wir möchten mit den

Unternehmerinnen und

Unternehmern vor Ort in

einen Dialog kommen,

um zu verstehen: Welche

Themen beschäftigen sie –

heute und in der Zukunft?

Und wie können wir sie

dabei unterstützen? »

Wilhelm Weber

„Wir möchten mit den Unternehmerinnen

und Unternehmern vor Ort in einen Dialog

kommen, um zu verstehen: Welche Themen

beschäftigen sie – heute und in der

Zukunft? Und wie können wir sie dabei

unterstützen? Das ist facettenreich und gerade

mit Blick auf die Transformation der

Wirtschaft wichtig, bei der Unternehmen

aus Nordrhein-Westfalen ja ganz vorne

mitmischen. In dem Zusammenhang fokussieren

wir uns auf die Transformationsthemen

Energiewende, Digitalisierung,

Mobilität und Kreislaufwirtschaft“, sagt

E&E-Spezialist Weber.

Sie haben Fragen zum Angebot der Bethmann

Bank? Hier finden Sie Ihre Ansprechpartner:

Ansprechpartner

Matthias Wesseling

Regionalleiter West

Bethmann Bank

Gereonstraße 15–23

50670 Köln

Telefon: +49 221 1624-249

matthias.wesseling@bethmannbank.de

Wilhelm Weber

Senior Banker

Entrepreneur & Enterprise (E&E)

Bethmann Bank

Mainzer Landstraße 1

60329 Frankfurt am Main

Telefon: +49 69 716735-369

wilhelm.weber@bethmannbank.de

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VerbandsNachrichten 3 I 2022 // Aus dem Verbandsleben

Eine gute Rendite?

Natürlich will ich die.

Aber nicht um jeden Preis.

Wer stellt sicher, dass ich

nicht in Ausbeutung und

Umweltverschmutzung investiere?

Wir unterstützen Sie mit Investments in Unternehmen, die hohe Standards bei

Themen wie Umwelt und Gesellschaft erfüllen. Überwacht wird dies von unserem

unabhängigen Nachhaltigkeitsbeirat. Mehr dazu erfahren Sie persönlich von

Matthias Wesseling · T: +49 221 1624-249 · E: matthias.wesseling@bethmannbank.de

Bethmann Bank · Gereonstraße 15–23 · 50670 Köln.

Echt. Nachhaltig. Privat.

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VerbandsNachrichten 3 I 2022 // Aus dem Verbandsleben

// Aktivitäten und geplante Termine der Bezirke

und Arbeitskreise

/ Aktivitäten in den Bezirken und den Arbeitskreisen (16.02.2022 – 15.05.2022)

08 | 06 | 22

AK Restrukturierung und

Unternehmensplanung

Aktuelles Insolvenzrecht

08 | 06 | 22

Siegburg

Steuerberaterstammtisch

13 | 06 | 22

AK Unternehmensplanung

Unternehmensnachfolge richtig

gestalten – Gestaltungsmöglichkeiten

und Tücken unter Berücksichtigung

der aktuelle Rechtsprechung

und Gesetzesänderungen

02 | 08 | 22

Aachen

Steuerberaterstammtisch

/ Geplante Aktivitäten in den Bezirken und den Arbeitskreisen

07 | 09 | 22

AK Unternehmensplanung

Unternehmensbewertung in der

Nachfolgeberatung

12 | 09 | 22

AK Restrukturierung und

Unternehmensplanung

Aktuelle Entwicklungen im

Insolvenz- und Sanierungsrecht

StaRUG – erste Erfahrungen sowie

konkretisierte Vorgaben an

Sanierungskonzepte und

Planungsrechnungen

Aktuelle Rechtsprechung zum

Insolenz- und Sanierungsrecht

13 | 09 | 22

Euskirchen-Schleiden

Steuerberaterstammtisch

19 | 09 | 22

AK EDV

Erfahrungsaustausch zum Thema

Grundbesitzbewertung

20 | 09 | 22

AK JuSt

Kaufpreisfindung und Finanzierung

bei der Übernahme von

Steuerberatungskanzleien

20 | 09 | 22

Düren-Jülich

Steuerberaterstammtisch

21 | 10 | 22

AK GuV

Vortrag Prof. Dr. Hüttemann

24 | 10 | 22

alle Bezirke

Thema: Steuerberatergebührenverordnung

/ Ort: Köln

31 | 10 | 22

alle Bezirke

Thema: Steuerberatergebührenverordnung

/ Ort: Aachen

02 | 11 | 22

Aachen

Steuerberaterstammtisch

03 | 11 | 22

alle Bezirke

Thema: Steuerberatergebührenverordnung

/ Ort: Bonn

Änderungen vorbehalten!

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VerbandsNachrichten 3 I 2022 // Aus dem Verbandsleben

Das ist Ihre Arbeit wert!

Das neue Vergütungsrecht 2022 der Steuerberater mit der 4. Änderungsverordnung,

vervollständigt mit zahlreichen Gebührentabellen und Abrechnungsbeispielen

Die inhaltlichen Schwerpunkte:

■ Aktuelle Erläuterungen zum Gebührenrecht und zur

Gebührenermittlung

■ Gebührentabellen sowie StBVV und RVG im Wortlaut

(u.a. ab 1.8.2022 Neuregelungen der Berufsausübungsgesellschaft)

■ Neue Gebührensätze in Gerichtsverfahren seit

1.1.2021 sowie für die Grundsteuer-Feststellungserklärungen

ab Juli 2022

Print und Online

Goez

Die Steuerberatervergütungsverordnung

12. Aufl age 2022, Ringheftung, 368 Seiten

Dieses Werk ist Bestandteil des Online-Fachportals

Stotax First: www.stotax-fi rst.de

Bestellen Sie jetzt unter

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35


VerbandsNachrichten 3 I 2022 // Aus dem Verbandsleben

// Kontoabrufe erreichen Rekordhöhe

Die Bundestagsdrucksache 20/2751 vom

11.07.2022 enthält als Antwort der Bundesregierung

auf eine Kleine Anfrage

der Fraktion der CDU/CSU eine Vielzahl

bemerkenswerter Zahlen zur Entwicklung

des Kontoabrufverfahrens in den

Jahren 2017 bis 2021. Danach erreichte

die Gesamtzahl aller durchgeführten

Kontenabrufe in 2021 mit 1.140.580

Abrufen ein neues Rekordhoch.

Das Kontoabrufverfahren basiert auf

§ 24c KWG, der durch das 4. FinFöG eingeführt

und am 01.04.2003 in Kraft

getreten ist. § 24c KWG verpflichtet

die Kreditinstitute, eine Datei mit bestimmten

Informationen über die bei

ihnen geführten Konten und Depots zu

unterhalten und es der BaFin zu ermöglichen,

jederzeit Daten dieser Datei abzurufen.

Dies soll der Geldwäsche- und

Terrorismusbekämpfung dienen.

Die in § 93 AO geregelte Auskunftspflicht

des Steuerpflichtigen und subsidiär dritter

Personen ist das zentrale Beweismittel

der Finanzbehörden zur Aufklärung

steuerlich relevanter Sachverhalte. § 93

Abs. 7 und 8 AO wurden durch das Gesetz

zur Förderung der Steuerehrlichkeit

vom 23.12.2003 in die AO eingefügt und

traten grundsätzlich am 01.01.2004 in

Kraft.

In den Statistiken ist zu unterscheiden zwischen

Abrufen gemäß § 93 Abs. 7 und Abs.

8 AO. § 93 Abs. 7 AO regelt den Kontoabruf

für steuerliche Zwecke. Die Finanzbehörden

dürfen in den dort abschließend

150.000

140.000

Kontoabrufe der

Finanzämter

130.000

120.000

110.000

100.000

90.000

80.000

70.000

Manche Statistiken (z.B. Wikipedia) weisen für das Jahr 2004

bereits 39.417 Kontoabfragen insgesamt aus. Am 31.03.2005

konnte man letztmals strafbefreiende Erklärungen abgeben.

Für das Jahr 2005 werden bereits 62.410 Kontoabfragen

angegeben. 2017 waren es 692.166, und 2021 wurde

1.140.580 Abfragen insgesamt ein neus Rekordhoch erreicht.

60.000

50.000

40.000

30.000

20.000

Kontoabrufe der DRV Bund/Knappschaft-Bahn-See

Kontoabrufe des Zolls

10.000

2017 2018 2019 2020 2021

36


VerbandsNachrichten 3 I 2022 // Aus dem Verbandsleben

geregelten Fällen Konten- und Depotinformationen

sowie (seit 01.01.2020)

die Adressen und die Identifikations-Nr.

bestimmter Personen abrufen. Kontostammdaten

sind die Konto-Nr., der Tag

der Errichtung und Auflösung, der Name

und das Geburtsdatum des Kontoinhabers

sowie der Verfügungsberechtigte, nicht

aber Kontostände und Kontobewegungen.

Zu erfassen sind nach § 24c Abs. 1

KWG auch etwaige Schließfächer und

abweichende wirtschaftliche Berechtigte

im Sinne von § 3 GWG. Die Kontenabfrage

erfolgt gemäß § 93b Abs. 2 AO durch das

BZSt als technische Zentralstelle. § 93 Abs.

8 AO regelt außersteuerliche Zwecke betr.

Sozialleistungen (Satz 1 Nr. 1), Polizeivollzugsbehörden

(Nr. 2) und Verfassungsschutzbehörden

(Nr. 3). § 93 Abs. 8 Satz 2

AO betrifft Vollstreckungsbehörden. § 93

Abs. 2 Satz 3 AO erstreckt die Zulässigkeit

auf andere, bundesgesetzlich geregelte

Fälle. Gerichtsvollzieher dürfen seit 2013

zugreifen; seit 2016 auch unterhalb der

ursprünglichen Bagatellgrenze von 500 €.

Die Erstellung und detaillierte Auswertung

von Statistiken zur automatisierten Kontenabfrage

wird dadurch erschwert, dass

es sich zum einen Teil um Bundes- und

zum anderen Teil um Landesrecht sowie

außerdem um kommunale Hoheitsbereiche

handelt. Die Antwort der Bundesregierung

in der BT-Drucks. 20/2751, Seite 2,

weist daher explizit darauf hin, dass in der

dortigen Auswertung auf Länderebene die

Finanzbehörden mit Ersuchen gemäß § 93

Abs. 7 Satz 1 Nr. 1 bis 4 AO gezählt worden

sind. Die Werte der „Realsteuergemeinden“

beinhalten auch die Fallzahlen derjenigen

Realsteuergemeinden, die zugleich

Verwaltungsvollstreckungsbehörde sind.

Sonderfälle und Ersuchen der übrigen ersuchenden

Stellen im Sinne des § 93 Abs.

7 AO (also z.B. Realsteuergemeinden,

die nicht als Verwaltungsvollstreckungsbehörde

tätig geworden sind), werden

auf der „Bundesebene“ gezählt. Die in

der BT-Drucks. 20/2751 ausgewiesenen

„Gesamtzahlen“ sind daher mit den andernorts

(z.B. Wikipedia) ausgewiesenen

Gesamtzahlen nicht vergleichbar.

Ungeachtet dieser statistischen Schwierigkeiten

und Erfassungsdivergenzen

kann eindeutig festgestellt werden, dass

das ursprünglich nur zur Terrorismus- und

Geldwäschebekämpfung eingeführte

Instrumentarium zu einem Standardinstrument

der Behörden geworden

ist. Rechtsstaatlich geboten wären zum

einen konkrete Verdachtsfälle rechtswidrigen

Verhaltens des Bürgers. Zum

anderen müsste zunächst mit herkömmlichen

Mitteln des Auskunftsersuchens gearbeitet

werden, welches ggf. im Wege

der Zwangsvollstreckung durchgesetzt

werden könnte. Abstraktes Misstrauen

dahingehend, dass der Bürger dann

wahrscheinlich nicht im gebotenen Maße

mitwirken würde, genügt gemäß Art. 20

Abs. 3 GG nicht, um derart, wie es § 93 Abs.

7 und 8 AO zulassen, in die Rechte des Bürgers

einzugreifen.

Im Hinblick auf die verfassungsrechtlich

verbürgten Freiheitsrechte der Bürger

hat das im Jahre 2003 eingeführte

automatisierte Kontoabrufverfahren

eine Pandorabüchse geöffnet, da dieses

ungewöhnliche, hinter dem Rücken

des Bürgers durchgeführte Verfahren

nicht auf die Bekämpfung schwerer

Kriminalfälle beschränkt geblieben ist.

Schließlich wurde § 30a AO („Schutz

von Bankkunden“), der in seinem Abs. 1

ausdrücklich forderte, dass „die Finanzbehörden

auf das Vertrauensverhältnis

zwischen den Kreditinstituten und deren

Kunden besonders Rücksicht zu nehmen“

haben, im Jahre 2017 mit dem Steuerumgehungsbekämpfungsgesetz

vollständig

abgeschafft. Damit wird eine

fast 400 Jahre lang bestehende Tradition

eines besonderen Vertrauensverhältnisses

zwischen Bank und Kunde,

das oft mit dem besonderen freiberuflichen

Vertrauensverhältnis verglichen

worden ist, nicht mehr vom Fiskus, dem

stärksten Verwaltungszweig des Staates,

respektiert. Es steht zu befürchten,

dass insbesondere das geplante zentrale

Europäische Vermögensregister für alle

Bürger (zur in Auftrag gegebenen Machbarkeitsstudie

vgl. VN 1| 2022, S. 60) zum

Einfallstor für weitere Eingriffe in noch

bestehende Bürgerrechte werden wird.

Auch die Verpflichtung der Berufsangehörigen,

grenzüberschreitende Steuergestaltungen

anzuzeigen, geht in diese

Richtung.

1.100.000

1.140.580 Kontoabrufe insgesamt in 2021

1.000.000

900.000

800.000

700.000

2017 2018 2019 2020 2021

37


VerbandsNachrichten 3 I 2022 // Aus der Arbeit von DStV und DStI

Aus der Arbeit von

DStV und DStI

// Deutscher Steuerberatertag hybrid: live in Dresden

vom 09. bis 11.10.2022 sowie online

Nach einer besonderen Online-Konferenz im vergangenen Jahr wird die Jahreskonferenz

des Deutschen Steuerberaterverbands e.V. (DStV) in diesem Jahr das Beste aus beiden

Welten vereinen: Online-Angebote inklusive Livestreams und Online-Seminaren und endlich

auch wieder eine Präsenzveranstaltung vor Ort! Der 45. Deutsche Steuerberatertag findet vom

09. bis 11.10.2022 live in und aus Dresden statt.

Was erwartet Sie vor Ort?

Zentrum der Konferenz wird das Internationale

Congress Center sein, direkt an der

Elbe und am Rande der Altstadt. Es erwartet

Sie das bekannte Format der Vorjahre – ein

Potpourri aus hochkarätigen Impulsen aus

Politik und Verwaltung, vertiefenden Vorträgen

zum Steuerrecht und kurzweiligen

Workshops und Referaten zu wesentlichen

Fragen des Kanzleimanagements auf fünf

parallelen Bühnen. Moderator Marc Bator

führt Sie durch den Tag und freut sich nach

dem virtuellen Treffen 2021 auf ein Kennenlernen

vor Ort.

Selbstverständlich kehrt auch das beliebte

Rahmenprogramm zurück: Golfturnier,

Stadtrundfahrt, Empfangsabend am Sonntag

sowie Galadinner und Party am Montag.

– Sie sind herzlich eingeladen, das Wiedersehen

sportlich, ausgelassen und/oder auf

kulinarisch höchstem Niveau zu feiern.

Was bietet das Online-Ticket?

Liveübertragung zweier Bühnen aus dem

Congress Center, Workshops und Vorträge

via Online-Meeting, Videos zum flexiblen

Abruf und voller Zugriff auf die Online-

Plattform – auch die Gäste, die nicht vor

Ort dabei sein können, kommen auf ihre

Kosten.

Teambuilding und Teambildung

Der Deutsche Steuerberatertag ist seit Jahren

ein Leuchtturm-Event der Branche. Er

dient vielen Kolleginnen und Kollegen zum

Weiterbilden und Netzwerken. Aber nutzen

Sie ihn auch als Gelegenheit zur Mitarbeiterbindung

und -weiterentwicklung?

Teambuilding und Teambildung: Zu beidem

bietet die Konferenz die ideale Gelegenheit.

Erlebnisse und Fortbildungen machen aus

Kolleginnen und Kollegen ein Team. Der

Deutsche Steuerberatertag ist deshalb die

ideale Gelegenheit für einen teamstärkenden

Betriebsausflug und ein geeignetes

Instrument der Mitarbeiterbindung.

Mit dem Kanzleiticket erhalten Sie die Tickets

auch nach Ablauf des Frühbucherrabatts

zum ermäßigten Preis (590 € statt

690 €, zzgl. USt.). Der Preis gilt bereits ab

drei Personen aus einer Kanzlei. Erfahren

Sie gemeinsam alle Neuigkeiten in Sachen

Betriebsprüfung, Ertragsteuer, Umsatzsteuer

oder den praktischen Auswirkungen von Pillar

II. Lernen Sie Dresden auf Stadtrundfahrt,

Empfang und Party von seinen schönsten

Seiten kennen. Ganz sicher tragen die neuen

Erkenntnisse und gemeinsamen Momente

auch über die Konferenztage hinaus.

Das Gleiche gilt für unsere Angebote für

Kanzleimitarbeiter. Zum einen bietet der

Deutsche Steuerberatertag Programmpunkte,

die sich gezielt an Ihre Mitarbeitenden

richten. Der Online-Workshop

Stressdetox – Wege zu mehr Gelassenheit

und Produktivität im Kanzleialltag von und

mit Steuerberaterin Marzena Sierant zeigt

Handlungsfelder und persönliche Stellhebel

auf, um die Balance im Kanzleialltag

zu wahren. Diesen Workshop, den wir gemeinsam

mit dem NWB Verlag anbieten,

könnten Teammitglieder dank des Online-

Tickets auch von der Kanzlei aus verfolgen.

Ein spannendes Experiment können die

Teilnehmer zudem mit Michael Lück wagen:

Sein Workshop Fluch und Segen des

Wörtchens JA findet in völliger Dunkelheit

statt. Das ermöglicht einen viel tieferen Austausch

– und natürlich bleiben alle Erkenntnisse

im Raum.

Zum anderen berichten die Kanzleiinhaber

seit Jahren von notwendigen Bemühungen,

den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern auch

über die fachliche Fortbildung hinaus Vorteile

zu bieten. Das können auch teamstärkende

Betriebsausflüge sein. Erhöhen Sie

die Mitarbeiterzufriedenheit in Ihrer Kanzlei

doch durch eine gemeinsame Teilnahme am

45. Deutschen Steuerberatertag!


www.steuerberatertag.de

38


45. Deutscher Steuerberatertag 2022

NEUE WEGE

9. – 11. Oktober 2022

Internationales Congress Center Dresden und online

SAVE

THE DATE

9. – 11. OKT

Fortbildung. Netzwerken. Blicke über

den Tellerrand. Hochkarätige und

hochaktuelle Vorträge und Workshops

aus den Bereichen Steuerrecht,

Kanzleimanagement und Digitalisierung.

Und wie immer runden eine

umfangreiche Fachausstellung und

unser exklusives Rahmenprogramm

die Veranstaltung ab.

Für all das steht der Deutsche Steuerberatertag.

Und das tut er auch in

diesem Jahr mit seiner Hybrid­Ausgabe!

Sie entscheiden also selbst, ob wir

uns vor Ort in Dresden oder vor dem

Bildschirm treffen.

Ausstellung und Fach programm

im Überblick

· Endlich zurück: zwei Tage

Fachausstellung in Dresden

· Alte und neue Partner

treffen: Angebote, neue Entwicklungen

und innovative Startups

online und vor Ort

· Große Auswahl: 5 parallele

Bühnen, 2 Livestreams und ein

zusätzliches Online­Angebot

· Verschiedene Formate:

Keynote, Podiumsdiskus sionen,

Fachvorträge, Workshops

· Und dazu: Empfang,

Gala dinner, Party – unser

Rahmenprogramm

Schwerpunkt wie immer:

Netzwerken

· Matchmaking: Finden Sie

genau die Kontakte, mit denen

Sie viel gemeinsam haben.

· Wiedersehen: Treffen Sie

Ihre Konferenzkontakte dieses

Jahr auch im virtuellen Raum

oder verabreden Sie sich

vor Ort.

· Chat-Roulette: Sie wollen

Ihr Netzwerk erweitern?

Lassen Sie sich überraschen!

· Interaktion: Wir freuen

uns auf Ihre Ideen und den

Austausch mit Ihnen.

Anmeldung ab Mitte Mai unter

www.steuerberatertag.de


VerbandsNachrichten 3 I 2022 // Aus der Arbeit von DStV und DStI

// Mitgliederversammlungen DStV und DStI

Berichte von DStV-Präsident StB Thorsten Lüth ...

... und DStV-Vizepräsident StB/WP Dipl.-Kfm. Gero Hagemeister

Am 17.06.2022 fanden in Berlin

die Mitgliederversammlungen

von DStV und DStI statt. Nach

zwei Jahren der Pandemie

fand auch diese Versammlung wieder in

Präsenz statt.

DStV-Präsident StB TorstenLüth konnte

auf ein außerordentlich erfolgreiches Geschäftsjahr

zurückblicken. Herausragender

politischer Erfolg nach schwierigen Verhandlungen

und vielen persönlichen Gesprächen

mit maßgeblichen Vertretern aus

Politik und Finanzministerien zum Thema

„Fristverlängerung für Steuererklärungen“

war die Entscheidung des Finanzausschusses

des Deutschen Bundestages, die Fristen

für 2022 bis 2024 großzügig zu verlängern.

Ergänzend berichteten die Vizepräsidenten

des DStV, die DStV-Geschäftsführer sowie

die Leiter der Arbeitskreise und Ausschüsse

des DStV aus ihren Zuständigkeitsbereichen.

Insoweit darf auf den Geschäftsbericht

des DStV verwiesen werden.

Präsident Hagemeister berichtete als Vizepräsident

des DStV über die Arbeit der

Offensive Mittelstand, die verschiedene

Institutionen und Personen bündelt, um

den Mittelstand zu unterstützen und seiner

Verantwortung im digitalen und demografischen

Wandel nachzukommen.

Hagemeister ging auch auf die Tätigkeit

des Arbeitskreises BWL ein und berichtete

über den großen Einsatz, mit dem dort dafür

gesorgt werde, dass dem Berufsstand

betriebswirtschaftliche Fragestellungen

nahegebracht werden. Ergänzend dazu

berichtete DStV-Mitarbeiter StB Dipl.Kfm.

Mathias Fortenbacher, Referatsleiter BWL

und Rechnungslegung, über den aktuellen

Stand beim Digitalen Finanzbericht, an

dem Bankenwirtschaft, IT-Anbieter und

Steuerberater beteiligt sind. Die Akteure

der Bankenwirtschaft wünschen sich Daten

aus den Systemen der Steuerberater

(Hinkanal). Der Berufsstand ist insbesondere

an einem entsprechenden Rückkanal

interessiert, mit dem die Kanzleien ihrerseits

Daten der Bankenwirtschaft empfangen

können. Dieser Rückkanal werde

voraussichtlich im Oktober 2022 zur Verfügung

stehen.


Die Delegierten des

Steuerberater-Verbandes Köln

40


VerbandsNachrichten 3 I 2022 // Aus der Arbeit von DStV und DStI

// DStV-Präsident Lüth unterwegs

In den letzten Sitzungswochen vor der

Sommerpause lief der parlamentarische

Betrieb wie stets auf Hochtouren

– auch während der politischen

Sommerfeste. DStV-Präsident StB Torsten

Lüth nutzte das politische Parkett, um das

Netzwerk zu erweitern und sich für die

Belange der kleinen und mittleren Kanzleien

einzusetzen.

In gewohnt konstruktiver und vertrauensvoller

Atmosphäre traf StB Torsten Lüth,

Präsident des Deutschen Steuerberaterverbands

e.V. (DStV), die maßgeblichen

FDP-Spitzenvertreter MdB Katja Hessel

(Parlamentarische Staatssekretärin beim

BMF), MdB Dr. Florian Toncar (Parlamentarischer

Staatssekretär beim BMF) und MdB

StB Markus Herbrand (Finanzpolitischer

Sprecher). Im Fokus der Gespräche standen

u.a. die Einführung eines Meldesystems

für E-Rechnungen, die steuerliche

Behandlung von kleinen PV-Anlagen, die

Modernisierung der Betriebsprüfung und

die Umsetzung der Grundsteuerreform.

MdB Katja Hessel (Parlamentarische Staatssekretärin beim BMF),

StB Torsten Lüth (DStV-Präsident)

MdB StB Markus Herbrand (Finanzpolitischer Sprecher FDP),

StB Torsten Lüth (DStV-Präsident), MdB Dr. Florian Toncar

(Parlamentarischer Staatssekretär beim BMF)

Auch die Einladung zum gelungenen 46. Sommerfest des Parlamentskreises Mittelstand der CDU/

CSU-Bundestagsfraktion (PKM) eröffnete Lüth einige Gelegenheiten, die Belange der kleinen und

mittleren Kanzleien zu vermitteln. Beim guten Austausch mit Spitzenvertretern der Union richtete

er sein Augenmerk u.a. auf die Herausforderungen bei den Schlussabrechnungen zu den Corona-

Wirtschaftshilfen, bei der Umsetzung der Grundsteuerreform und auf bürokratische Hürden bei

kleinen PV-Anlagen.

MdB Friedrich Merz (Vorsitzender CDU Deutschland), StB Torsten Lüth

(DStV-Präsident), MdB Gitta Connemann (Bundesvorsitzende der

Mittelstands- und Wirtschaftsunion (MIT))

MdB Dr. Carsten Linnemann (stellv. Vorsitzender CDU Deutschland),

StB Torsten Lüth (DStV-Präsident)

41


VerbandsNachrichten 3 I 2022 // Aus der Arbeit von DStV und DStI

MdB Jens Spahn (stellv. Vorsitzender für Wirtschaft CDU/CSU-Fraktion),

StB Torsten Lüth (DStV-Präsident)

StB Torsten Lüth (DStV-Präsident), MdB Julia Klöckner

(Wirtschaftspolitische Sprecherin CDU/CSU-Fraktion)

MdB RA Andreas Jung (Klima- und energiepolitischer Sprecher CDU/

CSU-Fraktion), StB Torsten Lüth (DStV-Präsident)

Reinhold Hilbers (Niedersächsischer Finanzminister / CDU),

StB Torsten Lüth (DStV-Präsident)

StB Torsten Lüth (DStV-Präsident), MdB WP/StB Fritz Güntzler (Mitglied

Finanzausschuss CDU/CSU-Fraktion)

StB Torsten Lüth (DStV-Präsident), MdB RA/FAErbR Olav Gutting

(Mitglied Finanzausschuss CDU/CSU-Fraktion)

42


VerbandsNachrichten 3 I 2022 // Aus der Arbeit von DStV und DStI

// 1. Fachberatertag in Köln – Expertise meets Networking

Am 13./14.05.2022 fand der 1.

Fachberatertag in Köln statt.

Die Netzwerkveranstaltung in

Kombination mit zehn Stunden

Pflichtfortbildung war ein voller Erfolg.

Themenvielfalt und abwechslungsreiche

Gespräche begeisterten alle Teilnehmenden.

Der 1. Fachberatertag in Köln stand ganz

im Zeichen der Fachberater für Unternehmensnachfolge

(DStV e.V.), der Fachberater

für Restrukturierung und Unternehmensplanung

(DStV e.V.) und der

Fachberater für das Gesundheitswesen

(DStV e.V.). Diese sind es, die ein theoretisches

Konzept jeden Tag mit Leben füllen,

indem die Berufskollegen und -kolleginnen

ihre Kompetenz für ihre Mandanten

kontinuierlich ausbauen und einsetzen.

Dieses Engagement der Fachberater (DStV

e.V.) galt es zu würdigen und damit auch

das bereits im Jahr 2006 entwickelte DStV-

Fachberaterkonzept.

Hierzu fanden sich über einhundert Fachberater

im Dorint Hotel am Heumarkt zusammen,

wo sie von DStI-Vizepräsident

StB/WP Dipl.-Vw. Michael Weidenfeller

herzlich begrüßt wurden. In den anschließenden

Fortbildungen konnten die Teilnehmenden

ihr Wissen zu wichtigen aktuellen

fachspezifischen Entwicklungen

und Fragen vertiefen. Abgerundet wurde

der Fachberatertag von einer kleinen

Fachausstellung, die über neue Angebote

für den Berufsstand informierte.

Beim abendlichen Get-together nutzten

Teilnehmer, Referenten, wissenschaftliche

Leiter, sowie Aussteller die Möglichkeit,

ihr Netzwerk zu erweitern und sich

in geselliger Runde bei Speis´ und Trank

auszutauschen.

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und seiner regionalen Mitgliedsverbände

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in lockerer Atmosphäre

bei leckerem Essen

und erfrischenden

Getränken mit neuen

und alten Kontakten

ausklingen.

Aufgrund der positiven Resonanz ist ein

2. Fachberatertag 2023 in Planung.


// Keine Aufweichung der Regeln zur Geschäftsführung

bei Berufsausübungsgesellschaften

Der DStV hat sich in seiner Stellungnahme

R 04/2022 gegen

eine Aufweichung der Regeln

zur Geschäftsführung bei Berufsausübungsgesellschaften

im Steuerberatungsgesetz

(StBerG) ausgesprochen.

Nach einem aktuellen Gesetzentwurf des

Bundesministeriums der Justiz (BMJ) sollen

dort künftig Steuerberater nicht mehr

zwingend Teil der Geschäftsführung sein

müssen. Sie soll stattdessen auch allein

Rechtsanwälten oder Wirtschaftsprüfern

obliegen können.

Nach der derzeit geltenden Rechtslage,

die zum 01.08.2022 in Kraft tritt, müssen

in der Geschäftsführung einer Berufsausübungsgesellschaft

stets Steuerberater

in solcher Zahl vertreten sein, dass etwa

bei einer satzungsmäßigen Einzel- oder

Alleinvertretungsbefugnis mindestens

ein Steuerberater der Geschäftsführung

angehört. Auch bei einer gemeinschaftlichen

Vertretungsbefugnis muss stets

sichergestellt sein, dass die Gesellschaft

durch einen Steuerberater vertreten werden

kann. Davon abweichend soll es nach

dem Willen des BMJ künftig allgemein

ausreichen, dass die Geschäftsführung

einer Person obliegt, die nach § 3 StBerG

zur Hilfeleistung in Steuersachen befugt

ist.

Nach Ansicht des DStV ist es für Berufsausübungsgesellschaften

nach dem StBerG

essenziell, dass stets mindestens ein

Steuerberater als Berufsangehöriger zugleich

auch Mitglied der Geschäftsführung

ist. Die prinzipielle Möglichkeit eines Ausschlusses

von Steuerberatern liefe diesem

Leitgedanken zuwider. Denn nach dem

geltenden Berufsrecht soll die Berufsausübungsgesellschaft

ausdrücklich der Ausübung

des Steuerberaterberufs dienen.

Die Verbändegemeinschaft, an der Spitze

vertreten durch den DStV, wird sich weiter

für den Erhalt der geltenden Rechtslage

stark machen.


43


VerbandsNachrichten 3 I 2022 // Aus der Arbeit von DStV und DStI

// Impulse für ein elektronisches Rechnungssystem

Mit Blick auf die geplante

Einführung eines E-Rechnungssystems

hat der DStV

Handlungsempfehlungen

an das BMF adressiert. Er spricht sich für

einen grenzüberschreitend interoperablen

Standard aus und regt hierzulande ein dezentrales

Meldesystem nach französischem

Vorbild an.

Die Planungen zur Einführung eines elektronischen

Rechnungssystems laufen:

Zum einen tüftelt die EU-Kommission an

ihren Plänen zur elektronischen Rechnung

(E-Rechnung), um Mehrwertsteuerlücken

zu schließen. Einen Legislativvorschlag

hat sie für Herbst angekündigt. Zum anderen

wollen die Regierungsparteien

hierzulande ein bundesweit einheitliches

Meldesystem zur Erstellung, Prüfung und

Weiterleitung von Rechnungen einführen.

Der DStV hat hierzu in seiner Stellungnahme

S 14/22 Impulse an das BMF adressiert.

Interoperabilität der Meldesysteme

Der DStV befürwortet im Grundsatz die Einführung

gemeinsamer Meldepflichten innerhalb

der EU. Allerdings müssen in einem

solchen System z.B. die unterschiedlichen

Verwaltungsstrukturen der Mitgliedstaaten,

die Unterschiede der Finanzverwaltung

und der steuerrechtlichen Verfahren

berücksichtigt werden.

Frankreich und Italien sind die großen

Länder in Europa, die ein digitales E-Rechnungssystem

gerade umsetzen bzw. umgesetzt

haben – jeweils mit eigenem Strukturmodell.

Auch in einem grenzüberschreitenden

Meldesystem sollten die Mitgliedstaaten

Landesspezifika berücksichtigen dürfen.

Gerade in Deutschland ist hier an die besondere

Stellung des steuerberatenden

Berufsstands zu denken.

Wichtig ist jedoch, dass am Ende ein gemeinsam

genau definierter Datensatz

erstellt und in einem einheitlichen Datenformat

grenzüberschreitend ausgetauscht

werden kann. Es kommt mithin auf die

Interoperabilität der Transaktionsdaten in

einem europäischen System an.

Dezentrale Datenübermittlung

Das französische Modell könnte als Grundlage

für ein E-Rechnungssystem in Deutschland

dienen.

Dieses sieht die Übermittlung der E-Rechnungen

zur Validierung an zertifizierte

Verifizierungsplattformen vor. Diese zertifizierten

Dritten extrahieren die Rechnungsdaten,

validieren die Rechnungen,

stellen sie den Empfängern zu und melden

die erforderlichen Steuerinformationen an

die nationale Plattform der Steuerbehörde.

Allerdings sollte hierzulande dringend

der steuerberatende Berufsstand in das

E-Rechnungssystem eingebunden sein.

Er darf nicht vom schnellen Informationsfluss

abgeschnitten sein. Nur dann kann der

Berater eine effiziente Beratung gewährleisten.

Anforderungen an zertifizierte Dritte

Gerade bei hochsensiblen Rechnungsdaten

muss bei dem Rückgriff auf Dritte die Datensicherheit

gewährleistet bleiben. Eine

moderne Plattformarchitektur und IT-Security

sind daher für mögliche zertifizierte

Dritte Pflicht.

Ferner empfiehlt der DStV Datenlokalisierungsauflagen,

damit die Daten im Inland,

mindestens aber im innereuropäischen

Ausland, verbleiben.


// Kritik an geplanten Änderungen bei Cloud-Kassen

Das BMF plant, zur Nutzung

elektronischer Aufzeichnungssysteme

nebst zertifizierter

technischer Sicherheitseinrichtung

(TSE) weitreichende Änderungen

im Anwendungserlass zu § 146a AO zu

veröffentlichen. Der Änderungsvorschlag

wirft jedoch teils mehr Fragen auf, als dass

er Rechtssicherheiten schafft. In seiner Stellungnahme

zum BMF-Entwurf fordert der

DStV diverse Konkretisierungen und Klarstellungen.

Gerade einmal ein gutes Jahr ist vergangen,

da die letzte Frist im Zusammenhang

mit der mitunter recht holprigen Umrüstung

elektronischer Kassen auf TSE abgelaufen

ist. Schon droht neue Aufregung:

Das BMF sieht weiteren Regelungsbedarf.

Insbesondere in puncto Ausfall der TSE oder

des elektronischen Aufzeichnungsgeräts

seien Klarstellungen erforderlich. Enge

Rahmenbedingungen für einen Notfallbetrieb

sollen den sicheren Fortgang im

Offline-Modus bei sog. Cloud-Kassen gewährleisten.

Der DStV zeigt in seiner Stellungnahme

S 12/22, dass verschärfte Anforderungen

an Nachweispflichten vor allem eines sicherstellen:

höheren Dokumentationsaufwand

und zusätzliche Kosten auf Seiten der

Anwender.

Ausfall/Störung der TSE: neue

eindeutige Kennzeichnung auf dem

Beleg erforderlich

Bereits derzeit gilt: „… der Ausfall der zertifizierten

technischen Sicherheitseinrichtung

[muss] auf dem Beleg durch eine eindeutige

Kennzeichnung ersichtlich sein.“ Bedurfte

es hierfür bislang einer fehlenden Transaktionsnummer

oder sonstigen eindeutigen

Kennzeichnung, soll künftig der Zeitpunkt

der letzten erfolgreichen Signatur die entscheidende

Information darstellen.

44


VerbandsNachrichten 3 I 2022 // Aus der Arbeit von DStV und DStI

Zwar sollen Kassensysteme, die diese

Anforderungen nicht erfüllen, bis

31.12.2023 unter bestimmten Voraussetzungen

weiterbetrieben werden können.

Dennoch ist es aus Perspektive des DStV

höchst bedauerlich, dass die Unternehmer

lediglich für einen sehr kurzen zeitlichen

Horizont auf die Akzeptanz der von ihnen

angeschafften Systeme nebst technischen

Vorgaben vertrauen können. Hier sollten

zukünftig deutlich längere Zeithorizonte

greifen.

Zugleich weist der DStV darauf hin: „Gut

Ding will Weile haben“. Sind neue bzw.

entsprechend aktualisierte Software-Lösungen

nicht rechtzeitig und kostengünstig

auf dem Markt, kommen am Ende stets

die Steuerpflichtigen in Bedrängnis. Um

etwaigem Umstellungschaos im Einzelhandel

mitten im Weihnachtstrubel von

vornherein vorzubeugen, fordert der DStV

für die neuen Vorgaben eine großzügige

Ausweitung des Nichtbeanstandungszeitraums

etwa bis 31.12.2024.

Notfallbetrieb bei Cloud-Kassen:

Verbindungsmaßstäbe lassen

Anwender „aus allen Wolken

fallen“

Für Cloud-Lösungen ist im BMF-Entwurf Folgendes

geplant: „Sofern die Nutzung eines

elektronischen Aufzeichnungssystems mit

Kassenfunktion erfolgt, … [das] über eine

Internet- oder andere Kommunikationsverbindung

angebunden ist, stellt der Ausfall

dieser Kommunikationsverbindung einen

Ausfall des elektronischen Aufzeichnungssystems

dar.“

Grundsätzlich vorausgesetzt wird, dass das

elektronische Aufzeichnungssystem im

normalen Betrieb stabil und störungsfrei

läuft. Treten häufiger Störungen auf, seien

das elektronische System oder die Einsatzumgebung

entsprechend anzupassen.

Problematisch: Die digitale Infrastruktur in

Deutschland ist vielerorts alles andere als

stabil, Internetverbindungen selten dauerhaft

störungsfrei. Gerade in ländlichen

Regionen bereiten relativ langsame und

mitunter durchaus schwankende Internetverfügbarkeiten

Schwierigkeiten. Dabei ist

es Aufgabe der Politik, die notwendigen

Rahmenbedingungen zu schaffen. Via

Verwaltungsanweisungen das Pflichtenheftchen

der Unternehmer zu füllen und

in Störungsfällen mitunter weitreichende

Systemumstellungen zu fordern, erscheint

an dieser Stelle nicht angemessen. Dies gilt

einmal mehr, als dass der politische Beitrag

– der im Koalitionsvertrag 2021 verkündete

umfassende digitale Aufbruch – auf sich

warten lässt. Insofern fordert der DStV praktikable

und – insbesondere unter Berücksichtigung

der gegenwärtigen Internetversorgung

– angemessene Vorgaben.


// DStV als Diskutant beim BDI-Webtalk zur Beschleunigung

der Betriebsprüfung

Der DStV hat im Webtalk des BDI

mit Vertreterinnen und Vertretern

des BMF, der Wissenschaft

und der Wirtschaft den

Referentenentwurf zur Beschleunigung

der Betriebsprüfung diskutiert. Er ist über

den minimalinvasiven Ansatz des Entwurfs

enttäuscht.

durch seine Geschäftsführerin RAin/StBin

Sylvia Mein, war als Diskutant mit von der

Partie. Aus Sicht des DStV bleibt der Entwurf

deutlich hinter den Erwartungen – insbesondere

der kleinen und mittleren Kanzleien

– zurück.

Zeitnähere Prüfung bleibt

auf der Strecke

Mein zeigte sich im Webtalk mit Blick auf

den vorliegenden Entwurf ernüchtert.

Das Kernproblem der kleinen und mittleren

Unternehmen (KMU) werde nicht an-

Seit Jahren hat die Praxis eine Modernisierung

der Betriebsprüfung herbeigesehnt.

Entsprechend hoch waren die Erwartungen.

Im Sommer hat das Bundesministerium der

Finanzen (BMF) den Referentenentwurf u.a.

zur Modernisierung des Steuerverfahrensrechts

veröffentlicht. Dahinter verbergen

sich nun die geplanten Neuerungen der

Betriebsprüfung.

Am 15.08.2022 hat der Bundesverband der

Deutschen Industrie e.V. (BDI) hierzu einen

Webtalk mit Vertreterinnen und Vertretern

aus Wissenschaft, Praxis und Finanzverwaltung

veranstaltet. Auch der DStV, vertreten

BDI-Webtalk zur Beschleunigung der Betriebsprüfung; 1. Reihe v.l.n.r. Benjamin Koller (BDI-Bereich

Steuern und Finanzpolitik), RAin/StBin/FAStR Dr. Hella Schmidt-Naschke (Leiterin Steuern Deutsche

Bahn AG), 2. Reihe v.l.n.r: RAin/StBin Sylvia Mein (DStV-Geschäftsführerin), Prof. Dr. Roman Seer (Lehrstuhl

für Steuerrecht, Ruhr-Universität Bochum), MR Dr. Thomas Eisgruber (Referatsleiter IV A 8, BMF)

45


VerbandsNachrichten 3 I 2022 // Aus der Arbeit von DStV und DStI

gegangen. Nämlich, dass Betriebsprüfer

erst Jahre später an die Tür klopfen. Kleine

und mittlere Kanzleien fordern einen viel

früheren Start der Prüfungen, um frühzeitig

Rechtssicherheit zu erlangen. Je später die

Prüfung starte, desto aufwendiger sei sie.

So erschweren etwa zwischenzeitliche Mitarbeiter-

oder Gesellschafterwechsel den

Ablauf. Zudem steige die Zinslast für KMU.

Insofern hätte sich der DStV eine Verkürzung

der Festsetzungsfrist gewünscht. Auch

ein unternehmensgrößenunabhängiges

Antragsrecht auf eine zeitnahe Betriebsprüfung

wäre eine Option gewesen. Beides

sieht der Entwurf leider bislang nicht vor.

Drohkulissen schädigen kooperativen

Betriebsprüfungsansatz

Kritisch äußerte sich Mein ferner zu den angedachten

Verschärfungen des verfahrensrechtlichen

Sanktionskatalogs und weiterer

Pflichten zulasten der Steuerpflichtigen -

wie die neue Pflicht zur Berichtigung der

Steuererklärungen im Rahmen des § 153 AO.

Gerade das neue Instrument des qualifizierten

Mitwirkungsverlangens kann für

KMU brenzlig werden. Hauptkritik: Die Finanzverwaltung

kann dieses anlass- und

begründungslos anordnen. Einmal angeordnet,

droht Steuerpflichtigen u.a. ein

automatisches Verzögerungsgeld von fixen

100 Euro pro Tag bereits bei „nicht vollständiger“

Erfüllung. Die Beurteilung der

Vollständigkeit dürfte zwischen der Finanzverwaltung

auf der einen Seite und dem

Steuerpflichtigen sowie dessen Berater auf

der anderen Seite häufig zu Diskussionen

führen. Auch die in diesem Zusammenhang

geplante automatische Verlängerung der

Ablaufhemmung um mindestens ein Jahr

geht zu Lasten der Steuerpflichtigen.

Das Instrument in dieser Ausgestaltung

stamme aus dem Gruselkabinett des Verfahrensrechts

und habe mit einem kooperativen

Steuerverfahren nichts zu tun – so

Mein. Hier müsse der Gesetzgeber dringend

nachbessern.

Einige Instrumente noch zu unklar

Der Entwurf sieht außerdem den Erlass

von Teilabschlussbescheiden vor. Mein

gab zu bedenken, dass zum jetzigen Zeitpunkt

noch nicht klar erkennbar sei, wann

überhaupt eine „abgrenzbare Besteuerungsgrundlage“

vorliege, die separat beschieden

werden könnte. Auch wann der

Steuerpflichtige ein „erhebliches Interesse“

an einem solchen Teilabschlussbescheid

hat, sei noch nicht geklärt. Beides muss der

Steuerpflichtige aber nachweisen, damit

die Finanzverwaltung den erforderlichen

Antrag überhaupt positiv bescheiden kann.

Die Betonung liegt auf „kann“. Die Entscheidung

hierüber liegt zudem noch im Ermessen

der Finanzverwaltung.

Das ist nicht die einzige Stelle, an der der

Entwurf mit Ermessensentscheidungen zugunsten

der Finanzverwaltung glänzt. So

wird diese etwa keineswegs verpflichtet,

dem Steuerpflichtigen geplante Prüfungsschwerpunkte

mitzuteilen oder ihm eine

elektronische Abschlussbesprechung anzubieten.

Dadurch werden die positiven

Tendenzen des Vorhabens dann doch wieder

abgeschwächt. Mein resümierte, da sei

zu viel „kann“ und zu wenig „muss“ für die

Finanzverwaltung drin.

Die Aufzeichnung des BDI-Webtalks ist in

voller Länge auf YouTube abrufbar.


// Kritik an der geplanten Modernisierung der Außenprüfung

Der BMF-Referentenentwurf zur

Beschleunigung der Betriebsprüfung

liegt vor. Die Pläne sehen

massive Verschärfungen

bei den Mitwirkungspflichten und Sanktionen

vor. Im Gegenzug könnten Steuerpflichtige

unter Umständen etwa von sog.

Teilabschlussbescheiden profitieren. Jedoch

ist hier noch vieles unklar. In seiner

Stellungnahme fordert der DStV Nachbesserungen

– insbesondere für kleine und

mittlere Unternehmen und deren Berater.

Der Referentenentwurf u.a. zur Reform der

Außenprüfung liegt auf dem Tisch. Nach

dem Lesen setzt die große Ernüchterung

ein. Kurz zusammengefasst: Steuerpflichtige

sollen stärker in die Pflicht genommen

und die Sanktionsmöglichkeiten bei Nichtbefolgen

deutlich ausgeweitet werden. Da

sind Neuerungen, wie dass die Ablaufhemmung

künftig fünf Jahre nach Bekanntgabe

der Prüfungsanordnung ablaufen soll oder

dass Abschlussbesprechungen online geführt

werden können, ein schwacher Trost.

In seiner Stellungnahme S 11/2022 erläutert

der DStV seine Kritik und unterbreitet dringend

benötigte Verbesserungsvorschläge.

Neues Instrument: Qualifiziertes

Mitwirkungsverlangen

Sehr beunruhigend mutet die Einführung

eines sog. qualifizierten Mitwirkungsverlangens

an. Dieses soll Druckmittel gegenüber

Steuerpflichtigen sein, damit diese

ihren Mitwirkungspflichten im Rahmen

der Außenprüfung nachkommen. Die Ausgestaltung

widerspricht jedoch nach Auffassung

des DStV dem Rechtsstaatsgebot.

So sollen Steuerpflichtige willkürlich und

ohne Begründung zu dieser besonderen

Form der Mitwirkung verpflichtet werden

können. Dies erscheint angesichts der geplanten

Konsequenzen unangemessen.

Kommen sie dem innerhalb der gesetzlich

vorgegebenen Monatsfrist nicht oder

nicht vollständig nach, drohen empfindliche

Strafen. Diese umfassen automatische

Verzögerungsgelder, ggf. weitere Straf-

Zuschläge sowie eine verlängerte Ablaufhemmung,

mindestens um ein Jahr. Diesen

Plan lehnt der DStV entschieden ab – bürdet

er den Steuerpflichtigen zusätzliche Belastungen

und Rechtsunsicherheiten und den

kleinen und mittleren Kanzleien weitere

Haftungsrisiken auf.

Abgestimmte Rahmenbedingungen

mit der Finanzbehörde

Steuerpflichtigen bleibt nur ein Ausweg, um

dem qualifizierten Mitwirkungsverlangen

zu entkommen. Die Finanzverwaltung kann

46


VerbandsNachrichten 3 I 2022 // Aus der Arbeit von DStV und DStI

nach dem Entwurf mit ihm gemeinsam sog.

Rahmenbedingungen für die Prüfung festlegen.

Dahinter steht wohl der Wunsch

nach einem kooperativen Prüfverfahren.

Was genau hier gemeint ist, bleibt jedoch

auch beim Lesen der Begründung des Entwurfs

sehr nebulös. Der DStV fürchtet, dass

solche Rahmenbedingungen an bestimmte

Voraussetzungen wie ein implementiertes

Tax-Compliant-Management-System geknüpft

werden könnten. Damit könnten

gerade kleinere und mittlere Unternehmen

(KMU) das qualifizierte Mitwirkungsverlangen

vielfach nicht abwenden. Etliche KMU

verfügen beispielsweise nicht über die

notwendigen Ressourcen für solche Kontrollsysteme.

Das heißt jedoch keineswegs,

dass sie weniger „compliant“ sind als andere.

Der DStV fordert Aufklärung im weiteren

Gesetzgebungsverfahren, was unter den

sog. Rahmenbedingungen zu verstehen ist.

Teilabschlussbescheide –

Top oder Flop?

Steuerpflichtige sollen künftig den Erlass

von Teilabschlussbescheiden für im Prüfungszeitraum

ermittelte und abgrenzbare

Besteuerungsgrundlagen beantragen

können. Aber auch hier tauchen Fragen auf.

Beispielsweise, welche konkreten Sachverhalte

hier erfasst werden könnten? Von der

Konkretisierung der Voraussetzungen ist es

abhängig, ob das neue Instrument positiv

zu werten ist. Entscheidend wäre, dass die

breite Masse der Steuerpflichtigen von dem

Instrument profitieren kann – insbesondere

auch KMU.


// DStV-News 09/2022

DStV-Präsident Torsten Lüth

im Gespräch mit politischen

Spitzenvertretern - Erfolg der

German Tax Advisers beim

Anti-Geldwäsche-Paket – DStV-Impulse

für ein elektronisches Rechnungssystem

– Leichte Verbesserung bei Reform

der Betriebsprüfung – DStV-Kritik an Änderungen

bei Cloud-Kassen und bei den

Regeln zu Berufsausübungsgesellschaften:

Erfahren Sie dazu jetzt mehr in der

neuen Ausgabe!

Die DStV-News 09/2022 geben Ihnen

einen gebündelten Überblick über monatliche

Highlights des Engagements

des Deutschen Steuerberaterverbands

e.V. (DStV). Der DStV bietet sie auch als

Beihefter in „Die Steuerberatung“, über

StBdirekt und Twitter an. Bleiben Sie stets

auf dem aktuellen Stand mit den DStV-

News!


// Eingaben und Stellungnahmen

Der DStV hat im Berichtszeitraum die nachfolgenden Stellungnahmen verfasst. Auf der Homepage

des DStV (www.dstv.de) sowie unter StBdirekt können Sie im vollen Wortlaut nachgelesen werden:

17.08.2022

Stellungnahme S 14/22 zum Impulspapier

zur elektronischen Rechnungslegung

12.08.2022

Stellungnahme S 13/22 zur steuerlichen

Behandlung kleiner Photovoltaikanlagen

10.08.2022

Stellungnahme S 12/22 zur Änderung

des Anwendungserlasses zur Abgabenordnung

(AEAO) zu § 146a

01.08.2022

Stellungnahme S 11/22 zum Referentenentwurf

eines Gesetzes zur Umsetzung

der Richtlinie (EU) 2021/514 des

Rates vom 22. März 2021 zur Änderung

der Richtlinie 2011/16/EU über die Zusammenarbeit

der Verwaltungsbehörden

im Bereich der Besteuerung und

zur Modernisierung des Steuerverfahrensrechts

30.05.2022

Stellungnahme B 01/22: Entwürfe von

IDW Prüfungsstandards für kleinere,

weniger komplexe Unternehmen (IDW

EPS KMU 1 bis 8)

30.05.2022

Stellungnahme S 10/22: Steuerentlastungsgesetz

2022 - FAQ-Katalog zur

Umsetzung der Energiepreispauschale

cutt.ly/StBdirekt

47


VerbandsNachrichten 3 I 2022 // Sonstige Berufsorganisationen

Sonstige

Berufsorganisationen

// DATEV – Positive Bilanz in der Krise

Von Antonie Schweitzer

Sitz in Mailand den Umsatz um 14 % auf

24,2 Mio. € steigern.

Das Betriebsergebnis lag 2021 bei 77,5

Mio. €; das sind 5,9 Mio. € mehr als im Vorjahr.

An die Mitglieder wird eine genossenschaftliche

Rückvergütung von 5 % des

rückvergütungsfähigen Umsatzes ausgeschüttet,

insgesamt also 48,9 Mio. € netto

(im Vorjahr waren es 47,1 Mio. €).

„Angesichts der aktuellen angespannten

wirtschaftlichen Lage in Deutschland, der

EU und weltweit agieren wir als verlässlicher

Partner unserer Mitglieder und deren

meist mittelständischen Mandanten.“

Mit diesen positiven Meldungen eröffnete

Prof. Dr. Robert Mayr die Jahres-Pressekonferenz

der Genossenschaft in Nürnberg, die

auch in diesem Jahr als Online-Meeting

stattfand. Am 21.07. war der DATEV-Vorstandsvorsitzende

von Prof. Dr. Joachim

Hornegger, Präsident der Friedrich-Alexander-Universität

Erlangen-Nürnberg (FAU),

zum Honorarprofessor ernannt worden. Da

Pressesprecher Andreas Fischer sich aktuell

in Quarantäne befand, wurde sie von

Simone Wastl moderiert, Leiterin Unternehmenskommunikation

und Marketing,

Mitglied der Geschäftsleitung.

Der Jahresabschluss 2021

Der Jahresabschluss für das vergangene

Geschäftsjahr wurde, wie Finanzvorstand

Diana Windmeißer ausführte, am 24.06.

von der Vertreterversammlung festgestellt:

2021 betrug der Umsatz

1,22 Milliarden €, das

entspricht einem Wachstum

von 63,2 Mio. €, also 5,5 %

im Verhältnis zum Vorjahr

mit 1.156,3 Mio. €.

Mit 49 % haben die Cloudbezogenen

Dienstleistungen

einen deutlichen Anteil daran.

Deutlich darunter liegt das Wachstum der

bundesdeutschen Wirtschaft (BIP), das im

letzten Jahr nur 2,7 % betrug. Stärker entwickelte

sich der IT-Markt mit 6,3 % plus,

dessen Wachstum 2020 allerdings um

0,7 % abgesunken war.

Eine erfreuliche Entwicklung ist auch im

DATEV-Auslandsgeschäft zu verzeichnen,

insbesondere in den Vertriebsgesellschaften

in Italien, Österreich und Tschechien,

deren Gesamtumsatz erstmals auf über 30

Mio. € stieg. So konnte DATEV KOINOS mit

„Ende 2021 hatten über 808.000 Unternehmen

zusammen etwa 2,3 Milliarden

Belege digital in unserer DATEV-Cloud gespeichert“,

erläuterte die CFO einen der

zentralen Wachstumstreiber. Zum Jahresende

hatte die Genossenschaft 8.400 Beschäftigte.

Nachhaltiges Wachstum

Wie die CFO betonte, legt DATEV Wert auf

ein nachhaltiges und gesundes Wachstum,

das seit 2017 in jedem Jahr zwischen 5,1

und 6,4 % Plus betrug. „Als großer IT-Dienstleister

beobachten wir natürlich unseren

Bedarf an Energie, insbesondere den an

Strom, sehr genau“, erläuterte Diana Windmeißer.

Seit vielen Jahren setze DATEV auf

Nachhaltigkeit und Energieeinsparung.

« Als großer IT-Dienstleister

beobachten wir natürlich

unseren Bedarf an Energie,

insbesondere den an Strom,

sehr genau. »

Diana Windmeißer

48


VerbandsNachrichten 3 I 2022 // Sonstige Berufsorganisationen

Hohe Investitionen flossen in den vergangenen

Jahren in das Rechenzentrum, sowohl

in den Ausbau der Serverlandschaft

als auch in Maßnahmen zur Senkung des

Stromverbrauchs, insbesondere der Kühlund

Lüftungsanlagen. Aufgrund dieser

Anstrengungen liegt der PUE-Wert des

DATEV-Rechenzentrums mit 1,4 auf einem

sehr guten Niveau. Dieser Wert gibt an, in

welchem Verhältnis der insgesamt für das

Rechenzentrum verbrauchte Strom zu dem

für die eigentliche Arbeitsleistung der IT-Infrastruktur

benötigten steht.

„Die Leistungsfähigkeit der zentralen Prozessoren

hat sich seit 2009 verfünffacht“,

erläuterte Diana Windmeißer, „und die

Speicherkapazität der DATEV-Rechenzentren

ist seit 2005 von unter 1.000 Terabyte

auf inzwischen über 158.000 Terabyte gestiegen.

2011 gab es 6.000 Server, heute

sind es 22.300. Das alles zeigt das immense

Wachstum unserer IT-Infrastruktur. Gleichzeitig

ist der Strombedarf in unseren Rechenzentren

in den vergangenen zwölf

Jahren aber nur um etwa die Hälfte gestiegen.“

Energieeffizienz

Um die bestmögliche Energieeffizienz in

den Rechenzentren zu erreichen, werden

zurzeit in einer Pilotinstallation High Density

Serverschränke getestet: High Densitiy

bedeutet hier, dass auf einer gegebenen

Fläche mehr Serversysteme eingerichtet

werden können, weil die hohen Wärmelasten

direkt am Entstehungsort, also beim

Server, abgeführt werden. Diese innovative

Technik wird, wie Diana Windmeißer erläuterte,

einen Beitrag dazu leisten, weitere

Energie- und damit CO2-Einsparungen zu

schaffen.

machbar und sinnvoll. Für elektrisch oder

hybrid betriebene Kraftfahrzeuge und E-

Bikes stehen Lademöglichkeiten zur Verfügung.

Über das LeaseBike-Programm

laufen inzwischen 2.050 Verträge, und die

Betriebsgastronomie setzt eine Software

ein, die für die verbrauchten Lebensmittel

automatisch die CO2-Bilanz ausweist.

Das 1. Halbjahr 2022

In das Jahr 2022 (01.01. bis 30.06.) ist

DATEV, wie Finanzvorstand Diana Windmeißer

ausführte, mit einem Umsatz von

639,6 Mio. € im 1. Halbjahr gut gestartet.

Prognosen für das 2. Halbjahr 2022 wollte

sie allerdings nicht abgeben.

Im Mai überschritt der IT-Dienstleister erstmals

die Marke von 500.000 Kunden. Diese

sind zu 99 % Genossenschaftsmitglieder

und ihre Mandanten, viele davon arbeiten

bereits mit Cloud-Lösungen. „Wir entwickeln

unser Portfolio und unsere Schnittstellen

konsequent in diese Richtung

weiter“, erläuterte Prof. Dr. Mayr. „Dabei

geht es uns vor allem um die zukunftsfähige

Gestaltung der Arbeitsabläufe in den

Kanzleien und in der Zusammenarbeit mit

den Mandanten, insbesondere in den mittelständischen

Unternehmen.”

Das neue Cloud-native

Rechenzentrum

Neben dem klassischen Rechenzentrum,

in dem bislang alle Daten und Online-

Anwendungen liegen, wurde ein neues,

hochmodernes Cloud-native Rechenzentrum

aufgebaut. „Damit haben wir

eine zukunftsweisende Basis geschaffen,

um schneller und effizienter in der Cloud

neue Services und Technologien zu implementieren

und skalieren“, betonte Prof. Dr.

Mayr. „Die Cloud-Technologie macht es für

Unternehmen und Kanzleien möglich, partnerübergreifend

durchgängig integrierte

kaufmännische Prozesse zu schaffen.“

« Damit haben wir eine

zukunftsweisende Basis

geschaffen, um schneller und

effizienter in der Cloud neue

Services und Technologien zu

implementieren und

skalieren »

Prof. Dr. Robert Mayr

Wie sich das auswirkt, machte Prof. Dr.

Mayr am Beispiel der E-Rechnung deutlich:

Wenn Rechnungen in einem standardisierten

Datenformat wie etwa ZUGFeRD

oder XRechnung digital an Geschäftspartner

weitergeleitet werden, können die

darin enthaltenen Daten automatisiert

verarbeitet werden, beispielsweise für die

Finanzbuchführung oder die Zahlungsfreigabe.

So ließen sich alle kaufmännischen

Aufgaben über durchgängig digitale Prozesse

effizient erledigen.

Mit DATEV SmartTransfer bietet die Genossenschaft

dazu seit einigen Jahren eine Lösung

an, über die 2021 mehr als 3,32 Mil-

Nachhaltigkeit und Klimaschutz stehen

ganzheitlich in allen Entscheidungsprozessen

auf der Agenda, versicherte Windmeißer.

Um dem Ziel der Klimaneutralität

bis zum Jahr 2030 kontinuierlich näher zu

kommen, bedürfe es innovativer Ideen und

Verbesserungsmöglichkeiten. Als Beispiele

führt sie an: Um den CO2-Fußabdruck zu

verkleinern, werden unter anderem Geothermie

und Photovoltaik genutzt, wo

49


VerbandsNachrichten 3 I 2022 // Sonstige Berufsorganisationen

lionen Dokumente zwischen Unternehmen

ausgetauscht wurden – im Mai 2022 waren

es allein 338.237 Dokumente.

Kanzleien: Gute Stimmung bei hoher

Arbeitsbelastung

Mit Sorge blickte der Vorstandsvorsitzende

der DATEV allerdings nicht nur auf die

politischen Entwicklungen, den Krieg in der

Ukraine und die immer noch andauernde

Pandemie, sondern auch auf die damit verbundenen

gesamtwirtschaftlichen Herausforderungen:

auf die aktuellen Entwicklungen

im steuerberatenden Berufsstand und

in mittelständischen Unternehmen.

Einer Mitgliederbefragung zufolge bewerten

49 % der Kanzleien ihre aktuelle

geschäftliche Situation positiv, 17 % sogar

sehr positiv. Nur 5 % geben an, sich in

einer negativen wirtschaftlichen Lage zu

befinden. Doch dieses auf den ersten Blick

positive Bild ist nur ein Teil der Wahrheit.

Die extrem hohe Arbeitsbelastung in den

Kanzleien und das drängende operative

Krisenmanagement in den Unternehmen

lasse kaum Luft für strategische Weiterentwicklungen,

so der CEO, gerade auch um

im technologischen Wandel mithalten zu

können und krisenresilienter zu werden.

Digitalisierungsindex: Kaum Luft

für neue Projekte

Der aktuelle DATEV-Digitalisierungsindex

für die Steuerberatung liegt mit 109,5 Indexpunkten

fast unverändert (-0,1) auf

dem Niveau vom September 2021. Allerdings

wurden Digitalisierungsvorhaben,

die die Kanzleien vor und während der

Pandemie auf die Agenda gesetzt hatten,

angesichts der hohen Arbeitslast und allgemeinen

Unsicherheit häufig zurückgestellt,

beispielsweise die Einführung von digitalen

Dokumentenmanagementsystemen

oder der Ausbau digitaler Dienstleistungen.

„Lang- oder mittelfristige strategische Projekte

werden aktuell durch kurzfristiges,

operatives Krisenmanagement verdrängt“,

erläuterte Prof. Dr. Mayr. „Unternehmen

müssen auf die Schnelle ihre Geschäftsprozesse

oder sogar Geschäftsmodelle

anpassen. Dabei sind – gerade im Mittelstand

– die steuerlichen Beraterinnen und

Berater oft die ersten Ansprechpartner.

Ihre Kernkompetenzen sind gefragt, um

die wirtschaftliche Lage zu beurteilen, Liquidität

abzusichern, Kredit- und Förderanträge

zu stellen sowie Businesspläne

weiterzuentwickeln.“

Resilienz durch strategische

Weiterentwicklung

Prof. Dr. Mayr warnte vor dieser durchaus

nachvollziehbaren Reaktion und betonte,

wie wichtig strategische Weiterentwicklungen

im technologischen Wandel sind,

um krisenresistenter zu werden. Dies zeige

sich im Vergleich der Kanzleien, die eine

Stärken-Schwächen-Analyse zum Digitalisierungsstand

durchgeführt haben, mit

jenen, die dies noch nicht getan haben:

Der Digitalisierungsindex ist in der ersten

Gruppe um 41,4 Indexpunkte und damit

etwa 20 % höher als in der zweiten Gruppe.

Zudem seien die Kanzleien der ersten

Gruppe in der aktuellen Situation deutlich

resilienter: Beim gleichzeitig erhobenen

Branchenbarometer schneiden sie um 4,2

Indexpunkte besser ab als Kanzleien ohne

Analyse, auch bei den Teilindizes „aktuelle

geschäftliche Lage“ (+5,9) und „Erwartungen“

(+2,7) sind die Differenzen spürbar.

„Ich kann alle verstehen, die angesichts der

Arbeitsbelastung nach Freiräumen suchen,

um die akuten Aufgaben irgendwie in den

Griff zu bekommen.“ erläuterte Prof. Dr.

Mayr. „Doch die Zahlen machen für mich

sehr deutlich: Aufgeschoben darf nicht zu

aufgehoben werden. Digitalisierung ist ein

wesentlicher Faktor, um in einer Welt, in der

sich mehrere Krisen überlagern, sicher in die

Zukunft zu navigieren. Sie schafft die Grundlage,

um flexibler und schneller auf veränderte

Anforderungen reagieren zu können.“

Massive Arbeitsbelastung durch

Grundsteuerreform

Von 90 % der Kanzleien wird sie als Faktor

erhöhter Arbeitsbelastung angeführt:

die Reform der Grundsteuer. Rund 36 Millionen

Grundstücke sowie land- und forstwirtschaftliche

Betriebe müssen bis Ende

Oktober 2022 neu deklariert werden, davon

voraussichtlich etwa ein Drittel durch

Steuerkanzleien.

„Bereits im vergangenen Jahr haben wir

den Berufsstand intensiv über die notwendigen

Schritte informiert und vorbereitende

Unterlagen bereitgestellt“, erklärte Prof.

Dr. Mayr. „Seit April können unsere Mitglieder

die Lösung GrundsteuerDigital unseres

Partners fino taxtech nutzen, um die Daten

der Mandanten zu erfassen. Und seit die

ELSTER-Schnittstelle freigegeben wurde,

läuft nun auch die Deklaration darüber.“

Zusätzliche Belastung durch den

Fachkräftemangel

Als weiteren belastenden Faktor wertete

der DATEV-CEO den Mangel an Fachkräften,

über den 70 % der Kanzleien klagen.

„Dabei geht es nicht nur um die Menschen,

sondern auch um ihre Qualifikation: Zunehmend

sind neben steuerlichen Fachkenntnissen

auch Kompetenzen im Be-

50


VerbandsNachrichten 3 I 2022 // Sonstige Berufsorganisationen

reich Digitalisierung gefordert.“ Die DATEV

unterstützt daher die Weiterqualifizierung

zum Fachassistenten Digitalisierung und

IT-Prozesse, die die Bundessteuerberaterkammer

im vergangenen Jahr auf den Weg

gebracht hat.

« Dabei geht es nicht nur um

die Menschen, sondern auch

um ihre Qualifikation:

Zunehmend sind neben

steuerlichen Fachkenntnissen

auch Kompetenzen im Bereich

Digitalisierung gefordert. »

(OZG) sieht vor, dass die deutsche Verwaltung

bis Ende 2022 flächendeckend digitalisiert

sein soll – auch die Steuerberaterkammern

als öffentlich-rechtliche Institutionen.

Die Verwaltung der Berufsträgereigenschaft

wie auch der Vollmachten von beziehungsweise

für Mandanten liegen in der Hand der

Kammern. Das heißt, wie Prof. Dr. Mayr erläuterte,

„digitale Identitäten sowie Stellvertreterfunktionen

und Mandate müssen

möglichst bald in digitalen Ökosystemen

abgebildet werden“.

Als genossenschaftlicher IT-Dienstleister

des Berufsstands werde DATEV, versicherte

er, ihre Leistungsfähigkeit und jahrzehntelange

Erfahrung in dieses für den Berufsstand

wichtige Projekt einbringen. Als erste

Stufe wird das Steuerberaterpostfach am

01.01.2023 in Betrieb gehen. Die Zugriffsberechtigung

soll über die eID-Funktion des

Personalausweises abgesichert werden.

„Mit der Errichtung dieses elektronischen

Steuerberaterpostfachs – beSt – schafft

die Bundessteuerberaterkammer die ordnungspolitischen

Rahmenbedingungen

für eine eindeutige, anerkannte und damit

vertrauenswürdige digitale Adresse für

alle Steuerberaterinnen und Steuerberater“,

versicherte der DATEV-CEO.


Prof. Dr. Robert Mayr

Die Steuerberaterplattform

Prof. Dr. Mayr äußerte sich sehr erfreut darüber,

dass sich die Bundessteuerberaterkammer

im Rahmen ihrer Ausschreibung zum

Aufbau der ersten Stufe einer Steuerberaterplattform

für DATEV als technischen Dienstleister

entschieden hat. Das im August 2017

in Kraft getretene Onlinezugangsgesetz

// DATEV-Aufsichtsratswahl

Die DATEV-Vertreterversammlung

hat bei den turnusmäßigen

Wahlen zum Aufsichtsrat der

Genossenschaft am 24.06.2022

den Kandidatinnen und Kandidaten der

DStV-Mitgliedsverbände gute Ergebnisse

beschert.

RA/FAStR Nicola Zell und StB/WP Wolfgang

Wagner konnten ihre Ämter erfolgreich

verteidigen. Auch bei der anschließenden

Wahl zum Aufsichtsratsvorsitz konnte sich

erneut StB Nicolas Hofmann erfolgreich

durchsetzen, der dieses Amt bereits seit vier

Jahren bekleidet. RA/FAStR Nicola Zell, Verbandsmitglied

im Bezirk Rhein-Erft-Kreis, ist

seit dem Jahr 2014 Mitglied des Aufsichtsrats.

Wolfgang Wagner aus Weiden gehört

dem Gremium seit dem Jahr 2018 an. Beide

hatten sich für eine erneute Amtszeit

zur Wiederwahl gestellt. Die Kandidaturen

wurden im Vorfeld der Wahl durch den DStV

und seine Mitgliedsverbände unterstützt.

Neu in den Aufsichtsrat gewählt wurde StB

Johannes Zolk aus Garmisch-Partenkirchen,

der StBin Sabine Wirsching ablöst. Komplettiert

wird der DATEV-Aufsichtsrat auf der Seite

der Genossenschaftsmitglieder durch StB

Markus Gutenberg und StB Alfred Gesierich.

Der DStV wünscht den gewählten Kandidatinnen

und Kanndidaten im Interesse des

Berufsstands viel Erfolg bei der anstehenden

Arbeit im Aufsichtsrat der DATEV eG.


RA/FAStR Nicola Zell

51


VerbandsNachrichten 3 I 2022 // Sonstige Berufsorganisationen

// Freiberuflerstatistik: erstmals mehr als 4 Mio. Beschäftigte

Zum Jahresbeginn 2022 kletterte

die Zahl der selbstständigen Freiberuflerinnen

und Freiberufler

nach Angaben des Bundesverbandes

Freie Berufe (BFB) auf 1.471.000.

Das sind plus 0,8 % gegenüber dem Vorjahreswert

von 1.459.000 Personen.

Den größten Zuwachs verzeichneten dabei

die freien Kulturberufe von 340.000

auf 344.000 Personen, plus 1,2 %. Es

folgen die technisch-naturwissenschaftlichen

Freiberufler. Sie wuchsen von

289.000 auf 292.000 Personen oder plus

1 %. Die Zahl der freien Heilberufe stieg

von 427.000 auf 431.000, plus 0,9 %. Zu

den rechts-, wirtschafts- und steuerberatenden

Freiberuflern zählen nach 403.000

jetzt 404.000 Personen (plus 0,25 %).

Die Zahl der sozialversicherungspflichtig

Beschäftigten kletterte erheblich,

nämlich von 3.766.000 zum 01.01.2021

auf 4.071.000 zum 01.01.2022. Das sind

300.000 Personen mehr oder plus 8 %. Damit

liegt die Zahl der in den Freien Berufen

sozialversicherungspflichtig Beschäftigen

Personen erstmals bei mehr als 4 Millionen.

Die Zahl der Auszubildenden nahm

leicht von 129.000 auf 129.100 zu. Die Zahl

der mitarbeitenden, nicht sozialversicherungspflichtigen

Familienangehörigen

stieg von 314.000 auf 315.000 Personen

(plus 0,3 %).

Insgesamt arbeiten nach zuvor 5.668.000

Personen nunmehr 5.986.100 Personen

bei den Freien Berufen oder sind selbst

selbstständige Freiberufler.

Damit zeigt diese Umfrage des BFB zum

einen, dass der Gründergeist in krisenhaften

Zeiten weiter leidet. Im Schnitt der zurückliegenden

zehn Jahre gab es ein Plus

von rund 2,2 %, im Vergleich zum Vorjahr

nur von 0,8 %. Dabei ist, so BFB-Präsident

Friedemann Schmidt, „der Weg in die

Selbstständigkeit bei den Freien Berufen

aber immer noch überdurchschnittlich

ausgeprägt. Denn während die Zahl aller

Selbstständigen kontinuierlich abnimmt,

steigt der Anteil der Freien Berufe an allen

Selbstständigen weiter, von zuvor 37 %

auf derzeit 38 %“.

Der Rekordwert von rund vier Millionen

sozialversicherungspflichtig Beschäftigten

belegt, so Friedemann, „dass die Freiberuflerinnen

und Freiberufler für ihre

Teams ebenso attraktive wie zuverlässige

Arbeitgeberinnen und Arbeitgeber sind.

Überdies zeigt dieses Plus von 8 % gegenüber

dem Vorjahreswert einen Nachholeffekt

nach einer zurückhaltenden Personalpolitik

während der Coronakrise und

dass die Freien Berufe dem Fachkräftemangel

nach Kräften gegensteuern.“

Dieser Fachkräftemangel dürfte sich

weiter verschärfen. Denn grundsätzlich

steigt, so Schmidt weiter, „die Nachfrage

nach freiberuflichen Vertrauensdienstleistungen

im Zuge der Tertiärisierung

weiter an und werden die Freien Berufe

mit ihren Teams immer bedeutsamer

für die Transformation von Gesellschaft

und Wirtschaft. Ob Energiewende und

Klimaschutz, die Schaffung bezahlbaren

Wohnraums oder die Versorgung einer

immer älter werdenden Bevölkerung im

Zuge des demografischen Wandels, die

Herausforderungen, vor denen wir alle

stehen, sind enorm. Freiberuflerinnen

und Freiberufler werden irgendwann

nicht mehr anständig arbeiten können,

« Erstmals mehr als

vier Millionen sozialversicherungspflichtig

Beschäftigte. »

BFB-Präsident

Friedemann Schmidt

wenn es zu wenige Fachkräfte gibt. Und

dann fehlt nicht nur ein Produkt im Regal,

sondern eine auch gesellschaftlich

relevante Dienstleistung. Können diese

nicht erbracht werden, droht zudem ein

Dominoeffekt, der sich auch auf andere

Branchen auswirkt. Die Transformation

von Wirtschaft und Gesellschaft ist nur

mit möglichst reibungslosen Abläufen

stemmbar, die wiederum ein feines Zusammenspiel

der Branchen erfordern.

Wenn einzelne Zahnräder aufgrund von

fehlenden Fachkräften nicht ineinandergreifen

können, kommt es zu einer unnötigen

Verlangsamung oder gar zum Stillstand

des gesamten Prozesses.“

Der Bundesverband der Freien Berufe

e. V. (BFB) vertritt als einziger Spitzenverband

der freiberuflichen Kammern und

Verbände die Interessen der Freien Berufe,

darunter sowohl Selbstständige als

auch Angestellte, in Deutschland. Allein

die rund 1,47 Millionen selbstständigen

Freiberufler steuern 10,3 % zum Bruttoinlandsprodukt

bei. Sie beschäftigen über

4,5 Millionen Mitarbeiter – darunter ca.

129.000 Auszubildende.

Die Bedeutung der Freien Berufe für Wirtschaft

und Gesellschaft geht jedoch weit

über ökonomische Aspekte hinaus: Die

Gemeinwohlorientierung ist ein Alleinstellungsmerkmal

der Freien Berufe.


1.999.000

2.784.000

4.071.000

2002 2012 2022

52


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VerbandsNachrichten 3 I 2022 // Aktuelles Steuer- und Beihilfenrecht

// Entwurf eines JStG 2022

Aktuelles Steuer- und

Beihilfenrecht

Das BMF hat unter dem 28.07.2022 den Entwurf eines Jahressteuergesetzes 2022 (JStG 2022) vorgelegt.

Das BMF sieht fachlich notwendigen Gesetzgebungsbedarf zur weiteren Digitalisierung,

zur Verfahrensvereinfachung, zur Rechtssicherheit und Steuergerechtigkeit sowie zur Umsetzung

des Koalitionsvertrages. Dem soll unter anderem wie folgt entsprochen werden:

• Aufhebung der Begrenzung des Spitzensteuersatzes

auf 42 % für die Gewinneinkünfte des Jahres 2007

zur Umsetzung der Vorgaben des BVerfG, Beschl. v.

08.12.21, 2 BvL 1/13

• Streichung der Möglichkeit des Nachweises einer

tatsächlich kürzeren Nutzungsdauer von Gebäuden

• Anhebung des linearen AfA-Satzes für die Abschreibung

von Wohngebäuden auf 3 %

• vollständiger Sonderausgabenabzug für

Altersvorsorgeaufwendungen ab 2023

• Erhöhung des Sparer-Pauschbetrags

• Anhebung des Ausbildungsfreibetrags

• Steuerfreistellung des Grundrentenzuschlages

• Verfahrensverbesserungen bei der Riester-Förderung

• Abschaffung der umsatzsteuerlichen Möglichkeit der Anwendung

von Durchschnittssätzen für den Vorsteuerabzug

• Schaffung einer nationalen Vorschrift zur Umsetzung

der EU-RL 2020/284 des Rates vom 18.02.2020 zur Änderung

der RL 2006 / 112 /EG im Hinblick auf die

bestimmten Anforderungen für Zahlungsdienstleister

• Umsetzung der Verpflichtung zur elektronischen

Bereitstellung über Verwaltungsportale nach dem

Onlinezugangsgesetz (OZG)

• Anpassung der Vorschriften der Grundbesitzbewertung

nach dem Sechsten Abschnitt des Zeiten Teils des

Bewertungsgesetzes an die Immobilienwertermittlungsverordnung

vom 14.07.2021

cutt.ly/Referentenentwurf-JStG2022

// Neue Vergütungsregeln zur Grundsteuererklärung in Kraft

Zur Ermittlung der Vergütung der

Feststellungserklärungen für

Grundsteuerzwecke ist eine neue

spezielle Abrechnungsnorm in

Kraft getreten. Mit § 24 Abs. 1 Nr. 11a StBVV

besteht ab sofort eine einheitliche Berechnungsgrundlage,

welche unabhängig vom

konkreten Ländermodell bundesweit anwendbar

ist. Steuerberater erhalten danach

für die Anfertigung der Erklärung zur

Feststellung oder Festsetzung für Zwecke

der Grundsteuer im Rahmen des ab dem

Jahr 2025 anzuwendenden Grundsteuerrechts

1/20 bis 9/20 einer vollen Gebühr

nach Tabelle A zur StBVV.

Im Einzelnen gilt: Für alle Bundesländer,

in denen nach dem Bewertungsgesetz

oder den jeweiligen Landesgesetzen ein

Grundsteuerwert festgestellt wird, wird

als Gegenstandswert der Grundsteuerwert,

mindestens jedoch ein Betrag von

25.000 € zugrunde gelegt. Dies betrifft

derzeit die Länder Baden-Württemberg

(sog. modifiziertes Bodenwertmodell),

Berlin, Brandenburg, Bremen, Mecklenburg-Vorpommern,

NordrheinWestfalen,

Rheinland-Pfalz, Sachsen-Anhalt,

Schleswig-Holstein und Thüringen sowie

das Saarland und Sachsen (mit jeweils abweichender

Steuermesszahl).

Für alle Länder, in denen abweichend

vom Bundesmodell auf Grundlage der

dortigen Grundsteuergesetze kein entsprechender

Grundsteuerwert vorliegt,

wird ein entsprechender fiktiver Grundsteuerwert

für die Berechnung der Gebühr

zugrunde gelegt. Auch hier sind

mindestens 25.000 € anzusetzen. Zur Ermittlung

des fiktiven Grundsteuerwerts

ist der Grundsteuermessbetrag durch die

jeweils geltende Grundsteuermesszahl

nach § 15 Abs. 1 Nr. 2 Buchst. a) GrStG zu

dividieren. Dies betrifft derzeit die Länder

Bayern (sog. Flächenmodell), Hamburg

(sog. Wohnlagenmodell), Hessen (sog.

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VerbandsNachrichten 3 I 2022 // Aktuelles Steuer- und Beihilfenrecht

Flächen-Faktor-Modell) und Niedersachsen

(sog. Flächen-Lage-Modell).

Die neue Abrechnungsnorm ist Teil der

Vierten Verordnung zur Änderung der

StBVV. Sie wurde nach Zustimmung durch

den Bundesrat am 17.06.2022 im Bundesgesetzblatt

verkündet (BGBl. I, 877) und

ist am Folgetag in Kraft getreten. Die

rechtzeitige Schaffung einer konkreten

Berechnungsgrundlage ist zu begrüßen.

Die Verbände hatten sich insbesondere

über ihren Dachverband DStV angesichts

des engen Zeitrahmens zur Einreichung

der Erklärungen von Anfang Juli bis Ende

Oktober 2022 für eine schnelle Anpassung

der StBVV ausgesprochen.

Abweichend von der speziellen Abrechnungsnorm

des § 24 Abs. 1 Nr. 11a StBVV

können Steuerberater mit ihren Mandanten

auch eine gesonderte Vergütungsvereinbarung

treffen. Dies setzt allerdings

nach § 4 StBVV unter anderem eine entsprechende

Erklärung des Auftraggebers

in Textform voraus. Vereinbart werden

kann auf diese Art z.B. auch eine Abrechnung

nach Zeitgebühr oder eine pauschale

Vergütung.


// Coronahilfen: Erleichterung bei den Fristen

zur Schlussabrechnung

L

aut Information aus dem Bundesministerium

für Wirtschaft

und Klimaschutz (BMWK) wird

die Frist zur Einreichung der

Schlussabrechnungen der Corona-

Wirtschaftshilfen auf den 30.06.2023

verlängert. Darüber hinaus soll bis spätestens

zum 31.08.2023 im Einzelfall

auch eine Fristverlängerung bis zum

31.12.2023 beantragt werden können.

Der DStV hatte sich gemeinsam

mit der BStBK dafür stark gemacht, die

ursprünglich auf den 31.12.2022 gesetzte

Frist praxisgerecht bis zum Ende

des Jahres 2023 zu verlängern.

Die verlängerten Einreichungsfristen

sollen sowohl für das Paket 1 (Überbrückungshilfe

I-III sowie Novemberund

Dezemberhilfe) als auch für das

Paket 2 (Überbrückungshilfe III Plus

und IV) gelten.

Die Beantragung der weitergehenden

Fristverlängerung bis zum Jahresende

2023 muss ebenso wie die Einreichung

der Schlussabrechnungen selbst über

das bekannte Onlineportal www.ueberbrueckungshilfe-unternehmen.de

erfolgen. Die entsprechenden Funktionalitäten

sollen rechtzeitig bereitgestellt

werden. Durch die Berücksichtigung

des 31.08.2023 als spätesten

Termin für die Möglichkeit der Beantragung

einer Fristverlängerung bis zum

Jahresende soll ein Gleichlauf mit den

Fristen für die Steuererklärungen 2021

hergestellt werden.

Die Informationen sollen dem Vernehmen

nach in Kürze auch auf den Webseiten

zu den Corona-Wirtschaftshilfen

sowie in einem speziellen FAQ-Katalog

zur Schlussabrechnung abrufbar sein.


56


BeraterDepesche

09 | 2022

PRAXISRELEVANTE ENTWICKLUNGEN

GESETZE · ERLASSE · EINZELFRAGEN

GERICHTSENTSCHEIDUNGEN

GESETZE UND VERORDNUNGEN

• Referentenentwurf eines JStG 2022

• Eckpunkte für ein Inflationsausgleichsgesetz

• Umsatzsteuersatz auf Gas soll gesenkt werden

• Finanzielle Entlastung für Gasimportunternehmen

• Kritik am geplanten Gesetz zur Modernisierung des

Steuerverfahrens und zur Umsetzung der RL (EU)

2021/514 des Rates vom 22.03.2021

MIT

ONLINE-VERSION

URTEILE DES BFH UND DER FINANZGERICHTE

• Werbungskostenabzug bei Haftung für Lohnsteuer des

angestellten Geschäftsführers

• Berücksichtigung einer Leasingsonderzahlung bei

Anwendung der sog. Kostendeckelungsregelung zur

Privatnutzung betrieblicher Kfz

• Berechnung der Überentnahmen i.S.d. § 4 Abs. 4a Sätze

2 und 3 EStG bei der sinngemäßen Anwendung der

Regelungen auf Einnahmeüberschussrechner

• Wirksamkeit von Steuerbescheiden, die nach Eröffnung

des Insolvenzverfahrens ergehen

• Nacherhebung der Kapitalertragsteuer für eine offene

Gewinnausschüttung in den Fällen des § 27 Abs. 5 Satz

2 KStG

Ausführliche Informationen und Anmeldung unter

www.stbverband-koeln.de


VerbandsNachrichten 3 I 2022 // Prüfungswesen

Prüfungswesen

// Neuwahl Arbeitskreis Prüfende Berufe

Am 08.06.2022 wurde der Vorstand des Arbeitskreises „Prüfende

Berufe“ neu gewählt, nachdem Präsident Hagemeister auf

eine Wiederwahl verzichtet hatte.

Wir wünschen dem neuen Vorstand viel Erfolg bei der Ausübung

des Amtes und freuen uns auf die Zusammenarbeit.

Arbeitskreis

„Prüfende Berufe“

Vorsitzender:

StB/WP Samir Muhic, B.Sc.

Stellvertretende Vorsitzende:

StB/WP Dirk Petersen

StB/WP Dipl.-Kfm. Matthias Lamprecht

// WPK-Beiratwahlen: Erfolg der

Dörschell-Liste

Die Wahlen zum Beirat der

WPK sind abgeschlossen. Am

07.07.2022 hat der Wahlleiter

das Ergebnis bekannt gegeben.

Das gesamte Wahlergebnis steht

zusammen mit einer grafischen Auswertung

auf der Homepage der WPK als

Download zur Verfügung.

Die Steuerberaterverbände hatten die

sog. Dörschell-Liste unterstützt. Von

dieser wurden 14 Kandidatinnen und

Kandidaten direkt in den Beirat der WPK

gewählt. Damit hat die Dörschell-Liste

ein sehr gutes Ergebnis erzielt und die

Zahl ihrer Sitze um vier erhöht.

Direkt gewählt sind folgende Kandidaten

der Dörschell-Liste: Andrea Bruckner,

Andreas Dörschell, Dr. Wolf-Michael Farr,

Katrin Fischer, Monika Frings (Mitglied in

unserem bezirk Aachen), Katrin Gäbler,

Rosemarie Gergen, Tanja Grimme, Barbara

Hoffmann, Susann Ihlau, Evi Lang,

Petra Lorey, Dr. Eckhard Ott und Dr. Karl

Petersen.


cutt.ly/Doerschell-Liste

// Stellungnahme

zu IDW Prüfungsstandars

Unter dem 30.05.2022 adressierte

der DStV eine sehr umfangreiche

Stellungnahme an das Institut der

Wirtschaftsprüfer, in welchem es

um die Entwürfe IDW EPS KMU 1

bis 8 geht.

Nach Auffassung des DStV ist die

zukünftige Anwendung der International

Standards of Auditing

unmittelbar über ihre deutsche

Fassung (ISA [DE]) bei gesetzlichen

Abschlussprüfungen bei

kleineren, nicht komplexen Unternehmen

zunehmend kaum noch

wirtschaftlich umzusetzen.

Besteht bei Anwendung der IDW

EPS KMU 1-8 der Eindruck einer

Prüfung und eines Bestätigungsvermerkes

„zweiter Klasse“, vertritt

der DStV die Auffassung, dass

diese Standards in der Bedeutungslosigkeit

versinken. Diesen

Missstand sollte sich der Berufsstand

nach Auffassung des DStV

nicht antun.

58


VerbandsNachrichten 3 I 2022 // Europa

Europa

// DStV weiterhin im EFAA-Vorstand vertreten

Der Vorstand der EFAA

v.l.n.r.: M.Acct.Ph.D Carlos Menezes (OCC),

StB/WP Dipl.-Kfm Marcus Tuschen (DStV),

EFAA Präsident Salvador Marin,

Gerard van Ijzendoorn, Alexander Stefanac

(GZS) und Johan De Coster (IAB)

DStV-Vizepräsident WP/StB

Dipl.-Kfm. Marcus Tuschen,

zugleich Präsident des Kollegialverbandes

Westfalen-Lippe,

wurde während der Mitgliederversammlung

der European Federation of

Accountants and Auditors for SMEs, EFAA,

einstimmig erneut in den Vorstand gewählt.

Außer Tuschen wurden auch M. Acct. Ph.D

Carlos Menezes (OCC) aus Portugal sowie

der Slowene Aleksander Štefanac (GZS) in

ihrem Amt bestätigt. Die Mitglieder stimmten

zudem für die Aufnahme von drei neuen

Mitgliedsorganisationen. Hierzu zählt

der internationale Verband AIA (Association

of International Accountants) mit Hauptsitz

in Newcastle, der CNOEC (Conseil National

de l’Ordre des ExpertsComptables) aus

Frankreich und das IBR-IRE (Instituut van

de Bedrijfsrevisoren-Institut des Reviseurs

d’Entreprises) aus Belgien.

EFAA-Präsident Salvador Marin betonte,

dass der Zuwachs an Mitgliederorganisationen

die gute Arbeit der EFAA bestätige.

Zugleich zeige es, dass immer mehr Organisationen

die Notwendigkeit erkennen

würden, die Stimme von kleinen und

mittleren Kanzleien in Europa weiter zu

stärken. Die drei neuen Mitglieder wären

geeignete Partner, um die Ziele der EFAA

umzusetzen und den Berufsstand in Europa

gut zu vertreten.

Am Vortage der Mitgliederversammlung

veranstaltet die EFAA, deren Sitz in Brüssel

ist, ihre diesjährige internationale

« Zugleich zeige es, dass

immer mehr Organisationen

die Notwendigkeit erkennen

würden, die Stimme von kleinen

und mittleren Kanzleien

in Europa weiter zu stärken. »

EFAA-Präsident Salvador Marin

Konferenz in Alicante. Sie fand unter dem

Generalthema „Kleine und mittlere Kanzleien

im Wandel (Practise transformation

– SMPs embracing change)“ statt und bildete

im ersten Teil einen bunten Strauß

an Diskussionen und Vorträgen zur Diversifizieung

von Dienstleistungen und der

Erschließung neuer Geschäftsfelder. Im

zweiten Teil standen die Herausforderungen

der Digitalisierung für die Kanzleien

und die künftige Prüfung und Beratung

bei Krypto-Währungen im Fokus.

Die EFAA vertritt mit ihren Mitgliedsverbänden

mehr als 400.000 Berufsangehörige,

überwiegend aus kleinen und

mittleren Praxen in Europa. Der Deutsche

Steuerberaterverband e.V. (DStV) ist seit

der Gründung der EFAA im Jahr 1994 Mitglied.


https://efaa.com

59


VerbandsNachrichten 3 I 2022 // Europa

// Einigung im EU-Rat über Anti-Geldwäsche-Behörde

Der EU-Rat will die Befugnisse

der neuen Anti-Geldwäsche-

Behörde gegenüber den nationalen

Aufsichtsbehörden

absenken. Damit folgt er den Forderungen

der German Tax Advisers und der ETAF.

Am 29.06.2022 erzielte der EU-Rat eine

teilweise Einigung über die geplante

Verordnung COM/2021/421 zur Schaffung

einer neuen europäischen Anti-Geldwäsche-Behörde

„AMLA“ (Anti-Money Laundering

Authority).

Nach dem Willen der EU-Mitgliedstaaten

sollen die Befugnisse der AMLA im Bereich

des sog. Nicht-Finanzsektors wesentlich

eingeschränkt werden. Zum Nicht-Finanzsektor

zählt auch der Berufsstand als

Verpflichteter nach dem noch geltenden

Geldwäsche-Gesetz. Die Verpflichtungen

nach derzeitigen Geldwäschegesetz

sollen in Zukunft in einer europäischen

Anti-Geldwäsche-Verordnung geregelt

werden.

Die EU-Kommission sieht in Artikel 32 ihres

Verordnungsvorschlags in bestimmten Fällen

ein Weisungsrecht gegenüber den nationalen

Aufsichtsbehörden vor. Der EU-Rat

will der AMLA anstelle des Weisungsrechts

nun lediglich die Befugnis einer unverbindlichen

Empfehlung zugestehen.

Die Position des EU-Rats entspricht den Forderungen

der German Tax Advisers (Brüsseler

Kooperation des DStV und der BStBK)

und des gemeinsamen europäischen Dachverbands

ETAF (European Tax Adviser Federation),

die im Vorschlag der EU-Kommission

einen unverhältnismäßigen Eingriff,

sowohl in die nationalen Aufsichtsstrukturen

der Mitgliedstaaten als auch in das

Selbstverwaltungsrecht des Berufsstands

sahen. Die German Tax Advisers und die

ETAF hatten sich in den vergangenen Monaten

deshalb vehement für die Streichung

des Weisungsrechts ausgesprochen.

Der DStV begrüßt diese Entwicklung und

freut sich, dass der EU-Rat den Forderungen

der German Tax Advisers und der ETAF nun

gefolgt ist.

Außerdem verständigte sich der EU-Rat darauf,

die Befugnisse der AMLA im Bereich

des Finanzsektors zu erweitern und etwa

auch Anbieter von Krypto Assets in das Aufgabenfeld

miteinzubeziehen.

Noch keine Einigung besteht im EU-Rat dagegen

über den Sitz der künftigen AMLA.

Hier bemühen sich gleich mehrere Mitgliedstaaten

um einen Zuschlag, darunter

auch Deutschland mit dem Standort Frankfurt.

Nach der Sommerpause wird das EU-Parlament

als zweiter europäischer Gesetzgeber

die Verhandlungen über den Verordnungsvorschlag

aufnehmen. Das EU-Parlament

gilt als Verfechter einer Stärkung von Befugnissen

der AMLA. Im weiteren Verlauf

werden EU-Rat und EU-Parlament im sog.

Trilog-Verfahren dann über eine Einigung

debattieren.


// E-Invoicing - Brüsseler Steuersymposium der

German Tax Advisers

DStV-Vizepräsident WP/StB Christian Böke

diskutierte mit Vertretern des EU-Rats und

der EU-Kommission über den anstehenden

Vorschlag der EU-Kommission zur

Modernisierung der Mehrwertsteuervorschriften.

Der für die zweite Jahreshälfte angekündigte

Gesetzesvorschlag zur „Mehrwertsteuer

im digitalen Zeitalter“ wirft seine

Schatten voraus. In unmittelbarer Nachbarschaft

des Büros der German Tax Advisers

fand deshalb das Brüsseler Steuersymposium

in der Landesvertretung von

Nordrhein-Westfalen statt. Die Veranstaltung

wurde zudem online übertragen.

Für den DStV diskutierte Vize-Präsident

WP/StB Christian Böke zusammen mit

Patrice Pillet, Referatsleiter Mehrwertsteuer

der Generaldirektion TAXUD von

der EU-Kommission und Dr. Andreas Strub,

Referatsleiter Steuerpolitik des EU-Rats.

Moderatorin war die Umsatzsteuerexpertin

Dr. Stefanie Becker aus München.

Zuvor hatte der Vizepräsident der Bundessteuerberaterkammer,

Dr. Holger Stein,

die Veranstaltung der German Tax Advisers

eröffnet.

In der lebhaften Runde wurden verschiedene

Optionen zur Einführung von Systemen

zum Austausch von Rechnungsdaten

erörtert und die Vor- und Nachteile bereits

bestehender Modelle in den Mitgliedstaaten

diskutiert.

Gleich zu Beginn der Debatte unterstützte

Böke das Vorhaben der EU-Kommission.

Bei der Einführung eines EU-weiten Systems

sprach er sich für einen unbürokratischen

Ansatz aus. Ansonsten bliebe der

Aufwand für grenzüberschreitend tätige

Unternehmen unverhältnismäßig hoch.

Deshalb solle die EU-Kommission nur

essenzielle Daten für die Datenübermittlung

in Betracht ziehen.

60


VerbandsNachrichten 3 I 2022 // Europa

« „Steuerberater müssen die

Möglichkeit haben, die

Rechnungsdaten einer

erstellten Rechnung in

Realtime zu erhalten. Nur

dann können sie gegenüber

den Finanzbehörden weiter

ihre Stellung als Garant

für die Richtigkeit der

Umsatzsteueranmeldung

ausüben.“ »

DStV-Vizepräsident

WP/StB Christian Böke

DStV-Vizepräsident WP/StB Christian Böke im Gespräch mit Patrice Pillet, Referatsleiter

Mehrwertsteuer der EU-Kommission und Dr. Andreas Strub, Referatsleiter Steuerpolitik des

EU-Rats

Während Philippe Pillet, der Vertreter der

EU-Kommission, offen ließ, inwieweit

ein zentrales E-Invoicing-System innerhalb

der EU zum Einsatz kommen könnte,

sprach sich Christian Böke dafür aus, dass

der europäische Gesetzgeber lediglich

einen groben Rechtsrahmen vorgeben

solle, der die bisherigen Innovationen

der Mitgliedstaaten berücksichtigen solle.

Im weiteren Verlauf debattierten die Podiumsteilnehmer

über Clearingstellen,

die Datenhaltung der Rechnungsdaten

im europäischen Kontext und die künftige

Entwicklung von E-Invoicing und Clearing-Lösungen.

Auch die Rolle der Steuerberater bei der

Mehrwertsteuer im digitalen Zeitalter

wurde diskutiert. Einigkeit bestand darin,

dass E-Invoicing den Transformationsprozess

in den Kanzleien erheblich beschleunigen

dürfte. Insbesondere würden sich

die klassischen Buchhaltungsaufgaben

hin zu einer analytischen Dienstleistung

entwickeln.

Das Video zur Podiumsdiskussion kann

unter www.germantaxadvisers.eu/de/

events angesehen werden.


// Umfassender Rechtsrahmen für Kryptowerte vereinbart

Das EU-Parlament und der EU-

Rat haben eine vorläufige Einigung

über die Verordnung

über Märkte für Kryptowerte

(MiCA) erzielt. Damit wird ein europäischer

Rechtsrahmen für den Kryptomarkt

geschaffen, der weitere Innovationen auf

einer sicheren und soliden Grundlage ermöglicht.

MiCA verpflichtet Anbieter von Krypto-

Dienstleistungen, die Vorgaben zum

Schutz der Wallets von Verbrauchern umzusetzen.

In Zukunft benötigen Anbieter

von Krypto-Dienstleistungen deshalb eine

Zulassung, um in Europa ihren Geschäften

nachgehen zu können. Die Zulassung ist

von den nationalen Finanzaufsichtsbehörden

innerhalb von drei Monaten nach

der Beantragung auszustellen.

Außerdem müssen Anbieter die Umweltbilanz

der von ihnen ausgegebenen

Assets angeben. Dazu soll die EU-Kommission

innerhalb von zwei Jahren einen

Bericht über die Umweltauswirkungen

von Kryptowährungen erarbeiten und

Mindeststandards für die Nachhaltigkeit

der Assets formulieren.

MiCA wird den Kryptomarkt europaweit

einheitlich regulieren und Risiken im Zusammenhang

mit Verbraucherschutz,

Marktintegrität und Finanzstabilität reduzieren.

Sie setzt laut dem französischen

Wirtschafts und Finanzminister Bruno le

Maire dem „wilden Westen der Kryptowährungen“

ein Ende.


61


VerbandsNachrichten 3 I 2022 // Vermischtes

Vermischtes

// Tax on the Beach

Von Timo Göttert

Ich mag die einfachen Dinge im Leben.

Warum ich mit dieser Denke zum

Steuerrecht kam, ist mir allerdings bis

heute ein Rätsel.

läuft auf 19 % Umsatzsteuer, die zu pressenden

Orangen nur auf 7 %; das erklär‘

‘mal jemandem, der davon keine Ahnung

hat!

Die Woche war wieder geprägt von Überbrückungshilfen,

Energiepreispauschalen

und Grundsteuerthematiken, alles neben

dem Hauptgeschäft natürlich.

Nun stehe ich nach Feierabend an der Bar

und überlege, was ich bestelle. Die Sonne

scheint und es ist warm, da bietet sich ein

klassischer Solero an, der erinnert mich

immer an das Eis aus meiner Kindheit.

Und wie ich dem Barkeeper zuschaue,

stelle ich fest wie ich abschweife und

mal wieder beim Steuerrecht, in dem Fall

bei Prozenten, lande. Der Maracujanektar

Der Licor 43 ist importiert und spielt nochmal

in einer anderen Liga. Der Vodka, und

das ist wichtig, hat 40 % Alkohol, alles was

darunter liegt ist nicht Vodka sondern

Weißwein. Schön an diesem Cocktail ist

auch, dass man den Vodka durch einen

guten weißen Rum oder durch alkoholfreie

Varianten ersetzen kann. Auch das

Hinzufügen einer Kugel Vanilleeis wirkt

wahre Wunder.

Ich bekomme meinen Drink, probiere ihn,

träume vor mich hin und lächle. Es bleibt

dabei, ich mag die einfachen Dinge im

Leben.


StB Timo Göttert, M.A., Köln

/ Rezept...

... mit Alkohol:

• 4 cl Vodka oder weißer Rum

• 4 cl Licor 43

• 8 cl Maracujanektar

• 4 cl frisch gepresster

Orangensaft

... ohne Alkohol:

• 2 cl Vanillesirup

• 2 cl Zitronensaft

• 12 cl Maracujanektar

• 4 cl frisch gepresster

Orangensaft

Alles in einen Shaker füllen, auf

viel Eis kräftig schütteln und

abseihen.

62


VerbandsNachrichten 3 I 2022 // Aus der Finanzverwaltung

Aus der Finanzverwaltung

// Behördenverzeichnisse

Folgende Finanzämter haben neue Telefonverzeichnisse/Geschäftsverteilungspläne herausgegeben, die

mit beigefügtem Revers oder per E-Mail unentgeltlich bei der Geschäftsstelle angefordert werden können:

Finanzamt für Groß- und Konzernbetriebsprüfung Aachen Telefonverzeichnis, Stand: 22.08.2022

Finanzamt Aachen-Kreis Telefonverzeichnis, Stand: 08.2022

Finanzamt für Steuerstrafsachen und Steuerfahndung Köln Geschäftsverteilung, Stand: 01.07.2022

Finanzamt Köln-Mitte Geschäftsverteilung, Stand: 01.08.2022

Finanzamt Köln-Nord Schnellübersicht, Stand: 22.08.2022

Finanzamt Köln-Ost Geschäftsverteilung, Stand: 03.08.2022

Finanzamt Köln-Porz Geschäftsverteilung, Stand: 01.08.2022

Finanzamt Köln-Süd Geschäftsverteilung, Stand: 08.08.2022

Finanzamt Siegburg Geschäftsverteilung, Stand: 29.07.2022

Im Übrigen können die Geschäftsverteilungspläne der Finanzämter auch über die

Internetseiten der Finanzverwaltung abgerufen werden.

www.finanzamt-nrw.de

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63


VerbandsNachrichten 3 I 2022 // Personalia

Personalia

// Veränderungen

Anlässlich der Mitgliederversammlung des Deutschen Finanzgerichtstages

am 16. Mai standen die bisherigen Präsidialmitglieder,

Ludger Hermes und Lutz Hoffmann, nicht

mehr für eine weitere Amtszeit zur Verfügung.

Prof. Dr. Robert Mayr, CEO der DATEV e.G., wurde vom Präsidenten

der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg,

Prof. Dr. Joachim Hornegger am 21. Juli 2022 zum

Honorarprofessor ernannt.


Prof. Jürgen Brandt wurde in seinem Amt als Vorsitzender

des Deutschen Finanzgerichtstages e.V. bestätigt, Mitglieder

des Präsidiums sind: Dr. Bert Füssenich, Richter

am BFH, Dr. Ingo Oellerich, Richter am FG Münster, Prof.

Dr. Thomas Stapperfend, Präsident des FG Berlin-Brandenburg.


Dr. Dirk Günnewig (47) wurde als Nachfolger von Dr. Patrick

Optenhövel zum neuen Staatssekretär im Finanzministerium

Nordrhein-Westfalen berufen. Dr. Günnewig war bisher

Staatssekretär im Ministerium für Kultur und Wissenschaft

und war schon vorher in leitenden Positionen in der nordrhein-westfälischen

Ministerialverwaltung tätig.


Dr. Marcus Optendrenk (53), Mitglied der CDU-Landtagsfraktion,

wurde am 29. Juni 2022 von Ministerpräsident

Hendrik Wüst zum neuen Minister der Finanzen im Lande

Nordrhein-Westfalen ernannt.

Dr. Optendrenk ist in Haushalts- und Finanzfragen des

Landes Nordrhein-Westfalen kundig. Von 2001 an war er

als Referent für den Bereich Haushalt und Finanzen in der

CDU-Fraktion tätig, ehe er im Jahre 2005 Büroleiter beim

damaligen Finanzminister Dr. Helmut Linssen wurde.

Vor seiner Wahl in den Landtag im Jahre 2012 war er von

2010 an Gruppenleiter in der Haushaltsabteilung des Finanzministeriums.

Von 2012 bis 2017 war er Sprecher der

CDU-Fraktion für Haushalt und Finanzen.


Thomas Eigenthaler (64), seit 2011 Vorsitzender der Deutschen

Steuergewerkschaft, stand anlässlich des diesjährigen

Gewerkschaftstages am 22. Juni nicht zur Wiederwahl

zur Verfügung.

Zu seinem Nachfolger wurde Florian Köbler (40) zum

neuen DSTG-Bundesvorsitzenden gewählt. Florian Köbler

kommt aus der bayerischen Finanzverwaltung, ist Diplom-

Finanzwirt und hat die Steuerberaterprüfung abgelegt.


Anlässlich ihrer Mitgliederversammlung in Bonn am

13.06.2022 führte die Deutsche Gesellschaft für Verbandsmanagement

e.V. (DGVM) Neuwahlen durch. Die DGVM ist

die größte Querschnittsorganisation für hauptamtlich geführte

Verbände in Deutschland. Hauptaufgabe der DGVM

ist es, Führungskräfte und Mitarbeiter der Verbände in der

täglichen Praxis zu unterstützen, neue Impulse und Ideen

zu liefern sowie den Erfahrungsaustausch über alle Verbandsgrenzen

hinweg zu moderieren.

Peter Hahn, Geschäftsführer des Handelsverbandes Heilund

Mineralwasser e.V. und früherer Hauptgeschäftsführer

des Deutschen Brauer-Bundes, wurde als Präsident bestätigt.

Christine Sudhop und Dr. Winfried Eggers traten nicht

mehr zur Wahl für das Präsidium an. An ihrer Stelle wurden

Andrea Belegante, HGF des Bundesverbandes Systemgastronomie

e.V., und Dirk Swinke, Landesgeschäftsführer des

SoVD Sozialverband Deutschland – Landesverband Niedersachsen

e.V. gewählt.

In den erweiterten Gesamtvorstand wurden gewählt:

Ralph Appel, Direktor VDI Verein Deutscher Ingenieure e.V.;

Torben Leif Brodersen; Dr. Winfried Eggers; Armin Juncker,

HGF Verband Deutscher Großbäckereien e.V.; Dr. Dominik

Scheuerer, HGF Steuerberater-Verband e.V. Köln.


64


VerbandsNachrichten 3 I 2022 // Personalia

// 30-jähriges Dienstjubiläum Ramona Schmitz

Am 01. August feierte die Leiterin

des Mitgliederreferats des

Verbandes, Ramona Schmitz,

ihr 30-jähriges Dienstjubiläum

beim Steuerberater-Verband Köln. Nach

ihrer Ausbildung als Rechtsanwaltsfachangestellte

in einer Anwaltskanzlei in Euskirchen

bewarb sie sich im April 1992 beim

Steuerberater-Verband Köln, der seinerzeit

noch seinen Sitz in der Weißhausstraße in

Köln hatte.

Die Geschäfte des Verbandes wurden von

vier Mitarbeiterinnen betreut, der Verband

hatte 1.645 Mitglieder. Ramona Schmitz

wurde zunächst in die allgemeine „Büroorganisation“

des Verbandes eingegliedert.

Von 1996-1998 wechselte sie zur Akademie

für Steuer- und Wirtschaftsrecht des

Verbandes in den Bereich Organisation.

Hier bewies sie nicht nur Einfühlungsvermögen

im Umgang mit den zahlreichen

Teilnehmern am Fortbildungsprogramm

der Akademie, sondern auch Organisationstalent,

galt es doch die vielen Veranstaltungen

der Akademie – damals gab es

noch kein zentrales Schulungszentrum – in

den diversen Veranstaltungsorten im Verbandsbereich

unterzubringen.

Im Juli 1998 trat Ramona Schmitz die Nachfolge

von Annemie Ackermann im Referat

„Mitgliederverwaltung“ an. Zu diesem Zeitpunkt

hatte der Verband knapp 2.200 Mitglieder.

Die Übernahme des Referats „Mitgliederverwaltung“

durch Ramona Schmitz

war für den Verband ein echter Glücksgriff.

Von Anfang an betreute Ramona Schmitz

mit großem persönlichem Einsatz diesen

Bereich. Die Gewinnung neuer Mitglieder,

insbesondere aber die Mitgliederpflege

und Mitgliederbindung sind für die Zukunftsfähigkeit

des Verbandes von essentieller

Bedeutung. Ramona Schmitz hat sich

dieser Aufgabe in den zurückliegenden fast

25 Jahren mit großem persönlichen Erfolg

angenommen.

Aktuell kann der Verband, trotz eines immer

schwieriger werdenden Umfelds, auf

fast 3.400 Mitglieder verweisen.

Es ist auch ihr persönlicher Verdienst, dass

der Steuerberater-Verband Köln seit 2006

in der Mitgliederrangliste des Deutschen

Steuerberaterverband Platz 5 belegt und

in Nordrhein-Westfalen neben Düsseldorf

und Westfalen-Lippe nicht mehr der kleinste

Verband ist.

Das Aufgabengebiet von Ramona Schmitz

betraf aber nicht nur die Verwaltung und

Pflege des Mitgliederbestandes. Zu ihrem

Aufgabengebiet gehörte auch die Betreuung

der beiden wichtigsten Veranstaltungen

des Verbandes mit Öffentlichkeitswirkung,

nämlich des Verbandstages mit

anschließender Mitgliederversammlung

und des Neujahrsempfangs. Die Pflege der

über 700 Ehrengast-Adressen des Verbandes

ist sehr aufwendig und arbeitsintensiv,

da in diesem Bereich naturgemäß eine relativ

große Fluktuation besteht.

Der Steuerberater-Verband Köln ist seit

2011 nach ISO 9000:2015 zertifiziert. Ramona

Schmitz hat mit ihrem Engagement

in Fragen der Qualitätssicherung in erheblichem

Maße mit dazu beigetragen, dass die

Auditierungen des Verbandes bisher immer

erfolgreich verlaufen sind.

Der Steuerberater-Verband Köln hat Ramona

Schmitz viel zu verdanken. Wir hoffen,

dass sie unserem Verband noch lange

verbunden sein wird.


Die Geschäftsleitung gratuliert Ramona Schmitz

65


VerbandsNachrichten 3 I 2022 // Personalia

Jubilare (16.05.2022 – 15.08.2022)

50-jährige

Verbandszugehörigkeit

01.06.1972

Dipl.-Bw. Friedhelm Bücken

Steuerberater vBP, Düren

01.07.1972

Dipl.-Fw.

Heinz Walter Langefeld

Steuerberater, Bergneustadt

01.07.1972

Gisela Meisterfeld

Steuerberaterin, Wegberg

26.07.1972

Dipl.-Fw.

Horst Joachim Reinicke

Steuerberater WP RB,

Hennef

40-jährige

Verbandszugehörigkeit

29.05.1982

Margrit Lemmer

Steuerberaterin, Köln

02.07.1982

Margret Esser

Steuerberaterin, Siegburg

05.07.1982

Karl-Heinz Loose

Steuerberater, Bonn

09.07.1982

Peter Hillmann

Steuerberater, Heisdorf

22.07.1982

Peter Greim

Steuerbevollmächtigter,

Euskirchen

23.07.1982

Claudia Liessem

Steuerberaterin, Bonn

23.07.1982

Manfred Paling

Steuerberater, Köln

26.07.1982

Wilfried Dreck

Steuerberater, Siegburg

12.08.1982

Ingo Horeis

Steuerberater, Leverkusen

12.08.1982

Ansbert Peffekoven

Steuerberater, Lindlar

35-jährige

Verbandszugehörigkeit

25.05.1987

Dipl.-Fw. Barbara Pohl

Steuerberaterin, Langenfeld

01.07.1987

Hans Georg Hacker

Steuerberater vBP, Köln

01.07.1987

Dipl.-Kfm. Hans Schuster

Steuerberater vBP, Köln

08.07.1987

Karl-Heinz Rosarius

Steuerbevollmächtigter,

Bonn

08.07.1987

Dipl.-Fw. Friedbert Rulands

Steuerberater,

Waldfeucht-Hontem

14.07.1987

Dipl.-Kffr. Elke Golling

Steuerberaterin, Köln

14.07.1987

Dipl.-Kfm. Cornelia Happ

Steuerberater, Köln

17.07.1987

Klaus Arndt

Steuerberater, Bonn

23.07.1987

Angelika Keller

Steuerberaterin, Köln

30-jährige

Verbandszugehörigkeit

20.05.1992

Inge Kramer-Kirstein

Steuerberaterin,

Meckenheim

25.05.1992

Dipl.-Wirt.Ing. Dipl.-Ing.

Jürgen Schings

Steuerberater, Aachen

26.05.1992

Monika Steffens

Steuerberaterin, Köln

01.07.1992

Kati Naudet

Steuerberaterin, Eschweiler

04.08.1992

Walburga Jany

Steuerberaterin, Wesseling

11.08.1992

Dipl.-Kffr.

Tamara Elsen-Virnich

Steuerberaterin, Köln

25-jährige

Verbandszugehörigkeit

16.05.1997

Ekkehardt Gerigk

Steuerberater RA, Hennef

17.05.1997

Ralf Dommnick

Steuerberater, Düren

20.05.1997

Dipl.-Kfm. Bernd Wittling

Steuerberater vBP, Köln

28.05.1997

Ruth Paa

Steuerberaterin, Aachen

02.06.1997

Dipl.-Bw. Udo Sonntag

Steuerberater, Eitorf - Sieg

04.06.1997

Dipl.-Fw. Ulrike Jansing-

Rademacher

Steuerberaterin, Heinsberg

05.06.1997

Dipl.-Kffr. Ines Rammoser

Steuerberaterin WPin, Köln

06.06.1997

Bernd-Jochen Krach

Steuerberater, Meckenheim

10.06.1997

Dipl.-Kfm. Manfred Gatz

Steuerberater, Düren

24.06.1997

Volker Weigel

Steuerberater,

Swisttal-Heimerzheim

11.07.1997

Dipl.-Kfm.

Thomas Roßbroich

Steuerberater, Düren

66


VerbandsNachrichten 3 I 2022 // Personalia

// Neue Mitglieder (16.05.2022 – 15.08.2022)

Bezirk Bonn

StB Bw. Jürgen Klöckner

Alfter

StB Andreas Schumacher

Sinzig/Rhein

Bezirk Köln

StBin Johanna Bartsch

Köln

StB M.A. Dipl.-Fw.

Niklas Gaspers

Köln

StBin Vanessa Koll

Köln

StB Dipl.-Kfm. Hubert Lingens

Köln

StB WP B.Sc. Samir Muhic

Köln

StB RA Jan Rehorst

Köln

Bezirk Oberberg

StBin Elvira Löwen

Windeck

StB LLB. Mathias Halfmann

Bergneustadt

Bezirk Rhein-Erft-Kreis

StB WP Dipl.-Vw.

Stefan Metzler

Brühl

RA/FAStR StB

Dipl.-Fw. Nico Schley

Frechen

StBin B.Sc.

Anna Katharina Trentsch

Hürth

Bezirk Selfkant

StB Andreas Odenthal

Rommerskirchen

StBin Alexandra Peters

Heinsberg

StBin B.A. Katrin Schleuter

Erkelenz

StB M.Sc. Erik-Thorbjörn

Schreiber

Leichlingen

Bezirk Siegburg

StBin LL.B. Lina Heinemeyer

Sankt Augustin

StBin M.A. Lisa Kruse-Dirks

Niederkassel

StB Dipl.-Fw. Marcus Schieritz

Sankt Augustin

// Boulevard

Herzlichen Glückwunsch, lieber Kollegialverband Westfalen-Lippe, zum 75-jährigen Jubiläum!

Und herzlichen Dank für die Einladung zum gestrigen Festakt! Wir haben sehr gerne mit euch gefeiert

und freuen uns nun auf euren Rückbesuch zu unserem 75-jährigen Jubiläum, das wir am

16. November 2022 feiern.

67


VerbandsNachrichten 3 I 2022 // Informatives

/ Ausblick auf Heft 4 I 2022

Freuen Sie sich bereits jetzt auf unser

Verbandsmagazin Heft 4 I 2022:

• Rückblick auf unsere Jubiläumsfeier

in der Flora

/ Kanzleiportraits

Unter der Rubrik „Kanzleiportraits“ stellen wir

Ihnen Kanzleien vor, die im letzten Jahr mit dem

„Arbeitgebersiegel“ ausgezeichnet wurden.

Ihre Bewerbungen können Sie gerne an

mitglieder@stbverband-koeln.de senden!

• Ausblick und Standortbestimmung des

Berufsstandes

• Auswertung der Gehalts- und

Praxiskostenumfrage 2022

// Buchtipp: Erfolgreich selbstständig – richtige Rechtsform und

notwendiges Steuerwissen

Von Antonie Schweitzer

Sie haben Mandanten, die sich gerade

erst selbstständig gemacht oder

ein eigenes Unternehmen gegründet

haben? Dann wird dieses Buch

interessant für Sie sein. Die erfolgreiche

Autorin Prof. Dr. Claudia Ossola-Haring

lehrt als ordentliche Professorin seit 2002

Betriebswirtschaftslehre an der SRH Hochschule

Heidelberg und am Campus Calw.

Als Fachjournalistin, Unternehmensberaterin

und Referentin ist sie immer praxisorientiert

und spezialisiert auf die Themen

GmbH, Steuern und Personal – mit den

Schwerpunkten Existenzgründung und

Unternehmensnachfolge.

Besonderes Augenmerk legt die Autorin

auf die GmbH als beliebte Rechtsform.

Da diese sich mit anderen Rechtsformen

zusammenschließen kann, werden auch

Einzel- und Personenunternehmen, die

offene Handelsgesellschaft, die Kommanditgesellschaft,

die stille Gesellschaft, die

Betriebsaufspaltung und deren jeweilige

Steuerfolgen erläutert.

Prof. Dr. Claudia Ossola-Haring zeigt in ihrem

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Instrumente für die erfolgreiche Unternehmensführung

im rechtlichen und steuerlichen

Bereich.

/ Informationen zum Buch

Autorin:

Prof. Dr. Claudia Ossola-Haring

Preis: 19,99 Euro brutto

Erscheinungstermin: April 2022

375 Seiten

ISBN Print: 978-3-96276-081-6

ISBN E-Book: 978-3-96276-082-3

In ihrer aktuellen Publikation beschäftigt

sie sich mit dem Thema „Unternehmensgründung

– aber wie?“ Welche Aspekte

sollten angehende Unternehmer beachten,

wenn sie erfolgreich sein wollen? Wichtige

Erfolgsbausteine sind, wie sie verdeutlicht,

die Wahl der richtigen Rechtsform für

das eigene Unternehmen und steuerliche

Grundkenntnisse – Themen, die oft nicht

ausreichend bedacht werden.

Aus dem Inhalt (Auszug):

• Überblick über mögliche Rechtsformen

• Rechte und Pflichten von GmbH-

Gesellschaftern

• Die Betriebsaufspaltung

• Das notwendige Grundlagenwissen

über Steuern

• Steuern und Abgaben organisieren


68


SEMINAR- UND VERANSTALTUNGSÜBERSICHT 10 | 22 – 12 | 22

GANZTAGSSEMINARE

jeweils von 09.30 Uhr bis 16.45 Uhr im Schulungszentrum der Akademie in Köln Porz-Gremberghoven

Datum Thema Dozent/en

17.10.2022

18.10.2022

09.11.2022

10.11.2022

Lohn- und Gehaltsabrechnung - Grundkurs

Lohn- und Gehaltsabrechnung - Aufbaukurs

BiBu Franke

BiBu Franke

01.12.2022 Beratungsakzente 2022/2023 StB RA FAStR Dipl.-Fw. Schley /

StB Dipl.-Fw. Dickmann

HALBTAGSSEMINAR

von 15.30 Uhr bis 19.00 Uhr im Schulungszentrum der Akademie in Köln Porz-Gremberghoven

Datum Thema Dozent/en

20.10.2022 HYBRID: Rund um Lohnsteuerpauschalierungen und -befreiungen -

Bestehende Möglichkeiten vorteilhaft nutzen -

Dipl.-Fw. Heidemann /

Dipl.-Fw. Lukas Bauerdick

27.10.2022 HYBRID: Praxisrelevante Fallgestaltungen zur Umsatzsteuer über die Grenze StB Dipl.-Fw. Dr. Müller, LL.M.

07.11.2022 HYBRID: Sozialversicherung 2023 KK-Bw. Dondrup

15.11.2022 HYBRID: Digitalisierung aus der Sicht der Finanzverwaltung Dipl.-Fw. Kampschulte

21.11.2022 HYBRID: Aktuelle Fragen zur Besteuerung der Land- und Forstwirte RA Hartmann, GF HLBS

22.11.2022 HYBRID: Lohnsteuer 2023 StBin Dipl.-Fwin Küch

LIVE-WEBNARE

Datum Thema Dozent/en

06.10.2022 Besonderheiten bei Ansatz und Bewertung von Rückstellungen –

Beratungschancen nutzen! (11:00 Uhr - 11:45 Uhr)

18.10.2022 Optionsmodell nach § 1a KStG - ein Gesetzesbeschluss mit historischer

Tragweite: Erfolgsmodell oder Rohrkrepierer? (09:30 Uhr - 13:00 Uhr)

Dipl.-Fw. Rüschoff

Dipl.-Fw. Funk

24.10.2022 Aktuelles zur Grunderwerbsteuer in der Beratungspraxis (11:00 Uhr - 11:45 Uhr) StB RA FAStR Dipl.-Fw. Schley

08.11.2022 Steuerliche Fallstricke mittelständischer Unternehmensverkäufe

(09:30 Uhr - 13:00 Uhr)

RA FAStR Dr. Wollweber

Von-der-Wettern-Straße 17 · 51149 Köln

Telefon: 02203 993216 · Telefax: 02203 993222

info@akademie-stuw.de

www.akademie-stuw.de


VerbandsNachrichten 3 I 2022 // Impressum

// Impressum

/ Anlagen und Beilagen

Die Literaturhinweise sind diesen VerbandsNachrichten als Anlage beigefügt. Wir empfehlen ihre Beachtung. Wir weisen darauf hin,

dass sämtliche Werke, die in den Literaturhinweisen beschrieben werden, in unserer Verbandsbibliothek zur Verfügung stehen und

von den Mitgliedern unseres Verbandes eingesehen werden können.

Bitte wenden Sie sich an die Geschäftsstelle, Tel. 02203-993090.

Anlagen:

• Anforderungsrevers

• Literaturhinweise

• Arbeitgebersiegel: „Exzellente Arbeitgeber“ erkennt man am Siegel.

• Bestellformular BeraterDepesche

Wir bitten um Beachtung.

/ Impressum

VerbandsNachrichten des Steuerberater-Verbandes e.V. Köln - Verband der steuerberatenden und wirtschaftsprüfenden Berufe -

Steuerberater-Verband e.V. Köln - Verband der steuerberatenden und wirtschaftsprüfenden Berufe -

Von-der-Wettern-Str. 17, 51149 Köln · Telefon: 02203-993090 · Telefax: 02203-993099

E-Mail: geschaeftsstelle@stbverband-koeln.de · www.stbverband-koeln.de

Chefredakteur:

Redaktion:

Redaktionsschluss:

Anzeigen:

Bildnachweis:

Dr. Wilfried Bachem

Manfred Hofstede, Dr. Dominik Scheuerer

15.08.2022

Zurzeit ist die Anzeigenpreisliste vom 01. März 2019 gültig. Sie kann beim Herausgeber angefordert und auf

der Homepage des Verbandes eingesehen werden.

S. 3, 7, 12, 15 © Dominik Ketz / S. 4, 15, 17, 18, 19 © Tobias Vollmer / S. 5, 7 © Flora Köln / S. 13 © Max Malch /

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Alle Angaben ohne Gewähr.

Weibliche/männliche Schreibweise: Aus Gründen der besseren Lesbarkeit wird in der Regel grundsätzlich die männliche Schreibweise

verwendet. Wir weisen ausdrücklich darauf hin, dass dies auch die weibliche Schreibweise impliziert.

Namentlich gekennzeichnete Beiträge anderer Autoren brauchen nicht mit der Auffassung des Verbandes übereinzustimmen.

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