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Hallo-Allgäu vom Samstag, 10.September

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10. SEPTEMBER 2022 | AUSDEM ALLGÄU SEITE 03 | HALLO<br />

Brückenwerk<br />

Maria-Ward-Schule gleicht Leistungsdefizite während der Ferien aus<br />

Talentiertes Federvieh<br />

Zirkus Liberta bezaubert Bewohnende und Mitarbeitende im BRK-Haus<br />

KEMPTEN. Mit Lücken indas<br />

neue Schuljahr starten? Pustekuchen.<br />

Das wird den Schülerinnen<br />

der Maria-Ward-Schule<br />

Kempten nicht passieren. Um<br />

Lerndefizite, die während der<br />

Coronazeit und auch indiesem<br />

Schuljahr entstanden sind,<br />

auszugleichen, bietet die Mädchenrealschule<br />

auch in diesen<br />

Sommerferien die bereits bewährte<br />

Sommerschule unter<br />

dem Titel „BrückenWerk“ an.<br />

„Insbesondere imBlick auf einzelne<br />

Schülerinnen ist es uns<br />

ein zentrales Anliegen, individuelle<br />

Angebote zur Lernförderung<br />

zugeben. Dies gilt vor<br />

allemauchindiesem Schuljahr,<br />

das immer noch geprägt ist<br />

von den Herausforderungen<br />

Das Sommerschul-Angebot des<br />

Schulwerks der Diözese Augsburg<br />

geht indie zweite Runde.<br />

Foto: Manuela Holzer<br />

der Corona-Maßnahmen. Hier<br />

sehen wir durch die positiven<br />

Innehalten<br />

Segnung des neuen Feldkreuzes inLangenried<br />

Erfahrungen in den vergangenen<br />

Sommerferienkursen<br />

mit BrückenWerk ein wirklich<br />

hilfreiches Mittel, um unsere<br />

Schülerinnen so zu unterstützen,<br />

dass gesetzte Lernziele<br />

erreicht werden können“, erklärt<br />

Schulleiterin Manuela<br />

Holzer. Wie im vergangenen<br />

Schuljahr bieten in der ersten<br />

und letzten Woche der<br />

Sommerferien insgesamt 140<br />

Lehramtsstudierende den Förderunterricht<br />

in den Fächern<br />

Mathematik, Englisch und<br />

Deutsch inkleinen Lerngruppen<br />

an. Insgesamt 24 Schülerinnen<br />

ausden Klassen 5und 6<br />

haben dieses Unterstützungsangebot<br />

über die Sommerschule<br />

angenommen.<br />

OBERSTDORF. Vor wenigen<br />

Tagen bevölkerten zahme<br />

Hühner, Enten, Gänse und<br />

zwei Hunde den Garten des<br />

BRK Hauses der Senioren in<br />

Oberstdorf und versetzten<br />

die Bewohnerinnen und Bewohner<br />

in Begeisterung. Bei<br />

den Tieren handelte es sich<br />

um die Stars des Zirkus Liberta,<br />

der für einen ganzen Tag in<br />

das Seniorenheim gekommen<br />

war.<br />

Der Zirkus Liberta ist laut<br />

Guinness Buch der Rekorde<br />

der kleinste Zirkus der Welt.<br />

Zirkusdirektor, Dompteur und<br />

verschmitzter Alleinunterhalter<br />

ist Dieter Schetz. Statt auf<br />

Löwen, Tiger oder Elefanten<br />

setzt erauf heimische Haustiere,<br />

mit denen er auf einem<br />

Bauernhof in der Nähe von<br />

Immenstadt lebt.<br />

Gemeinsam bieten sie ein<br />

äußerst unterhaltsames Programm<br />

mit witzigen und<br />

possierlichen Dressuren, die<br />

allesamt ohne Zwang oder<br />

Die Senioren und Seniorinnen „gackerten“ mit dem tierischen Besuch<br />

über Gott und die Welt.<br />

Foto: Astrid Küchle<br />

Peitsche auskommen.<br />

Die Bewohnenden im Haus<br />

der Senioren konnten sich<br />

von mittags bis zum Abend<br />

an den außergewöhnlichen<br />

Besuchern erfreuen. „Schon<br />

die Ankunft des kleinen Zirkus´,<br />

bei der die Tiere aus<br />

dem Anhänger kamen und alle<br />

Anwesenden mit laustarkem<br />

Geschnattert und Gegacker<br />

begrüßten, erregte großes<br />

Aufsehen.<br />

Die Tiere durften dann frei im<br />

Garten herumlaufen und die<br />

Hasen, eine weiße Maus und<br />

auch die Gänse ließen sich bereitwillig<br />

streicheln und auf<br />

den Arm nehmen“, erzählt<br />

Melanie Engel, die Einrichtungsleiterin<br />

des Hauses der<br />

Senioren.<br />

„Am Nachmittag fand dann<br />

eine kleine Tiershow mit<br />

spektakulären Kunststücken<br />

statt“, schmunzelt sie. „Dabei<br />

sprang beispielsweise ein<br />

Hund durch einen Feuerreifen<br />

und eine Ente rutschte eine<br />

Wasserrutsche hinunter“.<br />

Die Bewohnenden seien alle<br />

sehr begeistert und fasziniert<br />

von den Tieren gewesen, freut<br />

sie sich.<br />

„Es war ein toller Tag und eine<br />

rundum gelungene Veranstaltung.“<br />

Freude schenken<br />

Jugendliche können bei der „<strong>Allgäu</strong>Pflege“ mitarbeiten und für ältere Menschen dasein<br />

Pater Florian von der Gebetsstätte Wigratzbad segnete das neue, südwestlich von Langenried aufgestellte<br />

Feldkreuz, das von der Teilnehmergemeinschaft der aktuell laufenden Flurneuordnung Oberreute<br />

III finanziert wurde.<br />

Foto: Stefan Hansel<br />

OBERREUTE. Im Rahmen eines<br />

Festakts ist ein neues,<br />

südwestlich von Langenried<br />

aufgestelltes Feldkreuz gesegnet<br />

worden. Finanziert wurde<br />

das Kreuz von der Teilnehmergemeinschaft<br />

der aktuell<br />

laufenden Flurneuordnung<br />

Oberreute III, die darauf abzielt,<br />

kleine und zersplitterte<br />

Grundstücksflächen zu größerenEinheiten<br />

zusammenzuführen<br />

und mit Wegverbindungen<br />

zu erschließen. Die dafür notwendigen<br />

Vermessungen und<br />

der Tausch von Grundstücken<br />

dauern an, die Wegebau- und<br />

Pflanzmaßnahmen im Rahmen<br />

der Flurneuordnung sind nun<br />

aber abgeschlossen –was die<br />

Teilnehmergemeinschaft dazu<br />

bewog, an exponierter Stelle<br />

ein Feldkreuz aufzustellen. Die<br />

Fläche dafür stellte die Landwirtsfamilie<br />

Wiedemann zur<br />

Verfügung. Den Segen spendete<br />

Pater Florian von der<br />

Gebetsstätte Wigratzbad, Alphornbläser<br />

und der Oberreuter<br />

Zweigesang sorgten für die<br />

musikalische Umrahmung.<br />

GRÜSSE<br />

Grußworte sprachen Bürgermeister<br />

Stefan Schneider, Bauoberrätin<br />

Julia Geiger und Projektleiter<br />

Stefan Hansel <strong>vom</strong><br />

Amt für Ländliche Entwicklung<br />

Schwaben, das die Flurneuordnung<br />

in Oberreute begleitet<br />

und finanziell fördert.<br />

Markus Wiedemann, selbst<br />

Vorstandsmitglied der Teilnehmergemeinschaft,<br />

gab seiner<br />

Freude Ausdruck, dass alle Eigentümer<br />

bessere und exakte<br />

Grenzen erhalten und die<br />

Landwirte von kürzeren Hofzufahrten<br />

und zukunftssicheren<br />

neuen Wegen profitieren,<br />

die darüberhinausauchEinheimische<br />

und Touristen nutzen.<br />

Julia Geiger hob den Nutzen<br />

der laufenden Flurneuordnung<br />

für die Umwelt hervor und<br />

nannte als Beispiele die Aufwertung<br />

von Moorflächen sowie<br />

das Anlegen von Biotopen<br />

und Ausgleichsflächen.<br />

ALLGÄU. Viele Jugendliche<br />

nutzen aktuell ihre Sommerferien<br />

für einen Ferienjob. Lea<br />

Dinnebier hat sich hierbei für<br />

die <strong>Allgäu</strong>Pflege entschieden.<br />

Die 14-Jährige hat einige Zeit<br />

in der Tagespflege inSonthofen<br />

mitgearbeitet und dabei<br />

nicht nur ins Berufsleben hineingeschnuppert<br />

und ihr Taschengeld<br />

ein wenig aufgebessert,<br />

sondern zugleich alten<br />

Menschen eine Freudebereitet<br />

und wertvolle Lebenserfahrung<br />

gesammelt.<br />

„Ich war auf der Suche nach<br />

einem Ferienjob und wollte etwas<br />

Soziales machen“, erzählt<br />

die Schülerin. „Dabei kam ich<br />

auf die <strong>Allgäu</strong>Pflege, die jadas<br />

Projekt `JES -Junges Ehrenamt<br />

für Senioren´ anbietet.“ Von<br />

Montag bis Freitag war die Jugendliche<br />

in der Tagespflege<br />

Sonthofen der <strong>Allgäu</strong>Pflege im<br />

Einsatz. „Ich habe mit den Gästender<br />

TagespflegeBrettspiele<br />

wie`Mensch ärgere Dich nicht´<br />

gespielt oder wir haben gemeinsam<br />

das Rätsel aus der Tageszeitung<br />

gelöst. Manchmal<br />

habe ich ihnen etwas vorgelesen<br />

oder wir sind spazieren gegangen<br />

undganzoft habenwir<br />

uns einfach unterhalten. Das<br />

war sehr schön und oft auch<br />

Gemeinsamkeit, Kontakt, Abwechslung, Lachen und gute Laune -<br />

wenn Lea Dinnebier mit den Gästen der Tagespflege Sonthofen<br />

„Mensch ärgere Dich nicht“ spielt, ist das soviel mehr als nur ein<br />

Gesellschaftsspiel.<br />

Foto: Dinnebier<br />

richtig interessant“, berichtet<br />

sie. Wichtig sei ihr von Anfang<br />

an gewesen, etwas Sinnvolles<br />

zu tun. „Dass das, was ich in<br />

der Tagespflege gemachthabe,<br />

sinnvoll war, habe ich deutlich<br />

gemerkt“, sagt sie. „Die Tagespflegegäste<br />

haben sich immer<br />

gefreut, wenn ich dawar. Sie<br />

freuten sich über die Zeit, die<br />

ichmir fürsie nahm und fragen<br />

anscheinend auch jetzt noch,<br />

wann ich wiederkomme –das<br />

ist ein gutes und schönes Gefühl.“<br />

Anna Seewald, stellvertretende<br />

Pflegedienstleitung,<br />

ergänzt: „Auch für uns als<br />

hauptberufliche Pflegekräfte<br />

ist es schön, dieses Miteinander<br />

zwischen den jungen Leuten<br />

und den Seniorinnen und<br />

Senioren zu beobachten. Für<br />

die altenMenschenist dassehr<br />

belebend und für die Jungen<br />

ist es meist eine interessante<br />

Erfahrungund lehrreichfür das<br />

weitere Leben.“ Bei der <strong>Allgäu</strong>-<br />

Pflege, die als gemeinnützige<br />

Gesellschaft neben dem Spital<br />

Sonthofen auch das Spital<br />

Immenstadt, die Seniorenresidenz<br />

Blaichach und den Seniorenpark<br />

Altusried betreibt,<br />

fördert man das Engagement<br />

junger Menschen seit Langem.<br />

„Wir pflegen engen Kontakt<br />

zu den örtlichen Schulen und<br />

haben häufig Schülerpraktikanten<br />

und Praktikantinnen<br />

bei uns, die auf diese Weise in<br />

den Pflegeberuf hineinschnuppern<br />

können und dafür auch<br />

eine kleine Aufwandsentschädigung<br />

bekommen. Bei einigen<br />

von ihnen entsteht daraus ein<br />

dauerhaftes Engagement, das<br />

über das Schülerpraktikum<br />

hinausgeht. So ermuntern wir<br />

im Rahmen unseres Projektes<br />

„JES“ junge Menschen dazu,<br />

ein- oder mehrmals pro Woche<br />

zu uns zukommen, um in der<br />

Tagespflege oder in den Wohngruppen<br />

ehrenamtlich Zeit mit<br />

den Bewohnerinnen und Bewohnern<br />

zuverbringen.<br />

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