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4-2022

Zeitschrift für Elektro-, Gebäude- und Sicherheitstechnik, Smart Home

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September/Oktober/November 4/2022 Jahrgang 24

HausundElektronik

Zeitschrift für Elektro- und Gebäudetechnik

Kompakte Netzteile

für smarte Gebäude

Inpotron, Seite 6


durchgängig

gut

fixiert

Schnabl hat systembasierte Befestigungslösungen für den Übergang von der Boden- zur

Wandinstallation. Der Trassenbügel TB mit dem Traganker TA und die Schnabl Steckschellen

ermöglichen eine besonders zeitsparende und flache Bodeninstallation. Für die weiterführende

Installation auf Trockenbauwänden gibt es die C-Fix Schelle in unterschiedlichen

Größen. Weitere clevere Kombinationen zur Befestigung von Kabeln und Rohren finden

Sie hier: www.schnabl.works.

Besuchen

Sie uns auf der

light+building

in Frankfurt vom

02. - 06. 10. 2022

Halle 12,

Stand E 31

Unsere Trassenbügel TB mit Traganker TA, die Einfach- und Doppelsteckschelle ESS

und DSS und der C-Fix. Finden Sie genau die richtigen Produkte für Ihren Arbeitsbereich

mit der Schnabl-App für Android und iOS.


Editorial

Engagement statt

Lippenbekenntnis

Deutschland verabschiedet sich vom „St.-Florians“-Prinzip. Damit konnte man jahrzehntelang

zwar eine Sache grundsätzlich befürworten – einen eigenen Beitrag dafür aber von

sich weisen. Beispiel Umweltschutz: Alle waren dafür, aber vom Auto aufs Fahrrad umsteigen?

Nein, das war dann doch eher was für die „Ökos“, wie manche sie damals despektierlich

nannten. Gegen Atomkraft waren auch viele – aber das Windrad vor der eigenen

Tür? Das wollten nur die Wenigsten.

Dieter Lautz

Vertriebsgeschäftsführer Sonepar

Heute ist ein Wandel zu beobachten: Immer mehr Menschen wollen persönlich einen Beitrag

für den Umwelt- und Klimaschutz leisten. Und das ist nicht länger ein abstraktes Lippenbekenntnis,

sondern mündet in einer konkreten Anforderung an Produkte und Dienstleistungen:

Für annähernd 60% der Menschen in Deutschland ist Nachhaltigkeit zumindest

ein wichtiges oder sogar das wichtigste Entscheidungskriterium. Und zwei Drittel der

Konsumenten sind bereit, mehr Geld für nachhaltige Produkte zu zahlen.

Rund 90% der Menschen in Deutschland befürworten die Energiewende – und sie lassen

jetzt Taten folgen: Einer Umfrage des Hamburger Marktforschungsinstituts Appino

zufolge beabsichtigen 25% der Hauseigentümer in Deutschland, noch in diesem Jahr in

eine PV-Anlage zu investieren. Ein Markt von 3,5 Millionen Anlagen, 17,5 mal mehr als

2021. Ebenso steigen auch die Zulassungszahlen von E-Fahrzeugen; entsprechend geht

die Nachfrage nach Wallboxen durch die Decke. Speicher, Wärmetauscher, Peripherie,

Installations- und Montagematerial – all das ist gefragt wie nie zuvor.

Für das Handwerk könnten somit die guten Zeiten weiter andauern. Gleichzeitig gibt es

aber auch neue Herausforderungen, wenn es darum geht, unterschiedliche Gewerke zu

vernetzen, um ganzheitliche Lösungen zu realisieren. Zum Beispiel mit einer Lösung,

bei der die PV-Anlage auf dem Dach klimafreundlichen Solarstrom erzeugt und ihn via

Speicher und Energie-Management intelligent auf E-Auto und Wärmetauscher verteilt,

sodass die Sektoren „Mobilität“ und „Wärme“ klimaschonend gekoppelt sind – bestenfalls

wird die Verteilung des Stroms noch smart gesteuert in Abhängigkeit der aktuellen

Strompreisentwicklung.

Diese Ausgabe ist wieder voll mit innovativen Ideen für solche Lösungen. Auch wir bei

Sonepar haben den Trend frühzeitig erkannt. Unter dem Motto „Ich sag JA! Energiewende

mit Sonepar“ bieten wir dem Handwerk vernetzte Lösungen für die Energiewende aus

einer Hand. Vom PV-Modul samt Montage- und Installationsmaterial über Speicher und

Wärmetauscher bis zur Wallbox – immer mit einer ganzheitlichen Beratung. Warum? Weil

auch wir uns für die Energiewende engagieren. Und weil wir einen konkreten Beitrag dafür

leisten wollen. Denn das „St.-Florians“-Prinzip war noch nie unseres...

Dieter Lautz

Vertriebsgeschäftsführer Sonepar

Haus und Elektronik 4/2022 3


Inhalt 4/2022

3 Editorial

4 Inhalt/Impressum

6 Titelstory

8 Gebäudetechnik und -automation

40 Netzwerke und Kommunikation

62 Elektroinstallation

73 Messtechnik

76 Lichttechnik

84 Photovoltaik

86 Software

88 TV, Radio und Internet

90 Sicherheitstechnik

Zum Titelbild:

Kompakte Netzteile

für smarte Gebäude

Mit zunehmender Gebäudeautomation wächst

der Bedarf an smarten Netzteilen, doch der Platz

dafür ist begrenzt. Schmale Schaltnetzteile mit

hoher Leistungsdichte sind die Lösung. 6

• Herausgeber und Verlag:

beam-Verlag

Krummbogen 14

35039 Marburg

info@beam-verlag.de

www.beam-verlag.de

Tel.: 06421/9614-0

Fax: 06421/9614-23

• Anzeigenverwaltung:

beam-Verlag

Myrjam Weide

m.weide@beam-verlag.de

Tel.: 06421/9614-16

Fax: 06421/9614-23

• Redaktion:

Ing. Frank Sichla

redaktion@beam-verlag.de

• Erscheinungsweise:

4 Hefte jährlich

• Satz und

Reproduktionen:

beam-Verlag

• Druck und Auslieferung:

Bonifatius GmbH, Paderborn

www.bonifatius.de

Der beam-Verlag übernimmt trotz sorgsamer

Prüfung der Texte durch die Redaktion keine

Haftung für deren inhaltliche Richtigkeit. Alle

Angaben im Einkaufsführerteil beruhen auf

Kundenangaben!

Handels- und Gebrauchsnamen,

sowie Warenbezeichnungen und

dergleichen werden in der Zeitschrift

ohne Kennzeichnungen verwendet. Dies

berechtigt nicht zu der Annahme, dass

diese Namen im Sinne der Warenzeichenund

Markenschutzgesetzgebung als frei zu

betrachten sind und von jedermann ohne

Kennzeichnung verwendet werden dürfen.

Brandsichere Befestigung

Wenn es um das Verbinden und Abzweigen bei gleichzeitigem Brandschutz geht, sind die

Kabelabzweig- und Verbindungskästen WKE von Spelsberg die geeignete Wahl. Mit der neuen WKE

BK1 Montageplatte bringt der Experte für Elektroinstallations- und Gehäusetechnik ein Produkt auf

den Markt, das Installateuren die sichere Verschraubung an Kabelrinnen erlaubt und so für einen

geraden Leitungsverlauf sorgt. 63

Durchgängig gut

fixiert

Systembasierte Befestigungslösungen

von Schnabl Stecktechnik eignen sich

für den Übergang von der Boden- zur

Wandinstallation. Zur Führung der

Elektroinstallationsrohre über den

Rohfußboden in die Trockenbauwand

bietet Schnabl Stecktechnik

leistungsstarke Systemkomponenten

für die zuverlässige Befestigung auf

beiden Untergründen. Sie ermöglichen

eine besonders zeitsparende und flache

Montage der Rohrleitungen mit nur zwei

Werkzeugen: einer Bohrmaschine für die

Bodenbefestigung und einem Hammer

für die saubere Weiterführung auf die

Innenseite des Trockenbauelements. 64

4 Haus und Elektronik 4/2022


Leistungsfähige

IT-Netze in der Decke

Immer mehr Geräte der Gebäudeautomation und

der technischen Gebäudeausrüstung werden

im Deckenbereich installiert. Ob im Neubau

oder bei einer Sanierung: In Bürogebäuden,

Produktionshallen, Einkaufszentren und Hotels

werden immer mehr Geräte der Gebäudeautomation

und der technischen Gebäudeausrüstung im

Deckenbereich installiert. 58

KNX im

Geschosswohnungsbau

Gerade erst hat KNX seinen 30. Geburtstag gefeiert. Und die

Erfolgsgeschichte geht weiter, wozu auch neue Einsatzgebiete gehören.

Beispielsweise im hochwertigen Geschosswohnungsbau. Der eröffnet

dem Elektroplaner nicht nur einen lukrativen Markt, sondern verlangt von

ihm auch ein Umdenken bei der Planung von KNX. 24

Türsprechstelle

mit LC-Touch-Display

Das 2-Draht-Video-Türsprechsystem VT200 von Indexa wird ab sofort um

eine moderne Türstation mit LCD erweitert. Die neue Türsprechstelle ist als

Unter- sowie Aufputzversion erhältlich (VT200TUT bzw. VT200TAT). Beide

Version kommen mit einer Frontplatte aus Edelstahl und punkten mit einem

5-Zoll-LC-Touch-Display, auf dem bis zu 32 Ruftasten virtuell dargestellt

werden. 57

Glasfasertechnik

besser verstehen

Kennen Sie sich z.B. mit den Netzebenen aus?

Beim Netz des Netzbetreibers spricht man von

der NE3, der Netzebene 3. Die Netzebene 4 (NE4)

meint hingegen die Vernetzung innerhalb eines

Gebäudes, jedoch nur bis zu den Wohnungen hin.

Die Vernetzung innerhalb von Wohnungen nennt

man folglich Netzebene 5, NE5. In einem Einfamilienhaus

oder in einer Doppelhaushälfte wird die

NE4 sehr klein geraten, während ihre Bedeutung

in Mehrfamilienhäusern mit der Anzahl der Wohnungen

sukzessive zunimmt. 40

Haus und Elektronik 4/2022 5


Titelstory

Besonders schmale Stromversorgungs-Baugruppen

Kompakte Netzteile für smarte Gebäude

Mit zunehmender Gebäudeautomation wächst der Bedarf an smarten

Netzteilen, doch der Platz dafür ist begrenzt. Schmale Schaltnetzteile mit hoher

Leistungsdichte sind die Lösung.

© iStock.com/GregorBister/iStock_000056942006_Large

Autor:

Hermann Püthe

Geschäftsführender

Gesellschafter

inpotron Schaltnetzteile GmbH

www.inpotron.com

Die Zeiten, als im trauten Heim nur

Licht, diverse Küchengeräte, Warmwasserboiler

sowie Radio und Fernseher

die Elektrolandschaft bevölkerten,

sind längst vorbei.

Im smarten Home

wollen auch die Wärmepumpe mitsamt

ihrer elektronischen Regelung, diverse

Komfort-, Klima- sowie Beleuchtungssteuerungen

mit Strom versorgt werden.

Ebenso wie motorgetriebene Rollläden,

Überwachungskameras, Einbruchsschutz,

Zugangskontrollen,

Rauchmelder und dergleichen mehr.

Über speziell für die Gebäudetechnik

entwickelte Datennetze, wie etwa den

weitverbreiteten KNX-Bus, sammelt die

Gebäudeleittechnik Daten zu Stromverbräuchen,

Temperaturen, Feuchte

oder Raumbelegung und steuert ihrerseits

Motoren, Lüftungsklappen und

Ventile für die Klimatisierung.

Dank einer intelligenten Analyse aller

Daten können auch Wartungsschwerpunkte

rechtzeitig erkannt und sich

anbahnende Geräteausfälle abgewendet

werden. Wodurch der Betrieb insgesamt

effizienter und sicherer wird.

Damit einher geht ein zunehmender

Bedarf an intelligenten Schaltnetzteilen

zur Stromversorgung und Datenerhebung.

Allein der Platz im Schaltschrank

ist begrenzt und meist nicht

auf Zuwachs ausgelegt. Hier springen

schlanke Stromversorgungen in die

Bresche, wie sie etwa von der inpotron

Schaltnetzteile GmbH nach Kundenwunsch

konfektioniert werden: Waren

bis vor kurzem 1,28-A-KNX-Netzteile

nur mit einer Breite von sechs Teilungseinheiten

entsprechend 108 mm zu

bekommen, so sind inzwischen vermehrt

auch Geräte mit vier Teilungseinheiten

(72 mm) erhältlich.

Diese Reduzierung der Breite um ein

Drittel ist jedoch alles andere als trivial.

Sowohl konstruktiv wie auch elektrisch

ist sie eine anspruchsvolle Herausforderung,

wenn am Ende der Entwicklung

ein gleichermaßen leistungsfähiges

wie zuverlässiges Netzteil stehen soll.

Speziell für die beengten Verhältnisse

im Schaltschrank hat inpotron am Standort

Chemnitz beispielsweise das KNX-

Schaltnetzteil PSU-0342-01 entwickelt.

Es ist nur vier Teilungseinheiten

schmal, liefert aber trotzdem 1,28 A.

Mehr Leistungsdichte

erreicht man durch neue konstruktive

Lösungen. Hintergrund: Damit der

schmale Formfaktor nicht zu Lasten

von Wirkungsgrad, Zuverlässigkeit

und Lebensdauer geht, waren von

den Entwicklern etliche Hürden in

punkto Design, Wärmemanagement

und Schaltungsaufbau zu meistern.

So wurde etwa zwischen den höchsten

Bauteilen und der Modulplatine

aus hochwertigem FR4-Material ein

großzügiger Lüftungsraum belassen,

um die Verlustwärme durch natürliche

Konvektion abzuführen. Gegenüber

vergleichbaren Konkurrenzprodukten

ist der Wickelraum der KNX-

Drossel um 50% vergrößert, wodurch

selbst bei maximaler Last die Verluste

in der Drossel nur halb so groß sind.

Im aufgeräumten Innern des PSU-0342-

01 gibt es keine Hilfsplatinen. Alle SMT-

Bauteile werden mit einem sicheren

Reflow-Prozess auf dem Mainboard

stabil fixiert. Ergänzend zur Kompaktheit

wurden zur Sicherheit zwei unabhängige

Temperaturüberwachungen

ins Netzteil integriert. Eine überwacht

die KNX-Drossel, die andere schaltet

generell bei zu hoher Umgebungstemperatur

ab. Bei preiswerteren Stromversorgungen

wird die KNX-Drossel in der

Regel nicht direkt überwacht.

Der digitale Unterschied

besteht in folgendem Punkt: Das inpotron-KNX-Netzteil

ist prozessorgesteuert.

Sein Mikrocontroller ist unter

anderem zuständig für die Oberwellenkorrektur,

die LED-Signalisierung,

das Temperaturmanagement sowie die

Regelung von Strom und Spannung des

Niederspannungs-Zwischenkreises.

6 Haus und Elektronik 4/2022


Titelstory

Das Fernost-Netzteil erzeugt nominell stromlos 69% mehr Verluste, entsprechend hoch ist auch seine

Eigenerwärmung

Das Fernost-Netzteil erzeugt 85% mehr Verluste im Betrieb. Entsprechend extrem war die Eigenerwärmung,

sodass der Test nach kurzer Zeit abgebrochen werden musste

Die Ausregelung des 100-Hz-Ripples

an diesem Zwischenkreis wie auch den

Puffern für die Netzausfall-Überbrückung

von mehr als 100 ms übernimmt

eine hocheffiziente Boost-Schaltung.

Daher ist die Netzausfall-Überbrückung

unabhängig von der Versorgungsspannung,

auch bei schwachem

Netz bleibt sie immer konstant

– ein weiterer Vorteil gegenüber den

anderen Produkten.

Zudem werden mithilfe des Prozessors

Spannung und Strom bei minimalen

Verlusten entsprechend der

KNX-Kennlinienanforderung optimiert

„durchfahren“.

Der Single-Stage-Resonanzwandler

mit PFC-Funktion benötigt primärseitig

keinen Elektrolytkondensator.

Trotz des hohen Leistungsfaktors liegt

der Eingangsstrom dieses Schaltnetzteils

daher um den Faktor 2 niedriger

als bei am Markt vorhanden Fernostprodukten.

Zudem induziert das inpotron-Netzteil

keinen hohen Einschaltstrom;

ein vorgeschalteten NTC als

Begrenzer ist nicht nötig, der im warmen

Zustand ohnehin unwirksam ist.

Die Leerlaufverluste sind ebenfalls

deutlich geringer. Mit 600 mW bewegen

sie sich weit unter den typischen

1,1 W, die man bei anderen Netzteilen

einkalkulieren muss.

In den Tabellen werden die Leistungsdaten

des inpotron-Netzteils

PSU-0342-01 mit einem typischen

Netzteil aus fernöstlicher Produktion

verglichen.

Vorausschauende Analyse

für einen ausfallsicheren Betrieb ist

sinnvoll. Das inpotron PSU-0342-01

versorgt seinen angeschlossenen

Verbraucher nicht nur zuverlässig

und effizient mit elektrischer Energie.

Es ist darauf vorbereitet für die

Gebäuderegelung auch eine Fülle

wertvoller Betriebsdaten zur Verfügung

zu stellen wie: Eingangsspannung,

Leistungsfaktor, Ausgangsspannung,

Ausgangsstrom,

Ausgangsleistung und Temperatur.

Wird dadurch beispielsweise am

Motor einer Rollladensteuerung plötzlich

ein erhöhter Stromfluss festgestellt,

kann rechtzeitig eine Wartung

veranlasst werden, bevor das System

komplett zusammenbricht. Zusätzlich

können durch Modifizierung der

Grundplatine auch Daten zur Mindest-Rest-Lifetime,

Service-Intervallen

ausgegeben werde.

Ein kundengerecht angepasstes

Netzteil Made in Germany mag in

der Anschaffung mehr kosten als

ein billiges Fernostprodukt von der

Stange. Wegen seiner Effizienz und

Zuverlässigkeit sowie der längeren

Lebensdauer ist es langfristig gesehen

allemal die preiswertere Lösung.

Zumal die inpotron Schaltnetzteile

GmbH dafür bekannt ist, die Verfügbarkeit

seiner kundenspezifischen

Stromversorgungen über 20 Jahre

und mehr zu ermöglichen. „Und zwar

mit gleichbleibenden technischen

Daten und gleichem Formfaktor!“

wie Geschäftsführer Hermann Püthe

ausdrücklich betont. ◄

Die Leerlaufverluste unterscheiden sich ebenfalls deutlich. Das Fernost-Netzteil hat mit 1,1 W zu den

600 mW des inpotron-Netzteils über 80% höhere Werte

Haus und Elektronik 4/2022 7


Gebäudetechnik und -automation

Für den Durchblick:

Transparente Displays

Transparente Displays gibt es in verschiedenen Technologien.

Trennscheibe an der Verkaufstheke (transparent, Quelle iStock 1250328832)

Normale Displays beeindrucken mit

ihrer Leuchtkraft, hohen Auflösung

und brillanten Farben. Eines haben

sie jedoch gemeinsam: Ausgeschaltet

sieht man schwarz – man kann durch

sie nicht hindurchsehen. Anders bei

transparenten Displays. Sie gibt es in

verschiedenen Technologien. Ähnlich

einer Brille für Augmented Reality

kann dies an einer Maschine den

Durchblick auf das Werkstück erlauben

oder in einem Schaufenster auf

die Exponate und dabei zusätzliche

Informationen zu diesen geben.

Aufbau von Displays

Ein Farbdisplay besteht aus einzelnen

Pixeln. In der Regel wird jedes

Pixel aus drei Subpixeln in den Primärfarben

rot, grün und blau gebildet.

Farbabstufungen werden durch

Ansteuerung mit weniger als 100%

Strom oder Spannung dargestellt.

Die Bildelemente werden als Matrix

zusammengeschaltet und zeilenweise

angesteuert. In der Verdrahtungsebene

befinden sich außer den

Steuerinformationen für den Bildinhalt

je nach Displaytyp auch die Stromversorgungsleitungen.

Je mehr Leistung ein Bildelement für

den Betrieb braucht, umso niederohmiger

und damit massiver müssen

sie ausgeführt werden. Beim

Passiv-Matrix-LCD reicht das Anlegen

einer Spannung, um die Flüssigkristallmoleküle

zum Umschalten zu

bewegen, bei Technologien wie LED

muss ein Strom fließen, der die LED

zum Leuchten bringt.

Zunächst muss zwischen emissiven

und modulierenden Display-Technologien

unterschieden werden. Dabei

ist gemeint, ob das Display selbst Licht

emittiert oder das einer Lichtquelle, die

von hinten strahlt, moduliert. Bild 1

zeigt die Struktur eines emissiven

transparenten Displays. Das aktive

Bild element nimmt nur eine kleine

Fläche ein, da es selbst nicht transparent

ist. Der Rest des Subpixels steht

für die Ansteuer- und Versorgungsleitungen

des Bildelements zur Verfügung.

Mit der Dicke des Materials

nimmt die Leitfähigkeit zu, die Transparenz

allerdings ab.

In Bild 2 ist die Pixelstruktur eines

modulierenden Displays zu sehen.

Um die Lichtquelle effizient auszunutzen,

besteht der größte Teil des Subpixels

aus dem modulierenden Teil. Bei

Flüssigkristall-Displays befindet sich

hier der Farbfilter. Jedes Subpixel wird

über einen Transistor angesteuert, der

einen Kondensator je nach Graustufe

mit dem gewünschten Spannungspegel

auflädt. Zwischen den Subpixeln

befinden sich die Ansteuerleitungen.

Die Abmessungen sind z.B.

bei einem 55-Zoll-Display mit FHD-

Auflösung (1920 x1 080) für ein Pixel

630 µm und ein Subpixel 210 µm,

abzüglich der Gaps.

Je nach Anwendung und Betrachtungsabstand

werden unterschiedliche

Technologien für Displays eingesetzt.

Während Apple mit den „Retina“-Displays

versucht, eine möglichst hohe

Pixeldichte (Dot Pitch) bei minimalem

Abstand zwischen den Pixeln (Gap)

zu erzielen, ist es bei transparenten

Displays genau umgekehrt: Die leuchtenden

Pixel sind nicht transparent,

aber der Raum zwischen ihnen kann

transparent gestaltet werden.

Apertur

Darunter versteht man bei Displays

den Bereich, aus dem das Licht austritt,

im Verhältnis zur Gesamtgröße

eines für ein Pixel genutzten Bereichs.

Das emissive Display weist eine geringe

aktive Fläche auf, aus der der Lichtstrom

austritt. Dieses Design ist günstig

für ein transparentes Display, bei

dem die aktive Fläche undurchsichtig

Autor;

Rudolf Sosnowsky

Leiter Technik bei

HY-Line Computer

Components Vertriebs GmbH

www.hy-line-group.com

◄ Bild 1: Struktur eines modulierenden Displays

▲ Bild 2: Rechts, Zusammenhang zwischen

Betrachtungsabstand und Pixel Pitch

8 Haus und Elektronik 4/2022


Gebäudetechnik und -automation

Bild 3: Zusammenhang zwischen dem Abstand des Betrachters und

dem notwendigen Abstand der Pixel eines Displays

Bild 6: T-OLED im Museum (Quelle: LG Display). Das Objekt ist vor

einem neutralen Hintergrund präsentiert und beleuchtet. Das OLED ist

davor aufgebaut und dient als Frontscheibe einer Vitrine als Schutz.

Gleichzeitig stellt es zusätzliche Informationen zum Exponat dar, die

interaktiv über einen Touchscreen gesteuert werden können

ist, da der größere Teil Licht von hinten

durchfallen lässt. Beim modulierenden

Display ist es umgekehrt, da

dort die großen Flächen das durchfallende

Licht sperren oder passieren

lassen. Hier ist in jedem Pixel die

für Transistor und Kondensator verwendete

Fläche intransparent. Die

für die Verdrahtung benötigten Flächen

scheinen entweder permanent

durch (bei einem transparenten Display)

oder werden bei einem normalen

TFT mit einem Schwarzdruck (black

mask) lichtundurchlässig gemacht.

Technologien

transparenter Displays

Die grundsätzliche Voraussetzung für

Transparenz ist, dass die Displaytechnologie

erlaubt, dass Licht durch das

Panel hindurch fallen kann. Bei reflektiven

TN wie im Taschenrechner oder

ePaper ist dies nicht der Fall. Das Display

kann dann einzelne Segmente

ausblenden (z.B. TFT) oder Inhalte

hinzufügen (transparentes OLED oder

transparentes LED-Modul).

- TFT

Dünnfilm-Transistor-Displays basieren

auf einer Halbleitertechnologie.

Elektrische Felder beeinflussen die

Lage von zwischen zwei Glasplatten

eingeschlossenen Flüssigkristallen.

Auf diese Zelle sind Polfilter laminiert,

die Licht nur in einer Polarisationsrichtung

durchlassen. Durch das Feld

wird die Polarisationsrichtung durchfallenden

Lichts pixelweise geändert,

und es kann zum Auge des Betrachters

gelangen. Die Lichtquelle befindet

sich hinter dem Display, das Display

selbst wirkt nur als Lichtventil.

Wegen der vielen Schichten und Filter-Folien

beträgt die Transmission

eines TFTs deutlich weniger als 10%.

Daher muss der Hintergrund sehr gut

ausgeleuchtet werden, um ein akzeptabel

helles Bild zu erzielen. Typische

Anwendungen sind daher hinterleuchtete

Vitrinen und Verkaufsautomaten,

also Geräte, bei denen der Hersteller

die Helligkeit der Beleuchtung selbst

festlegen kann.

Sharp beschreitet einen Sonderweg:

das neu entwickelte transparente TFT

wechselt nur zwischen der Darstellung

einer Farbe und dem transparenten

Zustand. Die spezielle Displaytechnologie

erlaubt jedoch eine hohe Transparenz

von 60%. Für Anwendungen,

bei denen der Hauptzweck des Displays

in der Umschaltung zwischen

transparent und undurchsichtig liegen,

ist dies ideal. Es gibt zwei Varianten:

eine, die ohne Energie transparent

ist, und eine, die undurchsichtig

ist. Bistabil ist sie nicht.

- T-OLED

Bei Stromfluss durch die Materialien

eines OLEDs rekombinieren Elektronen

und Löcher. Die dabei freiwerdende

Energie tritt als sichtbares

Licht aus. Unterschiedliche Materialpaarungen

sorgen für unterschiedliche

Wellenlängen, die als verschiedene

Farben wahrgenommen werden.

OLEDs sind nicht transparent, bei der

normalen Bauform emittieren die Pixel

das Licht durch das Substrat hindurch,

wodurch die Helligkeit reduziert wird.

Bei einem transparenten OLED

besteht die Herausforderung, die

Leitungen auf dem Display so auszuführen,

dass sie gleichzeitig transparent

und elektrisch leitfähig sind.

Im Vergleich mit TFT müssen diese

auch einen Stromfluss übertragen

können, damit die OLED-Elemente

leuchten. Im Unterschied zu TFT, die

Bild 4: Anordnung mehrerer Displays

Bild 5: Vergleich der Technologien

Haus und Elektronik 4/2022 9


Gebäudetechnik und -automation

durchfallendes Licht filtern, emittieren

OLED selbst Licht.

Die neue Technik von LG Display

hat nicht viel mit der von OLED-TVs

bekannten gemein: Der so genannte

Stack wurde völlig neu entwickelt und

die Materialien für die Leitungen wurden

aus IGZO hergestellt, das gegenüber

dem ansonsten verwendeten ITO

einige Vorteile bietet. Damit konnte eine

Transparenz von 40% bei gleichzeitig

brillanten Farben hergestellt werden.

- TLM

Transparente LED Module bestehen

aus Folien, die mit Leiterbahnen

aus transparentem Material, z.B. ITO

beschichtet sind. RGB-LEDs mit integriertem

Treiber sind dort in Abständen

von 10 bis 20 mm montiert. Die Folie

ist flexibel und auf der Rückseite mit

einer Klebeschicht versehen. Dadurch

kann sie einfach auf ein Trägerglas,

z.B. eine Schaufensterscheibe, laminiert

werden. Die Abmessungen einzelner

Module sind so kompakt, dass

sich durch Anreihung Anzeigen nahezu

beliebiger Größe erstellen lassen.

Die Folie kann zugeschnitten werden,

so dass auch nicht-rechteckige

Anzeigen im Raster des LED-Pitches

möglich sind.

Betrachtungs- und

Pixelabstand

Displays für Digital Signage im Außenbereich

müssen groß sein, damit sie

aus der Ferne abgelesen werden können.

Sie müssen skalierbar sein, weil

dort die Bildformate nicht festgelegt

sind und sich nicht an die gängigen

Seitenverhältnisse halten, sondern

den verfügbaren Raum optimal ausnutzen

sollen. Bei manchen Applikationen

wie z.B. Schilder an Haltestellen

sind die Abmessungen von den darzustellenden

Informationen vorgegeben.

Displays wie Wegweiser durch

das Einkaufszentrum hingegen brauchen

einen niedrigen Pixel Pitch, weil

sie aus der Nähe betrachtet werden.

Bild 3 zeigt einen Zusammenhang zwischen

dem Abstand des Betrachters

und dem notwendigen Abstand der

Pixel eines Displays. Die Grafik geht

davon aus, dass ein optimales Verhältnis

bei dem liegt, das ein TV-Gerät

dem Betrachter bietet, nämlich bei 55

Zoll Diagonale mit Full-HD-Auflösung

ein Abstand von 3,5 m. Die y-Achse

zeigt den entsprechenden Abstand

beim in der x-Achse gegebenen Pitch.

Daraus lassen sie zwei Schlüsse ziehen:

Um den gleichen Eindruck wie am

TV-Gerät zu erzielen, sollte der Pitch

nicht größer, also nicht unterhalb der

Geraden sein. Um den gleichen Eindruck

zu erzielen, braucht der Pitch

aber auch nicht feiner zu sein, also

nicht oberhalb der Geraden liegen.

Für transparente Displays bedeutet

das, dass die Transparenz umso

besser ist, je kleiner das aktive Bildelement

bezogen auf den Pixel Pitch

ist. Desto mehr Freiraum bleibt für den

transparenten Bereich zwischen den

Pixeln, der aber auch als Verdrahtungsebene

gebraucht wird. Diesem Trend

entgegen spricht, eine möglichst große

Helligkeit bezogen auf die Gesamtfläche

zu erzielen. Ist das Bildelement

nur klein, muss es (im Falle von transparenten

Pixeln wie beim TFT) sehr

durchlässig sein. Bei aktiven Displays

wie LED oder OLED muss das Bildelement

eine hohe Leistung pro Fläche

von Strom in Licht umsetzen, was die

Alterung beschleunigt.

Skalierbarkeit

Besonders beim Einsatz in der Digital

Signage ist ein einzelnes Display-

Modul zu klein. Die Anordnung mehrerer

Displays in Matrix-Anordnung vergrößert

die Displayfläche. Um den Eindruck

zu verstärken, sollten die Nahtstellen

unsichtbar, das heißt die Ränder

der einzelnen Module möglichst

schlank sein. Anders als bei nichttransparenten

Displays können die

Ansteuerelektronik und die Zuleitungen

nicht hinter dem Display versteckt

werden.

Mögliche Anordnungen zur Vergrößerung

der aktiven Fläche zeigt Bild 4 am

Beispiel des T-OLEDs. Die Ansteuerelektronik,

die sich an einer Längsseite

des Displays befindet, wird dabei so

angeordnet, dass sie sich außerhalb

des Blickfelds befindet. Sie kann auch

hinter konstruktiven Elementen, wie

z.B. Fensterrahmen, verborgen werden.

Geht man von einem Display im

Seitenformat 16:9 aus, lassen sich

damit die rot angegebenen Seitenverhältnisse

abbilden.

Vergleich und

Anwendungen

Bild 5 zeigt die vorgestellten Technologien

für transparente Displays im

Vergleich. Ein normales TFT ist als

Referenz aufgeführt.

Transparente Display haben sich in

Europa im Gegensatz zu Asien noch

nicht auf breiter Linie durchgesetzt.

Ideen für Anwendungen gibt es bereits:

• Funktionsscheiben: Trennscheiben

zur Wahrung des hygienischen

Abstands (Behörde, Hotel, Auskunftsschalter,

Taxi), Trennscheiben von

Besprechungsräumen mit steuerbarer

Transparenz (für Vertraulichkeit),

Abschattung (z.B. Dachfenster)

• Augmented Reality, z.B. an der

Maschine zur Visualisierung von

Problemen, oder im Nutzfahrzeug

• Frontseiten von Verkaufsautomaten

und Tiefkühlschränken für Durchsicht

auf das Produkt und gleichzeitige

Darstellung von Informationen dazu

• Vitrinen mit Erläuterung der Exponate,

z.B. Luxusgüter oder Museen

• Infotainment bei Produktpräsentationen,

z.B. Fahrzeug-Showroom

• Verkehr: Informationen an Haltestellen

von Bus und Bahn: Fahrplan und

Lageplan; Fahrpläne und Werbung

in Fahrzeugen des öffentlichen Personenverkehrs

• Gebäudetechnik: Aufzüge mit Glasfronten,

Flanken von Rolltreppen,

Fensterfronten, transparente Türen

• Digital Signage: Schaufenster von

Schnellrestaurants, Einkaufszentren

• Sicherheit: Lenkung von Personenströmen,

wo eine Durchsicht gewährleistet

sein muss

Dem Design der Inhalte ist besondere

Aufmerksamkeit zu widmen.

Die Farbe Schwarz existiert nicht –

dort ist das Display einfach transparent

und zeigt den Hintergrund. Um

Glossar

die Transparenz zur Geltung zu bringen,

muss der dargestellte Inhalt eher

aus schlanken Linien als aus großen

Flächen bestehen.

Zusammenfassung

Displays beeindrucken mit ihrer Leuchtkraft,

hohen Auflösung und brillanten

Farben. Man kann jedoch nicht durch

sie hindurchsehen. Dies ermöglichen

transparente Displays: Sie erlauben

den Durchblick auf das dahinter Liegende.

Unterschiedliche Technologien

verfolgen verschiedene Ziele:

TFT als Lichtventil funktioniert am

besten vor einer hell beleuchteten

Lichtbox, in der Produkte präsentiert

werden; das transparente OLED brilliert

mit gleichzeitig sehr guter Transparenz

und Emission von Licht durch

die OLED-Pixel; die Multicolour-LEDs

des transparenten LED-Moduls sind

hell und auch aus großer Entfernung

gut ablesbar.

So unterschiedlich wie die Technologien

sind auch die Anwendungsfälle:

Schaufenster zur Warenpräsentation,

Fronten von Aufzügen oder Fenster

in der Gebäudetechnik, Augmented

Reality an der Maschine oder Sicherheit

durch Durch-Sicht im öffentlichen

Bereich. Während in Asien Displays

allgegenwärtig sind, gibt es in Europa

noch viele Möglichkeiten, diese Technologie

einzusetzen. ◄

IGZO

Indium-Gallium-Zink-Oxid: bietet gegenüber ITO elektrische Vorteile

und eine höhere Transparenz

ITO

Indium-Zinn-Oxid: In der Display-Technologie verwendetes Halbleiter-

Material, das gleichzeitig elektrisch leitfähig und transparent ist

OLED

Organic Light Emitting Diode, selbst Licht emittierendes Halbleiterelement

Pitch

horizontaler oder vertikaler Abstand zweier Bildelemente eines Displays

TFT

Thin-Film-Transistor, weitverbreitete Display-Technologie, bei der die

aktiven Elemente auf dem Display untergebracht sind

TLM

Transparent LED Module, besteht aus transparentem ITO-strukturiertem

Film mit LED-Bestückung

10 Haus und Elektronik 4/2022


Auf die Plätze -

Daten – Los !

Baukastensystem für maßgeschneiderte Infrastrukturlösungen

Große Modulvielfalt für vollvernetzte Medientechnik-Konzepte




(EU-BauPVO, etc.)


Anschlusskomponenten

Aktive Komponenten

zur Signalübertragung

(HDMI ® , HDBaseT etc.)

Installation & Conference Broadcast Solutions Professional Studio Event Technology

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gegründet und gehört heute zu den führenden Anbietern professioneller,

qualitativ hochwertiger Kabel- und Anschlusstechnik mit Fokus auf die Bereiche

Audio, Video, Broadcast, Studio- und Medientechnik. Das Angebot inklusive

der Hausmarken HICON, CARDINAL DVM und SYSBOXX umfasst Kabel-

Meterware, Steckverbinder, Anschlusskabel, individuell anpassbare

Verteilsysteme sowie Elektronikkomponenten.

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Gebäudetechnik und -automation

Offene Schnittstellen im Gira Smart Home

Grenzenlose Gestaltungsfreiheit

Giras Smart-Home-Systeme bieten verschiedene offene Schnittstellen für

unterschiedliche Bedürfnisse/Szenarien.

matisch zu erstellen, Änderungen, die

Nutzer im Smart Home vorgenommen

haben, zu synchronisieren (Szenen,

Zeitschaltuhren, hinzugefügte Funktionen

etc.), die Inbetriebnahme und

Wartungen aus der Ferne vorzunehmen

oder weitere Systeme wie die

Gira Türkommunikation oder das Gira

Sicherheitssystem Alarm Connect zu

integrieren.

Projektierung über die

GPA-Projektschnittstelle

Autor:

Daniel Albuschat

Gira Software-Architekt

Der Gira HomeServer und der Gira X1

sind die beiden leistungsfähigen Server,

mit denen sich ein Smart Home im

Gira KNX System effizient und intuitiv

steuern lässt – per App, Wandbediengerät

oder Tastsensor. Über die Server

werden nicht nur die Grundfunktionen

wie Lichtschalten und -dimmen,

Jalousie- und Heizungssteuerung geregelt,

sondern auch komplexe Aufgaben

bewältigt, etwa die vollautomatische

Belüftung eines Koi-Teiches.

Dabei hat sich – entsprechend den

stetig steigenden Anforderungen und

Wünschen der Nutzer – die Entwicklung

in den vergangenen Jahren extrem

beschleunigt. Ein wesentlicher

Treiber hierfür sind die Cloud und das

IoT. Um immer auf dem neusten Stand

zu bleiben, bietet Gira offene Schnittstellen

an, mit denen sich nahezu alle

Anliegen von Kunden realisieren lassen.

Alle Schnittstellen sind kostenfrei

und direkt nutzbar.

Der Gira Projekt Assistent

für den Gira X1

stent (GPA), mit dem der Inbetriebnehmer

unter anderem den Server

Gira X1 projektieren kann. Der GPA

garantiert eine schnelle und unkomplizierte

Konfiguration, mit ihm lassen

sich Visualisierungen erstellen,

Logiken programmieren, Szenen konfigurieren,

Zeitschaltuhren einstellen

und vieles mehr. Außerdem bietet er

sinnvolle Unterstützung im weiteren

Projektverlauf, etwa wenn es darum

geht, Kundendokumentationen auto-

Die Projektierung des Gira X1 im GPA

basiert auf einer KNX-Grundinstallation,

die über die ETS erstellt und in

Betrieb genommen wird. Weil die Konfiguration

einer KNX-Anlage in der ETS

aufwendig und sehr detailliert ist, bereiten

viele Fachbetriebe diese Arbeitsschritte

oftmals in anderen Werkzeugen

vor, etwa in Excel-Tabellen, oder

pflegen sie parallel zur ETS in einer

Liste. Hier stellt sich die Frage, warum

diese Arbeiten doppelt erledigt werden

müssen, wenn die Grundlagen

schon in auswertbarer Form vorliegen?

Genau an dieser Stelle setzt die GPA

Projektschnittstelle an: Über sie ist es

möglich, einen großen Teil des GPA-

Projektes aus bereits vorhandenen

anderen Tools zu übernehmen. Der

Kern der GPA-Projektschnittstelle ist

die sogenannte GPA-Projektimport-

Gira Giersiepen

GmbH & Co. KG

www.gira.de

Das wohl praktischste und einfachste

Inbetriebnahmewerkzeug im Bereich

Smart Home ist der Gira Projekt Assi-

Bild 1: Kleinstes Beispiel einer GPA-Projektimportdatei

12 Haus und Elektronik 4/2022


Gebäudetechnik und -automation

Bild 3: Visual Basic Makro-Editor von Excel

Bild 2: Ein Makro in Excel erstellen

datei, aus ihr lassen sich folgende Elemente

einbinden:

• Gebäudestrukturen

• Visualisierungen

• Datenpunkte mit Zuweisung der

Gruppenadressen

• Benutzer

Die GPA-Projektimportdatei folgt

dabei dem XML-Format. Bild 1 zeigt

das kleinste Beispiel einer GPA-Projektimportdatei.

Ein Vorteil des XML-Formats ist, dass

es sich dabei um ein Textformat handelt,

das sich leicht aus Skriptsprachen

heraus erzeugen lässt.

„Dimmer“ (Spalte B) und „Schalter“

(Spalte C) verbunden. Einfachheitshalber

wurde hierbei darauf verzichtet,

Datenpunkte zu erzeugen und den

Visualisierungsfunktionen zuzuweisen.

Um in Excel ein Makro zu erstellen,

muss zuerst die Excel-Mappe über

„Speichern unter“ im Format „Excel-

Arbeitsmappe mit Makros“ gespeichert

werden. Anschließend lässt sich

über das Menü „Ansicht > Makros >

Makros anzeigen“ die Makroübersicht

aufrufen. Eine Alternative wäre,

im Feld „Was möchten Sie tun?“ die

Frage „Makros anzeigen“ einzugeben

(Bild 2).

Anschließend öffnet sich der Visual

Basic Makro-Editor von Excel, in

dem dann das Makro erstellt werden

kann, s. Bild 3.

Der komplette Dateiinhalt kann über

das folgende „Snippet“ in die Zwischenablage

kopiert und dann im Makro-

Editor hinterlegt werden. Selbst ein

minimales vollständiges Beispiel

des Excel-Makros wäre zu umfangreich,

um es hier abzudrucken. Es

lässt sich jedoch online unter diesem

Link abrufen: https://gitlab.com/-/snippets/2182863

Makros ausführen

Um das Makro auszuführen, muss eine

Schaltfläche auf der Excel-Tabelle platziert

werden. Voraussetzung dafür ist,

dass die „Entwicklertools“ in Excel freigeschaltet

sind. Dafür geht es in den

Optionen zum Abschnitt „Menüband

anpassen“, dort wird ein Haken bei

„Entwicklertools“ gesetzt, s. Bild 4.

Anschließend lässt sich in der Excel-

Tabelle im Menü unter „Entwicklertools

> Einfügen“ eine „Schaltfläche (Formularsteuerelement)“

einfügen (Bild 5).

Excel-Makro erstellen

Es soll ein Excel-Makro erstellt werden,

das auf Basis der Inhalte einer Excel-

Mappe eine GPA-Projektimportdatei

erzeugt. Diese soll anschließend in den

GPA importiert und auf dem Gira X1

in Betrieb genommen werden. Hierbei

werden bewusst nicht alle Möglichkeiten

der GPA-Projektschnittstelle

ausgeschöpft, sondern das Beispiel

beschränkt sich auf „locations“ in der

obersten Ebene (Gebäudeelemente)

und auf „functions“ (Funktionen für die

Visualisierung). Bei dieser minimalen

Struktur der Excel-Mappe werden die

Spalten A und B im Makro fest einprogrammiert.

Das Ergebnis: Die definierten Räume

aus Spalte A werden angelegt und

zugleich mit der hinterlegten Anzahl

an Visualisierungsfunktionen vom Typ

Bild 4: Entwicklertools auswählen

Haus und Elektronik 4/2022 13


AppShop https://appshop.gira.com/de/

session oder im speziellen Bereich für

Gira-Logikbausteine im KNX User

Forum https://service.knx-user-forum.

de/?comm=downloadliste&key=1.

Bild 5: Schaltfläche „Formularsteuerelement“ einfügen

Die Schaltfläche kann an jedem beliebigen

Ort in der Excel-Tabelle platziert

und dem Makro GPA_Export zugewiesen

werden. Mit einem Klick auf die

Schaltfläche lässt sich der Dateispeicherort

auswählen und die GPA Projektimportdatei

exportieren.

GPA-Projektimportdatei im

GPA importieren

Die fertige GPA-Projektimportdatei

lässt sich nun in den GPA importieren.

Dafür muss dort im Hauptmenü

„Projekt importieren…“ angeklickt

und anschließend die Datei

ausgewählt werden, die im vorigen

Schritt exportiert wurde. Der Import

listet in einem Dialog „GPA Projektvorlage

Importergebnis“ nun einige

Warnungen auf, die an dieser Stelle

ignoriert werden können – sie rühren

daher, dass die Funktionen im vorliegenden

Beispiel nicht mit Datenpunkten

verknüpft wurden und sie

somit unvollständig sind. Die Erzeugung

der Datenpunkte und Verknüpfung

der Gruppenadressen würde

den Umfang dieses Artikels sprengen,

deshalb wurde hier bewusst

darauf verzichtet.

Wird der Hinweisdialog geschlossen,

ist in der Projektliste das neue

Projekt als „Mein erstes Projekt“ zu

sehen. Beim Öffnen des Projekts

erscheinen in der Ansicht „Gebäude

und Geräte“ die bereits festgelegten

Räume mit der angegebenen Anzahl

von dimmbaren Lichtern und schaltbaren

Steckdosen. Um das Projekt

abzuschließen, müssen nun noch

die nötigen Datenpunkte angelegt

und mit Gruppenadressen verknüpft

werden. Natürlich lässt sich das

Excel-Makro auch so erweitern,

dass es dem Inbetriebnehmer diese

Aufgaben abnimmt. Dann verfügt

er über ein Projekt, das ohne weitere

Arbeiten im GPA in Betrieb

genommen werden kann.

Weiterer Nutzen

Anhand dieses Minimalbeispiels sollte

sich eine Basis schaffen lassen, mit

der eigene Makros oder Tools erstellt

werden können – um auf der Grundlage

der in der Planung erzeugten

Dokumente ein GPA-Projekt zu generieren,

das dem Inbetriebnehmer im

Alltag so viel Projektierungsarbeit wie

möglich abnimmt.

Weiterhin können dadurch repetitive

Abläufe automatisiert werden, die

den Durchsatz des Projektgeschäftes

erhöhen oder Kapazitäten für

andere Arbeiten freisetzen. Für weitergehende

Informationen bietet Gira

die offizielle Dokumentation der GPA

Projektschnittstelle und ein ausführlicheres

Beispiel eines Excel-Makros

mit deutlich mehr Funktionalität an, das

sich als Grundlage oder Inspiration für

eigene Lösungen nutzen lässt. Weitere

Informationen finden sich unter:

https://partner.gira.de/service/software-tools/developer.html.

Anbindung über Gira IoT

REST API per HTTP

REST APIs (Application Programming

Interface) sind Programmierschnittstellen,

die auf Basis des geläufigsten

aller Protokolle realisiert wurden:

HTTP. Gemeint ist eine Vielzahl

von Befehlen, Funktionen und Protokollen,

die dazu dienen, mit externen

Systemen zu interagieren.

Der Gira X1 und der Gira HomeServer

haben beide eine Integrationsmöglichkeit

über die Gira IoT REST API,

eine leicht zu realisierende Schnittstelle

nach dem bekannten Prinzip der

REST API. Ihr großer Vorteil: Sie kann

von vielen Systemen und Tools angesprochen

werden, etwa von

• Kommandozeilentools wie „curl“

• Skriptsprachen wie Python, PowerShell

oder Excel-Makros

• Allrounder-Smart-Home-Zentralen

wie NodeRED, Home Assistant etc.

Automation und Integration

ohne Grenzen: die

Logikbausteine

Als weitere Schnittstelle bietet Gira die

sogenannten Logikbausteine – sie zu

„bauen“ ist sowohl für den Gira X1 als

auch für den Gira HomeServer bzw.

FacilityServer möglich. Mit ihnen lassen

sich nicht nur selbst die raffiniertesten

Automatikfunktionen realisieren,

sondern eben auch andere Systeme in

KNX einbinden. Wer nicht die Zeit hat,

einen Logikbaustein selbst zu entwickeln,

findet möglicherweise einen fertigen

und passenden Baustein im Gira

Bild 6: Plug-in SDK

Gira HomeServer:

Funktionsvorlage oder

Plug-in

Der Gira HomeServer als das Flaggschiff

der Gira Smart Home Steuerzentralen

bietet die Möglichkeit, die

Bedienoberfläche für den Nutzer

zu erweitern. Hierfür gibt es Funktionsvorlagen,

die eine relativ einfache

und schnelle Möglichkeit bieten,

eigene Anordnungen von Bedienelementen

im Gira QuadClient zu

realisieren. Wem die Optionen dieser

Funktionsvorlagen nicht ausreichen,

kann eigene Bedienmöglichkeiten auf

Basis des leistungsstarken, aber auch

anspruchsvollerem Plug-in SDK entwickeln.

Für ersteres reichen Erfahrung

mit Skriptsprachen aus, bei letzterem

ist Programmiererfahrung in C#

die Voraussetzung. Ein Gesamtüberblick

und ausführliche Dokumentationen

sowie Beispiele finden sich auf

developer.gira.de.

Link: https://partner.gira.de/service/software-tools/developer.html,

s. Bild 6. ◄

14 Haus und Elektronik 4/2022


Gebäudetechnik und -automation

Erfolgreiches Jahr für Sonnenschutz-Lösungen

Auf die steigende Nachfrage nach einem wirksamen und modernen Sonnenschutz

reagierte Nice im Januar 2021 mit der Gründung der Business Unit Sun Shading

Solutions.

Die Business Unit Sun Shading Solutions ist für die gesamte

Sonnenschutzaktivität unter dem Dach von Nice zuständig und kann

unterschiedliche Kundenbedürfnisse und Preisklassen aus einer Hand

bedienen (Foto: Nice)

Eine gute Entscheidung, wie die

Umsatzsteigerung um 25% im letzten

Jahr in diesem wichtigen Markt

zeigt. Ein ambitioniertes Investitionsprogramm

soll den Erfolg auch künftig

sicherstellen.

Die Geschäftseinheit umfasst sowohl

die Anwendungen Rollläden, textiler

Sonnenschutz, Jalousien, als auch

Innenbeschattung und Fassade. Somit

ist sie für die gesamte Sonnenschutzaktivität

unter dem Dach von Nice

zuständig und kann unterschiedliche

Kundenbedürfnisse und Preisklassen

aus einer Hand bedienen. Außerdem

ergeben sich für den Kunden aus den

verschiedenen Programmen der einzelnen

Marken und dem damit umfassenden

Produktportfolio vorteilhafte

Synergien. Mit der Palette von Nice

Era Inn kann beispielsweise auch Elero

einen Highend-Antrieb für Innensonnenschutz

anbieten.

Für viele Unternehmen war 2021 ein

Jahr mit beträchtlichen wirtschaftlichen

Herausforderungen. Die Business

Unit Sun Shading Solutions

stand ebenfalls vor der Aufgabe, trotz

wachsender Energie- und Materialkosten

für Elektronikbauteile, Stahl und

Kunststoff sowie Unsicherheiten bei

der Lieferung des Materials, selbst lieferfähig

zu bleiben: „Uns war wichtig,

dass sich unsere Kunden auf uns verlassen

können. Wir konnten immer liefern“,

zeigt sich Enzo Viola, CEO von

elero und der Geschäftseinheit Sun

Shading Solutions, zufrieden.

Trotz allen Herausforderungen war 2021

für elero und Nice ein erfolgreiches

Jahr. Elero konnte den Umsatz um

25% steigern und das Geschäftsjahr

bei mehr als 140 Mio. Euro abschließen.

Ein Erfolgsfaktor war der Gewinn

neuer Marktanteile, der zwar mit einer

großen Kraftanstrengung verbunden

war, sich aber gelohnt hat: „Wenn man

Marktanteile gewinnen möchte, darf

man in solch einer Situation nicht ausschließlich

auf die Kosten schauen. Es

gilt Material zu beschaffen und lieferfähig

zu bleiben. Ich sehe das als Investition

in die Zukunft: Wir haben Fachpartner

hinzugewonnen und ich bin

zuversichtlich, dass das eine nachhaltige

Entwicklung ist“, sagt Enzo

Viola. Auch Nice verzeichnete 2021

ein zweistelliges Umsatzplus.

Investitionsprogramm

für den Erfolg

Ein Investitionsprogramm soll sicherstellen,

dass die Business Unit künftig

Preisstabilität garantieren kann

und weiterhin für eine starke Lieferfähigkeit

steht. Ab Januar 2023 wird

elero wesentliche Teile der Antriebskomponenten

inhouse produzieren,

die bisher zugekauft wurden. Außerdem

werden innerhalb der Business

Unit die Einkaufsvolumina gebündelt,

um weitere Kosten einzusparen.

Ein wichtiger Aspekt ist auch die

Investition in die Logistikkompetenz

des Unternehmens: elero plant aktuell

den Bau eines neuen Logistikzentrums

in Schlierbach.

Enzo Viola erklärt: „Große E-Commerce-Anbieter

müssen unser Vorbild

sein: Wir müssen nicht nur pünktlich

liefern, sondern auch schnell. Gerade

als international tätiger Lieferant sind

wir hier gefordert.“

Zuletzt ist eine Transformation der

Fertigung geplant: Die Produktionskapazitäten

sollen erweitert werden,

um mit den Wachstumsraten Schritt

zu halten. Gleichzeitig erfordert der

Fachkräftemangel eine zunehmende

Automatisierung der Fertigung. Aus

diesem Grund wurde am Standort

Schlierbach bereits eine vollautomatisierte

Linie in Betrieb genommen. Insgesamt

soll sich die gesamte Transformation

schrittweise über die nächsten

Jahre vollziehen und so langfristig

weitere Umsatzsteigerungen möglich

machen. ◄

Sonnen- und

Schattenseiten

elero – Sun Shading

Solutions Nice

www.elero.de

Mit einem ambitionierten Investitionsprogramm möchte elero – Sun

Shading Solutions Nice auch künftig Lieferfähigkeit und Preisstabilität

sicherstellen (Foto: elero)

Haus und Elektronik 4/2022 15


Gebäudetechnik und -automation

Überspannungsschutz:

Bauelemente und Design

Die unterschiedlichen Einkopplungsarten: galvanisch, (links), induktiv (Mitte) und kapazitiv

© Phoenix Contact

Einkopplungsarten von

Überspannungen

Bei der galvanischen Einkopplung

wird die Überspannung direkt in den

Stromkreis eingekoppelt. So zum Beispiel

bei Blitzschlägen, wo Erdungsleitungen

mit einer Spannung beaufschlagt

werden.

Große Stromsteilheiten verursachen

Überspannungen aufgrund der Längsinduktivitäten

mit denen Leitungen

behaftet sind. Da die Spannung einer

Induktivität mit UL = L x dIL/dt der Veränderung

des Stroms proportional ist,

kann z.B. eine Überspannung beim

Schalten großer Lasten entstehen

Wirkrichtungen der Überspannung: Längsspannung (links) und Querspannung © Phoenix Contact

Autoren:

Kari Kapanen, Sales Europe

Shenzen Bencent Electronics

Co. Ltd.

Paul-Martin Kamprath,

Leitung Marketing

pk components GmbH

www.pk-components.de/

Eine Überspannung bedeutet, dass eine

vorgesehene Spannung sich erhöht und

einen Toleranzbereich verlässt. Die Folgen

von Überspannungen sind in der

Regel Störungen bzw. ein fehlerhaftes

Verhalten von Elektrik und Elektronik, die

von der Überspannung betroffen sind. Im

schlimmsten Fall kann einer Überspannung

aufgrund von zu hoher Wärmeentwicklung

zerstören oder sogar eine

Gefahr für Leib und Leben darstellen. In

der Regel sind Überspannungen transienter

Natur. Das sind kurze Impulse, die

sich nur im Bereich von Sekundenbruchteilen

abspielen. Sie haben sehr kurze

Anstiegszeiten im Nano- oder Mikrosekundenbereich

und fallen in Folge von

einigen 10 bis 100 µs wieder ab. Tatsächlich

gibt es auch langanhaltende

Überspannungen, die jedoch gänzlich

andere Ursachen haben und nicht mit

den in Folge diskutierten Bauelementen

bekämpft werden können.

Ursachen für transiente

Überspannungen

Eine der selteneren Ursachen

für transiente Überspannungen,

jedoch mit dem größten zerstörerischen

Potential, sind Blitzentladungen

(LEMP, Lightning Electromagnetic

Pulse). Blitzentladungen

können weitaus mehr anrichten als

Überspannungen aus Schaltvorgängen

oder aus elektrostatischen Entladungen.

Schalthandlungen (SEMP, Switching

Electromagnetic Pulse) von großen

Leistungen, wie sie z.B. in Stromnetzen

oder bei großen Maschinen vorkommen,

können sehr hohe Stromänderungen

in kurzer Zeit verursachen.

Über induktive Einkopplungen

führt das zu Überspannungen.

Körper haben die Eigenschaft unter

bestimmten Bedingungen sich aufzuladen.

Bei Berührung mit einem

anderen Körper wird das unterschiedliche

Potential ausgeglichen

und wird eine elektrostatische Entladung

genannt (ESD, Electrostatic

Discharge). Erfolgt die Entladung

an einem Anschluss eines

elektronischen Gerätes kann die

Überspannung Schäden dort verursachen.

sobald der Strom sprunghaft ansteigt

oder abfällt.

Die induktive Einkoppelung beruht

auf dem Induktionsgesetz. Eine direkt

eingekoppelte Überspannung verursacht

im Leiter einen Stoßstrom und

dieser wiederum ein Magnetfeld um

den Leiter. Das Magnetfeld induziert in

Folge eine Überspannung in anderen

Leitungen, die ihren Weg in die angeschlossen

Elektronik finden.

Die kapazitive Einkopplung erfolgt

ein elektrisches Feld zwischen zwei

Punkten mit hohem Potenzialunterschied,

was sich wie ein Kondensator

verhält. Über die Veränderlichkeit des

höheren Potentials kann es zu einem

Ladungstransport kommen. Das führt

zu einer Überspannung in den weiterführenden

Leitungen des niedriger

gelegenen Potentials.

Wirkrichtung der

Überspannung

Überspannungen, die zwischen Leiter

(L) oder Nullleiter (N) und Erde

(PE) auftreten, werden Längsspan-

16 Haus und Elektronik 4/2022


Gebäudetechnik und -automation

Struktur, Schaltbild und Kennlinie TSS-Komponente

nungen genannt. Wie aus dem Bereich

der EMV (Elektromagnetischen Verträglichkeit)

bekannt spricht man von

asymmetrischer Überspannung (engl.

common mode). Asymmetrische Überspannungen

können Bauelemente in

Mitleidenschaft ziehen, die zwischen

Potenzialen und Erde liegen sowie eine

sich dazwischen befindliche Isolation.

Überspannungen, die zwischen Leiter

(L) und Nullleiter (N) bzw. zwischen

zwei Leitern eines Stromkreises auftreten

werden Querspannungen

genannt. Man spricht von einer symmetrischen

Überspannung (differential

mode). Symmetrische Überspannungen

haben einen unmitttelbaren

Einfluss über den Spannungs- und

Signaleingang von Geräten, Stromversorgungen

oder Schnittstellen. Die

Folge ist eine Beeinträchtigung oder

Zerstörung der dahinterliegenden elektronischen

Schaltung und deren Bauelemente

aufgrund einer Überlastung.

Überspannungsschutz-

Bauelemente

Bauelemente, die vor Überspannungen

schützen, sind parallel zur folgenden

Schaltung angebracht und schließen

im Allgemeinen die zu hohe Energie

kurz. Sie wird anschließend gegen Erde

oder den Nullleiter abgeleitet. Überspannungsschutz-Bauelemente

lassen

sich dabei in zwei Verhaltensarten

unterschieden: Gasableiter und TSS-

Dioden z.B. sind Schaltelemente, d.h.,

dass im Auslösefall nach einer Reaktionszeit

die Spannung am Überspannungsschutzbauelement

stark absinkt

oder auch nahezu null wird. Andere

Bauelemente begrenzen im Auslösefall

auf eine bestimmte Klemmspannung

(clamping voltage), ab der das Bauelement

den maximalsten Strom führt.

Je nach Höhe der zu erwartenden

Überspannung und des notwendigen

Schutzgrades kann der Überspannungsschutz

kaskadiert werden.

Das hängt vom zu erwartenden Ausmaß

der Überspannung ab und was

in Folge ohne Beschädigung toleriert

werden kann.

In der Elektronik besteht ein primärer

Überspannungsschutz meist aus Gasableitern

und/oder Varistoren. Dieser

begrenzt die Überspannung auf eine

erstes Niveau und dient als Grobschutz.

Der nachfolgende sekundäre

Überspannungsschutz reduziert die

Energie weiter. Das sind meist kleinere

Bauelemente wie TVS-Dioden

(TVS, Transient Voltage Suppressor)

oder Bauelemente auf Thyristorenbasis

(TSS, Thyristor Surge Suppressor).

Der primäre und sekundäre Überspannungsschutz

muss sich nicht zwingend

in unmittelbarer Nähe zueinander

befinden.

Eine Überspannung kann sich auf

ihrem Weg z.B. aufgrund kapazitiver

und induktiver Elemente (EMV-Filter)

abschwächen. Deswegen ist als Faustregel

zu beachten, dass die Klemmspannung

geringer sein sollte, je näher

sich das Überspannungsschutzbauelement

an der zu schützenden Schaltung

befindet. Auch, um sich der Größenordnung

der regulären Spannung

der zu schützenden Schaltung anzupassen.

Dabei ist jedoch auch zu

beachten, dass der Weg vom letzten

Überspannungsschutz-Bauelement

bis zur Schaltung ebenso wieder

ein Einkopplungspfad für Überspannungen

darstellt.

Überspannungsschutz-Bauelemente

sind im Allgemeinen, je nach Technologie,

mehr oder weniger mit einer parallelen

Kapazität belegt. In hochfrequenten

Signal- oder Datenpfaden

(GHz, Gbit/s) muss die Kapazität sehr

klein gewählt werden, um eine Verfälschung

des Signals zu vermeiden.

Je nach Anwendung kann die Kapazität

auch als eine gewollte einfache

EMV-Filterung (EMI) darstellen und

bewusst gewählt werden. Die Kapazität

eines Überspannungsschutzbauelements

ist in der Regel im Datenblatt

angegeben. Bestimmte Serien bieten

auch Varianten mit höheren oder niedrigeren

Kapazitäten.

Überspannungsschutz-Bauelemente,

die im Auslösefall kurzschließen,

sollten nicht in der Netzspannung oder

vor einer Stromversorgungseinheit

alleine geschaltet werden. Das kann

Beschädigungen durch den Spannungsabfall

im Auslösefall verursachen.

Eine Ausnahme bilden ggf. Gasableiter.

Hier muss dann die Lichtbogenspannung

(arc voltage) des Fehlerfalls

höher gewählt werden als die

maximale Betriebsspannung (Peak-

Peak). Gängiger ist es jedoch, Gasableiter

und Metalloxid-Varistoren (MOV)

als Überspannungsschutz-Bauelemente

bei Netzspannung oder Stromversorgungen

zu schalten. Entweder

Varistoren alleine oder Varistoren und

Gasableiter in Serie zusammen. Letztere

Variante bietet ein höheres Energieabsorbtionsvermögen

und eine bessere

Langlebigkeit. Die Degradierung

von Varistoren im Laufe von Überspannungsereignissen

kann mit Gasableitern

verlangsamt werden und der

Varistor verhindert den sogenannten

Netzfolgestrom bei einem Gasableiter.

Es gibt unidirektionale und bidirektionale

Ausführungen von Überspannungsschutz-Bauelementen.

Unidirektionale

Varianten lösen nur aus wenn

die Überspannung sich an einem Pol

befindet. Beim Einbau ist darauf zu

achten, dass es sich um ein gepoltes

Bauelement handelt. Bidirektionale

Varianten lösen demnach immer aus,

egal mit welcher Polung die Überspannung

beaufschlagt wird. Der Einbau

des Bauelementes ist somit unkritisch,

da die Polung keine Rolle spielt.

Eines muss einem immer bewusst

sein: Ein perfekter Schutz ist nicht

möglich. Ein Schutz kann nur mit entsprechender

Dimensionierung vergrößert

oder verbessert werden.

Thyristor-Komponenten

TSS-Komponenten (Thyristor Surge

Suppressor), werden auch SIDACs

(Silicon Diode for Alternating Current)

genannt und sind Halbleiter. TSS-Komponenten

schließen kurz im Überspannungsfall.

Es gibt unidirektionale und

bidirektionale Ausführungen. TSS-

Komponenten sind werden gerne

in Ethernet- (auch PoE), Slic-, DSLund

RSxxx-Applikationen eingesetzt.

Mit der Arbeitspannung weniger als

V DRM führt die TSS-Komponente nur

einen geringen Leckstrom. Erhöht

sich die Spannung, wird der Halbleiter

niederohmig. Über V S schließt die

TSS-Komponente ähnlich einer Avalanche-Diode

quasi kurz. Sobald der

Strom unter I H sinkt, geht das Bauteil

wieder in den ursprünglichen offenen

Zustand zurück.

Wichtige Parameter:

• VDRM & IDRM: Spannung und Strom

bis zu deren Werten die TSS-Komponente

nichtleitend bleibt

• VS & IS: Schaltstrom und -spannung.

Die TSS-Komponente schaltet

durch und hat einen sehr geringen

Widerstand.

• VT & IT: On-state-Spannung und Onstate-Strom

= Strom und Spannung

im geschalteten Zustand

• IPP: maximaler Impulsstrom, den

die TSS-Komponente, verursacht

durch eine transiente Spannung,

verarbeiten kann

• IH: Haltestrom = der minimalste

Strom, der benötigt wird, um die

TSS-Komponente im geschalteten

Zustand zu halten. Fällt der Strom

darunter, geht der Halbleiter wieder

in den nichtleitenden Zustand über

• C0: Kapazität der TSS-Komponente

Nun zur Dimensionierung:

• VDRM muss über der höchsten

Betriebsspannung der Folgeschaltung

liegen.

• VS muss kleiner sein als die transiente

Spannung, die die Folgeschaltung

ohne Ausfall verarbeiten kann.

• IH muss höher sein als der

Betriebstrom der Folgeschaltung.

Haus und Elektronik 4/2022 17


Gebäudetechnik und -automation

Struktur, Schaltbild und Kennlinie ESD-Komponente

• C 0 muss entsprechend gewählt werden,

um der minimalen Grenzfrequenz

zu entsprechen.

ESD-Überspannungsschutz-Elemente

ESD-Überspannungsschutz-Elemente

(Electro-Static Discharge) sind eine

spezielle Art von TVS-Dioden (Transient

Voltage Suppressor), die folgende

Schaltungen vor elektrostatischen

Entladungen schützen. Sie

begrenzen die transiente Spannung

auf einen bestimmten Wert (clamping

voltage) und schließen nicht kurz.

Sie verfügen über extrem schnelle

Ansprechzeiten im Nanosekundenbereich

und darunter.

ESD-Überspannungsschutz-Elemente

werden überwiegend eingesetzt, um

Schnittstellen im I/O-Bereich (auch

V SS , V DD ) vor Entladungen zu schützen,

die durch Berührungen entstehen.

Das sind beispielsweise USB, HDMI,

VGA, RS232, RS485, RJ45, RJ11, BNC,

etc. Anschlüsse an Geräten. Da diese

Schnittstellen in der Regel über mehrere

Anschlüsse verfügen werden hier

Bauformen angeboten, die mehrere

ESD-Schutz-Bauelemente in einem

Gehäuse zusammenfassen (Arrays).

Der Eigenkapazität kommt in diesem

Anwendungsbereich eine hohe Bedeutung

zu, da meist sehr hochfrequente

Signale übertragen werden. Eine zu

große Kapazität kann die Signalqualität

beeinträchtigen.

Wichtige Parameter:

• VRWM (VDRM): Reverse stand-off

voltage, Sperrspannung, Spannungsbereich,

in dem das ESD-Schutz-

Bauelement sich hochohmig verhält.

Die VRWM ist definiert als die maximale

positive und negative Spannung,

bei der der durch die Diode

fließende Strom eine bestimmte

Stromstärke nicht überschreitet.

Idealerweise wäre diese 0, in der

Realität ist das ein Leckstrom oder

Sperrstrom im nA-Bereich.

• IR: Reverse leakage current, Leckstrom,

fließt im gesperrten Zustand

• VBR: Reverse breakdown voltage,

Durchbruchspannung, bezeichnet

den höchsten Spannungswert, bis

zu dem nur der Sperrstrom fließt.

Ab Spannungen darüber wird das

Bauelement leitend

• VCL: Clamping voltage, Klemmspannung,

ist der Spannungswert

auf den die Überspannung begrenzt

wird bzw. bei maximalen Strom

geführt wird

• IPP: Peak pulse current, Strom bei

höchster Klemmspannung

• PPP: Peak Pulse Power Dissipation,

Impulsverlustleistung, ist die

maximale Energie, die eine transiente

Überspannung im Bauelement

in Wärme umwandeln darf, ohne es

zu beschädigen

• C 0 : Eigenkapazität

Nun zur Dimensionierung:

• VRWM muss höher sein als die

maximale Betriebsspannung der

zu schützenden Schaltung.

• VCL muss niedriger sein als die

transiente Spannung, die die Folgeschaltung

ohne Ausfall verarbeiten

kann.

• C 0 (Eigenkapazität) muss entsprechend

gewählt werden, um der minimalen

Grenzfrequenz zu entsprechen.

Bewusst gewählt, kann sie

auch die EMV unterstützen.

• PPP: Die Peak Pulse Power (PPP =

VC x IPP) muss größer oder gleich

sein mit dem Absorptionsvermögen

der folgenden Schaltung. Ein

höherer Wert verlangt im Allgemeinen

nach einer größeren Bauform.

Die TVS-Diode

Die TVS-Diode (Transient Voltage

Suppressor) oder Suppressordiode

ist als Überspannungsschutz-Bauelement

weit verbreitet. Sie begrenzt

die transiente Spannung auf eine

Restspannung (clamping voltage),

hat eine schnelle Reaktionszeit und

kann vorübergehend große Überspannungen

absorbieren. Die Schaltung

erfolgt parallel vor der zu schützenden

Schaltung.

Im normalen Zustand ist die TVS-

Diode gesperrt, es fließt nur ein Leckstrom.

Im Fall einer vorübergehenden

transienten Überspannung öffnet die

TVS-Diode und leitet den Strom ab.

Die Klemmspannung bleibt auf einem

für die folgende Schaltung sicherem

Niveau. Nach der Überspannung geht

die TVS-Diode wieder in den geöffneten

Zustand zurück.

TVS-Dioden werden oft als sekundäres

Schutzelement vor Schaltungsabschnitten

bei niederen Spannungen

eingesetzt. Sie sind bis zu rund 500

V Durchbruchspannung erhältlich,

bestehen jedoch ab ca. über 100 V

aus einer seriellen Schaltung mehrerer

Einzeldioden. Letzteres ist relativ

kostenintensiv. Die primäre Schutzfunktion

übernehmen dann beispielsweise

Varistoren und Gasableiter, die

auch für hohe Betriebsspannungen

wie z.B. Netzspannungen geeignet

und erhältlich sind.

TVS-Dioden sind unidirektional und

bidirektional erhältlich. In der Regel

gibt es zu einer Diode mit bestimmten

Kennwerten ein bidirektionales

Schwesterbauteil. Bidirektionale Dioden

haben zwei symmetrische Dioden

in gleiche Struktur integriert, jedoch

gegeneinander gepolt, unidirektionale

TVS-Dioden werden bei DC-Versorgungen

präferiert.

Struktur, Schaltbild und Prinzip einer TVS-Diode

18 Haus und Elektronik 4/2022


Gebäudetechnik und -automation

Kennlinien uni- und bidirektionaler TVS-Dioden

Zu den Kenndaten:

• VR: Reverse stand-off voltage,

Sperrspannung, die Spannung bis

zu der die TVS-Diode nicht nennenswert

leitet

• VBR: Reverse breakdown voltage,

Durchbruchspannung, die Spannung,

ab der die TVS-Diode in einen leitenden

Zustand übergeht

• VC: Clamping voltage, Klemmspannung,

der Spannungswert, auf den

die Überspannung begrenzt wird bzw.

bei maximalen Strom geführt wird

• IDRM (IR): Reverse leakage current,

Leckstrom, fließt im gesperrten

Zustand

• IPP: Peak pulse current, Strom bei

höchster Klemmspannung

• PPP: Peak Pulse Power Dissipation,

Impulsverlustleistung, die maximale

Energie, die eine transiente Überspannung

in der Suppressordiode

in Wärme umwandeln darf, ohne

sie zu beschädigen

• It: Test current, Strom bei VBR

• C0: Eigenkapazität

Nun zur Dimensionierung:

• VR muss höher sein als die maximale

Betriebsspannung der zu

schützenden Schaltung. Anhaltspunkt:

VR = 1,4 x Un oder VBR =

1,5 x Un mit Un = Betriebsspannung

der Schaltung

• VCL muss niedriger sein als die transiente

Spannung, die die Folgeschaltung

ohne Ausfall verarbeiten kann

• PPP: Peak Pulse Power (PPP = VC

x IPP), muss größer oder gleich sein

mit dem Absorbtionsvermögen der

folgenden Schaltung. Ein höherer

Wert verlangt im Allgemeinen nach

einer größeren Bauform. Bei der

Dimensionierung von PPP ist zu

beachten, dass mit zunehmender

Temperatur auch PPP abnimmt

(Derating). Aus diesem Grund ist

die Umgebungstemperatur der

Applikation zu berücksichtigen, in

der die TVS-Diode eingesetzt wird.

• C0: Prüfung, inwiefern die Kapazität

die Signalintegrität beeinträchtigt.

Das ist der Fall, wenn die TVS-

Diode zwischen Signalpfad und der

Masse platziert wird. Zum anderen

ist es auch möglich, die Eigenkapazität

für die Entstörung zu nutzen.

Der Gasableiter

Die Funktionsweise eines Gasableiters

(Gas Discharge Tube, GDT) unterscheidet

sich fundamental von Überspannungsschutz-Bauelementen

auf

Halbleiterbasis.

In einem mit Gas gefüllten abgedichtetem

Gehäuse liegen zwei Elektroden

gegenüber. Sobald die Spannung

(Durchbruch- oder Zündspannung)

einen bestimmten Wert übersteigt

wird die Funkenstrecke mit einer

Ionisierung des Gases überwunden,

und der Gasableiter leitet. Im Auslösefall

hat der Gasableiter einen kurzschließenden

Charakter und begrenzt

die Spannung nur auf einen geringen

Wert. Gasableiter können aufgrund

ihrer Konstruktion sehr hohe Ströme

und Energien verarbeiten und sind

bidirektional.

Im normalen Betriebsmodus verhält

sich der Gasableiter wie ein Widerstand

im Gigaohmbereich. Daher ist

er sehr gut geeignet, um an Schutzleiter

(PE) angeschlossen zu werden,

um den Berührungsschutz vor Netzspannungen

sicherzustellen.

Gasableiter sind mit Ansprechzeiten im

µs-Bereich träger als Überspannungsschutz-Bauelementen

auf Halbleiterbasis.

Oft werden Gasableiter als primäres

Grobschutzelement eingesetzt.

Den sekundären Schutz übernehmen

im Anschluss Halbleiterbauelemente

wie z.B. TVS-Dioden. Darüberhinaus

haben Gasableiter sehr geringe Eigenkapaziäten.

Im leitenden Zustand entsteht aus der

Netz- oder Versorgungsspannung ein

sogenannter Netzfolgestrom. Dieser

hält solange an, bis der Gasableiter

wieder in den hochohmigen Zustand

übergeht, was einige Millisekunden

dauern kann. Aus diesem Grund ist

der Anschluss eines Gasableiters

ohne weitere Elemente in der Regel

nur an Wechselstrom sinnvoll, da mit

dem Nulldurchgang der Übergang

in den unausgelösten Zustand einfacher

möglich ist. Gleichstrom würde

das verhindern, weil der ausgelöste

Zustand anhält.

Wichtige Parameter:

• VBR, DC-Breakdown Voltage:

Durchbruchspannung bei Gleichspannung

für meist 100 V/s. Heißt,

die angelegte Spannung am Gasableiter

wird um 100 V/s erhöht und

der Wert, ab dem das Bauelement

dann leitet, wird angegeben

• Impulse Sparc-Over Voltage: Zündspannung

bei transienter Überspannung.

Wird mit 1 kV/µs gemessen. Ein

geringerer Wert der Zündspannung

bei gleicher Durchbruchspannung

bedeutet eine kürzere Ansprechzeit.

• VA, Arc Voltage: Lichtbogenspannung,

bezeichnet die Spannung,

die der Gasableiter im ausgelösten

Zustand hat. Wir oft bei 1 A angegeben.

Der Parameter definiert

auch die Verlustleistung im leitenden

Zustand.

• Impulse Discharge Current, Surge

Current: Stoßentladestrom; das ist

der maximale Strom, den der Gasableiter

ohne Zerstörung nach Beaufschlagung

mit einem Impuls (in der

Regel 8/20 µs) verarbeiten kann.

Die Dimensionierung:

• Die DC Breakdown Voltage muss

höher sein als die maximale Spannung

der zu schützenden Schaltung.

Derating einer TVS-Diode über Temperatur, Testimpuls, Höhe der Spitzenleistung des Impulses über Impulslänge bei gleichem Energieinhalt

Haus und Elektronik 4/2022 19


Gebäudetechnik und -automation

Gasableiter: schematische Darstellung, Bestandteile und Kennlinie

• Impulse Sparc-Over Voltage: Diese

muss geringer sein als die maximale

Spannung, die die folgende Schaltung

ohne Ausfälle verarbeiten kann.

• Arc Voltage: Im Falle einer alleinigen

Verwendung eines Gasableiters

vor einer Stromversorgung

muss die Lichtbogenspannung größer

sein als die maximale Versorgungsspannung.

• Impulse Discharge Current: Dieser

muss höher sein, als die nachfolgende

Schaltung erlaubt. Kann die

nachfolgende Schaltung nur maximal

5 kA vertragen, muss ein Ableiter

mit einem Stoßentladestrom >5

kA gewählt werden.

Der Varistor

Varistoren sind nichtlineare Widerstände.

Die Bezeichnung ist ein Kunstwort

aus Variable und Resistor. Varistoren

sind bis zu einer definierten

U/I-Kennlinie Varistor

Spannung hochohmig und werden

dann sehr schnell niederohmig. Die

U/I-Kennlinie beschreibt dabei ein

angenähert stark exponentielles

Verhalten. Wie bei einer TVS-Diode

begrenzt der Varistor die transiente

Überspannung auf eine Restspanung

(clamping voltage).

Varistoren sind gesinterte keramische

Bauelemente. Die mit MOV abgekürzten

Metalloxid-Varistoren werden meist

aus Zinkoxid hergestellt. Die gesinterten

Zinkoxidkörner bilden an ihren

Berührungspunkten Sperrschichten.

Mit der Zunahme einer angelegten

elektrischen Spannung werden die

Sperrschichten abgebaut und der

Widerstand sinkt. Metalloxid-Varistoren

werden als Standardbauform

in Scheiben oder für ein noch größeres

Energieabsorptionsvermögen in

Blöcken angeboten. Sie können mit

hohen Spannungen betrieben werden

und eignen sich deswegen sehr gut

als Überspannungschutz-Element in

Stromversorgungsleitungen. Nachteilig

bei Metalloxid-Varistoren ist, dass mit

jedem Ereignis einer Überspannung,

die Sperrschichten zwischen den Körnern

im Zuge von einer Wärmeentwicklung

allmählich verschwinden. So verändert

sich der Varistor zunehmend

zu einem Widerstand, was wiederum

in eine vermehrte Wärmeentwicklung

und Degradierung mündet. Ab

einem bestimmten Zeitpunkt schützt

der Varistor die Folgeschaltung nicht

mehr ausreichend. Datenblätter geben

hierüber Aufschluss und es gibt auch

höherwertige Serien, die mit einer größeren

Anzahl an Überspannungsereignisssen

belastet werden können.

Eine weitere Form sind Multilayer-Varistoren

(MLV), die in ihrem Aufbau dem

der Keramikkondensatoren ähneln.

Zwischen dünnen Metallschichten

liegen feine Zinkoxidschichten. Die

Metallschichten sind gemeinsam zu

Elektroden verbunden. Mit diesen

Strukturen lassen sich sehr gut SMDbestückbare

und miniaturierte Varistoren

in standardisierten Bauformen

(z.B. 0201, 0402) realisieren. Multilayer-Varistoren

sind aufgrund der kleineren

Bauformen nur für Spannungen

bis ca. 120 V erhältlich und im Energieabsorptionsvermögen

begrenzter.

Aufgrund der miniaturisierten Bauform

werden sie gerne in Signalleitungen

oder auch als ESD-Schutz eingesetzt.

Unterschiede zwischen

TVS-Dioden und

Multilayer-Varistoren

(MLVs)

TVS-Dioden und Multilayer-Varistoren

(MLVs) haben ein sehr ähnliches Verhalten.

Tatsächlich sind aber Struktur

und die Fertigungsmethode vollkommen

unterschiedlich (s. oben). Im Allgemeinen

können MLV mit TVS-Dioden

ausgetauscht werden, tatsächlich

gibt es jedoch Unterschiede, die

beachtet werden sollten.

In erster Linie ist die TVS-Diode ein

unidirektionales Bauelement. Bidirektionale

TVS-Dioden sind zwei in umgekehrter

Richtung parallel verschaltete

TVS-Dioden in einem Gehäuse.

MLVs sind, wie alle Varistoren bidirektional.

Wie oben beschrieben unterliegen

Varistoren einer Degradierung

im Laufe von Überspannungs-Ereignissen.

Hier verhalten sie TVS-Dioden

wesentlich robuster und degradieren

wenig bis gar nicht. MLVs sind

in sehr kleinen Bauformen erhältlich,

was in miniaturisierten Applikationen

von Bedeutung sein kann.

Im Allgemeinen haben MLVs eine um

die Größenordnung 10 bis 100 höhere

Kapazität und sind tendenziell für den

Überspannungschutz in Gigabit-Datenleitungen

weniger geeignet. Tatsächlich

wurden auch Serien entwickelt mit

sehr geringen Kapazitäten, die ggf.

in den Kosten einen Aufschlag verlangen.

Richtig eingesetzt, kann die

Eigenkapazität der Bauelemente für

die Entstörung verwendet werden. Ein

wichtiger Punkt bei der TVS-Diode ist

das Derating über Termperatur, das

schon bei 25 °C beginnt. Bei höheren

Umgebungstemperaturen hat das eine

erhebliche Auswirkung auf das Energieabsorbtionsvermögen

und weitere

Parameter, die zur Schutzfunktion beitragen.

Bei MLVs setzt ein Derating

über Temperatur erst ab ca. 85 °C ein.

Wichtige Parameter

Varistoren:

• VRMS, VAC: empfohlene (maximale)

Betriebsspannung im AC-Betrieb

• VDC: empfohlene (maximale)

Betriebsspannung im DC-Betrieb

• Isurge, Imax: maximaler Strom

bei einem definierten Impuls. Die

Impulsform (z.B. 8/20 µs) wird dabei

angegeben.

20 Haus und Elektronik 4/2022


Gebäudetechnik und -automation

Darstellung der Lighting Protection Zones (LPZ)

• Wmax: maximales Energieabsorbtionsvermögen

(in Joule) mit Angabe eine Zeitraums (z.B. in ms)

• Pmax: maximum power dissipation, maximale

Leistungsdissipation (in W)

• VVAR, V1mA: Varistorspannung, Spannung

bei 1 mA

• Vcl, VC: maximale Klemmenspannung (clamping

voltage)

• C0: Eigenkapazität

• Bauform: z.B. EIA für MLVs: 0201, 0402 oder

Scheibendurchmesser von MOVs

Die Dimensionierung:

Netzspannung Primärschutz Klasse 1

Blitzschutzzone: LPZ0B-3

• VRMS, VAC muss gleich oder höher sein als die

Betriebspannung im Normalbetrieb.

• Isurge, Imax, Wmax, Pmax: Die Bestimmung

dieser Werte hängt von vielen Faktoren ab und

würde den Rahmen hier übersteigen. Die Ermittelung

der Werte kann mit Simulationen, Testschaltungen,

mathematische oder auch grafische

Berechnungen erfolgen. Folgende Fragen

sind hierbei wichtig:

• Welchen Impuls (Stärke und Form) muss die zu

schützende Schaltung ohne Beschädigung überstehen

können? Anforderungen sind im Allgemeinen

in Normen (z.B. IEC 61000-4-x) festgelegt

und formuliert. Ebenso sind applikationsspezifische

Normen und Standards zu berücksichtigen.

• Welche verbleibende Energie kann die zu schützende

Schaltung ohne Beschädigung absorbieren?

• Wieviele Überspannungsereignisse sind erlaubt,

bis eine bestimmte Degradierung des Schutzelementes

oder Beschädigung der Folgeschaltung

eintritt? Welchen zeitlichen Abstand dürfen die

Überspannungsereignisse haben?

Netzspannung Primärschutz Klasse 2

Blitzschutzzone: LPZ1

• Auch: In welchem Verhältnis darf das Budget

der Überspannungsschutzes im Vergleich

zur zu schützenden Folgeschaltung stehen?

Tatsächlich werden aus diesen Gründen

in vielen Fällen (kleinere) Bauformen

gewählt, die dann nicht so hoch belastbar

sind. In Abwägung lieber die größere Bauform

wählen.

• Vcl, VC: Abgleich des maximalen Spannungsanstieges

(clamping voltage) des gewählten Varistor

Übersicht Parameter der Testimpulse

Haus und Elektronik 4/2022 21


Gebäudetechnik und -automation

DC Versorgungsspannung

Blitzschutzzone: LPZ0B-3

DC Versorgungsspannung

Blitzschutzzone: LPZ1 & LPZ2

RJ11, VDSL

Blitzschutzzone: LPZ0B-3

RS485

Blitzschutzzone: LPZ0B-3

RJ45, 1G

Blitzschutzzone: LPZ1

im Falle einer Überspannung, sodass die Folgeschaltung

nicht beschädigt wird

• Bauform: Wahl einer passenden Bauform, die

den Anforderungen der Applikation entspricht.

Blitzschutzzonen (Lightning

Protection Zones, LPZs)

USB 2.0

Blitzschutzzone: LPZ2

RJ45, 1G PoE

Blitzschutzzone: LPZ1

Das Konzept der Blitzschutzzone wurde in der

Norm IEC 62305-4, einem internationalen Standard

für Blitzschutz, entwickelt und beschrieben.

Das LPZ-Konzept basiert auf der Idee, die Blitzenergie

schrittweise auf ein sicheres Maß zu reduzieren,

um das Endgerät nicht zu beschädigen.

Das LPZ-Konzept erleichtert die Planung, Umsetzung

und Überwachung umfassender Schutzmaßnahmen.

Bei diesem Ansatz wird das Gebäude in

Zonen mit unterschiedlichen Gefährdungspotentialen

unterteilt. Anhand dieser Zonen werden

die Spannungsstöße (surges) und deren Stärken

ermittelt, die für Simulationen in Testumgebungen

notwendig sind.

Die LPZ0A ist hier nicht dargestellt. Es handelt sich

um eine ungeschützte Zone außerhalb des Gebäudes

und ist direkten Blitzeinschlägen ausgesetzt. In

USB 3.0

Blitzschutzzone: LPZ2

der LPZ0A gibt es keine Abschirmung gegen elektromagnetische

Störimpulse LEMP (Lightning Electromagnetic

Pulse).

• LPZ0B

Wie LPZ0A befindet sie sich außerhalb des Gebäudes,

jedoch ist LPZ0B durch das äußere Blitzschutzsystem

geschützt, normalerweise innerhalb des

Schutzbereichs des Blitzableiters. Auch hier gibt

es keine Abschirmung gegen LEMP.

• LPZ0B-1

Telekommunikationselektronik auf Basisstationen

• LPZ0B-2

Elektronik/Anlagen auf Dächern oder anderen höher

gelegenen Vorrichtungen

• LZP 0B-3

Elektronik/Anlagen allgemein im Freien, an außen

gelegenen Wänden oder Aufhängungen

• LPZ1

Das ist die Zone im Gebäude. Überspannungen

aus Blitzschlägen sind hier vorhanden jedoch in

abgeschwächter Form. Das Niveau ist gegenüber

draußen, um mindestens die Hälfte reduziert. Zwischen

den Bereichen LPZ0B und LPZ1 sollte ein

Klasse 1/Typ 1 SPD (surge protection device) installiert

werden.

22 Haus und Elektronik 4/2022


Gebäudetechnik und -automation

Parameter

Gasableiter

(GDT)

TVS TSS ESD MOV, MLV

Prinzip: Spalt mit Gas PN-Übergang PN-Übergang PN-Übergang Metalloxid

Art des Schutzes: Schalter Klemmspannung Schalter Klemmspannung Klemmspannung

Absorptionsvermögen: hoch mittel mittel gering hoch

Spannungsbereich

ca. in V:

75...3600 5...500 6...800 3...36 4...1400

Leckstrom: pA bis nA


Gebäudetechnik und -automation

Neues Aufgabenfeld für Elektroplaner

KNX im Geschosswohnungsbau

Gerade erst hat KNX seinen 30. Geburtstag gefeiert. Und die Erfolgsgeschichte

geht weiter, wozu auch neue Einsatzgebiete gehören.

Zentrales Gebäudeprojekt

+ individuelle

Wohnungsprojekte

lautet die Formel. Im Gebäudeprojekt

müssen die Linienkoppler eingerichtet

und die Filtertabellen verwaltet

werden. Deren Montage muss in

einem eigenen, geschützten Bereich

erfolgen, in den allein zugangsberechtigte

Personen gelangen dürfen. Die

Linienkoppler übermitteln dort die

KNX-Telegramme für Zentralfunktionen

und speisen sie in die einzelnen

Wohnungen ein. Hinzu kommen die

autarken, individuellen Wohnungsprojekte,

die Beleuchtung, Heizung etc.

steuern. Aufgabe des Planers ist es,

die zu übertragenden Datenpunkte

genau zu definieren.

Der hochwertige Geschosswohnungsbau eröffnet dem Elektroplaner nicht nur einen lukrativen Markt,

sondern verlangt von ihm auch ein Umdenken bei der Planung von KNX

Autor:

Dipl.-Ing. Dirk Beyer,

Ingenieurbüro Beyer,

Neumünster

Gira Giersiepen

GmbH & Co. KG

www.gira.de

Beispielsweise im hochwertigen

Geschosswohnungsbau. Der eröffnet

dem Elektroplaner nicht nur einen

lukrativen Markt, sondern verlangt von

ihm auch ein Umdenken bei der Planung

von KNX.

Der Grundgedanke

von KNX, der als „Instabus“ ursprünglich

für den Gewerbe- und Industriebau

entwickelt wurde, basiert darauf, das

Gebäude als eine Einheit zu betrachten,

mit einem einzigen Datensatz. Im

Geschosswohnungsbau jedoch ist eine

solch zentralistische Struktur ausgeschlossen,

weil jeder Wohnungseigentümer

das Recht auf einen eigenen

Datensatz hat, auf den niemand

von außen – etwa ein Hausmeister –

zugreifen darf.

Die planerische Herausforderung

besteht darin, hierfür ein „doppeltes“

System zu schaffen. Auf der einen

Seite beinhaltet es zentrale Funktionen

wie Sonnenschutz oder Windalarm,

die in allen Wohneinheiten laufen

müssen. Man könnte es als Gebäudeprojekt

bezeichnen. Auf der anderen

Seite steuert das System sämtliche

Aktionen, die individuell auf

jede einzelne Wohnung abgestimmt

sind. Hier ließe sich von Wohnungsprojekten

sprechen. Um zu einer optimalen

Lösung zu kommen, muss der

Aufbau eines solch komplexen Systems

möglichst frühzeitig geplant werden.

Das Gleiche gilt für die Verwaltung

der Datensätze.

Der Gira Homeserver

Adressbereiche reserviert

Ebenso müssen diese Adressbereiche

in den Wohnungsprojekten reserviert

werden, um Fehlfunktionen zu vermeiden.

Wenn der Linienkoppler mechanisch

geschützt und zudem vom Gebäudeprojekt

verwaltet wird, ist sichergestellt,

dass Unbefugte aus den einzelnen

Wohnungen heraus weder auf die

zentralen Daten noch auf Daten anderer

Wohneinheiten zugreifen können.

Diese Sicherheit herzustellen ist die

Hauptaufgabe des Elektroplaners

und zugleich die eigentliche Herausforderung,

schon weil sie in der bisherigen

KNX-Struktur nicht nötig ist und

deshalb auch nicht vorgesehen war.

Jede Wohnung kann unter Berücksichtigung

des Adressbereichs der

Zentralfunktionen individuell geplant

24 Haus und Elektronik 4/2022


Gebäudetechnik und -automation

Im Geschosswohnungsbau ist zentralistische KNX Struktur ausgeschlossen, weil jeder Wohnungseigentümer

das Recht auf einen eigenen Datenpool hat. Die planerische Herausforderung besteht darin, hierfür ein

„doppeltes“ System zu schaffen

und programmiert werden. Grundvoraussetzung

ist die durchgehende

Ausstattung mit KNX, wobei sich der

Leistungsumfang später ohne bauliche

Maßnahmen erweitern lässt. Je

nach Wunsch und Anforderung kann

hierbei der Gira HomeServer oder der

Server Gira X1 zum Einsatz kommen.

Standardisierte

Funktionspakete

erlauben optimale Lösungen. Für den

Erbauer des Gebäudes – Wohnungsbaugesellschaften

oder Bauträger – ist

es dabei von Vorteil, wenn er standardisierte

Funktionspakete für Lösungen

anbietet anstelle einzelner Produkte.

Etwa einen Welcome/Bye-Bye-Taster

an der Wohnungstür, Lichtszenensteuerung,

Anwesenheitssimulation und/

oder Zeitschaltuhren für die Solltemperatur

in Wohnräumen – sie alle lassen

sich über KNX realisieren. An dieser

Stelle ist einmal mehr ein Vergleich

mit der Automobilindustrie hilfreich:

Sie setzt auf den CAN-Bus als serielle

Infrastruktur im Fahrzeug, wobei

je nach Ausstattungslinien verschiedene

Funktionen freigeschaltet und

bei Bedarf Zusatzgeräte angeschlossen

werden.

Herstellerneutrales und

zukunftssicheres System

Angesichts des nach wie vor schillernden

Begriffs „Smart Home“ ist

es im Geschosswohnungsbau extrem

wichtig, dass der Erbauer des

Gebäudes allein für die Hausautomation

zuständig ist und dem Interessenten

oder Käufer mit KNX ein herstellerneutrales

und zukunftssicheres

System garantiert. Erst nach der

Abnahme der digitalen Grundfunktionen

kommt die Consumer-Elektronik

ins Spiel, also beispielsweise das

Handy zu Funktionssteuerung oder

Alexa zur Sprachsteuerung. Sie können

dann in das KNX-System mit eingebunden

werden. Das wiederum liegt

in der Verantwortung des Wohnungseigentümers,

nicht des Bauträgers.

Unabdingbare

Voraussetzung

für die Baubeschreibung und beim

Beratungsgespräch ist es deshalb,

den Begriff „Smart Home“ zu definieren

und dem Kunden zu erläutern,

was er mit KNX bekommt – die

digitalen Grundfunktionen – und was

nicht. Alles andere würde die Gewährleistungspflicht

für den Bauträger zu

einem nicht mehr kalkulierbaren Risiko

werden lassen. Hier ist die Beratungskompetenz

des Elektroplaners gefragt!

Und hier liegt ein weiterer bedeutender

Unterschied zur Planung und Realisierung

von KNX im Privatbau. Während

dort die Übergabe ein eher fließender

Prozess ist, muss im Geschosswohnungsbau

die bauliche Abnahme zeitlich

und inhaltlich genau definiert sein.

Für den planenden und installierenden

Elektriker eröffnen sich im Grunde

drei Betätigungsfelder: das zentrale

Gebäudeprojekt, außerdem die digitalen

Grundfunktionen der einzelnen

Wohnprojekte – beides beauftragt durch

den Bauträger – sowie die individuelle

Ausstattung einer jeden Wohneinheit

durch die Anbindung der Consumer-

Elektronik, beauftragt von den jeweiligen

Eigentümern. Bei einem Projekt

mit 40 Wohnungen wären das

im Idealfall 81 Aufträge! Schon von

daher ist der Geschosswohnungsbau

für den Planer und ausführenden

Installationsbetrieb nicht nur eine interessante

Aufgabe, sondern auch ein

lukratives Geschäft.

Über den Autor:

Dirk Beyer ist Inhaber vom Ingenieurbüro

Beyer, Neumünster, und hat

sich seit 1994 auf die Gebäudesystemtechnik

spezialisiert. Als ein Gira-

System-Integrator der ersten Stunde

beschäftigt er sich seit etwa fünf Jahren

mit KNX im Geschosswohnungsbau

und tauscht sich seitdem regelmäßig

mit anderen System-Integratoren

über Probleme und Lösungsmöglichkeiten

aus. ◄

Haus und Elektronik 4/2022 25


Gebäudetechnik und -automation

Automatisiertes Engineering

in der Gebäudeautomation

Besucher können sich zugleich mitnehmen

lassen in das automatische

Generieren von Stromläufplänen und

Schemata per Eplan Cogineer oder

eBuild. „Die Planung lässt sich damit

deutlich straffen und vermindert den

Zeitdruck in nachgelagerten Phasen

wie Ausführungsplanung und Fertigung“,

beschreibt Schulte, und unterstreicht:

„Cloudbasierte Tools wie

eManage und eView sorgen rechtebasiert

für einen einfachen Freigabeprozess

und viel mehr Übersicht im

Projekt.“ Er macht jedoch deutlich:

„Die Planung der Gebäudeautomation

sollte bereits in einer sehr frühen

Leistungsphase des Gesamtprojekts

integriert werden.“

Hier unterstützt die Eplan Plattform

die integrale Planung, um auch komplexe

Anforderungen von Bauherren

zügig umsetzen zu können. Hierfür sind

im Eplan Data Portal Komponentendaten

auf Basis des Data Standards

– beispielsweise Sensoren, Aktoren,

DDC, Gehäuse und weitere Geräte

hinterlegt, die per Drag & Drop in die

Planung integriert werden können.

Eplan GmbH & Co. KG

www.eplan.de/light-building

Wie lassen sich Zeit- und Kosten bei

der Planung und Ausführung der Gebäudeautomation

einsparen? Die neue

Eplan Plattform 2023 mit den Systemen

Preplanning, P8, Pro Panel und

ergänzende Cloud-Services wie Eplan

eBuild schaffen die Basis für ein durchgängiges,

automatisiertes Engineering.

Alle mit der Gebäudeautomation

verbundene Gewerke profitieren von

einer redundanzfreien Datenhaltung.

Das optimiert die Zusammenarbeit

zwischen Bauherr, Planer, Systemintegrator

und Schaltschrankbau in

Prüf- und Freigabeprozessen.

Heiße Themen

Energieeffizienz, CO 2 -Reduktion, Zeitdruck

und Fachkräftemangel: Das sind

Themen, die in der Baubranche aktuell

für Spannung sorgen. Ist der Planungsprozess

kollaborativ und bereits

frühzeitig auf einheitlichen Daten aufgesetzt,

so lassen sich viele Planungsschritte

optimieren.

Rolf Schulte, Global Vertical Market

Manager Building Technologies, erklärt:

„Mit einer durchgängigen Dokumentation

stehen die Daten unmittelbar für die

Planung der Gebäudeautomation, der

elektrischen Energieverteilung und den

Schaltschrankbau zentral zur Verfügung.

Datenverluste aufgrund von Medienbrüchen

lassen sich so vermeiden.“

Von Kollaboration, automatisiertem

Engineering bis hin zu BIM: An allen fünf

Messetagen der Light + Buildingdiskutiert

der Experte offen mit Besuchern am

Messestand die Potenziale, die noch im

Prozess schlummern, und dieses Ziel

eint alle: Der schlanke, durchgängige

Prozess, der den ohnehin hohen Zeitdruck

in der Baubranche mildert und

eine effiziente Planung beflügelt.

Automatisiert zum

Stromlaufplan und Schema

Schenken Sie sich Unendlichkeit.

Mit einer Testamentsspende an EuroNatur

helfen Sie, das europäische Naturerbe

für kommende Generationen zu bewahren.

Gelebte Kollaboration

im Partner Network

An einem Arbeitsplatz auf dem Messestand

von Eplan demonstriert das

Unternehmen Alexander Bürkle, Mitglied

im Eplan Partner Network, den

digitalen Planungsprozess für Energie-Verteilersysteme.

Hier lautet das

Motto: Konfigurieren statt kopieren!

Auf Basis standardisierter Geräteund

Gehäusedaten aus dem Portfolio

von ABB Striebel + John werden

mittels automatisiertem Engineering

mit Eplan Cogineer Energie-Verteilersysteme

durchgängig digital in

3D geplant.

Am Nachbarstand von ABB – ebenfalls

Mitglied im Eplan Partner Network –

erhalten Interessierte tiefergehende

Einblicke in die ganzheitliche Schaltschrankplanung

mit Eplan Pro Panel.

Hier werden neben einer geführten Artikelauswahl

von Gehäusen und Geräten

auch die Schnittstellen zwischen

Eplan und e-Configure erläutert. ◄

Interessiert? Wir informieren Sie gerne. Bitte wenden Sie sich an:

Sabine Günther • Telefon +49 (0)7732/9272-0 • testamentsspende@euronatur.org

26 Haus und Elektronik 4/2022


Gebäudetechnik und -automation

Zertifiziertes Modul zur Beleuchtungssteuerung

Das Kommunikationsmodul CM8410 von Neuberger hat erfolgreich den

DALI-2-Zertifizierungsprozess durchlaufen.

Neuberger

Gebäude automation GmbH

www.neuberger.net

Somit steht ab sofort allen Anwendern

des Raumautomationssystems Open.

Room ein von der DALI Alliance zertifiziertes

und herstellerunabhängiges

Schnittstellenmodul zur Steuerung

lichttechnischer Betriebsgeräte

zur Verfügung.

Große Besonderheit

und für Raumautomationssysteme

aktuell einzigartig auf dem Markt:

Die DALI-Spannungsversorgung ist

bereits in dem Modul integriert. Externe

Netzteile sind bei Projekten mit dem

Neuberger-Raumautomationssystem

Open.Room somit nicht mehr erforderlich.

Um zukunftssichere und flexible

Beleuchtungsnetzwerke zu ermöglichen,

entwickelte Neuberger mit dem

Modul CM8410 einen eigenen Controller,

der sämtliche Anforderungen des

offenen und industriestandardisierten

Kommunikationsprotokolls DALI-2 der

DALI Alliance erfüllt. DALI-2 ist die

neueste Version des Digital Addressable

Lighting Interface-Standards.

Steuerbefehle, Betriebsdaten und

Sensorfunktionen, welche bis dato

nur umständlich oder sehr aufwendig

bei der Beleuchtungssteuerung in

Gebäuden und Räumlichkeiten realisiert

werden konnten, gehören der

Vergangenheit an. Mit dem Einsatz

des Kommunikationsmoduls CM8410

im Raumautomationssystem Open.

Room von Neuberger können diese

ab sofort problemlos und herstellerübergreifend

durch die standardisierte

DALI-2-Schnittstelle gesteuert werden.

DALI-2 bietet viele Vorteile

und zahlreiche Anwendungsfunktionen.

Die offene und international etablierte

Schnittstelle bietet Anwendern zahlreiche

Vorteile. Die Möglichkeit, ereignisgesteuerte

Aktionen und logische

Verknüpfungen mit Steuergeräten,

Leuchten und/oder auch Sensoren

vornehmen zu können bringt besonders

in der Automation und Steuerung

komplexer Bauten großen Nutzen

mit sich. So können Nutzer von

DALI-Systemen beispielsweise einzelne

Leuchten, einen ganzen Raum

oder eine gesamte Etage über Gruppen

steuern. Auch bei einer neuen Anordnung

von Räumlichkeiten bewährt sich

das DALI-System. Beleuchtungen wie

auch Sensoren lassen sich mit DALI-2

schnell und einfach den neu geschaffenen

Zonen zuweisen. Komplexe und

zumeist zeitaufwendige Programmierungen

entfallen.

Die Verkabelung

und somit Installation sowohl von Lampen,

LED-Leuchten als auch von Sensoren

erleichtert sich gegenüber bisherigen

traditionellen Beleuchtungssystemen

erheblich. Mit DALI-2 lassen

sich Licht und Sensorik auf ein

und demselben Adernpaar betreiben

– Informationen fließen bidirektional,

also in beide Richtungen. Ein separates

Buskabel ist nicht erforderlich,

was sich wiederum positiv auf die Montage-

und Installationskosten auswirkt.

Zudem sind DALI-Verkabelung durch

Topologie- und Polaritätsfreiheit

kosteneffizienter, im Einsatz deutlich

robuster und dadurch auch langlebiger.

Ebenfalls wird mit dem Einsatz des

DALI-2-Protokolls auch die Kompatibilität

von Geräten diverser Anbieter

merklich erhöht. Somit können Bauherren

bereits in der Planungsphase

bei der Wahl von Leuchten und Sensoren

auf ein wesentlich breiteres

Portfolio diverser Anbieter auswählen.

Im Betrieb

erweist sich das Produkt als wirtschaftlich,

nachhaltig und energie effizient.

Hintergrund: Die Reduzieru ng von

Energieverbräuchen von Gebäuden

rückt immer stärker in den Fokus von

Betreibern und Facility Managern.

Auch hier bringt die Umsetzung der

Beleuchtungssteuerung mittels DALI

Vorteile mit sich. Mit DALI kann sich

die Lebensdauer der eingesetzten

Lichttechnik beispielsweise durch

komplexe Lichtinszenierung und -szenen,

farbige Beleuchtungssteuerung

und optimiertem Dimmverhalten von

LED-Beleuchtungen verlängern. Die

Modul-Zertifizierung nach DALI-2 ermöglicht

ebenfalls die Realisierung

von Beleuchtungskonzepten mit Tunable

White und RGBW für DT8 (HCL –

Human Centric Lighting).

DALI-2 begünstigt zudem weitere

zusätzliche Funktionen wie beispielsweise

das Monitoring der Energiedaten.

Wird zudem die Neuberger Softwareoption

ProEnergie im Gebäudeleitund

Managementsystem ProGrafNT

(ebenfalls von Neuberger) eingesetzt,

können Energieverbräuche transparent

dargestellt und überwacht werden.

Resultierende Optimierungsmaßnahmen

– auch bei der eingesetzten

Beleuchtungstechnik – können

schnell und einfach umgesetzt

werden, was sich mittel- bis langfristig

wiederum positiv auf die Betriebskosten

auswirkt. ◄

Haus und Elektronik 4/2022 27


Gebäudetechnik und -automation

Fernwartung, Fernzugriff und Ferndiagnose

im KNX Smart Home

... gelingt optimal mit Smart Connect KNX Remote Access inklusive VPN Feature –

dem Multi-Tool.

Systemintegrator

Fernwartung, Ferndiagnose,

Konfiguration

SDA Portalserver

www.securedeviceaccess.net

Visualisierung

SDA

TV

IP Kamera

Internet

Haushaltsgeräte

Schalter

Jalousie

Lautsprecher

Büro

Router

im Heimnetz

Beleuchtung

Heizung

Bewohner

Fernzugriff auf

Visualisierung und

Bedienung z. B.

mit Gira X1 App

Zuhause

Verschlüsselte Internetverbindung

KNX TP-Verbindung

Unterwegs

ise Individuelle Software und

Elektronik GmbH

www.ise.de

Mit dem Smart Connect KNX Remote

Access gibt die ise Individuelle Software

und Elektronik GmbH Elektromeistern,

Systemintegratoren und Smart-

Home-Bewohnern das Werkzeug zur

smarten Haussteuerung an die Hand,

um jederzeit sicher und flexibel agieren

zu können.

Das Gateway für Fernwartung und

Fernzugriff sorgt bei Systemintegratoren

und Elektromeistern für eine

erhebliche Arbeitserleichterung und

Kostenersparnis bei der Projektierung,

Wartung und Pflege von KNX

Anlagen in der Gebäudeautomation.

Über die Benachrichtigungsfunktion

ist der Bewohner immer bei wichtigen

Ereignissen informiert.

VPN als neues Feature

Mit Update V6 erhielt der Smart Connect

KNX Remote Access, das sichere

Gateway für Fernwartung, Fernzugriff

und Ferndiagnose, ein umfangreiches

VPN-Feature. Dabei dient der Remote

Access als VPN-Server. So kann ohne

komplizierte Router-Einstellungen im

entfernten Netzwerk gearbeitet und es

können nicht nur reine KNX-Anlagen

ferngewartet werden, sondern auch

beliebige andere Systeme. Das bietet

neue Möglichkeiten für Fernwartung

und Fernzugriff über VPN, beispielsweise

den Zugriff auf beliebige Visualisierungssysteme

aus der Ferne.

Das Gateway kann über die integrierte

Funktion auf der Geräte-Website

kostenlos geupdatet werden.

Fernwartung und -zugriff

Die Inbetriebnahme von KNX-Anlagen

aus der Ferne erfolgt mit dem

Smart Connect KNX Remote Access

unkompliziert und ohne aufwändiges

Konfigurieren der Verbindung. Einfach

und sicher.

Der Bewohner behält mit dem Fernzugriff

auf die Visualisierung stets den

Überblick über das Gebäude. Mittels

ETS und dem GPA (Gira-Projekt-

Assistent) ist es aus der Ferne möglich

zu projektieren, den Home Server

28 Haus und Elektronik 4/2022


Gebäudetechnik und -automation

zu warten und auf Geräte wie Kameras

zuzugreifen.

Benachrichtigungen

bei wichtigen Ereignissen

Ist zu Hause alles in Ordnung? Mit

dem Remote Access ist der Smart-

Home-Bewohner immer informiert.

Der Remote Access ermöglicht die

Unterstützung von bis zu 50 Benachrichtigungen

mit unterschiedlichen

Gefahrenstufen. Löst der Rauchmelder

Alarm aus oder klingelt bloß

jemand an der Tür? Die Nachrichten

kommen direkt auf das Smartphone

oder per Telefonanruf, SMS oder

E-Mail – ganz nach Wahl (keine Folgekosten,

ausgenommen SMS-Dienste,

Sprachanrufe).

Mit der neuen MySDA-App für iOS

erhalten Anwender alle Ereignisse

aus ihrem KNX Smart Home als Push-

Benachrichtigung auf ihr Apple-Smartphone.

Der Auslöser der Benachrichtigung

ist individuell konfigurierbar:

mit Filtern, Bedingungen oder per

Hysterese. Zum Beispiel erfolgt erst

dann eine Benachrichtigung, wenn

die Raumtemperatur auf einen persönlich

definierten Wert sinkt.

Fehleranalyse

Das bewährte Gateway kann noch

mehr: Die Fehleranalyse mit dem

integrierten Datenlogger ist flexibel,

schnell und einfach möglich. Bei

Fehlern können die auf der microSD-

Karte aufgezeichneten KNX-Telegramme

unabhängig von Ort und

Zeit komfortabel abgerufen werden

und tragen damit zur schnellen

Lokalisierung des Fehlers bei.

Die Lösungsfindung erfordert keinen

Kundenbesuch vor Ort und es

ist auch nicht notwendig, live dabei

zu sein, wenn der Fehler auftritt – ein

deutlicher Zeitgewinn und Kostenreduzierung

als Resultat!

Sicherheit

Die Kommunikation zwischen dem

Remote Access und dem Portalserver

ist verschlüsselt und mit digitalen

Zertifikaten gesichert, ein Fremd-Mitlesen

ist ausgeschlossen. Mit einer

Verbindung zum Heimnetzwerk ist der

Zugriff auf fast alle Netzwerkgeräte

über das Internet möglich. Abhängig

von den jeweils unterstützten Netzwerkprotokollen

der Geräte erfolgt

der Zugriff direkt über den SDA-Portalserver

oder über die für Windows

verfügbare Clientsoftware SDA Client.

Der Zugriff auf Netzwerkgeräte ist über

OpenVPN möglich. Der Portalserver

steht in Deutschland und unterliegt

der DSGVO. Über die Zugriffs- und

Benutzerverwaltung herrscht jederzeit

Kontrolle darüber, wer wann auf

das System zugreifen darf.

Zusätzlich unterstützt der Smart Connect

KNX Remote Access ab V6.1

KNX Secure.

Natürlich ist der Einsatz auch unter

Datenschutzaspekten sicher, denn

der Portalserver steht in Deutschland

und unterliegt der DSGVO.

Installation und

Kommunikation

Der Remote Access wird einfach an

das Heimnetzwerk angeschlossen

und verbindet sich automatisch über

den vorhandenen Internetzugang mit

dem Portalserver (www.securedeviceaccess.net).

Die Kommunikation zwischen

dem Remote Access und dem

Portalserver ist verschlüsselt und mit

digitalen Zertifikaten gesichert.

Mit einer Verbindung zum Heimnetzwerk

ist der Zugriff auf fast alle eigenen

Netzwerkgeräte über das Internet

möglich. Abhängig von den unterstützten

Netzwerkprotokollen der Geräte

erfolgt der Zugriff direkt über den Internet

Browser in das Portal oder über

die für Windows verfügbare Clientsoftware

SDA Client.

Gibt es im Smart Home eine KNX-

Installation, kann diese optional über

den KNX-Anschluss mit dem Smart

Connect KNX Remote Access verbunden

werden. Dadurch können Bewohner

oder Elektroinstallateure von überall

auf die KNX-Geräte zugreifen, z.B.

mit ETS, der herstellerunabhängigen

Konfigurations-Software zur Planung

und Konfiguration intelligenter Hausund

Gebäudesystemtechnik mit dem

KNX-System. ◄

Gründung des Vereins „KNX Deutschland“

Von links: Bastian Elsner (Elsner), Thomas Sell (Theben), Stefan Mainka (BAB Technologie), Ralf Glink

(Alexander Bürkle), Markus Fromm-Wittenberg (Gira), Thorsten Lammers (Adalbert Zajadacz), Hans

Joachim Langels (Siemens AG), Michael Möller (Voltus), Martin Herms (Albrecht Jung), Dirk Beyer (KNX

Professionals), Andreas Fenn (Wieland), Oliver Hoffmann (Sonepar Deutschland), Marcel Gramann

(MDT)

Der Ende Juni 2022 gegründete

Verein dient als Dialogplattform für

alle, die am Bauprozess und am

Betrieb eines Gebäudes beteiligt

sind. Vereinszweck ist die Förderung

sowie die marktorientierte Weiterentwicklung

und Verbreitung der

KNX-Technologie in Deutschland

unter Einbeziehung aller Interessengruppen

in der Aus- und Fortbildung

der Handwerker und Planer

für die Gebäudeinfrastruktur. Parallel

sollen Nutzer, Betreiber und

Investoren von Gebäuden über die

positiven Effekte von KNX-Gebäudesystemtechnik

auf einen effizienten

Gebäudebetrieb und den Klimaschutz

informiert werden. Weiterhin

kommuniziert die deutsche

KNX Organisation im Verbund mit

seinen Mitgliedern und Partnerverbänden,

wie KNX zur Lösung

der anstehenden Herausforderungen

zu Klimaneutralität, Energiewende,

Sektorkopplung, altersgerechtem

Wohnen und anderen

Bereichen beiträgt.

Das heutige KNX-Netzwerk in

Deutschland mit rund 23.000

KNX-Partnern aus Handwerk

und Systemintegration, 48 wissenschaftlichen

Partnern und 92

zertifizierten Schulungsstätten

ist eine Team-Leistung von den

im deutschen Markt engagierten

KNX-Herstellern, der KNX Association

aus Brüssel, den Verbänden

ZVEI und ZVEH sowie deren

vielen ehrenamtlichen Mitarbeitern

aus Industrie und Handwerk.

Gemeinsam die technische Gebäudeinfrastruktur

der Zukunft auf

Basis des bewährten KNX-Standards

zu gestalten, ist das zentrale

Anliegen des neuen Vereins.

• KNX Association

www.knx.org

Haus und Elektronik 4/2022 29


Gebäudetechnik und -automation

SE Breeze-com bereits serienmäßig im Einsatz:

Schutz jeder Gelenkarmmarkise vor Windschäden

Die Einführungskampagne des SE Breeze-com mit integrierter Winderkennung

nimmt weiter an Fahrt auf.

bei weiteren Markisenhersteller das

Interesse. „Denn der SE Breeze-com

vereint Windsensorik und Antrieb in

einem Produkt, somit hält der Windschutz

bei jeder Markise mit Motor

standardmäßig Einzug“, hebt Dirk,

Wrobel, SELVE-Produktmanager Textiler

Sonnenschutz, hervor: „Im Zuge

unserer bundesweiten Einführungskampagne

haben viele Fachbetriebe

den Antrieb aktuell im Test, bei anderen

wird er in den nächsten Wochen

ausführlich vorgestellt.“

Dass der SE Breeze-com auf „sehr

großes Interesse“ stößt, sei „ganz

klar in seinen am Markt einzigartigen

Eigenschaften“ begründet. Genau

diese Funktionen und weitere Pluspunkte

haben auch Lutz Rehe von

buhmann+buhmann „absolut überzeugt“.

Eine „geniale Erfindung“

SELVE GmbH & Co. KG

info@selve.de

www.selve.de

Ein im SELVE-Antrieb verbauter

Beschleunigungssensor sorgt dafür,

dass das Schwingen des Markisentuchs

registriert und der Sonnenschutz automatisch

eingefahren wird.

Es ist eine neuartige SELVE-Antriebslösung,

die dank cleverer Funktionen

bei immer mehr Fachkunden zu punkten

weiß. Der SE Breeze-com übernimmt

den Windschutz für hochwertige

Gelenkarmmarkisen gleich mit –

und wird deshalb vom Oldenburger

Unternehmen buhmann+buhmann

schon serienmäßig eingebaut. Nach

vorherigen Tests, darunter auch Härteprüfungen

bei Ostseewind, ist der

Markisenhersteller vollends überzeugt.

Denn der SE Breeze-com macht zusätzliche

Sensorik-Geräte überflüssig und

spart so Aufwand sowie Kosten. Die

integrierte, automatische Winderkennung

des Motors sorgt aus Sicht des

Sonnenschutz-Spezialisten für etliche

Mehrwerte. Eine unkomplizierte Ersteinrichtung

und ein jahrelanger, einwandfreier

Betrieb der Markise stehen

hierbei im Fokus.

Vom innovativen

Antriebstyp begeistert

Bei Feldtests im vergangenen Jahr

hatten verschiedene Fachkunden

– darunter das Unternehmen

buhmann+buhmann – bereits die

Möglichkeit, den SE Breeze-com

noch vor Marktstart ausgiebig auf

Herz und Nieren zu testen. „Unsere

Technik und der Vertrieb waren sofort

vom innovativen Antriebstyp begeistert“,

berichtet Lutz Rehe, Betriebsleiter

der buhmann+buhmann Rollladen

und Sonnenschutz GmbH.

Womit das Unternehmen aus Oldenburg

in Holstein heute seine Gelenkarmmarkisen

motorisiert, weckt auch

Gerade hochwertige Gelenkarmmarkisen

verdienen einen besonderen

Schutz: Dafür wurde von SELVE

der SE Breeze-com konzipiert, der

sie optimal vor Beschädigung durch

Wind bewahrt.

„Der Motor ist eine geniale Erfindung,

weil die integrierte, automatische

Winderkennung uns als Hersteller

sowie unseren Fachbetrieben

und Endkunden das Leben einfacher

macht“, sagt Betriebsleiter Lutz Rehe.

buhmann+buhmann agiert seit mittlerweile

60 Jahren erfolgreich in Norddeutschland,

ist zwischen Nord- und

Ostsee als Experte für Sonnenschutz

bekannt – und vertreibt unter anderem

die komplett eigenentwickelten

Markisentypen BB300 sowie BB500.

Sie werden nun serienmäßig vom SE

Breeze-com angetrieben.

Der SE Breeze-com fährt Markisen und übernimmt wichtige

Windschutz-Aufgaben gleich mit

30 Haus und Elektronik 4/2022


Gebäudetechnik und -automation

Statt separate Sensorik-Geräte installieren

zu müssen, erfüllt der Antrieb

wichtige Windschutz-Aufgaben gleich

mit. Das bislang benötigte Windrad an

der Außenfassade oder ein Sensor am

Ausfallprofil der Markise wird obsolet.

„Durch den SE Breeze-com müssen

keine zusätzlichen Geräte zum Windschutz

der Markisen bezahlt, montiert

und gewartet werden“, listet Lutz Rehe

die Vorteile auf. Zumal sonst auch

alle zwei Jahre die Batterien am bisher

verwendeten Bewegungssensor

gewechselt werden mussten. „Diesen

Aufwand möchten wir uns und

dem Endkunden ersparen“, so der

Betriebsleiter.

Der im Antrieb integrierte Beschleunigungssensor

erkennt bei Wind die

Schwingung des Tuchs und gibt automatisch

den Befehl zum Einfahren.

Die Empfindlichkeit ist in 5 Stufen

einstellbar – der Schwellwert kann

je nach Markisengröße mittels Funkhandsender

oder einfachem Schalter

angepasst werden. Das „schnelle

und simple“ Handling hat es auch Lutz

Rehe angetan: „Dafür muss lediglich

mittels commeo Multi Send der Menüpunkt

Windschwellwert ausgesucht

sowie geändert werden – und schon

ist alles fertig.“

Härtetest bei

Ostseewind bestanden

Zusätzlich zur Schwellwert-Einstellung

wurde von buhmann+buhmann

ebenso die einfache Montage des

Antriebs als äußerst positiv bewertet.

„In unserer Region ist Wind ein

ganz großes Thema“, sagt Lutz Rehe,

der sich genauso wie seine Kollegen

vom bestandenen Härtetest des SE

Ein Windsensor mit Windrad zur Montage an der Außenfassade oder

ein Bewegungssensor zur Befestigung am Ausfallprofil der Markise

– wie hier von Dirk Wrobel (Produktmanager Textiler Sonnenschutz)

gezeigt – werden bei Einsatz des SE Breeze-com überflüssig, auch die

Kosten für zusätzliche Geräte fallen weg

Über den commeo Multi Send oder auch per Taster wird die

gewünschte Empfindlichkeit des im SE Breeze-com integrierten

Windschutzes eingestellt – dafür stehen fünf Stufen zur Wahl

Breeze-com beeindruckt zeigt. Denn

der Markisenmotor war zuvor sowohl

im eigenen Werk als auch an Hochhäusern

direkt an der Ostsee ausgiebig

getestet worden – und hatte seine

Funktionen äußerst zuverlässig unter

Beweis gestellt.

Das Oldenburger Unternehmen ist

bereits seit langen Jahren SELVE-

Kunde. Neben dem SE Breeze-com

konnte jetzt noch ein weiterer Antrieb

„made in Lüdenscheid“ punkten. „Wir

setzen auch den SEZ von SELVE in

all unseren Zip-Screens ein“, so Lutz

Rehe: „Denn auch hier haben uns

die technischen Details des Motors

begeistert.“

Dass SELVE über ein „äußerst rundes

Produktprogramm für den textilen Sonnenschutz“

verfügt, betont SELVE-Produktmanager

Dirk Wrobel. Zum neuen

SE Breeze-com gesellen sich „etliche

weitere passgenaue Lösungen für

diesen Produktbereich“, was ebenso

die neue, druckfrische SELVE-Sonnenschutzbroschüre

anschaulich

darstelle. Apropos zeigen – ins richtige

Bild gerückt werden die überzeugenden

Eigenschaften des SE Breezecom

auch in einem jüngst erstellten

Funktionsvideo. Seit Anfang Juni ist

es auf www.selve.de sowie bei You-

Tube zu sehen.

Alles in und mit

nur einem Produkt

„Das ist in der Sonnenschutz-Branche

völlig neu und wird von vielen Fachkunden

als enormer Vorteil gesehen“,

so Dirk Wrobel. Zudem könne der SE

Breeze-com auch „hybrid“ eingesetzt

werden. Neben der Bedienung per Funk

ist der Windschutz durch die 5-adrige

Anschlussleitung auch aktiv, wenn der

Antrieb rein leitungsgebunden verwendet

wird. Perfekt abgestimmt auf

die Besonderheiten unterschiedlicher

Gelenkarmmarkisen zeigen sich ebenfalls

die Eigenschaften des Motors. Sie

reichen von der automatischen Endlageneinstellung

über Komfortfunktionen

sowie den Ausgleich der Tuchlängung

bis hin zur optionalen Tuchstraffungsfunktion.

„Ob bei Kassetten-, bei offenen Gelenkarm-

oder Fallarmmarkisen – der SE

Breeze-com empfiehlt sich bei allen

Typen als optimaler Schutz“, unterstreicht

der Produktmanager: „Seine

schnelle Ersteinrichtung sowie der

damit verbundene jahrelange, wartungsfreie

Betrieb der Markise sprechen

für sich.“

Rückenwind

für Fachkunden

Die Einführungskampagne des SE

Breeze-com nimmt weiter an Fahrt

auf. Gemeinsam mit dem SELVE-

Außendienst sorgt Dirk Wrobel dabei

für reichlich Rückenwind. Er unterstützt

die Fachkunden intensiv bei

der Produkteinführung, ist Ansprechpartner

bei Wünschen sowie Rückfragen.

„Unser Breeze-Antrieb hat

ein riesengroßes Potenzial, denn er

liefert die Antwort auf Herausforderungen,

die die Markisenhersteller

schon seit Jahren haben. Ein standardmäßiger

Windschutz in Markisen,

der ohne Zusatzgeräte umgesetzt

wird, könnte den Markt revolutionieren“,

sagt der Produktmanager.


Haus und Elektronik 4/2022 31


Gebäudetechnik und -automation

Energieeffizienz leicht gemacht

Kabellose Vernetzung

der Gebäudeautomation

Im Schwabinger Quartier 2 wurde mit EasySens die Gebäudeautomation drahtlos

vernetzt.

Thermokon Sensortechnik

GmbH

www.thermokon.de

Unweit vom Forschungs- und Innovationszentrum

der BMW Group ist

in Schwabing das Gebäudeensemble

„Schwabing Nord“ entstanden,

ein mit DGNB Gold zertifizierter Büround

Gewerbekomplex. Bei der Realisierung

von Quartier 2 setzte die PKE

Deutschland GmbH, Experte für Building

Systems, Gebäudeleittechnik und

Gebäudeautomation, auf digitale und

analoge Messelektronik von Thermokon.

Eine wesentliche Rolle übernimmt

das Funksystem EasySens.

Das Ensemble „Schwabing

Nord“

Auf 41.000 m² hat die DIBAG Industriebau

AG einen attraktiven Gewerbestandort

geschaffen, der das Szeneviertel

der bayerischen Landeshauptstadt

bereichert. Namhafte Konzerne

wie Siemens und Toyota sind hier

ebenso zu finden wie Unternehmen

der Automobil- und Zuliefererbranche.

Die moderne Bauweise der lichtdurchfluteten

Räumlichkeiten wurde mit dem

Ziel der Nachhaltigkeit als Green Building

entwickelt: Für seine energieeffiziente

Gestaltung erhielt das Ensemble

„Schwabing Nord“ das DGNB-Zertifikat

in Gold. Mit der Umsetzung eines

Konzepts zur Gebäudeautomation

beauftragte die DIBAG für Quartier

2 die PKE Deutschland GmbH, u. a.

bekannt als Spezialist für nutzerfreundliche,

innovative Lösungen zur energieeffizienten

Raum- und Gebäudeautomation.

Den Vorgaben des Bauherrn

entsprechend, legte PKE den

Fokus auf die Entwicklung eines Konzepts,

das Ressourcen schont sowie

eine vielseitige Nutzung der Büroflächen

und deren jederzeitige unaufwändige

Umgestaltung erlaubt.

EasySens ermöglicht

flexible Raumnutzung

Bei der Umsetzung entschied sich

PKE für Lösungen von Thermokon.

Der Sensorikexperte hatte sich bereits

im Zuge diverser gemeinsamer Projekte

mit hochwertiger Messelektronik

„Made in Germany“ ausgezeichnet.

Holm Ebermann, Senior Projektmanager

bei PKE, berichtet: „Die in

Schwabing geforderte Raumflexibilität

ließ sich u. a. mithilfe innovativer

Produkte auf Basis von EnOcean-

Technologie umsetzen. Für Thermokon

haben wir uns aufgrund des leistungsstarken

Gesamtpakets aus

Produktportfolio und Serviceorientierung

entschieden, zu der auch eine

zuverlässige, vertrauensvolle Entwicklungsarbeit

und die Integration neuer

Lösungen gehören. Darüber hinaus

brachte das energieautarke Funksystem

EasySens wichtige Voraussetzungen

zur Umsetzung der Kundenanforderungen

mit.“

In DDC-Systeme integriert

Hierzu kommen im Büro- und Gewerbekomplex

„Schwabing Nord“ insgesamt

drei EnOcean-basierte Lösungen

von Thermokon zum Einsatz. Dabei

sah das Automationskonzept von PKE

vor, dass die digitale Sensorik von

Thermokon mit zwei verschiedenen

DDC-Systemen zusammenarbeitet.

Für die zuverlässige Messung von

Temperatur-Ist- und Sollwert sorgen

180 EasySens Raumbediengeräte

vom Typ SR07 P. Das Design-

32 Haus und Elektronik 4/2022


Gebäudetechnik und -automation

Datensicherheit im digitalisierten Gebäude

Mit dem Gira S1 ist jederzeit ein

sicherer Fernzugriff auf das Smart

Home garantiert. Das aktuelle

Update ermöglicht einen zusätzlichen

geschützten Verbindungsweg in das

Heimnetzwerk über OpenVPN. Der

internationale Sicherheitsstandard

KNX Secure schützt Anlagen verlässlich

vor Manipulation und Fremdzugriffen

– der Gira S1 wird durch das

Update KNX Secure fähig.

Der Gira S1 stellt eine sichere Fernverbindung

zwischen Smartphone

und dem Gira Smart Home her. Mit

der neuen Funktion VPN können

Endkunden von unterwegs aus

zudem auf heimische Daten zugreifen,

etwa auf Dokumente, die auf

einer NAS (Network Attached Storage)

gespeichert sind. Des Weiteren

lässt sich beispielsweise der Ertrag

ihrer PV-Anlage von außen einsehen

und überprüfen. Der Elektromeister

ist in der Lage, mit dem Gira

S1 und seiner VPN-Funktion nicht

nur die KNX Anlagen seiner Kunden

fernzuwarten, sondern auch

andere Systeme, etwa Telefonanlagen,

Kamerasysteme und Netzwerke.

Seine Kunden können ihm

dafür den Fernzugang freischalten,

aber natürlich auch sperren.

Wichtig für den Elektromeister: Er

kann seinen Kunden diese Verbindungstechnik

anbieten und einrichten,

ohne sich Spezialwissen anzueignen

über die beim Kunden eingesetzten

Router. Am Router selbst

müssen keine gesonderten Einstellungen

vorgenommen werden. Ein

weiterer Vorteil: Über den Gira S1

lässt sich der Gira HomeServer jetzt

direkt an den KNX Bus koppeln –

dadurch wird eine separate Schnittstelle

für die Busanbindung eingespart.

Wird das Fernzugriffsmodul

Gira S1 mit dem kompakten Server

Gira X1 kombiniert, ist ein Textnachrichtenversand

per Push Notification

an die Gira Smart Home App möglich.

Datenschutz und technische

Datensicherheit betreffen aber letztlich

alle im Smart Home eingesetzten

Produkte – ob Server, Bediengeräte

oder Aktoren. Entscheidend für

deren Sicherheit ist die fachgerechte

Installation durch den Elektromeister.

Als verantwortungsbewusster

Hersteller verfügt Gira über jahrelange

Erfahrung in diesen sensiblen

Bereichen und unterstützt das Fachhandwerk

deshalb bei allen Fragen

und Aufgaben – nicht nur mit Produkten

und Lösungen für das safer

Smart Home, sondern auch durch

Schulungen und spezielle, praxisorientierte

Empfehlungen für mehr

Datensicherheit (www.partner.gira.

de/service/datenschutz.html).

Zusätzlich implementiert Gira den

KNX Secure Standard sukzessive

in eine Vielzahl eigener Produkte.

KNX Secure ist der weltweit erste

hersteller- und anwendungsunabhängige

Sicherheitsstandard für

smarte Gebäude und fasziniert den

sicherheitsbewussten Elektromeister

durch Datenintegrität, Authentifizierung,

Verschlüsselung und stetige

Aktualität.

• Gira Giersiepen

GmbH & Co. KG

www.gira.de

Bediengerät mit Potentiometer sendet

seine Werte zur Weiterverarbeitung

an die zentrale Gebäudeautomation

und sorgt so für eine angenehme

Raumtemperatur. Unterstützt

wird dieser Effekt durch 155 batterieund

kabellose EasySens-Funkschalter

zur Steuerung der Beschattung. Für

die bedarfsgerechte Zustandsänderung

der Beleuchtung sind weitere 200

EasySens-Funkschalter in den Räumen

zu finden. Sämtliche Lösungen

lassen sich dank ihrer Funktechnologie

flexibel platzieren und erlauben so

ein hohes Maß an Gestaltungsfreiheit

für Architekten, Planer und Anwender.

Auch analoge Sensortechnologie von

Thermokon trägt in dem Gebäudeensemble

zur bedarfsgerechten Gebäudeautomation

bei. Hier entschied sich

PKE u.a. für Sensorik zur Messung

der Temperatur in Heizungs- und Lüftungskanälen

sowie zur Druckmessung.

Abgerundet wird das Gesamtkonzept

durch diverse Kondensationswächter

und Frostschutzthermostate.

Mehr als 500

EnOcean-Lösungen im

Einsatz

Hauptherausforderung bei der Planung

und Realisierung der Gebäudeautomation

war die große Anzahl

funkbasierter EnOcean-Teilnehmer

– insgesamt mehr als 500 Stück. Zur

Sicherstellung einer flächendeckenden

Kommunikation setzte PKE deshalb

bereits in der Planungsphase ein Tool

ein, das sich zur Abbildung der jeweiligen

Funkreichweiten in den dwg- und

BIM-Plänen eignete. Nicht zuletzt

waren eine professionelle Planung

und Organisation der Umsetzung und

Installation erforderlich. Hier machte

sich die Serviceorientierung von Thermokon

positiv bemerkbar: Die Lieferungen

erfolgten termingerecht nach

LEAN-Plan in bedarfsgerechten Einheiten

und erleichterten so die Abläufe.

Zusätzlich trug die projektbezogene

Vorkonfektionierung mit der werkseitigen

Einstellung der Funktion „Smart

Ack.“ zu einer wesentlichen Optimierung

der Inbetriebnahme bei.

Reibungslose

Inbetriebnahme

Mit der Inbetriebnahme der EasySens-

Lösungen ist PKE Senior Projektmanager

Holm Ebermann ebenfalls

ausgesprochen zufrieden: „Durch

den Verzicht auf eine Verkabelung

erlaubt EasySens eine sehr schnelle

Installation und Inbetriebnahme. Positiv

aufgefallen ist außerdem die einfache

Inbetriebnahme. Das zeichnet

EasySens aus unserer Sicht ganz

besonders aus.“ ◄

Haus und Elektronik 4/2022 33


Gebäudetechnik und -automation

Energieeffiziente Kleinstellantriebe

mit BACnet- und Modbus-Schnittstelle

Mit MD15-Bus und MD50-Bus bietet

Kieback&Peter ab sofort neue Kleinstellantriebe,

die in ihrer Funktionalität

einzigartig auf dem Markt sind. Die

erstmalig mit zwei Kommunikationsschnittstellen

ausgestatteten Kleinstellantriebe

unterstützen sowohl BACnet

MS/TP als auch Modbus.

Damit können die intelligenten Bus-

Stellantriebe für eine feinstufige energieeffiziente

Regulierung der Wärmeoder

Kältezufuhr an allen Stellen im

Gebäude eingesetzt werden: in Heizund

Kühldecken, in Heizkreisverteilern

und an Radiatoren. Integrierte

Regel- und Berechnungsfunktionen

gewährleisten eine einfach zu konfigurierende,

dezentrale Gebäudeautomatisierung.

Kostengünstig und

vielseitig einsetzbar

Die besonders einfach und flexibel

über BACnet MS/TP in die Systeme

integrierbaren Stellantriebe ermöglichen

hohe Einsparpotenziale und

Flexibilität.

„Eine optimal angepasste Wärme- und

Kälteversorgung von Räumen minimiert

signifikant den dafür nötigen Energieeinsatz.

Und die einfache Linientopologie

sowie ein universeller Eingang und

ein universeller Ein-/Ausgang reduziert

den Verkabelungsaufwand und spart

so Personal- sowie Materialressourcen.

Auch die Brandlast wird so deutlich

verringert“, sagt André Bungies,

Produktmanager bei Kieback&Peter.

Die Marktinnovation vom Berliner Spezialisten

für Gebäudeautomation steigert

mit zahlreichen integrierten Regelfunktionen

auch die Flexibilität bei der

Umsetzung von Kundenprojekten. Für

die systematische Einbindung in ein

Building & Energy Management System

(BEMS) stehen über BACnet MS/

TP und Modbus mehr als 80 Datenpunkte

zur Verfügung.

„Die neuen Bus-Stellantriebe MD15-

Bus und MD50-Bus sind BACnet

Applikation Specific Controller und

damit echte Allrounder, die ein breites

Anwendungsspektrum bieten“, erklärt

André Bungies.

Positionierung

mit Stellsignal

Der Stellantrieb bekommt über Bus

ein direktes Stellsignal. Die aktuelle

Position kann ebenfalls über Bus abgefragt

oder auch als Stellwert für bis zu

acht weitere analoge Stellantriebe verwendet

werden. Diese Lösung bietet

sich speziell für Räume mit mehreren

Heizkörpern an.

Rücklauf- und

Raumtemperaturregelung

Mit angeschlossenem Rücklauf-

Temperatursensor sind die Bus-

Stellantriebe für Rücklauf-Tempe-

raturregelung einer Fußbodenheizung

in Radiator-/FB-Heizsystemen

perfekt geeignet. Bei Raumtemperaturregelungen

ermitteln

die Antriebe den notwendigen

Stellwert und übertragen ihn über

BACnet-MS/TP.

Weitere Features

• Berechnung von Volumenstrom und

thermischer Leistung

Unter Verwendung von Differenzdruckventilen

und Vor- und Rücklauffühlern

leisten MD15-Bus/MD50-Bus

die Berechnung des Volumenstroms

sowie die der thermischen Leistung,

die auch begrenzt oder geregelt werden

kann.

• hydraulischer Abgleich

Die Bus-Stellantriebe ermöglichen

sowohl im Heiz- als auch im Kühlbetrieb

den hydraulischen Abgleich und

damit die Anpassung an jede Anlagensituation.

• sieben Ausführungsvarianten

Das Produktportfolio der neuen Bus-

Kleinstellantriebe von Kieback&Peter

umfasst aktuell sieben Modellausführungen:

MD15-Bus ist in sechs Varianten

und MD50-Bus in einer Variante

erhältlich. Alle Varianten kommunizieren

wahlweise über BACnet

MS/TP oder Modbus und arbeiten

mit einer Spannungsversorgung von

24V AC/DC. ◄

Kieback&Peter

GmbH & Co. KG

www.kieback-peter.com

34 Haus und Elektronik 4/2022


WIR SIND

TECHNIK

GEBÄUDETECHNIK FÜR PROFIS

Wir sehen das große Ganze. Unsere umfassende Auswahl

an hochwertiger Technik für Ihr Gebäude finden Sie unter

conrad.de/gebaeudetechnik


Gebäudetechnik und -automation

Smarte Zeitschaltuhr mit Komfort

Somfy GmbH

www.somfy.de

Als Nachfolgerin der Inteo-Version

überzeugt die neue Plug&Play-Zeitschaltuhr

Chronis Uno von Somfy für

motorisierte Rollläden, Raffstoren und

Senkrechtmarkisen durch eine Rückbesinnung

auf das Wesentliche. Vier

Drucktasten ermöglichen die einfache

Programmierung und Bedienung individueller

Öffnungs- und Schließzeiten,

inklusive my-Position und Memory-

Funktion. Chronis Uno für verdrahtete

Motoren bringt Komfort, Flexibilität

und Sicherheit ins Zuhause. Statt

den Sicht- und Sonnenschutz mühsam

manuell bedienen zu müssen,

öffnet und schließt die innovative Zeitschaltuhr

die Behänge automatisch

zur gewünschten Uhrzeit. Dabei ist

die Handhabung für den Endkunden

bewusst einfach gehalten: Das Bedienfeld

verfügt über vier Tipp-Tasten,

mit denen sich die ab Werk voreingestellten

Öffnungs- und Schließzeiten

für einzelne Tage oder die komplette

Woche individuell anpassen lassen.

Pro Tag sind drei Schaltzeiten programmierbar.

Ebenso unkompliziert

kann über die my-Taste eine spezielle

Lieblingsposition der Behänge

festgelegt und angefahren werden.

Integrierte Cosmicund

Security-Funktion

Abgerundet werden die smarten

Bedienoptionen durch das integrierte

Cosmic-Programm und eine Security-Urlaubsschaltung.

Bei aktivierter

Cosmic-Funktion fahren die Behänge

zum Schutz der Privatsphäre 15 Minuten

nach Sonnenuntergang automatisch

herunter, wobei die Schließzeit

je nach Wunsch um bis zu plus bzw.

minus eine Stunde und 59 Minuten

modifiziert werden kann. Um das eigene

Zuhause auch während des Urlaubs

oder längerer Abwesenheit bewohnt

erscheinen zu lassen, empfiehlt sich

der Security-Modus. Ist dieser aktiv,

variieren die Öffnungs- und Schließzeiten

um jeweils bis zu 15 Minuten –

potenzielle Einbrecher werden zuverlässig

abgeschreckt. Für eine optimale

Nutzung lassen sich die unterschiedlichen

Betriebsmodi ebenso wie die programmierten

automatischen Befehle

mittels Multifunktionstaste schnell und

bequem ändern und anpassen. Auch

speichert die Memory-Funktion im laufenden

Betrieb die aktuelle Uhrzeit für

die künftig tägliche Wiederholung des

Auf- und Abfahrens und berücksichtigt

dabei ebenfalls die my-Schaltposition.

Installation leicht gemacht

Chronis Uno ist in zwei Ausführungen

(50 x 50 und 55 x 55 mm) erhältlich und

punktet mit einem attraktiven Preis/

Leistungs-Verhältnis. Durch ihr zeitloses

Design fügen sich beide Varianten

elegant in die unterschiedlichen

Raumkonzepte der Nutzer ein. Dank

des steckbaren Moduls, das problemlos

in die Schalterprogramme führender

Hersteller integriert werden kann,

ist die Installation besonders einfach.

Neben der intuitiven Programmierung

ermöglicht ein im Netzteil integrierter

Stromsensor mittels konstanter Laufzeitmessung

die automatische Speicherung

der Motor-Endlagen und sorgt

so für eine zusätzliche Arbeitszeitersparnis

vor Ort. ◄

Raspberry-Pi-basierte Hutschienen-PCs

STV Electronic stellte mit dem Smart

Manager Basic und Light zwei

neue, noch platzsparendere Varianten

seiner Raspberry-Pi-basierten

64-Bit-Hutschienen-PC Familie

für den Schaltschrank vor. Die auf

dem 1,2 GHz Broadcom BCM 2837

Quadcore-Prozessor basierenden

Systeme haben keine frontseitigen

Schnittstellen mehr, sodass noch

flachere Einbausituationen realisiert

werden können. Dank seiner

geringen Einbautiefe von 62,2 mm,

der kompakten Breite von 6TE (108

mm) und den nur noch oben wie

unten ausgeführten Schnittstellen

findet dieser industrietaugliche

PC in jedem Schaltschrank Platz –

bis hin zu Unterputz-Kleinverteilerkästen,

die nach DIN 43880 Einbautiefen

von bis zu 70 mm zulassen.

Die mit 1 GB LPDDR2 SDRAM

und zwischen 8 oder 32 GB eMMC

Onboard-Flash-Speicher bestückten

echtzeitfähigen Systeme bieten

eine HDMI-Schnittstelle sowie bis

zu zwei Ethernet-Ports, vier USB

2.0-Anschlüsse und zwei terminierbare

RS-485-Schnittstellen. Verdrahtungsfreie

Erweiterungsmodule

erlauben weitere Schnittstellen, wie

WLAN, Feldbus, M-Bus, Modbus,

LonWorks und KNX, sowie digitale,

analoge und kundenspezifische I/

Os. Der Eingang für 12...30 V ermöglicht

die einfache Integration

industrieller Applikationen.

Die Programmierung der auf Debian

Linux basierenden Smart Manager

Basic und Light ist frei wählbar: CoDe-

Sys, NodeRed, Node.js, C oder C++

Die Langzeitverfügbarkeit beträgt

mindestens zehn Jahre – inklusive

der kontinuierlichen Bereitstellung

aktueller Sicherheits-Patches.

• STV Electronic GmbH

www.stv-electronic.de

36 Haus und Elektronik 4/2022


Gebäudetechnik und -automation

Energieautarke Funkschalter

überwachen Fenster und Türen

Technologie ist flexibel anwendbar

und kann mit verschiedenen Funkstandards

verwendet werden wie z.B.

Bluetooth, EnOcean oder kundenspezifische

Funkprotokolle.

ZF Friedrichshafen AG

https://switches-sensors.zf.com/

ZF präsentiert auf der light+building, Halle 9.0, Stand B54, Lösungen

zur Zustandsüberwachung von Fenster und Türen

Ist das Fenster offen oder zu? Gerade

im Smart Home eine wichtige Frage,

die dank der energieautarken Funkschalter

von ZF ganz einfach beantwortet

werden kann.

Denn mit einem integrierten Funkschalter

gibt der Fenstergriff bei jedem

Öffnen oder Schließen Meldung über

die Betätigung. Per mechanischem

Tastendruck, der durch Betätigen des

Fenstergriffes auf den Funkschalter

ausgeübt wird, erzeugt dieser Energie

zum Versenden eines Funkprotokolls.

Diese Information ermöglicht die

Zustandsüberwachung des Fensters.

Die komplette batterie- und kabellose

Vielseitig und langlebig

Das System kann nicht nur für Fenstergriffe

genutzt werden, sondern

bedient verschiedenste Bedürfnisse

im Bereich Gebäudeautomation wie

etwa die Steuerung von Licht, Jalousien,

Türen und Fenster. Mithilfe der

ZF-Produkte können Komfort, Sicherheit

und Energieeffizienz auf wirklich

smarte Weise erhöht und verbessert

werden. Energieautarke Funkschalter

sind eine elegante und ressourcenschonende

Lösung für das Smart

Home. Sie funktionieren ohne Batterie

und damit völlig wartungsfrei.

Trotz der sehr kleinen Baugröße und

des hohen Energieertrages überzeugt

der Generator mit einer Lebensdauer

von einer Million Schaltzyklen. ◄

Neues Gateway fürs Smart Home

Flexibel, kompatibel und sicher: Ein neues vielseitiges

Gateway erfüllt den Wunsch nach mehr

Wohnkomfort, Nachhaltigkeit und Sicherheit.

Smart Home-Lösungen werden immer gefragter

– sowohl im Neubau als auch in der Nachrüstung.

Wer flexibel bleiben möchte, wählt ein offenes

System, das auch Geräte anderer Hersteller

einbinden kann. Mit Yubii Home hat Nice ein

Smart Home-Ecosystem auf den Markt gebracht,

das diese Anforderungen erfüllt. Das Gateway

integriert nicht nur Produkte und Funkprotokolle

von elero und Nice, sondern dank seiner

Kompatibilität mit dem Protokoll Z-Wave mehr

als 3000 Geräte anderer Marken. Ab sofort ist

Yubii Home auch in Deutschland erhältlich und

kann über Nice und elero bezogen werden.

Herzstück des Zuhauses

Flexibel und vielseitig wird Yubii Home zum

Herzstück des neuen smarten Zuhauses.

Der Smart Hub verwaltet alle Smart Devices

und kommuniziert mit ihnen. Er empfängt die

Daten der Z-Wave- Sensoren, verarbeitet sie

und lässt geeignete Vorgänge durchführen.

Über die Sprachassistenten Amazon Alexa,

Google Assistant und mit Siri Shortcuts lassen

sich alle Anwendungen mit der Stimme steuern,

über die Yubii-App auf Smartphone oder Tablet

sogar von jedem Ort der Welt aus. Nahezu alle

bidirektionalen Funkantriebe, Funkempfänger

und Sensoren der Marken Nice und elero können

in die Smart Home Umgebung von Yubii

Home eingebunden werden.

Zudem kann das Gateway eine IP-Kamera und

bis zu fünf Geräte über App-PlugIns unterstützen.

Damit wird es möglich, alle gewünschten Automatiksysteme

zentral darüber zu verwalten und

zu steuern: Mit einem einfachen Befehl können

Rollläden, Jalousien, Markisen, Innensonnenschutz,

Tore, Fenster und Türen, Beleuchtung,

Elektrohaushaltsgeräte, Heizungs- und

Beregnungssysteme sowie das gesamte Home

Entertainment gesteuert und in automatische

Abläufe eingebunden werden. Entsprechende

Sensoren erkennen Wasserleckagen, Kohlenmonoxid,

Brände, Temperatur, Lichtverhältnisse,

Bewegung und Manipulationen.

• elero – Sun Shading

Solutions Nice

www.elero.de

Haus und Elektronik 4/2022 37


Gebäudetechnik und -automation

Neue Lösungen in der Gebäudesteuerung

DALI/KNX-Gateway reduziert Kosten und vereinfacht

die Installation

DALI ist das weitverbreitete, professionelle

Werkzeug zur Lichtinszenierung.

Bisher erfolgte die

Integration einer DALI-Beleuchtungssteuerung

in KNX-Installationen

über Gateways, die ausschließlich

die Steuerung von

Leuchten ermöglichten. Das neue

DALI/KNX-Gateway DA64-230/KNX

REG der B.E.G. Brück Electronic

GmbH schafft eine neue, attraktive

Lösung: Durch die zusätzliche

Integration von DALI-Steuerungsgeräten

wird die Installation einfach

gestaltet und eine erhebliche

Kostenreduktion erzielt.

Integrierte Bewegungsund

Präsenzmelder sowie

Taster

B.E.G. hat damit ein neues DALI/KNX-

Gateway auf den Markt gebracht, das

neben Leuchten auch Bewegungs- und

Präsenzmelder sowie Taster in den

DALI-Bus integrieren kann. Diese neue

Lösung reduziert den Installationsaufwand.

Melder müssen nicht mehr über

den KNX-Bus laufen, sondern können

direkt an den DALI-Bus angeschlossen

werden. Dadurch entfallen zusätzliche

KNX-Kabel. Dort, wo es um die

Beleuchtungssteuerung geht, können

in einem KNX-gesteuerten Gebäude

kostengünstige DALI-Multisensoren

eingesetzt werden.

Diese Lösung senkt nicht nur die Installationskosten,

sondern vereinfacht auch

die Installation und steigert die Installationsflexibilität

erheblich. Durch die

Integration von DALI-LINK Multisensoren

in den DALI-Bus wird die Konfiguration

der Anlage und die Kalibrierung

der Melder vereinfacht.

Dezentrale

Intelligenzlösung

Die Verwendung von DALI-Link-Multisensoren

auf der DALI-Busseite hat

als dezentrale Intelligenzlösung den

Vorteil, eine Anzahl von Meldern in

dieselbe DALI-Linie zu integrieren. Da

somit die Leuchten direkt von den Meldern

und nicht vom Gateway gesteuert

werden, entsteht ein klarer Vorteil

im Vergleich zu herkömmlichen DALI-

2-Steuerungsgeräten.

Die Palette der DALI-Link-Melder

umfasst die wichtigsten Melder der

breiten B.E.G.-Produktpalette, etwa

den PD11, einen fast unsichtbaren,

ultraflachen Melder in der Decke,

den PD4-Melder mit seinem großen

Erfassungsbereich und den PICO,

den 4 g leichten und kleinsten Melder

auf dem Markt.

Direkt steuern

Ein weiterer großer Vorteil ist, dass

dieses DALI/KNX-Gateway bereits

die Steuerung von Tunable White und

RGB-Beleuchtung über KNX ermöglicht.

Über Tunable White kann die

Lichtfarbe an den natürlichen, zirkadianen

Zyklus der Menschen angepasst

werden. Das führt zu einer Verbesserung

des Wohlbefindens der Gebäudenutzer

und kann die Produktivität

am Arbeitsplatz positiv beeinflussen.

Über die RGB-Beleuchtungsfunktion

können Räume z.B. Corporate-Design-konform

in den unternehmenseigenen

Farben beleuchtet

werden. ◄

Autor:

Miguel Soares

B.E.G. Brück Electronic GmbH

www.beg-luxomat.com

38 Haus und Elektronik 4/2022


KNX Modbus TCP Gateway

Gebäudetechnik und -automation

KNX ist mittlerweile der wichtigste

Standard in der Gebäudesteuerung

und findet nicht nur im professionellen

Bereich breite Anwendung. Gleichzeitig

bieten viele Geräte, vor allem

im Bereich Heizung und Lüftung, nur

Modbus als Schnittstelle an. Auch

moderne Anwendung wie Ladesäulen

für E-Mobilität oder Wechselrichtern

für PV-Anlagen unterstützen

meist das Modbus-Protokoll.

Somit kann eine Integration

vieler Gewerke nur über ein Gateway

erreicht werden.

Während bei Modbus RTU eine

Zweidrahtleitung (RS485) zum Einsatz

kommt, basiert Modbus TCP

auf einer RJ45-Netzwerk-Schnittstelle

(LAN). KNX-Anwender können

sich darauf verlassen, dass auch

Daten verschiedener Hersteller stets

zusammenpassen. Bei Modbus lässt

die Spezifikation leider viele Freiheiten,

sodass Werte, wie zum Beispiel

Temperaturen oder Stromverbräuche

je nach Gerät völlig anders

codiert sein können.

Die KNX Modbus Gateways von

Weinzierl erlauben eine einfache

und sehr flexible Abbildung von Modbus-Daten

auf die genormten KNX-

Datenpunkttypen. Alle Einstellungen

können komfortabel über Parameter

in der ETS erfolgen. Für den Import

sowie Export komplexer Konfigurationen

steht eine DCA (Device Configuration

App) für das KNX Modbus

RTU Gateways 886 zur Verfügung,

die in der ETS geladen werden

kann. Dies wird in Kürze auch

für das KNX Modbus TCP Gateway

716 verfügbar sein.

Das neue KNX Modbus TCP Gateway

716 ermöglicht eine einfache

Integration von Modbus-Geräten

in KNX-Installationen, die das TCP-

Protokoll über IP unterstützen. Die

Applikation des Gerätes ist eine Weiterentwicklung

des bewährten KNX

Modbus RTU Gateways 886.

Das Gateway kann sowohl als Modbus

Master aber auch als Slave fungieren.

Modbus-Daten werden entsprechend

den KNX-Datenpunkttypen

auf KNX-Kommunikationsobjekte

abgebildet und umgekehrt. Die

Zuordnung zwischen KNX-Objekten

und Modbus-Registern erfolgt flexibel

über Parameter in der ETS-Software.

Neben dem Modbus-Protokoll unterstützt

das Gerät auch KNXnet/IP

Tunnelling mit bis zu acht gleichzeitigen

Verbindungen. Das heißt, es

kann auch als Programmierschnittstelle

für die ETS verwendet werden.

Das Gerät hat eine Breite von nur 1

TE (18 mm). Mehrfarbige LEDs an

der Gerätevorderseite visualisieren

den Verbindungs- und Betriebszustand.

Dabei erfolgt die Spannungsversorgung

ausschließlich aus dem

KNX Bus. Für einen sicheren Zugriff

unterstütz das KNX Modbus TCP

Gateway 716 KNX Security.

• Weinzierl Engineering GmbH

info@weinzierl.de

www.weinzierl.de

KNX-Raumtemperaturregler mit Stil

Der KNX-Hersteller MDT technologies bringt die

2. Generation des Glas Raumtemperaturreglers

auf den Markt. Das Nachfolgeprodukt verfügt

über ein aktives Farbdisplay und passt sich stilsicher

dem Design des beliebten Glastaster II

Smart an. Auf dem Farbdisplay können zum Beispiel

die Soll- und Isttemperatur und die aktuellen

Zustände angezeigt werden. Wenn die automatische

Regelung für den Nutzer nicht passend ist,

kann er über die vier Sensorflächen am Regler die

Wunschtemperatur verstellen oder auch Vorgaben

für die Lüftung machen. Das KNX-System regelt

dann Heizung und Lüftung auf die gewünschten

Werte.Als Hintergrundfarbe des Farbdisplays

kann weiß oder schwarz eingestellt werden, die

Display-Helligkeit ist einstellbar und kann an ein

Tag-/Nachtobjekt gekoppelt werden.

Wie alle Produkte aus dem MDT Glassortiment

hat der Glas Raumtemperaturregler Smart eine

Größe von 92 x 92 mm (B x H). Er ist in Weiß und

Schwarz erhältlich und passt sich zurückhaltend

und stilsicher in jede Raumgestaltung ein.

• MDT technologies GmbH

knx@mdt.de

www.mdt.de

Haus und Elektronik 4/2022 39


Netzwerke und Kommunikation

Optische Kommunikationsanbindung

Glasfasertechnik besser verstehen

Signale über Glasfaserverbindungen zu übertragen, bringt zahlreiche Vorteile.

Diese kann man aber nur optimal nutzen, wenn man die Grundzüge der aktuellen

Fiberglas-Technik versteht.

Der optische Splitter teilt auf der N3 das Signal auf eine Gruppe von

Teilnehmern auf

Kennen Sie sich z.B. mit den Netzebenen

aus? Beim Netz des Netzbetreibers

spricht man von der NE3, der

Netzebene 3. Die Netzebene 4 (NE4)

meint hingegen die Vernetzung innerhalb

eines Gebäudes, jedoch nur bis zu

den Wohnungen hin. Die Vernetzung

innerhalb von Wohnungen nennt man

folglich Netzebene 5, NE5. In einem

Einfamilienhaus oder in einer Doppelhaushälfte

wird die NE4 sehr klein

geraten, während ihre Bedeutung in

Mehrfamilienhäusern mit der Anzahl

der Wohnungen sukzessive zunimmt.

Die Glasfaser

in der Netzebene 3

Glasfasernetze bezeichnet man auch

als FTTx-Netze (Fiber To The…). FTTB

steht dann für Fiber To The Basement

oder Fiber To The Building. Das bedeutet

die Verlegung des Glasfaserkabels,

auch Feeder genannt, bis ins

Gebäude hinein bzw. (falls vorhanden)

praktischerweise bis in den Keller.

Die äußere Glasfaser endet also

innen, in der Regel an der Außenwand

des Gebäudes. Sie ist Teil eines passiven

optischen Netzes (PON, Passive

Optical Network), wo sie die

Netzwerkebene 3 dominiert. PONs

sind optische Zugangsnetze, die im

Bereich zwischen der Vermittlungsstelle

und dem Kundenstandort aus

passiven Bauelementen bestehen

und daher ohne eigene Stromversorgung

auskommen. (Etwa für eine Switching-Funktionalität

benötigt man eine

Stromversorgung und spricht dann von

einem Active Optical Network, AON.)

Die Abkürzung FTTB ist eindeutig.

Hingegen RFoG (Radio Frequency

over Glas) oder FTTx sagen nichts

darüber aus, bis wohin das Glasfaserkabel

führt.

Ein Blick nach draußen:

Was ist ein OLT?

In einem passiven optischen Gigabit-Netzwerk

(GPON) gibt es ein

optisches Leitungsendgerät (OLT,

Optical Line Terminal) in der Zentrale

des Dienstanbieters sowie eine

Reihe von optischen Netzwerkeinheiten

(ONTs, Optical Network Terminals

oder ONUs, Optical Network

Units) in der Nähe der Endbenutzer.

Das OLT ist das Gerät, das dem Internet-Anbieter

als Endpunkt des passiven

optischen Netzes (PON) dient.

Das OLT ist auch die Schnittstelle zwischen

dem PON und dem Kernnetz und

somit das Gerät, das sich am zentralen

Knotenpunkt des Internet-Anbieters

befindet. Das OLT ist also quasi

ein Werkzeug des Netzbetreibers oder

des Telekommunikations-Anbieters.

Ein OLT erfüllt mehrere Aufgaben:

• Steuerung der vor- und nachgelagerten

Datenströme

• Konvertierung der von Glasfaserdiensten

verwendeten Standardsignale

in das von einem PON-System

verwendete Format

• Koordinierung mehrerer Signale zu

einem Gesamtsignal (Multiplexing)

Der Upstream-Kanal überträgt verschiedene

Arten von Daten- und Sprachverkehr

von den Benutzern zum Service

Provider. Der Downstream-Kanal ermöglicht

den reinen Daten-, Sprachund

Videodatenverkehr mit allen ONTs/

ONUs in einem Netz.

Der Weg ins Haus führt

über den BEP

BEP steht für Building Entry Point

(Gebäudeeinführungspunkt) und meint

Ein aufgeklapptes Gehäuse für den OTO@BEP

den kleinen Hausanschlusskasten

des Glasfaserkabels. Im Deutschen

verwendet man auch die Abkürzung

APL für Abschlusspunkt Linientechnik.

Ist kein Keller vorhanden, dann befindet

sich der BEP meist innen im Bereich

der Hauseingangstür. Er muss einen

gewissen Abstand zum großen Hausanschlusskasten

der Elektrik haben.

Die Lage des BEPs kann in Grenzen

vom Eigentümer des Hauses selbst

bestimmt werden. Der BEP selbst

bleibt im Besitz des Netzbetreibers.

Technisch ist zu unterscheiden zwischen

dem BEP und dem Netzabschlusspunkt.

Bei optischen Anschlussleitungen

ist das ONT/ONU (Optical

Network Terminal/Optical Network Unit,

s. oben) der Netzabschluss.

In der Regel müssen die Grundversorgungsdienste

bis zum BEP vom

Netzbetreiber bereitgestellt werden.

Somit geht der Gebäudeanschluss

bei der Ersterschließung zu Lasten

des Telekom-Unternehmens, während

die Hausinstallation vom Eigen-

40 Haus und Elektronik 4/2022


Netzwerke und Kommunikation

Der 10G PON ONT/ONU NOVA-2002 ist eine leistungsfähige Lösung für

privat und Business

tümer übernommen werden muss.

Das Spleißen der Kabel im BEP muss

ausschließlich durch einen Fachelektriker

bzw. Fachpersonal erfolgen. Die

Dimension der zu montierenden Hausanschlussbox

(BEP) wird durch die

Anzahl der anzuschließenden Wohn-/

Geschäftseinheiten bestimmt.

Das Problem

mit der Netzebene 4

Ob klassischer BEP oder OTO@BEP:

Von hier aus bestimmt die bestehende

Gebäudeinfrastruktur den Weg der

Glasfaserverkabelung bis zum Internet-Router.

Doch bereits fast jedes Einfamilienhaus

hat eine andere Gebäudestruktur.

Hinzu kommt: Auch die Verkabelungskonzepte

sind von Haus zu

Haus unterschiedlich. Das macht den

FTTH-Anschluss (Fiber To The Home)

wahrlich nicht einfach.

Netzbetreiber haben es oft mit Objekten

zu tun, die erst kürzlich gebaut wurden

und nun für FTTH umgerüstet werden

müssen. Noch schwieriger wird es bei

Einfamilienhäusern, die 50 Jahre alt

oder älter sind. Diese Häuser haben

nämlich noch keinen zentralen Schrank

für Einrichtungen der Telekommunikation

mit Platz für beispielsweise OTOs,

Verteiler und Router.

Diese Unterschiedlichkeit bei den

potenziellen FTTH-Kunden behindert

ein einheitliches/standardisiertes

Vorgehen der Netzbetreiber/Installateure/Elektriker

und somit eine kostengünstige

Lösung für jeden Interessenten.

Doch eine große Anzahl von

Gebäuden muss fast zwingend mit

einem standardisierten Installationskonzept

angebunden werden, da die

Interessenten sonst nicht bereit sind,

die hohen Kosten zu tragen.

Die herausstechend hohe Übertragungsleistung,

die das Glasfasernetz

bietet, sollte nicht am BEP oder

OTO@BEP enden, weil die nachfolgende

Verkabelung im Haus mit der

Qualität nicht mithalten kann. Auch

das ist natürlich nur eine Frage der

Kosten. Eine hochwertige Verkabelung

und eine sichere Verbindung

in einem Haus haben nun mal ihren

Preis. Diese Inhouse-Installation sollte

mindestens bis zum Internet-Router,

der sich irgendwo im Gebäude befindet,

reichen.

Entlastung mit dem

OTO@BEP-Konzept

Spezifische Empfehlungen an Hauseigentümer

und Installateure im Zusammenhang

mit der OTO@BEP können

die Lage entspannen. Das bereits 2017

entwickelte OTO@BEP-Konzept war

zunächst für Business-Anwendungen

gedacht und lässt sich heute mit R&M-

Produkten wie den Polaris-Boxen in

einem Gehäuse kombinieren. Seit

2021 ist das OTO@BEP-Konzept eine

Swisscom-Richtlinie für Einfamilienhäuser.

Zunächst stand man vor der

Was ist ein PoP?

Mit Point of Presence (PoP) werden die Verteilerzentralen bezeichnet,

an denen Einwahlknoten für alle Verbindungen für den Daten- und

Sprachverkehr sowie Online-Dienste vorhanden sind. Hierzu zählt also

beispielsweise der Zugangspunkt zum Internet beim Internet-Provider.

Der PoP bildet die Schnittstelle zwischen dem Backbone-Datenverkehr

(Hauptleitung) und dem neu zu erstellenden Zugangsnetz hin zum Kundenanschluss.

Im PoP werden die Fasern mit den Lichtsignalen belegt,

die dann bis zum Endpunkt ONT/ONU (s. oben) im Haus des Endnutzers

durchlaufen.

Was ist ein OTO?

Mit OTO (Optical Termination Outlet) bezeichnet man eine Glasfaser-

Steckdose, die in der Wohnungs- oder Geschäftseinheit montiert wird

(bei Wohnungen meist im Wohnzimmer, bei Geschäftseinheiten meist

im Technikraum). Den Begriff Outlet (Auslass, Ausgang, Abfluss) findet

man häufig im Glasfaser-Installationsbereich. Vereinfacht kann man eine

optische Steckdose annehmen.

Die Montage einer solchen Glasfaser-Steckdose erfolgt also im Rahmen

der gebäudeinternen Verkabelung auf Netzwerkebene 5. Die Bereitstellung

der Verkabelung ab dem OTO bis zum optischen Hausanschlusskasten

(BEP) liegt damit im Verantwortungsbereich des Eigentümers. Diese

Arbeiten können z.B. durch einen Elektriker oder durch den zuständigen

Provider durchgeführt werden. An den OTO wird dann der Router des

Providers angeschlossen.

Die Firma R&M hat gemeinsam mit Swisscom eine Lösung entwickelt, die

kostengünstig, schnell umsetzbar und nachhaltig ist. Dabei wird der traditionelle

BEP durch einen neuen und innovativen Übergabepunkt ersetzt,

genannt OTO@BEP. Das ist eine Spleißbox mit einem integrierten OTO.

Die optische Telekommunikations-Steckdose dient hier als Schnittstelle

zur Hausverkabelung und ist direkt in den OTO@BEP integriert.

Herausforderung, einen effizienten

Weg vom OTO@BEP zum Internet-

Router in einem Einfamilienhaus zu

beschreiben. Es musste ein Weg sein,

der sicherstellt, dass das Signal das

Wohnzimmer oder das Home Office in

hoher Qualität erreicht. Und es sollte

eine Lösung sein, die effizient in jedem

Haus von jedem geschulten Installateur

umgesetzt werden kann.

Im Prinzip handelt es sich um ein

Glasfaser-Patchkabel zwischen dem

OTO@BEP und dem Internet-Router.

Dieses Kabel muss oft über alle Etagen

und um viele Ecken geführt werden.

Da hier marktübliche vorkonfigurierte

Kabel nicht genügten, wurde ein

effizienter Ansatz definiert: Ein dünnes

und flexibles Einfaserkabel wird

vom OTO@BEP im Untergeschoss

zu einer zweiten, abgesetzten und

fest montierten Verlängerungs-OTO

am Router-Standort geführt. Dieses

Kabel kann vor Ort abgelängt und

gemäss FTTH-Handbuch installiert

werden. Ein LWL-Feldstecker wird an

beiden Enden an die OTO angeschlossen

und eingesteckt. Es entstand eine

einfache, zuverlässige und ästhetisch

ansprechende Lösung.

Ganz in Ihrer Nähe:

ONT/ONU

Das ONT/ONU ist das Gerät, das bei

Ihnen zu Hause oder im Büro steht.

Die Abkürzungen ONU und ONT werden

oft synonym verwendet. Mehr oder

weniger handelt es sich um dasselbe:

um ein Gerät, das in der Telekommunikationskette

als Endpunkt des PONs

auf Ihrer Seite dient. Einfach ausgedrückt,

beziehen sich ONT/ONU auf

die benutzerseitige Ausrüstung.

Das ONT/ONU fungiert als optisches

Modem und kommuniziert mit Ihrem

Internet-Anbieter über ein Glasfaserkabel.

Es sendet Benutzerdaten in den

Upstream-Kanal zum OLT und empfängt

Daten auf dem Downstream-

Kanal. ONT und OLT sind wichtige

Geräte in einem PON-Netzwerksystem.

Wir sehen, dass sich ein solches

über die Netzwerkebenen 3, 4

und 5 erstreckt.

Gefragt sind ONT/ONU-Geräte

mit einfacher Integration, flexibler

Anpassung und hoher Zuverlässigkeit,

die alle aktuellen und zukünftigen

Anforderungen erfüllen. Etwa mit

den 10G-PON-ONT/ONU-Lösungen

von Hitron können Anwender ihr

Glasfasernetz voll ausnutzen. Die

10-Gigabit-PON-Glasfaserschnittstelle

von Hitron ist ein leistungsstarkes

Gerät, das Geschwindigkeiten von

bis zu 10 Gbit/s im Downstream und

Upstream liefert. Das macht das

Herunterladen und Hochladen von

Inhalten superschnell.

Die wichtigsten

Spezifikationen:

• IEEE 802.3av 10G-EPON-konform

• ITU-T G.987.2 XG-PON-konform

• ITU-T G.9807.1 XGS-PON-konform

• DOCSIS DPoE 2.0-konform

• 100/1000/2.5G/5G/10GBASE-T

Ethernet-Anschluss

• 10/100/1000BASE-T-Ethernet-

Anschluss

• Glasfaserschacht

Haus und Elektronik 4/2022 41


Netzwerke und Kommunikation

Der optische Splitter

Ein Splitter ist eine passive Komponente,

die ein ankommendes Signal

gleichmäßig auf mehrere Lichtwellenleiter

aufteilt oder in Gegenrichtung

mehrere Signale auf einen Lichtwellenleiter

zusammenführt (Combiner-

Funktion). In der optischen Übertragungstechnik

dient der Splitter als

optischer Verteiler, der die Signale von

einem passiven optischen Netz (PON)

auf bis zu 32 oder 64 Lichtwellenleiter

verteilt. Praktischen Einsatz findet

der Splitter in optischen Netzwerkeinheiten

(ONT/ONU) im Anschlussbereich

von Zugangsnetzen.

Kein Fußballclub gemeint:

HFC

HFC steht hier für Hybrid Fiber Coax.

Ein HFC-Netz ist eine Mischform von

Glasfaser- und Koaxialnetz. Bis zu den

Endpunkten der örtlichen Glasfasernetze

(FTTx-Netze) werden optische

Signale transportiert, dann im O/E-

Wandler (optisch/elektrisch) in elektrische

Signale umgewandelt und von

da über Koaxialkabel in die einzelnen

Gebäude-/Wohnungsinstallationen

geführt. Das Glasfasernetz stellt in

HFC-Netzen das Backbone, also sinnbildlich

das Rückgrat dar, während mit

Koaxialkabel die Endverbraucher versorgt

werden. Das sieht dann in der

Praxis folgendermaßen aus: Siedlungen

oder Wohngegenden werden

in Segmente aufgeteilt. In jedem Segment

sind Koaxialkabel verlegt, die von

den einzelnen Häusern zu verschiedenen

Netzwerkknoten (Nodes) führen.

Jeder Node ist an das Glasfaser-

Backbone angeschlossen und überträgt

die Daten von einem auf das

andere Netzwerk.

Ein Vorteil an HFC-Netzen besteht

darin, dass sie relativ kostengünstig

auch hohe Datenmengen übertragen

können. Dies deswegen, weil die

koaxialen Strecken kurz sind (geringe

Dämpfung). Das Preis/Leistungs-Verhältnis

ist darum sehr attraktiv. Man

verzichtet zwar auf die mögliche sehr

hohe Geschwindigkeit eines Glasfasernetzes,

indem man diese mit dem

Koaxbereich gewissermaßen ein wenig

ausbremst, spart aber die Kosten für

das Verlegen von Glasfaseranschlüssen

zu jedem Haus.

Daher haben viele Kabelnetzbetreiber

ein Hybrid-Fiber-Coax-Netz

und bewerben dieses auch. Nicht

zu Unrecht. Denn da jedes Segment

über einen separaten Netzwerkknoten

mit dem Glasfaser-

Glasfaser im Einfamilienhaus: BEP und ONT liegen unmittelbar

nebeneinander (Quelle: https://highspeed.lew.de)

Backbone verbunden ist, sind Engpässe

im HFC-Netz leicht zu beheben.

Diese kommen üblicherweise

nur innerhalb der einzelnen Koaxial-

Segmente vor. Wenn die Kapazität

eines Segments nicht mehr ausreicht,

kann dieses einfach in mehrere

kleine Teile geteilt werden. Jeder Teil

bekommt dann seinen eigenen Node

und wird ein eigenständiges Segment.

Somit werden die einzelnen

Segmente kleiner, und es müssen

sich weniger Haushalte die Bandbreite

teilen.

Wie funktioniert ein

HFC-Netz?

HFC-Netzwerke werden stets bidirektional

genutzt, was bedeutet, dass Steuerimpulse

sowie Multimedia-Inhalte,

Sprachbotschaften oder Internetdaten

Glossar

APL, Abschlusspunkt

Linientechnik

auch Hausübergabepunkt genannt,

Abschluss des Ortsnetzes, andere

Bezeichnung für BEP

BEP, Building Entry Point

Gebäudeeinführungspunkt, bei der

Glasfaserversorgung kleiner Hausanschlusskasten

des Glasfaserkabels,

den man im Keller oder ersten

beheizbaren Raum findet

BGT, Baugruppenträger

Dieser dient zur Aufnahme von Glasfaser-Abschlussmodulen

DOCSIS 3.1

DOCSIS steht für Data Over Cable

Service Interface Specification. Der

DOCSIS-3.1-Standard spezifiziert

die Datenübertragung im bestehenden

Kabel-TV-Netzwerk. Der Standard

überträgt bis zu 10 Gbit/s im

Downstream und bis zu 1 Gbit/s im

Upstream. Datenverkehr und Fernsehsignale

zu kombinieren, ist bis

heute praktisch: So können Nutzer

einfach den vorhandenen Koaxialanschluss

der TV-Dose verwenden,

um Highspeed-Internet zu erhalten.

Damit steht DOCSIS in direkter Konkurrenz

zu DSL, schafft aber Übertragungen

über erheblich größere Leitungslängen

und höhere Datenraten.

DOCSIS 4.0

DOCSIS 4.0 ist eine Vollduplex-Version,

was bedeutet, dass die Daten

gleichzeitig in beide Richtungen übertragen

werden. Aktuell wird upstream

und downstream noch in unterschiedlichen

Frequenzbereichen gesendet,

wobei für den Upstream weniger

Bandbreite vorgesehen ist als für

den Downstream. Laut DOCSIS-Entwickler

CableLabs wird DOCSIS 4.0

bis zu 10 Gbit/s im Downstream und

6 Gbit/s im Upstream ermöglichen.

Für sein erweitertes Frequenzspektrum

benötigt DOCSIS 4.0 allerdings

technische Änderungen in der Netzebene

N3.

Feeder

Bezeichnung für das Versorgungskabel

aus dem externen Netz (Netzebene

N3)

FO Field

Das Glasfaser-Klemm-Tool FO Field

von R&M erlaubt den Anwendern mehr

Unabhängigkeit. Mit dem Stecker können

sie beliebig lange Rangierkabel

an beliebiger Stelle abschließen. Der

Steckverbinder kann an jedes Installationskabel

montieren, wodurch Spleißen

überflüssig wird. Der FO-Field-Stecker

ist kompatibel mit allen Kabeltypen

mit Durchmessern von 1,4 bis 3 mm.

FTTH, Fiber To The Home

FTTH meint den Anschluss eines

Hauses an Informations-, Unterhaltungs-

und Kommunikationsangebote

mittels Glasfaser. Diese Entwicklung

ist auch in Deutschland schon voll im

Gange. Hausintern aber scheiden sich

die Geister: Das klassische elektrische

Koaxkabelnetz existiert neben neuen

Glasfasernetzen. Denen gehört die

Zukunft. Denn Glasfasertechnik verspricht

Vorteile, wie extreme Schnelligkeit

der Datenübertragung (kein Flaschenhals),

Störunempfindlichkeit und

Störfreiheit sowie effizientes (energiearmes)

Wirken.

Gf-Ad, Glasfaser-

Anschlussdose

An diese wird das Glasfasermodem

(ONT) angeschlossen.

Gf-Am, Glasfaser-

Abschlussmodul

Spleißmodul zum Auflegen bzw.

Abschließen von Glasfasern

42 Haus und Elektronik 4/2022


Netzwerke und Kommunikation

Glasfaser im Mehrfamilienhaus: Der ONT wird näher am Router platziert

(Quelle: https://highspeed.lew.de)

als elektrische Impulse über die koaxialen

Verbraucherzuleitungen vom

Netzwerkknoten zum angeschlossenen

Haushalt und zurück übertragen

werden. HFC-fähige Empfangsgeräte

können sich überdies in bestehende

Funknetze einwählen, um mit

dem Hub zu kommunizieren bzw.

Daten auszutauschen.

Hochwertige Koaxialkabel erlauben

hohe Datenübertragungsraten, wenn

sie nicht zu lang sind. Bei HFC macht

man sich einerseits die Geschwindigkeit

von Glasfasernetzen zunutze und

spart andererseits Kosten, indem die

Hightech-Glasfaserkabel bei den Hauszuleitungen

einfach durch kostengünstigere

Koaxialkabel ersetzt werden.

Das primäre Einsatzgebiet für HFC ist

das Kabelfernsehen. Meist verfügen

Kabelanschlüsse über digitale Rückkanäle,

welche eine interaktive Steuerung

des Fernsehgeschehens (Video

on Demand) ermöglichen. Aber nicht

nur TV-Signale, auch Internet- und

Telefonverbindungen werden von der

beauftragten Kabelgesellschaft über

HFC-Netze abgewickelt. Der Internet-

Betrieb profitiert dabei von der hohen

Bandbreite der HFC-Netze.

Warum auch HFC-Netze

zukunftssicher sind

HFC-Netze verfügen mit DOCSIS 3.1

(1,2 GHz) über die gleiche technische

Leistungsfähigkeit wie die aktuell eingesetzte

Glasfasertechnologie GPON

(Gigabit-PON) und bieten mit dem

Ausbau von DOCSIS 4.0 perspektivisch

die gleichen Downloadraten wie

der GPON-Nachfolger XGS-PON (10

GBit/s). Zudem fallen im Vergleich zum

FTTH-Ausbau (Glasfaser bis ins Haus/

in die Wohnung) die Investitionen in ein

Upgrade der HFC-Netze auf DOCSIS

4.0 deutlich geringer aus. Hintergrund

ist, dass sich der Glasfaserausbau auf

den Umbau von Straßen-Verstärkerstellen

in Fiber-Nodes sowie den Austausch

von Komponenten (z.B. Kabelmuffen,

Verzweiger, Hausverstärker)

konzentriert.

Bereits mit DOCSIS 3.1 bietet ein HFC-

Netz noch großes Potenzial. So besteht

die Möglichkeit, dem Upload in einem

Cluster mehr Frequenzen zuzuordnen.

Durch die Anpassung der Frequenzzuweisung

zwischen Up- und Download

im bestehenden Spektrum können

die Anbieter die Upload-Raten

(Rückkanal) variabel gestalten.

Mit der Evolution zu DOCSIS 4.0 erhöht

sich das maximale Download-Tempo

auf 10 Gbit/s und das Upload-Tempo

auf 6 Gbit/s. Dazu muss allerdings

das für die Datenübertragung vorgesehenen

Frequenzspektrums auf bis

zu 1,8 GHz erweitert werden.

Ratschläge für

„Fiber in the Home“

Wer einen Glasfaseranschluss besitzt

und diesen noch nicht nutzt, erhält z.B.

in den folgenden beiden leicht im Internet

zu findenden Ratgebern praktische

Tipps und Hinweise:

Gf-Güp, Glasfaser-Gebäudeübergabepunkt

Netzabschlusspunkt des Netzbetreibers

Gf-Gv, Glasfaser-Gebäudeverteiler

Abschlusspunkt des Netzes innerhalb

des Gebäudes (s. NE4)

Gf-Sp, Glasfaser-Sammelpunkt

Dieser bezeichnet Glasfaser-Spleißboxen

im Gebäude, wo z.B. Glasfasern

von Steigleitungskabeln in einzelnen

Etagen mit den Fasern aus den

Wohnungskabeln verbunden werden

GPON, Gigabit-PON

passives optisches Gigabit-Netzwerk

(Datenraten über 1 Gbit/s können

übertragen werden)

GPON ist eine Technologie, die uns

seit Jahren begleitet und verwendet

wird, um sowohl im Upstream als auch

im Downstream hohe Geschwindigkeiten

zu ermöglichen. Dabei sind

unterschiedliche Grenzen zu berücksichtigen:

60 km maximale logische

Reichweite, 20 km maximale Distanz

zwischen Sende-/Empfangspunkten

und 20 km maximale differentielle

Glasfaserdistanz. GPON bietet rund

1,2 Gbit/s Upload-Rate und rund 2,5

Gbit/s Download-Rate.

HFC, Hybrid Fiber Coax

vorteilhafte Mischform von Glasfaserund

Koaxialnetz

Da jeder ins HFC-Netz eingebundene

Haushalt über einen eigenen Node mit

dem Glasfiber-Backbone gekoppelt

ist, sind kapazitive Engpässe leicht zu

überwinden. Reicht die Leistungsfähigkeit

eines Anschlusses nicht mehr

aus, wird dieser auf mehrere kleinere

Elemente aufgeteilt, welche jeweils

über eigene Netzwerkknoten verfügen.

Dies verringert die Zahl der Haushalte

je Netzanschluss entscheidend.

LWL, Lichtwellenleiter

andere Bezeichnung für Glasfaser

NE4, Netzebene 4

So wird der Netzabschnitt innerhalb

des Gebäudes zwischen dem Glasfaser-Gebäudeverteiler

(Gf-Gv) und dem

Glasfasermodem (ONT) bezeichnet.

NE5, Netzebene 5

Bereich der Verkabelung innerhalb

einer Wohnung bzw. Gewerbeeinheit.

Das Netz beginnt am ONT.

OLT, Optical Line Terminal

Die Hauptfunktion des OLT besteht

darin, Signale für das PON-Netz

umzuwandeln, zu rahmen und zu

übertragen und die Multiplexing-Terminals

des optischen Netzes für die

gemeinsame Upstream-Übertragung

zu koordinieren.

ONT Optical Network

Termination

& ONU Optical Network Unit

Jeweils gemeint ist ein Glasfasermodem.

Es dient zur Umsetzung der

optischen in elektrische Signale

PON, Passive Optical

Network

Das sind optische Zugangsnetze, die

im Bereich zwischen der Vermittlungsstelle

und dem Kundenstandort aus

passiven Bauelementen bestehen,

also ohne eigene Stromversorgung

und ohne Switching-Funktionalität.

Diese Netzwerke kommen für den

Anschluss von Teilnehmern an Vermittlungsstellen

von Netzbetreibern

wie bei Fiber To The Home (FTTH)

zum Einsatz.

POP, Point of Presence

Vermittlungseinrichtung des Netzbetreibers

RFoG, Radio Frequency

over Glas

allgemeine Bezeichnung für Glasfaserstrukturen

der Informationstechnologie

XGS-PON/XG-PON

XGS-PON ist ein Standard, der eine

symmetrische Datenübertragung bei

10 Gbit/s für Passive Optische Netze

(PON) unterstützt. Die Abkürzung und

steht für 10 Gigabit Symmetrisches

PON. Die frühere Version XG-PON

war eine nichtsymmetrische Übertragung

und im Upstream auf 2,5 Gbit/s

beschränkt. Einige Betreiber beginnen

bereits damit, XGS-PON zu verwenden.

Es ist sicherlich ein wichtiger

Schritt in Richtung über die Grenzen

von GPON hinaus.

Haus und Elektronik 4/2022 43


Netzwerke und Kommunikation

STIFTUNG

Deutsche Telekom AG:

Ratgeber zur Installation von

Glasfasernetzen in Gebäuden,

Wissensspeicher

Aus dem Inhalt:

• Anforderungen an Glasfasergebäudenetze

• Mögliche Netzstrukturen in der

Wohnung

• Kabelführungssysteme

• Die geeignete Glasfaser – Singlemode-Glasfaser

• Glasfaserkabel (Innenkabel)

• Mögliche Verlegearten der Glasfaserkabel

• Techniken zum Verbinden und

Abschließen von Glasfasern

• Glasfaserstecker

• Komponenten für Glasfaser-Gebäudenetze

Fokusgruppe „Digitale Netze“,

Plattform „Digitale Netze

und Mobilität“: Leitfaden zur

Errichtung von Glasfasergebäudenetzen

Aus dem Inhalt:

• Anforderungen an Glasfaser-Gebäudenetze

• Die Netzebene 4

• Mögliche Netzstrukturen in der Netzebene

5

• Kabelführungssysteme im Gebäude

• Anforderung an die Glasfaser

• Glasfaser/Bündelader/Glasfaserkabel

• Glasfasermontage

• Bauteile für Glasfaser-Gebäudenetze

• Gesetze, Normen und Broschüren

Ein wichtiger Bereich sind die Kabelführungssysteme.

Hier gibt es folgende

Möglichkeiten:

• Kabelkanäle

• Installationsrohre

• Kabelführungswannen/-behälter

• Wellrohre/Flex-Rohre – 25 mm

• Mikrorohre für Glasfaserkabel zum

Einblasen

Wer also der Technologie einen Schritt

voraus sein und die volle Bandbreite

der Glasfaser haben möchte, kann –

wenn ein entsprechender BEP vorhanden

ist – schon heute mit einer Glasfaserverkabelung

bis zu den Endgeräten

vorsorgen. Denn es ist davon

auszugehen, dass die Endgeräte das

optische Licht der Glasfaser künftig

direkt empfangen können.

Drei Schritte sind nötig:

1. Verbindung zwischen BEP

und ONT

Diese gelingt leicht bei Einfamilienhäusern,

da BEP und ONT hier unmittelbar

nebeneinander montiert sind. Bei

größeren Gebäuden ist es allerdings

ratsam, den ONT an einer anderen

Stelle, näher am Router, zu platzieren.

2. Verbindung zwischen ONT

und dem Router

Der ONT wandelt das Licht aus der

Glasfaser in elektrische Signale um,

welche dann dem Router zugeführt

werden. Der Router verbindet das

Heimnetz mit dem Internet. CAT-5eoder

CAT-7-Kabel bieten höchste

Bandbreite.

3. Verbindung zwischen Router

und Endgeräten

Hier ist es wichtig, die Geräte mit einem

Netzwerkkabel zu verbinden. Die

Verbindung über das WLAN geht mit

Geschwindigkeitseinbußen einher. ◄

Unser Einsatz

gegen den

Klimawandel.

Und für eine

bessere Zukunft

der Kinder.

World Vision-Kollege Tony

Rinaudo ist der Entdecker

der Methode Farmer Managed

Natural Regeneration

(FMNR) zur Wiederaufforstung

von Wäldern.

FMNR trägt erheblich zum

weltweiten Klimaschutz bei

und Tony erhielt 2018 für

diese Methode den Alternativen

Nobelpreis.

Auch Sie können wie Tony

etwas unternehmen:

Starten Sie Ihr individuelles

Projekt oder

werden Sie Stifterin

oder Stifter auf

worldvision-stiftung.de

44 Haus und Elektronik 4/2022


Warum der drahtlose Festnetzzugang

die Zukunft der Connectivity ist

Netzwerke und Kommunikation

Die Zeit des drahtlosen Festnetzzugangs (Fixed Wireless Access, FWA) ist gekommen,

denn ein FWA kann dazu beitragen, eine Zukunft zu gestalten, in der jeder vernetzt ist.

Autor:

Michal Gadaj, EMEA FAE

Section Manager

Quectel

www.quectel.com

Für Breitbandanschlüsse auf Basis von

Glasfaser gibt es zwar großen Bedarf,

dennoch ist der drahtloser Festnetzzugang

die Lösung der Stunde. Denn

es müssen weder Kabel oder Drähte

verlegt noch Gräben ausgehoben werden,

was eine schnellere Einrichtung

des FWA zu einer Gemeinde, einem

Wohnhaus oder Unternehmen ermöglicht

als beim Kabel- oder Glasfaser-Internet.

Glasfaser-Vorteile

überzeugen, aber...

Für Breitbandanschlüsse auf Basis

von Glasfaser gibt es großen Bedarf.

Vor allem, da diese große Vorteile gegenüber

einer Anbindung per Kabel

oder Satellit in punkto Geschwindigkeit,

niedriger Latenz und Zuverlässigkeit

aufweisen. Wie aus den oben

genannten Zahlen jedoch ersichtlich,

hinkt der tatsächliche Ausbau dem

Bedarf hinterher. Die Gründe für das

langsame Voranschreiten von Glasfaserinstallationen

sind:

Die anfänglichen Pläne erfordern

Genehmigungen bei verschiedenen

Behörden, da sie auch die lokale Infrastruktur

verändern. Der Verband Kommunaler

Unternehmen führt als Gründe

für die Verzögerung strukturelle Tiefbauengpässe,

temporäre Baukolonnenausfälle

sowie Lieferengpässe

(30%) und fehlende bzw. langsame

Planungs- und Genehmigungsverfahren

(25%) an.

Ressourcenintensives

Projekt

Glasfaser-Breitbandanschlüsse sind

ein ressourcenintensives Projekt, auch

nach der Genehmigung. Sobald die

Verbraucher und Unternehmen über

die Verlegung von Glasfaserkabeln

in ihrem Gebiet informiert sind, dauert

es nach den Erfahrungen der verschiedenen

Anbieter zwischen einem

und zwei Jahren, bis die Daten fließen

können. Viel schneller geht es natürlich,

wenn in einem Gebiet Glasfaser

bereits verlegt ist.

Bewährte Technologie

mit neuem Potential

Mobilfunkanbieter können solche Wartezeiten

überspringen und ihren Kunden

glasfaser-ähnliche Geschwindigkeiten,

niedrige Latenzzeiten und Zuverlässigkeit

bieten, lange bevor die Glasfaser

in deren Region erschlossen wird. Die

Lösung heißt drahtloser Festnetzzugang

(Fixed Wireless Access, FWA).

Die Technologie ist bereits seit einigen

Jahrzehnten verfügbar, aber die

Leistung war bis zur Einführung von

4G vor einigen Jahren zu gering, um

die meisten Breitbandanwendungen

zu unterstützen. Jetzt, wo die robusteren

LTE- und 5G-Technologien in

vielen Regionen des Landes verfügbar

sind, bietet FWA ähnliche Vorteile

wie Glasfaser.

In einem Überblick stellt ZDNET viele

Informationen der Global mobile Suppliers

Association (GSA) zum weltweiten

Status zusammen. Während LTE-

Netze einen guten Kompromiss zwischen

Abdeckung und Geschwindigkeit

bieten (knapp 100 Mbit/s), erreicht 5G

in der Spitze bis zu 1 Gbit/s. Samsung

und Telefónica Deutschland haben in

Hamburg von Februar 2018 bis Februar

2018 erfolgreich 5G-Festnetzzugänge

(FWA) getestet.

Mit FWA müssen keine Straßen aufgegraben,

unterirdische Versorgungskanäle

zugewiesen oder umgangen

werden. Größere Infrastrukturänderungen

erfordern Baugenehmigungen

– und erzeugen typischerweise Verzögerungen,

vor allem wenn Behörden

einbezogen werden, die für Gas

und Wasser zuständig sind.

Zusätzlich wurde die Leistung der Router

verbessert, um den Erfordernissen

von 5G zu entsprechen. Gleichzeitig

werden die Kosten dank der höheren

Stückzahlen sinken. Die Endgeräte

der Teilnehmer (Customer Premises

Equipment, CPE) sind heute per

Plug&Play über einen einzelnen Router

im Haus anschließbar.

Market Insights Reports schätzt, dass

5G FWA die anfänglichen Kosten für

die Einrichtung von Konnektivität auf

der letzten Meile im Vergleich zu physischen

Glasfasern um bis zu 40%

senken wird.

Was erwartet werden darf

FWAs könnte auch im laufenden Programm

der Bundesregierung dabei

helfen, die digitale Kluft zu schließen.

Seit vergangenem Jahr hat der

Bund Kommunen und weiteren öffentlichen

Körperschaften rund 12 Milliarden

Euro für die Förderung des Breitbandausbaus

zur Verfügung gestellt.

Mit diesen Mitteln sollen 50 bis 70% der

Kosten des Gigabitausbaus als Wirtschaftlichkeitslücken-

oder Betreibermodell

sowie bis zu 100% der Ausgaben

für externe Beratungs- und Planungsleistungen

finanziert werden.

Weltweit betrachtet, wächst FWA kräftig.

So stellt Ericsson in seinem jährlichen

Fixed Wireless Access Outlook

im Oktober 2021 fest, dass bereits

15% des mobilen Datenverkehrs über

FWA fließen.

Die Dell‘Oro Group

berichtet, dass im Jahr 2021 3 Millionen

FWA-Geräte an Betreiber ausgeliefert

wurden, während die Preise für

die Geräte selbst im Laufe des Jahres

fielen und voraussichtlich auch 2022

und in Zukunft weiter sinken werden.

Die Kosten für 5G-FWA-Endgeräte für

den Innenbereich werden voraussichtlich

von 350 US-Dollar im Jahr 2020 auf

100 US-Dollar bis Ende 2023 sinken.

Angesichts der sinkenden Kosten für

die Geräte, der zunehmenden Verfügbarkeit

von 5G und LTE sowie der

steigenden Nachfrage von Verbrauchern,

Unternehmen und Behörden

nach mehr Breitbandlösungen wird

der FWA-Verkehr bis 2026 voraussichtlich

um das Siebenfache wachsen

und dann mehr als 20% des weltweiten

Datenverkehrs im Mobilfunknetz

ausmachen. In den nächsten

vier Jahren entstehen rund 180 Millionen

FWA-Verbindungen, die 25%

des gesamten mobilen Datenverkehrs

ausmachen werden. ◄

Haus und Elektronik 4/2022 45


Netzwerke und Kommunikation

Optimaler Schutz für Netzwerktechnik

Was haben ein smartes Zuhause, eine Produktionshalle und eine Schule

gemeinsam?

apra

www.apra.de

Die Antwort: Überall dort hält heute

dank WLAN die Digitalisierung Einzug.

Digitalisierung im Detail

Vorgänge, Prozesse und Funktionen

werden automatisiert – smarte Funktionen

erleichtern so immer mehr den

privaten oder beruflichen Lebensalltag

der Menschen. Wie so oft im Leben

kommt es auch hier auf die Details an:

So wird nicht nur eine leistungsfähige

Netzwerktechnik benötigt, sondern für

diese auch ein passendes Gehäuse

als Schutz. Philipp Sartoris von apra-

NET weiß, worauf Händler und Anwender

bei der Auswahl achten sollten.

Als in der 80er-Jahre Kultfilm-Trilogie

„Zurück in die Zukunft“ Marty McFlys

Freundin und spätere Ehefrau Jennifer

ganz selbstverständlich die Haustür

mit ihrem Fingerabdruck aufschließt

und später das Licht per Sprache steuert,

mutete das noch unfassbar futuristisch

an. Inzwischen haben smarte

Lösungen wie diese längst den Sprung

vom TV-Bildschirm in die eigenen

vier Wände geschafft. Smart-Home-

Anwendungen erleben einen regelrechten

Boom: Laut dem Online-Portal

Statista wird die Anzahl intelligent

vernetzter Haushalte in Deutschland

im Jahr 2026 bei 27,7 Mio. Nutzenden

liegen. Auch das finanzielle Potential

ist nicht zu unterschätzen: 2022 erwarten

Fachleute im deutschen Heimautomations-Markt

einen Umsatz von

6191 Mio. Euro.

Was kann ein smartes

Zuhause und welche

Vorteile hat es?

Smart ist alles, was mehr Komfort,

Sicherheit und Effizienz verspricht.

Dafür werden die verschiedensten

technischen Geräte und Systeme miteinander

vernetzt, sodass sie untereinander

kommunizieren. Das Ziel:

Möglichste viele Prozesse automatisieren.

In der Praxis passt sich beispielweise

die Heizung selbstständig

den Außentemperaturen an oder die

Fenster öffnen sich von allein, wenn

Sensoren im Innenraum eine zu hohe

Luftfeuchtigkeit messen.

Das bietet den Bewohnern praktische

Vorteile: Morgens keine Lust aufs Kaffeekochen?

Kein Problem, die Kaffeemaschine

übernimmt das im Alleingang

– genau zur gewohnten Zeit. Keine

Zeit zum Staubsaugen? Macht nichts,

der Saugroboter kümmert sich drum.

Bei der Heimautomation geht es aber

auch um mehr Sicherheit. Smarte Sensoren

erkennen zum Beispiel gefährliche

Schadstoffe und warnen die

Bewohner. Im Falle eines Feuers alarmieren

Rauchmelder direkt die Feuerwehr.

Dringen Unbefugte ins Gebäude

ein, aktiviert sich nicht nur die Alarmanlage,

sondern die Bewohner erhalten

auch eine Nachricht aufs Smartphone

– und den Feed der Überwachungskameras

in Echtzeit.

Ein weiteres Plus: Ein Smart Home hilft,

Energie effizienter zu nutzen. Einige

Heizungssysteme erkennen, wann die

Bewohner abwesend sind und steuern

entsprechend die Heizleistung.

Und Leuchten in ungenutzten Räumen

schalten sich automatisch aus,

sodass der Energieverbrauch sinkt.

Design-Optionen

fürs vernetzte Zuhause

Herzstück eines jeden Smart Home

ist die Zentrale mit der benötigten

Netzwerktechnik wie Switch, Bus

oder Server – je nachdem, ob es

sich um ein funk- oder kabelbasiertes

Smart Home oder einen Mix aus

46 Haus und Elektronik 4/2022


Netzwerke und Kommunikation

beiden Varianten handelt. Ein kabelbasiertes

vernetztes Zuhause nutzt

fest installierte Bus-Leitungen zur

Kommunikation der verschiedenen

Geräte und Systeme. Die Gebäudeautomation

per WLAN fußt auf einem

zentralen Server, der alle im System

angemeldeten Devices miteinander

vernetzt und dafür sorgt, dass unter

diesen ein Datenaustausch stattfindet.

Sensoren leiten für die Automation

relevante Daten an den Server,

der auf Grundlage dieser Informationen

die verbundenen Geräte steuert.

Die Zentrale muss besonders geschützt

werden, damit es nicht zu Störungen

oder Ausfällen kommt. Kurz: Damit das

Home smart ist und bleibt. Hier hat der

Trend des Smart Living einen Wandel

ausgelöst. In der Vergangenheit waren

Gehäuse für Netzwerkkomponenten

vor allem auf Funktionalität ausgerichtet,

optische Aspekte waren zweitrangig.

Eigentümer von intelligenten Häusern

wünschen sich aber performante

Hardware mit einem Design, das sich

möglichst dezent in die Wohnumgebung

einfügt und platzsparend ist.

„Aus diesem Grund haben wir das

Gehäuse VARiONE entwickelt. Ein

Alleinstellungsmerkmal des standardmäßig

19 Zoll großen Wandgehäuses

– je nach Kundenanforderungen

sind auch kleinere oder größere

Maße möglich – ist der Material mix“,

erklärt Philipp Sartoris, Produktmanager

für Schranktechnik bei apra-

NET. So besteht die Montageplatte

aus Metall, die Haube aus Kunststoff.

Metall ist widerstandsfähig und

eignet sich für eine sichere und stabile

Wandmontage. Kunststoff wiederum

wirkt moderner und lässt sich einfacher

modifizieren, etwa durch unterschiedliche

Farben oder ein individuelles

Branding. Und: Kunststoff schirmt

das Funksignal nicht ab. Der Smart-

Home-Nutzer legt außerdem Wert

darauf, im Falle einer Störung oder

einer Wartung einfachen Zugriff auf

die Technik zu haben. Deshalb lässt

sich die Kunststoffhaube des VARi-

ONE abheben.

Automatisierung:

Sicherheit geht vor

Bei der Entwicklung des VARiONE

hat apra außerdem darauf geachtet,

dass das Gehäuse nicht nur im Smart-

Home-Segment verwendet werden

kann, sondern auch in anderen Einsatzgebieten.

„Das VARiONE ist so konzipiert, dass

es auch in öffentlichen Einrichtungen

wie z.B. Schulen oder Behörden und

zusätzlich im industriellen Umfeld eingesetzt

werden kann“, sagt Philipp Sartoris.

Dafür bauten die Gehäuseexperten

einen Schließmechanismus ein,

um den Zugriff von Unbefugten einzuschränken

und den Schutz der Netzwerktechnik

vor Vandalismus sicherzustellen.

Auch wenn die Haube des

Gehäuses aus Kunststoff besteht,

müssen keine Abstriche in Sachen

Sicherheit gemacht werden: „Manche

Kunden ziehen die Robustheit

von Kunststoff in Zweifel. Bei VARi-

ONE nutzen wir allerdings einen massiven

und formstabilen Kunststoff“,

stellt Philipp Sartoris klar.

Die Automatisierung in der Industrie

basiert oftmals auf lokalen Funknetzwerken.

Smarte Vernetzung von

Geräten dient hier beispielsweise zur

Machine-to-Machine-Kommunikation

oder für die Auftragsüberwachung in

Echtzeit. „Die entsprechende Netzwerktechnik

benötigt aber gerade in

solchen Umgebungen im besonderen

Maße Schutz vor Staub, Feuchtigkeit

und Schmutz“, so der apra-Experte für

Schranktechnik.

In Schulen wiederum leistet VARi-

ONE oft einen Beitrag zu einem flexibleren

Unterricht und mehr Lernmöglichkeiten:

Die Elektronikkomponenten

im Gehäuse schaffen

einen WLAN Access Point, über

den die Schüler zum Beispiel mit

einem Tablet auf den zentralen Server

zugreifen und Aufgaben digital

bearbeiten können.

Fazit: Multitalent

unter den Gehäusen

WLAN-Lösungen zur Automatisierung

und Vernetzung sind stark gefragt. Kein

Wunder: Sie sorgen je nach Anwendungsfall

für mehr Effizienz, Komfort

und Sicherheit. Im privaten Bereich

lassen sich mit Smart-Home-Anwendungen

alltägliche Erledigungen automatisieren.

Das ist nicht nur bequem,

sondern unterstützt Anwender auch

dabei, den Energieverbrauch zu senken.

In der Industrie ermöglichen dezentrale

WLAN-Zugangspunkte IoTund

Industrie 4.0-Anwendungen,

was die Produktion beschleunigt und

kosteneffizienter gestaltet.

In der Schule und öffentlichen Einrichtungen

helfen WLAN-Lösungen dabei,

den Unterricht und Arbeitsprozesse zu

modernisieren. Allen Einsatzgebieten

gemein ist, dass die Netzwerktechnik

einen zuverlässigen Schutz braucht.

Allerdings unterscheiden sich die Anforderungen

an ein Gehäuse: Im Smart-

Home-Bereich geht es nicht nur um

Funktionalität, sondern auch um Optik

und Design. Schließlich soll die Smart-

Home-Zentrale kein optischer Störfaktor

sein. In der Industrie, in Schulen

und anderen öffentlichen Gebäuden

stehen zudem stärker die Sicherheitsaspekte,

wie ein robustes Material und

die Möglichkeit, das Gehäuse abzuschließen,

im Vordergrund. Mit dem

VARiONE von apra erhalten Anwender

ein Gehäuse, das Funktionalität

und Optik unter einen Hut bekommt

– perfekt für alle, die keine Kompromisse

eingehen wollen. ◄

Haus und Elektronik 4/2022 47


Netzwerke und Kommunikation

Gebäudeautomation: Für jeden Anwendungsfall

das passende Helferlein

Intelligente System- und Schaltschrankkomponenten von Metz Connect.

Modbus-Modul MR-AI8 für dezentrale Schaltaufgaben

Metz Connect

www.metz-connect.com

Die Gebäudeautomation basiert auf

verschiedenen Bussystemen, die die

Informations-Übertragung zwischen

Sensoren und Aktoren, Schaltern

und übergeordneten Leitsystemen

durchführen. Intelligente System- und

Schaltschrankkomponenten von Metz

Connect werden in der Gebäudeautomation

für unterschiedlichste Anwendungen

an den verschiedensten Stellen

im Gebäude eingesetzt. Die entsprechenden

I/O-Komponenten bringen

entscheidende Vorteile mit sich,

unter anderem ihr dezentraler, autarker

Einsatz ohne Steuerung und die Handbedienebene,

d.h., es gibt an jedem

Modul einen kleinen Hebel, durch den

manuell in das System eingegriffen

werden kann.

Lüftungsanlagen

in Corona-Zeiten

Das Modbus-Modul MR-AI8 mit acht

einzeln konfigurierbaren Widerstandsoder

Spannungseingängen wurde für

dezentrale Schaltaufgaben entwickelt.

Es ist unter anderem zur Erfassung

von Widerständen und Spannungen

geeignet, z. B. von passiven und aktiven

Temperaturfühlern, Ventilstellungen

sowie elektrischen Lüftungsklappen.

Eine Lüftungsanlage sorgt in Gebäuden

mit einer gezielten Luft führung

über Ventilatoren bedarfsbezogen

für den geforderten Luftwechsel in

den einzelnen Räumen oder Gebäudetrakten.

Für die optimale und kontrollierte

Verteilung der Luft werden

Lüftungs klappen eingesetzt. Durch

eine Veränderung des Stellwinkels

der Lüftungsklappe in dem Lüftungsrohr

wird die Öffnung für den Luftstrom

vergrößert oder verkleinert.

Die Klappen werden über Stellantriebe

geregelt. Ein analoges Signal

steuert dabei die Klappenstellung,

um die Frischluftzufuhr zu regeln.

Bei einem Ausfall des Systems soll

über eine lokale Handbedienebene

ein Notbetrieb der Lüftungsklappen

aufrechterhalten werden. Beim Metz

Connect Analogwertgeber KMA-F8

kann zur Steuerung der Luftführung

über die integrierte Handbedienebene

auf manuellem Betrieb umgeschaltet.

Ebenso wird über das frontseitig eingebaute

Potentiometer die Stellgröße

für die Lüftungsklappe manuell eingestellt.

Ein Rückmeldekontakt dient

dazu, den Betriebszustand an die

Steuerung weiterzugeben.

Sicherheits- und

Notbeleuchtung

Analogwertgeber KMA-F8 für die

Steuerung der Luftführung

Eine Sicherheits- und Notbeleuchtung

ist nahezu in allen öffentlichen

oder gewerblich genutzten Gebäuden

zu finden und per Norm vorgeschrieben.

Sie soll im Falle eines Brandes

oder Stromausfall ein sicheres Verlassen

des Gebäudes im Notfall ermöglichen

und zur Orientierung der Personen

und Feuerwehr dienen.

Bei Ausfall der Allgemeinbeleuchtung

durch einen Netzausfall oder Unterspannung

muss die Sicherheits- und

Notbeleuchtung zugeschaltet werden.

Das Phasenüberwachungsrelais

DUW-C12 überwacht die Allgemeinstromversorgung

auf Unterspannung.

Sinkt bei einer der drei Phasen

die Spannung unter den fest eingestellten

Schwellwert von 85 % der

Nennspannung, schaltet ein Relaiskontakt

die Sicherheits- und Notbeleuchtung

ein. Das Phasenüberwachungsrelais

ist normkonform nach

DIN VDE 0108-100 für den Einsatz

in Sicherheits- und Notbeleuchtungen

für Zentralbatterieanlagen.

BACnet-MS/TP-Mischmodul für

den Stellantrieb von Brandschutzklappen

48 Haus und Elektronik 4/2022


Netzwerke und Kommunikation

Datenlogger zur Verbrauchsüberwachung und Energie-Monitoring

Brandschutz

ist unverzichtbar

Die Brandschutztechnik ist eines der

wichtigsten Regelwerke. Sie dient

nicht nur zum Schutz von Personen

und dem Gebäude selbst, sondern

umfasst alle technischen Maßnahmen

um Rettungswege und Aufenthaltsbereiche

im Brandfall raucharm

bzw. rauchfrei zu halten. Dazu werden

verschiedene Aktoren wie z. B.

Brandschutzklappen und Sensoren

eingesetzt. Eine Brandschutzklappe

(federbetrieben bzw. mit Magneten

oder pneumatisch betätigt) ist eine

in Wände und Decken eingebaute,

automatische Absperrvorrichtung zur

Verhinderung der Übertragung von

Feuer und Rauch durch den beidseitig

an der Klappe angeschlossenen

Lüftungskanal.

Im Normalbetrieb ist die Brandschutzklappe

geöffnet, um den Luftdurchlass

zu ermöglichen. Im Brandfall schließt

sie automatisch und verhindert somit

die Ausbreitung von Feuer und Rauch.

Stellmotoren haben in der Regel zwei

Schaltkontakte, um die Auf- und Zustellung

zu überwachen. Die Rückmeldung

eines Schalters an der Brandschutzklappe

dient zur Information,

welche Brandschutzklappe ausgelöst

hat und schaltet je nach Konzept

auch die Lüftungsanlage ab.

Das kombinierte BACnet-MS/TP-

Mischmodul von Metz Connect ist ein

dezentrales I/O-Feldbusmodul, das

den Stellantrieb einer Brandschutzklappe

ansteuert und gleichzeitig die

Endlage erfasst. Das Modul im IP65

Gehäuse verfügt über vier digitale

Eingänge zur Erfassung der Endlagenschalter

und zwei Relaisausgängen

zur Ansteuerung des Stellantriebs

mit manueller Handbedienebene

und steckbaren Federkraftklemmen.

Zudem ist es dazu geeignet,

um z.B. in einem Raum Lichtschalter

und Fensterkontakte zu überwachen

und zu schalten. Außerdem

kann es als Jalousiesteuerung eingesetzt

werden.

Energieverbrauch erfassen

und Kosten reduzieren

Zur Erfassung und Zuordnung von

Energieverbräuchen werden Energiezähler

eingesetzt. Über ihre integrierten

Schnittstellen erleichtern sie nicht

nur den Ablesevorgang, sondern dienen

ebenfalls zur Verbrauchsdatenerfassung.

Auch hierfür hat Metz Connect

passende Lösungen im Produktportfolio.

Eines davon ist das Modbus

Gateway MR-GW. Es fungiert hier als

Protokollkonverter und ermöglicht eine

einfache Integration des Modbus RTU-

Energiezählers mit dem Modbus-TCP-

Master. Der EWIO2-M wiederum ist

ein leistungsstarker Datenlogger zur

Energie- und Verbrauchserfassung

sowie zum Daten-Monitoring. Die Multiprotokollfähigkeit

dieses Smart Metering

Gateways wird durch die vielen

Anbindungen und Schnittstellen ermöglicht.

Es unterstützt Kunden bei

der Steigerung der Energieeffizienz

in Energiemanagementsystemen

gemäß DIN EN ISO50001 durch Integration

von MSR- und HLK-Technik

in das Gebäude leitsystem. Somit lassen

sich intelligente Lösungen für die

Erfassung und Optimierung des Energieverbrauchs

einfach realisieren. ◄

Stilvoller Sicherheitsschrank für Zuhause

Die IT-Budget GmbH präsentiert die vierte Generation

des Netzwerkschrankes für Zuhause und

kleine Büros. Der TNTboy (Telefon Netzwerk TV)

ist in puncto Montagemöglichkeiten, WLAN-Tauglichkeit

und als Ladestelle optimiert.

Telefon und Internet benötigen in Privathaushalten

und kleinen Büros diverse Geräte, vom

WLAN-Router über Datenspeicher bis zum Patchfeld.

Das Ergebnis ist ein unschöner „Kabelsalat“

an der Wand. Durch Verstauben, Berührung,

den Staubsauger, Kinder oder Haustiere werden

Geräte und Verbindungen gefährdet - und

eine Fehlersuche ist schwierig und zeitraubend.

Netzwerk-Schutzschrank

Die Lösung wird seit 2010 von IT-Budget in Form

des Netzwerk-Schutzschrankes TNTboy angeboten,

der jetzt in 4. Generation produziert wird.

Die Highlights sind: ein Holzkorpus, der einen

uneingeschränkten WLAN-Empfang sicherstellt.

Seitlich am Schrank, befindet sich in der neusten

Version ein 2-fach Modulträger für Keystones. Dieser

kann mit vielen gängigen Anschlußmodulen

bestückt werden: USB, RJ45-Netzwerk, Cinch,

F-Buchse, BNC uvm.

Weiterhin bietet eine Montageplatte aus flammwidrigem

ABS-Kunststoff Platz für Geräte und

Kabelführung. Für kleine Büros bis 20 Netzwerkanschlüsse

ist auf 4 HE Platz für 10“-Geräte

wie Netzwerkswitch oder Patchpanel. Mit Design-

Deckplatten in verschiedenen Dekors lässt sich

der TNTboy individuell an die Raumgestaltung

anpassen.

• IT-BUDGET GmbH

www.it-budget.de

Haus und Elektronik 4/2022 49


Netzwerke und Kommunikation

Neue und interessante USB-C-Lösungen

10G USB 3.2 Hub für die Integration, kompaktes 4-fach 85 W USB-Netzteil sowie

hochflexible USB-C 3.2-Premium-Kabelserie bis 8 m Länge – das und noch mehr

bietet die Firma Sommer cable.

W45W-3457 – USB3.2-HUB (Vorder- & Rückseite)

insgesamt 85 W und teilt diese intelligent

auf vier Anschlüsse auf: 2x USB-A

(max. 18 W), 2x USB-C (max. 65 W &

20 W). Dabei werden die höchstmöglichen

Spezifikationen/Ladestandards

(Quick Charge 2.0 & 3.0, Apple 12W,

BC1.2, AFC, FCP, SCP, MTK, PPS)

sowie Power Delivery erfüllt, um so

dem aktuellen Wirrwarr an unterschiedlicher

Ladeleistung und Datenkapazität

diverser Hersteller gerecht

zu werden. Dank der superkompakten

Bauform und des abnehmbaren AC-

Kabels eignet sich das Netzteil perfekt

zur Integration in Möbel und hinter

z.B. Anschlussfelder.

Sommer cable GmbH

info@sommercable.com

www.sommercable.com

Mit seinem durchdachten Gespann

rund um den aktuellen USB-C-

Anschluss erfüllt Sommer cable die

neusten Anforderungen und Standards

im IT-, Arbeits-, Bildungs- und

Konferenz-Umfeld.

Unter der eigenen Hausmarke Cardinal

DVM präsentiert man einen kompakten,

integrierbaren 10G USB-3.2

Hub als Clip-in-Modul für die 45 mm

messende SYSWall-Schalterrahmenserie.

Er passt perfekt in die hauseigenen

Tischeinbaurahmen SYS-

Frame45 und Kanalprofile SYSTrunk

sowie in alle anderen marktüblichen

45-mm-Anschlusseinheiten (Smarthome-Module

etc.).

Variantenreich

Die vier Farbvarianten Weiß matt,

Weiß hochglänzend, Anthrazit und

Alu-Silber sorgen für eine möglichst

unauffällige, nahtlose Integration in

Möbel und Wandanschlussfelder. Vier

Anschlüsse mit voller 10G-Bandbreite

stehen in Form von 2x USB Type-A

und 2x USB Type-C auf der Frontseite

zur Verfügung. Diese liefern zudem 30

W Ladeleistung für verbundene Endgeräte

(auch bei nicht angeschlossenem

Host) und sind abwärtskompatibel

zu USB1.1/2.0. Rückseitig ist

der Upstream-Port als USB Type-

C sowie ein zusätzlicher Netzteilanschluss

für Power Delivery vorhanden.

Der Host wird mit bis zu 60 W

Ladeleistung versorgt.

Ein weiterer Bestandteil des Gespanns

ist das auf GaN-Technologie basierte

USB-C-Netzteil DVM-194-PS5 für

schnelles, effizientes und gleichzeitiges

Laden mehrerer USB-C- und

USB-A-Geräte – zu Hause, im Büro

oder unterwegs – über nur eine Steckdose.

Es bietet eine Systemleistung von

Hochflexibel

On top liefert Sommer cable die hochflexiblen

HighEnd-USB3.2x2-Kabel HI-

U3CC mit max. 100 W Ladeleistung

und einer Datentransferrate von 20

Gbit/s. Die Kabelserie überzeugt mit

optisch ansprechender Textilummantelung

aus Nylon/Baumwoll-Gewebe,

die zur Fixierung bzw. zum Verhindern

von Verrutschen oder Ablösen fest mit

dem Kabelmantel verklebt ist.

Die innen voll ausgespritzten USB-Verbinder

im hochwertigen schlanken Alu-

Gehäuse garantieren einen sicheren

Sitz und eine robuste Beschaffenheit.

E-Marker-Chips im USB-C-Stecker

kommunizieren mit den angeschlossenen

Geräten, um Überbelastungen

zu vermeiden.

Zur Serie gehören zudem 10 Gibt/s

USB-A USB-C- (HI-U3AC) und

USB-A USB-A-Versionen (HI-U3AA)

Überblick Eigenschaften & Funktionen

50 Haus und Elektronik 4/2022


Netzwerke und Kommunikation

HI-U3AC & HI-U3CF – HI-UAOC HighEnd-USB3.2x2-Kabel + KST-USC-ADAP Clip-In-Keystone-Gehäuse

sowie passende Verlängerungskabel

(HI-U3CF, max. 2 m), die optional mit

einem Clip-In-Keystone-Gehäuse KST-

USC-ADAP (weiß oder schwarz) zum

festen Einbau genutzt werden können.

Dabei wird der Female-Kabelverbinder

einfach von hinten eingeclipst.

Bei USB-C-Leitungslängen >2 m sorgt

die Kabelserie HI-UAOC mit integrierter

AOC-Technologie für eine stabile

und zuverlässige Übertragung und

vollen Funktionsumfang auf bis zu 8

m Länge. So unterstützt das Kabel

10 Gbit/s USB 3.2 Signale (abwärtskompatibel

zu USB 1.1/2.0) kombiniert

mit 4K60-Bildsignalen (DP Alternate-

Mode) sowie einer Ladeleistung von

60 W. Dies mit nur 6 mm Durchmesser

und einem überaus flexiblen und

geschmeidigen Aufbau. ◄

Erweiterung von BACnet-Systemen durch Langstrecken-Funkprotokoll

Neben drahtgebundenen Gebäudeautomations-Systemen

wie

BACnet spielen Funkprotokolle

in der Gebäudeautomation und im

Gebäude-Monitoring eine immer

wichtigere Rolle. Dabei sind sogenannte

LPWANs (Low Power Wide

Area Networks) wie LoRaWAN hervorragend

geeignet, um Sensordaten

bzw. Raumzustände über

eine große Reichweite innerhalb

eines Gebäudes zu übertragen (bis

zu mehreren 100 m). Das LoRa-

WAN-Funkprotokoll ist dabei auf

einen energieoptimierten Betrieb

der Endgeräte ausgelegt. Die Sensoren

erreichen eine Batterielebensdauer

von bis zu zehn Jahren. Die

Möglichkeit, LoRaWAN-Sensoren

in ein bestehendes BACnet-System

integrieren zu können, erweitert

die Fähigkeiten des Gebäudes

daher enorm. So können beispielsweise

abgesetzte Liegenschaftsareale

unkompliziert in das zentrale

Automationssystem eingebunden

werden ohne dafür Kommunikationsleitungen

aufwendig verlegen

zu müssen. Darüber hinaus

können Nachrüstungen von Sensoren

innerhalb eines Gebäudes

ebenfalls ohne großen Verkabelungsaufwand

durchgeführt werden.

Durch die Batterieversorgung

lassen sich die Sensoren dabei

an nahezu beliebigen Standorten

montieren. Der neue NBnano von

Thermokon stellt in Verbindung mit

einem externen LoRaWAN Gateway

ein vollständiges LoRaWAN-

Netzwerk (Netzwerk- und Applikations-Server)

zur Verfügung. Im

Umkehrschluss bedeutet es, dass

das LoRaWAN-Netzwerk komplett

lokal und ohne Cloud-Verbindung

verwaltet werden kann. Die Integration

der LoRaWAN-Sensoren

in ein bestehendes BACnet-System

erfolgt dann intuitiv: Nach der

automatischen Verarbeitung der

LoRaWAN-Daten erscheinen die

LoRaWAN-Sensoren im BACnet-

System als BACnet-Datenpunkte

und können in vorhandene Gebäudeapplikationen

eingebunden werden.

Man sieht: BACnet trifft LoRa-

WAN – eine perfekte Kombination

light+building 2022

Halle 9.0, Stand E30

• Thermokon Sensortechnik

GmbH

www.thermokon.de

Haus und Elektronik 4/2022 51


Netzwerke und Kommunikation

Giga Bridge Multipoint verteilt Glasfaser-Power

im ganzen Haus

Ressourcen schonen durch Nutzung

vorhandener Kabel

Mit dem innovativen Ansatz der Giga

Bridge Multipoint nutzt devolo bestehende

Ressourcen in einem Gebäude

clever aus: Durch den Glasfaser-

Anschluss werden Telefonleitungen

oder Koaxialnetze nicht mehr benötigt.

Diesen kommt nun eine neue Funktion

zu – als Netzwerkverbindung.

Zentraler Vorteil: Die Leitungen enden

meist genau dort, wo eine LAN-Verbindung

benötigt wird: direkt an TV-

Geräten oder im Arbeitszimmer. Das

Neuverlegen von Netzwerkkabeln ist

damit überflüssig. Ebenfalls ressourcenschonend:

Anwender der ersten

Giga Bridge-Generation können die

Funktionserweiterung gleichermaßen

nutzen.

Einfache Einrichtung

und geringe

Installationskosten

devolo AG

www.devolo.de

Die volle Geschwindigkeit des Glasfaser-Anschlusses

im ganzen Haus

verteilen, ganz ohne Kabelverlegen:

Das bietet die neue Multipoint-Funktion

der devolo Giga Bridge. Dank

eines Software-Updates bringt die

devolo Giga Bridge die Daten des

Breitband-Anschlusses jetzt auch

gleichzeitig in mehrere Räume. Ideal,

um bei IPTV-Anwendungen die 4K/8K

Inhalte genau dort hinzuliefern, wo

sie benötigt werden – direkt an Endgeräte

wie Smart-TVs oder Set-Top-

Boxen. Darüber hinaus können auch

andere IP-basierende Geräte wie

WiFi Access Points oder NAS-Netzlaufwerke

vernetzt werden. Die Giga

Bridge Multipoint nutzt dafür bereits

im Gebäude vorhandene Koax- oder

Telefonleitungen. Mit dieser Erweiterung

des Funktionsumfanges stärkt

devolo sein innovatives FTTH-Produkt

und ermöglicht eine breitere

Anwendbarkeit.

Innovative

Netzwerklösung für

wachsende Anzahl an

Glasfaser-Anschlüssen

Die Anzahl der Glasfaser-Anschlüsse

in Deutschland wächst stetig weiter,

genau wie der Bedarf an höherer Bandbreite

im Haus. devolo macht jetzt die

Inhouse-Distribution des schnellen

Internets besonders einfach: Mit einer

nutzbaren Datenrate von 1 Gbit/s verteilt

die devolo Giga Bridge die volle

Gigabit-Geschwindigkeit des Glasfaseranschlusses

ab sofort an mehrere

Koaxialanschlüsse im Haus und realisiert

damit ein Netzwerk, ohne neue

Kabel verlegen zu müssen. Für bestes

4K/8K IPTV und ein perfektes Interneterlebnis

ohne Performanceverlust.

Ideal auch zur direkten, drahtgebundenen

Versorgung entfernter

WiFi Access Points im Haus.

Erweiterung eines Erfolgsproduktes

Mit der Giga Bridge Multipoint-Funktion

setzt devolo die Erfolgsgeschichte

der Giga Bridge weiter fort: Durch die

Funktionserweiterung sind, nach der

Punkt-zu-Punkt-Verbindung der ersten

Firmwaregeneration, jetzt auch Punktzu-Multipunkt-Verbindungen

möglich.

Dabei ist sowohl eine sternförmige als

auch eine ‚Daisy Chain‘ Koaxialverkabelung

nutzbar. Damit ist die Giga

Bridge besonders flexibel. Der zentrale

Vorteil: Mehrere Giga Bridge Multipoint-Adapter

bringen die Gigabit-

Geschwindigkeit genau in die Räume

des Zuhauses, wo sie benötigt wird.

Die Installation der Giga Bridge ist

denkbar einfach und kosteneffizient.

Die Giga Bridge-Adapter werden

bereits vorkonfiguriert ausgeliefert.

So muss lediglich der erste

Adapter mit dem an die Glasfaser

angeschlossenen Router und mit der

Koaxial- oder Telefon-Anschlussdose

verbunden werden. Dadurch gelangt

das IPTV- oder Internetsignal über die

freie Bestandsverkabelung im Haus

zu jeder Anschlussdose. Dort nimmt

ein weiterer Giga Bridge-Adapter das

Signal auf gleichem Wege entgegen

und gibt es per LAN-Kabel an die Set-

Top Box, den Smart-TV, die Spielekonsole

oder einen WLAN-Access

Point weiter. Es können bis zu acht

Giga Bridge-Adapter in einem Heimnetzwerk

betrieben werden.

Die Nutzung der Bestandsverkabelung

ist deutlich kosteneffizienter,

als das Neuverlegen von Leitungen.

Die Giga Bridge sorgt für ein besseres

Nutzungserlebnis für alle verfügbaren

Dienste. Vor allem die besonders

breitbandigen TV-Inhalte werden

sicher und störungsfrei an TV-

Geräte übertragen, aber auch die

drahtgebundene Versorgung entfernter

WiFi Access Points im Haus

lässt sich hiermit einfach und schnell

realisieren. ◄

52 Haus und Elektronik 4/2022


Netzwerke und Kommunikation

Meterweise Sommer cables

... ... zeigt der Kabelhersteller aus dem

Schwarzwald in seinem neuen Spezial-

Katalog V7.3 mit Fokus auf das frisch

ergänzte Meterware-Sortiment. Hier

finden sich viele neue Kabelhighlights

für die Audio-, Video-, Netzwerk- und

Medientechnik in bewährter sommerlicher

„Sorglos-Qualität“.

Besonders berücksichtigt wurde die im

Jahr 2017 eingeführte Bauprodukteverordnung

EU 305/2011 für eine europaweit

einheitliche Brandklassen-Zuordnung

zur sicheren Planung und Verlegung

Ihrer Bauvorhaben und Installationsprojekte.

Die CPR-zertifizierten,

der Bauprodukteverordnung entsprechenden

Leitungen sind im Katalog mit

einem CPR-Logo versehen.

Alle neuen Meterware-Highlights sind

mit dem NEW-Button gekennzeichnet

oder übersichtlich unter www.sommercable.com/de/newcables

aufgeführt,

hier ein kleiner Vorgeschmack:

• das „Tafelsilber“ mit herausragendem

Obertonbereich: Mikrofonkabel SC-

Silver Stage + Instrumenten-/Gitarrenkabel

SC-Silver Spirit

• der zugkräftige Allrounder: aramidverstärktes

AES/EBU-Studiomikrofonkabel

SC-Micro Duo Armid

• die superrobuste Speaker+DMX-

Kombi: Hybridkabel SC-Elephant

Robust DMX

• die Bauprofis für alle Fälle: Speaker-Installationskabel

SC-Meridian

CPR + SC-Elephant CPR

• die 12G-Video-Broadcast-Klasse: HD/

UHD-Kabel SC-Vector Plus 1.3/5.7

• der Allrounder inkl. Audio, Video und

LAN: Kombikabel SC-Transit 3201

• CAT.8 mit 40Gbit in B2ca: Netzwerk-Installationskabel

SC-Mercador

CAT.8.1

Kostenfreie Katalogexemplare in verschiedenen

Sprachversionen (deutsch,

englisch, französisch und spanisch)

können direkt beim Unternehmen

angefordert werden – per Email an

info@sommercable.com oder telefonisch

unter +49 7082 491330. Für

alle, die digitale Medien bevorzugen,

gibt es den Katalog als Online Flip-

View-Version zum Download unter

https://www.sommercable.com/de/

online-catalog.

Gesamtkatalog V7.1

Hier findet man auch den weiterhin

gültigen Gesamtkatalog V7.1 – unter

Beachtung des neuen Meterware-

Kataloges – inklusive der weiteren Produktsparten

Steckverbinder, konfektionierte

Kabel, komplexe, individuell

anpassbare Verteilsysteme und aktive

Komponenten.

• Sommer cable GmbH

info@sommercable.com

www.sommercable.com

Extrem flache Switches für die Gebäudeautomation

Die geringe Einbautiefe der WGS-5225-Serie von

nur 25 bis 36 mm ist nur eine der besonderen Eigenschaften

dieser Ethernet Switches für die industrielle

und semiindustrielle Netzwerktechnik. Auch die Konfiguration

und das Management/Operating des Netzwerks

über ein im Switch eingebautes, interaktives

LCD-Touch-Display bietet ein innovatives Bedienkonzept

in Anwendungen der Gebäudeautomatisierung

und ähnlichen Installationen. Einfache Netzwerkfunktionen

wie Aktivieren/Deaktivieren von IP-Kameras

oder WLAN APs über ausgefeiltes PoE Scheduling

oder Enabling/Disabling einzelner Ports

zu Sicherheitszwecken kann damit auch von

Bedienpersonal ohne tiefe Admin-Kenntnisse in

CLI oder SNMP ausgeführt werden. Ein großer

Vorteil beim Management von Hotels, Einkaufszentren,

Liegenschaften und ähnlichen Gebäudekomplexen.

Die administrierbaren Switches

bieten acht Gigabit PoE Ports mit je max. 30 W

(WGS-5225-8P2SV) bzw. je max. 90 W (WGS-

5225-8UP2SV) für den Anschluss modernster

PoE-Kameras. Für einen schnellen Uplink zu

den Servern ins Backbone stehen jeweils zwei

1G/2.5G SFP Ports für Glasfaser oder über ein

spezielles RJ-SFP-Modul auch für Kupferkabel zur

Verfügung. Eine redundante 48...54 V DC Spannungsversorgung

und die EPRS-Ringfunktion tragen erheblich

zur Ausfallsicherheit bei. Aktuelle Cybersecurity-

Standards wie SSLv2 oder TLSv1.2 sind selbstverständlich

in den Switches implementiert. Ein Outdoor-

Einsatz ist möglich.

• Spectra

www.spectra.de

Netzwerkwissen

für

Elektriker

WEBINARE

Netzwerk Switches –

wofür und warum

sie wichtig sind

30.09.2022 oder

11.11.2022

So funktioniert es

mit dem WLAN

12.10.2022 oder

25.11.2022

Die WLAN-Ausleuchtung

– das A

und O für die Netzwerkplanung

21.10.2022 oder

02.12.2022

Jetzt anmelden:

Fragen? Kontaktieren

Sie uns unter

dce-vertriebsanfrage

@dlink.com

www.dlink.com

Haus und Elektronik 4/2022 22DLI466•AnzeigeH&E_Webinare_3.indd 1 53

22DLI466•AnzeigeH&E_Webinare_3.indd 101.09.22 12:44


Netzwerke und Kommunikation

Polymer Optische Glasfaser

POF-Varianten für optimale

In-Haus-Breitbandverkabelung

Bei der In-Haus-Daten- bzw. Breitband-Vernetzung bietet die POF einige

besondere Vorteile.

Entwicklungen, die am Markt eingeführt

werden.

Die Vorteile der POF werden bis dato

hauptsächlich bei der Nachrüstung von

Gigabit-Netzwerken im Bestandsbau

genutzt. Vor allen dort, wo die Elektroinstallation

in Leerrohren verlegt

wird, bietet die POF einen einzigartigen

Vorteil durch die gemeinsame

Verlegung mit der Stromversorgung,

wie auch als nachträglicher Einzug in

eine bestehende Installation.

Für zukunftssichere

Neuinstallationen

Flächendeckende Gigabit-Verkabelung mit teilweise serieller Anordnung von optischen Daten-Steckdosen mit POF-

SMI Schnittstellen

ie Polymer Optische Glasfaser (POF)

wird, wie weitgehend bekannt, neben

den Bereichen Medizintechnik, Industrieautomation,

Beleuchtung und Automotiv

auch in der In-Haus-Daten- bzw.

Breitband-Vernetzung eingesetzt. Hier

bietet sie einige besondere Vorteile,

die sich tausendfach bewährt haben:

• einfache Handhabung der Leitung

(robust, Anschluss ohne Stecker,

sichtbares Licht)

• geringer Leitungsdurchmesser

• galvanisch nichtleitend, d.h., keine

Potential- und Erdungsprobleme

in diesen Markt mit neuen Konzepten

eintreten bzw. einen Markteintritt

vorbereiten und die Stärken dieser

Technologie nutzen sowie neue

Die POF ist aber auch ein ideales

Medium für eine zukunftssichere Neuinstallation.

Um die vielfältigen drahtlosen

Übertragungsmedien und Technologien

heute und in naher Zukunft

(z.B. 5 GHz, 60 GHz, VLC etc…) optimal

in Räumen zu platzieren, braucht

es eine flächendeckend verfügbare,

verkabelte Infrastruktur.

Die Verkabelung soll überall verfügbar

sein, vergleichbar mit der heute

üblichen Elektroinstallation. Um diese

daher noch nachhaltiger im Sinne der

Digitalisierung zu gestalten und zu nutzen,

ist die Polymer Optische Glasfaser

ein ideales Medium.

Autor:

Josef Faller, Geschäftsführer

Homefibre

Digital Network GmbH

www.homefibre.at

Nachrüstung

von Gigabit-Netzwerken

Während sich bekannte Systemanbieter

aus dem POF-Markt zurückziehen,

was wohl auch mit den Verwerfungen

am Chip- und Komponentenmarkt

zu tun hat, gibt es Firmen, die

Serielle Installation von POF-Netzwerkkomponenten z.B. in der

Nachinstallation

54 Haus und Elektronik 4/2022


Netzwerke und Kommunikation

Ein weiterer wichtiger Aspekt für eine

flächendeckende Breitbandverkabelung

betrifft folgendes Thema:

In-Haus-Vernetzung

und Gesundheit

Auf der Klimahouse 2022 in Bozen,

einer der Leitmessen für gesundes

und biologisches Bauen mit Schwerpunkt

Holzbau, wurde der Begriff „salubrita“

(ital.) sehr betont. Der Begriff,

in deutsch „Salubrität“ oder englisch

„salubrity“ war mir bis dato weitgehend

unbekannt. Er bedeutet, das Zuhause

soll „heilsam, gesund, wohltuend“ sein.

Auch dafür bietet eine Vollverkabelung

eine ideale Basis. WLAN ist für

mobile Geräte erforderlich und wird

anwendungsorientiert eingesetzt.

Gleichzeitig achten wir im privaten

Lebensbereich auf „Salubrität“, also

auf Räume (z.B. Schlafzimmer) und

auf Zeiten (z.B. Nacht), in denen sich

der Organismus erholen und regenerieren

kann. Das betrifft alle Stressfaktoren

und den Einfluss von Umweltfaktoren

wie Luft, Lärm oder eben

gepulste elektromagnetische Felder.

Bei Betrachtung der derzeitigen Faktenlage

sollten daher so viele Geräte

wie möglich an die Leine, d.h. an ein

verkabeltes Netzwerk und mobile

Geräte ins WLAN bzw. in ein drahtloses

Netzwerk integriert werden. Die

konkrete Ausgestaltung wird jedem

persönlich überlassen.

Diese Freiheit der Gestaltung ist jedoch

nur bei ausreichend vorhandener Verkabelung

gegeben. Nur dann kann ich

entscheiden, wie ich mich vernetze und

mein Netzwerk persönlich gestalte.

Die Basis für diesen Ansatz wurde

schon lange in der HEA gelegt und

in Folge mit dem Breitbandsiegel ein

zusätzlicher Versuch unternommen,

hier eine Richtlinie für Planung, Installation

sowie den Immobilienmarkt zu

schaffen. Das Ziel einer nachhaltigen

Planung und Installation ist es, optimale

technische Performance und

Nutzerfreundlichkeit mit minimalen

wirtschaftlichen Ressourcen möglichst

umweltfreundlich zu realisieren.

Mögliche Netzstrukturen

Für die Nachinstallation von Netzwerken

im Bestandsbau wird die Verkabelung

aufgrund der fehlenden Leerrohre

oder eingeschränkter Platzverhältnisse

meistens in einer Kombination

aus Stern- und Baumstruktur

erfolgen.

Die Sternverkabelung bietet natürlich

die beste Performance und kann dank

des geringen Leitungsdurchmessers

der POF von 2,2 bis 4,4 mm manchmal

auch in der Nachrüstung umgesetzt

werden.

Heute gibt es auch POF-Netzwerkkomponenten,

die eine Daisy-Chain-

Struktur erlauben. In dieser Architektur

haben dann alle an einem Strang

angeschlossenen Geräten die Fähigkeit,

1 GBit/s zu übertragen. In der Praxis

werden zwei bis vier aktive Geräte

in Serie geschaltet.

Die serielle Installation der Netzwerkkomponenten

wird auch bei größeren

Objekten eingesetzt, wo die zu überbrückenden

Längen die optimale Strecke

von 50 m überschreiten, so z.B.

bei der Verkabelung im Schloss Porcia

in Österreich, wo die Cisco-Meraki

WLAN Access Points über eine POF-

Verkabelung und Gigabit-Datensteckdosen

versorgt werden.

Auch bei Neuinstallation und Planung

kann eine Daisy-Chain-Architektur

als kostengünstige Variante

eingesetzt werden, wenn die POF

parallel mit der Elektroinstallation

zu mehreren Steckdosen geführt

wird. Pro Raum werden dann z.B.

zwei Stromkreise in den Hauptverteiler

geführt und je zwei Steckdosen

in Serie geschalten. Dadurch

können Endgeräte energieeffizienter

geschaltet und gesteuert werden.

Parallel wird gleichzeitig eine

IP-Anbindung installiert.

Sollte so eine Installation sehr kostengünstig

realisiert werden, dann empfiehlt

es sich, optische Datensteckdosen

mit SMI-Steckergesicht zu

installieren.

Beispiel SMI-Keystone

Der SMI-Keystone passt in jeden Keystone-Montagerahmen.

Der Anschluss

in der Unterputzdose ist als steckerloser

Anschluss (Optolockv) ausgeführt.

Der Abschluss der POF Leitung

mit einem SMI-Keystone bietet die

Vorteile einer sehr schnellen und einfachen

Montage und die Möglichkeit,

Medienkonverter einfach und sicher

an das optische Netzwerk anzuschließen

sowie bei Bedarf auch innerhalb

einer Wohnung umzustecken.

Die POF-Steckverbindung hat zwar eine

Dämpfung von ca. 2 dB, „kostet“ also

ca. 10 m Leistungsbudget (maximale

Leitungslänge nun 40 m). Bei Einsatz

eines externen Medienkonverters mit

zwei POF-Anschlüssen können aber

Längen bis zu 70 oder 100 m problemlos

überbrückt werden.

Für die Zukunft gerüstet

Um in einem Haus oder einer Wohnung

die Verfügbarkeit einer Verkabelung

wirklich zukunftsorientiert, soll heißen

an jeder wichtigen Stromsteckdose,

zur Verfügung zu stellen und gleichzeitig

die Kosten für die Installation zu

senken, ist die Polymer Optische Glasfaser

eine ideales Medium.

Durch eine flächendeckende POF-

Verkabelung ergeben sich in einem

Haus vielfache Anschlussmöglichkeiten

passiver und aktiver Schnittstellen.

Passive optische Schnittstellen

können dank Optolock und SMI-

Stecker sehr kostengünstig realisiert

werden. Die Integration von Sensoren,

Kameras, WLAN-Access Points mit

unterschiedlichen Frequenzen (z.B.

5 bis 60 GHz) wird einfach möglich.

Für lichtähnliche Frequenzen oder

VLC (Visual Light Communication)

wird eher im oberen Raumbereich installiert

werden, wofür sich z.B. wieder

Verteilerdosen im Raum eignen.

Ideal, wenn dort sowohl die 230-Vals

auch eine POF-Gigabit-Leitung

vorhanden ist.

Was die Entwicklung der POF-Übertragungstechnologie

betrifft, kann

die Hausinstallation von der Entwicklung

der Automotive-Vernetzung profitieren.

Die technischen Details und

Forschungsergebnisse dazu wurden

auf der POF-Konferenz in Bilbao präsentiert.


Links und Hinweise:

HEA: www.elektro-plus.com/downloads?f=multimedia&#h1

Breitbandsiegel: https://dibkom.net/wp-content/uploads/2017/06/G%C3%BCtesiegel_Gold.pdf

www.homefibre.at/uploads/BNrrbfQE/POFNachrustungErweiterung20220426_DE_A4_kompr.pdf

POF 2022: https://pof2022.org

Haus und Elektronik 4/2022 55


Netzwerke und Kommunikation

WLAN-Ausleuchtung und IT-Netzwerk-Optimierung

Eine gute Planung ist die halbe Miete

– das gilt auch für die Planung von

WLAN-Infrastrukturen, sei es im

Rahmen von Bauvorhaben oder bei

Bestandsobjekten. Soll ein Netzwerk

erweitert, modernisiert oder von Grund

auf neu konzipiert werden, ist eine professionelle

und gut durchdachte Planung

von entscheidender Bedeutung.

Hier kommt die WLAN-Ausleuchtung

zum Tragen.

Die Planung oder Erweiterung einer

IT-Netzwerk-Infrastruktur ist nicht

ohne. Oftmals wird das Zusammenspiel

von Hardware-Komponenten

und Zubehörteilen nicht ausreichend

beachtet. Oder es hakt an der WLAN-

Reichweite, weil im Vorfeld nicht der

optimale Standort für die benötigten

Zugangspunkte (Wireless Access

Points) ermittelt wurde. Ärgerlich

auch, wenn im Nachhinein zusätzliche

Kabel verlegt werden müssen.

Solche Stolpersteine lassen sich mit

dem nötigen Know-how und durch

passende Maßnahmen im Vorfeld

vermeiden.

Zunächst gilt es den Ist-Zustand zu

erfassen und grundlegende Fragen

zu beantworten, darunter: Handelt

es sich um eine Erweiterung oder die

Neugestaltung eines Netzwerks? Welche

Bereiche und Flächen sollen mit

WLAN versorgt werden? Für wie viele

Nutzer und welche Art von Daten soll

die Infrastruktur ausgelegt sein? Sind

mögliche Störquellen vorhanden?

WLAN-Ausleuchtung:

Virtuell oder vor Ort?

(Wireless Access Points) anhand

eines Gebäudeplans analysiert,

berücksichtigt eine physische

Messung vor Ort (Site Survey)

die tatsächlichen Gegebenheiten

des jeweiligen Objekts.

Bisweilen reicht eine theoretische

Ausleuchtung völlig aus.

Dabei simuliert eine Software –

bekannt ist hier etwa der Anbieter

Ekahau – wichtige Daten

wie Ausbreitung und Stärke des

WLAN-Signals. Die Position

der Wände, deren Dicke und

so weiter fließen als virtuelle

Informationen in die Analyse

ein. Häufig empfiehlt sich im

Anschluss eine Vor-Ort-Ausleuchtung.

Insbesondere bei komplexen

baulichen Gegebenheiten

sollte die reale Signalabdeckung

im Gebäude bzw. auf dem Gelände

gemessen werden. Auch hier kommt

eine professionelle Mess-Software

zum Einsatz. Bei einem bestehenden

WLAN erfolgt sie idealerweise

im normalen Betrieb.

Vom Ergebnis

zur Projektumsetzung

Die Tafeln –

Deutschlands größte

Lebensmittelretter

Die Tafeln retten Obst,

Gemüse, Backwaren und

mehr – damit helfen wir

Menschen und schützen das

Klima. Denn Lebensmittelverschwendung

schadet Gesellschaft

und Umwelt gleichermaßen.

Mehr Infos auf

www.tafel.de

Die Ergebnisse der WLAN-Ausleuchtung

werden elektronisch dokumentiert.

Dazu gehört eine Heatmap, die die Positionen

und die Reichweite der WLAN-

Zugangspunkte visualisiert. Essentielle

Bestandteile für die weitere Planung und

Erstellung eines Angebots sind eine

Stückliste der empfohlenen Access

Points sowie weitere Handlungsempfehlungen,

etwa Hinweise auf notwendige

Maßnahmen wie zusätzliche Verkabelung.

Idealerweise findet ein nachbereitendes

Gespräch statt. Vom Schul-

WLAN über Lagerhallen bis zu kleinen

Büroeinheiten: Mit einer WLAN-Ausleuchtung

im Vorfeld sind Planer oder

Installateure optimal vorbereitet, um

das Netzwerkprojekt mit ihrem Kunden

zu besprechen und umzusetzen.. ◄

265.000 t

Lebensmittel

pro Jahr

retten

Autorin:

Birgitt Kriese

Manager Marketing DACH

D-Link (Deutschland) GmbH

https://eu.dlink.com/de/de

Eine WLAN-Ausleuchtung hilft bei

der Netzwerkplanung für gewerbliche

Kunden, Schulen und Behörden

- und schützt vor Fehlinvestitionen.

Einige Firmen bieten WLAN-

Ausleuchtungen als Dienstleistung

an. Doch eine Ausleuchtung ist nicht

zwangsläufig mit Kosten verbunden.

Mitunter wird sie auch als kostenfreie

Serviceleistung angeboten.

Während eine theoretische Ausleuchtung

die optimale Positionierung der

benötigten WLAN-Zugangspunkte

helfen

1,65 MIO.

Bedürftigen

60.000

Tafel-Aktive

schützen

RESSOURCEN

Quelle: Tafel-Umfrage 2019

56 Haus und Elektronik 4/2022


Netzwerke und Kommunikation

Türsprechstelle mit LC-Touch-Display

Das 2-Draht-Video-Türsprechsystem VT200

von Indexa wird ab sofort um eine moderne Türstation

mit LCD erweitert. Die neue Türsprechstelle

ist als Unter- sowie Aufputzversion erhältlich

(VT200TUT bzw. VT200TAT). Beide Version

kommen mit einer Frontplatte aus Edelstahl und

punkten mit einem 5-Zoll-LC-Touch-Display, auf

dem bis zu 32 Ruftasten virtuell dargestellt werden.

Dank der alphabetischen Sortierung und Suchfunktion

finden Besucher den gesuchten Namen

auch bei Mehrfamilienhäusern schnell.

Ein Highlight: Bei einer bis vier Ruftasten ist unterhalb

der Namen eine individuelle Bilddatei darstellbar

– mit oder ohne Text. Beispiele hierfür:

ein Willkommensgruß mit Namen und Hausnummer,

ein Foto des Haustiers oder ein Firmenlogo

mit Öffnungszeiten. Zusätzlich kann der Nutzer

zwischen einem hellen und dunklen Display-Hintergrund

wählen.

In die Türsprechstelle ist eine Farbkamera mit

Weißlicht-LED-Ausleuchtung für eine gute Sicht

und Farbbilder bei Dunkelheit integriert. Die

Besonderheit: Die Kamera verfügt über einen

extremen Weitwinkel von 170° – so bleibt kein

Besucher ungesehen. Für den optimalen Bildausschnitt

kann sie auf einen linken, mittigen

oder rechten 110°-Zoom-Ausschnitt begrenzt

werden. Dank der in die Türsprechstelle integrierten

RFID-Leseeinheit kann die Tür berührungslos

über RFID-Transponder geöffnet werden.

Alternativ kann zur Türöffnung ein Code

vergeben werden, der über das Display eingetippt

wird. Die Verwaltung der Transponder und

Codes erfolgt einfach am übersichtlichen Displaymenü

der Türsprechstelle.

Für das VT200-Türsprechsystem stehen flache

Innenstationen mit 7-Zoll-Display und Touch-

Oberfläche zur Verfügung. Gespräche können

nicht nur mit Besuchern, sondern auch als interner

Anruf zwischen den Innenstationen geführt

werden. Über eine Komfort-Innenstation mit integrierter

WLAN-Funktion kann eine Rufweiterleitung

über App aktiviert werden. Diese ermöglicht,

auch von unterwegs Besucher vor der Tür

zu sehen und mit ihnen zu sprechen. Die Komfort-Innenstation

kommt zudem mit einem integrierten

Bildspeicher für Bilder, die automatisch bei

Klingeln aufgenommen werden können. Das Türsprechsystem

ist als Set für Ein- oder Zweifamilienhäuser

sowie als individuell zusammenstellbare

Anlage für bis zu 32 Wohneinheiten erhältlich.

Dank der verwendeten 2-Draht-Technik ist

das System einfach und schnell zu installieren

und eignet sich besonders zur Nachrüstung in

Altbauten mit nur zwei Drähten.

• Indexa GmbH

www.indexa.de

Einfach sicher mit Fingerprint

Das modular aufgebaute Gira System

106 überzeugt mit Frontplatten

aus Metall in puristischem Design und

edler Anmutung. Die flexibel kombinierbare

Außensprechstelle gibt es

sowohl in einer Aufputz- als auch in

einer fassadenbündigen Variante. Als

neues Modul für das Gira System 106

kommt nun der Gira Keyless In Fingerprint

hinzu. Er erweitert das Türkommunikations-System

um eine schlüssellose

Zugangsart und ermöglicht so

dessen noch individuellere Konfiguration

nach persönlichen Bedürfnissen

oder Anforderungen.

Der Gira Keyless In

Fingerprint ist in den

aktuellen Farben

und Materialien des

System 106 erhältlich:

in Verkehrsweiß

(RAL 9016), Aluminium,

Edelstahl

(V2A) und Edelstahl

(V4A).

Das Modul kann mit

anderen Modulen

dieses Türkommunikations-Systems

nach individuellen Bedürfnissen oder

räumlichen Anforderungen kombiniert,

aber auch separat oder in Verbindung

mit Fremd-Systemen genutzt werden,

was die Flexibilität seines Einsatzes

enorm erhöht, auch unter der Berücksichtigung

eventueller baulicher Anforderungen.

Mit dem System lässt sich

die Tür auch ohne Schlüssel sicher

und komfortabel öffnen.

Gira nutzt hierbei den biometrischen

Fingerabdruck des Nutzers als Zugangsberechtigung.

Sie basiert auf der Flächen-Scan-Technologie

der neusten

Generation und sorgt für ein Höchstmaß

an Sicherheit. Dafür werden die

untersten Hautschichten per Hochfrequenz

gescannt, was eine hervorragende

Erkennungsrate garantiert und

zugleich die Manipulationssicherheit

erhöht. Anschließend werden die einmaligen

charakteristischen Merkmale

des menschlichen Fingerabdrucks ausgewertet.

Von der Leseeinheit lassen

sich bis zu 100 verschiedene Fingerabdrücke

verwalten, bis zu zehn Personen

können als Administratoren

angelegt werden.

Die Erkennung der Finger erfolgt

zuverlässig, d.h., sie werden auch

dann erkannt, wenn sie etwa bei der

Gartenarbeit leicht verletzt wurden.

Zudem lässt sich per Zeitschaltung ein

temporär begrenzter Zutritt festlegen.

Die eigene App erlaubt es, per Bluetooth

Nutzer anzulegen und einfach

zu verwalten. Wobei die App nicht

permanent mit der Anlage verbunden

ist, weil es dazu einer räumlichen

Nähe bedarf.

Die Keyless-In-Geräte von Gira können

per TKS IP Gateway mit dem

Gira HomeServer verbunden werden.

Danach sind weitere intelligente

Verknüpfungen im Gebäude zur Steuerung

von Licht, Szenen etc. möglich

und verschiedene Szenen lassen sich

dann mit vorab definierten Fingerabdrücken

steuern.

• Gira Giersiepen

GmbH & Co. KG

www.gira.de

Funk-Alarmanlage

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• Warnt per App, E-Mail, SMS, Anruf

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Haus und Elektronik 4/2022 57

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Netzwerke und Kommunikation

Digital Ceiling

Leistungsfähige IT-Netze in der Decke

Immer mehr Geräte der Gebäudeautomation und der technischen

Gebäudeausrüstung werden im Deckenbereich installiert.

dort neben der sternförmigen strukturierten

Verkabelung auch Bus-, Baumund

Ringstrukturen oder Daisy-Chain-

Verkabelungen möglich. Am DKP

dürfen nach Norm auch aktive Netzwerkkomponenten

aller Art untergebracht

werden, beispielsweise Medienkonverter,

Switches, Controller und

Gateways.

Verkabelung

für Wireless-LAN

Autor:

Dirk Traeger

Technical Solutions Manager

DataVoice

Telegärtner Karl Gärtner

GmbH

www.telegaertner.com

Ob im Neubau oder bei einer Sanierung:

In Bürogebäuden, Produktionshallen,

Einkaufszentren und Hotels

werden immer mehr Geräte der Gebäudeautomation

und der technischen

Gebäudeausrüstung im Deckenbereich

installiert. Neben WLAN Access

Points, IP-Kameras und Präsenzmeldern

sind dies vermehrt Controller für

die Integration nicht-IP-fähiger Geräte

wie beispielsweise LED-Leuchten,

Sensoren und Aktoren. Diese Entwicklung

hat mittlerweile einen eigenen

Namen: Digital Ceiling, die digitale

Decke. Für die Verkabelungsinfrastruktur

gibt es verschiedene normkonforme

Konzepte, was bei Planung

und Installation regelmäßig die Frage

nach dem optimalen Verkabelungstyp

für das jeweilige Projekt aufwirft.

Normkonforme

Verkabelungskonzepte

Die DIN EN 50173-6 wie auch die

ISO/IEC 11801-6 legen die Rahmenbedingungen

für eine anwendungsneutrale,

strukturierte Verkabelung

für verteilte Gebäudedienste fest. Als

Minimum legen beide die Klasse EA

und damit Komponenten der Kategorie

6A bei Kupferstrecken sowie OM3-

Multimode- und OS1a-Singlemodefasern

bei Glasfaserstrecken fest. Diese

Strecken sind für Datenraten von bis

zu 10 Gigabit pro Sekunde geeignet,

mit Singlemodefasern gemäß den

beiden Normen bis zu 100 Gigabit

pro Sekunde. Damit soll eine möglichst

lange Nutzungsdauer der Verkabelung

sichergestellt werden, um

teure Neuverkabelungen zu vermeiden.

Beiden Normen sehen zwei Verkabelungstypen

vor: Typ A und Typ B.

Typ A entspricht der bekannten strukturierten

Verkabelung mit standardisierten

Datenleitungen vom Etagenverteiler

bis zu den Anschlussdosen. Eine

Typ-A-Verkabelung darf einen Sammelpunkt

als passiven Zwischenverteiler

enthalten. Dieser wird als Dienstekonzentrationspunkt

(kurz: DKP) bezeichnet,

um ihn begrifflich vom Sammelpunkt

(consolidation point) der klassischen

Büroverkabelung zu unterschieden.

Technisch gesehen sind

Sammelpunkt und Dienstekonzentrationspunkt

gleich.

Bei Typ B enden die Installations kabel

am Dienstekonzentrationspunkt. Nach

dem DKP kann beliebig anlagen- und

nutzungsspezifisch verkabelt werden,

denn die Verkabelung nach dem DKP

ist nicht Bestandteil der Norm. So sind

Auch Funknetze wie WLAN sind auf

eine leistungsfähige Verkabelung

angewiesen, denn die Datenmengen,

die von den Access Points zu den

Switches und weiter zu den Servern

übertragen werden müssen, benötigen

eine zuverlässige Verbindung,

die Datenraten mit bis zu 10 Gigabit

pro Sekunde übertragen und die

Access Points auch gleichzeitig per

Power over Ethernet mit Strom versorgen

kann. DIN EN 50173-6:2018-

10 sieht für WLAN Access Points

eine flächendeckende Verkabelung

im Deckenbereich vor. Als Planungsgrundlage

schlägt sie ein Wabenmuster

mit höchstens 12 Metern Umkreis

je Anschluss vor, lässt aber auch Quadrate

und Rechtecke für die Planung

zu. In der Planungspraxis sind auch

Kreise üblich.

Aus Kostengründen wird für WLAN

jedoch selten flächendeckend verkabelt.

Meist wird nur dort, wo ein

WLAN Access Point nach vorheriger

Ausleuchtung geplant ist, auch ein

Anschluss installiert – ganz besonders,

wenn Leitungen einfach nachgezogen

werden können.

Platz für die Gebäudetechnik und die

Verkabelung ist in modernen Gebäuden

wie auch in Sanierungen oft Mangelware.

Steht dem Kabel aber nicht

genügend Platz zur Verfügung, so dass

sein Mindestbiegeradius unterschritten

oder das Kabel gar gequetscht

oder geknickt wird, sind Probleme in

der Datenübertragung zu erwarten:

Das Netz kann nicht die volle Datenrate

übertragen und wird langsam.

58 Haus und Elektronik 4/2022


Netzwerke und Kommunikation

Beispiele für den Verkabelungstyp A (l.) und Typ B (r.) nach DIN EN 50173-6:2018-10. Typ A kann einen Dienstekonzentrationspunkt enthalten,

muss aber nicht. Bei Typ B ist die Verkabelung nach dem Dienstekonzentrationspunkt nicht Bestandteil der Norm und kann anlagen- und nutzungsabhängig

in beliebiger Form ausgeführt werden (Quelle: Traeger: Leistungsfähige IT-Infrastrukturen)

Abhilfe muss hier die Verbindungstechnik

schaffen: Besonders kurze

Anschlussmodule lassen dem Kabel

genügend Raum, damit auch dort, wo

es eng wird, der Mindestbiegeradius

eingehalten werden kann.

Verzicht

auf Anschlussdosen

Wo aus Gründen der Zugriffssicherheit

oder der Ästhetik weder Anschlussdosen

noch Patchkabel gewünscht

sind, können die Geräte über einen

feldkonfektionierbaren RJ45-Stecker

ohne Umwege an das Installationskabel

angeschlossen werden. Diese

Anschlusstechnik bietet sich nicht nur

bei IP-Kameras an, die manipulationsgeschützt

mit dem Netz verbunden

werden sollen, sondern ganz besonders

auch bei WLAN Access Points

in Lobbys und in Treppenhäusern, wo

Anschlussdose und Patchkabel störend

wirken. Je nach Gehäusebauform

und Lage des RJ45-Anschlusses

am Access Point sind besonders

kurze Stecker oder Stecker mit gewinkeltem

Kabelabgang hilfreich.

Der Anschluss von Geräten an das

Installationskabel mit einem RJ45-Stecker

ist nach DIN EN 50173-6:2018-

10 gestattet, die Norm schreibt in diesem

Fall jedoch einen Dienstekonzentrationspunkt

in der Nähe der Endgeräte

vor. Dies soll Fehlersuche und

Reparatur bei defekten Verbindungen

erleichtern. In der Praxis wird auf einen

DKP jedoch häufig verzichtet und das

Installationskabel durchgehend vom

Etagenverteiler bis zum Endgerät verlegt.

Dies ist sowohl im international

gültigen technischen Bericht ISO/IEC

TR 11801-9910:2020 als auch in der

amerikanischen Verkabelungsnorm

ANSI/TIA-568.2-D vorgesehen und

dort als „modular plug terminated link

(MPTL)“ bezeichnet, was auf Deutsch

etwa „mit einem Stecker abgeschlossene

Verbindung“ bedeutet. Ein MPTL

nach ISO/IEC und ANSI/TIA kann

einen DKP enthalten und entspricht

dann der Verkabelung Typ B nach DIN

EN 50173-6:2018-10.

LED-Beleuchtung

Durch ihren geringen Energiebedarf

können LED-Leuchten über das Datennetz

nicht nur gemanagt, sondern per

Power over Ethernet über die Datenleitung

auch gleich mit Strom versorgt

werden. Viele moderne LED-Leuchten

besitzen bereits IP-Anschlüsse,

andere können über einen entsprechenden

Controller in das Datennetz

integriert werden. Da Leuchten oft in

Reihen oder Gruppen montiert werden,

bietet sich eine Verkabelung

nach Typ B an. Vom Verteiler können

Installationskabel bündelweise zu den

Dienstekonzentrationspunkten verlegt

werden, von dort führen Patchkabel

zu den Leuchten oder Controllern.

Gebäudetechnik und

-automation in der Decke

Voraussetzung für ein besonders effizientes

Gebäudemanagement und für

Smart-Building-Anwendungen ist die

Integration aller Komponenten in das

Datennetz. Allerdings wäre es mehr

als unwirtschaftlich, bewährte Anlagen

und Geräte nur deshalb zu ersetzen,

weil sie keinen IP-Anschluss

besitzen. Über den Verkabelungstyp

B nach DIN EN 50173-6 können

anlagenspezifische Verkabelungen

mit Bus-, Baum- und Ringstruktur

mit dem Datennetz verbunden werden,

entweder passiv über Steckverbindungen

oder aktiv über Gateways

und Controller. Dadurch ist eine spätere

einfache und kostengünstige Migration

zu IP-fähigen Geräten möglich.

Zum Schutz vor Verschmutzungen

sollten nicht belegte Anschlüsse mit

einem Staubschutz versehen werden.

Verteiler und Anschlussdosen mit auto-

Beispiel für die Verteilung von Anschlüssen für WLAN Access Points nach einem Wabenmuster in Anlehnung an DIN EN 50173-6:2018-10 (l.). Statt

Waben können auch Quadrate und Rechtecke verwendet werden (r.), was zu einer anderen Anordnung der Anschlüsse führt (Quelle: Traeger:

Leistungsfähige IT-Infrastrukturen)

Haus und Elektronik 4/2022 59


Netzwerke und Kommunikation

Mit einer Gesamtlänge von nur 32 mm ist das AMJ-SL von Telegärtner

37% kürzer als vergleichbare Module der Kategorie 6A und bietet

neben dem Platzvorteil praxisrelevante Reserven für Installationen in

beengten Platzverhältnissen

matisch schließenden Staubschutzklappen

sind hilfreich; in Bereichen, in

denen vermehrt mit Staub und Feuchtigkeit

gerechnet werden muss, sind

Verkabelungskomponenten in Schutzart

IP67, die beispielsweise in industriell

genutzten Bereichen verwendet

werden, sinnvoll.

Aderpaar zur Verfügung. Um Verwechslungen

zu vermeiden, wurde

für die Stromversorgung der Endgeräte

ein neuer Begriff geprägt: Power

over Data Lines, kurz PoDL.

Genormt ist PoDL im IEEE-Standard

802.3bu. Ein Endgerät kann über PoDL

mit bis zu 50 W versorgt werden, die

Stromstärke beträgt im Regelbetrieb

typisch bis zu 1,36 A. Die Empfehlungen

für Planung und Betrieb von PoE gelten

auch bei Power over Data Lines.

Ausblick

Der Trend zur IP-basierten technischen

Gebäudeausrüstung wird sich aller

Voraussicht nach weiter beschleunigen.

Ein computer-gestütztes, effektives

Gebäudemanagement und ganz

besonders moderne Smart-Building-

Lösungen benötigen Systeme, Geräte

und Komponenten mit IP-Anschluss.

Single Pair Ethernet (SPE)

Die klassische strukturierte Gebäudeverkabelung

erfordert vierpaarige

Leitungen zu jedem Anschluss. Im

Deckenbereich mit seinen zahlreichen

Geräten und Komponenten führt dies

Beispiel für ein dünnes SPE-Patchkabel (l.) und für einen feldkonfektionierbaren SPE-Stecker nach IEC

63171-2 (r.)

Beim feldkonfektionierbaren RJ45-Stecker MFP8 4x90 von Telegärtner

kann der Kabelabgang vor Ort nach oben, unten, links oder rechts

gewählt und auch nachträglich noch geändert werden

zu dicken Leitungsbündeln, die nicht nur

eine Menge Platz benötigen, sondern

auch die Brandlast deutlich erhöhen.

Zwar sind mit vierpaarigen Verkabelungsstrecken

der Klasse EA Datenraten

bis zu 10 Gbit/s möglich, doch

nur wenige Komponenten der Gebäudeautomation

benötigen eine so hohe

Datenrate. Für Sensoren und Aktoren

genügen oft 10 Mbit/s oder weniger.

Hier kann Single-Pair Ethernet (SPE)

seine Vorteile ausspielen. SPE verwendet

dünne, einpaarige Leitungen. Sie

beanspruchen deutlich weniger Platz

als vierpaarige und weisen eine geringere

Brandlast auf. SPE kann Datenraten

von 10 Mbit/s bis 1 Gbit/s in der

Gebäudeverkabelung sinnvoll zur Verfügung

stellen. Die maximale Leitungslänge

beträgt bei 10 Mbit/s bis zu 1 km,

bei 1 Gbit/s bis zu 40 m. Besonders

interessant ist die Idee, mit vierpaarigen

Leitungen bis zu einem Dienstekonzentrationspunkt

gemäß Verkabelungstyp

B nach DIN EN 50173-6 zu

verkabeln und von dort weiter mit einpaarigen

Leitungen. Dies würde eine

maximale Flexibilität und eine maximale

Effizienz bieten, da die Verkabelung

zwischen Etagenverteiler und

Dienstekonzentrationspunkt universell

ausgelegt ist und sowohl für das klassische

Ethernet als auch für das neue

Single-Pair Ethernet genutzt werden

könnte. Die Normungsarbeit ist hier

jedoch noch nicht abgeschlossen,

besonders bei den Steckverbindern.

Wie beim vierpaarigen Ethernet können

Geräte über die Datenleitung mit

Strom versorgt werden. Dies ist gerade

bei kleinen Komponenten wie Sensoren

und Aktoren besonders vorteilhaft.

Die zugrundeliegende Technik

ist zwar mit dem bekannten PoE-

Technik verwandt, jedoch nicht kompatibel!

PoE benötigt mindestens zwei

Aderpaare, SPE stellt aber nur einen

Dabei wird eine anwendungsneutrale,

genormte Verkabelung im Deckenbereich

immer wichtiger. Single-Pair

Ethernet kann eine Vielzahl kleinerer

Sensoren und Aktoren platzsparend,

wirtschaftlich und effizient in ein IT-

Netz einbinden. Der Verkabelungstyp

B nach DIIN EN 50173-6 bietet für

all das die besten Voraussetzungen.

Literaturhinweise:

DIN EN 50173-6:2018-10 Informationstechnik

– Anwendungsneutrale

Kommunikationskabelanlagen – Teil

6: Verteilte Gebäudedienste

ANSI/TIA-862: Structured Cabling

Infrastructure Standard for Intelligent

Building Systems

Daten-/Netzwerktechnik Basiswissen;

Themenspecial, Telegärtner Karl Gärtner

GmbH, Steinenbronn

Leistungsfähige IT-Infrastrukturen,

Fachbuch von Dirk Traeger, KaTiKi

Verlag Gärtringen, ISBN 987-3-

939877-21-9. ◄

60 Haus und Elektronik 4/2022


Gigabit über Koax ohne DOCSIS

Netzwerke und Kommunikation

Triax

www.triax.com

Triax präsentierte eine neue Produktlinie

für eine schnelle und kostengünstige

Breitbandversorgung in Wohnhäusern

und Wohnanlagen, die auf

der vorhandenen Koax-Verkabelung

aufsetzt. Die Netzwerklösung Ethernet

over Coax (EoC) bietet Bandbreiten

im Gigabitbereich, ohne dass dafür

eine aufwendige DOCSIS-Aufrüstung

vorgenommen oder Glasfaser verlegt

werden muss.

Das Nadelöhr bei breitbandigen Internet-Anschlüssen

ist die Netzebene

4 (NE4), denn die Hausverkabelung

besteht gerade im

Wohnbestand nur

selten aus Glasfaser.

Netzbetreiber

und Immobilienbesitzer

suchen daher

nach Möglichkeiten,

ihren Kunden bzw.

Mietern auf Basis

der bestehenden

Netzinfrastruktur

in den Gebäuden

breitbandige Internet-Anschlüsse

zur

Verfügung zu stellen,

ohne dabei den

Bewohnern störende

Bauarbeiten zuzumuten

oder die eigenen

Kosten in die Höhe zu

treiben.

Für diese Anforderungen

hat Triax „EOC

for Operators“ entwickelt,

womit über

die Koax-Verkabelung

auf der NE4 Datenraten

bis 1,6 Gbit/s erreicht und so mit

Geschwindigkeiten über Glasfaser

durchaus mithalten kann. Die innovative

Lösung basiert auf der bewährten

G.hn-Wave-2-Technologie, für die Frequenzen

im Bereich zwischen 5 und

200 MHz genutzt werden. Die parallele

Übertragung von TV- und Radio-

Signalen erfolgt dabei störungsfrei. Der

dazugehörige MediaConverterConsumer

(MCC) lässt sich problemlos vom

Bewohner ins Heimnetz integrieren.

Der Einsatz eines Technikers entfällt

somit. Mit seinem in Weiß gehaltenen

Gehäuse kann der MCC dezent in jeder

Wohnung installiert werden.

„EOC for Operators“ eignet sich für

unterschiedliche Netzwerktopologien:

Wird in das Hausverteilnetz ein

DVB-S/S2-Signal eingespeist, so wird

das G.hn-basierte Internet-Signal über

den passiven terrestrischen Eingang

des Multischalters zugeführt und über

das Koax-Netz zu den Wohnungen

verteilt. Bei einem DVB-C-Signal wird

sowohl eine moderne Sternverteil- als

auch Liniennetzstrukturen unterstützt.

Dabei können bis zu 16 MCCs mit

einem G.hn Port verbunden werden.

Netzbetreiber erhalten mit dieser

Lösung eine schnell installierte und

kostengünstige Möglichkeit, die

dank der einfachen Umsetzbarkeit

einen schnellen Return on Invest

(ROI) verspricht. „Damit positionieren

sich Stadtwerke und Netzbetreiber

gegenüber der Wohnungswirtschaft

als moderne Anbieter

für Gigabit-Internet-Anschlüsse“,

erklärt Rüdiger Schalk, Business

Development Manager bei Triax.

„Angesichts des baldigen Wegfalls

der Umlagefähigkeit der Netzbetriebskosten

können sie sich auch

im zunehmenden Wettbewerb mit

Telekommunikationsunternehmen

erfolgreich behaupten.“

Die Wohnungswirtschaft kann sich das

Potenzial der vorhandenen Koax-Verkabelung

erschließen und ihren Mietern

moderne Internet-Anschlüsse

anbieten, ohne aufwendige Aufrüstungen,

lärmende Bauarbeiten oder

ausufernde Investitionen befürchten

zu müssen. ◄

Innenstation mit neuen Funktionen für IP-Türsprechsystem

Die neue Innenstation zum IP-Video-

Türsprechsystem IP220 von Indexa

ermöglicht neue Funktionen und

kommt in einem neuen Design. Die

flache Innenstation IP220M2 in modernem

Look verfügt über ein 7-Zoll-LC-

Touch-Display mit beleuchteten Tasten.

Auf dem integrierten Speicher können

dreisekündige Kurzvideos verpasster

Besucher gespeichert werden.

Bei Einsatz einer zusätzlichen

microSD-Karte werden Videos mit

einer Länge bis zu 10 s aufgenommen.

Um auch unterwegs über Smartphone

oder Tablet mit Besuchern vor

der Tür zu kommunizieren, kann eine

Rufweiterleitung über App aktiviert

werden. Auf dem Display der Innenstation

wird der Super-Weitwinkel

der Türsprechstellen-Kamera mit

einem Winkel von 140° dargestellt.

Zur optimalen Ausrichtung auf die

Besucher kann hierbei ein linker,

mittiger oder rechter Bildausschnitt

aus dem 170°-Erfassungswinkel der

Kamera dargestellt werden. Es sind

bis zu 4 kompatible Netzwerkkameras

in das System integrierbar. Zur

Kontrolle der Kamerabilder können

diese jederzeit im Quad-Modus aufgerufen

werden.

Das IP-Türsprechsystem IP220 basiert

auf einem systemeigenen IP-Protokoll

und wird einfach über CAT-Kabel

verdrahtet. Die IP-Türsprechstelle

und die Innenstation werden über

PoE versorgt. Die Pluspunkt dabei:

Sowohl die Installation, als auch Programmierung

und Bedienung wurden

so konzipiert, dass sie besonders

einfach und schnell gelingen.

Die elegante Türsprechstelle mit

5-Zoll-LC-Display, die zur Auf- und

Unterputzmontage erhältlich ist, stellt

die Ruftasten virtuell dar – so kann

das System flexibel für Ein- und Mehrfamilienhäuser

sowie für Wohnkomplexe

bis über 200 Wohneinheiten

eingesetzt werden. Insgesamt lassen

sich bis zu 32 Türsprechstellen

und 256 Innenstationen mit dem System

betreiben.

• Indexa GmbH

www.indexa.de

Haus und Elektronik 4/2022 61


Elektroinstallation

Für Energieeinspeisung und -verteilung

Zukunftsweisender Überspannungsschutz

Der Überspannungsschutz steht vor

neuen Aufgaben: Technische Geräte

werden dank miniaturisierter und wirtschaftlicher

IT-Komponenten netzwerkfähig

und immer intelligenter. Dadurch

reagieren sie aber auch immer empfindlicher

auf Überspannungen.

Insbesondere in Bereichen der Energieversorgung

wie der Erzeugung erneuerbarer

Energien, der Prozessindustrie

und der Gebäudeinfrastruktur wachsen

die Ansprüche. Weidmüller bietet

hierfür die Varitector PU AC I S-Linie

auf Basis der Homogenious Arc Distribution-Technologie

(HAD). Die Technologie

gestattet ein besonders platzsparendes

steckbares Design mit nur

18 mm Baubreite pro Pol bei einem

Ableitvermögen von 25 kA.

Möglich wird dies, weil in dieser Produktlinie

statt der klassischen Funkenstrecken

mehrzellige Gasableiter

zum Einsatz kommen. Bei einer

Funkenstrecke wird der Lichtbogen

abgelenkt, verlängert und erlischt

zuletzt. Dieser Prozess benötigt

Zeit, während der Folgestrom stark

ansteigen kann. Beim mehrzelligen

Gasableiter erzielt die homogene

Lichtbogenverteilung – Homogenious

Arc Distribution (HAD) – einen

reduzierten Folgestrom und damit

deutlich weniger Rückwirkungen im

Netz. Eine 16A Sicherung der Klasse

gG löst nicht aus. Die Lebensdauer

von nachgeschalteten Endgeräten

wie beispielsweise WLANRouter

werden erheblich verlängert, denn

es gibt keine unnötige Belastung

der empfindlichen Geräte und Systeme.

Die Anlagenverfügbarkeit

wird erhöht; Störungen durch Stillstände

werden vermieden genauso

wie der Aufwand für Schadensbe-

hebung und Neuanschaffung verringert.

Das spart Zeit und Kosten.

Blitzstromableiter des Typs 1 wie die

neue Varitector S-Line, kommen aufgrund

ihrer Leckstromfreiheit auch im

Vorzählerbereich zum Einsatz. Hier

können im netzseitigen Anschlussraum

(NAR) auch Typ 1+2 Kombiableiter

eingesetzt werden.

Die Varitector S-Line erfüllt dabei die

Anforderungen zum verpflichtenden

Einbau von Überspannungsschutz-

Komponenten konform der DIN VDE

0100-443/ und Teil -534.

Im Falle eines Überspannungsereignisses

punkten die Weidmüller-Geräte

mit einem Schutzpegel von U p < 1,5 kV.

Mit diesem ist die VPU AC S-Line energetisch

koordiniert als Typ I, II, und III

Ableiter. So ist ein zusätzlicher Schutz

erst ab einer Leitungslänge von 10 m

bis zum nächsten elektrischen Verbraucher

erforderlich.

Selbstverständlich sind die Ableiter

nach der Produktnorm IEC61643-11,

DIN EN 61643-11 geprüft und können

in Anlagen nach der IEC 61643-

12, VDE 0675-6-12 bzw. IEC 62305-

4, VDE 0185-4 installiert werden. Sie

bieten aber weit mehr als Standardgeräte,

beispielsweise einen sicherungslosen

Betrieb bis 315 A. Zusätzlicher

Platz, Installationsaufwand und

Kosten für eine separate Vorsicherung

entfallen.

Selbst im Servicefall erweist sich die

Varitector PU AC I S-Linie als Zeitsparer:

Steckbare Ableiter reduzieren den

Wartungsaufwand. Der intelligente

Verriegelungsmechanismus gewährleistet

einen zuverlässigen Betrieb

auch unter rauen Umgebungsbedingungen.

Ein Kodierungssystem verhindert

das Vertauschen der Ableiter.

N/PE-Überspannungsschutz-Ableiter

in den Produktvarianten 3+1 und

1+1 zeigen den Status des Schutzelements

optisch und über den Fernmeldeausgang

an. Varianten mit Vorwarnanzeige

ermöglichen eine unterbrechungsfreie

Absicherung.

Die innovative Homogenious Arc Distribution-Technologie

reduziert den Folgestrom

signifikant mit deutlich weniger

Rückwirkungen im Netz.

Auf den Punkt gebracht:

• sicherungsloser Betrieb bis 315 A

• 50% Platzersparnis

Verbindungstechnik für

Wallboxen & Co.

Als Lieferant und Partner von Wallbox-

und Ladestations-Herstellern

bietet Conta-Clip für dieses Segment

eine große Auswahl an Anschlussklemmen

für die Signal- und Elektrifizierungsebene

sowie Relaisbausteine

und robuste Kabel-Management-Lösungen

für Ladestationen.

Für die klassische Verdrahtung von

Baugruppen stellt man beispielsweise

die moderne Reihenklemmen-

Serie SRK im Schraub-Anschluss-

System bereit, die ein sicheres und

schnelles Anschließen von starren

und flexiblen Adern mit und ohne

Aderendhülse gestattet.

Zur sicheren Energieübertragung

für Bemessungsströme bis 520 A

und Bemessungsspannungen bis

zu 1 kV dienen die Hochstrom-Bolzenklemmen

der Baureihe HSKG.

Das Bolzenklemmen-Programm

• reduzierter Wartungsaufwand durch

steckbare Ableiter

• zertifizierte Komponenten entsprechend

IEC 61643-11.

Mit diesen Kennzahlen und Features

ist die Varitector PU AC I S-Linie ideal

für die zunehmend sensitive Infrastruktur,

die mit der wachsenden Digitalisierung

einhergeht. Zudem erfüllt sie

den Wunsch der Anlagenbauer nach

immer kompakteren und effizienteren

Komponenten, um dem steigenden

Kostendruck zu begegnen.

• Weidmüller

info@weidmueller.de

http://www.weidmueller.de

der neuesten Generation deckt mit

Gewindebolzen in fünf Größen von

M6 bis M16 den Anschlussbereich

von 6 bis 300 mm² ab. Auch zur Verdrahtung

von Leiterplatten bietet man

bewährte Lösungen für alle Anforderungen.

So ermöglichen die 2- bis

24-poligen Leiterplatten-Anschlussklemmen

PBK durch ihren Push-in-

Anschluss ein zeitsparendes werkzeugloses

Einbringen von Massivleitern

oder feinen Adern mit Aderendhülse

direkt in die Klemmstelle.

• Conta-Clip

Verbindungstechnik GmbH

www.conta-clip.de

62 Haus und Elektronik 4/2022


Elektroinstallation

Brandsichere Befestigung

Wenn es um das Verbinden und Abzweigen

bei gleichzeitigem Brandschutz geht, sind die

Kabelabzweig- und Verbindungskästen WKE

von Spelsberg die geeignete Wahl. Mit der neuen

WKE BK1 Montageplatte bringt der Experte für

Elektroinstallations- und Gehäusetechnik ein

Produkt auf den Markt, das Installateuren die sichere

Verschraubung an Kabelrinnen erlaubt und so für

einen geraden Leitungsverlauf sorgt.

Die Kabelabzweig- und Verbindungskästen WKE

stehen als Produkte der LIFELINE-Serie von Spelsberg

seit jeher für das intelligente Zusammenspiel

innovativer Lösungen mit hochwertigen hitze- und

feuerbeständigen Werkstoffen sowie Komponenten.

Dank des verwendeten Hochleistungs- Polycarbonats

wird im Brandfall der Betrieb wichtiger elektrischer

Anlagen weiterhin sichergestellt. Mit der Einführung

der Montageplatte WKE BK1 unterstreicht Spelsberg

die vielseitigen Möglichkeiten bei der Handhabung

der Kästen in speziellen Anwendungsbereichen.

Geprüfter Funktionserhalt

Günther Spelsberg GmbH + Co. KG

info@spelsberg.de

www.spelsberg.de

Werden Leitungen zum Funktionserhalt entlang

einer Kabelrinne verlegt, müssen Installateure

bei der Befestigung der Kabelabzweig- und Verbindungskästen

WKE 2-6 keinerlei Kompromisse

mehr eingehen. Die Neuheit aus dem Hause Spelsberg,

die WKE BK1 Montageplatte, dient zur brandsicheren

Verschraubung direkt an der Kabelrinne,

wodurch ein gerader Verlauf der Leitungen erhalten

bleibt. Möglich wird dies durch eine angepasste,

nach innen verspringende

Bauform der Montageplatte, die nach DIN 4102-12

geprüft ist und über ein AbP der DMT Dortmund

über einen Funktionserhalt der Klasse E90 verfügt.

Die aus hochwertigem Edelstahl gefertigte Platte

lässt sich frei mit allen Gehäusen der Serie WKE

2-6 kombinieren. So werden Material und Ressourcen

sinnvoll und sparsam eingesetzt. ◄

Haus und Elektronik 4/2022 63

63


Elektroinstallation

Durchgängig gut fixiert

Systembasierte Befestigungslösungen von Schnabl Stecktechnik eignen sich für

den Übergang von der Boden- zur Wandinstallation.

Um Installationsrohre sowohl auf dem Rohfußboden als auch weiterführend auf der Trockenbauwand oder unter Putz sicher, schnell und flach

zu montieren, eignen sich die systembasierten Befestigungslösungen von Schnabl Stecktechnik für unterschiedliche Untergründe wie Beton oder

Gipskarton

Zur Führung der Elektroinstallationsrohre

über den Rohfußboden in die Trockenbauwand

bietet Schnabl Stecktechnik

leistungsstarke Systemkomponenten

für die zuverlässige Befestigung

auf beiden Untergründen. Sie

ermöglichen eine besonders zeitsparende

und flache Montage der Rohrleitungen

mit nur zwei Werkzeugen:

einer Bohrmaschine für die Bodenbefestigung

und einem Hammer für

die saubere Weiterführung auf die

Innenseite des Trockenbauelements.

Die Befestigungslösungen

von Schnabl für Betonböden sind je

nach Anforderung ebenso vielfältig

wie robust: Die Traganker, Trassenbügel

und Steckschellen sind optimal

für die starke Beanspruchung bei der

Bodeninstallation ausgelegt und sorgen

darüber hinaus für eine schnelle,

materialschonende und sichere Befestigung.

Auf diese Weise lassen sich

Leitungen mühelos nachträglich hinzufügen.

Sind die flexiblen Rohre auf

dem Boden fixiert, kann die Montage

mühelos in die weiterführende Wandinstallation

übergehen – denn auch

hierfür hat der österreichische Hersteller

geeignete Systemkomponenten

für die Befestigung der Rohre und

Leitungen im Portfolio.

Das Schnabl-Prinzip

der einfachen, zeitsparenden und

werkzeugarmen Montage gilt auch

für die Bodeninstallation: Bohren. Stecken.

Fertig! Ein einziges Bohrloch mit

einem Durchmesser von 6 mm reicht

aus, um bei Bedarf gleich mehrere flexible

Rohre sicher am Boden befestigen

zu können.

Im Schnabl-Sortiment stehen dabei

entsprechende Lösungen für einzelne

Rohre sowie die parallele Verlegung

von zwei Rohren zur Verfügung,

ebenso wie für die trassenförmige

Installation von mehreren

Rohren. Das spart rund 60% Arbeitszeit

ein: „Die Einsparung von Zeit hat

im Handwerk grundsätzlich immer

Vorteile. Doch in der aktuellen Situ-

light+building, Halle 12, Stand E 31

belektro, Halle 2.2, Stand 2802

Schnabl Stecktechnik GmbH

www.schnabl.works

Die robusten Traganker und Steckschellen sind für die starke

Beanspruchung bei der Bodeninstallation ausgelegt und lassen sich

jeweils in nur einem 6-mm-Bohrloch befestigen. Der Trassenbügel wird

mit nur einer Handbewegung auf den Traganker aufgerastet und hält

mehrere flexible Rohre und Schläuche bei der trassenförmigen Verlegung

64 Haus und Elektronik 4/2022


Elektroinstallation

Beim Übergang der flexiblen Rohre oder Mantelleitungen vom Betonboden in Trockenbauwände müssen

die Schläuche bzw. Leitungen an den Innenseiten befestigt werden. Dafür hat Schnabl die C-Fix Schelle in

unterschiedlichen Größen entwickelt

ation, in der ein ausgeprägter Fachkräftemangel

vollen Auftragsbüchern

gegenübersteht und sich der Zeitdruck

auf der Baustelle so noch extremer

äußert, wollen wir den Handwerkskunden

mit unseren Systemlösungen

erst recht als starker Industriepartner

zur Seite stehen“, bekräftigt Armin

Schwarz, Verkaufsleiter Deutschland

und Prokurist bei der Schnabl

Stecktechnik GmbH. Geschäftsführer

Wolfgang Bruckbauer führt weiter

aus: „Wir haben selbst unsere Wurzeln

im Handwerk, deswegen kennen

wir die Bedürfnisse unserer Kunden

genau. Warum sollte es Lösung

A, Lösung B und Lösung C geben,

wenn eine Systemlösung verschiedene

Anwendungsbereiche abdecken

kann und gleichzeitig einem

einzigen Grundprinzip folgt?“

Durchdachte

Systemkomponenten

für die Bodenmontage sind eine der

Stärken von Schnabl. In der Praxis

bedeutet das: Im Gegensatz zur aufwendigen

Befestigung mit Loch- und

Gewebebändern werden die bei jeder

Schnabl-Montagelösung fest integrierten

und identischen Dübelelemente

einfach manuell ins Bohrloch

gesteckt. Dank der speziellen Formgebung

der Spreizkörper ist damit bereits

alles fest im Untergrund verankert. Die

Lösungen unterscheiden sich lediglich

in der Halterungsform außerhalb des

universellen Bohrlochs: Der TA Traganker

von Schnabl sorgt für einen

sicheren Halt bei trassenförmig verlegten

Schläuchen – in Kombination

mit dem zugehörigen TB Trassenbügel.

Dieser lässt sich einfach auf den

Traganker einrasten und hält selbst

unterschiedlich große Rohre zuverlässig.

Die Einfachsteckschelle (ESS)

sowie die Doppelsteckschelle (DSS)

gewährleisten eine sachgerechte Verlegung

einzelner oder parallel laufender

Rohre oder Schläuche ohne Abstand

zum Boden. Auf Putz, auf Zwischendecken

und auf Unterbeton können sie

ebenfalls eingesetzt werden.

Am Boden ist nicht Schluss

bei Schnabl. Im Objektbau erfolgt der

Übergang der flexiblen Rohre oder

Mantelleitungen mittlerweile überwiegend

vom Betonboden in Trockenbauwände.

Auch dort müssen die Schläuche

bzw. Leitungen an den Innenseiten

befestigt werden. Speziell für diese

Anwendung hat Schnabl Stecktechnik

die C-Fix Schelle in unterschiedlichen

Größen im Programm: Das Installationsrohr

wird in die umgreifende Schelle

gelegt und an der gewünschten Stelle

der Gipskartonwand mit dem Hammer

eingeschlagen. Die zackenförmige

Gestaltung der Schellenenden

ermöglicht einen festen Halt im Kern

der Gipskartonplatte, ohne zu bohren

und ohne die Außenseite der Platte zu

beschädigen.

Führt die Installation – vor allem beim

Wohnungsbau – nicht vorrangig in

Trockenbaukonstruktionen, hält das

Schnabl-Portfolio unterschiedliche

Montagelösungen für die Unterputzinstallation

in allen zulässigen Untergründen

bereit. So kann beispielsweise

die Kombination aus dem TA

Trankanker und dem TB Trassenbügel

auch durchgängig für die Bodenund

Unterputzinstallation von Schläuchen

bis in die Wand eingesetzt werden.

Weitere clevere Produkte runden

das UP-Programm von Schnabl ab.

Fazit:

Systemanbieter Schnabl ermöglicht

mit seinen durchdachten Stecktechniklösungen

eine einfache und sichere

Montage – bei der kaum Werkzeuge

zum Einsatz kommen und nur wenig

Zeit investiert werden muss. Unabhängig

davon, ob die Elektroinstallationen

auf dem Boden, an der Wand oder an

der Decke befestigt werden müssen.

Video mit den

Bodenmontagelösungen TA/TB,

ESS und DSS

Die einzelnen Systemlösungen für die Steckmontage im Überblick: DSS Doppelsteckschelle,

ESS Einfachsteckschelle, TA Traganker und der TB Trassenbügel

Anwendungsvideo C-Fix für die

Schlagmontage

Haus und Elektronik 4/2022 65


Elektroinstallation

Werkzeuglose Befestigung der Kabelführung

an der Gitterrinne

tde – trans data elektronik

GmbH

info@tde.de

www.tde.de

Die tde – trans data elektronik GmbH

erweitert ihr Patchkabel-Managementsystem

tPM um Kabelabgangsbleche

für Gitterrinnen. Dadurch können

Netzwerktechniker vor allem in

Verbindung mit LWL-Kabeln die Einhaltung

der Biegeradien garantieren

und das Micro- bzw. Macrobending

der Glasfasern vermeiden. Die tde

hat die Kabelabgangsbleche benutzerfreundlich

und werkzeuglos designt

und stellt kundenspezifische Ausführungen

für eine breite Vielzahl an

Gitterrinnen-Herstellern bereit.

Gitterrinnen sind die erste Wahl in

Rechenzentren: Sie dienen der Aufnahme

von Kabeln für die Verbindung

der Verteilerschränke untereinander.

Im Gegensatz zu

geschlossenen Kabelkanälen

bieten Gitterrinnen zahlreiche

Vorteile: Durch die Luftzufuhr

vermeiden sie Wärmestau,

zugleich lassen sich die

Kabel durch die offene Konstruktion

an jeder Stelle und

in jede Richtung hinein- und

herausführen. So erhalten

Netzwerktechniker jederzeit

Einblick, können Neu- und

Umverkabelungen schneller

durchführen und Fehler

einfach beheben.

Eine Kabelführung sichert

bei Neu- und Bestandsverkabelungen

die Einhaltung der Biegeradien:

„Gerade in Verbindung mit

LWL-Kabeln müssen Netzwerktechniker

zwingend darauf achten, dass

die Biegeradien der Glasfasern nicht

unterschritten und damit nicht einem

zu hohen Querdruck ausgesetzt werden.

Die Folge kann ein Micro- und

Macrobending der Fasern sein“, erläutert

André Engel, Geschäftsführer der

tde. Hierbei handelt sich um eine Stressung

der Fasern durch Druck, die durch

Querdruck oder Zug entstehen kann.

Engel fährt fort: „Das Ergebnis kann

eine massive Erhöhung der Dämpfung

sein. Betrifft dies Multimodefasern, so

gehen höhere Übertragungsraten ab

10 Gbit mit sehr kleinen Dämpfungsbudgets

einher, sodass unter Umständen

eine Datenübertragung gar nicht

mehr möglich ist. Mit unserem neuen

Kabelabgangsblech für Gitterrinnen

kann das nicht passieren.“

Einfaches Handling

Die tde hat die Kabelabgangsbleche

für die schnelle und benutzerfreundliche

Montage konzipiert: Sie lassen

sich werkzeuglos an der Gitterrinne

befestigen. Netzwerktechniker können

sie selbst bei bereits verlegten

Kabeln mühelos anbringen: Nach dem

Einhängen und anschließenden Einrasten

sind sie sofort einsetzbar. Die

über die Gitterrinnen geführten Kabel

lassen sich mit Klettbändern an dem

Kabelabgangsblech befestigen.

Um den kundenspezifischen Anforderungen

der zahlreichen Gitterrinnen-

Hersteller begegnen zu können, stellt

die tde Kabelführungsbleche in unterschiedlichen

Ausführungen zur Verfügung.

Dabei berücksichtigt der Netzwerkexperte

die unterschiedlichen

Materialstärken und Abstände der

Streben ebenso wie die spezifischen

Biegeradien und Außendurchmesser

der Kabel. Die tde Kabelabgangsbleche

ergänzen das tPM Patchkabel-Managementsystem

der tde für

die professionelle Kabelführung. ◄

Sichere Feuchtrauminstallation: kleines Format, große

f-tronic GmbH

www.f-tronic.de

Mit der Schutzklasse IP66 schützt die Neptun-Compact-Serie auch

anspruchsvolle Verdrahtung sicher vor Wasser und Staub

Die neuen Abzweigkästen Neptun Compact

eignen sich durch die Schutzart

IP66 ideal zur Installation im Feuchtraum

oder geschützten Außenbereich.

Gemeinsam mit der Neptun-Feuchtraumverteiler-Serie

gewährleistet die

Neptun-Produktfamilie eine sichere

Installation in Werkstätten, Industriehallen,

Garagen oder Carports.

Die Dosen der Neptin-Compact-

Serie sind mit einer umlaufenden

Dichtung versehen. Durch sie wird

das Eindringen von Staub und Wasser

verhindert und die Schutzart IP66

erzielt. Sie verfügen zudem an allen

vier Außenseiten über unterschiedliche,

vorgeprägte Ausbrechöffnungen.

So können beliebig Kabel

und Leitungen in verschiedene Öffnungen

von M20 bis M40 eingeführt

werden. Das Kabel oder die Lei-

66 Haus und Elektronik 4/2022


Elektroinstallation

Brandfallabschaltung von PV-Aufdachanlagen

Weidmüller Interface

GmbH & Co. KG

www.weidmueller.com

Abschaltlösungen für Photovoltaikanlagen

ermöglichen es der Feuerwehr

im Falle eines Hausbrandes, die

Anlage spannungsfrei zu schalten.

Dies ist eine der Voraussetzungen,

damit Löscharbeiten sicher durchgeführt

werden können. Eine Lösung

dafür ist der Feuerwehrschalter PV

Next von Weidmüller. „Der PV Next

trennt PV-Module im Brandfall automatisch

vom Netz – verschiedene

Anschlussarten gewähren maximale

Flexibilität bei der Installation“,

sagt Pascal Niggemann, Leiter Photovoltaik

Systems Home & Business.

Sicheres Arbeiten der

Feuerwehr

Der Stromfluss von den Photovoltaikmodulen

wird unterbrochen, sobald

die Stromversorgung innerhalb oder

außerhalb des Hauses abgeschaltet

wird. Den Feuerwehrfrauen und -männern

wird auf diese Weise ein sicheres

Arbeiten ermöglicht und Brände können

schneller gelöscht werden.

Einfachheit, Sicherheit,

Zeitersparnis

„Der PV Next ermöglicht eine einfache

und platzsparende Installation

direkt unter dem Dach sowie

ein vollständig autonomes und energiesparendes

Ein- und Abschalten“,

sagt Niggemann. Zudem wird durch

die zusätzliche Kombination der PV-

Strings in der Lösung eine Kabeleinsparung

von bis zu 50% erreicht, da

die Kabelführung zum Wechselrichter

reduziert wird. Der PV Next ist der

weltweit erste Generatoren-Anschlusskasten

auf Basis eines standardisierten

Leiterplatten-Designs.

Die Vorteile: Einfachheit,

Sicherheit und

Zeitersparnis

„Das innovative Konzept deckt rund

90% der heutigen Standardanforderungen

ab, sodass die Photovoltaik-

Installateure schneller und kostensparender

arbeiten können“, betont

Niggemann. Die integrierte Pushin-Technologie

reduziert die Montagezeiten

und minimiert das Fehlerrisiko

sowie die daraus resultierenden

Folgen.

Die Abschaltzeit des PV Next beträgt

3 ms, wodurch der entstehende

Lichtbogen sehr schnell abreist.

Ein weiterer Vorteil ist, dass nur im

Abschaltfall ein Energieverbrauch

entsteht und dieser nicht dauerhaft

anfällt. ◄

Widerstandskraft

tung kann durch die mitgelieferten

Doppelmembranstutzen (Schutzart

IP65) oder mittels Kabelverschraubung

eingeführt werden.

Das kompakteste Modell, die NFK08,

wird bereits mit Membraneinführungen

statt Ausbrechöffnungen ausgeliefert.

Dadurch werden Kabel und Leitungen

zeitsparend, werkzeuglos und ohne

zusätzliche Montage von Doppelmembranstutzen

eingeführt. Dadurch

gelingt die Installation besonders einfach

und zeitsparend.

Für die Montage gibt es unterschiedliche

Befestigungsmöglichkeiten. Die

Feuchtraumabzweigkästen-Serie

kann sowohl in-, als auch außerhalb

der Dose befestigt werden. Entweder

durch die vorgeprägten Querund

Langlochausschnitte im Inneren

die mittels Isolierstopfen verschlossen

werden oder durch Außenbefestigungslaschen.

Bei Lieferung liegt

beides bei. So steht einer individuellen

und bedarfsgerechten Anbringung

nichts im Wege.

Durch die Verfügbarkeit in drei unterschiedlichen

Farben ist die Neptun-

Compact-Serie in vielen Bereichen

einsetzbar. Neben den Farben Weiß

und Grau ist die Dose auch mit rotem

Deckel erhältlich, wodurch eine Nutzung

für Sicherheitsbeleuchtungen

möglich ist.

Die Montage und Demontage ist durch

die Verschlussschrauben mit Montagestellung

mit einer ¼ Drehung im

Handumdrehen erledigt.

Diese Stellung verhindert außerdem

das Rausfallen oder Verdrehen der

Schrauben.

Bei Bedarf kann die Dose serienmäßig

an den gegenüberliegenden Ecken

plombiert werden.

Die ebene Oberfläche des Verschlussdeckels

ist ideal geeignet, um zusätzliche

Bauteile zu montieren. Zum Beispiel

Schalter und Stecker können so

problemlos im geschützten Außenbereich

installiert werden. Durch die

plane Oberfläche kann ganz universell

eine Vielzahl unterschiedlicher Komponenten

befestigt werden.

Flacher Deckel zur universellen

Montage von zusätzlichen

Bauteilen wie bspw. Stecker und

Schalter

Haus und Elektronik 4/2022 67


Elektroinstallation

Elektrifizierung von Möbeln

Kopp bietet zahlreiche Möglichkeiten mit den Versa-Produktreihen

und diverser Farbvarianten vor allem

für den Einbau in Küchenoberflächen

und in fast alle Möbel wie Schränke

oder Sofas eignen, bietet sich Versa-

PAD – passgenau für eine 80-mm-

Standardbohrung – insbesondere für

den Einsatz in Arbeitsstationen, in

Monitorarmen oder nachträglich als

Ersatz für Kabeldurchführungen an.

VersaLINK und VersaNET

Strom und Daten genau dort, wo man

sie benötigt – diesen Komfort bietet

Kopp mit der Produktreihe Versa

für den elektrifizierten Möbeleinbau

und erweitert das Programm nun um

zahlreiche Produktneuheiten. Außerdem

sind viele bewährte Produkte der

Versa-Serie – zusätzlich zum Standard

USB-A – ab sofort auch mit USB-C-

Ports verfügbar, einem modernen und

weitverbreiteten Anschluss für Smartphones

und andere Elektrokleingeräte.

Background

Erst kürzlich haben sich die EU-Staaten

auf USB-C als einheitliche Standard-Ladebuchse

geeinigt, die in den

nächsten Jahren verpflichtend eingeführt

wird. Damit bedient der Hersteller

elektrotechnischer Produkte und

Komponenten mit Sitz in Kahl am Main

die steigende Nachfrage nach gezielter

Stromversorgung und modernem Datenmanagement

direkt am Arbeitsplatz,

in Sitzgruppen, in Küchenzeilen und

anderen Einrichtungsobjekten. Kopp

setzt – neben standardisierten Ausführungen

– bei jeder einzelnen Versa-

Reihe ganz bewusst auf individualisierbare

Produkte, die ganz nach Wunsch

technisch konfiguriert und optisch an

nahezu jede Einrichtungsumgebung

angepasst werden können.

VersaHIT und VersaPAD

Das sind die Multimediamodule für

den Office-Bereich.

Die ausklappbaren Einbaumodule

von VersaLINK und VersaNET sind

wahre Alleskönner für Büros, Besprechungs-,

Konferenz- und Multimediaräume,

die von verschiedenen Personen

genutzt werden.

VersaLINK verfügt standardmäßig

über zwei Steckdosen, zwei Datensteckverbinder,

eine Audiobuchse,

ein HDMI- und ein USB-5V-Modul

und lässt sich per Fingerdruck öffnen.

Die neuen Varianten verfügen zudem

über jeweils einen USB-A- und einen

USB-C-Port.

VersaNET ist am Rand zusätzlich mit

flexiblen Bürsten ausgestattet, sodass

das Modul auch bei angeschlossenen

Kabeln geöffnet und zugeklappt werden

kann. So lässt sich selbst bei mehreren

gleichzeitig angeschlossenen

Geräten ein unschönes Kabelchaos

vermeiden.

VersaTURN, VersaELITE

und VersaPULL

Flexibel und ästhetisch ist auch die

Strom- und Datenversorgung mithilfe

des neuen, drehbaren Einbaumoduls

VersaTURN. Via Touchsensor startet

die Drehbewegung der Leiste um die

eigene Achse über einen Elektromotor

– natürlich nur wenn keine Geräte

angeschlossen oder Hindernisse im

Weg sind. Nach der Drehung lässt sich

eine ganze Bandbreite von Geräten

Heinrich Kopp GmbH

www.kopp.eu

So heißten die Einbausteckdosen

mit schiebbaren Deckeln.

Eine Steckdose auf Knopfdruck und

nur bei Bedarf – das bieten die Reihen

VersaHIT und VersaPAD mit

ihren schiebbaren Abdeckungen,

die durch leichten Druck zurückgleiten

und dann manuell vollständig

geöffnet werden können. Beide

Reihen lassen sich für eine oder

zwei Schutzkontakt-Steckdosen

sowie für multiple USB-Ladeports

konfigurieren.

Während sich die VersaHIT-Produkte

aufgrund ihrer geringen Tiefe

68 Haus und Elektronik 4/2022


Elektroinstallation

via Schutzkontak-Ssteckdose, USB-,

CAT- oder HDMI-Port anschließen.

Ebenfalls nur auf Wunsch zugängliche

Strom- und Datenzugänge bieten

die modularen Türme VersaE-

LITE und VersaPULL. Erstere sind

spritzwassergeschützt, fahren nach

sanftem Andruck automatisch hoch

und sind sowohl für Küchen als auch

für flexibel genutzte Arbeitsumgebungen

geeignet, während Versa-

PULL als manuell auszieh- und versenkbares

Modul eher für den Einsatz

in festen Arbeitsstationen konzipiert

ist. Beide Einbaumodule verfügen

über einen USB-A- und einen

USB-C-Port.

VersaQ und

VersaCHARGER

Das sind die Produkte für induktives

Laden von Smartphones.

Dem Bedarf nach komfortablen und

überall verfügbaren Lademöglichkeiten

für Smartphones und Co. kommt Kopp

ab sofort mit induktiven Ladegeräten

und -stationen mit Qi-Technologie nach.

Die neue VersaQ bietet als Netzteil

gleichzeitig Strom- und Datenversorgung

an und kann zudem als aktive

Dockingstation genutzt werden, über

die die Benutzer mit nur einem Kabel

auf ein Netzwerk, einen zusätzlichen

Bildschirm sowie auf Daten zugreifen

können. Gleichzeitig bietet VersaQ

Platz zum induktiven Laden eines

Smartphones.

Als reine induktive Ladelösung für

Handys und Co. eignet sich hingegen

VersaCHARGER, welche dank 80 mm

Rundbefestigung in jede Arbeitsplatte

installiert werden kann. Der Beginn des

Ladevorgangs wird akustisch signalisiert,

der Ladestatus durch eine LED-

Leuchte angezeigt. So kann jedes Qifähige

Smartphone unkompliziert und

komfortabel geladen werden.

VersaFRAME und

VersaPICK

So heißen die Klassiker mit modernen

USB-Ports. Klassische Einbau-Steckdosenleisten

und Einbau-USB-Ports

dürfen im Portfolio der Möbelelektrifizierung

von Kopp natürlich nicht fehlen

und werden mit den Reihen Versa-

FRAME und VersaPICK abgedeckt.

VersaFRAME gibt es nun auch in der

Kombination von drei Schutzkontakt-

Steckdosen und USB-A- und USB-C-

Anschlüssen. VersaPICK bietet Platz

für zwei USB-Anschlüsse, darunter

nun auch USB-C, ist in verschiedenen

Formaten und seit diesem Jahr auch

mit Metalloberfläche verfügbar.

Die Module beider Serien können in

alle Arbeitsflächen oder an Blendenpaneelen

angebracht werden, Versa-

PICK zudem auch in gepolsterten

Oberflächen.

Zusammengefasst:

• neue Produkte für flexible Stromversorgung

und induktives Laden

• bewährte Versa-Produkte nun auch

mit modernen USB-C-Ports

• alle Komponenten der Versa-Produktreihen

sind individuell konfigurierbar


Schnelle Kabelverschraubung zur Mehrfachdurchführung

Kaiser GmbH & Co. KG

info@kaiser-elektro.de

www.kaiser-elektro.de

Die zur Kaiser Group gehörenden

Agro AG bietet mit Progress easy-

Connect Multi eine variable, montagefreundliche

Lösung, um geschirmte

Kabel auch unterschiedlicher Querschnitte

durch nur eine Verschraubung

mit sicherem Schirmabgriff

einfach und schnell in Gehäuse

einzuführen.

Das mit wenigen Handgriffen montierte

Verbindungssystem eignet

sich für Kabel verschiedener Durchmesser

mit unterbrochenem oder

partiell freigelegtem, weitergeführtem

Schirmgeflecht. Dabei bleiben

die Kabel während des Montageprozesses

dreh-, schieb- und

demontierbar.

Die aus vernickeltem Messing

gefertigten Verschraubungen sind

mit Standardbohrungen sowie auf

Anfrage auch mit kundenspezifisch

konfigurierten Dichteinsätzen

erhältlich.

Eine das Schirmgeflecht schonende

Kontaktfeder aus Edelstahl

1.4310 sorgt für kraftvolle Klemmung

und gewährleistet hervorragende

Ableitwerte.

Das easyConnect-Multi-System

verfügt über eine Zugentlastung

gemäß DIN EN 62444 Ausführung

A und ist in der Standardversion für

einen Temperaturbereich von -60

bis +100 °C geeignet. Bei Verwendung

von FPM-Dichteinsätzen vergrößert

sich der Temperaturbereich

auf -40 bis +200 °C.

Haus und Elektronik 4/2022 69


Elektroinstallation

Neue Verteiler sind noch flexibler und platzsparender

Hensel Mi-Verteiler: Sortimentserweiterung um sechs Gehäuse mit

Sicherungslast-Trennschaltern der Baugröße NH 000 nach IEC 60947-3.

Erweitertes Mi-Sortiment:

Mi-Gehäuse in den Breiten 300

und 600 mm bietet Hensel jetzt

auch mit NH-Sicherungslast-

Trennschaltern NH 000

(Bemessungsstrom 125 A) und

Sammelschienen bis 250, 400

und 630 A an – insgesamt

eine Ergänzung um sechs neue

Produkte

Mit Mi-Isolierstoffverteilern bietet

Hensel ein modulares Gehäusesystem

für den schnellen und einfachen Bau

von Niederspannungs-Schaltgerätekombinationen

(PSC) bis 630 A nach

DIN EN 61439-2. Das bewährte kombinierfähige

Gehäusesystem für Niederspannungs-Schaltgerätekombinationen

in Industrie- und Gewerbebauten

oder anderen anspruchsvollen Umgebungen

ist durch eine Sortimentserweiterung

um sechs Gehäuse mit Sicherungslast-Trennschaltern

der Baugröße

NH 000 nach IEC 60947-3 noch flexibler

und platzsparender geworden.

Mehr Geräte auf gleichem

Gehäuseplatz

Mi-Isolierstoffverteiler von Hensel bewähren

sich seit vielen Jahren vor allem in

gewerblich genutzten Objekten in rauer

Industrieatmosphäre und anspruchsvollen

Umgebungsbedingungen. Hergestellt

aus hochwertigem, schlagfertigem

Polycarbonat, zeichnen sich diese

Gehäuse durch hohe Modularität sowie

Stabilität aus und sind daher vielfältig

sicher einsetzbar, z.B. auch in extremer

Umgebung oder im Außenbereich.

Die Mi-Isolierstoffverteiler ermöglichen

durch das modulare Bausteinsystem

die Anpassung an die unterschiedlichsten

baulichen Gegebenheiten

und Anwendungsbereiche.

Das modulare Gehäusesystem im

Raster von 150 mm und mit sechs

Gehäusegrößen ist in alle Richtungen

einfach und frei kombinierbar, beliebig

erweiterbar und einfach zu installieren.

Die neuen Mi-Gehäuse mit NH-Sicherungslast-Trennschaltern der

Baugröße NH 000 sind mit allen anderen Gehäusen und Zubehörteilen

des Mi-Systems kombinierbar und auch zur Erweiterung von

bestehenden Mi-Verteilern geeignet

Einzelgehäuse mit elektrischen Funktionen

kann der Elektroinstallateur

zu einer Verteilung selbst zusammenstellen.

Nun gilt: 3 statt 2 Geräte auf 300 x

300 mm und 6 statt 4 Geräte auf 300

x 600 mm Gehäuseplatz!

Weitere Komponenten

Zum Mi-Sortiment gehören auch NH-

Sicherungslast-Trennschaltergehäuse

mit NH-Sicherungslast-Trennschaltern

nach IEC 60947-3, montiert auf

Sammelschienen. Die Sicherungslast-

Trennschalter sind ab sofort neben

den bisherigen Größen NH00 und

NH1 auch in NH 000 erhältlich. Die

dazugehörigen MI-Gehäuse gibt es

in zwei Abmessungen, die sich in der

Breite unterscheiden: H 300 x B 300 x

T 170 mm und H 300 x B 600 x T 170

mm. Bei gleicher Gehäusegröße wird

jetzt eine höhere Packungsdichte an

Geräten möglich.

Bei den 300 mm breiten Mi-Gehäusen

wurden bislang zwei NH-Sicherungslast-Trennschalter

NH 00 untergebracht,

bei den 600 mm breiten Mi-

Gehäusen vier NH-Sicherungslast-

Trennschalter NH 00.

Die neu zum Mi-Sortiment hinzugekommenen

NH-Sicherungslast-

Trennschaltergehäuse sind mit drei

(bei 300 mm Breite) und sechs (bei

600 mm Breite) NH-Sicherungslast-

Trennschaltern NH 000 versehen.

Damit hat der Elektroinstallateur die

Möglichkeit, auf gleichem Raum mehr

Geräte zu verbauen.

Gustav Hensel GmbH & Co.

www.hensel-electric.de

Komfortables Planen, Projektieren und Bestellen mit dem kostenlosen Online-3D-Konfigurator ENYGUIDE

von Hensel

70 Haus und Elektronik 4/2022


Elektroinstallation

Die neuen NH-Sicherungslast-Trennschalter der Baugröße NH 000 sind auch bei anderen anschlussfertigen Anlagen aus Hensel-Produkten planbar

wie Mi-Niederspannungs-Schaltgerätekombinationen bis 1 kA oder Hensel SAS Niederspannungsschaltanlagen bis 5 kA

Platzsparende Sicherungslast-Trennschalter

NH 00 und NJH000

Die Geräte unterscheiden sich im

Bemessungsstrom: NH-Sicherungslast-Trennschalter

der Größe NH 00

haben einen Bemessungsstrom von

160 A, NH-Sicherungslast-Trennschalter

der Größe NH 000 einen Bemessungsstrom

von 125 A. In vielen Fällen

sind 125 A ausreichend, sodass

hier die platzsparende Option der

größeren Geräteanzahl auf gleichem

Gehäuseraum besteht – drei statt zwei

Geräte im 300 mm breiten Gehäuse

bzw. sechs statt vier Geräte im 600

mm breiten Gehäuse.

Beide Mi-Gehäusebreiten mit NH-

Sicherungslast-Trennschaltern NH 000

werden von Hensel mit Sammelschienen

bis 250, 400 und 630 A angeboten.

Damit erweitert Hensel das Mi-Sortiment

um insgesamt sechs Gehäuse mit

NH-Sicherungslasttrennschaltern der

Baugröße NH 000. Diese sind mit allen

anderen Gehäusen und Zubehörteilen

des Mi-Systems kombinierbar und

auch zur Erweiterung von bestehenden

Mi-Verteilern geeignet.

Die sechs neuen Gehäuse sind auch

im Hensel Online-3D-Konfigurator

ENYGUIDE integriert, der als intuitiv

nutzbares 3D-Planungstool den

Elektroprofi bei der Planung, Projektierung

und Bestellung von Hensel

Mi-Verteilern unterstützt. Selbstverständlich

sind die neuen NH-

Sicherungslast-Trennschalter der

Baugröße NH 000 auch bei anderen

anschlussfertigen Anlagen aus

Hensel-Produkten planbar, wie Niederspannungs-Schaltgerätekombinationen

bis 1 kA, gebaut mit dem

Hensel-Mi-Verteilersystem oder

Hensel-SAS-Niederspannungs-

Schaltanlagen bis 5 kA. Hierbei

unterstützen Hensel-Fachberater

den Elektroinstallateur individuell

und projektbezogen von der

Planung bis zur anschlussfertigen

Lieferung. ◄

Ex-geschützte Kabelverschraubungen

Kaiser GmbH & Co. KG

info@kaiser-elektro.de

www.kaiser-elektro.de

Druckfest gekapselte Verbindunglösungen für die Zonen 1 und 21

Als Spezialist für Installations- und

Verbindungstechnik führt die AGRO

AG ein umfassendes Portfolio an

Kabelverschraubungen auch zum

Einsatz in explosionsgefährdeten

Bereichen im Programm. Die von

der schweizerischen Tochtergesellschaft

der Kaiser Group entwickelten

Ex-Schutz-Lösungen sind in

verschiedenen Zündschutzarten für

den Betrieb in den Zonen 1 und 21

nach ATEX und IECEx zertifiziert.

Neben Verschraubungssystemen

in Ex-e- und Ex-i-Ausführung beinhaltet

das Angebot druckfest gekapselte

Modellreihen mit metrischen,

zölligen und Pg-Gewinden für Kabeldurchmesser

ab 3 bis 50 mm.

Die aus vernickeltem Messing gefertigten

Kabelverschraubungen Ex

Compact MS erfüllen die Schutzart

IP66 bzw. IP68 (30 bar) und sind

für einen erweiterten Temperaturbereich

zwischen -60 und +105 °C

zugelassen.

Das massive Gehäuse mit zünddurchschlagsicheren

Spalten verhindert

zuverlässig ein Austreten

zündfähiger Funken oder Gase in

explosionsgefährdete Zonen. Für

eine gerätenahe, platzsparende

Zugentlastung bei beengtem Einbauraum

bietet AGRO die Verschraubungen

auch mit äußeren Klemmbacken

an. Alle Varianten sind auf

Anfrage ebenso in A2- oder A4-Edelstahlausführungen

lieferbar.

Haus und Elektronik 4/2022 71


Elektroinstallation

Optimiert für verschiedene Umgebungsbedingungen

Gelgefüllte Universalkabel

Die BU Multimedia Solutions (MMS) bietet ein breites Portfolio an gelgefüllten

Draka-Kabeln für universelle Anwendungen im Innen- und Außenbereich

Wasserblockierende Gele

bieten Zusatzschutz

Prysmian Group

Draka Comteq

www.draka-cable.com

Das Gel im Inneren schützt die Fasern

vor eindringendem Wasser und macht

sie zudem äußerst robust und widerstandsfähig

gegenüber mechanischen

Einwirkungen. Mikro- oder Makrobiegeeffekte

durch Temperaturschwankungen

oder Zugkräfte werden verhindert.

Die Dämpfung nach dem Verkabelungsprozess

folglich verringert.

Komplettes Portfolio

MMS bietet ein komplettes Portfolio an

gelgefüllten Universalkabeln mit Nicht-

CPR-, FCa-, System-3- und System-1+

Lösungen in Einrohr- oder Bündelader-Konstruktionen.

Die Faserzahlen

liegen zwischen 2 und 432. Gelgefüllte

Lösungen sorgen für die beste

Leistung und den besten Schutz der

Fasern. Das hat sich bei vielen verschiedenen

Anwendungen im Innenund

Außenbereich, FTTA, Campus-

Verbindungen und anderen Anwendungen,

bei denen sich die Installation

und die Bedingungen schnell ändern

können, als entscheidend erwiesen.

Die gelgefüllten Draka-Kabel erfüllen

die Anforderungen an Innen- und

Außenkabel, da sie den Vorschriften

der EU-Bauproduktenverordnung

(CPR) entsprechen und gleichzeitig

der Außenumgebung standhalten.

Das Gel blockiert das Eindringen

von Wasser im Inneren der Röhrchen

vollständig. Die Kabel bieten

somit sicheren Schutz vor Wasser

und sind äußerst robust und widerstandsfähig

gegenüber mechanischen

Einwirkungen wie Stößen oder Biegungen.

Die gelgefüllten Universalkabel

mit raucharmer, halogenfreier

FireRes-LSZH-FR-Ummantelung stehen

in verschiedenen Ausführungen

zur Verfügung.

Die breite Produktrange deckt auch die

Spezifikationen spezieller Systemklassen

(System 3 oder System 1+) ab, die

ebenfalls der CPR-Norm unterliegen,

sowohl in Einrohr- als auch in Bündelader-Konstruktionen.

Das Draka-Portfolio

umfasst Lösungen mit Faserzahlen

von 2 bis zu 432, was einen möglichst

flexiblen Einsatz gewährleistet.

Aufgrund ihrer Eigenschaften eigenen

sich die Universalkabel außerdem

hervorragend für Steig- und Fallinstallationen.

Das in den halogenfreien LSZH-

Röhren enthaltene Gel ist fettähnlich,

durchsichtig, frei von Wasser

oder anderen Fremdstoffen. Das

Gel ist voll kompatibel sowohl mit der

Beschichtung der Draka-Fasern als

auch mit den raucharmen, halogenfreien

FireRes-LSZH-Schläuchen, die

hauptsächlich in den gängigen Draka

System-1+ Lösungen verwendet werden.

Wasserblockierende Kabel enthalten

entweder spezielle quellfähige

Garne oder eine Füllmasse wie Gel,

die die Schläuche vollständig ausfüllt.

Die Kombination aus geeigneten

Verbindern und ordnungsgemäßem

Abschluss gewährleistet den

vollständigen Schutz der Fasern vor

eindringendem Wasser. Zusammen

mit wasserquellbaren Elementen ist

die Verwendung von wasserblockierenden

Gelen bei Universalkabeln

sehr zu empfehlen.

Harte Schale, weicher Kern

Die Draka N-Series Glasfaser Bündeladerkabel

aus dem Portfolio gelgefüllter

Kabel bieten beispielsweise

die ideale Lösung für Anwender, die

kombinierte Innen-/Außenkabel gemäß

der aktuellen EN 60794-1 benötigen.

„Die N-Serie umfasst nicht-metallische,

gelgefüllte, verseilte Innen-/

Außen-Bündeladerkabel mit bis zu

432 Fasern“, sagt Gerard Pera, Global

Fibre Product Manager bei MMS.

„Gelgefüllte Kabel sind nicht nur in

einer Mehrfach-Bündelader-Konstruktion

sinnvoll, sondern auch in

anderen Anwendungsfeldern. In Fällen,

in denen sich die Installation, die

Flammfestigkeit und die Bedingungen

leicht und schnell ändern können, hat

das Draka Unitube-Portfolio eine

große Auswahl an weiteren Kabeln

im Programm.“

Die gelgefüllten Unitube-Kabel von

Draka halten hohen und niedrigen Temperaturen

sehr gut stand und erfüllen

oder übertreffen sogar die Norm IEC

60794-6-10. ◄

72 Haus und Elektronik 4/2022


Messtechnik

Umfassende Leistungs- und Netzqualitätsanalyse

Das CA 8345 ist die Antwort der Diagnose

auf die Elektroprüfung. Es richtet

sich an Stromnetzbetreiber oder

Großverbraucher, Industrie oder

Dienstleistungsgewerbe sowie Aufsichtsbehörden

und ermöglicht ihnen

• die Diagnose und Fehlersuche an

einer elektrischen Anlage,

• die Prüfung des Stromverbrauchs

im Rahmen der EN ISO 50001 und

• den Nachweis über die Spannungsqualität

gemäß EN 50160.

Durchdachte Ergonomie

im Dienste des Bedieners

Großer Farb-Touchscreen, intuitives

MMI, mehrsprachige Online-Hilfe –

das CA 8345 bietet eine unvergleichliche

Benutzerfreundlichkeit für ein

so umfassendes Messgerät. Es verfügt

über dedizierte Funktionstasten

an seiner Frontseite, die Form

des Gehäuses wurde für eine optimale

Handhabung konzipiert. Für

die Sicherheit des Bedieners erkennt

das CA 8345 die Stromwandler automatisch,

sobald diese angeschlossen

werden.

Die Kommunikation wird durch die

zahlreichen integrierten Modi vereinfacht:

USB, zugängliche SD-

Karte, Ethernet, WiFi, Webserver.

Der Benutzer kann die Messungen

wahlweise aus der Ferne, in Echtzeit

oder zeitversetzt überwachen

und abrufen.

Vollständiges und

präzises Instrument

Ob Messfunktionen oder Berechnungen

das CA 8345 bietet eine hohe Genauigkeit

der durchgeführten Messungen.

Ob langfristige Messkampagnen oder

punktuelle Messungen, das Gerät

zeichnet hunderte von Parametern

auf, die alle 10/12 Perioden gespeichert

werden. Bis zu 20.000 einstellbare

Alarme, der TrueInrush-Modus

und alle anderen Funktionen ermöglichen

eine umfassende Leistungsund

Netzqualitätsanalyse.

Messungen

und Berechnungen

• Berücksichtigung aller DC-Anteile

• Oberschwingungen und Zwischenharmonische

• Überwachung von 2 Rundsteuerfrequenzen

• Messung der Leistungen P, N, Q1, S

und D, gesamt und pro Phase

• Energiemessung, gesamt und pro

Phase mit Bewertung

• internes GPS für eine genaue UTC-

Synchronisation (auch NTP)

• Transienten 2,5 µs

• Stoßwellen 12 kV bis 500 ns

• Inrush RMS (30 min), Peak (10 min)

• Berechnung des K- & FHL-Faktors

• Berechnung der verzerrenden Spannungen

und Ströme

• Berechnung des Verschiebungsfaktors

cos (DPF) und des Leistungsfaktors

(PF)

• Berechnung der Flicker Pst & Plt und

des gleitenden Pst

• Berechnung der Unsymmetrie (Strom

und Spannung)

• Chauvin Arnoux GmbH

info@chauvin-arnoux.de

www.chauvin-arnoux.de

Haus Megger_LuB_185x88mm.indd und Elektronik 4/2022 1 07.09.22 13:0773


Messtechnik

Universelles Flickermessgerät

Gossen Foto- und

Lichtmesstechnik GmbH

www.gossen-photo.de

Die Gossen Foto- und Lichtmesstechnik

GmbH hat ihr hochwertiges

Programm an Lichtmessgeräten um

ein universelles Flickermessgerät für

SVM, PstLM erweitert.

Mit dem Einzug der LED-Technologie

in die Beleuchtungstechnik

gewinnt auch die Flickermessung

immer mehr an Bedeutung, da LEDs

sehr schnell etwaigen Spannungsschwankungen

folgen und daraus

Helligkeitsschwankungen entstehen.

Dieser Flicker hat Einfluss auf

die Gesundheit und die Stimmung

sowie das Wohlbefinden des Menschen.

Er kann Auslöser für epileptische

Anfälle, Migräne, Müdigkeit,

eingeschränkte Sehleistung, Ablenkung

und Sehbehinderung sein. Bei

sich drehenden Teilen führt der Stroboskopeffekt

zu Fehleinschätzungen

und zu Unfällen.

Die bisherigen Kenngrößen im Zeitbereich

Flickerprozent, Flickerindex

und Flickerfrequenz sind nicht

mehr ausreichend, weshalb neue

Berechnungsverfahren und Kenngrößen

entwickelt wurden, die den

Frequenzbereich berücksichtigen.

Dazu zählen PstLM und SVM, die

durch Festlegung von Grenzwerten

in den EU Ökodesign-Anforderungen

an Lichtquellen und separate

Betriebsmessgeräte an Bedeutung

gewonnen haben. Außerhalb Europas

sind Flickerbewertungen nach

IEEE1789 und ASSIST Mp im Einsatz.

Das universelle Mavopad deckt all

diese Berechnungsverfahren und

Kenngrößen für Flicker ab und ist

offen für weitere komplexe Auswertungsverfahren.

Neben der Darstellung

der Kenngrößen, wird auch der

zeitliche Verlauf und das Frequenzspektrum

angezeigt. Die hohe 16 Bit

Auflösung und die schnelle Abtastrate

von bis zu 1,6 MHz ermöglichen selbst

die Erfassung von mit hoher PWM-

Frequenz gedimmter Beleuchtung.

Das präzise Mavopad ist ideal geeignet

für den Labor- und Entwicklungseinsatz

und ist für Hersteller und

Importeure von Lampen, Leuchten

und LED-Betriebsgeräten unentbehrlich

um die erforderlichen EU-

Grenzwerte nachzuweisen oder zu

überprüfen. Gleichermaßen kommt

das Mavopad im Feld zum Einsatz

um installierte Beleuchtungs-systeme

zu begutachten. Die Messdaten

können im CSV-Format im internen

Datenspeicher abgelegt und über

die USB-Schnittstelle ausgelesen

werden. ◄

Wärmebildkamera trifft Taschenlampe

Seek Thermal Inc.

www.thermal.com

Die RevealPro von Seek Thermal

ist eine hochpräzise Wärmebildkamera

mit integrierter LED-Taschenlampe.

Dank dieser Doppelfunktion

macht das handliche Profi-Tool

für das menschliche Auge Unsichtbares

erkennbar und bringt zusätzliche

300 Lumen helles Licht in dunkle

oder unübersichtliche Bereiche.

Damit ist sie ein praktischer Allrounder,

beispielsweise für die Überprüfung

von mechanischen und elektrischen

Anlagen oder im Sicherheitsbereich.

Dank hoher thermischer Auflösung

von 320 x 240 Pixeln liefert

die RevealPro stets präzise Wärmebilder.

Auch Videos werden mit einer

>15Hz Bildwiederholfrequenz flüssig

dargestellt.

Mit dem robusten All-in-One-Gerät

RevealPro lassen sich Gebäude

sowie mechanische und elektrische

Anlagen überprüfen – bei Tageslicht

und in der Dunkelheit. Das tragbare

Gerät passt in jeden Werkzeugkoffer

und kann Handwerker und Industriearbeiter

in vielen Bereichen unterstützen.

Gerade bei der Fehlersuche

ist die Wärmebildkamera hilfreich,

da sie hohe Wärmeentwicklungen

und Undichtigkeiten zuverlässig

erkennbar macht, z.B. bei einer

Bodenheizung. Auch defekte oder

korrodierte Sicherungen und lose

Anschlüsse zeigt das kompakte

Gerät präzise an.

RevealPro erkennt Temperaturen

von -40 bis +330 °C und bietet ein

32° weites Sichtfeld. Die Einstellungen

für die thermische Spanne,

Aussteuerung und den Emissionsgrad

sind regelbar. Optional kann die

integrierte 300 Lumen starke LED-

Lampe zugeschaltet werden. Diese

sorgt für eine solide Beleuchtung von

schlecht zugänglichen Bereichen

oder bei Dunkelheit. Auch potenziell

gefährliche Situationen können somit

aus sicherer Distanz bewertet werden.

Die Wärmebildaufnahmen werden

direkt im internen 4-GB-Speicher

74 Haus und Elektronik 4/2022


Hochkompaktes dreiphasiges Power-Quality-

Messgerät

Messtechnik

Der handliche batteriebetriebenen Netzqualitätstester Mavowatt 210

für die kosteneffiziente Energie- und Netzdatenerfassung

Gossen Metrawatt GmbH

www.gossenmetrawatt.com

Gossen Metrawatt liefert den Mavowatt 210 standardmäßig mit

Netzteil, drei Rogowski-Spulen und vier Spannungskabeln aus

gesichert und können via USB ausgelesen

werden. Ein USB-Lade- und

Datenkabel wird mitgeliefert. Der aufladbare

Akku hält vier Stunden, bevor

er wieder ans Netz muss. Das stabile

gummierte Gehäuse und das

kratz- und bruchresistente Gorilla-

Glas-Display machen die Reveal-

Pro auch in rauen Umgebungen zu

einem unverwüstlichen Begleiter.

Weitere Informationen: https://seekthermal.macland.de/

Produkte von Seek Thermal sind im

Fachhandel erhältlich, beispielsweise

bei Conrad. Für die Distribution in

Deutschland ist MacLAND zuständig.

Die deutsche Gebrauchsanleitung

ist unter folgendem Link hinterlegt:

https://support.thermal.com/hc/de ◄

Mit dem neuen Mavowatt 210 rundet

Gossen Metrawatt sein Portfolio

im Bereich der tragbaren Energie-

und Netzqualitätsmessgeräte

um ein wirtschaftliches und

mit nur 640 g sehr leichtes Gerät

nach unten ab.

Der bidirektionale Datenlogger

erfasst präzise alle relevanten

Messgrößen, die für die Sicherstellung

der Qualität der Energieversorgung

von Erzeuger- wie Verbraucherseite

ausschlaggebend sind.

Minderungen der Netzqualität wie

Spannungsabfall, Spannungseinbrüche,

Überhöhung der Versorgungsspannung

und Spannungsunterbrechungen

werden mit einer

Auflösung von 1/2 Zyklen nach IEC

61000-4-30 erkannt sowie Oberschwingungen

gemäß IEEE 519-

2014/IEC 61000-4-7 aufgezeichnet.

Das über vier Spannungskanäle

zur Direktmessung bis 600 V (CAT

III) sowie vier Stromkanäle verfügende

Gerät eignet sich für sämtliche

relevanten Leistungsparameter

wie Spannung, Stromstärke,

Wirk-, Blind- und Scheinleistungen.

Zudem fungiert es als hochpräzises

bidirektionales 4-Quadranten-

Messgerät zur Energieflusserfassung

bspw. in Windkraft- und PV-

Anlagen.

Eine automatische Erkennung der

Anschlussform und die Signalisierung

von Anschlussfehlern durch

farbcodierte Leuchtdioden gewährleisten

allzeit einen sicheren Betrieb.

Das handliche Mavowatt 210 lässt

sich batteriebetrieben in jeder lokalen

oder entfernten Anlage mit bis zu

sieben Stunden Laufzeit einsetzen.

Zur Visualisierung und Auswertung

ermöglicht eine integrierte Ethernet-Schnittstelle

mit Webserver den

Echtzeit-Zugriff auf die vom Analysator

gemessenen sowie bereits aufgezeichneten

Werte. Analysen und

Berichte können mit der mitgelieferten

kostenfreien, speziell für den

Mavowatt 210 adaptierten PC-Software

Dran-View XP erstellt werden.

Zum weiteren Lieferumfang zählen

standardmäßig drei Rogowski-

Spulen mit einem Messbereich bis

500 A, vier Spannungskabel sowie

ein Netzteil. Darüber hinaus führt

der Hersteller zusätzliche Stromsensoren

im Angebot. ◄

Haus und Elektronik 4/2022 75


Lichttechnik

Arbeitsleuchte für jeden Einsatz

Lichtstark wie gewohnt und universell

wie nie zuvor: Das neueste

„Kraftpaket” Gladiator SL I B18V von

Sonlux mit professioneller Bosch-

Akku-Power gilt einmal mehr als beispielgebend

bei der Ausleuchtung

rauer Arbeitsumgebungen. Durch die

Anbindung des in einer Vielzahl von

Profiwerkzeugen bereits genutzten

Wechselakkusystems „Professional

18 V“ von Bosch ist die Innovation

mobiler. Durch das universelle Akkusystem

können außerdem bereits

vorhandene Akkus und Ladegeräte

gemeinsam für die Beleuchtung eingesetzt

werden. Das spart Zeit und

macht die Arbeit effizienter.

Darüber hinaus bringt diese neue

Version alle bekannten Eigenschaften

mit. Die großflächige, opal ausgeführte

Abdeckscheibe garantiert

eine blendfreie und harmonische

Ausleuchtung. Feinjustiert werden

kann der maximale Lichtstrom von

4000 Lumen zudem über die in fünf

Stufen mögliche Dimmung in den

Leistungsstufen 10, 25, 50, 75 und

100 %. Mit phosphoreszierenden

Elementen leuchtet das Bedienfeld

bei völliger Dunkelheit eine Zeit lang

nach, was wiederum eine sichere

Bedienung garantiert. Das Gehäuse

trotzt mit seinem robusten Kunststoff

und weichen Kantenschutz allen

mechanischen Beanspruchungen.

Der Bügel zur Einstellung der optimalen

Ausleuchtung dient außerdem

zur Anbindung von vielfältigem

Zubehör für die Wand-, Stativ- oder

Magnetmontage, wodurch die Einsatzmöglichkeiten

zusätzlich erweitert

werden.

• Sonlux Lighting GmbH

info@sonlux.de

www.sonlux.de

Glamox feiert 75-jähriges Jubiläum

sion. Der Standort in Molde ist bis heute

für Glamox die zentrale Entwicklungsund

Produktionsstätte.

Glamox wird international

Glamox GmbH

www.glamox.de

Die Erfolgsgeschichte des norwegischen

Leuchtenherstellers Glamox

startete mit der Gründung des Unternehmens

im Jahr 1947 durch den Bauingenieur

und Wissenschaftler Birger

Hatlebakk.

Glamoxierung als

Initialzündung

Als erfolgreicher Erfinder entdeckte er

eine Methode für die elektrochemische

Oberflächenbehandlung von Aluminium,

die er Glamoxierung nannte und die sich

zur Herstellung effizienter Aluminium-

Reflektoren für leistungsfähige Leuchten

nutzen ließ. Dank dieser Erfindung

war es dem Unternehmen Glamox möglich,

qualitativ hochwertige Leuchten

mit effizienten Aluminium-Reflektoren

zu einem attraktiven Preis zu produzieren.

Bis heute hat sich die Glamox

Gruppe zu einem weltweit agierenden

Unternehmen mit 2300 Mitarbeitenden

sowie Vertriebs- und Produktionsstandorten

in mehreren europäischen Ländern,

Asien und Nord- und Südamerika entwickelt.

Neben Leuchten mit modernster

LED-Technologie zählen innovative

HCL-Konzepte und effiziente Lichtmanagementsysteme

zu den Kernkompetenzen

von Glamox.

Marken und Produkte

Zur Glamox Gruppe gehören die

bekannten Marken Glamox, Aqua Signal,

Luxo, Norselight, LINKSrechts, Küttel,

Luxonic, ES-System, LitelP und Luminell.

Bereits in den ersten Jahren der

damals noch jungen Firmengeschichte

von Glamox wurden eine Reihe von

erfolgreichen Beleuchtungsprodukten

entwickelt und eine Fabrik im norwegischen

Molde, der Heimatstadt von

Birger Hatlebakk, gebaut. Bereits 1959

hatte das Unternehmen 147 Mitarbeiter

und eine solide Basis für weitere Expan-

Die 60er Jahre waren geprägt von einer

deutlichen Erweiterung der Produktpalette

und damit einhergehend auch des

Umsatzvolumens. Glamox richtete Vertriebsgesellschaften

in Schweden, Dänemark

und Großbritannien ein. Bereits 1969

zählte das Unternehmen 470 Beschäftigte.

In den 70er Jahren wurde auch in

Finnland eine Produktion eröffnet. In

Finnland, Deutschland und Österreich

wurden zugleich Vertriebsunternehmen

gegründet. Auch die ersten Lieferungen

an Marine- und Offshore-Anlagen

in der Nordsee wurden durchgeführt.

1992 erfolgte die Gründung der

Fabrik in Estland.

Übernahmen und weitere

Expansion

Seit den 80er Jahren nahm Glamox

einige wichtige Übernahmen vor. Seitdem

gehören die bekannten Beleuchtungsmarken

Høvik Lys, Norselight

und Aqua Signal zu Glamox. 2009

kam Luxo zur Firmengruppe Glamox.

Zu diesen Akquisitionen und Erweiterungsprojekten

wurden Produktionsstandorte

in Norwegen, Schweden,

Estland, Deutschland, Kanada und

China aufgebaut. ◄

76 Haus und Elektronik 4/2022


Lichttechnik

Limitless & Curved Light

LTS interpretiert den Lichtkanal 060 neu

toren. Diese können lineares Licht

absolut homogen durch eine Kurve lenken.

Das bringt den enormen Nutzen

mit sich, dass alle Vorteile des Standard

Lichtkanals 060 wie Lichtqualität,

Effizienz, Lichtfarbe, Farbwiedergabe,

Homogenität und Ansteuerbarkeiten

für die Kurve genauso gelten.

Das H-Profil des Lichtkanals 060 ist

in den Radien 513, 692 und 1230 mm

erhältlich. Auf Anfrage sind auch individuelle

Radien möglich.

Man sieht: Mit dem Lichtkanal Curved

werden keine Grenzen in Planung und

Gestaltung gesetzt. Mit der durchweg

gleichbleibenden Lichtqualität und der

bewährten Lichtkanal-060-Effizienz

ist der Lichtkanal Curved ein ausgesprochen

flexibles System.

Doch LTS hat bei diesem innovativen

Projekt nicht nur um die Ecke gedacht,

sondern als Resultat auch lineares

Licht um die Kurve gelenkt:

LTS Licht & Leuchten GmbH

www.lts-light.com

Denn Licht wird ab heute um die Kurve

gedacht. Von einer geraden Lichtlinie

hin zu einer dynamischen und organischen

Form. Licht-Designer Martin

Pannier ist begeistert von den neuen

und abwechslungsreichen Möglichkeiten

und unendlichen Beleuchtungsszenarien:

„Zu den vielfältigen

Gestaltungsmöglichkeiten des Lichtkanals

mit Ecken, Kreuzen und Übergängen

von Decke zur Wand kommt

nun die Möglichkeit, geschwungenen

Linien zu folgen und den Lichtkanal

mit weichen Richtungsänderungen

frei im Raum anzuordnen.“

Die weiche Formensprache

des Lichtkanals Curved schafft neue

architektonische Spielräume für die

moderne Innenraumgestaltung.

Entweder fügt er sich in organische

Innenräume harmonisch ein, oder

stellt in geradlinigen Architekturen

als starker Kontrast ein visuelles

Highlight dar. Somit findet der Lichtkanal

Curved gerade im Bereich von

kommunikativen Räumlichkeiten als

lichtgebendes Objekt im Raum seine

Anwendung.

Die hochwertige LED-Technik und

durchgehend homogene Ausleuchtung

verleihen dem Raum eine sehr hohe

und freundliche Aufenthaltsqualität.

Die Möglichkeiten der direkt/indirekt

Beleuchtung oder einer rein direkten

Beleuchtung schaffen zusätzlich Charakter

im Beleuchtungskonzept, die zu

einer vollendeten Lichtlösung beitragen.

Der Lichtgestaltung

sind keine Grenzen gesetzt

– davon ist Ulrich Hermann, Produktentwickler

des LTS Lichtkanal Curved, überzeugt:

„Flexibel wie die Bandscheiben

einer Wirbelsäule schlängelt sich das

optoelektronische Innenleben durch

den gebogenen Kanal. Dies ermöglicht

unseren Kunden ihre Kreativität

auszuleben und beinahe beliebige,

individuelle Formen zu realisieren.“

Und das gelingt dank der im Hause

LTS entwickelten Kurven-Kollima-

Ein architektonisches

Novum

mit dem Label Made in Tettnang ist

entstanden. Durch die flexible Längengestaltung

des LK 060 und die

architektonischen Gestaltungs- und

Kombinationsmöglichkeiten zwischen

dem Standard Lichtkanal

und der gebogenen Lichtlinie können

Räume mit vielfältigen Lichtelementen

realisiert werden. Die

Lichtwirkung ist dabei so individuell

wie wirkungsvoll und bringt für das

Licht-Design einen ästhetischen

Mehrwert sowie eine emotionale

Aufwertung.

Wie man es auch dreht und wendet:

Der LK Curved garantiert hochwertiges,

funktionales und dekoratives

Licht. ◄

Haus und Elektronik 4/2022 77


Lichttechnik

Glamox mit neuem Webauftritt und Logo

Die neue und klarer strukturierte Website sowie das veränderte Markenlogo der

Glamox-Gruppe sind jetzt online

Die Glamox-Gruppe stellte eine doppelte

Neugestaltung ihres Außenauftritts

vor: eine neu gestaltete Website

mit aktualisiertem Markenlogo und eine

neue visuelle Identität. Die Änderungen

signalisieren keinen Strategie- oder

Positionswechsel, sondern bekräftigen

die etablierte Position von Glamox als

führenden Anbieter von nachhaltigen

Beleuchtungslösungen für den globalen

professionellen Markt.

Professionelle

Lichtlösungen

stellen immer den Menschen in den Mittelpunkt.

Ob in einer Produktionshalle,

Schule, Gesundheitseinrichtung oder

in einem Bürogebäude, die Beleuchtung

sollte den Menschen helfen, die

dort tätig sind und sich dort aufhalten

– und ihre Bedingungen und ihr Wohlbefinden

verbessern. Diese grundsätzliche

Haltung hat Glamox zu seiner neu

formulierten Vision inspiriert: Creating

light for a better life. Diese Vision bildet

auch die Grundlage für die neue

Website und den neuen visuellen Firmen-

und Markenauftritt.

Klare Strukturen

leichter zu machen. Schnell und einfach

finden diese so, was sie suchen,

ganz gleich, ob es sich um eine Produktauswahl,

technische Dokumentationen

oder individuelle Beratung

zu Themen wie Human Centric Lighting

oder Licht-Management-Systeme

handelt.

„Die Digitale Transformation hatte für

Glamox in den letzten Jahren oberste

Priorität“, sagt Rune Marthinussen,

CEO der Glamox-Gruppe. „Unsere

gesamte Wertschöpfungskette ist

jetzt digitalisiert, um unseren Kunden

noch effizienter helfen zu können. So

machen wir es dem Kunden zudem

leicht, sich für nachhaltige Lösungen

zu entscheiden. Unsere neue Website

ist ein wesentlicher Baustein dieser

Bemühungen.“

Visuelle Identität

präsentiert sich auf dem neusten Stand:

Direkt ins Auge fällt das neugestaltete

Design des neuen Glamox-Logos. Es

basiert zwar eindeutig auf der früheren

Version, ist jedoch deutlich strahlender

und markanter.

Das gesamte neue Erscheinungsbild

wurde für die digitale Verwendung

optimiert.

„Die letzte Anpassung unseres Logos

erfolgte 1982, also vor fast 40 Jahren“,

sagt Nina Andresen Hol, Group Marketing

Manager bei Glamox, „eine Aktualisierung

war also wirklich an der Zeit,

und die Einführung anlässlich unseres

75-jährigen Jubiläums erscheint uns

besonders passend. Wir sehen diesen

Prozess jedoch eher als Evolution

denn als Revolution.“ ◄

Glamox GmbH

info.de@glamox.com

www.glamox.de

fallen sofort angenehm auf. Glamox

hat bereits über die letzten Jahre eine

digitale Plattform aufgebaut, auf der

Kunden und Partner alles finden, was

sie für professionelle Beleuchtungslösungen

benötigen. Die Einführung

der neuen Glamox-Website perfektioniert

jetzt diesen Prozess. Diese soll

dabei sowohl informativ als auch inspirierend

sein. Ein wichtiges Ziel war es,

noch übersichtlicher zu werden, um

den Anwendenden das Navigieren

78 Haus und Elektronik 4/2022


Lichttechnik

LED-Lichtband auf Leitungsroller mit Schutzart IP65

Gifas Electric GmbH

www.gifas.de

Für eine effektive und mobile Beleuchtung sind

flexible LED-Lichtbänder für den mobilen Einsatz

auf Baustellen nicht mehr wegzudenken. Gegenüber

starren LED-Strahlern haben flexible

LED-Lichtbänder gleich mehrere Vorteile.

Im Vergleich zu einem konventionellen Baustellenstrahler

sorgt das flexible doppelseitige

LED-Lichtband dank der 240°-Abstrahlcharakteristik

für ein schattenfreies Rundumlicht.

Und sollten sich die Anforderungen

der zu beleuchtenden Fläche später einmal

ändern, kann das System dank der Steckfunktion

ganz einfach erweitert werden.

Für eine maximale Ausleuchtung großer

Bereiche kann die FlexLED über das vorhandene

Stecksystem mit anderen FlexLED-

Leuchten verbunden und auf einer Gesamtlänge

von 100 m Betrieben werden.

Die FlexLED ist mit einem hochwertigen

und langlebigen klaren PVC-Schlauch

ummantelt, der für Innen- und Außenbereiche

geeignet (Schutzart IP65/Schlagfestigkeit

IK08). Mit einer Länge von 25 m wird

das Lichtband auf Leitungsroller anschlussfertig

geliefert: praktisch und platzsparend

zu verstauen. Durch einfaches Abhängen

an Decken, Tunnelwänden, Gerüsten oder

in Zugangsbereichen sind die jeweiligen

Arbeitsbereiche schnell und gleichmäßig ausgeleuchtet.

Der Anschluss erfolgt über das mitgelieferte

1,5-m-Kabel mit Euro-Stecker.

Hallenstrahler für industrielle Umgebungen

Mit ZAR High-Bay bietet Televes

einen UFO-Hallenstrahler für industrielle

Umgebungen, dessen optimales

Wärmemanagement eine lange

Lebensdauer und höchste Lichtqualität

garantiert. Die Leuchte wird in

unterschiedlichen Leistungsstufen,

Farbtemperaturen und Lichtverteilungen

angeboten und kann damit

nahezu jeder spezifischen Anforderung

gerecht werden.

Ein wesentliches Leistungsmerkmal

der Industrieleuchte ist ihr optimiertes

Wärmemanagement, das für

eine lange Lebensdauer und eine

exzellente, gleichbleibende Lichtqualität

sorgt. Es basiert auf der

besonderen Struktur des gespritzten

Aluminiumgehäuses, in das

Ableitungskurven – als Teil des

Gehäuses selbst – integriert sind.

Diese Gehäusestruktur begünstigt

die Wärmeleitung und Konvektion.

Zudem sind der versiegelte Treiber

und die LED-Module in zwei voneinander

getrennten Kammern

untergebracht, womit eine Wärmeübertragung

zwischen ihnen

verhindert wird.

Die so gegen Erhitzung geschützte

Elektronik maximiert die Lebensdauer

der Leuchte, die kontinuierlich

ohne Temperaturanstieg betrieben

werden kann. Lichtintensität, Lichtverteilung

und Lichtspannung bleiben

über den gesamten Lebenszyklus

der Leuchte absolut konstant

erhalten. Dazu trägt auch das Überspannungsschutzsystem

(6 und 4

kV) der ZAR High-Bay, das einen

Anstieg der elektrischen Spannung

verhindert. Die Leuchte ist leicht

und handlich, ein Befestigungsring

vereinfacht die Montage, der wasserdichte

Stecker (IP66) ermöglicht

einen absolut sicheren elektrischen

Anschluss. Gleichzeitig

verhindert er das Eindringen von

Staub und Wasser.

Für die in Schwarz gehaltene Leuchte

sind dimmbare (1...10 V) und DALI-

Modelle verfügbar. Es werden drei

Optiken und drei Farbtemperaturen

(3000/4000/5000 K) angeboten,

die Farbwiedergabe liegt bei CRI

>80, auf Anfrage auch bei CRI >90.

Televes gibt die Lebensdauer des

LED-Moduls (150 oder 200 W) mit

100.000 h an. Bei einem Lichtstrom

von 27.000 lm liegt die Effizienz der

Leuchte bei lm/132.

• Televes Deutschland

GmbH

televes.de@televes.com

www.televes.de

Haus und Elektronik 4/2022 79


Lichttechnik

Gartenleuchten für jede Jahreszeit

Die Firma SG Leuchten bietet mit der neuen Gardenlights-Serie hochwertige und

elegante Lösungen.

Im Garten- und Landschaftsbau gewinnt

das Thema Beleuchtung immer mehr

an Bedeutung. Dabei werden einzelne

Bereiche, wie Terrassen, Wege, Garteneinfassungen

und sogar Fassaden und

Bäume gerne besonders akzentuiert

beleuchtet. SG Leuchten bietet mit der

neuen Gardenlights-Serie hochwertige

und elegante Lösungen für verschiedene

Anwendungen an:

Hovden

heißen die LED-Garten-/Wand-Spots

von SG, die zur Fassaden- und Objektbeleuchtung

geeignet sind. Dank des

Montagebügels sind sie ideal für die

Befestigung auf festem Boden oder

Wand geeignet. Die Hovden-Strahler

sind in vier verschiedenen Größen,

in den Lichtfarben 3000 K und

4000 K, mit 15° oder 36° Abstrahlwinkel

erhältlich. Alle Hovden sind dimmbar

(Phasenabschnitt), 270° drehbar

und mit 2 m Anschlussleitung versehen.

Optional ist auch ein Erdspieß

erhältlich. Die Spots sind robust, aus

Aluminium gefräst, erfüllen die Schutzart

IP67 und sind in der Farbe graphit

mehrfach pulverlackiert. Ergänzt wird

die Gardenlights-Serie durch zwei

dezente Bodeneinbau-Spots:

Luna Deco und Luna Mini

Luna Deco ist ein dezenter Bodeneinbaustrahler

in vier verschiedenen Ausführungen.

Die vier unterschiedlichen

Edelstahl-Streuscheiben erzeugen

eine attraktive, zielgerichtete Akzentbeleuchtung.

Dabei wird zwischen

einer, zwei gegenüberliegenden, drei

symmetrisch angeordneten oder vier

möglichen Abstrahlrichtungen unterschieden.

Trotz seiner Schutzart von

IP67 und seiner Stoßfestigkeit IK10

hat Luna Deko sehr geringe Abmessungen:

Ein Einbaudurchmesser von

nur 40 mm und ein Abdeckmaß von 60

mm. Ergänzt wird die Luna-Serie durch

den Einbauspot Luna Mini in 3000 K,

mit 45° Abstrahlwinkel, Schutzart

IP67 und einem Einbaudurchmesser

von nur 25 mm.

Im Lieferumfang

SG Leuchten GmbH

www.sg-leuchten.de

sind generell eine runde (28 mm) und

eine quadratische Edelstahl-Design-

Blende enthalten. Alle Luna-Produkte

werden mit einem 24-V-LED-Konverter

(separat zu bestellen) betrieben. Auf

die Produkte der Gardenlights-Serie

gewährt SG fünf Jahre Systemgarantie

sowie zehn Jahre Garantie gegen

Korrosion. ◄

80 Haus und Elektronik 4/2022


Lichttechnik

Hocheffiziente

LED-Hallenleuchte

für alle Höhen

8.– 10. Nov. 2022

Fachmesse für Elektrotechnik,

Elektronik und Licht

High and Low – hohe Effizienz und

niedriger Verbrauch. Mit Helags

erweitert der schwedische Leuchtenhersteller

Aura Light sein Industrieleuchten-Segment

um eine LED-

Hallenleuchte mit modernster Linsentechnologie.

Geeignet ist sie für

hohe und niedrige Montagehöhen.

Hocheffizient, flexibel und dabei

äußerst langlebig – Helags überzeugt

gleich mit mehreren attraktiven

Eigenschaften.

Aura Light

www.auralight.de

Als Industrieleuchte für große Deckenhöhen

konzipiert, eignet sich die

neue LED-Hallenleuchte dank ihrer

großen Lichtstromvariationen auch

für Anwendungen mit niedrigeren

Decken wie z.B. für Flure oder Parkhäuser.

Helags ist mit drei Lichtverteilungen

erhältlich: breit, mittel und

schmal. Der Leuchtenträger besteht

aus Hydro -Reduxa-Aluminium, das

in Schweden in einem geprüften, kohlenstoffarmen

Verfahren hergestellt

wird. Ein lackiertes Strahlblechgehäuse

rundet das industrielle Design

ab. Aufgrund des reduzierten aber

attraktiven Erscheinungsbildes wird

Helags nicht als klassische Industrieleuchte

wahrgenommen und

eignet sich daher auch für gestalterisch

anspruchsvollere Umgebungen,

wie z.B. für Büros oder

öffentliche Bereiche. Hochwertige

LED-und Treiberkomponenten sorgen

für eine lange Lebensdauer von

bis zu 100.000 h. Helags ist außerdem

leicht zu installieren und zu

warten, denn das LED-Modul sowie

der Treiber sind gemäß der neuen

EU-Richtlinie austauschbar. Die

abnehmbare Lichteinheit ermöglicht

einen Tausch, ohne dass die

Leuchte demontiert werden muss.

Helags ist standardmäßig mit einer

Durchgangsverdrahtung ausgestattet

und mit der IP-Klasse IP54 in zwei

Modelllängen (1200 und 1500 mm)

für die Decken- und Pendelmontage

erhältlich. ◄

SMARTE

IMPULSE

FÜR DIE

E-BRANCHE

belektro.de

Wissen kompakt auf der Messe:

u.a. Aktuelle Normen, Elektromobilität,


Wartung von PV-Anlagen

Haus und Elektronik 4/2022 81

81


Lichttechnik

Büros, Schulen und Besprechungsräume perfekt beleuchtet

Leuchten-Design neu gedacht

Mit der neuen Pendelleuchte klir bringt lichtwerk einzigartiges Design, Effizienz

und raffinierte Lichttechnik zusammen.

gewöhnlicher Qualität betont – hierfür

bürgt der hohe Farbwiedergabeindex

RA >90. Trotz dieser Kompaktheit

erzielt klir eine sehr hohe Lebensdauer,

wie die Kennzeichnung L80

B10 50.0000h verrät.

Die filigrane Leuchte kann flexibel

eingesetzt werden, auch als Lichtband,

und eignet sich insbesondere

für Büros, Schulungs- und Besprechungsräume,

Foyers usw.

Die Leuchte klir

erfüllt höchste gestalterische Ansprüche:

Stirn- und Seitenteile des eloxierten

Aluminiumkörpers sind mit hochwertigen

Acrylglasprofilen umschlossen.

Im Querschnitt misst klir nur 40 x 43

mm, sie wird an transluzenten Einzelseilen

abgependelt. So wirkt die

neue lichtwerk-Leuchte zugleich filigran

und federleicht. Die Einzelseile

selbst übernehmen aber nicht nur die

Funktion als Abhängung. Auch die

elektrische Versorgung wird über sie

zu den LEDs geführt - ohne sichtbare

Anschlussleitung.

Durch neue technische Komponenten

und eine raffinierte Lichtführung,

kombiniert mit hochglänzendem

Microzellenraster, erzeugt

klir sowohl direktes als auch außergewöhnlich

breitstrahlendes indirektes

Licht. Mit UGR


Lichttechnik

Licht auf der light+building 2022

Mit einem

Klick

schnell

informiert!

©Messe Frankfurt GmbH Petra Welzel

Die Herbst-Edition der light+building findet diesmal

vom 2. bis 6. Oktober in Frankfurt am Main statt.

Neben zahlreichen Technik- und Design-Trends ist

vernetztes Licht ein aktuelles Thema. Unter diesem

Begriff werden verschiedene Innovationen

vereint, die den lichttechnischen Ausbau hin zur

intelligenten Stadt vorantreiben sollen.

Innovative Lichtkonzepte

können im urbanen und ländlichen Raum für mehr

Sicherheit sorgen. In Smart Cities könnten künftig

vernetzte Lichtsysteme für bedarfsgerechte Ausleuchtung

sorgen. Entsprechende Konzepte sind

auf der Fachmesse Light + Building 2022 zu finden.

Smart Cities bauen auf integrierte Technologiesysteme.

Diese können mittels weitreichender Digitalisierung

und Vernetzung von Beleuchtungssystemen

individuell fernsteuerbare Lichtszenarien

ermöglichen, die zum Beispiel auf örtliche Gegebenheiten

oder die Tageszeit abgestimmt sind.

Dies umfasst beispielsweise die Straßenbeleuchtung.

Für zusätzliche Sicherheit sorgt die Integration

von Überwachungskameras in modular aufgebaute,

smarte Lichtstelen, was eine nicht-invasive

Videoüberwachung in Parks, Fußgängerzonen

und auf Parkplätzen ermöglicht. Die Lichtsteuerung

erfolgt abhängig von Tages- und Jahreszeit

oder durch Sensoren, um auf lokale Verhältnisse

zu reagieren.

Das Thema Nachhaltigkeit

wird ebenfalls abgedeckt: Neben dem Einsatz

energiesparender LED-Komponenten ist auch

die Selbstversorgung durch Solarpanels möglich.

Letzteres ermöglicht zudem die flexible Aufstellung

der Außenleuchten, ohne große Erdarbeiten

und Kabelverlegung. Manche Modelle können

sogar Strom für rund zehn Tage speichern.

Viele Hersteller produzieren schon jetzt vollständig

wiederverwertbare Leuchten. So lassen sich

zum Beispiel Masten aus eloxiertem Aluminium

auch nach jahrzehntelanger Nutzung vollständig

recyclen.

Wie der Messeveranstalter berichtet, gibt es

trotz der modernen Technologien eine Vielzahl

an Produkten. Die Auswahl reicht von gusseisernen,

historisierenden Beleuchtungskörpern,

die sich etwa in Altstädten gut einfügen, bis hin

zu puristischen Lösungen für Umgebungen mit

moderner Architektur. Smartes Licht lässt sich

dadurch in eine Vielzahl an räumlichen Szenarien

einbinden und exakt an das jeweilige bauliche

Umfeld anpassen. ◄

Haus und Elektronik 4/2022 83

• Jetzt NEU: Unser e-paper-

Kiosk für noch schnelleren

Zugriff auf die aktuellen Hefte

• Unsere Fachzeitschriften und

Einkaufsführer im Archiv als

Download

• Aktuelle Produkt-News und

ausgewählte Fachartikel aus

der Elektronik-Branche

• Direkt-Links zu den Herstellern

• umfangreiches

Fachartikel-Archiv

• Optimiert für mobile

Endgeräte

• Komplettes Archiv der

beliebten Kolumne „Das letzte

Wort des Herrn B“ aus PC &

Industrie

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Sie uns auf:

www.beam-verlag.de


Photovoltaik

Kostal Piko MP plus mit Combiner Box von BYD

Hybridwechselrichter harmoniert

mit Combiner Box

Der einphasige Hybridwechselrichter PIKO MP plus harmoniert perfekt mit der

Combiner Box von BYD und bietet nun die Möglichkeit, größere Batteriekapazitäten

zu nutzen

Piko MP plus:

Alleskönner für den

einphasigen Bereich

Der Anspruch an einen effizienten

Wechselrichter ist hoch, wenn dieser

wandeln, steuern und speichern soll.

Denn so können weitere Energiequellen

und Verbraucher ins PV-System

integriert werden, um über den Tag

hinweg gewonnene Energie in der

Batterie zu speichern. Diese Energie

kann dann nachts, bei Leistungsspitzen

oder in Übergangszeiten mit

wenig Sonneneinstrahlung abgerufen

werden.

Und je mehr Solarenergie aus den

Modulen in die PV-Anlage fließen

kann, umso größer ist der Bedarf, die

nicht sofort verbrauchte Energie zwischenzuspeichern.

Kurz und knapp:

Genau das kann der Einphasenspezialist

Piko MP plus. Und noch mehr!

Sehr gefragt:

Große Batteriespeicher

Kostal Solar Electric

www.kostal-solar-electric.com/

de-de/

Kostal hat für alle einphasig betriebenen

PV-Anlagen mit Speicheranbindung

für große Stromreserven und

hohe Selbstverbräuche ab sofort eine

optimale Lösung parat: Mit der Combiner

Box von BYD sind bis zu drei

Speichertürme und 66 kWh parallel

mit dem einphasigen Hybridwechselrichter

Piko MP plus verschaltbar.

So können Solarstromvorräte flexibel

erweitert, der Autarkiegrad erhöht und

der Anlagenutzen gesteigert werden.

Mit diesem PV-System aus einem leistungsstarken

Wechselrichter in Kombination

mit einem großen Batteriespeicher

reagiert Kostal auf den steigenden

Bedarf an Strom, der zudem

jederzeit verfügbar sein soll.

Mit dem Piko MP plus, der Combiner

Box und einem angeschlossenen

BYD-Speichersystem geht es nun

mit wenigen Handgriffen: So kann der

Eigenverbrauch mit selbst erzeugtem

Solarstrom gesteigert werden und ist

dank dem Batteriespeicher auch zeitversetzt

möglich.

Der Wechselrichter Piko MP plus ermöglicht

nun im Zusammenspiel mit

der Combiner Box von BYD bis zu

66 kWh Speicherkapazität. Bei hoher

Sonneneinstrahlung liefert der Piko MP

plus Solarstromüberschüsse und versorgt

über die Combiner Box nun bis

zu drei BYD-Speichertürme gleichzeitig.

Mit mehreren angebundenen

Batteriespeichern pro Wechselrichter

kann so die Leistungsausbeute einer

PV-Anlage enorm – für den späteren

Eigenverbrauch – gesteigert werden.

Die BYD Combiner Box CBH 40A

ist in Kombination mit zwei oder drei

Speichertürmen der Modelle Battery

Box Premium HVS/HVM verschaltbar.

Hierdurch können nun Batteriekapazitäten

von 5,1 (1x HVS 5.1) bis

66 kWh (3x HVM 22.1) als Speichermedium

genutzt werden.

84 Haus und Elektronik 4/2022


Photovoltaik

Das Batteriesystem wird dabei so

konfiguriert, dass alle Türme dieselbe

Modulanzahl haben und die gleichen

Speicherelemente miteinander interagieren.

Dies sorgt für einen störungsfreien

und sehr leistungsstarken Betrieb.

Die Combiner Box CBH-40-A nimmt

hierbei die Mittlerrolle zwischen Batterien

und KSEM (Kommunikation)

sowie zwischen Wechselrichter und

Batterien (DC-Leistung) ein.

Speichern mit der

BYD Combiner Box

Installiert ist die BYD Combiner Box im

Handumdrehen, da sie mit nur 9,7 kg

Gewicht mit dem im Lieferumfang

enthaltenen Montageset rasch und

spielend leicht an der Wand angebracht

werden kann. Das Design des

Anschlussfeldes ist klar und übersichtlich:

Linksseitig werden die bis zu drei

Batterietürme angeklemmt, rechts liegen

die ausgehenden Verbindungsstellen,

die den DC-Strom zum Wechselrichter

leiten.

Großen Spielraum für Gleichstromanschlüsse

gewährleistet der kompatible

DC-Leiterquerschnitt von 6 bis 16 mm 2 ,

wobei herkömmliche PV-Kabel sich

besonders zur Verwendung eignen

und damit keine Mehrkosten für teure

Spezialleitungen oder Anschlussklemmen

entstehen. Durch die kompakte

Bauweise der Combiner Box lässt sich

das komplette System aus Wechselrichter,

Box und Speichersystem auf

engstem Raum und in unmittelbarer

Nähe zueinander einrichten.

Sicherheit wird bei der Combiner Box

ganz groß geschrieben: Zur Verbindung

aller beteiligten Komponenten bietet

die Box alle notwendigen Anschlüsse,

Verbinder und Schutzvorkehrungen.

Das robuste Gehäuse ist nach IP55

berührungs-, staub- und strahlwassergeschützt,

das Gerät dabei wartungsfrei,

sodass keine Servicekosten

entstehen.

Piko MP plus mit

Kostal Smart Energy Meter

Der einphasige Hybridwechselrichter

Piko MP plus ist Spezialist für kleine

Dächer in privater oder gewerblicher

Anwendung. Das Besondere an diesem

Wechselrichter ist seine extreme

Vielseitigkeit und Flexibilität. Als Solarwechselrichter

sorgt er mit einem zuverlässig

hohen Wirkungsgrad und integriertem

Schatten-Management für

beste Energieerträge.

Dabei kann er jede Rolle im Anlagensystem

optimal ausfüllen. Mit einer Leistung

von 1,5 bis 5 kW, im Geräteverbund

sogar 6 kW, und bis zu zwei MPP-

Trackern meistert er verschiedenste

Dachauslagen und variiert funktionell

zwischen einem reinen Solarwechselrichter,

einem Hybridwechselrichter

mit Speicheranbindung und einem

reinen Batteriewechselrichter, der sich

nur um die Optimierung des Speichergeschehens

kümmert.

Im Verbund mit dem Kostal Smart

Energy Meter, der Zähler und Energiemanager

zugleich ist, läuft der Piko

MP plus zur Hochform auf und ein

optimales Energiemanagement wird

zum Standard. Tag für Tag, Nacht für

Nacht, Jahr für Jahr. Das Monitoring

dieses Geräts ist so bestechend wie

einfach: Alle Ertrags-, Verbrauchsund

Vorgangsdaten sind unkompliziert

direkt im Gerätedisplay und über

die kostenfreien Online-Anwendungen

Kostal Solar Portal und Kostal Solar

App per PC, Laptop, Tablet und Handy

einsehbar. Dies gewährleistet absolute

Transparenz sowie hohe Effizienz

und spart Kosten.

2-in-1 mit Piko MP plus

Ohne Wenn und Aber: Der Piko MP

plus ist in Doppelfunktion als Energieerzeuger

mit Speicheranbietung ein

echter Allrounder. Das Gerät ist mit den

Speichern der Hochvolt-Speicherlösung

von BYD HVM/HVS kompatibel.

Die Battery Box HVS und HVM bevorratet

und liefert leistungsstark Solarstrom

für die spätere Nutzung, was

geringere Kosten und mehr Eigenverbrauch

ermöglicht. Dabei ist der

Wechselrichter fähig, Leistung über

die AC- (von weiteren Erzeugern) oder

DC-Seite (die direkt angeschlossenen

PV-Module) aufzunehmen.

Piko MP plus: Unabhängig

geprüft und getestet

Die Speicherinspektion der HTW

Berlin hat es erwiesen: Der Piko MP

4.6.2 plus sorgt in Kombination mit der

BYD Battery Box HVS 7.7 in DC- und

AC-Auslegung für begeisternde Effizienzwerte.

Die nutzbare Speicherkapazität

wird durch Wirkungsgrade

von über 95 % systemübergreifend

hocheffizient bereitgestellt. Neben

den hohen Wirkungsgraden sind die

schnelle Einschwingzeit und geringste

Regelungsverluste maßgeblich für

die harmonisch-wirtschaftliche Leistungsfähigkeit

des Gesamtsystems

verantwortlich.

Der Hybridwechselrichter Piko MP

plus ist Made in Germany und dank

der Null-Fehler-Strategie von Kostal

systematisch absolutes Qualitätsprodukt

für Hochleistung, Zuverlässigkeit

und Sicherheit im Alltag. ◄

Fachbücher für die Praxis

Digitale

Oszilloskope

Der Weg zum

professionellen

Messen

Joachim Müller

Format 21 x 28 cm, Broschur, 388

Seiten,

ISBN 978-3-88976-168-2

beam-Verlag 2017, 24,95 €

Ein Blick in den Inhalt zeigt, in

welcher Breite das Thema behandelt

wird:

• Verbindung zum Messobjekt über

passive und aktive Messköpfe

• Das Vertikalsystem – Frontend und

Analog-Digital-Converter

• Das Horizontalsystem – Sampling

und Akquisition

• Trigger-System

• Frequenzanalyse-Funktion – FFT

• Praxis-Demonstationen: Untersuchung

von Taktsignalen,

Demonstration Aliasing, Einfluss

der Tastkopfimpedanz

• Einstellungen der Dezimation,

Rekonstruktion, Interpolation

• Die „Sünden“ beim Masseanschluss

• EMV-Messung an einem Schaltnetzteil

• Messung der Kanalleistung

Weitere Themen für die praktischen

Anwendungs-Demos sind u.a.: Abgleich

passiver Tastköpfe, Demonstration

der Blindzeit, Demonstration

FFT, Ratgeber Spektrumdarstellung,

Dezimation, Interpolation, Samplerate,

Ratgeber: Gekonnt triggern.

Im Anhang des Werks findet sich

eine umfassende Zusammenstellung

der verwendeten Formeln und

Diagramme.

Unser gesamtes Buchprogramm finden Sie unter www.beam-verlag.de

oder bestellen Sie über info@beam-verlag.de


Software

Bautagebuch-App ergänzt

Handwerker-Software

Die App Bautagebuch+ aus dem Hause Streit Datentechnik GmbH digitalisiert

und vereinfacht die mühsame Baudokumentation

Ein verhasster Zeitfresser vieler Bauleiter

ist die Dokumentation von Fortschritten

und besonderen Vorkommnissen

der Baustellen per Bautagebuch.

Im Fall von rechtlichen Auseinandersetzungen

oder für den Nachweis

von Behinderungen bei der Auftragsausführung

stellen die Tagesprotokolle

aber eine wichtige Quelle dar.

Für eine schnelle Lösung sorgt Streit

Datentechnik mit der neuen App Bautagebuch+,

mit welcher Handwerker

ihre Baudokumentation komplett digitalisieren.

Tagesberichte lassen sich

direkt von der Baustelle aus erfassen

oder per Sprachfunktion aufnehmen

und anschließend inklusive aller benötigen

Zusatzdaten und Angaben ins

Büro übertragen.

weitere Dokumente sind einsehbar

und können den Aufträgen

angehängt werden.

Sprechen statt tippen

Sprechen ist das neue Tippen

beim Einsatz von mobilen

Endgeräten. Auch die

Bautagebuch-App macht

sich diese Funktion zu Nutze.

Das manuelle Erfassen und

das mühsame Abtippen von

händischen Aufschrieben ist

vorbei. Mit der Sprachfunktion

der mobilen Endgeräte,

lassen sich Tagesberichte

einfach aufsprechen. Ist der

Tagesbericht fertig, lässt sich

dieser dank Synchronisation,

sofort im Büro abrufen, wird

beim entsprechenden Projekt

und Kunden archiviert

und kann beliebig exportiert

oder weiterversendet werden. Im Vorfeld

ist zudem definierbar, ob ein Bauleiter

den Tagesbericht vor Abschluss

digital auf dem Tablet signieren soll.

So sind die Tagesberichte automatisch

auch abgezeichnet.

Mängel-Management

exakt und schnell erledigt

Ein wichtiger Bestandteil bei der Erfassung

des Baufortschritts, ist das Dokumentieren

möglicher Mängel und die

Erstellung von Behinderungsanzeigen.

Aus Gründen der Beweisführung ist

gerade hier die schriftliche Dokumentation

bedeutend. Bautagebuch+ ermöglicht

das schnelle und detaillierte

Erfassen der Mängel mit Hinterlegung

von Fotos und der exakten Verortung.

Weitere Funktionen

Weitere Funktionen vereinfachen eine

umfassende Dokumentation, denn je

detaillierter diese ist, desto besser ist

dies im Falle der notwendigen Erbringung

von Leistungsnachweisen. Die

Wetterdaten, Arbeitszeiten und das

Datum werden im Online-Betrieb bei

der Erstellung von Tagesberichten

automatisch abgerufen, können jedoch

auch manuell eingegeben oder angepasst

werden. Ebenfalls können dem

Tagesbericht eingesetzte Materialien,

Werkzeuge und Maschinen aber auch

weitere externe Dokumente und Fotos

hinzugefügt werden.

Bautagebuch+ sorgt dafür, dass Fehlerquellen

erst gar nicht entstehen,

Infos und Dokumente jederzeit einsehbar

sind. Durch die vollständige

Archivierung aller Tagesberichte in

der digitalen Bauakte der Hauptanwendung

Streit V.1 sind diese jederzeit

und langfristig verfügbar. ◄

Streit Datentechnik GmbH

www.streit-software.de

Einfach bedienbar

Die App ist intuitiv und einfach zu bedienen

und komplett mit der Hauptanwendung

kompatibel. Das bedeutet, dass

alle Daten und Tagesberichte automatisch

übertragen werden und Auftragsdaten

abgerufen werden. Projekte

werden übersichtlich dargestellt

und können Mitarbeitern oder

ganzen Teams einfach zugewiesen

werden. Eine farbliche Kennzeichnung

zeigt den Status von Berichten.

Auch wichtigen Infos zur Baustelle wie

Kontakte, externe Firmen, Pläne und

Bei entsprechender Einstellung müssen fertige Bautagesberichte vor

Abschluss digital signiert werden

86 Haus und Elektronik 4/2022


Software

Virtueller Smart-Home-Planer

Wertvolle Einstiegsund

Orientierungshilfe

Mit seinem neuen Smart-Home-Planer

möchte Somfy die vielfältigen

Möglichkeiten vernetzten Wohnens

für Endkunden anschaulich erlebbar

machen. Grundlage des Tools ist das

3D-Modell eines Einfamilienhauses

mit attraktiven Anwendungsszenarien,

das auf einer virtuellen Entdeckungsreise

erkundet werden kann.

Einfach einfacher

Informieren, inspirieren und Entscheidungsfindungen

vereinfachen:

Der Smart-Home-Planer von Somfy

bietet ein intuitives Nutzererlebnis mit

hohem Wiedererkennungswert. Zahlreiche

konkrete Anwendungsszenarien

in Videoform demonstrieren den

Mehrwert moderner Automationslösungen

anhand eines typischen

Tagesverlaufs. Dabei können die

jeweiligen Bereiche des virtuellen

Hauses aus drei unterschiedlichen

Perspektiven erforscht werden. Liebevoll

gestaltete Details, wie bunte

Legosteine auf dem Wohnzimmerboden,

ein vollständig eingerichtetes

Home-Office-Zimmer oder die

gemütliche Pergola mit Grill im Garten,

sorgen für ein realistisches und

ansprechendes Ambiente.

Die ergänzenden Produktempfehlungen

beantworten alle wichtigen

Fragen nach Kompatibilitäten und

individuellen Erweiterungsoptionen.

Denn im Smart Home von Somfy ist

eine ganze Menge möglich: Ob mit

dem Szenario „Entspannter Start

in den Tag“, „Wetterschutz auf der

Terrasse“, „Willkommen zu Hause“

oder „Smarte Anwesenheitssimulation“

– die Anwender genießen perfekten

Wohlfühlkomfort und Sicherheit

rund um die Uhr.

Für eine noch nahtlosere User Experience

lassen sich die jeweiligen

Szenarien über ein spezielles Filter

an die eigenen Bedürfnisse und

Gegebenheiten vor Ort anpassen.

Nach der entsprechenden Bestätigung

erhält der Nutzer eine Liste mit

empfohlenen Produkten, die für die

Realisierung des gewählten Szenarios

erforderlich sind, und per Mausklick

einem persönlichen Merkzettel

hinzugefügt werden können.

Mögliche Hemmschwellen vor abstrakten

technischen Zusammenhängen

senken und positive Kaufanreize

schaffen – zum Abschluss

der gewünschten Konfiguration

muss man nur noch die eigene

Postleitzahl eingeben, um einen

regionalen Somfy Fachhändler zu

finden, bei dem die ausgewählten

Sicht- und Sonnenschutzlösungen

inklusive professioneller Beratung,

Montage und Inbetriebnahme bezogen

werden können. Alternativ können

smarte Steuerungen und Sensoren

zur Erweiterung einer bestehenden

Lösung auch direkt über

den offiziellen Somfy Onlineshop

bestellt werden.

• Somfy GmbH

www.somfy.de

AUSSERGEWÖHNLICH.

ENGAGIERT!

JETZT SCHÜTZEN:

WWF.DE/PROTECTOR

TOR

WERDEN SIE »GLOBAL 200 PROTECTOR« UND

BEWAHREN SIE DIE ARTENVIELFALT UNSERER ERDE.

Von den Regenwäldern Afrikas über die Arktis bis zu

unserem Wattenmeer – die „Global 200 Regionen“ bergen

die biologisch wertvollsten Lebensräume der Erde.

Helfen Sie dabei, sie zu erhalten!

WWF Deutschland | Niloufar Ashour | Reinhardtstraße 18 | 10117 Berlin

Telefon: 030 311 777-732 | E-Mail: info@wwf.de

Haus und Elektronik 4/2022 87


TV, Radio und Internet

Highspeed-Internet kommt ins Koax-Netz

je bis zu zwei Endgeräten zugeführt

werden. Dies ist besonders praktisch

für z.B. Smart-TVs, Multimediaplayer

oder Spielekonsolen, die ohnehin oft

nahe einer Koax-Dose aufgestellt sind.

„Ein Heimnetzwerk über Koax oder

K-LAN, wie wir es bezeichnen, ist eine

hervorragende Alternative zu Powerline,

um den wachsenden Ansprüchen

moderner Endgeräte zu begegnen ohne

neue Netzwerkkabel verlegen zu müssen.

Dank verbesserter Datenrate sind

größere Video-Downloads, ruckelfreies

Streaming und flüssiges Gaming kein

Problem. Und die Installation ist denkbar

komfortabel und schnell – einfach

einstecken und das Modem ist fertig

eingerichtet”, so Christian Linke, Entwickler

bei Kathrein Digital Systems.

Erwähnenswert sind zudem die Abschirmung

gegen Störungen, u.a. durch

DVB-T und Sat- Signale, sowie die

enorme 700-m-Reichweite des eingespeisten

Internet-Signals in umfangreicheren

Koax-Netzen. Das EXI 02 LAN

kommt zusammen mit einem Netzteil

sowie einem Cat.6-Netzwerkkabel.

Produktmerkmale:

Kathrein Digital Systems

GmbH

www.kathrein-ds.com

Kathrein Digital Systems liefert mit dem

EXI 02 LAN ein neues G.hn-Modem für

Ethernet-über-Koax mit bis zu 2 Gbit/s

Datendurchsatz. Ganz ohne die Verlegung

von Kabeln und weniger störanfällig

als Powerline gelangt so das

anliegende Highspeed-Internetsignal

vom Router zu jedem Punkt eines vorhandenen

Koax-Netzes. Dort kann es

anschließend per Plug&Play von bis

zu 15 weiteren EXI-02-LAN-Geräten

abgegriffen und per Netzwerkkabel

• G.hn-Modem für das Kathrein Ethernet-über-Koax-System

„K-LAN 2.4“

• verbesserter Datendurchsatz mit

bis zu 2 Gbit/s

• gleichzeitig 16 Modems innerhalb

eines Netzwerkes

• integrierter Switch zum Anschluss

von zwei Netzwerkgeräten

• Plug&Play – anschließen, sicheres

Pairing mit „push button“ und fertig

• Koax-Reichweite bis zu 700 m ◄

WERDEN SIE SINNSTIFTER!

Nichts verändert die Zukunft eines Kindes nachhaltiger

als frühe Förderung und Bildung. Unterstützen Sie junge

Menschen und werden Sie Teil der SOS-Stiftungsfamilie!

Mehr Infos unter www.sos-kinderdorf-stiftung.de

88 Haus und Elektronik 4/2022


TV, Radio und Internet

1800-MHz-Zweiloch-

Antennendosen für DOCSIS 3.1/4.0

Technologie mit klarer

Signalwirkung

für Empfang und

Kommunikation

Zubehör

• Erhöhte Schirmung gegen 4G/LTE

• Klasse A +10 dB

• Installationsfreundlich

Verstärker

• Zuverlässig und langlebig

• Hoher Frequenzbereich

• Von Netzbetreibern zertifiziert

Auch wenn DOCSIS 4.0 und damit die möglichen

Frequenzbereichserweiterungen bis 1,8 GHz im

Down- bzw. 684 MHz im Upstream in Mitteleuropa

noch nicht abzusehen sind, macht es Sinn,

neuinstallierte passive Bauteile zukunftssicher

auszulegen. Denn auch aktuelle DOCSIS-3.1-Signale,

die „nur“ den Frequenzbereich bis 1218

MHz im DS und bis 204 MHz im US belegen, profitieren

von der hohen Qualität und den herausragenden

Spezifikationen aktueller Bauteile.

Ziel nahezu aller Kabelnetzbetreiber ist es, von

den in ihr Netz getätigten Investitionen solange

wie möglich zu profitieren und FTTH-ebenbürtige

Datenraten zu ihren Kunden zu bringen.

Nur so können sie die Herausforderungen des

Wettbewerbs mit Glasfasernetzbetreibern meistern.

Hierfür bietet bereits DOCSIS 3.1 genügend

Datenratenpotential an, vorausgesetzt die

hohen Modulationsschemata von bis zu 4096

QAM können flächendeckend im Netz zum

Kunden gebracht werden. Hierfür ist ein qualitativ

hochwertiges Netz von essentieller Bedeutung.

Passive Bauteile sind verhältnismäßig günstig

und relativ einfach zu tauschen, haben aber

neben der aktiven Übertragungstechnik einen

nennenswerten Einfluss auf die Qualität eines

Kabelnetzes und können – korrekt verbaut –

die Qualität der Übertragungsstrecke entscheidend

verbessern!

Die Kunst bei modernen passiven Bauteilen ist

es, physikalische Grenzen so weit als möglich

auszureizen, im selben Zug aber den Preis, die

Fertigbarkeit mit möglichst hohem Automatisierungsgrad,

einen geringen Abgleichaufwand und

eine stabile Reproduzierbarkeit der Werte nicht

aus den Augen zu verlieren.

Die neusten Entwicklungen aus dem Hause

Axing tragen dem Rechnung. Die Antennendosen-Serie

BSD 967-xx kommt ohne Radio

Port aus, da UKW in zukünftigen Kabelnetzen

wegen des erweiterten Rückkanals keine Rolle

mehr spielen wird. So ergibt sich ein Zweiloch-

Dosenkonzept mit IEC-Port als TV-Anschluss

und F-Port für das Kabelmodem. Die Antennendosen

genügen höchsten Ansprüchen bezüglich

Überspannungsfestigkeit, Schirmwirkung,

Intermodulationsfestigkeit und Port-zu-Port-

Entkopplung. Diese Eigenschaften gewinnen

neben den „althergebrachten“ HF-Messwerten

wie einer geringen Durchgangsdämpfung und

einer sehr guten Anpassung in modernen Netzen

immer mehr an Bedeutung.

Diese neuen Antennensteckdosen dürfen ab

sofort in bestimmten Wohnungsbauprojekten

sowie Pilotprojekten von Vodafone eingesetzt

werden und sind somit ein wichtiger Baustein für

konkurrenzfähige Gigabit-Datenraten.

Trotzdem die neuste Antennensteckdosen-Generation

in enger Abstimmung mit Vodafone entwickelt

wurde, sind diese absolut universell in

allen Netzen von Stadtwerken, Kabelnetzbetreibern

und Antennengemeinschaften einsetzbar,

sofern keine UKW-Signale mehr übertragen

werden und das Downstream-Spektrum erst ab

258 MHz belegt ist.

• Axing AG

www.axing.com

Kopfstellen / IPTVSolutions

• Multituner – Multimodulator (DVB-T/DVB-C)

• Fernwartung/SMARTPortal

• Interaktive Hospitalitylösung

AXING AG

Gewerbehaus Moskau

8262 Ramsen

SMARTSolutions

• Smarte Inhouse-Verteilung von

HDMI- und Ethernet-Signalen

• IPTV über Koax

Multischalter

• Kaskadier- und stapelbar

• Bis zu 4 Sat-Positionen

• Einkabel-Lösungen

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Haus und Elektronik 4/2022 info@axing.com

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Sicherheitstechnik

Integration von Schutznebel

in die Einbruchmeldeanlage

Zertifiziert nach EN 50131 Grad 3,

bieten Einbruchmeldeanlagen von

UNii Alarmsysteme innovative Technik

– entwickelt und produziert in

den Niederlanden. Mit UNii werden

individuelle Sicherheitslösungen für

höchste Anforderungen im gewerblichen

und privaten Bereich realisiert.

Der modulare Aufbau sorgt für hohe

Flexibilität. UNii ist ein Hybridsystem

und ermöglicht den Anschluss von verdrahteter

Peripherie sowie von Funkkomponenten.

Erweiterungsbaugruppen

erlauben hier den weiteren Ausbau

der Eingänge.

Das verschlüsselte Protokoll SIA DC09

sorgt für die sichere Alarm übertragung

zur Notruf- und Serviceleitstelle (NSL).

Mit RFID-Transpondern kommuniziert

das System ausschließlich über verschlüsselte

Übertragungsprotokolle

neuester ISO-Standards, wie dem

Mifare DESFire EV2. Der Datenaustausch

bei Fernparametrierung oder

Smartdevice App erfolgt ebenso sicher

mit AES-256 Bit Verschlüsselung.

Smart und sicher lassen sich Einbruchmeldeanlagen

von UNii mit der App

mySmartControl scharf und unscharf

schalten. Der Nutzer sieht den aktuellen

Zustand der Melder und sperrt

diese bei Bedarf. Die Sicherung der

App erfolgt per Fingerabdruck oder

mindestens vierstelligem Code.

Errichter können über die Cloudversion

der Parametriersoftware jederzeit

auf Anlagen zugreifen. Alarme werden

unverzögert per Push-Nachricht

auf das Smartphone gesendet. Alles

auch bei nächtlicher Stummschaltung

des Telefons.

Innovatives Feature der App: Die Kommunikation

unter den Benutzern dieser

App werden bei anstehendem Alarm

in einem integrierten Chat koordiniert.

Als weiteres Glied in der Alarmorganisationskette

kann ein Schutznebelsystem

von UR Fog in die UNii Einbruchmeldeanlage

über RS-485 Bus integriert

werden. integriert werden. Diese

Kombination ist höchst effektiv zum

Schutz vor Blitzeinbrüchen und Geldautomatensprengungen.

Die Schutznebelsysteme

lösen dann bereits beim

Einbruchsversuch zuverlässig aus und

vernebeln in Sekundenschnelle Räumlichkeiten

mit bis zu 4.500 m³ blickdicht.

• Armantis GmbH

www.armantis.de

Günstige Erweiterung für die Zutrittskontrolle

Die Produktfamilie Siedle Secure

wächst: Siedle Secure Extension

erweitert die Systemzentrale

Secure Controller und bietet zusätzliche

Schaltkontakte für Türsteuerung

und Funktionen. Mit Secure

Extension wird der Auf- und Ausbau

eines Zutrittskontrollsystems

einfacher, flexibler – und vor allem

deutlich günstiger.

Siedle Secure Extension sorgt für

passgenaue Skalierbarkeit und bietet

gleichzeitig eine klare Kostenersparnis

bei der Umsetzung komplexer

Zutrittskontrolle mit vielen Steuerund

Schaltfunktionen.

Jeder Siedle Secure Controller

lässt sich um bis zu zweiSecure

Extensions für Türsteuerungen

oder um bis zu vier Secure Extensions

für Schaltfunktionen erweitern.

Die Kostenreduktion ergibt

sich aus dem günstigen Preis: Im

Vergleich zum Secure Controller

beträgt der Preis der Secure Extension

nur rund ein Drittel. So wird

beispielsweise ein Zutrittskontrollsystem

mit zwölf Türen um mehr

als 40% günstiger.

Mit jeder Secure Extension lassen

sich zusätzlich vier Türen steuern

oder andere Funktionen auslösen,

wie die Aktivierung von Beleuchtung,

die Ansteuerung eines Aufzugs

oder die analoge Freigabe einzelner

Etagen zugänge.

Die neue Erweiterung erschließt

vor allem in Mehrfamilienhäusern,

Gewerbebauten und Mischgebäuden

unzählige Möglichkeiten, Zutrittskontrolle

individuell auf gewünschte

Funktionen und die Zahl der angebundenen

Eingänge anzupassen.

Für den Einbau im Schaltschrank

benötigt Secure Extension als Reiheneinbaugerät

6 Teilungseinheiten und

Standardkabel. Die Spannungsversorgung

kann über den Secure Controller

erfolgen. Die Inbetriebnahme

im Plug&Play-Modus ist denkbar einfach:

Sobald das Gerät mittels Software

im System zugeordnet ist, kann

es eingesetzt werden.

Siedle Secure ist die leistungsstarke

Zutrittskontrolle für Wohn- und

Gewerbe bauten. Zur Produktfamilie

gehören die Systemzentrale Secure

Controller, die neue Secure Extension

und der bewährte Eingangs-

Controller für kleinere Wohneinheiten.

Als elektronische Türöffner

sind RFID-Transponder mit Mifare-

Desfire-EV2-Technologie erhältlich,

wahlweise als Schlüsselanhänger

oder im Scheckkartenformat. Das

Lesegerät readID One liest die Daten

der Transponder schnell aus und ermöglicht

eine komfortable Nutzerverwaltung.

Komplettiert wird die

Produktfamilie mit dem Electronic-

Key-Leser für Siedle-Transponder

und dem Siedle-Codeschloss. Die

Funktionsmodule stehen in den

Designlinien Siedle Vario, Classic

und Steel zu Verfügung.

• S. Siedle & Söhne

www.siedle.de

90 Haus und Elektronik 4/2022


Sicherheitstechnik

Keypad ergänzt Türschlossantrieb

Mit dem neuen Homematic IP Keypad hat der Schlüssel

unter der Fußmatte endgültig ausgedient. Einfach

den geheimen Zugangscode auf dem beleuchteten

Tastenfeld des Keypads eingeben und der Homematic

IP Türschlossantrieb öffnet das Zuhause. Mit

acht individuellen Zahlencodes und zeitgesteuerten

Zutrittsberechtigungen bestimmen Nutzer ganz

genau, wer wann Zugang zu ihrem Heim hat. Das

smarte Homematic IP Keypad kontrolliert aber nicht

nur die Haustür, sondern steuert auch die Beleuchtung,

lässt das Garagentor hoch- und herunterfahren

oder aktiviert den Alarmmodus.

Einmal nicht aufgepasst und – klack! – fällt die

Tür ins Schloss. In einem konventionellen Haus

bleibt jetzt nur der Anruf beim teuren Schlüsseldienst.

Wer dagegen smart wohnt, steht daheim

nie mehr vor verschlossener Tür: Das Homematic

IP Keypad ist die ideale Ergänzung zum Homematic

IP Türschlossantrieb. Fest an der Außenwand

montiert, sendet das Keypad nach der korrekten

Eingabe eines vier- bis achtstelligen Codes den

Befehl zum Öffnen an den Türschlossantrieb im

Innern. Eine direkte Funkverbindung zwischen den

Geräten garantiert die störungsfreie Kommunikation

auch ohne Internetverbindung. So steht das

eigene Zuhause den Bewohnern wirklich immer

offen, selbst wenn der Schlüssel oder das Smartphone

mal nicht zur Hand sind.

Individuelle Zutrittsberechtigungen

Mit der kostenlosen Homematic IP App lassen sich in

wenigen Schritten persönliche Codes für alle Benutzer

festlegen, anpassen und bei Bedarf auch sperren.

Besonders praktisch sind zeitlich beschränkte

Zutrittsberechtigungen. So können Gäste, der Babysitter

oder Haushaltshilfen zwar eigenständig einund

ausgehen, jedoch nur an vorher festgelegten

Tagen und zu bestimmten Zeiten. Das Zutrittsprotokoll

zeichnet jeden Öffnungsversuch zuverlässig auf.

Mit verschiedenen Codes steuern Benutzer auch

das Garagentor, aktivieren die Beleuchtung oder

schalten die Alarmfunktionen ihres Homematic IP

Smart Homes ein: Versucht jemand einzudringen,

während der Hüll- oder Vollschutz aktiviert ist, melden

Tür- und Fensterkontakte sowie Präsenz- und

Bewegungsmelder den Einbruchsversuch per Push-

Nachricht auf dem Smartphone und alle verbundenen

Alarmsirenen werden aktiviert.

Sicher und zuverlässig

Genau wie alle anderen sicherheitsrelevanten

Homematic IP Produkte ist das Keypad mit einem

Sabotagekontakt versehen, der Manipulationsversuche

vereitelt. Digitale Angriffe wehrt Homematic

IP ebenso zuverlässig ab: Als einziges Smart-

Home-System wurde es bereits zum fünften Mal

durch den renommierten VDE für IT-, Protokoll- und

Datensicherheit zertifiziert. Auch AV-Test bescheinigt

Homematic IP ein „hohes Sicherheitsniveau“

und lobt darüber hinaus den sparsamen Umgang

mit Daten als „vorbildlich“. Die gesamte Nutzung des

Systems erfolgt anonym, lediglich die IP-Adresse

wird aus technischen Gründen verschlüsselt erfasst.

Rückschlüsse auf die Identität oder das Nutzerverhalten

sind nicht möglich.

• eQ-3 AG

www.eQ-3.de

www.homematic-ip.com

Gebäudelösungen

von SSB-Electronic

HEATEX ®

BRANDSCHUTZ-

KABEL

• Dämpfungsarm, halogenfrei

und flammwidrig / Brandklasse Cca

• 5 bis 15 mm Außendurchmesser

• Impedanz: 50