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STADTMAGAZIN Bremen Oktober 2022

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Oktober 2022

Kaffeemetropole

Bremisches Rösthandwerk

Herzensprojekt

Sasha über seine neue Show

Digitale Frischekur

Die neue STADTMAGAZIN-Homepage

„Ischa Freimaak!“: Ex-Werderaner Ailton freut sich auf Bremens fünfte Jahreszeit

Der Botschafter


Ihr nächstes Kapitel

beginnt hier.

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2


Viel mehr als

nur Märchen ...

Bremen hat einen neuen Botschafter: Ailton. Dem ehemaligen

Bundesligatorschützenkönig wird die Ehre zuteil

der erste Freimarktsbotschafter überhaupt zu sein. In

dieser Rolle wird der Brasilianer auf vielen Festivitäten und Anlässen

rund um Norddeutschlands größtes Volksfest unterwegs

sein. In unserer neuen Serie

„Michaela Schaffrath trifft“

hat er sich ausgiebig mit ihr

über diese neue Aufgabe

ausgetauscht und außerdem

noch ein paar Anekdoten

aus seiner Kindheit erzählt.

Redaktionsleiter Martin Märtens.

Foto: S. Strangmann

Apropos Freimarkt:

Mehr als 300 Schaustellerinnen

und Schausteller bieten

ein abwechslungsreiches

Angebot mit Karussells für

Groß und Klein, Riesenrad

und Achterbahn, Imbissbuden

und Laufgeschäften,

wenn ab Mitte Oktober

17 Tage lang der Ausnahmezustand

in Bremen herrscht.

Dann wird in ganz Bremen die fünfte Jahreszeit gefeiert, da dürfen

Sie dann auch mal die sprichwörtlichen fünfe gerade sein

lassen – Ischa Freimaak!

Wenn man Menschen irgendwo auf der Welt trifft, so haben

diese in der Regel eines gemeinsam, wenn man sie auf Bremen

anspricht: Die meisten kennen zumindest das Märchen von den

Bremer Stadtmusikanten. Dass die Stadt aber weit mehr als nur

diese Geschichte der Brüder Grimm zu bieten hat, soll mit der

neuen Imagekampagne unter dem Motto „Mehr als Märchen!“

herausgestellt werden. Im Interview erklärt der Geschäftsführer

der Wirtschaftsförderung für den Bereich Marketing und

Tourismus, Oliver Rau, wie man mit den echten und modernen

Gesichtern der Stadt zukünftig mehr Touristen in die Wesermetropole

locken will.

Mehr als sechs Jahre gibt es das STADTMAGAZIN Bremen

jetzt. Da dachten wir uns, dass es mal an der Zeit sei,

unseren Internetauftritt zu überarbeiten. Neben Altbewährtem

gibt es ab sofort auch sehr viel Neues auf unserer Homepage

zu entdecken. Neben einer geänderten Menüführung

und frischen Farben werden Tipps der Redaktion, Bildergalerien,

einen Shop sowie aktuelle Vor- und Nachberichte bei

uns einen Platz finden – dennoch bleibt alles regional, lokal,

bremisch. Zudem planen wir einen Newsletter, noch mehr

Termine sowie die Möglichkeit, ein Abo zu bestellen. Sind Sie

neugierig geworden? Dann besuchen Sie uns doch einfach auf

www.stadtmagazin-bremen.de.

Beim Blick in die aktuelle Ausgabe, die voller Berichte über

Konzerte, Theater und Comedy ist und viele spannende Menschen

sowie reichlich Gastrotipps ist, wird bestätigt, dass Bremen

tatsächlich einiges mehr als nur Märchen zu bieten hat ...

Das gesamte STADTMAGAZIN-Team wünscht viel Spaß

beim Lesen!

Mit uns in besten Händen!

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Eine marktgerechte Bewertung ist die Voraussetzung für eine erfolgreiche Vermittlung.

Wir verfügen über das Know-how und langjährige Erfahrung, kompetent und seriös

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Herausgeber & Verlag:

WESER-KURIER Mediengruppe

Magazinverlag Bremen GmbH

Martinistraße 43, 28195 Bremen

Telefon 04 21 / 36 71-49 90

E-Mail info@stadtmagazin-bremen.de

Redaktion: Martin Märtens (V.i.S.d.P.),

Jennifer Fahrenholz, Kristina Wiede, Zoé Rugen

Autoren: Werner Schwarz, Dirk Böhling, Matthias Höllings,

Temi Tesfay, Michaela Schaffrath

Grafik/Layout: B. O. Beckmann

Lektorat: Kerstin Radtke

IMPRESSUM

Anzeigen: Volker Schleich (verantwortlich),

Anja Höpfner, Anne Zeidler, Dieter Kück, Per-Uwe Baad

Anzeigenannahme: Tel 04 21 / 36 71-20 55 und -49 85

Druck: Dierichs Druck+Media GmbH & Co. KG,

Frankfurter Straße 168, 34121 Kassel

Urheberrechte: Der Nachdruck von Beiträgen ist nur mit

Genehmigung des Verlages und mit Quellenangabe gestattet.

Titelbild: Carlos Anthonyo, Hintergrundbild Christina Kuhaupt

Abonnement: € 30,– für 12 Ausgaben (inkl. MwSt. und Versand)

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Wenn Sie freiwillig an einem Gewinnspiel teilnehmen wollen, erheben

und verarbeiten wir auf der Grundlage des Art. 6 Abs. 1 lit. f DSGVO

(berechtigtes Interesse) die hierzu von Ihnen zur Verfügung gestellten

personenbezogenen Daten in dem Umfang, den die Teilnahme an dem

Gewinnspiel erfordert. Berechtigtes Interesse unsererseits ist die

effiziente Durchführung der Aktion.

Sofern wir die Aktion mit Kooperationspartnern durchführen, übermitteln

wir Ihre Daten auch zweckgebunden an diese. Nach der Gewinnspielteilnahme

werden wir, nach Übermittlung der Daten der Gewinner

an den Veranstalter, Ihre diesbezüglichen Daten löschen. Das Mindestalter

zur Teilnahme an Gewinnspielen beträgt 18 Jahre.

Weitere Informationen finden Sie unter:

www.stadtmagazin-bremen.de/datenschutz.

3


INHALT

TITEL

„Fühle mich wie ein echter Bremer“ 34

Ex-Werderaner Ailton ist der erste Freimarktsbotschafter

LOKALES

„Das Spannende ist die Mischung“ 8

Alles über die 11. „Poetry-Slam-Meisterschaften“

Kaffee:

Bremens Röstereien

38

Imagekampagne für die Stadt 10

Mit „Mehr als Märchen!“ soll der Tourismus gestärkt werden

FREIMARKT

Unterhaltung pur 26

987. Freimarkt: Bremens fünfte Jahreszeit beginnt

„Der Zauber ist noch da“ 28

Im Porträt: Schaustellerin Bettina Robrahn-Böker

BOULEVARD

Fotos: Pixabay, FR

Im Interview:

Musiker Don McLean

72

Abschied von einem Visionär 36

Unterwegs auf den Straßen der Hansestadt

GASTRO

Temis Töpfe 44

Rezept: Biggie-Brie-Burger

FAMILIE

mit Reiseleitung von der

Abfahrt bis zur Rückkehr

Märchen auf Rollschuhen 62

„Hänsel und Gretel“ in der Stadthalle Bremerhaven

KONZERTE

Norddeutsches Multitalent 69

Ina Müller mit Band und aktuellem Album auf Tournee

4

Berlin – Silvester

29.12.22 – 02.01.23

Mandelblüte auf Zypern

10.02. – 17.02.2023

Madeira

02.03. – 09.03.2023

Lissabon

23.03. – 28.03.2023

Information und Buchung unter

04264 - 83 74 555 sowie unter

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RUBRIKEN

Editorial 3

Impressum 3

Kolumnen 6, 37 und 82

Rätsel 82


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präsentiert:

24.10.22 - 20:00h

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& The Funkbots

mit Orchester, Ballett und Solisten

des Sorbischen National-Ensembles

30.10.22 - 17:00h

Rufus Beck liest

Supergute Tage

Arnd Zeigler

31.10.22 - 20:00h

50th Anniversary

„American Pie“ Tour

09.11.22 - 20:00h

Der Mönch mit

der Klatsche

13.11.22 - 20:00h

Markus Kavka liest

Depeche Mode

Das NEUE #ZeiglerLive • www.arndzeigler.de

16.11.22 - 18:30h

Du bist die

Welt für mich

18.11.22 - 20:00h

Zeiglers wunderbare

Welt des Fußballs

02.12.22 - 20:00h

Buddy in concert

17.11.22 - 20:00h

Fleetwood Mac

by The Cosmic Carnival

Vielfalt, Service & gute Unterhaltung!

03.01.23 - 20:00h

Das Phantom

der Oper

02.10.2022 - 15:00h

Ronja Räubertochter

29.10.2022 - 20:00h

SIXX PAXX

20.11.2022 - 14:30h

Die Weihnachtsbäckerei

06.12.2022 - 20:00h

Denis Fischer - Cat People

26. - 28.12.2022

Ballet Revolución

04.10.2022 - 20:00h

Ilka Bessin

03.11.2022 - 20:00h

The Addams Family

21.11.2022 - 20:00h

THE TAP PACK

09.12.2022 - 20:00h

Flying Bach

30.12.2022 - 16:00h

Die Schneekönigin - Musical

08. & 09.10.2022

Sasha

04.11.2022 - 20:00h

Sukhishvili - georgisches Ballett

23.11.2022 - 20:00h

Willie Kimbrough singt Elvis Presley

10.12.2022 - 20:00h

Ein Mann im Schnee

01.01.2023 - 19:00h

The Music of Harry Potter

14.10.2022 - 20:00h

Jethro Tull

06.11.2022 - 15:00h

Tarzan – das Musical

24.11.2022 - 20:00h

Forever Tango

11.12.2022 - 19:00h

The Soul of Tina - Tribute

05.01.2023 - 20:00h

Schwanensee Nationalballett Kiew

15.10.2022 - 20:00h

Poetry Slam Landesmeisterschaften

10.11.2022 - 20:00h

Tom Gaebel & His Orchestra

25.11.2022 - 20:00h

SHERLOCK HOLMES

13.12.2022 - 19:00h

Weihnachtliche Operngala

07.01.2023 - 20:00h

all you need is love! Beatles-Musical

18.10.2022 - 19:30h

Zombie Inferno

11.11.2022 - 19:00h

Das Superpannen-Musical

26.11.2022 - 20:00h

ASP

14.12.2022 - 20:00h

Ein Weihnachtstraum

08.01.2023 - 15:00h

Schneewittchen - Musical

21.10.2022 - 19:30h

Devil’s Exorcist

12.11.2022 - 20:00h

Chris de Burgh & Band

27.11.2022 - 18:30h

Philharmonic Rock

15.12.2022 - 20:00h

Tschaikowsky Ballettgala

09.01.2023 - 19:00h

Die Eiskönigin

22. & 23.10.2022

Das Spongebob Musical

17.11.2022 - 20:00h

Dirk Böhling live

30.11.2022 - 20:00h

The Rat Pack goes 90’s

16.12.2022 - 20:00h

Özcan Cosar

und viele mehr ...

28.10.2022 - 20:00h

Deine Lakaien

19.11.2022 - 20:00

Cem Adrian

01.12.2022 - 20:00h

Philipp Fleiter

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5


KOLUMNE

LOKALES

6

BABY-BOOMER-BÖHLING

„… was soll’s,

ich liebe das Leben …“

F6– ich weiß es noch, als ob es gestern gewesen wäre.

F6 war die Kombination, die ich in der Lieblingskneipe

meiner Eltern immer in der Jukebox für sie

drücken musste. Ja, ich war tatsächlich ein kleiner Jukebox-

Hero und weil ich von meiner Mutter meistens ganze fünf Mark

in die Hand gedrückt bekam, um Musik zu machen, waren es

noch ein paar Titel mehr, die zur Disposition standen. D9 zum

Beispiel, G4 und E8 und natürlich immer wieder auch H1.

Während wir dann mit der ganzen Familie in besagter Kneipe

ein Schnitzel aßen, wusste ich immer schon vorher, welches

Lied als nächstes aus der Musikbox kommen würde und machte

– schon damals – die entsprechenden Ansagen im Dieter-Thomas-Heck-Stil.

Es waren nämlich fast ausnahmslos deutsche

Schlager, die auf der Wunschliste meiner Mutter standen und

da war sie in der Mitte der Siebzigerjahre nicht die Einzige. Bei

der Tastenkombination D9 hechelte Michael Holm „Tränen lügen

nicht“ in die Kneipe, bei G4 besang Udo Jürgens das „Ehrenwerte

Haus“, auf E8 folgte „Teddybär 1-4“ von Jonny Hill und

H1 hatte zur Folge, dass die Tresenmannschaft aus voller Kehle

„Eine neue Liebe ist wie ein neues Leben“ grölte … Ja ich hatte

keine leichte Kindheit.

Der Höhepunkt dieser kleinen Hitparaden war aber unanfechtbar

F6. Nicht nur meine Mutter bekam bei diesem Titel

verlässlich feuchte Augen und schaute mit einer Mischung

aus sehnsuchtsvollem Hundeblick und leicht debilem Lächeln

in die unendlichen Weiten der Schankstube. Niemals werde

ich diese Verzückung vergessen, die der Schlager „Ich liebe das

Leben“ in ihr auslöste. Gesungen wurde der Song übrigens von

Vicky Leandros, die bei der Intonierung desselben genauso aus

der Wäsche guckte, wie meine Mutter – nur ohne Schnitzel.

Auch wenn ich diese Reaktion als Kind nicht verstanden habe,

so wurde mir in diesen Momenten doch klar, welche emotionale

Kraft Musik haben kann. Und ich bekam hier gerade einen

kleinen Vorgeschmack auf viele Musiktitel, die mich in meinem

Leben noch (be-)rühren sollten.

Auch deshalb habe ich mir dann später in den Achtzigerjahren

etwas Geld mit einer – wie man es damals gerne nannte

– „rollenden Diskothek“ verdient. Die gute alte F6 ist mir in

meinem Leben übrigens immer mal wieder begegnet – zuletzt

in einem Festzelt auf dem Bremer Freimarkt.

Dort rief der Discjockey zum finalen Song vor dem Kehraus

mit Publikumswechsel auf, bat die feierselige Menge, sich

nun unterzuhaken und die große

Mitsing- und Mitschunkel-Arie

zu starten und spielte, natürlich:

„Ich liebe das Leben“! Ich stand da

und bekam schon nach den ersten

Takten leicht wässrige Augen.

Dass ich dazu mit einer Mischung

aus sehnsuchtsvollem Hundeblick

und leicht debilem Lächeln in die

Dirk Böhling, Jahrgang 1964,

ist Schauspieler, Regisseur,

Moderator und Autor. Im

STADTMAGAZIN wirft er

einen Blick auf seine Generation

– und auf Bremen.

unendlichen Weiten des Festzeltes

schaute und mir auch noch ein leises

„Hörst du das, Mama?“ über die

Lippen schlüpfte, hat aber keiner

gemerkt. Hoffentlich.

Foto: C. Kuhaupt

Foto: C. Kuhaupt

17. swb-Marathon Bremen

Der Start- und Zielbereich beim 17. swb-Marathon Bremen

liegt wie gewohnt im Herzen Bremens auf dem Marktplatz.

Die Streckenführung lässt die Läuferinnen und Läufer

die Stadt in ihrer ganzen Vielfalt erleben. Es geht über das

Zentrum mit Rathaus und Roland sowie den Stadtmusikanten

vorbei an Werdersee, botanischem Garten, danach an

Universität, Universum, Bürgerpark, Überseestadt, Schlachte

und Osterdeich bis zum Wohninvest Weserstadion. (SM)

Sonntag, 2. Oktober, ab 9.30 Uhr. Weitere Informationen zu den

Strecken sowie zur Anmeldung unter www.swb-marathon.com.

Shoppen und Schlemmen

Überseestadt: „Herbstmarkt“ und „Tausendschön“

Rund 90 Händlerinnen und Händler sorgen auf dem

„Herbstmarkt“ für eine trubelige Marktatmosphäre und

präsentieren ihre Produkte. Neben frischem Obst, knackigem

Gemüse und Pflanzen in bunten Herbstfarben finden

die Besucherinnen und Besucher Backwaren, Käse, Wurst- und

Schinkenspezialitäten sowie Feinkostartikel wie Essig, Öl und

Marmelade. Vieles gibt es in Bio-Qualität und direkt vom Erzeuger.

Unter dem Motto „Kunst,

Kurioses und mehr“ bieten auf

dem „Tausendschön“-Markt

über 140 kreative Kunsthandwerker:innen

ihre Waren an.

Wie wäre es beispielsweise

mit einer spontan vor Ort angefertigten

Porträtzeichnung?

Oder einem künstlerisch umgestalteten

Buch, einem sogenannten

„Altered Book“? Oder mit originellen Deko-Objekten

aus alten Weinfässern? In gleich zwei großen Hallen des Großmarktes

gibt es all das – und vieles mehr. (SM)

„Herbstmarkt“: Montag, 3. Oktober, am Speicher XI. „Tausendschön“:

Sonntag, 9. Oktober, Großmarkt Bremen, jeweils 11 bis 17 Uhr.

Weitere Infos: www.grossmarkt-bremen.de

Foto: F.T. Koch


Kneipenbummel löscht sogar Wissensdurst

Ab dem 13. Oktober startet die neue Saison von „Science goes public!“ in Bremen und Bremerhaven

Von Gemüse aus dem Meer bis zur

Kreativität im Homeoffice, von Flügelspitzen

bis zu Kofferfischen und

vom Gletscherschwund bis zur Überraschung

am Wüstenrand – die Themen der

diesjährigen Herbstreihe des „Science goes

public!“-Formats sind ebenso abwechslungsreich

wie unterhaltsam.

Vom 13. Oktober bis 17. November locken

Wissenschaftler:innen immer donnerstags

ab 20.30 Uhr mit ihren Vorträgen

in die Kneipen Bremens und Bremerhavens.

Zwanzig kurzweilige Vorträge, jeweils

nur maximal dreißig Minuten lang, zeigen

die faszinierende Welt der Wissenschaft –

heruntergebrochen auf auch für Laien gut

verständliche Fakten und Anekdoten. Im

Anschluss besteht noch die Möglichkeit

eines Austausches zwischen dem Publikum

und den Wissenschaftler:innen.

Das Meer als Nahrungsressource ist

beispielsweise Thema des Vortrages von

Lara Stuthmann aus dem Leibniz-Zentrum

für Marine Tropenforschung. Sie erzählt

von ihrer Arbeit mit Meerestrauben in

Vietnam und geht verschiedenen Fragen

auf den Grund, etwa der, wo das Meeresgemüse

herkommt und welches Potenzial

in ihm steckt.

Was man aus der Natur lernen kann, um

Technologien zu verbessern, beschäftigt

Alexander Köhnsen von der Hochschule

Bremen. Sven Vogler erzählt seine Citizen-Science-Detektivgeschichte

mit gutem

Ausgang. Er erklärt einige Erfolge und

Misserfolge der Bionik sowie den Prozess,

in dem aus einer Beobachtung in der Natur

ein Alltagsprodukt werden kann.

Ein außergewöhnliches Individuum auf

einem Foto im Internet führte zu immer

weiteren Reisen in die Wüste, bis das Rätsel

gelöst war. (SM)

Der Eintritt ist frei. Informationen zum Programm

unter www.sciencegoespublic.de.

Foto: J. Ginter

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Foto: M. Meyer

8

LOKALES

„Bremer Bäder

Water Games“

Horner Bad: Sportliches

Programm und TV Event

Die Triathlonsaison neigt sich dem Ende

zu und die „Ironman“-WM auf Hawaii

rückt für viele Triathlonfans in den Fokus.

Dieses Sporthighlight nimmt die Bremer

Bäder GmbH als Anlass, ein besonderes

Sportevent nach Bremen in das neue

Horner Bad zu holen: Ein sportliches Programm

und der „Ironman“ als TV-Event

werden in den „Bremer Bäder Water

Games 2022“ vereint und bieten Leistungssportlern,

Sportbegeisterten und

Hobby-Triathleten gleichermaßen einen

außergewöhnlichen Abend.

Den Auftakt der Veranstaltung macht

von 14.30 bis 18.30 Uhr die Kulttrainingseinheit

„Swim 100 × 100“. Schwimmbegeisterte

können hierbei allein, als

Zweier- oder Viererteam antreten und

schwimmen 100 mal 100 Meter. Von 19

bis 21.30 Uhr geht die Veranstaltung im

Horner Bad mit einem kurzen Indoor-

Triathlon weiter: 200 Meter schwimmen,

drei Kilometer Radfahren auf dem Spinning-Bike

und 750 Meter auf dem Laufband.

Männer und Frauen stellen sich getrennt

dem Wettlauf gegen die Zeit und die

jeweils drei Schnellsten werden prämiert.

Von 19 bis 21.30 Uhr haben Aqua-Fitness-Fans

die Möglichkeit, im modernen

Kursbecken an verschiedenen Schnupperkursen

teilzunehmen. Nacheinander

finden verschiedene Programme statt, für

die sich Interessierte jeweils einzeln anmelden

können. Genauere Informationen

zu den Kursen gibt es online. (SM)

Samstag, 8. Oktober, ab 14.30 Uhr, Horner

Bad. Weitere Informationen unter

www.bremer-baeder.de

„Das Spannende ist die Mischung“

11. Poetry-Slam-Landesmeisterschaften für Niedersachsen und Bremen

Sebastian Butte moderiert die Poetry-Slam-

Landesmeisterschaften.

Foto: M. Stehr

Mitte der 80er-Jahre in den USA

entstanden, schwappte der literarische

Dichterwettstreit schon

bald über den Atlantik und erfreut sich

seitdem einer großen Szene in der Bundesrepublik.

Einer der ersten regelmäßigen

Poetry-Slams in Deutschland wurde

im Übrigen seit den 90er-Jahren von dem

2009 verstorbenen Günther Kahrs alias

Meister Propper in seinem Keller in der

Weberstraße im Viertel veranstaltet. Bis

heute zählt Bremen zu einer der Poetry-

Slam-Hochburgen des Landes. Mitte Oktober

finden nun an drei Tagen bereits die

11. Poetry-Slam-Landesmeisterschaften

für Niedersachsen und Bremen im Einzelund

Teamwettbewerb in der Hansestadt

statt – moderiert von Sebastian Butte vom

Bremer Slammer Filet.

„Einen ersten großen Poetry-Slam-

Boom gab es um die Jahrtausendwende,

als plötzlich immer mehr Veranstaltungen

in immer mehr Städten stattfanden“,

erinnert sich Butte. Das galt auch für die

Stadt an der Weser. Der gebürtige Bremer

Bas Böttcher galt in den 90er-Jahren als

der erste deutsche Slam-Poet und gewann

1997 die ersten deutschen Poetry-Slam-

Meisterschaften. Butte selbst gehört erst

seit 2008 zur Szene. Und das auch eher

zufällig, wie er erklärt. „Ich hatte als angehender

Deutschlehrer zwar schon von Poetry-Slams

gehört, aber selbst noch keinen

live erlebt oder gar daran teilgenommen“,

sagt Butte. Bis ihn eine Freundin fragte, ob

er nicht Lust hätte zu moderieren. Er sagte

zu und seitdem moderiert er das „Slammer

Filet“, das unter anderem niemand

Geringeres als die heute wohl bekannteste

Poetry-Slammerin Deutschlands, Julia

Engelmann, 2010 und 2011 gewann. „Mit

ihr kam dann die zweite große Welle, als

ihr Auftritt beim 5. Bielefelder Hörsaalslam

vom 7. Mai 2013 bei Youtube ungefähr

ein Jahr später plötzlich viral ging.“ Engelmanns

„Eines Tages, Baby“ wurde praktisch

über Nacht zum Soundtrack einer

Generation, die damals 22-Jährige zu einer

der bekanntesten Bremerinnen überhaupt.

Aber was genau ist eigentlich ein Poetry-Slam?

Butte: „Der Poetry-Slam ist

ein moderner Dichter:innen-Wettstreit.

Er ist ein Format, in dem unter der Einhaltung

weniger Regeln die Leute auf die

Bühne gehen und ihre Texte vortragen. Es

muss sich dabei um selbst verfasste Texte

handeln, die Vorträge dürfen ein gewisses

Zeitlimit – in der Regel fünf bis sieben Minuten

– nicht überschreiten und es sind

keine Requisiten für den Auftritt erlaubt.“

Ansonsten könne die Vortragsart sowie

der Inhalt frei gewählt werden, Diskriminierungen

sind allerdings nicht gestattet.

„Dadurch werden die Abende in der Regel

sehr abwechslungsreich – es reicht von

witzigen über lyrische bis hin zu gesellschaftskritischen

Texten. Das Spannende

ist die Mischung“, so Butte.

Die Jury besteht bei Poetry-Slams im

Übrigen aus dem Publikum, welches im

Anschluss per Applaus abstimmt, welche

Vorträge am besten gefallen haben. „Normalerweise,

würde ich sagen, dass es bei

einem Poetry-Slam in der Regel nicht ums

Gewinnen geht. Das ist in diesem Fall, also

bei einer Landesmeisterschaft, aber anders.

Schließlich winkt der Siegerin oder

dem Sieger der Einzug in das Bundesfinale“,

so Butte.

Drei Tage, fünf Veranstaltungen, hinzu

kommt ein großes Literaturfestival:

Die Poetry-Slam Landesmeisterschaften

für Bremen und Niedersachsen bieten ein

umfangreiches Programm. (MÄR)

Donnerstag, 13. Oktober (Schaulust):

Finale des Teamwettbewerbs

Freitag, 14. Oktober (Kulturzentrum Lagerhaus,

Schaulust, Schnürschuh Theater):

Halbfinale 1-3 des Einzelwettbewerbs

Samstag, 15. Oktober (Metropol Theater):

Finale des Einzelwettbewerbs

Weitere Informationen, auch über die Teilnehmenden,

unter www.slammer-filet.de.

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9


LOKALES

Botschafter der Stadt

Mit „Mehr als Märchen!“ soll der Tourismus gestärkt werden

Wirtschaftssenatorin Kristina Vogt und Oliver Rau von der Wirtschaftsförderung präsentieren die neue Tourismuskampagne auf dem Marktplatz. Foto: WfB

10

Seit dem 1. Oktober 2021 ist Oliver

Rau Geschäftsführer der Wirtschaftsförderung

Bremen (Wf B) im

Bereich Marketing und Tourismus. Zuvor

war der 54-Jährige als Marketing- und Vertriebsdirektor

bei Werder Bremen und zuletzt

vier Jahre als Vorstand bei der Stiftung

Deutsche Sporthilfe in Frankfurt tätig. Mit

der Kampagne „Mehr als Märchen!“ sollen

nach den schwierigen Pandemie-Jahren

wieder vermehrt Touristen an die Weser

gelockt werden. Warum bei der Kampagne

bewusst auf Altbewährtes verzichtet wurde

und welche Rolle in Zukunft Kultur, Clubs,

Gastronomie, Konzerte und das Weserstadion

spielen können, erklärt der ehemalige

Ruderer im Interview.

Wie kam es zu der „Mehr als Märchen!“-

Kampagne?

Uns wurden vom Senat 2,6 Millionen Euro

an Restart-Mitteln zur Verfügung gestellt.

So haben wir erstmals die Möglichkeit

bekommen, uns über eine nationale

Imagekampagne Gedanken zu machen.

Der Tourismus gehört zu den wichtigsten

Wirtschaftsbranchen in Bremen, mehr als

30.000 Beschäftigte leben davon. Es war an

der Zeit, für diese Branche, die während der

Pandemie sehr gelitten hat, etwas zu tun.

Warum der Titel „Mehr als Märchen!“?

Wir wollen zeigen, dass die Stadt noch mehr

als Rathaus, Stadtmusikanten, Roland und

Schnoor etcetera zu bieten hat. Deshalb haben

wir bewusst die Gesichter der Stadt in

den Fokus gerückt. Das hat uns intern sehr

überzeugt und wir bekommen auch von

außen sehr viele positive Rückmeldungen.

In welcher Form kommen die Rückmeldungen?

Die Kampagne läuft derzeit unter anderem

auf sehr vielen Bahnhöfen in Form von beleuchteten

Citylight-Plakaten. Davon sind

beispielsweise 300 in Berlin, 120 in Hamburg

oder 110 in Frankfurt zu finden. Wenn

die Menschen diese sehen, schicken sie uns

Screenshots an unterschiedlichste Adressen

im Haus. Das hatten wir in dieser Form

nicht erwartet.

Wie weit reicht die Plakatkampagne?

Wir stecken circa eine Million Euro in die

gesamte Kampagne und decken damit den

Norden, Osten und Westen ab und gehen

im Süden bis Frankfurt.

Wohin geht der Rest der Restart-Mittel?

Es wird demnächst ein Bremen-Fan-Mobil

geben, das wie eine mobile Touristinformation

an unterschiedlichen Standorten in

der Nordwest-Region Informationen über

Bremen liefern soll. Die Touristinformation

in der Böttcherstraße wird modernisiert

und aufgewertet und eine dritte Studie zur

Identitäts- und Imageanalyse wurde beauftragt.

Wir gehen zudem über den gesamten

Medienmix, werben national auf

Banden im Weserstadion, sind überregional

in unterschiedlichen Formen im Print

vertreten und werden auch digital einiges

machen und die modernen Medien um

zielgruppengerecht die Botschaften auszusteuern.

Haben Sie ein Beispiel?

Wir nutzen beispielsweise Augmented-

Reality. Bremen Besucher:innen können

ab 2023 dann beispielsweise über eine App

und ihr Smartphone einen virtuellen Blick

ins Rathaus werfen, ohne das Gebäude zu

betreten.

Wen wollen Sie mit der Kampagne erreichen?

Eigentlich alle (lacht). 50 Prozent der Deutschen

waren schon einmal in Bremen und

damit gleichzeitig 50 Prozent noch nicht.

Die einen hätten wir gerne erstmals in der

Stadt und die anderen erneut. Wie an der

Bildsprache der Kampagne zu erkennen ist,

geht es uns vor allem darum, erlebnis- und

kulturorientierte Menschen anzusprechen.

Es geht um Theater, Restaurants, Museen,

aber auch um Party, Clubs und Feiern, alles,

was Bremen ausmacht eben. Wir hoffen

zudem, dass diese Kampagne auch die

Bremerinnen und Bremer stolz macht. Mir

geht jedenfalls das Herz auf, wenn ich durch

die Stadt fahre und diese riesigen Plakate

sehe. Wir wollen die Bürger:innen zu Botschafter:innen

der Stadt machen.

Was erhoffen Sie sich von der Kampagne?

Dass noch mehr Menschen unsere wunderschöne

Hansestadt besuchen und dabei

sehen und erleben, dass Bremen mehr


Zwei Motive aus der aktuellen „Mehr als Märchen“-Plakatkampagne.

Bilder: WfB

ist als die weltberühmten Stadtmusikanten.

Wir wollen zeigen, dass wir auch ein

Raumfahrt- und Technologiestandort sind

und uns mit vielen anderen Zukunftsthemen

beschäftigen sowie dass die Stadt ein

reichhaltiges gastronomisches und kulturelles

Angebot vorhält. Als Ende August

die Toten Hosen auf der Bürgerweide, Peter

Maffay in der ÖVB-Arena und Werder im

Weserstadion spielten, waren die Hotels

der Stadt bis auf das letzte Bett komplett

ausgebucht. Da haben wir gesehen, wie

wichtig beispielsweise Großkonzerte für

die Stadt sind. Egal ob auf der Bürgerweide

oder im Stadion.

Soll es zukünftig wieder Stadionkonzerte

geben?

Wir können uns das durchaus vorstellen.

Aus der Vergangenheit wissen wir, wie

wichtig diese Events – Michael Jackson,

Rolling Stones und Bruce Springsteen, um

nur einige zu nennen – für die Stadt waren.

Wir müssen gucken, was realistisch und mit

dem SV Werder realisierbar ist. Gerade mit

Blick auf 2024, wo alle anderen großen Arenen

durch die Fußball-Europameisterschaft

besetzt sind. Am Ende wird es eine Frage des

Rasens sein. Eventuell müsste man diesen

im Stadion nach Konzerten neu verlegen,

was mit dem aktuellen Hybridrasen nicht

möglich ist. Aber wir haben ja gesehen, dass

die Bürgerweide ein guter Alternativstandort

für Open-Airs sein kann. (MÄR)

Weitere Infos unter www.wfb-bremen.de.

WISSENSCHAFT

KANN AUCH KNEIPE!

Wann? vom 13.10. bis 17.11.,

immer donnerstags

um 20.30 Uhr

Wo? in den Kneipen und Bars

in Bremen und Bremerhaven

SCIENCEGOESPUBLIC.DE

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Unterwegs immer aktuell informiert

Die FahrPlaner-App: „Pendler-Alarm“ und weitere hilfreiche Funktionen für Bus- und Bahnfahrten nutzen

Foto: BSAG

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Wer mit öffentlichen Verkehrsmitteln unterwegs ist,

möchte über Verspätungen und Veränderungen im Fahrplan

auf der Route stets informiert sein. Dass sich dieses

Anliegen im digitalen Zeitalter bequem umsetzen lässt, zeigt etwa

die praktische FahrPlaner-App des Verkehrsverbundes Bremen/

Niedersachsen (VBN), zu dem auch die Bremer Straßenbahn AG

(BSAG) gehört. Mit ihren Inhalten und Funktionen bündelt die

App sämtliche Informationen und Services, die für Fahrgäste im

ÖPNV relevant sind. Wer regelmäßig zu festen Zeiten in Bremen

oder im gesamten VBN-Gebiet zur Arbeit, Schule oder Universität

fährt, profitiert insbesondere vom sogenannten „Pendler-Alarm“.

Was es damit auf sich hat, und welchen Mehrwert die FahrPlaner-

App Nutzerinnen und Nutzern darüber hinaus bietet erfahren Sie

in diesem Überblick.


Abb.: Verkehrsbund Bremen/ Niedersachsen

Was ist der „Pendler-Alarm“ der FahrPlaner-App

und wie funktioniert er?

Wird auf meiner Strecke gebaut? Kann ich noch einen Kaffee trinken,

weil der Bus im Stau steht? Oder fällt die Bahnverbindung, die

ich stets zur Arbeit wähle, vielleicht aus? Fragen wie diese beantwortet

der „Pendler-Alarm“. Diese Funktion der FahrPlaner-App

informiert Fahrgäste ganz individuell über Veränderungen oder

Verzögerungen für ihre gespeicherten Strecken, indem sie aktuelle

Änderungen per Push-Nachricht auf das Smartphone schickt. Dazu

wird lediglich die FahrPlaner-App benötigt, über die sich dann der

Alarm für die gewünschten Strecken einrichten lässt. Ein solcher

Routenalarm kann übrigens auch für den rechtzeitigen Umstieg

und Ausstieg genutzt werden, sodass Tagträumereien und andere

Ablenkungen nicht in einen zeitfressenden Umweg münden.

Wie wird der „Pendler-Alarm“ auf dem

Smartphone eingerichtet?

Die Einrichtung des „Pendler-Alarms“ ist für beliebig viele Routen

möglich und erfolgt in einigen wenigen und simplen Schritten.

Zunächst werden über die Kategorie „Fahrplan“ Start- und Zielhaltestelle

ausgewählt und die gewünschte Abfahrtszeit festgelegt.

Anschließend kann durch einen Klick auf „Suche“ eine gewünschte

Verbindung ausgesucht werden. Anschließend lässt sich über das

Symbol „Alarm“ der „Pendler-Alarm“ mit individuell festlegbaren

Uhrzeiten einrichten. Die Kategorie „Alarme“ bietet eine Überprüfung

und Übersicht aller festgelegten Routen. Wer eine visuelle

Veranschaulichung benötigt, findet unter www.bsag.de in der Rubrik

„Aktuelles“ ein kurzes Erklärvideo.

Was bietet die FahrPlaner-App außerdem?

Die FahrPlaner-App ist ein umfassendes Mobilitätsmedium, welches

Fahrgäste neben Routenhinweisen wie dem „Pendler-Alarm“

viele weitere Services bietet, die sich bis ins Bremer Umland und

darüber hinaus erstrecken. So können Nutzerinnen und Nutzer

etwa nach Verbindungen im VBN-Land, in Niedersachsen, Hamburg,

Rostock und im deutschlandweiten Zugverkehr suchen. Sie

erhalten Hinweise zu „Park & Ride“- und „Bike & Ride“-Möglichkeiten,

zu Car- und Bikesharing-Angeboten sowie zu Parkhäusern

– und damit wertvolle Infos für ihre Routenplanung im ÖPNV. Mit

der Möglichkeit, ein personalisiertes Handyticket zu kaufen, wird

das Mobiltelefon unterwegs zum Ticketautomaten. Außerdem

werden in der App Übersichtskarten sowie Ausflugsziele entlang

der gewählten Route angezeigt. Echtzeitprognosen für zahlreiche

Verbindungen ermöglichen es Fahrgästen zudem, Abfahrten von

Bussen und Bahnen genau im Blick zu haben. Alle Vorteile der

FahrPlaner-App sind unter www.vbn.de umfassend erläutert.

Welche weiteren Informationsquellen gibt es bei

kurzfristigen Störungen?

Nicht nur die FahrPlaner-App bietet Informationen zur aktuellen

Verkehrslage. Kurzfristige Umleitungen und Störungen laufen

auch auf den Displays in den Bussen und Bahnen sowie an den Anzeigern

der Haltestellen. Darüber hinaus werden auf der Website

der BSAG alle geplanten Umleitungen und Baustellen aufgelistet,

ebenso größere kurzfristige Störungen. Für persönliche Nachfragen

sind die Mitarbeitenden der 24-Stunden-Serviceauskunft des

VBN unter der Rufnummer 0421 / 59 60 59 erreichbar.

INFO

Die FahrPlaner-App ist für iOS und Android verfügbar. Sie kann kostenlos

im Apple App Store oder im Google Play Store für Smartphone,

Handy und Tablet heruntergeladen sowie aktualisiert werden. Handytickets

können ohne vorherige Registrierung mit PayPal, GooglePay

per ApplePay gekauft werden.

13


Foto: F.T. Koch

LOKALES

Quiz zum Erntedankfest

Wochenmärkte: Gewinne und leckere Kostproben

Wie heißt die Frucht, die gelb und krumm ist? Wie nennt man das

runde, rote und saftige Gemüse, das sich nicht nur im Salat gut

macht? Alle, die sich mit frischem Obst und Gemüse auskennen, haben

bis zum 1. Oktober beste Chancen, auf vielen Wochenmärkten

im Land Bremen einen Preis zu

gewinnen. „Es ist Erntedankfest

und wir möchten ihn mit unseren

kleinen und großen Besucher:innen

zusammen feiern“,

sagt Lars Jansen, Bereichsleiter

für den Großmarkt Bremen bei

der M3B GmbH. Wer vor Ort

blitzschnell dem frischen, saisonalen

Obst und Gemüse den

richtigen Namen zuordnet, erhält einen kleinen Preis. Kinder bekommen

Maxi-Pixi-Bücher als Gewinn und die Großen gehen ebenfalls

nicht leer aus. Zu gewinnen gibt es für sie die beliebten nachhaltigen

Marktbüdel, Geschirrtücher, Körbe sowie Einkaufsgutscheine

für die jeweiligen Wochenmärkte. (SM)

Das Gewinnspiel findet auf verschiedenen Wochenmärkten statt.

Donnerstag, 29. September: Walle; Freitag, 30. September: Schwachhausen

(H.H.-Meier-Allee), Neustadt (Delmemarkt), Hastedt und

Huchting; Samstag, 1. Oktober: Vegesack, Gröpelingen, Findorff, Vahr,

Geestemünde/Bremerhaven und auf dem Domshof.

Entwicklung der City

Ausstellung: „Vom Quartier zur Innenstadt“

Die Bremer Innenstadt ist ein Ort des stetigen Wandels.

Allein in den letzten Jahren haben Corona-Pandemie,

Digitalisierung, aber auch privatwirtschaftliche Investments

oder städtische Programme maßgeblichen Einfluss auf

ihre aktuelle Entwicklung genommen. Wie viel Nutzungsdurchmischung

soll es sein und wie viel wird benötigt, um davon leben

zu können? Wie kann die sogenannte Oberzentrumsfunktion

durch eine gute Erreichbarkeit und ein überregionales Einzelhandelsangebot

ausgebaut werden und die Bremer Innenstadt

gleichzeitig verstärkt zum Lebensquartier und „Kiez“ werden?

Wie kann Verkehr dienen, um städtebauliche Fragen im Sinne

der Menschen und Aufenthaltsqualität zu beantworten, ohne

zum Selbstzweck zu werden? Die Ausstellung „Vom Quartier zur

Innenstadt“ nähert sich diesen Fragen über verschiedene Perspektiven

und stellt darüber hinaus wichtige Bauprojekte und

städtische Vorhaben vor. (SM)

Ausstellung bis 28.Oktober, mittwochs bis freitags, 12 bis 17 Uhr,

samstags 10 bis 15 Uhr, Am Wall 153-156, Eintritt frei

Visualisierung: SKAI

NIMM

JEMANDEN

MIT!

Ein Grund zum Feiern

25-jähriges Jubiläum des VBN

Vor 25 Jahren wurde der Verkehrsverbund Bremen/Niedersachsen

(VBN) gegründet. Unter dem Motto „Verbund heißt verbunden“

bringt er seither Menschen in Bremen, Bremerhaven, Delmenhorst,

Oldenburg und im ganzen VBN-Land mit nur einem

Ticket für Bus, Bahn und Straßenbahn an ihren Zielort. Um das

Jubiläum angemessen mit den Fahrgästen zu feiern, gilt vom 1. bis

zum 31. Oktober das Motto „ Einfaches Ticket, doppelte Gültigkeit“.

Bei Inhaber:innen von MIA, MIAplus, JobTicket, JobTicket

Azubi, TIM, VBN-SemesterTicket, 7-TageTicket, MonatsTicket

und BOB kann jeweils eine Person kostenlos mitfahren. Entsprechend

müssen Tickets in der BOB-App oder mit der BOB-Karte,

7-Tage- und MonatsTicket lediglich einmal gebucht beziehungsweise

gekauft werden, sind aber zu zweit nutzbar. (SM)

Wir feiern unseren 25. Geburtstag! Im ganzen Oktober

fährt auf folgenden Tickets eine Person kostenfrei mit:

7-TAGETICKET MONATSTICKET MIA MIAPLUS JOBTICKET

JOBTICKET AZUBI TIM SEMESTERTICKET BOB.

Wir wünschen eine gute Fahrt!

Weitere Informationen zu der Jubiläumsaktion des VBN gibt es online

unter www.vbn.de.

vbn.de

Foto: Hauke Mueller

14

Gefördert durch:


„Ich hab

es wieder

getan!“

Willkommen zurück, Atze!

Atze A. aus Arsten fährt nach Hamburg zum

Durchfeiern. Und wann bist du wieder mit

uns unterwegs?

www.metronom.de

15


LOKALES

Besuchen Sie

uns auf www.

stadtmagazinbremen.de

Digitale Frischzellenkur

Neue Homepage des STADTMAGAZIN Bremen geht online / Agentur „werk85“ für Umsetzung verantwortlich

Klar, aufgeräumt und zeitgemäß – ab

Oktober erstrahlt die Homepage des

STADTMAGAZIN Bremen in neuem

Glanz. Gemeinsam mit der Bremer Agentur

werk85 wurde zuvor ein halbes Jahr an der

Umsetzung der Onlinepräsenz gearbeitet.

Nun kann sie endlich den Leserinnen und

Lesern präsentiert werden.

„Am Anfang treffen wir uns mit unseren

Kunden immer auf einen Kaffee, um

zu schauen, ob die Chemie zwischen uns

stimmt“, erklärt Marco Stolle, Geschäftsführer

von werk85. Gemeinsam mit David

Zacharias gründete er 2010 die Agentur

für Digital und Print mit Sitz in der Martinistraße.

Damals als Zwei-Mann-Betrieb

im Elternhaus von David gestartet, ist das

Team auf mittlerweile zwölf Mitarbeiterinnen

und Mitarbeiter gewachsen.

„Natürlich ist es für uns interessant,

dass eines der bundesweit auflagenstärksten

Stadtmagazine bei uns anklopft“, sagt

Stolle. Beim obligatorischen Kaffeetrinken

wurde man sich schnell einig. Es folgte ein

Auftakt-Workshop, in dem die Kommunikationsziele

und Inhalte der neuen Webseite

festgezurrt wurden: Welche Zielgruppen

sollen erreicht werden und wie kann das

gelingen? „Wir stellten uns zudem die Frage,

in welcher Situation das STADTMAGAZIN

online gelesen wird. Passiert das unterwegs

oder zu Hause auf dem Sofa? Nutzt

man dafür ein Tablet, ein Notebook oder

doch das Smartphone? Das Wichtigste ist,

dass die Kund:innen am Ende hinter dem

stehen, was wir produziert haben. Deshalb

ist uns wichtig, die Ideen für die Umsetzung

gemeinsam zu entwickeln“, sagt Stolle.

Die größte Herausforderung für die

Agentur ist jedes Mal das Herantasten an

die Kund:innen. „Wenn wir uns kennenlernen“,

sagt Stolle, „wissen wir in der Regel

noch nicht, was von uns erwartet wird,

und welche Vorstellungen die Beteiligten

mit ins Projekt bringen. Deshalb ist das

Zuhören so wichtig – schließlich müssen

die Kund:innen mit dem Ergebnis unserer

Arbeit zufrieden sein.“

Und wie sieht es auf der Seite des Magazinverlags

aus? „Für uns war entscheidend,

dass unsere Werte und Ideen transportiert

werden. Dennoch war uns ein

Input von außen sehr wichtig“, erklärt STADT-

MAGAZIN-Chefredakteur Martin Märtens.

Man begab sich sozusagen gemeinsam an die

Arbeit. Während „werk85“ die Module für das

Content-Management-System entwickelte,

füllte das Redaktionsteam dieses mit Texten,

Fotos und weiteren Inhalten. „Unser Ziel war

es, spätestens am 30. September fertig zu sein

– und es sieht nach einer Punktlandung aus“,

so Märtens. Wichtig sei gewesen, die Umgestaltung

der Webpräsenz mit einem Partner

Infos zur werk85 GmbH:

Agentur für Digital und Print

Gegründet 2010

Zwölf Mitarbeiter:innen

Kontakt:

Martinistraße 68, 28195 Bremen

0421 / 224 100 10

www.werk85.de

Zu den Referenzen des Unternehmens zählt die Hochschule

Bremen, mit der es Konzepte für das Anwerben neuer Student:innen

erarbeitet. Diese werden gestalterisch umgesetzt und auf den

Social-Media-Kanälen der Hochschule publiziert.

Für den KLUB Dialog hat die Agentur die Neuauflage der Webseite

konzipiert. Alle Inhalte sind intelligent untereinander verknüpft.

Die Bremer Bonbon Manufaktur erhielt vor etwa zehn Jahren den

ersten Onlineshop von werk85. Hinter den Kulissen wird aktuell

ein an einer Neuauflage gearbeitet, parallel läuft die Digitalisierung

der Geschäftsprozesse im Ladengeschäft.

16


9 783982 181882

www.magazinverlag-bremen.de | www.weser-kurier.de

9 783982 181844

Marco Stolle, Kathrin Kuhlmann und Franziska Jedding (v.l.n.r.) mit den ersten Entwürfen (links). Rechts wird an der Farbgebung gearbeitet.

Fotos: MÄR

vor Ort zu realisieren. „Auch wenn heutzutage

fast alles online geht, ist uns die räumliche

Nähe zu unseren Partner:innen wichtig. Dass

die Agentur praktisch gegenüber des Pressehauses

ihren Sitz hat, ist aber Zufall“, sagt

Märtens.

Was die Agentur letztendlich umgesetzt

hat, wirkt im Ergebnis wie eine Frischzellenkur

für die Webinhalte. Größere Bilder,

andere Schriften sowie eine neue Farbe

hielten Einzug. Statt Rot steht jetzt Orange

im Vordergrund. „Wir wollten die Website

frischer wirken lassen und haben den Farbwechsel

als Versuch gewagt. Zum Glück hat

es dem Verlag gefallen“, sagt Kathrin Kuhlmann,

die für die grafische Umsetzung zuständig

zeichnete. Im Sinne einer einheitlichen

Optik findet sich das satte Orange

ab sofort auch auf dem Titel der gedruckten

Ausgabe wieder.

„Wir sind nicht nur optisch sehr zufrieden

mit dem Ergebnis. Wir können unseren

Leserinnen und Lesern jetzt noch größeren

Service bieten“, sagt Märtens. Neben einer

klaren Linie in der Gestaltung habe die Website

nun mehr Möglichkeiten, um auf aktuelle

Ereignisse einzugehen. Bildergalerien,

Videos und ein Shop bieten jetzt Abwechslung

beim Durchklicken. Auch ein Abo des

Monatsmagazins ist ab sofort möglich. In

der neuen Menüführung gibt es Veranstaltungstipps

der Redaktion und das gesamte

Team stellt sich vor. Die Redaktion plant,

demnächst einen Newsletter sowie eventuell

einen Podcast zu produzieren. „Das ist

zwar momentan noch Zukunftsmusik, aber

wir haben große Lust dazu“, so Märtens. (SM)

Neben Altbewährtem gibt es gibt unter

www.stadtmagazin-bremen.de viel Neues zu

entdecken. Das Team vom STADTMAGAZIN

wünscht dabei viel Spaß!

Dirk Böhling

Dirk Böhling

Hummel „Pummel Plüschmoors“ erkundet ihre Nachbarschaft und lernt

hiedene Tiere kennen. Jedes der Tiere erzählt seine Geschichte und

indestens eine Sehnsucht, etwas zu tun, was aber leider nicht geht.

ntwort darauf ist bei jedem Tier dieselbe: „Geiht nich gifft’t nich“ und

rt Pummel ihnen eine kleine Begebenheit ins Ohr, die den Tieren Mut

am Schluss der Geschichte aufgelöst wird...

utsche Kinderbuch von Dirk Böhling vermittelt eine einfache Botschaft,

f platt ganz einfach zusammenfassen kann:

„Wenn een wat will, schall he dat versöken

un wenn dat denn nich klappt,

gifft dat noog anner Saken to’n Utproberen!“

chte von Pummel Plüschmoors ist auch für kleine und große Menschen,

ttdeutschen (noch) nicht mächtig sind, einfach zu verstehen und sie ist in

natürlich auch auf Hochdeutsch zu finden!

Pummel Plüschmoors

In kurzen Geschichten nimmt Dirk Böhling die Zeit der „Rauchenden

Colts“, der „Sandmänner“ und des „Eis am Stiel“ mit einem gehörigen

Augenzwinkern etwas genauer unter die Lupe. Es geht zurück in eine

Epoche, als man noch von der „Bravo“ aufgeklärt wurde und ein Steak

auf Weißbrot noch Herrentoast hieß.

Eine kleine Hummel entdeckt die Welt

9,80 €

Tri Top, Disco, Bandsalat

Dirk Böhling

Dirk Böhling

Tri Top

Disco

Bandsalat

Baby-Boomer-Geschichten

mit Anmerkungen von

Martin Märtens

Alle hießen Michael,

außer Stefan,

der hieß Thomas

Erinnerungen eines Baby-Boomers

mit Anmerkungen von Martin Märtens

Denk mal,

wer bist du denn?

Rabe Richard erkundet Bremer Denkmäler

Ein Hörbuch von Dirk Böhling

„Wer ist das eigentlich, die oder der da in Stein und Bronze gehauen steht?“,

fragt sich der Rabe Richard. Der neugierige Vogel will Antworten auf seine

Fragen und nimmt uns mit auf einen Flug kreuz und quer durch Bremen.

Wann immer er ein passendes Denkmal findet, nimmt er darauf Platz und

fragt es aus. Und weil Denkmäler gerne von sich erzählen, geben sie bereitwillig

Auskunft. So treffen wir viele bekannte oder auch weniger bekannte

Denkmäler der Stadt, von denen man nach diesem Hörbuch ganz bestimmt

etwas mehr weiß!

Denk mal, wer bist du denn? Rabe Richard erkundet Bremer Denkmäler

Denk mal,

wer bist du denn?

Rabe Richard erkundet Bremer Denkmäler

Ein Hörbuch von Dirk Böhling

Pressehaus

Bremen,

Zeitungshaus

Nord & Online-

Shop

Pummel Plüschmoors |

„Geiht nich gifft’t nich!“

Die kleine Hummel „Pummel

Plüschmoors“ erkundet ihre Nachbarschaft

und lernt dabei verschiedene

Tiere kennen. Jedes der Tiere

erzählt seine Geschichte und jedes

hat mindestens eine Sehnsucht, etwas

zu tun, was aber leider nicht

geht.

Tri Top, Disco, Bandsalat |

Baby-Boomer 2

Zweiter Band des beliebten Bestsellers

aus der Generation „Babyboomer“.

In kurzen Geschichten nimmt

Dirk Böhling die Zeit der „Rauchenden

Colts“, der „Sandmänner“ und

des „Eis am Stiel“ mit einer gehörigen

Portion Humor etwas genauer

unter die Lupe.

Alle hießen Michael, außer Stefan,

der hieß Thomas | Baby-Boomer 1

Die Zeit, in der es weder Smartphones

noch Laptops gab, vergnügten

sich Kinder, Jugendliche und Erwachsene

mit Fernsehserien wie

Popeye oder Hitparade. Ein toller

und spannender Rückblick auf die

Zeit der Babyboomer mit einer Portion

Augenzwinkern.

Denk mal, wer bist du denn? |

Hörbuch

Wer ist hier eigentlich in Bronze gegossen

oder in Stein gemeißelt?

Welche Person steckt dahinter?

Fünfzehn Schauspielerinnen und

Schauspieler schlüpfen in die Rollen

Bremer Denkmäler, die für Kinder

ab sechs Jahren künftig keine

Unbekannten mehr sein werden!

Format: 21 x 21 cm

Umfang: 32 Seiten

Preis: 6,90 €

Format: 13 x 19 cm

Umfang: 132 Seiten

Preis: 9,80 €

Format: 13 x 19 cm

Umfang: 112 Seiten

Preis: 9,80 €

Umfang: 1 Audio-CD

Spielzeit: 75 Min.

Preis: 9,90 €

Zum Lachen und Schmökern

Pressehaus Bremen und regionale Zeitungshäuser

weser-kurier.de/shop 04 21 / 36 71 66 16

Versandkosten 1,95 bzw. 3,95 € (ab 30 € Bestellwert

versandkostenfrei). Angebot solange der Vorrat reicht.

Irrtümer und Änderungen vorbehalten.

17


Foto: Studio EM

LOKALES

Von Frauen für Frauen

Herbst-Shopping beim Modeflohmarkt „Woman“

Frischer Wind im Kleiderschrank zu günstigen Preisen: Dafür sorgen

Anfang Oktober zahlreiche Verkäuferinnen in der Messehalle 5.

Beim beliebten Modeflohmarkt „Woman“ verkaufen Frauen an rund

300 Tischen und 250 Kleiderstangen ihre gut erhaltenen Kleidungsstücke,

Schuhe und Accessoires. Die Veranstaltung richtet sich an

eine weibliche Zielgruppe, die zum Eintrittspreis von fünf Euro auf

Schnäppchenjagd gehen kann. Eine große Anzahl an Umkleidekabinen

und Spiegeln steht ebenso zur Verfügung, wie Kaffee, Prosecco

und Fingerfood im Gastrobereich. Ein humorvoller Clou: Männer,

die als Begleitung erscheinen, haben freien Eintritt. (SM)

Ruheoase in der City

Die „CityGärten“ auf dem Ansgarikirchhof

Ein mediterraner Garten mit Obstbäumen und -gehölzen,

ein Garten im klassisch norddeutschen Stil mit Buchsbaumkugeln

und -säulen sowie ein Gräsergarten: Das ist

die grüne Ruheoase des Business Improvement District (BID)

Ansgari, welche die Besucher:innen mit bequemen Sitzmöglichkeiten

einlädt, die Herbstsonne in der Innenstadt zu genießen.

So wollen BID Ansgari und die City-Initiative die Aufenthaltsqualität

in der Innenstadt verbessern.

Abseits vom herbstlichen Trubel können die Besucher:innen

für rund acht Wochen zahlreiche typische Pflanzen unterschiedlicher

Gartenstile genießen. Darüber hinaus wurden mediterrane

Pflanzen, die sich im Bremer Klima wohlfühlen, in die

„Beete auf Zeit“ eingesetzt. Bis zum 2. November sind die Gärten

allen Besucher:innen zugänglich, die auf der Suche nach einem

bequemen Sitzplatz im Ansgari-Quartier sind. (SM)

Sonntag, 2. Oktober, Halle 5, 11 bis 16 Uhr

IN LILIENTHAL UND UMZU

FÜR SIE DA!

• Zahnersatz digital

und ohne Abformung

• Implantate

• Angstfrei mit Lachgas

• Kariesentfernung ohne Bohren

• Prophylaxe und Bleaching

• Kiefergelenkstherapie

Modeflohmarkt für die Frau

02.10.22

Herbst-

Shopping

Messehalle 5

11.00 bis 16.00 Uhr

Zahnarzt

Dr. Nicolas Laack

Hauptstraße 67

28865 Lilienthal

Telefon: 0 42 98 / 54 04

www.zahnarztlaack.de

Claudia Siegel

präsentiert:

Plätze zum Wohlfühlen auf dem Ansgarikirchhof.

Kreatives erleben

Kunstwerk im Viertel: Offene Ateliers

Foto: Cityinitiative

Wie entsteht eigentlich Kunst oder Kunsthandwerk? Bei der 17.

Auflage von „KunstWerk im Viertel“ können Interessierte vielen

Künstler:innen und Kunsthandwerker:innen im Bremer Viertel

bei ihrer Arbeit über die Schulter schauen: 40 Kreative verschiedener

Kunstsparten öffnen ihre Werkstätten, mindestens zehn

von ihnen haben zusätzlich interessante Kolleg:innen zu Gast.

Das Spektrum ist breit gefächert: Keramik, Skulptur, Schmuck,

Goldschmiede- und Teppichkunst,

Löffelschnitzerei,

Drechslerei, Kopfbedeckungen/Hutmacherei,

Malerei, Illustration,

Grafikdesign, Mix-Media,

Fotografie, Druckerei,

Buchbinderei, Möbel und

Interieur, Taschen, Accessoires,

Strick- und Modedesign.

(SM)

18

www.woman-bremen.de

Samstag und Sonntag, 29.

und 30. Oktober, jeweils 11 bis

18 Uhr. Weitere Infos:

www.kunstwerkimviertel.de

Foto: A. Stücke


Nachhaltig und vielfältig

„BioMarktFest“ – Regionale, ökologische Köstlichkeiten und umfangreiches Rahmenprogramm

Fotos: Biostadt Bremen

Beim achten Marktfest des Nachhaltigkeits-

und Zukunftsprojektes „Bio-

Stadt Bremen“ sind alle Bürger:innen

eingeladen, sich von den Vorteilen der ökologischen

und regionalen Wertschöpfung zu

überzeugen. Es besteht die Möglichkeit, die

Erzeuger:innen direkt kennenzulernen und

innovative Produkte zu probieren: Die Vielfalt

reicht dabei von Bio-Wein über Bio-Honig

bis hin zu Bio-Insekten.

Neben den kulinarischen Genüssen stehen

beim diesjährigen „BioMarktFest“ Talkrunden,

Musik und Infotainment im Mittelpunkt.

Zwischen Unterhaltung, Drinks und

Snacks veranstaltet das Second-Hand-Geschäft

Defibrillator einen Kleidertausch für

alle, die Lust haben, ihre eigene getragene

Kleidung gegen andere Second-Hand-Mode

zu tauschen. Ganz nach dem Motto „Neu

entdecken statt neu kaufen“. Das „Storyfeld“

wirbt mit Geschichten statt Argumenten für

einen „Erzeuger-Verbraucher-Dialog“ , es

gibt ein „BioBingo“, eine Gemüsejagd, Straßentheater

sowie viel Musik. Moderiert wird

die Veranstaltung von Helge Tramsen, der

sonst vor allem auf den Theaterbühnen Bremens

zu sehen ist. (SM)

Sonntag, 9. Oktober, ab 10 Uhr auf dem Findorffmarkt.

Infos: www.biostadt.bremen.de

19


LOKALES

Und wie fiel Ihr Fazit aus?

Als ich nach gut 60 Minuten in sehr zufriedene Gesichter der Musikerinnen

und Musiker geschaut habe, wusste ich, das ist ganz gut

gelaufen (lacht).

Foto: Casper Sessler

Musikalischer Abschied

Intendant Christian Kötter-Lixfeld verlässt die

Bremer Philharmoniker nach 20 Jahren

Er überführte das ehemalige Staatsorchester in eine GmbH,

realisierte eine inhaltliche, programmatische Neuaufstellung

und plante und begleitete den Umzug ins neue Domizil

im Tabakquartier: 20 Jahre lang war Christian Kötter-Lixfeld

Intendant und Geschäftsführer der Bremer Philharmoniker. Zum

1. November widmet er sich als Geschäftsführer der Kultur Herford

gGmbH einer neuen beruflichen Aufgabe. Im Interview mit dem

STADTMAGAZIN Bremen blickte er auf die vergangenen zwei

Jahrzehnte zurück.

Herr Kötter-Lixfeld, Ihre letzten Wochen in Bremen sind angebrochen.

Kommt schon so etwas wie Wehmut auf?

Ich versuche mich auf die rationalen Momente zu konzentrieren

(lacht). Aber ja, ich weiß natürlich, dass der Abschied näher rückt

und dass es ein besonderer Moment für mich wird. Wenn man erst

einmal so eine Entscheidung getroffen hat, wird einem erst richtig

bewusst, was man aufgibt.

Und trotzdem kehren Sie dem Orchester nun den Rücken.

Naja, ich hätte ehrlich gesagt auch nie damit gerechnet, zwanzig

Jahre bei einem Orchester zu verbringen, das ist schon sehr ungewöhnlich.

Hier hat es sich einfach so ergeben. Ich will ehrlich sein:

Als ich 2002 als Geschäftsführer und Intendant zu den Bremer

Philharmonikern stieß, befand sich das Orchester in einer Situation,

die nicht gerade auf Rosen gebettet war. Es gab große Baustellen,

das damalige Philharmonische Staatsorchester war über

die Stadtgrenzen hinaus überhaupt nicht bekannt und die Auslastungszahlen

in Konzerten waren verheerend. Ich war vom Orchester

und von dessen Qualität von Anfang an überzeugt. Es hatte aber

weder Profil noch Aussagekraft. Gemeinsam haben wir eine Marke

geschaffen und angefangen uns selbst zu erzählen, mit klaren Inhalten

und exzellenter künstlerischer Leitung.

Warum dann jetzt der Wechsel nach Herford?

Ich habe nicht aktiv nach einer Veränderung gesucht, die Situation

hat sich aus Herford heraus ergeben. Die Idee ist, für das dortige

Orchester, Theater und die Kulturszene insgesamt einen Neubau

zu wagen, vorbehaltlich der politischen Zustimmung. Zunächst

war ich nur beratend tätig, dann wurde ich gefragt, ob das nicht generell

für mich von Interesse sei.

Gibt es in Bremen Momente, die Ihnen besonders in Erinnerung

geblieben sind?

Natürlich. Die Coronazeit war eine große Herausforderung für

uns. Dass wir nicht vor Publikum spielen durften, hatten wir noch

nie erlebt. Es war wirklich ergreifend, als wir nach monatelangem

Lockdown erstmals wieder in die Glocke durften, um ein Werk von

Gustav Mahler aufzunehmen. Publikum war nicht gestattet, der

Saal war leer und in den Augen vieler Musikerinnen und Musikern

sah ich Angst und Ungewissheit.

Und Ihr schönster Moment?

Das habe ich mich in den vergangenen Wochen auch oft gefragt. Ich

glaube, den einen Moment gibt es nicht. Der Eröffnungsabend im

Tabakquartier war natürlich großartig und auch die Tatsache, dass

viele Kolleginnen und Kollegen unser neues Domizil als ihr Zuhause

bezeichnen, das ist schon eine Ansage. Grundsätzlich glaube

ich, dass wir in den letzten Jahren zeigen konnten, wie vielseitig das

Orchester ist und was Musik in der Gesellschaft eigentlich bewegen

kann.

20

Man soll bekanntlich aufhören, wenn es am schönsten ist. Trifft

das auch auf Ihre Entscheidung zu?

Das kann man so direkt nicht sagen, da so eine langjährige berufliche

Tätigkeit sowohl von schönen als auch mal von weniger schönen

Momenten geprägt ist. Aber ich muss schon zugeben: Unser

Einzug ins Tabakquartier war ein echtes Highlight, an dem wir drei

Jahre gearbeitet haben. Wenn dann im wahrsten Sinne des Wortes

die Türen aufgehen, lässt einen das ganz bestimmt nicht kalt. Ich

war in meinen ganzen zwanzig Jahren bei den Bremer Philharmonikern

noch nie so nervös, wie vor der ersten Orchesterprobe im

neuen Domizil. Man plant schließlich keinen reinen Zweckbau,

sondern wir sind mit einer ganz konkreten Erwartungshaltung

hinsichtlich Akustik, Funktionalität und Raum an das Projekt herangegangen.

Diese Dinge kann man sich im Vorfeld zwar vornehmen.

Ob sie auch geglückt sind, weiß man erst, wenn der Ort bespielt

wird.

Inwieweit unterscheiden sich die Bremer Philharmoniker heute

von dem Orchester 2002?

Dieses Orchester ist ein fester Bestandteil der Stadt geworden und

hat eine enorme Entwicklung vollzogen. Früher hat beispielsweise

niemand über geöffnete Proben gesprochen, das war einfach kein

Thema, zumal eine Probe ja auch ein geschützter Bereich ist, in

dem man sich ausprobiert und zwischendurch auch mal ungemütlich

wird. So eine Idee, Publikum teilhaben zu lassen, erscheint erst

mal suspekt, spiegelt aber den Geist der Zeil wider. (JF)

VERLOSUNG

Die offizielle Verabschiedung von Christian Kötter-Lixfeld findet im

Rahmen des 1. Philharmonischen Konzertes „Spiel der Elemente“ am

Dienstag, 4. Oktober, 19.30 Uhr, in der Glocke statt.

Wir verlosen 3 × 2 Tickets unter www.stadtmagazin-bremen.de.


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Außerdem unterstützen Sie mit Ihrer Mitgliedschaft

Projekte in unserer Region. In diesem Jahr

durften wir über 6.000 m² Blühwiese anpflanzen.

Sie haben ein Projekt für das kommende Jahr,

welches Ihnen am Herzen liegt - dann freuen wir

uns auf Ihren Vorschlag.

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* Die Höhe der Dividende wird jährlich durch die Vertreterversammlung beschlossen und ist abhängig von der Geschäftsentwicklung.

21


LOKALES

Poetisch und sinnlich

Karimah Ashadu erhält Kunstpreis der Böttcherstraße

Schlüsselübergabe

Lilli Schakinnis ist die neue Intendantin am Theaterschiff

und an der Komödie Bremen im Schnoor

Foto: Kunsthalle Bremen

Foto: FR

Die Jury des diesjährigen Kunstpreises der Böttcherstraße in Bremen

spricht der Künstlerin Karimah Ashadu die mit 30.000 Euro

dotierte Auszeichnung zu. Vorgeschlagen wurde sie von Bettina

Steinbrügge und Mudam Luxembourg. Die Werke der Preisträgerin

sowie der weiteren acht nominierten Künstler:innen sind noch bis

zum 30. Oktober in der Kunsthalle zu sehen.

Karimah Ashadu wurde 1985 in London geboren, sie lebt in

Hamburg, Lagos und in Großbritannien. Sie präsentiert in der

Kunsthalle Bremen die Videoarbeit „Cowboy“: In der Raumkomposition

wird der Blick zwischen zwei Projektionen hindurch geführt.

Mal bleibt der eine Kanal dunkel, während der andere die

Aufmerksamkeit der Zuschauer:innen bannt, bis der erste Kanal

mit seinem Spiel aus Licht und Schatten wieder die Blicke auf sich

zieht.

Die Begründung der Jury: „In ihrer zugleich einfachen wie dichten

Filminstallation ‚Cowboy‘ gelingt es Karimah Ashadu, poetisch

und sinnlich die persönliche Geschichte des Protagonisten in Beziehung

zu kolonialen Strukturen zu setzen. Die Intimität zwischen

Pferd und Reiter, die Grundlage des Films, zusammen mit der Szenerie

von Strand und Meer, suggeriert ein Gefühl der Freiheit und

verweist gleichzeitig auf Aspekte der Schwarzen Geschichte.“ (SM)

„Schlüsselkinder“

Wanderpreis für die freie Bremer Szene

Seit vier Jahren werden Künstler:innen und Institutionen mit dem

Wanderpreis „Der fabelhafte Bremer Schlüssel“ für ihre Arbeit im

Bereich der freien darstellenden Künste in Bremen ausgezeichnet.

Die Preisträger:innen von 2021 geben den erhaltenen Preis an die

neuen „Schlüsselkinder“ weiter. Nach einer digitalen Preisverleihung

im Jahr 2021 gibt es jetzt ein analoges Wiedersehen. Die Dichter:innen

Sissi Zängerle, Erwing Rau, Silke Schirock und Nomena

Struß laden herzlich ein, mit ihnen wundervolle, magische, komische,

chaotische, gefährliche und schöne Türen zu öffnen. (SM)

Knut Schakinnis übergibt vor der Komödie Bremen im Packhaustheater

im Schnoor den symbolischen Schlüssel an seine Tochter Lilli. Foto: L. Klose

Lilli Schakinnis ist seit dem 1. September Intendantin des

Theaterschiffes Bremen und der Komödie Bremen im Packhaustheater.

Sie übernimmt die Intendanz von ihrem Vater

Knut Schakinnis. Die 26-Jährige ist damit eine der jüngsten

Theaterintendantinnen Deutschlands.

Lilli Schakinnis wurde 1995 in Bremen geboren und bezeichnet

sich als „Vollblutbremerin, die sich hier einfach wohl fühlt“.

Schon im zarten Alter von drei Jahren war sie das erste Mal im

Theater und sah ihren Vater in der „Zauberflöte“. Als 12-Jährige

entwarf sie erstmals ein Bühnenbild für das Weihnachtsmärchen

„Rotkäppchen“, mit 16 fing sie an, im Backstage-Bereich zu arbeiten,

mit 18 übernahm sie die Kostümabteilung des Theaters.

2016 legte sie ihr Abitur an der Wilhelm-Wagenfeld-Schule ab

und studierte anschließend Mediendesign mit dem Schwerpunkt

Illustration in Hamburg mit dem Abschluss Bachelor of Art.

Seit Abschluss ihres Studiums stieg Lilli Schakinnis Schritt

für Schritt weiter in den Theaterbetrieb ihres Vaters ein. Neben

dem Kostümbild, das sie weiterhin verantwortete, übernahm sie

mehr und mehr Aufgaben im Managementbereich. „Das Theater

ist für mich mein zweites Zuhause, weil ich damit aufgewachsen

bin“ sagt Schakinnis und ergänzt: „Deshalb kommt es mir gar

nicht wie Arbeit vor.“ Sehr dankbar ist sie für die Unterstützung

ihres Vaters, der ihr auch weiterhin beratend zur Seite steht und

damit eine gewisse Sicherheit gibt, wie sie betont.

Knut Schakinnis hat 2002 das Theaterschiff Bremen im Hemelinger

Hafen bauen lassen und an der Tiefer als erfolgreiches

Privattheater installiert. 2012 übernahm er zusätzlich das Packhaustheater

im Schnorr, das seit 2020 als „Komödie Bremen im

Packhaustheater“ firmiert. (SM)

22

Sonntag, 2. Oktober, Schaulust, 20 Uhr

Weitere Informationen unter www.theaterschiff-bremen.de.


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Mo-Sa: 11-18 Uhr oder online auf www.madeinbremen.com

23


BREMER NEUHEITEN

Regionales im Einkaufskorb

Produzent:innen stellen vor: Was gibt es Neues aus der Hansestadt und der Umgebung?

Musik, Lesestoff, Nahrungsmittel und vieles mehr – Bremens

Kreativszene, Unternehmen und Erzeuger:innen sind einfallsreich

und stärken mit ihren Produkten die Region. Ihre Angebote

haben aber noch einen weiteren Vorteil: Wer vor Ort einkauft, vermeidet

lange Transportwege und hilft so, wertvolle Ressourcen und

Energie einzusparen. In unserer Rubrik „Bremer Neuheiten“ stellen

wir jeden Monat lokale Besonderheiten im Einkaufskorb vor.

Hinweise auf innovative Produkte nehmen wir unter

info@stadtmagazin-bremen.de entgegen.

Urlaub in der Flasche

„Buddel Cocktails“ aus der Lemon Lounge

Mal etwas anderes als Bier

am Deich genießen. Das

geht mit den handgemachten

„Buddel Cocktails“ von

Mario Ippen aus der Cocktailbar

Lemon Lounge. Die

Drinks der Buddel-Reihe

gibt es auch als Dreierpack

zum Mitnehmen: Dabei

sind eine Flasche „French“,

welche Gin, frisch ausgepresster

Zitronensaft,

Rohrzuckersirup, Weißwein

und Kohlensäure beinhaltet, einer „Tommys Margarita“

mit Tequila reposado, frisch ausgepresstem Limettensaft

und dunklem Bio-Agavensirup und als dritte

Buddel gibt es den „Mango Cooler“ mit Vodka, Triple

Sec, Mangonektar (35 % Mangomark), Maracujanektar,

Orangensaft und frisch gepresstem Zitronensaft. Ein

Mix aus spritzigen und fruchtigen Drinks für unterwegs.

Alle „Buddel Cocktails“ sind ohne künstliche Zusätze

und mit hochwertigen Produkten –schmeckt wie an der

Bar gemixt.

Erhältlich für 22,50 Euro bei „Made in Bremen“ in der Stadtwaage

oder online unter: www.madeinbremen.com.

Foto: MiB

Abwechslungsreiche

Erkundungstouren

„Wandern für die Seele in und

um Bremen“ von Klaus Meyer

Für schöne Wanderrouten braucht es

keine Berge. Das beweist Klaus Meyer

mit „Wandern für die Seele in und

um Bremen“. Darin stellt der Bremer

20 Wohlfühltouren vor den Toren der

Stadt oder mittendrin vor. Sie führen

durch alte Parks, lassen Lesende

Kunst in der City entdecken oder

die imaginären Füße über warmen

Dünensand laufen und historische

Steingräber bestaunen.

Auf diesen Wegen über Felder und Wiesen können Wandernde

den Alltag weit hinter sich lassen. Die Touren führen vom Golfplatz

Achim über Worpswede und die Lintelner Geest und das Tal

der Wümme bis hin zu den Hünengräbern bei Meyenburg. Sortiert

nach verschiedenen Schwerpunkten, verspricht jede Tour etwas

anderes. Die Auszeittouren bieten herrliche Naturerlebnisse. Mit

schönen Weitblicken verführen die Panoramatouren. Bei den Verwöhntouren

steht die Einkehr im Fokus. Die Entschleunigungstouren

bieten verschiedene besinnliche Ruheorte. Die Erfrischungstouren

führen an Flüssen, Bächen und Seen vorbei.

Erschienen im Droste Verlag, 192 Seiten, für 18 Euro.

Bremer Beobachtungsgeschichten

„Tach auch No. 2“: Neues und Kurioses von Bernd Meier

Wie erklärt man den amerikanischen Freunden im Restaurant auf Englisch, was sich hinter

einer Spezialität namens Labskaus verbirgt? Wer hat noch den Überblick über all die Pads,

Caps und Tabs, die unser Leben eigentlich vereinfachen sollten? Und wohin mit der Packung

Bio-Chips, die ohne Zusatzstoffe auskommen und sogar „made with love“ sind – aber leider

nach nichts schmecken? Autor Bernd Meier läuft mit offenen Augen und Ohren durch die

Welt und findet täglich etwas, das kurios und verblüffend, witzig oder originell ist. In seinem

Buch „Tach auch No. 2“ hat er diese zusammengefügt.

Erschienen bei Edition Temmen, 128 Seiten, 12,90 Euro.

VERLOSUNG

Wir verlosen 5 × 1 Exemplar unter www.stadtmagazin-bremen.de.

24


Wenn die Vergangenheit nicht loslässt

Frank Salewski erzählt eine „braune“ Dorfgeschichte

Autor Frank Salewski ist als Zugezogener in einem kleinen Dorf groß geworden

und erzählt in seinem neuen Roman „Braunsiel – Eine Dorfgeschichte“aus der

Perspektive des 20-jährigen Studenten Willy. Er ist Veganer, Antialkoholiker und

angehender Autor. Um den Zwängen des Dorfes zu entfliegen, zieht der junge

Mann nach Kiel in eine WG. Dort schreibt Willy über die Geschichte seines Heimatdorfes

und findet unter seinen Mitbewohnern sowohl begeisterte Leser als

auch Kritiker. Was sie nicht ahnen: Willy und seine Familie sind ein Teil der drei

Generationen währenden braunen Vergangenheit, die bis heute nachwirkt.

Erschienen beim Killroy media Verlag, 216 Seiten, erhältlich für 17 Euro.

Grüße aus der Hansestadt

Drei neue Postkarten von „Made in Bremen

Auf einer Karte ist die bremische Lebensweisheit „Wat mutt

dat mutt“ zu lesen. Sie kommt von der erdachten Schwägerin

der berüchtigten Giftmörderin Gesche Gottfried Gesa. Die

fröhliche Figur auf der zweiten Karte ist der Matrose und

Schiffskoch Hein Mück aus Bremerhaven, welcher aus der

Schwesterstadt Bremen grüßt. Auf der dritten Postkarte grüßen

die Bremer Stadtmusikanten mit einem fröhlichem Moin

aus Bremen. Gezeichnet wurden die Illustrationen von Mario

Ellert. Das Design der Postkarte ist von STV Grafik, gedruckt

wird auf Recyclingpapier bei SR-Druck.

Erhältlich für je 2 Euro bei „Made in Bremen“ oder online unter

www.madeinbremen.com.

Fotos: MiB

Ein modischer Liebesbeweis

„Made in Bremen“-T-Shirt aus Bio-Baumwolle

Ein T-Shirt mit strahlend rotem Schriftzug

für Bremerinnen und Bremer. Wer

seine Liebe für die Hansestadt

mittels Mode zeigen möchte,

findet mit diesem T-Shirt ein

passendes Stück. Es besteht

aus 100 Prozent gekämmter

Bio-Baumwolle und ist Fairtrade

sowie GOTS-zertifiziert.

Hanseatisch verpackt

Geschenkpapier aus der Heimat

Der eine Bogen ist voller kleiner blauer Anker, ein anderer

mit Vögeln, der nächste ist mit Schiffen oder

Pflanzen bedruckt – von maritimen bis hin zu

romantischen Mustern gibt es eine feine

Auswahl an Geschenkpapier bei

„Made in Bremen“. Alle Bögen

sind von dem Label TikiOno

aus der Neustadt

gestaltet und je

50 mal 70

Zentimeter

groß.

Foto: MiB

Erhältlich für 25 Euro in den Größen

S bis XL bei „Made in Bremen“ in der

Stadtwaage oder online unter

www.madeinbremen.com.

Erhältlich für 3,95

Euro bei „Made in Bremen

oder unter www.madeinbremen.

com.

Foto: MiB

25


LOKALES

Unterhaltung pur

Auftakt des 987. Freimarktes: Bremens

fünfte Jahreszeit beginnt

Foto: Christina Kuhaupt

Wenn sich auf der Bürgerweide und dem Marktplatz Karussells

drehen, es nach gebrannten Mandeln duftet und

jede Menge Lose einen Hauptgewinn parat halten, dann

ist es wieder so weit: Der Bremer Freimarkt ist in vollem Gange. In

diesem Jahr verspricht das beliebte Volksfest 17 Tage lang Spaß und

Spannung für die ganze Familie.

Mehr als 300 Schaustellerinnen und Schausteller bieten mit

Karussells für Groß und Klein, Riesenrad und Achterbahn, Imbissbuden

und Laufgeschäften ein abwechslungsreiches Programm.

Der 987. Freimarkt findet auf der zentral gelegenen Bürgerweide

direkt am Bremer Hauptbahnhof statt. Und wer es etwas beschaulicher

mag, der besucht den Kleinen Freimarkt in der Bremer Innenstadt.

Dort wird zur Eröffnung dem Roland traditionell ein

großes Lebkuchenherz umgehängt und der dreimalige Ruf „Ischa

Freimaak“ eröffnet offiziell eines der ältesten Volksfeste Deutschlands.

Auf dem diesjährigen Bremer Freimarkt sind insgesamt 22

Fahrgeschäfte vertreten. Darunter sind beliebte Klassiker wie der

„Wellenflug“, „Happy Sailor“ und „Break Dancer“. In „Hangover“,

„Frisbee“, „Transformer“ und „Voodoo Jumper“ geht es actionreich

zu. Einen spannenden Ausblick in schwindelerregender Höhe

auf die Veranstaltungsfläche und die Hansestadt bekommt man

im „City Skyliner“, der sich gleich am Eingang des Freimarkts als

höchste mobile Aussichtsplattform auf einer Höhe von 80 Metern

dreht. In „Top In“, „Stardust“ und „Be Bob Drive“ kommen Autoscooter-Fans

auf ihre Kosten. Vier Festzelte laden zu geselligem

Beisammensein, Tanz und Musik ein. Durstig muss auch angesichts

von 17 gemütlichen Schankbetrieben niemand bleiben. Abgerundet

wird das vielfältige Angebot auf dem 987. Bremer Freimarkt

durch zahlreiche Spiel- und Spaßgeschäfte sowie Imbisse,

die Süßes und Herzhaftes in einer großen Vielfalt anbieten.

Zur Eröffnung erleuchtet am Freitag, 14. Oktober, 21.45 Uhr

ein Feuerwerk den Himmel über der Bürgerweide. Höhepunkt der

fünften Bremer Jahreszeit wird zum Bergfest am Samstag, 22. Oktober,

der Freimarktsumzug sein. Nach zweijähriger Pause wird er

wieder von der Neustadt über die Innenstadt zum Freimarkt gehen.

Rund 100 Fußgruppen und Festwagen versprechen, für eine

ausgelassene Stimmung zu sorgen. Die schönsten und kreativsten

Gruppen werden zum Abschluss prämiert. Weitere Aktionen sind

als Rahmenprogramm in Planung. (SM)

Der 987. Bremer Freimarkt findet von Freitag bis Sonntag, 14. bis 30.

Oktober, auf der Bürgerweide statt und ist täglich von 13 bis 23 Uhr

sowie freitags und samstags bis 24 Uhr geöffnet. Am Eröffnungstag

empfängt er Besuchende ab 16 Uhr. Nähere Infos: www.freimarkt.de

Wieder am

bekannten Platz

direkt am Klangbogen!

Schmalzkuchenbäckere

seit 1920 in Familienbesitz

26


987. Bremer Freimarkt

Ischa

Freimaak!

14. bis 30. Oktober 2022

www.freimarkt.de

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27


FREIMARKT

„Der Zauber ist noch da“

Bettina Robrahn-Böker ist Schaustellerin mit Leib und Seele und betreibt den Autoscooter „Top In“

Foto: JF

28

Ob der Duft von gebrannten Mandeln, hell erleuchtete Buden

oder rasante Karussells: Was für Volksfestbesuchende

echte Highlights sind, ist für Schaustellerinnen und

Schausteller Normalität – so auch für Bettina Robrahn-Böker. Mit

dem Autoscooter „Top In“ betreibt die 51-Jährige in dritter Generation

ein Fahrgeschäft, das regelmäßig Platz auf regionalen Volksfesten

findet. Für den Schaustellerberuf, sagt sie, würde sie sich

immer wieder aufs Neue entscheiden.

„Noch einmal bitte!“ Fein säuberlich und akkurat gestapelt platziert

ein kleiner Junge sein Kleingeld auf dem Verkaufstresen vor

Bettina Robrahn-Böker. Sie muss schmunzeln, als sie die Münzen

an sich nimmt und ihm im Gegenzug einen blauen Chip reicht. Es

scheint nicht das erste Mal zu sein, dass das Kind an diesem Dienstagmittag

ihr Kassenhäuschen auf dem „Kramermarkt“ in Delmenhorst

aufsucht. „Zu dieser Uhrzeit ist in der Regel noch nicht viel

los“, sagt sie und zeigt in Richtung der aneinandergereihten Scooter

ihres Fahrgeschäftes. Für Langeweile ist in ihrem Arbeitsalltag

jedoch wenig Zeit. Bettina Robrahn-Böker ist Schaustellerin. Als

Inhaberin der nach ihrem Vater benannten Firma Werner Robrahn

ist sie mit dem Autoscooter „Top In“ von Mitte März bis Ende November

auf Volksfesten präsent.

Vertreterin einer Bremer Tradition

Der Name Robrahn ist in Bremen renommiert. Als Rudolf und Luise

Robrahn die Zusage erhielten, ihren Autoscooter auf dem ersten

Bremer Freimarkt nach Ende des Zweiten Weltkrieges ausstellen

zu dürfen, zog es die Familie mit ihren vier Kindern in die Hansestadt.

Die Robrahns wurden in Bremen sesshaft und erweiterten

ihr Unternehmen im Laufe der Zeit um weitere Fahrgeschäfte.

„Nach dem Tod meines Großvaters machte sich jedes der Kinder

mit einem der Fahrgeschäfte selbstständig“, erzählt Bettina Robrahn-Böker.

„Mein Vater Werner Robrahn, als jüngster Bruder,

führte die bestehende Firma Robrahn mit dem Autoscooter gemeinsam

mit meiner Großmutter Luise weiter.“ 1996 stieg Robrahn-Böker

gemeinsam mit ihrem Mann in das Familienunternehmen

ein. 2002 folgte für ihre Eltern der Weg in den Ruhestand

und für sie schließlich die Firmenübernahme in dritter Generation.

Das Fahrgeschäft, das heute als „Top In“ bekannt ist, ist der mittlerweile

sechste Autoscooter in der Familiengeschichte und seit

vielen Jahren auf Volksfesten wie dem Freimarkt zu finden. „2019

haben wir noch einmal tief in den Geldbeutel gegriffen und eine

Generalüberholung durchgeführt“, sagt die Eigentümerin. Was den

Autoscooter für sie besonders auszeichne, sei das breit gefächerte

Publikum, das darin fährt. „Bei uns fahren alle Generationen“, sagt

sie, „Erwachsene, Jugendliche, aber auch das Enkelkind mit dem

Großvater.“ Zum Preis von einem Fahrchip könne am „Top In“ jeder

einmal Kavalier spielen, soll es Firmengründer Werner Robrahn

einst gesagt haben. „Bei uns wird nicht pro Fahrgast gezahlt, sondern

pro Fahrzeug“, erklärt es Robrahn-Böker.

Kein vorprogrammierter Weg

Dass die heute 51-Jährige einmal selbst das Leben einer Vollblutschaustellerin

führen würde, war ihr früh klar. „Ich bin als Schaustellerkind

mit dem Beruf groß geworden und habe ihn von Anfang

an geliebt.“ Dass der Weg ins Schaugewerbe für jene mit dem

Namen Robrahn vorprogrammiert sei, verneint sie jedoch. „Ich

hatte seinerzeit die Wahl, meine Eltern haben mir keinen Druck

gemacht“, erzählt sie. Im Gegenteil: Während die jetzige Unternehmerin

damals am liebsten nach der Realschule abgegangen wäre,

um sich verstärkt im Familienbetrieb zu engagieren, war es ihrem

Vater wichtig, dass seine Tochter auch die Berufswelt fernab der

Schaustellerei kennenlernt. Robrahn-Böker: „Ich habe nach dem

Abitur eine Ausbildung in einer Bank gemacht und sechs Jahre in

diesem Bereich gearbeitet. Das hat mir rückblickend gutgetan.“


Hausgemachte Pommes

mit vielen leckeren Soßen.

Susanne Robrahn und Team

FREIMARKT

Auf Manitus Spuren

mit der Wildwasser 2

Fotos: FR

Für die besondere Atmosphäre auf Volksfesten ist die Schaustellerin

übrigens auch nach vielen Jahren im Geschäft keinesfalls

betriebsblind. „Der Zauber ist noch da“, sagt sie, „wenn auch

in anderer Form.“ So habe jedes Event seine eigenen Reize und

Highlight.

Das feuchtfröhliche Vergnügen auf dem Freimarkt!

Familie Heitmann, Münster

Blick zurück auf die Schaustellerkindheit

Doch das Leben zwischen Karussells und Zuckerwatte birgt

auch Herausforderungen. „Die größte Schwierigkeit, die unser

Beruf mit sich bringt, ist die Beschulung unserer Kinder“, sagt

die Mutter von drei Töchtern. Eine Problematik, die Bettina

Robrahn-Böker nicht nur aus der Perspektive der Erziehungsberechtigten

kennt. „Als meine Schwester und ich klein waren,

haben unsere Eltern auch Großachterbahnen betrieben und waren

damit deutschlandweit unterwegs“, erinnert sie sich. „Wir

haben sie teilweise mehrere Wochen nicht gesehen.“ Die Unterstützung

von Pflegeeltern ermöglichte den Schwestern zugleich

ein geregeltes Leben in Bremen, wo sie ihre Schullaufbahn absolvieren

und sich einen Freundeskreis fernab des Schaustellerlebens

aufbauen konnten. Rückblickend sagt Robrahn-Böker

über diese Zeit: „Ich war früh selbstständig und bin vermutlich

schnell erwachsen geworden.“ Sie selbst greift heute für die Betreuung

ihrer jüngsten, neunjährigen Tochter regelmäßig auf

ein Netzwerk aus Freunden und Familienmitgliedern zurück.

Zudem sagt sie: „Wir sind mit dem Autoscooter ausschließlich

regional unterwegs. Im Notfall bin ich also innerhalb weniger

Stunden zu Hause.“

Ob ihre Kinder, von denen zwei momentan studieren, einmal

in die unternehmerischen Fußstapfen ihrer Eltern treten wollen,

ist unklar. „Wir stellen das unseren Töchtern frei“, macht Robrahn-

Böker klar. Lediglich ihre Jüngste sei sich ihrer Sache – zumindest

aktuell – sehr sicher. „Für sie ist klar, dass sie einmal Chefin am

Autoscooter wird“, erzählt die Schaustellerin lachend. Ein guter

Anlass, um in zehn Jahren noch einmal nachzuhaken. (JF)

29


FREIMARKT

Traditionen und Fakten zum Volksfest

Das kleine Einmaleins des Bremer Freimarkts und seiner Geschichte

Aktionstage

Foto: FR

Prinzessinnentag:

Am Montag, 17. Oktober,

findet von 15 bis 18 Uhr ein

„Meet & Greet“ mit bekannten

Märchenprinzessinnen

für Groß und Klein statt.

Heldentag:

Am Dienstag, 25. Oktober,

können Jung und Alt von 15

bis 18 Uhr

ihre Helden aus dem Fernsehen

hautnah erleben.

Historische Freimarktsaufnahme aus dem Jahr 1913.


Foto: Staatsarchiv Bremen / Hermann Kippenberg

f Wenn die Bremerinnen und Bremer zur fünften

Jahreszeit „Ischa Freimaak!“ rufen, was so viel

heißt wie „Es ist ja Freimarkt!“, betonen sie damit

den Ausnahmezustand. Dann ist der Geschichte

des Marktes entsprechend deutlich mehr erlaubt,

als üblich.

f Freimarkt heißt der Markt aus einem bestimmten

Grund. Anders als bei den Wochenmärkten

gab es auf dem „freien Markt“ keine Monopole

auf die gehandelten Waren und es galten insgesamt

weniger Beschränkungen. Der Fokus lag

lange Zeit auf dem Warenhandel. Erst ab dem

15. Jahrhundert kamen vereinzelt Stände zur

Unterhaltung hinzu.

f Als ab dem Jahr 1847 das Streckennetz der Eisenbahn

Hannover mit Bremen verband, nahmen die

Besucherzahlen des Freimarktes sprunghaft zu.

Zudem ermöglichte die Verbindung den Transport

schwerer Lasten über weite Distanzen hinweg,

sodass nun auch die Anzahl großer Fahrgeschäfte

auf dem Freimarkt stetig zunahm.

f Ursprünglich erstreckte sich der Freimarkt vom

Rathaus bis zur Liebfrauenkirche und zog anschließend

um auf den Marktplatz, wo heute der

„Kleine Freimarkt“ steht. Erst seit dem Jahr 1934 ist

die große Version des Volksfestes auf der Bürgerweide

beheimatet, in direkter Nähe zum Hauptbahnhof.

Das vereinfacht die Anreise auswärtiger

Besucher:innen. (SM)

Bremen statt Ballermann

Das Hansezelt begrüßt die Stars der Insel

Als beliebte Eventlocation sorgt das Hansezelt auf dem Freimarkt

seit Jahrzehnten für Spaß und gute Laune beim Partyvolk.

Besuchenden wird ein vielfältiges Programm mit DJs,

Stars und Sternchen aus Musik und Entertainment geboten. 2022

darf sich das Publikum wieder auf eine Reihe von Gästen freuen,

die den „Ballermann“ temporär gegen den Bremer Freimarkt eintauschen.

So sind Anna-Maria Zimmermann, Peter Wackel, Tobee

sowie Mike Leon Grosch für den diesjährigen Freimarkt gebucht.

Zudem haben Almklausi, Lorenz Büffel und Oli P. zugesagt. Für

ausreichend Partyenergie ist gesorgt: Speis und Trank gibt es an

mehr als zehn Ausschanktresen. (SM)

Foto: KW Foto: FR

30


Zünftige Hüttengaudi

Feiern und Schlemmen in der Almhütte

Das Familien-Kult-Karussell

Auf Ihren Besuch freuen sich

Manfred Howey e.K. und die bewährte Crew!

Foto: Almhütte

(0421)

Livemusik vom Feinsten, ein Ambiente wie in den Bergen,

köstliche Schmankerl, kühle Tropfen und ein vertrautes

Serviceteam, das sich auf seine Gäste freut: Seit über 15

Jahren lädt die Gastronomin Nina Renoldi auf dem Bremer Freimarkt

in ihre Almhütte ein. Das ist in diesem Jahr nicht anders.

Wenn es vom 14. bis 30. Oktober wieder „Ischa Freimaak“ heißt,

bittet die gebürtige Bremerin in dem urigen Bauwerk mit dem

Glockenturm erneut zur großen Party. Am diesjährigen Standort,

erster Gang links ab Klangbogen, geht es im bewährten,

rustikalen Ambiente auf zur großen Gaudi. Die Gäste erwartet

an allen Veranstaltungstagen ein zünftiges Programm, das mit

einem frischen Bier oder auch einer appetitlichen Mahlzeit gekrönt

wird. Nicht fehlen darf der traditionelle bayerische Frühschoppen

an allen drei Freimarktssonntagen ab 11 Uhr. (SM)

...für

einen

sicheren

Heimweg!

Platzreservierungen unter www.diealmhuette.de.

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FREIMARKT

Bummeln,

genießen,

amüsieren

Ischa

Freimaak!

14. bis 30. Oktober 2022

Ischa

Freimaak!

Sparen mit dem Freimarkt-Ticket

Erst eine Karussellfahrt, dann ein Snack vom Imbiss und

zum Nachtisch eine Portion Eis: Die Verlockungen auf dem

Bremer Freimarkt sind groß. Ihnen nachzugeben und nicht

das eigene Portemonnaie zücken zu müssen – das ermöglicht das

Freimarkt-Ticket der Arbeitsgemeinschaft Bremer Märkte.

Gutscheine gibt es zum Beispiel für diverse Fahrgeschäfte,

Lose, Süßspeisen und Deftiges sowie Getränke. Zahlreiche Beipiele

für das, was Sie erwartet, und damit einiges an Inspiration

haben wir Ihnen auf dieser Doppelseite und auf den vorangehenden

Seiten zum Volksfest in diesem Heft zusammengestellt. Die

Gutscheine aus dem Ticketheft können bei allen Geschäften auf

der Bürgerweide und dem Marktplatz eingelöst werden. Die einzelnen

Gutscheine sind immer nur gegen Vorlage des gesamten

Heftes gültig. (SM)

14. bis 30. Oktober 2022

Ischa

Freimaak!

14. bis 30. Oktober 2022

Ischa

Freimaak!

14. bis 30. Oktober 2022

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987. Bremer Freimarkt

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Freimarkt-Ticket

für Ehrengäste

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VERLOSUNG

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14. bis 30. Oktober 2022

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14. bis 30. Oktober 2022

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14. bis 30. Oktober 2022

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32

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33


LOKALES

NEUE SERIE

MICHAELA

SCHAFFRATH

TRIFFT

„Ich fühle mich wie ein echter Bremer“

Michaela Schaffrath trifft: Den ersten Freimarktsbotschafter und Ex-Werdertorjäger Ailton

34

Sie sind beide „Zugezogene“, in der

Stadt sehr prominent, waren im

„Dschungelcamp“ und fühlen sich

sehr mit der Stadt verbunden. Im Coffee

Corner im Bremer Viertel traf Schauspielerin

Michaela Schaffrath auf den ehemaligen

Werder-Torjäger Ailton, der gerade zum ersten

Freimarktsbotschafter ernannt wurde.

Bei Kaffee und Kuchen ging es um seine neue

Funktion auf dem Volksfest, seine Beziehung

zur Hansestadt sowie seine Teilnahme an

der oben genannten Reality-TV-Sendung.

Zudem verriet der Fußballer des Jahres 2004,

dass er als Jugendlicher ohne Schuhe kickte.

Michaela Schaffrath: Ailton, wie bist du

Botschafter des Freimarktes geworden?

Ailton: Ein Freund hat mich gefragt, ob ich

mir vorstellen könnte, das zu machen. Ich

war begeistert, eine solch große Tradition

in Bremen repräsentieren zu dürfen, das

ist eine Ehre für mich. Ich kenne den Freimarkt

sehr gut, aber das ist natürlich eine

ganz neue Funktion für mich.

Was genau ist deine Aufgabe als Botschafter?

Ich werde als Botschafter auf den großen

Freimarktveranstaltungen, wie der Eröffnung,

beim Umzug und wahrscheinlich

auch bei der Beerdigung sowie weiteren

kleinen Events vor Ort sein. Das ist für mich

natürlich super, weil ich sowieso oft auf

dem Freimarkt bin. Ich fühle mich wie ein

echter Bremer. Aber ich werde nicht auf der

Bühne stehen und große Reden schwingen,

das ist nicht Ailton.

Was machst du, wenn du privat auf dem

Freimarkt bist?

Alles. Ich fahre Karussell, probiere alles,

was es zu essen gibt, und ab und zu trinke

ich auch mal ein Bier und mache auch ein

kleines bisschen Party (lacht).

Ich kann mir auch vorstellen, dass du

jetzt als Botschafter alles durchtesten

musst, jedes Karussell und jede Imbissbude.

Ja, das kann passieren. Aber ich muss ein

bisschen wegen meines Gewichtes gucken,

dass nicht zu viel draufkommt. Und wenn

wir auf dem Freimarkt ein Fußballspiel veranstalten,

wäre ich auch dabei. Ich bin einfach

sehr glücklich, dass mir so eine Ehre

zuteil wird, weil Bremen meine Stadt ist

und ich hier zu Hause bin.

Du bist vor eineinhalb Jahren zurück nach

Bremen gezogen. Wie kam es dazu?

Wir haben zuvor in Texas in den USA gewohnt.

Aber fast alle meine Termine habe

ich in Deutschland, meistens sogar in Bremen

und Umgebung. Ich war teilweise

drei- bis viermal im Monat unterwegs, von

Texas nach Deutschland. Also haben wir als

Familie beschlossen, dass wir nach Bremen

zurückgehen. Ausschlaggebend war zudem,

dass es hier eine internationale Schule für

meine Kinder gibt.

Was gefällt dir besonders gut an Bremen?

Bremen war für mich die erste Stadt außerhalb

Südamerikas und ich habe mich gleich

wohlgefühlt. Bremen ist für mich eine Familienstadt,

nicht zu groß und nicht zu

klein und nicht so hektisch wie Hamburg

oder Berlin.

Dem kann ich mich nur anschließen, ich

bin ja quasi auch immer noch Neu-Bremerin.

Neben dem großen kulturellen

und gastronomischen Angebot empfinde

ich die Menschen hier als sehr angenehm.

Und ich kann fast alles zu Fuß oder mit

dem Fahrrad erledigen.

Genau. Alles ist gut erreichbar. Meine Kinder

sind ebenfalls mit dem Fahrrad unterwegs.

Mein Sohn, Ailton junior, fährt zum

Beispiel mit dem Fahrrad zur Schule, zu

Freunden und zum Fußballtraining. Er ist

nicht auf uns Eltern angewiesen, was seine

Freizeit betrifft, das finde ich großartig.

Dein Sohn spielt Fußball? Hat er dein

Talent?


Anregendes Gespräch: Michaela Schaffrath und Ailton trafen sich im Coffee Corner im Bremer Viertel zum Interview.

Fotos: Carlos Anthonyo

Er spielt in Oberneuland Fußball. Alle fragen

mich immer, ob er der neue Kugelblitz

ist. Mir ist das aber gar nicht wichtig. Ich

freue mich, dass er Fußball spielt, mache

ihm aber überhaupt keinen Druck. Wichtiger

ist die Schule. Aber wenn er von sich aus

Profi werden will, unterstütze ich ihn.

Wann hast du angefangen Fußball zu

spielen?

Ich bin in einer sehr kleinen Stadt in Brasilien

aufgewachsen. In meiner Stadt gab

es nur zwei Fernseher, einen hatte unser

Nachbar. Handy, Playstation oder Internet

– davon konnten wir nicht einmal träumen.

Es gab praktisch nur eine Sache, die meine

Freunde und ich in unserer Freizeit gemacht

haben. Und das schon als ganz kleine

Kinder. Es gab für uns auch kaum Optionen.

Die Schulen waren nicht gut organisiert

und wir mussten alle für unsere Familie

arbeiten. Es gab sonst nichts, keine Diskothek,

kein Freizeitpark und kein Kino. Wenn

wir Zeit für uns hatten, sind wir rausgegangen

und haben gekickt– bis zu meinem 16

Lebensjahr übrigens barfuß!

Ohne Fußballschuhe, wie kam es dazu?

Wir hatten nicht so viel Geld und die Prioritäten

wurden eben anders gesetzt. Es gab

nur ein Paar Schuhe und das war aber für

das tägliche Leben bestimmt. Das hat mein

Vater so gesagt und ich musste es akzeptieren.

Irgendwie hat es ja trotzdem geklappt.

Ich wurde als bester Spieler meiner Schule

ausgesucht und sollte zu einem Auswahltraining

zu einem Klub. Das war meine große

Chance, aber es gab die Regel, dass ich

dort nicht barfuß spielen durfte, also habe

ich meinen Vater angefleht, mir ein paar

Stollenschuhe zu kaufen. Zum Glück hat

er zugestimmt. Der Fußball war für mich

wichtig, dazu hatte ich das Talent. Ich bin

Ailton, kein Anwalt, Arzt oder Professor.

Aber durch den Fußball konnte ich meine

Familie unterstützen.

Hattest du eine schöne Kindheit?

Ja, aber komplett anders als die Kinder heute,

eher langweilig. Wenn ich meine Kinder

angucke, mit Netflix, YouTube, den neuesten

Smartphones und so weiter, das ist

Spaß. Verglichen damit war es bei uns eher

eintönig, auch wenn mir die Kinder heute

zu viel an elektronischen Geräten sitzen

und ruhig mal ein bisschen mehr rausgehen

könnten. Wenn man nicht aufpasst, würden

sie gar nichts anderes mehr machen. Und

das finde ich auch nicht richtig.

Bereit für einen Themenwechsel? Ich war

2008 in der dritten Staffel des „Dschungelcamps“

dabei und wusste nicht wirklich,

was mich da erwartet. Ich war im Vorfeld

auf einer Filmtierfarm und habe Maden

gegessen, mir eine Spinne über die Hand

laufen lassen und Kakerlaken genauer angeschaut.

Wie war das bei dir 2012?

Ich hatte ehrlich gesagt auch keine Ahnung.

Mein Manager hat mir damals, als die Anfrage

kam, ein paar Videos geschickt – allerdings

waren da nur die guten Sachen zu

sehen (lacht). Zum Glück musste ich vor

Ort nur sportliche Aufgaben bewältigen.

Du bist mir im „Dschungelcamp“ vor

allem immer als Frohnatur aufgefallen.

Ich bin meistens gut gelaunt, so bin ich einfach.

Und ich verstelle mich auch nicht. Ich

habe den Machern der Sendung von Anfang

an gesagt, dass es nur einen Ailton gibt, egal

ob im Fußballstadion, auf der Straße oder im

„Dschungelcamp“. Die Leute haben sich daran

gewöhnt und mögen mich so wie ich bin.

Ging es dir denn im Camp immer gut?

Nein, aber ich habe versucht, das Beste daraus

zu machen. Es hat mir schon zu schaffen

gemacht, dass man kein Zeitgefühl hatte, da

man uns die Uhren abgenommen hat. Und

das Schlimmste war, dass ich so lange Zeit

nicht mit meiner Familie kommunizieren

konnte. Es hat mir aber trotzdem großen

Spaß gemacht.

35


BOULEVARD

Zahlreiche Gäste kamen zur Trauerfeier

in den St. Petri Dom.

Die Toten Hosen spielten vor 35.000

Zuschauern auf der Bürgerweide...

...zeitgleich rockte

Peter Maffay die

Gitarrenbühne in

der ÖVB-Arena.

Michael Kleine, Vorsitzender der

Familienunternehmer, Moritz Stich,

Vorsitzender der Jungen Unternehmer,

Preisträger Klaus Ziegler, und Klaus

Windheuser, Vorstandsmitglied der

Sparkasse Bremen. (v. l. n. r.).

Fotos: , M. Meister (7), M. Höllings (2), J. Rathke (2), C. Kuhaupt (1)

36

Joachim Linnemann verstarb

am 5. September.

Hosenbier für Maffay.

Abschied von einem Visionär

Unterwegs auf Bremens Boulevards

VON MARCO MEISTER UND MARTIN MÄRTENS

Trauergottesdienst für Joachim Linnemann

Campino signiert

den Sold-out-Award.

Es ist eine Nachricht, die bei zahlreichen Bremerinnen und Bremern

für Betroffenheit sorgte: Joachim Linnemann ist tot. Der

Inhaber und geschäftsführende Gesellschafter der Justus Grosse

Firmengruppe verstarb überraschend in den frühen Morgenstunden

des 5. Septembers im Alter von 66 Jahren. Im Rahmen eines

Trauergottesdienstes im St. Petri Dom nahmen zahlreiche Wegefährten

sowie Freunde und Familienmitglieder am 15. September

Abschied. „Ein jegliches hat seine Zeit“: So lautet ein biblisches

Zitat des Predigers Salomon, welches auch die Trauerveranstaltung

maßgeblich inhaltlich prägte. Laut Pastor Sebastian Schneider, hat

Joachim Linnemann seine Lebenszeit nicht nur genutzt, sondern

zugleich genossen. „Sein Leben endete auf dem Zenit seines Schaffens“,

zitierte Schneider den Wortlaut der familiären Traueranzeige.

„Joachim Linnemann übernahm Verantwortung für die Stadt, in

der er lebte. Er zeichnete sich aus durch Bescheidenheit im persönlichen

Auftreten und als jemand, der zur rechten Zeit auch wagemutig

sein konnte.“

Joachim Linnemann stieg 1951 auf Bitte seines Vaters in die Baufirma

der Familie ein und löste ihn 1987 als Geschäftsführer ab. Die

Stadt Bremen war sowohl in Linnemanns persönlichem als auch beruflichem

Leben die Konstante. Als städtebaulicher Visionär prägte

er maßgeblich die Entwicklung großer Bauprojekte: die Marterburg,

die Überseestadt sowie zuletzt das Tabakquartier auf dem ehemaligen

Brinkmann-Areal in Woltmershausen. Neben seinen unternehmerischen

Tätigkeiten engagierte sich der Bremer ehrenamtlich für

den Bürgerpark sowie für benachteiligte Kinder und veranstaltete

seit 2004 jährlich gemeinsam mit Jörg Wontorra die „Justus Grosse

Charity-Trophy.“ „Das Menschliche“, so Pastor Schneider, „kam bei

ihm stets vor dem Geschäftlichen.“ Joachim Linnemann hinterlässt

seine Ehefrau und drei erwachsene Kinder. (JF)

Tote Hosen versus Peter Maffay – fast wie beim Fußball

Ende August, es war beinahe wie bei einem Fußballspiel, als „Die

Toten Hosen“ auf der Bürgerweide und Peter Maffay in der ÖVB-

Pils und Schampus für die Hosen.

Maffay mit Award.

Arena quasi aufeinandertrafen. Die Fans setzten sich aus 35.000

Open-Air-Besuchern und 10.000 Arena-Gästen zusammen, doch

vor dem Konzertanpfiff, wurden Nettigkeiten ausgetauscht: Campino

ließ Peter eine Kiste „Hosen-Bier“ plus eine Flasche Champagner

und eine persönlich geschriebene Grußkarte – von allen

Hosen unterschrieben – bringen. Peter, überrascht und erfreut,

revanchierte sich postwendend ebenfalls mit einem Gruß an die

Hosen, plus einer Flasche Champagner und einer Kiste Becks. Das

Spiel der Künstler konnte beginnen und endete bei Peter mit dem

Fangesang „Oh, wie ist das schön ...“, während draußen bei Campino

fast zeitgleich „You’ll never walk alone“ angestimmt wurde.

(MHO)

Handwerker und Unternehmer des Jahres

Carl Bock ist Handwerker des Jahres 2022. Der 58-jährige Inhaber

von Peinemann und Sohn, einem Unternehmen für Sanitär-, Heizungs-

und Lüftungsanlagen, konnte die Jury überzeugen. Er selbst

wurde zu Beginn seiner Karriere vom eigenen Vater überzeugt, in

dessen Fußstapfen zu treten. „Und ich hatte keine Lust mehr auf

Schule“, gibt Bock offen zu. Trotz Startschwierigkeiten ging er diesen

Weg weiter und leitet heute ein Team mit 70 Mitarbeitern. Den

Erfolg seines Unternehmens führt er auf seinen klaren, hanseatischen

Führungsstil zurück – und auf die große Sichtbarkeit des

Unternehmens in den sozialen Medien. „Meine Tochter Anja hat

zudem unsere Website aufpoliert. Es ist wichtig, die jungen Leute

dort zu erreichen, wo sie sind – und das ist online“, weiß Bock. (KW)

Von der Zündkerze zum Schockfroster

Handwerker des Jahres:

Carl Bock mit Tochter Anja.

Der Preis „Unternehmer des Jahres“ – verliehen von der Sparkasse

Bremen zusammen mit den Regionalkreisen der Verbände „Die

Familienunternehmer“ und „Die Jungen Unternehmer“ – geht 2022

an Klaus Ziegler von der NordCap GmbH & Co. KG für sein Lebenswerk.

Ziegler führt das Unternehmen in der dritten Generation –

gegründet wurde es 1937 von seinem Großvater, Franz Seelig, als

Bosch-Dienst in Bremen. Ziegler selbst trat im April 1981 in das

von seinem Vater Heinz-Conrad Ziegler geführte Familienunternehmen

ein, nachdem er sein Studium der Betriebswirtschaft abgeschlossen

hatte. 1989 entstand durch den Zusammenschluss von

neun mittelständischen Unternehmen, die als Bosch-Vertragspartner

arbeiteten, aber in einem sich verhärtenden Markt keine Chan-


MATTHIAS HÖLLINGS – TYPISCH BREMEN

Reif für die Insel

KOLUMNE

Dr. Bünyamin Özgören (Mitte) empfing

seine Gäste im Club Amélie.

Mit Tattoomodel Fabien

(Mitte) wurden zahlreiche

Aufnahmen gemacht.

ce mehr für ein mittelständisches, inhabergeführtes

Unternehmen sahen, die

heutige NordCap GmbH & Co. KG. Der

neue Schwerpunkt war der gemeinsame

Vertrieb von Gewerbekühlgeräten sowie

einem geschlossenen Marktauftritt unter

der Marke „NordCap“. Ziegler: „Von der

Zündkerze zum Schockfroster sozusagen.“

„Aesthetc Night“

Adriaan van Veen

mit Laura Soons.

Ob Reality-TV-Stars, Influencer:innen

oder Sänger:innen: Sie alle ließen sich die

Einladung von Dr. Bünyamin Özgören zur

„Aesthetic Night“ nicht entgehen. Am 10.

September zelebrierte der Bremer Beauty-

Doc das fünfjährige Bestehen seiner Praxis

„Özgören Aesthetic“. In seinen Räumlichkeiten

am Sielwall führt der Mediziner

minimal-invasive Beauty-Eingriffe durch

– und das sehr öffentlichkeitswirksam. So

zählen zahlreiche Promis zu seinen Patient:innen,

auf Instagram folgen ihm mehr

als 50.000 Menschen. Bei der Party im Club

Amélie im Steintor feierten circa 400 geladene

Gäste bis in die frühen Morgenstunden

eine stimmungsvolle Party. Mit dabei

waren unter anderem Tattoomodel und

Influencer Fabien Tietjen, Tik-Tok-Createrin

Laura Soons sowie Carina Spack („Der

Bachelor“ und „Promis unter Palmen“) und

Schauspieler Adriaan van Veen. Während

die Gäste auf sein Wohl tranken, verriet

Özgören zur späten Stunde: „Ich habe mir

bis auf einen Begrüßungssekt nicht erlaubt,

etwas zu trinken.“ Zudem wagte der Beauty-Doc

für uns einen Ausblick in die Zukunft

und verriet: „Ich hoffe die ‚Aesthetic

Night‘ zu einer noch größeren Veranstaltung

und langfristig in Bremen etablieren

zu können. Wir müssen noch mehr Promis

nach Bremen holen!“ (JF)

Wer im Urlaub auf Kreuzfahrtschiffen unterwegs ist, befindet sich immer auf

Entdeckungsreise und lässt sich dabei von traumhaft gelegenen Inseln mit

viel Sonne, Palmen und Strand begeistern. Als die Passagiere des Expeditions-Kreuzfahrtzschiffes

Bremen“ 2003 den fünf-Sterne-Luxusliner bestiegen, ahnten

sie nicht, welches Abenteuer auf sie wartete. Mit an Bord waren Biologen, Geologen

und Historiker, die ihnen etwas über Flora, Fauna und über die Besonderheiten

des anzusteuernden Reiseziels näher bringen wollten. Das gesamte Unternehmen

sollte eine Studienreise in unbekannte Welten werden. Einmal Columbus spielen, der

sich aufgemacht hatte, den Seeweg nach Indien zu entdecken, dabei aber vergaß rechtzeitig

links abzubiegen. Der Rest ist Geschichte.

Als die „Bremen“ der damaligen Hapag-Lloyd-Reederei zu ihrer Expeditionsfahrt

aufbrach, vorbei an Brasilien, Uruguay, Argentinien und den Falklandinseln, war als

Ziel der Bereich rund um die Melchior-Inseln angegeben, die sozusagen nahe dem

Südende Südamerikas liegen

und über den südlichen Polarkreis

hinausragen. Hier war

zwar Sonne, aber keine Palmen

am Strand zu erwarten.

Mit an Bord der Historiker und

Weltensegler Henryk Wolski,

der bei dieser Reise als Expeditionsleiter

fungierte. Ein erfahrener

Mann, der nicht zum

ersten Mal mit seinen Kollegen

den neugierigen Passagieren

in Schlauchbooten vor Ort die

umwerfende Schönheit von Eis

und Gletschern präsentierte.

Bei ihrem Besuch der Omega-

Insel steuerten seine Boote am

2. Februar 2003 einen kleinen Fjord an, der mit gebrochenem Eis gefüllt war. Vor ihnen

befand sich, wie schon Jahre zuvor, eine 40 Meter breite Einfahrt, eingefasst von

steilen, 30 Meter hohen Eiswänden. Die Boote fuhren vorsichtig in den Fjord, bis es so

flach unter ihnen wurde, dass gepaddelt werden musste. Ein Blick auf die Karte sorgte

plötzlich für Verwirrung, da sich der Fjord nicht wie erwartet als Sackgasse entpuppte,

sondern im übertragenen Sinne Licht am Ende des Tunnels zu sehen war.

Später, zurück an Bord der „Bremen“, konnte Expeditionsleiter Wolski das Rätsel

lösen: Seit 1947 wird im Gebiet „British Antarktis Territorium“ die Temperatur gemessen

und sie ist bis heute um 2,5 Grad Celsius gestiegen. Grund für die Entdeckung des

Kanals könnte das Abschmelzen des Gletschers sein, der einst den jetzt entdeckten

Kanal mit Eis bedeckte. Ähnlich wie 1991, als Ötzi, der Mann vom Hauslabjoch nach

über 3.000 Jahren als Gletschermumie aus dem sich zurückziehenden

Eis auftauchte, war hier in der Antarktis aus einem

Fjord ein Kanal entstanden. Damit war gleichzeitig klar, dass

von einer Landzunge der Omega-Insel eine neue Insel sichtbar

wurde. Eine Insel mit einem Kilometer Länge, einem

Kilometer Breite, bestehend aus 95 Prozent Eis und mit die

höchsten Erhebung von 50 Metern. Bewohner wurden nicht

gesichtet.

Mittlerweile wurde die spektakuläre Entdeckung der

Bremen-Insel“ und des „Bremen-Kanals“ vom Bundesamt

für Kartografie und Geodäsie bestätigt. Beide Namen wurden

vom „Scientific Committee Antartic Research“ anerkannt.

Doch obwohl das Expeditionsschiff „Bremen“ die höchste Eisklasse

und einen extrem niedrigen Tiefgang aufweist, ist der

neu entdeckte „Bremen-Kanal“ für Durchfahrten ungeeignet.

Er ist zu flach. Auch die bekannte Flussinsel „Stadtwerder“

gleich gegenüber der Bremer Innenstadt wird ebenfalls nicht

von Kreuzfahrtschiffen angesteuert. Die schaffen es nur bis zu

ihren Liegeplätzen in Bremerhaven als jeweilige Start- und

Endstation.

Foto: Hapag Lloyd Kreuzfahrten

Matthias Höllings, ehemaliger

Pressesprecher

der ÖVB-Arena, wirft in

seiner Kolumne einen

Blick auf Personen

und Ereignisse, die

irgendwie typisch für

die Hansestadt sind –

wenn man sie denn so

kennt wie er.

37


KAFFEE

Kaffeestadt Bremen

Branchengrößen und Genusshandwerk: So vielfältig ist die Kaffeemetropole

An manchen Tagen liegt in der Hansestadt der Duft von

frisch geröstetem Kaffee in der Luft. Es ist der Duft Bremer

Geschichte. Denn der Handel und die Veredelung der

Bohnen hat in Bremen eine lange währende Tradition, die bis heute

andauert. Waren es zu Zeiten des Kaffeebooms vor rund 100 Jahren

etwa 250 Röstereien, die an der Weser ihre Geschäfte mit dem

braunen Gold machten, sind es gegenwärtig zwar deutlich weniger,

aber Bremen ist bis heute die Kaffeemetropole in Deutschland.

Die bremischen Häfen sind die wichtigsten Importstationen

für Kaffee. Branchengrößen wie Melitta, Jacobs Douwe Egberts mit

den Erfolgsmarken Jacobs, Kaffee Hag, Tassimo, Senseo und Azul

und Westhoff haben ihren Sitz in der Hansestadt. Neben diesen

industriellen Röstereien haben sich weitere kleine Hersteller etabliert,

deren Kaffees mitunter seit vielen Jahrzehnten buten und binnen

die Tassen füllen. Zwar bestimmen die großen Kaffeekonzerne

weiterhin den Markt, doch kleine Röstereien, die ausgewählte

Rohware in kleinen Mengen handwerklich veredeln, erfreuen sich

seit einigen Jahren zunehmender Beliebtheit. Denn Kaffee ist nicht

gleich Kaffee. Die verschiedenen Anbaugebiete, unterschiedliche

Röstverfahren, der Mahlgrad und die finale Zubereitung bestimmen

den Geschmack. Auch Themen wie Nachhaltigkeit und fairer

Handel beeinflussen das Konsumverhalten zunehmend.

Auf den folgenden Seiten stellen wir einige Unternehmen aus

der Bremer Kaffeebranche vor, große wie kleine, und erzählen ihre

Geschichte. Dazu gehört Azul Kaffee, dessen Handwerk von der

linken Weserseite bis zur Schlachte duftet. Auch das 2020 neu eröffnete

Johann Jacobs Haus in der Innenstadt prägt das Stadtbild

an jenem Ort neu, wo bereits 1915 der Urahn der Kaffee-Dynastie,

Johann Jacobs, sein Kaffeegeschäft zu ersten Erfolgen führte. Zusammen

mit den kleinen Röstereien tragen sie zur Vielfalt des beliebtesten

Getränks der Deutschen bei und dazu, dass die Hansestadt

auch in Zukunft Kaffeehauptstadt bleibt. (SM)

Fotos: Adobe Stock

38


Harbour Coffee

Klein und fein mit eigener Röstung

Kaffeerösterei

August Münchhausen

Ein traditionsreiches Familienunternehmen

Zu den Hochzeiten des Kaffees gab es in Bremen über 200

Röstereien. Münchhausen ist eine von ihnen und produziert

seit der Gründung im Jahr 1935 fast durchgängig am

selben Standort im Stephaniviertel. Bis heute ist die Rösterei

familiengeführt und laut eigenen Angaben die letzte der traditionellen

Art. Sie ist mit vielen alten Details aus den 50er - und

60er-Jahren im Original erhalten. Der Kaffee wird stets im traditionellen

Langzeitverfahren

im Trommelröster geröstet

und anschließend verlesen,

verkostet, gemischt,

verpackt

und versandt. Aktuell

arbeitet mit

zwei Enkeln von

August Münchhausen

die dritte

Generation im

Betrieb. Neben

dem Werksverkauf

bietet Münchhausen

auch Verkostungen,

Röstvorführungen und Betriebsführungen

an. Dabei wird

über Anbau, Ernte und Aufbereitung von Kaffee berichtet und

über die Historie Bremens sowie der kleinen Firma erzählt.

(SM)

Foto: Ka

f eerösterei Münchhausen

Nur einen Schlenker von der

Flaniermeile im Ostertor-

Viertel entfernt ist seit

Ende 2016 das Harbour Coffee

vor Anker gegangen und hat

sich seitdem zu einem beliebten

Treffpunkt für Kaffeefans

entwickelt. Das Erfolgsrezept

ist so schlicht wie der

schwarz-weiß gehaltene Look

des Shops: klein und fein, mit

Fokus auf gutem Kaffee. Und weil

ein bisschen Deko nicht fehlen darf,

hängen Kaffeetassen von der Decke und

eine alte Kasse schmückt den Tresen. Das Herzstück des Ladens ist

die Siebträgermaschine Faema E61, mit der die erfahrenen Baristi

klassische und spezielle Kreationen zaubern. Dazu gibt es hausgebackene

Zimtschnecken mit süßem Frischkäse-Frosting und eine kleine

Auswahl hausgebackener, saisonaler Kuchen. Darüber hinaus finden

sich ein Breakfast- und Lunch-Deal für das kleine, schnelle Frühstück

auf der Karte sowie herzhafte Sandwiches als Mittagssnack. Das Harbour

Coffee bietet eine eigene Röstung an, ein Blend aus Arabica und

Robusta mit Geschmacksnoten von Kakao, Haselnuss und Honig, die

im Laden für zu Hause gekauft werden können. (SM)

Harbour Coffee, Auf den Häfen 4. Montag bis Freitag 8 bis 18 Uhr,

Samstag und Sonntag 10 bis 17 Uhr

Foto: Harbour Coffee

Weitere Infos: www.muenchhausen-kaffee.com oder 0421 / 12 100.

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Münchhausen Kaffee.

Und aus der Siebträger-Maschine die Bohnen von Cross Coffee.

39


KAFFEE

Genusshandwerk

Azul Kaffee: Nachhaltig und liebevoll im Trommelröster veredelt

Fotos: Azul Kafee

40

Bier, Kaffee – manchmal auch beides

auf einmal: Wer auf der linken Weserseite

in Sichtweite zur Schlachte

unter den alten Platanen spazieren geht,

riecht das Handwerk, das die Hansestadt

seit vielen Jahrzehnten prägt. Die angenehmen

Aromen frisch veredelter Bohnen

stammen aus der Rösterei von Azul Kaffee,

einem Unternehmen, das für sorgsames

bremisches Genusshandwerk steht, das

durch die Panoramafenster der Rösterei am

Deich live erfahrbar ist.

Azul ist vor allem in der Gastronomie

eine bekannte Größe: Restaurants, Cafés

und Hotels bestellen die Röstungen, die

von feinem Filterkaffee bis hin zu vollmundigem

Café Crema und intensivem Espresso

reichen. Die bremische Rösterei ist im

gesamten deutschsprachigen Raum mit

ihren Produkten in tausenden Gastrobetrieben

präsent. Zudem setzt Azul

immer mehr auf den Schwerpunkt

Nachhaltigkeit. So macht das Sortiment

mit entsprechenden Siegeln

mittlerweile einen Anteil von circa

25 Prozent der Marke aus, mit steigender

Tendenz. Darunter ist beispielsweise

die Sorte „Cerro Verde“ der

Kaffee-Verde-Linie von Azul zu finden.

Sie ist sowohl fairtrade- als auch biozertifiziert.

Spezialitätenkaffees werden in

dem Unternehmen von den sogenannten

Coffeehuntern im Team von Rohkaffee-

Chef Nils Kästingschäfer in den besten Anbaugebieten

der Welt entdeckt und direkt

an der Weser nach modernsten Standards

von Hand im Trommelröster veredelt.

Nachhaltigkeit steht im Fokus

„Als große Rösterei sind wir in der Lage,

sowohl fair gehandelten und ökologisch angebauten

Kaffee in großen Mengen, als auch

die knappen und besonders herausragenden

‚Specialty Coffee Bohnen‘ abzunehmen“, erklärt

Gunnar Willipinski, Marketingleiter.

„Die Kooperativen können also beides an

denselben Partner verkaufen. Wir sparen

Seefrachtvolumen und damit Emissionen

ein, da wir mit effizienter Logistik mehr Kaffee

transportieren können. Wir kaufen nicht

nur einzelne Säcke, sondern nutzen das Volumen

der Container optimal.“ Zudem führen

sie dies mit ihren neuen fairtrade- und

biozertifizierten Blends „Café Crema & Filter

Deichgrün“ und „Espresso Deichgrün“

fort. So verlängern sie die nachhaltige Verde-Range

in den Bereich „Specialty Coffee“.

Durch die Bio- und Fairtrade-Label und die

damit verbundenen Prüfungen lässt sich die

Rösterei die Nachhaltigkeit der Produkte

neutral und extern bestätigen.

Ist die Rohware in Bremen angekommen,

werden die Kaffeebohnen in der

großen Trommel schonend geröstet,

während die „Specialty Coffees“ im

kleinen Trommelröster ihren letzten

Schliff bekommen. Seit über 20 Jahren

erfolgt dies durch Zusammenarbeit

mit einem festen Team der

Werkstatt Bremen. Durch das Panoramafenster

zur Weser schauen auch

immer wieder Passanten bei dieser

Handarbeit zu. Im Shop direkt daneben

können die frischen Röstungen und hochwertiges

Kaffeezubehör gleich mitgenommen

werden. (SM)


Foto: Adobe Stock

Sozialer

nachhaltiger Kaffeegenuss

Die Delmundo-Kaffeemanufaktur der

Delme-Werkstätten

Geschmackvoller Kaffee aus besonderen Anbauprojekten,

handgeröstet von Menschen mit Handicap: Das ist

der Kaffee aus der Delmundo-Manufaktur der Delme-

Werkstätten in Syke. Dort werden die Bohnen im Langzeittrommelröstverfahren

in kleinen Mengen veredelt. Die schonende

Rösttemperatur von 20 Grad zieht dabei die Säuren aus den

Bohnen. So wird das intensive Aroma herausgebildet und der

Kaffee besonders magenfreundlich.

Im Angebot hat die Delmundo-Manufaktur

die Arabica-Mischung

„Kaffee

der Vielfalt“, den „Café

Teyuna“ aus Kolumbien,

den „Kenya

Kahawa“ und einen

leichten Espresso.

Nicht nur die Röstung,

sondern auch

das Mahlen, die

Gestaltung der Verpackungen,

das Einpacken

und der Versand

selbst werden in Syke von

Menschen mit psychischer Beeinträchtigung

übernommen. Dies

bedeutet aktive Teilhabe am Arbeitsleben und großen Stolz auf

ein tolles Genuss-Produkt. (SM)

Foto: B. Bolduan

DELMUNDO

GENUSSMOMENT

Edle Kaffeebohnen aus klimatisch reizvollen

Anbaugebieten und besonderen Anbauprojekten,

eine hohe Röstqualität und soziale

Nachhaltigkeit zeichnen die Kaffees aus der

Delme-Kaffeemanufaktur aus.

Probieren und genießen Sie die vier

DELMUNDO-Sorten:

KAFFEE DER VIELFALT

CAFÉ TEYUNA

KENYA KAHAWA

ESPRESSO UNO

www.delme-shop.de

Erhältlich ist der Kaffee in den Cafés und Läden der Delme-Werkstätten

sowie im neu gestalteten Onlineshop unter www.delme-shop.de.

Das Teestübchen im Schnoor

Regionaler Kaffee trifft auf englische Teetradition

Seit Juli 2021 führt Tanja Nadolny

(Foto) das Teestübchen im

Schnoor. Mit Holz und Pastellfarben

setzt die Gastronomin

neue und individuelle Akzente,

die für ein gemütliches

Ambiente sorgen. Bei ihrem

Kaffee setzt Tanja Nadolny auf

regionale Qualität und bezieht

diesen ausschließlich von Röstereien

aus Bremen wie Lloyd Kaffee,

Münchhausen Kaffee und Cross Coffee.

Ein weiteres Highlight ist die „Afternoon Tea Time“ bei der

selbst gemachte Scones mit Cream und Marmelade, Kuchen sowie

Vollkornsandwiches auf einer Etagere serviert werden. (SM)

Weitere Informationen zum Teestübchen gibt es online unter

www.teestuebchen-schnoor.de.

Foto: JF

RUND UM KAFFEEKULTUR

JOHANN JACOBS HAUS

HERITAGE STORE & CAFÉ | AKADEMIE | EVENTS

JOHANN-JACOBS-HAUS.DE

41


KAFFEE

Foto: Adobe Stock

42

Kaffeegenuss

erlebbar machen

Das Johann Jacobs Haus verbindet Traditionshandwerk

mit jungem Unternehmertum

Was zeichnet einen guten Kaffee aus? Diese Frage kann

Sven Philipp Engelmann für das Johann Jacobs Haus klar

beantworten. So ist es der bewusste Genuss, der für den

Geschäftsführer an erster Stelle steht. „Für mich fängt guter Kaffee

bereits mit der Wertschätzung des Produktes an“, sagt er. „Die

Bohnen haben einen langen Weg hinter sich, bevor sie letztendlich

als Endprodukt in der Tasse landen.“ Diese Wertschöpfungskette

transparent zu gestalten, ist nur eines der Vorhaben, denen sich

das Team des Johann Jacobs Hauses widmet. Nach historischem

Vorbild wird daher seit 2020 im Herzen von Bremen wieder Kaffee

geröstet.

Johann Jacobs: Ein Bremer Kaffeevirtuose

Der Familienname Jacobs ist mit der Hansestadt fest verbunden.

1895 eröffnete der Unternehmer Johann Jacobs ein Verkaufsgeschäft

für Kolonialwaren wie Kaffee, Tee und Kakao und setzte damit den

Grundstein für eine Firma, die sich zu einem der bekanntesten

Kaffeehersteller überhaupt entwickeln sollte. Während die Kaffeemarke

heute zum Konzern Jacobs Douwe Egbert gehört, wurde das

Stammhaus von Dr. J. Christian Jacobs, Urgroßneffe des Kaffeevirtuosen,

2020 wieder erichtet und wird seitdem durch die Leidenschaft

aller Verantwortlichen mit Leben gefüllt. Vor Ort trifft dabei

Traditionshandwerk auf junges Unternehmertum: Auf insgesamt

fünf Stockwerten erstreckt sich eine vielfältige Erlebniswelt

rund um Kaffee, in der es sowohl um die Produktion und die

Zubereitung als auch um den Genuss des aromatischen Wachmachers

geht. Im Fokus stehen sogenannte Specialty Coffees

(Spezialitätenkaffees): eine Bezeichnung, die keinesfalls frei

wählbar ist, sondern von Qualität und Wertigkeit zeugt. „Die

Vergabe des Begriffs ‚Specialty Coffee‘ erfolgt auf Basis eines

Punktesystems der Specialty Coffee Association“, erklärt Geschäftsführer

Sven Philipp Engelmann. „Es benötigt mindestens

80 Punkte, um eine

Sorte als Spezialitätenkaffee

zu bezeichnen.“

Im Jacobshof 1, dem

Standort des Hauses, liegt der selbstauferlegte Mindeststandard bei

84 Punkten. Zudem setzt man auf geschmackliche Abwechslung mit

wechselnden Bohnen, die in der eigenen Rösterei vor Ort verarbeitet

und im Heritage Store, dem Café und Eingangsbereich des Hauses,

serviert werden. Engelmann: „Die Farmer im Kaffeeursprung und

die Kooperationspartner, mit denen wir zusammenarbeiten, werden

von uns bewusst ausgewählt, und zu einigen haben wir eine persönliche

Beziehung.“

Wissensvermittlung in Schulungen

Doch nicht nur dem Kaffeegenuss vor Ort hat sich das Team verschrieben.

In der Akademie finden Kurse rund um die Zubereitung von Kaffee

statt. Dafür hat das Team 2021 die Zertifizierung zum SCA Campus

erhalten. Damit ist das Johann Jacobs Haus einer von wenigen Standorten

in Deutschland, an dem offiziell und nach standardisierten

Lerninhalten zum Thema Kaffee ausgebildet wird. Engelmann: „Mit

Kaffee verhält es sich wie mit hochwertigen Lebensmitteln. Man muss

wissen, wie man sie zubereitet.“ Das Kursangebot schlägt dabei den

thematischen Bogen vom Filterkaffee über Espresso bis hin zur „Latte-Art“

und Sensorik.

Für die Zukunft hat sich

das Johann Jacobs Haus vorgenommen,

das eigene Profil zu

schärfen und die Außenwahrnehmung

zu stärken. „Vielen

Bremerinnen und Bremern ist

nach wie vor nicht klar, dass wir

ein familiengeführtes Unternehmen

sind“, stellt der Geschäftsführer

fest. Montags bis samstags

bereiten im Heritage Store

des Johann Jacobs Hauses die

Baristi die hauseigenen Kaffees

zu und laden zu einer kulinarischen

Reise zum Ursprung des

Kaffees ein. (SM)

Foto: F. T. Koch Foto: A. Behr


54

78

T I P P :

Z U B E R E I T U N G

4 5 M I N U T E N

55

79

Aus aller Welt nach Bremen

Entdecken Sie die kulinarische Vielfalt

der Hansestadt

9,80 €

78 79

GENUSS

WELTEN

Eine kulinarische Reise durch Bremen

Achiote,

Mais-Torti las

und weitere Delikatessen

aus Mexiko

gibt es im Laden

La Mexikana

Bremen.

Z U T A T E N

BEEF TACOS HÄHNCHEN-

QUESADILLAS

• 500 g Rindfleisch (etwa falsches Filet), in feine

Streifen geschnitten • 10 Mais-Torti las, 14 cm

Durchmesser • 250g Käsemischung Gouda und

Cheddar, gerieben • 100 g saure Gurken, klein geschnitten

• 100 g Silberzwiebeln, klein geschnitten

• 100 g Jalapenos, klein geschnitten • 50 g Achiote

2 Knoblauchzehen • 1 kleine Zwiebel • jeweils 1 Msp

Muskat, Kreuzkümmel und Koriandersaat • 1 Sternanis

• 1Gewürznelke • Saft von 2 Orangen • Saft 1 Limette

Koriander, klein gehackt • etwa Guacamole zum Bestreichen

der Torti las, beliebige Menge als Topping

Z U B E R E I T U N G

1 0 T A C O S

3 0 M I N U T E N +

8 S T U N D E N R U H E Z E I T

FOTOS: TEMI TESFAY

Z U T A T E N

Z U B E R E I T U N G

6 P O R T I O N E N

1. Für die Marinade Achiote, Knoblauchzehen, Zwiebel sowie

Gewürze zusammen mit dem Orangen- und Lime tensaft in

einen Mixer geben. A les verquirlen und danach in einem Ge-

fäß mit dem Fleisch für mindestens acht Stunden einlegen.

2. Für einen Taco 50 Gramm eingelegtes Rindfleisch kurz und

heiß anbraten und eine Handvo l von der Käsemischung dazu-

geben. Von der Flamme beziehungsweise vom Herd nehmen

und etwas salzen.

3. Jetzt eine Torti la ohne Fe t in einer Pfanne von beiden Seiten

kurz erhitzen. Wichtig: Die Torti la so lte weich bleiben.

4. Diese nun auf einen vorgewärmten Te ler legen, mit Guaca-

mole bestreichen, Rindfleisch darauflegen und mit den sauren

Gurken sowie Koriander toppen. Wer mag, kann noch ein biss-

chen Lime te darüber träufeln.

g geriebener Käse

2 Bund glatte Petersilie

2 geschälte Knob-

½ Paprika • Salz

etwas Essig, Öl

1 Tomate •

Saft 1 Zitrone

3 0 M I N U T E N + M E H R E R E

S T U N D E N M A R I N I E R Z E I T

1. Für die Chimichurri die Knoblauchzehen, Paprika, Zwiebel

und Petersilienblä ter fein hacken. Alles in einen Mörser geben

und mit dem Zitronensaft vermischen. Nun Olivenöl sowie

Essig hinzufügen und vermengen, bis sich eine dickflüssige

Masse bildet. Diese nach persönlicher Präferenz mit den Gewürzen

mischen. Die Soße am besten einen Tag, mindestens

aber zwei bis drei Stunden ziehen lassen.

2. Das Hähnchenbrustfilet in mundgerechte Streifen schneiden,

für mehrere Stunden in der Chimichurri-Soße einlegen

HOLLÄNDISCHER

MATJES

Z U T A T E N 4 P O R T I O N E N

Z U T A T E N 3 B I S 4 P O R T I O N E N

• 2 Tassen Quinoa, alternativ Reis • 1 Gurke • 1 rote

Zwiebel • 1 Kno le Rote Bete, gekocht • 2 Möhren •

1 Paket Edamame, geschält • 12 Erdbeeren • 4 bis 8

ho ländische Matjes • 1 TL schwarzer Sesam • 16 Macadamianüsse

• 150 g Mayonnaise • 300 g Mangopüree •

2 TL gelbe Currypaste

Z U B E R E I T U N G

als Poke Bowl

Z E I T E T W A 3 0 M I N U T E N

1. Quinoa (oder Reis) nach Anleitung kochen. In der Zwischenzeit

die Gurke vierteln und in kleine Stücke schneiden.

2. Die Rote Bete kochen und raspeln (wer es besonders knackig

mag, kann die Rote Bete auch roh verwenden). Das Kochen

dauert 40 Minuten. Die Möhren raspeln. Die Erdbeeren waschen

und vierteln.

3 Die rote Zwiebel schälen und in feine Ringe schneiden. Die

Matjesfilets in Würfel mundgerechte schneiden.

4. Für die Soße die Mayonnaise mit dem Mangopüree und der

Pancakes

Von weit weg – Ü B E R S E E

FOTO: FRANK THOMAS KOCH FOTO: CHRISTINA KUHAUPT

• 500 g Dinkelmehl, Typ 603 • 70 g Puderzucker

• 1 Päckchen Backpulver • Prise Vanillemark oder ein

Päckchen Vani lezucker • Prise Salz • 500 ml Haferdrink

• 100 g Apfelmus (anste le der Eier) • 75 g Sonnenblumen-

oder Rapsöl

Belag

• buntes Obst der Saison (zum Beispiel Äpfel, Blaubeeren,

Nektarinen oder Erdbeeren) • 1 Glas Erdbeer-

Rhabarber-Kompott • Vani leschmand aus 250 g vegane

Creme Fraîche oder Soja-Skyr, Puderzucker und dem

Mark einer Vani lieschote • geröstete Mandelblättchen

zum Dekorieren

VEGANE

PANCAKES

mit Obst, Vanilleschmand und

Erdbeer-Rhabarber-Kompott

Aus dem Restaurant Tau

Currypaste verrühren.

und anschließend scharf anbraten.

3. Die Torti la auf einer Hälfte mit einem Achtel geriebenem

Hitze je zwei bis drei Minuten von jeder Seite anbraten.

Käse sowie einem Achtel des angebratenen Hähnchens füllen.

Wie eine Calzone umklappen und in einer Pfanne auf mi tlerer

5. Gegarten Quinoa in eine Schale oder auf einen tiefen Te ler

geben, dann die einzelnen Gemüse- und Obstsorten sowie den

Matjes darauf anrichten.

1. Hafermilch und Vani le mit dem Apfelmus vermengen. Mehl

ein Muster arrangieren.

4. Für die Guacamole Zwiebel, Tomaten sowie Koriandergrün

fein hacken. Die Zutaten anschließend zusammen mit dem

in die Masse sieben und mit den restlichen Zutaten zu einem

homogenen Teig verrühren. Die Küchlein dann in einer großen

beschichteten Pfanne von beiden Seiten nach und nach aus-

Zitronensaft und dem Avocadofleisch in einen Mörser oder

backen. Warm ste len.

eine Schüssel geben und mit dem Stößel kräftig zerreiben.

5. Die Quesadilla in vier gleiche Stücke schneiden und mit der

Guacamole sowie wahlweise einem Beilagensalat servieren.

Aus dem Lupita Mexican Bistro

6. Zum Schluss die Toppings darüber streuen und mit der Soße

Von Petra Koch-Bodes, Fischfachhandel F. L. Bodes

9,80 €

FOTO: 123RF

FOTO: 123RF

2. Für den Belag den Schmand mit der Vani le und dem Zucker

in eine Schüssel geben und mit dem Schneebesen verrühren.

Wer möchte, fügt noch Orangenabrieb und einen Esslöffel

Vani lesoßen-Pulver, das man nicht aufkochen muss, hinzu.

3. Das Obst waschen, Nektarinen und Äpfel in schmale Schnitze

schneiden. Erdbeeren halbieren.

4. A les auf dem Te ler anrichten. Das Pancake-Türmchen mit

Puderzucker und gerösteten Mandelblä tchen dekorieren.

Als Topping kommen dann noch vegane Butter und Bananenstückchen

auf das Türmchen.

Aus dem Café Concordia

Von fern bis Ost – A S I E N 55

GENUSSWELTEN

Über den Tellerrand

Essen, kochen und entdecken –

von bremisch bis orientalisch:

Was Küchen und Köche

zu erzählen haben

> 20 Restaurants mit Leidenschaft

> 50 Rezepte für zu Hause

> Specials: Cocktails und Grillen

A S I E N

Von fern

bis Ost

Johnson Ly betreibt in der Marktha le Acht den Stand The 5th District und serviert dort moderne

chinesische Küche.

PERFEKT FÜR

DIE MITTAGSPAUSE

Im The 5th District in

der Markthalle Acht

geht es scharf und zart

zu. Unsere Autorin

hat unter anderem

das Crying Chicken

und die Char Siu Bowl

probiert.

VON ANTJE NOAH-SCHEINERT

D

er Name des Lokals ist eine

Referenz an seine Eltern. „Mein

Vater floh aus Hongkong nach

Saigon und lernte dort meine Mu ter im 5th

District, der Chinatown der Stadt, kennen“,

sagt Johnson Ly. Er selbst war 2018 zum

ersten Mal in Vietnam und Hongkong. „Da

hat es Klick gemacht“, sagt der 25-Jährige.

„Wir besuchten die Familie meiner Mu ter

in Vietnam und trafen Verwandte meines

Vaters in Hongkong. Für mich war das,

obwohl ich in Deutschland geboren bin

und mit den Traditionen beider Länder

aufgewachsen bin, ein seltsames Gefühl

von Ankommen“, erinnert er sich. Zu dem

Zeitpunkt wusste der BWL-Student noch

nicht, dass diese Reise sein Leben verändern

würde.

Als sich die Chance auftat, in der Markthalle

Acht einen Stand zu betreiben, brach

Ly sein Studium ab, stellte sich mit seinem

Vater in die Küche und lernte von ihm

die Gerichte seiner Kindheit. Es war die

Geburtsstunde des The 5th District. Seit

Mai 2019 bietet er Chinese Street Kitchen

FOTOS: ELISABETH SCHINDLER

Asien

ÜBER DEN

TELLERRAND

Johnson Ly

THE 5TH

DISTRICT

an – er hat sich für die Kochkunst seines

Vaters entschieden. „Meine Eltern haben

etwa gleichviel gekocht, aber als ich mich

mit dem Gedanken trug, mich hier selbstständig

zu machen, fiel mir auf, dass mich

die chinesische Küche mehr begeistert“,

sagt Ly und macht sich auf den Weg an

den Wok, während ich dem Treiben in der

Marktha le zuschaue.

Als er zurückkommt, hat er drei Te ler dabei:

Chick’In Pyjama, Crying Chicken, Char

Siu Bowl, Besteck und Stäbchen. Da Crying

Chicken das schärfste Gericht ist, ste le

ich es vorerst zurück und starte mit dem

Chick’In Pyjama, laut Karte ein doppelt

fri tiertes Hähnchen, Hongkong Style. Aha,

das chinesische Wiener Schnitzel, denke

ich, angle mir ein Stück und werde mit

dem ersten Bissen eines Besseren belehrt:

Ich schmecke saftiges Fleisch und eine

köstliche, leicht süßliche Soße, deren Zutaten

ein Geheimnis bleiben.

„Wir nehmen das Fleisch der Hähnchenkeule

und machen eine dünne, trockene

So schmeckt die Stadt

> Gerichte von nah und fern

> Was die Küchen ausmacht, und

mit welchen Zutaten sie kochen

> Spannende Restaurants in und

um Bremen

Pressehaus Bremen und

regionale Zeitungshäuser

weser-kurier.de/shop

04 21 / 36 71 66 16

Zeitschriftenhandel

Auch als In-App-Kauf in der E-Paper-App

erhältlich. Versandkosten 1,95 € (ab 30 €

Bestellwert versandkostenfrei).

Angebot solange der Vorrat reicht.

43


GASTRO

Temis Töpfe

Temi Tesfay bezeichnet sich selbst als

absoluten Food-Junkie. 2016 rief er

seinen Blog „Ein Bisschen Bremen

ins Leben und veröffentlicht

darin seine Erfahrungen mit den

Restaurants der Hansestadt. Im

STADTMAGAZIN Bremen verrät er

jeden Monat eines seiner Lieblingsrezepte,

die er zuvor mit Bremer

Köch:innen zubereitet hat.

Biggie Brie Burger

Aus dem Biggie B

Burgerabende sind toll! Sie sind einfach und machen alle glücklich.

Obwohl es bei den Burger-Toppings viel Spielraum gibt, um kreativ

zu werden, neigen wir dazu, es sehr einfach zu halten. Darum ist es

inspirierend, Menschen wie Jasmin zu kennen. In ihrem Restaurant

Biggie B kreiert sie monatlich ein neues Burger-Special. Für

diese Ausgabe hat sie mir das Rezept ihres Oktober-Burgers verraten,

den ihr selbst nachmachen oder vor Ort probieren könnt.

Zutaten für zwei Burger

• 300 g Rinderhack bester Qualität

• 2 Burger-Buns

• 4 Scheiben Bacon

• 1 Brie

• 1 rote Zwiebel

• Rucolasalat

• 1 feste Tomate

f Für die Burgersauce

• 1/2 Tasse Mayonnaise

• 2 Esslöffel BBQ-Sauce

• 1 Esslöffel Ketchup

• 1/4 Teelöffel (Dijon-)Senf

• 2 Esslöffel süßes Essiggurkenrelais

• 3 Teelöffel Worcestershire-Sauce

• 1/4 Teelöffel Zwiebelpulver

• 1 frisch gepresste Knoblauchzehe

• Salz und Pfeffer

Zubereitung

1. Rinderhack in zwei gleich große Portionen zu einem etwa drei Zentimeter

dicken Patty formen.

2. Brie in etwa ein Zentimeter dicke Scheiben schneiden. Rucola waschen

und bereit legen. Tomate und rote Zwiebel in dünne Scheiben

schneiden.

3. Alle Zutaten der Burgersauce mischen und mit Salz und frischem

Pfeffer abschmecken.

4. Pattys in einer sehr heißen Grillpfanne von jeder Seite etwa anderthalb

Minuten braten und mit Salz sowie frischem Pfeffer würzen.

Parallel die Baconscheiben kross anbraten.

5. Zwei Scheiben Brie auf die Pattys legen und zugedeckt bei schwacher

Hitze etwas schmelzen lassen. Währenddessen die Buns toasten

und auf den Innenseiten mit der Sauce bestreichen.

6. Schließlich die Buns mit den Pattys und allen Zutaten belegen und

genießen.

Snacken mit gutem Gewissen

Popcorn: Kalorienarm und reich an Ballaststoffen

44

Foto: DJD/The Popcorn Board

Kaum wird es draußen kälter, steigt die Lust auf leckere

Snacks. Beim Serienabend auf dem Sofa lassen wir uns gerne

süße und deftige Kleinigkeiten schmecken. Die Seelentröster

in der kalten Jahreszeit haben allerdings einen Nachteil: Sie enthalten

meist viel Zucker und Fett und damit auch viele Kalorien.

Eine nährstoffreiche und kalorienarme Snackalternative, die mit

gutem Gewissen genossen werden kann, ist Popcorn.

Puffmais ist ein natürliches Produkt und enthält weder Weizen-,

Roggen- noch Gerstengluten. Dafür ist es zu 100 Prozent ein

Vollkorn mit komplexen Kohlenhydraten, das von Natur aus kaum

Fett und wenig Kalorien aufweist. 125 Gramm der luftgepoppten

Maiskörner haben gerade einmal 30 Kalorien. Zudem liefert der

Puffmais wichtige Ballaststoffe, die besonders lange satt machen,

und er versorgt den Körper mit vielen Mineralien und wertvollen

Antioxidantien. Eine Portion kann etwa 70 Prozent des empfohlenen

Tagesbedarfs an Vollkorn abdecken. Wem eine gesunde Ernährung

wichtig ist, findet in Popcorn also die richtige Snackalternative

für gemütliche Fernsehabende. (DJD)


Ältester Weinhandel der Hansestadt am Puls der Zeit

Ludwig von Kapff feiert 330-jähriges Bestehen / Neueröffnung hochmoderner Filiale im Speicher I

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Foto: Ludwig von Kapf

Bremen ist Weinstadt. Bekannt ist die Wesermetropole jedoch

nicht für den Anbau, sondern für den Import des Rebensafts

– und das im großen Stil. Als das älteste der berühmten Bremer

Weinhandelshäuser blickt auch Ludwig von Kapff auf eine lange

währende Handelstradition zurück. 1692 von Johann Nonnen

gegründet, feiert es dieses Jahr sein 330-jähriges Jubiläum.

Von der französischen Küste an die Weser

Damals brachte Nonnen seine ersten Weine per Schiff von Bordeaux

nach Bremen. Er knüpfte die Kontakte zu französischen

Händlern und deponierte den Wein, den er nicht sofort verkaufte,

im kühlen Keller seines Lagerhauses. Dabei entdeckte er, dass der

Wein von Monat zu Monat besser wurde und schon bald schmackhafter

war, als in Bordeaux selbst. Der Urenkel von Johann Nonnen

Ludwig von Kapff schließlich machte die Schönen und Reichen an

den kaiserlichen und königlichen Höfen mit den edlen Tropfen bekannt.

Die Herrschaften waren begeistert und machten von Kapff

zu einem wohlhabenden Mann. Nach ihm wurde sodann auch das

Weinhaus benannt.

Zukunftsorientiertes Konzept in der Überseestadt

Im Jahr 2022 präsentiert sich Ludwig von Kapff als moderner Weinhandel,

der Vielfalt lebt und auf diversen Wegen aktiv ist. Mehr als

2500 Weine und weit über 100 ausgewählte Spirituosen finden sich

im Sortiment. Dort online einzukaufen ist genauso einfach möglich

wie der Einkauf vor Ort in einem der elf Weinlager – so auch

zweimal in Bremen und einmal in Bremerhaven.

Pünktlich zum Jubiläumsjahr treffen in den Weinlagern 330

Jahre Weinkompetenz auf innovative, stilvolle Ladenkonzepte. In

der neu eröffneten Filiale im Speicher I in der Bremer Überseestadt

können Interessierte Weine verkosten und ihren persönlichen

Favoriten finden. Die Kundschaft wählt dabei aus einem breiten

Spektrum an hochwertigen Weinen, Schaumweinen und Spirituosen

aus der ganzen Welt das passende Getränk. Das Probieren ist

jederzeit möglich und erwünscht. Die persönliche Beratung steht

dabei immer an oberster Stelle.

Beratung, Kostproben und Events

Im Speicher I trifft modernes Ladendesign dazu auch auf moderne

Technik, die es möglich macht, zusätzliche Informationen zu den

gewünschten Produkten zu erhalten – ob auf den digitalen Preisschildern,

an Produktinformations-Tablets oder an großen Monitoren.

Damit zählt das Weinlager im Speicher I zu einer der modernsten

Weinhandlungen in Europa.

Wer den Liebsten mit einer guten Flasche Wein oder einer Spirituose

eine Freude machen möchte, findet im Ludwig von Kapff

Weinlager einen erstklassigen Geschenkeservice. Das Team berät

gerne bei der passenden Auswahl, legt den Präsenten auf Wunsch

eine individuelle Grußkarte bei und kümmert sich um den Versand

innerhalb Deutschlands.

Ludwig von Kapff Weinlager im Speicher I, Konsul-Smidt-Straße 8J. Die

Chance zum Probieren gibt es zum Beispiel bei Weinproben und After-

Work-Events. Infos zu den aktuellen Veranstaltungen gibt es unter www.

ludwig-von-kapff.de/unsere-weinlager

45


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Von zünftig bis glamourös

Saisonstart im ATLANTIC Grand Hotel: Appetitliche Genüsse und stimmungsvolle Events

Fotos: Foto@Gaby Ahnert, Adobestock@Alexander Raths

46

Dieser Sommer hatte es in sich: Sonne pur von Mai bis September.

Umso mehr steigt nun die Freude auf den goldenen

Herbst, der die ganze Stadt in ein Farbenmeer aus Gelb und

Rot taucht und Lust auf die kühlere Jahreszeit macht. Passend dazu

startet das ATLANTIC Grand Hotel kulinarisch in die neue Saison

und bietet allerlei Gelegenheiten, um den Herbst und Winter zu

begrüßen. So finden Gäste im Programm des Hotels je nach Geschmack

einen passenden Anlass, um in stimmungsvoller Atmosphäre

mit Familie, Freunden und Liebsten zusammenzukommen.

Hüttengaudi in Blau-Weiß

Zünftig gefeiert wird in diesem Jahr aufs Neue in der Almhütte im

Hofgarten des Hotels. Von November bis Ende Januar 2023 lockt

die Hütte mit alpenländischen Schmankerln. Das authentische

Bauernhaus ist eine feste Tradition – nicht nur für Bremer Alpenfans.

Es bietet neben beliebten Klassikern, wie den zünftigen Brotzeiten

und Kalbsschnitzeln, auch allerlei neue Gerichte. In dieser

Saison ist es ausschließlich für Gruppen ab 20 Personen sowie exklusiv

für Firmen-, Weihnachts- und Familienfeiern buchbar.

Der Saisonstart mit dem „Hüttenauftrieb“ am 10. November

wird mit der Liveband Trio Royal eingestimmt. Nach dem traditionellen

Fassanstich erwartet die Gäste ein herzhaftes, alpenländisches

Drei-Gänge-Menü, welches musikalisch von der Liveband

Trio Royal begleitet wird. Danach kann die Almhütte noch bis Ende

Januar 2023 für Events gebucht werden.

Winterliche Gaumenfreuden

Stimmungsvoll geht es auch im Restaurant „alto“ zu. Passend zur

Jahreszeit setzen Küchenchef Janes Gerdes und Team auf hochwertige

saisonale Teller und spannendes Wintergemüse, die raffiniert

in Szene gesetzt werden. Passend zur Jahreszeit wird auch

ein Wildgericht Bestandteil der Speisekarte sein. Zum Martinstag

am 11. November erwartet die Gäste das beliebte Drei-Gänge-Martinsgans-Menü.

Um Reservierung wird gebeten. Ab vier Personen

können Gäste eine ganze Gans mit passenden Beilagen zum Teilen

vorbestellen (mindestens 72 Stunden vorab) und den Abend im Restaurant

„alto“ genießen. Dieses Angebot gilt bis zum 23. Dezember.

Kulinarische Highlights zwischen den Jahren

Entspannt können die Weihnachtstage im Restaurant „alto“ verbracht

werden. Während die Gäste sich ganz auf Ihre Liebsten

einstimmen können, wird am 25. und 26. Dezember ein opulenter

Weihnachtsbrunch angeboten, an dem auch die jungen Gäste auf

ihre Kosten kommen. Wenige Tage später wird das neue Jahr eingeläutet.

Ob glamourös, zünftig oder gediegen: Im ATLANTIC Grand

Hotel Bremen können sich die Gäste ganz nach ihrem Gusto auf das

neue Jahr einstimmen. Zunächst dinieren die Gäste im Restaurant

alto à la carte, anschließend klingt der Abend beim Feuerwerk an

der Weser aus. Zünftig geht es an Silvester dagegen in der Almhütte

zu: Für krachlederne Silvesterstimmung sorgen das urgemütliche

Ambiente, fetzige Après-Ski-Hits und ein alpenländisches Vier-

Gänge-Menü mit anschließender Übernachtung im Hotel.

ATLANTIC Grand Hotel Bremen:

Bredenstraße 2, 28195 Bremen.

Nähere Informationen zu den Speisen

und Reservierungsmöglichkeiten in

der Almhütte sowie im Restaurant

„alto“ erhalten Interessierte durch

Scannen des QR-Codes, telefonisch

unter 0421-620 62-0 sowie unter

www.atlantic-hotels.de/grandhotel.


47


GASTRO

Kulinarische Höhepunkte

Saison-Highlights in den Restaurants der ATLANTIC Hotels

5x

IM LAND

BREMEN

Die fünf Restaurants der

ATLANTIC Hotels in Bremen und

Bremerhaven präsen tieren sich Ihnen

ganz individuell – von norddeutschen

Klassikern über eine frische

Mediterrane Küche bis zu raffinierten

asiatischen Gerichten. Immer mit

hohem Qualitäts anspruch und einer

kreativen Leidenschaft!

Direkte Online-Reservierung unter:

atlantic-hotels.de/restaurants

I

n den kommenden Monaten bieten

die Restaurants der ATLANTIC Hotels

vielfältige kulinarische Höhepunkte.

Dazu gehören das „alto“ in der Bremer Altstadt,

das BLIXX am Flughafen sowie das

CAMPUS am Universum und das DERBY

an der Galopprennbahn.

Schmarrn und Strudel

Alpenländisch-zünftig wird es im „alto“

vom 10. November bis Ende Januar in der

traditionellen Almhütte im Innenhof des

ATLANTIC Grand Hotel Bremen. Dort

werden unter anderem traditionelle Speisen

wie Strudel, Schmarrn oder knuspriger

Schweinshaxe aufgetischt. Für Events

ist die Almhütte buchbar ab 20 Personen.

Ins CAMPUS werden Gourmets am

12. November mit einem Menü gelockt,

welches den Namen „CAMPUS und

Freunde“ trägt. Jeder Gang wird von Küchenchef

Stefan Thiemann mit regionalen

Produkten verfeinert, zum Beispiel mit

dem Snuten-Lekker-Eis vom Biohof Kaemena

aus dem Blockland.

Zudem steigt an mehreren Terminen

von November bis Februar das After-

Work-Terrassenevent „CAMPUS Zauber“

mit Buden, BBQ und Feuerkorb. Eine Führung

mit Einblicken hinter die Kulissen

des Bremer Flughafens mit anschließendem

3-Gang-Dinner im BLIXX mit Blick

auf das Rollfeld genießen die Gäste an

ausgewählten Terminen im ATLANTIC

Hotel Airport.

Italienische Küche

Wer Lust auf mediterrane Köstlichkeiten

hat, ist im Restaurant DERBY an der

richtigen Adresse – das Restaurant an

der Galopprennbahn macht ganzjährig

Appetit auf den Süden, denn Küchenchef

Francesco Cannistrá serviert unter anderem

Klassiker aus seiner Heimat Italien.

Zusätzlich bieten alle Restaurants der

ATLANTIC Hotels einen genussvollen

Lunch für die Mittagspause an. (SM)

Weitere Informationen gibt es online unter

www.atlantic-hotels.de/restaurants.

Fotos: Oliver Pracht

48


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Die dodenhof GenießerWelt

feiert einjähriges Bestehen

Jubiläumswoche vom 24. bis 29. Oktober

Fotos: dodenhof

Ein Jahr ist es schon her, dass dodenhof die GenießerWelt nach

dem kompletten Umbau neu eröffnet hat. Ein Jahr, in dem die

Verantwortlichen im größten Shopping-Center des Nordens

viel getan haben, um weiter an Sortiment, Angebot und Service zu

feilen, und das zugleich einen guten Anlass dafür bietet, ein erstes

Resümee zu ziehen.

„Wir haben unseren Fokus mit dem Umbau auf Vielfalt, Genuss

und Service gelegt und sind vor den heutigen Gesichtspunkten

zudem sehr froh, dass wir auch in Sachen Nachhaltigkeit eine

hervorragende Basis gelegt haben“, betont Florian Schlesiger, Bereichsleiter

der GenießerWelt. Allem voran nennt er die komplette

Umstellung auf LED-Beleuchtung, die neue CO 2

-Technologie in

den Kühlungen, aber auch die Erweiterung des Bio-Sortiments auf

mehr 6500 Artikel. Zudem ergänzen mittlerweile zahlreiche vegane

Alternativen die Produktvielfalt, sowie viele neue regionale

Anbieter.

Schnippelküche und Genießer-Lounge

Ein voller Erfolg ist in Posthausen auch die neue Obst- und Gemüseabteilung

mit der eigenen Schnippelküche, wo täglich frische

Salate und Convenience-Produkte hergestellt werden. Mitarbeiterinnen

produzieren hier nicht nur jeden Tag liebevoll selbst, sondern

lassen auch eigene Rezepte und Ideen in das Sortiment einfließen.

Begeistert zeigen sich die Besuchenden außerdem von der

der Genießer-Lounge, wo mehr als 1000 internationale Spirituosen

in Szene gesetzt werden.

Von Backwaren bis Biergenuss

In der Backstube gibt es außerdem eine Kooperation mit SAM

URBAN BAKER. Die Familie Sammann übt seit 1831 das Bäckerhandwerk

mit viel Leidenschaft und Liebe zur Tradition aus. Aufgrund

der Beliebtheit und großen Nachfrage nach den regionalen

Backwaren ist das Angebot mittlerweile auf mehr als 40 verschiedene

Artikel erweitert worden. Auch neu ist das Angebot an internationalem

Craftbeer. Mehr als 100 verschiedene Sorten aus aller

Welt bieten den Kundinnen und Kunden eine geschmackliche Vielfalt.

Im Trend liegen leichte, fruchtige Biere aus Hawaii, schokoladige

Stouts aus Schottland und amerikanische Pale Ales mit teilweise

tropischen Anklängen.

Das Preis-Leistungs-Verhältnis ist ein Thema, das bei den Kundinnen

und Kunden aktuell besonders im Fokus steht. „Auch hier

haben wir reagiert und 3400 Artikel des täglichen Bedarfs auf den

gleichen Preis wie bei einem Discounter gesetzt“, so Florian Schlesiger.

„Obwohl wir so eine einzigartige Auswahl und Qualität haben,

ist es uns wichtig, dass man bei uns ebenso günstig einkaufen kann.“

Aktionsvielfalt zur Jubiläumswoche

Anlässlich des einjährigen

Bestehens veranstaltet die

dodenhof GenießerWelt vom

24. bis 29. Oktober eine Jubiläumswoche.

Kundinnen und

Kunden erwarten tolle Angebote

und Gewinnspiele sowie

viele Verkostungen und Tastings

vor Ort.

dodenhof, direkt an der A1-Abfahrt

Posthausen. Öffnungszeiten

dodenhof: montags bis samstags,

10 bis 20 Uhr. Genießerwelt:

8 bis 20 Uhr. Nähere Infos:

www.dodenhof.de

49


GASTRO

Spanische

Spezialitäten

Don Carlos: Ausgewählte Tapas

und vieles mehr im Bremer Viertel

Foto: ZR

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Täglich

ab 16:30 Uhr

geöffnet

Küche:

Sonntag bis Donnerstag

17 – 22 Uhr

Freitag und Samstag

17 – 23 Uhr

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Täglich servieren wir

Ihnen wechselnde

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TAPAS-VARIATIONEN.

Ein Stück

Spanien

in Bremen!

Als Restaurant und Tapasbar ist das Don

Carlos am Ostertorsteinweg eine beliebte

Adresse für Bremerinnen und Bremer,

die kulinarisch nach Spanien reisen möchten.

Auf der Speisekarte finden sich diverse Klassiker,

darunter zum Beispiel Paella, Tapas und Crema

Catalana. Einfache Zutaten werden dabei mit typisch

mediterranen Gewürzen verfeinert.

Neben den Gerichten auf der regulären Speisekarte

gibt es ergänzend jede Woche saisonale

Fisch- und Fleischgerichte sowie vegane Speisen,

von denen sich die Gäste überraschen lassen

können. Das spanische Restaurant empfängt

seine Besucher:innen in gemütlicher Atmosphäre,

die geprägt wird durch offen gestaltete,

helle Räumlichkeiten sowie besondere Details.

So entdecken Gäste imposante Kronleuchter,

samtig-rote Vorhänge und alte Musikinstrumente

an den Wänden, die das Ambiente

abrunden. Zudem sind alle Räume des

Restaurants klimatisiert und mit Luftfiltern

ausgestattet. (SM)

Öffnungszeiten sind dienstags bis sonntags, 16.30

bis 24 Uhr. Die Küche ist von 17 bis 22 Uhr geöffnet,

freitags und samstags bis 23 Uhr.

Erfrischung aus pflanzlicher Süße

„BETTERGY“: Die zuckerfreie Getränkeinnovation aus Bremen

Wenn die Worte Soft- oder Energydrink

fallen, denken viele Menschen

an künstliche, synthetische und süße

Getränke mit viel Zucker. Trotzdem werden in

Deutschland im Jahr pro Kopf über 100 Liter

Soft- und Energydrinks konsumiert.

Das muss auch anders gehen, dachte sich

der Bremer Andre Volkmann, dem eine gesunde

Ernährung als Gesundheitsexperte und Diabetiker

ohnehin am Herzen liegt. 2015 arbeitete er

bei Werder Bremen und weiteren Vereinen und

mixte für die Spieler Getränke an. In Ernährungsseminaren

und im Alltag begegnete ihm

immer wieder die Frage: „Was ist besser? Getränke

mit synthetischen Süßstoffen oder mit

Zucker?“ Die Antwort darauf soll nun Bettergy

liefern. Ein gesünderes Getränk ohne synthetische

Inhaltsstoffe, ohne Zucker mit echtem

Mehrwert: Einem Ballaststoff, der auch einen

Teil der pflanzlichen Süße liefert. Auf weitere

synthetische Inhaltsstoffe wie Phosphorsäure

wird ebenso verzichtet. Zusätzlich ist das Getränk

vegan und klimaneutral. „Wir wollen eine

ansprechende und zukunftsfähige Marke aufbauen“

so Julia Kassl, Mitgründerin und Brand-

Managerin bei dem Bremer Start Up. „Ziel ist es,

dem Trend zur natürlicheren und zuckerarmen

Ernährung eine Antwort zu bieten“, ergänzt

Nicole Schulz, ebenfalls Mitgründerin und Gesundheitsmanagerin.

Die Sorte Maracuja Vanilla

ist ab sofort verfügbar, weitere Sorten sind in finaler

Planung. (SM)

Erhältlich im 4er- oder 24er-Pack ab 7,99 Euro

unter www. bettergy-drink.com.

Foto: Bettergy


Vier Zitronennoten

„Made in Bremen“ und Pino stellen Vanicello-Sorten vor

Am Anfang des Monats stellen der Bremer Zhio Pino und das

„Made in Bremen“-Team das gesamte Likörsortiment von

Vanicello zum Probieren vor. Besucherinnen und Besucher

haben dann Gelegenheit, Gin und Rum sowie den Likör Crema

pur oder als Longdrink auf der Zunge zergehen lassen. Auch der

„Vanicello Classico“ steht zum Probieren bereit. Sein Aroma wird

bestimmt von frischfruchtigen Zitronenzesten und aromatischen

Vanilleschoten, abgerundet mit einem Hauch Karamell. Der Likör

hat knackige 23,7 Prozent und ist somit genau die richtige Zutat für

Longdrinks, Cocktails und Desserts. Ebenfalls mit einem Hauch

Karamell und feiner Zitronen-Vanille-Note ist der „Vanicello Crema“.

Er schmeckt als eisgekühlter Shot oder auch in heißem Tee.

Zudem hat er mit 19 Prozent einen höheren Alkoholgehalt als viele

andere Cremeliköre – und das schmeckt man. Ganz neu gesellen

sich der „Vanicello inspired Gin“ und der „Vanicello spiced Rum“

dazu. Ersterer verbindet die typischen Nuancen von Vanille und

Zitrone mit der für Gin typischen Geschmacksnote aus Wacholder,

welche hier dezent gehalten ist. Der Rum ist ein harmonisch abgestimmter

Blend aus in Bourbon-Fässern gereiften zehnjährigem

karibischen und achtjährigem dominikanischen Rum, verfeinert

mit mediterraner Zitronenzesten sowie Anklängen von Karamell

und exotischen Früchten. (SM)

Samstag, 1. Oktober, 12 bis 18 Uhr, Made in Bremen, Langenstraße 13

Foto: MiB

51


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Meilensteine und Zukunftsmusik

TABAKQUARTIER: Aktuelle Entwicklungen in Bremen-Woltmershausen im Überblick

Der „Alte Tabakspeicher II“ ist nur eines von vielen Projekten, die derzeit im TABAKQUARTIER realisiert werden. Abbildung: Justus Grosse Real Estate GmbH

52

Ob als kreative Wirkungsstätte der Bremer Philharmoniker

und des Boulevardtheater Bremens, als Ort gastronomischer

Highlights oder als lebendiger Standort zum

Wohnen und Arbeiten: Schon jetzt präsentiert sich das neue

TABAKQUARTIER als vielfältiger und innovativer Hotspot. Doch

die Entwicklungen in Woltmershausen schreiten weiter voran. So

konnten auf dem Baustellenfest Ende August gleich drei Meilensteine

aktueller Projekte gefeiert werden.

Die Immobilienfirma Justus Grosse plant die Fertigstellung der

Projekte „Alter Tabakspeicher II“, „Speicherlofts“ und „AtelierHäuser“

bis Sommer 2023. Diese werden ihren Nutzern und Bewohnern

dann in Innenstadt- und Wesernähe rund 22.700 Quadratmeter

Büro- und Gewerbefläche sowie 222 Wohnungen bieten. Das Gesamtinvestitionsvolumen

für die drei Bauprojekte beläuft sich

auf circa 141 Millionen Euro. „Das TABAKQUARTIER ist eine Bereicherung

für den Innovations- und Start-up-Standort Bremen“,

betonte Wirtschaftssenatorin Kristina Vogt beim Baustellenfest.

„Besonders durch das Konzept der ,AtelierHäuser’ entsteht hier ein

innovativer Arbeitsraum, der die Lebendigkeit und Attraktivität des

TABAKQUARTIERS und damit auch des vorderen Woltmershausen

weiter steigern wird.“ Mit dem Projekt „AtelierHäuser“ gestaltet

Justus Grosse eine ehemalige Tabakhalle zu 30 repräsentativen

Bürolofthäusern mit jeweils circa 230 Quadratmetern zum Kauf

und zur Miete um. Separate Eingänge, offene Galerien und etagenübergreifende

Büroräume zeichnen das Bauprojekt aus. Aktuell

sind bereits 80 Prozent der Ateliers verkauft oder reserviert. Zudem

können noch letzte Lofthäuser gemietet werden.

Mit dem „Alten Tabakspeicher II“ entsteht im mittleren historischen

Tabakspeicher auf circa 16.700 Quadratmetern der Innovationscampus

Bremen. Langfristig angemietet wurden die

Büroflächen durch das Senatsressort für Finanzen und das Unternehmen

Dataport. „Das TABAKQUARTIER wird ab kommendem

Jahr das neue Zuhause für wesentliche Abteilungen des Senators

für Finanzen. Die ehemaligen Speicher bieten Raum für modernes

Arbeiten. Hier wird Verwaltung neu gedacht. Ich bin mir sicher, das

wird der gesamten Bremer Verwaltung einen Schub geben“, erklärte

Finanzstaatsrat Dr. Martin Hagen. Dr. Johann Bizer, Vorstandsvorsitzender

von Dataport. Er ergänzt: „Der neue Standort mit

seinem Campus-Charakter auf einem attraktiven Areal entspricht

unseren Anforderungen als moderner Arbeitgeber. Die Flächen erlauben

hybride Arbeitsmodelle ebenso wie direkte Begegnungen.

Das ermöglicht erfolgreiches Arbeiten für die Digitalisierung der

Verwaltung.“ In einem weiteren Tabakspeicher werden bis Frühjahr

2023 unter dem Projektnamen „Speicherlofts“ 222 hochwertige

Wohnlofts mit Größen zwischen 51 und 156 Quadratmetern sowie

vier Gewerbeeinheiten mit Größen zwischen 154 und 183 Quadratmetern

zur Miete geschaffen.

Einjähriges Bestehen

Doch nicht nur künftige innovative Vorhaben kennzeichnen derzeit

das TABAKQUARTIER. Ende August zelebrierte das Lifestyle-

Hotel „unique by ATLANTIC Hotels“ sein einjähriges Bestehen am

Standort. In den 97 modernen Zimmern und sogenannten Long-

Stay-Appartements wurde Wert auf einen hohen Aufenthaltscharakter

gelegt. Ein klares Design und feine Details, die auf den

besonderen Ort und dessen industrielle Historie Bezug nehmen,

schaffen eine Wohlfühlatmosphäre in dem Hotel, dessen Management

bei der der ATLANTIC Hotels Gruppe liegt. „Wir alle freuen

uns auf das kommende Jahr und die weiterhin voranschreitende

Entwicklung des TABAKQUARTIERS“, sagte Hoteldirektor Tobias

Schrott im Rahmen der Feierlichkeit.

Zum Standort

Das TABAKQUARTIER ist ein umfassendes Stadtteil- und Immobilienprojekt

der Firma Justus Grosse. Auf dem ehemaligen Brinkmann-Areal,

wo einst Europas größte Tabakfabrik beheimatet war,

ist heute Platz für neues Wohnen, Arbeiten aber auch für kulturelle

und aktive Freizeitgestaltung entstanden. Die Fertigstellung ist für

2025 geplant.

Nähere Informationen zum Standort und aktuellen Projekten finden

Interessierte unter: www.tabakquartier.com.


Brebau macht Schule

An der zukünftigen Grundschule in Kirchhuchting

sollen rund 280 Kinder unterrichtet werden

Wohnraum ist das Kerngeschäft der Brebau. Mit einem

Projekt im Bremer Süden öffnet sich das Unternehmen

aktuell zudem für Immobilien, in denen die Wissensvermittlung

an erster Stelle steht. So entsteht unter der Leitung

der Wohnungsbaugesellschaft derzeit in Kirchhuchting eine neue

Grundschule. Die ersten Schülerinnen und Schüler sollen schon

zum nächsten Schuljahr 2023/ 2024 einziehen können.

Der erstmalige Bau einer kompletten Schule ist eine Premiere

in der Firmenhistorie der Brebau. Seit Beginn des Projektes werden

die Kinder über den Baufortschritt informiert und sogar eingebunden,

so etwa durch ein Baustellentagebuch an den Bauzäunen oder

die Beteiligung an der Auswahl der Inneneinrichtung. „Die neue

Schule ist für den Stadtteil Huchting von großer Bedeutung“, erklärte

Bürgermeister Dr. Andreas Bovenschulte beim Baustellenfest

Mitte Juli, bei dem mehr als 100 geladene Teilnehmerinnen

und Teilnehmer vor Ort waren. Besonders ist, dass die Aula im Erdgeschoss

und die Sporthalle im ersten Obergeschoss auch Vereinen

und dem Stadtteil zur Verfügung stehen werden“.

Mit dem Bau der Grundschule geht die Brebau einen Schritt

hin zur verstärkten Ausrichtung des Unternehmens in der Stadtund

Quartiersentwicklung. Kleine, aber bedeutsame Feinheiten

wurden eingebaut, etwa warmes Wasser an jedem Waschbecken

der Schule oder ein unempfindlicher Parkettboden. Für Bernd Botzenhardt

sind solche Details sehr wichtig: „Kinder werden durch

ihr Umfeld geprägt und verbringen einen Großteil ihres Tages in

der Schule“, so der Unternehmensvorsitzende. „Es ist uns ein Anliegen,

dass sie sich hier rundum wohlfühlen und eine positive Atmosphäre

wahrnehmen können.“ Die künftige Grundschule wird

dreizügig und ist für den gebundenen Ganztagesbetrieb ausgelegt.

Zwölf Klassen mit circa 280 Kindern können in den Räumlichkeiten

unterrichtet werden. (SM)

Geschäftsführer Bernd Botzenhardt beim Baustellenfest.

Foto: FR

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Foto: Antje Schimanke

WOHNEN UND LEBEN

Wichtiger denn je

Energiekonsens über Wärmedämmung

Die weltpolitische Lage und extrem hohe Energiepreise

beschäftigen derzeit viele Menschen. Fragen nach Möglichkeiten

zum Energiesparen werden immer häufiger

gestellt. Wärmedämmung spielt dabei neben anderen Faktoren

eine besondere Rolle. „Vor solch einer großen Investition lohnt

es sich für Hausbesitzende, erst einmal die eigene Gebäudehülle

durch unabhängige Berater:innen untersuchen zu lassen“, sagt

Heinfried Becker von der gemeinnützigen Klimaschutzagentur

Energiekonsens.

Energiekonsens hat dafür die Dämmvisite entwickelt. Bei

diesem Wärmecheck kommen unabhängige Energieberater:innen

ins Haus und nehmen die Gebäudehülle und -teile in Augenschein.

Sie decken Energielecks wie zum Beispiel Wärmebrücken

an Wänden oder undichten Fensterrahmen auf und geben

Hinweise, wie sich die Schwachstellen beheben lassen. Zudem

sprechen die Expert:innen vor Ort Empfehlungen für sinnvolle

nachträgliche Dämmmaßnahmen aus. Die Ergebnisse werden in

einem Informationsbogen festgehalten, auf dem auch Tipps zu

Förder- und Finanzierungsmöglichkeiten zu finden sind. „Wer

bessere Dämmstandards für sein Gebäude erreichen will, wird

von Bund und Ländern unterstützt. Für energetische Sanierung

gibt es derzeit noch attraktive Zuschüsse“, so Becker. Welche Anforderungen

dafür erfüllt werden müssen, was zu beachten ist, um

die bestmögliche Förderung für das eigene Bauvorhaben zu erhalten

– all das erfährt man in der Beratung. (SM)

Die Dämmvisite kostet 30 Euro und ist buchbar unter

www.energiekonsens.de/daemmvisite.

Heimlicher Energieverbrauch

„Graue Energie“ bleibt beim Hausbau oft unbeachtet

Klimaschutz beginnt im eigenen Zuhause. Schließlich sind Gebäude

laut der International Energy Agency (Paris) weltweit für

38 Prozent der klimaschädlichen Kohlendioxidemissionen verantwortlich.

Um die gesetzten Klimaziele zu erreichen, muss sich

auch auf dem Bau noch einiges verändern. Vielen angehenden

Hauseigentümern ist zum Beispiel nicht bekannt, wie viel Energie

ihr Neubau bereits vor dem offiziellen Erstbezug verbraucht.

Experten sprechen dabei von der sogenannten grauen Energie,

die bei der Ökobilanz nicht vergessen werden darf.

Mit grauer Energie wird die Menge bezeichnet, die für Abbau,

Transport und Lagerung der Baustoffe sowie für Instandhaltung

und Abbruch von Gebäuden aufgewendet werden muss. Mehr

als 40 Prozent der Kohlendioxidemissionen eines typischen

massiven Mehrfamilienhausbaus entfallen auf das Mauerwerk.

Deshalb sollte man hier die Materialien mit Bedacht wählen. So

weist etwa Leichtbeton besonders gute Werte unter den massiven

Wandbaustoffen auf. Da er aus Bims vulkanischen Ursprungs

besteht, ist für seine Herstellung kein Brennvorgang vonnöten.

Der poröse Stein enthält viele kleine Lufteinschlüsse, die ähnlich

einer Daunenjacke wärmedämmend wirken. Eine hohe Energieeinsparung

ist damit auch während der gesamten Nutzungszeit

gewährleistet – deutlich über dem im Gebäudeenergiegesetz

(GEG) geforderten Niveau. Darüber hinaus profitieren die Bewohner:innen

vom hohen Brand- und Schallschutz sowie der

Langlebigkeit des massiven Wandbaustoffs. (DJD)

Foto: DJD/KLB Klimaleichtblock

Dämmvisite

Sichern Sie sich Ihren Beratungstermin unter

www.energiekonsens.de/daemmvisite.html

daemmung@energiekonsens.de oder rufen

Sie uns an unter 0421 376671 0 oder 0471 30 94 73 71

54


Foto: Pixabay

Steigender Energieverbrauch

Dollex: Mit neuen Fenstergummis Wärmeverluste

in den eigenen vier Wänden stoppen

Was im Sommer kaum zu spüren ist, doch im Herbst und

Winter dafür umso mehr: ein kalter Windzug bei undichten

Fenstern. Wärme und Gemütlichkeit im eigenen

Zuhause bleiben damit auf der Strecke. Stattdessen steigt

der Energieverbrauch und mit ihm die Heizkosten. Noch nie war

Energie so knapp und teuer, und auf die steigenden Energiepreise

haben Verbraucher:innen keinen Einfluss. Doch wie viel Energie

eingespart und verschwendet wird, liegt in der eigenen Hand.

Schonend für den Geldbeutel

und die Umwelt

Das beste Fenster, die teuerste Tür kann ohne intakte Dichtung

nicht einwandfrei funktionieren. Während Fenster und Türen

selbst meist unverwüstlich sind, handelt es sich bei ihren Dichtungen

um Verschleißteile, geschuldet der Witterung, mechanischer

Belastung und der allmählichen Materialermüdung.

Sind die Dichtungen einmal abgenutzt, kann der Spalt zwischen

Rahmen und Flügel nur noch lückenhaft verschlossen werden.

Dies sorgt für reichlich ungewollte Frischluft. Wer Energie und

Heizkosten sparen und die Umwelt schonen will, handelt kurzfristig.

Es lohnt sich, denn kaum eine Baumaßnahme ist so kostengünstig

und mit wenig Aufwand verbunden. Das Ergebnis

zeigt sich sowohl wärme- als auch schallschutztechnisch und

kann sich sehen lassen: Vorzeitiger Verfall wird gestoppt, was

die Lebensdauer der Fenster und Türen deutlich verlängert. Das

spart außerdem kostbare Rohstoffreserven.

Heimwerken oder Hilfe von Profis

Das Abdichten können praktisch Veranlagte selbst übernehmen.

Das dürfte so manche findige Heimwerker:innen freuen.

Doch auch für Ungeübte sollte das Abdichten in Eigenregie kein

Hindernis sein. Entscheidend für eine erfolgreiche Anbringung

von Fenstergummis ist das passende Profil. Angesichts der Vielzahl

an Dichtungsmodellen könnte sich die Eine oder der Andere

jedoch überfordert fühlen. Mit kostenlosen Testmustern

und entsprechenden Tipps hilft das Unternehmen Dollex in

Hastedt weiter. Wer nicht selbst abdichten möchte oder seine

alten Holzfenster und -türen mit Dichtungen nachrüsten will,

kann sich ebenfalls an Dollex richten: Der Fachbetrieb ist laut

eigenen Angaben einer der wenigen in der Bundesrepublik, der

sich neben dem Verkauf auch auf den Einbau von Dichtungen

spezialisiert hat. (SM)

Weitere Informationen zum Abdichten von Fenstern und Türen gibt es

online unter www.dollex.de oder telefonisch unter 0421 / 37 94 16 60.

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Fotos: djd/www.wibo.com

WOHNEN UND LEBEN

E-Alternative zu Öl und Gas

Mit Elektroheizungen die Abhängigkeit von

fossilen Energieträgern reduzieren

Die Preise für Öl, Gas und Sprit sind in diesem Jahr in ungekannte

Höhen gestiegen, viele Haushalte werden bei der

kommenden Energiekostenabrechnung einen gehörigen

Schrecken bekommen. Hauptgrund für die Preiserhöhungen ist

die politische Krise in Europa. Das Ende fossiler Energieträger

muss also nicht nur aus Umweltgründen möglichst schnell eingeläutet

werden - inzwischen geht es auch um die Reduzierung

der Abhängigkeit von Energielieferanten wie Russland.

Installation ohne aufwendigen Einbau

Tatsächlich nutzt in Deutschland noch fast die Hälfte aller Haushalte

Gas zum Heizen: Doch es hat eine schlechte Umweltbilanz,

ist nicht unendlich verfügbar und macht abhängig von anderen

Staaten. Ähnlich sieht das Bild für Ölheizungen aus. Öl als Rohstoff

ist noch klimaschädlicher als Gas und unterliegt den gleichen

politischen und ressourcentechnischen Herausforderungen.

Beim Umstieg auf alternative Heizsysteme ohne Gas oder Öl werden

häufig Heizungen in Betracht gezogen, die Brennstoffzellen,

Solarthermie oder eine Wärmepumpe nutzen. Sie gehen aber mit

hohen Anschaffungskosten und einem aufwendigen Einbau einher.

Einen unkomplizierten Einstieg und große Einsparmöglichkeiten

bieten stattdessen Elektroheizungen.

Mit Ökostromtarif klimaneutral bleiben

Für den Betrieb einer E-Heizung ist nur eine Steckdose nötig.

Neben den vergleichsweise niedrigen Anschaffungskosten ist

es mit dieser Heizung möglich, klimaneutral zu bleiben - nämlich

dann, wenn ausschließlich Grünstrom zum Einsatz kommt.

Zudem entfallen bei der E-

Heizung die Kosten für den

Schornsteinfeger und es

besteht fast kein Wartungsbedarf.

Ein großes Maß an

Unabhängigkeit von den

Strompreisen sowie ein

Plus an Klimaneutralität

lässt sich auch dann gewinnen,

wenn man eine E-Heizung

in Kombination mit

einer Solaranlage betreibt.

Ein Batteriespeicher hilft,

den Strom aus der Solaranlage

jederzeit zum Heizen

zu nutzen. (DJD)

Ganz nah und immer da

Wie Holz zur Versorgungssicherheit beitragen kann

Zur Verringerung des Gasverbrauchs wollen erste Immobilienkonzerne

in Deutschland die Vorlauftemperatur der

Gaszentralheizungen in der Nacht absenken – im Sommer

kein Problem. Aber im Herbst und Winter könnten die Maßnahmen

deutlich spürbar sein und Häuser und Wohnungen kälter und

ungemütlicher werden lassen. Die nun von der Politik verfolgte

Lösung ist es, sich stärker auf nationale Energiequellen zu stützen

und weniger von Importen abhängig zu sein. Solche Energiequellen

könnten vor allem erneuerbare Energien sein, allerdings werden

diese noch zu wenig genutzt. Ihr Anteil am Endenergieverbrauch

für Wärme und Kälte steigt laut Umweltbundesamt (UBA)

zwar, lag 2021 aber immer noch nur bei 15,9 Prozent.

Heizen mit Holz ist CO2-neutral

Das Potenzial für einen vermehrten Einsatz ist gegeben. Dies gilt

besonders für das Heizen mit Holz. Nach den jüngsten Zahlen des

UBA nimmt die Wärmegewinnung aus Holz beim Verbrauch aus

erneuerbaren Energien mit rund 37 Prozent im Jahr 2021 bereits

eine klare Spitzenstellung ein. Windkraft und Solarenergie sind

für die Wärmeversorgung zwar auch wichtig, Holz steht aber jederzeit

planbar zur Verfügung – unabhängig von Wind und Wetter.

Abgesehen vom direkten Sonnenlicht ist Holzenergie eine

der natürlichsten Wärmequellen des Menschen, denn es heizt

CO2-neutral. Darin steckt gespeicherte Sonnenenergie, die bei

der Wärmegewinnung freigesetzt wird: Bei der Verbrennung im

Kachelofen, im Heizkamin oder Kaminofen wird nur so viel CO2

emittiert, wie beim Wachstum gebunden wurde.

Größter Holzvorrat in Europa

Brennholz steht in Deutschland zur Verfügung: Nach Angaben des

Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL)

ist etwa ein Drittel der Fläche bewaldet, das entspricht 11,4 Millionen

Hektar. Deutschland besitzt einen Holzvorrat von 3,9 Milliarden

Kubikmetern, der höchste Wert in Europa. Endverbraucher

haben in Sachen Heizen mit Holz bereits reagiert: Es gibt in

Deutschland rund 11 Millionen Kachelöfen, Heizkamine und Kaminöfen,

etwa jeder vierte private Haushalt setzt auf eine Holzfeuerung.

Viele wollen diesem Beispiel jetzt folgen: Die Nachfrage

nach Holzfeuerstätten und die Bestellungen sind bei vielen Ofenund

Luftheizungsbauern derzeit rund drei- bis viermal höher als

noch vor einem Jahr. (DJD)

Foto: Foto: DJD/AdK/www.kachelofenwelt.de/Leda


Ausstellung zu Klimaschutz

Kampagne #senkmit informiert im Weserpark

Wie kann ich Energie und schädliche CO2-Emissionen im

Alltag einsparen und so das Klima schützen? Antworten

auf diese und viele weitere Fragen erhalten Besucherinnen

und Besucher derzeit im Weserpark: Mit bunt präsentierten

Klimaschutztipps, einer Infosäule und einem Fußbodenquiz zeigt

die gemeinnützige Klimaschutzagentur energiekonsens Handlungsspielräume

für Klimaschutz im Alltag auf und lädt zum Mitmachen

ein. Die Ausstellung ist Teil der Kampagne „#senkmit – Weniger

CO2, mehr Zukunft“. Eröffnet wurde sie von Enno Eike Nottelmann,

Staatsrat bei der Senatorin für Klimaschutz, Umwelt, Mobilität,

Stadtentwicklung und Wohnungsbau, die die Kampagne fördert.

Die kostenfreie Ausstellung im Weserpark soll rund um Klimaschutzthemen

in Bremen informieren. Denn ob bei der eigenen

Mobilität, beim Energieverbrauch oder im Bereich Ernährung: Es

gibt viele Möglichkeiten, etwas für den Klimaschutz zu tun. „Wir

stehen vor enormen Herausforderungen im Land Bremen. Bis 2038

wollen wir Klimaneutralität erlangen – das kann nur gelingen,

wenn wir alle mitanpacken“, so Staatsrat Nottelmann.

Initiiert wurde die Kampagne bereits im November 2021 von

der gemeinnützigen Klimaschutzagentur energiekonsens. Seitdem

ist sie mit Plakat- und Postkartenaktionen, einer Straßenbahn und

zwei Bussen im Bremer und Bremerhavener Stadtbild sichtbar. Auf

den Online-Kanälen der Kampagne stellt die Klimaschutzagentur

neben hilfreichen Tipps auch Menschen, Projekte und Initiativen

aus dem Land Bremen vor, die sich schon heute für Klimaschutz

Zum Kampagnenstart kamen (v.l.n.r.) Martin Grocholl (Geschäftsführer

energiekonsens), Ulrich Schlüter (Ortsamtsleiter Bremen-Osterholz),

Monika Mehrtens (Centermanagerin Weserpark), Staatsrat Enno Eike Nottelmann

und Helmuth Gaber (Manager Weserpark). Foto: energiekonsens

vor Ort einsetzen. „Der Fokus liegt auf dem Mehr für die Menschen

im Land Bremen: mehr Natur, mehr Unabhängigkeit von fossilen

Ressourcen, mehr Gemeinschaft, Gesundheit und Lebensqualität.

Klimaschutz heißt Zukunft“, sagt Martin Grocholl, Geschäftsführer

der Klimaschutzagentur energiekonsens.

Auch Monika Mehrtens, Centermanagerin des Weserparks,

freut sich: „Mit ihren bunten, verspielten Motiven macht die Kampagne

Lust aufs Mitmachen und gibt ganz konkrete Tipps, wie jede

und jeder Klimaschutz selber anpacken kann.“ (SM)

Infos zur Kampagne unter www.senkmit.de sowie über die Social-Media-Kanäle

der Kampagne auf Facebook und Instagram.

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und Beratung auf

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57


AUTO

Honda geht eigene Wege

Neuer HR-V überzeugt als Vollhybrid / leise und effizient

Honda geht mal wieder mutig seinen eigenen Weg und treibt

die Elektrifizierung seines Modellprogramms mit dem

fortschrittlichen e:HEV-Hybridsystem voran, das für ein

effizientes und entspanntes Fahrerlebnis sorgt. Ein Hybridsystem,

das den Fahrer förmlich zum relaxten Cruisen animiert, denn dann

kommt die Effizienz des Antriebes voll zum Tragen. Auch die Funktionalität,

die unproblematische Bedienung und die modernen Sicherheits-

und Technikmerkmale überzeugen.

Die neue Generation des HR-V als e:HEV ist das Ergebnis einer

umfassenden Neubewertung von Kundeneinstellungen. „Wir haben

Gespräche mit Menschen unterschiedlichen Alters und Geschlechts

aus verschiedenen Kompetenzfeldern geführt und herausgearbeitet,

welche Aspekte den Passagieren besonders wichtig

sind“, erklärt Yoshitomo Ihashi von Honda. Entspanntes Fahren,

der Abschied von der Raserei stehen für die Kunden offensichtlich

deutlich im Vordergrund. Das e:HEV Hybridsystem überzeugt

dabei seiner Kombination aus kraftvoller Leistung, hoher Effizienz

unter realen Fahrbedingungen und ausgezeichneter Antriebskultur.

Ohne extern aufgeladen werden zu müssen, bietet die Technologie

das Ansprechverhalten eines Elektroautos und verbindet es

mit der Benutzerfreundlichkeit und Flexibilität herkömmlicher

Verbrennerfahrzeuge.

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Das System arbeitet mit drei verschiedenen Antriebsmodi: Die

Energie aus der Lithium-Ionen-Batterie treibt das Fahrzeug direkt

an. Beim Hybridantrieb treibt der Benzinmotor den zweiten Elektromotor

an, der als Generator fungiert und Energie für den elektrischen

Antriebsmotor produziert. Der Benzinmotor, der bei seinem

Einsatz im optimalen Atkinson-Modus arbeitet, ist über eine

Überbrückungskupplung direkt mit den Rädern verbunden. Doch

von all den technischen Raffinessen, die da unter der Motorhaube

passieren, merken der Fahrenden nahezu nichts. Es sei denn, sie

treten das Gaspedal voll durch, dann meldet sich der aufbrausende

Benziner.

Besonders im Stadtverkehr und beim Cruisen auf der Landstraße

spielt das System seine Sparmöglichkeiten voll aus. Verbrauchswerte

von fünf Litern und weniger sind normal. Auch auf der Autobahn

rollt der Honda effizient, sofern das Pedal sanft behandelt

wird: Die intelligente elektronische Steuereinheit wechselt dabei

je nach Fahrsituation automatisch zwischen Elektro-, Hybrid- und

Motorantrieb.

Außen besticht der neue Honda HR-V durch seine moderne

Coupé-SUV-Form, innen überzeugt er durch ein außergewöhnliches

Platzangebot, hohe Vielseitigkeit und eine klare Nutzerorientierung.

Die vielseitigen Honda-Magic-Seats, die sich je nach

Transportanforderungen wie Kinositze flach umklappen oder aufstellen

lassen, sind serienmäßig an Bord. Die sehr aufgeräumte Bedienung

gibt keine Rätsel auf und der Bildschirm sitzt gut erreichbar

in der Mitte. Bei Honda gibt es übrigens noch die praktischen

Drehregler für Lautstärke und Klima.

Fazit: Honda bringt mit der neuen Technologie seine jahrzehntelange

Hybriderfahrung effizient auf die Straße. (WS)

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Sehr praktisch: Die Magic-Seats ermöglichen in der 58 00 zweiten 19 Reihe viel

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gut Schuss!


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58


Ein notwendiges Übel?

BILDUNG

Von gesetzlichen Vorgaben bis zum Freizeitausgleich: Was Arbeitnehmende über Überstunden wissen müssen

Bin ich zu Überstunden verpflichtet?

Das ist pauschal nicht zu beantworten. Grundsätzlich müssen

Arbeitnehmende nur die Arbeitsstunden leisten, die im Vertrag

festgelegt sind. Allerdings können Arbeitgebende auch Überstunden

verlangen, wenn es im Arbeitsvertrag, im Tarifvertrag oder in

einer Betriebsvereinbarung geregelt ist. Darüber hinaus können

Überstunden angeordnet werden, wenn nicht vorhersehbare Notfälle

und Katastrophen auftreten, worunter jedoch weder Personalmangel

noch wirtschaftliche Notsituationen fallen. Wird Angestellten

Arbeit zugewiesen, die in der regulären Arbeitszeit nicht

zu schaffen ist, liegt zudem eine stillschweigende Anordnung von

Überstunden vor.

Ein Arbeitgeber billigt beziehungsweise duldet Überstunden.

Was bedeutet das?

Mit der Billigung erklären sich Arbeitgebende nachträglich mit

Überstunden einverstanden. Von Duldung ist die Rede, wenn

Überstunden anfallen, und seitens der Geschäftsführung nichts

dagegen unternommen wird.

Müssen Überstunden vergütet werden oder ist alternativ auch

ein Freizeitausgleich möglich?

Foto: iStock

Insofern ein Arbeitgeber – wie zuvor erläutert – Mehrarbeit angeordnet,

geduldet oder gebilligt hat, steht dem Arbeitgeber ein

Wahlrecht zwischen Freizeitausgleich und Bezahlung der Überstunden

zu. Gibt es keinen Freizeitausgleich, müssen die Überstunden

bezahlt werden.

Dürfen Arbeitgebende beliebig viele Überstunden verlangen?

Sie sind umstritten, werden verflucht und sind in der Arbeitswelt

dennoch tagtäglich präsent: Überstunden. Laut einer

Studie der Arbeitnehmerkammer aus dem Jahr 2017 leisten

mehr als 52 Prozent der Bremer Beschäftigten wöchentlich mindestens

drei Stunden mehr als vertraglich vereinbart. Doch welche

gesetzlichen Richtlinien gelten für die Mehrarbeit? Und sind Überstunden

wirklich ein notwendiges und hinzunehmendes Übel? Wir

haben die wichtigsten Infos zusammengefasst.

Nein. Arbeitnehmende dürfen täglich bis zu acht und wöchentlich

maximal 48 Stunden arbeiten, gemessen an einer Sechs-Tage-Woche

von montags bis samstags. Vorübergehend kann die tägliche

Arbeitszeit auf zehn Stunden angehoben werden. Voraussetzung

ist jedoch, dass diese Überstunden anschließend innerhalb von

sechs Monaten durch Freizeit ausgeglichen werden. (SM)

Nähere Informationen: www.arbeitnehmerkammer.de

ARBEIT & RECHT

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59


FAMILIE

Mit Patrick, Thaddäus und Mr. Krabs

„Das SpongeBob Musical“ holt eine TV-Legende an die Weser / Gastspiele im Metropol Theater

Foto: Joan Marcus

Eine Ananas ganz tief im Meer – die nennt SpongeBob Schwammkopf

sein Zuhause. Der sprechende Schwamm überzeugt mit seinem

liebenswerten Optimismus und frechem Humor schon seit

Jahrzehnten die Fans der TV-Serie. Zusammen mit seinen Freunden

erlebt er spannende Abenteuer.

In „Das SpongeBob Musical“ ist die Unterwasserwelt in Gefahr.

Chaos bricht aus, als ein Vulkan droht, die gesamte Stadt zu vernichten.

Doch SpongeBob und seine treuen Freunde sind fest entschlossen,

ihre Heimat zu retten. Aber das ist nicht das einzige Problem,

das sie haben: Plankton schmiedet einen bösen Plan, um die

Bevölkerung von Bikini Bottom auszutricksen. Um den Vulkanausbruch

und Planktons üble Machenschaften aufzuhalten, braucht es

einen mutigen Helden, doch keiner sieht sich der Herausforderung

gewachsen. Als das düstere Schicksal von Bikini Bottom immer

näher rückt, wird SpongeBob klar, dass sein Zuhause nur gerettet

werden kann, wenn er mit seinen Freunden den feuerspeienden

Killerberg besteigt und über sich selbst hinauswächst. Musikalisch

darf sich das Publikum auf teils bekannte, teils neue Hits aus dem

Pop-und Rockgenre freuen. (SM)

Samstag, 22. Oktober, 19.30 Uhr, und Sonntag, 23. Oktober, 14.30 Uhr,

Metropol Theater

Verbotene Freundschaft

Junges Theater Bonn inszeniert „Ronja Räubertochter“

Mattis, der Räuberhauptmann lebt mit seiner Bande in der

Mattisburg mitten im finsteren Mattiswald. In einer besonders

stürmischen Gewitternacht wird seine Tochter

Ronja geboren, und in derselben Nacht schlägt der Blitz in seine

Burg ein und spaltet sie in zwei Teile. Zwölf Jahre später zieht Borka,

Hauptmann der Borkaräuber, mit seiner Bande in den anderen

Teil der Mattisburg ein. Ronja bemerkt das als Erste, denn sie trifft

eines Tages Birk, den Sohn von Borka. Und während ihre Sippen

sich bekämpfen, freunden die beiden Kinder sich miteinander an.

Heimlich und von ihren Eltern unbemerkt spielen sie im Wald und

unternehmen Streifzüge durch die Welt der Elfen, Gnome und Trolle.

Auf dem Heimweg von einem dieser Ausflüge wird Birk von den

Mattisräubern gefangen genommen. Mit ihm als Geisel will Mattis

die Borkaräuber zwingen, seine Burg und den Wald zu verlassen.

Doch Ronja nimmt all ihren Mut zusammen und springt über den

Abgrund direkt in die Hände der Borkaräuber. Jetzt haben auch sie

eine Geisel und Mattis bleibt keine andere Wahl, als Birk im Tausch

gegen Ronja wieder freizulassen. Ronja und Birk wollen sich nicht

damit abfinden, dass ihre Familien verfeindet sind. Gemeinsam

fliehen sie in die Wälder und bauen sich dort eine Höhle. Doch

dann kommt der Winter, und ihre Vorräte werden immer knapper.

Doch die Kinder haben geschworen, dass sie erst nach Hause zurückgehen,

wenn ihre Eltern Frieden miteinander schließen. (SM)

Sonntag, 2. Oktober, 15 Uhr, Metropol Theater

Foto: Thomas Kölsch

60


Mit Aussicht auf Wiedersehen

Die Ozeanien-Ausstellung im Übersee-Museum: Familienaktion und Fest

Der Pazifik, zahlreiche Inseln und die Landmasse Australien:

Das ist Ozeanien, auch bekannt als Südsee. In einer thematisch

darauf zugeschnittenen Ausstellung haben schon

zahlreiche Besucherinnen und Besucher die 18 Themeninseln bestaunt.

Anlässlich des temporären Abbaus der Ausstellung findet

unter dem Motto „Bye-Bye Ozeanien“ ein Abschiedsfest statt.

Bei der Veranstaltung am Samstag, 29. Oktober, inmitten der

Inselwelten können Groß und Klein ab 15 Uhr ein letztes Mal ohne

Sauerstoffmangel im Korallenriff schnorcheln, in das Innere des

Blauwalherzens klettern und mit Musik, Führungen und Ausblicken

gemeinsam feiern. Fragen wie „Warum sind Korallenriffe so

wichtig für uns und unseren Planeten?“ und „Was brauchen Tiere

und Pflanzen für das Leben im Meer?“ stehen dabei im Fokus.

Zudem findet am Sonntag, 23. Oktober, ab 15.30 Uhr die Familienaktion

„Auf Tauchgang im Museum“ statt. Gemeinsam mit

Philipp Zimmer begeben sich Kinder auf eine spannende Erkundungstour

durch verschiedene Ozeane der Welt und entdecken

Unterwasserlebensräume und ihre Bewohner. Im Anschluss folgt

eine Bastelaktion. Die Wiedereröffnung der Ozeanien-Ausstellung

mit neuen Geschichten ist für Herbst 2024 geplant. (SM)

Foto: Übersee-Museum/ Matthias Haase

Nähere Infos: www.uebersee-museum.de

An diesen Kulturorten

ermög lichen wir allen

unter 18 Jahren

den KOSTENLOSEN

Besuch.

Kosten

los.

Mehr Infos und Bedingungen ( * ) unter:

www.sparkasse-bremen.de/vorteile

Stark. Fair. Hanseatisch.

Kunsthalle

Bremen

Hafenmuseum

Übersee-

Museum*

Universum ®

Bremen*

Focke-Museum

botanika*

Museen

Böttcherstraße

Weserburg

Atlantis

Filmtheater*

61


FAMILIE

Märchenstunde trifft Rollschuhkunst

Verein ERC Bremerhaven präsentiert „Hänsel und Gretel“ in der Stadthalle Bremerhaven

Foto: Lidia Melnikova

Alljährlich widmen sich die Sportlerinnen

und Sportler des Vereins

ERC Bremerhaven fantasievollen

Welten und führen ein Märchen auf Rollschuhen

auf. „Hänsel und Gretel“ dürfen

sich Groß und Klein 2022 auf einen echten

Klassiker in der Vorweihnachtszeit freuen.

So entführen die Darstellenden ihr Publikum

in ein kleines Wäldchen, in dem

Hänsel und Gretel ein Knusperhäuschen

aus Lebkuchen finden. Wie in der Erzählung

der Gebrüder Grimm werden die Geschwister

im Wald ausgesetzt und treffen

auf eine alte Frau, die es nicht besonders

gut mit ihnen meint. Dabei wird die Geschichte

mit spannenden Neuerungen gespickt.

So wird auch ein sprechender Rabe

eine wichtige Rolle einnehmen.

Der Vogel begleitet die Geschwister

auf ihrer abenteuerlichen Reise, in der die

knapp 100 Darsteller:innen in vielen weiteren

Gestalten auftreten: als Vogelbeeren,

Fichten, Spechte, Tannenzapfen, Eichhörnchen,

Pilze, Ameisen, Glühwürmchen,

Moorwesen, Fledermäuse, Lebkuchen, Zuckerstangen,

Möhren und Maiskolben. Die

Märchenfiguren werden überwiegend von

den Kindern und Jugendlichen des ERC auf

Rollschuhen verkörpert. Die Gäste dürfen

sich nicht nur von einer fantastischen Geschichte

verzaubern lassen, sondern auch

von den sportlichen Leistungen der kleinen

und großen Darsteller:innen. (SM)

Samstag, 10. Dezember, Stadthalle Bremerhaven,

16.30 Uhr. Sondervorstellungen für Schulklassen:

Donnerstag, 8. Dezember, 10 Uhr und

Freitag, 9 Dezember, 8.45 und 11 Uhr. Infos zum

Ticketkauf: www.stadthalle-bremerhaven.de

62

HÄNSEL

UND GRETEL

DAS WEIHNACHTS-

MÄRCHEN AUF ROLLEN

SA 10. DEZ 2022

16:30 UHR

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Foto: FR

Maritimer Ferienpark

Der „Ueberhafen“ in der alten Speicherstadt

Theater, Spielvergnügen

und Erlebnisübernachtung:

Mit diesem

Dreiklang empfängt das

Team im „Ueberhafen“ seine

Besucherinnen und Besucher.

Insgesamt drei Attraktionen

gehören zum maritimen

Freizeitpark, der sich in

der historischen Kulisse der

alten Speicherstadt befindet.

Im „SchwarzLichtHof“

beispielsweise können die

der Minigolfschläger geschwungen werden, umgeben von

Neonfarben und historischer Deko. Für echte Nostalgie sorgt

der „HafenRummel“ mit einer großen Auswahl an Indoor-Jahrmarktspielen

im Stil der 50er-Jahre. Jede Menge Musik, Comedy

und Unterhaltung gibt es im „HafenRevueTheater“, das Mitte

September mit bekannten Stücken und neuem Input in die Indoor-Spielzeit

gestartet ist.

Wer seinen Besuch im „Ueberhafen“ mit einem besonderen

Highlight verbinden möchte, kann zudem im „IndoorHostel-

Camp HafenTraum“ übernachten. Zur Auswahl stehen verschiedene

Tinyhäuschen und Retrocamper, deren Einrichtung sich

jeweils an einem bestimmten Land orientiert. Für die kulinarische

Verpflegung auf dem Gelände sorgen zwei Bistros und

diverse Bars. (SM)


Hinter den Kulissen

der digitalen Welt

Universum Bremen: Programm der „Code Week Bremen

Foto: Universum Bremen

Es darf wieder fleißig getüftelt, programmiert und gehackt

werden: Vom 8. bis zum 23. Oktober findet in diesem Jahr

die sogenannte „Code Week Bremen“ statt. In deren Rahmen

erhalten Kinder, Jugendliche und alle anderen Interessierten

im Rahmen von Workshops und Mitmachangeboten Einblicke in

die digitale Welt. Dass das Programmieren nicht nur eine Mitgestaltung

der Zukunft ermöglicht, sondern auch kreative Ideen

Wirklichkeit werden lässt und Spaß macht, soll das Angebot beweisen,

mit dem sich das Universum Bremen vom 18. bis 20. Oktober

an der Aktionswoche beteiligt.

Ob Blumen als Schlagzeug oder Löffel als Joystick – bei dem

offenen „Makey-Makey-Workshop“ des Universums können Kinder

ab acht Jahren, aber auch Erwachsene mithilfe einer Platine

alle leitfähigen Gegenstände als Computertasten nutzen und

so gewissermaßen zum Leben erwecken. Je nach gewünschtem

Schwierigkeitsgrad probieren die Teilnehmenden vorgefertigte

Konstruktionen aus, bauen einen eigenen Controller oder entwickeln

mit der Programmiersprache „Scratch“ sogar ein individuelles

kleines Spiel.

Der Workshop „Mach ’ne Banane zum Klavier – Spielcontroller

mal anders“ findet am 18., 19. und 20. Oktober, jeweils in der

Zeit von 10.30 bis 13.30 Uhr statt. In dieser Zeitspanne können

Interessierte einfach vorbeikommen und mitmachen: Jede halbe

Stunde gibt es eine kleine Einführung. Maximal 14 Plätze stehen

gleichzeitig zur Verfügung. Die Teilnahme ist im Universum-Ticket

inbegriffen und erfordert keine Anmeldung. (SM)

Nähere Infos zur Code Week Bremen: bremen.codeweek.de

Musik, Kunst und Vorträge

500 Jahre Reformation: Vielfältiges Programm

Im Jahr 1517 nagelt der Mönch Martin Luther seine 95 Thesen an

die Schlosskirche zu Wittenberg und markiert damit den Beginn

der Reformation. Erst fünf Jahre später, nämlich 1522, gab es in

Bremen die erste evangelische Predigt. Die Bremische Evangelische

Kirche blickt 2022 folglich auf 500 Jahre Reformation in der

Hansestadt zurück und bietet zu diesem Jubiläum ein vielfältiges

Programm.

So findet beispielsweise bereits vor dem offiziellen Reformationstag

(31. Oktober), am Wochenende vom 7. bis 9. Oktober, ein

Kirchenmusikfestival statt, das den Auftakt des Festprogramms

bildet. Unter dem Motto „So weit der Himmel gehet“ musizieren

Chöre, Bands, Posaunenformationen und Solisten gemeinsam

mit interessierten Menschen in ausgewählten Kirchen von Bremen-Nord

bis Hude. Zudem spielt Kunst eine elementare Rolle:

Die Ausstellung „Zeiten-Wenden“ etwa in der Kulturkirche

St. Stephani zeigt vom 27. Oktober bis einschließlich 22. Januar

2023 Arbeiten bekannter Künstlerinnen und Künstler, die zur

Kritik an Gewalt aufrufen. Zahlreiche Vorträge, Gottesdienste

und Diskussionsrunden ergänzen das Programm. (SM)

Nähere Infos: www.kirche-bremen.de

Foto: Marina Köglin

Fest-Programm

27. September - 9. November 2022

kirche-bremen.de

63


FAMILIE

Niedliche Rettungshunde

„Paw Patrol Live“ bringt die vierbeinigen Kinderhelden auf die Bühne

Foto: James Wessels

Die Animationsserie „Paw Patrol“ von Nickelodeon und Spin

Master lässt seit einigen Jahren die Herzen von Kindern auf

der ganzen Welt höherschlagen. In Deutschland ist sie seit

2016 zu sehen und hat sich hierzulande zur einer der erfolgreichsten

TV-Serien für Kinder im Vorschulalter entwickelt. Angeführt von

ihrem Freund und Lehrer Ryder, bewältigen darin die mutigen Hundewelpen

Chase, Marshall, Rocky, Tracker, Skye, Rubble, Zuma und

Everest gemeinsam die verschiedensten Aufgaben zum Wohle der

Sicherheit der Bewohner der „Abenteuerbucht“. Nun sind die vierbeinigen

Kinderhelden nicht nur auf dem Fernsehbildschirm, sondern

erstmalig auch auf der Bühne erlebbar.

In der Produktion „Paw Patrol Live! Das große Rennen“ nehmen

die Protagonisten ihr Publikum mit auf ein actiongeladenes

Abenteuer voller Musik und jeder Menge Spaß. Am Tag des großen

Rennens, das alljährlich zwischen der Abenteuerbucht und der

Nachbarstadt stattfindet, wird ausgerechnet die Bürgermeisterin

Gutherz vermisst – ein klarer Fall für die Paw Patrol. Sofort machen

sich die niedlichen Rettungshunde auf die Suche, um das Rätsel

des Verschwindens mit Hilfe des Publikums zu lösen.

Ein klassisches Bühnenbild, kombiniert mit einer Hightech-

Videowand, lässt kleine und große Besucherinnen und Besucher

direkt in die Paw-Patrol-Welt eintauchen und nimmt sie mit zu

den verschiedenen Schauplätzen der TV-Serie. Ein spezielles Videosystem

ermöglicht es dem Publikum zudem, interaktiv an dem

Geschehen auf der Bühne teilzunehmen, Spuren zu verfolgen und

Rätsel zu lösen. (SM)

Samstag, 15. Oktober, ÖVB-Arena, 11, 14 und 17 Uhr.

64

Faszination

Insektenwelt

Interaktive Ausstellung

im Übersee-Museum

Wenn Dr. Volker Lohrmann (Foto

rechts) von seinem Forschungsbereich

redet, spricht aus ihm

die Faszination für die artenreichste Tiergruppe

unseres Planeten. Als Experte für

die facettenreichen Kreaturen und ihre

Lebensräume hat der Forscher die Wanderausstellung

„Facettenreiche Insekten

– Vielfalt | Gefährdung | Schutz“ kuratiert.

Sie ist aktuell im Kabinett des Übersee-

Museums zu sehen und macht deutlich,

wie vielfältig und unverzichtbar die kleinen

Tierchen für das Ökosystem sind.

Den Anlass zur Ausstellung liefern Ergebnisse

aus der sogenannten „Krefelder

Studie“. Diese zeigt unter anderem: In 30

Jahren hat die Anzahl der Fluginsekten in

Deutschland um etwa 75 Prozent abgenommen

– „ein bestürzendes Ergebnis“, so

Lohrmann. „Es hat sich herausgestellt, dass

nicht nur die Ikonen unter den Insekten,

wie etwa Bienen und Schmetterlinge, stark

bedroht sind, sondern es handelt sich um

ein Artensterben der breiten Masse“, fasst

der Insektenforscher das alarmierende

Ausmaß zusammen. Ähnliche Phänomene

habe es zwar schon früher im Laufe der

Erdgeschichte gegeben, doch heute sei der

Mensch der treibende Faktor. Um so wichtiger

sei es, dort anzusetzen und das Interesse

für unsere Umwelt zu wecken.

Die Ausstellung ist in drei Schwerpunkte

unterteilt: Sie widmet sich der

Vielfalt der Insekten, zeigt weiter die Gefährdung

und Schutzmaßnahmen auf und

gibt außerdem Handlungsoptionen mit auf

den Weg, um den eigenen Garten insektenfreundlich

zu gestalten. Wissenschaftliche

Hintergründe werden allgemein verständlich

anhand von Originalpräparaten, digitalen

und analogen Spielstationen, einem

vergrößerten Insektenmodell sowie vertiefenden

Medienstationen mit Videos und

interaktiven Grafiken präsentiert.

An einer Station können verschiedene

Insekten unter dem Mikroskop untersucht

und anhand ihres DNA-Codes bestimmt

werden. Ein vertiefendes Begleitprogramm

aus Führungen, Vortrag, Exkursion, Wissensreise

für Kinder, Familienprogramm

und Schulangeboten ergänzt die Ausstellung.

Die hat laut Kurator Lohrmann ein

konkretes Ziel: Menschen für Insekten zu

begeistern. (KW)

Bis 5. März 2023 im Kabinett des Übersee-

Museums. Weitere Informationen zur Sonderausstellung

und zum Begleitprogramm unter

www.uebersee-museum.de.

Fotos: KW


Zwischen Mehl und Milch

Mit Liedern von Rolf Zukowski: „Die Weihnachtsbäckerei – Das Musical“

PRÄSENTIERT:

Foto: Morris Mac Matzen

Mit der „Weihnachtsbäckerei“ veröffentlichte Rolf Zukowski

1987 ein Lied, das untrennbar mit der Vorweihnachtszeit

verbunden ist und auch heute noch zahlreiche Kinder

und Erwachsene begeistert. Das wissen auch Hannah Kohl und

Martin Lingau, die den Ohrwurm zum Aufhänger einer Bühnenproduktion

genommen haben. Mit „Die Weihnachtsbäckerei – das

Musical“ erleben Groß und Klein im Winter ein herzerwärmendes

Stück, das zum Mitsingen und Träumen einlädt.

Zur Handlung: Als die Eltern von Jonas, Paul und Emily wegen

eines Schneetreibens nicht nach Hause kommen können, sind die

Drei auf sich allein gestellt, um die heimische Weihnachtsbäckerei

ins Leben zu rufen. Am nächsten Morgen werden die Großeltern

erwartet, weshalb natürlich genügend Plätzchen parat stehen

müssen. Doch der Kühlschrank ist leer, das Rezept verschwunden

und kein Geld ist im Haus. Daher müssen sich die Geschwister

so einiges ausdenken, um an ihr Ziel zu gelangen. Zusammen mit

ihrem Hund Muffin stürzen sie sich ins Abenteuer, auf dem ihnen

ihre Nachbarin Frau Schnitzenbacher hin und wieder in die Quere

kommt und so manche Überraschung nicht ausbleibt.

Im Zusammenspiel mit Rolf Zuckowskis Repertoire und weiteren

beliebten Weihnachtsliedern präsentiert sich „Die Weihnachtsbäckerei

– Das Musical“ als Erlebnis für die ganze Familie. Autorin

Hannah Kohl beschreibt es wie folgt: „Die ,Weihnachtsbäckerei‘

ist ein Synonym. Sie steht für eine freud- und liebevolle Vorweihnachtszeit

im Kreise der Familie. Wir zeigen in diesem Musical alle

Facetten der Vorweihnachtszeit – nur Heiligabend lassen wir aus,

denn unser Musical soll die Vorfreude auf den eigenen Heiligabend

zu Hause steigern.“ (SM)

Sonntag, 20. November, Metropol Theater, 14.30 Uhr

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65


KONZERTE

66

PRÄSENTIERT:

„Klar im Kopf und Herzen“

Sasha: Der Sänger und Entertainer im Interview

Von der Kleinstadt Soest auf internationale Bühnen: Ende

der 1990er-Jahre avancierte Sasha mit der Single „If You

Believe“ zum Superstar – ein Song, der dem Künstler keinesfalls

nur ein One-Hit-Wonder bescherte, sondern den Beginn

einer langjährigen Karriere markierte, die er nun auf besondere Art

und Weise zelebrieren möchte. Unter dem Titel „This Is My Time –

Die Show!“ präsentiert Sasha, der mit vollem Namen Sascha Röntgen-Schmitz

heißt, ein humorvolles und musikalisches Revueprogramm

über sein Leben. Im STADTMAGAZIN-Interview blickt

der 50-Jährige auf den Beginn seiner Karriere zurück und verrät,

was er sich von seinem Herzensprojekt verspricht.

Herr Röntgen-Schmitz, „die schmierigste und seltsamste Nummer,

die mir je untergekommen war“, so schildern Sie in Ihrer

Autobiografie den ersten Eindruck Ihrer Erfolgssingle „If You

Believe“. Was hat Ihnen am Song nicht gefallen?

Ich kann es tatsächlich gar nicht genau sagen. Es waren die Neunziger,

eine Zeit, in der ich endlich einen Plattenvertrag bekommen

habe. Nach dem Song „I’m Still Waitin“ mit Young Deenay sah ich

meine Reise als neuer George Michael in eine soulige Popwelt

(lacht). „If You Believe“ war für mich nichts davon. Es war weder

Pop, der zu der Zeit angesagt war, noch besonders soulig. Für mich

war es einfach nur eine ganz merkwürdige Nummer, mit der ich

mich überhaupt nicht wohlgefühlt habe. Im Tonstudio habe ich

damals gesagt, dass es vergebene Liebesmüh sei und ich den Song

definitiv nicht rausbringen würde. Beim Singen merkte ich dann

langsam, dass er gar nicht so schlecht ist. Und beim dritten Durchgang

kam dann die Erkenntnis: Der ist sogar ziemlich gut. Ich

wusste, eben weil er nicht in die Zeit reinpasst, kann er ein echter

Klassiker werden.

Wie meinen Sie das?

Es gibt diese Songs, die musikalisch nicht genau das widerspiegeln,

was aktuell angesagt ist, und die genauso gut zwanzig Jahre früher

hätten geschrieben werden können und die auch dann funktioniert

hätten. „If You Believe“ war eben einer dieser Songs. Es sind Melodien,

die einfach catchen. Das Lied war übrigens keine Nummer,

die von Anfang an funktioniert hat. Sie ist nach und nach in den

Charts nach oben geklettert und schließlich ging es um die ganze

Welt damit. Das war schon spannend.

Welches Verhältnis haben Sie heute zu dem Song?

Ich liebe den! Natürlich habe ich ihn irgendwann eine Weile auch

gehasst, aber das bleibt ja nicht aus. Auf einer damaligen Amerika-

Promoreise habe ich mal gezählt und festgestellt, dass ich den Song

sieben Mal am gleichen Tag in drei verschiedenen Städten gesungen

habe – und das über mehrere Wochen lang. Heute genieße ich

es sehr, ihn zu singen. Ich habe ihn selten fest im Programm, spiele

ihn aber regelmäßig als Zugabe.

Sie sind seit mehr als 20 Jahren im Musikbusiness und haben

Anfang des Jahres Ihren 50. Geburtstag gefeiert. Inwieweit ist

Ihr neues Showprogramm für Sie das richtige Mittel, um einen

Rückblick zu wagen?

Das Schöne ist, dass die Show eben nicht nur ein Rückblick ist, sondern

für mich die beste Art und Weise ist zu zeigen, was ich sein

möchte. Das Motto lautet nicht nur „Das war mein Leben“, sondern

eben auch „Das bin ich heute“: der erwachsene und gereifte Musiker

und Künstler. Ich möchte mich als den Gesamttypen zeigen, als

den ich mich selbst immer wahrgenommen habe. Ich hatte immer

die Vision, irgendwann mal als Entertainer wie Frank Sinatra oder

Dean Martin auf der Bühne zu stehen und meine ganze künstlerische

Bandbreite zu zeigen. Ich denke, man muss einfach nur das Gespür

für den richtigen Zeitpunkt dafür entwickeln, und der ist jetzt da.

Mit welchen Emotionen blicken Sie auf Ihre bisherige Karriere

zurück? Sie waren als Teenieschwarm auf ziemlich vielen

„Bravo“-Covern vertreten.

Ich finde das heute unfassbar witzig. Ich war schon sehr stolz auf

mein erstes „Bravo“-Cover. Es war ein Meilenstein, den ich einfach

erreichen wollte, zumal ich damals auch schon 26 war. Dann kam

irgendwann die Zeit, in der ich in den krediblen Sektor wechseln

wollte, da es mir nicht gefallen hat, dass Leute mich zum Teil für die

Art und Weise meiner Musik von oben herab behandelt haben. Das

habe ich versucht mit meinen nächsten Platten, die folgten, umzusetzen.

Sie haben mir dann auch mehr Kredibilität, dafür aber

weniger Erfolg eingespielt, was in Ordnung und einkalkuliert war.

Anschließend kam dann die Phase, in der sich beide Bereiche miteinander

vermengt haben und so ist es bis heute. Ich selbst liebe

Hits und bin selbst kein B-Seiten-Hörer.

Lassen Sie uns abschließend einen Blick in die Zukunft wagen.

Haben Sie Wünsche und Träume, die Sie sich als Künstler noch

erfüllen möchten?

Ich erfülle mir mit meiner Show

gerade einen großen Traum, daher

wäre es vermutlich vermessen,

schon an den nächsten zu

denken. Natürlich wünsche ich

mir, dass dieser beim Publikum

ankommt und funktioniert, damit

ich diesen Traum weiterleben

kann. Ansonsten ist mir

das Wichtigste, klar im Kopf

und Herzen zu bleiben und mutig

zu sein, um weiterhin auch

mal unpopuläre Entscheidung

zu treffen. (JF)

Samstag, 8. Oktober, und Sonntag,

9. Oktober, Metropol Theater,

jeweils 20 Uhr

Fotos: Jens Koch Photography, FR


Persönlich wie nie zuvor

James Bay mit neuem Album auf Deutschlandtour

Im Juli war es endlich so weit: Mit „Leap“ veröffentlichte James

Bay sein neues Album. Doch das Nachfolgewerk von „Chaos

and the Calm“ und „Electric Light“ ist nicht nur die dritte

Platte des britischen Singer-Songwriters. Es ist zugleich sein

bisher persönlichstes Werk.

So ist etwa „One Life“, die zweite Vorabsingle seiner langjährigen

Liebe gewidmet. „Dieser Song ist über Lucy und mich“, so

der Künstler. „Seit wir 16 sind, sind wir zusammen. Sie hat mich

von Anfang an immer und überall unterstützt.“ So bilden auch

auf dem neuesten Album Songwriting, einfühlsame Texte und

eine kraftvolle Stimme den Maßstab. Dabei hat sich James Bay

beim Entstehungsprozess schwergetan, wie er in einem Posting

in den sozialen Medien zugab. Ihm habe das Selbstvertrauen

gefehlt, schreibt er, er habe beklemmende Angst gehabt. Doch

schlussendlich sei daraus „irgendwie die hoffnungsvollste und

erhebendste Musik“ seiner bisherigen Karriere geworden. (SM)

Freitag, 11. November, Pier 2, 20 Uhr

PRÄSENTIERT:

„Rap über Hass“

K.I.Z. melden sich mit neuer Musik zurück

Wie weit dürfen Raptexte gehen? Wo liegen die Grenzen von

künstlerischer Freiheit und Satire? Diese Fragen lassen sich am

Beispiel von K.I.Z. immer wieder diskutieren. Mit ihren provokanten

und politikkritischen Texten generieren Tarek, Maxim

und Nico die Aufmerksamkeit ihrer Fangemeinde und Kritiker

gleichermaßen. Im Mai letzten Jahres meldete sich das Hip-

Hop-Trio mit ihrem neuen Album „Rap über Hass“ zurück. Mit

den zwölf neuen Songs im Gepäck sowie bekannten Hits der

Vorgängerwerke ist die Band aktuell auf Konzertreise. (SM)

Sonntag, 2. Oktober, ÖVB-Arena, 19.30 Uhr

Foto: Philipp Gladsome

Foto: Julian Broad

67


Foto: Bert Treep

KONZERTE

Avantgarde und Jazz-Rock

Soft Machine spielen im Kulturzentrum Lagerhaus

Klangvielfalt und Experimentierfreudigkeit – dafür steht die

britische Avantgarde- und Jazz-Rock-Band Soft Machine.

Ihr erstes Album „The Soft Machine“ nahmen sie im April

1968 während einer US-Tour als Vorband von Jimi Hendrix in New

York auf.

Neben Pink Floyd galten als einer der wichtigsten Vertreter des

Psychedelic Rock. So hat ihre Musik mehrere Generationen von

Bands beeinflusst und wird auch heute noch von den angesagten

Experimentalisten zitiert.

Die Gruppe spielt auf ihrer Tournee sowohl Material aus dieser

Ära, darunter Kompositionen von Hugh Hopper, Mike Ratledge

und Karl Jenkins. Außerdem werden viele zeitgenössische Werke

präsentiert, wie sie auf ihrem aktuellen Album „Hidden Details“ zu

hören sind, das 2018 erschien, genau 50 Jahre nach der Veröffentlichung

des Debütalbums „The Soft Machine“ von 1968. (SM)

Mittwoch, 19. Oktober, Kulturzentrum Lagerhaus, 20 Uhr

Musikalischer Tausendsassa

Carl Verheyen Band unterwegs auf Europatournee

Der Virtuose Carl Verheyen ist nicht nur Produzent, Studiomusiker, Songwriter und

Dozent an diversen Universitäten, er wurde auch vom „Guitar Magazine“ als einer

der zehn besten Gitarristen der Welt und vom „Classic Rock Magazine“ als einer der

100 besten Gitarristen aller Zeiten ausgezeichnet. Verheyen war in den letzten 35 Jahren

Bandmitglied der erfolgreichen Rockband Supertramp. Nun geht der talentierte Tausendsassa

mit seiner vierköpfigen Carl Verheyen Band im Herbst auf Europatournee. Mit der

neuen Show bekommt sein Publikum die Gelegenheit, eine Mischung aus Blues, Rock, Jazz

und Country von vier Weltklassemusikern in vergleichsweise intimen Räumlichkeiten zu

erleben: Der grammynominierte Verheyen wird vom renommierten Bassisten Dave Marotta

begleitet, der bereits mit Phil Collins, Neil Diamond und Bruce Hornsby aufgetreten

ist. Am Schlagzeug sitzt John Mader, der unter anderem mit Bonnie Raitt, Randy Newman,

Pat Benatar und vielen anderen zusammengearbeitet hat. Erstmals kommt der Multiinstrumentalist

Troy Dexter an der Gitarre, den Keyboards und mit Gesang als Bandmitglied

zum Einsatz. (SM)

Sonntag, 16. Oktober, Meisenfrei, 20 Uhr

Foto: Eric Anderson

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www.neuland-concerts.com

Foto: Sandra Ludewig/ Sony Music

Norddeutsches Multitalent

Ina Müller und Band mit aktuellem Album auf Tournee

Ina

Müller

&

Band

auf

Tour

Wer ihren Namen hört, denkt an Humor und Direktheit,

an spannende und lustige Gespräche in uriger Kneipenatmosphäre

– aber eben auch an Musik und besondere

Liveerlebnisse.

Ina Müller ist ein echt norddeutsches Multitalent. An der

Seite von Edda Schnittgard wurde sie Mitte der 1990er-Jahre

als Mitglied des Kabarettduos Queen Bee bekannt und widmet

sich seit 2002 vorrangig eigenen Projekten. Ob als Buchautorin,

Entertainerin, Moderatorin oder Sängerin: Ihre Verbundenheit

zur plattdeutschen Sprache unter Beweis zu stellen, ist ihr dabei

ein besonderes Anliegen, wie vor allem das 2009 erschienene

Mundart-Album „Die Schallplatte – niedopleggt“. Seit 2007

empfängt sie im Rahmen ihrer eigenen Late-Night-Talksendung

„Inas Nacht“ zudem wechselnde Gäste aus sämtlichen

Bereichen des öffentlichen Lebens, wobei ihr die Hamburger

Kneipe „Zum Schellfischposten“ als klamaukige und zugleich

authentische Kulisse dient. Neben interessanten Gesprächen

präsentiert sie ihren Zuschauerinnen und Zuschauern immer

wieder Musik – so auch auf ihrer diesjährigen Konzertreise. Ab

Oktober bringt die Künstlerin ihr aktuelles Studioalbum „55“

auf ebenso viele Bühnen im deutschsprachigen Raum. In Songs

wie „Die Zeit fliegt Dir davon“, „Eichhörnchentag“ und „Läufer“

macht Ina Müller das Älterwerden selbstbewusst und humorvoll

zum Thema. (JF)

08.10.22 Braunschweig

22.10.22 Bremen

04.11.22 Kiel

05.11.22 Hamburg

18.11.22 Oldenburg

24.11.22 Rostock

25.11.22 Flensburg

13.01.23 Aurich

15.01.23 Lübeck

17.02.23 Bremerhaven

17.03.23 Göttingen

18.03.23 Hannover

Samstag, 22. Oktober, ÖVB-Arena, 20 Uhr

VERLOSUNG

Wir verlosen 3 × 2 Tickets unter www.stadtmagazin-bremen.de.

Foto: © Sandra Ludewig • Artwork: Sven Grot

Das Album 55 – jetzt im Handel

Tickethotline 040-450 118 676

oder unter www.funke-ticket.de · Änderungen vorbehalten · Tourneeleitung: Neuland Concerts GmbH, Hamburg

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KONZERTE

Hamburger Vorzeigeschüler

Tocotronic mit „Nie wieder Krieg“ im Schlachthof

Foto: Sebastian Madej / Deutsche Klassik

„The Kreutzer Project“

Kammerorchester „The Knights“ und Violinist

Ray Chen spielen in der Glocke

Sie waren die Vorreiter der Hamburger Schule und sind knapp 30

Jahre später immer noch da: Tocotronic um Sänger Dirk von Lotzow

und Gitarrist Jan Müller. 1993 punkig gestartet schlägt man

mittlerweile – zumindest auf den Alben – eher ruhigere Töne an.

Das kann sich live aber alles ganz schnell ändern. Im Schlachthof

stellt die Band ihr 13. Studioalbum „Nie wieder Krieg“ vor. (SM)

Donnerstag, 20 Oktober, Schlachthof, 20 Uhr

Foto: E.d.Olivera

Es ist eine kulturelle Entstehungsgeschichte, die ihresgleichen

sucht: 1804 komponiert Beethoven eine Sonate und

widmet sie einem berühmten Geiger, der sie niemals spielen

wird. Der russische Schriftsteller Tolstoi schreibt eine Novelle

über einen Mann, der seine Frau ermordet, weil sie den Klavierpart

in Beethovens „Kreutzer-Sonate“ zu leidenschaftlich interpretiert.

Der Tscheche Janáček komponiert ein aufwühlendes

Streichquartett, das von Tolstois Novelle inspiriert ist. Und Musiker

Colin Jacobsen schreibt schließlich eine Ouvertüre, in dem

sich alle diese Fäden kreuzen und in der Person des französischen

Violinvirtuosen Rodolphe Kreutzer ihren Ankerpunkt finden.

Unter dem Titel „The Kreutzer Project“ präsentiert das von

der Brüdern Jacobsen gegründete New Yorker Kammerorchester

„The Knights“ ein dicht gewobenes Programm. Mit dem 33-jährigen

Violinisten Ray Chen (Foto) haben sie einen Spitzengeiger

an ihrer Seite, der ebenso mühelos mit dem konzertanten Violinpart

in Beethovens Sonate brilliert, wie er sich als ausgezeichneter

Kammermusiker in das Konzept des Ensembles einfügt. (SM)

Freitag, 4. November, Glocke, 20 Uhr

Ständige Rebellen

New Model Army gastieren im Modernes

Im Oktober 1980 betraten drei

Musiker in ihrer Heimatstadt

Bradford erstmals die Bühne,

um unter dem Namen New

Model Army, benannt nach

einer Armee, die eine Revolution

gegen die Regierung

gewagt hat, das Publikum zu

begeistern. Angeführt von Frontmann und Songschreiber Justin

Sullivan, markiert dies den Start einer beeindruckenden, fast

40-jährigen Reise, die musikalische Meilensteine wie „51st State“,

„Poison Street“ und „Vagabonds“ veröffentlicht hat. (SM)

Dienstag, 18. Oktober, Modernes, 20 Uhr

Foto: T. Korhonen

Saison

2022/23

Ray Chen © Sebastian Madej / Deutsche Klassik

04.11.22 Ray Chen

08.12.22 Igor Levit

16.02.23 Khatia Buniatishvili

17.03.23 Hélène Grimaud

26.05.23 The Ukulele Orchestra of Great Britain

10.06.23 Daniel Hope Tickets: meisterkonzerte-bremen.de · Tel 0421-33 66 99

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© Andreas Schmiedinger © Andre Fichte

© Jeanne Degraa © Jörg Steinmetz

Dänische Ausnahmebassistin

Ida Nielsen präsentiert ihr fünftes Soloalbum

Foto: Moritz Kuenster

Der Vorzeige-Crooner

Jubiläumstour: Tom Gaebel mit seinem Orchester

Im vergangenen Jahr feierte Tom Gaebel 15 Jahre Liveauftritte gemeinsam

mit seinem Orchester. Dies nahm der Vorzeige-Crooner

als Anlass, um auf große Deutschlandtour zu gehen.

Passend dazu erschien im Mai sein Album „Live at the Savoy“,

welches bereits einen Vorgeschmack auf die Shows gibt. Beim

Jubiläum wird das Beste von früher, heute und morgen gefeiert.

Dafür präsentiert der Entertainer einen Querschnitt aus seiner

mittlerweile 17 Jahre dauernden Karriere.

Neben einer besonderen Bühnendarbietung inklusive LED-

Vorhang und Showtreppe, überzeugt die Bandbreite seiner Setlist:

Er schöpft aus acht Studioalben mit entsprechenden Tourneen,

Sinatra-Konzerten, singt Film-Hits, etwa aus „James Bond“, und

singt Titel von Elvis bis hin zur „Biene Maja“. Der Musiker hat die

Menschen seine Songs wählen lassen, die es am besten wissen

müssen: seine Fans. Diese haben abgestimmt und so einen Großteil

des Programms mitgestaltet. Das Ergebnis ist eine abwechslungsreiche

Mischung, darunter auch Gaebel-Favoriten wie „It’s A Good

Life“, „Catch Me If You Can“ und „The Cat“. Auf seiner Tour macht er

Halt im Metropol Theater in Bremen, wo er unter anderem Arrangements

aus seinem neuen Album zum Besten geben wird. (SM)

Donnerstag, 10. November, Metropol Theater, 20 Uhr

magischste musikalische Reise aller Zeiten und

eine kontinuierliche Lernerfahrung, die alle Vorstellungskraft

übersteigt“: So bezeichnet Ida Nielson ihre

„Die

gemeinsame Zeit mit dem Künstler Prince. Als die Musiklegende

Ida Nielsen 2010 entdeckte, wurde deren Leben auf den Kopf

gestellt. Kurz nachdem sie zur Band gestoßen war, tourte sie mit

Prince und „The New Power Generation“ sowie der vierköpfigen

Powerhouse-Rockband „3rdeyegirl“. Nach dem frühen Tod ihres

Entdeckers 2016 konzentrierte sich die Dänin auf ihre Solokarriere

– und das mit Erfolg.

So veröffentlicht die Bassistin regelmäßig Musik und hat

ihre Tourpläne seit 2016 stark erweitert. 2020 veröffentlichte

die Künstlerin, die 2019 zu den zehn besten Bassist:innen

weltweit gewählt wurde, ihr aktuelles und fünftes Studioalbum

„02022020“, das im Vergleich zu ihren vorangegangen Alben in

ein intimeres Universum einlädt. So zeigt die Platte eine mildere

und abwechslungsreichere Seite ihrer Kompositionen in musikalisch

reduzierter Umgebung und beinhaltet eine Mischung aus

neuem Material, Neuinterpretation einiger älterer Songs sowie

Features mit Mitgliedern ihrer Band „The Funkbots“ und dem österreichischem

Künstler Aljosha. (SM)

Sonntag, 30. Oktober, Metropol Theater, 20 Uhr

Foto: FR

VERANSTALTUNGSTIPPS

PROUDLY

PRESENTS

DAS BESTE

AUS 15 JAHREN

LIVE mit NINA HOGER,RALF BAUER,

DIETMAR BÄR,RICHARD SCHÖNHERZ und der Rilke Projekt Band

das ist die

SEHNSUCHTTOUR

21. Oktober 2022

Bremen / Die Glocke

DIE GROSSE

JUBILÄUMSTOUR

2022

10. November 2022

Bremen / Metropol Theater

Tickets gibt es unter www.mewes-ticket.de, www.myticket.de sowie an allen bekannten Vorverkaufsstellen.

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KONZERTE

„Ich bin kein Hitmacher“

50 Jahre „American Pie“: Der Musiker Don McLean über seinen Welthit

Don McLean veröffentlichte auch Hits wie „Vincent (Starry Starry Night)”, „Castles In The Air” sowie „And I Love You So”.

Foto: FR

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Er schrieb einen der wohl größten Pop-Evergreens: Don

McLean. Mit „American Pie“ veröffentlichte der Künstler 1971

einen Song, der sich heute großer Beliebtheit erfreut. Das Besondere:

Obwohl sich ein Bezug zur Geschichte des Rock ’n’ Roll

und zum Tod von Genrevertreter Buddy Holly nicht leugnen lässt,

hat sich Don McLean zur tatsächlichen Bedeutung des Songtitels

nie konkret geäußert. Anlässlich des 50-jährigen Geburtstages von

„American Pie“ befindet sich der Künstler aktuell auf Konzertreise,

die ihn auch nach Bremen führt.

Herr McLean, seit der Veröffentlichung von „American Pie“ wird

über die genaue Bedeutung des Songs diskutiert und philosophiert.

Werden Sie dieses Rätsel jemals lösen?

Don McLean: Das habe ich sogar schon getan. Aber Sie haben

Recht, ich werde seit 50 Jahren immer wieder danach gefragt und

bin diesen Fragen oft ausgewichen. Im Sommer ist jedoch der Film

„The Day the Music died: THE story of DON McLeans’s ‚American

Pie‘“ erschienen. Eine Produktion von Paramount Pictures, in der

ich das erste Mal ausführlich Stellung beziehe und die Frage nach

dem genauen Hintergrund und der Bedeutung des Liedes aufgreife.

Und lassen Sie mich so viel vorweg verraten: Die Antwort ist

alles andere als simpel (lacht). Ich würde mich grundsätzlich als

einfachen Menschen bezeichnen, aber nicht als einfachen Künstler.

Zwischen dem Flugzeugabsturz Buddy Hollys bis zur Entstehung

des Songs in den 1970ern sind allein zehn Jahre vergangen. Das ist

eine lange Zeit, in der viel passiert und natürlich auch mir persönlich

viel widerfahren ist. Um eben diese Zeit, darüber hinaus und

das, was vorher war, darum geht es in dem Film.

Klingt so, als wäre der Song zugleich ein für Sie sehr persönlicher.

Ja, der Song spiegelt wider, wer und wie ich als Musiker bin. Wissen

Sie, ich habe mich nie dafür interessiert, wie andere mich wahrnehmen

und ob ich als Hitmacher gelte oder nicht. Ich bin ein reiner

Künstler und habe mit „American Pie“ einen Song geschaffen,

der nicht vergleichbar mit anderen ist.

Worauf spielen Sie an?

Viele Künstlerinnen und Künstler denken kommerziell und orientieren

sich daran, was voraussichtlich im Radio gut funktioniert.

Das ist nicht mein Ansatz. Ich schreibe Musik, über die Dinge, die

mich persönlich interessieren. Ich bin kein Hitmacher, sondern ein

Abenteurer.

Die Zeile „But something touched me deep inside, the day the

music died“ in „American Pie“, bezieht sich offensichtlich auf

Buddy Holly. Können Sie sich an dem Moment erinnern, als Sie

von seinem Tod erfuhren?

Ich habe tatsächlich ein sehr klares Bild vor Augen, wie ich die

Zeitung aufschlage und vom Tod Buddy Hollys lese. Ich habe noch

eine sehr genaue Erinnerung daran, wie ich in der Schule meinen

Freunden davon erzähle. Es ist wirklich unglaublich: Innerhalb

von 50 Jahren hat sich Rock ’n’ Roll-Musik von Kinderkram nahezu

zu einer Religion entwickelt.

Zu meiner

Zeit interessierte sich

dafür schlichtweg niemand.

Es scheint, als

habe sich das seit der

Veröffentlichung von

„American Pie“ geändert.

Das ist dann wohl

die Macht, die Musik

haben kann. (JF)

Montag, 31. Oktober,

Metropol Theater, 20 Uhr

Foto: FR


Neuer Klangkosmos

Christopher von Deylen: „Piano und Elektronik“

PRÄSENTIERT:

Foto: Gregor Hohenberg/ Sony Music

Seit mehr als 20 Jahren gilt Christopher von Deylen als

wegweisend und stilbildend in der elektronischen Musik.

Mit dem Projekt Schiller zählt er zu den erfolgreichsten

Musikproduzenten Deutschlands und wurde bereits mit Gold

und Platin ausgezeichnet. Für seine exklusive Solo-Clubtour

verdichtet der Elektronik-Romantiker seinen neuen Klangkosmos

auf das Wesentliche: Klavier und Elektronik.

„Die klar definierte Kontur eines einzelnen Klaviertones

und die tiefen Klangbilder, die sich mit ihnen erzeugen lassen,

sind faszinierend. Im Kontext mit elektronischen Sequenzen

erzeugen sie eine Spannung, die den Raum mit Energie erfüllt“,

so Christopher von Deylen. Auf seiner Clubtour gehen Klavier

und Elektronik folglich eine einzigartige Symbiose ein. Die

musikalische Neuausrichtung des Künstlers zeigte sich bereits

auf dem 2020 erschienenen Album „Colors“, welches das erste

Werk unter dem Klarnamen des Musikers ist und zwischen

ruhigen Pianomelodien auf der einen Seite und Ambient, Electronica

und Synthwave auf der anderen Seite hin und her wiegt.

Von Deylen konnte mit Veröffentlichung an die Erfolge seiner

„Schiller“-Alben anknüpfen. „Colors“ ist das sechste Nummereins-Album

in seiner Karriere. (SM)

Samstag, 22. Oktober, Modernes, 19 Uhr

VERLOSUNG

Wir verlosen 3 × 2 Tickets unter www.stadtmagazin-bremen.de.

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Foto: Philipp Gladsome

KONZERTE

Musik als sicherer Ort

Kelvin Jones mit zweitem Album auf Tournee

Musik als Form der Therapie: Das ist im Fall von Kelvin

Jones nicht nur so dahergesagt. „Ich habe angefangen,

Musik zu machen, weil ich Probleme damit habe, mich

den Dingen direkt zu stellen“, antwortet der 27-Jährige auf die

Frage, warum er eigentlich begonnen hat, Songs zu schreiben.

„Wenn ich mit etwas zu kämpfen habe, mache einfach alles, außer

mich mit dem eigentlichen Problem auseinanderzusetzen.“ Aber

bei Musik sei das anders. „Da entsteht dieser safe space, ein sicherer

Ort“, so der Künstler, „in dem ich ehrlich bin, in dem ich

weine, meine Zweifel habe und all die Gefühle fühlen kann, vor

denen ich sonst solche Angst habe.“

Kelvin Jones wird 1995 als Tinashe Mupani in Simbabwe geboren.

Als er neun Jahre alt ist, zieht die Familie nach London. Keine

leichte Zeit: Er ist lange das einzige schwarze Kind auf der Schule,

die Familie zieht oft um und er besucht acht verschiedene Schulen.

Aber genauso lernt der Singer-Songwriter schnell Freunde

zu finden – und er macht Musik. 2014 sorgen genau diese beiden

Umstände dafür, dass sich das Leben von Kelvin Jones über Nacht

um 180 Grad dreht: Ein guter Freund postet seinen Song „Call

You Home“ auf der Webseite Reddit und über Nacht wird er weltbekannt.

Es folgen ein Umzug nach Berlin, das Debütalbum „Stop

the Moment“, Spotify-Plays und YouTube-Views in Millionenhöhe

sowie Gold- und Platinauszeichnungen – all das nicht nur für

seine Debütsingle, sondern auch für „Only Thing We Know”, seine

Airplay-Nummer-eins-Zusammenarbeit mit Alle Farben sowie

für „Love To Go” mit Lost Frequencies. Erfolge, die den Künstler

mit ebenso großen Fragen konfrontieren: Wer bin ich eigentlich?

Und warum mache ich überhaupt Musik? „This Too Shall Last“,

das zweite Album von Kelvin Jones, welches im Frühjahr erschienen

ist, liefert Antworten auf all diese Fragen. Manche der Songs

sind ruhig und spiegeln Jones‘ Wurzeln, manche zeigen wiederum

eine andere Seite: die Phase der DJ-Kooperationen und den Spaß,

den er hatte, mit diesen Dance-Pop-Songs auf der Bühne zu stehen.

(SM)

Samstag, 26. November, Tivoli, 20 Uhr

PRÄSENTIERT:

PRÄSENTIERT:

Konzerttour zum

runden Geburtstag

Roland Kaiser: Einladung an seine Fans

Ob „Santa Maria“, der Ohrwurm „Joana“ oder die Erfolgssingle

„Warum hast Du nicht nein gesagt“ mit Maite Kelly:

Roland Kaiser ist Kult. Seit beinahe fünf Jahrzehnten

im Musikbusiness unterwegs, blickt der Künstler auf eine ebenso

erfolgreiche wie beständige Karriere zurück. „Meine Aufgabe ist

es, die Menschen auf höchstem Niveau zu unterhalten, sodass sie

mit einem guten Gefühl wieder nach Hause gehen“, beschreibt

der Musiker seinen eigenen Anspruch. Anlässlich seines 70. Geburtstages,

den Roland Kaiser im vergangenen Mai feierte, hat

der Künstler einen besonderen Coup geplant: Begleitet von seiner

Liveband, wird er im Rahmen der Tour in 30 Städten in ganz

Deutschland, Österreich und der Schweiz gastieren, um mit seinen

Fans den runden Geburtstag zu feiern.

Für Roland Kaiser ist diese Konzertreise eine gute Gelegenheit,

einen kleinen Blick zurückzuwerfen – zurück auf eine mittlerweile

mehr als 47 Jahre andauernde Bühnenkarriere, auf fast

100 Millionen verkaufte Schallplatten und eine große Anzahl an

Hits, die heute mehr als drei Generationen begeistern. Doch der

im Berliner Wedding geborene und dort auch aufgewachsene Entertainer

steht mit beiden Beinen fest auf dem Boden – sich für

mehr Gerechtigkeit, Toleranz, Solidarität und Menschlichkeit zu

engagieren, das war und ist ihm ein großes Anliegen. Fragt man

Roland Kaiser nach dem Geheimnis seines andauernden Erfolgs

antwortet er: „Ich habe das große Glück, dass die Menschen mit

mir und meiner Musik mitgewachsen sind, bei mir geblieben, ja,

und sogar neue Fans nachgewachsen sind. Ich denke, das geht nur

mit einem hohen Maß an Glaubwürdigkeit. Ich versuche nicht,

mich an das Gestern zu klammern. Ich zeige mich, wie ich bin,

und meine Arbeit scheint den Menschen zu gefallen. Mehr steckt

eigentlich nicht dahinter.“ Seiner 2020er-Veröffentlichung des

Albums „Alles oder Dich“ (Platin-Status) folgte Anfang Oktober

2021 das neue Studioalbum „Weihnachtszeit“. Im selben Monat

erschien seine Autobiografie „Sonnenseite“ im Heyne-Verlag und

landete direkt auf Platz eins der Spiegel-Bestellerliste im Genre

Sachbuch. (SM)

Donnerstag, 17. November, ÖVB-Arena, 20 Uhr

Foto: Tom Schulze


Philip Boa

Phillip Boa, Songwriter,

Komponist, Sänger, Gitarrist

und Kopf der Band Phillip

Boa and the Voodooclub,

gründete 1985 die Avantgarde-Pop-

beziehungsweise

Independent-Band und

erlangte ab 1989 mit seiner

vom britischen Post-Punk,

Indie-/Alternative Rock und

Avantgarde beeinflussten

Musik internationale Anerkennung.

(SM)

Fr., 7. Okt., Schlachthof, 20 Uhr

Foto: B. E. Streefkerk

Moderner Folk-Pop-Rock

Heimspiel für Versengold: Die Band gastiert im Pier 2

Foto: Phil

Foto: Martin Huch

Originaler Sound

Phil spielen „Best of Phil Collins & Genesis“

Seit 20 Jahren steht die Formation fast unverändert auf den Bühnen

in Europa und bietet den originalen Sound von Phil Collins und

Genesis - das aber mit ganz eigenem Stil. Collins selbst empfiehlt

die Bands und beide Seiten haben sich sogar schon getroffen. (SM)

Ins Ohr gehender Folk-Pop-Rock mit deutschen Texten und anspruchsvoller

Lyrik: Dafür steht die Band Versengold. 2003 in

Osterholz-Scharmbeck gegründet, hat sich die Gruppe kontinuierlich

weiterentwickelt und folgt ihrem stetigen Wunsch nach

neuen Anknüpfungspunkten. Dazu gehört für die Band auch, zum

Weltgeschehen Stellung zu beziehen: So veröffentlichten Versengold

im Februar etwa den Song „Alte Männer“, mit dem die Gruppe

ein musikalisches Statement zum Krieg in der Ukraine setzte. „Je

mehr das, was du auf der Bühne machst, mit dir zu tun hat, desto

erfolgreicher, weil wahrhaftiger, bist du“, sagt Sänger Malte Hoyer.

Nach der Platte „Nordlicht“, mit der die sechs Folkrocker 2019 Platz

vier der deutschen Albumcharts erreichten, erklomm das Nachfolgewerk

„Was kost die Welt“ in diesem Jahr sogar die Chartspitze. In

insgesamt zwölf Songs wagen die Musiker darauf einen kritischen

Blick auf aktuelle Entwicklungen und widmen sich ebenso mystischen

Sagen und Legenden wie alltäglichen Situationen. (SM)

Samstag, 15.Oktober, Schlachthof, 20 Uhr

Samstag, 29. Oktober, Pier 2, 20 Uhr

Foto: FR

Gemeinsame Wurzeln

„Dreigestirn Tour 2020“ im Schlachthof

Fließender Sprechgesang, charismatische Deutschpoesie und

Popsongs mit Hippie-Vibes: Auf den ersten Blick scheint es so,

als hätte die Musik von David Beta, Lukas Droese und Nadine

Fingerhut wenig gemeinsam. Doch weit gefehlt: Trotz ihrer

Unterschiedlichkeit haben sie gemeinsame Wurzeln, die in der

Tradition der deutschen Liedmacher- und modernen Songwriterszene

liegen. Unter dem Titel „Dreigestirn“ und unterstützt

von der „Initiative Musik: Neustart Kultur“ touren die drei jungen

Künstlerinnen und Künstler gemeinsam durch die Bundesrepublik,

um ihrem Publikum die Vielfalt der deutschen Liedmacherkunst

zu präsentieren. (SM)

Freitag, 14. Oktober, Schlachthof, 20 Uhr

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DIVERSES

Zeitreise in die Achtziger

Vom Kultfilm inspiriert: „Flashdance – Das Musical“

Vibes und Looks aus den 80er-Jahren verbunden mit dem Zeitgeist

von heute: das vereint „Flashdance – Das Musical“ in einer

Show. Das Publikum begleitet darin die junge Alex Owens aus

Pittsburg, die versucht, ihren Traum als Tänzerin zu verwirklichen.

Dabei werden Welthits wie „Flashdance („What a Feeling“),

„Maniac“, „Gloria“, „Manhunt“ und „I Love Rock ‚n‘ Roll“ aufgeführt.

„Mit der Kombination aus erfolgreichen Musicalhits, innovativen

Eigenentwicklungen und dem Neuesten aus New York

und London verfolgen wir weiter unsere Vision, das Musical in

Deutschland von Grund auf neu zu denken“, erzählt Stephan Dominik

Huber, Geschäftsführer der ShowSlot GmbH über die Neuinszenierung.

(SM)

Dienstag, 31. Januar, bis Donnerstag, 2. Februar 2023, Metropol

Theater Bremen, jeweils 19.30 Uhr

Ohren gespitzt

Rufus Beck liest aus „Supergute Tage“

Viele kennen die Stimme von Rufus Beck bereits aus den

Hörbüchern der Harry-Potter-Romane. Nun liest der

Schauspieler, Synchron- und Hörbuchsprecher aus Mark

Haddons mehrfach ausgezeichnetem Roman „Supergute Tage

oder die sonderbare Welt des Christopher Boone“ und begibt

sich auf seiner Tour auch nach Bremen ins Metropol Theater.

Mit seiner warmen, dunklen, vertrauten Stimme nimmt Beck

die Zuhörerschaft mit in die sonderbare Welt des Christopher

Boone, der alle Länder und deren Hauptstädte sowie sämtliche

Primzahlen bis 7507 kennt. Er liebt die Farbe Rot, sagt immer

die Wahrheit und kann nur zwei Gefühle voneinander unterscheiden:

Trauer und Glück. Christopher hat eine leichte Form

von Autismus und findet: Manchmal ist die Welt schwer zu verstehen.

Als aber der Pudel in Nachbars Garten tot aufgefunden

wird, wagt Christoper den Schritt hinaus ins Unbekannte. Mutig

stellt er den schändlichen Verbrecher und wird zum Helden

seiner eigenen Geschichte. Rufus Beck hat aus dem Bestseller

nicht einfach ein Hörbuch gestaltet, sondern ein multimediales

Gesamtkunstwerk.

Die Illustrationen aus dem Buch projiziert er auf eine große

Leinwand. Dazu schafft die Musik von Parviz Mir Ali, gespielt

auf einem afrikanischen Instrument, eine authentische Stimmung

um die fest gefügte kleine Welt des Jungen, der auf seine

Weise die Dinge beim Namen nennt und dabei immer bei der

Wahrheit bleibt. (SM)

Sonntag, 30. Oktober, Metropol Theater, 17 Uhr

Foto: David Schmelzer

Dreigestirn

Liedermacher:innen Tour 2022

David Beta * Lukas Droese * Nadine Fingerhut

14. Oktober 2022

Schlachthof Bremen

presented by

Jetzt Tickets sichern!

auf reservix.de

Foto: Jonathan Beck

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Promis auf dem Tanzparkett

„Let’s Dance“: Die Tournee zur Fernsehshow mit zahlreichen bekannten Gesichtern

PRÄSENTIERT:

Foto: Stefan Gregorowiu

Nach den ausverkauften Tourneen in den vergangenen Jahren

mit über 270.000 Zuschauerinnen und Zuschauern

gastiert „Let’s Dance“ auch in diesem Jahr wieder im gesamten

Land. Darunter ist auch die ÖVB-Arena in Bremen.

Mit dem Comedian Bastian Bielendorfer sowie Schauspieler

und GZSZ-Star Timur Ülker wurden kürzlich die letzten beiden

Promi-Teilnehmer für die große Livetour bestätigt. Die Jury samt

Motsi Mabuse, Jorge González und Joachim Llambi sowie Moderator

Daniel Hartwich sind im Herbst ebenfalls wieder mit dabei.

Neben „Dancing Star 2022” René Casselly und den beiden TV-Finalisten

der 15. Staffel, Janin Ullmann und Mathias Mester, werden

auch Schauspielerin Sarah Mangione sowie Mike Singer dabei sein.

Unterstützt werden die sieben Promitänzerinnen und Promitänzer

von Profis wie den amtierenden Tanzweltmeister:innen Renata

und Valentin Lusin, Kathrin Menzinger, Christina Luft, Malika

Dzumaev und vielen mehr. Gemeinsam präsentieren sie mit ihren

prominenten Partnerinnen und Partnern ihre lang geprobten Performances

auf dem Tanzparkett. (SM)

Freitag, 18. November, ÖVB-Arena, 20 Uhr

Schmidts Tivoli, STÜCKGUT und

Semmel Concerts präsentieren

DIE TOUR

2022

ÖVB-Arena Bremen

BREMEN17.11.2022

23.02.2023 Große EWE Arena Oldenburg

semmel.de

Mediengruppe

Kreiszeitung

20.11.2022 Metropol Theater Bremen

18.12.2022 Kongresshalle Oldenburg

Tickets:

77


DIVERSES

PRÄSENTIERT:

Faszination menschlicher Geist

Der Mentalist Timon Krause präsentiert sein neues Liveprogramm„Mind Games 2022

Foto: Murat Aslan

Unerklärliches und scheinbar Übersinnliches übt auf die

Menschheit seit jeher eine große Faszination aus. Diesem

Phänomen konnte sich auch Timon Krause bereits als Kind

nicht entziehen: Als er im Alter von zwölf Jahren das erste Mal mit

Hypnose in Berührung kommt, entfacht das seine Begeisterung für

die Thematik, die bis heute ungebrochen ist. In Neuseeland geht

er in die Schule des berühmten Mentalisten Richard Webster und

lässt sich von ihm ausbilden.

Liveauftritte in TV-Shows, ein erfolgreicher YouTube-Kanal,

die Auszeichnung zum besten europäischen Mentalisten 2016: Die

Erfolge von Timon Krause mehren sich, wobei der heute 28-Jährige

stets fokussiert ist: „Mein Ziel ist es, dass das Gedankenlesen sein

angestaubtes Image verliert. Es geht nicht um Mystifizierung oder

Hokuspokus, sondern um die Kunst, sich selbst und sein Gegenüber

verstehen zu lernen.“ Dieser Anspruch liegt auch dem neuen

Liveprogramm „Mind Games“ zugrunde, in dem sich das Publikum

auf verblüffende Überraschungsmomente, coole Alltags-Hacks

rund um das Thema „Mindreading“ sowie unterhaltsame Spiele und

Experimente freuen darf. Das Erraten von PIN-Nummern, scheinbar

waghalsige Voraussagen oder die Beeinflussung von Gedanken

sind dabei die wohl populärsten „Zaubertricks“ des Magiers. Zudem

kann jede Show als eine Art Miniworkshop verstanden werden.

Dem Publikum wird im Selbstversuch nähergebracht, wie das Lesen

von Mimik funktioniert, wie geschickte Manipulation gelingt und

dass sich Gedanken von einer zuvor unbekannten Person nicht nur

entschlüsseln lassen, sondern Timon Krause sogar deren Verhalten

beeinflussen kann. In seiner Arbeit stützt sich Timon Krause dabei

auf folgende These: „Die Menschen unterscheiden sich zwar im Detail

voneinander, aber im Großen und Ganzen funktionieren unsere

Köpfe – sogar über die unterschiedlichsten Kulturen hinweg – alle

gleich. Wir alle teilen ein grundlegendes Bedürfnis miteinander:

Wir wollen verstanden und angenommen werden.“ (SM)

Montag, 28. November, Modernes, 20 Uhr

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Apokalypse im Saal

„Zombie Inferno“ setzt auf Interaktion

Eine Zombieapokalypse ist im vollen Gange. Die einzigen Überlebenden:

die Zuschauerinnen und Zuschauer im Saal. Das ist die

Idee hinter der interaktiven Show „Zombie Inferno“.

Die Welt geht unter und Untote versetzen die Menschen in

Angst und Schrecken. Wer gebissen wird, mutiert selbst zum Zombie.

„Tiki Burger“, eine hawaiianische Burger-Kette, macht die

Apokalypse zum Geschäftsmodell und verkauft die Rettung vor

den Zombies als lukratives und leckeres Produkt. Überall werden

sogenannte „Tiki Islands“ eingerichtet – exklusive Räume, in

denen Menschen Schutz vor den Zombies finden und sich auf das

Leben danach vorbereiten können. Nachdem das Publikum dort

angekommen ist, kümmern sich die Mitarbeiter von „Tiki Burger“

zunächst gut um die Menschen. Aber noch bevor der Burgergrill

angeschmissen wird, kommen hungrige Zombies dem vermeintlichen

Zufluchtsort immer näher. Es stehen Entscheidungen an:

Was passiert mit den Infizierten? Wer spielt am schönsten Ukulele?

Und wer hat Bernd, den Burgerbrater, umgebracht? (SM)

Dienstag, 18. Oktober, Metropol Theater, 19.30 Uhr

Foto: FR


Amüsante Hypnose

Die neue Show im Zaubertheater Bremen

Wie arbeitet das Unterbewusstsein und in welchem Ausmaß

lässt es sich beeinflussen? In der neuen Hypnoseshow

des Zauberkünstlers David Lavé erlebt das

Publikum hautnah, welche Macht das Unterbewusstsein auf die

Glaubenssätze, Gewohnheiten und unbewussten Verhaltensweisen

einer Person hat. Das neue Programm im Zaubertheater unterhält

mit Witz und Interaktion, die den Abend zu einem unvergesslichen

Event in intimer Atmosphäre machen.

Die ersten Vorstellungen mit neuem Programm waren für Lavé,

der das Zaubertheater im Holzhafen seit Ende 2019 betreibt, ein

voller Erfolg. „Die Leute waren baff. In dieser Show zeige ich keine

Tricks, denn was das Publikum sieht, ist echt“, so der Künstler. Er

verstehe sich als eine Art Reiseleiter, der die Richtung vorgibt. Den

Schritt in den hypnotischen Bewusstseinszustand müsse aber jede

Person selbst gehen. Und das funktioniere nur bei denjenigen, die

bereit sind, sich darauf einzulassen. Was sich dann in der Gruppe

abspielt, gibt viel Anlass zum Lachen. Zum Beispiel lässt er das

Publikum eine bestimmte Zahl vergessen, sodass die hypnotisierte

Person plötzlich elf Finger an den eigenen Händen zählt. „Das ist

für die nicht hypnotisierten Gäste irre komisch anzusehen“, weiß

der Gastgeber zu berichten.

Wichtig ist Lavé aber, dass die Bewusstseinsveränderungen

harmloser Natur sind und niemand auf der Bühne bloßgestellt wird.

Bei der Einschätzung seines Publikums muss er deshalb sehr behutsam

vorgehen. „Auf die Bühne kommt nur, wer möchte“, erklärt

Lavé. Die komödiantischen Anteile der Show spickt er mit theoretischem

Wissen über Hypnose. So gibt er auf der Bühne in erster

Linie Impulse, um sich dem Thema anzunähern. Wer sich später

eingehender damit beschäftigen möchte, kann im Anschluss an die

Show mit Lavés ins Gespräch kommen und von seinem Netzwerk

profitieren. Hypnose wird zum Beispiel zur Rauchentwöhnung von

ausgebildeten Hypnotherapeuten angewandt. (SM)

Die neue Comedy-Hypnose-Show findet regelmäßig freitags, 19.30 Uhr,

im Zaubertheater statt. Infos: www.zaubertheater-bremen.de

Foto: Zaubertheater

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„Einzigartig in ganz Deutschland!“

Close-Up Magie und Hypnose-Show unter einem Dach!

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Close-Up Magie...

...bedeutet ganz nah dran, und

näher dran geht nicht.

David Lavé zeigt seine Zaubertricks

direkt vor den Augen des

Publikums, nur mit Ablenkung

und seinen schnellen Fingern.

Das Theater...

...befindet sich in der ehmaligen

Feuerwache, einem

historisch denkmalgeschütztem

Gebäude, in der Überseestadt

am Holzhafen.

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Hypnose-Show...

...pures Comedy-Entertainment,

grandios präsentiert.

Sie werden nicht nur lachen,

sondern auch verblüfft über ihre

eigenen Fähigkeiten staunen.

Erfahren sie mehr über die Kraft

ihres Unterbewusstseins.

79


THEATER

Foto: F. Schaub

„Schlagerwelle“

Premiere im Hafen Revue Theater

Der Untertitel des neuen Stückes „Schlagerwelle

lautet „Vom Kai bis zur Mauer“:

Im Jahr 1989 geht es in Ritas Hafencasino

unter anderem um den Fall der Mauer

– ebenso humorvoll wie musikalisch.

Zu hören sind Lieder wie „Guten Morgen

liebe Sorgen“, „Macho Macho“, „Im Wagen

vor mir“ oder auch Westernhagens

„Freiheit“.

Geschrieben wurde die neue Revue

von Claudia Geerken und Christina

Handke, Regie führt erstmals Schauspieler

Gordon Golletz. Theaterleiter Ulrich

Möllmann äußert sich angesichts des neuen

Programms zur Gesamtsituation des

Hauses – und zur vergangenen Indoor-

Spielzeit: „Wir haben die Auswirkungen

von Corona schon sehr gespürt, mussten

um die Zuschauer kämpfen.“ Man bleibe

aber zuversichtlich, aktuell können wieder

90 Zuschauer:innen in die Vorstellungen

kommen. (SM)

Premiere: Samstag, 1. Oktober, Hafen Revue

Theater, 20 Uhr

Mit der neuen Komödie im Boulevardtheater

„Einmal Grand Canyon

und zurück“ geht es in ein

kleines norddeutsches Dorfgasthaus in

Padingbüttel. Dort herrscht Tristesse bis

zwei Menschen von außerhalb ordentlich

Schwung in die Bude bringen.

Hier hinter dem Deich läuft alles anders

als es sich die Bewohner:innen vorstellen.

In Bernie Brinkmanns Dorfgasthaus

„Zur Nordsee“ tut sich nichts mehr – kein

Tourist lässt sich mehr vom Wattwandern

anlocken. Bernie hat von Padingbüttel die

Nase ebenso voll wie Corinna Becker, die

sich kaum noch vorstellen kann, welche

Perspektive ihre kleine Bäckerei haben soll.

Nur Polizist Justus geht völlig auf in seinem

Job – denn ein Kaninchen-Massenmörder

hält ihn auf Trab. Trotzdem: Nichts scheint


Sehnsüchte hinter’m Deich

Premiere: „Einmal Grand Canyon und zurück“ im Boulevardtheater

den „Einheimischen“ zu gelingen, sodass

ihnen immer nur ein Spruch bleibt: „Eher

komme ich zum Grand Canyon, als dass in

Padingbüttel wieder Leben einkehrt!“

Aber als es Karl Steinmüller aus Paderborn

und Susanne Marks aus Trier nach

Padingbüttel verschlägt, kommt auch das

Liebeskarussell auf Touren. Und auf einmal

scheint der Grand Canyon gar nicht mehr

so unerreichbar … (SM)

Premiere: Freitag, 7. Oktober, Boulevardtheater

Bremen, 20 Uhr.

VERLOSUNG

Wir verlosen 5 × 2 Eintrittskarten unter

www.stadtmagazin-bremen.de.

Foto: Boulevardtheater Bremen

80

Leben und Schicksal

Premiere im Theater am Goetheplatz

Wassili Grossmans Romanepos „Leben

und Schicksal“ spielt im Zweiten Weltkrieg.

Grossman erzählt die Geschichte des Physikers

Viktor Strum und seiner Familie. Diese

spielt sich zwischen der Realität an der

Front in Stalingrad und der in den Konzentrationslagern

der Nazis ab. Hin und her geworfen

zwischen Not und Leid, Gewissenskonflikten,

Durchkommen, Heldenmut und

Mitläufertum – und doch immer wieder widerständig

und den eigenen Regeln folgend.

Wassili Grossman ist im ukrainischen

Berdytschiw aufgewachsen. In der Zeit des

Großen Terrors wurde seine Frau verhaftet,

Freunde hingerichtet. Nach dem deutschen

Überfall auf die Sowjetunion 1941 fiel seine

jüdische Mutter der „Shoa mit Kugeln“

Alexander Swoboda spielt den Physiker Viktor

Strum.

Foto: J. Landsberg

zum Opfer. Er selbst war als Kriegsreporter

in Stalingrad und avancierte durch seine

Reportagen zum Kriegshelden. Doch dessen

und seiner zeitweisen Linientreue zum

Trotz, bleibt er mit seiner Art zu schreiben

und zu denken nicht lang unbehelligt: „Leben

und Schicksal“ wird verboten und erst

nach Jahrzehnten posthum veröffentlicht.

Auf die Bühne im Theater am Goetheplatz

wird der Stoff jetzt als deutschsprachige

Erstaufführung von Armin Petras gebracht.

Er hat aus dem gut tausendseitigen

Roman eine Bühnenfassung erarbeitet, die

er selbst inszeniert. „Das Projekt war schon

vor Jahren geplant, wurde wegen Corona

verschoben“, sagt Dramaturg Stefan Bläske.

„Seit Putins Angriffskrieg bekommt der

historische Stoff eine erschreckende Aktualität

und Brisanz durch seine intensive

Auseinandersetzung mit Stalinismus und

Nationalsozialismus, Krieg und Lagern,

Ohnmacht und Verantwortung des Einzelnen

in schweren Zeiten.“ (SM)

Premiere: Sonntag, 2. Oktober, Theater am

Goetheplatz, 18 Uhr


Pub-Atmosphäre und Märchen für Erwachsene

Fünf Premieren: Die neue Spielzeit der Bremer Shakespeare Company

Das Team der Bremer Shakespeare

Company startet voller Tatendrang

und Optimismus mit fünf Premieren

in die neue Spielzeit. Theaterleiterin

Renate Heitmann beschreibt es mit diesen

Worten: „Unsere Strategie ist und war

schon immer die Erfindung des neuen

Möglichen.“ „Don Quijote de la Mancha“

nach Miguel de Cervantes setzt den Leitgedanken

für die Ausrichtung des neuen

Spielplans. Hinzu kommen Märchen für

Kinder und Erwachsende und Stücke, die

ursprünglich für die Aufführung in Pubs

geschrieben wurden.

Los geht es am 30. September mit der

szenischen Lesung „Chile: Auf dem Weg zu

einer neuen Demokratie?“ in Kooperation

mit der Universität Bremen. Initiiert von

der Bürgerschaft und der Bremer Landesvertretung

in Berlin, findet am 21. November

mit der Premiere „Bremen voran! Trotz

alledem!“ eine weitere szenische Lesung

statt. Darin geht es um die Landesverfassung

der Hansestadt, welche vor 75 Jahren

in Kraft trat.

„Don Quijote de la Mancha“ nach Miguel

de Cervantes mit Jörg Steinberg in der

Regie markiert den Anfang der Theaterinszenierungen.

Der traurige Ritter Don

Quijote stolpert darin mit seinem Knappen

Sancho Pansa von einem Abenteuer in das

nächste, wobei Vergangenheit und Gegenwart

miteinander kollidieren. Steinberg erklärt:

„Es geht um die Frage, wie es ist, als

Idealist durch die Welt zu gehen, und so

lässt sich der Faden zur heutigen Zeit spinnen.“

Darauf folgt die deutsche Erstaufführung

„Der seltsame Fall der Prudencia

Hart“ von David Greig von Regisseurin Patricia

Benecke. Übersetzer und Schauspieler

Simon Elias beschreibt es als ein „etwas

rauschhaftes, fantastisches Stück. Das Besondere

ist, dass es für die Aufführung in

Pubs geschrieben wurde.“ So werden sie ihr

Möglichstes tun, eine Pub-Atmosphäre zu

kreieren und dazu „wild und anarchisch den

Teufel rauslassen“. Es ist sogar angedacht,

mit Bremer Kneipen und Pubs zu kooperieren,

um das Stück dort aufzuführen.

Weiter geht es am 27. November mit dem

slawischen Märchen „Die Froschprinzessin“,

in dem ein böser Zauber gebrochen werden

kann, wenn Mensch und Tier gut behandelt

werden. Mit „Pinocchio“ feiert das Theater

im März 2023 eine Premiere, die als „garstiges

Märchen für Erwachsene“ beschrieben

wird. Darin wird die Frage behandelt, wie

man zu der Person wurde, die man ist.

Im April folgen noch Shakespeares „Die

Komödie der Irrungen“, in der sich wie bei

Don Quijote die Frage nach Identität und

Wahrnehmung stellt, und im Mai „Anne-

Marie die Schönheit“ von Yasmina Reza,

gespielt von Peter Lüchinger. Der Fokus

liegt bei dem Stück zwischen Wunsch und

Wirklichkeit: Es war eine Bedingung, dass

der Monolog einer Frau von einem Mann

gespielt werden soll. (ZR)

Foto: M. Menke

Einmal Grand Canyon

und zurück

LACH MAL

WIEDER!

Termine:

06.10.2022

07.10.2022

08.10.2022

09.10.2022

14.10.2022

15.10.2022

16.10.2022

21.10.2022

22.10.2022

23.10.2022

28.10.2022

29.10.2022

30.10.2022

Jetzt Tickets online buchen unter boulevardtheater-bremen.de oder telefonisch 0421 648532081


RÄTSEL/KOLUMNE

Wo oder was bin ich? Ein Rätsel in Bildern

Es ist wieder so weit, in der Hansestadt beginnt die fünfte

Jahreszeit! Bremerinnen und Bremer können nun endlich

wieder Schmalzkuchen, Zuckerwatte und Softeis verzehren,

während sie über den Freimarkt schlendern. Für einige geht es mit

dem Riesenrad hoch hinaus für den Blick über die Dächer der Stadt



und den Bürgerpark, für andere darf ein Ritt in einer der Achterbahnen

nicht fehlen. Erkennen Sie die Fahrgeschäfte auf unseren

Bildern? Schicken Sie uns das Lösungswort bis zum 15. Oktober per

E-Mail mit dem Betreff „Einsteigen“ und Ihren vollständigen Kontaktdaten

an verlosung@stadtmagazin-bremen.de. Viel Glück!



Fotos: KW (3), F.T. Koch





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1 9 6

2 7

5

8

Lösungsbegriff:

1 2 3 4 5 6 7 8 9

Foto: MiB

Auflösung Bilderrätsel September:

1 MS TREUE

2 PANNEKOEKSCHIP

3 THEATERSCHIFF

4 MS FRIEDRICH

Lösung: ABKUEHLUNG

Wir verlosen

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MICHAELA SCHAFFRATH

Ein Paradies am Rande

der Stadt

Der Herbst ist da. Die Tage werden kürzer, die Sonnenstrahlen

sind nicht mehr so wärmend und das letzte Gemüse

und Obst wird von den Feldern, Sträuchern und Bäumen

geholt. Auch die Natur schenkt uns alljährlich ein wunderschönes

Spektakel, wenn die Blätter in verschiedenen Farben leuchten. Ich

liebe diese Jahreszeit, vor allem, wenn die Sonne das passende Licht

dazu liefert. Wenn es meine Zeit zulässt, wird ein kleiner Rucksack

mit heißem Kakao und ein paar Leckerlis gepackt und auf gehts in die

Natur zu einem ausgiebigen Spaziergang. Unsere Stadt bietet viele

schöne Grünflächen und Parks, in denen man Ruhe und Erholung

findet. Ein besonders schöner und weitläufiger Landschaftspark ist

Knoops Park im Bremer Norden.

Die Parkanlage aus dem 19. Jahrhundert befindet sich in der

Bremer Schweiz im Ortsteil St. Magnus und umfasst eine Fläche

von 65 Hektar. Die Lage des Parks direkt am Ufer der Lesum ist

einfach idyllisch und bietet mit rund sieben Kilometern an Spazierwegen

ein weitläufiges Areal, welches wunderschön angelegt

ist. Es besticht durch seine Erhabenheit und die abwechslungsreiche

Kombination von Blumen, Wiesen, Baumgruppen und Wasser.

Man kann stundenlang auf den herrlichen Alleen und romanti-

Michaela Schaffrath ist Schauspielerin,

Sprecherin und Moderatorin. In ihrer

Kolumne entdeckt die Neubremerin

für das STADTMAGAZIN Bremen die

besonderen, verborgenen und weniger

bekannten Orte der Hansestadt und

umzu.

schen Pfaden flanieren und seltene Baumarten entdecken, wie zum

Beispiel den Mammutbaum, die Sumpfzypresse oder die Holländische

Linde. Dabei handelt es sich um „Gastgeschenke“ aus aller Welt,

die der Gründer des Parks, der Bremer Kaufmann Baron Ludwig

Knoop, erhalten hat und in den Park integrieren ließ.

Ein besonderes Highlight ist der Aussichtspunkt „Jünglingshöhe“,

am hoch gelegenen Lesumhang, der eine tolle Aussicht über

den Fluss und das Werderland nach Bremen bietet. Der historische

Park ist selbstverständlich zu jeder Jahreszeit einen Besuch wert.

Im Sommer kommen Fans der klassischen Musik auf ihre Kosten,

denn jedes Jahr findet mitten im Park das dreitägige Klassikfestival

„Sommer in Lesmona“ statt. Im Winter werden die sanften Hügel

des Parks von Groß und Klein zum Schlittenfahren genutzt und im

Frühjahr erwacht die Natur aus dem Winterschlaf und erstrahlt in

einer bunten Blütenpracht.

Egal zu welcher Jahreszeit: Lassen Sie dort Ihre Seele baumeln,

vielleicht umarmen Sie auch mal einen Baum und genießen die

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