23.09.2022 Aufrufe

Magazin EWA`S PLACE Oktober Ausgabe

Hallo liebe(r) Visionär(in), der Sommer neigt sich dem Ende zu, und die Tage werden kühler und dunkler. Das ist die perfekte Zeit, in unserer Oktober-Ausgabe zu blättern – wie immer mit vielen spannenden Geschichten. Entdecke diesen Monat die neue Herbst-Kollektion. Sie ist mutig und stark. Die Fashion mit einer Vorliebe für viele Farben; sie bestimmen die Herbstmode: Designer Walter Chiapponi setzt auf die Farbe des Herbstes. Designer Roberto Cavalli verbindet Minimalismus und Maximalismus, zusammen als eins. Spannend das Interview mit Vanelynn Gorek. Eine Schauspielerin, die Theater-Bühnen, TV und Netflix erobert hat. Sie ist auch Synchronsprecherin, Moderatorin, Model, Coach und Fotografin. Bekannt durch diverse Filme und Serien wie „Unter Uns“, „SOKO Köln“, „110 – Echte Fälle der Polizei“, „Alice im Wunderland“, „X Factor“, „Good Boss Bad Boss“, „Alarm für Cobra 11“.. Vor allem als Moderatorin und Model ist sie auch international tätig. Außerdem begrüße ich Steven Elijah Neuhaus. Ein deutscher Sänger, Rapper, Songwriter und Buchautor. In dem autobiografischen Roman „Anderssein ist eine Superkraft“ erzählt er seine Lebensgeschichte. Dabei geht es vor allem um seinen persönlichen Umgang mit dem Asperger Syndrom und autistischen Entwicklungsstörungen. Elisabetta Franchi in Hamburg angekommen: Der Hamburger Modemarkt ist damit um einen prominenten Neuzugang reicher geworden. Anfang Juli eröffnete der erste Monobrand Store der italienischen Designerin Elisabetta Franchi in Deutschland seine Tore. Die Adresse Am Neuen Wall 84 setzt aber auch international neue Maßstäbe, denn der Hamburger Elisabetta Franchi-Store ist mit einer Verkaufsfläche von 370 Quadratmetern (Gesamtfläche über 500 Quadratmeter!) der größte in ganz Europa. Zum Grand Opening kamen viele Prominente und VIPs, unter ihnen Franchi-Fan Verona Pooth und die Designerin selbst. Viel Spaß beim Lesen meiner Oktober-Ausgabe!

Hallo liebe(r) Visionär(in),
der Sommer neigt sich dem Ende zu, und die Tage werden kühler und dunkler. Das ist die perfekte Zeit, in unserer Oktober-Ausgabe zu blättern – wie immer mit vielen spannenden Geschichten.
Entdecke diesen Monat die neue Herbst-Kollektion. Sie ist mutig und stark. Die Fashion mit einer Vorliebe für viele Farben; sie bestimmen die Herbstmode: Designer Walter Chiapponi setzt auf die Farbe des Herbstes. Designer Roberto Cavalli verbindet Minimalismus und Maximalismus, zusammen als eins.
Spannend das Interview mit Vanelynn Gorek. Eine Schauspielerin, die Theater-Bühnen, TV und Netflix erobert hat. Sie ist auch Synchronsprecherin, Moderatorin, Model, Coach und Fotografin. Bekannt durch diverse Filme und Serien wie „Unter Uns“, „SOKO Köln“, „110 – Echte Fälle der Polizei“, „Alice im Wunderland“, „X Factor“, „Good Boss Bad Boss“, „Alarm für Cobra 11“.. Vor allem als Moderatorin und Model ist sie auch international tätig.
Außerdem begrüße ich Steven Elijah Neuhaus. Ein deutscher Sänger, Rapper, Songwriter und Buchautor. In dem autobiografischen Roman „Anderssein ist eine Superkraft“ erzählt er seine Lebensgeschichte. Dabei geht es vor allem um seinen persönlichen Umgang mit dem Asperger Syndrom und autistischen Entwicklungsstörungen.
Elisabetta Franchi in Hamburg angekommen: Der Hamburger Modemarkt ist damit um einen prominenten Neuzugang reicher geworden. Anfang Juli eröffnete der erste Monobrand Store der italienischen Designerin Elisabetta Franchi in Deutschland seine Tore. Die Adresse Am Neuen Wall 84 setzt aber auch international neue Maßstäbe, denn der Hamburger Elisabetta Franchi-Store ist mit einer Verkaufsfläche von 370 Quadratmetern (Gesamtfläche über 500 Quadratmeter!) der größte in ganz Europa. Zum Grand Opening kamen viele Prominente und VIPs, unter ihnen Franchi-Fan Verona Pooth und die Designerin selbst.
Viel Spaß beim Lesen meiner Oktober-Ausgabe!

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Oktober 2022

Deutschland € 6,90

EWA S PLACE

Lifestyle / Art / Fashion

Künstlerin

Aneta Anna

Pahl

„Meine Werke bestehen

zu einem Teil aus

großformatigen

Bildern in freier

expressionistischer

Interpretation“

Elisabetta

Franchi

in Hamburg

angekommen

Luxus-Fashion-

Store am Neuen

Wall eröffnet

Star Tänzerin

Kim Wojtera

Die Welt ist wie ein Buch.

Wer nie reist,

sieht nur eine Seite davon

Steven

Elijah Neuhaus -

Autobiografischer

Roman

„Anderssein ist

eine Superkraft“


EDITORIAL

Hallo, liebe (r) Visionär (in),

der Sommer neigt sich dem Ende zu, und die Tage werden kühler

und dunkler. Das ist die perfekte Zeit, in unserer Oktober-Ausgabe

zu blättern – wie immer mit vielen spannenden Geschichten.

Entdecke diesen Monat die neue Herbst-Kollektion. Sie ist mutig und

stark. Die Fashion mit einer Vorliebe für viele Farben; sie bestimmen

die Herbstmode: Designer Walter Chiapponi setzt auf die Farbe des

Herbstes. Designer Roberto Cavalli verbindet Minimalismus und

Maximalismus, zusammen als eins.

Spannend das Interview mit Vanelynn Gorek. Eine Schauspielerin,

die Theater-Bühnen, TV und Netflix erobert hat. Sie ist auch

Synchronsprecherin, Moderatorin, Model, Coach und Fotografin.

Bekannt durch diverse Filme und Serien wie „Unter Uns“, „SOKO

Köln“, „110 – Echte Fälle der Polizei“, „Alice im Wunderland“, „X

Factor“, „Good Boss Bad Boss“, „Alarm für Cobra 11“.. Vor allem als

Moderatorin und Model ist sie auch international tätig.

Außerdem begrüße ich Steven Elijah Neuhaus. Ein deutscher Sänger,

Rapper, Songwriter und Buchautor. In dem autobiografischen

Roman „Anderssein ist eine Superkraft“ erzählt er seine Lebensgeschichte.

Dabei geht es vor allem um seinen persönlichen Umgang mit

dem Asperger Syndrom und autistischen Entwicklungsstörungen.

Elisabetta Franchi in Hamburg angekommen: Der Hamburger Modemarkt ist damit um einen prominenten Neuzugang

reicher geworden. Anfang Juli eröffnete der erste Monobrand Store der italienischen Designerin Elisabetta

Franchi in Deutschland seine Tore. Die Adresse Am Neuen Wall 84 setzt aber auch international neue Maßstäbe,

denn der Hamburger Elisabetta Franchi-Store ist mit einer Verkaufsfläche von 370 Quadratmetern (Gesamtfläche

über 500 Quadratmeter!) der größte in ganz Europa. Zum Grand Opening kamen viele Prominente und VIPs,

unter ihnen Franchi-Fan Verona Pooth und die Designerin selbst.

Viel Spaß beim Lesen meiner Oktober-Ausgabe!

Eure Redakteurin

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Foto: © Charlie Wills

Roberto Cavalli Milan

Designer: Fausto Puglisi Italy

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Künstlerin

Aneta Anna Pahl

Foto: © Jerzy Pruski

„Meine Werke bestehen zu einem Teil aus großformatigen Bildern

in freier expressionistischer Interpretation, aber auch kunstvolle

vergoldete Rahmen und Installationen gehören zu meinem

Repertoire. Ich möchte Sie einladen, sich vom Alltag zu befreien

und sich von der meinen Kreationen innewohnenden Kraft und

Leidenschaft ein wenig tragen zu lassen.“

Aneta Anna Pahl lebt in Hamburg und studiert Illustrationsdesign.

Neben eigenen Ausstellungen im In- und Ausland nahm

sie auch an jurierten Gruppenausstellungen teil, auf denen sie für

ihre leuchtenden Arbeiten viel Aufmerksamkeit erntete.

Ihre zumeist großformatigen Werke, die dem expressionistischen

Malstil zuzuordnen sind, bestechen durch kräftige und ausdrucksstarke

Farben. Gern arbeitet Aneta aber auch abstrakt. Ihre

Gemälde entstehen dabei oft durch eine inspirierende Emotion,

einen Gedanken oder das pure Zusammenspiel der intensiven

Farben. Die Bilder können von allen Seiten betrachtet werden,

da bei Veränderungen des Blickwinkels immer wieder neue Nuancen

der gespachtelten Strukturen entstehen. Aneta ist dabei

überaus experimentierfreudig und entwickelt ihren Stil und ihre

künstlerische Technik stets weiter.

Fotos: © Jerzy Pruski

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Fotos: ©Cetin Yaman

Text von Cetin Yaman

ELISABETTA

FRANCHI IN

HAMBURG

ANGEKOMMEN

Luxus-Fashion-Store am

Neuen Wall eröffnet

Die Brüder Thorsten und Christian Münchow (Musiker

und Schauspieler).

er Hamburger Modemarkt ist

seit Kurzem um einen prominenten

Neuzugang reicher.

Anfang Juli eröffnete

der erste Monobrand Store

der italienischen Designerin

Elisabetta Franchi in Deutschland

seine Tore. Diese Adresse Am Neuen

Wall 84 setzt aber auch international

neue Maßstäbe: der Hamburger Elisabetta

Franchi-Store ist mit einer Verkaufsfläche

von 370 Quadratmetern

(Gesamtfläche über 500 Quadratmeter)

der größte in ganz Europa. Zum Grand

Opening kamen viele Prominente und

VIPs, unter ihnen Franchi-Fan Verona

Pooth und die Designerin selbst.

Designerin Elisabetta Franchi mit dem Stargast des Abends Verona Pooth.

BETREIBER UND

PARTNER -

FASHION

BC2J GMBH

SHOPPING-

PARADIES FÜR

BETUCHTE: DER

NEUE WALL

Fotos: ©Cetin Yaman

Mode mit Gewissen: Nachhaltigkeit

und Tierschutz wichtige Themen

„Luxuriöse Eleganz, zeitlos, feminin

und selbstbewusst“ so beschreibt die

italienische Star-Designerin Elisabetta

Franchi ihre Mode und damit hat

sie sich in wenigen Jahren auf dem

High-Fashion-Markt einen festen Platz

erobert. Über 1100 Geschäfte und

Boutiquen führen inzwischen weltweit

die Marke „Elisabetta Franchi“. In Metropolen

wie in Paris, Mailand, Madrid,

Dubai und Amsterdam sind „EF-Stores"

erfolgreich – nun kommt auch Hamburg

an die Reihe. Eine Besonderheit,

auf die die Designerin viel Wert legt:

Tierschutz und Nachhaltigkeit sind fest

in der Firmenphilosophie verankert.

Dafür wurde die Designerin auch schon

mehrfach von der italienischen Regierung

geehrt.

TV-Sportmoderatorin Alena Gerber.

TV-Moderatorin Vanessa Blumhagen leidet an der

Autoimmunkrankheit Hashimoto, dazu veranstaltet

sie demnächst einen Info-Tag. Den anwesenden

Reportern auf dem Store-Opening gab sie vorab

schon einige Infos dazu.

TV-Moderatorin Jule Gölsdorf.

Inhaber und Franchisenehmer des

Elisabetta Franchi Monobrand Stores

am Neuen Wall 84 ist die „Fashion

BC2J GmbH" mit Sitz in Hamburg.

Das Kürzel BC2J steht für die Hamburger

Unternehmer(innen) Bettina

Remer, Cathrin Fuchs und Jan Kucht,

die bereits einige Erfahrungen in der

Fashion-Branche (u.a. mit dem Multi-

Brand Store „Dresscode Winterhude“)

sammeln konnten. Partnerschaftliche

Unterstützung erhält das Unternehmen

von Michael Schulz, dessen Firma

„SchulzAco“ zu den etabliertesten Modeagenturen

in Europa gehört und u.a.

die Marke „Elisabetta Franchi“ seit Jahren

in Deutschland und Österreich vertritt.

In der Kooperation Fashion BC2J/

SchulzACO sind weitere Elisabetta

Franchi Store-Eröffnungen in Deutschland,

Skandinavien, Großbritannien

und den USA geplant.

Der „Neue Wall“ ist die exklusivste

Einkaufsstraße Hamburgs. Laut einer

Studie von „Jones Lang LaSalle“ gehört

die 580 Meter lange Straße zu den zehn

führenden Luxus-Einkaufsstraßen

Europas. CHANEL, Dolce & Gabana,

Giorgio Armani, Mulberry, Bottega

Veneta, ACNE, Lacoste, Pomellato, St.

Emile, Gant, Louis Vuitton, Tiffany

& Co, Ermenegildo Zegna und Prada

haben seit vielen Jahren ihre Stores

am Neuen Wall. Zuletzt sicherten sich

Luxuslabels wie Isabel Marant, Anine

Bing, Mykita, Slowear und Shaping New

Tomorrow Flächen am Neuen Wall.

Elisabetta Franchi Hamburg

Neuer Wall 84 , 20354 Hamburg

Öffnungszeiten:

Montag - Samstag 10 - 19 Uhr

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Kunst-Highlights

von Pashmin Art

Pashmin Art hat die Werke

von Nicole Majer in verschiedenen

internationalen

Kunstmessen und Museen

gezeigt, unter anderem auch

im MOCA Beijing (Museum

of Contemporary Art).

Weitere Infos zu Nicole Majer

und zu weiteren Künstlern erhalten

Sie bei der Pashmin Art

Gallery:

www.pashminart-gallery.com

info@pashminart-gallery.com

Gotenstr. 21, 20097 Hamburg

+ 49 40 69 21 98 99

Naturalismus vs.

Expressionismus

von Nicole Majer

Für die Künstlerin Nicole Majer ist

Kunst eine Art Erforschung und Konversation

auf einer sehr persönlichen

Ebene, um einen Weg zu finden, den

es ermöglicht, mit Emotionen besser

umzugehen. Gerade die menschlichen

Emotionswelten sind eines der Lieblingsthemen

bei Nicole Majer, welche

sie mit Aquarell- oder Acrylfarben auf

die Leinwand bringt. Bei allen Werken

schlagen zwei Herzen in ihrer Brust: das

des Naturalisten und das des Expressionisten.

Die Künstlerin hat zum einen

den Anspruch naturalistische Kunst zu

schaffen, um dann das Privileg zu genießen,

jenes Werk zu zerstören, und

Formen und Farbflächen zu schaffen,

die eine neue Existenz entstehen lassen.

Dieser Prozess verhilft der Künstlerin,

sich von Zwängen zu befreien und sie

gleichzeitig zu zelebrieren.

PINK CLOUDS

(Acrylic & Mixed Media on Canvas, 80x70cm, 2021)

„PINK CLOUDS folgt meiner Suche nach der Darstellung der menschlichen

emotionalen Natur.

Ich verwende verschiedenen Farbschichten, um eine tiefe und brillante Erscheinung

zu schaffen. Eine schwebende Figur setzt sich mit dem Thema des

individuellen Geisteszustands auseinander. Rosafarbene, sich auflösende Formen

umgeben einen blassen menschlichen Körper mit erhobenen Armen und

Körperhaltung. Obwohl die Farbkombination perfekt passen könnte, entsteht

eine Diskrepanz in der Erzählung. Es bleibt dem Betrachter überlassen, den

Blickwinkel zu bestimmen und über das Geschehen zu berichten. Ich habe dieses

Kunstwerk bewusst nicht signiert, um den unabhängigen Ansatz des individuellen

Blickwinkels zu wahren.“

JUNGE MIT GESCHLOSSENEN AUGEN

(Acrylic & Mixed Media on Canvas, 80x60cm, 2022)

„Junge mit geschlossenen Augen folgt meiner Suche nach der Darstellung der menschlichen

emotionalen Natur. Mit verschiedenen Farbschichten lasiert, um eine tiefe und brillante

Erscheinung zu schaffen, setze ich meine Reihe von Porträts und figurativen menschlichen

Darstellungen fort.

Im Mittelpunkt steht eine Person, die ihr Gesicht verdeckt und deren Körperhaltung Müdigkeit

und Erschöpfung andeutet. Die Bewertung dessen kann sich in dem Moment ändern,

in dem der Betrachter feststellt, dass die Person auch den Betrachter zu beobachten scheint.

Wie in vielen meiner Kunstwerke untersuche ich die Bedeutung des Blickwinkels.“

UNST

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Sexualberatung by Mignon

WARTUNGSSEX STEHT

HOCH IM KURS

Foto: ©Anri Coza

Caprice Bourrets Art von Sex wird als „Wartungssex“

bezeichnet. Aber was verbirgt sich genau

hinter diesem Wort? Im Wesentlichen geht es dabei

um Sex, um die Beziehung aufrechtzuerhalten.

Gerade in langjährigen Partnerschaften kommt das

leider öfters vor, wie das Ergebnis einer Umfrage*

zeigt. 4.000 Personen wurden nach dem Anlass

für Sex befragt. Auf Platz 6 der Antworten landete

„weil er/sie es gerne möchte“. Sowohl bei Frauen als

auch bei Männern übrigens. Das ist schockierend.

WARTUNGSSEX KEIN EINZELFALL

Auch aus meiner Praxis kann ich das bestätigen. Viele meiner Klientinnen

kommen mit dem Anliegen zu mir, dass sie seit Jahren die Lust an Sex verloren

haben und es nur noch tun, weil es von ihnen erwartet wird. Diese

Aussage schmerzt mich sehr, denn sich immer wieder zu etwas zu zwingen,

wozu man keine Lust hat, kann zu seelischen Erkrankungen führen und

sogar körperliche Beeinträchtigungen herbeirufen.

DIE PHASEN VON SEX

Die Sexualität spielt sich in einer Beziehung meist in Phasen

ab. Man lernt sich kennen und probiert sich miteinander aus,

in dieser Phase ist der Sex noch extrem prickelnd. Dann findet

man heraus, was der oder die andere mag und was einem

selbst gefällt, und einigt sich zwar auf einen individuellen Ablauf,

den man aber über Jahre beibehält und immer wiederholt

– ohne sich darüber auszutauschen, ob es noch lustvoll,

juicy und befriedigend ist. Doch wer hat schon jeden Tag Lust

Nudeln zu essen? Solche Sexroutinen sind meist nicht besonders

prickelnd. Im Gegenteil, die Faktoren Spaß, Abenteuer

und Abwechslung haben sich aus dem Schlafzimmer verabschiedet

und Sex in Rente geschickt. Für mich kein Wunder,

warum Frauen (und Männer) die Lust an Sex verlieren. Doch

kann Wartungssex da helfen?

Keine Frau sollte

"Wartungssex"

haben

Das amerikanische Model Caprice Bourret riet Frauen, sich

zurückzulehnen und regelmäßig fünf Minuten Sex zu haben,

um ihre Beziehung aufrechtzuerhalten. Aber müssen wir

Frauen wirklich intim mit unserem Partner sein, damit er sich

befriedigen kann? Ist Wartungssex die Lösung für eine funktionierende

Partnerschaft?

Ausrede wie „Ich bin müde” oder „Ich habe Kopfschmerzen”

sollen nach der Meinung des US-amerikanischen Models Caprice

Bourret (50) aus dem Sprachschatz einer jeden Frau entfernt

werden. Stattdessen Augen zu und durch: Es sei schließlich

„Für das Team.“, sagt sie. Immerhin seien es nur „fünf bis

zehn Minuten deines Lebens“, meint Caprice.

WARTUNGSSEX ALS

BASIS EINER

BEZIEHUNG?

Als Sexualberaterin weiß ich, dass Wartungssex

oft als Rückgrat für eine glückliche Beziehung

oder Ehe empfohlen wird. Doch ich würde

dazu nie raten, denn was bedeutet das für die

Frau von heute?

Ich finde: Sex ist eine Reise, die gemeinsam

mit dem Sexpartner gestalten werden soll.

Eine Frau verliert beim Wartungssex nicht

nur an eigener Wertschätzung, sondern auch

ihre Rechte an Sex. Sie sieht Sex als reine Verpflichtung

an. Sie traut sich weniger oder sogar

gar nicht mehr, ihre sexuellen Wünsche ihrem

Mann mitzuteilen. Willkommen in den 1950er

Jahren.

Abgesehen von den Frauen, wie fühlt sich der

Mann, wenn seine Partnerin lustlos Sex abspult?

Vielleicht wäre es für ihn schöner, wenn

sie sagt, was sie braucht, anstatt um den Oscar

als beste Schauspielerin zu buhlen?

SEX PER GESETZ

Wie kommen wir überhaupt darauf, dass regelmäßiger Sex, selbst wenn er keinen

Spaß macht, unserer Beziehung guttut? Dieses falsche Wissen von Sexualität lernen

wir häufig schon von unseren Eltern. Sie lehren uns, wie wir zu uns und zu anderen

sein sollen, aber auch, wie wir einmal Sex haben werden. Von ihnen schauen wir

uns unbewusst ab, wie man sich als Frau verhält. Wobei sich das zum Glück mit der

Zeit immer mehr wandelt.

Ganz wichtig war für mich auch die Erkenntnis, dass es keine Pflicht auf

Sex gibt. Selbst in der Ehe nicht. Aber erst seit Mai 1997!!! Für unsere

Mütter und Großmütter gab es die Freiheit über ihren eigenen Schoßraum

noch nicht! Sie konnten noch angeklagt werden, wenn sie ihren

„Eheverpflichtungen“ und hier fällt auch der Sex als Muss darunter,

nicht nachgekommen sind.

JETZT NICHT, SCHATZ

Mein Fazit ist, dass weder Frau noch Mann „Wartungssex“ haben sollten. Selbst wenn

Frauen, wie Caprice Bourret, der Meinung sind, dass sie dadurch ihre Ehe am Leben

halten. Lieber mal ein klares „Nein“ zum Sex, dafür aber nach und nach ein „Ja“ zu dem,

was mehr Lust macht.

Mignon Kowollik

Foto: ©Stock.adobe.com/Valeri Luzina

RAUS

AUS DEM

WARTUNGSSEX

Wenn man etwas aus Pflicht macht, ist es

doch auch nur halb so viel Spaß. Das kennen

wir aus der Schule, vom Fensterputzen und

vom Keller aufräumen. Sollten nicht beide

Sexpartner bei der schönsten Nebensache der

Welt Spaß und vor allem Lust haben?

WIE KOMMT MAN ALSO

VON WARTUNGSSEX WEG?

Die Kommunikation mit dem Partner ist für mich hierbei

das Entscheidende; viel wichtiger als haltgarer Sex.

Dafür muss man „Nein“ sagen können. Wer noch nicht

„Nein“ sagen kann, dem fehlt es schlicht an Übung.

Deshalb empfehle ich, ein „Nein“ bereits im Alltag einzubauen.

„Nein, ich will heute nicht kochen“. „Nein, ich

möchte lieber mit meiner Freundin shoppen gehen“.

„Nein, mir ist nicht nach einem Spaziergang“. Nichts

überstürzen, sondern immer wieder reinfühlen: Will

ich das gerade? Und wenn die Lust (zu kochen, zum

Spazierengehen etc.) fehlt, ruhig „Nein“ sagen. Dann

fällt es auch leicht, im Bett das erste Mal „Nein“ zu sagen.

Bekanntlich ist jeder Anfang schwer, aber wenn es

einmal über die Lippen gekommen ist, merkt man, dass

es gar nicht so schlimm war, wie gedacht. Im Gegenteil,

es ist ein Neuanfang, um die Sexualität mit dem Partner

neu zu definieren.

* https://de.statista.com/statistik/daten/studie/1141921/umfrage/umfrage-indeutschland-zu-gruenden-fuer-sex-mit-partnerin

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Die persönliche

Einzigartigkeit

festhalten -

Fotografie von

Riccardo

Desiderio

Den richtigen Moment zu schaffen in

dem Mimik, Gestik und der individuelle

Charakter des Models festgehalten

wird, ist eine Kunst, die Riccardo Desiderio

beherrscht.

Denn was sind Fotos/Aufnahmen in

dem einfach nur der Moment ohne

Individualität abgebildet ist?

Langweilig und ohne jede Aussagekraft.

Nach Auffassung von Riccardo Desiderio

ist es viel aufregender den Betrachter

der Fotografie zu fesseln und

dabei eine ästhetische Wertschätzung

zu kreieren. Einen Gedankenflow entstehen

zu lassen, ein Gänsehautfeeling

zu schaffen, die Phantasie anzuregen,

Interesse nach den Details zu wecken.

Foto: ©Riccardo Desiderio

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Desiderio: „Schönheit präsentiert sich

bei jedem Menschen anders. Diese zu

sehen, hervorzuheben und in ihrem

eigenen Licht erstrahlen zu lassen, in

Symbiose mit Location und Fashion, ist

das Ergebnis professioneller Fotografie.“

Madeleine Riedl

Fotos: ©Riccardo Desiderio

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Foto: © Cetin Yaman

Foto: © Jerzy Pruski

Foto: © Jerzy Pruski

Gastgeberin Bozena Jomaa mit Bernd Thürkau bei der

Fashion-Art-Summer-Party im Atelier-Jomaa.

Auf dem Catwalk konnte die aufregende neue Herbst- und Wintermode

des Atelier Jomaa bewundert werden.

Die Ukrainerin Svitlana Nikonorova

konnte Ohren und Herzen der Besucher

mit ihrem emotionalen Gesangsvortrag

für sich gewinnen, dazu spielte sie auf dem

traditionellen Instrument “Bandura”. Mit

ihr auf dem Foto: ihre Freundin, die Designerin

Daria Habruk.

In bester Summer Party-Laune: Gastgeberin Bozena

Jomaa (re.) mit Verlegerin und Model Ewa Stark-Haas.

Foto: © Cetin Yaman

Fashion & Art

SUMMER PARTY

im Atelier Jomaa

Laufsteg direkt neben der Elbe

sorgt für klasse Ambiente

Mode und Kunst waren die Themen auf

der Fashion & Art Sommer-Party in der

Hamburger HafenCity. Fashion Store-

Inhaberin Bozena Jomaa präsentierte

ihre Eigenkreationen und war auch auf

dem Laufsteg zu bewundern. Die 30

Meter entfernte Elbe war auf den maritimen

Gemälden der Bilder von Rita

Basios-Schlünz (“Elbmalerin”) zu sehen.

Live-Musik-Einlagen des Latin-Pop-

Duos Luna & Erika, Musical-Sänger

Dale Tracy und der Ukrainerin Svitlana

Nikonorova rundeten einen gelungenen

Abend mit höchster Sommer-Partystimmung

ab.

Eine bestens gelaunte Damen-Runde auf

der Sommerfeier (v.li.): Mary Luz Simon,

Laura Barrios (Generakonsulin von Argentinien),

Francesca Menzenbach, Ana

Pena Doig (Generalkonsulin von Peru)

und Bettina Ressel (Hublot).

Im Atelier Jomaa findet sich hochwertige

Mode von namhaften Modefirmen

wie Schneiders oder Schuhe von Melvin

& Hamiltion sowie eigene Designermode.

Im Atelier werden die Looks nach

der aktuellen Haute Couture-Mode

entworfen und iin feinster Handarbeit

aufwendig genäht. Für diese werden

unter anderem Designerstoffe von renommierten

Modehäusern wie Chanel,

Dolce & Gabbana oder Cavalli verwendet.

So entstehen stilvolle, typgerechte

Outfits aus edlen und schmeichelnden

Materialien wie Seide, Kaschmir, Leinen,

Alpaka oder Leder. Die angebotene

Mode geht auf jeden Anlass ein,

ob sportliche Modelle, Business-oder

Abendmode, aber auch extravagante

Maßanfertigungen zu moderaten Preisen

sind dabei. Die raffinierten Abend-,

Cocktail-, Hochzeits- und Ballkleider

nach eigenem Design mit sehr hohen

Qualitätsstandards sprachen sich

schnell herum, so dass es kein Wunder

ist, dass die Designerin nun auch in

Hamburg in der Hafen City gelandet ist.

Text von Cetin Yaman

Foto: © Jerzy Pruski

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Rund 150 Gäste der

FASHION & SUM-

MER ART PARTY

konnten sich an dem

Abend selbst von der

Attraktivität der

präsentierten

Bekleidungsartikel

überzeugen.

Foto: © Cetin Yaman

Foto: © Jerzy Pruski (hfr)

Die Venezolanerin Luna Marina und

Gitarristin Erika Horn sorgten mit ihrem

perfekt vorgetragenen Latin-Pop für

allerbeste Sommer-Party-Stimmung.

Dieses fröhliche Ladies-Quartett erfreute sich an dem perfekten Mix aus Mode, Kunst

und Musik (v.li.): Künstlerin Ramona Puls, Verlegerin Ewa Haas-Stark, Immobilien

Unternehmerinnen Lydia Geldmacher und Betty Bas.

Foto: Privat

Art Consultant und Co-Veranstalter Cetin

Yaman (li.) führte durch den Abend,

hier mit einem der VIP-Gäste: Carsten

Marek, Inhaber der deutschlandweit bekannten

Box-Kneipe “Zur Ritze”.

Die Hamburger Künstlerin Aneta Pahl zeigte ebenfalls auf dem Laufsteg die Mode

von Bozena Jomaa.

Foto: © Jerzy Pruski

Roberto Cavalli

Milan Designer

Fausto Puglisi Italy

Foto: © Charlie Wills

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Foto: © Markus Büchs

MARCO

BAUER

Früher

Depressionen,

heute Mister

Supranational

Germany auf der

internationalen

Bühne

Marco Bauer, 34 Jahre, Verkaufsleiter

im Fachgroßhandel für Betriebshygiene

aus Bensheim (Hessen), spricht heute

über seine ganz eigene Story. Wie er es

im jungen Alter raus aus der Depression

geschafft hat und wie es dazu kommt,

dass er heute als Mister Supranational

Germany auf der internationalen Bühne

steht.

Im Jahr 2012 hatte Marco ein sehr anstrengendes

und stressiges Jahr. Er ignorierte

damals die Symptome, die ihm

sein Körper sendete, bis er eines Tages

mit schweren Panikattacken und starker

Atemnot im Außendienst zusammenbrach.

Nach diversen Krankenhausbesuchen

war am Ende die Diagnose klar:

Es handelt sich um eine Depression mit

einhergehender Angststörung. Nach

zahlreichen Therapien und monatelangen

Anti Depressiva-Behandlungen

beschloss er, sich wieder ins normale

Leben zurück zu kämpfen. Er beschreibt

diese Zeit als die anstrengendste

und teilweise hoffnungsloseste Phase

in seinem Leben. Er verbrachte die Tage

nur noch zu Hause, ging nicht mehr vor

die Tür. Und das Arbeiten war auch nur

noch bedingt möglich.

Als junger Mensch bereits so

eingeschränkt zu sein und kein

normales Leben mehr führen

zu können, motivierte ihn eines

Tages, wieder einen Weg zurück

in sein früheres Leben zu finden.

Er begann in kleinen Schritten,

erneut Auto zu fahren, sich mit

Freunden zu treffen und versuchte,

wieder mehr unter Menschen zu

gehen. Das ging am Anfang auch

nur mit Medikamenten. Diese

konnte er mit viel Willenskraft

und diversen Therapien nach über

einem Jahr endlich schrittweise

komplett absetzen (natürlich alles

in Absprache mit einem Arzt). Für

Marco ist es heute sehr wichtig,

über diese schwierige Zeit in seinem

Leben zu sprechen, um auch

andere Menschen zu inspirieren,

offen über ihre eigenen Probleme

zu reden und sich nicht dafür zu

schämen. Viele Menschen denken,

dass es von Schwäche zeugt, wenn

sie über ihre Depressionen, Burnouts

oder Panikattacken sprechen.

Deshalb will Marco anderen Betroffenen

zeigen, dass es sich immer

achtzugeben lohnt, wenn man feststellt,

dass der Körper entsprechende Signale

sendet, und diese niemals zu ignorieren,

sondern sich schnellstmöglich Hilfe

zu suchen.

Im Oktober 2021 wurde Marco Vize

Mister Deutschland. Und im April 2022

schaffte er es, Mister Supranational

Germany zu werden und Deutschland

beim Weltfinale in Malopolska (Polen)

zu vertreten. Beim Mister Supranational

handelt es sich um die aktuell größte

Mister-Veranstaltung mit einer außergewöhnlich

großen Show. Warum aber

hat sich Marco für den Weg auf die

große Bühne entschieden? Weil er sich

selbst zu beweisen versucht, was er alles

schaffen kann! Und obwohl er manchmal

mit gewissen Symptomen kämpfen

muss, versucht er immer weiterzugehen

„Für mich persönlich war der Weg auf

eine so große Bühne etwas, was ich

noch vor 10 Jahren nicht für möglich

gehalten hätte“, bekennt Marco offen.

„Vor so vielen Menschen zu stehen

und mein Land zu repräsentieren, war

nicht nur eine besondere Ehre für mich,

sondern auch der Beweis, dass im Leben

alles möglich ist, man sich niemals

unterkriegen lassen darf und dass es

sich immer lohnt, gegen Depressionen

zu kämpfen. Die zwei Wochen in Polen

waren sehr anstrengend. Wir hatten

sehr viele Termine, Proben für die

Show, und ich war fast den ganzen Tag

mit mehr als 30 weiteren Personen aus

allen Ländern der Welt zusammen. Ich

bin sehr dankbar, dass ich diese Erfahrung

machen durfte, und es hat mich

heute stärker gemacht.“

Nach seiner Teilnahme am Weltfinale

von Best Male Model of the Universe

in diesem September freut sich Marco

allerdings darauf, an vorerst keinen

weiteren Wettbewerben teilzunehmen.

Aber er wollte noch einmal sein Bestes

geben, um Deutschland würdig zu vertreten.

Auf die Frage, wie er es schafft,

in so einer kurzen Zeit an drei Misterbzw.

Model- Wettbewerben teilzuneh-

men, antwortet er: „Man muss die

Chancen, die man bekommt, nutzen

und sollte sich selbst die Ziele

immer höher setzen. Natürlich darf

man nie vergessen, sich Ruhe und

eine Auszeit zu gönnen, wenn man

merkt, dass es dem Körper zu viel

wird. Aktuell aber macht es mir

wirklich sehr viel Spaß, und ich

bin für jeden Tag in meinem Leben

dankbar, an dem ich ohne Probleme

leben kann. Es ist wichtig, sich

immer mit sich selbst auseinander

zu setzen und niemals aufzugeben.“

Auf unsere Frage, wie er überhaupt

dazu gekommen ist, ein Mister

zu werden, antwortet er lächelnd:

„Es ist im Grunde durch einen

Zufall gekommen. Ich hatte mich

ursprünglich mal für einen Wettbewerb

beworben, bei dem als

Gewinn eine Jahreskooperation

mit einem bekannten Hersteller für

Pflegeprodukte in Aussicht gestellt

wurde. Leider wurde dieser Wettbewerb

aufgrund eines Wechsels in

der Unternehmensführung abgesagt.

Danach erhielt jedoch eines Tages

zu meiner Überraschung einen Anruf,

ob ich mein Bundesland Hessen bei der

kommenden Mister Deutschland-Wahl

vertreten möchte. Natürlich habe ich

sofort zugesagt. Nach der Mister-Veranstaltung

im Oktober 2021 hatte ich bereits

im Dezember mein erstes Shooting

in Mailand. Mit den dort entstandenen

Bildern habe ich mich dann bei ein paar

Model-Agenturen beworben und bin

heute bei drei Agenturen unter Vertrag.

Ende Januar nahm ich an der Supra Star

Search teil.

Die Supra Star Search bietet den Kandidaten

die Möglichkeit, am Mister Supranational

teilzunehmen, auch wenn es

im eigenen Land keinen Natonal Director

gibt. Ende März erhielt ich dann die

Zusage, dass ich mein Land bei Mister

Supranational 2022 vertreten darf. Jetzt

werde ich noch Deutschland bei Best

Male Model of the Universe in Belgien

vertreten und mir danach für den Rest

des Jahres eine kleine Auszeit gönnen.

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Foto: © Klaus Rosen

Interview mit Vanelynn Gorek

Frauen-Power pur:

unglaublich stark

und vielseitig

Bekannt ist sie vor allem durch Filme und Serien wie „Unter Uns“, „SOKO Köln“, „110 - Echte Fälle der

Polizei“, „Alice im Wunderland“, „X Factor“, „Good Boss Bad Boss“ oder „Alarm für Cobra 11“.

Darüber hinaus arbeitet sie auch als Synchronsprecherin, Coach und Fotografin und ist als Moderatorin und

Model international tätig.

Wieso ist neben der Schauspielerei das

Modeln Deine größte Leidenschaft?

Was gefällt Dir am Modeln am besten?

Ich finde, das Modeln und die Schauspielerin

hängen fest zusammen. Auch

beim Modeln darf ich in verschiedene

Charaktere schlüpfen. Der Unterschied

ist, dass es teilweise dann doch technischer

ist: 2 cm den Kopf beugen, 3

cm die Beine anders stellen – das ist

wirklich Feinstarbeit, was viele vielleicht

nicht wissen. Außerdem liebe ich

Catwalks – das hat was Meditatives für

mich.

Liebe Vanelynn, schön Dich persönlich

kennenzulernen. Du bist Schauspielerin,

Moderatorin, Model, Coach

und Fotografin. Woher nimmst Du

die Willensstärke, Dich stets weiterzuentwickeln?

Ich würde mich als typischen „Zwilling“

bezeichnen. Das heißt: Ich langweile

mich schnell, liebe Herausforderungen

und habe einen unglaublichen Wissensdurst.

Gleichzeitig weiß ich, wohin ich

will, und so kommt die Willensstärke

– denke ich – automatisch. Zudem liebe

ich viele künstlerische Bereiche, und da

ist es toll, sich nicht auf ein Sache festlegen

zu müssen.

Wie hast Du es geschafft, eine Netflix-

Rolle zu bekommen?

Ehrlich gesagt wurde ich angerufen,

und es hieß, ich wäre bereits in der

Endrunde. Ich bin – glaube ich – als

Schauspielerin und auch als Bloggerin

sehr sichtbar. Das hat auch geholfen.

Zur Serie selbst wurde nicht viel verraten,

nur dass es um einen YouTuber

geht, der jetzt seine eigene Netflix-Serie

plant, und dass es leider auch sein kann,

dass die Folge gar nicht ausgestrahlt

wird. Als es dann aber doch der Fall

war, war ich natürlich überglücklich!

Netflix produziert selbst Serien und

Filme, gewinnt mit ihnen Emmys und

Oscars und wird von weltweit mehr

als 175 Millionen Kunden in über 190

Ländern genutzt. An der Börse ist

Netflix mehr als 200 Milliarden wert,

mehr als Walt Disney mit „Star Wars"-

und "Avengers". Warum ist Netflix so

erfolgreich?

Ich glaube, die Vielschichtigkeit und

Schnelligkeit ist das Erfolgsgeheimnis.

Jeder findet auf Netflix das, was

seinen Geschmack entspricht, und da

der Markt dermaßen schnelllebig ist,

ist es ein Vorteil, wenn man sich genau

darauf fokussiert – immer neu produzieren,

informieren, den Zuschauer abholen.

Zudem hat der Streamingdienst

eine Qualität, die man vorher nur aus

dem Kino kannte und die man sich nun

als Erlebnis nach Hause holen kann.

Welche Rolle spielst Du am liebsten?

Das ist eine sehr gute Frage! Ich liebe es,

immer wieder in neue Rollen zu schlüpfen.

Auch wenn ein Teil von mir immer

dabei bleibt, „verleihe“ ich ja meinen

Körper, mein Instrument, einer anderen

Person, und das macht wirklich Spaß!

Mein Ziel ist es, in einem Thriller mitzuspielen

– mich reizen Charaktere, die

vielschichtig, charakterlich kompliziert

und auch etwas düster sind.

Was sind oder waren die schönsten

Erlebnisse in Deiner bisherigen Laufbahn?

Da weiß ich gar nicht, wo ich anfangen

soll. Ich glaube, der prägendste Moment

war tatsächlich die Netflix-Erfahrung

und meine erste Episodenrolle bei

„Einstein“. Damals war ich noch an

der Schauspielschule und wurde von

Thomas Jahn gecastet. Das Team war

unglaublich nett und die Atmosphäre

unbeschreiblich. Da wusste ich – das

will ich immer machen.

Was ist Dein persönlicher Stil?

Ich liebe Haute Couture und den Metalcore-Style.

Du siehst mich mit High

Heels im Moshpit oder mit meiner

Prada-Tasche gepaart in meinem Pierce

The Veil Shirt. Zudem kommt meine

Schlagring-Kette überall mit – seit 2007

ist sie mein Lieblings-Accessoire und

mein persönlicher Glücksbringer. Ich

liebe es, aktuelle Trends mit Stilbrüchen

zu kombinieren. Ich würde das Glamxcore

nennen.

Wie heißt Dein Lieblingsdesigner?

Ich bin besessen von Versace und Guess!

Allerdings mag ich – wie schon

gesagt – auch Band Merchandise sehr

gerne. Ich würde mir nur wünschen,

dass dies endlich mal mehr auf Frauen

angepasst wird. Band T‘s sind sehr leger,

und ich mag weibliche, figurbetonte

Kleidung. Aber wer weiß? Vielleicht

fange ich irgendwann an zu designen

oder finde eine entsprechende Kooperation.

Du siehst unglaublich gut aus. Wie

hältst Du dich fit? Kannst Du uns paar

Tipps geben?

Das ist aber lieb – vielen Dank! Klingt

jetzt nach Klischee, aber ich habe einfach

gute Gene. Manchmal sage ich aber

auch spaßeshalber – skinny fat. Das

heißt, ich nehme nirgends zu, außer

beim Bauch, und muss mich dann nach

vielen Süßigkeiten auch mal selbst stoppen.

Ich liebe Squash, Acro- und Yin-Yoga

und bin generell immer in Bewegung.

Und ich „koppel“ gerne Aktivitäten

– beim Fernsehen gucken leichte Stretching-Übungen

usw.. Statt Aufzug die

Treppe nehmen und möglichst viele

Strecken zu Fuß gehen. Ich glaube,

damit macht man schon ganz viel für

seine Gesundheit! Außerdem – Hobbys

suchen, die einen Spaß machen. So

kommt die Fitness leichter, spielerischer

und macht einen dauerhaft glücklich.

Wie sehen Deine Zukunftspläne aus?

Ich habe mein Team gerade erweitert

und bin sehr zufrieden, wie viele

Menschen jetzt einfach Teil der „Villa

Vanelynn“ sind. Ich habe an sich keine

konkreten Pläne, aber ich möchte mich

weiter ausprobieren, nicht zensieren,

Erfahrungen sammeln. Mir ist es außerdem

wichtig, immer die eigenen Werte

zu kennen und im Kopf zu behalten

– das sind bei mir: Ehrlichkeit, Loyalität

und Inspiration. Inspiration ist mir

besonders wichtig, denn die kommt

von innen, nicht von außen. Ich hoffe

viele Menschen damit zu erreichen und

glücklich zu machen.

vielen Dank für das Interview

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PANIKROCKER

IST JETZT

EHRENBÜRGER

DER STADT

HAMBURG

Udo Lindenberg wird

Nachfolger von

Klassik-Komponist

Johannes Brahms

Man schrieb das Jahr 1889 als das erste und bis

jetzt das letzte Mal ein Musiker zum Ehrenbürger

der Stadt Hamburg ernannt wurde. Es

war Johannes Brahms und er war einer der

bekanntesten Vertreter der Hochromantik.

Fast eineinhalb Jahrhunderte später ist es

wieder soweit: der Mann, dem nun diese Ehre

zuteil wurde, ist ziemlich anders gekleidet als

sein Vorgänger, redet ziemlich anders als der

Komponist aus dem 19. Jahrhundert und mach

auch ziemlich andere Musik. Rock-Interpret

Udo Lindenberg wurde auf einem Festakt im

Rathaus die Urkunde von Bürgermeister Dr.

Peter Tschentscher überreicht. Diese rlobte

Udo in den höchsten Tönen: „Udo Lindenberg

ist eine herausragende Persönlichkeit unserer

Stadt. Er hat über Jahrzehnte die Musik in unserer

Stadt und weit darüber hinaus geprägt“.

Udo sang gemeinsam mit dem Schulchor

„Gospel Train“ sein 1981 erschienenes

Friedenslied „Wozu sind Kriege da?“.

Jan Delay ist ein guter

Freund von Udo Lindenberg,

die beiden nahmen sogar

schon mal zusammen einen

Song auf („Ganz anders“).

Bürgermeister Peter Tschentscher und Carola Veit, Präsidentin der Hamburger

Bürgerschaft, gratulierten nach der eindeutigen Abstimmung Udo Lindenberg

zur Ehrenbürgerschaft.

Foto: © Cetin Yaman

Foto: © Cetin Yaman

Foto: © Senatskanzlei Hamburg (hfr)

In den 70er-Jahren lebte mal Otto

Waalkes gemeinsam mit Udo Lindenberg

und Marius Müller-Westernhagen

in einer WG. Auf der

feierlichen Verleihung der Ehrenbürgerwürde

war Otto natürlich

mit dabei.

Foto: © Cetin Yaman

Udo war noch nie ein Fan von Talk-

Shows, aber zu Reinhold Beckmann

kam er damals – das allererste Mal

überhaupt.

Foto: © Cetin Yaman

Nun offiziell mit Siegel: Udo Lindenberg ist

Ehrenbürger der Stadt Hamburg. Übrigens

erst der zweite Musiker seit dem Komponisten

Johannes Brahms.

Olivia Jones mit Tessa Aust (Tochter von

Norbert Aust, Geschäftsführerin von Schmidt

Theater Hamburg).

Foto: © Senatskanzlei Hamburg (hfr)

Foto: © Cetin Yaman

Mit dieser Meinung war der Bürgermeister

nicht allein, zahlreiche Prominente

gratulierten dem Panikrocker

zu dieser Auszeichnung. Unter ihnen:

Komiker Otto Waalkes, Talk-Moderator

Reinhold Beckmann, Trans-Star

Olivia Jones, Pop-Sänger Jan Delay,

Ex-St. Pauli-Präsident Corny Littmann,

Bluesrock-Legende Inga Rumpf und

viele mehr. Auch viele Konsule aus der

Hansestadt, zum Beispiel Farhad Vladi,

Honorarkonsul der Seychellen, ließen

Udo hochleben.

Udo selbst betonte in seiner Rede vor

mehr als 300 Gästen – mit dabei: die

Ehrenbürger-Kollegen/in Kirsten Boie,

John Neumeier und Michael Otto – die

Bedeutung dieser Ehrenauszeichnung

für ihn: „Ich bin tief berührt und

schwer beeindruckt. Es ist ein sehr besonderer

Tag, das geht ganz tief rein.“

Vor der Zeremonie hatte die Hamburgische

Bürgerschaft am Nachmittag dem

Antrag des Senats zugestimmt, dem

Musiker und Künstler Udo Lindenberg

die Ehrenbürgerschaft der Freien und

Hansestadt Hamburg zu verleihen. Die

Ehrenbürgerschaft ist die höchste Auszeichnung

der Freien und Hansestadt

Hamburg.

Udo Lindenberg wurde 1946 in Gronau/Westfalen

geboren und lebt seit

1968 in Hamburg. Seine lebensnahen

und politischen Songtexte haben die

deutschsprachige Musiklandschaft geprägt

und das Genre des „Deutschrock“

erfolgreich gemacht. Mit mehr als 5

Millionen verkauften Tonträgern und

zahlreichen Gold- und Platin-Alben

zählt Udo Lindenberg zu den erfolgreichsten

deutschen Musikern der

Gegenwart. In der Zeit der deutschen

Teilung hat Udo Lindenberg sich intensiv

für die innerdeutsche Verständigung

und die Wiedervereinigung eingesetzt.

Heute engagiert er sich gegen Rechtsextremismus

und unterstützt mit seiner

eigenen Stiftung kulturpolitische,

humanitäre und soziale Projekte in

Deutschland und Afrika. Er ist ein Vorbild

für junge Musiker und engagiert

sich für die Hamburger Clubszene.

Neben seiner musikalischen Karriere

hat sich Udo Lindenberg auch als Maler

von Aquarellen einen Namen gemacht.

Text von Cetin Yaman

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Designer Sara Cavazza

Facchini, Italy Genny

Milan

Roberto

Cavalli Milan

Designer Fausto Puglisi

Italy

Designer

Walter Chiapponi,

Italy Tod's Milan

Designer Sara Cavazza Facchini,

Italy Genny

Milan

FASHION

Herbst

Designer Walter

Chiapponi, Italy

Tod's Milan

Designer Walter Chiapponi überzeugt mit der Farbe des

Herbstes. Die Assoziation von Holz, Kaffee, Schokolade,

Leder, Tabak und Erde schafft mit Braun-Schwarz-Tönen

eine wohlige Atmosphäre, die Geborgenheit und

Sicherheit ausstrahlt. Zudem werden ihnen wärmende

und beruhigende Charakterzüge zugeschrieben.

Entdecke die neue Herbst-Kollektion. Diese Trendfarben

bestimmen die Herbstmode.

Die Harmonie, die sich aus der ewigen Spannung zwischen

Kraft und Leichtigkeit ergibt, hat etwas äußerst Geheimnisvolles.

Die Kollektion 2022/2023 wurde nach der Vision der

Kreativdirektorin Sara Cavazza Facchini genau auf diese

Art von Schönheit hin konzipiert.

Roberto Cavalli

Milan Designer

Fausto Puglisi Italy

Der Designer Roberto Cavalli trifft Minimalismus und

Maximalismus, zusammen als eins. Minimalistisch sind

die Silhouetten, super poliert, die an die 1990er Jahre

erinnern. Der Maximalismus liegt in den Farben; eine

sehr starke Palette von Tönen wie Koralle, Fuchsia,

Lila, Mandarine oder Limette charakterisiert die Looks.

Zusammen bilden sie diese schöne Verbindung. Minimalismus

und Maximalismus treffen aber auch in der

Kombination der Materialien aufeinander.

Fotos: © Charles Wills

Designer Walter

Chiapponi, Italy Tod's

Milan

Designer Sara

Cavazza Facchini,

Italy Genny Milan

Designer

Sara Cavazza

Facchini, Italy

Genny Milan

Fotos: © Charles Wills

Roberto Cavalli

Milan Designer

Fausto Puglisi Italy

Designer Walter

Chiapponi, Italy

Tod's Milan

Roberto Cavalli Milan

Designer Fausto Puglisi Italy

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Model

– ein Traum vieler Menschen.

REISEN,

SHOOTINGS,

HIGH-LIFE.

Zumindest auf den

ersten Blick!

EWA`S PLACE hat sich mit Model Julio Santos unterhalten.

Als er 24 Jahre alt war, wurde Júlio bei einer Veranstaltung von einem Manager

angesprochen: „Du bist athletisch, du hast Sixpack, und du wirst bestimmt als

männlicher Model gut gebucht. Außerdem hast du markante Gesichtszüge, das

ist sehr gefragt.“ Tatsächlich hat sich Júlio sehr schnell in der Model-Szene eingelebt.

Er konnte sich vor der Kamera gut bewegen und arbeitete ständig an

einen neuen Look.

„Als Model musst du dich in deinem Körper wohl und schön fühlen und das

auch ausstrahlen. Viele Kunden möchten dich zunächst natürlich sehen, um

besser deine Wandelbarkeit einschätzen zu können“, erzählte er uns.

„Es gibt aber auch Schattenseiten des Model-Business. Ständig herrscht Konkurrenzkampf

untereinander. Modeln ist definitiv kein einfacher Job, denn immer

wird es jemanden geben, der bessere Voraussetzungen hat oder erfolgreicher als

man selbst ist. Eine starke Psyche, Selbstbewusstsein und Selbstsicherheit sind

eine wichtige Voraussetzung.

Am Anfang einer Model-Karriere werden die Jobs häufig nicht einmal bezahlt,

oder man bekommt nur eine sehr kleine Gage. Model werden – das heißt nicht

automatisch Glitzer & Glamour. Die meisten Models werden nicht reich! Die

wenigen Models, die allein mit ihrem Job viel Geld verdienen, sind nichts im

Vergleich zu den abertausenden Models, die ihre Arbeit nebenbei machen müssen,

weil es sonst nicht reicht, oder die überhaupt gar keinen Erfolg haben. Ein

Model auf der Berliner Fashion Week bekommt z.B. für einen Job zwischen 0

und 150 Euro. Gleiches gilt auch in Paris, Mailand, NYC oder London.“

Nun, aber was macht denn so Spaß,

als Model zu arbeiten?

Foto: © Moraesluciano

Foto: © Moraesluciano

„Das Leben als Model behält trotz allem seinen gewissen Reiz

und Zauber. Es gibt ständig etwas Neues zu erleben. Ständig

neue Erfahrungen – ganz gleich, ob neue Orte, Menschen oder

Projekte – sind genau das, was den Spaßfaktor steigert. Das

Model-Leben ist nie monoton.“

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Alles außer gewöhnlich

Katja Keßler,

die mit dem „ß“:

Foto: © Urban Ruths

Katja in Hashtags:

#begeisternd #herzblut

#leidenschaft

#sprache #spielerisch

#witzig #verlässlich

#tough #professionell

#wandelbar #musikalisch

#emphatisch

#emotional #feinfühlig

#smart #macherin

#sängerin #sinnlich

#allesaussergewöhnlich

#warmherzig

#sonnig #stimme

#musik #gesang,

#erfrischend

#sprecherin #schauspielerin

#sängerin

#dirtydancing

Foto: © Urban Ruths

Künstlerseele, kreativ, humorvoll, Musik

liebend, nicht in eine Schublade zu

stecken, liebt es zu singen, sich immer

wieder neu zu erfinden und zu lachen,

nimmt sich selbst nicht zu ernst.

Ich bin Sprecherin mit Hirn, Herz und

Humor

Das Wunderinstrument Stimme, mit all

seinen sprachlichen Facetten, fasziniert

mich, seitdem ich denken bzw. sprechen

kann. Um es auf den Punkt zu bringen:

Ich liebe Stimme, Sprache und Sprachen

und bin unglaublich stimmenaffin. Mit

meiner Stimme Bilderwelten entstehen

zu lassen, entfacht bei jedem Auftrag

aufs Neue meine Begeisterung und das

Feuer in mir.

Was reizt mich an meinem Beruf als

Schauspielerin?

Als Schauspielerin darf ich sehr wan-

delbar sein und

liebe es, in die verschiedensten

Rollen,

Charaktere und Zeitepochen

zu schlüpfen.

An und über meine Grenzen

hinaus zu gehen und dadurch

über mich hinaus zu wachsen. Überhaupt

finde ich, das Tolle an dem Beruf

ist: Dass du nie fertig bist – trotz abgeschlossener

Schauspielausbildung! Bei

jedem Auftrag, jeder Rolle, jedem Text

lernst und entwickelst du dich immer

weiter. Und auch hier kreuzt sich meine

Leidenschaft zur Sprache wieder:

Mit dieser zu spielen, durch Duktus,

Timbre, Tempo und ggf. Dialekt einen

Charakter zu kreieren und ganz zu diesem

zu werden. Diese Herausforderung

fasziniert mich bei jeder Geschichte

aufs Neue. Ob nun als Schauspielerin

oder als Sprecherin.

Schauspielende Sprecherin?

Ja, ich kann beides! Country UND Western

… Berlin UND Buxtehude. Nicht

umsonst sind als Sprecherin meine

Lieblingsgenre die, in denen ich spielen

kann: Synchron, Hörspiel, Games, aber

auch Werbung. Ich kann in verschiedenste

Leben schlüpfen, und für einen

Moment eine ganz andere Person sein.

Ich kann ausflippen, rumschreien und

heulen, oder verletzlich und still sein.

In den Rollen darf ich Dinge durchleben,

die ich sonst nie tun könnte oder

würde.

Ganz wunderbar finde ich auch Storytelling

in Imagefilmen oder Werbevideos.

Hier darf ich emotional sein, um

die Atmosphäre sowie die Stimmung

des Filmes wiederzugeben. Im Idealfall

untermalt mit toller Musik.

Und sonst so?

Davon ab versuche ich das Leben zu

genießen, mich auf das Positive zu konzentrieren.

Schöne Momente mit Freunden

zu erleben oder am Meer zu sein.

Vor allem liebe ich Musik – ohne Musik

geht gar nichts. Ich liebe es zu singen,

Musik zu machen und zu tanzen. Oder

um es mit Nietzsche zu sagen: „Ohne

Musik wäre das Leben ein Irrtum“.

Mein Lebensmotto:

„Life beats down and crushes the soul

and art reminds you, that you have one“

(Stella Adler)

Katja_kessler_official, www.katjakessler.de

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Steven Elijah Neuhaus

- Autobiografischer Roman

„Anderssein ist

eine Superkraft“

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Foto: © Christoph Behrmann

etroffen vom Asperger-Autismus

kämpft sich Steven Elijah

durchs Leben. Die Schule ist für

ihn ein Fiasko, doch der Boxsport

gibt ihm Halt. Kurz, bevor

er ein Profi-Angebot im Boxen

erhält, erkrankt er schwer, doch die

Musik schenkt ihm neue Hoffnung. Mit

Asperger-Autismus vom Boxring auf die

große Musikbühne.

In dem autobiografischen Roman

„Anderssein ist eine Superkraft“ wird

die Lebensgeschichte

von Steven Elijah Neuhaus erzählt. Es

wird primär das Thema Asperger-Autismus

und sein persönlicher Umgang

mit dieser Entwicklungsstörung behandelt.

Zusätzlich fließen seine Ängste,

Panikattacken, die Legasthenie und

Sehbehinderung mit ein. Der Roman

zieht sich über drei Dekaden. Die

Kindheit, Jugend und das Leben eines

jungen Erwachsenen, der es trotz aller

Hindernisse geschafft hat, beruflich Fuß

zu fassen und gleichzeitig eine Familie

zu gründen. Es geht um Träume und

Ziele, die aufgrund von Rückschlägen

immer neu definiert werden müssen,

um Menschen, die Steven Elijah dabei

unterstützt haben, einen normalen Alltag

zu führen und um Initiativen, die

ihm dabei geholfen haben, mit seiner

Umwelt besser umgehen und sich integrieren

zu können.

Der Roman soll Methoden aufzeigen

und Anregungen geben, wie man als

Asperger-Autist im Leben Fuß fassen,

beruflich erfolgreich sein und ein erfüllendes

Privatleben führen kann.

Mut machen!

Schwächen sind Chancen. Sie können

einem dazu verhelfen, große Träume

zu verwirklichen und die notwendige

Energie freizusetzen, um seine Ziele zu

erreichen – wenn man den Mut aufbringt,

fest an sich selbst zu glauben. Es

ist ein Geschenk, dieses Gefühl an andere

Menschen weiterzugeben.

Steven Elijah Neuhaus ist ein 30 Jahre

alter Asperger-Autist. Er ist ein introvertierter,

jedoch sehr ehrgeiziger

Mensch. Auf der Bühne wirkt er extrovertiert,

was insbesondere daran liegt,

dass er durch seine Sehbehinderung

die Menschenmenge im Publikum

kaum erkennt. Seine Persönlichkeit

ist gekennzeichnet von Zweifeln und

Ängsten gegenüber seinen Mitmenschen.

Zugleich besitzt er jedoch auch

den Mut, Dinge zu wagen, die nicht

jeder wagt. Steven Elijah liebt das Malen

und Zeichnen, schreibt Gedichte

und arbeitet als freischaffender Singer/

Songwriter. Im November 2019 wird er

zum ersten Mal Vater. Von 2012-2016

studiert er Tontechnik und Musikproduktion

an der Deutschen Pop in Köln.

Hier lernt er auch seine Lebensgefährtin

und Mutter seines Sohnes kennen.

Vom ängstlichen Kind, über den unsicheren

Teenager, der durch seinen

Asperger-Autismus an starken Ängsten

und unter Panikattacken leidet, sowie

dessen Leben durch seine Legasthenie

und Sehbehinderung um vieles erschwert

wird, gewinnt Steven Elijah

durch Therapien und erfolgreich überwundene

Schicksalsschläge, immer

mehr Mut und Selbstvertrauen und

wird zum selbstbewussten Erwachsenen,

der bereit ist, immer weiter an sich

zu arbeiten. Die Musik wird zu seiner

Passion und hilft ihm, zu sich selbst

zu finden. Anzuecken wird für ihn zu

einem ständigen Lernprozess. Die Interaktion

mit seinen Mitmenschen wird

zunehmend entspannter, da er deren

Zeichen immer besser zu verstehen und

deuten lernt, wodurch er auch die notwendige

Selbstsicherheit gewinnt.

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ie Bühne ist sein Zuhause, dort

kann er abschalten. Das alles hilft

ihm dabei, seine Träume in die

Tat umzusetzen, sich und seine

Umwelt besser zu begreifen und

als Unangepasster in einer angepassten

Welt beständig zurechtzukommen.

Steven Elijah Neuhaus ist Berufsmusiker

– ein unangepasster Typ. Er

leidet unter dem Asper-ger-Syndrom

(einer Entwicklungsstörung), einer

Legasthenie sowie einer starken Sehbehinderung.

Er wächst als Sohn einer

alleinerziehenden Mutter, die während

der Schwangerschaft von seinem Vater

verlassen wurde, in ständiger Geldnot

auf und überlebt 1993 nur mit Glück

einen Hausbrand.

Von Kindesbeinen an ist das Leben

nicht leicht für ihn. Auch wenn er zu

seiner Mutter ein inniges Verhältnis hat,

verspürt er die Sehnsucht nach einer

männlichen Bezugsperson. Mit

vier Jahren schickt Steven Elijahs Mutter

ihn in den Kampfsport, damit er mit

anderen Kindern in Kontakt kommt

und seine motorischen Fähigkeiten

ausbauen kann. Steven Elijah fühlt sich

aufgehoben und verstanden und seine

Trainer werden für ihn zu männlichen

Vorbildern. Mit sieben Jahren wird ein

weiterer Teil seiner Sehnsucht gestillt,

als sein Stiefvater in sein Leben tritt, der

ihm, gemeinsam mit seiner Mutter, stets

zur Seite steht.

Steven Elijahs Art zu denken, zu fühlen

und zu handeln ist unkonventionell

und eigen. Dies führt dazu, dass er im

Privaten viele innerliche Kämpfe auszutragen

hat. Seine psychische Gesundheit

wird von Ängsten und Panikattacken

beeinflusst, die es ihm, insbesondere,

wenn die Sinne überreizt sind und eine

Panikattacke kurz bevorsteht, erschweren,

klarzukommen. Die Panikattacken

beginnen bereits im Kindesalter. Im

Alter von sieben Jahren stellen die Therapeuten

und Ärzte zum ersten Mal

einen frühkindlichen Autismus und

die Legasthenie fest. Mit neun Jahren

wird bei ihm Asperger-Autismus diagnostiziert.

Es folgt eine sechsjährige

psychotherapeutische Behandlung mit

Foto: © Christoph Behrmann

dem Schwerpunkt „Verhaltenstherapie

und Tiefenpsychologie“. Parallel dazu

nimmt Steven Elijah mit Sprachgestaltung

kombinierten Schauspielunterricht

wahr. Auch Ergotherapie und Heilpädagogik

nimmt er in Anspruch. Sie lindern

seine Angst und helfen ihm dabei,

mit der Umwelt besser umzugehen und

die Menschen näher an sich heranzulassen.

Eine Grundlage für den Halt, den

er im späteren Leben braucht.

Trotz allem findet Steven Elijah nur

schwer Freunde, wird in der Schule

von Schülern und Lehrern stark gemobbt

und mutiert zum Einzelgänger.

Im Alter von zwölf Jahren fliegt er aus

dem Schulchor, da er für unmusikalisch

gehalten wird. Halt geben ihm seine

Mutter und der Kampfsport, in dem er,

sowohl im Boxen als auch im Kickboxen,

große Erfolge feiert und auf diese

Weise Bestätigung und Anerkennung

erhält. Er wird in die Nationalmannschaft

aufgenommen und im Alter von

16 Jahren Deutscher Meister und Vizeweltmeister

im Kickboxen. Außerdem

wird er Teil der Nationalstaffel der

Boxer und trainiert am Olympiastützpunkt

in Heidelberg. Als er mit 17 Jahren

fest entschlossen ist, das Boxen zu

seinem Beruf zu machen und ihm ein

Profi-Vertrag angeboten wird, erkrankt

er schwer. Steven Elijah leidet an einem

chronischen Erschöpfungssyndrom und

einer schweren Darmerkrankung. Erneut

ist es seine Mutter, die ihm einen

Schubs in die richtige Richtung gibt,

ihn zum Gesangsunterricht anmeldet

und auf diese Weise eine neue Leidenschaft

in ihm weckt. Sein Gesangslehrer

entwickelt sich zu einem Freund und

männlichen Vorbild für ihn.

Steven Elijah beginnt, Gedichte zu

schreiben, um seinen Gefühlen Ausdruck

zu verleihen.

Seine Worte beginnen Töne zu erzeugen

– es entsteht Musik. Ausgerechnet in

dieser Kunst, in der ihm jegliches Talent

abgesprochen wurde, findet er seine

Berufung und bemerkt, dass für ihn das

Anderssein – das Anecken und Kantige

– eine Superkraft ist. Mit 19 gründet

er seine erste Band und springt auf den

Zug des Musikerlebens auf. Sein leiblicher

Vater wird Teil dieser Band und

die Musik bringt beide, für eine gewisse

Zeit, einander näher.

Ebenfalls mit 19 Jahren beginnt Steven

Elijah am Internat des Berufsförderungswerk

Würzburg seine Ausbildung

zum Physiotherapeuten und wechselt

nach einem Semester an das Berufsförderungswerk

Mainz. Er bricht die

Ausbildung jedoch nach vier Semestern

ab und beschließt, seine Passion – die

Musik – weiterhin zu verfolgen und

professionell aufzubauen. 2012 beginnt

er deshalb sein Musikstudium an der

Deutschen Pop in Köln. Dies war eine

seiner besten Entscheidungen, denn

heute kann er behaupten: „Die Musik

hat mir das Leben gerettet.“

Es gibt immer Phasen in der Entwicklung

eines Menschen, die besonders

schwierig sind – für Steven Elijah wird

vor allem das Erwachsenwerden eine

Herausforderung, da er oft mit seiner

überdirekten Art und Weise Menschen

vor den Kopf stößt. Nur die wenigsten

können ihm verzeihen, wenn er wiederholt

einen emotionalen Ausbruch hat,

den er häufig selbst nicht nachvollziehen

kann. Auf der Bühne bekommt dies

keiner mit, allenfalls ist seine kauzige

unaffektierte Art das, was ihn als Künstler

ausmacht und beflügelt. Mit seiner

Band Soul-On erobert er die Bühnen

Süddeutschlands und wenn er auf der

Bühne steht, ist es für ihn wie im Ring

– ein Kampf der Leidenschaft. Er sieht

die Menschen nicht, nimmt jedoch

ihre Anwesenheit wahr und bleibt ganz

bei sich. Steven Elijah genießt den Zuspruch

der Zuschauermenge und das

Gefühl, dazuzugehören, ähnlich wie

nach einem Boxkampf, als die Menschen

zu ihm sagten: „Das war ein guter

Kampf ’’. Er ist beseelt, wenn Leute auf

ihn zukommen und für seine Art Musik

zu machen, Bewunderung zeigen.

2018 wagt er den Schritt und beschließt,

solo seinen musikalischen Weg als

ELIJAH zu gehen - ein weiterer Schritt

in die Selbständigkeit eines Asperger-

Autisten. Dieser Schritt bringt für ihn

viele äußere und innere Konflikte mit

sich, sowohl mit alten Bandkollegen als

auch im privaten Umfeld. Es wird für

ihn immer deutlicher, dass seine mutigen

Schritte ihn aus dem Dunstkreis

der Verzweiflung, den der Autismus oft

mit sich bringt, da man sich nicht verstanden

fühlt, führen. Diesen Weg geht

er jedoch nicht allein. Er lernt seinen

Mentor Willy Ehmann kennen, der ihn

bis heute in seiner musikalischen Laufbahn

begleitet und unterstützt. In persönlichen

Gesprächen und bei Radiound

Fernseh-Interviews spricht Steven

Elijah immer offener über seine Einschränkungen.

Als er 2018 sein Album

„Federleicht“ herausbringt und mehr

öffentliche Aufmerksamkeit erhält, bemerkt

er, wie viele Menschen von seiner

Geschichte bewegt sind und wie wichtig

sie für Betroffene ist.

In der Musikindustrie geht es für ihn

Stück für Stück weiter bergauf. 2019

unterschreibt er einen Verlagsdeal bei

Sony ATV Music Publishing und dem

schall°auge Musikverlag und mittlerweile

produziert er mit dem Topproduzenten

Ivo Moring aus Hamburg,

der – neben seiner Musik – ebenfalls

die Lebensgeschichte von ihm vertonen

möchte. Steven Elijah befasst sich

immer mehr mit seiner Person, da er

gelernt hat, sich selbst zu reflektieren

und vor allem mental seine Schritte und

deren Entwicklung nachzuvollziehen.

Als kreativer Mensch, der es über die

Jahre gelernt hat, immer resilienter mit

seiner Umwelt umzugehen, fasst er ein

neues

Ziel ins Auge: Er möchte ein Buch über

seine Lebensgeschichte schreiben, in

dem er sich darauf fokussiert, wie man

aus Schwächen Superkräfte, die einen

weiterbringen, entwickeln kann. 2016

lernt er seine große Liebe, neben der

Musik, kennen und wird 2019 Vater

eines Sohnes. Er weiß, dass er einer

der wenigen Asperger-Autisten ist, die

den Spagat zwischen beruflichem Aufstieg

und der Gründung einer Familie

schaffen und wünscht sich, dass er

andere, die ebenfalls von dieser Entwicklungsstörung

betroffen sind, auch

dazu animieren kann. Im Anblick seines

privaten Glücks begreift er, dass er

nicht nur seine Kunst abgöttisch lieben

kann, sondern auch Menschen und er

die Superkraft besitzt, es ihnen auch zu

zeigen, denn Anderssein ist (s)eine Superkraft.

Er freut sich, dies mit seinem

Publikum, seinen Hörern und Lesern

zu teilen und ihnen zu zeigen, was alles

möglich ist, wenn man nicht aufgibt

und an sich glaubt, da es niemanden

gibt, der das Recht hat einem zu sagen:

„Du kannst das nicht.’’. Daher agiert Steven

Elijah stets nach den Worten Winston

Churchills, eines seiner größten

Vorbilder: „Erfolg ist nichts endgültiges,

Misserfolg nichts fatales: was zählt, ist

der Mut weiterzumachen.“

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Gold Kleid

mit Schwarzen

Puffärmeln

1.200,00 €

Foto: © Riccardo Desiderio

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@theviola_muc

Model & Chefredakteurin:

Ewa Haas-Stark

Lamilu Make-up-Artistin:

Sandra Halper

Fotograf:

Riccardo Desiderio

Ort:

München

Foto: © Riccardo Desiderio

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Poncho 850,00 €

Handarbeit

Tasche 900,00 €

Foto: © Riccardo Desiderio

THE VIOLA

Especially made for you!

Kreativität liegt ihr im Blut. Liebe, Respekt

und Individualität sind ihre Werte.

Menschen, Mode und Musik sind ihr Leben.

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Kompromisslos. Begeisternd. Inspiriert und initiiert von

großen Meistern und berühmten Persönlichkeiten. Der

kreative Ausdruck ist für sie nie verhandelbar.

THE VIOLA ist die Krönung ihres kreativen Schaffens.

Das eigene Label der Ausdruck ihrer Individualität.

Ein Mix aus praktischen, eleganten, aber auch extravaganten

Kreationen. Diese Entwicklung erfüllt sie mit

größter Zufriedenheit und Glück. Ein Gefühl, das sie

durch ihre Kollektionen mit ihren Kundinnen und Fans

teilen will.

THE VIOLA : A Brand, a Lifestyle

Einzigartige Kreationen aus hochwertigen Stoffen.

Die Philosophie: Jeder Mensch hat ein Recht darauf, sich

wohl zu fühlen. Jede Persönlichkeit kann und darf sich

durch den eigenen Stil Ausdruck verleihen. In dem THE

VIOLA Showroom existieren keine Kleidergrößen. Jedes

Modell wird auf dich maßgeschneidert. Dein Stil, dein

Stoff, deine Farben. Wir beraten dich gern. Alle unsere

Modelle werden ausschließlich in Deutschland, Österreich

oder der Schweiz genäht.

Wunderbare Schnitte, beste Materialien, feinste Qualität.

Vereinbare einen Termin und wir treffen uns in VIOLAS

Showroom.

Pailletten Kleid

950,00 €

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Foto: © Riccardo Desiderio


Und man hat schon fast das Gefühl, hier mit einer Freundin

zu sitzen und nicht mit einer „der 500 wichtigsten Köpfe der

Erfolgswelt“ (founders Magazin). Doch fangen wir von Anfang

an: Vor ein paar Jahren war Kathrin wie viele von uns in

einem Brotjob gefangen. Doch sie spürte, dass es mehr geben

kann und hat den Schritt gewagt: Mit 19 Jahren gründete sie

ihr erstes Unternehmen.

Da sie bei einem ihrer Nebenjobs Kinder geschminkt hatte,

machte sie das zu ihrem ersten Geschäft. Und natürlich gab es

dabei, wie beim jedem Neugründer, Höhen und Tiefen. Aber

sie hielt durch, hatte großartige Unterstützung ihrer Familie

und blieb am Ball. Und der Erfolg gibt ihr recht: Sechs Jahre

später folgte ein Marketingunternehmen und schließlich die

KaBe Media GmbH in Grünwald mit dem Schwerpunkt Online-Marketing.

Kathrin

Benedikt

Kathrin Benedikt erkannte schon sehr früh, dass die sozialen

Netzwerke immer wichtiger werden und begann zeitig diese

für sich zu nutzen: Ihr gelingt es, ihre eigene Marke genau

dort aufzubauen und ihr Alleinstellungsmerkmal auf ihrem

Instagram Profil zu definieren: Die Farbe rot. „Mein Ziel war

es einen besonderen Wiedererkennungswert zu schaffen und

das habe ich ’nur‘ durch die Farbe rot und einer einheitlichen

Bildsprache erreicht... Tatsächlich hatte ich bei dieser Entscheidung

ein einziges rotes Kleidungsstück im Schrank.“

Inzwischen dürften es wohl ein paar mehr sein...

Und wer ihr Profil sieht ist sofort gebannt, klickt auf „Like“

und „Follow“... und viele wollten natürlich auch diesen Erfolg.

Lassen wir kurz Zahlen sprechen: 115K+ Instagram Follower,

500K+ Seitenbesucher 1.5K+Kampagnen 7.5K+Facebook

Fans.

Was zu Kathrin Benedikts nächstem Erfolg führte: „Ich habe

immer mehr Anfragen von Firmen bekommen, die eine

Beratung für Social Media haben wollten. Da habe ich die

Chance ergriffen, einige Fortbildungen im Bereich Marketing

gemacht und mein Wissen Schritt für Schritt aufgebaut.“

Unsere freie Redakteurin Nina Königs

hat sich mit der erfolgreichen Business

Frau in Landsberg am Lech getroffen

„The Lady in red“ – sieht man Kathrin

Benedikt hat man sofort diese Songzeilen

von Chris DeBurgh im Kopf.

Edel und anmutig, stark und stolz, kraftvoll

und erfolgreich. Und dann lächelt

sie einen an und man spürt noch mehr:

Denn zu alldem ist sie nahbar und

freundlich.

Das ist Kathrin Benedikt: eine junge

Frau, die weiß, was sie will. Die sich nicht

scheut auch den harten, steinigen Weg zu

gehen, die hinfallen zulässt, aber immer

aufsteht und sich auch immer wieder

neu erfindet. Und die nicht nur an sich

denkt, sondern sich gerne vernetzt, anderen

Tipps gibt und zusammenhält: „Das

müssen wir in der Geschäftswelt lernen.

Gerade wir Frauen sollten viel mehr zusammenhalten

und unsere Stärken bündeln“

sagt sie mit einem Augenzwinkern

und nippt an ihrem Aperol Spritz: „Diese

Freundschaften und sich gegenseitig zu

helfen und zu vernetzen ist so wichtig,

und es macht ja auch Spaß!“ Kein Wunder,

dass die Einladungen zu ihren „Connecting

Partys“ auf ihrer Dachterrasse in

Landsberg am Lech so begehrt sind.

Fotos: ©Salome Sommer

Dieses Wissen teilte sie 2020 in ihrem Buch „5 Schritte zu

einer erfolgreichen Social – Media – Strategie Avocado-Typ

oder Ponyreiter?“ und in Influencer Kreisen wird es sogar als

die „Influencer Bibel“ betitelt. „Das habe nicht ich mir ausgedacht,

aber ich bin stolz, dass mein Buch noch immer so gut

ankommt und die Nachfrage so groß ist.“ sagt sie lächelnd,

während sie über den Lech schaut. Hier in Landsberg am

Lech fühlt sie sich daheim. Geerdet. „Familie und Natur, das

ist mir wichtig. Hier kann ich durchatmen und nach einem

stressigen Tag herunterkommen. Oder eine Runde Sport

machen, um den Kopf frei zu bekommen.“ Immer dabei: Ihr

Hund Rudi.

Und auch Rudi scheint dem Frauchen nachzueifern. Inzwischen

erfreut er sich ebenfalls einer großen Reichweite auf

TikTok und Instagram. Und da Kathrin Benedikt immer auf

der Suche nach neuen Herausforderungen ist, verrät sie uns

zum Abschluss: „Mit Rudi werde ich bald ein neues Kapitel

in meinem Arbeitsleben aufschlagen. Seid auf jeden Fall gespannt.

Vor allem Hundebesitzer sollten uns schon mal in

den sozialen Netzwerken folgen, wir planen da etwas Großartiges!“

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Mit den coronabedingten Absagen und dem

Wegfall unseres Herzensprojektes musste ich

erst einmal umzugehen lernen. Aber dafür

wirft mich jetzt nichts mehr so leicht aus der

Bahn. Anstatt zu warten, dass sich alles wieder

normalisiert (was ja mittlerweile schon mehr

als 2 Jahre dauert), haben wir uns schnell umde.

Seitdem denke ich immer: Wenn du eine Idee hast,

dann mach es einfach! Man kann nie wissen, was sich

draus ergibt, und manchmal sind neue Wege besser, als

die alt bewährten.

2020 sollte eigentlich unser großes Jahr werden. Eine

wichtige Tournee stand an, die schon komplett vorbereitet

war, und auch unsere Hochzeit sollte in dem

Jahr stattfinden. Nachdem dann auch 2021 die Aussichten

für unsere eigentlich geplante Strand-Hochzeit

nicht sonderlich gut standen, haben wir uns für eine

standesamtliche Trauung entschieden und sind anschließend

nach Dubai geflogen. Das war eine große

Bereicherung für uns, mit Einblicken in eine komplett

neue Welt, und auch der Start für einen neuen Lebensabschnitt.

Dass ich an Silvester in der Dubai Oper

neben dem Burj Khalifa eine Show performen würde,

hätte ich da noch nicht gedacht.

Kim Wojtera

ist eine Showproduzentin

und Tänzerin

Für die meisten Kreativen aus dem Kunst- und Veranstaltungsbereich

waren die vergangenen zwei Corona-Jahre eine schlimme Zeit: ein

kompletter Stillstand der ganzen Branche, verbunden mit der Absage

(fast) aller Events und Aufträge, ein Warten auf die Normalität. Für Kim

jedoch war es auch eine überaus wichtige Zeit, in der sie sich weiterentwickeln

konnte wie noch nie zuvor. Hier erzählt sie uns, wie hart und

herausfordernd diese Zeit war.

„Mein Showprogramm, das ich mit Tom2Rock die letzten vier Jahr aufgebaut

hatte und das für uns alles bedeutete, war plötzlich nicht mehr

möglich. Alles war weg, und ich stand ohne irgendetwas da. In den

ersten Momenten trifft einen das sehr; man fühlt sich gelähmt und fragt

sich: Was jetzt? Aber ich habe in dieser Situation auch gelernt, in der

Krise nicht nur das Negative zu sehen, sondern auch die Chance, die

Situation für mich zu nutzen und durch neue Türen zu gehen.

Ich tanze bereits mein Leben lang. Der Tanz hat mich stets begleitet,

und ich habe mir immer eine eigene Show auf großen Theaterbühnen

gewünscht. Deshalb bin ich sehr dankbar und stolz, dass ich mit meinem

Mann Tomy und seinem Bruder Rocky die

große Breaking Salsa Show mit internationalen

Tänzern komplett eigenständig auf die Beine

stellen konnte und es uns gelungen ist, eine

Deutschlandtournee vor mehr als 10.000 Zuschauern

zu veranstalten. Es ist ein einmaliges

Gefühl, in einer großen Halle vor Standing

Ovations zu stehen und zu wissen, dass man

selbst alles erschaffen hat – vom einmaligen

Showerlebnis bis hin zur Gestaltung der Tickets

und zum Onlineshop.

orientiert. Den Anfang machten wir

mit Video- und Fotoproduktionen im

Werbebereich und waren bereits nach

kurzer Zeit für ein großes Einkaufszentrum

in Berlin engagiert.

In dieser Zeit kam uns auch die Idee

zu einem neuen Show-Konzept, das

mir Gelegenheit gab, neue kreative Inspirationen

zu entwickeln. Von der Leidenschaft

zur Kunst angeregt, entstand

Dance DaVinci – eine Show Vernissage,

bei der Tanz, LiveMusik und Malerei

aufeinander treffen und während der

Performance ein Kunstwerk aus den

Emotionen der Show entsteht. Von

dieser neuen Idee haben wir einen Film

gedreht, der dem niedersächsischen

Kulturminister im Kino vorgestellt wur-

Seit unserem Flug nach Dubai hat uns jedenfalls das

internationale Feeling gepackt. Wir haben drei Monate

in Dubai verbracht, sehr interessante Kontakte geknüpft

und bei Shows und Musikvideos mitgewirkt.

Derzeit sind Tomy und ich fast nur noch unterwegs.

Für verschiedene Robinson Clubs machen wir Shows

und Workshops. Gestartet in Italien, haben wir den

letzten Monat auf Fuerteventura verbracht und sind

aktuell in der Türkei.

Viel auf Reisen zu sein und immer auf

neue Orte und Menschen zu treffen,

erweitert meine Sicht auf die Welt. Für

mich ist es sehr wichtig, meinen Mindset

durch die Beschäftigung mit ganz

verschiedenen Bereichen und Themen

ständig zu erweitern. All das, was ich

aus der spannenden Zeit mitnehme,

alle Inspirationen und Erlebnisse werden

sich in der nächsten großen Show

widerspiegeln. Schon bald möchten

wir wieder in Deutschland ein großes

Showprogramm verwirklichen.“

Die Welt ist wie ein Buch.

Wer nie reist, sieht nur eine

Seite davon.

Fotos: ©Sarina Bremer

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Sabine

Fuchs

Ich bin rund,

na und?

Mein Weg zum

Best Ager- und

Plus Size-Model.

Fotos: © Gaby Muller

Lange hat es gedauert, bis ich zu einem positiven Körpergefühl

und zu viel Selbstvertrauen gefunden habe. Meine

eigene Mutter hat mir stets eingeredet, dass ich nicht schön,

sondern zu dick und kurvig bin! Und somit nicht in diese

Welt passe. Jedes Telefonat begann damit: „Was wiegst Du

heute?“ …und dann war Sie überglücklich, wenn sie weit

darunterblieb! Natürlich hat dieser Umstand lange Zeit an

meinem Selbstwertgefühl genagt, und an Modeln oder eine

Karriere auf dem Laufsteg habe ich nie gedacht. Ich erlernte

den Beruf der medizinisch-technischen Assistentin, heiratete

und bekam meine Tochter Kathrin, heute 36 Jahre alt. Nach

meiner raschen Scheidung war ich für 10 Jahre alleinerziehende,

voll berufstätige Mutti. Bis mein zweiter Ehemann

Matthias in mein Leben trat und sich für mich Vieles zum

Guten veränderte. Wir bekamen noch unseren gemeinsamen

Sohn Felix, heute 23.

Bis zum heutigen Tag erfahre ich von meiner Familie maximalen

Rückhalt, Unterstützung und Liebe. Nachdem die

Kinder größer wurden und ich mich im MTA-Beruf etabliert

hatte, kam bei mir der Wunsch auf, nochmal was ganz

Anderes, Neues zu wagen… Diesmal war es meine Tochter

Kathrin, die mich auf eine Zeitungsannonce einer Stuttgarter

Modelagentur aufmerksam machte, die Models jeden Alters

und jeder Konfektionsgröße suchte. Also habe ich mich flott

beworben und bin prompt genommen worden.

Schnell entdeckte ich, dass meine Qualitäten eindeutig auf

dem Laufsteg liegen und ich die Zuschauer und Kundinnen

mit meiner Ausstrahlung und Figur bezaubern konnte. Sie

können sich mit mir und meiner Konfektionsgröße 42 identifizieren,

auf einmal war ich „normal“ von Gestalt und Figur,

und meine Kleider wurden gekauft. Welch wunderbare

neue Erfahrung, ich hatte meinen vermeintlichen Makel zu

meinem Markenzeichen, zu ein Brand gemacht! Gleichzeitig

merkte ich, dass ich tolle Haare habe, meine Zahnlücke bei

Fotoshootings ganz bezaubernd aussieht und meine langen

schlanken Beine mit Schuhgröße 38 auch von Vorteil sind.

Natürlich war das alles super für mein Selbstbewusstsein und

heilte meine negativen Erfahrungen in Kindheit und Jugend.

Der Zeitgeist, dass Best Ager-Models auf einmal gefragt waren

wie nie, spielte mir in die Hände.

Seit 12 Jahren bin ich nun bei etlichen Agenturen in

Deutschland und Österreich gelistet und mache neben Modenschauen

auch Werbefilme und Fotoshootings. Meine

Mutteragentur ist Effenberg Models in Erfurt, Sie haben

gleich zu Anfang an mich und meine Fähigkeiten geglaubt.

Im November 2015 habe ich es ins Finale MISS 50 PLUS

GERMANY geschafft und wurde Vierte. Ebenfalls eine ganz

tolle und bereichernde Erfahrung in meinem Leben.

Leider konnte meine Mutter die Entwicklung vom vermeintlich

dicken Mädchen und Teenager zum erfolgreichen Best

Ager- und Curvy-Model nicht mehr miterleben, denn Sie

verstarb schon vor 20 Jahren an Krebs. Ich bin mir dennoch

ziemlich sicher, sie sieht stolz vom Himmel auf mich herab.

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….»Surm Shoots Photography

in Kürze in Berlin

bei einem Projekt mit

«24me»

Wer noch Interesse hat mit mir

zusammen zu arbeiten – bitte PN»

So lautete meine Story auf Instagram,

da es ein glücklicher Zufall wollte, dass

ich ein tolles Fotoshooting mit der aktuellen

«Miss Berlin» organisieren durfte.

Zeitsprung…..10 Minuten nach dem

Post: «Sie haben eine neue Nachricht»……öffnen…..

Wuhuuuuu…..meine Augen fassten es

nicht aber wer sich da gemeldet hat für

eine weitere Zusammenarbeit konnte

ich kaum glauben: Niemand geringeres

als TANJA BÜLTER, eine doch sehr

bekannte RTL Moderatorin, Bloggerin

und daher in der deutschen Celebrity

Szene eine sehr bekannte Person. Tanja

fragte mich, ob ich mein Berlin Projekt

noch mit einem weiteren Fashion Projekt

für «24 ME» (www.24me.de)

verbinden möchte, in welchem auch ein

ganz bekanntes deutsches Gesicht aus

diversen deutschen TV Sendern mitwirkt:

Annett Möller – wer kennt sie

nicht?

Nach erster gemeinsamer Kommunikation

und Organisation des geplanten

Shootings, war der grosse Tag endlich

gekommen. Ich stand im Flughafen

Zürich am Gate und wartete doch sehr

früh auf meinen Flieger, der mich innerhalb

einer Stunde in die deutsche

Hauptstadt befördern durfte.

Die Zeit war knapp, da um diese Zeit

doch schon sehr viel los war. Endlich

war ich an der Sicherheitskontrolle

angekommen und musste JEDEN EIN-

Fotos: © Roland Surm

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mitteilen: Leider hat sie die Grippe

erwischt und lag mit Fieber im Bett

– also war dieses Projekt leider kurzfristig

geplatzt – so konnte ich meine

ganze Energie aber nun auf «24 ME»

(www.24me.de) mit Tanja Bülter und

Annett Möller bündeln.

Nachricht von Tanja: «Roland, kannst

du bitte ins Hotel «De Rome» kommen?

Wir möchten das Projekt dort durchführen»

ZELNEN Akku meiner Kamera und

sonstiges elektronisches Equipment

vereinzelt durchleuchten lassen, welches

ich aus Sicherheitsgründen ausschliesslich

im Handgepäck befördern

durfte. UMSTÄNDLICH…….puuuuhh

und die Zeit verging……tick…tack….

tick….tack…..nur noch 10 Minuten bis

zum Check In….schaffe ich das noch???

Herzklopfen……

Endlich am Gate angekommen, wurde

ich auch schon von einer charmanten

Mitarbeiterin begrüsst, dass ich gerne

gleich «boarden» darf. JUHUUU, ich

habe es geschafft – endlich im Flieger

nach Berlin!

Dort angekommen hatte ich einen

Bären-Frühstücks Hunger und überfiel

erstmal das nächstbeste Cafe am

Berliner Flughafen Tegel. Kaffee und

eine Stulle – das was ich jetzt brauche –

POWER für den ersten Tag.

Ortswechsel: Outside – «Hallo bitte

TAXI» - und schon hörte ich eine

freundliche Berliner Männerstimme

«kemn se rinn – wo solls n hin jehen»?

Nach einer netten Konversation während

der Fahrt, wurde ich an meinem

Hotel abgeliefert. Klein aber fein . zum

übernachten reichts und das Frühstück

soll dort mega sein!

Im Zimmer angekommen, dachte ich

WOW – Edler Altbau – mega hohe

Räume aber es hat definitiv etwas! Ich

räumte mein fotografisches Equipment

aus und und stellte alles bereit für meine

kommenden Projekte .

Smartphone…….Blick….Nachricht……öffnen:

Es war Miss Berlin

und musste mir etwas weniger schönes

Foto: © Roland Surm

Equipemt gepackt – die Treppen heruntergerannt

und ins Taxi gestiegen,

welches ich zuvor gerufen hatte: «bitte

zum Hotel «de Rome»

Taxifahrer: «Haben se wat besoderes

vor» ?

Ich: «ähm, ja – ich habe jetzt ein Fashion

Shooting mit Tanja Bülter und

Annett Möller»

Taxifahrer: «Jut Jut, die bedn kenn icke

– besonderes Fleckchen ham se sich

raus jesucht»

Am 5 Sterne Palast angekommen: Mir

wurde von einem nobelst gekleideten

Herrn die Türe geöffnet und von einem

zweiten Nobelmann mein Equipment in

die Lobby getragen……

(Ich bin doch NUR der Fotograf) dachte

ich ……aber okay, warum soll ich

auch nicht dieses Gefühl einmal erleben

dürfen….smile….

In der edlen Lobby voller Marmor,

Brunk und Schmuck angekommen,

nahm ich auf einem teueren Ledersessel

Platz und wartete kurz. Auf einmal

kam ein gut aussehender Jungspund auf

mich zu und stelle sich vor: «Hey, ich

bin Tim – der Videograph»

So wusste ich also, dass ich mit den

beiden Celebrities nicht alleine war,

sondern einen kreativen Partner an

meiner Seite hatte. Wir plauderten über

Technik, Kameras, Shootings usw. Tim

war auch ein guter Berliner Fotograf

aber diese Rolle durfte heute ich übernehmen.

Lift-----Klingggggg – Lifttüre auf und auf

einmal stand sie vor uns in Ihrer bezaubernden

blonden Schönheit: Tanja Bülter

persönlich begrüsste uns herzlich und

nahm uns mit nach oben in die Maske.

Wir betraten ein edles Hotelzimmer,

welches als Schmink und Styling Raum

umfunktioniert wurde. Mit einem

lauten «Hallo» wurden wir von all den

anderen begrüsst. «Ich bin Annett, freut

mich sehr» sagte eine ebenso tolle junge

Lady mit strahlenden Augen.

Visagisten, Friseure, Stylisten usw. waren

auch Vorort.

Als nächstes ging ich mit Tim raus auf

die Dachterrasse, wo das erste SET

stattfinden sollte. Wir richteten unser

Equipment und machten ein paar Probeläufe

mit der Technik bis die beiden

Ladies bereit waren.

Als erstes Intro mit Ansprache und

Hintergrund Berliner Fernsehturm

drehten und shooteten wir bis die ersten

Aufnahmen im Kasten waren.

Ortswechsel und Outfitwechsel. Wir

wurden runter zum Hoteleingang beordert,

wo wir ein paar Street Fashion

Aufnahmen mit den Models realisiert

haben. Danach gings mitten durch die

Stadt, dann auf einen grossen Platz –

ein paar Aufnahmen auf einer grossen

Treppe und nun zurück ins Hotel.

Nächster Outfitwechsel: Nun waren

Bilder und Filmsequenzen in der Hotel

Lobby dran. Danach gings wieder ins

Zimmer, in welchem nun Wellness Aufnahmen

im Bett und Badezimmer realisiert

wurden.

Nach diesem «Take» war für Tim

Schluss und wir verabschiedeten uns

von ihm. «DICH brauchen wir aber

noch» hörte ich die beiden Ladies sagen

– denn jetzt benötigen wir noch Aufnahmen

für Weihnachten und Silvester

unten in der Lobby, Restaurant und Bar.

Nochmals ein kurzer Outfitwechsel

in edlem Weihnachtlichem Style und

schon gings wieder ein paar Stockwerke

tiefer. Aufnahmen in einem edlen

Restaurant – danach in der Lobby mit

Weihnachtsschmuck, dann in der Bar

im Silvester Style und Champagner du

ganz zum Schluss noch spassige Aufnahmen

mit Lebkuchenherzen, welche

wir aus dem Zimmer mit nach unten

genommen haben.

KLICK…….der letzte Schuss aus meiner

Alpha und endlich FEIERABEND

nach einem mehrstündigen bewegten

Projekt mit 2 ganz tollen Ladies! Wir

sassen noch ein wenig beieinander

und quatschten. Dann verabschiedeten

wir uns herzlich und ich fuhr mit dem

Taxi wieder an den Flughafen, wo mein

Schweizer Flieger mich wieder sicher

nach Zürich beförderte.

Nachbrenner: Eine kleine Zusammenfassung

dieses Fashion Projektes ist

auf YOUTUBE unter folgendem Link

zu sehen: https://www.youtube.com/

watch?v=7VR-LC7n3ac

Foto: © Roland Surm

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Interview

mit Model

NINA

UNGERER

Ewa: Wie kamst Du zum Modeln?

Nina: Klassisch durch eine Misswahl, 2005 am

Bodensee in Friedrichshafen. Ich war damals

schüchtern, wollte vor dem Finale schon abreisen

und hätte wirklich nie im Leben damit

gerechnet, die Wahl zu gewinnen. Durch diese

Wahl gewann ich ein Shooting mit einem Profi-

Fotografen, und so startete langsam, aber stetig

meine Karriere.

Wie lange modelst Du bereits?

Seit 2005

Was macht Dir an Deinem Job am meisten

Spaß?

Die wundervollen Locations, Orte und Menschen,

die ich kennenlerne. Ich bin jedes Mal so

dankbar, wenn ich wieder einen tollen Job für

ein Hotel oder andere schöne Dinge habe.

ninamariaanna

Was inspiriert Dich als Model?

Mich inspiriert, wie man durch Bilder Stimmungen

und Emotionen transportieren kann.

Was gefällt Dir an Deinem Job am wenigsten?

Was mich am meisten stört, sind mit Sicherheit

die Oberflächlichkeiten dieser Welt… alles wird

aufs Äußere reduziert. Damit muss man umgehen

können. Gelingt mir nicht immer gut!

Was sind Deine Ziele für die Model-Karriere?

Seit Corona ist alles sehr abgeschwächt; ich

würde mich über mehr neue Auftraggeber und

Shootings sehr freuen.

Wie gehst Du als Model mit Ablehnung um?

Ablehnung ist ein Teil unseres Lebens. Ich denke,

sie spiegelt mir vor allem die Punkte, die

ich an mir selbst ablehne, und bietet mir somit

eine Chance zur Veränderung, Dinge triggern

uns nur, wenn sie ein Thema berühren, das uns

tatsächlich betrifft und beschäftigt. Daran muss

man dann arbeiten.

Welchen Beruf würdest Du ausüben, wenn

Du nicht Model wärst?

Ich mache vieles noch nebenbei und arbeite

auch als Fitness-Trainerin. Das entstand zwar

eher aus der Not heraus, macht mir aber unfassbar

viel Freude. Des Weiteren interessiere

ich mich sehr für Spiritualität, hier habe ich

auch ein paar Träume.

Was machst Du neben deinem Model-Job?

Generell viel Sport. Ich habe ein Haus und paar

Tiere zu versorgen und reise sehr gerne nach

Mallorca.

Wie viele Schuhe hast Du zuhause?

Die sollte ich wohl mal zählen, jedoch werde

ich nicht alle finden - sie sind überall!

Liebe Nina, vielen Dank für das Interview

Fotos: © Manfred Johan

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Das Interview mit der charmanten

und leidenschaftlichen

Sängerin & Songwriterin

HENRIETTE

Henriette, die Arbeit an Deinem Album ist

in den letzten Zügen. Es soll aber bereits am

23. September erscheinen. Von daher ist nicht

davon auszugehen, dass es keine physische

Veröffentlichung geben wird. Warum nicht?

Zugegeben, ich habe lange darüber nachgedacht,

ob es sich noch lohnt, das Album auch

physisch zu veröffentlichen. Meine nostalgische

Seite, die mit Kassetten und CDs aufgewachsen

ist, ist natürlich ohne Wenn und Aber dafür.

Gleichzeitig sieht die Realität so aus, dass die

meisten Leute Musik heutzutage streamen.

Viele U40-Menschen haben höchstens noch

ihre alte Stereoanlage zu Hause bei den Eltern,

um damit im Weihnachtsurlaub die alten Britney

Spears-Platten zu hören. Dazu gehöre ich

übrigens auch. Eine CD ist heutzutage für die

meisten eher ein Liebhaberstück. Schade, aber

wahr. Hinzukommt, dass uns die aktuelle Lage zum Sparen

zwingt. Ein Album kaufen, wenn man es auch streamen kann,

kommt für viele nicht in Frage - was mich zwar traurig macht,

ich aber auch verstehe. Auch weiß man als Musikerin heutzutage

nicht, wie oft man aufgrund der Corona-Lage überhaupt live

spielen und dementsprechend auch CDs verkaufen kann. All

diese Gründe haben letztlich dazu geführt, dass ich mich gegen

eine physische Veröffentlichung entschieden habe.

Das ist absolut nachvollziehbar. Aber wie siehst Du das: Ist

ein rein digitales Album ein Album zweiter Klasse?

Hm, der Gedanke kam mir ehrlich gesagt noch nie. Die Art der

Veröffentlichung sagt ja nichts über die Qualität und Originalität

der Musik aus.

Sind in die Albumveröffentlichung eigentlich eine Plattenfirma

oder ein Management involviert oder machst du alles

selbst?

Nein, ich mache vom Schreiben des Songs über das Planen des

Musikvideo-Drehs bis hin zum Liveauftritt alles selbst. Aber ich

habe ein ganz, ganz tolles Team aus geschätzten Kolleginnen

und Freundinnen an meiner Seite, die mich unterstützen und

deshalb ihre Kunst - etwa Videographie, Fotographie, Styling,

Makeup und Choreographie - auch für mein Projekt zur Verfügung

stellen. Dafür bin ich sehr dankbar. Ohne sie würde das

nur halb so gut gehen.

Deine aktuellen Pressebilder erwecken den Eindruck einer

tiefgründigeren und reiferen Künstlerin. Täuscht das oder

hat sich in den letzten Monaten etwas bei dir verändert? Du

hast ja auch Anfang des Jahres mit der Ankündigung der

Single „Dear Shadow“ gesagt, dass du mit dem Song nicht

nur ein neues Kapitel, sondern ein neues Buch aufschlägst.

Wie genau war das gemeint?

Das kann ich ohne Umschweife mit „ja“ beantworten. Ich denke,

die letzten Monate haben uns alle geprägt und teilweise auch

verändert.

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Impressum

Chefredakteurin / Verlegerin

Ewa Haas-Stark

Elmblick 17, 38162 Cremlingen

Tel.: 017683404365

TALK

von Klaudia Gräfin

von Rank

Raindrops are falling

on my head

Man musste über Dinge nachdenken,

von denen man gehofft hatte, nie darüber

nachdenken zu müssen. Viele haben

Dinge gefühlt, die sie nie fühlen wollten.

Das macht etwas mit einem.

Man sagt, ein kreatives Herz muss leiden,

um sein Bestes geben zu können

- und da ist was Wahres dran. Auch ich

gehöre zu den Tausenden von Kulturschaffenden,

die sich die Frage stellen

mussten, wie es weitergeht. Ob es

überhaupt weitergeht. Aber trotz der

Schwierigkeiten habe ich für mich entschieden,

dass ich mich durchbeißen

werde. Es klingt vielleicht abgedroschen,

aber ich bin nicht so weit gekommen,

um nur so weit zu kommen.

Um nicht unterzugehen, habe ich in

Berlin eine Weiterbildung zur Trauerrednerin

gemacht, was mich durch die

schlimmsten Corona-Tiefs gerettet hat.

So konnte ich meine Brötchen bezahlen

und gleichzeitig auch etwas fürs Album

ansparen. Ein neues Buch wird das neue

Album sowohl musikalisch als auch

thematisch.

Was kannst du bereits über das Album

verraten? Wie wird es heißen? Worum

geht es in den Songs und mit wem

sind sie entstanden?

Das Album beinhaltet inklusive Prolog

und Epilog acht Titel und handelt von

den Gefühlen, die einem oft abgesprochen

werden, für die man sich schämt,

die in den Schattenbereichen unserer

Herzen verborgen liegen. Jeder von uns

hat innere Kämpfe auszutragen, manche

davon sind klein, andere groß. Diejenigen,

die behaupten, keine zu haben,

kämpfen vielleicht sogar am härtesten.

Ich finde es wichtig, noch offener über

diese Emotionen zu sprechen, sie aufzufangen

und sie nicht zu bewerten oder

gar abzuwerten. Im Grunde gibt es keine

schlechten Emotionen. Es gibt nur

schlechte Wege, damit umzugehen.

Was uns alle verbindet, ist der Wunsch

nach Geborgenheit, nach Glück, nach

dem Gefühl, geliebt zu werden. Dieses

Streben ist ein Urwunsch und möglicherweise

unsere größte Stärke. Wenn

wir uns erinnern, dass wir das Recht

haben, Liebe und Licht zu erfahren, ist

der Schatten nichts weiter als ein notwendiger

Wegbegleiter.

Geschrieben habe ich die meisten der

Songs zusammen mit Adam Ollendorff,

meinem Produzenten aus Nashville, der

das Album auch in liebevollster Kleinstarbeit

produziert hat.

Deine neuen Singles geben einen

ersten Einblick in deine eigene Musikrichtung,

die du selbst Cindie-Folk

bzw. Cinematic Indie Folk nennst.

Wie bist auf die Idee gekommen, Indie

Folk mit filmischen Elementen zu

kombinieren?

Schon als Kind hatte ich zwei sehr

ausgeprägte Seiten in mir. Entweder

ich war ausgelassen und voller Action

mitten im Geschehen oder ich war introvertiert

und in Gedanken versunken

irgendwo im Wald. Das hat sich bis

heute eigentlich nicht geändert; das sind

die beiden Pole, die mich zusammenhalten.

Von daher spiegelt sich das auch

in meiner Musik wider.

Ich liebe das Handgemachte, das

Pure und Unverfälschte, im gleichen

Atemzug liebe ich aber auch große

Emotionen und gutes Drama. Die

Idee, cinematische Elemente mit handgemachten

zu verbinden, war keine

bewusste Entscheidung, sondern wuchs

aus den Emotionen, die ich mit meiner

Musik ausdrücken möchte. Es ist aber

interessant, wie man manchmal selbst

zurückschaut und denkt: „Klar, ist ja

ganz logisch, dass das so klingen muss!“

Diesen kreativen Selbstentdeckungsprozess

liebe ich.

Wie kam es zu der Entscheidung, dem

Country-Pop den Rücken zuzuwenden?

Auch das war keine bewusste Entscheidung,

sondern eher etwas, das sich

innerhalb des letzten Jahres entwickelt

hat. Ich liebe es, in Bewegung zu sein

und mit dem Flow zu gehen. Vor vier

Jahren floss dieser vielleicht als kleines

Bächlein durch eine sonnige Kakteenwüste.

Danach wurde er etwas größer

und bahnte sich seinen Weg durch eine

hügelige Landschaft, bis er sich nun als

junger Fluss in einem wunderschönen

Wald neu entfalten kann. Der Herzschlag

meiner Musik bleibt allerdings

derselbe: Geschichten von mir zu dir,

direkt aus dem Tagebuch - nur diesmal

halt eben aus einem, das normalerweise

verschlossen ist.

Wie ist dein Eindruck - wirst du als

deutsche Künstlerin in Nashville von

den dortigen Profis respektiert oder

sehen sie in dir einen Paradiesvogel?

Ich denke, sie sehen in mir einen überaus

gut organisierten Paradiesvogel, den

sie respektieren und wertschätzen. Was

seltsam ist, da ich mich selbst als chaotisch

bezeichnen würde.

Graut es dir als Kulturschaffende

mit Blick auf die aktuellen Corona-

Zahlen und die evtl. hohe Dunkelziffer

an Infizierten vor dem Herbst?

Absolut - und nicht nur wegen der

Corona-Zahlen. Überhaupt finde ich

die Zeit gerade besonders herausfordernd

und schwierig - für alle.

Ein Grund mehr, die Hoffnung nicht

aufzugeben und sich gegenseitig zu

unterstützen. Und auch ab und zu mal

im Wald laut zu schreien. Glaubt mir

- das hilft wirklich.

Interview: Kai Florian Becker

Vertrieb

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Erhältich pro Ausgabe

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Chefredakteurin Ewa Haas-Stark

(V.i.S.d.P.)

ewa@ewas-place.de

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Ewa Haas-Stark

ewa@ewas-place.de

Gestaltung

Magdalena Barge

info@werbung-best-image.de

0160 - 91566522

Bildnachweis

Inhalt: 123rf.com, Adobe Stock

und wie angegeben

Klaudia Gräfin von Rank Modetrends

Klaudi__official

Nun ist es da,

das Regenwetter.

Tatsächlich war dieser Sommer ja zu heiß und

trocken, sodass man sich über den Regen im

Herbst eigentlich freuen sollte.

Doch was macht die Mode daraus?

Keine Sandalen und offenen Schuhe mehr, sondern

Gummistiefel und Sneakers müssen her …

Aber – sind Gummistiefel

wirklich die erste Wahl?

Ich würde sagen : JA

Gummistiefel kannte man

bisher nur in schwarz oder

quietschgelb … doch …

z.B. Philipp Plein und Celine

haben es vorgemacht.

Auch Gummistiefel können

ein Highlight am Fuß sein,

oder?

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Foto: © Charlie Wills

Roberto Cavalli Milan

Designer Fausto Puglisi Italy

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