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Ausgabe 16 | 2022 • 27. September 2022

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Medieninhaber, Verleger:

Oberländer VerlagsGmbH

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Herausgeber:

Günther Lechner, Wolfgang Weninger

Redaktion:

Peter Bundschuh (pb), Agnes Dorn (ado),

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Peter Leitner (pele), Irmgard Nikolussi (irni),

Christian Novak (novi),

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Johanna Tamerl (jota), Lisi Zangerl (lisi)

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Druck: Walstead NP Druck GmbH

Die nächste Ausgabe

erscheint am 11. Okt. 2022

2 27. September 2022

Der Ausstellungsreigen in der renommierten

Imster Galerie Theodor von

Hörmann präsentiert heuer ausschließlich

Werke von Frauen. Mit Gabriele

Werner-Felmayer und Helene

Keller zeigen derzeit zwei Akademikerinnen,

die eigentlich Biologie studiert

haben, ihre künstlerische Seite. Die

Poesie der Worte und die Tonkunst

aus Keramik stellen eine beeindruckende

Wechselwirkung der an die

Wand geschriebenen Texte und der

bunt geformten Skulpturen dar. Die

Vernissage der noch bis Ende Oktober

laufenden Ausstellung war ausgezeichnet

besucht.

1 Dr. Gabriele Werner-Felmayer

lehrt an der Medizinischen Universität

als Professorin Mikrobiologie,

in Imst präsentiert sie ihre literarischen

Texte. Dr. Helene Keller,

Biologin und Philosophin, zählt

seit vielen Jahren zu den renommierten

Keramikkünstlerinnen in

Tirol.

2 Die Imster Kulturreferentin Barbara

Hauser und der Leiter der

Stadtgalerie Mathias Gottstein

freuten sich über zahlreichen Besuch

bei der Vernissage.

3 Zwei kunstinteressierte Imster:

Herbert Trenkwalder und Erich

Riha genossen den Smalltalk bei

der Eröffnung.

4 Der Vizepräsident der Tiroler Arbeiterkammer

und ehemalige Imster

Kulturreferent Christoph Stillebacher

bewunderte mit seiner Frau

Katrin die aktuelle Kunstschau.

5 Der Imster Textilunternehmer Gerd

Gottstein und seine Frau Ursula

kamen zur ersten von ihrem Sohn

Mathias organisierten Ausstellung.

6 Ranghöchster Politiker unter den

Gästen: Vizebürgermeister Thomas

Schatz und seine Partnerin

Marion Thaler zeigten sich von

den Werken begeistert.

7 Silvia Schöpf und ihre Tochter

Nina genossen den Abend mit

Schwägerin Maria Trenkwalder.

8 Galeriemitarbeiterin Christa Böhm

und ihre Tochter Theresa, Studentin

der Politikwissenschaft, kümmerten

sich um die Bewirtung der

Gäste.

9 Die Optikerin Margit Palmetshofer-Fillafer

und ihr Mann Markus

Fillafer, Geschäftsführer beim Tiroler

Bildungsservice, waren ebenfalls

bestens gelaunt.

20 Millionen für den guten Zweck

Die 1386 von Heinrich Findelkind gegründete

Bruderschaft St. Christoph

verschreibt sich der finanziellen Unterstützung

unverschuldet in Not geratener

Familien. Die karitative Vereinigung

zählt mittlerweile über 23.000

Mitglieder. Nun konnte ein besonders

erfreuliches Jubiläum begangen

werden: Der 20-

millionste Euro wurde

vergeben – jeweils 50.000

Euro ergingen an Frauenhausprojekte

in Tirol und

Vorarlberg. Die offizielle

Scheckübergabe erfolgte

in Anwesenheit von

Schatzmeisterin Gerda

10 Die Imster Künstlerin Daniela

Pfeifer, Ehefrau des Holzindustriellen

Michael Pfeifer, im Gespräch

mit dem ehemaligen Professor

der Handelsakademie Manfred

Thurner, der sich in Imst bei

vielen Kulturinitiativen seit Jahren

mit Rat, Tat und Textkompetenz

engagiert.

11 Zwei Oberländer Künstlerinnen, die

sich mit ihren Werken längst einen

guten Namen gemacht haben: Daniela

Senn und Prof. Dora Czell.

12 Daniela Braun, Gattin des Landecker

Radsport-Experten Anton

Braun, kam mit ihrer in Fließ lebenden

Schwester Marlene Partl.

13 Die Imsterin Irene Maurer-

Schwetz bestaunte die Werke mit

Antonia Werner, der Tochter von

Gabriele Werner-Felmayer.

Werner, NR Lisi Pfurtscheller, Gabi

Plattner (GF Frauenhaus Tirol), Doris

Müller (Caritas Haus Mutter & Kind

Feldkirch), Bischof Benno Elbs (Präsident

der Bruderschaft St. Christoph),

Gabriele Graf (LA Vorarlberg) und

Bruderschaftsmeister Adi Werner.

Fotos: Eiter

Foto: Elisabeth Zangerl


Menschliche Wertschätzung als Vermächtnis

Mag. Gerhard Gstettner verlässt nach zehn Jahren den Pitztaler Tourismusverband

Er war ein ganz ein feiner Chef,

sagen seine Angestellten. Wertschätzend,

achtsam und auf Augenhöhe

mit seinem aus 21 Mitarbeiter:innen

bestehenden

Team. Jetzt zieht er weiter und

sucht eine neue berufliche Herausforderung.

Gerhard Gstettner,

studierter Sportwissenschaftler

und Mathematiker aus

Tschagguns im Vorarlberger

Montafon, verlässt nach zehn erfolgreichen

Jahren als Geschäftsführer

des TVB Pitztal seine wie

er sagt „lieb gewonnene zweite

Heimat“. Der 50-Jährige hat viele

Spuren hinterlassen. Zahlreiche

innovative Projekte sowie

positive Zahlen bei Umsätzen

und Nächtigungen prägen seine

Bilanz.

Genau zehn Jahre und sieben Monate

stand der am 1. Februar 2012

engagierte Manager auf der Kommandobrücke

des Pitztaler Tourismusverbandes.

„Jetzt ist der Zeitpunkt

gekommen, an dem sich die

verantwortlichen Funktionäre einen

neuen Weg in die Zukunft

wünschen. Und auch ich selbst

kann noch einmal neu durchstarten“,

kommentiert Gstettner das

Ende einer erfolgreichen Ära professionell

sachlich und betont,

man habe sich im Einvernehmen

und im Guten getrennt. Emotional

verabschieden wollte er sich

aber auch. Und so lud er an seinem

letzten Arbeitstag Freunde,

Kollegen, Mitarbeiter und Unternehmer

zu einem Umtrunk. „Mir

war der wertschätzende Umgang

Gerhard Gstettner hat mehr als zehn Jahre lang als Tourismusdirektor die Ferienregion

Pitztal geprägt. Jetzt sucht der sportliche Mathematiker eine neue Herausforderung.

An Angeboten fehlt es nicht.

Foto: Eiter

mit allen Menschen immer sehr

wichtig. Egal ob Hoteliers, Vermieter,

Seilbahnbetreiber, Angestellte

oder Gäste – ein gutes Miteinander

ist letztlich das Geheimnis

des Erfolges“, betont Gerhard

zum Abschied noch einmal seinen

Arbeitsstil.

Der beste Sommer

Dass er dabei als aktuelle Bilanz

„den besten Sommer aller Zeiten“

ins Treffen führen kann, macht

den Touristiker natürlich stolz.

„Das Pitztal ist mit 1,1 Millionen

Nächtigungen, davon bereits

420.000 im Sommer, eine erfolgreiche

Destination. Zahlreiche

Kooperationen, eine neue Markenstrategie,

eine gemeinsame

Webseite, ein eigener TV-Kanal

und die Steigerung der Bergsportkompentenz,

die neben Familien

auch viele junge Gäste ins Tal

lockt, sind nur einige der Erfolgsfaktoren,

die das Dach Tirols, wie

wir das Pitztal nennen, zum beliebten

Urlaubsziel machen“, sagt

Gstettner, der einst selbst als

Schwimmer und Volleyballer erfolgreich

Wettbewerbe bestritten

hat. Und den Sport in freier Natur

sieht er auch weiterhin als große

Chance für seine „zweite Heimat“.

Neben Wandern, Berglaufen,

Mountainbiken sind für den

scheidenden Chef auch moderne

Sportarten wie Slacklinen, Eisklettern

oder digitale „Schnitzeljagden“

wie das demnächst stattfindende

europäische Geocoin-Festival

vielversprechende Ergänzungen

zum Wintersport.

Mitarbeiter ansiedeln

Neben dem größten Kapital, der

einzigartigen Natur- und Kulturlandschaft

im Gebirge, sieht der

Akademiker in der Rekrutierung

neuer Mitarbeiter für die Betriebe

die größte Herausforderung für die

Zukunft. „Wir haben dafür zuletzt

eine eigene Strategie für die Arbeitgebermarke

Pitztal erarbeitet. Das

geht so weit, dass wir künftig wohl

ganze Familien aus dem Ausland

bei uns ansiedeln müssen und denen

Wohnungen, Kinderbetreuung,

leistbare Mobilität und ähnliches

anbieten müssen. Das Wichtigste

dabei ist, dass sich die Arbeitgeber

auf Augenhöhe mit ihren Beschäftigten

begeben müssen. Junge

Leute wollen ernst genommen

werden und mitreden. Zu einer

nachhaltigen Entwicklung einer

Ferienregion gehören auch Faktoren

wie der Verkehr, das soziale Leben,

der Umgang mit den Naturressourcen

sowie die ständige Ausund

Weiterbildung“, beschreibt

Gerhard seinen modernen Ansatz

von Management.

Offen für Neues

Gstettner selbst genießt vorerst bis

Ende des Jahres seinen wohlverdienten

Urlaub und will sich universitär

im Bereich der Nachhaltigkeit

weiterbilden. Um seine Zukunft

macht er sich keine Sorgen.

„Schon wenige Tage nach Bekanntwerden

meines Abschieds

sind gleich fünf attraktive Jobangebote

an mich herangetragen

worden. Wofür genau ich mich

entscheiden werde, weiß ich noch

nicht. Obwohl ich nach wie vor

für den Tourismus brenne, kann es

auch sein, dass ich in einer ganz

anderen Branche lande“, schmunzelt

der sympathische Menschenfreund.

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27. September 2022 3


Die Ötztaler feierten die Eröffnung ihres neuen Wasserkraftwerkes bei einem Volksfest

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Mit einem Tag der offenen Tür für die

lokale Bevölkerung wurde das neue

Wasserkraftwerk Tumpen-Habichen

nach knapp zweieinhalb Jahren Bauzeit

offiziell in Betrieb genommen. Die

Segnung der Anlage und der offizielle

Festakt im Beisein zahlreicher Prominenz

wurde durch ein eigenes Zelt,

das von den örtlichen Vereinen betreut

wurde, zu einem freudigen

Volksfest.

1 Stolze Schützen aus Umhausen.

Johann Scheiber und Reinhold

Leiter freuten sich über eine gelungene

Salve.

2 Auch Schützenhauptmann Alois

Köfler und Marketenderin Jana

Holzknecht genossen den feierlichen

Festakt.

3 Stramm stehende Feuerwehrmänner

aus Oetz. Karl Covi, Alois

Santer und Reinhold Gritsch

zeigten sich stolz in ihren Uniformen.

4 Hübsche Ötztalerinnen in der

Tracht: Carmen Brüggler, Yvonne

Fiegl und Julia Mair von der Musikkapelle

Tumpen.

5 Die ranghöchsten Politiker genossen

das Bad in der Menge. Der

Oetzer Bürgermeister Hansjörg

Falkner, Landeshauptmann Günther

Platter, sein designierter

Nachfolger Landesrat Anton Mattle

und der Umhauser Dorfchef

und Landtagsabgeordnete Jakob

Wolf.

6 Die beiden stattlichen Kanoniere

Max Reich und Leander Kuprian

aus Tumpen ernteten für ihre Böllerschüsse

viel Applaus.

7 Markus Weber, Kapellmeister der

Musikkapelle Tumpen, flankiert

von den Marketenderinnen Maja

Frischmann und Romina Maurer,

dirigierte gleich mehrere Festmärsche.

8 Bruno Swoboda aus Oetz und

Manfred Mayr aus Silz von der

Gruppe „Wellerbrüggler“ sorgten

für die musikalische Unterhaltung

im Festzelt.

9 Die Stollenpatin Margit Swoboda,

ehemalige Gemeinderätin aus

Oetz, durfte sich über einen bunten

Blumenstrauß freuen.

10 Franz Gstrein aus Oetz, Walter

Maurer aus Tumpen und der pensionierte

Chef eines Inkassobüros,

Emil Pechtl aus Imst, präsentierten

sich in bester Laune.

11 Hansjörg Swoboda, Chef der

„Wellerbrüggler“, mit seinen Musikfreunden

Florian Hafele aus

St. Anton und Martin Swoboda

brachten viel Schwung in das

Festzelt.

12 Annette Ausserer, ihre Mama Renate

Ausserer und Marie-Therese

Speckle stellten sich für die

Jungbauern als Festzelt-Bedienerinnen

zur Verfügung.

13 Auch Sarah Prantl, Alisa Mair

und Anita Pirchner standen im

Auftrag der Gemeinde im Festzelt

im Einsatz.

14 Die beiden Bierzapfer Ronald

Auer und Martin Klotz von der

Feuerwehr Oetzerau nahmen ihren

„Löschauftrag“ der Besucher

ernst.

17

15 Markus Mair, Christian Pirchner

und Fabian Pirchner von der Musikkapelle

Oetz halfen ebenfalls

beim Ausschank.

16 Den geistlichen Segen für das

neue Kraftwerk spendeten der

Oetzer Pfarrer Andreas Agreiter

und der Pfarrer von Umhausen

Thaddäus Slonina.

17 Klaus Auer, Geschäftsführer und

Gesellschafter des neuen Kraftwerkes,

freute sich mit seiner

Gattin Johanna, die als „Kraftwerks-Mama“

einen Blumenstrauß

erhielt.

Fotos: Eiter

4 27. September 2022


Wenn eine Theater-Szene Wirklichkeit wird…

Silvia Placido-Bauer ist von Pozuzo nach Tirol gezogen und hat hier ihr Glück gefunden

Meist ist es umgekehrt: Tiroler

leben im peruanischen Dorf Pozuzo.

Im Fall von Silvia Placido-

Bauer ist es anders – sie hat es der

Liebe wegen nach Tirol verschlagen.

Genau genommen ins Lechtal,

wo sie lebt, fleißig Deutsch

lernt und kürzlich eine Ausbildung

zur Köchin absolviert hat.

Was sie heute an ihrem neuen Leben

in Tirol liebt, ist die schöne

Natur, die Kultur, das Bildungsoder

Gesundheitssystem und die

vielen Chancen, die einem hier

eingeräumt werden. „Ich bin sehr

dankbar dafür, eine neue Zukunft

in Tirol zu haben“, sagt Silvia Placido-Bauer,

die gesteht, „die Tiroler

Berge und den wunderschönen

blauen Himmel“ lieben gelernt zu

haben, mittlerweile auch die vier

Jahreszeiten: „Anfangs musste ich

mich erst an die Kälte und den

Schnee gewöhnen“, gesteht sie.

Aufgewachsen ist die 33-Jährige in

Sereno, einem Weiler von Pozuzo,

sie erzählt: „Meine Kindheit war

sehr schön, ich genoss die Natur,

unsere Familie besuchte jeden

Freitag den Opa, um auf der Farm

zu helfen – hier wurden Reis, Bananen,

Süßkartoffeln und Bohnen

angebaut.“ Angesprochen auf ihre

Kindheit, erinnert sich Silvia Placido-Bauer

an eine lustige Anekdote:

„Wenn ich nachmittags nach

der Schule in den Pool schwimmen

wollte, sagte unsere Lehrerin,

dass Schwimmen zwar schön ist,

aber wir zuerst typische Tiroler

Tänze und Deutsch lernen sollen.“

DJ Ötzi und Bananenstrudel

Die Menschen in Pozuzo leben

hauptsächlich vom Tourismus, der

Landwirtschaft, der Viehzucht,

der Imkerei und dem Kaffeeanbau.

„Es gibt drei Kulturen: die Yamuesha

(Ureinwohner), die österreichisch-deutsche

und die Menschen

der Anden“, erzählt Silvia –

sie hat übrigens eine Tante, deren

Familie einst aus Landeck nach

Pozuzo eingewandert ist und ergänzt:

„Meine Familie ist der Andenabstammung

zuzuordnen –

meine Großeltern sind einst wegen

des Terrorismus nach Pozuzo

ausgewandert.“ Ihre Eltern wurden

dann in Pozuzo geboren: „Sie

erzählten mir, dass es damals sehr

schwierige Jahre waren, aber auch,

dass sie mit den Deutschen und

Österreichern gut zusammengearbeitet

haben und sich gegenseitig

geholfen und Neues gelernt haben.“

Noch heute sind Gemeinsamkeiten

ersichtlich, wie sie erklärt:

„Getanzt werden in der Disco

Tiroler Tänze, auch hört man

dort DJ Ötzi“ und: „Die Gastronomie

ist sehr ähnlich – statt Semmelknödel

gibt es Reisknödel,

statt Apfel- gibt’s Bananenstrudel.“

Auch die Architektur ist ähnlich:

„Hier finden sich Holzhäuser

mit Balkonen und Blumen und

natürlich sprechen die Familien

noch Tiroler Dialekt.“

Traurige Zeiten

Dass in Pozuzo Deutsch gesprochen

wird, wurde in der Geschichte

nicht immer akzeptiert, wie

auch Silvia Placido-Bauer schildert:

„Mein Vater hat erzählt, dass

in der Zeit des Zweiten Weltkriegs

und in den 1980er Jahren den

Leuten verboten wurde, Deutsch

zu sprechen, weil man glaubte, sie

wären Spione.“ Mittlerweile werden

in den Schulen aber wieder

Deutschkurse angeboten, auch

dank der Unterstützung des

Freundeskreises in Tirol: „Viele

Pozucinos sind sehr interessiert,

Deutsch zu lernen, weil sie Tirol

Silvia Placido-Bauer liebt das Kochen

und hat kürzlich eine Ausbildung zur

Köchin absolviert. Foto: Franchesco Cumapa

und die Partnergemeinden kennenlernen

möchten“, erzählt Silvia.

Der Freundeskreis Pozuzo

setzt zudem in der peruanischen

Gemeinde Projekte um, beispielsweise

die Restaurierung des Pfarrhauses

uvm. Blickt man auf den

Veranstaltungskalender, so lässt

dieser Assoziationen zu unserem

zu – vom Josefitag über die

Karwoche bis zum Nikolausfest ist

alles ident. Einen Zusatzfeiertag

gibt es aber in Pozuzo, wie Silvia

erzählt: „Am 24. Juli wird der Tag

der Ankunft der österreichischdeutschen

Siedler in Pozuzo gefeiert

mit einem Kostümnachmittag,

einem Schönheitswettbewerb,

Rodeo, uvm.“

SC Imst realisiert Königstransfer: Bernhard Lampl ist neuer Trainer

Der SC Imst geht mit einem neuen

Trainerduo in die Regionalliga-Saison:

Bernhard Lampl und Benjamin Köll

stehen ab sofort auf der Kommandobrücke.

Der für das Oberland zuständige

UNIQA-Regionalmanager Horst

Neumeister empfing zur offiziellen

Präsentation neben den neuen sportlichen

Chefs auch SC Imst-Obmann

Manuel Westreicher, Sportvorstand

Franco Böhler und Finanzvorstand

Frank Raich. Lampl war viele Jahre

lang einer der gefürchtetsten Stürmer

im Tiroler Amateurfußball und machte

sich nach seinem Karriereende 2015

auch als Trainer schnell einen Namen,

coachte unter anderem seinen Ex-Verein

Schwaz und war dann in der Akademie

tätig. Der aus Tarrenz stammende

Köll, Sohn von Schiedsrichter-

Legende Peter Köll, trainierte in den

vergangenen Jahren erfolgreich den

FC Paznaun.

(pele)

„Traum ist wahr geworden“

Mittlerweile lebt Silvia Placido-

Bauer in Stanzach im Lechtal:

„Mein Mann hat im Theater ´Eine

Hand voll Heimat´ gespielt, in der

Rolle des Schmieds Pepi Schuler“

und: „Dort gibt es eine Szene, wo

er im Dschungel ankommt und

eine indigene Frau trifft.“ Sie ergänzt

schmunzelnd: „Über diese

Szene lache ich viel, weil sie Wirklichkeit

wurde.“ Nach diesem

Theaterstück pflegte Stefan Bauer

den Wunsch, Pozuzo kennen zu

lernen. Nicht beim ersten Besuch,

aber zwei Jahre später traf er seine

Silvia. Die beiden heirateten in Tirol

in ihren jeweils landestypischen

Trachten und leben hier

auch gemeinsam mit dem 15-jährigen

Sohn. Auch wenn die erste

Zeit hier nicht einfach war, ist Silvia

nun glücklich und „angekommen“:

„Als ich in Österreich ankam,

musste ich alles von vorne

lernen, es war nicht einfach, aber

ich denke, es ist nie zu spät, eine

neue Herausforderung zu beginnen,

also wurde ich ermutigt, Köchin

zu werden.“ Im Juni diesen

Jahres bestand sie ihre Abschlussprüfung.

Abschließend erklärt sie:

„Ich bin sehr glücklich, dass mein

Traum wahr geworden ist, ich genieße

es, Mahlzeiten zu servieren,

ich genieße es, zu reden, zu lachen

und dafür danke ich Gott und

dem Leben.“ (lisi)

Präsentation des neuen Trainerduos im UNIQA-Büro in Imst, von links: Sportvorstand

Franco Böhler, Trainer Bernhard Lampl, Co-Trainer Benjamin Köll, Finanzvorstand

Frank Raich und UNIQA-Regionalmanager Horst Neumeister.

27. September 2022 5

Foto: sportszene.tirol


ST. LEONHARD

St. Leonhard ist Teil der lokalen Kulturagenda

Mit Schrofenhof, Naturlehrpfad und „Pitztal summt“ trägt die Gemeinde das Ihre bei

Die Adaptierung des alten

Schrofenhofs zu einem Ausstellungshaus

zur Geschichte des

Tals, die Errichtung eines Naturlehrpfads

inklusive Haus der Natur

beim Steinbockzentrum sowie

das Projekt „Das Pitztal

summt“ gehören zu jenen Bausteinen,

die St. Leonhard bereits

in die Startlöcher gebracht hat.

Wie sich die Gemeinde touristisch

weiterentwickeln wird, soll

neben der bereits vor Jahren gestarteten

regionalen Kulturagenda

Pitztal unter Umständen in

einem Bürgerbeteiligungsprozess

ausgearbeitet werden.

Vor zwei Jahren erhielt die Gemeinde

St. Leonhard vom Land

die Genehmigung den Strom des

eigenen Kraftwerks auch für die

eigenen Gebäude zu verwenden.

Auch beim LWL setzt die Kommune

darauf, das Netz selbst zu

betreiben. Für die Siedlungserweiterung

am Schrofen werden

derzeit die künftigen Bauplätze

erschlossen.

6 27. September 2022

Auf der Tagesordnung der nächsten

Gemeinderatssitzung wird ein möglicher

touristischer Bürgerbeteiligungsprozess

stehen, so Bürgermeister Elmar

Haid.

Foto: Dorn

Das Kraftwerk in der Pitze produziert

zwar bereits seit fünf Jahren,

doch erst vor zwei Jahren wurde

der Gemeinde genehmigt, die

Energie auch tatsächlich für die

gemeindeeigenen Gebäude zu

nutzen. Bisher wurde alles ins öffentliche

Netz gespeist. Das wird

sich nun ändern, denn mit der

Verlegung der LWL-Leitung vom

Gemeindeamt zum Bauhof wird

auch gleich eine Starkstromleitung

vom Kraftwerk verlegt, die künftig

Volksschule, Gemeindehaus und -

saal, Steinbockzentrum und Feuerwehrhalle

mit Strom versorgen

wird. 40 bis 50.000 Euro will man

sich so jährlich an Stromkosten ersparen,

rechnet Bürgermeister Elmar

Haid vor. Fleißig verlegt wird

derzeit auch das Glasfaserkabel,

das allein bei der Hauptleitung 14

Kilometer beträgt. Hier kann die

Gemeinde immerhin 75 Prozent

Förderung lukrieren. Die Abzweigungen

in die einzelnen Ortschaften

werden dann im nächsten Jahr

vorgenommen.

Wasserversorgung

Parallel zum LWL-Netz wird im

„Das Pitztal summt“ trägt bereits in seinem ersten Jahr zahlreiche Blüten, wie

hier beim Gemeindehaus.

Foto: Dorn

Nachdem sich kürzlich die Mehrheit

der St. Leonharder Bevölkerung

gegen den Zusammenschluss

Pitztal-Ötztal ausgesprochen hat,

will die Gemeinde nun einen Bürgerbeteiligungsprozess

starten, der

bei der nächsten Gemeinderatssitzung

Ende September abgesegnet

werden soll, wie Bürgermeister Elmar

Haid ankündigt. Bereits vor

neun Jahren wurde hingegen die

regionale Kulturagenda Pitztal mit

allen Talgemeinden sowie dem

Naturpark gestartet. Dazu passt

nun die Erweiterung des Steinbockzentrums

um einen Naturlehrpfad

sowie die Sanierung des

Gemeinde will eigenen Strom selbst nutzen

St. Leonhard verwendet Energie seines Wasserkraftwerks künftig für eigene Gebäude

Für die Siedlungserweiterung am Schrofen werden derzeit die Grundstücke erschlossen.

Foto: Dorn

Bereich Stillebach bis Weixmann -

stall die Wasserleitung aus den

50er Jahren, für die noch Eternit

verwendet wurde, erneuert. „Bis

2024 werden wir das gesamte Wasserleitungsnetz

erneuert haben. St.

Leonhard hat 27 Quellen und 22

Behälter und dank der Ringleitungen

ist es fast unmöglich, dass eine

Ortschaft länger kein Wasser hat“,

zeigt sich der Dorfchef stolz auf

die funktionierende Trinkwasserversorgung.

Für die Siedlungserweiterung

Zaunhof, die derzeit am

Land verhandelt wird, fehlt dagegen

Löschwasser, weshalb für die

Bewilligung der sieben Bauplätze

ein Projekt für einen Löschwasserteich

mit einer Kapazität von

100.000 Litern vorgewiesen werden

muss. Gespeist werden wird

der Teich künftig ebenfalls von

den Quellen und dem Oberwasser.

Siedlungserweiterung

Mit der Erschließung für die Siedlungserweiterung

am Schrofen

wurde nun begonnen. 14 Bauplätze

für Einheimische sollen hier

sukzessive je nach Nachfrage entstehen

sowie eine Parzelle für den

sozialen Wohnbau. Für die Errichtung

von rund 15 Wohnungen befindet

sich die Gemeinde bereits

im Gespräch mit einem Wohnbauträger.

Bedarf an betreubaren

Wohnungen gebe es derzeit keine,

da schon von den fünf Wohnungen

der Wohnungseigentum bei

der Volksschule nur eine als solche

genutzt wird, wie der Dorfchef erläutert.

(ado)


Schrofenhofs, für die Architekt

Werner Burtscher bereits ein Projekt

ausgearbeitet hat. „Das Haus

ist sehr alt und wird jetzt unter

Schutz gestellt. Es soll der Letztzustand

konserviert werden und anhand

der Geschichte seines letzten

Bewohners die drei Aspekte Religion,

Technik und Pitztal thematisiert

werden“, beschreibt Burtscher.

Insgesamt soll hier eine Anlaufstelle

für die Sammlung der

Geschichte des Tals entstehen.

Nächstes Jahr, so der Dorfchef, soll

mit der Restaurierung begonnen

werden.

Natur thematisieren

Heuer steht dagegen noch der Bau

des Naturlehrpfads auf dem Programm,

der auf einer Länge von

1,5 Kilometern das Thema Wild

und Forst thematisieren soll. Der

bereits bestehende Weg soll zwar

verbreitert, aber nicht asphaltiert

werden.

Auch der Pitztal-Radweg, dessen

Trassenverlauf inzwischen festgelegt

wurde und für den die Bauarbeiten

nächstes Jahr starten sollen,

wird nicht zur Gänze asphalteiert

werden. Natur erhalten steht auch

ganz groß als Motto über dem

Projekt „Das Pitztal summt“, für

das in St. Leonhard fünf öffentliche

Flächen zu Insektenparadiesen

umgewandelt wurden. Eine

Erweiterung des Projekts ist für

das kommende Jahr bereits angedacht.

Murenereignisse

Nicht ganz so freundlich zeigt sich

die Natur bei den jährlichen Murenereignissen,

die laut dem Dorfchef

nicht unbedingt an Anzahl

zunehmen. Man müsse aber

durchaus auf mehr Starkregenereignisse

als früher reagieren, ergänzt

Haid. Allein auf dem Gemeindegebiet

zählt er insgesamt

63 murfähige Bäche und neben

den Pitzenräumungen, bei denen

heuer 20.000 Kubikmeter an Material

abtransportiert werden

mussten, steht auch noch die Räumung

von 50 bis 60.000 Kubik im

Wassertalbecken auf dem Programm,

in dessen Rahmen der

Damm des Beckens erhöht werden

soll. Jeweils rund 600.000 Euro

werden hier zu Buche geschlagen,

wobei die Gemeinde ein Drittel

selbst finanzieren muss.

(ado)

ST. LEONHARD

In Erwin lodert das Fußballfeuer

Trainer des FC St. Leonhard lässt seine Kicker nicht im Stich

Das St. Leonharder Fußball-Urgestein Erwin Melmer erteilt seine Anweisungen

als Trainer auf ruhige und sachliche Art.

Foto: sportszene.tirol

Im kommenden Jahr feiert Erwin

Melmer seinen 60er! Neben

Beruf und Familie hat der Pitztaler

eine weitere große Leidenschaft

– den Fußballsport. Und

so steht er auch aktuell an der

Seitenlinie seines FC St. Leonhard,

coacht mit großem Einsatz

und Fachwissen seine Burschen.

Profitiert dabei auch von den Erfahrungen,

die er selbst einst als

Aktiver gemacht hat.

Wer Erwin am grünen Rasen

sieht, merkt sofort: Auch im fortgeschrittenen

Alter lodert in ihm

noch immer das Fußballfeuer.

Schon das Aufwärmen seiner

Mannen beobachtet er genau, gibt

Tipps und Anweisungen. Auf der

Bank ist er kein Lautsprecher, versucht

seinen Spielern vielmehr

stets hilfreich zur Seite zu stehen.

Der St. Leonharder begann einst

selbst im Hauptschulalter mit dem

Kicken. Bis zum 20. Lebensjahr

spielte er in Wenns, wechselte

dann zum SC Imst in die Bezirkshauptstadt

und schnürte danach

seine Schussstiefel als Stürmer für

den SV Arzl, der im Juni 2000 gemeinsam

mit dem SV Wenns und

den FC Jerzens die SPG Pitztal

gründete, die aktuell in der Gebietsliga

West antritt.

Erwin zog’s 1999 zurück zu seinem

damals in der Oberland Liga

kickenden Stammverein, fungierte

dort als Spielertrainer. Ab der Saison

2000/2001 nahm der Club

dann am Meisterschaftsbetrieb des

Tiroler Fußballverbandes teil,

wurde zunächst der 2. Klasse Mitte

zugeteilt. In der Folgesaison

wurde dann in der 2. Klasse West

um Punkte gekämpft und gleich

der Aufstieg in die 1. Klasse geschafft.

Erfahrungen in Tiroler Liga

Sein Trainerengagement in St. Leonhard

wurde freilich einmal für

drei Jahre unterbrochen. Da war

Erwin Co-Trainer des heutigen

Vize-Bürgermeisters Thomas

Schatz beim SC Imst, der damals

in der Tiroler Liga engagiert war.

Höhepunkt war in diesen Jahren

zweifelsfrei die Vize-Meisterschaft

in der Saison 2011/2012 hinter

der SVG Reichenau. „Das war

eine außergewöhnlich interessante

und vor allem auch lehrreiche

Zeit. Wir hatten damals eine tolle

Mannschaft beisammen, die mit

vielen jungen und entwicklungsfähigen

Talenten aus der ganzen Region

gespickt war. Sowohl Thommy

als auch ich haben damals viel

Überzeugungsarbeit geleistet, um

die Spieler für uns zu gewinnen“,

erinnert sich Erwin zurück.

Zurück zum Stammverein

Zur Saison 2013/2014 ging’s für

Erwin zurück zu seinem Stammverein,

den er im Frühjahr 2019

mit dem Meistertitel in die 1.

Klasse West führte. Es folgten zwei

Corona-Saisonen, ehe dem FC St.

Leonhard heuer als Drittplatziertem

der Sprung in die Bezirksliga

West gelang. Das ist bis dato die

höchste Spielklasse, die der Verein

in seiner bis ins Jahr 1980 zurückreichenden

Geschichte erreicht

hat.

Stolz ist Erwin vor allem darauf,

dass „mit Ausnahmen von einem

Spieler aus Wenns und zwei weiteren

Akteuren aus Jerzens alle Kadermitglieder

aus St. Leonhard

stammen. Das ist für eine so kleine

Gemeinde in dieser geografischen

Lage eigentlich ein Wahnsinn. Einige

unserer Burschen haben auch

schon Begehrlichkeiten bei anderen

Vereinen geweckt, sich aber

bewusst dafür entschieden, bei uns

zu bleiben. Eine solche Vereinstreue

ist längst nicht mehr selbstverständlich.“

Und der Trainer kann sich auf seine

Spieler verlassen, hat bei jedem

Training 18 bis 20 Spieler zur Verfügung.

Dabei erwähnt Erwin

auch: „Ein Dank geht an die Gemeinde,

die uns super unterstützt.

Im Winter können wir die tolle

Halle in der Volksschule drei Mal

wöchentlich benutzen, ab Mitte

Februar den Platz, damit wir auch

dort trainieren können. Ideal wäre

auch ein Flutlicht. Aber da müssen

wir schauen, wie sich diese Thematik

angesichts der Energiekrise

insgesamt entwickelt.“

Zielsetzungen für Club

Und die Zielsetzung für die heurige

Saison? „Es geht darum, dass

wir in der Liga ankommen, uns

dort akklimatisieren und am Ende

die Klasse halten können. Es ist

eine Entwicklung, denn natürlich

müssen sich meine Spieler erst an

das höhere Tempo gewöhnen“,

sagt Erwin. Der vorerst bis Saisonende

als Trainer zur Verfügung

steht. „Danach schauen wir weiter.“

Ausleben kann er seine Fußballleidenschaft

auch, weil ihm die Chefetage

der Firma Silo Melmer, in

der er den Fuhrpark mit rund 70

Autos leitet, entgegenkommt.

Treue ist Erwin auch in seinem

Brotberuf wichtig, denn er arbeitet

inzwischen schon seit 38 Jahren

für das Unternehmen. (pele)

27. September 2022 7


Arzl feiert Abschluss der Kirchenrenovierung

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14

Fast der ganze Ort war auf den Beinen,

als am 11. September die Pfarrkirche

Arzl im Pitztal nach einer umfangreichen

Innenrestaurierung neu

eingeweiht wurde. Im Rahmen eines

von Bischof Hermann Glettler, Pfarrer

Saji Joseph Kizhakkayil und dem früheren

Arzler Pfarrer Otto Gleinser zelebrierten

Festgottesdienstes, der von

der örtlichen Sängerrunde musikalisch

umrahmt wurde, konnte sich die

Bevölkerung von der neuen Pracht

des Gotteshauses überzeugen. Im Anschluss

an das Hochamt wurde ordentlich

gefeiert. Ein Frühschoppen

der Musikkapelle und der Stuawand-

Musig sorgten für Stimmung.

1 Kindergartenpädagogin Ulrike

Schwarz ließ sich das „Kiachl“

schmecken, zubereitet von den

Arzler Bäuerinnen, Obfrau Andrea

Rimml, Jolanda Wille, Christine

Gundolf, Maria Kathrein und

Evelin Larcher.

2 Bischof Hermann Glettler war

der Erste beim Prägen der Gedenkmünze,

welche er anschließend

der kleinen Paula schenkte,

8 27. September 2022

15 16 17

Pfarrer Mag. Dr. Saji Joseph Kizhakkayil,

rechts Kurt Vogel, Gast

in Arzl seit über 50 Jahren, er kam

extra zu dieser Feier aus Deutschland

angereist.

3 Marianne Lippl und Schwiegersohn

Werner Santeler waren gut

gelaunt und freuen sich über die

schöne Kirche.

4 Betonschneider Alexander Staggl

brauchte die starke Hand seiner

Tochter Livia beim Münz-Prägen,

daneben Mutter und Babor-Cosmetic-Assistentin

Angelika

Staggl.

5 Pfarr-Lektorin Magdalena Bernhard

und Leiterin des Liturgieteams

Arzl Helga Bernhard mit

dem langjährigen Mesner Johann

Lechner.

6 Die „Schneiders-Schwestern“

freuten sich auch sehr darüber,

dass endlich wieder die Kirche

fertig ist. Gisela Keimel, Hilde

Haslwanter und Brigitte Walch

mit Mann Hugo Walch.

7 Auch Alt-Mesner Franz Neururer

kam zur feierlichen Einweihung

und ließ es sich schmecken.

8 Robert Venier unterhielt sich mit

der gebürtigen Arzlerin Jolanda

Krismayr aus Hohenegg, welche

immer engagiert mit alten Schriften

und Chroniken ist.

9 Ein verlässliches Team in der

Pfarre Arzl: Mesner Herbert Gastl

und Pfarr-Koordinatorin Ingeborg

Trenker.

10 Pastoral-Assistent Harald Sturm

aus Wenns mit Jonas Neururer,

Victoria Trenker und Freund Manuel

Mair an der Kassa.

11 Fleißige Helfer beim Kirchenfest:

Markus Konrad mit Frau Marita,

Lucas Gastl sowie Andrea Curtis

und Hanspeter Wille vom Arzler

Pfarrgemeinderat.

12 Sorgten für das leibliche Wohl der

Festgäste: Gemeinde-Mitarbeiter

Günther Gundolf und Tiwag-Pensionist

Erwin Plattner.

13 Der „Hahn im Korb“ war ÖBB-

Pensionist und Vorzeige-Bauer

Manfred Köll mit Bücherei-Leiterin

Ruth Partoll und Berichterstatterin

Renate Schnegg.

Fotos: Angela Plattner

14 Unterhielten sich angeregt und

freuten sich über die neue Kirche:

Kathrin Baumann, Susi Trenker,

Enkelin Victoria Trenker mit

Freund Manuel Mair, Theaterbühne

Arzl-Obmann Gernot Jäger

sowie Kinderhort-Mitarbeiterin

Rebecca Trenkwalder.

15 Die Marketenderinnen der Musikkapelle

Arzl freuten sich über die

vielen Besucher und boten ihr

Schnapsl an: Lorena Stoll, Katharina

Schnegg und Julia

Rimml.

16 Die charmante Arzlerhof-Wirtin

Andrea Staggl, welche auch jahrelang

für den Kirchenschmuck

und im Renovierungsausschuss

tätig war, mit dem Walder Ehren-

Schützenhauptmann Reinhard

Schuler.

17 Auf die gut gelungene Kirchenrenovierung:

der ehemalige Gemeindebauhof-Capo

und langjährige

Feuerwehr-Fähnrich Werner

Köhle, Walter Ehart und Pfarrkirchenrat

Walter Raich mit Gattin

Monika.


Pfarrkirche Arzl

strahlt in neuem Glanz

Es war ein Freudentag für die Gemeinde

Arzl im Pitztal: Mit der Einweihung

durch Bischof Hermann

Glettler, Pfarrer Saji Joseph Kizhakkayil

und dem früheren Arzler Pfarrer

Otto Gleinser am 11. September

2022 konnten die Renovierungsarbeiten

an der den Heiligen Ingenuin

und Albuin geweihten Pfarrkirche,

die 2018 mit der Dachsanierung begonnen

haben und zu Ostern 2021

mit der Gesamtrestaurierung des

Innenraumes ihre Fortsetzung fanden,

abgeschlossen werden.

Es ist der hervorragenden Zusammenarbeit

von Diözese und Pfarre,

dem Land Tirol und der Gemeinde,

dem Denkmalamt und der Landesgedächtnisstiftung,

der Bevölkerung

sowie den am Projekt beteiligten Firmen

zu verdanken, dass die Arbeiten

in diesem Umfang durchgeführt werden

konnten. Vor allem der unermüdliche

Einsatz von Hauptkoordinator

HR DI Josef Raggl und Pfarrgemeinderätin

Andrea Staggl sowie die

Expertise von Arch. DI Ernst Ragg

haben maßgeblich zum Erfolg des

Projektes beigetragen.

Josef Raggl beschreibt den Ablauf

der Kirchenrenovierung in einer zur

Einweihung erschienenen Broschüre

im Detail. Ursprünglich geplante

„Ausbesserungsarbeiten“ mündeten

nämlich bald in eine komplette Restaurierung

des Innenraumes, bei der

sogar der Boden ausgehoben werden

musste. Dabei vorgefundene Mauerreste

aus dem 13. Jahrhundert wurden

archäologisch untersucht und

brachten wertvolle Erkenntnisse. Entdeckt

wurde unter anderem ein spätmittelalterliches

Grab mit Waffenbeigabe.

Eine große Aufgabe war die Rückführung

der Wandmalereien in den Zustand

von 1907, so wie sie Emmanuel

Raffeiner gemalt hatte. Auch frühere

Wandgemälde konnten freigelegt

und restauriert werden. Ebenfalls erneuert

wurde der gesamte Kirchenboden

sowie die Elektrik bzw. Beleuchtung

samt der Beschallung.

Durch eine neue über die gesamte

Breite des Langhauses führende Verglasung

und das Entfernen zweier

Bankreihen wurde eine angemessene

Eingangszone geschaffen.

Aufgrund immer neuer Herausforderungen

während der Arbeiten summierten

sich die Kosten der Innenrenovierung

zuletzt auf rund 790.000

Pepi Raggl, hier mit Gattin Gerlinde,

war Hauptkoordinator bei den Restaurierungsarbeiten

der Arzler Kirche

Euro. Neben den am Projekt beteiligten

Institutionen leistete auch die Bevölkerung

einen beachtlichen Beitrag:

Stattliche 103.000 Euro kamen durch

Spenden zusammen!

Die Pfarrkirche hll. Ingenuin und Albuin

wurde ursprünglich als gotische

Kirche errichtet. 1750 wurde das

Gotteshaus erweitert und barockisiert.

1875 erfolgte eine völlige Umgestaltung

des Innenraumes, die

1907 mit der Ausmalung durch Emmanuel

Raffeiner und den neuen

Fenstern der Tiroler Glasmalerei abgeschlossen

wurde. Als sogenanntes

Fenster in die Vergangenheit wurde

ein Teil der barocken Fresken von Josef

Jais im Presbyterium restauriert

und sind sichtbar erhalten geblieben.

So wie dieses „Fenster“ war früher

die ganze Kirche ausgemalt.

Ein Anstoßen auf die gelungenen Arbeiten an der Kirche. Schützenhauptmann Hansjörg Waibl,

Obmann Siegfried Wöber, Bischof Hermann Glettler, Bgm. Josef Knabl und Pfarrer Saji.

Fotos: Angela Plattner

www.visual-lighting.at

KUNSTSCHMIEDE · SCHLOSSEREI

6493 Mils bei Imst · Gewerbegebiet 5

Tel. 05418 / 5233 · Mobil 0664 / 3073573

info@metallkunst-hammerle.at · www.metallkunst-hammerle.at

27. September 2022 9


Nina Reich schafft Handwerkskunst

Kreativität und Malerhandwerk begegnen einander in Imst

Handwerk und bildende Kunst

treten gelegentlich als Geschwisterpaar

auf und diese Symbiosen

sind vielfältig. Charakteristisch

für ein miteinander Schaffen ist

die Lithographie, wobei Künstler

und Steindrucker auf das

Engste zusammenarbeiten. In

diesem Falle entstanden aber

zwei großflächige Fassadenbilder

im Zusammenwirken der

Künstlerin Hanna Philomena

Scheiber und der Malermeisterin

Nina Reich.

Die Außenwände des Würtenbergerhauses

in Imst zeigen neuerdings

zwei große Mauerbilder,

welche die gesamte Fassade bedecken.

Die in Blautönen gehaltenen

Motive stellen die Rosengartenschlucht

und den Muttekopf, den

Hausberg der Imster, dar. Geschaffen

wurden die nach ihrem Erscheinungsbild

als Fresken anmutenden

Wandbilder in Gemeinschaftsarbeit

von Hanna Philomena

Scheiber und Malermeisterin

Nina Reich. Es ist bemerkenswert

und sollte motivierend für junge

Menschen sein, in welche Welten

ein Handwerksberuf führen kann.

Zur Umsetzung des Projektes

Würtenbergerhaus lud die Ötztaler

Künstlerin die Malermeisterin

Nina Reich zu den Arbeiten am

„Riesen–Fresko“ ein. Die Dimension

der Arbeit wäre für die Kunstschaffende

im Alleingang kaum

möglich gewesen. Pigmentstarke

Fassadenfarbe wurde in drei

Schichten aufgetragen. Dazu kam,

dass die Arbeiten vom ersten bis

zum letzten Tag zur Gänze den

Wetterlaunen unterworfen waren.

Nina betrachtet die Mauerbilder

am Würtenbergerhaus und erzählt:

„Ich bin bei meiner Mutter

in Imst aufgewachsen, die Hauptschule

schloss ich in der Klosterschule

in Zams ab. Für mich war

es schon eine eher strenge Zeit.

Dann versuchte ich mich ein Jahr

lang an der Tiefbau HTL in Imst,

aber das war nicht so meines.“ Darauf

wanderte die heutige Malermeisterin

in das Unterland nach

Kramsach aus. Auf die vier Jahre

der Gesellenausbildung an der

Glasfachschule setzt Nina Reich

noch zwei Jahre Aufbaulehrgang

drauf und verlässt Kramsach mit

der Matura in der Tasche. „Ja, irgendwie

bin ich schon ein recht

unruhiger Geist“, schmunzelt sie.

Bewegtes Leben

Soweit so gut, aber das Glas war

für sie auch nicht „das Gelbe vom

Ei“. Also auf ging´s nach Innsbruck

an die Universität, um

Kunstgeschichte zu studieren. Das

erwies sich aber letztlich als Gastspiel

im „Großdorf“ am Inn. Angenehm

kühl ist es hier im Schatten

hinter der Johanneskirche, das

finden auch die beiden Hunde

Marly und Strolchi. „Nein, das

sind nicht meine, ich bin nur die

Hundesitterin für Freunde auf Urlaubsreise.“

Es geht weiter: „Ich

war Altenpflegerin, Verpackerin

und hatte Bürojobs, alles Mögliche

halt, ich war dann in Berlin

und Wien, a bissl schaugen, wie’s

in der Stadt so laft, und gejobbt

habe ich dort auch. Da war ich so

Ende 20, die zehn Jahre in den

Großstädten waren eine tolle Zeit,

auf jeden Fall.“

Powerfrau am Gerüst

Nina setzt fort: „Irgendwann wollte

ich nicht mehr und kehrte zurück

nach Tirol. Als ich bei meinem

Cousin Kurt Neuner in Imst

als Anlernarbeiterin anfing, war

Auszeitnehmen und Wohlfühlen

im „Stuböbele“ in Umhausen

Stuibn 10 · 6441 Umhausen · T 06649233916

www.stuboebele.at

Öffnungszeiten: Do – So 10 – 17 Uhr

In Umhausen, etwas versteckt auf

dem Weg zwischen dem Ötzidorf

und dem Stuibenfall, findet man das

Waldcafe Stuböbele. Dieses steht

seit dem Frühjahr unter neuer Führung:

Katharina Fender, seit vielen

Jahren in der Gastronomie tätig, hat

sich mit dem Lokal den Traum einer

eigenen Gaststätte erfüllt und verwöhnt

zusammen mit ihrem Team

die Gäste des urigen Lokals.

Das Stuböbele ist von Donnerstag

bis Sonntag jeweils von 10 bis 17

Uhr geöffnet. Auf der Speisekarte

stehen kleine Snacks und Tiroler Gerichte,

wobei die Wirtin großen Wert

auf heimischen Zutaten legt.

Jeden Freitag und Sonntag bietet Katharina

Fender außerdem von 7.30

bis 10.30 Uhr das einzigartige

Stuböbele-Frühstück an. Reservieren

ist ob der Beliebtheit des Angebots

unbedingt notwendig.

Das Stuböbele ist auch für Veranstaltungen

bestens geeignet. Die gemütliche

Zirbenstube bietet das perfekte

Ambiente für Hochzeiten, Geburts -

tage oder Firmenfeiern.

Reservierungen unter

Tel. +43 664 9233916.

10 27. September 2022


ich 38 Jahre alt. Es ging recht flott

weiter und ich legte die Gesellenund

Meisterprüfung in einem

Durchgang ab. Gut, war ich also

Malermeisterin und arbeitete bei

Kurt. Dann lockte mich die Selbständigkeit

als „Einfrau–Betrieb“.

Aber nach wie vor stehen wir in

Kontakt und helfen uns gegenseitig

aus.“ Farben, Strukturen und

Überlegungen zur Raumgestaltung

sind ganz das „Ding“ von

Nina Reich, der Malermeisterin

mit Kunstbezug.

Die Meisterin privat

Vor zwei Jahren ist Nina – der unruhige

Geist – in den Hafen der

Ehe eingelaufen und ist sehr froh

über den Beistand ihres Mannes,

auch in Sachen Selbständigkeit:

„Na ja, dass ich mir so etwas überhaupt

zutraue, da hat er schon vieles

dazu beigetragen. Du schaffst

es, meinte Martin, und er hatte

recht. Wir kennen uns schon seit

Schulzeiten und viel später trafen

wir uns wieder und es funkte

eben.“ Nina und Martin reisen

viel und kehrten kürzlich von einem

USA-Trip zurück. Gekocht

wird quer durch die Bank, von Tirolerisch

bis International. Und

dann ergänzt sie noch: „Wir haben

ein recht altes Haus und da

gibt es schon auch einiges an

Handwerksarbeit. Ja und ich würde

mir wünschen, dass es solche

Projekte wie das Würtenbergerhaus

öfter gibt.“

Und was bleibt?

Handwerk bietet eine Vielzahl an

Möglichkeiten und birgt unterschiedliche

Herausforderungen,

die Mitarbeit an einem Kunstwerk

ist aber wohl eine Besonderheit.

Für Nina Reich waren „Rosengartenschlucht“

und „Muttekopf“

kein alltäglicher Auftrag. Wandbilder

an Außenfassaden sind witterungsausgesetzt

und vergänglicher

als Innenmalereien, ihre Arbeit hat

demnach ein „Ablaufdatum“. Sie

überlegt: „Hanna Scheiber sagte in

einem Interview: „Farbe ist Materie

und Materie wandelt sich.“ Da

stimme ich mit ihr gänzlich überein.“

Das Würtenbergerhaus erstrahlt

neu und den Passanten und

Wanderern hinein in die Rosengartenschlucht

gefällt der künstlerische

Vorgeschmack auf ihre Tour

jedenfalls.

(pb)

Malermeisterin und Mitarbeiterin an den Würtenbergerhaus–Fassadengemälden

als „Hundesitterin“ mit Marly und Strolchi.

Foto: Bundschuh

27. September 2022 11


Fensterspezialist Zoller und Prantl in Haiming feiert 40-jähriges Firmenjubiläum

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Begonnen mit seiner Selbstständigkeit

hat Anton Zoller vor vierzig Jahren in

einem kleinen Zimmer seines Privathauses.

Heute zählt die Firma Zoller

Prantl zu den führenden Spezialisten

Tirols, wenn es um Fenstersanierungen

geht. In den letzten Jahren wurde

der Generationenwechsel hin zu Sohn

Kurt Zoller vollzogen und nun feierten

beide mit ihren Mitarbeitern und Familien

ein gelungenes Fest zum 40.

Firmenjubiläum im Oberlandsaal Haiming.

1 Katrin und Bernd Köll von der

Firma K-Line mit Elektriker Martin

Hairer und seiner Silvana.

2 Der Haiminger Bau-Unternehmer

Michael Wallnöfer mit Vizebürgermeister

Christian Köfler.

3 „Haarscharf“ Marianne Floriani

mit ihrem Mann Meinhard Floriani,

der fast seit dem Gründungstag

bei der Firma Zoller Prantl arbeitet.

4 Klaus Prantl ist seit einigen Monaten

Werkstattleiter bei Zoller

Prantl.

5 Werner Rott arbeitet seit vielen

Jahren in der Büro-Zentrale der

Firma und in seiner Freizeit auf diversen

Fußballplätzen.

6 Karl Pardeller hob vor einigen

Jahrzehnten mit seiner Firma

„Pardeller“ die Qualität im Fensterbau

auf ein ganz neues Niveau

und inspirierte so auch die Firma

Zoller Prantl.

7 Der ehemalige Vorarbeiter Alois

Auderer konnte nach großen gesundheitlichen

Schwierigkeiten an

der Jubiläumsfeier teilnehmen,

was alle Anwesenden sehr freute.

8 Der Obmann der Musikkapelle

Haiming, Edelbert Zboril, machte

den beiden Chefleuten Toni und

Kurt Zoller mit einer stattlichen

Abordnung der Musikkapelle die

Aufwartung, zumal beide jahrelang

Mitglieder des Klangkörpers

waren.

9 Senior-Chef Toni Zoller ließ sich

nicht lange bitten, als ihm von Kapellmeister

Gabriel Leitner der

Taktstock angeboten wurde.

10 Mit Unterstützung von ORF-Tirol-

Ikone Thomas Arbeiter führte

Kurt Zoller sehr authentisch und

charmant durch den Abend.

11 Haimings Bürgermeisterin Michaela

Ofner gratulierte zum Jubiläum,

überreichte den Damen

Blumen und Toni ein Ehrengeschenk.

12 Frau Finestra von der Geierwand

alias Gabi Arbeiter erzählte auf

sehr unterhaltsame Weise den

Werdegang des Haiminger Vorzeigeunternehmens.

13 Prokurist Martin Kranewitter und

seine Gattin Kordula ist mit seinem

Chef, dessen Frau Dagmar

seine Schwester ist, auch familiär

verbunden.

14 Der Komiker Markus Gimbel verzauberte

das Publikum nicht nur

mit seinem sprechenden Hasen

Laurin.

15 Kurt Zoller hatte bei der Organisation

der Jubiläumsfeier in seiner

Schwester Karin eine große

Stütze.

16 Toni Zoller meinte in seinem

Statement, dass mit seinem Sohn

Kurt der Apfel Gott sei Dank nicht

18

weit vom Stamm gefallen sei.

17 Ein wichtiger Teil des Festabends

war die Ehrung von langgedienten

Mitarbeitern: v.l.: Toni Zoller,

Meinhard Floriani, Markus Köll,

Kurt Zoller, Bernhard Leitner,

Josef Plattner und Karin Zoller.

18 Eines der Highlights war die sehr

gut schmeckende Jubiläumstorte,

die als Schlusspunkt des offiziellen

Programms von Toni und Kurt

Zoller angeschnitten wurde.

Fotos: Markus Muigg-Spörr

12 27. September 2022


UNTERNEHMEN DES MONATS

Ein kleines Bau-Team mit großer Erfahrung

Christian Kapferer und Martin Scheiber

sind die gefragten Experten bei „KS Bau“

Martin Scheiber

T +43 664 91 45 776

Christian Kapferer

T +43 664 11 23 653

Gewerbegebiet 3d

6433 Oetz

info@ksbau.at

www.ksbau.at

Ein kleiner Auszug unserer Arbeiten:

Das Kürzel „KS“ steht bei der Ötztaler Firma

„KS Bau“ für die beiden Geschäftsführer und

Firmeninhaber Christian Kapferer und Martin

Scheiber, es könnte aber in diesem Fall genauso

gut für „Kompetenz und Sachkenntnis“ stehen.

Denn wo Christian und Martin mit ihrem

Team anpacken, können die Bauherren sicher

sein, dass die Leistung passt.

BREITGEFÄCHERTES BAUANGEBOT

„KS Bau“, angesiedelt im Oetzer Gewerbegebiet,

steht für ein breitgefächertes Bauangebot,

das vor allem Schwarzdeckerei, Bauwerksabdichtungen

(Keller und Dach), Vollwärmeschutz

sowie Maurer-, Verputz- und Schalarbeiten

inklusive Schalungsverleih umfasst.

Christian Kapferer ist dabei Ansprechpartner

für die Bautätigkeiten, Martin Scheiber der Ansprechpartner

für alle Aufgaben im Bereich der

Schwarzdeckerei. Beide bringen in ihrem Fach

langjährige Erfahrung mit, Martin als gelernter

Tischler mit hervorragenden Kenntnissen im

Tiefbau, Christian als gelernter Maurer, der

auch als Experte für Hochbau gilt.

Aber man muss nicht gleich ein Großprojekt

planen, um die Leistung von „KS Bau“ in Anspruch

zu nehmen. Die Firma ist vor allem bei

Gewerbebauten und Bauvorhaben für Privatkunden

im Einsatz. Das kleine, aber effiziente

Team wird komplettiert von einem Mitarbeiter

und zwei Lehrlingen. Gabi Pult ist für die Angebote

zuständig. Als Christians Partnerin und

Martins Schwester kümmert sie sich um alle

Büroangelegenheiten im Familienbetrieb, der

seit 2018 besteht.

FAMILIÄRER FIRMENZUSAMMENSCHLUSS

Vor fünf Jahren haben sich die beiden Einzelunternehmer

Christian Kapferer und Martin

Scheiber zu einer Firma zusammengeschlossen

und agieren seither auch gemeinsam ziemlich

erfolgreich: „Viel Werbung machen wir nicht,

wir bekommen unsere Aufträge hauptsächlich

durch Mundpropaganda.“ Auch durch die Zusammenarbeit

mit renommierten Firmen wie

„Holzbau Mader“ aus Ehrwald und der Spenglerei

Wörz aus Fließ ist das Team viel beschäftigt,

vor allem auf dem Gebiet der Schwarzdeckerei.

Gute Flämmer werden nämlich überall

dringend gesucht, genauso wie verlässliche

Bauexperten, die mit großem Engagement ihren

Kunden maßgeschneiderte Lösungen bieten.

Für das alles steht „KS Bau“.

Fotos: KS Bau

27. September 2022 13


Fotos: Agentur CN12 Novak

Ein Gebäude für

Pünktlich zum Ferienende wurde der Umbau des

Mehrzweckgebäudes Tobadill fertiggestellt. In

einer Bauzeit von Mai 2021 bis Oktober 2022

entstand ein modernes Mehrzweckgebäude, das

für die nächsten Generationen einen Mehrwert

bietet. Für die architektonische Planung und die

Bauaufsicht war Karlheinz Gigele verantwortlich.

„Das alte Gebäude wurde abgerissen. Die Vereinsund

Gruppenräume, die Schule und der Kindergarten

sowie das Musikprobelokal und das Foyer sind

komplett neu. Die Feuerwehrhalle wurde mit dem

Altbestand erweitert und ein Teil der Schule sowie

der Gemeindesaal wurden ebenfalls nur saniert.

www.tueren-tirol.at

Mobil: 0664 480 98 47

Mail: tischlerei.petter1@utanet.at

14 27. September 2022


Generationen in Tobadill

Die Aufteilung der Büros der Gemeindeverwaltung

wurde neu durchdacht“, erklärt Bürgermeister

Martin Auer und ergänzt: „Schon der Altbürgermeister

Franz Kathrein beschäftigte sich 2014 mit

dem Vorhaben. Ursprünglich war eine thermische

Sanierung angedacht. Beim ersten Gutachten sah

man, dass das nichts gebracht hätte. Weil wir so

oder so wenig Platz hatten, entschloss sich die

Gemeinde 2016 für den Neubau bzw. für eine Generalsanierung.

Von 2016 bis 2020 hatte man Zeit

zum Planen.“

Das Gebäude ist nun auch vollständig barrierefrei.

Auch die Heizung wurde auf den neuesten Stand

gebracht. Im Obergeschoss befinden sich der Gemeindesaal

und das Foyer. Im Erdgeschoss liegen

der Kindergarten (19 Kinder mit 2 Betreuerinnen)

und die Gemeindeverwaltung, einschließlich Sitzungsaal.

Im ersten Untergeschoss sind die Volksschule

(2 Klassen mit ca. 20 Kindern und 4 Lehrpersonen)

sowie das Musikprobelokal und im

zweiten Untergeschoss der Gruppenraum, die

Technikräume und die Feuerwehr untergebracht.

Der Gemeinschaftsraum samt Lagermöglichkeiten

steht der Feuerwehr, dem Musikverein sowie

sämtlichen Vereinen und Institutionen zur Verfügung.

Die Gesamtsumme des Bauprojektes betrug

knapp 2,7 Mio. Euro. Für die Investition kam die

Gemeinde selbst auf. Der Rest wurde durch Förderungen

des Landes Tirol und die Bedarfszuweisungen

gedeckt. Sämtliche Arbeiten wurden von

regionalen Firmen ausgeführt. Besonders hervorzuheben

ist der Einsatz der vielen Helferinnen und

Helfer, ohne deren Leistung das Projekt so nicht

möglich gewesen wäre.

Die offizielle Einweihung findet am Sonntag,

dem 2. Oktober 2022 statt. Ab 8.30 Uhr mit Gottesdienst

anschl. Einweihung, Ansprachen und

Tag der offenen Tür mit Frühschoppen.

Kampleweg 2

6522 Prutz

Tel. 05472 2296

Gewerbepark 14

6460 Imst

Tel. 05412 61950

www.kuechenprofis.at

Herzlichen Glückwunsch zum gelungenen Umbau und alles Gute für die Zukunft!

Wir gratulieren zum gelungenen Neubau und

danken für die angenehme Zusammenarbeit.

27. September 2022 15


Im Skital brannte Charly stets für den Radsport

Karl Riml war 1983 Gründungsmitglied des URC Ötztal – 2023 tritt er als Obmann ab

Im kommenden Jahr feiert der

URC Ötztal sein 40-jähriges Bestandsjubiläum.

Einer, der

schon bei der Gründung dabei

war, ist der amtierende Obmann

Karl Riml. Selbst begeisterter

Radsportler, hat er in vier Jahrzehnten

viel erlebt. Der Verein

ist auch seit Jahren Mitveranstalter

und damit wichtige Stütze

für den weltweit bekannten Ötztaler

Radmarathon.

Ein Radclub in einem Tal, das wie

kaum ein anderes für den Skisport

steht? Wie kommt man auf so eine

Idee? „Das Außergewöhnliche war

das Reizvolle“, schmunzelt Charly

und führt weiter aus: „Als Radfahrer

waren wir damals gewissermaßen

Exoten im Tal. 1983 war nicht

vorhersehbar, welche Entwicklung

der Radsport später nehmen sollte.“

Gründung in Zwieselstein

Rückblickend wird von „zwölf

Aposteln“ gesprochen, die den

Union Rad Club Ötztal 1983 im

Gasthof Post in Zwieselstein aus

der Taufe gehoben haben. Es waren

dies Rudi Linser, Peter Moser,

Markus Streiter, Martin Grüner,

Andreas Schöpf, André Arnold,

Alban Plörer, Gustl Pfänder, Johann

Auer, Peter Kneisl, Winfried

Gstrein und eben Charly Riml.

Wie wuchs seine Liebe zum Radsport?

„Ich war früher begeisterter

Konsument, habe mir zum Beispiel

Tour de France und Giro

d’Italia immer im Fernsehen angeschaut.

Und irgendwann wollte

ich selber fahren“, blickt Charly,

der schon in den Anfangsjahren

Vorstandsmitglied war und seit

2009 mit Ruhe und Bedacht den

URC als Obmann führt, zurück.

Auf dem Straßenrad bestritt er unter

anderem die Bodenseerundfahrt,

die Vorarlberg Rundfahrt,

die Karwendeltour, die Tour

Transalp und auch den Ötztaler

Radmarathon. Am Mountainbike

später die Grand Raid Cristalp, die

Eiger Bike Challenge und das

Swiss Bike Masters in der Schweiz.

Boom beim Mountainbiken

„Das Mountainbiken erlebte ab

Anfang der neunziger Jahre kontinuierlich

einen Aufschwung. Wobei

wir da in Österreich der in Sachen

Radsport extrem fanatischen

Schweiz deutlich hinterherhinkten.

Wir wollten dann damals

auch bei uns schon Mountainbike-Marathons

organisieren. Seitens

der Tourismusverantwortlichen

hielt sich die Begeisterung allerdings

zunächst in Grenzen.

Heute ist das Biken gerade bei uns

im Tal während des Sommers zu

einem wichtige Wirtschaftsfaktor

geworden und lockt mit tollen

Routen Gäste aus dem In- und

Ausland an“, sagt Charly.

Die jährliche Leuchtturmveranstaltung

des URC ist natürlich der

Ötztaler Radmarathon, der zuletzt

wieder am 28. August stattfand.

Ohne den rührigen Radsportverein

wäre es im Laufe der Jahrzehnte

nicht möglich gewesen, diesen

Event alljährlich abzuwickeln –

vor allem nicht, seit der Ötztal

Die Liebe zum Radsport ist bei Charly

Riml ungebrochen. Er war 1983 Gründungsmitglied

des URC Ötztal.

Foto: sportszene.tirol/Leitner

Tourismus vor rund 20 Jahren die

Hauptorganisation des Events

übernommen hat. Der örtliche

Radverein stellt alljährlich 80 bis

100 Helfer für die Streckensicherung,

bei der Startnummernausgabe,

im Start- und Zielbereich und

in der Rennleitung.

Bei der diesjährigen Veranstaltung

war bei Charly freilich auch eine

gewisse Wehmut vorhanden: „Es

war mein letzter Ötztaler Radmarathon

als Obmann des URC“,

stellt der 68-Jährige klar. Denn bei

den Neuwahlen Anfang 2023 wird

er sein Amt als Vereinsobmann zur

Verfügung stellen. „Es ist nun an

der Zeit, die Aufgaben in jüngere

Hände zu legen. Aber natürlich

werde ich dem URC als Mitglied

und vor allem Fan weiterhin verbunden

bleiben.“

Nicht weniger als 350 Mitglieder

hat der Verein derzeit. Und 150

davon sind Kinder und Jugendliche.

„Es war vor allem der Nachwuchs,

der mich immer angespornt

hat, über viele Jahre für den

Verein alles zu geben. Wir organisieren

etwa inzwischen alljährlich

ein Bikecamp, an dem immer zwischen

80 und 100 Kids mit großer

Begeisterung teilnehmen. Das ist

dann auch für mich die helle Freude“,

strahlt Charly.

Lauras Gold als Höhepunkt

Wenn er auf seine Zeit in den Reihen

des URC Ötztal zurückblickt,

fällt ihm dann auch noch ein ganz

besonderer Höhepunkt ein: Die

Straßenrad-Weltmeisterschaft

2018 in Innsbruck, bei der Laura

Stigger zur Verblüffung der internationalen

Radsportszene als

Mountainbikerin die Goldmedaille

im Rennen der Juniorinnen holte

und damit für eine unvergleichliche

Euphorie im Land sorgte.

Und eben dieser Blondschopf aus

Haiming ist in den Reihen des

URC Ötztal sportlich groß geworden.

„Dieses Rennen und die anschließenden

Feierlichkeiten in

Innsbruck werden wir alle ewig in

Erinnerung haben“, strahlt Charly,

der sich rückblickend auch bei

allen langjährigen Sponsoren bedankt,

die dem URC Ötztal stets

die Treue gehalten haben. (pele)

16 27. September 2022


6525 Faggen | Nr. 30

Tel. +43 (0) 5472 / 6340

+43 (0) 676 / 453 8408

info@federkielstickerei-seiringer.at

www.federkielstickerei-seiringer.at

Ein Handwerk

mit Zukunft

Das Ehepaar Seiringer gründete

den Betrieb im Jahr 1988 in Landeck/Perjen

in ganz kleinem Rahmen,

weil gerade von Vereinen her

die Nachfrage an federkielgestickten

Ranzen da war. Da auch Lederhosen,

Hemden, Schuhe, Stutzen

und Hosenträger gefragt waren,

wurde das Sortiment schon

bald erweitert.

1993 übersiedelte die Familie und

somit auch das Unternehmen

nach Faggen. 1997 stieg Tochter

Melanie in das Familienunternehmen

ein, und seither wächst das

Sortiment bei Trachtenmode von

Jahr zu Jahr. Bei den Seiringers

wird jeder fündig. Vom Kleinkind

bis zum Opa werden alle mit

schönster Trachtenmode eingekleidet.

Das Sortiment ist sehr

stark erweitert und moderner geworden.

Nun gibt es auch Lederhosen

für jeden Anlass, Hemden,

Blusen, Jacken, Dirndl und vieles

mehr.

In den letzten drei Wochen wurde

das Verkaufsgeschäft umgebaut.

„Wir hatten in dieser Zeit geschlossen.

Hinzu kamen ein neuer

Boden, ein Gäste-WC, ein neuer

Umkleidebereich und ein eigener

Dirndlbereich. Die Verkaufsfläche

erstreckt sich nun auf über 35 m 2 “,

erklärt Melanie und ergänzt: „Ich

bin für die Beratung und für den

Verkauf zuständig. Mein Bruder

Benni für die Federkielstickerei.

Wir beliefern mittlerweile 120 tra-

Melanie freut sich, auch Sie in Sachen

Trachtenmode beraten zu dürfen.

ditionelle Vereine (Musikkapellen,

Schützenkompanien) in Nordund

Südtirol.“

Die Federkielstickerei Seiringer

findet man direkt in Faggen

oder auch im Internet unter

www.federkielstickerei-seiringer.at

Fotos: Agentur CN12 Novak

Kampleweg 2

6522 Prutz

Tel. 05472 2296

Gewerbepark 14

6460 Imst

Tel. 05412 61950

www.kuechenprofis.at

Herzlichen Glückwunsch zum gelungenen Umbau und alles Gute für die Zukunft!

27. September 2022 17


Fest für die ganze Familie bei Auto Falch

1 2 3

4 5 6

„Ein Fest für die ganze Familie“ war

der Skoda-Tag am 17. September im

Autohaus Falch in Zams! Zahlreiche

Attraktionen und kulinarische Köstlichkeiten

sorgten dafür, dass der

Event für jeden Besucher und jede

Besucherin etwas bereit hielt.

Und die Mühe der Mitarbeiterinnen

und Mitarbeiter der Firma Falch hatte

sich gelohnt! Über 600 BesucherInnen,

darunter die Skistars Benni und

Marlies Raich, nützten die Gelegenheit,

um beim einzigen Skoda Live Familienfest

im Westen Tirols die neuesten

Modelle kennen zu lernen und

Probe zu fahren. Unter anderem präsentierte

das Autohaus Falch noch vor

der offiziellen Markteinführung den

neuen Skoda Enyaq Coupe RS iV, einen

Elektro-SUV der Spitzenklasse.

Aber auch abseits der Autoschau wurde

einiges geboten: Gratis-Burger und

Waffeln vom Skoda Foodtruck, Kepab

vom Demirel Lebensmittelmarkt, Kuchen

und Torten von der Leckerei und

Kaffeespezialitäten von Unbound

sorgten dafür, dass keiner hungrig

oder durstig blieb. Dazu gab es ein

umfangreiches Kinderprogramm mit

Luftballons, einer Rallye-Session auf

der Playstation 5, Kinderschminken

und spannende Einblicke in die Arbeit

der Feuerwehr Zams, die mit einem

Feuerwehrauto vor Ort war.

Das Skoda Familienfest als „Bühne“

genützt haben auch mehrere lokale

Partner. Der Regionalmarkt mit Demirel

Lebensmittelmarkt, Helme und

Brillen von Black Sheep, E Bikes von

Peto Bike, Makramee-Arbeiten von

Mondliebedesign, Filzarbeiten von

Lena Strauß, hochwertige Kindermode

und Spielzeug von Rund ums Kind

boten die Möglichkeit, so manches

spontane Schnäppchen zu erwerben.

Durch den Tag führte in bewährter

Weise Martin Papst vom ORF Tirol;

musikalisch umrahmt wurde das Familienfest

von Hage & friends.

1 Die jüngsten Besucher hatten

Spaß beim Kinderschminken

2 Martin Papst vom ORF Tirol (r.)

führte durch den Tag. Am Bild mit

den Chefleuten Stefan und Renate

Falch sowie Toni Braun von

Peto Bike (v.l)

3 Evelin und Harald Walch besuchten

mit ihren Enkelkindern

das Fest für die ganze Familie.

4 Sofia Schmid mit Skoda Markenleiter

Robert Erben und Anton

und Silvia Maas vor dem neuen

Skoda Enyaq Coupe RS iV

5 Benni und Marlies Raich wurden

von Renate und Stefan Falch

herzlich begrüßt.

6 Peter Gitterle mit Skoda Mechanikermeister

Andreas Valentini

7 Diesen drei Damen hat das Fest

sichtlich gefallen: Michaela

Stöckl, Denise Lenfeld und Martina

Bombardelli.

8 Für Speis und Trank war bestens

gesorgt.

7

8

Fotos: Falch

10 JAHRE LaLuna Imst:

Große Feier zum 10-jährigen Bestehen!

Zahlreiche Gäste und auch zahlreiche

Partner waren am 6. August für

das zehnjährige Dasein des LaLuna

Restaurants in Imst eingeladen.

Seit 10 Jahren werden wir in Imst

von Ali, Ibo und Jonny bestens versorgt.

Das damalige Motto „Wir

sind 7 Tage die Woche, 365 Tage

für euch da“ hat immer noch allerhöchste

Priorität.

Nach nun zehn Jahren hat Ali Aydin,

der Inhaber, in großem Rahmen

in der Imster Innenstadt mit

geladenen Gästen aus der Umgebung

das zehnjährige Bestehen gefeiert!

Für die kulinarische Versorgung

war natürlich bestens gesorgt.

Die musikalische Begleitung

von „Schnittlauch Duo & Martin“

und den orientalischen Bauchtänzern

sorgte für die allerbeste Stimmung.

Dabei ist Ali noch lange nicht am

Ende der angestrebten Entwicklung

des LaLuna Restaurant. Wie Ali erklärte,

sind in den nächsten Jahren

verschiedene Projekte geplant.

Ali Aydin möchte sich auf diesem

Wege bei den langjährigen treuen

Kunden bedanken, die LaLuna zu

dem gemacht haben, was es heute

ist. „Für die zahlreiche Unterstützung

bei jedem Anliegen muss man

sich auch bedanken, denn ohne

diese Unterstützung wäre ich wohl

aufgeschmissen“, so Ali.

Speisen vor Ort

oder zum Mitnehmen

und Lieferdienst

Johannesplatz 8, 6460 Imst

Tel. 0664 5902055

Geöffnet: Mo – So: 11 bis 23 Uhr

18 27. September 2022


Vom Tagesausflug bis zur Weltumrundung

Die wichtigsten Reisetrends für Herbst und Winter 2022

Die ÖsterreicherInnen haben

heuer wieder so richtig Appetit

auf Urlaub. Um den Sommer zu

verlängern, peilen die meisten

Urlaubswilligen im Herbst eine

südliche Destination an. Laut

Martina Rußegger von IDEAL-

TOURS rangieren dabei Griechenland,

Italien, Spanien und

Kroatien ganz oben.

Auch die Türkei ist wieder zurück

unter den liebsten Feriendestinationen.

Das wird auch aus dem aktuellen

TUI Herbstferien-Trendcheck

2022 ersichtlich: Auf der

Mittelstrecke führt Hurghada

(Ägypten) vor Larnaca (Zypern)

und Antalya (Türkei). Neu im

TUI-Programm ab Herbst ist wieder

das Taucherparadies Marsa

Alam:

„Es ist sehr erfreulich, dass die Reiselust

in den Herbstferien so groß

ist“, freut sich David Szabo, Head

of Operations, Flight & Product

Management bei TUI. „Wir haben

unsere Flugkapazitäten in den

besonders stark nachgefragten

Destinationen rechtzeitig aufgestockt.

Wer in den Herbstferien

wegfliegen möchte, sollte jetzt

aber schnell buchen.“

Ein Städtetrip in den Herbstferien

Wenn sich der Herbst im schönsten

Kleid zeigt und die Kinder

nochmal Ferien haben, dann bieten

sich diese ideal für Städtetrips

an. Wie wäre es mit einem „Pastéis

de Nata“ in Lissabon, einem Stadtbummel

in Stockholm, einem

Cappuccino in Florenz, einer Straßenbahnfahrt

in Amsterdam oder

einem Fotostopp vor dem Buckingham

Palace in London? Städtetrips

sind ideal, um euren Kindern

Geschichte, Kultur, Kulinarik

näherzubringen und das geht am

besten im jeweiligen Land. Nutzt

die Nebensaison, wenn die Touristenanstürme

etwas nachlassen und

besucht Europas schönste Städte.

Die Auswahl an Reisen ist groß,

das Team rund um Katrin Schöpf

im Ötztal berät euch gerne und

hat zahlreiche Tipps für euch parat.

Reisebüro Idealtours

05 77 10-230

huben@idealtours.at ANZEIGE

In die Ferne schweifen

Laut IDEALTOURS nimmt auch

die Nachfrage nach Kreuzfahrten

wieder zu, dabei wird oft auf das

ganz große Abenteuer Kurs genommen:

Die fernreisefreudigen

Kunden peilen besonders exotische

Ziele wie die Antarktis an

oder fassen sogar eine Weltumrundung

ins Auge. Bei Flug-Fernreisen

punkten vor allem Länder wie

Mexiko, die Dominikanische Republik,

die Malediven und wegen

der geringen Einreisehürden auch

die Arabischen Emirate – ein

Trend, der sich im Herbst fortsetzt.

Auch die USA kann sich als

beliebtes Fernreiseziel im Spitzenfeld

behaupten.

Mit dem Bus in den Süden

Bei Busreisen gilt ebenfalls das

Motto „Ab in den Süden“. Die Tiroler

und Tirolerinnen sind Gardaseefans,

das zeigt sich auch in

der Busstatistik.

Auch wenn man schon oft dort

war, lässt sich noch viel Spannendes

entdecken. Gardaseefahrten

begeistern laut Dietrich Touristik

aus Telfs vor allem dann, wenn sie

mit interessanten neuen Aspekten

aufwarten, zum Beispiel mit dem

Besuch von prächtigen Gärten

oder in Kombination mit einer

Schifffahrt.

Laut Auskunft von IDEAL-

TOURS sind auch die Busse nach

Abano und Montegrotto Terme,

REISETRENDS

Vitalurlaub in den Euganeischen

Hügeln sowie Törggele-Ausflüge

nach Südtirol gut gebucht. Ebenso

beliebt: Kurzreisen in die Schweiz

und nach Kroatien.

Tages-Ausflüge per Bus

Was die beliebten Ausflüge zu Advent-

und Christkindlmärkten betrifft,

zeigen sich die Kunden vorerst

wegen der noch nicht abschätzbaren

Coronasituation zurückhaltend.

Das macht sich auch

beim bekannten Außerferner Anbieter

„Busreisen Feuerstein“ bemerkbar.

„Unsere ansonsten sehr

reisefreudigen Stammkunden, insbesondere

auch Vereine, warten

diesbezüglich lieber erst ab, bevor

sie eine Buchung fixieren.“

Da heißt es für die Anbieter flexibel

bleiben – vor allem, weil auch

der Fahrermangel es schwierig

macht, zeitlich knapp zu kalkulieren.

Und so hofft man, dass die Interessenten

für Kurztrips nicht allzu

kurzentschlossen buchen.

27. September 2022 19


Zwei Imster im Staff des FC Bayern München

Robert Schweighofer und Sophia Larcher sind ganz eng an den Stars des Rekordmeisters dran

Im Herbst 2017 waren die beiden

federführend für die Gründung

des Fanclubs „Red Eagles

Austria“ verantwortlich. Inzwischen

sind Robert Schweighofer

und Sophia Larcher auch selbst

Teil des FC Bayern München –

beim deutschen Rekordmeister

im Ordnerdienst engagiert. Dabei

verlief das Vorstellungsgespräch

anfangs gar nicht rund.

Fans des FC Bayern sind Robert

und Sophia schon lange. Nachdem

der gebürtige Paznauner, der

in Imst als Fahrschullehrer arbeitet,

und die aus Telfs stammende

Kindergartenpädagogin privat zusammengefunden

hatten, wurden

die „Red Eagles“ aus der Taufe gehoben,

die inzwischen nicht weniger

als 750 Mitglieder zählen.

20 27. September 2022

Sophia Larcher und Robert Schweighofer leiten die „Red Eagles Austria“ und

sind Teil des Ordnerteams des FC Bayern München. Foto: sportszene.tirol/Leitner

David Alaba auf Besuch

Ein absoluter Höhepunkt in der

Fanclub-Geschichte war der Besuch

des inzwischen zu Real Madrid

gewechselten David Alaba auf

der Weihnachtsfeier 2018 im

Greenvieh in Mieming. Auf eben

dieser Veranstaltung hat auch das

inzwischen schon länger laufende

Engagement von Robert und Sophia

im Staff von Bayern München

seinen Ursprung.

Robert erzählt: „Auch zur Weihnachtsfeier

kommen mit den Spielern

Sicherheitsbeauftragte mit.

Mit den beiden, die 2018 bei uns

waren, haben wir uns super verstanden.

Sie wollten sogar sofort

Mitglied bei den ,Red Eagles’ werden.

Im Sommer 2019 waren wir

als VIP-Gäste in der Allianz Arena

und haben sie wieder getroffen.

Und da wurde Sophia dann vorlaut.“

Selbige grinst und meint: „Sie haben

uns die Kabinen und den

Spielertunnel gezeigt. Und ich hab

dann gesagt: Euren Job möchte ich

haben. Ihre Antwort: Dann bewerbt

euch halt!“

Was wie ein Scherz klang, wurde

spätestens dann ernst, als die langjährigen

Bayern-Ordner erklärten,

dass sie die Bewerbung des Tiroler

Paares an die richtige Stelle bringen

würden. Da ließen sich Robert

und Sophia nicht mehr lange bitten,

formulierten zu Hause in Imst

rasend schnell ihre Bewerbung –

und wurden schon eine Woche

später zum Bewerbungsgespräch

in die Geschäftsstelle des FC Bayern

an der Münchener Säbener -

straße eingeladen.

Bewerbungsgespräch

Früh sind sie am entscheidenden

Tag in die bayerische Metropole

aufgebrochen, wollten sich vor

dem offiziellen Termin noch das

Training der Bayern-Stars anschauen.

„Und haben dabei nicht

gemerkt, dass uns einer jener Herren,

die dann mit uns das entscheidende

Gespräch führen sollten,

schon beobachtet hat“, lacht Robert.

Im Konferenzraum angekommen,

zog die eröffnende Aussage eines

der Bayern-Verantwortlichen Sophia

zunächst den Boden unter

den Füßen weg. Denn der meinte

trocken: „Ihr seid genau das, was

wir nicht brauchen!“ Während Sophia

flau im Magen wurde, konterte

Robert trocken: „Super, so

stell’ ich mir den Beginn eines Bewerbungsgespräches

vor.“

Die Bedenken von Bayern-Seite:

Robert und Sophia sind Fans, deshalb

zu sehr mit Emotionen dabei.

Außerdem aufgrund der Entfernung

zwischen Tirol und Bayern

zu wenig flexibel. „Ihre Sorge, dass

wir uns zu sehr für die Spieler und

nicht für deren Sicherheit interessieren,

konnten wir schnell ausräumen.

Und was die Entfernung angeht:

Wir sind ja ohnehin immer

bei jedem Spiel vor Ort gewesen“,

erklärt Robert und fügt an: „Wir

haben dann auch gemerkt, dass

wir innerhalb des Ordnerdienstes

wichtige Befürworter hatten. Und

letztlich hat es geklappt.“

Nach diversen Schulungen durch

den DFB in der Allianz Arena feierten

Robert und Sophia schließlich

am 31. Juli 2019 im Rahmen

des Audi Cups ihre Ordner-Premiere.

Die Zuständigkeiten innerhalb

des rund 50-köpfigen Teams

variieren. In die Aufgabenbereiche

fallen Ankunftsbereich der Spieler,

Spielertunnel und Kabinen, aber

durchaus auch die Pressezone.

„Wir müssen drei Stunden vor

Spielbeginn vor Ort sein. Dann

steht die Teambesprechung an, anschließend

gibt es eine warme

Mahlzeit – und dann beginnt unser

Job. Der schon mal recht lange

dauern kann. Vor allem, wenn sich

die Dopingproben nach den Spielen

in die Länge ziehen. Gerade

nach Champions-League-Spielen

kommen wir erst weit nach Mitternacht

heim“, erklären die beiden

unisono.

Pause während Lockdowns

Alles hatte sich perfekt eingespielt

– doch dann kam Corona. Und

das Imster Duo musste daheim

bleiben. Zum einen wurde während

der Geisterspiele weniger Personal

benötigt, zum anderen war

eine Einreise nach Bayern lange

Zeit nicht mehr möglich. „Aber

genau da haben wir auch gesehen,

was den FC Bayern ausmacht.

Denn in dieser Zeit hat der Verein

unser Durchschnittsgehalt weiter

bezahlt, obwohl wir nicht vor Ort

sein konnten“, zeigt sich Robert

begeistert.

Seine und Sophias Rollen haben

sich geändert: „Klar ist, dass wir in

aktueller Funktion nicht ausflippen

dürfen. Wir müssen uns jetzt

eben innerlich über Tore und Siege

freuen.“ Sophia war zuletzt auch

Teil des Teams, welches die Profis

auf der Audi Summer Tour 2022

in die USA begleitete. „Es war anstrengend,

aber auch ein tolles Erlebnis.

Und die Spieler sind durchaus

nahbar. Wobei sie es in den

USA auch genossen haben, auf der

Straße nicht sofort erkannt zu werden.“

Robert wurde zuletzt auch zu einer

Vorgesetzten-Schulung eingeladen

und hat diese in der Allianz Arena

absolviert.

(pele)


SONDERTHEMA

Viele Schritte sind von der ersten Idee bis zur Realisierung des eigenen Wohntraums notwendig.

Da ist es gut, wenn man auf verlässliche Partner setzen kann. impuls hat sich auf die Suche nach

kompetenten Unternehmen für die Bereiche Bauen, Wohnen und Einrichten gemacht,

die die Verwirklichung des Traumhauses Schritt für Schritt umsetzen.

GUT BAUEN

SCHÖNER WOHNEN

BESSER LEBEN

VERMESSUNG

Die Feststellung des genauen Grenzverlaufes steht am Beginn

jeder Bautätigkeit. Grundstücksvermessung ist Urkundentätigkeit.

Wenn der Ziviltechniker eine Grenze fixiert hat, gibt das dem

Eigentümer Rechtssicherheit.

ARCHITEKTUR

Höchste Wohnqualität und anspruchsvolles Design. Wer beim Hausbau an mehr denkt

als nur an die eigenen „vier Wände“, sollte einen Architekten beiziehen. Aufgrund

seiner Ausbildung und oft lang jährigen Erfahrung eröffnet der Architekt den Blick auf

neue und durchdachte Lösungen. Dabei müssen diese gar nicht teuer sein…

ARCHITEKT · INGENIEUR · BAUMEISTER

JOHANN POHL

BAHNHOFSTRASSE 22 | 6430 ÖTZTAL |

MASSIVHAUS

Der Massivbau zählt zu den Favoriten bei Bauinteressierten. Neben der Robustheit

und damit Wertbeständigkeit sowie einem hohen Brand- und Schallschutz ist ein

Massivhaus sehr individuell plan- und realisierbar. Auch spätere Umbauten sind

leicht möglich, womit ein Massivhaus sogar künftigen Generationen gerecht wird.


SCHRITT FÜR SCHRITT ZUM TRAUMHAUS

FINANZIERUNG

Wer ein Haus bauen oder eine Immobilie kaufen will, steht vor einer der

wichtigsten Entscheidungen seines Lebens. Dabei ist auch die sorgfältige

Planung des finanziellen Teils wesentlich. Tirols Raiffeisenbanken unterstützen

ihre Kunden auf diesem Weg mit der geeigneten Finanzierung,

damit sie ihren Traum verwirklichen können.

HOLZHAUS

SEHEN – SPÜREN – FÜHLEN

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Der Spengler/Dachdecker schützt Ihr Haus vor Wind und Wetter einflüssen

und setzt die optische Haube drauf. Ob Blechdach oder Ziegeldeckung,

das Dach ist immer ein Hingucker und erfordert hohe Fachkenntnis und

Verarbeitungskompetenz. Auch auf die Bauwerksabdichtung muss

besonders geachtet werden.

22 27. September 2022


SCHRITT FÜR SCHRITT ZUM TRAUMHAUS

KACHELOFEN

Ein Kachelofen bietet nicht nur angenehme Wärme, sondern bringt die besondere

Atmosphäre des Feuers unmittelbar in den zentralen Wohnbereich der Familie.

Damit von der Planung bis hin zum fertigen Ofen alles reibungslos abläuft, ist es

wichtig, sich rechtzeitig an den Hafnermeister zu wenden. Er berät zur richtigen

Ofenart, erarbeitet individuelle Lösungen und klärt die technischen Voraussetzungen.

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Heizsysteme wie zum Beispiel Wärmepumpen arbeiten wesentlich effizienter und naturschonender

und können problemlos mit bestehenden Heizkörpern oder Fußbodenheizungen

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27. September 2022 23


SCHRITT FÜR SCHRITT ZUM TRAUMHAUS

RAUMENERGETIK

Geomantie

– die Kunst, Lebensräume nach den Bedürfnissen der Menschen

zu gestalten, jedoch mit Gespür für und im Einklang mit den natürlichen

Kräften des jeweiligen Ortes – schafft erlebbare, spürbare Räume mit

Seele, die den Bewohnern Harmonie, Gesundheit und Erfolg bringen.

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Angela Bechteler berät Privatpersonen, Geschäftskunden

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Kochen, genießen, leben – die Küche kann rein funktionalen Charakter

haben, aber auch in den Wohnbereich integriert sein.

Entsprechend wichtig ist eine professionelle Planung, um alle

Arbeits- und Wohnabläufe optimal aufeinander abzustimmen.

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Dank perfekter Beratung wird auch Ihr Traumbad Realität.

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In Zeiten steigender Energiepreise kommt dem Kachelofen große

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27. September 2022 25


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5 Gründe für die Sauna

Schon seit Jahrtausenden ist die

positive Wirkung von regelmäßigen

Saunagängen in allen Erdteilen

bekannt. Kein Wunder,

denn die Sauna spricht als wohltuende

Gesundheitsoase alle

Sinne an. Und heute ist sie nicht

nur Wellnessobjekt, sondern

auch stylisches Möbelstück.

Der Saunagang ist ein gesunder Spaß

für die ganze Familie! Foto: KLAFS

Dem klassischen Modell, das Ganze

sei mehr als die Summe seiner

Teile, kommt eine moderne Sauna

schon sehr nahe: Die ganzheitliche

Stimulierung von Auge, Haut,

Nase, Ohren und Zunge spielt

hier harmonisch zusammen: Die

Sauna bietet ein intensives, gesundheitsförderndes

Erlebnis für

Körper und Geist. Das beginnt bereits

mit dem Auge, denn bei Außen-

und Innengestaltung der

Sauna gehen Design und Funktion

jetzt eine gleichwertige Verbindung

ein. Design-Saunen sind

heute formvollendete Schmuckstücke

aus hochwertigem Holz

und Glaseinbauten für die eigenen

vier Wände. Dabei darf die Qualität

einer Sauna allerdings nicht zu

kurz kommen. Renommierte Hersteller

achten darauf, dass die eigene

Saunakabine langlebig ist, technisch

sicher und der Familie für

viele Jahre Freude und Entspannung

bereitet.

Neben dem Auge profitiert auch

die Haut durch die wohlige Wärme.

Sie vermittelt nicht nur das

Gefühl von Geborgenheit, sondern

stabilisiert durch eine Verbesserung

der Durchblutung auch

ihre Barrierefunktion. Das Sinnesorgan

Nase wird durch wohlriechende

Aufgüsse stimuliert. Diese

können die positiven Wirkungen

der Sauna zusätzlich unterstützen,

Gesund mit Hydrosoft

Der Geheimtipp

für die Abwehrkräfte.

Um ein besonders gesundheitsförderndes

„Home Spa“ zu kreieren,

hat die Firma OLYMP – auf Basis ihres

60-jährigen Know-hows über

gesundes Raumklima – die Hydrosoft

Multi-Wellness-Kabine entwickelt.

„Hydrosoftes Schwitzen“ bietet

weit mehr als eine klassische

Wärmekabine: Erst durch das ideale

Verhältnis zwischen zu inhalierendem

Wasserdampf und sanfter Infrarotwärme

zum Entgiften entfaltet

sich die gesundheitsfördernde Wirkung.

Die patentierte Hydrosoft-Kabine

orientiert sich dabei am Klima

des tropischen Regenwaldes – das

Schwitzen erfolgt schneller, leichter

und vor allem wesentlich gesünder.

Die Kombination aus Wärme und

Dampf stärkt zusätzlich das Immunsystem,

so dass Viren und

Bakterien wenig Chancen zur weiteren

Ausbreitung haben. Die angenehme

Hyperthermie, ausgelöst

durch eine gezielte Bedampfung des

Beckenbodens, bewirkt darüber hinaus

eine wohltuende Entspannung

der Rückenmuskulatur sowie der inneren

Organe und regt zeitgleich die

Selbstheilungskräfte des Körpers an

– auch Haut, Atemwege und Bronchien

profitieren davon.

Dank der eleganten Optik und der

kompakten Bauweise (ab 0,86 qm)

machen Hydrosoft Kabinen einfach

überall eine gute Figur. In ihrer

hochwertigen Ausführung aus heimischem

Fichten- und Zirbenholz

fügen sie sich harmonisch in jedes

Ambiente ein. Für den ökonomischen

Betrieb (ab 1,6 kW) genügt

eine herkömmliche Steckdose (kein

Wasseranschluss nötig).

Ein nachhaltiges Produkt –

100% Made in Tirol.

Jede Kabine wird einzeln in einer

Südtiroler Tischlerei gefertigt und es

werden ausschließlich heimische

Hölzer verwendet, um die Transportwege

bewusst niedrig zu halten.

Die Wärmeflächen und die Technik

werden in Ötztal-Bahnhof produziert.

Mit Hydrosoft trifft höchste

Qualität auf beste Handwerkskunst

– und das alles „Made in Tirol“!

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www.hydrosoft.at | info@hydrosoft.at

denn Düfte erzeugen Sinnesreize,

die emotionale Reaktionen auslösen.

So wirkt Lavendel beispielsweise

beruhigend und trägt zur intensiven

Erholung nach einem anstrengenden

Arbeitstag bei. Durch

moderne Technik profitiert auch

das Ohr, denn die Untermalung

eines Saunabades mit meditativen

Klängen verstärkt den Grad der

Entspannung deutlich. Und selbst

der Sinn des Schmeckens kommt

nicht zu kurz: Mediziner empfehlen

grundsätzlich auf einen ausgeglichenen

Flüssigkeitshaushalt im

Körper zu achten. Durch das

HERBSTZEIT = SAUNAZEIT

Schwitzen während eines Saunabesuchs

verliert der Körper viel

Flüssigkeit, die es zu ersetzen gilt.

Mit köstlichen Getränken vor und

zwischen den Saunagängen und

einem frischgepressten Saft nach

dem Badeerlebnis wird auch die

Zunge stimuliert.

Regelmäßige Saunagänge sind also

generell schon eine gute Möglichkeit

der aktiven Gesundheitsvorsorge.

Durch die Ansprache aller

Sinne intensiviert man das Badeerlebnis

aber noch deutlich und vervielfacht

die positive Wirkung sogar.

27. September 2022 27


Edgar H. Mall stellt „Reading Landscapes“ auf Schloss Landeck aus

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Der St. Antoner Künstler Edgar H.

Mall stellt aktuell auf Schloss Landeck

aus. Unter dem vielversprechenden

Titel „Reading Landscapes“ aber erstmals

nicht nur Fotografien, sondern

auch Bilder. Als Laudator fungierte

Künstlerfreund Christian Moschen,

die Begrüßung nahm der frühere

Landecker Bürgermeister und zugleich

St. Antoner Gemeindeamtsleiter

Wolfgang Jörg vor. Für die musikalische

Umrahmung war die Nichte

des Künstlers, Catharina Link, am Klavier

zuständig.

Die Ausstellung ist noch bis zum 26.

Oktober zu sehen, die Öffnungszeiten

sind täglich von 10 bis 17 Uhr.

1 Die Hauptperson des Abends:

der St. Antoner Künstler Edgar

H. Mall mit seiner Ehefrau

Sonja.

2 Catharina Link ist die Nichte des

ausstellenden Künstlers und

zeigte sich am Klavier für die musikalische

Umrahmung verantwortlich.

3 Tanja Wieser und Pamela

28 27. September 2022

Krismer sind Mitarbeiterinnen

auf Schloss Landeck, in der Mitte

ist Wolfgang Jörg, der frühere

Landecker Bürgermeister und

Gemeindeamtsleiter von St. Anton

am Arlberg. Er nahm an diesem

Abend die offizielle Begrüßung

vor.

4 Brigitte Wimmer aus Freising in

Bayern war zufällig in der Region,

mit im Bild ist ihre Freundin,

die Schwester des Künstlers Edgar

Mall, Christl Link.

5 Alexander Pesjak und seine Frau

Susanne Thurner-Pesjak genossen

den Abend sichtlich.

6 Elmar Peintner ist selbst ein erfolgreicher

Künstler, er mischte

sich zur Freude von Edgar Mall

und seiner Sonja unter die Besucher.

Mit im Bild ist rechts außen

Nikolaus Köll, er ist der Vizeobmann

des Museumsvereins.

7 Kristin Huber und ihre Mutter

Hanni Huber kamen aus St. Anton

am Arlberg, der Heimatgemeinde

des Künstlers, zur Vernissage.

8 Der Arlberg war gut vertreten an

diesem Abend: Susanne und

Bruno Klimmer mit Mone Tomelitsch

und Sabine Stangl mit

Söhnchen Franz-Leopold.

9 Auch Freunde wie Beate und

Siggi Regensburger aus Landeck

folgten der Einladung ins

Schloss.

10 Hatte eine wichtige Funktion inne

an diesem Abend: Christian

Moschen ist selbst Künstler und

war der Laudator des Abends.

11 Bianca Traxl aus Tobadill ist die

Schwiegertochter des Künstlers

Reinhold Traxl, mit im Bild ist

Susanne Falch aus St. Anton am

Arlberg.

12 Auch der Landecker Bürgermeister

Herbert Mayer mischte sich

unter die zahlreichen Besucher.

13 Kurt Tschiderer ist der Obmann

des Vereins Kunstraum in Pettneu,

mit im Bild ist Künstlerfreund

Roland Böck.

14 Barbara und Isabell Juen kamen

aus Strengen, Nadine Lam -

pacher-Matt und Benjamin Matt

aus Pettneu.

15 Der St. Antoner Bürgermeister

Helmut Mall ist der Cousin des

ausstellenden Künstlers Edgar

Mall, mit im Bild ist Wolfgang

Jörg, der Gemeindeamtsleiter

von St. Anton am Arlberg, der

die Begrüßung bei der Vernissage

vorgenommen hat.

16 Auch der Tourismusverband St.

Anton am Arlberg war vertreten,

im Bild sind Direktor Martin

Ebster und Gerhard Eichhorn.

17 Ein herzliches Lächeln schenken

diese beiden Damen: Helene

Marth und Veronika Bacher sind

aus Landeck und interessieren

sich allgemein sehr für Kunst.

18 Eliana De Camargo, Marlene

Fuchs und Cornelia Moschen,

die Frau des Laudatoren Christian

Moschen.

19 Lisi Schranz und Martin Traxl –

Martin Traxl stellte selbst erst

kürzlich im Pettneuer Kunstraum

aus, er spezialisiert sich auf Karikaturen,

die von treffenden Sprüchen

bereichert werden.

Fotos: Elisabeth Zangerl


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27. September 2022 29


„Sind stolz auf unsere prämierten Brände“

Marlies und Peter Gspan aus Pfunds haben ihre Brennerei sukzessive erweitert

Im und um das Haus der Familie

Gspan in Pfunds wächst und gedeiht

es. Aber nicht nur im

schmucken Garten von Marlies

und Peter Gspan – auch die

Brennerei samt einladendem

Verkostungsraum wurde stets

baulich erweitert und ist kontinuierlich

gewachsen.

„Ursprünglich komme ich vom

Arlberg – einem Gebiet, das ziemlich

rau ist“, verrät der gebürtige

Pettneuer Peter Gspan, der bis zu

seiner Pensionierung im Vorjahr

40 Jahre lang Pädagoge an der

Mittelschule Pfunds war. Bereits

seine Eltern pflegten einen schönen

Garten: „Daher war es immer

mein Wunsch, selbst einmal einen

Garten zu haben“, verrät er. Diese

Leidenschaft teilt er mit seiner

Ehefrau Marlies, die ganz eindeutig

ebenso einen grünen Daumen

hat. Zu jeder Jahreszeit besticht

der Garten nicht nur durch eine

Blütenpracht, auch Obst und Gemüse

wird zahlreich und in großen

Mengen angebaut. Sogar Pfirsiche,

Nektarinen, Trauben, Äpfel,

Birnen, Quitte ebenso wie Gemüsesorten,

darunter sogar Artischocken.

Neben dem grünen Daumen

des Ehepaars spielt die Tatsache,

dass das Obere Gericht eine

klimatisch begünstigte Region ist,

eine Rolle: „Das Obere Gericht ist

ein alpines Trockental, recht niederschlagsarm

und es gibt viel

Sohn Lorenz Gspan vor dem Gärtank

der Brennerei Gspan in Pfunds.

Foto: Martin Gspan

Peter und Marlies Gspan mit Enkel Jakob in ihrem Verkostungsraum. Am 8. Oktober laden sie ab 14 Uhr herzlich zum Tag

der offenen Tür ein.

Foto: Elisabeth Zangerl

Föhnwind, was uns ideale Temperaturen

für den Obstanbau beschert“,

erklärt Peter Gspan. Erstmals

aufgegriffen hat er die Idee,

Schnaps zu brennen, in den

1990er Jahren: „Begonnen habe

ich damit, bei einem anderen

Schnapsbrenner im Ort zu brennen.

Eines Tages war ich mit meiner

Frau Marlies und meiner Mutter

auf einer Messe in Innsbruck

und habe ein Brenngerät gekauft.“

Es folgte 2010 die Ausbildung

zum Edelbrandsommelier am

ländlichen Fortbildungsinstitut

der Landwirtschaftskammer.

Perfektes Ambiente

Kurz später, 2012, ist dann in Peter

Gspan der Entschluss gereift,

die Brennerei um einen Verkostungsraum

und ein WC zu erweitern:

„Den Zubau hab ich mit

meinen Söhnen Martin und Lorenz

gemacht“, erzählt er. Neben

Martin und Lorenz sind Marlies

und Peter Gspan noch Eltern von

Tochter Elisabeth. Seit dem Umbau

werden regelmäßig Verkostungen

durchgeführt – so gibt es

beispielsweise eine Kooperation

mit dem örtlichen TVB: „Ganzjährig

wird im Wochenprogramm

eine Verkostung bei uns angeboten“,

erzählt Peter Gspan, der auf

Anfrage gern weitere Verkostungen

organisiert. Im Rahmen dieser

Verkostungen wird den Gästen

auch ein 11-minütiger Film gezeigt,

inklusive toller Tier- und

Landschaftsaufnahmen – sogar ein

spektakulärer Revierkampf zweier

Steinadler, der sich einst im Garten

der Familie zugetragen hat, ist

Bestandteil dieses Films. Herzstück

des Verkostungsraums ist ein

Drehtisch in der Mitte, dekorativ

bereichern den einladenden Raum

Bilder von Marlies Gspan, die

selbst künstlerisch tätig ist. In diesem

Jahr wurde in der Brennerei

Gspan noch ein sogenannter

„Maische-Raum“ dazugebaut.

35–40 Produkte im Sortiment

Gebrannt werden hauptsächlich

Fruchtbrände aus Birnen, Äpfeln,

Zwetschken, Weintrauben, aber

auch Meisterwurz, Enzian, Vogelbeere

oder Blutwurz. „Unsere

Brennerei besticht durch Zirbenholz“,

erzählt Peter Gspan, der

überleitet: „Der Zirben-Apfel-

Edelbrand ist auch sehr besonders.“

Hinzu gesellen sich Zigarrenbrände,

Gins und Liköre, und

„Fassgelagertes“, gemeint sind damit

der alte Williams, der alte Apfel,

die alte Marille oder Zwetschke.

Das Wort „alt“ bezieht sich

aber in diesem Kontext einzig und

allein auf die Produktionsweise.

Die Brennerei Gspan ist eine sogenannte

„Kleinverschlussbrennerei“,

was bedeutet, dass maximal

400 Liter Alkohol pro Jahr produziert

werden darf. Allerdings erlaubt

es das Brennrecht in diesem

Fall, exotisches Obst wie Banane

oder Orange zuzukaufen und zu

brennen. „Wir kaufen einen Teil

des Obstes aus Südtirol, der Wachau

oder dem Schwarzwald, ein Teil

kommt aus unserem Garten“, erzählen

Marlies und Peter Gstrein

über das Grundprodukt der

Schnapsherstellung.

Auszeichnungen und Aktionen

Ihre Produkte erhielten bei der Tiroler

Schnapsprämierung bereits

viele Auszeichnungen. „Wir sind

sehr stolz auf unsere prämierten

Brände“, zeigen sich Marlies und

Peter erfreut und zugleich bescheiden:

„Das Schönste ist, wenn sich

Gäste bei uns nach einer Verkostung

für den schönen Abend bedanken.“

Was die Brennerei

Gspan auch besonders macht: Seit

dem letzten Jahr wird die Elektrobrennerei

von einer Photovoltaik -

anlage betrieben. Die Brennerei

Gspan ist als eine von insgesamt

41 Brennereien im Buch „Tiroler

Schnapsroute“ von Wendelin Juen

und Ulrich Jakob Zeni verewigt.

Am 8. Oktober lädt die Familie

Gspan zudem ab 14 Uhr zum Tag

der offenen Tür, der unter dem

Deckmantel der Tiroler Edelbrandsommeliers

begangen wird.

Weitere Informationen finden Sie

unter: www.gspan-alpen.at (lisi)

30 27. September 2022


Äpfel aus der Erde und vom Baum

Am Hartler Hof in Haiming produzieren drei Generationen naturnahe Lebensmittel

Gearbeitet wird sieben Tage die

Woche. Die Stallarbeit beginnt

morgens um 6 Uhr und endet

abends gegen 20 Uhr. Neben der

Viehhaltung mit 42 Milchkühen

und Weiderindern für die

Fleischproduktion betreibt die

Familie Föger in Haiming eine

gesunde Kreislaufwirtschaft mit

dem Anbau von Kartoffeln und

den beliebten Haiminger Äpfeln.

Landwirtschaftsmeister

Andreas und seine Frau Birgit

freuen sich dabei über die Unterstützung

der gesamten Großfamilie.

Auch Vater Fritz und

Mama Irma helfen im Hintergrund

noch mit. Sohn Martin ist

auch Vollerwerbsbauer, seine

Brüder Christoph, Johannes

und Lukas sind immer da, wenn

sie gebraucht werden.

„Natürlich ist das alles viel Arbeit.

Aber ich bin nach wie vor ein Bauer

aus Leidenschaft“, lacht der 58-

jährige Andreas, der schon als

Kind gerne seinen Eltern geholfen

hat. Nach der Volks- und der

Hauptschule hat er die Landwirtschaftliche

Lehranstalt in Imst absolviert

und mit dem Meistertitel

abgeschlossen. Schon in jungen

Jahren hat der auch als Ortsbauernobmann

tätige Andreas den

Hof übernommen und die Produktpalette

ausgebaut. „Wir liefern

die Milch an die Tirol-Milch

und das Fleisch an die SPAR. Unsere

Kartoffel und Äpfel sowie Säfte

und Edelbrände werden zum

Großteil ab Hof verkauft. Wir haben

Gott sei Dank sehr treue und

Am Hartler Hof in Haiming sind drei Generationen im Vollerwerb tätig. Andreas

Föger, sein Vater Fritz und sein Sohn Martin produzieren Fleisch, Milch, Kartoffeln,

Äpfel, Saft und Edelbrände.

Foto: Eite

auch zufriedene Kunden“, freut

sich Andreas.

Tradition & Innovation

Neben viel Arbeit steckt hinter

den Qualitätsprodukten des Hartler

Hofes auch viel Wissen. „Wir

haben über die Jahre einen Fuhrund

Maschinenpark aufgebaut,

mit dem effizient gearbeitet wird.

Die laufenden Kontrollen durch

Behörden, Veterinärmedizin und

unsere Vertragspartner verlangen

von uns ewiges Lernen. Da bin ich

schon froh, dass unsere vier Buben

alle die Matura gemacht haben.

Gepaart mit der Erfahrung, die

mir mein Vater vermittelt hat, sind

wir was die Mischung aus Tradition

und Innovation anbelangt gut

aufgestellt. Wirtschaftlich ist unser

Betrieb auch deshalb, weil wir außer

drei Erntehelfern aus Polen für

die Obsternte alle Arbeiten mit

Hilfe unserer Großfamilie erledigen.

Selbst mein Bruder Karl, der

beim Finanzamt arbeitet, und dessen

Buben Gabriel und Lorenz unterstützen

uns fleißig wenn Not

am Mann ist“, erzählt Andreas,

dem bei der Hausarbeit seine Frau

Birgit und seine Mama Irma den

Rücken freihalten.

Naturnahe Produkte

Froh ist Andreas Föger, dass sich in

jüngster Zeit das Bewusstsein der

Bevölkerung für regionale Produkte

wieder stark verbessert hat. „In

Krisenzeiten schätzen die Kunden

wieder mehr die Versorgungssicherheit.

Unsere traditionelle

Kreislaufwirtschaft garantiert alles,

was der Mensch für eine gesunde

Ernährung braucht: Eiweiß, Kohlehydrate,

Vitamine und Mineralstoffe“,

sagt der überzeugte Bauer,

der bei den Kartoffeln mit den

Sorten Anuschka, Bernina, Laura,

Ribera oder Agria von Juni bis

Herbst sowohl festkochende wie

mehlige Erdäpfel anbietet. Ein absolutes

Premiumprodukt sind natürlich

auch die längst über die

Grenzen Haimings hinaus beliebten

Äpfel, deren Sorten Gala, Arlet,

Boskop, Jazz, Topaz, Mairac

oder Golden Delicious in alle Geschmacksrichtungen

keine Wünsche

offen lassen.

Jetzt auch Zwiebel

Natürlich wird am Hartler Hof

auch Gemüse für den familiären

Eigengebrauch und Mais als Futtermittel

für die Tiere angebaut.

„Ganz wichtig für die Bewirtschaftung

unserer Felder und Äcker ist

auch die Tatsache, dass wir mit der

Gülle und dem Mist aus dem eigenen

Laufstall selbst hochwertigen

Dünger produzieren“, freut sich

Andreas, der neuerdings mit dem

Anbau von Zwiebeln eine Marktlücke

bedient. Trotz weltweiten

Krisen wie Pandemie und Krieg

bleibt Andreas Föger Optimist.

„Wir haben heuer eine hervorragende

Ernte. Und die beiden Haiminger

Markttage finden auch

wieder statt. Das macht uns glücklich

und zufrieden“, schmunzelt

der leidenschaftliche Landwirt, der

am Schluss noch mit einer interessanten

Aussage aufhorchen lässt:

„Mein Vater, mein Bruder und ich

waren viele Jahre lang im Gemeinderat

tätig. Unsere Buben wollen

damit nichts mehr zu tun haben.

Und das ist auch halb so schlimm,

weil bei uns in der Familie die Demokratie

ja bestens funktioniert!“

Erreichbar ist der Hartler Hof unter

05266 88384 oder per Mail an

fam.foeger@gmail.com. (me)

27. September 2022 31


Haiminger

Tirols größter Erntemarkt ist zurück: Am 8. und 15. Oktober 2022

heißt es wieder Flanieren und Gustieren, wenn die beliebte Veranstaltung

in gewohnter Manier lockt. Nach pandemiebedingter Pause

freuen sich die heimischen ProduzentInnen auf die Rückkehr zum

etablierten Rahmen. Die 34. Haiminger Markttage starten jeweils um

9 Uhr und finden bei jeder Witterung statt.

Große Vorfreude herrscht bei den Organisator -

Innen und ProduzentInnen: Am zweiten und

dritten Samstag im Oktober laden rund 80

Ausstellende endlich wieder zu den Markttagen

ins Haiminger Ortszentrum ein. Den

Besucher Innen aus nah und fern wird eine breite

Palette an erntefrischen Waren und regionalen

Produkten angeboten. „Wir freuen uns,

dieses Jahr wieder Ort der Begegnung zu sein

und zur Förderung des vielfältigen bäuerlichen

Angebotes aus der Region beizutragen“, erklärt

Obmann Rudi Wammes. Nachdem es pandemiebedingt

unkonventionelle Lösungen

brauchte, wurden die Haiminger Markttage

2020 und 2021 zu Verkaufstagen mit Ab-Hof-

Verkäufen umfunktioniert. „Die Verkaufstage

in den letzten beiden Jahren waren wichtig für

die Vermarktung der Erzeugnisse. Das Alternativprogramm

ist jedoch nicht mit den Markttagen

gleichzustellen. Der Austausch mit den

AusstellerInnen vor Ort, die Verkostungen und

das gemütliche Beisammensein sind unersetzbar“,

so Rudi Wammes.

Viele Köstlichkeiten

Wer seine Vorratskammern für den Winter auffüllen

will, ist bei den Haiminger Markttagen

richtig. Von Obst- und Gemüsesorten, wie den

bekannten Haiminger Äpfeln und Erdäpfeln,

umfasst das Angebot auch Eier, Speck, Käse,

Wurst- und Fleischwaren aus der Region. Heimische

Früchte gibt es frisch geerntet, gepresst,

gebrannt sowie verarbeitet zu Säften, Wein und

allerlei Destillaten. Zudem stellen DrechslerInnen

und HolzschnitzerInnen ihr Qualitätshandwerk

aus. Floristik, Dekoration und Bekleidung

sind ebenfalls erhältlich.

Programm für Kinder

Neben den hofeigenen Erzeugnissen lockt besonders

das bunte Rahmenprogramm an beiden

Markttagen. Auf die kleineren BesucherIn-

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32 27. September 2022


8. + 15. Oktober 2022

Markttage feiern Comeback

Fotos: ©Haiminger Markttage

nen wartet heuer ein neues Highlight: Die Seminarbäuerinnen

sorgen mit dem Projekt

„Schmatzi“ ab 11 Uhr für spaßige Unterhaltung

mit Lerneffekt. Dabei wird Kindern, aber

auch Erwachsenen, Wissen rund um gesundes

und regionales Essen spielerisch nähergebracht.

Im Fokus stehen Apfel und Milch. „Das Bewusstsein

für heimische, saisonale Lebensmittel

V.l.: Christian Jais, Geschäftsleiter Raiffeisenbank Silz-Haiming und Umgebung, Walter Haid, Marketing Manager

Raiffeisenbanken Bezirk Imst, Rudolf Wammes, Obmann Haiminger Markttage, Alexandra Harrasser,

Geschäftsführerin Obstlager Haiming, Benjamin Kneisl, Obmann Ötztal Tourismus.

sollte bereits im Kindesalter gefördert werden.

Wir freuen uns daher sehr, heuer die Seminarbäuerinnen

mit an Bord zu haben“, betont Alexandra

Harrasser, Organisatorin der Haiminger

Markttage. In der „Sumsi-Hüpfburg“ können

sich die Kinder anschließend austoben.

Auch für die musikalische Unterhaltung von

Jung und Alt ist gesorgt. Darüber hinaus werden

fünf attraktive Preise im Zuge eines Gewinnspiels

verlost. In einer Fotobox kann ein

Erinnerungsbild gemacht werden und am

Raiffeisen-Stand gibt es kostenlosen Kaffee und

Kuchen solange der Vorrat reicht.

Starke Partner

Als langjährige Unterstützer stehen die Raiffeisenbanken

im Bezirk Imst, die Gemeinde Haiming,

der Ötztal Tourismus sowie die Österreichischen

Bundesbahnen (ÖBB) und der Verkehrsverbund

Tirol (VVT) an der Seite des Veranstalters.

Sie tragen entscheidend zur erfolgreichen

Umsetzung der Markttage bei und vertrauen

auf das Potenzial der heimischen Landwirtschaft.

„In den letzten 35 Jahren haben sich

die Haiminger Markttage zum größten Tiroler

Erntemarkt entwickelt und als fixer Programmpunkt

im Terminkalender etabliert. Die langjährigen

Kooperationen ermöglichen diesen

Fortschritt. Auch in der pandemiebe- ‰

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27. September 2022 33


8. + 15. Oktober 2022

jeweils ab 9 Uhr

bei jeder Witterung!

dingten herausfordernden Zeit

konnten wir uns auf die Unterstützung

unserer Partner verlassen.

Ohne sie, unser Organisationsteam

und alle Helferinnen und

Helfer wäre dieser Erfolg nicht

möglich“, unterstreicht Obmann

Rudi Wammes.

Anreise mit Öffis

Wie bereits in den letzten Jahren

ist das Organisationsteam der Haiminger

Markttage bemüht, den

ökologischen Fußabdruck möglichst

gering zu halten. Mit der

Verwendung von Mehrweggeschirr

und dem Verzicht auf Portionsverpackungen

wird zur Plastikmüllreduktion

beigetragen. Außerdem

bitten die Veranstalter

nach Möglichkeit um Anreise mit

den öffentlichen Verkehrsmitteln.

ÖBB und VVT schaffen für die

BesucherInnen an beiden Markttagen

zusätzliche REX-Haltestellen

in Haiming. Ein kostenloser

Shuttle-Service verkehrt zudem

zwischen dem Marktgelände und

dem Haiminger Bahnhof sowie

größeren Parkplätzen. Selbstverständlich

sind auch wieder Haiminger

Kinder freiwillig im Einsatz,

die mit ihren „Apfeltaxis“ gegen

ein kleines Trinkgeld gekaufte

Produkte bis zu den Fahrzeugen

transportieren.

Weitere Informationen:

www.haiminger-markttage.at

…und wie die Haiminger Äpfel schmecken!

WIR MACHTS MÖGLICH. „Die Zusammenarbeit

zwischen den Haiminger Markttagen und

den Raiffeisenbanken wird auch die nächsten

Jahre halten, was sie seit Beginn der Haiminger

Markttage versprochen hat: ein aktives

Mit.Einander zum Wohle unserer Region!“

freuen sich Rudi Wammes, Alexandra Harasser

(beide Haiminger Markttage) und Vorstand

Christian Jais (Raiffeisen Silz-Haiming

und Umgebung) im Rahmen einer Apfelverkostung

in den Haiminger Obstgärten auf eine

längerfristige Kooperation und die Haiminger

Markttage 2022: Samstag, 8. Oktober und

Samstag, 15. Oktober. Info unter www.haiminger-markttage.at

Foto: Raiffeisen/W.Haid

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34 27. September 2022


Der Almabtrieb der Schafe ist in Tarrenz jährlich ein Spektakel für Schaulustige

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Ein zur beliebten Tradition gewordenes

Volksfest ist die sogenannte

Schafschied am Ende der Almsaison

in der Gurgltaler Gemeinde Tarrenz.

Heuer holten die Bauern gut 900

Schafe und etwa 80 Ziegen von den

Almen zurück. Dabei wird die Herde

der Tiere im großen Garten des Gasthof

Sonne versammelt, wo die Schäfer

dann ihre jeweiligen Schafe erst in

eigene Gehege und dann in ihre Ställe

bringen. Nach getaner Arbeit feiern

die Bauern, die an diesem Tag bis zu

vier Stunden lange Fußmärsche hinter

sich haben, mit der Bevölkerung ein

feuchtfröhliches Fest.

1 Patrick Reich und sein Vater

Dietmar hatten heuer 45 Schafe

auf der Tarrentonalm, die sie allesamt

heil ins Tal brachten.

2 Auch der Baumaschinenschlosser

Florian Reich, der Volksschullehrer

Alex Reich und der Maurer

Stefan Doblander sind in ihrer

Freizeit leidenschaftliche Schafbauern.

3 David Hechl, Gemüsebauer und

Langlauftrainer, hatte heuer acht

„Goaß“ auf der Alm.

4 Gut gelaunt zeigten sich Günther

Schnall aus Strad, Philipp Flür

und dessen Vater, der Bauer, Winzer

und ÖBB-Fahrdienstleiter Andreas

Flür.

5 Die Schafbäuerin Maria Prantl

freute sich mit ihrer zukünftigen

Schwiegertochter Tamara Dobler

aus dem Pitztal über eine gelungene

Rückkehr ihrer Tiere.

6 Der mehr als zwei Meter große

Baufachmann und Gemeindevorstand

Killian Tangl ist, wie er augenzwinkernd

sagt, bei seinem

Sohn nur noch Knecht. Jürgen

Posch war mehrere Jahre lang als

Hirt auf der Alm.

7 Leonie Ruetz, ihr Freund Luca

Rauch und dessen Bruder Samuel

Rauch verkörpern die junge

Generation der Schafbauern.

8 Bäuerin Magdalena Tangl und

Evelyn Fürrutter stehen auch bei

der Betreuung der Tiere ihren

Mann.

9 Einer, der anpacken kann: Christian

Stricker, Wassermeister bei

der Gemeinde Tarrenz, trug die

Schafe in das jeweils richtige Gehege.

10 Zwei Geschwister, die gerne in der

Landwirtschaft mithelfen: Der

Postzusteller Johannes Wille und

die Lehrerin Anna Wille.

11 Auch der Installateur Alexander

Juen, der Schüler Maximilian

Posch und die Trafikantin Romana

Lanbach lachten gerne in die

Kamera.

12 Bernhard Juen aus Fließ ist eigentlich

Hennenbauer, er hilft

aber jährlich gerne bei der Schafschied

in Tarrenz mit.

13 Auch Jasmin Deutschmann aus

Tarrenz und Daniel Gassler aus

Nassereith zeigten sich bester

Laune.

14 Der Postbeamte Jens Kiechl hilft

bei Volksfesten gerne seinem

Freund und Sonne-Wirt Andreas

Krajic beim Ausschank der Getränke.

15 Die Obfrau des Museumsvereins

Inge Eder und ihr Mann, der Bäckermeister

Alex Eder, kochten

ehrenamtlich Kiachln mit Preiselbeeren.

16 Die SPAR-Verkäuferin Sabrina

Solimena und die Schülerin Nadine

Steindl helfen dem Wirt bei

großen Volksfesten im Sonne-

Garten.

17 Karin Sager und Veronika Krajic,

die Mama des Sonne-Wirtes Andreas,

hatten beim Verkauf der

Bons für Speisen und Getränke

alle Hände voll zu tun.

Fotos: Eiter

27. September 2022 35


Ein Wirtshaus serviert musikalische Knödel

Im Imster Gasthof Hirschen fanden in elf Jahren bereits 100 Jazzkonzerte statt

So etwas nennt man lebendige

Kultur. Eine Handvoll engagierter

Organisatoren veranstalten

im Imster Gasthof Hirschen seit

Jahren ganz ohne Vereinsstruktur,

Subventionen und Sponsorengeldern

musikalische Abende,

die sich allein über freiwillige

Spenden der Zuhörer finanzieren.

Der „Jazzknödel“, wie sich

die Konzertreihe nennt, feierte

heuer seinen 100. Auftritt. Zirka

500 Musikerinnen und Musiker

vergnügten dabei in elf Jahren

gut 5.000 Zuhörer.

Ein Gruppenbild zum 100. Jazzknödel. Wirt Hannes Staggl, Musikdirektor Florian Bramböck, Christian Wegscheider,

Melanie Bong, Mirko Schuler, Martin Schweissgut, Florian Baumgartner, Flo Hupfauf, Yvonne Moriel, Bruno Thaler, Peter

Reinthaler, Philipp Perktold, Juniorchefin Katharina Staggl, Jakob Zimmermann, Christian Novak und Harald Winkler

genossen den musikalischen Jubiläumsabend. Am Bild fehlt Mitorganisator Heinrich Wille.

Foto: Jazzknödel

Es ist ein einfaches Gericht, das

hervorragend schmeckt. Die Zutaten

für den „Jazzknödel“ sind simpel.

Eine Gruppe von Idealisten

dachte sich im Oktober 2011, dass

es schön wäre, wenn im Wintergarten

des Imster Traditionsgasthauses

regelmäßig kleine, aber feine

Musikabende stattfänden.

Mittlerweile ist aus dieser spontanen

Idee eine monatliche Fixveranstaltung

geworden. Garanten

für diese Erfolgsgeschichte sind

leidenschaftliche Musiker, die einfach

gerne im kleinen Rahmen

auftreten und ein treues Stammpublikum.

Für die Qualität beim

100. Jazzknödel sorgte kein Geringerer

als Florian Bramböck. Der

Tiroler „Blasmusik-Papst“ fungiert

als Musikdirektor, der selbst regelmäßig

auf der Bühne steht und die

große Schar hochqualifizierter

Musiker motiviert, sich in den

Imster „Knödeltopf“ zu werfen.

Mesners Klingelbeutel

Legendenstatus genießt bei diesem

Veranstaltungsreigen die Art und

Weise, wie die Besucher zur Kassa

gebeten werden. Der pensionierte

Textildrucker und Hobbymusiker

Bruno Thaler geht am Ende der

Veranstaltung wie ein Mesner in

der Kirche mit seinem Klingelbeutel

durch die Reihen. Das dabei

eingeworfene Geld ist letztlich die

Gage für die auftretenden Künstler.

Großzügig zeigen sich dabei

natürlich auch Wirt Hannes

Staggl und seine Tochter Katharina,

die dafür sorgen, dass die Kehlen

der Künstler nicht trocken

bleiben. „Mir geht jedes Mal das

Herz auf, wenn ich den freudigen

Funken spüre, der von den Musikern

auf das Publikum überspringt.

So viele Einheimische haben

wir in unserem Wintergarten

normalerweise nur bei Hochzeiten,

nach Begräbnissen und natürlich

bei der Fasnacht“, freut sich

der Chef des Imster Traditionsbetriebes.

Hinter dieser Erfolgsstory

stecken erfahrene Kulturveranstalter

wie die Medienexperten Peter

Reinthaler und Christian Novak

oder der Zivilingenieur Harry

Winkler, die sich „Just for Fun“

in den Dienst der guten Sache

stellen. (me)

WEISSENBACH | HÖFEN | WÄNGLE

Vom Betriebsrat zum Gemeindechef

Ein „Musicus“ lenkt als Neuer nun die Geschicke in Weißenbach

So ganz unbedarft in der Gemeindepolitik

ist der neue Bürgermeister

von Weißenbach nun auch

wieder nicht. Harald Schwarzenbrunner,

der 51-jährige Werkzeugdesigner,

hat die Nachfolge von

„Langzeitchef“ Hans Dreier angetreten

– gerade mit Letzterem hat

er schon früher im Gemeinrat

auch manchmal die Klingen gekreuzt.

Damals war er mit einer eigenen

Fraktion im Gemeinderat

vertreten. 1998 schaffte er mit einer

– damals FPÖ-nahen – Liste

den Einzug und wurde Gemeindevorstand.

Danach zog er sich zunehmend

zurück. In der darauffolgenden

Periode war er nur mehr

Gemeinderat, dann Ersatzgemeinderat.

Bei den Wahlen 2016 trat er

nicht mehr an. Aber immer am

Gemeindegeschehen interessiert,

ließ es ihm doch keine Ruhe. Mit

einer komplett neuen Liste, der

einzigen im Ort, wagte er einen

Neustart und hatte angekündigt

im Fall seiner Wahl zum Bürgermeister

seinen vorherigen Beruf

aufzugeben, um das Bürgermeisteramt

in Vollzeit auszuüben. Diesen

Schritt hat er inzwischen getan,

seine 36 Jahre Arbeit bei der

Firma Bihler in Halblech gehören

der Vergangenheit an. Als stellvertretetender

Betriebsratsvorsitzender

hatte er sich im Allgäu um die

Interessen der 900 Beschäftigten

des Unternehmen gekümmert

und Diplomatie gelernt. Das dürfte

ihm in seiner neuen Funktion

Harald Schwarzenbrunner ist Bürgermeister

in Weißenbach.

durchaus zugutekommen.

„Ich habe seit meiner Wahl sehr

schnell gemerkt, wie fordernd dieses

Amt ist und wie viel Zeit es beansprucht“,

meint er und sieht die

Richtigkeit seines Entschlusses. Er

sucht die Unterstützung „seines“

Gemeinderates und ist natürlich

froh, in der Gemeindeverwaltung

auf eingearbeitete Mitarbeiter zurückgreifen

zu können und auf deren

langjährige Erfahrung bauen

zu können.

Trotz der umfangreichen Arbeit

wird sich der „mister-music“, auf

„instagram“, nicht von seiner Leidenschaft,

dem Musizieren, abbringen

lassen. Familiär vorbelastet,

Mutter und Onkel Karl sind in

Volksmusikreisen ja keine Unbekannten,

wird er weiter seine Auftritte

absolvieren und auch im

Dienste sozialer Veranstaltungen

sein Scherflein beitragen. Das hat

er erst kürzlich beim Dorffest,

und auch schon früher, wieder bewiesen.

36 27. September 2022


WEISSENBACH | HÖFEN | WÄNGLE

Baulanderschließung im „Sommer“

Neue Brücke in Weißenbach kommt vor allem Radfahrern zugute

Ein Ortsteil unterhalb des Anstiegs

zum Gaichtpass, orographisch

links des Weißenbachs,

nennt sich aufgrund der guten

Sonneneinstrahlung Sommer.

Nun wird die Erschließung der angenehmen,

aber auch problematischen

Flächen vorangetrieben. Bekanntlich

wurde in diesem Gebiet

von der Landesgeologie Gipskarst

festgestellt, die Grundbesitzer hatten

beachtliche Kosten für Bohrungen

zu tragen. Nun soll im

„Projekt Sommer“ eine aufwändige

Erschließung begonnen werden.

Abwasserkanal, Wasser- und

Stromversorgung, Lichtwellenleiter

und ein Oberflächenwasserkanal

werden unter der zu bauenden

Straße verschwinden Geschätzte

Kosten rund 470.000 Euro. Ein

Bauboom, so befürchtet Bürgermeister

Harald Schwarzenbrunner,

dürfte sich jedoch aufgrund

der aktuellen Situation in Grenzen

halten, die Grundstücke befinden

sich bis auf wenige Ausnahmen im

Besitz von Privaten. Die wenigen

Parzellen des Bodenfonds werden

von der Gemeinde vergeben werden.

Andere Bestrebungen gibt es

im Bereich der sogenannten „Siedlung“.

Dort sollen öffentliche Flächen

für günstiges Bauland lukriert

werden. Das Baugebiet

könnte im Osten bis in die Nähe

des Weißenbachs verlängert werden.

Damit erhofft sich die Gemeinde

Jungfamilien günstiges

Bauland zur Verfügung stellen zu

können und damit einer Abwanderung

in den Großraum Reutte

entgegenzuwirken. „Die jungen

Leute im Ort zu halten, ist mir

und dem Gemeinderat ein großes

Anliegen“, meint dazu der neue

Bürgermeister Harald Schwarzenbrunner.

Vor der Realisierung stehen im

Wohnbereich zwei größere private

Projekte auf den Flächen von ehemaligen

Gasthäusern. Beim „Bären“

soll im nächsten Jahr eine Anlage

mit mehreren Baukörpern

und zahlreichen Wohnungen entstehen.

Das hat bisher die Pandemie

verhindert. Ein ähnliches Projekt

ist für das Zentrum, wo in

unmittelbarer Nähe zur Kirche

und zum Dorfplatz ein großes

Im Bild der alte (Hans Dreier) und der neue (Harald Schwarzenbrunner) Bürgermeister bei der Eröffnung der neuen Brücke.

Wohn- und Geschäftshaus entstehen

wird. Vorgabe dabei: ein gastronomischer

Betrieb als Ersatz für

die ehemaligen Gast-Lokalitäten.

Dort werden in Kürze die Abrissarbeiten

beginnen.

Gemeindeamt verlegen

Die Verwaltungsräume der Kommune

von ersten Stock ins Parterre

zu verlegen, ist ein Vorhaben des

neuen Gemeinderates. Im Gemeindehaus

sind durch die Schließung

von Post, Bank und Tourismusbüro

Räumlichkeiten frei geworden.

Man will die Nutzung des

großen zweistöckigen Gemeindehauses

überdenken. Nach der notwendigen

Sanierung technischer

Art wird ein Konzept unter Rücksichtnahme

der verschiedensten

Interessen ausgearbeitet werden.

Eine Anlaufstelle für den überörtlichen

Tourismus – Lechwegwanderer

und Radtouristen frequentieren

die Räumlichkeiten der Verwaltung

immer mehr und stören

dabei die Abläufe – müsse aber

wieder geschaffen werden, meint

man in Weißenbach mit dem

Blick auf die Region. Wie überhaupt

die touristische Situation

am Knotenpunkt zwischen Großraum

Reutte, Tannheimer Tal und

Lechtal einige Fragen aufwirft. Es

fehlen Parkflächen und Infrastruktur

für die angeworbenen Gäste.

Allein wird das Weißenbach nicht

schaffen können. Man erwartet

sich Unterstützung aus allen drei

Regionen.

Die Sicherung des Siedlungsgebietes

hat in Weißenbach oberste

Priorität. Daher ist es unerlässlich,

die nördlich des Dorfes gelegenen

steilen Hänge des Gaichtberges

mit einem Forstweg zu erschließen

und damit forstlich bearbeitbar zu

machen Die alten Bestände dort

bedürfen einer dringenden Pflege.

Etwa 600.000 Euro werden dafür

in einer ersten Stufe aufgewendet

werden müssen. „Die Schutzfunktion

des Waldes muss erhalten

bleiben. Dass das etwas kostet,

liegt auch auf der Hand, aber ist

aus Sicherheitsgründen ganz einfach

notwendig“, meint das Gemeindeoberhaupt.

Neue Radwegbrücke

Eine unangenehme Zeit für die

Benutzer des Lech-Radweges ist

vorüber. Die Verbindung über den

Weißenbach war unterbrochen

und ist nun wieder hergestellt. Die

historische Brücke, benannt nach

dem ehemaligen Bürgermeister,

Josef Dreier und erbaut in den

1970er Jahren, musste aufgrund

ihres schlechten Zustandes gesperrt

und abgerissen werden. Jetzt

konnte der Neubau freigegeben

werden. Eine Erneuerung der

1982 von Pionieren des Bundesheeres

gebauten und 1995 sanierten

„Josef-Dreier-Brücke” war

nicht selbstverständlich, gab es

doch Überlegungen aufgrund von

Kostensteigerungen und knapper

Budgets den beliebten Radweg

und die Loipenanbindung zu verlegen

und die Brücke ersatzlos abzureißen.

Durch das geeinte Vorgehen

der Gemeinde Weißenbach

mit dem bis noch vor kurzem amtierenden

Bürgermeister Hans

Dreier (Sohn von Josef Dreier)

und dem Tourismusverband Naturparkregion

Reutte (TVB)

konnte dank einer hohen Förderquote

die neue Brücke aber gebaut

werden. Es war allen ein besonderes

Anliegen, eine wirklich schöne

und ins Landschaftsbild passende

Verbindung über den Weißenbach

zu schaffen. Eine Minimalvariante

als „Trogbrücke“ kam nicht in Frage

und wäre den heutigen Anforderungen

nicht gerecht geworden,

war man sich einig. Die Kosten

der neuen „Josef-Dreier-Brücke“

liegen bei rund 220.000 Euro, wovon

rund 70 Prozent durch Förderungen

des Landes Tirol finanziert

werden. Die verbleibenden 30

Prozent teilen sich der TVB Naturparkregion

Reutte und die Gemeinde

Weißenbach.

So spektakulär, wie die Abtragung

der alten Josef-Dreier-Brücke sich

gestaltete, war auch der Wiederaufbau.

Mitte Februar lieferte und

montierte die Firma Holzbau Saurer

die neue Brücke, eine 20 Meter

lange überdachte Fachwerkkonstruktion.

Von der Eröffnung profitieren

vor allem rund 60.000

Fahrradfahrer, die alleine im Jahr

2021 auf dem Lechradweg unterwegs

waren. TVB-Obmann Hermann

Ruepp war es besonders

wichtig, dass auch eine einwandfreie

Loipenpräparierung künftig

mit entsprechenden Geräten gesichert

ist.

27. September 2022 37


WEISSENBACH | HÖFEN | WÄNGLE

Neue Feuerwehrhalle in Wängle notwendig

Einsatzzentrum soll am westlichen Dorfrand nahe dem Fußballplatz entstehen

38 27. September 2022

Die Notwendigkeit zum Bau einer

neuen Feuerwehrhalle im

Ort ist unbestritten. Dennoch

war genau dieses Thema zum

Knackpunkt in der Gemeinde

geworden, der dann zum Widerstand

gegen Bürgermeister Müller

führte und in der Selbstauflösung

des Gemeinderates gipfelte.

Dem ehemaligen Gemeindeoberhaupt

wurde nicht verziehen,

dass er die Auftragsvergabe

für dieses Projekt freihändig im

Alleingang vergeben hatte.

Das alte Tanklöschfahrzeug der

Freiwilligen Feuerwehr Wängle ist

in die Jahre gekommen und sollte

ausgetauscht werden. Nun stößt

aber das Domizil der Florianijünger

in der Dorfmitte an seine

Grenzen. Der verschachtelte Bau,

in dem auch eine Wohnung untergebracht

ist, ist schlicht und einfach

zu klein für das neue Fahrzeug

und auch zu knapp für das

vorhandene Gerät. Der Waldbrandhänger

und der Heuwehrhänger

mussten bereits ausgelagert

werden. Um einen Neubau außerhalb

des Zentrums wird man nicht

herumkommen.

Vorstudien für das Projekt gibt es

bereits, die Detailplanungen müssen

allerdings erst noch gemacht

werden. Der Baugrund für das

großzügige Vorhaben wurde im

Tausch mit der Gemeinde Lech -

aschau möglich. Angesiedelt wird

das Einsatzzentrum am westlichen

Eingang zum Dorf, gegenüber des

Fußballplatzes. Es gilt die Vorgaben

des Feuerwehrverbandes zu

berücksichtigen und die Zuständigen

beim Land Tirol mit einzubeziehen.

Gebaut wird unterhalb

der Verbindungsstraße, die von

Höfen nach Wängle führt. Dort,

wo sich derzeit ein kleiner Schotterparkplatz

befindet, wird bald

das Feuerwehrzentrum stehen.

Obwohl außerhalb des Wohngebietes,

eröffnet diese Situierung

doch die Möglichkeit, die einzelnen

Ortsteile schnellstmöglich anzufahren,

ohne immer durch den

ganzen Ort zu müssen.

Platz für Versammlungen

Mit dem möglichen Bau des

Mehrzwecksaals im gleichen Zug

und im gleichen Projekt wird wiederum

ein langgehegter Wunsch

in der Gemeinde verwirklicht. Bei

Versammlungen im Ort musste

man bislang einen Saal im Widum

nutzen, dessen Kapazität aber

doch sehr bescheiden ist. Der

Standort nahe des Fußballplatzes

wäre gut geeignet.

Wachsende Gemeinde

Entgegen dem Trend in anderen

Kommunen gehört Wängle zu den

leicht wachsenden Gemeinden.

Die Einwohnerzahl ist seit 1998

um etwa 10 Prozent auf aktuell

950 gestiegen. Geschuldet vor allem

der regen Bautätigkeit in der

Talkesselgemeinde im Südwesten

von Reutte an den Sonnenhängen

von Hahnenkamm und Gehrenspitze.

Die Siedlungsgebiete scheinen

allerdings ausgereizt zu sein.

Es gibt also Bedarf an neuem Siedlungsraum,

leistbar bereitgestellt

von der Gemeinde. Hier sind Verhandlungen

mit der Gemeindegutagrargemeinschaft

aufgenommen

worden. Der Gemeindeführung

ist es wichtig die eigene Dorfjugend

im Ort zu halten.

Ein Polizist als Quereinsteiger

Vom Ersatzgemeinderat zum neuen Bürgermeister von Wängle

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Seine Frau Sandra wird den „Neuen“,

Florian Barbist, mit aller Kraft unterstützen.

Foto: Privat

Vorgezogene Parlamentswahlen

gibt es nicht nur in der hohen Politik.

Besondere Umstände machten

einen derartigen Wahlgang

auch in der Provinz notwendig. So

geschehen in Wängle, als sich nach

Querelen um den Bürgermeister

im Spätherbst des vergangenen

Jahres das Gemeindeparlament

des Reuttener Nachbarortes selbst

auflöste. Die Wahlen im Jänner sahen

nach einem spannenden Rennen

dann Florian Barbist als Sieger.

Der 40-jährige Polizeibeamte

im Kriminaldienst gewann gegen

seine Mitbewerberin Renate Thurner

mit einem winzigen Vorsprung.

Mit 53 Prozent ist er der

„Neue“, der Wängle in ruhigeres

Fahrwasser führen soll. Bürgermeister

Florian Barbist überglücklich:

„Es war knapp, wie erwartet.

Ich habe bis zuletzt gefiebert.“

Der Entschluss zur Wahl anzutreten

fiel bei ihm relativ spät. Nachdem

der vorherige und jetzige Vize

Peter Schautzgy am Müllplatz gemeint

hatte, ob er nicht antreten

wolle, und er im Spaß antwortete

„Ja, klar“, war der Samen irgendwie

in die Erde gesetzt und reifte.

„Mir war wichtig Wängle endlich

aus den Schlagzeilen zu bringen,

um im Ort wieder ein gedeihliches

Arbeiten für die Gemeinde zu ermöglichen“,

formuliert er als Auslöser

für seine Zusage.

Und das scheint ihm zu gelingen.

Die Zusammenarbeit funktioniert,

in beiden Lagern spricht

man vom „neuen fairen Miteinander“.

Der Vater zweier Söhne, Fabian

(9) und Luca (5), mit denen er begleitet

von seiner Frau Sandra oft

mit dem Radl unterwegs ist, will

ein Ansprechpartner für jeden

sein.

Junges Team mit viel Erfahrung

Ein junges Unternehmen mit langjähriger

Erfahrung – das ist die Installationen

Lageder und Partner

GmbH in Weißenbach.

Im November 2021 gegründet, hat

Firmenchef Philip Lageder zusammen

mit seinem Geschäftspartner

Karim Ajili ein Team von Fachleuten

mit fundierter Praxis um sich gesammelt,

das für alle Aufgaben in

Sachen Heizung, Bad und Gebäudetechnik

gerüstet ist.

So bietet Installationen Lageder und

Partner Komplettlösungen von der

Planung bis hin zur Montage an

und kümmert sich auch um die

nachfolgende Wartung der Systeme.

Gerade in Zeiten wie diesen ist die

Spezialisierung auf alternative Energienutzung

ein Gebot der Stunde.

Hier punktet das junge Unternehmen

mit solarthermischen Anlagen,

Photovoltaikanlagen und Wärmepumpen

für den Neubau und für

Sanierungen. Auch für das Bad, die

Dusche oder das WC kommt bei Installationen

Lageder alles aus einer

Hand – auf Wunsch inklusive Fliesenlegerarbeiten.

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WEISSENBACH | HÖFEN | WÄNGLE

PLAION ist seit 2018 wesentlicher Teil der börsennotierten Embracer Group / Schweden

Neues Europäisches Logistic Center um über € 15,5 Millionen wurde eröffnet

PLAION – das ist der neue Unternehmensname

der bisher bekannten Koch Media Gruppe, die am

Konzernstandort in Höfen/Außerfern in den vergangenen

Jahren eine sehr steile und erfolgreiche

Entwicklung erfahren hat. Jüngster Höhepunkt

in der Geschichte der börsennotierten Embracer

Group mit rund 15.000 MitarbeiterInnen

weltweit war die international beachtete Übernahme

der „Herr der Ringe“ und „Tomb Raider“

Lizenzen. PLAION als wesentlicher Teil der Embracer

Group ist eine weltweit tätige Unternehmensgruppe

mit rund 2.400 MitarbeiterInnen mit

Konzernstandort Höfen im Außerfern. Die Namensänderung

in PLAION und die Eröffnung und

Segnung des neuen hochmodernen European Logistic

Centers wurde Anfang August mit einem

unvergesslichen und berauschenden Fest für die

MitarbeiterInnen unter Teilnahme der extra aus

Schweden angereisten Hauptaktionären, Aufsichtsratsvorsitzenden

und Board sowie zahlreicher

Prominenz aus Politik und Gesellschaft gemeinsam

ausgiebig gefeiert. Mehr als 15,5 Millionen

Euro investierte PLAION zuletzt in den Ausbau

des Hauptstandortes in Höfen.

Allein in den letzten viereinhalb Jahren hat das

PLAION Management in Höfen ein unglaubliches

und außergewöhnliches Wachstum durch internationale

Akquisitionen vorangetrieben und wuchs

von 770 in 2018 auf zuletzt 2.400 Beschäftigte an.

PLAION unterhält eigene Firmen von USA, ganz

Europa über Australien bis China und Japan. Ca.

1.500 MitarbeiterInnen arbeiten in einem der dreizehn

Computerentwicklungsstudios weltweit in den

drei Bereichen Computerspiel/Games, Film und

Merchandise.

Laut dem Geschäftsführer und CFO der PLAION

Unternehmensgruppe Dr. Reinhard Gratl konnte der

Konzernumsatz von PLAION im vergangenen Jahr

auf € 515 Millionen ausgebaut und um + 12% gesteigert

werden. Am Hauptstandort in Höfen, der

durch die bedeutende Erweiterung der Gruppe eine

deutliche Steigerung erfuhr, werden aktuell etwa

225 hochqualifizierte und motivierte MitarbeiterInnen

beschäftigt. Am Außerferner Firmenstandort,

der als weltweites Shared Service Center organisiert

ist, sind wesentliche Kernkompetenzen des international

tätigen Unternehmens, wie Finanzen,

Logistik, IT, Customer Service, Produktdisposition,

Lizenz und Grafik, konzentriert. Die tägliche Zusammenarbeit

mit den vielfältigen Unternehmensstandorten

in aller Welt gehört zum Alltag der Außerferner

MitarbeiterInnen.

Vollautomatisch

Das neue und hochmoderne Logistikzentrum ist ein

Wunderwerk der Technik. 48 Roboter sorgen im

Autostoresystem für eine vollautomatische Kommissionierung

der Waren.

Auch für die Gemeinde Höfen selbst ist PLAION

eine wichtige langfristige und verlässliche Einnahmequelle.

PLAION hat im abgelaufenen Kalenderjahr

2021 knapp € 500.000 und mehr als ein Drittel

der Kommunalsteuereinnahmen der Gemeinde Höfen

zum Gemeindebudget beigetragen.

Für das geplante Unternehmenswachstum bietet

PLAION aktiv eine Vielzahl an spannenden und internationalen

Arbeitsplätzen.

27. September 2022 39


WEISSENBACH | HÖFEN | WÄNGLE

Speicherteich soll Schneesicherheit garantieren

Gemeinde Höfen will durch Baulandumwidmungen die Jugend im Dorf halten

„Ich brauchte vor Ort einen Kümmerer“,

meinte Toni Pletzer, der

Senior aus der Unterländer Investorenfamilie,

beim Spatenstich

zum neuen Speicherteich am

Reuttener Hausberg, dem Hahnenkamm.

Mit dem „Kümmerer“

war Friedrich Schweiger aus Füssen

gemeint, der zusammen mit

den Familien Pletzer, als Haupteigentümer,

das skandalumwitterte

Seilbahnunternehmen wieder

flottgemacht hat.

Nun sind die Arbeiten in der Umgebung

der Bergstation der Bahn

auf einer Höhe von rund 1.700

Metern in vollem Gange, Bagger

und Baumaschinen sind im Einsatz.

Ein Rundweg um den Teich

und die Möglichkeit, ihn als „Badesee“

zu nutzen, soll das touristische

Angebot erneut erweitern. Da

ist nicht nur der Gemeindeführung

von Höfen ein Riesenstein

vom Herzen gefallen. Tourismus

und Bevölkerung sind ebenfalls

froh ein positives Ende in der „unendlichen

Geschichte Hahnenkamm“

zu sehen. Der See soll bis

zur Wintersaison fertiggestellt

sein.

Einig war man sich beim Spatenstich

über die Notwendigkeit des

Vorhabens. Skigebiete ohne gesicherte

Beschneiung seien in diesen

Zeiten nicht mehr ökonomisch zu

führen und somit seien diese wassertechnischen

Einrichtungen unbedingt

notwendig, war der Tenor,

auch aus der Politik. Tirol stehe zu

den kleinen Skigebieten in der

40 27. September 2022

Nähe von Ballungszentren, stellte

Ex-Landeshauptmann Günter

Platter vor Ort fest. Auch die Gemeindeführung

von Höfen steht

voll hinter dem Sanierungsprogramm

der Unterländer Tourismuspioniere.

Siedlung erschlossen

Das Interesse an Baugrund ist in

der Gemeinde am Fuße des Hahnenkamms

groß. Das Angebot für

leistbaren Grund jedoch klein. Da

kam es gerade recht, dass man von

der Agrargemeinschaft passende

Flächen sozusagen „geerbt“ hat.

Gemeint sind dabei die Flächen

am Graben, wo nun die Erschließung

abgeschlossen ist. Mit der

Bebauung dort ist Höfen nun

nahtlos an die Nachbargemeinde

Lechaschau und damit an den

Zentralraum Reuttener Kessel gerückt.

Im Ortsteil Graben, direkt unterhalb

des gleichnamigen Gästehauses,

wurde eine große Fläche als

Bauland gewidmet, ein bestehender

Altbau musste geschliffen werden.

Hier sind neue Einfamilienund

Zweifamilienhäuser entstanden.

Ebenso sollen in zeitlichen

Abständen drei Wohnanlagen realisiert

werden. Die erste der drei

Einheiten steht kurz vor der Fertigstellung.

Außerdem ist man bemüht

ein weiteres Baugebiet am

Laimbach, nördlich der Bundesstraße,

zu erschließen. Neben kleinen

Einheiten könnte dort auch

ein „Haus der Generationen“ entstehen.

Dabei ist an eine mögliche

Zusammenarbeit mit den Nachbargemeinden

gedacht. Mit der

Schaffung von Wohnraum und

der Zurverfügungstellung von Flächen

will man die jungen Leute im

Dorf halten. Durch die Struktur

mit Gewerbe und Tourismus finden

in der Gemeinde ja über 500

Menschen einen Arbeitsplatz. Da

entsteht Wohnbedarf.

Shuttle-Betrieb aufnehmen

Der Bürgerbus der Gemeinden

Höfen und Wängle war eine Erfolgsstory.

Mit Corona kam das

Aus. Nun will die Kommune das

Modell „Bürger fahren für Bürger

und machen einen Ort mobil“,

wieder aufleben lassen. Was vor

Jahren als Versuchsballon gestartet

wurde und sich bewährt hatte,

hofft man wieder zu reanimieren.

Unabhängig vom überregional angedachten

„On-Demand-Verkehr“,

dem man auch positiv gegenüber

steht. Die freiwilligen

Fahrer und Fahrerinnen zu reaktivieren,

wird einer kraftvollen Anstrengung

bedürfen. Bürgermeister

Reyman, seit dem Start seinerzeit

mit dem Projekt aufs Engste

verbunden, will sich auf jeden Fall

mit aller Kraft dafür einsetzen.

Infrastruktur verbessern

Neben Verbesserungen an Kanälen

und Wasserleitungen gehen die

Arbeiten an der Verbauung des

Hirschbachs in Höfen in die Endphase.

Mit einer Gesamtbausumme

von 5,6 Millionen Euro war

das Projekt eines der größten, das

von der Wildbach- und Lawinenverbauung

Außerfern (WLV) umgesetzt

wurde, der Gemeindebeitrag

dazu dementsprechend. Der

Hirschbach hat seinen Ursprung

am Hahnenkamm und mündet

im Bereich der Hahnenkammhalle

in den Lech. Das Siedlungsgebiet

entlang der Bergbahnstraße grenzt

teilweise direkt an den Wildbach.

Um die Häuser künftig besser vor

Hochwasserereignissen zu schützen,

wurde eine Generalsanierung

gestartet. Das Projekt zog sich insgesamt

über vier Jahre. Heuer geht

das Gesamtprojekt in die Endphase.

Die Gemeinde hat nun die

Aufgabe im Zuge der Straßensanierung

entlang dieses Bereiches

einen Gehsteig anzulegen. Das

Projekt steht vor der Realisierung.

Zusammen mit der Nachbargemeinde

Wängle, mit der man in

einem Verband zusammenarbeitet,

ist man daran den Friedhof zu

sanieren. Es wird Platz für 90 neue

Urnengräber geschaffen, Wege

ausgebessert und angelegt, die

Halle renoviert, die sanitären Anlagen

in Ordnung gebracht und

der Vorplatz neu gestaltet.

Mit Bedauern stellte man auch in

Höfen fest, dass sich wichtige Institutionen

aus den Dörfern zurückziehen.

Post, Tourismusbüro

und Bank haben im Ort geschlossen,

was vor allem für die ältere

Bevölkerung ein Problem darstellt.

(irni)


WEISSENBACH | HÖFEN | WÄNGLE

Logischer Nachfolger für Gemeinde Höfen

Rüdiger Reyman avancierte vom „Vize“ zum neuen Bürgermeister

stärken, die Angebote für alle Altersgruppen,

besonders für die Senioren

verbessern.

Finanziell gehe es der Gemeinde

gut. Der Mix aus größeren und

kleineren Gewerbebetrieben und

Tourismuseinheiten sei gut und

sorge für genügend Arbeitsplätze

im Dorf.

Wichtig sind ihm das Vereinswesen

im Ort und auch die Themen

Land- und Almwirtschaft. Der

Tourismus ist ihm, als Touristiker,

natürlich ein besonderes Anliegen.

Außerdem möchte Bürgermeister

Reyman die Zusammenarbeit

über die Gemeindegrenzen hinweg

intensivieren.

Alpenrosenweg in Höfen

ist ab sofort barrierefrei

Bürgermeister Rüdiger Reymann will leistbares Wohnen in Höfen forcieren.

Die Wahlen zum Bürgermeister in

der westlichsten der Talkesselgemeinden

waren vom scheidenden

Oberhaupt Vinzenz Knapp gut

vorbereitet. Sein Vizebürgermeister

Rüdiger Reyman sollte die

Nachfolge angetreten. Der 56-Jährige

hat die Liste von Knapp übernommen

und ist mit ihr mit fünf

Mandaten nun sozusagen „Minderheitsbürgermeister“.

„Das ist

kein Problem. Man versucht gemeinsam

das Beste für die Gemeinde

herauszuholen“, meint

der „Neue“ zuversichtlich und

weiter: „Eine Mischung aus erfahrenen

und neuen Leuten wird

mich unterstützen.“

Schon länger im Gemeinderat

Seit fast zwölf Jahren sitzt der Inhaber

und Betreiber des „Gästehaus

am Graben“ im Gemeinderat

in Höfen. Er war zunächst Gemeindevorstand,

seit 2010 ist er

Vizebürgermeister. Schon als Vizebürgermeister

habe er die Gelegenheit

gehabt die Arbeit an der

Gemeindespitze kennenzulernen.

Dieses Wissen hilft, aber: „Die

Praxis ist dann doch eine ganz andere

Nummer“, stellt er fest. Seine

Ausbildung zum Bilanzbuchhalter

und die tägliche Arbeit im Betrieb

dürften ihm dabei als solide Basis

aber auch helfen. „Der Start mit

den vielen Sitzungen zur Bestellung

der neuen Mitglieder für die

verschiedensten Ausschüsse und

Verbände im Großraum war schon

heftig“, gibt er zu. Das sei dem

Wechsel in der Führung vieler Gemeinden

geschuldet.

Wirtschaftsstandort stärken

Seine Zielsetzungen für die Zukunft:

leistbares Wohnen ermöglichen,

den Wirtschaftsstandort

Am Hahnenkamm in Höfen kann

man seit kurzem auch mit dem Rollstuhl

oder dem Kinderwagen Bergluft

schnuppern. Der Alpenrosenweg

wurde zur barrierefreien Wanderstrecke

ausgebaut.

„Unsere Zielsetzung war es, ausgehend

von der Bergstation am Hahnenkamm

eine barrierefreie Erlebbarkeit

für Rollstuhlfahrer mit Zuggerät sowie

Familien mit Kinderwagen zu schaffen.

Dies ist mit der nun möglichen

Zufahrt zur Lechaschauer Alm gelungen“,

zeigt sich Ronald Petrini, Geschäftsführer

des TVB Naturparkregion

Reutte, zufrieden. Die Kosten für

den rund 1,8 Kilometer langen Weg

belaufen sich auf rund 60.000 €.

„Das Projekt am Hahnenkamm in Höfen

ermöglicht es behinderten Menschen

ab sofort ein einzigartiges Naturerlebnis

in hochalpinem Gelände zu

erfahren, bei dem nicht nur Gondel

gefahren wird“, so der Sachverständige

Ing. Bernhard P. Gruber. Trotz Barrierefreiheit

ist der Weg als schwere

(schwarze) Route zu klassifizieren.

Das heißt, es wird ein Zuggerät wie

z.B. ein Swiss-Trac benötigt. Ohne

Zuggerät ist der Weg nur mit sportlicher

Schiebebegleitung zu bewältigen.

Die zu bewältigenden Höhenmeter

halten sich durch die Bergfahrt mit der

Hahnenkammbahn in Grenzen.

Am Hahnenkamm in Höfen wird derzeit

Schritt für Schritt ein barrierefreies

Gesamtkonzept umgesetzt. Zusätzlich

zum bereits vorhandenen barrierefreien

WC im Panoramarestaurant

bei der Bergstation soll demnächst

auch die aktuell noch beschränkt barrierefreie

Toilette auf der Lechaschauer

Alm adaptiert werden, wodurch

sich die barrierefreie Servicekette

schließt.

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27. September 2022 41


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Seit Februar 2022 errichtet die Gemeinde Kauns ein neues

Bildungshaus. In Angriff genommen wurden der Neubau des

Kindergartens, die Sanierung und der Umbau des Volksschulgebäudes,

ein neues Probelokal, ein neuer Heizungsraum

und eine Gemeindegarage. Das gesamte Gebäude ist

nun barrierefrei. Für die architektonische Planung waren DI

Günther Schwarz und DI Alexander Blum von ARCHALP ZT

GmbH verantwortlich. Die Bauaufsicht wurde von der Firma

Spiss & Partner GmbH übernommen.

Die Gemeinde Kauns beabsichtigte mit dem Projekt

eine zentrale Bildungs- und Betreuungseinrichtung

für Kinder im Alter von 3 bis 10 Jahren

einzurichten. Basierend auf dem Ergebnis des

umfassenden LA21 – Bürgerbeteiligungsprozesses

„zukunft.kauns – ein Dorf im Wandel“ wurde

der tatsächliche Handlungsbedarf mithilfe der Bevölkerung

festgestellt. Die Strukturen des bestehenden

Volkschulgebäudes sollten dabei voll ausgeschöpft

werden. Das Konzept sah eine einheitli-

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42 27. September 2022


Gemeinde Kauns

che Nutzung des Gebäudes vor, wodurch die

Mischnutzung als Wohn- und Schulgebäude der

Vergangenheit angehört. Bis auf das Erschließungsbauwerk

und das Tiefgeschoss fand der

Umbau innerhalb des bestehenden Gebäudes

statt. Der neue Kindergarten – vormals war er im

Gemeindehaus – ist von der Südseite her barrierefrei

zugänglich und verfügt über einen individuell

teilbaren Gruppenraum sowie einen separaten

Ruhebereich. Des Weiteren befinden sich alle

notwendigen Sanitär-, Büro- und Lagerräume des

Kindergartens auf derselben Ebene. Eine riesige

Sonnenterrasse dient als Spielfläche. Der östliche

Teil des Obergeschosses, in dem sich derzeit die

beiden Klassenräume der Volksschule befinden,

blieb unverändert. In der Westhälfte soll die derzeit

leerstehende und baufällige Wohnung für die

Tagesbetreuung von Schul- und Kindergartenkindern

umgebaut werden. Neben einem Gemeinschaftsraum

sind dort eine Schulküche, ein Bad

und ein Lagerraum vorgesehen. Darüber hinaus

soll dieser Bereich der Volksschule und dem Kindergarten

als Veranstaltungs- und Gruppenraum

dienen. Aufgrund der beengten Platzverhältnisse

wird derzeit die Aula als Kopierraum, Lehrmittel-

Zimmer, Bücherei usw. genutzt. Der neue Proberaum,

der sich noch in Bau befindet, mit Lager,

Archiv und Aufenthaltsraum soll rund 80 Quadratmeter

groß werden und den 45 Musiker/innen

sowie Sängerinnen & Sänger einen zeitgemäßen

Probebetrieb ermöglichen.

„Wie allseits bekannt, gingen die Rohstoffpreise

im Jahr 2021 durch die Decke, es kam zu Lieferengpässen

bei Materialien. Das Anfang des Jahres

aufgestellte Finanzierungskonzept musste

mehrmals überarbeitet werden, um auf die

Marktsituation reagieren zu können. Dieses Großprojekt

war in finanzieller Hinsicht und in der

Durchführung eine immense Herausforderung

für eine Kleingemeinde wie Kauns. Es freut mich,

dass wir nun ein modernes und innovatives Bildungshaus

in Kauns haben, das zweckmäßig,

aber auch zukunftsorientiert ist“, erklärt Bürgermeister

Matthias Schranz.

(Novi)

27. September 2022 43


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Beim Hausbau zu zweit verwirklicht

Fotos: Agentur CN12 Novak

Gemeinsam sind wir stark! Dieses

Motto machten sich Ljubica

Petrovic und Florian Waldner

beim Bau ihres schmucken Eigenheimes

in Feichten im Kaunertal

zu eigen. Mit berechtigtem

Stolz erzählen die beiden

34-Jährigen, dass sie alles im

neuen Haus gemeinsam ausgesucht

haben und ihre Geschmäcker

stets kompatibel waren. Da

der Hausherr überdies ein Technik-Freak

ist, lassen sich viele

Dinge in den Räumlichkeiten

über das Handy steuern.

Ljubica wuchs in Feichten auf, arbeitet

als Kellnerin in der Zirbenhütte

bei den Seilbahnen in Fiss.

Auf der Weihnachtsfeier des Unternehmens

lernten sie und Florian,

der bei der Firma Prinoth in

Telfs als Testfahrer und auch im

Verkauf tätig ist, sich 2012 näher

kennen, sind seither ein Paar.

Florian zog schließlich von Pfunds

zu seiner Herzensdame ins Kaunertal.

Gemeinsam wohnten sie

dort zunächst bei Ljubicas Bruder.

„Irgendwann wurde es uns aber zu

eng. Und wir haben beschlossen,

uns nach einem eigenen Heim

umzuschauen“, erzählen die beiden.

Als Wohnort wurde auch

Pfunds in Erwägung gezogen, aber

„dort haben die Preise für eine

Neubauwohnung bei 500.000

Euro angefangen. Da haben wir

uns gesagt, dass wir um den Preis

auch selber bauen können.”

Um Grundstück beworben

Gesagt, getan! Da die Bauflächen

in der Gemeinde Kaunertal relativ

günstig sind, haben sich die beiden

um einen Baugrund beworben.

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44 27. September 2022


„Den Entschluss, das gemeinsame

Haus zu realisieren, haben wir so

um den Jahreswechsel 2016/2017

gefasst. Wir konnten uns beide

mit dem Gedanken anfreunden“,

erzählt der Hausherr.

Im Jahr 2019 wurde mit den Bauarbeiten

begonnen. Der Aushub

war grundsätzlich okay, da keine

Sprengarbeiten nötig waren. Starke

Regenfälle sorgten damals aber

für erschwerte Verhältnisse. Zumal

zwei Stockwerke bis zu zehn Meter

tief nach unten gegraben wurden.

Eine besondere Herausforderung

war auch der Abtransport des Materials.

Mit dem Bezug des neuen

Heims im Juni 2021 zeigte sich

dann aber schnell, dass sich die

großen Mühen bezahlt gemacht

hatten. Und zur großen Freude des

Paares konnte auch das veranschlagte

Baubudget eingehalten

werden.

Traum ging in Erfüllung

„Für uns ist absolut ein Traum in

Erfüllung gegangen. Wir haben

von A bis Z alles gemeinsam entschieden

und zu zweit diverse Einrichtungshäuser

besucht. Ob Boden,

Fenster oder Küche – die

Auswahl wurde stets einstimmig

getroffen. Und wir haben einen

Selbstbauofen im Haus“, erklärten

Florian und Ljubica. Die ein großer

Fan der Farbe Schwarz ist.

Dementsprechend ist sogar die Badewanne

in Schwarz gehalten.

Bei der Einrichtung wurde auch

nach dem Motto „Weniger ist

mehr“ verfahren. Denn das Paar

will nicht zu viel herumstehen haben.

Aus den alten Heimen wurde

auch nichts mitgebracht. Mit einer

einzigen Ausnahme: Einer Palme,

die Florian zu seiner Geburt bekommen

hat und sich immer noch

bester pflanzlicher Gesundheit erfreut…

Eine Wohlfühloase

Für Ljubica und Florian ist ihr

neues Eigenheim ohne Frage eine

Wohlfühloase. Sie erklären unisono:

„Der Platz, an dem wir jetzt leben,

ist einfach cool. Es ist unglaublich

angenehm, in sein eigenes

Heim zu kommen. Außerdem

genießen wir die Ruhe hier in ‰

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27. September 2022 45


Feichten.“ Gemeinsam haben sie

eine Zeit lang in Pfunds auch in einer

Garconnière gelebt – also

durchaus beengt: „Wir sind aber

nicht so anspruchsvoll. Waren damals

auch sehr viel unterwegs.“

Auffällige Details im Haus sind

die Stiege und das Lichtspiel. Erstere

ist auch der Lieblingsplatz von

Florian, hat er sie doch selbst entworfen

und errichtet. Die Unterkonstruktion

ist ein Stahlrahmen,

die Stufen sind aus Nussholz. Ljubicas

Lieblingsplatz ist wiederum

das außergewöhnlich gestaltete

Gäste-WC, wobei sie auch die Küche

und das Schlafzimmer zu ihren

favorisierten Aufenthaltsorten

zählt.

Im Obergeschoss findet sich der

Schlafbereich, im Erdgeschoss

sind Küche – mit einem aus einem

amerikanischen Nussbaumstamm

gefertigten Tisch, der auf der

Innsbrucker Herbstmesse erworben

wurde – und Wohnbereich

untergebracht. Im Haus ist auch

eine 60 Quadratmeter große Ferienwohnung

untergebracht, die

derzeit dauerhaft bewohnt wird.

Ljubica und Florian sind also

glücklich sesshaft geworden.

Nachdem sie vor dem Hausbau

viel in der Welt herumgereist sind.

Zu ihren liebsten Hobbys zählt das

Wandern.

Um 6 Uhr aus den Federn

Tagwache ist jeweils 6 Uhr, wenn

Ljubica zur Arbeit aufbricht.

Wenn Florian in der Zwischensaison

auch zu Hause ist, gibt es ein

gemeinsames Frühstück. Mit Besuchern

sitzen die beiden, so es die

Witterung zulässt, gerne im Freien.

Noch fehlt ein Geländer –

steht dieses, wird im kommenden

Jahr noch eine Photovoltaikanlage

installiert. (CN12 Team)

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