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Elbufer Rundschau - Hitzacker – authentisch, kreativ, solidarisch

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Ausgabe 7 - Herbst 2022<br />

regional | unabhängig | neugierig<br />

Erscheint viermal im Jahr<br />

<strong>Hitzacker</strong> <strong>–</strong> <strong>authentisch</strong>, <strong>kreativ</strong>, <strong>solidarisch</strong><br />

<strong>Rundschau</strong><br />

<strong>Hitzacker</strong> Tießau | Tiesmesland | Bahrendorf | Wietzetze | Drethem | Glienitz | Schutschur | Klein Kühren | Neu Darchau | Katemin | Quarstedt | Darzau | Sammatz | Walmsburg Bleckede<br />

Amt Neuhaus Konau | Popelau | Darchau | Groß Kühren | Vockfey | Auslegestellen: Neuhaus, Alt Garge, Tosterglope, Ventschau, Dahlenburg, Marienau ... Lüneburg...<br />

SCHULE<br />

KINDERGARTEN<br />

JUGENDZENTRUM<br />

SENIOREN<br />

KLOOGSCHIETER<br />

Spielzeug-Tipps<br />

Termine<br />

Veranstaltungen<br />

HITZACKER<br />

Die Kreativen der<br />

Stadtinsel<br />

Jeetzelrettung<br />

DRK<br />

Herbstmarkt<br />

ELBUFER BACKBORD<br />

Alt Garge<br />

Neu Darchau<br />

Marienau<br />

Sammatz<br />

Walmsburg<br />

ELBUFER STEUERBORD<br />

Darchau: Brückenfest<br />

am 3. Oktober<br />

KULTUR & FREIZEIT<br />

Veranstaltungen<br />

UMWELT & TECHNIK<br />

Das Storchenjahr 2022<br />

Agri-PV-Anlage<br />

Amphibienwissen<br />

elbDORFaktiv e.V.


Informationen zur Infrastruktur<br />

Ärzte | Gesundheitswesen<br />

Julia Elvers, Fachärztin für Allgemeinmedizin<br />

Hauptstraße 21 | Neu Darchau | Telefon: 05853 18 11<br />

Praxis urlaubsbedingt geschlossen vom 13. -18. Oktober<br />

und vom 23.Dezember 2022 - 01. Januar 2023<br />

Wolfram Kerber, Zahnarzt<br />

Hauptstr. 113 | Neu Darchau | Telefon: 05853 414<br />

Notruf-Nummern<br />

Polizei 110<br />

Feuerwehr 112<br />

Rettungsleitstelle 112<br />

Augenarzt 116 117<br />

Giftinfomationszentrum Nord 0551 / 19 24 0<br />

Ärzte-Notdienst-Zentrale 116 117<br />

Apotheke am Markt: Kostenfreier Lieferservice!<br />

Am Markt 16 | 21368 Dahlenburg<br />

Tel. 05851 7636 | Fax 05851 7258<br />

info@apotheke-dahlenburg.de<br />

(In den Briefkasten an der Gemeinde Neu Darchau<br />

können Sie Ihr Rezept einwerfen und bekommen Ihr<br />

Medikament nach Hause geliefert)<br />

Liefergebiet: Dahlenburg, Altenmedingen, Neu Darchau,<br />

Thomasburg, Tosterglope, Nahrendorf, Bleckede<br />

Jörn Böhme | Osteopathie an der Wassermühle<br />

Mühlenweg 5 | Katemin<br />

Telefon: 05853.980 18 98 | www.joernboehme.de<br />

Tanja Juraschek | Physiontherapie |<br />

Lilienweg 15 | Neu Darchau | Telefon: 05853 1733<br />

Elske Markgraf | Yoga (www.yoginidome.de)<br />

Am Gieberg 2 | Glienitz (Elbe )| Mobil 0178 7115718<br />

Einkauf, Restaurant und Café:<br />

Neu Darchau:<br />

Edeka Hildebrandt | Hauptstraße 6 | Neu Darchau<br />

Daxner - Mühle und Landhandel | Mühlenweg 1<br />

(auch Bioprodukte)<br />

Göpelhaus | Die Gastwirtschaft an der Elbe<br />

(Winterpause / Veranstaltungen trotzdem möglich)<br />

Am Hafen 6 | Neu Darchau | Telefon: 05853 3489857<br />

Gaststätte Zum Göpel | Restaurant & Kneipe<br />

<strong>Elbufer</strong>str. 141 | Telefon: 05853 980202 (Winterpause)<br />

Elbdorado | Gaststätte & Imbiss | www.elbdorado.eu<br />

<strong>Elbufer</strong>straße 149E | Telefon 01511 237 8339 (Winterpause)<br />

Kupferkessel | Gaststätte, Imbiss & Kneipe<br />

Hauptstraße 9| Neu Darchau | Telefon: 05853 2373219<br />

Darzau: Hartmut Kraßmann - Fischfarm | Hof Darzau 2<br />

Sammatz:<br />

Hofladen MICHAELSHOF Sammatz<br />

Im Dorfe 11 | 29490 Sammatz | Telefon: 05858 970-30<br />

Cafè am Michaelshof (Winterpause)<br />

Walmsburg:<br />

Dorfschnack <strong>–</strong> Café und Gemischtwaren<br />

Kateminer Straße 42<br />

Hofliebe <strong>–</strong> Café & schöne Dinge<br />

Wiesenweg 4 | Telefon 05853 292<br />

Heinz Kastens | Fischhandel/Räucherfisch<br />

(donnerstags Bleckede REWE, freitags Neu Darchau Edeka)<br />

Telefon 05853 1891 | Mobil 15786283106<br />

Christine und Oliver Wachowski<br />

Fischräucherei und Honig<br />

Vor den Höfen 8 | Telefon 05853 7279962<br />

Göddingen:<br />

Hofladen | Hof Heuer | Landstr. 18 (Spargel z.B.)<br />

Alt Garge:<br />

Schmidts Laden| Hauptstraße 1<br />

Griechisches Restaurant Olympos<br />

Hauptstraße 16 | Telefon 0174 6857528<br />

Tangsehl:<br />

Hofladen Tangsehl | Tangsehl 2, Nahrendorf<br />

Tosterglope:<br />

Familie Schoop - LüBio GbR | Neuhauser Str. 11<br />

Köhlingen:<br />

Demeterhof Christian Pahlow<br />

Köhlingen 2 | Tosterglope | Telefon 05853 204<br />

Garze:<br />

Anna und Oliver Levedag Schafskäserei<br />

Langer Weg 2, Bleckede-Garze |Telefon 05852 4089295<br />

Privelack:<br />

Privelacker Paradiesgarten | Elbstr. 4 (Winterpause)<br />

Darchau:<br />

Cafè zur Elbe | von Rautenkranz<br />

Hauptstraße 9 | Telefon: 038841-20781<br />

Stiepelse<br />

Cafè Plan b | Elbstraße 5 | Mobil: 0172 - 372 68 29<br />

info@plan-b-stiepelse.de | (Winterpause)<br />

Moin - Die Räucherkate<br />

Elbstrasse 7 | Telefon: 038844 - 21711<br />

Neu Bleckede:<br />

Wildwuchs-Hof Anja Rösler | Am Elbedeich 9<br />

(Winterpause)<br />

Kein Anspruch auf Vollständigkeit. Wenn Sie einen Eintrag wünschen, kontaktieren Sie uns. / *Winterpause: geschlossen in der Regel von November bis März


Inhalt<br />

Regional * Unabhängig * Neugierig<br />

Unser Leitbild spiegelt sich in den Worten.<br />

REGIONAL!<br />

Wir sind regional. Wir leben hier. Die einen mit gewachsenen<br />

Wurzeln, die anderen mit selbst gewählten. Wir leben gern hier.<br />

Daher geben wir unseren Themen im Schwerpunkt den regionalen<br />

Bezug. So vielfältig, so bunt und so interessant wie unser<br />

aller Leben hier.<br />

UNABHÄNGIG!<br />

Das Team der Redaktion steht keiner politischen oder religiösen<br />

Überzeugung nahe. Und so ist auch unser Magazin offen für<br />

alle Strömungen mit freiheitlichen und demokratischen Grundidealen.<br />

Wir arbeiten unabhängig und überparteilich, räumen<br />

Platz ein für Gedanken und Geschichten und geben Autoren<br />

mit unterschiedlichsten, auch politischen Einstellungen eine<br />

Plattform, ohne dass diese unbedingt die Überzeugungen der<br />

Redaktion widerspiegeln. Genau damit möchten wir die Offenheit<br />

und Vielfalt spiegeln, die wir hier bei uns im Alltag leben<br />

und lieben.<br />

NEUGIERIG!<br />

War es nicht die unbeschwerte Neugier, die uns als Kindern oft<br />

unbekannte Türen geöffnet hat? Die uns in bis dahin verschlossene<br />

Welten eintauchen ließ und uns zu dem gemacht hat, was<br />

wir heute sind? Die uns Freude, Achtung, Mut und Demut gelehrt<br />

hat? Das alles möchten wir auch mit diesem Magazin in<br />

unseren oft so vernünftigen und rationalen Alltag hinüberretten<br />

und mit Ihnen teilen.<br />

Wir möchten im besten Sinne neugierig bleiben, ohne aufdringlich<br />

zu sein. Und wir möchten Sie anstecken und auffordern,<br />

diese Neugier mitzuleben. Neugier auf Neues, auf Mitmenschen,<br />

auf all das, was uns hier umgibt. Gemeinsam mit<br />

Ihnen allen in und für unsere <strong>Elbufer</strong>-Region: Senden Sie uns<br />

Hinweise, Ihre Geschichte, Ihre Wünsche, beteiligen Sie sich an<br />

der positiven inhaltlichen Gestaltung des Magazins.<br />

Katemin<br />

(Impressum: siehe hinten)<br />

„Hier in Katemin hatten wir den schönsten Saal“<br />

Von den großen Zeiten in „Meyer’s Gasthof“, später „Landhaus Katemin“<br />

Liebe Leserinnen und Leser,<br />

wieder liegt ein neues Heft der <strong>Elbufer</strong>-<br />

<strong>Rundschau</strong> vor Ihnen, voll mit Geschichten<br />

und Informationen aus der Region.<br />

Erstmals haben wir diesmal eine Gruppe von Geschäftsinhabern<br />

ganz besonderer, individueller Geschäfte für<br />

unser Titelthema ausgewählt. Wir haben sie interviewt,<br />

weil uns interessierte, was für Menschen im schönen Städtchen<br />

<strong>Hitzacker</strong> diese im Geschäftsleben eher seltene Form<br />

des gemeinschaftlichen Zusammenhalts leben.<br />

Viel Spaß beim Lesen!<br />

Immer häufiger werden uns von unseren Lesern Vorschläge<br />

für interessante Themen unterbreitet. Darüber freuen wir<br />

uns sehr. Doch auch diesmal bitten wir um Verständnis<br />

dafür, dass aus Platzgründen nicht alle Hinweise und Ideen<br />

aufgenommen werden konnten.<br />

Bei der Recherche zu den Berichten in dieser Ausgabe<br />

haben wir wieder viel aktive Unterstützung erlebt. Dafür<br />

möchten wir uns herzlich bedanken und wollen alles dafür<br />

tun, um das Vertrauen auch künftig zu rechtfertigen.<br />

Bleiben Sie guter Dinge!<br />

Sonja Reichmann und das Redaktions-Team Helmut und Irmgard Hoffmann<br />

Im Internet sind alle Ausgaben<br />

der ,,<strong>Elbufer</strong>-<strong>Rundschau</strong>" online.<br />

Einfach aufs Cover<br />

klicken und blättern:<br />

www.elbufer-rundschau.de<br />

Beiträge, Geschichten von früher, Anekdoten,<br />

Aktivitäten, Termine, Insider-Tipps...<br />

Wünsche oder Beiträge gern telefonisch - oder per Post<br />

(digital oder analog) an: kontakt@elbufer-rundschau.de<br />

oder in den Briefkasten der <strong>Elbufer</strong>straße 37 in Neu Darchau.<br />

Mobil: 0171 3030255<br />

Wenn ich nicht dran gehe, habe ich anderes zu tun.<br />

Bei nächster Gelegenheit rufe ich sicher zurück.<br />

„Hier war das Leben, und das Leben war schön.“ Kaum<br />

ist der heute 83jährige Bruno Scheffel durch die Eingangstür<br />

im ehemaligen Landhaus Katemin getreten,<br />

leuchten seine Augen. Er zeigt auf eine Wand: „Hier<br />

stand das Klavier. Wie oft war dieses Klubzimmer gerammelt<br />

voll. Irgendwie waren wir alle eine große Familie“,<br />

nimmt er uns mit auf eine schillernde Zeitreise.<br />

Postkarte um etwa 1900<br />

Statt sich an den Tisch zu setzen, will er erst mal alles<br />

angucken: „Was haben wir hier alles gefeiert: Faßlam,<br />

Osterball,Tanz in den Mai… <strong>–</strong> Hier steppte der Bär.“ Die<br />

Erinnerungen bewegen unseren Zeitzeugen sichtlich.<br />

Emotionales Wiedersehen mit dem Gasthof<br />

1945 ist Bruno Scheffel als Kind mit seiner Familie auf<br />

der Flucht aus dem Osten in Walmsburg gelandet.<br />

Dort hat er seine Kindheit verbracht („das waren tolle<br />

Jahre“). Als junger Erwachsener zog er dann nach Neu<br />

Darchau und war dort sehr aktiv, unter anderem in der<br />

Fußballmannschaft des Ortes.<br />

Auch wenn er später viele Jahre im Hamburger Hafen<br />

gearbeitet hat, hing sein Herz doch immer an den gesellschaftlichen<br />

Aktivitäten hier in der Elbtalaue.<br />

Während wir gemeinsam mit dem neuen Besitzer des<br />

Gasthofs die alten Räume besichtigen, die zum Teil<br />

wieder restauriert sind, strömen die Erinnerungen aus<br />

Bruno Scheffel heraus. In dem großen Saal sieht er sich<br />

immer wieder um. „Als dieser Saal eingeweiht wurde,<br />

habe ich hier gekellnert. Es gab zwar in der näheren<br />

Umgebung damals noch fünf Wirtschaften, wo man<br />

was trinken konnte. Aber das hier war der schönste<br />

Festsaal weit und breit“, kommt er ins Schwärmen.<br />

Titelthema: <strong>Hitzacker</strong> entdecken<br />

Meyer‘s Gasthof um 1950<br />

Verschiedene Termine und Informationen<br />

„Dieses Prunkstück von einem Saal hat Ende der<br />

1960er Jahre der Architekt Heinz Meyer geschaffen.<br />

Der stammte aus Walmsburg und hieß wie der Wirt.“<br />

Bruno Scheffel zeigt auf die gegenüberliegende Seite:<br />

„Dort hinten wurde Theater<br />

gespielt. Auch junge Künstler<br />

haben hier gesungen. Und da<br />

drüben war die Sektbar. Während<br />

die Männer am Tresen Bier<br />

und Schnaps getrunken haben,<br />

sind die Frauen hierher und<br />

haben sich amüsiert. Und hier<br />

an dieser Seite <strong>–</strong> so erinnere<br />

ich mich <strong>–</strong> war dezentes Licht.“<br />

Er macht eine kleine Pause.<br />

„Hier habe ich auch meine Frau<br />

kennengelernt. Wir sind nach so<br />

vielen Jahren immer noch zusammen.“<br />

Kinder und Familien<br />

Gemeinsam besichtigen wir<br />

die weiteren Räumlichkeiten in<br />

dem großen Haus. „Das hier war<br />

die Küche, da war der Vorbereitungsraum<br />

für die Küchenarbei-<br />

elbDORFaktiv e.V.<br />

Freizeit | Kultur | Literatur<br />

Historisches<br />

2<br />

Sportvereinigung <strong>Elbufer</strong> e.V.<br />

Natur | Umwelt und Technik<br />

Aus den Orten | Leser-Rezept<br />

Impressum<br />

<strong>Rundschau</strong><br />

Elb-Ufer Klöndör<br />

3


<strong>Hitzacker</strong><br />

Gemeinsam erfolgreich für <strong>Hitzacker</strong><br />

Vor 5 Jahren: Rettung der Jeetzel gelungen <strong>–</strong> Interview mit Frauke Dannenberg<br />

Mit beispiellosem Einsatz verhinderten engagierte<br />

Menschen in <strong>Hitzacker</strong> im Jahre 2017 den Zugriff<br />

eines privaten Investors auf die Jeetzel!<br />

Anläßlich dieses großen Erfolgs vor fünf Jahren haben<br />

wir die Vorsitzende des Vereins „Gemeinsam für<br />

<strong>Hitzacker</strong>“ gebeten, noch einmal die<br />

damaligen Vorgänge zu schildern.<br />

Dazu verabredeten wir uns (an einem<br />

der heißesten Augusttage des Jahres)<br />

auf dem Marktplatz in <strong>Hitzacker</strong>.<br />

Pünktlich zur verabredeten Zeit kam<br />

eine sportliche junge Frau mit Sonnenhut zum Treffpunkt<br />

geradelt und winkte uns fröhlich zu.<br />

Nachdem wir uns gegenseitig bekannt gemacht hatten,<br />

suchten wir erst einmal ein schattiges Plätzchen<br />

und fanden zu unserem Glück gleich eine freie Bank.<br />

Bei dem Treffen erlebten wir Frauke Dannenberg als<br />

unkomplizierte, interessierte und kompetente Gesprächspartnerin,<br />

die sich sehr gut erinnern konnte:<br />

„Wie ein Lauffeuer verbreitete sich in <strong>Hitzacker</strong> Anfang<br />

November 2016 die Nachricht, dass die Jeetzel von der<br />

Drawehnertorbrücke bis zur Mündung in die Elbe an einen<br />

privaten Investor verkauft werden sollte. Ich dachte<br />

nur: Das kann doch nicht wahr sein, das muss ein<br />

Aprilscherz sein! Unsere GemeindepolitikerInnen waren<br />

ebenso überrumpelt und geplättet wie ich. “<br />

Etwa 150 Bürgerinnen und Bürger fordern 2016 auf der Drawehnertorbrücke:<br />

„Die Jeetzel gehört uns allen <strong>–</strong> und das soll auch so bleiben“<br />

Diese unglaubliche Nachricht war der Auslöser für die<br />

Gründung des Vereins „Gemeinsam für <strong>Hitzacker</strong>“.<br />

„Ca. 20 Leute haben sich damals spontan in der Alten<br />

Sargtischlerei getroffen und Gegenmaßnahmen überlegt.<br />

Zuerst einmal versuchten wir natürlich, überhaupt<br />

etwas Licht ins Dunkel zu bringen. “<br />

Wie aber konnte eine Rettung bewerkstelligt werden?<br />

„Uns wurde für den Jeetzel-Abschnitt ein Kaufpreis von<br />

50000 Euro mitgeteilt. Es war naheliegend zu versuchen,<br />

diese Summe durch Spenden zusammen zu bekommen.<br />

Und tatsächlich war in kurzer Zeit der beeindruckende<br />

Betrag von 14- bis 15000 Euro gesammelt.<br />

Aber das reichte ja längst noch nicht. Deshalb haben<br />

wir uns überlegt, ,Jeetzel-Aktien‘ zu verkaufen, für je<br />

einen Meter Jeetzel eine Aktie. Diese ,Aktien‘ wurden<br />

tatsächlich vielfach als Weihnachtsgeschenke erworben.<br />

Und so hatten wir bereits am Ende des Jahres ca. 40 000<br />

Euro beisammen.“<br />

Jeetzel-Aktien als Weihnachtsgeschenke<br />

„Doch mitten in dieser hoffnungsvollen Phase kam der<br />

Dämpfer. Die Bundesanstalt für Immobilienaufgaben<br />

teilte uns in einem Schreiben mit, die Wertansätze seien<br />

von der zuständigen Abteilung erneut<br />

geprüft worden, weshalb<br />

nun ein Verkehrswert von<br />

95000 € für den Abschnitt<br />

der Jeetzel anzusetzen sei.<br />

Das war der Hammer!“<br />

Mittlerweile waren auch<br />

die zuständigen PolitikerInnen<br />

eingeschaltet. Allen Beteiligten<br />

war klar, dass bei einer Realisierung hier ein<br />

bundesweiter Präzedenzfall geschaffen würde!<br />

Das Thema Jeetzel-Verkauf wurde zu der Zeit auch verstärkt<br />

in den regionalen und überregionalen Medien<br />

behandelt.<br />

„Es gab viele Gespräche mit Verantwortlichen aus Bund<br />

und Land. Unter den PolitikerInnen, die sich tatkräftig<br />

auf die Seite der <strong>Hitzacker</strong>aner stellten, ist besonders<br />

Hiltrud Lotze (SPD), damaliges Mitglied des Bundestags,<br />

hervorzuheben. Auch Miriam Staudte (grüne Landtagsabgeordnete)<br />

hat sich sehr für uns eingesetzt.“<br />

Mit großer Sorge und Spannung wurden die Reaktionen<br />

aus der Politik erwartet. Endlich drehte sich der Wind.<br />

Die niedersächsische Landesregierung war bereit, dem<br />

Bund das umstrittene Teil der Jeetzel abzukaufen.<br />

Damit würde der Fluss auch in Zukunft allen gehören.<br />

„Dem damaligen Umweltminister Stefan Wenzel gelang<br />

es mit Anweisungen ,auf den letzten Drücker‘, die<br />

Übernahme der Jeetzel durch das Land Niedersachsen<br />

am 29. September 2017 zu realisieren, bevor die schon<br />

abgewählte Regierung ihre Macht abgeben musste.“<br />

Die Rettungsaktion des Vereins fand überwältigenden<br />

Zuspruch. Und endlich durfte gefeiert werden!<br />

Frauke Dannenberg: „Das war ein anstrengendes Jahr.<br />

Aber der Erfolg hat uns auch Mut und Kraft gegeben.“<br />

42


Der Verein „Gemeinsam für <strong>Hitzacker</strong>“<br />

will das Zusammenleben fördern<br />

„Unser Verein ,Gemeinsam für <strong>Hitzacker</strong>‘ wollte aber<br />

von Anfang an nicht nur die Jeetzel retten. Er ist auf<br />

ganz vielfältige Weise aktiv, um die Stadt, einschließlich<br />

aller Ortsteile, zu verschönern und das Zusammenleben<br />

in <strong>Hitzacker</strong> zu fördern. Unser Netzwerk von aktiven<br />

Bürgern hat eine Menge Ideen entwickelt und für Auftrieb<br />

gesorgt.“<br />

Auf einem vom Verein organisierten Workshop hatten<br />

die Bürgerinnen und Bürger von <strong>Hitzacker</strong> schon im<br />

Mai 2017 die Möglichkeit, ihre Ideen einzubringen.<br />

Herausgekommen ist eine Palette von spannenden<br />

Vorschlägen, von denen einige umgesetzt wurden:<br />

<strong>–</strong> Eine Idee war der sogenannte „Flauschmarkt“ (Wortspiel<br />

aus Floh- und Tauschmarkt). Hier werden im Frühjahr<br />

auf dem Flohmarkt auch Pflanzen getauscht, Im<br />

Herbst Kombination von Flohmarkt und Gallusmarkt.<br />

<strong>–</strong> Zu den tollen Einfällen, die realisiert wurden, zählt<br />

auch das Reparatur-Cafe. Jeden 3. Sonnabend im<br />

Monat stehen handwerklich geschickte Leute bereit,<br />

um für ihre Mitbürger Reparaturen auszuführen.<br />

<strong>Hitzacker</strong> blüht <strong>–</strong> und setzt Zeichen<br />

<strong>–</strong> Auch während der schwierigen Coronaphasen immer<br />

aktiv war die Blühgruppe des Vereins. Sie hat unbeirrt<br />

die Flächen betreut, die sie schon in den Jahren zuvor<br />

bearbeitet hat. Und sie hat an verschiedenen Stellen<br />

der Stadt viele Blumenzwiebeln gepflanzt.<br />

<strong>–</strong> Eine andere Gruppe hat das Projekt „Plastikfrei <strong>–</strong><br />

<strong>Hitzacker</strong> setzt Zeichen“ ins Leben gerufen und dafür<br />

sogar Fördergelder erhalten.<br />

Davon wurde ein Mahnmal gebaut: Ein Fisch, der gefüllt<br />

mit Plastikmüll auf die Problematik des Konsums von<br />

Einwegverpackungen aufmerksam machen will. Er<br />

wurde unter Anleitung von Christoph Spanier aus<br />

Neu Darchau und von Mitgliedern der Projektgruppe<br />

„Plastikfrei <strong>–</strong> <strong>Hitzacker</strong> setzt Zeichen“ erschaffen.<br />

Mit diesem Mahnmal sind Mitglieder der Gruppe<br />

immer wieder durch <strong>Hitzacker</strong> gezogen, um auf dieses<br />

schwerwiegende Problem aufmerksam zu machen.<br />

Gemeinsam gegen den Leerstand<br />

Mitglieder des Vereins „Gemeinsam für <strong>Hitzacker</strong>“<br />

haben auch versucht, Ideen zum Leerstandsmanagement<br />

in <strong>Hitzacker</strong> zu entwickeln.<br />

Frauke Dannenberg erklärt: „Wir haben gefragt: Wo<br />

stehen Läden leer? Wie kann man das Thema sichtbar<br />

machen? Was könnte als Lösung passen?<br />

Bis heute ist der Verein ein Angelpunkt für derartige<br />

Themen. So hat uns in diesem Jahr der Käufer des früheren<br />

Cafés Knigge angeschrieben und angeboten, die<br />

unteren Räume der Immobilie für ein Geschäft zur<br />

Verfügung zu stellen. Daraufhin haben wir eine Veranstaltung<br />

organisiert, auf der Ideen gesammelt wurden.<br />

Es ist wunderbar, dass mittlerweile so viele Menschen in<br />

<strong>Hitzacker</strong> mitmachen und die Stadt weiter voranbringen<br />

möchten. So hatte der Kampf um die Jeetzel im Nachhinein<br />

auch sein Gutes.“<br />

Höhepunkt Ende August: „Musik am Fluss“...<br />

Unsere Gesprächspartnerin zieht auch ein persönliches<br />

Resümee: „Ich bin ja in Dannenberg aufgewachsen,<br />

habe zwischendurch etliche Jahre in Berlin gelebt.<br />

Als wir dann Kinder hatten, wurde das Landleben wieder<br />

attraktiv. Zum Glück. <strong>Hitzacker</strong> ist so ein reizvoller Ort.“<br />

Sie freut sich über viele spannende Projekte: „Eine<br />

Erfolgsgeschichte ist auch die ,Musik am Fluss‘ geworden.<br />

Am jeweils letzten Wochenende im August<br />

wird in <strong>Hitzacker</strong> auf drei Bühnen gesungen, getanzt<br />

und gefeiert. Für dieses Jahr haben 16 Gruppen ihre<br />

Teilnahme zugesagt. Dabei wird das Straßenmusikfest<br />

in diesem Jahr noch unterhaltsamer, denn es wird<br />

erstmalig ergänzt durch den ,Markt der Vereine‘.“<br />

...und alle machen mit!<br />

Am „Markt der Vereine“ beteiligen sich in diesem Jahr<br />

die Schützengilde, die Feuerwehr, der Sportverein, der<br />

Kneippverein, die Musikwoche <strong>Hitzacker</strong>, der Heimatund<br />

Museumsverein, der Förderverein Hiddobad, das<br />

DRK, der Jugendhof Godewin und natürlich der Verein<br />

„Gemeinsam für <strong>Hitzacker</strong>“!<br />

Frau Dannenberg lächelt: „Es bleibt bei uns interessant.<br />

Am 12. November ist wieder ein Ideen-Workshop!“<br />

Text: Hoffmann, Fotos: Norbert Erler (2), Gemeinsam für <strong>Hitzacker</strong>, Christoph Spanier<br />

<strong>Rundschau</strong><br />

Elb-Ufer Klöndör<br />

53


<strong>Hitzacker</strong><br />

Insel der Kreativen: die Altstadt von <strong>Hitzacker</strong><br />

Auf Entdeckertour <strong>–</strong> Erstaunliche Vielfalt an besonderen Geschäften<br />

<strong>Hitzacker</strong> ist wegen seiner Altstadt mit den vielen<br />

schmucken Fachwerkhäusern sowie der besonderen<br />

Lage an Elbe und Jeetzel zu Recht oft als eine Perle des<br />

Wendlands bezeichnet worden.<br />

Kulturell hat <strong>Hitzacker</strong> Außerordentliches vorzuweisen<br />

<strong>–</strong> besonders durch die alljährlich stattfindende Musikwoche<br />

<strong>Hitzacker</strong> sowie die Sommerlichen Musiktage.<br />

Unter anderem sind auch das Archäologische Museum<br />

sowie der Weinberg über die Region hinaus bekannt.<br />

Es gibt viel Originelles zu finden<br />

Nicht zuletzt gibt es in <strong>Hitzacker</strong> eine Palette an ganz<br />

besonderen, unverwechselbaren Geschäften.<br />

Während anderwo in dieser Zeit Ladenzeilen dominiert<br />

werden von Billigketten mit Massenware aus<br />

Fernost, kann dieser Ort sich glücklich schätzen, eine<br />

ganze Reihe inhabergeführter Geschäfte mit einem<br />

vielfältigen Angebot präsentieren zu können.<br />

Es bedarf heute mehr je passender Rahmenbedingungen,<br />

damit Menschen mit außergewöhnlichen<br />

Ideen ein Geschäft eröffnen. Die Mieten zum Beispiel<br />

dürfen Künstler, Handwerker und Händler mit geringem<br />

Umsatz nicht strangulieren. Daher gilt als eine<br />

Voraussetzung, dass auch Hausbesitzer bereit sind,<br />

das Gemeinwohl vor ihr Profitinteresse zu stellen.<br />

Die Stärke ist ein <strong>solidarisch</strong>es Miteinander<br />

In <strong>Hitzacker</strong> ist ein klarer Kompaß zu erkennen: Ob bei<br />

den großen Kulturereignissen oder dem alljährlichen<br />

Adventsmarkt <strong>–</strong> ein deutliches Bemühen um Originalität<br />

und Echtheit zieht sich durch alle Aktivitäten.<br />

Es gibt es aber noch ein Geheimnis, weswegen sich so<br />

viele Kreative in <strong>Hitzacker</strong> wohl fühlen: In gleich mehreren<br />

Geschäften wurde uns gegenüber betont, dass<br />

es hier ein sehr kollegiales Miteinander gibt! Sucht ein<br />

Kunde z.B. einen Artikel und wird nicht fündig, dann<br />

wird er zu dem passenden Geschäft weitergeleitet.<br />

Wir haben auf unserem Rundgang einige interessante<br />

Ladenbesitzer aufgesucht und sie gebeten, uns einmal<br />

ihr ganz besonderes Angebot vorzustellen und etwas<br />

über ihre Geschichte zu erzählen.<br />

INSEL-SHOPPING<br />

auf der Stadtinsel <strong>Hitzacker</strong><br />

Foto und Gestaltung: Rainer Erhard<br />

BEHÜTET<br />

eigenArt<br />

ANTHRA<br />

Feuer und Flamme wöckwörX<br />

ritz<br />

Es waren schöne Gespräche mit euch. Danke für eure Offenheit und euer Vertrauen. <strong>Hitzacker</strong> ist uns ans Herz gewachsen. Irmgard und Helmut<br />

62


BEHÜTET<br />

Birke Breckwoldt<br />

Am Marktplatz 8<br />

Seit wann bist du hier in<br />

<strong>Hitzacker</strong>?<br />

In diesem Jahr sind es<br />

vier behütete Jahre.<br />

Meine Hüte und ich wurden hier so herzlich empfangen,<br />

dass wir uns gleich zu Hause gefühlt haben.<br />

Wie bist du hierher nach <strong>Hitzacker</strong> gekommen?<br />

Ich habe ursprünglich Modedesign gelernt. Dann war<br />

ich ein Jahr in New York. Da bin ich zu den Hüten inspiriert<br />

worden. Und in Hamburg habe ich schließlich den<br />

ersten eigenen Hutladen eröffnet.<br />

Um den Laden zu finanzieren, habe ich morgens von 6<br />

bis 9 Uhr vor der Arbeit in einem Bioladen Kisten mit<br />

Obst und Gemüse geschleppt und abends bei Musical-<br />

Vorstellungen an der Garderobe gejobbt.<br />

Dann riet mir jemand: „Du bist doch Hutmacherin,<br />

mach doch mal einen Aushang in der Kantine.“<br />

Darauf meldete sich die Kostümleitung und fragte, ob<br />

ich Hüte für das Musical „Mama mia“ machen wollte.<br />

Und ob ich wollte... Bald entwickelte sich etwas, das<br />

ich als kleines Wunder bezeichnen möchte: In kurzer<br />

Zeit waren meine Arbeiten so gefragt, dass ich europaweit<br />

Bühnenaufträge bekam! So konnte ich mich ganz<br />

auf mein geliebtes Handwerk konzentrieren.<br />

Aber die Sehnsucht nach Weite und Natur zog mich<br />

nach <strong>Hitzacker</strong>, in einen Ort mit fast märchenhafter<br />

Atmosphäre, in dem ich mich sofort wohl gefühlt habe.<br />

Und wieder ein Wunder: Dieser Laden stand leer, ich<br />

konnte ihn mieten. Es passte alles für mich <strong>–</strong> dazu kam<br />

das kollegiale Miteinander der Geschäftsleute. Ich finde<br />

es wunderbar, hier mit meinen Hüten zu leben.<br />

Was stellst du her bzw. was umfasst dein Sortiment?<br />

Alles für den Kopf: Hüte, Mützen, Kappen, Kopfschmuck,<br />

Accessoires. Zudem gibt es eine gute Auswahl an Damen-<br />

und Herrenhüten von ausgewählten Hutfirmen.<br />

Schließlich biete ich Service rund um den Hut an: Ich<br />

mache sie größer oder kleiner. Hüte werden aufgemöbelt,<br />

umgestaltet, repariert, geändert, wieder in Form<br />

gebracht. Ich bin Expertin für Hutnotfälle!<br />

„Der Begegnungsmoment als Vermittlerin zwischen<br />

Mensch und Hut ist etwas ganz Besonderes.“<br />

eigenArt<br />

Schönes für alle Sinne<br />

Ulrike Frei, Elbstrasse 3<br />

Seit wann betreibst du<br />

dein Geschäft hier in<br />

<strong>Hitzacker</strong>?<br />

Im Januar 2015 habe<br />

ich das eigenArt von<br />

Irma Schröder und Gerd<br />

Tobaben übernommen.<br />

Die beiden hatten mit<br />

ihrer in <strong>Hitzacker</strong> stationierten Gewürzmanufaktur<br />

Masala einen Online-Shop gegründet. Das eigenArt lief<br />

gut und ich bin auf den rollenden Zug aufgesprungen.<br />

Und wie hat sich der Sprung zur Inhaberin von<br />

eigenArt ergeben?<br />

Mir war mein Strickdesign und Musiktherapie nicht<br />

genug zum Leben, so habe ich, als ich davon hörte,<br />

sogleich zugesagt, dass ich den Laden übernehmen<br />

möchte. Nach einigen Anläufen habe ich auch dank<br />

eines Kredites von der N-Bank das Finanzielle regeln<br />

können. Masala-Gewürze führe ich natürlich weiter!<br />

Wie sieht dein Konzept aus und was<br />

bietest du an?<br />

Mein Konzept ist einfach: Ich biete einen<br />

Ort an, wo Menschen entspannt<br />

mit allen Sinnen Schönes entdecken<br />

können. Dazu gehört ein feines Ambiente,<br />

entspannte Mitarbeiterinnen<br />

und ein sorgfältig ausgesuchtes Sortiment,<br />

welches mit viel Liebe ausgestellt<br />

wird. Ich führe möglichst fair<br />

hergestellte Geschenkartikel, Bekleidung,<br />

Mineralien, Gewürze und mehr.<br />

Immer noch stellen bei mir 15 KunsthandwerkerInnen<br />

aus, über Mützen,<br />

Holzlampen bis hin zu wunderbarer<br />

Naturfotografie von Dieter Damschen.<br />

Mein Team ist inzwischen ganz zusammengewachsen.<br />

Auf dem Bild sieht man links von mir Patricia, Tierkommunikatorin<br />

aus Meudelfitz, und Christina, Weberin<br />

aus <strong>Hitzacker</strong>. Es fehlt Bella, Schauspielerin. Es kam<br />

schon mal eine Frau herein und sagte, sie wolle nur<br />

schauen, welcher Engel heute im Laden stehe… So<br />

erhalten wir viele schöne Kommentare zu unserem<br />

eigenArt. Wir haben<br />

eine große Stammkundschaft,<br />

auch viele<br />

treue Kundinnen,<br />

die jedes Jahr einmal<br />

extra zu uns nach<br />

<strong>Hitzacker</strong> kommen.<br />

Ich bin sehr dankbar<br />

für die vielen lieben Menschen, die uns gut durch diese<br />

nicht einfachen Zeiten helfen..<br />

<strong>Rundschau</strong><br />

<strong>Rundschau</strong><br />

Elb-Ufer Klöndör<br />

73


<strong>Hitzacker</strong><br />

Feuer und Flamme<br />

Stephanie Lübbert,<br />

Elbstraße 7<br />

Seit wann betreibst du den<br />

Laden in <strong>Hitzacker</strong>?<br />

Im Jahre 2018 haben wir den Laden eröffnet. Anfangs<br />

waren wir zu zweit mit einigen Ausstellern. Mittlerweile<br />

beschicke ich den Laden mit drei weiteren Ausstellern.<br />

Wie bist du zu der Idee dieses Werkstattladens<br />

gekommen?<br />

Ich bin MFA, und das mit Herzblut. Aber meine zweite<br />

Leidenschaft gilt schon seit Ewigkeiten der kunsthandwerklichen<br />

Arbeit. Daher war ein kleiner Werkstattladen<br />

schon immer mein Traum.<br />

Hier kann ich vor den Augen der Kunden arbeiten, aber<br />

auch ruhige Zeiten produktiv nutzen.<br />

Was stellst du her bzw. was umfasst dein Sortiment?<br />

Alles handgemacht <strong>–</strong> das ist das Motto meines kleinen<br />

Künstler- und Kunsthandwerker-Ladens.<br />

Mit Silberbesteck arbeite ich schon seit 25 Jahren. Besteckeschmuck<br />

herzustellen sowie das Nähen habe ich<br />

mir selbst angeeignet.<br />

Beim Arbeiten entstehen neue Ideen, wie zum Beispiel<br />

die Gürtelschnalle, die meine eigene Erfindung ist.<br />

Ich habe daher natürlich<br />

die Möglichkeit,<br />

individuell für Kunden<br />

Schmuck und Kleidung<br />

sowie Nutzgegenstände<br />

herzustellen. Das umfaßt<br />

eine Vielzahl von schönen handgefertigten Dingen,<br />

wie zum Beispiel:<br />

<strong>–</strong> Geburtskissen; <strong>–</strong> personalisierte Kleidung und Rucksäcke<br />

(durch Stickmaschine); <strong>–</strong> Schultüten; <strong>–</strong> Vasen,<br />

Wandhaken, Ketten, Ringe. . . auch mit Gravur.<br />

Meine Kollektion aus Kinder- und Babybekleidung besteht<br />

ausschließlich aus ÖkoTex, biozertifizierten und<br />

in Deutschland gefertigten und gefärbten Stoffen.<br />

Führst du das Geschäft ganz allein?<br />

Meine Mutter (Irmgard Bornemann), die eine der Ausstellerinnen<br />

ist <strong>–</strong> als Künstlerin durch ihre Weidenzeichnungen<br />

sehr bekannt, aber auch durch andere<br />

wunderschöne Kunst <strong>–</strong>, hilft mir sowie auch die anderen<br />

Aussteller.<br />

Unter anderem<br />

werden hier noch<br />

Glaskunst, heimischer<br />

Honig sowie<br />

Papierarbeiten und<br />

Stoffe ausgestellt.<br />

Alles in allem ein<br />

wunderschöner Laden<br />

mit individuellen<br />

Einzelstücken und interessanter Kunst.<br />

ANTHRA<br />

Birgit Holsten<br />

Hauptstrasse 8<br />

Wie lange bist du schon<br />

mit deinem Geschäft<br />

hier in <strong>Hitzacker</strong>?<br />

„Ich habe schon immer<br />

hier gelebt. In Tießau an<br />

der Elbe bin ich aufgewachsen“, antworte ich, wenn<br />

Kundinnen fragen, woher ich komme. Viele Kundinnen<br />

von außerhalb sind überrascht, in <strong>Hitzacker</strong> ein Geschäft<br />

mit einem so individuellen Angebot zu finden.<br />

Wie bist du zu diesem Laden gekommen?<br />

Gearbeitet habe ich schon immer in der Textilbranche,<br />

aber selbständig gemacht habe ich mich mit diesem<br />

Laden vor 30 Jahren. Vorher habe ich noch eine Ausbildung<br />

zur Bürokauffrau gemacht und ein Jahr in der<br />

Verwaltung eines Tourismusbetriebes gearbeitet.<br />

Mit Hilfe und Unterstützung eines Freundes konnte<br />

ich diesen Laden mieten und eröffnen.<br />

Was beinhaltet dein Bekleidungsangebot?<br />

Hier biete ich nun eine Kollektion an, bei der ich großen<br />

Wert auf natürliche Materialien lege und die gleichzeitig<br />

mehr als eine Saison überdauert.<br />

Uns ist wichtig, unsere Kundinnen so zu beraten, dass<br />

sie sich in der Kleidung wohl fühlen, weil sie zu ihnen<br />

paßt.<br />

Wir beziehen unsere Ware von Herstellern, die zertifiziert<br />

sind oder auf dem Wege dorthin und den Anspruch<br />

haben, Stoffe und Garne zu verwenden, die<br />

umweltfreundlich angebaut und verarbeitet werden.<br />

Mein Angebot besteht aus einer erlesenen Auswahl an<br />

Kleidern, Hosen, Tuniken, Shirts, Blusen und Jacken.<br />

Betreibst du das Geschäft alleine?<br />

Meine Tochter Jessica hat eine Ausbildung zur Einzelhandelskauffrau<br />

gemacht und steht mir im Laden zur<br />

Seite. Wir möchten, dass die Kundinnen Freude im Laden<br />

haben, gelöst sind und sich inspirieren lassen.<br />

Es macht uns glücklich und auch ein bißchen stolz,<br />

wenn ich in unserem Gästebuch lese:<br />

„Von den Anthra-Frauen vor Ort beraten zu werden, ist<br />

eigentlich nicht zu toppen...“ oder<br />

„Klasse und individuelle Beratung von Birgit und Jessie“<br />

84


ioinsel<br />

Biofrischemarkt<br />

Jürgen Wedler, Am Markt 4<br />

Seit wann betreibt ihr dieses Geschäft in <strong>Hitzacker</strong>?<br />

Seit dem 7. 7. 2017 bin ich mit einem kompetenten<br />

Team von Kolleginnen und Kollegen hier im Laden.<br />

Aber schon seit 25 Jahren betreibe ich einen Biolandbetrieb<br />

in Harlingen. Die dort selbst erzeugten Lebensmittel<br />

sowie die von anderen Biobauern habe ich<br />

früher freitags in einem Hofladen verkauft. Und jeden<br />

Samstag stand ich auf dem Markt hier in <strong>Hitzacker</strong>.<br />

Und wie hat sich das mit dem Laden hier ergeben?<br />

Der Hofladen war zu klein geworden. Auch die Wintermärkte<br />

bei Minusgraden waren nicht mehr meins.<br />

Hier war schon vor unserer Zeit ein Bioladen drin. Er<br />

war 2016 ausgebrannt. Nach der Renovierung wollte<br />

die vorherige Mieterin mit 69 Jahren nicht wieder neu<br />

anfangen. So konnte ich mit Glück den Laden mieten.<br />

Worin besteht euer Sortiment an Bioprodukten?<br />

Wir bieten ein sehr breites Sortiment an.<br />

Da sind einmal die Produkte von meinem eigenen<br />

Hof. Aber bei mir habe ich leichte Böden, auf denen<br />

manches nicht gut gedeiht. Deshalb beschränke ich<br />

dort mich auf die Gemüsesorten, die gut aufkommen.<br />

Weiteres Gemüse und andere Erzeugnisse beziehen<br />

wir von der Hofgemeinschaft Tangsehl und anderen<br />

Bioproduzenten aus der<br />

Region, zum Beispiel von<br />

Dreyer aus Schmessau sowie<br />

von Dreyer aus Thunpadel.<br />

Bei uns können sich Kunden<br />

auch Seifen, Spül- und<br />

Waschmittel selbst abfüllen,<br />

um Verpackung zu sparen.<br />

Zu unserer Geschäftspolitik<br />

gehört, dass wir versuchen,<br />

so preisgünstig wie eben möglich anzubieten. Es ist<br />

uns eine Freude, zufriedene Kunden zu erleben. Einkaufen<br />

soll ja schließlich Spaß machen.<br />

Zur Vielfältigkeit unseres Sortiments gehören auch<br />

Haushaltsdinge, z.B. hochwertige Windmühlenmesser.<br />

Begehrt ist auch mein Bioweinsortiment. Auffallend<br />

beliebt bei manchen Kunden sind die „Leichtsinn“-<br />

Weine vom Biolandweingut der Familie Kuntz.<br />

WöckworX<br />

Töpferei & Die Fahrradvase<br />

Claus Wöckener, Elbstrasse 14<br />

Seit wann betreibst du dein<br />

Geschäft hier in <strong>Hitzacker</strong>?<br />

Nach 10 Jahren drüben am Marktplatz ist dies nun die<br />

ersehnte Fortsetzung <strong>–</strong> und nicht nur Geschäft.<br />

Was meint das?<br />

In einem begrenzten, aber sehr persönlichen Rahmen<br />

ist es mir viel mehr: Ich kann hier den Ursprungs-Gedanken<br />

der „Landpartie“ leben. Also direkt zu Hause<br />

mit Menschen ins Gespräch kommen, dabei die Stadt<br />

wiederbeleben, weil ich mein Handwerk ausübe, und<br />

die gewaltige Töpferscheibe ohne Strom hier ist der<br />

Angelpunkt genau dafür.<br />

Ich produziere vor den Augen der Werkstattladen-Besucher<br />

in einem 300jährigen Fachwerkhaus. Es ist wie<br />

geschaffen dafür. Und irgendwie ja auch ganz normal.<br />

Du hast dein Hobby zum Beruf gemacht!?<br />

Nein, aber als Kind war ich fasziniert von Kunsthandwerkern,<br />

die anscheinend einen Weg fanden, in einer<br />

unromantischen Welt klarzukommen.<br />

Ich wollte irgendwas mit Natur machen. Hab im Botanischen<br />

Garten Hamburg eine Lehre gemacht, naturkundliche<br />

Fahrten bis weit ins Ausland betreut, und<br />

dann fügte sich das hier im vogelkundlichen Hotspot<br />

Wendland. 1995: Aufs Land ziehen <strong>–</strong> nebenbei ein verblüffend<br />

selbstverständlicher Gedanke <strong>–</strong> eine erneute<br />

Lehre zum Keramiker machen, Gesellenjahre, Dorfleben<br />

im Rundling mit erster eigener Werkstatt im alten<br />

Schweinestall… ein KLP-Klassiker. Und 2012 der<br />

Beginn hier in <strong>Hitzacker</strong> mit meinem Laden, zuerst am<br />

Marktplatz. Richtig solide, ziemlich unerwartet. Aber<br />

dieser superschöne Landkreis macht mir einfach Mut.<br />

Produzierst du alles alleine?<br />

Eine gute Freundin, Nina, arbeitet auch sehr engagiert<br />

mit, und ohne sie wäre vieles nicht so zustande gekommen.<br />

Aber mein Ansatz ist es schon, ein Originalprodukt<br />

anzubieten, wie klein auch immer, nachvollziehbar<br />

von der empfindsamen Kundschaft, aus diesem<br />

Haus, aus unseren Händen.<br />

Ich kann, das heißt: will nur damit überzeugen, sonst<br />

ist es mir zu beliebig. Letztlich ist das DER regionale<br />

Vorteil, hier an der Elbe, nicht Amazoniens.<br />

Klar, unser „Programm“ ist dafür<br />

begrenzt. Aber neben den Steinzeug-Bechern,<br />

den Tassen &<br />

Co. mit einer spülmaschinenfesten<br />

Baumascheglasur<br />

konnte ich ein Produkt<br />

entwickeln, das für viele<br />

symbolträchtig das Wendland<br />

charakterisiert: die<br />

Liebe zur Natur (Blumen) als<br />

auch zur Umwelt (Fahrrad fahren) ...die Fahrradvase<br />

<strong>Rundschau</strong><br />

Elb-Ufer Klöndör<br />

95


<strong>Hitzacker</strong><br />

Café Albis<br />

Gitti und Misha, Hauptstraße 3<br />

Gerade findet im Café Albis einiges<br />

an Veränderung statt.<br />

Gegründet wurde das Café vor<br />

18 Jahren von dem Bäcker Holger<br />

Tiedts zusammen mit Susanne<br />

Rehbein.<br />

Vor 8 Jahren übernahmen es Gitti Schön,Tanzpädagogin<br />

und zuvor als Waldorfkindergärtnerin tätig, und<br />

Marielle Ann Bechtle. Sie führten das Albis zu dem,<br />

was es heute ist: ein Wohlfühlort der Begegnung, des<br />

Austauschs und vor allem des liebevoll zubereiteten<br />

Essens und phänomenalen Kaffees.<br />

Nun möchte Marielle einen neuen Weg einschlagen,<br />

weshalb ihr Platz als Inhaberin an Gittis langjährige<br />

Freundin Misha Husemann übergeben wird.<br />

Die beiden lernten sich vor 25 Jahren als Mitarbeitende<br />

in einem der ersten vegetarischen Restaurants Hamburgs<br />

kennen. Misha, als Heilpraktikerin in Hamburg<br />

tätig, freut sich genauso wie Gitti auf die gemeinsame<br />

Weitergestaltung des Café Albis.<br />

Was zeichnet euch und das Café Albis aus?<br />

Unseren besonders leckeren Bio-Kaffee beziehen wir<br />

von der Maya-Rösterei in Hamburg, für den schon so<br />

einige KundInnen von weither angereist sind.<br />

In unserer Küche zaubern wir mit Liebe und vielen<br />

Ideen täglich frisch zubereiteten Mittagstisch. Es gibt<br />

jeweils ein Hauptgericht und/oder eine Suppe sowie<br />

eine Kleinigkeit für den kleinen Hunger. Es ist uns sehr<br />

wichtig, frische, saisonale sowie glückliche Lebensmittel<br />

zu verarbeiten. Das meiste Gemüse, den Salat und<br />

einige Milchprodukte beziehen wir von dem Demeter-<br />

Hof Tangsehl ganz in der Nähe.<br />

Auch unsere Kuchenspezialitäten sind stets hausgebacken,<br />

und es stehen täglich neue Kuchen-Kreationen<br />

zur Auswahl.<br />

Wir möchten, dass auch Menschen mit geringem Einkommen<br />

unser Café besuchen können, daher besteht<br />

schon lange ein ,,Solidarguthaben“: Wer möchte, kann<br />

eine beliebige Speise oder ein beliebiges Getränk, ohne<br />

es zu konsumieren, erwerben und dadurch spenden.<br />

Aus diesen gespendeten Gerichten etc. kann sich nun,<br />

wer es braucht, etwas zum Verzehr aussuchen.<br />

Wir, Gitti und Misha, lieben es, die Geschenke der Natur<br />

in Köstlichkeiten zu verwandeln. Mit unseren vielfältigen<br />

Kreationen und<br />

der Unterstützung<br />

unseres Serviceteams<br />

möchten wir<br />

unsere Gäste glücklich<br />

machen und jedem<br />

Einzelnen ein<br />

Lächeln ins Gesicht<br />

zaubern.<br />

Weinkost Bergmann<br />

Bio-Weinhandel und Weinbar<br />

Caroline Bergmann, Elbstrasse 1<br />

Seit wann bist du mit deinem<br />

Geschäft hier in <strong>Hitzacker</strong>?<br />

Den Weinhandel hier in der Elbstrasse<br />

1 habe ich im Dezember 2021 eröffnet. Aber<br />

ich bin schon länger in der Gastronomie in <strong>Hitzacker</strong>.<br />

Hier bin ich übrigens auch geboren. Mein erstes Restaurant<br />

hatte ich ab 2002 im Ausstellungshaus in<br />

der Lüneburger Strasse. Nach 9 Jahren habe ich dann<br />

die „Inselküche“ übernommen, die seit Mai 2021 geschlossen<br />

ist.<br />

Wie bist du zu diesem Weinhandel gekommen?<br />

Ich habe schon länger parallel zum Restaurant einen<br />

kleinen Weinhandel betrieben. Auch die Idee eines<br />

Ausschanks mit kleiner Speisekarte hatte ich schon<br />

mit mir herumgetragen. Als die Inselküche schloß,<br />

suchte ich nach Räumlichkeiten. Und dieses Gebäude<br />

hier ist mein Elternhaus. Früher hatte mein Vater in<br />

diesem Laden ein Radio- und Fernsehgeschäft.<br />

Eigentlich habe ich den Beruf der Tischlerin gelernt.<br />

Aber ich habe schon damals im Nebenerwerb in der<br />

Gastronomie gejobbt und bin irgendwann da ganz<br />

reingerutscht.<br />

Natürlich waren die erworbenen Tischlerkenntnisse<br />

von Vorteil, als ich zusammen mit einem Freund den<br />

Weinladen hier ausgebaut und eingerichtet habe.<br />

Was ist das Besondere an deinem Weinladen?<br />

Ich führe ausschließlich Bioweine, die Herkunft beschränkt<br />

sich auf Europa. Es gibt eine ganze Reihe von<br />

Stammkunden, die meine reiche Auswahl<br />

sehr schätzen. Natürlich freue ich mich<br />

auch sehr über die vielen Touristen, die<br />

als Weinliebhaber zu<br />

mir kommen.<br />

In meinem Weinladen<br />

können die Gäste<br />

entspannt sitzen und Wein trinken,<br />

aber auch einfach mal interessante<br />

Rebsorten probieren. Dazu biete ich<br />

am Abend eine Käseauswahl, hausgebackenes<br />

Roggen-Sauerteigbrot<br />

und weitere kleine Leckereien. Auf Vorbestellung sind<br />

für kleine Feiern auch warme Speisen möglich.<br />

10


Elfriede Ritz, Zollstrasse 3<br />

Seit wann betreibst du den<br />

Laden in <strong>Hitzacker</strong>?<br />

Geboren und aufgewachsen<br />

in <strong>Hitzacker</strong> habe ich<br />

über 30 Jahre in verschiedenen<br />

Großstädten als PTA gearbeitet,<br />

den Kontakt hierher<br />

aber nie verloren. Seit 2004<br />

lebe ich wieder in meinem schönen Heimatort.<br />

Wie bist du zu diesem Geschäft gekommen?<br />

2007 bot mir dann eine Schulfreundin an, diesen ihren<br />

Laden zu übernehmen, den sie in den 1970er Jahren<br />

eröffnet hatte. Da habe ich geplant, gerechnet und<br />

nicht lange gezögert.<br />

Was umfasst dein Sortiment?<br />

Seit Anfang an ärgere ich mich über den Telefonbuchzusatz<br />

Geschenkeladen!<br />

Das „ritz“ ist ein Einzelhandelsgeschäft.<br />

Ich gehe zu Messen<br />

und Ordertagen<br />

und biete eine Vielzahl<br />

von Dingen an,<br />

die Wohnung und<br />

Haushalt schöner<br />

machen. Gefertigt<br />

in Deutschland,<br />

Skandinavien, Italien<br />

und Portugal.<br />

Sowie Saisonartikel,<br />

z. B. Herrnhuter<br />

Sterne.<br />

Auf der anderen Seite Kleidung für Frauen aus überwiegend<br />

nachhaltigen Materialien. Accessoires wie<br />

Taschen, Mützen etc.<br />

Betreibst du den Laden ganz allein?<br />

In <strong>Hitzacker</strong> dürfen wir fast das gesamte Jahr 7 Tage<br />

in der Woche<br />

öffnen und da<br />

wechsel ich<br />

mich mit zwei<br />

Mitarbeiterinnen<br />

ab. Eigentlich<br />

wäre es an<br />

der Zeit, einer<br />

neuen Generation<br />

die viele<br />

Arbeit zu übergeben.<br />

Aber<br />

noch macht<br />

es mir immer<br />

wieder Freude.<br />

NOTO Store<br />

Bernhard Hansl, Am Markt 8<br />

Seit wann hast du diesen Laden<br />

hier in <strong>Hitzacker</strong>?<br />

Ich bin hier Mieter seit Anfang Dezember 2021. Dieser<br />

Laden wurde frei, weil der Töpfer Claus Wöckener in<br />

sein eigenes Haus in die Elbstraße 14 umgezogen ist.<br />

Wie bist du hierher nach <strong>Hitzacker</strong> gekommen?<br />

Meine Familie lebt seit 1976 im Wendland, und <strong>Hitzacker</strong><br />

hatte für mich immer einen ganz besonderen<br />

Charme.<br />

Seit 2014 verlege ich meine eigene Ledertaschen-Kollektion,<br />

dazu auch ein paar Accessoires aus Leder. Die<br />

Lammnappa-Taschen lasse ich zum Teil in der Ukraine<br />

fertigen, zum Teil in Deutschland. Das Material ist zu<br />

98% biologisch gegerbt und rein biologisch Anilin gefärbt.<br />

Sie werden in sehr kleinen Stückzahlen von Hand<br />

in einer Manufaktur gefertigt. Der besondere<br />

Reiz der Produkte liegt für mich in dem seidigen,<br />

fließenden Griff des Leders. Durch die<br />

hochwertige Verarbeitung und das zeitlolose<br />

Design werden diese zu „lebenslangen<br />

Begleitern“. Das empfinde ich als nachhaltig,<br />

entgegen jeglichem modischen Trend.<br />

Vor Corona habe ich meine Kollektion über Messen und<br />

Landpartien verkauft und bin dabei jedes Jahr viele Kilometer<br />

durch ganz Deutschland gefahren. Lange schon<br />

wollte ich hier ein Geschäft eröffnen, ganz im Sinne eines<br />

Concept-Stores. Ende letzten Jahres war es so weit.<br />

Aber ich sehe ja hier mehr als nur Taschen in<br />

Deinem Laden?<br />

Ja, richtig. Inzwischen habe ich meine Kollektion um<br />

Leinenhemden, Strickjacken und Plaids erweitert. Alles<br />

wird in kleinen Manufakturen in Europa gefertigt.<br />

Dazu biete ich inzwischen auch meinen Espresso Edition<br />

NOTO aus Fairtrade-Handel an, geröstet in Oldenburg.<br />

Den Honig, den es hier zu kaufen gibt, machen<br />

wir auf unserem Werkhof in Groß Heide, den ich mit<br />

der Glaskünstlerin Sybille Homann betreibe. Ihre Glasobjekte<br />

verkaufe ich auch bei mir im Laden, dazu noch<br />

weitere schöne Dinge von befreundeten Künstlern.<br />

Was genau macht Sybille Homann?<br />

Sybille hat Industriedesign studiert. Sie arbeitet seit<br />

über 20 Jahren mit dem Material Glas. Ein Großteil<br />

Ihrer Kollektion besteht aus „Upcycling“-Produkten,<br />

Ausgangsmaterial sind recycelte Flaschen<br />

und Fensterglas. Daraus entstehen z. B. Vasen, Karaffen,<br />

Kerzenständer, Leuchten und seit kurzem<br />

auch Glasschmuck.<br />

Darüber hinaus<br />

bietet Sybille<br />

auch Glaskurse<br />

in Groß<br />

Heide an.<br />

<strong>Rundschau</strong><br />

<strong>Rundschau</strong><br />

Elb-Ufer Klöndör<br />

11


Verschiedenes<br />

der Bioladen<br />

in <strong>Hitzacker</strong><br />

bioinsel<br />

TERMINE<br />

Flohmarkttermine in Neu Darchau<br />

Samstag/Sonntag, 08. und 09. Oktober 2022<br />

Samstag/Sonntag, 05. und 06. November 2022<br />

(Winterpause) weitere Termine wieder ab März 2023<br />

Abholung Grüngut<br />

Montag Bis Freitag<br />

8 bis 18 Uhr<br />

saMstag<br />

8 bis 13 Uhr<br />

am markt 4<br />

29456 <strong>Hitzacker</strong> (elbe)<br />

telefon: 05862 98 56 599<br />

Fax: 05862 98 50 533<br />

(am Hafen bei den Glascontainern)<br />

15.10.22 und 19.11.22<br />

Kirche: Hallo Ween? - Hallo Luther!<br />

Wir feiern Reformationstag:<br />

Regionaler Gottesdienst am Reformationstag<br />

Montag, 31.10.2022 um 10.30 Uhr in <strong>Hitzacker</strong><br />

Mit ABC- Band,“ JüngereLieder“ und „Jüngere Texte“<br />

Sei dabei!<br />

DRK Blutspende<br />

Die DRK ELBUFER BLUTSPENDE ist geplant für den<br />

30. Dezember, im Raum3 beim EDEKA in Neu Darchau,<br />

Uhrzeit 15<strong>–</strong>19 Uhr. Vorgesehen ist eine Art Wettkampf<br />

zwischen der Freiwilligen Feuerwehr Neu Darchau/<br />

Schutschur und Fußballern der SV-<strong>Elbufer</strong>: Wer bringt<br />

die meisten Spender? Aber auch alle anderen Spendewilligen<br />

sind herzlich willkommen.<br />

Engagieren Sie sich für das DRK-<br />

Ehrenamt! Wir sind dabei! Mach mit!<br />

Am 04. Oktober findet in Ventschau/Heils Hotel eine<br />

Gesprächsrunde für Interessierte statt. Wer sich sinnvoll<br />

ehrenamtlich beim roten Kreuz Neu Darchau einbringen<br />

möchte, erfährt dort alles zu den Hintergründen<br />

und Möglichkeiten.<br />

Wir bieten spannende und verantwortungsvolle Aufgaben<br />

in einer starken Gemeinschaft und suchen ehrenamtliche<br />

Mitglieder in der Gemeinde Neu Darchau<br />

für den DRK-Ortsverein <strong>Elbufer</strong>.<br />

Ansprechpartnerin:<br />

Ehrenamtskoordinatorin Luisa Wagner,<br />

Telefon: 05861 98 33 72 50, Mail: lwagner@drk-dan.de<br />

8. Oktober: Herbstmarkt<br />

in der DRK-Wendlandschule<br />

In der Dannenberger DRK-Wendlandschule in der Hermann-Löns-Str.<br />

18 wird am Sonnabend, dem 8. Oktober<br />

2022, der Herbstmarkt stattfinden. Der Markt öffnet<br />

seine Türen um 15.00 Uhr bis 19.00 Uhr.<br />

An den Verkaufsständen können selbst hergestellte<br />

Deko und verschiedene herbstliche und nützliche Dinge<br />

erworben werden. Bei Spielangeboten für Kinder<br />

und Kaffee und Kuchen können die Besucher einen<br />

angenehmen Nachmittag verbringen, der sie auf die<br />

bevorstehende Herbstzeit einstimmt.<br />

SoVD Katemin, Jahresabschlussfeier<br />

im Cafe Rautenkranz {Adventsfeier}<br />

Am 26.11.2022 um 15 Uhr<br />

12


Gemeinde Neu Darchau<br />

Gemeindeverwaltung Neu Darchau<br />

Hauptstraße 15, 29490 Neu Darchau<br />

Tel.: 05853 331 | gemeindeneudarchau@t-online.de<br />

Öffnungszeiten:<br />

Montags:<br />

Mittwochs:<br />

9.00 Uhr bis 12.00 Uhr<br />

16.00 Uhr bis 18.00 Uhr<br />

16.00 Uhr bis 18.00 Uhr<br />

www.neudarchau.de<br />

Unsere Hafenmeister <strong>–</strong> Ihre kompetenten Ansprechpartner:<br />

H. Kastens und M. Bruß sind für Sie da. Mobil 0157 862 831 06<br />

Kontakt<br />

Telefon: 05853-1356<br />

Fähre: 0160-99162836<br />

Mail: faehre-tanja@gmx.de<br />

www.faehrbetrieb-tanja.de<br />

Fährzeiten<br />

Mo. bis Sa. 5.00 Uhr bis 21.00 Uhr<br />

So. & Feiertage 9.00 Uhr bis 21.00 Uhr<br />

& auf Anfrage<br />

Tarife der Fähre Tanja<br />

jeweils für einmalige Überfahrt<br />

Personen (7% USt.)<br />

4 bis 15 Jahre: 0,50 €<br />

ab 16 Jahren: 1,70 €<br />

Fahrzeuge (7% USt.)<br />

Kraftrad bis 80 ccm/Fahrrad: 1,30 €<br />

Kraftrad über 80 ccm: 2,30 €<br />

PKW: 3,50 €<br />

Busse: 14,00 €<br />

PKW-Anhänger (19% USt.)<br />

mit einer Achse: 3,50 €<br />

mit zwei Achsen: 4,50 €<br />

Wohnanhänger: 4,50 €<br />

Wohnmobile (19% USt.)<br />

bis 2,8 t: 6,00 €<br />

bis 7,5 t: 9,00 €<br />

bis 10 t*: 10,00 €<br />

Personen/PKW (19% USt.)<br />

Person: 2,00 €<br />

PKW: 3,80 €<br />

*zulässiges Gesamtgewicht;<br />

Tarife für andere KFZ siehe Aushang an der Fähre<br />

<strong>Rundschau</strong><br />

Elb-Ufer Klöndör<br />

13


Kinder und Familien<br />

Die Kindertagesstätte <strong>Elbufer</strong>zwerge Neu Darchau<br />

Träger: Paritätischer Wohlfahrtsverband Niedersachsen e.V. | Leitung: Martina Klute<br />

Unsere Öffnungszeiten:<br />

Krippengruppe: 8.00 bis 13.30 Uhr<br />

Sonderöffnungszeit: 7.30 bis 8.00/13.30 bis 16.00 Uhr<br />

Integrationsgruppe: Ganztägig von 8.00 bis 16.00 Uhr<br />

Sonderöffnungszeit: 7.30 bis 8.00 Uhr<br />

Kleine Elementargruppe: 8.00 bis 14.00 Uhr<br />

Sonderöffnungszeit: 7.30 bis 8.00 Uhr<br />

Kleine Hortgruppe: 12.30 bis 16.30 Uhr<br />

Ferienbetreuung: 8.00 bis 16.00 Uhr<br />

Kindertagesstätte „<strong>Elbufer</strong>zwerge“<br />

<strong>Elbufer</strong>straße 12 | 29490 Neu Darchau<br />

Telefon: 05853/980055<br />

E-mail: kita-elbuferzwerge@paritaetischer.de<br />

Schließzeiten 2022: Winterschließzeit vom<br />

27. Dezember bis zum 30. Dezember 2022<br />

Wir gehen neue Wege<br />

In unserer Kita stehen ab Oktober 2022 einige<br />

Veränderungen durch Umstrukturierungen an<br />

Immer wieder gab es Anfragen für Neuanmeldungen,<br />

denen wir nicht gerecht werden konnten. Leider mussten<br />

wir hier immer wieder Absagen erteilen. Zudem<br />

hatten wir eine Anfrage für ein Kind, das einen erhöhten<br />

Förderbedarf in seiner Entwicklung benötigt. Um<br />

diesem zu entsprechen, bedarf es einer Einzelintegration.<br />

Gemeinsam mit dem Landkreis Lüchow-Dannenberg<br />

und der Gemeinde hat unser Träger, der Paritätische<br />

Lüchow-Dannenberg, nach einer Lösung hierfür gesucht.<br />

Diese wurde in kurzer Zeit erarbeitet und entworfen.<br />

Ab dem 1. Oktober 2022 wird unsere Kindergartengruppe<br />

in eine integrative Gruppe umgewandelt, in<br />

der 20 Kinder betreut werden können.<br />

Zudem wird im ehemaligen Bewegungsraum / Hortraum,<br />

dieser hatte eine Doppelfunktion, Platz für eine<br />

weitere Kindergartengruppe geschaffen, in der 10 Kinder<br />

zusätzlich aufgenommen werden können.<br />

Wir freuen uns sehr, dass wir im Rahmen der Umstrukturierungen<br />

neue Kolleg*innen für unser Team dazu<br />

gewinnen konnten. Unsere Hortgruppe wird in Kooperation<br />

mit der Grundschule einen großen Raum in der<br />

Schule beziehen.<br />

Diesen richten die Erzieher*innen gemeinsam mit den<br />

Hortkindern ein. Es wurde daher in der Vergangenheit<br />

schon viel in Katalogen geblättert, gemeinsam überlegt<br />

und geplant, was alles gebraucht und benötigt<br />

wird. Die Kinder konnten ihre Ideen und Wünsche für<br />

den neuen Raum mit einbringen. Dieses hat allen Beteiligten<br />

große Freude bereitet.<br />

Die Krippe bleibt personell sowie von den Räumlichkeiten<br />

weitestgehend unverändert.<br />

All diese Veränderungen und Umstrukturierungen<br />

stellen die Kinder und Erwachsenen vor eine neue und<br />

spannende Zeit. Die Kinder können in Folge der Umstrukturierung<br />

neue Bindungen eingehen, in kleineren<br />

Spielgruppen agieren und eine ruhigere Lernatmosphäre<br />

genießen. Doch auch für das ganze Team der<br />

<strong>Elbufer</strong>zwerge Neu Darchau wird es eine aufregende<br />

Zeit voller Veränderungen.<br />

Das Haus wird erweitert, es gibt neue Gruppenkonstellationen<br />

sowie neue Kollegen und Kolleginnen,<br />

welche das Haus mit neuen Ideen und Impulsen bereichern<br />

werden.<br />

Wir freuen uns alle sehr auf die kommende Zeit und<br />

sind schon sehr gespannt.<br />

Sonja Koopmann und Jannik Steckelberg für die Kita<br />

<strong>Elbufer</strong>zwerge<br />

14


„Kloogschieter“ <strong>–</strong> die Kinderseite<br />

Spieletipps und Trends von Fips!<br />

Spiel & Spaß ist keine Frage des Alters!<br />

1. Unendliche Möglichkeiten<br />

Die einfachsten Spielzeuge sind<br />

doch meist die schönsten und<br />

<strong>kreativ</strong>sten! Schlichte Bauklötze<br />

sind Evergreens im Spielzimmer<br />

und je einfacher die Form, desto<br />

mehr Spielideen entstehen.<br />

Zum Glück wird auf den Karten dargestellt, wie ihr die<br />

Hände halten müßt, um das Tier darzustellen. Die Spielerunde<br />

soll dann erraten, welches Tier vorgeführt wird.<br />

Ein witziges Spiel für die dunklere Jahreszeit!<br />

Die französische Firma Kapla ist<br />

großer Fan dieses Grundsatzes.<br />

Sie produziert kleine Holzplättchen<br />

immer im selben Maß: 12cm<br />

x 2,4cm x 0,8 cm. Diese kleinen<br />

Plättchen aus Pinienholz werden<br />

einfach aufeinandergelegt, ohne<br />

Kleber oder Befestigung.<br />

Immer höher und immer verrückter<br />

werden die Bauwerke, wenn man erstmal angefangen<br />

hat. Es gibt inzwischen auch farbige Bausteine<br />

und auch Bauanleitungen <strong>–</strong> aber irgendwie ist das<br />

freie Spiel doch am Schönsten…<br />

3. Kinderspiel des Jahres<br />

Der Zauberberg aus dem Amigo-Verlag hat es geschafft:<br />

Kinderspiel des Jahres 2022! Und da wir bei<br />

Fips ausgesprochene Kugelbahnfans sind, finden wir<br />

das Spiel natürlich super.<br />

Schon der Spielaufbau ist sehr<br />

ansprechend: Das schräge<br />

Spielfeld ist der Zauberberg,<br />

auf dessen Wegen Irrlichter<br />

(Murmeln) geschickt hinunter<br />

gekullert werden.<br />

2. Schattenspiel<br />

Lampe an und sofort losspielen!<br />

Habt ihr auch schon mal<br />

versucht Tiere als Schatten<br />

an der Wand darzustellen?<br />

Bei Shadow Game ist alles<br />

dabei, was ihr für einen besonderen<br />

lustigen Spieleabend<br />

im Dunkeln braucht:<br />

Eine LED-Standlampe, die<br />

genau den richtigen Lichtkegel für das<br />

Schattenspiel wirft, Vorlagekarten für die Schattenfiguren<br />

und die Punktekarte mit Stift.<br />

Sie sollen den Spielfiguren<br />

den Weg weisen. Alle Kinder spielen<br />

zusammen und versuchen, die Zauberlehrlinge sicher<br />

ins Ziel zu bekommen. 1 bis 5 Personen ab 5 Jahren<br />

können bei dem kooperativen Spiel mitmachen.<br />

FIPS Lüneburg, Inh. Friedrich Busch, Am Berge 37, 21335 Lüneburg, Tel. 04131-404769, Fax. 04131-402098, www.fips-laden.de, info@fips-laden.de<br />

<strong>Rundschau</strong><br />

Elb-Ufer Klöndör<br />

15


Grundschule Neu Darchau<br />

Neues aus der kleinen Grundschule an der Elbe<br />

Grundschule Neu Darchau | <strong>Elbufer</strong>straße 3 | 29490 Neu Darchau | Telefon: 05853-415<br />

www.grundschule-neu-darchau.de<br />

Herbst-Newsletter 2022<br />

Klasse 2000<br />

Das Klasse-2000-Projekt steht für die kommenden 4<br />

Jahrgänge leider noch nicht fest. Vielen Dank noch einmal<br />

an die Gemeinde Neu Darchau, die die Hälfte der<br />

Kosten übernimmt. Die andere Hälfte wird hoffentlich<br />

von der AOK übernommen. Dann kann das Projekt im<br />

Februar für die 1./2. Klasse starten.<br />

Sportfreundliche Schule /Lauftag:<br />

Hinter der Turnhalle findet unser Lauftag statt.<br />

Die Kinder können ein Laufabzeichen bekommen:<br />

eine viertel Stunde laufen (bronze),<br />

eine halbe Stunde laufen (silbern) oder<br />

eine ganze Stunde laufen (gold).<br />

In der Kategorie Grundschulen bis 149 Schüler*innen<br />

erreichten wir in diesem Jahr den 73. Platz. Das Goldabzeichen<br />

erreichten sogar Kinder aus der 1./2. Klasse.<br />

Kooperation mit elbDorf aktiv e.V.<br />

Am 2. Oktober waren wir wieder mit einer plattdeutschen<br />

Lesung im Klangschalenpark.<br />

Die Kinder lasen „Pummel Plüschmors“<br />

und „Teihn lütte Gössels“ vor.<br />

Fröhliches, spaßiges Fussballturnier<br />

Am 29. Juni fuhren wir mit einer Fußballmannschaft<br />

nach Dannenberg<br />

zum Fußballturnier der Grundschulen.<br />

Es kamen alle Kinder der Klasse<br />

3/4 mit. Unsere Mannschaft erreichte<br />

den 2. Platz. Es war eine tolle Stimmung.<br />

Herr Hagedorn war dabei und<br />

unterstützte uns.<br />

Kreative Projektwoche<br />

Vom 19. bis 23. September 2022 fand an unserer kleinen<br />

Schule an der Elbe eine Projektwoche statt. Es<br />

gab 3 Workshops, an denen alle Kinder teilnahmen.<br />

Sie wurden jahrgangsgemischt in Gruppen geteilt, so<br />

dass sie an jedem Workshop teilnehmen konnten. Es<br />

gab den Musikalischen Instrumenteworkshop, Bastelworkshop<br />

und Zirkusworkshop. Am Ende der Projektwoche<br />

gab es eine Vorstellung auf dem Sportplatz des<br />

Schulhofs vor dem Zirkuszelt.<br />

Schulgestaltung<br />

Ab Oktober findet die Hortbetreuung in der Schule in<br />

einem renovierten Klassenzimmer statt.<br />

Kooperation mit der Bücherei <strong>Hitzacker</strong><br />

Am 15. 9. 2022 bekam die 1./2. Klasse wieder Besuch<br />

von Frau Lindner aus der Bücherei. Sie brachte neue<br />

Bücher mit und las den Kindern etwas vor. Auch die<br />

3./4. Klasse konnten wieder etwas ausleihen.<br />

Auszeichnung: „Plattdüütsche School“<br />

Aufgrund eines Tipps aus dem Regionalen<br />

Landesamt für Schule und<br />

Bildung bewarben wir uns, um diese<br />

Auszeichnung zu erhalten.<br />

Es fanden schon länger kurze plattdeutsche<br />

Übungen in der Schule statt.<br />

Es hängen jetzt plattdeutsche Beschriftungen<br />

an den Schulgegenständen.<br />

Kinder aus unserer kleinen Schule traten<br />

auch schon beim plattdüütschen<br />

Wiehnachtsmarkt in Wietzetze op’n<br />

Karkhoff auf.<br />

16<br />

©Fotos: s.reichmann, flo.hölscher, c.reichmann


Kinder aus unserer kleinen Schule traten auch schon<br />

beim plattdüütschen Wiehnachtsmarkt in Wietzetze<br />

op’n Karkhoff auf.<br />

Kinder die früh schon plattlernen, sind später leichter<br />

in der Lage eine andere Fremdsprache zu lernen.<br />

Seit diesem Monat ist unsere Schule<br />

„Modellschule für Niederdeutsch“<br />

Bi uns schnackt wi nu oftins Platt und „Freetag is<br />

Plattdag“. Wi freit uns ok, wenn jo jüms kenn dot, de<br />

Tiet und Vergnögen do an hett, in unse kleene School<br />

wat ut siene Kinnertiet oder sien Arbeit to vertellen:<br />

05853-415<br />

Seniorentagesstätte<br />

Gefühle <strong>–</strong> fühlen. Mensch sein, Mensch bleiben.<br />

Leben <strong>–</strong> leben.<br />

Menschen brauchen Gemeinschaft und persönliche<br />

Begegnung, das wissen wir nicht erst seit der Corona-<br />

Pandemie. Auch für Menschen mit Demenz und ihre<br />

Angehörigen ist es wichtig, mit anderen verbunden zu<br />

bleiben. Doch über die persönliche Ebene hinaus ist es<br />

wesentlich, dass die Gesellschaft ihre Verbindung zu<br />

den Schwächsten, zu Älteren und gesundheitlich Beeinträchtigten<br />

nicht verliert.<br />

Gerade in dieser Zeit gilt es, psychisch kranke, alte<br />

Menschen zu schützen. ln den letzten 15 Jahren hat<br />

die klinische Versorgungsforschung gezeigt, welche<br />

Erfolge bei guter, nichtmedikamentöser Therapie und<br />

Pflege sowohl in der ambulanten als auch in der stationären<br />

Altenhilfe hinsichtlich Lebensqualität und<br />

Alltagsfertigkeiten erzielt werden können.<br />

Mensch sein, Mensch bleiben. Fam. Röhrs & Team<br />

Tagesbetreuung: Mo. - Fr. 11 - 17 Uhr<br />

Die Kosten dafür werden in der Regel<br />

von den Pflegekassen übernommen.<br />

Telefon: 05855 623 oder<br />

Mobil: 0160 1898831<br />

Email: seniorenhalt@seniorenhalt.de<br />

www.seniorenhalt-roehrs.de<br />

Textauszug aus der Presseerklärung zum Weltalzheimertag<br />

<strong>Rundschau</strong><br />

Elb-Ufer Klöndör<br />

17


Sportvereinigung <strong>Elbufer</strong><br />

Termine<br />

Zeit Gruppe Ort Ansprechpartner*In<br />

Montag 15:30 <strong>–</strong> 16:30 REHA-Sport Turnhalle Neu Darchau<br />

Montag 18:30 <strong>–</strong> 19:30<br />

Präventive Wirbelsäulengymnastik<br />

Turnhalle Neu Darchau<br />

Montag 20:00 <strong>–</strong> 21:00 Funktionsgymnastik Turnhalle Neu Darchau<br />

Dienstag 16:00-17:00<br />

Dienstag 17:30-18:30<br />

Eltern-Kind-Turnen<br />

(1-4-jährige)<br />

Kinderturnen<br />

(ab 4 Jahren)<br />

Dienstag 16:30-18:00 U 13 und U 15<br />

Dienstag 16:15 <strong>–</strong> 17:15<br />

Dienstag 17:15 <strong>–</strong> 18:15<br />

Dienstag 19:30 <strong>–</strong> 21:00<br />

Mittwoch 16:30 <strong>–</strong> 18:00<br />

Leichathletik (6-10)<br />

Kooperation mit <strong>Hitzacker</strong><br />

Leichathletik (ab 11)<br />

Kooperation mit <strong>Hitzacker</strong><br />

1. und 2. Herren<br />

Fußball U13 und U15<br />

Kooperation mit <strong>Hitzacker</strong><br />

Turnhalle Neu Darchau<br />

Turnhalle Neu Darchau<br />

Sporthalle Bauernstraße<br />

vom TSV <strong>Hitzacker</strong><br />

Sporthalle Bauernstraße<br />

vom TSV <strong>Hitzacker</strong>r<br />

Sporthalle Bauernstraße<br />

vom TSV <strong>Hitzacker</strong><br />

Sportplatz Neu Darchau<br />

<strong>Elbufer</strong> Arena<br />

Sporthalle Bauernstraße<br />

oder Sportplatz <strong>Hitzacker</strong><br />

Mittwoch 19:00 <strong>–</strong> 20:00 Ganzkörpertraining Turnhalle Neu Darchau<br />

Donnerstag 16:30-18:00 Fußball U 11<br />

Sportplatz Neu Darchau<br />

<strong>Elbufer</strong> Arena<br />

Donnerstag 19:30-21:00 Volleyball Turnhalle Neu Darchau<br />

Freitag 16:30-18:00<br />

Fußball U13 und U15<br />

Kooperation mit <strong>Hitzacker</strong><br />

Sporthalle Bauernstraße<br />

oder Sportplatz <strong>Hitzacker</strong><br />

1. und 2. Herren<br />

Sportplatz Neu Darchau<br />

Freitag 19:00-20:30<br />

mit A-Jugend<br />

<strong>Elbufer</strong> Arena<br />

* Die Termine in der Turnhalle können sich aufgrund neuer Corona-Regelungen ändern.<br />

Ferienbedingt kann es zu Ausfällen im Hallensport kommen.<br />

Monika Burmester<br />

0176 72905810<br />

Monika Burmester<br />

0176 72905810<br />

Monika Burmester<br />

0176 72905810<br />

Franziska Habenicht<br />

05858 - 219<br />

Franziska Habenicht<br />

05858 - 219<br />

Bennet Strohm<br />

0170 - 2294606<br />

Frank Hagedorn<br />

05858971676<br />

Frank Hagedorn<br />

05858971676<br />

Jacek Nieradka<br />

0175 532 9507<br />

Jacek Nieradka<br />

0175 532 9507<br />

Julia Hild<br />

0162/2346762<br />

Frank Hagedorn<br />

05858971676<br />

Kai Habenicht<br />

05858 - 219<br />

Bennet Strohm<br />

0170 - 2294606<br />

Jacek Nieradka<br />

0175 532 9507<br />

Diese Seite wurde *gesponsert von Joachim Flindt<br />

Bauanträge/ Statik fertigt: Dipl.-Ing. Joachim Flindt<br />

Im Burkenfeld 11 | <strong>Hitzacker</strong>-Tiessau<br />

05862 7741 oder 0171 2053601<br />

flindt.joachim@gmail.com<br />

18<br />

*Anteilige Übernahme der Druck-und Entwicklungskosten für diese Seite


SV <strong>Elbufer</strong> von 1928 e.V.<br />

Rückblick Sommerfest 2022<br />

Es fühlt sich schon fast wie eine Tradition an,<br />

das Sommerfest der SV <strong>Elbufer</strong> kurz nach den<br />

Sommerferien. Und doch war es in diesem<br />

Jahr erst das zweite Mal.<br />

Alle Abteilungen (Sparten) der SV <strong>Elbufer</strong> präsentierten<br />

sich an dem strahlenden, wenn auch ein wenig<br />

windigen Tag der Öffentlichkeit.<br />

Und alle Besucher*innen waren herzlich eingeladen,<br />

die vielen sportlichen Angebote zu nutzen. Zielschießen<br />

an der Torwand oder Weitspringen in der Sprunggrube.<br />

Gemeinsames Turnen mit dem Gelben Sack<br />

oder Gedächtnistraining bei der Suche nach der verlorenen<br />

Zahl. Mit dem Volleyball über das Netz oder dem<br />

Tischtennisball gegen den Roboter.<br />

Abgerundet wurden die Mitmach-Angebote von der<br />

Freiwilligen Feuerwehr Neu Darchau-Schutschur und<br />

dem Schulzirkus Lillibee.<br />

Das abwechslungsreiche Angebot zum Mitmachen<br />

zeigte deutlich, wie vielfältig das Angebot des Vereins<br />

ist. Und auch die Abteilungen konnten mal bei den<br />

anderen mitmachen und sich<br />

kennenlernen. Ein Höhepunkt<br />

des Tages war sicher die Einweihung<br />

des Vereinsheimes, das<br />

nun allen Abteilungen zur Verfügung<br />

steht.<br />

Neben all dem Sport kam auch<br />

das Essen und Trinken nicht zu<br />

kurz.<br />

Das Spanferkel war vorzüglich und reichte bis zum<br />

Schluss; Kaffee und Kuchen war ebenfalls ausreichend<br />

vorhanden.<br />

Rund 250 Personen waren in der <strong>Elbufer</strong> Arena, und<br />

auch nach dem offiziellen Ende um 17 Uhr waren die<br />

Plätze noch gut gefüllt und der Ball rollte über den Platz.<br />

Jahreshauptversammlung 2022<br />

Die Jahreshauptversammlung der SV <strong>Elbufer</strong> fand am<br />

2. Juli in der <strong>Elbufer</strong>arena statt. Rund 50 Mitglieder<br />

waren anwesend. Zunächst berichteten die einzelnen<br />

Spartenleiter*innen und der erste Vorsitzende vom<br />

letzten Jahr. Die wichtigsten Punkte waren:<br />

Fußball: Die Herren werden in der nächsten Saison 2<br />

Mannschaften melden. Bei der Jugend ist eine D-Jugend<br />

angemeldet. Knapp 20 Kinder kommen jeden<br />

Donnerstag zum Training.<br />

Turnen: Nach den vielen Corona-Pausen läuft es nun<br />

wieder relativ gut. Die REHA-Gruppe ist ausgelastet und<br />

die drei anderen Gruppen laufen auch ganz ordentlich,<br />

wenn auch noch nicht so gut wie vor Corona. Die beiden<br />

Kindersportgruppen platzen fast aus allen Nähten.<br />

Volleyball: Die Gruppe läuft gut und es sind immer genug<br />

Personen zum Spielen da <strong>–</strong> es ist allerdings noch<br />

Luft nach oben. Die Gruppe trifft sich nur zum Spielen,<br />

Teilnahmen an Wettbewerben sind nicht geplant.<br />

Leichtathletik: Hier gibt es eine Trainingsgemeinschaft<br />

mit <strong>Hitzacker</strong>. 3 Jungs von der SV <strong>Elbufer</strong> nahmen in<br />

der letzten Saison an verschiedenen Wettkämpfen teil<br />

und konnten einige Medaillen erringen.<br />

Vorstand: Das Vereinsheim konnte in diesem Jahr<br />

fertiggestellt werden und soll beim Sommerfest eingeweiht<br />

werden. Die Entwicklung der Mitgliederzahl<br />

ist sehr erfreulich. Entgegen des allgemeinen Trends<br />

stieg die Mitgliederzahl bei der SV <strong>Elbufer</strong> von 2021<br />

auf 2022 von 204 auf 245 an. Wichtig war in diesem<br />

Jahr auch die Verhandlung mit der Gemeinde über<br />

<strong>Rundschau</strong><br />

Elb-Ufer Klöndör<br />

19


Sportvereinigung <strong>Elbufer</strong><br />

neue Verträge bezüglich der Pflege des Sportplatzes<br />

und des Bolzplatzes.<br />

Die Kassenprüfung war ohne Beanstandung, so wurde<br />

der Vorstand entlastet und es konnte gewählt werden.<br />

Wahl: In diesem Jahr war turnusgemäß der/die Kassenwart*in<br />

und der/die erste Vorsitzende zu wählen.<br />

Franziska Kröcher als Kassenwartin und Jacek Nieradka<br />

als 1. Vorsitzender wurden wiedergewählt.<br />

Ehrungen: Für ihren unermüdlichen Einsatz auf dem<br />

Sportplatz und rund um den Bau des Vereinsheimes<br />

wurde in diesem Jahr Nicole Clement-Ranneberg geehrt.<br />

Dennis Mackowski, der als Trainer der ersten Herrenmannschaft<br />

aufgehört hatte, wurde für seine Verdienste<br />

für den Fußball und den gesamten Verein geehrt.<br />

Zu berichten gab es noch, dass auch in diesem Jahr<br />

wieder ,,Scheine für Vereine“ gesammelt wurden und<br />

so verschiedene Anschaffungen für den Verein quasi<br />

umsonst getätigt werden konnten. Verschiedene Turngeräte<br />

für Kinder und Erwachsene (Laufstelzen, Schaukelbrett,<br />

Gewichtsmanschetten …), einige Utensilien für<br />

den Fußball (Mannschaftswesten, Bälle, Ballkompressor…)<br />

und noch Bänke für den Platz wurden angeschafft.<br />

Aktuelles:<br />

Die U11 war in diesem Jahr auf einem Mini-Trainingslager<br />

(2 Tage) in der <strong>Elbufer</strong>-Arena <strong>–</strong> eine tolle Zeit, die<br />

sich die Mannschaft mit einem Sieg versüßte.<br />

Bei den Leichtathleten wurden 2 Jungs des SV <strong>Elbufer</strong>s<br />

in die Kreisauswahl nominiert und einer startet im<br />

Kreisvergleichswettkampf in Munster über 800 m.<br />

Life Kinetik - Belohnung für das Gehirn!<br />

„Denken ist wie Rudern gegen den Strom. Sobald<br />

man aufhört, treibt man zurück!“nach Laotse<br />

Life Kinetik ist ein ganzheitliches, spielerisches Training<br />

zur Gehirnentfaltung für jedes Alter, unabhängig<br />

davon wie fit du bist. Ebenso richtet sich Life Kinetik<br />

an Personen mit Bewegungseinschränkungen, Sehstörungen,<br />

Long Covid, Krankheitsformen im Bereich der<br />

Neurologie wie Multiple Sklerose, Morbus Parkinson,<br />

Poliomyelitis, Schlaganfall, Demenz.<br />

Informationstermin „Lerne Life Kinetik kennen“<br />

Neetze: Ehemalige Jugendbildungsstätte, Lüneburger<br />

Landstraße 8, 21398 Neetze, Freitag, den 13.Januar<br />

2023 um 17.30 Uhr. Bitte mit Anmeldung*<br />

Neue Kurse ab Januar 2023 (Voraussichtliche Termine:)<br />

Dahlenburg (9 Wochen):<br />

Wo: Fürstenwall Grundschule / Mehrzweckhalle,<br />

Am Fürstenwall 5, 21368 Dahlenburg<br />

Beginn: Montag, den 16.01.2023<br />

Zeit: 18.00 Uhr bis 19.00 Uhr<br />

Neetze (9 Wochen):<br />

Wo: Ehemalige Jugendbildungsstätte,<br />

Lüneburger Landstraße 8, 21398 Neetze<br />

Beginn: Freitag, den 20.01.2023<br />

Zeit: 15.45 bis 16.45 Uhr (Senioren),<br />

17.00 Uhr bis 18.00 Uhr<br />

*Bitte jeweils mit Anmeldung über die Webseite oder<br />

unter 0151 41211963, Gaby Hinrichs.<br />

Weitere Informationen und Termine finden Sie auf:<br />

www.gaby-bewegung.de<br />

Es erwartet dich eine ganze Menge Spaß! Dabei wird keine Übung solange<br />

trainiert, bis eine Automatisierung eintritt. Dein Gehirn wird gezwungen,<br />

neue Verbindungen zwischen den Gehirnzellen zu schaffen.<br />

20


Foto: ©S. Reichmann<br />

Internatsleiter Tobias Karrasch, Schulleiter Lars Humrich und<br />

Stellvertretende Schulleiterin Marianne Kretschmer<br />

,,Die Taufe“ <strong>–</strong> Einschulung in Marienau<br />

Ein besonderes Ritual heißt alle neuen Schüler, Schülerinnen und Mitarbeitenden willkommen<br />

Das neue Schuljahr in Marienau wurde am 29. August<br />

mit der Begrüßung aller Marienauer*innen auf dem<br />

Haupthausplatz eingeläutet. Tags zuvor waren bereits<br />

alle Kinder und Jugendlichen angereist, die im Internat<br />

wohnen. So war ausreichend Zeit, sich in den Wohnbereichen<br />

einzurichten, die betreuenden Pädagog*innen<br />

und die Mitbewohner*innen im Haus kennen zu<br />

lernen oder einfach wieder in das vertraute Zimmer<br />

zurückzukehren. Die „alten Hasen“ haben am Anreisetag<br />

Lotsenfunktion, nehmen die Neuen in Empfang<br />

und begleiten sie in ihre Wohnbereiche.<br />

Am ersten Montag im Schuljahr 2022/23 begrüßte<br />

erstmalig Lars Humrich als neuer Schulleiter die<br />

Schüler*innen, Eltern und Mitarbeiter*innen, die auf<br />

dem Platz vor dem Haupthaus zusammengekommen<br />

waren. Natürlich war die Neugier auf das neue Gesicht<br />

in der Schulleitung groß, da Lars Humrich erst in<br />

den Sommerferien mit seiner Frau Kathrin, Lehrerin<br />

für Deutsch und ev. Religion, seinen drei Kindern und<br />

Hund Billy von Göttingen nach Marienau gezogen war.<br />

Das Einschulungs-Ritual: Auf dem Haupthausplatz<br />

wurden nacheinander und klassenweise alle neuen<br />

Schülerinnen auf die Haupthaustreppe gerufen und<br />

mit einem großen Applaus herzlich willkommen geheißen.<br />

Dann folgten die neuen Lehrkräfte, auch sie stellten<br />

sich der Marienauer Gemeinschaft vor und wurden<br />

herzlich begrüßt. Nachdem Marianne Kretschmer, stellvertretende<br />

Schulleiterin, noch einige organisatorische<br />

Punkte für den ersten Schultag angesprochen hatte,<br />

läutete Internatsleiter Tobias Karrasch das vergnügliche<br />

Highlight, die Marienauer „Taufe“ im Teich, ein.<br />

Diese ist keineswegs konfessionell, dafür aber sehr<br />

traditionell und steht für den symbolischen Einstieg in<br />

die Marienauer Schul- und Internatsgemeinschaft, in<br />

die auch neue Mitarbeiter*innen und der neue Schulleiter<br />

auf diese Weise herzlich aufgenommen werden.<br />

Eine der frisch „getauften“ Schülerinnen ist Jonna. Wir<br />

fragten sie später, wie sie das Ritual erlebt hat.<br />

,,Wir waren darauf vorbereitet und hatten natürlich<br />

trockene Sachen mitgebracht. Zuerst war ich noch<br />

ziemlich skeptisch. Aber schließlich fand ich es doch<br />

richtig gut. Manche Kinder wurden von den älteren<br />

Schülern in den Teich reingeworfen. Ich wurde reingeschubst.<br />

Zum Glück war das Wasser recht warm.<br />

Danach wurden wir von den Lehrern mit einem Handtuch<br />

in Empfang genommen und dann konnten wir in<br />

der Turnhalle zum Duschen gehen. Als wir wieder trockenes<br />

Zeug anhatten, haben wir alle gemeinsam gefrühstückt.<br />

Danach sind wir in unseren Klassenraum<br />

gegangen. Dort haben unsere Lehrer mit uns gesprochen<br />

und uns Informationen gegeben.<br />

Ein Mädchen aus meiner Klasse war an dem Tag krank.<br />

Als sie dann eine Woche später gesund zur Schule kam,<br />

wurde ihre Taufe an<br />

einem Klassennachmittag<br />

nachgeholt.<br />

Da bin ich einfach<br />

hinterher gesprungen,<br />

weil ich das so<br />

toll fand. Ich finde<br />

die Schule hier richtig<br />

gut.“<br />

<strong>Rundschau</strong><br />

Elb-Ufer Klöndör<br />

21


Rezept<br />

Zimtschnecken oder Kanelbullar<br />

Ideal für die dunklere Jahreszeit, in der wir uns ge-<br />

genseitig wärmen, unter der Decke, auf dem Sofa,<br />

mit einer warmen Zimtschnecke in der einen und<br />

einem Heißgetränk in der anderen Hand.<br />

Dieses Rezept hat Claudia Pagel aus der <strong>Elbufer</strong>straße<br />

beigesteuert. Ich habe es ausprobiert, nachdem ich ihre<br />

köstlichen ,,Kanelbullar" probiert hatte. Sie ist mindestens<br />

drei mal im Jahr in Schweden und liebt dieses ,,Original-Rezept".<br />

Schon der Duft, der sich im ganzen Haus<br />

verteilt, macht Vorfreude auf die weichen, warmen,<br />

hefeteigleckeren Zucker-Gebäckstücke. Im ersten Moment<br />

sehen die Zimtschnecken aufwändig aus, aber der<br />

,,Dreh-Knoten" ist eigentlich recht einfach.<br />

Zutaten<br />

Für den Teig<br />

150 g Butter (am besten Zimmertemperatur)<br />

500 ml Milch<br />

1 Würfel frische Hefe<br />

1000 g Weizenmehl<br />

150 g Zucker<br />

1 TL Salz<br />

1 TL Kardamom<br />

Für die Füllung:<br />

75 g Butter<br />

100 g Zucker<br />

1 EL Zimt<br />

Außerdem<br />

zum Bestreichen/Bestreuen:<br />

1 Ei<br />

Hagelzucker<br />

Zubereitung:<br />

Beispiel: "Knoten"<br />

Beispiel: "Schnecken"<br />

Butter in einem kleinen Topf auf der Herdplatte<br />

schmelzen, Milch hinzufügen und auf etwa Körpertemperatur<br />

erwärmen. Hefe hineinbröseln, kurz verrühren<br />

und abgedeckt 5 Minuten ruhen lassen.<br />

In einer großen Schüssel fast das gesamte Mehl (2-4<br />

Esslöffel Mehl zum Ausrollen zur Seite stellen) mit<br />

den restlichen Zutaten vermischen. Das Milchgemisch<br />

dazu geben und mindestens 5 Minuten zu einem<br />

glatten Teig verkneten. Wenn der Teig an den Händen<br />

klebt, dann einfach noch etwas Mehl hinzufügen.<br />

Ein sauberes Küchentuch mit Wasser anfeuchten, den<br />

Teig damit in einer Schüssel bedecken und an einem<br />

warmen Ort mindestens 45 Minuten gehen lassen.<br />

Währenddessen den Ofen auf 250 °C Ober-/Unterhitze<br />

vorheizen.<br />

Zucker und Zimt mischen. Die Butter für die Füllung<br />

in einem kleinen Topf auf der Herdplatte schmelzen.<br />

Den Teig in zwei gleich große Portionen teilen und mit<br />

dem restlichen Mehl jeweils ca. 1 cm dick rechteckig<br />

ausrollen. Mit Butter bestreichen und mit der Zucker-<br />

Zimt-Mischung bestreuen.<br />

Rechtecke der Länge nach von oben nach unten einmal<br />

falten und senkrecht in 2 cm breite Streifen schneiden.<br />

Diese Streifen erneut der Länge nach von unten nach<br />

oben einschneiden, etwa 2 cm oben stehen lassen, so<br />

dass sie aussehen wie eine lange Hose. Die ,,Hosenbeine"<br />

miteinander verdrehen und aus der entstandenen<br />

,,Kordel" dann die Zimtschnecken knoten. (siehe Skizze)<br />

Schnecken und andere Formen funktionieren sicher auch.<br />

Die ,,Schnecken" auf ein Backpapier legen und erneut 30<br />

Minuten gehen lassen. Das Ei verquirlen und die Schnecken<br />

damit bestreichen. Dann den Hagelzucker darüber<br />

streuen. 5<strong>–</strong>7 Minuten goldbraun im Ofen backen.<br />

Fotos: Adobe Stock, Skizze: ©klitzekleines.de<br />

22


ÆLV<br />

Das Magazin von<br />

Nr. 07 | Oktober 2022<br />

Ein Quadratmeter Neu Darchauer Elbwiese am Dresdner Königsufer<br />

Elbwiesentausch<br />

Projekt der Dresdner Künstlerin Ina Weise im Klangschalenpark<br />

Kunst • Elbe ist nicht gleich Elbe. So lang ein Fluss, so verschieden auch die Räume, die er durchquert und die Bilder, die er<br />

erzeugt. Bei der Elbe sind es vor allem die Wiesen und Auen <strong>–</strong> sieht man von den Siedlungen ab <strong>–</strong> die den großen Unterschied<br />

machen. In dem Projekt Elbwiesentausch der Dresdner Künstlerin Ina Weise wurde ein 120 x 80 Zentimeter großes Stück Elbwiese<br />

von Dresden nach Neu Darchau transportiert und hier eingesetzt. Gleichzeitig befindet sich jetzt ein Stück Elbwiese<br />

aus Neu Darchau in Dresden. (ac)<br />

Die Dresdner Künstlerin Ina Weise hat einen Austausch<br />

von jeweils rund einem Quadratmeter Wiese aus dem Elbvorland<br />

von Dresden und Neu Darchau vorgenommen. Die<br />

ökologisch-soziologische Arbeit ist Teil des Projekts „Eine<br />

Brücke für die Utopie” und entstand in Kooperation mit<br />

dem Kunstraum Tosterglope und dem Verein elbDORFaktiv.<br />

„Mir geht es dabei um landschaftsästhetische und -ökologische,<br />

aber auch um soziologische Fragen”, sagte Weise<br />

bei ihrem Besuch in Neu Darchau. „Ganz pragmatisch<br />

gilt es herauszufinden, ob wir Menschen, die wir an Flüssen<br />

geboren sind und leben, über diese Flüsse auch miteinander<br />

verbunden sind.” Sie hoffe, so die Künstlerin weiter,<br />

dass nach vollbrachter körperlicher Arbeit des Austauschs<br />

im wörtlichen Sinne nun ein Austausch im übertragenen<br />

Sinne in der Bevölkerung stattfinden wird. Dazu<br />

sei die Einbringung des Dresdner Stücks Elbwiese in den<br />

Klangschalenpark Neu Darchau ideal, weil dort auch andere<br />

künstlerische Arbeiten zu sehen seien und Menschen<br />

sich regelmäßig begegneten. „Es ist spannend, mit den<br />

Menschen ins Gespräch darüber zu kommen, was ihnen die<br />

Existenz eines Stücks Dresden in ihrer Heimat bedeutet.”<br />

Die Künstlerin betont,<br />

dass es sich nicht um<br />

den bloßen Austausch<br />

V<br />

Join us!<br />

Die öffentlichen Treffen von<br />

elbDORFaktiv finden dreimal<br />

im Jahr statt, nämlich im Frühjahr,<br />

Herbst und Winter.<br />

Erfragen Sie auch gerne die<br />

Aufnahme in unseren E-Mail-<br />

Newsletter<br />

05853 - 980 10 23<br />

info@elbdorfaktiv.de<br />

facebook.com/elbdorf.aktiv<br />

einer Vegetationsschicht<br />

handele, sondern<br />

auch von komplett<br />

unterschiedlich<br />

genutzten Landschaftsräumen.<br />

„In Dresden<br />

wurde das Stück Wiese<br />

dem innerstädtischen<br />

Königsufer entnommen,<br />

in Neu Darchau<br />

einer wilden Wiese<br />

im Außenbereich.<br />

Gemeinsam haben beide<br />

Orte allerdings die öffentliche Zugänglichkeit.” An beiden<br />

Orten stehen Schilder, die das Projekt und die Herkunft<br />

des ausgetauschten Stücks Elbwiese erläutern. Das Stück<br />

Dresdner Elbwiese befindet sich im Klangschalenpark rechts<br />

des Hauptwegs, der vom Eingang zum Ufer der Elbe führt.<br />

> Die folgenden vier Seiten sind mit der Möglichkeit zum Herausnehmen in der Heftmitte platziert. Die Publikation wird vom Verein elbDORFaktiv e.V. eingebracht.<br />

23


ÆLV<br />

Kein Pflegenotstand im Klangschalenpark ...<br />

... aber elbDORFaktiv kann gut noch Muskel- oder Maschinenkraft gebrauchen!<br />

Einsatz • Nach Ideenfindung, Planung und Umsetzung kommt bei langfristig angelegten Projekten die dauerhafte Betreuung<br />

und Pflege. Ein mühsames Unterfangen, das im Falle des Klangschalenparks nur durch aktive Mitglieder, bezahlte Arbeit<br />

und den Einsatz von schwerem Gerät zu bewältigen ist. Wohl dem, der all das hat. (ac)<br />

Mehr günstigen Umständen als einer ausgeklügelten Planung<br />

verdankt elbDORFaktiv ein Pflegekonzept für die bisher<br />

fertiggestellten Anlagen in der Hafenmeile, namentlich<br />

den Klangschalenpark und das Ausstellungsgelände.<br />

Radfahrerinnen und eifrige Hundespaziergängerinnen aus<br />

den Reihen des Vereins haben den Zustand der Anlagen beinahe<br />

täglich im Blick, bei einer wöchentlichen Kontrollrunde<br />

werden zudem allfällige Arbeiten festgestellt, Müll und<br />

Zigarettenkippen aufgesammelt und die Spender mit neuen<br />

Flyern bestückt. Ein Auszubildender aus der Gemeinde<br />

sorgt einmal wöchentlich für einen Schnitt der Wege und Plätze<br />

oder kleinere Reparaturen. Apropos: Obwohl der Klangschalenpark<br />

und die Palettenmöbel von Woche zu Woche<br />

mehr frequentiert werden, hält sich das Ausmaß an Schäden<br />

und das Aufkommen an Müll in wirklich sehr erfreulich<br />

kleinen Grenzen!<br />

V Dürre im Metall<br />

Nur eins hat über den Sommer nicht so recht geklappt: Bei<br />

Niederschlagsmengen von weniger als einem Zahnputzglas<br />

und Temperaturen von oftmals 30 Grad und mehr war es<br />

kaum zu schaffen, die Klangschalen dauerhaft mit Wasser<br />

gefüllt zu halten. Aber wenn es gelegentlich doch möglich<br />

war, diese Arbeit zu leisten, dann haben ein privater Generator,<br />

die Abwasserpumpe des KLP-Speisewagens und um<br />

die 100 Meter ausgemusterter Feuerwehrschlauch Elbwasser<br />

in die bauchigen Schalen sprudeln lassen. Natürlich von unterhalb<br />

des Hafens, um den Betrieb der „Tanja” nicht durch<br />

hausgemachtes Niedrigwasser zu gefährden ...<br />

Nun ist der Herbst längst da, und elbDORFaktiv als „Betreiber”<br />

des Klangschalenparks steckt mitten in den Vorbereitungen<br />

für das Einwintern der Palettenmöbel und eine ökologisch<br />

vertretbare Mahd der sogenannten Hochstaudenfluren.<br />

Die wird, wie im letzten Jahr, mit einem Balkenmäher<br />

Gesucht zum Kauf oder zum Ausleihen:<br />

Einkreiselschwader mit Schwadablage<br />

vorgenommen, um Insekten und Larven nicht mit schnelllaufendem<br />

Gerät einfach wegzusaugen, danach wird das<br />

geschnittene Gras zusammengeharkt und zum Abtransport<br />

verladen. Und gerade das Harken ist ein Problem.<br />

Man darf wohl froh sein, dass das Wetter am Tag des Zusammenharkens<br />

im letzten Jahr kühl und regnerisch war. So<br />

blieben all die gezischten, gebrüllten und gestöhnten Flüche<br />

einigermaßen ungehört; die Arbeit auf knapp einem Hektar<br />

Wilder Wiese war eine Viecherei und eigentlich niemandem<br />

zumutbar.<br />

Der Verein würde darum in diesem Jahr gerne einen Schwader<br />

hinter dem vorhandenen Trecker einsetzen. Bislang allerdings<br />

sind alle Bemühungen, ein solches Gerät auszuleihen<br />

oder notfalls zu kaufen, erfolglos geblieben.<br />

Noch sind rund drei Wochen Zeit bis zur Mahd. Hinweise<br />

zur Verfügbarkeit eines einkreiseligen Kreiselschwaders<br />

mit Schwadablage nimmt der Vorstand von elbDORFaktiv<br />

gerne unter der Telefonnummer 0172 - 45 90 240 entgegen.<br />

Fotos: S.1: Ina Weise, S.2: Andreas Conradt (o.), Kuhn (u.), S.3:Andreas Conradt (o.), Karin Behr (u.), S.4: Kuhn<br />

24II


ÆLV<br />

Es ward Licht<br />

Orangefarbenes Licht in Neu Darchau schützt nun Insekten<br />

Artenschutz • Die Umstellung der Straßenlaternen auf dem Neu Darchauer Gemeindegebiet ist erfolgt. An einzelnen Stellen<br />

leuchtet es allerdings immernoch kalt und weiß. (sFa)<br />

Anders als in der letzten Ausgabe der ÆLV berichtet, ist die<br />

Umstellung der Straßenbeleuchtung auf insektenfreundliche<br />

LED-Leuchtmittel bereits im Juli angelaufen und damit<br />

weit vor September, wie es die stellvertretende Bürgermeisterin<br />

Heike Thies (Grüne) damals angekündigt hatte.<br />

Mittlerweile ist die Umrüstung weitestgehend abgeschlossen.<br />

Allerdings haben mehrere Anwohner:innen mitgeteilt,<br />

dass in ihrem Wohnumfeld ganz andere Laternen stehen<br />

als die, für die die Umrüstung mit den vom Gemeinderat<br />

beschlossenen Leuchtmitteln vorgesehen ist. Auf Nachfrage<br />

hat Heike Thies unserer Zeitschrift mitgeteilt, dass<br />

zwar der größte Teil der im Gemeindegebiet aufgestellten<br />

Laternen der Energieversorgung Dahlenburg-Bleckede<br />

AG gehört und von der aktuellen Umrüstung betroffen ist,<br />

ein kleinerer Teil aber auch im Besitz der Gemeinde steht.<br />

Darunter gebe es Straßenlampen, die andere Leuchtmittel<br />

erfordern und deren Umstellung darum nicht unmittelbar<br />

erfolgen kann. Thies hat zugesagt, sich für einen Austausch<br />

der Leuchtmittel auch dieser Lampen einzusetzen.<br />

Plenum und Mitgliederversammlung<br />

Öffentliches Treffen am 6. November im Göpelhaus<br />

Gremienarbeit • Jede und Jeder ist willkommen, über Projekte und Aktionen von elbDORFaktiv zu diskutieren oder sich<br />

informieren zu lassen. Mitwirkung ist ausdrücklich erwünscht. (dk)<br />

Nach fast drei Jahren coronabedingter Pause hält<br />

elbDORFaktiv am Sonntag, dem 6. November endlich wieder<br />

ein öffentliches Treffen ab, zu dem jede:r herzlich eingeladen<br />

ist. Bei diesem sogenannten Plenum informieren<br />

der Vereinsvorstand und andere aktive Mitwirkende über<br />

aktuelle und künftige Projekte <strong>–</strong> von der weiteren Entwicklung<br />

der Hafenmeile über Pläne zum KLP-Wunde.r.punkt im<br />

nächsten Jahr bis zu Ideen, für die elbDORFaktiv die hiesige<br />

Politik begeistern möchte. Die öffentlichen Treffen werden<br />

künftig drei Mal pro Jahr in der Art eines Ratschlags<br />

stattfinden, nämlich jeweils im Frühjahr, Herbst und Winter.<br />

„Die öffentlichen Treffen stehen ausdrücklich Jedermann<br />

und Jederfrau offen”, betont Vorstandsmitglied An-<br />

dreas Conradt. „Eine Mitgliedschaft im Verein ist nicht erforderlich,<br />

auch wenn wir uns über Eintritte immer freuen.”<br />

Das erste Treffen nach der Corona-Pause findet am Sonntag,<br />

dem 6. November um 15 Uhr im Göpelhaus statt.<br />

Direkt im Anschluss an das öffentliche Treffen, nämlich am<br />

6. November um 16.30 Uhr, findet ebenfalls im Göpelhaus<br />

die nicht-öffentliche Mitgliederversammlung des Vereins<br />

elbDORFaktiv e.V. statt. Zutritt dazu haben nur Vereinsmitglieder<br />

und Menschen, die während der Mitgliederversammlung<br />

offiziell Mitglied werden möchten. In diesem Jahr<br />

steht keine Vorstandswahl an. Es ergehen noch schriftliche<br />

Einladungen an die ordentlichen Mitglieder des Vereins.<br />

<strong>Rundschau</strong><br />

III25<br />

Dr. Erich Bäuerle<br />

Elb-Ufer Klöndör


ÆLV<br />

Gesucht!<br />

zum Kauf oder zum Leihen<br />

Maschinenpark • Zusätzlich zum eigenen Garten noch<br />

rund einen Hektar wilder Wiese im Klangschalenpark ökologisch<br />

korrekt per Hand zu bewirtschaften, überfordert<br />

auch die Aktiven von elbDORFaktiv. Maschinelle Unterstützung<br />

ist gefragt.<br />

Kurzmeldungen<br />

Samstagstreffen<br />

Nach der intensiven gemeinsamen Zeit als Team während<br />

der Zeit des KLP-Wunde.r.punkts einfach sang- und klanglos<br />

auseinandergehen? Das wollte die Klein Kührener Künstlerin<br />

Odette El Ibiary nicht geschehen lassen. „Jeden Sonnabend<br />

um 15 Uhr treffen wir uns nun zum heiteren und ernsten<br />

Austausch auf der Fährwiese in Neu Darchau. Jeder ist<br />

herzlich willkommen.“ Wer sich vorab informieren möchte,<br />

kann Odette El Ibiary anrufen: 0171 - 366 89 33.<br />

Kalt und Weiß<br />

Am 22. Oktober wird im Ausstellungsgelände der Hafenmeile<br />

Neu Darchau eine neue Fotoausstellung eröffnet (Vernissage<br />

um 14 Uhr). Dann präsentieren Karin Behr und Andreas<br />

Conradt Bilder des nordskandinavischen Winters. Was in<br />

unseren Breiten aufgrund des Klimawandels kaum noch zu<br />

erleben ist, schwindet auch in Lappland zusehends. Die Fotos<br />

sind Zeugnis einer einstmals kälteren Welt. Die Ausstellung<br />

bleibt bis zum Frühjahr nächsten Jahres und ist jederzeit<br />

frei zugänglich.<br />

Zur einfacheren, effizienteren, sichereren und trotzdem insektenschonenden<br />

Bewältigung der Mahd des Klangschalenparks<br />

im Spätherbst sucht elbDORFaktiv einen Einkreisel-<br />

Anbauschwader zur Verwendung hinter einem vorhandenen<br />

Traktor. Angebote gern an Telefonnummer 0172 - 45 90 240.<br />

Wieso Ælv?<br />

„Elbe“ nennen wir heute den Fluss vor unserer Haustür.<br />

Wer noch niederdeutsch spricht, kennt ihn als „Elv“, im<br />

tschechischen wird er als „Labe“ bezeichnet. Der althochdeutsche<br />

Name des Flusses lautete „Elba“ (ca. 750<br />

bis 1050 n. Chr.), der altenglische „Ielf“ oder „Ælf“ (ca.<br />

450 bis 1300 n. Chr.). Entlehnt wurden alle Namen von<br />

den frühen Germanen (weit vor Christi Geburt), die die<br />

Elbe als „Albia“ oder „Albis“ bezeichneten <strong>–</strong> also schlicht<br />

als „Fluss“, was der dominierenden Stellung des Stroms<br />

in der Norddeutschen Tiefebene angemessen war.<br />

Der Titel unseres Magazins ist dem altenglischen Namen<br />

der Elbe entlehnt <strong>–</strong> Ælf <strong>–</strong> der wohl auch die heutigen Bezeichnungen<br />

für das Wort „Fluss“ in den skandinavischen<br />

Ländern geprägt hat: „Älv“ im Schwedischen, „Elv“ in der<br />

norwegischen und „Elfur“ in der isländischen Sprache.<br />

Impressum<br />

V<br />

Info über elbDORFaktiv<br />

2. Jahrgang<br />

Ausgabe Nr. 7, Oktober 2022<br />

ÆLV<br />

ist ein kostenloses Informationsblatt<br />

des Vereins elbDORFaktiv e.V. in<br />

Neu Darchau<br />

Kontakt<br />

Am Hafen 2, 29490 Neu Darchau<br />

Tel.: 05853 - 980 10 23<br />

Mail und Internet<br />

info@elbdorfaktiv.de<br />

www.elbdorfaktiv.de<br />

facebook.com/elbDORF.aktiv<br />

Verantwortlich (V. i. S. d. P.)<br />

Andreas Conradt (ac)<br />

Adresse wie vorstehend<br />

Redaktion<br />

Stefan Fabian (sFa)<br />

Andreas Conradt (ac)<br />

Doris Krohn (dk)<br />

Weitere Text- und Bildrechte<br />

wie namentlich gekennzeichnet<br />

Produktion<br />

Layout: Andreas Conradt<br />

Korrektorat: Doris Krohn<br />

elbDORFaktiv ist eine offene Plattform für alle Bürgerinnen und Bürger der<br />

Gemeinde Neu Darchau. Das Ziel der hier engagierten Menschen ist es mitzuhelfen,<br />

unsere Dörfer lebenswerter und liebenswerter zu gestalten. Dazu<br />

arbeiten wir an Projekten, die die Gemeinschaft in unseren Orten weiter<br />

stärken und die Identifikation mit ihnen vergrößern. Haben Sie auch Ideen?<br />

Dann nehmen Sie Kontakt mit uns auf. Oder kommen Sie zu unseren öffentlichen<br />

Treffen. Sie finden dreimal im Jahr statt, nämlich im Frühjahr, Herbst<br />

und Winter. Dort wird über aktuelle und zukünftige Projekte und deren praktische<br />

Umsetzung diskutiert.<br />

elbDORFaktiv e.V. ist kein geschlossener Verein. Bei uns dürfen Jedermann<br />

und Jedefrau an Treffen und Projekten teilnehmen. Der offizielle Charakter<br />

des „e.V.“ dient nur im Hintergrund der vereinfachten Umsetzung von Projekten.<br />

Eine Mitgliedschaft im Verein ist für die Teilnahme an unseren Treffen<br />

und das Mitwirken an unseren Projekten nicht erforderlich. Wir sind zudem<br />

politisch unabhängig und streben nicht an, eine neue Partei zu gründen<br />

oder uns an eine bestehende Partei anzulehnen.<br />

26


Veranstaltungen<br />

Bleckede<br />

„Natur und Kultur in der Elbtalaue“<br />

am Samstag, 5. November 2022 um 10 Uhr<br />

im Bleckeder Haus. Die Biosphärenreservatsverwaltung<br />

lädt ein zur 17. Natur- und Kultur-Tagung, die von<br />

jedermann besucht werden kann. Die Tagung wurde<br />

einst ins Leben gerufen, um Anwohnern und Akteuren<br />

über Fachvorträge die Arbeit der Biosphärenreservatsverwaltung<br />

näher zu bringen und in Austausch mit<br />

den verschiedenen Interessensträgern zu kommen.<br />

Sie geben Anlass zur Rückschau, aber auch zum Blick<br />

nach vorn <strong>–</strong> das Grußwort des Umweltministers wird<br />

dies vertiefen.<br />

In verschiedenen Fachvorträgen werden wir Sie über<br />

aktuelle Entwicklungen im Biosphärenreservat informieren,<br />

so etwa zur lokalen Umsetzung des bundesweiten<br />

Monitoringprogramms für Wildbienen oder die<br />

Aktivitäten im nunmehr sechsten Jahr des Projektes<br />

„Kooperatives Auenmanagement“.<br />

Den Rahmen bilden in diesem Jahr zwei Jubiläen:<br />

20 Jahre Biosphärenreservat „Niedersächsische Elbtalaue“<br />

und 25 Jahre UNESCO-Biosphärenreservat<br />

„Flusslandschaft Elbe“.<br />

Wir geben Einblicke in die laufende Arbeit und Motivation<br />

unserer neuen und bereits seit längerem tätigen<br />

Zertifizierten Natur- und Landschaftsführer*innen.<br />

Darüber hinaus stellen wir die Ziele und die ersten Ergebnisse<br />

des länderübergreifenden Leitprojekts zur<br />

Regionalentwicklung „Biosphäre.regional-nachhaltig“<br />

(Bio.re-na) vor.<br />

Wir hoffen, auch in diesem Jahr mit der Veranstaltung<br />

ein lebendiges Forum für den Austausch von Erfahrungen<br />

und Meinungen schaffen zu können. Wir zählen<br />

auf Ihr Dabeisein und freuen uns auf das Treffen!<br />

Entdeckertouren<br />

im Biosphaerium Bleckede:<br />

8. Oktober Biberspuren/Besuch bei den Bibern<br />

16. Oktober Der Lebensraum der Wölfe<br />

Dahlenburg<br />

Die St. Laurentiuskapelle in Dahlenburg erstrahlt im<br />

neuen Glanz. Mit einen neu konzipierten und vielschichtigen<br />

Ausstellung zur Ortsgeschichte Dahlenburg<br />

öffnet das Museum jeden Samstag von 14<strong>–</strong>16 Uhr seine<br />

Tore für interessierte Besucher.<br />

Advents-/Weihnachtsmärkte<br />

Bleckede<br />

3. und 4. Dezember Weihnachtsmarkt auf dem<br />

Schlosshof und im Schloß<br />

<strong>Hitzacker</strong><br />

3. Dezember Adentsmarkt auf dem Marktplatz (Bild rechts)<br />

Dannenberg<br />

26. und 27. November 2022<br />

Weihnachtsmarkt am und im Ostbahnhof<br />

<strong>Rundschau</strong><br />

Elb-Ufer Klöndör<br />

27


Altes Kurhaus Elbblick Alt Garge<br />

Hauptstrasse 38, 21354 Alt Garge<br />

Samstag, 15. Oktober 19.32 Uhr<br />

Kokolores & Schnickschnack von und mit Sven Garbers<br />

Comedy und Musik zur Klampfe aus besseren Zeiten,<br />

inklusiver Weisheiten, die niemand wirklich braucht.<br />

Samstag, 12. November 2022<br />

THE BLECK CADILLAC THREE präsentieren mit Seele,<br />

Power, Spielfreude und <strong>authentisch</strong>em Sound Blues<br />

und Rock aus verschiedenen Jahrzehnten. Das Spektrum<br />

reicht von Cream, Clapton, Hendrix, The Who über<br />

ZZ Top bis zu den Beatles und Chuck Berry.<br />

Samstag, 10. Dezember 20 Uhr<br />

Iontach <strong>–</strong> Irish Music Unlimited...<br />

Das Celtic-Folk-Trio aus der Nähe von Bremerhaven<br />

präsentiert sich überaus charmant und liebenswert<br />

mit warmen und mystischen Gesängen. Mit dabei<br />

haben die drei einen fast unerschöpflichen Fundus an<br />

Instrumenten wie Flöten, Geigen, Akkordeon, Concertina,<br />

Gitarre, Bouzouki, Cello & Piano<br />

Dahlenburger Kulturwoche<br />

Freitag, 12. November 18 Uhr<br />

St.-Johannis-Kirche Dahlenburg<br />

Konzert: ORBIS Streich-Quartett<br />

Samstag, 13. November 17 Uhr und 20 Uhr<br />

Bürger- und Kulturhaus<br />

Folkabend <strong>–</strong> Zwei Konzerte und 7 Musiker gegen den<br />

Pandemie-Blues<br />

Sonntag, 14. November 16 Uhr<br />

Bürger- und Kulturhaus<br />

Lesung: „Knechtschaft unter der Trikolore“<br />

Susi Münch schreibt in ihrem historischen Roman über<br />

das schlichte Leben der Menschen auf der Geest vor<br />

200 Jahren zwischen Elbe und Weser.<br />

Donnerstag, 18. November 19.30 Uhr<br />

Bürger- und Kulturhaus<br />

Benefizkonzert mit dem Bläser-Quintett des<br />

Polizeiorchesters Niedersachsen<br />

Samstag, 20. November 19.30 Uhr<br />

Schule Marienau, Sporthalle<br />

Bunter Abend <strong>–</strong> Ob Akrobatik, Karateshow, musikalische<br />

Aufführungen oder Theatervorführung <strong>–</strong> alle<br />

SchülerInnen des Internatsgymnasiums üben seit<br />

Schuljahresbeginn für ihren Auftritt.<br />

Sonntag, 21. November 11 Uhr und 18 Uhr<br />

Appleslounge, Dahlem<br />

Beethoven zum 250. Geburtstag <strong>–</strong> Eine Matinee und<br />

Soiree mit Gudrun Parnitzke und Ben Soyka<br />

Konau 25, Frohe Zukunft e.V.<br />

Elbstrasse 25, 19273 Konau (Amt Neuhaus)<br />

Telefon: 038841-61964, Fax: 038841-61966<br />

zukunft@kultur-konau.de<br />

Samstag, 8. Oktober 17 Uhr<br />

Telemann und Händel <strong>–</strong> Zwei große Europäer<br />

Thomas Pietsch, Barockvioline, Moderation; Dagmar<br />

Lübking, Cembalo, Truhenorgel, Virginal; Joachim<br />

Kuntzsch, Sprecher<br />

Mit mehreren tausend geistlichen und weltlichen<br />

Vokal- und Instrumentalwerken verschiedenster<br />

Musikgattungen gilt Georg Philipp Telemann, geboren<br />

1681 in Magdeburg, als einer der produktivsten<br />

Komponisten der Musikgeschichte. Dennoch geriet<br />

er nach seinem Tod in Hamburg 1767 für fast zwei<br />

Jahrhunderte in Vergessenheit. Aus seiner Begegnung<br />

mit Friedrich Händel entstand eine lebenslange<br />

Freundschaft, die auch im reichen Briefwechsel ihren<br />

Niederschlag fand.<br />

Samstag, 26. November 17 Uhr<br />

Lesung mit Musik: Ich liebe Schnee! forever<br />

Wanja Mues und Stephan Braun, Jazz-Cello,<br />

erzählen Geschichten um Weihnachten<br />

Kulturtenne Damnatz e.V.<br />

Ursula Günthert, Achter Höfe 55, 29472 Damnatz<br />

Telefon: 05865) 980298 | kulturtenne@t-online.de<br />

Samstag, 8. Oktober 2022 von 19 Uhr bis 22 Uhr<br />

Sanne Möricke/Peter Dahm <strong>–</strong> Akkordeon/Saxophon<br />

Seit mehreren Jahren spielen Sanne Möricke und Peter<br />

Dahm gemeinsam in der Gruppe Klezgoyim. In der<br />

intimen Besetzung mit Saxofon und Akkordeon werden<br />

traditionelle Stücke gespielt, überwiegend aus der<br />

Klezmermusik und den Musiktraditionen Südost-Europas.<br />

Diese Musikrichtungen sind gekennzeichnet von<br />

einer farbvollen Intensität, kraftvollen Rhythmen und<br />

mitreißenden Melodien.<br />

Samstag, 15. Oktober 19 Uhr bis 22 Uhr<br />

Lamiks Tura <strong>–</strong> Seriöse (und weniger seriöse) Folkmusik<br />

von hier und anderswo<br />

Hanna Weissgerber <strong>–</strong> Akkordeon; Hans Flake <strong>–</strong> Kontrabass,<br />

Querflöte, Tin Whistle, Gesang; Kay Doedens <strong>–</strong><br />

Gitarre, Mandoline, Scheitholt, Dudelsack, Gesang<br />

Freitag, 18. November 19 Uhr bis 22 Uhr<br />

Ensemble Schné: la lune blanche. Lieder von vertonten<br />

deutschsprachigen Gedichten<br />

Schné: Gesang; Mariska Nijhof: Akkordeon, Gesang;<br />

Michael Berger: Piano<br />

28


Das Schné Ensemble rund um Sängerin und Schauspielerin<br />

Schné spielt ausschließlich Eigenkompositionen<br />

<strong>–</strong> hochemotionale Lieder und Instrumentalstücke<br />

zwischen Chanson, Jazz, Kammerpop, und Folk.<br />

Kunsthaus Tosterglope<br />

Im Alten Dorfe 7 | 21371 Tosterglope<br />

Samstag, 18. Oktober 19.30 Uhr<br />

20 Jahre Kunstraum Tosterglope in unserer<br />

Konzertreihe des Jahres 2022: Max Riefer<br />

„Music really does bring together all kinds of surprises…“<br />

<strong>–</strong> Zeitgenössische Percussion aus Südostasien<br />

Samstag, 22. Oktober 19 Uhr<br />

Konzert: Astrid Schmeling und das Ensemble L‘ART<br />

POUR L‘ART<br />

Astrid Schmeling und das Ensemble L‘ART POUR L‘ART<br />

erinnern mit einem Programm ausgewählter Kaul-<br />

Kompositionen an den Komponisten/Musiker/Erfinder.<br />

Freitag, 25. November 19 Uhr<br />

Anna Carewe und Oli Bott<br />

Cello meets Vibraphone TRANCE & RHYTHM<br />

Tänze und Rituale aus Klassik und Jazz vom 14. bis zum<br />

21. Jahrhundert<br />

Theater Bleckede<br />

Freitag, 21. Oktober 20 Uhr<br />

„Dinner for One <strong>–</strong> wie alles begann“<br />

Komödie von Volker Heymann<br />

Die exzentrische Regisseurin Anna Schlenk sucht händeringend<br />

passende Darsteller für die Rollen der Miss<br />

Sophie und des Butlers James in dem Theatersketch<br />

„Dinner for One“. Viele haben bereits vorgesprochen,<br />

die richtigen Akteure waren aber noch nicht dabei...<br />

Weitere Vorstellungen:<br />

Sa. 22. 10., Fr. 28. 10., Sa. 29. 10.,<br />

Fr. 11. 11., Sa. 12.11., Fr. 25. 11., Sa. 26.11.<br />

Fr. 09. 12., Sa. 10. 12. 2022 je 20 Uhr<br />

VERDO <strong>Hitzacker</strong><br />

Dr.-Helmut-Meyer-Weg 1, 29456 <strong>Hitzacker</strong><br />

info@verdo-hitzacker.de<br />

Telefon: 05862-7965<br />

Freitag, 7. Oktober 20 Uhr<br />

HITZACKER Singt <strong>–</strong> Die Erstauflage des<br />

<strong>Hitzacker</strong>-Mitsingkonzertes<br />

„Endlich singt <strong>Hitzacker</strong>“ freut sich Sören Schröder,<br />

Veranstalter von „<strong>Hitzacker</strong> Singt“.<br />

Freitag, 28. Oktober 20 Uhr<br />

Maurizio Bignone<br />

INNER REFLECTIONS <strong>–</strong> Piano Solo Konzert<br />

Maurizio Bignone ist ein italienischer Pianist und Komponist,<br />

Transversal und Cross-over. Er umfasst verschiedene<br />

Stile von den ersten Kompositionen an, ohne das<br />

Experimentieren zu vernachlässigen, aber immer mit<br />

einem gemeinsamen Faden, der seine Werke verbindet.<br />

Maurizio flüstert mit seiner Musik in die Seelen<br />

der Menschen und stellt mit ihnen eine Harmonie her.<br />

Samstag, 29. Oktober 20 Uhr<br />

Die deutschen Beat-Legenden auf Jubiläumstour<br />

THE RATTLES UND THE LORDS!<br />

Ein Abend, zwei Bands. Wenn The Rattles und The<br />

Lords zusammentreffen, werden die 1960er Jahre wieder<br />

zum Leben erweckt <strong>–</strong> <strong>authentisch</strong> wie nie zuvor.<br />

Mittwoch, 3. November 20 Uhr<br />

Frieda Braun <strong>–</strong> Erst mal durchatmen!<br />

Es ist wieder soweit: Frieda Braun bringt frisch Erlebtes<br />

und frei Erfundenes auf die Bühne.<br />

Samstag, 12. November 20 Uhr<br />

CATT “Wild Heart”<br />

Eine Stimme, die die Zeit anhält. CATT verwandelt<br />

scheinbar kleine Geschichten in universelle Erzählungen<br />

über das Jetzt, das Hier, das Sein.<br />

Freitag, 18. November 20 Uhr<br />

Marlene Jaschke: Hier bin ich Mensch!<br />

Der Literaturkreis von Marlene Jaschke hat Großes vor<br />

und wagt sich an Goethes „Faust“ heran <strong>–</strong> eine echte<br />

Herausforderung.<br />

Samstag, 19. November 20 Uhr<br />

ELECTRIC LIGHT ORCHESTRA TRIBUTE by PhilL Bates<br />

(Former ELO PT.2)<br />

All over the World Tour 2022<br />

Sonntag, 20. November 20 Uhr<br />

Jan & Henry <strong>–</strong> Die große Bühnenshow<br />

Deutschlands beliebte Erdmännchen sind mit Ihrer<br />

großen Bühnenshow auf Tournee!<br />

Samstag, 26. November 20 Uhr<br />

Bidla Buh ,,Weihnachts-Special:<br />

Advent, Advent, der Kaktus brennt…”<br />

Wenn sich die drei ungleichen Brüder Hans Torge,<br />

Ole und Frederick zum ,,Fest der Liebe“ treffen, gerät<br />

die Adventszeit zu einer rasanten und aberwitzigen<br />

Schlittenfahrt durch das weihnachtliche Liedgut.<br />

Sonntag, 11. Dezember 19 Uhr<br />

<strong>Hitzacker</strong> singt <strong>–</strong> Das große Weihnachtssingen für<br />

alle!<br />

Freitag, 16. Dezember 19 Uhr<br />

ROYAL CLASSICAL BALLET NUSSKNACKER<br />

Traumhaftes Weihnachtsballett für die ganze Familie<br />

Mittwoch, 28. Dezember 20 Uhr<br />

Zauber der Travestie <strong>–</strong> die schräg schrille andere Revue<br />

<strong>–</strong> mit Gästen aus namenhaften Cabarets Deutschlands<br />

erneut in <strong>Hitzacker</strong> mit einem Programm der<br />

Extraklasse.<br />

Freitag, 30. Dezember 19 Uhr bis 23 Uhr<br />

LANDVOKAL Franz Klahn und Heike Tuttas<br />

Anmeldung erbeten.<br />

Änderungen möglich/Stand bei Redaktionsschluß<br />

<strong>Rundschau</strong><br />

Elb-Ufer Klöndör<br />

29


Amt Neuhaus<br />

3. Oktober: Brückenfest in Darchau<br />

Montag, 3. Oktober 10.30 bis 17 Uhr Darchau<br />

Vor 20 Jahren beschlossen die Gemeinderäte von Amt<br />

Neuhaus einen Wechsel zum Land Niedersachsen.<br />

Am Tag der Deutschen Einheit findet in Darchau am<br />

Anleger wieder das traditionelle Brückenfest mit<br />

Marktständen und buntem Bühnenprogramm statt.<br />

Die Veranstalter freuen sich, dass nach der Absage<br />

wegen der Coronapandemie im vergangenen Jahr das<br />

Fest dieses Jahr wieder stattfinden kann. Alle Menschen<br />

diesseits und jenseits der Elbe sind herzlich<br />

eingeladen, das Brückenfest mit seinem abwechslungsreichen<br />

Angebot an Speisen und Getränken an<br />

Verkaufsständen und bei toller Live-Musik auf einer<br />

Bühne zu besuchen. Info-Tel.: 038841-60760.<br />

Das Brückenfest soll den Menschen über alle Grenzen hinweg Gelegenheit zu geselliger Begegnung geben<br />

Fotos: Veranstalter<br />

Weitere Veranstaltungen in Amt Neuhaus<br />

Sonntag, 15. Oktober 14 Uhr Bitter<br />

Drachen für den Frieden<br />

Fest für kleine und große Leute in Bitter.<br />

Kontakt: Steffi Hanstedt, Vorsitzende. 038845-41882,<br />

Mobil: 015128408798<br />

Veranstaltungsort: Beim Dorfhaus Bitter<br />

Veranstalter: Dorfverein „<strong>Elbufer</strong> e.V.“<br />

Sonntag, 27. November 11 bis 17 Uhr Dellien<br />

Weihnachtsmarkt<br />

mit Weihnachtsmusik vom Posaunenchor Neuhaus<br />

unter der Leitung von Reinhard Frehse, Verkaufsständen<br />

und allerlei Leckereien.<br />

Veranstaltungsort: Im und um das Dorfhaus Dellien<br />

Veranstalter: Dorfverein „Dörpschaft“ Dellien e.V.<br />

Silke Bathel 0152-24106282<br />

Samstag, 17. Dezember 15 bis 21 Uhr Neuhaus<br />

Weihnachtsmarkt<br />

mit Verkaufsständen, buntem Programm, Tombola<br />

und allerlei Leckereien auf dem Rathausmarkt und in<br />

und um das Haus des Gastes, Info: 038841 <strong>–</strong> 21137<br />

Am Samstag vor dem Fest öffnet der Weihnachtsmarkt<br />

des Vereins Tourismus und Wirtschaft Amt Neuhaus ab<br />

15 Uhr seine Pforten. Zwei Bühnen vor dem Rathaus<br />

mit einem Programm verschiedener Kindergruppen,<br />

Blasmusik und weiteren vorweihnachtlichen Überraschungen<br />

bieten Abwechslung für Jung und Alt.<br />

30 2


Veranstaltungen<br />

Gongspiel und Lesung<br />

mit Odette El Ibiary<br />

Der Gong ist eines der ältesten<br />

Instrumente und sein Ursprung<br />

liegt in Asien. Er ist immer ein<br />

heiliges Instrument gewesen<br />

und wird auch heute noch für<br />

spirituelle Rituale, Feste und<br />

Feiern gespielt.<br />

THE BLECK CADILLAC THREE<br />

SAMSTAG, 12. NOV, 20 UHR<br />

ALTES KURHAUS ELBBLICK<br />

Einlass 19 Uhr - Eintritt 10 Euro<br />

Alt Garge, Hauptstr. 38<br />

www.altes-kurhaus-elbblick.de<br />

THE BLECK CADILLAC THREE... sind drei gestandene<br />

Musiker aus Bleckede, die mit Seele, Power, Spielfreude,<br />

Improvisation und <strong>authentisch</strong>em Sound Perlen<br />

des Blues und des Rocks aus verschiedenen Jahrzehnten<br />

präsentieren.<br />

Das abwechslungsreiche Spektrum reicht von Cream,<br />

Clapton, Hendrix, The Who, ZZ Top bis zu den Beatles<br />

und Chuck Berry, ergänzt durch Songs weniger bekannter<br />

Künstler. Es geht dem Trio darum, durch eigene<br />

Interpretationen sich mal mehr oder mal weniger<br />

von den Originalen zu entfernen und sich auf diese<br />

Weise vor den großen Vorbildern zu verneigen.<br />

Karten: Buchhandlung Hohmann in Bleckede<br />

Schmidts Laden in Alt Garge<br />

Altes Kurhaus Elbblick: mail@altes-kurhaus-elbblick.de<br />

Odette El Ibiary: “Der Gong<br />

zeigt mir, was ich spielen<br />

soll, ich tauche ein in seine<br />

Sprache, seine Schwingung<br />

und gebe mich ihm hin. Mein<br />

Ich löst sich auf. Es ist wie ein<br />

kosmischer Rausch."<br />

Odette El Ibiary liest aus<br />

ihrem neuesten Buch „Der Vogel hat Flügel<br />

bekommen“. Es sind lyrische Texte. Zitat aus<br />

einer Rezension von dem Schriftsteller Peter<br />

Schütt: „Ihre Verse sind voller Schwingungen,<br />

sie scheinen zu schweben, sie erheben sich,<br />

sie fließen, ergießen und verströmen sich, sie<br />

tänzeln vor Freude und vor Überschwang. Sie<br />

schwingen sich auf in himmlische Gefilde“.<br />

Sonnabend, 5. November | 19 Uhr<br />

Gongkonzert mit Lesung in der Kirche in Nahrendorf.<br />

Odette El Ibiary | Prosa/Lyrik | Malerei/Installationen<br />

Gongspielerin | 0171/3668933<br />

Jeden Sonnabend, Fährwiese in Neu Darchau | 15 Uhr<br />

Treffen zum heiteren und ernsten Austausch.<br />

Jeder ist herzlich willkommen. Info Tel. 0171/3668933<br />

Ausstellung im Rathaus Stelle: Vom 3.10.-30.12.2022<br />

Kunstausstellung von Odette El Ibiary<br />

„Die Gärten von Marrakesch“ Acrylink auf Papier<br />

Midissage am 01.12. um 16:30 Uhr<br />

Rathaus Stelle | Unter den Linden 18 | 21435 Stelle<br />

<strong>Rundschau</strong><br />

Elb-Ufer Klöndör<br />

31


Alt Garge<br />

„Unser Dorf Alt Garge soll schöner werden!“<br />

Die Vorschläge zur Dorfentwicklung sind eingereicht <strong>–</strong> Rege Beteiligung der Bürger<br />

Es tut sich was in Alt Garge! Am 11. Juli 2022 wurden<br />

die Vorschläge des Planungsbüros Kontor Freiraumplanung,<br />

Hamburg, für die Schaffung eines Dorfplatzes<br />

und den Umbau des Bürgerparks vorgestellt. Ca. 120 interessierte<br />

Einwohner verfolgten gespannt die Power-<br />

Point-Präsentation und bekamen eine Vorstellung davon,<br />

was künftig in Alt Garge entstehen soll.<br />

Es war hochinteressant für die versammelten Besucher,<br />

die Entwürfe der Planer zu sehen, denn erstmals<br />

bekamen Ideen, um die vorher lange gerungen wurde,<br />

eine konkrete Form. Das Büro hatte dabei sowohl den<br />

künftigen Dorfplatz entworfen als auch die Veränderungswünsche<br />

für den Bürgerpark visualisiert.<br />

Hoffnungsvolle Aufbruchstimmung in Alt Garge<br />

Wie konnte es nach vielen Jahren Stillstand so weit<br />

kommen, dass sich jetzt endlich so etwas wie eine Aufbruchstimmung<br />

in Alt Garge breit macht?<br />

Nach den großen Zeiten, die vor 50 Jahren mit der<br />

Schließung von HEW-Werk und Porenbetonfirma vorbei<br />

waren, gab es viele Jahre gefühlt erst einmal nur<br />

Niedergang und damit verbundene Abwanderung von<br />

Einheimischen, die woanders ihr Glück suchten.<br />

Tristesse und Stillstand herrschte vor <strong>–</strong> oder war es<br />

doch eher ein Dornröschenschlaf?<br />

Zu Anfang wurde eine Förderregion gebildet<br />

In den letzten Jahren gab es zunehmend lauter werdende<br />

Unzufriedenheit bei einem Teil der Einwohner.<br />

Der Wunsch war groß, den Ort endlich wieder zu verschönern<br />

und zu beleben.<br />

Als Kirsten Klann im Jahre 2016 nach der Wahl von<br />

der größten Partei zur Ortsvorsteherin vorgeschlagen<br />

wurde, startete sie in der Hoffnung, gemeinsam mit<br />

anderen aktiven Bürgern Alt Garges grundlegende<br />

Verbesserungen für den Ort erreichen zu können. Aber<br />

wie konnte das angegangen werden angesichts chronisch<br />

klammer Kassen?<br />

Als vielversprechender Ansatz erschien da ein Dorfentwicklungsprogramm,<br />

das vom Land Niedersachsen<br />

aufgelegt wurde und auf das dörfliche Regionen sich<br />

bewerben konnten.<br />

Eigens für die Bewerbung bei diesem Programm wurde<br />

die Förderregion „Schieringen-Elbe“ gebildet und<br />

auch als geeignet aufgenommen.<br />

Seit 2018 befindet sich Alt Garge zusammen mit Barskamp,<br />

Gut Horndorf, Köhlingen, Tosterglope und Ventschau<br />

in diesem Dorfentwicklungsprogramm, das für<br />

aufgenommene Gemeinden Umsetzungsbegleitung<br />

und lukrative Unterstützung anbietet.<br />

Der erste Schritt zu einem förderungsfähigen Dorfentwicklungsverfahren<br />

lautete, Visionen zu entwickeln<br />

und schließlich Ideen einzureichen, mit denen die Region<br />

gestärkt werden kann.<br />

46 Bürger beim ersten Ideenworkshop<br />

Mit der Einladung zu einem Ideenworkshop begann<br />

im Januar 2020 die hoffnungsvolle und <strong>kreativ</strong>e Phase<br />

der Bürgerbeteiligung.<br />

Schon beim ersten Treffen wurde deutlich, dass in Alt<br />

Garge nach Meinung der Einwohner einiges geschehen<br />

muss, um das Dorf 50 Jahre nach dem Weggang<br />

des großen Steuerzahlers HEW wieder attraktiver zu<br />

machen.<br />

Von Anfang an erklärte Ortsvorsteherin Kirsten Klann,<br />

wie wichtig ihr die Bürgerbeteiligung bei der Fortschreibung<br />

eines Entwicklungskonzeptes sei. Das von<br />

ihr formulierte Ziel war, eine interessierte Öffentlichkeit<br />

herzustellen und die besten Ideen aus der Dorfgemeinschaft<br />

zu sammeln und umzusetzen.<br />

„Wir brauchen einen Dorfplatz“<br />

Zu den wichtigsten Forderungen gehörte nach dem<br />

Wunsch der Beteiligten von Anfang an die nach einem<br />

richtigen Dorfplatz <strong>–</strong> als sichtbarer Ausdruck eines Gemeinwesens<br />

und Areal für gemeinschaftsfördernde<br />

Feste und weitere Aktivitäten. Der zweite Herzenswunsch<br />

war der Umbau des Bürgerparks und ein neues<br />

Konzept für dessen Nutzung.<br />

Favorisiert für den künftigen Dorfmittelpunkt wurde<br />

im Laufe der Diskussionen der Platz vor der Schule bzw.<br />

der Turnhalle. Eine Frage aber war: Würde der Platz reichen,<br />

um ein großzügiges Ambiente zu schaffen, mit<br />

der Möglichkeit, z.B. Dorffeste oder einen Weihnachtsmarkt<br />

durchführen zu können?<br />

Die Zweifel schwanden, als der Draisinenbetreiber erklärte,<br />

dass es für seinen Betrieb reichen würde, wenn<br />

nur eines von den drei Bahngleisen bestehen bliebe.<br />

Erst durch den dadurch möglichen Rückbau der zwei<br />

straßennahen Gleise konnte sich die Idee durchsetzen,<br />

auf der Höhe des künftigen Dorfplatzes die Straße zu<br />

verschwenken. Dies beinhaltete zwei Vorteile:<br />

<strong>–</strong> Der Verkehr kann hier leichter entschleunigt werden.<br />

<strong>–</strong> Die Ausdehnung des geplanten Dorfzentrums kann<br />

großzügig genug bemessen werden.<br />

Der Bürgerpark: Anlaufpunkt für Radtourismus<br />

und Geschichtspfad<br />

Eine weitere wichtige Forderung der Alt Garger war,<br />

dass der Bürgerpark umgestaltet wird. Ein Pavillon, der<br />

als Anlaufstelle für Fahrrad-Touristen dienen könnte,<br />

soll im Park errichtet werden. Dieses Gebäude sollte<br />

auch eine Ladestation für E-Bikes bekommen.<br />

Außerdem soll der Pavillon als Info-Punkt dienen und<br />

32


auf Tafeln allgemeinverständlich über die dörfliche Region,<br />

ihre Orte und deren Vernetzung früher und heute<br />

erzählen... Das Motto könnte lauten: Unsere Dörfer<br />

erzählen Geschichten. Spannende Themen wären z.B.<br />

die frühere Kreisbahn sowie die Bedeutung der Tonvorkommen<br />

bei Ventschau für die Ziegelproduktion in<br />

der Region.<br />

Nicht alle Visionen der Alt Garger passten in das Förderprofil<br />

der Dorfentwicklung. Beim Ideen-Workshop<br />

wurde von aktiven Bürgern auch angeregt, die Stätten<br />

der Geschichte Alt Garges besser zugänglich zu machen.<br />

Daraus erwuchs die Idee, einen historischen Erlebnispfad<br />

zu entwickeln. Eine Arbeitsgruppe gründete<br />

sich, welche die verschiedenen Punkte zusammentrug<br />

und konkrete Vorschläge entwickelte.<br />

Auch für den Geschichtspfad in Alt Garge erscheint<br />

den Aktiven ein Pavillon im Bürgerpark, unmittelbar<br />

am Elberadweg gelegen, als zentraler Anlauf-, Rastund<br />

„Info-Point“ unverzichtbar.<br />

Wie ist der Stand der Dinge?<br />

Nach mittlerweile 4 Jahren Dorfentwicklungsverfahren<br />

sind jetzt erstmals konkret ausgestaltete Planungsunterlagen<br />

beim zuständigen Amt für regionale<br />

Landesentwicklung eingereicht worden.<br />

Alle aktuell beantragten Projekte werden einem Ranking<br />

unterworfen, das nach einem Punktesystem den<br />

Nutzen für den jeweiligen Ort bewertet. Je höher die<br />

erreichte Punktzahl, desto wahrscheinlicher ist die Genehmigung<br />

und Förderung. Doch alle Beteiligten sind<br />

zur Zeit recht zuversichtlich, dass positiv über die eingereichten<br />

Vorschläge entschieden wird.<br />

Unabhängig von den angesprochenen Projekten der<br />

Dorfentwicklung ist die lange geplante Sanierung der<br />

Hauptstraße, für die als Kreisstraße (K22) der Landkreis<br />

Lüneburg zuständig ist. Sie ist ja am Dorfende<br />

Richtung Waldbad schon realisiert worden. Bewußt<br />

wurde im Frühjahr der Ausbau der weiteren Abschnitte<br />

gestoppt, um die angestrebten Veränderungen vor<br />

der Turnhalle bei der Straßensanierung gleich mit berücksichtigen<br />

zu können. Ab Oktober diesen Jahres soll<br />

es nun in 4 weiteren Abschnitten weitergehen. Dazu<br />

wird auch der verschwenkte Straßenverlauf vor dem<br />

künftigen Dorfplatz gehören!<br />

Für den geplanten historischen Erlebnispfad sind die<br />

beantragten Fördermittel u.a. aus EU-Töpfen (LEADER)<br />

bereits bewilligt; dieses Projekt steht kurz vor dem Abschluss<br />

seiner Umsetzung.<br />

So ist Kirsten Klann vorsichtig optimistisch, was die<br />

Mittelbewilligung für die beiden in Alt Garge geplanten<br />

Projekte „Dorfplatz“ und „Bürgerpark“ betrifft.<br />

Wenn diese Verbesserungen erfolgreich realisiert werden<br />

können, werden sie sicher einen großen Schritt voran<br />

für das Gemeinschaftsleben in Alt Garge bedeuten!<br />

Die Kanufähre des Sigurd Elert<br />

„Das dürfte ich doch gar nicht, dafür müsste ich das<br />

Fährrecht besitzen.“<br />

Er lächelt: „Wenn ich helfen kann und die Menschen<br />

sich freuen, ist das ein wunderbarer Lohn. Der erste Einwohner<br />

aus dem Amt Neuhaus, der von mir zur Arbeit<br />

gepaddelt wurde, kam aus Kaarssen (Bild links). Wenn<br />

Fahrräder mitgenommen werden sollten, haben wir 2<br />

Kanus zusammengebunden (Bild unten). Einer ganzen<br />

Reihe von Leuten konnte ich so helfen, regelmäßig zur<br />

Arbeit zu kommen, ohne einen Umweg zu machen und<br />

zusätzlichen Sprit zu verbrauchen.“<br />

Die Erderwärmung hat auch in diesem Jahr wieder<br />

bewirkt, dass der Pegel der Elbe extrem abfiel und die<br />

Fähre „Tanja“ in Neu Darchau einige Wochen nicht<br />

fahren konnte. Ein Problem für viele, die auf dem Weg<br />

zur Arbeit oder Schule<br />

übersetzen müssen.<br />

Sigurd Elert von der<br />

Kanustation „Albia“<br />

hat sich daher überlegt,<br />

ob und wie er<br />

selbst helfen könnte.<br />

Daraus ist die<br />

spontane Idee entstanden,<br />

eine kleine<br />

„Ersatzfähre“<br />

anzubieten.<br />

Menschen konnten nach diesem Entschluß auf telefonische<br />

Anmeldung hin von ihm kostenlos übergesetzt<br />

werden. Von morgens um 6.20 bis abends<br />

22 Uhr hat er diesen Fährdienst neben dem normalen<br />

Kanuverleih verrichtet. So lange, bis die Fährgesellschaft<br />

das Ausflugsschiff „Hecht“ mietete und<br />

ab dem 21. September selbst Fußgänger und Radfahrer<br />

im Ersatzverkehr nach Darchau übersetzte.<br />

Auf Flüssen ist der erfahrene Kanute in seinem Element.<br />

Warum er für die Leistung kein Geld nimmt? Sigurd Elert und Christian Schneider beim Beladen der Kanus (Fotos: Elert)<br />

<strong>Rundschau</strong><br />

Elb-Ufer Klöndör<br />

33


Internationale Community <strong>–</strong> was heißt das?<br />

Wer sind eigentlich die 250 Menschen, die auf dem Michaelshof zusammen leben und arbeiten? Was<br />

machen die alle? Und warum hört man so viele Sprachen?<br />

Bei uns geht’s international zu <strong>–</strong> Schüler aus ganz<br />

Deutschland auf Praktikum, junge Menschen aus der<br />

ganzen Welt im Freijahr oder auf Weltreise, ausgelernte<br />

Architekten oder Wirtschaftsstudenten, viele an Nachhaltigkeit<br />

und Ökologie Interessierte <strong>–</strong> und alle ziehen<br />

an einem Strang. Warum sie alle kommen? Vielleicht<br />

weil hier ein Ort ist, der jungen Menschen viel zu entdecken<br />

bietet, die Möglichkeit zum Mitmachen gibt und<br />

mehr Offenheit entgegenbringt, als es sonst oft der Fall<br />

ist. Auf dem Michaelshof und im „Blauen Haus“, das wir<br />

bis 2019 gemeinsam mit Volunteers gebaut haben, ist<br />

deshalb immer etwas los. Bei der Kaffee-Pause für alle,<br />

bei Koch- und Spieleabenden, Tischtennisturnieren, Musik-Sessions,<br />

Blödeleien und tiefen Gesprächen.<br />

So kamen zum Beispiel am 15. Juli über die Volunteer-<br />

Organsiation AIESEC 41 junge Menschen aus Brasilien<br />

und Mexiko, Hongkong und Griechenland, aus der Türkei<br />

und Serbien, Ägypten und Tschechien, um 6 Wochen<br />

zu lernen und mitzuhelfen. Alle sind jung und studieren.<br />

Hier helfen sie auf dem Bau und im Garten, bei den<br />

Tieren und in der Küche, bei Peronnik und im Café <strong>–</strong> für<br />

manche ist es die erste körperliche Arbeit überhaupt!<br />

Und ebenfalls für viele neu: das Leben in einer Gemeinschaft.<br />

In ihren Abschiedsworten klingt das dann so:<br />

«In den 6 Wochen lernte ich das Wesen einer Gemeinschaft<br />

kennen, in der jeder mitarbeiten muss,<br />

um diesen wunderbaren Ort am Leben zu erhalten.<br />

Vielen Dank, Sammatz, dass ich das erleben durfte.<br />

Dieser Ort ist ein besonderer Ort, an dem man<br />

ganz man selbst sein und die Geschichten anderer<br />

entdecken kann, ein Ort wie ein zweites Zuhause.»<br />

Edwin, Mexiko<br />

«Danke, Sammatz, dass du mich aufgenommen und<br />

mich gelehrt hast, dass wir gemeinsam alles erreichen<br />

können, was wir wollen, dass nichts unmöglich ist.<br />

Danke, dass ihr mich daran erinnert, dass das Leben<br />

JETZT ist und dass es nie zu spät ist, jemandem etwas<br />

Nettes zu sagen.» Bruna, Brasilien<br />

So sehen viele Abschiedsworte aus, aber so mancher<br />

O-Ton (besonders aus Schulklassen) kann auch halb<br />

augenrollend sein: «Tiere sind toll, jäten nervt.»<br />

Was wir jeden Tag in Sammatz machen, ist harte Arbeit,<br />

sowohl draußen auf dem Feld als auch beim Versuch,<br />

gut zusammenzuleben und Konflikte, die es natürlich<br />

auch gibt, konstruktiv zu lösen. Wir leben gerne<br />

in der schönen Gemeinde Neu Darchau, einige von uns<br />

mehr als 30 Jahre. Wir finden, dass es in turbulenten<br />

Zeiten wie diesen gar nicht genug Orte der Gemeinschaft,<br />

der Liebe, der Toleranz und der Völkerverständigung<br />

geben kann. Einen davon findet ihr im Dörfchen<br />

Sammatz, gleich um die Ecke!<br />

Wer sich selbst ein Bild machen will, ist herzlich eingeladen<br />

vorbeizukommen, die internationale Luft zu<br />

schnuppern und auch mal mit den jungen Leuten in<br />

den Gärten zu reden <strong>–</strong> sie freuen sich sicherlich darüber.<br />

«Hier gibt es kein richtig oder falsch, also sei einfach<br />

du selbst und go with the flow.» Kaka, Hongkong<br />

34<br />

Fotos © Mel Flower Teamfoto


Michaelshof in Sammatz<br />

Schaut vorbei am 4. Sammatzer Apfeltag!<br />

Foto: Björn Vogt<br />

Mal ehrlich <strong>–</strong> was wäre der Herbst ohne Äpfel? Vielerorts<br />

sind die Bäume jetzt schwer von prallen Früchten;<br />

wir sammeln die reifen vom Boden und freuen uns<br />

über ein köstliches Stück Natur, in dem auch die Arbeit<br />

vieler Generationen von Züchtern steckt, die aus den<br />

kleinen holzigen Wildfrüchten die leckeren Äpfel von<br />

heute gezogen haben. Apfelsaft, Dicksaft zum Süßen,<br />

Mus und Kompott <strong>–</strong> ohne den „König der Früchte“<br />

wäre Norddeutschland früher schlecht durch den Winter<br />

gekommen!<br />

Unsere Region ist altes Apfelland, viele Bäume gehören<br />

zu wertvollen historischen Sorten, die noch<br />

richtig charaktervoll schmecken und im Supermarkt<br />

nicht zu finden sind. Vielleicht steht einer davon auch<br />

in eurem Garten? Anfang<br />

Oktober feiern wir auf dem<br />

Michaelshof den 4. Apfeltag<br />

<strong>–</strong> mit dabei ist wieder der bekannte<br />

Pomologe Hermann<br />

Stolberg aus Neu Darchau,<br />

der etwa 100 regionale Apfelsorten<br />

zum Anschauen<br />

präsentiert. So reichhaltig<br />

war unsere Apfelkultur einmal!<br />

Wer fünf Äpfel seines Baumes mitbringt, kann<br />

sich von ihm die Sorte bestimmen lassen <strong>–</strong> nicht selten<br />

ist eine Rarität dabei.<br />

Der Apfelbaum hat die Menschen schon immer beschäftigt,<br />

von Adam und Eva bis zum Symbol königlicher<br />

Herrschaft. Newton saß unter ihm und eine Computermarke<br />

trägt seinen Namen (der Gründer lebte<br />

mal auf einer Apfelplantage) <strong>–</strong> auch Schneewittchen<br />

darf man natürlich nicht vergessen.<br />

Er steht für Gesundheit und Frische, „An apple a day<br />

keeps the doctor away.“, sagt man in England. Und er<br />

ist mit seiner Überfülle an Früchten, die doch „nur“<br />

Apfelkerne für ein, zwei neue Bäume „produzieren“<br />

müssen, ein wunderbares Beispiel dafür, wie anders<br />

und verschwenderisch die Natur denkt.<br />

Hunderte Äpfel „verschenkt“, aber dabei entsteht ein<br />

ganzes Ökosystem um den Baum, von dem viele Tierund<br />

Pflanzenarten und letztlich eben die gesamte Natur<br />

profitieren.<br />

Wenn wir auch nur ein wenig anfangen, so ganzheitlich<br />

zu denken und zu fühlen, zu planen und zu wirtschaften,<br />

wie es der Apfelbaum tut, wären wir mit vielen<br />

Problemen schon ein gutes Stück weiter …<br />

Deshalb: Lasst uns den üppigen, freigiebigen, weisen<br />

Apfelbaum so richtig feiern! Beim Sammatzer Apfeltag<br />

am Sonntag, den 9. Oktober 2022 von 11:00 bis<br />

18:00 Uhr erwartet euch auf dem Michaelshof wieder<br />

ein buntes Programm für Groß und Klein.<br />

Für die Kids gibt‘s eine Kindersaftpresse und alle dürfen<br />

probieren. Bei Markus Meyer könnt ihr euch mit<br />

schönen Bäumchen eindecken, und nebenan gibt’s<br />

an unserem Erntestand leckeres Demeter-Gemüse zu<br />

kaufen. Kulinarisch werdet ihr von unserem Foodtruck<br />

mit Herzhaftem sowie mit Kaffee und Kuchen versorgt,<br />

alles bio, alles<br />

lecker, ist ja klar.<br />

Und dazu gibt’s<br />

Livemusik mit der<br />

Sammatzer Combo.<br />

Also kommt vorbei,<br />

lasst den Regen zu<br />

Hause und freut<br />

euch mit uns über<br />

den Herbst!<br />

So. 9. Oktober 2022, 11 <strong>–</strong> 18 Uhr<br />

Michaelshof 29490 Sammatz<br />

35


Walmsburg/Lüneburg<br />

Erinnerung an einen, der Spuren hinterließ<br />

Der Walmsburger Heinrich Meyer prägte die Elbdörfer <strong>–</strong> Die Familiengeschichte<br />

Gegen Ende des 19. Jahrhunderts lebten dicht am<br />

Walmsburger Marktplatz im heutigen Haus Brüchkuhlenweg<br />

2 die Eheleute Heinrich und Amanda Meyer.<br />

Das Geburtshaus von Heinrich Meyer heute<br />

Sie betrieben eine kleine Landwirtschaft mit meist<br />

zwei Kühen und sechs Schweinen sowie einer größeren<br />

Anzahl an Federvieh. Um wirtschaftlich besser<br />

über die Runden zu kommen, hat Heinrich Meyer<br />

nebenbei noch Elbfischerei betrieben. Und als ausgesprochen<br />

fleißiger Mann hat er auch noch eine Zeitlang<br />

mit seinem Pferd den Milchtransport der Walmsburger<br />

Bauern nach Alt Garge übernommen.<br />

Damit aber nicht genug: Der Stolz von Heinrich Meyer<br />

war eine kleine Tischlerei, mit der das Einkommen für<br />

die Familie zusätzlich spürbar aufgebessert werden<br />

konnte.<br />

Heinrich Meyer dürfte also einigermaßen zuversichtlich<br />

in die Zukunft geblickt haben, als seine Frau ihm<br />

am 20. Dezember 1897 einen Stammhalter gebar. Dieser<br />

wurde wie der Vater Heinrich geheißen.<br />

Der kleine Heinrich traut sich was<br />

Klein-Heinrich entwickelte sich zu einem aufgeweckten,<br />

selbstbewußten Jungen, der dem Vater gern bei<br />

der faszinierenden Arbeit in der Tischlerei zusah.<br />

In der Walmburger Schule, die direkt neben dem elterlichen<br />

Hof lag, lernte er die Grundbegriffe des Lesens,<br />

Schreibens und Rechnens und erwarb dort sicher auch<br />

einige Kenntnisse über den lieben Gott und das kaiserliche<br />

Vaterland.<br />

Inspiriert durch die Tischlerarbeiten des Vaters, wollte<br />

Heinrich gern dieses schöne Handwerk mit all seinen<br />

Möglichkeiten und Finessen erlernen.<br />

Er begann eine dreijährige Tischlerlehre in Bleckede<br />

bei dem Betrieb Blanquett in der Lauenburger Straße<br />

12. Heinrich war sehr wissendurstig und fühlte vage in<br />

sich, dass noch etwas anderes auf ihn warten könnte<br />

als die vertraute Welt seiner Eltern im überschaubaren<br />

Walmsburg, welches damals (noch ohne Bruchdorf)<br />

insgesamt gut 200 Seelen zählte.<br />

So reichte dem jungen Mann eine erfolgreich abgeschlossene<br />

Lehre nicht so recht. Jetzt wollte er gerne<br />

noch etwas höher hinaus.<br />

Dem stand entgegen, dass er als ältester Sohn normalerweise<br />

die Landwirtschaft der Eltern hätte übernehmen<br />

sollen. Er war daher froh, als sein jüngerer Bruder<br />

Friedrich sich bereit erklärte, den elterlichen Hof<br />

fortzuführen. Was zu damaligen Zeiten natürlich auch<br />

bedeutete, dass man die Eltern pflegte, wenn diese alt<br />

wurden und ihnen die Kräfte ausgingen.<br />

Seine Tischlerausbildung konnte Heinrich nutzen als<br />

Grundlage für ein Studium der Architektur an der Bauschule<br />

in Hildesheim. Und nach erfolgreicher Prüfung<br />

hatte er endlich das ersehnte Ziel erreicht!<br />

In einem Betrieb im Sächsischen durfte er die ersten<br />

praktischen Erfahrungen als Baumeister sammeln.<br />

Erfolgreicher Beginn der Selbständigkeit<br />

Mit 29 Jahren wagte der selbstbewusste junge Architekt<br />

den aufregenden Schritt in die eigene Selbständigkeit<br />

und eröffnete im heimischen Walmsburg sein<br />

erstes Architekturbüro.<br />

Im Jahre 1926 setzte er die erste Duftmarke <strong>–</strong> im nahe<br />

gelegenen Neu Darchau. Seine Aufgabe war die Planung<br />

und Bauaufsicht des oben abgebildeten Wohnund<br />

Geschäftshauses in der Dorfstraße. Auftraggeber<br />

war ein gewisser Friedrich Hinrichs, der ein „Kaufhaus“<br />

bauen wollte. Es war dabei gewiß angenehm für den<br />

jungen Meyer, dass er sein „Erstlingswerk“ in der Gegend<br />

für einen guten Freund entwickelte.<br />

Dieses Werk ist noch immer in Neu Darchau zu bewundern.<br />

An ihm sind schon Grundzüge vieler weiterer<br />

Bauten hier in der <strong>Elbufer</strong>region erkennbar: Meyer<br />

lehnte sich an den „Kaffeemühlen-Stil“ an, der in den<br />

dreißiger Jahren in Norddeutschland modern war.<br />

236


Wer das Gebäude auf der Bauzeichnung nicht gleich<br />

erkannt hat, dem sei verziehen, denn mittlerweile<br />

wurde es durch einen Anbau deutlich verändert.<br />

Heute beherbergt dieses schön harmonische Bauwerk<br />

den Edeka-Markt Hildebrand!<br />

Viele Bauprojekte in den Elbdörfern<br />

Was Heinrich entwarf, hat den Menschen in der Region<br />

gut gefallen. Denn es folgten schon im gleichen Jahr<br />

weitere Arbeiten für Auftraggeber unter anderem aus<br />

den Orten Katemin, Vockfey, Walmsburg, Klein Kühren,<br />

Barskamp, Tosterglope und Glienitz.<br />

Mit seinem Bruder Friedrich pflegte der aufstrebende<br />

Architekt über lange Jahre ein gutes Verhältnis. Es war<br />

ihm eine Erleichterung zu wissen, dass dieser für den<br />

Hof und für die Eltern sorgte.<br />

Von Friedrich ist überliefert, dass er musikalisch war<br />

und zwischendurch immer wieder Gelegenheiten<br />

fand, mit der Musik zusätzliches Geld zu verdienen.<br />

Erstes Meisterstück: das Kurhotel in Alt Garge<br />

Eine aufregende Herausforderung für den zielstrebigen<br />

jungen Architekten war gewiß die Planung von<br />

Sagers „Kurhotel“ in Alt Garge im Jahre 1929.<br />

Gasthof und Pension Sager <strong>–</strong> alte Postkarte undatiert<br />

Dieses Bauwerk ist bis heute bemerkenswert und kann<br />

wegen seiner Gestaltung auch als besonders wertvoll<br />

angesehen werden. Hier ist zu erkennen, dass<br />

Meyer durchaus die modernen Stilrichtungen verfolgte,<br />

denn am Gebäude sind auch expressionistische<br />

Elemente zu finden. Zeichnungen und Schriftzüge in<br />

den Bauplänen von damals weisen Heinrich Meyer als<br />

einen sorgfältigen bis peniblen Planer aus.<br />

Auch an anderen Gebäuden hat er sich immer mal<br />

wieder mit moderner Gestaltung ausprobiert...<br />

Der Glanz ist dahin: die ehemalige Gastwirtschaft Kruse<br />

Zu den vielen Projekten in der Umgegend gehörte auch<br />

die Gaststätte Kruse in Haar (gebaut 1930). Meyer<br />

war nämlich auch auf der rechtselbischen Seite bald<br />

ein gefragter Mann. Eine Marotte bei seinen Bauplanungen<br />

trug ihm in der Region irgendwann den Spitznamen<br />

„Nischen-Meyer“ ein.<br />

Im Jahre 1934 wurde eine Familie gegründet<br />

Der berufliche Erfolg mit vielen aufwendigen Projekten<br />

und die damit einhergehenden gesellschaftlichen Verpflichtungen<br />

hatten den ehrgeizigen Baumeister lange<br />

davon abgehalten, eine Familie zu gründen.<br />

Im Jahre 1934, im Alter von immerhin schon 37 Jahren,<br />

entschloss er sich, die aus Bleckede stammende Ilse<br />

Reimers zu heiraten.<br />

1935 kam Sohn Heinz zur Welt. Ein Jahr<br />

später folgte Tochter Margret.<br />

Im Jahre 1938 wurde das dritte Kind <strong>–</strong> wiederum<br />

ein Junge <strong>–</strong> geboren. Dieser wurde<br />

auf den Namen Klaus getauft.<br />

Frau Ilse wollte aus Walmsburg weg<br />

Obwohl jetzt eigentlich alles erfolgreich<br />

lief, lag bei Familie Meyer eine latente Unzufriedenheit<br />

in der Luft. Denn Ilse wurde<br />

in Walmsburg nie so richtig warm, und sie<br />

lag ihrem Mann mit dem Wunsch in den<br />

Ohren, nach Lüneburg zu ziehen.<br />

So entschloß sich Heinrich im Jahre 1938,<br />

mit Sack und Pack dorthin zu wechseln. In<br />

Lüneburg hat die Familie bis 1953 zur Miete<br />

gewohnt, erst kurz in der Barckhausenstraße<br />

und dann in der Rotestraße.<br />

<strong>Rundschau</strong><br />

Elb-Ufer Klöndör<br />

373


Lüneburg/<strong>Elbufer</strong>region<br />

Ilse mit den Kindern Margret, Klaus und Heinz<br />

Der private Heinrich: ein Patriarch alter Schule<br />

So korrekt und erfolgreich Heinrich im Berufsleben<br />

war, so sehr galt er in der Familie als strenger Patriarch.<br />

Seine Schwiegertochter erinnert sich noch heute: „Ich<br />

musste mich nach seinen Vorstellungen in die Familie<br />

einfügen. Und nicht selten hatte er was zu kritisieren.“<br />

Immerhin ist er zu seiner späteren Enkelin Birgit etwas<br />

nachsichtiger gewesen. Sie weiß noch heute, dass er<br />

ihr das perspektivische Zeichnen beigebracht hat.<br />

Aufträge in der NS-Zeit<br />

Heinrich Meyer war umtriebig und lebte für seinen<br />

beruflichen Erfolg. Oft war er wegen der Bauprojekte<br />

und in Sachen Kundenpflege unterwegs.<br />

Die über viele Jahre zurückreichenden Archivunterlagen<br />

weisen auf, dass er weiterhin eine Menge Aufträge<br />

aus der <strong>Elbufer</strong>-Region sowie jetzt häufig auch<br />

aus dem Lüneburger Umland hatte. Das waren häufig<br />

Bauernhäuser in Fachwerkbauweise. Denn Heinrich<br />

wandte sich jetzt verstärkt dem traditionellen Fachwerkbau<br />

zu. Er war fasziniert von der niedersächsischen<br />

Baukultur und hat auch Publikationen über<br />

das Thema verfasst. Im Laufe seines Berufslebens bekam<br />

er sogar den<br />

Spitznamen „Fachwerk-Meyer“<br />

verpasst.<br />

Eine Lüneburger Zeitung<br />

titelte im Jahre<br />

1966 zu seinem 40-<br />

jährigen Berufsjubiläum<br />

treffend: „Verliebt<br />

in Bauernhäuser“.<br />

Zu den ländlichen Projekten<br />

kamen damals<br />

aber öfter Arbeiten<br />

für die NSDAP und ihr<br />

nahestehende Organisationen<br />

dazu. An-<br />

fang 1945 gehörte dazu der Bau eines Bunkers für den<br />

„Gaubefehlsstand“ unter der Schießgrabenstraße. .<br />

Seit 1937 war Lüneburg Hauptstadt des NSDAP-Gaues<br />

Osthannover. Die Residenz des Gauleiters Otto Telschow<br />

befand sich in der Schießgrabenstraße. Im Sommer<br />

1944 entstand nach Planung von Heinrich Meyer<br />

unter der Fahrbahn ein mit dem Haus verbundener<br />

Bunker mit einer 1,70 m starken Stahlbetondecke. Im<br />

„Gaubefehlsstand“ arbeitete die Luftwarnzentrale, die<br />

den Anflug der Bomberströme über Norddeutschland<br />

registrierte und Luftlagemeldungen bekannt gab.<br />

Als Anfang April 1945 deutlich wurde, dass Deutschland<br />

den Krieg verlieren würde, wurde Meyer von der<br />

NSDAP beauftragt, den Bunker zu sprengen. Das wollte<br />

er nicht verantworten, weil damit Lebensgefahr für<br />

Personen sowie die Zerstörung der Villen und Wohnhäuser<br />

in der Schießgrabenstraße<br />

stattgefunden<br />

hätte. Zum Schein<br />

löste er eine kleine,<br />

harmlose Explosion aus<br />

und erklärte dann den<br />

Verantwortlichen, dass<br />

dieser Bunker nicht zu<br />

sprengen sei.<br />

Jene Tat ist auf einer Gedenktafel festgehalten, die<br />

heute an der Schießgrabenstraße zu besichtigen ist.<br />

Sohn Heinz setzt die Tradition fort<br />

In Lüneburg entwarf Heinrich Meyer im Jahre 1951 ein<br />

schönes Haus in Fachwerkkonstruktion für die Familie,<br />

das in der Neuetorstraße gebaut wurde.<br />

Dieses Haus war der Familien- und Arbeitsmittelpunkt<br />

für Heinrich Meyer und ist es bis heute ebenso für die<br />

Familie des älteren Sohn Heinz geblieben, der seinem<br />

Vater beruflich nachfolgte.<br />

Der jüngere Bruder Klaus ist von Beruf Bautechniker<br />

geworden. Er wohnt seit Jahrzehnten mit seiner Frau<br />

Gabi <strong>–</strong> wieder <strong>–</strong> in Walmsburg.<br />

Es war längst nicht von vornherein klar, dass Heinz, der<br />

ältere Sohn, auch Architekt werden würde. Der junge<br />

Mann hatte alles andere im Sinn, als im Schatten seines<br />

dominanten Vaters zu stehen. „Ich wäre vielleicht<br />

gerne Tierarzt geworden“, erinnert sich Heinz Meyer<br />

heute. „Aber dazu hätte ich das Abitur gebraucht. Ich<br />

hatte aber die Schule abgebrochen.“<br />

Nach einer Lehre als Zimmermann konnte er aber<br />

der reizvollen Vorstellung, auch den <strong>kreativ</strong>en Be-<br />

38 4


uf eines Architekten auszuüben, nicht widerstehen.<br />

Um das zu erreichen, war für ihn allerdings die „Ochsentour“<br />

nötig. An der Abendschule quälte er sich<br />

bis zur notwendigen Fachhochschulreife durch und<br />

besuchte anschließend die Bauschule für angehende<br />

Architekten. So kam es dazu, dass er schließlich doch<br />

den gleichen Beruf ausübte wie der Vater.<br />

Nachdem er ein paar Jahre in verschiedenen Architekturbüros<br />

als Angestellter gearbeitet hatte, übernahm<br />

Heinz das Büro des Vaters ab 1962 als Alleininhaber.<br />

Heinz Meyer hat es geschafft, aus dem großen Schatten<br />

des Vaters zu treten. Obwohl wohnhaft in Lüneburg,<br />

hat auch er hier am <strong>Elbufer</strong> viele Spuren hinterlassen.<br />

Beispielhaft für andere seien die Bäckerei und<br />

das Wohnhaus von Bäcker Harms in Katemin genannt.<br />

Heinz Meyer gründet eine Familie<br />

Im Juli 1960 heiratete Heinz Meyer seine Edelgard und<br />

gründete eine Familie. Im April 1963 kam Tochter Birgit<br />

zur Welt, zwei Jahre später der Sohn Henrik.<br />

Um mal mit Frau und Kindern abschalten zu können<br />

(und wohl auch, weil man in der Neuetorstraße mit<br />

dem Senior andauernd unter einem Dach lebte), kam<br />

Anfang der siebziger Jahre die Idee auf, ein Wochenendhaus<br />

für die Familie zu bauen. Da traf es sich gut,<br />

dass der Architekt Heinz Meyer für die Holzhaussiedlung<br />

„Bergland“ in Katemin den Bebauungsplan erstellen<br />

sollte. Im Rahmen der Siedlung wurde ein Bauplatz<br />

gesichert und ein schönes Haus errichtet, wo Familie<br />

Meyer sich an den Wochenenden erholen konnte.<br />

Zum Wochenende nach Katemin<br />

Tochter Birgit erinnert sich: „Es hat mir zu allen Jahreszeiten<br />

dort oben gut gefallen. Im Winter konnte man<br />

bei Schnee natürlich toll rodeln. Und über die oft zugefrorenen<br />

Wasserflächen im Walmsburger Werder sind<br />

wir endlos weit Schlittschuh gelaufen. Man musste allerdings<br />

auf den Stacheldraht achten, der manchmal<br />

aus dem Eis ragte. Bei Hans Gerken in Walmsburg haben<br />

mein Bruder und ich reiten gelernt.“<br />

Die Kinder wuchsen heran. Birgit hatte damals ihre eigenen<br />

Vorstellungen von ihrem späteren Beruf.<br />

„Natürlich stand in<br />

der Familie im<br />

Raum, dass später<br />

jemand das Architekturbüro<br />

fortsetzen<br />

sollte, am<br />

besten mein Bruder.<br />

Ich wollte ja<br />

eher was mit Mode<br />

machen, vielleicht<br />

auch Innenarchitektin<br />

werden.“<br />

Aber schließlich<br />

hat Vater Heinz ihr Landeszeitung vom 14. April 2007<br />

ein einjähriges Praktikum auf dem Bau besorgt. Damit<br />

begann, was jeder weiss: Auch Birgit ist schließlich in<br />

die Fußstapfen von Vater und Großvater getreten...<br />

In ihren ersten Berufsjahren hat sie in Hamburg gewohnt<br />

und als angestellte Architektin gearbeitet, bis<br />

sie 1992 als Partnerin ihres Vaters im Büro einstieg.<br />

Seitdem heißt das Architektenbüro „Meyer Arc“.<br />

Die dritte Generation: Birgit Meyer-Thaut<br />

15 Jahre lang haben Vater und Tochter gemeinsam Projekte<br />

durchgeführt, darunter in Neuhaus die Grundschule<br />

und die Sporthalle gebaut. Seit 2007 führt Birgit<br />

Meyer-Thaut das freie Architekturbüro alleine.<br />

Im Jahre 1991 hat sie geheiratet, Ende 1992 wurde ein<br />

Sohn geboren. Im Jahre 2008 entschied sie sich, mit<br />

ihrem Mann Peter ganz in das bisherige Wochenendhaus<br />

nach Katemin zu ziehen. Dort findet sie in der<br />

großartigen waldreichen Natur nahe zur Elbe ihren<br />

Gegenpol zu dem stressigen Bürojob in Lüneburg.<br />

Familie Meyer prägt noch immer die Region<br />

Das Büro Meyer Arc<br />

ist auch heute noch<br />

viel am <strong>Elbufer</strong> tätig.<br />

Gerade hat Birgit<br />

Meyer-Thaut in Bleckede<br />

den denkmalgeschützten<br />

„Bleckeder<br />

Löwen“ saniert.<br />

Das ehemalige Hotel wurde zur Kanzlei für eine Steuerberaterin<br />

umgebaut.<br />

Im Geburtshaus der Großmutter<br />

Meyer-Thaut: „Manche Aufträge sind persönlicher als<br />

andere. Alle drei Architekten-Generationen haben sich<br />

über die lange Zeit planerisch mit dem Elternhaus meiner<br />

Großmutter Ilse Reimers beschäftigt.<br />

Mein Großvater war ja sehr geschichtsbewußt. Deshalb<br />

hat er ein Bild sowohl<br />

seines Elternhauses<br />

in Walmsburg als auch<br />

eines seiner Ehefrau Ilse<br />

in Bleckede in Bleiverglasung<br />

in unsere Lüneburger<br />

Bürofenster einsetzen lassen. Darauf gucke ich seit<br />

vielen Jahren jeden Tag. Nun hat es sich ergeben, dass<br />

wir genau dieses Haus <strong>–</strong><br />

heute Sitz der Praxis Dr.<br />

Runge <strong>–</strong> sanieren dürfen.“<br />

Birgit Meyer-Thaut sinniert:<br />

„Es erstaunt mich<br />

sehr, wenn ich die Archivunterlagen<br />

meines Großvaters ansehe. Wie viele Spuren<br />

von ihm hier noch überall zu finden sind!<br />

Wir haben einen schönen Beruf. Aber mit mir wird wohl<br />

die fast 100jährige Tradition in der Familie enden.“<br />

Text: Hoffmann, Fotos: Architekturbüro Meyer Arc,privat<br />

<strong>Rundschau</strong><br />

Elb-Ufer Klöndör<br />

395


Elbtalaue<br />

2022 <strong>–</strong> Ein schlechtes Jahr für unsere Störche<br />

Interessante Radtour mit der Storchenbetreuerin <strong>–</strong> Rückblick auf die Brutsaison 2022<br />

Am Sonntag, dem 10. Juli dieses Jahres, lernte ich Antje<br />

Fäseke kennen, die beauftragte Storchenberaterin für<br />

den Landkreis Lüchow-Dannenberg. Die von ihr angebotene<br />

,,Radtour durch die Dannenberger Marsch mit<br />

der Storchenbetreuerin“ versprach interessante Informationen.<br />

Treffpunkt für die Exkursion war der Dorfplatz<br />

in Nienwedel <strong>–</strong> ,,am Storchennest“.<br />

Ein Rundlingsdorf mit 8 Storchennestern<br />

Als ich in dem mir unbekannten Ort eintraf, staunte<br />

ich nicht schlecht: Der Dorfplatz war leicht auffindbar,<br />

denn Nienwedel ist ein wunderschönes bäuerliches<br />

Rundlingsdorf. Dass ich mich hier in eine frühere Zeit<br />

versetzt fühlte, war aber vor allem einer offensichtlich<br />

reichen Zahl an Storchennestern geschuldet, auf<br />

denen zum Teil rege Betriebsamkeit herrschte. Gefühlt<br />

waren fast so viele Horste zu sehen wie Häuser!<br />

Nur das menschliche Treiben auf den Höfen des Dorfes<br />

war vor 100 Jahren sicher lebhafter.<br />

Frau Fäseke hatte auf dem Dorfplatz einen Tisch mit<br />

Kaffeetassen und Infomaterialien aufgestellt und begrüßte<br />

die 14 Teilnehmer für die bevorstehende Rundtour<br />

auf eine ganz unkomplizierte, offene Art.<br />

Überall in Deutschland gibt es ehrenamtliche Storchenbetreuer,<br />

die in unermüdlichem Einsatz die Nester<br />

im Auge behalten und akribisch die Brutpaare zählen<br />

sowie die Anzahl der ausfliegenden Jungen erfassen.<br />

93 Horste für eine Betreuerin<br />

Frau Fäseke erklärte uns, dass ihr Betreuungsbereich<br />

im Kreis Lüchow-Dannenberg 93 Horste umfaßt, von<br />

denen zu der Zeit etwa 81 von Störchen besetzt waren.<br />

Auch interessante Anschauungsmaterialien hatte sie<br />

mitgebracht. So lernten wir unter anderem, dass ein<br />

Storch nach dem Fressen in großen Klumpen wieder<br />

auswürgt, was er nicht verdauen kann <strong>–</strong> ähnlich wie<br />

die Eulen es machen. So ein Klumpen, den wir auch anfassen<br />

durften, heißt bei den Störchen Speiballen.<br />

In vielen der ausgewürgten Klumpen ist heutzutage<br />

leider auch Plastik zu finden. Plastikteile sind natürlich<br />

eine große Gefahr für die Tiere. Denn nicht immer können<br />

sie unschädlich wieder ausgewürgt werden.<br />

Wir waren gleich voll im Storchengeschehen, als Antje<br />

Fäseke uns auf die verschiedenen Nester des Ortes hinwies.<br />

8 Horste kann das Dörfchen vorweisen. Sie sind<br />

alle durch kompletten Eigenbau entstanden. Gebaut<br />

wurde auf Dachfirsten, Schornsteinen, einer Stallentlüftung,<br />

einem Strommast und auf einem Baum.<br />

Die große Bedeutung der Elbtalaue<br />

Die Elbtalaue ist für den Weißstorch bedeutsam wie<br />

kaum eine andere Region in Deutschland. Das liegt daran,<br />

dass im Schatten der ehemaligen innerdeutschen<br />

Grenze eine der letzten naturnahen Flußlandschaften<br />

bestehen blieb. Der Erhaltung dieses Refugiums<br />

kommt deshalb eine überragende Bedeutung zu.<br />

Jedes Storchenpaar braucht für die frühe Phase der<br />

Kükenaufzucht einen Nahbereich am Horst, in dem es<br />

Insekten, Regenwürmer oder Kaulquappen findet <strong>–</strong> am<br />

besten Feuchtgrünland oder flache Gewässer. Jedes<br />

der Nienwedeler Brutpaare versucht für sich ihr eigenes<br />

Nahbereichs-Revier zu behaupten.<br />

Sind die Jungen schon etwas größer, beginnt die ,,unbewachte<br />

Phase“ der Aufzucht. Oft sind jetzt beide Elternteile<br />

unterwegs, um auch von weiter weg Futter<br />

zu holen. Dieses besteht dann hauptsächlich aus Fröschen<br />

oder Mäusen...<br />

Endlich ging es los auf eine ausgedehnte Radtour entlang<br />

der Strecke Wussegel, Strachauer Rad, Penkefitz,<br />

Breese in der Marsch, Dambeck, Predöhlsau, Grabau.<br />

Bei unserer Tour hatten wir Glück mit dem Wetter. Es<br />

war ein schöner trockener Sommertag. Oft blies uns<br />

allerdings kräftiger Wind auf offenem Feld oder auf<br />

dem Deich entgegen, so dass die Fahrt für manchen<br />

von uns zum Fitnesstraining wurde.<br />

Dambeck: Altstorch kommt <strong>–</strong> erst klappern, dann füttern<br />

Wo belegte Horste zu sehen waren, legten wir einen<br />

Halt ein. Besonders spannend wurde es an den Nestern,<br />

wo unsere Storchenbetreuerin selbst noch nicht<br />

sicher war, wie viele Junge aus den Eiern geschlüpft<br />

waren. Dort durften wir gemeinsam Entdecker spielen.<br />

40 2


Vielfältige Gefahren für ein Storchenküken<br />

Dabei erklärte Frau Fäseke uns, dass die Zahl der geschlüpften<br />

Jungen noch längst nicht bedeutet, dass<br />

auch nur annähernd die gleiche Anzahl flügge werden<br />

würde geschweige denn dass sie das nächste Jahr erleben.<br />

Aus unserer menschlichen Perspektive sehr befremdlich<br />

war die Information, dass die Storcheneltern in<br />

schlechten Futterjahren schwächere Junge einfach aus<br />

dem Horst werfen. Es war überhaupt ernüchternd und<br />

für manch einen von uns schockierend zu hören, dass<br />

bei den Weißstörchen im Durchschnitt nur jedes zehnte<br />

Junge die Geschlechtsreife erreicht!<br />

Unsere wunderbare Rundtour durch die Dannenberger<br />

Marsch endete natürlich wieder in Nienwedel,<br />

wo jetzt deutlich wurde, wozu die Tassen gebraucht<br />

werden sollten: Frau Fäseke spendierte für ihre glücklichen,<br />

aber erschöpften Mitradler Kaffee und Kuchen!<br />

Bei erholsamer Kaffeezeit wurden viele Fakten zum<br />

Storchenleben vorgetragen und Fragen beantwortet.<br />

,,Ostzieher“ oder ,,Westzieher“?<br />

Ein spannendes Thema war der Vogelzug. Zum Überwintern<br />

ziehen unsere Störche in den Süden. Doch<br />

Störche sind Land-Segelflieger, d.h. sie sind auf die Aufwinde<br />

über Land angewiesen. Deshalb fliegen sie nicht<br />

über das offene Mittelmeer, sondern wählen die Route<br />

über Gibraltar oder den Bosporus. Traditionell flogen<br />

bisher deutlich mehr Störche aus unserer Gegend über<br />

die ,,Ostroute“, einige sogar bis nach Südafrika!<br />

Störche, die die ,,Westroute“ nehmen, fliegen nicht so<br />

weit. Sie bleiben seit einigen Jahrzehnten wegen des<br />

milderen Klimas sogar oftmals in Spanien, wo sie zu<br />

Tausenden die Müllkippen absuchen. Während die<br />

,,Ostzieher“ bei monatelager Reise durch gefährliche<br />

Gegenden fliegen und dabei immer stärker unter den<br />

Folgen des Klimawandels leiden, kommen die ,,Westzieher“<br />

meistens früher und gut genährt zurück.<br />

In unserer Gegend findet interessanterweise gerade<br />

eine tendenzielle Abnahme von Ostziehern zugunsten<br />

von Westziehern statt. Das hat Auswirkungen...<br />

Nach dem Ende der interessanten Informationsver-<br />

anstaltung löste sich unsere Gruppe langsam wieder<br />

auf. Die erlebten Eindrücke bestärkten meine Neugier.<br />

Es interessierte mich, wie das Brutjahr 2022 wohl abschließend<br />

bewertet werden würde.<br />

Deshalb haben wir Frau Fäseke im September nach<br />

dem Abflug der Störche um ein Interview gebeten.<br />

2022 war schlechter als die Brutjahre davor<br />

Hast du schon Zahlen über den Bruterfolg 2022?<br />

Weil ich möglichst 100%ig sein will, sollen immer alle<br />

gesammelten Infos (verteilt auf zig Zetteln, Handy-Einträge,<br />

Mails...) mit einfließen <strong>–</strong> die Zusammenführung<br />

kostet eben Zeit. Ich bin selbst etwas entsetzt, denn die<br />

,,flügge Jungstorchzahl“ ist nicht, wie hier üblich, leicht<br />

gestiegen, sondern <strong>–</strong> erstmalig <strong>–</strong> deutlich gesunken!<br />

Natürlich machten der Nahrungsmangel durch Trockenheit<br />

und Hitze den Störchen arg zu schaffen.<br />

Andererseits sind die Zahlen ostelbisch (Brandenburg<br />

und Sachsen-Anhalt) schon in den letzten Jahren tendenziell<br />

rückläufig gewesen. Dort führte man dies<br />

hauptsächlich auf die landwirtschaftliche Umstrukturierung<br />

nach der Grenzöffnung zurück.<br />

Es gibt eine Veränderung beim Zugverhalten<br />

Aber das überzeugt dich nicht so recht?<br />

Ich erkläre es mir bei uns eher aus dem Zusammenspiel<br />

mehrerer Faktoren. Zum einen gibt es genau in unserem<br />

Bereich die Überschneidung von Ost- und Westziehern<br />

mit einem wachsenden Druck von Westziehern (veränderte,<br />

günstigere Zugbedingungen, Winterstörche nehmen<br />

zu). Das führt bei uns zu einer längeren Ankunftsbreite<br />

(2022 von Mitte Februar bis Anfang Mai). Als Folge<br />

kommt es hier häufiger zu (Revier/Horst-)Kämpfen mit<br />

Brutverlusten. Außerdem überleben bei den günstigeren<br />

Zugbedingungen auf der Westroute auch mehr Jungstörche...<br />

Deren Anteil ist bei den Paaren deutlich gestiegen.<br />

Diese Brutpaare sind unerfahren, geben bei den<br />

ersten Schwierigkeiten oder grundsätzlich schneller ihre<br />

Brut auf.<br />

Kälte und Trockenheit wirkten sich aus<br />

Was sind die weiteren Gründe für den Rückgang?<br />

Bei mir hat‘s leider<br />

auch noch zwei verlässliche<br />

Frühbrüter<br />

mit jeweils 3 fast<br />

flüggen Jungstörchen<br />

mit der Schafskälte<br />

Anfang Juni<br />

,,zerrissen“ <strong>–</strong> an Unterkühlung<br />

gestorben<br />

(Hudern klappt<br />

bei den großen Küken<br />

nicht mehr, und das<br />

Federkleid ist noch<br />

nicht dicht genug).<br />

<strong>Rundschau</strong><br />

Elb-Ufer Klöndör<br />

413


Teilt man Lüchow-Dannenberg nach den futterbietenden<br />

Feuchtgebieten auf, gibt es statistisch bei mir in<br />

der (bewaldeten) Jeetzel- und Dumme-Niederung ein<br />

Drittel weniger Küken gegenüber 2021... aber entlang<br />

der Elbe fehlt die Hälfte. Dort gab es auch die ,,Frost“-<br />

Ausfälle (Schafskälte), der Seeadler ist im Kommen und<br />

,,räumt“ gern mal den ein oder anderen Storchenhorst<br />

ab... und die letzten harten Dürrejahre mit zum Teil Amphibien-Totalverlust<br />

machen das Futterangebot auch<br />

nicht besser.<br />

Junge Paare geben schneller auf<br />

Außerdem ist an der Elbe der Anteil an jungen Brutpaaren<br />

höher als im ,,Inland“. In Nienwedel z.B. ist bei<br />

5 Bauernhöfen die Zahl der Brutpaare 2022 von 5 auf 8<br />

gestiegen... aber von 14 geschlüpften Jungen sind nur<br />

2!! <strong>–</strong> vom erfahrensten Paar <strong>–</strong> flügge geworden. Dafür<br />

kann man vermutlich nicht den Seeadler verantwortlich<br />

machen und auch nicht allein das schlechte Mäusejahr:<br />

Die teilweise erst 3jährigen Störche waren schlichtweg<br />

mit der Brutpflege überfordert und haben oftmals einfach<br />

aufgegeben.<br />

Welche Rolle spielt der Klimawandel...?<br />

Natürlich ist die Zahl der verstorbenen Küken durch diese<br />

sehr trockene Saison sehr hoch (allgemein wurden die<br />

Bruten recht früh von 3 bis 4 auf 1 bis 2 reduziert), aber<br />

2021 war es hier eben auch schon trocken. Insgesamt<br />

war die Qualität der überlebenden Küken auch nicht besonders<br />

gut <strong>–</strong> da gab es schon einige Unterernährte (vor<br />

allen Dingen bei den jungen Brutpaaren).<br />

Jammern würde ich aber nicht, dass nur die Hitze/der<br />

Endlich war es wieder soweit. Nach<br />

den belastenden Einschränkungen<br />

während der Coronapandemie konnten<br />

die Walmsburger am Sonntag,<br />

28. August 2022, der Einladung des<br />

Dorfclubs folgen und sich an den<br />

liebevoll mit Blumen geschmückten<br />

Tischen zu nachbarschaftlicher<br />

Runde treffen. Es war wie ein großes<br />

Picknick, bei dem alle Teilnehmer<br />

ihren Kaffee, Tee, Brötchen, Butter,<br />

Aufstrich usw. sowie Geschirr selbst<br />

mitbrachten.<br />

Bei familiärer Atmosphäre wurde<br />

geklönt, gescherzt und gelacht <strong>–</strong><br />

und Aufschnitt getauscht: „Gib du<br />

mir mal was von deiner Pfeffersalami,<br />

die sieht gut aus. Dann bekommst du von mir diesen<br />

tollen Käse zu probieren.“ Auch Selbstgebackenes<br />

wurde in die heitere Runde gereicht.<br />

Natürlich wurden auch alte Bekanntschaften wieder<br />

Klimawandel am Rücklauf der Weißstorch-Reproduktion<br />

schuld ist. Klar, langfristig passt das, aber auf 3 bis 5 Jahre<br />

gesehen gibt‘s in der Elbtalaue auch die genannten<br />

Gründe.<br />

Im Landkreis Stade sieht es besser aus<br />

Die Aussagen von Antje Fäseke werden erhärtet durch<br />

Zahlen aus den westlichen Landkreisen Niedersachsens.<br />

So meldet Storchenbetreuer Gert Dahms aus<br />

Stade mehr Paare, viele Junge und normale Verluste.<br />

,,Unsere Störche sind gut durch den trockenen Sommer<br />

gekommen. Sechs neue Niststandorte sind hinzugekommen.<br />

61 Storchenpaare haben erfolgreich gebrütet.<br />

Insgesamt sind 133 Jungstörche flügge geworden.“<br />

Brutergebnisse in den Bereichen unserer<br />

Storchenbetreuer (gerundete Zahlen)<br />

Helmut Eggers (LK Lüneburg, rechts der Elbe):<br />

2022: 47 Brutp. 66 flügge Jungstörche = 1,4 Junge<br />

2021: 50 Brutp. 81 flügge Jungstörche = 1,6 Junge<br />

2020: 50 Brutp. 100 flügge Jungstörche = 2 Junge<br />

Hubert Horn (LK Lüneburg, links der Elbe):<br />

2022: 41 Brutp. 58 flügge Jungstörche = 1,4 Junge<br />

2021: 44 Brutp. 58 flügge Jungstörche = 1,3 Junge<br />

2020: 44 Brutp. 67 flügge Jungstörche = 1,5 Junge<br />

Antje Fäseke (Landkreis Lüchow-Dannenberg<br />

2022: 81 Brutp. 88 flügge Jungstörche = 1,1 Junge<br />

2021: 78 Brutp. 130 flügge Jungstörche = 1,7 Junge<br />

Als Vergleich Zahlen aus dem Landkreis Stade:<br />

2022: 61 Brutp. 133 flügge Jungstörche = 2,2 Junge!<br />

Endlich wieder möglich: Gemeinsames Frühstück in Walmsburg<br />

70 Nachbarn treffen sich nach den Corona-Einschränkungen an langer Tafel<br />

vertieft und neue Freundschaften geschlossen. Besonders<br />

gefreut hat die Aktiven des Dorfclubs, dass auch<br />

einige Neu-Walmsburger gekommen sind und von den<br />

Nachbarn herzlich willkommen geheißen wurden.<br />

Foto: Andreas Gärtner-Michels Text: Hoffmann, Fotos: Antje Fäseke (2), privat<br />

424


1 2<br />

3<br />

4<br />

5<br />

6<br />

7<br />

Das große Quiz:<br />

Wer kennt die<br />

meisten Heinrich-<br />

Meyer-Häuser?<br />

8<br />

9<br />

10<br />

11<br />

12 13 14<br />

15 16 17<br />

Auflösung Seite 47<br />

<strong>Rundschau</strong><br />

<strong>Rundschau</strong><br />

Elb-Ufer Klöndör<br />

Elb-Ufer Klöndör<br />

43


Ähnlich wie diese senkrecht stehende, bifaziale Agri-PV-Anlage der Firma Next2Sun im baden-württembergischen Donaueschingen<br />

würde die geplante Anlage in Sammatz das Landschaftsbild wenig beeinträchtigen.<br />

Ökostrom vom Acker<br />

Detlef Mennerich könnte halb Neu Darchau mit grünem Strom versorgen<br />

Die Gemeinde Neu Darchau könnte zum Vorreiter<br />

in einem bislang weitgehend unbekannten Feld der<br />

Energiewende werden, der sogenannten Agri-Photovoltaik<br />

(Agri-PV). Während flächenüberdeckende Solaranlagen<br />

auf ehemals landwirtschaftlich genutzten<br />

Flächen auch in Lüchow-Dannenberg schon lange<br />

einen Beitrag zur Produktion von grünem Strom leisten,<br />

plant der studierte Landwirt Detlef Mennerich auf<br />

einem Acker östlich des Neu Darchauer Ortsteils Sammatz<br />

eine senkrecht stehende, sogenannte bifaziale<br />

Photovoltaikanlage. Gemeint sind damit zweiseitige<br />

Solarzellen, die das einfallende Licht nicht nur über die<br />

Vorder-, sondern auch über die Rückseite nutzen können.<br />

Anders als bei herkömmlichen Solarparks werden<br />

die bifazialen Module dieser Agri-PV-Anlage in einem<br />

Abstand von jeweils zehn Metern zueinander und vor<br />

allem senkrecht und in Nord-Süd-Richtung aufgestellt.<br />

Das bringt gleich zwei Vorteile: In den Freiflächen zwischen<br />

den Modulen kann weiterhin der Anbau niedrig<br />

wachsender Kulturen wie Gemüse, Kräuter und Getreide<br />

erfolgen <strong>–</strong> und die komplementäre Ausrichtung der<br />

Solarzellen sorgt durch Nutzung insbesondere der Morgen-<br />

und Abendsonne für eine sogenannte netzdienliche<br />

Produktionskurve. Dabei wird durch die um 90 Grad<br />

gedrehte Ausrichtung der Module also genau dann besonders<br />

viel Strom produziert, wenn andere Anlagen typischerweise<br />

wenig Energie bereitstellen können.<br />

Die Ackerfläche nahe dem Dorf Sammatz ist schon<br />

lange im Besitz der Familie von Detlef Mennerich und<br />

wird heute von seinem älteren Bruder bewirtschaftet.<br />

Und auch, wenn Detlef Mennerich inzwischen in Lüneburg<br />

wohnt: „Die Hofstelle etwas außerhalb des Dorfes<br />

ist Resultat einer Flurbereinigung Ende der 1960er-<br />

Jahre. Schon davor war unsere Familie fest im Ort<br />

verwurzelt.“ Der hochaufgeschossene Mann Anfang<br />

60 ist seit langem Fan der Photovoltaik und hat schon<br />

vor 20 Jahren Solarzellen zur Erzeugung von Strom und<br />

Warmwasser auf seinem Haus in Lüneburg montiert.<br />

Er sei weder expliziter Gegner noch Befürworter der<br />

Kernenergie, sagt Mennerich, „aber die fast jährlichen<br />

Castortransporte haben mich seinerzeit doch nachdenklich<br />

gemacht. Die durch die Proteste ausgedrückten<br />

Sorgen und Ängste der Wendländer:innen haben<br />

mich bestärkt, nach Alternativen zu suchen.“<br />

Der Einsatz auch großer Maschinen ist in der geplanten Anlage kein Problem.<br />

44<br />

Text: Andreas Conradt, Fotos: Next2Sun, PubliXviewinG


Natur | Umwelt & Technik<br />

Gespräche mit seiner Tochter und die Geburt eines<br />

Enkels vor knapp zwei Jahren haben Mennerich motiviert,<br />

seinen Betrieb in Sammatz enkelsicher zu entwickeln.<br />

Vor gut zwei Jahren ist er zudem in die vollelektrische<br />

Mobilität eingestiegen: „Ich tanke jetzt Strom<br />

vom eigenen Dach!“<br />

Bislang gibt es in Lüchow-Dannenberg nur eine einzige<br />

Agri-PV-Anlage. Betrieben wird sie von der Firma Steinicke<br />

in Seerau in der Lucie, vor allem aber handelt es<br />

sich um eine sogenannte aufgeständerte Anlage, bei<br />

der die Solarmodule in klassischer Ausrichtung und<br />

Lage hoch über einer landwirtschaftlich genutzten Fläche<br />

montiert sind. Mit einer kommerziell betriebenen,<br />

senkrecht stehenden bifazialen Agri-PV-Anlage dieser<br />

Größe betritt Detlef Mennerich dagegen Neuland <strong>–</strong><br />

nicht nur im Wendland, sondern in ganz Niedersachsen.<br />

Geplant ist die Aufstellung der Anlage auf fünf Hektar<br />

des rund doppelt so großen Ackers außerhalb von<br />

Sammatz. Auf dem wenig ergiebigen Boden werden<br />

bislang Kartoffeln, Gerste und Winterrogen angebaut,<br />

aber das will Mennerich nach Montage der Agri-PV-<br />

Anlage ändern: „Ich denke über eine Kooperation mit<br />

einem ökologisch wirtschaftenden Betrieb nach und<br />

kann mir den Anbau alter Kulturen vorstellen, die gut<br />

an einen solchen sandigen Standort angepasst sind.<br />

Gemüse, zum Beispiel, oder Buchweizen.“ Ein Teil des<br />

Ackers könne auch zur Blühwiese und Bienenweide<br />

umgestaltet werden.<br />

Der Hauptertrag aus der Fläche soll aber künftig aus<br />

der Stromproduktion kommen. Mit jährlich rund 1,5<br />

bis 1,8 Millionen Kilowattstunden könnte die Anlage<br />

rein rechnerisch knapp die Hälfte des Jahresstromverbrauchs<br />

aller Haushalte der Gemeinde Neu Darchau<br />

decken. „In der Praxis wird der produzierte Strom in<br />

das Netz der Energieversorgung Dahlenburg Bleckede<br />

AG eingespeist“, so Mennerich. Dadurch sei eine regionale<br />

Verwendung des Stroms sichergestellt. „Das<br />

Unternehmen hat eine Leitung direkt unter meinem<br />

Acker liegen, was die Anbindung natürlich sehr vereinfacht.<br />

Andererseits bin ich durch den relativ geringen<br />

Leitungsquerschnitt begrenzt in der Strommenge, die<br />

ich einspeisen kann.“ Darum sei eine Agri-PV-Anlage<br />

von mehr als fünf Hektar nicht möglich, obwohl der<br />

Acker ja durchaus mehr Platz hätte.<br />

Wann der erste grüne Strom „made in Sammatz“<br />

fließt, hängt maßgeblich vom Genehmigungsverfahren<br />

ab <strong>–</strong> und da gibt es einige Hürden zu nehmen. Für<br />

die Agri-PV-Anlage müsste die benötigte Fläche aus<br />

dem Landschaftsschutzgebiet <strong>Elbufer</strong>-Drawehn entlassen<br />

werden, weil es sich bei Solaranlagen aus Sicht<br />

der Behörden um klassische Bauvorhaben handelt, die<br />

<strong>–</strong> anders als Biogasanlagen bis zu einer bestimmten<br />

Größe <strong>–</strong> nicht die Privilegierung landwirtschaftlicher<br />

Bauten im Außenbereich genießen. „Es gibt Bestrebungen,<br />

das im Baugesetzbuch zu ändern“, so Mennerich,<br />

„aber bislang suchen Landkreis und Samtgemeinde<br />

noch Wege, die Realisierung meines Plans mit der bestehenden<br />

Gesetzeslage hinzubekommen. Ich rechne<br />

mit einer belastbaren Aussage noch in diesem Jahr.“<br />

Ironie des Schicksals: Ausgerechnet am Tag des Einmarschs<br />

der Russen in die Ukraine wurde das Projekt<br />

dem Neu Darchauer Gemeinderat vorgestellt, der anschließend<br />

mit einem Grundsatzbeschluss zur Förderung<br />

von Agri-PV-Anlagen breite Unterstützung signalisiert<br />

hat. „Eigentlich wollen alle loslegen“, sagt Detlef<br />

Mennerich. „Und mit ein bisschen Fingerspitzengefühl<br />

auf allen Seiten wird das auch klappen.“<br />

Eine aufgeständerte Agri-PV-Anlage wie in Seerau<br />

i. d. Lucie soll es in Sammatz nicht geben. Sie würde<br />

durch ihre Höhe das Landschaftsbild nachhaltig<br />

stören und landwirtschaftlichen Anbau durch großflächige<br />

Abdeckung und Beschattung erschweren.<br />

Detlef Mennerich<br />

während einer Infoveranstaltung<br />

über<br />

Agri-PV-Anlagen bei<br />

der Firma Steinicke<br />

in Seerau i. d. Lucie.<br />

Lüchow-Dannenbergs Landrätin Dagmar Schulz<br />

(parteilos) unterstützt<br />

das Projekt<br />

einer Agri-PV-Anlage<br />

in Sammatz, soweit es<br />

sich mit den Schutzstatus<br />

der vorgesehenen<br />

Fläche vereinbaren<br />

lässt.<br />

<strong>Rundschau</strong><br />

Elb-Ufer Klöndör<br />

45


Ein kleiner Grünfrosch, kurz vor der Verwandlung<br />

Ein Teichfrosch in einem Teich bei Uelzen<br />

Die Wasserfrösche<br />

Die Elbtalaue bei Lenzen - Lebensraum für Millionen von Grünfröschen<br />

Auge eines kleinen Wasserfrosches<br />

Im Spätsommer <strong>–</strong> vor allem in trockenen Jahren<br />

wie 2022 <strong>–</strong> sind viele der Amphibiengewässer fast<br />

oder ganz ausgetrocknet. Die meisten Amphibien sind<br />

dann nicht mehr leicht zu finden. Besucht man aber<br />

einen Teich und läuft vorsichtig um das Ufer, springen<br />

häufig noch viele kleine und große Froschlurche vom<br />

Gewässerrand in die Restwasserpfützen und suchen<br />

dort ihr Heil in der Flucht. Von der Gestalt her sind es<br />

schlanke bis kräftige Tiere, mit grüner Grundfärbung<br />

und verschiedenartiger Musterung auf Rücken und<br />

Schenkeln, meist schwarzen Flecken und gelben Streifen.<br />

Bei diesen Amphibien handelt es sich dann natürlich<br />

um die Wasserfrösche, einer Artgruppe, die in der<br />

Elbtalaue weit verbreitet vorkommt und die meisten<br />

Gewässertypen besiedelt. Gräben, temporäre kleine<br />

Gewässer, die Elbe selbst, große Weiher und Seen.<br />

Wasserfrösche sehen so aus und verhalten sich auch<br />

so, wie die meisten Menschen das eben<br />

von Fröschen erwarten. Sie hocken fast<br />

das ganze Jahr über am oder im Wasser,<br />

quaken und plärren, was das<br />

Zeug hält, fressen Fliegen, sind grün<br />

und haben Glubschaugen. Was aber<br />

dann tatsächlich nur noch wenigen<br />

Spezialisten bekannt ist: Wasserfrösche<br />

haben eine einzigartige Fortpflanzungsbiologie,<br />

die bis zur Gänze<br />

auch heute noch nicht von den Herpetologen und<br />

Biologen verstanden ist (Herpetologen sind Kriechtierkundler).<br />

Und diese stellt sich wie folgt dar:<br />

Zunächst seien jedoch zwei Vorbemerkungen gestattet:<br />

1.) In der Elbtalaue kommen drei Arten von Wasserfröschen<br />

vor, Seefrosch, Teichfrosch und kleiner Wasserfrosch.<br />

2.) Üblicherweise geschieht die Fortpflanzung von Wirbeltieren<br />

entsprechend den Mendelschen Vererbungsregeln,<br />

das heißt die Gene von Vater und Mutter werden<br />

beim Nachkommen vermischt und neu kombiniert.<br />

Nun ist es so, dass der Seefrosch und der kleine Wasserfrosch<br />

eigene Arten sind. Sie pflanzen sich ganz<br />

normal miteinander fort.<br />

Der Teichfrosch wird als Hybrid von Seefrosch und kleinem<br />

Wasserfrosch angesehen, ähnlich wie das Maultier<br />

ein Hybrid von Pferd und Esel ist. Abweichend vom<br />

Beispiel Maultier sind Teichfrösche jedoch zeugungsfähig<br />

und können sowohl mit den Geschwisterarten<br />

Seefrosch und kleinem Wasserfrosch wie auch mit<br />

(sexy) Teichfroschpartnern wiederum Nachkommen<br />

erzeugen. Aber was unsere hybriden Teichfrösche darüber<br />

hinaus auch noch können: anstatt wie Mendel<br />

erwartet, vermischen die Frösche die Gene ihrer Eltern<br />

in ihren Keimzellen nicht zwangsläufig, sondern sie<br />

sind in der Lage, entweder den väterlichen oder den<br />

mütterlichen Chromosomensatz vollständig zu eliminieren,<br />

das heißt vulgo, sie klonen sich. Chapeau!<br />

Wenn wir Menschen das auch könnten, sähen unsere<br />

Partnerschaften allerdings anders aus... Dennoch erhalten<br />

die Teichfrösche bei Paarung mit den Geschwisterarten<br />

stets auch ein nach den mendelschen Regeln vererbtes<br />

Genom: sie bleiben also reproduktionsfähig und<br />

können auch die bei der nur klonalen Fortpflanzung sich<br />

anhäufenden Gendefekte ausgleichen. Letzteres auch<br />

durch genetische Introgressionsprozesse von einzelnen<br />

Genabschnitten aus anderen Chromosomen.<br />

Aber das führt nun doch zu weit, vor allem da hier nur<br />

die Spitze des fortpflanzungsbiologischen Eisberges<br />

der Wasserfrösche kurz skizziert werden soll.<br />

Also Themenwechsel: Wasserfrösche waren in Europa<br />

früher für den Menschen durchaus in Form von Froschschenkeln<br />

von wirtschaftlicher Bedeutung. Die Wasserfrösche<br />

(oder Grünfrösche, wie die Gruppe auch<br />

heißt) waren hier vor allem wegen ihrer stattlichen<br />

Größe <strong>–</strong> Seefrösche können bei uns bis zu 14 cm lang<br />

werden <strong>–</strong> interessant.<br />

Der lateinische Name des Teichfroschs <strong>–</strong> Rana esculenta<br />

<strong>–</strong> bedeutet übersetzt der „essbare Frosch“.<br />

46<br />

Text und BIlder: Florian Bibelriether


Natur | Umwelt & Technik<br />

Inzwischen sind wir Europäer da natürlich weiter. Anstatt<br />

die heimischen Grünfrösche mühsam aus den<br />

Teichen zu fischen und zu häuten, wird der aktuelle EU-<br />

Bedarf an Froschschenkeln, etwa 4000<strong>–</strong>5000 Tonnen<br />

pro Jahr, mittels Import aus Kleinasien und Südostasien<br />

gedeckt. Nebenbei bemerkt entsprechen 4000 Tonnen<br />

Froschschenkel in etwa 200 Millionen Fröschen.<br />

Und da sich der kurze Beitrag über die Wasserfrösche<br />

nun auch schon dem Ende nähert, möchte ich darauf<br />

verzichten, hier mit einer detaillierten Schilderung des<br />

Leidensweges der Grünfrösche als wissenschaftliche<br />

Versuchs- und Labortiere zu schließen. Daher gestatten<br />

Sie mir lieber, mit einem chinesischem Sprichwort<br />

zu schließen:<br />

Was weiß der Frosch, der im Brunnen sitzt, schon<br />

vom großen, weiten Meer.<br />

In diesem Sinne freuen wir uns auf den nächsten amphibischen<br />

Beitrag in der <strong>Elbufer</strong>rundschau.<br />

2023 werden wir 20 Jahre alt!<br />

Getragen von einer treuen Stammkundscha, interessierten Neukunden<br />

und der Arbeit unseres Teams, realisieren wir seit Mai 2003 in Lüneburg das<br />

Konzept unseres preiswerten Bio-Supermarkts. Auf kleiner Fläche, mit dem<br />

Flair eines Tante Emma Ladens, verstehen wir uns als Marktplatz für frische,<br />

regionale und überregionale Biolebensmiel des täglichen Bedarfs.<br />

Einige unserer regionalen Lieferanten<br />

Gemüse: Hof Tangsehl, Hof Brummelkamp, SOS-Hof Bockum,<br />

Löwe-sung. Eier: Biohof Wildung, Hof Koch, Bauckhof.<br />

Frisch gepresste Öle: Hof Hoher Schönberg.<br />

Honig: Elbtal-Imker. Käse, Molkerei-<br />

Produkte: Bauckhof, Elble Schafskäserei, SOS-<br />

Hof Bockum. Fleisch: Schröders Bio-<br />

Fleisch und Wurstwaren.<br />

W I R F R E U E N U N S A U F E U C H !<br />

verian_vitalis_final_als anzeige.indd 1 20.09.22 13:51<br />

Impressum<br />

Impressum:<br />

Verlag Reichmann<br />

Herausgeber:<br />

Sonja Reichmann<br />

<strong>Elbufer</strong>straße 37 | 29490 Neu Darchau<br />

0171 30 30 255<br />

www.elbufer-rundschau.de<br />

info@elbufer-rundschau.de<br />

Redaktion und Satz: Sonja Reichmann,<br />

Helmut und Irmgard Hoffmann<br />

Mitwirkende Pressesprecher<br />

aus den Vereinen der Orte<br />

Medienberater:<br />

Richten Sie Ihre Wünsche gern direkt an<br />

mich, es sind keine Anzeigenberater im<br />

Aussendienst.<br />

Verteilung:<br />

Freunde und Familie<br />

Erscheinungsweise viermal im Jahr:<br />

Ausgabe Frühling: April/Mai/Juni<br />

Ausgabe Sommer: Juli/August/September<br />

Ausgabe Herbst: Okt./Nov./Dez.<br />

Ausgabe Winter: Jan./Feb/März<br />

Haftungsausschluss:<br />

Nachdruck und Verwendung von Inhalten<br />

nur mit Genehmigung der Redaktion.<br />

Einsender von Manuskripten, Briefen und<br />

dergleichen erklären sich mit redaktioneller<br />

Bearbeitung einverstanden. Für<br />

das Einverständnis der abgebildeten<br />

Menschen auf eingesandten Fotos sowie<br />

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Einsendungen. Die eingelieferten Texte<br />

spiegeln nicht unbedingt die Meinung des<br />

Herausgebers wieder.<br />

Verantwortlich:<br />

Sonja Reichmann<br />

Fotos:<br />

Titelfoto: Adobe Stock<br />

Inhalt/Peripherie©:<br />

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Sonja Reichmann<br />

Information am Foto oder <strong>–</strong> falls<br />

nicht anders angegeben <strong>–</strong> Herausgeberin<br />

Druck:<br />

LINDHAUER<br />

Druck & Medien<br />

Umfang / Auflage:<br />

Die <strong>Elbufer</strong> <strong>Rundschau</strong> hat 40<strong>–</strong>48 Seiten<br />

Inhalt und ca. 3000 Stück Auflage,<br />

Hausverteilung an der <strong>Elbufer</strong>straße und in<br />

den umliegenden Orten. Auslegestellen in angrenzenden<br />

Gemeinden Dahlenburg, Bleckede,<br />

<strong>Hitzacker</strong> und Lüneburg<br />

(Biomarkt Vitalis, Fips, ...).<br />

Auflösungen (Angaben nach Archivunterlagen):<br />

1: Meyer Katemin 1933 2: Grimmel Wietzetze 1930<br />

3: Engel Katemin 1931/33 4: Molkerei Bleckede 1936<br />

5: Zierenberg Neu Darchau 1931 6: Haul Neu Darchau 1928<br />

7: Schwerin Walmsburg 1953/1957 8: Klink Neu Darchau 1928<br />

9: Schulz Katemin 1932 10: Westedt Walmsburg 1932<br />

11: Kloodt Walmsburg 1939 12: Loelf Drethem 1943<br />

13: Weber Bleckede 1951 14: Schule Barskamp 1955/57<br />

15: Schule Bleckede 1952 16: Pudjenter Reeßeln 1945<br />

17: Hinrichs Neu Darchau 1926<br />

Anzeigen- und Redaktionsschluss<br />

für die Winter-Ausgabe 2022/23:<br />

10. Dezember 2022<br />

Erscheint voraussichtlich<br />

Anfang Januar 2023<br />

Heft nicht<br />

erhalten?<br />

Bitte mailen Sie uns:<br />

kontakt@<br />

elbufer-rundschau.de<br />

...damit Sie am<br />

nächsten Heft wieder<br />

Freude haben!<br />

<strong>Rundschau</strong><br />

Elb-Ufer Klöndör<br />

47


Buffet im Göpelhaus<br />

Freitag 21.10.22<br />

18:00 Uhr<br />

Auf Vorreservierung<br />

auch Haxe,<br />

Speckkartoffelsalat,<br />

Serviettenklöße,<br />

Brezn & bayerische<br />

Salate & Dessert<br />

uvm.<br />

Begrenzte Sitzplätze,<br />

Reservierung notwendig<br />

Vegan/vegetarisch bitte<br />

vorab anmelden.<br />

Anmeldung unter<br />

05853/3489857<br />

oder per Mail an<br />

info@goepelhaus.de<br />

Göpelhaus- die Gastwirtschaft an der Elbe | Am Hafen 6 | 29490 Neu Darchau<br />

<strong>Elbufer</strong>straße 149E | 29490 Neu Darchau

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