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hinnerk Oktober / November 2022

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HAMBURG І BREMEN І HANNOVER

OKTOBER / NOVEMBER 2022 | HEFT 325

KINO

QUEERFILM-

FESTIVALS

im Norden

STYLE

TRENDS

gegen die

Tristesse

MUSIK

Im Gespräch mit

ROBBIE

WILLIAMS

INTERVIEWS: SARAJANE, AURA DIONE, ELECTRIC CALLBOY, LUKE MACFARLANE


Sieghard Wilm

Pastor St. Pauli Kirche

CHARAKTER SEIT 1845

Englisches Kleidermagazin Ladage & Oelke | Alter Wall 22 | 20457 Hamburg

www.ladage-oelke.de | ladage.oelke


Intro 3

Inhalt

LIEBE LESER*INNEN,

so dominant und heftig der Sommer in diesem Jahr

wohl jedem*r klar gemacht hat, dass der Klimawandel

weder erst irgendwann in der Zukunft Ärger macht,

noch ein Spaß ist, so abrupt war er vorbei. Sorgenboy

auf Facebook formulierte es treffend so: „Das Zeitfenster

für Übergangsjacken ist in diesem Jahr auch eher

klein. Eine Stunde oder so.“ Wir haben uns jedenfalls

ordentlich ins Zeug gelegt, um euch Kuscheliges, Nachhaltiges,

Haltbares und Schönes für die dunkle Zeit des

Jahres präsentieren zu können. Aber auch die Kultur

und die Szene bieten einiges Tolles.

Viel Spaß beim Lesen und Entdecken, bleibt gesund!

Eure hinnerk Redaktion

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Redaktion: Mathias Rätz (mr),

Patrick Heidmann, Michael Rädel (rä),

Christian K. L. Fischer (fis),

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Lektorat (ausgewählte Texte):

Tomas M. Mielke,

www.sprachdesign.de

Sabine Hannakampf,

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Grafik: Janis Cimbulis,

Susan Kühner

Cover: Robbie Williams / Sony,

Foto: Leo Baron

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die zum Leben passen

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Tel. 040 / 570 93 85

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Bestattung


4 Szene

Community

„AFFENPOCKEN“ / MPX

Es ist ruhiger geworden um

diese äußerst schmerzhafte

und stigmatisierende

Infektionskrankheit. Zu

ruhig: Hast du Fragen zu

MPX (Affenpocken) oder

bist du dir unsicher, was

zu tun ist? Dann stehen

dir die Berater und die

Ärztin von Hein & Fiete in

der Sprechstunde jeden

Dienstag und Donnerstag

zwischen 16 und 20 Uhr

zur Verfügung: Einfach

hingehen! heinfiete.de

CANDLE-LIGHT-WALK

Zum Redaktionsschluss

dieser Ausgabe stand es

leider noch nicht fest.

Aber wir sind einfach mal

optimistisch und glauben

daran, dass alles sich

an Coronamaßnahmen

halten, Rücksicht und

Achtsamkeit walten

lassen und Lockdowns

wirklich nicht mehr nötig

sein werden. Dann wird

nämlich zum Welt-Aids-

Tag natürlich auch wieder

der an Aids Verstorbenen

gedacht und mit einem

Kerzenspaziergang durch

St. Georg Aufmerksamkeit

und Sichtbarkeit für die

immer noch nicht besiegte

Immunschwächekrankheit

hergestellt. Ob und wie

diese schöne Tradition

von Aids-Seelsorge und

Hein & Fiete auch wieder

mit einem Gottesdienst

eröffnet wird, wann es

wo los geht und was

ihr mitbringen könnt,

erfahrt ihr zeitnah unter

aidsseelsorge.de und

heinfiete.de.

MULTIMEDIA

INNEHALTEN

„There‘s a crack, a crack in everything.

That‘s how the light gets in.“ So

schön, wie Leonard Cohen es in seinem Lied

„Anthem“ bennent, ist es wohl nur wenigen

Künstler*innen gelungen zu formulieren,

dass es auch die Brüche und Verluste im

Leben sind, die uns zu denen machen, die

wir sind.

Die Reihe „Mitten im Leben …“ widmet

sich diesen Brüchen und Verlusten, dem

Umbruch und dem Neubeginn, dem Leben

und dem Tod. Mit Lesungen, Talk- Formaten,

Performances und musikalisch. Mal poetisch,

immer persönlich, einfühlsam, inspirierend

und mitunter auch humorvoll. Wir waren

zu Gast an verschiedenen Orten: Mit der

Schauspiel-Familie Maertens auf der Bühne

des Thalia-Theaters, mit Stefan Weillers

szenischer Lesung „Henri und das große

T“ im Schauspielhaus und mit Johanna

Klug und ihrem Buch „Mehr vom Leben“ im

Lotsenhaus.

Vom 15. September bis zum 22. Oktober

2022 findet die Kulturreihe nach drei

spannenden, aber coronabedingt auch

unsteten Jahren ihren Abschluss mit dem

Projekt „MITTEN IM LEBEN …innehalten“.

An verschiedenen öffentlichen Orten in

TIPP

Desire mit Chris!

Am 8. Oktober wird Musiker und DJ Chris

Flyke mit Perlen der 1980er Jahre verwöhnen.

Wie gewohnt präsentiert er euch das

beste aus Pop & Wave, Italo Disco, Dance

Classics sowie dem was die queere Szene

der 1980er zum tanzen brachte. Ab 22:30

Uhr geht es in der Theater-Bar Nachtasyl

des Thalia Theaters, über den Dächern

Hamburgs los. Freut euch unter anderem auf

MADONNA, DURAN DURAN, ERASURE und

natürlich auf RONI GRIFFITH mit „Desire“!

Und bitte gleich vormerken: Schon am 5.

November startet die nächste DARE!

Hamburg setzen sich die Besucher*innen

an mehreren Stationen digital über ihr

Smartphone mit Lebensumbrüchen und

Neubeginn auseinander. Ob Podcast,

Hörbuchauszug, Film- und Kunstprojekte

oder Interview: die Inhalte der Stationen

sind so vielfältig wie der Umgang mit Leben

und Tod selbst. Das Projekt richtet sich

bewusst an alle interessierten Menschen, die

die Auseinandersetzung mit den Themen

suchen oder offen dafür sind – unabhängig

von Alter, Geschlecht oder Herkunft. Denn

wir alle werden bewusst oder unbewusst,

gewollt oder ungewollt, früher oder später

mit Lebensumbrüchen konfrontiert. Ziel

dieser Aktion ist es, den Besucher*innen die

Vielfalt der Themen Leben und Tod, Lebensumbrüche

und Neubeginn näherzubringen

und den gesellschaftlichen Diskurs nach

vorn zu bringen. Mit den unterschiedlichen

Stationen verbinden wir dazu die physische

und die digitale Welt. An diesen Stationen

erwarten die Besucher*innen vielfältige

künstlerische Beiträge, die dazu einladen, in

den Dialog miteinander oder mit sich selbst

zu treten. Mitmachen und innehalten!

inne-halten.info

8.10. + 5.11., DARE! @ Nachtasyl,

Alstertor 1 – 5, Hamburg, 22:30 Uhr

FOTO: HENDRIK LÜDERS


MESSE

HAPPY END

Die „happy END info-messe“ will

eine offene, transparente und

respektvolle Annäherung an die Tabuthemen

Sterben, Tod und Bestattung

in einem öffentlichen Kontext wagen.

Gemeinsam mit Aussteller*innen aus

dem gesamten Bundesgebiet und dem

angrenzenden Ausland sollen sich die

Besucher*innen unverbindlich einen

Überblick unter anderem zu folgenden

Themenbereichen verschaffen können:

Bestattungen/Bestattungsformen,

Hospiz- und Palliativversorgung,

Sterbe- und Trauerbegleitung, Vorsorge,

Pflege im Alter, Hilfe bei Demenz und

vielen weiteren Themen. Denn:

Oft setzt eine Auseinandersetzung mit

Tod und Sterben erst dann ein, wenn

die konkrete eigene Lebenssituation

- oder die der Angehörigen - dies

erfordert oder nahelegt. Im Gegensatz

dazu soll die „happy END info-messe“

hier auch die Möglichkeit geben, sich

unabhängig von einem konkreten

Anlass diesem Themenbereich zu

nähern und somit Berührungsängste

abzubauen.

Es wird am Messe-Tag ergänzend eine

Reihe von Vorträgen und Podiumsdiskussionen

geben. Darüber hinaus ist

„Open Day“ im Hamburger Krematorium

und es finden Führungen auf dem

Ohlsdorfer Friedhof statt, sodass sich

BesucherInnen auch hier anschaulich

informieren können.

In 2022 wird es zudem in der Fritz-

Schumacher-Halle die videogeführte

Natur-Installation „Abschiedstour“ der

Grünen Manufaktur zu erleben geben,

sowie in der Krypta des Forum Ohlsdorf

die beeindruckende Ausstellung

„Facing Death – eine Ausstellung von

102 Totenmasken“.

happyend-messe.de

FOTOS: MEYER-TRAEGER.DE

AUSSTELLUNG

SchlangenIch –

Identitäten

Szene 5

„Als Heranwachsender und in allen noch

folgenden, späteren Pubertäten erlebt

man verwirrende Dinge: Die Natur, etwas

Unbekanntes oder was auch immer,

erwacht, regt sich. Oder anders ausgedrückt:

‚In mir ist jetzt wer, der ein erstarkendes

Fremdes in der eigenen Person wahrnimmt

und sich selbst in Gegensatz zur ihm‘. Um

in dieser Gemengelage einen produktiven

Standpunkt gewinnen zu können, braucht

das Fremde eine Kontur, in der ich mich

erkennen kann und die doch entgrenzend

über mich hinausweist. Somit kommt die

Schlange ins Spiel und ich ins Spiel mit ihr.“

Maler Ulrich Rölfing über seine Ausstellung

SchlangenIch.

23.10. – 20.11., Torhaus Wellingsbüttel,

Hamburg, www.UlrichRoelfing.de

CHRIS UND HEIKE WISSEN,

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VOLLES ZUHAUSE IST.

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sos-kinderdoerfer.de


6 Szene

Rekorde,

Rekorde

HAMBURG

Eine Viertelmillion Menschen

zogen zum Hamburg Pride

vereint durch die Hamburger

Innenstadt und lebten das diesjährige

Motto „Auf die Straße!

Vielfalt statt Gewalt“ sprichwörtlich

vor. So viele wie nie. Für die

Kundgebung waren 82 Gruppen

angemeldet, auch so viele

wie noch nie. Zur Abschlusskundgebung

hatten sich unter

anderem der Queerbeauftragte

der Bundesregierung, Sven

Lehmann (Grüne), und Hamburgs

Erster Bürgermeister

Peter Tschentscher (SPD) angekündigt,

letzterer war auch bei

der Demoeröffnung in St. Georg

vor Ort und wurde traditionell

von hinnerk Fotograf Roman

Holst und Team für die Ewigkeit

fotodokumentiert. *ck

www.hamburg-pride.de


SHOW


8 Szene

BREMEN

LÄUFT. LÄUFT

Auch der Bremer CSD konnte mit 12.000 Teilnehmer*innen

unter dem Motto „Für Frieden, Akzeptanz und Vielfalt“ an

Vor-Corona-Zahlen anknüpfen. Fotografisch festgehalten

von Mathias Rätz. *ck

www.csd-bremen.org


KINO & SHOP

NEW MAN

TAGESKARTE 10 €

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FOTO: JOHN FORNANDER / UNSPLASH /CO0

HAMBURG

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LUITPOLDSTRASSE 11

www.newman-hamburg.de


10 Szene

KINO

FOTO: CRIS LYRA

33. Hamburg International

QUEER FILM FESTIVAL

FOTO: KOHL MURDOCK

Nach zwei langen Jahren können

Filmbegeisterte queere Filme endlich

wieder gemeinsam erleben.

Wie einen aufregenden Strauß von

prächtigen Blüten präsentiert das 33.

Hamburg International Queer Film Festival

vom 18. – 23. Oktober wieder Geschichten

von Lesben, Schwulen, Bi- und Pansexuellen,

trans*, inter* und queeren Personen aus

der ganzen Welt, die sonst kaum zu sehen

wären. Die große Eröffnungsgala findet am

18. Oktober ab 19.30 Uhr auf Kampnagel

statt. Keynote-Sprecher*in ist ALOK Vaid-

Menon: Autor*in, Spoken Word Performer*in

und mit rund einer Millionen Follower*innen

auf Instagram eine der führenden Stimmen

im Kampf um die Rechte der POC (People

of Color) trans*Community. In Kooperation

mit Kampnagel findet ALOKs eigene

Poetry- und Comedy-Show auch am 19.

Oktober um 21 Uhr auf Kampnagel statt. Die

Show verbindet Comedy und Poetry nahtlos

miteinander, um Themen wie Gender,

Transphobie und Rassismus zu erforschen

und hörbar zu machen.

ERÖFFNUNGSFILM MIT TEDDY

UND TIGER

Wie das Hamburg International Queer Film

Festival beschäftigt sich auch der Teddy22

Gewinnerfilm Três Tigres Tristes (Three

Tide Tigers Tied a Tie Tighter) mit dem

Zusammenkommen und darum, wie in

Zeiten einer Pandemie einsame Erfahrungen

Menschen verändern können. In dem

magisch-realistischen Spielfilm (85 min) aus

Brasilien traumwandeln drei Freund*innen

durch São Paulo, während ein Virus die

Menschheit bedroht. Wenn das Virus die

persönliche Erinnerung löscht, könnte eine

kollektive Erfahrung diese wieder herstellen?

Bei surrealen Begegnungen mit anderen

erzählen die drei Charaktere aus ihrem

Leben und dabei unausweichlich über die

Kolonial- und Diktaturgeschichte Brasiliens.

Regisseur Gustavo Vinagre ist zur Eröffnung

am 18. Oktober ab 19:30 Uhr auf Kampnagel

anwesend für ein Publikumsgespräch nach

dem Film.

QUEERSCOPE-DEBÜTFILMPREIS &

ABSCHLUSSFILM

Seit sieben Jahren vergibt QueerScope, ein

Verband aus 20 queeren und unabhängigen

Filmfestivals in Deutschland und der

Schweiz, den QueerScope- Debütfilmpreis.

2022 ist die Entscheidung auf Så Jävla Easy

Going (So damn easy going) gefallen und ist

damit gebührender Abschlussfilm des 33.

Hamburg International Queer Film Festivals.

Der schwedisch-norwegische Spielfilm (91

min) läuft am 23. Oktober um 20:15 Uhr im

Passage 1 und zeigt die 18-jährige Joanna,

die ohne ihre ADHS-Medikamente in

ihrem Kopf eine irritierende Lichtershow

erlebt. Nach dem Tod ihrer Mutter

leidet ihr Vater unter Depressionen

und ist daher nicht in der Lage zu

arbeiten, somit ist auch kein Geld für

ihre Medikamente vorhanden. Während

ihrer verzweifelten Versuche Geld für ihre

Medikamente aufzubringen, wird das Leben

Joannas filmreif durcheinander gewürfelt.

Nicht zuletzt, weil sie sich in ihre Mitschülerin

Audrey verliebt. Beim Gespräch nach

dem Film ist Regisseur Christoffer Sandler

live dabei.

KURZFILMPROGRAMME URSULA & MADE

IN GERMANY

Auch in diesem Jahr können sich die

Zuschauer*innen des Hamburg International

Queer Film Festivals wieder auf die

queeren Ursula- und Made-in-Germany-

Kurzfilmprogramme freuen. Diese laufen im

Metropolis Kino vom 20. - 23. Oktober. Wie

immer zeigen die Kurzfilme Geschichten,

die von Verletzungen und Schmerz

erzählen, aber auch von Schönheit, Liebe

und Zusammenhalt. Insgesamt präsentiert

das Filmfestival 24 Kurzfilme in vier

Kurzfilmprogrammen. Uhrzeiten und

Filmtitel werden ab dem 21. September im

Programmheft vorgestellt.

GASTPROGRAMM AUS TUNESIEN

We DoQ ist ein Projekt von Doc House

Tunesien und Mawjoudin, zwei NGO’s

aus Tunis. Das Projekt will Geschlecht,

Sexualität und nicht-normative Identitäten

im tunesischen Kontext hinterfragen.

In diesem Rahmen produzierte We DoQ

neun Kurzdokumentarfilme. Als erste

Initiative in Tunesien und der gesamten

MENA (Nahost und Nordafrika) Region

wurden dazu junge Filmemacher*innen

eingeladen sich auszudrücken und Fragen

der LGBTQI+-Communities öffentlich zu

machen. Los geht’s am 21. Oktober ab

17:30 Uhr im Metropolis. Anwesend sind

Mohamed Osman (Regie) und Amina Halloul

(Projektkoordination).

www.hiqff.de


WO DIE

NATUR

NOCH

IN ORDNUNG

IST?

In Ihrem Esszimmer.

TEAM 7 Hamburg City, www.team7-hamburg.de

TEAM 7 Berlin, www.team7-berlin.de

TEAM 7 München, www.team7-muenchen.de

TEAM 7 Düsseldorf, www.team7-duesseldorf.de

TEAM 7 Frankfurt, www.team7-frankfurt.de

TEAM 7 Münster, www.team7-muenster.com

TEAM 7 Stuttgart, www.team7-stuttgart.de


12 Szene

BREMEN

queerfilm festival

Zum inzwischen 29. Mal präsentiert das queerfilm festival

Bremen an sechs Tagen im Oktober eine vielfältige

Auswahl an Spielfilmen und Dokumentationen. Und wie

immer natürlich dabei: die Wahl des filmischen Publikumlieblings,

die großartige Tombola mit ihren verzückenden

Losfeen*, die aufwendig dekorierte queerfilm Bar mit

ihrem täglich wechselnden aktivistischen Barpersonal

und dem gemütlichen Raum für angeregte und verbindende

Gespräche vor und nach den Filmen.

HANNOVER

PERLEN Queer Film Festival

FOTO: MFA+

FOTO: ART OF PANIC

Am 21. Oktober öffnet das KoKi im Künstlerhaus zum 26. Mal

seine Türen für das PERLEN Queer Film Festival. In 26 Vorstellungen

bildet das Programm die große Vielfalt queeren Lebens

in ganz unterschiedlichen filmischen Genres ab.

Das diesjährige Programm liefert auch wieder zahlreiche Highlights

schwuler Filme. Eines davon ist sicherlich die charmante

italienische Komödie Mascarpone am 28. Oktober um 19 Uhr:

Der attraktive, doch stets etwas verpeilte Antonio wird von seinem

Ehemann vor die Tür gesetzt und muss nun Job und Dates

auf die Reihe kriegen.Sportlich wird es am 21. Oktober um 20:30

Uhr: Im britischen Spielfilm In From The Side verlieben sich

die Stars zweier Rugby-Mannschaften ineinander – mit allen

absehbaren Schwierigkeiten für die beiden Teams. Mit einem

echten Kracher endet das diesjährige Festival am 29. Oktober

um 21:30 Uhr: Der Regisseur der isländische Action-Komödie

Cop Secret hat 2018 als Torhüter der isländischen Fußball-

Nationalmannschaft einen Elfer von Lionel Messi gehalten!

Seine Action-Komödie um den coolsten Cop von Reykjavik und

seinen Partner gilt als der erfolgreichste isländische Kinostart

aller Zeiten.

www.filmfest-perlen.de

DIE HINNERK TIPPS:

Well rounded

(19.10. – 17:30 Uhr)

Mithilfe von großartigen

Interviews und verträumten

Animationen erzählt

Regisseurin Shana Myara

von den Schrecken, Triumphen

und großen Träumen

von Personen, denen viel

zu selten Raum gegeben

wird: BIPOC, LGBTQI+,

behinderten Menschen

und adipösen Personen.

www.queerfilm.de

No Straight Lines: The

Rise Of Queer Comics

(23.10. – 17:30 Uhr)

Ein spannender Einblick in

die queere Comic-Szene

(der USA) - auch für alle,

die bisher noch nicht so viel

mit Comics zu tun hatten!

Im Anschluss: Schmökern

am Büchertisch und Zines

entwerfen in der Bastelecke

Alle weiteren Beiträge und

spannenden Programmpunkte

ab Ende September

online!

ROSTOCK

QueerFilmFest

FOTO: FILMREPUBLIC

Vom 7. bis 9. Oktober findet

im M.A.U. Club das vierzehnte

QueerFilmFest Rostock statt.

Die Zuschauer*innen erwarten

Spielfilme, Dokumentationen

und Kurzfilme zu schwulen,

lesbischen, trans- und intergeschlechtlichen

sowie nichtbinären

Themen.

Den Auftakt bildet am Freitag

der Spielfilm „All Our Fears“,

basierend auf der wahren

Geschichte des zeitgenössischen

polnischen Künstlers

Daniel Rycharski. Ebenfalls im

Programm ist der schwedische

Spielfilm „So Damn Easy Going

(Så Jävla Easy Going)“, der in

diesem Jahr den QueerScope

Debütfilmpreis gewonnen hat.

Die 18-jährige Joanna hat ADHS.

Als sie und ihr depressiver Vater

sich ihre Medikamente nicht

mehr leisten können, jongliert

Joanna mit kreativen Möglichkeiten,

Geld zu beschaffen – und

mit ihren überwältigenden

Gefühlen zu Audrey…

Neben den Langfilmen gibt es

auch zwei Blöcke mit Kurzfilmen

zu sehen. Endlich wieder Kino!

queerfilmfest.de


DIE WÄSCHEREI

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14 Szene

Mr. Leather Hamburg

CHRISTIAN

NACHGEFRAGT

Der neue „Mr. Leather Hamburg

2022“ nahm sich etwas Zeit für uns.

Wie kamst du auf die Idee

mitzumachen?

Einer meiner besten Freunde war mal

Mr. Leather Hamburg und er beschreibt

das jetzt als sein „bestes“ Jahr bislang.

Vor allem wegen der tollen Leute und

der neuen Erlebnisse, die er in dem

Jahr erleben durfte. Den Kontakt mit

Gleichgesinnten aus ganz Deutschland

und sogar Europa sowie die engere

Zusammenarbeit mit der Hamburger

Szene haben ihn sehr geprägt. Und

genau das alles habe ich mir gewünscht,

als ich mich final entschieden habe zu

kandidieren. Ich wollte das alles auch

erleben, ganz klar. Selbst wenn mich die

Sorge um die Öffentlichkeit fast gebremst

hat: Wird mir dies beruflich, familiär,

finanziell schaden? Am Ende habe ich

meinen Mut gesammelt und mich auf das

Positive konzentriert und Ja gesagt. Im

Laufe der Kandidatur und jetzt eine Woche

nach der Wahl merke ich auch, dass es

nicht nur bei den spaßigen Themen bleibt.

Mit der Schärpe kommen auch eine große

Verantwortung und Pflichten, wie ich das

jetzt spüre. Und das ist auch gut so.

Hast du mit einem Sieg gerechnet?

Ich habe es mir gewünscht, bin aber

bis zur Wahl gelassen geblieben. Ich

schätze sehr die Arbeit von Darek Kraft,

meinem Vorgänger: Er hat sich für mehr

Sichtbarkeit der Hamburger Lederszene

eingesetzt. Am Ende haben die Teilnehmer

abgestimmt und ich habe die Schärpe

bekommen. Ich bin wortwörtlich vor

Freude gehüpft, wie man im kurzen Video

auf meinem Instagram (@thr.biker) sehen

kann. Meine Emotionen möchte ich nicht

bremsen!

Was willst du für die Fetisch-

Community erreichen?

Zwei Sachen möchte ich erreichen. Die

erste ist eine Herzensangelegenheit: Ich

möchte andere Jungs, Männer, vielleicht

die eine oder andere Frau dazu ermutigen,

ihre Hobbys, Passionen und Fetische

auszuleben, solange das legal ist, klar. Egal

ob jemand auf High Heels, Gartenzwerge,

Leder, Rubber, Puppy-Masken, Anzüge, was

auch immer steht. Egal! Als Ledermann

kann ich selbst sagen, dass es viel Mut


erfordert, dazu zu stehen und zu sagen: Ich

mag das, das bin ich, und so zeige ich mich

der Welt. Bei mir war das ein Prozess, der

mit 21 angefangen hat – nach und nach

kam ich aus mir raus. Und jetzt macht es

einfach mehr Spaß, mich zu akzeptieren

und zu lieben, wie ich bin. Diese Botschaft

möchte ich weitergeben und hoffentlich

die eine oder andere Person inspirieren.

Mich hat es auch Mut gekostet und es

hat sich gelohnt! Mein zweites Ziel ist, die

Arbeit fortzuführen, um der Hamburger

Lederszene Sichtbarkeit zu geben. Vor

Jahren kamen Tausende Kerle, um jährlich

auf dem Schiff zu feiern. Diese Zeiten sind

leider vorbei. Ich wünschte mir, dass Hamburg

wieder seine Rolle in der Szene findet

und sich dadurch auch die lokale Szene

verstärkt und enger zusammenkommt.

Dein Hobby ist auch das Motorrad.

Wie gleichst du deine Umweltbilanz

aus?

Hier möchte ich nichts schönreden. Motorradfahren

hat einen Impact auf unsere

Umwelt, genauso wie Auto zu fahren,

wie ein neues Handy oder Flugananas zu

kaufen. Kleinigkeiten im Alltag zu ändern,

die hoffentlich einen positiven Impact

haben, ist mein Versuch. Diejenigen, die

mich kennen, wissen zum Beispiel, dass ich

keine Wasserflaschen kaufe, sondern immer

meine Trinkflaschen nachfülle, in meinem

Schrebergarten für Artenvielfalt sorge und

Pfand und Müll trenne. Zum Sport und zum

Einkaufen fahre ich immer mit dem Fahrrad

sowie alle anderen Kurzstrecken. Da bleibt

mein Motorrad stehen.

Worauf freust du dich jetzt im Herbst?

Auf die goldenen Tage und bunte Blätter.

Ich liebe die Sonne und die Wärme und ich

finde, dass der Herbst besonders spannend

ist von den Lichtverhältnissen her. Aber

natürlich freue ich mich auch sehr auf

Folsom Europe, um beim Thema Leder und

Fetisch zu bleiben. Das findet jährlich im

September in Berlin statt und ich finde es

Szene 15

immer wieder großartig.

So viele Leute

aus ganz Europa

am gleichen Ort jährlich wiederzusehen,

so viele Sprachen, so viele abgefahrene

Outfits im schönen Berlin sind schon toll.

Da freue ich mich sehr drauf. Auch darauf,

meine Schärpenbrüder und -schwestern

kennenzulernen. Da werde ich übrigens

meinen Segen von den Schwestern der

Perpetuellen Indulgenz als Mr. Leather

Hamburg 2022 bekommen.

*Interview: Michael Rädel

www.instagram.com/lthr.biker


16 Szene

FOTO: LCNW

BREMEN

KINKY, KÜHE, KÖNIGE

Weil es 2013 so schön war:

Bremen wird vom 11. bis

13. November wieder der

Treffpunkt der Leder- und

Fetisch-Community, die organisiert

im LFC (Leather & Fetish Community

e.V.) die Organisation der traditionellen

Fetish Unity 2022 an den LCNW (Leder-

Club Nord-West e.V.) übertragen hat. Es

wird ein Fest für alle Fetischfreunde und

deren Freund*innen.

Nach dem großen Erfolg und einer

grandiosen Galaveranstaltung im damaligen

Restaurant Weserhaus im Radio

Bremen Gebäude, verspricht der LCNW

gemeinsam mit dem ZONE 283 e.V. es

in diesem Jahr mindestens genauso

erfolgreich zu machen und hat sich rund

um die zentrale Wahl des Mr. Fetisch

Germany 2023 ein abwechslungsreiches

Programm ausgedacht.

Gestartet wird in diesem Jahr bodenständig

auf historischem Boden. Das

Galadinner zur Eröffnung der Fetischfesttage

findet im Restaurant „Der

Kuhhirte“ statt, welches seit 1662

besteht. Damals eine Raststätte für

Kühe ist es heute eine der ältesten

Traditionsgaststätten der Stadt mit einer

hochwertigen norddeutschen Küche.

Lecker!

Unterstützung gibt es am Wochenende

und besonders für die Wahl des neuen

Mr. Fetish Germany traditionell von den

„Schwestern der Perpetuellen Indulgenz“.

Sie werden Freitagabend in der Zone 283

auch die Startnummern der Kandidaten

zur Wahl ziehen.

Doch nicht nur der Mr. Fetish Germany

2023 wird im Rahmen der Fetish

Unity gewählt, auch wird an diesem

Wochenende die Herbstsitzung der LFC

stattfinden. Der LCNW empfängt die

deutschsprachigen Fetischclubs aus

Deutschland, Österreich und der Schweiz,

welche sich unter dem Dach des LFC e.V.

zusammengeschlossen haben. Es besteht

also eine hohe Wahrscheinlichkeit, dass

viele Schärpenträger und Gäste der

Community den Weg nach Bremen

finden.

11. – 13.11., Fetish Unity 2022,

Bremen, alle Infos und Termine unter

www.lcnw.de

FOTO: RACOOL STUDIO / FREEPIK.COM / CC0

Fußballfetisch-

Funfacts

Der Kuhhirte ist Gründungsort

und Namensgeber des SV Werder

Bremen, den der Sohn des

damaligen Kuhhirten dort am 4.

Februar 1899 mit einigen Freunden

gründete. Und da zum Fetischfest

auswärtige Mannschaften anreisen,

der Hinweis, dass Werder die

norddeutsche Bezeichnung für eine

Insel im Fluss ist, in diesem Fall für

eine Halbinsel zwischen Werder See

und Weser.


17

Aktuelle Club- & Dance-Hits aus den Charts.

www.GAYFM.de

GAYBOYS

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18 EYECandy

UNTERWÄSCHE

SEXY

LUKAS

in Portugal und

auf der Bühne

Der TV- und Theater-

Schauspieler Lukas Sauer

macht – seine Fans wissen das

– auch als Model eine Spitzenfigur.

Für das Modelabel TASTIQ

posierte der Stern sexy am

Strand, auf der Couch und an der

Bar. Einige der schönsten Bilder

haben wir hier für dich versammelt.

Und Lukas kann man auch

live erleben! Vom 23. Oktober

bis zum 27. November geht er

mit dem Stück „Ein gemeiner

Trick“, in dem Lukas an der Seite

von TV-Star Ulrike Frank die

männliche Hauptrolle spielt, auf

Theatertournee. Station machen

sie unter anderem in Hamburg

(11. November am Theater Haus

im Park in Hamburg-Bergedorf)

und in der Stadthalle Bernau bei

Berlin (27. November). *rä

www.tastiq.com

FOTOS: M. HALL


EROTIK

Die Erotik der

Renaissance

EYECandy 19

Nicht nur ein bisschen erinnert

die aktuelle Modestrecke von

Kurt Prynne aus Berlin an die großen

alten Meister europäischer Kunstgeschichte.

Idealerweise hat Model

(und Berghain-Klubber) Nikita

zudem einen Körper wie „gemeißelt“.

Sexy Mode, kunstvoll inszeniert!

„Wir kreieren minimalistische

Kleidungsstücke und Accessoires, die

mit einer Art Persönlichkeit kommen“,

verrät das Wahl-Berliner Team.

Angelehnt ist der Name des Modelabels

übrigens an den jüdischen

Schriftsteller, pazifistischen Publizisten

und queeren Aktivisten Kurt

Hiller (1885 – 1972), der mit seinem

Wirken das Team inspirierte. Und

der Nachname erinnert an Esther

Prynne, die im 19. Jahrhundert

wegen Ehebruchs öffentlich gedemütigt

wurde, jedoch selbstbewusst

mit diesem Ruf lebte. *rä

www.kurtprynne.com

FOTOS: WWW.KURTPRYNNE.COM

Winterliche

Wohnwelten

Ab 29. Oktober 2022

Adventsausstellung

17. bis 20. November 2022

GLANZ

Eleganz

Meienredder 35 · 22359 Hamburg-Volksdorf

(040) 380 813 0 · www.gaertnerei-piepereit.de


20 Style

NACHGEFRAGT

FOTO: SEBASTIAN REUTER/GETTY IMAGES FOR NOWADAYS

KILIAN KERNER:

„Lasst uns alle als Menschen begegnen“

Gerade erst zeigte der Designer

seine Kollektion „Ikonen“ auf der Fashion

Week in Berlin. Sexyer und glamouröser

als sonst wurde sie wahrgenommen.

Wir erreichten ihn am Telefon.

Das Thema deiner Kollektion ist

„Ikonen“. Was macht einen Menschen

für dich zur Ikone?

Die Einzigartigkeit, wie diese Menschen

durchs Leben gehen. Ihr Talent, und dass

sie so leben, dass es ihnen egal ist, was

die Leute über sie sagen. Dass sie ihr Ding

durchziehen. Und für mich als Designer

natürlich auch ihr Kleidungsstil.

Timothée Chalamet ist eine deiner

Ikonen.

Er ist für mich eines der größten Schauspieltalente!

Er hat ein tiefes Schauspiel

und Looks, die sonst keiner trägt. Er und

auch Harry Styles wagen Dinge und es ist

beiden egal, in welche Schublade man sie

stecken könnte. Beide sind nicht schwul,

aber es ist ihnen egal, wenn man es denkt.

Die Debatte über Binarität der

Geschlechter ist in der Mitte der

Gesellschaft angekommen. Wie

beeinflusst dich das als Designer von

Frauen- und Männerkollektionen?

Ich mach bei dieser Debatte nicht mit.

Für mich sind Menschen in erster Linie

Menschen, mich interessiert nicht die

Sexualität an erster Stelle. Es war mir

schon immer egal, ob ein Mann oder eine

Frau meine Mode trägt. Viele Frauen tragen

meine Männersachen, es gibt aber auch

Teile, die ich eigentlich für Frauen entworfen

habe, die Männer tragen. Ich finde, wir

brauchen noch viel mehr Sichtbarkeit, aber

auch noch viel mehr Normalität in dem

Sinne, dass alles okay und gleichberechtigt

ist: Homosexualität, Trans* … Mein Appell:

Lasst uns alle als Menschen begegnen.

Zurück zur Mode: Es war sehr

glamourös.

Ikonen sind meist glamouröse Menschen.

Ich liebe einfach glamouröse Kollektionen,

Mode, die für besondere Momente steht.

Diesmal ist es aber noch mehr aufgefallen,

weil es auch sehr bunt war.

Wie war für dich die Fashion Week?

Ich mag die neue Location extrem gerne.

An das Tageslicht musste ich mich erst

mal gewöhnen, aber das Telegraphenamt

ist ein wunderbarer Ort für meine

Kollektion gewesen. Ich mochte, dass die

Fashion Week nun exklusiver ist, nicht

mehr 700 Leute, sondern Ausgewählte,

wirklich Interessierte.

Stichwort Herbst: Was magst du

gerade besonders?

Ich liebe den Frühling und Herbst, ich ziehe

mich gerne mehr an als weniger – viele

Jacken! (lacht) Ich bin gerade ins Grüne

umgezogen, werde aber wohl wenig Zeit

haben, den Herbst im Garten zu genießen,

da die nächste Fashion Week schon

im Januar ist. Ich arbeite schon an der

nächsten Kollektion.

*Interview: Michael Rädel

www.kiliankerner.de


Style 21

GESUNDHEIT

IN HAMBURG

FOTOGRAFIE

(Schwule) Liebesgrüße

aus St. Petersburg!

Schon im August zeigten wir online die schwule

Fotokunst von Alex Fenty aus Russland. Nun präsentiert

der Fotograf neue schwule Erotik aus dem – leider –

homophoben Land, dessen Regierung gerade die Ukraine

angreift. Beides sicherlich nicht der Wille der gesamten

Bevölkerung ... Für diese Fotostrecke inszenierte Alex

Fenty ein schwules Paar, auch das ist russische Lebensrealität.

*rä

www.instagram.com/

alex__fenty

ÄRZTE

■ Andreas Britz,

Dr. med.Praxisklinik am Rothenbaum,

Privatpraxis, Haut- und

Geschlechtskrankheiten,

Lasertherapie,

Kosm.-ästhet. Behandlungen,

Allergologie,

Heimhuder Str. 38, & 44809812,

www.dr-britz.de

■ Dammtorpraxis, Dr. Linnig,

Allgemeinmedizin, Reise-Medizin,

HIV, Hepatitis, STD,

Damnmtorstr. 27, & 35715638,

www.dammtorpraxis.de

■ ICH Grindel,

Dr. med. Thomas Buhk,

Dr. med. Stefan Fenske,

Prof. Dr. med. Hans-Jürgen

Stellbrink,

All gemeine und Innere Medizin,

HIV, Hepatitis, STD,

Grindelallee 35, & 4132 420,

www.ich-hamburg.de

■ ICH Stadtmitte,

Dr. med. Axel Adam,

Stefan Hansen,

PD Dr. med. Christian Hofmann,

Dr. med. Michael Sabranski,

Dr. med. Carl Knud Schewe,

Allgemeine und Innere Medizin,

HIV, Hepatitis, STD,

Glockengießerwall 1,

& 28004200,

www.ich-hamburg.de

■ Medizinisches Versorgungszentrum

Hamburg,

Prof. Andreas Plettenberg,

Dr. Albrecht Stoehr,

Prof. Jörg Petersen,

Dr. Peter Buggisch,

HIV, Hepatitis, STD, Infek tiologie,

Lohmühlenstr. 5, Am AK St. Georg

Haus L, & 28407600,

www.ifi-medizin.de

■ Urologische Praxis

Oliver Neubauer,

Facharzt für Urologie,

Herthastr. 12, & 64224500,

www.urologe-hamburg.com

■ Josef Stuch, Dr.

All gemeinmedizin,

Ida-Ehre-Platz 12, & 37510060

■ Ambulanzzentrum des UKE,

Bereich Infektiologie:

Dr. med. Olaf Degen,

Dr. med. Anja Hüfner,

Dr. med. Sabine Jordan,

Dr. med. Guido Schäfer,

Dr. med. Stefan Schmiedel,

Fachärzte für Innere Medizin, Allgemeinmedizin,

HIV, Hepatitis, STD,

Spezialsprechstunde PrEP, Impfungen,

Infektions- & Tropenkrankheiten,

Universitätsklinikum Hamburg-

Eppendorf, Martinistr. 52,

& 741052831, infektionen@uke.de,

www.uke-infektionen.de

ukeprep.de

■ Dr. med. Martin Eichenlaub,

Facharzt für Neurologie,

Nervenheilkunde, Psychiatrie u.

Psychotherapie,

Elbgaustr. 112., & 841084,

www.nervenarzt-eichenlaub.de

■ Dr. Roy Heller,

Facharzt für Innere und Allgemeinmedizin,

Suchtmedizin, Psychotherapie,

HIV, Hepatitis, STD, Juliusstr. 36,

& 4300890

■ Dr. med. Welf Prager & Partner,

Dermatologie,

ästhetische Dermatologie,

operative Dermatologie,

Allergologie, Phlebologie,

Lasermedizin,

Hemmingstedter Weg 168,

& 040 81 991 991

www.derma-hamburg.de

ZAHNÄRZTE

■ Martin Schuh,

Eidelstedter Platz 6a, & 5709385,

www.zahnaerzte-eidelstedt.de

■ Zahnarztpraxis Rainer Witt,

Holsteiner Chausee 267, & 55505962,

www.zahnaerzte-schnelsen.de

COACHING

■ Markus Bundschuh,

Gestalttherapeut-Psychotherapie

(HPG), Müggenkampstr. 29,

& (0179) 5270700,

www.therapie.de/psychotherapie/

bundschuh

■ Ruthemann Coaching,

Heilpraktiker f. Psychotherapie,

Professor-Brix-Weg 4, & 31171492,

www.ruthemann-coaching.de

■ Dipl Päd. Volkmar Suhr,

Systemischer Berater&Therapuet

DSGF, Neue Str. 24, 22942 Bargteheide,

& 04532-2045500,

www.familyspirits.de

APOTHEKEN

■ Apotheke am H auptbahnhof,

Steindamm 2, Ecke Adenauerallee,

& 241241

■ Apotheke Zum Ritter St. Georg,

Lange Reihe 39, & 245044

■ Epes Apotheke,

Lange Reihe 58, & 245664

■ Engel Apotheke,

Steindamm 32, 20099 Hamburg,

& 245350, info@engelapotheke.net

PSYCHOTHERAPIE

■ Markus Bundschuh,

Gestalttherapeut-Psychotherapie

(HPG), Müggenkampstr. 29,

& (0179) 5270700,

www.therapie .de/psychotherapie/

bundschuh

■ Christian Perro, Dr. med.,

Psychiatrie, Eppendorfer Landstr. 37,

& 464554

■ Kurt Strobeck,

Dr. med. Facharzt Psychiatrie und

Psychotherapie, Ferdinandstr. 35,

& 32527214

Buchen Sie ihren Listing Eintrag:

christian.fischer@blu.fm


22 Style

ADVERTORIAL

Der richtige Rahmen

Der Lieblingsherrenaustatter der

Redaktion nimmt euch in dieser

Ausgabe mit auf eine Zeitreise der ganz

bodenständigen Art. Immerhin sind Schuhe

laut Deutschlands Stilpapst Bernhard

Roetzel die „Basis des Stils“. Ladage &

Oelke stellt diese Basis selbstverständlich

gewohnt hochwertig zur Verfügung. Zuvor

aber sachdienliche Hinweise.

DER SCHUH BIN ICH!

Dieses leicht abgewandelte Zitat des

wohl bekanntesten historischen Auslöser

eines „Schuhkultes“, Ludwig dem 14.,

könnte stellvertretend – schon wieder eine

Wortspiel – für eine ganze Reihe berühmter

Treter stehen. Trug der sogenannte Sonnenkönig

noch großer Schleife und rotem

Absatz, wobei das rot des Absatzes nur

dem Adel vorbehalten war, diente auffälliges

Schuhwerk in späteren Jahrhunderten

oft auch als Zeichen der Rebellion gegen

das Establishment. Wie zum Beispiel die

„Blue Suede Shoes“ der 1950er des gleichnamigen

Songs von Carl Perkins, die (selbst

bemalten) Springer Stiefel der ersten

Punks oder die Sandalen der Hippies. Einige

Schuhmodelle sind mittlerweile legendär,

so wie die „Two-Tone Fullbrogues“ der

Mafiafilme aus dem Hollywood der 1930er,

die schottischen Hunter-Gummistiefel die

Kate Moss auf dem Glastonbury-Festival

trug oder die Chelsea-Boot-Variation der

Beatles aus den Sixties, die „Beatle-Boots“

mit hohem Absatz und Reißverschluß. Egal

welche Fußmode euch nun besonders

anspricht, gibt es etwas zu beachten.

ZEHEN WEG VON BILLIGSCHUHEN!

Ja, du kannst Sneaker aus fernöstlicher

Billigproduktion tragen. Und du kannst

auch hastig zusammengeklebte Kunstederslipper

(Sorry, Ricardo M.!) – mutmaßlich

ebenfalls in Billiglohnländern hergestellt –

tragen. Die Kosten, die diese Wegwerfmode

produziert – jene für Gesellschaft und die

Umwelt gar nicht mit eingerechnet, summieren

sich durch schnellen Verschleiß und

eventuelle gesundheitliche Spätfolgen für

Füße und Rücken durchaus auf erhebliche

Summen. Wie wäre es stattdessen mit

etwas Nachhaltigerem, das zudem auch

noch richtig bequem sitzt und deinen Stil

unterstreicht? Ladage & Oelke klärt auf:

■ Die häufigste Verarbeitung von Schuhen

im Premium-Bereich ist nach wie vor

die rahmengenähte Verarbeitung.

Dazu hat Charles Goodyear 1869 seine

Goodyear-Maschine erfunden, mit der

ein Lederrahmen an Innensohle und

Oberleder genäht wird. Dank dieser

Konstruktion kann der Schuh mehrfach

neu besohlt werden.

■ Die Kür im Schuhbereich ist nach wie vor

ein komplett handgenähter Maßschuh,

der individuell nach den eigenen Maßen

gefertigt wird. Dieses Handwerk beherrschen

nur noch wenige Schuhmacher

wie zum Beispiel John Lobb in England

oder Berluti in Frankreich. Für ein paar

Maßschuhe sind mehrere Schritte nötig,

vom Aufmaß, Erstellung eines ersten

Holzleistens nach den jeweiligen Maßen

und eines Probeschuhes aus einem

Probeleder bis hin zum fertigen Schuh.

Lust bekommen, es einmal zu probieren?


FOTOS: LADAGE & OELKE

Die Vorzüge der persönlichen Beratung im ausgesprochen

entspannten Shopping-Ambiente in Hausnummer 22 am

alten Wall haben wir ja schon des Öfteren hervorgehoben.

Auswahl an hochwertigen Marken gibt es bei Ladage &

Oelke selbstverständlich auch. Vom Hoflieferanten des

neuen Königs Charles III, Crockett & Jones mit Full-Repair-

Service in der Manufaktur in Northampton über Alden

aus den USA und den von James Dean und Daniel Craig

bevorzugten Sanders Velours-Chukkaboots bis zu den

komplett handegemachten Saint Crispin’s.

Viel Spaß auf jeden Fall mit dem neuen Schuhwerk, das

diesen Begriff dann auch wirklich verdient hat. *ck

Ladage & Oelke, Am alten Wall 22,

Hamburg, „Private Shooping“ unter

kontakt@ladage-oelke.de vereinbaren,

www.ladage-oelke.de

TIPPS FÜR DEN SCHUHKAUF

■ Immer beide Schuhe anprobieren, die Füße sind

nie gleich

■ Der Fuß muss im mittleren Bereich fest

umschlossen sein und darf nicht nach vorne

rutschen. Die Zehen dürfen innen nicht an die

Vorderkappe stoßen

■ Die Ferse darf nicht herausrutschen wenn der

Schuh geschlossen ist

■ Lederschuhe sollten bei der Anprobe sitzen wie

ein „Handschuh“, dann sind sie auch nach dem

Einlaufen noch passend.

Lasst uns

stolz auf unsere

Gefühle

sein.


24 Style

JUBILÄUM

25 JAHRE ABSURD!

FOTOS: DIE WÄSCHEREI

Was vor 25 Jahren in einer alten Wäscherei

in der Jarrestraße in Winterhude

begann, ist heute Hamburgs vielleicht bekanntestes

Möbel- und Designhaus. Michael

Eck (69) Geschäftsführer der Wäscherei hat

sich seine Vision, den Möbelkauf interessanter

zu gestalten als seine Mitbewerber,

erfüllt und begeistert auch 25 Jahre nach der

Eröffnung immer wieder aufs Neue.

25 JAHRE LIEBE ZUM DESIGN MIT FANS

UND FREUNDEN

Unter den Gästen tummelten sich allerlei

Prominenz wie Marc Terenzi, Verena Kerth,

Claudia Obert und Max Suhr. Doch auch

zahlreiche Branchengrößen gratulierten

der Wäscherei, darunter Jan und Kurt

Beier von Bullfrog Design, Pierre Sliwinski

oder Sylwia van Versefeld von Easy Sofa,

sowie Vertreter vieler großen Möbel- und

Einrichtungsmarken, von Actona über De

Eekhorn, Flexlux, Nouvion bis hin zu Zuiver.

Viele dieser langjährigen Wegbegleiter

hatten für das Jubiläum exklusive Sondereditionen

für die Wäscherei angefertigt,

die ab sofort nur im Hamburger Möbelhaus

zu kaufen sind. Bei der Begrüßung, moderiert

von RTL-Moderatorin Susanne Böhm,

blickte Michael Eck positiv in die Zukunft:

Erst am Freitag eröffnete er mit dem

Bullfrog Flagship Store by Die Wäscherei

einen weiteren Standort in Hamburg.

„Ich freue mich wirklich, dass viele

Freunde der WÄSCHEREI heute

Abend dabei sind. Ob es Lieferanten,

Weggefährten oder auch viele unserer

Mitarbeiter*innen sind, heute Abend soll

gefeiert werden und ich möchte einfach

Danke sagen für die tollen 25 Jahre!“

Michael Eck

hinnerk gratuliert einem seiner längsten

Geschäftspartner und Unterstützer

herzlichst!

www.die-waescherei.de

ADVERTORIAL

Hochmoderne Praxisausstattung,

breites Behandlungsspektrum

Einer der Praxisschwerpunkte im ästhetischen

Bereich von Prager & Partner

liegt auf minimal- oder nichtinvasiven

Behandlungsmethoden. Mittlerweile

führt der Einsatz von verschiedenen

Lasern zu den gewünschten Ergebnissen

im ästhetischen und medizinischen

Bereich – ganz ohne Skalpell und

Vollnarkose. Völlig schmerzfrei sind auch

Behandlungen zur Hautverjüngung mit

Ultraschall oder Radiofrequenz, meist

in Verbindung mit Fillern (z. B. Hyaluron)

oder Botulinumtoxin (kurz: Botox).

Übrigens: Das Botox wird nicht nur in

der Faltentherapie verwendet, sondern

ist auch ein effektives Mittel bei Migräne

oder Spannungskopfschmerz, nächtlichem

Zähneknirschen, Fersensporn und

diversen anderen Beschwerden. Viele

weitere Leistungen von Dr. Welf Prager

und seinem Team, sowie Kontaktmöglichkeiten

sind online zu finden unter:

derma-hamburg.de


ADVERTORIAL

Glitzerlichterzauber:

Winterliche Wohnwelten

bei Piepereit

Style 25

Die „Winterliche Wohnwelten“ und die

„Adventsausstellung" der Gärtnerei Piepereit

sind Kult. Auf großzügigen Extraflächen

gelingt es den Florist*innen und Stylist*innen

mit anspruchsvollen Accessoires immer,

mit neuer festlicher Atmosphäre zu überraschen.

Für jede*n Weihnachtsdekofan und

Glitzerliebhabenden ein absolutes Muss – und

ein Augenschmaus in der dunklen Jahreszeit.

Die stilvollen Ausstellungen bieten viele kreative

Anregungen es sich in der Adventszeit Zuhause

stimmungsvoll einzurichten und Haus, Garten

und Balkon glanzvoll in Szene zu setzten!

„Auch dürfte bei unserer großen Auswahl

an schönen Dingen schon das eine oder

andere Weihnachtsgeschenk für Ihre

Lieben dabei sein. Außerdem findet man

auf großzügigen Verkaufsflächen natürlich

Pflanzen, wie Stauden und edle Gehölze,

Saisonales und eindrucksvolle Zimmerpflanzen.

Aber auch die vielen schönen

Dinge, rund um Haus und Garten, die zu

jeder Jahreszeit Spaß und Freude bereitet.“

- Das Gärtnerei Piepereit Team

PROGRAMM AM 19. + 20.11.

■ Glühwein

■ Volksdorfer Brauerei

■ Glüh & Weihnachtsbier

■ Crêpes u.a. Köstlichkeiten

■ regionales Kunsthandwerk

■ Kinderprogramm:

Stockbrot, drechseln &

Speckstein bearbeiten-

Produktion WEIZENKORN

„Winterliche Wohnwelten“ läuft ab dem 29. Oktober.

Vom 17. bis 20. November eröffnet die

traditionelle „Adventsausstellung“ mit einer

großen Vielzahl von Hand gefertigten Adventskränzen

und -Gestecken. Hier lassen die

Florist*innen ihrer Fantasie freien Lauf, so dass

in den piepereitschen Werkstätten Jahr für Jahr

immer wieder echte Kunstwerke entstehen.

Gärtnerei Piepereit, Meienredder 35, Volksdorf,

Adventsausstellung: 17. – 19.11. 9 – 18

Uhr, 20.11. 10 – 17 Uhr, gaertnerei-piepereit.de

Geschlechterneutrale Mode

Designer Michal Nicolas macht es richtig und präsentiert mit der

„TEAMM8 Sportwear’s Fall Collection“ sportive Mode für aktive

Menschen – oder auch bequeme Netflix-Couch-Potatoes.

Auch bei der Modelauswahl macht es der Modeschöpfer so, wie

es sein soll: Modelle verschiedener Ethnien – nicht alle jung, nicht

alle heteronormativ, nicht alle sich binär definierend – wurden als

Gesichter und Körper der 2008 an den Start gegangen Modemarke

ausgewählt. *rä

www.teamm8.com

TREND


26 Style

SELF(S)CARE?!

HALLOWEEN!

WELLNESS

Es ist zwar eigentlich noch etwas hin bis

Halloween am 31. Oktober, aber irgendwie

folgt ja nach dem Sommer (scheinbar)

sofort die gruselige Zeit (Herbst =

Halloween), dann wird es besinnlich (Advent), dann

fröhlich (Weihnachten), dann turbulent (Silvester).

Und wumms, schon ist 2023 da. Und da Vorfreude

eine der allerschönsten ist, beginnen wir den Reigen

der „Feste, auf die #mensch sich freuen kann“ mit

feinen Sachen für Halloween.

FOTOS: WWW.LUSH.COM, M. RÄDEL

Dieser ursprünglich auch christliche „Feiertag“

am Abend vor Allerheiligen – der Brauch kommt

ursprünglich aus Irland – kann auch so zelebriert

werden, dass dein Körper ihn genießen kann und

du und deine Liebe(n) Spaß haben. Etwa mit den

Produkten ** von LUSH ***. Das 1995 gegründete,

sich für Nachhaltigkeit, Umweltschutz und queeres

Leben einsetzende Kosmetikunternehmen aus

UK hat Produkte im Angebot, die einfach Freude

bereiten – und etwas gruseln.

Da wäre zum Beispiel die Badebombe „Screamo“,

die das Badewasser kobaltblau färbt und mit Kirsch-

Mandel-Duft verwöhnt. Oder auch„Punkin Pumpkin“,

eine Badebombe in klassischem Kürbis-Design,

die deine Haut weich und geschmeidig macht und

das Wasser (nicht dich!) orange. Cool ist auch die

Gesichtsmaske „Mr Pumpkin Face“, die peelt, pflegt

und macht dir einen Kürbiskopf! Du willst es groß

und blubbernd? Dann ist das Schaumbad „Cyclops“

genau richtig für dich, baden wie im Hexentopf … *rä

www.lush.com

** viele Produkte sind vegan, alle werden handgefertigt

*** populär wurde unter anderem die „#gayisok“-Kampagne

von LUSH, die sich für die Rechte von LGBTIQ* einsetzt

DESIGN

Wunderbar erholt

dank Zirbe

Dank was? Dank der Zirbe, der Zirbelkiefer. Der

Schweizer Naturbettenhersteller Hüsler Nest verarbeitet

nur unbehandelte Naturmaterialien und macht

daraus schicke und bequeme Betten wie dieses

namens Nido.

Besonders gut schlafen kannst du in diesem

Massivholzbett trotz etwaigem Stress, da der Duft

von Zirbenholz aktivierend auf den Parasympathikus

wirken soll, dem beruhigenden Gegenspieler zum

Stresser Sympathikus. Der Geruch der Zirbe wirke ausgleichend

und fördere so Gesundheit, Wohlbefinden

und verbessere deine Schlafqualität. Wir lieben! *rä

www.huesler-nest.de

FOTO: WWW.HUESLER-NEST.DE


FOTOS: EGO MOVEMENT

MICHAEL

§

LEIPOLD

RECHTSANWALT

Fachanwalt für Familienrecht

Fachanwalt für Migrationsrecht

• Strafrecht

• Familien- und Partnerschaftsrecht

• Migrations- und Asylrecht

Steindamm 62 • 20099 Hamburg

Tel.: (040) 357 147 34

Fax: (040) 357 147 37

www.kanzlei-leipold.de

Style 27

FAHRRAD

Was für ein Drahtesel!

Frischluft nach wilden Partytagen gefällig? Ab aufs Rad

und raus in die Natur! Aber wenn es so richtig, richtig heiß

und drückend ist, fällt mitunter jede Tour schwer. Wir

haben da etwas für dich, das dir ab und an helfen kann …

Nächster Anzeigenschluss

ist der 11.11.22 für das

Dezember 22 / Januar 23 Heft

Das E-Bike „Skarabäus“ vom Schweizer Technologieunternehmen

EGO Movement ist nicht nur schön – so schön

wie der von den Ägyptern einst verehrte Käfer –, es ist auch

so flink wie der Sechsbeiner, dessen Panzer seine Farben je

nach Lichteinfall verändern kann. Und das tut der Rahmen

dieses E-Bikes ebenso! Ein Leichtgewicht ist dieser stylishe

Drahtesel zudem, nicht mal 19 Kilogramm bringt er auf die

Waage. Viel Spaß bei der nächsten Radtour! *rä

Buchen Sie Ihre

Anzeigen unter

info@hinnerk.de

egomovement.com

1.10. & 12.11.22 • 19UHR


28 Kultur

2022 soll es so weit sein, ein großer

Streamingdienstanbieter wird die

Kandidaten der dann aktuellen Wahl zum

Mr Gay Germany mit der Kamera begleiten.

Backstage, on stage, unter Palmen

und bei der Arbeit in und für die LGBTIQ*-

Community.

Wie immer gilt auch für 2022/23: Das

Aussehen der Teilnehmer steht dabei

WAHL

Maximale Aufmerksamkeit, maximale Sichtbarkeit:

MR GAY ALS STREAMING-EVENT

nicht im Vordergrund, denn gesucht wird

ein seriöser Repräsentant der LGBTIQ*-

Community, der – auch schon vorab – eine

Vorbildfunktion erfüllt und zudem eine

Botschaft hat.

„Gesellschaftliche Relevanz trifft auf ein

unterhaltsames und aufmerksamkeitsstarkes

Format“, freut sich das Team von Mr

Gay Germany vorab. Und verrät auch schon

etwas mehr: „Wir bekommen Eindrücke von

den Vorbereitungen der Kandidaten, exklusive

Behind-the-Scenes-Einblicke sowie

spannende Interviews mit der Jury. Ein

abwechslungsreicher und extrovertierter

Cast sorgt für die gesamte Bandbreite an

Emotionen: Ehrgeiz, Freundschaften, Rivalitäten,

Spaß, Neid, Hoffnung, Witz, Drama,

Mut ... und vielleicht sogar Liebe?“ *rä

www.mrgaygermany.de

FOTO: MRGAYGERMANY.DE

VERLÄNGERT!

Nachtklub VELVET

bleibt geöffnet!

FOTO: DANIEL LINNET

Na das hat eingeschlagen. Und

darum bleibt VELVET auch noch

bis Mitte Oktober im Programm

des HANSA-Theatersaals in St.

Georg.

Was ein Leben auf den Showbühnen

der Disco-Tantztempel bedeutet,

erfährt in der umjubelten und

mehrfach ausgezeichneten Show

unter Regie des Australiers Craig

Ilott ein junger Mann ganz zufällig

und unvorbereitet zum ersten Mal:

Eine überlange, verausgabende,

glamouröse und frivole Partynacht.

Wer jetzt schon sanft wippend

„Small Town Boy“ oder „Funkytown“

summt, sollte ganz schnell die

letzten Tickets auf velvettheshow.

de sichern. Auf maenner.media/

regional/hinnerk könnt ihr aber auch

vorher noch einmal im Interview

mit Regisseur Ilott und Hula-Hoop

Boy Craig Reed noch tiefer ins sonst

streng abgeschirmte Räderwerk

hinter der Glamourfassade von

VELVET abtauchen. *ck

Bis 16.10. VELVET, HANSA

Theatersaal, Steindamm 7,

Hamburg, Tickets 04047110644,

velvettheshow.de


13. NOVEMBER

BIS 05. MÄRZ

Endlich wieder in Hamburg!

Standort: Kleine Moorweide

PALAZZO.ORG

Jetzt

Tickets

sichern!


30 Kultur

TOURNEE

Tim Fischers

„TIGERFEST“

feiert Kreisler

FOTO: B. KRAEHAHN

Und das mit Einflüssen so unterschiedlicher

Genres wie Jazz, Disco

und Schlager. In der Tat hat sich Tim

Fischer zum 100. Geburtstag von Georg

Kreisler etwas Wunderbares einfallen lassen:

„TIGERFEST – tim fischer singt georg

kreisler“ ist ein Fest.

Und das ist natürlich noch nicht alles, denn

Chanson-Kreateur Tim geht auf Tour, um

dieses Album, das am 28. Oktober erscheinen

wird, vorzustellen. Nach der Premiere

in Berlin startet Tim Fischer seine Tournee

und macht unter anderem am 21.10. in

Düsseldorf, am 22.10. in Köln, am 20. und

21.11. in Hamburg, am 2. und

3.12. in Bremen und am 4.12.

in Oldenburg musikalische

Station. Alle Daten findest

du hier: www.timfischer.de

Die Verehrung war übrigens nicht nur

einseitig, wie man diesem Zitat von Georg

Kreisler über Tim Fischer entnehmen

kann: „Er besticht hochmusikalische

Zeitungskritiker, die Geld brauchen

und dann tränenüberströmt ein paar

freundliche Worte über ihn schreiben,

bevor sie beichten gehen. Das Geld hat er

von seinem Vater, einem Bankräuber. CDs

und Konzerte macht er nur, um die Polizei

abzulenken. Alles in allem bin ich also sehr

glücklich darüber, dass Tim Fischer meine

Lieder singt.“

Über Georg Kreisler: Der in Österreich

geborene jüdischstämmige Komponist,

Sänger und Dichter (18. Juli 1922 bis

am 22. November 2011) hatte 1943

die amerikanische Staatsbürgerschaft

angenommen, lebte und wirkte aber ab

1955 wieder in seiner Heimat. *rä

VERLOSUNG

Meine schrecklich

verwöhnte Familie

Wir verlosen den urkomischen Film mit

Gérard Jugnot („Die Kinder des Monsieur

Mathieu“) als schwerreicher, aber melancholischer

und vor allem frustrierter Vater

Francis Bartek geht es heiß her in Monaco.

Wer hier lebt, ist reich, kauft jeden Tag

ein, was Spaß macht, denkt wenig an

die Umwelt, wenig an die Menschen, die

nicht so viel haben und will vor allem

Spaß. Zumindest in der Bubble, in der

seine Kinder durch seinen Reichtum

leben, ist das so. Doch Francis will seinen

verzogenen und mittlerweile erwachsenen

Kindern eine Lektion fürs Leben erteilen.

Und sperrt ihre Kreditkarten, die Konten,

alles … Nun müssen Philippe (Artus),

Stella (Camille Lou) und Alexandre (Louka

FOTO: EUROVIDEO MEDIEN

Meliava) ohne Papas Geld klarkommen.

Und der gibt ja ebenfalls vor, pleite zu sein.

So vorhersehbar der Plot erscheint, so

gekonnt, rasant und überraschend ist er

dann umgesetzt. Ein Film von Regisseur

Nicolas Cuche, der Freude macht! *rä

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32 Kultur

FOTO: FLARE FILM / FALK SCHUSTER

KINO

ANIMA – Die Kleider meines Vaters

Das queere, humorvolle und

gesellschaftlich-wichtige Kinodebüt

von Regisseurin Uli Decker wird am 20.

Oktober in deutschen Kinos starten. Eine

wahre (!) Geschichte über Queerness, das

Heranwachsen und tragisch-komische

Momente in der bayrischen Provinz.

Im Mittelpunkt des Films steht Uli, die will

entweder Papst oder Pirat werden. Und sie

will irgendwann einen Bart haben, denn

alle, die etwas Spannendes erleben, trugen

einen Bart. Auf gar keinen Fall will Uli aber

die Erwartungen ihrer Umgebung erfüllen,

sie verlässt die Provinz, um freier zu leben.

Sie wollte in die Welt hinaus, was erleben,

sie wollte unter solchen Bedingungen kein

Mädchen sein.

Nach dem Tod ihres Vaters übergibt ihr die

Mutter das Erbe, eine geheim gehaltene

Kiste, die Ulis Sicht auf ihre Familie

grundlegend verändern wird: Der Vater war

heimlich ein Transvestit, seit 1946, heimlich

erst in den Kleidern seiner Mutter vorm

Spiegel ... Heute und vor allem in Großstädten

nichts Skandalöses, im

20. Jahrhundert allerdings

– und auch heute noch

in der Provinz – etwas,

das leider immer noch

viele provoziert und gar

gefährlich werden kann.

„Lieber Papa, seit deinem

Tod habe ich den Eindruck,

Du verfolgst mich …“, diese

große Schwere droht Uli

erst zu erdrücken, doch

dann fährt sie zurück und

nimmt ihr Erbe an. Sie

erzählt ihre Geschichte, die ihres Vaters,

obwohl der Papa ja nie im Mittelpunkt

stehen wollte. Auch das merken die hier

zu sehenden Wegbegleiter an. Aber es

muss sein. „Ich frage mich, was für ein

Theaterstück wir vier eigentlich aufgeführt

haben?“, merkt die Regisseurin im Film

an – und erzählt von ihrer Wut

auf den Ort, die manchmal

hochkommt. „Wir müssen

die Väter und Mütter auch

verraten, damit wir mit unserer

Vergangenheit in Frieden leben

können“ – eine Tagebuchzeile,

die sie von ihrem Vater als an

sie gerichtet interpretiert.

„ANIMA – Die Kleider meines

Vaters“ feierte auf dem 43.

Filmfestival Max Ophüls

Preis im Wettbewerb seine

Weltpremiere und wurde als

„Gewinner Publikumspreis Dokumentarfilm“

und „Gewinner Bester Dokumentarfilm“

geehrt. *rä

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“WELTKLASSE

AKROBATIK!”

Hamburger Abendblatt

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Das DISCO-VARIETE-INFERNO aus Sydney

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MUSIC DIRECTOR: Joe Accaria

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im HANSA-Theatersaal


EROTIK

Osito – „meat ICON“

Der Fotograf Adrian Lourie hat ein neues Projekt

am Start: „meat ICONS – A Pictorial On Modern

Masculinity“. Jeden Monat gibt es eine Ausgabe, die

einem Model gewidmet ist. Den Auftakt machte Anfang

des Jahres der eigentlich recht scheue Osito, für diesen

Monat wird es ein anderer Hingucker.

Kultur 33

Via E-Mail verrät der Künstler: „Die erste Ausgabe von

meat ICONS ist also zurück aus der Druckerei und

ich könnte nicht glücklicher sein. Nun, jeder, der mich

kennt, weiß, dass ich es könnte, aber das ist mein

abscheulicher Perfektionismus, der durchscheint. Es

sieht toll aus und fühlt sich auch so an und ich kann es

kaum erwarten, es mit euch zu teilen.“ Jedem „meat

ICON“ wird ein signierter A5-Kunstdruck beiliegen, so

Adrian Lourie.

Nackte Kerle aus verschiedenen Gesellschaftsschichten

und mit verschiedenen Berufen. Allein die Bilder machen

klar, dass es bei „meat ICONS – A Pictorial On Modern

Masculinity“ um Body Positivity geht („jeder Körper

ist schön“ & „du bist so gut, wie du bist“) – ein sexy

Statement gegen alle Arten von (Body-)Shaming. Body

Positivity statt Bodyshaming: meat ist queere Erotik

in Kalender-, Video- und Buchform. „meat ICONS – A

Pictorial On Modern Masculinity“-Mastermind Adrian

Lourie, der schon seit 2010 die Szene mit seiner erotischen

Fotokunst beglückt, verriet uns einmal über die

Beweggründe, so ein Projekt zu machen: „Wir sind nicht

alle muskulös und wir sind nicht alle 19 Jahre alt. meat

ist eine tolle Sache, Körper echter Menschen zu feiern.“

Wir sind Fan. *rä

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18.-23.10.2022

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33. Hamburg

International

Queer Film

Festival


34 Kultur

FIRST STAGE

FIRST STAGE

ES ES WEIHNACHTET

SEHR! SEHR!

Bis Mitte Oktober kann noch das umjubelte

Musical Footloos in Hamburgs

jüngster Theaterschmiede genossen werden,

bis auch auf diesen Bühnenbrettern

die Weihnachtszeit Einzug hält. Ab Anfang

November heißt es nämlich dann ausschließlich

„Weihnachtsshow“ für Groß und

Klein. Das übrigens wörtlich und getrennt:

DIE GROSSE WEIHNACHTSSHOW –

STEPPENDE WEIHNACHTSMÄNNER

UND RAPPENDE ENGEL

Zum 6.Mai mit von der Partie: Ein Weihnachtsklassiker,

dargebracht in glitzernder

Puderzucker-Szenerie, wiegt das Publikum

ein paar Takte lang in allumfassende

Wohlfühl-Sicherheit, um dann eine

gänzlich andere Richtung einzuschlagen.

Immer? Nein, nicht immer. Sonst wäre es

ja keine Überraschung. Tradition meets

Weihnachten 2.0 – hier bekommt das Wort

„Fröhliche“ eine ganz neue

Bedeutung und es steckt

jede Menge Schalk hinter einem

Weihnachtswunder.

DIE FIRST

STAGE MACHER:

„Wir versprechen: Keiner,

egal ob groß oder klein, wird

DIE KLEINE WEIHNACHTSSHOW - DER

WEIHNACHTSDRACHE

Die Bühnenbearbeitung von „Der kleine

Weihnachtsdrache“ von Anne Ameling.

Die Weihnachtsshow für kleine Gäste wird

aufgrund der hohen Nachfrage und der

positiven Kritiken im vergangenen Jahr auch

im Winter 2022 wieder fester Bestandteil

des First Stage Theaters sein.

Doch was hat es nur mit diesem Weihnachtsdrachen

auf sich? Wer es schaffen

sollte, sein Kind aus dem schillernden

Foyer in das Innere des Theaters zu locken,

kann sich auf eine hinreißende Geschichte

freuen. Wie jedes Jahr kauft Papa

Heinze erst auf den letzten Drücker den

diesen zauberhaften Tag

im First Stage je

vergessen!“

Weihnachtsbaum und wie jedes

Jahr geht auch dieses Mal wieder

etwas schief. Nicht dass der Baum,

wie die Jahre vorher, alle Nadeln verlor, völlig

krumm, viel zu klein oder zu groß war - nein,

dieses Mal ist er einfach fürchterlich schwer!

Und dann der Schock am nächsten Morgen:

der Baum ist weg!! Gerade als Papa Heinze

sich auf Einbrechersuche begeben will, fällt

er fast um vor Schreck. In seinem Schrank

befindet sich ein grüner Stacheldrache!! Wie

um Himmels Willen ist der dahin gekommen?

Was soll er mit dem Ungetüm jetzt

anfangen und wo kann er jetzt noch einen

Baum herbekommen? Fragen über Fragen!

Erleben Sie an der Seite Ihrer Kleinen, wie

Familie Heinze Weihnachten rettet und was

für eine Rolle die Erdbeermarmelade von

Oma dabei spielt.

firststagehamburg.de

FOTO: RAWPIXEL / FREEPIK.COM / CO00

SCHMIDTS TIVOLI

Der achtsame

Tiger

Der Tiger ist gefährlich? Ein wirklich

wildes Raubtier? So’n Quatsch – diese

Beschreibung findet der achtsame

Tiger nun doch ganz schön unpassend.

Schließlich hat er alle Pfoten voll zu

tun, um seinen tierischen Freunden zu

helfen! Er nimmt uns mit in seine bunte,

geheimnisvolle Welt und zeigt uns, wie so

ein Tag im echten Tigerleben aussieht: Er

erklärt dem kleinen Elefanten, was eine

Kokomeloranganavokakizitrosine ist. Er

verrät der vor Stress verknoteten Boa seinen

ganz geheimen Tigertrick. Er hilft dem

Krokodil dabei, endlich mutiger zu werden,

löst den erschöpften Papagei beim Brüten

ab und hängt ‘ne entspannte Runde mit

dem Faultier ab. Denn am Schluss gibt’s

eine fröhliche Urwaldparty, natürlich

gemeinsam mit allen Freunden. Roaaar!

Ein Familienmusical von den Schmidt-

Erfolgsgarnaten Martin Lingnau und Heiko

Wohlgemuth und unter Patenschaft von

Rolf Zuckowski.

www.tivoli.de

ILLUSTRATION: EMILIA DZIUBAK


Kunstmuseum

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10. 9. 2022

— 8. 1. 2023

Mit großzügiger Förderung durch Mit Unterstützung von Medienpartner

Laetitia Ky, pow’hair (Teilansicht), 2022, © Laetitia Ky, Courtesy the artist


MUSIK

NACHGEFRAGT

ROBBIE

WILLIAMS:

„Ich konkurriere mit Gleichaltrigen …“

Mit Nacktheit hat der 48-Jährige offenbar kein Problem. Auch auf dem Cover seines Albums „XXV“, mit dem er

jetzt seine 25-jährige Solokarriere zelebriert, zeigt er sich unbekleidet. Während er für das Foto abgelegt hat,

kommen seine Songs nun in einem anderen Gewand daher. Deutlich aufwendiger produziert. Der Sänger hat

Klassiker wie „Let Me Entertain You“ oder „She's the One“ und selbstverständlich seinen kommerziell erfolgreichsten

Hit „Angels“ mit dem niederländischen Metropole Orkest neu eingespielt. Mit herrlich schwelgerischer

Opulenz. Allerdings waren die Musiker überhaupt nicht gemeinsam im Studio. Während der Pandemie, erzählt

Robbie Williams, sei er in Los Angeles gewesen, das Orchester habe sich dagegen in Holland aufgehalten:

„Es wäre sehr teuer geworden, alle einfliegen zu lassen.“

Zum Glück kann man dank moderner

Technik auch aus der Ferne

ziemlich gut zusammenarbeiten.

Mit dem Ergebnis ist Robbie

Williams nun mehr als zufrieden.

Vor allem mit seinem ganz

persönlichen Lieblingssong „Feel“,

den erwartungsgemäß nach dem

altvertrauten Klavier-Intro Streicher

veredeln. Auch in dieser Version

treffen einen Sätze wie „Scare

myself to death“ oder „I don't

wanna die / but I ain't keen on living

either“ immer noch mitten ins Herz.

Wenn man danach in dem neuen

Stück „Lost“ die erste Zeile „I wake

up, terrifying myself again“ hört,

klingt das beinahe wie eine „Feel“-

Fortsetzung. Mit dieser Feststellung

ist der vierfache Familienvater

durchaus einverstanden. „Lost“, urteilt

er, mute wie eine altmodische Robbie-

Williams-Nummer an: „Die emotionalen

Akkorde beschwören geradezu eine Introspektive

der dunkelsten Momente herauf.“

Sich dann vor sich selber zu erschrecken

und aus dem seelischen Gleichgewicht zu

geraten, diese Situation ist dem Musiker

nur allzu vertraut: „Wenn ich nicht gerade

mit meiner Familie zusammen bin oder

mit jener Handvoll Menschen, in deren

Gegenwart ich mich am wohlsten fühle,

überwältigen mich meine Gedanken oft.

Einfach weil ich einen sehr geschäftigen

Geist habe.“

Um das zu kompensieren, griff Robbie

Williams früher regelmäßig zu Drogen

und Alkohol: „Als ich total verloren war,

habe ich mich selber medikamentiert.“

Inzwischen ist er clean, seit mehr als 20

Jahren. Seine Familie ist das, was ihn erdet:

„Ich bin natürlich für sie verantwortlich.“

Gleichwohl haben sich seine Probleme

keineswegs in Luft aufgelöst. Als Robbie

Williams kürzlich bei einer Awareness-

Veranstaltung in St. Tropez vor 500

geladenen Gästen eine Rede hielt, erzählte

er von seinen Depressionen, von seiner

ADHS-Störung, von seiner Legasthenie,

von seinen Zwangsvorstellungen. Er soll

sich als Alkoholiker geoutet haben, als

Süchtiger. Spricht man ihn auf diesen

Abend an und erkundigt sich, ob er mutig

für psychisch Kranke in die Bresche

gesprungen sei, dann gibt er sich erstaunlich

bescheiden: „Ich habe einfach den

Drang, das auszusprechen, was mir durch

den Kopf geht. Falls ich damit anderen

helfen kann – wunderbar!“

So lässig diese Sätze klingen mögen: Das

gesamte Szenario dürfte Robbie

Williams einiges abverlangt haben.

In seiner Ansprache offenbarte

er nämlich ebenfalls, dass er die

Tendenz habe, sich zu isolieren.

Wie schafft er es dennoch, bei

seinen Konzerten vor Tausenden

oder sogar Zehntausenden

aufzutreten? „Ich habe in diesem

Moment die Verantwortung, viele

Menschen gut zu unterhalten“,

erklärt er. „Diese Verantwortung

nehme ich sehr ernst. Unabhängig

davon, wie es mir gerade geht.“

Schließlich ist Robbie Williams

nach wie vor ehrgeizig. Sein Ziel ist

es, mit seinen Alben weiterhin an

der Spitze der Charts zu stehen. In

möglichst vielen Ländern: „Ich will

unbedingt relevant bleiben.“ Allerdings

steht die nächste Generation bereits

in den Startlöchern, etwa mit Harry Styles.

Mit ihm könne man nicht konkurrieren,

stellt Robbie Williams sofort klar: „Ich

konkurriere mit Gleichaltrigen oder mit

Musikern, die noch älter sind.“ Obgleich

ihn Harry Styles nicht zwingend an

den jungen Robbie erinnert, lobt

er seinen Landsmann in den

höchsten Tönen: „Ich kann bloß

Positives über Harry sagen. Er

ist charismatisch und sieht

wirklich gut aus. Seine Songs

sind großartig, zudem ist er

ein toller Performer.“

Ähnliches denken gewiss

unzählige Leute nach

wie vor über Robbie

Williams. Kein Wunder,

dass er keinen

FOTO: LEO BARON


MUSIK

Gedanken daran verschwendet, etwas kürzer zu

treten, wenn er in zwei Jahren 50 wird: „Ich frage

mich: Was bedeutet dieser Geburtstag eigentlich?“

Eine Antwort hat er nicht parat, jedenfalls noch

nicht. Fest steht lediglich: Robbie Williams will

weiterhin vorwärtsgehen, möglicherweise sogar mit

Take That: „Gegenwärtig zeichnet sich zwar nichts

Konkretes am Horizont ab. Sofern Gott es will und

meine Gesundheit es zulässt, würde ich aber gern

wieder etwas mit Take That machen.“

Zuvor hat sich Robbie Williams hingegen erst einmal

mit einer Künstlichen Intelligenz zusammengetan.

Mit Hilfe der KI, mit der 2021 Beethovens 10.

Sinfonie vollendet wurde, entstand eine neue

„Angels“-Version. Dieses Projekt, erläutert Robbie

Williams, sei an ihn herangetragen worden. Von

der Telekom: „Ich fand die Idee aufregend und

gut.“ Das Ergebnis kann sich durchaus hören

lassen. Im Intro vereinigt sich das Klavier mit

einer Geige, danach erst setzt der Gesang

ein. Zwischendurch bleibt abermals Raum für

eine reine Instrumentalpassage. Insgesamt

rückt das Stück jedoch eher den typischen

Robbie-Williams-Sound in den Vordergrund,

nicht so sehr Beethoven par excellence.

Stimmig ist es trotzdem. Könnte das Robbie

Williams animieren, zukünftig häufiger auf

eine KI zu setzen? „Wenn sie mir meinen Job

erleichtert, ja.“

*Interview: Dagmar Leischow

„Ich habe einfach

den Drang, das

auszusprechen,

was mir durch den

Kopf geht. Falls

ich damit anderen

helfen kann

– wunderbar!“


MUSIK

NACHGEFRAGT

SARAJANE

Nippel, Bauchrollen

und Selbstliebe

FOTO: @LEAHBEE.PHOTOGRAPHY

Wenn man gerade noch auf dem

Berliner-CSD durch die Straßen

tanzte, dann erregen Nippel, egal welchen

Geschlechts und Aussehens, wenig Aufmerksamkeit.

Jeder hat sie und sie sind

überall. Deswegen muss man sich, wenn

man das Cover vom neuen Album von

Sarajane betrachtet, daran erinnern, dass

der Rest der Welt mit Brustwarzen Probleme

haben kann: Denn sie stillt auf diesem

Bild ihr Baby und eine Brust ist zu sehen.

„Meine Nippel waren 35 Jahre lang

arbeitslos und es war eine schöne Zeit.

Doch dann kommt ein Kind daher und

hat Hunger – und dafür sind die Dinger ja

letztlich gemacht!“, lacht Sarajane. Das

Foto war nicht einmal so geplant. „Wir

hatten das Shooting bei uns zu Hause.

Mittendrin wacht das Baby auf und will

Nahrung. Dann sitze ich halt da, mit der

Brust draußen. Und die Fotografin hat

weitergearbeitet …“

Natürlich zirkulieren Varianten des Covers

– in den Vereinigen Staaten zum Beispiel

gibt es keine sichtbare Brustwarze. Auch

Instagram ist gespalten. Einerseits ist „laut

den Guidelines aktives Stillen erlaubt“,

weshalb sie das Cover im Feed posten

konnte. „Doch die Storys mit Links, die auf

das Album verweisen, werden gelöscht.“

Da ist ein Algorithmus wohl überfordert.

Doch abgesehen von solch Stolpersteinen

war das Feedback extrem positiv. „Ich

hatte mit mehr Gegenwind gerechnet.“

Vielleicht ist die Reaktion auch deswegen

so gut, weil „Milk & Money“ eine Freude

zu hören ist. Die Lieder sind extrem bunt

geworden und reichen von Reggaeton

zur hymnischen Ballade, von Pop bis zu

House-Beats. Auch inhaltlich ist es wunderbar

vielfältig. Zum Beispiel „Some More

Coffee“, dass unseren

Lieblingskick feiert

oder das Titelstück,

in dem Sarajane mit

Verve und Druck die

Realität zwischen

Business und Mutterschaft

eher zelebriert

als kritisiert. Und auch

„FUPA“, über das „fat

upper public area“, auf

Deutsch vielleicht am

besten als Bauchrolle

beschrieben, ein Lied

über den positiven Umgang mit dem

Körper und seinen Mängeln. Aber kann

ein Song wirklich helfen, wenn man mit

seinem Selbstbild hadert? „Spannende

Frage. Wenn ein Song dir sagt, du bist toll,

während du selbst denkst, nein, bin ich

nicht – dann kann das nicht klappen. Ich

habe auch verschiedene Körpergrößen

gehabt, keine Riesenschwankungen, mal

mehr, mal weniger – doch was immer blieb,

ist dieser Wulst unter dem Bauchnabel.“

Selbst auf einem Kindheitsfoto von ihr

war kein Gramm Fett zu sehen und doch

gab es diese kleine Bauchrolle. „Vielleicht

gehört die ja einfach zu mir?“ Letztlich

muss jeder seinen eigenen, perfekten

Körper finden. „Sei wer du bist und das

ist okay. Egal, ob diese FUPA bleibt oder

nur zu Gast ist. Du musst dich nicht

verstecken!“ Oder deswegen bestimmte

Klamotten tragen,

was auch Sarajane

gemacht hat, weil sie

meinte, sonst sieht mal

ja ihren Unterbauch.

„Aber dann sieht man

ihn halt!“, bekräftigt sie

jetzt selbstbewusst.

„Ich finde es so cool

und kenne es nur von

schwulen Männern,

dass alle Körpertypen

akzeptiert werden: Es

gibt Bears und es gibt

viele Haare oder keine, größer oder kleiner,

dicker, dünner – alle sind okay, wie sie sind.

Jemand macht eine Schublade auf und

entdeckt darin genau den Typ, den er geil

findet. Das bekommen Heten irgendwie

nicht so hin. Da sind wir ein bisschen

armselig.“ Dabei gibt es auch bei Heteros

alles in allen Formen, auch „kleine Dicke die

von großen Schlanken abgöttisch geliebt

werden und umgekehrt. Und doch haben

es schwule Männer besser raus – es klingt

bei ihnen immer liebevoller.“ *fis


MUSIK

AURA DIONE:

„Toleranz und Empathie“

NACHGEFRAGT

2017 erschien Aura Diones dritter

Langspieler „Can't Steel the Music“.

Ihre vierte Platte, ein Best-of-Album

namens „Life of a Rainbow“, ließ also fünf

Jahre auf sich warten. Geschuldet sei das

zum einen der Pandemie, räumt die Dänin

im Video-Interview ein. Zum anderen ihrem

Hang zum Perfektionismus: „Ich habe den

Anspruch, alles bestmöglich zu machen.“

Darum zog sich Aura Dione, die eigentlich

in Kopenhagen wohnt, während der

Corona-Krise auf die Färöer-Inseln zurück.

In der Heimat ihrer Mutter arbeitete sie in

aller Ruhe an „Life of a Rainbow“. Sorgsam

wählte die Musikerin Stücke wie „Song for

Sophie“ aus, die sie noch einmal einspielen

wollte. Inspiriert von der Natur führte sie ihre

Musik zu ihren Ursprüngen zurück – zu ihren

Folk-Wurzeln. Dazu gesellten sich einige

Streicherpassagen: „Ich liebe das Cello.“

Davon zeugt zum Beispiel die neue Version

von „Glass Bone Crash“. Im Video trägt die

37-Jährige nicht umsonst ein blaues Kleid:

„Ich habe zu jedem Lied einen Clip gedreht,

dem eine bestimmte Farbe zugeordnet ist.

Einfach weil das Leben total bunt ist.“

Mit diesem Konzept macht die Sängerin

einerseits darauf aufmerksam, dass

die Stimmungen einer

einzelnen Person immer wieder so facettenreich

wie die Farben des Regenbogens

sein können – mal taucht man in eine rosa

Periode ein, mal in eine dunkle Phase. Auf

der anderen Seite zollt Aura Dione der

LGBTIQ*-Community

Tribut. Ihr fühlt sie

sich eng verbunden,

schon ewig: „Gerade

queere Menschen

haben ziemlich schnell

meine Tiefgründigkeit

erkannt. Hinter

meinen schillernden

Kostümen verbirgt

sich nämlich meine

Sensibilität.“

Dafür möchte die

Tochter zweier Hippies

ihren Unterstützern unbedingt etwas

zurückgeben. „Als Popkünstlerin“, sagt

sie, „habe ich die Verpflichtung, mich für

diejenigen einzusetzen, die keine Stimme

haben.“ Besonders in Russland, erzählt sie,

habe sie zahlreiche Fans: „Es ist furchtbar,

wie sie aufgrund ihrer sexuellen Orientierung

diskriminiert werden.“ Homophobie nimmt

Aura Dione auf keinen Fall hin: „Die Erde

gehört uns allen. Darum sind Toleranz und

Empathie ganz wichtige Werte.“

Die Musikerin sucht stets nach Gemeinsamkeiten,

statt sich auf Unterschiede zu

konzentrieren. Diesen moralischen

Kompass übernahm sie

von ihren

Eltern, die sich aus tiefster Überzeugung

der 68er-Bewegung verschrieben. Ihre

Mutter verbrannte ihre BHs, sie protestierte

gegen die Miss-Dänemark-Wettbewerbe.

Nun ist sie im „Marry Me“-Video zu sehen.

Ausgelassen tanzt sie zu

den lässigen Vibes, mit

denen Aura Dione diese

komplett neue Nummer

unterlegt hat. Dabei ist

der Text eigentlich nicht

besonders fröhlich. Die

Sängerin beklagt, dass

ihr Partner ihr partout

keinen Heiratsantrag

mache. Letztlich, sinniert

sie, bleibe ihr immer nur

ihre Gitarre. Dennoch

war es nie eine Option

für sie, aufzugeben: „Man sollte weiterhin

versuchen, jemanden zu finden, mit dem

man sein Leben teilen kann. Wer die

Hoffnung verliert, sieht vielleicht gar nicht,

was direkt vor ihm liegt.“ Diese positive Einstellung

hat sich zumindest für Aura Dione

ausgezahlt. Sie ist inzwischen verlobt, ihr

Verlobter spielte sogar im „Marry Me“-Clip,

in dem sie ein Hochzeitskleid trägt, mit. Das

sorgte für Wirbel. In den sozialen Medien

machten Szenen von den Dreharbeiten

die Runde, daraufhin gratulierten viele der

Künstlerin zur Hochzeit. Obwohl sie noch

gar nicht unter der Haube ist ...

*Interview: Dagmar Leischow

FOTO: MERMAID RECORDS


MUSIK

DJ

CALVIN HARRIS,

der Junge aus Schottland

FOTO: SONY MUSIC

Als seine Karriere begann, war er

nur ein schüchterner Junge, der

einfach Glück gehabt hat. Calvin Harris

sah damals aus, als könnte er nicht begreifen,

was um ihn herum geschah: Eben

war noch ein unbekannter Musiker auf

MySpace – einen Moment später hatte

er einen Vertrag und stand im Studio mit

Kylie Minogue.

Dabei war er doch nur ein Junge aus

Schottland, aufgewachsen in einer Kleinstadt

namens Dumfries. „Viele Pubs, viele

Kühe!“, fasste er es damals zusammen. Am

Wochenende verließen die Leute das Haus

nur, um sich besinnungslos zu trinken,

Calvin hingegen spielte lieber mit seinem

Atari Sequenzer rum. Irgendwann verließ

er das Nest, um mit seinen über ein Jahr

gesparten 4000 Pfund in London zu leben

und dort an seinem Durchbruch als Produzent

für elektronische Musik zu arbeiten.

Zwölf Monate später war er pleite und

zurück in Dumfries. „Es war ein Desaster“,

gestand er damals. „Alles lief schief.“

Wieder zu Hause entwickelte er endlich

den housigen, poppigen Sound, für den

sein erstes Album „I Created Disco“ stand.

„Und dann ging ich zu MySpace, weil ich

gelangweilt war. Ich lud vier Songs hoch

und addete viele Freunde, möglichst

Leute von Plattenlabeln, um zu sehen,

was sie davon hielten.“ Kurze Zeit später

hatte Calvin Harris besagten Vertrag in der

Tasche und konnte seinen Job bei Marks

& Spencers aufgeben. Und das Erste, was

er danach zu tun bekam, war mit Róisín

Murphy zusammen zu arbeiten. Es war

etwas ins Rollen gekommen, das niemand

mehr aufhalten konnte …

So war Calvin schon 2009, als „Ready

for the Weekend“ erschien, kaum noch

wiederzuerkennen. Er hatte plötzlich Termine

und Aufträge in einem Umfang, dass

einem schwindlig wurde, noch dazu wurde

er in einem Tempo reich, dass jeden aus

der Bahn werfen muss. Kurze Zeit später

gehörte er schon zu den bestbezahltesten

DJs und Produzenten der Welt, arbeitete

mit den erfolgreichsten Musiker*innen und

lebte zwischen den größten Stars – wenn

er sie nicht gleich auch noch datete, wie

bei seiner kurze Beziehung mit Taylor

Swift. Der Junge aus Schottland war jetzt

selbst eine Berühmtheit.

Mittlerweile gibt es kaum noch einen

bekannten Namen, mit dem er über die

Jahre nicht zusammengearbeitet hat, ob

für deren Tracks oder seine eigenen Alben.

So fanden sich schon 2017 auf „Funk Wav

Bounces Vol. 1“ Frank Ocean, Pharrell,

Ariana Grande oder Nicki Minaj zusammen.

Doch vor allem zeigte „Vol. 1“ einen Calvin

Harris, der Frieden mit seinem Leben

gefunden hat – er wirkte angekommen.

Der Sound war relaxed und perfekt für

einen Sommer zwischen Entspannung

und Partys, die keinen Exzess mehr nötig

haben.

Jetzt, auf „Funk Wav Bounces Vol. 2“, setzt

er genau da wieder an. Mittlerweile, als ein

Elder Statesman des Popgeschäfts, wirkt

es als würde er einfach mit Freunden am

Pool abhängen. Nur dass seine Freunde

Dua Lipa, Charlie Puth, Justin Timberlake

oder Halsey heißen. Calvin lebt hier ganz

entspannt seine poppige Seite genauso

aus wie seine funkige, und hinter allem

feiert er seine Liebe zu modernem Soul

und Hip-Hop. Was er sich damals noch

nicht getraut hatte, denn er fand, dass

es lächerlich für einen neunzehnjährigen

weißen Jungen aus Schottland wäre,

R&B oder Rap zu machen. Doch für den

Megaproduzenten Calvin Harris, der Snoop

Dogg zu seinen Buddys zählt …? So passt

„Vol. 2“ perfekt zum entspannten Ende

eines Sommers: Noch einmal die Beine

hochlegen oder sanft grooven, am besten

mit Meerblick und einem Cocktail in der

Hand. Auf dich, Calvin! *fis


TIPP

Luke Sital-Singh:

„Dressing Like a Stranger“

MUSIK

Das Album ist der Nachfolger des

2019 erschienenen Albums „A Golden

State“ („... strotzt nur so vor Akkorden

und Klangstrukturen des klassischen

Westküsten-Songwritings mit Anlehnung

an Springsteen“, The Sunday

Times), das seinem Umzug nach Los

Angeles vorausging. „Dressing Like

a Stranger“ wurde im Golden State

geschrieben und aufgenommen. Anfangs arbeitete Luke allein

zu Hause in Los Feliz, als Covid-19 über die Welt hereinbrach.

Später mietete er ein Studio und nahm ein paar Songs selbst

auf, bevor er seinen britischen Kollegen und Singer-Songwriter

Dan Croll als Co-Produzenten und Tchad Blake (Fiona Apple,

The Black Keys, Elvis Costello) für den Mix hinzuzog.

INDIE

Charlie Winston

„as I am“

Der sympathische Singer-Songwriter

(„Like a Hobo“) meldet sich

Ende September mit einem Album

zurück. Auf seiner Homepage

verrät er darüber: „,as I am‘ ist eine Sammlung von Songs,

die ich 2020 geschrieben habe. Der Lockdown der Welt war

eine Gelegenheit, tief in den kreativen Prozess einzutauchen

und gleichzeitig zu verstehen, was mich zu dem macht, was

ich bin. Ich hatte das große Bedürfnis, meine Perspektive

zu ändern. Wie die Schriftstellerin Anaïs Nin einmal schrieb:

Wir sehen die Dinge nicht so, wie sie sind, sondern wie wir

sind. Um zu verstehen, wie ich die Realität sehe, musste ich

die Linse untersuchen, durch die ich die Welt sehe. Wenn

ich irgendwelche Wünsche habe, dass sich Dinge in meinem

Leben ändern, muss ich zuerst verstehen, wie ich es sehe. Der

Titel und die Songs erinnern mich also daran, zu versuchen,

mich selbst so zu sehen, wie ich bin.“ Gut geworden! *rä

MUSICAL

„20.000 Meilen

unter dem Meer“

Das legendäre Techno-Duo U96 („Heaven“,

„Das Boot“, „Love Religion“ …) und

der gefeierte Schauspieler Claude-Oliver

Rudolph werden ab Oktober bundesweit als

The Jules Verne Experience mit dem Fantasy-Musical „20.000

Meilen unter dem Meer“ begeistern. Geplante Stationen des

schon jetzt Wellen schlagenden Werks sind unter anderem

Frankfurt, Dortmund, Stuttgart, Köln, Rostock, Kiel, Bremen,

Hamburg, Berlin und Erfurt. Versprochen wird ein „multimediales

XXL-Bühnenbild“, Spannung und Musik, die hypnotisiert. Erzählt

wird, angelehnt an Jules Vernes unheimlichen Abenteuerroman,

von Kapitän Nemo und seinen Abenteuern 20.000 Meilen unter

dem Meeresspiegel. *rä

www.reservix.de, www.eventim.de, www.Adticket.de,

www.myticket.de, www.the-jules-verne-experience.de

FOTO: A. BEHRENS


MUSIK

NACHGEFRAGT

FOTO: SONY MUSIC

ELECTRIC CALLBOY:

„Wir bleiben unberechenbar“

Beflügelt von einer Umbesetzung

und einer Namensänderung zieht

die Dance-Metal-Band aus Castrop-Rauxel

auf ihrem neuen Album „Tekkno“ sogar

noch mehr Register als ohnehin üblich.

Das wäre ein Fest geworden: „Aus einer

Schnapslaune heraus“, wie Frontmann und

Co-Sänger Kevin Ratajczak fröhlich erklärt,

während er im Backstagebereich eines

großen Festivals in der Schweiz mit uns

telefoniert, hatte sich Electric Callboy beim

deutschen Vorentscheid des diesjährigen

Eurovision Song Contest beworben. In

die Vorauswahl waren die sechs Jungs

aus Castrop-Rauxel und Umgebung noch

gekommen, doch dann verließ den für den

ESC zuständigen Norddeutschen Rundfunk

womöglich der Mut und die Band wurde

aussortiert. „Es gab einen Riesenaufruhr,

inklusive einer Petition mit über 100.000

Zuschriften, uns doch zu nominieren, aber

der NDR, der kurz aus seiner Nussschale

herauszukriechen schien, hatte sich wieder

verkrochen und ging lieber auf die vermeintliche

Nummer Sicher.“ Im Nachhinein sei

man aber gar nicht so traurig darüber, nicht

in Turin dabei gewesen zu sein, und noch

einmal wolle man es auch nicht probieren,

denn, so Kevin, „der ESC ist nicht wirklich

unsere Welt.“

Dabei hätte der Song, mit dem Electric Callboy

angetreten war, gar nicht besser zu der

Over-The-Top-Veranstaltung passen können.

Auf „Pump It“, einer der vorab veröffentlichten

Singles von „Tekkno“, dem sechsten

Album, vermischt die Band 80ies-Sounds,

ein wenig Trash-Pop und unterhaltsames

Heavy-Metal-Geschrei zu einem extrem

vergnüglichen, stimmigen Ganzen. Im Video

sieht man die verkleidungsfreudige und

sich musikalisch noch sonst wie keinesfalls

zu ernst nehmende Band beim Aerobic.

„Unsere Kreativität und unser Ideenreichtum

sind absolut unbeschnitten“, sagt Kevin, der

sich den Sängerjob mit dem 2020 zur Band

gestoßenen Nico Sallach teilt. „Wir machen

uns einen großen Spaß

daraus, uns immer

wieder zu verwandeln

und unberechenbar zu

bleiben.“ Anfangs hatte

es die 2010 gegründete

Truppe, die ihren

Namen im Frühjahr

von Eskimo Callboy in

Electric Callboy änderte

(„Das Wort ‚Eskimo‘

ist einfach heute

problematisch“) noch

schwer. „Wir haben

uns damit geplagt, keine klare Identität zu

haben. Es hieß häufig ‚Ihr seid nicht richtig

Metal, ihr seid nicht richtig Pop, was macht

ihr denn eigentlich?‘ Aber diesen wilden

Mix, den lieben wir einfach immer schon am

Allermeisten.“ Und nach und nach erspielte

sich Electric Cowboy dann ein sehr diverses

Publikum von Gleichgesinnten – seien es

Rock- und Hardcore-Fans oder Leute, die

sonst zu Deichkind oder Scooter gehen. Vor

letzteren verneigten sich Electric Callboy

vergangenes Jahr mit ihrem Scooter-auf-

Speed-Metal-Song „Hypa Hypa“, dem bis

dato größten Hit. Scooters HP Baxxter

habe trotz Anfrage nicht auf der Nummer

mitsingen wollen, selber schuld. „Wir gehen

davon aus, dass er mittlerweile weiß, wer wir

sind.“

Und natürlich setzen die überzeugten

Ruhrgebietsbewohner auch auf „Tekkno“ ihr

Stilmix-Spektakel fort. Ekstase, der Drang

zum Durchdrehen und ausgeprägtes Gespür

für Ironie durchziehen die Platte. Harte

Synthies, harte Gitarren

und harter Gesang sind

die Hauptbausteine

von Liedern wie „We

Got The Moves“ oder

„Spaceman“, aber

das bedeutet nicht,

dass Electric-Callboy-

Freunde gefeit wären

vor Überraschungen.

„Fuckboi“ ist eine

Huldigung an den

Pop-Punk der frühen

Nullerjahre und erinnert

an eine Mischung aus Blink-182 und Avril

Lavigne (den weiblichen Gesang steuern

Conquer Divide bei), und „Hurrikan“ ist

ein abgedrehter Ausflug in die seltsame

Welt des Ballermann-Schlagers. Das Video

drehten die Jungs sogar im berühmtberüchtigten

„Bierkönig“ auf Mallorca. „Diese

Welt ist wirklich krass beeindruckend, und

für einen Abend fanden wir es wirklich geil,

ein Teil davon zu sein.“ Aber dann war es

auch genug.

*Interview: Steffen Rüth


POP

Rick Astley: „Whenever You

Need Somebody“

MUSIK

FOTO: C. CIMINO

Das Debütalbum „Whenever

You Need Somebody“ des

Popsterns Rick Astley, der seit

1987 mit Hits wie „Cry for

Help“, „Take Me to Your Heart“

und „Never Gonna Give You

Up“ die Welt beschallt, erschien

2022 neu. Natürlich mit vielen

Bonustracks und Remixen.

In düsteren und stressigen

Zeiten denkt man gerne – oft

idealisierend – zurück an die

Vergangenheit, als alles scheinbar

besser war. Oder auch einfach

lustig(er). Popmusik aus dem

Hause Stock Aitken Waterman

(kurz: SAW) zum Beispiel klang

zwar immer irgendwie ähnlich,

aber auch immer sehr gut. Egal

ob für Donna Summer, Dead or

Alive, Kylie Minogue, Bananarama

oder eben Rick Astely, die drei

Producer aus UK wussten die

1980er hindurch ganz genau, was

die Tanzflächen füllt, wie das Lied

zu klingen hat. Und sie waren in

den Remixen dann auch durchaus

oft wirklich innovativ! Bei Rick

Astley setzten sie erfolgreich auf

Disco-Pop und Herzschmerz und

schufen mit dem 1987er-Album

„Whenever You Need Somebody“

ein Pop-Standardwerk des 20.

Jahrhunderts.

Unsere Anspieltipps auf der

2022er-Ausgabe des Albums

sind die Charthits „Together

Forever“ und „Whenever You

Need Somebody“, aber auch

„My Arms Keep Missing You (The

„Where’s The Harry” Remix)“ und

„You Move Me“. *rä

NEWCOMER

„Hoffnung treibt uns alle an“

– Jason William

Sehr jung, einst bei „The Voice Kids“, jetzt Abiturient mit großer

Karriere vor sich: Jason William. Unlängst hatte sein brandneuer

Videoclip zu „Hope“ Premiere. Über die soulige Popnummer

verrät der Hingucker aus dem Saarland: „Hoffnung treibt

uns alle an, sie ist lebenswichtig. Vor allem in der aktuellen

Lage bedarf es besonders viel davon. Ursprünglich habe ich

den Song aus dem Pandemie-Frust meiner Generation heraus

geschrieben, habe aber schnell gemerkt, dass das Thema viele

Menschen unabhängig vom Alter bewegt. Denn Hoffnung

kann einen auch verzweifeln lassen, und um all das geht es in

‚HOPE‘.“ Konkrete Pläne hat der Newcomer auch, nicht nur

Hoffnungen: „Auch auf die Gefahr hin, dass ich wie ein Fanboy

klinge: Ich würde eines Tages wahnsinnig gerne mal ein Duett

mit Harry Styles singen. Ich glaube, unsere Stimmen könnten

tatsächlich matchen.“ Ja, da hat er recht. *rä

www.instagram.com/jasonwilliammusic

OUT

NOW


FILM

INTERVIEW

LUKE MACFARLANE:

„Ich kann froh sein …“

Luke Macfarlane, geboren 1980 im

kanadischen London, studierte an

der renommierten Juilliard School in New

York und hatte seinen ersten Leinwandauftritt

im Film „Kinsey“ von Bill Condon.

Der Durchbruch gelang ihm mit der Serie

„Brothers & Sisters“, in der er gemeinsam

mit Matthew Rhys ein schwules Paar

verkörperte – und in diesem Kontext auch

seine eigene Homosexualität öffentlich

machte. Es folgten viele, nicht ausschließlich

queere Serienrollen in „The Night Shift“

oder „Killjoys“, der Netflix-Film „Single

All the Way“ und diverse Theaterengagements.

Nun ist er in der romantischen

Komödie „Bros“ (ab 20.10.) in seiner bislang

größten Kinorolle zu sehen.

Mr. Macfarlane, „Bros“ ist ein Film,

wie es ihn so noch nicht gab: eine

von einem großen Hollywood-Studio

produzierte, klassische romantische

Komödie, in deren Zentrum zwei

schwule Männer stehen. Hätten Sie je

gedacht, das mal erleben zu dürfen?

Naiv und optimistisch, wie ich bin, hatte

ich nie Zweifel daran, dass die Filmbranche

irgendwann so weit sein würde. Die Frage

war eher, ob ich dann auch noch jung genug

bin, um darin irgendwie mitzuspielen.

Wie kam es denn letztlich dazu? Kannten

Sie Billy Eichner, der als Ko-Autor

und Hauptdarsteller die treibende

Kraft hinter „Bros“ ist, persönlich?

Nein, das lief über ein normales Casting.

Ich habe lange in New York gelebt und dort

auch studiert, war aber Billy nie persönlich

begegnet. Auch wenn ich natürlich viel

von ihm gehört habe und wir auch etliche

gemeinsame Bekannte haben. Als das

Drehbuch auf meinem Tisch landete, war

ich begeistert davon, wie gut es war und

wie gut die Rolle zu mir passen würde.

Deswegen habe ich mich selbst ganz schön

unter Druck gesetzt, mehr als sonst. Und

als ich dann beim Vorsprechen nicht nur

Billy, sondern auch Comedy-Größen wie

Regisseur Nick Stolle und Produzent Judd

Apatow gegenüberstand, war ich verdammt

nervös. Doch dann lief es zum Glück richtig

gut.

www.CENTURYMEDIA.com


Sie spielen nun Aaron, einen Anwalt,

der zumindest beruflich nicht so

richtig glücklich ist. Das könnte von

Ihnen, der ziemlich direkt nach dem

Schulabschluss fürs Schauspielstudium

nach New York ging, vermutlich

nicht weiter weg sein, oder?

Es gibt schon auch einige Gemeinsamkeiten

zwischen ihm und mir. Auch ich war als

Jugendlicher in den 1990er-Jahren in einer

Kleinstadt damit beschäftigt, mich mit meinem

Schwulsein zu arrangieren. Und damals

gab es dort ein ziemlich eingeschränktes Bild

davon, was Männlichkeit bedeutet. In den Zeiten

von Mark Wahlberg als Calvin Klein-Model

und Abercrombie & Fitch-Werbung konnte

man als schwuler Mann gar nicht anders, als

von Brustmuskeln besessen zu sein. Aber

damit einher ging eben diese Vorstellung,

dass Männer unbedingt kerlig, sportlich, tough

und hart im Nehmen sein müssen. Echte

Bros eben. Das hat damals bei vielen meiner

Generation echt Spuren hinterlassen. Ich

kann froh sein, dass es immer Menschen in

meinem Leben gab, die mir vermittelt haben,

dass man dann am erfolgreichsten ist, wenn

man authentisch man selbst ist. In dieser

Hinsicht verletzlich zu sein habe ich zum

Glück viel früher gelernt als Aaron.

Und wie steht’s mit seinem Musikgeschmack?

Dass Aaron – eher gayuntypisch

– auf die Country-Songs

von Garth Brooks steht, ist in „Bros“

ja ein Running Gag …

Ich verrate Ihnen mal ein kleines Geheimnis:

Das mit Garth Brooks habe ich beim Dreh

improvisiert.

Ist es Ihnen ein Anliegen zu zeigen,

dass nicht alle in der Community

immer über einen Kamm zu scheren

sind?

Ich finde das in der Tat enorm wichtig,

und man muss supervorsichtig sein mit

einem Label wie „typisch schwul“. Dass

es „den Schwulen“ natürlich nicht gibt, ist

eigentlich kein Geheimnis mehr, und dank

des Internets ist die Vielseitigkeit unserer

Community ja auch allgemein einsehbar.

Aber mitunter muss man eben doch daran

erinnern, dass ein queerer Mensch in Los

Angeles vielleicht andere Erfahrungen hat

und anders tickt als ein queerer Mensch auf

dem Land. Deswegen mag ich den Podcast

„Rural Gays“ so gerne. Denn da finde ich

mich als Country liebender, Truck fahrender

Hobby-Tischler manchmal eher wieder als

anderswo.

Das gesamte Ensemble von „Bros“

ist queer, selbst in den nicht-queeren

Rollen. Wie hat sich Regisseur Nick

Stoller als Hetero denn in dieser

Konstellation gemacht?

Wie er sich damit gefühlt hat, müssen Sie

ihn fragen. Aber ich fand ihn großartig,

denn er versteht nicht nur viel von Comedy,

sondern ist auch einfach ein enorm offener,

wissbegieriger Mensch. Und er vermittelt

nie das Gefühl, alles zu wissen, sondern gab

ganz offen zu, in vielen Dingen nicht der

Experte zu sein. Bei einer Sexszene fragte

ich, ob Aaron und Bobby nicht eigentlich

FILM

ein Gespräch über Verhütung und Safe Sex

führen sollten, weil ich das meiner Erfahrung

nach für ein realistisches Szenario

hielt. Da war er der erste, der meinte, dass

er sich da nach uns richtet.

„Bros“ macht sich ein wenig lustig

über die kitschigen Weihnachtsromanzen,

die jedes Jahr von US-

Sendern wie dem Hallmark Channel

produziert werden. Ausgerechnet

in solchen Produktionen spielen Sie

selbst oft mit. Waren diese Gags Ihre

Idee?

Das nicht, aber vielleicht hat Billy noch ein

paar mehr ergänzt, als klar war, dass ich

die Rolle spiele. Und ein paar Gags musste

er auch deswegen anpassen, weil gerade

Hallmark in den letzten paar Jahren bei

seinen Filmen sehr viel inklusiver und weniger

weiß und heteronormativ wurde. Aber

ich würde nie ein schlechtes Wort über

diese Liebesfilme verlieren. Man hat mir

dort Arbeit gegeben, als ich anderswo keine

fand, und dass ich als geouteter schwuler

Mann dort den Feuerwehrmann, Holzfäller,

Eishockeyspieler oder Weihnachtsbaumzüchter

spielen darf, in den sich die Heldin

verliebt, ist doch durchaus bemerkenswert.

*Interview: Patrick Heidmann

WILL YOU

MARRY ME?

Aura Dione: Life Of A Rainbow

Das neue Album, jetzt erhältlich!

Inkl. der neuen Single Marry Me plus alle

Lieblingssongs von Aura Dione, erstmals

akustisch eingespielt:

Glass Bone Crash, You Got Wings,

In Love With The World, Antony,

Songs For Sophie, Into The Wild,

Recipe & Can’t Steal The Music.

Eine wundervolle Reise durch das Oeuvre einer

aussergewöhnlichen Künstlerin, das in einem

zeitgemässen Glanz erscheint.


FILM

KINO

„REX GILDO – Der letzte Tanz“

FOTOS: MISSINGFILMS

Der neue Kinofilm von Rosa von

Praunheim über Rex Gildo (1936

– 1999) glänzt mit viel Hintergrundinformationen

inklusive Interviews mit

Zeitzeug*innen wie Cindy (Cindy &

Bert), Vera Tschechowa, Costa Cordalis,

Gitte Haenning, Cornelia Froboess,

Gudrun Gloth und LGBTIQ*-Stars wie

Dragqueen Absinthia Absolut und Jazz-

Sänger Erik Leuthäuser **.

Natürlich wird seine nur im Privaten

gewagte schwule Liebe zu seinem

Manager Fred Miekley thematisiert, der im

Film vom großartigen Ben Becker gespielt

wird. Fred Miekley, der einst Rex’ Ehe mit

seiner Cousine Marion mitarrangierte,

wurde von Rex Gildo zeitlebens in der

Öffentlichkeit und in den Medien als sein

Onkel vorgestellt.

Rosa von Praunheim versteht es

meisterlich, die Tragik im Leben von Rex

Gildo auszuarbeiten. Ohne Häme,

ohne Gossip, mit Distanz, aber

mitfühlend auch als Kommentator.

Schmunzeln kann man

ebenso, etwa, wenn Bernhard Brink von

Situationen erzählt, als Gildos Perücke – er

litt schon früh unter Haarausfall – mal auf

halb acht saß ... Ende Juni, Anfang Juli

lief der Film schon erfolgreich auf dem

Filmfest München, der Kinostart ist der

29. September. *rä

** nackt im Berliner Klub SchwuZ

KINO

„Peter von Kant“ von François Ozon

Der Film ist eine freie Interpretation von

Rainer Werner Fassbinders Meisterwerk

„Die bitteren Tränen der Petra von Kant“

und eine Huldigung an #Fassbinder. Das

Plakat wiederum ist eine Hommage an

Andy Warhols Plakat für „Querelle“ – von

Fassbinder.

Erzählt wird von dem narzisstischen und

extrovertierten Filmregisseur Peter von

Kant (Denis Ménochet), der in Köln mit

seinem persönlichen Assistenten Karl

(Stefan Crepon) zusammenlebt, der ihm

verfallen ist. Dann kommt Amir (Khalil

Ben Gharbia) in das Leben der beiden ...

Der neue Film von Regisseur François

Ozon spielt, typisch für Ozon, einmal

mehr in der Vergangenheit, in den

1970ern, und hatte seine Premiere bei

der diesjährigen Berlinale. Als Freundin

Sidonie, die Amir im Schlepptau hat,

glänzt die legendäre Isabelle Adjani.

Der Kinostart von „Peter von Kant“

soll in Frankreich schon im Juli sein, in

Deutschland wird der Film voraussichtlich

ab Ende September laufen. *rä


www.männer.media

immer aktuell

informiert


BUCH

Gerbrand

Bakker

FOTO: ISTOCKPHOTO.COM/KLUBOVY

ROMAN

Fragile Identitäten

„Vor dem Sprung“ von

Brandon Taylor,

erschienen beim

Piper Verlag, wird

weltweit von den

Kritikern gefeiert.

Zu Recht.

FOTO: BILL ADAMS / PIPER VERLAG

PSYCHE

Gefangen in der

Einsamkeit

Depressionen lähmen, sie lassen

Betroffene nicht mehr das Gute

sehen, man fühlt sich alleine, obwohl

man eine*n liebende*n Partner*in

hat, die/der sich um einen kümmert,

eine Familie, Bekannte und Freunde.

Trotzdem fühlt man sich verlassen,

ungeliebt und nicht sichtbar.

Das kann wütend machen, aber diese

Wutanfälle, die oftmals an den Menschen

ausgelassen werden, die es gut

mit einem meinen, machen alles noch

schlimmer. Niedergeschlagenheit und

Hilflosigkeit werden stärker, oftmals

kann der/die Depressive sofort weinen

… Der Schriftsteller Gerbrand Bakker

leidet an Depressionen und an Libido-

Verlust, da die ihm verschriebenen

Antidepressiva die Lust auf Sex und

das Vermögen, es zu tun, rauben.

Gerade erschien sein Buch „Knecht,

Knecht,

allein

allein“ beim Suhrkamp Verlag.

Entstanden ist es, nachdem ihm seine

Sexologin rät, eine Love Map zu erstellen.

Ihren Rat befolgend verzeichnet

der Autor in dem Buch seine persönliche

Liebeskarte, alle im weitesten

Sinne zur Geschichte seines Liebens

gehörenden Erinnerungen. In diesen

Erinnerungen sucht er nach einem

möglichen Auslöser seiner Depression.

Von Gerbrand Bakker ungeschönt,

klar, packend und berührend geschrieben,

gibt das Buch den Lesenden

die Möglichkeit, in die Psyche eines

Depressiven einzutauchen. Das

Buch macht nicht traurig, man lernt,

wie es dabei helfen kann, der Leere,

der Trauer mit Lakonie, Humor und

Freimut zu begegnen. Einfach immer

weitermachen. *rä

www.suhrkamp.de

Suhrkamp

Der 1989 geborene

Autor nimmt uns bei

seiner komplexen, mit

einer subtilen Spannung unterlegten Story-

Sammlung auf über 280 Seiten mit in die Leben

verschiedenster Menschen. Queers in toxischen

Beziehungen, vom Schicksal gebeutelte Familien

und Freunde, die an einer unentschuldbaren

Vergewaltigung zerbrechen. „Vor dem Sprung“

erzählt von „fragilen Identitäten zwischen

Zärtlichkeit und Gewalt“, aber eigentlich sind

die Akteur*innen so fragil wie wir alle. Niemand

ist eine Burg, die uneinnehmbar ist. Das Buch

macht begreifbar, wie zerbrechlich das Leben

ist, wie schnell das Unglück zuschlagen kann.

Und auch, wie die

Liebe – etwa bei der

anfangs erwähnten

toxischen

Beziehung – durch

Eifersucht und

Minderwertigkeitskomplexe

zu etwas

Giftigem werden

kann. *rä

www.piper.de

HUMOR

Yoga und der Highway to Well

Die Luxusprobleme der Corona-Pandemie

sind Stress im Homeoffice, Ärger in der

Beziehung und dominante Mitmenschen, die

zu viel reden (wollen). Yoga kann da helfen

klarzukommen. Und Lachen! Sabine Bode

beschäftigt sich in ihrem aktuellen Buch mit

Yoga. Und bringt zum Lachen.

In dem über 220 Seiten dicken Buch geht es

ums achtsame Stöhnen, um die erzwungene

Entschleunigung, um Wohlfühlwahnsinn

und auch um heiße Kirschkerne. „Lassen

sie mich durch, ich muss zum Yoga“ sei ein

Buch für „Postjugendliche mit aufgehendem

Mittelfinger im Morgenrot“ – und es erhellt

dir den Tag. Als Autorin war sie schon für

Anke Engelke und Hape Kerkeling erfolgreich,

noch erfolgreicher ist Sabine Bode als

Autorin von Büchern, die regelmäßig in den

SPIEGEL-Bestseller-Listen landen. Und

auch dieser kurzweilige Lesespaß wird seine

Fans finden, selten konnte man so kichern,

wenn sich eine Autorin am „Wunderland der

Entspannungsangebote“ abgearbeitet hat.

Wellness-Lifestyle-Angebote treffen auf eine

großartige Comedy-Autorin, da wird Grinsen,

Lachen zum neuen Yoga. *rä

www.goldmann-verlag.de

FOTO: ISTOCKPHOTO.COM/

MUSTAFAGULL


BUCH

PARTNERSCHAFT

Liebe, Lust und

Diskussionen

Menschen streben nach Beziehungen.

Man – ausgenommen überzeugte

Einsiedler*innen – braucht den Austausch

mit anderen. Und die meisten

suchen (viele finden) ihr Glück in einer

Beziehung.

Da gibt es die unterschiedlichsten

Modelle: klassisch monogam, umstritten

polygam oder, oder ... Wichtig ist aber

immer Ehrlichkeit. Zu sagen, man führe

eine monogame Beziehung, dann aber

den D*del in die Webcam zu halten,

ist unfair gegenüber deinem/deiner

Partner*in und wird auch bei dir für

Gewissensbisse sorgen. „Was machst du

da?“ „Ach, nix …“ oder auch „Wer schreibt

dir denn so fleißig auf WhatsApp?“

„Ööööhm, Mama.“ – Viele Notlügen, die

noch für viel Stress sorgen werden, wenn

die Wahrheit ans Licht oder der Po aufs

Handydisplay kommt.

Es gibt aber auch freilich ganz andere

Paarprobleme: Der eine misst der

Ernährung einen sehr hohen Stellenwert

bei und rennt einmal am Tag in den

Bioladen, die andere isst gerne Brot, und

das auch mal vom Backshop. Oder die

liebe Familie. Meist achtet sie nur auf

das Wohl ihrer Angehörigen, der Partner

muss helfen, helfen, helfen, dass alles

klappt. Am besten gleich seinen Beruf

kündigen und nur noch Hausfrau/-mann

sein für den/die Partner/in. So geht das

nicht!

Helfen, dass du dich besser abgrenzen

kannst gegenüber deinem/deiner

Partner*in und seiner/ihrer Familie, kann

dieses Buch der Paartherapeutin Ankha

Haucke: „Soforthilfe für die Paarbeziehung.

Die häufigsten Probleme und wie

man mit ihnen umgeht“, das vor wenigen

Wochen beim Verlag Vandenhoeck

& Ruprecht erschienen ist. „Der Moment,

in dem jemand auf seine Partnerschaft

blickt und herausfinden will, was dort

schiefläuft, ist der Augenblick für dieses

Buch. In ihm finden sich die häufigsten

Paarprobleme und Ideen dazu, wie man

mit ihnen umgeht.“ Ein Buch, das helfen

kann, das Glück zu bewahren oder

wiederherzustellen. *rä

FOTO: ISTOCKPHOTO.COM/DEMKAT

RATGEBER

Setze dein Leben

neu zusammen

Manchmal kommt es knüppeldick: Beziehung

am Ende, Todesfälle, Burn-out, Stress

und was es sonst noch gibt. Dann fragt

man sich, was man wie ändern kann, damit

es wieder besser läuft. Das Buch „Setze

dein Leben neu zusammen. Lebenskrisen

mit dem Tangram-Prinzip meistern“ von

Stefan Balázs ist da ein guter Ratgeber.

Der Düsseldorfer Autor (@netzwege)

studierte Publizistik, Politik und Soziologie

und war in der Unternehmenskommunikation

tätig. Jetzt hat sich Stefan Balázs

dem Schreiben zugewandt, persönliche

Erfahrungen machten ihn zum Fachmann

für Ratgeberliteratur – und sein Wissen

teilt er nun. Flott geschrieben und leicht

verständlich wird anhand des Tangram-

Prinzips (ein chinesisches Legespiel: Plättchen

entstehen durch das „Zerschneiden“

eines Quadrates in zwei große Dreiecke, ein

mittelgroßes Dreieck, zwei kleine Dreiecke,

ein Quadrat und ein Parallelogramm.

Hieraus können zahllose Formen gelegt

werden) geschaut, wie man sein Leben neu

ordnen, Dinge neu gewichten kann. Klingt

komisch? Macht aber Sinn, wenn man das

Buch durchhat. *rä

FOTOS: M. RÄDEL

COMIC

„Hilfe, mein Lover ist ein Hipster“

Autor Sebas Martin nimmt sich in seinem

Comic gleich drei Themenfelder ungemein

unterhaltsam an: des Hipstertums, schwuler

Beziehungen und der Social-Media-Sucht

der Gesellschaft des 21. Jahrhunderts.

Und eigentlich noch eines vierten Themas:

der Midlife-Crisis, denn die zentrale Figur des

Comics, Peluche, ist 45 Jahre alt und merkt,

dass Mann andere Prioritäten im Leben

setzen sollte, als es sein etwas jüngerer

Partner tut.

Der zeigt sich gerne unentwegt im Internet,

ist fast süchtig nach Aufmerksamkeit und

Likes. Anstrengend! Eine „Bitch mit Bart“

(Zitat aus dem Buch), die sich mit Ihresgleichen

in einem permanenten Wettrennen

befindet, wer den neusten Trend als Erstes

umsetzt, wer das beste Food-Foto postet,

das beste Holzfällerhemd trägt (und dies

auch postet) und die meisten Reaktionen

im Internet erhält. Eigentlich kann einem

Peluche nur leidtun, doch natürlich hat sein

Lover auch seine sehr guten und sexy Seiten


Wenn er doch nur nicht so anstrengend

wäre! Ein ungemein lustiger und mitunter

böser Comic, der Spaß beim Lesen verbreitet

und einem den Alltags-Gram schön

und mit einem Lächeln austreibt. „Hilfe,

mein Lover ist ein Hipster“ wurde bei www.

insektenhaus-verlag.de veröffentlicht, das

spanischsprachige Original erschien erstmals

2015. *rä


BUCH

BILDBAND

EINGEPIKSTER

KÖRPERSCHMUCK

Andrew Burford, Florian Rudolph,

Benjamin Wolbergs und Brody

Polinsky haben zusammen an einem

ungewöhnlichen und sehr interessanten

Buch zum Thema Tätowierungen gearbeitet.

„Queer Tattoo“ ist beim Verlag Kettler

erschienen, wir stellen es dir vor.

Schon fast seit Anbeginn der Menschheit

veränderten, schmückten sich Menschen,

indem sie Farbe in die Haut einbrachten.

Sei es, um Familien- oder Gruppenzugehörigkeiten

zu unterstreichen, um Kraft zu

erlangen, um schöner zu sein oder auch,

um Erlebtes, Überstandenes zu verarbeiten.

Denkt man an Tätowierungen, so denkt

man unter Umständen an Tribals der letzten

Jahrtausendwende, an Schriftzüge wie LOVE

oder auch BROT an Hipstern und natürlich

an Matrosen, die sich mit barbusigen Damen

mit oder ohne Fischschwanz schmücken. Es

geht aber auch anders.

„Nicht zuletzt begünstigt durch die sozialen

Medien, hat sich in den letzten Jahren eine

junge und engagierte Szene etabliert, die

sich dem sogenannten queeren Tattoo

verschrieben hat. Diese spezielle, aber

wachsende Community ist aus dem

Wunsch heraus entstanden, mit den hierarchischen

und patriarchalischen Strukturen

des traditionellen Tätowierens zu brechen

und sichere, tolerante und inklusive Räume

zu schaffen, in denen queere, nicht binäre

und Trans-Menschen mit individuellen Stilen

und Techniken abseits des Mainstreams

experimentieren können“, so Benjamin

Wolbergs via E-Mail an uns.

Tätowierungen als Ausdruck des unangepassten

Geists des Tragenden. „Zahlreiche

Tattoo-Künstler*innen befreien sich in

FOTO: JULIM ROSA

ihren Arbeiten von den destruktiven,

heteronormativen und kapitalistischen

Schönheitsnormen und lösen sich mit

ihrer Bildsprache von der langen Tradition

kultureller Aneignung in der traditionellen

Tattoo-Szene. Ihre Entwürfe offenbaren

einen einzigartigen und kreativen Sinn

für queere Ikonografie.“ Das Buch „Queer

Tattoo“ zeigt dir unterschiedlichste und

vor allem auch mitunter sehr provokante

Motive und nicht weniger ungewöhnliche

Menschen. Mehr Features dieser Art

findest du auf www.instagram.com/

blu_germany. *rä

www.benjaminwolbergs.de,

www.verlag-kettler.de/de/buecher/

queer-tattoo

BILDBAND

Blondinen bevorzugt?

Im August jährte sich ihr Todestag zum 60.

Mal. Der TASCHEN Verlag aus Köln ehrt die

Schauspieler Marilyn Monroe mit einem

Buch: „Norman Mailer. Bert Stern. Marilyn

Monroe“.

Bis heute inspiriert die so tragisch verstorbene

(ermordete?) Schauspielerin und Sängerin

Marilyn Monroe (1. Juni 1926 – 5. August

1962) weltweit die Menschen und auch die

Künstler der Community. Und das, obwohl sie

als platinblondes Busenwunder für das steht,

was Frau und Queer heute ablehnen: Frauen

als aufgebrezelte „Puppen“, die eher hauchen,

denn sprechen, die sich benutzen lassen.

Ein Sinnbild gesellschaftlicher Sexismen.

Das hochwertige Buch ist eine Biografie von

Norman Mailer, die zusammen mit den legendären

Bildern von Bert Stern sicherlich ein

Sammlerstück werden wird. Und eine schöne

Würdigung einer Unterschätzten. Zeitlebens

haderte Marilyn Monroe mit ihrer Rolle als

„Dummchen“ – spielte aber auch damit.

Kennen könntest du Filme wie „Niagara“,

„Das verflixte 7. Jahr“ und „Misfits – Nicht

gesellschaftsfähig“ sowie Hits wie „Diamonds

Are a Girl’s Best Friend“, „Teach Me Tiger“ und

„I Wanna Be Loved by You“. *rä

www.taschen.com


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AUF DIESEN BETTEN SCHLÄFST DU

JETZT NOCH BESSER

227.000 Stunden, 9.500 Tage oder 26 Jahre: Egal, mit welcher

Einheit man es beziffern mag, wir verbringen jede Menge Zeit im

Schlaf – fast ein Drittel unseres Lebens! Auch spannend: Etwa

sieben Jahre benötigen wir allein, um einzuschlafen. Damit dies in

Zukunft noch schneller vonstattengeht, haben wir an dieser Stelle

die weichsten, kuscheligsten und stylishsten Betten für dich zusammengestellt,

die die Möbelhersteller so hergeben. *fj

TRAMA INTRECCIO

PIANCA ist ein italienischer Möbelhersteller

mit besonderem Fokus auf Nachhaltigkeit. Es

werden ausschließlich Hölzer aus nachhaltiger

Waldwirtschaft genutzt, eingesetzte Lederwaren

stammen aus kurzkettigen Produktionen mit

besonders wenig Verschnitt, und die für die

Möbel verwendeten Farben sind absolut umweltfreundlich.

Dass Designs aus ökologischen

Herstellungsverfahren auch stylish aussehen

können, beweist PIANCA zum Beispiel mit dem

Bett Trama Intreccio, das mit seinem Kopfteil aus

handgeflochtenem Leder nicht nur ein echter

Hingucker ist, sondern seinen Besitzer auch

guten Gewissens schlafen lässt.

www.pianca.com

ION

Das Label Mazanli wurde 2016 von

Süleyman Mazanli in Berlin gegründet.

Angefangen hat alles mit dem

Wunsch des Designers, ein Metallbett

zu besitzen, das seinem Gespür für

industriellen Charme und puristischen

Stil gerecht wird. Nachdem er eine

solche Schlafgelegenheit auch nach

längerer Recherche nicht aufzutreiben

vermochte, schweißte er sich sein

Traumbett ganz einfach selbst zusammen.

Durch zahlreiche Anfragen aus

dem Freundeskreis später, ein solches

Bett ebenso erstehen zu wollen, wurde

das junge Unternehmen aus der Taufe

gehoben und Süleymans Bett bekam

mit „Ion“ auch einen Namen. Mittlerweile

produziert Mazanli außerdem

Tische, Beistelltische und Regale.

www.mazan.li


Design

CANBERRA

Wer glaubt, die Marke Birkenstock kann nur Sandalen, der irrt gewaltig. Neben den weithin

(und weltweit) bekannten Jesus-Latschen vertreibt das deutsche Traditionsunternehmen

auch Sneaker, Accessoires, Kosmetik und sogar Betten. Das Modell Canberra beispielsweise

besticht durch sein markantes Kopfteil, das mit handgenähtem Birkenstock

Sattelleder bezogen ist. Jede Berührung hinterlässt Spuren und verleiht dem Bett über

die Jahre einen einzigartigen Charakter. Der Bettkasten ist mit feinstem Wollfilz bespannt

und stellt einen wunderbar weichen Gegensatz zum Kopfteil dar.

www.birkenstock.com

FRIDAY NIGHT

Seit über dreißig Jahren produziert das deutsche Unternehmen ZEITRAUM Möbel

aus Massivholz. 1990 gegründet, war ZEITRAUM einer der ersten deutschen Möbelhersteller,

die auf die Verbindung von Ökologie und Design setzten. Mit Friday Night

ist den Designern ein Möbel gelungen,

das sowohl als ganz gewöhnliches Bett

dient, aufgrund seiner modernen Formen

und des leicht geschwungenen Kopfteils

aber auch als Sofa, Kinosessel und

Frühstückslounge dient.

www.zeitraum-moebel.de

LGBT FRIENDLY

LAWS


Design

MÖBEL

GALORE

WITH A SNAP OF YOUR FINGER

Mit ihren innovativen „high

colour“-LEDs sind die Lampen

des deutschen Leuchtenherstellers

Occhio in der Lage, Farben

so nuanciert und tief wie in der

Natur wiederzugeben. Dank des

„touchless control“-Systems

können die Designs außerdem

völlig berührungsfrei bedient werden.

Ein einfacher Handstreich in

Nähe der Lampe genügt, um die

Occhio ein- und auszuschalten.

Erhältlich als Hängeleuchte, Stehund

Deckenlampe. *fj

www.occhio.de

Die schönsten Interior-Ideen für dein Zuhause

PLITSCH-PLATSCH

Badesofa ist ein junges Kölner Unternehmen,

das Kissen für die Badewanne herstellt. Die

Polster sorgen vor allem bei sehr kleinen

Badewannen für Entspannung und kommen in

vier unterschiedlichen Größen und sechs unaufdringlichen

Farbtönen daher. Nach dem Baden

können sie einfach in der Wanne trocknen. *fj

www.badesofa.de

TEICHFREUDEN

Wie ein Teich voller

Koi-Karpfen ergießt sich

der „Yumi“-Teppich von

Roche Bobois auf entweder

200 x 300 oder 250 x 350

Zentimetern in dem Raum,

in dem er ausgelegt wird.

Handgetuftet aus 100 Prozent

pflanzlicher Seide. *fj

www.roche-bobois.com

ITALIENISCHE HEIMATGEFÜHLE

Was wäre unser Zuhause ohne Accessoires?

Ein Showroom im besten Falle, aber sicher kein

Ort, an dem wir uns wohl- und geborgen fühlen.

Die Vase „Silo“ von Natuzzi Italia stammt aus

den Händen von Keramikkünstlern aus dem

italienischen Salento und ist

inspiriert von der fruchtbaren

Erde der Region. Noch

mehr warmes Heimatgefühl

geht nicht. *fj

www.natuzzi.com


Design

CUT

Seit über einem Jahrhundert und

in mittlerweile fünfter Generation

entstehen im Hause Potocco in Italien

wunderschöne Möbel für drinnen und

draußen. Der Loungechair „Cut“ eignet

sich sowohl für den Indoor- als auch

für den Outdoor-Bereich und besteht

aus einem Stahlrahmen mit einer

handgeflochtenen Liegefläche. *fj

www.potocco.it.

OUTDOOR JA, PLASTIK NEIN

Seit 1996 fertigt Kettal hochwertige Outdoor-

Möbel aus ökologisch nachhaltiger Produktion

fernab weißer Plastikstühle und -tische. So

stammt das Holz, das für den Club Chair „Band“

verwendet wird, aus zertifizierter Forstwirtschaft.

Wer mehr auf Metall als auf Holz steht,

kann das Produkt auch mit Aluminium-Beinen

erstehen. Designt wurde „Band“ von der spanischen

Architektin Patricia Urquiola. *fj

www.kettal.com

FÜNF

JAHRE

SONNTAG | 11.09.

13 - 20 Uhr

DJs

DRINKS

ANGEBOTE

BRUNOS STORE

Maaßenstr. 14/

Winterfeldtplatz

Mo - Sa 10 - 22 Uhr


Design

FULL HOUSE

Nie wurden die eigenen vier Wände so vielfältig

genutzt wie zu Zeiten der Pandemie. Die Wohnung

oder das Haus wurden in den vergangenen

zwei Jahren zum Treffpunkt für Freunde und

Familie, zum Kinosaal, Mikro-Klub und Kochstudio.

Umso wichtiger also, dass wir ausreichend

Platz schaffen, um gemeinsam zu lachen, zu

schlemmen und zu lümmeln. *fj

MINIMALIST

„Less is more“ war wohl die Devise

des Designers Michael H. Nielsen

als er den Esstisch „Graceful“

entworfen hat. Die Details sind,

abgesehen von den leicht geneigten

Beinen, auf ein absolutes Minimum

reduziert. Von 1,60 bis 2,20 Meter

in der Länge ist Graceful in vier

unterschiedlichen Größen erhältlich

und passt damit gut in kleinere und

größere Apartments.

www.bolia.com

MULTITASKER

Die „London“-Bank des

dänischen Möbelherstellers

BoConcept ist Parkplatz für

Schuhe, ein bequemer Platz

zum An- und Ausziehen oder

kann immer dann zu einer

zusätzlichen Sitzmöglichkeit

umgewandelt werden, wenn

doch mal mehr Gäste zu

Besuch kommen. Die Bank

ist 1,60 Meter breit und kann

in verschiedenen Farben

bestellt werden.

www.boconcept.com


Design

VERWANDLUNGSKÜNSTLER

1927 wurde Pierre Paulin in Paris geboren

und begann 1948 eine Lehre in einer

Keramikwerkstatt in Vallauris. Seinen

Traum, Bildhauer zu werden, musste er

aufgrund einer Verletzung am Arm aufgeben

und widmete sich deshalb ab 1950 dem

Studium französischer Einrichtungsstile.

Gelangweilt von der Opulenz eines Louis XIV.

oder Napoleons, wandte er sich schon bald

den reduzierteren Designs Skandinaviens zu.

Seine Affinität zu

den kühlen Trends des Nordens

sieht man seinen Möbeln durchaus an.

Für ligne roset entwarf er das „DAYBED“-

Sofa, das mittels diverser Stoffe und Farbkombination

an den eigenen Geschmack

und bestehende Einrichtungsgegenstände

angepasst werden kann. Und wenn

ein Freund mal über Nacht bleiben will,

verwandelt es sich mit wenigen Handgriffen

in ein Bett.

www.ligne-roset.com

# HIVersity

Weil wir mehr sind als nur HIV-positiv: LiVLife.de

NP-DE-HVU-ADVT-200009-11/2020


REISE

MITTELMEER

GAY CRUISE 2023

FOTO: ISTOCKPHOTOCOM/TOXAWWW

Die Spartacus Cruise 2023 sticht

nächsten Mai das dritte Mal in See

auf einer spannenden Route entlang der

französischen und italienischen Küste.

Neben kulturhistorischen Highlights in

Florenz und Rom liegen mit Elba und

Korsika auch zwei traumhafte Inseln

auf der siebentägigen Route. Die Preise

starten bei 989 EUR pro Person in der

Doppelbelegung. Alleinreisende haben die

Möglichkeit, entweder an unserem Single

Match teilzunehmen und einen passenden

Kabinenpartner zu finden oder für

einen Aufschlag von nur 15 % die Kabine

ganz für sich allein zu haben.

Zum abwechslungsreichen Bordprogramm

gehören unsere beliebten Pool Games,

bei denen die Kandidaten zu fast

jugendfreien Spielen gegeneinander

antreten. Am Abend warten zahlreiche

durch akrobatische Einlagen unseres

Artistenteams angereicherte Themenpartys

am Heckpool mit atemberaubenden

Sonnenuntergängen und internationalen

DJs auf die Gäste aller Altersgruppen. Zu

den Themen zählen:








13.5 - Sail Away in White

14.5 - Seetag mit Drag-Party

15.5 - Uniform inkl. Matrosen-Outfits

16.5 - Show your Neon at Disco Nights

17.5 - Sneakers, Turnhosen, Muscleshirts

für die Sports-Nacht

18.5 - Be My Slut at Kinky

19.5 - Bye Bye in Rainbow Colors

Ein besonderes Augenmerk legen wir

dieses Mal auf thematisch angepasste

Ausflüge. So steht in Florenz die „Renaissance

im Spiegel homo-erotischer Kunst“

auf dem Programm.

FLORENZ – AUF DEN SPUREN

SCHWULER KUNST DER RENAISSANCE

Diese Tagestour ist der italienische

Renaissance und ihrer besonderen

Beziehung zur Homosexualität gewidmet.

Nach der Abholung am Hafen fährt

der Bus in die Innenstadt von Florenz,

wo ein Besuch der Accademia-Galerie

mit dem David von Michelangelo auf

dem Programm steht. Anschließend

sieht man im Bargello-Museum eine

gleichnamige Schöpfung von Donatello.

Er war einer der ersten modernen

Künstler, die in Florenz als homosexuell

bekannt waren. Donatellos Atelier

war ein homosoziales Umfeld, in dem

er seine Lehrlinge eher nach seinem

Schönheits- als nach ihrem Können

auswählte. Donatellos David war die

erste bekannte freistehende männliche

Aktskulptur in Lebensgröße seit den

antiken römischen Monumenten. Diese

Figur vergötterte die Männlichkeit und

Androgynität in ihrer Form und ihren

weichen Kurven.

Während der Renaissance erreichte

Florenz seinen Glanz mit der Medici-

Familie, die der Homosexualität gegenüber

recht „tolerant“ war. Ein Besuch der

Medici-Kapellen rundet den Ausflug ab.


Medienpartner:

MÄNNER.

UND MEER.

DEINE GAY CRUISE

13. – 20. Mai 2023

Marseille – Elba – Rom – Livorno –

Nizza – Korsika – Marseille

In Rom können wir sogar aus drei verschiedenen

Themen auswählen: „Vatikanische Museen und ihre

schwulen Künstler“, „Engelsburg – schwule Geschichte

der päpstlichen Residenz“ und „Homosexualität im

antiken Rom“.

FRÜHBUCHER-

RABATT

bis 31. Oktober 2022

Über die Jahrhunderte gab es in der Kirche einige große

Homosexuellenskandale: zum Beispiel Papst Julius III. und

sein junger Liebhaber Innocenzo del Monte, der im Alter

von 17 Jahren Kardinal wurde. Die Tour beginnt mit der

Besichtigung der Vatikanischen Museen. Die Decke der

Sixtinischen Kapelle wurde von Michelangelo zwischen

1508 und 1512 gemalt. Der Auftrag lautete ursprünglich,

die zwölf Apostel zu malen, doch Michelangelo verlangte

freie Hand bei der Gestaltung des Bildinhalts, z.B. beim

Gemälde des Heiligen Sebastian, eines römischen

Soldaten und christlichen Heiligen. Gerne wird er als

schöner nackter Junge gemalt, der an einen Baumstamm

gefesselt ist.

Kaiser Hadrian war berühmt für seine Liebe zu Antinoos,

einem griechischen Jüngling.

Die Engelsburg bot vielen Päpsten in Kriegszeiten Schutz.

Im XII. Jahrhundert verband ein unterirdischer Tunnel

die Burg mit dem Vatikan, so dass der Papst und seine

Soldaten bei Angriffen auf den Vatikan fliehen konnten.

Es war auch eines der größten Gefängnisse in Rom. Der

berühmte italienische Bildhauer Benvenuto Cellini aus

dem XVI. Jahrhundert war hier wegen Raubes inhaftiert.

Benvenuto Cellini war auch ein homosexueller Künstler,

der sich gerne mit jungen Männern in seiner „bottega“

traf und sich von der Perfektion des männlichen

Körpers angezogen fühlte. Heute ist die Engelsburg ein

großartiges Museum mit päpstlichen Kostbarkeiten und

Kunstwerken.

Nur noch bis zum 31. August sind fast alle Kategorien

noch mit einem Frühbucherrabatt von 10 % zu erwerben.

Günstige Anreisemöglichkeiten nach Marseille gibt es mit

Flugzeug, Bahn oder Bus.

www.spartacus.cruises

www.spartacus.cruises


Kunst

Shilpa Gupta, I live under your sky too, 2004 fortlaufend, animierte Lichtinstallation, 975 x 487 cm, Courtesy of the artist, © Shilpa Gupta, Foto/©: ZTS Kira Barlach

GLEICHE RECHTE UND

AUSSTELLUNG

CHANCEN

Die Ausstellung „Empowerment“ im Kunstmuseum

Wolfsburg versammelt diverse feministische

Ansätze und versteht sie als progressive Methoden,

die Gesellschaften der Welt mit den Mitteln der

Kunst zu analysieren und mögliche Wege aus den globalen

Krisen aufzuzeigen.

Strukturelle Macht- und Ungleichheitsverhältnisse verhindern

vielerorts gleiche Bezahlung oder die Honorierung

häuslicher Arbeit und sorgen für Unterdrückung und

Ausbeutung bis hin zu körperlicher Gewalt oder sogar Mord.

Auf diese unhaltbaren Zustände reagieren weltweit zahllose

Künstler*innen mit ihren Werken, um für sich und andere

marginalisierte Menschen gleichberechtigte und zukunftsweisende

Lebensmöglichkeiten zu erwirken.

Das Kunstmuseum Wolfsburg bietet im Rahmen der

Ausstellung „Empowerment“ mit rund einhundert künstlerischen

Positionen erstmals einen derart umfangreichen

globalen Überblick über Kunst und Feminismen des

21. Jahrhunderts – und das aus rund fünfzig Ländern von

allen Kontinenten. Verhandelt werden außerdem Fragen

bezüglich sozialer Ungleichheit, Sexismus, Rassismus,

Migration, Antisemitismus, das Verhältnis von Körpern,

Technologie sowie ökologische Anliegen. Das alles sind

Themen, die jede*n betreffen.

Laetitia Ky, pow'hair, 2022, © Courtesy the artist and LIS10gallery

10.9.2022 – 8.1.2023, Empowerment, Kunstmuseum

Wolfsburg, kunstmuseum.de


Kunst

FOTOS: M. RÄDEL

AUSSTELLUNG

„MYTHOS NATUR“

Warhol und Picasso in Lindau

Von Impressionismus bis hin zu Pop-

Art, von Monet bis Andy Warhol: Die

Inselstadt im Bodensee erfreut das – queere

– Herz mit Kunst, Natur und Historie.

Lindau liegt zwar in Bayern, erinnert aber

mit seiner Pracht, Kunst und Queerness an

große Metropolen.

In der noch bis in den Oktober hinein

laufenden Ausstellung „Mythos Natur“ kann

der Besucher Werke so populärer Künstler

wie Monet, Manet, Renoir, Liebermann,

Macke, Nolde, Münter und auch Pablo

Picasso erleben. Der am 25. Oktober 1881

geborene spanische Künstler gilt als Genie,

aber auch als Macho und Frauen gegenüber

als unsensibel (um es milde auszudrücken).

Seine Kunst – etwa 50.000 Gemälde, Zeichnungen,

Grafiken, Collagen, Plastiken und

Keramiken – beeinflusste die Entwicklung

der Moderne nachhaltig. Am 8. April 1973

starb der zur Ikone gewordene Künstler, bis

heute inspiriert er Maler und Kreative. Auch

seine Kunst ist von der Natur beeinflusst.

Möglichkeiten und Techniken zu

erproben“, so das Museum auf seiner

Homepage über die aktuelle thematisch

geprägte Sonderausstellung. „Schließlich

bediente sich auch der Popartist Andy

Warhol des Motivs der Blume und schuf

mit seiner Serie ,Flowers‘ Ikonen der

modernen Kunst. Doch setzte er der

Freilichtmalerei vergangener Zeiten

die serielle Kunst durch maschinelle

Farbvariationen aus seinem Fabrikatelier

entgegen.“

Über Andy Warhol: Er war der jüngste Sohn

einer Bauernfamilie aus dem Norden der

Slowakei. Erst studierte der spätere Weltstar

Gebrauchsgrafik am Carnegie Institute of

Technology und lebte in den 1950ern von

Gelegenheitsjobs als Grafiker. 1956 hatte

Andy Warhol (6. August 1928 – 22. Februar

1987) seine erste wichtige Einzelausstellung

im New Yorker Museum of Modern Art. Ab

den 1960ern widmete er sich auch immer

mehr dem Film und wurde durch seine

Siebdrucke weltberühmt. Der einstige

Studio-54-Fan ist einer der wichtigsten

Vertreter der US-Pop-Art und eine DER

ganz großen Legenden der Kunstwelt. *rä

„Mythos Natur“, noch bis 3. Oktober,

Kunst Museum Lindau, Lindau,

www.kultur-lindau.de

FOTO: CHRISTIAN FLEMMING

„Für Maler aller Epochen bedeutet das

Studium der Natur eine der wichtigsten

Grundlagen ihres Schaffens. Landschaften

und Blumenstillleben sind seit

jeher reizvolle Bildthemen, und private

sowie öffentliche Gärten wurden zu

unerschöpflichen Inspirationsquellen für

Maler und Poeten. So rückte der Garten

besonders seit der Mitte des 19. Jahrhunderts

in den Fokus der Künstler, um

in der Freilichtmalerei neue bildnerische


KOMPROMISSLOS

L(I)EBEN.

Das geht auch mit HIV.

NP-DE-HVU-ADVT-220002 07.2022

In der digitalen HIV-Broschüre fi ndest du alle

wichtigen Infos – für ein gutes Leben mit HIV.

Jetzt scannen und mehr erfahren!


Gesundheit

SCHLAU ZU HIV

ANSPRUCH AN DIE ART:

Für mich nur das Beste!

Seit mehr als 50 Jahren wirbt

ein französischer Kosmetikhersteller

mit dem Slogan „Weil ich

es mir wert bin!“ Es geht also

um den selbstverständlichen Anspruch,

sich etwas Besonderes zu gönnen,

wenn nicht sogar darum, das Beste zu

verlangen. Bei der Entscheidung für ein

antiretrovirales Therapieregime (ART)

geht es weniger ums Gönnen oder gar

um das Gefühl von Luxus: Es muss auf

Basis der in Studien nachgewiesenen

Daten zur Wirksamkeit und Sicherheit

das Regime gefunden werden, das auf

lange Sicht gut zu laufen verspricht.

Bei einer mit heutigem Stand jahrzehntelang

einzunehmenden Therapie ist

aber in jedem Fall jeder Mensch mit HIV

immer wert, das aktuell beste Regime zu

verlangen und zu bekommen.

Aber gibt es bei der Vielzahl möglicher

Regime überhaupt „das eine beste

Regime“? Was sind die Parameter, die bei

der Bewertung und Auswahl zählen? Wie

individuell muss die Therapie heute sein?

Darüber haben wir mit Prof. Dr. Georg

Behrens von der Medizinischen Hochschule

Hannover gesprochen mit XYZ.

Auf den ersten Blick scheint die

Anzahl der zur Verfügung stehenden

Wirkstoffe in der HIV-Therapie

unüberschaubar. Brauchen wir die

alle noch? Gibt es nicht einfach

inzwischen das eine, das beste

Medikament gegen HIV?

Es ist ein bisschen ein Mittelweg: Es gibt

wahnsinnig viele Medikamente mit einzelnen

Wirkstoffen und auch mit mehreren

davon zusammen in einer Tablette.

Wir brauchen auch nicht mehr alle diese

Medikamente. Eine Reihe von Regimen

der letzten Jahre sind besser und haben

ältere, die wir früher eingesetzt haben,

abgelöst. Wir können aber nicht sagen,

dass wir nur noch ein oder zwei oder

sogar das fertige Regime haben, das die

Lösung für alle ist. Menschen sind unterschiedlich,

Situationen verändern sich

und wir müssen hier und da Therapien

anpassen. Mit anderen Worten: Von den

30, 40 Substanzen, die es gibt, brauchen

wir 10, 15 unbedingt und ganz selten

auch noch mal ein paar andere.

Was können die modernen HIV-

Therapien besser? Und gibt es auch

neue Wirkstoffe oder Medikamente,

die dann doch nicht besser sind?

Es hat in den letzten fünf bis sieben Jahren

einige Verbesserungen gegeben. Bei

den Substanzen und Medikamenten der

zweiten Generation. Bei den Integrase-

Inhibitoren, die etwas später kamen

als Substanzklasse, waren die ersten

Medikamente nicht ganz perfekt. Die

nächste Generation ist wirklich noch mal

ein Level höher. Die Proteaseinhibitoren,

die wir vor 20 Jahren als erstes in der

Therapie eingesetzt haben, die waren

sowas wie Panzerknacker. Das war zwar

damals super, hat aber auch, um im Bild

zu bleiben, viel geknallt. Da hat es auch

deutliche Verbesserungen gegeben. Und

dann gibt es noch die Substanzklasse

der NRTI, die einen ganz anderen Bereich

des HI-Virus angreifen. Die sind jetzt

viel stärker wirksam und auch besser

verträglich.

FOTO: OLIVER-RAGFELT / UNSPLASH.COM / CO0


In der HIV-Therapie galt lange Jahre

„Never change a running system“.

Das haben viele HIV-Positive auch

sehr stark verinnerlicht. Ist das

noch zeitgemäß?

Wenn ich auf einer – ich sage mal so ein

bisschen älteren Kombinationen bin und

darauf wie mit meinem alten Golf super

fahre, dann gibt es nicht unbedingt einen

Grund, etwas zu ändern. Aber man sollte

immer überlegen, ob nicht trotzdem noch

etwas angepasst werden kann, um mehr

raus zu holen.

Welche Parameter bei der Bewertung

eines Regimes machen einen

wirklichen Unterschied? Welche

Daten brauchen Sie als Behandler,

um einem Regime Vertrauen

entgegenzubringen?

Die Behandlerinnen und Behandler hatten

immer eins vor Augen: Was wir fürchten

wie der Teufel das Weihwasser ist das virologische

Versagen. Also dass die Viruslast

wieder ansteigt oder es zu Resistenzentwicklungen

kommt. Das steht bei allem

immer im Vordergrund. Und dann gibt es

einen Übergang: Natürlich wollen wir auch

Therapien, die einfach sind. Die kompatibel

sind zu Begleittherapien und so weiter.

Da kommt dann mehr und mehr in den

Vordergrund, wie der Patient eine Therapie

erlebt. Das kann mit verschiedenen

Aspekten zusammenhängen: Modalitäten,

wann die Medikamente eingenommen

werden, oder auch Ängste. ‚Wenn ich da

mal eine vergesse. Muss ich abends

eine Tablette einnehmen, wenn

ich sie morgens nicht

genommen habe? Bin

ich dann trotzdem

sicher?’ Auch subtile

Nebenwirkungen

gehören mit zu

diesen Parametern.

Die kann der

Behandler auch

indirekt einschätzen.

Ein typisches

Beispiel, das ich einfach

immer wieder bei

Patienten erlebe, die lange

zum Beispiel auf so einem

Proteaseinhibitor sind, ist: Die sagen‚

ab und zu habe ich Bauchgrummeln oder

plötzlich Durchfall irgendwie. Nicht oft,

aber es ist total unangenehm.’ Manchmal

sind sie auch überrascht, wenn ich das

direkt abfrage, weil ich ja bei den Kombinationen

weiß, dass so was auftreten kann.

Die Patienten sind dann erleichtert, wenn

ich sage, dass wir einfach etwas anderes

Gesundheit

probieren können. Es ist heute nicht mehr

wie vor zehn Jahren. Wir riskieren damit

nichts. Wir können heute ohne die Angst

vor einem Therapieversagen verschiedene

Kombinationen ausprobieren und auch

wieder zu einer zurückgehen, wenn es

sein muss. Es ist egal, ob ich

mit dem Mercedes oder

dem Daimler fahre, es

sind beides gute

Fahrzeuge. Wer am

Ende was haben

will oder sich

womit am wohlsten

fühlt, muss

man im Dialog mit

den Patienten herausbekommen.

Für

ihn geht es immerhin

um eine lebenslange

Therapie.

FOTO: SANDER SAMMY / UNSPLASH.COM / CO0

Das heißt?

Dass wir eine Therapie brauchen, die er

ein Leben lang ohne Nebenwirkungen und

Einschränkungen einnehmen kann. Die

HIV-Therapie muss nicht mehr nur in den

Körper, sondern flexibel in das Leben des

Patienten passen.

*Interview: Christian Knuth

Kann man Kondome

besser machen ?

Die neuen FAIR SQUARED-Kondome sind

in Kooperation mit der Deutschen Aidshilfe

entstanden. Ein Teil der Erlöse unterstützt

die Arbeit der Deutschen Aidshilfe.

FAIR SQUARED-Kondome sind aus fair

produziertem Naturkautschuk hergestellt.

Für jedes Kilogramm Naturlatex, das wir

verarbeiten, zahlen wir eine Fair-Trade-

Prämie. Die Gummiproduzent:innen,

Kooperativen oder Arbeiter:innen auf den

Plantagen entscheiden selbst, wie sie die

Fair-Trade-Prämie zur Verbesserung ihrer

Lebens- und Arbeitsbedingungen verwenden

wollen.

FAIR SQUARED-Kondome sind 100% vegan.

Es werden keine tierischen Inhaltsstoffe,

z. B. Casein bei der Herstellung der Kondome

benutzt und keine Tiere bei der Ernte des

Naturkautschuks eingesetzt.

FAIR SQUARED-Kondome sind flexibel und

passen sich dem Penis rundum sicher an.

Sie sind nahezu geruchsneutral, lassen sich

schnell aus der Papierfolie entnehmen und

leicht abrollen.

FAIR SQUARED Smooth

extra feucht

Wandstärke: ca. 0,075 mm

nominale Weite: ca. 54 mm

Eine Kooperation mit der

Deutschen Aidshilfe


Gesundheit

„Ich persönlich muss mich mit

meiner HIV-Infektion nicht

verstecken. Aber ich verstehe,

dass nicht jeder HIV-positive

Mensch damit offen umgehen

kann oder möchte.“

– Christoph, lebt seit

2005 mit HIV

NP-DE-HVU-ADVR-220005

Offen mit der eigenen HIV-Infektion umgehen?

Was man gegen die Angst vor einem ungewollten HIV-Outing tun kann

Nicht jeder Mensch mit HIV kann

oder möchte offen mit der eigenen

Infektion umgehen - und das ist absolut

okay. Sobald allerdings Sorgen und Ängste

vor einem ungewollten HIV-Outing ins

Spiel kommen, gilt es wachsam zu sein.

Diese können bei HIV-positiven Menschen

nicht nur den Alltag beeinträchtigen,

sondern sich auch negativ auf die mentale

Gesundheit auswirken, was wiederum auch

einen großen Einfluss auf die Lebensqualität

haben kann.

MENTALE GESUNDHEIT –

WAS IST DAS EIGENTLICH?

Der Begriff der mentalen Gesundheit wird

oft im Zusammenhang mit dem psychischen

Befinden verwendet. Man versteht

darunter einen Zustand des psychischen,

sozialen und emotionalen Wohlbefindens.

Mental gesund sein bedeutet nicht nur „es

geht mir nicht schlecht“, sondern darüber

hinaus auch „es geht mir gut“.

Wenn man als HIV-positiver Menschen

einen für sich gesunden Umgang mit der

eigenen Infektion gefunden hat, bei dem

man keine Angst vor einem ungewollten

Outing haben muss, trägt das zum Erhalt

der mentalen Gesundheit und somit der

Lebensqualität bei.

WAS DIE MENTALE GESUNDHEIT

BEEINFLUSSEN KANN

Häufig wird HIV-positiven Menschen von

ihrem engen Umfeld geraten, niemandem

von ihrem Status zu erzählen. Dahinter

steht meist die Überzeugung, dass die HIV-

Infektion ein selbst verschuldeter Makel sei,

den es um jeden Preis zu verstecken gilt.

Diese Form der Stigmatisierung von Menschen

mit HIV ist leider noch immer weit

verbreitet. Viele Menschen verinnerlichen

diese negative Bewertung von außen sogar

und verknüpfen ihre HIV-Infektion dann

mit belastenden Gefühlen wie Schuld und

Scham – das nennt man auch Selbststigmatisierung.

Sie machen sich zum

Beispiel Vorwürfe, verurteilen sich selbst

und schämen sich für ihren HIV-Status. All

das hat einen negativen Einfluss auf die

mentale Gesundheit.

DIE ANGST GEOUTET ZU WERDEN

Die Angst vor dem ungewollten Outing zeigt

sich oft in der Befürchtung, dass jemand die

HIV-Medikamente entdecken oder einen bei

deren Einnahme beobachten könnte. Diese

Sorge kann dann zu bestimmten Handlungen

führen, die dazu dienen, den eigenen

positiven HIV-Status zu verheimlichen.

Wenn diese Handlungen zur Gewohnheit

werden, dann kann das zu einer andauernden

unbewussten Belastung führen.

Eine beispielhafte Handlung ist das

Verstecken der HIV-Medikamente

häufig – vor allem dann, wenn man mit

anderen Menschen zusammenwohnt, die

nichts von der HIV-Infektion wissen sollen.

Manchmal geht es sogar so weit, dass man

Angst vor Besuch entwickelt, denn dieser

könnte womöglich offen herumliegende

Medikamente entdecken und somit von

der HIV-Infektion erfahren. Spätestens hier

sollte einem bewusst werden, dass dieser

Umgang langfristig nicht förderlich für die

eigene mentale Gesundheit ist.

WAS KANN MAN TUN, WENN EINEM DER

OFFENE UMGANG SCHWERFÄLLT?

Vorteilhaft ist es, wenn man sicher und

selbstbewusst mit der eigenen HIV-Infektion

umgehen kann – denn dann gibt es keinen

Grund mehr für ein unter Umständen

belastendes Versteckspiel.

Falls man aber nicht offen mit dem

HIV-Status umgehen möchte, gibt es auch

andere Möglichkeiten, einen gesunden

Umgang damit zu finden. Im Alltag können

beispielsweise schon Kleinigkeiten- wie

die folgenden Tipps - zu einer merklichen

Veränderung führen:

■ Die Medikamente in eine neutrale

Pillenbox packen. Das erleichtert

auch die Mitnahme, wenn man mal

länger aus dem Haus ist und die

Tabletten bei sich haben muss.

■ Zuhause einen festen und diskreten

Ort für die Aufbewahrung der

Medikamente finden.

■ Wenn man sich einen Wecker

zur täglichen Erinnerung an die

Einnahme stellt, dann kann man bei

der Benennung auf eine neutrale

Bezeichnung achten.

UNTERSTÜTZUNGSANGEBOTE NUTZEN

Auch wenn man als HIV-positiver Mensch

selbst mit solch kleinen Stellschrauben

einiges bewirken kann, lässt sich die

grundsätzliche Angst dadurch leider nicht

beseitigen. Daher ist es wichtig, auch mit

dem/r Ärzt*in über die eigenen Sorgen zu

sprechen, denn nur wenn diese/r Bescheid

weiß, kann sie/er bestmöglich unterstützen.

Die auf HIV spezialisierten Ärzt*innen sind

meist sehr gut vernetzt und können einem

somit gezielte Unterstützungsangebote

ans Herz legen, die im Umgang mit Ängsten

helfen können.

Außerdem kann man sich zusammen die

vielfältigen Therapiemöglichkeiten ansehen

und gemeinsam eine Therapie finden, die

sich besser in den Alltag integrieren lässt,

damit man keine Angst mehr vor einem

ungewollten HIV-Outing haben muss.

Weitere Infos sowie persönliche

Geschichten zum Leben mit HIV

findest du unter www.livlife.de.

Unterstützt von ViiV Healthcare


Diagnostik und Therapie auf

höchstem Niveau

Sportradiologie

Verletzungen und Erkrankungen an Knochen, Muskeln, Sehnen

und Gelenken können mithilfe modernster bildgebender Verfahren

genau diagnostiziert werden. Bei der Beurteilung des

Bewegungsapparates spielt die MRT-Diagnostik in der Sportmedizin

– insbesondere zur frühzeitigen Therapiefindung –

eine zentrale Rolle. Klassisch und jedem bekannt sind Verletzungen

an Bändern und Knochen im Rahmen eines akuten

Unfalls, wie z. B. Umknicken oder Sturz.

Sportradiologie, MRT-Diagnostik,

Früherkennung und Therapie

15 x in Hamburg

Die Radiologische Allianz ist ein Zusammenschluss

freiberuflich tätiger und unabhängiger Fachärzt:innen.

Mehr als 80 Ärzt:innen in 15 Praxisteams bieten

das komplette Leistungsspektrum radiologischer,

nuklearmedizinischer und strahlentherapeutischer

Verfahren an:

• Radiologie (MRT, CT)

• Neuroradiologie

• Nuklearmedizin (PET, CT)

• Mammadiagnostik

• Strahlentherapie

• Radiochirurgie (Gamma-Knife)

Zu den häufigsten Problemen von Sportlerinnen und Sportlern

zählen jedoch Sehnenschädigungen und Überlastungen

der Sehnen. Mit zunehmendem Alter verlieren die Sehnen an

Elastizität. Bevor daraus größere Schäden entstehen, kann

mit einer rechtzeitigen, exakten MRT-Diagnostik die opti male

Therapie zur Ausheilung eingeleitet werden. Gleiches gilt bei

Überlastungen, wie z. B. dem Tennisellenbogen oder Sehnenscheidenentzündungen.

Auch in allen übrigen Gelenkstrukturen

wie der Gelenkkapsel und insbesondere des Knorpels

oder der Menisken im Kniegelenk können mittels MRT verlässlich

frühzeitig auch kleinste Verletzungen und Veränderungen

entdeckt werden. In der Muskulatur kann zwischen

einer Zerrung und einem tatsächlichen Riss von Muskelfasern

unterschieden werden.

Es besteht eine enge Zusammenarbeit mit niedergelassenen

Ärzt:innen und Kliniken, so dass technische,

medizinische und wissenschaftliche Kompetenzen

gezielt zum Wohle aller Patient:innen gebündelt werden.

Termin vereinbaren:

Alle Praxen: 040 - 32 55 52 - 100

Privatpraxen: 040 - 32 55 52 - 200

Online: www.radiologische-allianz.de

Sie finden uns auch auf

Dr. Jörg Gellißen, Dr. Martin Simon, MaHM und

Dr. Stephan Schulz vom Standort Radiologie am

Rothenbaum in Hamburg

Sprechen Sie uns an:

Wir beraten Sie gerne persönlich über unser Spektrum an

Diagnostik- und Früherkennungsleistungen.

MRT-Diagnostik und Früherkennung am Beispiel

der mpMRT der Prostata

Die multiparametrische Magnetresonanztomographie (mpMRT)

der Prostata eröffnet gute Möglichkeiten zu Früherkennung von

Prostatakrebs. Sie liefert zuverlässigere Ergebnisse als andere

Untersuchungsmethoden – und das völlig schmerzfrei sowie

nicht-invasiv. Die MRT der Prostata ist das zurzeit sicherste und

beste Verfahren zur biopsiefreien Vorsorge und Früherkennung

sowie zum Ausschluss eines Prostatakarzinoms z. B. bei auffälligem

Tastbefund des Urologen oder erhöhtem PSA-Wert. Die

Nachweisempfindlichkeit der mpMRT ist mit 85 % anderen Verfahren

weit überlegen. Mit etwa 90-prozentiger Sicherheit kann

zudem Prostatakrebs ausgeschlossen werden.

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