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PROMAGAZIN September 2022

Unsere Themen der September-Ausgabe: 25 Jahre pro Region, Neues aus Hohenlohe

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für die Region Heilbronn-Franken.

09 I 22

22. Jahrgang | 3,20 Euro | 52856

BEWERBUNG ERWÜNSCHT

initiative

ZUKUNFT

ab Seite 70

Hohe

Drehzahl

Wolfgang Zahner und

seine Vertriebsstrategie

25 Jahre pro Region I Neues aus Hohenlohe | pro-magazin.de

Verkaufen auf allen Wegen:

BTI Befestigungstechnik

kombiniert digitale Kanäle

und Direktvertrieb.

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Seite 44.


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EDITORIAL

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MOMENTE

Herbst 2022

Herbst. Heimat. Highlights.

Wild

vom Feinsten

Wohnen

mal anders

Verkaufspreis 3,90 Euro

Liebe Leserinnen, liebe Leser,

„das Wir-Gefühl muss unser Antrieb bleiben“, sagt Reinhold

Würth, einer der Gründungsväter von pro Region. Das sagt er

nicht ohne Grund: Die Bürgerinitiative hat viel bewegt, doch

neue Herausforderungen warten, und diese sind sicher nicht

kleiner als jene, die sich zur Gründung von pro Region vor 25

Jahren stellten. Zusammenhalt ist deshalb nötiger denn je. Was

man in 25 Jahren alles bewegen kann, wenn man Aufgaben

gemeinsam anpackt und mutig vorangeht, zeigen wir in unserem

fast 40 Seiten dicken Special zum Jubiläum der Bürgerinitiative

pro Region ab Seite 6.

Ich wünsche Ihnen viel Spaß beim Lesen.

Bleiben Sie gesund.

Dirk Täuber

Redaktionsleiter

dirk.taeuber@pro-vs.de

L E B E N S A RT

Die Herbstausgabe unseres

Heimatmagazins ist jetzt an

ausgewählten Verkaufsstellen

erhältlich oder unter

www.pro-vs.de/lebensart/

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Er ist wieder da: Der Ratgeber

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Herbst 2022

Impressum

Wie verpackt man Süß- und Backwaren fl exibel in unterschiedlichste Packungsformate?

Dank Pick-and-Place-Robotern, die jedes Produkt exakt platzieren, und Anlagen,

die mühelos zwischen unterschiedlichen Verpackungsmaterialien wechseln. Mit so gut

wie keinem Ausschuss, um teure Ressourcen zu sparen. Das ist unsere Mission Blue.

Ein echter Vorteil für das Klima, die vielen FMCG-Hersteller, die seit 1966 auf uns

setzen und für Sie. www.schubert.group/de/suesswaren-snacks.html

Offizielles Organ der Bürgerinitiative

pro Region Heilbronn-Franken e. V.;

www.pro-region.de

Herausgeber

pVS - pro Verlag und Service GmbH & Co. KG

Ein Unternehmen der

Stimme Mediengruppe

Geschäftsführer

Marcus Baumann, Marc Becker,

Tilmann Distelbarth

Verlagsleitung

Beate Semmler (V. i. S. d. P.)

Leitung Produktmanagement Print & Digital

Lisa Hofmann-Vorbach

Redaktionsleitung

Dirk Täuber

Redaktion

Beatrix Drescher, Yannis Gaukel (Volo.),

Hannah Henrici

Layout und Grafik

Heilbronner Stimme Medienproduktion

Leitung Sales Management

Rainer Paschke

Telefon 0791 95061-8323

rainer.paschke@pro-vs.de

Sales Management

Heike Bischoff, Darja Schiz-Salov,

Sabrina Wenzel

Es gilt die Anzeigenpreisliste

Nr. 22 vom 1.1.2022

Vertrieb

Christina Kircher, Telefon 0791 95061-8334

Erscheinungsweise: monatlich

Bezugsbedingungen

Das Jahresabo beträgt 38,16 Euro.

Nachdruck und Vervielfältigung – auch

auszugsweise – nur mit Genehmigung

des Verlages.

Verlags- und Redaktionsanschrift

pVS - pro Verlag und Service GmbH & Co. KG

Stauffenbergstraße 18

74523 Schwäbisch Hall

Telefon 0791 95061-8300

info@pro-vs.de

Druck und Herstellung

Möller Pro Media GmbH

Zeppelinstraße 6, 16356 Ahrensfelde

Telefon 030 41909-0, Fax 030 41909-299

Gedruckt auf umweltfreundlichem UltraMag

Plus Silk-Recyclingpapier aus 100% Altpapier,

zertifiziert mit den Umweltsiegeln „Der Blaue

Engel“, „EU-Ecolabel“ sowie FSC- und PEFC-

Siegel.

ISSN 2509-5528

www.pro-magazin.de

3


INHALT

IN DIESER AUSGABE

25 Jahre Bürgerinitiative pro Region

06 „Konkurrenzfähiger Standort“

Winfried Kretschmann über Heilbronn-Franken.

10 Starke Allianz

Ein Rückblick auf 25 Jahre pro Region.

16 pro Region – kurz und knapp

Die wichtigsten Daten auf einen Blick.

22 „Menschen die Angst vor Veränderung nehmen“

Frank Stroh hat wichtige Meilensteine gesetzt.

26 Gemeinsam Großes schaffen

Glückwünsche zum Geburtstag.

34 Gesund essen

Landwirtschaft bedeutet viel in Hohenlohe.

38 Trend zum Urlaub auf dem Land

Tourismusbranche vor großen Herausforderungen.

42 Ängste und Sorgen auffangen

Hilfsangebote der Caritas Heilbronn-Hohenlohe.

Wirtschaft

44 Titel

Umsatzoffensive bei BTI.

46 Starke Konkurrenz bei Logistikflächen

Caroline Bogenschütz über Wirtschaftsförderung.

50 Über den Spaß, Programmieren zu lernen

Roboter für den Unterricht.

52 Sou gäht Hohâlohe

Frank Winkler von Annâweech gibt Auskunft.

54 Ohne Ehrenamt kein Sport

Jugendliche sollen für Ehrenämter begeistert werden.

56 „Die Lieferkette prüfen“

Optima will noch mehr CO2 einsparen.

58 „Nachfrage ist ungebrochen“

Abfüllmaschinen sind weiterhin gefragt.

60 „Bau ist eine Schlüsselbranche“

Es muss noch nachhaltiger gebaut werden.

64 Fast schon fertig

Die Vorteile der Stahlmodulbauweise auf dem Tisch.

18 „Alle Register ziehen“

Die Vorsitzende der Bürgerinitiative, Friedlinde Gurr-

Hirsch, spricht im Interview über aktuelle Herausforderungen

und Lösungen für die Region Heilbronn-Franken.

30 Unterstützung im Strukturwandel

30

Die Fördermittel für das Projekt „Transformotive“ sind bewilligt

und können nun den Automobilzulieferern in der

Region Heilbronn-Franken zugute kommen.

TOP-ARBEITGEBER

STELLEN SICH VOR

Eine Übersicht der Arbeitgeber auf

jobstimme.de/firmenverzeichnis

Heilbronn






Rubriken

03 Editorial & Impressum

76 Veranstaltungskalender

78 Bürgerinitiative pro Region Heilbronn-Franken

Zum Titelbild

Wolfgang Zahner, seit Jahresbeginn Geschäftsführer bei BTI

Befestigungstechnik, ist Vertriebsprofi. Sein Plan: Der Umsatz

bei BTI soll sich in den nächsten acht Jahren verdoppeln.

Eine Ominikanalstrategie soll ihm bei der Umsetzung

des ehrgeizigen Plans helfen.

Foto: Nicole Schielberg


WIRTSCHAFT | 25 Jahre Bürgerinitiative pro Region

Nicht zuletzt durch das

Engagement von pro Region

kann sich Heilbronn-Franken

international behaupten, sagt

Baden-Württembergs Ministerpräsident

Winfried Kretschmann.

Und würdigt die besondere

Wirtschaftskraft und das

Innovationspotenzial

der Region.

Zeit für dein

Workbefinden!

Wir gratulieren der Bürgerinitiative pro Region Heilbronn-Franken e.V. zum

25-jährigen Jubiläum. Sie engagiert sich für den Zusammenhalt in der Region, in

der wir seit über 20 Jahren mit großer Leidenschaft als Personalprofi tätig sind.

BERA ist kompetenter und zuverlässiger Partner, der Unternehmen und

Menschen erfolgreich zusammenbringt. Diese wissen längst:

BERA macht das Unmögliche möglich.

Heilbronn-Franken:

Zukunft in Baden-

Württemberg

D

ie Region Heilbronn-Franken ist

eine der innovativsten und wettbewerbsfähigsten

Regionen in

Deutschland. Im Städteranking der

Wirtschaftswoche 2021 wurde sie

als die zweitdynamischste Region

Deutschlands ausgezeichnet.

Die hohe Dichte an weltmarktführenden

Unternehmen, internationalen

Unternehmen, aber auch mittelständischen,

familiengeführten Unternehmen

und Startups in der Region

Heilbronn-Franken: Baden-Württemberg

punktet als Land der Tüftler und

Denker auch im internationalen Vergleich.

Besonders die Cluster Automotive,

Elektroindustrie, Medizintechnik

und Industrie 4.0 halten nicht nur mit

anderen internationalen Konkurrenten

mit, sondern gestalten Standards

und treiben den Wandel in der Digitalisierung

maßgebend voran.

Ein wunderbares Beispiel für diese

internationale Konkurrenzfähigkeit

ist der Innovationspark Künstliche Intelligenz,

bei dem sich in Heilbronn ein

Ökosystem aus nationalen und in-

6 September 2022

Foto: Staatsministerium Baden-Württemberg

Als aktiver Arbeitsmarktgestalter wissen wir dank jahrzehntelanger Erfahrung,

intensiver Marktbeobachtung und regelmäßigem Austausch mit allen Akteuren

frühzeitig, worauf es in Zukunft ankommt. Unternehmen unterstützen wir als verlässlicher

HR Business Partner mit einem breiten Dienstleistungsportfolio, nachhaltigen

Konzepten sowie zukunftsweisenden Strategien, die stets auf deren individuelle

Situation abgestimmt sind. Und Jobsuchenden bieten wir beste Perspektiven.

Unsere Mission ist das Workbefinden!

Wir arbeiten an der Arbeit, geben Sicherheit und wollen den Alltag

so gestalten, dass er Freude macht und so alle, nach getaner Arbeit

mit einem positiven Gefühl nach Hause gehen.

Welche Möglichkeiten BERA bietet, erfährt man auf www.bera.eu

Wir freuen uns auf den persönlichen Kontakt!

info@bera.eu • 0791 / 94 30 66 - 0

Bad Mergentheim • Crailsheim • Heilbronn

Neckarsulm • Rothenburg • Schwäbisch Hall • Wertheim

www.bera.eu


WIRTSCHAFT | 25 Jahre Bürgerinitiative pro Region

ternationalen Unternehmen, Startups

und Forschungslaboren ansiedeln soll.

Diese hervorragende Wirtschaftskraft

der Region zeigt sich auch in der

kontinuierlich positiven wirtschaftlichen

Entwicklung der Region. Die positive

Bevölkerungsentwicklung mit

gleichzeitig steigender Zahl an sozialversicherungspflichtig

Beschäftigten,

von denen mit 37,5 Prozent ein besonders

hoher Anteil im produzierenden

Gewerbe tätig ist, bestätigen das. Auch

das Bruttoinlandsprodukt der Region

liegt mit 51,1 Prozent über dem Durchschnitt.

Solche Wirtschaftskraft ist natürlich

nur durch Bildung und Wissenschaft

zu erlangen. Hier zeichnet sich

die Region Heilbronn-Franken durch

die Fülle an privaten und staatlichen

Hochschulen aus. Besonders durch die

Umsetzung integrierter Ausbildungskonzepte

gehört die Region Heilbronn-

Franken zu einem der führenden Ausbildungsstandorte

in Deutschland.

Beispielsweise bei Campus Founders

gGmbH auf dem Bildungscampus

der Dieter Schwarz Stiftung werden

Studierende durch Lehr- und Fortbildungsangebote,

Coachings von Gründerinnen

und Gründern und die Zusammenarbeit

mit regionalen

Unternehmen an das unternehmerische

Denken und eigene Existenzgründungen

herangeführt. Auch mit weiteren

starken Partnern – wie der

Innovationsfabrik Heilbronn, der IHK

Heilbronn-Franken, dem Zukunftspark

Wohlgelegen und vielen weiteren – bilden

Unternehmerinnen und Unternehmer

direkt in der Region exzellente

Fachkräfte von morgen aus. Durch ihre

vielen starken Unternehmen bietet die

Region nicht nur ein attraktives Lehrangebot

mit hervorragenden Entwicklungs-

und Karrieremöglichkeiten,

sondern auch bereits während der Ausbildung

eine direkte Vernetzung mit

dem lebendigen unternehmerischen

Umfeld und gute berufliche Perspektiven.

„Heilbronn-Franken ist

ein international

konkurrenzfähiger und

sehr lebenswerter

Standort“

Winfried Kretschmann

Die Region ist auch für Startups besonders

attraktiv, profitieren sie doch in

besonderem Maße vom Austausch mit

global agierenden Unternehmen und

Weltmarktführern und den vielfältigen

Finanzierungsmöglichkeiten. Neben

der diversen Bankenlandschaft haben

sich auch Risikokapitalgeber in der Region

überproportional angesiedelt. So

unterstützen beispielsweise venture

Forum neckar e.V., der Zukunftsfond

Heilbronn, BORN2GROW und viele

weitere Start-ups und Unternehmen in

ihrer Finanzierung.

Nicht zuletzt durch das Engagement

der Bürgerinitiative pro Region

e.V. in den Bereichen Digitalisierung,

Transformation und demografischer

Wandel kann sich die Region Heilbronn-Franken

international behaupten.

Durch direkten konstruktiven Kontakt

der Bürgerinnen und Bürger

miteinander ist das Ziel der Bürgerinitiative,

die Ausbaupotenziale der Region

zu ermitteln, hier gemeinsam Veränderungen

zu erreichen und die

wirtschaftliche Stärke der Region innerhalb

des Landes Baden-Württemberg

und über internationale Grenzen

hinweg zu verfestigen.

Zur hohen Standortqualität der

Region Heilbronn-Franken trägt auch

natürlich ihre besondere Lebensqualität

mit dem großen Freizeitwert bei.

Die Natur der Region wird ergänzt von

historischen Städten mit Burgen,

Schlössern und Gärten aus dem Mittelalter

und der Neuzeit. Heilbronn-Franken

ist schließlich nicht nur wirtschaftlich

international bekannt, sondern

auch aufgrund der Freilichtspiele! Das

kulturelle Angebot und die Möglichkeiten

zur Freizeitgestaltung runden die

wirtschaftliche Stärke und Innovation

der Region ab. All das macht Heilbronn-Franken

zu einem exzellenten,

international konkurrenzfähigen und

sehr lebenswerten Standort!


Winfried Kretschmann,

Ministerpräsident des Landes

Baden-Württemberg

HERAUSFORDERUNGEN

GEMEINSAM MEISTERN

Wirtschaftlich stand unsere Region auch vor 25 Jahren gut da. Um das Wir-Gefühl zu stärken und die Zusammenarbeit

weiter auszubauen, hatten Reinhold Würth und Frank Stroh vor 25 Jahren eine visionäre Idee. Auf ihre Initiative hin

entstand „Pro Region“. Damit wurde der Grundstein für eine erfolgreiche Zukunft gelegt – und es hat sich seither

viel getan in unserer Region. Doch auch heute begegnen uns immer wieder neue Herausforderungen.

Diese gehen wir gemeinsam an. Innerhalb unserer Unternehmensgruppe, in der Region, mit „Pro Region“.

05–369

„Solche Wirtschaftskraft

ist nur durch Bildung und

Wissenschaft zu erlangen“

– Winfried Kretschmann

über die Hochschullandschaft

der Region.

Foto: Staatsministerium Baden-Württemberg

Die Hohenloher Unternehmen der Würth-Gruppe gratulieren zu 25 Jahren „Pro Region“.

www.wuerth.com


WIRTSCHAFT | 25 Jahre Bürgerinitiative pro Region

Anzeige

ADVERTORIAL

Starke Allianz

25 Jahre Bürgerinitiative pro Region Heilbronn-Franken e.V.:

Die wichtigsten Aktivitäten, die schönsten Highlights (Auswahl).

1996

Die Geburtsstunde von pro Region ist

bei einer Podiumsdiskussion der ersten

Diskussionsreihe „Stimme-Forum

unter der Pyramide“ am 14. Juni 1996

in Heilbronn. Reinhold Würth ruft in

der anregenden Debatte die Region

auf, „sich zu wehren und laut Lärm zu

machen“. Frank Stroh, damals IG Metall,

nimmt den Chef der Würth-Gruppe

beim Wort – und daraus wird die

Bürgerinitiative pro Region.

1997

Die Gründungsversammlung findet

am 30. September 1997 in der Ballei in

Neckarsulm statt. Im Vorstand sind

(v. l.): Hans Hambücher (Schatzmeister),

Jürgen Boemer, Prof. Dr. h.c. mult.

Reinhold Würth (1. Vorsitzender),

Dr. Wolfgang Bok und Frank Stroh

(2. Vorsitzender).

1998

Der erste Regionaltag findet am 7.

Juni 1998 in Öhringen statt. Die Regionaltage

sollen den Bürgerinnen und

Bürgern die Vielfalt Heilbronn-Frankens

zeigen, das Wir-Gefühl stärken

und dazu beitragen, das Zusammenwachsen

der quasi auf dem Reißbrett

entstandenen Region zu fördern. Die

Veranstaltung gibt es jährlich, Ausnahme

sind die Coronajahre. 2022 war der

Regionaltag in Crailsheim, nächstes

Jahr ist am 24. September Güglingen

Gastgeber. Im Bild die schwimmende

Bühne in Wertheim 2015.

1999

Das erste Jahrbuch der

Bürgerinitiative erscheint. Es dient

als Nachschlagewerk für die Region

Heilbronn-Franken.

Fotos: Bürgerinitiative pro

Region

2001

Beim Jugend-Sportfest „sportaction“

können sich Sportler und Mannschaften

messen, die aufgrund der unterschiedlichen

Sportkreise in der Region

sonst nicht unbedingt aufeinander

treffen. Die Veranstaltung ist nach insgesamt

acht Auflagen aus organisatorischen

Gründen nicht mehr Teil des

pro Region-Veranstaltungsreigens.

Das Foto zeigt das Sportfest von 2015

in Lauffen.

Foto: Baugruppe Stauch

So werden die modernen Mehrfamilienhäuser aussehen, die Stauch derzeit in Kupferzell realisiert.

Eigentumswohnungen in Top-Lage

Die Baugruppe Stauch ist aktuell mit zwei Wohnbauprojekten am Markt.

In Schwäbisch Hall und Kupferzell plant

und realisiert das Kupferzeller Familienunternehmen

Stauch derzeit moderne

Mehrfamilienhäuser mit hochwertigen

Eigentumswohnungen. Diese

werden Mitte 2024 an die künftigen

Bewohner übergeben.

In Kupferzell wird mit den beiden

Häusern die letzte Lücke am ehemaligen

Firmensitz der Firma Stauch geschlossen.

In dieser gewachsenen Siedlungslage

nahe dem Ortszentrum

entstehen 15 Wohnungen mit je zwei

bis vier Zimmern. Kupferzell, mitten in

der Wirtschaftsregion Hohenlohe-

Franken gelegen, verfügt über eine

sehr gute Infrastruktur und eine hervorragende

Verkehrsanbindung an die

B19 sowie A6.

„Wohnen im Lehen“ heißt das

größte Wohnbauprojekt in der Geschichte

der Baugruppe Stauch: Mitten

in der Kreuzäckersiedlung, unweit vom

Stadtzentrum der Siederstadt Schwäbisch

Hall, werden in den kommenden

Jahren über 50 Millionen Euro investiert,

um das ehemalige Polizeigelände

städtebaulich zu erschließen. Im ersten

Bauabschnitt, der in Kürze startet, entstehen

32 Wohnungen, von denen

schon über 65 Prozent verkauft sind.

Mit Wohnungsgrößen von rund 40 bis

zu über 100 m² findet sich für alle Lebenslagen

die passende Wohnung.

Nachhaltigkeit ist für die Verantwortlichen

der Baugruppe Stauch nicht

nur eine hohle Phrase, sondern Grundbedingung

für die Projekte. So werden

die Wohnungen in Kupferzell mit einer

Holzpelletheizung, die Wohnungen in

Schwäbisch Hall mit Fernwärme versorgt.

Die Tiefgaragen werden e-Mobility-Ready

und die Häuser in Schwäbisch

Hall mit Photovoltaikanlagen für

grünen Strom ausgestattet.

KONTAKT

Baugruppe Stauch

Im Bild 13

74635 Kupferzell

Tel.: 07944/9180-0

www.stauch-baugruppe.de

Info

1933 als Dampfwalzenbetrieb in Kupferzell

gegründet, ist die Baugruppe

Stauch heute mit rund 150 Mitarbeitern

an drei Standorten vertreten. Der

Hauptsitz mit rund 100 Mitarbeitern

befindet sich nach wie vor in Kupferzell

und wird ergänzt von der Stauch

Bauunternehmung im oberbayrischen

Waidhofen und der Stauch Wohnbau

in Gräfelfing bei München.

Das Unternehmen deckt alle Bereiche

vom Tief- über den Hochbau sowie

Schlüsselfertig- und Wohnbau für Industrie

und Gewerbe sowie private

Bauherren ab.

10

September 2022

11


WIRTSCHAFT | 25 Jahre Bürgerinitiative pro Region

2002

Bei der ersten Regionaltafel am 14. Februar

2002 in Neuenstein (Foto) hält

Bundespräsident a. D. Roman Herzog

den Festvortrag. Die Regionaltafel soll

einmal im Jahr Meinungsträgern der

Region aus Kirche, Kultur, Politik,

Presse, Sport, Wirtschaft und Wissenschaft

die Gelegenheit geben, sich zu

treffen, Netzwerke zu knüpfen oder zu

vertiefen.

2012

Eine Delegation unter Führung von

pro Region trifft sich mit Vertretern

der EU-Regio-Kommission

in Brüssel.

2016

Das dreijährige Projekt „Demografische

Allianz Heilbronn-Franken“ beginnt

und wird am 12. Juni 2018 mit

einer Abschlussveranstaltung mit Sozialminister

Manfred Lucha in Künzelsau

offiziell beendet (Foto). Im Projekt

beschäftigen sich 26 kleinere

Kommunen der Region Heilbronn-

Franken ausführlich mit Demografie.

Das Preisgeld von 5000 Euro für das

beste nachhaltige Projekt zum bürgerschaftlichen

Engagement geht an den

Verein Stromer e.V. in Zweiflingen.

Auch in den anderen Projektkommunen

werden die erarbeiteten Leitziele

umgesetzt, Stellen für Demografiebeauftragte

und Strukturen des gemeinsamen

Miteinanders geschaffen.

Starker Partner

2002

Gespräche mit den regionalen Landtagsabgeordneten

finden seit

20. Februar 2002 jährlich statt. Zu der

Veranstaltungsreihe werden die Abgeordneten

aller Fraktionen eingeladen,

um über Themen, die die Region betreffen,

zu diskutieren, um dann gemeinsam

in den Parlamenten für die

Region zu sprechen. Im Bild die Gesprächsrunde

2021.

2008

Als Ausrichter der Stallwächterparty

ist die Region bei der Baden-Württembergischen

Landesvertretung in Berlin

zu Gast. Unter dem Motto „Wein,

Schwein, Weltmarktführer“ präsentiert

sie sich unter Federführung der

Wirtschaftsregion Heilbronn-Franken

GmbH in der Bundeshauptstadt.

Fotos: Bürgerinitiative pro Region, WHF

2017

Der 20. Geburtstag von pro Region

wird am 11. September 2017 mit einer

großen Veranstaltung im Carmen-

Würth-Forum in Künzelsau-Gaisbach

gefeiert.

für Hohenlohe

Leistungsstark und verlässlich:

Weil unsere Experten die Region mit der

richtigen Finanzierung voranbringen.

pro Region Heilbronn - Franken e.V.

Herzlichen Glückwunsch!

12

September 2022

spk-hohenlohekreis.de


WIRTSCHAFT | 25 Jahre Bürgerinitiative pro Region

Corporate

Sustainability

2019

Bei einem „Automobilabend“ im Oktober

wird die Idee für ein regionales

Bündnis für Transformation geboren.

Diskutiert wird, wohin die Reise in der

Automobilindustrie in Deutschland

geht und welche Auswirkungen dies


auf die Region hat.

2020

Das Bündnis für Transformation wird

umgesetzt. Auf Initiative von pro Region

sollen kleine und mittlere Unternehmen

praktische Unterstützung im

Transformationsprozess erhalten. Beteiligt

sind Südwestmetall, die Agenturen

für Arbeit Heilbronn und Schwäbisch

Hall, die IG Metall Heilbronn-

Neckarsulm, Tauberbischofsheim und

Schwäbisch Hall, die Wirtschaftsregion

Heilbronn-Franken GmbH, die

Wirtschaftsförderung Raum Heilbronn

GmbH, die Kammern und die öffentlichen

Verwaltung.

2022

Das Jubiläumsjahr begeistert mit zahlreichen

Aktivitäten. Podiumsdiskussionen

in den vier Landkreisen und der

Stadt Heilbronn, eine Radtour zur Förderung

des regionalen Tourismus, Regionaltag

(Foto), Vorträge und Poetry

Slam sind nur einige der Veranstaltungen,

die pro Region initiiert.

Circular

Packaging

Entwicklung von nach haltigen

Verpackungs lösungen für

eine funktionierende

Kreislauf wirtschaft

Optima verpflichtet sich

zu ökologischem, fairem und

langfristig erfolgreichem

Wirtschaften

We care

for tomorrow

Sustainable

Technology

Entwicklung von ressourcenschonenden

Maschinenlösungen

unter Berücksichtigung des

gesamten Lebenszyklus

„Die Bürgerinitiative pro Region

Heilbronn-Franken hat die

Entwicklung der Region in angemessenem

Rahmen mitgeprägt.

Der Erfolg des

Gedankens, Wirtschaft und Gesellschaft

über gemeinsame

Strukturen stärker zu vernetzen

für eine lebenswerte, attraktive

Region, zeigt sich an der Dichte

innovativer Arbeitgeber –

Leuchttürme mit Strahlkraft

weit über die Region hinaus.

Die Vielzahl an kulturellen Einrichtungen

und unsere starke

Bildungslandschaft machen

deutlich: Wir sind eine Innovationsregion.

Dieses Wir-Gefühl

muss unser Antrieb bleiben –

für Wachstum, für Zukunft, für

die nächsten 25 Jahre.“

Prof. Dr. h. c. mult. Reinhold Würth

Reinhold Würth, einer

der Gründungsväter von

pro Region, ist auch

heute noch ein großer

Förderer der Bürgerinitiative

und Fürsprecher

der Region Heilbronn-

Franken.

Fotos: Bürgerinitiative pro Region, Würth Group/Annette Cardinal

HEUTE DIE NACHHALTIGKEIT

VON MORGEN GESTALTEN

Ehrliche Verpackungen für eine

funktionierende Kreislaufwirtschaft

Unter Nachhaltigkeit verstehen wir eine langfristig angelegte,

partnerschaftliche und ressourcenschonende Unternehmensführung.

Unser Ziel ist, die Welt für kommende Generationen

zu erhalten. Nachhaltig produzieren, abfüllen und verpacken

und das über die gesamte Wertschöpfungskette hinweg – dafür

steht unsere zentrale Nachhaltigkeitsstrategie „We care for

tomorrow“. Damit wollen wir ganzheitlich exzellent in den Bereichen

Umwelt, Soziales und Unternehmensführung werden.

27. - 29.09.2022

Nürnberg, Germany

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September 2022

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WIRTSCHAFT | 25 Jahre Bürgerinitiative pro Region

25 Jahre Bürgerinitiative pro Region | WIRTSCHAFT

pro Region – kurz und knapp

23 Regionaltage 19

2022 Crailsheim

2020/21 Ausfall wegen Corona

2019 Heilbronn

2018 Künzelsau

2017 Külsheim

2016 Öhringen

2015 Wertheim

2014 Schwäbisch Hall

2013 Tauberbischofsheim

2012 Lauffen a.N.

2011 Eppingen

2010 Gaildorf

2009 Brackenheim

2008 Bad Mergentheim

2007 Neckarsulm

2006 Bad Rappenau

2005 Crailsheim

2004 Künzelsau

2003 Wertheim

2002 Schwäbisch Hall

2001 Eppingen

2000 Heilbronn

1999 Tauberbischofsheim

1998 Öhringen

Regionaltafeln

2022, 2019 und 2017

in der Aula am Bildungscampus

Heilbronn

2021 und 2018

im Carmen-Würth-Forum

2007 bis 2016

im Audi Forum in Neckarsulm

2003 bis 2005

im Neubau in Schwäbisch Hall

2002

in der Stadthalle Neuenstein

...und vieles mehr

Zum Beispiel 24 Gesprächsrunden

mit Abgeordneten, Digitalisierungsvorträge,

Kunstaktionen, Podiumsdiskussionen,

Wettbewerbe und

Workshops.

1 Friedlinde Gurr-Hirsch (MdL und

Staatssekretärin a.D.): 1. Vorsitzende 2

Dr. Rudolf Luz (IG Metall): 2. Vorsitzender

3 Bernd Kaufmann (Sparkasse Hohenlohekreis):

Schatzmeister 4 Michael-M.

Andree (andree gesellschaft für

kommunikation und design) 5 Tilmann

Distelbarth (Stimme Mediengruppe)

1

Der

Vorstand

2

4 5

3

IG Metall

Heilbronn-Neckarsulm

IG Metall

Heilbronn-Neckarsulm

IG Salinenstraße Metall 9

Heilbronn-Neckarsulm

Salinenstraße 74172 9

Telefon: 74172 Salinenstraße +49 Neckarsulm (0) 7132 9 /93810

Telefon: Fax: 74172 +49

Neckarsulm (0)7132 /93810/ 938130

Fax:

Telefon: neckarsulm@igmetall.de

+49 (0)7132 / 938130

neckarsulm@igmetall.de

+49 (0) 7132 /93810

Fax: +49 www.igmetall.de

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Gemeinsam Zukunft gestalten

Gemeinsam Wir gratulieren Zukunft zu

gestalten

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25 Heilbronn-Franken Jahre proREGION e.V. e.V.

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die Beschäftigten Gemeinsam mit in der unseren Region. Mitgliedern, Wir handeln Betriebsräten, gute und faire Ver-

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aus und engagieren uns für eine gerechte Gesellschaft. Gemeinsam mit

für

unseren Mitgliedern, Betriebsräten, Vertrauensleuten und allen Aktiven

Tarifverträge trauensleuten aus und und allen engagieren Aktiven setzen uns für wir eine uns gerechte ein für ein Gesellschaft.

Leben.

Gutes

setzen wir uns ein für ein gutes Leben.

Gemeinsam mit unseren Mitgliedern, Betriebsräten, Vertrauensleuten

Deshalb Deshalb sind sind und wir wir auch auch allen seit seit Aktiven Gründung Gründung setzen der der wir proRegion proRegion uns ein für aktiv aktiv ein dabei. dabei. Gutes

Leben.

Deshalb sind wir auch seit Gründung der proRegion aktiv dabei.

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glücklich und sicher fühlen

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16

September 2022

17


WIRTSCHAFT | 25 Jahre Bürgerinitiative pro Region

25 Jahre Bürgerinitiative pro Region | WIRTSCHAFT

„Alle Register ziehen“

Fachkräftemangel, Wohnungsmangel und Verkehrschaos sind einige

der Themen, die die Vorsitzende von pro Region, Friedlinde Gurr-

Hirsch, angehen möchte. Im Interview spricht sie über aktuelle Herausforderungen

und Lösungen für die Region Heilbronn-Franken.

Wir stehen vor immensen Herausforderungen.

Treten angesichts der aktuellen

Krisensituation regionale Belange in

den Hintergrund?

Friedlinde Gurr-Hirsch: Nein, im Gegenteil.

Um Lösungen für bestehende

Probleme zu finden und umzusetzen,

müssen wir lokal ansetzen.

Nehmen wir Klima und

Energie. Hier ist jede Gemeinde,

jeder einzelne Haushalt gefordert,

sich neu auszurichten.

Nur dann kann eine Bundespolitik,

eine europäische Politik

oder eine Weltklimavereinbarung

wirksam werden.

Wie beurteilen Sie das Entlastungspaket,

das von der Bundesregierung

geschnürt wurde?

Gurr-Hirsch: Es sind Eckpunkte

gesetzt worden und ich glaube,

dass diese versuchen, die

Schwäche der vorangegangenen

Pakete auszugleichen. Vor

allen Dingen die Problematik

der sozial schwächeren Menschen.

Beim Thema Verkehrssteuerung

muss ein Akzent gesetzt

werden, denn das Neun -

Euro-Ticket hat nicht das gebracht,

was man sich erhofft

hat. Wichtig beim Thema ÖPNV wäre,

dass sich die Verbünde untereinander

anerkennen. Das ist eine große Schwäche

in Baden-Württemberg. Wenn viele

Menschen auf den ÖPNV umsteigen

oder mehr Fahrgemeinschaften bilden

würden, hätten wir weniger Pkw auf

den Straßen. Dann bleibt das große

Thema der Lkw. Da müssen wir auch in

der Wirtschaft umdenken.

Inwiefern?

Friedlinde Gurr-Hirsch übernahm 2020 den Posten als

Vorsitzende von Jochen Kübler, Oberbürgermeister a.D.

Gurr-Hirsch: Die Tendenz der letzten

30 bis 40 Jahre, immer mehr in andere

Erdteile auszugliedern, macht uns Probleme.

Das mussten wir seit Ausbruch

der Coronapandemie schmerzlich erfahren.

Global zu arbeitsteilig zu sein,

birgt Risiken, wie man an den gestörten

Lieferketten sieht. Wir sollten wieder

im Ländle und in Europa wichtige

Dinge fertigen. Bei der Produktion von

Automobilen, ja sogar bei Küchen,

hängt derzeit vieles an Kleinteilen, die

vermeintlich günstig in anderen Teilen

der Welt produziert wurden. Das reicht

bis hin zur Medizin.

Müssen wir auch bei der Energieproduktion

stärker umstellen und autarker

werden?

Gurr-Hirsch: Ja. Vor allem hat man seitens

der Politik in den frühen 2000er

Jahren so gehandelt, dass man in Richtung

Monopolisierung und Abhängigkeit

ging, Stichwort Gazprom und Uniper.

Diese Energiegiganten haben

wiederum die Stadtwerke beliefert,

von denen viele bereits Hilferufe an

den Bund schicken, weil sie die Kosten

nicht mehr stemmen können.

Wobei die Politik von

Städten und Gemeinden, eigene

Stadtwerke zu etablieren,

grundsätzlich sehr gut

ist, da sie so mehr Einflussund

Steuermöglichkeiten haben.

Welche Auswirkungen bestehen

für die Region angesichts

Energiekrise und bestehender

Lieferkettenproblematik?

Gurr-Hirsch: Wir haben zwar

eine gewisse Automobilabhängigkeit,

sind aber im industriellen

Sektor sehr stark

und breit aufgestellt, im Gegensatz

zu anderen Bundesländern.

Was mir Sorge bereitet

ist der Fach kräfteman -

gel, der immer stärker durchschlägt,

ob im Handwerk, in

der Dienstleistung oder im

Pflegebereich. Da müssen

wir Lösungen finden. Ich

habe schon vor 20 Jahren gefordert,

dass wir ein Zuwanderungsgesetz benötigen,

das genau vorgibt, welche

Fertigkeiten Menschen haben sollten,

die bei uns leben und arbeiten wollen.

Und was mich auch immer wieder besorgt,

ist, dass die Frauen in Deutschland

im Gegensatz zu anderen Ländern

vorrangig in Teilzeit arbeiten.

Eine ganz wichtige Zielgruppe sehe ich

Foto: pro Region

auch in Migrantinnen, insbesondere

aus der Türkei. Es gibt viele Arbeitsgebiete,

in denen Tätigkeiten ohne abgeschlossene

Berufsausbildung mit einer

gewissen Qualifizierung aufgenommen

werden können, etwa in der

Dienstleistung oder der Betreuung.

In welchen Bereichen erwarten Sie negative

Auswirkungen mit Blick auf die

aktuelle Energiesituation?

Gurr-Hirsch: Negative Auswirkungen

erwarte ich bei energieintensiven

Branchen. Es sind nicht nur Industriebetriebe

wie Verzinkereien, bei denen

sehr viel Energie benötigt wird. Auch

bei Bäckereien ist die Situation sehr angespannt.

Wir werden sicherlich bei

den öffentlichen Haushalten sparen,

eventuell Einrichtungen wie Schwimmbäder

schließen müssen. Ich mache

mir da schon Gedanken, was man einer

Gemeinschaft noch zumuten kann.

Wir wissen nicht, wie der Winter und

die Situation in den Schulen sein wird.

Was erhoffen Sie sich von Bund und

Land, um den Wirtschaftsstandort in

der kommenden Zeit zu stützen?

Gurr-Hirsch: Auf jeden Fall muss generell

gelten, dass Branchen die darben,

Hilfsangebote erhalten. Das gab es bereits

in der Coronazeit und es ist nicht

immer rund gelaufen. Und dann muss

natürlich auch in den Branchen, in denen

vielleicht Aufträge einbrechen, geholfen

werden. Im Bau läuft es noch

sehr gut, aber man sieht bereits, dass

viele Bauwillige aussteigen, weil die

Kosten innerhalb von wenigen Monaten

um 30 Prozent gestiegen sind. Auch

die Leitzinsen wurden erhöht, was sich

auf Finanzierungen auswirkt. Es ist zu

befürchten, dass im Handwerk Aufträge

zurückgehen. Dann gilt nach John

Maynard Keynes, dass „deficit spending“

angezeigt ist.

Wo sehen Sie Lösungsansätze auf regionaler

Ebene, um die Auswirkungen der

Krise abzufedern?

Leben und arbeiten bei uns.

landkreis_sha

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www.LRASHA.de

visithohenlohe

#visithohenlohe

www.hohenlohe-schwaebischhall.de

Gurr-Hirsch: Ich denke, dass wir insgesamt

nicht nur die Krise im Blick haben

müssen, sondern auch die Transformation,

die bereits zuvor begonnen

hat. Da gilt es bei uns festzustellen: Die

Region ist zu stark vom Automobil abhängig,

vor allem immer noch von der

Verbrennertechnologie. Ich denke unser

Ansatz mit dem Bündnis für Transformation,

das diesen Wandel begleitet

und gestaltet, ist der richtige. Wir haben

zudem Glück, dass die Region ein

KI-Standort in Baden-Württemberg geworden

ist und wir die Menschen auf

diesem Gebiet qualifizieren können.

Auf welche Zukunftstechnologien müssen

wir in der Region verstärkt setzen?

Gurr-Hirsch: Wir haben bereits Kernzellen

in der Region Heilbronn-Franken,

Hubs, in denen viel Antrieb und

Knowhow vorhanden ist. Auch Dinge

wie Coworking Spaces haben wir genug

in der Region. Angesichts der Gegebenheiten,

Verkehrsproblema-

18

September 2022

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WIRTSCHAFT | 25 Jahre Bürgerinitiative pro Region

tik, teure Energie, Erfahrungen mit

Homeoffice, müssen wir den ländlichen

Raum als idealen Raum für junge

Leute präsentieren. Das wollen wir mit

einer Veranstaltung am 11. November

tun, bei der es darum geht, wie der

neue Landesentwicklungsplan aufgestellt

werden soll und welche Rolle da

unserer Region zukommen kann.

Das steht und fällt mit Gigabitnetzen.

Werden diese schnell genug ausgebaut?

Gurr-Hirsch: Da haben wir in der Vergangenheit

einfach gepennt. Jetzt

durch die Giganetz-Initiative der WHF

geht es endlich voran. Ich bin froh,

dass WHF-Geschäftsführer Andreas

Schumm es geschafft hat, viele Kommunen

mitzunehmen.

Wie kann die Region jetzt besonders

eng zusammenstehen, um die Herausforderungen

zu bewältigen?

Gurr-Hirsch: Wir hatten immer dann

den größten Zusammenhalt, wenn

eine Not da war. Durch die drei K –

Krankheit (Corona), Klima, Krieg – gibt

es eigentlich genug Möglichkeiten, jeden

Einzelnen mitzunehmen. In meiner

Zeit als Staatsekretärin habe ich die

Initiative „Grenzenlos nachhaltig“ gestartet.

Ich hoffe, dass wir bei der Veranstaltung

im November, wenn unsere

111 Gemeinden vertreten sind, dieses

Thema setzen können. Klimamanager

könnten ein Netzwerk initiieren. Mit

dem Thema wächst auch die Identität.

In verschiedenen Netzwerken wird regionsweit

kooperiert. Wie sollte aus Ihrer

Sicht die regionale Zusammenarbeit

verbessert werden? Das Kirchturmdenken

ist ja noch nicht ganz weg, oder?

Gurr-Hirsch: Das ist nicht nur in unserer

Region ein Problem. Ich bin froh

darüber, dass es gelungen ist, die Wirtschaftsförderung

in Heilbronn-Franken

zu stärken. Ich würde mir aber ein

deutliches Zeichen seitens der IHK

wünschen, dass sie bei der WHF wieder

mitwirkt. Wir brauchen eine regionale

Wirtschaftsförderung und sie hat

ja auch bereits Erfolge eingefahren. Es

ist eine tolle Sache, dass das Packaging

Valley konzentriert angegangen wird.

Was kann die Bürgerinitiative tun, um

dabei zu unterstützen?

Gurr-Hirsch: Wir können Problembewusstsein

wecken, denn die wichtigen

Themen der Region sind noch nicht in

Friedlinde Gurr-Hirsch bei der Regionaltafel

im Carmen Würth Forum.

allen Köpfen. Wir machen Veranstaltungen

und Workshops, die Impulse

und Input geben, schaffen Plattformen

für Diskussionen. Darüber hinaus wollen

wir Netzwerke in der Region bilden

und die Themen weiter begleiten.

Welche Impulse haben Sie aus den regionsweiten

Podiumsdiskussionen im Jubiläumsjahr

mitgenommen?

Foto: pro Region

Gurr-Hirsch: Wir müssen die Themen

Fachkräftemangel, Wohnungsmangel

und Verkehr noch stärker auf die Agenda

setzen und vorantreiben. Dem Thema

Fachkräfte widmen wir uns bei der

kommenden Regionaltafel. Das Thema

Wohnung beleuchten wir indirekt im

November. Hierbei gilt es zu überlegen,

wie man Menschen, die leerstehende

Wohnungen besitzen, überzeugen

kann, diese zu vermieten. Und auch

beim Verkehr müssen wir alle Register

ziehen, vom schleppenden Ausbau der

A6 bis zu einem neuen Schleusenkonzept

für den Neckar, um mehr Transporte

von der Straße auf den Wasserweg

zu verlagern.

Welche neuen Projekte möchten Sie in

absehbarer Zeit anstoßen?

Gurr-Hirsch: Das Thema Tourismus ist

noch wichtig. Das werden wir im kommenden

Jahr mit Aktionen wie Radtouren

anstoßen. Auch in Stuttgart möchte

man das nördliche Baden-Württemberg

stärker zusammenführen und bei

Tourismusmessen wie der CMT besser

darstellen. Wir denken, dass die Energie-

und Klimakrise den Nahtourismus

stärken wird. Insgesamt wollen wir natürlich

auch den ländlichen Raum

durch unsere Veranstaltungen stärken.

Krisen bergen auch immer Chancen.

Welche Chancen gibt es für die Region?

Gurr-Hirsch: Da wir ziemlich automobillastig

sind und uns durch die Transformation

gezwungenermaßen neu

aufstellen müssen, besteht die Möglichkeit,

dass wir bei zukunftsweisenden,

neuen Technologien die Nase

vorn haben können. Auch bei Themen

wie KI. Wir können Startups haben, die

Neues generieren. Dafür müssen die

MINT-Themen in den Schulen verstärkt

werden. Doch da wir gezwungen

sind, uns neu zu orientieren, haben wir

gute Chancen, uns insgesamt zukunftsfest

aufzustellen.

Beatrix Drescher/ Dirk Täuber

Zur Person

Friedlinde Gurr-Hirsch wurde 1954 in

Untergruppenbach geboren. Sie war

von 2001 bis 2021 Abgeordnete im

Landtag von Baden-Württemberg, außerdem

von 2004 bis 2011 und von

2016 bis 2021 Politische Staatssekretärin

im Ministerium für Ernährung und

Ländlichen Raum. Zwischenzeitlich

war sie stellvertretende Fraktionsvorsitzende

der CDU Landtagsfraktion.

Seit 2020 ist sie Vorsitzende der Bürgerinitiative

pro Region.

Seit Gründung der BTI am 1. September

1972 verbinden Kunden mit dem Team

Orange hohe Kompetenz und besonderen

Service.

Die jahrelange Erfahrung, aber auch

die Bereitschaft, immer wieder Neues

zu wagen, hat unser Unternehmen zu

dauerhaftem Erfolg geführt. Heute sind

wir der Spezialist für das Bauhandwerk

in Deutschland und einer der führenden

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20

September 2022


25 Jahre Bürgerinitiative pro Region | WIRTSCHAFT

Nach 25 Jahren aktiver Mitarbeit in Vorstand und Beirat der Bürgerinitiative pro Region blickt Frank Stroh zurück.

Foto: pro Region

als großer Unternehmer und ich damals

noch als Bevollmächtigter der IG

Metall.

Warum braucht die Region die Bürgerinitiative

25 Jahre später noch immer?

Stroh: Die Region befindet sich immer

noch in einem Wandlungsprozess. Mit

der laufenden Transformation und

dem Digitalisierungsprozess sowieso.

Pro Region kann eine Klammer für die

Region Heilbronn-Franken sein, die

sich dieser Themen annimmt, die Menschen

einen Teil des Weges begleitet

und versucht ihnen die Angst vor der

bereits laufenden Veränderung ein

Stück weit zu nehmen.

Die Bürgerinitiative hat im Laufe der

Jahre zahlreiche Themen von regionaler

Tragweite aufgegriffen. Welche ziehen

sich wie ein roter Faden von damals bis

heute?

Stroh: Die Frage war, wie wir ein Wir-

Gefühl in der Region Heilbronn-Franken

wecken können und wie wir es

schaffen, dass die Menschen stolz darauf

sind, aus der Region zu kommen.

Daran haben wir von Anfang an gearbeitet.

Das lief über die Regionaltafeln,

um die Kirchtürme in der Region etwas

schrumpfen zu lassen. Denn diese

gab es und auch die dazugehörigen Besitzer,

die peinlichst darauf geachtet

haben, dass sich da nicht zu viel ändert.

Hat sich dieses Kirchturmdenken inzwischen

geändert?

Stroh: Das hat sich in den vergangenen

25 Jahren sehr gewandelt. Und das hat

auch etwas mit dem Generationenwechsel

zu tun, der in den leitenden

Funktionen in der Region stattgefunden

hat. Die jüngere Generation geht

ganz anders an die Führungsfunktion

heran, ist offener und erkennt auch,

dass Zusammenarbeit und Zusammenhalt

wichtig sind. Das gibt gute Signale

nach außen. Die Region ist weiter

zusammengewachsen und das muss

sie auch angesichts der Herausforderungen,

die auf uns zukommen. Da

muss man sich nur die Transformationsprozesse

in der Automobilindustrie

als einer der großen Arbeitgeber in der

Region anschauen.

Welche Fortschritte hat pro Region

noch bewirkt? Und was bleibt zu tun?

Stroh: Einen bleibenden Wert hat pro

Region beim Thema demografischer

Wandel in den 24 daran beteiligten

Kommunen geschaffen. Durch die

Pandemie ist das natürlich etwas in der

Wahrnehmung zurückgetreten, aber es

hat sich sehr viel getan, um den demografischen

Wandel etwas zu verkleiden.

Und ich denke, es war unser

Anstoß, sich des Themas Transformation

anzunehmen. Wir hatten 2019 eine

Veranstaltung, bei der wir aufgezeigt

haben, welche Entwicklungen kommen

werden und bei der der Vor-

„Menschen die Angst vor

Veränderung nehmen“

Mit seiner Art verstand es Frank Stroh, wichtige Meilensteine in der

Region Heilbronn-Franken zu setzen und auf deren Durchführung zu

pochen. Ein Vierteljahrhundert, nachdem er gemeinsam mit Reinhold

Würth die Bürgerinitiative pro Region gründete, legt er sein Amt als

stellvertretender Vorsitzender des Beirats nieder und blickt auf die

Veränderungen zurück, die er seit 1997 mit angestoßen hat.

Vor 25 Jahren haben Sie gemeinsam

mit Reinhold Würth die Bürgerinitiative

pro Region auf den Weg gebracht.

Auch damals war die wirtschaftliche

Lage angespannt. Braucht es Krisen,

um Veränderungen anzustoßen?

Frank Stroh: Man kann die Situation

der 90er Jahre nicht mit der heutigen

Zeit vergleichen. Damals waren die

Verhältnisse schon schlimm. Wir haben

in einem Jahr über 10.000 Arbeitsplätze

im Bereich Metall- und Elektroindustrie

verloren und es herrschte

keine gute Stimmung in der Region. In

einer solchen Lage muss man den

Menschen aufzeigen, dass es eine Perspektive

gibt. Das war zum damaligen

Zeitpunkt auch möglich. Im Moment

sieht es allerdings etwas anders aus,

denn die Entwicklung ist wesentlich

dramatischer. Nirgendwo ist abzusehen,

wo wir enden, und es gibt keine

Leitlinien mehr, an denen man sich

orientieren kann. Man hat ein wenig

das Gefühl, dass man hilflos der Entwicklung

ausgeliefert ist. In den 90er

Jahren war dies nicht so, da hatte man

das Gefühl, dass man etwas reißen

kann, wenn man zusammensteht.

Und was war dann der entscheidende

Impuls zur Gründung von pro Region?

Warum brauchte es die Initiative?

Stroh: Heilbronn-Franken war seinerzeit

eine Region, in der viel gejammert

wurde. Und nur durchs Jammern alleine

bewegt man nichts. Daher brauchte

es Impulse in der Region, die den Menschen

eine Zuversicht für ihre Zukunft

aufzeigten. Ich denke, dass das in der

Zusammenarbeit von Reinhold Würth

und mir auch gelungen ist, weil wir

sehr unterschiedlich gepolt sind – er

Wir sind eine

starke Region!

Machen Sie mit!

Stärken Sie die Region!

Werden Sie Mitglied!

Bürgerinitiative pro Region

Heilbronn-Franken e. V.

Geschäftsstelle:

c/o Adolf Würth GmbH & Co. KG

Postfach: 74650 Künzelsau

Telefon: 07940 15-2329

www.pro-region.de

info@pro-region.de

22 September 2022

23


Informieren &

bewerben über:

Frank Stroh bei der Abschlussveranstaltung

der Demografischen Allianz,

bei der das dreijährige Projekt offiziell

beendet wurde.

schlag von pro Region gekommen ist,

einen Beirat mit allen wichtigen Entscheidungsträgern

in der Region zu

gründen, die diesen Transformationsprozess

begleiten. Das hat hervorragend

geklappt und der Beirat hat zwei

gute Leute an der Spitze. Man muss

sich nur ansehen, was die Wirtschaftsförderung

jetzt gemeinsam hinbekommt

und was es dort an Geld gibt –

Es gibt viel

zu feiern!

Die poppigen Oktoberfestwochen

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Foto: pro Region

das sind mehrere Millionen Euro, die

der Region in einem solchen Prozess

guttun.

Ihre Funktion im Beirat von pro Region

legen Sie ausgerechnet im Jubiläumsjahr

nieder. Wieso ist das für Sie der

richtige Zeitpunkt, um aufzuhören?

Stroh: Der Zeitpunkt war gut gewählt,

denn man benötigt in einer solchen

Funktion ein Netzwerk. Ich hatte ein

gutes Netzwerk und habe es noch in

Teilen. Das Problem ist nur, dass das

Netzwerk mit mir gealtert ist. Das heißt,

die jetzigen Entscheidungsträger sind

nicht mein altes Netzwerk und von daher

ist die Arbeit etwas schwierig. Und

dann wird es Zeit aufzuhören.

Sie setzen sich seit Jahren beim Sozialverband

VdK und in Ehrenämtern für

die Belange sozial benachteiligter Menschen

ein. Welchen besonderen Handlungsbedarf

sehen Sie angesichts der

aktuellen Situation in der Region?

Stroh: Beim Thema Pflege muss darauf

geachtet werden, dass ausreichend

qualifizierte Pflegeplätze für die Menschen

aus der Region vorhanden sind.

Und bei der Kurzzeitpflege ist es ein

Mangel, wenn Menschen, die aus dem

Krankenhaus kommen, diese benötigen

und keine bekommen. Ein weiteres

Thema ist der bezahlbare Wohnraum.

Ich befürchte, dass uns das

Thema in den nächsten Jahren um die

Ohren fliegen wird, wenn die Nebenkosten

weiter steigen und manche

Menschen ihre Wohnungen nicht

mehr halten können. Das sind Themen,

an denen wir als Sozialverband

VdK dran sind. Wir organisieren im Oktober

eine größere Veranstaltung zum

Thema Bestandsaufnahme: Wieviel bezahlbaren

Wohnraum haben wir überhaupt

und wo wird die Entwicklung

hingehen? Dazu haben wir alle Bürgermeister

des Landkreises Heilbronn

eingeladen.

Gibt es Ansatzpunkte, bei denen pro Re-

vrbank-hsh.de

gion hierbei unterstützen könnte? Bedarf es weiterer Projekte,

wie das der Demografischen Allianz?

Stroh: Pro Region unterstützt beim laufenden Transformationsprozess.

Mit diesem hängt auch die Demografische Allianz

zusammen. Die Bürgerinitiative muss auch ältere Arbeitnehmer

dazu bringen, dass sie sich für Dinge, die sich

verändern, qualifizieren lassen. Das heißt, man muss in einem

50- oder 60-Jährigem die Bereitschaft wecken, sich an

Qualifizierungs maßnahmen zu beteiligen. Das ist ein dickes

Brett, das gebohrt werden muss. Pro Region muss angesichts

des Klimawandels auch andere Themen wie die Erzeugung

regionaler Lebensmittel angehen. Es gibt ein breites Feld,

das die Bürgerinitiative angehen kann. Das Problem dabei

ist, dass sie ein gemeinnütziger Verein und somit auf Spenden

angewiesen ist. Da sind die Firma Würth und die Person

Reinhold Würth als Großspender zu nennen. Was die Zukunftsplanungen

von pro Region betrifft, werde ich mich

schön heraushalten und diese dem neuen Vorstand überlassen.

Denn es gibt nichts Schlimmeres als die Alten, die nicht

loslassen können.

Wie blicken Sie auf die weitere Zukunft der Region Heilbronn-

Franken? Bleiben Sie optimistisch?

Stroh: Ich denke die Region hat durchaus eine gute Zukunft,

wenn es uns gelingt den Transformationsprozess gemeinsam

zu gestalten. Und wenn man sieht, was sich vor allen

Dingen im Bereich Hochschulstudium, nicht nur in Heilbronn,

sondern auch in Künzelsau, abspielt, dann gibt es

hier einen Grundstock, auf dem die Region weiter gut aufbauen

kann. Im sozialen Bereich müssen wir darauf achten,

dass bei allem, was derzeit läuft, die Spaltung zwischen Arm

und Reich in der Region nicht zu groß wird. Ich denke, das ist

ganz wichtig. Und es kann gelingen, indem man sich der

Menschen annimmt, die am Rande der Gesellschaft stehen,

und ihnen auch deutlich sagt: Wir lassen euch nicht allein,

wir unterstützen euch, wir helfen euch. Das machen wir

beim VdK über die Sozialberatung. Wir zeigen, auf welche

Leistungen die Menschen Anspruch haben und wo man welche

Unterstützung bekommen kann.


Beatrix Drescher /Dirk Täuber

Zur Person

Frank Stroh wurde 1946 in Sprendlingen geboren und lebt

heute in Eppingen. Seit 1985 war er in der Verwaltungsstelle

der IG-Metall Heilbronn-Neckarsulm tätig und wurde 1991

zum Ersten Bevollmächtigten. Zwischen 2000 bis 2005 war

er Pressesprecher der IG-Metall Baden-Württemberg. 1997

gründete er gemeinsam mit Reinold Würth die Bürgerinitiative

pro Region Heilbronn- Franken.

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mit anerkannter Behinderung und Menschen

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24 September 2022

Sabrina Sinanovic

Heilbronn


25 Jahre Bürgerinitiative pro Region | WIRTSCHAFT

Gemeinsam

Großes schaffen

23 Regionaltage seit 1998, 19 Regionaltafeln seit 2002,

acht Sportfeste und jede Menge Lobbyarbeit und Unterstützung

für Heilbronn-Franken: Das ist die Bürgerinitiative

pro Region Heilbronn-Franken, die in diesem Jahr 25. Geburtstag

feiert. Grund genug, zu gratulieren!

Foto: Tourismusverband „Liebliches Taubertal“, Thomas Weller, Landratsamt Hohenlohekreis

Dr. Matthias Neth (CDU),

Landrat des

Hohenlohekreises

„Die Bürgerinitiative pro Region Heilbronn-Franken

setzt sich sehr erfolgreich

für das Zusammenwachsen unserer

Region ein. Die Regionaltage sind

dafür nur ein Beispiel unter vielen und

ein echtes Highlight: Hier rücken die

Menschen bei Musik, mit abwechslungsreichen

Ausstellern und regionalen

Genusshöhepunkten zusammen.

Ich wünsche pro Region weiterhin alles

Gute, auf dass das Wir-Gefühl in Heilbronn-Franken

weiter wächst.“

Wild

auf Regionales

Wild

07. Oktober –

auf Regionales

13. November

07. Oktober –

13. November

Herzliche Einladung zur

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Bis zum 25.10. können

Unternehmerinnen und

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abgeben und über die künftige

Arbeit der IHK mitbestimmen.

In die Wildnis bringen

In die wir Wildnis Sie nicht! bringen

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Wiesen und Weinbergen bei unseren Wildwochen

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26 September 2022

27


WIRTSCHAFT | 25 Jahre Bürgerinitiative pro Region

25 Jahre Bürgerinitiative pro Region | WIRTSCHAFT

Harry Mergel (SPD),

Oberbürgermeister der

Stadt Heilbronn

„Seit dem Ende der Reichsstadtzeit am

Beginn des 19. Jahrhunderts hat sich für

Heilbronn die Zugehörigkeit zu einem

großen Territorium als enormer Vorteil

erwiesen. Aus dieser Erfahrung heraus

wissen wir auch heute die Region sehr

zu schätzen. Daher bin ich der Bürgerinitiative

pro Region Heilbronn-Franken

sehr dankbar für ihre vielfältigen

Aktivitäten und gratuliere ihr von Herzen

zum 25-jährigen Bestehen.“

Gerhard Bauer (parteilos),

Landrat des

Landkreises Schwäbisch Hall

„Gemeinsam für eine zukunftsfähige

Region Heilbronn-Franken: Die Bürgerinitiative

pro Region ist für den

Landkreis Schwäbisch Hall hierbei ein

wichtiger Partner. Im Sinne unserer regionalen

Wirtschaftsförderung ist dieser

Schulterschluss auch weiterhin zentral.

Dank an pro Region für 25 Jahre

Zusammenarbeit! Fachkräftegewinnung,

Standortmarketing, Transformationsprozess

… – wir brauchen den Dialog

mehr denn je!

Fotos: Landratsamt Main-Tauber-Kreis/Frank Mittnacht, Landratsamt Schwäbisch Hall,

Stadt Heilbronn, Landratsamt Heilbronn

Christoph Schauder (CDU),

Landrat

Main-Tauber-Kreis

„Die Bürgerinitiative pro Region hat

großen Anteil daran, dass sich die Menschen

zunehmend mit der Region Heilbronn-Franken

identifizieren. Sie trägt

mit ihrer Arbeit dazu bei, dass in den

Köpfen und Herzen zusammenwächst,

was zusammengehört. Beispielhaft zu

nennen sind die regelmäßigen Regionaltage

oder die Radausfahrt zum Kloster

Bronnbach im Mai 2022, die zum

Ziel hatte, den Fahrradtourismus in

Heilbronn-Franken noch stärker in den

Fokus zu rücken.“

Norbert Heuser (CDU),

Landrat

Landkreis Heilbronn

„Seit 25 Jahren schafft es die Bürgerinitiative

pro Region Heilbronn-Franken

mit Regionaltagen, Regionaltafeln,

Sportfesten und Gesprächsrunden die

Menschen zu verbinden und das Gemeinschaftsgefühl

zu stärken. Zum

25-jährigen Bestehen gratuliere ich der

pro Region Heilbronn-Franken ganz

herzlich und wünsche weiterhin viel Erfolg

bei der Stärkung des Zusammengehörigkeitsgefühls

unserer Region.“

Die Stadt Eppingen gratuliert ganz herzlich

zu 25 Jahren proREGION und bedankt sich

für die gute Zusammenarbeit.

29


WIRTSCHAFT | 25 Jahre Bürgerinitiative pro Region

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ADVERTORIAL

Unterstützung im

Strukturwandel

Das Bündnis für Transformation bekommt mehr Schub. Der Bund hat

Fördermittel für das Projekt „Transformotive“ bewilligt. Rudolf Luz

von der Bürgerinitiative pro Region erläutert, wie die Gelder der

Automobilzulieferindustrie in Heilbronn-Franken zugute kommen.

Austausch fördern: Das neue Projekt soll Unternehmen, Hochschulen und weitere

Institutionen vernetzen.

Für „Transformotive“ fließen 12 Millionen

Euro Fördermittel in die Region.

Wie sollen die Mittel eingesetzt werden?

Rudolf Luz: Das Geld dient dazu,

Strukturen für ein regionales Transformationsnetzwerk

aufzubauen, das alle

Akteure vor Ort einbindet. Die Projektträger,

die Wirtschaftsregion Heilbronn-Franken

(WHF) und die Wirtschaftsförderung

Raum Heilbronn

(WFG), haben nun die Mittel, Personal

für Projektmanagement, Kommunikation

und Netzwerkbetreuung bereitzustellen.

Ziel ist, den Strukturwandel

der Automobilindustrie und ihrer Zulieferer

zu begleiten. Im Fokus stehen

Unterstützungsangebote für kleine

und mittlere Unternehmen. Es freut

mich, dass der Impuls, den das Bündnis

für Transformation gegeben hat,

nun konkrete Formen annimmt.

Wie sehen die nächsten Schritte aus?

Luz: Es muss gelingen, über das Projekt

in einen engen Kontakt mit den

Unternehmen zu gelangen und Netzwerke

aufzubauen. Das ist die Hauptaufgabe.

Wir wollen den Austausch

und die Kooperation der Unternehmen

untereinander fördern. Dabei

geht es auch um Vernetzung mit den

Hochschulen der Region, um Innovationen

zu fördern, sowie um eine Vernetzung

mit Weiterbildungsträgern

und Institutionen wie der Agentur für

Arbeit, wenn es um Fragen der Qualifizierung

von Fachkräften geht. In einer

Analysephase muss herausgearbeitet

werden, wo die Unternehmen stehen

und welchen Unterstützungsbedarf sie

haben. Dabei geht es auch um Fragen,

welche Veränderungen in den Unternehmen

notwendig sind, um zukunfts-

Foto: Adobe Stock/vegefox.com

fähige Geschäftsmodelle aufzubauen,

wenn Verbrennertechnologie der Vergangenheit

angehört.

Geht es dabei auch um direkte finanzielle

Unterstützung der Unternehmen?

Luz: Nein. Wir dürfen über dieses Projekt

die Unternehmen nicht direkt unterstützen.

Das lässt der Förderrahmen

nicht zu. Wir können nur indirekt unterstützen,

indem wir über Vernetzung

und Kooperation sicherstellen, dass

die Unternehmen passgenaue Angebote

erhalten. Uns ist daher wichtig,

dass eine enge Kooperation der regionalen

Akteure entsteht, in die die Kammern,

die Agentur für Arbeit und die

Hochschulen eingebunden sind, damit

auch sie ihren Beitrag leisten und

Angebote entwickeln können. Auf der

anderen Seite müssen die Unternehmen

formulieren, welchen konkreten

Bedarf an Unterstützung sie haben.

Die Finanzierung der Transformation

im Unternehmen ist Sache der Unternehmen

selbst. Die Projektträger WHF

und WFG können als Vermittler dienen

und auf passende Angebote verweisen.

Können Sie ein Beispiel nennen?

Luz: Die TU München bietet am Campus

Heilbronn für Führungskräfte den

Ausbildungslehrgang „Unternehmen

in der Transformation“ an. Es ist an

den Unternehmen, zu entscheiden, ob

sie ihre Führungskräfte entsprechend

qualifizieren wollen, damit sie Methoden

kennenlernen, wie das eigene

Geschäftsmodell hinterfragt und weiterentwickelt

werden kann. Anschließend

können Unternehmen selbst ermitteln,

welcher externe Unterstützungsbedarf

für die Umsetzung erforderlich

ist.

Schwäbische Tradition trifft

digitale Innovation

Per App können Kunden passgenaue Container bestellen.

Wir schreiben das Jahr 1968: Der

Unternehmer Gerhard Kurz beginnt

mit seinem ersten Fahrzeug in

der Gemeinde Affalterbach Haus- und

Sperrmüll einzusammeln und auf die

dortige Deponie zu fahren. Heute: Mit

zehn Betrieben an neun Standorten in

Baden-Württemberg sowie rund 600

Mitarbeitern darf sich die KURZ Gruppe

zu den leistungsfähigsten Marktteilnehmern

der Entsorgungsbranche im

„Ländle“ zählen. Im Bereich der klinikspezifischen

Abfallentsorgung ist die

Gruppe einer der deutschlandweit

agierenden Player.

Als innovatives Unternehmen betreibt

die KURZ Entsorgung GmbH seit

2017 einen erfolgreichen Onlineshop,

der Kunden die einfache und schnelle

Bestellung von Abfallcontainern ermöglicht.

Um die Bestellung zu erleichtern,

wird der Shop durch eine App ergänzt:

Der Keller ist entrümpelt, die

Wohnung renoviert. Ein Container

muss her. Aber passt er in die Einfahrt

oder vor die Garage? Die innovative

App ContainAR hilft dabei, diese Fragen

sicher und einfach zu beantworten.

ContainAR beruht auf der Augmented

Reality-Technologie und ermöglicht,

virtuelle Abfallcontainer in Originalgröße

am Wunschort zu platzieren. So

können Kunden den Container sowie

dessen Dimensionen prüfen und herausfinden,

ob sich der gewählte Contai-

Laden im App Store

nerstandort eignet. Mithilfe der integrierten

Fotofunktion ist es zudem

möglich, diesen bildlich festzuhalten

und an die Bestellung im Online-Shop

anzufügen. Die Fotos werden dann an

das Fahrpersonal weitergeleitet. So

wissen die Fahrer genau, wo der Container

abgestellt werden soll und es

entstehen keine Missverständnisse.

Kontakt

KURZ Entsorgung GmbH

E-Mail:

e-commerce@kurz-entsorgung.de

shop.kurz-entsorgung.de

www.kurzgruppe.de

30

September 2022


WIRTSCHAFT | 25 Jahre Bürgerinitiative pro Region

25 Jahre Bürgerinitiative pro Region | WIRTSCHAFT

Würden aus dem Topf vergleichbare

Weiterbildungsprogramme finanziert

werden?

Luz: Wir können daran mitarbeiten,

dass passgenaue Qualifizierungsprogramme

entwickelt werden. Große

Player wie Audi können ihre Aus- und

Weiterbildung selbst organisieren, aber

kleine und mittlere Unternehmen der

Zulieferindustrie brauchen Unterstützung.

Oft geht es in diesen Firmen nur

um eine Person, die in bestimmten Bereichen,

etwa Logistik, qualifiziert werden

muss. Daher sind Angebote erforderlich,

auf die mehrere kleine Firmen

zugreifen können. Diese Maßnahmen

und die damit verbundenen Lehrgangskosten

zu finanzieren, kann das

Projekt „Transformotive“ jedoch nicht

tragen. Das wäre mit eine Aufgabe für

die Agentur für Arbeit. Die hat da wesentlich

mehr Mittel, beispielsweise

über das Qualifizierungschancengesetz.

Doch laut Agentur werden diese

Mittel kaum abgerufen, da die Nachfrage

gering ist. Das ist das Problem, da

müssen wir ansetzen.

Ist den Unternehmen die Dringlichkeit

nicht bewusst?

Luz: Unterschiedlich. Die großen Unternehmen

sind schon relativ weit und

haben Strategien für die Zukunft entwickelt.

Bei den kleinen und mittleren

Unternehmen ist durchaus Problembewusstsein

vorhanden, aber sie sind

durch die aktuelle Lage – Coronapandemie,

Energiekrise, Lieferkettenprobleme

– in ihrem Tagesgeschäft enorm

gefordert. Sie haben die Zukunftsfragen

im Blick, aber wissen oft nicht, damit

umzugehen. Das ist eine kritische

Situation. Vielen fehlen einfach die

Ressourcen, in die Veränderung zu

gehen.

Mit welchen Konsequenzen?

Luz: Das kann durchaus bedeuten,

dass manche sagen, es gibt keine Perspektive,

es droht die Schließung. Dann

hätten wir eine Deindustrialisierung

mit fatalen Folgen für die Region. Unser

Wohlstand beruht zu großen Teilen

auf dem hohen Anteil an produzierendem

Gewerbe. Unser Ziel muss daher

sein, die industriellen Kerne im Wesentlichen

zu erhalten. Es hilft uns aber

nicht, an etwas festzuhalten, was nicht

zu halten ist, sprich: der Verbrennertechnologie.

In der Transformation

müssen die Unternehmen daher

schauen, ob sie Produkte im Bereich

Elektromobilität finden können, die

künftig weiterhin gebraucht werden.

Das kann auch bedeuten, sich vom Automobilsektor

zu lösen und ganz neue

Bereiche zu erschließen. Chancen

könnte beispielsweise die Wasserstofftechnologie

bieten, die nicht nur im

Mobilitätssektor vielversprechend ist.

Derzeit stellen wir auch einen hohen

Bedarf an Fachkräften fest in der Klima-

und Heizungstechnik, Stichwort

Wärmepumpe. Dort werden ebenfalls

Dichtungen, Ventile und Ähnliches be-

nötigt. Zulieferer könnten statt fürs

Auto eventuell für andere Bereiche

produzieren. Zudem sucht das Handwerk

nach qualifizierten Fachkräften.

Könnten also auch weitere Branchen

von „Transformotive“ profitieren?

Luz: Ein verengter Ansatz wäre aus

meiner Sicht falsch. Wir müssen die

Gesamtentwicklung in der Region in

den Blick nehmen – natürlich unter der

Zielsetzung, dass das produzierende

Gewerbe für uns ein wichtiger Faktor

für Wohlstand bleiben muss. Daher

müssen wir innovative Alternativen

finden. Und da mit Sicherheit Arbeitsplätze,

die am Verbrenner hängen,

wegbrechen werden, müssen wir auch

den Menschen eine Perspektive geben.

Ziel ist also auch, freiwerdende Fachkräfte

in der Region zu halten?

Luz: Ja, denn der Fachkräftemangel ist

ein Riesenthema. Es wäre falsch, gut

ausgebildete Leute einfach abwandern

zu lassen. Doch damit sie bleiben,

brauchen sie eine Perspektive. Darum

sind Weiterbildungs- und Qualifizierungsangebote

unverzichtbar. Fachkräfte

benötigen aber eine klare Orientierung

und eine Zukunftsperspektive.

Niemand wird sich ins Ungewisse umschulen

lassen. Aber noch einmal:

Auch die Unternehmen müssen schauen,

wie sie resilienter werden können,

denn wir leben in unsicheren Zeiten.

Sie sollten also danach trachten, nicht

einfach nur das konventionelle Geschäft

weiterzuführen, sondern sich

weitere Felder erschließen, zusätzliche

Standbeine aufbauen und dafür auch

die Ressourcen bereitstellen. Das ist alles

andere als trivial. Darum ist es jetzt

auch so wichtig, die ersten Schritte zu

gehen und eine enge Vernetzung der

Akteure in punkto Innovation, Qualifizierung

und Geschäftsmodellentwickung

zu etablieren. Das Projekt hat als

wesentlichen Inhalt, die dafür nötigen

Strukturen aufzubauen und sich auch

über das Projektende 2025 hinaus zu

institutionalisieren. Ich sehe darin

auch eine zentrale Frage, wie Wirtschaftsförderung

in der Region in Zukunft

aufgestellt sein muss. Wichtig

wäre aus meiner Sicht, dass sich alle

Akteure einbringen. Ich denke, wir

können nur gemeinsam den Anforderungen

der Transformation begegnen.

Ich sehe eine große Chance in diesem

Projekt.

Dirk Täuber

Zur Person

Dr. Rudolf Luz war im IG

Metall Vorstand tätig, ist

zweiter Vorsitzender der Bürgerinitiative

pro Region Heilbronn-Franken

e. V. sowie stellvertretender Koordinator

im Bündnis für Transformation.

Herzlichen Glückwunsch

zu 25 Jahren proRegion!

Lust auf ein Geburtstagsständchen?

Konzertkarten gibt es bei der Hohenloher Kulturstiftung

www.hohenloher-kultursommer.de


WIRTSCHAFT | 25 Jahre Bürgerinitiative pro Region

Ausgezeichnet!

Die Bio-Musterregion Hohenlohe setzt auf gesunde Lebensmittel, die in der Region produziert werden.

Gesund essen

Landwirtschaft hat in der Region Hohenlohe eine große Bedeutung.

Regional erzeugte Bio-Lebensmittel bedeuten kurze Transportwege

und bergen Chancen für mehr Nachhaltigkeit. Während die Bio-

Musterregion Hohenlohe ökologische Landwirtschaft stärkt, bildet

die DHBW für Food Management Nachwuchs aus.

Regionale Wertschöpfungsketten

stehen im Fokus der Arbeit von

Nina Faiß. Diese zu stärken ist die

Aufgabe der Regionalmanagerin der

Bio-Musterregion Hohenlohe.

Dort beträgt der Anteil an ökologisch

bewirtschafteten Flächen derzeit

rund zehn Prozent. Ziel des Projekts

Bio-Musterregion ist es, diesen Anteil

auf 30 bis 40 Prozent zu erhöhen. Neben

der Beratung von Landwirten soll

der Anteil an regional erzeugten Bio-

Lebensmitteln in Küchen von Gemeinschaftsverpflegungseinrichtungen

auf

30 bis 60 Prozent gesteigert werden.

„Wir haben bisher vier Küchen begleitet

und sie beraten, welche regionalen

Lieferanten für sie geeignet sind. Die

große Herausforderung ist dabei, dass

die entsprechenden Produkte oftmals

nicht in dem von den Küchen gewünschten

Verarbeitungsgrad erhältlich

sind.“ Diese Strukturen der Wertschöpfungskette

müssen also noch

aufgebaut werden. Faiß rechnet dafür

mit einem Zeitraum von bis zu zwei

Jahren.

„Alle Beteiligten müssen an einem

Tisch gemeinsam beraten, wie

man eine Ernährungswende mit nachhaltig

erzeugten Lebensmitteln umsetzen

kann.“ Wenn sich Großküchen entscheiden,

dass sie bestimmte Produkte

nur noch in regionaler Bioqualität anbieten,

dann können sich die Landwirte

vor Ort darauf einstellen, sagt sie.

Das motiviere wiederum die Landwirte,

ihre Flächen umzustellen.

Ein weiterer Schwerpunkt ihrer

Arbeit ist das Thema, Bio-Lebensmittel

in die Berufsausbildung von Köchen, Hauswirtschafterinnen

und im Landbau zu integrieren und mittels Informationen

beim Hohenloher Bio-Markttag Verbraucherbildung

zu betreiben. Zudem werden seitens der Bio-Musterregion

in jedem Jahr regionale Bio-Produkte mit dem Hohenloher

Bio-Stern ausgezeichnet. Einen regionalen Bio-Mittagstisch

hat Faiß an einem Projekttag in der Mensa des Ferdinand-Steinbeis-Instituts

in Heilbronn umgesetzt. Aus dem

gut angenommenen Angebot ist inzwischen ein Forschungsantrag

geworden, denn bei dem Projekt hat sich

herausgestellt, dass die einzelnen Akteure nicht ausreichend

über die regional verfügbaren Mengen informiert

sind. „Das wollen wir ändern“, sagt sie.

Der Dreiklang Nachhaltigkeit, Gesundheit und Genuss

umreißt die zentralen Anliegen von DHBW-Rektorin

Nicole Graf im Hinblick auf das Thema Ernährung. Die

Professorin hat vor mehr als 15 Jahren den Studiengang

BWL-Food Management aus der Taufe gehoben. Mitt-

Foto: Adobe Stock/Jérôme Rommé

GERMAN

DESIGN

AWARD

WINNER

2016


FocusOpen

Silber2010

reddot design award

winner 2013

lil

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design award

2013 ■

Überzeugend in Form und Funktion

Seit fast 60 Jahren führen uns Neugier, Können und der

stete Ehrgeisz, Gutes noch besser zu machen immer

wieder zu neuen und innovativen Produktlösungen.

Hirschmann – HiClass im Labor.

Herzlichen Glückwunsch zum

25jährigen Bestehen liebe

proRegion Heilbronn-Franken e.V.

34 September 2022


WIRTSCHAFT | 25 Jahre Bürgerinitiative pro Region

25 Jahre Bürgerinitiative pro Region | WIRTSCHAFT

lerweile entlässt die Hochschule jedes

Jahr mehr als 100 Absolventinnen und

Absolventen ins Arbeitsleben der Lebensmittelbranche.

Sie sind in der gesamten

Wertschöpfungskette vielseitig

einsetzbar und ihnen stehen spannende

Einsatzgebiete bei Erzeugern, in der

Verarbeitung und im Lebensmittelhandel

bis hin zur Gastronomie und in der

Gemeinschaftsverpflegung offen.

Beim Studium lernen die Studenten

Akteure aus anderen Wertschöpfungsstufen

kennen und erhalten ein

besseres Verständnis für die Schnittstellen

und Spezifika der unterschiedlichen

Perspektiven. „Das Wesentliche

ist, dass im Moment ohnehin viele Akteure

an einem Strang ziehen, um das

Thema Lebensmittelwirtschaft anhand

der gesamten Wertschöpfungskette

deutlich zu verändern.“ Ein wichtiger

Fokus der studienbegleitenden Forschung

an der DHBW liegt aktuell auf

der Frage, wie nachhaltig, gesund und

geschmackvoll das Essensangebot in

Einrichtungen mit Gemeinschaftsverpflegung

ist – dazu hat die Hochschule

kürzlich ein Projekt mit den SLK-Kliniken

in Heilbronn und Hohenlohe

durchgeführt. Dabei ging es auch um

Saisonalität und Regionalität der eingekauften

Waren.

In der Jury der „Food and Health“-

Initiative „Beste Kantine Deutschlands“

ist Graf aktiv, um bei dieser Art

der Gemeinschaftsverpflegung neue

Standards zu setzen und sie für mehr

Nachhaltigkeit zu sensibilisieren.

Auch persönlich sind Graf die

Themen Lebensmittelverschwendung

und Tierwohl ein Anliegen: „Im Gegensatz

zu gängigen Annahmen sind

Privathaushalte die größten Verursacher

von Lebensmittelabfäl len. Mehr

als 80 Kilogramm pro Jahr und Kopf, so

viele größtenteils noch essbare Lebensmittel

dürfen nicht in der Mülltonne

landen.“

Gerade beim Thema Fleisch sollte

man sehr bewusst konsumieren und

regionalen Qualitätsprodukten den

Vorrang geben, so Graf. Dem Anspruch

„Regional, saisonal und qualitätsbewusst“

haben sich laut Graf bereits viele

Erzeuger und Gastronomen der Region

verschrieben. „Wir sind in der

Region gut aufgestellt, diesen Weg

müssen wir weitergehen und dafür sorgen,

dass das Potenzial noch sichtbarer

wird.“

Beatrix Drescher

25 Jahre Wir-Gefühl in

Heilbronn-Franken

Alles Gute

Wir gratulieren der Bürgerinitiative

pro Region Heilbronn-Franken e.V.

herzlich zum Jubiläum.

Die Wertschöpfungskette gesunder Bio-Lebensmittel beginnt beim Erzeuger.

Foto: Adobe Stock/ArtSys

36

September 2022

37


WIRTSCHAFT | 25 Jahre Bürgerinitiative pro Region

Trend zum Urlaub

auf dem Land

Pandemie und Lockdowns haben die Tourismusbranche in den

vergangenen Jahren vor große Herausforderungen gestellt. Doch

Krisen bieten auch Chancen. Das Interesse an Urlaub im eigenen

Land ist gestiegen, wie Andreas Braun von der Tourismus Marketing

GmbH Baden-Württemberg erklärt.

Nach mehr als zwei Jahren Corona-Pandemie,

nach vielen Lockdowns

und massiven Einschränkungen

für unsere Betriebe und

Leistungsträger hat der Tourismus in

Baden-Württemberg nun endlich wieder

Fahrt aufgenommen. Auch in Heilbronn-Franken

erfreuen sich Gäste

wieder an der ganzen Breite des touristischen

Spektrums, an pittoresken Altstädten,

idyllischen Landschaften,

Schlössern und Burgen und dem vielfältigen

kulinarischen Angebot.

Gleichwohl ist die Welt in den letzten

Wochen und Monaten nicht einfacher

Beim Wandern in den Weinbergen

kann man die Aussicht über

Heilbronn genießen.

geworden. Es sind zahlreiche weitere

Krisen hinzugekommen, die auch den

Tourismus unmittelbar betreffen. Die

Tourismusbranche wird sich darauf

einstellen müssen, ihre Konzepte und

Zielgruppen zu überdenken. Und sie

wird bereit sein müssen, sich laufend

an die gewandelte Weltlage anzupassen.

Bei allen Herausforderungen

überwiegen jedoch immer noch die

Chancen, die der Tourismus für unser

Land, insbesondere aber auch für die

Region Heilbronn-Franken mit sich

bringt. Denn auch das haben die beiden

letzten Jahre gezeigt: Der Urlaub

im eigenen Land hat wieder massiv an

Bedeutung hinzugewonnen; und es

sind vor allem ländlich geprägte Destinationen,

die von dieser gewandelten

Nachfrage profitieren.

Das alles sind nicht nur subjektive

Beobachtungen. Neue Daten aus

der Tourismusforschung belegen diesen

Trend. Das Interesse der Deutschen

an einem Urlaub auf dem Land

hat zuletzt deutlich zugelegt. Laut der

renommierten Studie „Destination

Brand 21“ interessieren sich inzwischen

40 Prozent für diese Urlaubsform.

Das ist ein deutliches Plus gegenüber

der letzten Erhebung, die

noch vor der Pandemie durchgeführt

wurde. Doch nicht nur das Interesse ist

hoch. Baden-Württemberg hat die allerbesten

Voraussetzungen, von diesem

Trend besser als andere profi-

Foto: TMBW Duepper

WIR SIND HIER

WIR SIND HIER

Die Die IG IG Metall Schwäbisch Hall hat Großes vor: Wir sprechen

mit mit ALLEN Beschäftigten persönlich und fragen:

NUTZT DU DEINE CHANCE ...

NUTZT DU DEINE CHANCE ...

… … auf auf mehr mehr Geld?

Geld?

… mehr Wertschätzung?

… mehr Wertschätzung?

… bessere Arbeitsbedingungen?

… bessere Arbeitsbedingungen?

WIR HABEN ES SELBST IN DER HAND:

WIR HABEN ES SELBST IN DER HAND:

Zusammenhalten und gemeinsam mehr erreichen.

Zusammenhalten und gemeinsam mehr erreichen.

Hier findest Du aktuelle Info`s .

Hier findest Du aktuelle Info`s .

38

September 2022

Kontakt: IG Metall Schwäbisch Hall, Schlichtweg 4, 74523 Schwäbisch Hall, Telefon: 0791 950 280, E-Mail: schwaebisch-hall@igmetall.de


WIRTSCHAFT | 25 Jahre Bürgerinitiative pro Region

Die Weinstadt Lauda-Königshofen ist Ausgangspunkt für Radtouren im Main-

Taubertal.

tieren zu können. Denn uns spricht

man auch eine besondere Kompetenz

für einen gelungenen Landurlaub zu.

Über 70 Prozent bezeichnen Baden-

Württemberg für diese Urlaubsart als

geeignet. Damit liegen wir deutschlandweit

auf Platz 1 aller 14 untersuchten

Destinationen.

Ähnlich erfreulich sieht es aus,

wenn wir uns die beliebtesten Urlaubsaktivitäten

auf dem Land anschauen,

die Themen Wandern und Radfahren.

Foto: TMBW

Das Interesse an diesen beiden Themen

ist riesig. Laut der genannten Studie

haben 46 Prozent der Deutschen im

Urlaub Interesse am Wandern, beim

Radfahren ist es mit 33 Prozent genau

ein Drittel. Das Fahrrad gehört zweifelsfrei

zu den wenigen Gewinnern der

Corona-Pandemie.

Wer sich heute ein neues Rad zulegen

möchte, muss sich mitunter auf

lange Wartezeiten einstellen, denn die

Nachfrage ist enorm. Immer mehr

Menschen nutzen das Rad mittlerweile

als Transportmittel im Alltag, auf dem

Weg zur Arbeit oder zum Wocheneinkauf.

Doch auch in der Freizeit liegen

Radausflüge und Radreisen stark im

Trend. Die Anzahl klassischer Radreisen

ist coronabedingt zwar zunächst

ebenfalls eingebrochen, aber Ausflüge

mit dem Rad haben laut der Radreiseanalyse

des Allgemeinen Deutschen

Fahrrad-Clubs (ADFC) 2020 um rund

40 Prozent zugelegt.

Um diesen Anforderungen zu genügen,

haben wir uns in Baden-Würt-

temberg auf den Weg gemacht, die

Qualität des Angebots weiter auszuweiten

und noch mehr Routen nach

den Anforderungen des ADFC zu zertifizieren.

Mit der erfolgreichen Qualitätsoffensive

der Landesradfernwege

sind wir entscheidende Schritte vorangekommen,

um das in der Radstrategie

Baden-Württembergs definierte Ziel,

Deutschlands Radreiseregion Nummer

1 zu werden, auch zu erreichen. Dabei

spielen die Angebote im nördlichen

Baden-Württemberg – von der Route

„Liebliches Taubertal – der Klassiker“

bis zum Württemberger Weinradweg –

eine herausragende Rolle.

Neben diesem aktuellen Beispiel

des Radtourismus eröffnen sich für die

Region auch in vielen anderen Urlaubssegmenten

neue Perspektiven.

Dabei gilt jedoch immer: Ein erfolgreicher

Tourismus ist kein Selbstläufer.

Wir dürfen nicht damit aufhören, in die

Qualität unserer touristischen Angebote

zu investieren. Auch und gerade in

Zeiten knapper öffentlicher Kassen.

Das Museum Würth in Künzelsau-Gaisbach

zeigt Kunst des 20. und 21. Jahrhunderts.

Der Tourismus ist eine freiwillige Leistung

der öffentlichen Hand.

Doch er ist eine Leistung, die sich

in vielerlei Hinsicht lohnt. Jeder Euro,

der in die touristische Infrastruktur investiert

wird, rechnet sich. Zum einen,

weil Urlaubsgäste vor Ort Geld ausgeben

und damit ganz konkret die Wirtschaft

ankurbeln. Zum anderen, weil

eine gute touristische Infrastruktur den

Standort insgesamt attraktiver macht.

Auch für die Einheimischen oder für

künftige Fachkräfte, die erst noch angeworben

werden sollen.

Foto: TMBW Lengler

Zum Schluss noch ein letzter

Punkt, ohne den es im Tourismus künftig

nicht mehr gehen wird: Die Branche

lebt von einer engen, grenzübergreifenden

Zusammenarbeit. Jede Form

von Kirchturmdenken sollte längst der

Vergangenheit angehören. Ich begrüße

es daher ausdrücklich, dass in diesem

Jahr ein neuer Destinationsbildungsprozess

für das nördliche Baden-Württemberg

begonnen hat. In diesem Prozess

liegt eine große Chance für den

gesamten Norden unseres Bundeslandes,

gerade auch für die Urlaubsregion

Heilbronn-Franken. Andreas Braun

Zur Person

Andreas Braun ist

Geschäftsführer der

Tourismus Marketing

GmbH Baden-Württemberg (TMBW).

KULTURLANDSCHAFT

LEBENSQUALITÄT

KARRIERECHANCEN

FAMILIENFREUNDLICHKEIT

MAIN-TAUBER-KREIS

40 September 2022

41


WIRTSCHAFT | 25 Jahre Bürgerinitiative pro Region

Ängste und Sorgen

auffangen

Heilbronn-Franken ist eine wirtschaftlich starke Region, die vielen

Menschen einen hohen Lebensstandard ermöglicht. Doch nicht alle

stehen auf der Sonnenseite. Die Caritas Heilbronn-Hohenlohe

kümmert sich um Benachteiligte in der Region mit zahlreichen

Hilfsangeboten – und steht vor Herausforderungen.

Persönliche Beratung ist eine der Hauptaufgaben der Caritas. Die Menschen

kommen mit Problemen aller Art.

Die Energiekrise prägt die Nachrichtenlandschaft

in diesen Tagen

– und stellt die Caritas vor

neue Herausforderungen. „Die Menschen

fragen sich, wie sie die bevorstehende

Öl- oder Gasrechnung bezahlen

sollen. Das führt zu Existenzsorgen“,

erklärt Stefan Schneider, Regionalleiter

der Caritas Heilbronn-Hohenlohe. Es

gebe derzeit kaum noch bezahlbaren

Wohnraum und die Nebenkosten steigen.

Diese Situation ist nicht nur für

Menschen schwierig, die Transferleistungen

bekommen, sondern auch für

Geringverdiener.

In der Folge der Energiekrise werden

auch Lebensmittel teurer. Da die

Löhne nicht proportional zur Inflation

steigen, müssten viele vorsichtig mit

ihrem Geld umgehen und sich im Verzicht

üben, sagt Schneider. Das belaste

viele Menschen.

SPENDEN WERDEN DAS

GANZE JAHRE GESAMMELT

Der Sozialverband hatte mit seinen

über 900 einzelnen Organisationseinheiten

schon vor der Energiekrise alle

Hände voll zu tun. „Unsere Aufgabe ist

es, Schuldnerberatung oder weitergehende

Dienste zu vermitteln und Wege

aufzuzeigen“, sagt Schneider. Die Preistreiberei

müsse jedoch irgendwann ein

Ende haben. Immer mehr Menschen

müssten Sozialhilfe beantragen. Eine

Aktion wie „Menschen in Not“, bei der

Foto: Caritas Heilbronn-Hohenlohe

vorher vor allem um die Weihnachtszeit

Spenden gesammelt wurden, laufe

jetzt das ganze Jahr über.

UNTERSTÜTZUNG WIRD

DRINGEND GESUCHT

Genügend Personal zu finden, um die

Aufgaben in allen Bereichen schultern

zu können, ist für die Caritas nicht einfach.

„Wir müssen schauen, wie wir

vor allem junge Menschen für soziale

Berufe gewinnen, zum Beispiel durch

ein freiwilliges soziales Jahr oder durch

Praktika“, sagt Schneider. Hauptamtliche

Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter

würden dringend gesucht. Das Ehrenamt

könne nur unterstützen.

Hilfe sei auch aus der Region und

der Wirtschaft notwendig. „Es geht dabei

nicht nur ums Geld, sondern auch

um strategische Partnerschaften“, sagt

Schneider. Mit der Bürgerinitiative pro

Region habe die Caritas Heilbronn-

Hohenlohe eine enge Partnerschaft.

„Die Bürgerinitiative Pro Region besitzt

ein starkes Netzwerk. Sie dient in

erster Linie als Türoffner zur regionalen

Wirtschaft“, so Schneider. „Mich

freut, dass das Soziale bei pro Region

eine große Rolle spielt.“


Yannis Gaukel

Info

Die Caritas Heilbronn-Hohenlohe ist

mit sechs Caritas-Zentren (Heilbronn,

Künzelsau, Öhringen, Schwäbisch Hall,

Crailsheim und Bad Mergentheim)

nah bei den Menschen. Sie betreibt

auch die Familienbüros in Gundelsheim

und Neckarsulm sowie die Jugendhilfen

in Neckarsulm und

Schwaigern.

Ausbildung oder Studium im SLK-Verbund?

Echt stark!

Kontakt für alle Gesundheitsberufe:

Kontakt für alle Verwaltungsberufe:

Jeanette Siebert

Kathrin Armbruster

Telefon 07131 49-48400

Telefon 07131 49-44019

jeanette.siebert@slk-kliniken.de

kathrin.armbruster@slk-kliniken.de

Rotierend oder mit austauschenden Einsätzen zwischen den Standorten

– Pflegefachfrau/-mann (Pädiatrie) – 3 Jahre

– Anästhesietechnische Assistenz (ATA) – 3 Jahre

– Operationstechnische Assistenz (OTA) – 3 Jahre

– Medizinische/r Fachangestellte/r (MFA) – 3 Jahre

– Medizinisch-Technische Radiologie Assistenz (MTRA) – 3 Jahre

– Pharmazeutisch-kaufmännische/r Angestellte/r (PKA) – 3 Jahre

– Gesundheits- und Krankenpflegehilfe – 1 Jahr

– Kaufmann/-frau im Gesundheitswesen – 3 Jahre

– Fachinformatiker/in für Systemintegration – 3 Jahre

Ausbildungsmöglichkeiten in der

Fachklinik Löwenstein

– Pflegefachfrau/-mann – 3 Jahre

– Anästhesietechnische Assistenz (ATA) – 3 Jahre

– Operationstechnische Assistenz (OTA) – 3 Jahre

– Medizinische/r Fachangestellte/r (MFA) – 3 Jahre

– Gesundheits- und Krankenpflegehilfe – 1 Jahr

A 81

A 6

A 6

A 81

Ausbildungsmöglichkeiten im

Studiumsmöglichkeiten beim größten

Klinikum am Gesundbrunnen und

Gesundheitsdienstleister der

Klinikum am Plattenwald

Region Heilbronn-Franken

Rotierend oder mit austauschenden Einsätzen zwischen den Standorten

– Bachelorstudiengang Pflege (ausbildungsintegriertes Modell)

in Kooperation mit der Evangelischen Hochschule Ludwigsburg

– Duales Studium Hebamme in Kooperation mit DHBW Stuttgart

– Bachelor of Arts in Gesundheitsmanagement

in Kooperation mit DHBW Stuttgart und Bad Mergentheim

– Bachelor of Science in Medizinischer Informatik

in Kooperation mit DHBW Karlsruhe

– Bachelor of Arts in Soziale Arbeit im Gesundheitswesen

in Kooperation mit DHBW Stuttgart

– Bachelor of Engineering in Elektrotechnik,

Studienrichtung Medizintechnik

in Kooperation mit DHBW Mannheim

– Bachelor of Science als Arztassistent

in Kooperation mit DHBW Karlsruhe

42

September 2022

Auf www.slk-kliniken.de/jobs Stichwort „Erlebniswoche“ eingeben und Schnupperpraktikum machen!

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www.slk-kliniken.de


WIRTSCHAFT | Titel

Titel | WIRTSCHAFT

Mehr rein in die Kartons: BTI-Chef Wolfgang Zahner weiß, wie ein Unternehmen alle Verkaufschancen nutzen kann.

Vertrieb auf allen Kanälen

Wie verdoppelt man innerhalb kurzer Zeit den Umsatz? Wolfgang

Zahner, seit Jahresbeginn Geschäftsführer bei BTI Befestigungstechnik,

ist dieses Kunststück schon einmal gelungen. Jetzt startet er

auch beim Ingelfinger Traditionsunternehmen eine Umsatzoffensive.

Die Geschäfte laufen jetzt schon

gut für BTI. Der Spezialist für das

Bauhandwerk hat von der stabilen,

teils boomenden Geschäftslage im

Bauwesen in den vergangenen Pandemiejahren

profitiert. Selbst jetzt, wo

die Rede davon ist, dass sich die Konjunktur

auch im Bau weiter eintrüben

könnte, ist Wolfgang Zahner zufrieden.

„Wir können keinen spürbaren Einbruch

feststellen“, sagt der Geschäftsführer

des Ingelfinger Traditionsunternehmens,

das zur Berner Group

gehört.

Bei BTI hat er die Geschäfte erst

zum Jahresanfang übernommen. Und

trotz Energiekrise, trotz Inflation, trotz

drohendem Konjunktureinbruch verfolgt

er ein klares Ziel: Der Umsatz bei

BTI soll sich in den nächsten acht Jahren

verdoppeln. „Das geht“, ist der Diplom-Kaufmann

überzeugt, denn es sei

ihm in seiner vorherigen Position bei

Hilti bereits gelungen. „Als ich dort als

Mitglied des Leitungsteams vor gut

acht Jahren begonnen habe, war der

Bereich am Ende doppelt so groß. Ich

habe also gesehen, dass es funktioniert.

Es ist mein persönlicher Anspruch,

diese Erfolgsstory bei BTI zu

wiederholen“, erklärt Zahner.

Eine strikt umgesetzte Omnikanalstrategie

soll den Weg zum ambitionierten

Ziel ebnen. Die Zuwächse, die

BTI im Onlinehandel verzeichnet,

stimmen ihn schon einmal zuversicht-

Fotos: Nicole Schielberg

lich. „Die Kunden werden immer digitaler“,

sagt Zahner. „Bei den Bestellungen

über unsere App beispielsweise

haben wir im vergangenen Jahr zweistellige

Zuwachsraten gehabt. Auch

insgesamt sind wir über die Entwicklung

im E-Commerce zufrieden.“

Das heißt übersetzt aber auch:

Da geht noch was. „Wir wollen die Umsätze

in diesem Bereich weiter steigern.

Unser Ziel ist, dass wir mit allen

alternativen Kanälen zum klassischen

Direktvertrieb per Außendienst einen

Umsatzanteil von 50 Prozent in der nahen

Zukunft erreichen.“

Derzeit werde etwa ein Drittel

des Gesamtumsatzes über digitale Kanäle

erzielt und zwei Drittel über die

klassischen Vertriebswege. „Was den

Onlineanteil am Umsatz anbetrifft,

sind wir innerhalb der Berner-Gruppe

bereits führend und setzen die Benchmark“,

sagt Zahner.

APP VOLLER FEATURES

Wichtiger Treiber dieser Entwicklung

ist insbesondere die BTI-App, die den

Bestellprozess für Kunden so einfach

wie möglich gestalten soll. „Wir bieten

hier verschiedene Features, etwa eine

Scanfunktion, mit der Produktetiketten

einfach erfasst werden können“, erläutert

Zahner. „Zudem verknüpfen

wir die digitale mit der analogen Welt,

beispielsweise mit unserem Regalsystem

,OBTI-Sys‘, das der Lagerhaltung

beim Kunden dient und das wir gemeinsam

mit ihm bestücken. So stellen

wir sicher, dass er die richtige Ware

in der richtigen Menge hat. Nachbestellungen

erfolgen dann bequem per

App.“

Auch der etwa 2500 Seiten starke

Blätterkatalog diene als Sprungbrett

ins Digitale – über QR-Codes, die den

Bestellvorgang per App ermöglichen.

„Unser Anspruch ist, unseren Kunden

die Arbeit zu erleichtern und die Anwendung

der Produkte möglichst

leicht und einfach zu machen. Das am

besten durch eine Kombination aus

Produkten, Service und Software, um

eine umfassende Systemlösung anzubieten“,

sagt Zahner. Daher biete BTI

auch digitale Planungstools für verschiedene

Gewerke. Noch dienen diese

Services vor allem zur Unterstützung

des Produktverkaufs. Doch darin

liegt nach Ansicht von Zahner auch

Potenzial für neue digitale Geschäftsmodelle

„Für die Zukunft denken wir

da über mehr nach.“

KUNDE ENTSCHEIDET

In der BTI-Strategie sind die digitalen

Möglichkeiten letztlich nur eine Vereinfachung

der Bestellprozesse: „Wenn

der Kunde weiß, was er braucht, kann

er den für sich schnellsten Kanal nutzen,

um Ware nachzubestellen. Sei es

telefonisch, via Katalog oder Onlineshop.

Er kann auch auf der Baustelle

das Smartphone zücken, ein Etikett

abscannen und die Bestellung rausschicken“,

erklärt der BTI-Chef.

„Oder der Kunde geht in seine

Kaufhistorie und bestellt nach. Das

kennen wir ja aus dem B2C-Kontext.

Der Anspruch ist, Bestellen für Kunden

im Bauhandwerk genauso einfach zu

machen“, erläutert Zahner. Und auch

Bestellungen über einen weiteren Kanal

werden noch entgegengenommen:

„Selbst das Fax ist in deutschen Betrieben

noch nicht tot.“

Zur Ominkanal-Strategie gehört

auch, dass es weiterhin einen Außendienst

geben wird. „Die Historie von

BTI hat vor 50 Jahren mit Direktvertrieb

begonnen. Der direkte Draht und

persönliche Kontakt zum Kunden bleiben

für uns unverzichtbar. Wir zeichnen

uns dadurch aus, dass wir das

Handwerk verstehen und kompetent

beraten. Unsere Mitarbeitenden im

Außendienst sind die Spielmacher in

unserem Omnikanal-Vertrieb. Sie sind

wichtig für die Kundengewinnung und

-bindung“, erklärt Zahner. „Digitalisierung

ist wesentlicher Bestandteil unserer

Strategie, aber unser klassisches

Modell des Direktvertriebs wird weiterhin

Bestand haben. Es wird immer

eine Kombination geben aus digitaler

und direkter Kundenansprache.“

Teil der Vertriebsstrategie ist daher

auch der stationäre Handel. BTI

betreibt in Deutschland neun Handwerkercenter.

Das jüngste wurde dieses

Jahr in Stuttgart eröffnet. „Wir stellen

in allen Bereichen die Zeichen auf

Wachstum“, kündigt Zahner an – und

wird die selbst definierten acht Jahre

bis zur Umsatzverdoppelung sicher

gut nutzen.

Dirk Täuber

Auf Lager: jede Menge Produkte fürs Bauhandwerk, die schnell beim Kunden sind

und über jeden Kanal bestellt werden können.

44

September 2022

45


Hohenlohe | WIRTSCHAFT

Caroline Bogenschütz spricht für die Wirtschaftsförderung im Landratsamt Hohenlohe.

Starke Konkurrenz

bei Logistikflächen

Die Unternehmen in der Region Heilbronn-Franken stehen aktuell

vor großen Hürden. Caroline Bogenschütz berichtet von Hilfestellungen

und Fördermaßnahmen für Unternehmen, über die das Landratsamt

Hohenlohekreis berät.

Wie beurteilt die Wirtschaftsförderung

die aktuelle Situation der Betriebe?

Caroline Bogenschütz: In den uns

vorliegenden Berichten stellt sich die

Lage der Betriebe trotz einiger Herausforderungen

noch vergleichsweise gut

dar. So lassen die Auswirkungen der

Pandemie nach, die Auftragsbücher

sind gut gefüllt und spannende Investitionsprojekte

laufen. Auf der anderen

Seite klettern die Energie- und Rohstoffpreise

in die Höhe, die Kaufkraft

sinkt und es fehlen Arbeitskräfte, Materialien

und Lagerflächen. Entsprechend

haben sich die Geschäftsaussichten

leider stark eingetrübt.

Wo liegen die drängendsten Herausforderungen

für die Unternehmen?

Bogenschütz: Zu nennen sind hier die

steigenden Energie- und Materialpreise

sowie die Sorgen in Hinblick auf die

Energieversorgung. Ich bin froh, dass

mit KEFF+ in der Wirtschaftsregion

Heilbronn-Franken eine sehr kompetente

Beratungsstelle für das Thema

Ressourceneffizienz vorhanden ist, um

hier ein wenig Abmilderung zu schaffen.

Das Thema Energiepreise leitet

über zur weiteren Herausforderung

der sinkenden Kaufkraft der Endkunden

angesichts der generellen Inflation.

Herausfordernd sind zudem die

globalen Lieferkettenengpässe, die

sich in den vergangenen Monaten unter

anderem durch Lockdowns in China,

coronabedingte Krankheitsausfälle,

den Ukrainekrieg, Containermangel,

fehlende Lkw-Fahrer, die eingeschränkte

Binnenschifffahrt wegen geringer

Wasserpegel und die gestiegene

Nachfrage im E-Commerce verschärften.

Die bisher favorisierte „Just in Time“-Produktion

funktioniert nicht

mehr. Dies verstärkt auch die bestehende

Flächenkonkurrenz zwischen

46 September 2022

Fotos: Landratsamt Hohenlohe

Siedlungs-, Landwirtschafts-, Verkehrs-

und Gewerbeflächen: Es werden

nun dringend mehr Lagerflächen

benötigt. Durch den Lagerflächenmangel

vor Ort entstehen sehr viele

Fahrten, die eigentlich vermeidbar

sind, weil Lastwagen zwischen den Firmen

und weit entfernt liegenden Lagerhallen

unterwegs sind. Das belastet

Infrastruktur und Umwelt.

Was kann bezüglich der Flächenkonkurrenz

getan werden?

Bogenschütz: Hier geht es zunächst

um Sensibilisierungsarbeit für die Bedeutung

der Logistikflächen für die

Wirtschaft und die Nachhaltigkeit. Lagerhallen

sind nicht immer beliebt, da

sie große Flächen im Gewerbegebiet

beanspruchen und mit vergleichsweise

wenigen Arbeitsplätzen verbunden

sind. Es muss ein Interessensausgleich

gefunden werden, denn unsere Unternehmen

sollen vor Ort wachsen können

und neue Unternehmen wollen

sich ansiedeln. Gleichzeitig haben wir

tolle landwirtschaftliche Böden, benötigen

aber auch Wohnflächen – unter

anderem für die dringend benötigten

Fachkräfte. Auf der Suche nach Lösungen

ist der offene Austausch zwischen

Politik, Verwaltung und Unternehmen

essenziell. Hilfestellungen bietet zudem

das Entwicklungsprogramm

Ländlicher Raum (ELR). Es soll mit

dem Fokus auf innerörtliche Entwicklung

dazu beitragen, dass die vorhandenen

Flächen gut ausgenutzt werden.

Können auch Unternehmen ELR-Mittel

beantragen?

Bogenschütz: Ja, zu den ELR-Schwerpunkten

zählt die Grundversorgung.

Hier soll beispielsweise der Erhalt von

Dorfläden, Bäckereien und lokalen

Handwerkern gefördert werden. Im

Förderschwerpunkt Arbeiten werden

vorrangig Projekte unterstützt, die zur

Entflechtung störender Gemengelagen

im Ortskern beitragen. Darüber hinaus

sind Projekte von kleinen und mittleren

Unternehmen, die zum Erhalt der

dezentralen Wirtschaftsstruktur sowie

zur Sicherung und Schaffung von zukunftsfähigen

Arbeitsplätzen beitragen,

förderfähig. Neubauprojekte sind

in diesem Förderschwerpunkt nur

noch förderfähig, sofern die Tragwerkskonstruktion

aus einem CO2-

speichernden Material besteht.

Gibt es abgesehen von der aktuellen Situation

auch Dauerthemen?

Bogenschütz: Dazu zählen sicher der

grüne Wandel und der digitale Wandel.

Diesbezügliche Transformationsprozesse

befinden sich in vollem Gange.

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Wir freuen uns, dass der eigenwirtschaftliche

Glasfaserausbau dank des

gemeinsamen Gigabitkompetenzzentrums

nun voranschreitet und das Thema

5G angepackt wird. Auch mit Blick

auf den Arbeitskräftemangel ist es immer

wichtiger, mithilfe dieser Infrastruktur

die Möglichkeiten der Digitalisierung

ausschöpfen zu können. Der

Mangel an Arbeitskräften – von Fachkräften

über Hilfskräfte bis hin zu Azubis

– ist tatsächlich eine besonders gewichtige

Langzeit-Herausforderung.

Von fast allen Branchen ist zu hören,

dass die Besetzung offener Stellen

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WIRTSCHAFT | Hohenlohe

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ADVERTORIAL

immer schwieriger wird. Während bereits

große Industrie- und Handelsunternehmen

mit hohem Bekanntheitsgrad

und vielen Aufstiegschancen

diesbezüglich zu kämpfen haben, sieht

die Lage in kleinen Handwerksbetrieben

und im Gastgewerbe noch herausfordernder

aus. Die Konkurrenz um Arbeitskräfte

wird noch weiter anwachsen:

Die IHK Heilbronn-Franken führte

im Juli eine Konjunkturumfrage durch,

bei der 15 Prozent der befragten Betriebe

angaben, dass sie Stellenstreichungen

erwägen. 23 Prozent wollten hingegen

Personal aufbauen. Zudem prognostiziert

die IHK, dass das Angebot

an Fachkräften in der Wirtschaftsregion

von 2022 bis 2035 um 25 Prozent abnehmen

wird. Kürzlich vermeldete die

Handwerkskammer Heilbronn-Franken

317 freie Ausbildungsplätze für das

Jahr 2022 und 133 für das Ausbildungsjahr

2023 in der Lehrstellenbörse.

Wie reagiert die Wirtschaftsförderung

auf den Fachkräftemangel?

Bogenschütz: Unser Ansatz ist zum einen

die Arbeitgeberplattform „Hohenlohe.Business“.

Diese umfasst mehr als

40 Profile von Arbeitgebern im Hohenlohekreis

und ist mit einer Google- und

Social Media-Kampagne sowie weiteren

Werbemaßnahmen verbunden.

Unser Ziel ist, die Aufmerksamkeit von

Arbeits- und Ausbildungsplatzsuchenden

mittels Geotargeting und einer

Keyword-Strategie über die Profile zu

den jeweiligen Karriereportalen der

Arbeitgeber zu lenken. Verknüpft ist

die Plattform mit der Website der Wirtschaftsinitiative

Hohenlohe, die Infos

zum Leben und Arbeiten im Hohenlohekreis

bereithält. Unser Kooperationsprojekt

mit dem Landkreis Schwäbisch

Hall und dem Main-Tauberkreis

„jobs4young“ soll junge Menschen

frühzeitig auf unsere Arbeitgeber in

Hohenlohe aufmerksam machen. Zusätzlich

sind wir bei der Kampagne

„Platz für Originale“ der Wirtschaftsregion

Heilbronn-Franken dabei.

Mit welchen weiteren Mitteln werden

die Firmen unterstützt?

Foto: W.I.H.

Bogenschütz: Wir stehen den Betrieben

mit Beratungsangeboten, unserem

Newsletter und unserer Lotsenfunktion

mit Blick auf Fördermittel und Ansprechpartner

zur Seite. Des Weiteren

stellen wir ihnen Standortdaten zur

Verfügung und sind im Standortmarketing

aktiv. Durch unsere Bewerbungen

um Aufnahme der Limesregion Hohenlohe-Heilbronn

und der Region

Hohenlohe-Tauber in das Europäische

Die WIH wird von der Sparkasse Hohenlohekreis

unterstützt.

Maßnahmenprogramm Leader 2023–

2027 möchten wir dafür Sorge tragen,

dass vor Ort EU-Mittel zur Stärkung des

ländlichen Raums und seiner Wirtschaft

bereitstehen. Wir wollen zudem

das Gastgewerbe unterstützen, sich

frühzeitig auf die kommende Mehrwegpflicht

einzustellen. Im April letzten

Jahres haben wir gemeinsam mit

der Abfallwirtschaft des Hohenlohekreises,

der Touristikgemeinschaft Hohenlohe

und dem Dehoga-Kreisverband

daher das Projekt „Hohenlohe to

go“ ins Leben gerufen. Es handelt sich

um ein gemeinsames Mehrwegsystem

im Hohenlohekreis, für das die Wirtschaftsinitiative

mit Unterstützung der

Sparkasse Hohenlohekreis ein Förderprogramm

aufgelegt hat. Auch unser

Leader-Projekt „Hohenlohe mit dem

Rad erfahren“ soll Gastgewerbe und

Einzelhandel unterstützen.

Welche Projekte sind noch geplant?

Bogenschütz: Aktuell planen wir den

Ausbau unseres Projekts „Regionales

auf Knopfdruck“, um auf ein Konzept

für die Verbreitung von Direktvermarktungsautomaten

hinzuarbeiten. Ebenfalls

stehen verschiedene Veranstaltungskooperationen

mit Partnern aus

der Wirtschaftsregion an, zum Beispiel

zum Thema „Vereinbarkeit von Familie

und Beruf“. „Hohenlohe mit dem Rad

erfahren“ wird nicht das letzte Projekt

sein, das wir bei Leader beantragen.

Wo liegt beim Entwicklungsprogramm

Ländlicher Raum der Fokus?

Bogenschütz: In 2023 gibt es die

Schwerpunkte Innenentwicklung,

Wohnen und Grundversorgung. Zu

dieser zählt der Erhalt von Dorfläden

und Bäckereien. Auch lokale Handwerker

können profitieren. Beim Thema

Arbeit gibt es ebenfalls Fördermöglichkeiten:

Unternehmen mit weniger als

100 Beschäftigten können eine Zuwendung

für die Sicherung oder Schaffung

von Arbeitsplätzen erhalten.

Welche Fördermittel sind in Aussicht?

Bogenschütz: Da steht eine breite Palette

auf Landes-, Bundes- und EU-

Ebenen zur Auswahl. Von „Spitze auf

dem Land“ für KMU, über „Horizon

Europe“ für internationale Forschungsund

Entwicklungskooperationen bis

hin zum Regionalbudget für Kleinprojekte

mit einem Fördersatz von 80 Prozent

und einem sehr geringen bürokratischen

Aufwand könnte ich jetzt vom

Hundertsten ins Tausendste kommen.

Ich darf an dieser Stelle unseren Newsletter,

unsere Website und unsere Beratungsangebote

empfehlen.

Beatrix Drescher /Dirk Täuber

Zur Person

Caroline Bogenschütz war von 2012

bis 2020 im Europabüro der badenwürttembergischen

Kommunen in

Brüssel tätig. Seit 2021 ist sie Leiterin

des Amts für Wirtschaftsförderung und

Tourismus am Landratsamt Hohenlohekreis

und Geschäftsführerin der

Wirtschaftsinitiative Hohenlohe GmbH

und der Touristikgemeinschaft Hohenlohe.

Sie sitzt im Vorstand der Regionalentwicklung

Hohenlohe-Tauber.

Foto: BBT-Gruppe

Therapiemöglichkeiten gegen Krebs

Ärzte und Therapeutinnen informieren beim Patiententag des Caritas-Krankenhauses.

Die Diagnose Krebs ist für jeden Betroffenen

ein belastender Einschnitt

ins Leben. Selbst wenn die

Krankheit spät erkannt wird und fortgeschritten

ist, gibt es heute viele Möglichkeiten,

die Krebserkrankung in ihrem

Fortschreiten anzugehen. Das

Caritas-Krankenhaus Bad Mergentheim

Im Caritas-Krankenhaus findet der

Online-Patiententag statt.

informiert daher bei einem Online-Patiententag

„Leben mit Krebs“ am 14.

Oktober 2022 von 15 bis 18 Uhr über

neueste Therapiemöglichkeiten bei

Krebs.

Die Themen der Vorträge:

· Krebs und jetzt? So hilft der Sozialdienst

im Krankenhaus (Laura Dittmann,

Leiterin Sozialdienst)

· Darmkrebs: Vergesst die Vorsorge

nicht! (Prof. Dr. Peter Baier, Chefarzt

Allgemeinchirurgie)

· Update Prostatakrebs (PD Dr. Bernd

Straub, Chefarzt Urologie)

· Neues in der Hämatologie: intensiver

oder einfacher? (Prof. Dr. Werner

Heinz, Chefarzt Medizinische Klinik 2)

· Brustkrebs: Therapie-Erfolg durch endokrine

Therapie! (Dr. Katja Roth, Oberärztin

Gynäkologie)

Schon vorab sowie im Anschluss an die

Vorträge können die Teilnehmer Fragen

an die Referenten stellen, die dann

während der Veranstaltung beantwortet

werden. Die Anmeldung erfolgt per

E-Mail.

Die Organzentren im Caritas-

Krankenhaus sind von der Deutschen

Krebsgesellschaft zertifiziert.

Info

ANMELDUNG UND INFOS

E-Mail: veranstaltung@ckbm.de

www.ckbm.de

Entschieden

für Menschen

UNSERE EINRICHTUNGEN:

• Caritas-Krankenhaus Bad Mergentheim

• Krankenhaus Tauberbischofsheim

• Hohenloher Krankenhaus

• Hohenloher Seniorenbetreuung

• Seniorenzentrum Haus Heimberg

• Seniorenzentrum St. Hannah Distelhausen

• Seniorenzentrum St. Barbara Grünsfeld

• Sanitas Tauberfranken

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Region Tauberfranken-Hohenlohe

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48

September 2022

49


WIRTSCHAFT | Hohenlohe

Über den Spaß,

Programmieren zu lernen

Firmen aus dem Hohenlohekreis setzen sich für Bildung ein.

Das Forchtenberger Unternehmen Kriwan hat dem Bildungszentrum

Niedernhall Roboter für den Unterricht gesponsert.

Mit Nao und Schülern: Ministerin Nicole Hoffmeister-Kraut, Stefanie Leenen (IR),

Reinhold Geilsdörfer (Dieter-Schwarz-Stiftung), Landrat Matthias Neth (v.l.).

Nao-Roboter sehen fast aus wie

kleine Menschen. Kriwan, Hersteller

elektronischer Geräte in

Forchtenberg, hat der Innovationsregion

Hohenlohe (IR) solche Roboter zur

Verfügung gestellt, die das Bildungszentrum

Niedernhall nutzen darf – zunächst

zwei, mittlerweile sind es vier.

Das Bildungszentrum setzt diese in Arbeitsgruppen

und in der Sekundarstu-

fe (9. und 10. Klasse) ein. Dort steht

Programmieren auf dem Plan.

An einer AG können jeweils acht

bis zehn Schülerinnen und Schüler

teilnehmen. „Sinn der Sache ist es,

dass sie Spaß mit den ersten Programmierschritten

haben und ganz schnell

Erfolge erzielen können“, sagt Norbert

Schanz, Konrektor des Bildungszentrums.

Er ist verantwortlich für das Projekt

mit den Nao-Robotern und leitet

die AGs. Die kleineren Schülerinnen

und Schüler seien aber oft schon glücklich,

wenn sie den Roboter nur in der

Hand halten können.

PROGRAMMIERUNG ÜBER

BOXEN

Wenn man den Nao-Robotern Befehle

erteilt, können sie laufen, tanzen, sprechen

und Bewegungen mit den Händen

ausführen. Programmiert wird

über sogenannte Boxen. „Das sind fertige

Programmbausteine, die man sich

von der Seitenleiste in seine Arbeitsfläche

am Rechner zieht und dann virtu-

Fotos: Bildungszentrum Niedernhall

Humanoide Roboter: Die von der Firma Kriwan zur Verfügung gestellten Naos

beleben den Unterricht am Bildungszentrum Niedernhall.

ell mit Kabeln verbinden muss“, erklärt

Schanz. Dadurch können die Schülerinnen

und Schüler den Roboter steuern,

ohne dass sie eine komplizierte

Programmiersprache lernen müssen.

Die Interaktion von Mensch und Maschine

können die Lernenden auf diese

Weise direkt nachvollziehen und sie

merken auch, „dass man wirklich auf

Kleinigkeiten achten muss, damit es

funktioniert“, sagt Schanz.

Auf der Wirtschaftsmesse in Künzelsau,

wo das Bildungszentrum Niedernhall

regelmäßig mit den Nao-Robotern

vertreten ist, sind „die Roboter

für Groß und Klein die Stars. Das zeigt,

wie motivierend so eine Maschine sein

kann. Das ist schon etwas Faszinierendes“,

so Schanz.

Ab Klasse 7 gibt es am Bildungszentrum

Niedernhall jetzt das neue

Wahlfach Informatik. Hierfür hat die

Innovationsregion kleine Fahrzeuge

gesponsert, „die wie die Roboter per

Programmierung gesteuert werden

können“, berichtet Schanz. Das belebe

den Unterricht. Vorher musste die

Klasse mit Simulationen am Computer

auskommen. Schon das habe Spaß gemacht,

mit den neuen Fahrzeugen sei

es für die Schülerinnen und Schüler

aber noch motivierender. Der Konrektor

freut sich über die Unterstützung

der Innovationsregion Hohenlohe:

„Wir sind unheimlich dankbar, dass es

im Hohenlohekreis so viele Top-Firmen

gibt, die auch gerne helfen.“ Eigenständig

könnten sich Schulen wie

das Bildungszentrum Niedernhall solche

Anschaffungen nicht leisten.

Von der Unterstützung der Unternehmen

im MINT-Bereich (Mathematik,

Informatik, Naturwissenschaft und

Technik) könnten beide Seiten profitieren.

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51


Annâweech in Aktion (v. l.): Harry Weber, Frank „Molle“ Winkler, Rolf „Frett“

Schneider und Volker „Gassi“ Gässler holen die neue Sängerin Sandra Masuch ab.

Sou gäht Hohâlohe

Den Hohenlohern wird nachgesagt, ein besonderer Menschenschlag

zu sein. Was hat es damit auf sich? Wir haben einen gefragt, der es

wissen muss: Frank „Molle“ Winkler von der Hohenloher Kultband

Annâweech hat eine Weinstube in Forchtenberg und kennt sich aus.

Können Sie verstehen, dass Uneingeweihte

von außerhalb Hohenloher und

Schwaben in einen Topf werfen?

Frank „Molle“ Winkler: Nôô, des kou

ih naddierlich net verschdehâ. Wenn

bei mir in dâ Wärtschaft Leit uffschlâôôchâ

und uns als Schwôôba bezeichnâ,

dann sooch ih: Des sei jetz

ganz dinns Eis. Die Schwôôba hewwâ

mir von Annaweech scho immer a

weng im Visier ghott. Aachâzwinkernd

naddierlich. Mir meechâ se net aarch,

weil die henn uns jo meh wie 200 Jôôhr

lang versucht z‘kontrollierâ. Wall 1806,

wuh dâ Napoleon s‘Frankenland verdaalt

ghat hat, wôôr ôône von dâ

ärschdâ Aktionâ, dass d‘Württemberger

unser Lateinschuâlâ zugschberrt

henn. Isch jo klar, was die gwellt hewwâ:

ko gscheide Leit halt. Henn Se des

gwisst?

Nein, das wusste ich nicht.

Winkler: Dann wissâ ses jetzt.

Ich oute mich mal als „neigschmeckter“

Badener, der jetzt in Hohenlohe lebt.

Winkler:Dann hemmer jo a gemeinsams

„Feindbild”. Des isch doch subber.

Awwer es geit naddürlich aa bei dâ

Schwôôba reechde Leit. Vor allem uff

dâ Schwäbischâ Alb. Des sann Leit wie

mir. Boudâständich eewâ. Was mir in

unserâ Lieâder uffs Korn nemmâ, isch

dâ mittlere Neckarraum. D‘Schdädter

sann halt a weng schwierich.

Sie singen ausschließlich in Hohenloher

Mundart. Warum?

Winkler: Des Scheene am Hohaloisch

isch, dass ‘s äußerschd vielfäldich isch.

Hohâlohisch isch wirklich a bsunderer

Dialekt, sogôôr im fränkischâ Sprachraum

ebbes bsunders. Des findsch eigentlich

faschd nächedwuh anderscht,

dass die Endsilbe –lich im Plural als

Verniedlichung verwendet werd. Also

Maadlich und Heislich und was waas

ich noch. Oder Gaggelich – in Oschdhohâlohe

sôôchâ se Gaggeli. Die sann

noch â weng maulfauler wie mir, un

lasses glei weg. Hemmer iwrichens

manifeschdierd 2008 in unserm Musical

Oggdoowertee – dôô sann die diversâ

Hohenloher Idiome konserviert.

Es isch awwer aa sou, wenn ih in râ andrâ

Geichâd bin, wuh Dialekt gschwätzt

werd, fang ih sofort ou aa sou z schwätzâ

wie die. Ih bin halt â Sprachchameleon.

Foto: Annaweech

Dem „Hohaloher Land“ hat Annâweech

eine Hymne gewidmet. Kurz gefasst:

Was bedeutet Hohenlohe für Sie?

Winkler: Hôômed, Geborchâheit.

Wenn ih Tourischdâ in da Weischduwwâ

hobb, Wanderer, Radfahrer, die

sôôcha, so freindliche Leit wie in Hohâlohe

henn se noch närcheds droffa.

Sou hilfsbereit von sich aus. Des säh i

jetz net ganz sou, awwer wenn d‘Leit

sou soucha, dann werd’s scho stimmâ.

Vielleicht ist es anderswo schlimmer?

Winkler: Wenn zu mir ôôner in d’Wärtschaft

kummt, wuh frisch nach Hohâlohe

zoucha isch, dem sôôch ih, merk

d’r ôôfach zwaa Sacha: Ärschdens,

wart net, bis ebber uff di zugeht. Zweitens,

bau kon Scheiß, weil der isch

schneller bei dir dahôôm, wie du sälwer.

Sou gäht Hohalohe – hundert Pro.

Wenn mer sich’s môôl versaut hat,

dann isch’s nimme ôôfach.

Hohenloher sind also nachtragend?

Winkler: Des kou mer sou net sôôchâ.

Môr vergisst halt nix.

Kriegen Sie den Dialekt auch noch bei

den jungen Leuten mit?

Winkler: Wenn die Junga Whatsapp

schreiwâ, dann schreiwâs zum Daal im

Dialekt. Weil mer sich halt kärzer ausdrückâ

kou. Ih schreib als aa môôl im

Dialekt, un weechâ dem bleedâ Korrektorprogramm

gäht des net sou

gscheid. Do miâsst mer môôl drou

schaffâ, dass des besser funktioniert.


Interview: Dirk Täuber

Info

Die Kultband Annâweech hat diverse

Alben mit Texten im Hohenloher Dialekt

veröffentlicht. Nach dem Tod von

Bandkollege Peter Botsch 2020 verstärkt

seit kurzem Sängerin Sandra

Masuch die Truppe. Termine und mehr

gibt es auf www.annaweech.de.

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WIRTSCHAFT | Hohenlohe

Ohne Ehrenamt kein Sport

Sportvereine fördern die Gesundheit der Menschen, aber auch gesellschaftlichen

Zusammenhalt und Integration. Das Ehrenamt spielt

dabei eine besondere Rolle, meint Barbara Eckle, Präsidentin des

Sportkreises Hohenlohe.

Sport bringt die Gesellschaft zusammen

und ist für alle zugänglich.

Dieser Grundgedanke funktioniert

nur mit der Unterstützung des

Ehrenamts. „Ohne Ehrenamt gibt es

keinen Sport“, sagt Barbara Eckle, Präsidentin

des Sportkreises Hohenlohe.

Gerade der Breitensport wird größtenteils

von ehrenamtlichen Mitgliedern

der Sportvereine auf die Beine gestellt.

Die Bereitschaft, ein Ehrenamt

auszuüben, nimmt allerdings immer

weiter ab. Die Coronakrise hat die Situation

nicht besser gemacht. Im Gegenteil:

„Durch die Corona-Pandemie haben

uns viele Ehrenamtliche verlassen“,

bedauert Eckle. Nun sei es schwierig,

wieder genügend Helfer zu finden. Dabei

könne das Ehrenamt eigene Qualitäten

herausstellen und Erfolge bringen.

„Wenn man etwas auf die Beine

gestellt hat und sieht, dass die Arbeit

gut läuft – und das auch noch im Team

geschafft hat – ist das doch eine große

Befriedigung“, sagt Eckle.

Der Sportkreispräsidentin fällt

besonders die geringe Quote an Jugendlichen

im Ehrenamt auf. Dennoch

bleibt sie optimistisch: „Wir geben die

Hoffnung nie auf.“ Ihr Ansatz: Man

muss versuchen, die Jugendlichen aus

den Sportgruppen heraus fürs Ehrenamt

zu begeistern.

Allerdings hat sich auch die Zahl

der Vereinsmitglieder im Hohenlohekreis

seit der Pandemie reduziert. Kinder-

und Jugendliche seien oft gar nicht

erst in einem Sportverein angemeldet

worden. Um den regionalen Breitensport

wieder attraktiver zu machen,

müsse man laut Sportkreispräsidentin

die bestehenden Konzepte überdenken

und der Zeit anpassen.

NEUE IDEEN ERFORDERLICH

„Ich fand zum Beispiel die Idee der European

Championships in München

gut, verschiedene Meisterschaften unter

einen Hut zu bringen. Dann spricht

man mehr Menschen an“, erzählt Eckle.

Bei den European Championships fanden

Europameisterschaften in neun

verschiedenen Sportarten gleichzeitig

an einem Veranstaltungsort statt. Vielleicht

sei das ja eine Idee für Wettkämpfe

in Hohenlohe. Eckle kann sich

vorstellen, auf diese Weise auch den

Sport in den Regionaltag von pro Region

einzubeziehen.

Corona stellt den Sportkreis auch

in Zukunft vor Herausforderungen.

„Wir werden wieder einen schwierigen

Winter vor uns haben“, fürchtet Eckle.

Die wohl größte Herausforderung sei

die fehlende Planungssicherheit. Man

wisse nie, welche Regelungen von der

Regierung kommen. „Das ist etwas lästig“,

meint Eckle – vor allem in Bezug

auf den nächsten Sportkreisball oder

Ehrungsabend im März. Niemand wisse

so genau, ob und wie dieser durchzuführen

ist. „Die letzten Outdoorveranstaltungen

dazu haben wir im

Kupferzeller Schlosspark gemacht und

immer relativ schnell aus dem Boden

Foto: Sportkreis Hohenlohe

In den letzten Jahren wurde die Sportlerehrung als Ehrungsabend statt wie gewohnt

als Sportkreisball abgehalten.

gestampft. Jetzt möchten wir im März

wieder in die Öhringer Kultura zurückkommen“,

erzählt Eckle.

Gerade auch in schwierigen Phassen

wie der Corona-Pandemie übernimmt

das Ehrenamt eine wichtige

Rolle. Während des Lockdowns zeigten

sich viele Vereine kreativ und haben

den Kontakt zu den Vereinsmitgliedern

gehalten – dank der ehrenamtlichen

Übungsleiter, die sich den neuen Herausforderungen

stellten. Mit der Energiekrise

kommt nun eine weitere Herausforderung

für den Breitensport

hinzu. Was die Krise genau für den

Sport bedeutet und worauf man sich

einstellen muss, ist nach Ansicht von

Eckle noch völlig offen. Sie bleibt dennoch

gelassen: „Ich habe gelernt, das

einfach auf mich zukommen zu lassen.“

Yannis Gaukel

Info

Der Sportkreis Hohenlohe präsentiert

den Sport und die Vereine im

Landkreis bei Veranstaltungen. Ihm

gehören aktuell 100 Vereine an.

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54

September 2022


WIRTSCHAFT | Verpacker

MASCHINEN. PROZESSE. DIGITALISIERUNG.

„Die Lieferkette prüfen“

Optima wurde vor kurzem das Label „CO 2

-neutrales Unternehmen“

der Klimaschutzstiftung Baden-Württemberg verliehen. Stefan König,

Geschäftsführer der Optima-Unternehmensgruppe, will nun den

Klimafußabdruck noch weiter reduzieren.

Bis 2030 will Optima den CO 2

-Ausstoß

um weitere 25 % senken. Wie geht das?

Stefan König: Zunächst einmal über

das Thema Mobilität. Unser Fuhrpark

wird schrittweise auf Elektro- oder

Wasserstoff umgestellt. Das betrifft

Lkws, Geschäftswagen, Servicefahrzeuge.

Wir werden öfter die Bahn statt

innerdeutsche Flüge nutzen. Des Weiteren

gibt es noch Standorte mit älteren

Gebäuden, in denen wir Energiesparmaßnahmen

durchführen.

Prüfen Sie auch die CO 2

-Bilanz Ihrer

Produkte, sprich: der Maschinen?

König: Ja, Maschinen haben einen Klimafußabdruck,

den Product Carbon

Footprint (PCF). Sie bestehen aus Stahl

und Elektronik. Hier beschäftigen wir

uns mit der gesamten Lieferkette: Welche

Mengen an Material werden eingesetzt

und wo kommt es her? Wir befragen

Lieferanten und Datenbanken und

schauen uns an, wie der CO2-Fußabdruck

der Materialien ist und wie wir

ihn beeinflussen können, zum Beispiel

durch ökologischere Lieferquellen.

Oder indem wir kleinere Maschinen

bauen, die dann nicht in großen klimatisierten

Hallen stehen müssen. Wir

nehmen die gesamte Nutzungsphase

in den Blick. Unsere Maschinen laufen

oft 20 Jahre beim Kunden im Feld. Wir

prüfen den Energie- und Medienverbrach

für die gesamte Zeit und ob wir

mit anderer Automationstechnologie

den Energieverbrauch senken können.

Was ist mit dem Thema Verpackungsmaterialien?

Reduziert den CO2-Fußabdruck: Digitale

Kommunikation statt Businessreisen.

König: Wir sind ja in der Verpackungsindustrie

und können mit unseren

Kunden beeinflussen, wie viel Plastik

für Verpackungen verwendet wird und

was das für Plastik ist. Wir unterstützen

sie bei Produktinnovationen und der

Umstellung auf ökologischere Verpackungen.

Gibt es auch Prozesse, bei denen sich

der CO 2

-Ausstoß nicht reduzieren lässt?

König: Mit den heutigen Technologien

können wir nicht alles optimieren.

Aber wir blicken bereits in die Zukunft.

Mit den Carbon Capture-Technologien

zum Beispiel lässt sich unvermeidbares

CO2 binden und neu verwenden.

Aktuell haben wir uns entschieden,

Kompensationszahlungen zu leisten,

um so die Verantwortung dafür zu

übernehmen, dass wir derzeit noch

nicht komplett klimaneutral sein können.

Wir investieren in Zertifikate mit

Foto:s: Optima

sogenanntem Gold-Standard. Wir arbeiten

hier mit der Klimaschutzstiftung

Baden-Württemberg zusammen,

die uns dabei unterstützt, sinnvolle

Projekte auszuwählen. Dabei handelt

es sich in der Regel um Projekte in Entwicklungsländern,

etwa zum Bau von

Biogasanlagen oder Kleinwasserkraftwerken,

um die Verwendung fossiler

Brennstoffe zu vermeiden. Das sind

Zertifikate, in die wir investieren und

damit die Verantwortung übernehmen,

dass wir derzeit noch nicht komplett

klimaneutral sein können.

Ist Klimaneutralität auch ein Wettbewerbsfaktor?

König: Für immer mehr Kunden ist

eine ganzheitliche Nachhaltigkeitsstrategie

ein Kriterium bei der Lieferantenauswahl.

Wir geben uns hier viel

Mühe, was natürlich positiv angenommen

wird.

In der aktuellen Energiekrise hilft Klimaneutralität

doch aber auch dabei,

Energiekosten zu sparen?

König: Klimaneutralität bedeutet

Energiesparen und Energieeinsparmaßnahmen

wirken sich natürlich

ökonomisch aus. Wir beziehen schon

relativ lange Ökostrom. Falls es keine

Lösung von Politik und Wirtschaft gibt,

dass auch die Ökostrompreise attraktiv

bleiben, könnte Netto-Klimaneutralität

aber auch Geld kosten. Interview: dt

Zur Person

Dr. Stefan König

ist seit März vergangenen

Jahres Geschäftsführer

bei der

Optima Packaging Group.

REGIONAL VERNETZT –

WELTWEIT GEFRAGT.

Das Cluster für Verpackungsmaschinenbau und

Automatisierung im Süden Deutschlands.

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56

September 2022


WIRTSCHAFT | Verpacker

Verpacker | WIRTSCHAFT

„Nachfrage ist ungebrochen“

In den vergangenen beiden Jahren verzeichnen Pharmaunternehmen

coronabedingt eine deutlich höhere Nachfrage. Zum Verpacken

ihrer Medikamente benötigen sie Abfüllmaschinen, die auch in Heilbronn-Franken

hergestellt werden.

Verpackungsmaschinen waren während der Coronakrise stark gefragt.

Trotz der guten Auftragslage sind

die Kapazitäten noch nicht völlig

erschöpft, sagt Alexander Giehl,

Syntegon-Standortleiter in Crailsheim.

Weltweit hat die Firma, wie viele andere

auch, durch Lieferung neuer und

den Umbau bereits installierter Anlagen

für Pharmaunternehmen einen

Teil zur Bewältigung der Coronakrise

geleistet. Seit Mitte 2021 setzt sich laut

Giehl wieder der Trend zu Produkten

Foto: Groninger

in kleineren Chargen, wie es sie vor der

Pandemie gab, fort. Zu dem nach den

Sommerferien üblichen Anstieg von

Anfragen erwartet der Standortleiter

weitere Aufträge, die durch die globale

Leitmesse für Prozesstechnik, Achema,

ausgelöst werden. Dafür hat die

Firma neben den notwendigen Kapazitäten

ihre Lagerbestände erhöht. Ein

neues Projekt im Hause Syntegon ist

die Flexible Filling Plattform, eine modulare

Plattform zum Abfüllen flüssiger

Pharmazeutika in kleinen Chargen.

Auch Groninger ist nach wie vor

gut am Markt unterwegs. Kürzlich hat

die Firma die Roboteranlage „Robocell“

auf den Markt gebracht, die vollautomatisiert

ohne menschliche Eingriffe

zurechtkommt. Solche Anlagen

werden für die Verarbeitung von synthetischen

Pharmazeutika als auch

insbesondere für das Abfüllen neuer

biologischer Medikamente eingesetzt,

die oft in nur kleinen Losgrößen und

auf den Patienten zugeschnitten hergestellt

werden, erklärt Dirk Schuster,

Mitglied der Geschäftsleitung und verantwortlich

für den Vertrieb des pharmazeutischen

Sektors. Aktuell wird

eine Anlage gebaut, auf der Impfstoffe

gegen Gürtelrose verarbeitet werden.

Die Nachfrage bei Groninger sei

ebenfalls ungebrochen, da in den vergangenen

beiden Jahren der Fokus der

Pharmazeuten auf der Verarbeitung

von Corona-Impfstoffen lag. „Dafür

wurde quasi jeder freie Produktionsslot

genutzt und sogar explizit geschaffen.

Die Verarbeitung von anderen

Pharmazeutika musste deswegen auch

mal hintenanstehen.“ Daraus entstehende

Engpässe seien in manchen

Apotheken und Arztpraxen jetzt zu

spüren, erklärt Schuster. Somit besteht

weiterhin ein Nachholbedarf bei gewissen

pharmazeutischen Mitteln.

Das Jahr 2021 war nach Auskunft

von Geschäftsführer Gerd Hansen das

erfolgreichste in der Geschichte von

Rommelag. Eine große Herausforderung

sei es jedoch gewesen, die hohe

Nachfrage zu erfüllen. Aufgrund des

hohen Auftragseingangs in der Sparte

für Lohnabfüllung stand die Gruppe

vor der Herausforderung, neues Personal

zu finden. Eine hohe Nachfrage neben

dem Standardportfolio verzeichnet

Rommelag bei Projekten für temperatursensitive

Flüssigkeiten und der

Bereitstellung der dazugehörigen Maschinen.

„Viele Kunden haben Bedenken,

Stoffe, die keinen hohen Temperaturen

ausgesetzt werden dürfen, in

heißen Kunststoff zu verpacken. Doch

das geht mit dem von uns entwickelten

Kühlprozess.“

Auf den Messeherbst mit der

PackExpo und der CPhl freut sich Karin

Kleinbach, Sales Director Pharma

der Firma Schubert Packaging Systems.

Aktuell ist das Unternehmen dabei,

eine strategische Partnerschaft mit

einem Hersteller aus der Kartonageindustrie

aufzubauen. Des Weiteren wird

an mehreren Toploading-Projekten

gearbeitet, bei denen die modulare

Bauweise in der Projektierung zum

Einsatz kommt. Das Verpackungsunternehmen

kann sich trotz des anfangs

sorgenvollen Blicks auf die Pandemie

ebenfalls über volle Auftragsbücher

freuen. „Nach relativ kurzer Zeit der

Ungewissheit konnten wir Aufträge in

einem Maß verbuchen, wie wir es uns

in der Vergangenheit nicht erträumt

hätten“, sagt Kleinbach. Sie sieht im

Pharmabereich noch keine Sättigung

am Markt. Auch die Firma Schubert ist

global mit Lieferengpässen konfrontiert,

ist allerdings durch die eigens am

Standort gebauten Roboter, Getriebe,

Transporttechnik und Hardwarekomponenten

kaum davon beeinflusst.


Beatrix Drescher

Info

Die Verpackungsbranche befindet sich

im Prozess der Veränderung: Nachhaltigkeit,

Digitalisierung und E-Commerce

sind die wichtigsten Trends. Unter

dem Motto „Transition in

Packaging“ ziehen sie sich wie ein roter

Faden auch durch die Fachmesse

Fachpack, die Europäischen Fachmesse

für Verpackung, Technik und Prozesse.

Denn Gesetzgeber und Verbraucher

fordern mehr Nachhaltigkeit. Diesen

Wandel gilt es aktiv zu gestalten. Dazu

müssen Lösungsanbieter, Entwickler,

Anwender und Forschende gemeinsam

über den Tellerrand schauen, um an

die aktuellen Herausforderungen innovativ

herangehen zu können. Dabei

steht nicht nur das Material im Mittelpunkt,

sondern es sind auch die Maschinen.

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Bereits seit sieben Jahrzehnten sind wir als weltweit führender Spezialmaschinenbau-Experte in

der Prozess- und Verpackungstechnik für die Pharmaindustrie am Standort Crailsheim erfolgreich.

Danke an alle, die mitanpacken. Gemeinsam mit unserem Team am Standort leisten wir einen

wichtigen Beitrag für ein besseres Leben. Werde auch Du Teil des Erfolges!

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WIRTSCHAFT | Bauen

Zur Person

Tim-Oliver Müller ist Hauptgeschäftsführer

des Hauptverbandes

der Deutschen Bauindustrie e.V.

„Bau ist eine

Schlüsselbranche“

Nachhaltiges Bauen ist möglich – die Branche braucht aber modifizierte

Rahmenbedingungen, sagt Verbandschef Tim-Oliver Müller

Mehr noch: Es müsse unbedingt anders gebaut werden.

Wie hat sich das Thema nachhaltiges

Bauen entwickelt?

Tim-Oliver Müller: Noch vor zehn

Jahren war Nachhaltigkeit kaum ein

Thema. Allein in den vergangenen

zwei, drei Jahren hat sich aber Wesentliches

getan – und tatsächlich ist der

Bau eine der Schlüsselbranchen, wenn

es um Klima und Nachhaltigkeit geht.

Das muss sich noch sehr viel mehr im

Bewusstsein von Bürgerinnen und

Bürgern, von Politikerinnen und Politikern

verankern: Klimaschutz kommt

einem gewaltigen Bauprogramm

gleich, wir müssen aber unbedingt anders

bauen als wir es in den vergangenen

Jahrzehnten getan haben.

Nach wie vor werden auf Baustellen

aber viele Ressourcen verbraucht. Und

bei der Produktion von Baustoffen und

beim Transport wird viel CO 2

freigesetzt.

Warum geht es nur so langsam

voran mit dem nachhaltigen Bauen?

Müller: Das lag am Auftraggeber, aber

auch an der Branche. Die Tendenz war,

bei dem zu bleiben, was man kannte,

es kamen nur wenige Impulse für ein

anderes Bauen. Das hat sich inzwischen

signifikant geändert. Zum Beispiel

Bauen im Bestand: Erhalt muss

vor Neubau kommen – diese Einsicht

hat sich längst durchgesetzt. Der

Schutz von Flora und Fauna ist für die

Branche ein wichtiges Thema. Ebenso

die Frage, wie wir in Zeiten des Klimawandels

bauen müssen, um mit zunehmender

Dürre einerseits und Starkregenereignissen

andererseits umgehen

zu können. Unsere Mitglieder sind

aber Auftragnehmer: Sie können nicht

bauen, wie sie wollen, sondern sind an

die Vorgaben ihrer Auftraggeber gebunden.

Sprich: Auftraggeber müssen

Fotos: HDB Bollhorst, Adobe Stock/Petair

„Mehr als Pläne abarbeiten und Fahrzeuge bereit stellen“: Ingenieurskapazitäten

gilt es sinnvoll einzusetzen, auch und gerade im Bereich der Bauplanung.

klimaschonendes Bauen einfordern

und bestellen.

Was müsste sich ändern?

Müller: Sehr viel. Zum Beispiel geht es

um Ressourceneffizienz, CO2-Minimierung,

Resilienz im Klimawandel –

das alles kostet erst einmal Geld. Solange

zum Beispiel eine Kommune

gehalten ist, die vordergründig günstigste

Lösung zu finden, solange Haushaltsaspekte

allein ausschlaggebend

sind oder genauer: Solange die Klimafolgekosten

nicht mitgedacht sind, die

hohen Kosten zum Beispiel, die durch

Starkregen und Überflutung verursacht

werden, ist umweltschonendes

Bauen schwierig. Nachhaltigkeit muss

als ein zentrales Kriterium für Bauprojekte

in die Ausschreibungen aufgenommen

sein. Das heißt auch, dass

nachhaltiges Bauen verständlich gemacht

werden muss. Bürgerinnen und

Bürgern muss klar sein, dass nicht nur

Verkehr und andere Industriebereiche

sich umstellen müssen, sondern

60

www.maasprofile.de – MAAS Profilzentrum GmbH

launcht neuen Onlineshop

Pünktlich zum Start der Messe Dach und

Holz hat die MAAS Profilzentrum GmbH

einen neuen Onlineshop für Fachhandel

und Handwerk gelauncht, welcher über

richtungsweisende, in der Metallbranche

revolutionäre, Funktionen verfügt.

Bei der Konzeption des Onlineshops war es

für die beiden Geschäftsführer Wolfgang

Maas und Marco Candido wichtig, den

Fachhandelskunden von MAAS eine einfache

und zeitsparende Lösung an die Hand

zu geben, mit welcher Angebote schnell

kalkuliert und an die jeweiligen Endkunden

versendet werden können.

„Gerade in Zeiten wo Materialverfügbarkeit

und Preisdynamik tagtäglich unsere

Fachhandelskunden vor Herausforderungen

stellen, entlasten wir diese signifikant

mit dem neuen Onlineshop. Es ist kein

Geheimnis: Je schneller eine Anfrage angeboten

wird, desto höher ist die Wahrscheinlichkeit,

dass diese zu einer Bestellung

führt“, so Geschäftsführer Marco

Candido.

Neben den klassischen Bestellfunktionen

verfügt der MAAS Onlineshop über folgende

zeitsparende Funktionen:

1. Dachkonfigurator:

Einfach die Maße des Daches eingeben

(egal ob Neubau oder Sanierung), Angaben

zum Dach machen, Profil auswählen.

Schon bekommt man eine Stückliste vorgeschlagen,

welche, sofern gewünscht,

die exakte Menge an Zubehörmaterialien

(Befestigung, Belüftung etc.) gleich mit beinhaltet.

Auf Wunsch kann gleich bestellt

werden.

2. Stücklistenbestellung:

Liegt bereits eine fertige Stückliste vor, so

kann diese schnell und einfach online kalkuliert

und bestellt werden. Speicherung

und nachträgliche Änderung ist ebenfalls

möglich.

3. MAAS BlitzOFFER

MAAS BlitzOFFER ist eine absolute Neuheit

im Fachhandelssegment. Mit BlitzOFFER

können die Fachhandelskunden von MAAS

in wenigen Minuten ein Angebot für ihre

Kunden erstellen und versenden (inkl. deren

Firmenlogo) – direkt aus der Stückliste

bzw. aus dem Dachkonfigurator. Einfacher

und schneller kann kein Angebot abgegeben

werden.

Selbstverständlich bietet der neue MAAS

Onlineshop auch für Handwerker*innen

eine Entlastung. Am Ende des Dachkonfigurators

und der Stücklistenbestellung

wird ein Code generiert, welchen die

Handwerkskunden dann an den Fachhändler

ihres Vertrauens weitergeben

können. Der jeweilige Fachhändler kann

dann mit diesem Code die Konfiguration

der Handwerkskunden aufrufen und diese

anbieten. Einfacher und schneller geht es

nicht.

Registrieren Sie sich gleich unter

www.maasprofile.de/account und nutzen

Sie die vielen Vorteile des neuen Onlineshops

von MAAS!

Die MAAS Profilzentrum GmbH mit Sitz in

Ilshofen sieht sich als serviceorientierter

Partner von Handel und Handwerk und

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produziert und vertreibt Dächer und Fassaden

aus Stahl und Aluminium seit 30

Jahren. Mit einem technisch-versierten

Außendienst, hauseigenem Fuhrpark mit

Kran-LKW und einer großen Produkt- und

Farbvielfalt ist die MAAS Profilzentrum

GmbH nahe an ihren Kunden und stellt sicher,

dass von der Bestellung bis hin zur

Auslieferung ans Lager oder direkt auf die

Baustelle alles reibungslos funktioniert.

MAAS Profilzentrum GmbH

Sebastian Weller

Friedrich-List-Str. 25

74532 Ilshofen-Eckartshausen

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September 2022

Bauen ... Wir machen das!

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61


Bauen | WIRTSCHAFT

Abreißen, wegwerfen, neu bauen: So sieht Baustellenalltag oft aus.

auch der Bau – und dass das Folgen für

die Kostenstrukturen hat.

Wenn Auftraggeber sich für nachhaltiges

Bauen entscheiden, wie sieht es

dann bei den Auftragnehmern aus:

Sind die Voraussetzungen vorhanden?

Dahoim isch ...

WO DER RASEN

IMMER MAKELLOS IST.

TRAUMHAUS GEFUNDEN AUF

Müller: Die technischen Lösungen

sind vorhanden, unsere Mitglieder

sind in der Lage, sofort anders zu bauen

– auch wenn es nach wie vor Forschungsbedarf

gibt, Wissenschaft ist ja

immer in Bewegung. Allein stemmen

können wir das aber eben nicht. Entscheidend

ist, dass die Auftraggeber

und ebenfalls die Lieferanten mit im

Boot sind. Und wir brauchen neue Herangehensweisen.

Zum Beispiel wäre

es sehr wichtig, dass die Trennung von

Planen und Bauen aufgehoben wird.

Bauunternehmen können sehr viel

mehr als Fahrzeuge bereitstellen und

Pläne abarbeiten. Sie verfügen über

enorme Ingenieurskompetenzen, die

es gilt, sinnvoll einzusetzen, und zwar

auch und gerade im Bereich der Bauplanung.

Aktuell müssen, um wieder

auf das Beispiel Kommunen zurückzukommen,

die Mitarbeiterinnen und

Über

1.000 private

und gewerbliche

Immobilien

in Heilbronn

und Hohenlohe.

Informiert bleiben auf Facebook und Instagram.

Foto: Adobe Stock/Calado

Mitarbeiter jeden einzelnen Schritt

planen, müssen sich um jedes Detail

kümmern – und das bei zunehmenden

Personalengpässen.

Was sollte sich noch ändern?

Müller: Wir brauchen unter anderem

andere Zulassungsverfahren für Innovationen,

etwa im Baustoffbereich.

Wenn zum Beispiel ein neuer Recycling-Beton

entwickelt wird, dauert es

garantiert mindestens zehn Jahre, bis

er verbaut werden darf. Gefühlte Ewigkeiten

dauert es auch, bis „Abfall“, also

etwa Beton und Ziegel aus einem abgerissenen

Gebäude, wieder als recycelte

„Produkte“ anerkannt werden

und wiederverwendet werden können.

Hier geht es um Garantien, Haftung,

Sicherheit, also um Wesentliches –

dennoch: Die Vorgaben sind zum Teil

überholt und verhindern die erforderliche

Transformation des Bauens.

Wo setzen Sie als Verband an?

Müller: Wir suchen den Dialog und

plädieren dafür, dass alle Seiten offene

Ohren für das Know-how des Gegenübers

haben.

Wie sieht es mit den Bürgern aus?

Müller: Das öffentliche Bewusstsein

ist entscheidend. Die Zeit des Fingerzeigens

auf die Politik muss allerdings

vorbei sein. Wir Bürger haben die Politikerinnen

und Politiker gewählt, sind

also mitverantwortlich für das, was geschieht,

und wir sind alle im selben

Boot: Bürgerinnen und Bürger, Politikerinnen

und Politiker sowie die Baubranche

– gemeinsam müssen wir

Bauen neu denken. Das zu vermitteln,

sehe ich aktuell als eine der zentralen

Aufgaben des Verbands.

Interview: Sabine Schmidt, Redaktionsleiterin

beim Fachmagazin „der gemeinderat“,

das wie das PROMAGAZIN

bei pVS erscheint

Haus Buchenhain von Keitel Haus

Besser als gleich Gute

(Brettheim) Schon von außen sieht

man Haus Buchenhain von Keitel

Haus an, dass es mit hohem professionellem

Anspruch geplant wurde.

So ist nicht nur das Kunststück gelungen,

traditionelle und moderne

Stilelemente zu einer perfekten

Harmonie zu vereinen, auch in puncto

Raumprogramm bietet der individuelle

Entwurf seinen Bewohnern

außergewöhnlichen Komfort. Zu

den Highlights gehören ein großzügiger,

gut gegliederter Wohnbereich,

ein reichhaltiges Raumangebot

im Obergeschoss und eine

raffinierte Raumerweiterung für die

Kinderzimmer.

Dass Haus Buchenhain im Kreis seiner

Nachbarn besonders angenehm

ins Auge fällt, ist kein übertriebenes

Lob. Allen gemeinsam ist die zweigeschossige

Bauweise mit flachem Satteldach,

alle prägt ein Farb- und Materialmix

aus roter Dacheindeckung,

weißer Putzfassade und Holz, aber

bei Haus Buchenhain hat man einfach

mehr daraus gemacht. Gelungen ist

dies zum Beispiel durch den kreativen

Umgang mit dem Thema Holzschalung:

Statt einer Giebelschalung,

die der Giebelfassade die Höhe und

Luftigkeit genommen hätte, wählten

die Planer hier eine Holzschalung im

Obergeschoss – ein Stilelement, das

auf den ersten Blick an regionaltypische

Vorbilder erinnert und als Hommage

an den ländlichen Standort verstanden

werden kann.

Dass Haus Buchenhain aber dennoch

jugendlich und modern wirkt, ist

unter anderem der Entscheidung für

eine zeitgemäß schlichte, horizontale

Leistenschalung und für einen weiß

verputzten Giebel zu verdanken. Auf

diese Weise wird die Giebelfassade

auf ihre geometrischen Grundelemente

reduziert – ein sehr modernes

Stilmittel, das in Kombination mit

den großen Glasflächen, einer klaren,

aufs Wesentliche konzentrierten

Linienführung und einer weitgehend

symmetrischen Fenstergeometrie

zum modernen Erscheinungsbild

beiträgt. So erfüllt sich mit Haus

Buchenhain dank großem planerischem

Geschick der Wunsch junger

Baufamilien, trotz regionaltypischer

Vorgaben in einem ländlichen Baugebiet

ein modernes Haus zu bauen.

Das Fenster im Giebelspitz kann als

Zeichen dafür gelten, dass auch beim

Raumprogramm

zu erwarten ist.

Außergewöhnliches

Wohnen als Erlebnis

Schon der Erdgeschossgrundriss bestätigt

diese Vermutung. Er kann als

Fortsetzung der Außengestaltung

mit anderen Mitteln verstanden werden,

übernimmt er doch deren klare

Linienführung. Im Grunde hat man

es deshalb auf dieser Ebene nur mit

zwei Bereichen zu tun: der Diele mit

Garderobe und Treppe, die mit funktionalen

16 m² etwa ein Fünftel der

vorhandenen Fläche einnimmt, und

dem 60 m² großen Wohnensemble,

das alle Tugenden repräsentiert, die

man an modernen Wohnräumen zu

schätzen weiß.

Mit seiner L-Form weist dieser Bereich

zwei Längsachsen auf, an deren

Schnittpunkt der Essplatz als kommunikatives

Zentrum liegt. Dies ermöglicht

Alltragszenarien, die heute in

jedem Eigenheim zum Standard gehören

sollten. So kann man in Haus

Buchenhain gemeinsam mit Freunden

kochen, die Kinder während der

Küchenarbeit bei den Hausaufgaben

betreuen oder den Tag behaglich auf

dem Sofa ausklingen lassen, während

die Küche komplett aus dem Blickfeld

verschwindet.

Hinzu kommen Aufenthalts- und Erlebnisbereiche,

wie man sie nicht in

jedem Haus findet: ein hinter dem

Kaminofen versteckter, zweiter Tisch

zum geselligen Beisammensein oder

ungestörten Arbeiten, ein Heimkino

mit Projektor über dem Sofa, ein gemütliches

Sitz- und Lesefenster, eine

Nische fürs E-Piano und schließlich

auch ein Garten, der über Schiebetüren

von Sofa und Essplatz aus zu

erreichen ist. Bei so vielen Möglichkeiten

dürfte das Leben in Haus Buchenhain

niemals langweilig werden.

Viel Komfort im schlanken Baukörper

Ähnlich wie im Erdgeschoss ist auch

eine Ebene weiter oben das Kunststück

gelungen, im Interesse eines

großzügigen Raumangebots die Verkehrsflächen

zu minimieren. So erschließt

der an ein gerades Faltwerk

mit Glas-Seitenwand anschließende

Flur nicht nur die üblichen Individualräume

für eine vierköpfige Familie,

Weitere Informationen

Keitel Haus

Reubacher Straße 23

74585 Rot am See-Brettheim

sondern auch ein Gästezimmer, ein

Kinderbad und ein Familienbad mit

Sauna(!). Dies in einem Baukörper,

der mit Außenmaßen von 8,66 x

11,25 m eher kompakt ausfällt.

Die zweigeschossige Bauweise sorgt

für Großzügigkeit und Offenheit in

den Dachgeschossräumen, bodentiefe

Fenster mit französischen Balkonen

verwöhnen die Bewohner auch

auf dieser Ebene mit schönen Ausblicken

und einer hellen, freundlichen

Atmosphäre. Und wer einwendet,

bei der Dimensionierung der 12,5

m² großen Kinderzimmer hätte es

noch „Luft nach oben“ gegeben, behält

auf überraschende Weise Recht:

Beide Kinderzimmer sind nämlich mit

einer Schlafnische im Dachspitz ausgestattet,

so dass nach Abzug von

Treppe und Dachneigung noch einmal

gut 6 m² an Wohnfläche hinzukommen.

Ein offener Stauraum über

dem Elternschlafzimmer rundet das

Raumangebot auf der dritten Ebene

ab. So bestätigt sich auch hier der

Eindruck, dass bei Haus Buchenhain

alle Möglichkeiten ausgeschöpft wurden,

um der Baufamilie angesichts der

gestalterischen und räumlichen Vorgaben

ein zeitgemäßes Leben mit viel

Komfort zu ermöglichen.

Letzteres zeigt auch die Ausstattung

des individuellen Entwurfs:

eine hochwertige Haushülle und

eine Luft-Wasser-Wärmepumpe mit

integrierter Lüftungsanlage und

Wärmerückgewinnung sorgen für

hervorragende Energiewerte, die

Photovoltaikanlage auf dem Dach

macht aus Haus Buchenhain ein lupenreines

Plusenergiehaus. So bietet

es seinen Bewohnern auch in Zeiten

schnell steigender Energiepreise eine

sichere Basis für ein unbeschwertes

Leben.

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62 September 2022

63


WIRTSCHAFT | Bauen

Bauen | WIRTSCHAFT

Fast schon fertig

Die Stahlmodulbauweise ist eine der fortschrittlichsten und flexibelsten,

die die Bauindustrie derzeit zu bieten hat. Bauherren bietet

sie zudem Vorteile in Sachen Nachhaltigkeit.

Skelett aus Stahl: Aufgrund dieser Konstruktion können Modulgebäude immer

wieder an veränderte Bedürfnisse angepasst werden.

DModul auf Modul“ statt „Stein

auf Stein“: Auf diese Weise entstehen

in nur wenigen Monaten

Bauzeit vor Ort bis zu sechsgeschossige

Neubauten.

„Planung vor Ausführung“ ist die

Devise beim Bauen mit vorgefertigten

Raummodulen. Damit ist der gesamte

Planungs- und Entscheidungsprozess

ein völlig anderer als beim klassischen

Bauen, wo man in der baubegleitenden

Planung Entscheidungen umkehren

und Details selbst im Baustadium

ändern kann. Durch die integrale Planung

treffen im Stahlmodulbau alle

Fachdisziplinen von Anfang an zusammen,

werden frühzeitig aufeinander

abgestimmt und alle Entscheidungen

im Vorfeld gebündelt.

Leise, schnell und schmutzarm

ist mit moderner Stahlmodulbauweise

auch auf sehr engen, innerstädtischen

Grundstücken Nachverdichtung möglich.

Und das mit weit weniger Verkehrsbelastung

als beim konventionellen

Bauen, denn die Raummodule

kommen mit einem sehr hohen Vorfertigungsgrad

auf die Baustelle. Dass

Modulgebäude bis auf den Estrich

ohne Beton errichtet werden, verbessert

die CO2-Bilanz. Außerdem besteht

die Tragstruktur der Raummodule aus

Stahl, dem weltweit am meisten recycelten

Material: 99 Prozent des Baustahls

werden recycelt, indem er eingeschmolzen

und zu neuem Stahl

verarbeitet wird. Durch dieses Stahlrecycling

werden allein in Deutschland

mehr als 20 Millionen Tonnen CO2 pro

Jahr vermieden. Dies ist in etwa so viel

wie ganz Niedersachsen im Jahr 2020

freigesetzt hat.

KOMPLETT RÜCKBAUBAR

Ein weiterer Aspekt, der den ökologischen

Fußabdruck eines Gebäudes

positiv beeinflusst, ist dessen Standzeit.

Um eine möglichst lange Lebensdauer

zu erreichen, muss das Gebäude

nachgenutzt werden. Auch hier bieten

Modulgebäude einen erheblichen Vorteil:

Sie sind dank ihrer freitragenden

Foto: Alho Gruppe

Stahlskelettstruktur mit nichttragenden

Innenwänden sehr flexibel, können

umgestaltet, vergrößert, verkleinert

oder umgewidmet und somit

immer wieder an den veränderten Bedarf

angepasst werden. Sollte das Modulgebäude

nicht mehr benötigt werden,

lässt es sich komplett zurückbauen

und anschließend im Werk sortenrein

zerlegen. So können alle Materialien

zu ca. 90 Prozent recycelt und dem

Wertstoffkreislauf wieder zugeführt

werden. Somit beinhaltet die modulare

Bauweise wesentliche Aspekte von

Cradle to Cradle bzw. eines Circular-

Economy-Prinzips.

Wann immer Neubauten mit vielen

identischen Nutzungseinheiten

benötigt werden, hat sich der Einsatz

von Moduleinheiten wegen ihrer seriellen

Reproduzierbarkeit besonders

bewährt. Referenzen in den Sparten

Büro- und Verwaltungsgebäude, Bildungsbauten,

Gesundheitsimmobilien

und Wohnungsbau beweisen das

seit vielen Jahren. Und die Nachfrage

nach modular errichteten Gebäuden

steigt in all diesen Bereichen stetig

weiter. Bauherren sind aus vielerlei

Gründen von der Bauweise fasziniert:

So sind Modulbauten vielseitig einsetzbare,

stets individuell geplante Gebäude,

bei denen unterschiedlichste

Gebäudekonfigurationen für die unterschiedlichste

Anwendungsbereiche

realisierbar sind. Auch große Raumspannweiten

sind möglich.

Obwohl seriell gefertigt, sind Modulgebäude

keine Bauten „von der

Stange“. Vom Entwurf über die Werkplanung,

die Einbindung bauphysikalischer

Belange wie Brand-, Schallund

Wärmeschutz und natürlich auch

die architektonische Ausgestaltung

von Details sind von Anfang an zahlreiche

Bauexperten der unterschiedlichen

Fachdisziplinen involviert.

Iris Darstein-Ebner,

Dipl. Ingenieurin und Fachjournalistin

für Architektur, Design & Technik

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NEUES AUS DER REGION

Unternehmenscheck für mehr

Effizienz

Mithilfe eines kostenlosen

KEFF-Checks durch einen Effizienzmoderator

haben bereits

zahlreiche Firmen in Baden-

Württemberg ihre Energieeffizienz

gesteigert. In der heutigen

Zeit ist das ein wichtiger erster

Schritt, um die internen Prozesse

effizienter zu gestalten. Diese

Möglichkeit bleibt auch weiterhin

bestehen. Darüber hinaus

wird das Förderprojekt des Landes

Baden-Württemberg und

der EU erweitert und um das

Thema Ressourceneffizienz in

Unternehmen ergänzt.

Ziel ist es, Unternehmen für

die Potenziale von ressourceneffizienten

Prozessen und Technologien

zu sensibilisieren, auf

Fördermöglichkeiten hinzuweisen

und Optimierungsmaßnahmen

anzustoßen. Dieser Schritt

kommt zu einer Zeit, in der Lieferengpässe

bzw. -ausfälle und

rasant steigende Energiekosten

die Unternehmen zusätzlich belasten,

genau richtig. Nach einem

Rundgang mit einem Effizienzmoderator

erhalten die

Firmen eine Übersicht, aus der

sie die Effizienzpotenziale herauslesen

können. Ergänzende

Tipps und Hinweise zum weiteren

Vorgehen bieten einen guten

Einstieg in die Themen Energieeffizienz

und Ressourceneffizienz.

Erste Ansprechpartnerin für

interessierte Unternehmen in

Baden-Württemberg ist die

KEFF Regionale Kompetenzstelle

für Energieeffizienz.

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Muswiese – die fünfte Jahreszeit

Die Muswiese ist seit über 580

Jahren der größte Krämer- und

Jahrmarkt Nordwürttembergs.

Die Veranstaltung besteht aus

Brauchtum und modernem

Zeitgeist und zieht an fünf Tagen

im Oktober tausende Besucher

an. An den rund 260 Marktständen

mit etwa 180 Beschickern in

der Landwirtschaftsausstellung

bleiben keine Wünsche offen.

Die Gemeinde Rot am See

und die Musdorfer Bevölkerung

laden vom 8. bis 13. Oktober

zum Bummeln, Verweilen und

Kaufen auf das Festgelände ein –

mit einer Ausnahme, dem Ruhetag

am Montag, 10. Oktober.

Das Rahmenprogramm mit

Muswiesenlauf, Luftballonwettbewerb,

Jungviehprämierung,

Metzgertanz und Höhenfeuerwerk

haben Tradition und gehören

zum festen Programmablauf.

Auch der kleine, aber feine

Schaustellerbereich bereichert

das Fest. Die Muswiese gilt in der

gesamten Umgebung als fünfte

Jahreszeit, weshalb bei der Bevölkerung

oft nur von vor oder

nach der Muswiese gesprochen

wird.

Auch die Einkehr kommt

nicht zu kurz. In den Bauernwirtschaften

werden regionale

Spezialitäten angeboten. Die

Festhalle Hahn bietet an allen

Tagen musikalisches Programm.

An den Abenden kommt im Partystadl

und in der Bermudabar

Discofeeling auf. Ein kleiner Vergnügungspark

trägt zur Unterhaltung

bei – in diesem Jahr wieder

mit Riesenrad.

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der Region

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Karriere machen bei der Stadt Künzelsau

www.kurz-entsorgung.de

Wer vom öffentlichen Dienst

hört, denkt oft an verstaubte

Strukturen und langweilige Tätigkeiten.

Davon kann bei der

Stadtverwaltung Künzelsau keine

Rede sein.

Ein starkes Team: Auszubildende im Rathaus von Künzelsau.

Foto: Rolf Hartbrich

Die Stadtverwaltung stellt

sich den Herausforderungen der

heutigen Zeit, sei es in der Kinder-

und Jugendarbeit, der nachhaltigen

baulichen und wirtschaftlichen

Entwicklung der

Stadt oder dem Freizeitangebot

für ihre Einwohnenden und Besuchenden.

Künzelsau ist zudem die

Kreisstadt eines der schönsten

Kreise Baden-Württembergs

und beheimatet als Hauptstadt

der Weltmarktführer viele große

und kleine Unternehmen. „Wir

sind motiviert, engagiert und

kreativ – für ein starkes Künzelsau“,

erklärt Personalleiterin Carmen

Class. „Und dafür brauchen

wir Sie. Werden Sie Teil eines

starken Teams, dem wir viel zu

bieten haben.“

Zufriedene Mitarbeiter, die

die Zukunft der Stadt und auch

ihre eigene Zukunft erfolgreich

gestalten können, sind das Ziel.

Wer die Chance nutzt und Teil

des Teams wird, kann auch von

der hohen Lebensqualität in

Künzelsau profitieren.

Die Stadtverwaltung Künzelsau

bietet jährlich insgesamt

bis zu 15 Ausbildungsplätze in

den verschiedensten Arbeitsbereichen

an. Dazu gehören neben

der Verwaltung auch der soziale

und technische Bereich.

„Schauen Sie sich selbst die

Fülle der Angebote der Stadt

Künzelsau an, zum Beispiel in

unserem Imagefilm auf You-

Tube, Instagram oder Facebook“,

lädt Julia Knobel, Leiterin des

Fachbereiches Ausbildung, Interessierte

ein, sich zu informieren.

@ www.kuenzelsau.de

www.regiomail.de

68

September 2022

WIR sind Heilbronn-Franken

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Praxisnah lernen

Das Kolping-Bildungszentrum bietet berufliche Ausbildungen an.

Dabei setzt die Bildungseinrichtung auf Lehrkräfte aus der Praxis.

Das Ausbildungsangebot des Kolping-

Bildungszentrums Heilbronn ist breit

gefächert. Welche Ausbildungen sind

derzeit besonders gefragt?

Anja Biller: Wir spüren in allen Bereichen

große Nachfrage. Im schulischen

Bereich werden wir daher das Sozialwissenschaftliche

Gymnasium erweitern.

Auch die Nachfrage bei den Gesundheitsschulen

ist sehr erfreulich.

Worin unterscheidet sich eine Ausbildung

beim privaten Bildungsträger

Kolping von einer herkömmlichen?

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Biller: Im Zentrum unseres Engagements

steht der Mensch. Wichtig ist

uns, auch die Persönlichkeitsbildung

unserer Lernenden zu fördern. Neben

maßgeschneiderten Angeboten legen

wir Wert darauf, Lehrkräfte aus der

Praxis zu beschäftigen. Selbstverständlich

sind alle Räume mit WLAN und digitalen

Tafeln ausgestattet. Außerschulische

Lernorte, Maßnahmen zur

Teambildung und eine gute Gemeinschaft

runden das Bildungsangebot ab.

Kolping bietet eine „Assistierte Ausbildung“

an. An wen richtet sich diese?

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Fachinformatiker, Fachr. Systemintegration

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Logistikdienstleistung

Kaufmann/Kauffrau

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unserer Kunden: unterwegs, die globale Nr. 1 zu werden. Lenken Sie diesen spannenden Prozess

mit. Bringen Sie gemeinsam mit uns unsere Marken mit innovativen Ideen ans Ziel.

Wir freuen uns auf Deine Bewerbung:

ausbildung@bott.de

Die Ausbildung:

Während Ihrer Ausbildungszeit lernen Sie, unsere Kunden über die

schnellsten und preisgünstigsten Wege und Verkehrsmittel zu informieren

und ihnen die gesamte Abwicklung des Tranportes abzunehmen. In Ihren

Arbeitsbereich fallen Lagergeschäfte, das Abschließen von Versiche-

rungsverträgen und das Erstellen der im internationalen Verkehr nötigen

Frachtdokumente. Sie werden schon frühzeitig mit der Entwicklung

logistischer Lösungen betraut. Die Anforderungen an Fremdsprachenkenntnisse

sind enorm gewachsen.

Die Voraussetzungen:

– Mittlerer Bildungsabschluss oder Abitur

– Gute Englischkenntnisse in Wort + Schrift

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haben Sie beste Chancen auf einen interessanten Arbeitsplatz innerhalb

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Du hast noch Fragen?

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Tel.: +49 (0) 79 71 / 251-237

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Ratgeber KARRIERE | Bewerbung erwünscht

Bewerbung erwünscht | Ratgeber KARRIERE

Roboter herstellen

Die Firma W. Gessmann aus Leingarten entwickelt und produziert

Industrieschaltgeräte und Verbundantriebe – mit Innovationen.

Was war bislang das spektakulärste

Projekt von Gessmann?

Alwin Ehrensperger: Dazu gehören

der neue TGV und weitere Hochgeschwindigkeitszüge,

die mit unserer

neuesten Generation von Fahrschaltern

ausgerüstet werden. Bei den Schiffen

rüsten wir die Aida-Kolosse mit einer

zentralen Steuereinheit für

Anker- und Verholwinden aus.

Sie entwickeln auch kollaborierende

Roboter und fahrerlose Transportsysteme.

Sind diese komplett selbstständig

oder braucht es Menschen dahinter?

Ehrensperger: Unser Gessbot navigiert

selbstständig durch Werkshallen

und verbringt Waren in verschiedene

Bereiche, zu verschiedenen Wertschöpfungseinheiten

und holt diese

auch wieder ab. Mit einer entsprechenden

MRP- oder ERP-Anbindung

bekommt der Roboter seine Befehle

vom Auftragssteuerungssystem. Es

kommt uns darauf an, die Arbeit der

Menschen zu unterstützen und Engpässe

im Unternehmen aufzulösen.

Was müssen Mitarbeitende mitbringen,

um Steuerungen für die Maschinen

der Zukunft zu entwickeln?

LUST AUF

4-TAGE-WOCHE?

Wir stellen ein:

Architekt (Bachelor / Master, Dipl. Ing.)

Projektleiter (m/w/d)

Staatl. gepr. Bautechniker und / oder

Bauingenieur (Bachelor / Master, Dipl. Ing.) - Projektleiter (m/w/d)

Dipl. Ing. / Bachelor / Master

der Fachrichtung TGA / HLS / Versorgungstechnik (m/w/d)

Alwin Ehrensperger ist

Geschäftsführer der

W. Gessmann GmbH in Leingarten.

Ehrensperger: Begeisterung und eine

große Portion Neugierde für neue

Techniken und Produkte und den Willen,

Großes bewegen zu wollen. Eine

technische Ausbildung ist zusätzlich

von Vorteil. Selbstständiges Arbeiten

gehört dazu, um Erfolg zu haben. yg

Foto: W. Gessmann GmbH

Direkt zum

neuen Traumjob

Wir, die KURZ Entsorgung GmbH, sind ein mittelständisches Entsorgungsunternehmen

mit ca. 600 Mitarbeitern und rund 300 Fuhrparkeinheiten.

Für unsere Hauptverwaltung in Ludwigsburg suchen wir ab sofort einen

Betriebsleiter im Bereich

Sonderabfall (m/w/d)

Ihre Aufgaben:

Leitung des operativen Betriebs mit den Abteilungen Lager, Fuhrpark und

Disposition inkl. Überwachung der beiden Sonderabfall-Zwischenlager in

Ludwigsburg und Öhringen,

Führung der gewerblichen und kaufmännischen Mitarbeiter (gesamt ca. 15),

Vorbereitung und Begleitung der jährlichen Auditierung gemäß

Entsorgungsfachbetriebeverordnung,

Mitarbeit bei der strategischen Unternehmensentwicklung und Umsetzung von

Unternehmenszielen,

Vor- und Nachkalkulation in Zusammenarbeit mit dem betrieblichen Controlling,

Kommunikation mit Kunden, Behörden und Entsorgungsanlagen,

Abfallnachweisführung,

Beauftragtenwesen.

Interessiert? Dann besuchen Sie unser Karriereportal

unter www.kurzgruppe.de und bewerben sich direkt.

Wir freuen uns, Sie kennenzulernen!

Nach Abschluss des Auswahlverfahrens werden alle Daten gelöscht.

Techniker Fachrichtung TGA / HLS (m/w/d)

Technischer Systemplaner Fachrichtung TGA / HLS (m/w/d)

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71642 Ludwigsburg

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74 September 2022

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VERANSTALTUNGSKALENDER

VERANSTALTUNGSKALENDER

Ausstellungen

01.10. Langenburg

Vergessene Werke

Hofratshaus

02.10. Gaildorf

Gaildorfer Zeichen

Neues Schloss (Rathaus)

13.10.2022 – 16.04.2023

Bad Mergentheim

Lutz Reike: Teddybären

Residenzschloss

15.10. – 13.11. Bad Rappenau

Johanna Mohr: Schmuckstückchen

Kulturhaus Forum Fränkischer Hof

16.10. Ilshofen

Melanie Traxler: Farbenspiel

Pfarrscheuer

16.10. – 13.11. Bad Wimpfen

Poesie in Linie, Form und Farbe

Rathaus, Foyer

18.10. – 05.11. Schwäbisch Hall

Monika Bock: Eros und Vanitas

Haus der Bildung

20.10. – 25.11. Eppingen

Wasser und Licht

Galerie im Rathaus

22.10. Nordheim

Franziska Sophie Geissler

Nordheimer Scheune

30.10.2022 – 10.01.2023

Schwäbisch Hall

Matthias Schaller: Fotografie

Galerie am Markt

EVENTS UND VERANSTALTUNGEN IM OKTOBER

Ein Service der Bürgerinitiative pro Region Heilbronn-Franken e.V.

Weitere Termine unter www.pro-region.de

Alle Angaben ohne Gewähr.

Feste

01.10. – 02.10. Schwäbisch Hall

Haller Herbst Weindorf

Innenstadt und Handelszentren

02.10. Eppingen

Verkaufsoffener Kirchweihsonntag

Innenstadt und Marktplatz

07.10. – 08.10. Künzelsau

Wert-Wies‘n

08.10. Neuenstein

13. Neuensteiner Lokalnacht

Städtle

08.10. – 13.10. Rot am See-Musdorf

Muswiese

Tipp

09.10. Heilbronn

Jazz & Einkauf mit Sonntagsshopping

14.10. – 17.10. Tauberbischofsheim

Martini Messe

Markt- und Messegelände Tipp

15.10. Crailsheim

Lange Nacht der Türme

Stadtgebiet

16.10. Bad Friedrichshall

Straßentheaterfest mit

verkaufsoffenem Sonntag

Innenstadt

16.10. – 17.10. Crailsheim-

Onolzheim

Onolzheimer Hammeltanz

22.10. Eppingen

Jazz in der Altstadt

Altstadt

23.10. Lauda-Königshofen

Bremserfest

Tipp

Tipp

28.10. Heilbronn

Heilbronner Lichterzauber

mit Nightshopping

29.10. – 30.10. Weinsberg

Weinwanderung

Märkte

01.10. – 02.10. Heilbronn

Herbstmarkt

02.10. Großrinderfeld

11. Großrinderfelder Bauernmarkt

03.10. Oberrot

Krämermarkt

15.10. – 16.10. Bad Rappenau

Rappenau Regional – Feldfrüchte

entdecken, erleben, genießen

Kurhaus und Kurpark

Tipp

19.10. Fichtenberg

Kirchweihmarkt

Marktplatz

22.10. Roigheim

Kärwemarkt

An der Authenrieth-Halle

28.10. Künzelsau

Simon-Judä-Krämermarkt

Innenstadt

Kleinkunst

06.10. Öhringen

Werner Koczwara:

Weck mich, wenn’s lustig wird

Kultura

Tipp

07.10. Schwäbisch Hall

Dodokay: Vom Deng her

Neubausaal

08.10. Güglingen

Saisoneröffnung Herzogskelter mit

Annette Postel

Herzogskelter

Tipp

13.10. Schwäbisch Hall

Florian Schröder: Neustart

Neubausaal

14.10. Fichtenau-Matzenbach

Helge und das Udo: Sitzt

Turn- und Festhalle

15.10. Igersheim

Christine Eixenberger:

Einbildungsfreiheit

Kulturkeller

16.10. Heilbronn

Mario Barth: Männer sind Frauen,

manchmal aber auch... vielleicht

Redblue

20.10. Öhringen

SWR 3 Comedy

Kultura

21.10. Abstatt-Happenbach

Lisa und Laura Goldfarb

Bürgerhaus Alte Schule

24.10. Heilbronn

Maxi Gstettenbauer

Harmonie

27.10. Künzelsau

Sebastian 23: Cogito, ergo dumm

Kulturhaus Würth

Vorträge/Lesungen

04.10. Künzelsau

Dilek Güngör: Vater und ich

Kulturhaus Würth

06.10. Schwäbisch Hall

Frank Pape:

„Gott, du kannst ein Arsch sein“

11.10. Heilbronn

Christian Schulteisz: Wense

Trappenseeschlösschen

20.10. Schwäbisch Hall

Luise Helm: Das Damengambit

Kunsthalle Würth

24.10. Künzelsau

Joe Bausch: Treffpunkt Forum

Carmen Würth Forum

27.10. Heilbronn

Martin von Arndt:

Wie wir töten, wie wir sterben

Trappenseeschlösschen

Musik

01.10. Künzelsau

Saisoneröffnung der

Würth Philharmoniker

Carmen Würth Forum

02.10. Kirchberg

Große Milonga mit Livemusik

Rittersaal im Schloss

06.10. Heilbronn

Mozart (Premiere)

Großes Haus

09.10. Bad Rappenau

Sonaten und La Valse von Ravel

Wasserschloss, Dachgeschoss

13.10. Künzelsau

Lieben Sie Dvorák?

Carmen Würth Forum

13.10. – 14.10. Heilbronn

WKO: Die vier Jahreszeiten

Experimenta

14.10. Lauda-Königshofen Tipp

Barrelhouse Jazz Gala 2022

Aula Martin-Schleyer-Gymnasium

15.10. Gaildorf

Schlosskonzert Wahnsinnsfrauen

Wurmbrandsaal im Alten Schloss

17.10. Schwäbisch Hall

Niedecken liest und singt Dylan

Neubausaal

19.10. Künzelsau

Herbert Pixner Projekt – Tour 2022

Carmen Würth Forum

22.10. Schwäbisch Hall

Tante Polly live in Concert

Neues Globe-Theater

29.10. Künzelsau

Helden der Romantik

Carmen Würth Forum

Theater

14.10. Crailsheim

Gott – Schauspiel

von Ferdinand von Schirach

Hangar

15.10. Jagsthausen

24 Stunden im Leben einer Frau

Weißes Schloss

Mix

03.10. Crailsheim

11. Crailsheimer Sparkassenlauf

Innenstadt

07.10. – 09.10. Bad Mergentheim

Taubertäler Wandertage

Taubertal

Tipp

27.10. Künzelsau

Kinderkonzert

für Kindergarten und Grundschule

Carmen Würth Forum

27.10. Künzelsau

Schülerkonzert

für weiterführende Schulen

Carmen Würth Forum

Kontakt

Bürgerinitiative pro Region

Heilbronn-Franken e.V.

c/o Adolf Würth GmbH & Co. KG

Postfach, 74650 Künzelsau

Tipp

Tipp

Ansprechpartner für Termine:

Ralph Wachter, Telefon 07940 152329

www.pro-region.de

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September 2022

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Bürgerinitiative pro Region Heilbronn-Franken e. V. informiert

Der Fachkräftemangel spitzt sich zu

Die Lage ist ernst – nicht nur bei Corona, Klima oder Energie

EFFIZIENZ IST ERFOLG

Schon heute beklagen Industrie und

Handwerk einen eklatanten Mangel

an qualifizierten Arbeitskräften. Studien

zeigen, dass sich dieser Mangel

wohl nur durch Zuwanderung bewältigen

lässt. Schuld daran ist unter anderem

die demografische Entwicklung in

Deutschland, insbesondere wenn in

den nächsten Jahren die sogenannten

Baby-Boomer vermehrt in den Ruhestand

gehen. Dies hat nicht nur gravierende

Auswirkungen auf den Arbeitsmarkt,

sondern auch auf die Renten- und

Sozialversicherung.

Wie soll man aber dieser Situation

begegnen? Da wäre zum einem die

bereits erwähnte Zuwanderung. Darüber

hinaus müssen aber auch die Themen

Bildung, Weiterbildung und Qualifizierung

forciert werden. Zielführend

wäre eine Bildungsoffensive. Die berufliche

Ausbildung muss gezielt gefördert

werden, um mehr jungen Menschen

zu einem Berufsabschluss zu

verhelfen. Für die Menschen im Berufsleben

gilt es, Weiterbildung anzubieten,

gerade im Zuge der Transformation.

Zudem sollten Frauen und Männern

nach einer Familienpause die Rückkehr

ins Erwerbsleben erleichtert sowie insbesondere

Frauen aus Migrationsfamilien

besser in den Arbeitsmarkt integriert

werden. Über eine weitere

Verlängerung der Lebensarbeitszeit

wird schon seit längerem diskutiert.

Aber auch Unternehmen müssen

Maßnahmen ergreifen. Das Thema Weiterbildung

steht auch hier ganz oben

auf der Agenda. Gerade beim Handwerk

sind die Aussichten eher schwierig.

Viele junge Menschen scheuen den

Weg ins Handwerk. Dabei bietet das

Handwerk eine gute Perspektive, besonders

im Hinblick auf die vielfältigen

und spannenden Aufgaben, die durch

den Klimawandel hinzukommen, wie

etwa Dämmung, energieffiziente Lösungen

oder Energieberatung. Gerade

für technikaffine junge Menschen bietet

das Handwerk eine Vielzahl an

spannenden Herausforderungen.

pro Region-Vorsitzende Friedlinde

Gurr-Hirsch betont, dass pro Region

etwa mit dem Bündnis für Transformation

oder auch der Demografischen Allianz

Heilbronn-Franken das Thema

schon frühzeitig auf die eigene Agenda

und auf die Agenda der Region Heilbronn-Franken

gesetzt hat. Gerade das

2019 initiierte Bündnis für Transformation,

bei dem Sozialpartner, Arbeitsagenturen,

Verwaltung, Kammern und

Wirtschaftsförderer an einem Strang

ziehen, ist dafür ein gutes Beispiel. Die

Region Heilbronn-Franken und alle Beteiligten

müssen nicht nur bei diesem

Thema mit einer Stimme sprechen, um

sich Gehör zu verschaffen in Stuttgart,

Berlin und Brüssel. Auch bei den Fachkräften

sitzen die Mitbewerber um die

besten Köpfe weniger in Heilbronn,

Wertheim, Crailsheim oder Eppingen,

sondern in Stuttgart, München, Berlin,

in den Ballungsräumen der Europäischen

Union oder in Amerika und China.

„Kirchturmdenken bringt uns nicht

weiter“, ist Friedlinde Gurr-Hirsch

überzeugt. Bei der nächsten Regional-

Tafel wird pro Region das Thema Fachkräfte

aufgreifen. Es geht uns alle an.

Eine Aktion der Bürgerinitiative

pro Region Heilbronn-Franken e.V.

www.pro-region.de

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Ihre Staatssekretärin a.D.

Friedlinde Gurr-Hirsch

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Als Dankeschön lese ich das PROMagazin sechs Monate lang kostenlos. Der Mitgliedsbeitrag ist steuerlich

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Bürgerinitiative pro Region Heilbronn-Franken e. V. | c/o Adolf Würth GmbH & Co. KG

Postfach 74650 Künzelsau | Fax 07940 15-4669 | info@pro-region.de | www.pro-region.de

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