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GEMS ‘N‘ ROLL HERBST 2022

Das GEM SESSIONS Magazin für Musikfans - Musik, Jewelry & More!

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HERBST 2022

WWW.GEMSESSIONS.SHOP

GRATIS

zum Mitnehmen

TITELSTORY

THE HU

Musik als Kulturbotschafterin

Seite 4

KONZERTBERICHT

RAMMSTEIN

Live in Düsseldorf

Seite 7

WAS MACHT EIGENTLICH..?

OZZY OSBOURNE

Exzesse, Reality-Shows und viel Heavy Metal

Seite 9

FEATURE

MUSIK IN PERU

Über Hürden und Chancen

Seite 6

FEATURE

NORDISCHER METAL

Mystischer Sound aus Europas Norden

Seite 8

SMALLTALK

GREGOR

GEM SESSIONS goes international

Seite 10

GEMS ‘n‘ ROLL

Music, Jewelry & More

Das GEM SESSIONS Magazin für Musikfans


Anzeige

Halskette: DUETT

Kollektion: INDIVIDUALS

Modell: Lisa

Fotografin: Elena F. Barba


EDITORIAL

Musik über Grenzen hinaus

Liebe Leserinnen, liebe Leser,

die aktuelle Ausgabe des GEMS’n’ROLL-Magazins widmet sich dem Thema

Internationalität und beschäftigt sich mit dem Einfluss der Musik über

die eigenen Grenzen hinweg. Gerade aktuelle Geschehnisse in der Welt

zeigen uns, wie wichtig internationale Vernetzung, Respekt und Offenheit

sind. Gemeinsam schauen wir im GEMS ’n’ ROLL-Magazin auf internationale

Bühnen – und auf den weiten Weg, den unser GEM SESSIONS-Schmuck

manchmal zurücklegt.

Zu Anfang stellen wir Euch The HU vor - eine mongolische Rockband, die

es quasi über Nacht zum internationalen Erfolg geschafft hat und mit ihrem

unvergleichbaren Sound immer wieder aufs Neue begeistert.

Im GEMS ’n’ ROLL Feature zur Musikszene in Peru erzählt unser Gastredakteur

Michael u. a. von Musiker*innen seiner Heimat, welche nach weltweiter

Aufmerksamkeit streben. Internationale Bekanntheit ist Rammstein indes

nicht fremd. Ich berichte Euch von einem ihrer spektakulären Konzerte der

Europa Stadion Tour. Im Feature zu nordischem Metal könnt ihr sodann

nachlesen, was dahinter steckt und warum er uns so sehr fasziniert.

Und apropos internationale Berühmtheiten: Habt ihr Euch auch schon gefragt,

was Ozzy Osbourne so treibt? In der „Was macht eigentlich…?“-Reihe

erfahrt Ihr mehr dazu. Zuletzt verraten wir Euch noch, wie der Vertrieb der

GEM SESSIONS-Schmuckstücke ins Ausland abläuft und welche Besonderheiten

es dabei so gibt.

Über die jeweiligen QR-Codes gelangt Ihr u. a. zu den Homepages der

Künstler*innen und zu einer coolen Playlist mit Viking Metal Songs.

Viel Freude beim Lesen und geht fleißig auf Konzerte!

Lea und das GEM SESSIONS-Team

IMPRESSUM:

Verlag: AMM Arts Music Media UG (haftungsbschränkt), Schützenstraße 3 - 5, D-66123 Saarbrücken

- gleichzeitig Adresse des Verlags, des verantwortlichen Redakteurs und für den Anzeigenteil -

Telefon: 0176 45 97 85 36, Telefax: 0681 93 88 26 07, E-Mail: kontakt@artsmusicmedia.de

Geschäftsführer: Gregor Theado. Eingetragen im Handelsregister des AG Saarbrücken, HRB 104 307

Redaktion: Gregor Theado (V. i. s. d. P.), Lea Schwarz

Druck: Onlineprinters GmbH, Dr.-Mack-Straße 83, D-90762 Fürth

Erscheinungsweise: Ca. 3 Mal / Jahr

BILDCREDITS:

Cover: Enkhbat Nyamkhishig


TITELSTORY

THE HU

Redaktion: Lea Schwarz

Fotos: Enkhbat Nyamkhishig

The HU – Musiker aus der Mongolei erobern die Bühnen der Welt

Musik entwickelt sich kontinuierlich weiter, neue Melodien entstehen, alte Klänge werden wieder ausgegraben und mit modernen Elementen

verschmolzen. Dem kann sich auch die Rock- und Metal-Welt nicht entziehen. Und so kommt es, dass vier Musiker aus Ulaanbaatar, der Hauptstadt

der Mongolei, unsere westlich geprägten musikalischen Gewohnheiten aufmischen.

„Hunnu Rock“ vom Feinsten

Mit kräftigen Rhythmen, rauen Stimmen und für den Metal unkonventionellen

Instrumenten geben The HU in der Musikwelt zurzeit

gewaltig den Ton an. Sie erzählen von alten Geschichten der Mongolei

und von ihren Vorfahren. Beeinflusst von der Kultur und der

Natur ihres Heimatlandes sowie des nomadischen Lebens, das dort

noch immer präsent ist, schaffen es Gala, Enkush, Jaya und Temka,

ein völlig neues Klangerlebnis zu kreieren.

Seit 2016 machen die vier als The HU, übersetzt in etwa „die Menschen“,

gemeinsam Musik und vereinen in ihren Songs ein breites

Spektrum kompositioneller Techniken. Sie verbinden einstige

mongolische Tradition mit moderner Heavy Metal-Kultur und ziehen

Konzertbesucher*innen so gekonnt in ihren Bann. Unterstützung bekommen

sie dabei vom mongolischen Produzenten und Songwriter

B. Dashdondog, aka Dashka. Das Ergebnis ist ein einzigartiger Musikstil,

den sie selbst auf den Namen „Hunnu Rock“ taufen, inspiriert

von mongolischen Reiternomaden.

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Charakteristisch ist dabei vor allem der traditionelle Untertongesang,

bei dem der Kehlkopf so eingesetzt wird, dass Töne unterhalb

des Singtons entstehen. Das Zusammenspiel verschiedener

traditionell mongolischer Komponenten erzeugt ein fast schon zeremonielles

Musikerlebnis und eine für westliche Ohren noch wenig

bekannte Rockmusik-Erfahrung. Die in mongolischer Sprache gehaltenen

Lyrics treffen auf energetische Schlachtrufe und erzeugen

eine nahezu spirituelle Atmosphäre, die nicht leicht zu imitieren ist.

Für die Bandmitglieder spielt der Bezug zur Natur und den kulturellen

Schätzen der Mongolei eine große Rolle. Enkush und Jaya

sind beide im Westen des Landes aufgewachsen, umgeben von

nomadischer Lebensführung, und sind damit wichtige Bindeglieder

zwischen Musik und Tradition. Gala und Temka kommen aus der

Stadt, aber auch sie kennen diesen Lebensstil gut. Ganz im Sinne

dieser Traditionsgebundenheit zeigt das Logo der Band einen

Schneeleoparden, der von alten mongolischen Stämmen verehrt

wurde.

Mit ihrer Musik transportieren The HU also mongolische Traditionen

und Geschichten in die ganze Welt. Dies bleibt vor allem in ihrem

Heimatland nicht unbeachtet: So sind sie nun offizielle Kulturbot-


schafter ihres Landes und stolze Träger des Ordens des Dschingis

Khan, der höchsten staatlichen Auszeichnung der Mongolei.

Von Youtube zum internationalen Erfolg

Die Erfolgsgeschichte der Band ist so beeindruckend wie ihre

Musik: International bekannt wurden die Jungs aus Ulaanbaatar,

nachdem sie 2018 ihre ersten beiden Singles „Yuve Yuve Yu“ und

„Wolf Totem“ auf ihrem Youtube-Kanal veröffentlichten. 2019 schoss

ihre Single „Wolf Totem“ auf Platz 1 der US Hard Rock Digital Song

Sales. Sie schafften es daraufhin als erste mongolische Band an die

Spitze der USA Hitliste. Im selben Jahr erschien ihr erstes Album

„The Gereg“.

Zu Jayas Spezialgebiet gehören hingegen Tsuur und Maultrommel.

Die Tsuur ist eine Flöte mit drei Löchern, die durch unterschiedliche

Blastechniken Melodien erzeugt, die Tier- und Naturgeräusche

nachahmen sollen. Eine Maultrommel ist ein kleines Instrument,

heute aus Metall, das an den Lippen angelegt und mit den Fingern

gezupft wird. Bestimmte Atemtechniken und Mundbewegungen lassen

verschiedene Obertöne entstehen. Dabei ist die Maultrommel

für den deutschsprachigen Raum eigentlich gar nicht so exotisch:

Sie ist schon lange Bestandteil der westlichen Volksmusik und wurde

bereits in der Barockzeit eingesetzt. Auch in der modernen Rockund

Country-Musik ist sie immer wieder zu hören - zum Beispiel bei

Black Sabbath, den Red Hot Chili Peppers oder The Who.

Der Name des Albums ist angelehnt an den ersten Reisepass des

mongolischen Reichs in der Zeit von Dschingis Khan. Außerdem

durften The HU neben 52 anderen Künstler*innen das Tribute

Album an Metallica „The Metallica Blacklist“ mitgestalten. Alle vier

Mitglieder der Band sind professionelle Musiker, die am Staatlichen

Konservatorium der Mongolei studierten. Aktuell touren Gala, Enkush,

Jaya und Temka bereits fleißig um die Welt und im nächsten

Jahr wird sie ihre Tour auch nach Deutschland führen.

Morin khuur trifft auf E-Gitarre

Interessant und neu im Bereich Rock und Metal sind vor allem die

Instrumente, die den Songs ihren außergewöhnlichen Sound verleihen.

Immer mit dabei sind die Morin khuur, die von Gala und Enkush

gespielt werden sowie die Tovshuur, die Temka übernimmt. Erstere

ist eine mongolische Pferdekopfgeige mit zwei Saiten, die mit einem

Bogen gespielt wird und etwas an ein kleineres Cello erinnert. Ihren

Wiedererkennungswert erhält das Instrument vor allem durch die

Pferdekopf-Form am oberen Ende. Die Morin khuur darf im „Hunnu

Rock“ nicht fehlen, ist sie doch das nahezu wichtigste Instrument

der mongolischen Musik und repräsentativ für die nationale Kultur.

Die Tovshuur ist ein Lauteninstrument, ebenfalls mit Saiten, allerdings

ohne Bogen. Wenn man Temka auf der Bühne die Tovshuur

spielen sieht, ähnelt sie auf den ersten Blick einer Gitarre.

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Auf Tour werden The HU übrigens kräftig von weiteren Musikern

unterstützt, die klassische Instrumente der Rockmusik spielen, wie

zum Beispiel Gitarre, Bass und Schlagzeug. So werden Tradition und

Moderne optimal kombiniert.

Künstlerinnen und Künstler wie The HU bringen frischen Wind in

die Rock- und Metal-Welt und prägen deren Entwicklung. Noch viel

wichtiger aber: Sie tragen dazu bei, dass sich auch Kulturen weiterentwickeln

und Fans auf der ganzen Welt neue Traditionen und

Klänge kennenlernen dürfen.

Weitere Infos zur Band findest du auf der Band-Website!


FEATURE

MUSIK IN PERU

Redaktion: Michael Quispe Macazana

Foto: Shutterstock

Kann sich die peruanische Musikszene durchsetzen?

„In Peru gibt es Talent, es mangelt nur an Unterstützung“ ist ein Satz, den man in Peru immer wieder hört, wenn man über Musik spricht. Es

scheint, dass dies das Problem ist, dem viele Künstler*innen während ihrer gesamten Karriere gegenüberstehen, wenn sie nur in Peru bleiben,

deshalb haben viele Bands und Solist*innen internationale Ambitionen. Es gibt aber auch diejenigen, die dennoch erfolgreich tätig sind.

Peru ist wegen der kulturellen Vielfalt, die das Land umfasst, sehr

privilegiert. Aus den verschiedenen kulturellen Gruppen entstehen

viele Musikgattungen, wie z. B. die Chicha-Musik aus dem

Dschungel, die traditionellen Huaynos aus jeder Region der Hochländer

oder die kreolische Musik, die für die Küste repräsentativ

ist. Die Rhythmen unterscheiden sich stark voneinander, weshalb

es schwierig ist, die peruanische Musik als solche zu definieren.

Daneben gibt es noch andere Musikgenres wie Salsa, Reggae,

Cumbia und sogar Rock, die aus dem Ausland in Peru landen, um zu

verschmelzen und einen neuen repräsentativen Sound zu suchen.

Aus diesen musikalischen Gattungen gab und gibt es im Laufe der

Geschichte und trotz der geringen Sichtbarkeit der Musik im Rest

der Welt bedeutende Künstler*innen; in Peru sind ihre Hinterlassenschaften

in den Straßen aller peruanischen Stadtviertel noch immer

lebendig. Interessant zu erwähnen ist, dass das Genre Punkrock für

eine große Zahl von Menschen in Peru von der Band „Los Saicos“

ab 1964 erfunden wurde. Es folgen Künstler*innen wie: Pedro Suarez-Vertiz,

Gian Marco, Grupo 5, Miki González, Arena Hash, Arturo

„el zambo“ Cavero, Eva Ayllón, Los Mirlos, u. a., die Anerkennung

in den Nachbarländern und teilweise sogar den USA und Europa

erreicht haben.

Temple Sour, Santa Madero, Los Outsaiders, Los Niños Vudú, Jean

Paul Medroa, Daniela Darcourt, Niños Sin Smartphones, Alejandro

und María Laura, usw. Alle mit einer vielversprechenden Zukunft, es

sind Künstler*innen, die die wichtigsten Playlists auf dem Planeten

erreichen könnten.

Aber das eigentliche Problem auf dem Weg dieser Stars ist eindeutig

die Musikindustrie. Leider scheuen sich sogar die peruanischen

Geschäftsleute, für ein Produkt ihrer Heimat Risiken einzugehen,

umso mehr, wenn es sich um Kunst handelt. Populäre Radios mit

vielen Hörer*innen spielen nur dieselben, sich wiederholenden

Lieder der Vergangenheit oder die populärsten aus dem Ausland;

es mangelt an wichtigen Spielorten und die Qualität einiger dieser

Orte ist prekär.

Viele Lateinamerikaner*innen haben die Vorstellung, dass Musik als

Beruf nicht für den Lebensunterhalt reicht. Deswegen versuchen es

auch viele Musiker*innen erst gar nicht. Nachbarländer machen es

vor, dass es indes durchaus möglich ist, mit der Musik erfolgreich

zu sein. So hofft man, dass in nicht allzu ferner Zukunft auch die

peruanische Szene neue Wege gehen und ihr Selbstvertrauen

finden wird.

Dann stellt sich natürlich die Frage: Wie sieht die peruanische Szene

derzeit aus? Die Szene wächst, wie in vielen anderen Ländern auch,

weiter, und die Qualitätsstandards verbessern sich mit der Zeit; die

Musik entwickelt sich weiter und neue Gesichter tauchen auf, wie:

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KONZERTBERICHT

RAMMSTEIN

Redaktion: Lea Schwarz

Foto: Olaf Heine / Jens Koch

Es heißt wieder Feuer frei!

Man kennt sie nicht anders – ein Spektakel aus fulminanter Bühnenshow und Stimmgewalt, untermalt mit kontroversen Texten und jeder

Menge Stichflammen. Rammstein führen ihre eindrucksvollen Auftritte aus Prä-Pandemie-Zeiten fort, so als hätte es nie eine Konzertpause

gegeben. Ich war live bei ihrer Europa Stadion Tour in Düsseldorf dabei und berichte Euch meine Eindrücke.

Wer schon einmal ein Rammstein-Konzert gesehen hat weiß, dass

mit einer riesigen Show zu rechnen ist. Neben der ohnehin schon

kraftvollen Musik sind Feuerelemente und extreme Lautstärken

essenzielle Bestandteile. Also definitiv eine Erfahrung, die viele

während der Pandemie vermisst haben! Nun kann die von 2020

verlegte Tour aber endlich stattfinden. Den Auftakt macht die

Berliner Band in Prag, von dort aus ging es weiter nach Leipzig und

Klagenfurt. In Düsseldorf war ich eine von fast 40.000 aufgeregten

Konzertbesucher*innen in der ausverkauften Merkur Spiel-Arena.

Neben den Klassikern gab es auch erste Einblicke in das neue

Album „Zeit“ mit darauf erschienenen Hits wie „Armee der Tristen“

oder „Zick Zack“. Altbekannte Hymnen wie „Du hast“ und „Sonne“

versetzten das Publikum in einen Zustand der Euphorie, während

sich schnell ein allgemeines „endlich wieder Moshpits“ - Gefühl

ausbreitete.

Flake zum Hauptgang

Das ganze Konzert war natürlich reichlich bestückt mit Showeinlagen,

ein Zirkus folgte auf den anderen. Dabei bediente sich

die Band einem ganzen Spektrum an Ideen. Diese reichten von

Schlauchbooten, in denen das Publikum die Bandmitglieder auf

ihren Händen zur Bühne befördern durfte, bis hin zu permanentem

Flammenwurf bei „Mein Teil“, als Keyboarder Christian Lorenz, genannt

Flake, in einem riesigen Kochtopf schmorte und sich von Till

Lindemann befeuern ließ.

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Darunter litt die Qualität des Auftritts allerdings ganz und gar nicht.

Lindemanns kräftige Stimme konnte sich auch über die dröhnenden

Bässe hinweg durchsetzen, die Songauswahl hielt das Publikum auf

einem konstanten Level der Glückseligkeit. Geschmacksache ist es

trotzdem – bleibt man doch bei so gut wie keinem der Songs von

hohen Lautstärken und grellen Lichtern verschont.

Rund zwei Stunden lang machten die sechs Rocker unter dem offenen

Stadiondach ordentlich Krach. Obwohl das Publikum ohnehin

bei hohen Temperaturen schwitzen musste, wurde die Rammstein

typische Pyrotechnik vom Innenraum bis in die letzten Ränge gefeiert

und bejubelt.

Mit 22 Songs sorgte Rammstein für richtig gute Stimmung und sogar

die neuen Songs wurden begeistert mitgegrölt. Seit Mai 2022 ist

die Band auf Tour, mit insgesamt 34 Konzerten in Europa und 12

weiteren in Nordamerika.

Weitere Infos zur Band findest du auf der Band-Website!


Redaktion: Lea Schwarz

Fotos: Markus Hillgärtner

FEATURE

NORDISCHER METAL

Die Musik aus dem Norden, die so viele Fans begeistert

Von Dänemark bis Island: Metal-Bands aus dem hohen Norden haben es uns angetan, und das aus gutem Grund! Einige von ihnen laden

uns in die nordische Welt der Mythen und Sagen ein, singen von längst vergessenen Zeiten und heidnischen Geschichten. Die Mischung aus

mystischen Melodien und rauen Heavy Metal-Klängen gibt den Songs ihr besonderes Flair.

Wenn wir hier von Nordischem Metal sprechen, meinen wir Metal-

Musik mit Einflüssen aus hauptsächlich Skandinavien (nach kultureller

Definition Norwegen, Schweden und Dänemark) sowie Finnland

und Island. Auch viele deutsche Bands reihen sich in die lange Liste

von Vertreter*innen des Stils mit ein, so zum Beispiel Nothgard oder

Helrunar. Nordischer Metal umfasst verschiedene Subgenres, von

Viking Metal bis hin zum umstrittenen Black Metal. Hier geht es also

um laute und harte, fast schon aggressive Klänge. Eigentlich verwunderlich,

da dies im Kontrast zur ruhigen und unaufgeregten Art

der nordischen Gesellschaft steht.

Vergangenes wird zum Leben erweckt

Oftmals finden Kehlkopfgesang, schrille Töne und altertümliche

Sprachen Einzug in die Welt des nordischen Metal. Der Viking Metal

vereint typische Elemente der klassischen Metal-Musik oder des

Black und Death Metal mit Folk-Elementen. Kennzeichnend sind dabei

vor allem die Songtexte, die von Natur und Mythologien der Wikinger,

aber auch von Schlachten und Kriegen handeln. Unterstützt

wird die geheimnisvolle Atmosphäre häufig durch mittelalterliche

Kostüme und Kriegsbemalungen, aber auch durch Folk-Instrumente

wie Maultrommeln und Fiedeln, welche die für den Rock und Metal

typische Instrumentalisierung ergänzen. Ähnlich ist auch der Pagan

Metal, der sich durch heidnische Themen in seinen Texten auszeichnet.

Viele Bands dieser Stilrichtungen singen in ihrer Landessprache

und verleihen den Lyrics damit zusätzlich Authentizität.

Nordischer Metal entführt uns in fremde Welten von Sagen und

Legenden, wie sie vor allem im Viking und Pagan Metal zum Tragen

kommen. Die Wuchtigkeit und Härte anderer Metal-Genres, die sich

hier wiederfinden erinnern an Schlachten alter Wikingerstämme.

Zur Auswahl steht eine ganze Bandbreite an Stilen, Sprachen und

Themen.

Hier gibt es noch ein paar Bands zum Reinschnuppern: Die früheren

Songs der Gruppe In Flames und die Bands King of Asgard und

Månegarm sind nur drei von vielen Beispielen aus Schweden.

Norwegen liefert unter anderem Enslaved, In the Woods… und

Einherjer. Skálmöld aus Island verarbeiten traditionelle Dichtkunst

und Mythologien. Zudem vertreten Ensiferum aus Finnland und die

faröische Metal-Band Týr den nordischen Sound.

Du willst in nordischen Metal reinhören? Hier haben wir eine tolle

Playlist auf Spotify für dich verlinkt:

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WAS MACHT EIGENTLICH..?

OZZY OSBOURNE

Redaktion: Lea Schwarz

Foto: Shutterstock

Über Höhen und Tiefen im Leben einer Ikone

Nach unzähligen schrägen Auftritten und wilden Schlagzeilen - der Godfather of Metal mit den langen Haaren und der unverkennbaren runden

Brille ist ruhiger geworden. Da stellt sich uns die Frage: Was macht eigentlich Ozzy Osbourne?

Geboren im Jahr 1948 in Aston, einem Vorort Birminghams, schlug

sich der in einfachen Verhältnissen lebende John Michael „Ozzy“

Osbourne zunächst mit Gelegenheitsjobs durch und wurde

schließlich wegen Diebstahls für sechs Wochen inhaftiert. Als Mitbegründer

und Lead-Sänger der Band Black Sabbath begann sein

musikalischer Aufstieg. Nachdem sich die Band 1979 schließlich

von ihm trennte, entschied sich Osbourne in den 80er-Jahren für

eine Solokarriere, bis er später wieder Black Sabbath beitrat. Dabei

wurde sein Leben lange Zeit von Alkohol und Drogen überschattet,

was auch als Grund für die Distanzierung von Black Sabbath angeführt

wurde. Außerdem kam es auf der Bühne oftmals zu skurrilen

Praktiken, wie als er einer lebendigen Fledermaus den Kopf abbiss.

Der Sänger setzte sich aber durch und trieb seine Karriere weiter

voran. Sowohl als Solokünstler als auch bei Black Sabbath prägte er

den Heavy Metal maßgeblich. Gemeinsam mit seiner zweiten Frau

Sharon gründete Ozzy Osbourne 1996 das Ozzfest, eine Musikfestival-Tour

für Metal- und Hard-Rock, die seitdem jährlich stattfindet.

Mehr als nur Skandalrocker

Heute ist der Musiker aber nicht mehr nur für exzentrische Auftritte

und Eskapaden bekannt. Neben der Doku-Soap „The Osbournes“,

die von 2002 bis 2005 in vier Staffeln das Leben von Ozzy und

Sharon Osbourne sowie zwei ihrer drei Kinder darstellte, wurde

im Jahr 2009 seine Autobiografie „I Am Ozzy“ veröffentlicht.

Zwei Jahre später erschien die Dokumentation „God Bless Ozzy

Osbourne“ im Kino. Mit 60 Jahren erreichte der Brite einen weiteren

Meilenstein, als er nach 19 Anläufen endlich seinen Führerschein

erhielt. Bei den vorherigen Versuchen sei er laut eigenen Angaben

nicht immer nüchtern gewesen und einmal sogar eingeschlafen.

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Aufgrund zahlreicher Auftritte bei Wrestling-Shows ist Osbourne

seit April 2021 Mitglied der WWE Hall of Fame. Schließlich zeigt er

seine künstlerische Ader auch in Form von Malerei: Stolz erklärte

Ozzy auf seiner Webseite, es solle eine limitierte Sammlung eigener

Kunstwerke veröffentlicht werden. Um seinen Gesundheitszustand

stand es jedoch mehrmals kritisch. 2020 wurde bekannt, dass

der heute 73-Jährige an Parkinson erkrankt sei. Nachdem er sich

im Frühjahr mit dem Coronavirus infizierte, musste er sich im Juni

einer größeren Operation stellen, die wohl wegen seines schweren

Quad-Unfalls im Jahr 2003 durchgeführt wurde. Ozzy zeigte sich

aber tapfer und konnte im April dieses Jahres sein neues Album fertigstellen.

Er plant zusätzlich für nächstes Jahr seine Abschiedstournee,

die unter anderem aufgrund der Corona-Pandemie mehrmals

verschoben wurde.

Nach zahlreichen Höhen und Tiefen in Karriere und Privatleben behält

Ozzy stets seinen ganz eigenen, dennoch umstrittenen Humor.

So bietet er in seinem Store Plüschfledermäuse mit abtrennbarem

Kopf an. Bereit für die Rente scheint er somit noch lange nicht zu

sein. Es bleibt also spannend, was der Prince of Darkness in Zukunft

bringt!

Mehr Infos zum Musiker findest du auf seiner Website!


SMALLTALK

GREGOR

Redaktion: Lea Schwarz

Foto: Elena F. Barba

Die GEM SESSIONS Anhänger reisen um die Welt

Um das Thema Internationalität dreht sich auch der Smalltalk dieser Ausgabe. Denn die GEM SESSIONS-Anhänger sind nicht nur innerhalb

Deutschlands gefragt und reisen manchmal sogar über Kontinente hinweg zu ihren neuen Besitzer*innen.

Einen tieferen Einblick in den Vertrieb der Anhänger ins Ausland gibt

uns Gregor Theado, der sich bei GEM SESSIONS um Produktmanagement,

Marketing und Logistik kümmert. Denn Bestellungen aus

dem Ausland gibt es tatsächlich einige, vor allem aus den skandinavischen

Ländern, Italien, Belgien, Japan und den USA. Internationale

Kontakte sind aber auch für die Designs der Anhänger wichtig

– durch die Zusammenarbeit mit einigen ausländischen Bands und

Künstler*innen wurden schon viele Signature-Anhänger geschaffen,

die für deren Fans ein besonderes Merchandise darstellen.

Für den Shop und das GEM SESSIONS-Team ist es natürlich schön,

auch außerhalb Deutschlands wahrgenommen zu werden. Gregor:

„Es freut uns immer sehr, wenn wir auch im Ausland wahrgenommen

werden und Leute unsere Produkte toll finden und bestellen. Zum

Europatag 2021 hatten wir einmal eine Übersicht erstellt, aus welchen

Ländern Europas wir Kundinnen und Kunden haben, da waren

wir selbst nochmals erstaunt, wie viele Länder dort bereits auf der

Karte vermerkt waren!“ Trotzdem ergeben sich einige Herausforderungen,

wie zum Beispiel sprachliche Hürden, Zollbestimmungen

oder Preistarife beim internationalen Versand. Um zumindest den

sprachlichen Anforderungen gerecht zu werden, gibt es den Onlineshop

bereits in einer englischen Version. Zukünftig sollen auch

andere Sprachen übernommen werden. Auch die Corona Pandemie

hat für ein paar Schwierigkeiten gesorgt, zum Beispiel was den

Paketversand in die USA betrifft. Gregor erklärt, dass es daneben

allerdings auch einen positiven Aspekt gab: „Dadurch, dass viele

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Bands nicht auf Tour waren, hatten sie mehr Zeit und es gelang uns,

mit vielen Kontakte zu knüpfen, was sich während eines laufenden

Tourlebens schwerer dargestellt hätte.“

Interessant ist, dass es zwischen den Bestellungen innerhalb

und außerhalb Deutschlands Unterschiede zu geben scheint:

Kund*innen aus dem Ausland scheinen überwiegend Fans der

Bands zu sein, da sie vor allem Signature Modelle, also Designs

von Logos oder Emblemen der Bands ordern. Darunter gibt es

wohl auch einen Lieblingsanhänger: „Das dürfte unser Lacuna Coil

Signature Modell sein. Das haben wir wirklich schon in zahlreiche

Länder der ganzen Welt verschickt!“, sagt Gregor. Zukünftig soll

der internationale Verkauf noch weiter ausgebaut werden. Um Versandkosten

einsparen zu können und das Thema Nachhaltigkeit im

Fokus zu behalten, macht Gregor es sich zum Ziel, mehr Handelspartner*innen

in den einzelnen Ländern zu finden, die dann vor Ort

ausgewählte GEM SESSIONS-Produkte verkaufen und auf kürzerem

Handelsweg verschicken können. Die Chancen dafür stehen nicht

schlecht, da laut Gregor das Konzept des Shops in Europa mehr

oder weniger einzigartig ist und sich oft eher auf hobbymäßige

Einzelanfertigungen beschränkt: „In den USA gibt es Firmen, die

ein ähnliches Konzept verfolgen und deren Designs und Arbeiten

wir wirklich klasse finden.“ Die im Ausland so beliebten Signature

Modelle gibt es aber eher selten und bleiben damit eine kleine GEM

SESSIONS-Besonderheit.


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Halskette: ALEX LANDENBURG

Kollektion: SIGNATURE

Modell: Alex

Fotografin: Elena F. Barba

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Halskette: CELTIC

Kollektion: PAGAN

Modell: Maya

Fotografin: Elena F. Barba

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