29.09.2022 Aufrufe

Volksbefragung zu den EU-Sanktionen!

FPÖ fordert den Ausstieg aus dem Brüsseler Wohlstandsvernichtungsprojekt

FPÖ fordert den Ausstieg aus dem Brüsseler Wohlstandsvernichtungsprojekt

MEHR ANZEIGEN
WENIGER ANZEIGEN

Sie wollen auch ein ePaper? Erhöhen Sie die Reichweite Ihrer Titel.

YUMPU macht aus Druck-PDFs automatisch weboptimierte ePaper, die Google liebt.

Nr. 39 . Donnerstag, 29. September 2022

€ 0,80

Österreichische Post AG

WZ 02z032878 W

Neue Freie Zeitung (NFZ), Friedrich-Schmidt-Platz 4/3a,

A-1080 Wien . Tel.: 01 512 35 35 0 . Fax: 01 512 35 359

Retouren an NFZ, Friedrich-Schmdt-Platz 4/3a, 1080 Wien

Logischer Rücktritt, aber

keine Änderung bei Pflege

Glauben Salzburgs ÖVP und die Stadt-SPÖ, dass mit dem

Rücktritt von Soziallandesrat Heinrich Schellhorn der Pflegeskandal

gelöst ist? Anscheinend, kritisiert FPÖ-Landesparteiobfrau

Marlene Svazek, denn bei der Pflege gibt es

keinen Kurswechsel in Salzburg. S. 13

Foto: FPÖ Salzburg

Volksbefragung zu

den EU-Sanktionen!

FPÖ fordert den Ausstieg aus dem Brüsseler Wohlstandsvernichtungsprojekt

S. 2/3

Die Freiheitlichen sind zurück:

Zweitstärkste Kraft in Tirol!

Foto: FPÖ/Alois Endl

Markus Abwerzger und sein Team bestätigen den Aufwärtstrend für die FPÖ – S. 4/5

PARLAMENT

AUSSENPOLITIK

WIEN

MEDIEN

Gegen Österreicher

Italien trotzt Brüssel

SPÖ-Wien ist am Ende

Österreicher gegen GIS

Gegen die Interessen der Österreicher

haben Schwarz-Grün in

der Parlamentssitzung letzte Woche

gestimmt. So haben die Koalitionsparteien,

zusammen mit SPÖ

und Neos, den „Klimabonus“ für

Asylwerber und dann, alleine, die

CO2-Steuer durchgedrückt. S. 6

Die Drohung Brüssels, im Falle

eines Kurswechsels gegen Rom

härter vorzugehen, hat die Italiener

nicht beeindruckt. Die Mitte-Rechts-Allianz

mit Spitzenkandidatin

Giorgia Meloni erreichte in

beiden Parlamentskammern eine

satte Mehrheit. S. 8/9

Eine Generalabrechnung mit der

„roten Misswirtschaft“ in der Bundeshauptstadt

vollzog die FPÖ in

der letzten Gemeinderatssitzung.

Wohnen, Sozial- und Gesundheitssystem

wurden zerstört und die

Wiener mit Gebührenwucher ausgequetscht,

zeigte die FPÖ auf. S. 11

Während der ORF jeden Haushalt

mit seiner Zwangsgebühr

beglücken will, haben die Österreicher

völlig anderes im Sinn,

nämlich die Abschaffung der GIS

– wie sie bereits in den meisten anderen

EU-Staaten vollzogen worden

ist. S. 14


2 Innenpolitik

Neue Freie Zeitung

Foto: NFZ

Andreas Ruttinger

andreas.ruttinger@fpoe.at

AUS DER

REDAKTION

Die Tirol-Wahl hat den Stimmungstrend

im Land erstmals in

einem Wahlergebnis aufgezeigt:

Die FPÖ ist zurück – und die Krisen

mobilisieren die Wähler.

Die Gründe dafür? Am Samstag

wurden im Burgenland 603 Illegale

aufgegriffen – so viele wie noch

nie innerhalb von 24 Stunden. Wegen

Überbelastung der Landesbehörden

mussten 220 Migranten zur

Datenerfassung in andere Bundesländer

gebracht werden.

Wahlnachlese

Die SPÖ erweist sich in der

Krise erster Linie als „Selbstentlastungspartei“:

Für ihre Parteizentrale

in der Löwelstraße zahlt

sie gerade einmal 2,39 Euro pro

Quadratmeter. In der besten Innenstadtlage

wird normalerweise das

Zehnfache gezahlt. Aber für die

Gemeindewohnungen hat die SPÖ

heuer den Mietzins erhöht – auf

6,15 Euro.

Mit den Grünen kommt Ehrlichkeit

und Expertise in die Regierung

behaupteten sie stolz – vor

der Wahl. Jetzt stellte sich heraus,

dass allein die „Klimaexpertin“

Gewessler 5,8 Millionen Euro für

externe Experten ausgegeben hat.

Mit dabei stets der ehemalige Van

der Bellen-Wahlkampfleiter Lothar

Lockl, der so nebenbei jetzt an

der Spitze des ORF-Stiftungsrates

steht.

Politisch korrekt gegendert

wurde im „Standard“ zur Wahl in

Italien: „Rechtspopulisten unter

anderem von der FPÖ (...) feierten

Meloni, während Vertreter und

Vertreterinnen anderer Richtungen

zurückhaltend oder (...) mit Sorge

reagierten.“ Das „Böse“ gibt es nur

in der toxischen maskulinen Form.

Giorgia Meloni und Marien Le Pen

sind also im LGBTQ-Verständnis

nur „alte weiße Männer“, die sich

selbst als Frauen definieren.

Bürgerentscheid statt Dikta

Die Freiheitlichen fordern angesichts einer weiteren Verschärfung der EU-

Die EU will den Wirtschaftskrieg gegen Russland verschärfen, aber

damit die Europäer bestrafen. Denn Russland hat für diesen Fall angekündigt,

den Gashahn ganz zuzudrehen. Damit würde der über Jahrzehnte

erworbene Wohlstand Österreichs innerhalb weniger Wochen

vernichtet. Die FPÖ fordert eine Volksbefragung zu den Sanktionen.

Vor gut einem Monat hat die

Opposition im Hauptausschuss

des Nationalrats gegen die Erdgas-Lenkungsmaßnahmen-Verordnung

von Energieministerin Leonore

Gewessler gestimmt.

Die Ministerin drängt angeblich

auf eine rasche Einigung – doch diese

lässt weiterhin auf sich warten.

Vor allem deshalb, weil die Ministerin

lieber in der Welt herumreist,

sich Trost und Rat in Sachen Klimawandel

holt, aber auf Energiekrise

und toxische Preissteigerungen

einen Pfifferling gibt.

SPITZE FEDER

Wo bleibt die Gas-Reserve?

So hat die Regierung erst zwei

der versprochenen 20 Terawattstunden

Erdgas für die „Nationale

Gasreserve“ organisiert, damit

Österreich wegen der infolge der

EU-Sanktionen eingeschränkten

russischen Gaslieferungen einigermaßen

unbeschadet über den Winter

kommt.

Ein weiteres Beispiel dafür ist

die CO2-Steuer. Sie wird die Energiepreise

und damit die allgemeine

Preisexplosion weiter anheizen.

Genau deswegen hat Deutschland

das Projekt heuer aufgeschoben.

Aber Gewessler beharrt darauf,

weil die Steuer die „Energiewende

beschleunigen“ und den „Klimabonus“

gegenfinanzieren soll. Nur für

ersteres braucht es Jahre, und bei

zweiterem ist die CO2-Steuer ein

Geschäft für die Regierung, weil

deren Einnahmen die Ausgaben

für den „Klimabonus“ bei weitem

übertreffen werden.

Brutale Wohlstandsvernichtung

Wegen der durch die Sanktionen

gegen Russland und der „Klimarettung“

verursachten Energiekrise

prognostiziert die OECD

für die Eurozone ein Nullwachstum,

für Deutschland gar eine Rezession

im kommenden Jahr. Die

„Pfeif-auf-die-Klimarettung“-Länder

wie Indien und China können

hingegen auf ein robustes Wachstum

von rund fünf Prozent hoffen –

und zusätzliche Arbeitsplätze.

In Summe wird die Energiekrise

die Weltwirtschaft 2.870 Milliarden

Euro kosten – in erster Linie

natürlich Europa, das bereits 500

Milliarden für „Entlastungsmaßnahmen“

ausgegeben hat.

Daher fordert FPÖ-Bundesparteiobmann

Herbert Kickl

eine Volksbefragung über die

„Knieschuss-Sanktionen“ der EU,

die diese ja in den nächsten Tagen

noch einmal ausweiten will und damit

einen völligen Gaslieferstopp

aus Russland riskiert.

Das „Mattle-Syndrom“ grassiert in der ÖVP.

Foto: NFZ

Wie in Ungarn sollen auch hierzulande

fung der Sanktionen gegen Russland s

„Diese Sanktionen wurden in

Brüssel erdacht und von unserer

fahrlässigen Bundesregierung einfach

abgenickt. Die Zeche dafür

zahlen die Österreicher durch die

Teuerung mit ihrem Wohlstand und

der sozialen Sicherheit im Land“,

kritisierte Kickl. Das Ziel der Sanktionen,

die Beendigung des Krieges,

sei in weite Ferne gerückt, dafür

werde aber in Europa mehr Schaden

angerichtet als in Russland.

Die Bürger sollen entscheiden!

Kurz vor der Heizsaison würden

immer mehr Menschen nicht mehr

IMPRESSUM

Offenlegung gemäß § 25 Mediengesetz

Medieninhaber (Verleger) und Herausgeber:

Freiheitlicher Parlamentsklub,

Dr. Karl Renner-Ring 3, 1017 Wien

Freiheitliche Partei Österreichs (FPÖ) – Die Freiheitlichen,

Friedrich-Schmidt-Platz 4/3a, 1080 Wien;

Geschäftsführung: Ing. Mag. Joachim Stampfer

Geschäftsführung, Redaktion, Verwaltung:

Friedrich-Schmidt-Platz 4/3a, 1080 Wien

Tel.: 01 512 35 35 0, Fax: 01 512 35 35 9

E-Mail Redaktion: redaktion.nfz@fpoe.at

E-Mail Verwaltung: andreas.schoen@fpoe.at

Abo-Anfrage: 01 512 35 35 29

Druck: Mediaprint Zeitungsdruckereigesellschaft m. b.

H. & Co. Kommanditgesellschaft, Wien

Die NFZ erscheint wöchentlich. Einzelpreis: € 0,80;

Bezugsgebühr halbes Jahr: € 15 (inkl. 10 % MwSt.);

Auslandsjahresbezug: € 73

BIC: BKAUATWW

IBAN: AT41 1200 0006 0257 4105

Es gilt NFZ-Anzeigenpreisliste Nr. 16.

Verlags- und Herstellungsort: Wien

Grundlegende Richtung: Informationsblatt der Freiheitlichen

Partei Österreichs (FPÖ) – Die Freiheitlichen und

des Freiheitlichen Parlamentsklubs.


Nr. 39 Donnerstag, 29. September 2022

g

t aus Brüssel

Sanktionen durch Brüssel eine Volksbefragung

KURZ UND BÜNDIG

Foto: NFZ

Innenpolitik 3

Nächster Schlag für Vereine

Viele Vereine haben sich gerade von den

finanziellen Einbußen durch die verfehlte

Lockdown-Politik erholt. Allerdings fehlt

dem Großteil deshalb nun das Geld, um die

exorbitant hohen Kosten für Strom und Gas

abdecken zu können. „Eine weitere Anhebung

von Mitgliedsbeiträgen oder Eintrittsgeldern

ist den Mitgliedern und Besuchern angesichts

der explodierenden Lebenshaltungskosten

keinesfalls zumutbar“, erklärte FPÖ-Generalsekretär

Michael Schnedlitz (Bild) und forderte

finanzielle Hilfe vom Bund.

die Bürger entscheiden, ob sie für eine Beibehaltung bzw. eine Verschärind,

fordert FPÖ-Bundesparteiobmann Herbert Kickl.

„Klimabonus“-Spende

Nach Oberösterreichs FPÖ-Landesparteiobmann

Manfred Haimbuchner, der seinen

Klimabonus spendet, rufen jetzt auch Caritas

und Volkshilfe dazu auf, dass jene, die dieses

Geld nicht so dringend benötigen, dieses

spenden sollen, berichtet FPÖ-Abgeordneter

Hermann Brückl (Bild): „Spannend ist dabei,

dass sich nunmehr die Kanzlerpartei ÖVP,

die mit den Grünen den ,Klimabonus‘ auch

an Asylwerber, Asylsuchende und Häftlinge

ausbezahlen will, dazu in eisernes Schweigen

hüllt.“

Foto: NFZ

wissen, wie sie sich das Heizen

noch leisten können, wenn gleichzeitig

auch die Strompreise durch

die Decke gehen. Aus dem gleichen

Grund sperren immer mehr

Betriebe zu. Zuletzt haben sieben

Ziegelwerke in Oberösterreich die

Produktion eingestellt.

„Es ist fünf vor zwölf. Schwarz-

Grün hat mit tatkräftiger Unterstützung

der rot-pinken Schein-Opposition

unser Land in diesen

katastrophalen Wirtschaftskrieg hineingetrieben,

der in kürzester Zeit

den über Jahrzehnte erworbenen

Wohlstand zu vernichten droht“,

betonte der FPÖ-Chef und forderte

eine Volksbefragung.

Aber was macht Schwarz-Grün?

Im Sozialausschuss hat die Koalition

nach einem EuGH-Urteil einen

Antrag eingebracht, der massive

Verschlechterungen für die

Arbeitnehmer beinhaltet. So sollen

finanzielle Ersatzleistungen für den

Urlaub gestrichen werden, empörte

sich FPÖ-Sozialsprecherin Dagmar

Belakowitsch: „Bei Asyl und

Einwanderung hat Österreich den

EU-Kodex‘ weit übererfüllt, aber

bei Arbeitnehmern begnügt man

sich mit dem untersten Pflichtsoll!“

Foto: NFZ

„Erlaubtes“ Lohndumping

Die von ÖVP und Grünen initiierte Novelle

des Ausländerbeschäftigungsgesetzes sei ein

Hohn für jeden korrekten Arbeitgeber und

eine schallende Ohrfeige für jeden Arbeitsuchenden,

berichtete FPÖ-Sozialsprecherin

Dagmar Belakowitsch (Bild) aus dem Sozialausschuss:

„Dieses Gesetz öffnet Sozialdumping

Tür und Tor! Dem AMS soll nämlich ein

gewisser Spielraum bei ,minderschweren Gesetzesverletzungen‘

in der illegalen Ausländerbeschäftigung

eingeräumt werden. Somit

haben jetzt windige Arbeitgeber freie Hand,

die Löhne nach unten zu nivellieren und illegal

aufhältige Ausländer zu beschäftigen.“

SPRUCH DER WOCHE

„Ich würde sagen, wir beklagen uns

auf recht hohem Niveau. (...) Da

hat sich ein flächendeckendes

Gefühl breitgemacht, wir würden

alle verarmen. Aber das

stimmt nicht.“

Foto: BKA/Christopher Dunker

Johannes Rauch

21. September 2022

Energiekrise und Preisexplosion

sind ja wirklich nicht schlimm,

Herr Sozialminister – wenn man

ein Ministergehalt bezieht.

BILD DER WOCHE

„Die UNO ist ein Friedensprojekt, genauso

wie unsere Europäische Union“, twitterte Alexander Van der Bellen.

Dann sind hier wohl zwei „Friedenstauben“ unter sich.

Foto: twitter.com/vanderbellen


4 Innenpolitik

Neue Freie Zeitung

Foto: FPÖ Foto: FPÖ

Foto: FPÖ Niederösterreich

Freiheitliche Reaktionen auf das

Tiroler Landtagswahlergebnis

Herbert Kickl

FPÖ-Bundesparteiobmann

„Ich gratuliere FPÖ-Landesparteiobmann

Markus Abwerzger und seinem Team ganz

herzlich zu ihrem fulminanten Wahlerfolg. Die

Tiroler Freiheitlichen haben laut dem akutellen

Endergebnis fast 19 Prozent erreicht und zum

allerersten Mal Platz zwei erobert. Das allein

ist schon eine sensationelle Leistung. Die Tiroler

Freiheitlichen haben auf die richtigen Kandidaten

und die richtigen Themen gesetzt. Die

Bevölkerung hat das honoriert. Wir Freiheitliche

werden jedenfalls weiterhin konsequent

den Weg für mehr Sicherheit, Wohlstand, Frieden

und Freiheit gehen. Dass dieser Weg der richtige ist, hat sich heute

ganz klar gezeigt. Mit diesem großartigen Erfolg ist die freiheitliche

Trendwende eingeleitet und diese wird sich in den kommenden Wahlen

mit Sicherheit fortsetzen.“

Erwin Angerer

Landesparteiobmann Kärnten

Sie soll den Weg für Neuwahlen freimachen.“

Udo Landbauer

Landesparteiobmann NÖ

„Herzliche Gratulation an Landesparteiobmann

Markus Abwerzger und die gesamte Tiroler

FPÖ zum großartigen Wahlergebnis! Das

Tiroler Ergebnis ist ein Beweis dafür, dass die

FPÖ auf die richtigen Themen gesetzt hat, aber

auch ein klarer Denkzettel an die schwarz-grüne

Bundesregierung. Schwarz-Grün ist nicht

nur in Tirol, sondern auch auf Bundesebene gescheitert,

die beiden Parteien wurden von den

Wählern abgestraft. Ich hoffe, die ÖVP zieht im

Bund die Notbremse und beendet die Unglückskoalition,

bevor die Wirtschaft und der Wohlstand

der Bevölkerung den Bach hinuntergeht.

„Das Ergebnis, das unsere Tiroler Freunde bei

der Landtagswahl erreicht haben, ist äußerst

erfreulich und bestätigt den konsequenten freiheitlichen

Weg. Neben dem Erfolg der Freiheitlichen

ist das desaströse Ergebnis für die

ÖVP und das Minus für die Grünen ein deutliches

Zeichen dafür, dass die Bevölkerung den

schwarz-grünen Kurs satt hat. Wir sehen den

Erfolg der Freiheitlichen in Tirol jedenfalls als

Ansporn für die eigene Landtagswahl in Niederösterreich.“

Foto: FPÖ Tirol

Thema

der

Woche

Seit vergangenen Sonntag sind Mark

Die FPÖ is

Nach dem fulminanten Ab

Die Tiroler haben gewählt, der

ÖVP eine ordentliche Abreibung

erteilt, der SPÖ aus ihren

Großparteiträumen unsanft

geweckt und die Grünen für ihren

Werteverrat abgestraft. Aber

als Konsequenz des Wahlabends

schließt die ÖVP den Wahlgewinner

vom Sonntag, die Freiheitlichen,

von einer Beteiligung

an der Landesregierung aus und

flüchtet allem Anschein nach in

eine „Koalition des Stillstands“

mit der SPÖ.

Wie die wirkliche Machtkonstellation

im Land aussieht, bekamen

Tirols Freiheitliche am Wahlsonntag

vor Augen geführt. Die „Kronen

Zeitung“ hat ein Inserat der

FPÖ abgelehnt, in dem diejenigen

Tiroler Nationalratsabgeordneten

genannt wurden, die am Mittwoch

im Nationalrat den von Schwarz-

Grün organisierten „Klimabonus“

für Asylwerber bestätigt hatten.

Auch jene der ÖVP, obwohl deren

Spitzenkandidat Anton Mattle

wenige Tage zuvor eine „Prüfung

der Regelung“ gefordert, seine für

die Sicherheitspolitik zuständige

Landtagswahlkandidatin Astrid

Mair hatte gar vor einem Konterkarieren

„des Kurses der ÖVP“ ge-


Nr. 39 Donnerstag, 29. September 2022

g

Innenpolitik 5

us Abwerzger und seine Team die zweitstärkste Kraft im Tiroler Landtag, aber wird von der ÖVP als Koalitionspartner von vornherein abgelehnt.

t wieder da und zweitstärkste Kraft

sturz der ÖVP und Zugewinnen der FPÖ droht in Tirol Altbewährtes: Eine Koalition der Verlierer

warnt, weil man damit einen „völlig

falschen, zusätzlichen Anreiz“

für die illegale Einwanderung installiere.

Herbe Verluste für ÖVP

„Da war wohl zu viel Wahrheit

darin. Anders kann ich mir

das nicht erklären“, bemerkte Abwerzger

zu der Weigerung der

„Krone“, das Inserat zu schalten.

Oder gilt der Werbeslogan der Zeitung

„Mut. Haltung. Unabhängigkeit.“

seit „Ibiza“ nur gegenüber

der FPÖ und weil ein ÖVP-affiner

Tiroler Immobilien-Tycoon Miteigentümer

der Zeitung ist?

Der ÖVP nutzte es dennoch wenig,

sie verlor fast ein Viertel ihrer

Wähler. Aber „Mattle“, so die

schamhafte Umbenennung der Partei

auf dem Stimmzettel, blieb mit

34,6 Prozent weiter stärkste Partei

im „Heiligen Land Tirol“. Abgesichert

haben ihr das vor allem die

Pensionisten, denen die ÖVP-Jugendstaatssekretärin

einen Verzicht

auf die Pensionserhöhung nahegelegt

hatte.

Hinter Mattle/ÖVP rangieren

bereits die Freiheitlichen. Mit

18,8 Prozent errang die Landespartei

ihr historisch zweitbestes

Ergebnis, aber wurde zum ersten

Mal zweitstärkste Partei in Tirol.

„Die FPÖ ist wieder da“, jubelte

Landesparteichef Markus Abwerzger

am Wahlabend. „Wir strecken

die Hand aus und sind gesprächsbereit

mit allen“, erklärte er um

Aussöhnung bemüht in Richtung

des ÖVP-Spitzenkandidaten.

Ausgrenzung des Wahlsiegers

Aber der war an keiner Deeskalation

nach den Wahlkampfwortgefechten

interessiert. Weil sich die

Corona-Warnungen der FPÖ jetzt

alle bewahrheiten, flüchtete er in

die Ausrede, dass er keine Koalition

mit jemandem eingehen könne,

der „nicht an den Klimawandel

glaubt“.

Auch wieder „Fake News“:

Denn die FPÖ hat den Klimawandel

nie in Abrede gestellt, sondern

sie bezweifelt nur, dass man mit

den in Europa vorgesehenen „Klimarettungsmaßnahmen“

diesen beeinflussen

oder gar stoppen könne.

Das hat übrigens auch der Weltklimarat

(IPCC) in seinem 6. Sachstandsbericht

vom August dieses

Jahres eingestanden.

Das für die FPÖ so erfreuliche Ergebnis der Landtagswahl in Tirol.

Foto: screnshot ORF

Wer gibts billiger?

Aber die SPÖ hatte bereits im

Wahlkampf Koalitionswillen signalisiert

und dürfte für ihren Kuschelwahlkampf

gegenüber der

ÖVP von Mattle belohnt werden.

Vom Wähler wurde das zwar nicht

goutiert, mit 17,5 Prozent lag man

nur geringfügig über dem letzten

Wahlergebnis. Aber seit wann stellt

der Wählerwille eine Entscheidungsgrundlage

für die ÖVP dar?

Noch nicht aufgegeben haben

die Grünen ihr Buhlen um die Fortsetzung

der Machtbeteiligung von

ÖVP-Gnaden. Obwohl sie mehr als

ein Siebtel ihrer Wähler von 2018

verloren haben und auf 9,2 Prozent

zurückgestutzt wurden.

Trendwende für FPÖ

Für die Freiheitlichen läutet das

Tiroler Ergebnis die Trendwende

nach „Ibiza“ ein. Das wird auch

jenen freiheitlichen Landesgruppen

Auftrieb geben, die im kommenden

Jahr Wahlen zu bestreiten

haben, also denen in Niederösterreich,

Kärnten und Salzburg. Davon

zeigte sich auch Bundesparteiobmann

Herbert Kickl überzeugt:

„Dieses sensationelle Plus ist ein

eindeutiger Auftrag. Mit diesem

großartigen Erfolg ist die freiheitliche

Trendwende eingeleitet und

diese wird sich in den kommenden

Wahlen mit Sicherheit fortsetzen!“


6 Parlament

Neue Freie Zeitung

Foto: NFZ

Norbert Nemeth

Klubdirektor der FPÖ

HOHES

HAUS

„...es hat etwas Postdemokratisches,

aber das machen jetzt alle

so, anders funktioniert es nicht

mehr, die Demokratie als System

ist tot, sie ist zu langsam, zu

schwerfällig. Kurz gesagt.“

Postdemokratisch

Dieses Zitat stammt aus dem

Roman „Vernichten“ des französischen

Autors Michel Houellebecq.

Es hätte keine bessere

realpolitische Bestätigung dafür

geben können als die Aussage,

die EU-Kommissionspräsidentin

Ursula von der Leyen letzten Freitag

in den USA von sich gegeben

hat. Befragt, ob sie ein möglicher

Wahlsieg des Rechtsbündnisses in

Italien mit Sorge erfülle, antwortete

sie: „Wenn sich die Dinge in

eine schwierige Richtung entwickeln

– ich habe von Ungarn und

Polen gesprochen – dann verfügen

wir über Instrumente.“

Also, wo der Wähler nicht spurt,

er Sand ins Getriebe des EU-Superstaates

zu streuen versucht,

dort drehen wir das Geld ab.

Es sind diese Auftritte im Ausland,

die bei deutschen Politikerinnen

die Masken fallen lassen.

Erst vor wenigen Wochen gab die

deutsche Außenministerin Baerbock

in Prag Folgendes von sich:

„...aber wenn ich dieses Versprechen

an die Ukrainer gebe: ‚Wir

stehen so lange an Eurer Seite,

wie Ihr uns braucht‘, dann möchte

ich auch liefern, egal, was meine

deutschen Wähler denken...“

Was sagte ihr Landsmann Oskar

Lafontaine Ende August der „Berliner

Zeitung“ zu den Sanktionen:

„Deutschland ist kein souveränes

Land ... Deutschland handelt im Ukraine-Krieg

als Vasall der USA ... Die

deutsche Außenpolitik schadet den

Interessen unseres Landes und ist

kein Beitrag zum Frieden in Europa.“

SOZIALPOLITIK

Endlich Inflationsanpassung

Wie schon das Pflegegeld, das jährlich an die Inflationsrate

angepasst wird, soll künftig auch mit

weiteren Sozial- und Familienleistungen wie der Familienbeihilfe,

dem Kinderbetreuungsgeld und der

Studienbeihilfe verfahren werden. Der Sozialausschuss

des Nationalrats hat vergangenen Dienstag

die von der Regierung endlich im „Teuerungs-Entlastungspaket

III“ umgesetzte langjährige FPÖ-Forderung

mit breiter Mehrheit gebilligt.

Foto: NFZ

DEMOKRATIEPOLIITK

Volksbegehren

Sechs der sieben aufgelegten

Volksbegehren sind von mehr als

100.000 Österreichern unterstützt

worden. Darunter die Initiativen zur

Abschaffung der GIS, zum Erhalt

des Bargelds, zwei Initiativen zu

den Covid-Maßnahmen, die Initiative

zum Recht auf Wohnen sowie

das Kinderrechte-Volksbegehren.

Neuer Schuldenstand:

350 Milliarden Euro!

Krisendilettantismus der Koaliton beschert Staatsschuldenrekord

Der öffentliche Schuldenstand

betrug zum 31.12.2021 rund 334,1

Milliarden Euro. Das ist eine Erhöhung

um rund 18,1 Milliarden

Euro im Vergleich zu 2020. „Aber

die Schuldenpolitik der Bundesregierung

setzt sich auch 2022 fort.

Derzeit liegen wir bei mehr als 350

Milliarden Euro“, zeigte FPÖ-Budgetsprecher

Hubert Fuchs den

„schwarz-grünen Verschuldungswahnsinn“

auf.

Die „perfektionierte Art des

Geldverschwendens“ habe auch

der Rechungshof in seinem Bericht

Foto: OMV

Im Vorjahr verusrsachte die

Koalition ein Budgetdefizit

von 18 Milliarden Euro. Für heuer

droht ein weiterer Staatsschuldenzuwachs

in Höhe von 23 Milliarden

Euro.

Mit den Stimmen von ÖVP, Grünen,

SPÖ und Neos genehmigte der

Hauptausschuss letzte Woche eine

Verordnung, mit der 60.000 Tonnen

Fuchs: Geldverschwendung

lässt Statsschulden explodieren.

zum „COVID-19-Krisenbewältigungsfond“

(COVAG) aufgezeigt.

So kritisierte er die „stark gestiegenen

Kosten“ für den Werbeaufwand

sowie Rechts- und

Foto: NFZ

Beratungskosten. Den Vogel abgeschossen

habe man aber mit 3,9

Millionen Euro an Negativzinsen,

weil man das Fördergeld nicht zeitgerecht

ausbezahlt habe. „Bringt

das Finanzministerium nicht einmal

mehr ein ordentliches Liquiditäts-Management

zusammen?“,

fragte Fuchs.

In Summe hat der Rechnungshof

524 verschiedene Fördermaßnahmen

taxativ aufgelistet. „Es wurde

kreuz und quer gefördert, oft

willkürlich und ganz wie es dem

Finanzminister und der Bundesregierung

gepasst hat“, kritisierte

FPÖ-Rechnungshofsprecher Wolfgang

Zanger. 73,5 Milliarden betrug

der Kostenrahmen, 45 Milliarden

Euro wurden ausgeschöpft,

aber ganze sechs Milliarden Euro

flossen in das Gesundheitssystem.

Ölreserven reichen für nur noch 65 Tage

Diesel aus den Pflichtnotstandsreserven

für den Markt freigegeben

wurden. Als Grund dafür gab die

grüne Energieministerin Leonore

Gewessler an, dass die OMV die

Raffinerie-Havarie nicht bis Ende

September, sondern erst bis Mitte

Oktober reparieren könne.

Die Pflichtnotstandsreserve, die

Österreich als EU-Mitglied verpflichtend

im Ausmaß der durchschnittlichen

Importmenge von

90 Tagen halten muss, wird damit

um weitere 2,4 Tage reduziert. Auf

Anfrage von FPÖ-Sozialsprecherin

Dagmar Belakowitsch erläuterte

eine Expertin aus dem „Klimaschutzministerium,“

dass damit die

Reserve nur noch für 65,1 Tage reichen

werde. Denn bereits im Juni

sind direkt nach dem Unfall bei der

OMV 112.000 Tonnen Diesel und

56.000 Tonnen Benzin und dann

am 12. Juli erneut 100.000 Tonnen

Diesel und 45.000 Tonnen Halbfertig-Fabrikate

ausgegeben worden.

Man müsse mit Blick auf den bevorstehenden

Winter eher darüber

diskutieren, die Pflichtnotstandsreserve

zu erhöhen, statt sie anzuzapfen,

forderte FPÖ-Energiesprecher

Axel Kassegger: „Aber das Eichhörnchen

frisst jetzt schon die Vorräte

für den Winter auf.“


Nr. 39 Donnerstag, 29. September 2022

g

Die FPÖ hat im Nationalrat mit ihren Vorschlägen zu Asyl-Chaos,

Teuerung, EU-Sanktionen und nationaler Selbstbestimmung von

der ÖVP den Offenbarungseid eingefordert. Das Ergebnis: Die ÖVP

kuscht zum Nachteil der Österreicher vor Brüssel und den Grünen.

Parlament 7

ÖVP beharrt auf Klimabonus für Asylwerber

Kanzlerpartei stellt im Parlament klar, wofür sie steht: Geld für Asylwerber und CO2-Steuer

Mit den Russland-Sanktionen

hat Brüssel die größte Wirtschaftskatastrophe

seit dem Zweiten Weltkrieg

eingeleitet. „Die Wahrheit

ist, dass man noch lange nicht auf

russisches Öl und Gas verzichten

kann. ÖVP, Grüne, SPÖ und

Neos aber hängen am Rockzipfel

der EU“, kritisierte FPÖ-Bundesparteiobmann

Herbert Kickl das

Versagen der Bundesregierung in

Sachen Energiekrise und Preisexplosion.

Hilflos gegenüber Asyl-Ansturm

Während die Kanzlerpartei die

Österreicher im Regen stehen lasse,

breitet sie ihren Schutzmantel über

die illegalen Einwanderer aus, die

unter Missbrauch des Asylrechts

Österreich heuer geradezu erstürmen,

wie 2015/16. So bekommen

Asylwerber – genauso wie Häftlinge

den 500-Euro-“Klimabonus“,

obwohl sie in der Grundversorgung

sowieso eine Rundumversorgung

erhalten.

Genauso unternimmt die ÖVP

nichts gegen den Massenansturm

illegaler Einwanderer. Mehr als

56.000 Erst-Asylanträge wurden

per Ende August registriert. „Wir

wollen keine ,Prämien‘ für abertausende

Wirtschaftsmigranten – also

Schluss mit dem Klimabonus für

Asylanten“, forderte der freiheitliche

Parteichef. Der Antrag wurde

von der ÖVP – gemeinsam mit den

Grünen, der SPÖ, und den Neos –

abgelehnt.

Das „Tüpferl auf dem i“ der zynischen

schwarz-grünen Politik ist

Das „dicke Ende“ steht

Österreich noch bevor

Asylwerber erhalten den „Klimabonus“, trotz „All-inclusive“-Versorgung.

die CO2-Steuer, mit der per 1. Oktober

die Preisspirale weiter angeheizt

wird. „Die Energiekonzerne

und der Staat profitieren, während

sich die Österreicher kaum noch

den Sprit leisten können“, kritisierte

FPÖ-Verkehrssprecher Christian

Hafenecker diese schwarz-grüne

Inflationsbefeuerung. Der FPÖ-Antrag

zu einer Volksbefragung zu den

von den Österreichern mehrheitlich

abgelehnten Sanktionen gegen

Russland wurde von ÖVP, SPÖ,

Grünen und Neos zurückgewiesen.

Freundschaftliches Halali

für Kampf um die Hofburg

Foto: NFZ

Die in der letzten Woche veröffentlichte

Asylstatistik für den

Monat August bestätigt, was seit

Wochen erwartet wurde, ausgenommen

von der ÖVP: Allein im

August wurden in Österreich mehr

Asylanträge wie im gesamten Jahr

2019 (12.886) und so viele wie im

gesamten Jahr 2020 (14.775) gestellt.

In Summe beläuft sich damit

die Anzahl der Erst-Asylanträge

bereits auf mehr als 56.000.

„Der amtierende ÖVP-Innenminister

Gerhard Karner hat völlig

die Kontrolle über die illegale Einwanderung

verloren“, kritisierte

FPÖ-Sicherheitssprecher Hannes

Amesbauer, denn es sei „völlig unverständlich,

dass die tausenden illegalen

Einwanderer, teilweise mit

Jausensackerl und Zugfahrschein,

einfach weitergeschickt werden,

weil die Polizisten und Soldaten

im Grenzeinsatz, sowie die Asylbehörden

im Burgenland heillos

überlastet“ seien.

Für Amesbauer war es bezeichnend

für die Vertuschungspolitik

der ÖVP, dass die Asylstatistik am

Amesbauer: Neuer Asylrekord.

vergangen Mittwoch erst nach der

Parlamentssitzung veröffentlicht

wurde, in der über den „Klimabonus“

für Asylwerber abgestimmt

wurde. Aber das „dicke Ende“

komme leider erst, merkte der freiheitliche

Sicherheitssprecher an:

„Im September sind Woche für

Woche neue Asylwerber-Rekorde

aus dem Burgenland gemeldet

worden. Allein letzte Woche wurden

mehr als 3.000 illegale Grenzübertritte

verzeichnet.“

Die ÖVP-Asylpolitik sei damit

endgültig als „Marketing-Schmäh“

enttarnt. Es brauche Neuwahlen und

eine starke FPÖ in der Regierung, um

das Ruder herumreißen zu können.

Foto: NFZ

Eine besondere Einladung erhielt

der freiheitliche Bundespräsidentschaftskandidat

Walter Rosenkranz

letzte Woche aus Kärnten: Es war

ein musikalischer Pirschgang bei

den Rosentaler Jagdhornbläserinnen

mit Claudia Haider im Jägerhof

Mageregg bei Klagenfurt. Haider

wünschte ihrem Jagdkollegen

ein kräftiges Waidmannsheil!

Foto:


8 Außenpolitik

Neue Freie Zeitung

Foto: NFZ

Harald Vilimsky

Italien gegen die

Brüsseler Inquisition

Wien muss Sanktionen

gegen Ungarn verhindern

Der sogenannte „Rechtsstaatsmechanismus“

der EU, durch den

jetzt willkürlich Sanktionen gegen

Ungarn verhängt werden sollen, sei

nichts anderes als ein politisches

Druckmittel, um unliebsame Regierungen

in den Mitgliedsstaaten

in die Schranken zu weisen, kritisierte

FPÖ-Abgeordneter Christian

Hafenecker die Vorgehensweise

Brüssels gegen unser Nachbarland.

„Gerade wir in Österreich sollten

aus der Geschichte gelernt haben.

Ich erinnere nur an das Jahr 2000,

als wir selbst mit Sanktionen konfrontiert

waren. Und ich erinnere

auch daran, dass es damals Ungarn

war, das Österreich zur Seite gesprungen

ist“, betonte Hafenecker.

Er forderte daher, dass Österreich

im EU-Rat ein Veto einlegen müsse.

Dass sich gerade ÖVP-EU-Parlamentsvizepräsident

Othmar Karas

über die EU-Sanktionen gegen unser

Nachbarland wegen nicht nachgewiesener

Korruptionsfälle freue,

bezeichnete Hafenecker angesichts

der von „unzählbaren schwarzen

FÜR ÖSTERREICH IM EU-PARLAMENT

Italien hat gewählt – und die

Botschaft an Brüssel ist klar:

Eine Absage an den übergriffigen

Brüsseler Zentralismus. Der ist

in der EU-Bürokratie systemimmanent,

hat aber unter der von

keinem Bürger gewählten Kommissionschefin

Ursula von der

Leyen massiv zugenommen.

Dabei geht es in erster Linie

um Machtausweitung der Brüsseler

Zentrale zulasten der Mitgliedsstaaten.

Lösungen für akute

Probleme – von der galoppierenden

Inflation über die durch den

Wirtschaftskrieg gegen Russland

Foto: reporter.co.at

ausgelöste Energiekrise bis zum

massenweisen Missbrauch des

Asylrechts zur Einwanderung in

die europäischen Sozialsysteme

– werden schon lange keine mehr

produziert. „Mehr Europa“ – so

deren Propagandafloskel – ist

Teil des Problems, für dessen Lösung

es sich hält.

Kurz vor der Italien-Wahl hat

das von der Leyen noch einmal

klargemacht und gedroht, man

habe die richtigen „Instrumente“,

falls die neue italienische

Regierung eine Politik macht, die

den EU-Zentristen missfällt.

Die Brüsseler Inquisition lässt

grüßen. Das Vorzeigen der Folterwerkzeuge

für die Ungarn

und die Polen hat die Italiener

aber in ihrer Haltung bestärkt,

statt beängstigt. Von der Leyen

hat sich damit unfreiwillig als

Wahlhelferin für Meloni & Co.

erwiesen. Aber die EU als moralische

„Besserungsanstalt mit

pädagogischem Auftrag“ wird

versuchen, das die Italiener spüren

zu lassen.

Skandalen“ verursachten Zustände

in Österreich als „hochproblematisch“:

„Wenn man sich Argumente

der EU anschaut, warum sie

Sanktionen verhängen will, etwa

fehlende Unabhängigkeit der Justiz,

Korruption und Medienfreiheit

- Stichwort: Inseratenkorruption -

und den Missbrauchsverdacht von

Staatsgeldern, muss die ÖVP aufpassen,

dass der EU-Rechtsstaatsmechanismus

nicht bald wegen ihr

auch gegen Östereich angewandt

wird.“

Korruption in der ÖVP, Herr Karas?

Foto: twitter.com/giorgiameloni

Brüsseler Panik vo

konservativer Kräft

Nach Ungarn, Polen und Schweden wählten auch d

Brüssels nächstes konservatives Feindbild: Das Dreierbündnis zwischen Ma

rungen in Italien beendet und hat sich damit, wie schon zuvor die konservat

Die Brüsseler Eurokraten und deren linke Lohnschreiber sind seit

Sonntag in Panik. Mit ihrer Entscheidung für ein konservativ-patriotisches

Wahlbündnis haben nach den Schweden jetzt auch die Italiener

den Eurokraten einen gewaltigen Stolperstein auf deren Weg in

einen Bevormundungsstaat realsozialistischer Prägung gelegt.

Da wird erstmals eine Frau an

die Spitze einer italienischen Regierung

gewählt und Brüssels deutsche

Damenriege verfällt trotzdem

in Panik.

„Giorgia Meloni wird eine Ministerpräsidentin

sein, deren politische

Vorbilder Viktor Orbán und Donald

Trump heißen. Der Wahlsieg

des Bündnisses von Rechts-Mitte-Parteien

in Italien ist deshalb

besorgniserregend”, brachte die

mit dem Vize-Präsidentenposten

des EU-Parlaments versorgte

SPD-Ex-Ministerin Katarina Barley

ihr Entsetzen über die Wahlentscheidung

der Italiener zum Ausdruck.

Brüsseler Manipulationsversuch

Wie könnten die Italiener auch

nur? Hatte doch schon ihre ehemalige

– nicht minder erfolglose – Ministerkollegin

aus Merkels Zeiten,

die nunmehrige Kommissionspräsidentin

Ursula von der Leyen,

diese wenige Tage zuvor gewarnt,

dass dies Brüssel missfallen und es

dementsprechend „Instrumente“ in

Stellung bringen werde, mit denen

man schon die Polen und die Ungarn

drangsaliert.

Wie vermerkte doch der Blog

„Lost in Europe“ treffend: „Wenn

man bedenkt, dass von der Leyen

bei der letzten Europawahl gar

nicht zur Wahl stand, jetzt aber

über Wahlen in Mitgliedsländern

urteilen will, ist das Misstrauen eigentlich

nicht erstaunlich.“

Sie selbst sind an den deutschen Wähler

Barley scheuen nicht vor Wahlbeeinflußu


Nr. 39 Donnerstag, 29. September 2022

g

r dem Erstarken

e in Europa

ie Italiener die linke Bevormundungspolitik ab

tteo Salvini, Silvio Berlusconi und Giorgia Meloni hat die Ära linker Regieiven

Regierungen in Polen und in Ungarn, Ärger mit Brüssel eingehandelt.

Abgehobene EU-Eliten

Vor allem wohl auch deswegen,

weil das Wahlbündnis von Melonis

„Fratelli d’Italia“, Salvinis „Lega

Nord“ und Berlusconis „Forza Italia“

über eine satte Mehrheit in

beiden Kammern des italienischen

Parlaments verfügt.

Brüssels Krisen-, Außen-, Asylund

Zentralismuspolitik verhalfen

nach Polen, Ungarn und Schweden

jetzt auch in Italien Mitte-Rechts-Parteien

zum Wahlsieg.

Aber in den Brüsseler Elfenbeintürmen

der Klima- und Gender-Gleichmacherei

will das niemand wahrn

gescheitert, aber von der Leyen und

ngen in den EU-Ländern zurück.

Foto: bundesregieurng.de

haben. „Die Italiener haben dem

EU-Establishment rund um Kommissionspräsidentin

Ursula von der

Leyen, das über die Köpfe der Bürger

hinweg die Zentralisierung der

Union in Richtung ,Vereinigte Staaten

von Europa‘ vorantreibt, eine

klare Absage erteilt und ein starkes

Zeichen für ein Europa der Völker

und Vaterländer gesetzt“, zeigte der

FPÖ-Delegationsleiter im Europaparlament,

Harald Vilimsky, die

Diskrepanz zwischen Brüssel und

„seinen“ Bürgern auf.

Auf einen einfachen Nenner

brach das Matteo Salvini herunter:

„Wenn Brüssel denkt, Arbeiter in

Italien zu entlassen, um China einen

Gefallen zu tun, indem es Dieselautos

verbietet, dann wird die

nächste Regierung ein Referendum

abhalten, um die Italiener zu fragen,

ob sie mit diesem Unsinn einverstanden

sind.“

Geradezu Entsetzen verursachte

bei Brüsseler Eurokraten Melonis

Ankündigung einer Verfassungsreform,

um die Institutionen des Landes

effizienter zu machen. Als ein

gewisser Matteo Renzi 2016 ein

Verfassungsreferendum zum gleichen

Zweck durchführen ließ, weil

er keine Zweidrittel-Mehrheit im

Parlament besaß, da hatte er Brüssel

und dessen Lohnschreiber in

Berlin und Wien auf seiner Seite.

KURZ UND BÜNDIG

Außenpolitik 9

Der Präsident und sein Iran

Seit dem Tod einer jungen Frau in einem

Gefängnis, sie war von der „Sittenpolizei“

wegen eines Verstoßes gegen die islamische

Kleiderordnung festgenommen worden,

kommt es im Iran seit zwei Wochen zu Demonstrationen

gegen das islamistische Mullah-Regime.

Dabei wurden bisher von den

Sicherheitskräften des Landes 41 Menschen

getötet und mehr als 1.000 festgenommen.

Sympathie für die Mullahs hat Bundespräsident

Alexander Van der Bellen bekundet: Er

hat im Juli dem neuen Premier der Mullahs

gratuliert und vor einigen Jahren die Österreicherinnen zum „solidarischen

Tragen des Kopftuchs“ als Zeichen „gegen Islamophobie“ aufgefordert.

Energiekrise schwächt Euro

Foto: NFZ

Die über den „Green Deal“ und die

EU-Sanktionen gegen Russland hervorgerufene

Energiekrise kommt Europas Steuerzahler

teuer zu stehen. Die bisherigen Ausgaben

der Regierungen in der Union schätzte

die Brüsseler Denkfabrik „Bruegel“ auf an

die 500 Milliarden Euro allein für „Entlastungsmaßnahmen“.

Als Folge der Energiekrise

stürzte der Euro letzte Woche auf ein

20-Jahres-Tief gegenüber dem US-Dollar ab.

Für einen Euro gab es nur noch 98 US-Cent.

Damit verteuern sich Rohstoff- und Energieimporte für Europa erneut, da

diese alle in US-Dollar ausgepreist werden.

Energiewende schafft

Jobs – aber nur in Asien

Die weltweite Beschäftigung im

Bereich der erneuerbaren Energien

kletterte im vergangenen Jahr

um 700.000 neue Arbeitsplätze auf

insgesamt 12,7 Millionen Arbeitsplätze.

Aber die Ernüchterung folgt

auf dem Fuß: Nahezu zwei Drittel

dieser Arbeitsplätze befinden sich

in Asien. Auf China allein entfallen

42 Prozent, gefolgt von der EU und

Brasilien mit jeweils zehn Prozent

sowie den USA und Indien mit jeweils

sieben Prozent.

Diese ernüchternden Zahlen

zeigte der neue Bericht der Internationalen

Agentur für Erneuerbare

Energien (IRENA) in

Zusammenarbeit mit der Internationalen

Arbeitsorganisation (ILO) auf.

War Europa in den 1990er und Anfang

der 2000er Jahre noch führend

bei den „Green Jobs“, so sind diese

fast vollständig nach Asien abgewandert.

Bezeichnendes Beispiel

dafür ist das „Solar Valley“ zwischen

Leipzig und Dessau, das inzwischen

zu einem „Death Valley“

heruntergekommen ist.

Foto: Wien Energie

Mit Millionensubventionen wurden

dort 3.000 Arbeitsplätze geschaffen,

von denen bereits 2.000

„abgewandert“ sind, weil die Unternehmen

gegen die Billig-Konkurrenz

aus Asien, insbesondere

China, nicht bestehen konnten.

Q-Cells, einst das größte Solarunternehmen

in der Region, wurde nach

der Insolvenz an den südkoreanischen

Hanwha-Konzern verkauft.

So richtig „nachhaltig“ verdient

haben an der Öko-Blase nur die „Solarmillionäre“,

die Firmengründer.

Alles nur noch „Made in China“.

Foto:: EZB


10 Leserbriefe

Neue Freie Zeitung

„Putin zeigt Schwäche“

Viele westliche Medien wie auch

der Vorsitzende des Militärausschusses

der EU, Brig. Robert

Brieger, attestieren Putin Schwäche.

Es mag schon stimmen, dass

die russische Armee im Moment

der von allen Seiten unterstützten

und hochgerüsteten Ukraine unterlegen

ist. Dennoch ist die Teilmobilmachung

in Russland ein

Zeichen der Entschlossenheit. Mir

stellt sich die Frage, wie entschlossen

die verwöhnte westliche Gesellschaft

dem entgegentreten wird.

Denn vielerorts ist die Senkung der

Raumtemperatur schon ein gravierender

Einschnitt in das Wohlbefinden.

Die Frage nach der Einsatzbereitschaft

der seit Jahrzehnten

unterfinanzierten europäischen Armeen

will ich mir gar nicht stellen.

Mario Gubesch, Bad Hall

Landesverteidigung stärken

Russland ordnet die Teilmobilmachung

an und bereitet sich auf

einen jahrelangen Krieg in der Ukraine

vor. Hierzulande hat man die

Landesverteidigung vor Kurzem

noch für obsolet erklärt und das

Bundesheer materiell und personell

ausgehungert. Die Nach- bzw.

Neubeschaffung von militärischem

Gerät dauert Jahre und der erlittene

Know-how-Verlust kann nicht

mit einem Online-Seminar behoben

werden. Es ist höchste Zeit, dass

die Politik die umfassende Landesverteidigung

zum Leben erweckt,

die Bevölkerung über deren Notwendigkeit

aufklärt und die budgetären

Mittel zur Verfügung stellt.

Wenn nicht jetzt, wann dann?

Christian Deutinger, Kematen

Eskalation

Die EU hat mit ihren Sanktionen

gegen Russland ein Eskalationskarussell

in ungeahntem Ausmaß

ausgelöst. Dies hat zur Folge, dass

die Energiepreise durch die Decke

schießen. Aber auch die Lebenserhaltungskosten

für alle Europäer

Foto: Bundesheer

LESER AM WORT

werden weiterhin exorbitant steigen.

Wenn Betriebe wie auch die

Industrie nicht mehr für ihre Energiekosten

aufkommen können, so

müssen sie die Produktion einstellen

und in weiterer Folge schliessen.

Das bedeutet, dass zigtausende

Menschen in Österreich und

Europa ihre Arbeitsplätze verlieren

werden. In Europa, insbesondere

in Deutschland wie auch in Österreich,

wird von den Regierungen

die Bevölkerung darauf vorbereitet,

dass es im Winter zu Stromabschaltungen

kommen könnte. Was

dies bedeutet, kann man sich lebhaft

vorstellen, wenn Supermärkte,

Tankstellen, Apotheken u.v.a ohne

Strom lahmgelegt sind.

Franz Vorderwinkler, Ferschnitz

Krankes Schulsystem

Laut Medien krankt das Schulsystem,

weil die Lehrpläne angeblich

veraltet sind. Das Schulsystem

war so lange äußerst erfolgreich,

solange die Regierung nicht stufenweise

in vielen Reformen den

Großteil der Allgemeinbildung abgeschafft

hat. Es darf keinen Leistungsdruck

geben, Schüler haben

oft mehr Rechte als Lehrer, es gibt

praktisch keine Strafen mehr für

Schüler, die kein Benehmen haben,

die Lehrer beschimpfen und

die sich an keine Regeln halten. Da

braucht man sich auch nicht wundern,

wenn immer mehr Lehrer

„das Handtuch werfen“ und wenn

der Nachwuchs fehlt. Diese Reformen

haben auch große Auswirkungen

auf die Schüler. Sie sind kaum

belastbar, haben große Probleme,

wenn ihnen im Berufsleben erstmals

ein schärferer Wind entgegenweht.

All das sind deutliche Zeichen

dafür, dass unser Schulsystem in die

falsche Richtung geht und immer

öfter Menschen kreiert, die in der

heutigen Gesellschaft nicht lebensfähig

sind und nur den Sozialstaat

belasten. Die größten Probleme für

viele Schüler und Jugendliche sind,

wenn sie nicht das neueste Handy

bekommen, wenn ihnen die Eltern

nicht die neueste Markenkleidung

kaufen oder wenn sie nicht zum

Ballermann nach Ibiza fliegen können.

Bei solchen Menschen stimmt

einiges nicht, und dagegen muss die

Schule ankämpfen, statt die Fehlentwicklung

mit einem Kuschelkurs,

Gender-Wahnsinn und Angstmacherei

zu fördern.

Stephan Pestitschek, Strasshof

Umweltzerstörung

Ein selbsternanntes Qualitätsblatt

aus Salzburg hat in dieser

Woche den Klimaökonomen Moritz

Schwarz interviewt, der sich darüber

beschwert, dass die Klimapolitik

in der EU kaum Wirkung zeige.

Er fordert daher Verschrottungsprämien

für Autos mit Verbrennungsmotor.

Jedoch kann oder will

er nicht darauf hinweisen, dass lediglich

0,9 Prozent des weltweiten

Ich bestelle die Wochenzeitung „Neue Freie Zeitung“ zum (zutreffendes bitte ankreuzen):

Halbjahrespreis € 15,-

Auslandsjahresbezug € 73,-

Leserbriefe: redaktion.nfz@fpoe.at

Jahrespreis € 30,-

Jahrespreis zum Seniorentarif € 20,-

Jahrespreis für Studenten € 20,-

Die Bestellung gilt bis auf schriftlichen Widerruf, der entweder per E-Mail oder Postweg erfolgen muss.

Die Einzahlung erfolgt mittels Erlagschein, der Ihnen halbjährlich (bei Jahresabo jährlich) zugeschickt wird.

Bankverbindung: Bank Austria, IBAN: AT41 1200 0006 0257 4105

Bestellungen auch per E-Mail: andreas.schoen@fpoe.at

Name:

(Vor- und Zuname, bitte in Blockschrift ausfüllen)

Anschrift:

(Postleitzahl, Ort, Straße, Hausnummer, Türnummer)

BESTELLSCHEIN

Friedrich-Schmidt-Platz 4/3a, 1080 Wien

Tel: 01 512 35 35 – 29, Fax: 01 512 35 35 – 9

E-Mail: andreas.schoen@fpoe.at

Mitglied in FPÖ-Landesgruppe*:

Datum: Geburtsdatum: Unterschrift:

Bitte geben Sie uns für Rückfragen Ihre E-Mail oder Telefonnummer bekannt**:

CO2-Ausstosses von den Pkw aus

der EU stammt. Passend dazu wird

natürlich ein uraltes Auto, oft noch

im Smog und im Stau, das kräftig

aus dem Auspuff raucht, gezeigt, im

Gegenzug sieht man in den Medien

von den E-Autos immer nur Bilder

oder Filme, wo sie durch blühende

Landschaften fahren, was für Zufälle

es doch gibt. Selbst wenn wir

hier alle in der EU auf die ja so

umweltfreundlichen und von dieser

Qualitätszeitung schon gebetsmühlenartig

propagierten E-Autos umsteigen,

bei denen die Gewinnung

der Rohstoffe für die brennfreudigen

Batterien verwüstete Landstriche

hinterlässt und die teilweise

durch Kinderarbeit erfolgt, werden

wir alle so definitiv nicht das

„Weltklima retten“ können. Denn

das kann nur global erfolgen mit

den Hauptverursachern China, Indien,

den USA und Brasilien mit

seiner unerträglichen Regenwaldabholzung.

Florian Kainz, Salzburg

* Bitte nur ausfüllen, wenn Sie Mitglied einer FPÖ-Landesgruppe sind. Wir wollen damit mögliche Doppelzusendungen vermeiden.

** Wir erhalten von der Post in regelmäßigen Abständen Retoursendungen und wollen diese überprüfen. Ihre Daten werden vertraulich behandelt.

Foto: NFZ


Nr. 39 Donnerstag, 29. September 2022

g

Wien 11

WIEN

Ob Energie oder Spitäler:

Das „rote Wien“ ist am Ende

Das sozialistische System krankt an allen Ecken und Enden

In der von der FPÖ letzte Woche

einberufenen Sondersitzung

des Wiener Gemeinderates

zogen die Freiheitlichen Bilanz

über das „rote Wien“: Die SPÖ

hat die Bereiche Soziales, Wohnbau,

Gesundheit und Energieversorgung

heruntergewirtschaftet.

Politische Schizophrenie in Rot

„Politische Schizophrenie“ warf

der Wiener FPÖ-Klubobmann Maximilian

Krauss der SPÖ in der

letztwöchigen Sitzung des Gemeinderats

vor: „Während die SPÖ

auf Bundesebene nicht müde wird,

Entlastungen für die Bürger zu fordern,

dreht der Wiener SPÖ-Bürgermeister

Ludwig kräftig an der

Gebührenschraube.“

Die Abgaben für Kanal, Müll,

Wasser und GIS steigen alljährlich,

die Fernwärme zuletzt sogar

um 92 Prozent. „Mit ihren Maßnahmen

sorgt die SPÖ Wien dafür,

dass die Wiener nicht mehr wissen,

wie sie sich das Leben leisten sollen,

und die Unternehmer in ihrer

wirtschaftlichen Existenz gefähr-

Nepp: Die SPÖ hat die Bundeshauptstadt heruntergewirtschaftet.

„Bei der Causa Wien Energie

pflegen SPÖ-Bürgermeister Michael

Ludwig und Co. das sattsam

bekannte Herausreden und werden

dann doch der Unwahrheit überführt.

Wir haben im sozialen Wohnbau

einen Sanierungsrückstau von

fünf Milliarden Euro, bei der Infrastruktur

besteht ein riesiger Investitionsbedarf,

und das Gesundheitssystem

wird von der SPÖ an die

Wand gefahren. Das rote Wien unter

SPÖ-Bürgermeister Ludwig ist

am Ende“, resümierte FPÖ-Chef

Dominik Nepp.

Geradezu dramatisch sei die Situation

im Wiener Gesundheitssystem:

zu wenig Personal, strukturelle

Fehlplanungen und desaströse

bauliche Zustände. „So werden Patienten

mit einem urologischen

Notfall mit dem Taxi quer durch

Wien geschickt. Wiener mit Nierensteinen

müssen ebenso monatelang

auf Operationen warten wie

Patienten der Orthopädie“, zeigte

Nepp auf.

Er verwies auf die „Gefährdungsanzeigen“,

die mutige Mit-

det werden“, kritisierte Krauss.

Dann verkündete SPÖ-Sozialstadtrat

Peter Hacker auch noch, dass es

eine „fürstliche Einzelzuwendung“

wie den Heizkostenzuschuss für

bedürftige Wiener nicht mehr geben

werde.

„Wir Freiheitliche fordern daher

die Abschaffung des Valorisierungsgesetzes,

die für diese Gebührenexplosition

verantwortlich ist. Und

zusätzlich fordern wir von der Stadtregierung

treffsichere Maßnahmen

zur Entlastung der Bevölkerung ein.

Denn der Wiener Weg, der von Ludwig

& Co. derzeit beschritten wird,

treibt die Menschen in die Verzweiflung

und in die Armut“, betonte der

Wiener FPÖ-Klubchef.

arbeiter zu ihrem eigenen Schutz

eingebracht haben, weil die Patientenversorgung

nicht mehr gewährleistet

sei. „Wenn SPÖ-Gesundheitsstadtrat

Hacker diese

Gefährdungsanzeigen, die im Gesundheitsverbund

schubladisiert

wurden, als ‚vertrottelt‘ bezeichnet,

dann ist das eine Verhöhnung

der Ärzte und des Pflegepersonals,

die diese gefährlichen Missstände

aufzeigen“, kritisierte Nepp.

Krauss: Heizkostenzuschuss soll

eine „fürstliche Zuwendung“ sein?

Foto: FPÖ Wien

Foto: NFZ

WIENER SPAZIERGÄNGE

von Hannes Wolff

Ich wollte mir ein Hemd kaufen

und bin deshalb in einem

Einkaufszentrum gelandet. Dort

herumzuspazieren ist ja recht

unterhaltsam. Window-Shopping

heißt das auf gut Deutsch...

Schmähstad

Außer den Auslagen schaute

ich mir aber auch das Publikum

an. Und da wurde ich einigermaßen

unsicher, ob ich denn noch in

Wien oder in einem fernen Land

war.

Jede Menge Damen mit Kopftüchln

und langen dunklen Kleidern

begegneten mir, jede Menge

schwarzhaariger Typen, die

in mir unbekannten Sprachen in

Handys hineinbrüllten, dunkeläugige

Kinder aller Altersstufen,

die quengelnd durch die Gänge

liefen.

Wiener traf ich wenige. Angesichts

der Überzahl von

Nicht-Eingeborenen fielen mir

die Menschen ein, die tagtäglich

über die Grenzen nach Österreich

kommen. Illegal, versteht sich.

Es werden immer mehr. Und

wir werden immer mehr Fremde

im eigenen Land. Auch die Verkäufer

sind wahrlich keine Zillertaler.

Sie sagen: „Was kann ich

für Sie tun?“

Es rennt in den Geschäften

kein Schmäh mehr. Kann er auch

nicht. Dazu brauchert ma an Hamua.

Der Humor aber wird uns bald

verlorengehen.


12 Länder

Neue Freie Zeitung

BURGENLAND

Almosen-Regierung

„Diese Regierung ohne Herz für

die Aufbaugeneration und Problembewusstsein

für Mindestpensionisten

ist einfach nicht mehr

tragbar“, bilanzierte Burgenlands

FPÖ-Landesparteisekretär Christian

Ries nach außerordentlich vielen

Anrufen von Mindestpensionisten.

So habe eine Frau aus dem Bezirk

Eisenstadt, Mindestpension 825,64

Euro, als Teuerungsausgleich ganze

123,54 Euro einmalig aufgezahlt bekommen.

Wenn man den Seniorenwarenkorb

ansehe und die Teuerungen

der diversen Artikel ausrechne,

dann seien das lächerliche Almosen.

OBERÖSTERREICH

Verkehrsnadelöhr Linz?

Durch den verstärkten

Autobahnausbau in

Tschechien wird sich

der Verkehr in Oberösterreich

auf der

S10 und der A7

und damit über

Linz zur A1 und

zur Pyhrnautobahn

verstärken, warnte der freiheitliche

Infrastrukturlandesrat Günther

Steinkellner: „Die Linzer Stadtregierung

sollte sich bei der Osttangente

daher nicht an der grünen Verhinderungspolitik

orientieren.“

STEIERMARK

G. Steinkellner

Aus für Asylquartier!

Die Asylunterkunft „Baumax-Halle“

in Leoben sorgte in

den letzten Monaten mehrmals für

Schlagzeilen. Innerhalb von nur

sieben Monaten fanden dort 34 Polizeieinsätze

statt, darunter auch Erhebungen

im Auftrag des Landesamtes

für Terrorismusbekämpfung

sowie Anzeigenerstattungen wegen

Körperverletzung und gefährlicher

Drohung. Die FPÖ nahm die zahlreichen

Beschwerden der Bewohner

von Leoben ernst, und FPÖ-Bezirksparteiobmann

Marco Triller

initiierte die parlamentarische Bürgerinitiative

„Sofortige Schließung

der Baumax-Halle als Asylunterkunft“:

„Wir Freiheitlichen wollen

mit der Bürgerinitiative dem Protest

der Bürger Ausdruck verleihen.

Die an ÖVP-Innenminister Karner

gerichtete Forderung kann im Bezirksbüro

der FPÖ Leoben unterzeichnet

werden.“

Foto: FPÖ Oberösterreich

Freiheitliche Kritik an der

„Test-Strategie“ wurde jetzt

vom Ärztekammerpräsidenten

in Oberösterreich bestätigt: Es

war reine Geldverschwendung.

„Weder hat sich die Wellenbewegung

durch das Testen verändert,

noch hatte die Vielzahl an Tests einen

Einfluss auf die Todeszahlen“,

fasste der Präsident der Ärztekammer

Oberösterreichs, Peter Niedermoser,

die Erkennntis aus den

Daten des oberösterreichischen

Landeskrisenstabes zusammen:

Die Massentests hätten zu keinerlei

Verbesserung der Situation beigetragen.

Foto: NFZ

2,6 Milliarden Euro mit sinnlosen

Corona-Tests verprasst!

Landbauer: „Dieses Geld fehlt für den Kampf gegen die Teuerung!“

FPÖ-Warnung bestätigt

„Das bestätigt, was wir Freiheitlichen

und viele vernünftige

Experten von Beginn an gesagt

haben und wofür wir als ,Aluhutträger‘verspottet

worden sind“,

erinnerte Niederösterreichs FPÖ-

KÄRNTEN

NIEDERÖSTERREICH

Chef Udo Landbauer und fragte

zugleich nach, wer für diesen Milliardenschaden,

der durch das Massentest-Regime

angerichtet worden

ist, Verantwortung übernehme. Das

Geld fehle jetzt im Kampf gegen

die anhaltende Teuerungswelle.

Geheimes Millionengeschäft

Staudacher: Landesregierung

muss „Geheim-Deal“ offenlegen.

Foto:

Landbauer: Die Milliarden für die sinnlosen Masken fehlen jetzt.

Die rot-schwarze Landesregierung

greift zu allen Mitteln, um Unterlagen

bezüglich der „Hypo-Heta-Causa“

vor der Opposition und

der Öffentlichkeit zu verbergen.

Wichtige Zeugen sagen vor dem

Untersuchungsausschuss nicht aus,

Akten werden geschwärzt. Jetzt

will die zuständige SPÖ-Landeshauptmannstellvertreterin

Gabriele

Schaunig-Kandut auch den Erwerb

eines 1.500 Quadratmeter großen

Gebäudes im Geheimen abwickeln.

„Die Öffentlichkeit soll nicht

erfahren, um wie viele Millionen

Euro das Land Kärnten das ehemalige

Gebäude der Hypobank im

Stadtzentrum von Klagenfurt in der

Domgasse zurückkaufen will. Die

entsprechenden Stellen im Regierungsakt

wurden geschwärzt“, empört

sich der FPÖ-Landtagsabgeordnete

Christoph Staudacher.

Profitieren werde dabei einmal

mehr die indische Anadibank. 2013

hat sie die Österreich-Filiale der

Hypo-Bank-International um weniger

als die Hälfte des Buchwertes

von damals 150 Millionen Euro erworben.

„Jetzt kann die Anadi-Bank

wieder Kasse machen, indem sie die

günstig erworbene Immobilie mit

Millionengewinn an das Land weiterverkauft

– und der Dumme dabei

ist wieder der Kärntner Steuerzahler“,

kritisiert Staudacher.

Foto: FPÖ Vorarlberg

Als Konsequenz müssten aber

sofort die letzten Corona-Zwangsmaßnahmen

beseitigt werden, fordert

Niederösterreichs FPÖ-Landschef:

„Schluss mit dem Theater!

Gebt den Menschen endlich die

alte Normalität zurück!“

VORARLBERG

Nicole Hosp

Kinderschutz

sicherstellen

„Kinderschutz auf höchstem Niveau

braucht aber auch entsprechende

Ressourcen!“, stellte die

FPÖ-Abgeordnete Nicole Hosp zur

jüngst mit SPÖ und Neos initiierten

Landtagsinitiative klar. Für die

Erarbeitung und Umsetzung des

Kinderschutzes in den Verbänden

und Vereinen, aber auch der offenen

Jugendarbeit sei eine Koordinations-

und Kompetenzstelle notwendig,

damit dem Wunsch nach

der Umsetzung des Kinderschutzes

auch Rechnung getragen werden

könne. Die Landesregierung solle

dafür die finanziellen und personellen

Ressourcen bereitstellen.


Nr. 39 Donnerstag, 29. September 2022

g

Länder 13

SALZBURG

Foto: FPÖ Steiermark

LÄNDER-

SACHE

Marlene Svazek

FPÖ-Landesparteiobfrau Salzburg

Foto: Land Salzburg/Neumayr

ÖVP-Landeshauptmann Haslauer (links) glaubt, sich

mit dem Rücktritt Schellhorns (rechts) aus dem

Pflege-Skandal herauswinden zu können.

Die logische Konsequenz

eines Polit-Versagens

Kurswechsel in der Pflege nach Schellhorn-Rücktritt muss sofort kommen

ÖVP und Stadt-SPÖ können

sich im SeneCura-Pflegeskandal

nicht aus der Verantwortung

stehlen. Was wussten Haslauer und

Hagenauer über das Horrorheim?

„Der Rücktritt von Soziallandesrat

Heinrich Schellhorn als erste

logische Konsequenz des Salzburger

Pflegeskandals zeigt, dass die

Grünen nicht die notwendigen Voraussetzungen

für eine Regierungsbeteiligung

erfüllen“, erklärte Landesparteiobfrau

Marlene Svazek.

Was jetzt aber nicht aus den Augen

verloren werden dürfe, sind jene

Prozesse, die erst dafür gesorgt hätten,

dass hier solange weggesehen

worden sei.

Ergebnis einer herzlosen Politik

Daher kritisierte Svazek, dass

sich die Landesregierung an

Schellhorn abputze und zum Tagesgeschäft

übergehe: „Typisch

schwarz. Die gesamte Landesregierung,

also der ÖVP-Landeshauptmann

und sein Finanzreferent

Christian Stöckl, haben in den

vergangenen Jahren bewusst den

Sparstift bei jenen Menschen angesetzt,

die am bedürftigsten sind.

Als Konsequenz braucht es eine

politische Richtungsänderung.“

Kein Klimademo-Zwang!

Heftige Kritik übte der Landesparteisekretär

der FPÖ Oberösterreich,

Michael Gruber, daran, dass

viele Schulen dazu übergehen,

während der Unterrichtszeiten Klima-Kundgebungen

– wegen unsicherer

Wetterprognosen – in die

Schulen zu verlegen. „Diese Kundgebungen

mit parteipolitischer Indoktrinierung

sind kein Bildungsauftrag,

Parteipolitik hat an Schulen

nichts verloren. Die Bildungsdirektion

wie auch das Bildungsministerium

müssen dem Spuk ein Ende

setzen“, forderte Gruber.

Mit Sicherheit würden viele Schüler

eher unfreiwillig daran teilnehmen,

aus Angst vor einer schlechteren

Notenbeurteilung, bemerkte

Gruber. Das Demonstrationsrecht

sei ein hohes Gut der Demokratie.

„Eine Teilnahme soll freiwillig und

in der Freizeit erfolgen. Die Schüler

haben wegen der Corona-Maßnahmen

der letzten beiden Jahre einiges

an Lernstoff aufzuholen. Anstatt sie

zum Demonstrieren anzuhalten, sollen

sie jene Unterstützung erhalten,

um etwaige Lernlücken aufholen zu

können“, betonte Gruber.

Inwieweit ÖVP-Landeshauptmann

Wilfried Haslauer in den

Pflegeskandal involviert sei und

seit wann er von den ungeheuerlichen

Zuständen wisse, muss ebenso

aufgeklärt werden wie die die

Rolle der Salzburger SPÖ, forderte

Svazek, die auch auf die politische

Verantwortung der zuständigen

SPÖ-Stadträtin Anja Hagenauer

hinwies: „Die SPÖ wollte dazumals

ein rotes Pflegeheim, errichtet

durch eine rote Wohnbaugenossenschaft,

gefördert mit Millionen an

Steuergeldern und letztlich betrieben

durch den billigsten Betreiber

aus Frankreich.“

OBERÖSTERREICH

Kein „Klima-Demo“-Zwang an

Österreichs Schulen!

Foto: NFZ

Es sind die großen Persönlichkeiten,

die nach den Antworten

auf die großen Fragen unserer

Zeit suchen. Sie stellen die richtigen

Fragen zur richtigen Zeit.

Blenden darf man sich dabei

nicht von jenen lassen, die vorgeben,

sämtliche Antworten bereits

zu kennen. Denn das sind oft

diejenigen, an denen die wahren

Probleme unserer Tage meist unbemerkt

vorbeiziehen.

Keine Antworten

25.356 Euro und 70 Cent. Das

ist sie wert. Die Antwort auf die

Frage, was die Menschen machen

sollen, wenn es kalt wird und die

Teuerungen weiter so stark anziehen:

„Zähne zusammenbeißen“.

Klar, um diesen Preis darf

man sich jedenfalls eine weitaus

bessere Antwort erwarten. Aber

genausowenig, wie ich meinen

Steuerberater das kaputte Auto

in meiner Garage reparieren lasse,

sollte sich Alexander Van der

Bellen zu den Herausforderungen

unserer Zeit äußern. Davon hat er

nun einmal keine Ahnung.

Wie soll er auch? Dieses Thema

sollte lieber jemand behandeln,

der tagtäglich mit Härtefällen zu

tun hat. Und diese auch löst. Ein

Volksanwalt zum Beispiel.

Ich glaube jedenfalls, auf Antworten

passen weder Preisschilder,

noch Ideologien. Und erst

recht keine persönlichen Treueschwüre.

Antworten und „Wahrheiten“

sind immer irgendwie in

Bewegung. Aktuell sollte Diplomatie

über allem stehen. Schnelle

Hilfe weit vor CO2-Steuern und

Verantwortung vor Deckung.

Die aktuelle Staatsführung hat

aber keine Antworten. Sie sucht

auch nicht danach. Sondern versteckt

sich stattdessen vor den

großen Fragen unserer Zeit.


Dienstag, 27. September 2022 KURIER.at

LT-WAHL ’22

Tirol

VON CHRISTIAN WI LIM

UND DANIELA KI TNER

Analyse

Jede Landtagswahl hat ihre

eigene Dynamik. Aber die Ergebni

se in Tirol werden sich

Parteistrategen im Bund wie in

anderen Ländern genau zu Gemüte

führen. Immerhin fand

die Wahl im Umfeld multipler

Krisen sta t und war zudem

der erste große Urnengang

seit dem Rücktri t des türkisen

Zugpferds Sebastian Kurz.

Der ko nte der FPÖ bei

den Nationalratswahlen 2019

nach dem Ibiza-Skandal

Wähler in Ma sen abspenstig

machen und damit die ÖVP in

lichte Höhen führen. Die

Volkspartei abstürzte.

So ntag laut SORA-Wählerstromanalyse

Richtung SPÖ

sta t (siehe Grafik).

Land versus Stadt

Was in dieses Bild pa st: Die

von Georg Dornauer, selbst

Bürgermeister einer Talgemeinde,

ins Re nen geführten

Roten, ko nten vor a lem

im traditione l ÖVP-dominierten

ländlichen Raum ihre besten

Ergebni se einfahren.

Dornauer ist mit 7.5 6 Vorzug

stimmen im Bezirk I nsbruck-Land

sogar zum tirolweiten

Vorzug stimmenkaiser

avanciert – klar vor VP-

Frontma n Anton Ma tle, der

in seinem Heimatbezirk

Landeck auf 5.750 kam.

der Spitzenkandidat sich wie

Dornauer am Land wie ein

LANDTAGSWAHL IN TIROL 2022

4,3

Sitze im Landtag

FPÖ 7 (5)

34,71

(–9,6)

ÖVP 14 (17)

15,5

18,84

(+3,3)

Fisch im Wa ser bewegt. Nachhaltig

profitieren ko nte die

SPÖ davon nicht. Das liegt

wohl auch daran, da sie in einigen

Städten für si en täuschende

Ergebni s eingefahren

hat. In I nsbruck etwa gab

es ein Minus von vier Prozent.

Besonders stark ging es in

Lienz bergab, wo die SPÖ-Listenzweite

Elisabeth Blanik

Bürgermeisterin ist: – 12,8 %.

sein, dem beim städtischen

Publikum womöglich seine anfänglichen

Eskapaden (Gewehr

im unverspe rten Auto)

nachgetragen werden.

Kein Oppositionsbonus

Das letztlich nur zarte Plus

mu s auch der Bundes-SPÖ zu

denken geben. Als die SPÖ Anfang

der 2 0er-Jahre auf

ihr das bei Landtagswahlen

Flügel. Jetzt ist die SPÖ im

Stand tri t. Auch im Vorjahr in

Oberöste reich gewa n sie

mickrige 0,21 Prozentpunkte

(auf 18,6 Prozent) hinzu.

der ÖVP-Wähler sagten, da s

sie „immer diese Partei wählen“

– das war laut SORA das

wichtigste Motiv für die ÖVP-

Wähler am So ntag.

ko nten bei ihren Wählern

stärker als a le anderen Parteien

mit Inhalten (für 61 Prozent

Hauptwahlmotiv) punkten.

Die Regierungspartei wurde

aber klar abgestraft.

Die FPÖ ko nte den offenkundig

vorhandenen Frust

in der Bevölkerung zur Mobilisierung

nutzen. Wie beim

größten Wahlsieger des

Abends – der Liste Fritz – war

der Wunsch, die Mehrheit der

17,3

Sitze

gesamt:

36

17,48

(+0,2)

9,9

LANDTAGSWAHL TIROL 2022 – WÄHLERSTRÖME

Wahlverhalten im Vergleich zur LT-Wahl 2018


(Ergebnis 2018)

16. 0 Stimmen

ÖVP zu SPÖ

5. 0 Stimmen

FPÖ zu ÖVP

3. 0 Stimmen

Grüne zu ÖVP

6. 0 Stimmen

SPÖ zu NW

Grafik: Ortega | Que le: SORA

ÖVP zu brechen, gleich hinter

den Inhalten der wichtigste

Grund, FPÖ zu wählen. Die

Blauen positionierten sich in

Grüne 3 (4)

der ersten Wahlkampfphase

gegen Corona-Maßnahmen,

Asylwerber und die Teuerung.

Später schalteten sie

vo l auf A tacke gegen die

ÖVP. Das zog o fenkundig.

SPÖ 7 (6)

Liste Fritz 3 (2)

NEOS 2 (2)

Höhere Wahlbeteiligung

Die FPÖ ko nte 15. 0 Nichtwähler

von 2018 – mehr als

jede anderen Partei – zur

Stimmabgabe bewegen. Was

sich in Tirol zudem gezeigt

hat: Die Wähler kehren der

Politik in der Krise nicht den

Rücken. Vielmehr ist die

Wahlbeteiligung von 60 auf

65 Prozent gestiegen.

ÖVP FPÖ SPÖ Liste Fritz Grüne NEOS MFG

9,2

10,7

5,4 5,2

(+4,5) (–1,5) 6,29

(+1,1)

ÖVP SPÖ FPÖ Grüne FRITZ

NEOS Sonstige Nichtwähler (NW)

n. k.

Wahlbeteiligung

65,02

%

9. 0 Stimmen

ÖVP zu FPÖ

StimmenanteileinProzent, vorläufiges Endergebnis,

inklusive Briefwahl und Wahlkarten

Wahlergebnis 2018

Rest auf 1 0 %: Sonstige, ungültig

Persönliches Exemplar für AOM-Benutzer pafpoekirchner - (C) APA-DeFacto GmbH. A le Rechte vorbehalten.

Grafik: Eber

Que le: ORF/Sora

4. 0 Stimmen

Grüne zu NW

2,78

6. 0 Stimmen

ÖVP zu FRITZ

6. 0 Stimmen

SPÖ zu FRITZ

4. 0 Stimmen

FPÖ zu NW

Nachwehen. Es war ein kollektives

Aufatmen, das am

So ntagabend in der Tiroler

Volkspartei zu vernehmen

war. Der Fa l in der

Wählergunst war tief, aber

sto pte de noch klar vor

der 30-Prozentmarke.

Am Montagvormi tag

kam der Landesparteivorstand

zusammen, um die

Ergebni se nachzubesprechen

und sich auf die nun

von VP-Chef Anton Ma tle

5. 0 Stimmen

ÖVP zu NEOS

zu führenden Koalitionsverhandlungen

vorzubereiten.

Als Zaungast vor der Parteizentrale

fand sich Wirtschaftskammerpräsident

Christoph Walser ein.

Ma tle, für den sowohl

Schwarz-Rot als auch eine

Dreier-Koalition infrage

kommt – so zumindest die

Aufste lung für den Verhandlungspoker.

Neos keine Option

Eine Regierungsbeteiligung

der Neos „ist für den

Wirtschaftsbundobma n

Franz Hörl, im Gegensatz

zu Walser Mitglied des

Landesparteivorstands, so

4. 0 Stimmen

ÖVP zu NW

abgesprochen.

Ohne die Neos fielen

gleich zwei von drei Varianten

für eine mögliche


Dreier-Koalition (ohne

SPÖ, aber mit den Kleinparteien)

flach. Übrig bliebe

nur die Option

Schwarz-Grün-Liste Fritz.

Walser bekräftigte

gegenüber dem KURIER

zudem, schon „immer ein

Freund von Zweier-Koalitionen“

gewesen zu sein

und meinte da n noch

zum Ö1-Mi tagsjournal:

„Es gibt zwei Varianten.“

Tür zu Schwarz-Blau

Damit stößt der Wirtschaftskammerpräsident,

der selbst gerne Landeshauptma

n geworden wäre,

auch die Tür zu

Schwarz-Blau wieder auf,

die Ma tle schon im Wahlkampf

geschlo sen ha te,

und was er am Wahlabend

erneut bekräftigt ha te.

Wirtschaftsbundobma

n Hörl macht aus seiner

Abneigung gegenüber

den Neos auf Anfrage zwar

kein Hehl, die Au sagen

von Walser wo lt er aber

nicht kommentieren: „Ich

äußere mich nicht zu Koalitionsverhandlungen.“

Deutlicher wurde da

schon der geschäftsführende

AAB-Chef Dominik

Mainusch, der auf Anfrage

meinte: „Wir machen

keine Koalition mit den

Blauen. Da ka n der

Walser kopfstehen. Der

AAB würde dem nicht zustimmen.“


119.000

65.000

61.000

34.000

32 .000

21.000

14.000

192.000

Anton Ma tle ko nte sich auf

VP-Stammwähler verla sen

FPÖ-Chef Markus Abwerzger

mobilisierte Nichtwähler

Georg Dornauer (SPÖ) erzielte

die besten Resultate am Land

ab Dienstag starten wi l.

Bei einem Statement nach

dem Landesparteivorstand

wo lte er die Au sagen

Walsers nicht kommentieren.

Er versicherte aber,

da s eine Koalition mit den

Freiheitliche nicht infrage

komme. In dieser Frage

gebe es „ganz klare Kante“.

Ob es zu einer Zweier-

Variante mit der SPÖ oder

einer Dreier-Koalition

kommt, werde von den inhaltlichen

Schni tmengen

abhängen. Eine Neuauflage

von Schwarz-Rot, das es

wahrscheinlichsten.

En täuschte SPÖ

Bei SPÖ-Chef Georg Dornauer

und seinen Genossen

he rschte am Wahlabend

trotz eines gewonnenen

Mandats En täuschung.

Der Zuwachs in

Prozentpunkten ist mickrig,

Plat zwei ging an die

FPÖ verloren.

Das ergibt eine Melange,

die man sich nicht für

einen Koalitionspoker mit

der nach wie vor starken

ÖVP gewünscht ha te. Eigentlich

wo lte Dornauer

nur bei „deutlichen Zugewi

nen“ in eine Regierung.

CHRISTIAN WI LIM

APA/ROLAND SCHLAGER

APA/EXPA/JOHA N GRODER

APA/ROLAND SCHLAGER

eit der Vorwoche ist es Gewissheit.

Weil die Verträge der Nationalratsabgeordnete

SPÖ, ÖVP, FPÖ und KPÖ glaubt

zwischen dem Eigentümer Hannes Amesbauer (FPÖ) allerdings

nicht. Er vermisst „auf

des früheren Landespflegeheims

und der Bundesagentur übergeordneter Ebene – außer

für Betreuungs- und Unterstützungsleistungen

(kurz

zung für den Protest

seitens der FPÖ – die Unterstüt-

BBU) unterschrieben

der Gemeindevertreter“.

Im Landtag hätten

sind, könnten schon

mit 1. Jänner die ersten

ÖVP und SPÖ den Widerstand

nicht mitge-

von insgesamt 250

Flüchtlinge ihr Quartier

in Kindberg beziene

halte ÖVP-Innenmitragen,

auf Bundesebehen.

Die kommunale

nister Gerhard Karner

Politik ist aber nach

an den Plänen fest.

wie vor optimistisch, Amesbauer Daher sieht Amesbauer

nur zwei Mög-

die Umgestaltung des wi l Neuwah-

früheren Pflegeheims

lichkeiten, das Asylheim

zu verhindern:

in ein Asylquartier für

vulnerable Personen noch aufhalten

zu können. Mithilfe eines von Minister Karner: „Die ,Drü-

Neuwahlen oder ein Ablösen

Rechtsanwalts so len Schlupflöcher

gefunden werden, um grünen Koalition am Beispiel

berfahrerpolitik' der schwarz-

etwa die schlechte Bausubstanz Kindberg zeigt, wie notwendig

als Grund anzuführen, das Asylheim

doch noch aufzuhalten. den Menschen die Möglichkeit

rasche Neuwahlen wären, um

An einen Erfolg dieses parteiübergreifenden

Vorhabens von abzuwählen.“ Marco

zu geben, diese Art der Politik

Mitterböck

len im Bund FPÖ

14 Medien

Neue Freie Zeitung

GEZWITSCHER

A. Van der Bellen

@vanderbellen

Die „Pflicht zum Handeln“, die @

antonioguterres in seiner gestrigen

Rede eingemahnt hat, betrifft die

Friedenbemühungen im Ukraine-Krieg

genauso wie den immer

akuter werdenden Klimanotstand.

Das sind wir künftigen Generationen

schuldig. 21. Sept. 2022 19:38

Die Österreicher sollen also für

die Ukraine und das Klima frieren,

während der Rest der Welt schön

warm durch den Winter kommt.

Sascha Flatz

@rechtsanwalts11

Was sagt eigentlich @vanderbellen

heute zu seiner Aufforderung

an Frauen ein Kopftuch zu tragen

angesichts der Proteste im

#Iran und der von den Mullahs

ermordeten #MashaAmini?

24. Sept. 2022 13:27

Er hat im Juli dem Präsidenten

zum Amtsantritt gratuliert, der jetzt

die Proteste niederschlagen lässt.

TELEGRAM

Mehrheit der Österreicher fordert

Aus für die ORF-Zwangsgebühr

Statt Ausweitung sind 58 Prozent für generelle Abschaffung der GIS

Während der ORF mobil

macht für eine Ausweitung

der Rundfunkgebühr auf seine

Streaming-Inhalte, will die Mehrheit

der Österreich deren Aus.

Wer soll die GIS-Gebühr – aktuell

rund 345 Euro pro Jahr – zahlen?

Wie bisher nur, wer den ORF über

Fernsehen oder Radio nutzen kann?

Jeder Haushalt via „Haushaltsabgabe“,

wie in Deutschland und der

Schweiz? Das hat „Unique Research“

im Auftrag der Tageszeitung

„Heute“ von 1.600 Österreichern

ab 16 Jahren wissen wollen.

Mehrheit für GIS-Aus

Eine satte Mehrheit, 58 Prozent,

ist für die generelle Abschaffung

der Rundfunkgebühr. Bei den

FPÖ-Wählern sind es gar 81 Prozent.

Am zufriedensten sind Grünen-Sympathisanten,

hier sind nur

Österreicher wollen keine ORF-Zwangsgebühr mehr zahlen.

44 Prozent für die Abschaffung der

Zwangsgebühr.

26 Prozent der Befragten finden,

dass nur zahlen soll, wer den ORF

tatsächlich nutzt. Am verbreitetsten

ist diese Meinung bei Anhängern

der Neos (36 Prozent).

Die Variante „Gebühr für alle“

favorisieren nur ORF und einige

Medienexperten zur Schließung

der „Streaminglücke“, also des Internetangebots

des ORF. In der Be-

völkerung ist diese Zwangsabgabe

für jeden Haushalt, unabhängig

von der Nutzung des ORF-Angebots,

aber am wenigsten gern gesehen:

Selbst bei den Grünen-Anhängern

sind nur 30 Prozent dafür,

bei SPÖ-, Neos- (je 15 Prozent)

und ÖVP-Wählern (12 Prozent)

fällt die Zustimmung geringer aus.

Und nur ganze drei Prozent der

FPÖ-Sympathisanten würden das

deutsche Modell befürworten.

Foto: NFZ

GEFÄLLT MIR

Herbert Kickl

26. September 2022

Eine solche Volksbefragung

fordern wir Freiheitliche auch in

Österreich. Warum haben alle

anderen Parteien Angst vor dem

Volk?

2.933 Personen gefällt das.

Weil sie nach eigenem und Brüsseler

Gutdünken regieren, statt die

Interessen ihrer Bürger zu vertreten.

FPÖ IN DEN MEDIEN

„Tirol-Wahl bringt neue Wählertrends“,

berichtete der „Kurier“

als Nachlese zur Tirol-Wahl. Und

dieser Trend zeigt

vor allem eines:

Die FPÖ konnte

15.000 Nichtwähler

von 2018

– mehr als jede

andere Partei – zur

Stimmabgabe be-

Am vergangenen Montag war im

ORF großes Moral-Fernsehen angesagt,

oder was man am Küniglberg

eben darunter versteht.

Da herrschte zum Einen in der

„ZIB1“ Unverständnis darüber,

wieso diese Italiener nicht den

Wink mit dem Sanktionspfahl von

EU-Kommissionspräsidentin Ursula

von der Leyen verstanden haben.

„Das muss Europa erst einmal

verdauen. Ausgerechnet in Italien,

einem Land, das den Schrecken des

Faschismus erlebt und überlebt

hat, wenden sich die Wähler mehrheitlich

einer Partei zu, die ihre

Wurzeln in dieser Ideologie hat“,

leitete die Moderatorin den Beitrag

Tirol-Wahl I 3

Tirol-Wahl bringt neue Wählertrends

Tiefer geblickt. Die Detailanalyse zeigt, dass die ÖVP stärker an die SPÖ verloren hat als an die FPÖ.

Die Roten zeigten ungewohnte Schwächen in den Städten, was aber auch am Frontmann liegen könnte

Blauen ko nten nun erstmals

wieder einen größeren Erfolg

feiern, während die Tiroler

Der größte Profiteur des

Ausri nens der Schwarzen

war aber nicht die FPÖ. Im

Vergleich zur Landtagswahl

2018 fan der größte Stimmenabflu

s von der ÖVP am

Das zeigt, da s die SPÖ

durchaus auch abseits urbaner

Gefilde punkten ka n, we n

Eine Erklärung für die

urbane Schwäche kö nte im

Profil von Dornauer zu suchen

Bundesebene in O position zu

Wolfgang Schü sels schwarzblauer

Koalition war, verlieh

Bund wieder in O position,

doch von Rückenwind ist diesmal

wenig zu bemerken. Tirol

ist nicht das einzige Bundesland,

in dem die SPÖ auf dem

Die ÖVP ko nte sich einmal

mehr auf ihre Stammwähler

verla sen. 28 Prozent

Die Grünen wiederum –

Koalitionspartner der ÖVP im

Bund und (noch) in Tirol –

2018 2022 Stimmen

Wahlniederlage lässt es

in der Tiroler VP rumoren

Ma tle kämpft mit Querschü sen aus dem Wirtschaftsbund

Und der konterkarierte

im Gespräch mit dem

KURIER die Ansagen von

Wirtschaftsbund keine Option“,

ließ Walser aufhorchen.

Das sei auch mit

wegen und trug damit massiv zu

der gestiegenen Wahlbeteiligung

in Tirol bei. Und noch ein erfreuliches

Detail der Tirol-Wahl: Die

FPÖ war mit einem Anteil von 24

Prozent stärkste Partei der unter

30-jährigen.

Über ein klassisches Beispiel

des Versagens und der daraus

resultierenden Drüberfahrpolitik

der schwarz-grünen Koalition

berichtet die „Kleine

Zeitung“. Die Stadt Kindberg

Für Anton Ma tle ein

durchaus ru piger Start in

die Sondierungen, die er

vor der seit 2013 regierenden

schwarz-grünen Koalition

gab, erscheint am

22 | Mürztal

KAPFENBERG

GISBÄRS TV-NOTIZ

Filmklub nach

Rumänien

Günther Agath liefert

Wissen für Rumänien.

Mitte September hat der

Kapfenberger Filmklub sein

65. Jubiläumsjahr eingeläutet,

heuteAbendstehtbereits

der erste Höhepunkt an. Im

Klublokal in Redfeld gibt es

um19 Uhr einenhistorischen

Abend über Kapfenberg in

den1950er-Jahren.Dabeigibt

es neben Fotos und Filmen

auch einen Vortrag.

Doch das Wirken des Filmklubs

unter Günther Agath,

der bereits seit 42 Jahren als

Obmann fungiert und sich

aktue l vor a lem über das

Abschneiden des Films „Ein

Gleichnis“ von Reinhold

Wurm freut, ist auch über

Kapfenberg hinaus spürbar.

So kam Agath im Zuge der

Filmweltmeisterschaft in Locarno

kürzlich mit rumänischen

Ko legen in Kontakt.

„Sie studieren unser Filmblatt

ganz genau“, sagt Agath

stolz. Im kommenden Jahr

so l Agath mit mehreren Mitstreitern

in Rumänien unterrichten:

„Sie haben zwar die

Ausrüstung, wissen aber

nicht, wie man die Jugend

bindet.“

BRUCK

Premiere in der Heimatstadt

„Angst. Sorgen. Loslassen. Jesuanische

Impulse in Zeiten

wie diesen“ lautet der Titel

des Vortrags mit anschließendem

Gespräch, den der Theologe

Peter Trummer am Donnerstag,

dem 29. September,

um 19 Uhr im Pfarrsaal der katholischen

Pfarre Bruck hält.

Trummer, geboren 1941 in

Bruck, studierte in Graz, Tübingen

und Regensburg. Er

lehrte bis 2006 das Neue Testament

in Graz und ist weiterhin

als Autor, als Vortragender

zum Ergebnis der Parlamentswahl

in Italien ein. Hat irgendein Küniglberger

sich bei den Linksparteien

erkundigt, ob Frau Meloni und ihre

Partei denn wirklich das faschistische

Italien eines Benito Mussolini

aufbauen wollen?

Wozu denn recherchieren, wenn

man Haltung zeigen muss.

Kleine Zeitung

Dienstag, 27. September 2022

wehrt sich rechtlich

gegen ein geplantes

Asylheim mit 250

Plätzen. Und wo soll

das entstehen? Im

früheren Landespflegeheim.

Unterstützung

erhält die Stadt

auf Landes- und

Bundesebene nur von der FPÖ und

Innenminister Karner halte an den

Plänen fest, zitiert sie FPÖ-Sicherheitssprecher

Hannes Amesbauer.

„Asylheim:Stopp

nur bei Neuwahl“

Die Stadt Kindberg will sich mithilfe eines

Rechtsanwalts gegen das geplante Asylheim

wehren. FPÖ-Abgeordneter ist skeptisch.

S

und auch kreativ tätig. Sein

letztes Buch: „Den Herzschlag

Jesuerspüren. SeinenGlauben

leben“ (Herder Verlag) ist in

der dritten Auflage, das Osterbuch

von 2016 wird erweitert

neu aufgelegt. Dazu kommt

noch die Publikation „Ich bin

das Licht der Welt“ (Theologische

Meditationen, 2018).

Mit dem Vortrag in Bruck –

übrigens dem ersten in seiner

Heimatstadt – versucht Trummer,

die kürzeste Summe seines

Lebens vorzuste len.

Persönliches Exemplar für AOM-Benutzer pafpoekirchner - (C) APA-DeFacto GmbH. A le Rechte vorbehalten.

BRUCK

Sich im Alter schwungvo l zur

Musik zu bewegen, macht

nicht nur Spaß und fördert soziale

Kontakte, es verbessert

wichtige körperliche Fähigkeiten

wie zum Beispiel das

Gleichgewicht – und so beugt

man dem gefährlichen Sturzrisiko

vor, wie eine Studie der

Fachhochschule St. Pölten mit

50 gesunden Senioren zwischen

60 und 80 Jahren aus

Niederösterreich und Wien

bewiesen hat. Wöchentliches

Tanzen fördert und stärkt aber

WAS, WANN, WO?

Die wichtigsten Termine

HEUTE, 27. 9.

BRUCK. Behindertenberatung von A-Z.

KOBV-Büro, Theodor-Körner-Straße19c,

13.30 bis 18 Uhr.

KAPFENBERG. Familienberatungsstelle/Institut

für Familienberatung und

Psychotherapie, ece-Bürozentrum, 2.

Stock, Tür 23, Wiener Straße 35 a, Anmeldung

erforderlich unter Tel. 0676-

874226 04.

KAPFENBERG. Filmklub. 68. historischer

Kapfenberg-Abend. Filme, Fotos

und Vortrag über „Kapfenberg in den

1950-er Jahren“. Filmklub, Volksschule

Redfeld, Steinerhofa lee, 19 Uhr.

Tel. 0676-610 15 07.

KAPFENBERG. Im Schaufenster 2022:

„Bühnefrei…andtheshowmustgoon“.

Ausste lungvonErnestineHaidenkummer

während der Büroö fnungszeiten.

SPÖ-Büro, Rathausgasse 1.

KAPFENBERG. Sturzprävention. Tri tsicher

und mobil. Kurs unter sportwissenschaftlicher

Anleitung und mit individue

lem Training. ISGS-Drehschei-

be,GrazerStraße3,9.30bis10.30Uhr.An-

meldung erforderlich unter Tel.

(03862) 215 00.

KAPFENBERG. „Wandelbare Zeiten“.

Ausste lung der Werke von 25 Kapfenberger

Künstlerinnen und Künstler.

Kulturzentrum, Mürzgasse 3, 9 bis 12

Uhr und 14 bis 17 Uhr.

Tel. (03862) 225 01-1606

MÜRZZUSCHLAG. GEL: Genießen-Erleben-Laufen

mit Nordic Walking. Städtische

Sportanlage Knappenhof, 18 Uhr.

ST. BARBARA. Ausste lung anlässlich

des 30. Todestages des Bildhauers und

Malers Paul Kassecker. Fast Pichl, Rittisstraße

1, Anmeldung erforderlich unter

Tel. (03858)22 01-0.

ST. LORENZEN. Lesung mit Krimiautorin

Martina Parker. Gemeindeamt, Bücherei,

Hauptstraße 4, 18.30 Uhr.

Gesund und aktiv mit Tanzen

auch die sozialen Kontakte.

Diese wiederum schützen vor

Isolation, Vereinsamung und

Depression, fördern die Lust

an der Eigenständigkeit und

heben das Selbstbewusstsein.

Lust zu tanzen bekommen?

Dann melden Sie sich bei

„Tanzen ab der Lebensmitte –

Seniorentanz Steiermark“ unter

Tel. 0699-141 00 14 an. Die

Tanzeinheiten beginnen am

Donnerstag, dem 29. September,

jeder kann mitmachen, ob

als Paar oder als Single.

In dieser „Haltung-zeigen“-Manier

machte man auch dem

FPÖ-Kandidaten Walter Rosenkranz

zum Vorwurf, dass er als

eines seiner Vorbilder Julius Sylvester

genannt hat. Das war doch

ein hauptberuflicher Antisemit, der

nebenbei im Reichstag der Monarchie

saß, 1919 zum „Staatsnotar“,

ernannt und später zum Verfassungsrichter

berufen worden ist.

Dass er in das gleiche Gymnasium

wie später Rosenkranz in Krems

gegangen ist oder wie Rosenrkanz

passionierter Musiker (Mitbegründer

des Salzburger Mozarteums)

war, zählt alles nichts. Es ist nur

sein Antisemitismus, der heutzutage

zählt, zumindest am Küniglberg.


Nr. 39 Donnerstag, 29. September 2022

g

Ein kitschiges Hollywood-Märchen

Neu im Kino: Ticket ins Paradies

Liest man die Liste der Mitwirkenden,

denkt man, dass das ein

guter Film sein muss.

Sieht man die ersten Minuten

des Films, denkt man, dass das bestimmt

nur gut ausgehen wird.

Was aber stellt sich am Ende heraus?

Richtig. Es ist ein guter Film.

Allerdings kein sehr guter. Und das

hat seine Gründe. Die Schauspieler,

an der Spitze George Clooney als

David und Julia Roberts als Georgia,

tun ihr Bestes. Man hat nichts

anderes von ihnen erwartet. Doch

die Geschichte der beiden, deren

vor 25 Jahren geschlossene Ehe kaputt

ist, was sie für ihre gemeinsame

Tochter Lily, gespielt von Kaitlyn

Dever, verhindern wollen, zieht

sich. Ungewollt gemeinsam fliegen

sie nach Bali. Wirklich lachen kann

man da in einer Szene, in der die

zwei einander Spinnefeindlichen

zufällig und zu ihrem Verdruss im

Flugzeug zwei Sitzplätze nebeneinander

bekommen.

Unerwünschte Nachbarschaft

Dann, am Ziel angekommen,

wiederholt sich das Mißgeschick,

sie wohnen im Hotel in zwei nebeneinander

befindlichen Zimmern.

Wenn man Bali nur ein bißchen

kennt, weiß man anhand der Außenaufnahmen,

daß diese nie und

nimmer in Bali stattgefunden haben.

Es gibt außer der Landschaft

auch sonst nichts Bali-Mäßiges.

So hätte es den Streifen nur belebt,

wenn man die bezaubernde Gamelan-Musik

der Balinesen eingespielt

hätte.

Stattdessen hat Lorne Balfe eine

nichtssagende Untermalung geschrieben,

die einem zeitweise auf

die Nerven geht. Und die wirklichen

Drehorte Whitsunday Islands,

die Gold Coast und Brisbane geben

den wahren Zauber Balis nicht wieder.

Stattdessen hält eine High-Society-Kulisse

mit prachtvoller und

makelloser Hotellerie Einzug.

Vergebliche Liebesmüh

Tochter Lily, soeben in Los Angeles

promoviert und mit einer Anwalts-Zukunft

gesegnet, verliebt

sich im Urlaubsparadies in einen

Einheimischen und will dort heiraten.

In den folgenden Szenen wird

David von einem Delphin und der

Mödling: Bezirkstag der

Freiheitlichen Wirtschaft

Beim letztwöchigen Bezirkstag

der Freiheitlichen Wirtschaft (FW)

Baden/Mödling im Klostergasthof

Thallern wurde Oskar Kammerzelt

in seinem Amt als Bezirksobmann

der FW bestätigt.

Zu seinem Stellvertreter wurde

Florian Schüssler berufen. Mit den

Vorständen Ing. Gerhard Domnanovich,

Karl Edelhofer, Rene Hansy,

Nadine Pernjak, Victoria Häusler,

Ing. Reinhard Hoch und dem

ehemaligen Nationalratsabgeordneten

Peter Gerstner ist der schlagkräftige

Vorstand komplett.

Das Amt der Rechnungsprüfer

übernehmen Christa Kratohwil und

Peter Lercher.

Die Leitung der FW Baden/Mödling: Langthaler, Gerstner, Pernjak,

Edelhofer, Kammerzelt, Kratowhil, Hoch, Peter und Hansy (v.l.)

Foto:

neue Freund Georgias,

der Franzose

Paul (Lucas Braco)

von einer Schlange

gebissen, beides mit

großer Heiterkeit

begleitet.

Die Mühen der

zwei einander immer

näherkommenden

Eheleute, das

geliebte Töchterlein

vor einer der

ihrigen ähnlichen

Ehe zu bewahren,

sind zwecklos.

Die Anwaltskarriere

weicht einer kitschig-romantischen

Zukunft im paradiesischen

Indonesien.

Statt diese zu verhindern,

finden sich

David und Georgia wieder, die Sache

geht also wie eingangs erwartet

gut aus. Zwar zieht es sich, aber

das Happy End ist unausweichlich.

Kultur/Blitzlicht 15

Und wenn sie nicht gestorben

sind, führen alle ein harmonisches

Leben auf Bali.

Herbert Pirker

Lotterien Tage bieten Kultur für alle

Museen, Theater oder Zoo – dank der Österreichischen Lotterien können

Top-Einrichtungen seit mehr als 10 Jahren gratis besucht werden

Auch wenn aus dem Lotto Sechser nichts wurde

und beim Rubbellos der ersehnte Hauptgewinn

nicht dabei war, -zigtausende Spielteilnehmer:innen

der Österreichischen Lotterien

wissen bereits, dass die vermeintliche „Niete“

spätestens beim nächsten Lotterien Tag zum

Gewinn wird und die Türen zu den beliebtesten

Kunst- und Kultureinrichtungen des Landes

öffnet. Die Lotterien Tage gibt es seit dem Jahr

2010 und sie wurden mit mittlerweile mehr als

110 Veranstaltungen und über 120.000 Besucher:innen

zu einem beliebten Fixpunkt in den

Terminkalendern der Kooperationspartner und

Spielteilnehmer:innen der Österreichischen

Lotterien. Zudem werden sie einem großen Anliegen

der Österreichischen Lotterien gerecht, nämlich Kunst und Kultur auch für jene Menschen, die sich ein

Eintrittsticket nur schwer leisten könnten, frei zugänglich zu machen.

Ein Teil des Kartenkontingents wird caritativen Einrichtungen zur Verfügung gestellt, und es werden nach Möglichkeit

Führungen in einfacher Sprache sowie für Blinde und sehschwache Personen, Gehörlose und Menschen

mit Demenz angeboten.

Nächster Lotterien Tag: Am Freitag, dem 28. Oktober 2022 werden Lotto Quittung, Brieflos und Co wieder zur

Eintrittskarte in den Tiergarten Schönbrunn. Alle Infos unter www.lotterientag.at

Jagd auf Millionen „mit Klasse“

Am 24. Oktober wartet das große Finale der 194. Klassenlotterie mit Gewinnen

von insgesamt 10 Mio. Euro, die 195. Lotterie steht in den Startlöchern

Am Montag, dem 3. Oktober 2022 startet die 6. und damit letzte Klasse der 194. Klas-senlotterie und damit nähert sich

diese Lotterie ihrem großen Finale. Einmal 5 Millionen und fünfmal 1 Million Euro werden bei der Schlussziehung am 24.

Oktober verlost. 29 Millionentreffer, 250.000 Lose, eine Gesamtgewinnsumme von 121,5 Mio. Euro, Superklasse und Goldklasse

– darum geht es auch bei der 195. Klassenlotterie,

die am Montag, dem 14. November

2022 mit der Verlosung der ersten Million startet.

An der Klassenlotterie kann man mit einem

ganzen Los oder mit Zehntel-Anteilen davon

teil-nehmen. Ein Zehntellos kostet pro Klasse

15 Euro, ein ganzes Los 150 Euro. Lose sind

in allen Geschäftsstellen der Klassenlotterie

erhältlich. Alle Infos zum Spiel findet man unter

www.win2day.at/klassenlotterie

Anzeige

Als Zusatzspiele gibt es die Superklasse, bei

der es täglich um 100.000 Euro geht, und die

Goldklasse, bei der Gold im Gesamtwert von

12,5 Millionen Euro verlost wird.

Foto: Österreichische Lotterien


16 Blitzlicht

Neue Freie Zeitung

Politische Bildung aktuell

fbi-politikschule.at

Partei

Parlament Publikationen

Seminare Veranstaltungen

Handbuch der Kommunalpolitik

Das Handbuch der Kommunalpolitik ist ein Leitfaden für die politische Praxis auf kommunaler Ebene.

Es soll Menschen, die sich der Kommunalpolitik verschreiben, dabei helfen, ihre ehren- oder hauptamtlichen

Aufgaben möglichst erfolgreich zu erfüllen. In zehn bündigen praxisorientierten, didaktisch aufbereiteten

Einzelbänden widmet es sich den großen Themen der Kommunalpolitik.

Band 2: Führung, Motivation und Teambuilding

In Band zwei des Handbuchs für Kommunalpolitik wird auf die Herausforderungen bei der Führung eines

Teams von Ehrenamtlichen eingegangen. Sehr konkret werden die Anforderungen an einen Ortsgruppenobmann

oder eine Ortsgruppenobfrau beschrieben und die Konfliktpotentiale, denen man sich in einer solchen

Position stellen muss. Es geht um Konfliktmanagement und Motivationsmaßnahmen, um sinnvolle

und erfolgsversprechende Führungsstrategien und die Merkmale eines erfolgreichen Teams. Und wie man

es schafft, sowohl eine gut koordinierte Zusammenarbeit als auch ein intaktes Wir-Gefühl herzustellen und

zu fördern.

Das Handbuch ist von Praktikern für Praktiker geschrieben und zeichnet sich unter anderem durch anwendungsorientierte

Checklisten und effektive Tipps aus.

GRATIS zu beziehen über das Freiheitliche Bildungsinstitut (FBI):

Friedrich-Schmidt-Platz 4/3a, 1080 Wien | Per E-Mail: fbi_buchbestellung@fpoe.at oder telefonisch unter +43 512 35 35 - 39

www.fbi-politikschule.at/publikationen/buecher-und-broschueren

Informationen zu Buchbestellungen und Datenschutz finden Sie unter: www.fbi-politikschule.at/datenschutz

FBI: Im Auftrag der staatsbürgerlichen Bildungsarbeit.

/FreiheitlichesBildungsinstitut

Hurra! Ihre Datei wurde hochgeladen und ist bereit für die Veröffentlichung.

Erfolgreich gespeichert!

Leider ist etwas schief gelaufen!