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prima! Magazin – Ausgabe Oktober 2022

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OKTOBER <strong>2022</strong><br />

An einen Haushalt / Österreichische Post AG P.b.b. / RM 06A036811 K / Verlagspostamt 7400 Oberwart Foto © LEXI<br />

Wein und Oliven:<br />

Wie Bruder und<br />

Schwester<br />

Neue Formen der Landwirtschaft durch den<br />

Klimawandel. Wie aus drei Freunden aus<br />

Stegersbach Olivenbauern wurden.<br />

„Hackler“ und Macher<br />

Horst Horvath. Die Marke „Horstl“


Herbst.<br />

Kulinarik. Ernte.<br />

Es soll ja Menschen geben, die dem Sommer nachtrauern. Dabei ist der<br />

Herbst doch der pure Genuss. Natürlich! Es ist ja auch Erntezeit und die<br />

heimischen Betriebe werden dabei so richtig kreativ. Das Ergebnis sind<br />

Produkte und Gerichte, die Gaumen und Seele erfreuen.<br />

Gut Mariendol, Litzelsdorf<br />

Biobauernhof Loidl, Kaindorf<br />

Der Betrieb wird konsequent nach den Richtlinien der biologischen Landwirtschaft geführt.<br />

Äpfel gibt es hier fast ganzjährig und je nach Saison und Witterung auch anderes Bio-Obst.<br />

Besonders beliebt sind die prämierten Fruchtsäfte – mit der Marke BIOTOBI hat das<br />

Familienunternehmen eine gesunde, regionale Alternative zu Limonaden geschaffen.<br />

Verschiedene Essigsorten sind ab Hof zu kaufen.<br />

Außerdem bietet der Biobauernhof viele Produkte, für die die Basis vom eigenen Acker stammt – wie<br />

etwa Bio Hopfen, welcher in Kooperation mit Toni Bräu auf den eigenen Flächen wächst sowie ein<br />

Erbsen-Getreidegemenge, welches der Biobauernhof als Dünger für seine Obstkulturen verwendet.<br />

Biobauernhof Loidl | Kopfing 11 | 8224 Kaindorf | www.biobauernhof-loidl.at | 0664/9264223<br />

Durch die Liebe zum Kochen und zu den Produkten der Natur ist der 3-Hauben-Koch Philipp<br />

Kroboth vor einigen Jahren auf die Bienen aufmerksam geworden und stellt biologisch zertifizierten<br />

Honig her, mit dem er in der Küche seines Restaurants kocht, der aber auch für zu Hause gekauft<br />

werden kann. Kroboths Rezepte mit Honig sind im Buch „Honigliebe“ erschienen, das auf www.<br />

edition-europrint.at erhältlich ist. Der Bio-Honig im 500g-Glas ist auf Gut Mariendol zu erwerben:<br />

7532 Litzelsdorf | Panoramaweg 41, 0660 553 65 49 | willkommen@gut-mariendol.at<br />

Der Stadtwirt, Oberwart<br />

Die beliebten Premium Cordon Bleu Wochen sind noch in den ersten beiden <strong>Oktober</strong>wochen<br />

eines der Highlights beim Oberwarter Stadtwirt. Ob klassisch, feurig mit Chili, Speck und Pfefferoni<br />

(Diavolo), ob ein Steirer-Sur Cordon Bleu mit Kürbispanade oder lieber ungarisch mit Salami und<br />

Zwiebel. Oder lieber doch kalorienbewusst (Low Carb) – jedes Cordon Bleu stammt vom steirischen<br />

Vulkanlandschwein (AMA Gütesiegel). Und für Vegetarier gibt es eine besondere Variante aus<br />

Kartoffelteig mit Kürbis-Pilzfülle.<br />

Der Stadtwirt | 7400 Oberwart | 03352-315 20 | www.der-stadtwirt.at<br />

Riedlingsdorfer<br />

Bauernladen<br />

Drei Generationen arbeiten auf dem mehrmals<br />

prämierten Bauernhof und das garantiert<br />

schmackhafte Fleisch- und Wurstwaren nach<br />

traditionellen Rezepten. Das vielfältige<br />

Angebot gibt es täglich im Hofladen in<br />

Riedlingsdorf: Prämierte Würstel und<br />

Selchwaren, Frischfleisch vom eigenen Hof<br />

und eigener Schlachtung, monatlich ANGUS-<br />

Rindfleisch. Außerdem: Kartoffel und Kürbiskerne<br />

von den eigenen Feldern und viele<br />

weitere regionale Produkte.<br />

Familie Zapfel | Riedlingsdorf | 03357 434 53<br />

www.bauernladen-zapfel.at<br />

Werbung


www.<strong>prima</strong>-magazin.at<br />

GESAMTER BEZIRK OBERWART UND<br />

OSTSTEIERMARK MIT GROSSRAUM HARTBERG<br />

Foto © LEXI<br />

Wein und Oliven:<br />

Wie Bruder und<br />

Schwester<br />

Wie aus drei Freunden aus<br />

Stegersbach Olivenbauern wurden.<br />

Gewinnspiel<br />

„Dann kommen sie<br />

wieder nach Hause“<br />

Abschied nehmen vom geliebten Haustier.<br />

Wenn der vierbeinige Liebling stirbt.<br />

<strong>prima</strong>! auf Besuch in einer Tierbestattung.<br />

Der Ansturm auf<br />

Brennholz treibt<br />

den Preis hoch<br />

Das Horten hat die Lager geleert und den<br />

Preis hinaufgetrieben.<br />

Kunst & Kultur-<br />

Paket<br />

OKTOBER <strong>2022</strong>


WERBUNG<br />

Jetzt neu im Oberwart!<br />

Ich tue es!<br />

Und ich fühle mich gut.<br />

Darum sollten auch Sie Plasma spenden:<br />

• Weil Blutplasma als Rohstoff für zahlreiche lebensrettende Medikamente<br />

benötigt wird und nicht künstlich hergestellt werden kann.<br />

• Weil Sie tausenden von Menschen helfen können, die lebenslang darauf<br />

angewiesen sind.<br />

• Weil Plasma spenden einfach und sicher ist und Ihr Gesundheitszustand<br />

regelmäßig überprüft wird.<br />

• Weil Plasma in der Notfallmedizin und bei Operationen täglich zum<br />

Einsatz kommt und auch Sie, Ihre Familie oder Ihre Freunde es eines<br />

Tages benötigen könnten.<br />

Und so können Sie Plasma spenden:<br />

• Sie sind 18 Jahre alt und gesund.<br />

• Vereinbaren Sie telefonisch einen Termin in unserem Spendezentrum.<br />

Als Dankeschön für Ihren Zeitaufwand<br />

erhalten Sie € 30,- pro Spende!<br />

EUROPLASMA Spendezentrum Oberwart<br />

EO Park, 1.OG /3<br />

Europastraße 2, 7400 Oberwart<br />

Tel: +43(0)3352/22 555<br />

4<br />

OKTOBER <strong>2022</strong> www.<strong>prima</strong>-magazin.at


INHALTSVERZEICHNIS<br />

EDITORIAL<br />

43<br />

32<br />

Foto © LEXI<br />

6<br />

Konstruktive Wege<br />

Eine der wesentlichen Aufgaben des<br />

Journalismus ist es, sich mit den problematischen<br />

Veränderungen und Entwicklungen<br />

der Gesellschaft auseinanderzusetzen.<br />

Die Art und Weise, wie dies<br />

geschieht, hängt von der Leitlinie der<br />

Redaktion ab. Die Welt wird derzeit von<br />

zahlreichen Krisen in Atem gehalten. „Bad<br />

news are good news“ funktioniert nicht<br />

mehr. Es ist eine gefährliche Haltung.<br />

Immer wieder höre ich in meinem Umfeld,<br />

dass der Nachrichtenkonsum verweigert<br />

wird, weil all das Schreckliche und<br />

Negative nicht mehr ertragbar ist. Das ist<br />

eine ernstzunehmende Entwicklung, denn<br />

wenn wir uns vor der Realität verschließen,<br />

erfahren Unrecht und destruktive<br />

Strömungen keinen Widerstand. Dann hat<br />

der Journalismus versagt.<br />

Was also gilt es zu tun?<br />

Positiver Journalismus bedeutet nicht,<br />

dass ein negatives Geschehen positiv<br />

dargestellt wird. Es gilt selbstverständlich<br />

auch hier, kritisch zu sein. Aber positiver<br />

Journalismus legt einen Fokus auf<br />

lösungsorientierte Berichte.<br />

Wir von <strong>prima</strong>! möchten diesen Ansatz<br />

stärker fokussieren – ohne beunruhigende<br />

Entwicklungen zu beschönigen.<br />

Aber Journalismus braucht eine Ausgewogenheit.<br />

Wenn wir etwas verändern<br />

wollen, dann müssen wir neue Blickwinkel<br />

schaffen. Menschen und ihre Ideen<br />

aufzeigen, um innovative Wege sichtbar<br />

zu machen. Dieses Profil wollen wir<br />

schärfen. Oftmals sind diese im Kleinen,<br />

Regionalen versteckt. Aber diese positiven<br />

Beispiele brauchen wir. Denn in<br />

Wahrheit ist der einzige Weg, wie<br />

wir Krisen bewältigen, doch<br />

jener, konstruktiv zu bleiben.<br />

Nicole Mühl<br />

www.<strong>prima</strong>-magazin.at<br />

KONSTRUKTIVE<br />

WEGE<br />

ERZÄHLEN SIE UNS<br />

VON IHREM!<br />

REDAKTION@<br />

PRIMA-MAGAZIN.AT<br />

Bericht<br />

6 – Wein und Oliven<br />

Wie Bruder und Schwester<br />

Olivenanbau im Südburgenland<br />

40 – „Dann kommen sie<br />

wieder nach Hause“<br />

<strong>prima</strong>! auf Besuch in einer Tierbestattung<br />

Planen-Bauen-Wohnen<br />

10 – Sorge bei<br />

Wärmepumpenbesitzern<br />

Auch alternative Heizsysteme von<br />

Strompreiserhöhung massiv betroffen<br />

12 – Der Ansturm auf Brennholz<br />

treibt den Preis hoch<br />

Entwicklung am Energieholz-Sektor<br />

Porträt<br />

32 – Der Umweg ist das Ziel<br />

Willy Puchner, Träger des<br />

Österreichischen Kunstpreises<br />

38<br />

Reportage<br />

16 – Wie viel Ethik steckt in der Milch?<br />

Ein Blick in die heimische Milchindustrie<br />

20 – Radeln und Padeln<br />

St. Johann in der Haide<br />

34 – 40 Tonnen Freiheit<br />

Frau im Truck<br />

Interview<br />

22 – „Hackler“ und Macher<br />

Die Marke „Horstl“<br />

Gesunder Genuss<br />

44 – Kürbisstrudel<br />

Vegan, laktosefrei<br />

IMPRESSUM: <strong>prima</strong>! <strong>Magazin</strong>, Herausgeberin: Nicole Mühl MA • 0664-4609220, redaktion@<strong>prima</strong>-magazin.at, www.<strong>prima</strong>-magazin.at,<br />

Verwaltung, Anzeigenberatung: Tina Trobits • 0676-4114531, verwaltung@<strong>prima</strong>-magazin.at; Anzeigenberatung: Rebeka Troha •<br />

0664-9198969, anzeigen@<strong>prima</strong>-magazin.at; Christina Stefanits • 0664-9208637, werbung@<strong>prima</strong>-magazin.at; Redaktionsleitung:<br />

Nicole Mühl; Redaktion: Eva Maria Kamper BA MSc, Dr. Olga Seus, Jessica Geyer, Peter Sitar; Kommentar: Feri Tschank; Rubriken:<br />

„Rede & Antwort“: Walter Reiss; „So geht vegan“: Karin Weingrill MA; Titelfoto: LEXI • Verlags- und Herstellungsort: 7400 Oberwart •<br />

Büro: Röntgengasse 28 Top 1, 7400 Oberwart • Offenlegung §25 Mediengesetz unter www.<strong>prima</strong>magazin.at<br />

• Druck: Styria GmbH & Co KG • Nachdrucke nur mit schriftl. Genehmigung des Verlages.<br />

Für Manuskripte und Fotos von Dritten übernehmen wir keine Haftung und Garantie für ihr<br />

Erscheinen. Bezahlte Artikel sind oben und unten mit einer Linie begrenzt und unten mit der<br />

Bezeichnung „Werbung“ gekennzeichnet. Für den Inhalt dieser Artikel zeichnet der<br />

Auftraggeber verantwortlich. Druck- und Satzfehler vorbehalten. Fotos werden teilweise von<br />

www.shutterstock.com verwendet. Die Kennzeichnung ist neben dem Foto platziert.<br />

201920010<br />

OKTOBER <strong>2022</strong> 5


BERICHT<br />

Wein und Oliven:<br />

Wie Bruder und<br />

Schwester<br />

Es ist ein Bild, das wie kein anderes den Wandel in der Landwirtschaft zeigt: ein Olivenhain<br />

neben einem vertrockneten Kukuruzfeld. Die Landwirtschaft wird sich verändern.<br />

Während die Bedingungen für den traditionellen Anbau durch den Klimawandel schwieriger<br />

werden, eröffnen sich mit mediterranem Obst und Gemüse neue Perspektiven. Wie aus drei<br />

Freunden aus Stegersbach Olivenbauern wurden.<br />

Nicole Mühl<br />

375 Olivenbäume in Stegersbach zeigen,<br />

dass eine neue Form der Landwirtschaft<br />

in unserer Region bereits möglich ist.<br />

Der Klimawandel hat bei der Geburt eine<br />

tragende Rolle gespielt. „Ich habe mir mit<br />

einem befreundeten Meteorologen die<br />

Klimakarten der letzten zehn Jahre<br />

angesehen und es ist eine Tatsache, dass<br />

es bei uns immer heißer und trockener<br />

wird“, erzählt Christoph Miksits.<br />

Dann stieß er zufällig auf einen Bericht<br />

über die Agro Rebels in einer Tageszeitung<br />

und der Gedanke an eine eigene<br />

klimafitte Landwirtschaft wuchs weiter.<br />

Beim Frühschoppen wurde die Sache<br />

schließlich zwischen den drei Freunden<br />

Siegfried Rosenkranz, Christoph Miksits<br />

und Thomas Peischl fixiert: Es werden<br />

Oliven in Stegersbach angebaut. Und<br />

was beim Frühschoppen mit Bier und<br />

Handschlag besiegelt wird, das gilt.<br />

Am 2. April <strong>2022</strong> haben die „Stegersbacher<br />

Olivenhainis“ 375 Olivenbäume gepflanzt.<br />

Salbei und Lavendel halten Schädlinge fern.<br />

Auch wenn sich in dieser Anfangsgeschichte<br />

eine gewisse Form der Leichtigkeit<br />

vermuten lässt, steckt in der<br />

weiteren Entwicklung doch ein sehr<br />

wissenschaftlich fundiertes Vorgehen.<br />

Bauern im Kampf gegen den Klimawandel<br />

durch den Anbau von mediterranen<br />

Obst- und Gemüsesorten zu unterstützen<br />

– das ist das Ziel der Agro Rebels.<br />

Foto © LEXI<br />

6<br />

OKTOBER <strong>2022</strong> www.<strong>prima</strong>-magazin.at


BERICHT<br />

Die drei Stegersbacher Freunde Christoph Miksits,<br />

Siegfried Rosenkranz und Thomas Peischl haben<br />

heuer 375 Olivenbäume gepflanzt. Weitere 350<br />

Bäume sollen dazukommen.<br />

In fünf bis sieben Jahren wollen die Stegersbacher<br />

Olivenbauern ihr eigenes Öl produzieren. Die erste<br />

Olive zeigt sich bereits.<br />

überleben können. Daniel Rössler hat<br />

zehn Jahre lang in Entwicklungsländern<br />

gearbeitet und Agrar-Projekte in Afrika,<br />

Asien und Osteuropa unterstützt. Lukas<br />

Hecke hat Sozialunternehmen aufgebaut.<br />

Markus Simhirt ist Olivenbauer und<br />

Ölproduzent in Spanien. Das gemeinsame<br />

Food-Start-Up profitiert von den<br />

individuellen Erfahrungen der Gründer.<br />

Foto © LEXI<br />

Foto © Nico Mühl<br />

Mediterrane Landwirtschaft<br />

im Südburgenland. Geht das?<br />

Im Südburgenland seien die mutigsten<br />

Leute, sagt Dominik Rössler. „Sie haben<br />

den Willen, neu zu denken, sind interessiert<br />

und gehen neue Wege.“ Dominik<br />

Rössler ist ein Agro Rebel. Einer von<br />

vier. 2019 hat er mit den anderen<br />

Visionären den Verein gegründet, weil<br />

sie der Meinung sind, dass wir „raus aus<br />

der Opferrolle“ müssen. Der Klimawandel<br />

sei unbestritten da. Für die Landwirte<br />

werde es immer schwieriger, traditionelle<br />

Obst- und Gemüsesorten anzubauen.<br />

„Aber dafür gibt es neue Möglichkeiten,<br />

die wir nutzen können“, sagt er.<br />

30 verschiedene Olivensorten aus fünf<br />

Ländern haben die Agro Rebels in ihrem<br />

Forschungshain in Mörbisch selbst<br />

gepflanzt. Den „Stegersbacher Olivenhainis“<br />

– wie sie sich untereinander<br />

Die Olive verkörpert<br />

Genuss und das passt<br />

perfekt zu den südburgenländischen<br />

Weinen.<br />

„<br />

nennen – haben sie eine spanische Sorte<br />

empfohlen. Das Südburgenland sei als<br />

Anbaugebiet einzigartig, meint Daniel<br />

Rössler. „Das liegt vielleicht auch daran,<br />

dass die Olive Genuss verkörpert und<br />

das passt perfekt zu den südburgenlän-<br />

„<br />

dischen Weinen. Das ist wie Bruder und<br />

Schwester. Die Geduld, die der Anbau<br />

erfordert, passt wiederum zur südburgenländischen<br />

Mentalität“, poetisiert der<br />

Rebell.<br />

Die Agro Rebels überlassen dabei nichts<br />

dem Zufall. Gemeinsam mit der BOKU<br />

Wien werden wissenschaftliche Untersuchungen<br />

durchgeführt. Getestet<br />

haben sie die Pflanzen in den schwierigsten<br />

Regionen der Welt. Markus Fink,<br />

der in seinem Brotberuf Weltraum-Physiker<br />

ist, hat unter anderem erforscht,<br />

wie Pflanzen und Organismen im All<br />

Oliven im Südburgenland<br />

Auch die „Stegersbacher Olivenhainis“<br />

kennen die intensiven Vorbereitungen<br />

der Agro Rebels. Nach unzähligen<br />

Testungen, Überprüfungen der Bodenbeschaffenheit,<br />

der Niederschläge, der<br />

Temperatur und etlichen Wahrscheinlichkeitsberechnungen<br />

haben die drei<br />

Stegersbacher am 2. April um halb zehn<br />

Uhr vormittags ihren ersten Olivenbaum<br />

gesetzt. 374 Bäume folgten auf drei<br />

verschiedenen Grundstücken. „Alle<br />

unsere Freunde haben mitgeholfen und<br />

es war ein Kommen und Gehen. Wie bei<br />

einem Volksfest – Jause natürlich<br />

inklusive“, lachen sie. Angst vor dem<br />

Winter haben die drei Olivenbauern<br />

nicht. Immerhin ist ihre Sorte frostbeständig<br />

und hält Temperaturen bis<br />

minus 18 Grad gut aus. Das Risiko sei, so<br />

gut es geht, minimiert.<br />

In spätestens sieben Jahren soll die<br />

Ernte so gut sein, dass pro Baum ein<br />

Liter Olivenöl gewonnen wird. Eine<br />

eigene Ölpresse wäre das große Ziel.<br />

Hochwertiges Olivenöl zu erzeugen,<br />

steht auch auf dem Plan der Agro<br />

Rebels. Mit ihren zehn Partner-Bauern<br />

haben sie insgesamt 1.700 Bäume am<br />

Start. Welche Form der Kooperation<br />

man dann mit ihnen eingehen wird, ist<br />

noch unklar. Jetzt heißt es für die Oliven<br />

erst einmal wachsen und gedeihen und<br />

für die „Olivenhainis aus Stegersbach“<br />

Geduld bewahren. Wie man sagt, können<br />

das die Südburgenländer ja am besten in<br />

Gesellschaft des großen Bruders der<br />

Olive.<br />

OKTOBER <strong>2022</strong> 7


UNTERNEHMENSPORTRÄT<br />

EUROPLASMA Spendezentrum<br />

jetzt neu im EO-Park<br />

Plasma spenden kann man jetzt im<br />

EO-Park Oberwart<br />

Europlasma eröffnet in Oberwart sein erstes Plasmaspendezentrum im<br />

Burgenland und somit sein achtes in Österreich. Blutplasma ist der<br />

wertvolle Rohstoff für mehr als 100 verschiedene Medikamente und<br />

kann größtenteils nicht künstlich hergestellt werden. Daher hängt das<br />

Leben vieler betroffener Patient*innen davon ab, dass andere Menschen<br />

regelmäßig Plasma spenden.<br />

Foto © zVg Europlasma<br />

Plasmabasierte Medikamente kommen bei<br />

Immundefekten, zur Behandlung von<br />

lebensbedrohlichen Infektionen (z.B.<br />

Tetanus, Tollwut oder Gehirnhautentzündung<br />

durch Zeckenbiss), bei Blutgerinnungsstörungen,<br />

Verletzungen und Operationen,<br />

Krebserkrankungen sowie Verbrennungen<br />

zum Einsatz.<br />

Inhaltsstoffe des Plasmas werden auch zur<br />

Herstellung von Schutzimpfungen (z.B.<br />

FSME) verwendet.<br />

Plasma spenden kann jede gesunde Person<br />

ab 18 Jahren. Die Plasmaspende dauert<br />

zwischen 45 und 60 Minuten. Die Spender*innen<br />

erhalten zu Beginn eine gründliche<br />

Erstuntersuchung und danach regelmäßig<br />

weitere Untersuchungen. Bis zu 50 Plasmaspenden<br />

sind aus gesetzlicher und medizinischer<br />

Sicht im Jahr möglich. Bei der Plasmaspende<br />

wird grundsätzlich nur Einwegmaterial<br />

verwendet, deshalb ist die Übertragung<br />

von Infektionskrankheiten ausgeschlossen.<br />

Als Dankeschön erhalten die Spender*innen<br />

eine Aufwandsentschädigung von € 30,- pro<br />

Plasmaspende.<br />

Im EUROPLASMA Spendezentrum im EO Park<br />

sind ab jetzt Terminvereinbarungen zur<br />

Erstuntersuchung unter 03352/22555<br />

möglich. Weitere Informationen finden Sie<br />

unter www.europlasma.at<br />

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BILDUNG MIT ZUKUNFT<br />

HTL Pinkafeld – Schule der Technik<br />

Die sieben Fachrichtungen beschäftigen sich mit den großen Themen unserer Zeit<br />

Höhere technische Bundeslehrund<br />

Versuchsanstalt Pinkafeld<br />

A-7423 Pinkafeld,<br />

Meierhofplatz 1<br />

Tel: +43 3357 42491 0<br />

E-Mail: office@htlpinkafeld.at<br />

www.htlpinkafeld.at<br />

Folge uns auf<br />

@htlpinkafeld<br />

Schule der Technik<br />

Die Höhere technische Bundeslehr-<br />

und Versuchsanstalt<br />

Pinkafeld ist „die“ Schule der<br />

Technik in der Südost-Region<br />

Österreichs. Mit 1400 Schülerinnen<br />

und Schülern und 150 Lehrenden<br />

ist sie auch Burgenlands<br />

größte berufsbildende Schule.<br />

Technik für alle<br />

Fünfjährige Höhere Lehr anstalten,<br />

vierjährige Fachschulen,<br />

zweijährige Tageskollegs und<br />

dreijährige berufsbegleitende<br />

Abendkollegs bieten ein breitgefächertes<br />

Ausbildungsangebot<br />

für alle technikinteressierten<br />

Jugendlichen und Erwachsenen<br />

aus Nah und Fern.<br />

Durch die enge Zusammenarbeit<br />

mit den Gästehäusern<br />

Pinkafeld und der OSG ist die<br />

HTL Pinkafeld auch überregional<br />

interessant.<br />

OPEN DAYS<br />

Open Days<br />

Unsere Info-Videos unter<br />

www.htlpinkafeld.at zeigen<br />

dir die wesentlichen Ausbildungsinhalte.<br />

Oder mach dir am Tag der<br />

offenen Tür am Freitag,<br />

21. Okt., von 13 bis 19 Uhr<br />

selbst ein Bild von den Ausbildungsschwerpunkten.<br />

Du kannst aber auch eine<br />

persönliche Beratung in<br />

Anspruch nehmen.<br />

virtuell unter:<br />

www.htlpinkafeld.at<br />

8<br />

OKTOBER <strong>2022</strong><br />

www.<strong>prima</strong>-magazin.at


KOMMENTAR<br />

Weltbild im Herbst<br />

EIN KOMMENTAR VON FERI TSCHANK.<br />

KOMMENTAR<br />

Irgendwie rinnt einem die Zeit durch die<br />

Finger. Zumindest ich hab‘ so das Gefühl.<br />

Der Sommer hatte keine Zeit, sich zu<br />

verabschieden und der Herbst keine, sich<br />

anzukündigen. Der eine war so plötzlich<br />

weg wie der andere da. Hoffen können<br />

wir ja immer noch auf einen milden<br />

Winter und darauf, dass wir unter dem<br />

Christbaum auch noch was anderes<br />

finden außer einer Stromrechnung.<br />

Die Russen haben den Krieg noch immer<br />

nicht beendet und werden das, solange<br />

Putin an der Macht ist, nicht tun. Mobilmachung<br />

bedeutet den weiteren Tod von<br />

Hunderten, wenn nicht gar Tausenden<br />

Menschen, deren Krieg es nicht ist, und<br />

die mit Todesangst zu Bett gehen, so sie<br />

eines haben. Es ist unglaublich und für<br />

einen Menschen mit einem natürlichen<br />

Rechtsempfinden nicht nachvollziehbar,<br />

was in den Gehirnen mancher Despoten<br />

vorgeht und vor allem, wie sie es schaffen,<br />

über so lange Zeit unbeschadet an<br />

der Macht zu bleiben. Aber die Mauer<br />

bröckelt und Putin ist angezählt. Hoffe<br />

ich, nicht nur des Gases- und Ölpreises<br />

wegen, sondern wegen all dem Leid, das<br />

er über die Ukraine und sein Land bringt.<br />

Vielleicht gibt es ja in Russland einen<br />

strengen Winter, denn der hat so manchen<br />

Krieg in diesem Land beendet.<br />

Dann stirbt auch noch die Queen.<br />

Jemand, der da war, solange ich beim<br />

Friseur im „Goldenen Blatt“ und in der<br />

„Frau im Spiege“ geblättert habe. Eigentlich<br />

eine Wegbegleiterin nicht nur von<br />

allen Briten, sondern von allen, die das<br />

Leben von ihr und ihrer Familie über<br />

Jahrzehnte verfolgt haben. Charles, der<br />

übrigens ein cleverer Mann ist, sein<br />

Unglück mit Diana, das Leben und<br />

Scheitern seiner Brüder, die Exzesse von<br />

Prinzessin Margaret und jetzt die nächste<br />

und übernächste Generation, deren<br />

Leben weltweit verfolgt wird. Ob so was<br />

noch zeitgemäß ist, kann ich nicht sagen,<br />

aber wer einmal in England war, weiß<br />

über die wirtschaftliche Bedeutung, allein<br />

von Seiten des Tourismus her. Fleißig<br />

sind sie auch. In der London Times wird<br />

jeden Tag veröffentlicht, welche Termine<br />

die Königliche Familie wahrnimmt. Am<br />

fleißigsten ist übrigens Prinzessin Anne.<br />

Die Engländer halten ihre Traditionen<br />

hoch, keine Ahnung warum, aber<br />

offensichtlich brauchen sie das für ihren<br />

Nationalstolz. Allein das Begräbnis soll<br />

Milliarden gekostet haben. Das hat ja auch<br />

wirklich was hergegeben. All die Uniformen<br />

und Orden und Fahnen und festgelegten<br />

Riten. Wenn das unsere Weinritter<br />

gesehen haben! Gibt schon was her fürs<br />

Auge so eine Monarchie.<br />

Nicht beneiden tu ich unsere Bürgermeister.<br />

Denn letztendlich steht der<br />

ländliche Raum, den sie zu verwalten<br />

haben, auf dem Spiel. In unseren – zwar<br />

kleinen, aber doch –Städten entsteht ein<br />

Wohnblock nach dem anderen, eine<br />

Reihenhaussiedlung neben der nächsten.<br />

Warum? Die Dörfer sterben, die Jungen<br />

wollen auf eine gesunde Infrastruktur<br />

nicht verzichten. Die findet man nicht<br />

mehr. Kein Geschäft, kein Gasthaus.<br />

Fleischer und Bäcker haben längst w.o.<br />

gegeben und wenn nicht, dann tun sie es<br />

ob der horrenden Energiepreise bald.<br />

Das bisschen, was noch da ist, gilt es zu<br />

erhalten. Das Vereinsleben zu fördern,<br />

den Stolz auf die Gemeinde. Die Kinder<br />

ins Dorfleben einbinden. Spielplätze,<br />

Kinderbetreuung. Sich um einen Pächter<br />

für das Gasthaus kümmern. Keine<br />

unnötigen Industriezentren am Ortsrand<br />

genehmigen. Den Supermarkt, wenn er<br />

schon in die Gemeinde will, im Ort und<br />

nicht außerhalb ansiedeln. Es muss doch<br />

noch möglich sein, ohne Auto seine<br />

Grundbedürfnisse abzudecken. Keine<br />

leichten Aufgaben für einen Bürgermeister,<br />

aber welche, die dem Hierbleiben<br />

einen Sinn geben.<br />

Weniger Asphalt, mehr Grün. Wir haben<br />

wirklich genug versiegelt in diesem Land.<br />

Wir befinden uns in einer Zeitenwende<br />

und der kann man nicht davonlaufen. Der<br />

muss man sich stellen. Es sind nicht die<br />

Russen allein, die an allem schuld sind.<br />

Wir haben wider besseren Wissens die<br />

Zukunft verschlafen und werden schön<br />

langsam munter. Wenn wir aber nicht<br />

bald aufhören, immer mehr auf Kosten<br />

der Natur zu produzieren und nicht<br />

aufhören sie auszubeuten, wird es bald<br />

nichts mehr geben, weil die Rohstoffe<br />

erschöpft sind. Die meisten innerhalb der<br />

nächsten 20 Jahre. Irgendwann sind die<br />

Gletscher geschmolzen, das ewige Eis<br />

aufgetaut und die Menschen im Krieg um<br />

alles, was es noch gibt. Rohstoffe,<br />

Lebensmittel und Wasser. Die meisten<br />

von uns werden das nicht mehr erleben.<br />

Die Ausläufer dessen haben uns allerdings<br />

schon erreicht.<br />

Vielleicht finden wir ja unser Glück<br />

außerhalb der Konsumtempel.<br />

In der Stille jeden Morgens. Dem greifbaren<br />

Band der Freundschaft. Einer<br />

Schneeballschlacht. Warmem Wasser auf<br />

der Haut. Lachen, bis man Bauchschmerzen<br />

bekommt. Einem gut erledigten<br />

Auftrag. Einer Sternschnuppe, die nur du<br />

alleine siehst. Die einfachsten Freuden<br />

sind die großartigsten. Freude ist nicht<br />

kompliziert.<br />

Viel Pessimismus in meinem Text stimmt.<br />

Es wäre mir auch lieber, ich hätte im<br />

Moment ein anderes Weltbild parat.<br />

Vielleicht wird’s ja noch. Lassen Sie sich<br />

auf keinen Fall von Populisten und<br />

Rattenfängern in Angst versetzen.<br />

Glauben Sie an das Gute, an die Wissenschaft<br />

und an die, die was tun und nicht<br />

nur kritisieren.<br />

Genießen Sie den Herbst, den jungen<br />

Wein, gebratene Kastanien, ein offenes<br />

Feuer und vergessen Sie nicht auf Ihre<br />

Freunde. Passen Sie auf sich auf!<br />

Ihr Feri Tschank<br />

OKTOBER <strong>2022</strong><br />

9


BERICHT<br />

PLANEN<br />

BAUEN<br />

WOHNEN<br />

Sorge bei Wärmepumpenbesitzern<br />

Der Energiemarkt spielt derzeit vollkommen verrückt. Auch die Strompreise<br />

explodieren. Das könnte den vielen Betreibern von Wärmepumpen im<br />

Burgenland ein schlechtes Jahr 2023 bereiten.<br />

Peter Sitar<br />

Foto © Studio Harmony_shutterstock.com<br />

Auch das Heizen mit Wärmepumpen wird deutlich teurer werden<br />

Einigermaßen fassungslos schauen derzeit die vielen Haushalte,<br />

die rechtzeitig auf alternative Heiz-/Warmwassersysteme<br />

gesetzt haben, auf die irren Entwicklungen am Energiemarkt.<br />

Besonders betroffen sind die Besitzer*innen von Pelletsheizungen<br />

und Wärmepumpen. Die Preise haben sich etwa bei Pellets<br />

um über 200 Prozent innerhalb eines Jahres erhöht. Wobei<br />

man derzeit nicht weiß, wie sich die Preisrallye hier in den<br />

nächsten Wochen weiterentwickelt.<br />

Wärmepumpen gelten derzeit als eines der umweltfreundlichsten<br />

Heizsysteme. Der Luft oder dem Erdreich wird Energie<br />

entzogen und in Wärme für das Heizen und die Erwärmung von<br />

Brauchwasser umgesetzt. Dafür braucht man nicht mehr mit<br />

Gas, Öl, Holz, etc. zu heizen. Was sich bisher auch preislich<br />

gerechnet hat. Je nach Hausgröße, Dämmung und Ausstattung<br />

kommt so ein Haushalt auf einen Stromverbrauch zwischen<br />

8.000 bis 12.000 Kilowattstunden im Jahr.<br />

Und genau da liegt der Hund begraben. Die Bundesregierung<br />

hat bekanntlich einen Strompreis-Deckel von 2.900 Kilowattstunden<br />

beschlossen. Wer mehr verbraucht, muss den Strom<br />

zum Marktpreis zukaufen. Fakt ist, dass es auf alle Fälle teurer<br />

wird. Um wie viel, will man derzeit nicht sagen. Einerseits<br />

entwickelt sich der Energiemarkt auf Neudeutsch volatil, also<br />

stark schwankend. Andererseits gibt es zumindest im Burgenland<br />

wenig Interesse der Politik daran, vor den Gemeinderatswahlen<br />

am 2. <strong>Oktober</strong> Wähler*innen zu vergraulen. Fest steht<br />

aber auch, dass die Burgenland Energie-Kund*innen, die in der<br />

10 OKTOBER <strong>2022</strong><br />

www.<strong>prima</strong>-magazin.at


BERICHT<br />

Regel um den Jahreswechsel die Abrechnung und die Vorschreibungen<br />

für das neue Jahr bekommen, wenig Grund zur<br />

Freude haben werden.<br />

Eine Möglichkeit wäre für die Burgenland Energie ihren<br />

Wärmepumpen-Kund*innen einen günstigeren Tarif einzuräumen.<br />

Wie ein Sprecher der Burgenland Energie auf Anfrage<br />

mitteilte, ist seitens des Unternehmens aus heutiger Sicht<br />

(Stand Ende September) nicht daran gedacht, so einen vergünstigten<br />

Tarif für Wärmepumpenbesitzer*innen einzuführen.<br />

Laut Landeshauptmann Hans Peter Doskozil sollen die Energiepreise<br />

im Burgenland bis zum Jahreswechsel stabil bleiben.<br />

Und dann?<br />

der Regel die neuen Vorschreibungen bekommen, wird sich<br />

vielleicht noch etwas ändern. Denn eigentlich sollte es so sein,<br />

dass sich die nicht unerheblichen Investitionskosten für<br />

umweltfreundliche, energieeffiziente Systeme wie Wärmepumpen<br />

mit der Zeit amortisieren. Das scheint angesichts der<br />

gestiegenen Strompreise fraglich und für umweltbewusste<br />

Bürger*innen eine besonders bittere Pille.<br />

Wenn der Energiepreisdeckel der Bundesregierung so bleibt<br />

wie er ist, nämlich mit den 2.900 kWh, wird man wohl damit<br />

rechnen müssen, dass man den darüberliegenden Stromverbrauch<br />

mindestens um den Faktor 2,5 teurer als bisher wird<br />

einkaufen müssen, lautet die Befürchtung vieler Wärmepumpenbesitzer*innen.<br />

Panta Rhei<br />

Alles fließt. (Hoffentlich). Aber derzeit ist alles noch im Fluss.<br />

Keiner weiß, wie sich die Kursrallye bis zum Jahresende<br />

weiterentwickeln wird. Und welche Entscheidungen die<br />

Landesregierung als Miteigentümerin der Burgenland Energie<br />

treffen wird. Denn bis zum Jahresende, wo die Kund*innen in<br />

Julian Fiedler<br />

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OKTOBER <strong>2022</strong><br />

11


BERICHT<br />

PLANEN<br />

BAUEN<br />

WOHNEN<br />

Der Ansturm auf Brennholz<br />

treibt den Preis hoch<br />

Die Energiekosten explodieren förmlich und auch der Brennholzpreis ist auf das Doppelte gestiegen.<br />

„Doch das müsste nicht sein“, sagt Sonja Friedl, Geschäftsführerin des Burgenländischen Waldverbandes.<br />

Durch unser Verhalten beeinflussen wir den Energieholz-Preis entscheidend mit.<br />

Nicole Mühl<br />

Wenn Sonja Friedl erklärt, wie sich die<br />

Waldwirtschaft verändert hat, dann<br />

erzählt sie von den „Alten“ – den Vätern<br />

und Großvätern – die die Bäume ganz<br />

dicht nebeneinander gesetzt hatten. Als<br />

die Nachkommen dann etwa 20 Jahre<br />

später die Wälder durchforstet und<br />

wieder die Hälfte des Stangenholzes<br />

– denn mehr wurde daraus nicht – entfernt<br />

haben, war der Konflikt vorprogrammiert.<br />

„Aber dieses Handeln war<br />

und ist wichtig“, sagt Sonja Friedl.<br />

„Damit sich ein Baum gut entwickeln<br />

kann, braucht er Licht und Platz.“ Das ist<br />

jedoch nur ein Bereich, der sich in der<br />

Waldwirtschaft verändert hat.<br />

Was die Branche derzeit erlebt, sei noch<br />

nie dagewesen.<br />

Den Wald hat Sonja Friedl mit ihren<br />

Pferden immer als einen Ort der<br />

Erholung gesucht. Die studierte Pferdewissenschafterin<br />

und Kinderkrankenschwester<br />

war lange Zeit im Bereich der<br />

Palliative Care Pädiatrie tätig. Dass sie<br />

eine Leidenschaft für Zahlen entwickelt<br />

hat, kommentiert sie immer noch mit<br />

einem Kopfschütteln und lächelt. „Aber<br />

es ist wie so oft im Leben – ich bin in<br />

das Ganze hineingewachsen“, erzählt sie.<br />

Als „Back-up“ im Büro hat sie beim<br />

Burgenländischen Waldverband begonnen.<br />

Immer mehr kamen andere Bereiche<br />

dazu und damit auch ein umfassendes<br />

Know-how. Seit Juni ist sie Geschäftsführerin<br />

des Waldverbandes.<br />

„Weil ich den Überblick über alle<br />

Prozesse habe“, sagt sie selbstverständlich.<br />

Ihr Hauptanliegen: Waldbesitzer*innen<br />

von der Notwendigkeit zu überzeugen,<br />

ihren Wald professionell zu bewirtschaften.<br />

„Mit der Angst treiben<br />

wir den Preis voran.“<br />

Die Nachfrage nach Energieholz ist<br />

gestiegen. Die Angst der Menschen, im<br />

Winter in einer kalten Wohnung zu<br />

sitzen, steigt. Medien berichten täglich<br />

von Horrorszenarien. Nicht nur Gas und<br />

Strom haben einen enormen Preisanstieg<br />

verzeichnet. „Der Brennholzpreis<br />

liegt derzeit pro Raummeter bei etwa 180<br />

Euro“, erzählt Sonja Friedl. Das sei circa<br />

das Doppelte des Vorjahrespreises. Doch<br />

dieser Anstieg ist hausgemacht. Der<br />

Mensch selbst hat das verursacht. „In<br />

ihrer Panik vor steigenden Energiepreisen<br />

und einem kalten Winter haben die<br />

Menschen das Dreifache an Brennholz<br />

eingelagert, als sie durchschnittlich<br />

verheizen können. Wir haben täglich<br />

Anrufe mit der Anfrage, ob wir Holz<br />

haben“, berichtet Friedl. Aber es kann<br />

Foto © LEXI<br />

Sonja Friedl ist Geschäftsführerin des<br />

Burgenländischen Waldverbandes<br />

natürlich nur Brennholz herangezogen<br />

werden, das trocken ist. Bei Buche und<br />

Esche reicht es, wenn es ein Jahr vor<br />

dem Heizen getrocknet wird. Bei Eiche<br />

muss man mit einer Vorlaufzeit von zwei<br />

Jahren rechnen. „Das heißt, selbst wenn<br />

ich heute im Wald das Energieholz<br />

‚stehen‘ habe, dauert es ein bis zwei<br />

Jahre, bis es so weit ist, dass ich es<br />

verheizen kann. Wenn jeder nur das<br />

eingelagert hätte, das er tatsächlich<br />

braucht, dann wäre genug für alle da“,<br />

erklärt die Geschäftsführerin. Das<br />

Horten habe die Lager geleert und den<br />

Preis hinaufgetrieben.<br />

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12<br />

OKTOBER <strong>2022</strong> www.<strong>prima</strong>-magazin.at


BERICHT<br />

Burgenländischer Waldverband<br />

Der Verein wurde 1975 gegründet und unterstützt seine Mitglieder durch<br />

professionelle Waldbetreuung, umfassende Information und Beratung.<br />

Dadurch sollen auch Kleinwaldbesitzer*innen mittels aktiver Waldbewirtschaftung<br />

zur Wahrung eines gesunden Waldklimas beitragen.<br />

Projekt „Der Weg zum klimafitten Wald“<br />

Ziel des Projektes ist die Umwandlung von Waldbeständen in klimafitte<br />

Wälder. Teilnehmende Waldbesitzer*innen profitieren von der Erhebung<br />

der Flächen durch fachkundiges Personal. Gemeinsam werden<br />

maßgeschneiderte Bewirtschaftungspläne erstellt, die den Waldbesitzer*innen<br />

eine professionelle, nachhaltige Waldbewirtschaftung<br />

sichern. Mehr Infos: www.bwv.at.<br />

Generalversammlung und Burgenländischer Forsttag Termin am<br />

17. November <strong>2022</strong> um 9.00 Uhr im KUZ Oberschützen.<br />

„Wir müssen den Wald<br />

wieder bewirtschaften.“<br />

Viele Waldbesitzer wissen gar nicht, dass sie den eigenen<br />

Brennholzbedarf gut abdecken könnten. Der Bezug zum Wald<br />

fehle einfach. „Während früher die Leute das Brennholz für die<br />

nächste Saison selbst aus dem eigenen Wald rausgeholt haben,<br />

hat die heutige Generation zum Teil nicht mehr das Know-how,<br />

auch nicht die Maschinen und der Zeitfaktor spielt ebenso eine<br />

Rolle“, erklärt Friedl. Wer einen Wald besitzt, ist dringend<br />

angehalten, ihn klimafit zu machen. „Um dieses Ziel zu erreichen,<br />

sei eine erste Maßnahme oft, dass Brennholz, Schleif- und Faserholz<br />

und vor allem die gerade jetzt so wichtige Biomasse aus<br />

dem Wald gewonnen werden können. Das wissen aber viele<br />

Waldbesitzer nicht. „Die Leute müssen umdenken. Auch wenn es<br />

jetzt vielleicht nicht gleich den großen Ertrag bringt, dann wird<br />

sich das dafür aber in 20 Jahren rentieren“, betont Friedl. Und es<br />

ist ein wichtiger Beitrag für den Klimaschutz, den Wald zu<br />

durchforsten und Laubbäume nachzupflanzen.<br />

Im Wandel der Zeit<br />

Angesichts der Energiekrise ist es unvorstellbar, dass Energieholz<br />

in den letzten Jahren so gut wie nie gefragt war. Man habe<br />

sogar „das Holz zusammengehackt und in der Harvestergasse<br />

liegen lassen, weil es sich nicht<br />

ausgezahlt hat, es wegzutransportieren<br />

und zu vermarkten“,<br />

erzählt Sonja Friedl. „Da hätte<br />

der Transport manchmal mehr<br />

gekostet, als durch den<br />

Verkauf übriggeblieben wäre.“<br />

Heute ist die Situation eine<br />

völlig andere. „Aber wir<br />

dürfen nie vergessen, dass wir<br />

durch unser Verhalten<br />

entscheidend dazu beitragen,<br />

wie sich dieser Markt entwickelt“,<br />

sagt Friedl. Entscheidungen<br />

sollten daher nicht<br />

immer nur nach finanziellen<br />

Erträgen getroffen werden,<br />

sondern wir müssen mehr<br />

darauf achten, was gut für das<br />

Klima ist und nachhaltig<br />

denken, appelliert sie. Und das<br />

Hamstern sein lassen. So wie<br />

es nach wie vor genügend<br />

Klopapier gibt, wird es auch<br />

genügend Holz geben – solange<br />

wir nur das lagern, das wir<br />

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OKTOBER <strong>2022</strong><br />

15


REPORTAGE<br />

Wie viel Ethik steckt<br />

in der Milch?<br />

Die aktuellen Nachrichten schockieren ganz Österreich. Der Verein gegen Tierfabriken (VGT)<br />

hat im Bezirk St. Pölten einen Tiermast-Skandal aufgedeckt, der eine horrende Tierqual offenbart.<br />

Die Bilder des VGT zeigen das erschreckende und unvorstellbare Ausmaß. Zu sehen sind<br />

Tier-Kadaver, Rinder, die bis zum Bauch in ihren eigenen Fäkalien stehen und Vieles mehr.<br />

Jessica Geyer<br />

Foto © Jessica Geyer<br />

BIO-Standards der Welt, dennoch läuft<br />

es in der Milchindustrie „ethisch<br />

gesehen alles andere als rosig“, sagt<br />

auch der Junior-Chef des Milchbetriebes.<br />

Weil er weiß, dass die Milchwirtschaft<br />

ein, wie er sagt, „brutales Geschäft“<br />

ist, möchte er lieber anonym<br />

bleiben. Seine Erklärungen vor Ort<br />

skizzieren jedenfalls ein anderes Bild, als<br />

es das Marketing von der „glücklichen<br />

Kuh“ vermittelt. Das Kalb wird in der<br />

Regel in den ersten 24 Lebensstunden<br />

von der Mutter getrennt. Die Nähe von<br />

Mutter und Jungtier wird von Beginn an<br />

unterbunden. Die Milch, die die Kuh nun<br />

produziert, bekommt anfangs zwar das<br />

„Der Mastbetrieb ist auf männliche<br />

Jungtiere aus der Milchproduktion und<br />

‚ausgediente‘ Milchschafe und -ziegen<br />

spezialisiert. Die Lämmer, Zicklein und<br />

Kälber werden von Milchbetrieben an die<br />

Skandal-Mast verkauft, denn männliche<br />

Jungtiere kann die Milchindustrie nicht<br />

gebrauchen. Auch ausgemergelte<br />

Mutterschafe und -ziegen, die ihr Leben<br />

lang Milch geben mussten, landen im<br />

Mastbetrieb“, schreibt der Verein gegen<br />

Tierfabriken in einer Aussendung.<br />

Im Zuge dieses Skandals hat <strong>prima</strong>! die<br />

heimische Milchindustrie unter die Lupe<br />

genommen.<br />

Ein Milchbetrieb in Niederösterreich.<br />

Die Kälber werden sofort von der Mutter getrennt.<br />

Dass diese schreien sei „normal und gehöre<br />

eben dazu“, sagt der Jungbauer.<br />

Ein ganz normaler Tag in einem niederösterreichischen<br />

Milchkuhbetrieb. Im<br />

Hintergrund ist das Surren der Melkmaschine<br />

zu hören. Um die 60 Kühe sind im<br />

Stall untergebracht. Normal ist auch,<br />

dass ein neugeborenes Kalb gerade von<br />

seiner Mutter getrennt wird. Es ist<br />

maximal einen Tag alt und schreit. Auf<br />

die Frage, wie alt das Jungtier denn sei,<br />

kommt die Antwort: „Alt genug“.<br />

Auf der Milchverpackung sehen die<br />

Konsument*innen glückliche Kühe. In der<br />

Werbung ist die Rede von Tierwohl.<br />

Österreich hat einen der höchsten<br />

Braucht der Mensch<br />

Milch von Kühen?<br />

Der Mensch kann ohne Kuhmilch gesund<br />

leben. Im Gegenteil. Viele vertragen<br />

Milch gar nicht oder äußerst schwer. Das<br />

liegt an der Laktoseintoleranz. Die<br />

Zahlen variieren – in Europa sind laut<br />

Statista 5 bis 20 Prozent der Erwachsenen<br />

laktoseintolerant. Das bedeutet,<br />

dass der Milchzucker nicht gespalten<br />

werden kann, was schlussendlich zu<br />

Verdauungsproblemen führt.<br />

Die Begründung liegt darin, dass die<br />

Ausschüttung des Enzyms „Laktase“,<br />

welches für diese Aufspaltung verantwortlich<br />

ist, mit dem Alter weniger, wird.<br />

Oft bleibt sie gänzlich aus oder hat bei<br />

manchen Menschen von vornherein nie<br />

stattgefunden.<br />

16<br />

OKTOBER <strong>2022</strong> www.<strong>prima</strong>-magazin.at


REPORTAGE<br />

Kälbchen, nach ein bis zwei Wochen aber wird diese bereits für<br />

den Verkauf verwendet. Das Kalb bekommt einen Milchersatz.<br />

Die weiblichen Jungtiere werden aufgezogen und als Schlachtvieh<br />

verkauft oder weiter zu Milchkühen herangezüchtet.<br />

„Junge Stiere tragen für die Milchwirtschaft keinen Nutzen,<br />

folglich werden sie entweder geschlachtet oder weiterverkauft“,<br />

erklärt der Junior-Chef des Milchbetriebes.<br />

Nach der Trennung des Jungtieres von der Mutterkuh, kommt<br />

das Kalb in den sogenannten „Kälberstall“. Rund 20 Kälber<br />

werden hier zusammengebracht. Etwa fünf Quadratmeter<br />

Fläche stehen einem Tier zur Verfügung. Muttertiere haben<br />

nicht lange Zeit, sich von einer Schwangerschaft zu erholen.<br />

Laut Rinderzuchtverband Burgenland läge der Richtwert hier<br />

bei einer Trächtigkeit pro Jahr. Je länger eine Kuh aber „trocken<br />

steht“, desto weniger Milch wird diese produzieren. Deshalb sei<br />

es üblich, dass die Kuh sehr schnell wieder trächtig wird. Diese<br />

häufige Schwangerschaft ist für die Kühe kräftezehrend.<br />

Folglich erreichen Milchkühe kein hohes Alter. Grundsätzlich<br />

könnten Kühe aus Mutterkuhhaltung bzw. Fleischkühe bis zu 20<br />

Jahre alt werden. Milchkühe hingegen schaffen laut Rinderzuchtverband<br />

durchschnittlich fünf bis acht Jahre, bevor sie<br />

„ausgedient“ haben und geschlachtet werden. Hier schließe sich<br />

der „natürliche Kreislauf“ wieder, heißt es.<br />

Ist BIO so viel besser?<br />

BIO wird mit mehr Tierwohl gleichgesetzt und hat in allen<br />

Belangen höhere Standards. Der Rinderzuchtverband bestätigt,<br />

dass es in jedem Fall mehr Fläche für die Haltung der Tiere gibt.<br />

Außerdem sind Auslauf und Weidehaltung für Bio-Rinder<br />

verpflichtend. Jedoch werden die Kälber genau so schnell vom<br />

Muttertier getrennt, wie bei einer Nicht-Bio-Haltung, bestätigt<br />

der Rinderzuchtverband Burgenland.<br />

Ob die Werbung mit BIO dann gerechtfertigt ist, müssen die<br />

Konsument*innen selbst entscheiden. Vor dem Supermarktregal<br />

haben diese jedenfalls die Möglichkeit, aus einer großen<br />

Palette an Milchprodukten aus den verschiedensten Haltungsformen<br />

zu wählen, aber auch an Alternativprodukten, die nicht<br />

vom Tier stammen. Jedoch sei so viel gesagt: Bei pflanzlichen<br />

Produkten bleibt ihnen die Frage nach dem Tierwohl erspart.<br />

Wir fürs Tier<br />

bittet um Mithilfe<br />

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Streunerkatzen sind auf<br />

die Hilfe der Menschen<br />

angewiesen. Diese kranke<br />

Katze konnte vom Tierschutzverein<br />

„Wir fürs Tier“ gerettet werden.<br />

Die Situation der Streunerkatzen ist heuer extrem wie noch<br />

nie (<strong>prima</strong>! hat berichtet). „Ohne Hilfe von Menschen, die die<br />

Katzen kastrieren lassen und füttern, werden diese geboren,<br />

um qualvoll zu sterben“, sagt Tierschutzvereinsobfrau Alice<br />

Siebenbrunner. Die Mithilfe der Bevölkerung beim Einfangen<br />

der Tiere sei extrem wichtig. „Wir stehen zur Seite beim<br />

Fangen und stellen auch Fallen zur Verfügung. In den<br />

Gemeinden gibt es Gutscheine für die Finanzierung der<br />

Kastration. Bitte schauen Sie nicht weg, sondern helfen Sie<br />

mit. Wenn sich die Tiere vermehren, wird das Leid noch<br />

schlimmer“, appelliert die Tierschützerin.<br />

Das Katzenhaus des Vereins und auch alle Pflegestellen sind<br />

überfüllt. Die explodierenden Energiekosten treffen auch den<br />

Tierschutzverein hart. „Wir fürs Tier“ bittet daher<br />

dringend um finanzielle Unterstützung.<br />

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17


Die Mikrobiologie der Erde bestimmt unsere Darmgesundheit. Achten Sie auf die Erde, denn diese ist beim Anbau unserer Lebensmittel entscheidend<br />

SONNENERDE geht durch den Darm<br />

UNTERNEHMENSPORTRÄT<br />

Wissen Sie, was SONNENERDE mit einem gesunden Darm zu tun hat?<br />

Und wissen Sie, dass sich die Mikrobiologie der Erde in unserem Darm widerspiegelt?<br />

Logisch, dass wir deshalb beim Kauf der Erde unbedingt zur<br />

fruchtbarsten unter der Sonne greifen sollten!<br />

Foto © korkeng_shutterstock.com<br />

BIO ERDE von SONNENERDE<br />

SONNENERDE übernimmt damit<br />

Verantwortung für unseren<br />

Planeten. Mit dem Kauf der<br />

SONNENERDE-Produkte sind<br />

auch Sie automatisch Klimaschützer<br />

und legen gleichzeitig<br />

die Basis für Ihre Gesundheit!<br />

Über 11.000 Wissenschaftler*innen<br />

warnen vor dem Klima-<br />

in der Erde ist verantwortlich für<br />

falt aufweisen. Das Mikrobiom<br />

Die 4:5 Regel, um die<br />

Welt zu retten<br />

Notfall. Das ist nicht nur eine<br />

das Mikrobiom im menschlichen<br />

Schlagzeile in den Medien, die am<br />

nächsten Tag wieder verschwunden<br />

ist. Fakt ist: Die Klimaerwärmung<br />

zeigt massive Auswirkungen.<br />

Herrliche Unser Feigen Ökosystem wachsen kollabiert auch in<br />

Verzicht auf (4):<br />

1. Erdöl | 2. Erdgas | 3. fossile<br />

Kohle 4. Torf (achten Sie<br />

beim Kauf der Erde darauf,<br />

dass sie torffrei ist!)<br />

Darm. Man kann also sagen: Das<br />

Mikrobiom in der Erde spiegelt<br />

sich im Darm des Menschen<br />

wider. Wenn wir die 4:5 Regel<br />

(siehe Kasten links) einhalten,<br />

und unserer damit Region die Lebensgrundlage<br />

mit der richtigen<br />

verhindern wir nicht nur den<br />

Erde von SONNENERDE<br />

Das ist zu tun (5):<br />

des Menschen. Verursacht haben<br />

Klimakollaps. Auch unser Darm<br />

1. Bäume pflanzen | 2. Holz<br />

wir den Klimawandel selbst, weil<br />

und folglich unsere Gesundheit<br />

Bäume in Städten, wo vorher nur als Baustoff Asphalt verwenden war. Pflanzen, die auf<br />

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bleiben im Gleichgewicht. Kein<br />

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stabilisieren<br />

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Achten Sie auf die Erde, denn diese ist beim Anbau unserer Lebensmittel entscheidend<br />

in die Atmosphäre ausstoßen.<br />

und anderes Virus, kein Pilz und kein Bakterium<br />

keine kann Zukunftsvision sich in einem Umfeld –<br />

Die Mikrobiologie der Erde bestimmt unsere Darmgesundheit.<br />

Unser mediterranes Ziel muss sein, Obst dass und wir Gemüse in unseren Gärten. Das ist<br />

und Pflanzenkohle herstellen<br />

bis<br />

das<br />

zum<br />

ist<br />

Jahr<br />

bereits<br />

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Gegenwart.<br />

CO 2-<br />

Ausstoß<br />

um 50 Prozent senken. In<br />

Mikrobiom vorherrscht.<br />

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SONNENERDE geht durch den Darm<br />

Industrieländern sogar um 80<br />

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auch Sie automatisch Klimaschützer<br />

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Ausstoß<br />

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18<br />

OKTOBER <strong>2022</strong><br />

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UNTERNEHMENSPORTRÄT<br />

In den „Gelben Sack“<br />

gehören nur<br />

Verpackungen<br />

Fehlwürfe wie Plastikspielzeug oder<br />

Gartenschläuche erschweren die Verwertung.<br />

Das gehört in den<br />

„Gelben Sack“:<br />

Verpackungen aus Kunststoff,<br />

Holz, Verbundstoff und textilen<br />

Faserstoffen.<br />

z.B. Kunststoffbecher (z.B.<br />

Joghurt), Kunststofftuben,<br />

Verpackungsfolien und Kunststofftragtaschen,<br />

Suppen- und<br />

Kaffeebeutel, Kunststoffflaschen<br />

zusammengedrückt (z.B.<br />

Getränke, Körperpflege- und<br />

Reinigungsmittel), Styroporver-<br />

packungen (z.B. Verpackungschips),<br />

Holzkisterl (z.B. Mandarinen),<br />

Blister (Tablettenverpackung),<br />

Tetra-Packs zusammengedrückt<br />

(z.B. Milch- und<br />

Getränkepackerl), textiles Netz<br />

(z.B. Zitronen, Zwiebel) u.a.<br />

Das gehört nicht in<br />

den „Gelben Sack“:<br />

Verpackungen aus Metall (Dosen),<br />

Papier oder Glas, Bodenbeläge,<br />

Gartenschläuche, Pool, Kleidung,<br />

Foto © BMV<br />

Windeln, Spielzeug, Installationsrohre,<br />

Gebrauchsgegenstände<br />

aus Plastik und andere Nichtverpackungen.<br />

www.bmv.at<br />

Die nächste Generation<br />

klassischer Pianist*innen<br />

Vom 2. bis 5. November <strong>2022</strong> findet am Institut Oberschützen der<br />

Kunstuniversität Graz der 6. Internationale Jenö Takács Klavierwettbewerb<br />

(IJTKW) für junge Pianist*innen statt. Dies ist der einzige internationale<br />

Klavierwettbewerb im Burgenland.<br />

Junge Talente beim<br />

Jenö Takács<br />

Klavierwettbewerb<br />

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Foto © KUG/Petra Unger<br />

Jenö Takács Klavierwettbewerb. Alle zwei<br />

Jahre wetteifern junge Pianist*innen aus<br />

aller Welt in drei Alterskategorien (10 bis 19<br />

Jahre) um Preisgelder in Höhe von über<br />

9.000 Euro und Stipendien für die Klavier<br />

Sommerakademie 2023. Darüber hinaus<br />

erhalten die Preisträger*innen die Möglichkeit,<br />

in Konzerten aufzutreten.<br />

In diesem Jahr stellen sich die jungen Talente<br />

einer hochkarätigen, internationalen Jury<br />

(Eike Straub, Christopher Hinterhuber, Till<br />

Alexander Körber, Alexandra Mikulska, Eliane<br />

Reyes, Markus Schirmer und Einar Steen-<br />

Nøkleberg).<br />

Der Wettbewerb, initiiert 2010 von Aima<br />

Maria Labra Makk, Konzertpianistin und<br />

Klavierpädagogin am Institut Oberschützen,<br />

stellt neben Joseph Haydn und Franz Liszt<br />

einen weiteren Komponisten aus dem<br />

pannonischen Raum in den Mittelpunkt des<br />

musikalischen Geschehens. Der Komponist,<br />

Pianist und Pädagoge Jenö Takács hat sich<br />

Zeit seines Lebens intensiv für die musikalische<br />

Frühförderung eingesetzt.<br />

Der Wettbewerb sowie das Galakonzert<br />

mit Preisverleihung und auch die Vergabe<br />

des Publikumspreises am Samstag,<br />

5. November <strong>2022</strong> um 19.00 Uhr im Jenö<br />

Takács-Saal des Kultur- und Universitätszentrums<br />

in Oberschützen sind ohne Eintritt frei<br />

zugänglich.<br />

www.takacscompetition.org<br />

Member of the Alink-Argerich<br />

Foundation since 2010<br />

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OKTOBER <strong>2022</strong><br />

19


REPORTAGE<br />

Radeln und Padeln<br />

St. Johann in der Haide<br />

Das Radfahren nimmt einen besonderen Stellenwert ein<br />

in St. Johann (hier vorm Kindergarten)<br />

Fotos © Olga Seus<br />

St. Johann in der Haide ist eine Zuzugsgemeinde.<br />

Als solche ist sie darauf<br />

bedacht, ihren Bürger*innen eine gute<br />

Infrastruktur zu bieten und die Gemeinde<br />

für Menschen aller Altersstufen attraktiv<br />

zu gestalten.<br />

Olga Seus<br />

Was ist<br />

Die „Wirtschaftsregion Hartberg“.<br />

Gemeinsam mit Greinbach, Grafendorf,<br />

Hartberg und Hartberg-Umgebung bildet<br />

St. Johann diesen wirtschaftlichen<br />

Zusammenschluss. Ziel ist es, Betriebe in<br />

der Region anzusiedeln und für Arbeitsplätze<br />

zu sorgen. „Dadurch ist die Region<br />

in der Oststeiermark und auch im<br />

Burgenland bekannter geworden. Das<br />

wiederum hat sich positiv auf Betriebsansiedelungen<br />

wie auch auf den privaten<br />

Wohnbau ausgewirkt“, freut sich Langzeitbürgermeister<br />

Günter Müller (SPÖ).<br />

Aktuell wächst die Gemeinde wieder um<br />

rund 20 Mietkaufwohnungen von der<br />

Rottenmanner Siedlungsgenossenschaft,<br />

die in Richtung des Ortsteils Point gebaut<br />

werden. Spatenstich ist im Herbst,<br />

Interessenten für eine Wohnung in der<br />

Größe zwischen 50-90 m 2 können sich<br />

direkt bei der Gemeinde melden.<br />

Durch den Bau von Wohnungen und<br />

Eigenheimen sowie durch die Firmenansiedelungen<br />

steigt der Wasserbedarf.<br />

Dazu kommt – bedingt durch den fallenden<br />

Grundwasserpegel der letzten Jahre<br />

– dass sich immer mehr Privathaushalte,<br />

die bislang einen eigenen Brunnen<br />

hatten, an die Ortswasserleitung<br />

anschließen. „Die Sicherung der<br />

Ortswasserversorgung ist eine wichtige<br />

Dienstleistung der Gemeinde und hat<br />

bei uns höchste Priorität“, betont<br />

Günter Müller. Darum wurden in den<br />

letzten Jahren nicht nur zwei neue<br />

Brunnen gebohrt, St. Johann ist auch<br />

seit Jahren Mitglied der TLO – der<br />

Transportleitung Oststeiermark.<br />

Geplant ist auch die Errichtung eines<br />

St. Johann ist eine kleine, idyllische Gemeinde.<br />

Sie verbindet die Oststeiermark mit dem<br />

Südburgenland<br />

Der neue Geh- und Radweg bei der Ortseinfahrt<br />

von St. Johann in der Haide wird eifrig genutzt. Bis<br />

Ende 2023 soll ein Radweg entlang der B50 die<br />

Gemeinde mit Hartberg verbinden<br />

zusätzlichen Hochbehälters im Ortsteil<br />

Point.<br />

Ein besonderer Pluspunkt der Gemeinde<br />

ist die günstige Lage an der Autobahn. Die<br />

gute Infrastruktur und ein vielfältiges<br />

Freizeitangebot, das dank vieler Vereine<br />

für ein reges Dorfleben sorgt, machen den<br />

Ort als Lebensraum interessant. Dazu<br />

kommen sehr gute Kinderbetreuungsmöglichkeiten,<br />

die auch im Sommer sechs<br />

20<br />

OKTOBER <strong>2022</strong> www.<strong>prima</strong>-magazin.at


Feeennnsteeerr unnnd Türreeennn<br />

REPORTAGE<br />

Wochen angeboten werden. Die Betreuungs- und Ausbildungseinrichtungen<br />

der Kinder beginnen in St. Johann bereits bei einer<br />

Krippe mit zwei Gruppen, einem Pfarrkindergarten mit drei<br />

Gruppen, einer Volksschule mit Ganztagesmodell und für die<br />

weiterführenden Schulen gibt es gute Busverbindungen nach<br />

Hartberg. Dank finanzieller Gemeindeunterstützung können diese<br />

Busse auch von Erwachsenen benützt werden. Ansonsten fördert<br />

die Mitgliedschaft bei SAM, dem „Sammeltaxi Oststeiermark“, die<br />

Mobilität auch von Menschen ohne eigenen fahrbaren Untersatz.<br />

Allein in St. Johann haben seit Gründung bereits über 1.100<br />

Fahrgäste das Sammeltaxi in Anspruch genommen.<br />

Was sein wird<br />

Mit dem Rad von St. Johann nach Hartberg und zurück – das ist<br />

bis Ende 2023 auf einem Radweg möglich. Grund dafür ist der<br />

Ausbau der B50 bei Hartberg, im Zuge dessen ein Radweg<br />

vorgesehen ist. Aber St. Johann begegnet bereits jetzt der Gefahr<br />

für den steigenden Fuß- und Radverkehr mit dem Ausbau der<br />

Infrastruktur. So wurde erst vor wenigen Tagen bei der Ortseinfahrt<br />

im Bereich der Firma Obi/Teubl ein drei Meter breiter<br />

kombinierter Geh- und Radweg eröffnet. Auch in der Klaffenau<br />

wurde diese umweltfreundliche Verkehrsinfrastruktur errichtet.<br />

Mit diesem Lückenschluss gliedert sich St. Johann in das Geh- und<br />

Radwegekonzept ein, das die Radwege von Hartberg in die<br />

umliegenden Gemeinden ausbaut.<br />

Beim Trendsport Padeln spielt man ähnlich wie beim Tennis-Doppel,<br />

nur wird die Seiten- und Rückwand mit in das Spiel integriert<br />

Typisch<br />

Ganz neu gibt es im Sportzentrum St. Johann nun neben Tennis<br />

und Fußball die „Padel Box“, die zwei mietbare Plätze für<br />

Padeltennis zur Verfügung stellt. Vorstellen kann man sich den<br />

neuen openair Trendsport wie im Doppel gespieltes Tennis, bei<br />

dem die transparenten Wände hinten und an der Seite mit<br />

einbezogen werden. „Im Padel gibt es große Meisterschaften, EM<br />

und WM und in Europa ist es besonders in Spanien beliebt.<br />

Aber auch im Rest von Europa ist Padel im Kommen. Zwischen<br />

Graz und Wien gibt es allerdings bislang noch kaum Plätze“,<br />

betonen die Betreiber Marko Simek und Lukas Kainz ihre<br />

Vorreiterrolle.<br />

Foto © Olga Seus<br />

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OKTOBER <strong>2022</strong><br />

21


REDE & ANTWORT<br />

„Hackler“ und Macher<br />

Ob es das OHO ohne HOHO wohl gäbe? Eher nein. Der gebürtige Neudörfler<br />

Horst Horvath wusste schon lange vor EU-Förderzeiten, was Projekte sind und<br />

was an Arbeit dahintersteckt.<br />

Walter Reiss<br />

Horst Horvath –<br />

HOHO bzw. die Marke „Horstl“<br />

Unter der Marke „Horstl“ lief und läuft in Subkultur und heimischer<br />

Zivilgesellschaft Vieles (vollständige Aufzählung hier<br />

unmöglich…): Beschäftigungsprogramme für Arbeitslose, Aufbau<br />

eines Jugendhauses, antifaschistische Aktivitäten, Gedenkinitiativen<br />

wie RE.F.U.G.I.U.S, Aufbau der Roma Volkshochschule und<br />

eines Verlages. Die „edition lex liszt 12“ gibt es nunmehr seit 30<br />

Jahren. Wer in Oberwart ein imposantes Verlagshaus mit mehreren<br />

Stockwerken und Glasfassaden sucht, muss scheitern. Die<br />

„edition lex liszt 12“ findet man in einem Kellergeschoß einer<br />

Reihenhaussiedlung. Wenn man hier unten auf Horst Horvath<br />

trifft, hört man zuallererst das Du-Wort. Für den Verlagschef eine<br />

selbstverständliche Art, „Hallo“ zu sagen. Wobei es egal ist, ob er es<br />

mit „hohen Viechern“ oder „normalen Leuten“ zu tun hat. Der um<br />

kantige Worte nicht verlegene Verleger mit dem roten Schal stand<br />

für „<strong>prima</strong>!“ Rede und Antwort.<br />

Zwischen den Welten<br />

Wie schafft der gelernte Werkzeugmacher aus dem nordburgenländischen<br />

Neudörfl den Spagat zwischen der<br />

Arbeitswelt der „Hackler“ und den Sphären der Intellektuellen,<br />

Autor*innen, Literat*innen, Künstler*innen und Wissenschafter*innen?<br />

Foto © zVg<br />

Horst Horvath: Ich bezeichne mich deshalb als Kulturarbeiter,<br />

manche nennen mich eben Kulturmanager. Ich habe schon als<br />

Jugendlicher viele verschiedene Menschen kennengelernt.<br />

Autoren sind mir dann im – von mir mitgegründeten – OHO in<br />

Oberwart begegnet. Da waren auch eher nicht unkomplizierte<br />

Menschen wie der Autor Peter Wagner oder Max Wachter dabei.<br />

Gemeinsam haben wir damals den Verlag „edition lex liszt 12“,<br />

benannt nach der OHO-Adresse in der Lisztgasse 12, gegründet.<br />

Literaten und Wissenschafter sind wohl wie andere Menschen<br />

auch. Ich muss nicht all das können, was diese Leute beherrschen.<br />

Meine Aufgabe ist es, verschiedenste Leute zusammenzubringen.<br />

Ich ermögliche Ideen und setze sie um. In 30 Jahren haben wir<br />

359 Publikationen mit 212 Autorinnen und Autoren herausgebracht,<br />

allein heuer sind es 30. So etwas geht nur, wenn man viele<br />

Menschen kennt und mit ihnen gemeinsam Vieles verwirklicht.<br />

Die „edition lex liszt 12“ hat ein breites Repertoire, großteils<br />

mit Burgenlandbezug: Romane, Lyrik, Biografien, Sachbücher,<br />

usw. Besonders fallen aber Schwerpunkte auf: kritische<br />

Befassung mit Gesellschaftspolitik und Zeitgeschichte.<br />

Liegt das am zivilgesellschaftlichen Engagement des Horst<br />

Horvath, der auch Protestveranstaltungen und antifaschistische<br />

Kundgebungen organisiert hat?<br />

Das macht mein Leben aus. Ich bin ein sehr politischer Mensch.<br />

Ich engagiere mich für Minderheiten und für Volksgruppen, für<br />

Personen, die ausgegrenzt und benachteiligt sind. Ich habe 1993<br />

das Lichtermeer in Wien gegen das Ausländervolksbegehren der<br />

FPÖ mitorganisiert, mache bei RE.F.U.G.I.U.S mit und in der Roma<br />

Volkshochschule.<br />

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REDE & ANTWORT<br />

Workaholic mit<br />

rotem Schal<br />

Bekommt man da nicht das Image<br />

eines „Hansdampf in allen Gassen“?<br />

Ja, das ist schon möglich. Ich werke<br />

immer an etwa zehn Vorhaben<br />

gleichzeitig.<br />

Das Markenzeichen des Horst<br />

Horvath – immer sichtbar auf<br />

Pressefotos – ist der rote Schal. Bist<br />

du ein überzeugter Roter?<br />

Nein, das bin ich nicht. Ich bin ein<br />

Sozialist aus Überzeugung und<br />

tendiere auch zu den Grünen. Auch in<br />

der ÖVP habe ich sehr viele Freunde.<br />

Ich möchte alle an einen Tisch holen<br />

und kann mit allen Menschen, außer<br />

mit der FPÖ. Der rote Schal steht also<br />

nicht für eine bestimmte Partei,<br />

sondern ist ein Symbol für meine<br />

soziale Gesinnung.<br />

Bekannt ist auch dein Engagement<br />

für die Volksgruppe der Roma. Hat<br />

sich seit dem Mord an vier Roma<br />

aus Oberwart im Feber 1995 die<br />

Situation verbessert?<br />

Das Thema Roma begleitet mich schon<br />

seit meiner Schulzeit. Gemeinsam mit<br />

einem Klassenkollegen, auch er hatte<br />

den Namen Horvath, bin ich in der<br />

letzten Reihe gesessen. Ich habe lange<br />

nicht gewusst, dass er ein Rom ist. Wir<br />

beide waren immer abgestempelt als<br />

die beiden Horvaths in der letzten<br />

Reihe. Und eines Tages, als wir bei<br />

meinem Freund zu Hause waren, ist mir<br />

aufgefallen, dass sein Vater eine auf<br />

dem Arm tätowierte Nummer hat. Da<br />

erfuhr ich, dass er im nationalsozialistischen<br />

Anhaltelager Lackenbach war.<br />

Waren es – neben dem Schicksal<br />

der Roma – auch andere arbeitslose<br />

Jugendliche, die dich interessiert<br />

haben?<br />

Ja, es gab damals mehrere Projekte<br />

mit Jugendlichen und älteren Arbeitslosen<br />

hier im Bezirk, zum Beispiel<br />

haben wir die Sanierung des Granariums<br />

der Burg Schlaining begonnen<br />

und das Jugendhaus Oberwart<br />

renoviert. Beim Attentat 1995 haben<br />

wir als aktive Gruppe im OHO<br />

getrachtet, dass nicht falsche Meldungen<br />

über eine angebliche Romafehde<br />

weiterverbreitet werden und der Mord<br />

nicht totgeschwiegen wird. Heute ist es<br />

so, dass viele Bewohner der Oberwarter<br />

Romasiedlung weggezogen sind<br />

und es schwieriger wird, die Sprache<br />

der Roma lebendig zu erhalten, weil sie<br />

nur intern Verwendung findet und<br />

keine Amtssprache wie Ungarisch<br />

oder Kroatisch ist. Insgesamt hat sich<br />

aber die Situation der Volksgruppe<br />

verbessert.<br />

„Aufsteh’n, Denken, Tun!“<br />

Wer sind deine gesellschaftspolitischen<br />

Vorbilder?<br />

Da zähle ich den 1989 bei einem<br />

Flugzeugabsturz ums Leben gekommenen<br />

SPÖ-Sozialminister Alfred<br />

Dallinger dazu. Und meinen ebenfalls<br />

schon verstorbenen Freund Willi<br />

Resetarits, Ostbahnkurti. Als er seinerzeit<br />

mit seiner Gruppe „Schmetterlinge“<br />

in Wiesen bei einem von mir<br />

mitorganisierten Friedensfest aufgetreten<br />

ist, habe ich mit ihm zusammengearbeitet<br />

und wir haben später<br />

Projekte und Kundgebungen gemeinsam<br />

gemacht.<br />

359 Bücher sind bei der „edition lex<br />

liszt 12“ in 30 Jahren erschienen. Ist<br />

das ein einträgliches Geschäft?<br />

Das ist kein Geschäft! Unsere Auflagen<br />

bewegen sich zwischen 500 und 1.000<br />

Stück. Da gibts keine großen Geschäfte,<br />

die macht man erst bei Auflagen ab<br />

etwa 10.000 oder 20.000. Wir sind ein<br />

kleiner, aber feiner Verlag, dessen<br />

ehrenamtlicher Obmann ich bin. Ein<br />

kleines Team arbeitet auf Honorarbasis.<br />

Dazu kommt eine fixe Bürokraft<br />

mit 30 Wochenstunden. Der Rest ist<br />

Teamwork.<br />

Frage an den Verleger Horst<br />

Horvath: Welches ist dein Lieblingsbuch?<br />

Nein. Ich habe wirklich kein Lieblingsbuch.<br />

Es gab und gibt für mich sehr<br />

viele Buchprojekte, die ich sehr<br />

schätze, weil sie in ihrer Entstehung<br />

große Herausforderungen waren. Es<br />

gibt für mich eben nichts, das nicht<br />

geht. Mein Leitspruch lautet: Aufsteh‘n,<br />

Denken, Tun!<br />

Bücher<br />

reisen<br />

Etwa eine Million erwachsene Österreicher*innen<br />

verfügen in den Bereichen<br />

Lesen und Schreiben nur über mangelhafte<br />

Kenntnisse, die nicht ausreichen,<br />

um den Anforderungen unserer Gesellschaft<br />

zu entsprechen.<br />

Um die Öffentlichkeit über diese nach<br />

wie vor tabuisierte Thematik zu informieren<br />

und Menschen, die Probleme<br />

beim Lesen, Schreiben und Rechnen<br />

haben, zu ermutigen, etwas dagegen zu<br />

tun, haben die Burgenländischen<br />

Volkshochschulen anlässlich des<br />

Weltalphabetisierungstages Anfang<br />

September Bücher wieder auf Reise<br />

geschickt.<br />

Burgenländische Volkshochschulen machen mit<br />

der edition lex liszt 12 und dem Österreichischen<br />

Buchklub auf die Bedeutung des Lesens<br />

aufmerksam!<br />

Jedes Buch hat eine Identifikationsnummer,<br />

anhand der man unter<br />

www.bookcrossers.at nachschauen<br />

kann, wo ein „gefundenes“ und „mitgenommenes“<br />

Buch schon überall war. Man<br />

kann auch selbst einen Eintrag zu diesem<br />

Buch machen, damit andere BookCrosser<br />

wissen, wo sich das Buch derzeit<br />

befindet. Nachdem man das Buch<br />

gelesen hat, sollte man es wieder „frei“<br />

lassen: in einem Lokal, in der Bahn,<br />

etc.– irgendwo, wo es von neuen<br />

Leser*innen wieder gefunden werden<br />

kann.<br />

OKTOBER <strong>2022</strong><br />

23


UNTERNEHMENSPORTRÄT<br />

Wir setzen Standards in der Pflege<br />

Fundiertes Grundwissen von 24/7-Betreuer*innen muss eine Grundvoraussetzung<br />

für den Umgang mit zu betreuenden Menschen sein. Um dieses Wissen zu vermitteln,<br />

wurde ein mehrsprachiger Onlinekurs erstellt, welcher leicht, schnell,<br />

unkompliziert und vor allem kostengünstig ist – denn Wissen kann Leben retten.<br />

Die 24/7-Betreuungsagentur OK-Altenpfleger GmbH in Oberwart ist die erste<br />

Agentur Österreichs, deren Betreuer*innen diese Ausbildung bereits absolvieren.<br />

BASISWISSEN FÜR<br />

BETREUER*INNEN<br />

In 9 Modulen erlernen die Teilnehmer*innen<br />

Grundlegendes über<br />

verschiedene Bereiche, wie zum<br />

Beispiel Erste Hilfe, Körperpflege<br />

und Hygiene, das richtige Heben<br />

und Lagern, sowie den Umgang<br />

mit geriatrischen Personen. Durch<br />

die Absolvierung der Kurse in der<br />

Muttersprache der Betreuer*innen<br />

wird eine bestmögliche Betreuung<br />

garantiert. Nach erfolgreichem<br />

Absolvieren des Kurses erhalten<br />

alle Teilnehmer*innen ein Ausbildungszertifikat.<br />

BASISWISSEN FÜR<br />

ANGEHÖRIGE<br />

Pflegende Angehörige stehen<br />

oftmals vor herausfordernden<br />

Situationen, die ohne fundiertes<br />

Grundwissen nur schwer zu<br />

bewältigen sind. Um den Umgang<br />

mit seinen Liebsten optimal zu<br />

bewerkstelligen, wurde auch für<br />

diese Personengruppe ein<br />

spezieller Kurs entwickelt.<br />

WISSENSBEREICH<br />

Noch diesen Herbst wird für alle<br />

Teilnehmer*innen des Onlinekurses<br />

ein eigener „Wissensbereich“<br />

freigeschalten, in dem Alltags-<br />

Tipps für Senioren und Betreuungspersonen,<br />

wie z.B. Infos zur<br />

Ernährung, Fitness, Steuern<br />

sparen, uvm., kostenlos zur<br />

Verfügung gestellt werden.<br />

Interessierte können sich über das<br />

Onlineformular auf der Homepage<br />

www.care-development.com/<br />

academy sowie per E-Mail unter<br />

BASISWISSEN<br />

SENIOREN-<br />

BETREUUNG<br />

academy@caredevelopment.com<br />

Die Unternehmensberater<br />

Jürgen<br />

Heissenberger und<br />

Wolfgang Reiterer<br />

haben mit fachkundiger Unterstützung<br />

von Thomas Oswald, dem Inhaber der<br />

OK-Altenpfleger GmbH, einen<br />

Onlinekurs für Betreuer*innen und<br />

pflegende Angehörige entwickelt.<br />

für Betreuer*innen<br />

und Angehörige<br />

academy@care-development.<br />

com registrieren und erhalten bis<br />

einschließlich 30. September<br />

<strong>2022</strong> einen 50%-Rabatt auf den<br />

gesamten Kurs.<br />

Literaturfestival Schloss Hartberg<br />

Inspirierende, weibliche Stimmen aus Österreich.<br />

Buchpräsentationen, Lesungen und Musik.<br />

Donnerstag, 27.10. | 19.30 Uhr<br />

DEN FRAUEN DAS WORT<br />

Autorinnengespräch über die Vereinbarkeit<br />

von Beruf und Familie.<br />

Marianne Jungmaier, Ljuba Arnautovic,<br />

Karin Peschka, Maria Seisenbacher,<br />

Barbara Rieger<br />

Kurzlesungen der Autorinnen und Musik von<br />

Urban Shoe<br />

Donnerstag 03.11. | 19.30 Uhr<br />

Teresa Präauer „Mädchen“<br />

Musik Lilli Seitinger<br />

In persönlichen Erinnerungsstücken<br />

und literarischen Betrachtungen<br />

erzählt Teresa Präauer über Kindheit<br />

und Mädchenbanden. Über Zugehörigkeit,<br />

Abgrenzung und über die Schwierigkeiten<br />

und das Glück des Heranwachsens.<br />

27.10. –<br />

6.11. <strong>2022</strong><br />

www.hartberg.at<br />

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Freitag 28.10. | 19.30 Uhr<br />

Judith W. Taschler „Über Carl reden wir<br />

morgen“<br />

Musik Franziska Hatz, Richie Winkler<br />

Das Schicksal der Familie Brugger, deren<br />

Leben in der Mühle vor allem die Frauen<br />

prägen. Das einfühlsame Porträt eines Dorfes,<br />

ein Buch über Abschiede und die Liebe unter<br />

schwierigen Vorzeichen.<br />

Freitag 04.11. | 19.30 Uhr<br />

Clementine Skorpil „Wo das Licht<br />

herkommt“<br />

Musik Margarethe Herbert & Melissa<br />

Colemann<br />

Die turbulente Lebensgeschichte einer Frau,<br />

die im 18. Jahrhundert den beschwerlichen<br />

Weg nach China auf sich nimmt, um herauszufinden,<br />

wer sie wirklich ist.<br />

Sonntag 06.11. | 19.30 Uhr<br />

Beate Maxian „Ein letzter Walzer“<br />

Musik Hermine Pack, Albana Laci,<br />

Inge Pfandner<br />

Sarah Pauli, Chefredakteurin beim Wiener<br />

Boten, genießt die friedliche Sommeridylle.<br />

Doch dann werden im Stadtpark der Wiener<br />

Erfolgsdirigent Marko Teufel und seine<br />

heimliche Geliebte erstochen aufgefunden.<br />

Die Veranstaltung am 27.10.<strong>2022</strong> ist Teil der Symposium-Reihe „Zeitgespräche“ der LEADER-Region Zeitkultur Oststeirisches Kernland und wird mit Mitteln der Europäischen Union sowie des Landes Steiermark gefördert.<br />

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24<br />

OKTOBER <strong>2022</strong><br />

www.<strong>prima</strong>-magazin.at


UNTERNEHMENSPORTRÄT<br />

Weihnachtsgeschenke aus der<br />

Pralinenmanufaktur Spiegel<br />

Bald ist Weihnachten - Mit süßen, originellen<br />

Geschenken für Kunden, Mitarbeiter, Freunde<br />

und Verwandte liegen Sie bestimmt richtig.<br />

Wir bieten Ihnen handgemachte<br />

Pralinen mit eigenem Firmen-Logo<br />

bedruckt in verschiedenen Packungsgrößen<br />

und mit individuellen<br />

Füllungen.<br />

Außerdem erhalten Sie bei uns<br />

handgeschöpfte Tafelschokolade<br />

mit eigener Schleife im Firmen-Design,<br />

in verschiedenen Größen und<br />

Geschmacksrichtungen.<br />

Tatzmannsdorferstraße 55<br />

7431 Bad Tatzmannsdorf<br />

T: 03353-8482<br />

www.hotelspiegel.at<br />

Mo-So 8.00-20.00 Uhr<br />

Fashion Days im eo<br />

Live Fashionshows im eo am 7. und 8. <strong>Oktober</strong>.<br />

GET READY<br />

FOR THE<br />

DANCEFLOOR<br />

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Die schönsten Looks und<br />

neuesten Trends der Herbst- und<br />

Winterkollektion werden am 7. &<br />

8. <strong>Oktober</strong> <strong>2022</strong> im eo Oberwart<br />

präsentiert. Das eo wird zum<br />

Catwalk und zeigt an beiden<br />

Tagen im Rahmen der großen<br />

Fashiongala (FR 7.10. ab 16 Uhr)<br />

und der beiden Fashionshows (SA<br />

8.10. um 11 & 15 Uhr) die angesagtesten<br />

Looks für Damen, Herren<br />

und Kinder. Alle Outfits können<br />

nach Herzenslust nachgeshoppt<br />

werden.<br />

Shoppen und gewinnen!<br />

Während der Fashion Days haben<br />

Sie die Möglichkeit, den Wert<br />

Ihrer Einkäufe im eo in Form von<br />

Gutscheinen zurückzugewinnen.<br />

Einfach shoppen, Kassabon<br />

Foto © eo<br />

Live Fashionshows im eo<br />

vorlegen und eine Gewinnkarte<br />

erhalten. Es werden täglich drei<br />

Gewinner*innen gezogen.<br />

Spaß muss sein! Auch für die<br />

jüngsten Gäste gibt es wieder ein<br />

buntes Programm mit Luftballon<br />

modellieren und Kinderschminken<br />

sowie tolle Zaubershows im<br />

Kinder Burgenland und im eo<br />

Park. Weitere Infos auf eo.at.<br />

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ELEGANZ AUF ZWEI ETAGEN:<br />

MODE FÜR IHREN SPEZIELLEN ANLASS<br />

Von Businessmode bis Hochzeitsausstattung<br />

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Telefon 03352-33606 . Mobil 0664-1629821 . www.balaskovics.at<br />

OKTOBER <strong>2022</strong><br />

25


BERICHT<br />

Konsequente<br />

anspruchsvolle Kunstund<br />

Kulturarbeit<br />

„Ein Kraftakt voll leidenschaftlicher, künstlerischer Energie“, so beschreibt Obfrau Eveline Rabold<br />

das Herbstprogramm im Offenen Haus Oberwart (OHO). Der Jahresschwerpunkt widmet sich<br />

den Veränderungen, mit denen die Gesellschaft durch die Digitalisierung konfrontiert ist.<br />

Damit hat das Kunsthaus ein Themenfeld gewählt, das den Ehrgeiz aller Mitwirkenden beflügelt.<br />

Denn hier treffen bis in die Haarspitzen mit schöpferischer Entschlossenheit aufgeladene<br />

Künstler*innen auf das immense technische Spielfeld des OHO und kosten gegenseitig ihr Potenzial aus.<br />

Nicole Mühl<br />

Im Feber <strong>2022</strong> zeigte der Kunstmarkt<br />

der Welt sehr plakativ neue Möglichkeiten,<br />

die sich durch die Digitalisierung<br />

eröffnen. Der Kuss von Gustav Klimt<br />

wurde in 10.000 Teile parzelliert und<br />

verkauft. Natürlich nicht als Original.<br />

Kaufen konnte man lediglich eine Art<br />

digitale „Schnipsel“, sogenannte NFTs<br />

(Non-Fungible Token). Das sind einzigartige<br />

Datensätze, die mithilfe des<br />

Verschlüsselungsverfahrens Blockchain<br />

als Einzelstücke gespeichert werden und<br />

einen Vermögenswert digital repräsentieren.<br />

Ein NFT kann so beispielsweise<br />

das Eigentum an einem digitalen<br />

Kunstwerk beglaubigen. Klingt abstrus<br />

– ist es derzeit auch noch für viele. Das<br />

OHO will dieses Thema greifbarer<br />

machen und hat unter dem Titel „Blockchain<br />

my heart“ eine verkettete Kunstaktion<br />

ins Leben gerufen. 48 Künstler*innen<br />

aus dem Burgenland nehmen<br />

daran teil. 16 bildende Künstler*innen<br />

haben zum Thema „Herz“ 16 Werke geliefert.<br />

Auf diese haben 16 Literat*innen<br />

mit kurzen Texten reagiert. Beides<br />

wurde dann von 16 Komponist*innen<br />

vertont. Die Beiträge werden am 7.<br />

<strong>Oktober</strong> präsentiert und sind in der<br />

Folge als NFTs in einer Blockchain<br />

verfügbar.<br />

Spannend wird dabei die Klärung der<br />

Frage, ob Kunst in dieser Form zu<br />

verkaufen ist. „Wir werden an diesem<br />

Bei der Veranstaltung „Blockchain my Heart“ haben 48 Künstlerinnen und Künstler<br />

Beiträge geliefert. Hier der Beitrag von Florian Lang („I hate the days I cry“).<br />

26<br />

OKTOBER <strong>2022</strong> www.<strong>prima</strong>-magazin.at


BERICHT<br />

Abend über den Wert von Kunst reden. Wir wollen aufzeigen,<br />

wie sich der Kunstmarkt entwickelt und wie die Digitalisierung<br />

in alltägliche Dinge eingreift. Kunst ist dabei nur ein Beispiel“,<br />

kündigt OHO-Obfrau Eveline Rabold an.<br />

Literatur im Herbst<br />

Die traditionellen Buchwochen sind heuer im OHO erstmals<br />

nicht mehr auf wenige Tage limitiert. „Wir gehen von dieser<br />

zeitlichen Begrenztheit weg und schaffen eine Serie voll<br />

‚Literatur im Herbst‘. Eine Lesung des südburgenländischen<br />

Autors Franz Stangl aus seinem neuen Csaterbergkrimi steht<br />

dabei am Programm und unter anderem werden Andreas<br />

Vitasek und Rudolf Anschober aus ihren neuen Büchern lesen“,<br />

greift Eveline Rabold einige Programmpunkte heraus. Der<br />

Jahresschwerpunkt zeigt sich auch hier in Form einer Veranstaltung.<br />

„Unter dem Titel ‚Der Kühlschrank spricht mit mir‘<br />

haben Autor*innen Texte geschrieben, die in einer szenischen<br />

Lesung das Thema der künstlichen Intelligenz satirisch aufgreifen.<br />

Es wird ein humorvoller Abend“, verspricht Rabold.<br />

Silvester im OHO<br />

Das Jahr endet mit der Oper „Vanessa geht zu den Walen“. In<br />

Kooperation mit der Theaterinitiative Burgenland und den<br />

Burgenländischen Kulturzentren hat das OHO eine Eigenproduktion<br />

geschaffen, die die technische Potenz des Hauses<br />

sichtbar macht.<br />

Das Libretto stammt von Peter Wagner, die Musik kommt von<br />

Ferry Janoska. Die gesamte Oper wird in Dolby Surround<br />

aufgeführt. „Das Publikum sitzt inmitten der Bühne. Das<br />

Bühnenbild geht also um das Publikum herum“, gibt Rabold<br />

Einblicke. Das Thema ist kein fiktives, sondern basiert auf<br />

einem Bericht, der von den Philippinen stammt. 40 Kilo Plastikmüll<br />

wurden dort im Magen eines Wals gefunden. Die Oper<br />

berichtet von der Reise der Hauptfigur Vanessa – eigentlich<br />

könnte sie der Fridays for Future Generation angehören – die<br />

sich aufmacht, um die restlichen Wale zu retten. Ferry Janoska<br />

hat dazu keine klassische Oper komponiert. „Obwohl ich selbst<br />

Musiker und Komponist bin, so zwei Stunden lang eine der<br />

üblichen zeitgenössischen Opern anzuhören, ist sogar mir zu<br />

viel“, sagt er im Interview für das „Blattwerk“, der Zeitschrift<br />

des OHO. Es wird viel dabei sein. Jazz, Swing und Funk. Jedenfalls<br />

verspricht er im Interview: „Das allerhöchste Niveau, das<br />

ich musikalisch-kompositorisch draufhabe. Das ist momentan,<br />

glaub ich, mein höchstes Level.“<br />

Das Zeitschriften-Werk des OHO<br />

Das „Blattwerk“ präsentiert sich mit der aktuellen Ausgabe als<br />

eine künstlerisch und inhaltlich starke Zeitschrift.<br />

„Es ist nicht nur ein Programmheft, sondern es sind auch viele<br />

Artikel rund um Kunst, Kultur und Gesellschaft darin. Es war<br />

immer als Zeitschrift geplant und das ist uns mit dieser Ausgabe<br />

wirklich gelungen“, freut sich Rabold.<br />

Neu ist auch die Website des OHO. Übersichtlicher, dreidimensional,<br />

mit einem reichhaltigen Service- und Informationsangebot.<br />

OHO<br />

OKTOBER <strong>2022</strong><br />

Fr., 7.10. 20:00 Uhr<br />

BLOCKCHAIN MY HEART<br />

Eine verkettete Kunstaktion mit<br />

ungewissem Ausgang<br />

Erstpräsentation<br />

Eintritt frei<br />

Do., 13.10. 19:30 Uhr<br />

KILOMETER NULL * Lesung Stefan Kutzenberger<br />

Katharina Tiwald führt ein Gespräch mit dem Autor.<br />

Eintritt: VVK € 6,– / AK € 7,– (*ermäßigt VVK € 5,– / AK € 6,–)<br />

fr., 14.10. 19:30 Uhr<br />

ICH BIN DER ANDERE * Lesung Andreas Vitásek<br />

Eintritt: VVK € 6,– / AK € 7,– (*ermäßigt VVK € 5,– / AK € 6,–)<br />

fr., 21.10. 19:30 Uhr<br />

PANDEMIA * Lesung Rudolf Anschober<br />

in Kooperation mit der AK-Bibliothek Oberwart<br />

Eintritt frei<br />

Detaillierte Informationen zu diesen<br />

Veranstaltungen auf www.oho.at<br />

Kartenreservierung unter<br />

+43 3352 – 38555 oder info@oho.at<br />

Alle Veranstaltungen finden im<br />

Offenen Haus Oberwart, Lisztgasse 12 statt.<br />

* Ermäßigte Kartenpreise gelten für:<br />

OHO-Mitglieder, Ö1-Club-Mitglieder, AK-Card,<br />

Schüler*innen, Lehrlinge, Student*innen,<br />

Zivil- & Präsenzdiener*innen.<br />

Mehr zum OHO-Programm auf: www.oho.at<br />

OKTOBER <strong>2022</strong> 27


UNTERNEHMENSPORTRÄT<br />

Neues Erscheinungsbild,<br />

bewährte Tugenden!<br />

Die Bedürfnisse der Kund*innen zu erkennen und zu verstehen, ist Voraussetzung für eine passgenaue<br />

Installation. Dem Bernsteiner Familienbetrieb Karner Haustechnik gelingt genau das seit über<br />

35 Jahren. Zum Firmenjubiläum hat man sich selber beschenkt – mit einem neuen Erscheinungsbild.<br />

Fotos © RABOLD UND CO.<br />

für höchste Individualität und<br />

authentisches Handwerk.<br />

Entworfen wurde das Logo von<br />

der Oberwarter Agentur RABOLD<br />

UND CO., die auch den gesamten<br />

Markenprozess zu verantworten<br />

hat, und dieser berücksichtigt vor<br />

allem das Herausarbeiten der<br />

sogenannten Markenwerte – das<br />

wofür ein Unternehmen steht, die<br />

Art und Weise, wie man seine<br />

Arbeit macht.<br />

Augenhöhe<br />

und Hausverstand<br />

Bei Karner Haustechnik erledigt<br />

man die Arbeit auf Augenhöhe,<br />

mit Hausverstand und durch<br />

Handwerkskunst. „Diese drei<br />

Werte haben in unserer Familie<br />

und in unserem Betrieb von<br />

Beginn an eine zentrale Rolle<br />

Adolf, Erika und Andreas Karner<br />

lieferten mit Ihren Fingerabdrücken<br />

die Vorlage für den daraus neu<br />

erstellten Fingerabdruck der Marke<br />

Karner Haustechnik<br />

gespielt. Jetzt gilt es, diese<br />

Werte den neuen und künftigen<br />

Mitarbeiter*innen so zu vermitteln,<br />

damit es uns allen gelingt,<br />

sie noch mehr in unsere tägliche<br />

Arbeit einfließen zu lassen“, so<br />

Geschäftsführer Ing. Andreas<br />

Karner.<br />

Karner Haustechnik ist ein<br />

gestandener Familienbetrieb in<br />

zweiter Generation. Das Team ist<br />

mit unterschiedlichen Persönlichkeiten<br />

und Fähigkeiten<br />

ausgestattet und macht so erst<br />

den Erfolg des Unternehmens<br />

möglich. Dazu kommt die Art und<br />

Weise, wie man miteinander<br />

umgeht und kommuniziert: „Wir<br />

begegnen uns auf Augenhöhe.<br />

Das sollen nicht nur alle im Team<br />

spüren, sondern auch unsere<br />

Partner*innen und Kund*innen!“,<br />

erklärt Andreas Karner.<br />

Für die Kund*innen, in erster<br />

Linie Häuslbauer und Renovierer<br />

im gesamten Bezirk Oberwart<br />

und darüber hinaus, zählt in<br />

Eine schnittige Softshell-Jacke<br />

mit dem neuen Firmenlogo – die<br />

Mitarbeiter*innen von Karner<br />

Haustechnik halten sie stolz in<br />

ihren Händen. Firmenchef Ing.<br />

Andreas Karner hat sein Team<br />

zum Firmenjubiläum in das<br />

idyllische Bauerngartl nach<br />

Unterhasel geladen, um die<br />

35-jährige Erfolgsgeschichte des<br />

Familienunternehmens würdig zu<br />

feiern. Und wie das so ist bei<br />

Geburtstagsfesten wird auch<br />

ausgiebig bilanziert, reflektiert<br />

und diskutiert. Nämlich darüber,<br />

was das Unternehmen ausmacht,<br />

was der Geschäftsführung und<br />

den Mitarbeiter*innen wichtig ist<br />

und wie man den Kund*innen und<br />

Partner*innen gegenüber<br />

auftreten möchte. Damit ist nicht<br />

nur die Optik gemeint, auch wenn<br />

man mit dem markanten neuen<br />

Firmenlogo ein kräftiges Zeichen<br />

gesetzt hat. Es symbolisiert einen<br />

Fingerabdruck, der tatsächlich<br />

vom Firmenchef höchstselbst<br />

stammt. Der Fingerabdruck steht<br />

Werbung<br />

28<br />

OKTOBER <strong>2022</strong><br />

www.<strong>prima</strong>-magazin.at


UNTERNEHMENSPORTRÄT<br />

ING. ANDREAS KARNER<br />

Geschäftsführer<br />

erster Linie das Resultat der<br />

Arbeit. Und hier kommt für<br />

Andreas Karner der Hausverstand<br />

ins Spiel: „Wir installieren,<br />

montieren, reparieren, sanieren,<br />

empfehlen, kaufen und verkaufen<br />

mit Hausverstand. Das heißt, von<br />

uns bekommen die Kund*innen<br />

nicht die modernste, teuerste<br />

oder billigste Lösung, sondern<br />

die für sie richtige. Das setzt<br />

voraus, dass wir uns für die<br />

Bedürfnisse unserer Kund*innen<br />

ehrlich interessieren, und dann<br />

schalten wir unseren Hausverstand<br />

dazu ein.“ Was man bei<br />

Karner Haustechnik unter<br />

Hausverstand versteht? „Die<br />

Summe aus viel Know-How und<br />

noch mehr Erfahrung.“<br />

Noch immer eine<br />

Handwerkskunst<br />

Know-How und Erfahrung sind<br />

mehr denn je gefragt, denn im<br />

Bereich der Haustechnik hat sich<br />

in den letzten zwanzig, dreißig<br />

Jahren immens viel getan. Die<br />

Digitalisierung hat Einzug<br />

gehalten, alles ist smart geworden.<br />

„Und doch ist unsere Arbeit<br />

ein Handwerk geblieben“, ist<br />

Andreas Karner wichtig zu<br />

betonen. „Vom Geschick der<br />

Hände hängt ab, ob die Qualität<br />

der Arbeit dem entspricht, was<br />

wir versprochen und sich die<br />

Kund*innen erwartet haben.<br />

So wollen wir das Vertrauen<br />

gewinnen.“<br />

Von der klassischen Heizungs-,<br />

Klima- und Sanitärinstallation,<br />

über Komplettlösungen fürs<br />

Badezimmer bis hin zum großen<br />

Bereich der Elektroinstallation,<br />

der auch die Installation von<br />

Photovoltaikanlagen, Smart<br />

Home-Lösungen, Alarm- und<br />

Videoüberwachungsanlagen mit<br />

einbezieht, deckt der Bernsteiner<br />

Betrieb alles ab, was ein<br />

modernes Haustechnik-Unternehmen<br />

heutzutage im Portfolio<br />

anbieten muss.<br />

Und da beginnen auch schon die<br />

Herausforderungen für Häuslbauer,<br />

Sanierer und Renovierer.<br />

Erst fertig,<br />

wenn alles passt.<br />

Um diesen Herausforderungen<br />

begegnen zu können, wechselt<br />

Andreas Karner gerne mal die<br />

Perspektive: „Als Auftraggeber*in<br />

ist man meistens Laie und den<br />

Empfehlungen und Ratschlägen<br />

anderer ausgeliefert, erst recht<br />

bei einer so komplex gewordenen<br />

Materie, wie sie Haustechnik<br />

darstellt. Die meisten haben<br />

schon von einer Wärmepumpe<br />

gehört, wissen jedoch nicht, ob<br />

dieses oder jenes Modell besser<br />

für die eigenen Bedürfnisse passt<br />

oder ob die Installation einwandfrei<br />

ausgeführt wurde. Es ist ein<br />

bisschen so wie beim Onkel<br />

Doktor: Ein Arzt, der sich Zeit<br />

nimmt, mir genau zuhört und<br />

geduldig erklären kann, welche<br />

Therapiemöglichkeiten es gibt,<br />

wird mein Vertrauen gewinnen.<br />

Es geht ja um meine Gesundheit.<br />

Bei der Haustechnik geht es<br />

immerhin um Entscheidungen,<br />

die viel Geld kosten, für einen<br />

langen Zeitraum Relevanz haben<br />

und hinsichtlich Komfort und<br />

Sicherheit meine Zufriedenheit<br />

im Alltag gewährleisten. Mit all<br />

dem im Hinterkopf erklären,<br />

empfehlen und installieren wir<br />

Haustechnik. Unsere Kund*innen<br />

sind zufrieden, weil wir ihr<br />

Problem verstanden haben.“<br />

Augenhöhe, Hausverstand und<br />

Handwerkskunst – eines greift<br />

dann ins andere. „Bei uns gilt ein<br />

Auftrag erst dann als abgeschlossen,<br />

wenn alles passt und<br />

funktioniert.“ Darüber waren sich<br />

die Mitarbeiter*innen nach der<br />

KARNER HAUSTECHNIK GMBH<br />

A-7434 Bernstein, Unterhasel 6<br />

Telefon +43-3354-6385<br />

andreas.karner@karnerhaustechnik.at<br />

www.karnerhaustechnik.at<br />

WIR SIND IHR PARTNER BEI HEIZUNG, SANITÄR,<br />

WOHNRAUMLÜFTUNG, KLIMA, SMART HOME,<br />

ELEKTROINSTALLATION, PHOTOVOLTAIK.<br />

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bereits im neuen Design umgesetzt<br />

– von der Mappe über die Visitenkarten,<br />

der Bekleidung für die Mitarbeiter*innen<br />

bis hin zu Anstecknadeln<br />

und Inseraten. Auch die Website ist<br />

neu: www.karnerhaustechnik.at<br />

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Ansprache ihres Chefs bei der<br />

Firmenfeier alle einig, haben sich<br />

die Jacke mit dem neuen Logo<br />

angezogen und auf die nächsten<br />

35 Jahre angestoßen.<br />

Karner Haustechnik GmbH<br />

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OKTOBER <strong>2022</strong><br />

29


nd gehen! können Gäste bereits vor ihrem<br />

e, einem Aufenthalt Veranstaltungen, Routen<br />

d einem und vieles mehr speichern und<br />

zt Bad WERBUNG planen. In Verbindung mit dem<br />

us sehr Online-Ticketshop kann der Gast so<br />

eich digibis<br />

schon Aktivitäten für seinen<br />

Reisezeitraum fixieren. Mit diesem<br />

Bad Tatzmannsdorf<br />

Service werden Mitarbeiter in der<br />

zum Kommunikation mit den Gästen<br />

darf oder unterstützt und ihnen die<br />

Digitaler Fortschritt und die längste<br />

, um mit Möglichkeit geboten, den Gast<br />

burgenländische Tourismustradition<br />

. „Ohne schließen einander individueller nicht aus – sie müssen und gezielter zu<br />

s keine Hand in Hand informieren gehen! Mit einer neuen und beraten.<br />

Website, einem digitalen Reiseführer und<br />

ourismusder<br />

Tatzmannsdorf Web-Applikation Tourismus sehr wichtige nicht, da sie auf<br />

einem Online-Ticketshop<br />

Zusätzlichen<br />

setzt Bad<br />

Aufwand bietet die<br />

Zeichen im Bereich digitaler Zukunft.<br />

Bad die<br />

burgenlandweite<br />

s, Richard „Ohne Digitalisierung Tourismusdatenbank gibt es keine erfolgreiche aufbaut.<br />

o „digitale Tourismusentwicklung“ so der Geschäftsführer<br />

von Bad Tatzmannsdorf Tourismus, Richard G.<br />

insten als Nicht nur direkt im Urlaubsort,<br />

Senninger. In Zeiten, wo „digitale Grundbildung“<br />

unsere sondern Kleinsten als Pflichtschulfach bereits bei der<br />

, müssen<br />

wie digital<br />

begleitet, müssen<br />

Vorbereitung<br />

wir uns die Frage stellen,<br />

auf<br />

wie<br />

die schönsten<br />

digital auch Tourismus sein muss. Ein ständiger<br />

tage sein Zwiespalt zwischen Tage persönlichem, sind die qualitativem Neuerungen spürbar:<br />

Zwiespalt Service am Gast Die und Website effizientem Arbeiten bad.tatzmannsdorf.at<br />

in<br />

der aktuellen Mitarbeiterkrise stellt dabei önlichem, hat neben einem modernen<br />

große Herausforderung dar.<br />

Gast und Erscheinungsbild<br />

auch<br />

r aktuellen<br />

abei eine<br />

r.<br />

Großer Digitalisierungsschritt im bedeutendsten Tourismusort<br />

Mit der digitalen Informationsplattform „mein<br />

Bad Tatzmannsdorf“ können Gäste bereits vor<br />

Willkommen, Herr Huber<br />

Willkommen, Herr Huber<br />

ROBERT PALFRADER<br />

12. Okt. | 19.30 Uhr<br />

ihrem Aufenthalt Veranstaltungen, Routen<br />

und vieles mehr speichern und planen. In<br />

Verbindung mit dem Online-Ticketshop kann<br />

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Reisezeitraum fixieren. Mit diesem Service<br />

werden Mitarbeiter*innen in der Kommunikation<br />

mit den Gästen unterstützt und ihnen die<br />

Möglichkeit geboten, den Gast individueller<br />

und gezielter zu informieren und beraten.<br />

Zusätzlichen Aufwand bietet die Web-Applikation<br />

nicht, da sie auf die burgenlandweite<br />

Tourismusdatenbank aufbaut.<br />

übersichtliche Strukturen und eine<br />

neue Bilderwelt erhalten. Im<br />

Veranstaltungskalender findet man<br />

einfachen Ticketkauf, aber auch die<br />

Anmeldung zum sportlichen<br />

Freizeitprogramm wie E-Bike-<br />

Touren und Kulturspaziergängen<br />

möglich. Die Tickets können so<br />

direkt vom Hotelzimmer gekauft<br />

werden und auch digital via QR-<br />

Code genutzt werden.<br />

Die digitalen Services von Bad<br />

Dieser macht einen einfachen Ticketkauf, aber<br />

Tatzmannsdorf Tourismus sind<br />

auch die Anmeldung zum sportlichen Freizeitprogramm<br />

für Gäste, wie E-Bike-Touren sondern und Kulturspazier-<br />

auch<br />

nicht nur<br />

für Bewohner gänge möglich. und Die Mitarbeiter Tickets können so direkt der vom<br />

Hotelzimmer gekauft werden und auch digital<br />

Betriebe<br />

via<br />

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Die<br />

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Veranstaltungen & Aktivitäten<br />

Essen Essen & Trinken & Trinken<br />

Routen<br />

Routen<br />

& Touren<br />

& Touren<br />

Tipps & News<br />

u.v.m. Tipps & News<br />

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Mit dem QR-Code<br />

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Die digitalen Services von Bad Tatzmannsdorf<br />

Tourismus sind nicht nur für Gäste, sondern<br />

auch für Bewohner*innen und Mitarbeiter*innen<br />

der Betriebe nutzbar. Die „Locals“-Version<br />

des digitalen Urlaubsbegleiters wurde speziell<br />

für Tagesgäste, Einwohner*innen und<br />

Mitarbeiter*innen konzipiert und ist bereits<br />

seit 2 Wochen verfügbar.<br />

Nicht nur direkt im Urlaubsort, sondern<br />

bereits bei der Vorbereitung auf die schönsten<br />

Tage sind die Neuerungen spürbar: Die<br />

Sie möchten Sie die möchten Plattform<br />

die Website bad.tatzmannsdorf.at hat neben<br />

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findet man bei den zahlreichen Events und<br />

anfordern und gleich<br />

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BAD TATZMANNSDORF TOURISMUS<br />

PRÄSENTIERT bad.tatzmannsdorf.at/events<br />

BIRGIT DENK<br />

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28. Okt. | 19.30 Uhr<br />

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Infos und Tickets unter bad.tatzmannsdorf.at<br />

Bad Tatzmannsdorf Tourismus, Joseph Haydn-Platz 3, 7431 Bad Tatzmannsdorf, Telefon: 03353/7015<br />

30<br />

OKTOBER <strong>2022</strong><br />

www.<strong>prima</strong>-magazin.at


UNTERNEHMENSPORTRÄT<br />

Bei RABOLD UND CO. beginnt wirksame Markenentwicklung mit ungewöhnlichen Fragen:<br />

Haben Sie schon einmal einen<br />

Fluss ohne Brücke überquert?<br />

Machen Sie mit uns ein<br />

Gedankenexperiment: Sie<br />

stehen vor einem Fluss und<br />

müssen auf die andere Seite.<br />

Jedoch ist weder Brücke noch<br />

Boot in Sicht. Was tun Sie?<br />

Gehören Sie zu denen, die sich<br />

mutig in die Fluten werfen und<br />

einfach durchschwimmen?<br />

Oder messen Sie zuerst<br />

Wassertiefe und -temperatur,<br />

um die Situation besser<br />

einzuschätzen? Vielleicht<br />

gehören Sie aber auch zu<br />

denen, die sich Hilfe holen?<br />

Bei RABOLD UND CO. schafft man wirksame<br />

Unternehmensauftritte, die sich vom Mitbewerb<br />

abheben und klar kommunizieren.<br />

Es gibt verschiedene Lösungsstrategien,<br />

diese lassen sich aber<br />

in vergleichbaren Grundmustern<br />

zusammenfassen. Dabei ziehen<br />

sich gleiche, sogenannte<br />

archetypische Haltungen, an. So<br />

wie sich Personen unterschiedlich<br />

verhalten, so tun das auch<br />

Konsument:innen und Märkte.<br />

Gerade für Unternehmen ist es<br />

deshalb essentiell zu wissen, wie<br />

ihre Zielgruppe tickt, um sie zu<br />

erreichen.<br />

Die Praxis sieht aber anders aus.<br />

Eveline Rabold von der Agentur<br />

RABOLD UND CO. in Graz und<br />

Oberwart berichtet: „Die häufigste<br />

Antwort auf die Frage, wen<br />

Unternehmen mit ihrem Angebot<br />

erreichen wollen, ist: Na eh alle.“<br />

Dabei ist die eierlegende Wollmilchsau<br />

reines Wunschdenken.<br />

Punktgenau und<br />

nicht mit dem Prinzip<br />

der Gießkanne<br />

Bei RABOLD UND CO. geht man<br />

es mit Markenarbeit immer<br />

methodisch an, statt mit<br />

Kanonen auf Spatzen zu<br />

schießen: In einem strukturierten<br />

Markenprozess werden nicht nur<br />

Verhaltensprofile von Marke,<br />

Zielgruppe und Angebot eines<br />

Unternehmens erfasst, sondern<br />

auch das Verhältnis, in dem sie<br />

zueinander stehen. Ergebnis ist<br />

eine belastbare Grundlage für<br />

wirkungsvolle Wachstumsstrategien<br />

– für jeden Marken-,<br />

Team- und Produktentwicklungsprozess<br />

in einem Unternehmen.<br />

„Wir arbeiten dabei mit einem<br />

datenbankgestützen Tool, das<br />

uns samt unserer langjähgrigen<br />

Erfahrung dabei hilft, wirklich<br />

fundierte Ergebnisse für unsere<br />

Kundinnen und Kunden zu<br />

liefern. So können wir unser<br />

Versprechen, wirksame Marken<br />

zu schaffen, auch voll und ganz<br />

einhalten“ so Rabold.<br />

Markenarbeit löst<br />

Kommunikationsprobleme<br />

Ist die Marke gut aufgestellt und<br />

präzise positioniert, dann ist auch<br />

jegliche Arte der Kommunikation<br />

klar – egal ob nach innen oder<br />

außen. Zum Beispiel haben<br />

fehlende Rückmeldungen auf<br />

Jobinserate sehr oft mit der<br />

falschen Markenkommunikation<br />

zu tun. Das Unternehmen<br />

kommuniziert nicht klar und nicht<br />

authentisch und bekommt somit<br />

keine oder nicht die passenden<br />

Bewerber*innen für eine offene<br />

Stelle. Qualifizierte Arbeit an der<br />

Marke schafft in vielen Bereichen<br />

eines Unternehmens Abhilfe.<br />

Und wie geht‘s<br />

Ihrer Marke?<br />

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OKTOBER <strong>2022</strong><br />

31


PORTRÄT<br />

Der Umweg<br />

ist das Ziel<br />

Aus dem Buch von Willy Puchner<br />

„Mein Kater Tiger“, erschienen im G&G Verlag<br />

Willy Puchner hat auf seinen<br />

Reisen drei mal die Welt umrundet.<br />

Heute weiß er, man muss in<br />

keinen Flieger steigen, um zu<br />

reisen. Der 70-jährige Künstler, der<br />

als freiberuflicher Fotograf, Autor<br />

und Zeichner bekannt ist, hat sich<br />

letztes Jahr dazu entschlossen, in<br />

seinem alten Bauernhaus in<br />

Oberschützen zu residieren,<br />

zusammen mit seinem Kater Tiger.<br />

Eva Maria Kamper<br />

„Eigentlich wollte ich gar nicht so lange<br />

bleiben”, sagt Willy Puchner und lässt<br />

den Blick aus dem Panoramafenster<br />

seines Wohnzimmers schweifen. „Im<br />

Corona-Lockdown war hier mein<br />

Rückzugsort von Wien, allerdings habe<br />

ich irgendwann gemerkt, dass es mir hier<br />

immer besser gefällt als in der Großstadt.<br />

Und auch meinem Kater tut es gut.”<br />

Elementare Sehnsucht<br />

Das zurückgezogene Leben ist für den<br />

Künstler und Freelancer Willy Puchner<br />

allerdings eine Neuheit. Denn viele Jahre<br />

seines Lebens hat er auf Reisen verbracht,<br />

als freiberuflicher Fotograf. Mit<br />

dem Projekt „Die Sehnsucht der Pinguine”<br />

ist er in der Künstlerbranche bekannt<br />

geworden. Dabei hat er zwei Pinguine<br />

aus Polyesterharz auf den besuchten<br />

Reiseorten als Urlaubspaar inszeniert.<br />

„Jeder hat diese elementare Sehnsucht in<br />

sich, verliebt zu sein und mit dieser<br />

Person in der Fremde zu sein”, beschreibt<br />

er seinen Zugang zu diesem<br />

Kunstprojekt, für das er vier Jahre um<br />

die ganze Welt gereist ist.<br />

Lebenskünstler<br />

Lange bevor es den Begriff „Freelancer”<br />

32<br />

OKTOBER <strong>2022</strong> www.<strong>prima</strong>-magazin.at


4. November:<br />

Vortrag von<br />

Willy Puchner<br />

Oberschützen<br />

Buchhandlung<br />

„Büchertraum“<br />

Fotos © Eva Maria Kamper<br />

PORTRÄT<br />

Dinge auszuprobieren. So findet man ihn<br />

auch im Kochkurs, immer auf der Suche<br />

nach Anregungen. Und sein Lieblingsplatz<br />

ist derzeit neben seinem Hochsitz<br />

im Garten, auf dem er bei der malerischen<br />

Aussicht die Gedanken fließen<br />

lässt, die Nähmaschine im Atelier, wo er<br />

aus seinen Ideen mit Naturmaterialien<br />

und Stoff kleine Kunstwerke schafft.<br />

Stets beobachtet von seinem geliebten<br />

Kater Tiger, dem er auch mit seinen<br />

charakteristischen Illustrationen ein<br />

Buch gewidmet hat.<br />

in unseren Breiten gab, wusste Willy<br />

Puchner bereits, dass er einer werden<br />

möchte. „Zum Glück hat mich meine<br />

Mutter dabei unterstützt”, lacht er und<br />

gesteht, dass seine wenigen Versuche,<br />

einen „herkömmlichen” Job auszuüben,<br />

wie zum Beispiel als Lehrer, nicht von<br />

langer Dauer waren. „Das Nine to Five, das<br />

konnte ich nie so gut”, sagt der Lebenskünstler.<br />

Inneres Kind<br />

Und so hat er es geschafft, sein ganzes<br />

Leben als Fotograf, Autor zahlreicher<br />

Bücher, Zeitungsglossen und Publikationen<br />

sowie als Zeichner zu gestalten, der<br />

vor allem eine Eigenschaft in sich trägt:<br />

Sein inneres Kind immer am Leben zu<br />

erhalten. Und die Phantasie zuzulassen.<br />

Nach seinen zahlreichen und jahrelangen Reisen<br />

ist Willy Puchner nun in Oberschützen angekommen.<br />

Ruhig ist es um den 70-Jährigen aber<br />

trotzdem nicht geworden.<br />

Nähen gehört zur neuen Leidenschaft von Willy<br />

Puchner, der seine künstlerische Ader immer<br />

wieder neu herausfordern möchte. Für seine<br />

Kunstwerke ist er auf der Suche nach alten<br />

Nähgarnen.<br />

Die Inspiration zu seinen Werken kommt<br />

meist im Traum, beziehungsweise im<br />

Halbschlaf. „Ich lass’ die andere Welt des<br />

Absurden und Abstrakten in meinem<br />

Leben zu. Ich habe meine Phantasie<br />

gezügelt und habe sie unter Kontrolle.<br />

Die Gedanken, die ganz tief aus dem<br />

Unterbewusstsein oder sogar aus der<br />

Kindheit kommen, die akzeptier’ ich für<br />

mein Leben. Die meisten Erwachsenen<br />

müssen bestimmte Anpassungen im<br />

Leben machen. Mein kreativer, inspirativer<br />

Impuls kommt einfach durch die<br />

Offenheit. Ich mag zum Beispiel auch<br />

nicht den Satz ‚Der Weg ist das Ziel‘,<br />

sondern für mich ist der ‚Umweg das<br />

Ziel’. Weil man da darüber hinaus viel<br />

weiter kommt”, verrät Willy Puchner<br />

seinen Zugang zur Kunst.<br />

Wissensdurst und Neugier<br />

Und nun genießt der 70-Jährige das<br />

Leben am Land in allen Zügen. 17 Bücher<br />

habe er in den letzten zehn Wochen<br />

gelesen, wie besessen, schildert er und<br />

lacht. Dazwischen geht er bei ausgedehnten<br />

Spaziergängen rund um Oberschützen<br />

auf seine Entdeckungsreisen. Denn<br />

für das Reisen brauche er inzwischen<br />

keinen Flieger mehr. Und seine Maxime<br />

ist das Lernen. Er wird nicht müde, neue<br />

Willy Puchner, geboren am 15. März 1952,<br />

wuchs in der niederösterreichischen<br />

Bezirkshauptstadt Mistelbach als Sohn<br />

eines Fotografenehepaars auf. Von 1967<br />

bis 1974 besuchte er die Graphische<br />

Bundes-Lehr- und Versuchsanstalt in<br />

Wien, Abteilung Fotografie. Seit 1978 ist<br />

er freischaffender Fotograf, Zeichner,<br />

Künstler und Autor. Von 1983 bis1988<br />

studierte er Philosophie, Publizistik,<br />

Geschichte und Soziologie.<br />

Berühmt wurde Willy Puchner mit dem<br />

Projekt „Die Sehnsucht der Pinguine“. Er<br />

reiste mit den Polyester-Pinguin-Figuren<br />

Joe & Sally vier Jahre lang ans Meer und<br />

in die Wüste, nach New York, Sydney,<br />

Peking und Paris, nach Venedig, Tokio,<br />

Honolulu und Kairo, um sie dort im Bild<br />

festzuhalten.<br />

Seine gezeichneten und handgeschriebenen<br />

(Reise-)Materialbücher, erschienen<br />

als Tagebuch der Natur (2001) und<br />

Illustriertes Fernweh (2006), sind „eine<br />

ruhelose Vermessung der Welt“, vielleicht<br />

auch der Wunsch, seinen eigenen<br />

Platz im Koordinatensystem des Globus<br />

zu finden.<br />

Willy Puchner arbeitete viel mit alten<br />

Menschen, dabei entstanden die<br />

Projekte Die 90-jährigen, Dialog mit dem<br />

Alter, Die 100-Jährigen, Lebensgeschichte<br />

und Fotografie und Liebe im Alter.<br />

Willy Puchner ist Gewinner des Österreichischen<br />

Kunstpreises <strong>2022</strong> in der<br />

Sparte Kinder- und Jugendliteratur.<br />

Seine Materialbücher seien „kunstvolle<br />

Wunderkammern voller Eindrücke und<br />

Geschichten, die dazu anregen, die<br />

eigenen Wunderwelten und sich selbst<br />

in ihnen zu entdecken“, so die Jury.<br />

OKTOBER <strong>2022</strong> 33


REPORTAGE<br />

40 Tonnen Freiheit<br />

Starke Kerle, die stundenlang in ihrem Truck sitzen, wenig sprechen. So ist das<br />

Klischee von Lastwagenfahrern, das keine Fahrerinnen beinhaltet. Ein von <strong>prima</strong>!<br />

befragter Tanklasterfahrer meinte gar: „Eine Frau würde das sicher nicht packen!“.<br />

Dabei fällt durchaus der eine oder andere von einer Frau gelenkte Truck auf.<br />

Und es werden immer mehr.<br />

Olga Seus<br />

Foto © Olga Seus<br />

Samii in ihrem ersten Wohnzimmer,<br />

der Führerkabine ihres Lasters<br />

„Seit der ersten Fahrstunde war für mich<br />

klar: Lasterfahren, das ist es“, sagt<br />

Samantha R. aus der Südossteiermark,<br />

genannt Samii, mit strahlenden Augen<br />

über ihren Beruf. Dabei ist sie kein „Kerl<br />

von einer Frau“. Sie ist klein und zierlich,<br />

geschminkt, hat lange Haare und bunte,<br />

lange Nägel. Nachdem sie den CE-Führerschein,<br />

also den regulären Lasterführerschein<br />

ebenso wie den C95-Schein,<br />

der fürs gewerbliche LKW-Fahren<br />

benötigt wird, bereits mit dem B-Führer-<br />

schein mitgemacht hatte, ging es nach<br />

der Matura los. So weit, so Traumjob.<br />

Doch die ersten Monate seien mehr als<br />

hart gewesen, zieht Samii Resümee.<br />

Zunächst werden Lasterfahrer*innen<br />

zwar gesucht, aber bitte welche mit<br />

34<br />

OKTOBER <strong>2022</strong> www.<strong>prima</strong>-magazin.at


REPORTAGE<br />

Rosa ist die vorherrschende Farbe – von innen<br />

wie von außen<br />

Samii neben dem Laster, den sie tagtäglich fährt<br />

sich keinen anderen Job vorstellen. „Du hast deine Ruhe da oben.<br />

Und deine Freiheit. Das ist dein Laster, du organisierst das ganz<br />

allein. Du bewegst tagtäglich 40 Tonnen. Auch auf engen<br />

Straßen, überallhin. Die Leute brauchen ja die Dinge, die<br />

transportiert werden, überall. Auch da, wo die Bahn oder<br />

andere Transportmittel nicht hinkommen. Und wenn du abends<br />

aussteigst, alles ist wieder gut gegangen und du hast das allein<br />

>> weiter auf Seite 36<br />

Fotos © Olga Seus<br />

Erfahrung. „Frauen gegenüber bestehen Vorurteile, Männer<br />

werden klar bevorzugt“, sagt sie. Und dann natürlich das Fahren<br />

selbst: Bis zu 10 Stunden dürfe am Stück gefahren werden, aber<br />

die sogenannte „Einsatzzeit“ sei wesentlich länger. „Einladen,<br />

Ladung sichern, fahren, abladen, das gehört oft dazu. Und das<br />

Ein- und Ausladen, sehr häufig schwere Paletten, geschieht<br />

meist mit einem Gabelstapler oder manuellem Hubwagen.“ Nach<br />

der maximal vorgeschriebenen Einsatzzeit von 15 Stunden ist<br />

Samii oft zehn Stunden von zu Hause entfernt. „Die vorgeschriebenen<br />

9 bis 11 Stunden Ruhezeit vergehen mit Waschen, Essen,<br />

Schlafen.“ Trucker verbringen die meiste Zeit im Laster, in dem<br />

oft auch geschlafen wird. Da bleibt nicht viel Zeit für Familie<br />

oder ein Hobby. Die Trucks sind häufig wie ein Wohnzimmer<br />

eingerichtet. Bei Samii sind „Hello Kitty“ und Rosa vorherrschend.<br />

„Ein bisserl einen Vogel haben wir halt alle. Den brauchst auch<br />

für den Job“, ist Samiis Fazit. Dennoch fährt sie gerne und kann<br />

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OKTOBER <strong>2022</strong><br />

35


REPORTAGE<br />

geschafft, dann ist man durchaus auch stolz auf sich.“ Umweltfragen<br />

spielen für die ambitionierte Fahrerin, die ihren leistungsstarken<br />

Achtzylinder über alles schätzt, keine große Rolle.<br />

„Dank der für Laster sehr verschärften Euro VI Norm und<br />

AdBlue fahren wir eh recht abgasarm, sogar abgasärmer als<br />

mancher PKW.“<br />

Tatsächlich sorgt AdBlue, das nichts anderes ist als künstlicher<br />

Harnstoff, dafür, dass die Emissionen an Stickstoffen reduziert<br />

werden. In der Reaktion mit den Schadstoffen werden diese fast<br />

vollständig umgewandelt in Wasserdampf und ungefährlichen<br />

Stickstoff. So beweist ein Versuch an der TU Graz 2021, dass die<br />

Partikelkonzentration in der Umgebungsluft um das Zehnfache<br />

höher ist als am Ende eines Auspuffs eines Euro VI-LKW.<br />

Insgesamt ist Straßenverkehr an sich aber eine Umweltbelastung<br />

durch Emissionen, Lärm, Staus. Die Prognosen sehen<br />

zudem eine Zunahme des Güterverkehrs auf den Straßen. Peter<br />

Fahrner, WKO-Obmann der Fachgruppe Güterbeförderung<br />

Steiermark und selbst Inhaber eines Transportunternehmens,<br />

erklärt dazu: „Kein einziger LKW fährt spazieren. Allein die<br />

Treibstoffkosten haben sich seit Jahresanfang verdoppelt, die<br />

Kosten für das AdBlue verzehnfacht. Natürlich versucht man da,<br />

Dinge auf die Schiene zu verlagern.“ Anja Krenn, Fachgruppengeschäftsführerin<br />

hakt ein: „Allerdings gilt das nur für den<br />

Fernverkehr. Die last mile, also die letzten 80-100 Kilometer<br />

schafft man nicht ohne LKW, denn kein Zug fährt zu einer<br />

Baustelle, nicht jeder Supermarkt oder jede Tankstelle kann<br />

einen eigenen Bahnhof haben. Dazu sind Laster schneller, alles<br />

was strikt termingebunden ist, wird auch weiterhin mit dem<br />

Laster transportiert werden müssen.“ Aus diesem Grund muss<br />

langfristig auch über alternative Energiequellen nachgedacht<br />

werden. Dabei ist bereits erwiesen, dass E-LKW gerade für<br />

lange Strecken nicht funktionieren. Aus diesem Grund gibt es<br />

neuerdings Überlegungen, verstärkt auf Wasserstoff-Antriebe,<br />

gerade im Transportwesen, zu setzen. Bereits im Juni hatte<br />

Klimaministerin Leonore Gewessler entsprechende Programme<br />

zur Umstellung auf Wasserstoff in verschiedenen Branchen<br />

vorgestellt. Sie sah dabei vor allem die Industrie als Abnehmer.<br />

Nun hat Wirtschaftsminister Martin Kocher angekündigt, dass<br />

speziell für Wasserstoff-Antriebe im Transit-Wesen ein<br />

Förderprogramm noch für dieses Jahr geplant sei, um Anreize<br />

zur Umstellung auf Nullemissions-Technologien zu schaffen.<br />

Berufskraftfahrer<br />

Bei der WKO sind zwei Berufe mit der Bezeichnung Berufskraftfahrer<br />

gelistet: zum einen mit Schwerpunkt Personenbeförderung, zum<br />

anderen mit Schwerpunkt Warentransport. Während ersteres bei den<br />

Frauen hoch im Kurs steht, wie sowohl Marcus Martschitsch, Inhaber<br />

der Fahrschule Easy Drivers, als auch AMS Hartberg-Leiterin Margarete<br />

Hartinger bestätigen, ist der Beruf des LKW-Lenkers nach wie vor<br />

stark männlich dominiert. „Ich würde sagen, die Verteilung liegt bei 20<br />

Prozent Frauen zu 80 Prozent Männern“, so Martschitsch. Dabei gibt<br />

Hartinger zu bedenken, dass die Ausbildung zum Berufskraftfahrer<br />

durchaus auch im Rahmen des FiT – Frauen in Handwerk und Technik<br />

– des AMS gefördert werde. In diesem über 200 Berufe umfassenden<br />

Programm können über das ZAM-Zentrum für Ausbildungsmanagement<br />

zunächst einzelne Berufsfelder erprobt und anschließend als<br />

Lehrberuf erlernt werden. Auch Samii sieht die Qualifikation nicht am<br />

Geschlecht verankert: „Entweder dir liegt das im Blut, auch mit dem<br />

Einparken und allem Drumherum oder eben nicht.“ Peter Fahrner von<br />

der WKO sieht das Problem der Berufskraftfahrer eher in der ausländischen<br />

Konkurrenz denn im Geschlechterkampf: „Laut einer Asfinag-<br />

Umfrage waren 2021 70 Prozent der LKW, die auf österreichischen<br />

Autobahnen unterwegs waren, im Ausland zugelassen.“<br />

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OKTOBER <strong>2022</strong><br />

www.<strong>prima</strong>-magazin.at


22_09_OHO_Blattwerk_<strong>Magazin</strong>_NEU_RZ.indd 1 12.09.22 17:15<br />

WERBUNG<br />

<strong>prima</strong>!<br />

Gewinnspiel<br />

Haben Sie zu Silvester schon was vor? Wir laden Sie<br />

ein zu einer besonderen Oper. Und den neuen<br />

Csaterberg-Krimi von Franz Stangl gibt es für die<br />

kälter werdenden Herbst-Abende dazu.<br />

Gewinnspielfrage:<br />

Wie heißt der in Oberwart ansässige Verlag,<br />

der im OHO gegründet wurde und jetzt von<br />

Horst Horvath geleitet wird?<br />

Schicken Sie uns die Antwort per Mail an folgende<br />

Adresse: redaktion@<strong>prima</strong>.at<br />

Die ersten zwei Einsendungen mit der richtigen<br />

Antwort erhalten ein Gewinnpaket bestehend<br />

aus einem Buch und je zwei Premierenkarten:<br />

Wenn Sie regelmäßig Infos<br />

vom Offenen Haus Oberwart<br />

erhalten möchten, dann<br />

abonnieren Sie den Newsletter<br />

auf www.oho.at oder Sie<br />

bestellen unter info@oho.at<br />

die kostenlose Zeitschrift<br />

„Blattwerk“, in der Sie das<br />

gesamte OHO-Programm<br />

und Artikel rund um Kunst,<br />

Kultur, Gesellschaft finden.<br />

„BURGENLand“ –<br />

der vierte Csaterberg-Krimi<br />

von<br />

Franz Stangl<br />

Das Buch ist in der edition<br />

lex liszt 12 erschienen und<br />

dort sowie im gut sortierten<br />

Buchhandel erhältlich.<br />

www.lexliszt12.at<br />

2 Premierenkarten<br />

zur Uraufführung der<br />

Oper „Vanessa geht<br />

zu den Walen“<br />

am 31.12.<strong>2022</strong> im Offenen<br />

Haus Oberwart<br />

Musik: Ferry Janoska<br />

Libretto und Inszenierung:<br />

Peter Wagner<br />

Mehr Infos dazu:<br />

www.oho.at<br />

P. b.b. GZ 03Z034.973 M Offenes Haus Oberwart, Lisztgasse 12, 7400 Oberwart Josef 1/<strong>2022</strong> WERKAUSSCHNITT: WOLFGANG HORWATH / „LITTLE KISS“<br />

BLATTWERK<br />

ZEITSCHRIFT FÜR KUNST UND KULTUR AM ORT<br />

+ OHO-PROGRAMM SEPTEMBER BIS DEZEMBER <strong>2022</strong><br />

No. 16<br />

LITERATUR IM HERBST<br />

Der Herbst steht wieder ganz im Zeichen des Wortes<br />

BLOCKCHAIN MY HEART<br />

Eine verkettete Kunstaktion<br />

VANESSA GEHT ZU DEN WALEN<br />

Road-Opera-Premiere zu Silvester<br />

7<br />

8<br />

34<br />

Bürgermeister<br />

Georg Rosner<br />

Stadtgemeinde Oberwart<br />

Treffen wir uns<br />

im Stadtgarten<br />

KOLUMNE<br />

Der Stadtgarten Oberwart wird demnächst<br />

fertiggestellt. Auch wenn die Arbeiten der<br />

letzten Wochen ein anderes Bild vermittelt<br />

haben, wird es eine grüne Oase im Herzen<br />

der Bezirkshauptstadt. Der Baumbestand<br />

wurde beinahe verdoppelt und ein eigener<br />

Baumhain unterstreicht das Ziel der Stadt,<br />

mehr Bäume in das Zentrum zu bringen.<br />

Dies ist Teil eines Gesamtkonzeptes. 2024<br />

werden im Zuge dessen rund 200 weitere<br />

klimafitte Bäume entlang der Wiener Straße<br />

bis zum Hauptplatz gepflanzt.<br />

Der Stadtgarten gehört den Menschen,<br />

die in Oberwart leben und jede*r soll sich<br />

hier wohlfühlen: Bewegungsfreudige, die<br />

im Motorikpark aktiv sein wollen; Hundebesitzer*innen<br />

mit ihren Zweibeinern in der<br />

Hundezone; Kinder, die sich am Spielplatz<br />

austoben; Eltern, die ihre Lieblinge dabei<br />

immer im Auge haben; Senior*innen, die<br />

hier spazieren gehen; Angestellte und<br />

Unternehmer*innen, die in ihrer Pause<br />

relaxen; Gartenfreunde, die das Urban<br />

Gardening nutzen. Für den Bauernmarkt<br />

und Wochenmarkt, der eine Tradition von<br />

mehr als 180 Jahren hat, wurde ein eigener<br />

Marktplatz geschaffen. Der Stadtgarten ist<br />

so wie Oberwart ein Ort der Vielfalt.<br />

Eine Umfrage der Oberwarter Agentur<br />

Rabold & Co. ergab, dass sich die Menschen<br />

im Stadtgarten auch einen Gastronomiebetrieb<br />

wünschen. Die Rahmenbedingungen<br />

dazu wurden geschaffen. Doch die Ansiedelung<br />

eines solchen wird im Stadtpark dann<br />

erfolgen, wenn dieser eine Ergänzung zu<br />

den bestehenden Betrieben in der Innenstadt<br />

darstellt und das Konzept des<br />

Stadtgartens unterstreicht.<br />

Am 1. November findet am Platz der<br />

Denkmäler vor dem sanierten Kriegerdenkmal<br />

erstmals eine ökumenische Friedensfeier<br />

statt. Lassen Sie uns diese gemeinsam<br />

begehen und machen wir den Stadtgarten<br />

zu einem Ort, an dem sich die Vielfalt<br />

Oberwarts immer mit Wohlwollen begegnet.<br />

Werbung<br />

OKTOBER <strong>2022</strong><br />

37


BERICHT<br />

Igel brauchen unsere Hilfe!<br />

Für den Igel ist es fünf vor zwölf. Der Laubhaufen wird<br />

dieses Jahr für viele nicht genug sein.<br />

Gastkommentar von Alice Siebenbrunner<br />

Das Kosmetikstudio JUSTYNA in<br />

Oberwart steht seit 20 Jahren für<br />

Kompetenz und Qualität im<br />

Bereich der Dermokosmetik.<br />

Diese Qualität wollen wir nicht nur<br />

halten, sondern auch ausbauen.<br />

Wir suchen<br />

Fußpfleger*in<br />

Kosmetikausbildung von Vorteil<br />

10–15 Std.<br />

(mit Möglichkeit auf Erweiterung)<br />

Bezahlung lt. Kollektiv<br />

Überbezahlung je nach Berufserfahrung<br />

und Qualifikation möglich.<br />

Bewerbungen an<br />

Justyna Loschy<br />

0664/260 63 66 | jlo@aon.at<br />

www.kosmetikjustyna.at<br />

WALDBESITZER!<br />

KAUFE WALD<br />

BZW. AUCH<br />

SEHR KLEINE<br />

WALDFLÄCHEN<br />

0664/35 85 521<br />

forst@speed.at<br />

Foto © Wir fürs Tier<br />

In der Schule haben wir alle<br />

gelernt, wie wichtig es im<br />

Herbst ist, auch etwas Laub für<br />

die Igel liegen zu lassen. Daran<br />

hat sich natürlich auch nichts<br />

geändert. Doch für viele<br />

unserer Igel wird das nicht<br />

reichen, um den Winter zu<br />

überstehen. Jedes Jahr wird die<br />

Situation für die Igel dramatischer<br />

und bereits im Sommer<br />

trudeln bei uns im Verein „Wir<br />

fürs Tier“ unterernährte Igel<br />

ein. Man möchte meinen, um<br />

diese Jahreszeit gäbe es genug<br />

Futter, doch das stimmt so<br />

nicht mehr. Immer weniger<br />

Insekten haben Platz in<br />

unseren Gärten. Schnecken<br />

und Regenwürmer gibt es zwar<br />

und sie werden von den Igeln<br />

auch gefressen, doch sie sind<br />

Träger von Parasiten wie<br />

Würmern, was die Igel weiter<br />

schwächt. Diese Situation der<br />

Igel hat sich in den letzten<br />

Jahren sehr zugespitzt und so<br />

kommt es, dass immer mehr<br />

Igel verhungern.<br />

Was kann man tun?<br />

Als Sofortmaßnahme empfiehlt<br />

sich mittlerweile eine ganzjährige<br />

Zufütterung von geeignetem<br />

Futter wie hochwertigem<br />

Katzenfutter aus dem Fachhandel,<br />

Eierspeise oder<br />

Rinderfaschiertem. Von im<br />

Handel erhältlichem Igelfutter<br />

ist in der Regel Abstand zu<br />

nehmen. Wollen wir dem Igel<br />

wirklich ernsthaft und<br />

langfristig helfen, müssen wir<br />

endlich aufwachen und unsere<br />

Einstellung zur Natur überdenken.<br />

Die Zukunft des Igels<br />

führt nur über den Naturgar-<br />

Wenn Sie tagsüber einen Igel antreffen oder sich nicht sicher<br />

sind, ob er unterernährt oder krank ist und Hilfe braucht,<br />

wenden Sie sich bitte an eine Tierschutzorganisation oder die<br />

Wildtierhilfe:<br />

Wir fürs Tier: 0676/6412875 oder 0664/5330075<br />

Tierheim Parndorf: 0699/10967245<br />

Wildtierhilfe Oggau 0660/9100972<br />

ten. Der Golfrasen muss<br />

peinlich werden.<br />

Ein Rasenmähroboter vereint<br />

so ziemlich alles, was den Igel,<br />

wenn es so weiter geht, töten<br />

wird. Er stellt nicht nur nachts<br />

fahrend eine Gefahr dar. Viel<br />

schlimmer ist, dass er sämtliche<br />

Kleinlebewesen häckselt.<br />

Er hinterlässt tote Gärten.<br />

Gärten ohne Futter für die Igel<br />

und viele andere Kleintiere.<br />

Kein Tierfreund sollte also so<br />

ein Gerät in seinem Garten<br />

haben.<br />

In der Steiermark: Kleine Wildtiere in großer Not:<br />

0650/6452535<br />

Foto © Wir fürs Tier<br />

38<br />

OKTOBER <strong>2022</strong><br />

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UNTERNEHMENSPORTRÄT<br />

Fotos © APT<br />

Lymphdrainage<br />

Das APT Hartberg ist ein<br />

Gesundheitszentrum, in welchem<br />

die Patient*innen durch<br />

gezielte Betreuung und kompetente<br />

Beratung Unterstützung<br />

finden, ihren Gesundheitszustand<br />

zu verbessern, zu erhalten<br />

und die Lebensfreude zu<br />

steigern.<br />

Wir sind das größte Ambulatorium<br />

für physikalische Therapie<br />

im Raum Hartberg mit Direktverrechnung<br />

aller Krankenkassen.<br />

Auf 2000 m² sind wir mit 50<br />

Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern<br />

für Sie und Ihre Anliegen da.<br />

Die Patient*innen stehen im<br />

Mittelpunkt. Wenn Sie von Ihrem<br />

Arzt eine Überweisung erhalten<br />

haben, ist der Weg ins APT<br />

Gesundheitszentrum der erste<br />

Schritt zu Ihrer Genesung.<br />

Ergotherapie<br />

APT Hartberg<br />

Ihr kompetenter Partner<br />

für Ihre Gesundheit<br />

Physiotherapie, Ergotherapie, Heilmassage und Lymphdrainage<br />

Die Therapeutentreue und die<br />

Behandlungsdauer tragen sehr<br />

viel zum Behandlungserfolg bei.<br />

Um Ihren Aufenthalt bei uns so<br />

angenehm wie möglich zu<br />

gestalten und noch spezifischer<br />

an Ihrem Genesungsprozess<br />

arbeiten zu können, betreut Sie<br />

Ihr*e Bezugstherapeut*in die<br />

ganze Therapieserie hindurch.<br />

Es ergibt sich dadurch die<br />

Möglichkeit, dass Ihr*e Physiotherapeut*in<br />

neben der<br />

klassischen Bewegungstherapie<br />

auch die medizinische Massage<br />

in einer Therapiezeit von 45<br />

Minuten durchführt.<br />

Das bedeutet für Sie: mehr Zeit<br />

mit Ihrer bzw. Ihrem Physiotherapeut*in<br />

und kein Raumwechsel<br />

mehr.<br />

Komplexe Entstauungstherapie<br />

als<br />

Kassenleistung –<br />

Ihr Lymphzentrum in<br />

Hartberg<br />

Im Bereich der medizinischen<br />

Massage bauen wir einen<br />

Lymphschwerpunkt auf. Wir<br />

bündeln unsere Kompetenzen in<br />

der komplexen Entstauungstherapie<br />

(Lymphdrainage) und bieten<br />

dadurch jenen gezielte Hilfe, die<br />

unter den Folgen eines nicht oder<br />

nur schwer funktionierenden<br />

Lymphsystems leiden.<br />

Zudem bieten wir im privaten<br />

Bereich unseres Massageangebotes<br />

vielfältige Therapiemöglichkeiten<br />

an, welche von der klassischen<br />

Massage und der Bindegewebsmassage<br />

bis hin zur Fußreflexzonenmassage<br />

und zum Schröpfen<br />

reichen.<br />

Unsere<br />

Kompetenzen<br />

• Physiotherapie<br />

• Ergotherapie<br />

• Bewegungstherapie in der<br />

Kleingruppe<br />

• Komplexe Entstauungstherapie<br />

(Lymphdrainage)<br />

• Massagen<br />

• Elektrotherapie<br />

• Kinesiotaping<br />

• uvm…..<br />

E-Ladestationen für<br />

unsere Patient*innen<br />

Für unsere Patient*innen haben<br />

wir einen großen Kundenparkplatz<br />

mit E-Ladestationen, welche<br />

durch unsere eigene Photovoltaikanlage<br />

betrieben werden – Nachhaltigkeit<br />

liegt uns am Herzen.<br />

Das APT Gesundheitszentrum<br />

Hartberg freut sich, Sie auf Ihrem<br />

Weg der Heilung, Regeneration<br />

und Prävention als Gesundheitspartner<br />

begleiten zu dürfen, nach<br />

dem Leitsatz: „Wir be-HAND-eln<br />

Menschen mit HERZ!“<br />

APT Physikalische Therapie<br />

Hartberg GmbH<br />

Ferdinand-Leihs-Straße 57<br />

8230 Hartberg<br />

Tel. 03332-61166<br />

Fax. 03332-61166-320<br />

Mail: hartberg@apt-gruppe.at<br />

www.physio-hartberg.at<br />

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OKTOBER <strong>2022</strong><br />

39


BERICHT<br />

„Dann kommen sie<br />

wieder nach Hause”<br />

Haustiere sind Familienmitglieder. Sie begleiten uns, halten uns auf Trab, trösten uns<br />

und erfüllen unseren Alltag mit vergnüglicher Konversation und treuherzigen Augen.<br />

Aber leider ist ihre Lebensspanne im Vergleich zur menschlichen wirklich unfair kurz.<br />

Und so kommt im Laufe des Lebens unweigerlich der Tag, an dem wir uns von unserem<br />

Liebling verabschieden müssen. <strong>prima</strong>! auf Besuch in einer Tierbestattung.<br />

Eva Maria Kamper<br />

Urnen sind in allen Variationen und Preisklassen erhältlich.<br />

Auch als Schmuck kann man den verstorbenen Liebling bei sich tragen.<br />

Foto © Eva Maria Kamper<br />

Im Fall des Todes eines Tieres ist für die „Entsorgung“ des Körpers<br />

offiziell die Tierkörperverwertung zuständig. Ein unvorstellbarer<br />

Gedanke für viele Tierhalter*innen. Ob der verstorbene Liebling<br />

im eigenen Garten begraben werden darf, kann man nicht<br />

pauschal beantworten, da jedes Bundesland in Österreich eigene<br />

Regelungen und Verordnungen hat. Eine würdevolle Alternative<br />

ist daher eine Tierbestattung in Form einer Kremierung, also einer<br />

Einäscherung. Sandra und Mathias Adelmann führen seit 2019<br />

eine Tierbestattung in Stegersbach und haben bereits unzählige<br />

Haustiere – vom Hamster bis zum Pferd – auf ihrem letzten Weg<br />

begleitet. „24/7”, also rund um die Uhr an sieben Tagen die Woche,<br />

sind sie für ihre Kundschaft erreichbar, wie sie betonen. Denn<br />

dass dieser letzte Weg ein emotionaler und sehr belastender<br />

Ausnahmezustand für die Menschen ist, ist ihnen bewusst.<br />

Der Moment des Abschieds<br />

„Kaum jemand befasst sich schon zu Lebzeiten der Haustiere<br />

mit diesem Thema. Wenn der Zeitpunkt dann gekommen ist,<br />

möchten wir schnell zur Seite stehen”, schildert Mathias<br />

Adelmann, der gemeinsam mit seiner Ehefrau großen Wert<br />

darauf legt, den Ablauf der Abholung zur Einäscherung so<br />

piätätvoll wie möglich zu gestalten. Dem Kunden genauso wie<br />

dem leblosen Tierkörper gegenüber. „Wenn wir das Tier<br />

abholen, fließen oftmals bittere Tränen, da weint man sehr oft<br />

mit. Und das ist auch ganz normal und gut so”, schildert Sandra<br />

Adelmann. Dabei erinnert sie sich an eine herzzerreissende<br />

Situation, wie sich ein kleiner Bub verzweifelt mit der toten<br />

Katze auf der Toilette eingesperrt hat, weil er nicht wollte, dass<br />

sie mitgenommen wird. „In diesen Momenten ist es wichtig, dass<br />

40 OKTOBER <strong>2022</strong><br />

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BERICHT<br />

Mathias und Sandra Adelmann<br />

kümmern sich im Sterbefall eines<br />

Haustieres mit viel Einfühlungsvermögen<br />

um die Abholung und<br />

Einäscherung.<br />

Das Tierkrematorium in Graz<br />

man den Menschen den Respekt und die Zeit<br />

gibt, sich zu verabschieden.”<br />

Urnen und Schmuck<br />

Der Tierkörper wird dann ins Tierkrematorium<br />

nach Graz gebracht, wo die Einäscherung<br />

als Einzelkremierung stattfindet. In der<br />

Zwischenzeit haben die Menschen die<br />

Möglichkeit, sich eine passende Urne oder<br />

andere Erinnerungsstücke für die Asche<br />

auszusuchen. Die Auswahl dabei ist riesig.<br />

Urnen aller Arten und Materialien sind in<br />

verschiedenen Preisklassen erhältlich. Eine<br />

weitere liebevolle Art, das Haustier weiterhin<br />

bei sich zu haben, sind Schmuckstücke<br />

mit beispielsweise einem Anhänger, in die<br />

sich eine kleine Menge der Asche einfüllen<br />

lässt. Wer auch ein bisschen mehr Geld<br />

ausgeben mochte, kann aus der Asche sogar<br />

einen richtigen Diamanten anfertigen lassen.<br />

Kostenpunkt der Einäscherung ist zum<br />

Beispiel bei einer durchschnittlich großen<br />

Katze circa 135 Euro, ein Hund bis zu 15 Kilo<br />

an die 200 Euro. Die Urnen gehen ab 40 Euro<br />

aufwärts. Beim Schmuck ist auch eine große<br />

Auswahl vorhanden, wobei diese für Männer<br />

beträchtlich kleiner ausfällt.<br />

Der Weg zurück<br />

Die Asche der Tiere wird nach spätestens<br />

zwei Wochen von der Tierbestattung aus<br />

Foto © Eva Maria Kamper<br />

dem Krematorium abgeholt. Es ist aber kein<br />

graues feines Pulver, wie man vielleicht<br />

glauben möchte, sondern erinnert eher an<br />

einen weißen, kalkartigen Sand mit gröberen<br />

kleinen Teilchen. Dass dies einmal das<br />

geliebte Haustier war, ist kaum vorstellbar.<br />

Die Tierbestattung nimmt sich oft auch<br />

Tieren an, die im Straßenverkehr tot aufgefunden<br />

werden, wo nicht sofort ein Besitzer<br />

ausfindig gemacht werden kann. „Wir haben<br />

dafür eine Spendenkassa und lassen die<br />

Tiere auf unsere Kosten kremieren, da wir<br />

auch diesen tragisch und einsam verstorbenen<br />

Lebewesen eine würdevolle Beerdigung<br />

ermöglichen möchten. Diesen Respekt hat<br />

jedes Tier verdient. Wir teilen dann eine<br />

Beschreibung des Tieres in den sozialen<br />

Medien, in der Hoffnung, dass sich ein<br />

Besitzer meldet”, sagt Sandra Adelmann.<br />

„<br />

Das Abschiednehmen<br />

braucht Zeit.<br />

„<br />

Die letzten Überreste in Form der Asche in<br />

der Urne bringen die Tierbestatter gerne<br />

persönlich zu den Haustierbesitzern zurück.<br />

„Das ist nach dem ersten Schmerz und<br />

Schock für die Menschen meist wieder ein<br />

‚schöner’ Augenblick. Auch wenn die Trauer<br />

über den Verlust des Haustieres groß ist und<br />

auch noch längere Zeit andauert, ist der<br />

Moment des Überreichens der Urne ein ganz<br />

besonderer. Denn dann kommen sie wieder<br />

nach Hause!”<br />

Foto © zVg<br />

Dr. Stefan Makk, Augenarzt<br />

Jetzt geht‘s los<br />

Wir haben für unsere Patient*innen<br />

beim Sozial-Höchstgericht ein<br />

bahnbrechendes Urteil erreicht:<br />

Unsere Patient*innen bekommen<br />

das ihnen zustehende Geld von<br />

der Kassa gerichtlich bestätigt<br />

zurückerstattet.<br />

Durch die bessere Auslastung<br />

haben wir unseren Service<br />

erweitert. Wir haben für unsere<br />

Patient*innen ein All-inklusive-<br />

Paket geschnürt:<br />

Gleich neben unserer Ordination<br />

hat ein Brillengeschäft eröffnet,<br />

das gute Qualität zu sehr fairen<br />

Preisen bietet.<br />

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Vollzeit oder Teilzeit<br />

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Berufsausbildung als<br />

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gewohnt und haben Freude an der<br />

Beratung und Verkauf unseres<br />

gesamten Produktportfolios, der<br />

Refraktion bzw. Brillenglasbestimmung<br />

und der Durchführung<br />

kleinerer Reparaturen – dann sind<br />

Sie in unserem Team genau<br />

richtig.<br />

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pinkafeld@makk.at<br />

KOLUMNE<br />

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OKTOBER <strong>2022</strong> 41


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Sabina Kasumovic<br />

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08. Okt. <strong>2022</strong> | 17.00 Uhr Evang. Kirche A.B. Oberwart<br />

Kurkonzert<br />

www.tonreihe.at<br />

Florian Oberreiter<br />

26. Okt. <strong>2022</strong> | 10.00 Uhr Kath. Kirche Pinkafeld<br />

Orgelmesse & Kurzkonzert<br />

Thomas Heinrich<br />

08. Nov. <strong>2022</strong> | 10.00 Uhr Kath. Kirche Pinkafeld<br />

Orgelmesse & Kurzkonzert<br />

Elisabeth Bundschuh<br />

Europäischer<br />

Landwirtschaftsfonds für<br />

die Entwicklung des<br />

ländlichen Raums:<br />

Hier investiert Europa in<br />

die ländlichen Gebiete.<br />

Foto© Foto Lexi | Grafik: www.suxxess-solution.at<br />

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Gute Nacht. Guter Tag.<br />

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bei nervöser Unruhe und bei Einschlafstörungen beruht ausschließlich auf langjähriger<br />

Verwendung. Über Wirkung und mögliche unerwünschte Wirkungen informieren<br />

Gebrauchsinformation, Arzt oder Apotheker.<br />

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42<br />

OKTOBER <strong>2022</strong><br />

www.<strong>prima</strong>-magazin.at


BERICHT<br />

Nachhaltig<br />

einzigartig<br />

Auf der Suche nach einer ganz besonderen Geschäftsidee hat sich ein junges<br />

Duo aus Pinkafeld dazu entschlossen, die Modewelt ein wenig aufzumischen.<br />

Mit handbemalten, weißen Lederjacken als schrille Einzelanfertigungen<br />

möchten sie eine ganz spezielle Exklusivität für Modebewusste erschaffen.<br />

Großen Stellenwert hat dabei auch das Upcycling, denn am Liebsten erweckt die<br />

Designerin dabei auch alte, ausgediente Jacken ihrer Kundschaft zu neuem Leben.<br />

Eva Maria Kamper<br />

Foto © Eva Maria Kamper<br />

Anja Kager und Sebastian Langer aus Pinkafeld haben gemeinsam ihr Unternehmen „Bastiique” gegründet.<br />

Mit exklusiv bemalten Lederjacken möchten sie den Modemarkt erobern.<br />

Das künstlerische Zeichnen und die<br />

modische Kreativität sind der 24-jährigen<br />

Anja Kager bereits in die Wiege<br />

gelegt worden. Schon als Kind hat sie<br />

ihre speziellen Techniken entwickelt, um<br />

ihre eigenen T-Shirts ordentlich aufzupeppen,<br />

damit sie so aussehen, wie sie<br />

sonst keiner hat. Heute entwirft und<br />

bearbeitet sie Lederjacken mit aufwendigen<br />

Mustern und Designs, individuell<br />

auf Kundenwunsch und jede als ein<br />

Einzelstück. Unzählige Arbeitsstunden<br />

pro Jacke stecken im Entwurf sowie in<br />

der aufwendigen Bemalung und Imprägnierung,<br />

und das in mehreren Arbeitsschritten<br />

und Trocknungsphasen, bis die<br />

Lederjacke als Kunstwerk erstrahlt.<br />

Die Idee zu dieser Firma kam ihr gemeinsam<br />

mit ihrem 22-jährigen Schulfreund<br />

und Kumpel Sebastian Langer im Jahr<br />

2020, der ebenso auf der Suche nach<br />

einer etwas anderen Selbstständigkeit<br />

war und mit Anja die kongeniale Geschäftspartnerin<br />

fand. Während die<br />

gelernte Modefachfrau nun den kreativen<br />

Part übernimmt, kümmert sich<br />

Sebastian ums Backoffice der Vermarktung<br />

und der Kommunikation mit den<br />

Produzenten. Dass man dabei auch ganz<br />

schön breite Schultern braucht, haben<br />

die beiden auch schon feststellen<br />

müssen. „Es ist nicht einfach, in der<br />

Modebranche Fuß zu fassen. Vielfach<br />

wird man auch nur belächelt”, sagt<br />

Sebastian, wobei das seiner Motivation<br />

keinen Abbruch tut. „Challenge accepted!”<br />

Auch eine Alltags-Kollektion mit<br />

Kapuzenpullovern und Caps bieten die<br />

beiden Jungunterunternehmer an.<br />

Ein besonderes Angebot der Künstlerin<br />

ist hingegen auch das „Upcycling” von<br />

alten Lederjacken ihrer Kundschaft. Von<br />

Lieblingsstücken, die optisch eventuell<br />

aus der Mode gekommen sind oder als<br />

verstaubtes Schrankrequisit dringend<br />

eine Aufwertung gebrauchen können.<br />

„Wir versuchen auf alle Kundenwünsche<br />

einzugehen, wobei nicht jedes Material<br />

gleich gut zu bearbeiten ist. Auf Rauleder<br />

erzielt man die besten Ergebnisse”,<br />

schildert Anja. Das Highlight im Frühjahr<br />

war eine eigens organisierte<br />

Modenschau im 1. Bezirk in Wien mit<br />

geladenen Gästen aus der Modebranche<br />

und Influenzer-Szene.<br />

OKTOBER <strong>2022</strong> 43


Foto © Karin Weingrill<br />

Bodenerosion und<br />

Fruchtbarkeitsverlust<br />

KOLUMNE<br />

DIE KOLUMNE DER „BAUMFREUNDE OBERWART“<br />

Arch.D.I. Hellmut Rauch<br />

GESUNDER<br />

GENUSS<br />

von Karin Weingrill MA<br />

Diätologin<br />

www.enjoi.at<br />

Kürbisstrudel<br />

Vegan, laktosefrei<br />

Zutaten für 4 Personen:<br />

2 Packungen Strudelteig<br />

1 Stück Hokkaidokürbis<br />

250 g Tofu natur<br />

1 Stück Paprika rot<br />

1 EL Kokosöl<br />

Zubereitung:<br />

1. Das Backrohr auf 200 Grad vorheizen.<br />

2. Kürbis, Paprika und Tofu kleinwürfelig schneiden, die<br />

Zwiebel und die Knoblauchzehen fein hacken.<br />

3. Zwiebel und Knoblauch im Kokosöl andünsten, Kurkuma,<br />

Curry zugeben und etwas mitbraten. Kürbis-, Paprika- und<br />

Tofuwürfel zugeben, mit Salz und Pfeffer würzen und alles<br />

zusammen für einige Minuten anbraten. Zuletzt Kokoscuisine<br />

unterrühren, abschmecken und die Füllung etwas abkühlen<br />

lassen.<br />

4. Strudelteig ausrollen, mit der Fülle belegen und zu einem<br />

Strudel formen. Im Backrohr ca. 20 Minuten backen. ENJOI!<br />

Mein Tipp: dazu passen Kräutersoße und Blattsalate<br />

44 OKTOBER <strong>2022</strong><br />

1 Stück Zwiebel<br />

2 Stück Knoblauchzehen<br />

200 ml Kokoscuisine<br />

Gewürze: Salz, Pfeffer,<br />

Kurkuma, Curry<br />

Foto © Iris Milisits<br />

Das Erdreich ist eine der wichtigsten Ressourcen nicht nur der<br />

Menschheit, sondern aller Landlebewesen. 90 Prozent unserer<br />

Nahrung stammen direkt oder indirekt vom Erdboden, in dem<br />

zusätzlich dreimal so viel CO 2<br />

gespeichert ist wie in der Erdatmosphäre.<br />

Umso erschreckender ist daher unser sorgloser<br />

Umgang mit diesem wertvollen und unvermehrbaren Gut. Der<br />

nutzbare (Acker-) Boden nimmt weltweit sowohl an Fläche als<br />

auch an Fruchtbarkewit ab. Verantwortlich dafür ist neben der<br />

fortschreitenden Bodenversiegelung durch verantwortungslose<br />

Bautätigkeit auch die Bodenerosion durch die fortschreitende<br />

Klimaänderung: Trockenheit fördert die Windverfrachtung des<br />

Oberbodens, Starkregenereignisse die Humusabschwemmung,<br />

vor allem in geneigtem Gelände. Verstärkt werden diese<br />

Erosionsformen durch die großteils fehlende Grasnarbe auf den<br />

„nackten“ Feldern – wie z.B. beim Maisanbau - weil das stabilisierende<br />

Wurzelgeflecht fehlt.<br />

Doch damit nicht genug: Auch die industrialisierte Landwirtschaft<br />

mit dem Einsatz von schweren, den Boden verdichtenden<br />

Maschinen, der Verwendung von Pestiziden und chemischen<br />

Düngemitteln sowie dem bevorzugten Anbau von Monokulturen<br />

tragen auf längere Sicht zur stetigen Abnahme der Bodenfruchtbarkeit<br />

bei.<br />

Diametral gegenüber steht dieser an sich schon bedrohlichen<br />

Entwicklung die dramatische Zunahme der Weltbevölkerung:<br />

Vom Jahr 2019 auf 2020 wuchs diese von 7,71 auf 7,79 Milliarden,<br />

also um 80 Millionen, das neunfache der Einwohnerzahl<br />

Österreichs. Von diesen 7,79 Milliarden sind bereits heute ca.<br />

2 Milliarden mangelernährt und 811 Millionen von Hunger<br />

betroffen, vorwiegend in Entwicklungsländern. Auch hier eine<br />

beschämende Bilanz: Dieser unfassbaren Zahl an Hungernden<br />

steht die Tatsache gegenüber, dass ca. 1/3 der Weltagrarproduktion<br />

– 1,3 Milliarden Tonnen pro Jahr – auf unglaubliche Art und<br />

Weise vernichtet wird.<br />

Setzt sich diese Entwicklung – Abnahme der fruchtbaren<br />

Anbauflächen und Zunahme der Weltbevölkerung – fort, führt<br />

das in absehbarer Zeit zu Hungerkatastrophen in der dritten<br />

Welt mit unabsehbaren Folgen für die gesamte Menschheit.<br />

Um hier gegenzusteuern, wird ein umfassendes Bündel an<br />

Maßnahmen notwendig sein.<br />

Einige Beispiele für diese den Boden verbessernde Maßnahmen<br />

– Flächenentsiegelung und Rekultivierung sowie regenerative<br />

Landwirtschaft und Dachbegrünung – sollen in einem weiteren<br />

Beitrag der „Baumfreunde Oberwart“ vorgestellt werden.<br />

Die „Baumfreunde Oberwart“ ist eine überparteiliche und<br />

unabhängige private Initiative engagierter Oberwarter*innen<br />

Baumfreunde-Oberwart@gmx.at<br />

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Skifahren im Winter, Mountaincartfahren und Wandern im Sommer<br />

– ein Erlebnis für das ganze Jahr. Die Bergbahn Mönichkirchen-Mariensee<br />

und der dazugehörige Bike- und Skiverleih zählt<br />

zu einem vielfältigem Arbeitgeber im Süden Niederösterreichs an<br />

der Grenze zur Steiermark und nahe dem Burgenland.<br />

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Bürgermeister:innen- und Gemeinderatswahl <strong>2022</strong>:<br />

Noch im September!<br />

Badersdorf<br />

Gerhard Resner<br />

Bad Tatzmannsdorf<br />

Christine Kotschar<br />

Bernstein<br />

Renate Habetler<br />

Deutsch Schützen<br />

Cornelia Marton<br />

Grafenschachen<br />

Marc Hoppel<br />

Großpetersdorf<br />

Harald Kahr<br />

Hannersdorf<br />

Roman Hörist<br />

Jabing<br />

Günter Valika<br />

Kemeten<br />

Wolfgang Koller<br />

Kohfidisch<br />

Jürgen Laky<br />

Litzelsdorf<br />

Heinz Hermann<br />

Loipersdorf-Kitzladen<br />

Jürgen Zimara<br />

Mariasdorf<br />

Wolfgang Nothnagel<br />

Markt Allhau<br />

Christoph Kovacs<br />

Markt Neuhodis<br />

Alexander Weber<br />

Mischendorf<br />

Friedrich Sulyok<br />

Neustift a.d.L.<br />

Johann Kremnitzer<br />

Oberdorf<br />

Roman Dietrich<br />

Oberschützen<br />

Ingrid Ulreich<br />

Oberwart<br />

Michael Leitgeb<br />

Pinkafeld<br />

Kurt Maczek<br />

Rechnitz<br />

Martin Kramelhofer<br />

Riedlingsdorf<br />

Wilfried Bruckner<br />

Rotenturm<br />

Manfred Wagner<br />

Schachendorf<br />

Peter Bunyai<br />

Schandorf<br />

Werner Gabriel<br />

Stadtschlaining<br />

Markus Szelinger<br />

Unterkohlstätten<br />

Christian Pinzker<br />

Unterwart<br />

Alfred Szabo<br />

Weiden b.R.<br />

Nico Ott<br />

Wiesfleck<br />

Eduard Scheumbauer<br />

Wolfau<br />

Rene Bischof<br />

OKTOBER <strong>2022</strong><br />

45


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Town FR: 16 Uhr & Country Zaubershow Haus Oberwart<br />

(Kinder Burgenland)<br />

(Abb. enthält Sonderwünsche)<br />

46<br />

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LIVE SHOWS UM<br />

11 & 15 UHR<br />

Kommen,<br />

schauen, mit<br />

den Bauherren<br />

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Hausbesichtigung<br />

Infos: 03352 93081<br />

Samstag<br />

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14-16 Uhr<br />

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Samstag<br />

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Unterwart<br />

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Gasthof Pannonia, Bernstein<br />

Das als Familienbetrieb geführte Restaurant steht seit 51 Jahren für sinnlichen Hochgenuss<br />

und Wohlfühlen im gemütlichen Ambiente. Seit jeher wird hier Gastfreundschaft groß<br />

geschrieben. Besonderes Augenmerk liegt auf der Zubereitung heimischer und saisonaler<br />

Produkte, wobei sich die gesamte Vielfalt des Südburgenlandes in der Speisekarte wiederfindet.<br />

Neben täglichen Mittagsmenüs und speziellen saisonalen Themenwochen werden<br />

den Gästen auch tolle Angebote für Hochzeiten, Feiern, Seminare oder Geburtstags- und<br />

Jubiläumsfeiern geboten.<br />

WILDWOCHEN ab 1. <strong>Oktober</strong> <strong>2022</strong><br />

& BURGENLÄNDISCHES WEIDEGANSL<br />

ab 26. <strong>Oktober</strong> <strong>2022</strong><br />

(Bitte um Vorbestellung)<br />

www.pannonia-roth.at<br />

Bischof Spezialnudeln, Ollersdorf<br />

Im sonnigen Südburgenland, nahe der Therme Stegersbach, werden im Familienbetrieb<br />

nach traditionellen Rezepten seit 1974 Teigwaren hergestellt.<br />

Ein Highlight ist vor allem die große Auswahl an Spezialnudeln. Herzhaft, würzig oder<br />

fruchtig – verfeinert mit natürlichen Gewürzen sind sie aus der kreativen<br />

und schmackhaften Küche nicht mehr wegzudenken. Liebevoll verpackt und mit<br />

Produkten aus der Region kombiniert sind sie ein Geschenktipp für jeden Anlass.<br />

Erhältlich im Werksverkauf und unter www.bischof-nudeln.at<br />

Ölmühle Fandler, Pöllau<br />

Die Ölmühle Fandler gibt ihren Bio-Ölen ein neues Gesicht und präsentiert das neue Design ihrer<br />

Öl-Familie. Im Mittelpunkt der Design-Entwicklung stand der Wunsch, die Vielfalt der Geschmacksnoten<br />

der Öle in zeitgemäßer und eigenständiger Weise darzustellen. So wurden für die einzelnen<br />

Ölsorten illustrierte Charakterköpfe geschaffen. Voll Lebensfreude zeigen sich die Gesichter in den<br />

Farben des jeweiligen Öls. Das erklärt auch, warum uns zum Beispiel der Kerl auf dem Original<br />

steirischen Bio-Kürbiskernöl in sattem Grün anlächelt. www.fandler.at<br />

Familie Höllerbauer,<br />

Unterrohr<br />

Fleischspezialitäten aus dem Hartbergerland.<br />

Auf dem Bauernhof mit dem neu<br />

gebauten Hofladen, gibt es allerlei Produkte<br />

vom Schwein (Geräuchertes, Gekochtes,<br />

Wurst, Würstl, Frischfleisch etc.).<br />

Der Familienbetrieb stellt auch eigene<br />

Aufstriche her (Leber-, Grammel-, Kräuterschmalzaufstriche,<br />

Bratenfett, Schmalz etc)<br />

sowie verschiedene Säfte und Kernöl.<br />

TIPP: Buffetplatten für Ihre Feier &<br />

Geschenkskörbe für jeden Anlass.<br />

Familie Höllerbauer | 8294 Unterrohr |<br />

Mo-Fr 9-18 Uhr | www.hoellerbauer.eu<br />

Obstgarten Nikles, Kukmirn<br />

Der Betrieb vertritt die Philosophie, dass Obst wie auch Weintrauben nur aus Eigenanbau<br />

stammen dürfen. Nur so kann die Gewissheit über die Herkunft und Inhaltsstoffe der Produkte<br />

gewährleistet sein. Das vielfältige Obstsortiment gedeiht auf den abgeschiedenen Südhängen in<br />

Kukmirn, einer der sonnenreichsten Gegenden Österreichs.<br />

Ab Hof Verkauf : Schmackhafte Äpfel und Birnen, Fruchtsäfte, Weine und Edelbrände.<br />

Obstgarten Nikles | 7543 Kukmirn | 03328-32 081 | www.nikles.at<br />

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Micro-Needling<br />

Micro-Needling ist ein Verfahren, das bei ästhetischen<br />

Hautproblemen angewendet wird. Es hilft nicht nur wirksam<br />

gegen Falten, Dehnungsstreifen und Narben, sondern auch<br />

bei Akne und großen Poren.<br />

Der EFFEKT<br />

• Regeneration und Durchblutung der Haut werden angeregt.<br />

• Kollagen und Hyaluronsäure werden neu gebildet.<br />

• Die Poren werden verfeinert und die Haut gestrafft.<br />

• Die Haut wirkt glatter, frischer und voller.<br />

ERFOLGREICHE ERGEBNISSE bei<br />

• Unreinheiten der Haut<br />

• Narben (Akne-, Operations-, Brandnarben, etc.)<br />

• Falten<br />

• Pigmentstörungen<br />

• Dehnungsstreifen/ Schwangerschaftsstreifen<br />

• Kopfhautproblemen und Haarausfall<br />

BEHANDLUNGSERFOLG und -DAUER<br />

Soforteffekt bei einmaliger Behandlung.<br />

Für ein erfolgreiches Endergebnis wird eine<br />

Kur von 6 Behandlungen empfohlen.<br />

Micro-Needling darf nur von ausgebildeten Kosmetikerinnen<br />

durchgeführt werden. Im Kosmetikstudio JUSTYNA können Sie der<br />

permanenten Fortbildung der erfahrenen Diplom-Kosmetikerinnen<br />

Justyna (Foto links) und Martha vertrauen.<br />

„Die Behandlungen erfordern nicht nur viel Fachwissen, sondern auch Zeit.<br />

Wir bitten daher um Verständnis, wenn es für die Erstbehandlung zu<br />

einer kurzen Wartezeit kommen kann. Danke.“ Ihre Justyna<br />

Micro-Needling<br />

AKTION<br />

Erste Behandlung<br />

(zum Kennenlernen) 140 €<br />

(statt 160 €)<br />

Kur<br />

6-er Block 860 €<br />

(statt 960 €)<br />

+ Pflege (Needling Kit)<br />

im Wert von 92 €<br />

GRATIS dazu!<br />

Gültig im <strong>Oktober</strong> <strong>2022</strong><br />

7400 Oberwart | Pfarrwiesengasse 52<br />

www.kosmetikjustyna.at<br />

TERMINVEREINBARUNGEN bitte<br />

telefonisch unter +43 664 260 63 66

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