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30. September 2022

- Der 1. Oktober bringt Änderungen für Uni und Verkehr - Nächster Sitzungsabbruch in GU: Premstätten streitet um Fläwi - Sommergespräche der Bezirksvorsteher: „Puntigam ist in baulicher Goldgräberstimmung!"

- Der 1. Oktober bringt Änderungen für Uni und Verkehr
- Nächster Sitzungsabbruch in GU: Premstätten streitet um Fläwi
- Sommergespräche der Bezirksvorsteher: „Puntigam ist in baulicher Goldgräberstimmung!"

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30. SEPTEMBER 2022, E-PAPER AUSGABE

Getty

Quelle: ZAMG

18°

Es wird wieder

wärmer: Am

morgigen

Samstag zeigt

sich die Sonne

endlich wieder öfter, bis zu 18

Grad sind in Graz möglich.

Intrige

Der zweite Sitzungsabbruch nach dem

Auszug einer Partei in GU diese Woche:

Die SPÖ rauschte in Premstätten ab. 3

Interview

Bezirksvorsteher Helmuth Scheuch aus

Puntigam im Sommergespräch über

Verbauung, Verkehr und Bezirksarbeit. 4

Ab morgen etliche

Änderungen im

Straßenverkehr

LEITNER, PREMSTÄTTEN, KK

Gesetze. Mit dem morgigen 1. Oktober tritt nicht nur das novellierte Studienrecht mit einigen Neuerungen an den Unis in Kraft, sondern auch die geänderte

Straßenverkehrsordnung, die im Vorfeld für Aufregung sorgte. Für das Überholen von Radfahrern gilt dann etwa ein Mindestabstand von 1,5 Metern. SEITE 2


2 graz

www.grazer.at 30. SEPTEMBER 2022

Die Corona-Infektionszahlen in Graz

und GU steigen stark an.

GETTY

Corona in Graz

und Umgebung

■ Die Corona-Infektionszahlen

in Graz und Umgebung

steigen rapide an. Die Sieben-

Tage-Inzidenz beträgt in Graz

nun 768,2 (gestern: 690,6). In

Graz-Umgebung liegt der Wert

bei 937,1 (gestern: 887,5). Im

Durchschnitt sind es in der Steiermark

momentan 729,5 Fälle

pro 100.000 Einwohner. Die

AGES vermeldet 170 Fälle auf

steirischen Normal- und 13 auf

Intensivstationen. 546 Grazer

sind bisher mit Corona verstorben,

419 in GU.

Der 1. Oktober

bringt Änderungen

für Uni & Verkehr

Verkehrsstadträtin Judith Schwentner und Straßenamtsleiter Thomas Fischer begrüßen die StVO-Novelle. STADT GRAZ, KK

SERVICE. Mit dem morgigen 1. Oktober treten sowohl die Änderungen in

der Straßenverkehrsordnung als auch im Studienrecht in Kraft. Eine Übersicht,

was das für Auto- und Radfahrer und Studierende bedeutet.

Morgen können sich Grazer gratis

Blumenziebeln abholen. ADRIANA MASSL

Blumenzwiebeln:

Gratis verteilt

■ 36.000 Zwiebelpflanzen

pflanzt die Holding Graz jährlich

für das darauffolgende

Frühjahr. Aus organisatorischen

Gründen wurden die

Knollen der Frühlingszwiebelpflanzen

nach dem Austausch

für die Sommerbepflanzung

bis dato entsorgt. Heuer wurden

sie aber an die Natur.Werk.

Stadt des Naturschutzbundes

übergeben. In Säcke verpackt

werden sie morgen im Zuge der

Langen Nacht der Museen kostenlos

verteilt, etwa beim Botanischen

Garten.

Von Fabian Kleindienst & Verena Leitold

redaktion@grazer.at

Alles neu macht der Oktober

– oder so ähnlich. Diskutiert

werden die Änderungen

durch die Novelle der Straßenverkehrsordnung

schon länger, ab

morgen treten sie in Kraft. Seitens

der Stadt werden die Neuerungen

grundsätzlich begrüßt. „Von Seiten

der Behörde wird die aktuelle

StVO-Novelle begrüßt, da sie vor

allem für den Fußgänger:innen-

(Stichwort: Vorbeifahrt an stehendem

ÖV) und Radverkehr (Stichwort:

Mindestseitenabstände)

einen wesentlichen Schritt zur

Verbesserung der Verkehrssicherheit

darstellt“, betont der Leiter des

Straßenamtes Thomas Fischer.

Aber was ist neu?

☞ Beim Überholen von Radfahrern

mit Kraftfahrzeugen muss im

Ortsgebiet ein Seitenabstand von

mindestens 1,5 Metern eingehalten

werden. Bei einer Geschwindigkeit

des überholenden Fahrzeg

unter 30 km/h kann der Seitenabstand

reduziert werden.

☞ Der Lenker eines Fahrzeuges

darf an einem in eine Haltestelle

einfahrenden oder dort stehenden

Schienenfahrzeug oder an einem

Omnibus des Schienenersatzverkehrs

oder des Kraftfahrlinienverkehrs

auf der Seite, die für das

Ein- oder Aussteigen bestimmt ist,

nicht vorbeifahren

☞ Lkw und andere Fahrzeuge

mit einem Gewicht von über 3,5

Tonnen dürfen im Ortsgebiet nur

in Schrittgeschwindigkeit rechts

abbiegen, wenn Radfahrer oder

Fußßgänger die Fahrbahn queren

könnten.

☞ Die Behörde kann durch

Verordnung Straßenstellen oder

Gebiete in der unmittelbaren Umgebung

von Schulgebäuden, zu

Schulstraßen erklären. Dort ist der

Fahrzeugverkehr, abgesehen vom

Radverkehr, verboten – für Öffis,

Anrainer, Schüler- und Krankentransporte

gibt es Ausnahmen.

Studienrecht

Morgen treten auch die letzten

ausständigen Teile des im Vorjahr

beschlossenen Universitätsgesetz

in Kraft. Das betrifft insbesondere

das Studienrecht. Hier die wichtigsten

Änderungen im Überblick:

☞ Ab diesem Wintersemester

2022/23 gibt es eine Mindeststudienleistung.

Innerhalb von vier

Semestern müssen bei neuen

Bachelor- oder Diplomstudien

16 ECTS-Punkte erbracht werden.

Das sind vier pro Semester

und damit ein Siebtel der ECTS

in der Mindeststudienzeit. Bei

Nichterreichung wird der Studierende

zwei Jahre gesperrt.

☞ Universitäten und PH können

eine Lernvereinbarung mit Studierenden

abschließen, die ein Jahr

vor ihrem Abschluss stehen. Sie

haben damit Anspruch auf Absolvierung

einer Prüfung sowie Aufnahme

in eine Lehrveranstaltung.

☞ Einheitliche Fristen für die

Meldung der Fortsetzung des

Studiums: Durch den Entfall der

Nachfrist sind Studierende verpflichtet,

die Fortsetzung des Studiums

bereits bis 31. Oktober (WS)

und bis 31. März (SoSe) zu melden.

☞ Vereinfachung und Ausweitung

der Anerkennung


30. SEPTEMBER 2022 www.grazer.at

Nächster Sitzungsabbruch in GU:

graz 3

Premstätten streitet um Fläwi

POLITIK. Die SPÖ stellt sich in Premstätten gegen die Umwidmung einer Fläche in Zettling in ein

Industriegebiet. Weil der Bürgermeister der Sitzung fern blieb, zog man aus dem Gemeinderat aus.

Von Fabian Kleindienst

fabian.kleindienst@grazer.at

Es ist wohl die Woche der

Sitzungsabbrüche in Graz-

Umgebung. Nachdem in

Übelbach am Dienstag die SPÖ

auszog und die Sitzung verschoben

werden musste, war es gestern

in Premstätten soweit.

Hintergrund: Laut SPÖ-Vorsitzendem

und 2. Vizebürgermeister

Alfred Kopfer spießt es sich

in der kurzfristig einberufenen

Die SPÖ verließ die Sitzung, die ÖVP kritisiert Demokratieverständnis. PREMSTÄTTEN

Gemeinderatssitzung um die Lebensqualität.

„Zettling geht in Industrie

unter. Jetzt versucht man,

noch weitere Flächen zum Industriegebiet

umzuwidmen.“

Das allein war allerdings nicht

der Grund: „Es haben drei Vorstandsmitglieder,

auch Bürgermeister

Matthias Pokorn bei der

Sitzung gefehlt. Da hab ich gesagt,

so etwas machen wir nicht mit.

Wenn man so etwas durchbringen

will, dann sollte man auch

selbst zur Sitzung gehen und Verantwortung

zeigen“, so Kopfer.

Verzögerung

Die ÖVP Premstätten wiederum

kritisert das Vorgehen von SPÖ/Pro

Premstätten. Laut Pokorn, der bei

einer Bürgermeisterkonferenz in

Wien weilte, sei die Gemeinderatssitzung

außerhalb des regulären

Sitzungsplans einberufen worden,

um den Flächenwidmungsplan

endlich zu beschließen. „Ich habe

im Gemeinderat ohnehin kein

Mandat und wir wollten die Bevölkerung

nicht bis November

warten lassen.“ Durch den Auszug

der SPÖ werde der Beschluss des

Fläwis nun aber weiter aufgeschoben:

„Eine unnötige Verzögerung

für unsere Bürger“, so Pokorn. „Ich

halte das auch für demokratiepolitisch

bedenklich.“

Insgesamt verstehe er die Kritik

nicht, da die Fläche zwischen Industriegebieten

liege und alles in

Absprache mit dem Land passiere

– es gebe auch schon Interesse einer

medizintechnischen Firma aus

Deutschland am Standort. Auf Facebook

kritisiert die ÖVP weiters,

durch den Auszug würde Steuergeld

verschwendet. Letzteres kann

Kopfer nicht nachvollziehen: „Wir

spenden unsere Sitzungsgelder.“

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graz

4 www.grazer.at 30. SEPTEMBER 2022

Bezirksvorsteher Puntigam Helmuth Scheuch:

„Puntigam ist in baulicher

Goldgräberstimmung!“

SOMMERGESPRÄCH. Seit sieben Jahren ist Helmuth Scheuch Bezirksvorsteher in Puntigam. Er ist einer von

nur fünf, der das Amt schon in der letzten Periode inne hatte, und der einzige von der ÖVP, der kein Mandat

bei der Wahl verloren hat. Im Interview spricht er über Bezirksarbeit, Verkehrsprobleme und Bautätigkeit.

Von Verena Leitold

verena.leitold@grazer.at

H

err Bezirksvorsteher, wie

war Ihr Sommer?

Helmuth Scheuch:

Schön! Ich hatte endlich mal Zeit

für Urlaub. Wir waren in London

und haben einen Abstecher nach

Kroatien gemacht. Meine Frau

sagt ja immer, ich brauch meinen

Reisepass sonst nur, um hin und

wieder von Puntigam nach Straßgang

zu fahren. (lacht)

Da Puntigam der jüngste Grazer

Bezirk ist, ist Ihres das letzte Sommergespräch

in unserer Reihe. Bisher

sind Verkehr und Verbauung als

große Probleme der Bezirke aufgeschlagen.

Davon können die Puntigamer

auch ein Lied singen, oder?

Scheuch: Das ist speziell in den

Randbezirken ein enormes Problem.

Und ich habe schon das Gefühl,

dass die Innenstadtbezirke bei

Verkehrsprojekten extrem bevorzugt

werden. Schon in den letzten

Perioden war man mit Lösungen

für Puntigam nicht gerade großzügig.

Wir haben deshalb zusammen

mit den Bezirksräten Wetzelsdorf,

Straßgang und Liebenau einen

Antrag gestellt einen Gipfel einzuberufen.

Der soll im späten Herbst

bzw. Winter stattfinden.

Arbeiten sie im Bezirk auch so gut

zusammen?

Scheuch: In der letzten Periode

haben wir fast alles einstimmig

beschlossen und parteiübergreifend

agiert. Jetzt ist ein Mandat

von der SPÖ zur KPÖ gewandert

und man ist ein bisschen von dieser

Vorgehensweise abgewichen.

Da müssen wir noch Überzeugungsarbeit

leisten, dass wir wieder

alle an einem Strang ziehen.

Im Bezirksrat sollte man nicht primär

parteipolitisch entscheiden,

sondern sachlich, was für den

Bezirk am besten ist. So haben wir

auch die größten Erfolge erzielt.

Welche waren das zuletzt?

Scheuch: Wir haben viele

Vorschläge für alternative Verkehrslösungen

gemacht. Bei der

täglich stauenden Ruderdorfstraße

ist es uns gelungen, zusammen

mit ansässigen Firmen eine

Entlastungsstraße im Verkehrsausschuss

zu präsentieren. Unternehmer

haben dafür Grundstücke

gesichert, aber allzu lange

ist das nicht mehr möglich. Sehr

positiv war auch der Schulausbau

in der Gradnerstraße. Das

Verkehrskonzept fehlt dort aber

noch ein bisschen. Der Geh- und

Radweg in der Gradnerstraße

2017 war ein Erfolg – nur wurde

seither kein einziger neuer Radweg

von der Stadt in Puntigam

geplant. Und den Hundespielplatz

an der Mur muss ich auch

positiv erwähnen.

Was läuft weniger positiv?

Scheuch: Puntigam ist in baulicher

Goldgräberstimmung. Ich

hab nichts gegen Bautätigkeit,

aber das Ortsbild muss stärker in

die Planung einbezogen werden.

Der überwiegende Großteil der

Einfamilienhäuser wird von Investoren

gekauft. Die bezahlen immer

Höchstpreise. Privat hat man da

fast keine Chance an ein Grundstück

zu kommen. Natürlich

müssen die bei den Preisen dann

Im Bezirksrat

sollte man nicht

parteipolitisch entscheiden,

sondern sachlich

zum Wohle des Bezirks.“

Bezirksvorsteher Helmuth

Scheuch möchte über Parteigrenzen

hinweg arbeiten.

Was trinkt der Bezirksvorsteher

von Puntigam? Eh klar! KK

aber auch die Dichte voll ausnutzen.

Aber auch Großprojekte sind

okay – dann, wenn sie Sinn machen.

Aber man muss dann auch

Verkehr, Kinderbetreuung und so

weiter mitbedenken.

Braucht der Bezirksrat da mehr

Kompetenzen?

Scheuch: Auf alle Fälle! Beispielsweise

bei Bauverhandlungen.

Wenn man da einen sehr

strengen Leiter hat, darf man als

Bezirksvorsteher ohne Vollmacht

eines Anrainers gar nicht den

Mund aufmachen.

Was wünschen Sie sich noch für

die Bezirksarbeit?

Scheuch: Mehr Zusammenhalt

für die Themen im Bezirk. Wir haben

da zum Beispiel eingeführt,

dass eine halbe Stunde nach den

Bezirksratssitzungen auch Parteien,

die nicht im Gremium sitzen,

sowie Bürger Ideen einbringen

können, die wir dann in weiterer

Folge behandeln. Es soll nicht gestritten,

sondern einheitlich vorgegangen

werden.

Bisher haben wir die Bezirksvorsteher

zum Abschluss immer um

einen sommerlichen Ausflugstipp

gebeten. Heuer ist von Spätsommer

nicht viel zu spüren...

Scheuch: Dann schlage ich eine

Führung durch die Brauerei Puntigam

vor. Und danach in die Konditorei

Temmel!

derGrazer

IMPRESSUM:„der Grazer“ – Unabhängige Wochenzeitung für Graz und Umgebung | Erscheinungsort: Graz |HERAUSGEBER, HERSTELLER & MEDIENINHABER: Media 21 GmbH, Gadollaplatz 1, 8010 Graz; Tel. 0 316/23 21 10 |GESCHÄFTS-

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30. SEPTEMBER 2022 www.grazer.at

graz 5

C H R O N I K

Blaulicht

Report

✏ lia.remschnig@grazer.at

Lkw angefahren:

Mann (29) verletzt

■ Am gestrigen Morgen kam es

in Gries zur Kollision eines E-

Kleinkraftrades mit einem Lkw

in einem Kreuzungsbereich.

Der 29-jährige Fahrer des elektrischen

Rades wurde mit schweren

Verletzungen ins UKH gebracht.

Gegen 7 Uhr Früh war

der Lkw-Fahrer am Eggenberger

Gürtel in südliche Richtung

unterwegs. Bei der Kreuzung an

der Kärntner Straße hielt er sein

Fahrzeug bei der Ampel an, der

Kleinkraftradlenker fuhr in dieselbe

Richtung, plante dieses

auf der rechten Seite (Busfahrbahn)

zu überholen und reihte

sich vor ihm ein. Sowie die Ampel

auf Grün schaltete, fuhr der

Lkw an und erfasste das kleinere

Mit einem Schrecken davon gekommen sein dürfte der Fahrer des Pkws in

Graz-Umgebung, der drohte, einen Hang hinab zu rutschen. FF STEINBERG-ROHRBACH

Fahrzeug am Heck. Der 29-Jährige

schwer Verletzte wurde vom

Roten Kreuz und einem Notarzt

versorgt – er erlitt eine Fraktur

des linken Knöchels.

Fahrzeug fast von

Hang gestürzt

■ Um die Mittagszeit drohte

gestern ein Fahrzeug im Bereich

der Schmiedleiten an der Lan-

desstraße L 382 Steinbergstraße

in Graz-Umgebung von einem

Hang zu rutschen. Das Auto

war nach einem Ausweichmanöver

des Lenkers nicht mehr

allein aus der feuchten Erde des

Banketts gekommen, so berichtet

die örtliche Freiwillige Feuerwehr

Steinberg-Rohrbach.

Diese musste anrücken und

den Pkw mittels Seilwinde aus

der misslichen Lage bergen.

Nach einem vergleichsweise

recht kurzem Einsatz konnten

die Einsatzkräfte wieder einrücken.

Zwölf Diebstähle

nun nachgewiesen

■ Im Juni des heurigen Jahres

2022 nahmen Polizisten einen

60-Jährigen aus dem Bezirk

Graz-Umgebung fest, nachdem

er bei einem Einbruch in Graz

auf frischer Tat betreten worden

war. Beamte lieferten ihn

anschließend in die Justizanstalt

Graz-Jakomini ein. Nach

umfangreichen Ermittlungen

des Landeskriminalamtes Steiermark,

konnten dem Mann,

wie sich nun herausstellte, insgesamt

zwölf Einbruchsdiebstähle

nachgewiesen werden.

Diese beging er in Graz, Graz-

Umgebung, Weiz und auch in

Feldbach. Er brach dabei vorwiegend

in Dienstleistungsgeschäfte

ein. Durch die Taten des

60-Jährigen entstand ein Schaden

in der Höhe von mehreren

Tausend Euro.

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6 graz

www.grazer.at 30. SEPTEMBER 2022

Mura liebt alle

Artgenossen

Grazer

Pfoten

Mura wartet lieber noch ein wenig ab, ist aber an sich sehr interessiert. KK

Mura ist eine eher ruhige

Katze, noch traut sie ist ihr ebenso willkommen.

Mura gut leiden, Freigang

Menschen aber nicht ganz

über den Weg. Wer sich dieser - ein Jahr alt

selbstsicheren Fellnase nähert,

- weiblich

sollte es daher langsam

angehen, denn die Einjährige

- eher ruhig, aber neugierig

- Zweitkatze oder Freigang

möchte noch nicht angefasst

werden. Aber sie ist sehr interessiert

an allem, was rund um

sie vorgeht. Artgenossen kann

Kontakt: Arche Noah

www.aktivertierschutz.at

Tel. 0676/84 24 17 434

2021 machte das Unternehmen einen Umsatz von rund 138 Millionen Euro,

dennoch muss Christof Industries Austria saniert werden. WIKIPEDIA/THERUNNERUP

Pleite: Christof Industries

■ Das auf Anlagenbau und Umwelttechnologien

spezialisierte

Gazer Unternehmen Christof

Industries hat am Freitag für

ihre Tochter Christof Industries

Austria ein Sanierungsverfahren

beantragt. Die Passiva

sollen sich laut den Kreditorenschützern

des KSV1870 auf

rund 66,1 Millionen Euro belaufen,

sie könnten sich aber

noch auf 94,8 Millionen Euro

erhöhen. Demgegenüber stehen

Aktiva in der Höhe von 12,2

Millionen Euro. Laut KSV1870

sind etwa 690 Gläubiger und

360 Dienstnehmer betroffen.

Als Grund für die Insolvenz

wird die Corona-Pandemie

genannt, Kosten hätten sich

erhöht, Projekte erschwert.

Der Krieg in der Ukraine verschärfte

die Situation. Das Unternehmen

soll fortgeführt und

durch einen Sanierungsplan

entschuldet werden.


30. SEPTEMBER 2022 www.grazer.at

graz 7

Premiere: Wert der Erinnerung

NIE WIEDER. Regisseur Markus Mörth feierte gestern mit seiner Doku über den NS-Widerstand „Der

Wert der Erinnerung“ in Graz Premiere. Der Film wurde in Kooperation mit der Stadt Graz gedreht.

Von Verena Leitold

verena.leitold@grazer.at

Die Stadt Graz realisierte

in Zusammenarbeit mit

Regisseur Markus Mörth

einen Dokumentarfilm über das

Internationale Mahnmal am

Grazer Zentralfriedhof. Dieses ist

jedes Jahr am 1. November Ort

des Gedenkens an die Opfer des

Nationalsozialismus. Es ist aber

auch ein Ort, an dem die Aufarbeitung

vieler Verbrechen des

nationalsozialistischen Regimes

in Graz zusammenläuft. Mit Hilfe

dieses Dokumentarfilmes wird

versucht, diese Geschehnisse aufzuarbeiten

und für ein größeres

Publikum zugänglich zu machen.

Am gestrigen Donnerstag

feierte der Film unter dem Titel

„Der Wert der Erinnerung“

im KIZ Royal Kino, unweit des

Straflandesgerichts, wo in einem

eigenen Hinrichtungsraum NS-

Gegner durch die Guillotine getötet

wurden, Premiere.

Im Film, den es in einer 30- sowie

45-minütigen Fassung gibt,

kommen Zeitzeugen wie die

inzwischen verstorbene Widerstandskämpferin

Maria Cäsar

oder Historiker Karl Albrecht Kubinzky

zu Wort. Die Doku soll in

Ausschnitten rund um Allerseelen

auch im ORF zu sehen sein.

Alfred Stingl, Caroline List, Karl Albrecht Kubinzky, Markus Mörth, Günter Riegler,

Heimo Halbrainer, Anja Grabuschnig, Wolfgang Schwarz STADT GRAZ/FISCHER (2)


8 graz

www.grazer.at 30. SEPTEMBER 2022

Jetzt

mitdiskutieren

www.facebook.com/derGrazer

Ablenkungen

Anstatt die ganze Verantwortung

im Straßenverkehr auf

Pkw- und Lkw-Fahrende abzuwälzen,

sollten endlich auch

alle anderen Beteiligten für die

Gefahren sensibilisiert und vor

allem auch z.B. für gedankenloses

„Ins- Handy-schauen“ beim

Queren einer Straße belangt

werden...

Tina Maria Krapfl

* * *

Auf Radfahrer losgehen

Radfahrer-Bashing in 3…2…1

(und ich bin sicher, dass die wenigsten

die Novelle überhaupt

gelesen, geschweige denn verstanden

haben).

Stefan Kompacher

* * *

Disziplin

Das undisziplinierteste Volk

auf den Straßen, die Radfahrer,

werden fallen wie die Fliegen!!

Chris R. Atemal

* * *

Messen?

Wie genau soll man den Abstand

zum Radfahrer messen?

Einen Zollstock beim Fenster

raus halten oder wie?

Barbara Wolf

* * *

Führerschein

Bei manchen Leuten fragt man

sich wirklich, wie sie den Führerschein

geschafft haben.

Melanie Zöchling

* * *

Aufregung

Was ist mit einer Gesetzesänderung

bei den E-Scooter-Rasern,

die können jetzt weiterhin auf

dem Gehsteig mit hoher Geschwindigkeit

rasen und keine

Sau macht was.

Gerd Edgar

* * *

Geteilte Meinung

Also bei manchen Regelungen

ist nur Kopfschütteln angesagt,

manche sind sinnvoll!

Anreas Stummer

* * *

Nicht begeistert

Na bravo.

Erich Paier

* * *

Negativ

Schwachsinn.

Johann Auer

* * *

Neugier

Das wird spannend.

Martin Theiss

* * *

Meistkommentierte

Geschichte

des Tages

Neue

StVO ab

1. Oktober

Die Novelle der Straßenverkehrsordnung

bringt

ab dem morgigen 1. Oktober

einige Neuerungen. Beispielsweise

einen größeren Mindestabstand

beim Überholen von

Radfahrern, Vorrang für Fußgänger

und auch Änderungen

für Lkw. Durch sie soll mehr Sicherheit

im Verkehr herrschen.

Die „Grazer“-Leser diskutieren

über das Thema auf Facebook.

REAKTIONEN & KOMMENTARE

Herbstzeit ist Kaffeezeit

INTERNATIONALER TAG DES KAFFEES. Gerade jetzt wird es wieder gemütlicher, in das Ambiente

der vielen Cafés der Stadt einzutauchen. Ein Experte erzählt, was es für guten Kaffee daheim braucht.

Experte Christoph Klescher über die

Geheimnisse guten Kaffees. PAUL & BOHNE

Von Lia Remschnig

lia.remschnig@grazer.at

Die Kaffeehäuser werden

bei diesem Wetter für

einen Besuch wieder

attraktiver, eine schöne Tasse

des schwarzen Goldes hebt die

Stimmung und der Ort stellt

gleichzeitig auch einen sozialen

Faktor dar, schließlich trifft man

sich neben dem immer belieber

werdenden Arbeiten im „Café

Office“ auch gerne mit Freunden

und Bekannten auf einen

Plausch. Aber auch der Kaffeegenuss

zuhause hat, speziell

während Corona immer mehr

an Wichtigkeit gewonnen.

Kriterien

Der morgige Internationale Tag

des Kaffees bietet wieder einmal

Anlass, sich vermehrt mit dem

Thema auseineinader zu setzen.

Bei den vielen Geschmacks- und

Zubereitungsarten des Koffeingetränkes

scheiden sich oft

die Geister. Was jedoch sicherlich

unbestreitbar bleibt, ist die

Qualität. Chrstoph Klescher

von Paul & Bohne erzählt uns,

wie wir nicht nur im Kaffeehaus

wirklich guten Kaffee genießen

können, sondern auch zuhause.

Die Produktion ist für den Kaffee-Experten

das Wichtigste: Für

guten Kaffee brauche es daher,

neben fairen Anbaubedingungen,

die zu einer hochwertigen

Rohbohne führen, auch eine

darauf angepasste Röstung und

natürlich eine fehlerfreie Zubereitung.

Es gibt unzählige Arten,

Kaffee zuzubereiten – etwa

durch verschiedenste Filter, aber

auch über experimentelle Arten,

die mit Unterdruck arbeiten,

natürlich die klassische Siebträgermaschine,

Vollautomat, die

Mokkakanne, bis hin zum sehr

ehrlichen Cupping.

„So vielseitig wie die Sorten

sind auch die Zubereitungsarten“,

so Klescher. Auch Trends

wie der Pumpkin Spice Latte

sind im Herbst in vielen Cafés

groß angesagt. „Ich persönlich

finde, dass Kaffee allein schon

sehr komplex ist, aber viele Gewürze

funktionieren gut mit

dem Aroma“, gibt der Paul &

Bohne Profi als Antwort.

Eine Auswahl an den Häusern

mit gutem Kaffee, wollen wir

den Lesern des „Grazer“ natürlich

nicht vorenthalten:

☞ Paul & Bohne

☞ Tribeka

☞ Barista´s

☞ J. Hornig und

☞ San Pietro


30. SEPTEMBER 2022 www.grazer.at

graz 9

Unterm Korb wird es ernst

AUFTAKT. Am Wochenende starten die Basketball-Superligen bei Damen und Herren. Die Herren

vom UBSC haben ein Semifinale zu verteidigen und starten zu Hause gegen St. Pölten in die Saison.

Paul Isbetcherian (rechts) führt den UBSC Graz auch heuer wieder aufs Feld

in der Basketball-Superliga. Sonntag geht es gegen St. Pölten los. GEPA

Von Klaus Molidor

redaktion@grazer.at

Die Latte liegt hoch, vor

dem Saisonstart. Immerhin

gab es im Vorjahr

mit dem Einzug ins Semifinale

die beste Saison der Vereinsgeschichte.

Nach dem Austausch

fast aller Legionäre bis auf Tanner

Giddings, setzt man das

Saisonziel aber nicht so ambitioniert

an. „Das Play-off wollen

wir aber schon erreichen“, sagt

Coach Ervin Dragsic. „Wir dürfen

auch nicht den Fehler machen,

zu viel auf die letzte Saison

zu schauen“, warnt Paul Isbetcherian,

der die Grazer wieder

als Kapitän aufs Feld führen

wird.

Am Sonntag geht es im Raiffeisen

Sportpark (17.30 Uhr) gegen

St.Pölten los. Ein Gegner, der

den Grazern in der Vorsaison

gelegen ist. „Heuer haben sich

aber nahezu alle Teams stark

verändert“, sagt Manager Michael

Fuchs, der auf einen Sieg zum

Auftakt hofft. „Damit wir wieder

mehr Fans in die Halle locken.“

Die beiden Grazer Damen-

Teams in der Superliga starten

auswärts. UBSC-DBBZ in Oberösterreich

beim DBB. Die Hoffnungen

der Truppe von Trainer

Edvin Brkic ruhen auf Neuzugang

Nina Krisper. Die Nationalteamspielerin

ist vom belgischen

Waregem gekommen. Für

UBI Graz geht es Sonntag um

20 Uhr bei den Basket Flames

los. „Wir wollen mit einem Sieg

starten, werden die Flames aber

nicht unterschätzen“, sagt Trainerin

Edvina Tankic. Camilla

Neumann, die zuletzt pausiert

hat, ist wieder mit dabei.


graz

10 www.grazer.at 30. SEPTEMBER 2022

Ausblick

Was am Samstag

in Graz wichtig ist

■ Laut ARBÖ ist an diesem Wochenende mit Staus zu rechnen. Rund

70.000 Besucher werden nämlich besonders morgen Samstag und

am Sonntag bei der Grazer Herbstmesse erwartet. Auf dem Messegelände

stehen jedoch nur 1.850 Parkplätze zur Verfügung. Vor allem in

der Conrad-von-Hötzendorf-Straße, Fröhlichgasse, Klosterwiesgasse

und am Jakominigürtel ist mit Verzögerungen zu rechnen.

■ Bei der Langen Nacht der Museen von 18 bis 1 Uhr kann man mit

einem Ticket (regulär 15 Euro) 84 Museen und Galerien in der Steiermark

besuchen. In Graz ist am Jakominiplatz der zentrale Ausgangspunkt.

Vor allem die Kerzenlicht-Führung im Schloss Eggenberg ist

immer ein richtiger Besuchermagnet.

■ Morgen fahren auf der Tennisanlage des GAK die Bagger auf. Der

Verein bekommt ein neues Klubhaus samt Fitness-Studio sowie einen

weiteren Freiplatz. 2,6 Millionen Euro werden investiert.

■ Um 15.30 Uhr beginnt eine Demo am Hauptbahnhof, die dann

Richtung Karmeliterplatz führt. Protestiert wird gegen die Teuerung,

gegen Corona-Maßnahmen, für die Beibehaltung des Bargeldes und

mehr. Gleichzeitig findet ein Autokorso zu den selben Themen mit

Star in der Triester Straße statt. Es kommt zu Verkehrsbehinderungen.

Highlight: Den Planetensaal des Schloss Eggenberg kann man bei der

morgigen Langen Nacht der Museen bei Kerzenlicht erleben. UMJ/ GRADISCHNIGG

■ Erstmals zur Primetime wird morgen die Aufsteirern-Show in ORF2

ausgestrahlt – mit vielen Stargästen auf den Kasematten aufgenommen.

BEZAHLTE ANZEIGE DES LANDES STEIERMARK; BILD: GETTYIMAGES.AT / RIDOFRANZ

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