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immobilien BUSINESS 2022-2

Immobilienwirtschaftliches Fachwissen auf den neuesten Stand für Makler, Verwalter und Sachverständige

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Ein Magazin für Immobilienprofis der Region Berlin-Brandenburg

immobilien

IVD plus

Netzwerk

ZEITENWENDE

UMBRUCH

AUFBRUCH

Interessenvertretung

Produkte

Services

2-2022

Der Verband

Keine Panik als Käufer

oder Verkäufer

8

Digitalisierung

immobilie1 – das neue Immobilienportal

von Profis für Profis

14

Recht

Das Vorkaufsrecht ist tot – lang lebe

das Vorkaufsrecht

40

www.ivd-plus.de


THE 4

Jetzt als exklusives Angebot

für Businesskunden.

BMW 420i Gran Coupé

Ausdrucksstarkes Design, sportliches Handling und viel Raum für den

Alltag: Das neue BMW 4er Gran Coupé begeistert auf ganzer Linie. Mit

seinem hohen Fahrkomfort und einem großzügigen Platzangebot mit

fünf vollwertigen Sitzen und großem Gepäckraum ist dieses elegante

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Tel. 030 38 38 01­300

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Effektiver Jahreszins: 3,31 %

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Stand 07/2022. Ist der Leasingnehmer Verbraucher, besteht nach Vertragsschluss ein gesetzliches Widerrufsrecht.

Nach den Leasingbedingungen besteht die Verpflichtung, für das Fahrzeug eine Vollkaskoversicherung abzuschließen.

* gebunden für die gesamte Vertragslaufzeit

Wir vermitteln Leasingverträge an die BMW Bank GmbH, Heidemannstr. 164, 80939 München und weitere Partner.

Kraftstoffverbrauch kombiniert (WLTP): 8,5 ­ 8,0 l/100 km, CO2­Emissionen kombiniert (WLTP): 194 – 181 g/km,

Energieeffizienzklasse: A. Fahrzeug ausgestattet mit Automatic Getriebe.

Angebots­Austattung:

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Geschwindigkeitsregelung mit

Bremsfunktion, Parking Assistant,

Connected Package Professional,

Steuerung EfficientDynamics,

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Klimaautomatik, Automatik

Getriebe Steptronic u.v.m.

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DER VERBAND

1

ZEITENWENDE –

UMBRUCH – AUFBRUCH

Liebe Immobilienprofis

der Region

Berlin-Brandenburg,

im vergangenen Jahr fand der BBIT21

noch als Hybridversion mit 60 Teilnehmern

vor Ort und mehr als 200 online

statt. In diesem Jahr brechen wir auf in

eine neue Normalität und halten unseren

Jahreskongress wieder rein in Präsenz

ab.

Das Programm finden Sie in dieser Ausgabe

des IVD-Magazins immobilienBUSI-

NESS. Neue Normalität sind auch die Immobilienmärkte

während einer echten

Zeitenwende. Wir möchten mit ein paar

Beiträgen in diesem Heft und auch mit den

Themen, Vorträgen und Diskussionsrunden

zum Berlin-Brandenburger Immobilientag

für etwas mehr Optimismus und

Orientierung sorgen.

Viele parallel auf die Immobilienwirtschaft

einwirkende Faktoren sorgen für Verunsicherung

und werfen Fragen auf. Wie entwickelt

sich die Inflation, steigen die Zinsen

weiter und wie verhält sich die EZB?

Bleibt Europa Kriegsschauplatz und die

damit verbundenen Lieferengpässe für

Material, welches für den Neubau so dringend

benötigt wird und zu starker Verteuerung

führt? Wie wirken sich die gesamtwirtschaftlichen

Verwerfungen auf

die Realwirtschaft und damit auch auf Mieter

aus? Kommen mehr Immobilien auf

den Markt und wer hat den Mut, weiterhin

in Immobilien zu investieren?

Kerstin Huth

Nils Werner

Welche Märkte werden profitieren, gibt es

größere Verlierer? Wie wirkt sich ESG

aus und können wir angesichts der zahlreichen

Krisen festhalten an unseren

Klimazielen?

Fest steht eins: Langweilig wird es nicht für

Immobilienprofis und sie werden gebraucht,

mehr denn je! Um Sie zu stärken

in Ihrem täglichen Handeln am Kunden, in

der Verwaltung, Bewertung, Vermittlung

und Beratung, dafür ist der IVD an Ihrer

Seite. Aber wir sind nicht nur Dienstleister.

Als die größte Interessenvertretung der

Immobilienberufe sind wir Ihr Frühwarnsystem,

landes- und bundespolitisch und

mittlerweile auch in Europa. Der Großteil

der Themen, der Ihre berufliche Zukunft

entscheidend mitbestimmt, kommt aus

Brüssel. Um das alles im Auge zu behalten

benötigen wir eine starke breite Basis.

Zögern Sie nicht! Werden Sie Mitglied in Ihrem

Berufsverband IVD – Die Immobilienunternehmer.

Und wenn Sie das schon sind,

dann bringen Sie uns doch einfach einen

neuen Verbandskollegen und sichern sich

die Chance auf die attraktivste Weiterbildung,

die der IVD im Angebot hat (S. 34).

Ihre

Kerstin Huth

Vorsitzende

IVD Berlin-Brandenburg e.V.

Nils Werner

Geschäftsführer

IVD Berlin-Brandenburg e.V.

PLUS PUNKT

Aktuelle Themen für Immobilienprofis

in der Region Berlin-Brandenburg

www.ivd-plus.de


INHALT

Der Verband 4 Digitalisierung 12 SPEZIAL 19

Direkte finanzielle Vorteile der Mitgliedschaft 4

Lebenslanges Lernen 5

Drei Fragen an Dr. Reiner Braun 6

Keine Panik als Käufer oder Verkäufer – welchen 8

Einfluss hat der Zins auf den Immobilienmarkt?

Too old for this Sh** 10

Warum eigentlich Blogs 12

immobilie1 – das neue 14

Immobilienportal von Profis für Profis

Digitales Management für Immobilienmakler 16

Steigende Zinsen, sinkende Nachfrage: Das gilt 17

es, als Makler jetzt zu beachten

Der Handel braucht keine Innenstadt 18

Programm BBIT 2022 20

Lernen Sie unsere Referenten kennen 22

Aussteller im Überblick 24

Versicherung 44 Bewertung 46

Services 48

Awareness rauf, Risiko runter: 44

Warum Cyber-Sicherheit eine ganzheitliche

Prävention braucht

Energieeffizienz: Mandanten jetzt aktiv 46

beraten

Ausbildung zum Immobiliengutachter 47

Einsatzgebiet und Marktchancen

Ganz Berlin braucht Speed! Die Immobilien- 48

branche darf den Anschluss nicht verpassenX

Vermieten Sie noch? 50

HKVO macht Digitalisierung der Energieerfassung 53

Kommunikation- und Digitalisierungslösungen – 54

Fit für die Zukunft!


INHALT

3

Qualifizierung 28 Recht 36

Ihr Netzwerk,

Ihr Berufsverband,

unser Ziel:

1.000 Mitglieder

bis 2025

Senioren den Zugang zu Wohnungen erleichtern 28

Ältere Menschen im Umzugsprozess beraten

Die Zertifizierung von Immobilienmaklern 30

Bauphysikalische Grundlagen 32

Wärmeschutz (Teil 1

Die Übergabeklausel im Immobilienkaufvertrag – 36

die richtige Gestaltung auswählen

Wirksame Erklärung zur Erhöhung der 38

Betriebskostenvorauszahlung

Das Vorkaufsrecht ist tot – lang lebe das 40

Vorkaufsrecht

Kennen Sie Personen oder Unternehmen, die

ebenfalls von einer Mitgliedschaft im

IVD Berlin-Brandenburg profitieren sollten?

55

Immer wieder: Google Fonts, die eigene 42

Webseite und der Schmerzensgeldanspruch

Dann sagen Sie uns Bescheid! Gewinnen wir

über Ihre Empfehlung ein neues Mitglied,

kommt Ihr Name in den Lostopf für eine Kabine

auf der legendären

Weiterbildungsschifffahrt

des IVD Nord vom 24. bis

28. Mai 2023.

Partner im Überblick 55

Impressum 56

Ihre Chance

auf eine

Schiffsreise

Weitere Infos auf Seite 34!

BERLIN-BRANDENBURG E.V.


DER VERBAND

AUSGABE 2 - 2022 4

DIREKTE FINANZIELLE VORTEILE

DER MITGLIEDSCHAFT

Der Mitgliedsbeitrag für den IVD Berlin-Brandenburg in Höhe von aktuell 67,50 Euro monatlich (Ordentliches Mitglied) und 33,75 Euro (Existenzgründer) ist gut

angelegt. Wir haben für Sie bei exemplarischer Nutzung einiger der zahlreichen Verbandsleistungen den unmittelbaren Mehrwert berechnet.

1

2

3

4

5

6

7

8

Regelmäßige Netzwerkveranstaltungen (Clubabende,

Profitreffen, Verwaltertreffs), auch für Mitarbeiter,

teilweise mit Weiterbildungscharakter und

Zertifikat nach MaBV

IVD NetWorker (internetbasierter Austausch für

Angebote und Gesuche zwischen allen Mitgliedern,

täglich nutzbar)

Abonnement „AIZ Das Immobilienmagazin“

Immobilienpreisspiegel Wohnen/Gewerbe

IVD Bundesverband, IVD Immobilienpreisservice

Region Berlin-Brandenburg

Auskunft der Steuerhotline bei einer steuerlichen

Fragestellung

Teilnahme an einem Lehrgang der Europäischen

Immobilienakademie (EIA), auch für Mitarbeiter

Ihre berufspolitische Interessenvertretung in

Öffentlichkeit und Politik

Troubleshooting der IVD-Wettbewerbshotline bei

vorliegender Abmahnung

ca. 150,- €

ca. 100,- €

unbezahlbar

ca. 400,- €

75,- €

ca. 50,- €

124,- €

ca. 250,- €

ca. 250,- €

ca. 300,- €

ca. 100,- €

unbezahlbar

unbezahlbar

unbezahlbar

ca. 400,- €

ca. 400,- €

Entgeltfreie oder preislich ermäßigte Teilnahme am

Berlin-Brandenburger Immobilientag

Vertrauensschadenversicherung (für alle

Mitglieder im Beitrag inkludiert)

Rechtssichere geprüfte Formulare

Inanspruchnahme einer juristischen Erstberatung

durch Verbandsjuristen

Vorzugskonditionen bei Seminaren des

IVD Bildungsinstituts bei 10 Stunden Weiterbildung

jährlich

Informationsportal www.ivd.net mit exklusiven

Informationen im Intranet

IVD-Expertensuche: Eine Weiterempfehlung,

die zum Vermarktungsauftrag / Verwalterauftrag

führt.

Kostenlose Schaufensterbeklebung

9

10

11

12

13

14

15

16

Gesamt: Mehr als 2.500 Euro Return-on-Investment (ROI)

Preisnachlässe bei zahlreichen Kooperationspartnern

www.ivd24immobilien.de, das verbandseigene Immobilienportal | IVD plus Datenschutz-Police | Makler-und Verwaltersoftware | Immobilienbewertungen

| Versicherungen | Leasing (Bürogeräte, PKW) | Fachliteratur | Immobilienfinanzierungen | Immobilienfotografen |

etc.


DER VERBAND

5

EIN DIENSTLEISTUNGS- UND

BERUFSVERBAND

DIE WERKZEUGKISTE FÜR IHREN WIRTSCHAFTLICHEN ERFOLG!

Das perfekte Informations- und

Frühwarnsystem

Im IVD-Mitgliedsbeitrag sind die Kosten für

das Abonnement vom AIZ-Immobilienmagazin

sowie alle mitgliederexklusiven

Informationen enthalten. IVD-Mitglieder

sind also stets auf dem neuesten Stand

über alles, was für die Branche und den Beruf

wichtig ist.

Lebenslanges Lernen leicht gemacht

Der IVD bietet seinen Mitgliedern und

deren Mitarbeitern die Möglichkeit, ihr

immobilienwirtschaftliches Fachwissen auf

den aktuellsten Stand zu bringen und

aktuell zu halten. In Berlin unterstützt

Sie hierbei das IVD Bildungsinstitut

Berlin-Brandenburg GmbH. Sie entwickeln

Kompetenz zum fairsten Preis und profitieren

vom Wissensvorsprung eines Berufsverbandes,

der in alle relevanten

Gesetzgebungsverfahren involviert ist. Zudem

erfüllen Sie damit alle Ihre gesetzlichen

Verpflichtungen (Weiterbildung

nach MaBV, DSGVO-Pflichtschulungen,

Geldwäschegesetz-Pflichtschulungen,

etc.).

Recht haben und

Recht bekommen

Jedes IVD-Mitglied hat das Recht auf kostenlose

Erstberatung exklusiv durch spezialisierte

Anwälte. Ein wertvoller Service,

der in der rechtlich hochkomplexen Immobilienbranche

die nötige Sicherheit gibt.

Darüber hinaus unterhält der IVD für seine

Mitglieder Hotlines für Verwalterfragen,

Sachverständigenwesen, Wettbewerbsund

Steuerthemen. Beratung wird beim

IVD groß geschrieben.

Mustergültiger Service inklusive

Durch die Kooperation mit dem Boorberg-

Verlag kann der IVD exklusiv und kostenlos

die wichtigsten Muster-Formulare zum Abruf

im Internet anbieten.

Finde Partner

Sie suchen Gleichgesinnte für eine regionale

Börse oder Partner für Gemeischaftsgeschäfte?

Sie sind interessiert, ein Unternehmen

zu übernehmen? Sie denken

darüber nach, Ihr Unternehmen abzugeben?

Im IVD-Netzwerk spezialisierter Immobilien-Experten

werden Sie fündig. In

Berlin und Brandenburg gibt es den IVD

NetWorker, ein innovatives Onlinetool zur

Vernetzung der IVD-Mitglieder.

Ein klares Signal für alle Kunden

Ausschließlich IVD-Mitglieder dürfen das

IVD-Logo nutzen. Mit dem Markenzeichen

qualifizierter Immobilienberater, Verwalter

und Sachverständiger können Sie Ihren

Kunden zeigen, wo die Immobilienkompetenz

zu Hause ist.

Wir machen Sie bekannt

Der IVD unterstützt seine Mitglieder durch

stetige Präsenz in den Medien. So wird das

Markenzeichen des IVD bekannt gemacht

und seine Wirkung als Kundenmagnet

ständig stärker. Bundesverband und Regionalverbände

arbeiten dabei Hand in

Hand. Auf dem verbandseigenen Portal

ivd24 sind Sie im Rahmen der IVD-Expertensuche

gelistet und empfohlen.

Unbezahlbare Marktinformationen

IVD-Mitglieder beziehen den bundesweiten

Wohn- und Gewerbe-Preisspiegel kostenlos.

Aus dieser wertvollen Datensammlung

können Sie ganz gezielt die Informationen

zusammenstellen, die Sie als Marktteilnehmer

Tag für Tag benötigen. Regional

sind Sie mit dem IVD Immobilienpreisservice

Berlin-Brandenburg bestens mit Zahlen,

Daten, Fakten Ihrer Märkte versorgt.

Versicherungspaket für

IVD-Mitglieder

Der IVD unterhält für alle seine Mitglieder

ohne zusätzliche Kosten eine Vertrauensschadensversicherung.

Die unverzichtbaren

Versicherungen gegen Vermögensschaden

und für Berufshaftpflicht stehen

den IVD-Mitgliedern zu deutlich vergünstigten

Konditionen offen.

Vertrauensvorsprung durch

Kundenschutz

Die Ombudsstelle Immobilien im IVD gibt

dem Kunden Sicherheit, im Falle eines Konfliktes

mit dem Immobilien-Dienstleister

einen neutralen Ansprechpartner zu haben,

der vermittelt, bevor es zum Rechtsstreit

kommt. Mit dieser Institution bekommen

Sie das Vertrauen, das Ihre

Dienstleistung verdient.

Die Vorteile einer starken Gemeinschaft

IVD-Mitglieder profitieren von vielen Kooperationsverträgen,

die die Regionalverbände

und der Bundesverband abgeschlossen

haben und die den Mitgliedern konkurrenzlos

günstige Konditionen verschaffen.

Zudem ist ein sehr breites, innovatives und

kompetentes Beraternetzwerk vorhanden.

Ohne Politik geht es nicht

Der IVD konzentriert seine politische Interessenvertretung

auf die Themen, bei denen

er durch engagierte und offensive Einflussnahme

auf Europa-, Bundes-, Landesund

kommunaler Ebene die Rahmenbedingungen

für den wirtschaftlichen Erfolg

seiner Mitglieder sichern und verbessern

kann. Wichtiges Anliegen ist dabei auch

die Förderung des Ansehens der im Verband

vertretenen Berufe.


DER VERBAND

AUSGABE 2 - 2022 6

„DREI

FRAGEN

AN…“

immobilienBUSINESS: Welche wohnungspolitischen

Rezepte würden Sie ausstellen,

wenn Sie in der politischen Verantwortung

wären, um der in Metropolregionen wie

Berlin angespannten Wohnungsmarktsituation

endlich wirkungsvoll zu begegnen?

Lieber Herr Dr. Braun, der Empirica-

Immobilienpreisindex für das zweite

Quartal 2022 zeigte noch klar nach oben.

Wir sind bald drei Monate weiter, verraten

Sie uns erste Trends?

Immobilien steigen, die zumindest nicht

kurzfristig durch Einnahmen kompensiert

werden können. Immobilien gelten trotzdem

als sichere Geldanlage mit Inflationsschutz.

Können Sie das für uns auflösen?

Dr. Braun: Derzeit trifft nachlassender

Neubau auf zunehmende Nachfrage infolge

der Binnen- und Außenzuwanderung.

Deswegen ist das Tauziehen zwischen

preisdrückendem Zinsanstieg und preistreibender

Knappheit noch nicht entschieden.

Kommt die große Rezession oder

steigt der Zins kräftig weiter, wird ein fallendes

Preisniveau kaum vermeidbar sein.

Wohnungen, die in schlechtem energetischen

Zustand oder nicht selbstnutzeraffin

sind, droht dieses Szenario schon jetzt.

Auf jeden Fall werden wir eine sehr viel

stärkere Preisdifferenzierung sehen.

immobilienBUSINESS: Auch Immobilienwerte

nehmen bei hoher Inflation real ab

und Kosten insbesondere für vermietete

Dr. Braun: Ganz einfach! Wohnimmobilien

haben keinen eingebauten Inflationsschutz

– das ist ein Mythos. Staatliche

Eingriffe von Mietpreisbremse und Kappungsgrenze

bis Mietenstopp einerseits

sowie steigende kalte und warme Nebenkosten

andererseits erschweren zumindest

in der kurzen Frist die inflationssichernde

Erhöhung der Nettokaltmiete. Auch eine

Indexmiete ist wertlos, wenn sie den Mieter

überfordert und Zahlungsausfall folgt.

In den 1990ern gab es Mietausfallgarantien

– solange bis die Garantiegeber Konkurs

anmelden mussten. Nur wer ausreichend

liquide ist und auch Phasen der

Unterdeckung überstehen kann, profitiert

in der langen Frist vom Inflationsschutz.

Dr. Reiner Braun

Vorstandsvorsitzender empirica AG

Seit 1994 bin ich Projektleiter bei der empirica

GmbH und wurde 2003 in den Vorstand der

empirica AG berufen, seit 2019 als Vorsitzender.

Meine Arbeitsschwerpunkte liegen im Bereich Wohnungsmärkte,

Einkommens- und Vermögensanalysen

sowie Altersvorsorge. Seit 2007 bin ich Mitglied

im Verbandsrat des deutschen Verbandes für Wohnungswesen,

Städtebau und Raumordnung e.V., seit

2009 Mitglied im Arbeitskreis Immobilienpreise des

BBSR und seit 2010 Mitglied im Arbeitskreis Bauund

Wohnungsprognostik.

Foto: empirica, Urheberin: Heidi Scherm

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Know-How für Immobilienexperten

Mehr als 150 Veranstaltungen (Seminare + Webinare)

jährlich. Wichtige Weiterbildungsstunden nach MaBV.

www.ivd-bildungsinstitut.de

Dr. Braun: Drei Strategien sind erforderlich.

Nachfrageverlagerung nimmt Druck vom

Kessel. Dabei können Steuerrabatte auf

Einkommen und Energie überall dort helfen,

wo der Leerstand wächst oder keine

Mietpreisbremse gilt. Dann eine beherzte

Angebotsausweitung am Stadtrand statt

urbanem Kleinklein und suburbanem Wildwuchs

von Siedlungsbrei. Dabei helfen eine

kooperative Anbindung des Umlands und

am Stadtrand die Ausweisung neuer Stadtteile

mit bunter Quartiersmischung á la

Vauban in Freiburg. Dabei das Vorbild Wien

nicht vergessen: Im Unterschied zu uns ist

der ÖPNV dort vor Bezug der ersten Wohnungen

in Betrieb. Last but not least einen

Wohnungsbaukoordinator mit dem Standing

der früheren Deutschen Bundesbank,

der bestehende Probleme unbürokratisch

löst und keine neuen Steine in den Weg legt.


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DER VERBAND

AUSGABE 2 - 2022 8

KEINE PANIK

ALS KÄUFER

ODER VERKÄUFER

WELCHEN EINFLUSS HAT DER ZINS

AUF DEN IMMOBILIENMARKT?

Von Achim Amann, Vorstand IVD Berlin-Brandenburg

Lange Zeit kannten die Immobilienpreise

nur eine Richtung – nach oben.

Jetzt macht sich Unsicherheit breit.

Laut Immobilienscout24 oder der Wirtschaftswoche

fallen die Preise bereits um

bis zu dreißig Prozent, anderswo liest

man von fünf bis zehn Prozent. Sowohl

Käufer als auch Verkäufer sind verunsichert.

Letztere, weil sie große Verluste

befürchten, und die Käufer ob der mutmaßlich

drastisch steigenden Zinsen. Und

tatsächlich: es gibt gute Gründe für fallende

Preise und gute Gründe dafür, dass

die Preise doch stagnieren oder sogar weiter

nach oben gehen. Nur eines ist sicher:

So schnell werden die Zinsen nicht wieder

auf das Niveau von 2021 zurückkehren.

Doch was ist überhaupt der „Markt“?

Wenn wir vom Immobilienmarkt sprechen,

müssen wir differenzieren. Hotelimmobilien,

Gastro und Einzelhandel, Luxuswohnungen,

Einfamilienhäuser und unbebaute

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Expertenwissen für Immobilienprofis

mit Intranet für Mitglieder

intern.ivd.net/login

Grundstücke sind jeweils eigene Märkte,

die – abgesehen von dem Faktor Lage –

wenig miteinander zu tun haben. Auch die

Akteure am Markt lassen sich kaum vergleichen.

Einerseits gibt es Investoren, die

mit wenig Herzblut nur nach der Rendite

schauen, andererseits Selbstnutzer, die

stark an einem Ort verwurzelt sind und

aus persönlichen Gründen kaufen oder

mieten.

Wo geht die Reise für Käufer und

Verkäufer hin?

Widmen wir uns zunächst den Menschen,

die aus familiären oder beruflichen Gründen

an einem bestimmten Ort wohnen wollen.

Die Toleranz für Preisschwankungen

ist bei ihnen erstaunlich hoch. Erst wenn

sie es sich wirklich gar nicht mehr leisten

können, an „ihrem“ Ort zu leben, ziehen

Sie weg. Das ist aber immer nur die Ultima

Ratio und steht ganz am Ende der Entwicklung.

Bei der anderen Gruppe von Käufern, den

Investoren, Kapitalanlegern, Vermietern

oder Handlungsreisenden in Sachen Immobilien,

ist die Lage ganz anders. Sie

können auf andere Standorte oder sogar

Länder ausweichen, im Zweifel komplett

den Immobilienmarkt verlassen. Sie kaufen

also nur, wenn die Rendite stimmt

oder es keine besseren Alternativen gibt.

Was beide Gruppen unterscheidet: die

einen müssen, die anderen können kaufen.

Die aktuell steigenden Zinsen treffen beide

Käufergruppen gleichermaßen. Investoren

gehen da pragmatisch vor. Wenn die

Zinsen um zwei Prozent steigen, senken

sie Kaufangebote um zwanzig Prozent.

Warum? Weil sie in zehn Jahren etwa

zwanzig Prozent Mehrkosten einkalkulieren,

gleichbedeutend mit zwei Prozent pro

Jahr. Steigen die Zinsen um ein Prozent,

fordern sie zehn Prozent Abschlag und so

weiter. Das ist die simple Mechanik und

Arithmetik hinter den fallenden Preisen

bei steigenden Zinsen.

Die Frage ist nun, wie schnell die Zinsen

steigen und was passiert, wenn die Zinsen

nach Ablauf der Zinsfestschreibung – die

in der Regel bei zehn Jahren liegt – weit

höher sind als beim Kauf? Die Antwort ist

einfach: Die Verkäufer senken die Preise in

der Relation, in der die Mieteinnahmen den

Zinsausgaben gegenüberstehen.


DER VERBAND

9

Zinsen vs. Mieten

Eine einfache Rechnung sieht wie folgt aus

und kann bei einer gesunden Entwicklung

zu einer Neutralisierung führen: Liegen

die Mieten bei drei Prozent des Kaufpreises,

kann der Investor drei Prozent an Zinsen

verkraften. Steigen die Zinsen, müssen

auch die Mieten steigen oder der Preis

muss fallen. Genau das beobachten wir

gerade.

Gute Objekte erfahren derzeit trotz beginnender

Rezession steigende Mieten, vor

allem Neubauten oder sanierter Altbau,

dafür weniger der Einzelhandel oder die

Gastronomie. Es gilt also zu beobachten:

Was steigt schneller, die Mieten oder die

Zinsen?

Nehmen wir konkrete Beispiele: In Berlin

vermieten wir derzeit die beliebten Mikroapartments

für 25 bis 30, in guten Lagen

sogar für 35 Euro pro Quadratmeter. Dies

funktioniert, solange die monatliche Belastung

des Mieters unter 1.000 Euro liegt.

Selbst bei etwas größeren Neubauwohnungen

beobachten wir diesen Trend.

Auch Drei- bis Fünfzimmerwohnungen von

siebzig Quadratmetern oder mehr bringen

16 bis 20 Euro kalt pro Quadratmeter, Tendenz

steigend, denn die Nachfrage ist hoch

und der Bestand begrenzt. Unendlich wird

sich diese Entwicklung jedoch nicht fortsetzen,

die Kaufkraft muss schließlich mithalten.

Zwischenfazit für Investoren

Die Vorgehensweise für Investoren lautet

also wie folgt: Kaufen, was sich rechnet,

Mieten erhöhen und zum gleichen Faktor

in zehn Jahren wieder verkaufen. Die Banken

rechnen, genau wie die Investoren, mit

steigenden Zinsen und zusätzlichen Kosten

für eine energetische Modernisierung

oder für eine Instandsetzung. Somit bleibt

der Markt vorhersehbar, die Preise werden

nicht mehr rasant steigen, die Zeiten

von zweistelligen Wachstumsjahren sind

vorbei.

Achim Amann

Geschäftsführer

Black Label Immobilien

Erweiterter Vorstand IVD

Berlin-Brandenburg

Kann man sich höhere Zinsen nicht leisten,

ändern auch die sonstigen Indikatoren,

also Inflation, Baukosten, Qualität der Objekte,

für steigende Preise nichts an der

eher moderaten Entwicklung.

Für die Gruppe der Eigennutzer gilt nach

wie vor die Faustregel: Was kostet die Nettokaltmiete,

und wie hoch sind die Zinsen?

Sind diese niedriger als oder gleich hoch

wie die Nettokaltmiete, lohnt sich der Kauf,

sind sie höher, lohnt er sich nicht. Einzige

Ausnahme: Es gibt keine Alternative, und

Sie möchten unbedingt in der Lage wohnen.

Eigennutzer sollten sich nicht von Stichworten

wie Preisverfall, Risiken oder Anschlussfinanzierung

abhalten lassen. Die

Mieten werden steigen! Mieter sollten sich

ihre Mietsteigerung ausrechnen. Und auch

bedenken, dass sie wenig Einfluss auf die

Qualität Ihrer Mietwohnung haben. Nicht

zuletzt kann man eine Eigentumswohnung

später wieder verkaufen, zumal Deutschland

ein ziemlich sicherer Investitionsstandort

ist. Sehr oft bedeuten diese Faktoren:

Mieten lohnt sich nicht.

Lösungen zum Kauf

Natürlich bleiben die Fragen nach dem Zugang

zum Kapital, nach einer Bankfinanzierung,

die zu Ihrer Haushaltsrechnung

passt, nach den Eigenmitteln, der Rückzahlung

des Kredits und nach den Zinsen.

Die Bankenwelt bietet derzeit jedoch

viele unterschiedliche Lösungen an. Die

entscheidenden Faktoren sind die Lage

und das Eigenkapital. Wir raten gerade den

Erstkäufern dazu, Kompromisse zu machen.

Kiezleben kostet, daher sollten Erstkäufer

vielleicht zunächst an den Stadtrand

oder in einen nicht ganz so populären

Kiez ziehen. Es wäre nur ärgerlich, den

Zug zu verpassen, denn historisch gesehen

sind die Zinsen auch heute noch niedrig.


TOO OLD

FOR THIS SH**

DER VERBAND

AUSGABE 2 - 2022

10

Ich finde, ich habe mich gut gehalten

für einen aktuell 42jährigen. Ob das an

irgendwelchen Genen liegt, oder daran,

dass ich mein inneres Kind einfach nicht

loslassen will, kann ich nicht beantworten.

Es sorgt für Momente wie „Wow, ich

hätte sie Anfang 30 geschätzt“ bis hin zu

„Ohne Ausweis glaube ich ihnen ihr Alter

nicht, der Energy Drink bleibt hier“. Wenn

ich dann auf meine letzten Jahre im Berufsleben

zurückdenke, welche doch bald

drei Jahrzehnte umspannen, frage ich

mich aber oft selbst, weshalb ich nicht

schon aussehe wie Yoda.

Seit zwölf Jahren rennen mir auch laufend

drei Kinder hinterher, welche mit zunehmenden

Alter und der sich ständig veränderten

Einflüsse genauso häufig für

viele Gedanken sorgen. Man sagt, mit den

eigenen Kindern drückt das Universum auf

die Vorspultaste deines Lebens. Und ja,

seit dem ersten Moment als Eltern haben

wir das Gefühl teil einer Streaming Serie

zu sein, die zu schnell durchgebingt wird.

Gebingt? Eins dieser Wörter, die ich neu

lernen musste. Ich bin nicht zu alt für diesen

Sch***!

Oder doch? Schließlich wache ich manchmal

mit Rückenschmerzen auf. Früher vergingen

die innerhalb des Tages. Heute

ziehe ich den Mist tagelang mit mir. Vor unserem

Sommerurlaub habe ich einen

Schlag gegen den Fußknöchel bekommen,

welcher noch heute schmerzt. Wenn

ich daran denke, hoffe ich, dass man in

Deutschland endlich mehr barrierefrei


DER VERBAND

11

Marc Reißnecker

Mitglied im Erweiterten

Vorstand des IVD

Berlin-Brandenburg

www.ivd.berlin

baut. Schließlich will man sich auch im

Alter frei bewegen können, ohne aufgrund

körperlicher Einschränkungen seitwärts

Bewegungen anzunehmen. Wenn da nicht

der Fakt wäre, dass die heutige Politik groß

darin ist, notwendigen Bau zu verzögern

oder im schlimmsten Fall zu verhindern.

Und was diese nicht schaffen, bringt eine

von zig aus dem Boden geschossenen ‚Aktivisten‘-Gruppen

fertig.

Ich bin so frech und sage, sie verbauen

sich und uns ihre Zukunft. Und dann spüre

ich es! Dieses Feuer! Es geht um mehr als

um mich. Das tat es schon immer. Es ist

egal was heute schmerzt oder ob ich nach

einer Nacht voller Cuba Libre vier Tage

lang aussehe wie ein Beißer aus „The Walking

Dead“. Wohin mit den immer älter

werdenden Menschen in diesem Land?

Wohin mit uns allen? In den nächsten Baggersee?

Auf keinen Fall. Wohnraum muss her, der

altersgerecht ist. Wohnraum, in dem alternde

Rennfahrer mit ihren aufgemotzten

Rollatoren durch jede Zarge rasen können.

Wandel geschieht durch Fortschritt, nicht

durch Verbote. Unsere Großeltern und

Eltern haben die 90 oft weit überschritten.

Viele Eltern sind heute mit 70 agiler als

noch vor 30 Jahren. Sie sind nicht zu alt

für diesen Sch***!

Es stehen viele Aufgaben für jeden an. Diverse

Aufgaben, damit auch alle anderen

beruhigt sind. Den wenigsten ist der

enorme Bedarf an altersgerechten Wohnraum

klar. Obwohl fast jeder die Überalterungsprognosen

kennt, denkt kaum

einer an die Zukunft und das Älterwerden.

Die Gründe sind vielfältig, aber in der

Mehrheit geht es um den ungeliebten Gedanken,

sich mit der eigenen Sterblichkeit

auseinanderzusetzen. Die Frage ist nur warum?

Älter werden oder in Rente gehen heißt

nicht, dass man sofort die letzte Reise antritt.

Wer glaubt, heutige Rentner laufen

langsam, der hat noch nie erlebt, wie

schnell Opa Heinz rennen kann, sobald

eine neue Kasse geöffnet wird. Auch die

Immobilienbranche legt immer stärker seinen

Fokus auf altersgerechtes Wohnen. Ob

Pflege, betreutes Wohnen oder Rentner

WGs. Es ist unbestritten und alle Fakten

PLUS PUNKT

Immobilienpreise in Berlin

und Brandenburg

Der Immobilienpreisservice

des IVD Berlin-

Brandenburg e. V. ist für

Immobilienexperten sowie

Verbraucher ein Nachschlagewerk,

das Mieten

und Kaufpreise für Wohnungen

und Häuser in der Region Berlin-Brandenburg

transparent und vergleichbar macht. Die

Publikation ist für Mitglieder des IVD entgeltfrei.

sind eindeutig: wir werden älter, aber nicht

zwingend müder. Das muss auch nicht heißen,

dass wir keinen Spaß mehr haben

können. Die Spezial-Immobilien in Form

von betreuten Wohnen oder Pflegeimmobilie

sind heute besser denn je ausgestattet.

Der Service gleicht teils einem Hotel

mit Concierge.

Einige Kapitalanleger, besonders die großen

Unternehmen wie auch Banken,

haben das schon lange erkannt und

investieren selbst in Anlagen, welche an

entsprechende Anbieter auf 20 bis

25 Jahre verpachtet werden. Das ist

eine gute Sache! Den in jedem Fall sichert

es den Personen die sich daran beteiligen,

wie auch jenen die sie nutzen, eine

Zukunft.

Durch meine Vertriebsarbeit aus den letzten

Jahren habe ich die Entwicklung der

Einrichtungen und seiner Pächter gesehen.

Ich glaube, viel schlimmer wäre ganz

allein in einer kleinen Wohnung zu sitzen.

Als ich Ende der 1990er ein soziales Jahr

in einem Alten- und Pflegeheim absolvierte,

war mein größter Alptraum in einem

solchen Heim zu landen. Aber dies

war damals, als ich jünger war. Und heute

ist jetzt, wo ich älter bin. Und dieser

Sch***? Den bekommen wir auch noch

hin.

Marc Reißnecker ist Mitglied im Erweiterten

Vorstand des IVD Berlin-Brandenburg,

Experte für altersgerechtes Wohnen und

geht gerne ins Kino.


DIGITALISIERUNG

AUSGABE 2 - 2022 12

WARUM EIGENTLICH

BLOGS?

Von Dr. Cathrin Christoph


Blog“ – das ist eine Wortkreuzung aus

„Web“ und „Logbuch“ und bedeutet

so viel wie „Tagebuch im Internet“. Das

Kommunikationsinstrument gibt es schon

lange. Anfang der 2000er-Jahre entwickelte

sich darum ein regelrechter Hype.

Dann wurde es stiller um das Thema.

Seit ein paar Jahren feiern Blogs eine Renaissance.

Immer mehr Unternehmen –

auch aus der Immobilienbranche – veröffentlichen

in guter Regelmäßigkeit Beiträge

auf ihren Websites. Darin geht es

zum Beispiel um Grundsteuer und Grundbuch,

Erbschaften und Verträge, Schenkungen,

Gesetze, Förderungen, Modernisierung

und Klimaschutz. Warum dieser

Aufwand?

Google liest mit

Angesichts der Informationsflut stellt sich

die Frage: „Wer soll das alles lesen?“ Die

Antwort lautet: Google. Denn der Googlebot

durchsucht das Internet ständig nach

Inhalten und indexiert sie. In der Ergebnisliste

zeigt Google diejenigen Inhalte weiter

oben an, die besonders hilfreich und

userfreundlich erscheinen.

Frischer ist besser

Zwar hält sich hartnäckig das Gerücht, die

Google-Kriterien seien eine Blackbox, doch

bis zu einem gewissen Grad lässt sich das

Unternehmen durchaus in die Karten

schauen. Unter https://developers.google.com

finden Interessierte detaillierte Informationen

darüber, wie die Suche funktioniert.

Dort heißt es: „Wenn Du überzeugende

und nützliche Inhalte erstellst,

hat dies wahrscheinlich einen größeren

Einfluss auf deine Website als alle anderen

hier erörterten Faktoren.“

„Wenn Du überzeugende und nützliche

Inhalte erstellst, hat dies wahrscheinlich

einen größeren Einfluss auf deine Website

als alle anderen hier erörterten Faktoren.“

Google

Foto: carolin-windel.de

Dr. Cathrin Chistoph

Geschäftsführerin

CCAW GmbH

Google bewertet es positiv, wenn

regelmäßig frische Inhalte veröffentlicht

werden und

diese Inhalte einzigartig sind.

Gute Blogs erfüllen diese Bedingungen.

Das erklärt, warum sie in der Unternehmenskommunikation

so beliebt sind.

Darüber hinaus honoriert Google fehlerfreie

Texte, eine gute Verständlichkeit und

eine klare Gliederung. Die Annahme dahinter

ist, dass Menschen diese Art von

Texten mehr wertschätzen, sie lieber lesen

und deshalb länger auf der jeweiligen Website

verweilen. Hier stimmen die Google-

Kriterien mit den Erkenntnissen der

Sprachwissenschaft überein. Einziger Haken:

Während die meisten Menschen online

lieber kurze Text lesen, schätzt Google

„umfassende Inhalte“. Viele Unternehmen

bieten deshalb auf ihren Websites zusätzliche

Hintergrundtexte an.

Für Mensch und Suchmaschine

Im besten Fall ergibt sich aus einem guten

Blog eine Positivspirale: Die Beiträge werden

auf den Ergebnisseiten der Suchmaschinen

weit oben angezeigt, Menschen

suchen die Website auf und verweilen für

die Lektüre oder sie klicken etwas an und

verbessern damit abermals das Suchmaschinenranking.

Mit Bordmitteln

Ein gut gemachter Blog kann sich

positiv auf die Auffindbarkeit im Internet

auswirken und

den Leserinnen und Lesern Mehrwert

bieten.

Da Blogs mit überschaubarem Aufwand zu

realisieren sind, bieten sie sich als Kommunikationsinstrument

auch für kleine

und mittelgroße Immobilienunternehmen

an. Wenn ein Unternehmen Mitarbeitende

hat, die gut schreiben, kann es den Blog sogar

„mit Bordmitteln“ realisieren. Andernfalls

helfen spezialisierte Agenturen.

PLUS INFO

Dr. Cathrin Christoph ist seit 2015 Dozentin beim

IVD und geschäftsführende Gesellschafterin der

PR-Agentur CCAW. www.ccaw-pr.de


DIGITALISIERUNG

AUSGABE 2 - 2022 14

IMMOBILIE1

DAS NEUE IMMOBILIENPORTAL

VON PROFIS FÜR PROFIS

A

m

15.07.2022 ist es an den Start

gegangen – das neue Immobilienportal

www.immobilie1.de. „Von Profis für

Profis“ ist das Motto, dass die Macher

dem neuen Projekt auf die Fahnen geschrieben

haben. Doch was ist anders

als bei ivd24, das im selben Haus produziert

wurde? Welche Neuerungen gibt es?

Und wie läuft das Marketing an?

Sich unabhängiger machen von den Branchengrößen

unter den Immobilienportalen

– das war schon das Ziel des IVD-verbandseigenen

Immobilienportals ivd24.

Nun wurde dem seit 5 Jahren existierenden

Portal ein weiteres zur Seite gestellt:

www.immobilie1.de. Warum jetzt dieser

Schritt und was ist anders?

Größter Unterschied:

alle professionellen Akteure

der Immobilienbranche willkommen

Viele große Unternehmen der Immobilienbranche sind

bereits Miteigentümer von immobilie1.

Die Beschränkung von ivd24 auf IVD-Mitglieder

brachte verschiedene Einschränkungen

mit sich – sowohl, was die Anzahl

der angebotenen Immobilien als auch was

das Marketingbudget anging. Aus diesem

Grund wurde mit immobilie1 ein neues Portal

ins Leben gerufen, das nun allen professionellen

Akteuren der Immobilienbranche

offensteht. Und das ist auch der

größte Unterschied zwischen ivd24 und

immobilie1.

Schon zum Start waren neben den IVD-

Maklern 1.000 weitere Unternehmen aus

den Reihen der Banken- und Fanchisemakler

dabei. Dazu gehören Makler von

Dahler & Company, Von-Poll-Immobilien,

LBS Immobilien, der PlanetHome Group

GmbH, RE/MAX Deutschland, Sparkassen

Immobilien und Wüstenroth Immobilien.

6.500 Immobilienunternehmen mit über

70.000 Angeboten sind es insgesamt. Und

immobilie1 wird weiter wachsen. Aktuell

sind die Initiatoren mit Vertretern von Bauträgern

und Wohnungsunternehmen im

Gespräch, die auch Interesse an immobilie1

signalisiert haben. Das zeigt: Mit immobilie1

rückt die Branche zusammen und nutzt

gemeinsam ihr Know-How, um eine eigene

Plattform für die Immobilienvermittlung

aufzubauen. Von Profis für Profis.

Diese Gemeinschaft wird bei immobilie1

großgeschrieben. Denn es möchte nicht

irgendein Portal sein, das von irgendwem

produziert wird und irgendwelche Preise

aufruft. Jeder Makler, der neu zu immobilie1

hinzukommt, muss vorab Aktien der

immobilie1 AG erwerben. Damit werden

sie nicht Kunde des neuen Portals, sondern

Miteigentümer, haben Mitspracherecht

und bestimmen die Geschicke des

Portals aktiv mit. Das gilt selbstverständlich

auch für alle IVD-Mitglieder. Für alle,

die noch nicht selbst immobilie1-Aktien

erworben haben, hält der IVD-Regionalverband

diese.

Mehr Unternehmen – mehr Marketing

Ein weiterer – entscheidender – Unterschied

zu ivd24 ist das Marketingbudget

von immobilie1. Denn mehr teilnehmende

Unternehmen bedeuten auch mehr Geld,

das größtenteils direkt in das Marketing investiert

wird. Rund 100.000 Euro monatlich

werden immobilie1 zu Bekanntheit verhelfen

und den Miteigentümern Anfragen

bescheren. Momentan läuft das Marketingbudget

zum einen in Radiowerbung.

Der immobilie1-Spot, der mit einem bekannten

Kinderreim beginnt und zeigt, wie

einfach es ist, mit immobilie1 das neue

Zuhause zu finden, lädt die Marke emotional

auf. Er lief und läuft seit dem

05.09.2022 auf folgenden Sendern: MDR,

RBB, RSH, Radio Hamburg, Radio NRW,

Radio Arabella Bayern, Radio Frankfurt

und Antenne1.

Zum anderen investiert immobilie1 in

Google-Anzeigen. Diese verlinken auf zehntausende

regionale Seiten mit Immobilien-

PLUS PARTNER

immobilie1 AG

Gabelsbergerstraße 36, 80333 München, Tel.: 089 / 29 08 20-50

service@immobilie1.de | www.immobillie1.de


„Eher dran,

eher drin“

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finden Sie Häuser

und Wohnungen

von tausenden

Immobilienunternehmen

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DIGITALISIERUNG

15

Kein Abo, kein Premium,

keine Gebühren,

keine Werbung –

so funktioniert die

Immobiliensuche heute.

www.immobilie1.de

Willkommen bei

immobilie1.de.

IMAGINE…

eher dran, eher drin … www.immobilie1.de

Stellt euch vor: Die Immobilienbranche rückt zusammen, alle ziehen an einem Strang und machen sich damit unabhängig.

anzeigen, um für die Angebote der Miteigentümer

Aufmerksamkeit und Anfragen

zu generieren. Die bisherigen Ergebnisse

zeigen: Bei den Impressions – also den Seitenaufrufen,

die über die Anzeigen erzeugt

werden – kann immobilie1 mithalten mit

der weitaus größeren Konkurrenz.

Es kommt auf jeden Einzelnen an –

Mithilfe der Miteigentümer gefragt

Und: Miteigentümer, die ihr eigenes Immobilienportal

immobilie1 unterstützen

möchten, haben eine weitere Möglichkeit –

eine sehr starke Möglichkeit. Immobilien

früher zu immobilie1 übertragen. Denn wer

seine Immobilienangebote auf immobilie1

früher veröffentlicht als an anderen Stellen,

setzt ein starkes Zeichen.


immobilie1

ist deins“

Damit bekommt immobilie1 viele „frische“

Angebote, die sonst nirgends zu finden

sind – sogenannten „unique content“. Und

Google liebt „unique content“. Das wiederum

bedeutet, dass Google immobilie1

an höherer Stelle anzeigt und die Bekanntheit

der Marke als auch die Besucherzahlen

auf der Seite steigen.

Plakate

„ Eigentum ist sexy“

Verschiedene Werbemittel stehen

im immobilie1-Makler-Backend

zum Download bereit.

Wie hier kommen immobilie1-Werbemittel schon bei vielen RE/MAX,

Wüstenroth, Sparkassen und LBS-Geschäftsstellen zum Einsatz.

Bei immobilie1.de Häuser und

Wohnungen schneller finden!

Bei immobilie1.de Häuser und

Wohnungen schneller finden!

Im Marketing kann laut immobilie1 aber

auch jeder Miteigentümer viel tun, um

das Portal zu unterstützen. Ziel eines

jeden Miteigentümers sollte es sein,

Markenbekanntheit für das eigene Portal

zu erzeugen. Dazu hat immobilie1 verschiedene

Werbemittel zur Verfügung

gestellt.

Von Online-Werbebannern, über E-Mail-

Abbindern bis hin zu verschiedenen

Druckmitteln, haben Miteigentümer verschiedene

Möglichkeiten, Ihr Immobilienportal

unter ihren Kunden bekannt zu

machen. Viele nutzen die Werbemittel bereits

erfolgreich. Auch der Radio-Spot

wurde für den Einsatz in Social Media umgearbeitet.

Hier gilt: teilen, teilen, teilen.

In Kooperation mit

„Immobilien

schneller finden!“

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Aus ivd24immobilien.de entsteht zusätzlich

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DIGITALISIERUNG

AUSGABE 2 - 2022 16

DIGITALES MANAGEMENT

FÜR IMMOBILIENMAKLER

Von Stefan Mantl,

Stillstand ist Rückschritt: Was für nahezu

alle wirtschaftlichen Sektoren

gilt, ist auch in der Immobilienbranche

der Fall. Seit vielen Jahren geht es um

das Thema Digitalisierung und wie sich

Immobilienmakler bestmöglich auf dem

Markt präsentieren, um gute Akquise und

Geschäfte zu machen.

Mit onOffice enterprise, der Software für

Immobilienmakler, ist eine digitale Lösung

auf dem Markt, die sich stets an den

aktuellen Themen orientiert und das Arbeitsleben

des Maklers, deutlich dank zeitsparender

Automatismen, vereinfacht. In

diesem Jahr wurden einige neue Funktionen

entwickelt und vorgestellt, die den

Arbeitsablauf weiter verbessern und das

Makeln übersichtlicher gestalten.

Web-Exposé – Immobilien

interaktiv darstellen

Klassische Exposés sind bekannt – doch

das Web-Exposé bringt die Darstellung Ihrer

Immobilien auf ein neues Level. Das

Web-Exposé ist ein klassisches Exposé als

Web-Link mit neuen Gestaltungsmöglichkeiten.

Die Möglichkeiten, die sich mit Web-Exposés

eröffnen, sind größer als bei den bewährten

statischen PDF-Exposés. Zwei

Vorteile sind besonders wichtig: Erstens

ist ein Web-Exposé interaktiv. Es lassen

sich zum Beispiel Bildergalerien, Videos

und virtuelle Touren integrieren. Auf diese

Weise erhalten Interessenten ein genaues

Bild der Immobilie. Für den Makler verringert

sich im Optimalfall die Zahl der Besichtigungen,

weil seine Interessenten mithilfe

des Exposés besser qualifiziert sind.

Zweitens lässt sich das Nutzerverhalten

der Interessenten analysieren: Die Betreuer

des Objekts erkennen, ob Kaufinteressenten

das Exposé betrachtet haben.

Mit dem integrierten Feedback-Formular

können sie direkt Rückmeldung geben, ob

das Objekt zusagt.

Immofeedback – qualifizierte Kundenfeedbacks

einholen

Die bereits bekannte Terminnachbereitung

wurde erweitert: Das Feature nennt sich

jetzt Immofeedback und ist dafür gedacht,

zeitnah ein Feedback zur angebotenen Immobilie

zu erhalten.

Das Immofeedback kann zeitversetzt nach

der Besichtigung – oder auch nach einem

Beratungsgespräch oder einer Objektaufnahme

– automatisch per E-Mail an die

Teilnehmenden verschickt werden. Dabei

ist theoretisch noch nicht einmal ein Termin

nötig – das Feedback lässt sich flexibel,

beispielsweise nach einem Telefonat, verschicken.

Die Ergebnisse der einzelnen Feedbacks

zum jeweiligen Objekt werden in der Software

automatisch gespeichert und die Antworten

den Kunden sowie Objekten zugeordnet.

Zudem können sie analysiert und

grafisch dargestellt werden.

Das Immofeedback ist wichtig, damit Interessenten

dem Makler direkt mitteilen

können, aus welchen Gründen eine Immobilie

nicht gefällt – so kann der Makler

direkt Alternativen vorschlagen. Auch

für den Kontakt mit dem Eigentümer ist

das Immofeedback unerlässlich, denn so

hat der Makler direkt Fakten auf der

Hand, ob ein Preis z. B. zu hoch angesetzt

ist.

Kontaktmanagement – stets die

Übersicht über Kontakte behalten

Das Kontaktmanagement erlaubt es, die

Ansprechpartner größerer Unternehmen,

Eigentümergemeinschaften oder Organisationen

in der Software übersichtlich in

einer Baumstruktur abzubilden. Verfügt

die Firma über Niederlassungen, können

diese ebenfalls grafisch dargestellt und

dort die jeweiligen für das Maklerunternehmen

wichtigen Kontakte als Organigramm

mit wenigen Klicks abgebildet

werden. Ähnliches gilt für Eigentümerund

Erbengemeinschaften, bei denen beispielsweise

die Vertreterin der Erbengemeinschaft

oder der Beirat der Eigentümer,

die betreuende Verwalterfirma des

Objektes etc. gezeigt werden können.

PLUS INFO

Ansprechpartner und Unternehmensebenen

lassen sich dank der neuen Kontaktfunktion mit

wenig Aufwand am Bildschirm visualisieren. Aus

der Übersicht heraus gelangt man mit einem

Klick auf die detaillierten Kontaktdaten der entsprechenden

Person.

PLUS PARTNER

onOffice GmbH

Charlottenburger Allee 5, 52068 Aachen, Tel.: 0241 - 4 46 86-0

info@onoffice.com | www.onoffice.com


DIGITALISIERUNG

17

STEIGENDE ZINSEN, SINKENDE NACHFRAGE:

DAS GILT ES, ALS MAKLER JETZT ZU BEACHTEN

Wir befinden uns in stürmischen

Zeiten am Immobilienmarkt. Die

steigenden Zinsen und die allgemeine

Unsicherheit führten in den letzten

Monaten zu einer sinkenden Kauf-Nachfrage

in ganz Deutschland. Doch welche

Auswirkungen hat diese Situation auf das

Maklergeschäft? Wie müssen sich Makler

anpassen? Welche Risiken und Chancen

ergeben sich?

Einerseits ergeben sich neue

Herausforderungen

Die sinkende Nachfrage von Käufern führt

dazu, dass die Vermarktung schwieriger

wird. Die Vermittlung dauert länger und

es wird öfter passieren, dass ein Objekt

Andererseits ergeben sich

neue Chancen

Denn das Wichtigste ist, einen

klaren Kopf zu behalten. Aufgrund

vieler Faktoren, wie der

Angst vor einem Preisabfall,

sind Eigentümer verunsichert

und entschließen sich vermehrt,

ihr Objekt zu verkaufen.

Zusätzlich ist der private

Verkauf anspruchsvoller geworden.

Als Resultat suchen mehr Eigentümer

nach einem kompetenten Makler. Gerade

bei Google zeigt sich dieses Ergebnis klar:

Allein in Berlin & Brandenburg gibt es ins-

dass sie über ihre Homepage je nach

Region 2 – 3 zusätzliche Aufträge pro

Monat gewinnen.

Wie genau das funktioniert und wie Sie so

eine Strategie für sich nutzen können,

erklären wir Ihnen gerne in einem persönlichen

Telefonat. Seit 2017 ist unsere

Berliner Agentur, die Invate Media GmbH,

auf die Immobilienbranche spezialisiert.

nicht zum gewünschten Preis verkauft

werden kann. Weiterhin bleiben die Preisvorstellungen

vieler Eigentümer auf hohem

Niveau.

Um das auszugleichen, werden Makler,

die sich jetzt am Markt durchsetzen wollen,

deutlich mehr Kontakt zu bzw. Termine

mit Eigentümern brauchen als in

den letzten Jahren. Außerdem wird die

Qualität der Dienstleistung immer wichtiger.

Es gilt, maximale Nachfrage zu

erzeugen und den Käufer Sicherheit zu

vermitteln, gut zu

Malik Jungbeck

Gründer der Invate Media GmbH

beraten und ggf.

bezüglich der Finanzierung

zu unterstützen.

gesamt über 12.000 Menschen jeden Monat,

die nach einem Immobilienmakler bei

Google suchen. Dabei ist die Nachfrage

vom Stadtteil in Berlin bzw. der Stadt in

Brandenburg abhängig.

Wer kann diese Chancen

für sich nutzen?

Gerade für kleinere und mittelgroße Maklerbüros

bietet sich hier eine außergewöhnliche

Möglichkeit. Durch Optimierungen

an der Homepage und einer effektiven

SEO-Strategie, können sie sich von der

Konkurrenz abheben und sich bei Google

regional auf der 1. Seite positionieren.

Mit den richtigen Maßnahmen kann so in

wenigen Wochen dafür gesorgt werden,

Wir kennen Ihre Herausforderungen und

konnten bereits über 100

Maklern dabei helfen, mehr

Aufträge über ihre Homepage

zu gewinnen. Dabei

konnten wir 93 unserer Kunden

in ihrer Region auf die 1. Seite bei Google

bringen und wurden durch unsere Kunden

aus über 50 Bewertungen durchschnittlich

mit 4,9 Sternen bewertet.

PLUS TIPP

Das Wichtigste zum Schluss

Der Vermittler hat in der Vergangenheit schon immer

von stürmischen Zeiten profitieren können.

Gerade in unsicheren Zeiten steigt das Transaktionsvolumen.

Um sich in diesen Zeiten durchzusetzen,

gilt es, einen klaren Kopf zu bewahren, die

Qualität seiner Dienstleistung sicherzustellen und

die neuen Chancen für sich zu nutzen.

PLUS PARTNER

Invate Media GmbH

Malik Jungbeck, Gerichtstraße 51, 13347 Berlin, Tel.: 030 - 62 93 05 23

kontakt@invate-media.de | www.invate-media.de


18

®

DIGITALISIERUNG

AUSGABE 2 - 2022

Von Henning Richard Haltinner

(Geschäftsführer, WHAT A LOCATION!)

Wenn wir diese Geschäfte gezielt anfahren,

dann müssen diese Geschäfte auch nicht in

der Innenstadt sein. Lage, Lage und Lage

- das gilt nur noch für touristische Hotspots,

wo ausreichend Orientierungslose

durch die Straßen laufen. An allen anderen

Orten ist der Erfolg eines stationären

Händlers nicht mehr von der Lage abhängig.

Vielmehr zählt, ob sein Angebot kompetent

und einzigartig genug ist.

DER HANDEL

BRAUCHT KEINE INNENSTADT

Geschäfte, Gastronomie oder unsere

Kinos locken uns in die Innenstadt.

Nur, es sind eben unsere Geschäfte

und Restaurants sowie Kinos, die dank

der Digitalisierung Konkurrenz erhalten

haben. Unser Konsumverhalten hat

sich radikal geändert. Seit wir Kleidung

online kaufen und uns Lunch liefern

lassen oder Filme auf dem Handy streamen,

haben wir immer weniger Anreize

in die Innenstadt zu gehen.

Es kommen immer weniger konsumfreudige

Menschen in die Innenstädte. Und weil

immer weniger Konsumenten kommen,

werden sich Händler die teuren Lagen

nicht mehr leisten können. Auf internationalem

Paket finden wir ganze Straßenzüge

in den Innenstädten, die wie leergefegt

sind. Alles geschlossen, umgezogen oder

verwahrlost.

Viele der verbleibenden Geschäfte können

nur eine reduzierte

Auswahl an Waren

anbieten, welche

kaum attraktiv für

Konsumenten ist.

Die Folge: noch weniger Besucher. Diese

Abwärtsspirale aus Frequenzverlust und

fehlenden Angebot ist nicht aufzuhalten.

Das innerstädtische Angebot ist heute so

löchrig, dass wir kaum noch Freude in der

Innenstadt finden. Es macht keinen Spaß

ein Geschäft nach dem anderen anzusteuern.

Die Abstände an Momenten, in denen

wir Freude beim Flanieren empfinden, sind

zu groß geworden. Insofern ist die verbliebene

Frequenz in den Innenstädten nicht

nur quantitativ geringer als früher, sie

bringt auch eine andere Qualität mit sich.

Wir beobachten zwar passable Frequenzen,

aber das Konsumverhalten ist im Keller.

Wir flanieren nicht mehr durch viele

Geschäfte – konsumfreudige Personen fahren

gezielt Geschäfte an, die sie interessieren.

Danach steigen sie direkt wieder ins

Auto oder in die U-Bahn. „Destination

Stores“ – das ist aus den Läden in den 1A-

Lagen geworden. Geschäfte, in die man

eben nicht mal eben so reingeht, weil man

vor Ort ist, sondern Geschäfte, zu denen

wir gezielt fahren – oder eben auch nicht.

Dieses aufregende Angebot lässt sich in

Off-Lagen oft besser realisieren. Die Miete

ist günstiger und es gibt bessere Möglichkeiten,

eine breitere Auswahl auf

mehr Platz zu lagern, damit diese großzügig

präsentiert werden kann. Genau wie

ein Baumarkt, muss ein großartiges Geschäft

nicht in der Innenstadt sein. Die

Innenstädte brauchen die Läden, aber

die Läden brauchen die Innenstädte

nicht mehr.

Das ausgedünnte Angebot in den Stadtzentren

wird nicht von Insolvenzen geprägt

sein, sondern von der Abwanderung

von Geschäften. Das pulsierende Leben,

das früher auch in den Nebenstraßen der

kompletten Innenstadt tobte, konzentriert

sich jetzt auf die bekanntesten Einkaufsmeilen:

die Kö in Düsseldorf, die Mö in

Hamburg, den Ku'damm in Berlin, etc.

Unsere kleinen und mittleren Städte klagen

bereits heute über den starken Verlust

ihrer Vitalität.

Lebendige Ortskerne mutieren zur Geisterstadt.

Diese Städte sind zu Donuts geworden

und das hat Nebenwirkungen.

Kommerzielle Zentren waren in der gesamten

Geschichte der Menschheit immer

auch Begegnungsstätte ihrer Bürger. Jetzt

haben die Menschen ihren wichtigsten

dritten Ort verloren. Der Ort, an dem sie

sich - neben dem Zuhause (erster Ort) und

dem Arbeitsplatz (zweiter Ort) - aufhalten

und an dem sie sich treffen. Wir alle vermissen

diesen Ort, der früher die Innenstadt

war.

Jetzt bestellen wir lieber Bekleidung nach

Hause, essen auf dem Sofa und schauen

Netflix. Bequem, aber einsam. Und genau

das wird irgendwann zu einem Problem.

PLUS PARTNER

WHAT A LOCATION.io GmbH

Henning Richard Haltinner, Geschäftsführer, Erich-Schlesinger Str. 62, 18059 Rostock, Tel.: 03 81 - 8 38 80 10, Mobil: 0175 - 5 63 33 86

henning@whatalocation.io | www.whatalocation.io


www.immobilientag.berlin

Zeitenwende

Umbruch

Aufbruch

Unter anderem sind dabei:

Katarina Ivankovic

Geschäftsführerin

iib Institut Innovatives Bauen

Dr. Hettenbach GmbH

Maren Courage

Gründerin VR Business Club

und Geschäftsführerin

Foundation Metaverse Europe

20. Berlin-Brandenburger

Immobilientag

20. Oktober 2022

Humboldt Carré Berlin

Stefanie Salata

Ex-Vorsitzende der Geschäftsführung

der Berliner

Bank, erfahrene Investorin

Dr. Mathias Hellriegel

Anwalt


IVD PLUS - EVENT

AUSGABE 2 - 2022 20

PROGRAMM

Moderation: Nils Werner, Geschäftsführer IVD Berlin-Brandenburg e.V.

9:00 Uhr

Early Bird Kaffee in der Fachausstellung

Eröffnung des 20. Berlin-Brandenburger Immobilientag 2022

9:30 Uhr

Kerstin Huth, Vorsitzende IVD Berlin-Brandenburg e.V.

Dirk Wohltorf, Vizepräsident IVD Bundesverband e.V.

10:00 Uhr

Apocalypse now? – so steht es wirklich um den Immobilienmarkt

Katarina Ivankovic, Geschäftsführerin iib Institut Innovatives Bauen Dr. Hettenbach GmbH

10:45 Uhr

Immobilien verkaufen und vermieten mit Metaverse – nur ein Trend oder strategische Relevanz?

Maren Courage, Gründerin VR Business Club und Geschäftsführerin Foundation Metaverse Europe

11:30 Uhr

Kaffeepause - Netzwerken mit unseren Partnern

12:00 Uhr

12.45 Uhr

E

Das Ende des Bau-Booms: Was Banken jetzt tun und das für die Immobilienbranche bedeutet

Stefanie Salata, Ex-Vorsitzende der Geschäftsführung der Berliner Bank, erfahrene Investorin und gefragte Beirätin

Vorkaufsrecht in Berlin

Dr. Mathias Hellriegel, laut dem Best Lawyers Ranking des Handelsblatts gehört er im

Öffentlichen Wirtschaftsrecht zu den besten Anwälten Deutschlands

13:30 Uhr

Elevator Pitch der Aussteller

13:45 Uhr

Mittagspause - Netzwerken mit unseren Partnern

Verkaufen, nicht mehr verteilen - ausgewiesene Experten diskutieren die Chancen

und Herausforderungen von Immobilienprofis in einem sich wandelnden Marktumfeld

Moderation: Achim Amann

Vorstand IVD Berlin-Brandenburg e.V.

15:00 Uhr

Michel Sawall Robert Vesely Annika Zarenko

stellvertretender Inhaber die immobilie. Geschäftsführerin

Vorsitzender IVD Berlin- Ralf Sorg Vorstandsvorsitzender DAHLER & COMPANY

Brandenburg e.V. Vorstand immobilie1 AG IVD Mitte-Ost e.V. Franchise GmbH & Co. KG

Rechtsfragen der Vermarktung der vermieteten Immobilie

Die Rechtsanwälte Dr. Klaus Hildebrandt, Ulrich Joerss, Sebastian Wörner im Immobilienrechts-Fach-Talk mit Rechtsanwalt Sven Johns

16:00 Uhr

Dr. Klaus Hildebrandt Ulrich Joerss Sven Johns

Rechtsanwalt Rechtsanwalt Sebastian Wörner Rechtsanwalt und

und Notar und Notar Rechtsanwalt Datenschutzexperte

17:00 Uhr

Ende 20. Berlin-Brandenburger Immobilientag 2022


Mit jeder

Faser Berlin.

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Glasfaseranschluss sichern.

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Glasfaser

für Berlin.


IVD PLUS - EVENT

AUSGABE 2 - 2022 22

LERNEN SIE

UNSERE

REFERENTEN

KENNEN

DR. KLAUS HILDEBRANDT

Rechtanwalt und Notar | www.hildebrandt-maeder.de

Vollständige

Vita

Dr. Klaus Hildebrandt ist sowohl als Rechtsanwalt mit

dem Schwerpunkt Immobilienrecht als auch als

Notar tätig. Er ist langjährig beratender Anwalt des

IVD Berlin-Brandenburg sowie gefragter Referent zu

insbesondere maklerrechtlichen Themen.

ACHIM AMANN

Geschäftsführer Black Label Immobilien, Vorstand

IVD Berlin-Brandenburg e.V. | blacklabelimmobilien.de

Vollständige

Vita

KERSTIN HUTH

Vorsitzende IVD Berlin-Brandenburg e.V | www.ivd.berlin

Vollständige

Vita

Achim Amann ist Gründer und Geschäftsführer der

Marke Black Label Immobilien. Neben der klassischen

Vermittlung von Wohnimmobilien in Berlin und Brandenburg

(2021: +80 Mio Transaktionsvolumen und

über 170 Notartermine) vermakelt das Unternehmen

Deutsche Immobilien an Steuerausländer.

Mit Leib und Seele Verwalterin und IVD-Mitglied ist es

Kerstin Huth immer ein Anliegen, Vorurteile gegenüber

Branchenprofis zu beseitigen und das Image von Verwaltern

und Maklern zu verbessern. Die professionelle

Aus- und Fortbildung sind ihr hierbei eine Herzensangelegenheit.

MAREN COURAGE

Gründerin VR Business Club und Geschäftsführerin

Foundation Metaverse Europe | vrbusiness.club

Vollständige

Vita

KATARINA IVANKOVIC

Geschäftsführerin iib Institut Innovatives Bauen

Dr. Hettenbach GmbH | www.iib-institut.de/

Vollständige

Vita

Seit 2016 moderierte und veranstaltete Maren Courage

als Gründerin des VR Business Clubs bereits über

150 Events für Führungskräfte mittelständischer und

großer Unternehmen. Der VR Business Club ist eines

der führenden Business-Netzwerke für Virtual Reality

(VR), Augmented Reality (AR) und Mixed Reality (MR) in

Deutschland.

Seit Februar 2022 ist Katarina Ivankovic Geschäftsführerin

des IIB Instituts und übernahm gemeinsam

mit Alexander Hettenbach die Unternehmensführung

von Gründer Dr. Peter Hettenbach. Neben ihrer Tätigkeit

als Geschäftsführerin, widmet sie sich ihrem

Schwerpunkt – Nachhaltigkeit und Zukunftsfähigkeit

von Wohnimmobilien und Standorten.

DR. MATHIAS HELLRIEGEL

LL.M., Rechtsanwalt und Fachanwalt für Verwaltungsrecht

hellriegel-rechtsanwaelte.com

Vollständige

Vita

ULRICH JOERSS

Rechtsanwalt und Notar | www.joerss.com

Vollständige

Vita

Dr. Mathias Hellriegel LL.M. ist Rechtsanwalt und Fachanwalt

für Verwaltungsrecht sowie Gründer der Sozietät

HELLRIEGEL RECHTSANWÄLTE in Berlin. Er betreut nationale

und internationale Mandanten sowie die

öffentliche Hand zu allen Fragen des Öffentlichen Bauund

Planungsrechts. In diesem Gebiet gilt er laut

JUVE Handbuch als „Platzhirsch“ in Berlin.

Ulrich Joerss ist langjährig als Rechtsanwalt der immobilienrechtlich

ausgerichteten Kanzlei JOERSS-

Rechtsanwälte in Berlin tätig. Sein Tätigkeitsschwerpunkt

ist das Immobilienrecht, speziell Maklerrecht. Er

berät vorwiegend Grundstückseigentümer, Makler und

Hausverwalter und ist beratender Anwalt des IVD.


20. BERLIN-BRANDENBURGER IMMOBILIENTAG 20. OKTOBER 2022 | HUMBOLDT CARRÉ IVD PLUS - EVENT

23

SVEN JOHNS

Rechtsanwalt und Datenschutzexperte | www.datenschutz.immobilien

ROBERT VESELY

Inhaber die immobilie.

Vorstandsvorsitzender IVD Mitte-Ost | www.immobilie1.de

Vollständige

Vita

Sven Johns ist Rechtsanwalt und Datenschutzbeauftragter

des IVD Berlin-Brandenburg. Als Gründer von

www.datenschutz.immobilien ist er Berater von vielen

IVD Mitgliedsunternehmen und Ehrenmitglied des

Berufsverbandes.

Robert Vesely ist 37 Jahre alt und Inhaber des Maklerbüros

„die immobilie.“ in Magdeburg. Seit 2004 ist das

Kerngeschäft seines Unternehmens die Vermittlung

von Wohnimmobilien in der Landeshauptstadt und im

Umland. Er versteht sich als Wegbegleiter, Lösungsfinder

und Brückenbauer seiner Kunden und legt dabei

großen Wert auf moderne Vermarktungsmethoden.

STEFANIE SALATA

Ex-Vorsitzende der Geschäftsführung der Berliner Bank,

erfahrene Investorin und gefragte Beirätin

Vollständige

Vita

DIRK WOHLTORF

Vizepräsident IVD Bundesverband e.V. | www.ivd.net

Vollständige

Vita

Stefanie Salata ist Finanzmanagerin aus Leidenschaft.

Nach Banklehre und Studium machte sie bei der Deutschen

Bank Karriere und wurde dort u.a. Managing

Director im Privat- und Firmenkundengeschäft sowie

Vorsitzende der Geschäftsleitung der Berliner Bank.

Sie ist gefragte Beirätin und erfahrene Investorin.

Der 1975 in Berlin geborene Immobilienökonom (ebs)

gründete 1997 in Berlin-Frohnau sein auf die Vermittlung

von Wohnimmobilien im Nordwesten der Hauptstadt

und im Landkreis Oberhavel spezialisiertes Maklerunternehmen.

Von 2001 bis 2018 war Dirk Wohltorf

Vorstandsvorsitzender des Verband Deutscher Makler

(VDM) und IVD Berlin-Brandenburg.

MICHEL SAWALL

stellvertretender Vorsitzender

IVD Berlin-Brandenburg e.V. | www.ivd.berlin/

Vollständige

Vita

SEBASTIAN WÖRNER

Rechtsanwalt | www.woerner-recht.de

Vor gut 15 Jahren hat Michel Sawall die Firma Sawall

Immobilien gegründet und ist ebenso lange Mitglied im

IVD, mittlerweile als Vorstand aktiv. Der Kaufmann in der

Grundstücks- und Wohnungswirtschaft ist bekannt aus

diversen TV- Formaten rund um die Makelei. Jüngst

begleitete er das sehr erfolgreiche Format BUYING

BLIND bei RTL.

Rechtsanwalt Sebastian Wörner ist auf das Miet- und

Wohnungseigentumsrecht spezialisiert und ist für diese

Rechtsgebiete Dozent bei mehreren Bildungsträgern.

Langjährig betreut er den sehr erfolgreichen IVD-Verwaltertreff.

RALF SORG

Vorsitzender immobilie1 AG | www.immobilie1.de

Vollständige

Vita

ANNIKA ZARENKO

Geschäftsführerin DAHLER & COMPANY

Franchise GmbH & Co. KG | www.dahlercompany.com/de

Vollständige

Vita

Ralf Sorg, Dipl. Betriebswirt (FH). Seit der Gründung des

Portals in 2015 ist Sorg im Vorstand der immobilie1 AG

(vormals ivd24immobilien AG). Mit über 20 Jahren

Verbandserfahrung kennt er die Belange der Branche

bestens und nutzt dieses Wissen für die praxisnahe

Weiterentwicklung und Expansion der Seite.

Die studierte Betriebswirtin und gelernte Kauffrau für

Grundstücks- und Wohnungswirtschaft ist seit 2001

bei DAHLER & COMPANY tätig, der auf die Vermittlung

Wohn- und Ferienimmobilien in exklusiven Lagen spezialisiert

ist. Annika Zarenko seit 2018 die Geschäftsführerin

des Franchisesystems bei dem Immobilienunternehmen.


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IVD PLUS - EVENT

AUSGABE 2 - 2022

AUSSTELLER

IM ÜBERBLICK

E-Mail: j.kiese@avanto-vr.com

AVANTO VR SOLUTIONS GMBH

Otto-Lilienthal-Str. 16A, 28199 Bremen, Sales: Johannes Kiese Leitung Vertrieb, Tel: 04 21 - 40 89 23 87, j.kiese@avanto-vr.com

Geschäftsführung: Claudio Schröder Inhaber/CEO, Tel: 04 21 - 40 89 23 88, c.schroeder@avanto-vr.com

Tel.: 04 21 - 40 89 23 80 , E-Mail: info@avanto-vr.com | www.avanto-vr.com

Schon der Name lässt erkennen, dass hier Lösungen (eng. „Solutions“) gefunden werden! Als Bremer Unternehmen fühlen wir uns der Tradition hanseatischer Kaufleute

und der Weltoffenheit einer Hafenstadt gleichermaßen verpflichtet. Mit der Entwicklung maßgeschneiderter Softwareprodukte und Displaylösungen, unterstützen wir

Unternehmen aus den unterschiedlichsten Branchen dabei, ihre Ziele zu erreichen. Ob es nun darum geht, Mitarbeiter in Industrieunternehmen mit innovativen E-Learning-Applikationen

schneller und effizienter durch regelmäßige Schulungen zu begleiten, 360° Besichtigungen bei Kunden aus der Immobilienwirtschaft als neues Werkzeug

im Verkauf, bei der Akquise oder im After-Sales-Service zu implementieren, oder die Sichtbarkeit von Angebot und Marke durch den Einsatz digitaler Exposé-Aushänge

zu verbessern. Fachliche Kompetenz, Kreativität und eine enge sowie vertrauensvolle Zusammenarbeit mit unseren Kunden bilden bei AVANTO die Grundlagen des

gemeinsamen Erfolgs.

DR. KLEIN PRIVATKUNDEN AG

Dr. Klein Privatkunden AG, Olaf Sachtleben, Hansestraße 14, 23558 Lübeck

Tel.: 0451 - 14 08 72 24, Fax: 030-21 99 98 11, E-Mail: olaf.sachtleben@drklein.de | www.drklein.de

Die Dr. Klein Privatkunden AG ist einer der größten Finanzdienstleister Deutschlands und seit über 60 Jahren erfolgreich am Markt etabliert. 550 Experten beraten an

über 220 Standorten bundesweit nachhaltig, allumfassend und verständlich in den Bereichen Baufinanzierung, Versicherung, Ratenkredit und Geldanlage. Tippgeber,

die mit Dr. Klein zusammenarbeiten, schätzen die kurzen Wege und etablierten Prozesse. Ihre Kunden erhalten eine ausführliche Beratung, wie viel Immobilie sie sich

leisten können, und profitieren von günstigen Konditionen, schnellen Bearbeitungszeiten und soliden Finanzierungen.

ED COMPUTER & DESIGN GMBH & CO. KG

Lina-Bommer-Weg 4, 51149 Köln

Tel.: 02 21 - 28 88 77 66, E-Mail: info@edcud.de | www.edcud.de

Kein Unternehmen in der Immobilienwirtschaft kommt heutzutage ohne funktionierende IT- und Kommunikationstechnik aus, dementsprechend gilt bei ED Computer

& Design die Unternehmensphilosophie: „Wir schaffen Lösungen“. Unser Leistungsspektrum der Geschäftsbereiche umfasst: Systemhaus, Weblösungen & Entwicklung,

und Datenschutz. Durch den langjährigen Schwerpunkt in der Immobilienwirtschaft und den Kooperationen mit allen IVD Regionalverbänden kennt und versteht

ED Computer & Design Ihre Anforderungen und unterstützt Sie tatkräftig in allen Belangen. Je nach Wunsch für einzelne Teilbereiche oder als Volldienstleister und das

bundesweit. Als Datenschutzexperten mit langjährigem Know-how als Berater, Auditor oder als extern benannte Datenschutzbeauftragte sorgen wir für Ihre Rechtskonformität.

Unsere Unterstützung hilft Ihnen, die notwendigen Maßnahmen umzusetzen. IVD-Mitgliedsvorteile: kostenfreie Erstberatung für Ihre IT-Modernisierung,

50% IVD-Rabatt auf die EDcms-Webseiten-Tarife und Pauschalangebote für Datenschutzaudits & -schulungen


20. BERLIN-BRANDENBURGER IMMOBILIENTAG 25

20. OKTOBER 2022 | HUMBOLDT CARRÉ IVD PLUS - EVENT

IMMOBILIE1 AG

Gabelsbergerstraße 36, 80333 München

Tel.: 089 - 29 08 20-50, E-Mail: service@immobilie1.de | www.immobilie1.de

Immobilienbranche arbeitet zusammen: Neues Immobilienportal immobilie1 gestartet

Mit Dahler & Company, Von-Poll-Immobilien, den IVD Regionalverbänden, LBS Immobilien, der PlanetHome Group GmbH, RE/MAX Deutschland, Sparkassen Immobilien und

Wüstenrot Immobilien haben sich viele erfolgreiche Marktteilnehmer der Immobilienbranche zusammengeschlossen, um gemeinsam einen neuen Online-Marktplatz für

Immobilien zu erschaffen. immobilie1 steht allen professionellen Marktteilnehmern vom Makler, über Bauträger bis hin zu Wohnungsgesellschaften offen. Jeder Anbieter

ist auch Aktionär der Gesellschaft.

LIDL GMBH & CO. KG

Immobilienbüro Berlin, Tel.: 03 37 01 - 2 33 04, E-Mail immo.ber@lidl.de | www.lidl-immobilien.de

Lidl Immobilien – Nahversorgung für Stadt und Land

Herzlich laden wir Sie zum 20. Berlin-Brandenburger Immobilientag auf unseren Stand ein und freuen uns darauf, Ihnen unsere flexiblen Filialkonzepte persönlich

vorzustellen. Lidl steht für innovative urbane Nahversorgung, flexible Konzepte, attraktive Architektur und nachhaltiges Bauen. Ob im Wohn- und Geschäftshaus, am

Solitärstandort, in Einkaufszentren oder im Fachmarktzentrum: Bei LIDL gibt es nichts, das nicht passt! Wir entwickeln unsere Filialen entlang der Bedürfnisse unserer

Kunden und Mitarbeiter und bauen nicht nur eine Standardfiliale. Der persönliche Kontakt zählt! Besuchen Sie uns auf unserer Homepage lidl-immobilien.de und

gewinnen Sie einen ersten Einblick in die vielfältigen Gestaltungsmöglichkeiten unserer Filialen.

ONOFFICE GMBH

Charlottenburger Allee 5, 52068 Aachen, Stefan Mantl

Tel.: 02 41 - 4 46 86-0, E-Mail: info@onOffice.com | https://de.onoffice.com

Die onlinebasierte Immobiliensoftware onOffice enterprise ist das Produkt jahrelanger Softwareerfahrung hinsichtlich Innovation, Qualität und Zuverlässigkeit. Seit

2001 ist onOffice ein wichtiger Bestandteil der Immobilienbranche. Die eigens für Immobilienmakler geschaffene Software setzt neue Maßstäbe im Bereich des Makelns

und hat den Anspruch, das Arbeitsleben jedes Immobilienprofis zu vereinfachen. Sowohl die Immobiliensoftware, als auch das angebotene, erstklassige Webdesign

soll allen Immobilienmaklern zu einem stressfreien und organisierten Makleralltag verhelfen. Die Neuerungen des Jahres 2022 sind: Faktura, das Web-Exposé, das

Kontaktmanagement und das Immofeedback. Über 35.000 Anwender vertrauen bereits auf die sichere, portalunabhängige und vollständig webbasierte Immobiliensoftware.

Mit ihren herausragenden Leistungsmerkmalen – vernetztes Makeln in der Cloud, Optimierung von Arbeitsprozessen, Erstellung von Webseiten und anderen

Marketinginstrumenten – wird sie den Bedürfnissen von Unternehmen der Immobilienwirtschaft mehr als gerecht.

PRICEHUBBLE DEUTSCHLAND GMBH

Christian Crain Geschäftsführer, Budapester Straße 7–9, 10787 Berlin

Mobil: 0151 - 21 64 95 76, E-Mail: christian.crain@pricehubble.com | www.pricehubble.com

PriceHubble ist ein B2B-Proptech-Unternehmen, das innovative digitale Lösungen – beruhend auf Immobilienbewertungen und Marktkenntnissen – für die Immobilienwirtschaft

entwickelt. Das Produktportfolio von PriceHubble macht sich Big Data, fortschrittliche statistische Analyseverfahren und attraktive Visualisierung zunutze und

bringt so ein neues Transparenzlevel in den Markt. Das ermöglicht es unter anderem, Immobilienmaklern ihre Kunden mit Hilfe präzisester datengetriebener Erkenntnisse

(wie etwa Bewertungen, Marktanalysen oder Wertprognosen) zu unterstützen, damit diese bessere Immobilien- und Investitionsentscheidungen fällen können. Die

Lösungen von PriceHubble unterstützen dabei entlang der gesamten Customer Journey, von der Akquise, über die Suche nach Objekten, die Prüfung neuer Investments,

den stetigen Dialog mit Bestandskunden und die Unterstützung nach einem Kauf oder Verkauf einer Wohnimmobilie. PriceHubble ist bereits in 10 Ländern aktiv und

beschäftigt weltweit über 200 Mitarbeitende. Informationen zu Maklerlösungen von PriceHubble: https://www.pricehubble.com/de/use-cases/immobilienmakler/


26

IVD PLUS - EVENT

AUSGABE 2 - 2022

SPRENGNETTER GMBH

Kai Fahsel (Head of Sales), Sprengnetter-Campus 1, 53474 Bad Neuenahr-Ahrweiler

Tel.: 0 26 41 - 91 30 44 44 | immobilienwirtschaft@sprengnetter.de

Seit 1978 macht Sprengnetter Immobilienbewertungen einfacher, sicherer und effizienter. Das Unternehmen unterstützt seine Partner in der Kredit- und Immobilienwirtschaft

durch innovative Softwarelösungen, umfassende und aktuelle Marktdaten, professionelle Dienstleistungen, Fachliteratur sowie vielfältige Seminare zur Ausund

Weiterbildung. Ihre 360-Grad-Services im Überblick – BewertungsApps: Automatisierte, digitale und webbasierte Lösungen für Akquise, Vermarktung und After Sales.

Mehr Umsatz durch optimierte Prozesse. | Akademie: Bundesweites Angebot MaBV-relevanter Themen und Inhalte für mehr Fachkompetenz und Erfolg. Sachverständigenausbildung

(DEKRA möglich). | Literatur: Geballtes Wissen zum Nachlesen: Lehrbücher, Kommentare, Nachschlagewerke, Arbeitsmaterialien, Fachzeitschriften,

gedruckt oder digital als webbasiertes Abonnement (Books). | Gutachtersoftware: Profi-Software zur Erstellung gerichtsfester, individueller, differenzierter und nachvollziehbarer

Gutachten.

BAU- GMBH ROTH

Enrico Roth, Marzahner Chaussee 197, 12681 Berlin

Tel.: 030 - 54 43 73 30, E-Mail: e.roth@roth-massivhaus.de | www.roth-kauft-ihr-grundstück.de

Roth-Massivhaus zählt zu den führenden regionalen Anbietern für Ein- und Mehrfamilienhäuser in Massivbauweise und hat in den letzten 23 Jahren mehr als 2600 Familien

in die eigenen 4 Wände gebracht. Und jedes dieser Häuser ist ein Unikat. Von Minihaus und Bungalow über klassische Einfamilienhäuser und Stadtvillen bis hin zu Mehrfamilienhäuser

- Es stehen 40 Haustypen als Inspiration zur Verfügung. Aber: Kein Haus ohne Grundstück. Deshalb suchen und kaufen wir erschlossenen und unerschlossene,

bebaute und unbebaute Grundstücke sowie Teilgrundstücke, um sie für unsere Bauherren in Bauland zu verwandeln.

TECHEM ENERGY SERVICES GMBH

Janina Schmidt Pressesprecherin und Senior Corporate Communications Manager, Hauptstraße 89, 65760 Eschborn

Tel.: 0174 - 7 44 41 37, E-Mail: janina.schmidt@techem.de | www.techem.de

Techem ist ein führender Serviceanbieter für smarte und nachhaltige Gebäude. Die Leistungen des Unternehmens decken die Themen Energiemanagement und Ressourcenschutz,

Wohngesundheit und Prozesseffizienz in Immobilien ab. Techem bietet Effizienzsteigerung entlang der gesamten Wertschöpfungskette von Wärme und Wasser

in Immobilien an. Als Marktführer in der Funkfernerfassung von Energieverbrauch in Wohnungen treibt Techem die Vernetzung und Digitalisierung im Gebäudesektor

voran und bietet umfassende digitale Services rund um die Verbrauchsabrechnung – auch in Echtzeit. Moderne Funkrauchwarnmelder mit Ferninspektion und Leistungen

im Bereich Trinkwasserqualität ergänzen das Lösungsportfolio. Mit rund 4.000 Mitarbeitenden ist Techem in 19 Ländern aktiv und hat mehr als 12 Millionen Wohnungen im

Service. Als Mitglied der Deutschen Unternehmensinitiative Energieeffizienz (DENEFF) tritt Techem für eine ambitionierte und effektive Energieeffizienzpolitik ein.

VATTENFALL EUROFIBER GMBH

Oliver Pietsch, Director Real Estate Partners

Tel.: 0162 - 3 02 99 58, E-Mail: oliver.pietsch@vattenfall-eurofiber.com | www.vattenfall-eurofiber.de

Die Vattenfall Eurofiber GmbH ist das Joint Venture zum Ausbau eines hochleistungsfähigen Glasfasernetzes in Berlin. Mehr als 500.000 Haushalte und Unternehmen werden

bis Ende 2026 den Zugang zu FTTB/FTTH-Glasfaseranschlüssen erhalten. Das neue Glasfasernetz bietet gegenüber bestehenden Infrastrukturen eine schnellere und

überlegene Verbindung und steht allen Internetanbietern diskriminierungsfrei via Open Access zur Verfügung. Der Anschluss einer Immobilie an das Glasfasernetz ist eine

Wertsteigerung für die Zukunft und der Bau ist für unsere Kundinnen und Kunden kostenlos. Denn schon in absehbarer Zeit wird das Datenvolumen für die Internetnutzung

so stark ansteigen, dass Kupfer- oder Koaxialkabel an ihre Grenzen stoßen. Vattenfall Eurofiber ist Partner der Gigabit-Strategie des Landes Berlin und setzt sich mit der

Berliner Verwaltung für ein effizientes Genehmigungshandeln und eine kooperative Bau- und Projektumsetzung ein. Gemeinsam mit allen Partnerinnen und Partnern sorgt

Vattenfall Eurofiber für eine Verbindung mit der Zukunft - Mit jeder Faser Berlin.


SYSTEMHAUS

Wir betreuen kompetent von Anfang bis Ende Ihre individuelle

IT-Infrastruktur, Sicherheitslösung sowie Ihre Kommunikation

und sorgen so für Ihre Erreichbarkeit. So geben wir Ihnen die

Möglichkeit, sich voll auf Ihr Unternehmen zu konzentrieren.

Auch Ihre SmartHome-Lösung ist bei uns in fachkundiger Hand.

WEBLÖSUNGEN & ENTWICKLUNG

Wir entwickeln und designen virtuelle Produkte als Standard

oder individuell. Das EDcms (Content Management System)

sorgt für Ihren professionellen Internetauftritt, EDmoiis (CRM-

Software) hilft Ihnen, den Überblick zu behalten und unsere ED

Webhostingpakete bieten das geeignete Zuhause im Internet.

DATENSCHUTZ

Wir als Datenschutzexperten mit langjährigem branchenübergreifenden

Know-how als Berater, Auditor oder als extern benannte

Datenschutzbeauftragte sorgen für Ihre Rechtskonformität.

Unsere Unterstützung hilft Ihnen, die notwendigen

Maßnahmen umzusetzen und Ihr Geschäft datenschutzkonform

zu gestalten.

ED Computer & Design GmbH & Co. KG · Lina-Bommer-Weg 4 · 51149 Köln · 0221 28 88 77 66 · info@edcud.de · www.edcud.de


QUALIFIZIERUNG

AUSGABE 2 - 2022 28

SENIOREN DEN ZUGANG

ZU WOHNUNGEN ERLEICHTERN

ÄLTERE MENSCHEN

IM UMZUGSPROZESS BERATEN

Prozent der über 65-Jährigen

96leben in einem eigenen Zuhause,

selbst unter den über 80-Jährigen sind

es noch mehr als drei Viertel (Daten: Statistisches

Bundesamt, Stand: 2022). Das

Wohnen in einer Sonderwohnform betrifft

eine kleine Minderheit und mit der Generation

der Babyboomer wird das Bedürfnis

eher noch größer, zuhause alt zu werden.

Was bedeutet das für den Wohnungsmarkt?

Menschen im Rentenalter, die

Häuser verkaufen, Eigentumswohnungen

kaufen oder auf der Suche nach einer (barrierearmen)

Mietwohnung sind, sind künftig

häufiger Kundinnen und Kunden, insbesondere

auch im Mietsegment. Sie sind

anspruchsvolle „Wohnungssuchende“, weil

auch das Umfeld stimmen muss: es braucht

eine gute Alltags- und Gesundheitsversorgung

und eine gute ÖPNV-Anbindung. Ein

solches Umfeld erleichtert nicht nur die

Autonomie bis ins hohe Alter, sondern verkürzt

auch Wege für ambulante Unterstützung

und Pflege in der Wohnung.

Gefragt sind also gute Lagen, die auch bei

jüngeren Generationen beliebt sind. Es gibt

deshalb Senioren, die auf Servicewohnen

und Alterswohnungen ansprechen: Sie entziehen

sich damit der Konkurrenz. Andere

ziehen es vor, sich im „normalen“ Marktumfeld

mit generationengemischten Wohnsituationen

zu bewegen. Viele Konsumbranchen

haben Babyboomer schon lange

als Zielgruppe entdeckt und festgestellt,

dass sie nicht das Produkt, sondern das

Marketing neu ausrichten müssen. Was unterscheidet

Senioren bei der Wohnungssuche

von jüngeren Generationen? Die

meisten sind weniger standortgebunden,


QUALIFIZIERUNG

29

Dr. Joëlle Zimmerli

Zimraum GmbH

Johanna Sadiki

TU Berlin, Fachgebiet

Planungs- und Bauökonomie/Immobilienwirtschaft

weil der Arbeitsweg wegfällt. Die meisten

haben weniger Druck bei der Suche, entscheiden

deshalb bewusster und brauchen

oft mehr Zeit. Viele suchen ein „Wohnen

für den Rest des Lebens“, weshalb sie

sicher sein wollen, dass das Angebot

stimmt. Viele haben wenig Erfahrung mit

der heutigen Wohnungssuche, vor allem

wenn sie von Eigentum in die Miete wechseln.

Und viele sind preissensibel, weil die

finanzielle Situation im Gegensatz zu jüngeren

Generationen tendenziell schlechter

und nicht besser wird.

Senioren machen sich deshalb andere

Gedanken zur Tragbarkeit. Der Markt der

Senioren muss im Gegensatz zu jüngeren

Generationen mit dem Marketing und

Beratung stärker vorbereitet und Senioren

direkter bei ihren Befindlichkeiten

abgeholt werden.

Erste Erkenntnisse

aus Sicht Vermarktung

Wo stehen Maklerinnen, Vermarkter und

Bewirtschafter in Bezug auf Senioren als

Zielgruppe im Tagesgeschäft? Eine vom

BBSR „Zukunft Bau“ geförderte Studie

zeigt, dass etwa die Hälfte der Befragten

aus kleinen bis großen Unternehmen

das „Wohnen im Alter“ strategisch entweder

untergeordnet oder gar nicht behandeln.

Etwa die Hälfte nimmt ältere Personen

als Kunden oder Zielgruppen im Tagesgeschäft

nicht wahr, wobei Vermarkter,

Vermieter und Bewirtschafter aufmerksamer

sind als Entwickler und Portfoliomanager.

Von den befragten Vermarktern, Vermietern

und Bewirtschaftern setzen etwa je

ein Drittel Vermarktungsbotschaften und

Kommunikationsmaßnahmen für die Zielgruppe

Senioren um, bieten Umzugsangebote

für Senioren oder Unterstützungsmaßnahmen

bei Erneuerungsprojekten an

oder setzen eine Ansprechperson für Senioren

ein. Ein Thema, das viele beschäftigt,

aber erst von wenigen angegangen

wird, sind Maßnahmen zur Sensibilisierung

von älteren Mietern und Eigentümern für

Wohnungsumzüge. Das zielgerichtete

Erreichen von Senioren ist für viele nicht

trivial: Drei Viertel der Befragten können

nur auf unvollständige oder gar keine

Datensätze zugreifen, die Informationen

zum Alter ihrer Kunden enthalten.

PLUS INFO

Interessant sind auch Erkenntnisse zur Bonitätsprüfung

von Mieterinnen im Rentenalter.

Die Prüfung orientiert sich in der Regel

am Einkommen. Weil das Einkommen

nur einen Teil der finanziellen Möglichkeiten

ausmacht, berücksichtigt ein Viertel,

bis ein Drittel der Befragten auch Sicherheitsgarantien

von Dritten und das Vermögen,

oder akzeptiert eine Wohnkostenbelastung

bis 40 Prozent. Dieses Thema

dürfte an Bedeutung zunehmen, je mehr

ältere Menschen im Alter nochmals in

Mietwohnungen umziehen. Etwa die Hälfte

der Befragten setzt eine Härtefallregel um,

wenn sich ältere Personen die Mietpreise

nach einer Erneuerung oder dem Eintritt

ins Rentenalter nicht mehr leisten können.

Erkenntnisse

Unsere Ergebnisse aus der vom BBSR „Zukunft

Bau“ geförderten Studie zeigen, dass

das Thema „Wohnen im Alter“ erst bei einer

Minderheit der Maklerinnen, Vermarktern

und Bewirtschaftern im Tagesgeschäft

angekommen ist, allerdings bereits

vieles ausprobiert wird und Bedürfnis nach

einem Austausch in der Branche besteht.

Denn die Erfahrungen mit der Umsetzung

von Maßnahmen sind durchzogen: Viele

unterschätzen oder scheuen (noch) den

Aufwand, die Zielgruppe der Senioren aktiv

anzusprechen, oder erreichen nicht sofort

die erwartete Wirkung. Mit dem absehbaren

Älterwerden der Gesellschaft

lohnt sich das Dranbleiben auf jeden Fall.

Das Fachgebiet Planungs- und Bauökonomie/Immobilienwirtschaft der TU Berlin untersucht gemeinsam mit

Zimraum GmbH im Projekt „Wohnen im Alter: Versorgungsstrategien für den Wohnungsmarkt“. Das Projekt wird

gefördert vom Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung im Auftrag des Bundesministeriums für Wohnen,

Stadtentwicklung und Bauwesen aus Mitteln der Zukunft Bau Forschungsförderung. Der IVD Berlin-Brandenburg

ist Forschungspartner.

Informationen: https://www.zukunftbau.de/projekte/forschungsfoerderung/1008187-2150


QUALIFIZIERUNG

AUSGABE 2 - 2022 30

Von Dr. Stephan Findeisen

DIE ZERTIFIZIERUNG

VON IMMOBILIENMAKLERN

Ausgangslage

Immobilienmakler befinden sich in einem

Spannungsfeld. Austauschbare Produkte

und Dienstleistungen, zunehmende Konkurrenz,

aber auch steigende Kundenanforderungen

sowie zunehmende gesetzliche

Anforderungen führen dazu, dass einheitliche

Regeln und Standards definiert

und etabliert werden müssen, um eine einheitliche

und gleichbleibende

Dienstleistungsqualität zu garantieren.

Die Zertifizierung von

Produkten und Dienstleistungen

aber auch

von Prozessen und

Systemen ist daher zunehmender

Relevanz.

Die Maklernorm DIN EN

15733 definiert seit 1. April

2010 einen allgemeinen europäischen

Qualitätsstandard für die

Dienstleistung von Immobilienmaklern. Im

Zuge der eigenen Unternehmenspositionierung

eignet sich dieses Siegel in der

Kundenkommunikation, um ein Statement

hinsichtlich der Dienstleistungsqualität abzugeben.

Im nachfolgenden Beitrag soll die Zertifizierung

nach DIN EN 15733 näher erläutert

werden.

Inhalte der Norm

Die Norm umfasst sieben Punkte:

Verhältnis zum Auftraggeber (Punkt 3),

Dem Käufer zur Verfügung zu stellende

Informationen (Punkt 4),

Erbringung der Dienstleistung

(Punkt 5)

Qualifikation von Immobilienmaklern

(Punkt 6)

Notwendige Versicherungen (Punkt 7),

Umgang mit Beschwerden (Punkt 8)

und

Moralkodex (Punkt 9).

Der erste Normpunkt regelt u.a.,

dass der Immobilienmakler

dem Käufer oder Verkäufer

(je nachdem, wer als

Auftraggeber auftritt)

über seine Rechte

und Pflichten belehren

muss. Zusätzlich

wird geregelt, welche

Informationen der Immobilienmakler

seinem

Kunden zur Verfügung stellen

muss, damit dieser das Geschäft

abwickeln kann.

Weitere Regelugen betreffen z.B. potenzielle

Interessenkonflikte oder den Geschäftsabschluss

als solches. In Punkt 5

der Norm wird die Dienstleistung eines Immobilienmaklers

spezifiziert. Hier wird u.a.

geregelt, dass der Immobilienmakler besondere

Sorgfalt walten lassen muss oder,

dass Besichtigungstermine in Abstimmung

mit dem Auftraggeber zu erfolgen haben.

Hierdurch ist sichergestellt, dass der Immobilienmakler

keine Maßnahmen unternimmt,

die nicht in Absprache mit dem

Auftraggeber erfolgt sind.

In Punkte 6 der wird die Qualifikation des

Immobilienmaklers thematisiert. Nach der

Norm muss dieser einen entsprechenden

Bildungsabschluss vorweisen können (z.B.

120 ECTS Punkte) und über mindestens

12 Monate Berufserfahrung. Die Norm

nennt differenziert zwischen Kernkompetenzen

(z.B. grundlegen Kenntnisse im

Bereich des Kreditwesens) und andere

Kompetenz (grundlegende immobilienwirtschaftliche

Kompetenzen). Hierdurch

wird sichergestellt, dass nur Experten als

Immobilienmakler auftreten können. Der

Kunde kann bei einem zertifizierten Immobilienmakler

also darauf vertrauen,

dass er einen kompetenten Fachexperten

beauftragt.

Die Punkte 7 und 8 der Norm sichern zum

einen, dass Immobilienmakler über ausreichenden

Versicherungsschutz verfügen

und, dass ein systematisches Beschwerdemanagementsystem

existiert. Zuletzt

stellt die Norm sicher, dass Immobiliemakler

über einen Moralkodex verfügen, der es

ihnen untersagt, gewisse Handlungen (z.B.

Diskriminierung, Schutz der Interessen des

Auftraggebers) vorzunehmen.

PLUS ONLINE

Der vollständige Artikel

ist zu finden unter

www.ivd-plus.de/zertifizierung

PLUS PARTNER

DIAZert Zertifizierungsstelle der DIA Consulting AG

Eisenbahnstraße 56, 79098 Freiburg, Ansprechpartner: Dr. Stephan Findeisen (REV), Tel.: 07 61 - 21 10 69-40

info@diazert.de | www.diazert.de


QUALIFIZIERUNG

AUSGABE 2 - 2022

32

BAUPHYSIKALISCHE GRUNDLAGEN

WÄRMESCHUTZ (TEIL 1)

Grundlagen und Definitionen

Der Begriff „Wärmeschutz“ beschreibt

bauliche Maßnahmen an Gebäuden, die

das Ziel haben,

den Heizwärmebedarf zu vermindern,

die Wohnbehaglichkeit zu steigern,

Bauschäden zu vermeiden (v.a. Durchfeuchtung,

Schimmelpilzbefall).

Die Mindestanforderungen an den Wärmeschutz

sind in der DIN-Norm 4108 „Wärmeschutz

im Hochbau“ festgeschrieben.

Sie entstand zum ersten Mal 1952 und

wurde mit steigenden Ansprüchen an

Wohnqualität und Energieeinsparung

mehrfach geändert und ergänzt.

Allgemeine Begrifflichkeiten

Wärmebedarf

Der „Wärmebedarf‘‘ ist die Gesamtmenge

an Wärmeenergie, die in einem Gebäude

benötigt wird, um gesunde und behagliche

Aufenthaltsbedingungen zu schaffen.

Er setzt sich aus dem „Transmissionswärmeverlust“

und dem „Lüftungswärmeverlust“

(Transmissionswärmeverlust + Lüftungswärmeverlust

= Wärmebedarf)

zusammen. Damit ist der Wärmebedarf sowohl

von den bauphysikalischen Eigenschaften

der Außenbauteile als auch vom

Nutzerverhalten abhängig.

Transmissionswärmeverlust

Der ‚’Transmissionswärmeverlust“ ist diejenige

Menge an Wärmenergie, die aufgrund

von Wärmeleitung durch die Außenbauteile

eines Gebäudes hindurch von

innen nach außen verloren geht. Er muss

zur Aufrechterhaltung gesunder und behaglicher

Aufenthaltsbedingungen durch

eine Wärmeenergiemenge

in gleicher Höhe wieder

ausgeglichen werden (Anteil des Wärmebedarfs).

Damit ist der Transmissionswärmeverlust

entscheidend von dem Wärmedurchgangswiderstand

der Außenbauteile

abhängig.

Lüftungswärmeverlust

Der „Lüftungswärmeverlust“ ist diejenige

Menge an Wärmeenergie, die durch den

Austausch der Innenluft eines Gebäudes

mit der Außenluft verloren geht. Auch er

muss zur Aufrechterhaltung wohnlicher

Aufenthaltsbedingungen durch eine Wärmeenergiemenge

in gleicher Höhe wieder

ausgeglichen werden (Anteil des Wärmebedarfs).

Der Lüftungswärmeverlust berücksichtigt

sowohl diejenige Luftmenge, die durch Undichtigkeiten

von Außenbauteilen ausgetauscht

wird (v.a. Fenster- und Türfugen),

als auch diejenige, die durch regelmäßiges

absichtliches Lüften ausgetauscht

wird (i.d.R. Öffnen der Fenster).

Damit ist der Lüftungswärmeverlust sowohl

von den bauphysikalischen Eigenschaften

der Außenbauteile (Luftdichtigkeit)

als auch vom Nutzerverhalten abhängig.

Wärmegewinne

Zu unterscheiden

sind „Äußerer

Wärmegewinn“

und „Innerer

Wärmegewinn“. Der „Äußere Wärmegewinn“

ist diejenige Menge an Wärmeenergie,

die durch Sonneneinstrahlung in ein

Gebäude gelangt.

Er beinhaltet sowohl die direkte Sonneneinstrahlung

über Glasflächen (größerer

Anteil), als auch diejenige Energiemenge,

die als Sonneneinstrahlung auf Außenbauteile

auftrifft und über Wärmeleitung

in das Innere des Gebäudes gelangt.

Der „Innere Wärmegewinn“ ist diejenige

Menge an Wärmeenergie, die innere Wärmequellen

abgeben (z.B. Abwärme von

Geräten, Ansammlung von Menschenaber

nicht die Heizung).

Jahresheizwärmebedarf

Der „Jahresheizwärmebedarf“ ist diejenige

Menge an Wärmeenergie, die nach

Abzug des Inneren und Äußeren Wärmegewinns

benötigt wird, um den Transmissions-

und Lüftungswärmeverlust auszugleichen.

PLUS PARTNER

Europäische Immobilien Akademie e.V.

Hohenzollernstraße 35, 66117 Saarbrücken, Tel.: 06 81 - 38 75 13-0, Fax: 06 81 - 38 75 13-29

info@eia-akademie.de | www.eia-akademie.de


QUALIFIZIERUNG

33

Wärmeleitfähigkeit (l)

Die „Wärmeleitfähigkeit“ ist eine spezifische

Stoffeigenschaft. Sie gibt an, welcher

Wärmestrom in Watt (W) durch 1m 2 einer

1m dicken Schicht des betreffenden Stoffes

hindurchgleitet wird, wenn das Temperaturgefälle

in Richtung des Wärmestroms

1°K beträgt. (Vollständige Einheit: [W/mK])

Je niedriger die Wärmeleitfähigkeit eines

Stoffes, desto höher seine Wärmedämmung.

Für Wärmeschutzberechnungen

dürfen nur folgende Arten von Werten verwendet

werden: 1.) Werte aus DIN 4108,

Teil 4 und 2.) Werte aus bauaufsichtlichen

Zulassungen (im Bundesanzeiger veröffentlicht).

Beispielhafte Kennwerte:

Material l in W/mK

Beton 2,1

Glas 0,75-1,0

Holz 0,13

Kupfer 380-400

Ziegelmauer 0,5-1,4

Luft 0,024

Wärmedurchgangskoeffizient (U-Wert)

Der ‚’Wärmedurchgangskoeffizient“ - auch

U-Wert genannt (früher k-Wert) - bezeichnet

den Wärmestrom in Watt (W), der

durch 1m² Bauteilfläche im stationären

Temperaturzustand hindurchgeleitet wird,

wenn der Temperaturunterschied in Richtung

des Wärmestroms 1°K beträgt. (Vollständige

Einheit: k (W/m°K))

Je niedriger der Wärmedurchgangskoeffizient,

desto höher seine Wärmedämmung.

Das Verfahren zur Berechnung des U-Wertes

ist in DIN 4108, Teil 4 festgelegt.

Wärmedämmung

Wärmedämmung ist die Eigenschaft eines

Baustoffes, Wärmeenergie langsam zu

leiten. „Wärmedämmstoffe“ sind Baustoffe,

deren Wärmeleitfähigkeit unter 0,1 W/(m·K)

beträgt (DIN 4108, Teil 2). Bei allen

Wärmedämmstoffen wird die Wirkung

über das gleiche Prinzip erreicht: Luft als

bester Isolator ist in Form von möglichst

kleinen Bläschen in den Dämmstoffen eingeschlossen.

Dämmstoffe sind demnach

immer leichte Baustoffe mit einer nie-

PLUS PUNKT info@ivd.net

drigen Dichte (niedriges spezifisches

Gewicht). Die bessere Dämmwirkung gegenüber

einer reinen Luftschicht ohne

Dämmstoff wird deshalb erreicht, weil bei

einer reinen Luftschicht Konvektion und

damit eine verstärkte Wärmeableitung

stattfindet, die durch die Auftrennung in

viele kleine, voneinander getrennte Luftmengen

in Bläschenform verhindert

wird.

Eine Verstärkung der Dämmwirkung wird

durch den vielfachen Medienwechsel der

durchgeleiteten Wärmeenergie erreicht

(Dämmstoff - Luft - Dämmstoff - Luft -

usw.). Das Physikalische Phänomen heißt

„Wärmeübergangswiderstand“.

Die Verwendung der Wärmedämmung als

physikalische Eigenschaft beim Planen,

Konstruieren und Bauen ist dann sinnvoll

und notwendig, wenn es darum geht, Innenräume

vor zu hohen Transmissionswärmeverlusten

zu bewahren. Dies ist

grundsätzlich in Klimazonen erforderlich,

in denen während großer Teile des Jahres

die natürlichen Außentemperaturen unter

den für Aufenthaltsräume festgeschriebenen

Mindesttemperaturen liegen.

Dies ist z.B. für alle Klimazonen Europas

nördlich der Alpen der Fall.

Organische Dämmstoffe

Hierbei handelt es sich im Wesentlichen

um zwei Gruppen von Dämmstoffen:

Dämmstoffe mit Holz oder holzähnlichen

Stoffen und Dämmstoffe mit Erdöl als

Grundstoff.

IVD Steuerhotline

Mit Hans-Joachim Beck, dem ehemaligen vorsitzenden Richter des

Finanzgerichtes Berlin-Brandenburg, der die IVD Steuerhotline

betreut, steht den IVD-Mitgliedsunternehmen ein deutschlandweit

anerkannter Steuerfachmann zur Seite. Beratungshotlines, auch für

Verwalterthemen, Wettbewerbsrecht oder Sachverständige sind ein

großes Plus der IVD-Mitgliedschaft.

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Der vollständige Artikel

ist zu finden unter

www.ivd-plus.de/waermeschutz


QUALIFIZIERUNG

AUSGABE 2 - 2022 34

UNSERE COMMUNITY

SOLL WACHSEN!

1.000 MITGLIEDER BIS 2025

Die Herausforderungen der Interessenvertretung

der Immobilienberufe

nehmen zu. Der in Metropolregionen in

den vergangenen 10 Jahren knapper werdende

Wohnraum hat – auch durch mangelhafte

wohnungspolitische Konzepte –

ein Spannungsfeld entstehen lassen, in

dessen Zentrum leider auch die vom

IVD vertretenen Immobilienunternehmen

und -berufe stehen.

Es gilt, politische Ideologien zu entlarven

und mit konstruktiver politischer Arbeit

und guten Vorschlägen wieder für mehr

Gleichgewicht in den Märkten zu sorgen.

Diese Arbeit bindet sehr viele Ressourcen

und erfordert ein starke und breite

Mitgliederbasis, besonders in Berlin, der

Stadt, in der Enteignung als Ausweg aus

der Wohnraumkrise diskutiert wird.

Welches Unternehmen sollte noch

IVD Mitglied werden?

Kennen Sie Personen oder Unternehmen,

die ebenfalls von einer Mitgliedschaft im

IVD Berlin-Brandenburg profitieren sollten?

Dann sagen Sie uns Bescheid!

Der IVD hat für alle Zielgruppen eine passende

Mitgliedschaftsform, die ordentliche

Mitgliedschaft für das aktive Immobilienunternehmen

oder die außer-ordentliche

Mitgliedschaft für Angestellte von Unternehmen,

die nicht im IVD organisiert sind

oder auch Vermieter und Privatpersonen,

z.B. Beiräte einer WEG.

IHRE CHANCE AUF EINE SCHIFFSREISE

PLUS INFO

Wer durch Ihre Vermittlung Mitglied im IVD

Berlin-Brandenburg wird, spart die Aufnahmegebühr

von aktuell 250 Euro.

Außerdem legen wir als Willkommensgeschenk

einen Weiterbildungsgutschein des IVD Bildungsinstituts

für ein juristisches Fachseminar

in Höhe von 99 Euro oben drauf.

Eine Mitgliedschaft im

IVD Berlin-Brandenburg lohnt sich

Die Immobilienbranche ist ein weites Feld,

sowohl für Verbraucher als auch für Interessenten,

Investoren oder Eigentümer. Als

Mitglied im Immobilienverband IVD haben

Sie einen Partner an Ihrer Seite, der Sie

nicht nur durch sein Expertennetzwerk unterstützt,

sondern Sie auch mit seinem

Know-How auf den neuesten Stand bringt.

Gewinnen wir über Ihre Empfehlung ein neues Mitglied, kommt Ihr Name in den Lostopf für eine Kabine auf der

legendären Weiterbildungsschifffahrt des IVD Nord vom 24. bis 28. Mai 2023. Diese sticht von Kiel nach Oslo und

zurück mit der „MS Hamburg“ exklusiv für IVD-Mitglieder, -Partner und -Gäste in See. Neben Abenden und Ausflügen

findet während der Reise ein spannendes Tagungsprogramm statt. Mit jedem Neumitglied aus Ihrer Vermittlung

steigen Ihre Chancen auf eine Reise im Wert von mehreren Tausend Euro. Erfahrungsgemäß sind die

beliebten Tickets nicht käuflich zu erwerben.

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Dabei liegt dem Berufsverband vor allem

die Unterstützung seiner Mitglieder im

rechtlichen Bereich am Herzen. Der IVD

ist ein Frühwarnsystem. Durch seine Einbindung

in alle maßgeblichen Gesetzgebungsverfahren

der Branche wissen Sie

stets, was auf Sie zukommt.

Sie haben noch Fragen? Dann senden Sie uns

eine E-Mail an 1000@ivd.berlin oder rufen Sie uns

unter der 030 / 897 353 64 an.


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36

RECHT

AUSGABE 2 - 2022

DIE ÜBERGABEKLAUSEL

IM IMMOBILIENKAUFVERTRAG

DIE RICHTIGE GESTALTUNG AUSWÄHLEN

Bei Zahlung des Kaufpreises wird dem

Käufer die Immobilie üblicherweise

übergeben. Das muss nicht immer so

sein. Teilweise ist die Übergabe für den

Verkäufer erst zu einem späteren Zeitpunkt

möglich. In anderen Fällen steht

die Immobilie leer und der Käufer ist auf

die Übergabe schon vor Zahlung des

Kaufpreises angewiesen. Hier sind verschiedene,

an den Bedarf der Vertragsparteien

angepasste Regelungen möglich.

Von entscheidender Bedeutung ist es dabei,

dass sowohl die Absicherung des Verkäufers,

als auch des Käufers für den Fall

unerwarteter Umstände im Blick behalten

wird.

Übergabe bei Kaufpreiszahlung sofort

oder zum Monatsbeginn

Üblicherweise enthält der notarielle Kaufvertrag

die Regel, dass der Besitz an der

Immobilie mit Nutzen und Lasten bei Zahlung

des Kaufpreises auf den Käufer übergeht.

Hier sind im Wesentlichen zwei Konstellationen

festzustellen: a) Die Übergabe

erfolgt einen Tag nach Eingang der Kaufpreiszahlung.

So wird am sichersten geregelt,

dass der wirtschaftliche Vorteil dem

Käufer unmittelbar nach dem Erbringen

seiner Leistung (Kaufpreiszahlung) zukommt.

b) In Einzelfällen wird aus Gründen

der Praktikabilität gewählt, dass der Übergang

erst zum Monatsersten stattfindet,

der auf die Kaufpreiszahlung folgt. Hierdurch

können Abgrenzungen erleichtert

PLUS PUNKT

Wissenstransfer – Intensivkurs

Architekturgeschichte

Der Intensivkurs Architekturgeschichte

vermittelt

Kenntnisse in der Geschichte

der europäischen

Architektur, die Sie gezielt

als Argumente für Akquise

und Vermarktung historisch

wertvoller Immobilien einsetzen können.

IVD-Mitglieder: 59,- Euro zzgl. MwSt.

Nichtmitglieder: 79,- Euro zzgl. MwSt.

werden, z.B. die Zuordnung der Mieterlöse

oder der Betriebskosten. Bei kleineren Objekten

kann dies den Übergabeaufwand

erleichtern oder auch bei solchen Objekten,

bei denen Nutzen und Lasten sich in

etwa ausgleichen.

Bei Objekten mit höheren Erträgen, wie

Mehrfamilienhäusern sollte die taggenaue

Übergabe gewählt werden, um Nachteile

zu vermeiden. Wird der Kaufpreis z.B. am

2. September gezahlt, ist es nicht zu vertreten,

dass die Mieterträge dem Käufer

erst ab Oktober zustehen. Auch bei Leerstandsobjekten

ist der Käufer in der Regel

an einer möglichst schnellen Übergabe

interessiert, um die Immobilie entweder

selbst zu nutzen oder einer wirtschaftlichen

Nutzung zuzuführen, was einer

schnelleren Übergabe bedarf.

Übergabe zu späterem festen Datum

In verschiedenen Fällen ist dem Verkäufer

die Übergabe erst zu einem späten Datum

möglich, bspw. weil er die Folgeimmobilie

noch nicht beziehen kann oder er den

Kaufpreiserhalt zur Finanzierung seiner


RECHT

37

Folgeimmobilie benötigt. Sofern das Datum

der Übergabe feststeht, kann der Nutzungswert

der Immobilie für den Zeitraum

ab der Kaufpreiszahlung bis zur Übergabe

berechnet und im Kaufpreis mindernd einkalkuliert

werden.

Die Herausgabe der Immobilie sollte durch

eine diesbezügliche Vollstreckungsunterwerfung

des Verkäufers im Kaufvertrag

abgesichert werden, bei zu erwartenden

Räumungskosten durch einen zusätzlichen

Kaufpreiseinbehalt, der mögliche Beräumungskosten

abdeckt und erst nach Übergabe

zur Zahlung fällig wird. Ein Mietvertrag

sollte in solchen Fällen nicht begründet

werden, da anderenfalls der von

den Parteien anfänglich nicht gewünschte

Mieterschutz zu unerwünschten Problemen

führen könnte.

Übergabe zu unbestimmtem Datum

Soll der Verkäufer den Besitz der Immobilie

nach Kaufpreiszahlung im Einverständnis

mit dem Käufer noch eine unbestimmte

Dauer behalten dürfen, ist Einberechnung

einer Nutzungsentschädigung

im Kaufpreis nicht möglich. Es bietet sich

hier an, zwischen den Parteien eine angemessene

Nutzungsentschädigung zu vereinbaren,

wobei auch die Kosten der laufenden

Bewirtschaftung zu berücksichtigen

sind. Dieser Betrag kann monatlich

festgelegt werden, wobei für angebrochene

Monate festgelegt werden sollte,

ob diese vollständig, nach angebroche-

Ulrich Joerss

Rechtsanwalt

und Notar

info@joerss.com

nen Wochen oder 10-Tages-Zeiträumen

berücksichtigt werden sollen. Es sollte ein

Datum festgelegt werden, zu welchem die

Immobilie spätestens zu beräumen und zu

übergeben ist. Beräumung und Übergabe

sollten im Kaufvertrag durch eine Vollstreckungsunterwerfung

des Verkäufers

abgesichert werden. Möglicherweise zu

erwartende Beräumungskosten sollten

durch einen Einbehalt des Kaufpreises

abgesichert werden, der erst nach ordnungsgemäßer

Übergabe auszuzahlen ist.

Je nach Bonität des Verkäufers kann die

Nutzungsentschädigung ebenso als Einbehalt

ausgestaltet werden. In diesen

Fällen sollte der Käufer die Zahlung der

Gebäudeversicherung überwachen, damit

keinesfalls eine Versicherungslücke eintritt.

In vielen Fällen treffen die Parteien

auch eine Vereinbarung für den Fall einer

zwischenzeitlichen Verschlechterung der

Immobilie, die wirtschaftlich vom Verkäufer

zu tragen sind. Reparaturen oder

Instandsetzungen sollten dann nur im

Einvernehmen mit dem Käufer gestaltet

werden.

PLUS ONLINE

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ist zu finden unter

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Für jeden die richtige Mischung!

Auch Eigentümer, Vermieter, Privatiers oder

Interessierte können im führenden Berufsverband

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38

RECHT

AUSGABE 2 - 2022

WIRKSAME ERKLÄRUNG

ZUR ERHÖHUNG DER

BETRIEBSKOSTENVORAUSZAHLUNG

2 PROBLEME

PLUS PUNKT

info@ivd.net

IVD Verwalterhotline

Mit Rechtsanwältin Annett Engel-Lindner, die die IVD-Verwalterhotline

betreut, steht den IVD-Verwaltungen eine Expertin zur

Verfügung. Beratungshotlines, auch für Steuerthemen, Wettbewerbsrecht

oder Sachverständige sind ein Plus der IVD-Mitgliedschaft.


RECHT

39

Angesichts aktuell steigender Preise,

insbesondere für Energie werden bei

künftigen Abrechnungen über Betriebskosten

und Heizkosten hohe Nachzahlungen

zu Lasten der Mieter entstehen.

Um für künftige Abrechnungsperioden

Zahlungsausfälle wegen hoher Nachzahlungen

zu vermeiden, sind daher die

Vorauszahlungen für die Miete anzupassen.

Gesetzliche Grundlage

Der Gesetzgeber gibt Ihnen hierfür die

Grundlage in § 560 Abs. 4 BGB. Nach Vorgabe

dieser Vorschrift kann jede Vertragspartei

nach einer Abrechnung über

die Betriebskosten bzw. Heizkosten bei

vereinbarten Betriebskostenvorauszahlungen

durch Erklärung in Textform eine

Anpassung der Vorauszahlungen auf eine

angemessene Höhe vornehmen.

Aus der gesetzlichen Formulierung, dass

die Erhöhungserklärung „nach einer Abrechnung“

erklärt werden kann, folgt, dass

die Erklärung grundsätzlich nur in Zusammenhang

mit der letzten erfolgten Abrechnung

über die Betriebskosten abgegeben

werden kann, welche auch die

Grundlage für die Anpassungserklärung

sein muss (BGH, Urteil vom 28. September

2011 – VIII ZR 294/10).

Grundlage für die Höhe der künftigen

Betriebskostenvorauszahlungen

Der Bundesgerichtshof hat in der zitierten

Grundsatzentscheidung bereits geklärt,

dass eine Anpassung auf eine angemessene

Höhe grundsätzlich vorliegt,

wenn die Vorauszahlung auf Grundlage

der letzten Betriebskostenabrechnung erfolgt

(BGH, a.a.O.). Hiernach ist grundsätzlich

die monatliche Vorauszahlung auf

1/12 der in der vergangenen Abrechnungsperiode

angefallenen Betriebskosten festzusetzen.

Der Bundesgerichtshof hat in seiner Entscheidung

weiter ausgeführt, dass für einen

abstrakten Sicherheitszuschlag auf

die zuletzt abgerechneten Betriebskosten

kein Raum ist. Berücksichtigt werden dürfen

aber bereits eingetretene oder noch

eintretende Umstände, von denen die im

laufenden Jahr entstehenden Kosten voraussichtlich

beeinflusst werden.

Konkret bekannte Preiserhöhung

Für die aktuell besonders relevante Erhöhung

der Energiekosten bedeutet dies,

dass Sie berechtigt sind, Ihnen bereits konkret

bekannte Preissteigerungen – etwa

aufgrund einer bereits erfolgten Mitteilung

über Preiserhöhungen Ihres Energielieferanten

– zu berücksichtigen, indem Sie die

Heizkosten der kommenden Abrechnungsperiode

auf Grundlage des letzten

Verbrauchs des Mieters, auf Basis der

neuen Kosten hierfür ermitteln und die

Heizkostenvorauszahlung entsprechend

berechnen.

Sebastian Wörner

Rechtsanwalt

Referent des

IVD-Verwaltertreffs

kanzlei@woerner-recht.de

Erklärung in Textform

In formeller Hinsicht gibt der Gesetzgeber

vor, dass die Anpassungserklärung in Textform

vorzunehmen ist. Die Textform ist in

§ 126b BGB geregelt. In der Praxis ist zu

beobachten, dass insbesondere bei der

Verwendung einer Hausverwaltungssoftware

die Textform nicht gewahrt wird.

Die Person des Erklärenden

§ 126b BGB gibt unter anderem vor, dass

in der Erklärung die Person des Erklärenden

genannt ist. Wenn eine juristische Person

(Kapitalgesellschaft oder Personengesellschaft)

handelt, ist zur Erfüllung

dieser Vorgabe die Angabe der natürlichen

Person erforderlich, die die Erklärung

abgegeben hat (Landgericht Berlin,

Urteil vom 23. Juni 2003 – 62 S 52/03).

Hieran fehlt es, wenn lediglich die Firma

der Hausverwaltung oder der Vermieterin

angegeben wird, wie z.B. durch eine

Unterzeichnung mit: „Mit freundlichen

Grüßen, XY Hausverwaltungsgesellschaft

mbH“.

Neben der Bezeichnung der Firma der Vermieterin

oder der Hausverwaltung sollten

Sie daher immer auch noch die Person,

die die Erklärung gefertigt hat, namentlich

benennen. Hierbei sollten Sie unbedingt

auf die in der Praxis beliebte Voranstellung

der Buchstabenkombination: „i. A.“

verzichten.

Die Rechtsprechung ohne Hinzutreten weiterer

Umstände an, dass bei einer Unterzeichnung

eines formbedürftigen Schreibens

mit dem Zusatz „im Auftrag“ die

erklärende Person nicht genannt ist, weil

durch den Zusatz kenntlich gemacht

werde, dass die genannte Person lediglich

als Bote fungiert, also eine fremde Erklärung

lediglich übermittelt, wie dies z.B.

auch ein Briefträger tut.

Ein Bote übernimmt aber nicht die Verantwortung

für die übermittelte Erklärung,

so dass es sich nicht um seine Erklärung

handelt. Wer bei der Übermittlung

einer Erklärung, durch einen Boten die erklärende

Person ist, bleibt aber offen,

wenn diese nicht ausdrücklich mitgeteilt

wird.

Korrekte Benennung

Dementsprechend wäre beispielsweise eine

Erklärung zur Anpassung der Betriebskostenvorauszahlungen

zur Wahrung der

Textform folgt zu fassen:

Mit freundlichen Grüßen

Michaela Mustermann

Mustermann Hausverwaltungs GmbH

PLUS PUNKT

Verwaltertreff

Der IVD Berlin-Brandenburg veranstaltet

regelmäßig Verwaltertreffs für seine Mitglieder.

berlin.ivd.net/veranstaltungen/verwaltertreff


40

RECHT

AUSGABE 2 - 2022

DAS VORKAUFSRECHT IST TOT –

LANG LEBE DAS VORKAUFSRECHT

Mit einem Paukenschlag beendete

das Bundesverwaltungsgericht am

9. November 2021 die bundesweit verbreitete

Vorkaufsrechtspraxis. Bis dahin

war es im Kampf um bezahlbaren Wohnraum

vor allem in Berlin, aber auch in München

und Hamburg und weiteren Städten

mit angespannten Wohnungsmärkten gängige

Praxis, die Ausübung von Vorkaufsrechten

anzudrohen und die Erwerber in

sogenannten Abwendungsvereinbarungen

zum Unterlassen bestimmter – als gentrifizierend

identifizierter – Maßnahmen zu

verpflichten. Unterschrieb der (private)

Erwerber dies nicht, wurden ihm erhaltungswidrige

Nutzungsabsichten unterstellt

und das Vorkaufsrecht gezogen.

Dies hat das Bundesverwaltungsgericht

für rechtswidrig erachtet, da es bei der

Ausübung des Vorkaufsrechts nur auf die

aktuelle und nicht auch auf die zukünftige

Grundstücksnutzung ankommt. Entsprechend

laut hallten im Anschluss die Forderungen,

gesetzgeberisch zu reagieren und

das Vorkaufsrecht wiederzubeleben. Die

Ampel im Bund vereinbarte einen Prüfauftrag,

der Bundesrat fasste einen entsprechenden

Beschluss, die Fraktion DIE

LINKE brachte einen Gesetzesentwurf ein

und auch in dem neu geschaffenen Bauministerium

wird an einer Novelle gearbeitet.

Doch wie sinnvoll sind diese Forderungen?

Nach der gesetzlichen Konzeption soll

das Vorkaufsrecht dem Erhaltungsrecht

als Sicherungsinstrument dienen. Es ist

somit zur eigenständigen Behebung der

angespannten Wohnsituation weder bestimmt

noch geeignet. Es erfolgt auch

keine Überprüfung der sozialen Bedürftigkeit

der Bewohner des zu verkaufenden

Grundstücks. Zudem zahlen die Kommunen

dabei oft überhöhte Preise für bestehenden

Wohnraum, anstatt in sozialen

Wohnungsbau zu investieren. Selbst in der

für rechtwidrig erachteten Praxis wurde

das Vorkaufsrecht dem formulierten

Ziel der Schutz der Mieter vor Mieterhöhungen

nur selten gerecht.

Denn Mieterhöhungen waren

keineswegs ausgeschlossen,

vielmehr beschränkten

sich die Unterlassungspflichten

auf das

Verbot von Fahrstühlen

und Balkonen, einer

energetischen Sanierung

und der Aufteilung des Objekts in Wohnungseigentum.

Und wieder stellt sich die

Frage nach der Sinnhaftigkeit dieser Forderungen.

Dr. Mathias Hellriegel

LL.M., Rechtsanwalt

hellriegelrechtsanwaelte.com

Dr. Mathias Hellriegel ist Rechtsanwalt, Fachanwalt

für Verwaltungsrecht und der Gründer der Sozietät

HELLRIEGEL RECHTSANWÄLTE. Zu allen Fragen des

Öffentlichen Bau- und Planungsrechts gilt er laut

JUVE Handbuch als „Platzhirsch“ in Berlin. Handelsblatt

und die WirtschaftsWoche zählen ihn zu den

besten Anwälten Deutschlands.

Der Umwandlung von Miet- in Wohnungseigentum

können Kommunen seit dem Inkrafttreten

des Baulandmobilisierungsgesetzes

in 2021 mit Umwandlungsverboten

begegnen. Auch die Verhinderung des Anbaus

von Fahrstühlen widerspricht eigentlich

dem im Koalitionsvertrag des Bundes

festgesetzten Ziel, das Bauen und Wohnen

barrierefrei(er) zu gestalten. Gleiches

gilt für das Verbot energetischer Sanierungen:

Es ist widersprüchlich, einerseits

die Einhaltung der gesetzten Klimaziele

zu fordern und zeitgleich klimaneutrales

Wohnen durch den Abschluss von Abwendungsvereinbarungen

zu vereiteln. Statt

mit Verboten zu reagieren, erscheint es

wesentlich sinnvoller, die Maßnahmen

„mietneutral“ auszugestalten. Denkbar

wäre beispielsweise ein Verzicht auf die

Grunderwerbsteuer bei Erwerbern, die

sich im Gegenzug verpflichten, diese Maßnahmen

umzusetzen und auf Mieterhöhungen

zu verzichten.

Eine gesetzgeberische Korrektur beim Vorkaufsrecht

ist im Ergebnis weder sinnvoll

noch rechtlich geboten. Auch nach der

Entscheidung des Bundesverwaltungsgerichts

bleibt dem kommunalen Vorkaufsrecht

ein wichtiger Anwendungsbereich

bei unbebauten und fehlgenutzten Grundstücken

sowie bei Gebäuden mit Sanierungsstau.

Es ist es Kommunen somit auch

weiterhin möglich, über das Vorkaufsrecht

Zugriff auf Grundstücke zu erhalten, die

unbebaut, fehlgenutzt oder sanierungsbedürftig

sind. Dort, wo alles so ist, wie es

sein soll, besteht dagegen kein gesetzgeberischer

Handlungsbedarf.


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42

RECHT

AUSGABE 2 - 2022

IMMER WIEDER: GOOGLE FONTS

DIE EIGENE WEBSEITE

UND DER SCHMERZENSGELDANSPRUCH

Von Rechtsanwalt Sven R. Johns, MOSLER+PARTNERRECHTSANWÄLTE, München/Berlin

Aktuell werden viele Datenschutz-

Schadensersatzforderungen verschickt.

Hier fordern angebliche Webseitenbesucher

einen Schadensersatz in

Form eines Schmerzensgeldes. Meistens

werden Beträge zwischen 100,- EUR und

300,- EUR als Schmerzensgeld gefordert.

Hintergrund ist ein angeblicher Datenschutzverstoß

durch die Übertragung der

IP-Adresse des aktuellen Webseitenbesuchers

an Google. Anlass für diese Schreiben

und Forderungen ist fast immer, dass

Google Fonts in datenschutzrechtlich nicht

zulässiger Weise in der Webseite eingebunden

sind. Diese Schreiben sind ein großes

Ärgernis. Sie bedeuten Zeitaufwand

und evtl. auch zusätzliche Kosten.

Muss die Schmerzensgeldforderung

bezahlt werden?

Das LG München

Sven Johns

hat im Frühjahr

2022 in einem Urteil

einem Kläger

100,- EUR Schadensersatz

in Form eines Schmerzensgeldes

zugebilligt, weil auf dieser Webseite

Google Fonts so eingebunden waren,

dass die IP-Adresse des Webseitenbesuchers

beim Anfordern ein Einsatz der

Google-Schriften an Google übermittelt

worden ist.

Der Kläger und das LG München hatten

darin einen Datenschutzverstoß gesehen,

weil für die Übertragung der IP-Adresse

an Google eine Einwilligung erforderlich

gewesen wäre.

Das bedeutet nun aber nicht, dass dieses

Urteil allgemeingültig ist und jeder Webseitenbetreiber

jedem Webseitenbesucher

in einem gleich gelagerten Fall (Google

Schriften auf der Webseite genutzt, aber

keine Einwilligung dafür eingeholt) jedes

Mal Schadensersatz bezahlen muss.

Denn: Bei vielen der Abmahnungen fehlt

es an der Ernsthaftigkeit der Geltendmachung

dieses Datenschutzverstoßes. Im

Internet sind Artikel und Fallgestaltungen

einsehbar, in denen von Massenschreiben

von diesen Verstößen berichtet

wird. Teilweise werden die Kunden, in

deren Namen die Geltendmachung des

Verstoßes erfolgt nicht einmal richtig

benannt.

In einem Fall, den unsere Kanzlei aktuell

zu bearbeiten hatte, hatte die den angeblichen

Webseitenbesucher vertretene

Anwaltskanzlei anhand des dortigen

Aktenzeichens „DSGVO-…“ erkennen lassen,

dass bereits mehr als 4.000 dieser

Schreiben verschickt worden waren.

Es gibt berechtigte Zweifel daran, dass

diese Massenschreiben wirklich zu einer

berechtigten Geltendmachung eines

Schmerzensgeldes führen.

Es müssen also verschiedene Punkte

geprüft werden, bevor entschieden werden

kann, ob eine Bezahlung des geltend

gemachten Betrages erfolgen sollte.

PLUS PARTNER

Johns Datenschutz GmbH

An der Kolonnade 11, 10117 Berlin, Tel.: 030 - 20 63 07 94

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RECHT

43

Aus der anwaltlichen Praxis kann ich

berichten, dass wir noch keinem unserer

Mandanten empfohlen haben, die Forderung

zu begleichen.

worden, wenn ein Auskunftsanspruch

nicht vollständig beantwortet worden

ist.

Auskunftsanspruch nach DSGVO

Häufig sind diese Schreiben zugleich mit

einem eigenständigen Auskunftsanspruch

nach Art. 15 DSGVO verbunden.

Jetzt wird es kompliziert. Denn: Dieser

Auskunftsanspruch muss bearbeitet werden.

Es kann demnach sein, dass ein

späteres zusätzliches Verfahren gegen

das Immobilienunternehmen eingeleitet

wird, weil der Auskunftsanspruch nicht

beantwortet worden ist. Hier würde sich an

die erste Schmerzensgeldforderung ein

weiteres Verfahren mit einem möglichen

Bußgeld und bei Geltendmachung auch

einem eigenen Schmerzensgeld anschließen.

In einzelnen Urteilen sind schon bis zu

500,- EUR Schmerzensgeld zugesprochen

Deshalb:

Besucher einer Webseite hinterlassen ihre IP-Adresse und damit personenbezogene Daten bei dem Inhaber der

Webseite. Aus diesem Grund haben diese Personen auch einen Anspruch auf Auskunft nach Art. 15 DSGVO über

die Verarbeitung der über die Webseite gesammelten personenbezogenen Daten.

Diesen Anspruch haben auch Personen, die keine Kunden eines Immobilienbüros geworden sind, wenn sie dessen

Webseite besucht haben. Ein nicht beantwortetes Auskunftsersuchen kann zu einer Beschwerde bei der Aufsicht

und zu einem Bußgeldverfahren führen.

Auskunftsersuchen beantworten!

Bitte beantworten Sie daher das Auskunftsersuchen,

das mit diesen anwaltlichen Schadensersatzschreiben verbunden ist, unbedingt innerhalb der gesetzlich

vorgesehenen Frist von einem Monat!

Webseite anpassen

Auch die Webseite muss unbedingt angepasst werden. Lassen Sie von der Webseitenagentur die eingesetzten

Google Schriften direkt in der Schriftenbibliothek auf Ihrem Webseitenserver ablegen, damit diese Schriften

nicht von Google abgefordert werden müssen.


VERSICHERUNG

AUSGABE 2 - 2022 44

AWARENESS RAUF,

RISIKO RUNTER:

WARUM CYBER-SICHERHEIT

EINE GANZHEITLICHE PRÄVENTION BRAUCHT

Von Stephan Mattern

Cyber-Risiko-Prävention ist unerlässlich.

Cyber-Versicherungen bieten

deshalb mitunter ‚Notfall-Pläne‘ oder ‚Penetrationstests‘

innerhalb der Cyber-Police.

Doch das sind oft „Marketing-Gimmicks“!

Cyber-Prävention und Cyber-

Versicherungsschutz sollten gleichwertig

behandelt werden.

Die Cyber-Bedrohung aus dem Netz nimmt

kontinuierlich zu und wird immer komplexer.

Praktisch jedes Unternehmen ist ein

potenzielles Angriffsziel für Cyber-Kriminelle.

Dem gegenüber stehen bei den

Unternehmen häufig in die Jahre gekommene

IT-Systeme, unzureichende Schutzeinrichtungen

und nicht zuletzt eine

Belegschaft, der es oftmals an Risikobewusstsein

und Kenntnissen im Sachen

IT-Sicherheit mangelt. Das sind substanzielle

Sicherheitslücken, die Kriminellen

als Einfallstore für Cyber-Attacken dienen.

Menschen sind von Natur aus neugierig,

geben Vertrauensvorschuss, gehen Risiken

ein und werden dadurch schnell zur

größten Schwachstelle im Unternehmen.

Wird die Belegschaft nicht regelmäßig geschult,

fallen statistisch rund 30 Prozent

aller Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter eines

Unternehmens schon auf einen relativ

simpel gemachten Phishing-Angriff herein.

Aus Unwissenheit und Sorglosigkeit werden

Informationen preisgegeben oder

Links und Anhänge in E-Mails geöffnet,

ohne zuvor die E-Mail und ihre Details

sorgfältig geprüft zu haben. Die durch den

Klick auf einen Link oder das Öffnen eines

Anhanges eingeschleuste Schadsoftware

verschlüsselt dann zum Beispiel die Daten

auf den Systemen und macht die Firmen

erpressbar, ein Lösegeld zu bezahlen, um

einen Code für die Entschlüsselung der

gesperrten Informationen zu erhalten.

Diese Zahlungen sind ärgerlich und auch

ethisch einen kritischen Gedanken wert.

Was die Unternehmen aber noch viel härter

trifft, sind Betriebsunterbrechungen

infolge von erfolgreichen Cyber-Angriffen.

Diese Schäden liegen allein in Deutschland

inzwischen jedes Jahr im dreistelligen Milliarden

Euro Bereich.

Fehlende Einsicht behindert

häufig effektives Risikomanagement

Das Ausmaß der Schäden ist verheerend,

die Cyber-Risiko-Prävention wird insofern

immer wichtiger. Das haben auch einige

Versicherer erkannt und legen Unternehmen

nahe, passende Präventionsmaßnahmen

für deren Systemsicherheit durchzuführen.

Nur wenige Versicherer bieten hier

auch aktiv entsprechende Dienstleistungen

an.

Cyber-Prävention ist eine unverzichtbare,

eigenständige Dienstleistung für jedes Unternehmen.

Entscheider in Unternehmen tun sich

schwer nachzuvollziehen, warum sie neben

dem Zahlen einer Versicherungsprämie

zusätzlich erheblich in Cyber-

Sicherheit investieren sollen. Das liegt oftmals

daran, dass sie die entsprechenden

Risiken für ihren Betrieb nicht richtig einschätzen

können. Gerade in kleinen und

mittelständischen Unternehmen sind diese

„Extra“-Kosten heute noch nicht einkalkuliert

und dringend nötige Präventionsmaßnahmen

werden schnell zurückgestellt

auf das nächste oder übernächste Jahr.

Erst wenn ein Unternehmen durch eine erfolgreiche

Cyber-Attacke schwer getroffen

wurde, wird das Thema schlagartig zur

Chefsache.

Was hält Versicherer von adäquaten

Präventionsangeboten ab?

Im Durchschnitt aller gewerblichen Unternehmen

bewegen sich die Nettoprämien

für eine Cyber-Police im Bereich von kaum

über 5.000 Euro pro Jahr. Eine vernünftige

Prävention lässt sich aus der Versicherungsprämie

also nicht einmal ansatzweise

quersubventionieren. Dennoch

werden Versicherungskunden kleinere IT-

Sicherheitsbeigaben zur Police angeboten,

wie etwa „Notfallpläne“ vom Abreißblock,

völlig unzureichend ausgeprägte

„Penetrationstests“ oder halbgare, effekthaschende

„Schwachstellen-Scans“, die

dem spezifischen Bedarf der Unternehmen

keinesfalls entsprechen können und

sie schlimmstenfalls auch noch in falscher

Sicherheit wiegen.

Im Ergebnis ist festzuhalten, dass mit der

Police einhergehende Präventionsmaßnahmen

nicht mehr als den Vertrieb unterstützende

Marketing-Gimmicks sind, die

den Kunden wohlmöglich sogar mehr

schaden als nutzen.

Diese missliche Situation lässt sich beheben,

indem das Thema Cyber-Prävention

gleichwertig neben den Cyber-Versicherungsschutz

gestellt wird. Kunden, Versicherungsanbieter

und Versicherungsmakler

sollten realisieren, dass es sich

bei Prävention um eine unverzichtbare,

eigenständige Dienstleistung für jedes

Unternehmen handelt. Um dieses Feld

professionell abzudecken, sucht man sich

idealerweise einen Partner, der in diesem

Feld eine hohe Expertise, ausreichende eigene

Kapazität und ein breitgefächertes

Spezialisten-Netzwerk hat.

Gerne stehen wir Ihnen

beratend zur Seite.

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BEWERTUNG

AUSGABE 2 - 2022

46

ENERGIEEFFIZIENZ:

MANDANTEN JETZT AKTIV BERATEN

Von Christian Crain, Geschäftsführer PriceHubble Deutschland GmbH

ESG steht bei allen Marktteilnehmern

hoch oben auf der Agenda. Auf allen

Seiten wird überlegt wie man die Nachhaltigkeits-Standards

auch in der Immobilienwirtschaft

systematisch umsetzen

kann, um der EU-Verordnung zur Offenlegung

nachhaltiger Finanzprodukte, der

„Sustainable Finance Disclosure Regulation“

(SFDR), künftig Rechnung zu tragen.

Davon betroffen ist selbstverständlich

auch die Immobilienbewertung, die vor

der Herausforderung steht zu eruieren wie

ökologische Faktoren, zum Beispiel das

Fehlen oder Vorhandensein bestimmter

Faktoren, wie einer Solaranlage (oder vergleichbare

regenerative Energiequelle), einer

Lademöglichkeit für E-Autos oder die

Nutzung von Regenwasser als Brauchwasser

in Zukunft den Wiederverkaufswert

einer Immobilie beeinflussen.

Um solche Faktoren strukturiert aufzubereiten

und in der Immobilienbewertung zu

berücksichtigen, braucht es Big Data basierte

Bewertungsmodelle und KI.

Welchen Einfluss hat die Energieklasse

auf meinen Immobilienwert?

Wir arbeiten mit Hochdruck daran, das

Thema ESG in unserem Bewertungsmodell

datenbasiert

Christian Crain

einzupflegen, um

so Muster und Zusammenhänge

mit

anderen preisbeeinflussenden

Faktoren abzubilden. Ein

erster entscheidender Schritt ist die Einbeziehung

des Energie-Labels einer Immobilie.

Seit 2014 ist es für Verkäufer von Immobilien

und Neu-Vermieter Pflicht, einen

Energieausweis für ihre Immobilie auszuweisen.

Seit Mai dieses Jahres regelt dies

einheitlich das Gebäudeenergiegesetz

(GEG), das die Energieeinsparverordnung

(EnEV) abgelöst hat. Der Energieausweis

gibt dabei Auskunft über die energetischen

Kennwerte und die daraus resultierenden

Treibhausgasemissionen des Gebäudes.

Die Skala des Ausweises reicht

dabei von A+ bis H. Altbauten beispielsweise

oder Wohngebäude mit einem

durchschnittlichen Verbrauch liegen zumeist

in Klasse E.

Mit unserer digitalen Immobilienbewertung

ist es damit nun erstmals möglich zu

ermitteln, wie sich der Wert einer Immobilie

verhält, wenn energetische Sanierungsmaßnahmen

durchgeführt werden

und sich damit die Energieklasse des

Gebäudes verbessert.

Makler müssen ihre Mandanten

jetzt aktiv beraten

Die steigenden Anforderungen an die

Energieeffizienz hinterlassen schon jetzt

Spuren im Markt. Wie eine Umfrage unter

Immobilienfachleuten von PriceHubble

zeigt, erwarten 67 Prozent der Befragten,

dass es größere Preisveränderungen für

Immobilien mit einer höheren Energieeffizienzklasse

geben wird. Etwas mehr als

die Hälfte geht auch davon aus, dass die

Mietpreise für solche Objekte steigen werden.

Etwa ein Fünftel sieht schon jetzt eine

gestiegene Nachfrage nach sehr energieeffizienten

Immobilien und knapp über die

Hälfte geht davon aus, dass es künftig

Schwierigkeiten geben wird, Objekte zu

verkaufen mit einer niedrigen Energieklasse.

Für Immobilienmakler bedeutet das, dass

sie aktiv in den Dialog treten sollten mit

Bestandskunden, um deren Immobilien

und ihre prognostizierte Wertentwicklung

zu prüfen. Es sollte zeitnah entschieden

werden, wo es Potenzial für Sanierungen

gibt und welche Objekte man sonst

wieder in den Markt bringt. Es gilt jetzt

Bestände und Investments kritisch zu prüfen,

um drohende Wertverluste rechtzeitig

zu identifizieren und dem entgegenzuwirken.

ESG wird uns in den kommenden Jahren

immer stärker begleiten. Nur wer sich schon

jetzt aktiv damit auseinandersetzt und die

Potenziale für sein Geschäft sieht und nutzt,

wird wettbewerbsfähig bleiben.

PLUS PARTNER

PriceHubble Deutschland

Christian Crain, Geschäftsführer, Budapester Straße 7 - 9, 10787 Berlin, Deutschlandn, Tel.: 0151 - 21 64 95 76

christian.crain@pricehubble.com | Informationen zu PriceHubble: www.pricehubble.com


BEWERTUNG

47

AUSBILDUNG ZUM

IMMOBILIENGUTACHTER

EINSATZGEBIETE UND MARKTCHANCEN

Von Tanja Sessinghaus

Ob beim Immobilienverkauf, vor Gericht

oder bei der Baufinanzierung:

Immobilienbewertungen bilden in vielen

Bereichen des Rechts- und Wirtschaftslebens

eine feste Grundlage für wichtige

Entscheidungen. Gutachter und Sachverständige,

die in der Lage sind, solche

Bewertungen zu erstellen, können sich

deshalb nicht über einen Mangel an Aufträgen

beschweren. Wer über erste immobilienbezogene

Berufserfahrung verfügt,

kann mit einer Ausbildung zum DEKRA-

Sachverständigen von dieser Nachfrage

profitieren und so eine krisensichere Einkommensquelle

erschließen.

Die Nachfrage nach gesetzeskonformen

Immobilienbewertungen ist hoch!

Die Ermittlung eines realistischen Verkaufspreises

ist der erste Schritt eines erfolgreichen

Immobilienverkaufs, weshalb

die Erstellung von Immobilienbewertungen

oder Kurzbewertungen fest ins Leistungs-Portfolio

eines jeden Immobilienmaklers

gehört. Die Fachkenntnisse eines

Immobiliengutachters schätzen allerdings

nicht nur Verkäufer oder Investoren. Gesetzeskonforme

Immobilienbewertungen

werden auch bei Sachversicherungen, der

steuerlichen Optimierung von Immobilien,

der Enteignung für städtebauliche Zwecke

oder Auseinandersetzungen vor Gericht

benötigt. Kurzum: Wo auch immer

Immobilien gekauft, verkauft, beliehen

oder besteuert werden, sind gesetzeskonforme

Immobilienbewertungen stets gefragt.

Die Ausbildung zum DEKRA

Sachverständigen (D1) bietet unser

Kooperationspartner Sprengnetter an

Die modular aufgebaute Ausbildung zum/r

DEKRA Sachverständigen (D1) erstreckt

sich über acht Schulungstage und vermittelt

den Teilnehmenden das nötige Knowhow,

um unterschiedliche Bewertungsverfahren

anwenden und Gutachten auf Basis

der geltenden Immobilienwertverordnung

erstellen zu können. Das Angebot richtet

sich in erster Linie an Teilnehmende, die

Gutachten für Ein- und Zweifamilienhäuser

ohne Rechte und Belastungen anfertigen

möchten, sowie an Immobilienmaklerinnen

und Immobilienmakler, die bei der

Akquise mit den begehrten Sprengnetterund

DEKRA-Zertifizierungen punkten

möchten.

PLUS INFO

Ab Juni 2023 auch als Hybrid-Ausbildung am

IVD-Standort in Berlin inklusive Sonderkonditionen

für IVD-Mitglieder!

Zu den Inhalten der Ausbildung gehören

unter anderem die bautechnischen und

rechtlichen Grundlagen der Wertermittlung

sowie die Verkehrswertermittlung

nach ImmoWertV 2021, die das Sachwert-,

Vergleichswert- und Ertragswertverfahren

einschließt. Die Teilnehmenden erhalten

darüber hinaus einen Einblick in die

Beleihungswertvermittlung und machen

sich mit dem Wohnungs- und Teileigentum

vertraut. Zum Abschluss der Ausbildung

erstellen sie eigenständig ein Wertermittlungsgutachten

und durchlaufen

zwei DEKRA-Prüfungen. Sind diese bestanden,

erhalten die Absolventen ein

DEKRA- sowie ein Sprengnetter-Zertifikat

sowie die Berechtigung, die entsprechenden

Siegel zu führen.

Immobiliengutachter werden:

Kosten geringhalten

Die Gutachter- und Sachverständigenausbildung

ist kombiniert mit Fachliteratur

und Software von Sprengnetter. Kursteilnehmer

erhalten das Standardwerk 1x1 der

Immobilienbewertung sowie drei Monate

Zugriff auf Sprengnetter Books und ein

Einführungstutorial für die Bewertungs-

App Value (ImmoWertV-konforme App für

Kurzbewertungen).

Nähere Informationen zu den Inhalten der

Ausbildung, den Voraussetzungen und den

Kosten bietet das Beraterteam der Sprengnetter

Akademie an.

PLUS PARTNER

Sprengnetter Akademie GmbH

Sprengnetter-Campus 1, 53474 Bad Neuenahr-Ahrweiler, Tel.: 0 26 41 - 8 27 30 03

akademie@sprengnetter.de | shop.sprengnetter.de


48

SERVICES

AUSGABE 2 - 2022

GANZ BERLIN BRAUCHT SPEED!

DIE IMMOBILIENBRANCHE DARF DEN

ANSCHLUSS NICHT VERPASSEN

Von Katrin Löwendorf

größte Hebel für Nachhaltigkeit. Warum

müssen mehrere Anbieter:innem nacheinander

die Erde aufreißen, wenn doch einer

die Arbeit für alle machen kann? So

wird es im Grunde in Schweden und anderen

Ländern umgesetzt. Weniger Bürokratie,

weniger Aufriss, weniger Belästigung.

Eine Investition in den Glasfaserausbau

Ihrer Immobilie lohnt sich und ist

der erste wichtige Schritt, um die Digitalisierung

in Deutschland möglich zu

machen. Gleichzeitig sorgt eine Glasfaser

für die Werterhaltung und langfristige

Modernisierung einer Immobilie.

Die Glasfaser ist derzeit in aller Munde.

Das liegt an zwei Faktoren. Erstens wird sie

für leistungsstarke Angebote der Telekommunikations-

und IT-Industrie benötigt.

Bei früheren Anwendungen waren die

Bandbreitenanforderungen im Vergleich

zu heute lächerlich klein. Die Industrie wird

im Rahmen der Weiterentwicklung Ihrer

eigenen Produkte immer mehr Bandbreite

benötigen. Und das in Echtzeit.

Der zweite Faktor ist die Endkundenseite.

Als Endkund:innen haben alle ebenfalls einen

stetig wachsenden Bandbreitenhunger.

Man nutzt immer mehr Applikationen

aus dem Netz und verlagert jegliche Kommunikation

inklusive Datenaustausch in

die Onlinewelt. Langfristig braucht das Kapazitäten

und Leistungsfähigkeit., was nur

die Glasfaser stabil liefern kann. Konsument:innen

verlangen mehr Performance,

bei stetig fallenden Preisen. Dieser Anforderung

kann man nur gerecht werden,

wenn die Netzkomponenten (=Infrastruktur

aktiv und passiv) langfristig leistungsfähig

ausgebaut werden.

Vattenfall Eurofiber (VFE) errichtet und

betreibt Glasfasernetze, die den Ansprüchen

gerecht werden. Im Vergleich zu anderen

Anbietern wird die Vermarktung von

Endkundenprodukten vom Ausbau entkoppelt.

Kund:innen können sich im Rahmen

der Open Access-Strategie ihren Internetprovider

selbst aussuchen und Preise vergleichen.

Zudem steht Open Access nicht

nur für Liberalität im Markt, vielmehr ist es

die Chance den Glasfaserausbau fair und

offen für alle Anbieter:innen anzugehen.

Und das wiederrum ist in der Branche der

Der deutsche Telekommunikationsmarkt

war über viele Jahre vom Nebenkostenprinzip

in der TV-Versorgung dominiert.

Das hat wenig Provider veranlasst, nachhaltig

in moderne Strukturen zu investieren.

Die Nebenkosten für die TV-Versorgung

wurden umgelegt und nachweisbar

wurden so kaum Neuinvestitionen in Glas

getätigt. Dieses Modell endet in 2024 und

damit wird die Investition in moderne Gebäudenetze

(NE4) neu geregelt. In Zukunft

wird das Einzelinkassomodell dominieren.

Es wird Sache der Gebäudeeigentümer:innen

und des Betreiber:innen werden, für

hochleistungsfähige Netze in den Immobilien

zu sorgen.

An dieser Stelle hilft ein Infrastrukturanbieter

wie Vattenfall Eurofiber. Mit starken

Partner:innen in der Unternehmensstruktur

hat VFE Zugriff auf tausende Kilometer

an Wärmekanälen in der Stadt. So wird

auch der Bau von Glasfaser weniger invasiv.

Und bedeutet keine langwierigen Antragsverfahren,

niedrigere Kosten und weniger

Belästigung für die Anwohnerschaft.

Und der Anschluss der Immobilie an sich,

ist denkbar einfach und funktioniert in zwei

Schritten. Die Basis wird mit Glasfaserausbau

bis in das Gebäude (FTTB) gelegt und

erstmal an das bestehende Hausnetz (Kupper-

oder Koaxialnetz) angeschlossen. Darauf

kann man aufbauen und beispielsweise

bei anderen Baumaßnahmen den

Ausbau im Gebäude (FTTH) beginnen. Das

Ganze ist kostenfrei in der Betriebslaufzeit.

Ein fairer Deal für beide Seiten.

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Vattenfall Eurofiber GmbH

Oliver Pietsch, Director Sales Immobilienwirtschaft & Geschäftskunden, Mobil: 0162 - 3 02 99 58

oliver.pietsch@vattenfall-eurofiber.com | vattenfall-eurofiber.de/glasfaser/immobilienwirtschaft


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SERVICES

AUSGABE 2 - 2022

52

HKVO MACHT DIGITALISIERUNG

DER ENERGIEERFASSUNG NOTWENDIG

OBJEKTUS GMBH LIEFERT DIE PASSENDEN LÖSUNGEN

Ende letzten Jahres wurde die neue

Heizkostenverordnung (HKVO) novelliert.

Sie zwingt Hausbesitzer zum Handeln,

denn verschiedene Anforderungen

müssen jetzt erfüllt werden. Unter anderem

sieht der Gesetzgeber die Digitalisierung

der Messtechnik und deren Anbindung

an ein Gateway vor. Die Objektus

GmbH ist deutschlandweit Experte im Bereich

Smart Building. Sie bietet die passenden

Service-Angebote sowie technische

Lösungen an, die in der Wohnungswirtschaft

jetzt notwendig sind, um den

neuen Anforderungen gerecht zu werden.

Die neu formulierten Vorschriften in der

Heizkostenverordnung sollen mehr Transparenz

bei den Heizkosten schaffen. Das

wiederum soll zu einem bewussteren,

energieeffizienteren Heizen führen. Konkret

müssen Vermieter ihren Mietern die

unterjährigen Verbrauchsinformationen

(UVI) jetzt monatlich zur Verfügung stellen.

Damit einhergeht die Verpflichtung,

das Energieerfassung fernablesbar und

letztendlich an ein „Gateway“ anzubinden.

Gateway überträgt Energie- und

Heizungsdaten

Objektus liefert sowohl die technische Infrastruktur

als auch die Geräte, die jetzt

für ein reibungsloses Smart Metering notwendig

sind: „Unsere smarten Sensoren

erheben in Echtzeit Daten am Heizsystem.

Das Gateway übermittelt als zentrale Kommunikationseinheit

sämtliche Energiedaten

und Sensorinformationen an eine

IoT-Plattform. Dort kann der aktuelle Verbrauch

jederzeit eingesehen und im

Rahmen der UVI den Mietern zukommen

gelassen werden. Das kann ganz bequem

auf dem digitalen Weg geschehen“, erklärt

Björn Borst, Geschäftsführer der Objektus

GmbH.

Hausverwalter fühlen sich mit

hohem Aufwand alleingelassen

Trotz der neuen Pflichten ist die Nachfrage

nach Smart Metering noch verhalten, so

die Erfahrungen von Objektus. Hauptgrund

sei eine Verunsicherung bei den Hausverwaltungen.

„Aus den Gesprächen heraus

kann ich sagen, dass vielen noch unklar ist,

wie sie die neuen Vorgaben korrekt umsetzen

können. Zum Teil fühlen sie sich

mit dem hohen Aufwand alleingelassen.

Außerdem ist die Informationslage undurchsichtig:

Medien, Dienstleister und

teils Anwälte berichten unterschiedlich

über die Änderungen in der HKVO“, berichtet

Borst.

PLUS PUNKT

Aktiv in vielen sozialen Medien

www.facebook.com/IVD.Berlin.Brandenburg

Björn Borst

Geschäftsführer

der Objektus GmbH

Direkt das ganze Gebäude

digitalisieren

Dabei sei jetzt der Zeitpunkt, um zu reagieren.

Denn das Gesetz ist bereits aktiv. In

dem Zuge bietet sich darüber hinaus die

Gelegenheit, auch andere Geräte der Gebäudetechnik

zu digitalisieren. So schlagen

zum Beispiel intelligente Sensoren

Alarm, wenn die Luftfeuchte zu hoch ist.

Schimmelbefall und Sanierungsmaßnahmen

können vermieden und Kosten reduziert

werden. Die Grundidee hinter der

Gebäudedigitalisierung bleibt aber die

Minimierung der CO 2 -Emissionen. Gelingen

kann dies durch das Monitoring der

verschiedenen Komponenten, die über

den Heizkeller hinaus an der Energieerzeugung

und Verbrauch im Gebäude beteiligt

sind.

Um Vermietende und Hausverwaltungen

jetzt zu unterstützen, informiert die Objektus

GmbH in der Onlineveranstaltungsreihe

„Objektus Campus“ regelmäßig über

die Neuerungen.

PLUS PARTNER

Objektus GmbH

Ansprechpartner: Niko Polzin, Rankestraße 26, 10789 Berlin, Tel. 030 - 2 97 77 25 11

ServiceCenter@objektus.de | www.objektus.de


Lidl expandiert in Berlin

Wir suchen Grundstücke und Flächen

zum Kauf, zur Miete und im Erbbaurecht

Wir suchen im gesamten Stadtgebiet und in allen

Bezirken bebaute oder unbebaute Grundstücke ab

2.000 m², mit min. 5.000 Einwohner am Kernort

bzw. 15.000 Einwohner im Einzugsgebiet.

Die Verkaufs 昀 äche kann von 1.000 m² – 1.400 m²

reichen, im urbanen Gebiet freuen wir uns auf

Angebote ab 800 m² Verkaufs 昀 äche. Die Anzahl der

Kundenparkplätze kann variieren.

Entscheidend für uns ist es, eine attraktive

Nahversorgung mit einer barrierefreien Einkaufsumgebung

zu schaffen.

Mit innovativen Konzepten werden wir dabei den

gestiegenen Ansprüchen an Atmosphäre, Frischekompetenz

und Warenpräsentation gerecht.

Jeder Standort ist anders, daher passen wir uns mit

unseren 昀 exiblen Filialkonzepten individuell an die

Gegebenheiten an. Für dicht besiedelte Ballungsräume

in Großstädten etwa haben wir das so genannte

„Lidl-Metropolkonzept“ entwickelt. Durch ebenerdige

Park 昀 ächen und eine Verkaufs 昀 äche im ersten Stock

wird der Grundstücksverbrauch so gering wie möglich

gehalten.

Bei der Umsetzung stehen wir dabei sowohl als

Käufer, Investor als auch Mieter gerne zur Verfügung.

Sprechen Sie uns an! Wir freuen uns!

#Lidlimmobilien

#Vielfaltentwickeln

Immobilienbüro Berlin · An der Anhalter Bahn 4 · 14979 Großbeeren

Telefon: 033701/23-0 · immo.ber@lidl.de

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54

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AUSGABE 2 - 2022

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DIGITALISIERUNGSLÖSUNGEN

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All die aktuellen Veränderungen

benötigen Ihre volle Konzentration im

Hauptgeschäft. Auch die Business-Welt

wird immer flexibler, digitaler, mobiler.

Neue Arbeitszeitmodelle, Homeoffice, Einsätze

bei Kunden vor Ort und Kostenkontrolle

– all das erfordert ganzheitliche

Kommunikations- sowie Digitalisierungslösungen

um Ihr Business so effizient wie

möglich und zukunftssicher aufzustellen.

Welches Unternehmen träumt nicht vom

Wachstum und vereinfachten Prozessen?

Neue Standorte miteinander zu vernetzen,

volle Integration von Homeoffice und Freelancern.

Dies ist mit einer herkömmlichen

Telefonanlage im Büro eher schwieriger

umzusetzen.

Zukunftsorientierte Unternehmen setzen

aus diesem Grund immer häufiger auf moderne

Cloud-Telefonanlagen, denn sie ermöglichen

eine ungeheure Flexibilität und

Kostenkontrolle.

Warum Sie eine Cloud-Telefonanlage

lieben werden:

Kosteneinsparungen und Kostenkontrolle

Vor allem für Gründer und kleinere Unternehmen

sind Cloud-Telefonanlagen aufgrund

hoher Kostenersparnisse besonders

interessant.

Für die Cloud-Telefonie wird keine zusätzliche

Hardware benötigt. Selbst die Anschaffung

eines IP-Telefons ist nicht zwingend

erforderlich, denn mit einer App oder

einer Desktop-Anwendung kann auch über

das Smartphone oder den PC telefoniert

werden.

Keine Kosten für Wartungsarbeiten

Ihre Telefonanlage wird in Hochleistungsrechenzentren

in Deutschland gehostet

und erhält somit kontinuierlich Sicherheitsupdates.

Flexibilität durch Selbstverwaltung

Für die Einrichtung einer virtuellen Telefonanlage

sind keine speziellen IT-Kenntnisse

erforderlich, über eine Weboberfläche

können Sie die TK-Anlage innerhalb

kürzester Zeit selbst einrichten.

Ortsunabhängigkeit

Egal ob Sie im Büro, im Homeoffice oder

unterwegs sind, auf Wunsch sind Sie überall

unter Ihrer Festnetznummer erreichbar.

Riesiger Funktionsumfang

Eine Nummer für Büro und unterwegs

Telefonanlagen-Funktionen: Zum Beispiel

Weiterleiten, Halten und Konferenz

Mailbox: Persönlicher Anrufbeantworter

für jeden Mitarbeiter

Web Client-Unterstützung

Telefonieren über PC, Tablets oder

Smartphone dank UC-Client und App

Nahtlose Gesprächsübergabe zwischen

Ihren Geräten und Apps

Synchrone Anrufliste: Greifen Sie von

allen Geräten auf Ihre Anrufhistorie zu

Sammelanschluss: Eingehende Anrufe

an eine definierte Gruppe verteilen

Nachtschaltung: Rufumleitung außerhalb

der Öffnungszeiten

E-Fax: Die digitale Version des klassischen

Faxgerätes optional

Chat und Verfügbarkeitsanzeige

Desktop-Sharing: Bildschirminhalte intern

und extern teilen

Zusammenarbeit: Video- und Konferenzfunktion

Videoaufzeichnung in der Cloud und

Dokumenten-Sharing

Microsoft TEAMS-Integration möglich

System-Integration: bestehende CRM-

Systeme und -Datenbanken einbinden

Warteschleifen und erweiterte Funktionen

zur Anrufverteilung in Gruppen

automatisches Anruf-Routing

ein Tischtelefon mit unterschiedlichen

Identitäten nutzen

Höchstmögliche Skalierbarkeit

Im Gegensatz zu herkömmlichen Telefonanlagen

lassen sich virtuelle Telefonanlagen

jederzeit flexibel erweitern und wachsen

mit Ihrem Unternehmen.

An Ihrem Lieblingsort mit einer Tasse Kaffee

können Sie nun also …

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Sales Account Managerin

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PARTNER

IM ÜBERBLICK


56

IMPRESSUM

AUSGABE 2 - 2022

Herausgeber:

IVD Bildungsinstitut Berlin-Brandenburg GmbH im Auftrag des Immobilienverband Deutschland (IVD)

Verband der Immobilienberater, Makler, Verwalter und Sachverständigen Region Berlin-Brandenburg e.V.

Vorsitzende des Vorstandes: Kerstin Huth

Knesebeckstraße 59 – 61, 10719 Berlin, Tel. 030 - 89 73 53 64, Fax 030 - 89 73 53 68

info@ivd.berlin, www.ivd.berlin

Layout:

Angelika Lomitschka, LOMITSCHKA media-solutions

Druck:

D+L Printpartner GmbH

IMPRESSUM

Fotos:

Titel: © by-studio - stock.adobe.com, Seite 3: © MR - stock.adobe.com, Seite 6: © peterschreiber.media - stock.adobe.com,

Seite 8: © Monster Ztudio - stock.adobe.com, Seite 10: © Alessandro Biascioli - stock.adobe.com, Seite 12: © relif - stock.adobe.com,

Seite 28: © contrastwerkstatt - stock.adobe.com, Seite 30: © Murrstock - stock.adobe.com, Seite 32: © Alexander

Raths - stock.adobe.com, Seite 34: © Andrey - stock.adobe.com, Seite 36: © Andrii Yalanskyi - stock.adobe.com,

Seite 38: © Africa Studio - stock.adobe.com, Seite 40:© Ralf Kalytta - stock.adobe.com, Seite 42: © daboost - stock.adobe.com,

Seite 47: © ni - stock.adobe.com, Seite 48: © chones - stock.adobe.com, Seite 50: © Soho A studio - stock.adobe.com,

Seite 54: © Peera - stock.adobe.com,

Copyright:

Dieses Magazin ist urheberrechtlich geschützt. Alle Urheber-, Nutzungs- und Verlagsrechte sind vorbehalten und liegen beim

Herausgeber. Jede Verwertung ist ohne vorherige schriftliche Genehmigung des Herausgebers unzulässig. Dies gilt vor allem

für die herkömmliche Vervielfältigung (darunter Fotokopien, Scan, Nachdruck), Übersetzung, Aufnahme in Mikrofilmarchive,

Aufnahme in Internet-Datenbanken, elektronische Datenbanken und Internet-Webseiten sowie die Vervielfältigung auf CD-ROM

oder anderen digitalen Datenträgern. Auch die Herstellung von elektronischen Kopien und der Weiterversand per E-Mail unterliegt

dem Urheberrecht. Der Herausgeber übernimmt keine Verantwortung für den Inhalt von Texten Dritter.

Alle Urheber- und Leistungsschutzrechte vorbehalten. Stand: September 2022


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