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asphalt 06/22

Die Fachzeitschrift asphalt vertritt als offizielles Organ des Deutschen Asphaltverbandes (DAV) e.V. sowie des Deutschen Asphaltinstitutes (DAI) e.V. die Interessen der Asphalt produzierenden und verarbeitenden Industrie. Thematische Schwerpunkte sind Fachartikel, Berichte und Reportagen aus den Bereichen Wirtschaft und Politik mit Auswirkungen auf die Asphaltbranche sowie Entwicklungen und Tendenzen in der Verkehrspolitik, Neue Einbauverfahren, Neuerungen in der Maschinentechnik, Wiederverwendung, Lärmreduzierung, interessante Bauvorhaben, neue Regelwerke für die Asphaltbranche, aus dem Asphaltmischwerk, Neues aus dem Prüflabor und Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz.

Die Fachzeitschrift asphalt vertritt als offizielles Organ des Deutschen Asphaltverbandes (DAV) e.V. sowie des Deutschen Asphaltinstitutes (DAI) e.V. die Interessen der Asphalt produzierenden und verarbeitenden Industrie. Thematische Schwerpunkte sind Fachartikel, Berichte und Reportagen aus den Bereichen Wirtschaft und Politik mit Auswirkungen auf die Asphaltbranche sowie Entwicklungen und Tendenzen in der Verkehrspolitik, Neue Einbauverfahren, Neuerungen in der Maschinentechnik, Wiederverwendung, Lärmreduzierung, interessante Bauvorhaben, neue Regelwerke für die Asphaltbranche, aus dem Asphaltmischwerk, Neues aus dem Prüflabor und Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz.

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57. Jahrgang<br />

6|20<strong>22</strong><br />

O k t o b e r<br />

Fachzeitschrift für Herstellung und Einbau von Asphalt<br />

Bauma 20<strong>22</strong> –<br />

Der Überblick<br />

Polymermodifizierter<br />

Asphalt<br />

50 Jahre DAV<br />

MODERNSTE<br />

ANLAGENTECHNIK<br />

FÜR EINEN GRÜNEN<br />

FUSSABDRUCK<br />

PRODUCTIVITY PARTNERSHIP FOR A LIFETIME


Meinung<br />

3<br />

Liebe Leserinnen,<br />

liebe Leser,<br />

Bernd Hinrichs, Chefredakteur der „<strong>asphalt</strong>“<br />

Foto: DAV<br />

Abschiede sind so vielfältig wie das Leben: laut oder leise, schmerzhaft oder befreiend,<br />

selbst gewählt oder fremdbestimmt. Wie auch immer jemand Abschied nimmt:<br />

In jedem Abschied steckt auch eine Chance für etwas Neues. Heute ist es an mir, nach<br />

13 Jahren Öffentlichkeitsarbeit beim Deutschen Asphaltverband „Tschüss“ zu sagen.<br />

Ich hoffe, dass jetzt nicht der ehemalige Bundesaußenminister Joschka Fischer Pate<br />

steht, der bei seinem freiwilligen Abschied 20<strong>06</strong> sagte: „Alle Überlegungen, der kommt<br />

wieder zurück, können Sie vergessen: Die Tür ist zu und der Schlüssel wird umgedreht<br />

und weggeschmissen.“<br />

Wir haben viel erreicht in den zurückliegenden Jahren, die immerhin etwas mehr als<br />

ein Jahrzehnt andauerten. Ich habe gemeinsam mit Ihnen für die Wahrnehmung der<br />

gesundheitlichen Unbedenklichkeit von Bitumen gekämpft, habe<br />

für mehr Mittel im Bundeshaushalt für Fernstraßen geworben und<br />

immer wieder – ja, auch das gehört leider immer noch zu den<br />

Aufgaben – erläutern müssen, dass „Teer“ nichts mehr im modernen<br />

Straßenbau zu suchen hat. Und die Aufgaben für die Asphaltbranche<br />

werden in den kommenden Jahren und Monaten nicht<br />

weniger.<br />

„Die Tür ist zu und der Schlüssel wird umgedreht und weggeschmissen?“ Ganz sicher<br />

nicht. Joschka Fischer hat seinerzeit dem Außenministerium den Rücken gekehrt und<br />

sich neuen Aufgaben als Lehrender zu gewendet. Auch ich muss neue Aufgaben<br />

annehmen, aber werde nicht vom <strong>asphalt</strong>technischen Radarschirm verschwinden.<br />

Ich bin mir sicher, wir sehen uns wieder!<br />

Eine erste Gelegenheit dazu bietet sich zum Beispiel auf der Bauma in München.<br />

Vom 24. bis 30. Oktober öffnet die weltgrößte Messe ihre Pforten. In der vorliegenden<br />

Ausgabe berichten wir über die wichtigsten Neuerungen für die Asphaltbranche.<br />

Ein Besuch sollte sich lohnen – und vielleicht laufen wir uns dann bereits das erste Mal<br />

wieder über den Weg. Ich würde mich freuen.<br />

„Abschiedsworte müssen<br />

kurz sein wie Liebeserklärungen.” -<br />

<br />

Theodor Fontane<br />

Ihr Bernd Hinrichs<br />

6|20<strong>22</strong>


4 Inhalt<br />

ZUM TITELBILD<br />

MODERNSTE<br />

MODERNSTE ANLAGEN­<br />

ANLAGENTECHNIK<br />

TECHNIK FÜR FÜR EINEN EINEN GRÜNEN<br />

FUSSABDRUCK FUSSABDRUCK<br />

Ammann beschäftigt sich seit mehr als 10 Jahren<br />

unter dem Motto „The green plant“ mit<br />

dem Thema Nachhaltigkeit. Zentrale Elemente<br />

sind die schonende Wiederverwendung<br />

von Recycling, der Einsatz von Schaumbitumen<br />

für Niedertemperatur<strong>asphalt</strong>e und<br />

die Verwendung CO₂-neutraler Brennstoffe.<br />

Zudem sind alle Ammann-Anlagenbaureihen<br />

und -Komponenten auf eine hohe Energieeffizienz<br />

und geringe Wärmeverluste optimiert.<br />

PRODUCTIVITY PARTNERSHIP FOR A LIFETIME<br />

Fachzeitschrift für Herstellung<br />

und Einbau von Asphalt<br />

Organ von:<br />

Bild: © Ammann Group<br />

Alle wegweisenden Entwicklungen wie Brenner<br />

für CO₂-neutrale Brennstoffe und die<br />

Heißgaserzeuger-Technologie wurden in den<br />

letzten Jahren nachweislich von Ammann in<br />

die Praxis umgesetzt und haben die Position<br />

von Ammann als Weltmarktführer im Asphaltanlagenbau<br />

gefestigt.<br />

Besuchen Sie uns auf der Bauma 20<strong>22</strong> –<br />

wir beraten Sie gerne.<br />

www.ammann.com<br />

14<br />

Polymermodifizierter Asphalt<br />

Eine Möglichkeit, den Asphaltbau nachhaltiger<br />

zu gestalten, bietet die Verwendung<br />

von nichtrecycelbaren Kunststoffen.<br />

<strong>22</strong><br />

50 Jahre<br />

DAV<br />

Anfang September<br />

feierte der<br />

DAV 50. Jubiläum.<br />

Wir blicken auf<br />

die Feier.<br />

www.<strong>asphalt</strong>.de<br />

Nachrichten der European<br />

Asphalt Pavement<br />

Association (E.A.P.A.)<br />

www.EAPA.org<br />

Quelle: DAV<br />

6|20<strong>22</strong>


Inhalt<br />

5<br />

6|20<strong>22</strong><br />

Meinung<br />

Editorial 3<br />

Aktuell<br />

Nachrichten 6<br />

Schwerpunkt:<br />

Ökologischer Straßenbau<br />

Ökologische Eigenschaften von polymermodifiziertem<br />

Asphalt aus nichtrecycelbaren Kunststoffen<br />

Von Jonas Varga 14<br />

Intern<br />

50 Jahre DAV – Destination: Linz <strong>22</strong><br />

Kalender<br />

Termine 25<br />

Menschen<br />

AiF mit neuer Führung 26<br />

Wechsel bei Zeppelin im Südwesten 26<br />

Swecon mit neuem Bereichsleiter 27<br />

Spezial: Bauma 20<strong>22</strong><br />

Sie ist wieder da! 28<br />

28<br />

Quelle: Bauma<br />

Quelle: Ecopals<br />

Bauma 20<strong>22</strong><br />

Die Baumaschinenbranche<br />

muss<br />

sich den großen<br />

Problemen der<br />

Gegenwart stellen.<br />

Einen umfassenden<br />

Überblick<br />

liefert die Bauma,<br />

die vom 24. bis 30.<br />

Oktober 20<strong>22</strong> in<br />

München stattfindet.<br />

Technik<br />

Brückenneubau in Rekordzeit 44<br />

Induktionsspulen in Italien 47<br />

Straßenbau mit nachhaltiger Note 48<br />

Virtueller Messestandort 51<br />

Leise und sauber im Hamburger Hafen 52<br />

Baustellen rüsten sich für Energiewende 54<br />

Einkaufsführer<br />

Wer bietet was? 56<br />

Zu guter Letzt<br />

Inserentenverzeichnis, Vorschau, Impressum 58<br />

Buchtipp: Ebnet in der Steppe eine Straße<br />

für unseren Gott! 59<br />

6|20<strong>22</strong>


6 Aktuell<br />

Fachkräftegipfel<br />

Mehr Einwanderung gefordert<br />

Anfang September hatte die Bundesregierung<br />

zum Fachkräftegipfel<br />

nach Berlin eingeladen. Bundesbildungsministerin<br />

Bettina Stark-Watzinger,<br />

Bundesarbeitsminister<br />

Hubertus Heil und Bundeswirtschaftsminister<br />

Dr. Robert Habeck<br />

diskutierten mit Akteuren aus Wirtschaft,<br />

Gewerkschaften und Politik<br />

die drängenden Fragen.<br />

Der Mangel an Fachkräften stellt mittlerweile für viele Unternehmen ein wirtschaftliches Risiko dar.<br />

(Quelle: DAV/hin)<br />

Felix Pakleppa, Hauptgeschäftsführer Zentralverband<br />

Deutsches Baugewerbe (ZDB),<br />

begrüßte es in einem Statement, dass die Bundesregierung<br />

Unternehmen zur Gewinnung<br />

von Fachkräften unterstützen will. Denn die<br />

baugewerblichen Betriebe hätten in den vergangenen<br />

zehn Jahren rund 200.000 neue<br />

Arbeitsplätze geschaffen und zudem bilden die<br />

baugewerblichen Unternehmen über 80 %<br />

aller Auszubildenden in der Bauwirtschaft aus.<br />

Dennoch braucht, so Pakleppa, die mittelständisch<br />

geprägte Bauwirtschaft eine sinnvolle<br />

und passgenaue politische Flankierung zur<br />

Fachkräftesicherung: „Hierzu bedarf es zum<br />

einen einer Unterstützung der Ausbildung, insbesondere<br />

in den überbetrieblichen Ausbildungszentren<br />

der Branche, und zum anderen<br />

einer erleichterten Zuwanderung von Fachkräften.“<br />

Hierzu sind aus Sicht der Bauwirtschaft<br />

Änderungen an der bisherigen Einwanderungspraxis<br />

notwendig. Nach Auffassung des<br />

ZDB gehen die diskutierten und vorgestellten<br />

Impulse an der Realität der vielen kleinen und<br />

mittelständischen Baubetriebe vorbei, da es für<br />

mittelständische Unternehmen äußerst<br />

schwierig ist, Fachkräfte im Ausland anzuwerben<br />

und zudem die juristischen Formalia zu<br />

erledigen. Hier seien deutliche Vereinfachungen<br />

notwendig. Aus Sicht der Branche gilt es<br />

nun, kurzfristig die Westbalkan-Regelung, die<br />

2023 ausläuft, zu entfristen. Es sollte das bisherige<br />

Kontingent von 25.000 jährlichen Visa<br />

deutlich aufgestockt werden auf ca. 100.000.<br />

Hinzu kommt, dass die Ausbildungszentren der<br />

Branchen konkret Unterstützung brauchen bei<br />

der Digitalisierung der Ausbildungsgänge und<br />

der technischen Ausrüstung sowie zur Abfederung<br />

der hohen Energiepreise, um den Lehrbetrieb<br />

aufrechterhalten zu können.<br />

Ebenfalls besorgt äußerte sich auch Tim-Oliver<br />

Müller, Hauptgeschäftsführer des Hauptverbandes<br />

der Deutschen Bauindustrie. Zwar<br />

seien seit dem Beschäftigten-Tiefpunkt 2009<br />

Im Jahr 2030 fehlten der<br />

Branche immer noch über<br />

100.000 Bauarbeiter, besonders<br />

wegen der Altersstruktur am Bau.<br />

ungefähr 460.000 Personen eingestellt worden,<br />

abzüglich der Rentenabgänge sei dies ein<br />

Plus von knapp 207.000 Personen. Aber im Jahr<br />

2030 fehlten der Branche immer noch über<br />

100.000 Bauarbeiter, besonders wegen der<br />

Altersstruktur am Bau. Wie für viele Branchen<br />

erhöhe sich damit der Fachkräftedruck auch am<br />

Bau sowie die Notwendigkeit, mit attraktiven<br />

Rahmenbedingungen und interessanten<br />

Berufsbildern um Nachwuchs zu werben. Müller<br />

kommentierte: „Die Gewinnung von Fachkräften<br />

stellt für immer mehr Unternehmen der<br />

Branche gleichzeitig das größte Risiko für ihr<br />

weiteres Wirtschaften dar. Daher begrüßen wir<br />

als Bauindustrie den ressortübergreifenden<br />

Ansatz der Bundesregierung, gezielte Maßnahmen<br />

gegen den Fachkräftemangel zu ergreifen.“<br />

Der Schulterschluss mit den Sozialpartnern<br />

erhöhe dabei die Chance, am Ende<br />

gemeinsam tragfähige Konzepte zu erarbeiten.<br />

Aus Sicht der Bauwirtschaft muss dabei<br />

neben der Aktivierung aller in- und ausländischen<br />

Potenziale verstärkt darauf gesetzt werden,<br />

den bestehenden Personalpool durch<br />

Qualifizierung an der technologischen und<br />

digitalen Transformation zu beteiligen. Ein verstärkter<br />

Einsatz digitaler Werkzeuge, Methoden<br />

und Prozesse sowie der Abbau von Verwaltungsaufwand<br />

durch Vereinheitlichung von<br />

Vorschriften und die Verzahnung von Planen<br />

und Bauen können dazu beitragen, die Wertschöpfung<br />

auch bei geringerem Personaleinsatz<br />

zu steigern.<br />

•<br />

6|20<strong>22</strong>


Visit us! FN.921/9<br />

Aktuell<br />

7<br />

OKTOBER 20<strong>22</strong>, MÜNCHEN<br />

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6|20<strong>22</strong>


8 Aktuell<br />

Cargill<br />

Radeln für den<br />

guten Zweck<br />

Jetzt, wo sich die COVID-19-Pandemie etwas abschwächt,<br />

können sich bei Cargill endlich auch die<br />

internationalen Teams, die im Bereich Asphalt arbeiten,<br />

wiedersehen. Dies war auch der Fall für das Asphalt<br />

Solutions Team von Cargill.<br />

Selbst bei widrigem Wetter kämpfte sich Ewald Nelken (i.), Senior Business<br />

Development Manager, Asphalt Solutions, den Berg hoch.<br />

Die Teammitglieder, die sowohl in den Niederlanden als auch in<br />

Deutschland ansässig sind, beschlossen, etwas Außergewöhnliches<br />

zu tun, um sich bei dieser besonderen Gelegenheit endlich wiederzusehen.<br />

Und so nahmen sie an der Veranstaltung Stelvio for Life teil und<br />

sammelten Geld für einen guten Zweck: die individuelle Krebsforschung.<br />

Um sich des gesammelten Geldes würdig zu erweisen, fuhren sie mit<br />

dem Fahrrad auf den Stilfser-Joch-Pass in Italien. Es war eine wunderschöne<br />

Woche in Italien. Wobei das Wetter ab Samstag zunehmend düster<br />

wurde, mit Regen, viel Nebel und nur 5 Grad auf der Spitze des Stelvio.<br />

Nichts hielt das Cargill-Team jedoch auf, und alle schafften es bis zum<br />

Gipfel des Berges – 21,5 km und 1.541 Höhenmeter! Die Veranstaltung<br />

brachte insgesamt über eine Million Euro ein, was eine erstaunliche Leistung<br />

ist. Das Team von Cargill Asphalt Solutions ist sehr stolz darauf, an<br />

dieser Veranstaltung teilgenommen zu haben, und freut sich auch, dass<br />

sie sich wieder einmal persönlich sehen konnten, anstatt sich nur in<br />

Videokonferenzen zu treffen. Für nächstes Jahr ist wieder eine gemeinsame<br />

Aktion geplant. • Das Team von Cargill Asphalt Solutions. (Quelle: Cargill)<br />

KURZMELDUNGEN<br />

Radwegebau<br />

20<strong>22</strong> stehen mit 750 Mio. Euro mehr Mittel als<br />

jemals zuvor für den Radverkehr zur Verfügung.<br />

Für 2023 stehen aber nur 550 Mio. Euro<br />

im Haushalt. Diese Mittel müssten verdoppelt<br />

werden, fordert der ADFC. Auch in den<br />

Folgejahren müssten je eine Milliarde Euro<br />

für durchgängige Radwegenetze, Radschnellwege<br />

für Pendler und Fahrradparkhäuser<br />

zur Verfügung stehen. Die Umsetzung<br />

des „Fahrradland Deutschland“ bis<br />

2030 gemäß Nationalem Radverkehrsplan ist<br />

im Koalitionsvertrag vereinbart<br />

Volvo und Brio<br />

Volvo Construction Equipment und Brio bündeln<br />

ihre Kräfte und bringen eine neue Reihe<br />

von hölzernen Bauspielzeugen auf den<br />

Markt. Die neueste Baureihe von Brio Builder<br />

ist ein Baumaschinensystem mit Radlader,<br />

Dumpern und Bagger. Mit dieser spannenden<br />

neuen Partnerschaft möchte Volvo die<br />

jüngste Generation angehender Ingenieure<br />

begeistern: Kinder ab drei Jahren, deren Faszination<br />

für riesige Baufahrzeuge oft keine<br />

Grenzen kennt.<br />

Nordbau<br />

Die 67. Nordbau ist mit 40.300 Besuchenden<br />

und 587 Ausstellenden aus 13 Ländern zu<br />

Ende gegangen. Die Aussteller lobten nicht<br />

nur die wertvollen Kontakte und Anfragen,<br />

sondern auch die direkten Verkäufe auf der<br />

Messe. Die Kombination von Fortbildung<br />

oder Seminar und Messebesuch haben rund<br />

4.300 Fachbesucher bei über 60 Veranstaltungen<br />

genutzt. Die 68. Nordbau findet vom<br />

6. bis 10. September 2023 auf dem Messegelände<br />

Holstenhallen Neumünster statt.<br />

A45<br />

Der hessische Verkehrsminister Tarek Al-Wazir<br />

hat den Planfeststellungsbeschluss für<br />

den Ersatzneubau der mehr als 900 m langen<br />

A 45-Talbrücke in Haiger-Sechshelden unterschrieben.<br />

Während der gesamten Bauzeit<br />

von etwa sechs Jahren bleiben beide Fahrtrichtungen<br />

befahrbar. Zunächst wird die Brückenhälfte<br />

in Richtung Hanau ersetzt,<br />

anschließend in Fahrtrichtung Dortmund.<br />

6|20<strong>22</strong>


Aktuell<br />

9<br />

Verkehrsetat<br />

Es werden weniger Bauprojekte realisiert<br />

Der Mobilitätsverband Promobilität hat die aktuellen<br />

Verkehrsetatzahlen kommentiert. Angesichts steigender<br />

Preise sieht der Verband einen Rückgang der zur<br />

Verfügung stehenden Mittel und mahnt bei der Politik<br />

eine Planungsbeschleunigung an, um die Wirtschaft zu<br />

unterstützen.<br />

Mit dem Verkehrsetat 20<strong>22</strong>, 2023 und der Finanzplanung bis 2026<br />

sollen die Investitionen in die Bundesverkehrswege stagnieren.<br />

Für die Bundesfernstraßen sind im Gesetzentwurf der Bundesregierung<br />

für 20<strong>22</strong> Investitionen von 8,4 Mrd. Euro und für 2023 Investitionen von<br />

knapp 8,47 Mrd. Euro vorgesehen. Ab 2024 wird das Investitionsniveau<br />

auf gut 8,9 Mrd. steigen, fällt dann wieder um 300 Mio. ab. Unter Berücksichtigung<br />

von Inflation und Baupreissteigerungen werden in Zukunft<br />

deutlich weniger Bauprojekte an den maroden Straßen und Brücken<br />

durchgeführt werden können.<br />

Auch die für 2023 eingeplanten 540 Mio. Euro mehr Einnahmen durch<br />

die Lkw-Maut können laut Promobilität angesichts einer realen Rezessionsgefahr,<br />

schwerwiegender Probleme bei den globalen Lieferketten<br />

und einem extremen Gasmangel in der produzierenden Industrie nicht<br />

als gesichert angesehen werden. Hier fehle eine Finanzierungsperspektive<br />

für die dringenden Erhaltungsmaßnahmen. Auch der Aufbau von<br />

dringend benötigten Kapazitäten, Ausbildung, Personal und neuen<br />

Maschinen bei Unternehmen und Verwaltungen wird nur zu erreichen<br />

sein, wenn das aufgebaute Vertrauen in einen langfristig angelegten<br />

Investitionshochlauf durch eine angemessene Finanzplanung nicht enttäuscht<br />

wird, gibt der Mobilitätsverband zu bedenken.<br />

Die Akzeptanz der Nutzer der Straßen wird davon abhängen, ob<br />

sichergestellt ist, dass mit den Einkünften aus der Maut wieder in die<br />

Straße investiert wird. Um die Klimaziele im Verkehrssektor zu erreichen,<br />

fordert der Verband, dass klimaneutrale Technologien im Straßenverkehr<br />

gefördert und eingesetzt werden müssen. Die Verlagerung von Gütern<br />

auf die Schiene ist angesichts der verschiedenen Frachten und unterschiedlichen<br />

Leistungsprofile kein entscheidender Hebel zu Erreichung<br />

der Klimaziele. Für Erhalt, Aus- und Neubau der ca. 13.000 km Autobahn<br />

Verkehrsetat 20<strong>22</strong>/23<br />

Informationen zu den Haushaltsberatungen von Bundestag und Bundesrat<br />

Mit dem Verkehrsetat 20<strong>22</strong>, 2023 und der Finanzplanung bis 2026 sollen die Investitionen in die<br />

Bundesverkehrswege stagnieren. Für die Bundesfernstraßen sind im Gesetzentwurf der Bundesregierung für<br />

20<strong>22</strong> Investitionen von 8,4 Milliarden Euro und für 2023 Investitionen von knapp 8,47 Milliarden Euro<br />

vorgesehen. Ab 2024 wird das Investitionsniveau auf gut 8,9 Milliarden steigen, fällt dann wieder um 300<br />

Millionen ab. Unter Berücksichtigung von Inflation und Baupreissteigerungen, werden in Zukunft deutlich<br />

weniger Bauprojekte an unseren maroden Straßen und Brücken durchgeführt werden können. Auch die für 2023<br />

eingeplanten 540 Mio. € mehr Einnahmen durch die LKW-Maut können angesichts einer realen<br />

Rezessionsgefahr, schwerwiegender Probleme bei den globalen Lieferketten und einem extremen Gasmangel in<br />

der produzierenden Industrie nicht als gesichert angesehen werden. Hier fehlt eine Finanzierungsperspektive<br />

für die dringenden Erhaltungsmaßnahmen. Auch der Aufbau von dringend benötigten Kapazitäten, Ausbildung,<br />

Personal und neuen Maschinen, bei Unternehmen und Verwaltungen wird nur zu erreichen sein, wenn das<br />

aufgebaute Vertrauen in einen langfristig angelegten Investitionshochlauf durch eine angemessene<br />

Finanzplanung nicht enttäuscht wird.<br />

Die Akzeptanz der Nutzer der Straßen wird davon abhängen, ob sichergestellt ist, dass mit den Einkünften aus<br />

der Maut wieder in die Straße investiert wird.<br />

• Um die Klimaziele im Verkehrssektor zu erreichen, müssen klimaneutrale Technologien im Straßenverkehr gefördert<br />

und eingesetzt werden. Die Verlagerung von Gütern auf die Schiene ist angesichts der verschiedenen Frachten und<br />

unterschiedlichen Leistungsprofilen kein entscheidender Hebel zu Erreichung der Klimaziele<br />

• Für Erhalt, Aus- und Neubau der ca. 13.000 km Autobahn soll die Autobahn GmbH des Bundes 5,5 Mrd. Euro erhalten.<br />

Für Bundesstraßen werden rund 2,5 Mrd. Euro veranschlagt.<br />

• Angesichts hoher Staatsausgaben zur Bewältigung der vielfältigen Krisen sollten alle Möglichkeiten der<br />

Planungsbeschleunigung schnellstmöglich genutzt werden, da dies weder den Bürger noch den Staat finanziell belastet<br />

und der Wirtschaft schneller und nachhaltiger helfen kann.<br />

Etatentwurf 20<strong>22</strong>/23 und Finanzplanung bis 2026<br />

In Mrd. Euro Soll‘21 Soll‘<strong>22</strong> Entw‘23 Plan‘24 Plan‘25 Plan‘26<br />

Gesamtausgaben 41.354 36.111 35.041 35.000 35.500 36.000<br />

Investitionen 25.278 21.886 21.453 <strong>22</strong>.309 23.173 23.745<br />

Fernstraßen* 1 8.649 8.400 8.468 8.936 8.618 8.608<br />

Schiene 12.125 9.418 8.851 9.648 9.972 10.497<br />

Wasserwege 1.144 1.398 1.049 1.261 1.353 1.474<br />

Verkehrsinvestitionslinie 20.256 19.465 18.648 20.113 20.210 20.845<br />

1 ohne Aufwendungen für Nutzerfinanzierung<br />

*<br />

Infrastrukturfinanzierung an Verkehrsleistung anpassen und Preissteigerungsraten berücksichtigen<br />

Quelle: BMDV 20<strong>22</strong><br />

Vergleich Investitionen und Verkehrsleistung Baupreisindizes für Ingenieurbauwerke (2015=100)<br />

72,4<br />

39,5<br />

Friedrichstraße 133 Tel.: 030 / <strong>22</strong> 48 84 12 Web: www.promobilitaet.de Redaktion: Geschäftsführung:<br />

10117 Berlin Fax: 030 / <strong>22</strong> 48 84 14 Mail: info@promobilitaet.de Leon Gärtner RA Christan Funke (V.i.S.d.P)<br />

(Quelle: Pro Mobilität)<br />

18,0<br />

55,3<br />

6,9<br />

5,2<br />

Straße Schiene Wasserstraße<br />

Güterverkehrsleistung 2020 (in %)<br />

Verkehrsinvestitionsanteil 2021 (in %)<br />

Quelle: BMDV 20<strong>22</strong>/ BAG 20<strong>22</strong> Quelle: Destatis 20<strong>22</strong><br />

soll die Autobahn GmbH des Bundes 5,5 Mrd. Euro erhalten. Für Bundesstraßen<br />

werden rund 2,5 Mrd. Euro veranschlagt. Angesichts hoher<br />

Staatsausgaben zur Bewältigung der vielfältigen Krisen sollten alle Möglichkeiten<br />

der Planungsbeschleunigung schnellstmöglich genutzt werden,<br />

da dies weder den Bürger noch den Staat finanziell belastet und der<br />

Wirtschaft schneller und nachhaltiger helfen kann.<br />

•<br />

160<br />

140<br />

120<br />

100<br />

2017 2018 2019 2020 2021 20<strong>22</strong><br />

Straßen<br />

Brücken im Straßenbau<br />

August 20<strong>22</strong><br />

Ihr kompetenter Partner für die Isolierung von Asphaltmischanlagen<br />

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6|20<strong>22</strong>


10 Aktuell<br />

Lautlos und nachhaltig:<br />

GMS stattet Lkw mit<br />

Photovoltaik-Modulen aus<br />

Der Fräsdienstleister GMS Fahrbahnsanierungen<br />

arbeitet seit<br />

Jahren daran, die CO 2 -Emissionen<br />

des Unternehmens zu senken. Als<br />

weiteren Baustein hat das Unternehmen<br />

nun Solarzellen auf seine<br />

Zugfahrzeuge installiert, um fossile<br />

Energie zu sparen.<br />

GMS transportiert die Fräsen tagtäglich mit<br />

eigenen Tiefladern zu den Baustellen. Vor<br />

und nach dem Einsatz sind Wartezeiten zu<br />

überbrücken – im Rahmen der Baustellenorganisation<br />

und wegen der Sperrzeiten für den<br />

Schwerverkehr. Sobald in dieser Zeit Strom für<br />

Kühlgeräte, die Standheizung, eine Kaffeemaschine<br />

oder Ähnliches verbraucht wird, musste<br />

bisher der Dieselmotor gestartet werden. Dank<br />

der Solarzellen auf dem Dach der Zugmaschinen<br />

ist dies nun erheblich seltener nötig.<br />

Der Fräsdienstleister hat bereits zwei Sattelzüge<br />

ausgestattet mit einem Set aus drei Photovoltaik-Modulen.<br />

Mit einer Spitzenleistung<br />

von 165 Wp laden sie seit einigen Monaten<br />

nunmehr die Starterbatterie auf. Dadurch wird<br />

der Betrieb des Motors im Leerlauf vermieden<br />

– mitsamt der entsprechenden Abgase und<br />

Schallemissionen. Die Fahrer freuen sich dabei<br />

über den komfortablen, lautlosen Energienachschub.<br />

Zudem verlängert sich die Lebensdauer<br />

der Lkw-Batterie, während die Gefahr<br />

der Tiefentladung sinkt.<br />

Seit September 2021 betreibt der Fräsdienstleister GMS auf zwei Zugmaschinen ein Set aus Solarzellen.<br />

(Quelle: GMS)<br />

Mit dieser Lösung kommt GMS dem selbst<br />

gesetzten Ziel näher, langfristig klimaneutral<br />

zu fräsen. Schon seit über zehn Jahren bezieht<br />

das Unternehmen Strom aus erneuerbaren<br />

Energiequellen. Zusätzlich versorgt eine Photovoltaik-Anlage<br />

die Büros und die Werkstatt<br />

am Standort Merzenich mit Strom. Da war die<br />

Nutzung regenerativer Energien für die Zugfahrzeuge<br />

nun ein logischer Folgeschritt. Nach<br />

einer ersten, erfolgreich beendeten Testphase<br />

rüstet GMS bis zum Jahresende weitere Lkw<br />

aus und plant auch die Ausstattung der Begleitfahrzeuge<br />

mit entsprechender Technik. •<br />

http://webkiosk.stein-verlaggmbh.de/<br />

Top 5<br />

der online meistgelesenen Artikel<br />

der letzten Ausgabe: <strong>asphalt</strong> 6/<strong>22</strong><br />

1. Seite 32<br />

Brennstoffe der Zukunft<br />

sind CO 2 -neutral<br />

2. Seite 10<br />

Storz bekennt sich zu<br />

Inzigkofen<br />

3. Seite <strong>22</strong><br />

„Wir befinden uns<br />

mitten im Wandel“<br />

4. Seite 12<br />

Temperaturabsenkung<br />

in Bayern<br />

5. Seite 6<br />

Meisterhafte<br />

Verbindungen<br />

6|20<strong>22</strong>


Aktuell<br />

11<br />

Okstra – XML<br />

Auf dem Weg zur digitalen Überprüfbarkeit<br />

Kontrollprüfungen und Eignungsnachweise werden aktuell für den Auftraggeber in ganz unterschiedlichen<br />

Formaten präsentiert – von eigenentwickelten digitalen Lösungen bis hin zum analogen Blatt Papier. Das soll<br />

sich ab nächstem Jahr ändern. Denn in Zukunft ist vorgeschrieben, dass vor dem Einbau für jedes vorgesehene<br />

Asphaltmischgut dem Auftraggeber vom Auftragnehmer digital ein Eignungsnachweis hinsichtlich des vorgesehenen<br />

Verwendungswecks vorgelegt werden muss.<br />

Thomas Reschke: „Ziel dieser Plattform ist es,<br />

grundsätzlich für die Mitglieder des DAV und DAI<br />

Kosten der eigenen Entwicklung zu sparen ,und<br />

vielleicht auch ein Anreiz für noch nicht im DAV<br />

organisierte Firmen, dem Verband beizutreten“.<br />

(Quelle: DAV/hin)<br />

Für die Bundesfernstraßen (Autobahnen<br />

und Bundesstraßen) soll zukünftig die<br />

Erzeugung und Weiterverarbeitung von Ergebnissen<br />

aus Kontrollprüfungen und Eignungsnachweisen<br />

auf Grundlage eines bundesweit<br />

einheitlichen Datenformates erfolgen. In<br />

einem Schreiben vom Januar 2019 kündigte<br />

das Bundesministerium für Digitales und Verkehr<br />

entsprechende Maßnahmen an.<br />

In Zukunft ist vorgeschrieben, dass vor dem<br />

Einbau für jedes vorgesehene Asphaltmischgut<br />

dem Auftraggeber vom Auftragnehmer digital<br />

ein Eignungsnachweis hinsichtlich des vorgesehenen<br />

Verwendungswecks vorgelegt werden<br />

muss. Mit der Vorgabe zu digitalen Kontrollprüfberichten<br />

und Eignungsnachweisen<br />

möchte das Bundesministerium die Qualitätssicherung<br />

beim Bauen und Erhalten der Straßeninfrastruktur<br />

erhöhen. Nötig seien hierzu<br />

Werkzeuge, mit denen die strategischen und<br />

operativen Entscheidungen und Prozesse<br />

unterstützt werden können und mit denen<br />

bautechnische Informationen aus der Bauphase<br />

im Lebenszyklus einer Straße nutzbar<br />

gemacht werden können.<br />

Zusammengeführt in einer Zipdatei (bestehend<br />

aus einem PDF/A- und OKSTRA-XML-Dokument), um die eindeutige<br />

Zuordnung zwischen dem Datensatz und dem Eignungsnachweis-Dokument<br />

sicherstellen zu können, wird der digitale Eignungsnachweis an<br />

den Auftraggeber übermittelt. Der Auftraggeber führt eine fachliche<br />

Prüfung sowie die Validitätsprüfung des Datensatzes durch. Ist die Prüfung<br />

erfolgreich, erfolgt der Import der Datensätze in Equbar. Equbar ist<br />

eine Plattform, die eine digitale Prüfung und Weiterverarbeitung von<br />

Prüfdaten im Straßenbau ermöglicht.<br />

Diese Neuerung stellt die Asphaltbranche vor eine wichtige digitale<br />

Herausforderung. Um diese Vorgaben zu erfüllen, wäre es denkbar, dass<br />

die Labore mit ihren eigenen Softwareversionen arbeiten. Die Bedingung<br />

ist dabei, dass eine Ausgabe der Datensätze im Okstra-XML-Format<br />

erfolgen kann. Aber nicht jedes Labor hat für die Datenübermittlung eine<br />

geeignete Softwarelösung. Viele arbeiten noch mit den klassischen<br />

Excel-Tabellen oder versuchen sich in selbstgestrickten Lösungen.<br />

Die Labore müssten, um den Anforderungen gerecht zu werden, eigene<br />

Tools entwickeln, die die Wandlung der Daten in das gewünschte<br />

Okstra-XML-Format ermöglichen.<br />

Der Deutsche Asphaltverband (DAV) will gemeinsam mit einem assoziierten<br />

Mitglied einen anderen Weg beschreiten, wie Thomas Reschke,<br />

Referent Asphaltbauweise und Bitumen beim<br />

DAV und zuständig für dieses Digitalisierungsprojekt<br />

des Verbandes, erläutert: „Wir würden<br />

unseren Mitgliedern gerne einen neuen Service<br />

diesbezüglich anbieten. Deshalb entwickeln<br />

wir gemeinsam mit einem assoziierten Mitglied<br />

unseres Verbandes eine web-basierte Lösung<br />

für die Übermittlung der Okstra-XML-Daten.“<br />

„Wir würden unseren<br />

Mitgliedern gerne einen neuen<br />

Service diesbezüglich anbieten.”<br />

Auf diese Weise müssten die Labore keine eigenen<br />

Softwarelösungen entwickeln, sondern<br />

könnten sich online an dem Tool des durch den<br />

DAV angebotenen Systems bedienen. Anstatt<br />

hohe Entwicklungskosten zahlen zu müssen,<br />

würden die Unternehmen pro Eignungsnachweis<br />

nur eine Konvertierungsgebühr bezahlen.<br />

Dieser Service soll ausschließlich den Mitgliedern<br />

des DAV vorbehalten bleiben. „Ziel dieser<br />

Plattform ist es, grundsätzlich für die Mitglieder des DAV und DAI Kosten<br />

der eigenen Entwicklung zu sparen, und vielleicht auch ein Anreiz für<br />

noch nicht im DAV organisierte Firmen, dem Verband beizutreten“,<br />

ergänzt Reschke.<br />

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6|20<strong>22</strong>


12 Aktuell<br />

Brandenburg<br />

Gemeindestraßen-Leitfaden aktualisiert<br />

Das Ministerium für Infrastruktur und Landesplanung<br />

hat den Gemeindestraßen-Leitfaden aktualisiert. Damit<br />

steht allen Kommunen und interessierten Bürgern der<br />

bewährte Leitfaden bei der Planung und dem Bau von<br />

Straßenbauprojekten auf Gemeindeebene überarbeitet<br />

zur Verfügung.<br />

Durch Entwicklungen in der Rechtsmaterie und im Straßenbau sowie<br />

geänderte Nutzungsansprüche an Verkehrsflächen ist eine Aktualisierung<br />

des Gemeindestraßen-Leitfadens erforderlich geworden.<br />

Brandenburgs Bauminister Guido Beermann erläutert: „Im Land Brandenburg<br />

war und ist der kommunale Straßenbau von hoher Bedeutung.<br />

Das Interesse an umfassenden Informationen ist entsprechend groß. Seit<br />

rund 15 Jahren gibt der Gemeindestraßen-Leitfaden Brandenburg<br />

Arbeits- und Orientierungshilfe für kommunale Straßenbauprojekte. Mit<br />

der nun vorliegenden Ausgabe werden aufgrund veränderter Rechtsprechung<br />

und Neuerungen im bautechnischen Bereich die neuesten Entwicklungen<br />

ergänzt und abgebildet. Ich freue mich, dass der immer<br />

wieder von der Bürgerschaft und den Kommunen nachgefragte Leitfaden<br />

nun zur Verfügung steht.“<br />

In der jetzt vorliegenden Aktualisierung finden sich Ergänzungen und<br />

Konkretisierungen, zum Beispiel Ausführungen zur Bürgerbeteiligung.<br />

Diese Informationen wurden in Zusammenarbeit mit dem Innenministerium<br />

und dem Städte- und Gemeindebund erarbeitet. Damit soll die<br />

Akzeptanz kommunaler Straßenbauvorhaben erhöht werden.<br />

Der aktualisierte Gemeindestraßen-Leitfaden<br />

kann hier<br />

heruntergeladen werden.<br />

Zum Erschließungs- und Erschließungsbeitragsrecht werden Finanzierungsmöglichkeiten<br />

für den Anliegerstraßenbau erläutert sowie<br />

anhand neuerer Rechtsprechung auch die Abgrenzung zum Straßenbau(beitrags)recht<br />

dargestellt. Mit dem Gesetz zur Abschaffung der Beiträge<br />

für den Ausbau kommunaler Straßen vom 19. Juni 2019 hat das<br />

Land Brandenburg die Möglichkeit, Beiträge von den Anliegern für den<br />

Ausbau kommunaler Straßen zu erheben, abgeschafft. Mit der Aktualisierung<br />

werden die gesetzlichen Änderungen und die durch das Land<br />

gewährten Erstattungen durch den pauschalen Mehrbelastungsausgleich<br />

und die Spitzabrechnung erläutert.<br />

Der Leitfaden zeigt die Grundlagen für einen möglichst kostengünstigen<br />

Bau von Erschließungsstraßen auf. Insbesondere macht er deutlich,<br />

dass der Bau von Anliegerstraßen auch mit weniger Mitteln möglich ist.<br />

Vor allem historisch gewachsene Wohnstraßen sind dabei im Blick. Es<br />

werden Handlungsoptionen für den jeweiligen Einzelfall aufgezeigt. Im<br />

Interesse sowohl der Gemeinden als auch der Anwohner liegt es jedoch,<br />

die maßgeblichen Standards einzuhalten, um wirklich dauerhafte Lösungen<br />

nach dem Stand der Technik zu bauen.<br />

Der Leitfaden macht deutlich, dass<br />

technische Aspekte und Finanzierungsregelungen<br />

zwar wichtig sind, der Straßenbau<br />

letztlich aber nur auf der<br />

Grundlage einer fundierten Entwicklungsplanung<br />

für alle Verkehrsträger<br />

erfolgreich betrieben werden muss.<br />

In der aktuellen Situation, in der sich<br />

die Verwendung knapper Haushaltsmittel<br />

und die Förderung zunehmend<br />

auf Schwerpunktaufgaben konzentrieren<br />

muss, ist der Leitfaden weiterhin ein<br />

Wegweiser für Gemeinden, Straßenbauinitiativen<br />

und interessierte Bürger.<br />

Damit ist er eine Grundlage, um die<br />

Herausforderungen des kommunalen<br />

Straßenbaus gemeinsam und an die<br />

örtlichen Gegebenheiten angepasst<br />

angehen zu können.<br />

•<br />

Brandenburgs Gemeindestraßen-Leitfaden<br />

ein Wegweiser für Gemeinden,<br />

Straßenbauinitiativen und interessierte<br />

Bürger (Quelle: Pixabay)<br />

6|20<strong>22</strong>


Aktuell<br />

13<br />

6|20<strong>22</strong>


14 Schwerpunkt: Ökologischer Straßenbau<br />

Mikroplastik<br />

Ökologische Eigenschaften von<br />

polymermodifiziertem Asphalt aus<br />

nichtrecycelbaren Kunststoffen<br />

6|20<strong>22</strong>


Schwerpunkt: Ökologischer Straßenbau<br />

15<br />

Obwohl tagtäglich und mit Selbstverständnis<br />

Straßen genutzt werden, wissen<br />

viele Menschen wenig über den Bau, die<br />

Konzeption und die Komplexität, die eine<br />

Straße mit sich bringt. Genauso steht es mit<br />

dem Asphalt. Trotz der für Baustoffe außerordentlichen<br />

Wiederverwendbarkeit wird<br />

dieser in der breiten Öffentlichkeit als wenig<br />

klimafreundlich wahrgenommen. Wenig<br />

Beachtung finden auch die extensiven<br />

Bemühungen der Industrie, Straßen und<br />

den Straßenbau nachhaltiger zu gestalten.<br />

Temperaturabsenkung, Maximalrecycling<br />

und neue Heizarten für Asphaltmischwerke<br />

sind dabei nur einige der Stellschrauben,<br />

an denen die Industrie dreht – obwohl in<br />

vielen Bereichen ökonomische oder regulatorische<br />

Anreize (noch) fehlen. Eine weitere<br />

Möglichkeit, den Asphaltbau nachhaltiger<br />

zu gestalten und Emissionen zu sparen, bietet<br />

die Verwendung von nichtrecycelbaren<br />

Kunststoffen, die im wissenschaftlichen Diskurs<br />

schon lange als Alternative für neuwertige<br />

Polymere im Straßenbau und sogar als<br />

Substitut für Teile des Bitumens gelten.<br />

Von Jonas Varga<br />

Eine weitere Möglichkeit, den<br />

Asphaltbau nachhaltiger zu<br />

gestalten und Emissionen zu sparen,<br />

bietet die Verwendung von<br />

nichtrecycelbaren Kunststoffen.<br />

Ein Unternehmen, das sich mit dieser Thematik<br />

beschäftigt, ist die Ecopals GmbH aus Berlin. Gemeinsam<br />

mit dem Fraunhofer-Institut für Chemische Technologie<br />

und der Universität Kassel hat Ecopals eine Technologie<br />

entwickelt, die die Wissenschaft für die Praxis nutzbar<br />

macht – oder anders, mit der nichtrecycelbare Polymere<br />

im Straßenbau eingesetzt werden können. Die<br />

letzte Verwertungsmöglichkeit dieser Polymere ist Stand<br />

heute die Verbrennung. Durch Nachsortierung unter<br />

strengen Vorgaben und der Modifikation mit weiteren<br />

Additiven können letztlich Teile des Bitumens ersetzt<br />

werden. In manchen Anwendungsfällen ist der Einsatz<br />

neu produzierter Polymermodifikationen nicht mehr notwendig.<br />

Den Herstellungsprozess von Ecopals können<br />

Recycler weltweit in bereits bestehenden Anlagen durchführen.<br />

Die so produzierten Ecoflakes werden anschließend<br />

einer dreistufigen Qualitätskontrolle unterzogen<br />

und dem Asphalt im Trockenverfahren zugegeben. Durch<br />

die Zugabe wird der Widerstand gegen Spurrillen- und<br />

Ermüdungsrissbildung erhöht, die Steifigkeit bei hohen<br />

Temperaturen nimmt zu und die oxidative Alterung des<br />

Bitumens verlangsamt.<br />

Es ist diese Leistungssteigerung, die die Verwendung<br />

von nichtrecycelbaren Plastikströmen im Asphalt legitimiert.<br />

Denn zukunftsfähige Lösungen müssen neben<br />

einem verbesserten ökologischen Fußabdruck auch im<br />

Hinblick auf die Dauerhaftigkeit eine Verwendung im<br />

Asphalt rechtfertigen. Die Leistungen von Ecoflakes-Asphalt<br />

sind in einer breit angelegten Studie von der Universität<br />

Kassel sowie in verschiedenen privaten Asphaltlaboren<br />

bestätigt worden. Auch die 9 bisher verbauten Pilotstrecken<br />

bestätigen die Laborergebnisse in der Praxis.<br />

6|20<strong>22</strong>


16<br />

Schwerpunkt: Ökologischer Straßenbau<br />

vgl. Kytzia & Pohl (2021)<br />

(Ausführliche Informationen über die gebauten Projekte<br />

sowie die Laboruntersuchungen unter www.ecopals.de)<br />

Die Straßenbau-Industrie ist bemüht, neue und<br />

umweltfreundlichere Lösungen zu finden und gleichzeitig<br />

die Dauerhaftigkeit von Asphaltbefestigungen zu<br />

erhöhen. Die ganzheitliche Umsetzung auf die Asphaltbranche<br />

würde zusätzliche externe finanzielle Anreize<br />

schaffen. In diesem Artikel soll der Stand der eigenen und<br />

externen Forschung zum ökologischen Potenzial von<br />

Ecoflakes vorgestellt werden. Im ersten Teil des Artikels<br />

wird ein transparenter Einblick in die Lebenszyklusanalyse<br />

von Ecoflakes gegeben. Der zweite Teil beschäftigt<br />

sich mit einer weniger von der Asphaltindustrie als vielmehr<br />

von der breiten Öffentlichkeit aufgeworfenen<br />

Frage: der Zusammenhang zwischen Mikroplastikabrieb<br />

und Asphalt, der mit nichtrecycelbaren Kunststoffen<br />

modifiziert wurde.<br />

Lebenszyklusanalyse und CO 2 -Emissionen<br />

Der gebräuchlichste Indikator für die ökologische Bewertung<br />

sind CO 2 -Äquivalent-Emissionen zur Darstellung<br />

aller Treibhausgasemissionen (THG), der mithilfe der<br />

Methodik der Lebenszyklusanalyse (LCA) angenähert<br />

wird. Die hierfür gültige ISO-Norm 14040: 20<strong>06</strong> lässt dabei<br />

verschiedenste Methoden zu, die dem übergeordneten<br />

Die Ecoflakes werden einer<br />

dreistufigen Qualitätskontrolle<br />

unterzogen.<br />

(Quelle: Ecopals)<br />

6|20<strong>22</strong>


Schwerpunkt: Ökologischer Straßenbau<br />

17<br />

Einbau von Ecoflakes<br />

am Dreiecksplatz in Kiel<br />

2021. (Quelle: DAV/hin)<br />

Ziel dienen, ein System und dessen Grenzen zu definieren.<br />

Alle Elemente innerhalb dieses Systems, ihre Beziehungen<br />

zueinander sowie alle Inputs und Outputs, die<br />

aus der Umwelt stammen und in die Umwelt freigesetzt<br />

werden, gilt es im Rahmen der LCA zu erheben. Gemäß<br />

der ISO-Norm gibt es keine vorgegebenen Ansätze für die<br />

Berechnung von ökologischen Auswirkungen, solange<br />

die Parameter der Berechnung transparent und nachvollziehbar<br />

gewählt wurden.<br />

Im Rahmen der ISO 14040 Methodik wurde von Ecopals<br />

ein Ziel und ein Anwendungsbereich definiert sowie<br />

eine Bestandsanalyse und eine Folgenabschätzung in<br />

Bezug auf die funktionelle Einheit der CO 2 -Emissionen<br />

durchgeführt. Das Vorgehen soll im Folgenden vorgestellt<br />

werden, um das ökologische Potenzial der Verwendung<br />

von Ecoflakes für Asphaltproduzenten wie Auftraggeber<br />

transparent zu machen und faktenbasierte Entscheidungen<br />

zu ermöglichen.<br />

Die Systemgrenze wurde in der vorläufigen Lebenszyklusanalyse<br />

als Cradle-to-Gate festgelegt. Übersetzt<br />

bedeutet dies so viel wie „Wiege bis Werkstor“ und rechtfertigt<br />

eine Erfassung der Umweltwirkungen für die Produktion<br />

eines Baustoffs, die mit der Rohstoffgewinnung<br />

beginnt und mit der Bereitstellung des fertigen Produkts<br />

am Werkstor des Asphaltherstellers endet. Die Dauerhaftigkeit<br />

des hergestellten Asphalts wird in dieser Betrachtung<br />

noch nicht erfasst. Als funktionelle Einheit wurde<br />

entsprechend „1 t Asphalt“ gewählt.<br />

Da Ecopals für die Produktion der Ecoflakes ausschließlich<br />

Kunststoffströme nutzt, die sonst verbrannt<br />

würden, werden die Umweltauswirkungen, die mit dem<br />

Verbrennungsprozess verbunden sind, vermieden. In<br />

einer Tonne Asphalt würden ca. 5 kg Ecoflakes eingesetzt<br />

werden. Folglich würden die Emissionen von 15 kg CO 2<br />

Darstellung von Status quo<br />

(schwarz-) und Ecoflakes<br />

(grün-) bezogenen Prozessen.<br />

6|20<strong>22</strong>


18<br />

Schwerpunkt: Ökologischer Straßenbau<br />

pro Tonne Asphalt aus der Verbrennung der Kunststoffe<br />

vermieden werden. Die Emissionen der alternativen Energieproduktion<br />

werden in dieser Berechnung aus dem<br />

Mittel der CO 2 -Emissionen des EU-Strommixes berechnet<br />

und schlagen mit 6,28 kg CO 2 pro Tonne Asphalt zu Buche.<br />

Die Verarbeitung, Additivierung und der Transport fließen<br />

mit 0,46 kg pro Tonne Asphalt in die Berechnung ein.<br />

Nach Schätzungen von Ecopals können diese bei Ausbau<br />

des dezentralen, regionalen Produktionsmodells weiter<br />

reduziert werden.<br />

Die Herstellung inklusive des energieintensiven Einmischens<br />

von herkömmlichem (beispielsweise SBS-)Polymermodifikationen<br />

in Bitumen führt zu durchschnittlich<br />

8 kg CO 2 e zusätzlich je produzierter Tonne Asphalt. Der<br />

CO 2 -Fußabdruck von Bitumen, der sich aus der Gewinnung,<br />

Verarbeitung und dem Transport ergibt, beträgt im<br />

Durchschnitt 11,9 kg CO 2 /Tonne Asphalt. Wird bei Verwendung<br />

von Ecoflakes anstelle eines polymermodifizierten<br />

Bitumens ein normales Straßenbaubitumen eingesetzt,<br />

werden die Emissionen für dessen Herstellung<br />

vermieden. Gleichzeitig können bis zu 10 % weniger<br />

Bitumen im Vergleich zu einem herkömmlichen Mischgut<br />

eingesetzt werden. Im Sinne der Darstellung des Einsparpotenzials<br />

wird im Folgenden von diesem Szenario ausgegangen,<br />

wenngleich es Anwendungsfälle gibt, in<br />

denen der Einsatz eines polymermodifizierten Bitumens<br />

weiterhin sinnvoll ist (bspw. in hochbelasteten Flächen<br />

wie Bushaltestellen). Weiterhin weisen die Autoren darauf<br />

hin, dass die vernachlässigbare Anwendungsbreite von<br />

Ecoflakes bisher keinen signifikanten Einfluss auf die Bitumennachfrage<br />

hat. Folglich wird vermutlich das in einem<br />

Ecoflakes-Asphalt eingesparte Bitumen in anderen<br />

Asphaltbelägen verbaut.<br />

Zusammenfassung der Lebenszyklusanalyse<br />

Ecopals nutzt für die Produktion der Ecoflakes ausschließlich<br />

Kunststoffströme, die sonst verbrannt würden.<br />

Die vorangegangenen Abschnitte und Berechnungen<br />

sind der Versuch einer möglichst genauen Annäherung<br />

an die Realität. Sie liefern einen Eindruck über die Potenziale<br />

und den positiven Einfluss, den die ecopals-Technologie<br />

im Straßenbau einbringen kann. Im Rahmen der<br />

Cradle-to-Gate-Betrachtung können durch den Einsatz<br />

rezyklierter Polymere bis zu 30 % der CO 2 -Emissionen im<br />

Vergleich zum Status quo eingespart werden. In der weitergehenden<br />

Betrachtung wird die Nutzungs- und Recyclingphase<br />

einbezogen werden. Die in Laborstudien<br />

bestätigte verlängerte Haltbarkeit von polymermodifizierten<br />

Straßen sowie die verminderte oxidative Bitumenalterung<br />

lassen eine positive Auswirkung von Ecoflakes<br />

System<br />

Abfall- und Polymersystem<br />

Asphalt- und Straßensystem<br />

GESAMT<br />

Prozess-Schritt<br />

Szenarien (kg CO 2 e/t Asphalt)<br />

Funktionale Einheit: 1 t Asphalt Status quo Ecoflakes Mix<br />

Verbrennung des Kunststoffes 15 -<br />

Alternative Energiequelle - 6,28<br />

Ecoflakes-Prozess - 0,46<br />

Bitumen 11,9 10,71<br />

Alternativer Bitumeneinsatz - -[1]<br />

Polymermodifikation 8 -<br />

Sonstiger Materialeinsatz 2,99 2,99<br />

Herstellung und Transport 20,2 20,2<br />

Gesamt kg CO 2 e/t Asphalt 58,09 40,64<br />

Verhältnis zum Status quo [%] 100 % 70 %<br />

[1] Siehe Ausführung zu Polymer- und Bitumensubstitution.<br />

6|20<strong>22</strong>


Schwerpunkt: Ökologischer Straßenbau<br />

19<br />

erwarten. Detailliertere Betrachtungen anhand von<br />

Praxisversuchen könnten die bisher angestellten<br />

Überlegungen umfassend ergänzen. Im Sinne des<br />

Voranbringens nachhaltiger Lösungen im Straßenbau<br />

sollten zudem weitere Bauweisen in die Analyse<br />

aufgenommen werden, um sinnvolle Praxishinweise<br />

in Kombination verschiedener Ansätze zu entwickeln.<br />

Mikroplastik<br />

Neben den (teilweise) gut messbaren CO 2 -Emissionen,<br />

welche durch die verschiedenen Bauweisen<br />

emittiert werden, dürfen andere Faktoren der<br />

Umweltbelastung nicht unter den Tisch fallen. So sind<br />

die Emissionen von Mikroplastik ein weiterer Aspekt,<br />

der in der Bilanzierung der ökologischen Wirkungen<br />

von Asphalten bisher wenig berücksichtigt wurde.<br />

Die zweitgrößte Quelle für Mikroplastik in Deutschland<br />

ist bereits heute der Abrieb von Bitumenpartikeln<br />

aus Fahrbahnbelägen – die größte Quelle ist der<br />

Abrieb von Reifen. Beunruhigend sind die Zahlen<br />

durchaus: Ca. 70 % des Abriebs aus Reifen und Fahrbahnbelägen<br />

verbleibt in Böden in Straßennähe,<br />

weitere 12 bis 20 % in Oberflächengewässern. Auf<br />

den ersten Blick erscheint die These nachvollziehbar,<br />

dass nicht-recyclebare Kunststoffe im Asphalt dieses<br />

Problem sogar verschlimmern müssten. Besonders in<br />

der breiten Öffentlichkeit werden die Konsequenzen des<br />

Einsatzes von nichtrecycelbarem Plastik im Asphalt trotz<br />

der eindeutigen Verbesserung der rheologischen Eigenschaften<br />

sowie der CO 2 -Bilanz aufgrund der angenommenen<br />

Mehr-Emission von Mikroplastik kritisch betrachtet.<br />

Kommentare auf vorhandene Beiträge in Zeitschriften<br />

zeigen, dass das Thema Mikroplastik breit im gesellschaftlichen<br />

Bewusstsein verankert ist.<br />

Eine Studie der RMIT University Melbourne, die im Juni<br />

dieses Jahres im Journal for Hazardous Materials veröffentlicht<br />

wurde, hat sich der Frage nach den Mikroplastikemissionen<br />

durch Abrieb von (RC-)polymermodifizierten<br />

Asphaltstraßen angenommen. In einem neu entwickelten<br />

Verfahren wurden Asphaltprobekörper in verschiedensaurem<br />

Wasser und variablen Temperaturen abgerieben.<br />

Das Ergebnis der Studie zeigte, dass sowohl polymerals<br />

auch RC-polymermodifizierter Asphalt weniger Mikroplastiken<br />

emittierte. Durch den mittels (RC-)Polymermodifikation<br />

erhöhten Widerstand gegen Deformationen,<br />

Sprödigkeit und Risse wird letztlich auch der Abrieb<br />

jener Bitumenpartikel vermeiden. Entgegen geläufiger<br />

Annahmen im öffentlichen Diskurs ist das Vorhandensein<br />

von Polymeren eben keine Voraussetzung für die Freisetzung<br />

von Mikroplastik. Die Studie zeigte aber auch, dass<br />

die Art, Menge sowie die Form der zugegebenen Polymere<br />

einen erheblichen Einfluss auf die Menge an Mikroplastikabrieb<br />

haben. So führten gebrauchsfertige poly-<br />

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6|20<strong>22</strong>


20<br />

Schwerpunkt: Ökologischer Straßenbau<br />

AUTOR<br />

Jonas Varga<br />

Geschäftsführer<br />

ecopals GmbH<br />

Osloer Straße 33<br />

13359 Berlin<br />

j.varga@ecopals.de<br />

mermodifizierte Bitumen aufgrund der engeren Polymerstruktur<br />

im Asphalt zu mehr und als Granulat im Trockenverfahren<br />

zugegebene Polymere mit einer weiteren<br />

Polymerstruktur zu weniger Mikroplastikemissionen.<br />

Modifikationen mit PP/PE-Polymermischungen, wie in<br />

Ecoflakes vorhanden, führten im Vergleich zur geringsten<br />

Freisetzung von Mikroplastik. Bei übermäßiger Modifikation<br />

über das Zugabeoptimum hinaus nahm der positive<br />

Einfluss der PE/PP-Modifikation ab.<br />

Zusammenfassend zeigt die Studie einen positiven<br />

Einfluss von Recycling-Kunststoffen auf die Emission von<br />

Mikroplastikpartikeln durch Abnutzung von Fahrbahnbelägen.<br />

Allerdings wird das ökologische Problem durch die<br />

Zugabe nicht gelöst. Die behandelte Mikroplastik-Thematik<br />

ist weniger ein Argument für, als vielmehr kein Argument<br />

gegen die Verwendung von RC-Polymermodifikationen,<br />

wie sie auch Ecoflakes darstellen.<br />

Dennoch stellt die Studie einen wichtigen Schritt zur<br />

Bewertung des ökologischen Potenzials von Recycling-Kunststoffen<br />

im Asphalt dar, indem sie eine Methodik<br />

für die Messung von Mikroplastikemissionen vorschlägt<br />

und so einen weiteren Indikator für Umweltauswirkungen<br />

messbar macht. Das ist insbesondere wichtig,<br />

da es noch „keine allgemein anerkannten Methoden für<br />

eine konsistente und genaue Zuordnung von Bestandsdaten<br />

zu bestimmten potenziellen Umweltauswirkungen“<br />

gibt (ISO 14040).<br />

Fazit<br />

Wie sich zeigt, befinden sich sowohl die eigenen Anstrengungen<br />

zu einer umfassenden und genauen Lebenszyklusanalyse<br />

als auch der wissenschaftliche Stand zum<br />

Thema Mikroplastikabrieb in einem Prozess – dennoch<br />

lässt sich nach aktuellem Wissensstand feststellen, dass<br />

die Verwendung von Ecoflakes einen positiven Einfluss<br />

sowohl auf den ökologischen Fußabdruck von Asphalt als<br />

auch dessen Leistung hat. Sie versprechen dabei kein Allheilmittel,<br />

aber können den ökologischen Status quo im<br />

Straßenbau signifikant verbessern.<br />

Sowohl der zunehmende Druck durch Umweltfaktoren<br />

als auch die daraus resultierenden Maßnahmen von<br />

Politik und Öffentlichkeit machen einen Wandel in der<br />

Asphaltindustrie unausweichlich – wenngleich es bereits<br />

vielversprechende Antworten gibt.<br />

Die Ecopals GmbH möchte die Dynamik und Kreativität<br />

der Branche aufgreifen und verbinden: das Zusammenspiel<br />

aus Maximalrecycling, Temperaturabsenkung<br />

und neuen Materialien eröffnet die Möglichkeit, einen<br />

signifikanten gesellschaftlichen Beitrag für wirklich nachhaltigen<br />

Straßenbau zu leisten. Es gibt bereits heute viele<br />

weitere Ideen, Baustoffe oder Prozesse, die in der Zukunft<br />

an Bedeutung gewinnen werden. Die Ecopals GmbH<br />

möchte ein Anlaufpunkt, Kollaborateur und Partner sein<br />

und im Austausch mit allen Beteiligten Akteuren den Weg<br />

hin zu einem klimaneutralen Straßenbau begleiten. •<br />

LITERATUR<br />

Enfrin, M., Myszka, R., & Giustozzi, F. (20<strong>22</strong>). Paving roads with<br />

recycled plastics: Microplastic pollution or eco-friendly solution?<br />

Journal of Hazardous Materials.<br />

Baensch-Baltruschat, B., Kocher, B., Kochleus, C., Stock, F., &<br />

Reifferscheid, G. (2021). Tyre and road wear particles – A calculation<br />

of generation, transport and release to water and soil<br />

with special regard to German roads. Science of The Total<br />

Environment.<br />

Mau, K. (2019), Können Straßen aus Plastik unser Entsorgungsproblem<br />

lösen?. Die Zeit. Retrieved from zeit.de: https://<br />

www.zeit.de/mobilitaet/2019-09/recycling-plastik-strassenbau-wiederverwertung-umweltschutz-nachhaltigkeit<br />

1 Üblicher Wirkungsgrad von Abfallverbrennungsanlagen: 50 % (Europäische Energieagentur (EUA))<br />

2 Mittelwerte der CO 2 -Emissionen für die Stromerzeugung in der EU <strong>22</strong>6 g CO 2 /kWh (Europäische Energieagentur (EUA))<br />

3 „Abschätzung des Treibhauspotenzials der Asphaltherstellung, Version 1.3“ (TU Wien, 2021)<br />

4 Die Verbesserung der rheologischen Eigenschaften, die Ecoflakes ermöglichen, vergleichbar mit Polymermodifikationen, die<br />

derzeit auf dem Markt erhältlich und weit verbreitet sind (Laborergebnisse und Tests sind im Datenblatt auf der ecopals Website<br />

www.ecopals.de/produkt/ einzusehen).<br />

5 Fraunhofer UMSICHT, 2018 – Aufgrund ihrer Partikelgröße und der chemischen Beschaffenheit werden abgetragene Bitumenpartikel<br />

als Mikroplastik klassifiziert.<br />

6 Vgl. Baensch-Baltruschat et al., 2021<br />

7 Vgl. Die Zeit, 2019<br />

8 Vgl. Enfrin, Myszka, & Giustozzi, 20<strong>22</strong><br />

9 Ebd.<br />

6|20<strong>22</strong>


Schwerpunkt: Ökologischer Straßenbau<br />

21<br />

stand 1008/1<br />

6|20<strong>22</strong>


<strong>22</strong> Intern<br />

DAV/DAI-Mitgliederversammlung<br />

50 Jahre DAV – Destination: Linz<br />

Seine 50. Ordentliche Mitgliederversammlung<br />

führte der Deutsche<br />

Asphaltverband (DAV) Anfang September<br />

in der ehemaligen Bundeshauptstadt<br />

Bonn durch, dem Sitz<br />

seiner Hauptgeschäftsstelle. Eine<br />

herrliche Schifffahrt auf dem Rhein<br />

bildete den krönenden Abschluss<br />

der Veranstaltung.<br />

Am Mittag des 2. September eröffnete Oliver<br />

Nohse, Präsident des DAV, die 50.<br />

Ordentliche Mitgliederversammlung des Verbandes.<br />

Als Austragungsort für dieses Jubiläum<br />

war das Hilton Hotel Bonn auserkoren worden,<br />

nachdem die ursprüngliche Planung, diesen<br />

besonderen Anlass im Rahmen der Deutschen<br />

Asphalttage 20<strong>22</strong> zu feiern, aus bekannten<br />

Gründen nicht realisiert werden konnte.<br />

Nohse ging zu Beginn seiner Ansprache auf<br />

die Historie Bonns ein, auch im Hinblick auf<br />

straßenbautechnische Ereignisse, und zählte<br />

zudem wichtige Meilensteine des DAV in den<br />

vergangenen 50 Jahren auf. Dann leitete er<br />

aber zu dem weniger angenehmen Teil über,<br />

denn Themen wie die aktuelle Baukonjunktur,<br />

der Fachkräftemangel und vor allem die diversen<br />

Auswirkungen des Krieges in der Ukraine<br />

würden die Asphaltbranche momentan bewegen.<br />

Er warnte vor einer drohenden Unterversorgung<br />

bei der Erhaltung der Straßeninfrastruktur<br />

in Deutschland, hob jedoch die Arbeit<br />

des Verbandes in diesen ungewissen Zeiten<br />

hervor, denn dieser setze sich auf ganzer Breite<br />

für die Interessen seiner Mitglieder ein. Diese<br />

Aussage wurde durch die anschließenden<br />

Berichte aus den Arbeitsgruppen sowie der<br />

Geschäftsführung unterstrichen, denn in diesen<br />

wurde über sämtliche aktuellen Tätigkeiten<br />

des DAV informiert. Zum Ende der Versammlung<br />

wurden Oliver Nohse als Präsident und<br />

Christoph Hagemeier als Vizepräsident einstimmig<br />

wiedergewählt.<br />

Gestärkt von einer kleinen Kaffeepause,<br />

kehrten die Anwesenden zurück in den Vortragssaal,<br />

um der 44. Ordentlichen Mitgliederversammlung<br />

des Deutschen Asphaltinstitutes<br />

beizuwohnen. Dort wurde wie üblich über die<br />

verschiedenen Forschungsvorhaben des DAI<br />

01<br />

02<br />

berichtet. Knut Johannsen, Vorstandsvorsitzender<br />

des DAI, verkündete stolz: „Im vergangenen<br />

wie auch im aktuellen Jahr liefen bzw. laufen<br />

Projekte beim DAI mit einer Gesamtförderungssumme<br />

von über einer Millionen Euro.“ Vor dem<br />

Hintergrund der Thematik rund um den Arbeitsplatzgrenzwert<br />

für Dämpfe und Aerosole wür-<br />

03<br />

04<br />

6|20<strong>22</strong>


Intern<br />

23<br />

05<br />

Bild 01<br />

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Bild 05<br />

Bild <strong>06</strong><br />

Bild 07<br />

Bild 08<br />

Bild 09<br />

Bild 10<br />

Mit der „Rheinprinzessin“ ging es auf „große Fahrt“.<br />

Die passende Atmosphäre auf der „Rheinprinzessin“ fürs Verbandsjubiläum.<br />

Dr. Knut Johannsen berichtet aus der Arbeit der Arbeitsgruppe<br />

„Asphalttechnik“.<br />

Oliver Nohse eröffnet die DAV-Mitgliederversammlung.<br />

DAV-Präsident Oliver Nohse eröffnet den gemütlichen Abend.<br />

Johannes Winter berichtet aus der Arbeit der Arbeitsgruppe<br />

„Wirtschaft und Recht“.<br />

Ein besonderes Geschenk zum Verbandsjubiläum hatte sich JRS<br />

Rettenmaier überlegt (v. l. n. r.): Bernd Abele, André Täube,<br />

Marco Bokies, Oliver Nohse.<br />

Auf der DAV-Mitgliederversammlung (v. l. n. r.): André Täube,<br />

Marco Bokies, Christoph Hagemeier, Oliver Nohse.<br />

Wie immer lud die DAV-Mitgliederversammlung zur Diskussion<br />

ein.<br />

Die DAI-Mitgliederversammlung (v. l. n. r.): Andreas Stahl,<br />

André Täube, Bernd Nolle, Dr. Knut Johannsen. (Alle Quellen: DAV)<br />

08<br />

<strong>06</strong><br />

09<br />

10<br />

07<br />

6|20<strong>22</strong>


24 Intern<br />

Bild 01<br />

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Bild 03<br />

Bild 04<br />

Bild 05<br />

Bild <strong>06</strong><br />

Bild 07<br />

Bild 08<br />

01<br />

Zeit für gute Gespräche im Heck des<br />

Schiffes.<br />

Überall an Bord fanden sich die Teilnehmer<br />

zur Geselligkeit zusammen.<br />

Gleich geht es los: Die Gäste treffen ein.<br />

Das Sonnendeck wurde bis spät abends<br />

genutzt.<br />

Kulinarische Hochgenüsse an Bord.<br />

Der laue Sommerabend lud zum<br />

Genießen ein.<br />

Die DAV- und DAI-Mitgliederversammlungen<br />

hatten hungrig gemacht.<br />

Die Gäste waren begeistert vom<br />

gediegenen Ambiente.<br />

(Alle Quellen: DAV)<br />

04<br />

05<br />

<strong>06</strong><br />

den besonders die Ergebnisse des Vorhabens<br />

zur Schaumbitumentechnologie mit Spannung<br />

erwartet. Aber auch die anderen Forschungsprojekte<br />

stünden dem in nichts nach.<br />

Seinen angenehmen Ausklang fand der<br />

herrliche Spätsommertag bei einer Schifffahrt<br />

auf der „Rheinprinzessin“, die die Gäste über<br />

selbigen, wohlbekannten Strom schipperte.<br />

Doch nicht nur die Versammlungsteilnehmer,<br />

sondern auch deren Partner, viele Ehemalige<br />

und Freunde des Verbandes waren mit an Bord<br />

und feierten das 50-jährige Bestehen des Verbandes.<br />

Nohse hatte vor dem Ablegen ehrgeizig<br />

verkündet: „Unser Ziel wird es sein, den DAV<br />

bis nach Linz am Rhein vorstoßen zu lassen.“<br />

Und so kreuzte die Gesellschaft vorbei an vielen<br />

Sehenswürdigkeiten des Rheinlandes, verpflegt<br />

durch eine üppig gedeckte Tafel und<br />

begleitet von der Hintergrundmusik des eigens<br />

für die Tour engagierten DJs. Bis direkt nach<br />

Linz hat es zwar letztendlich nicht gereicht,<br />

aber der DAV ist optimistisch gestimmt, dass<br />

das Erreichen des anvisierten Ziels durchaus im<br />

Bereich des Möglichen liegt. Andreas Stahl<br />

07<br />

02<br />

03<br />

08<br />

6|20<strong>22</strong>


Termine<br />

Messen, Ausstellungen & Veranstaltungen<br />

25<br />

Oktober<br />

19.10. Filderstadt<br />

25. Baustoff-Recycling-Tag<br />

www.iste.de<br />

19.–20.10. Karlsruhe<br />

32. Karlsruher Deponie- und<br />

Altlastenseminar<br />

www.icp-ing.de<br />

24.–30.10. München<br />

Bauma 20<strong>22</strong><br />

www.bauma.de<br />

November<br />

3.11. Münster<br />

DAV-Informationsveranstaltung<br />

www.<strong>asphalt</strong>.de<br />

4.11. Warnemünde<br />

Regionalversammlung Nord<br />

www.<strong>asphalt</strong>.de<br />

14.–15.11. Wien<br />

E&E Event 20<strong>22</strong><br />

www.eapa.org<br />

15.11. Erfurt<br />

DAV-Informationsveranstaltung<br />

www.<strong>asphalt</strong>.de<br />

17.11. Regensburg<br />

DAV-Informationsveranstaltung<br />

www.<strong>asphalt</strong>.de<br />

<strong>22</strong>.11. Frankfurt/Oder<br />

DAV-Informationsveranstaltung<br />

www.<strong>asphalt</strong>.de<br />

28.–30.11. Berlin<br />

ForumMiro<br />

www.forummiro.de<br />

Vorschau 2023<br />

8.–10.2. Berchtesgaden<br />

21. Deutsche Asphalttage<br />

www.<strong>asphalt</strong>.de<br />

13.–15.3. Willingen<br />

DAV/DAI-Asphaltseminar<br />

www.<strong>asphalt</strong>.de<br />

2.5. Aachen<br />

DAV-Regionalversammlung West<br />

www.<strong>asphalt</strong>.de<br />

3.–4.5. Aachen<br />

FGSV-Asphaltstraßentagung<br />

www.fgsv.de<br />

23.–26.8. Homberg/Nieder-Ofleiden<br />

Steinexpo<br />

www.steinexpo.de<br />

Vorschau 2024<br />

21.–23.2. Berchtesgaden<br />

<strong>22</strong>. Deutsche Asphalttage<br />

www.<strong>asphalt</strong>.de<br />

6|20<strong>22</strong>


26 Menschen<br />

Geschäftsführung<br />

AiF mit neuer Führung<br />

Prof. Dr. habil. Michael Bruno Klein (Quelle: AiF)<br />

Professor Michael Bruno Klein (57) ist seit Juni Geschäftsführer<br />

der AiF Arbeitsgemeinschaft industrieller Forschungsvereinigungen<br />

„Otto von Guericke“ e.V. Spätestens zum 1. November wird er die Aufgabe<br />

des Hauptgeschäftsführers der AiF von Dr. Thomas Kathöfer übernehmen,<br />

der in den Ruhestand tritt. Als Forschungsnetzwerk Mittelstand<br />

koordiniert die AiF die Förderung anwendungsnaher Forschung zugunsten<br />

kleiner und mittlerer Unternehmen in Deutschland im Auftrag<br />

des Bundesministeriums für Wirtschaft und Klimaschutz. Der habilitierte<br />

Wissenschaftler wird das AiF-Netzwerk führen und nach außen vertreten.<br />

Zum Netzwerk gehören 100 branchenorientierte Forschungsvereinigungen<br />

mit mehr als 50.000 eingebundenen Unternehmen von Automobilbis<br />

Asphaltindustrie.<br />

Professor Michael Bruno Klein war zuletzt als Vorstandsvorsitzender<br />

der DAM – Deutsche Allianz Meeresforschung e.V. in Berlin tätig. Nach<br />

dem Studium der Geschichte, Wirtschaftsgeschichte, Politischen und<br />

Kommunikationswissenschaften in Bamberg, Erlangen, Norwich (England)<br />

und Dijon (Frankreich) und einer Lehrtätigkeit an der Universität<br />

Bamberg wurde er 1996 Referent im Deutschen Bundestag. Ende der<br />

1990er-Jahre wechselte Klein ins Wissenschaftsmanagement zur Leibniz-Gemeinschaft<br />

und wurde 20<strong>06</strong> deren erster Generalsekretär. Ein Jahr<br />

zuvor habilitierte er sich an der Universität der Bundeswehr München,<br />

ist seit neun Jahren außerplanmäßiger Professor an der Technischen<br />

Universität Berlin und seit 2020 Gastprofessor für Innovation und Technology<br />

Management an der Hochschule für Wirtschaft und Recht (HWR)<br />

in Berlin. Von 2010 bis 2017 war er Generalsekretär und hauptamtlicher<br />

Vorstand der acatech – Deutsche Akademie der Technikwissenschaften<br />

e.V., eine der führenden Einrichtungen der wissenschaftlichen Politikberatung.<br />

In den Jahren 2017 und 2018 verantwortete er die „Zentralabteilung<br />

Außenangelegenheiten, Regierungs- und Politikbeziehungen“ der<br />

Robert Bosch GmbH. Aktuell ist er in zahlreichen wissenschaftlichen und<br />

wissenschaftspolitischen Gremien aktiv und Mitglied im Advisory Board<br />

der Exentis Group AG in Stetten (Schweiz) sowie der XLife Sciences in<br />

Zürich (Schweiz).<br />

•<br />

Baden-Württemberg<br />

Wechsel bei Zeppelin im Südwesten<br />

Vom Niederlassungsleiter zum Vertriebsdirektor:<br />

Diesen beruflichen Weg nahm<br />

Jürgen Blattmann bei Zeppelin. Sein Nachfolger<br />

Mario Meier tut es ihm gleich und wird<br />

dann so wie sein Vorgänger verantwortlich für<br />

den Wirtschaftsraum in Baden-Württemberg<br />

sein, zu dem die Niederlassungen Freiburg,<br />

Böblingen und Ulm gehören. „Zeppelin legt<br />

schon immer großen Wert auf eine langfristig<br />

ausgerichtete Personalpolitik, indem Führungskräfte<br />

mit hoher Verantwortung gefördert<br />

werden, um weiterführende Aufgaben<br />

und Führungspositionen zu übernehmen“,<br />

erklärt Fred Cordes, Vorsitzender der Geschäftsführung<br />

bei Zeppelin Baumaschinen. Vertriebsdirektor<br />

Jürgen Blattmann tritt im November<br />

den geplanten Vorruhestand an. Seine Aufgaben<br />

hat Mario Meier, bislang Niederlassungsleiter<br />

Böblingen, seit August als Leiter Vertriebs-<br />

und Servicezentrum Baden-Württemberg/Schwaben<br />

übernommen. Die Leitung der<br />

Niederlassung Freiburg wird Jürgen Blattmann<br />

dann ab Oktober an seinen Nachfolger, Marc<br />

Kallies, regionaler Verkaufsleiter Gebrauchtmaschinen<br />

im Vertriebs- und Servicezentrum<br />

Baden-Württemberg, übergeben.<br />

Mario Meier hat die Leitung der Zeppelin-<br />

Niederlassung in Böblingen vor drei Jahren<br />

übernommen, nachdem er bereits 2008 im<br />

Zeppelin-Konzern verschiedene Stationen<br />

international durchlaufen hatte. Dabei hatte er<br />

sich schon in jungen Jahren bewährt, etwa<br />

während seiner Zeit in Moskau als Regionaldirektor<br />

für Zentralrussland, die von dem schon<br />

damals schwelenden Konflikt zwischen Russland<br />

und der Ukraine sowie den zahlreichen<br />

Herausforderungen im Vertrieb und Service<br />

von Cat-Baumaschinen geprägt war. •<br />

Mario Meier ist neuer Zeppelin-Vertriebsdirektor im<br />

Wirtschaftsraum Baden-Württemberg/Schwaben.<br />

(Quelle: Zeppelin/Sabine Gassner)<br />

6|20<strong>22</strong>


Menschen<br />

27<br />

Vertrieb<br />

Swecon mit neuem Bereichsleiter<br />

Christian Paffen, vorher Verkaufsleiter Direktvertrieb bei der Swecon<br />

Baumaschinen GmbH, hat zum Juli die Bereichsleitung für den Neumaschinenhandel<br />

übernommen und ist zum Mitglied der Geschäftsleitung<br />

des Unternehmens ernannt worden. Die Bereichsleitung Neumaschinenhandel<br />

ist bei Swecon seit dem Jahr 2014 durch den Geschäftsführer<br />

in Personalunion wahrgenommen worden. In dieser Zeit hat der<br />

Importeur und Handelspartner für Baumaschinen der Marke Volvo Construction<br />

Equipment seine regionale Struktur der Vertriebsregionen neu<br />

aufgestellt, den Absatz und Umsatz mit Neumaschinen weiterentwickelt<br />

und die Marktposition ausgebaut. Im gleichen Zuge hat sich die internationale<br />

Zusammenarbeit innerhalb der Swecon-Gruppe spürbar intensiviert<br />

und der Partner Volvo CE hat seine Produkt- und Technologiestrategie<br />

neu ausgerichtet.<br />

Paffen (41) hat im April 2018 bei Swecon als Verkaufsleiter für die<br />

Region Nord begonnen und ist seit Sommer letzten Jahres Verkaufsleiter<br />

Direktvertrieb. Vorher war er unter anderem bei Bomag und Bosch<br />

Rexroth für das Produktmanagement zuständig und bringt darüber hi -<br />

naus Erfahrungen aus dem Projektmanagement mit. „Die neuen Aufgaben<br />

mit spannenden Herausforderungen und ambitionierten Zielen<br />

nehme ich gern an. Die größten Veränderungen, die wir vorantreiben<br />

müssen, sind aus meiner Sicht die Themen Elektromobilität und Digitalisierung.<br />

Diese Transformation, die auch Volvo mehr und mehr lebt,<br />

müssen wir als Vertriebsorganisation gemeinsam mit unseren Kunden<br />

begleiten. Ein wachsendes Portfolio von Elektromaschinen, digitale Vertriebswege<br />

oder die Vermarktung unserer Kundenplattform mySwecon<br />

sind nur einige wichtige Beispiele“, berichtet Paffen.<br />

•<br />

Christian Paffen (Quelle: Swecon)<br />

6|20<strong>22</strong>


28 Spezial<br />

Die Erwartungen an die Bauma 20<strong>22</strong> sind groß. (Quelle: Bauma)<br />

Bauma 20<strong>22</strong><br />

Sie ist wieder da!<br />

Klimawandel, endliche natürliche Ressourcen, Fachkräftemangel:<br />

Auch die Baumaschinenbranche muss<br />

sich den großen Problemen der Gegenwart stellen.<br />

Moderne Bauverfahren und -materialien können hier<br />

Teil der Lösung sein. Einen umfassenden Überblick<br />

über den State-of-the-Art und die großen Entwicklungslinien<br />

in diesem Bereich liefert die Bauma, die<br />

vom 24. bis 30. Oktober 20<strong>22</strong> in München stattfindet.<br />

Der Abbau und die Verarbeitung von Baustoffen, der Bauprozess an<br />

sich, die Instandhaltung sowie der Abbruch von Gebäuden und<br />

Infrastrukturbauten sind mit hohen Kohlendioxid-Emissionen verbunden.<br />

Emissionsfreies Arbeiten gehört deshalb zu den großen Trends der<br />

Baumaschinenbranche. Um im Sinne des Klimaschutzes Treibhausgasemissionen<br />

zu reduzieren, werden immer mehr Baumaschinen und -fahrzeuge<br />

mit elektrischem Antrieb entwickelt. Weitere Vorteile befeuern<br />

diesen Trend. So sind E-Motoren geräuscharm, was sie für Arbeiten an<br />

lärmsensiblen Orten empfiehlt – beispielsweise in der Nachbarschaft zu<br />

Krankenhäusern oder auf innerstädtischen Baustellen. Ferner schützen<br />

sie die Bediener wie auch die Umgebung vor lokalen Abgasen. So sind<br />

viele Arbeitsschritte auch in gering belüfteter Umgebung problemlos<br />

möglich. Ein weiterer Pluspunkt: Elektromotoren gelten als wartungsarm<br />

und effizient. Damit sorgen sie für niedrige Betriebs- und Energiekosten.<br />

Folgerichtig ist „Der Weg zur Null-Emission“ auch eines der Leitthemen<br />

der diesjährigen Bauma. Schon jetzt haben etliche Aussteller für die<br />

Schau brandneue E-Lösungen angekündigt.<br />

6|20<strong>22</strong>


Spezial<br />

29<br />

Rahmenprogramm<br />

Zu den Stärken der Messe zählt ihr facettenreiches Rahmenprogramm.<br />

Bei diesem präsentieren etablierte Unternehmen, Start-ups, Verbände<br />

und Forschungseinrichtungen wegweisende Lösungen und diskutieren<br />

die großen aktuellen Trends der Branche.<br />

In diesem Jahr gibt es für den Wissenstransfer mit der Innovationshalle<br />

Bauma-Labo einen neuen zentralen Ort. So wird hier zum Beispiel<br />

das Bauma Forum mit Vorträgen, Präsentationen und Podiumsdiskussionen<br />

platziert sein. Vom 24. bis 28. Oktober widmet sich das Forenprogramm<br />

jeden Tag einem anderen der fünf Leitthemen der Bauma. Diese<br />

reichen von „Bauweisen und Materialien von morgen“ über „Bergbau –<br />

nachhaltig, effizient und zuverlässig“ bis zu „Der Weg zur Null-Emission“.<br />

Am 24. Oktober werden im Forum außerdem die Gewinner aus den<br />

fünf Kategorien des Bauma-Innovationspreises 20<strong>22</strong> vorgestellt. Mit dem<br />

Preis würdigen der Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau<br />

e. V. (VDMA), die Messe München und die Spitzenverbände der deutschen<br />

Bauwirtschaft Forschungs- und Entwicklungsteams von Unternehmen<br />

und Hochschulen, die praxistaugliche Spitzentechnik für die Bau-,<br />

Baustoff- und Miningindustrie zur Markreife bringen. Die Preisträger<br />

haben dabei Ressourcen, Umwelt und Menschen gleichermaßen im Blick.<br />

In unmittelbarer Nähe zum Forum befindet sich der Science Hub. In<br />

diesem Bereich informieren zehn Hochschulen und wissenschaftliche<br />

Institute über den neuesten Stand ihrer Forschung. Auch hier dienen die<br />

fünf Leitthemen als Strukturgeber.<br />

Ein weiteres Segment der Innovationshalle im Internationalen Congress<br />

Center München (ICM) ist die neu ins Leben gerufene Start-up-Area,<br />

in der sich zukunftsträchtige Nachwuchsunternehmen der Fachöffentlichkeit<br />

vorstellen können.<br />

Um eine einheitliche, herstellerübergreifende und maschinenunabhängige<br />

Kommunikation rund um den Bauprozess zu entwickeln, gründeten<br />

der VDMA und der Hauptverband der deutschen Bauindustrie die<br />

Arbeitsgemeinschaft „Machines in Construction 4.0“ (MiC 4.0). Eines der<br />

bisherigen Ergebnisse ist der MiC 4.0 Bus. Hierbei handelt es sich um eine<br />

offene, herstellerunabhängige Datenschnittstelle zwischen Baumaschine<br />

und Anbaugerät. Am MiC-4.0-Stand in der Innovationshalle Labo<br />

wird ein Demonstrator der neuen Schnittstelle in Aktion zu sehen sein.<br />

Think Big! – eine Initiative des VDMA und der Messe München – richtet<br />

sich vor allem an Schüler. Firmen präsentieren im ICM „Technik zum<br />

Anfassen“ mit einer großen Werkstatt-Show, Mitmach-Aktionen, Spielen<br />

und Informationen rund um eine berufliche Zukunft in der Branche.<br />

Alle Details zu den Leitthemen der Bauma, den genauen Vortragsthemen<br />

und -terminen sowie – wo erforderlich – den Anmeldemöglichkeiten<br />

finden sich unter bauma.de.<br />

Meiller Stand FN 824/9<br />

Auf der diesjährigen Bauma präsentiert<br />

Meiller Kipper-Neuheiten und Produktverbesserungen<br />

aus allen Kipper-Segmenten<br />

sowie ein umfangreiches Paket an Dienstleistungen.<br />

Im Fokus stehen die neuesten Absetzkipper,<br />

Abrollkipper, Dreiseitenkipper, Hinterkipper<br />

und Kippsattel, die zunehmend tauglicher<br />

für den Einsatz mit Elektro-Lkw werden.<br />

Darüber hinaus nimmt der Münchener Traditionshersteller<br />

seine erfolgreichen Zentralachsanhänger<br />

und Behältertransportanhänger<br />

(BTA) mit auf die Messe. Meiller zeigt zudem<br />

den RS21-Hakenabrollkipper auf Basis gleich<br />

dreier unterschiedlicher Elektro-Dreiachser:<br />

Mercedes-Benz E-Actros 300, Renault Trucks D<br />

Wide E-Tech und Scania 25P BEV. Schon frühzeitig<br />

hat sich das Unternehmen mit den alternativen<br />

Antrieben der OEM beschäftigt und<br />

Lösungen für Elektrokipper entwickelt. Heute<br />

ist Meiller in der Lage, seine Produkte auf fast<br />

alle derzeit existierenden E-Lkw europäischer<br />

Hersteller aufzubauen. Dabei spielt es keine<br />

Rolle, ob die BEV-Fahrzeuge bereits mit einem<br />

für die Hydraulik des Aufbaus notwendigen<br />

mechanischen Nebenabtrieb (PTO) oder einem<br />

elektrischen Nebenabtrieb (E-PTO) bestückt<br />

sind. Auf großes Interesse dürfte der überarbeitete<br />

Absetzkipper AK12-NT für 14 t Nennlast<br />

stoßen. Das Gerät kommt künftig nicht mehr<br />

verschweißt, sondern mittels eines modularen<br />

Schraubsystems zum Kunden. Das schraubenbasierte<br />

Komplettieren des Aufbaus ermöglicht<br />

einen wesentlich schnelleren Ersatzteilaustausch<br />

von defekten oder verschlissenen<br />

Komponenten. Für eine längere Haltbarkeit des<br />

Absetzkippers wechselt der Aufbauhersteller<br />

zur KTL-Grundierung der Stahlbauteile. Mit<br />

dem Verfahren der kathodischen Tauchlackierung<br />

ergibt sich ein exzellenter Korrosionsschutz.<br />

•<br />

Meiller zeigt den RS21-Hakenabrollkipper auf<br />

Basis gleich dreier unterschiedlicher Elektro-<br />

Dreiachser. (Quelle: Meiller)<br />

6|20<strong>22</strong>


30 Spezial<br />

Schäfer-Technic Stand 1111/5<br />

Vorspritzarbeiten auf engem Raum sind<br />

nicht immer einfach zu meistern. Hier sind<br />

äußerst wendige Maschinen gefragt, die dank<br />

geringer Maße auch die Arbeit in schmalen<br />

Bereichen ermöglichen. Schäfer-Technic legt<br />

einen Klassiker neu auf und präsentiert auf der<br />

Bauma die Bitumenspritzmaschine Typ BSM-SF<br />

FA. Der Clou der Maschine: Das Fahrgestell ist<br />

als selbstfahrender, 1-achsiger Anhänger mit<br />

zentral angeordnetem Vorderrad und hydraulischer<br />

Servolenkung konzipiert. Dadurch wird<br />

die Manövrierfähigkeit noch flexibler als bei<br />

2-achsigen Kompaktmaschinen. Angetrieben<br />

wird die Maschine über Hydraulikmotoren an<br />

den Hinterrädern.<br />

Ein hydraulisch variabel verstellbarer Spritzbalken<br />

mit Einzeldüsenzylindern gehört<br />

ebenso dazu wie eine programmierbare Standheizung.<br />

Highlight ist die hauseigene Dosiersteuerung.<br />

Die Spray-Control SF orientiert sich<br />

an den Steuerungen der großen BSM-Maschinen<br />

von schäfer-technic und bietet den<br />

gewohnten Bedienkomfort. Optional kann die<br />

Maschine, zusätzlich zum 800 l fassenden Bitumentank,<br />

mit einer Fasshaube ausgerüstet werden,<br />

um auch Fassware verwenden zu können.<br />

<br />

•<br />

BSM-SF FA in Transportstellung, mit eingeklapptem<br />

Spritzbalken (Foto: Schäfer-Technic GmbH)<br />

SAE Stand FS 1008/1<br />

SAE von der Fayat Group stellt die Bindemittel-Produktionsanlage<br />

Emulpack aus. Die Anlage ist für die kontinuierliche Produktion von<br />

Emulsionen konzipiert, wobei die Vorbereitung der Wasserphase durch<br />

zwei abwechselnd arbeitende Behälter im Chargenmodus beibehalten<br />

wird. Sie ist in verschiedenen Versionen erhältlich, ermöglicht bei kontinuierlicher<br />

Produktion einen Produktionsdurchsatz von bis zu 40 t/h (bei<br />

diskontinuierlicher Produktion bis zu 15 t/h) und kann nach Bedarf konfiguriert<br />

werden. Das Herzstück der Anlage ist die Kolloidmühle Bitumill.<br />

Sie ist geräuscharm und gewährleistet die Herstellung besonders feiner<br />

Emulsionen. Die weltweit einzigartige Wärmerückgewinnung im<br />

geschlossenen Kreislauf dient der Erzeugung von Warmwasser ohne<br />

externe Energiezufuhr, was Einsparungen bei den Betriebskosten ermöglicht.<br />

Der vollelektrische Betrieb vermeidet jedes Verschmutzungsrisiko<br />

durch die Verwendung von Thermoöl. Darüber hinaus ist die Anlage mit<br />

Auffangbehältern ausgestattet, die ein Auslaufen verhindern und so die<br />

Böden schützen. Durch das Containerformat ist die gesamte Technologie<br />

kompakt sowie konzentriert und ermöglicht einen schnellen Transport<br />

von einem Standort zum anderen. Passend dazu stellt SAE den E-Tank<br />

aus, ein Hochleistungs-Lagertank im Containerformat, der für alle Arten<br />

von Straßenbindemitteln geeignet ist. Der E-Tank ist ein elektrisch<br />

beheizter Lagertank für Bindemittel, bietet einen sehr niedrigen Energieverbrauch.<br />

Zusätzlich zu den Energielösungen bietet der Tank einen<br />

integrierten Auffangbehälter, der das Auslaufen der Materialien verhindert,<br />

und kann Technologie zur Energierückgewinnung aus den Abgasen<br />

Die Bindemittel-Produktionsanlage Emulpack ermöglicht einen schnellen<br />

Transport (Quelle: SAE)<br />

des Generators nutzen, um die Temperatur des Behälters zu halten (50 %<br />

weniger Energieverbrauch und CO 2 -Emissionen laut Hersteller). •<br />

6|20<strong>22</strong>


Spezial<br />

31<br />

+++<br />

-News-Channel +++<br />

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der mineralischen Baustoff-, Asphalt- und Recycling-Industrie.<br />

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info@stein-verlagGmbH.de | www.stein-verlagGmbH.de<br />

6|20<strong>22</strong>


32 Spezial<br />

Ammann-Gruppe Stand FS.909<br />

Die Themen Nachhaltigkeit, Konnektivität<br />

und Produktivität sind in den mehr als 100<br />

Produkten vertreten, die Ammann auf dem<br />

Stand ausstellt. Zu sehen sind etwa ein<br />

Ammann-Brenner, ein Mischer, ein Sieb, die<br />

Wiege- und Mischetage einer Ammann ABP<br />

HRT (High Recycling Technology) Anlage sowie<br />

Massstabsmodelle verschiedener Asphaltmischanlagen.<br />

Ebenfalls kann man die as1-<br />

Anlagensteuerung anhand von persönlichen<br />

Vorführungen kennenlernen. Das Recyclingsystem<br />

RAH100 ist in der Lage, Mischgut<br />

aus bis zu 100 % recycelten Materialien herzustellen.<br />

Zusätzliche bietet das Unternehmen<br />

Systeme an, die RAH50- und RAH60-Trockner,<br />

die einen maximalen Einsatz von 50 % bzw.<br />

60 % RA haben. Das RAC-System hat eine maximale<br />

Auslastung von 40 %. Die Verwendung<br />

von alternativen Brennstoffen ist ein weiterer<br />

bedeutender Gewinn für die Umwelt. Ammann<br />

nutzt erneuerbare Energiequellen oder wandelt<br />

in einigen Fällen ein Abfallprodukt in<br />

Brennstoff um. Das schont die natürlichen Ressourcen<br />

und entlastet die Deponien. Was die<br />

erneuerbaren Energien betrifft, so verwandelt<br />

ein Holzstaubbrenner, ein Material, das aus<br />

lokalen Quellen stammen kann. Biobrennstoffe<br />

sind eine weitere Initiative. Beispiele für diese<br />

Brennstoffe sind Raps und Zuckerrohr. Auch<br />

Tallöl, ein Abfallprodukt der Zellstoffproduktion<br />

mit dem Sulfatverfahren, kann verwendet<br />

werden. Ammann-Biobrennstoff-Brenner können<br />

auch herkömmliche Brennstoffe wie Erdgas,<br />

Flüssiggas, Leicht- und Schweröl sowie<br />

Kerosin verwenden. Retrofits sind eine Möglichkeit,<br />

die Nachhaltigkeit bestehender Anlagen<br />

zu verbessern – und auch die Produktivität<br />

zu steigern. Die Vorschriften für Lärm- und<br />

Staubemissionen, Probeentnahme-Möglichkeiten,<br />

die Herstellung von Schaum<strong>asphalt</strong> und<br />

Die neue ARP 75 StV<br />

erweitert das Portfolio der<br />

Ammann-Tandemwalzen<br />

mit Drehschemellenkung.<br />

(Quelle: Ammann)<br />

Der Minifertiger AFW 150-2 ist bei<br />

Rad- und Wanderwegen und anderen<br />

kleinen Asphaltanwendungen geeignet<br />

(Quelle: Ammann)<br />

die Zugabe von Zusatzstoffen zum Mischgut<br />

werden häufig aktualisiert.<br />

Leichte Verdichtung<br />

Der neue 3D Drive Compactor hat sich für die<br />

Finalrunde des Bauma Innovation Award qualifiziert.<br />

Es handelt sich dabei um die erste<br />

Vibrationsplatte auf dem Markt, die sich in<br />

einem Bogen, im Kreis oder auf der Stelle drehen<br />

und dabei gleichzeitig verdichten kann.<br />

Die Anzahl der Erregerwellen wurde von zwei<br />

auf vier sogar verdoppelt. Die Erregerwellen<br />

sind neu in einer X-Form angeordnet.<br />

Eine neue lenkbare Version der handgeführten<br />

Ammann-ARW-65 -Walze wird auf dem<br />

Stand den Kunden erstmalig präsentiert. Diese<br />

Version hat eine um ±15° drehbare vordere<br />

Bandage, die über einen Kippschalter am Fahrhebel<br />

gesteuert wird. Sowohl die lenkbare als<br />

auch die starre Version der ARW 65 zeigen jetzt<br />

über ein erweitertes Display mehr visuelle Hinweise<br />

auf die Verdichtungsleistung. Die<br />

Ammann Grabenwalze ARR 1575 StV verfügt<br />

über eine neue Fernsteuerung, welche die<br />

Bedienung und damit die Sicherheit weiter verbessert.<br />

Eine Kombination aus Infrarot- und<br />

6|20<strong>22</strong>


Spezial<br />

33<br />

Funksteuerung erhöht den Bedienkomfort und<br />

die Sicherheit auf der Baustelle. Ammann-Grabenwalzen<br />

arbeiten optimal in kohäsiven<br />

Böden, wie z. B. Lehm, die sehr schwierig zu verdichten<br />

sind. Die knickgelenkte ARR 1575 und<br />

die ARR 1585 mit starrem Rahmen sind in der<br />

Lage, auch bei sehr feuchten Böden durch ihre<br />

hohe Verdichtungsleistung und den Stampffußbandagen<br />

ausreichend zu verdichten.<br />

Schwere Verdichtung<br />

Vorgestellt wird die eARX 26-2, eine leichte<br />

Tandemwalze mit einem vollständig elektrischen<br />

Antriebsstrang. Sie ist die erste E-Mission-Maschine<br />

im Portfolio. Dabei werden<br />

Antriebsstrang und Vibrationssysteme vollständig<br />

durch die in der Batterie der Maschine<br />

gespeicherte elektrische Energie betrieben.<br />

Die neue ARX 10.1 StV ergänzt das Portfolio als<br />

Einstieg in die Reihe der leichten Aufsitz-Tandemwalzen.<br />

Die einfach zu bedienende<br />

Maschine verfügt über einen Benzinmotor und<br />

eine Vibration mit einer Bandage. Bei den<br />

leichten Tandemwalzen ARX 12-2, ARX 16-2<br />

und ARX 20-2 können weiterhin die Bandagen<br />

in Linie oder in Versatz geliefert werden, was<br />

die Verdichtung an Bordsteinen und anderen<br />

Hindernissen ermöglicht und somit die Produktivität<br />

steigert. Der ARX 23.1-2 Stufe V, der<br />

ARX 23.1-2C Stufe V, der ARX 26.1-2 Stufe V und<br />

der ARX 26.1-2C Stufe V sind mit einem neuen<br />

Kubota-Motor ausgestattet, der keine Abgasnachbehandlung<br />

(DPF) benötigt. Dabei wird<br />

außerdem die Abgasstufe EU Stufe V/U.S. Tier<br />

4f erfüllt. Die schweren Tandemwalzen von<br />

Das Recyclingsystem RAH100 ist in der Lage, Mischgut aus bis zu 100 % recycelten Materialien herzustellen.<br />

Ammann verfügen über eine neue, symmetrische<br />

Kabine, bei der vier Rops-Säulen direkt in<br />

die Hauptstruktur und nicht in die Kabinenecken<br />

integriert sind. Bei den neuen knickgelenkten<br />

Tandemwalzen ARX 140 StV/T3 und<br />

ARX 160 StV/T3 fällt sofort auf, dass es keine<br />

vorderen und hinteren Querträger mehr gibt.<br />

Eine neue symmetrische Kabine, welche die<br />

Sicherheit und Produktivität verbessert,<br />

gehört zu den wichtigsten Änderungen. Die<br />

neue ARP 75 StV erweitert das Portfolio der<br />

Ammann-Tandemwalzen mit Drehschemellenkung.<br />

Die ARP 75 StV bietet die gleichen<br />

Vorteile wie ihre knickgelenkten Pendants. Die<br />

neuen Bodenverdichter ARS 30 und ARS 50 mit<br />

einem Gewicht von 3 bzw. 5 t sind die kompaktesten<br />

Walzen in der Ammann-Produktlinie für<br />

Bodenverdichtung.<br />

Die Produktlinie der Ammann-Pneumatikwalzen<br />

hat Zuwachs bekommen: die ART 240<br />

StV. Sie verfügt über einen neuen Motor, der<br />

die neuesten europäischen und US-amerikanischen<br />

Emissionsstandards erfüllt. Eine robuste<br />

mechanische Antriebslösung, die einzigartig<br />

auf dem Markt ist, verlängert die Lebensdauer<br />

der Maschine und senkt die Betriebskosten.<br />

Das Ballastierungssystem kann von 9 bis 24 t<br />

eingestellt werden.<br />

Asphaltstraßenfertiger<br />

Die Arbeitsbreite der Fertiger reicht von 250<br />

mm bis 14 m. Der Ammann-Minifertiger AFW<br />

150-2 ist bei Rad- und Wanderwegen und anderen<br />

kleinen Asphaltanwendungen geeignet.<br />

Mit dem Ammann-Minifertiger können solche<br />

Ziele immer erreicht werden. Der AFW 150-2 ist<br />

ein echter Straßenfertiger – eine mechanische<br />

Einbaumaschine, die in extrem schmalen Breiten<br />

von 250 bis 1650 mm arbeitet. •<br />

6|20<strong>22</strong>


34 Spezial<br />

Nadler Straßentechnik<br />

Die Nadler Straßentechnik setzt zur Bauma 20<strong>22</strong> auf die Themen<br />

Nachhaltigkeit, Umweltschutz und Digitalisierung. So präsentiert<br />

das Unternehmen unter dem Motto „Die Zukunft ist lösemittelfrei“ die<br />

Nadler 100er-Serie. Hier werden Produkte wie das Nadler-Kalt<strong>asphalt</strong>-Programm<br />

angeboten, die zu 100 % lösemittelfrei sind. Außerdem mit dabei<br />

die Asphacal TC Kalkmilch, die den Austrag der Bitumenemulsion verhindert<br />

und zur Optimierung des Schichtenverbunds beiträgt. Auf der<br />

Messe präsentiert Nadler den neuen Asphacal-O-Mat 1000. Die Maschine<br />

fürs Ausbringen der Kalkmilch hat ein Fassungsvermögen von rund 1000<br />

l verbrauchsfertiger Emulsion (ausreichend für ca. 3.500 m²). Die variable<br />

Arbeitsbreite beträgt bis zu 3,60 m.<br />

Als Vollanbieter im Bereich Fugen- und Rissevergusstechnik dürfen<br />

sich Besucher auf eine Neuheit der Fugenschneidtechnik freuen: die<br />

F-REX 55. Der vollhydraulische Multifunktionsfugenschneider mit neuartiger<br />

Absaugung sorgt für durchgehend gleichbleibende Schneideergebnisse<br />

und ist nahezu wartungsfrei.<br />

Leitthema der Bauma ist die digitale Baustelle. Mit dem Baustellentagebuch,<br />

der neuen Funktion in der Nadler-Doku-App, geht Nadler einen<br />

weiteren Schritt in Sachen Digitalisierung. Die Nadler-Doku-App steht<br />

für die schnelle, einfache und übersichtliche Dokumentation von Baustellen-,<br />

Strecken- und Straßenkontrolle. Im neuen Baustellentagebuch<br />

kann die Baustellentätigkeit von Maschinen und Geräten erfasst und<br />

weitergegeben werden.<br />

•<br />

Stand: FS.1013/7<br />

Die neue Asphacal-O-Mat 1000 fürs Ausbringen von Asphacal TC (Quelle: Nadler)<br />

Secmair Stand: FS 1008/1<br />

Secmair stellt sein Angebot der „Breining Microsurfacing Solution“<br />

vor, das Bitumenemulsionsanlagen, Lagerung von Emulsionen,<br />

Labor- und Anwendungsmaschinen Breining NS12 umfasst.<br />

Oder beispielsweise die neue Mensch-Maschine-Schnittstelle Smart<br />

Cab. Ein Bediener, der Lösungen zur Straßeninstandhaltung anwendet,<br />

muss ständig verschiedene Aktionen durchführen: Emulsions- und/oder<br />

Zuschlagsstoffdosierung korrigieren, die Arbeitsbreite des Sprühbalkens<br />

anpassen, den auszubessernden Straßenabschnitt auswählen usw.<br />

Gleichzeitig muss der Fahrer die Straße im Auge behalten, vor allem in<br />

städtischen Umgebungen, wobei die Baustellen immer häufiger und<br />

schwieriger zu meistern sind. Daher sind verbesserte Arbeitsbedingungen,<br />

ein aufmerksamer Bediener, der sich auf seinen Arbeitsplatz konzentriert,<br />

und verbesserte Sicherheitsbedingungen für alle wichtig. Zur<br />

Ausstattung gehört deshalb ein 12-Zoll-HD-Farb-Touchscreen<br />

(1280 x 800), der die Grundfunktionen des Chipsealers (Dosierung), ein<br />

unterstütztes Kontroll-Patching-System (New Pilot), Rückfahrkameras<br />

und Rückverfolgbarkeit vereint sowie eine ergonomische Armlehne mit<br />

einem Mini-Joystick für schnelle und präzise Steuerung. Außerdem in<br />

München dabei: „The Box“ – ein Sprühgerät mit geringem CO 2 -Ausstoß.<br />

Daneben hat die Maschine zwei wichtige Neuerungen: Die erste betrifft<br />

die verstärkte Isolierung und die Unterdrückung von Wärmebrücken.<br />

Dies führt zu einer thermischen Optimierung und betrifft sowohl den<br />

Emulsionstank als auch den zugehörigen Kreislauf. Dank einiger innovativer<br />

Heizmittel steigt der Wirkungsgrad nun auf 95 % statt der üblichen<br />

70 %. Die zweite besteht in der Elektrifizierung der Maschine. Völlig<br />

unabhängig vom Lkw kann die Maschine in einem 20-Zoll-Container<br />

transportiert und überall auf einen am Ort verfügbaren Lkw aufgebaut<br />

werden. Mit dieser Lösung beginnt die „Low Emission“-Reihe der Secmair-Produkte.<br />

•<br />

Mit „The Box“ beginnt die „Low Emission“-Reihe<br />

der Secmair-Produkte. (Quelle: Secmair)<br />

6|20<strong>22</strong>


Spezial<br />

35<br />

Schwarzmüller Stand FN 928/1<br />

Mit einer neuen Hybrid-Mulde, dem neuen<br />

Telesattelanhänger für Baustofftransporte,<br />

einem Tiefladeanhänger mit überbreitem<br />

Ladungsträger, der ersten selbst entwickelten<br />

Offroad-Mulde und einem Multi-Carrier<br />

der Schwarzmüller-Tochter Hüffermann<br />

präsentiert sich die Schwarzmüller-Gruppe. Die<br />

neue Hybrid-Mulde kombiniert Aluminium aus<br />

dem Leichtbau mit einem Verschleißschutz aus<br />

Kunststoff: Die Aluminium-Mulde mit 6 mm<br />

Wandstärke ist mit einer 5-mm-Anti-Haft-Auskleidung<br />

ausgestattet, bei einem Eigengewicht<br />

von 5,36 t. Eine automatische Absenkvorrichtung<br />

sorgt für mehr Stabilität beim Abkippen,<br />

die geschwindigkeitsabhängige Anfahrhilfe<br />

verbessert die Traktion in schwierigem<br />

Gelände. Somit ist die Mulde bestens geeignet<br />

für Sand, Schotter, Erdaushub und ähnliches<br />

Material.<br />

Wichtiges Kriterien eines Tiefladers für den<br />

Transport von Baumaschinen sind eine robuste<br />

Rahmenkonstruktion sowie eine niedrige<br />

Ladehöhe. Exakt das bietet der Vier-Achs-Tiefladeanhänger<br />

mit Baggerstielmulde und Walzenvorbau<br />

bei einer Ladehöhe im Tiefbett von<br />

ca. 0,87 m. Zwei Paar Radmulden reduzieren die<br />

Ladehöhe nochmals um bis zu 0,4 m. So können<br />

auch Radlader bis 3,53 m Höhe problemlos<br />

und ohne Ausnahmegenehmigung transportiert<br />

werden.<br />

Der neue Tele-Baustoff-Sattel mit 4 m ausziehbarem<br />

Leiterrahmen und reibungsgelenkter<br />

Nachlaufachse bietet sehr viele Möglichkeiten<br />

zum sicheren Baustoff-Transport. So gibt es<br />

im verstärkten Außenrahmen 23 Paar 4-t-Zurrbügel<br />

und zusätzlich zwölf Paar 5-t-Zurringe.<br />

Sechs Paar Twist-Lock ermöglichen zusätzlich<br />

den Transport von 1 x 20“, 2 x 20“, 1 x 30“ und<br />

1 x 40“ Containern.<br />

TP<strong>22</strong> Offroad-Mulden-Kippanhänger: Dieser<br />

Zentralachs-Kippanhänger wurde speziell<br />

für den Einsatz abseits der Straße konzipiert<br />

und wird hauptsächlich von Traktoren gezogen.<br />

Der Anhänger ist standardmäßig mit<br />

Der TP<strong>22</strong> Offroad-Mulden-Kippanhänger (Quelle: Schwarzmüller)<br />

einem Pendelachsaggregat und sehr breiten<br />

Rädern ausgestattet, welche einen erheblichen<br />

Vorteil im Off-Road-Einsatz bieten. Seine Stabilität<br />

verdankt er dem 30-t-Pendelfahrwerk, das<br />

selbst größte Hindernisse ausgleicht. Der TP<strong>22</strong><br />

hat ein Fassungsvermögen von rund 13,5 m³.<br />

Der Multi-Carrier von Hüffermann wird mit<br />

Kettenbaggern, Radbaggern, Radladern,<br />

Absetzbehältern, Abrollbehältern oder auch<br />

ISO-Containern spielend fertig. Zahllose Ausstattungsmöglichkeiten<br />

helfen dabei. •<br />

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6|20<strong>22</strong>


36 Spezial<br />

Vögele Stand FS 1010<br />

Dass Grün bei Vögele mehr als nur eine<br />

Maschinenfarbe ist, sollen auf der Bauma<br />

u. a. die Straßenfertiger der neuen Strich-5-Generation<br />

beweisen. Gezeigt werden die<br />

Highway-Class-Fertiger SUPER 1900-5(i) und<br />

SUPER 2100-5(i) sowie die Ausziehbohlen AB<br />

500 und AB 600 der neuesten Generation.<br />

Als wegweisende Lösung für den Asphalteinbau<br />

der Zukunft erfüllt die neue Fertiger-Generation<br />

heute schon die Anforderungen,<br />

die der moderne Straßenbau zunehmend<br />

an Asphaltfertiger stellt. Gefragt sind flexible,<br />

modulare Systeme, die neben Benutzerfreundlichkeit<br />

und Wirtschaftlichkeit vor allem auch<br />

die Themen Prozessautomatisierung und<br />

Nachhaltigkeit berücksichtigen. Bis zur Bauma<br />

in München bleiben die Details der Strich-5-Generation<br />

noch verhüllt. Spannung bis zum<br />

Schluss beim Fertigerhersteller.<br />

Außerdem werden zwei neue Maschinen<br />

mit Einbaubreiten zwischen 0,75 und 5 m vorgestellt:<br />

der kompakte Raupenfertiger Super<br />

1300 und die Radvariante Super 1303. Beide<br />

Fertiger sind seit April 20<strong>22</strong> in verschiedenen<br />

Märkten mit dem Emissionsstandard der europäischen<br />

Abgasstufe 3a bzw. US-Norm EPA Tier<br />

3 verfügbar. Die Compact-Class-Fertiger sind<br />

ideal, um unterschiedlichste Verkehrsflächen<br />

zu sanieren sowie Baustellen im innerstädtischen<br />

Bereich sowie auf Landstraßen umzusetzen.<br />

Beide Fertiger richten sich damit an Kunden,<br />

die nicht den vollen Funktionsumfang der<br />

Premium Line benötigen. Die neuen Kompaktfertiger<br />

bieten sämtliche Grundfunktionen für<br />

den Einbau und sind mit dem übersichtlichen,<br />

leicht erlernbaren Bedienkonzept Ergobasic<br />

sowie der optionalen Nivellierautomatik Niveltronic<br />

Basic ausgestattet. Mit ihrer kompakten<br />

Die neuen Vögele-Classic-Line-Fertiger Super 1300 und Super 1303. (Quelle: Vögele)<br />

Premiere auf der Bauma 20<strong>22</strong>: Vögele stellt die ersten Straßenfertiger mit passenden Einbaubohlen der<br />

neuen „Strich 5“-Generation vor.<br />

Bauweise, dem 74,4-kW-Dieselmotor und einer<br />

Einbaukapazität von bis zu 350 t/h sind die Fertiger<br />

vielseitig einsetzbar. In Kombination mit<br />

der Ausziehbohle AB 340 und den Verdichtungsaggregaten<br />

Tamper (T), Vibration (V) oder<br />

deren Kombination (TV) ermöglichen die<br />

Maschinen Einbaubreiten zwischen 1,8 und 3,4<br />

m. Mit Verschmälerungen lässt sich zudem eine<br />

minimale Einbaubreite von 0,75 m, mit zusätzlichen<br />

Anbauteilen eine maximale Einbaubreite<br />

von bis zu 5 m umsetzen.<br />

Das Bedienkonzept Ergobasic wurde in<br />

Anlehnung an das bewährte Ergoplus-<br />

3-Bediensystem konzipiert und speziell auf die<br />

Notwendigkeiten und Ansprüche der Nutzer<br />

der Classic Line abgestimmt. Mit Ergobasic sind<br />

der Super 1300 und der Super 1303 genauso<br />

schnell, präzise und intuitiv zu bedienen wie<br />

die Maschinen der Premium Line und<br />

beschränkt sich dabei auf die notwendigen<br />

Grundfunktionen: Dazu gehören übersichtliche<br />

Funktions- und Statusanzeigen, die Steuerung<br />

verschiedener Betriebsarten, eine blendfreie<br />

Hintergrundbeleuchtung für Nachteinsätze<br />

sowie eine einfache Lenkung per Drehrad<br />

oder Lenkrad im Falle der Radvariante. Dem<br />

Ergobasic und Ergoplus-3-Bediensystem liegt<br />

dasselbe Konzept und dieselbe Symbolik<br />

zugrunde: Dadurch können Anwender ganz<br />

einfach zwischen Classic-Line- und Premium-<br />

Line-Fertigern wechseln.<br />

Passend zum ErgoBasic-Bedienkonzept bietet<br />

Vögele auch die Nivellierautomatik Niveltronic<br />

Basic für die Classic-Line-Fertiger an. Sie ist<br />

komplett in die Maschinensteuerung integriert<br />

und somit exakt auf den jeweiligen Maschinentyp<br />

abgestimmt. Die Nivellierautomatik lässt<br />

sich separat für jede Bohlenseite mit einer kompakten<br />

und robusten Fernbedienung steuern.<br />

Sie ist besonders einfach und intuitiv zu bedienen<br />

und gewährleistet damit den profilgenauen<br />

Einbau auf jedem Untergrund. Niveltronic<br />

Basic lässt sich außerdem mit einer großen<br />

Bandbreite an Vögele-Sensoren kombinieren.<br />

Sie reicht vom variablen mechanischen Höhensensor<br />

über berührungslos arbeitende Ultraschallsensoren<br />

bis hin zum Laserempfänger.•<br />

6|20<strong>22</strong>


Spezial<br />

37<br />

Hamm Stand FS 1010<br />

Auf der Bauma 20<strong>22</strong> stellt Hamm die Serie HX (schemelgelenkte Tandemwalzen), die Serie HC (Walzenzüge ab 11 t),<br />

die Serie HC CompactLine (kompakte Walzenzüge) und elektrisch angetriebene Kompaktwalzen aus der HD CompactLine vor. (Quelle: Hamm)<br />

Hamm wird auf der Bauma ein prall gefülltes Programm präsentieren.<br />

Mit der Serie HC führt Hamm alle Walzenzüge von 11 bis 25 t Einsatzgewicht<br />

auf einer Plattform zusammen. Die Motorleistungen liegen zwischen<br />

85 und 160 kW, ihre Emissionen erfüllen die jeweiligen regionalen<br />

Vorgaben. Die Zentrifugalkraft der Serie HC ist bis zu 15 % größer als bei<br />

den Vorgängerserien. Durch einen integrierten Eco-Mode arbeiten die<br />

Walzen die meiste Zeit im sparsamen Teillastbereich. Die Walzenzüge der<br />

Serie HC sind mit zahlreichen Schnittstellen „digital ready“, d. h. bereit für<br />

die Nutzung verschiedenster digitaler Werkzeuge. Das Segment der Kompakt-Walzenzüge<br />

(5 bis 7 t) wird künftig abgedeckt durch die Serie HC<br />

CompactLine. Die 7-t-Walze ist nach wie vor in dieser Gewichtsklasse die<br />

kompakteste Walze am Markt. Gegenüber den Vorgängermodellen hat<br />

Hamm den Fahrkomfort weiter verbessert sowie die Traktion und Steigfähigkeit<br />

erhöht. Für die HC CompactLine stehen verschiedene digitale<br />

Werkzeuge zur Verfügung, insbesondere die App Smart Doc für die<br />

GNSS-basierte Eigenüberwachung und Dokumentation.<br />

Die Serie HX ist das neue Flaggschiff von Hamm für den Asphaltbau.<br />

Die schemelgelenkten Tandemwalzen (7 t bzw. 9 t) treten in die Fußstapfen<br />

der Serie DV+. Es gibt Modelle mit geteilten und ungeteilten Vibrations-<br />

und Oszillationsbandagen sowie Kombiwalzen. Wesentlicher Teil<br />

der durchdachten Verdichtungstechnik ist die integrierte Reversierautomatik:<br />

Sie bremst und beschleunigt die Walzen zügig, aber sanft. Einmalig<br />

am Markt ist die elektrisch verstellbare Sitz-Bedieneinheit, die sich<br />

beim Reversieren automatisch in Fahrtrichtung dreht.<br />

Eine weitere Bauma-Neuheit sind die acht elektrifizierten Tandemwalzen<br />

der HD CompactLine. Die Bedienung und die Verdichtungsparameter<br />

sind identisch mit den entsprechenden dieselbetriebenen Geräten.<br />

Die komplett batterie-elektrisch angetriebenen Walzen können mit<br />

dem Li-Ion-Akku (Kapazität 23 kWh) einen typischen Arbeitstag lang<br />

ohne Aufladung arbeiten. Zu den elektrifizierten Modellen gehört auch<br />

die E-Kombiwalze mit Oszillation. Sie verdichtet durch die Oszillation<br />

besonders leise mit wenig Schwingungseintrag in das Umfeld und dank<br />

E-Antrieb emissionsfrei.<br />

Mit einer Reifenheizung für die Gummiradwalzen hat Hamm das<br />

Handling weiter vereinfacht: Künftig muss kein Gas mehr als zweiter<br />

Betriebsstoff mitgeführt werden. Das neue dieselbetriebene Aggregat<br />

erwärmt die Reifen schnell und kann so das Ankleben von Asphalt an<br />

den Reifen vermeiden.<br />

•<br />

Voll isoliert &<br />

Nutzlast optimiert<br />

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Mit Smart Doc und Smart Compact zeigt Hamm auf der Bauma 20<strong>22</strong> neue<br />

digitale Werkzeuge.<br />

Die Sattelkipper S.KI mit Thermo-<br />

Vollisolierung für Stahl-Rundmulde<br />

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Öffnungen. Optional mit Vorbereitung für elektronische Messtechnik.<br />

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6|20<strong>22</strong>


38 Spezial<br />

Fliegl Stand FS 910/9<br />

Der neue Bankettfertiger ermöglicht Bankett schnell, einfach und gleichmäßig<br />

zu fertigen. (Quelle: Fliegl)<br />

Der neue Bankettfertiger in Kombination mit einem Fliegl-Abschieber<br />

ermöglicht Bankett schnell, einfach und gleichmäßig zu fertigen.<br />

Dabei ist der Aufbau des Abschiebers in entgegengesetzter Richtung<br />

auf den Rahmen gesetzt, somit schiebt er nicht wie gewohnt von<br />

vorne nach hinten ab, sondern von hinten nach vorne. Im vorderen<br />

Bereich unterhalb der Stirnwand des Anhängers ist eine Vorrichtung zum<br />

Bankettfertigen befestigt. Dabei sind an einem Rahmen, der hydraulisch<br />

hoch und runtergefahren werden kann, zwei Begrenzungswände fixiert.<br />

Die innere Wand wird über einen Teleskopzylinder verstellt und ist zum<br />

Bestimmen der Arbeitsposition, sprich wie weit außen soll das Bankett<br />

gefertigt werden. Gegenüber liegt die äußere Begrenzungswand in<br />

L-Form, mit der die Breite des Banketts variiert werden kann. Dahinter<br />

befestigt eine Rüttelplatte das Bankett. Bevor das Material vom Abschieber<br />

über ein Rohr an den Fertiger übergeben wird, durchläuft es eine<br />

Schnecke, die für Durchmischung des Materials sorgt. Dadurch wird für<br />

die kontinuierliche Homogenität des Materials gesorgt. Der Abschieber<br />

schafft bis zu 15 t Zuladung und garantiert so, dass enorme Strecken von<br />

rund 10 km bei geringem Zeitaufwand gefertigt werden können. Natürlich<br />

fehlt auch die Abschiebetechnik nicht am Fliegl-Stand auf der Bauma,<br />

wie der Asphaltprofi Thermo. Denn für eine umweltschonende Herstellung<br />

von Asphalt hat es oberste Priorität, den CO 2 -Ausstoß möglichst zu<br />

minimieren, jedoch ohne an Qualität zu verlieren. Die Abschiebetechnik<br />

trägt hier einen großen Teil dazu bei. Der wesentliche Unterschied zwischen<br />

einer thermoisolierten Kippmulde und eines Abschiebers liegt in<br />

der Übergabe des Mischguts in den Fertiger. Betrachtet man die Abschiebetechnik,<br />

wird hier das Material scheibchenweise in den Fertiger<br />

geschoben. Das bedeutet, dass das Material nahezu die selbige Temperaturzusammensetzung<br />

über die ganze Dauer des Abladens besitzt und<br />

somit gleich temperiert ist. Zusätzlich sorgt eine scheibchenweise Dosierung<br />

für eine kontinuierliche Homogenität des Mischgutes. •<br />

Detloff Stand B2.151<br />

Long Life Wear Protection im Doppelwellenmischer (Quelle: Detloff)<br />

Mischwerkzeuge sind erheblichen Verschleiß-Beanspruchungen<br />

ausgesetzt. Form und Oberflächengüte sowie der Werkstoff der<br />

Mischorgane beeinflussen das Verschleißverhalten. In den vergangenen<br />

fünf Jahren wurde ein Verschleißschutzsystem für Doppelwellenmischer<br />

entwickelt und zum Patent angemeldet. Eine verschleißbeständige, auswechselbare<br />

Ummantelung schützt Mischarme, Naben und die Wellen<br />

gegen Verschleiß. Sie können dadurch dauerhaft im Mischer verbleiben<br />

und müssen folglich nicht mehr gewechselt werden. Die Montage der<br />

Ummantelungen erfolgt nahezu werkzeugfrei, da sie durch Haltesysteme<br />

fixiert werden. Selbst fixierende Wellenschoner gehören selbstverständlich<br />

dazu. Hartmetallbestückte Abstreifer für die Wellendichtung<br />

(je nach Mischertyp) lassen sich ebenfalls ohne Werkzeug montieren. Die<br />

Schaufeln sind so gestaltet, dass sie auf den Arm gesteckt werden und<br />

dann nur noch mit dem Schlagschrauber angezogen werden müssen.<br />

Die Befestigung ist gegen Verschleiß geschützt. Das Schaufelgrundmaterial<br />

ist ein hochverschleißfester, im Vakuum vergüteter Chromhartguss<br />

DE28. Auf Wunsch kann an den besonders beanspruchten Zonen massives<br />

Wolframkarbid aufgelötet werden. Ebenfalls auf Wunsch gibt es<br />

einen zusätzlichen Schutz der übrigen Schaufel-Verschleißfläche durch<br />

eine CC-Hartmetall-Beschichtung.<br />

Mit dem System ist kein aufwendiger und mitunter gefährlicher Wechsel<br />

der schweren Arme nötig. Denn die Arme müssen nicht mehr<br />

getauscht werden. Es gibt keinen Verschleiß der Mischer-Wellen. Außerdem<br />

wird die Wellendichtung durch angepasste Abstreifer geschützt.•<br />

6|20<strong>22</strong>


Spezial<br />

39<br />

Wirtgen Stand FS 1011<br />

Der leistungsstarke John-Deere-Motor mit exakt auf Kaltfräsen zugeschnittener Drehmomentkennlinie<br />

ermöglicht produktives und effizientes Arbeiten in jedem Fräseinsatz. (Quelle: Wirtgen)<br />

Mit der Markteinführung zu Beginn dieses<br />

Jahres präsentierte Wirtgen seine neu<br />

entwickelte Kompaktfräsen-Generation. Technologien<br />

aus der Großfräsen-F-Serie sind jetzt<br />

auch in den Kompaktfräsen W 100 Fi, W 120 Fi<br />

und W 130 Fi integriert. Auf der Bauma 20<strong>22</strong><br />

zeigt Wirtgen noch ein weiteres Novum. Erstmalig<br />

können Maschinen der Kompaktklasse<br />

mit Komfortkabine ausgestattet werden. Diese<br />

steigert sowohl die Sicherheit als auch den<br />

Komfort des Bedieners weiter.<br />

Die Frontlader mit Arbeitsbreiten von 1,0 m,<br />

1,2 m und 1,3 m sind mit der Abgasstufe EU<br />

Stage 5/US Tier 4 final ausgestattet. Der Dieselmotor<br />

biete eine Nennleistung von<br />

265 kW/355 HP. Bereits bei 1.200 min -1 steht<br />

genügend Drehmoment zur Verfügung, bei<br />

1.500 min -1 ist das Drehmomentmaximum<br />

erreicht, insgesamt reicht das sehr breite Drehzahlband<br />

von 1.200 min -1 bis 2.100 min -1 .<br />

Dadurch verbrauchen die Maschinen auch bei<br />

hohen Leistungen und maximaler Frästiefe bis<br />

330 mm deutlich weniger Kraftstoff.<br />

An Bord sind auch die digitalen Assistenzsysteme<br />

Mill Assist, Wirtgen Performance Tracker<br />

(WPT) und das Nivelliersystem Level Pro<br />

Active. Die Systeme haben ihr Potenzial schon<br />

bei den Großfräsen der F-Serie unter Beweis<br />

gestellt. Jetzt profitieren Kunden auch in der<br />

Kompaktfräsen-Klasse von hohen Fräsleistungen,<br />

maximaler Effizienz und einer Dokumentation.<br />

Der Mill Assist steuert die Motordrehzahl<br />

automatisch. Ein breites nutzbares Drehzahlband<br />

ermöglicht dabei ein enormes Anwendungsspektrum.<br />

Im niedrigen Drehzahlbereich<br />

können Kraftstoff und Meißelverschleiß signifikant<br />

reduziert werden. Im oberen Drehzahlbereich<br />

wird auch bei höheren Flächenleistungen<br />

ein optimales Fräsbild erzielt. Der Bediener<br />

kann zusätzlich eine von drei Arbeitsstrategien<br />

wählen. Zur Wahl stehen „ECO“, „Leistungsoptimiert“<br />

und „Fräsbildqualität“. So ist es zum<br />

Beispiel möglich, die erforderliche Fräsbildqualität<br />

stufenweise von grob bis sehr fein vorab<br />

per Knopfdruck festzulegen.<br />

Kompakte Abmessungen und ein optimiertes<br />

Maschinengewicht für den einfachen Transport<br />

prädestinieren die Maschinen für unterschiedlichste<br />

Baustelleneinsätze. Durch den<br />

schnellen Wechsel der FCS-Fräswalzen mit<br />

unterschiedlichen Linienabständen und unterschiedlichen<br />

Arbeitsbreiten lassen sich die<br />

Kompaktfräsen von Wirtgen auch auf der Baustelle<br />

in kurzer Zeit für wechselnde Anwendungen<br />

umrüsten.<br />

Auch in der Kompaktfräsen-Klasse wird<br />

jetzt das Nivelliersystem Level Pro Active eingeführt,<br />

das sich bereits in den Großfräsen der<br />

F-Serie bewiesen hat. Das von Wirtgen speziell<br />

für Kaltfräsen entwickelte Nivelliersystem lässt<br />

sich über informative Bedienpanels intuitiv<br />

bedienen. Alle verbundenen Sensoren und<br />

Messwerte werden auf dem Bedienpanel übersichtlich<br />

dargestellt. Das System ist vollständig<br />

in die Maschinensteuerung der Kaltfräse integriert<br />

und ermöglicht einen hohen Automatisierungsgrad,<br />

da wichtige Maschinenfunktionen<br />

direkt miteinander verknüpft sind. •<br />

6|20<strong>22</strong>


40 Spezial<br />

EAG Einfach Aufbereiten GmbH Stand: FS 1013/6<br />

Die EAG Einfach Aufbereiten GmbH aus Dresden hat in den letzten<br />

10 Jahren aus dem eigenen Streben, Prozesskosten zu optimieren,<br />

eine Lösung dafür gefunden. Die Baustoff-Recyclingsiebe SBR 3 und SBR<br />

4 werden sowohl von Unternehmungen eingesetzt, deren Kerngeschäft<br />

das Baustoff-Recycling ist, als auch von Kunden, die die Aufbereitung<br />

üblicherweise ausgliedern. Auf der Bauma werden beide Modelle präsentieren<br />

und allen Recycling-Profis und zukünftigen Recyclern die<br />

Einsatzmöglichkeiten für ihre Anforderungen dargestellt. Asphaltmischwerke<br />

lagern die Aufgabe der Asphaltfräsgut-Aufbereitung häufig aus.<br />

Mit dem Baustoff-Recyclingsieb SBR 4 ändert sich das nicht, der Prozess<br />

wird jedoch ergänzt. Durch die stetige und flexible, da sensorgesteuerte<br />

Absiebung bleibt für den Brechdienstleister weniger Tonnage übrig.<br />

Infolge entstehen weniger Brechkosten und auch die terminliche<br />

Abhängigkeit sowie der Platzbedarf für Fräsgutlagerung werden verringert.<br />

Insbesondere das kleinere Baustoff-Recyclingsieb SBR 3 wird häufig<br />

von Recycling-Neulingen eingesetzt. Die SBR 3 wurde im Hinblick<br />

auf Transportmaße, Gewicht und Leistungsfähigkeit auf die Belange<br />

des Straßen- und Tiefbaus ausgelegt. Dort spielt die Logistik eine<br />

große Rolle. Die Beschleunigungswerte des Kreisschwingers und die<br />

SBR 3 bei der Boden-Aufbereitung – Schwingsieb statt Trommel (Quelle: EAG)<br />

Beschickung von Radladern mit 0,75–1,5 m³ ermöglichen Stundenleistungen<br />

von 60 – 100 t.<br />

•<br />

Marini FS 1008/1<br />

Auf der Bauma: der Master Tower von Marini. (Quelle: Marini)<br />

Auf der Bauma wird der Evodryer präsentiert, eine Technologie für<br />

die Zuführung von Ausbau<strong>asphalt</strong> (RAP) in den Recyclingring. Zu<br />

den Merkmalen gehört die verlängerte Trockentrommel, sodass die Position<br />

der Ausbau<strong>asphalt</strong>-Zuführung hinter der Trocknerflamme verändert<br />

werden kann, wodurch sich den Anlagenbetreibern vielseitigere Möglichkeiten<br />

bieten. Daher bleibt der Wärmeaustausch der Gesteinskörnung<br />

konstant, was wiederum in jeder Betriebssituation einen effizienten<br />

Trocknungsprozess gewährleistet. Ein speziell entwickelter „langer“<br />

Brenner mit spezifischem internem Schutz sorgt darüber hinaus nun für<br />

die korrekte Position der Flamme in der Trocknertrommel. Somit ist der<br />

Ausbau<strong>asphalt</strong>-Zuführbereich nun hinter der Flamme angeordnet,<br />

sodass sich der Mischbereich hinter dem Zylinder zwischen dem Gestein<br />

und dem Ausbau<strong>asphalt</strong> anordnen lässt. Komplettiert wird die Lösung<br />

durch die speziell angefertigten Mischflügel, die das Problem der Klebrigkeit<br />

des Ausbau<strong>asphalt</strong>s in der Trocknertrommel beträchtlich verringern.<br />

Dann kann das Ausbau<strong>asphalt</strong>-Material nach und nach erwärmt<br />

werden, ohne nachteilige Einflüsse durch die extrem hohen Temperaturen<br />

im Bereich der Flamme. Auf diese Weise lässt sich Restbitumen höchst<br />

effizient wiederverwenden, ohne das Risiko von Verbrennung oder die<br />

vielen anderen Nachteile der traditionellen und aktuell auf dem Markt<br />

angebotenen Trockner.<br />

Ebenfalls zu sehen ist das digitale Fern-Anlagenverwaltungssystems<br />

Marini Cybertronic, das nun um eine Reihe neuer Add-ons erweitert<br />

wurde. Marini bietet jetzt als Option an: automatische Steuerung des<br />

Trocknungsprozesses, akkurates Management von kaltem Ausbau<strong>asphalt</strong><br />

im Mischer sowie eine dynamische Ausbau<strong>asphalt</strong>rezeptur-Funktion.<br />

Die automatische Steuerung des Trocknungsprozesses ist unerlässlich<br />

für den perfekten Betrieb. Und genau das steht im Mittelpunkt der<br />

Entwicklungsstrategie von Marini Cybertronic. Die neuesten Optimierungen<br />

von Marini Cybertronic basieren auf dem physikalischen Modell<br />

des Trocknungs-/Filterprozesses: automatische Rückkopplungskontrolle<br />

der Austrittstemperatur des heißen oder kalten recycelten Materials, ein<br />

Selbstinbetriebnahmeprozess für das kontinuierliche Erlernen der Steuerungsparameter,<br />

die gemäß der physikalischen Struktur des Trommel-/<br />

Filtersystems kalibriert sind, sowie Berechnung des Wärmeaustauschkoeffizienten<br />

von Gas/Material. Im Hinblick auf kaltrecycelte Materialien<br />

unterstützt Marini Cybertronic die Bedienperson bei der Bewahrung<br />

einer konstanten Mischeraustrittstemperatur. Außerdem erlaubt Marini<br />

Cybertronic die Überprüfung des Gesteins- und Ausbau<strong>asphalt</strong>-Lagerbestands<br />

des Kunden und der erforderlichen Ausbau<strong>asphalt</strong>-Verbrauchsmenge<br />

zur Einhaltung der Korngrößenspezifikationen. Diese Formel<br />

kann in „Echtzeit“ modifiziert werden, sodass das Werk an die erforderlichen<br />

Betriebsbedingungen angepasst werden kann, insbesondere<br />

dann, wenn die Linie Kalt-Ausbau<strong>asphalt</strong> im Mischer verwendet. •<br />

6|20<strong>22</strong>


Spezial<br />

41<br />

Schmitz Cargobull Stand B4.323<br />

Schmitz Cargobull wird neben Sattel- und Motorwagenkippern auch<br />

neue digitale Ausstattungsmöglichkeiten vorstellen, denn diese<br />

leisten einen immer stärkeren Beitrag zur Kosteneffizienz und Arbeitssicherheit.<br />

Beispielsweise stellt das Unternehmen Sattelkipper mit thermoisolierter<br />

Stahl-Rundmulde, Sattelkipper mit Aluminium-Kastenmulde<br />

sowie Motorwagenkipper mit den dazugehörenden Services in<br />

München vor. Im modularen Baukastensystem lassen sich Mulde, Rückwand,<br />

Chassis, Fahrwerk und Zusatzausstattungen so kombinieren, dass<br />

die Fahrzeuge passgenau für den spezifischen Einsatzbereich optimiert<br />

werden können. Hinzu kommt das breite Dienstleistungsspektrum von<br />

der Finanzierung bis zum Full-Service-Vertrag. Beispielsweise bietet<br />

Schmitz Cargobull mit besonderem Augenmerk auf die Gewichtsreduzierung<br />

eine Thermo-Isolierung für Kipper an. Das Isoliermaterial hat ein<br />

geringes Mehrgewicht ab ca. 195 kg beim M.KI bzw. ab 310 kg beim S.KI<br />

und bietet somit eine robuste und gleichzeitig nutzlastoptimierte Transportlösung.<br />

Die Isolierung der Stahl-Rundmulden ist so aufgebaut, dass<br />

Isoliermaterial und Außenblech nicht miteinander verbunden sind.<br />

Dadurch wird eine segmentierte Isolierung der Seitenwand möglich. Der<br />

Vorteil: Bei Beschädigung, zum Beispiel durch seitliches Anfahren von<br />

Radladern, können die einzelnen Segmente einfach ausgetauscht werden.<br />

Als Isoliermaterial kommt ein flexibler und hocheffizienter Dämmschaum<br />

auf organischer Basis mit guten thermischen und akustischen<br />

Dämmeigenschaften zum Einsatz. Das Modellprogramm Stahl-Rundmulde<br />

mit Thermoisolierung umfasst die Varianten der Systemlänge SR<br />

7.2 für das Volumen von 24 m 3 und 28 m 3 (Bauhöhe 1.460 und 1.660 mm),<br />

die Systemlänge SR 8.2 für das Volumen von 27 m3 (Bauhöhe 1.460 mm)<br />

sowie auch für den 2-Achs-Sattelkipper S.KI 18 7.2 mit der Bauhöhe von<br />

1.460 mm.<br />

Je nach Bedarf stehen verschiedene Boden- und Seitenwand-Kombinationen<br />

zur Auswahl (Seitenwände 3,2 / 4,0 / 5,0 mm, Boden 4,0 / 5,0 /<br />

6,0 mm). Außerdem bietet Schmitz Cargobull auch den Motorwagen-<br />

Kipp aufbau M.KI mit Thermo-Isolierung an. Die thermoisolierte Mulde<br />

mit 18 m³ Fassungsvermögen ist optimal für den Transport kleinerer<br />

Asphaltmengen ausgelegt. Parallel zur Stahl-Rundmulde wird auch die<br />

Aluminium-Kastenmulde mit einer Vollisolierung angeboten. Diese<br />

gewichtsoptimierte Transportlösung erfüllt ebenso die geforderten<br />

Isolierwerte und sorgt mit einem Eigengewicht ab 5,1 t für eine hohe<br />

Nutzlast.<br />

Mit 10 m³ Ladevolumen hat Schmitz Cargobull einen Z.KI-Zentralachs-Kippanhänger<br />

als kleinstes Modell wieder ins Produktprogramm<br />

Baustellenfahrzeuge aufgenommen. Der Z.KI ist für verschiedene Einsatzzwecke<br />

geeignet, er bietet somit jede Menge Flexibilität im Transportalltag.<br />

Der neue Sattelkipper S.KI hat eine Nutzlastkapazität von bis zu 230<br />

kg. Er überzeugt durch verbesserte Bedienbarkeit und Qualität der neuen<br />

Rahmen- und Muldengeneration. Der neue Light-Rahmen der S.KI-Varianten<br />

wurde für den nutzlastoptimierten Einsatz auf Straßen, Baustellen<br />

und leichten Offroad-Strecken entwickelt.​Für den Schüttgut- und<br />

Asphalt-Transport ist die serienmäßige Position der Rückleuchte noch<br />

mal geändert worden. Sie ist jetzt sowohl 140 mm hoch- als auch 80 mm<br />

zurückgesetzt erhältlich, was für einen größeren Abstand zum Schüttgut<br />

(z. B. Asphalt) beim Entladen sorgt. Somit wird eine noch geringere<br />

Beschädigungsgefahr an der Unterfahrschutzkonsole unter Berücksichtigung<br />

der gesetzlichen Vorschriften erreicht.<br />

•<br />

Der neue Schmitz-Cargobull-Sattelkipper S.KI hat eine verbesserte Nutzlastkapazität<br />

von bis zu 230 kg. (Quelle: Schmitz Cargobull)<br />

Even better. Even stronger.<br />

Abraservice Deutschland ist Ihr<br />

Partner, wenn es um den Einsatz<br />

von verschleißfesten Stählen geht.<br />

Mit unserem modernen Maschinenpark und kompetenten Service leistungen realisieren<br />

wir Ihre Produktanforderungen von Halbzeugen bis hin zu fertigen Baugruppen.<br />

Als europäischer Marktführer in verschleißfesten Stählen und hochverschleißfesten<br />

Sonderwerkstoffen bietet Abraservice seinen Kunden auch Komplettlösungen an.<br />

Von der Beratung, über die Bedarfsanalyse, bis hin zur Lieferung fertiger und<br />

bearbeiteter Teile, bereit für den Einsatz in stark beanspruchten Umgebungen.<br />

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2 3<br />

4 5 6<br />

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4. Kanten einer Mulde. 5. Sieb für die Recyclingindustrie. 6. Präzise gefertigte Wendemesser.<br />

Haben Sie Fragen?<br />

Rufen Sie uns an. Gerne beantworten wir auch Ihre Fragen per E-Mail oder in<br />

einem persönlichen Gespräch. Wir freuen uns auf Sie.<br />

Dazu zählen<br />

Stahlproduktion<br />

Bergbau und Steinbrüche<br />

Zementwerke<br />

Baggerarbeiten<br />

Recycling<br />

Handhabung<br />

Heben und Transport von<br />

Schüttgütern<br />

Allgemeiner Bau und<br />

Straßenfertigung<br />

Zuckerraffinerien<br />

Landwirtschaftliche<br />

Maschinen<br />

Stationäre und mobile<br />

Shredderanlagen<br />

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6|20<strong>22</strong>


42 Spezial<br />

Benninghoven Stand: FS 1111<br />

Benninghoven zeigt auf der Bauma 20<strong>22</strong> u. a. das Revoc-System. Mit<br />

diesem System können höhere Recyling-Zugaberaten unter Einhaltung<br />

strenger Emissionsgrenzwerte realisiert werden. Die patentierte<br />

Technologie ergänzt bestehende Kalt- und Heißzugabe-Recyclingsysteme<br />

von Asphaltmischanlagen und reduziert die Gesamtkohlenstoff-Emissionen<br />

(Cges) bei der Zugabe von Recycling-Material um bis<br />

zu 50 %. Mithilfe von Revoc werden zunächst die Abgase direkt am Ort<br />

ihrer Entstehung abgesaugt. Allen voran aus dem Mischer der Asphaltmischanlage,<br />

wo erhitztes Gestein, Recycling-Material und Bitumen aufeinandertreffen<br />

und zu frischem Asphalt vermischt werden. Die dabei<br />

entstehenden Dämpfe weisen erhöhte Cges-Konzentrationen auf und<br />

werden daher zur thermischen Nachbehandlung in das System geleitet.<br />

Genutzt wird dafür die bereits zur Trocknung und Erhitzung des Weißminerals<br />

erzeugte Energie. Dadurch ist der Betrieb energieeffizient. Vor<br />

allem jedoch lassen sich durch die Technologie die Cges-Emissionen um<br />

bis zu 50 % reduzieren. Das Revoc-System ist für den Bauma-Innovationspreis<br />

20<strong>22</strong> in der Kategorie „Klimaschutz“ nominiert.<br />

Auf in Bezug auf alternative Brennstoffe bietet Benninghoven Einblicke.<br />

Mit dem Evo-Jet-Holzstaub-Brenner hat Benninghoven Holzstaub<br />

für das Verfeuern in Asphaltmischanlagen erschlossen – und damit das<br />

Portfolio der eigenen Brennertechnologie noch einmal erweitert. Eine<br />

bedeutende Entwicklung auf dem Energiemarkt ist der Einsatz von Biomass<br />

to Liquid (BtL), zu Deutsch „Verflüssigte Biomasse“. BtL kann aus<br />

Pflanzenabfällen wie Stroh, Holz oder Energiepflanzen wie Mais und Raps<br />

gewonnen werden. Benninghoven-BtL-Brenner können – wie alle Evo-<br />

Je-Modelle – auch mit weiteren Brennstoffen wie Öl, Kohlenstaub und<br />

Gas betrieben werden. Damit eröffnen die neuen Benninghoven-Brenner<br />

Betreibern die Möglichkeit, heute noch fossile Brennstoffe zu nutzen,<br />

aber bereits zeitnah auf regenerative Brennstoffe zu wechseln – eine<br />

zukunftssichere Investition.<br />

•<br />

links: Im Benninghoven-REVOC-System<br />

wird ein Großteil der<br />

Gesamtkohlenstoffe<br />

reduziert.<br />

rechts: Benninghoven-<br />

Evo-Jet-Brenner<br />

können auch verflüssigte<br />

Biomasse oder<br />

Holzstaub verfeuern.<br />

(Quelle: Benninghoven)<br />

SBM Mineral Processing Stand: B2.249<br />

Bereits Ende vergangenen Jahres präsentierte<br />

SBM Mineral Processing den neuen<br />

raupenmobilen Prallbrecher Remax 600. Mit<br />

einer Aufgabeleistung von 600 t/h, einem<br />

1.400er-Prallbrecher für Aufgabegrößen bis<br />

900 mm und einem ausstattungsabhängigen<br />

Gesamtgewicht von max. 75 t liefert die Anlage<br />

bis zu fünf Fraktionen in einem Durchgang.<br />

Eine dreifache Windsichtung und der Überbandmagnet<br />

gewährleisten auch im Recycling<br />

eine hohe Reinheit der Endprodukte. Seit über<br />

zwei Jahren läuft das ambitionierte F&E-Projekt<br />

„Autonomes Brechen“ mit interdisziplinären<br />

Teams aus Mitarbeitern des Leobener Lehrstuhls<br />

„Aufbereitung und Veredelung“ und der<br />

SBM-Entwicklungsabteilungen. Auftrag und<br />

Ziel ist es, mit „intelligenten“, selbst-lernenden<br />

mobilen Brechern den entscheidenden Schritt<br />

zur autonomen Produktion zu machen. Mit<br />

dem Abschluss der Arbeiten und der Marktreife<br />

der auch auf andere Leistungsklassen übertragbaren<br />

Technologie rechnet man etwa 2024.<br />

Auch ohne „KI inside“ sind die Leistungsdaten<br />

der neuen Baureihe beeindruckend: Tatsächlich<br />

eröffnet er mit den 600 t/h seines weiterentwickelten<br />

Prallbrechers 13/14/4 mit 1.380 x<br />

1.000 mm-Einlauf (B x H), den transportfreundlichen<br />

Abmessungen und Gesamtgewichten<br />

von nur 60 bis 75 t ein komplett neues Leistungssegment<br />

in der mobilen Primär- und<br />

Sekundärzerkleinerung. Ein entscheidendes<br />

Argument für den REMAX 600 ist der Hybrid-Antrieb<br />

mit optionalem Netzbetrieb: Eine<br />

kompakte Einheit aus 15-l-Cummins-Turbodiesel<br />

(EU-V) und 553-kVa-Generator übernimmt<br />

die Versorgung aller elektrischen Antriebe.<br />

Neben der serienmäßigen Vorabsiebung über<br />

ein Doppeldeck-Kreisschwingersieb zählen<br />

insbesondere die drei optionalen Kreisschwinger-Nachsiebeinheiten<br />

(1-, 2-, 3-Deck) – jeweils<br />

inklusive Überkorn-Rückführung und hoch<br />

auskragenden Austragsbändern für groß<br />

dimensionierte Produkthalden – zu den Highlights.<br />

•<br />

Der neue SBM-Prallbrecher Remax 600 (Quelle: SBM)<br />

6|20<strong>22</strong>


Spezial<br />

43<br />

Dynapac Stand: FS 1008/1<br />

Dynapac präsentiert auf der Bauma seinen neu entwickelten Straßenfertiger<br />

Dynapac SD1800We. Es ist erwiesen, dass 60 % der weltweiten<br />

Treibhausgasemissionen auf Innenstädte entfallen. Dies hat internationale<br />

und staatliche Entscheidungsträger dazu veranlasst, immer<br />

strengere Vorschriften zur Reduzierung der Emissionen und des CO 2 -Fußabdrucks<br />

innerhalb der Stadtgrenzen einzuführen. Um die Elektrifizierung<br />

von Straßenfertigern voranzutreiben, hat das Unternehmen den<br />

Dynapac SD1800We entwickelt. Er ist ein Vorgeschmack auf eine neue<br />

Ära umweltfreundlicher Maschinen und sauberer Baustellenumgebungen.<br />

Und die elektrifizierte Reise hat gerade erst begonnen. Sein neuer<br />

Elektroantrieb ist mit einem 3-Phasen-Permanentmagnet-Synchronmotor<br />

(PMSM) ausgestattet, der 55 kW Leistung für das Hydrauliksystem<br />

(Bohle, Unterwagen) bereitstellt. Je nach Art der Aufgabe, der Anwendung<br />

und der Intensität des Arbeitszyklus bietet der SD1800We mit einer<br />

einzigen Ladung bis zu vier Stunden Leistung. Das Aufladen erfolgt über<br />

einen mitgelieferten CE-konformen Typ-2-Stecker für 400 V, 6 –32 A, 1,4-<br />

<strong>22</strong>,0 kW AC. Das Laden erfolgt über eine Wallbox oder eine Ladestation.<br />

Der SD1800We kann auch mit einem Typ 2 AC oder CCS2 DC geladen<br />

werden. Je nach Zustand der Batterie (Temperatur, Batteriezyklen) dauert<br />

der Ladevorgang rund drei Stunden, um von 5 % auf 80 % bei 400 V<br />

<strong>22</strong> kW (AC) zu gelangen, und 40 Minuten, um von 5 % auf 80 % bei 80 kW<br />

(DC) zu gelangen. Auch wenn das Laden während der Arbeit nicht möglich<br />

ist, kann man die Bohle mit dem Ladegerät (mit Typ 2 AC oder CCS2<br />

DC) vorheizen, während man auf das Material wartet, und so den Batteriestand<br />

schonen. Der SD1800We bringt robuste Einbauleistung auf die<br />

anspruchsvollsten Straßen. Die elektrischen Hochspannungskomponenten<br />

(Batterie, Wechselrichter, DC/DC-Wandler, Elektromotor) sind mit<br />

einem thermischen System verbunden; einem bidirektionalen Wärmepumpensystem<br />

mit einem HV-Kompressor, der je nach Situation Wärme<br />

liefert. Diese Kombination sorgt für ideale Arbeitsbedingungen auch an<br />

den schwierigsten Standorten. Der Radfertiger SD1800We wird das erste<br />

Modell sein, das auf den Markt kommt, gefolgt von der Kettenversion in<br />

Kürze. Der SD1800We verfügt im Wesentlichen über die gleichen Betriebsoptionen<br />

wie sein dieselbetriebener Vorgänger und hat mit rund 10,5 t<br />

ungefähr das gleiche Gewicht.<br />

•<br />

Um die Elektrifizierung von Asphaltstraßenfertigern voranzutreiben, wurde<br />

der Dynapac SD1800We entwickelt. (Quelle: Dynapac)<br />

PMMA für<br />

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6|20<strong>22</strong>


44 Technik<br />

MC-Bauchemie<br />

Brückenneubau in<br />

Rekordzeit<br />

Die Unwetter mit sturzflutartigen und lang anhaltendem<br />

Starkregen des Tiefs „Bernd“ haben in der zweiten<br />

Julihälfte 2021 in Deutschland zu schweren Überschwemmungen<br />

und Erdrutschen geführt. Besonders<br />

stark betroffen waren die Bundesländer Rheinland-Pfalz<br />

und Nordrhein-Westfalen. Die Überschwemmungen an<br />

Ahr und Erft haben die Verkehrsinfrastruktur im erheblichen<br />

Maße zerstört. Im Zuge der Wiederaufbauarbeiten<br />

wurden zwei Brücken in Weilerswist und in der Nähe<br />

von Ahrdorf in NRW innerhalb von wenigen Monaten in<br />

Rekordzeit errichtet. Damit die Brücken auch bei winterlichen<br />

Bedingungen abgedichtet werden konnten, griffen<br />

die Verantwortlichen auf das Spezialharz MC-Dur LF<br />

680 der MC-Bauchemie zurück.<br />

Das Bild, das die von der Hochwasserkatastrophe betroffenen Regionen<br />

abgaben, war erschütternd. Die Folgen waren auch noch<br />

Monate später zu sehen, auch wenn große Hilfe geleistet wurde und<br />

Tausende Freiwillige und viele Hilfsorganisationen im Dauereinsatz<br />

waren, um das Chaos zu beseitigen. Insbesondere dem Wiederaufbau<br />

der Verkehrsinfrastruktur kam eine wichtige Bedeutung und Priorität zu.<br />

So sollten auch zwei Brücken, zum einen auf der Landesstraße 181 bei<br />

Lommersum, zum anderen über den Ahrbach an der Landesstraße 167<br />

zwischen Blankenheim und Ahrdorf, neu gebaut werden. Der Landesbetrieb<br />

Straßen NRW beauftragte die Bauunternehmung Gebr. Echterhoff<br />

Mitte August 2021 mit dem Wiederaufbau dieser zwei Brückenbauwerke,<br />

da die Standsicherheit infolge der Überflutungen nicht mehr gewährleistet<br />

werden konnte und eine Instandsetzung nicht mehr möglich war.<br />

Alte Brücken nicht zu retten<br />

Die Lommersumer Brücke überquert die Erft und verbindet die Ortsteile<br />

Lommersum und Derkum der Stadt Weilerswist. Die Zentren der Ortsteile<br />

liegen bei intakter Brücke 1,1 km auseinander. Da die Brücke durch das<br />

große Hochwasser der Erft so stark zerstört worden war, musste sie bis auf<br />

Weiteres gesperrt werden. Durch die Sperrung entstand ein Umweg von<br />

11 km, um von einem in den anderen Ortsteil zu gelangen. Den Verantwortlichen<br />

war daher wichtig, die Brücke schnellstmöglich zu eröffnen.<br />

Die Radwegbrücke über den Ahrbach war durch das Hochwasser des<br />

Ahrbaches, bei dem der Pegel über 6 m höher als normal gewesen ist,<br />

komplett weggerissen worden. Die alte Brücke gehörte zum Ahrtalradweg<br />

und war für die Region auch touristisch sehr wichtig. Daher setzten<br />

die Verantwortlichen sich das anspruchsvolle Ziel, die neue Brücke noch<br />

vor Weihnachten zu eröffnen.<br />

Eröffnung vier Monate nach Planungsbeginn<br />

Die Planungs- und Genehmigungsarbeiten für beide Brückenneubauwerke<br />

begannen Mitte August 2021. Die neuen Brücken konnten in<br />

Die Abdichtungsarbeiten an<br />

der neuen Lommersumer<br />

Brücke in Weilerswist erfolgten<br />

am 8. Dezember 2021 von<br />

9:45 Uhr bis 17:00 Uhr<br />

Rekordzeit bereits im Dezember 2021 fertiggestellt und zur Nutzung<br />

freigegeben werden. Möglich gemacht hat diese extrem kurze Planungsund<br />

Ausführungszeit das Echterhoff-Expressbrücken-System, bei dem<br />

vollvorgespannte Betonfertigteile im Fertigteilwerk vorproduziert und<br />

vor Ort wie Bausteine zusammengesetzt werden. Die Vorfertigung der<br />

Expressbrücke dauerte rund acht Wochen und der Rückbau der alten<br />

Brücken sowie die Errichtung der neuen Brücken ebenfalls rund acht<br />

Wochen. So betrug die reine Bauzeit für die Brücken etwa zwei Monate<br />

statt der sonst für Baustellen dieser Art üblichen sieben bis acht Monate.<br />

Brückenabdichtung bei winterlichen Bedingungen<br />

Echterhoff beauftragte die Firma Kemna Bau – ZN Sonderbau West mit<br />

den Abdichtungs- und Guss<strong>asphalt</strong>arbeiten, die die Ausführung dieser<br />

Arbeiten im Dezember 2021 unter zumeist widrigen Witterungsverhältnissen<br />

wie Temperaturen unter 8 °C sowie hoher Luft- und Bauteilfeuchtigkeit<br />

umsetzen musste. Gemäß den Vorgaben der Bundesanstalt für<br />

Straßenwesen, die für derartige Arbeiten eine Abdichtung mit Epoxidharzen<br />

oder PMMA-Abdichtungssystemen vorschreibt, hätte eine Ausführung<br />

nicht umgesetzt werden können, da sowohl Epoxidharze als<br />

auch PMMA bei derartigen Witterungsbedingungen nicht verarbeitet<br />

werden können bzw. unerwünschte Nebenreaktionen zeigen.<br />

6|20<strong>22</strong>


Technik<br />

45<br />

Applikation der Grundierung<br />

Absanden der Grundierung<br />

Um die gewünschten Fertigstellungstermine dennoch halten zu können,<br />

wurde in Abstimmung mit dem Auftraggeber, der Bundesanstalt<br />

für Straßenwesen und der MC-Bauchemie das Spezialharz MC-Dur LF 680<br />

ausgewählt. MC-Dur LF 680 kann bei bis zu 2 °C und vor allem auch bei<br />

hoher Luftfeuchte sowie Bauteilfeuchte als Grundierung, Kratzspachtelung<br />

und Versiegelung verwendet werden. Das rottransparente Spezialharz<br />

ist zudem hochtemperaturbeständig und härtet sehr schnell aus,<br />

sodass Brücken sicher und schnell komplett an einem Tag abgedichtet<br />

werden können. Der Spezialharz weist bei 20 °C und einer relativen Luftfeuchtigkeit<br />

von 50 % eine Überarbeitungszeit von einer Stunde auf, bei<br />

2 °C beträgt letztere circa zweieinhalb Stunden. Dies ermöglicht auch in<br />

den Herbst- und Wintermonaten eine sehr schnelle Applikation der<br />

Abdichtungsbahnen, die einmalig in diesem Segment ist; und das ohne<br />

eine minderfeste und haftungsstörende Carbamatschicht zu bilden, wie<br />

sie zum Beispiel bei Epoxidharzen auftreten kann.<br />

MC-DUR LF 680 wird wie ein konventionelles Epoxidharz exakt nach<br />

den Vorgaben der ZTV-ING verarbeitet, ohne auf die Dosierung von Katalysatoren<br />

achten noch auf andere Hilfsmittel zurückgreifen zu müssen.<br />

Das Spezialharz lässt sich mit nahezu allen bekannten Bitumenbahnen<br />

anwenden und hat seine Verträglichkeit und Wirksamkeit auf mehreren<br />

10.000 m² sowie bei den Brückenneubauten in Weilerswist und Blankenheim<br />

eindrucksvoll unter Beweis gestellt.<br />

Applikation der Versiegelung<br />

NEU<br />

EU-Abgasstufe<br />

V<br />

Besuchen Sie uns:<br />

Stand FS 1113/8<br />

6|20<strong>22</strong>


46 Technik<br />

Brückenabdichtung an einem Tag<br />

Vogelperspektive von der Applikation der Versiegelung<br />

Die Abdichtungsarbeiten an der neuen Lommersumer Brücke<br />

in Weilerswist erfolgten am 8. Dezember 2021 von 9:45 Uhr bis<br />

17:00 Uhr. Beim Start der Arbeiten lag die Lufttemperatur bei<br />

5 °C, die Bauteiltemperatur bei 4 °C, Luftfeuchte bei 94 % und<br />

die Taupunkttemperatur lag bei rund 4 °C. Im Laufe des Tages<br />

stiegen die Temperaturen auf 8 °C an und die Luftfeuchte fiel auf<br />

74 %. Die komplette Abdichtung der rund 300 m² großen, bereits<br />

kugelgestrahlten sowie gereinigten Fläche – d. h. die Grundierung,<br />

Versiegelung sowie das Aufbrennen der Schweißbahnen<br />

– konnte trotz dieser widrigen Witterungsverhältnisse bis 17 Uhr<br />

desselben Tages erfolgreich umgesetzt werden.<br />

Ähnlich ging es auf der neuen Radwegbrücke über den Ahrbach<br />

in Blankenheim zu. Hier wurde eine Fläche von rund 60 m²<br />

am 15. Dezember 2021 von 9:00 Uhr bis 16:00 Uhr abgedichtet,<br />

zuvor musste hier jedoch eine entsprechende Untergrundvorbereitung<br />

gemäß dem Stand der Technik erfolgen. Bei der Radwegbrücke<br />

über den Ahrbach lagen beim Start der Arbeiten die<br />

Luft- und Bauteiltemperatur bei 6 °C, die Luftfeuchte bei 98 %<br />

sowie die Taupunkttemperatur bei ca. 5 °C. Zudem war die Brückentafel<br />

infolge von mehreren Regenschauern sehr nass und<br />

musste zunächst oberflächlich getrocknet werden. Die komplette<br />

Abdichtung erfolgte dennoch bis zum Nachmittag – eine<br />

Brückenabdichtung unter schwierigsten Bedingungen, die<br />

dank der Expertise sowie der effektiven und schnellen Bearbeitung<br />

der Kemna Bau in Rekordzeit umgesetzt werden konnte.<br />

Ein großer Vorteil war, dass Kemna zum einen sämtliche Arbeitsschritte<br />

von der Untergrundvorbereitung bis zur Verlegung des<br />

Guss<strong>asphalt</strong>es aus einer Hand anbieten konnte und zum anderen<br />

bereits viele Projekte mit MC-Dur LF 680 erfolgreich realisiert<br />

hat.<br />

Baustellendokumentation<br />

Nahaufnahme vom Aufbrennen der Schweißbahnen<br />

Vogelperspektive vom Aufbrennen der Schweißbahnen (Quelle: MC-Bauchemie)<br />

Die TL/TP-BEL-EP lassen als „Brückenharz“ nur Produkte auf Epoxidharzbasis<br />

zu. Die wären bei den oben skizzierten Temperaturen<br />

nicht einsetzbar gewesen – MC-Dur LF 680 schon, das Spezialharz<br />

ist aber aktuell noch nicht Bast-gelistet. Ziel der<br />

MC-Bauchemie ist es daher, die der bestehenden Regelwerke zu<br />

ergänzen, damit die entsprechende Listung vorgenommen werden<br />

und das bis dato aufwendige Prozedere der Zulassung im<br />

Einzelfall zukünftig entfallen kann. Um das zu erreichen, ist u. a.<br />

auch eine Erfahrungssammlung und Begleitung von Referenzbaustellen<br />

durch die Bast erforderlich. Daher wurden die Bauvorhaben<br />

in Weilerswist und Blankenheim umfangreich und<br />

detailliert dokumentiert und die Informationen der Bast zur<br />

Verfügung gestellt.<br />

Mit dem Echterhoff -Expressbrücken-System konnten die<br />

Brückenneubauwerke unter Einhaltung des sehr anspruchsvollen<br />

Zeitplans errichtet und mit Hilfe des Spezialharzes die<br />

Abdichtungs- und anschließenden Asphaltierungsarbeiten bei<br />

widrigen Witterungsbedingungen schnell und ohne lange Wartezeiten<br />

ausgeführt werden, sodass die beiden Brücken noch im<br />

Dezember 2021 für den Verkehr freigegeben werden konnten.<br />

Die schnelle Umsetzung der Brückenersatzbauwerke spart nicht<br />

nur Zeit, sondern auch Geld, und hilft zudem auch den CO 2 -Ausstoß<br />

durch nicht mehr nötige Umfahrungen zu reduzieren. •<br />

6|20<strong>22</strong>


Technik<br />

47<br />

Mapei<br />

Induktionsspulen<br />

in Italien<br />

Die Umstellung auf eine Dekarbonisierung<br />

im Mobilitätssektor<br />

vollzieht sich schnell. Der zu Experimentalzwecken<br />

erbaute Rundkurs<br />

„Arena del Futuro“ entlang der<br />

Autobahn „A35 Brebemi“ ist bereits<br />

für die Entwicklung spezieller nationaler<br />

und internationaler Infrastrukturprojekte<br />

von strategischer<br />

Bedeutung vorgesehen.<br />

An diesem italienischen Pilotprojekt soll das Aufladen der Batterien von Elektrofahrzeugen, während diese<br />

in speziellen Fahrspuren unterwegs sind, ermöglichen. (Quelle: Mapei)<br />

Im Juni kam Francesco Bettoni, der Vorstandsvorsitzende von A35 Brebemi,<br />

gemeinsam mit allen Projektpartnern und mit der Ministerin der<br />

Italienischen Republik Mariastella Gelmini nach Chiari (Bs), um der Öffentlichkeit<br />

die induktive Ladetechnologie für Elektrofahrzeuge mit der<br />

Bezeichnung DWPT (Dynamic Wireless Power Transfer) vorzustellen, die<br />

bereits in verschiedenen Teilen der Welt getestet wurde. An diesem italienischen<br />

Pilotprojekt, das von A35 Brebemi, einem Unternehmen von<br />

Aleatica, koordiniert wird, beteiligen sich u. a. die Universitäten zu Rom<br />

und Parma sowie das Innenministerium. Die vorgestellte Technologie<br />

ermöglicht das Aufladen der Batterien von Elektrofahrzeugen, während<br />

diese in speziellen Fahrspuren unterwegs sind.<br />

Das Spulensystem, das sich unter dem Asphalt befindet, überträgt<br />

die Energie direkt auf die Fahrzeuge (Pkw, Lkw und Busse). Die beteiligten<br />

Unternehmen und Gremien untersuchten emissionsfreie Mobilitätssysteme,<br />

bei denen verschiedene Elemente miteinander in Wechselwirkung<br />

treten – wie Asphalt, Steuergeräte, Kabel, Elektrofahrzeuge und 5G-Konnektivität.<br />

„Mapei hat von Anfang an mit großer Begeisterung bei diesem Projekt<br />

mitgemacht, weil wir erkannten, dass es zwei grundlegende Werte<br />

umfasst, die unserem Unternehmen wichtig sind: Nachhaltigkeit und<br />

Innovation“, erklärte Marco Squinzi, der CEO von Mapei. „Unser eigener<br />

Beitrag umfasste die Nutzung unserer hauseigenen Forschungslabore<br />

zur Entwicklung der Technologien, mit denen wir die Straßenbelagsschichten,<br />

in denen die magnetischen Induktionsspulen untergebracht<br />

sind, langlebiger und kompatibel mit den örtlichen Störfestigkeitsanforderungen<br />

gestalten konnten. Durch unsere speziellen Beimischungen<br />

und Produkte haben wir es außerdem ermöglicht, die Straßeninstandhaltung<br />

im Vergleich zu normalen Straßenpflastern zu beschleunigen,<br />

was auch weitere Eingriffe erleichtert.“ Für das Projekt Arena del Futuro<br />

wurden drei Unternehmen des Mapei-Konzerns mobilisiert: Mapei und<br />

Vaga für die vorgeschlagenen Lösungen in Bezug auf Mörtel und Beimischungen<br />

für die Bitumenmischungen und Vormischprodukte sowie<br />

Polyglass für die Bitumenbahnen. Außerdem wurde der Technical Services<br />

Division für die verschiedenen Phasen des Projekts zur Verfügung<br />

gestellt.<br />

Entwickelt wurde ein Spezialmörtel für die Induktionsstrahler zum<br />

Schutz der Spulen, hergestellt aus Materialien mit geringer Störbeeinflussung<br />

magnetischer Felder und Haftung auf den Bitumenzwischenbahnen.<br />

Außerdem ein spezieller Untergrundmörtel mit Polymerbestandteilen<br />

zur Unterbodenverlegung und Einbettung der Kabel und<br />

Steuergeräte für die Verbindung der Systemmanagementeinheiten mit<br />

den Spulen. Zudem eine modifizierte Bitumenbahn, die nach dem Aushärten<br />

des Mörtels auf dessen Oberfläche aufgetragen wird, um eine<br />

gute Verbindung mit den Asphaltschichten über den Spulen zu schaffen,<br />

die Ausbreitung von Rissen zu verhindern und ihre Undurchlässigkeit zu<br />

garantieren. In den Bitumenmischungen für alle oberhalb der Spulen<br />

verlegten Schichten wurden chemische Beimischungen von Mapei verwendet,<br />

um das Auftragen der Bitumenmischung zu vereinfachen und<br />

insbesondere ihre Lebensdauer zu verlängern, wenn diese intensiven<br />

Magnetfeldern ausgesetzt ist, um ihre Haltbarkeit und damit die Nachhaltigkeit<br />

des Straßenbelags insgesamt zu verbessern.<br />

„Mapei stellt auch weiterhin seine Expertise im Forschungs- und Innovationsbereich<br />

für das Projekt ,Arena del Futuro‘ zur Verfügung. Das Ziel<br />

besteht darin, neue Lösungen zu finden, um die Installation noch stärker<br />

zu vereinfachen und eine verbesserte Zugänglichkeit und Verbreitung<br />

des Systems zu ermöglichen. Damit leistet es einen Beitrag zur Erreichung<br />

der Ziele des Paktes ,Fit for 55‘, das im Rahmen der Green-Deal-<br />

Ini tiative von der Europäischen Kommission präsentiert wurde“, fügte<br />

Marco Squinzi, der CEO von Mapei, hinzu. <br />

•<br />

6|20<strong>22</strong>


48 Technik<br />

Storz<br />

Straßenbau mit nachhaltiger Note<br />

Im Frühjahr wurden endlich die Asphalt-Schichten<br />

im Inneren des Tunnels<br />

Waldsiedlung sowie an den Zufahrten<br />

eingebaut. Jetzt nimmt der Bau der<br />

B33 neu in diesem Teil des Multi-Millionenprojektes<br />

endgültige Formen an.<br />

Das Besondere: Im Inneren des Bauwerks<br />

wurde die Frostschutzschicht<br />

mit Recyclingmaterial ausgeführt. Straßenbau<br />

mit nachhaltiger Note also.<br />

o langsam wird's!“ Storz-Polier Kai Penk-<br />

zuständig für diese Großbaustelle vor<br />

„Switz,<br />

den Toren der Bodenseestadt Konstanz, ist nicht<br />

der Mann vieler Worte und auch ein Lächeln<br />

braucht seine Zeit bei ihm, aber hier sieht man ihm<br />

die Zufriedenheit deutlich an. „Hier bot sich der<br />

Einbau von RC-Material ganz einfach an!“ Auch<br />

Storz-Bauleiter Patrick Jait zeigt sich zufrieden.<br />

„Dies war übrigens ein Sondervorschlag seitens der<br />

Arge. Hier haben wir es mit einer geschlossenen<br />

Wanne zu tun, in die kein Fremdwasser eindringt.“<br />

Mit Arge meint Jait die Kooperation zwischen Baresel,<br />

das für den Ingenieurbau verantwortlich zeichnet,<br />

Schleith und Storz. Das Tuttlinger Unternehmen<br />

ist für den Erdbau und den Straßenbau zuständig.<br />

6|20<strong>22</strong>


Technik<br />

49<br />

links: Im Inneren des Tunnels wurde die Frostschutzschicht<br />

mit Recyclingmaterial ausgeführt.<br />

rechts: Im Tunnel wurden Asphaltschichten mit<br />

einer Stärke von insgesamt 30 cm eingebaut.<br />

unten: Das Trogbauwerk mit Blick nach Osten,<br />

also in Richtung Konstanz.<br />

Die Frostschutzschicht messe zwischen 50 cm und 1 m,<br />

erläutert der Bauingenieur. Auf sie hätten die Asphaltbauer<br />

anschließend die Asphalttrag- und -binderschicht aufgebracht.<br />

Jait: „Da das Material im Tunnel jeweils von allen Seiten<br />

von einer Betonplatte umgeben und von oben durch eine<br />

Asphaltschicht abgedichtet ist, konnte hier sogar ein belastetes<br />

RC-Material (Z1.1) ohne Gefährdung für die Umwelt eingebaut<br />

werden.“<br />

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50 Technik<br />

Im Frühjahr 2023 soll der<br />

Tunnel Waldsiedlung nach fast drei<br />

Jahren des Baus fertig sein.<br />

Derzeit wird der Tunnel mit erheblichen Bodenmassen überschüttet.<br />

Der Trog mit Blick nach Westen. Nicht weit von hier soll der nächste Tunnel am Kloster Hegne entstehen.<br />

Zehn Arbeitstage hat der Einbau im Frühjahr<br />

gedauert. 12.000 t Asphalt wurden auf<br />

einer Fläche von 17.000 m 2 verbaut; das Material<br />

wurde in zwei Mischanlagen produziert.<br />

Jait: „Im Tunnel haben wir 30 cm Asphalt eingebaut,<br />

und zwar mit einem Fertiger und<br />

einem Beschicker in der Breite von je einer<br />

Tunnelröhre, also von zwei Fahrspuren oder<br />

7,50 m. Dabei wurde immer eine Lage auf der<br />

Gesamtlänge ununterbrochen eingebaut.“<br />

Der Tunnel stellte zudem besondere Einbaubedingungen.<br />

So musste das Material vor<br />

dem Tunnelportal von regulären Sattelzügen<br />

auf spezielle Abschiebe-Fahrzeuge umgeladen<br />

werden, da die regulären durch die beschränkte<br />

Höhe im Tunnel nicht hätten abkippen können.<br />

Weiterhin mussten zum Schutz des Personals<br />

Abgase und Dämpfe von Asphalt und Gerät<br />

durch eine Belüftungsanlage abgeführt werden.<br />

Außerdem wurde Niedertemperatur-Asphalt,<br />

welcher weniger Dämpfe abgibt, verwendet.<br />

Im Tunnel werde die Fahrbahndecke<br />

mit Aufhellungsgestein (5/8 Granit Luxivit)<br />

versehen, um die Lichtverhältnisse für die<br />

Autofahrer zu verbessern, erläutert Jait.<br />

Außerhalb des Tunnels und des Trogs wurde<br />

unterhalb der konventionellen Asphaltschichten<br />

eine Asphaltfundamentationsschicht eingebaut,<br />

die für zusätzliche Stabilität sorgt. Das<br />

Besondere an dieser Asphaltfundamentationsschicht<br />

ist der hohe Anteil an Recycling-Asphalt<br />

im Mischgut.<br />

Polier Kai Penkwitz schätzt, dass man trotz<br />

der verhältnismäßig langen Winterpause und<br />

des anhaltenden Regenwetters die vorgesehene<br />

Bauzeit halten werde. Im Frühjahr 2023<br />

soll hier am Tunnel Waldsiedlung nach fast drei<br />

Jahren des Baus alles fertig sein.<br />

•<br />

Der Tunnel Waldsiedlung soll im kommenden Frühjahr fertiggestellt sein.<br />

Storz-Polier Kai Penkwitz (Quelle: Storz)<br />

6|20<strong>22</strong>


Technik<br />

51<br />

Praxis EDV<br />

Virtueller Messestandort<br />

Messen sind wichtige Informationspunkte,<br />

um Neues kennenzulernen<br />

und sich über Bewährtes zu informieren.<br />

Leider finden sie meist nur<br />

in größeren Abständen statt und die<br />

oft langen Anreisen kosten viel Zeit<br />

und Geld. Wie wäre es, eine Messe<br />

zu sich ins Unternehmen zu holen?<br />

Hier hatte die Praxis EDV-Betriebswirtschaft-<br />

und Software-Entwicklung<br />

eine Idee: eine virtuelle Messe<br />

mit monatlich wechselnden Themen<br />

und Highlights für die Branche.<br />

Mit dem Konzept einer virtuellen Messe<br />

geht die Branchen-Softwareschmiede<br />

aus dem thüringischen Pferdingsleben völlig<br />

neue Wege. Wie auf einer realen Messe gibt es<br />

einen Rundgang durch die verschiedenen Themen,<br />

bei dem man sich jederzeit auch sofort in<br />

den Bereich begeben kann, der für das eigene<br />

Unternehmen am interessantesten ist. Die<br />

Besucher erleben dabei direkt die Auswirkungen<br />

der Digitalisierung auf Geschäftsprozesse,<br />

aber auch Veränderungen in der Organisation.<br />

Zu erreichen ist die Messe über die Webseite<br />

www.praxis-edv.de.<br />

Im Mittelpunkt steht die neu entwickelte<br />

WDV2024 Team – eine komplexe Branchensoftware,<br />

welche alle Unternehmensbereiche digitalisieren<br />

kann. Der Begriff „Team“ steht hier<br />

dafür, dass sämtliche Geschäftspartner wie<br />

beispielsweise Kunden, Lieferanten und Spediteure<br />

in allen Prozessen mit eingebunden sind.<br />

Außerdem erfährt der Besucher, dass es bei<br />

Praxis viel mehr gibt als „nur“ die WDV. Die<br />

Messe informiert über vielfältige hauseigene<br />

Apps und Web-Anwendungen.<br />

Rund um die Uhr Messe bei der Praxis EDV<br />

(Quelle: Praxis EDV)<br />

Ein zentraler Schwerpunkt über alle Themen<br />

hinweg ist auch der verschlüsselte Datentransport<br />

von A nach B, und von B nach C mit<br />

Tools aus dem Hochsicherheitsbereich, die mit<br />

maximalem Datenschutz gebrandet sind. Die<br />

praktische Umsetzung kann unterschiedlich<br />

sein: Neben einer klassischen Hybrid-Softwarelösung<br />

kann die WDV2024 Team auch gemischt<br />

im Web verwendet oder komplett in das<br />

Rechenzentrum der Praxis EDV ausgelagert<br />

werden – natürlich ebenfalls mit hochsicherem<br />

Datenschutz und lückenloser Performance. •<br />

Stand FS.1004/1<br />

www.bauma-geda.de<br />

Aufzüge für<br />

Asphaltmischanlagen<br />

GEDA vereint über neun Jahrzehnte bewährtes Know-How mit<br />

kontinuierlicher Weiterentwicklung, einzigartiger Qualität und Langlebigkeit.<br />

Die permanent installierten Personen- und Materialaufzüge<br />

sowie Transportbühnen von GEDA bieten eine effiziente, kraftsparende<br />

und sichere Alternative zum Treppenturm. Verschiedene Ausführungen<br />

mit Tragfähigkeiten von 500 kg - 3700 kg, sowie 3 - 23<br />

Personen erlauben die Anpassung an individuelle Anforderungen.<br />

www.geda.de<br />

6|20<strong>22</strong>


52 Technik<br />

Bei der grundlegenden Asphalterneuerung auf dem Einsiedeldeich, der Hovestraße sowie dem Oberwerder, Georgswerder und Neuhäuser Damm („Straßenpaket<br />

Veddel“) hatten der Umwelt- und Gesundheitsschutz für die HPA hohe Priorität.<br />

Strabag AG<br />

Leise und sauber im Hamburger Hafen<br />

Im Hamburger Hafen realisiert Strabag<br />

im Auftrag der Hamburg Port<br />

Authority (HPA) das bislang größte<br />

ClAir-Asphalt-Projekt seit dem Start<br />

der schadstoff- und lärmmindernden<br />

Asphaltdeckschicht auf dem<br />

deutschen Markt vor ungefähr drei<br />

Jahren.<br />

Auf einer Gesamtfläche von rund 18.000 m 2<br />

im Industriegebiet Peute in Hamburg-Veddel<br />

baute die Strabag im August<br />

abschnittsweise und binnen acht Tagen ihren<br />

luftreinigenden Clean Air (ClAir) Asphalt ein. Es<br />

ist der Abschluss eines in mehrfacher Hinsicht<br />

nachhaltigen und innovationsreichen Sanierungsprojekts<br />

auf fünf miteinander verbundenen<br />

Straßen, das die HPA und der Strabag-Bereich<br />

Hamburg in partnerschaftlicher Zusammenarbeit<br />

im Zuge eines Early Contractor<br />

Involvements (ECI) zunächst gemeinsam<br />

geplant und seit Mai 2021 umgesetzt haben.<br />

„<strong>asphalt</strong>“ berichtete in der Ausgabe 2/20<strong>22</strong><br />

über ein Teilprojekt.<br />

Bei der grundlegenden Asphalterneuerung<br />

auf dem Einsiedeldeich, der Hovestraße sowie<br />

dem Oberwerder, Georgswerder und Neuhäuser<br />

Damm („Straßenpaket Veddel“) hatten der<br />

Umwelt- und Gesundheitsschutz für die HPA<br />

hohe Priorität. Neben der ClAir-Asphaltdeckschicht<br />

baute Strabag CO 2 -sparende Tragschichten<br />

aus Niedrigtemperatur<strong>asphalt</strong> mit<br />

Schaumbitumen ein, wodurch auch die Aerosolbelastung<br />

für die Einbau-Kolonne deutlich<br />

reduziert wird. Asphaltbinder- und -deckschichten<br />

wurden ressourcenschonend mit<br />

einem auf 60 bis 80 % erhöhten Recycling-Anteil<br />

im Asphaltmischgut realisiert. Außerdem<br />

ließ die HPA Temperatur- und Beschleunigungssensoren<br />

in den Asphalt integrieren, um<br />

künftig das Erhaltungsmanagement optimieren<br />

zu können.<br />

„Enge Kooperation auf Augenhöhe<br />

als Erfolgsgarant“<br />

„Unser Ziel ist es, die rund 150 Straßenkilometer<br />

im Hafen sukzessive umweltfreundlicher zu<br />

machen. Neben dem Einbau von zunehmend<br />

mehr recyceltem Material, insbesondere in den<br />

hochwertigen Schichten (mindestens 50 –<br />

70 %), spielt hierbei auch Clean Air Asphalt eine<br />

Rolle“ , sagt Willi Stegemann, Fachgebietsverantwortlicher<br />

Straßen bei der HPA. „Mit der<br />

Straßensanierung im Paket, den angewandten<br />

6|20<strong>22</strong>


Technik<br />

53<br />

innovativen Bauverfahren und der partnerschaftlichen<br />

Realisierung ist dieses Straßenbauprojekt<br />

sicherlich einzigartig für Hamburg.<br />

Für uns als Strabag hat sich hier die Chance<br />

eröffnet, einen großen Ausschnitt unseres<br />

Kompetenzspektrums im nachhaltigen Bauen<br />

einzubringen. Angefangen mit der gemeinsamen<br />

Ausführungsplanung und später baubegleitend<br />

haben wir uns regelmäßig mit unserer<br />

Auftraggeberin ausgetauscht und abgestimmt.<br />

Die enge Kooperation auf Augenhöhe<br />

war und ist ein entscheidender Garant für den<br />

Erfolg dieses Projekts“, sagt Günther Mehrhof,<br />

Leiter der federführenden Strabag-Gruppe<br />

Süderelbe.<br />

Luftmessstation überprüft<br />

Stickstoffdioxid<br />

Strabag hat ClAir Asphalt bundesweit bereits<br />

auf zahlreichen Pilotstrecken für kommunale<br />

Auftraggeber eingebaut. Das für Clean Air<br />

Asphalt eingesetzte Abstreumaterial aus mit<br />

Titandioxid (TiO 2 ) versetztem, ultrahochfestem<br />

Beton (UHPC) baut unter Einwirkung von<br />

UV-Strahlung (Sonnenlicht) in der Luft gebundene<br />

Stickoxide (NO x ) ab (Photokatalyse). Es<br />

wird über ein vom Strabag-Kompetenzzentrum<br />

TPA GmbH entwickeltes Einbauverfahren<br />

direkt und dauerhaft in die heiße Asphaltoberfläche<br />

eingebunden.<br />

Eine ClAir-Asphaltdeckschicht kann die<br />

Stickstoffdioxid-(NO 2- )Konzentration in der Luft<br />

unter Idealbedingungen (viel Sonne, wenig<br />

Wind etc.) um bis zu einem Viertel reduzieren<br />

und wirkt stark lärmdämpfend: Messungen der<br />

TPA belegen, dass der Verkehrslärmpegel je<br />

nach Asphaltsorte um 2 bis 4 dB(A) gesenkt<br />

werden kann. Dies entspricht akustisch einer<br />

Verringerung des Verkehrsaufkommens um bis<br />

zu 50 %. Die TPA hat für die HPA bereits im Vorjahr<br />

an der Neubaustrecke im Industriegebiet<br />

Hamburg-Veddel eine Luftmessstation und<br />

zwei Passiv-Sammler aufgebaut, um die Entwicklung<br />

der Stickstoffdioxid-Konzentration zu<br />

überprüfen und zu dokumentieren. •<br />

Auf einer Gesamtfläche von rund<br />

18.000 m 2 im Industriegebiet<br />

Peute in Hamburg-Veddel baute<br />

die Strabag im August Clean Air<br />

Asphalt ein. (Quelle: Strabag)<br />

Der Staubbefeuchtungsmischer<br />

DUSTFIX<br />

Für Asphaltfüller, Gesteinsstaub und<br />

andere Füllstoffe von 10-80 m³/h.<br />

Ohne Staub sieht‘s besser aus.<br />

Mehr Informationen auf<br />

www.mapgmbh.com<br />

6|20<strong>22</strong>


54 Technik<br />

Atlas Copco<br />

Baustellen rüsten sich für Energiewende<br />

Energieknappheit, hohe Kraftstoffkosten und Lieferengpässe<br />

bei emissionsarmen Dieselmotoren: Baustellenbetreiber<br />

sehen sich aktuell einer Menge Herausforderungen<br />

gegenüber. Wie sie sich lösen lassen, zeigte<br />

Atlas Copco kürzlich in einem Steinbruch in Wuppertal.<br />

Tenor: Mit modernen Energiespeichern, Elektrokompressoren<br />

und Solarlichtmasten können Endbenutzer<br />

Kosten senken und Spitzenlasten besser bewältigen.<br />

Neue Energiespeicher und Elektrokompressoren, Solarlichtmasten<br />

und Entwässerungslösungen waren die Highlights einer zweitägigen<br />

Veranstaltung, die Atlas Copco Power Technique Anfang Juni im<br />

Steinbruch Oetelshofen der Kalkwerke H. Oetelshofen GmbH & Co. KG in<br />

Wuppertal ausrichtete. 180 Händler und Endkunden aus Deutschland,<br />

Österreich und der Schweiz sowie Belgien und den Niederlanden diskutierten<br />

über die Herausforderungen der Energiewende und der Energieknappheit,<br />

über steigende Dieselkosten, alternative Antriebsmöglichkeiten<br />

und Einsparpotenziale. Immer im Hinblick auf die Folgen für ihre<br />

Baustellen und deren Ausrüstung.<br />

Der erste Tag war für Händler reserviert: Atlas Copco präsentierte<br />

seine Produktneuheiten in einem Zelt oberhalb des Steinbruchs und gab<br />

einen Ausblick auf kommende Entwicklungen. Die Händler hatten reichlich<br />

Gelegenheit, ihrem Lieferanten auf den Zahn zu fühlen. Am zweiten<br />

Tag gesellten sich auch Endkunden zu der offenen Live-Demo in der<br />

Tiefsohle des Steinbruchs. Sie konnten alle Maschinen an den Stationen<br />

„Baustelle“, „Steinbruch“ und „Solarenergiespeicherung“ ausgiebig testen.<br />

geräuschlos allein decken. „In immer mehr Branchen ist Nachhaltigkeit<br />

wichtiger denn je“, sagt Vladimir Kozlovskiy, Geschäftsführer des Kundenzentrums<br />

Westeuropa von Atlas Copco Power Technique. „Mit unseren<br />

neuen Lösungen können Anwender ihre CO 2 -Bilanz verbessern, ihre<br />

Gesamtbetriebskosten senken und schneller rentabel arbeiten.“<br />

Hohe Dieselpreise und Lieferengpässe<br />

Für Anwender, die dennoch den Dieselantrieb bevorzugen, präsentierte<br />

Atlas Copco seine zukunftsorientierten Kompressoren und Stromerzeuger<br />

mit emissionsarmen Stage-V-Motoren. Allerdings räumte der Hersteller<br />

im Rahmen der Veranstaltung ein, dass der Markt an Stage-V-Motoren<br />

wie leer gefegt sei; die Nachfrage übersteige das Angebot derzeit<br />

Großer Energiespeicher erstmals öffentlich präsentiert<br />

Das übergreifende Thema waren die Energiewende und die Möglichkeiten<br />

der Nutzung alternativer Energiequellen für die Arbeit auf Baustellen.<br />

So zeigte Atlas Copco das Zusammenspiel von Energiespeichern mit<br />

Elektrokompressoren und Solarlichtmasten. Auch die Speicherung von<br />

Energie zur zeitverzögerten Nutzung auf der Baustelle nahm großen<br />

Raum ein: Erstmals stellte Atlas Copco in Deutschland seinen großen<br />

Energiespeicher, den ZBC-Container, im Betrieb vor. Auch die kleineren<br />

Brüder aus der ZBP-Reihe wurden gezeigt. Alle Energiespeicher setzen<br />

mit ihren Lithium-Ionen-Akkus laut Hersteller neue Maßstäbe hinsichtlich<br />

Nachhaltigkeit, Flexibilität und Benutzerfreundlichkeit. Die Speicher<br />

seien Lösungen für kleine Unternehmen mit Bedarf an intelligentem<br />

Energiemanagement genauso wie für große Anwendungen mit mehreren<br />

Einheiten. Beide Baureihen steigerten die Effizienz und könnten in<br />

vielen Fällen die Emissionen senken, heißt es bei Atlas Copco.<br />

Die Energiespeichersysteme der Schweden verfügen über zwei<br />

Betriebsmodi: den Inselmodus zur Nutzung als eigenständige Stromquelle<br />

sowie den Hybridmodus für den Kombinationsbetrieb im Zusammenspiel<br />

mit einem beliebigen dieselbetriebenen Stromerzeuger. Damit<br />

kann der Endbenutzer Spitzenlasten besser bewältigen, etwa zur<br />

Tagesmitte, wenn auf der Baustelle Hochbetrieb herrscht und besonders<br />

viele stromverbrauchende Werkzeuge gleichzeitig in Betrieb sind. Den<br />

nächtlichen Strombedarf kann das Batteriespeichersystem wiederum<br />

01<br />

6|20<strong>22</strong>


Technik<br />

55<br />

Bild 01<br />

Bild 02<br />

Bild 03<br />

Bild 04<br />

Live-Vorführung der handgehaltenen Abbruchwerkzeuge gehörte<br />

für viele der 180 Besucher des Open-Air-Events von Atlas Copco<br />

Anfang Juni in Wuppertal zu den eindrücklichsten Erfahrungen.<br />

Längst gehören elektrisch angetriebene, fahrbare Kompressoren<br />

zum Programm von Atlas Copco.<br />

Im Steinbruch präsentierte Atlas Copco Entwässerungslösungen für<br />

unterschiedliche Fördervolumina und Anforderungen.<br />

Die trocken aufgestellten Entwässerungspumpen vom Typ PAS (hinten<br />

links) werden für die Entwässerung von Baustellen eingesetzt.<br />

(Quelle: Atlas Copco)<br />

02<br />

bei Weitem. Damit – und angesichts steigender Kraftstoffpreise – sehen<br />

sich Baustellenbetreiber aktuell vor große Herausforderungen gestellt.<br />

Aus Sicht von Atlas Copco zeigen diese Entwicklungen, wie wichtig es<br />

sei, mit elektrischen Antrieben und Stromspeichern neue Wege zu gehen<br />

oder sich ihnen wenigstens zu öffnen.<br />

Der schwedische Industriekonzern sieht sich in Zukunft auch und vor<br />

allem in einer beratenden Funktion, um seine Kunden bei der effizienten<br />

Nutzung der Power-Equipments zu unterstützen und ein optimales Energiemanagement<br />

auf den Baustellen umzusetzen. Dabei gelte es immer<br />

mehr, auch alternative Antriebstechnologien zu nutzen. Atlas Copco<br />

bietet schon heute in allen Produktbereichen eine elektrische und eine<br />

Dieselvariante an, in einigen Fällen sogar solarbetriebene Geräte.<br />

Kleine und große Entwässerungspumpen<br />

03<br />

Last not least sei die Entwässerungstechnik angeführt. Auf der Veranstaltung<br />

im Steinbruch Oetelshofen stellte Atlas Copco rund um drei Wasserbecken<br />

zahlreiche Pumpen vor. Die Modelle reichten von kleinen<br />

tragbaren Motorpumpen bis hin zur aktuell größten Entwässerungspumpe<br />

im Programm, der PAS 300, die mit einem maximalen Förderstrom<br />

von 2.100 m 3 /h aufwartet.<br />

Eine Live-Vorführung der handgehaltenen Abbruchwerkzeuge sowie<br />

die Präsentation der Konnektivitätslösungen wie FleetLink (zur Fernüberwachung<br />

des Maschinenparks) und Power Connect (die App bietet für<br />

einfache Wartung Zugang zu technischen Details von mobilen Kompressoren,<br />

Stromerzeugern, Lichtmasten, handgeführten Werkzeugen und<br />

Pumpen) ergänzten das Programm.<br />

•<br />

C3<br />

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6|20<strong>22</strong>


56 Einkaufsführer – Wer bietet was?<br />

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Einkaufsführer – Wer bietet was?<br />

57<br />

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6|20<strong>22</strong>


58 Zu guter Letzt<br />

INSERENTENVERZEICHNIS<br />

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Ammann Schweiz AG, 4901 Langenthal, SCHWEIZ --------------- Titel + Seite 4<br />

B + W Gesellschaft für Innovative Produkte mbH, 46244 Bottrop ----------Seite 27<br />

E-MAK Makine Insaat Ticaret ve Sanayi A.S., Osmangazi/Bursa, TÜRKEI --Umschlagseite 2<br />

GEDA GmbH, 86663 Asbach-Bäumenheim -----------------------Seite 51<br />

GIPO AG, 6462 Seedorf, SCHWEIZ ----------------------------- Seite 7<br />

J. Rettenmaier & Söhne GmbH & Co. KG, 73494 Rosenberg --------------Seite 13<br />

MAP GmbH, 68804 Altlußheim ------------------------------Seite 53<br />

MARINI FAYAT GROUP, 48011 Alfosine (RA), ITALIEN ------------------Seite 21<br />

Nadler Straßentechnik GmbH, 85301 Schweitenkirchen --------- Seite 11 + Seite 55<br />

Praxis EDV-Betriebswirtschaft- und Software-Entwicklung AG,<br />

99869 Pferdingsleben -----------------------------------Seite 19<br />

Q Point GmbH, 1090 Wien, ÖSTERREICH -------------------------Seite 35<br />

RMS GmbH, 46485 Wesel ---------------------------------Seite 49<br />

schäfer-technic gmbh, 70736 Fellbach -------------------------Seite 39<br />

Schmitz Cargobull AG, 48612 Horstmar -------------------------Seite 37<br />

Völkel Mikroelektronik GmbH, 48161 Münster ---------------------Seite 33<br />

Weisig Maschinenbau GmbH, 31<strong>06</strong>1 Alfeld/Leine -------------------Seite 45<br />

WestWood Kunststofftechnik GmbH, 32469 Petershagen/Lahde -----------Seite 43<br />

Wirtgen International GmbH, 53578 Windhagen ---------------Umschlagseite 4<br />

WKSB Isolierungen GmbH, 63571 Gelnhausen-Hailer ----------------- Seite 9<br />

Ausblicke auf die nächste Ausgabe<br />

Vorschau <strong>asphalt</strong> 7|20<strong>22</strong><br />

Foto: Fotolia (centrodigitale.com)<br />

USA<br />

Es verwenden 31 Straßenbauverwaltungen<br />

der<br />

US-Bundesstaaten die Untersuchungsergebnisse<br />

der<br />

Auftragnehmer für die Abnahme<br />

und Abrechnung von<br />

Straßenbaumaßnahmen. Wir<br />

blicken über den Tellerrand.<br />

(Quelle: Pixabay) Jubiläum<br />

Jubiläum<br />

Im September 1967 startete<br />

die Fachzeitschrift „Das<br />

stationäre Mischwerk“. Wir<br />

blicken zurück auf über fünf<br />

Jahrzehnte Fachinformationen.<br />

(Quelle: Stein Verlag)<br />

IMPRESSUM<br />

Chefredakteur<br />

Bernd Hinrichs<br />

Leiter Öffentlichkeitsarbeit DAV<br />

Deutscher Asphaltverband (DAV) e.V.<br />

Ennemoserstraße 10<br />

53119 Bonn<br />

Tel.: +49 <strong>22</strong>8 97965-0<br />

hinrichs@<strong>asphalt</strong>.de<br />

www.<strong>asphalt</strong>.de<br />

Herausgeber<br />

Deutscher Asphaltverband (DAV) e.V.<br />

Ennemoserstraße 10<br />

53119 Bonn<br />

Tel.: +49 <strong>22</strong>8 97965-0<br />

dav@<strong>asphalt</strong>.de<br />

www.<strong>asphalt</strong>.de<br />

Redaktion<br />

Andreas Stahl<br />

Verlagsanschrift<br />

Stein-Verlag Baden-Baden GmbH<br />

Josef-Herrmann-Straße 1–3<br />

76473 Iffezheim<br />

Tel.: +49 7<strong>22</strong>9 6<strong>06</strong>-0<br />

<strong>asphalt</strong>@stein-verlagGmbH.de<br />

www.stein-verlagGmbH.de<br />

Geschäftsleitung<br />

Dr.-Ing. Friedhelm Rese<br />

Herstellung/Layout<br />

Ines Merkel<br />

Tel.: +49 7<strong>22</strong>9 6<strong>06</strong>-23<br />

ines.merkel@stein-verlagGmbH.de<br />

Anzeigenverkauf<br />

Grimm Kommunikation<br />

Susanne Grimm-Fasching<br />

Tel.: +49 8364 9860-79<br />

Mobil: +49 162 9094328<br />

susanne.grimm@<br />

stein-verlagGmbH.de<br />

Fachzeitschrift für Herstellung<br />

und Einbau von Asphalt<br />

Organ von:<br />

Anzeigen- u. Vertriebskoordination<br />

Anke Schmale<br />

Tel.: +49 7<strong>22</strong>9 6<strong>06</strong>-24<br />

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Anzeigenpreise<br />

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Technische Herstellung<br />

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Bezugspreis<br />

Jahresabonnement<br />

Inland: 113,00 €, inkl. Versand kosten<br />

und zzgl. ges. MwSt.;<br />

Ausland: 123,00 €, inkl. Versandkosten.<br />

Bei Vorlage der Immatrikulationsbescheinigung<br />

erhalten Studenten 50 %<br />

Rabatt auf den Zeitungs nettopreis. Die<br />

Mitglieder des Deutschen Asphaltverbandes<br />

(DAV) e.V. erhalten die Zeitschrift<br />

als Mitglieder-Abonnement. Der<br />

Bezugspreis ist im Mitgliedsbeitrag enthalten.<br />

Erscheinungsweise<br />

8 Ausgaben im Jahr 20<strong>22</strong>:<br />

1 (Februar), 2 (März), 3 (April),<br />

4 (August), 5 (September), 6 (Oktober),<br />

7 (November), 8 (Dezember)<br />

Mit Namen des Verfassers ge kennzeichnete<br />

Beiträge sind nicht unbedingt die<br />

Meinung der Re daktion. Die Redaktion<br />

über nimmt keine Haftung für unverlangt<br />

eingesandte Manuskripte. Sie<br />

behält sich die redaktionelle<br />

Bearbeitung eingesandter Manuskripte<br />

und Leserbriefe ausdrücklich vor. Nachdruck,<br />

auch aus zugsweise, nur mit<br />

Genehmigung des Verlages.<br />

Alle Rechte © Stein-Verlag<br />

Baden-Baden GmbH, Iffezheim<br />

20<strong>22</strong> (57. Jahrgang)<br />

ISSN 0945-6<strong>22</strong>8<br />

www.<strong>asphalt</strong>.de<br />

Nachrichten der<br />

European Asphalt Pavement Association (E.A.P.A.)<br />

www.EAPA.org<br />

6|20<strong>22</strong>


Zu guter Letzt<br />

59<br />

Infrastrukturgeschichte<br />

Palästina im letzten Jahrhundert<br />

Manchmal muss es etwas Besonderes sein: ein besonderes<br />

Buch fürs Jubiläum, als Dankeschön oder zum<br />

Abschied. In unserer Rubrik „Buchtipp“, stets auf der<br />

letzten Seite des Heftes, stellen wir Ihnen immer einen<br />

besonderen Tipp vor. Dieses Mal: „Ebnet in der Steppe<br />

eine Straße für unseren Gott!“ von Benedikt F. Vianden.<br />

Mitte des 19. Jahrhunderts war Palästina eine seit Langem vernachlässigte<br />

Provinz des Osmanischen Reiches. Zu einer Zeit, als Eisenbahnschienen<br />

anfingen, die Landschaften zu durchschneiden, und das<br />

schrille Pfeifen der Dampflokomotiven in Europa und den USA das industrialisierte<br />

Verkehrszeitalter einläutete, waren Kamele und Pferde die<br />

unangefochtenen Transportmittel im Heiligen Land. Mit der Ansiedlung<br />

der „Tempelgesellschaft“ sollte sich das jedoch ändern. Getrieben von<br />

pietistischen Idealen führten die Templer dort nicht nur das Rad als Fortbewegungsmittel<br />

wieder ein, sondern leisteten einen entscheidenden<br />

Beitrag zum Aufbau eines modernen Infrastrukturnetzes und zur Entwicklung<br />

der Hafenstadt Haifa, welche durch ihr Wirken zu einem zentralen<br />

Verkehrsknotenpunkt des Landes aufstieg. Die Studie zeigt dabei<br />

eine einzigartige Perspektive auf und verknüpft dabei auf abwechslungsreiche<br />

Weise die Themenfelder Kolonial-, Infrastruktur- und Religionsgeschichte.<br />

Benedikt F. Vianden, geboren 1990, studierte Geschichte und<br />

Politik in Darmstadt und promovierte 2020 im Rahmen des dort ansässigen<br />

Graduiertenkollegs KRITIS.<br />

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Benedikt F. Vianden<br />

Ebnet in der Steppe eine Straße für<br />

unseren Gott!<br />

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die Anlagenbetreiber befähigt, höherer Recycling-Zugaberaten unter Einhaltung strenger Emissionsgrenzwerte<br />

zu realisieren. REVOC ergänzt Kalt- und Heißzugabe-Recyclingsysteme von Asphaltmischanlagen und reduziert die<br />

Gesamtkohlenstoff-Emissionen (Cges) bei der Zugabe von Recycling-Material um bis zu 50 %. Durch das innovative<br />

Recycling-Verfahren werden die zunehmend strenger reglementierten Emissionsgrenzwerte in der Alt<strong>asphalt</strong>produktion<br />

eingehalten oder sogar unterschritten. Das REVOC-System ist für den bauma Innova tionspreis 20<strong>22</strong> in der<br />

Kategorie “Klimaschutz“ nominiert.<br />

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