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#unabhängig Büchermagazin No 15 - Wagnersche

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Wagner’sche<br />

Innsbruck<br />

Wagner’sche<br />

Altstadt<br />

Innsbruck<br />

Bücher Stierle<br />

Salzburg<br />

Stierle Kelten-<br />

Buchhandlung<br />

Hallein<br />

Leporello die<br />

Buchhandlung<br />

Wien<br />

Stöger —<br />

Leporello die<br />

Buchhandlung<br />

Wien<br />

Das Magazin unserer unabhängigen Buchhandlungen — 10.2022<br />

#<br />

unabhängig<br />

<strong>No</strong>. <strong>15</strong>


Impressum<br />

Herausgeber und für den Inhalt verantwortlich:<br />

Wagner’sche Universitätsbuchhandlung, Medici Buchhandels GmbH,<br />

Museumstraße 4, 6020 Innsbruck<br />

info@wagnersche.at — www.wagnersche.at<br />

Redaktion: Robert Renk<br />

Redaktionelle Mitarbeit: Gerlinde Tamerl, Anita Winkler<br />

© der Textbeiträge bei den Autorinnen und Autoren<br />

Grafische Ausstattung: himmel. Studio für Design und Kommunikation<br />

Fotografie: © der Abbildungen bei den jeweiligen Rechteinhabern<br />

Titelbild: Bella Steger (Fotomontage)<br />

Druck: Alpina Druck GmbH, Innsbruck<br />

Fehler, Änderungen und Irrtümer vorbehalten.<br />

© 10.2022 – alle Rechte vorbehalten 3<br />

# unabhängig<br />

<strong>#unabhängig</strong><br />

Sie werden feststellen,<br />

dass unser Magazin sich<br />

gewandelt hat. Wir sind gewachsen<br />

und das möchten<br />

wir künftig auch hier abbilden.<br />

Zur Wagner’schen<br />

Familie gehören seit einiger<br />

Zeit ein Shop in der Innsbrucker<br />

Altstadt, die Buchhandlung<br />

Leporello und die<br />

Buchhandlung Stöger in<br />

Wien sowie Bücher Stierle in<br />

Salzburg und die Keltenbuchhandlung<br />

in Hallein. Ab sofort<br />

finden Sie deshalb in unserem<br />

Magazin auch Buchtipps<br />

und Veranstaltungshinweise<br />

von unseren Kolleginnen<br />

und Kollegen aus Wien,<br />

Salzburg und Hallein. Diese<br />

Ausgabe steht unter dem<br />

Stern der Unabhängigkeit.<br />

Unsere Buchhändlerinnen<br />

und Buchhändler gehen<br />

ihrer Kernkompetenz<br />

selbstbestimmt nach: Sie<br />

wählen ihr Sortiment eigenständig<br />

und mit Bedacht aus,<br />

suchen interessante Bücher<br />

auch abseits des Mainstreams,<br />

denn Lesebedürfnisse sind<br />

so einzigartig, wie Sie es sind.<br />

Wir wünschen Ihnen schöne<br />

Lektüre!<br />

vlnr. Gerlinde Tamerl (stv. Geschäftsführerin),<br />

Markus Renk (Geschäftsführer)<br />

Markus Hatzer (Gesellschafter)<br />

Inhalt<br />

4 Neues aus Innsbruck,<br />

Salzburg, Hallein und Wien<br />

Ein Einblick in unsere unabhängigen Buchhandlungen<br />

10 Highlights aus unserem Verlag<br />

Das Österreich-Spiel, der Eulen-Kalender u.v.m<br />

14 Meret Oppenheimer<br />

Mina König lässt ihre Biografie lebendig werden<br />

16 Tess Gerritsen beim Krimifest<br />

Neben vielen anderen kommt der Superstar nach Innsbruck<br />

20 Dystopisches von Tanja Raich<br />

Gerlinde Tamerl im Gespräch mit der Autorin & Lektorin<br />

22 Erster Gedichtband<br />

& Traklpreis<br />

Robert Renk im Gespräch mit Anja Bachl<br />

24 Alex Capus<br />

Woher er seine Geschichten holt, fragt Joe Rabl<br />

26 Helena Adlers Fretten<br />

Carmen Schwarz hat ein paar Fragen dazu<br />

28 Robert Menasse<br />

Nach der Hauptstadt nun die Erweiterung, mit Klaus Zeyringer im Gespräch<br />

30 Eva Rossmann<br />

Erwin Riedesser im Gespräch über 100-jährige & Sardinien<br />

32 Lukas Resetarits<br />

Rotraut Schöberl und Lukas Resetarits im Gespräch über „Krowod“<br />

34 <strong>No</strong>rbert Gstrein<br />

Sein neues Buch ist ein beklemmend gutes Kammerspiel, meint Joseph Frontull<br />

36 Das neue Literarische<br />

HausQuartett<br />

Buchbesprechungen & Livekonzert, mit Evelyn Unterfrauner & Robert Renk<br />

38 Mountain Day<br />

Ágnes Czingulszki trifft Mikael Vogel, Mod.: Martin Fritz & Robert Renk<br />

48 Mit den besten Empfehlungen<br />

60 3×7 Best aber Seller


Wir schweben im<br />

siebten Bücherhimmel<br />

Genießen Sie mit uns diesen Bücherherbst und<br />

unser vielfältiges Veranstaltungsprogramm.<br />

Wagner’ sche<br />

Innsbruck<br />

Individuelle<br />

Lektüreempfehlungen<br />

Zur Wagner’schen Familie gehören seit<br />

einiger Zeit ein Shop in der Innsbrucker<br />

Altstadt, die Buchhandlung Leporello<br />

und die Buchhandlung Stöger in Wien<br />

sowie Bücher Stierle in Salzburg und die<br />

Keltenbuchhandlung in Hallein. Uns alle<br />

verbindet die Liebe zu Büchern und wir<br />

schätzen es, Sie für neue Leseerlebnisse<br />

zu begeistern oder mit Ihnen über Lektüreerfahrungen<br />

zu sprechen.<br />

Neues aus dem Verlag<br />

der Wagner’schen<br />

Wir freuen uns sehr darüber, dass in unserem<br />

Verlag bald ganz besondere Produkte<br />

erscheinen werden. Gebannt warten wir<br />

auf unser Österreich-Spiel, das wir Ende<br />

Oktober in Händen halten können und<br />

an dem viele bekannte Autorinnen und<br />

Autoren mitgearbeitet haben, darunter<br />

Michael Köhlmeier, Doris Knecht, Thomas<br />

Brezina, Thomas Stipsits u.v.m. Sind Sie<br />

etwa neugierig geworden, mit welchen<br />

Fragen Sie bei diesem Wissensquiz rechnen<br />

müssen? Los geht’s: Welche Haustiere<br />

besaß der berühmte Wiener Maler Gustav<br />

Klimt? Wo in Vorarlberg befindet sich<br />

das Rolls-Royce-Museum? Was ist eine<br />

„Uhudler-Verschwörung“ und wo findet<br />

man den „Kriechenden Günsel“? Dieses<br />

Wissensquiz macht Lust darauf, die Besonderheiten<br />

Österreichs kennenzulernen.<br />

440 Quizfragen bescheren unvergessliche<br />

Spieleabende und sorgen für jede Menge<br />

Ratespaß. Versprochen!<br />

Das zweite Produkt, das wir lieben, ist<br />

ein Eulenkalender der Tierfotografin Bella<br />

Steger aus Tirol. Die Eule ziert schon seit<br />

vielen Jahren das Logo der Wagner’schen<br />

Buchhandlung. Künstler aller Epochen<br />

stellten Eulen dar, erkannten in ihren<br />

Gesichtern mit den markanten Augen<br />

menschliche Züge und wurden von ihrer<br />

Fähigkeit, Dinge zu sehen, die eigentlich<br />

im Dunkeln verborgen sind, inspiriert.<br />

Eulen gelten als Symbol für Weisheit und<br />

Klugheit und werden auch immer wieder<br />

mit Doktorhut, Brille und mit Büchern abgebildet.<br />

Und weil dieses magische Wesen in<br />

unserem ersten regionalen Tierkalender die<br />

Hauptrolle spielt, bot sich für uns die einmalige<br />

Gelegenheit, eine echte Eule namens<br />

Navajo in Szene zu setzen und ihr einen<br />

Platz auf dem aktuellen Magazincover zu<br />

geben. Psst: Weil sich der liebe Navajo in<br />

seiner gewohnten Umgebung am wohlsten<br />

fühlt, haben wir ihn dank Fotomontage in<br />

die Buchhandlung geholt.<br />

© Bernhard Aichner, Gerhard Berger, Gerlinde Tamerl<br />

Unabhängigkeit<br />

Die Unbeugsamen<br />

Unser Magazin steht unter dem Stern<br />

der Unabhängigkeit, denn wir gehen unserer<br />

Kernkompetenz selbstbestimmt nach<br />

und wählen unser Sortiment eigenständig<br />

und mit Bedacht aus, suchen interessante<br />

Bücher auch abseits des Mainstreams, denn<br />

Lesebedürfnisse sind so einzigartig, wie Sie<br />

es sind. Warum ist uns der genaue Blick<br />

auf jedes einzelne Buch so wichtig? Buchhandlungen<br />

sind vielfältige Kulturräume<br />

und wir fühlen uns dazu berufen, Ihnen ein<br />

abwechslungsreiches Sortiment anzubieten.<br />

Denn wir alle wissen: Wahr ist so viel mehr!<br />

Wir engagieren uns mit Elan für einen unabhängigen<br />

Buchhandel, denn wir wollen,<br />

dass unsere Innenstädte lebendig bleiben,<br />

Gegenden sind, wo Menschen miteinander<br />

ins Gespräch kommen können. Gibt es<br />

dafür einen schöneren Ort als eine Buchhandlung?<br />

Wir tragen dazu bei, dass<br />

Traditionsbuchhandlungen nicht von der<br />

Bildfläche verschwinden, sondern von einer<br />

jungen Buchhändler*innen-Generation in<br />

die Zukunft geführt werden. Geschäftsführer<br />

Markus Renk verleiht diesem Gedanken<br />

Nachdruck, wenn er immer wieder<br />

in der Öffentlichkeit sagt, wie wichtig es ist,<br />

dass Buchhandlungen weiterhin existieren.<br />

Sie sind ein Mittel gegen die Vereinsamung<br />

der Gesellschaft. Sie sind Orte der<br />

Begegnung. Eine Lesung kann aufwühlen,<br />

vermag aber auch Trost zu spenden. Literarische<br />

Texte, Sachbücher, ja, auch Ratgeber<br />

oder Kinderbücher setzen Diskussionen<br />

in Gang.<br />

Wagner’ sche<br />

Innsbruck<br />

© Bernhard Aichner, Gerhard Berger, Gerlinde Tamerl<br />

Wagner’ sche<br />

Altstadt<br />

Innsbruck


Wunderbare Lesungen<br />

Bücher<br />

Stierle<br />

Salzburg<br />

Trommelwirbel! Das Krimifest in<br />

Innsbruck feiert sein fünfjähriges Bestehen<br />

und bringt den internationalen Krimistar<br />

Tess Gerritsen in die Wagner’sche Buchhandlung.<br />

Robert Renk veranstaltet in der<br />

Wagner’schen außerdem auch Lesungen<br />

u.a. mit Robert Menasse, Alex Capus und<br />

<strong>No</strong>rbert Gstrein.<br />

Verlagslektorin und Schriftstellerin<br />

Tanja Raich wird derzeit mit ihrem zweiten<br />

Roman Schwerer als das Licht gefeiert, der<br />

von einer Frau und einer tropischen Wildnis<br />

erzählt. Tanja Raich wird sowohl in der<br />

Keltenbuchhandlung als auch in der Buchhandlung<br />

Stierle zu Gast sein.<br />

Schriftstellerin Eva Rossmann liest aus<br />

Tod einer Hundertjährigen in der Buchhandlung<br />

Leporello in Wien, ebenso<br />

Lukas Resetarits. Der große österreichische<br />

Kabarettist und Aktivist in Sachen<br />

Menschenrechte präsentiert seine Biografie<br />

bei Rotraut Schöberl. Alle Veranstaltungen<br />

im Überblick und genaue Informationen<br />

dazu finden Sie im Magazin auf Seite 12.<br />

Wir freuen uns auf Ihr Kommen!<br />

Die Teams der Buchhandlungen<br />

Leporello, Stöger, Wagner’sche,<br />

Keltenbuchhandlung und Bücher Stierle<br />

© Gerlinde Tamerl © Ina Cassik<br />

Stöger–<br />

Leporello die<br />

Buchhandlung<br />

Wien<br />

Veranstaltungen<br />

für Kinder<br />

© Hans Hamedinger<br />

Stierle<br />

Kelten- Buchhandlung<br />

Hallein<br />

© Philipp Schlaffer<br />

Es bedeutet uns sehr viel, Autorinnen und<br />

Autoren aus der ganzen Welt in unsere<br />

Buchhandlungen einzuladen. In der<br />

Keltenbuchhandlung in Hallein gibt es seit<br />

Kurzem einen eigenen märchenhaften Leseraum,<br />

der nur für Kinder reserviert ist. Auf<br />

bunten Kissen und einem riesigen Teppich<br />

kann unterhaltsamen Geschichten gelauscht<br />

werden. Auch in der Wagner’schen Buchhandlung<br />

in Innsbruck gibt es ab sofort<br />

Vorlesestunden für Kinder. Die genauen<br />

Termine finden Sie auf unserer Homepage<br />

und in unserem Newsletter!<br />

Das Genre der Romanbiografien erfreut<br />

sich derzeit großer Beliebtheit. Autorin<br />

Emily Walton hat schon über F. Scott<br />

Fitzgerald und Ernest Hemingway geschrieben.<br />

Unter ihrem neuen Pseudonym<br />

Mina König lässt sie uns nun in die Welt<br />

von Meret Oppenheimer eintauchen.<br />

Emily Walton wird in der Buchhandlung<br />

Stöger in Wien lesen.<br />

© Pamela Russmann<br />

Leporello die<br />

Buchhandlung<br />

Wien<br />

© Peter Neumeier


Das besondere Extra<br />

Diese österreichischen<br />

Schriftstellerinnen<br />

und Schriftsteller haben<br />

einzelne Fragen zum<br />

Spiel beigetragen:<br />

Vom Bodensee<br />

zum Stephansdom<br />

Bernhard Aichner<br />

Christoph W. Bauer<br />

Thomas Brezina<br />

Kirstin Breitenfellner<br />

Mareike Fallwickl<br />

Franzobel<br />

Heinz Janisch<br />

Anna Kim<br />

Doris Knecht<br />

Michael Köhlmeier<br />

Tanja Raich<br />

Thomas Raab<br />

Raoul Schrott<br />

Thomas Stipsits<br />

Behind the Scenes:<br />

Wir konzipieren unsere Spiele<br />

mit viel Liebe und Engagement.<br />

Gerlinde Tamerl verantwortet<br />

die Redaktion und Projektleitung,<br />

Ines Graus (blickfisch.at) gestaltet<br />

das Design der Spiele, Dominik<br />

Berloffa und Anita Winkler widmen<br />

sich gemeinsam mit Gerlinde<br />

der Entwicklung der Fragen.<br />

Im <strong>No</strong>vember 1746 machte ein exotisches<br />

Tier namens Clara auf seiner Tour durch die<br />

europäischen Königshäuser auch in Wien Halt.<br />

Um welches Tier handelte es sich?<br />

ein Tiger<br />

ein Elefant<br />

ein Nashorn<br />

440 Wissens- und Aktionskarten<br />

Aktivität<br />

Historisches & Kurioses<br />

Sport<br />

Kultur & Literatur<br />

Projektleitung & Redaktion: Gerlinde Tamerl<br />

Die Habsburger machten den Apfelstrudel<br />

populär. Erstmals urkundlich erwähnt wurde<br />

die herrliche Süßspeise im Jahr 1696. Welche<br />

Herrscherin liebte ihn ganz besonders?<br />

Kaiserin Sisi<br />

Claudia de’ Medici<br />

Kaiserin Maria Theresia<br />

Design & U m setzung: Ines Graus – blickfisch<br />

Natur & Berge<br />

Redaktionsteam: Dominik Berloffa<br />

& Anita Winkler<br />

Abbildungen auf dieser Doppelseite: Landesmuseum Ferdinandeum; am Spiel siehe Impressum Spiel. Fotos: Gerlinde Tamerl. Graf. Gestaltung: Ines Graus.<br />

Welche Haustiere besaß<br />

der berühmte Wiener Maler<br />

Gustav Klimt? Wo in Vorarlberg<br />

befindet sich das Rolls-Royce-<br />

Museum? Was ist eine „Uhudler-<br />

Verschwörung“ und wo findet<br />

man den „Kriechenden Günsel“?<br />

Dieses Wissensquiz ist ein Muss<br />

für alle, die Österreich noch<br />

besser kennenlernen möchten!<br />

Das vergnügliche Wissensquiz<br />

für alle, die Österreich noch<br />

besser kennenlernen möchten.<br />

440 Quizfragen aus den Kategorien<br />

Natur, Geschichte, Kultur,<br />

Literatur und Sport bescheren<br />

unvergessliche Spieleabende und<br />

sorgen für jede Menge Ratespaß!<br />

Ganzen Körpereinsatz fordern die<br />

unterhaltsamen Aktivitätsfragen,<br />

bei denen man rhetorische<br />

und schauspielerische Talente<br />

uneingeschränkt entfalten kann.<br />

Mit Fragen<br />

von bekannten<br />

österreichischen<br />

Autorinnen<br />

und Autoren<br />

Das Österreich-Spiel ist nicht<br />

nur ein Wissensquiz, sondern<br />

auch ein Reiseführer. Es entführt<br />

an Orte, zu denen man vielleicht<br />

demnächst einen lohnenden<br />

Ausflug unternehmen möchte.<br />

Das Österreich-Spiel zum<br />

Preis von € 45,– erhalten Sie in der<br />

Wagner’schen Buchhandlung und<br />

im Onlineshop www.wagnersche.at<br />

Unsere Spiele sind lustig und<br />

das beste Mittel gegen Langeweile!<br />

• gemeinsame Spielzeit statt einsamer Bildschirmzeit<br />

• eine sinnvolle Freizeitbeschäftigung für die ganze Familie<br />

• ein klassisches Wissensquiz einfach und verständlich<br />

• hochkarätige inhaltliche und gestalterische Qualität<br />

Tirol-Spiel.<br />

Von Finstermünz zum Wilden Kaiser<br />

Preis: € 45,–<br />

Innsbruck-Spiel.<br />

Vom Goldenen Dachl zum Hafelekar<br />

Preis € 45,–<br />

Innsbruck-Spiel Kids.<br />

Das lustige Wissensquiz für kluge Köpfe<br />

Preis € 29,95


Die Lechauen<br />

Das Piller Moor<br />

Innsbruck Ausmalspaß im & Mittelpunkt<br />

Puzzlefreuden<br />

Der Regionale neue Innsbruck-Kalender und kreative Geschenkideen 2023 und die für quirlig-bunten Groß und Klein Wimmelpuzzles<br />

zu Hofburg, Schloss Ambras und Rotem Kreuz sind da!<br />

Das Forchet<br />

Der Silberwald<br />

Der Obernberger See<br />

Landeck<br />

Buchtipp:<br />

Reutte<br />

Imst<br />

Das Mühlauer Fuchsloch<br />

Kalender 2023:<br />

Katharina Marschall & Olga Reiff<br />

Mein Tiroler Naturschätze-Buch<br />

Lukas Verlag Morscher der Wagner‘schen<br />

Innsbruck, Buchhandlung wie es früher einmal war<br />

Verlag 34 S., € der 9,95 Wagner’schen<br />

Buchhandlung, € 19,95<br />

Neue<br />

Puzzles<br />

Innsbruck<br />

Innsbruck Land<br />

Die Tischoferhöhle<br />

Mit 9<br />

Geschichten<br />

& 10 Ausmalbildern.<br />

Schwaz<br />

Kufstein<br />

Katharina Marschall & Olga Reiff<br />

mein Die Teufelsgasse tiroler<br />

Naturschätze-Buch<br />

Mit Walli und Maxl durch die neun Bezirke Tirols<br />

Kitzbühel<br />

Lienz<br />

Der Alte See<br />

© Innsbrucker Stadtarchiv<br />

Wimmelpuzzles<br />

Innsbruck<br />

(100 Teile)<br />

€ 19,95<br />

© Katharina © Marschall Katharina & Olga Marschall Reif & Olga Reif<br />

© Wagner’sche<br />

Der Kreativität freien Lauf lassen und<br />

dabei ganz spielerisch die Tiroler Natur und<br />

Lukas die Heimat Morscher, kennenlernen. Leiter des Das Innsbrucker bietet unser<br />

Stadtarchivs, neues Ausmalbuch hat für für den kleine aktuellen Künstler Kalender<br />

ab ca. wieder 4 Jahren, ganz das besondere von Szenen Wirtschaftskammer<br />

Tirol Geschichte produziert unserer wurde. Landeshaupt-<br />

Mit dem<br />

aus der<br />

bewegten<br />

stadt Tiroler in Naturschätze-Buch Wort und Bild gefasst. lässt Auf sich dem eine<br />

Coverbild kunterbunte sehen Erkundungstour wir eine Fahrradparade durch das<br />

aus ganze dem Land Jahr vom 1921, Kinderzimmer die unter den aus Augen starten.<br />

Die beiden Schaulustiger Abenteurer über Walli die und Innbrü-<br />

Maxl<br />

zahlreicher<br />

cke führen Richtung ihre neugierigen Altstadt zieht. Beobachter Wir erfahren zu ihren<br />

vom Lieblingsplätzen Freizeitvergnügen und haben im „Strandbad jede Menge<br />

Schönruh“, Spaß im Gepäck. dürfen Ob einen im Wald, Blick auf am Flussufer<br />

oder in einer herrschaliche Höhle, überall Villa Blanka erleben sie<br />

die<br />

ursprünglich<br />

werfen, spannende sehen Abenteuer das städtische und nehmen Alltagsleben ganz<br />

mit nebenbei kleinen viel Lebensmittelgeschäften Wissenswertes über Tiere, und<br />

legendären Pflanzen und Wirtshäusern Natur mit. Alle und Tiroler müssen Bezirke<br />

sind mit dass einem Autos wunderschönen einmal eine Rari-<br />

Aus-<br />

erkennen,<br />

tät malbild waren. und Die einer Reise kindgerechten die Vergangenheit Geschichte<br />

hält in diesem einzigartige Buch vertreten Aufnahmen und und machen wunderbar<br />

den erhellende Eltern garantiert Texte von Lust Lukas auf neue Morscher Aus-<br />

auch<br />

bereit, flugsziele. die Bei uns jedem immer wieder neun zum Bilder Staunen, haben<br />

Schmunzeln die Kinder außerdem und Nachdenken die Möglichkeit, bringen. ihren<br />

Und persönlichen nicht selten Naturschatz umfängt zu einen entdecken etwas und<br />

Wehmut hinten im angesichts Buch zu verewigen. der pittoresken Gebäude<br />

oder großzügigen Plätze, die es so<br />

nicht mehr gibt. Unser beliebtes 14-tägiges<br />

Kalendarium Von jedem verkauften ist exklusiv Buch erhältlich geht 1 € an in der die<br />

Wagner’schen Tiroler Kinderkrebshilfe! Buchhandlung.<br />

Da es so großen Spaß macht, gemeinsam<br />

mit Kindern Wimmelbücher anzusehen,<br />

gibt werden es im demnächst Verlag der im Wagner’schen Verlag der Wagner’- Buchhandlung<br />

schen Buchhandlung passend dazu auch drei Wimmelpuzzles<br />

kunterbunte<br />

Wimmelpuzzles. erscheinen. Puzzles Puzzles sind ein sind wunder-<br />

ein wunderbarer<br />

Zeitvertreib, stärken die kognitive<br />

Entwicklung und das Staunen über das<br />

Ergebnis ist jedes Mal wieder ein großes<br />

Vergnügen. Illustratorin Bettina Egger<br />

hat zusammen mit Maria Kittler 2019<br />

das<br />

das erfolgreiche „Innsbruck-Wimmelbuch“ in<br />

in unserem Verlag Verlag veröffentlicht, kurz kurz darauf<br />

darauf folgte das folgte „Tirol das Wimmelbuch“. Tirol Wimmelbuch. Ihre Ihre<br />

Recherchetouren für diese Wimmelbücher<br />

waren aufwändig! Sie haben viele Menschen<br />

in den einzelnen Bezirken getroffen, sind<br />

gewandert, haben Vögel und andere Tiere<br />

beobachtet, waren bei Stadtführungen<br />

dabei, trotzten Wind, Regen und Kälte. Da<br />

wir in jede einzelne Seite unserer Wimmelbücher<br />

verliebt sind, haben wir entschieden,<br />

gleich drei verschiedene Wimmelpuzzles<br />

zu produzieren: die Innsbrucker Hofburg,<br />

Schloss Ambras und ein Motiv aus dem<br />

Roten Kreuz-Wimmelbuch, das ebenso von<br />

Bettina Egger gestaltet wurde.<br />

Die magische Eule Navajo<br />

Der erste Eulenkalender der Tiroler Tierfotografin Bella Steger.<br />

Exklusiv im Verlag der Wagner’schen Buchhandlung<br />

Die geheimnisvolle Aura von Eulen fasziniert<br />

die Menschen schon seit der Antike.<br />

Künstler aller Epochen stellten Eulen dar,<br />

erkannten in ihren Gesichtern mit den<br />

markanten Augen menschliche Züge und<br />

wurden von ihrer Fähigkeit, Dinge zu<br />

sehen, die eigentlich im Dunkeln verborgen<br />

sind, inspiriert.<br />

In der griechischen Mythologie tritt die<br />

Eule als Begleiterin von Athene, der Göttin<br />

der Weisheit in Erscheinung. Unter anderem<br />

deshalb gelten Eulen als Symbol für Weisheit<br />

und Klugheit und werden auch immer<br />

wieder mit Doktorhut, Talar und Brille und<br />

mit Büchern abgebildet.<br />

Auch das Logo der Wagner’schen steht<br />

seit Jahrzehnten im Zeichen der Eule. Und<br />

weil dieses magische Wesen in unserem<br />

ersten regionalen Tierkalender die Hauptrolle<br />

spielt, bot sich für uns die einmalige<br />

Gelegenheit, eine echte Eule namens Navajo<br />

in der Buchhandlung einmal in Szene zu<br />

setzen und ihr einen Platz auf dem aktuellen<br />

Magazincover zu geben.*<br />

„Die Eule Navajo<br />

ist ein faszinierendes<br />

Wesen. Sein Blick<br />

ist durchdringend,<br />

man fühlt sich als<br />

Mensch erkannt.“<br />

Gerlinde Tamerl,<br />

Wagner’sche Buchhandlung<br />

<strong>No</strong>ch mehr stimmungsvolle Eulen-Aufnahmen<br />

gibt es in dem großformatigen<br />

Kalender der Tiroler Tierfotografin Bella<br />

Steger zu bestaunen. Sie hat die innige Beziehung<br />

ihrer Tochter Ilvy und dem zahmen<br />

Uhu Navajo in magische Bilder gebannt<br />

und erzählt uns ihre Geschichte.<br />

Seit vier Jahren lebt Navajo, der als Uhu<br />

zur größten Eulenart der Welt zählt, bei<br />

dem Mutter-Tochter-Gespann. Anfangs<br />

war er scheu und ängstlich, weil er das Vertrauen<br />

in Menschen verloren hatte. Mit viel<br />

Zuwendung und Geduld ist es Bella und<br />

Ilvy gelungen, das Zutrauen des empfindsamen<br />

Uhus zu gewinnen. Seither sind sie<br />

unzertrennlich und Navajo ist der Ruhepol<br />

der Familie geworden. Seine märchenhaft<br />

magische Ausstrahlung ist auf den beeindruckenden<br />

Bildern, die in Tiroler Wiesen<br />

und Wäldern entstanden sind, zu sehen.<br />

© Tamerl<br />

© Bella Steger<br />

Navajo<br />

Eine Eule fürs Leben<br />

Bella Steger und Navajo sind auch<br />

beruflich ein unzertrennliches Team. Als<br />

hauptberufliche Tierfotografin bietet sie<br />

einzigartige Fotoshootings mit ihrer Eule an.<br />

Damit ermöglicht sie auch anderen Menschen<br />

die Begegnung mit ihrem besonderen<br />

Gefährten. Das Wohlbefinden von Navajo<br />

steht dabei kompromisslos an erster Stelle.<br />

Er lebt bei Bella und Ilvy artgerecht und<br />

unter streng kontrollierten Auflagen, die für<br />

die Haltung von Wildtieren notwendig sind.<br />

Viele weitere Informationen zu Bella<br />

Steger, ihren faszinierenden Tieren und den<br />

Fotoshootings: www.bellasteger.at<br />

Magische Momente fotografiert in Tirol<br />

2023<br />

Kalender 2023:<br />

Navajo. Eine Eule fürs Leben<br />

Magische Momente<br />

fotografiert in Tirol<br />

Kalender 2023, Format: 60x45 cm<br />

€ 34,90, Erscheint im <strong>No</strong>vember<br />

Mitmachen<br />

und einzigartigen<br />

Preis gewinnen!<br />

Sichern Sie sich ein Exemplar der<br />

limitierten Auflage und nehmen Sie an<br />

einem exklusiven Gewinnspiel teil.<br />

Wer den Kalender bis zum 31. Oktober<br />

2022 in der Wagner’schen Buchhandlung<br />

vorbestellt, kann am Gewinnspiel teilnehmen.<br />

Zu gewinnen gibt es ein zweistündiges<br />

Fotoshooting von Bella Steger<br />

mit der Eule Navajo in der nahegelegenen<br />

Umgebung.<br />

Bestellungen:<br />

gerlinde.tamerl@wagnersche.at<br />

oder telefonisch unter: 0512 / 59 50 50<br />

*Für das Coverfoto wurde Navajo natürlich in seiner<br />

gewohnten Umgebung fotografiert und nur in das<br />

Bild montiert.


Alle Veranstaltungen<br />

im Überblick<br />

Kinderlesungen im Herzen<br />

der Altstadt Halleins<br />

Stierle<br />

Kelten- Buchhandlung<br />

Hallein<br />

Oktober 2022 bis Februar 2023<br />

Eine Veranstaltungsreihe im neuen, märchenhaften<br />

Leseraum nur für Kinder. Von Susanna Pristovnik-Schwarz<br />

Oktober<br />

Do 20.10.22<br />

Do 20.10.22<br />

Di 25.10.22<br />

Fr 28.10.22<br />

Sa 29.10.22<br />

<strong>No</strong>vember<br />

Do 03.11.22<br />

Do 03.11.22<br />

Fr 04.11.22<br />

Fr 04.11.22<br />

Sa 05.11.22<br />

Mina König<br />

18:30 Uhr, Stöger<br />

Eintritt frei<br />

Julya Rabinowich<br />

19:00 Uhr, Leporello<br />

Eintritt € 9,00<br />

Wlada Kolosowa<br />

19:00 Uhr, Stierle<br />

Eintritt € 5,00<br />

Tess Gerritsen<br />

19:30 Uhr, Wagner’sche<br />

Eintritt € 7,00 / 9,00<br />

Wagner’sche KIDS:<br />

Vorlesestunde mit Selina<br />

14:30 Uhr, Wagner’sche<br />

Eintritt frei<br />

Workshop:<br />

Nahrungsmittelintoleranz<br />

von Dr. Maximilian<br />

Ledochowski<br />

16:30 Uhr, Wagner’sche<br />

Eintritt frei<br />

Tanja Raich<br />

18:30 Uhr, Kelten<br />

Eintritt frei<br />

Tanja Raich<br />

19:00 Uhr, Stierle<br />

Eintritt € 5,00<br />

<strong>No</strong>rbert Philipp<br />

18:30 Uhr, Stöger<br />

Eintritt frei<br />

Lesung in der<br />

Kinderlounge<br />

10:00 Uhr, Kelten<br />

Eintritt € 5,00<br />

Sa 05.11.22<br />

Do 10.11.22<br />

Fr 11.11.22<br />

Fr 11.11.22<br />

Mi 16.11.22<br />

Do 17.11.22<br />

Fr 18.11.22<br />

Do 24.11.22<br />

Fr 25.11.22<br />

Di 29.11.22<br />

Di 29.11.22<br />

Anja Bachl<br />

19:00 Uhr, Stierle<br />

Eintritt frei<br />

Alex Capus<br />

19:30 Uhr, Wagner’sche<br />

Eintritt € 7,00 / 9,00<br />

Helena Adler und<br />

Anna Stadler<br />

19:00 Uhr, Stierle<br />

Eintritt € 5,00<br />

Robert Menasse<br />

19:30 Uhr, Wagner’sche<br />

Eintritt € 7,00 / 9,00<br />

Eva Rossmann<br />

19:00 Uhr, Leporello<br />

Eintritt € 9,00<br />

Workshop:Katherine Bader<br />

Kreatives Schreiben<br />

17:00 Uhr, Wagner’sche<br />

Eintritt frei<br />

Lukas Resetarits<br />

19:00 Uhr, Leporello<br />

Eintritt € 9,00<br />

Peter Waldeck<br />

19:00 Uhr, Stöger<br />

Eintritt frei<br />

Wagner’sche, Wagner’sche Altstadt Bücher Stierle Stierle Kelten-Buchhandlung,<br />

Leporello die Buchhandlung, Stöger – Leporello die Buchhandlung<br />

<strong>No</strong>rbert Gstrein<br />

19:30 Uhr, Wagner’sche<br />

Eintritt € 7,00 / 9,00<br />

Wagner’sche KIDS:<br />

Vorlesestunde mit Maria<br />

14:30 Uhr, Wagner’sche<br />

Eintritt frei<br />

Peter Blaikner<br />

19:00 Uhr,<br />

Stadtbibliothek Hallein<br />

Eintritt frei<br />

Dezember<br />

Do 01.12.22<br />

Sa 03.12.22<br />

Di 06.12.22<br />

Mi 07.12.22<br />

Fr 16.12.22<br />

Sa 17.12.22<br />

Jänner<br />

Sa 07.01.23<br />

Di 31.01.22<br />

Februar<br />

Sa 04.02.23<br />

Robert Menasse<br />

19:00 Uhr, Leporello<br />

Eintritt € 9,00<br />

Lesung in der<br />

Kinderlounge<br />

10:00 Uhr, Kelten<br />

Eintritt frei<br />

Literarisches Haus-<br />

Quartett<br />

19:30 Uhr, Wagner’sche<br />

Eintritt frei<br />

Mikael Vogel &<br />

Ágnes Czingulzski<br />

19:30 Uhr, Wagner’sche<br />

Eintritt frei<br />

Wagner’sche KIDS:<br />

Vorlesestunde mit<br />

Dominik und Gerlinde<br />

14:30 Uhr, Wagner’sche<br />

Eintritt frei<br />

Wagner’sche KIDS:<br />

Thomas Brezina:<br />

Weihnachtsgeschichte<br />

in Reimen<br />

14:30 Uhr, Wagner’sche<br />

Eintritt frei<br />

Lesung in der<br />

Kinderlounge<br />

10:00 Uhr, Kelten<br />

Eintritt frei<br />

Margit Auer<br />

16:30 Uhr, Hotel Kaiser<br />

Franz Josef, Sieveringer<br />

Straße 4, Wien<br />

Eintritt frei.<br />

Lesung in der<br />

Kinderlounge<br />

10:00 Uhr, Kelten<br />

Eintritt frei<br />

# unabhängig<br />

In unserer Buchhandlung, mitten im<br />

Herzen der Halleiner Altstadt, gibt es seit<br />

Kurzem einen eigenen märchenhaften Leseraum,<br />

der nur für Kinder reserviert ist.<br />

Dort oben im ersten Stock haben wir ein<br />

wahrhaftes Refugium für kleine Bücherwürmer<br />

und die, die es noch werden wollen,<br />

geschaffen! Auf bunten Kissen und einem<br />

riesigen Teppich, umgeben von allerlei<br />

bunten Plakaten aus der Welt der Kinderbücher,<br />

kann unterhaltsamen Geschichten<br />

gelauscht werden.<br />

Da manchen Kindern das reine Zuhören<br />

ohne visuelle Darbietung aber gar<br />

nicht mehr so leicht fällt, haben wir uns<br />

überlegt, wie man den Kleinen dies wieder<br />

näherbringen könnte. Hierfür haben wir<br />

eine gelungene Kooperation mit Schauspielstudierenden<br />

des Salzburger Thomas-<br />

Bernhard-Instituts aufgebaut. Diese lesen<br />

den Kindern gekonnt und fesselnd jeden<br />

ersten Samstag im Monat aus einem Buch<br />

vor – nach Art eines Live-Hörspiels sozusagen!<br />

Bei der Begrüßung am Beginn jeder<br />

Lesung staunen die Kinder immer, wenn<br />

man ihnen erklärt, dass der Raum, in dem<br />

sie sitzen, bereits seit 600 Jahren existiert.<br />

Dass dieser Raum früher als sogenannte<br />

„Schwarzkuchl“ diente, in der man Speck<br />

und Würste geräuchert hat, sorgt wiederum<br />

für allgemeines Kichern.<br />

Gelesen werden verschiedene Titel<br />

der aktuellen Kinderliteratur und bei so<br />

manchem Termin meistern das sogar zwei<br />

Studierende des Thomas-Bernhard-Instituts,<br />

da sich die Dialoge hervorragend für<br />

eine Lesung zu zweit eignen. Da fütterten<br />

sich schon eine „lahme Ente“ und ein<br />

„blindes Huhn“ gegenseitig mit Erdnüsschen<br />

und eine „Krähe“ und ein „Kind“<br />

stoppten in unserem Leseraum für eine<br />

Mitfahrgelegenheit auf einer Autobahn!<br />

Einmal wurden sogar Geschichtenschiffchen<br />

zum Mitnehmen verteilt, genau wie<br />

sie in dem Buch „Grimm & Möhrchen“<br />

13<br />

vorkommen. Die großartige Performance<br />

der Kunstschaffenden lässt nicht nur das<br />

Herz der Kinder höherschlagen, sondern<br />

erntet auch viel Lob von den erwachsenen<br />

Begleitungen.<br />

Außerdem hatten wir bereits spektakuläre<br />

Highlights wie die österreichische<br />

Illustratorin <strong>No</strong>ra Leitl mit ihrem Buch<br />

„Krissi Krampus“, die uns im Frühjahr<br />

2023 in unserem Leseraum wieder die<br />

Ehre erweisen wird. Auch der Puppenspieler<br />

Stefan Karch ist aus der Steiermark<br />

angereist und hat das Publikum mit seinem<br />

Fantasietheater zum Kochen gebracht.<br />

Ob groß, ob klein – jede Person war bisher<br />

hingerissen und es gibt bereits kleine<br />

Stammzuhörende, die sich keinen Termin<br />

entgehen lassen!<br />

Hardfacts:<br />

Jeden ersten Samstag im Monat,<br />

immer um 10:00 Uhr<br />

Eintritt kostenlos!<br />

Kinder-Leseraum, 1. Stock in der<br />

Keltenbuchhandlung, Sigmund-<br />

Thun-Str. 9, 5400 Hallein<br />

Highlights<br />

demnächst:<br />

Josefine Merkatz, Dezember 2022<br />

<strong>No</strong>ra Leitl, Frühjahr 2023<br />

© Susanna Pristovnik-Schwarz © Susanna Pristovnik-Schwarz<br />

© Susanna Pristovnik-Schwarz<br />

© Susanna Pristovnik-Schwarz


Stöger–<br />

Leporello die<br />

Buchhandlung<br />

Wien<br />

Mina König<br />

Das Genre der Romanbiografien erfreut<br />

sich derzeit großer Beliebtheit. Emily<br />

Walton hat schon über F. Scott Fitzgerald<br />

und Ernest Hemingway geschrieben.<br />

Unter ihrem neuen Pseudonym Mina<br />

König lässt sie uns nun in die Welt von<br />

Meret Oppenheimer eintauchen.<br />

Künstlerin. Sie arbeitet auf ihren großen<br />

Durchbruch hin. Als Autorin und Leserin<br />

kann man da gut mitfiebern. Außerdem war<br />

diese Zeit historisch sehr interessant, zumal<br />

Meret Oppenheim jüdische Wurzeln hatte.<br />

Was mich sehr beeindruckt hat: In<br />

Ihrem Buch ringt Meret Oppenheim<br />

immer wieder konsequent um ihre<br />

persönliche Freiheit und versucht<br />

beharrlich, sich über gesellschaftliche<br />

Konventionen hinwegzusetzen. Darin<br />

ist sie eine sehr heutige Figur, denn<br />

weibliche Selbstermächtigung ist ein<br />

wichtiges gesellschaftliches Thema.<br />

Hat das Leben der Meret Oppenheim<br />

Sie auch persönlich inspiriert?<br />

Selbstverständlich. Es gibt ein berühmtes<br />

Zitat von ihr: „Die Freiheit wird einem<br />

nicht gegeben, man muss sie nehmen“.<br />

Ich habe es als Postkarte neben meinem<br />

Schreibtisch stehen – denn es erinnert mich<br />

daran, mir den Mut für meine Ziele und<br />

Vorhaben zu nehmen.<br />

© Emily Walton<br />

Das Genre<br />

der Romanbiografien<br />

ist<br />

ein wunderbares<br />

Format.<br />

Was fasziniert Sie persönlich<br />

an diesen Lebensgeschichten in<br />

literarischer Form im Gegensatz zu<br />

einer Biografie als Sachbuch?<br />

Das Genre der Romanbiografien ist ein<br />

wunderbares Format, um spannende, aber<br />

oftmals in Vergessenheit geratene Persönlichkeiten<br />

vor den Vorhang zu holen.<br />

Leser*innen können so in das Leben der<br />

Figur und in spannende Epochen eintauchen,<br />

ohne gleich eine faktenreiche<br />

Biografie zu lesen. Eine Biografie hingegen<br />

setzt ein bestimmtes „Sitzfleisch“ voraus.<br />

Sie haben bereits mehrere<br />

erfolgreiche Romane über berühmte<br />

weibliche Persönlichkeiten verfasst.<br />

Was hat Sie an Meret Oppenheim<br />

gereizt?<br />

Meret Oppenheim lebte in den 1930ern<br />

in Paris – meinem Lieblingsschauplatz.<br />

Sie hatte einen faszinierenden Bekanntenkreis:<br />

Pablo Picasso, Salvador Dalí, Joan<br />

Miró, André Breton, Max Ernst und<br />

Marcel Duchamp zählten dazu. In dieser<br />

Künstlerrunde war sie eine der wenigen<br />

Frauen, hat aber schnell klar gemacht,<br />

dass sie keine Muse sein möchte. Ihr<br />

Freigeist, ihre Lebensfreude und ihre<br />

Experimentierfreudigkeit haben mir<br />

imponiert.<br />

Ihre lebendige Beschreibung der<br />

Surrealistenszene im Paris der 30er<br />

ist wunderbar zu lesen.<br />

Haben Sie eine besondere Affinität<br />

zu bildender Kunst?<br />

Nur ein tiefgehendes persönliches<br />

Interesse. Ich brenne seit Jahren für das<br />

Paris der 1920er- und 1930er-Jahre.<br />

Ursprünglich war es die literarische<br />

Szene rund um F. Scott Fitzgerald und<br />

Ernest Hemingway, die mich reizte,<br />

danach habe ich meine Fühler in alle<br />

Richtungen ausgestreckt.<br />

Wie haben Sie für Ihr Buch<br />

recherchiert? Was waren Ihre<br />

Quellen?<br />

Natürlich habe ich zunächst mit Biografien<br />

und Dokumentationen über Meret<br />

Oppenheim und die anderen Figuren im<br />

Buch begonnen. Eine wichtige Quelle war<br />

das Buch Worte nicht in giftige Buchstaben<br />

einwickeln. Es wurde von Meret<br />

Oppenheims Nichte und einer Kunstkritikerin<br />

herausgegeben. Hierin sind etwa<br />

Oppenheims Briefe gesammelt. Die Herausforderung<br />

bei einer Romanbiografie aber ist<br />

es, die Figuren wirklich mit Leben zu füllen.<br />

Dafür muss man herausfinden, wie die<br />

Menschen in der jeweiligen Zeit wirklich gelebt<br />

haben: Was haben sie gegessen? Welche<br />

Musik haben sie gehört? Welche Autos sind<br />

sie gefahren? Wie haben sie sich gekleidet?<br />

Da hilft das Internet sehr. Und natürlich<br />

musste ich nach Paris reisen.<br />

An welchen Stellen oder mit welchen<br />

Figuren haben Sie zusätzlich zu<br />

belegten Ereignissen Ihre literarische<br />

Fantasie walten lassen?<br />

Meret Oppenheims Leben bildet das<br />

Grundgerüst für diesen Roman, nichtsdestotrotz<br />

ist er eine fiktive Geschichte.<br />

Es ist belegt, dass Meret eine Affäre mit<br />

Max Ernst hatte und angedeutet, dass sie<br />

kurz mit Marcel Duchamp liiert war – aber<br />

wir wissen natürlich nicht, wie sie geflirtet<br />

haben oder wo sie sich berührt haben. Die<br />

Dialoge und einzelnen Szenen entstammen<br />

somit meiner Fantasie.<br />

Sie beschreiben in dem Buch nur<br />

einen bestimmten Ausschnitt aus dem<br />

Leben der berühmten Künstlerin.<br />

Warum haben Sie sich für die Jahre<br />

1933–1935 entschieden?<br />

Dieser Abschnitt war für mich der spannendste:<br />

Meret Oppenheim wird in Paris<br />

endgültig erwachsen und etabliert sich als<br />

Ein Gespräch mit Ina Cassik<br />

Mina König ist das neue Pseudonym der anglo-österreichischen<br />

Journalistin und Autorin Emily Walton<br />

(geb. 1984 in Oxford/UK). Sie studierte Journalismus<br />

und Germanistik in Wien. Zuletzt unter Emily<br />

Walton erschienen: Der Sommer, in dem F. Scott<br />

Fitzgerald beinahe einen Kellner zersägte (Braumüller,<br />

2016) und Miss Hollywood. Mary Pickford und das<br />

Jahr der Liebe. (Heyne, 2021). Mit ihrer Familie lebt<br />

sie im Süden von Wien. www.emilywalton.at<br />

Buchtipp:<br />

Mina König:<br />

Mademoiselle Oppenheim –<br />

Sie liebte das Leben und erfand<br />

die moderne Kunst<br />

Heyne Verlag, 512 S., € 13,40<br />

Lesung:<br />

Mina König liest aus<br />

Mademoiselle Oppenheim<br />

Do., 20. Oktober 2022,<br />

18:30 Uhr<br />

Stöger – Leporello die Buchhandlung,<br />

Obkirchergasse 43,<br />

1190 Wien<br />

Eintritt frei!<br />

Um Anmeldung wird gebeten:<br />

01 / 320 34 49 oder<br />

office@stoegerbuch.at


© Haymon Verlag / Fotowerk Aichner<br />

Das Krimifest wird fünf !<br />

Und bringt den internationalen Krimistar Tess Gerritsen<br />

(u.a. Rizzoli & Isles) nach Innsbruck.<br />

Im Oktober werden wieder nervenaufreibende<br />

Kriminalfälle gelöst, skrupellose<br />

Verbrecher*innen ausgeforscht und heiße<br />

Spuren verfolgt – die eine oder andere<br />

Lachträne darf dabei natürlich auch<br />

vergossen werden. Tirol steht wieder im<br />

Zeichen des Kriminalromans und sorgt für<br />

feinste Unterhaltung.<br />

Vom urban-düsteren Psychothriller über<br />

beliebte Serienermittler*innen und charmant-komische<br />

Regionalkrimis, von der<br />

beschaulichen Landidylle bis zum Großstadtschauplatz,<br />

von Krimis zum Lachen<br />

bis zu gesellschaftskritischen Romanen, die<br />

zu aktuellen Themen Stellung beziehen –<br />

die Vielfalt des Kriminalromans ist groß.<br />

Genau diese Vielfalt möchten wir auch in<br />

unserem Programm abbilden und bieten<br />

dem Tiroler Publikum sieben spannende<br />

Tage mit Lesungen von internationalen<br />

Stars und deutschsprachigen Publikumslieblingen.<br />

Eine ganze Woche lang durchdringt der<br />

Krimi unser Bundesland und die Gebirgslandschaft<br />

wird zur Krimilandschaft – bis<br />

in die entlegensten Orte und Winkel. Auch<br />

in der Landeshauptstadt wird das Krimifest<br />

ordentlich gefeiert.<br />

© Orla Connolly © Rafaela Pröll<br />

Eröffnung 22. Oktober<br />

Eröffnet wird der Krimi-Reigen<br />

im Treibhaus, wo Ellen Dunne,<br />

Frank Goldammer, Andreas Gruber,<br />

Judith Merchant und Martina Parker<br />

für Hochspannung sorgen.<br />

25. Oktober – Petera<br />

Am 25. Oktober sind zwei<br />

österreichische Autorinnen am Ruder:<br />

bei Petera nehmen uns Alex Beer und<br />

Martina Parker mit in vergangene Zeiten –<br />

und östliche Bundesländer.<br />

© fotowerk-aichner © Fotowerk Aichner<br />

23. Oktober – Treibhaus<br />

Weiter machen am 23. Oktober,<br />

ebenfalls im Treibhaus, Bernhard Aichner<br />

und Thomas Raab. Und gerüchteweise<br />

soll dort nicht nur gelesen, sondern auch<br />

gesungen werden.<br />

26. Oktober – Telfs<br />

Am Mittwoch, 26. Oktober liest der<br />

aktuelle Österreichische Krimipreisträger<br />

Herbert Dutzler in Telfs.<br />

Wir feiern wieder!<br />

Das Krimifest Tirol:<br />

von 22. – 28. Oktober<br />

17<br />

# unabhängig<br />

© Jens Oellermann © Derek Henthorn<br />

24. Oktober – Treibhaus<br />

Am 24. Oktober zieht das Allgäu ins<br />

Treibhaus ein – mit Volker Klüpfel,<br />

Michael Kobr und deren legendärem<br />

Kommissar Kluftinger, der in seinem neuen<br />

Fall ziemlich ins Schwitzen kommt.<br />

28. Oktober – Wagner’schen<br />

Das große Finale gibt es schließlich<br />

am 28. Oktober mit Tess Gerritsen in der<br />

Wagner’schen. Mehr dazu? Umblättern!


Tess<br />

Gerritsen<br />

Ärztinnen beschäftigen sich<br />

ebenso wie Krimiautorinnen mit<br />

Menschen in Krisensituationen.<br />

Ein Interview von Linda Müller<br />

Wagner’ sche<br />

Innsbruck<br />

© Derek Henthorn<br />

Etwas,<br />

das Drama<br />

mit Humor<br />

verbindet.<br />

# unabhängig<br />

Liebe Tess, Österreich freut sich<br />

schon sehr auf deinen Besuch. Warst<br />

du schon einmal hier – und gibt esetwas,<br />

auf das du besonders<br />

gespannt bist?<br />

Ich war schon einmal in Wien und freue<br />

mich sehr darauf, diese schöne Stadt<br />

wiederzusehen. (Und ich hoffe, dass ich<br />

wieder ein köstliches regionales Essen<br />

genießen kann!)<br />

Du hast eine besondere Affinität zu<br />

klassischer Musik, die auch schon<br />

den Weg in deine Bücher gefunden<br />

hat. Gibt es Komponist*innen aus<br />

Österreich, deren Musik du magst?<br />

Ich habe als Kind Klavierspielen gelernt<br />

und Schubert war einer meiner liebsten<br />

Komponisten. Seine Musik ist melodisch<br />

und zutiefst bewegend; sie ist so emotional,<br />

dass sie natürlich sehr oft in Filmsoundtracks<br />

verwendet wird.<br />

Hätte dein neuer Roman einen<br />

Soundtrack: welcher wäre das?<br />

Keine Ahnung! Etwas, das Drama mit<br />

Humor verbindet.<br />

Detective Rizzoli und<br />

Gerichtsmedizinerin Isles, Jane<br />

Rizzoli und ihre Mutter: Komplexe<br />

Beziehungen zwischen Frauen<br />

spielen eine wichtige Rolle in<br />

Mutterherz. Wie wichtig sind<br />

Frauenfreundschaften für dich?<br />

Ich bin generell eher eine Einzelgängerin,<br />

aber ich habe einige sehr enge Freundschaften<br />

mit Frauen, die schon fast vier<br />

Jahrzehnte andauern. Über die Jahre<br />

beobachten wir uns dabei, wie wir älter<br />

werden – aber niemals langweilig!<br />

19<br />

Bevor du zur Bestsellerautorin<br />

wurdest, hast du als Ärztin<br />

gearbeitet. Haben diese beiden<br />

Berufe etwas gemeinsam?<br />

Beide beschäftigen sich sehr intensiv<br />

mit Menschen in Krisensituationen.<br />

Ärzt*innen treffen oft auf Menschen in<br />

großer <strong>No</strong>t – wenn sie krank oder dem<br />

Tode nahe sind oder auch, wenn jemand<br />

stirbt, den sie lieben. Kriminalromane und<br />

Thriller blicken ebenfalls oft auf Menschen<br />

in Krisensituationen. Menschen, die verängstigt<br />

oder verzweifelt genug sind, einen<br />

Mord zu begehen.<br />

Wir kennen Rizzoli und Isles<br />

nicht nur aus deinen spannenden<br />

Büchern, sondern auch von den<br />

Fernsehbildschirmen. Ähneln die<br />

Darstellerinnen den Figuren, die du<br />

beim Schreiben im Kopf hast?<br />

Optisch überhaupt nicht! Jane Rizzoli ist<br />

eine normale, nicht auffällig attraktive<br />

Frau. In der Serie wird sie allerdings von<br />

wunderschönen Angie Harmon gespielt.<br />

Im Buch ist Maura Isles dunkelhaarig und<br />

eher der Gothic-Typ. Dargestellt wird sie<br />

von der blonden und manchmal sehr lustigen<br />

Sasha Alexander.<br />

Wenn ich meine Romane schreibe, bleibe<br />

ich bei den Charakteren, die ich erschaffen<br />

habe und versuche, die Figuren aus der<br />

Serie nicht beeinflussen zu lassen, wie ich<br />

sie sehe. Ich möchte, dass das Roman-Universum<br />

konsistent bleibt, weil viele<br />

Leser*innen die Serie niemals sehen werden.<br />

Für sie wäre es verwirrend, wenn ich<br />

das Auftreten meiner Figuren plötzlich<br />

verändern würde.<br />

Tess Gerritsen vereint erzählerisches Können,<br />

medizinisches Wissen und psychologische Tiefe.<br />

Bevor sie mit dem Schreiben begann, war die<br />

Autorin erfolgreiche Ärztin. Der internationale<br />

Durchbruch gelang ihr mit dem Thriller Die Chirurgin,<br />

in dem Detective Jane Rizzoli erstmals ermittelt.<br />

Seither sind Tess Gerritsens Bücher um das Bostoner<br />

Ermittlerduo Rizzoli und Isles von den Bestsellerlisten<br />

nicht mehr wegzudenken. Die Autorin lebt mit<br />

ihrer Familie in Maine.<br />

Buchtipp:<br />

Tess Gerritsen:<br />

Listen To Me<br />

Bantam Press Verlag, 320 S.,<br />

€ 20,60<br />

Buchtipp:<br />

Tess Gerritsen:<br />

Mutterherz<br />

Limes Verlag, 384 S., € 22,70<br />

Buchpräsentation:<br />

Mutterherz<br />

Lesung: Tess Gerritsen<br />

Deutsche Stimme:<br />

Julia Nachtmann<br />

Moderation: Angela Spizig<br />

Abend: engl./deutsch<br />

Fr., 28. Oktober 2022,<br />

19:30 Uhr<br />

Wagner’sche Buchhandlung,<br />

Museumstraße 4, Innsbruck<br />

Eintritt: € 9,00 / € 7,00 mit<br />

Wagner- oder Ö1-Card


Tanja Raich<br />

Ihr zweiter Roman erzählt von einer<br />

Frau und einer tropischen Wildnis,<br />

deren Untergang unausweichlich scheint.<br />

Ein Gespräch mit Gerlinde Tamerl<br />

Bücher<br />

Stierle<br />

Salzburg<br />

Stierle<br />

Kelten- Buchhandlung<br />

Hallein<br />

© Minitta Kandlbauer<br />

Zuerst ist ein<br />

Satz da, dann<br />

kommt die<br />

Geschichte.<br />

# unabhängig<br />

Ihr neuer Roman Schwerer als das<br />

Licht widmet sich dem Klimawandel.<br />

Warum wollten Sie sich literarisch<br />

mit einem globalen, mit einem so<br />

großen Thema auseinandersetzen?<br />

Beim Schreiben denke ich nicht, ich will<br />

mich jetzt mit dem Klimawandel beschäftigen,<br />

dies oder jenes Thema zur<br />

Debatte stellen. Zuerst ist ein Satz da, dann<br />

kommt die Geschichte, und welche aktuellen<br />

Themen hineingelesen werden können,<br />

kommt erst danach.<br />

Schwerer als das Licht beschreibt<br />

die Pracht eines tropischen<br />

Dschungels vor dem Untergang.<br />

Wie sehr hat Ihr Schreibaufenthalt in<br />

Sri Lanka das Thema Ihres Romans<br />

bestimmt?<br />

Die Idee zum Roman hatte ich schon vor<br />

meinem Schreibaufenthalt in Sri Lanka, ich<br />

habe dort aber meine Recherche vertiefen<br />

können, viele Beobachtungen haben zu<br />

neuen Szenen geführt. Allein die Sonnenuntergänge,<br />

die Formation der Wolken<br />

waren Inspiration genug. Ich habe dort in<br />

einem Apartment gewohnt, in dem alles<br />

offen war und mich nachts Leuchtkäfer,<br />

Palmenhörnchen und jede Menge Moskitos<br />

besucht haben. Eine Baumart, die in der<br />

„One World Foundation“ zu finden ist, hat<br />

auch einen Auftritt im Roman bekommen.<br />

Der Baum heißt „Barringtonia asiatica“<br />

und die Blüten öffnen sich nur nachts und<br />

sind am Morgen auf dem Boden verstreut.<br />

21<br />

Sie sind erfolgreich als<br />

Schriftstellerin und gestalten<br />

auch das Literatur- und<br />

Kinderbuchprogramm des<br />

renommierten Leykam Verlags.<br />

Das sind zwei Berufe in einem Leben.<br />

Wie schaffen Sie das zeitlich?<br />

Ich weiß es manchmal selbst nicht. Ich<br />

arbeite oft ununterbrochen, beantworte<br />

Mails auf meinem Telefon oder am<br />

Laptop, während ich auf Reisen bin. Im<br />

Verlag arbeite ich allerdings schon seit<br />

vielen Jahren nur Teilzeit und oft auch<br />

asynchron. Ohne flexible Arbeitszeiten und<br />

die Möglichkeit längerer Abwesenheiten<br />

könnte ich mit Sicherheit nicht beides machen,<br />

aber gerade, dass ich beides mache,<br />

ist für beide Berufe sehr fruchtbar.<br />

Viele Publikationen, die unter<br />

Ihrer Ägide erscheinen, werden<br />

erfolgreich. Wie gehen Sie mit<br />

diesem Erfolgsdruck um?<br />

Der ist natürlich immer da, dieser Druck,<br />

gerade in Zeiten, in denen es der Branche<br />

insgesamt nicht sonderlich gut geht. Trotz<br />

allem mache ich meinen Beruf mit Leidenschaft<br />

und es gibt unterschiedlichste Arten<br />

von Erfolg. Der erste und wichtigste Erfolg<br />

ist sowieso, dass eine Idee, ein Manuskript,<br />

zu einem Buch wird.<br />

Was raten Sie jungen<br />

Autor*innen, die es unbedingt<br />

schaffen möchten?<br />

Dranbleiben und Niederlagen<br />

aushalten.<br />

Tanja Raich, 1986 in Meran geboren, lebt als<br />

Lektorin und Autorin in Wien. Ihr Debütroman<br />

Jesolo (Blessing 2019) wurde für den<br />

Österreichischen Buchpreis Debüt 2019, sowie<br />

für den Alpha Literaturpreis 2019 nominiert.<br />

Soeben ist ihr Roman Schwerer als das Licht<br />

(Blessing) erschienen.<br />

Buchtipp:<br />

Tanja Raich:<br />

Schwerer als das Licht<br />

Blessing Verlag, 192 S., € 22,70<br />

Buchtipp:<br />

Tanja Raich:<br />

Jesolo<br />

Heyne Verlag, 224 S., € 10,30<br />

Lesungen:<br />

Do., 03. <strong>No</strong>vember 2022,<br />

Moderation: Hans Hamedinger<br />

18:30 Uhr<br />

Keltenbuchhandlung,<br />

Sigmund-Thun-Straße 9,<br />

Hallein<br />

Eintritt frei<br />

Fr., 04. <strong>No</strong>vember 2022,<br />

19:00 Uhr<br />

Bücher Stierle,<br />

Kaigasse 1,<br />

Salzburg<br />

Eintritt: € 5,00


Anja Bachl<br />

Die junge Lyrikerin erlebt gerade<br />

ein literarisches Hoch, meint Robert Renk<br />

Bücher<br />

Stierle<br />

Salzburg<br />

© Sarah Frühling<br />

Den Sechszeiler<br />

haben die einzelnen<br />

Gedichte<br />

mitgebracht, das<br />

war schnell klar.<br />

# unabhängig<br />

Letztes Jahr der Georg-Trakl-<br />

Förderungspreis und heuer gleich eine<br />

gebundene Ausgabe deiner Gedichte<br />

im Haymon Verlag. Es läuft – oder?<br />

Klingt smooth, ja. Und es läuft auch<br />

tatsächlich, im Sinne von: es gelingt zunehmend,<br />

mit meinem Geschriebenen in<br />

Resonanz zu gehen. Dahinter steckt tatsächlich<br />

auch jahrelange Arbeit. „Es läuft“<br />

bedeutet somit für mich auch eine Ernte<br />

meiner Investitionen der letzten Jahre.<br />

Ich habe als getrennt erziehende Mutter<br />

neben Lohnarbeit und Studium zusätzlich<br />

viel Zeit in das Behirnen von Dingen, das<br />

Erfassen, Erlernen und Verstehen und das<br />

technische Handwerk Schreiben investiert.<br />

Letztes Jahr hat mich Katharina Kiening<br />

dann sehr ermutigt, einen nächsten Schritt<br />

zu tun und ich freue mich täglich auf alles,<br />

was da noch kommt!<br />

Deine Gedichte geben sich dem<br />

strengen Format des Sechszeilers<br />

hin, sind dort aber flatterhaft<br />

frei. Ist es – wie Oskar Pastior es<br />

einst formulierte – das „Korsett,<br />

das dich frei macht“? Und<br />

warum ausgerechnet Sechszeiler?<br />

Zahlenmystik?<br />

weich werden erzählt vom Leben mit allem<br />

Alltag und Abenteuern. Oft unterstreiche<br />

ich mit der Form eines Gedichtes den Inhalt<br />

und als Fan der Gleichzeitigkeit brachten<br />

die Sechszeiler in ihrer Flattrigkeit von<br />

Anfang an beides mit: eine Basis, etwas, das<br />

im nährenden wie auch im nervenden Sinne<br />

oft sehr stet existiert und innerhalb dieser –<br />

nennen wir es äußeren Bedingungen – viel<br />

Bewegtes, Sichentwickelndes, Humorvolles,<br />

jede Menge an was das Leben so bringt.<br />

Von dem her meine ich mit diesen Ambiguitäten<br />

wohl eher das dialogische Prinzip, eine<br />

Korrelation der scheinbaren Widersprüche<br />

und nicht das des Korsetts und der Freiheit.<br />

„Das Korsett, das frei macht“ gilt nun mal<br />

nicht für viele Menschen, denn wir dürfen<br />

23<br />

nicht vergessen: Es stecken sehr viele Privilegien<br />

hinter der Möglichkeit, ein Korsett<br />

als etwas mit Leichtigkeit Behaftetes zu<br />

erleben. Für unzählige Personen bedeuten<br />

bildgesprochene Korsette wohl eher pragmatische<br />

Unfreiheit, Chancenlosigkeit und<br />

Unterdrückung.<br />

Den Sechszeiler haben die einzelnen<br />

Gedichte mitgebracht, das war schnell klar.<br />

Und ja, ich mag die Zahl sechs, einfach so.<br />

„Ich würde mich gerne unter deine<br />

Sprache legen“ heißt es in einem<br />

deiner Gedichte. Unter welche<br />

Sprache würdest du dich gerne legen?<br />

Unter die Sprache meines Sohnes Timon,<br />

der unter dem Künstlernamen „Tevii“<br />

Musik macht. Ich liebe seine Lieder, die<br />

Einfälle, die er hat und bewundere es, wie er<br />

aus seiner Teenagersicht Erlebtes durch den<br />

Kreativfleischwolf dreht und dann daraus<br />

Songs bastelt.<br />

„Wenn du zwei Hosentaschen hast<br />

und beide sind leer, dann sammelst du<br />

woanders“, eine Zeile, die mich sofort<br />

angesprungen ist. Ein so einfaches<br />

und auch so komplexes Bild. Was<br />

würde man in deinen Taschen finden,<br />

wären sie nicht leer?<br />

Einen Kuli, einen kirschroten Lippenstift,<br />

mein heiliges Handy, ein Gackisackerl, den<br />

lautesten Lacher meines Sohnes, Haarsträhnen<br />

meiner Mama und das Blumenbild<br />

meines Pas, ein Glas mit dem Sonnenlicht<br />

von vor den Meereswellen, Stimmbänder,<br />

die den Mund aufmachen, einen<br />

guten Witz, bei dem alle nur lachen, weil<br />

ich keine Witze erzählen kann, das Geheimnis<br />

von Früher im Wald, Schwesternsichtweisen,<br />

Jokerstunden Schlaf, Dolomitenseeblau,<br />

meine Verletzlichkeit, einen Pfirsich,<br />

Freund*innenspitznamen, einen Akkubohrer,<br />

Time Is a Mother von Ocean Vuong<br />

und jede Sekunde Geruchmeinerfreundinsammlung.<br />

Als Innsbrucker muss ich das fragen:<br />

Schon am Traklgrab gewesen?<br />

Nein, das Grab kenne ich nicht. Würde<br />

ich eine Grabbesuchende sein, dann wären<br />

die Gräber von bell hooks, Angela Davis,<br />

Inger Christensen, Malte C., Mercedes<br />

Kierpacz und Jina Amini jene, auf die ich<br />

Blumen lege.<br />

Anja Bachl ist Kunsttherapeutin, Künstlerin und<br />

freie Schriftstellerin. 2021 wurde sie gleich zweimal<br />

ausgezeichnet: Mit dem Irma-von-Troll- Borostyáni-<br />

Preis für journalistische Beiträge und dem Georg-<br />

Trakl-Förderungspreis für Lyrik. Anja Bachls<br />

Sprache ist intensiv, plastisch, direkt. weich werden.<br />

Gedichte ist ihr Lyrik-Debüt.<br />

Buchtipp:<br />

Anja Bachl:<br />

weich werden. Gedichte<br />

Haymon Verlag, 120 S., € 22,90<br />

Buchpräsentation:<br />

Anja Bachl liest aus<br />

weich werden<br />

Sa., 05. <strong>No</strong>vember 2022,<br />

19:00 Uhr<br />

Buchhandlung Stierle,<br />

Kaigasse 1, Salzburg<br />

Eintritt: € 5,00


Alex Capus<br />

Über Realität und Fiktion, Recherche<br />

und Fabulieren, Kleinstadtidylle und die<br />

Anziehungskraft des Wilden Westens.<br />

Ein Gespräch mit Joe Rabl<br />

Wagner’ sche<br />

Innsbruck<br />

© Beni Blaser<br />

Oft dauert es<br />

ein Jahr oder<br />

länger, bis ich<br />

ein Gefühl für<br />

die Geschichte<br />

bekomme.<br />

# unabhängig<br />

Lieber Alex, Susanna beruht wie<br />

viele deiner Bücher auf einer wahren<br />

Geschichte – Susanna, eine junge<br />

Frau aus Basel, die Mitte des<br />

19. Jahrhunderts nach New York<br />

ausgewandert ist, reist in den Westen,<br />

um Sitting Bull, den legendären<br />

Häuptling der Sioux, zu treffen.<br />

Wie bist du auf diese schier<br />

unglaubliche Geschichte gestoßen?<br />

Mein Basler Schriftstellerfreund<br />

Patrick Tschan, dessen neuer Roman<br />

Schmelzwasser vor ein paar Wochen im<br />

Braumüller Verlag erschienen ist, hat mir<br />

die Geschichte bei Pizza und Bier ins Ohr<br />

geflüstert.<br />

In Susanna spielst du wieder mal<br />

gekonnt deine Stärken aus: solide<br />

Recherche und fantasievolle,<br />

atmosphärische „Ausschmückung“<br />

der Leerstellen. Gibt es dann den<br />

einen Punkt, an dem du sagst:<br />

genug recherchiert, jetzt fang’ ich<br />

zu schreiben an? Oder ist es eher so,<br />

dass sich die Geschichte mit der Zeit<br />

in den Vordergrund drängt und du<br />

einfach mit dem Erzählen loslegen<br />

musst?<br />

Oft dauert es ein Jahr oder länger, bis ich<br />

ein Gefühl für die Geschichte bekomme.<br />

Dann muss ich den berühmten ersten Satz<br />

finden, der den Ton für die ganze Geschichte<br />

anschlägt – und diesen Ton dann einfach<br />

bis zur letzten Seite durchhalten.<br />

Wie ist das beim Schreiben mit dem<br />

Verhältnis Realität/Fiktion? Hältst<br />

du dich strikt an die historischen<br />

Fakten? Oder entwickeln deine<br />

Figuren zuweilen ein Eigenleben und<br />

du musst die beglaubigten Fakten<br />

passend machen?<br />

25<br />

Die Figuren bekommen schon ein Eigenleben,<br />

aber wenn ich Fakten behaupte,<br />

müssen die stimmen. Die Lebensdaten<br />

meiner Helden und Heldinnen müssen stimmen<br />

und die Brooklyn Bridge wurde dann<br />

und dann eingeweiht und nicht an einem<br />

anderen Tag.<br />

Du bist mit deinen Figuren immer<br />

wieder in ferne, fremde Welten<br />

aufgebrochen. Dem Wilden Westen<br />

hast du dich vor zehn Jahren schon<br />

einmal gewidmet, im Erzählband<br />

Skidoo. Hat es dir der Wilde Westen<br />

besonders angetan?<br />

Och, nicht so besonders. Aber als Setting<br />

ist der Wilde Westen schon so etwas wie<br />

die Antithese einer wohlgeordneten<br />

europäischen Kleinstadt wie zum Beispiel<br />

Olten, wo ich lebe, oder auch Innsbruck,<br />

nicht wahr?<br />

Sind die vielen abenteuerlichen<br />

Reisen, ob real zu Recherchezwecken<br />

oder „nur“ literarisch, also<br />

auch so was wie ein Ausgleich<br />

zum vergleichsweise idyllischen<br />

Kleinstadtleben?<br />

Nein, ich habe das Glück, genau so und<br />

genau dort zu leben, wo ich will. Wenn ich<br />

morgen nach São Paulo umziehen möchte,<br />

könnte ich das ohne Weiteres tun. Ich lebe<br />

sehr gut in dieser Kleinstadt und bin dankbar,<br />

dass meine Kinder hier in Frieden,<br />

Freiheit und Wohlstand aufwachsen können;<br />

und gleichzeitig bin ich natürlich auch<br />

dankbar, dass mein Beruf es mir erlaubt<br />

hat, bei der Arbeit weite Teile der Welt für<br />

mich zu entdecken.<br />

Lieber Alex, wenn ich richtig<br />

gezählt habe, ist Susanna<br />

dein 23. Buch. So manche davon<br />

hast du in Innsbruck vorgestellt.<br />

Weißt du noch, wie oft du hier<br />

schon gelesen hast?<br />

Nein, tut mir leid! Aber ich weiß, dass es<br />

jedes Mal ein schöner Abend war. Und das<br />

lustigste Ende des lustigsten Abends war<br />

jenes in einem brasilianischen Speiselokal<br />

unter dem Bogen einer Eisenbahnbrücke.<br />

Die Musik war laut und das Essen scharf<br />

gewürzt. Kann das sein? Gibt es in<br />

Innsbruck Gaststätten unter Eisenbahnbrücken?<br />

Es müsste im Westen der Stadt<br />

gewesen sein, glaube ich.<br />

Lokale in den Viaduktbögen der<br />

Eisenbahn gibt es viele in Innsbruck,<br />

ein brasilianisches fällt mir gerade<br />

nicht ein. Aber wo auch immer<br />

das war – wir freuen uns auf einen<br />

weiteren schönen Abend mit dir und<br />

deinem neuen Roman in Innsbruck!<br />

Alex Capus, geboren 1961 in der <strong>No</strong>rmandie, lebt<br />

in Olten. Er schreibt Romane, Kurzgeschichten<br />

und Reportagen. Zahlreiche Auszeichnungen, u. a.<br />

Solothurner Kunstpreis 2020. Bei Hanser zuletzt erschienen:<br />

Reisen im Licht der Sterne (Roman, 20<strong>15</strong>),<br />

Das Leben ist gut (Roman, 2016), Königskinder<br />

(Roman, 2018).<br />

Buchtipp:<br />

Alex Capus:<br />

Susanna<br />

Hanser Verlag, 288 S., € 25,70<br />

Buchpräsentation:<br />

Susanna<br />

Gespräch & Lesung<br />

mit Alex Capus<br />

Moderation: Joe Rabl<br />

Do., 10. <strong>No</strong>vember 2022,<br />

19:30 Uhr<br />

Wagner’sche Buchhandlung,<br />

Museumstraße 4, Innsbruck<br />

Eintritt: € 9,00 / 7,00 mit<br />

Wagner- oder Ö1-Card


© Eva trifft.Fotografie<br />

Meine<br />

Kindheit war<br />

ein Spagat<br />

zwischen Ohm<br />

und Amen.<br />

# unabhängig<br />

Helena Adler<br />

Mit ihrem neuen Roman Fretten führt<br />

uns Helena Adler wieder in die österreichische<br />

Provinz, es geht wie auch im<br />

ersten Buch wenig beschaulich zu. Ein<br />

paar Fragen dazu von Carmen Schwarz<br />

Fretten heißt sich abmühen,<br />

plagen wie viel schriftstellerische<br />

Plagerei steckt in Fretten?<br />

Die Frage ist: wieviel Plackerei steckt in<br />

meinem Leben. Mein ganzes Leben ein<br />

einziges Gfrett. Auch der Schreibprozess<br />

entspricht zuweilen einem Sich-wundreiben.<br />

Ich empfinde allein den Alltag als<br />

Dauerüberlebenskampf, ständig muss man<br />

sich irgendwo drüberfretten. Es hört nie<br />

auf. Mein Dasein? Eine Niederlage, die<br />

mich am Ende in die Knie zwingt, niederlegt.<br />

Ein Zwiespalt. Eine Zwickmühle zwischen<br />

Desaster und Delirium. Dazwischen<br />

drängen sich Hochphasen, Rauschzustände,<br />

die sich weltentrückt anfühlen. Sobald die<br />

Belastung nachlässt und ich ins Narrenkastl<br />

stiere, stecke ich wieder voller Bewunderung<br />

für den Mikrokosmos vor jeder Haustür,<br />

sei es für die Blaumeise am Birnbaum vor<br />

meinem Schreibzimmerfenster, oder den<br />

Kleiber mit seinem altägyptischen Lidstrich,<br />

der sich seinen Baumstamm kopfüber<br />

erobert. Nicht die Welt ist verkehrt,<br />

sondern wir. Nicht er, sondern ich. Aber<br />

sein Anblick weitet mein Herz. Er führt zu<br />

einer Sperrangelweitung. Diesen Zwiespalt<br />

zu verschriftlichen, diese Ambivalenz,<br />

dieses Gfrett zu dokumentieren, relativiert<br />

alles. Das verschafft Linderung.<br />

Die Infantin trägt den Scheitel<br />

links war für viele renommierte<br />

Literaturpreise nominiert, stieß auf<br />

großes Medienecho und begeisterte<br />

die KritikerInnen. Gehst du mit der<br />

Erwartung ähnliches zu erreichen ans<br />

Schreiben?<br />

Niemals. Beim Schreiben habe ich keine<br />

Erwartungshaltung. Beim Sinnieren übers<br />

Ernten danach schon.<br />

In deinen Büchern geht es brutal<br />

zu, die Charaktere werden da<br />

als Ungeheuer beschrieben,<br />

27<br />

der erzkatholische Mief der<br />

österreichischen Provinz wabert<br />

durch die Zeilen. Du bist selbst auf<br />

dem Land aufgewachsen, steckt<br />

etwas von deiner eigenen Kindheit in<br />

der Geschichte?<br />

Ja, allerhand. Ich bin mit einem esoterischen<br />

Vater und einer strengen, religiösen<br />

Mutter aufgewachsen. Sie zwang mich zum<br />

sonntäglichen Kirchgang und engagierte<br />

sich wie ein Hilfspfarrer. Meine Kindheit<br />

war ein Spagat zwischen Ohm und Amen,<br />

heute zehre ich von diesen Extremen.<br />

Ja, über unserem ganzen Land wabert ein<br />

katholischer Bodennebel, andererseits sind<br />

es vor allem unsere katholischen Riten,<br />

die nicht wegzudenken sind, archaisch<br />

Angelegenheiten, die viel hergeben und<br />

mit denen ich nun mal aufgewachsen bin.<br />

Das bietet so viel Stoff. Als Kind habe ich<br />

den Zwang und die Bigotterie gehasst. Ich<br />

schrieb Tagebücher auf deren Frontdeckel<br />

ich der Mutter Botschaften hinterließ,<br />

eingeritzt und von Totenköpfen flankiert:<br />

Wenn du das liest, wird dein Gott dich<br />

bestrafen. Ich habe den Pfarrer verflucht,<br />

wenn er „Gebenedeit bist du unter den<br />

Frauuuen“ besonders dramatisch intonierte,<br />

als läge im weiblichen Geschlecht<br />

etwas Obszönes. Während der Zwangsmessen<br />

bin ich immer abgedriftet und in<br />

die Gruft hinabgestiegen oder ich habe von<br />

der Barockkanzel aus Platten aufgelegt.<br />

Mein Lieblingssitzplatz war im südlichen<br />

Querhaus, von dem aus man auf den neugotischen<br />

Hochaltar sehen konnte, dessen<br />

Altarblatt Mariä Himmelfahrt zeigte. Das<br />

Motiv der Heiligen Maria gefällt mir bis<br />

heute, vor allem, seit ich selbst Mutter bin.<br />

Freilich würde ich mir wünschen, dass es<br />

etwas gibt, an das mein Sohn glaubt.<br />

Beim Lesen deiner Bücher verbindest<br />

du eine sehr bildgewaltige Sprache die<br />

von Tristesse und Erwachsenwerden<br />

erzählt. Auf der anderen Seite baust<br />

du auch sehr viel popkulturelle<br />

Anleihen wie Falco, Fernsehserien<br />

der 80er und 90er Jahre ein. Sind das<br />

auch Rettungsanker deiner eigenen<br />

Kindheit?<br />

Mehr noch. Sie waren die Speedboote, die<br />

mich in andere Welten katapultierten, die<br />

Eisbrecher in unserem zugefrorenen Sumpf.<br />

Ohne meine Tiere, Patrick Swayze und<br />

David Hasselhoff hätte ich meine Kindheit<br />

vermutlich nicht überlebt, im Fernsehen<br />

gab es ja nicht viel Auswahl, im Bauernalltag<br />

kaum Alternativen, man nahm, was<br />

man kriegen konnte. Ansonsten blieb man<br />

viel auf sich selbst gestellt. Ein tagelanges<br />

Trauerspiel zwischen Holzstößen und<br />

Sägespänen.<br />

Im Rahmen des Salzburger<br />

Literaturfests wurde dein Roman<br />

auch als Bühnenstück aufgeführt,<br />

planst du auch für deinen neuen<br />

Roman eine solche Kooperation?<br />

Ich habe nicht kooperiert, sondern konsumiert.<br />

Auch diesmal werde ich mich zurücklehnen<br />

und warten, bis sich Sophia Coppola,<br />

Fatih Akin oder Haneke melden. Mit<br />

Schlingensief hätte ich gerne kooperiert.<br />

Aber eigentlich bin ich niemand, der gerne<br />

zusammenarbeitet.<br />

Helena Adler, geboren 1983 in Oberndorf bei<br />

Salzburg in einem Opel Kadett. Lebt als Autorin<br />

und Künstlerin in der Nähe von Salzburg. Studium<br />

der Malerei am Mozarteum sowie Psychologie<br />

und Philosophie an der Universität Salzburg.<br />

Buchtipp:<br />

Helena Adler:<br />

Fretten<br />

Jung und Jung Verlag,<br />

208 S., € 22,00<br />

Lesung:<br />

Bücher<br />

Stierle<br />

Salzburg<br />

Helena Adler und<br />

Anna Maria Stadler<br />

Fr., 11. <strong>No</strong>vember 2022,<br />

19:00 Uhr<br />

Bücher Stierle, Kaigasse 1,<br />

Salzburg<br />

Eintritt: € 5,00


© Rafaela Pröll/Suhrkamp Verlag<br />

Wagner’ sche<br />

Innsbruck<br />

Leporello die<br />

Buchhandlung<br />

Wien<br />

Gefesselt ist gut,<br />

ja, man kann<br />

aber auch sagen<br />

entfesselt.<br />

# unabhängig<br />

Robert<br />

Menasse<br />

Er vereint in seinen Werken Literatur<br />

und philosophische Kritik mit<br />

politischen Themen der Gegenwart.<br />

Ein Gespräch mit Klaus Zeyriwer<br />

Nach deinem mit dem Deutschen<br />

Buchpreis ausgezeichneten Roman<br />

Die Hauptstadt, dessen Handlung<br />

meist in Brüssel und im EU-Rahmen<br />

spielt, hast du nun die Fortsetzung<br />

in einem erweiterten Raum<br />

angesiedelt. Entsprechend der Titel<br />

Die Erweiterung. Warum kommst du<br />

auf Albanien?<br />

Ich wollte von Menschen erzählen, die<br />

EU-Bürger sind oder gar Repräsentanten<br />

eines EU-Mitgliedslandes, aber aus der<br />

EU raus wollen, während es Staaten in<br />

Europa gibt, die nicht EU-Mitglieder sind,<br />

deren Bürger aber unbedingt in die EU<br />

hineinwollen. Die Mitgliedstaaten, die antieuropäische<br />

Politik machen, sind, wie wir<br />

wissen, zum Beispiel Ungarn oder Polen.<br />

Ich habe mich für Polen entschieden, weil<br />

ich mich dort besser auskenne. Polen hat ja<br />

auch schon in der Hauptstadt eine gewisse<br />

Rolle gespielt. Dann habe ich alle Länder<br />

bereist, die EU-Kandidaten-Status haben.<br />

So bin ich in Albanien hängengeblieben.<br />

Was hat dich dort gefesselt?<br />

Gefesselt ist gut, ja, man könnte aber auch<br />

„entfesselt“ sagen. Zum Erzählen entfesselt.<br />

Ich kenne keinen Beitrittswerber, aber<br />

auch kein Mitgliedsland, das in Hinblick<br />

auf europäische Standards so konsequent<br />

ist. Dies sieht man beispielsweise an der<br />

Rechtsordnung: Während Polen systematisch<br />

europäisches Recht bricht oder<br />

Österreich schlawinerhaft immer wieder<br />

versucht, europäisches Recht zu umgehen,<br />

strebt Albanien eine Justizreform an, die<br />

mit radikaler Konsequenz europäisches Gemeinschaftsrecht<br />

implementiert. Zugleich<br />

wirkt das alte Gewohnheitsrecht unterirdisch<br />

weiter, das archaisch und zugleich<br />

avantgardistisch ist. Und hochmoralisch.<br />

29<br />

Albanien hatte nach dem Zweiten Weltkrieg<br />

mehr Juden im Land als vor dem Krieg –<br />

weil das Gewohnheitsrecht die Flüchtlinge<br />

unter das Gesetz der Gastfreundschaft<br />

stellte und dadurch schützte. Oder, weil ich<br />

avantgardistisch sagte: In Albanien ist es<br />

seit dem Spätmittelalter bis heute möglich,<br />

sein Geschlecht zu ändern. Eine Frau<br />

legt einen Schwur ab, zieht Männerkleidung<br />

an und wird fortan als Mann behandelt.<br />

Wir waren in West- und Mitteleuropa nur<br />

in sehr seltenen Fällen zu einer Menschlichkeit<br />

fähig, die in Albanien Gewohnheitsrecht<br />

ist. Und wir diskutieren in Westeuropa<br />

in Hinblick auf sexuelle Identität<br />

Fragen, die in Albanien durch das Gewohnheitsrecht<br />

geklärt sind. Also, warum<br />

Albanien? Weil es ein Fest für Erzähler ist.<br />

Ein zentrales Motiv im Roman<br />

ist der Helm des mythischen<br />

albanischen Helden Skanderbeg.<br />

Wie bist du auf ihn gekommen und<br />

welche Rolle spielt er im Roman?<br />

Skanderbeg war ein albanischer Fürst, der<br />

als erster die verschiedenen albanischen<br />

Stämme geeint und das christliche Abendland<br />

gegen die Osmanen verteidigt hat.<br />

Vivaldi hat eine Oper über ihn geschrieben<br />

und es gibt Skanderbeg-Denkmäler in mehreren<br />

europäischen Hauptstädten. Das ist<br />

ebenfalls eine albanische Eigentümlichkeit:<br />

Ein heute mehrheitlich muslimisches Land<br />

hat einen Nationalhelden, der vom Vatikan<br />

„Athleta Christi“ genannt wurde.<br />

Aber ist Albanien im Grunde<br />

nicht ein atheistisches Land?<br />

Es hatte den Atheismus sogar<br />

in der Verfassung stehen.<br />

Ja, Religionen sind in Albanien nicht<br />

unbedingt etwas Spirituelles, sondern<br />

Teil der Alltagskultur. Es gibt Feiertage<br />

und Feste, die man miteinander feiert,<br />

egal, woran man glaubt. Worum es mir in<br />

meinem Roman aber eigentlich ging, ist<br />

das sogenannte „Narrativ“, das sich von<br />

Skanderbeg ableitet. Sein eigentümlicher<br />

Helm mit dem Ziegenkopf mit Hörnern<br />

auf dem Scheitel steht für die Einigkeit der<br />

Albaner, und mit diesem Helm lässt sich<br />

vortrefflich Symbolpolitik machen – vor<br />

allem in Auseinandersetzung mit der EU,<br />

die bekanntlich verzweifelt ein Narrativ<br />

sucht. Das führt im Roman zu einigen Verwicklungen<br />

und Missverständnissen, die<br />

sehr bezeichnend sind für ein Problem, mit<br />

dem wir uns heute immer mehr herumschlagen<br />

müssen: der zunehmende Ersatz<br />

von Politik durch Symbolpolitik. Ach, das<br />

klingt jetzt so furchtbar abstrakt, aber wie<br />

kann man, ohne abstrakt zu werden, in fünf<br />

Minuten erklären, worum es in Doderers<br />

Strudelhofstiege geht? Okay, ersetzen wir<br />

die Strudelhofstiege durch das Skanderbeg-<br />

Denkmal. Rundherum, in weiteren und engeren<br />

Kreisen, bewegen sich Menschen mit<br />

ihren Hoffnungen, sie erleben Frustrationen<br />

und Enttäuschungen, werden wütend oder<br />

bleiben kühl und versuchen ihr Leben zu<br />

meistern, verlieben sich, über Grenzen und<br />

vor allem kulturelle Grenzen hinweg, engagieren<br />

sich oder nicht und begegnen sich.<br />

All das ergibt ein Gewebe, das, wie<br />

ich hoffe, ein Bild unserer Zeitgenossenschaft<br />

zeigt.<br />

Robert Menasse, Essayist und vielfach ausgezeichnete<br />

Schriftsteller. Er studierte Germanistik,<br />

Philosophie sowie Politikwissenschaft und war<br />

u.a. Gastdozent am Institut für Literaturtheorie<br />

an der Universität São Paulo. Er vereint in seinen<br />

Werken Philosophie, Literatur und kritische<br />

Auseinandersetzung mit politischen Themen der<br />

Gegenwart. Für seinen letzten Roman Die Hauptstadt<br />

erhielt er 2017 den deutschen Buchpreis.<br />

Buchtipp:<br />

Robert Menasse:<br />

Die Erweiterung<br />

Suhrkamp Verlag,<br />

789 S., € 28,80<br />

Buchpräsentationen:<br />

Die Erweiterung<br />

Robert Menasse<br />

Fr., 11. <strong>No</strong>vember 2022,<br />

19:30 Uhr<br />

Wagner’sche Buchhandlung,<br />

Innsbruck<br />

Do., 01. Dezember 2022,<br />

19:00 Uhr<br />

Buchhandlungen Leporello, Wien


© Fotowerk Aichner<br />

Leporello die<br />

Buchhandlung<br />

Wien<br />

Tod einer<br />

Hundertjährigen<br />

ist tatsächlich<br />

auf der Insel<br />

geschrieben<br />

worden.<br />

# unabhängig<br />

Eva<br />

Rossmann<br />

Sardinien, die Insel der 100-Jährigen.<br />

Doch selbst die sterben nicht immer<br />

eines natürlichen Todes. Ein Gespräch<br />

mit Sardinienkennerin Eva Rossmann.<br />

Von Erwin Riedesser<br />

In einigen deiner Krimis kam<br />

Sardinien bereits vor; deine<br />

Story in Rotraut Schöberls<br />

Radieschen von unten und jetzt<br />

dein neuer Kriminalroman Tod<br />

einer Hundertjährigen spielen auf<br />

Sardinien: Welche Bedeutung hat<br />

Sardinien für dich?<br />

Sardinien ist in den letzten Jahren zu meinem<br />

zweiten Lebensmittelpunkt geworden.<br />

Angefangen hat alles übrigens mit einer<br />

Einladung zum großartigen Literaturfestival<br />

„L’Isola delle Storie“ in Gavoi.<br />

Tausende Menschen kommen jedes Jahr<br />

in dieses Bergdorf in der Barbagia, es wird<br />

von früh bis spät gelesen, diskutiert, das<br />

Spektrum reicht von experimenteller Lyrik<br />

über politische Sachbücher bis eben hin<br />

zu Kriminalromanen. Und zwischendurch<br />

wird gegessen und getrunken. Mein Mann<br />

und ich haben uns in die Insel verliebt.<br />

Was ist für dich der Reiz<br />

an Sardinien?<br />

Sardinien ist mehr als Sommer, Strand und<br />

Meer – auch wenn das ausreichen würde.<br />

Es hat eine faszinierende Geschichte, samt<br />

imposanten Nuraghen aus der Bronzezeit.<br />

Im Hochland von Sardinien ist die Landschaft<br />

ursprünglich, rau, dazwischen gibt es<br />

immer wieder, wie aus der Vogelperspektive,<br />

den Blick aufs Meer. Das Essen: von der<br />

cucina povera, von der ich im Buch erzähle,<br />

bis hin zu einheimischen Langusten – einfach<br />

großartig. Aber letztlich sind es dann<br />

wohl doch diese ganz besonderen Menschen,<br />

die mich anziehen: eigenständig und<br />

doch offen, gastfreundlich und mit einem<br />

wunderbaren Sinn für Humor.<br />

31<br />

In deinem neuen Krimi geht es um<br />

das Geheimnis eines langen gesunden<br />

Lebens. Und damit auch um das<br />

Geschäft mit der Gesundheit.<br />

Wie recherchierst du das und<br />

probierst du selbst Dinge aus?<br />

Meine Neffen sind engagierte Ärzte, meine<br />

Schwester ist klinische Psychologin und<br />

Psychotherapeutin. Nicht erst seit Corona<br />

beschäftigt es sie, wie Menschen mit<br />

sogenannten alternativen Heilmethoden<br />

geködert werden. Schon nach den ersten<br />

Recherchen wusste ich: Das ist der Stoff für<br />

einen Krimi. Ich habe aber auch bei<br />

Professor Gianni Pes von der Universität<br />

in Sassari recherchiert – er ist der Erste,<br />

der über die erstaunlich große Zahl an<br />

Hundertjährigen in den sardischen Bergen<br />

geforscht hat. Auch die inzwischen gängige<br />

Bezeichnung „Blue Zone“ für Langlebigkeits-Hotspots<br />

geht übrigens auf ihn<br />

zurück: Er hat mit seinem Kollegen auf<br />

der Landkarte die Dörfer eingekringelt, in<br />

denen die Menschen besonders alt werden –<br />

und der Stift war eben blau … Ansonsten<br />

stecke ich mitten in einem lebenslangen<br />

Versuch, gut zu leben. Dabei können<br />

seine Erkenntnisse und die schlauen alten<br />

Menschen in den sardischen Bergen schon<br />

helfen. (lacht)<br />

In jedem deiner Romane spielt auch<br />

ein gesellschaftspolitisches Thema<br />

eine Hauptrolle. Sind das Themen,<br />

die sich dir aufdrängen? Nach welchen<br />

Gesichtspunkten wählst du sie?<br />

Ja, tatsächlich drängen sich gewisse<br />

Themen auf. Ich will selbst mehr über sie<br />

wissen. Das ist der Ausgangspunkt für<br />

einen neuen Krimi. Egal, ob es vor zehn<br />

Jahren um die Unabhängigkeit und Dezentralisierung<br />

der Energieversorgung ging,<br />

oder ob ich mehr über die Hintergründe<br />

der Klimakrise erfahren wollte. Klar kann<br />

ich immer nur Ausschnitte dieser großen<br />

Themen verwenden, immerhin schreibe ich<br />

ja keine Sachbücher, sondern Krimis. Aber<br />

ich hoffe, dass ich die eine oder den anderen<br />

so dazu bringe, sich intensiver mit Fragen<br />

unserer Zeit zu beschäftigen.<br />

Du kochst nach wie vor in der<br />

„Alten Schule“ in Riedenthal, bist<br />

viel und oft auf Sardinen aber auch<br />

im Weinviertel, machst wieder<br />

Lesereisen. Wann und unter welchen<br />

Bedingungen schreibst du eigentlich?<br />

Zuerst einmal recherchiere ich ausführlich,<br />

das kann mehrere Monate, aber auch<br />

mehrere Jahre dauern. Wenn ich das Gefühl<br />

habe, dass ich jetzt ich doch einiges weiß,<br />

mache ich mich an den Plot und schreibe<br />

eine erste Fassung, sehr konzentriert, am<br />

liebsten, ohne dazwischen zu unterbrechen.<br />

Da ziehe ich mich zurück und das gelingt<br />

mir am besten daheim im Weinviertel oder<br />

in unserem Haus auf Sardinien. Tod einer<br />

Hundertjährigen ist tatsächlich auf der Insel<br />

geschrieben worden. Der Allererste, der<br />

mein Manuskript zu lesen bekommt, ist übrigens<br />

mein Mann Ernest. Aber erst, wenn<br />

es komplett ist. Danach beginnt die Zeit der<br />

Nachrecherchen und der Überarbeitungen.<br />

Und dann, irgendwann, darf ich wieder ein<br />

neues Buch in der Hand halten. Ein ganz<br />

besonderer Moment!<br />

Eva Rossmann, geb. 1962 in Graz, lebt im<br />

Weinviertel. Sie ist Verfassungsjuristin, politische<br />

Journalistin u.a. beim ORF, der NZZ und den<br />

„Oberösterreichischen Nachrichten“. Seit 1994<br />

ist sie als freie Autorin, Publizistin, Köchin,<br />

Drehbuchautorin sowie als TV- und Radio-<br />

Moderatorin tätig. Rossmann erhielt renommierte<br />

Preise, u.a. den Leo-Perutz-Preis 2014.<br />

Buchtipp:<br />

Eva Rossmann:<br />

Tod einer Hundertjährigen<br />

Folio Verlag, 301 S., € 24,00<br />

Buchpräsentation:<br />

Eva Rossmann liest aus Tod<br />

einer Hundertjährigen<br />

Moderation: Rotraut Schöberl<br />

Mi., 16. <strong>No</strong>vember 2022,<br />

19:00 Uhr<br />

Leporello – die Buchhandlung,<br />

Singerstraßen 7, 1010 Wien<br />

Eintritt: € 9,00


© Amelie Gampenrieder<br />

Ein guter<br />

Boden für<br />

wienerisches<br />

Kabarett<br />

mit Schmäh<br />

und Haltung.<br />

# unabhängig<br />

Lukas<br />

Resetarits<br />

Der große österreichische Kabarettist<br />

und Aktivist in Sachen Menschen -<br />

rechte präsentiert seine Biografie<br />

in der Leporello-Buchhandlung<br />

bei Rotraut Schöberl.<br />

Ihre Biografie, aufgezeichnet von<br />

Fritz Schindlecker, ist auch eine<br />

unterhaltsame Zeitreise durch die<br />

1950er, 60er und 70er Jahre. Ich<br />

komme aus dem Staunen, Lachen<br />

und Schmunzeln nicht heraus:<br />

Ministrant bei Kaplan Adolf Holl,<br />

Beinahe-Rockstar in Schweden, als<br />

Gammler in Venedig unterwegs,<br />

Angestellter des Flughafens Wien,<br />

der eine Königin rettet, für einen<br />

Rolling Stone den verlorenen Koffer<br />

findet und vieles mehr. Die Erlebnisse<br />

hätten locker für zwei Bände<br />

gereicht. Führen Sie Tagebuch,<br />

sammeln Sie Fotos – gibt es ein<br />

privates Archiv?<br />

Meine Versuche, Tagebuch zu führen,<br />

sind über all die Jahre gescheitert. Meistens<br />

habe ich nur zwei Wochen durchgehalten.<br />

Ich hatte nie die Ruhe dafür, denn am<br />

Ende des Tages war ich meist mit anderen<br />

Aktivitäten beschäftigt …<br />

Mein Fotoarchiv sieht aus wie bei den<br />

meisten Menschen: Schuhschachteln mit<br />

einer Unzahl von Fotos. Die halbherzigen<br />

Ordnungsversuche scheiterten immer<br />

wieder. Meist sitzt man mit Familie und<br />

Freunden zusammen und wühlt in den<br />

Fotoschachteln und den zwei, drei Alben,<br />

die irgendwer vor vielen Jahren angelegt<br />

hat. Die Unordnung wird dadurch<br />

vergrößert.<br />

33<br />

Im Wiener Bezirk Favoriten<br />

sind außer Ihnen noch einige<br />

Kabarettisten großgeworden:<br />

ist Favoriten eine besonders gute<br />

Gegend dafür?<br />

Scheint wohl so zu sein: Bronner, Vitasek,<br />

Düringer fallen mir sofort ein. Der untere<br />

Teil Favoritens ist ja der „Zehnte Hieb“,<br />

der seinerzeit vom 4. Bezirk abgetrennt<br />

wurde. So entstand diese Mischung aus<br />

Arbeiterfamilien und Kleinbürgern,<br />

katholischer Jungschar und Roten Falken.<br />

Ein guter Boden für wienerisches Kabarett<br />

mit Schmäh und Haltung.<br />

Sie studierten Psychologie und<br />

Philosophie. Sollte das eigentlich<br />

jeder Kabarettist – vorsichtshalber –<br />

als Grundausbildung tun?<br />

Da das Studienfach Psychologie in Wien<br />

hauptsächlich zum Lieferanten von Nachwuchs<br />

für Marketing und Werbung verkommen<br />

ist, würde ich es nicht unbedingt<br />

als Grundausbildung für Satire empfehlen.<br />

Philosophie hingegen halte ich für wichtig<br />

auf dem Weg zum Kabarett.<br />

Wie erkläre ich (eine „Gscherte“<br />

aus Niederösterreich) Nicht-<br />

Ostösterreichern die Bedeutung und<br />

Verwendung des Wortes „Krowod“?<br />

Krowod ist eine leicht abschätzige<br />

Bezeichnung für Kroate (Hrvat). Meine<br />

Vorfahren sind vor 500 Jahren aus dem<br />

heutigen Kroatien ins heutige Burgenland<br />

(Westungarn) eingewandert und später als<br />

Arbeiter nach Wien und Graz gependelt.<br />

Viele haben sich in Wien angesiedelt und<br />

wurden dort als Krowodn bezeichnet.<br />

Stolze Burgenland-Kroaten bezeichnen<br />

sich selbstbewusst manchmal als Krowod.<br />

Sie beschäftigen sich schon viele<br />

Jahre mit dem Bereich „Dummheit“<br />

in all seinen Facetten: Haben Sie<br />

auch den Eindruck, dass diese<br />

exponentiell wächst?<br />

Meiner Einschätzung nach war Dummheit<br />

immer verbreitet, wurde aber nicht als<br />

wesentlicher Bereich wahrgenommen. Erst<br />

durch die Explosion der Kommunikationsmöglichkeiten<br />

in Medien jeder Art wurde<br />

Dummheit zum allgegenwärtigen Phänomen.<br />

Bosheit und Dummheit können sich<br />

ungehindert in den Netzen verbreiten und<br />

haben eine gefährliche Wirkmacht<br />

entwickelt.<br />

Lukas Resetarits gehört wie die Mehrheit der<br />

Einwohner von Stinatz zur Volksgruppe der Burgenlandkroaten<br />

und wuchs in Wien, Favoriten auf. Seit<br />

1975 als Kabarettist und bald auch als Schauspieler<br />

(u.a. als Kottan) bekannt. Einer seiner ersten<br />

Preise war 1981 – neben den Nestroy – übrigens der<br />

Österreichischer Kleinkunstpreis des Innsbrucker<br />

Kellertheaters! Inzwischen, nach zahlreichen weiteren<br />

Kabarettprogrammen und -preisen, zählt er zu<br />

den wichtigste Kabarettisten des deutschsprachigen<br />

Raums. Lukas Resetarits ist Mitglied der Gesellschaft<br />

für politische Aufklärung.<br />

Buchtipp:<br />

Leporello die<br />

Buchhandlung<br />

Wien<br />

Lukas Resetarits:<br />

Krowod – Erinnerungen an<br />

meine Jugend<br />

Carl Ueberreuter Verlag,<br />

196 S., € 25,00<br />

Buchpräsentation:<br />

Lukas Resetarits im Gespräch<br />

mit Rotraut Schöberl<br />

Fr., 18. <strong>No</strong>vember 2022,<br />

19:00 Uhr<br />

Leporello – die Buchhandlung,<br />

Singerstraßen 7, 1010 Wien<br />

Eintritt: € 9,00


© Oliver Wolf<br />

Buchpräsentation:<br />

<strong>No</strong>rbert Gstrein liest aus<br />

Vier Tage, drei Nächte<br />

Moderation und Gespräch:<br />

Stefan Gmünder<br />

Fr., 25. <strong>No</strong>vember 2022,<br />

19:30 Uhr<br />

Wagner’sche Buchhandlung,<br />

Museumstraße 4, Innsbruck<br />

Eintritt: € 9,00 / 7,00 mit<br />

Wagner- oder Ö1-Card<br />

Ich habe<br />

keine Angst<br />

mehr vor dem<br />

Misslingen …<br />

# unabhängig<br />

<strong>No</strong>rbert<br />

Gstrein<br />

In seinem neuen Roman Vier Tage,<br />

drei Nächte erforscht der Tiroler Autor<br />

unmögliches Begehren und geht der<br />

Frage nach, was es heißt, in einem Roman<br />

„Ich“ zu sagen. Joseph Frontull hat mit<br />

ihm darüber gesprochen.<br />

In Vier Tage, drei Nächte wird<br />

eine der Figuren zur Autorin eines<br />

Romans und sagt von sich selbst, sie<br />

habe beim Schreiben eine perverse<br />

Vorliebe für Charaktere, die sie im<br />

Leben nicht ausstehen könne. Beim<br />

Blick auf Ihre jüngsten Romane<br />

möchte man meinen, dass es<br />

Ihnen ähnlich geht – gerade Ihre<br />

Ich-Erzähler sind moralisch<br />

fragwürdige Zeitgenossen.<br />

Was interessiert Sie daran?<br />

Na ja, sie sind alle Tiroler Hotelierssöhne<br />

und in ihren Versuchen steckengeblieben,<br />

sich davon zu emanzipieren. Sie haben<br />

diese Unternehmerväter mit einem merkwürdigen<br />

Freiheitsbegriff. Freiheit bedeutet<br />

für ihre Väter immer auch die<br />

Freiheit, das Falsche zu tun und etwas<br />

davon haben sie selbst mitbekommen. Sie<br />

glauben, dass sie nicht auf Sympathie zu<br />

setzen brauchen. Vielleicht ist die psychologisierende<br />

Erklärung gar nicht abwegig,<br />

dass das mit meinem Aufwachsen ganz am<br />

Ende des Ötztals zu tun hat. Der nächste<br />

Gendarmerieposten war fast zwanzig Kilometer<br />

entfernt und kaum ein Gendarm hat<br />

sich je ins Dorf verirrt. Zugleich waren es<br />

zu Fuß nur zehn Kilometer bis zur Grenze.<br />

Da kann man schon denken, außerhalb der<br />

Regeln zu stehen.<br />

Vier Tage, drei Nächte spielt –<br />

das hat mich zunächst etwas<br />

beunruhigt – im Corona-Lockdown.<br />

Führt an der Pandemie auch dann<br />

kein Weg vorbei, wenn es eigentlich<br />

um Rassismus, Sexismus und<br />

unmögliches Begehren geht?<br />

35<br />

Beunruhigt hat mich das auch. Wer<br />

braucht einen sogenannten Corona-<br />

Roman? Aber darum geht es nicht.<br />

Die Zeit kurz vor Weihnachten 2020 für<br />

meine Geschichte zu wählen hat mir<br />

die Möglichkeit geboten, die durch ihre<br />

Obsessionen ohnehin schon engen Räume<br />

für die Figuren noch enger zu machen.<br />

Außerdem sind Tiroler Hoteliers damals<br />

verhaltensauffällig geworden. Aber wichtiger<br />

ist, dass ich eine Ablenkungsgeschichte<br />

gebraucht habe, damit einem Leser zunächst<br />

entgeht, was sich da allmählich<br />

aufbaut. Unmögliches Begehren, ja, das ist<br />

das Kernthema, aber auch: Was heißt es,<br />

in einem Roman „Ich“ zu sagen und welche<br />

selbstverständlichen Vorannahmen treffen<br />

wir über Romanfiguren. Wenn eine Figur<br />

nicht weiter beschrieben wird, gehen wir<br />

bei einem österreichischen Autor zunächst<br />

einmal davon aus, sie sei weiß, heterosexuell,<br />

vielleicht katholisch und was nicht<br />

sonst noch. Damit habe ich zu spielen<br />

versucht.<br />

Sie haben über Vier Tage, drei<br />

Nächte gesagt, es sei Ihnen auch<br />

darum gegangen, am Schreiben eines<br />

Buches zu scheitern.<br />

Wie darf man das verstehen?<br />

Nein, ich habe gesagt, dass ich einen bestimmten<br />

Roman nicht schreiben wollte,<br />

weil ich mit ihm gescheitert wäre. Diesen<br />

Roman schiebe ich einer meiner Figuren<br />

unter. Er heißt „Drei Arten, ein Rassist zu<br />

sein“ und bildet das letzte Kapitel meines<br />

Romans. Darin geht es um eine Dreiecksgeschichte,<br />

die katastrophal schiefgeht: ein<br />

Mann und eine Frau, beide weiß, aufgeklärte<br />

Leute, und ein Schwarzer kommt<br />

als Dritter hinzu. In der Anspannung der<br />

Situation ist es mit ihrer Aufgeklärtheit<br />

nicht mehr weit her. Über den Rassismus<br />

des weißen Mannes zu schreiben ist leicht.<br />

Auch über den Rassismus der Frau lässt<br />

sich reden, aber über den Rassismus des<br />

Schwarzen zu sprechen ist etwas anderes.<br />

Vier Tage, drei Nächte ist Ihr<br />

vierter Roman in gut fünf Jahren.<br />

Irgendwo habe ich gelesen, dass Sie<br />

sich mit Ihrem Verleger über „ein<br />

kleines Büchlein für nächstes Jahr“<br />

verständigt haben. Haben Sie eine<br />

Erklärung für diese verblüffende<br />

Produktivität?<br />

Ich habe keine Angst mehr vor dem Misslingen<br />

und, was noch wichtiger ist, keine<br />

Angst vor dem Gelingen. Wie klingt das?<br />

Worum wird es in dem kleinen<br />

Büchlein gehen?<br />

Der Kern dieses Buches besteht aus zwei<br />

Vorlesungen, die ich in Göttingen gehalten<br />

habe. Keine richtigen Poetik-Vorlesungen,<br />

aber etwas in der Richtung. Dazu kommen<br />

noch zwei Vorlesungen, die ich, wenn<br />

überhaupt irgendwo, in Oxford, Mississippi<br />

halten müsste: eine über William Faulkner<br />

und eine weitere über die „afrikanistische<br />

Präsenz“ in amerikanischen Romanen –<br />

wie Toni Morrison das nennt – und die<br />

„afrikanistische Präsenz“ in meinen jüngsten<br />

Romanen, die auch alle amerikanische<br />

Schauplätze haben.<br />

<strong>No</strong>rbert Gstrein wurde 1988 mit der Erzählung Einer<br />

bekannt. Manche seiner Romane – etwa Das Handwerk<br />

des Tötens oder Die ganze Wahrheit – lösten<br />

Debatten aus. Als ich jung war gewann 2019 den<br />

Österreichischen Buchpreis, Der zweite Jakob stand<br />

2021 auf der Shortlist für den Deutschen. Im Mai<br />

2022 wurde <strong>No</strong>rbert Gstrein in Lübeck „als einer der<br />

virtuosesten deutschsprachigen Erzähler der Gegenwart“<br />

mit dem Thomas-Mann-Preis ausgezeichnet.<br />

Gstrein lebt in Hamburg.<br />

Buchtipp:<br />

Wagner’ sche<br />

Innsbruck<br />

<strong>No</strong>rbert Gstrein:<br />

Vier Tage, drei Nächte<br />

Hanser Verlag, 352 S., € 26,80


HausQuartett<br />

Weihnachtstipps von Profis mit musikalischer<br />

Untermalung. Das literarische HausQuartett geht<br />

in die zweite Runde. Mit dabei ist u.a. der deutsche<br />

Lyriker Mikael Vogel, der Robert Renk ein paar<br />

Fragen beantwortet hat.<br />

Wagner’ sche<br />

Innsbruck<br />

© Amelie Gampenrieder<br />

Das Eigenste<br />

mit dem anderer<br />

ins Gespräch zu<br />

bringen, gehört<br />

zum Schönsten<br />

am Lesen.<br />

# unabhängig<br />

Du bist am 06. Dezember – neben<br />

Evelyn Unterfrauner, Christina<br />

Matuella und Robert Renk – Teil<br />

des Literarischen HausQuartetts<br />

in der Wagner’schen. Was hältst du<br />

prinzipiell von solchen Formaten?<br />

Alles, was Menschen zu sie beglückenden<br />

Büchern verhilft, zählt! Dieses Format in<br />

die Buchhandlung zu bringen – Respekt!<br />

Das gibt’s nirgendwo sonst. Dabei ist dieses<br />

Format anthropologisch in uns verankert.<br />

Wir werden zusammen rund ums Lagerfeuer<br />

sitzen – keine Sorge, ich meine das<br />

ganz metaphorisch, ich werde bestimmt<br />

nichts anzünden, versprochen – und erzählen:<br />

von unseren Lektüren und davon, wie<br />

sie sich an unseren Erfahrungen und<br />

Erwartungen messen. Das Eigenste mit<br />

dem anderer ins Gespräch zu bringen,<br />

gehört zum Schönsten am Lesen. Auf die<br />

Umsetzung kommt’s natürlich an.<br />

Marcel Reich-Ranicki beispielsweise war<br />

ein Despot, ich werde ihm nie verzeihen,<br />

wie er noch über dessen tragischen Tod<br />

hinaus Hermann Burgers Ruf ruiniert hat.<br />

Burger ist heute vergessen. Einer meiner<br />

Lieblingsautoren!<br />

Das Literarische HausQuartett<br />

als neues Format in der<br />

Wagner’schen findet mit Livemusik<br />

statt. Stefan Wolf und Simon<br />

Kräutler geben Schubertlieder<br />

zum Besten. Mit E-Gitarre. Du hast<br />

dir gerade eine gekauft. Auf was<br />

achtest du bei einer E-Gitarre und<br />

kennst du ähnliche Veranstaltungen<br />

mit Musik?<br />

Auf den Sound. Und wenn sie auch noch<br />

ausgestorben war, bin ich verliebt. Ich habe<br />

mir eine Fender Jazzmaster gekauft, eine<br />

37<br />

Gitarre mit warmem Klang, die für Jazzmusiker<br />

entwickelt wurde, auch funkig ist,<br />

von Surfbands der 60er gespielt und dann<br />

eingestellt wurde. Als die Seattles Grunge-<br />

Szene sie wiederentdeckte, nahm Fender<br />

ihre Produktion wieder auf. Dorthin bin<br />

ich mit 19 mit einer schwarz-weißen Fender<br />

Strat ausgewandert, sah mich Musiker<br />

werden, hatte Songs dabei, fing aber einen<br />

Roman zu schreiben an – auf deutsch.<br />

Dabei hatte ich schon die Gitarristen von<br />

Pearl Jam und R.E.M. kennengelernt.<br />

Seattle ist mein verlorener Traum. Meine<br />

Strat musste ich später verkaufen als ich<br />

pleite war. Mein Herz war gebrochen. Jetzt<br />

ist es geheilt, und meine Finger erinnern<br />

sich an alles!<br />

Mit dir als einem der innovativsten<br />

und wichtigsten Lyriker Deutschlands<br />

werden wir natürlich auch einen<br />

Lyrikband besprechen. Warum wird<br />

in öffentlichen Formaten so wenig<br />

über Lyrik geredet?<br />

Eigentlich unerklärlich, dass das auch in<br />

Österreich so ist. Denn die österreichische<br />

Lyrik ab den 60ern hat die deutsche so<br />

staubig verklemmt aussehen lassen, wie sie<br />

fast ausnahmslos war. Der österreichischen<br />

Literatur habe ich mich immer viel stärker<br />

zugehörig gefühlt. Wie ja auch Thomas<br />

Kling, der in Deutschland dafür abgestraft<br />

wurde. Aber vielleicht sagt das Problem<br />

mehr über die öffentlichen Formate als über<br />

die Lyrik aus. Lyrik steht der Untergrund,<br />

die Subkultur, die Widerständigkeit doch<br />

gut. Ihre Diskrepanz zu den öffentlichen<br />

Narrativen und billigen Zielsetzungen. Im<br />

Idealfall ist Lyrik ihrer Zeit voraus. Zu beschreiben,<br />

was alle anderen auch so sehen,<br />

wäre witzlos.<br />

Besprochen werden der Lyrikband<br />

azur ton nähe (Limbus) von Siljarosa<br />

Schletterer und der neue Roman<br />

Geschichte eines Kindes (Suhrkamp)<br />

von Anna Kim. Möchtest du uns<br />

schon ein bisschen was verraten?<br />

Ein hochkarätigeres, besser zusammenpassendes<br />

Duo kann ich mir kaum<br />

vorstellen. Beide Autorinnen schreiben<br />

Bücher, die mit den Lesenden in Dialoge<br />

treten, die selten mit den letzten Seiten<br />

enden. Das muss man im Schreiben schon<br />

wollen. Mit ihrem allerersten Gedichtband<br />

schafft Siljarosa Schletterer es, uns eine<br />

Welt aufzuzeigen, die wir alle übersehen<br />

haben, obwohl wir sie immer direkt vor<br />

den Nasen hatten – die des Wassers, der<br />

Gewässer, ihrer Leben, Persönlichkeiten,<br />

Identitäten. Und Anna Kims Nase für<br />

Stoff ist einzigartig. Ich folge ihr blind –<br />

egal worüber sie jemals schreiben wird, ich<br />

vertraue ihr und werde alles lesen. Es wird<br />

immer gesellschaftlich relevant sein und mit<br />

Fragestellungen in mir ins Gespräch treten,<br />

die mir schon lange im Kopf querlagen.<br />

Vielleicht, ohne dass ich es wusste.<br />

Mikael Vogel, Lyriker, 1975 in Bad Säckingen<br />

geboren, lebt in Berlin und Innsbruck. Sechs Gedichtbände,<br />

u.a. Dodos auf der Flucht. Requiem für<br />

ein verlorenes Bestiarium (Verlagshaus Berlin, 2018)<br />

und, gemeinsam mit José F. A. Oliver, zum Bleiben,<br />

wie zum Wandern – Hölderlin, theurer Freund<br />

(Schiler & Mücke, 2020).<br />

Veranstaltung:<br />

Literarisches HausQuartett mit<br />

den Gästen: Christina Matuella<br />

& Mikael Vogel<br />

Moderation: Evelyn Unterfrauner<br />

& Robert Renk<br />

Di., 06. Dezember 2022,<br />

19:30 Uhr<br />

Wagner’sche Buchhandlung,<br />

Museumstraße 4, Innsbruck<br />

Eintritt: frei


Wagner’ sche<br />

Innsbruck<br />

Ágnes<br />

Czingulszki<br />

Ein Gespräch von Mikael Vogel über<br />

Gipfel, den viel interessanteren Weg rauf,<br />

Höhenluft und das Flachland des Lebens.<br />

trotzdem weiterzumachen – das ist,<br />

so finde ich, eine extraordinäre Leistung,<br />

von der nie jemand hört.<br />

Mit welcher Person – lebend oder<br />

nicht – würdest du am liebsten<br />

einmal auf einem Berg picknicken?<br />

Auf welchem, und wieso mit der<br />

einen Person?<br />

Mit meiner Mutter. Sie ist gestorben als<br />

ich acht Jahre alt war. Ich würde sie durch<br />

Mühlau einfach in den Wald bringen und<br />

dann zu einem schönen Aussichtspunkt, an<br />

dem man gemütlich sitzen kann. Wir hätten<br />

Malutensilien, leckere Brote und Tee dabei<br />

und eine Aussicht über das ganze Tal. Sie<br />

mochte schöne Dinge. Das würde ich uns<br />

sehr gönnen.<br />

© Oliver Wolf<br />

Berge sind<br />

diese mächtigen<br />

Dinger, die auch<br />

heute noch Menschen<br />

fressen.<br />

# unabhängig<br />

Die Berge um Innsbruck spielen<br />

in ich dachte an siracusa eine<br />

eindringliche Rolle. Die Protagonistin<br />

einer der Kurzgeschichten kommt<br />

her, nachdem sie sie in einem<br />

alten Reiseführer gesehen hat; bei<br />

ihrer Ankunft aber regnet es so<br />

stark, dass sie gar nicht da sind.<br />

Autobiografisch?<br />

Ja, ich bin mit meiner „Freundin in Crime“<br />

hier angekommen und es hat die drei Tage,<br />

die wir hier verbracht haben, nur geregnet.<br />

Das hat uns aber nichts ausgemacht. Wir<br />

hatten eine sehr schöne Zeit, ich habe<br />

jemanden kennengelernt und bin wegen<br />

ihm hierher gezogen. Dann habe ich die<br />

Berge oft genug gesehen.<br />

Welche sind deine intensivsten<br />

Erinnerungen an diese<br />

„zauberberge”, wie du sie nennst?<br />

Berge dienten lange einfach als Hintergrundbild<br />

für mein neues Leben im neuen<br />

Land. Ich hatte weder Liebe noch Angst<br />

oder Respekt für sie. Nach einzelnen<br />

alpinen Unfällen lernte ich, dass Berge<br />

grausam sein können. Mittlerweile ist es<br />

eine Hassliebe.<br />

Wollen Berge hoch hinaus? Oder sind<br />

Täler einfach nur kleiner als sie?<br />

Ich glaube, Berge wollen nichts. Das ist das<br />

Schöne an ihnen. Sie stehen dort, sind diese<br />

mächtigen Dinger, die auch heute noch<br />

Menschen fressen, weil sie unberechenbar<br />

sind und uns daran erinnern, dass wir nur<br />

ein Wimpernschlag in der Geschichte der<br />

Erde sind.<br />

39<br />

Was ist am Leben Gipfel<br />

für dich?<br />

Ich halte nicht viel von Gipfeln. Schön,<br />

wenn man einen schafft, aber der Weg<br />

dorthin ist doch viel länger, deshalb sollte<br />

man diesen genießen. Logische Rechnung,<br />

wie ich finde. Den Großen Bettelwurf<br />

habe ich fünfmal gestürmt und irgendwann<br />

geschafft. Der Gipfel war schon<br />

okay, ich konnte mir auf die alpinistische<br />

Schulter klopfen, aber ganz ehrlich: Der<br />

Weg rauf, sich auf dem langen Hatscher<br />

zu motivieren, Blumen riechen, Gämse<br />

grüßen, mit den Bremsen kämpfen, mit der<br />

Erschöpfung, der Hitze, dem Schotter und<br />

einfach nicht aufgeben – das hat schon was.<br />

Und in der Liebe?<br />

In der Liebe ist es schwer. Da bist nicht nur<br />

du und das Ziel, sondern da ist auch der<br />

andere, der vielleicht ganz andere Gipfel im<br />

Kopf hat.<br />

Ich lebe in Berlin im Flachland.<br />

Was verbindest du mit Flachland?<br />

Heimat und unendliche Kreativität. Die<br />

spektakulärsten Sonnenuntergänge und<br />

Vollmonde habe ich in der ungarischen<br />

Puszta auf der Autofahrt zwischen meinem<br />

Heimatort Baja und Gárdony erlebt. Auf<br />

der Fahrt habe ich meine Gefühle geordnet,<br />

meine Geschichten erfunden und vor mich<br />

hingeträumt. Dem Flachland wird oft die<br />

Magie abgesprochen. Doch es ist genauso<br />

bezaubernde Natur wie das Gebirge – nur<br />

eben auf einer anderen Ebene.<br />

Was passiert am Berg,<br />

worüber niemand spricht?<br />

Was viele sicher nicht hören wollen, aber<br />

auch mal gesagt werden sollte: Frauen<br />

bekommen ihre Tage oft auf mehrtägigen<br />

Touren am Berg. Man sagt, das sei wegen<br />

der Höhenluft – keine Ahnung, ob das<br />

stimmt. Aber fünf Tage auf einer hochalpinen<br />

Tour durchzubluten, ohne fließendes<br />

Wasser, sich irgendwie an Bächen oder<br />

mit Schnee zu reinigen, blutige Sachen im<br />

Rucksack durch die Alpen zu schleppen, bis<br />

man in einem Tal eine Mülltonne findet und<br />

Ágnes Czingulszki wuchs in Bayern und Ungarn auf<br />

und studierte Kommunikations- und Medienwissenschaft<br />

und <strong>No</strong>rwegisch. Nach einem einjährigen<br />

Praktikum bei der Tageszeitung Népszabadság ging<br />

sie nach Innsbruck. Sie arbeitet beim Stadtblatt<br />

Innsbruck. 2016 erschien der Erzählband ich dachte<br />

an siracusa (edition exil). Czingulszki veröffentlicht<br />

in ungarischer und deutscher Sprache.<br />

Buchtipp:<br />

Ágnes Czingulszki:<br />

ich dachte an siracusa<br />

edition exil, <strong>15</strong>5 S., € 12,00<br />

Lesungen:<br />

Berge lesen Festival zum<br />

Mountain Day 2022<br />

„Berge sind diese mächtigen<br />

Dinger, die auch heute noch<br />

Menschen fressen“<br />

Lesung und Gespräch mit Ágnes<br />

Czingulszki & Mikael Vogel<br />

Moderation: Martin Fritz &<br />

Robert Renk<br />

Mi., 07. Dezember 2022,<br />

19:30 Uhr<br />

Wagner’sche Buchhandlung<br />

Eintritt: frei<br />

Im Rahmen des Mountain<br />

Day 2022 in Kooperation mit<br />

der „GAV – Grazer Autorinnen<br />

Autorenversammlung –<br />

Regionalgruppe Tirol“


Die Magie der schönen Bücher<br />

Die edlen Druckwerke der Büchergilde gibt es in<br />

Österreich jetzt exklusiv in unseren Buchhandlungen.<br />

© Büchergilde<br />

© Büchergilde<br />

„Die Art und Weise, wie ein Mensch<br />

ein Buch in den Händen hält, sagt sehr<br />

viel über seine Persönlichkeit aus“, meint<br />

Wagner’sche-Geschäftsführer Markus<br />

Renk, der selbst ein leidenschaftlicher<br />

Sammler historischer Druckwerke ist.<br />

Mit großer Überzeugung ergänzt er:<br />

„Das Buch hat große Zukunft, nicht zuletzt<br />

deshalb, weil wir Menschen das haptische<br />

Erlebnis lieben, das ein Buch zu bieten hat.“<br />

Und da diese ästhetische Qualität etwas so<br />

Großartiges ist, werden ab Herbst in der<br />

Wagner’schen Buchhandlung exklusive<br />

Ausgaben der Büchergilde angeboten.<br />

Menschen, die sich für besondere Bücher<br />

interessieren, können hier unkompliziert<br />

Mitglied der Büchergilde werden.<br />

Markus Renk dazu: „Wir fühlen uns sehr<br />

geehrt, ab sofort in Österreich exklusiver<br />

Partner der Büchergilde zu sein, und wir<br />

sind überzeugt, dass unsere Kundinnen und<br />

Kunden von diesem einzigartigen Angebot<br />

begeistert sein werden.“<br />

Die Wagner’sche wird die Büchergilde-<br />

Exklusivausgaben mit der Möglichkeit<br />

einer Mitgliedschaft auch in ihren vier<br />

Schwesternbuchhandlungen in Wien,<br />

Salzburg und Hallein einführen, besonders<br />

zeitnah in der Leporello-Buchhandlung in<br />

Wien. Diese gehört seit 2021 zur „Wagner’schen<br />

Familie“ und befindet sich in<br />

unmittelbarer Nähe des Stephansdoms.<br />

Sie wurde von Buchhändler*innen-Duo<br />

Rotraut Schöberl und Erwin Riedesser<br />

gegründet und ist eine der renommiertesten<br />

Literaturbuchhandlungen Österreichs.<br />

Das sind Ihre<br />

Vorteile als Büchergilde-Mitglied:<br />

Ein ausgezeichnetes Programm<br />

der besten Bücher, Geschenkideen,<br />

Musik-CDs, Filme und<br />

Kunst.<br />

Einzigartige Buchgestaltung<br />

und exklusive Buchillustration<br />

von namhaften Künstlerinnen<br />

und Künstlern.<br />

Einmal im Quartal erhalten Sie<br />

das kostenlose Magazin der<br />

Büchergilde, mit allem rund um<br />

unsere Neuerscheinungen.<br />

Persönliche und kompetente<br />

Beratung in unseren Partnerbuchhandlungen<br />

Zu Ihrem ersten Kauf schenken<br />

wir Ihnen ein Büchergilde-Buch<br />

Ihrer Wahl im Wert von bis zu<br />

€ 30,00.<br />

Sollten Sie bis Quartalsende<br />

einmal nichts kaufen, senden<br />

wir Ihnen unsere aktuelle Buchempfehlung<br />

mit Umtauschgarantie<br />

zu.<br />

Die Mitgliedschaft ist kostenlos<br />

und nach 1 Jahr monatlich<br />

zu jedem <strong>15</strong>. kündbar. Sie<br />

erwerben alle 3 Monate 1 Artikel<br />

aus dem Gesamtprogramm.<br />

Corporate Design<br />

Fotografie<br />

Packaging<br />

Buchgestaltung<br />

Informationsdesign<br />

Editorial<br />

Ausstellungen<br />

Specials<br />

www.himmel.co.at<br />

© Büchergilde<br />

Kostengünstiger Versand innerhalb<br />

Österreichs direkt durch<br />

die Wagner’sche.<br />

40<br />

# unabhängig<br />

© Büchergilde


Bücher, die (was) bewegen<br />

Von DIY-Projekten und einer Revolution in Grün<br />

Eine Liebeserklärung<br />

ans Brotbacken!<br />

Buchtipp:<br />

Deborah Hucht, Florian Hucht:<br />

Projekte zum Anpacken<br />

Löwenzahn Verlag,<br />

160 S., € 24,90<br />

Buchtipp:<br />

Valerie Jarolim:<br />

Rebel Plants<br />

Löwenzahn Verlag,<br />

240 S., € 26,90<br />

© Löwenzahn Verlag / Christina Körte<br />

© Löwenzahn Verlag / Zoe Opratko<br />

Eines der allerbesten Gefühle? An einem<br />

eigenen Projekt zu arbeiten, sich die Hände<br />

schmutzig zu machen, zu beobachten, wie<br />

Ideen immer mehr Gestalt annehmen und<br />

am Ende sagen zu können: Wie cool ist<br />

das geworden? Und vor allem: Das hab ich<br />

selbst gemacht!<br />

Deborah und Florian Hucht lieben<br />

es, draußen zu sein, zu basteln, hämmern<br />

und bohren, bis die Wände wackeln, und<br />

sich immer wieder neue Ideen einfallen zu<br />

lassen. Dir geht es genau so? Du siehst in<br />

jedem alten Topf ein neues Deko-Objekt<br />

und in jedem Holzstück eine neue Lieblingsschaukel?<br />

Hier erfährst du, was du<br />

brauchst, um mit deinen Projekten voll<br />

durchzustarten, wo du günstig Materialien<br />

bekommst und wie du Sachen auf kreative<br />

wie nützliche Weise upcyceln kannst. Mit<br />

über 40 Projekten kannst du dich komplett<br />

austoben – im Garten, auf dem Balkon<br />

oder in deiner Wohnung. Ob Hummelburg,<br />

Outdoorküche, Tomatenbushaltestelle,<br />

Pergola, Kokedama, Kräuterspirale, Weidentipi,<br />

Trockenblumenkranz oder Bokashi-Beet:<br />

Lass dich inspirieren und schwing<br />

schon mal den Hammer.<br />

Pflanzen kommt in unserem Leben eine<br />

große Rolle zu – sie sind überall. Es ist an<br />

der Zeit, ihnen wieder mehr Aufmerksamkeit<br />

zu widmen. Denn: Sie sind die Grundlage<br />

allen Lebens. Wir nehmen sie meist nur<br />

nicht mehr bewusst wahr. Wissen sie nicht<br />

mehr so richtig zu schätzen – und das, obwohl<br />

sie uns täglich begleiten. Das soll sich<br />

ändern. Die Autorin Valerie Jarolim zeigt in<br />

diesem Buch die großen Zusammenhänge<br />

auf: Wie beeinflussen Bäume, Wälder,<br />

Pflanzen das Leben auf dem Planeten? Was<br />

haben Pflanzen mit Ernährungssouveränität<br />

zu tun? Was mit Kleidung? Und wie<br />

viel CO2 wird allein durch die Nutzung<br />

des Internets freigesetzt? Pflanzen können<br />

unsere Zukunft lenken und wir können<br />

sie dabei unterstützen: z. B. durch eine<br />

pflanzenbasierte Ernährung, nachhaltige<br />

Kleidung, chemiefreie Naturkosmetik oder<br />

grünen Strom. Egal, wie weit du in die Welt<br />

der Pflanzen eintauchen möchtest, du wirst<br />

sehen, was diese grünen Superheldinnen<br />

bewirken und verändern. Wir müssen nur<br />

lernen, genauer hinzusehen. Erkennen wir<br />

ihr volles Potential. Unsere Zukunft ist<br />

pflanzlich.<br />

© Löwenzahn Verlag / Nadja Hudovernik<br />

Das neue Buch von Christina Bauer ist<br />

geniale Rezeptsammlung und praktisches<br />

Nachschlagewerk in einem. Mit ihren gewohnt<br />

einfachen Rezepten und einzigartigen<br />

Tipps aus ihrem Erfahrungsschatz lässt sie<br />

keine Fragen rund ums selbst gebackene<br />

Brot offen.<br />

Geschmeidigen Teig unter den Handflächen<br />

spüren, Mehl von den Fingerspitzen rieseln<br />

lassen … Wer das Brotbacken einmal<br />

erlebt hat, kann nicht mehr genug davon<br />

bekommen. Aber wo anfangen inmitten<br />

von Backlatein, Falttechniken und Mehlsortendschungel?<br />

Welche Brote lassen sich<br />

ruckzuck zubereiten und welches Gebäck<br />

eignet sich am besten für Frühstückstisch<br />

oder Geburtstagsparty? In diesem Buch<br />

versammelt Christina Bauer ihre ganze<br />

Erfahrung rund um das Thema Brotbacken<br />

und liefert Rezeptideen für jeden Anlass.<br />

Was dabei herauskommt? Das ultimative<br />

Grundlagenwerk, das detaillierte Infos,<br />

Tipps und Inspiration ohne Ende liefert.<br />

Christina Bauer backt sich mit ihrem<br />

wunderschönen neuen Buch wieder in<br />

unsere Herzen! Über 120 Rezepte für Brote,<br />

süßes und pikantes Gebäck, vier einfache<br />

Grundteige und alles Wichtige über Sauerteig<br />

sorgen dafür, dass mit diesem Buch<br />

wirklich keine Backwünsche mehr<br />

offenbleiben. In gewohnt sympathischer<br />

Christina-Bauer-Manier lassen sich die<br />

Rezepte unkompliziert an jeden Alltag<br />

anpassen und sorgen für köstlich-krosse<br />

Erfolgserlebnisse!<br />

© Löwenzahn Verlag / Nadja Hudovernik<br />

„Dieses Buch ist wieder<br />

der Knaller. […] Das, was<br />

ich probiert habe, gelang<br />

auf Anhieb und schmeckte<br />

einfach wunderbar.<br />

Dieses Buch sollte in<br />

keiner Küche fehlen und<br />

verdient es, recht oft zur<br />

Hand genommen zu werden.<br />

Da geht das Herz auf<br />

und nicht nur der Teig.“<br />

Sonja Tauber, Rezensentin<br />

Buchtipp:<br />

Christina Bauer:<br />

Das große Brotbackbuch<br />

Löwenzahn Verlag,<br />

352 S., € 39,90


Jung,<br />

aber<br />

oho!<br />

Bücher<br />

für<br />

Kinder<br />

und<br />

Jugend:<br />

Vhalla hat gelernt, Magie<br />

zu fürchten und flüchtet sich<br />

in ein stilles Leben als Bibliothekarin.<br />

Doch als sie das<br />

Leben des Kronprinzen und<br />

mächtigsten Feuerzähmers von<br />

Solaris rettet, erwachen zuvor<br />

ungeahnte, gefährliche Kräfte<br />

in ihr. Sie wird in die Welt der<br />

Magie hineingezogen und steht<br />

bald vor einer Entscheidung,<br />

die ihr Leben – und möglicherweise<br />

ganz Solaris – für immer<br />

verändern wird. Band 1 einer<br />

fulminanten Fantasy-Reihe ab<br />

14 Jahren voller politischer<br />

Intrigen, Romantik und Magie.<br />

Elise Kova:<br />

Air Awoken – Die Chroniken von Solaris 1<br />

Carlsen Verlag, 429 S., € 16,50<br />

Auf menschliche Gesellschaft<br />

kann Alva seit dem Tod ihrer<br />

Mutter gut verzichten, doch<br />

einsam ist sie trotzdem nie.<br />

Denn egal wo sie auch hingeht,<br />

sprechen Bäume, Sträucher<br />

und Blumen mit ihr. Als eine<br />

tödliche Krankheit ausbricht,<br />

werden wild wachsende<br />

Pflanzen – Alvas Freunde – als<br />

Auslöser verdächtigt und sollen<br />

vernichtet werden. Alva muss<br />

unbedingt die Wahrheit herausfinden<br />

und macht sich mit dem<br />

Heilpflanzenbuch ihrer Mutter<br />

auf eine Reise ins Ungewisse.<br />

Ein absolutes Must-Read<br />

ab 10 Jahren!<br />

Yarrow Townsend:<br />

Alva und das Rätsel<br />

der flüsternden Pflanzen<br />

Thienemann Verlag, 316 S., € <strong>15</strong>,50<br />

Märchenfiguren gibt es nur<br />

in Büchern: das glaubt Marie<br />

zumindest, bis sie von ihrer<br />

Lehrerin ins Fairy Tale Camp<br />

eingeladen wird, ein Internat<br />

für Kinder aus ganz besonderen<br />

Familien. Dort tummeln sich<br />

die Nachfahren verschiedener<br />

Märchenfiguren, von Dornröschen<br />

bis hin zum Bösen Wolf.<br />

Marie selbst stammt von Frau<br />

Holle ab und soll nun das Erbe<br />

ihrer Familie antreten und<br />

die Märchen vor einer dunklen<br />

Macht beschützen. Ein<br />

märchenhaftes Abenteuer und<br />

der Beginn einer neuen Reihe<br />

ab 10 Jahren!<br />

Corinna Wieja:<br />

Fairy Tale Camp 1 –<br />

Das märchenhafte Internat<br />

Carlsen Verlag, 279 S., € 14,40<br />

Harrison möchte immer alles<br />

richtig machen, doch manchmal<br />

wird er einfach wütend.<br />

Nach einem seiner legendären<br />

Wutanfälle bekommt er ein<br />

ganz besonderes Geschenk: ein<br />

Schwarzes Loch. Dort kann<br />

Harrison alles hineinwerfen,<br />

was ihn wütend macht: Brokkoli,<br />

Zwiebeln, Hausaufgaben…<br />

Sehr praktisch, um Dinge zu<br />

entsorgen, die ihn nerven!<br />

Zumindest bis plötzlich auch<br />

Dinge, die Harrison eigentlich<br />

liebt, im Loch verschwinden.<br />

Eine fantastische Geschichte<br />

ab 8 Jahren über Wut, Mut und<br />

Schwarze Löcher.<br />

Ben Miller:<br />

Der Junge, der die Welt verschwinden ließ<br />

arsEdition Verlag, 222 S., € 13,40<br />

Die Sinclairs verbringen jeden<br />

Sommer auf ihrer Privatinsel<br />

vor der Küste von Massachusetts.<br />

Jeden bis auf einen, den<br />

Sommer nach dem Unfall. Als<br />

Cadence Sinclair Eastman zum<br />

ersten Mal seit zwei Jahren wieder<br />

auf die Insel zurückkehrt,<br />

ist alles anders. Sie hat keine<br />

Erinnerungen mehr an den<br />

letzten Sommer dort und ihre<br />

Familie verhält sich komisch.<br />

Was ist vor zwei Jahren wirklich<br />

passiert? Ein fesselnder und<br />

atmosphärischer Jugendroman<br />

ab 14 Jahren.<br />

E. Lockhart:<br />

We Were Liars – Solange wir lügen<br />

Ravensburger Verlag, 320 S., € <strong>15</strong>,50<br />

Zurück zum Sehnsuchtsort<br />

Bullerbü! In diesem kleinen<br />

Dorf in Schweden leben<br />

nur sechs Kinder, aber mehr<br />

braucht es auch nicht, denn<br />

sie spielen den ganzen Tag,<br />

verkleiden sich und feiern<br />

gemeinsam Feste. Erstmals<br />

erscheinen alle Geschichten<br />

über die Kinder aus Bullerbü<br />

gesammelt in einem Band. Mit<br />

ihrer schönen Ausstattung und<br />

den farbigen Illustrationen<br />

von Katrin Engelking ist diese<br />

Gesamtausgabe das perfekte<br />

Geschenk für alle Astrid-Lindgren-Fans<br />

und jene, die es noch<br />

werden wollen.<br />

Astrid Lindgren:<br />

Wir Kinder aus Bullerbü.<br />

Alle Abenteuer in einem Band<br />

Oetinger Verlag, 298 S., € 22,70<br />

44<br />

Wagner’sche.<br />

Geschichte hört nie auf – und<br />

manchmal braucht man einfach<br />

ein bisschen Hilfe dabei, alle<br />

ihre Zusammenhänge zu<br />

verstehen. Genau das ist der<br />

Sinn und Zweck dieses wunderbar<br />

illustrierten Kindersachbuchs.<br />

Hier wird anschaulich<br />

beschrieben, was zur selben Zeit<br />

an unterschiedlichen Orten auf<br />

der Welt geschehen ist.<br />

Ein perfektes Geschenk, mit<br />

dem Wissbegierige ab 9 Jahren<br />

einen einzigartigen Überblick<br />

über geschichtliche Ereignisse<br />

der ganzen Welt bekommen!<br />

Philip Parker:<br />

Was geschah zur gleichen Zeit?<br />

Loewe Verlag, 64 S., € <strong>15</strong>,40<br />

Karlchen ist der hilfsbereiteste<br />

Mensch aller Zeiten! Blöd nur,<br />

dass bei ihren Hilfsaktionen<br />

meistens etwas schiefgeht und<br />

sie danach zur Strafe immer<br />

Socken sortieren muss …<br />

Vor allem den beiden Stadtkindern<br />

Alban und Pippa, die<br />

ihre Ferien bei Karlchens Familie<br />

verbringen, muss dringend<br />

geholfen werden. Denn wie<br />

soll man auf einem Bauernhof<br />

Spaß haben, wenn man Angst<br />

vor Tieren hat? Karlchen hilft<br />

natürlich gerne! Ein wunderbar<br />

witziges Vorlesebuch für kleine<br />

Helfer*innen ab 5 Jahren.<br />

Lisa-Marie Dickreiter und Andreas Götz:<br />

Karlchen hilft allen, ob sie wollen oder nicht<br />

Arena Verlag, 224 S., € 16,50<br />

Von Weißen Frauen, finsteren<br />

Gesellen und Geisterwesen.<br />

Sagenfachmann Helmut<br />

Wittmann hat hier die faszinierendsten,<br />

spannendsten und<br />

bekanntesten Sagen Österreichs<br />

in einem prachtvollen Band<br />

vereint. Von verwunschenen<br />

Almen ist genauso die Rede wie<br />

vom Zauber der Donau, von<br />

gewaltigen Schätzen, mächtigen<br />

Herrscherinnen und Herrschern<br />

und der Weisheit der einfachen<br />

Leute. Sagenhafter Lesespaß für<br />

Groß und Klein mit wunderschönen<br />

Illustrationen von<br />

Jakob Kirchmayr!<br />

Helmut Wittmann (Hg.):<br />

Das große österreichische Sagenbuch<br />

Tyrolia Verlag, 325 S., € 29,00<br />

Früher waren die Geisterkicker<br />

berühmt. Legenden ranken<br />

sich um das Stadion, in dem<br />

es nicht mit rechten Dingen<br />

zugehen soll. Als Jan neu in die<br />

Mannschaft kommt, gruselt ihn<br />

aber nur, wie schlecht das Team<br />

spielt. Doch dann entdeckt er<br />

die bläulich leuchtende Gestalt<br />

von Toni Torwartschreck auf<br />

der Tribüne. Vielleicht kann<br />

der sagenumwobene Fußballgeist<br />

Jan dabei helfen, ein<br />

Stürmerstar zu werden und<br />

die Geisterkicker wieder zum<br />

Erfolg zu führen? Ein spaßiges<br />

Fußballabenteuer ab 8 Jahren!<br />

Sonja Kaiblinger:<br />

Die Geisterkicker –<br />

Nie mehr ohne Teamgeist!<br />

Baumhaus Verlag, 144 S., € 13,40<br />

Lores Familie jagte einst griechische<br />

Götter – bis es sie alle<br />

das Leben kostete. Eigentlich<br />

will Lore nur noch normal sein,<br />

doch dann wird ihr eine Chance<br />

auf Rache in Aussicht gestellt.<br />

Die Göttin Athene bietet ihr ein<br />

Bündnis gegen Ares, den Mörder<br />

ihrer Familie, an, der seitdem<br />

noch mächtiger geworden<br />

ist. Doch reicht das Bündnis<br />

mit Athene aus, um Ares aufzuhalten,<br />

bevor er die menschliche<br />

Welt in Schutt und Asche legt?<br />

Spannende, von griechischer<br />

Mythologie inspirierte Fantasy<br />

ab 14 Jahren!<br />

Alexandra Bracken:<br />

Lore – Die Spiele haben begonnen<br />

Arena Verlag, 582 S., € 22,70<br />

Als Carag nach den Ferien an<br />

die Clearwater High zurückkehrt,<br />

erwarten ihn jede Menge<br />

neue Gesichter und fordernde<br />

Aufgaben. Als ob das noch<br />

nicht genug wäre, erreichen<br />

ihn plötzlich auch noch beunruhigende<br />

Nachrichten von<br />

seinem Erzfeind Andrew Milling.<br />

Der gefährliche Wandler<br />

sucht nach einem Weg, seine<br />

Menschengestalt zurückzuerlangen<br />

und aus dem Gefängnis<br />

auszubrechen. Können<br />

Carag und seine Freunde ihn<br />

aufhalten? Die beliebte Tierfantasy-Reihe<br />

ab 10 Jahren geht<br />

in die zweite Staffel!<br />

Katja Brandis:<br />

Woodwalkers – Die Rückkehr<br />

Arena Verlag, 323 S., € <strong>15</strong>,50


DIE unsterbLichen KINDERBUCHGESCHICHTEN<br />

MACHT KINDER VON HEUTE stark!<br />

Ab 8 Jahren<br />

€ 18,50 [A]<br />

Die Bücher des berühmten Kinderbuchautors<br />

Die unsterblichen Kinderbücher von Roald Dahl<br />

Roald Dahl erzählen von unerschrockenen<br />

erscheinen bei Penguin JUNIOR erstmals<br />

Heldinnen und Helden. Seine zeitlose Botschaft<br />

in einer hochwertigen, farbig ausgestatteten<br />

macht Kinder von heute stark: Egal, wer und<br />

Hardcover-Ausgabe komplett neu übersetzt –<br />

wo du bist, egal, wer dich kleinmachen will – mit<br />

Fantasie, Entschlossenheit und Mut kannst du<br />

deine eigene verrückte Geschichte selbst in die<br />

Hand nehmen und alles sein, was du willst!<br />

von den Kinderbuch-Bestsellerautor*innen<br />

sabine und emma Ludwig sowie<br />

andreas steinhöfel.<br />

Matilda – umwerfend stark,<br />

liebenswert und zauberhaft.<br />

Eine furchtlose Kämpferin gegen<br />

Stumpfsinn und Ignoranz<br />

Der Traum aller Kinder:<br />

Charlies Abenteuer mit dem<br />

grandiosen Schokoladenfabrikanten<br />

Willy Wonka<br />

Ein mäusekleiner Held<br />

mit Riesenmut besiegt<br />

85 oberfiese Hexen<br />

Mit farbigen Illustrationen von<br />

Quentin Blake<br />

EINE ZEITLOSE magie<br />

Ab 8 Jahren<br />

ca. € 16,50 [A]<br />

Der brillante Meister­Dieb<br />

triumphiert mit Mut, Witz und<br />

sprühender Intelligenz<br />

James und seine krabbeligen<br />

Freunde halten zusammen<br />

in allen tollkühnen Abenteuern<br />

Klein gegen groß, schlau<br />

gegen doof: Wie die Tiere die<br />

fiesen Trottels austricksen<br />

ROaLd daHl FÜR DIE KLEINSTEN!<br />

ROaLd daHl ZUM HÖREN<br />

Ab 8 Jahren<br />

€ 18,50 [A]<br />

Bilderbuch<br />

ab 4 Jahren<br />

€ <strong>15</strong>,50 [A]<br />

Pappbilderbuch<br />

ab 2 Jahren<br />

€ 11,40 [A]<br />

* = unverbindliche Preisempfehlung<br />

©2022 RDSC / QB.<br />

Gelesen von<br />

Heike Makatsch<br />

Gelesen von<br />

Matthias Mattschke<br />

Gelesen von<br />

Christoph Maria Herbst<br />

Ein Bilderbuch mit einer furiosen Kombination<br />

von Text und Bild, das mit seinem Witz sowohl<br />

Kinder als auch Eltern begeistern wird<br />

Ideal für ein spielerisches<br />

Erlernen der Farben<br />

Lädt zum Entdecken der<br />

Formen mit allen Sinnen ein<br />

www.penguin-junior.de


Mit<br />

den<br />

besten<br />

Empfehlungen:<br />

In der kleinen Universitätsstadt<br />

Jena stellt der wohl turbulenteste<br />

Freundeskreis der deutschen<br />

Geistesgeschichte, bestehend<br />

unter anderem aus Goethe,<br />

Schiller, Hegel und Schelling,<br />

das Ich in den Mittelpunkt<br />

seines Denkens. Es entsteht eine<br />

Zerrissenheit zwischen dem<br />

freien Willen des Individuums<br />

und zerstörerischem Egoismus,<br />

zwischen den Rechten<br />

des Einzelnen und der Verantwortung<br />

gegenüber der<br />

Gesellschaft, was sich heute als<br />

genauso schwierig wie damals<br />

herausstellt.<br />

Andrea Wulf:<br />

Fabelhafte Rebellen<br />

C. Bertelsmann Verlag, 528 S., € 30,90<br />

Wie viel Erdmasse müsste<br />

man umschichten, um 10 Kilo<br />

abzunehmen? Würde eine<br />

Schlange schweben, wenn sie<br />

einen Heliumballon im Ganzen<br />

verschluckte? Was wäre, wenn<br />

man an einer Feuerwehrstange<br />

vom Mond zur Erde rutschen<br />

würde? – Diese und weitere<br />

verrückte Fragen beantwortet<br />

Randall Munroe in seiner<br />

Fortsetzung zu What if –<br />

Was wäre, wenn? auf genauso<br />

wissenschaftliche wie kreative<br />

Art und Weise. Wir freuen uns<br />

auf viele neue absurde hypothetische<br />

Fragestellungen!<br />

Randall Munroe:<br />

What if? 2<br />

Pengiun Randomhouse Verlag,<br />

416 S., € 18,50<br />

Mit dieser Weltgeschichte der<br />

sozialen Konflikte und Konstellationen<br />

sowie der Lektion<br />

in globaler Gerechtigkeit<br />

liefert Thomas Piketty das eine<br />

Ökonomie-Buch, das wirklich<br />

jeder gelesen haben sollte. Mit<br />

seinen Büchern rückt Piketty<br />

das Thema der sozialen Ungleichheit<br />

ins Zentrum der<br />

Debatte. Er zeigt Fortschritte<br />

und die Mittel zur Erreichung<br />

dieser auf. Und er benennt eine<br />

wichtige Frage, welche in jeder<br />

Generation gestellt werden<br />

sollte: Schlägt sich ein neues<br />

Kapitel der Gleichheit oder der<br />

Ungleichheit auf?<br />

Thomas Piketty:<br />

Eine kurze Geschichte der Gleichheit<br />

C.H. Beck Verlag, 264 S., € 25,70<br />

Daniela und Roland Trettl<br />

haben es wieder getan! Sie präsentieren<br />

ihre neuen Lieblingsrezepte<br />

aus der alpenländischen<br />

und mediterranen Küche. Die<br />

gemeinsamen Kochaktionen des<br />

Ehepaars Trettl auf Instagram<br />

und Facebook sind Kult und<br />

vielfach kommentiert. Dani und<br />

Roland wissen daher, welche<br />

Rezepte besonders gut ankommen<br />

und welche Extratipps<br />

sich die Zuschauer*innen wünschen.<br />

Zu jedem der persönlichen<br />

Trettl-Lieblingsrezepte<br />

gibt es eine exakte Zutatenliste<br />

und leicht verständliche Steps<br />

zur Zubereitung.<br />

Daniela & Roland Trettl:<br />

Kochen zu zweit – Band 2<br />

Südwest Verlag, 208 S., € 25,70<br />

Kein Thema könnte aktueller<br />

sein als die Geschichte der<br />

Ukraine, welche der Harvard-<br />

Historiker Serhii Plokhy in ihrer<br />

ganzen Dramatik und Mannigfaltigkeit<br />

aufarbeitet. Im<br />

Ukraine-Krieg geht es im Kern<br />

auch um die Geschichtsdeutung<br />

dieses Landes. Dieses Werk<br />

zeigt deutlich die Hintergründe<br />

des aktuellen Konflikts auf<br />

und zeichnet ein genaues Bild<br />

dessen, wie die Ukraine immer<br />

wieder zum Spielball zwischen<br />

West und Ost wurde, aber dabei<br />

stets die eigene Identität bewahrte.<br />

Serhii Plokhy:<br />

Das Tor Europas<br />

Hoffmann und Campe Verlag,<br />

560 S., € 30,90<br />

Greta Thunberg schafft mit<br />

ihrem Klima-Buch ein unverzichtbares<br />

Werkzeug für alle,<br />

die sich für die Rettung unseres<br />

Planeten einsetzen wollen. Sie<br />

holt sich dabei Expertise aus<br />

den verschiedensten Bereichen<br />

der Wissenschaft und zeigt<br />

Wege auf, wie man das Leben<br />

auf dem Planeten für die<br />

Zukunft sichern kann – auch,<br />

wenn das nach einer beinahe<br />

nicht zu bewältigenden Aufgabe<br />

klingt. Die Konklusion: Wir<br />

müssen etwas tun. Und zwar<br />

jetzt.<br />

Greta Thunberg:<br />

Das Klima-Buch<br />

S. Fischer Verlag, 512 S., € 37,70<br />

48<br />

Wagner’sche.<br />

Das Heike monogatari ist<br />

ein zentrales Werk der mittelalterlichen<br />

japanischen Literatur<br />

und von größter Bedeutung<br />

für die Kulturgeschichte Japans.<br />

Vom buddhistischen Zeitgeist<br />

geprägt, spiegelt das Epos<br />

die politischen Umbrüche des<br />

12. Jahrhunderts wider, als die<br />

Macht vom Kaiserhaus und<br />

dem Hofadel unwiederbringlich<br />

auf den Samurai-Kriegerstand<br />

überging. Der als Standardfassung<br />

geltende Text erscheint<br />

nun im Reclam-Verlag.<br />

Akashi Kakuichi:<br />

Heike monogatari<br />

Reclam Verlag, 848 S., € 82,30<br />

50 Jahre nach dem ersten<br />

Queen-Konzert erzählt Stephan<br />

Rehm Rozanes die Geschichte<br />

hinter der Band: Er portraitiert<br />

die Mitglieder und gibt Einblick<br />

in ihr Songwriting. Die Grenzen<br />

sprengende Ästhetik und<br />

Innovationskraft von Queen<br />

spielen dabei genauso eine Rolle<br />

wie die von ihnen ausgelösten<br />

Skandale und Kontroversen.<br />

Eines ist gewiss: Queen werden<br />

ihr Publikum auch weiterhin in<br />

Atem halten.<br />

Stephan Rehm Rozanes:<br />

The Show Must Go On<br />

Reclam Verlag, 300 S., € 28,80<br />

Der Wald der Alpen hat unzählige<br />

Facetten: Er ist Lebensraum,<br />

Ressource, Schutz,<br />

Speicher, Erholungsraum.<br />

So vielfältig wie die Flora und<br />

Fauna sind auch die Protagonisten,<br />

die mit unserem Holz<br />

arbeiten: der Köhler, der die<br />

Energie des Waldes seit Jahrhunderten<br />

nutzbar macht, der<br />

Architekt, der mit den Hölzern<br />

dieses Waldes Wohnraum<br />

schafft, oder der Instrumentenbauer,<br />

der im Alpenwald<br />

klangvolle Hölzer findet – sie<br />

alle kommen zu Wort und berichten<br />

vom Leben im und mit<br />

dem alpinen Wald.<br />

Eduard Hochbichler:<br />

Der Alpenwald<br />

Benevento Verlag, 360 S., € 78,00<br />

Paul Lendvai liefert in seiner<br />

messerscharfen Analyse über<br />

die politische Geschichte<br />

Österreichs eine zwiespältige<br />

Bilanz. Dabei schlägt er den<br />

Bogen von den Habsburgern,<br />

Persönlichkeiten wie Bruno<br />

Kreisky und Wolfgang Schüssel<br />

über den Aufstieg und den Fall<br />

der FPÖ bis hin zum Ukraine-Krieg<br />

und der damit zusammenhängenden<br />

Gaskrise. In<br />

dem Buch bringt er Vergangenheit<br />

und Gegenwart zusammen<br />

und erklärt, was wir aus der<br />

Geschichte lernen können.<br />

Paul Lendvai:<br />

Vielgeprüftes Österreich<br />

Ecowin Verlag, 312 S., € 26,00<br />

Weidemond, Heumond,<br />

Erntemond: Althergebrachte<br />

Monatsnamen erzählen noch<br />

heute von der Bedeutung des<br />

Mondes im bäuerlichen<br />

Jahreskreis. Wann wird am<br />

besten Holz geschlagen, die<br />

Wäsche gewaschen oder die<br />

Saat ausgetragen? Die Mondphasen<br />

Tierkreis galten seit<br />

jeher als Wegweiser in alltäglichen<br />

Fragen. Ein Buch, das<br />

von altbewährter Handwerkspraxis<br />

im Zeichen des Mondes<br />

erzählt, vom traditionsreichen<br />

Wissen unserer Vorfahren und<br />

von einem Leben im Einklang<br />

mit der Natur.<br />

Christoph Frühwirth:<br />

Der Mond und wir<br />

Servus Verlag, 160 S., € 22,00<br />

In diesem Buch werden<br />

Konzepte beschrieben, wie die<br />

Versorgung mit Wärme, Mobilität<br />

und Strom aussehen sollte,<br />

um bis 2040 gänzlich aus den<br />

fossilen Energien auszusteigen.<br />

Diese Konzepte beziehen sich<br />

auf die EU und im Detail auf<br />

Österreich. Die vorgeschlagene,<br />

tiefgreifende Transformation<br />

des Energiesystems ist möglich,<br />

die Sonne strahlt mehr als genug<br />

Energie ein, die Technologien<br />

sind hoch entwickelt. Daher will<br />

das Buch Optimismus, Tatkraft<br />

und Zuversicht stärken.<br />

Heinz Gabriel Kopetz:<br />

Mit der Kraft der Sonne<br />

Braumüller Verlag, 416 S., € 26,60


War die Krawatte früher nicht<br />

aus der täglichen Garderobe<br />

wegzudenken, fristet sie heute<br />

häufig ein einsames Dasein in<br />

Schränken. Und dennoch ist<br />

eine jede Krawatte ein Zeuge:<br />

der Persönlichkeit ihres Trägers<br />

oder ihrer Trägerin, der Zeit,<br />

der sie entstammt, von Erlebtem<br />

und Erlittenem.<br />

Helfer und Köhlmeier lassen<br />

sich von Krawatten aus der<br />

Sammlung von Gerald Matt<br />

inspirieren und erzählen deren<br />

Geschichten – so elegant und<br />

vielfältig wie das Bekleidungsstück<br />

selbst.<br />

Helfer Monika, Köhlmeier Michael:<br />

Das Leben der Krawatten<br />

Brandstätter Verlag, 176 S., € 36,00<br />

Beste Produkte von kleinen,<br />

traditionellen Produzenten sind<br />

die Grundlage des Restaurants<br />

in Werfen. Jeden Tag aufs Neue<br />

komponieren Rudi Obauer und<br />

sein Team daraus einzigartige<br />

kulinarische Meisterwerke.<br />

Wichtige Voraussetzung für das<br />

Gelingen: erstklassige Kochkunst.<br />

In diesem Buch, mit<br />

seinen großartigen Bildern, gibt<br />

Rudi Obauer Einblicke in seine<br />

Profi-Küche, was ihm beim Kochen<br />

wichtig ist und vor allem:<br />

wie man auch zu Hause diese<br />

wunderbaren Rezepte nachkochen<br />

kann.<br />

Rudolf Obauer:<br />

Total Obauer!<br />

Gräfe & Unzer Verlag, 288 S., € 32,90<br />

Warum leben Frauen länger<br />

als Männer? Wieso erkranken<br />

sie seltener an Herzinfarkt und<br />

weniger schwer an Covid-19? Ist<br />

der weibliche Körper robuster,<br />

weil er seit Anbeginn oft mehr<br />

als einen Organismus ernähren<br />

musste? Der legendäre Wiener<br />

Gynäkologe Professor Johannes<br />

Huber stellt sich in zehn Kapiteln<br />

diesen Fragen und vielen<br />

mehr. Mit archäologischem<br />

Forschungseifer deckt er über<br />

Jahrtausende<br />

entstandene Besonderheiten<br />

des evolutionären Wunderwerks<br />

Frau auf.<br />

Johannes Huber:<br />

Wunderwerk Frau<br />

Gräfe & Unzer Verlag, 192 S., € 22,90<br />

Michael Lehofer staunt immer<br />

wieder, wie wenig viele Menschen<br />

darüber wissen, wie<br />

eine Liebesbeziehung ‚geht‘.<br />

Da Liebe und Partnerschaft<br />

so komplex sind, gibt es keine<br />

allgemeingültigen Regeln. Was<br />

tun? Der Autor befragt unter<br />

anderem die Soziologie und die<br />

Neurobiologie und mischt sie<br />

mit den Erfahrungen aus seiner<br />

Praxis. In 40 Thesen bringt er<br />

sie mit liebevollem, gereiftem<br />

und humorvollem Blick auf den<br />

Punkt. Ein Buch, das<br />

Beziehungen retten kann!<br />

Michael Lehofer:<br />

40 verrückte Wahrheiten über Frauen<br />

und Männer<br />

Gräfe & Unzer Verlag, 192 S., € 20,90<br />

4,5 Milliarden Jahre nach seiner<br />

Entstehung steht unser Planet<br />

in seiner Blüte. Außergewöhnliche<br />

Bedingungen waren die<br />

Ursache dafür, dass wir eine<br />

Vielfalt wunderbarer Landschaften<br />

vorfinden. Michael<br />

Martin hat sich auf die Reise<br />

begeben und porträtiert die<br />

ganze Schönheit der Erde.<br />

Er schildert die faszinierende<br />

Erdgeschichte von ihren<br />

Anfängen bis heute, auch mit<br />

Blick auf den Menschen, der<br />

seit seinem ersten Auftauchen<br />

in die Natur eingreift und inzwischen<br />

seine eigene Lebensgrundlage<br />

gefährdet.<br />

Michael Martin:<br />

Terra<br />

Knesebeck Verlag, 448 S., € 77,00<br />

Tirol war über Jahrhunderte<br />

ein bedeutendes Bergbauzentrum<br />

Europas. Der Aufstieg<br />

der Habsburger unter Kaiser<br />

Maximilian I. wäre ohne den<br />

Tiroler „Bergsegen“ unmöglich<br />

gewesen. Aufgelassene Stollen<br />

und Halden, aber auch repräsentative<br />

Bauten wie das Goldenes<br />

Dachl und die Hofkirche in<br />

Innsbruck zeugen bis heute von<br />

dieser erzreichen Zeit. In diesem<br />

reich bebilderten Werk werden<br />

alle Bergreviere des historischen<br />

Tirol in ihrer geschichtlichen<br />

Entwicklung vorgestellt.<br />

Neuhauser Georg u.a.:<br />

Bergbau in Tirol<br />

Tyrolia Verlag, 300 S., € 34,00<br />

In ihrem neuen Buch widmet<br />

sich Michaela Thöni-Kohler 80<br />

einheimischen Räucherpflanzen<br />

aus Wald, Wiese und Garten,<br />

beschreibt deren seelische und<br />

körperliche Wirkung, informiert<br />

über deren Verwendung in der<br />

Volksheilkunde und gibt Tipps,<br />

zu welchen Räuchermischungen<br />

die jeweilige Pflanze am besten<br />

passt. Anleitungen zu den<br />

wichtigsten Räuchermethoden<br />

machen das Buch zum idealen<br />

Ratgeber. Die Vielzahl an vorgestellten<br />

Räuchermischungen<br />

sorgt für viele heilsame und<br />

reinigende Momente.<br />

Michaela Thöni-Kohler:<br />

Räuchern in den Alpen<br />

Tyrolia Verlag, 240 S., € 27,00<br />

Woher hat die Pizza Margherita<br />

ihren Namen? In welcher Stadt<br />

wurde der berühmteste Nachtisch<br />

Italiens erfunden? Und<br />

was ist das rote Gold Italiens?<br />

Mit diesem Buch entdecken Sie<br />

die große Vielfalt der italienischen<br />

Küche von den Alpen bis<br />

nach Sizilien und verbessern<br />

nebenbei Ihre Sprachkenntnisse.<br />

Lernen Sie in zahlreichen Geschichten,<br />

Dialogen, Interviews<br />

viel Wissenswertes rund um<br />

typisch italienischen Produkte<br />

und Gerichte!<br />

Italienisch:<br />

Eine kulinarische Sprachreise<br />

Langenscheidt bei PONS Verlag,<br />

224 S., € 20,60<br />

Warum wurde das Baguette erfunden?<br />

Welches Missgeschick<br />

führte zu einem der beliebtesten<br />

Kuchen Frankreichs? Und<br />

warum essen die Bretonen am<br />

liebsten gesalzene Butter? Mit<br />

diesem Buch entdecken Sie die<br />

große Vielfalt der französischen<br />

Küche von der <strong>No</strong>rmandie bis<br />

in die Provence und verbessern<br />

nebenbei Ihre Sprachkenntnisse.<br />

Lernen Sie in zahlreichen Geschichten,<br />

Dialogen, Interviews<br />

viel Wissenswertes rund um die<br />

typisch französischen Produkte<br />

und Gerichte!<br />

Französisch:<br />

Eine kulinarische Sprachreise<br />

Langenscheidt bei PONS Verlag,<br />

224 S., € 20,60<br />

Mit diesem Buch entdecken<br />

Sie die große Vielfalt der spanischen<br />

Küche und verbessern<br />

nebenbei Ihre Sprachkenntnisse.<br />

Lernen Sie in zahlreichen Geschichten,<br />

Dialogen, Interviews<br />

viel Wissenswertes rund um<br />

die typisch spanischen Produkte<br />

und Gerichte! Vermeiden<br />

Sie Fettnäpfchen auf Ihrer<br />

nächsten Spanienreise, indem<br />

Sie viel über die Traditionen<br />

und Gepflogenheiten rund ums<br />

Essen und Trinken erfahren!<br />

In kleinen Übungen zu den<br />

Texten und zum kulinarischen<br />

Wortschatz erweitern Sie Ihre<br />

Spanischkenntnisse.<br />

Spanisch:<br />

Eine kulinarische Sprachreise<br />

Langenscheidt bei PONS Verlag,<br />

224 S., € 20,60<br />

Do it yourself gilt auch in<br />

der Küche. Die Vorteile liegen<br />

auf der Hand: Geschmack,<br />

Frische, Nachhaltigkeit. Und<br />

das Allerbeste daran: Es macht<br />

eine Menge Spaß! Tagliatelle in<br />

30 Minuten? Dazu muss man<br />

kein Sternekoch sein.<br />

Das Buch beinhaltet Rezepte<br />

für Lebensmittel, die oft<br />

fertig gekauft werden, weil sie<br />

vermeintlich schwierig herzustellen<br />

sind. Die Foodbloggerin<br />

Annalena Ganner möchte<br />

zeigen, wie vieles Sie zu Hause<br />

selbst machen können – keine<br />

Zusatzstoffe, weniger Müll und<br />

Bomben-Geschmack.<br />

Annalena Ganner:<br />

Alles selbst gemacht<br />

Athesia Buch Verlag, 128 S., € 25,00<br />

Leistungsdruck setzt vielen<br />

Kindern und Jugendlichen zu.<br />

Für alle, die Kinder auf ihrem<br />

Lebensweg begleiten, ist es eine<br />

Herausforderung, die Balance<br />

zwischen entwicklungsförderlicher<br />

Anregung, Unterstützung<br />

und entspannten Zutrauens<br />

zu finden. Heike Torggler gibt<br />

Einblick in ihre Arbeit und<br />

persönlichen Erfahrungen. Sie<br />

spricht offen, heiter aber auch<br />

kritisch aus, was viele Eltern<br />

erleben. Sie zeigt Wege auf, wie<br />

wir unsere Jüngsten vor zu viel<br />

Leistungsdruck schützen und<br />

mental stärken können.<br />

Heike Torggeler:<br />

Kindsein ohne Druck<br />

Athesia Buch Verlag, 160 S., € 19,90<br />

Schätzungen zufolge leiden<br />

weltweit etwa 350 Mio. Menschen<br />

unter einer Depression.<br />

Aus Schamgefühl, Verdrängung<br />

oder Unwissenheit suchen viele<br />

Betroffene keinen Arzt auf.<br />

Viele davon sind sich deshalb<br />

nicht sicher, ob sie unter der<br />

Erkrankung leiden. Dieses<br />

Buch klärt über die Krankheit<br />

auf. Dr. Roger Pycha ist langjährig<br />

als Psychiater tätig und<br />

teilt seine Expertise: von den<br />

Ursprüngen der Erkrankung<br />

über Kennzeichen und Symptome<br />

bis hin zu Hilfen und<br />

Psychotherapie.<br />

Roger Pycha:<br />

Depression – viel mehr als Traurigkeit<br />

Athesia Buch Verlag, 320 S., € 22,00<br />

Der Kochbuch-Klassiker von<br />

Anneliese Kompatscher und<br />

Tobias Schmalzl: Spinatspatzln,<br />

Vollkorntagliatelle, Rohnennocken,<br />

Risotto und Rindsschulternahtl:<br />

Die renommierte<br />

Kochbuchautorin und der<br />

erfahrene Koch präsentieren<br />

Klassiker der Südtiroler Küche,<br />

raffiniert verfeinert und zum<br />

Nachkochen in einfache Rezepte<br />

verpackt. Das handliche<br />

Kochbuch versammelt rund 70<br />

Rezepte für kalte und warme<br />

Vorspeisen, leichte Fleisch- und<br />

Fischgerichte sowie verführerische<br />

Desserts.<br />

Anneliese Kompatscher, Tobias Schmalzl:<br />

Südtirols Küche raffiniert einfach<br />

Folio Verlag, 160 S., € 18,00<br />

60 tote Frauen in den Jahren<br />

2020 und 2021. So sieht die<br />

traurige Statistik aus, weshalb<br />

Österreich immer wieder als<br />

„Land der Femizide“ bezeichnet<br />

wird. – Yvonne Widler<br />

berichtet seit vielen Jahren über<br />

Frauenmorde – und will Antworten.<br />

Wer sind die Täter und<br />

was haben sie gemeinsam? Wie<br />

muss wirksamer Gewaltschutz<br />

in Beziehungen für Frauen<br />

konzipiert sein? Wo liegen<br />

die Wurzeln der Misogynie in<br />

Österreich? Und vor allem: Wo<br />

ansetzen im Kampf gegen systemische<br />

Gewalt gegen Frauen?<br />

Yvonne Widler:<br />

Heimat bist du toter Töchter<br />

Kremayr & Scheriau Verlag,<br />

256 S., € 24,00<br />

1972 erschütterte der erste<br />

Bericht an den Club of Rome<br />

die Fortschrittsgläubigkeit der<br />

Welt. Zum 50-jährigen Jubiläum<br />

blicken Forschende abermals<br />

in die Zukunft – und legen<br />

ein Genesungsprogramm für<br />

unsere krisengeschüttelte Welt<br />

vor. Der aktuelle Bericht liefert<br />

eine politische Gebrauchsanweisung<br />

für fünf wesentliche<br />

Handlungsfelder, in denen mit<br />

kleinen Weichenstellungen<br />

große Veränderungen erreicht<br />

werden können. Wer wissen<br />

will, wie sich eine gute Zukunft<br />

realisieren lässt, kommt an<br />

Earth for All nicht vorbei.<br />

Club of Rome (Hrsg.):<br />

Earth for All<br />

OEKOM Verlag, 256 S., € 25,70


Mit<br />

den<br />

besten<br />

Empfehlungen:<br />

Toni ist ein Antiheld wie er<br />

im Buche steht, im wahrsten<br />

Sinne. Er ist mit allem durch<br />

und hängt nicht an seinem<br />

Leben, nur seinen Hund liebt er<br />

abgöttisch. Toni beschließt also<br />

seinem Leben in genau einem<br />

Jahr, 365 Tagen ein Ende zu setzen.<br />

Wir begleiten in bei dieser<br />

Reise in 365 Kapiteln, lernen<br />

seine Familiengeschichte und<br />

auch die Geschichte Spaniens<br />

kennen. Dieser Roman ist irre<br />

lustig und tieftraurig, vor allem<br />

aber steckt er voller Herzenswärme.<br />

Und wer weiß, vielleicht<br />

überlegt es sich Toni am Ende<br />

doch noch … Carmen Schwarz<br />

Fernando Aramburu:<br />

Die Mauersegler<br />

Rowohlt Verlag, 832 S., € 28,80<br />

Der Sog der See, das Schlagen<br />

der Wellen, das Rauschen des<br />

Wassers. Seit Generationen<br />

lebt die Familie Sander auf der<br />

<strong>No</strong>rdseeinsel; beständig wie<br />

das Meer. Doch die Zeit lässt<br />

auch den stärksten Felsen in der<br />

Brandung bröckeln. Fremde,<br />

die die in ihren Augen raue<br />

Inselkultur romantisieren, blind<br />

gegenüber dem eigentlichen<br />

Leben der Inselbewohner. Man<br />

möchte den Schreibstil fast<br />

als melancholisch-nostalgisch<br />

bezeichnen, verliert sich in der<br />

Sprache, taucht ein in diese<br />

wunderbare Familiengeschichte.<br />

Klaudia Grünfelder<br />

Dörte Hansen:<br />

Zur See<br />

Penguin Verlag, 256 S., € 24,70<br />

Nun ist die großartige Satire<br />

von David Schalko als TB zu<br />

haben. Ein hinterlistiger und<br />

hintersinniger Abgesang auf die<br />

Alpenrepublik vor der pittoresken<br />

Kulisse von Bad Regina.<br />

Das kann schnell entlarvt<br />

werden, man könnte u.a. davon<br />

ausgehen, dass es in China<br />

nachgebaut wurde. Hier allerdings<br />

versucht ein Chinese den<br />

Ort aufzukaufen. Doch ein von<br />

Gicht geplagter Einheimischer<br />

wehrt sich, versucht herauszufinden,<br />

was der Chinese mit Bad<br />

Regina vorhat und erlebt eine<br />

böse Überraschung …<br />

Robert Renk<br />

Davin Schalko:<br />

Bad Regina<br />

KiWi Verlag, 400 S., € 14,40<br />

Die Einladung zur Gedenkfeier<br />

von August versetzt die Schriftstellerin<br />

Asta unwillkürlich<br />

zurück in ihre Studentinnenzeit.<br />

Ihre Arbeit am zweiten<br />

Roman wird plötzlich durch<br />

Erinnerungen unterbrochen.<br />

Gespräche und Nachrichten<br />

zwischen Asta und ihrer besten<br />

Freundin Mai sowie dem verstorbenen<br />

August poppen auf.<br />

Unprätentiös steigt man so<br />

direkt in die Geschichte ein.<br />

Die kurze Form führt zu spannenden<br />

Textüberlagerungen.<br />

Herrlich ungeschönte Direktheit<br />

in Astas Gedankenwelt.<br />

Starke Emotionen. Katharina J.<br />

Ferner<br />

Tina Høeg:<br />

Tour de Chambre<br />

Droschl Verlag, 304 S., € 25,60<br />

Als Ivory 1910 mit ihrem Vater<br />

zu einer Safari nach Afrika aufbricht,<br />

weiß sie noch nicht, dass<br />

es für immer sein soll. Sie verliebt<br />

sich nicht nur in das Land,<br />

deren Kultur und Tierwelt,<br />

sondern auch in den attraktiven<br />

Großwildjäger Adrian. Auf<br />

der Farm ist sie glücklich und<br />

vermisst nichts, bis ihr Mann<br />

in den Krieg zieht. Sie kämpft<br />

mit den Eingeborenen ums<br />

Überleben und entwickelt eine<br />

neue Geschäftsidee. Einer der<br />

bildreichsten Romane, den ich<br />

in letzter Zeit gelesen habe: man<br />

bekommt Lust auf Afrika.<br />

Andrea Scheiber<br />

Christina Rey:<br />

Ein kleines Stück von Afrika<br />

Lübbe Verlag, 416 S., € 16,99<br />

Manuel Rubey gibt Einblicke<br />

in sein Tourleben. Wiederum<br />

gespickt mit Musik- und Lesetipps,<br />

mit wunderbar Anekdotischem<br />

führt er uns durch die<br />

Provinz Österreichs. Insgesamt<br />

99 Orte hat Manuel Rubey<br />

im Zuge seiner musikalischen<br />

Lesereise österreichweit besucht<br />

– mindestens ebenso viele<br />

Erinnerungen hat er mit nach<br />

Hause gebracht. Sehr lustig,<br />

aber auch nachdenklich ist dieses<br />

wunderbare Buch zu lesen.<br />

Denn weder sein soziales und<br />

politisches Engagement noch<br />

seine Depressionen verheimlicht<br />

Rubey. Lesenswert! Robert Renk<br />

Manuel Rubey:<br />

Der will nur spielen<br />

Molden Verlag, 192 S., € 25,00<br />

52<br />

Wagner’sche.<br />

Wie viel wissen wir tatsächlich<br />

über unsere eigene Familiengeschichte?<br />

Shelly Kupferberg<br />

findet am Dachboden ihrer<br />

Großeltern alte Briefe und<br />

Fotographien aus dem Leben<br />

ihres Urgroßonkels und führt<br />

uns anhand dieses eindringlichen<br />

Lebensportraits die<br />

Schrecken des Nationalsozialismus<br />

vor Augen. Der in Galizien<br />

geborene Isidor bringt<br />

es in Wien zu Wohlstand und<br />

Ansehen, bevor die Nationalsozialisten<br />

immer mehr Macht<br />

gewinnen. Kupferberg erzählt<br />

mit klarer Sprache von Verlust<br />

und Grausamkeit. Klaudia Grünfelder<br />

Shelly Kupferberg:<br />

Isidor. Ein jüdisches Leben<br />

Diogenes Verlag, 256 S., € 24,70<br />

Im neuen Roman der Wortakrobatin<br />

und Poetryslamerin<br />

Mieze Medusa geht es um Frauen.<br />

Frauen in all ihren Facetten,<br />

was sie antreibt, wovon sie<br />

träumen, womit sie strugglen,<br />

was über sie geredet wird. So<br />

zum Beispiel die Alpenkitsch<br />

verachtende Laura, der nichts<br />

ferner liegt als Schiefahren.<br />

Oder Fred, die sich mit 40 in<br />

keine Schublade stecken lassen<br />

will und viele mehr. Eines<br />

zeigen sie uns beim Lesen mit<br />

aller Wucht: Frauen dürfen alles<br />

sein, dürfen alles wollen, dürfen<br />

alles werden! Carmen Schwarz<br />

Mieze Medusa:<br />

Was über Frauen geredet wird<br />

Residenz Verlag, 256 S., € 25,00<br />

Ein Vorwort von Elfriede<br />

Jelinek hat nicht jeder Roman<br />

vorzuweisen. Da muss es<br />

schon was besonderes sein. Ist<br />

es auch! Exner beschreibt in<br />

ihrem Debüt in 49 Kapiteln<br />

dicht eine Zwangsräumung an<br />

der sechs Personen (naja, eine<br />

ist ein Geist) in einer papierüberladenen<br />

Wiener Altbauwohnung<br />

aufeinander treffen.<br />

Das Reale trifft auf Gier & Kapitalöismuskritik,<br />

auf Neid &<br />

Verständnis und auf das Schöne<br />

& Besorgniserregende, wenn<br />

man etwas besitzt. Ein vielschichtiges<br />

Buch über Haben<br />

und Nicht-Haben. Robert Renk<br />

Lisbeth Exner:<br />

Realitätenhandlung<br />

Elster & Salis Verlag, 148 S., € 18,50<br />

Kordić pflanzt uns den Geruch<br />

eines deutschen Hinterhofes<br />

in die Nase, während er den<br />

Protagonisten vom rebellischen,<br />

gescheiten Jugo-Teenie zum<br />

rebellischen, gescheiten Jugo-<br />

Studenten wachsen lässt, der<br />

sich auch noch in eine viel<br />

ältere Frau verguckt. Das Buch<br />

trägt den falschen Titel. Jahre<br />

ohne Marta wäre der richtige,<br />

denn es geht um das Dazugehören,<br />

ohne es jemals zu<br />

können. Bonustrack: Schönste<br />

Szene von Geschwisterliebe<br />

aller Zeiten! Agnes Czingulszki<br />

Martin Kordić:<br />

Jahre mit Martha<br />

S. Fischer Verlag, 286 S., € 24,00<br />

Historisch akkurat und perfekt<br />

recherchiert! Karen Duve<br />

zeichnet ein Portrait über die<br />

Kaiserin, wie man sie vielleicht<br />

noch nicht in der Literatur gesehen<br />

hat: Frei, ausgelassen und<br />

voller Lebensfreude nimmt Sisi<br />

an Reitjagden auf ihrem Schloss<br />

in Ungarn teil und gewinnt so<br />

die Bewunderung von Rennreiter<br />

Bay Middleton. Mit der<br />

Ankunft von Sisis Nichte Marie<br />

auf Schloss Gödöllö beginnen<br />

die ersten Intrigen und Verstrickungen.<br />

Ein einzigartiger<br />

Roman über Sisi, der in keinem<br />

Regal fehlen darf! Klaudia Grünfelder<br />

Karen Duve:<br />

Sisi<br />

Galiani Berlin Verlag, 416 S., € 26,80<br />

Nach 25 Jahre ist endlich der<br />

7. Band der Waringham Saga<br />

am Markt. England 1238: die<br />

junge Adela wird mit einem<br />

Ritter verheiratet, obwohl sie<br />

schon seit langem einen anderen<br />

liebt. Sie sind zusammen<br />

aufgewachsen, beste Freunde<br />

und als der Krieg ausbricht<br />

vergessen sie einander nicht.<br />

Opulent wie wir es von Gabel<br />

gewohnt sind, tauchen wir in<br />

diese Welt ein. Der Schreibstil<br />

unterscheidet sie diesmal zu den<br />

anderen Bücher, die Sprache ist<br />

besonders ausgefeilt. Alles in<br />

allem ein wunderbares Lesevergnügen.<br />

Andrea Scheiber<br />

Rebecca Gable:<br />

Drachenbanner<br />

Lübbe Verlag, 928 S., € 32,50


Mechthild Borrmanns neuer<br />

großer Spannungsroman: Als<br />

die Anwältin Cara in den Besitz<br />

von Feldpost-Briefen aus dem<br />

2. Weltkrieg kommt, beginnt<br />

sie zu recherchieren und stößt<br />

auf eine verbotene Liebe und<br />

ein Geheimnis um eine Villa in<br />

Kassel. Basierend auf wahren<br />

Lebensgeschichten: Borrmann<br />

versteht es, Figuren zu schaffen,<br />

die mit den Leser*innen<br />

resonieren und sie tiefer und<br />

tiefer in diesen meisterhaft<br />

recherchierten zeitgeschichtlichen<br />

Roman voller Schuld,<br />

Verrat und Liebe zu ziehen.<br />

Klaudia Grünfelder<br />

Mechthild Borrmann:<br />

Feldpost<br />

Droemer/Knaur Verlag,<br />

304 S., € 23,70<br />

Eine sehr schöne, ebenso traurige<br />

wie warmherzige Familiengeschichte<br />

über ein Aufwachsen<br />

in einer bayrischen Kleinstadt,<br />

in der eine deutsch-ägyptische<br />

Herkunft etwas Exotisches<br />

war, zwischen München, New<br />

York und dem Nildelta und den<br />

Bruder André, der im Sterben<br />

liegt. Annabel Wahba stellt die<br />

universelle Fragen: „Was ist es,<br />

das uns prägt? Und was bleibt,<br />

wenn ein Leben viel zu früh zu<br />

Ende geht?“ Eine Tausendundeine-Nacht-Geschichte<br />

aus der<br />

bayrischen Provinz. Robert Renk<br />

Annabel Wahba:<br />

Chamäleon<br />

Eichborn Verlag, 288 S., € 23,70<br />

Im mittlerweile zweiten Roman<br />

Dirk Stermanns stellt sich der<br />

Protagonist Dirk Stermann<br />

dem Konflikt zwischen Familie<br />

und Showbiz. Er braucht einen<br />

Babysitter und entscheidet<br />

sich auf anraten seiner Freunde<br />

für einen Joseph Roth zitierenden<br />

Ukrainer. Mit einem hohen<br />

Maß an Selbstironie schafft<br />

es die Scheinautobiografie<br />

und Gesellschaftssatire ein<br />

sehr unterhaltendes und<br />

teilweise auch rührendes Bild<br />

dieses etwas anderen Helden<br />

zu zeichnen. David Schranz<br />

Dirk Stermann:<br />

Maksym<br />

Rowohlt Verlag, 320 S., € 24,30<br />

Nach 52 Jahren Schreiben liege<br />

die perfekte <strong>No</strong>velle immer<br />

noch außer Reichweite, erklärte<br />

Erfolgsautor Ian McEwan<br />

anlässlich des Erscheinens von<br />

Lektionen, einem Werk, das<br />

acht Jahrzehnte umspannent.<br />

Kuba-Krise, Tschernobyl,<br />

Mauerfall etc. sind sowohl<br />

historische Ereignisse als auch<br />

Landmarken im Leben von Roland<br />

Baines. Dreh-und Angelpunkt<br />

dabei ist seine Klavierlehrerin<br />

Miriam Cornell, die<br />

er fürchtete, dennoch begehrte<br />

und schließlich auch lieben<br />

durfte. Kein perfekter Roman?<br />

Typisches britisches Understatement!<br />

Andreas Hauser<br />

Ian McEwan:<br />

Lektionen<br />

Diogenes Verlag, 720 S., € 32,90<br />

Gewohnt derb ist der Einstieg<br />

in Kurt Palms neuen Roman,<br />

in welchem er toxische Männlichkeit<br />

in den Mittelpunkt<br />

stellt. Drei zentrale Figuren,<br />

deren Wege sich langsam und<br />

unaufhaltsam aufeinander<br />

zubewegen. Gewalt, Untreue,<br />

Aussichtslosigkeit: Dieser<br />

Mahlstrom an Ereignissen wird<br />

immer dichter, zieht sich immer<br />

enger. Als Leser*in blickt man<br />

gespannt der unvermeidlichen<br />

Katastrophe entgegen, während<br />

man Seite um Seite verschlingt,<br />

in der Hoffnung, dass sich doch<br />

noch alles zum Guten wendet.<br />

Klaudia Grünfelder<br />

Kurt Palm:<br />

Der Hai im System<br />

Leykam Verlag, 304 S., € 23,50<br />

Bhanu ist bald sechzig Jahre alt<br />

und legt uns Schicht für Schicht<br />

ihr Leben dar. Nach dem<br />

frühen Tod der Mutter und dem<br />

Verschwinden des Vaters bei<br />

den Großeltern aufgewachsen,<br />

findet sie Trost und Schönheit<br />

in der Poesie, aber auch in der<br />

Liebe zu Deek. Diese findet<br />

ein jähes Ende als die Familie<br />

nach Großbritannien zieht.<br />

Als Bhanu erfährt, dass Deek<br />

verheiratet ist, willigt sie selbst<br />

einer Ehe mit Hiten ein. Mit<br />

viel Selbstironie gewürzt dürfen<br />

wir Bhanu beim Zweifeln an<br />

ihrem Leben über die Schulter<br />

schauen.<br />

Carmen Schwarz<br />

Preethie Nair:<br />

Die Freischwimmerin<br />

Droemer Verlag, 304 S., € 22,70<br />

Nach Kaffee und Zigaretten<br />

nun der zweite Erzählband von<br />

Ferdinand von Schirach, in dem<br />

er private Erlebnisse in bestechendem<br />

Stil zu Erzählungen<br />

veredelt. Diesmal gegenwärtiger<br />

erfährt man vor allem vieles<br />

über seine Reisen und Lesungen.<br />

Es sind kurze Geschichten<br />

über die Dinge, die unser<br />

Leben verändern, über Zufälle,<br />

falsche Entscheidungen und<br />

die Flüchtigkeit des Glücks.<br />

Schirach erzählt von der Einsamkeit<br />

der Menschen, von der<br />

Kunst, der Literatur, dem Film<br />

und immer auch von der Liebe.<br />

Robert Renk<br />

Ferdinand von Schirach:<br />

Nachmittage<br />

Luchterhand Verlag, 176 S., € 22,70<br />

Der Einstieg in die Erzählung<br />

war so kribblig wie der Abend,<br />

den Malia mit ihrem Mann im<br />

Waipi’o Valley auf der Ladefläche<br />

des Pick-ups unter freiem<br />

Sternenhimmel verbrachte. Die<br />

dreifache Mutter spricht davon,<br />

dass in jener Nacht ihr besonderer<br />

Junge gezeugt wurde.<br />

Multiperspektivisch wird die<br />

Geschichte der Familie erzählt,<br />

mal spricht das vermeintliche<br />

Wunderkind Nainoa, mal sein<br />

Bruder oder seine Schwester.<br />

Und immer stehen die Geschwister<br />

im Schatten des<br />

Bruders oder im Schatten<br />

ihrer selbst Evelyn Unterfrauner<br />

Kawai Strong Washburn:<br />

Haie in Zeiten von Erlösern<br />

Luchterhand Verlag, 448 S., € 22,70<br />

Der Roman – Finale einer lose<br />

gesponnenen Trilogie – erzählt<br />

von der deutschen Nachkriegszeit<br />

durch einen ebenso<br />

berührenden wie verstörend<br />

genauen Blick in die vermeintlich<br />

gewöhnlichen Biografien<br />

eines Bauern und seiner Frau.<br />

Sie steht im Mittelpunkt der<br />

Geschichte, schwer kriegstraumatisiert,<br />

verzweifelt und<br />

wütend, aber auch lebenshungrig.<br />

Rothmann schafft<br />

außergewöhnliche Literatur<br />

von auffälliger Intensität, die<br />

die Verheerungen einer menschlichen<br />

Existenz freilegt.<br />

Robert Prosser<br />

Ralf Rothmann:<br />

Die Nacht unterm Schnee<br />

Suhrkamp Verlag, 304 S., € 24,70<br />

Ein Roman, der in einer Buchhandlung<br />

auf 1700 Metern<br />

Höhe spielt, kann kein schlechter<br />

sein. Wenn er dann auch<br />

noch von Heinrich Steinfest<br />

geschrieben wird, dann darf<br />

man sich auf wundervolle<br />

Figurenzeichnungen, einen<br />

wärmenden Plot im <strong>No</strong>vember<br />

im Hochgebirge und viele<br />

hochplausible Skurrilitäten<br />

einstellen. So auch hier, wo<br />

sich ein halberfrorener Mann<br />

ohne Namen und Gedächtnis,<br />

gerettet und bekocht von einer<br />

Bergbuchhändlerin, Stück für<br />

Stück erinnert … Robert Renk<br />

Heinrich Steinfest:<br />

Der betrunkene Berg<br />

Piper Verlag, 240 S., € 22,70<br />

In zehn Erzählungen entführt<br />

Lily King ihre Leser*innen in<br />

verschiedenste Lebenswelten.<br />

Mit feiner Spitze beobachtet<br />

sie zwischenmenschliche Beziehungen.<br />

Leicht fließen literarische<br />

Klassiker der englischen<br />

Literatur zwischen die Zeilen.<br />

Trotz häufiger Situationstragik<br />

liegt ein humorvoller, sanfter<br />

Ton in den Texten. Wir erfahren<br />

von ersten Liebesgefühlen einer<br />

Jugendlichen, Mutter-Tochter<br />

Konflikten, lustvollen Begegnungen.<br />

Die starken Figuren<br />

machen das Lesen zu einem besonderen<br />

Genuss. Katharina J. Ferner<br />

Lily King:<br />

Hotel Seattle<br />

C.H. Beck Verlag, 252 S., € 24,70<br />

Ein dystopisches Amerika, das<br />

erschreckend viele Parallelen<br />

zu unserer Zeit aufweist. Birds<br />

Leben wird von PACT (Preserving<br />

American Culture and<br />

Tradition Act) bestimmt, einer<br />

Reihe von Gesetzen, die sich<br />

gegen alles „asiatische“ richten.<br />

Auf der Suche nach seiner<br />

Mutter, die (ungewollt) zu einer<br />

Stimme des Widerstands wurde,<br />

erkennt er, was wirklich hinter<br />

den, für ihn zunächst nachvollziehbaren,<br />

Regeln steckt.<br />

Ein herzergreifendes Buch<br />

über Familie, Rebellion und die<br />

Bedeutung von Geschichten.<br />

Jacqueline Falkner<br />

Celeste Ng:<br />

Unsere verschwundenen Herzen<br />

DTV Verlag, 400 S., € 26,30<br />

Der Graubündner Arno Camenisch<br />

ist mehr als die Hälfte<br />

des Jahres auf Lesetour. Und<br />

fesselt sein Publikum zwischen<br />

Tavanasa und Hong Kong, zwischen<br />

Leukerbad und Buenos<br />

Aires, zwischen Krems und N.Y.<br />

Das hat mit seiner Sprache und<br />

seinem Vortrag zu tun. Und nur<br />

selten ergibt sich so zwingend<br />

schön diese Einheit. Darum<br />

folgt man ihm gerne in seine<br />

Nullerjahre, als er in seinen<br />

Zwanzigern war, sein Leben auf<br />

den Kopf stellte und über die<br />

Kontinente zog, die Sorgen fern<br />

waren und das Leben um die<br />

Liebe kreiste. Robert Renk<br />

Arno Camenisch:<br />

Die Welt<br />

Diogenes Verlag, 138 S., € 22,70<br />

Josef Škvorecký ist 2012 in<br />

Kanada gestorben. Geboren<br />

wurde er 1924 in der Teschechosklowakei.<br />

Vaclav Havel<br />

verlieh ihm 1990 den Orden<br />

des weißen Löwen, die höchste<br />

staatliche Auszeichnung der<br />

Tschechischen Republik. 1982<br />

wurde er für den <strong>No</strong>belpreis<br />

vorgeschlagen. Der Braumüller<br />

erweckt eine literarische Kostbarkeit<br />

aus dem Vergessen. Der<br />

siebenarmige Leuchter bringt<br />

sieben blutvolle Erzählungen<br />

aus der untergegangenen tschechisch<br />

jüdisch deutschen Welt<br />

mit eindringlich erzählten Figuren<br />

und Ereignissen. Für jeden<br />

Leuchter eine. Erwin Riedesser<br />

Josef Škvorecký:<br />

Der siebenarmige Leuchter<br />

Braumüller Verlag, 192 S., € 24,00<br />

Diese wundersame Geschichte<br />

beginnt 1947 am Bodensee. Der<br />

Nationalsozialismus ist zu Ende,<br />

aber nicht in den Köpfen der<br />

Menschen dort. Buchhändlerin<br />

Emilie Reber war in der Résistance<br />

und kämpft nun gegen<br />

diese Einstellung. Zwei Frauen,<br />

die ihre Mitstreiterinnen und<br />

Freundinnen werden, helfen ihr.<br />

Am Ende des Buches friert der<br />

See komplett zu. „Seegfrörne“<br />

heißt dieses Jahrhundertereignis.<br />

Das eisige Schweigen gegen<br />

die drei Frauen wird aufgebrochen,<br />

die Oberfläche des<br />

schwäbischen Meeres friert zu.<br />

Erwin Riedesser<br />

Patrick Tschan:<br />

Schmelzwasser<br />

Braumüller Verlag, 336 S., € 25,00<br />

Der Titel Matrix führt etwas in<br />

die Irre, spielt der Roman doch<br />

im tiefen Mittelalter und führt<br />

uns in ein finsteres Kloster in<br />

einen dunklen Teil Englands.<br />

Dort landet Marie, groß und<br />

ungelenk und nach allgemeiner<br />

Ansicht ungeeignet für Ehe und<br />

höfische Leben, verstoßen von<br />

Königin Eleonore von Aquitanien.<br />

Ausgerechnet sie, die aus<br />

einer Familie von Kriegerinnen<br />

stammt und alles andere als<br />

fromm ist. Doch Marie lässt<br />

sich nicht unterkriegen und<br />

findet Möglichkeiten von weltlichem<br />

Einfluss und Wohlstand.<br />

Robert Renk<br />

Laura Groff:<br />

Matrix<br />

Claasen Verlag, 320 S., € 24,70


Eines Tages verschwindet der<br />

dreijährige Harry, in der kleinen<br />

Stadt Tall Oaks Kalifornien.<br />

Die Mutter hat über Kamera<br />

beobachtet, wie er von einem<br />

Mann mit Clownsmaske aus<br />

seinem Kinderbett entführt<br />

wird. Die Polizei hat weder<br />

Hinweise noch eine Lösegeldforderung,<br />

und schließt die<br />

Akte. Nur der Polizist Jim<br />

ermittelt weiter. Verschiede<br />

Charaktere und die Geheimnisse<br />

der Bewohner stehen im<br />

Vordergrund des Romans, nicht<br />

nur die Ermittlung. Ein spannendes,<br />

abwechslungsreiches<br />

und emotionales Buch.<br />

Andrea Scheiber<br />

Chris Whitaker: Was auf das Ende folgt<br />

Piper Verlag, 400 S., € 23,90<br />

Ana Schnabl schildert ein ungleiches<br />

Liebespaar vor dem<br />

Hintergrund der Katastrophe,<br />

auf die Jugoslawien nach Titos<br />

Tod zusteuert. Adam, Literaturprofessor<br />

der sich an einem<br />

Roman versucht und Ana, ambitionierte<br />

Verlagsredakteurin<br />

und zugleich Informantin des<br />

nationalen Sicherheitsdienstes.<br />

Im Laufe der Arbeit stürzen sie<br />

sich in eine intensive Liebesbeziehung.<br />

Während Adam für<br />

die Unabhängigkeit Sloweniens<br />

brennt, ist Ana hin- und hergerissen<br />

zwischen Persönlichem<br />

und dem Pakt mit der dunklen<br />

Seite des Systems. Robert Renk<br />

Ana Schnabl: Meisterwerk<br />

Folio Verlag, 208 S., € 22,00<br />

Nach Jahren in Wien hat<br />

Maria die Tierpräparations-<br />

Werkstatt ihres verstorbenen<br />

Onkels nahe Kitzbühel übernommen.<br />

Dass sie von den<br />

ansässigen Jägern als Frau<br />

in diesem Beruf nicht ernst<br />

genommen wird, macht die<br />

Rückkehr nach Tirol zu ihrer<br />

Tante Hella nicht einfach. Als<br />

Maria für eine Hotelerbin einen<br />

Chihuahua in Rekordzeit ausstopft<br />

und eine alte Bekannte<br />

auftaucht, überschlagen sich die<br />

Ereignisse. Hager erzählt spannend<br />

und witzig davon, wie ihre<br />

drei Romanheldinnen die Enge<br />

Tirols sprengen. Martin Fritz<br />

Elisabeth R. Hager:<br />

Der tanzende Berg<br />

Klett-Cotta Verlag, 256 S., € 22,70<br />

Sechzehn Jahre nach seinem<br />

Weltbestseller Die Straße<br />

kehrt Pulitzer-Preisträger<br />

Cormac McCarthy zurück mit<br />

dem ersten Teil seines zweibändigen<br />

Meisterwerks. Er<br />

handelt von Bobby Western,<br />

einem Bergungstaucher mit<br />

Tiefenangst. Im Wrack einer<br />

Jet Stars findet er neun festgeschnallte<br />

Leichen. Es fehlen:<br />

der Flugschreiber und der<br />

zehnte Passagier. Bald mehren<br />

sich die Zeichen, dass Bobby in<br />

etwas Größeres geraten ist. Er<br />

wird verfolgt, von skrupellosen<br />

Männern und den Erinnerung<br />

an seinen Vater. Robert Renk<br />

Cormac McCarthy:<br />

Der Passagier<br />

Rowohlt Verlag, 528 S., € 28,80<br />

Sprache hat Macht. Das stellt<br />

Anna Kim in dieser auf wahren<br />

Begebenheiten beruhenden Geschichte<br />

über einen Jungen und<br />

die Frage seiner Abstammung<br />

in den 1950er-Jahren in den<br />

USA eindrucksvoll unter Beweis.<br />

Von unchristlichen Sünden<br />

über Adoption bis hin zur strikten<br />

Rassentrennung skizziert<br />

dieser Roman unangenehme<br />

Wahrheiten, die an Relevanz bis<br />

heute kaum eingebüßt haben.<br />

Ein eindringliches, tabuloses<br />

Buch über das Leben und Lebenlassen<br />

zwischen Rassismus<br />

und Identitätssuche. Jenni Zeller<br />

Anna Kim:<br />

Geschichte eines Kindes<br />

Suhrkamp Verlag, 220 S., € 23,70<br />

Wer Das Land der Anderen<br />

gelesen hat, wird sich nun<br />

schon riesig auf diese Fortsetzung<br />

freuen. Aïcha kehrt<br />

nach vier Jahren Medizinstudium<br />

in Straßburg nach<br />

Marokko zurück. Die Farm<br />

ihres Vaters läuft gut, die<br />

Familie allerdings ist komplett<br />

zerrissen. Der Bruder ist in eine<br />

Hippiekommune geflüchtet und<br />

versinkt dort im Drogenrausch.<br />

Aïcha lernt Casablanca kennen,<br />

das Teil einer intellektuellen Jugend<br />

ist und das Land erneuern<br />

möchte. Kann sie sich ihren<br />

Traum von einem unabhängigen<br />

Leben erfüllen? Stephanie Bergmannt<br />

Leïla Slimani:<br />

Schaut, wie wir tanzen<br />

Luchterhand Verlag, 384 S., € 22,70<br />

Wir leben in der Endzeit. Viele<br />

Menschen vor uns haben so<br />

gedacht. Und es gab immer<br />

Propheten, die das in Erinnerung<br />

riefen. Jens Liljestrand<br />

ist keiner davon. Die schwedische<br />

Ferienregion Dalarna<br />

wirbt heute noch mit Wandern,<br />

Radfahren, sogar Skilaufen. In<br />

diesem Roman ist das Morgen<br />

in Dalarna angebrochen und<br />

es stellt sich mit Waldbränden<br />

ein, die an die Verheerungen<br />

in Australien erinnern. Formal<br />

brillant, packend geschildert,<br />

Grauen erregend, aber auch<br />

Hoffnung erweckend.<br />

Bernhard Sandbichler<br />

Jens Liljestrand:<br />

Der Anfang von morgen<br />

S. Fischer Verlag, 544 S., € 24,70<br />

Wenn es Schmogrow im Oderbruch<br />

nicht gäbe, man müßte<br />

es erfinden. Und Richard<br />

Sparka auch. Es ist das letzte<br />

Mal, dass er mit seiner Gefährtin<br />

Klara und den Kindern<br />

dorthin fährt. Das Haus seiner<br />

Kindheitsferien wird verkauft<br />

und er – lavierend zwischen<br />

den Erziehungskonflikten mit<br />

Klara und dem Eigensinn der<br />

Kinder – schweift weit in die<br />

Vergangenheit ab. Geschichtsbewusst<br />

und aktuell erzählt<br />

Jochen Schmidt von der ewigen<br />

Suche nach dem guten Leben.<br />

Und Line Hoven veredelt das<br />

Ganze mit ihren Illustrationen.<br />

Robert Renk<br />

Jochen Schmidt: Plhox<br />

Beck Verlag, 479 S., € 25,70<br />

Nach Monika Helfer &<br />

Michael Köhlmeier nimmt<br />

sich nun auch Hanns-Josef<br />

Ortheil dem Aristoteles-Schüler<br />

Theophrast an. Dessen Buch<br />

Charaktere, (319 v. Chr.), ist<br />

bis heute ein Meisterwerk der<br />

Porträtkunst. In 50 literarischen<br />

Miniaturen unternimmt<br />

Ortheil eine Reise an die Quelle<br />

seiner literarischen Arbeit und<br />

skizziert, launig, lebendig und<br />

exakt Charaktere vom Enthusiasten,<br />

der sich in einen Rausch<br />

schwärmt, bis zur notorische<br />

Aber-Sagerin, mit der eine<br />

Diskussionen kein Ende findet.<br />

Robert Renk<br />

Hanns-Josef Ortheil:<br />

Charaktere in meiner Nähe<br />

Reclam Verlag, 144 S., € 18,50<br />

Dieser Text hat eine Melodie.<br />

So long, Annemarie. Da klingt<br />

natürlich Leonard Cohen an.<br />

Der große Nichtnobelpreisträger<br />

der Pop-Historie. So<br />

long, Marianne: Wir lachten<br />

und weinten und weinten<br />

und lachten. Aber auch der<br />

Dochnochnobelpreisträger<br />

Bob Dylan spielt mit. So long,<br />

Annemarie ist die Geschichte<br />

einer Liebe, die nicht hält,<br />

was jugendlicher Übermut<br />

verspricht; Erinnerungen an<br />

Erasmus als großes Versprechen<br />

mit französischem Akzent und<br />

Literatur – mit und ohne Melodie<br />

– als (Über-)Lebensschule.<br />

Joseph Frontull<br />

Andreas Unterweger:<br />

So long, Annemarie<br />

Droschl Verlag, 280 S., € 24,00<br />

408 Seiten schwer der Band<br />

von Franz Schuh, der zu seinem<br />

75. Geburtstag zusammen<br />

gestellt wurde. Das Repertoire<br />

der Textgattungen Schuhs spielt<br />

die komplette Klaviatur. Allesamt<br />

Texte, die nicht bereits in<br />

Buchform veröffentlicht waren.<br />

Thematisch entsprechend<br />

breit gestreut ist der Band:<br />

Literatur, Krimi, Film, Musik,<br />

Liebe, Tod. Vorbilder und<br />

Mitstreiter nimmt er ebenso<br />

unter die Lupe, wie aktuelles<br />

Zeitgeschehen. Schuh lässt<br />

nichts aus. Aber er löst auf. In<br />

bester Tradition der Dialektik.<br />

Claudia Montoya<br />

Franz Schuh:<br />

Vom Guten, Wahren und Schlechten<br />

Sonderzahl Verlag, 408 S., € 29,00<br />

Der Nazi-Scherge und die KZ-<br />

Insassin: Hans Miklautz schiebt<br />

„Dienst nach Vorschrift“, von<br />

der Selektion an der Rampe<br />

bis zur Massenerschießung von<br />

Häftlingen; Ledith Lieblein<br />

überlebt eine solche und rührt<br />

das Herz ihres Henkers. Zwei<br />

Stimmen im beklemmenden<br />

Dialog: Klaus Rohrmoser,<br />

Schauspieler, Regisseur, langjähriger<br />

Schauspielchef des<br />

Tiroler Landestheaters, mittlerweile<br />

auch als Autor präsent,<br />

setzt erzählerisch in Szene, wie<br />

es gewesen sein könnte, wenn<br />

Täter Erlösung suchen. Joe Rabl<br />

Klaus Rohrmoser:<br />

flüstern. Erzählung<br />

danube books Verlag, 81 S., € 18,60<br />

Der Einzug in die erste eigene<br />

Wohnung leitet einen neuen<br />

Lebensabschnitt für Kurt ein.<br />

Die Nachbarschaft fordert<br />

allerdings bald seine Aufmerksamkeit,<br />

ebenso wie sein<br />

bester Freund, der nach dessen<br />

Trennung bei ihm einzieht.<br />

Zudem hadert Kurt trotz<br />

Outing mit dem Ausleben seiner<br />

Homosexualität. Seinen Mitmenschen<br />

gegenüber erweist<br />

er sich als liebenswürdiger und<br />

geduldiger Freund. Er muss<br />

nur aufpassen, dass die eigenen<br />

Gefühle nicht zu kurz kommen.<br />

Fazit: berührend, vielschichtig,<br />

ermutigend. Katharina J. Ferner<br />

Dominik Barta:<br />

Tür an Tür<br />

Zsonay Verlag, 208 S., € 23,70<br />

Eine Dichterin entspringt in<br />

Innsbruck. Uns aufzuzeigen,<br />

wieviel wir verpassen. Mit der<br />

allerersten Zeile ihres ersten<br />

Gedichtbands macht Siljarosa<br />

Schletterer klar: „jeder fluss<br />

hat eine seele”. Eine neue, flüssigere<br />

Welt erwartet uns. Die der<br />

„bächinnen”, der „flüssinnen”.<br />

Des Wassers, dem Empathie<br />

entgegenzubringen uns noch<br />

nie eingefallen ist, ohne das wir<br />

aber nicht überleben könnten,<br />

bestehen unsere Körper doch<br />

vor allem aus Wasser.<br />

Poetischer Wasseraktivismus<br />

vom Feinsten! Mikael Vogel<br />

Siljarosa Schletterer:<br />

azur töne nähe<br />

Limbus Verlag, 96 S., € <strong>15</strong>,00<br />

Schmatz ist einer, der es wissen<br />

muss. Einer, der die Regeln der<br />

Sprache kennt. Einer, der die<br />

Sprache laufen lässt, am Strand<br />

der Verse. „Das Meer ist keine<br />

Landschaft, es ist das Erlebnis<br />

der Ewigkeit.“ schrieb Thomas<br />

Mann. Ferdinand Schmatz<br />

sucht und findet sie, diese<br />

äußere, erhabene Kraft, presst<br />

ihre Worte, inspiriert von der<br />

Landschaft, durch sein Genie.<br />

Die klaren und verklärten Sätze<br />

seiner Lyrik elektrisieren wie<br />

Wechselstrom, ziehen den Leser<br />

hinein in die Reise unendlicher<br />

Emotionen und Eindrücke.<br />

Claudia Montoya<br />

Ferdinand Schmatz:<br />

Strand der Verse Lauf – Gedichte<br />

Haymon Verlag, 128 S., € 22,90<br />

Nicht weniger als die Vermessung<br />

eines poetischen<br />

Kontinents haben sich die Beck<br />

Stiftung und die fünf Übersetzer<br />

und Herausgeber*innen<br />

vorgenommen – und es gelingt!<br />

Diese einzigartige Anthologie<br />

leistet Pionierarbeit: In vier<br />

Bänden stellt sie Lyrik vom<br />

mittelalterlichen Al-Andalus<br />

bis ins Heute, von Spanien über<br />

Mexiko bis nach Argentinien<br />

vor – in exzellenten Übersetzungen<br />

und mit knappen,<br />

hilfreichen Kommentaren. Eine<br />

Einladung zum Entdecken!<br />

Robert Renk<br />

Koppenfels / Lange / Strien / Schumm /<br />

Weich (Hrg.): Spanische und<br />

hispano amerikanische Lyrik<br />

In vier Bänden – zweisprachig,<br />

Beck Verlag, 2539 S., € <strong>15</strong>2,20


Krimitipps:<br />

Olof fährt an der <strong>No</strong>rdküste<br />

Schwedens entlang, als er einem<br />

Impuls folgt und in die Kleinstadt<br />

abbiegt, in der er aufgewachsen<br />

ist. Vor dem Haus<br />

seiner Kindheit überfällt ihn<br />

Unruhe. Im Badezimmer findet<br />

er seinen Vater, den er seit fast<br />

zwei Jahrzehnten nicht gesprochen<br />

hat. Tot. Eira Sjödin<br />

hat Stockholm verlassen, um<br />

sich um ihre Mutter zu kümmern.<br />

Als Eira den Tod eines<br />

älteren Mannes untersuchen<br />

soll, werden die Albträume<br />

ihrer Kindheit wieder wach.<br />

Sturmrot ist der erste Band um<br />

Polizistin Eira.<br />

Tove Alsterdal: Sturmrot<br />

Rowohlt Verlag, 480 S., € 17,50<br />

Berlin, 1878: Der Gauner<br />

Felix Blom wird nach drei<br />

Jahren Haft aus dem Gefängnis<br />

entlassen. Doch in Freiheit ist<br />

nichts mehr so, wie es mal war:<br />

Alle Versuche, an Geld oder<br />

Arbeit zu kommen, scheitern.<br />

Dann hat Blom eine geniale<br />

Idee: Er tut sich mit seiner<br />

neuen Nachbarin zusammen.<br />

Diese führt eine Privatdetektei,<br />

allerdings sind die Aufträge rar,<br />

da man ihr als Frau diese Arbeit<br />

nicht zutraut. Ihr erster Fall<br />

führt die beiden gleich auf die<br />

Spur eines mysteriösen Mörders.<br />

Und für Blom wird die<br />

Sache persönlich.<br />

Alex Beer:<br />

Felix Blom. Der Häftling aus Moabit<br />

Limes Verlag, 368 S., € 17,50<br />

Wie ein Held wirkt er nun<br />

wirklich nicht: Pater Brown ist<br />

unscheinbar, unbeholfen, kurzsichtig,<br />

hat einen riesigen Kopf<br />

und macht einen etwas einfältigen<br />

Eindruck. <strong>No</strong>ch dazu ist<br />

er Priester. Doch unterschätzen<br />

sollte man den Geistlichen aus<br />

Essex keinesfalls. Gesegnet mit<br />

reichlich Menschenverstand<br />

(und göttlichem Beistand), hat<br />

Pater Brown noch jeden Verbrecher<br />

überführt, wenngleich er<br />

die Strafe oftmals der göttlichen<br />

Gerichtsbarkeit überlässt.<br />

Was ihn das Böse auf Erden<br />

ertragen lässt? Sein Humor –<br />

und der hat es in sich.<br />

Gilbert Keith Chesterton:<br />

Pater Brown – Tod und Amen<br />

Kampa Verlag, 1228 S., € 39,00<br />

In einem Park in Kopenhagen<br />

wird in einem alten Koffer die<br />

Hälfte einer Leiche gefunden.<br />

Anette Werner muss den grausamen<br />

Mord alleine aufklären,<br />

denn ihr Kollege Jeppe Kørner<br />

nimmt gerade eine Auszeit<br />

vom Polizistendasein und ist<br />

für den Winter nach Bornholm<br />

gezogen. Er braucht Abstand,<br />

von allem. Doch bald holt ihn<br />

sein Beruf wieder ein, denn<br />

eine Spur in diesem grausamen<br />

Mord führt ausgerechnet auf<br />

die abgelegene Insel – und<br />

tief in die Vergangenheit. Der<br />

spannende 5. Band des Kopenhagener<br />

Ermittlerduos.<br />

Katrine Engberg: Wintersonne<br />

Diogenes Verlag, 368 S., € 22,70<br />

Europa in nicht allzu ferner<br />

Zukunft. Dank Digitalisierung<br />

erledigen Maschinen die meiste<br />

Arbeit, während ein bedingungsloses<br />

Grundeinkommen, das<br />

sogenannte „Freiheitsgeld“,<br />

jedem ein menschenwürdiges<br />

Leben ermöglichen soll. Der<br />

Politiker, der das Freiheitsgeld<br />

eingeführt hat, wird tot<br />

aufgefunden. Kurz darauf wird<br />

der Journalist ermordet, der als<br />

sein größter Gegenspieler galt.<br />

Ahmad Müller, ein junger Polizist,<br />

ermittelt in beiden Fällen<br />

und wird mit übermächtigen<br />

Kräften konfrontiert, die eine<br />

Aufklärung um jeden Preis<br />

verhindern wollen.<br />

Andreas Eschbach:<br />

Freiheitsgeld<br />

Lübbe Verlag, 528 S., € 25,70<br />

Der siebzehnjährige Charlie<br />

Reade hat kein leichtes Leben.<br />

Seine Mutter starb, als er drei<br />

war, und sein Vater ist dem<br />

Alkohol verfallen. Eines Tages<br />

offenbart ihm der von allen<br />

gemiedene mysteriöse Nachbar<br />

auf dem Sterbebett ein Geheimnis,<br />

das Charlie schließlich auf<br />

eine abenteuerliche Reise in eine<br />

andere, fremde Welt führt. Dort<br />

treiben mächtige Kreaturen ihr<br />

Unwesen. Die unterdrückten<br />

Einwohner sehen in Charlie<br />

ihren Retter. Aber dazu muss er<br />

erst die Prinzessin, die rechtmäßige<br />

Gebieterin des fantastischen<br />

Märchenreichs, von ihrem<br />

grausamen Leiden befreien.<br />

Stephen King: Fairy Tale<br />

Heyne Verlag, 880 S., € 28,80<br />

58<br />

Wagner’sche.<br />

Einst wurde Jake Finch Bonner<br />

in New York als Autor gefeiert.<br />

Doch sein großer Wurf liegt<br />

Jahre zurück und mittlerweile<br />

unterrichtet er Kreatives Schreiben.<br />

Als einer seiner ehemaligen<br />

Studenten stirbt, bevor er seinen<br />

ersten Roman fertiggestellt hat,<br />

übernimmt Jake dessen perfekte<br />

Geschichte. Das Buch wird über<br />

Nacht zum Bestseller. Dann<br />

erreicht Jake plötzlich eine anonyme<br />

E-Mail, die nur einen Satz<br />

enthält: „Du bist ein Dieb“. Mit<br />

jeder neuen Nachricht werden<br />

die Drohungen schärfer und ein<br />

lebensgefährliches Katz- und-<br />

Maus-Spiel beginnt.<br />

Jean Hanff Korelitz:<br />

Der Plot – Eine todsichere Geschichte<br />

Heyne Verlag, 352 S., € 16,50<br />

Frühjahr 1937: Die Familie Rath<br />

ist zersprengt. Charlotte wollte<br />

längst ins Ausland, doch halten<br />

die Umstände sie in Berlin fest.<br />

Ihr ehemaliger Pflegesohn Fritze<br />

ist in die geschlossene Abteilung<br />

gesteckt worden, ihre Freundin<br />

Greta spurlos verschwunden<br />

– und sie steht unter Mordverdacht.<br />

Dem untergetauchten<br />

und für tot gehaltenen Gereon<br />

wird es derweil zu gefährlich in<br />

Deutschland, er besteigt den<br />

Zeppelin, um in die USA zu entkommen.<br />

Charly versucht, Fritze<br />

aus der Klinik zu holen, das Verschwinden<br />

von Greta zu klären<br />

und den Mordfall zu lösen.<br />

Volker Kutscher: Transatlantik<br />

Piper Verlag, 560 S., € 26,80<br />

Mitten in den einsamen <strong>No</strong>rth<br />

York Moors fährt eine junge<br />

Frau allein in ihrem Wagen<br />

durch eine kalte Dezembernacht.<br />

Am nächsten Morgen<br />

findet man sie ermordet in<br />

ihrem fast Auto zugeschneiten<br />

auf einem Feldweg. Es gibt eine<br />

Zeugin, die beobachtet hat, dass<br />

ein Mann unterwegs bei ihr einstieg.<br />

Ihr Freund? Ein Fremder?<br />

– Kate Linville beginnt<br />

mit ihren Ermittlungen und ist<br />

schnell auf einer Spur, die in die<br />

Vergangenheit führt, zu einem<br />

Cold Case, in dem Caleb Hale<br />

damals ermittelt hat und der nie<br />

gelöst werden konnte …<br />

Charlotte Link: Einsame Nacht<br />

Blanvalet Verlag, 592 S., € 27,50<br />

Helsinki 2027. Leo Koski, der<br />

Ministerpräsident Finnlands, ist<br />

nur die Marionette einer Gilde<br />

reicher Männer. Die Spaltung<br />

der Gesellschaft und die zunehmende<br />

Armut in Teilen der<br />

Bevölkerung sind ihnen egal.<br />

Doch als sich eine junge Frau<br />

aus Protest selbst anzündet,<br />

gerät das Machtgefüge ins<br />

Wanken. In dieser aufgeheizten<br />

politischen Lage wendet sich<br />

der Ministerpräsident von<br />

seinen Geldgebern ab. Auf wen<br />

kann er noch zählen? Koski hat<br />

nur 24 Stunden, um sein Land<br />

vor einer Katastrophe und unzähligen<br />

Toten zu bewahren.<br />

Tuomas Oskari:<br />

Tage voller Zorn<br />

Lübbe Verlag, 576 S., € 24,70<br />

Wenige Worte machen die aufstrebende<br />

Wiener Nachrichtensprecherin<br />

Nadine Just über<br />

Nacht berühmt: Vor laufender<br />

Kamera kündigt sie ihre Ermordung<br />

an – zwei Stunden<br />

später ist sie tot! Ebenso ergeht<br />

es dem Blogger Gunther Marzik.<br />

Während die österreichische<br />

Medienwelt kopfsteht, trendet<br />

der Hashtag #inkürzetot,<br />

Nachahmer-Beiträge und<br />

Memes fluten das Netz. Wie<br />

soll die junge Ermittlerin Fina<br />

Plank im fünfköpfigen Team<br />

der Wiener „Mordgruppe“ zwischen<br />

einer echten Spur, einem<br />

schlechten Scherz oder schlichtem<br />

Fake unterscheiden?<br />

Ursula Poznanski: Stille blutet<br />

Knaur Verlag, 400 S., € 17,50<br />

Flirrende Hitze über<br />

Glaubenthal, da brennen<br />

schon mal die Sicherungen<br />

durch. Eigentlich hat sich die<br />

alte Huber ja von Herzen nach<br />

dem Sommer gesehnt. Alle<br />

Dorfbewohner auf Urlaub.<br />

Herrlich, diese Ruhe! Aber<br />

zu früh gefreut. In der Affenhitze<br />

Glaubenthals braut sich<br />

etwas zusammen, und bald<br />

schon steckt die erste Leiche<br />

im Stroh. Genau genommen:<br />

im Strohballen. Die Ermittlerin<br />

Hannelore „Hanni“ Huber<br />

geht wieder auf die Jagd nach<br />

Verbrechern.<br />

Thomas Raab: Helga räumt auf<br />

Kiepenheuer & Witsch Verlag, 336 S.,<br />

€ 11,40


leider auf keiner<br />

Buchpreisliste<br />

zu finden<br />

7 x Bücher, denen wir wirklich<br />

einen Preis wünschen<br />

schreiben<br />

malen<br />

zeichnen<br />

7 x wunderbare Romane<br />

über die Malerei<br />

Viva<br />

la<br />

Poesia<br />

7 x spanische Spezialitäten<br />

zur Frankfurter Buchmesse<br />

3×7<br />

Best<br />

aber<br />

Seller:<br />

60<br />

Wagner’sche.<br />

1<br />

2<br />

Regenbogenweiß<br />

3<br />

Frieda<br />

4<br />

Der<br />

5<br />

Die<br />

6<br />

Isidor<br />

7<br />

Der<br />

Der Silberfuchs meiner Mutter<br />

Alois Hotschnig<br />

KiWi Verlag, € 20,60<br />

Friederike Gösweiner<br />

Droschl Verlag, € 24,00<br />

Isabella Feimer<br />

Braumüller Verlag, € 22,00<br />

betrunkene Berg<br />

Heinrich Steinfest<br />

Piper Verlag, € 22,70<br />

Welt<br />

Arno Camenisch<br />

Diogenes Verlag, € 22,70<br />

– ein jüdisches Leben<br />

Shelly Kupferberg<br />

Diogenes Verlag, € 24,70<br />

Vogel zweifelt nicht am Ort,<br />

zu dem er fliegt<br />

Usama Al Shahmani<br />

Limmat Verlag, € 26,80<br />

1<br />

2<br />

Maria<br />

3<br />

Max<br />

4<br />

Cadavre<br />

5<br />

Frieda<br />

6<br />

Spitzweg<br />

7<br />

Deutschstunde<br />

Vor aller Augen<br />

Martina Clavadetscher<br />

Unions Verlag, € 24,70<br />

malt<br />

Kirstin Breitenfellner<br />

Picus Verlag, € 28,00<br />

Markus Orths<br />

Edition Moderne Verlag, € 25,70<br />

exquis<br />

Isabella Feimer<br />

Literaturedition NÖ Verlag, € 20,00<br />

Slavenka Drakulic<br />

Zsolnay Verlag, € 18,40<br />

Eckhart Nickel<br />

Piper Verlag, € 22,70<br />

Siegfried Lenz<br />

Atlantik Verlag, € 11,80<br />

1<br />

2<br />

die<br />

3<br />

Die<br />

4<br />

Die<br />

5<br />

Papyrus<br />

6<br />

Singe<br />

7<br />

Leichte<br />

Spanische und<br />

hispanoamerikanische Lyrik<br />

4 Bände<br />

Lyrik (Beck) Verlag, € <strong>15</strong>2,20<br />

Wunder<br />

Elena Medel<br />

Suhrkamp Verlag, € 23,70<br />

Farben der Angst<br />

Alfons Cervera<br />

Bahoe Books Verlag, € 20,00<br />

Tochter des Kommunisten<br />

Aroa Moreno Durán<br />

BTB Verlag, € 22,70<br />

Irene Vallejo<br />

Diogenes Verlag, € 28,80<br />

ich, tanzen die Berge<br />

Irene Solá<br />

Trabanten Verlag, € 22,90<br />

Sprache<br />

Cristina Morales<br />

Matthes & Seitz Verlag, € 25,70


Grenzgänge im Doppel<br />

Gleich zweimal hintereinander wird Klaus Zeyringer<br />

auf Einladung von 8ungKultur und dem Literaturhaus am Inn<br />

in Innsbruck Autor*innen zum Gespräch bitten.<br />

Autorinnen und Autoren<br />

dieser Ausgabe<br />

Buchtipp:<br />

Anna Kim:<br />

Geschichte eines Kindes<br />

Suhrkamp Verlag,<br />

220 S., € 23,70<br />

Veranstaltungstipp:<br />

Grenzgänge 25:<br />

Hier spricht der Text:<br />

Sprachkunst und<br />

Kommunikation<br />

Klaus Zeyringer im Gespräch<br />

mit Kathrin Röggla &<br />

Martin Fritz<br />

Di., 29. <strong>No</strong>vember<br />

um 19:00 Uhr<br />

Literaturhaus am Inn,<br />

Josef-Hirn-Straße 5<br />

Grenzgänge 26:<br />

Rassismus, Zugehörigkeit<br />

und Identität<br />

Klaus Zeyringer im Gespräch<br />

mit Anna Kim &<br />

Dirk Kurbjuweit<br />

Do., 01. Dezember<br />

um 19:00 Uhr<br />

Literaturhaus am Inn,<br />

Josef-Hirn-Straße 5<br />

Eintritt: frei 62<br />

© Werner Geiger/Suhrkamp Verlag<br />

Das für vergangenes Frühjahr geplante<br />

Duo Kathrin Röggla und Martin Fritz<br />

findet nun am 29. <strong>No</strong>vember statt. Am<br />

1. Dezember sitzen ihm Anna Kim und<br />

Dirk Kurbjuweit zur Seite.<br />

Die 2018 vom Verein 8ungKultur für die<br />

Stadtbibliothek entwickelte Reihe setzt<br />

den Dialog in den Mittelpunkt: Es gibt<br />

mit Klaus Zeyringer keinen besseren<br />

Moderator und kein besseres Format,<br />

wenn man über die diversen Autor*innen<br />

und ihre Schreibstuben mehr erfahren<br />

möchte. Das haben wunderbare Abende<br />

z.B. mit Alois Hotschnig & Katja<br />

Lange-Müller, Karl-Markus Gauß &<br />

Andreas Schett, Felix Mitterer & Joachim<br />

Zelter, Sabine Gruber & Ilija Trojanow oder<br />

Sibylle Lewitscharoff & Kurt Lanthaler<br />

bewiesen.<br />

Im Jahre 2021 hat nun das Literaturhaus<br />

am Inn diese beliebte Reihe unter ihre<br />

Fittiche genommen. Freuen Sie sich auf<br />

ein grenzgängerisches Doppel.<br />

63<br />

# unabhängig<br />

# unabhängig<br />

Stephanie Bergmann, geboren 1988 in Schwarzach St. Veit,<br />

aufgewachsen in Bad Gastein. Seit 2010 schreibt sie auf<br />

ihrem eigenen Blog über Bücher (www.beautybooks.at)<br />

und hat nebenbei immer schon mit Autoren, Verlage und<br />

Salzburger Buchhandlungen kooperiert. 2017 hat sie der<br />

Modebranche endgültig den Rücken gekehrt und ihr Hobby<br />

zum Beruf gemacht. Seitdem arbeitet sie bei Bücher Stierle<br />

und liebt es, Bücher zu empfehlen.<br />

Ina Cassik, ist Buchhändlerin bei Stöger-Leporello. Aus<br />

dem einstigen Studentenjob in einer Buchhandlung wurde<br />

der Traumberuf Buchhändlerin. Leidenschaftliche Vielleserin<br />

mit Schwerpunkt auf Gegenwartsliteratur. Liebt ihren<br />

Beruf, weil er so vielseitig ist wie kein anderer. Lebt mit ihrer<br />

Familie am Stadtrand von Wien.<br />

Ágnes Czingulszki, 1987 geboren in Baja (Südungarn), lebt –<br />

nach einigen Stationen in Europa – nun als Journalistin und<br />

Autorin in Innsbruck. U. a. ich dachte an siracusa (ed. Exil)<br />

Martin Fritz, geboren 1982, studierte Vergleichende<br />

Literaturwissenschaft und Deutsche Philologie in Innsbruck,<br />

hört sich in seiner Freizeit gerne DJ Patex’ Coverversion des<br />

Songs „I Wish I Was Him“ an. War Teil der 1. Innsbrucker<br />

Lesebühne „Text ohne Reiter“, ist Teil der Innsbrucker<br />

Lesebühne „FHK5K“.<br />

Jacqueline „Jacky“ Falkner, geboren 1995, hat ihr Lehramtstudium<br />

zu Gunsten ihrer Liebe zu Büchern an den<br />

Nagel gehängt und ist seit Februar 2022 an der Kassa der<br />

Wagner’schen tätig, fühlt sich dort aber bereits wie Zuhause.<br />

Wenn sie ihre Freizeit nicht gerade lesend verbringt, erlebt<br />

sie Abenteuer auf dem Rücken ihres Pferdes oder streift sich<br />

auch gerne einmal selbstgemachte Kostüme über, um in die<br />

Welt ihrer Lieblings(fantasy)bücher einzutauchen.<br />

Katharina J. Ferner lebt als Poetin und Performerin in<br />

Salzburg. Redaktionsmitglied der Literaturzeitschriften<br />

&Radieschen, Morgenschtean, Mosaik. Jüngste Veröffentlichung<br />

„krötentage“, Limbus, 2022. www.kj-ferner.at<br />

Joseph Frontull, ist aufgewachsen mit Blick ins Gebirge, ging<br />

übers Gebirge – und schaut jetzt von der andern Seite drauf.<br />

Dort, hat er gelernt, lässt es sich gut über Sinn und Unsinn<br />

von Kriminalromanen nachdenken und vom Meer träumen.<br />

Klaudia Grünfelder ist leidenschaftliche Buchhändlerin und<br />

hat immer Lesestoff in der Tasche. Seit April 2021 verstärkt<br />

sie das Team der Buchhandlung Leporello in Wien, die auch<br />

unter der Wagner’schen Flagge segelt.<br />

Andreas Hauser, geboren 1969, studierte Vergleichende<br />

Literaturwissenschaft und Germanistik in Innsbruck, arbeitet<br />

seit mehr als 20 Jahren journalistisch mit den Schwerpunkten<br />

Wissenschaft, Forschung & Wirtschaft und geht<br />

prinzipiell nicht ohne Buch außer Haus.<br />

Lena Kripahle-Wiek, Buchhändlerin in der Wagner’schen seit<br />

20<strong>15</strong> und begeisterte Krimi- und mittlerweile auch Kinderbuch<br />

Leserin. Aber eigentlich begeistert von jeglicher Form<br />

von Druckerschwärze. Zu finden in der Literaturabteilung,<br />

wo sie den Krimis neue Spannung verleiht.<br />

Claudia Montoya, 1971 in Innsbruck geboren und<br />

aufgewachsen, hat Politikwissenschaften und Medien<br />

bei Prof. Anton Pelinka studiert. Sie betreibt seit sechs<br />

Jahren ihre eigene PR- und Medienagentur, arbeitet seit<br />

Februar 2022 in der Wagner’schen und schreibt monatlich<br />

eine Kolumne im Tiroler Weekend-Magazin, das der<br />

Tiroler Tageszeitung beiliegt.<br />

Linda Müller studierte in Innsbruck Neuere Deutsche<br />

Literaturwissenschaft, bevor sie 2011 Lektorin bei Haymon<br />

wurde. Mittlerweile leitet sie Haymon Krimi, Studienverlag,<br />

Michael Wagner sowie den Universitätsverlag Wagner und<br />

organisiert mit Markus Hatzer und Bernhard Aichner<br />

Österreichs größtes Krimifestival: das Krimifest.<br />

Maria Neumayr, geboren 1994, studierte Germanistik<br />

und Anglistik in Innsbruck. Liebt Bücher so lange sie sich<br />

zurückerinnern kann und ist, wenn sie nicht gerade liest, als<br />

Abteilungsleiterin in der Kinderbuch- und Ratgeberabteilung<br />

der Wagner’schen zu finden.<br />

Susanna Pristovnik-Schwarz ist ein echtes Allround-Genie.<br />

Man trifft sie bei Stierle Salzburg aus auch Stierle Hallein<br />

in ihrem Element an: dem Bücher-Empfehlen. Ein Studium<br />

der Linguistik sowie eine Ausbildungslehrgang Leichte Sprache<br />

kann die Graphik <strong>No</strong>vel-Spezialistin vorweisen. Sie ist<br />

Organisatorin der monatlich stattfindenden Kinderlesungen,<br />

in Kooperation mit dem Thomas-Bernhard-Institut, die in<br />

der Stierle-Keltenbuchhandlung stattfinden.<br />

Robert Prosser, geboren 1983 in Alpbach/Tirol, lebt dort<br />

und in Wien. Studium der Komparatistik und Kultur- und<br />

Sozialanthropologie. Aufenthalte im asiatischen, arabischen<br />

Raum, am Balkan und in England. Zuletzt erschien Beirut<br />

im Sommer (Klever 2021). Im Frühjahr 2023 erscheint<br />

Verschwinden in Lawinen bei Jung und Jung.<br />

Joe Rabl, 1963 in Kufstein geboren; lebt als freier Lektor in<br />

Innsbruck. Veranstaltet zusammen mit Birgit Holzner die<br />

Innsbrucker Wochenendgespräche.<br />

Markus Renk, seit 33 Jahren in der Buchbranche. Fachgruppen-Obmann<br />

der Buch- und Medienwirtschaft Tirol<br />

und seit Oktober 20<strong>15</strong> neuer Chef der Wagner’schen.<br />

Robert Renk, Buchhändler und Kulturvermittler. Sortimentsleiter<br />

in der Wagner’schen. Gibt das Wagner-Magazin heraus.<br />

Erwin Riedesser, Buchhändlerlehre in Bregenz, in Wien<br />

gründete er mit Rotraut Schöberl die Buchhandlung<br />

Leporello. Beide führten erfolgreich die Sortimente der<br />

Liechtensteinstraße, der Singerstraße und im Burgtheater.<br />

Seit 2021 fungiert er nun als Koordinator aller Wiener Buchhandlungen<br />

im Medici-Team.<br />

Bernhard Sanbichler, Germanist und Romanist, Lektor<br />

des Schulmagazins JÖ.<br />

Andrea Scheiber, seit 1992 in der Wagner’schen Buchhandlung.<br />

Betreut Krimi, Frauenliteratur und steckt hinter<br />

den Blind Date’s. Wenn sie nicht gerade liest, ist sie in der<br />

Natur oder beim Handarbeiten zu finden.<br />

Leonie Schiessendoppler, geboren 1993 in Innsbruck,<br />

studierte Philosophie und Soziologie, liebt Bücher, Musik<br />

und Irland. Möchte eigentlich nur Bücher lesen und<br />

hat deswegen eine Ausbildung zur Lektorin beim<br />

Passagen Verlag gemacht. Arbeitete in der Wagner’schen<br />

Buchhandlung und ist nun als Korrekturleserin mit der<br />

Wagne’schen verbunden.<br />

Rotraut Schöberl, Buchhändlerin der Nation, die jeden<br />

Dienstagmorgen im Cafe-Puls, dem österreichischen Frühstückfernsehen,<br />

mit Büchertipps glänzt. Im Jahre 1994<br />

eröffnet sie mit Erwin Riedesser das Leporello, um ihren<br />

Traum von einer Buchhandlung zu verwirklichen. Bei<br />

Residenz erschien soeben die von ihr herausgegebene<br />

Krimianthologie: Radieschen von unten.<br />

David Schranz, , geboren 1994, befindet sich seit nunmehr<br />

schon zwei Jahren in der Ausbildung zum Buchhändler und<br />

hat so seine Leidenschaft zum geschriebenen Wort wiederentdeckt.<br />

Wenn er sich nicht gerade Zuhause in den Tälern<br />

der deutschen und englischen Literaturlandschaft verliert, ist<br />

dieser Junge Mann in der Belletristikabteilung der<br />

Wagner’schen zu finden.<br />

Carmen Schwarz, geboren und aufgewachsen in Salzburg.<br />

Hat schon von klein auf eine große Liebe zum geschriebenen<br />

Wort und packenden Geschichten. Sie liebt den Austausch<br />

der Branche und das sich immer neu erfinden. Seit 2017<br />

Jahren bei Bücher Stierle, wo jeder Lesetipp handverlesen<br />

und die Begeisterung erlebbar wird.<br />

Gerlinde Tamerl, geboren 1978, ist stellvertretende Geschäftsführerin<br />

der Wagner’schen Buchhandlung. Die<br />

promovierte Kunsthistorikerin ist u.a. Gastdozentin an der<br />

Universität Innsbruck, Jurorin der ORF-Bestenliste und als<br />

freie Literaturkritikerin tätig.<br />

Helena Töchterle, geboren 1995, arbeitet seit Weihnachten<br />

2018 in der <strong>Wagnersche</strong>n und hat nach einem kurzen<br />

Weihnachtseinsatz an der Kassa in die Fachbuch-Abteilung<br />

gewechselt, die sie ab Mai 2022 großteils leiten wird. Sie<br />

hat Philosophie studiert und studiert es irgendwie immer<br />

noch – Definitionssache. Liest sich gerne quer durch alle<br />

belletristischen und nicht-belletristischen Genres, aber wird<br />

ihrer Jugendliebe, der Fantasy, immer treu bleiben.<br />

Evelyn Unterfrauner, (29) bloggt seit 20<strong>15</strong> unter dem Namen<br />

@bookbroker auf Instagram. Ihr Blog und Buchclub mit<br />

rund 800 Mitgliedern ist im Netz unter www.zeitzumlesen.<br />

de zu finden. Im April 2022 hat die Südtirolerin und frühere<br />

Wahl-Innsbruckerin ihre eigene Social Media Marketing<br />

Agentur NONSTOP CREATING in München gegründet.<br />

Mikael Vogel, Lyriker, 1975 in Bad Säckingen geboren,<br />

lebt in Berlin und Innsbruck. Sechs Gedichtbände, u.a.<br />

Dodos auf der Flucht. Requiem für ein verlorenes Bestiarium<br />

(Verlagshaus Berlin, 2018) und, gemeinsam mit José F. A.<br />

Oliver, zum Bleiben, wie zum Wandern – Hölderlin,<br />

theurer Freund (Schiler & Mücke, 2020).<br />

Jenni Zeller, geboren 1993 in Tirol, lebt nach Edmonton,<br />

Innsbruck und Paris nun in Wien. Dolmetscherin,<br />

Studentin an der Diplomatischen Akademie Wien und<br />

Vorstandsmitglied des Europäischen Forums Alpbach.<br />

Ehemals Wagner’sche-Buchhändlerin, nach wie vor<br />

Wagner’sche-Liebhaberin.<br />

Klaus Zeyringer, war Univ.-Prof. für Germanistik in<br />

Frankreich. Ist Literaturkenner, Autor und grandioser<br />

Moderator, u.a. Transflair (Krems) und Grenzgänge<br />

(Innsbruck). Zuletzt erschienen Schwarzbuch Sport / Show,<br />

Business und Skandale in der neoliberalen Gesellschaft<br />

(Springer), 100 x Österreich (Hrsg. Kremayr & Scheriau)<br />

und Fußball / Eine Kulturgeschichte (S. Fischer).


Wagner’sche.<br />

Bücher seit 1639<br />

Museumstraße 4<br />

6020 Innsbruck<br />

T. +43 512 59505 0<br />

office@wagnersche.at<br />

www.wagnersche.at<br />

Wagner’sche Altstadt<br />

Herzog-Friedrich-Straße 22, A-6020 Innsbruck, +43 512 59505 90<br />

Bücher Stierle Salzburg<br />

Kaigasse 1 / Mozartplatz, 5020 Salzburg, +43 662 840114<br />

office@buecher-stierle.at, www.buecher-stierle.at<br />

Stierle Kelten-Buchhandlung<br />

Sigmund-Thun-Straße 9, 5400 Hallein +43 6245 82761<br />

office@keltenbuchhandlung.at, www.keltenbuchhandlung.at<br />

Leporello die Buchhandlung<br />

Singerstraße 7, A-1010 Wien, +43 1 961<strong>15</strong>00<br />

service@leporello.at<br />

Stöger – Leporello<br />

die Buchhandlung<br />

Obkirchergasse 43, A-1190 Wien, +43 1 3203449<br />

office@stoegerbuch.at

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