#unabhängig Büchermagazin No 15 - Wagnersche
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Wagner’sche<br />
Innsbruck<br />
Wagner’sche<br />
Altstadt<br />
Innsbruck<br />
Bücher Stierle<br />
Salzburg<br />
Stierle Kelten-<br />
Buchhandlung<br />
Hallein<br />
Leporello die<br />
Buchhandlung<br />
Wien<br />
Stöger —<br />
Leporello die<br />
Buchhandlung<br />
Wien<br />
Das Magazin unserer unabhängigen Buchhandlungen — 10.2022<br />
#<br />
unabhängig<br />
<strong>No</strong>. <strong>15</strong>
Impressum<br />
Herausgeber und für den Inhalt verantwortlich:<br />
Wagner’sche Universitätsbuchhandlung, Medici Buchhandels GmbH,<br />
Museumstraße 4, 6020 Innsbruck<br />
info@wagnersche.at — www.wagnersche.at<br />
Redaktion: Robert Renk<br />
Redaktionelle Mitarbeit: Gerlinde Tamerl, Anita Winkler<br />
© der Textbeiträge bei den Autorinnen und Autoren<br />
Grafische Ausstattung: himmel. Studio für Design und Kommunikation<br />
Fotografie: © der Abbildungen bei den jeweiligen Rechteinhabern<br />
Titelbild: Bella Steger (Fotomontage)<br />
Druck: Alpina Druck GmbH, Innsbruck<br />
Fehler, Änderungen und Irrtümer vorbehalten.<br />
© 10.2022 – alle Rechte vorbehalten 3<br />
# unabhängig<br />
<strong>#unabhängig</strong><br />
Sie werden feststellen,<br />
dass unser Magazin sich<br />
gewandelt hat. Wir sind gewachsen<br />
und das möchten<br />
wir künftig auch hier abbilden.<br />
Zur Wagner’schen<br />
Familie gehören seit einiger<br />
Zeit ein Shop in der Innsbrucker<br />
Altstadt, die Buchhandlung<br />
Leporello und die<br />
Buchhandlung Stöger in<br />
Wien sowie Bücher Stierle in<br />
Salzburg und die Keltenbuchhandlung<br />
in Hallein. Ab sofort<br />
finden Sie deshalb in unserem<br />
Magazin auch Buchtipps<br />
und Veranstaltungshinweise<br />
von unseren Kolleginnen<br />
und Kollegen aus Wien,<br />
Salzburg und Hallein. Diese<br />
Ausgabe steht unter dem<br />
Stern der Unabhängigkeit.<br />
Unsere Buchhändlerinnen<br />
und Buchhändler gehen<br />
ihrer Kernkompetenz<br />
selbstbestimmt nach: Sie<br />
wählen ihr Sortiment eigenständig<br />
und mit Bedacht aus,<br />
suchen interessante Bücher<br />
auch abseits des Mainstreams,<br />
denn Lesebedürfnisse sind<br />
so einzigartig, wie Sie es sind.<br />
Wir wünschen Ihnen schöne<br />
Lektüre!<br />
vlnr. Gerlinde Tamerl (stv. Geschäftsführerin),<br />
Markus Renk (Geschäftsführer)<br />
Markus Hatzer (Gesellschafter)<br />
Inhalt<br />
4 Neues aus Innsbruck,<br />
Salzburg, Hallein und Wien<br />
Ein Einblick in unsere unabhängigen Buchhandlungen<br />
10 Highlights aus unserem Verlag<br />
Das Österreich-Spiel, der Eulen-Kalender u.v.m<br />
14 Meret Oppenheimer<br />
Mina König lässt ihre Biografie lebendig werden<br />
16 Tess Gerritsen beim Krimifest<br />
Neben vielen anderen kommt der Superstar nach Innsbruck<br />
20 Dystopisches von Tanja Raich<br />
Gerlinde Tamerl im Gespräch mit der Autorin & Lektorin<br />
22 Erster Gedichtband<br />
& Traklpreis<br />
Robert Renk im Gespräch mit Anja Bachl<br />
24 Alex Capus<br />
Woher er seine Geschichten holt, fragt Joe Rabl<br />
26 Helena Adlers Fretten<br />
Carmen Schwarz hat ein paar Fragen dazu<br />
28 Robert Menasse<br />
Nach der Hauptstadt nun die Erweiterung, mit Klaus Zeyringer im Gespräch<br />
30 Eva Rossmann<br />
Erwin Riedesser im Gespräch über 100-jährige & Sardinien<br />
32 Lukas Resetarits<br />
Rotraut Schöberl und Lukas Resetarits im Gespräch über „Krowod“<br />
34 <strong>No</strong>rbert Gstrein<br />
Sein neues Buch ist ein beklemmend gutes Kammerspiel, meint Joseph Frontull<br />
36 Das neue Literarische<br />
HausQuartett<br />
Buchbesprechungen & Livekonzert, mit Evelyn Unterfrauner & Robert Renk<br />
38 Mountain Day<br />
Ágnes Czingulszki trifft Mikael Vogel, Mod.: Martin Fritz & Robert Renk<br />
48 Mit den besten Empfehlungen<br />
60 3×7 Best aber Seller
Wir schweben im<br />
siebten Bücherhimmel<br />
Genießen Sie mit uns diesen Bücherherbst und<br />
unser vielfältiges Veranstaltungsprogramm.<br />
Wagner’ sche<br />
Innsbruck<br />
Individuelle<br />
Lektüreempfehlungen<br />
Zur Wagner’schen Familie gehören seit<br />
einiger Zeit ein Shop in der Innsbrucker<br />
Altstadt, die Buchhandlung Leporello<br />
und die Buchhandlung Stöger in Wien<br />
sowie Bücher Stierle in Salzburg und die<br />
Keltenbuchhandlung in Hallein. Uns alle<br />
verbindet die Liebe zu Büchern und wir<br />
schätzen es, Sie für neue Leseerlebnisse<br />
zu begeistern oder mit Ihnen über Lektüreerfahrungen<br />
zu sprechen.<br />
Neues aus dem Verlag<br />
der Wagner’schen<br />
Wir freuen uns sehr darüber, dass in unserem<br />
Verlag bald ganz besondere Produkte<br />
erscheinen werden. Gebannt warten wir<br />
auf unser Österreich-Spiel, das wir Ende<br />
Oktober in Händen halten können und<br />
an dem viele bekannte Autorinnen und<br />
Autoren mitgearbeitet haben, darunter<br />
Michael Köhlmeier, Doris Knecht, Thomas<br />
Brezina, Thomas Stipsits u.v.m. Sind Sie<br />
etwa neugierig geworden, mit welchen<br />
Fragen Sie bei diesem Wissensquiz rechnen<br />
müssen? Los geht’s: Welche Haustiere<br />
besaß der berühmte Wiener Maler Gustav<br />
Klimt? Wo in Vorarlberg befindet sich<br />
das Rolls-Royce-Museum? Was ist eine<br />
„Uhudler-Verschwörung“ und wo findet<br />
man den „Kriechenden Günsel“? Dieses<br />
Wissensquiz macht Lust darauf, die Besonderheiten<br />
Österreichs kennenzulernen.<br />
440 Quizfragen bescheren unvergessliche<br />
Spieleabende und sorgen für jede Menge<br />
Ratespaß. Versprochen!<br />
Das zweite Produkt, das wir lieben, ist<br />
ein Eulenkalender der Tierfotografin Bella<br />
Steger aus Tirol. Die Eule ziert schon seit<br />
vielen Jahren das Logo der Wagner’schen<br />
Buchhandlung. Künstler aller Epochen<br />
stellten Eulen dar, erkannten in ihren<br />
Gesichtern mit den markanten Augen<br />
menschliche Züge und wurden von ihrer<br />
Fähigkeit, Dinge zu sehen, die eigentlich<br />
im Dunkeln verborgen sind, inspiriert.<br />
Eulen gelten als Symbol für Weisheit und<br />
Klugheit und werden auch immer wieder<br />
mit Doktorhut, Brille und mit Büchern abgebildet.<br />
Und weil dieses magische Wesen in<br />
unserem ersten regionalen Tierkalender die<br />
Hauptrolle spielt, bot sich für uns die einmalige<br />
Gelegenheit, eine echte Eule namens<br />
Navajo in Szene zu setzen und ihr einen<br />
Platz auf dem aktuellen Magazincover zu<br />
geben. Psst: Weil sich der liebe Navajo in<br />
seiner gewohnten Umgebung am wohlsten<br />
fühlt, haben wir ihn dank Fotomontage in<br />
die Buchhandlung geholt.<br />
© Bernhard Aichner, Gerhard Berger, Gerlinde Tamerl<br />
Unabhängigkeit<br />
Die Unbeugsamen<br />
Unser Magazin steht unter dem Stern<br />
der Unabhängigkeit, denn wir gehen unserer<br />
Kernkompetenz selbstbestimmt nach<br />
und wählen unser Sortiment eigenständig<br />
und mit Bedacht aus, suchen interessante<br />
Bücher auch abseits des Mainstreams, denn<br />
Lesebedürfnisse sind so einzigartig, wie Sie<br />
es sind. Warum ist uns der genaue Blick<br />
auf jedes einzelne Buch so wichtig? Buchhandlungen<br />
sind vielfältige Kulturräume<br />
und wir fühlen uns dazu berufen, Ihnen ein<br />
abwechslungsreiches Sortiment anzubieten.<br />
Denn wir alle wissen: Wahr ist so viel mehr!<br />
Wir engagieren uns mit Elan für einen unabhängigen<br />
Buchhandel, denn wir wollen,<br />
dass unsere Innenstädte lebendig bleiben,<br />
Gegenden sind, wo Menschen miteinander<br />
ins Gespräch kommen können. Gibt es<br />
dafür einen schöneren Ort als eine Buchhandlung?<br />
Wir tragen dazu bei, dass<br />
Traditionsbuchhandlungen nicht von der<br />
Bildfläche verschwinden, sondern von einer<br />
jungen Buchhändler*innen-Generation in<br />
die Zukunft geführt werden. Geschäftsführer<br />
Markus Renk verleiht diesem Gedanken<br />
Nachdruck, wenn er immer wieder<br />
in der Öffentlichkeit sagt, wie wichtig es ist,<br />
dass Buchhandlungen weiterhin existieren.<br />
Sie sind ein Mittel gegen die Vereinsamung<br />
der Gesellschaft. Sie sind Orte der<br />
Begegnung. Eine Lesung kann aufwühlen,<br />
vermag aber auch Trost zu spenden. Literarische<br />
Texte, Sachbücher, ja, auch Ratgeber<br />
oder Kinderbücher setzen Diskussionen<br />
in Gang.<br />
Wagner’ sche<br />
Innsbruck<br />
© Bernhard Aichner, Gerhard Berger, Gerlinde Tamerl<br />
Wagner’ sche<br />
Altstadt<br />
Innsbruck
Wunderbare Lesungen<br />
Bücher<br />
Stierle<br />
Salzburg<br />
Trommelwirbel! Das Krimifest in<br />
Innsbruck feiert sein fünfjähriges Bestehen<br />
und bringt den internationalen Krimistar<br />
Tess Gerritsen in die Wagner’sche Buchhandlung.<br />
Robert Renk veranstaltet in der<br />
Wagner’schen außerdem auch Lesungen<br />
u.a. mit Robert Menasse, Alex Capus und<br />
<strong>No</strong>rbert Gstrein.<br />
Verlagslektorin und Schriftstellerin<br />
Tanja Raich wird derzeit mit ihrem zweiten<br />
Roman Schwerer als das Licht gefeiert, der<br />
von einer Frau und einer tropischen Wildnis<br />
erzählt. Tanja Raich wird sowohl in der<br />
Keltenbuchhandlung als auch in der Buchhandlung<br />
Stierle zu Gast sein.<br />
Schriftstellerin Eva Rossmann liest aus<br />
Tod einer Hundertjährigen in der Buchhandlung<br />
Leporello in Wien, ebenso<br />
Lukas Resetarits. Der große österreichische<br />
Kabarettist und Aktivist in Sachen<br />
Menschenrechte präsentiert seine Biografie<br />
bei Rotraut Schöberl. Alle Veranstaltungen<br />
im Überblick und genaue Informationen<br />
dazu finden Sie im Magazin auf Seite 12.<br />
Wir freuen uns auf Ihr Kommen!<br />
Die Teams der Buchhandlungen<br />
Leporello, Stöger, Wagner’sche,<br />
Keltenbuchhandlung und Bücher Stierle<br />
© Gerlinde Tamerl © Ina Cassik<br />
Stöger–<br />
Leporello die<br />
Buchhandlung<br />
Wien<br />
Veranstaltungen<br />
für Kinder<br />
© Hans Hamedinger<br />
Stierle<br />
Kelten- Buchhandlung<br />
Hallein<br />
© Philipp Schlaffer<br />
Es bedeutet uns sehr viel, Autorinnen und<br />
Autoren aus der ganzen Welt in unsere<br />
Buchhandlungen einzuladen. In der<br />
Keltenbuchhandlung in Hallein gibt es seit<br />
Kurzem einen eigenen märchenhaften Leseraum,<br />
der nur für Kinder reserviert ist. Auf<br />
bunten Kissen und einem riesigen Teppich<br />
kann unterhaltsamen Geschichten gelauscht<br />
werden. Auch in der Wagner’schen Buchhandlung<br />
in Innsbruck gibt es ab sofort<br />
Vorlesestunden für Kinder. Die genauen<br />
Termine finden Sie auf unserer Homepage<br />
und in unserem Newsletter!<br />
Das Genre der Romanbiografien erfreut<br />
sich derzeit großer Beliebtheit. Autorin<br />
Emily Walton hat schon über F. Scott<br />
Fitzgerald und Ernest Hemingway geschrieben.<br />
Unter ihrem neuen Pseudonym<br />
Mina König lässt sie uns nun in die Welt<br />
von Meret Oppenheimer eintauchen.<br />
Emily Walton wird in der Buchhandlung<br />
Stöger in Wien lesen.<br />
© Pamela Russmann<br />
Leporello die<br />
Buchhandlung<br />
Wien<br />
© Peter Neumeier
Das besondere Extra<br />
Diese österreichischen<br />
Schriftstellerinnen<br />
und Schriftsteller haben<br />
einzelne Fragen zum<br />
Spiel beigetragen:<br />
Vom Bodensee<br />
zum Stephansdom<br />
Bernhard Aichner<br />
Christoph W. Bauer<br />
Thomas Brezina<br />
Kirstin Breitenfellner<br />
Mareike Fallwickl<br />
Franzobel<br />
Heinz Janisch<br />
Anna Kim<br />
Doris Knecht<br />
Michael Köhlmeier<br />
Tanja Raich<br />
Thomas Raab<br />
Raoul Schrott<br />
Thomas Stipsits<br />
Behind the Scenes:<br />
Wir konzipieren unsere Spiele<br />
mit viel Liebe und Engagement.<br />
Gerlinde Tamerl verantwortet<br />
die Redaktion und Projektleitung,<br />
Ines Graus (blickfisch.at) gestaltet<br />
das Design der Spiele, Dominik<br />
Berloffa und Anita Winkler widmen<br />
sich gemeinsam mit Gerlinde<br />
der Entwicklung der Fragen.<br />
Im <strong>No</strong>vember 1746 machte ein exotisches<br />
Tier namens Clara auf seiner Tour durch die<br />
europäischen Königshäuser auch in Wien Halt.<br />
Um welches Tier handelte es sich?<br />
ein Tiger<br />
ein Elefant<br />
ein Nashorn<br />
440 Wissens- und Aktionskarten<br />
Aktivität<br />
Historisches & Kurioses<br />
Sport<br />
Kultur & Literatur<br />
Projektleitung & Redaktion: Gerlinde Tamerl<br />
Die Habsburger machten den Apfelstrudel<br />
populär. Erstmals urkundlich erwähnt wurde<br />
die herrliche Süßspeise im Jahr 1696. Welche<br />
Herrscherin liebte ihn ganz besonders?<br />
Kaiserin Sisi<br />
Claudia de’ Medici<br />
Kaiserin Maria Theresia<br />
Design & U m setzung: Ines Graus – blickfisch<br />
Natur & Berge<br />
Redaktionsteam: Dominik Berloffa<br />
& Anita Winkler<br />
Abbildungen auf dieser Doppelseite: Landesmuseum Ferdinandeum; am Spiel siehe Impressum Spiel. Fotos: Gerlinde Tamerl. Graf. Gestaltung: Ines Graus.<br />
Welche Haustiere besaß<br />
der berühmte Wiener Maler<br />
Gustav Klimt? Wo in Vorarlberg<br />
befindet sich das Rolls-Royce-<br />
Museum? Was ist eine „Uhudler-<br />
Verschwörung“ und wo findet<br />
man den „Kriechenden Günsel“?<br />
Dieses Wissensquiz ist ein Muss<br />
für alle, die Österreich noch<br />
besser kennenlernen möchten!<br />
Das vergnügliche Wissensquiz<br />
für alle, die Österreich noch<br />
besser kennenlernen möchten.<br />
440 Quizfragen aus den Kategorien<br />
Natur, Geschichte, Kultur,<br />
Literatur und Sport bescheren<br />
unvergessliche Spieleabende und<br />
sorgen für jede Menge Ratespaß!<br />
Ganzen Körpereinsatz fordern die<br />
unterhaltsamen Aktivitätsfragen,<br />
bei denen man rhetorische<br />
und schauspielerische Talente<br />
uneingeschränkt entfalten kann.<br />
Mit Fragen<br />
von bekannten<br />
österreichischen<br />
Autorinnen<br />
und Autoren<br />
Das Österreich-Spiel ist nicht<br />
nur ein Wissensquiz, sondern<br />
auch ein Reiseführer. Es entführt<br />
an Orte, zu denen man vielleicht<br />
demnächst einen lohnenden<br />
Ausflug unternehmen möchte.<br />
Das Österreich-Spiel zum<br />
Preis von € 45,– erhalten Sie in der<br />
Wagner’schen Buchhandlung und<br />
im Onlineshop www.wagnersche.at<br />
Unsere Spiele sind lustig und<br />
das beste Mittel gegen Langeweile!<br />
• gemeinsame Spielzeit statt einsamer Bildschirmzeit<br />
• eine sinnvolle Freizeitbeschäftigung für die ganze Familie<br />
• ein klassisches Wissensquiz einfach und verständlich<br />
• hochkarätige inhaltliche und gestalterische Qualität<br />
Tirol-Spiel.<br />
Von Finstermünz zum Wilden Kaiser<br />
Preis: € 45,–<br />
Innsbruck-Spiel.<br />
Vom Goldenen Dachl zum Hafelekar<br />
Preis € 45,–<br />
Innsbruck-Spiel Kids.<br />
Das lustige Wissensquiz für kluge Köpfe<br />
Preis € 29,95
Die Lechauen<br />
Das Piller Moor<br />
Innsbruck Ausmalspaß im & Mittelpunkt<br />
Puzzlefreuden<br />
Der Regionale neue Innsbruck-Kalender und kreative Geschenkideen 2023 und die für quirlig-bunten Groß und Klein Wimmelpuzzles<br />
zu Hofburg, Schloss Ambras und Rotem Kreuz sind da!<br />
Das Forchet<br />
Der Silberwald<br />
Der Obernberger See<br />
Landeck<br />
Buchtipp:<br />
Reutte<br />
Imst<br />
Das Mühlauer Fuchsloch<br />
Kalender 2023:<br />
Katharina Marschall & Olga Reiff<br />
Mein Tiroler Naturschätze-Buch<br />
Lukas Verlag Morscher der Wagner‘schen<br />
Innsbruck, Buchhandlung wie es früher einmal war<br />
Verlag 34 S., € der 9,95 Wagner’schen<br />
Buchhandlung, € 19,95<br />
Neue<br />
Puzzles<br />
Innsbruck<br />
Innsbruck Land<br />
Die Tischoferhöhle<br />
Mit 9<br />
Geschichten<br />
& 10 Ausmalbildern.<br />
Schwaz<br />
Kufstein<br />
Katharina Marschall & Olga Reiff<br />
mein Die Teufelsgasse tiroler<br />
Naturschätze-Buch<br />
Mit Walli und Maxl durch die neun Bezirke Tirols<br />
Kitzbühel<br />
Lienz<br />
Der Alte See<br />
© Innsbrucker Stadtarchiv<br />
Wimmelpuzzles<br />
Innsbruck<br />
(100 Teile)<br />
€ 19,95<br />
© Katharina © Marschall Katharina & Olga Marschall Reif & Olga Reif<br />
© Wagner’sche<br />
Der Kreativität freien Lauf lassen und<br />
dabei ganz spielerisch die Tiroler Natur und<br />
Lukas die Heimat Morscher, kennenlernen. Leiter des Das Innsbrucker bietet unser<br />
Stadtarchivs, neues Ausmalbuch hat für für den kleine aktuellen Künstler Kalender<br />
ab ca. wieder 4 Jahren, ganz das besondere von Szenen Wirtschaftskammer<br />
Tirol Geschichte produziert unserer wurde. Landeshaupt-<br />
Mit dem<br />
aus der<br />
bewegten<br />
stadt Tiroler in Naturschätze-Buch Wort und Bild gefasst. lässt Auf sich dem eine<br />
Coverbild kunterbunte sehen Erkundungstour wir eine Fahrradparade durch das<br />
aus ganze dem Land Jahr vom 1921, Kinderzimmer die unter den aus Augen starten.<br />
Die beiden Schaulustiger Abenteurer über Walli die und Innbrü-<br />
Maxl<br />
zahlreicher<br />
cke führen Richtung ihre neugierigen Altstadt zieht. Beobachter Wir erfahren zu ihren<br />
vom Lieblingsplätzen Freizeitvergnügen und haben im „Strandbad jede Menge<br />
Schönruh“, Spaß im Gepäck. dürfen Ob einen im Wald, Blick auf am Flussufer<br />
oder in einer herrschaliche Höhle, überall Villa Blanka erleben sie<br />
die<br />
ursprünglich<br />
werfen, spannende sehen Abenteuer das städtische und nehmen Alltagsleben ganz<br />
mit nebenbei kleinen viel Lebensmittelgeschäften Wissenswertes über Tiere, und<br />
legendären Pflanzen und Wirtshäusern Natur mit. Alle und Tiroler müssen Bezirke<br />
sind mit dass einem Autos wunderschönen einmal eine Rari-<br />
Aus-<br />
erkennen,<br />
tät malbild waren. und Die einer Reise kindgerechten die Vergangenheit Geschichte<br />
hält in diesem einzigartige Buch vertreten Aufnahmen und und machen wunderbar<br />
den erhellende Eltern garantiert Texte von Lust Lukas auf neue Morscher Aus-<br />
auch<br />
bereit, flugsziele. die Bei uns jedem immer wieder neun zum Bilder Staunen, haben<br />
Schmunzeln die Kinder außerdem und Nachdenken die Möglichkeit, bringen. ihren<br />
Und persönlichen nicht selten Naturschatz umfängt zu einen entdecken etwas und<br />
Wehmut hinten im angesichts Buch zu verewigen. der pittoresken Gebäude<br />
oder großzügigen Plätze, die es so<br />
nicht mehr gibt. Unser beliebtes 14-tägiges<br />
Kalendarium Von jedem verkauften ist exklusiv Buch erhältlich geht 1 € an in der die<br />
Wagner’schen Tiroler Kinderkrebshilfe! Buchhandlung.<br />
Da es so großen Spaß macht, gemeinsam<br />
mit Kindern Wimmelbücher anzusehen,<br />
gibt werden es im demnächst Verlag der im Wagner’schen Verlag der Wagner’- Buchhandlung<br />
schen Buchhandlung passend dazu auch drei Wimmelpuzzles<br />
kunterbunte<br />
Wimmelpuzzles. erscheinen. Puzzles Puzzles sind ein sind wunder-<br />
ein wunderbarer<br />
Zeitvertreib, stärken die kognitive<br />
Entwicklung und das Staunen über das<br />
Ergebnis ist jedes Mal wieder ein großes<br />
Vergnügen. Illustratorin Bettina Egger<br />
hat zusammen mit Maria Kittler 2019<br />
das<br />
das erfolgreiche „Innsbruck-Wimmelbuch“ in<br />
in unserem Verlag Verlag veröffentlicht, kurz kurz darauf<br />
darauf folgte das folgte „Tirol das Wimmelbuch“. Tirol Wimmelbuch. Ihre Ihre<br />
Recherchetouren für diese Wimmelbücher<br />
waren aufwändig! Sie haben viele Menschen<br />
in den einzelnen Bezirken getroffen, sind<br />
gewandert, haben Vögel und andere Tiere<br />
beobachtet, waren bei Stadtführungen<br />
dabei, trotzten Wind, Regen und Kälte. Da<br />
wir in jede einzelne Seite unserer Wimmelbücher<br />
verliebt sind, haben wir entschieden,<br />
gleich drei verschiedene Wimmelpuzzles<br />
zu produzieren: die Innsbrucker Hofburg,<br />
Schloss Ambras und ein Motiv aus dem<br />
Roten Kreuz-Wimmelbuch, das ebenso von<br />
Bettina Egger gestaltet wurde.<br />
Die magische Eule Navajo<br />
Der erste Eulenkalender der Tiroler Tierfotografin Bella Steger.<br />
Exklusiv im Verlag der Wagner’schen Buchhandlung<br />
Die geheimnisvolle Aura von Eulen fasziniert<br />
die Menschen schon seit der Antike.<br />
Künstler aller Epochen stellten Eulen dar,<br />
erkannten in ihren Gesichtern mit den<br />
markanten Augen menschliche Züge und<br />
wurden von ihrer Fähigkeit, Dinge zu<br />
sehen, die eigentlich im Dunkeln verborgen<br />
sind, inspiriert.<br />
In der griechischen Mythologie tritt die<br />
Eule als Begleiterin von Athene, der Göttin<br />
der Weisheit in Erscheinung. Unter anderem<br />
deshalb gelten Eulen als Symbol für Weisheit<br />
und Klugheit und werden auch immer<br />
wieder mit Doktorhut, Talar und Brille und<br />
mit Büchern abgebildet.<br />
Auch das Logo der Wagner’schen steht<br />
seit Jahrzehnten im Zeichen der Eule. Und<br />
weil dieses magische Wesen in unserem<br />
ersten regionalen Tierkalender die Hauptrolle<br />
spielt, bot sich für uns die einmalige<br />
Gelegenheit, eine echte Eule namens Navajo<br />
in der Buchhandlung einmal in Szene zu<br />
setzen und ihr einen Platz auf dem aktuellen<br />
Magazincover zu geben.*<br />
„Die Eule Navajo<br />
ist ein faszinierendes<br />
Wesen. Sein Blick<br />
ist durchdringend,<br />
man fühlt sich als<br />
Mensch erkannt.“<br />
Gerlinde Tamerl,<br />
Wagner’sche Buchhandlung<br />
<strong>No</strong>ch mehr stimmungsvolle Eulen-Aufnahmen<br />
gibt es in dem großformatigen<br />
Kalender der Tiroler Tierfotografin Bella<br />
Steger zu bestaunen. Sie hat die innige Beziehung<br />
ihrer Tochter Ilvy und dem zahmen<br />
Uhu Navajo in magische Bilder gebannt<br />
und erzählt uns ihre Geschichte.<br />
Seit vier Jahren lebt Navajo, der als Uhu<br />
zur größten Eulenart der Welt zählt, bei<br />
dem Mutter-Tochter-Gespann. Anfangs<br />
war er scheu und ängstlich, weil er das Vertrauen<br />
in Menschen verloren hatte. Mit viel<br />
Zuwendung und Geduld ist es Bella und<br />
Ilvy gelungen, das Zutrauen des empfindsamen<br />
Uhus zu gewinnen. Seither sind sie<br />
unzertrennlich und Navajo ist der Ruhepol<br />
der Familie geworden. Seine märchenhaft<br />
magische Ausstrahlung ist auf den beeindruckenden<br />
Bildern, die in Tiroler Wiesen<br />
und Wäldern entstanden sind, zu sehen.<br />
© Tamerl<br />
© Bella Steger<br />
Navajo<br />
Eine Eule fürs Leben<br />
Bella Steger und Navajo sind auch<br />
beruflich ein unzertrennliches Team. Als<br />
hauptberufliche Tierfotografin bietet sie<br />
einzigartige Fotoshootings mit ihrer Eule an.<br />
Damit ermöglicht sie auch anderen Menschen<br />
die Begegnung mit ihrem besonderen<br />
Gefährten. Das Wohlbefinden von Navajo<br />
steht dabei kompromisslos an erster Stelle.<br />
Er lebt bei Bella und Ilvy artgerecht und<br />
unter streng kontrollierten Auflagen, die für<br />
die Haltung von Wildtieren notwendig sind.<br />
Viele weitere Informationen zu Bella<br />
Steger, ihren faszinierenden Tieren und den<br />
Fotoshootings: www.bellasteger.at<br />
Magische Momente fotografiert in Tirol<br />
2023<br />
Kalender 2023:<br />
Navajo. Eine Eule fürs Leben<br />
Magische Momente<br />
fotografiert in Tirol<br />
Kalender 2023, Format: 60x45 cm<br />
€ 34,90, Erscheint im <strong>No</strong>vember<br />
Mitmachen<br />
und einzigartigen<br />
Preis gewinnen!<br />
Sichern Sie sich ein Exemplar der<br />
limitierten Auflage und nehmen Sie an<br />
einem exklusiven Gewinnspiel teil.<br />
Wer den Kalender bis zum 31. Oktober<br />
2022 in der Wagner’schen Buchhandlung<br />
vorbestellt, kann am Gewinnspiel teilnehmen.<br />
Zu gewinnen gibt es ein zweistündiges<br />
Fotoshooting von Bella Steger<br />
mit der Eule Navajo in der nahegelegenen<br />
Umgebung.<br />
Bestellungen:<br />
gerlinde.tamerl@wagnersche.at<br />
oder telefonisch unter: 0512 / 59 50 50<br />
*Für das Coverfoto wurde Navajo natürlich in seiner<br />
gewohnten Umgebung fotografiert und nur in das<br />
Bild montiert.
Alle Veranstaltungen<br />
im Überblick<br />
Kinderlesungen im Herzen<br />
der Altstadt Halleins<br />
Stierle<br />
Kelten- Buchhandlung<br />
Hallein<br />
Oktober 2022 bis Februar 2023<br />
Eine Veranstaltungsreihe im neuen, märchenhaften<br />
Leseraum nur für Kinder. Von Susanna Pristovnik-Schwarz<br />
Oktober<br />
Do 20.10.22<br />
Do 20.10.22<br />
Di 25.10.22<br />
Fr 28.10.22<br />
Sa 29.10.22<br />
<strong>No</strong>vember<br />
Do 03.11.22<br />
Do 03.11.22<br />
Fr 04.11.22<br />
Fr 04.11.22<br />
Sa 05.11.22<br />
Mina König<br />
18:30 Uhr, Stöger<br />
Eintritt frei<br />
Julya Rabinowich<br />
19:00 Uhr, Leporello<br />
Eintritt € 9,00<br />
Wlada Kolosowa<br />
19:00 Uhr, Stierle<br />
Eintritt € 5,00<br />
Tess Gerritsen<br />
19:30 Uhr, Wagner’sche<br />
Eintritt € 7,00 / 9,00<br />
Wagner’sche KIDS:<br />
Vorlesestunde mit Selina<br />
14:30 Uhr, Wagner’sche<br />
Eintritt frei<br />
Workshop:<br />
Nahrungsmittelintoleranz<br />
von Dr. Maximilian<br />
Ledochowski<br />
16:30 Uhr, Wagner’sche<br />
Eintritt frei<br />
Tanja Raich<br />
18:30 Uhr, Kelten<br />
Eintritt frei<br />
Tanja Raich<br />
19:00 Uhr, Stierle<br />
Eintritt € 5,00<br />
<strong>No</strong>rbert Philipp<br />
18:30 Uhr, Stöger<br />
Eintritt frei<br />
Lesung in der<br />
Kinderlounge<br />
10:00 Uhr, Kelten<br />
Eintritt € 5,00<br />
Sa 05.11.22<br />
Do 10.11.22<br />
Fr 11.11.22<br />
Fr 11.11.22<br />
Mi 16.11.22<br />
Do 17.11.22<br />
Fr 18.11.22<br />
Do 24.11.22<br />
Fr 25.11.22<br />
Di 29.11.22<br />
Di 29.11.22<br />
Anja Bachl<br />
19:00 Uhr, Stierle<br />
Eintritt frei<br />
Alex Capus<br />
19:30 Uhr, Wagner’sche<br />
Eintritt € 7,00 / 9,00<br />
Helena Adler und<br />
Anna Stadler<br />
19:00 Uhr, Stierle<br />
Eintritt € 5,00<br />
Robert Menasse<br />
19:30 Uhr, Wagner’sche<br />
Eintritt € 7,00 / 9,00<br />
Eva Rossmann<br />
19:00 Uhr, Leporello<br />
Eintritt € 9,00<br />
Workshop:Katherine Bader<br />
Kreatives Schreiben<br />
17:00 Uhr, Wagner’sche<br />
Eintritt frei<br />
Lukas Resetarits<br />
19:00 Uhr, Leporello<br />
Eintritt € 9,00<br />
Peter Waldeck<br />
19:00 Uhr, Stöger<br />
Eintritt frei<br />
Wagner’sche, Wagner’sche Altstadt Bücher Stierle Stierle Kelten-Buchhandlung,<br />
Leporello die Buchhandlung, Stöger – Leporello die Buchhandlung<br />
<strong>No</strong>rbert Gstrein<br />
19:30 Uhr, Wagner’sche<br />
Eintritt € 7,00 / 9,00<br />
Wagner’sche KIDS:<br />
Vorlesestunde mit Maria<br />
14:30 Uhr, Wagner’sche<br />
Eintritt frei<br />
Peter Blaikner<br />
19:00 Uhr,<br />
Stadtbibliothek Hallein<br />
Eintritt frei<br />
Dezember<br />
Do 01.12.22<br />
Sa 03.12.22<br />
Di 06.12.22<br />
Mi 07.12.22<br />
Fr 16.12.22<br />
Sa 17.12.22<br />
Jänner<br />
Sa 07.01.23<br />
Di 31.01.22<br />
Februar<br />
Sa 04.02.23<br />
Robert Menasse<br />
19:00 Uhr, Leporello<br />
Eintritt € 9,00<br />
Lesung in der<br />
Kinderlounge<br />
10:00 Uhr, Kelten<br />
Eintritt frei<br />
Literarisches Haus-<br />
Quartett<br />
19:30 Uhr, Wagner’sche<br />
Eintritt frei<br />
Mikael Vogel &<br />
Ágnes Czingulzski<br />
19:30 Uhr, Wagner’sche<br />
Eintritt frei<br />
Wagner’sche KIDS:<br />
Vorlesestunde mit<br />
Dominik und Gerlinde<br />
14:30 Uhr, Wagner’sche<br />
Eintritt frei<br />
Wagner’sche KIDS:<br />
Thomas Brezina:<br />
Weihnachtsgeschichte<br />
in Reimen<br />
14:30 Uhr, Wagner’sche<br />
Eintritt frei<br />
Lesung in der<br />
Kinderlounge<br />
10:00 Uhr, Kelten<br />
Eintritt frei<br />
Margit Auer<br />
16:30 Uhr, Hotel Kaiser<br />
Franz Josef, Sieveringer<br />
Straße 4, Wien<br />
Eintritt frei.<br />
Lesung in der<br />
Kinderlounge<br />
10:00 Uhr, Kelten<br />
Eintritt frei<br />
# unabhängig<br />
In unserer Buchhandlung, mitten im<br />
Herzen der Halleiner Altstadt, gibt es seit<br />
Kurzem einen eigenen märchenhaften Leseraum,<br />
der nur für Kinder reserviert ist.<br />
Dort oben im ersten Stock haben wir ein<br />
wahrhaftes Refugium für kleine Bücherwürmer<br />
und die, die es noch werden wollen,<br />
geschaffen! Auf bunten Kissen und einem<br />
riesigen Teppich, umgeben von allerlei<br />
bunten Plakaten aus der Welt der Kinderbücher,<br />
kann unterhaltsamen Geschichten<br />
gelauscht werden.<br />
Da manchen Kindern das reine Zuhören<br />
ohne visuelle Darbietung aber gar<br />
nicht mehr so leicht fällt, haben wir uns<br />
überlegt, wie man den Kleinen dies wieder<br />
näherbringen könnte. Hierfür haben wir<br />
eine gelungene Kooperation mit Schauspielstudierenden<br />
des Salzburger Thomas-<br />
Bernhard-Instituts aufgebaut. Diese lesen<br />
den Kindern gekonnt und fesselnd jeden<br />
ersten Samstag im Monat aus einem Buch<br />
vor – nach Art eines Live-Hörspiels sozusagen!<br />
Bei der Begrüßung am Beginn jeder<br />
Lesung staunen die Kinder immer, wenn<br />
man ihnen erklärt, dass der Raum, in dem<br />
sie sitzen, bereits seit 600 Jahren existiert.<br />
Dass dieser Raum früher als sogenannte<br />
„Schwarzkuchl“ diente, in der man Speck<br />
und Würste geräuchert hat, sorgt wiederum<br />
für allgemeines Kichern.<br />
Gelesen werden verschiedene Titel<br />
der aktuellen Kinderliteratur und bei so<br />
manchem Termin meistern das sogar zwei<br />
Studierende des Thomas-Bernhard-Instituts,<br />
da sich die Dialoge hervorragend für<br />
eine Lesung zu zweit eignen. Da fütterten<br />
sich schon eine „lahme Ente“ und ein<br />
„blindes Huhn“ gegenseitig mit Erdnüsschen<br />
und eine „Krähe“ und ein „Kind“<br />
stoppten in unserem Leseraum für eine<br />
Mitfahrgelegenheit auf einer Autobahn!<br />
Einmal wurden sogar Geschichtenschiffchen<br />
zum Mitnehmen verteilt, genau wie<br />
sie in dem Buch „Grimm & Möhrchen“<br />
13<br />
vorkommen. Die großartige Performance<br />
der Kunstschaffenden lässt nicht nur das<br />
Herz der Kinder höherschlagen, sondern<br />
erntet auch viel Lob von den erwachsenen<br />
Begleitungen.<br />
Außerdem hatten wir bereits spektakuläre<br />
Highlights wie die österreichische<br />
Illustratorin <strong>No</strong>ra Leitl mit ihrem Buch<br />
„Krissi Krampus“, die uns im Frühjahr<br />
2023 in unserem Leseraum wieder die<br />
Ehre erweisen wird. Auch der Puppenspieler<br />
Stefan Karch ist aus der Steiermark<br />
angereist und hat das Publikum mit seinem<br />
Fantasietheater zum Kochen gebracht.<br />
Ob groß, ob klein – jede Person war bisher<br />
hingerissen und es gibt bereits kleine<br />
Stammzuhörende, die sich keinen Termin<br />
entgehen lassen!<br />
Hardfacts:<br />
Jeden ersten Samstag im Monat,<br />
immer um 10:00 Uhr<br />
Eintritt kostenlos!<br />
Kinder-Leseraum, 1. Stock in der<br />
Keltenbuchhandlung, Sigmund-<br />
Thun-Str. 9, 5400 Hallein<br />
Highlights<br />
demnächst:<br />
Josefine Merkatz, Dezember 2022<br />
<strong>No</strong>ra Leitl, Frühjahr 2023<br />
© Susanna Pristovnik-Schwarz © Susanna Pristovnik-Schwarz<br />
© Susanna Pristovnik-Schwarz<br />
© Susanna Pristovnik-Schwarz
Stöger–<br />
Leporello die<br />
Buchhandlung<br />
Wien<br />
Mina König<br />
Das Genre der Romanbiografien erfreut<br />
sich derzeit großer Beliebtheit. Emily<br />
Walton hat schon über F. Scott Fitzgerald<br />
und Ernest Hemingway geschrieben.<br />
Unter ihrem neuen Pseudonym Mina<br />
König lässt sie uns nun in die Welt von<br />
Meret Oppenheimer eintauchen.<br />
Künstlerin. Sie arbeitet auf ihren großen<br />
Durchbruch hin. Als Autorin und Leserin<br />
kann man da gut mitfiebern. Außerdem war<br />
diese Zeit historisch sehr interessant, zumal<br />
Meret Oppenheim jüdische Wurzeln hatte.<br />
Was mich sehr beeindruckt hat: In<br />
Ihrem Buch ringt Meret Oppenheim<br />
immer wieder konsequent um ihre<br />
persönliche Freiheit und versucht<br />
beharrlich, sich über gesellschaftliche<br />
Konventionen hinwegzusetzen. Darin<br />
ist sie eine sehr heutige Figur, denn<br />
weibliche Selbstermächtigung ist ein<br />
wichtiges gesellschaftliches Thema.<br />
Hat das Leben der Meret Oppenheim<br />
Sie auch persönlich inspiriert?<br />
Selbstverständlich. Es gibt ein berühmtes<br />
Zitat von ihr: „Die Freiheit wird einem<br />
nicht gegeben, man muss sie nehmen“.<br />
Ich habe es als Postkarte neben meinem<br />
Schreibtisch stehen – denn es erinnert mich<br />
daran, mir den Mut für meine Ziele und<br />
Vorhaben zu nehmen.<br />
© Emily Walton<br />
Das Genre<br />
der Romanbiografien<br />
ist<br />
ein wunderbares<br />
Format.<br />
Was fasziniert Sie persönlich<br />
an diesen Lebensgeschichten in<br />
literarischer Form im Gegensatz zu<br />
einer Biografie als Sachbuch?<br />
Das Genre der Romanbiografien ist ein<br />
wunderbares Format, um spannende, aber<br />
oftmals in Vergessenheit geratene Persönlichkeiten<br />
vor den Vorhang zu holen.<br />
Leser*innen können so in das Leben der<br />
Figur und in spannende Epochen eintauchen,<br />
ohne gleich eine faktenreiche<br />
Biografie zu lesen. Eine Biografie hingegen<br />
setzt ein bestimmtes „Sitzfleisch“ voraus.<br />
Sie haben bereits mehrere<br />
erfolgreiche Romane über berühmte<br />
weibliche Persönlichkeiten verfasst.<br />
Was hat Sie an Meret Oppenheim<br />
gereizt?<br />
Meret Oppenheim lebte in den 1930ern<br />
in Paris – meinem Lieblingsschauplatz.<br />
Sie hatte einen faszinierenden Bekanntenkreis:<br />
Pablo Picasso, Salvador Dalí, Joan<br />
Miró, André Breton, Max Ernst und<br />
Marcel Duchamp zählten dazu. In dieser<br />
Künstlerrunde war sie eine der wenigen<br />
Frauen, hat aber schnell klar gemacht,<br />
dass sie keine Muse sein möchte. Ihr<br />
Freigeist, ihre Lebensfreude und ihre<br />
Experimentierfreudigkeit haben mir<br />
imponiert.<br />
Ihre lebendige Beschreibung der<br />
Surrealistenszene im Paris der 30er<br />
ist wunderbar zu lesen.<br />
Haben Sie eine besondere Affinität<br />
zu bildender Kunst?<br />
Nur ein tiefgehendes persönliches<br />
Interesse. Ich brenne seit Jahren für das<br />
Paris der 1920er- und 1930er-Jahre.<br />
Ursprünglich war es die literarische<br />
Szene rund um F. Scott Fitzgerald und<br />
Ernest Hemingway, die mich reizte,<br />
danach habe ich meine Fühler in alle<br />
Richtungen ausgestreckt.<br />
Wie haben Sie für Ihr Buch<br />
recherchiert? Was waren Ihre<br />
Quellen?<br />
Natürlich habe ich zunächst mit Biografien<br />
und Dokumentationen über Meret<br />
Oppenheim und die anderen Figuren im<br />
Buch begonnen. Eine wichtige Quelle war<br />
das Buch Worte nicht in giftige Buchstaben<br />
einwickeln. Es wurde von Meret<br />
Oppenheims Nichte und einer Kunstkritikerin<br />
herausgegeben. Hierin sind etwa<br />
Oppenheims Briefe gesammelt. Die Herausforderung<br />
bei einer Romanbiografie aber ist<br />
es, die Figuren wirklich mit Leben zu füllen.<br />
Dafür muss man herausfinden, wie die<br />
Menschen in der jeweiligen Zeit wirklich gelebt<br />
haben: Was haben sie gegessen? Welche<br />
Musik haben sie gehört? Welche Autos sind<br />
sie gefahren? Wie haben sie sich gekleidet?<br />
Da hilft das Internet sehr. Und natürlich<br />
musste ich nach Paris reisen.<br />
An welchen Stellen oder mit welchen<br />
Figuren haben Sie zusätzlich zu<br />
belegten Ereignissen Ihre literarische<br />
Fantasie walten lassen?<br />
Meret Oppenheims Leben bildet das<br />
Grundgerüst für diesen Roman, nichtsdestotrotz<br />
ist er eine fiktive Geschichte.<br />
Es ist belegt, dass Meret eine Affäre mit<br />
Max Ernst hatte und angedeutet, dass sie<br />
kurz mit Marcel Duchamp liiert war – aber<br />
wir wissen natürlich nicht, wie sie geflirtet<br />
haben oder wo sie sich berührt haben. Die<br />
Dialoge und einzelnen Szenen entstammen<br />
somit meiner Fantasie.<br />
Sie beschreiben in dem Buch nur<br />
einen bestimmten Ausschnitt aus dem<br />
Leben der berühmten Künstlerin.<br />
Warum haben Sie sich für die Jahre<br />
1933–1935 entschieden?<br />
Dieser Abschnitt war für mich der spannendste:<br />
Meret Oppenheim wird in Paris<br />
endgültig erwachsen und etabliert sich als<br />
Ein Gespräch mit Ina Cassik<br />
Mina König ist das neue Pseudonym der anglo-österreichischen<br />
Journalistin und Autorin Emily Walton<br />
(geb. 1984 in Oxford/UK). Sie studierte Journalismus<br />
und Germanistik in Wien. Zuletzt unter Emily<br />
Walton erschienen: Der Sommer, in dem F. Scott<br />
Fitzgerald beinahe einen Kellner zersägte (Braumüller,<br />
2016) und Miss Hollywood. Mary Pickford und das<br />
Jahr der Liebe. (Heyne, 2021). Mit ihrer Familie lebt<br />
sie im Süden von Wien. www.emilywalton.at<br />
Buchtipp:<br />
Mina König:<br />
Mademoiselle Oppenheim –<br />
Sie liebte das Leben und erfand<br />
die moderne Kunst<br />
Heyne Verlag, 512 S., € 13,40<br />
Lesung:<br />
Mina König liest aus<br />
Mademoiselle Oppenheim<br />
Do., 20. Oktober 2022,<br />
18:30 Uhr<br />
Stöger – Leporello die Buchhandlung,<br />
Obkirchergasse 43,<br />
1190 Wien<br />
Eintritt frei!<br />
Um Anmeldung wird gebeten:<br />
01 / 320 34 49 oder<br />
office@stoegerbuch.at
© Haymon Verlag / Fotowerk Aichner<br />
Das Krimifest wird fünf !<br />
Und bringt den internationalen Krimistar Tess Gerritsen<br />
(u.a. Rizzoli & Isles) nach Innsbruck.<br />
Im Oktober werden wieder nervenaufreibende<br />
Kriminalfälle gelöst, skrupellose<br />
Verbrecher*innen ausgeforscht und heiße<br />
Spuren verfolgt – die eine oder andere<br />
Lachträne darf dabei natürlich auch<br />
vergossen werden. Tirol steht wieder im<br />
Zeichen des Kriminalromans und sorgt für<br />
feinste Unterhaltung.<br />
Vom urban-düsteren Psychothriller über<br />
beliebte Serienermittler*innen und charmant-komische<br />
Regionalkrimis, von der<br />
beschaulichen Landidylle bis zum Großstadtschauplatz,<br />
von Krimis zum Lachen<br />
bis zu gesellschaftskritischen Romanen, die<br />
zu aktuellen Themen Stellung beziehen –<br />
die Vielfalt des Kriminalromans ist groß.<br />
Genau diese Vielfalt möchten wir auch in<br />
unserem Programm abbilden und bieten<br />
dem Tiroler Publikum sieben spannende<br />
Tage mit Lesungen von internationalen<br />
Stars und deutschsprachigen Publikumslieblingen.<br />
Eine ganze Woche lang durchdringt der<br />
Krimi unser Bundesland und die Gebirgslandschaft<br />
wird zur Krimilandschaft – bis<br />
in die entlegensten Orte und Winkel. Auch<br />
in der Landeshauptstadt wird das Krimifest<br />
ordentlich gefeiert.<br />
© Orla Connolly © Rafaela Pröll<br />
Eröffnung 22. Oktober<br />
Eröffnet wird der Krimi-Reigen<br />
im Treibhaus, wo Ellen Dunne,<br />
Frank Goldammer, Andreas Gruber,<br />
Judith Merchant und Martina Parker<br />
für Hochspannung sorgen.<br />
25. Oktober – Petera<br />
Am 25. Oktober sind zwei<br />
österreichische Autorinnen am Ruder:<br />
bei Petera nehmen uns Alex Beer und<br />
Martina Parker mit in vergangene Zeiten –<br />
und östliche Bundesländer.<br />
© fotowerk-aichner © Fotowerk Aichner<br />
23. Oktober – Treibhaus<br />
Weiter machen am 23. Oktober,<br />
ebenfalls im Treibhaus, Bernhard Aichner<br />
und Thomas Raab. Und gerüchteweise<br />
soll dort nicht nur gelesen, sondern auch<br />
gesungen werden.<br />
26. Oktober – Telfs<br />
Am Mittwoch, 26. Oktober liest der<br />
aktuelle Österreichische Krimipreisträger<br />
Herbert Dutzler in Telfs.<br />
Wir feiern wieder!<br />
Das Krimifest Tirol:<br />
von 22. – 28. Oktober<br />
17<br />
# unabhängig<br />
© Jens Oellermann © Derek Henthorn<br />
24. Oktober – Treibhaus<br />
Am 24. Oktober zieht das Allgäu ins<br />
Treibhaus ein – mit Volker Klüpfel,<br />
Michael Kobr und deren legendärem<br />
Kommissar Kluftinger, der in seinem neuen<br />
Fall ziemlich ins Schwitzen kommt.<br />
28. Oktober – Wagner’schen<br />
Das große Finale gibt es schließlich<br />
am 28. Oktober mit Tess Gerritsen in der<br />
Wagner’schen. Mehr dazu? Umblättern!
Tess<br />
Gerritsen<br />
Ärztinnen beschäftigen sich<br />
ebenso wie Krimiautorinnen mit<br />
Menschen in Krisensituationen.<br />
Ein Interview von Linda Müller<br />
Wagner’ sche<br />
Innsbruck<br />
© Derek Henthorn<br />
Etwas,<br />
das Drama<br />
mit Humor<br />
verbindet.<br />
# unabhängig<br />
Liebe Tess, Österreich freut sich<br />
schon sehr auf deinen Besuch. Warst<br />
du schon einmal hier – und gibt esetwas,<br />
auf das du besonders<br />
gespannt bist?<br />
Ich war schon einmal in Wien und freue<br />
mich sehr darauf, diese schöne Stadt<br />
wiederzusehen. (Und ich hoffe, dass ich<br />
wieder ein köstliches regionales Essen<br />
genießen kann!)<br />
Du hast eine besondere Affinität zu<br />
klassischer Musik, die auch schon<br />
den Weg in deine Bücher gefunden<br />
hat. Gibt es Komponist*innen aus<br />
Österreich, deren Musik du magst?<br />
Ich habe als Kind Klavierspielen gelernt<br />
und Schubert war einer meiner liebsten<br />
Komponisten. Seine Musik ist melodisch<br />
und zutiefst bewegend; sie ist so emotional,<br />
dass sie natürlich sehr oft in Filmsoundtracks<br />
verwendet wird.<br />
Hätte dein neuer Roman einen<br />
Soundtrack: welcher wäre das?<br />
Keine Ahnung! Etwas, das Drama mit<br />
Humor verbindet.<br />
Detective Rizzoli und<br />
Gerichtsmedizinerin Isles, Jane<br />
Rizzoli und ihre Mutter: Komplexe<br />
Beziehungen zwischen Frauen<br />
spielen eine wichtige Rolle in<br />
Mutterherz. Wie wichtig sind<br />
Frauenfreundschaften für dich?<br />
Ich bin generell eher eine Einzelgängerin,<br />
aber ich habe einige sehr enge Freundschaften<br />
mit Frauen, die schon fast vier<br />
Jahrzehnte andauern. Über die Jahre<br />
beobachten wir uns dabei, wie wir älter<br />
werden – aber niemals langweilig!<br />
19<br />
Bevor du zur Bestsellerautorin<br />
wurdest, hast du als Ärztin<br />
gearbeitet. Haben diese beiden<br />
Berufe etwas gemeinsam?<br />
Beide beschäftigen sich sehr intensiv<br />
mit Menschen in Krisensituationen.<br />
Ärzt*innen treffen oft auf Menschen in<br />
großer <strong>No</strong>t – wenn sie krank oder dem<br />
Tode nahe sind oder auch, wenn jemand<br />
stirbt, den sie lieben. Kriminalromane und<br />
Thriller blicken ebenfalls oft auf Menschen<br />
in Krisensituationen. Menschen, die verängstigt<br />
oder verzweifelt genug sind, einen<br />
Mord zu begehen.<br />
Wir kennen Rizzoli und Isles<br />
nicht nur aus deinen spannenden<br />
Büchern, sondern auch von den<br />
Fernsehbildschirmen. Ähneln die<br />
Darstellerinnen den Figuren, die du<br />
beim Schreiben im Kopf hast?<br />
Optisch überhaupt nicht! Jane Rizzoli ist<br />
eine normale, nicht auffällig attraktive<br />
Frau. In der Serie wird sie allerdings von<br />
wunderschönen Angie Harmon gespielt.<br />
Im Buch ist Maura Isles dunkelhaarig und<br />
eher der Gothic-Typ. Dargestellt wird sie<br />
von der blonden und manchmal sehr lustigen<br />
Sasha Alexander.<br />
Wenn ich meine Romane schreibe, bleibe<br />
ich bei den Charakteren, die ich erschaffen<br />
habe und versuche, die Figuren aus der<br />
Serie nicht beeinflussen zu lassen, wie ich<br />
sie sehe. Ich möchte, dass das Roman-Universum<br />
konsistent bleibt, weil viele<br />
Leser*innen die Serie niemals sehen werden.<br />
Für sie wäre es verwirrend, wenn ich<br />
das Auftreten meiner Figuren plötzlich<br />
verändern würde.<br />
Tess Gerritsen vereint erzählerisches Können,<br />
medizinisches Wissen und psychologische Tiefe.<br />
Bevor sie mit dem Schreiben begann, war die<br />
Autorin erfolgreiche Ärztin. Der internationale<br />
Durchbruch gelang ihr mit dem Thriller Die Chirurgin,<br />
in dem Detective Jane Rizzoli erstmals ermittelt.<br />
Seither sind Tess Gerritsens Bücher um das Bostoner<br />
Ermittlerduo Rizzoli und Isles von den Bestsellerlisten<br />
nicht mehr wegzudenken. Die Autorin lebt mit<br />
ihrer Familie in Maine.<br />
Buchtipp:<br />
Tess Gerritsen:<br />
Listen To Me<br />
Bantam Press Verlag, 320 S.,<br />
€ 20,60<br />
Buchtipp:<br />
Tess Gerritsen:<br />
Mutterherz<br />
Limes Verlag, 384 S., € 22,70<br />
Buchpräsentation:<br />
Mutterherz<br />
Lesung: Tess Gerritsen<br />
Deutsche Stimme:<br />
Julia Nachtmann<br />
Moderation: Angela Spizig<br />
Abend: engl./deutsch<br />
Fr., 28. Oktober 2022,<br />
19:30 Uhr<br />
Wagner’sche Buchhandlung,<br />
Museumstraße 4, Innsbruck<br />
Eintritt: € 9,00 / € 7,00 mit<br />
Wagner- oder Ö1-Card
Tanja Raich<br />
Ihr zweiter Roman erzählt von einer<br />
Frau und einer tropischen Wildnis,<br />
deren Untergang unausweichlich scheint.<br />
Ein Gespräch mit Gerlinde Tamerl<br />
Bücher<br />
Stierle<br />
Salzburg<br />
Stierle<br />
Kelten- Buchhandlung<br />
Hallein<br />
© Minitta Kandlbauer<br />
Zuerst ist ein<br />
Satz da, dann<br />
kommt die<br />
Geschichte.<br />
# unabhängig<br />
Ihr neuer Roman Schwerer als das<br />
Licht widmet sich dem Klimawandel.<br />
Warum wollten Sie sich literarisch<br />
mit einem globalen, mit einem so<br />
großen Thema auseinandersetzen?<br />
Beim Schreiben denke ich nicht, ich will<br />
mich jetzt mit dem Klimawandel beschäftigen,<br />
dies oder jenes Thema zur<br />
Debatte stellen. Zuerst ist ein Satz da, dann<br />
kommt die Geschichte, und welche aktuellen<br />
Themen hineingelesen werden können,<br />
kommt erst danach.<br />
Schwerer als das Licht beschreibt<br />
die Pracht eines tropischen<br />
Dschungels vor dem Untergang.<br />
Wie sehr hat Ihr Schreibaufenthalt in<br />
Sri Lanka das Thema Ihres Romans<br />
bestimmt?<br />
Die Idee zum Roman hatte ich schon vor<br />
meinem Schreibaufenthalt in Sri Lanka, ich<br />
habe dort aber meine Recherche vertiefen<br />
können, viele Beobachtungen haben zu<br />
neuen Szenen geführt. Allein die Sonnenuntergänge,<br />
die Formation der Wolken<br />
waren Inspiration genug. Ich habe dort in<br />
einem Apartment gewohnt, in dem alles<br />
offen war und mich nachts Leuchtkäfer,<br />
Palmenhörnchen und jede Menge Moskitos<br />
besucht haben. Eine Baumart, die in der<br />
„One World Foundation“ zu finden ist, hat<br />
auch einen Auftritt im Roman bekommen.<br />
Der Baum heißt „Barringtonia asiatica“<br />
und die Blüten öffnen sich nur nachts und<br />
sind am Morgen auf dem Boden verstreut.<br />
21<br />
Sie sind erfolgreich als<br />
Schriftstellerin und gestalten<br />
auch das Literatur- und<br />
Kinderbuchprogramm des<br />
renommierten Leykam Verlags.<br />
Das sind zwei Berufe in einem Leben.<br />
Wie schaffen Sie das zeitlich?<br />
Ich weiß es manchmal selbst nicht. Ich<br />
arbeite oft ununterbrochen, beantworte<br />
Mails auf meinem Telefon oder am<br />
Laptop, während ich auf Reisen bin. Im<br />
Verlag arbeite ich allerdings schon seit<br />
vielen Jahren nur Teilzeit und oft auch<br />
asynchron. Ohne flexible Arbeitszeiten und<br />
die Möglichkeit längerer Abwesenheiten<br />
könnte ich mit Sicherheit nicht beides machen,<br />
aber gerade, dass ich beides mache,<br />
ist für beide Berufe sehr fruchtbar.<br />
Viele Publikationen, die unter<br />
Ihrer Ägide erscheinen, werden<br />
erfolgreich. Wie gehen Sie mit<br />
diesem Erfolgsdruck um?<br />
Der ist natürlich immer da, dieser Druck,<br />
gerade in Zeiten, in denen es der Branche<br />
insgesamt nicht sonderlich gut geht. Trotz<br />
allem mache ich meinen Beruf mit Leidenschaft<br />
und es gibt unterschiedlichste Arten<br />
von Erfolg. Der erste und wichtigste Erfolg<br />
ist sowieso, dass eine Idee, ein Manuskript,<br />
zu einem Buch wird.<br />
Was raten Sie jungen<br />
Autor*innen, die es unbedingt<br />
schaffen möchten?<br />
Dranbleiben und Niederlagen<br />
aushalten.<br />
Tanja Raich, 1986 in Meran geboren, lebt als<br />
Lektorin und Autorin in Wien. Ihr Debütroman<br />
Jesolo (Blessing 2019) wurde für den<br />
Österreichischen Buchpreis Debüt 2019, sowie<br />
für den Alpha Literaturpreis 2019 nominiert.<br />
Soeben ist ihr Roman Schwerer als das Licht<br />
(Blessing) erschienen.<br />
Buchtipp:<br />
Tanja Raich:<br />
Schwerer als das Licht<br />
Blessing Verlag, 192 S., € 22,70<br />
Buchtipp:<br />
Tanja Raich:<br />
Jesolo<br />
Heyne Verlag, 224 S., € 10,30<br />
Lesungen:<br />
Do., 03. <strong>No</strong>vember 2022,<br />
Moderation: Hans Hamedinger<br />
18:30 Uhr<br />
Keltenbuchhandlung,<br />
Sigmund-Thun-Straße 9,<br />
Hallein<br />
Eintritt frei<br />
Fr., 04. <strong>No</strong>vember 2022,<br />
19:00 Uhr<br />
Bücher Stierle,<br />
Kaigasse 1,<br />
Salzburg<br />
Eintritt: € 5,00
Anja Bachl<br />
Die junge Lyrikerin erlebt gerade<br />
ein literarisches Hoch, meint Robert Renk<br />
Bücher<br />
Stierle<br />
Salzburg<br />
© Sarah Frühling<br />
Den Sechszeiler<br />
haben die einzelnen<br />
Gedichte<br />
mitgebracht, das<br />
war schnell klar.<br />
# unabhängig<br />
Letztes Jahr der Georg-Trakl-<br />
Förderungspreis und heuer gleich eine<br />
gebundene Ausgabe deiner Gedichte<br />
im Haymon Verlag. Es läuft – oder?<br />
Klingt smooth, ja. Und es läuft auch<br />
tatsächlich, im Sinne von: es gelingt zunehmend,<br />
mit meinem Geschriebenen in<br />
Resonanz zu gehen. Dahinter steckt tatsächlich<br />
auch jahrelange Arbeit. „Es läuft“<br />
bedeutet somit für mich auch eine Ernte<br />
meiner Investitionen der letzten Jahre.<br />
Ich habe als getrennt erziehende Mutter<br />
neben Lohnarbeit und Studium zusätzlich<br />
viel Zeit in das Behirnen von Dingen, das<br />
Erfassen, Erlernen und Verstehen und das<br />
technische Handwerk Schreiben investiert.<br />
Letztes Jahr hat mich Katharina Kiening<br />
dann sehr ermutigt, einen nächsten Schritt<br />
zu tun und ich freue mich täglich auf alles,<br />
was da noch kommt!<br />
Deine Gedichte geben sich dem<br />
strengen Format des Sechszeilers<br />
hin, sind dort aber flatterhaft<br />
frei. Ist es – wie Oskar Pastior es<br />
einst formulierte – das „Korsett,<br />
das dich frei macht“? Und<br />
warum ausgerechnet Sechszeiler?<br />
Zahlenmystik?<br />
weich werden erzählt vom Leben mit allem<br />
Alltag und Abenteuern. Oft unterstreiche<br />
ich mit der Form eines Gedichtes den Inhalt<br />
und als Fan der Gleichzeitigkeit brachten<br />
die Sechszeiler in ihrer Flattrigkeit von<br />
Anfang an beides mit: eine Basis, etwas, das<br />
im nährenden wie auch im nervenden Sinne<br />
oft sehr stet existiert und innerhalb dieser –<br />
nennen wir es äußeren Bedingungen – viel<br />
Bewegtes, Sichentwickelndes, Humorvolles,<br />
jede Menge an was das Leben so bringt.<br />
Von dem her meine ich mit diesen Ambiguitäten<br />
wohl eher das dialogische Prinzip, eine<br />
Korrelation der scheinbaren Widersprüche<br />
und nicht das des Korsetts und der Freiheit.<br />
„Das Korsett, das frei macht“ gilt nun mal<br />
nicht für viele Menschen, denn wir dürfen<br />
23<br />
nicht vergessen: Es stecken sehr viele Privilegien<br />
hinter der Möglichkeit, ein Korsett<br />
als etwas mit Leichtigkeit Behaftetes zu<br />
erleben. Für unzählige Personen bedeuten<br />
bildgesprochene Korsette wohl eher pragmatische<br />
Unfreiheit, Chancenlosigkeit und<br />
Unterdrückung.<br />
Den Sechszeiler haben die einzelnen<br />
Gedichte mitgebracht, das war schnell klar.<br />
Und ja, ich mag die Zahl sechs, einfach so.<br />
„Ich würde mich gerne unter deine<br />
Sprache legen“ heißt es in einem<br />
deiner Gedichte. Unter welche<br />
Sprache würdest du dich gerne legen?<br />
Unter die Sprache meines Sohnes Timon,<br />
der unter dem Künstlernamen „Tevii“<br />
Musik macht. Ich liebe seine Lieder, die<br />
Einfälle, die er hat und bewundere es, wie er<br />
aus seiner Teenagersicht Erlebtes durch den<br />
Kreativfleischwolf dreht und dann daraus<br />
Songs bastelt.<br />
„Wenn du zwei Hosentaschen hast<br />
und beide sind leer, dann sammelst du<br />
woanders“, eine Zeile, die mich sofort<br />
angesprungen ist. Ein so einfaches<br />
und auch so komplexes Bild. Was<br />
würde man in deinen Taschen finden,<br />
wären sie nicht leer?<br />
Einen Kuli, einen kirschroten Lippenstift,<br />
mein heiliges Handy, ein Gackisackerl, den<br />
lautesten Lacher meines Sohnes, Haarsträhnen<br />
meiner Mama und das Blumenbild<br />
meines Pas, ein Glas mit dem Sonnenlicht<br />
von vor den Meereswellen, Stimmbänder,<br />
die den Mund aufmachen, einen<br />
guten Witz, bei dem alle nur lachen, weil<br />
ich keine Witze erzählen kann, das Geheimnis<br />
von Früher im Wald, Schwesternsichtweisen,<br />
Jokerstunden Schlaf, Dolomitenseeblau,<br />
meine Verletzlichkeit, einen Pfirsich,<br />
Freund*innenspitznamen, einen Akkubohrer,<br />
Time Is a Mother von Ocean Vuong<br />
und jede Sekunde Geruchmeinerfreundinsammlung.<br />
Als Innsbrucker muss ich das fragen:<br />
Schon am Traklgrab gewesen?<br />
Nein, das Grab kenne ich nicht. Würde<br />
ich eine Grabbesuchende sein, dann wären<br />
die Gräber von bell hooks, Angela Davis,<br />
Inger Christensen, Malte C., Mercedes<br />
Kierpacz und Jina Amini jene, auf die ich<br />
Blumen lege.<br />
Anja Bachl ist Kunsttherapeutin, Künstlerin und<br />
freie Schriftstellerin. 2021 wurde sie gleich zweimal<br />
ausgezeichnet: Mit dem Irma-von-Troll- Borostyáni-<br />
Preis für journalistische Beiträge und dem Georg-<br />
Trakl-Förderungspreis für Lyrik. Anja Bachls<br />
Sprache ist intensiv, plastisch, direkt. weich werden.<br />
Gedichte ist ihr Lyrik-Debüt.<br />
Buchtipp:<br />
Anja Bachl:<br />
weich werden. Gedichte<br />
Haymon Verlag, 120 S., € 22,90<br />
Buchpräsentation:<br />
Anja Bachl liest aus<br />
weich werden<br />
Sa., 05. <strong>No</strong>vember 2022,<br />
19:00 Uhr<br />
Buchhandlung Stierle,<br />
Kaigasse 1, Salzburg<br />
Eintritt: € 5,00
Alex Capus<br />
Über Realität und Fiktion, Recherche<br />
und Fabulieren, Kleinstadtidylle und die<br />
Anziehungskraft des Wilden Westens.<br />
Ein Gespräch mit Joe Rabl<br />
Wagner’ sche<br />
Innsbruck<br />
© Beni Blaser<br />
Oft dauert es<br />
ein Jahr oder<br />
länger, bis ich<br />
ein Gefühl für<br />
die Geschichte<br />
bekomme.<br />
# unabhängig<br />
Lieber Alex, Susanna beruht wie<br />
viele deiner Bücher auf einer wahren<br />
Geschichte – Susanna, eine junge<br />
Frau aus Basel, die Mitte des<br />
19. Jahrhunderts nach New York<br />
ausgewandert ist, reist in den Westen,<br />
um Sitting Bull, den legendären<br />
Häuptling der Sioux, zu treffen.<br />
Wie bist du auf diese schier<br />
unglaubliche Geschichte gestoßen?<br />
Mein Basler Schriftstellerfreund<br />
Patrick Tschan, dessen neuer Roman<br />
Schmelzwasser vor ein paar Wochen im<br />
Braumüller Verlag erschienen ist, hat mir<br />
die Geschichte bei Pizza und Bier ins Ohr<br />
geflüstert.<br />
In Susanna spielst du wieder mal<br />
gekonnt deine Stärken aus: solide<br />
Recherche und fantasievolle,<br />
atmosphärische „Ausschmückung“<br />
der Leerstellen. Gibt es dann den<br />
einen Punkt, an dem du sagst:<br />
genug recherchiert, jetzt fang’ ich<br />
zu schreiben an? Oder ist es eher so,<br />
dass sich die Geschichte mit der Zeit<br />
in den Vordergrund drängt und du<br />
einfach mit dem Erzählen loslegen<br />
musst?<br />
Oft dauert es ein Jahr oder länger, bis ich<br />
ein Gefühl für die Geschichte bekomme.<br />
Dann muss ich den berühmten ersten Satz<br />
finden, der den Ton für die ganze Geschichte<br />
anschlägt – und diesen Ton dann einfach<br />
bis zur letzten Seite durchhalten.<br />
Wie ist das beim Schreiben mit dem<br />
Verhältnis Realität/Fiktion? Hältst<br />
du dich strikt an die historischen<br />
Fakten? Oder entwickeln deine<br />
Figuren zuweilen ein Eigenleben und<br />
du musst die beglaubigten Fakten<br />
passend machen?<br />
25<br />
Die Figuren bekommen schon ein Eigenleben,<br />
aber wenn ich Fakten behaupte,<br />
müssen die stimmen. Die Lebensdaten<br />
meiner Helden und Heldinnen müssen stimmen<br />
und die Brooklyn Bridge wurde dann<br />
und dann eingeweiht und nicht an einem<br />
anderen Tag.<br />
Du bist mit deinen Figuren immer<br />
wieder in ferne, fremde Welten<br />
aufgebrochen. Dem Wilden Westen<br />
hast du dich vor zehn Jahren schon<br />
einmal gewidmet, im Erzählband<br />
Skidoo. Hat es dir der Wilde Westen<br />
besonders angetan?<br />
Och, nicht so besonders. Aber als Setting<br />
ist der Wilde Westen schon so etwas wie<br />
die Antithese einer wohlgeordneten<br />
europäischen Kleinstadt wie zum Beispiel<br />
Olten, wo ich lebe, oder auch Innsbruck,<br />
nicht wahr?<br />
Sind die vielen abenteuerlichen<br />
Reisen, ob real zu Recherchezwecken<br />
oder „nur“ literarisch, also<br />
auch so was wie ein Ausgleich<br />
zum vergleichsweise idyllischen<br />
Kleinstadtleben?<br />
Nein, ich habe das Glück, genau so und<br />
genau dort zu leben, wo ich will. Wenn ich<br />
morgen nach São Paulo umziehen möchte,<br />
könnte ich das ohne Weiteres tun. Ich lebe<br />
sehr gut in dieser Kleinstadt und bin dankbar,<br />
dass meine Kinder hier in Frieden,<br />
Freiheit und Wohlstand aufwachsen können;<br />
und gleichzeitig bin ich natürlich auch<br />
dankbar, dass mein Beruf es mir erlaubt<br />
hat, bei der Arbeit weite Teile der Welt für<br />
mich zu entdecken.<br />
Lieber Alex, wenn ich richtig<br />
gezählt habe, ist Susanna<br />
dein 23. Buch. So manche davon<br />
hast du in Innsbruck vorgestellt.<br />
Weißt du noch, wie oft du hier<br />
schon gelesen hast?<br />
Nein, tut mir leid! Aber ich weiß, dass es<br />
jedes Mal ein schöner Abend war. Und das<br />
lustigste Ende des lustigsten Abends war<br />
jenes in einem brasilianischen Speiselokal<br />
unter dem Bogen einer Eisenbahnbrücke.<br />
Die Musik war laut und das Essen scharf<br />
gewürzt. Kann das sein? Gibt es in<br />
Innsbruck Gaststätten unter Eisenbahnbrücken?<br />
Es müsste im Westen der Stadt<br />
gewesen sein, glaube ich.<br />
Lokale in den Viaduktbögen der<br />
Eisenbahn gibt es viele in Innsbruck,<br />
ein brasilianisches fällt mir gerade<br />
nicht ein. Aber wo auch immer<br />
das war – wir freuen uns auf einen<br />
weiteren schönen Abend mit dir und<br />
deinem neuen Roman in Innsbruck!<br />
Alex Capus, geboren 1961 in der <strong>No</strong>rmandie, lebt<br />
in Olten. Er schreibt Romane, Kurzgeschichten<br />
und Reportagen. Zahlreiche Auszeichnungen, u. a.<br />
Solothurner Kunstpreis 2020. Bei Hanser zuletzt erschienen:<br />
Reisen im Licht der Sterne (Roman, 20<strong>15</strong>),<br />
Das Leben ist gut (Roman, 2016), Königskinder<br />
(Roman, 2018).<br />
Buchtipp:<br />
Alex Capus:<br />
Susanna<br />
Hanser Verlag, 288 S., € 25,70<br />
Buchpräsentation:<br />
Susanna<br />
Gespräch & Lesung<br />
mit Alex Capus<br />
Moderation: Joe Rabl<br />
Do., 10. <strong>No</strong>vember 2022,<br />
19:30 Uhr<br />
Wagner’sche Buchhandlung,<br />
Museumstraße 4, Innsbruck<br />
Eintritt: € 9,00 / 7,00 mit<br />
Wagner- oder Ö1-Card
© Eva trifft.Fotografie<br />
Meine<br />
Kindheit war<br />
ein Spagat<br />
zwischen Ohm<br />
und Amen.<br />
# unabhängig<br />
Helena Adler<br />
Mit ihrem neuen Roman Fretten führt<br />
uns Helena Adler wieder in die österreichische<br />
Provinz, es geht wie auch im<br />
ersten Buch wenig beschaulich zu. Ein<br />
paar Fragen dazu von Carmen Schwarz<br />
Fretten heißt sich abmühen,<br />
plagen wie viel schriftstellerische<br />
Plagerei steckt in Fretten?<br />
Die Frage ist: wieviel Plackerei steckt in<br />
meinem Leben. Mein ganzes Leben ein<br />
einziges Gfrett. Auch der Schreibprozess<br />
entspricht zuweilen einem Sich-wundreiben.<br />
Ich empfinde allein den Alltag als<br />
Dauerüberlebenskampf, ständig muss man<br />
sich irgendwo drüberfretten. Es hört nie<br />
auf. Mein Dasein? Eine Niederlage, die<br />
mich am Ende in die Knie zwingt, niederlegt.<br />
Ein Zwiespalt. Eine Zwickmühle zwischen<br />
Desaster und Delirium. Dazwischen<br />
drängen sich Hochphasen, Rauschzustände,<br />
die sich weltentrückt anfühlen. Sobald die<br />
Belastung nachlässt und ich ins Narrenkastl<br />
stiere, stecke ich wieder voller Bewunderung<br />
für den Mikrokosmos vor jeder Haustür,<br />
sei es für die Blaumeise am Birnbaum vor<br />
meinem Schreibzimmerfenster, oder den<br />
Kleiber mit seinem altägyptischen Lidstrich,<br />
der sich seinen Baumstamm kopfüber<br />
erobert. Nicht die Welt ist verkehrt,<br />
sondern wir. Nicht er, sondern ich. Aber<br />
sein Anblick weitet mein Herz. Er führt zu<br />
einer Sperrangelweitung. Diesen Zwiespalt<br />
zu verschriftlichen, diese Ambivalenz,<br />
dieses Gfrett zu dokumentieren, relativiert<br />
alles. Das verschafft Linderung.<br />
Die Infantin trägt den Scheitel<br />
links war für viele renommierte<br />
Literaturpreise nominiert, stieß auf<br />
großes Medienecho und begeisterte<br />
die KritikerInnen. Gehst du mit der<br />
Erwartung ähnliches zu erreichen ans<br />
Schreiben?<br />
Niemals. Beim Schreiben habe ich keine<br />
Erwartungshaltung. Beim Sinnieren übers<br />
Ernten danach schon.<br />
In deinen Büchern geht es brutal<br />
zu, die Charaktere werden da<br />
als Ungeheuer beschrieben,<br />
27<br />
der erzkatholische Mief der<br />
österreichischen Provinz wabert<br />
durch die Zeilen. Du bist selbst auf<br />
dem Land aufgewachsen, steckt<br />
etwas von deiner eigenen Kindheit in<br />
der Geschichte?<br />
Ja, allerhand. Ich bin mit einem esoterischen<br />
Vater und einer strengen, religiösen<br />
Mutter aufgewachsen. Sie zwang mich zum<br />
sonntäglichen Kirchgang und engagierte<br />
sich wie ein Hilfspfarrer. Meine Kindheit<br />
war ein Spagat zwischen Ohm und Amen,<br />
heute zehre ich von diesen Extremen.<br />
Ja, über unserem ganzen Land wabert ein<br />
katholischer Bodennebel, andererseits sind<br />
es vor allem unsere katholischen Riten,<br />
die nicht wegzudenken sind, archaisch<br />
Angelegenheiten, die viel hergeben und<br />
mit denen ich nun mal aufgewachsen bin.<br />
Das bietet so viel Stoff. Als Kind habe ich<br />
den Zwang und die Bigotterie gehasst. Ich<br />
schrieb Tagebücher auf deren Frontdeckel<br />
ich der Mutter Botschaften hinterließ,<br />
eingeritzt und von Totenköpfen flankiert:<br />
Wenn du das liest, wird dein Gott dich<br />
bestrafen. Ich habe den Pfarrer verflucht,<br />
wenn er „Gebenedeit bist du unter den<br />
Frauuuen“ besonders dramatisch intonierte,<br />
als läge im weiblichen Geschlecht<br />
etwas Obszönes. Während der Zwangsmessen<br />
bin ich immer abgedriftet und in<br />
die Gruft hinabgestiegen oder ich habe von<br />
der Barockkanzel aus Platten aufgelegt.<br />
Mein Lieblingssitzplatz war im südlichen<br />
Querhaus, von dem aus man auf den neugotischen<br />
Hochaltar sehen konnte, dessen<br />
Altarblatt Mariä Himmelfahrt zeigte. Das<br />
Motiv der Heiligen Maria gefällt mir bis<br />
heute, vor allem, seit ich selbst Mutter bin.<br />
Freilich würde ich mir wünschen, dass es<br />
etwas gibt, an das mein Sohn glaubt.<br />
Beim Lesen deiner Bücher verbindest<br />
du eine sehr bildgewaltige Sprache die<br />
von Tristesse und Erwachsenwerden<br />
erzählt. Auf der anderen Seite baust<br />
du auch sehr viel popkulturelle<br />
Anleihen wie Falco, Fernsehserien<br />
der 80er und 90er Jahre ein. Sind das<br />
auch Rettungsanker deiner eigenen<br />
Kindheit?<br />
Mehr noch. Sie waren die Speedboote, die<br />
mich in andere Welten katapultierten, die<br />
Eisbrecher in unserem zugefrorenen Sumpf.<br />
Ohne meine Tiere, Patrick Swayze und<br />
David Hasselhoff hätte ich meine Kindheit<br />
vermutlich nicht überlebt, im Fernsehen<br />
gab es ja nicht viel Auswahl, im Bauernalltag<br />
kaum Alternativen, man nahm, was<br />
man kriegen konnte. Ansonsten blieb man<br />
viel auf sich selbst gestellt. Ein tagelanges<br />
Trauerspiel zwischen Holzstößen und<br />
Sägespänen.<br />
Im Rahmen des Salzburger<br />
Literaturfests wurde dein Roman<br />
auch als Bühnenstück aufgeführt,<br />
planst du auch für deinen neuen<br />
Roman eine solche Kooperation?<br />
Ich habe nicht kooperiert, sondern konsumiert.<br />
Auch diesmal werde ich mich zurücklehnen<br />
und warten, bis sich Sophia Coppola,<br />
Fatih Akin oder Haneke melden. Mit<br />
Schlingensief hätte ich gerne kooperiert.<br />
Aber eigentlich bin ich niemand, der gerne<br />
zusammenarbeitet.<br />
Helena Adler, geboren 1983 in Oberndorf bei<br />
Salzburg in einem Opel Kadett. Lebt als Autorin<br />
und Künstlerin in der Nähe von Salzburg. Studium<br />
der Malerei am Mozarteum sowie Psychologie<br />
und Philosophie an der Universität Salzburg.<br />
Buchtipp:<br />
Helena Adler:<br />
Fretten<br />
Jung und Jung Verlag,<br />
208 S., € 22,00<br />
Lesung:<br />
Bücher<br />
Stierle<br />
Salzburg<br />
Helena Adler und<br />
Anna Maria Stadler<br />
Fr., 11. <strong>No</strong>vember 2022,<br />
19:00 Uhr<br />
Bücher Stierle, Kaigasse 1,<br />
Salzburg<br />
Eintritt: € 5,00
© Rafaela Pröll/Suhrkamp Verlag<br />
Wagner’ sche<br />
Innsbruck<br />
Leporello die<br />
Buchhandlung<br />
Wien<br />
Gefesselt ist gut,<br />
ja, man kann<br />
aber auch sagen<br />
entfesselt.<br />
# unabhängig<br />
Robert<br />
Menasse<br />
Er vereint in seinen Werken Literatur<br />
und philosophische Kritik mit<br />
politischen Themen der Gegenwart.<br />
Ein Gespräch mit Klaus Zeyriwer<br />
Nach deinem mit dem Deutschen<br />
Buchpreis ausgezeichneten Roman<br />
Die Hauptstadt, dessen Handlung<br />
meist in Brüssel und im EU-Rahmen<br />
spielt, hast du nun die Fortsetzung<br />
in einem erweiterten Raum<br />
angesiedelt. Entsprechend der Titel<br />
Die Erweiterung. Warum kommst du<br />
auf Albanien?<br />
Ich wollte von Menschen erzählen, die<br />
EU-Bürger sind oder gar Repräsentanten<br />
eines EU-Mitgliedslandes, aber aus der<br />
EU raus wollen, während es Staaten in<br />
Europa gibt, die nicht EU-Mitglieder sind,<br />
deren Bürger aber unbedingt in die EU<br />
hineinwollen. Die Mitgliedstaaten, die antieuropäische<br />
Politik machen, sind, wie wir<br />
wissen, zum Beispiel Ungarn oder Polen.<br />
Ich habe mich für Polen entschieden, weil<br />
ich mich dort besser auskenne. Polen hat ja<br />
auch schon in der Hauptstadt eine gewisse<br />
Rolle gespielt. Dann habe ich alle Länder<br />
bereist, die EU-Kandidaten-Status haben.<br />
So bin ich in Albanien hängengeblieben.<br />
Was hat dich dort gefesselt?<br />
Gefesselt ist gut, ja, man könnte aber auch<br />
„entfesselt“ sagen. Zum Erzählen entfesselt.<br />
Ich kenne keinen Beitrittswerber, aber<br />
auch kein Mitgliedsland, das in Hinblick<br />
auf europäische Standards so konsequent<br />
ist. Dies sieht man beispielsweise an der<br />
Rechtsordnung: Während Polen systematisch<br />
europäisches Recht bricht oder<br />
Österreich schlawinerhaft immer wieder<br />
versucht, europäisches Recht zu umgehen,<br />
strebt Albanien eine Justizreform an, die<br />
mit radikaler Konsequenz europäisches Gemeinschaftsrecht<br />
implementiert. Zugleich<br />
wirkt das alte Gewohnheitsrecht unterirdisch<br />
weiter, das archaisch und zugleich<br />
avantgardistisch ist. Und hochmoralisch.<br />
29<br />
Albanien hatte nach dem Zweiten Weltkrieg<br />
mehr Juden im Land als vor dem Krieg –<br />
weil das Gewohnheitsrecht die Flüchtlinge<br />
unter das Gesetz der Gastfreundschaft<br />
stellte und dadurch schützte. Oder, weil ich<br />
avantgardistisch sagte: In Albanien ist es<br />
seit dem Spätmittelalter bis heute möglich,<br />
sein Geschlecht zu ändern. Eine Frau<br />
legt einen Schwur ab, zieht Männerkleidung<br />
an und wird fortan als Mann behandelt.<br />
Wir waren in West- und Mitteleuropa nur<br />
in sehr seltenen Fällen zu einer Menschlichkeit<br />
fähig, die in Albanien Gewohnheitsrecht<br />
ist. Und wir diskutieren in Westeuropa<br />
in Hinblick auf sexuelle Identität<br />
Fragen, die in Albanien durch das Gewohnheitsrecht<br />
geklärt sind. Also, warum<br />
Albanien? Weil es ein Fest für Erzähler ist.<br />
Ein zentrales Motiv im Roman<br />
ist der Helm des mythischen<br />
albanischen Helden Skanderbeg.<br />
Wie bist du auf ihn gekommen und<br />
welche Rolle spielt er im Roman?<br />
Skanderbeg war ein albanischer Fürst, der<br />
als erster die verschiedenen albanischen<br />
Stämme geeint und das christliche Abendland<br />
gegen die Osmanen verteidigt hat.<br />
Vivaldi hat eine Oper über ihn geschrieben<br />
und es gibt Skanderbeg-Denkmäler in mehreren<br />
europäischen Hauptstädten. Das ist<br />
ebenfalls eine albanische Eigentümlichkeit:<br />
Ein heute mehrheitlich muslimisches Land<br />
hat einen Nationalhelden, der vom Vatikan<br />
„Athleta Christi“ genannt wurde.<br />
Aber ist Albanien im Grunde<br />
nicht ein atheistisches Land?<br />
Es hatte den Atheismus sogar<br />
in der Verfassung stehen.<br />
Ja, Religionen sind in Albanien nicht<br />
unbedingt etwas Spirituelles, sondern<br />
Teil der Alltagskultur. Es gibt Feiertage<br />
und Feste, die man miteinander feiert,<br />
egal, woran man glaubt. Worum es mir in<br />
meinem Roman aber eigentlich ging, ist<br />
das sogenannte „Narrativ“, das sich von<br />
Skanderbeg ableitet. Sein eigentümlicher<br />
Helm mit dem Ziegenkopf mit Hörnern<br />
auf dem Scheitel steht für die Einigkeit der<br />
Albaner, und mit diesem Helm lässt sich<br />
vortrefflich Symbolpolitik machen – vor<br />
allem in Auseinandersetzung mit der EU,<br />
die bekanntlich verzweifelt ein Narrativ<br />
sucht. Das führt im Roman zu einigen Verwicklungen<br />
und Missverständnissen, die<br />
sehr bezeichnend sind für ein Problem, mit<br />
dem wir uns heute immer mehr herumschlagen<br />
müssen: der zunehmende Ersatz<br />
von Politik durch Symbolpolitik. Ach, das<br />
klingt jetzt so furchtbar abstrakt, aber wie<br />
kann man, ohne abstrakt zu werden, in fünf<br />
Minuten erklären, worum es in Doderers<br />
Strudelhofstiege geht? Okay, ersetzen wir<br />
die Strudelhofstiege durch das Skanderbeg-<br />
Denkmal. Rundherum, in weiteren und engeren<br />
Kreisen, bewegen sich Menschen mit<br />
ihren Hoffnungen, sie erleben Frustrationen<br />
und Enttäuschungen, werden wütend oder<br />
bleiben kühl und versuchen ihr Leben zu<br />
meistern, verlieben sich, über Grenzen und<br />
vor allem kulturelle Grenzen hinweg, engagieren<br />
sich oder nicht und begegnen sich.<br />
All das ergibt ein Gewebe, das, wie<br />
ich hoffe, ein Bild unserer Zeitgenossenschaft<br />
zeigt.<br />
Robert Menasse, Essayist und vielfach ausgezeichnete<br />
Schriftsteller. Er studierte Germanistik,<br />
Philosophie sowie Politikwissenschaft und war<br />
u.a. Gastdozent am Institut für Literaturtheorie<br />
an der Universität São Paulo. Er vereint in seinen<br />
Werken Philosophie, Literatur und kritische<br />
Auseinandersetzung mit politischen Themen der<br />
Gegenwart. Für seinen letzten Roman Die Hauptstadt<br />
erhielt er 2017 den deutschen Buchpreis.<br />
Buchtipp:<br />
Robert Menasse:<br />
Die Erweiterung<br />
Suhrkamp Verlag,<br />
789 S., € 28,80<br />
Buchpräsentationen:<br />
Die Erweiterung<br />
Robert Menasse<br />
Fr., 11. <strong>No</strong>vember 2022,<br />
19:30 Uhr<br />
Wagner’sche Buchhandlung,<br />
Innsbruck<br />
Do., 01. Dezember 2022,<br />
19:00 Uhr<br />
Buchhandlungen Leporello, Wien
© Fotowerk Aichner<br />
Leporello die<br />
Buchhandlung<br />
Wien<br />
Tod einer<br />
Hundertjährigen<br />
ist tatsächlich<br />
auf der Insel<br />
geschrieben<br />
worden.<br />
# unabhängig<br />
Eva<br />
Rossmann<br />
Sardinien, die Insel der 100-Jährigen.<br />
Doch selbst die sterben nicht immer<br />
eines natürlichen Todes. Ein Gespräch<br />
mit Sardinienkennerin Eva Rossmann.<br />
Von Erwin Riedesser<br />
In einigen deiner Krimis kam<br />
Sardinien bereits vor; deine<br />
Story in Rotraut Schöberls<br />
Radieschen von unten und jetzt<br />
dein neuer Kriminalroman Tod<br />
einer Hundertjährigen spielen auf<br />
Sardinien: Welche Bedeutung hat<br />
Sardinien für dich?<br />
Sardinien ist in den letzten Jahren zu meinem<br />
zweiten Lebensmittelpunkt geworden.<br />
Angefangen hat alles übrigens mit einer<br />
Einladung zum großartigen Literaturfestival<br />
„L’Isola delle Storie“ in Gavoi.<br />
Tausende Menschen kommen jedes Jahr<br />
in dieses Bergdorf in der Barbagia, es wird<br />
von früh bis spät gelesen, diskutiert, das<br />
Spektrum reicht von experimenteller Lyrik<br />
über politische Sachbücher bis eben hin<br />
zu Kriminalromanen. Und zwischendurch<br />
wird gegessen und getrunken. Mein Mann<br />
und ich haben uns in die Insel verliebt.<br />
Was ist für dich der Reiz<br />
an Sardinien?<br />
Sardinien ist mehr als Sommer, Strand und<br />
Meer – auch wenn das ausreichen würde.<br />
Es hat eine faszinierende Geschichte, samt<br />
imposanten Nuraghen aus der Bronzezeit.<br />
Im Hochland von Sardinien ist die Landschaft<br />
ursprünglich, rau, dazwischen gibt es<br />
immer wieder, wie aus der Vogelperspektive,<br />
den Blick aufs Meer. Das Essen: von der<br />
cucina povera, von der ich im Buch erzähle,<br />
bis hin zu einheimischen Langusten – einfach<br />
großartig. Aber letztlich sind es dann<br />
wohl doch diese ganz besonderen Menschen,<br />
die mich anziehen: eigenständig und<br />
doch offen, gastfreundlich und mit einem<br />
wunderbaren Sinn für Humor.<br />
31<br />
In deinem neuen Krimi geht es um<br />
das Geheimnis eines langen gesunden<br />
Lebens. Und damit auch um das<br />
Geschäft mit der Gesundheit.<br />
Wie recherchierst du das und<br />
probierst du selbst Dinge aus?<br />
Meine Neffen sind engagierte Ärzte, meine<br />
Schwester ist klinische Psychologin und<br />
Psychotherapeutin. Nicht erst seit Corona<br />
beschäftigt es sie, wie Menschen mit<br />
sogenannten alternativen Heilmethoden<br />
geködert werden. Schon nach den ersten<br />
Recherchen wusste ich: Das ist der Stoff für<br />
einen Krimi. Ich habe aber auch bei<br />
Professor Gianni Pes von der Universität<br />
in Sassari recherchiert – er ist der Erste,<br />
der über die erstaunlich große Zahl an<br />
Hundertjährigen in den sardischen Bergen<br />
geforscht hat. Auch die inzwischen gängige<br />
Bezeichnung „Blue Zone“ für Langlebigkeits-Hotspots<br />
geht übrigens auf ihn<br />
zurück: Er hat mit seinem Kollegen auf<br />
der Landkarte die Dörfer eingekringelt, in<br />
denen die Menschen besonders alt werden –<br />
und der Stift war eben blau … Ansonsten<br />
stecke ich mitten in einem lebenslangen<br />
Versuch, gut zu leben. Dabei können<br />
seine Erkenntnisse und die schlauen alten<br />
Menschen in den sardischen Bergen schon<br />
helfen. (lacht)<br />
In jedem deiner Romane spielt auch<br />
ein gesellschaftspolitisches Thema<br />
eine Hauptrolle. Sind das Themen,<br />
die sich dir aufdrängen? Nach welchen<br />
Gesichtspunkten wählst du sie?<br />
Ja, tatsächlich drängen sich gewisse<br />
Themen auf. Ich will selbst mehr über sie<br />
wissen. Das ist der Ausgangspunkt für<br />
einen neuen Krimi. Egal, ob es vor zehn<br />
Jahren um die Unabhängigkeit und Dezentralisierung<br />
der Energieversorgung ging,<br />
oder ob ich mehr über die Hintergründe<br />
der Klimakrise erfahren wollte. Klar kann<br />
ich immer nur Ausschnitte dieser großen<br />
Themen verwenden, immerhin schreibe ich<br />
ja keine Sachbücher, sondern Krimis. Aber<br />
ich hoffe, dass ich die eine oder den anderen<br />
so dazu bringe, sich intensiver mit Fragen<br />
unserer Zeit zu beschäftigen.<br />
Du kochst nach wie vor in der<br />
„Alten Schule“ in Riedenthal, bist<br />
viel und oft auf Sardinen aber auch<br />
im Weinviertel, machst wieder<br />
Lesereisen. Wann und unter welchen<br />
Bedingungen schreibst du eigentlich?<br />
Zuerst einmal recherchiere ich ausführlich,<br />
das kann mehrere Monate, aber auch<br />
mehrere Jahre dauern. Wenn ich das Gefühl<br />
habe, dass ich jetzt ich doch einiges weiß,<br />
mache ich mich an den Plot und schreibe<br />
eine erste Fassung, sehr konzentriert, am<br />
liebsten, ohne dazwischen zu unterbrechen.<br />
Da ziehe ich mich zurück und das gelingt<br />
mir am besten daheim im Weinviertel oder<br />
in unserem Haus auf Sardinien. Tod einer<br />
Hundertjährigen ist tatsächlich auf der Insel<br />
geschrieben worden. Der Allererste, der<br />
mein Manuskript zu lesen bekommt, ist übrigens<br />
mein Mann Ernest. Aber erst, wenn<br />
es komplett ist. Danach beginnt die Zeit der<br />
Nachrecherchen und der Überarbeitungen.<br />
Und dann, irgendwann, darf ich wieder ein<br />
neues Buch in der Hand halten. Ein ganz<br />
besonderer Moment!<br />
Eva Rossmann, geb. 1962 in Graz, lebt im<br />
Weinviertel. Sie ist Verfassungsjuristin, politische<br />
Journalistin u.a. beim ORF, der NZZ und den<br />
„Oberösterreichischen Nachrichten“. Seit 1994<br />
ist sie als freie Autorin, Publizistin, Köchin,<br />
Drehbuchautorin sowie als TV- und Radio-<br />
Moderatorin tätig. Rossmann erhielt renommierte<br />
Preise, u.a. den Leo-Perutz-Preis 2014.<br />
Buchtipp:<br />
Eva Rossmann:<br />
Tod einer Hundertjährigen<br />
Folio Verlag, 301 S., € 24,00<br />
Buchpräsentation:<br />
Eva Rossmann liest aus Tod<br />
einer Hundertjährigen<br />
Moderation: Rotraut Schöberl<br />
Mi., 16. <strong>No</strong>vember 2022,<br />
19:00 Uhr<br />
Leporello – die Buchhandlung,<br />
Singerstraßen 7, 1010 Wien<br />
Eintritt: € 9,00
© Amelie Gampenrieder<br />
Ein guter<br />
Boden für<br />
wienerisches<br />
Kabarett<br />
mit Schmäh<br />
und Haltung.<br />
# unabhängig<br />
Lukas<br />
Resetarits<br />
Der große österreichische Kabarettist<br />
und Aktivist in Sachen Menschen -<br />
rechte präsentiert seine Biografie<br />
in der Leporello-Buchhandlung<br />
bei Rotraut Schöberl.<br />
Ihre Biografie, aufgezeichnet von<br />
Fritz Schindlecker, ist auch eine<br />
unterhaltsame Zeitreise durch die<br />
1950er, 60er und 70er Jahre. Ich<br />
komme aus dem Staunen, Lachen<br />
und Schmunzeln nicht heraus:<br />
Ministrant bei Kaplan Adolf Holl,<br />
Beinahe-Rockstar in Schweden, als<br />
Gammler in Venedig unterwegs,<br />
Angestellter des Flughafens Wien,<br />
der eine Königin rettet, für einen<br />
Rolling Stone den verlorenen Koffer<br />
findet und vieles mehr. Die Erlebnisse<br />
hätten locker für zwei Bände<br />
gereicht. Führen Sie Tagebuch,<br />
sammeln Sie Fotos – gibt es ein<br />
privates Archiv?<br />
Meine Versuche, Tagebuch zu führen,<br />
sind über all die Jahre gescheitert. Meistens<br />
habe ich nur zwei Wochen durchgehalten.<br />
Ich hatte nie die Ruhe dafür, denn am<br />
Ende des Tages war ich meist mit anderen<br />
Aktivitäten beschäftigt …<br />
Mein Fotoarchiv sieht aus wie bei den<br />
meisten Menschen: Schuhschachteln mit<br />
einer Unzahl von Fotos. Die halbherzigen<br />
Ordnungsversuche scheiterten immer<br />
wieder. Meist sitzt man mit Familie und<br />
Freunden zusammen und wühlt in den<br />
Fotoschachteln und den zwei, drei Alben,<br />
die irgendwer vor vielen Jahren angelegt<br />
hat. Die Unordnung wird dadurch<br />
vergrößert.<br />
33<br />
Im Wiener Bezirk Favoriten<br />
sind außer Ihnen noch einige<br />
Kabarettisten großgeworden:<br />
ist Favoriten eine besonders gute<br />
Gegend dafür?<br />
Scheint wohl so zu sein: Bronner, Vitasek,<br />
Düringer fallen mir sofort ein. Der untere<br />
Teil Favoritens ist ja der „Zehnte Hieb“,<br />
der seinerzeit vom 4. Bezirk abgetrennt<br />
wurde. So entstand diese Mischung aus<br />
Arbeiterfamilien und Kleinbürgern,<br />
katholischer Jungschar und Roten Falken.<br />
Ein guter Boden für wienerisches Kabarett<br />
mit Schmäh und Haltung.<br />
Sie studierten Psychologie und<br />
Philosophie. Sollte das eigentlich<br />
jeder Kabarettist – vorsichtshalber –<br />
als Grundausbildung tun?<br />
Da das Studienfach Psychologie in Wien<br />
hauptsächlich zum Lieferanten von Nachwuchs<br />
für Marketing und Werbung verkommen<br />
ist, würde ich es nicht unbedingt<br />
als Grundausbildung für Satire empfehlen.<br />
Philosophie hingegen halte ich für wichtig<br />
auf dem Weg zum Kabarett.<br />
Wie erkläre ich (eine „Gscherte“<br />
aus Niederösterreich) Nicht-<br />
Ostösterreichern die Bedeutung und<br />
Verwendung des Wortes „Krowod“?<br />
Krowod ist eine leicht abschätzige<br />
Bezeichnung für Kroate (Hrvat). Meine<br />
Vorfahren sind vor 500 Jahren aus dem<br />
heutigen Kroatien ins heutige Burgenland<br />
(Westungarn) eingewandert und später als<br />
Arbeiter nach Wien und Graz gependelt.<br />
Viele haben sich in Wien angesiedelt und<br />
wurden dort als Krowodn bezeichnet.<br />
Stolze Burgenland-Kroaten bezeichnen<br />
sich selbstbewusst manchmal als Krowod.<br />
Sie beschäftigen sich schon viele<br />
Jahre mit dem Bereich „Dummheit“<br />
in all seinen Facetten: Haben Sie<br />
auch den Eindruck, dass diese<br />
exponentiell wächst?<br />
Meiner Einschätzung nach war Dummheit<br />
immer verbreitet, wurde aber nicht als<br />
wesentlicher Bereich wahrgenommen. Erst<br />
durch die Explosion der Kommunikationsmöglichkeiten<br />
in Medien jeder Art wurde<br />
Dummheit zum allgegenwärtigen Phänomen.<br />
Bosheit und Dummheit können sich<br />
ungehindert in den Netzen verbreiten und<br />
haben eine gefährliche Wirkmacht<br />
entwickelt.<br />
Lukas Resetarits gehört wie die Mehrheit der<br />
Einwohner von Stinatz zur Volksgruppe der Burgenlandkroaten<br />
und wuchs in Wien, Favoriten auf. Seit<br />
1975 als Kabarettist und bald auch als Schauspieler<br />
(u.a. als Kottan) bekannt. Einer seiner ersten<br />
Preise war 1981 – neben den Nestroy – übrigens der<br />
Österreichischer Kleinkunstpreis des Innsbrucker<br />
Kellertheaters! Inzwischen, nach zahlreichen weiteren<br />
Kabarettprogrammen und -preisen, zählt er zu<br />
den wichtigste Kabarettisten des deutschsprachigen<br />
Raums. Lukas Resetarits ist Mitglied der Gesellschaft<br />
für politische Aufklärung.<br />
Buchtipp:<br />
Leporello die<br />
Buchhandlung<br />
Wien<br />
Lukas Resetarits:<br />
Krowod – Erinnerungen an<br />
meine Jugend<br />
Carl Ueberreuter Verlag,<br />
196 S., € 25,00<br />
Buchpräsentation:<br />
Lukas Resetarits im Gespräch<br />
mit Rotraut Schöberl<br />
Fr., 18. <strong>No</strong>vember 2022,<br />
19:00 Uhr<br />
Leporello – die Buchhandlung,<br />
Singerstraßen 7, 1010 Wien<br />
Eintritt: € 9,00
© Oliver Wolf<br />
Buchpräsentation:<br />
<strong>No</strong>rbert Gstrein liest aus<br />
Vier Tage, drei Nächte<br />
Moderation und Gespräch:<br />
Stefan Gmünder<br />
Fr., 25. <strong>No</strong>vember 2022,<br />
19:30 Uhr<br />
Wagner’sche Buchhandlung,<br />
Museumstraße 4, Innsbruck<br />
Eintritt: € 9,00 / 7,00 mit<br />
Wagner- oder Ö1-Card<br />
Ich habe<br />
keine Angst<br />
mehr vor dem<br />
Misslingen …<br />
# unabhängig<br />
<strong>No</strong>rbert<br />
Gstrein<br />
In seinem neuen Roman Vier Tage,<br />
drei Nächte erforscht der Tiroler Autor<br />
unmögliches Begehren und geht der<br />
Frage nach, was es heißt, in einem Roman<br />
„Ich“ zu sagen. Joseph Frontull hat mit<br />
ihm darüber gesprochen.<br />
In Vier Tage, drei Nächte wird<br />
eine der Figuren zur Autorin eines<br />
Romans und sagt von sich selbst, sie<br />
habe beim Schreiben eine perverse<br />
Vorliebe für Charaktere, die sie im<br />
Leben nicht ausstehen könne. Beim<br />
Blick auf Ihre jüngsten Romane<br />
möchte man meinen, dass es<br />
Ihnen ähnlich geht – gerade Ihre<br />
Ich-Erzähler sind moralisch<br />
fragwürdige Zeitgenossen.<br />
Was interessiert Sie daran?<br />
Na ja, sie sind alle Tiroler Hotelierssöhne<br />
und in ihren Versuchen steckengeblieben,<br />
sich davon zu emanzipieren. Sie haben<br />
diese Unternehmerväter mit einem merkwürdigen<br />
Freiheitsbegriff. Freiheit bedeutet<br />
für ihre Väter immer auch die<br />
Freiheit, das Falsche zu tun und etwas<br />
davon haben sie selbst mitbekommen. Sie<br />
glauben, dass sie nicht auf Sympathie zu<br />
setzen brauchen. Vielleicht ist die psychologisierende<br />
Erklärung gar nicht abwegig,<br />
dass das mit meinem Aufwachsen ganz am<br />
Ende des Ötztals zu tun hat. Der nächste<br />
Gendarmerieposten war fast zwanzig Kilometer<br />
entfernt und kaum ein Gendarm hat<br />
sich je ins Dorf verirrt. Zugleich waren es<br />
zu Fuß nur zehn Kilometer bis zur Grenze.<br />
Da kann man schon denken, außerhalb der<br />
Regeln zu stehen.<br />
Vier Tage, drei Nächte spielt –<br />
das hat mich zunächst etwas<br />
beunruhigt – im Corona-Lockdown.<br />
Führt an der Pandemie auch dann<br />
kein Weg vorbei, wenn es eigentlich<br />
um Rassismus, Sexismus und<br />
unmögliches Begehren geht?<br />
35<br />
Beunruhigt hat mich das auch. Wer<br />
braucht einen sogenannten Corona-<br />
Roman? Aber darum geht es nicht.<br />
Die Zeit kurz vor Weihnachten 2020 für<br />
meine Geschichte zu wählen hat mir<br />
die Möglichkeit geboten, die durch ihre<br />
Obsessionen ohnehin schon engen Räume<br />
für die Figuren noch enger zu machen.<br />
Außerdem sind Tiroler Hoteliers damals<br />
verhaltensauffällig geworden. Aber wichtiger<br />
ist, dass ich eine Ablenkungsgeschichte<br />
gebraucht habe, damit einem Leser zunächst<br />
entgeht, was sich da allmählich<br />
aufbaut. Unmögliches Begehren, ja, das ist<br />
das Kernthema, aber auch: Was heißt es,<br />
in einem Roman „Ich“ zu sagen und welche<br />
selbstverständlichen Vorannahmen treffen<br />
wir über Romanfiguren. Wenn eine Figur<br />
nicht weiter beschrieben wird, gehen wir<br />
bei einem österreichischen Autor zunächst<br />
einmal davon aus, sie sei weiß, heterosexuell,<br />
vielleicht katholisch und was nicht<br />
sonst noch. Damit habe ich zu spielen<br />
versucht.<br />
Sie haben über Vier Tage, drei<br />
Nächte gesagt, es sei Ihnen auch<br />
darum gegangen, am Schreiben eines<br />
Buches zu scheitern.<br />
Wie darf man das verstehen?<br />
Nein, ich habe gesagt, dass ich einen bestimmten<br />
Roman nicht schreiben wollte,<br />
weil ich mit ihm gescheitert wäre. Diesen<br />
Roman schiebe ich einer meiner Figuren<br />
unter. Er heißt „Drei Arten, ein Rassist zu<br />
sein“ und bildet das letzte Kapitel meines<br />
Romans. Darin geht es um eine Dreiecksgeschichte,<br />
die katastrophal schiefgeht: ein<br />
Mann und eine Frau, beide weiß, aufgeklärte<br />
Leute, und ein Schwarzer kommt<br />
als Dritter hinzu. In der Anspannung der<br />
Situation ist es mit ihrer Aufgeklärtheit<br />
nicht mehr weit her. Über den Rassismus<br />
des weißen Mannes zu schreiben ist leicht.<br />
Auch über den Rassismus der Frau lässt<br />
sich reden, aber über den Rassismus des<br />
Schwarzen zu sprechen ist etwas anderes.<br />
Vier Tage, drei Nächte ist Ihr<br />
vierter Roman in gut fünf Jahren.<br />
Irgendwo habe ich gelesen, dass Sie<br />
sich mit Ihrem Verleger über „ein<br />
kleines Büchlein für nächstes Jahr“<br />
verständigt haben. Haben Sie eine<br />
Erklärung für diese verblüffende<br />
Produktivität?<br />
Ich habe keine Angst mehr vor dem Misslingen<br />
und, was noch wichtiger ist, keine<br />
Angst vor dem Gelingen. Wie klingt das?<br />
Worum wird es in dem kleinen<br />
Büchlein gehen?<br />
Der Kern dieses Buches besteht aus zwei<br />
Vorlesungen, die ich in Göttingen gehalten<br />
habe. Keine richtigen Poetik-Vorlesungen,<br />
aber etwas in der Richtung. Dazu kommen<br />
noch zwei Vorlesungen, die ich, wenn<br />
überhaupt irgendwo, in Oxford, Mississippi<br />
halten müsste: eine über William Faulkner<br />
und eine weitere über die „afrikanistische<br />
Präsenz“ in amerikanischen Romanen –<br />
wie Toni Morrison das nennt – und die<br />
„afrikanistische Präsenz“ in meinen jüngsten<br />
Romanen, die auch alle amerikanische<br />
Schauplätze haben.<br />
<strong>No</strong>rbert Gstrein wurde 1988 mit der Erzählung Einer<br />
bekannt. Manche seiner Romane – etwa Das Handwerk<br />
des Tötens oder Die ganze Wahrheit – lösten<br />
Debatten aus. Als ich jung war gewann 2019 den<br />
Österreichischen Buchpreis, Der zweite Jakob stand<br />
2021 auf der Shortlist für den Deutschen. Im Mai<br />
2022 wurde <strong>No</strong>rbert Gstrein in Lübeck „als einer der<br />
virtuosesten deutschsprachigen Erzähler der Gegenwart“<br />
mit dem Thomas-Mann-Preis ausgezeichnet.<br />
Gstrein lebt in Hamburg.<br />
Buchtipp:<br />
Wagner’ sche<br />
Innsbruck<br />
<strong>No</strong>rbert Gstrein:<br />
Vier Tage, drei Nächte<br />
Hanser Verlag, 352 S., € 26,80
HausQuartett<br />
Weihnachtstipps von Profis mit musikalischer<br />
Untermalung. Das literarische HausQuartett geht<br />
in die zweite Runde. Mit dabei ist u.a. der deutsche<br />
Lyriker Mikael Vogel, der Robert Renk ein paar<br />
Fragen beantwortet hat.<br />
Wagner’ sche<br />
Innsbruck<br />
© Amelie Gampenrieder<br />
Das Eigenste<br />
mit dem anderer<br />
ins Gespräch zu<br />
bringen, gehört<br />
zum Schönsten<br />
am Lesen.<br />
# unabhängig<br />
Du bist am 06. Dezember – neben<br />
Evelyn Unterfrauner, Christina<br />
Matuella und Robert Renk – Teil<br />
des Literarischen HausQuartetts<br />
in der Wagner’schen. Was hältst du<br />
prinzipiell von solchen Formaten?<br />
Alles, was Menschen zu sie beglückenden<br />
Büchern verhilft, zählt! Dieses Format in<br />
die Buchhandlung zu bringen – Respekt!<br />
Das gibt’s nirgendwo sonst. Dabei ist dieses<br />
Format anthropologisch in uns verankert.<br />
Wir werden zusammen rund ums Lagerfeuer<br />
sitzen – keine Sorge, ich meine das<br />
ganz metaphorisch, ich werde bestimmt<br />
nichts anzünden, versprochen – und erzählen:<br />
von unseren Lektüren und davon, wie<br />
sie sich an unseren Erfahrungen und<br />
Erwartungen messen. Das Eigenste mit<br />
dem anderer ins Gespräch zu bringen,<br />
gehört zum Schönsten am Lesen. Auf die<br />
Umsetzung kommt’s natürlich an.<br />
Marcel Reich-Ranicki beispielsweise war<br />
ein Despot, ich werde ihm nie verzeihen,<br />
wie er noch über dessen tragischen Tod<br />
hinaus Hermann Burgers Ruf ruiniert hat.<br />
Burger ist heute vergessen. Einer meiner<br />
Lieblingsautoren!<br />
Das Literarische HausQuartett<br />
als neues Format in der<br />
Wagner’schen findet mit Livemusik<br />
statt. Stefan Wolf und Simon<br />
Kräutler geben Schubertlieder<br />
zum Besten. Mit E-Gitarre. Du hast<br />
dir gerade eine gekauft. Auf was<br />
achtest du bei einer E-Gitarre und<br />
kennst du ähnliche Veranstaltungen<br />
mit Musik?<br />
Auf den Sound. Und wenn sie auch noch<br />
ausgestorben war, bin ich verliebt. Ich habe<br />
mir eine Fender Jazzmaster gekauft, eine<br />
37<br />
Gitarre mit warmem Klang, die für Jazzmusiker<br />
entwickelt wurde, auch funkig ist,<br />
von Surfbands der 60er gespielt und dann<br />
eingestellt wurde. Als die Seattles Grunge-<br />
Szene sie wiederentdeckte, nahm Fender<br />
ihre Produktion wieder auf. Dorthin bin<br />
ich mit 19 mit einer schwarz-weißen Fender<br />
Strat ausgewandert, sah mich Musiker<br />
werden, hatte Songs dabei, fing aber einen<br />
Roman zu schreiben an – auf deutsch.<br />
Dabei hatte ich schon die Gitarristen von<br />
Pearl Jam und R.E.M. kennengelernt.<br />
Seattle ist mein verlorener Traum. Meine<br />
Strat musste ich später verkaufen als ich<br />
pleite war. Mein Herz war gebrochen. Jetzt<br />
ist es geheilt, und meine Finger erinnern<br />
sich an alles!<br />
Mit dir als einem der innovativsten<br />
und wichtigsten Lyriker Deutschlands<br />
werden wir natürlich auch einen<br />
Lyrikband besprechen. Warum wird<br />
in öffentlichen Formaten so wenig<br />
über Lyrik geredet?<br />
Eigentlich unerklärlich, dass das auch in<br />
Österreich so ist. Denn die österreichische<br />
Lyrik ab den 60ern hat die deutsche so<br />
staubig verklemmt aussehen lassen, wie sie<br />
fast ausnahmslos war. Der österreichischen<br />
Literatur habe ich mich immer viel stärker<br />
zugehörig gefühlt. Wie ja auch Thomas<br />
Kling, der in Deutschland dafür abgestraft<br />
wurde. Aber vielleicht sagt das Problem<br />
mehr über die öffentlichen Formate als über<br />
die Lyrik aus. Lyrik steht der Untergrund,<br />
die Subkultur, die Widerständigkeit doch<br />
gut. Ihre Diskrepanz zu den öffentlichen<br />
Narrativen und billigen Zielsetzungen. Im<br />
Idealfall ist Lyrik ihrer Zeit voraus. Zu beschreiben,<br />
was alle anderen auch so sehen,<br />
wäre witzlos.<br />
Besprochen werden der Lyrikband<br />
azur ton nähe (Limbus) von Siljarosa<br />
Schletterer und der neue Roman<br />
Geschichte eines Kindes (Suhrkamp)<br />
von Anna Kim. Möchtest du uns<br />
schon ein bisschen was verraten?<br />
Ein hochkarätigeres, besser zusammenpassendes<br />
Duo kann ich mir kaum<br />
vorstellen. Beide Autorinnen schreiben<br />
Bücher, die mit den Lesenden in Dialoge<br />
treten, die selten mit den letzten Seiten<br />
enden. Das muss man im Schreiben schon<br />
wollen. Mit ihrem allerersten Gedichtband<br />
schafft Siljarosa Schletterer es, uns eine<br />
Welt aufzuzeigen, die wir alle übersehen<br />
haben, obwohl wir sie immer direkt vor<br />
den Nasen hatten – die des Wassers, der<br />
Gewässer, ihrer Leben, Persönlichkeiten,<br />
Identitäten. Und Anna Kims Nase für<br />
Stoff ist einzigartig. Ich folge ihr blind –<br />
egal worüber sie jemals schreiben wird, ich<br />
vertraue ihr und werde alles lesen. Es wird<br />
immer gesellschaftlich relevant sein und mit<br />
Fragestellungen in mir ins Gespräch treten,<br />
die mir schon lange im Kopf querlagen.<br />
Vielleicht, ohne dass ich es wusste.<br />
Mikael Vogel, Lyriker, 1975 in Bad Säckingen<br />
geboren, lebt in Berlin und Innsbruck. Sechs Gedichtbände,<br />
u.a. Dodos auf der Flucht. Requiem für<br />
ein verlorenes Bestiarium (Verlagshaus Berlin, 2018)<br />
und, gemeinsam mit José F. A. Oliver, zum Bleiben,<br />
wie zum Wandern – Hölderlin, theurer Freund<br />
(Schiler & Mücke, 2020).<br />
Veranstaltung:<br />
Literarisches HausQuartett mit<br />
den Gästen: Christina Matuella<br />
& Mikael Vogel<br />
Moderation: Evelyn Unterfrauner<br />
& Robert Renk<br />
Di., 06. Dezember 2022,<br />
19:30 Uhr<br />
Wagner’sche Buchhandlung,<br />
Museumstraße 4, Innsbruck<br />
Eintritt: frei
Wagner’ sche<br />
Innsbruck<br />
Ágnes<br />
Czingulszki<br />
Ein Gespräch von Mikael Vogel über<br />
Gipfel, den viel interessanteren Weg rauf,<br />
Höhenluft und das Flachland des Lebens.<br />
trotzdem weiterzumachen – das ist,<br />
so finde ich, eine extraordinäre Leistung,<br />
von der nie jemand hört.<br />
Mit welcher Person – lebend oder<br />
nicht – würdest du am liebsten<br />
einmal auf einem Berg picknicken?<br />
Auf welchem, und wieso mit der<br />
einen Person?<br />
Mit meiner Mutter. Sie ist gestorben als<br />
ich acht Jahre alt war. Ich würde sie durch<br />
Mühlau einfach in den Wald bringen und<br />
dann zu einem schönen Aussichtspunkt, an<br />
dem man gemütlich sitzen kann. Wir hätten<br />
Malutensilien, leckere Brote und Tee dabei<br />
und eine Aussicht über das ganze Tal. Sie<br />
mochte schöne Dinge. Das würde ich uns<br />
sehr gönnen.<br />
© Oliver Wolf<br />
Berge sind<br />
diese mächtigen<br />
Dinger, die auch<br />
heute noch Menschen<br />
fressen.<br />
# unabhängig<br />
Die Berge um Innsbruck spielen<br />
in ich dachte an siracusa eine<br />
eindringliche Rolle. Die Protagonistin<br />
einer der Kurzgeschichten kommt<br />
her, nachdem sie sie in einem<br />
alten Reiseführer gesehen hat; bei<br />
ihrer Ankunft aber regnet es so<br />
stark, dass sie gar nicht da sind.<br />
Autobiografisch?<br />
Ja, ich bin mit meiner „Freundin in Crime“<br />
hier angekommen und es hat die drei Tage,<br />
die wir hier verbracht haben, nur geregnet.<br />
Das hat uns aber nichts ausgemacht. Wir<br />
hatten eine sehr schöne Zeit, ich habe<br />
jemanden kennengelernt und bin wegen<br />
ihm hierher gezogen. Dann habe ich die<br />
Berge oft genug gesehen.<br />
Welche sind deine intensivsten<br />
Erinnerungen an diese<br />
„zauberberge”, wie du sie nennst?<br />
Berge dienten lange einfach als Hintergrundbild<br />
für mein neues Leben im neuen<br />
Land. Ich hatte weder Liebe noch Angst<br />
oder Respekt für sie. Nach einzelnen<br />
alpinen Unfällen lernte ich, dass Berge<br />
grausam sein können. Mittlerweile ist es<br />
eine Hassliebe.<br />
Wollen Berge hoch hinaus? Oder sind<br />
Täler einfach nur kleiner als sie?<br />
Ich glaube, Berge wollen nichts. Das ist das<br />
Schöne an ihnen. Sie stehen dort, sind diese<br />
mächtigen Dinger, die auch heute noch<br />
Menschen fressen, weil sie unberechenbar<br />
sind und uns daran erinnern, dass wir nur<br />
ein Wimpernschlag in der Geschichte der<br />
Erde sind.<br />
39<br />
Was ist am Leben Gipfel<br />
für dich?<br />
Ich halte nicht viel von Gipfeln. Schön,<br />
wenn man einen schafft, aber der Weg<br />
dorthin ist doch viel länger, deshalb sollte<br />
man diesen genießen. Logische Rechnung,<br />
wie ich finde. Den Großen Bettelwurf<br />
habe ich fünfmal gestürmt und irgendwann<br />
geschafft. Der Gipfel war schon<br />
okay, ich konnte mir auf die alpinistische<br />
Schulter klopfen, aber ganz ehrlich: Der<br />
Weg rauf, sich auf dem langen Hatscher<br />
zu motivieren, Blumen riechen, Gämse<br />
grüßen, mit den Bremsen kämpfen, mit der<br />
Erschöpfung, der Hitze, dem Schotter und<br />
einfach nicht aufgeben – das hat schon was.<br />
Und in der Liebe?<br />
In der Liebe ist es schwer. Da bist nicht nur<br />
du und das Ziel, sondern da ist auch der<br />
andere, der vielleicht ganz andere Gipfel im<br />
Kopf hat.<br />
Ich lebe in Berlin im Flachland.<br />
Was verbindest du mit Flachland?<br />
Heimat und unendliche Kreativität. Die<br />
spektakulärsten Sonnenuntergänge und<br />
Vollmonde habe ich in der ungarischen<br />
Puszta auf der Autofahrt zwischen meinem<br />
Heimatort Baja und Gárdony erlebt. Auf<br />
der Fahrt habe ich meine Gefühle geordnet,<br />
meine Geschichten erfunden und vor mich<br />
hingeträumt. Dem Flachland wird oft die<br />
Magie abgesprochen. Doch es ist genauso<br />
bezaubernde Natur wie das Gebirge – nur<br />
eben auf einer anderen Ebene.<br />
Was passiert am Berg,<br />
worüber niemand spricht?<br />
Was viele sicher nicht hören wollen, aber<br />
auch mal gesagt werden sollte: Frauen<br />
bekommen ihre Tage oft auf mehrtägigen<br />
Touren am Berg. Man sagt, das sei wegen<br />
der Höhenluft – keine Ahnung, ob das<br />
stimmt. Aber fünf Tage auf einer hochalpinen<br />
Tour durchzubluten, ohne fließendes<br />
Wasser, sich irgendwie an Bächen oder<br />
mit Schnee zu reinigen, blutige Sachen im<br />
Rucksack durch die Alpen zu schleppen, bis<br />
man in einem Tal eine Mülltonne findet und<br />
Ágnes Czingulszki wuchs in Bayern und Ungarn auf<br />
und studierte Kommunikations- und Medienwissenschaft<br />
und <strong>No</strong>rwegisch. Nach einem einjährigen<br />
Praktikum bei der Tageszeitung Népszabadság ging<br />
sie nach Innsbruck. Sie arbeitet beim Stadtblatt<br />
Innsbruck. 2016 erschien der Erzählband ich dachte<br />
an siracusa (edition exil). Czingulszki veröffentlicht<br />
in ungarischer und deutscher Sprache.<br />
Buchtipp:<br />
Ágnes Czingulszki:<br />
ich dachte an siracusa<br />
edition exil, <strong>15</strong>5 S., € 12,00<br />
Lesungen:<br />
Berge lesen Festival zum<br />
Mountain Day 2022<br />
„Berge sind diese mächtigen<br />
Dinger, die auch heute noch<br />
Menschen fressen“<br />
Lesung und Gespräch mit Ágnes<br />
Czingulszki & Mikael Vogel<br />
Moderation: Martin Fritz &<br />
Robert Renk<br />
Mi., 07. Dezember 2022,<br />
19:30 Uhr<br />
Wagner’sche Buchhandlung<br />
Eintritt: frei<br />
Im Rahmen des Mountain<br />
Day 2022 in Kooperation mit<br />
der „GAV – Grazer Autorinnen<br />
Autorenversammlung –<br />
Regionalgruppe Tirol“
Die Magie der schönen Bücher<br />
Die edlen Druckwerke der Büchergilde gibt es in<br />
Österreich jetzt exklusiv in unseren Buchhandlungen.<br />
© Büchergilde<br />
© Büchergilde<br />
„Die Art und Weise, wie ein Mensch<br />
ein Buch in den Händen hält, sagt sehr<br />
viel über seine Persönlichkeit aus“, meint<br />
Wagner’sche-Geschäftsführer Markus<br />
Renk, der selbst ein leidenschaftlicher<br />
Sammler historischer Druckwerke ist.<br />
Mit großer Überzeugung ergänzt er:<br />
„Das Buch hat große Zukunft, nicht zuletzt<br />
deshalb, weil wir Menschen das haptische<br />
Erlebnis lieben, das ein Buch zu bieten hat.“<br />
Und da diese ästhetische Qualität etwas so<br />
Großartiges ist, werden ab Herbst in der<br />
Wagner’schen Buchhandlung exklusive<br />
Ausgaben der Büchergilde angeboten.<br />
Menschen, die sich für besondere Bücher<br />
interessieren, können hier unkompliziert<br />
Mitglied der Büchergilde werden.<br />
Markus Renk dazu: „Wir fühlen uns sehr<br />
geehrt, ab sofort in Österreich exklusiver<br />
Partner der Büchergilde zu sein, und wir<br />
sind überzeugt, dass unsere Kundinnen und<br />
Kunden von diesem einzigartigen Angebot<br />
begeistert sein werden.“<br />
Die Wagner’sche wird die Büchergilde-<br />
Exklusivausgaben mit der Möglichkeit<br />
einer Mitgliedschaft auch in ihren vier<br />
Schwesternbuchhandlungen in Wien,<br />
Salzburg und Hallein einführen, besonders<br />
zeitnah in der Leporello-Buchhandlung in<br />
Wien. Diese gehört seit 2021 zur „Wagner’schen<br />
Familie“ und befindet sich in<br />
unmittelbarer Nähe des Stephansdoms.<br />
Sie wurde von Buchhändler*innen-Duo<br />
Rotraut Schöberl und Erwin Riedesser<br />
gegründet und ist eine der renommiertesten<br />
Literaturbuchhandlungen Österreichs.<br />
Das sind Ihre<br />
Vorteile als Büchergilde-Mitglied:<br />
Ein ausgezeichnetes Programm<br />
der besten Bücher, Geschenkideen,<br />
Musik-CDs, Filme und<br />
Kunst.<br />
Einzigartige Buchgestaltung<br />
und exklusive Buchillustration<br />
von namhaften Künstlerinnen<br />
und Künstlern.<br />
Einmal im Quartal erhalten Sie<br />
das kostenlose Magazin der<br />
Büchergilde, mit allem rund um<br />
unsere Neuerscheinungen.<br />
Persönliche und kompetente<br />
Beratung in unseren Partnerbuchhandlungen<br />
Zu Ihrem ersten Kauf schenken<br />
wir Ihnen ein Büchergilde-Buch<br />
Ihrer Wahl im Wert von bis zu<br />
€ 30,00.<br />
Sollten Sie bis Quartalsende<br />
einmal nichts kaufen, senden<br />
wir Ihnen unsere aktuelle Buchempfehlung<br />
mit Umtauschgarantie<br />
zu.<br />
Die Mitgliedschaft ist kostenlos<br />
und nach 1 Jahr monatlich<br />
zu jedem <strong>15</strong>. kündbar. Sie<br />
erwerben alle 3 Monate 1 Artikel<br />
aus dem Gesamtprogramm.<br />
Corporate Design<br />
Fotografie<br />
Packaging<br />
Buchgestaltung<br />
Informationsdesign<br />
Editorial<br />
Ausstellungen<br />
Specials<br />
www.himmel.co.at<br />
© Büchergilde<br />
Kostengünstiger Versand innerhalb<br />
Österreichs direkt durch<br />
die Wagner’sche.<br />
40<br />
# unabhängig<br />
© Büchergilde
Bücher, die (was) bewegen<br />
Von DIY-Projekten und einer Revolution in Grün<br />
Eine Liebeserklärung<br />
ans Brotbacken!<br />
Buchtipp:<br />
Deborah Hucht, Florian Hucht:<br />
Projekte zum Anpacken<br />
Löwenzahn Verlag,<br />
160 S., € 24,90<br />
Buchtipp:<br />
Valerie Jarolim:<br />
Rebel Plants<br />
Löwenzahn Verlag,<br />
240 S., € 26,90<br />
© Löwenzahn Verlag / Christina Körte<br />
© Löwenzahn Verlag / Zoe Opratko<br />
Eines der allerbesten Gefühle? An einem<br />
eigenen Projekt zu arbeiten, sich die Hände<br />
schmutzig zu machen, zu beobachten, wie<br />
Ideen immer mehr Gestalt annehmen und<br />
am Ende sagen zu können: Wie cool ist<br />
das geworden? Und vor allem: Das hab ich<br />
selbst gemacht!<br />
Deborah und Florian Hucht lieben<br />
es, draußen zu sein, zu basteln, hämmern<br />
und bohren, bis die Wände wackeln, und<br />
sich immer wieder neue Ideen einfallen zu<br />
lassen. Dir geht es genau so? Du siehst in<br />
jedem alten Topf ein neues Deko-Objekt<br />
und in jedem Holzstück eine neue Lieblingsschaukel?<br />
Hier erfährst du, was du<br />
brauchst, um mit deinen Projekten voll<br />
durchzustarten, wo du günstig Materialien<br />
bekommst und wie du Sachen auf kreative<br />
wie nützliche Weise upcyceln kannst. Mit<br />
über 40 Projekten kannst du dich komplett<br />
austoben – im Garten, auf dem Balkon<br />
oder in deiner Wohnung. Ob Hummelburg,<br />
Outdoorküche, Tomatenbushaltestelle,<br />
Pergola, Kokedama, Kräuterspirale, Weidentipi,<br />
Trockenblumenkranz oder Bokashi-Beet:<br />
Lass dich inspirieren und schwing<br />
schon mal den Hammer.<br />
Pflanzen kommt in unserem Leben eine<br />
große Rolle zu – sie sind überall. Es ist an<br />
der Zeit, ihnen wieder mehr Aufmerksamkeit<br />
zu widmen. Denn: Sie sind die Grundlage<br />
allen Lebens. Wir nehmen sie meist nur<br />
nicht mehr bewusst wahr. Wissen sie nicht<br />
mehr so richtig zu schätzen – und das, obwohl<br />
sie uns täglich begleiten. Das soll sich<br />
ändern. Die Autorin Valerie Jarolim zeigt in<br />
diesem Buch die großen Zusammenhänge<br />
auf: Wie beeinflussen Bäume, Wälder,<br />
Pflanzen das Leben auf dem Planeten? Was<br />
haben Pflanzen mit Ernährungssouveränität<br />
zu tun? Was mit Kleidung? Und wie<br />
viel CO2 wird allein durch die Nutzung<br />
des Internets freigesetzt? Pflanzen können<br />
unsere Zukunft lenken und wir können<br />
sie dabei unterstützen: z. B. durch eine<br />
pflanzenbasierte Ernährung, nachhaltige<br />
Kleidung, chemiefreie Naturkosmetik oder<br />
grünen Strom. Egal, wie weit du in die Welt<br />
der Pflanzen eintauchen möchtest, du wirst<br />
sehen, was diese grünen Superheldinnen<br />
bewirken und verändern. Wir müssen nur<br />
lernen, genauer hinzusehen. Erkennen wir<br />
ihr volles Potential. Unsere Zukunft ist<br />
pflanzlich.<br />
© Löwenzahn Verlag / Nadja Hudovernik<br />
Das neue Buch von Christina Bauer ist<br />
geniale Rezeptsammlung und praktisches<br />
Nachschlagewerk in einem. Mit ihren gewohnt<br />
einfachen Rezepten und einzigartigen<br />
Tipps aus ihrem Erfahrungsschatz lässt sie<br />
keine Fragen rund ums selbst gebackene<br />
Brot offen.<br />
Geschmeidigen Teig unter den Handflächen<br />
spüren, Mehl von den Fingerspitzen rieseln<br />
lassen … Wer das Brotbacken einmal<br />
erlebt hat, kann nicht mehr genug davon<br />
bekommen. Aber wo anfangen inmitten<br />
von Backlatein, Falttechniken und Mehlsortendschungel?<br />
Welche Brote lassen sich<br />
ruckzuck zubereiten und welches Gebäck<br />
eignet sich am besten für Frühstückstisch<br />
oder Geburtstagsparty? In diesem Buch<br />
versammelt Christina Bauer ihre ganze<br />
Erfahrung rund um das Thema Brotbacken<br />
und liefert Rezeptideen für jeden Anlass.<br />
Was dabei herauskommt? Das ultimative<br />
Grundlagenwerk, das detaillierte Infos,<br />
Tipps und Inspiration ohne Ende liefert.<br />
Christina Bauer backt sich mit ihrem<br />
wunderschönen neuen Buch wieder in<br />
unsere Herzen! Über 120 Rezepte für Brote,<br />
süßes und pikantes Gebäck, vier einfache<br />
Grundteige und alles Wichtige über Sauerteig<br />
sorgen dafür, dass mit diesem Buch<br />
wirklich keine Backwünsche mehr<br />
offenbleiben. In gewohnt sympathischer<br />
Christina-Bauer-Manier lassen sich die<br />
Rezepte unkompliziert an jeden Alltag<br />
anpassen und sorgen für köstlich-krosse<br />
Erfolgserlebnisse!<br />
© Löwenzahn Verlag / Nadja Hudovernik<br />
„Dieses Buch ist wieder<br />
der Knaller. […] Das, was<br />
ich probiert habe, gelang<br />
auf Anhieb und schmeckte<br />
einfach wunderbar.<br />
Dieses Buch sollte in<br />
keiner Küche fehlen und<br />
verdient es, recht oft zur<br />
Hand genommen zu werden.<br />
Da geht das Herz auf<br />
und nicht nur der Teig.“<br />
Sonja Tauber, Rezensentin<br />
Buchtipp:<br />
Christina Bauer:<br />
Das große Brotbackbuch<br />
Löwenzahn Verlag,<br />
352 S., € 39,90
Jung,<br />
aber<br />
oho!<br />
Bücher<br />
für<br />
Kinder<br />
und<br />
Jugend:<br />
Vhalla hat gelernt, Magie<br />
zu fürchten und flüchtet sich<br />
in ein stilles Leben als Bibliothekarin.<br />
Doch als sie das<br />
Leben des Kronprinzen und<br />
mächtigsten Feuerzähmers von<br />
Solaris rettet, erwachen zuvor<br />
ungeahnte, gefährliche Kräfte<br />
in ihr. Sie wird in die Welt der<br />
Magie hineingezogen und steht<br />
bald vor einer Entscheidung,<br />
die ihr Leben – und möglicherweise<br />
ganz Solaris – für immer<br />
verändern wird. Band 1 einer<br />
fulminanten Fantasy-Reihe ab<br />
14 Jahren voller politischer<br />
Intrigen, Romantik und Magie.<br />
Elise Kova:<br />
Air Awoken – Die Chroniken von Solaris 1<br />
Carlsen Verlag, 429 S., € 16,50<br />
Auf menschliche Gesellschaft<br />
kann Alva seit dem Tod ihrer<br />
Mutter gut verzichten, doch<br />
einsam ist sie trotzdem nie.<br />
Denn egal wo sie auch hingeht,<br />
sprechen Bäume, Sträucher<br />
und Blumen mit ihr. Als eine<br />
tödliche Krankheit ausbricht,<br />
werden wild wachsende<br />
Pflanzen – Alvas Freunde – als<br />
Auslöser verdächtigt und sollen<br />
vernichtet werden. Alva muss<br />
unbedingt die Wahrheit herausfinden<br />
und macht sich mit dem<br />
Heilpflanzenbuch ihrer Mutter<br />
auf eine Reise ins Ungewisse.<br />
Ein absolutes Must-Read<br />
ab 10 Jahren!<br />
Yarrow Townsend:<br />
Alva und das Rätsel<br />
der flüsternden Pflanzen<br />
Thienemann Verlag, 316 S., € <strong>15</strong>,50<br />
Märchenfiguren gibt es nur<br />
in Büchern: das glaubt Marie<br />
zumindest, bis sie von ihrer<br />
Lehrerin ins Fairy Tale Camp<br />
eingeladen wird, ein Internat<br />
für Kinder aus ganz besonderen<br />
Familien. Dort tummeln sich<br />
die Nachfahren verschiedener<br />
Märchenfiguren, von Dornröschen<br />
bis hin zum Bösen Wolf.<br />
Marie selbst stammt von Frau<br />
Holle ab und soll nun das Erbe<br />
ihrer Familie antreten und<br />
die Märchen vor einer dunklen<br />
Macht beschützen. Ein<br />
märchenhaftes Abenteuer und<br />
der Beginn einer neuen Reihe<br />
ab 10 Jahren!<br />
Corinna Wieja:<br />
Fairy Tale Camp 1 –<br />
Das märchenhafte Internat<br />
Carlsen Verlag, 279 S., € 14,40<br />
Harrison möchte immer alles<br />
richtig machen, doch manchmal<br />
wird er einfach wütend.<br />
Nach einem seiner legendären<br />
Wutanfälle bekommt er ein<br />
ganz besonderes Geschenk: ein<br />
Schwarzes Loch. Dort kann<br />
Harrison alles hineinwerfen,<br />
was ihn wütend macht: Brokkoli,<br />
Zwiebeln, Hausaufgaben…<br />
Sehr praktisch, um Dinge zu<br />
entsorgen, die ihn nerven!<br />
Zumindest bis plötzlich auch<br />
Dinge, die Harrison eigentlich<br />
liebt, im Loch verschwinden.<br />
Eine fantastische Geschichte<br />
ab 8 Jahren über Wut, Mut und<br />
Schwarze Löcher.<br />
Ben Miller:<br />
Der Junge, der die Welt verschwinden ließ<br />
arsEdition Verlag, 222 S., € 13,40<br />
Die Sinclairs verbringen jeden<br />
Sommer auf ihrer Privatinsel<br />
vor der Küste von Massachusetts.<br />
Jeden bis auf einen, den<br />
Sommer nach dem Unfall. Als<br />
Cadence Sinclair Eastman zum<br />
ersten Mal seit zwei Jahren wieder<br />
auf die Insel zurückkehrt,<br />
ist alles anders. Sie hat keine<br />
Erinnerungen mehr an den<br />
letzten Sommer dort und ihre<br />
Familie verhält sich komisch.<br />
Was ist vor zwei Jahren wirklich<br />
passiert? Ein fesselnder und<br />
atmosphärischer Jugendroman<br />
ab 14 Jahren.<br />
E. Lockhart:<br />
We Were Liars – Solange wir lügen<br />
Ravensburger Verlag, 320 S., € <strong>15</strong>,50<br />
Zurück zum Sehnsuchtsort<br />
Bullerbü! In diesem kleinen<br />
Dorf in Schweden leben<br />
nur sechs Kinder, aber mehr<br />
braucht es auch nicht, denn<br />
sie spielen den ganzen Tag,<br />
verkleiden sich und feiern<br />
gemeinsam Feste. Erstmals<br />
erscheinen alle Geschichten<br />
über die Kinder aus Bullerbü<br />
gesammelt in einem Band. Mit<br />
ihrer schönen Ausstattung und<br />
den farbigen Illustrationen<br />
von Katrin Engelking ist diese<br />
Gesamtausgabe das perfekte<br />
Geschenk für alle Astrid-Lindgren-Fans<br />
und jene, die es noch<br />
werden wollen.<br />
Astrid Lindgren:<br />
Wir Kinder aus Bullerbü.<br />
Alle Abenteuer in einem Band<br />
Oetinger Verlag, 298 S., € 22,70<br />
44<br />
Wagner’sche.<br />
Geschichte hört nie auf – und<br />
manchmal braucht man einfach<br />
ein bisschen Hilfe dabei, alle<br />
ihre Zusammenhänge zu<br />
verstehen. Genau das ist der<br />
Sinn und Zweck dieses wunderbar<br />
illustrierten Kindersachbuchs.<br />
Hier wird anschaulich<br />
beschrieben, was zur selben Zeit<br />
an unterschiedlichen Orten auf<br />
der Welt geschehen ist.<br />
Ein perfektes Geschenk, mit<br />
dem Wissbegierige ab 9 Jahren<br />
einen einzigartigen Überblick<br />
über geschichtliche Ereignisse<br />
der ganzen Welt bekommen!<br />
Philip Parker:<br />
Was geschah zur gleichen Zeit?<br />
Loewe Verlag, 64 S., € <strong>15</strong>,40<br />
Karlchen ist der hilfsbereiteste<br />
Mensch aller Zeiten! Blöd nur,<br />
dass bei ihren Hilfsaktionen<br />
meistens etwas schiefgeht und<br />
sie danach zur Strafe immer<br />
Socken sortieren muss …<br />
Vor allem den beiden Stadtkindern<br />
Alban und Pippa, die<br />
ihre Ferien bei Karlchens Familie<br />
verbringen, muss dringend<br />
geholfen werden. Denn wie<br />
soll man auf einem Bauernhof<br />
Spaß haben, wenn man Angst<br />
vor Tieren hat? Karlchen hilft<br />
natürlich gerne! Ein wunderbar<br />
witziges Vorlesebuch für kleine<br />
Helfer*innen ab 5 Jahren.<br />
Lisa-Marie Dickreiter und Andreas Götz:<br />
Karlchen hilft allen, ob sie wollen oder nicht<br />
Arena Verlag, 224 S., € 16,50<br />
Von Weißen Frauen, finsteren<br />
Gesellen und Geisterwesen.<br />
Sagenfachmann Helmut<br />
Wittmann hat hier die faszinierendsten,<br />
spannendsten und<br />
bekanntesten Sagen Österreichs<br />
in einem prachtvollen Band<br />
vereint. Von verwunschenen<br />
Almen ist genauso die Rede wie<br />
vom Zauber der Donau, von<br />
gewaltigen Schätzen, mächtigen<br />
Herrscherinnen und Herrschern<br />
und der Weisheit der einfachen<br />
Leute. Sagenhafter Lesespaß für<br />
Groß und Klein mit wunderschönen<br />
Illustrationen von<br />
Jakob Kirchmayr!<br />
Helmut Wittmann (Hg.):<br />
Das große österreichische Sagenbuch<br />
Tyrolia Verlag, 325 S., € 29,00<br />
Früher waren die Geisterkicker<br />
berühmt. Legenden ranken<br />
sich um das Stadion, in dem<br />
es nicht mit rechten Dingen<br />
zugehen soll. Als Jan neu in die<br />
Mannschaft kommt, gruselt ihn<br />
aber nur, wie schlecht das Team<br />
spielt. Doch dann entdeckt er<br />
die bläulich leuchtende Gestalt<br />
von Toni Torwartschreck auf<br />
der Tribüne. Vielleicht kann<br />
der sagenumwobene Fußballgeist<br />
Jan dabei helfen, ein<br />
Stürmerstar zu werden und<br />
die Geisterkicker wieder zum<br />
Erfolg zu führen? Ein spaßiges<br />
Fußballabenteuer ab 8 Jahren!<br />
Sonja Kaiblinger:<br />
Die Geisterkicker –<br />
Nie mehr ohne Teamgeist!<br />
Baumhaus Verlag, 144 S., € 13,40<br />
Lores Familie jagte einst griechische<br />
Götter – bis es sie alle<br />
das Leben kostete. Eigentlich<br />
will Lore nur noch normal sein,<br />
doch dann wird ihr eine Chance<br />
auf Rache in Aussicht gestellt.<br />
Die Göttin Athene bietet ihr ein<br />
Bündnis gegen Ares, den Mörder<br />
ihrer Familie, an, der seitdem<br />
noch mächtiger geworden<br />
ist. Doch reicht das Bündnis<br />
mit Athene aus, um Ares aufzuhalten,<br />
bevor er die menschliche<br />
Welt in Schutt und Asche legt?<br />
Spannende, von griechischer<br />
Mythologie inspirierte Fantasy<br />
ab 14 Jahren!<br />
Alexandra Bracken:<br />
Lore – Die Spiele haben begonnen<br />
Arena Verlag, 582 S., € 22,70<br />
Als Carag nach den Ferien an<br />
die Clearwater High zurückkehrt,<br />
erwarten ihn jede Menge<br />
neue Gesichter und fordernde<br />
Aufgaben. Als ob das noch<br />
nicht genug wäre, erreichen<br />
ihn plötzlich auch noch beunruhigende<br />
Nachrichten von<br />
seinem Erzfeind Andrew Milling.<br />
Der gefährliche Wandler<br />
sucht nach einem Weg, seine<br />
Menschengestalt zurückzuerlangen<br />
und aus dem Gefängnis<br />
auszubrechen. Können<br />
Carag und seine Freunde ihn<br />
aufhalten? Die beliebte Tierfantasy-Reihe<br />
ab 10 Jahren geht<br />
in die zweite Staffel!<br />
Katja Brandis:<br />
Woodwalkers – Die Rückkehr<br />
Arena Verlag, 323 S., € <strong>15</strong>,50
DIE unsterbLichen KINDERBUCHGESCHICHTEN<br />
MACHT KINDER VON HEUTE stark!<br />
Ab 8 Jahren<br />
€ 18,50 [A]<br />
Die Bücher des berühmten Kinderbuchautors<br />
Die unsterblichen Kinderbücher von Roald Dahl<br />
Roald Dahl erzählen von unerschrockenen<br />
erscheinen bei Penguin JUNIOR erstmals<br />
Heldinnen und Helden. Seine zeitlose Botschaft<br />
in einer hochwertigen, farbig ausgestatteten<br />
macht Kinder von heute stark: Egal, wer und<br />
Hardcover-Ausgabe komplett neu übersetzt –<br />
wo du bist, egal, wer dich kleinmachen will – mit<br />
Fantasie, Entschlossenheit und Mut kannst du<br />
deine eigene verrückte Geschichte selbst in die<br />
Hand nehmen und alles sein, was du willst!<br />
von den Kinderbuch-Bestsellerautor*innen<br />
sabine und emma Ludwig sowie<br />
andreas steinhöfel.<br />
Matilda – umwerfend stark,<br />
liebenswert und zauberhaft.<br />
Eine furchtlose Kämpferin gegen<br />
Stumpfsinn und Ignoranz<br />
Der Traum aller Kinder:<br />
Charlies Abenteuer mit dem<br />
grandiosen Schokoladenfabrikanten<br />
Willy Wonka<br />
Ein mäusekleiner Held<br />
mit Riesenmut besiegt<br />
85 oberfiese Hexen<br />
Mit farbigen Illustrationen von<br />
Quentin Blake<br />
EINE ZEITLOSE magie<br />
Ab 8 Jahren<br />
ca. € 16,50 [A]<br />
Der brillante MeisterDieb<br />
triumphiert mit Mut, Witz und<br />
sprühender Intelligenz<br />
James und seine krabbeligen<br />
Freunde halten zusammen<br />
in allen tollkühnen Abenteuern<br />
Klein gegen groß, schlau<br />
gegen doof: Wie die Tiere die<br />
fiesen Trottels austricksen<br />
ROaLd daHl FÜR DIE KLEINSTEN!<br />
ROaLd daHl ZUM HÖREN<br />
Ab 8 Jahren<br />
€ 18,50 [A]<br />
Bilderbuch<br />
ab 4 Jahren<br />
€ <strong>15</strong>,50 [A]<br />
Pappbilderbuch<br />
ab 2 Jahren<br />
€ 11,40 [A]<br />
* = unverbindliche Preisempfehlung<br />
©2022 RDSC / QB.<br />
Gelesen von<br />
Heike Makatsch<br />
Gelesen von<br />
Matthias Mattschke<br />
Gelesen von<br />
Christoph Maria Herbst<br />
Ein Bilderbuch mit einer furiosen Kombination<br />
von Text und Bild, das mit seinem Witz sowohl<br />
Kinder als auch Eltern begeistern wird<br />
Ideal für ein spielerisches<br />
Erlernen der Farben<br />
Lädt zum Entdecken der<br />
Formen mit allen Sinnen ein<br />
www.penguin-junior.de
Mit<br />
den<br />
besten<br />
Empfehlungen:<br />
In der kleinen Universitätsstadt<br />
Jena stellt der wohl turbulenteste<br />
Freundeskreis der deutschen<br />
Geistesgeschichte, bestehend<br />
unter anderem aus Goethe,<br />
Schiller, Hegel und Schelling,<br />
das Ich in den Mittelpunkt<br />
seines Denkens. Es entsteht eine<br />
Zerrissenheit zwischen dem<br />
freien Willen des Individuums<br />
und zerstörerischem Egoismus,<br />
zwischen den Rechten<br />
des Einzelnen und der Verantwortung<br />
gegenüber der<br />
Gesellschaft, was sich heute als<br />
genauso schwierig wie damals<br />
herausstellt.<br />
Andrea Wulf:<br />
Fabelhafte Rebellen<br />
C. Bertelsmann Verlag, 528 S., € 30,90<br />
Wie viel Erdmasse müsste<br />
man umschichten, um 10 Kilo<br />
abzunehmen? Würde eine<br />
Schlange schweben, wenn sie<br />
einen Heliumballon im Ganzen<br />
verschluckte? Was wäre, wenn<br />
man an einer Feuerwehrstange<br />
vom Mond zur Erde rutschen<br />
würde? – Diese und weitere<br />
verrückte Fragen beantwortet<br />
Randall Munroe in seiner<br />
Fortsetzung zu What if –<br />
Was wäre, wenn? auf genauso<br />
wissenschaftliche wie kreative<br />
Art und Weise. Wir freuen uns<br />
auf viele neue absurde hypothetische<br />
Fragestellungen!<br />
Randall Munroe:<br />
What if? 2<br />
Pengiun Randomhouse Verlag,<br />
416 S., € 18,50<br />
Mit dieser Weltgeschichte der<br />
sozialen Konflikte und Konstellationen<br />
sowie der Lektion<br />
in globaler Gerechtigkeit<br />
liefert Thomas Piketty das eine<br />
Ökonomie-Buch, das wirklich<br />
jeder gelesen haben sollte. Mit<br />
seinen Büchern rückt Piketty<br />
das Thema der sozialen Ungleichheit<br />
ins Zentrum der<br />
Debatte. Er zeigt Fortschritte<br />
und die Mittel zur Erreichung<br />
dieser auf. Und er benennt eine<br />
wichtige Frage, welche in jeder<br />
Generation gestellt werden<br />
sollte: Schlägt sich ein neues<br />
Kapitel der Gleichheit oder der<br />
Ungleichheit auf?<br />
Thomas Piketty:<br />
Eine kurze Geschichte der Gleichheit<br />
C.H. Beck Verlag, 264 S., € 25,70<br />
Daniela und Roland Trettl<br />
haben es wieder getan! Sie präsentieren<br />
ihre neuen Lieblingsrezepte<br />
aus der alpenländischen<br />
und mediterranen Küche. Die<br />
gemeinsamen Kochaktionen des<br />
Ehepaars Trettl auf Instagram<br />
und Facebook sind Kult und<br />
vielfach kommentiert. Dani und<br />
Roland wissen daher, welche<br />
Rezepte besonders gut ankommen<br />
und welche Extratipps<br />
sich die Zuschauer*innen wünschen.<br />
Zu jedem der persönlichen<br />
Trettl-Lieblingsrezepte<br />
gibt es eine exakte Zutatenliste<br />
und leicht verständliche Steps<br />
zur Zubereitung.<br />
Daniela & Roland Trettl:<br />
Kochen zu zweit – Band 2<br />
Südwest Verlag, 208 S., € 25,70<br />
Kein Thema könnte aktueller<br />
sein als die Geschichte der<br />
Ukraine, welche der Harvard-<br />
Historiker Serhii Plokhy in ihrer<br />
ganzen Dramatik und Mannigfaltigkeit<br />
aufarbeitet. Im<br />
Ukraine-Krieg geht es im Kern<br />
auch um die Geschichtsdeutung<br />
dieses Landes. Dieses Werk<br />
zeigt deutlich die Hintergründe<br />
des aktuellen Konflikts auf<br />
und zeichnet ein genaues Bild<br />
dessen, wie die Ukraine immer<br />
wieder zum Spielball zwischen<br />
West und Ost wurde, aber dabei<br />
stets die eigene Identität bewahrte.<br />
Serhii Plokhy:<br />
Das Tor Europas<br />
Hoffmann und Campe Verlag,<br />
560 S., € 30,90<br />
Greta Thunberg schafft mit<br />
ihrem Klima-Buch ein unverzichtbares<br />
Werkzeug für alle,<br />
die sich für die Rettung unseres<br />
Planeten einsetzen wollen. Sie<br />
holt sich dabei Expertise aus<br />
den verschiedensten Bereichen<br />
der Wissenschaft und zeigt<br />
Wege auf, wie man das Leben<br />
auf dem Planeten für die<br />
Zukunft sichern kann – auch,<br />
wenn das nach einer beinahe<br />
nicht zu bewältigenden Aufgabe<br />
klingt. Die Konklusion: Wir<br />
müssen etwas tun. Und zwar<br />
jetzt.<br />
Greta Thunberg:<br />
Das Klima-Buch<br />
S. Fischer Verlag, 512 S., € 37,70<br />
48<br />
Wagner’sche.<br />
Das Heike monogatari ist<br />
ein zentrales Werk der mittelalterlichen<br />
japanischen Literatur<br />
und von größter Bedeutung<br />
für die Kulturgeschichte Japans.<br />
Vom buddhistischen Zeitgeist<br />
geprägt, spiegelt das Epos<br />
die politischen Umbrüche des<br />
12. Jahrhunderts wider, als die<br />
Macht vom Kaiserhaus und<br />
dem Hofadel unwiederbringlich<br />
auf den Samurai-Kriegerstand<br />
überging. Der als Standardfassung<br />
geltende Text erscheint<br />
nun im Reclam-Verlag.<br />
Akashi Kakuichi:<br />
Heike monogatari<br />
Reclam Verlag, 848 S., € 82,30<br />
50 Jahre nach dem ersten<br />
Queen-Konzert erzählt Stephan<br />
Rehm Rozanes die Geschichte<br />
hinter der Band: Er portraitiert<br />
die Mitglieder und gibt Einblick<br />
in ihr Songwriting. Die Grenzen<br />
sprengende Ästhetik und<br />
Innovationskraft von Queen<br />
spielen dabei genauso eine Rolle<br />
wie die von ihnen ausgelösten<br />
Skandale und Kontroversen.<br />
Eines ist gewiss: Queen werden<br />
ihr Publikum auch weiterhin in<br />
Atem halten.<br />
Stephan Rehm Rozanes:<br />
The Show Must Go On<br />
Reclam Verlag, 300 S., € 28,80<br />
Der Wald der Alpen hat unzählige<br />
Facetten: Er ist Lebensraum,<br />
Ressource, Schutz,<br />
Speicher, Erholungsraum.<br />
So vielfältig wie die Flora und<br />
Fauna sind auch die Protagonisten,<br />
die mit unserem Holz<br />
arbeiten: der Köhler, der die<br />
Energie des Waldes seit Jahrhunderten<br />
nutzbar macht, der<br />
Architekt, der mit den Hölzern<br />
dieses Waldes Wohnraum<br />
schafft, oder der Instrumentenbauer,<br />
der im Alpenwald<br />
klangvolle Hölzer findet – sie<br />
alle kommen zu Wort und berichten<br />
vom Leben im und mit<br />
dem alpinen Wald.<br />
Eduard Hochbichler:<br />
Der Alpenwald<br />
Benevento Verlag, 360 S., € 78,00<br />
Paul Lendvai liefert in seiner<br />
messerscharfen Analyse über<br />
die politische Geschichte<br />
Österreichs eine zwiespältige<br />
Bilanz. Dabei schlägt er den<br />
Bogen von den Habsburgern,<br />
Persönlichkeiten wie Bruno<br />
Kreisky und Wolfgang Schüssel<br />
über den Aufstieg und den Fall<br />
der FPÖ bis hin zum Ukraine-Krieg<br />
und der damit zusammenhängenden<br />
Gaskrise. In<br />
dem Buch bringt er Vergangenheit<br />
und Gegenwart zusammen<br />
und erklärt, was wir aus der<br />
Geschichte lernen können.<br />
Paul Lendvai:<br />
Vielgeprüftes Österreich<br />
Ecowin Verlag, 312 S., € 26,00<br />
Weidemond, Heumond,<br />
Erntemond: Althergebrachte<br />
Monatsnamen erzählen noch<br />
heute von der Bedeutung des<br />
Mondes im bäuerlichen<br />
Jahreskreis. Wann wird am<br />
besten Holz geschlagen, die<br />
Wäsche gewaschen oder die<br />
Saat ausgetragen? Die Mondphasen<br />
Tierkreis galten seit<br />
jeher als Wegweiser in alltäglichen<br />
Fragen. Ein Buch, das<br />
von altbewährter Handwerkspraxis<br />
im Zeichen des Mondes<br />
erzählt, vom traditionsreichen<br />
Wissen unserer Vorfahren und<br />
von einem Leben im Einklang<br />
mit der Natur.<br />
Christoph Frühwirth:<br />
Der Mond und wir<br />
Servus Verlag, 160 S., € 22,00<br />
In diesem Buch werden<br />
Konzepte beschrieben, wie die<br />
Versorgung mit Wärme, Mobilität<br />
und Strom aussehen sollte,<br />
um bis 2040 gänzlich aus den<br />
fossilen Energien auszusteigen.<br />
Diese Konzepte beziehen sich<br />
auf die EU und im Detail auf<br />
Österreich. Die vorgeschlagene,<br />
tiefgreifende Transformation<br />
des Energiesystems ist möglich,<br />
die Sonne strahlt mehr als genug<br />
Energie ein, die Technologien<br />
sind hoch entwickelt. Daher will<br />
das Buch Optimismus, Tatkraft<br />
und Zuversicht stärken.<br />
Heinz Gabriel Kopetz:<br />
Mit der Kraft der Sonne<br />
Braumüller Verlag, 416 S., € 26,60
War die Krawatte früher nicht<br />
aus der täglichen Garderobe<br />
wegzudenken, fristet sie heute<br />
häufig ein einsames Dasein in<br />
Schränken. Und dennoch ist<br />
eine jede Krawatte ein Zeuge:<br />
der Persönlichkeit ihres Trägers<br />
oder ihrer Trägerin, der Zeit,<br />
der sie entstammt, von Erlebtem<br />
und Erlittenem.<br />
Helfer und Köhlmeier lassen<br />
sich von Krawatten aus der<br />
Sammlung von Gerald Matt<br />
inspirieren und erzählen deren<br />
Geschichten – so elegant und<br />
vielfältig wie das Bekleidungsstück<br />
selbst.<br />
Helfer Monika, Köhlmeier Michael:<br />
Das Leben der Krawatten<br />
Brandstätter Verlag, 176 S., € 36,00<br />
Beste Produkte von kleinen,<br />
traditionellen Produzenten sind<br />
die Grundlage des Restaurants<br />
in Werfen. Jeden Tag aufs Neue<br />
komponieren Rudi Obauer und<br />
sein Team daraus einzigartige<br />
kulinarische Meisterwerke.<br />
Wichtige Voraussetzung für das<br />
Gelingen: erstklassige Kochkunst.<br />
In diesem Buch, mit<br />
seinen großartigen Bildern, gibt<br />
Rudi Obauer Einblicke in seine<br />
Profi-Küche, was ihm beim Kochen<br />
wichtig ist und vor allem:<br />
wie man auch zu Hause diese<br />
wunderbaren Rezepte nachkochen<br />
kann.<br />
Rudolf Obauer:<br />
Total Obauer!<br />
Gräfe & Unzer Verlag, 288 S., € 32,90<br />
Warum leben Frauen länger<br />
als Männer? Wieso erkranken<br />
sie seltener an Herzinfarkt und<br />
weniger schwer an Covid-19? Ist<br />
der weibliche Körper robuster,<br />
weil er seit Anbeginn oft mehr<br />
als einen Organismus ernähren<br />
musste? Der legendäre Wiener<br />
Gynäkologe Professor Johannes<br />
Huber stellt sich in zehn Kapiteln<br />
diesen Fragen und vielen<br />
mehr. Mit archäologischem<br />
Forschungseifer deckt er über<br />
Jahrtausende<br />
entstandene Besonderheiten<br />
des evolutionären Wunderwerks<br />
Frau auf.<br />
Johannes Huber:<br />
Wunderwerk Frau<br />
Gräfe & Unzer Verlag, 192 S., € 22,90<br />
Michael Lehofer staunt immer<br />
wieder, wie wenig viele Menschen<br />
darüber wissen, wie<br />
eine Liebesbeziehung ‚geht‘.<br />
Da Liebe und Partnerschaft<br />
so komplex sind, gibt es keine<br />
allgemeingültigen Regeln. Was<br />
tun? Der Autor befragt unter<br />
anderem die Soziologie und die<br />
Neurobiologie und mischt sie<br />
mit den Erfahrungen aus seiner<br />
Praxis. In 40 Thesen bringt er<br />
sie mit liebevollem, gereiftem<br />
und humorvollem Blick auf den<br />
Punkt. Ein Buch, das<br />
Beziehungen retten kann!<br />
Michael Lehofer:<br />
40 verrückte Wahrheiten über Frauen<br />
und Männer<br />
Gräfe & Unzer Verlag, 192 S., € 20,90<br />
4,5 Milliarden Jahre nach seiner<br />
Entstehung steht unser Planet<br />
in seiner Blüte. Außergewöhnliche<br />
Bedingungen waren die<br />
Ursache dafür, dass wir eine<br />
Vielfalt wunderbarer Landschaften<br />
vorfinden. Michael<br />
Martin hat sich auf die Reise<br />
begeben und porträtiert die<br />
ganze Schönheit der Erde.<br />
Er schildert die faszinierende<br />
Erdgeschichte von ihren<br />
Anfängen bis heute, auch mit<br />
Blick auf den Menschen, der<br />
seit seinem ersten Auftauchen<br />
in die Natur eingreift und inzwischen<br />
seine eigene Lebensgrundlage<br />
gefährdet.<br />
Michael Martin:<br />
Terra<br />
Knesebeck Verlag, 448 S., € 77,00<br />
Tirol war über Jahrhunderte<br />
ein bedeutendes Bergbauzentrum<br />
Europas. Der Aufstieg<br />
der Habsburger unter Kaiser<br />
Maximilian I. wäre ohne den<br />
Tiroler „Bergsegen“ unmöglich<br />
gewesen. Aufgelassene Stollen<br />
und Halden, aber auch repräsentative<br />
Bauten wie das Goldenes<br />
Dachl und die Hofkirche in<br />
Innsbruck zeugen bis heute von<br />
dieser erzreichen Zeit. In diesem<br />
reich bebilderten Werk werden<br />
alle Bergreviere des historischen<br />
Tirol in ihrer geschichtlichen<br />
Entwicklung vorgestellt.<br />
Neuhauser Georg u.a.:<br />
Bergbau in Tirol<br />
Tyrolia Verlag, 300 S., € 34,00<br />
In ihrem neuen Buch widmet<br />
sich Michaela Thöni-Kohler 80<br />
einheimischen Räucherpflanzen<br />
aus Wald, Wiese und Garten,<br />
beschreibt deren seelische und<br />
körperliche Wirkung, informiert<br />
über deren Verwendung in der<br />
Volksheilkunde und gibt Tipps,<br />
zu welchen Räuchermischungen<br />
die jeweilige Pflanze am besten<br />
passt. Anleitungen zu den<br />
wichtigsten Räuchermethoden<br />
machen das Buch zum idealen<br />
Ratgeber. Die Vielzahl an vorgestellten<br />
Räuchermischungen<br />
sorgt für viele heilsame und<br />
reinigende Momente.<br />
Michaela Thöni-Kohler:<br />
Räuchern in den Alpen<br />
Tyrolia Verlag, 240 S., € 27,00<br />
Woher hat die Pizza Margherita<br />
ihren Namen? In welcher Stadt<br />
wurde der berühmteste Nachtisch<br />
Italiens erfunden? Und<br />
was ist das rote Gold Italiens?<br />
Mit diesem Buch entdecken Sie<br />
die große Vielfalt der italienischen<br />
Küche von den Alpen bis<br />
nach Sizilien und verbessern<br />
nebenbei Ihre Sprachkenntnisse.<br />
Lernen Sie in zahlreichen Geschichten,<br />
Dialogen, Interviews<br />
viel Wissenswertes rund um<br />
typisch italienischen Produkte<br />
und Gerichte!<br />
Italienisch:<br />
Eine kulinarische Sprachreise<br />
Langenscheidt bei PONS Verlag,<br />
224 S., € 20,60<br />
Warum wurde das Baguette erfunden?<br />
Welches Missgeschick<br />
führte zu einem der beliebtesten<br />
Kuchen Frankreichs? Und<br />
warum essen die Bretonen am<br />
liebsten gesalzene Butter? Mit<br />
diesem Buch entdecken Sie die<br />
große Vielfalt der französischen<br />
Küche von der <strong>No</strong>rmandie bis<br />
in die Provence und verbessern<br />
nebenbei Ihre Sprachkenntnisse.<br />
Lernen Sie in zahlreichen Geschichten,<br />
Dialogen, Interviews<br />
viel Wissenswertes rund um die<br />
typisch französischen Produkte<br />
und Gerichte!<br />
Französisch:<br />
Eine kulinarische Sprachreise<br />
Langenscheidt bei PONS Verlag,<br />
224 S., € 20,60<br />
Mit diesem Buch entdecken<br />
Sie die große Vielfalt der spanischen<br />
Küche und verbessern<br />
nebenbei Ihre Sprachkenntnisse.<br />
Lernen Sie in zahlreichen Geschichten,<br />
Dialogen, Interviews<br />
viel Wissenswertes rund um<br />
die typisch spanischen Produkte<br />
und Gerichte! Vermeiden<br />
Sie Fettnäpfchen auf Ihrer<br />
nächsten Spanienreise, indem<br />
Sie viel über die Traditionen<br />
und Gepflogenheiten rund ums<br />
Essen und Trinken erfahren!<br />
In kleinen Übungen zu den<br />
Texten und zum kulinarischen<br />
Wortschatz erweitern Sie Ihre<br />
Spanischkenntnisse.<br />
Spanisch:<br />
Eine kulinarische Sprachreise<br />
Langenscheidt bei PONS Verlag,<br />
224 S., € 20,60<br />
Do it yourself gilt auch in<br />
der Küche. Die Vorteile liegen<br />
auf der Hand: Geschmack,<br />
Frische, Nachhaltigkeit. Und<br />
das Allerbeste daran: Es macht<br />
eine Menge Spaß! Tagliatelle in<br />
30 Minuten? Dazu muss man<br />
kein Sternekoch sein.<br />
Das Buch beinhaltet Rezepte<br />
für Lebensmittel, die oft<br />
fertig gekauft werden, weil sie<br />
vermeintlich schwierig herzustellen<br />
sind. Die Foodbloggerin<br />
Annalena Ganner möchte<br />
zeigen, wie vieles Sie zu Hause<br />
selbst machen können – keine<br />
Zusatzstoffe, weniger Müll und<br />
Bomben-Geschmack.<br />
Annalena Ganner:<br />
Alles selbst gemacht<br />
Athesia Buch Verlag, 128 S., € 25,00<br />
Leistungsdruck setzt vielen<br />
Kindern und Jugendlichen zu.<br />
Für alle, die Kinder auf ihrem<br />
Lebensweg begleiten, ist es eine<br />
Herausforderung, die Balance<br />
zwischen entwicklungsförderlicher<br />
Anregung, Unterstützung<br />
und entspannten Zutrauens<br />
zu finden. Heike Torggler gibt<br />
Einblick in ihre Arbeit und<br />
persönlichen Erfahrungen. Sie<br />
spricht offen, heiter aber auch<br />
kritisch aus, was viele Eltern<br />
erleben. Sie zeigt Wege auf, wie<br />
wir unsere Jüngsten vor zu viel<br />
Leistungsdruck schützen und<br />
mental stärken können.<br />
Heike Torggeler:<br />
Kindsein ohne Druck<br />
Athesia Buch Verlag, 160 S., € 19,90<br />
Schätzungen zufolge leiden<br />
weltweit etwa 350 Mio. Menschen<br />
unter einer Depression.<br />
Aus Schamgefühl, Verdrängung<br />
oder Unwissenheit suchen viele<br />
Betroffene keinen Arzt auf.<br />
Viele davon sind sich deshalb<br />
nicht sicher, ob sie unter der<br />
Erkrankung leiden. Dieses<br />
Buch klärt über die Krankheit<br />
auf. Dr. Roger Pycha ist langjährig<br />
als Psychiater tätig und<br />
teilt seine Expertise: von den<br />
Ursprüngen der Erkrankung<br />
über Kennzeichen und Symptome<br />
bis hin zu Hilfen und<br />
Psychotherapie.<br />
Roger Pycha:<br />
Depression – viel mehr als Traurigkeit<br />
Athesia Buch Verlag, 320 S., € 22,00<br />
Der Kochbuch-Klassiker von<br />
Anneliese Kompatscher und<br />
Tobias Schmalzl: Spinatspatzln,<br />
Vollkorntagliatelle, Rohnennocken,<br />
Risotto und Rindsschulternahtl:<br />
Die renommierte<br />
Kochbuchautorin und der<br />
erfahrene Koch präsentieren<br />
Klassiker der Südtiroler Küche,<br />
raffiniert verfeinert und zum<br />
Nachkochen in einfache Rezepte<br />
verpackt. Das handliche<br />
Kochbuch versammelt rund 70<br />
Rezepte für kalte und warme<br />
Vorspeisen, leichte Fleisch- und<br />
Fischgerichte sowie verführerische<br />
Desserts.<br />
Anneliese Kompatscher, Tobias Schmalzl:<br />
Südtirols Küche raffiniert einfach<br />
Folio Verlag, 160 S., € 18,00<br />
60 tote Frauen in den Jahren<br />
2020 und 2021. So sieht die<br />
traurige Statistik aus, weshalb<br />
Österreich immer wieder als<br />
„Land der Femizide“ bezeichnet<br />
wird. – Yvonne Widler<br />
berichtet seit vielen Jahren über<br />
Frauenmorde – und will Antworten.<br />
Wer sind die Täter und<br />
was haben sie gemeinsam? Wie<br />
muss wirksamer Gewaltschutz<br />
in Beziehungen für Frauen<br />
konzipiert sein? Wo liegen<br />
die Wurzeln der Misogynie in<br />
Österreich? Und vor allem: Wo<br />
ansetzen im Kampf gegen systemische<br />
Gewalt gegen Frauen?<br />
Yvonne Widler:<br />
Heimat bist du toter Töchter<br />
Kremayr & Scheriau Verlag,<br />
256 S., € 24,00<br />
1972 erschütterte der erste<br />
Bericht an den Club of Rome<br />
die Fortschrittsgläubigkeit der<br />
Welt. Zum 50-jährigen Jubiläum<br />
blicken Forschende abermals<br />
in die Zukunft – und legen<br />
ein Genesungsprogramm für<br />
unsere krisengeschüttelte Welt<br />
vor. Der aktuelle Bericht liefert<br />
eine politische Gebrauchsanweisung<br />
für fünf wesentliche<br />
Handlungsfelder, in denen mit<br />
kleinen Weichenstellungen<br />
große Veränderungen erreicht<br />
werden können. Wer wissen<br />
will, wie sich eine gute Zukunft<br />
realisieren lässt, kommt an<br />
Earth for All nicht vorbei.<br />
Club of Rome (Hrsg.):<br />
Earth for All<br />
OEKOM Verlag, 256 S., € 25,70
Mit<br />
den<br />
besten<br />
Empfehlungen:<br />
Toni ist ein Antiheld wie er<br />
im Buche steht, im wahrsten<br />
Sinne. Er ist mit allem durch<br />
und hängt nicht an seinem<br />
Leben, nur seinen Hund liebt er<br />
abgöttisch. Toni beschließt also<br />
seinem Leben in genau einem<br />
Jahr, 365 Tagen ein Ende zu setzen.<br />
Wir begleiten in bei dieser<br />
Reise in 365 Kapiteln, lernen<br />
seine Familiengeschichte und<br />
auch die Geschichte Spaniens<br />
kennen. Dieser Roman ist irre<br />
lustig und tieftraurig, vor allem<br />
aber steckt er voller Herzenswärme.<br />
Und wer weiß, vielleicht<br />
überlegt es sich Toni am Ende<br />
doch noch … Carmen Schwarz<br />
Fernando Aramburu:<br />
Die Mauersegler<br />
Rowohlt Verlag, 832 S., € 28,80<br />
Der Sog der See, das Schlagen<br />
der Wellen, das Rauschen des<br />
Wassers. Seit Generationen<br />
lebt die Familie Sander auf der<br />
<strong>No</strong>rdseeinsel; beständig wie<br />
das Meer. Doch die Zeit lässt<br />
auch den stärksten Felsen in der<br />
Brandung bröckeln. Fremde,<br />
die die in ihren Augen raue<br />
Inselkultur romantisieren, blind<br />
gegenüber dem eigentlichen<br />
Leben der Inselbewohner. Man<br />
möchte den Schreibstil fast<br />
als melancholisch-nostalgisch<br />
bezeichnen, verliert sich in der<br />
Sprache, taucht ein in diese<br />
wunderbare Familiengeschichte.<br />
Klaudia Grünfelder<br />
Dörte Hansen:<br />
Zur See<br />
Penguin Verlag, 256 S., € 24,70<br />
Nun ist die großartige Satire<br />
von David Schalko als TB zu<br />
haben. Ein hinterlistiger und<br />
hintersinniger Abgesang auf die<br />
Alpenrepublik vor der pittoresken<br />
Kulisse von Bad Regina.<br />
Das kann schnell entlarvt<br />
werden, man könnte u.a. davon<br />
ausgehen, dass es in China<br />
nachgebaut wurde. Hier allerdings<br />
versucht ein Chinese den<br />
Ort aufzukaufen. Doch ein von<br />
Gicht geplagter Einheimischer<br />
wehrt sich, versucht herauszufinden,<br />
was der Chinese mit Bad<br />
Regina vorhat und erlebt eine<br />
böse Überraschung …<br />
Robert Renk<br />
Davin Schalko:<br />
Bad Regina<br />
KiWi Verlag, 400 S., € 14,40<br />
Die Einladung zur Gedenkfeier<br />
von August versetzt die Schriftstellerin<br />
Asta unwillkürlich<br />
zurück in ihre Studentinnenzeit.<br />
Ihre Arbeit am zweiten<br />
Roman wird plötzlich durch<br />
Erinnerungen unterbrochen.<br />
Gespräche und Nachrichten<br />
zwischen Asta und ihrer besten<br />
Freundin Mai sowie dem verstorbenen<br />
August poppen auf.<br />
Unprätentiös steigt man so<br />
direkt in die Geschichte ein.<br />
Die kurze Form führt zu spannenden<br />
Textüberlagerungen.<br />
Herrlich ungeschönte Direktheit<br />
in Astas Gedankenwelt.<br />
Starke Emotionen. Katharina J.<br />
Ferner<br />
Tina Høeg:<br />
Tour de Chambre<br />
Droschl Verlag, 304 S., € 25,60<br />
Als Ivory 1910 mit ihrem Vater<br />
zu einer Safari nach Afrika aufbricht,<br />
weiß sie noch nicht, dass<br />
es für immer sein soll. Sie verliebt<br />
sich nicht nur in das Land,<br />
deren Kultur und Tierwelt,<br />
sondern auch in den attraktiven<br />
Großwildjäger Adrian. Auf<br />
der Farm ist sie glücklich und<br />
vermisst nichts, bis ihr Mann<br />
in den Krieg zieht. Sie kämpft<br />
mit den Eingeborenen ums<br />
Überleben und entwickelt eine<br />
neue Geschäftsidee. Einer der<br />
bildreichsten Romane, den ich<br />
in letzter Zeit gelesen habe: man<br />
bekommt Lust auf Afrika.<br />
Andrea Scheiber<br />
Christina Rey:<br />
Ein kleines Stück von Afrika<br />
Lübbe Verlag, 416 S., € 16,99<br />
Manuel Rubey gibt Einblicke<br />
in sein Tourleben. Wiederum<br />
gespickt mit Musik- und Lesetipps,<br />
mit wunderbar Anekdotischem<br />
führt er uns durch die<br />
Provinz Österreichs. Insgesamt<br />
99 Orte hat Manuel Rubey<br />
im Zuge seiner musikalischen<br />
Lesereise österreichweit besucht<br />
– mindestens ebenso viele<br />
Erinnerungen hat er mit nach<br />
Hause gebracht. Sehr lustig,<br />
aber auch nachdenklich ist dieses<br />
wunderbare Buch zu lesen.<br />
Denn weder sein soziales und<br />
politisches Engagement noch<br />
seine Depressionen verheimlicht<br />
Rubey. Lesenswert! Robert Renk<br />
Manuel Rubey:<br />
Der will nur spielen<br />
Molden Verlag, 192 S., € 25,00<br />
52<br />
Wagner’sche.<br />
Wie viel wissen wir tatsächlich<br />
über unsere eigene Familiengeschichte?<br />
Shelly Kupferberg<br />
findet am Dachboden ihrer<br />
Großeltern alte Briefe und<br />
Fotographien aus dem Leben<br />
ihres Urgroßonkels und führt<br />
uns anhand dieses eindringlichen<br />
Lebensportraits die<br />
Schrecken des Nationalsozialismus<br />
vor Augen. Der in Galizien<br />
geborene Isidor bringt<br />
es in Wien zu Wohlstand und<br />
Ansehen, bevor die Nationalsozialisten<br />
immer mehr Macht<br />
gewinnen. Kupferberg erzählt<br />
mit klarer Sprache von Verlust<br />
und Grausamkeit. Klaudia Grünfelder<br />
Shelly Kupferberg:<br />
Isidor. Ein jüdisches Leben<br />
Diogenes Verlag, 256 S., € 24,70<br />
Im neuen Roman der Wortakrobatin<br />
und Poetryslamerin<br />
Mieze Medusa geht es um Frauen.<br />
Frauen in all ihren Facetten,<br />
was sie antreibt, wovon sie<br />
träumen, womit sie strugglen,<br />
was über sie geredet wird. So<br />
zum Beispiel die Alpenkitsch<br />
verachtende Laura, der nichts<br />
ferner liegt als Schiefahren.<br />
Oder Fred, die sich mit 40 in<br />
keine Schublade stecken lassen<br />
will und viele mehr. Eines<br />
zeigen sie uns beim Lesen mit<br />
aller Wucht: Frauen dürfen alles<br />
sein, dürfen alles wollen, dürfen<br />
alles werden! Carmen Schwarz<br />
Mieze Medusa:<br />
Was über Frauen geredet wird<br />
Residenz Verlag, 256 S., € 25,00<br />
Ein Vorwort von Elfriede<br />
Jelinek hat nicht jeder Roman<br />
vorzuweisen. Da muss es<br />
schon was besonderes sein. Ist<br />
es auch! Exner beschreibt in<br />
ihrem Debüt in 49 Kapiteln<br />
dicht eine Zwangsräumung an<br />
der sechs Personen (naja, eine<br />
ist ein Geist) in einer papierüberladenen<br />
Wiener Altbauwohnung<br />
aufeinander treffen.<br />
Das Reale trifft auf Gier & Kapitalöismuskritik,<br />
auf Neid &<br />
Verständnis und auf das Schöne<br />
& Besorgniserregende, wenn<br />
man etwas besitzt. Ein vielschichtiges<br />
Buch über Haben<br />
und Nicht-Haben. Robert Renk<br />
Lisbeth Exner:<br />
Realitätenhandlung<br />
Elster & Salis Verlag, 148 S., € 18,50<br />
Kordić pflanzt uns den Geruch<br />
eines deutschen Hinterhofes<br />
in die Nase, während er den<br />
Protagonisten vom rebellischen,<br />
gescheiten Jugo-Teenie zum<br />
rebellischen, gescheiten Jugo-<br />
Studenten wachsen lässt, der<br />
sich auch noch in eine viel<br />
ältere Frau verguckt. Das Buch<br />
trägt den falschen Titel. Jahre<br />
ohne Marta wäre der richtige,<br />
denn es geht um das Dazugehören,<br />
ohne es jemals zu<br />
können. Bonustrack: Schönste<br />
Szene von Geschwisterliebe<br />
aller Zeiten! Agnes Czingulszki<br />
Martin Kordić:<br />
Jahre mit Martha<br />
S. Fischer Verlag, 286 S., € 24,00<br />
Historisch akkurat und perfekt<br />
recherchiert! Karen Duve<br />
zeichnet ein Portrait über die<br />
Kaiserin, wie man sie vielleicht<br />
noch nicht in der Literatur gesehen<br />
hat: Frei, ausgelassen und<br />
voller Lebensfreude nimmt Sisi<br />
an Reitjagden auf ihrem Schloss<br />
in Ungarn teil und gewinnt so<br />
die Bewunderung von Rennreiter<br />
Bay Middleton. Mit der<br />
Ankunft von Sisis Nichte Marie<br />
auf Schloss Gödöllö beginnen<br />
die ersten Intrigen und Verstrickungen.<br />
Ein einzigartiger<br />
Roman über Sisi, der in keinem<br />
Regal fehlen darf! Klaudia Grünfelder<br />
Karen Duve:<br />
Sisi<br />
Galiani Berlin Verlag, 416 S., € 26,80<br />
Nach 25 Jahre ist endlich der<br />
7. Band der Waringham Saga<br />
am Markt. England 1238: die<br />
junge Adela wird mit einem<br />
Ritter verheiratet, obwohl sie<br />
schon seit langem einen anderen<br />
liebt. Sie sind zusammen<br />
aufgewachsen, beste Freunde<br />
und als der Krieg ausbricht<br />
vergessen sie einander nicht.<br />
Opulent wie wir es von Gabel<br />
gewohnt sind, tauchen wir in<br />
diese Welt ein. Der Schreibstil<br />
unterscheidet sie diesmal zu den<br />
anderen Bücher, die Sprache ist<br />
besonders ausgefeilt. Alles in<br />
allem ein wunderbares Lesevergnügen.<br />
Andrea Scheiber<br />
Rebecca Gable:<br />
Drachenbanner<br />
Lübbe Verlag, 928 S., € 32,50
Mechthild Borrmanns neuer<br />
großer Spannungsroman: Als<br />
die Anwältin Cara in den Besitz<br />
von Feldpost-Briefen aus dem<br />
2. Weltkrieg kommt, beginnt<br />
sie zu recherchieren und stößt<br />
auf eine verbotene Liebe und<br />
ein Geheimnis um eine Villa in<br />
Kassel. Basierend auf wahren<br />
Lebensgeschichten: Borrmann<br />
versteht es, Figuren zu schaffen,<br />
die mit den Leser*innen<br />
resonieren und sie tiefer und<br />
tiefer in diesen meisterhaft<br />
recherchierten zeitgeschichtlichen<br />
Roman voller Schuld,<br />
Verrat und Liebe zu ziehen.<br />
Klaudia Grünfelder<br />
Mechthild Borrmann:<br />
Feldpost<br />
Droemer/Knaur Verlag,<br />
304 S., € 23,70<br />
Eine sehr schöne, ebenso traurige<br />
wie warmherzige Familiengeschichte<br />
über ein Aufwachsen<br />
in einer bayrischen Kleinstadt,<br />
in der eine deutsch-ägyptische<br />
Herkunft etwas Exotisches<br />
war, zwischen München, New<br />
York und dem Nildelta und den<br />
Bruder André, der im Sterben<br />
liegt. Annabel Wahba stellt die<br />
universelle Fragen: „Was ist es,<br />
das uns prägt? Und was bleibt,<br />
wenn ein Leben viel zu früh zu<br />
Ende geht?“ Eine Tausendundeine-Nacht-Geschichte<br />
aus der<br />
bayrischen Provinz. Robert Renk<br />
Annabel Wahba:<br />
Chamäleon<br />
Eichborn Verlag, 288 S., € 23,70<br />
Im mittlerweile zweiten Roman<br />
Dirk Stermanns stellt sich der<br />
Protagonist Dirk Stermann<br />
dem Konflikt zwischen Familie<br />
und Showbiz. Er braucht einen<br />
Babysitter und entscheidet<br />
sich auf anraten seiner Freunde<br />
für einen Joseph Roth zitierenden<br />
Ukrainer. Mit einem hohen<br />
Maß an Selbstironie schafft<br />
es die Scheinautobiografie<br />
und Gesellschaftssatire ein<br />
sehr unterhaltendes und<br />
teilweise auch rührendes Bild<br />
dieses etwas anderen Helden<br />
zu zeichnen. David Schranz<br />
Dirk Stermann:<br />
Maksym<br />
Rowohlt Verlag, 320 S., € 24,30<br />
Nach 52 Jahren Schreiben liege<br />
die perfekte <strong>No</strong>velle immer<br />
noch außer Reichweite, erklärte<br />
Erfolgsautor Ian McEwan<br />
anlässlich des Erscheinens von<br />
Lektionen, einem Werk, das<br />
acht Jahrzehnte umspannent.<br />
Kuba-Krise, Tschernobyl,<br />
Mauerfall etc. sind sowohl<br />
historische Ereignisse als auch<br />
Landmarken im Leben von Roland<br />
Baines. Dreh-und Angelpunkt<br />
dabei ist seine Klavierlehrerin<br />
Miriam Cornell, die<br />
er fürchtete, dennoch begehrte<br />
und schließlich auch lieben<br />
durfte. Kein perfekter Roman?<br />
Typisches britisches Understatement!<br />
Andreas Hauser<br />
Ian McEwan:<br />
Lektionen<br />
Diogenes Verlag, 720 S., € 32,90<br />
Gewohnt derb ist der Einstieg<br />
in Kurt Palms neuen Roman,<br />
in welchem er toxische Männlichkeit<br />
in den Mittelpunkt<br />
stellt. Drei zentrale Figuren,<br />
deren Wege sich langsam und<br />
unaufhaltsam aufeinander<br />
zubewegen. Gewalt, Untreue,<br />
Aussichtslosigkeit: Dieser<br />
Mahlstrom an Ereignissen wird<br />
immer dichter, zieht sich immer<br />
enger. Als Leser*in blickt man<br />
gespannt der unvermeidlichen<br />
Katastrophe entgegen, während<br />
man Seite um Seite verschlingt,<br />
in der Hoffnung, dass sich doch<br />
noch alles zum Guten wendet.<br />
Klaudia Grünfelder<br />
Kurt Palm:<br />
Der Hai im System<br />
Leykam Verlag, 304 S., € 23,50<br />
Bhanu ist bald sechzig Jahre alt<br />
und legt uns Schicht für Schicht<br />
ihr Leben dar. Nach dem<br />
frühen Tod der Mutter und dem<br />
Verschwinden des Vaters bei<br />
den Großeltern aufgewachsen,<br />
findet sie Trost und Schönheit<br />
in der Poesie, aber auch in der<br />
Liebe zu Deek. Diese findet<br />
ein jähes Ende als die Familie<br />
nach Großbritannien zieht.<br />
Als Bhanu erfährt, dass Deek<br />
verheiratet ist, willigt sie selbst<br />
einer Ehe mit Hiten ein. Mit<br />
viel Selbstironie gewürzt dürfen<br />
wir Bhanu beim Zweifeln an<br />
ihrem Leben über die Schulter<br />
schauen.<br />
Carmen Schwarz<br />
Preethie Nair:<br />
Die Freischwimmerin<br />
Droemer Verlag, 304 S., € 22,70<br />
Nach Kaffee und Zigaretten<br />
nun der zweite Erzählband von<br />
Ferdinand von Schirach, in dem<br />
er private Erlebnisse in bestechendem<br />
Stil zu Erzählungen<br />
veredelt. Diesmal gegenwärtiger<br />
erfährt man vor allem vieles<br />
über seine Reisen und Lesungen.<br />
Es sind kurze Geschichten<br />
über die Dinge, die unser<br />
Leben verändern, über Zufälle,<br />
falsche Entscheidungen und<br />
die Flüchtigkeit des Glücks.<br />
Schirach erzählt von der Einsamkeit<br />
der Menschen, von der<br />
Kunst, der Literatur, dem Film<br />
und immer auch von der Liebe.<br />
Robert Renk<br />
Ferdinand von Schirach:<br />
Nachmittage<br />
Luchterhand Verlag, 176 S., € 22,70<br />
Der Einstieg in die Erzählung<br />
war so kribblig wie der Abend,<br />
den Malia mit ihrem Mann im<br />
Waipi’o Valley auf der Ladefläche<br />
des Pick-ups unter freiem<br />
Sternenhimmel verbrachte. Die<br />
dreifache Mutter spricht davon,<br />
dass in jener Nacht ihr besonderer<br />
Junge gezeugt wurde.<br />
Multiperspektivisch wird die<br />
Geschichte der Familie erzählt,<br />
mal spricht das vermeintliche<br />
Wunderkind Nainoa, mal sein<br />
Bruder oder seine Schwester.<br />
Und immer stehen die Geschwister<br />
im Schatten des<br />
Bruders oder im Schatten<br />
ihrer selbst Evelyn Unterfrauner<br />
Kawai Strong Washburn:<br />
Haie in Zeiten von Erlösern<br />
Luchterhand Verlag, 448 S., € 22,70<br />
Der Roman – Finale einer lose<br />
gesponnenen Trilogie – erzählt<br />
von der deutschen Nachkriegszeit<br />
durch einen ebenso<br />
berührenden wie verstörend<br />
genauen Blick in die vermeintlich<br />
gewöhnlichen Biografien<br />
eines Bauern und seiner Frau.<br />
Sie steht im Mittelpunkt der<br />
Geschichte, schwer kriegstraumatisiert,<br />
verzweifelt und<br />
wütend, aber auch lebenshungrig.<br />
Rothmann schafft<br />
außergewöhnliche Literatur<br />
von auffälliger Intensität, die<br />
die Verheerungen einer menschlichen<br />
Existenz freilegt.<br />
Robert Prosser<br />
Ralf Rothmann:<br />
Die Nacht unterm Schnee<br />
Suhrkamp Verlag, 304 S., € 24,70<br />
Ein Roman, der in einer Buchhandlung<br />
auf 1700 Metern<br />
Höhe spielt, kann kein schlechter<br />
sein. Wenn er dann auch<br />
noch von Heinrich Steinfest<br />
geschrieben wird, dann darf<br />
man sich auf wundervolle<br />
Figurenzeichnungen, einen<br />
wärmenden Plot im <strong>No</strong>vember<br />
im Hochgebirge und viele<br />
hochplausible Skurrilitäten<br />
einstellen. So auch hier, wo<br />
sich ein halberfrorener Mann<br />
ohne Namen und Gedächtnis,<br />
gerettet und bekocht von einer<br />
Bergbuchhändlerin, Stück für<br />
Stück erinnert … Robert Renk<br />
Heinrich Steinfest:<br />
Der betrunkene Berg<br />
Piper Verlag, 240 S., € 22,70<br />
In zehn Erzählungen entführt<br />
Lily King ihre Leser*innen in<br />
verschiedenste Lebenswelten.<br />
Mit feiner Spitze beobachtet<br />
sie zwischenmenschliche Beziehungen.<br />
Leicht fließen literarische<br />
Klassiker der englischen<br />
Literatur zwischen die Zeilen.<br />
Trotz häufiger Situationstragik<br />
liegt ein humorvoller, sanfter<br />
Ton in den Texten. Wir erfahren<br />
von ersten Liebesgefühlen einer<br />
Jugendlichen, Mutter-Tochter<br />
Konflikten, lustvollen Begegnungen.<br />
Die starken Figuren<br />
machen das Lesen zu einem besonderen<br />
Genuss. Katharina J. Ferner<br />
Lily King:<br />
Hotel Seattle<br />
C.H. Beck Verlag, 252 S., € 24,70<br />
Ein dystopisches Amerika, das<br />
erschreckend viele Parallelen<br />
zu unserer Zeit aufweist. Birds<br />
Leben wird von PACT (Preserving<br />
American Culture and<br />
Tradition Act) bestimmt, einer<br />
Reihe von Gesetzen, die sich<br />
gegen alles „asiatische“ richten.<br />
Auf der Suche nach seiner<br />
Mutter, die (ungewollt) zu einer<br />
Stimme des Widerstands wurde,<br />
erkennt er, was wirklich hinter<br />
den, für ihn zunächst nachvollziehbaren,<br />
Regeln steckt.<br />
Ein herzergreifendes Buch<br />
über Familie, Rebellion und die<br />
Bedeutung von Geschichten.<br />
Jacqueline Falkner<br />
Celeste Ng:<br />
Unsere verschwundenen Herzen<br />
DTV Verlag, 400 S., € 26,30<br />
Der Graubündner Arno Camenisch<br />
ist mehr als die Hälfte<br />
des Jahres auf Lesetour. Und<br />
fesselt sein Publikum zwischen<br />
Tavanasa und Hong Kong, zwischen<br />
Leukerbad und Buenos<br />
Aires, zwischen Krems und N.Y.<br />
Das hat mit seiner Sprache und<br />
seinem Vortrag zu tun. Und nur<br />
selten ergibt sich so zwingend<br />
schön diese Einheit. Darum<br />
folgt man ihm gerne in seine<br />
Nullerjahre, als er in seinen<br />
Zwanzigern war, sein Leben auf<br />
den Kopf stellte und über die<br />
Kontinente zog, die Sorgen fern<br />
waren und das Leben um die<br />
Liebe kreiste. Robert Renk<br />
Arno Camenisch:<br />
Die Welt<br />
Diogenes Verlag, 138 S., € 22,70<br />
Josef Škvorecký ist 2012 in<br />
Kanada gestorben. Geboren<br />
wurde er 1924 in der Teschechosklowakei.<br />
Vaclav Havel<br />
verlieh ihm 1990 den Orden<br />
des weißen Löwen, die höchste<br />
staatliche Auszeichnung der<br />
Tschechischen Republik. 1982<br />
wurde er für den <strong>No</strong>belpreis<br />
vorgeschlagen. Der Braumüller<br />
erweckt eine literarische Kostbarkeit<br />
aus dem Vergessen. Der<br />
siebenarmige Leuchter bringt<br />
sieben blutvolle Erzählungen<br />
aus der untergegangenen tschechisch<br />
jüdisch deutschen Welt<br />
mit eindringlich erzählten Figuren<br />
und Ereignissen. Für jeden<br />
Leuchter eine. Erwin Riedesser<br />
Josef Škvorecký:<br />
Der siebenarmige Leuchter<br />
Braumüller Verlag, 192 S., € 24,00<br />
Diese wundersame Geschichte<br />
beginnt 1947 am Bodensee. Der<br />
Nationalsozialismus ist zu Ende,<br />
aber nicht in den Köpfen der<br />
Menschen dort. Buchhändlerin<br />
Emilie Reber war in der Résistance<br />
und kämpft nun gegen<br />
diese Einstellung. Zwei Frauen,<br />
die ihre Mitstreiterinnen und<br />
Freundinnen werden, helfen ihr.<br />
Am Ende des Buches friert der<br />
See komplett zu. „Seegfrörne“<br />
heißt dieses Jahrhundertereignis.<br />
Das eisige Schweigen gegen<br />
die drei Frauen wird aufgebrochen,<br />
die Oberfläche des<br />
schwäbischen Meeres friert zu.<br />
Erwin Riedesser<br />
Patrick Tschan:<br />
Schmelzwasser<br />
Braumüller Verlag, 336 S., € 25,00<br />
Der Titel Matrix führt etwas in<br />
die Irre, spielt der Roman doch<br />
im tiefen Mittelalter und führt<br />
uns in ein finsteres Kloster in<br />
einen dunklen Teil Englands.<br />
Dort landet Marie, groß und<br />
ungelenk und nach allgemeiner<br />
Ansicht ungeeignet für Ehe und<br />
höfische Leben, verstoßen von<br />
Königin Eleonore von Aquitanien.<br />
Ausgerechnet sie, die aus<br />
einer Familie von Kriegerinnen<br />
stammt und alles andere als<br />
fromm ist. Doch Marie lässt<br />
sich nicht unterkriegen und<br />
findet Möglichkeiten von weltlichem<br />
Einfluss und Wohlstand.<br />
Robert Renk<br />
Laura Groff:<br />
Matrix<br />
Claasen Verlag, 320 S., € 24,70
Eines Tages verschwindet der<br />
dreijährige Harry, in der kleinen<br />
Stadt Tall Oaks Kalifornien.<br />
Die Mutter hat über Kamera<br />
beobachtet, wie er von einem<br />
Mann mit Clownsmaske aus<br />
seinem Kinderbett entführt<br />
wird. Die Polizei hat weder<br />
Hinweise noch eine Lösegeldforderung,<br />
und schließt die<br />
Akte. Nur der Polizist Jim<br />
ermittelt weiter. Verschiede<br />
Charaktere und die Geheimnisse<br />
der Bewohner stehen im<br />
Vordergrund des Romans, nicht<br />
nur die Ermittlung. Ein spannendes,<br />
abwechslungsreiches<br />
und emotionales Buch.<br />
Andrea Scheiber<br />
Chris Whitaker: Was auf das Ende folgt<br />
Piper Verlag, 400 S., € 23,90<br />
Ana Schnabl schildert ein ungleiches<br />
Liebespaar vor dem<br />
Hintergrund der Katastrophe,<br />
auf die Jugoslawien nach Titos<br />
Tod zusteuert. Adam, Literaturprofessor<br />
der sich an einem<br />
Roman versucht und Ana, ambitionierte<br />
Verlagsredakteurin<br />
und zugleich Informantin des<br />
nationalen Sicherheitsdienstes.<br />
Im Laufe der Arbeit stürzen sie<br />
sich in eine intensive Liebesbeziehung.<br />
Während Adam für<br />
die Unabhängigkeit Sloweniens<br />
brennt, ist Ana hin- und hergerissen<br />
zwischen Persönlichem<br />
und dem Pakt mit der dunklen<br />
Seite des Systems. Robert Renk<br />
Ana Schnabl: Meisterwerk<br />
Folio Verlag, 208 S., € 22,00<br />
Nach Jahren in Wien hat<br />
Maria die Tierpräparations-<br />
Werkstatt ihres verstorbenen<br />
Onkels nahe Kitzbühel übernommen.<br />
Dass sie von den<br />
ansässigen Jägern als Frau<br />
in diesem Beruf nicht ernst<br />
genommen wird, macht die<br />
Rückkehr nach Tirol zu ihrer<br />
Tante Hella nicht einfach. Als<br />
Maria für eine Hotelerbin einen<br />
Chihuahua in Rekordzeit ausstopft<br />
und eine alte Bekannte<br />
auftaucht, überschlagen sich die<br />
Ereignisse. Hager erzählt spannend<br />
und witzig davon, wie ihre<br />
drei Romanheldinnen die Enge<br />
Tirols sprengen. Martin Fritz<br />
Elisabeth R. Hager:<br />
Der tanzende Berg<br />
Klett-Cotta Verlag, 256 S., € 22,70<br />
Sechzehn Jahre nach seinem<br />
Weltbestseller Die Straße<br />
kehrt Pulitzer-Preisträger<br />
Cormac McCarthy zurück mit<br />
dem ersten Teil seines zweibändigen<br />
Meisterwerks. Er<br />
handelt von Bobby Western,<br />
einem Bergungstaucher mit<br />
Tiefenangst. Im Wrack einer<br />
Jet Stars findet er neun festgeschnallte<br />
Leichen. Es fehlen:<br />
der Flugschreiber und der<br />
zehnte Passagier. Bald mehren<br />
sich die Zeichen, dass Bobby in<br />
etwas Größeres geraten ist. Er<br />
wird verfolgt, von skrupellosen<br />
Männern und den Erinnerung<br />
an seinen Vater. Robert Renk<br />
Cormac McCarthy:<br />
Der Passagier<br />
Rowohlt Verlag, 528 S., € 28,80<br />
Sprache hat Macht. Das stellt<br />
Anna Kim in dieser auf wahren<br />
Begebenheiten beruhenden Geschichte<br />
über einen Jungen und<br />
die Frage seiner Abstammung<br />
in den 1950er-Jahren in den<br />
USA eindrucksvoll unter Beweis.<br />
Von unchristlichen Sünden<br />
über Adoption bis hin zur strikten<br />
Rassentrennung skizziert<br />
dieser Roman unangenehme<br />
Wahrheiten, die an Relevanz bis<br />
heute kaum eingebüßt haben.<br />
Ein eindringliches, tabuloses<br />
Buch über das Leben und Lebenlassen<br />
zwischen Rassismus<br />
und Identitätssuche. Jenni Zeller<br />
Anna Kim:<br />
Geschichte eines Kindes<br />
Suhrkamp Verlag, 220 S., € 23,70<br />
Wer Das Land der Anderen<br />
gelesen hat, wird sich nun<br />
schon riesig auf diese Fortsetzung<br />
freuen. Aïcha kehrt<br />
nach vier Jahren Medizinstudium<br />
in Straßburg nach<br />
Marokko zurück. Die Farm<br />
ihres Vaters läuft gut, die<br />
Familie allerdings ist komplett<br />
zerrissen. Der Bruder ist in eine<br />
Hippiekommune geflüchtet und<br />
versinkt dort im Drogenrausch.<br />
Aïcha lernt Casablanca kennen,<br />
das Teil einer intellektuellen Jugend<br />
ist und das Land erneuern<br />
möchte. Kann sie sich ihren<br />
Traum von einem unabhängigen<br />
Leben erfüllen? Stephanie Bergmannt<br />
Leïla Slimani:<br />
Schaut, wie wir tanzen<br />
Luchterhand Verlag, 384 S., € 22,70<br />
Wir leben in der Endzeit. Viele<br />
Menschen vor uns haben so<br />
gedacht. Und es gab immer<br />
Propheten, die das in Erinnerung<br />
riefen. Jens Liljestrand<br />
ist keiner davon. Die schwedische<br />
Ferienregion Dalarna<br />
wirbt heute noch mit Wandern,<br />
Radfahren, sogar Skilaufen. In<br />
diesem Roman ist das Morgen<br />
in Dalarna angebrochen und<br />
es stellt sich mit Waldbränden<br />
ein, die an die Verheerungen<br />
in Australien erinnern. Formal<br />
brillant, packend geschildert,<br />
Grauen erregend, aber auch<br />
Hoffnung erweckend.<br />
Bernhard Sandbichler<br />
Jens Liljestrand:<br />
Der Anfang von morgen<br />
S. Fischer Verlag, 544 S., € 24,70<br />
Wenn es Schmogrow im Oderbruch<br />
nicht gäbe, man müßte<br />
es erfinden. Und Richard<br />
Sparka auch. Es ist das letzte<br />
Mal, dass er mit seiner Gefährtin<br />
Klara und den Kindern<br />
dorthin fährt. Das Haus seiner<br />
Kindheitsferien wird verkauft<br />
und er – lavierend zwischen<br />
den Erziehungskonflikten mit<br />
Klara und dem Eigensinn der<br />
Kinder – schweift weit in die<br />
Vergangenheit ab. Geschichtsbewusst<br />
und aktuell erzählt<br />
Jochen Schmidt von der ewigen<br />
Suche nach dem guten Leben.<br />
Und Line Hoven veredelt das<br />
Ganze mit ihren Illustrationen.<br />
Robert Renk<br />
Jochen Schmidt: Plhox<br />
Beck Verlag, 479 S., € 25,70<br />
Nach Monika Helfer &<br />
Michael Köhlmeier nimmt<br />
sich nun auch Hanns-Josef<br />
Ortheil dem Aristoteles-Schüler<br />
Theophrast an. Dessen Buch<br />
Charaktere, (319 v. Chr.), ist<br />
bis heute ein Meisterwerk der<br />
Porträtkunst. In 50 literarischen<br />
Miniaturen unternimmt<br />
Ortheil eine Reise an die Quelle<br />
seiner literarischen Arbeit und<br />
skizziert, launig, lebendig und<br />
exakt Charaktere vom Enthusiasten,<br />
der sich in einen Rausch<br />
schwärmt, bis zur notorische<br />
Aber-Sagerin, mit der eine<br />
Diskussionen kein Ende findet.<br />
Robert Renk<br />
Hanns-Josef Ortheil:<br />
Charaktere in meiner Nähe<br />
Reclam Verlag, 144 S., € 18,50<br />
Dieser Text hat eine Melodie.<br />
So long, Annemarie. Da klingt<br />
natürlich Leonard Cohen an.<br />
Der große Nichtnobelpreisträger<br />
der Pop-Historie. So<br />
long, Marianne: Wir lachten<br />
und weinten und weinten<br />
und lachten. Aber auch der<br />
Dochnochnobelpreisträger<br />
Bob Dylan spielt mit. So long,<br />
Annemarie ist die Geschichte<br />
einer Liebe, die nicht hält,<br />
was jugendlicher Übermut<br />
verspricht; Erinnerungen an<br />
Erasmus als großes Versprechen<br />
mit französischem Akzent und<br />
Literatur – mit und ohne Melodie<br />
– als (Über-)Lebensschule.<br />
Joseph Frontull<br />
Andreas Unterweger:<br />
So long, Annemarie<br />
Droschl Verlag, 280 S., € 24,00<br />
408 Seiten schwer der Band<br />
von Franz Schuh, der zu seinem<br />
75. Geburtstag zusammen<br />
gestellt wurde. Das Repertoire<br />
der Textgattungen Schuhs spielt<br />
die komplette Klaviatur. Allesamt<br />
Texte, die nicht bereits in<br />
Buchform veröffentlicht waren.<br />
Thematisch entsprechend<br />
breit gestreut ist der Band:<br />
Literatur, Krimi, Film, Musik,<br />
Liebe, Tod. Vorbilder und<br />
Mitstreiter nimmt er ebenso<br />
unter die Lupe, wie aktuelles<br />
Zeitgeschehen. Schuh lässt<br />
nichts aus. Aber er löst auf. In<br />
bester Tradition der Dialektik.<br />
Claudia Montoya<br />
Franz Schuh:<br />
Vom Guten, Wahren und Schlechten<br />
Sonderzahl Verlag, 408 S., € 29,00<br />
Der Nazi-Scherge und die KZ-<br />
Insassin: Hans Miklautz schiebt<br />
„Dienst nach Vorschrift“, von<br />
der Selektion an der Rampe<br />
bis zur Massenerschießung von<br />
Häftlingen; Ledith Lieblein<br />
überlebt eine solche und rührt<br />
das Herz ihres Henkers. Zwei<br />
Stimmen im beklemmenden<br />
Dialog: Klaus Rohrmoser,<br />
Schauspieler, Regisseur, langjähriger<br />
Schauspielchef des<br />
Tiroler Landestheaters, mittlerweile<br />
auch als Autor präsent,<br />
setzt erzählerisch in Szene, wie<br />
es gewesen sein könnte, wenn<br />
Täter Erlösung suchen. Joe Rabl<br />
Klaus Rohrmoser:<br />
flüstern. Erzählung<br />
danube books Verlag, 81 S., € 18,60<br />
Der Einzug in die erste eigene<br />
Wohnung leitet einen neuen<br />
Lebensabschnitt für Kurt ein.<br />
Die Nachbarschaft fordert<br />
allerdings bald seine Aufmerksamkeit,<br />
ebenso wie sein<br />
bester Freund, der nach dessen<br />
Trennung bei ihm einzieht.<br />
Zudem hadert Kurt trotz<br />
Outing mit dem Ausleben seiner<br />
Homosexualität. Seinen Mitmenschen<br />
gegenüber erweist<br />
er sich als liebenswürdiger und<br />
geduldiger Freund. Er muss<br />
nur aufpassen, dass die eigenen<br />
Gefühle nicht zu kurz kommen.<br />
Fazit: berührend, vielschichtig,<br />
ermutigend. Katharina J. Ferner<br />
Dominik Barta:<br />
Tür an Tür<br />
Zsonay Verlag, 208 S., € 23,70<br />
Eine Dichterin entspringt in<br />
Innsbruck. Uns aufzuzeigen,<br />
wieviel wir verpassen. Mit der<br />
allerersten Zeile ihres ersten<br />
Gedichtbands macht Siljarosa<br />
Schletterer klar: „jeder fluss<br />
hat eine seele”. Eine neue, flüssigere<br />
Welt erwartet uns. Die der<br />
„bächinnen”, der „flüssinnen”.<br />
Des Wassers, dem Empathie<br />
entgegenzubringen uns noch<br />
nie eingefallen ist, ohne das wir<br />
aber nicht überleben könnten,<br />
bestehen unsere Körper doch<br />
vor allem aus Wasser.<br />
Poetischer Wasseraktivismus<br />
vom Feinsten! Mikael Vogel<br />
Siljarosa Schletterer:<br />
azur töne nähe<br />
Limbus Verlag, 96 S., € <strong>15</strong>,00<br />
Schmatz ist einer, der es wissen<br />
muss. Einer, der die Regeln der<br />
Sprache kennt. Einer, der die<br />
Sprache laufen lässt, am Strand<br />
der Verse. „Das Meer ist keine<br />
Landschaft, es ist das Erlebnis<br />
der Ewigkeit.“ schrieb Thomas<br />
Mann. Ferdinand Schmatz<br />
sucht und findet sie, diese<br />
äußere, erhabene Kraft, presst<br />
ihre Worte, inspiriert von der<br />
Landschaft, durch sein Genie.<br />
Die klaren und verklärten Sätze<br />
seiner Lyrik elektrisieren wie<br />
Wechselstrom, ziehen den Leser<br />
hinein in die Reise unendlicher<br />
Emotionen und Eindrücke.<br />
Claudia Montoya<br />
Ferdinand Schmatz:<br />
Strand der Verse Lauf – Gedichte<br />
Haymon Verlag, 128 S., € 22,90<br />
Nicht weniger als die Vermessung<br />
eines poetischen<br />
Kontinents haben sich die Beck<br />
Stiftung und die fünf Übersetzer<br />
und Herausgeber*innen<br />
vorgenommen – und es gelingt!<br />
Diese einzigartige Anthologie<br />
leistet Pionierarbeit: In vier<br />
Bänden stellt sie Lyrik vom<br />
mittelalterlichen Al-Andalus<br />
bis ins Heute, von Spanien über<br />
Mexiko bis nach Argentinien<br />
vor – in exzellenten Übersetzungen<br />
und mit knappen,<br />
hilfreichen Kommentaren. Eine<br />
Einladung zum Entdecken!<br />
Robert Renk<br />
Koppenfels / Lange / Strien / Schumm /<br />
Weich (Hrg.): Spanische und<br />
hispano amerikanische Lyrik<br />
In vier Bänden – zweisprachig,<br />
Beck Verlag, 2539 S., € <strong>15</strong>2,20
Krimitipps:<br />
Olof fährt an der <strong>No</strong>rdküste<br />
Schwedens entlang, als er einem<br />
Impuls folgt und in die Kleinstadt<br />
abbiegt, in der er aufgewachsen<br />
ist. Vor dem Haus<br />
seiner Kindheit überfällt ihn<br />
Unruhe. Im Badezimmer findet<br />
er seinen Vater, den er seit fast<br />
zwei Jahrzehnten nicht gesprochen<br />
hat. Tot. Eira Sjödin<br />
hat Stockholm verlassen, um<br />
sich um ihre Mutter zu kümmern.<br />
Als Eira den Tod eines<br />
älteren Mannes untersuchen<br />
soll, werden die Albträume<br />
ihrer Kindheit wieder wach.<br />
Sturmrot ist der erste Band um<br />
Polizistin Eira.<br />
Tove Alsterdal: Sturmrot<br />
Rowohlt Verlag, 480 S., € 17,50<br />
Berlin, 1878: Der Gauner<br />
Felix Blom wird nach drei<br />
Jahren Haft aus dem Gefängnis<br />
entlassen. Doch in Freiheit ist<br />
nichts mehr so, wie es mal war:<br />
Alle Versuche, an Geld oder<br />
Arbeit zu kommen, scheitern.<br />
Dann hat Blom eine geniale<br />
Idee: Er tut sich mit seiner<br />
neuen Nachbarin zusammen.<br />
Diese führt eine Privatdetektei,<br />
allerdings sind die Aufträge rar,<br />
da man ihr als Frau diese Arbeit<br />
nicht zutraut. Ihr erster Fall<br />
führt die beiden gleich auf die<br />
Spur eines mysteriösen Mörders.<br />
Und für Blom wird die<br />
Sache persönlich.<br />
Alex Beer:<br />
Felix Blom. Der Häftling aus Moabit<br />
Limes Verlag, 368 S., € 17,50<br />
Wie ein Held wirkt er nun<br />
wirklich nicht: Pater Brown ist<br />
unscheinbar, unbeholfen, kurzsichtig,<br />
hat einen riesigen Kopf<br />
und macht einen etwas einfältigen<br />
Eindruck. <strong>No</strong>ch dazu ist<br />
er Priester. Doch unterschätzen<br />
sollte man den Geistlichen aus<br />
Essex keinesfalls. Gesegnet mit<br />
reichlich Menschenverstand<br />
(und göttlichem Beistand), hat<br />
Pater Brown noch jeden Verbrecher<br />
überführt, wenngleich er<br />
die Strafe oftmals der göttlichen<br />
Gerichtsbarkeit überlässt.<br />
Was ihn das Böse auf Erden<br />
ertragen lässt? Sein Humor –<br />
und der hat es in sich.<br />
Gilbert Keith Chesterton:<br />
Pater Brown – Tod und Amen<br />
Kampa Verlag, 1228 S., € 39,00<br />
In einem Park in Kopenhagen<br />
wird in einem alten Koffer die<br />
Hälfte einer Leiche gefunden.<br />
Anette Werner muss den grausamen<br />
Mord alleine aufklären,<br />
denn ihr Kollege Jeppe Kørner<br />
nimmt gerade eine Auszeit<br />
vom Polizistendasein und ist<br />
für den Winter nach Bornholm<br />
gezogen. Er braucht Abstand,<br />
von allem. Doch bald holt ihn<br />
sein Beruf wieder ein, denn<br />
eine Spur in diesem grausamen<br />
Mord führt ausgerechnet auf<br />
die abgelegene Insel – und<br />
tief in die Vergangenheit. Der<br />
spannende 5. Band des Kopenhagener<br />
Ermittlerduos.<br />
Katrine Engberg: Wintersonne<br />
Diogenes Verlag, 368 S., € 22,70<br />
Europa in nicht allzu ferner<br />
Zukunft. Dank Digitalisierung<br />
erledigen Maschinen die meiste<br />
Arbeit, während ein bedingungsloses<br />
Grundeinkommen, das<br />
sogenannte „Freiheitsgeld“,<br />
jedem ein menschenwürdiges<br />
Leben ermöglichen soll. Der<br />
Politiker, der das Freiheitsgeld<br />
eingeführt hat, wird tot<br />
aufgefunden. Kurz darauf wird<br />
der Journalist ermordet, der als<br />
sein größter Gegenspieler galt.<br />
Ahmad Müller, ein junger Polizist,<br />
ermittelt in beiden Fällen<br />
und wird mit übermächtigen<br />
Kräften konfrontiert, die eine<br />
Aufklärung um jeden Preis<br />
verhindern wollen.<br />
Andreas Eschbach:<br />
Freiheitsgeld<br />
Lübbe Verlag, 528 S., € 25,70<br />
Der siebzehnjährige Charlie<br />
Reade hat kein leichtes Leben.<br />
Seine Mutter starb, als er drei<br />
war, und sein Vater ist dem<br />
Alkohol verfallen. Eines Tages<br />
offenbart ihm der von allen<br />
gemiedene mysteriöse Nachbar<br />
auf dem Sterbebett ein Geheimnis,<br />
das Charlie schließlich auf<br />
eine abenteuerliche Reise in eine<br />
andere, fremde Welt führt. Dort<br />
treiben mächtige Kreaturen ihr<br />
Unwesen. Die unterdrückten<br />
Einwohner sehen in Charlie<br />
ihren Retter. Aber dazu muss er<br />
erst die Prinzessin, die rechtmäßige<br />
Gebieterin des fantastischen<br />
Märchenreichs, von ihrem<br />
grausamen Leiden befreien.<br />
Stephen King: Fairy Tale<br />
Heyne Verlag, 880 S., € 28,80<br />
58<br />
Wagner’sche.<br />
Einst wurde Jake Finch Bonner<br />
in New York als Autor gefeiert.<br />
Doch sein großer Wurf liegt<br />
Jahre zurück und mittlerweile<br />
unterrichtet er Kreatives Schreiben.<br />
Als einer seiner ehemaligen<br />
Studenten stirbt, bevor er seinen<br />
ersten Roman fertiggestellt hat,<br />
übernimmt Jake dessen perfekte<br />
Geschichte. Das Buch wird über<br />
Nacht zum Bestseller. Dann<br />
erreicht Jake plötzlich eine anonyme<br />
E-Mail, die nur einen Satz<br />
enthält: „Du bist ein Dieb“. Mit<br />
jeder neuen Nachricht werden<br />
die Drohungen schärfer und ein<br />
lebensgefährliches Katz- und-<br />
Maus-Spiel beginnt.<br />
Jean Hanff Korelitz:<br />
Der Plot – Eine todsichere Geschichte<br />
Heyne Verlag, 352 S., € 16,50<br />
Frühjahr 1937: Die Familie Rath<br />
ist zersprengt. Charlotte wollte<br />
längst ins Ausland, doch halten<br />
die Umstände sie in Berlin fest.<br />
Ihr ehemaliger Pflegesohn Fritze<br />
ist in die geschlossene Abteilung<br />
gesteckt worden, ihre Freundin<br />
Greta spurlos verschwunden<br />
– und sie steht unter Mordverdacht.<br />
Dem untergetauchten<br />
und für tot gehaltenen Gereon<br />
wird es derweil zu gefährlich in<br />
Deutschland, er besteigt den<br />
Zeppelin, um in die USA zu entkommen.<br />
Charly versucht, Fritze<br />
aus der Klinik zu holen, das Verschwinden<br />
von Greta zu klären<br />
und den Mordfall zu lösen.<br />
Volker Kutscher: Transatlantik<br />
Piper Verlag, 560 S., € 26,80<br />
Mitten in den einsamen <strong>No</strong>rth<br />
York Moors fährt eine junge<br />
Frau allein in ihrem Wagen<br />
durch eine kalte Dezembernacht.<br />
Am nächsten Morgen<br />
findet man sie ermordet in<br />
ihrem fast Auto zugeschneiten<br />
auf einem Feldweg. Es gibt eine<br />
Zeugin, die beobachtet hat, dass<br />
ein Mann unterwegs bei ihr einstieg.<br />
Ihr Freund? Ein Fremder?<br />
– Kate Linville beginnt<br />
mit ihren Ermittlungen und ist<br />
schnell auf einer Spur, die in die<br />
Vergangenheit führt, zu einem<br />
Cold Case, in dem Caleb Hale<br />
damals ermittelt hat und der nie<br />
gelöst werden konnte …<br />
Charlotte Link: Einsame Nacht<br />
Blanvalet Verlag, 592 S., € 27,50<br />
Helsinki 2027. Leo Koski, der<br />
Ministerpräsident Finnlands, ist<br />
nur die Marionette einer Gilde<br />
reicher Männer. Die Spaltung<br />
der Gesellschaft und die zunehmende<br />
Armut in Teilen der<br />
Bevölkerung sind ihnen egal.<br />
Doch als sich eine junge Frau<br />
aus Protest selbst anzündet,<br />
gerät das Machtgefüge ins<br />
Wanken. In dieser aufgeheizten<br />
politischen Lage wendet sich<br />
der Ministerpräsident von<br />
seinen Geldgebern ab. Auf wen<br />
kann er noch zählen? Koski hat<br />
nur 24 Stunden, um sein Land<br />
vor einer Katastrophe und unzähligen<br />
Toten zu bewahren.<br />
Tuomas Oskari:<br />
Tage voller Zorn<br />
Lübbe Verlag, 576 S., € 24,70<br />
Wenige Worte machen die aufstrebende<br />
Wiener Nachrichtensprecherin<br />
Nadine Just über<br />
Nacht berühmt: Vor laufender<br />
Kamera kündigt sie ihre Ermordung<br />
an – zwei Stunden<br />
später ist sie tot! Ebenso ergeht<br />
es dem Blogger Gunther Marzik.<br />
Während die österreichische<br />
Medienwelt kopfsteht, trendet<br />
der Hashtag #inkürzetot,<br />
Nachahmer-Beiträge und<br />
Memes fluten das Netz. Wie<br />
soll die junge Ermittlerin Fina<br />
Plank im fünfköpfigen Team<br />
der Wiener „Mordgruppe“ zwischen<br />
einer echten Spur, einem<br />
schlechten Scherz oder schlichtem<br />
Fake unterscheiden?<br />
Ursula Poznanski: Stille blutet<br />
Knaur Verlag, 400 S., € 17,50<br />
Flirrende Hitze über<br />
Glaubenthal, da brennen<br />
schon mal die Sicherungen<br />
durch. Eigentlich hat sich die<br />
alte Huber ja von Herzen nach<br />
dem Sommer gesehnt. Alle<br />
Dorfbewohner auf Urlaub.<br />
Herrlich, diese Ruhe! Aber<br />
zu früh gefreut. In der Affenhitze<br />
Glaubenthals braut sich<br />
etwas zusammen, und bald<br />
schon steckt die erste Leiche<br />
im Stroh. Genau genommen:<br />
im Strohballen. Die Ermittlerin<br />
Hannelore „Hanni“ Huber<br />
geht wieder auf die Jagd nach<br />
Verbrechern.<br />
Thomas Raab: Helga räumt auf<br />
Kiepenheuer & Witsch Verlag, 336 S.,<br />
€ 11,40
leider auf keiner<br />
Buchpreisliste<br />
zu finden<br />
7 x Bücher, denen wir wirklich<br />
einen Preis wünschen<br />
schreiben<br />
malen<br />
zeichnen<br />
7 x wunderbare Romane<br />
über die Malerei<br />
Viva<br />
la<br />
Poesia<br />
7 x spanische Spezialitäten<br />
zur Frankfurter Buchmesse<br />
3×7<br />
Best<br />
aber<br />
Seller:<br />
60<br />
Wagner’sche.<br />
1<br />
2<br />
Regenbogenweiß<br />
3<br />
Frieda<br />
4<br />
Der<br />
5<br />
Die<br />
6<br />
Isidor<br />
7<br />
Der<br />
Der Silberfuchs meiner Mutter<br />
Alois Hotschnig<br />
KiWi Verlag, € 20,60<br />
Friederike Gösweiner<br />
Droschl Verlag, € 24,00<br />
Isabella Feimer<br />
Braumüller Verlag, € 22,00<br />
betrunkene Berg<br />
Heinrich Steinfest<br />
Piper Verlag, € 22,70<br />
Welt<br />
Arno Camenisch<br />
Diogenes Verlag, € 22,70<br />
– ein jüdisches Leben<br />
Shelly Kupferberg<br />
Diogenes Verlag, € 24,70<br />
Vogel zweifelt nicht am Ort,<br />
zu dem er fliegt<br />
Usama Al Shahmani<br />
Limmat Verlag, € 26,80<br />
1<br />
2<br />
Maria<br />
3<br />
Max<br />
4<br />
Cadavre<br />
5<br />
Frieda<br />
6<br />
Spitzweg<br />
7<br />
Deutschstunde<br />
Vor aller Augen<br />
Martina Clavadetscher<br />
Unions Verlag, € 24,70<br />
malt<br />
Kirstin Breitenfellner<br />
Picus Verlag, € 28,00<br />
Markus Orths<br />
Edition Moderne Verlag, € 25,70<br />
exquis<br />
Isabella Feimer<br />
Literaturedition NÖ Verlag, € 20,00<br />
Slavenka Drakulic<br />
Zsolnay Verlag, € 18,40<br />
Eckhart Nickel<br />
Piper Verlag, € 22,70<br />
Siegfried Lenz<br />
Atlantik Verlag, € 11,80<br />
1<br />
2<br />
die<br />
3<br />
Die<br />
4<br />
Die<br />
5<br />
Papyrus<br />
6<br />
Singe<br />
7<br />
Leichte<br />
Spanische und<br />
hispanoamerikanische Lyrik<br />
4 Bände<br />
Lyrik (Beck) Verlag, € <strong>15</strong>2,20<br />
Wunder<br />
Elena Medel<br />
Suhrkamp Verlag, € 23,70<br />
Farben der Angst<br />
Alfons Cervera<br />
Bahoe Books Verlag, € 20,00<br />
Tochter des Kommunisten<br />
Aroa Moreno Durán<br />
BTB Verlag, € 22,70<br />
Irene Vallejo<br />
Diogenes Verlag, € 28,80<br />
ich, tanzen die Berge<br />
Irene Solá<br />
Trabanten Verlag, € 22,90<br />
Sprache<br />
Cristina Morales<br />
Matthes & Seitz Verlag, € 25,70
Grenzgänge im Doppel<br />
Gleich zweimal hintereinander wird Klaus Zeyringer<br />
auf Einladung von 8ungKultur und dem Literaturhaus am Inn<br />
in Innsbruck Autor*innen zum Gespräch bitten.<br />
Autorinnen und Autoren<br />
dieser Ausgabe<br />
Buchtipp:<br />
Anna Kim:<br />
Geschichte eines Kindes<br />
Suhrkamp Verlag,<br />
220 S., € 23,70<br />
Veranstaltungstipp:<br />
Grenzgänge 25:<br />
Hier spricht der Text:<br />
Sprachkunst und<br />
Kommunikation<br />
Klaus Zeyringer im Gespräch<br />
mit Kathrin Röggla &<br />
Martin Fritz<br />
Di., 29. <strong>No</strong>vember<br />
um 19:00 Uhr<br />
Literaturhaus am Inn,<br />
Josef-Hirn-Straße 5<br />
Grenzgänge 26:<br />
Rassismus, Zugehörigkeit<br />
und Identität<br />
Klaus Zeyringer im Gespräch<br />
mit Anna Kim &<br />
Dirk Kurbjuweit<br />
Do., 01. Dezember<br />
um 19:00 Uhr<br />
Literaturhaus am Inn,<br />
Josef-Hirn-Straße 5<br />
Eintritt: frei 62<br />
© Werner Geiger/Suhrkamp Verlag<br />
Das für vergangenes Frühjahr geplante<br />
Duo Kathrin Röggla und Martin Fritz<br />
findet nun am 29. <strong>No</strong>vember statt. Am<br />
1. Dezember sitzen ihm Anna Kim und<br />
Dirk Kurbjuweit zur Seite.<br />
Die 2018 vom Verein 8ungKultur für die<br />
Stadtbibliothek entwickelte Reihe setzt<br />
den Dialog in den Mittelpunkt: Es gibt<br />
mit Klaus Zeyringer keinen besseren<br />
Moderator und kein besseres Format,<br />
wenn man über die diversen Autor*innen<br />
und ihre Schreibstuben mehr erfahren<br />
möchte. Das haben wunderbare Abende<br />
z.B. mit Alois Hotschnig & Katja<br />
Lange-Müller, Karl-Markus Gauß &<br />
Andreas Schett, Felix Mitterer & Joachim<br />
Zelter, Sabine Gruber & Ilija Trojanow oder<br />
Sibylle Lewitscharoff & Kurt Lanthaler<br />
bewiesen.<br />
Im Jahre 2021 hat nun das Literaturhaus<br />
am Inn diese beliebte Reihe unter ihre<br />
Fittiche genommen. Freuen Sie sich auf<br />
ein grenzgängerisches Doppel.<br />
63<br />
# unabhängig<br />
# unabhängig<br />
Stephanie Bergmann, geboren 1988 in Schwarzach St. Veit,<br />
aufgewachsen in Bad Gastein. Seit 2010 schreibt sie auf<br />
ihrem eigenen Blog über Bücher (www.beautybooks.at)<br />
und hat nebenbei immer schon mit Autoren, Verlage und<br />
Salzburger Buchhandlungen kooperiert. 2017 hat sie der<br />
Modebranche endgültig den Rücken gekehrt und ihr Hobby<br />
zum Beruf gemacht. Seitdem arbeitet sie bei Bücher Stierle<br />
und liebt es, Bücher zu empfehlen.<br />
Ina Cassik, ist Buchhändlerin bei Stöger-Leporello. Aus<br />
dem einstigen Studentenjob in einer Buchhandlung wurde<br />
der Traumberuf Buchhändlerin. Leidenschaftliche Vielleserin<br />
mit Schwerpunkt auf Gegenwartsliteratur. Liebt ihren<br />
Beruf, weil er so vielseitig ist wie kein anderer. Lebt mit ihrer<br />
Familie am Stadtrand von Wien.<br />
Ágnes Czingulszki, 1987 geboren in Baja (Südungarn), lebt –<br />
nach einigen Stationen in Europa – nun als Journalistin und<br />
Autorin in Innsbruck. U. a. ich dachte an siracusa (ed. Exil)<br />
Martin Fritz, geboren 1982, studierte Vergleichende<br />
Literaturwissenschaft und Deutsche Philologie in Innsbruck,<br />
hört sich in seiner Freizeit gerne DJ Patex’ Coverversion des<br />
Songs „I Wish I Was Him“ an. War Teil der 1. Innsbrucker<br />
Lesebühne „Text ohne Reiter“, ist Teil der Innsbrucker<br />
Lesebühne „FHK5K“.<br />
Jacqueline „Jacky“ Falkner, geboren 1995, hat ihr Lehramtstudium<br />
zu Gunsten ihrer Liebe zu Büchern an den<br />
Nagel gehängt und ist seit Februar 2022 an der Kassa der<br />
Wagner’schen tätig, fühlt sich dort aber bereits wie Zuhause.<br />
Wenn sie ihre Freizeit nicht gerade lesend verbringt, erlebt<br />
sie Abenteuer auf dem Rücken ihres Pferdes oder streift sich<br />
auch gerne einmal selbstgemachte Kostüme über, um in die<br />
Welt ihrer Lieblings(fantasy)bücher einzutauchen.<br />
Katharina J. Ferner lebt als Poetin und Performerin in<br />
Salzburg. Redaktionsmitglied der Literaturzeitschriften<br />
&Radieschen, Morgenschtean, Mosaik. Jüngste Veröffentlichung<br />
„krötentage“, Limbus, 2022. www.kj-ferner.at<br />
Joseph Frontull, ist aufgewachsen mit Blick ins Gebirge, ging<br />
übers Gebirge – und schaut jetzt von der andern Seite drauf.<br />
Dort, hat er gelernt, lässt es sich gut über Sinn und Unsinn<br />
von Kriminalromanen nachdenken und vom Meer träumen.<br />
Klaudia Grünfelder ist leidenschaftliche Buchhändlerin und<br />
hat immer Lesestoff in der Tasche. Seit April 2021 verstärkt<br />
sie das Team der Buchhandlung Leporello in Wien, die auch<br />
unter der Wagner’schen Flagge segelt.<br />
Andreas Hauser, geboren 1969, studierte Vergleichende<br />
Literaturwissenschaft und Germanistik in Innsbruck, arbeitet<br />
seit mehr als 20 Jahren journalistisch mit den Schwerpunkten<br />
Wissenschaft, Forschung & Wirtschaft und geht<br />
prinzipiell nicht ohne Buch außer Haus.<br />
Lena Kripahle-Wiek, Buchhändlerin in der Wagner’schen seit<br />
20<strong>15</strong> und begeisterte Krimi- und mittlerweile auch Kinderbuch<br />
Leserin. Aber eigentlich begeistert von jeglicher Form<br />
von Druckerschwärze. Zu finden in der Literaturabteilung,<br />
wo sie den Krimis neue Spannung verleiht.<br />
Claudia Montoya, 1971 in Innsbruck geboren und<br />
aufgewachsen, hat Politikwissenschaften und Medien<br />
bei Prof. Anton Pelinka studiert. Sie betreibt seit sechs<br />
Jahren ihre eigene PR- und Medienagentur, arbeitet seit<br />
Februar 2022 in der Wagner’schen und schreibt monatlich<br />
eine Kolumne im Tiroler Weekend-Magazin, das der<br />
Tiroler Tageszeitung beiliegt.<br />
Linda Müller studierte in Innsbruck Neuere Deutsche<br />
Literaturwissenschaft, bevor sie 2011 Lektorin bei Haymon<br />
wurde. Mittlerweile leitet sie Haymon Krimi, Studienverlag,<br />
Michael Wagner sowie den Universitätsverlag Wagner und<br />
organisiert mit Markus Hatzer und Bernhard Aichner<br />
Österreichs größtes Krimifestival: das Krimifest.<br />
Maria Neumayr, geboren 1994, studierte Germanistik<br />
und Anglistik in Innsbruck. Liebt Bücher so lange sie sich<br />
zurückerinnern kann und ist, wenn sie nicht gerade liest, als<br />
Abteilungsleiterin in der Kinderbuch- und Ratgeberabteilung<br />
der Wagner’schen zu finden.<br />
Susanna Pristovnik-Schwarz ist ein echtes Allround-Genie.<br />
Man trifft sie bei Stierle Salzburg aus auch Stierle Hallein<br />
in ihrem Element an: dem Bücher-Empfehlen. Ein Studium<br />
der Linguistik sowie eine Ausbildungslehrgang Leichte Sprache<br />
kann die Graphik <strong>No</strong>vel-Spezialistin vorweisen. Sie ist<br />
Organisatorin der monatlich stattfindenden Kinderlesungen,<br />
in Kooperation mit dem Thomas-Bernhard-Institut, die in<br />
der Stierle-Keltenbuchhandlung stattfinden.<br />
Robert Prosser, geboren 1983 in Alpbach/Tirol, lebt dort<br />
und in Wien. Studium der Komparatistik und Kultur- und<br />
Sozialanthropologie. Aufenthalte im asiatischen, arabischen<br />
Raum, am Balkan und in England. Zuletzt erschien Beirut<br />
im Sommer (Klever 2021). Im Frühjahr 2023 erscheint<br />
Verschwinden in Lawinen bei Jung und Jung.<br />
Joe Rabl, 1963 in Kufstein geboren; lebt als freier Lektor in<br />
Innsbruck. Veranstaltet zusammen mit Birgit Holzner die<br />
Innsbrucker Wochenendgespräche.<br />
Markus Renk, seit 33 Jahren in der Buchbranche. Fachgruppen-Obmann<br />
der Buch- und Medienwirtschaft Tirol<br />
und seit Oktober 20<strong>15</strong> neuer Chef der Wagner’schen.<br />
Robert Renk, Buchhändler und Kulturvermittler. Sortimentsleiter<br />
in der Wagner’schen. Gibt das Wagner-Magazin heraus.<br />
Erwin Riedesser, Buchhändlerlehre in Bregenz, in Wien<br />
gründete er mit Rotraut Schöberl die Buchhandlung<br />
Leporello. Beide führten erfolgreich die Sortimente der<br />
Liechtensteinstraße, der Singerstraße und im Burgtheater.<br />
Seit 2021 fungiert er nun als Koordinator aller Wiener Buchhandlungen<br />
im Medici-Team.<br />
Bernhard Sanbichler, Germanist und Romanist, Lektor<br />
des Schulmagazins JÖ.<br />
Andrea Scheiber, seit 1992 in der Wagner’schen Buchhandlung.<br />
Betreut Krimi, Frauenliteratur und steckt hinter<br />
den Blind Date’s. Wenn sie nicht gerade liest, ist sie in der<br />
Natur oder beim Handarbeiten zu finden.<br />
Leonie Schiessendoppler, geboren 1993 in Innsbruck,<br />
studierte Philosophie und Soziologie, liebt Bücher, Musik<br />
und Irland. Möchte eigentlich nur Bücher lesen und<br />
hat deswegen eine Ausbildung zur Lektorin beim<br />
Passagen Verlag gemacht. Arbeitete in der Wagner’schen<br />
Buchhandlung und ist nun als Korrekturleserin mit der<br />
Wagne’schen verbunden.<br />
Rotraut Schöberl, Buchhändlerin der Nation, die jeden<br />
Dienstagmorgen im Cafe-Puls, dem österreichischen Frühstückfernsehen,<br />
mit Büchertipps glänzt. Im Jahre 1994<br />
eröffnet sie mit Erwin Riedesser das Leporello, um ihren<br />
Traum von einer Buchhandlung zu verwirklichen. Bei<br />
Residenz erschien soeben die von ihr herausgegebene<br />
Krimianthologie: Radieschen von unten.<br />
David Schranz, , geboren 1994, befindet sich seit nunmehr<br />
schon zwei Jahren in der Ausbildung zum Buchhändler und<br />
hat so seine Leidenschaft zum geschriebenen Wort wiederentdeckt.<br />
Wenn er sich nicht gerade Zuhause in den Tälern<br />
der deutschen und englischen Literaturlandschaft verliert, ist<br />
dieser Junge Mann in der Belletristikabteilung der<br />
Wagner’schen zu finden.<br />
Carmen Schwarz, geboren und aufgewachsen in Salzburg.<br />
Hat schon von klein auf eine große Liebe zum geschriebenen<br />
Wort und packenden Geschichten. Sie liebt den Austausch<br />
der Branche und das sich immer neu erfinden. Seit 2017<br />
Jahren bei Bücher Stierle, wo jeder Lesetipp handverlesen<br />
und die Begeisterung erlebbar wird.<br />
Gerlinde Tamerl, geboren 1978, ist stellvertretende Geschäftsführerin<br />
der Wagner’schen Buchhandlung. Die<br />
promovierte Kunsthistorikerin ist u.a. Gastdozentin an der<br />
Universität Innsbruck, Jurorin der ORF-Bestenliste und als<br />
freie Literaturkritikerin tätig.<br />
Helena Töchterle, geboren 1995, arbeitet seit Weihnachten<br />
2018 in der <strong>Wagnersche</strong>n und hat nach einem kurzen<br />
Weihnachtseinsatz an der Kassa in die Fachbuch-Abteilung<br />
gewechselt, die sie ab Mai 2022 großteils leiten wird. Sie<br />
hat Philosophie studiert und studiert es irgendwie immer<br />
noch – Definitionssache. Liest sich gerne quer durch alle<br />
belletristischen und nicht-belletristischen Genres, aber wird<br />
ihrer Jugendliebe, der Fantasy, immer treu bleiben.<br />
Evelyn Unterfrauner, (29) bloggt seit 20<strong>15</strong> unter dem Namen<br />
@bookbroker auf Instagram. Ihr Blog und Buchclub mit<br />
rund 800 Mitgliedern ist im Netz unter www.zeitzumlesen.<br />
de zu finden. Im April 2022 hat die Südtirolerin und frühere<br />
Wahl-Innsbruckerin ihre eigene Social Media Marketing<br />
Agentur NONSTOP CREATING in München gegründet.<br />
Mikael Vogel, Lyriker, 1975 in Bad Säckingen geboren,<br />
lebt in Berlin und Innsbruck. Sechs Gedichtbände, u.a.<br />
Dodos auf der Flucht. Requiem für ein verlorenes Bestiarium<br />
(Verlagshaus Berlin, 2018) und, gemeinsam mit José F. A.<br />
Oliver, zum Bleiben, wie zum Wandern – Hölderlin,<br />
theurer Freund (Schiler & Mücke, 2020).<br />
Jenni Zeller, geboren 1993 in Tirol, lebt nach Edmonton,<br />
Innsbruck und Paris nun in Wien. Dolmetscherin,<br />
Studentin an der Diplomatischen Akademie Wien und<br />
Vorstandsmitglied des Europäischen Forums Alpbach.<br />
Ehemals Wagner’sche-Buchhändlerin, nach wie vor<br />
Wagner’sche-Liebhaberin.<br />
Klaus Zeyringer, war Univ.-Prof. für Germanistik in<br />
Frankreich. Ist Literaturkenner, Autor und grandioser<br />
Moderator, u.a. Transflair (Krems) und Grenzgänge<br />
(Innsbruck). Zuletzt erschienen Schwarzbuch Sport / Show,<br />
Business und Skandale in der neoliberalen Gesellschaft<br />
(Springer), 100 x Österreich (Hrsg. Kremayr & Scheriau)<br />
und Fußball / Eine Kulturgeschichte (S. Fischer).
Wagner’sche.<br />
Bücher seit 1639<br />
Museumstraße 4<br />
6020 Innsbruck<br />
T. +43 512 59505 0<br />
office@wagnersche.at<br />
www.wagnersche.at<br />
Wagner’sche Altstadt<br />
Herzog-Friedrich-Straße 22, A-6020 Innsbruck, +43 512 59505 90<br />
Bücher Stierle Salzburg<br />
Kaigasse 1 / Mozartplatz, 5020 Salzburg, +43 662 840114<br />
office@buecher-stierle.at, www.buecher-stierle.at<br />
Stierle Kelten-Buchhandlung<br />
Sigmund-Thun-Straße 9, 5400 Hallein +43 6245 82761<br />
office@keltenbuchhandlung.at, www.keltenbuchhandlung.at<br />
Leporello die Buchhandlung<br />
Singerstraße 7, A-1010 Wien, +43 1 961<strong>15</strong>00<br />
service@leporello.at<br />
Stöger – Leporello<br />
die Buchhandlung<br />
Obkirchergasse 43, A-1190 Wien, +43 1 3203449<br />
office@stoegerbuch.at