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UNBEZAHLBAR

NR. 30 | HERBST 2022

Herzlich

willkommen,

Neues Leben!

Vom Neuanfangen und

Besserleben

mit Sonderseiten

Wild & Regional


Zurück auf Anfang!

3

Editorial

Liebe Leser,

normalerweise überkommt es einen ja erst zum Jahreswechsel: ab morgen

wird alles anders! Ich ernähre mich gesünder, bewege mich mehr, fahre weniger

Auto, dafür mehr Rad. Doch manchmal lässt einem sein altes Leben keine

Wahl und das neue drängt sich fast ein wenig auf...

Wie in unseren Geschichten rund um das Titelthema „Herzlich willkommen, Neues

Leben!“ Vielen Dank, liebe Gesprächpartner, dass Ihr uns so tief habt blicken

lassen in Euren Lebenswechsel. Ein kleiner Vorgeschmack: Birgit kehrt nicht nur

ihrem alten, übergewichtigen, kranken Ich den Rücken zu, sondern gleich auch

der alten Heimat. Sie wandert ins sonnige Spanien aus. Andy lebt sein neues

Leben mit Frau Heidi und den Kindern nach einer Covid-Infektion, die sicherlich

unter „schwerer Verlauf“ einzuordnen ist. Und Sascha benötigte nach einer Pilzvergiftung

eine Spenderleber. Weitere Geschichten gibt es auch zum Nachlesen

in den zahlreichen Büchern rund um das Thema, die Sie bei uns im Heft gewinnen

können. Manchmal braucht man auch Unterstützung dabei, seinen neuen

Weg zu finden. Herrscht Chaos im Kopf und Chaos im Haus, sind z.B. Waldgesundheitstrainer

und Messieberater gefragt. Hier erfahren Sie mehr über diese beiden

interessanten Berufszweige und deren Tätigkeit.

Und weil wir den Herbst mit all seinen Farben und Geschmäckern lieben, haben

wir uns für Sie in Wald & Natur aufgehalten, Wild & Wildkräuter erkundet, regional

& saisonal gegessen. Viel Spaß dabei!

Fragen zu Krebs?

Wir sind für Sie da.

Ein Hoch auf die Pflege! Das Thema kommt unaufhaltsam näher, egal ob Sie für das eigene Alter

vorsorgen oder ihren Angehörigen gut versorgt wissen möchten, lasst uns der Pflege mehr Aufmerksamkeit

schenken. Pflegestützpunkte und der Sozialdienst der Krankenhäuser geben einen

guten Überblick über Möglichkeiten. Und die Pflege braucht auch die Jugend, es fehlt an Nachwuchs

für diesen interessanten, abwechslungsreichen und verantwortungsvollen Beruf.

Lieber Leser, wir wünschen Ihnen einen zauberhaft bunten Herbst mit der neuen rostfreien Ausgabe.

Ihre

0800 – 420 30 40 (kostenlos)

täglich von 8 bis 20 Uhr

krebsinformationsdienst@dkfz.de

www.krebsinformationsdienst.de

I M P R E S S U M

Herausgeber: B.Busch Verlag

Adresse: Marsstraße 17

85080 Gaimersheim

www.rostfrei-ingolstadt.de

Telefon: 0176/20373286

E-Mail:

info@rostfrei-ingolstadt.de

V.i.S.d.P. und Anzeigenleitung:

Bettina Busch

Geschäftsführerin Bettina Busch

Grafik:

Redaktion:

Titel:

Druck:

Mandy Horbas

Susanne Puppele

s.puppele@

rostfrei-ingolstadt.de

0162/3926061

www.pixabay.com

Druck Pruskil GmbH

www.pruskil.de

Redaktionsleitung Susanne Puppele

Rostfrei ist kostenlos zur Mitnahme an

über 500 Auslegestellen in Ingolstadt und

Umgebung erhältlich. Wir übernehmen keine

Haftung bzgl. zugesandter Texte, Anzeigen

und Fotos. Der Einsender muss alle Copyrightrechte

oder die Erlaubnis zur Veröffentlichung

bzw. Verwendung besitzen.

Ausgabe 04/22 erscheint im Dezember 2022.



INHALT

TITEL: NEUES LEBEN 08

Mein Leben nach Covid 08

Zu gewinnen: Bücher, die ans Herz gehen 09

Zu gewinnen: Bücher, die Mut machen 10

Leben nach einer Organspende 11

Messieberater helfen 13

Einmal halbieren, auswandern, gesund werden!14

WILD & WALD & REGIONAL 15

27

GESUNDHEIT & VORSORGE

Ready für das E-Rezept? 27

Gesund leben ohne Schimmel 28

Gas sparen und gewinnen 29

Pflegestützpunkt Ingolstadt 30

Hauswirtschaftlicher Fachservice IN-EI 31

Praktikum in der Pflege 32

Yoga und Burn-Out 34

Hypnose hilft 36

Fakten rund um med. Cannabis 38

Im Interview: Was kann med. Cannabis? 39

Erfahrungsberichte zum med. Cannabis 40

Keine Macht den Drogen! Selbsthilfegruppe 42

46HERZENSSACH

Claudia Guedes verstärkt als Schilddrüsenchirurgin

das Team der Viszeralchirurgie

an den Kliniken. Foto: Kliniken

Altmühltal

Gute Neuigkeiten für...

Patienten mit Schilddrüsenproblemen

Fachärztin Claudia Guedes ist eine versierte Schilddrüsenoperateurin.

In den letzten Jahren arbeitete sie in einem Schilddrüsenzentrum

in Niederbayern. Sie weiß sehr genau, welchem Leidensdruck

Patienten ausgesetzt sind. Denn die Beschwerden sind oft nicht leicht

zuzuordnen, weil sie sehr weitläufig sind. Sie reichen von Erschöpfung

bis Nervosität, von Konzentrationsschwäche bis zu Verdauungsproblemen

und von trockener Haut bis zu Veränderungen im Herzrhythmus.

„Erkrankungen, die die Schilddrüse betreffen, sind zum Beispiel eine

Schilddrüsenvergrößerung mit oder ohne Knotenbildung, eine Über- oder

Unterfunktion, ein Morbus Basedow, eine Hashimoto-Thyreoiditis oder ein

Tumor“, erklärt Claudia Guedes. Eine Operation ist oft unumgänglich. „In unserer

Schilddrüsensprechstunde beraten wir unsere Patienten umfassend“,

sagt Guedes. Wenn eine Operation nötig ist, kann die erfahrene Fachärztin

für Chirurgie ein großes und fundiertes Spektrum anbieten. „Je nach Krankheitsbild können einzelne Knoten oder

ein Teil der Schilddrüse entfernt werden. Auch die vollständige Entfernung der Schilddrüse ist möglich. Bei einer

bösartigen Schilddrüsenerkrankung erfolgt meist eine radikale Schilddrüsenentfernung, falls notwendig mit

Entfernung der Lymphknoten. Patientensicherheit und die Risikominimierung sind bei allen Eingriffen selbstverständlich

oberstes Gebot. Daher wird jede Operation mittels Lupenbrillentechnik und konstantem Neuromonitoring

des Stimmbandnervs durchgeführt. Damit wird die Aktivität des Nervs während der gesamten OP optisch

und akustisch dargestellt. Das Risiko, den Stimmbandnerv zu verletzen, ist dadurch stark reduziert.

Nach der Operation wird zudem eine Nachsorgesprechstunde angeboten. Das viszeralchirurgische Team der

Klinken kann so genau mitverfolgen, wie sich eventuell auftretende Beeinträchtigungen bessern und normalisieren.

In der Sprechstunde wird zudem auf Fragen der Patienten eingegangen.

5

Gute Nachrichten für...

Zu gewinnen: Wilde Lektüre 15

Wiedereröffnung der Hofmark 16

Der Krautwagen ist wieder auf Tour 17

Weingut Bleimer Schloss 18

Wuide Weiber: Die Plattler-Bixn 20

Museumsporträt: Jagd- und Fischereimuseum 22

Wir schaffen App-Hilfe: Wildlife 23

Waldbaden beim Experten 24

Wilder Herbst im Bauerngerätemuseum 26

Die Happy Höcker Farm 46

48

4 GUTE DINGE ZU GEWINNEN

Menschen mit Wirbelsäulenschäden nach Unfall oder Krankheit

Wirbelsäulenchirurg Prof. Dr.

Thomas R. Blatter wechselt

ans Klinikum Ingolstadt.

Mit Prof. Dr. Thomas R. Blattert wechselt ein sehr erfahrener Wirbelsäulenchirurg

an das Klinikum Ingolstadt. Der 56-jährige Orthopäde

und Unfallchirurg übernahm am 01. 10. 2022 die Leitung des

neu gegründeten Interdisziplinären Wirbelsäulenzentrums am Klinikum.

„Zur Gründung dieser Einrichtung haben wir uns entschlossen, um der Komplexität

der Erkrankungen und Verletzungen des zentralen Achsenorgans

– der Wirbelsäule – gerecht werden. Die Koordination sämtlicher Disziplinen

erfolgt künftig in einer zentralen Behandlungseinheit, der mit Prof. Blattert

einer der führenden Spezialisten auf diesem Feld vorstehen wird“, erklärt Dr.

Andreas Tiete, Geschäftsführer Medizin und Pflege sowie Ärztlicher Direktor

am Klinikum Ingolstadt. Das neue Zentrum wird von dem bestehenden Zentrum

Orthopädie und Unfallchirurgie (Leitung Prof. Dr. Michael Wenzl) und der

Klinik für Neurochirurgie (Leitung Prof. Dr. Siamak Asgari) gleichberechtigt

getragen und wird durch Experten der Neuroradiologie, Schmerztherapie,

Strahlentherapie, Onkologie, Psychologie und vor allem auch der physikalischen

und rehabilitativen Medizin am Klinikum Ingolstadt unterstützt.

Die Expertise des künftigen Leiters liegt in der Behandlung von Verletzungen

der Wirbelsäule durch Unfälle oder Osteoporose, von Tumorerkrankungen und verschleißbedingten Erkrankungen

wie Bandscheibenvorfälle. Dazu gehört auch die Therapie durch Osteoporose geschwächter Wirbelkörper,

für die er besondere Erfahrung mitbringt. Blattert setzt bei seinen Patienten auf minimalinvasive

Verfahren und den Knochenaufbau über Biomaterialien, die als Gerüst für Blutgefäße und Zellen dienen. Sie

helfen dem Körper, verloren gegangenen Knochen wieder neu zu bilden. Dieses Thema hat ihn bereits in

seiner Habilitation an der Universität Leipzig beschäftigt.



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Gute Nachrichten für...

Sven Catello hat wieder hochkarätige Zauberkünstler

nach Ingolstadt geladen!

Gute Neuigkeiten für...

Fans von Magie und Zauberei:

25. Ingolstädter Zaubertage vom 27. bis 31. Oktober

Ein „Vierteljahrhundert“ alt sind die Ingolstädter

Zaubertage. Was als kleines 2-Tages-Event begann

hat sich zu einem weit bekannten Festival

etabliert. Die 25. Ingolstädter Zaubertage warten

mit fantastischen Höhepunkten auf.

... längst medizinisch anerkannt -

mit Hypnose zu neuem Lebensgefühl!

Hypnose kann bei nahezu allen belastenden

Themen eingesetzt werden.

Besonders effektiv ist die Hypnose zur

Gewichtsreduktion, bei der Raucherentwöhnung,

der Reduzierung von Stress,

Ängsten, Schlafstörungen und Bornout.

Aufgrund der nebenwirkungsfreien Einsatzweise

wird die Hypnose auch bei Schmerzen immer

populärer.

Manchmal muss man die Perspektive

wechseln, um den Himmel zu sehen!

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85139 Wettstetten

Telefon 08 41 / 99 20 10

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An zwei Tagen findet der Gala-Abend in der Fronte 79 mit David Goldrake, Topas,

Jan Vorg, Astrid Gloria, Jakob Mathias und Lucie sowie Preisträgern der Deutschen

Jugendmeisterschaft statt.

Durch die enge Zusammenarbeit mit dem Magischen

Zirkel von Deutschland findet zeitgleich die

Deutsche Jugendmeisterschaft der Zauberkunst

in Ingolstadt statt. Hier treffen sich 100 talentierte

jugendliche Magier zu einem Wettbewerb, allerdings

unter Ausschluss der Öffentlichkeit. Einige

Preisträger können Sie aber in der großen „Gala

der Illusion“ am 29. und 30. Oktober erleben. Hier

bringen nationale Zauberprofis wie Jan Vorg oder

Astrid Gloria das Publikum zum Staunen. Europameister

Jakob Mathias, Weltmeister Topas und

David Goldrake, der eine eigene Show in Las Vegas

hat, ergänzen die Besetzung der Gala. David Goldrake

und Topas werden zudem ihre Soloprogramme

im Ingolstädter Altstadttheater und in Eichstätt

im Gutmann zeigen, was sich niemand entgehen

lassen sollte.

Ganz nah kann man die Magier beim Magic Dinner

im Hotel Domizil während eines 3-Gang-Menüs

erleben und zusammen mit Gastgeber Sven Catello

wird David Goldrake auch bei den drei „Kinder im

Zauberland“ Vorführungen auf der Bühne stehen.

Als ganz besondere Attraktion erweist sich zur Jubiläumsausgabe

„Zaubern im Westpark“. Hier zeigt

Topas – der gerade erst als kreativster Magier von

der Weltorganisation der Zauberer ausgezeichnet

wurde – Ausschnitte seines Programms und David

Goldrake wird sich kopfüber an einem Seil hängend

aus einer Zwangsjacke befreien. Unvergessliche

Gänsehautmomente!

Mit dieser Auswahl ist

trinkgut der größte

Getränkemarkt vor Ort.

Reparierer aller Art

Das Reparatur-Café im Bürgerhaus Neuburger

Kasten hat nun wieder jeden 1.

Samstag im Monat geöffnet. Unter dem

Motto „Reparieren statt wegwerfen" unterstützen

Fachleute von 15 Uhr bis 18 Uhr auf Spendenbasis

beim Aufbereiten von Kleingeräten

im Bereich Elektro und Holz sowie bei Textil-,

Strick- oder Häkelarbeiten.

Zur Verstärkung des Teams werden weitere

fleißige Hände gesucht. Sie sind Uhrmacher,

Elektriker oder Spezialist für Computer/PC/Laptop

und kennen sich einfach gut im reparieren

defekter Geräte aus? Dann melden Sie sich bei

den Verantwortlichen des Reparatur-Cafés unter

rc-in.hm@gmx.de oder kommen einfach beim

nächsten Öffnungstag, Samstag, 3. November

2022 im Café im Bürgerhaus Neuburger Kasten,

Fechtgasse 6 in Ingolstadt vorbei.

Gute Neuigkeiten für...

Durstige, die Lust auf Abwechslung im Glas haben.

Ingolstadts größter Getränkemarkt

„trinkgut“ hat eröffnet! Das neue

Fachmarktkonzept in der Ingolstädter

Haenlinstraße bietet auf 1.000 Quadratmetern

Verkaufsfläche alles, was

gut gegen den Durst ist.

Ein breites wie tiefes Sortiment, angefangen

bei Säften, Softgetränken oder rund

200 Wassersorten als Durstlöscher nach

dem Sport über Sekt bis hin zu über 240

verschiedene Spirituosen zum Mixen von

Cocktails für die nächste Geburtstagsfeier, lässt keinen Getränkewunsch offen.

Dazu runden insgesamt etwa 500 Biersorten – davon über 100 Spezialbiere - von weltbekannten Markenbieren

sowie handwerklich gebraute Craft-Biere das Warenangebot ab, in der Haenlinstraße ergänzt um bis

zu über 300 Weinsorten.

In Summe bietet der Ingolstädter trinkgut-Markt eine der größten Mehrweg- und Einwegsortimentsauswahl

im Getränkefachhandel der Großstadt an. Zusätzlich punktet er mit Serviceangeboten wie einer

automatisierten sowie manuellen Leergutannahme sowie dem Verleih von Zapfanlagen, Tischen, Bänken,

Gläsern und Kühlanhängern.

Gute Nachrichten für...



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Titel: Herzlich willkommen, neues Leben!

Mein Leben nach Covid

Der Ingolstädter Andy Groger erzählt von seiner Corona-Erkrankung

Ich sitze mit Andy und seiner Frau Heidi bei einer Tasse Kaffee in ihrem Haus im Süden Ingolstadts. Wir

kennen uns schon lange, haben gemeinsame Freunde. Dass wir hier zusammen sitzen ist jedoch ein

Geschenk. Das betont Heidi bereits im zweiten Satz unseres Gesprächs. Und es stimmt: Andy überstand

das, was die Politik wohl wirklich als „schwerer Verlauf“ bezeichnet. Er wurde am 24. November vergangenen

Jahres mit einer Covid-Infektion und akutem Sauerstoffmangel ins Klinikum Ingolstadt eingeliefert. Es

folgten dramatische Wochen, Monate mit Beatmung, Reanimation, Ecmo,„dem vollen Corona-Programm“.

Nehmen wir die gute Nachricht vorweg: es geht ihm heute gut.

Aber seien wir auch ehrlich: Zwischendrin sah es nicht danach aus, eigentlich hoffnungslos. Eine verschleppte

Grippe und ein paar falsche Entscheidungen („Ich hätte früher reagieren und zum Arzt gehen müssen!“) brachten

den heute 34-Jährigen in diese höchst lebensbedrohliche Situation. Volle vier Wochen war Andy positiv,

seine Lunge schwerst angegriffen, nur die Ecmo, die 24 Stunden auf Maximum lief, versorgte seinen Körper noch

extern mit Sauerstoff. Weitere Organe versagten ihren Dienst. Er musste mehrere Male reanimiert werden. Seine

Familie verabschiedete sich zwei Mal von ihm. So der Horror im Schnelldurchlauf.

Seither genießen Heidi, Andy, ihr gemeinsamer

Sohn Paul und die beiden bereits erwachsenen

Jungs aus Heidis früherer Beziehung das wieder

gewonnene Leben als Familie. Überhaupt wissen

sie vieles mehr zu schätzen, die Prioritäten

haben sich klar verschoben: Zeit mit der Familie,

in der Natur, mit Freunden, das steht ganz

oben. Doch es zieht Andy auch zurück an seinen

Arbeitsplatz. Die Wiedereingliederung startete

noch im August. Heidi und Andy ziehen ihr ganz

persönliches Fazit: „Aufgaben ist nie eine Option

gewesen. Der eigene Wille ist ganz entscheidend

und schafft mehr, als man denkt!“

Heidi und Andy genießen das wiedergewonnene Familienleben mit

Sohn Paul im Urlaub in Österreich, hier beim Wandern um den Wolfgangssee.

Titel: Herzlich willkommen, neues Leben!

Der harte Weg zurück ins Leben

Ein Intensiv-Tagebuch der Krankenschwestern

erinnert ihn an diese Zeit. Er selbst hat keine

Erinnerung daran. „Mir fehlen sogar schon ein

paar Tage bevor ich ins Krankenhaus eingeliefert

wurde. Am 4. Januar bin ich nach 6 Wochen

aufgewacht und hatte extreme Schwierigkeiten

meine Situation zu realisieren. Ich konnte nicht

reden, nicht schreiben. Mit einem Buchstabenbrett

haben wir kommuniziert.“ Doch Andy ist

ein Kämpfer und das ist gut so, denn auch wenn

das Virus endlich raus aus seinem Körper und

die Ecmo abgestöpselt war, es gab noch einige

Schauplätze, an denen er kämpfen musste.

Als er die Medikamente, die seinen Körper im

So funktioniert die ECMO

Koma gehalten haben, absetzen durfte, folgten Entzugserscheinungen und mit ihnen Halluzinationen: „Ich sah

Freunde, meinen Sohn, meine Frau, die gar nicht da waren und konnte nicht verstehen, warum sie nicht mit

mir redeten. Das war unfassbar schrecklich. Ich war unendlich froh, als die Ursache festgestellt wurde und ich

Medikamente dagegen bekam, die sofort anschlugen“, erinnert sich Andy. Es ging stetig bergauf, schneller als

die Ärzte im Klinikum überhaupt damit gerechnet hatten. Die OP, die die Wunde des Tracheostoma verschließen

sollte, wurde überflüssig, sein Körper verschloss die Öffnung aus eigener Kraft. Für die Behandlung des Dekubitus

(Druckgeschwür) brauchte er noch einmal alle seine Kraft, fünf Mal musste er operiert werden. Am 11. März

diesen Jahres konnte Heidi ihren Andy dann endlich mit nach Hause nehmen. „Er hat sich auf eigene Gefahr

selbstentlassen“, schüttelt die ruhige 41-Jährige lächelnd den Kopf. Seit Ende Mai gilt sein Dekubitus als geheilt.

Willkommen Zuhause!

Die ersten Wochen zuhause waren noch ein paar medizinische Hilfsmittel wie ein hoher Gehwagen, später ein

Rollator, nötig. Bereits im Krankenhaus hat er mit Physiotherapie begonnen und seitdem damit die größten Erfolge

erzielt. Mittlerweile konnte er die Reha, die für August 2022 angesetzt war, absagen. „Dafür gehts mir viel zu

gut“, lacht Andi. Doch er erinnert sich an seinen ersten Spaziergang nach dem Krankenhausaufenthalt: nach 300

Metern auf dem Feldweg hinterm Haus, musste er umdrehen. Heute sind 7, 8 Kilometer kein Problem. Aktuell

kämpft er mit Physiotherapie gegen eine Fußheberparese in beiden Füßen und gegen die Bürokratie. Anstatt

dankbar zu sein, dass er weder ein kostenintensiver Pflegefall geworden ist, noch einen mehrwöchigen Reha-

Aufenthalt nötig hat, ist das Ausstellen eines Dauerrezepts für die ihm so hilfreiche Physiotherapie zum Problem

geworden. „Aber“, so Andy grinsend „ich bleibe hartnäckig“.

Neues Leben

Herzen haben

keine Knochen,

sie können

nicht brechen

– oder etwa doch?

Von der Trailersiedlung

in die Welt der

Rich Kids: Nach dem

Tod ihrer Mutter

bleibt der 18-jährigen

Beyah nichts anderes übrig, als zu

ihrem Vater zu ziehen. Dem Vater,

den sie kaum kennt und der mit seiner

neuen wohlhabenden Familie

auf einer Halbinsel vor der texanischen

Küste lebt. Wider Erwarten

birgt die Welt der Schönen und

Reichen mehr Überraschungen, als

Beyah je gedacht hätte. Speziell der

Sunny Boy Samson scheint Abgründe

in sich zu tragen, die ihr gar

nicht so unbekannt vorkommen.

Eine Sommer-Liebesgeschichte, die

das ganze Jahr Spaß macht.

Colleen Hoover

Summer of Hearts & Souls

dtv, ISBN: 978-3-423-74078-4

Schmöker für´s Herz

Wer bin ich?Hannah,

15, hat

schon

viel durchgemacht.

Von

den Eltern vernachlässigt,

musste sie

früh lernen,

für sich selbst

zu sorgen.

Jetzt steht sie vor ihrer größten

Herausforderung: sich zu öffnen

und zu erkennen, dass sie mehr

aus ihrem Leben machen kann.

Wer bist du? Warum bist du hier?

Diese Fragen entdeckt sie auf der

Rückseite der Speisekarte und darüber

kommt sie mit den Menschen

ins Gespräch. Sie zeigen ihr eine

Welt voller Möglichkeiten. Hannah

lernt, dass sie immer eine Wahl hat

und dass es ihre Entscheidung ist,

wie ihr Leben weiter verläuft.

John Strelecky

Überraschung im Café am Rande der Welt

dtv, ISBN: 978-3-423-26327-6

Perfekt füreinander?

Becca und

Charlie kennen

sich schon

seit Jahren – seit

Charlie und Beccas

beste Freundin Ally

an der Uni ein Paar

wurden. Und seit sie

sich kennen, verbindet

die beiden eine

leidenschaftliche

Feindschaft.

Eigentlich sollte Allys viel zu früher

Tod dazu führen, dass Becca und

Charlie sich nie wiedersehen müssen.

Aber Ally hatte andere Pläne

und eine unvollendete Bucket List.

Wie es aussieht, werden Becca und

Charlie noch eine Weile miteinander

zu tun haben, während sie

versuchen, mit ihrer Trauer und einem

Leben nach Ally umzugehen.

Und dabei weiter das Schlimmste

ineinander hervorrufen. Oder?

Pernille Hughes

Zehn Jahre du und ich

dtv, ISBN: 978-3-423-22023-1

Jedes Buch ein Gewinn! Lösen Sie unser Kreuzworträtsel und senden Sie uns das

Lösungswort zusammen mit Ihrem Lieblingsgewinn!



10 11

Titel: Herzlich willkommen, neues Leben!

Bücher, die Mut machen

5 Bücher übers Leben, Wiederaufstehen und Neubeginnen

Ich war die Erste

Adelheid Schmidt-Thomé, ISBN 978-3-96233-307-2, Allitera

Als die aus Weiden stammende Maria Otto 1922 Deutschlands erste zugelassene Anwältin

wurde, lag ein langer, erbitterter Kampf hinter ihr. Auch der gebürtigen Ambergerin Kathrine

Switzer gelang im wahrsten Sinne des Wortes Bahnbrechendes: Als erste Frau lief sie 1967 mit

offizieller Startnummer den gesamten Boston-Marathon, obwohl der Rennleiter sie zwischendurch

von der Strecke – und damit aus dem Blick der Öffentlichkeit – zu zerren versuchte. 1972

wurden Frauen erstmals offiziell zu diesem Wettbewerb zugelassen. Mit einem einzigartigen

Fokus auf bayerische Frauen stellt dieses Buch 74 bekannte, unbekannte oder wiederentdeckte

Pionierinnen vor. Die gegen alle Widerstände als „Erste“ in männlich dominierte oder den Männern vorbehaltene

Bereiche vordrangen und – oft zu einem hohen Preis – den Weg für ihre Folgegenerationen geebnet haben.

Wackeljahre

Jenny Elvers, ISBN 978-3-86882-667-8, mvgverlag

Ich liege auf dem harten Fliesenboden einer Restauranttoilette – mit dem Gesicht nach unten. Meinen

Körper spüre ich nicht. Ich kann mich nicht bewegen.

In ihrer Autobiografie erzählt Jenny Elvers von den Hintergründen ihrer Alkoholsucht, von ihren

Beziehungen zu berühmten Männern, die sie in die Klatschspalten brachten und darüber, wie

sie jahrelang dafür gearbeitet hat, ihren eigenen Weg zu finden und ihn zwischen Blitzlichtgewitter,

Schlagzeilen und rotem Teppich nicht zu verlieren. Aufrichtig und bewegend berichtet

die Schauspielerin von den Hochs und Tiefs, mit denen ihr Leben gepflastert ist.

Von Kaunas über Dachau in ein neues Leben

Uri & Judith Chanoch, ISBN 978-3-96233-288-4 Allitera

Uri Chanoch ist 1928 in Kaunas in Litauen geboren. Seine in diesem Band schriftlich festgehaltenen

Erinnerungen zeigen den Weg durch die barbarische erste Hälfte des 20. Jahrhunderts und den Völkermord

an den europäischen Juden. Uri und seine Familie kam in das Ghetto Kaunas, im Anschluss

in den Dachauer KZ-Außenlagerkomplex Kaufering bei Landsberg am Lech. Uri und sein Bruder

überlebten. Eine Rückkehr in ein normales Leben ebenso wie die Emigration nach Eretz Israel gibt

er in seinen Erinnerungen anschaulich wieder. Wie Uri anfänglich von Rachegedanken geplagt und

später zu einem der wichtigsten Vertreter der Versöhnung und Erinnerungskultur in Landsberg und

Dachau wurde, davon handeln diese bewegenden Memoiren des Holocaust-Überlebenden

Ich kann das.

Bodo Schäfer, ISBN 978-3-423-26293-4, dtv

„Akademie für Selbstbewusstsein“ – als

Karl das Schild liest, verspürt er ein Gefühl

von Ehrfurcht. Wieso hat ihn Marc hierhin

mitgenommen? Selbstbewusst? Das ist

Karl nun wirklich nicht. Er ist ein Student

mit einem schlecht bezahlten Nebenjob.

Und er kann sich nicht vorstellen, wie sich

daran etwas ändern soll. Seit dem Zusammentreffen

mit Marc nimmt sein Leben eine neue Wendung.

Durch ihn begegnet Karl der liebenswerten Anna und

spürt die Magie des Selbstbewusstseins. Denn: Selbstbewusstsein

ist die Basis von Glück und Erfolg.

Mein schmerzhaft schönes Trotzdem

Barbara Vorsamer, ISBN 978-3-423-29005-0, dtv

Barbara Vorsamer weiß, wie es sich anfühlt,

wenn morgens ein Elefant mitten auf ihrer

Brust sitzt. Dann reicht ihre Kraft nicht

einmal, um sich im Bett umzudrehen. Und

irgendwann bleibt als Ausweg nur noch die

Einweisung in die geschlossene Psychiatrie.

Es war ein schmerzhafter Prozess, es brauchte

Therapien und Klinikaufenthalte, bis sie lernte,

Gefühle nicht länger zu unterdrücken, sondern sie

zuzulassen. Intensiv, berührend schreibt Vorsamer

über das Versinken in tiefdunkler Depression, über

Schmerzen und Trauer.

Jedes Buch ein Gewinn! Lösen Sie unser Kreuzworträtsel und senden Sie uns das

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Neues Organ, neues Leben

2015 hat eine Pilzvergiftung Sascha Kochs Leben schlagartig verändert.

Seitdem lebt er mit einer Spenderleber.

Eine Pilzvergiftung veränderte sein Leben. Heute

lebt er mit einer Spenderleber.

Es war ein milder Herbsttag. Meine Freundin hatte Pilze

mit nach Hause gebracht, die sie selbst gesammelt

hatte. Gute Freunde, die sich mit Pilzen auskennen,

hielten sie für essbar. Also haben wir sie gebraten, es war

auch sehr lecker. In der Nacht, so gegen eins, fingen dann die

Beschwerden an: Bauchkrämpfe, Erbrechen und Durchfall.

Es wurde so schlimm, dass ich schnell merkte, irgendwas

stimmt da nicht. Bei meiner Freundin ging das Gleiche los.

Meine Mutter brachte uns beide direkt ins nächste Krankenhaus

und holte auch die Pilzstiele aus unserer Biotonne, um

sie bestimmen zu lassen.

„Ohne Transplantation werden Sie sterben.“

Ein Giftexperte teilte uns mit, dass wir den Grünen Knollenblätterpilz

gegessen hätten: „Ihr habt so Glück, dass ihr noch lebt.“

Der Grüne Knollenblätterpilz ist einer der giftigsten Pilze, die es

gibt. Da dachte ich noch: Okay, Pilzvergiftung. Jetzt geht’s dir

noch zwei, drei Tage schlecht und dann ist es aber wieder gut.

Am nächsten Tag teilte mir ein Ärzteteam mit, dass mir sofort

eine Leber transplantiert werden müsse. Ich dachte nur: Wie

bitte?! Gestern war noch alles gut und jetzt Organversagen,

Lebertransplantation? Irgendwie konnte ich da immer noch nicht

wirklich fassen, wie schlimm die Situation war. Meine Freundin

und ich wurden dann in die Medizinische Hochschule Hannover verlegt. Meine Leberfunktion hat immer weiter

abgenommen. Erst waren es noch 20 Prozent, dann zehn, dann fünf, dann drei. Dann wurde ich von einem

Arzt über die Organtransplantation aufgeklärt. Ich habe gefragt: „Wenn ich das Organ nicht nehme, was bleibt

mir für eine Option?“ Er konnte mir dann nur sagen: „Ohne die Transplantation werden Sie sterben.“

Ich stand ziemlich neben mir

Mein Zustand verschlechterte sich weiter, auch andere Organe versagten. Ich war mittlerweile auf der Intensivstation

und an der Dialyse, weil die Nieren auch nicht mehr funktionierten. Ich erinnere mich noch, dass

ich einfache Schriftproben machen musste. Immer wieder musste ich schreiben: „Ich heiße Sascha Koch.“

Und das hat am Anfang noch gut funktioniert. Als auch mein Gehirn zunehmend vergiftet wurde, habe ich

dann kaum noch ganze Buchstaben hinbekommen. Irgendwann wurde es so schlimm, dass ich gar nicht

mehr wusste, was eigentlich um mich herum alles passierte. An die Nachricht, dass ein geeignetes Organ

da sei, kann ich mich nicht mehr erinnern. Die Spenderleber wurde dann transplantiert. Auch die Zeit direkt

nach der Transplantation ist total verschwommen. Ich weiß nur noch, dass ich ziemlich neben mir stand.

Nach der Transplantation musste ich mich erst daran gewöhnen, jeden Tag Tabletten zu nehmen. Am Anfang

war das ja auch ein Riesenberg, für mich war das ein Horror. Das Gehen musste ich erst wieder wirklich

schrittweise üben, am Anfang noch mit jeder Menge Schläuchen am und im Körper. Da habe ich mir dann

auch Gedanken gemacht, wie das Leben mit dem neuen Organ weitergeht. Auf der einen Seite war ich

dankbar, auf der anderen Seite war ich immer noch geschockt. Es ging ja vorher alles blitzschnell: Zwischen

meiner Einlieferung ins Krankenhaus bis zur Transplantation lagen nur vier Tage. Zu Hause wurde es dann

besser. Es gab zwar immer wieder Rückschläge, aber ich habe mir Ziele gesetzt. Wieder Motocross fahren

zu können, zum Beispiel. Heute engagiere ich mich auch bei einem Verein für transplantierte Kinder, den

Transplant-Kids. Es ist toll zu sehen, dass die Kinder einfach ganz normale Kinder sein können. Und es hilft,

sich mit Menschen auszutauschen, die ebenfalls mit einem Spenderorgan leben. Auch mir hilft das.

Titel: Herzlich willkommen, neues Leben!



LECH

12 13

Titel: Herzlich willkommen, neues Leben!

Rain am Lech

Sascha Koch lebt heute bewusster und empathischer.

Er engagiert sich für transplantierte

Kinder.

Ich habe mich verändert

Die Transplantation war ein Einschnitt

in meinem Leben. Nur nach und nach

habe ich realisiert, was da eigentlich

passiert ist. Für mich gibt es ganz klar

ein Leben davor und danach. Ich habe

mich auch als Typ verändert, lebe jetzt

bewusster und merke, dass ich empathischer

geworden bin. Klar, ich muss

jetzt vorsichtiger leben und mein Leben

lang Medikamente nehmen. Aber wenn

es mir mal nicht so gut geht, denke ich

daran, was ich für ein Glück hatte, ein

Spenderorgan zu bekommen. Schlechte

Laune lasse ich dann nicht zu. Ich finde,

das bin ich der Spenderin schuldig.

Meine Freundin ist übrigens jetzt meine

Frau. Sie hat die Vergiftung gut überstanden.

Ihre Leber hat sich wieder von

der Pilzvergiftung erholt. Meine Frau

lebt heute mit ihrer gesunden Leber. Ich

schätze, ich hatte einfach Pech. Oder

Glück. Alles eine Frage der Perspektive.

Unsere Standorte

in der Region

Eichstätt

ALTMÜHL

Gaimersheim

DONAU

Neuburg a. d. Donau

Ingolstadt

Pfaffenhofen

an der Ilm

Nürnberg

A9

Manching

München

Organspenden

Medizinische Fakten

Was ist eine Organtransplantation?

Eine Organtransplantation ist die Übertragung von funktionstüchtigen

Organen auf einen schwer kranken oder gesundheitlich

beeinträchtigten Menschen. Ziel dieser Organübertragung

ist es, die fehlende Funktion seiner eigenen Organe zu ersetzen.

Die Voraussetzungen für eine Organspende sind im

Transplantationsgesetz streng geregelt:

• Bei der verstorbenen Person muss der unumkehrbare Ausfall

der gesamten Hirnfunktionen (Hirntod) festgestellt worden sein.

• Es muss eine Zustimmung zur Organspende vorliegen – zum

Beispiel im Organspendeausweis, in der Patientenverfügung

oder durch mündliche Mitteilung an die Angehörigen

Unumkehrbarer Ausfall der Hirnfunktionen

Hirntod beschreibt einen Zustand, in dem die Gesamtfunktion

des Großhirns, des Kleinhirns und des Hirnstamms unumkehrbar

erloschen ist. Er kann beispielsweise als Folge einer Hirnblutung,

einer schweren Hirnverletzung oder eines Hirntumors eintreten.

Das Gehirn ist dann als übergeordnetes Steuerorgan der elementaren

Lebensvorgänge unwiderruflich ausgefallen und der Tod

des Menschen eingetreten.

Unsere Angebote an Menschen mit einer

chronischen Suchterkrankung, psychischen

Erkrankung und Doppeldiagnose:

Zuverdienst Werkstätten

Beschäftigungsbereiche zum Zuverdienst sowie zur sinnvollen Tagesstruktur

Tagesstrukturierende Angebote

Maßnahmen zur Teilhabe am Leben in der Gesellschaft

Therapeutische Wohngemeinschaften

Wohnform mit intensiver Unterstützung für eine gesundheitliche Stabilisierung

Betreutes Wohnen

Professionelle Begleitung in der gewohnten Lebensumgebung Betroffener

Ottostr. 3 ▪ Gaimersheim ▪ Tel.: 08458-603030 ▪ www.integra-soziale-dienst.de

Besuchen Sie auch unseren

Laden in IN, Friedrichshofener Str. 42.

Wir freuen uns!

by

Menschen mit Würde begegnen

Das Messie-Phänomen mit seinen drei verschiedenen Ausprägungen wurde zum

1. Januar 2022 von der WHO endlich als eigenständige Krankheit anerkannt.

Veronika Schröter beschäftigt

sich seit 23 Jahren mit dem Messie-Phänomen

und hat mittlerweile

ein eigenes Messie-Kompetenz-Zentrum

für Betroffene

und Fachkräfte gegründet. Dort

bietet sie auch die zertifizierte

Weiterbildung zur Messie-Fachkraft

für z.B. Pflegepersonal an.

3 Typologien

Das Messie-Klientel unterscheidet man in drei Typen:

die eine Personengruppe sammelt und hortet Materialien,

die zweite lässt ihren Wohnraum vermüllen und

die dritte vernachlässigt sich selbst in hohem Maße. Im

Interview, wie in ihren beiden Büchern, die sie zur Vorreiterin

in der Fachliteratur gemacht haben, beschreibt

sie: „Horter haben kein Ordnungsproblem, sondern

eine frühe Bindungstraumastörung. Das Horten von

Dingen gibt ihnen Schutz, Wärme und ein Gefühl der

Identität, das ihnen in der Kindheit verwehrt blieb.

Ihnen einfach die Wohnung leer zu räumen ist nicht

nur grausam, sondern schlicht und ergreifend falsch!

Vielmehr müssen sie dabei unterstützt werden, ihren

eigenen Wert zu erkennen und dass dieser nicht

von den gehorteten Dingen abhängig ist! Anders bei

Menschen, die ihre Wohnung vermüllen lassen. Hier ist

die Ursache meist eine Sucht-, psychische oder körperliche

Erkrankung oder eine frühorganische psychosomatische

Erkrankung wie Demenz. Eine komplette

Entrümpelung ist wieder kontraproduktiv, besser man

hilft bei einer sinnvollen Vorsortierung (Wertvolles

muss zwischengelagert werden), sucht der Person eine

Bleibe bis die Räume wieder bewohnbar sind. Wer sich

selbst verwahrlosen lässt, der hat meist den Sinn fürs

Leben verloren, lebt in einer Bedeutungslosigkeit, aus

der nicht mehr alleine heraus kommt. Aber er lebt! Hier

unterstützt man, in dem man Sinn und Bedeutsamkeit

zurück ins Leben des Betroffenen bringt. Zum Erstellen

Pathologisches Horten als Krankheit grenzt nun endlich klar drei Typologien

des Messie-Syndroms ab. Und damit auch verschiedene Ursachen

und Ansätze der Krankheit professionell zu begegnen.

„Entrümpeln, wegwerfen, mal endlich so richtig Ordnung machen“ – das ist nicht

der richtige Weg, das musste die gelernte Pflegekraft im Laufe ihrer Berufsausübung

auch erst lernen. Sie beschäftigt sich schon seit den 80er Jahren mit diesem

Thema. Seither ist viel passiert: Veronika Schröter wechselte von der Pflege

in die Pädagogik, war mit leitende Mitarbeiterin eines Jugendamts und musste

feststellen: Das Messie-Phänomen ist ein Thema aller Altersklassen und Gesellschaftsschichten!

Erst ihre berufliche Ausrichtung als Psychotherapeutin verhalf ihr

zu der Erkenntnis: Messies sind nicht von Sucht und Zwang getrieben (wie bisher

angenommen), sondern kämpfen mit einem ganz eigenen Krankheitsbild, dem

pathologischen Horten, das von ihr als Wertbeimessungssyndrom tituliert und so

auch in der Fachliteratur einen Namen gefunden hat. Daraus entstand ein Behandlungskonzept,

das sie in ihrem 2016 gegründeten Messie-Kompetenz-Zentrum

an andere Fachkräfte aus der Pädagogik , der Pflege uä. in Form einer Ausbildung

zur Messie-Fachkraft weiter gibt. In Ingolstadt ist sie bei Integra im Herbst mit der

bereits ausgebuchten Fortbildung, am 26. und 27. Januar 2023 mit der Fortbildung,

für die noch Anmeldungen entgegen genommen werden können, zu Gast.

solcher Behandlungskonzepte braucht es ein fundiertes

Wissen, die Ausbildung im Messie-Kompetenz-Zentrum

ist deswegen umfangreich und umfassend. Eine

ausgebildete Messie-Fachkraft stellt die übergeordnete

Instanz dar, die vor Ort die Hilfsangebote koordiniert

und bündelt.“

Ein Beispiel: Veronika Schröter wurde von den Eltern

einer 30-Jährigen, beide Chemiker, darum gebeten,

sich mal „um den Sauladen ihrer Tochter zu kümmern“.

Sie wohnte noch bei den Eltern, ihr Zimmer war

komplett mit Papieren überwuchert (Pathologisches

Horten). Dabei hätte sie es doch so gut, bräuchte nur

in die Fußstapfen der Eltern treten, die Studienkosten

übernähmen sie doch eh. In langen Gesprächen fand

die Expertin heraus, dass die verzweifelte junge Frau

eigentlich ganz andere Lebenspläne hatte, als die,

die ihre Eltern ihr aufgezwungen hatten. Nestwärme

verschaffte sie sich durch ein überfülltes Zimmer, denn

die eigentliche Geborgenheit und Sicherheit über die

Eltern blieb auf der Strecke. Der Weg zurück ins „geordnete“

Leben war für alle nicht einfach: Heute studiert

die leidenschaftliche Turnerin Sportwissenschaften, die

Kosten teilt sie sich mit ihren Eltern, ihr und der Zustand

ihres Zimmers ist ein völlig anderer...

Weitere Infos zur Krankheit und Ausbildung:

messie-kompetenz-zentrum.de

Bei Interesse an der Fortbildung im Januar 2023 bei Integra

in Ingolstadt: integra-soziale-dienste.de

Titel: Herzlich willkommen, neues Leben!



14 15

„Auf zu neuen Ufern!“

Nach Magen-OP, Bauchdecken- und Bruststraffung: Adipositas-

Patientin Birgit fängt ihr neues Leben an. Teil 4 der Reihe: „Leben mit Adipositas“

Hut ab vor dieser Frau! Wir begleiten Birgit Knöchel jetzt

schon seit eineinhalb Jahren. Schon damals sprühte die

sympathische Eichstätterin vor Lebensenergie. Dass das

noch zu toppen war, kaum vorstellbar. Und doch: die Adipositas-Patientin

krempelt ihr Leben noch einmal komplett um

und wandert mit 68 Kilo weniger Gepäck in ihre neue Heimat

Spanien aus.

Birgits Weg zusammengefasst: Nach vielen Jahren, in denen sie

harte Kämpfe gegen ihr Übergewicht ausfocht und zahlreiche Begleiterkrankungen

ihres Übergewichts entwickelte, mit den Höhen

und Tiefen, die jeder kennt, der Ähnliches mit sich herumträgt,

bekam sie vor einigen Jahren die Diagnose „Adipositas“. Nicht dass

damit ein breites Verständnis ihrer Situation miteinherging. Aber

endlich zeigte sich der tatkräftigen Frau ein Weg, den sie seitdem

zielstrebig beschreitet: ihr gesundheitlicher Zustand lies auch

kein Zögern mehr zu, es musste gehandelt werden. Hilfe bekam

sie nachdem sie Kontakt zum Adipositas Verband Deutschlands

und einer Ernährungsberaterin aufnahm. Sie arbeitete mit ihr an

ihrer Ernährung und unterzog sich im April 2020 einer Magen-

Bypass-OP. Die Kilos schmolzen, die chronische Erkrankung bleibt.

Mit einer OP ist es bei Adipositas lange nicht getan. Doch Birgit

kämpft und hat Erfolg damit. Die Kilos purzeln und die Lebensfreude

steigt. Gleichzeitig gründet Birgt eine mittlerweile äußerst

erfolgreiche Selbsthilfegruppe, die nicht nur ihr persönlich, sondern

ganz vielen weiteren Personen in ähnlichen Situationen eine

große Stütze ist.

Mit dem schwindenden Körpergewicht zeigt sich jedoch: die

überschüssige Haut an Bauch und Brust wird zum gesundheitlichen

Problem. „Da ist der ästhetische Aspekt wirklich erst

einmal zweitrangig“, betont Birgit. Es beginnt ein endloser und

schmerzhafter Kampf gegen Hautentzündungen und wunde

Stellen – und gegen die Bürokratie. Doch Birgit bleibt hartnäckig:

Im Frühjahr diesen Jahres wurde eine Bauchdecken- und

später auch eine Bruststraffung durchgeführt. „Meine Oberweite

ist von 105 Doppel-D auf 80B geschrumpft. Eine wahnsinnige

Entlastung!“

Darum rät sie auch jedem: „Dranbleiben! Egal ob es um eine notwendige

Operation, Reha oder Hilfsmittel geht! Nicht aufgeben,

lassen Sie sich beraten und informieren Sie sich selbst über ihre

Möglichkeiten. Ohne Eigeninitiative geht nichts!“

Jetzt kann die 63-Jährige besser Sport treiben und sich bewegen

ohne die schmerzenden Hautstellen. Mit ihren 67 Kilo auf

1,74 m Körpergröße ist sie äußerst zufrieden. Dieses Gewicht

möchte sie halten. Für ihre ehemaligen gesundheitlichen

Probleme (Asthma, Bluthochdruck, Gelenkschmerzen aufgrund

Großgelenksarthrose, bis hin zu vier Gelenkprothesen) benötigt

68 Kilo weniger Gepäck trägt Birgit Knöchel nun

mit sich herum. Ab Herbst verändert sie ihr Leben

noch einmal drastisch und wandert nach

Spanien aus!

sie nun keinerlei Medikamente mehr.

Grund genug sich um ihr nächstes Projekt

zu kümmern: Birgit Knöchel verlässt ihre

Heimat Eichstätt und beginnt ein neues

Leben an einem neuen Ort: Ende Oktober

wandert sie nach Spanien aus! Und wir

können sogar ein kleines bisschen dabei

sein: Ein Fernseh-Team begleitete sie bei

ihrer Auswanderung. Vielleicht wird man

Birgits Weg nach Spanien bald schon im

TV verfolgen können. Ausstrahlungstermine

standen zum Zeitpunkt unseres

Interviews noch nicht fest.

„Ich fühle mich so fit und agil, wie viele

Jahrzehnte nicht. Ich bin körperlich und

psychisch komplett verändert. Der Kampf

gegen Adipositas wird ein lebenslanger

sein, aber ich weiß, wie ich das angehen

kann. Disziplin und Konsequenz werden

immer zu meinem Leben gehören, aber

wenn ich auf mein heutiges Leben blicke,

ist das eine Kleinigkeit: ohne Ernährungsberatung,

die Operationen und den damit

verbundenen Weg die Ess- und Lebensgewohnheiten

dauerhaft völlig umzustellen,

wäre ich heute ein kranker Mensch ohne

Lebensqualität. Jetzt geht mein neues

Leben so richtig los!“

Jetzt wird´s wild!

Gewinnen Sie Bücher rund ums Wild, den Wald und das Genießen

Der Wald ruft

Jägerkameradschaft Cham e.V. ,

ISBN 978-3-95587-800-9, SüdOst-Verlag

Die jungen

Jäger der

Jägerkameradschaft

Cham e.V.

mögen’s WILD

in Wald und Flur

– und wild auf

unseren Tellern!

Ihr Motto: Wir

sind WILD auf

Nachhaltigkeit,

Regionalität,

Saisonalität, Tierwohl und die

Natur. In diesem Kochbuch findet

der Leser alles rund ums Thema

Wild: Hintergrundinfos, Basiswissen,

feinste Rezepte. Viel Spaß bei

dieser kulinarischen Reise – die

jungen Jäger laden ein in ihre

WILDE Welt! Mehr als nur ein

Kochbuch!

Waldküche

Patrick Rosenthal, ISBN 978-3-7423-1864-0, riva

Der Wald ist ein Ort der Kraft und des Lebens. Abseits vom hektischen Alltag bietet er Erholung

und Momente der bewussten Rückbesinnung auf die Natur, aber auch eine Fülle an Lebensmitteln,

die nur darauf warten, geerntet und gesammelt zu werden. Die natürlichen Zutaten sind

unglaublich facettenreich und lassen sich zu süßen und herzhaften Gerichten verarbeiten. Patrick

Rosenthal zeigt in 70 fantastischen Rezepten für Vorspeisen, Hauptgerichte und Desserts,

was sich aus Kräutern, Pilzen, Beeren und Wild zaubern lässt. Anleitungen für Öle und Naturkosmetik

runden die Auswahl ab. Dieses Kochbuch lenkt das eigene Konsumverhalten zurück zum

Ursprung und steigert das Bewusstsein für regionale und saisonale Lebensmittel.

Der Wald, vier Fragen, das Leben und ich

Tessa Randau, ISBN 978-3-423-34976-5, dtv

Scheinbar ist ihr Leben perfekt, doch die junge Frau fühlt sich müde und ausgebrannt, weiß

kaum noch, wie sie den täglichen Spagat zwischen Beruf und Familie bewältigen soll. Sie ist

nicht glücklich und fragt sich, warum das so ist. Als sie eines Tages einen Spaziergang durch

den Wald macht und über ihr Leben nachdenkt, begegnet sie einer alten Dame. Diese erzählt

ihr von den »Vier Fragen des Lebens«, die die Kraft haben, alles zum Positiven zu verändern. Die

gestresste Mutter von zwei kleinen Kindern ist zwar skeptisch, doch sie lässt sich auf die ersten

beiden Fragen ein und stellt fest, wie sehr diese ihren Alltag innerhalb kürzester Zeit verbessern.

Doch ist sie auch bereit, sich der alles entscheidenden letzten Frage zu öffnen?

Geschichten vom Wildern

Josef Bader,

ISBN 978-3-96233-321-8, Allitera

Gemeine Straftäter?

Mutige Rebellen?

Wilderer waren und

sind umstritten und

die Wilderei ist ein

zwiespältiges Thema.

Denn obwohl

Wildfrevel mit harten

Strafen geahndet

wurde, haben

manche Wilderer

den Nimbus von Volkshelden, werden

sie in Liedern und Romanen

romantisch verklärt und verehrt.

Inzwischen gibt es sogar Forderungen,

die Wilderei zum UNESCO-

Weltkulturerbe zu erklären, weil es

eine lange, gewachsene Tradition

sei... Bader spürt den Lebensläufen

der Wilderer nach - spannender als

mancher Krimi.

Weltenburger Genussbuch

Weltenburger Kloster,

ISBN 978-3-96558-741-24, MZ Buchverlag

Weltenburg - kaum ein

Kloster steht so sehr für Kraft

und Beständigkeit. Seit über

1000 Jahren windet sich

die Donau um die Klostermauern.

Eine besondere

Stimmung aus Schönheit,

Genuss und Weltoffenheit

umgibt ihn. Diese besondere

Stimmung hat die Klosterbrauerei

Weltenburg nun in

einem einzigartigen

Genussbuch vereint.

Genau wie das

frische und faszinierende

Klosterbier

selbst, reisen wir dabei

kulinarisch um

die Erde - weltoffen,

abwechslungsreich

und genussvoll!

Jedes Buch ein Gewinn! Lösen Sie unser Kreuzworträtsel und senden Sie uns das

Lösungswort zusammen mit Ihrem Lieblingsgewinn!

Wild, Wald & Regional genießen



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Wild, Wald & Regional genießen

Herzlich Willkommen in der neuen Hofmark

Das Lentinger Traditionsgasthaus ist zurück

Nach 10 Monaten zieht wieder Leben

in die Hofmark, das Traditionsgasthaus

nördlich von Ingolstadt, ein.

Die Marktzeit beginnt!

Es geht ans Eingemachte: Der Krautwagen ist wieder on Tour

Wild, Wald & Regional genießen

Freunde des Wirtshaus am Auwaldsee wissen: bei

den neuen Pächtern Melanie und Kevin Fritsch

ist der Brauerreigasthof Hofmark nach 10 Monaten

Schließung wieder in guten Händen.

Melanie und Kevin Fritsch

freuen sich auf ihre neuen Gäste

in der Hofmark in Lenting!

Denn das sympathische Gastronomen-Pärchen führt

bereits seit drei Jahren erfolgreich das beliebte Seelokal

im Süden Ingolstadts. Mit der Übernahme der

Hofmark kehrt gut bürgerliche Küche, bayerisch und

modern interpretiert, zurück nach Lenting. Damit ist

die Hofmark das einzige Gasthaus in der Gemeinde,

die Eröffnung findet voraussichtlich Anfang November

statt. Endlich können auf dem Gelände des

ehemaligen Haberbauernhofs wieder Hochzeiten,

Familienfeste und Geburtstage gefeiert werden.

„Gleichzeitig stehen 13 frisch renovierte Zimmer zur

Verfügung“, so Melanie Fritsch. Sie selbst ist gerne im

Service tätig und schafft mit ihrem Mann Kevin als Organisationstalent

ein perfektes Duo. Auch für Tagungen

sind sie bestens ausgestattet. Und natürlich sind

Vereine und Restaurantgäste des Brauereigasthofes

jederzeit herzlich willkommen.

Lesen Sie mehr auf www.hofmark.restaurant

BRAUEREIGASTHOF·HOTEL

Mit vielen frisch eingemachten Spezialitäten

von Gemüse in allen Variationen

über Antipasti und Apfelessig bis hin

zum Klassiker, dem gärfrischen Sauerkraut natürlich,

ist der Krautwagen ab sofort wieder für Sie

auf den Wochenmärkten der Region unterwegs. In Ingolstadt finden

Sie die feinsauren Schmankerl nun am neuen Standplatz direkt neben

dem Tiefgaragenabgang am Theater.

„Eigentlich beginnt die Wochenmarkt-Saison Mitte September. Aufgrund

des trockenen Sommers haben wir dem Kraut noch zwei Wochen

zum Wachsen gegeben. Das war wichtig“, erklärt Krautwagenchefin Marina

Landes. Dafür waren Marina und ihr Team noch fleißiger: es wurde viel eingemacht und

abgefüllt, wie z.B. Gurken oder der süß-saure Zucchini-Paprika-Mix, das gärfrische Sauerkraut

oder der frische Sauerkrautsaft, der jedes Jahr wieder seine Fans begeistert. Darum der Tipp

von der Expertin: „Vor allem unsere Sauerkrautprodukte eignen sich hervorragend um uns

mit Vitamin C zu versorgen! Wichtig für die trübgrauen Wintermonate!“

Solange es also Kraut & Co. noch nicht auf Rezept gibt, hilft nur: auf zum Wochenmarkt!

ERÖFFNUNG VOM EINZIGEN GASTHOF MIT HOTEL IN LENTING

WEIHNACHTSFEIERN I FIRMENFESTE I TAGUNGEN I HOCHZEITEN I GEBURTSTAGE I TAUFEN

Wenn Sie eine Idee für Ihre nächste Veranstaltung haben oder einen Konzeptvorschlag wünschen sind Sie bei uns an der richtigen Adresse.

Unsere Räumlichkeiten bieten die perfekte Bühne für jede Veranstaltung. Wir beraten Sie gerne und erstellen Ihnen ein maßgeschneidertes

Angebot für Ihre nächste Festivität, von 5 bis 150 Personen.

Wir freuen uns auf unsere neuen Gäste und auf Ihre Anfragen.

FÜR VERANSTALTUNGEN FINDEN WIR DIE BESTE LÖSUNG FÜR SIE!

RÄUMLICHKEITEN: Restaurant 70 Plätze · Kleiner Saal 40 Plätze · Großer Saal 120 Plätze

Tagungsraum 60 Plätze · Schenke 60 Plätze · Nebenraum 40 Plätze · Biergarten 120 Plätze

Hofmark 1 · 85101 Lenting · Tel. 08456-9195 -53 · info@hofmark.restaurant · Online Reservierung: www.hofmark.restaurant

Öffnungszeiten: Mo. & Mi. - Fr. 17.00 - 22.00 Uhr, Sa. - So. & Feiertags 11.00 - 22.00 Uhr · Dienstag Ruhetag

Küche: Mo. & Mi. - Fr. 17.00 - 21.00 Uhr · Sa. - So. & Feiertags 11.30 - 20.00 Uhr

News: www.facebook.com/Brauereigasthofhofmark · www.instagram.com/Brauereigasthofhofmark

Design©Markenleben.eu

Regionales &

Frisches

Mediterranes

Sauerkraut

MITTWOCH

Freising

07.00 – 13.00 Uhr

AUF DEN WOCHENMÄRKTEN:

DONNERSTAG

Kösching

14.00 – 18.00 Uhr

SAMSTAG

Ingolstadt

06.30 – 13.00 Uhr

Fa. Landes GmbH | Georg Heiss Str. 1-3 | 85051 Ingolstadt | info@der-Krautwagen.de



18 19

Wild, Wald & Regional genießen

Das Burgund Bayerns

Aus den Weinbergen vom Bleimer Schloss im Naturpark Altmühltal

kommen edle Tropfen für einzigartigen, regionalen Weingenuss

„Nichts macht mit der Landschaft vertrauter als

der Genuss der Weine, die auf ihrer Erde gewachsen

und von ihrer Sonne durchleuchtet sind.“

Ernst Jünger

Schriftsteller & Philosoph

1895-1998

Wie schön, dass Weinliebhaber gemäß dem Zitat Ernst Jüngers

nun endlich auch unsere schöne Heimat besser kennenlernen

dürfen! Verantwortlich dafür ist Dr. Harald Eberhard,

der sich den Traum vom eigenen Weingut erfüllt hat. Nicht

blauäugig, sondern durchdacht– der Kieferorthopäde ist

mittlerweile ausgebildeter Winzer und Landwirt im Nebenerwerb.

Auf den kargen Jura-Kalkböden westlich von Greding

befinden sich die nach Süden ausgerichteten Rebflächen des

Bleimer Schlosses. Die Böden gleichen aufgrund des hohen

Kalkanteils denen im Burgund und der Champagne. Für

Laien wie mich, gleichen sie eher einer steinigen Trockenregion.

Und doch bieten sie optimale Voraussetzungen für den

Anbau von Spätburgunder- und Chardonnay-Reben. Zusätzlich

verfügt das Gut noch über Weinberge in Top-Lagen

in Thüngersheim/Mainfranken, wo der Schwerpunkt auf den

traditionellen Rebsorten Frankens, dem z.B. Silvaner, Bacchus,

Müller-Thurgau, liegt.

Doch Eberhard will mehr als nur Winzer sein. Er will ein guter

Winzer sein, der im Einklang mit der Natur biologischen

Weinanbau betreibt, mit qualitativ hochwertigen, nachhaltig

oben: Dr. Harald Eberhard ist Kieferorthopäde und Winzer. Beides aus

Leidenschaft. Doch mit dem Erwerb des Weinguts und der Ausbildung

zum Winzer hat sich der sympathische Ingolstädter einen Traum

erfüllt. Sohn Tim, der sich gerade in der Ausbildung zum Winzer befindet,

könnte einmal diesen Traum, der längst zukunftsträchtige Realität

geworden ist, weiterführen. Zusammen mit Kellermeister und

Betriebsleiter Reinhold Full sowie einem kleinen, aber äußerst engagierten

Team, machen sie die Weine vom Bleimer Schloss zu etwas

besonderem. Nicht nur aufgrund der einzigartigen Lage...

Aus der

Schloss-Geschichte

Auf einem Plateau östlich von

Greding liegt das geschichtsträchtige

Bleimer Schloß. Bereits im Jahr 1239 wurde es

das erste Mal urkundlich erwähnt. Doch die Geschichte des

Schlosses mitten im Herzen des Altmühltals im Landkreis

Roth zeigt sich wechselvoll. Im 30-jährigen Krieg wurde der

Edelsitz komplett zerstört und anschließend vom damaligen

Besitzer Blymer an das Kloster Notre Dame zu Eichstätt verkauft.

Im Zuge der Säkularisation ging der Besitz an Großherzog

Ferdinand III. von Toskana über. Erst im 18. Jahrhundert

wurde das heutige Herrenhaus und der Gutshof erbaut.

entstandenen und mit viel Liebe letztlich in Flaschen

abgefüllten Produkten. Durch seinen Bio-zertifizierten

reduzierten Ertragsanbau (die alten Rebsorten sind

luftiger gepflanzt und tragen meist nur eine oder

zwei Trauben) erfüllt er diese Prämisse. Gleichzeitig

setzt er auf den Anbau pilzwiderstandsfähiger Weinsorten

(PIWI) und viel Handarbeit vom Pflanzen der

Stöcke über den Rebschnitt und das Entblättern bis

zur Ernte. Der Kellermeister Reinhold Full ist mit dem

Ausbau im neu erbauten Keller am Bleimer Schloss

betraut. Außerdem produziert das Gut Premiumsekt

in traditioneller Flaschengärung (Champagnerart) und

Seccos, die zu Eberhards Lieblingstropfen zählen. Mein

persönlicher Lieblingsort auf dem Bleimer Schloss

ist der jüngst eröffnete Weinstadl, der bereits beim

ersten Blick durch rustikale Balken und warme Farben

überzeugt. Doch das Besondere liegt hier im Detail:

Überraschende Materialien, wie Loden und Wildleder,

grünsprießende Schilder die den Weg zum stillen

Örtchen weisen oder der immer wieder auftauchende

Ammonit runden das Bild ab.

Eine Veranstaltungsübersicht und weitere Informationen

zum Kennenlernen des Guts und seiner Produkte

finden Sie auf www.bleimer-schloss.de

Weinbau ist echtes Handwerk. Die Stöcke, Reben und der Weinberg

werden täglich gepflegt und gehegt. Stefan Sandulescu leitet den

Weinbau am Bleimer Schloss. Seine Expertise aber mehr noch seine

tiefe Liebe zu seiner Arbeit mit den Pflanzen, Früchten und der Natur

machen ihn perfekt für diese verantwortungsvolle Aufgabe.

Inmitten der Weinberge befindet sich ein kleines Amphitheater.

Dort können Gäste der Weinbergführung im Schein einer

Feuerschale den Erzählungen von Stefan Sandulescu lauschen.

Die Terrasse lädt nicht nur Radwanderer und Besucher der Weinbergführungen

zum Verweilen ein. Auch zum Sektempfang für

Hochzeiten ist sie bestens geeignet.

VERANSTALTUNGEN

IM BLEIMER SCHLOSS

20.10.2022 After Work

21.10.2022 Wein u. Speise /

Menüabend

23.10.2022 Sektbrunch

16.12-18.12 Weihnachtsmarkt

im Bleimer Schloss

Der Weinstadl wurde erst im Juli 2022 eröffnet und bietet eine einmalige Location für edle und außergewöhnliche Veranstaltungen

im geschichtsträchtigen Ambiente. Gäste können überall die Liebe zum Detail entdecken und mit welcher Sorgfalt hier

renoviert und eingerichtet wurde.



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Wild, Wald & Regional genießen

Wuide Weiber

It´s Showtime: Die Plattler-Bixn brechen mit Traditionen, die sie lieben

v.l.: stehend: Ramona, Sonja, Anita, Marion, Michaela, Christina, Anita

sitzend v. l.: Andrea, Christina, Corinna, nicht auf dem Bild: Vroni und Julia

„Was hältst du vom Plattln?“

Und der Erfolg gibt den fitten Mädels recht: seit ihrer

Gründung im Januar 2015 waren sie auf unzähligen

Geburtstagen, Firmenfeiern, Volksfesten und

anderen Veranstaltungen in der Region und auch

darüber hinaus zu Gast. „In den Jahren 2017 bis

2019 waren wir unglaublich viel unterwegs. Fast jedes

Wochenende mindestens ein Auftritt“, erinnern

sich die Mädels, „da kommst mitm Waschen kaum

nach!“ Denn von den Schuhen, den roten Socken

und den selbstgestalteten Lederhosen (Dank an

Leder Sperr aus Pöttmes!) bis zum Hut: die Bixn

sind ein Team, das sieht man auf den ersten Blick.

Sonja ist für die Organisation der Bixn zuständig.

Sie war es auch, die die erste Whatsapp-Nachricht

mit „Ich hab da so eine Idee. Was hältst du vom

Schuhplattln?...'“ an einige ihrer Freundinnen

geschickt hat. Die waren gleich Feuer und Flamme

und nach einem Crashkurs bei einem Schuhplattler

aus einem befreundeten Trachtenverein ging

es los. Es kamen neue Bixn dazu, manche verließen

die Gruppe, um dann einige Zeit später doch

wieder zurückzukehren. Denn: „Oamoi Bixn, immer

Bixn". Auch die Familien kennen sich, schließlich

verbringen die Bixn viel Zeit miteinander: „Wir machen

auch Ausflüge zusammen, aufs Oktoberfest,

nach Mallorca, mit Kind und Kegel nach Thüringen,

haben einen Jodel- und einen Löffelkurs gemacht.“

Was für sympathische

Mädels! Wo die Plattler-

Bixn auftreten, ist Gaudi

garantiert. Die 12 Mädels, alle

aus der Waidhofener Gegend

um Schrobenhausen, lieben das

Schuhplattln, Lederhosen und

zünftige Feste. Dabei brechen sie

eigentlich genau die bayerischen

Traditionen, die sie so lieben:

Frauen, die Schuhplattln? Frevel!

„Wir sind keine Trachtengruppe,

die sich um das Bewahren von

Brauchtum und bayerischer

Identität kümmert“, betont

Bixn-Gründerin Sonja Burg. „Wir

machen Show und Gaudi“. Und

doch nehmen sie ihr Hobby

sehr ernst: jeden Mittwoch wird

geprobt, damit an den Auftritten

alles reibungslos klappt.

Einmal schee schaun bitte

Plattln bis sie blau sind, also die Oberschenkel, das

ist ganz normal als Bixn. Ansonsten hatte keines der

Mädels vorab professionelle Tanzerfahrung. Rhythmus-

und Taktgefühl, Koordination und Ausdauer,

das muss man mitbringen als Bixn „Und immer

schee schauen“, sind sie sich lachend einig. Gerade

am Anfang schaut man gern mal a weng verbissen,

wenn man sich auf die neue Choreo konzentriert.

Bixn suchen Busfahrer?!

Einer der schönsten Auftritte war unter anderem bei

der Wahl der Spargelkönigin auf dem Schrobenhausener

Volksfest. Auch wenn Plattln vor so großem Publikum

etwas anderes ist, als z.B. bei einem runden Geburtstag.

„Das sind uns fast die schönsten Auftritte. Wir

beziehen gerne auch mal das Publikum mit ein, sind

am liebsten mittendrin, das funktioniert auf kleineren

Feiern besser als auf Großveranstaltungen“, sind sie

sich einig und erinnern sich mit Grausen an einen Auftritt

vor 1000 Leuten, bei dem die Technik versagt hat.

„Wenn die Musik nicht läuft, sind wir aufgeschmissen...“

Darum ist ihr Tontechniker auch ein wichtiges Mitglied

des Teams. „Ein Busfahrer, der uns zu den Terminen

fährt, der wäre toll. Am besten ein schwerhöriger,

denn bei uns geht´s meist laut und lustig zu“, lachen

die Zwölf. Bewerbungen gerne an die Bixn persönlich:

Mehr auf http://plattler-bixn.de

Gisela Harrer,

Gründerin GH Gewürze

& Kräuter Einmacherey

Wildkräuter als Gewürze

Die Einmacherey von Gisela Harrer zeigt wie´s geht

Es ist wichtig, sich mit Pflanzen und Kräutern auszukennen,

sie zu sammeln und selbst zuzubereiten. Werden

Sie unabhängig! Warum gehören gerade Wildkräuter in

Ihre Küche? Gisela Harrer weiß warum...

Am Wegesrand oder im eigenen Garten wachsen jede Menge

Wildkräuter, die als Unkraut gelten. Dabei sind viele essbar

und gesund. Viele sind reich an Vitaminen, Mineralstoffen und

bioaktiven Pflanzenstoffen und haben heilsame Wirkungen.

„Diese Bitterstoffe und sekundären Pflanzenstoffe sind in der

heutigen Nahrung oftmals gar nicht mehr enthalten. Blätter

verwende ich z.B. auch in Gewürzmischungen, Stile meist für

Suppen und Saucen.“

Beim Sammeln darauf achten:

Nur das sammeln, was Sie auch

wirklich kennen. Meiden Sie

Straßenränder, Hundewiesen

und Naturschutzgebiete.

Wurzeln nicht mit

herausreißen!

Marktstr. 37, Eingang Paracelsusstraße

93176 Beratzhausen

Öffnungszeiten nach Vereinbarung:

Tel.0151/55900570

www.facebook.com/sirupmanufaktur.

beratzhausen.de

sirupmanufaktur@gmx.de

WILDE MISCHUNG

Wilde Möhre, Schafgarbe,

Beinwell oder

wilden Meerrettich

trocknen und im

Mixer zerkleinern. Mit

grobem Meersalz vermengen

und in saubere

Gläser abfüllen.

Gehirnjogging:

Wortsuchspiel

AMUN

ANKARA

ANLASS

ANNO

ARTE

BITS

BROKAT

DARUM

DOPE

DYNAMO

ELEMI

GLANZ

GRAB

IRLAND

JASMIN

JESUIT

KABRIO

KAOLIN

KARENZ

KEILER

KENT

MAINAU

MANILA

MANITU

MEIDEN

OKKULT

ORKA

PLUM

PUTZ

RAGOUT

RUNDUM

SAHARA

SMART

STUART

TERROR

TIFLIS

TOERN

TUNNEL

TUTEL

UBOOT

URANUS

ZINK

Bringen Sie Ihre grauen Zellen auf Trab: Die grau hinterlegten Wörter

haben sich versteckt. Die Begriffe können sich waagrecht, senkrecht,

diagonal, ineinander übergehend und auch rückwärts zwischen der

Vielzahl der Buchstaben verbergen. Die gesuchte Lösung ergibt sich

aus den übrig gebliebenen Buchstaben, der Reihe nach gelesen. Diesmal:

ein Zitat von Jacques Tati.

Lösung: ___________________________________________________ .

Auflösung auf Seite 51 .

Wild, Wald & Regional genießen



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Wild, Wald & Regional genießen

Museumsporträt

Das Deutsche Jagd- und Fischereimuseum München

Als ungewöhnliches und vielseitiges Museum beherbergt das Deutsche Jagd- und Fischereimuseum

mitten in der Innenstadt Münchens eine Sammlung historischer Jagdgemälde, jagdlichen und fischereilichen

Zubehörs und Trophäen aus den letzten beiden Jahrhunderten sowie zwei naturkundliche

Bereiche.

Beheimatet in der ehemaligen Augustinerkirche kann die Sammlung auf drei Ebenen entdeckt werden. Eine der

größten jagdlichen Sammlungen im europäischen Raum zeigt in liebevollen historischen Vitrinen die Geschichte

der Jagd und historischer Jagdkultur von der Armbrust bis zum Steinschlossgewehr. Zahlreiche Gemälde, darunter

die bekannten Rubensjagden erzählen von der Bedeutung, die Jagd und Fischerei in der westlichen Kultur

einst einnahmen und faszinieren mit detailreichen Darstellungen von Fisch, Wild und Jagd.

Seit dem 3. November – dem Hubertustag

– ist das Deutsche Jagd- und

Fischereimuseum in der ehemaligen

Augustinerkirche beheimatet. Doch die

Ursprünge des Museums gehen bis in

die Zeit um 1900 zurück.

Gäste können herausragende Zeugnisse

der Jagd- und Fischereikultur von der

Steinzeit bis zur Gegenwart entdecken.

Der Weiße Saal sorgt mit seiner hohen imposanten

Decke und den spannenden Exponaten zur Geschichte

der Jagd für eine einmalige Atmosphäre

Auf dem Waldpfad

erleben Besucher die

Lebensräume und die

ökologischen Zusammenhänge.

Naturschutz

und nachhaltige

Resourcennutzung

steht hier im Mittelpunkt.

Neben dem weißen Saal einer Dauerausstellung zur

Jagdgeschichte und einem Bereich für die historische

Fischerei können Besucherinnen und Besucher auch

naturkundliche Abteilungen entdecken. So erlaubt die

Ausstellung „Wasserwelten – Fischgeschichten“ einen

Spaziergang unter Wasser von der Quelle zur Mündung

und ermöglicht dabei nicht nur die heimischen

Habitate unserer Fische kennenzulernen, sondern lässt

diese sogar selbst von sich erzählen, dank festinstallierter

ipads.

Wer am Eingang leihweise eine Chipkarte erwirbt,

kann im Waldpfad des Museums auch den Lebensräumen

heimischer Wildarten auf die Spur gehen. Wiesen,

Berge, Felder und Wälder sind Lebensräume zahlreicher

Tiere, die nur darauf warten entdeckt zu werden,

vom kleinen Kleiber bis hin zum Rothirsch. Das erworbene

Wissen kann am Ende der Ausstellung in einem

Buzzerspiel getestet werden.

Zusätzlich zu den Dauerausstellungen zeigt das Deutsche

Jagd- und Fischereimuseum wechselnde Sonderausstellungen.

Zentral in der Münchner Fußgängerzone

gelegen, ist das Haus am besten zu Fuß erreichbar,

Trambahn, U- und S-Bahn finden sich in nächster Nähe.

Aus Denkmalschutzgründen hat das Haus leider derzeit

noch keinen Aufzug und ist somit nicht barrierefrei.

Das Team des Deutschen Jagd- und Fischereimuseums

freut sich auf Ihren Besuch!

Neuhauser Straße 2| 80331 München

Tel.: 089 - 22 05 22

info@jagd-fischerei-museum.de

www.jagd-fischerei-museum.de

Schon ausprobiert?

Wild & Wald & Regional

Die Waldfibel

Den Heimatwald kennenlernen

Das BMEL bietet mit der „Waldfibel"

eine digitale App für Smartphones und

Tablets. Bei einem interaktiven Waldspaziergang

können damit die einzelnen Baumarten bestimmt

oder im Waldquiz das Wissen getestet werden.

Welcher Baum ist das?

Bäume + Sträucher bestimmen

Auf spielerische Art lernen Sie hier Ihren

Wald kennen. Gleichzeitig hilft die

App dabei, Bäume und Sträucher zu

bestimmen

Welcher Pilz ist das?

Hilfe bei der Pilzbestimmung

Der gemeine Pilz, heiß begehrt und

gern verzehrt. Ist er doch erst einmal

gefunden, folgen der anfänglichen

Euphorie erste Zweifel. Was ist das eigentlich

für ein Pilz? Ist er essbar, vielleicht giftig, gar halluzinogen?

Diese App hilft bei der Bestimmung. Wer sich

unsicher ist, sollte dennoch die Finger vor dem gefundenen

vermeintlichen Schmaus lassen.

Es summt und brummt

Nützlinge im Garten

Die App hilft, die wichtigsten Nützlinge

im Garten zu erkennen und zeigt, wie

man sie fördern kann. Gartenbesitzer

erfahren, gegen welche Schädlinge ein

Nützling wirkt, wie er lebt, woran er zu erkennen ist und

unter welchen Umständen er sich besonders wohl fühlt.

Ein einfacher Bestimmungsschlüssel hilft zu erkennen,

welches Tier man vor sich hat

Dem Tier auf der Spur

Animal Tracker

Verfolgen Sie mit dem Animal Tracker

die Routen von Wildtieren auf der ganzen

Welt fast in Echtzeit! Wo sich die

Tiere auch befinden, mit dem Animal Tracker sind Sie stets

dabei – dank GPS-Signalen, die winzige Sender auf dem

Rücken der Tiere senden und die in der Online-Datenbank

Movebank gespeichert werden. Diese Plattform wird von

Hunderten von Forschern zum Analysieren, Verwalten und

Archivieren von Bewegungsdaten von Tieren genutzt.

Wild, Wald & Regional genießen



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Wild, Wald & Regional genießen

Zurück zu den Wurzeln

Im Interview: Andrea Hönig ist Waldgesundheitstrainerin

Du sollst jeden Tag 5 Minuten in den Wald gehen.

Wenn du gestresst bist, sollst du jeden Tag

1 Stunde in den Wald gehen. Diesen Spruch liest

man in jedem Entspannungs- und Achtsamkeitsratgeber.

Was ist dran?

Andrea: Machen ist besser als lesen. Nein im Ernst, wir

befinden uns, wenn wir Stress haben, im berühmten

Kampf-Flucht-Modus. Der lässt das Herz schneller schlagen,

den Blutdruck steigen und er drosselt die Darmtätigkeit.

Dies geschieht im Straßenverkehr genauso wie beim

Computerspielen. Wenn man sich entspannt (im Wald)

passiert folgendes: der Puls wird langsamer, der Blutdruck

sinkt und die Verdauung wird beschleunigt. Wir brauchen

beides. Der menschliche Körper hat dann aber die Möglichkeit

in der Entspannung sich auf seine Selbstheilungskräfte

zu fokussieren. Dieser Effekt tritt nachgewiesen bei

einem Waldbad auf. Instinktiv wissen wir als Menschen

aber schon, dass der Wald uns gut tut, weil wir aus der Natur

stammen, sie ist ein Teil von uns, oder wir von ihr. Der

Wald ist eine erstaunliche Ressource für Sauerstoff, Luftreinigung,

Wasserspeicherung, schenkt uns Entspannung

und Erholung und so vieles mehr, dass wir nur außerhalb

unserer menschengemachten Welt erfahren können. Dieses

alte Wissen, wird nun auch vermehrt wissenschaftlich

fundiert. Die Bandbreite der wunderbaren Auswirkungen

ist immens und wird durch die Forschung ständig weiter

etabliert. Es gibt mittlerweile Studien über die positiven

Effekte der Waldgesundheit nicht nur bei Stress auch bei

Bluthochdruck, Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Angststörungen,

Depression, Migräne und vielem mehr. Egal ob

Prävention oder Therapie, der Wald ist als Gesundheitspartner

der ideale Rahmen um auch bewährte Formen

der Therapie neu zu denken. In Japan ist Shinrin Yoku, wie

Waldbaden dort heißt, bereits ein wesentlicher Bestandteil

im Gesundheitssystem und wird von den Krankenkassen

vor Ort bezahlt. Insofern wäre bei Stress ein ganzer

Tag im Wald sinnvoll, aber alles was man an Zeit dort verbringen

kann ist gut. Um wirklich auch im Alltag davon

zu profitieren und auch beispielsweise Gedankenspiralen

aufzuhalten braucht es einen erfahrenen Trainer, Coach

oder Therapeuten. Nur spazieren zu gehen, ist natürlich

besser als Fernsehen und auf dem Sofa zu sitzen, Waldbaden

ist das aber nicht.

Du bist Waldbademeisterin. Was möchtest du

deinen Teilnehmern mitgeben/vermitteln?

Andrea: Eigentlich nenne ich mich Waldgesundheitstrainerin,

weil diese Sparte der Gesundheitsfürsorge endlich

raus muss aus der Eso-Ecke und rein in das heilende

System, das die konventionelle Medizin so gut ergänzt.

Der Wald ist ein Jahrtausende altes Konstrukt, das es

lange vor uns gab. Von ihm können wir eine Menge

lernen. Durch unsere technischen Fortschritte haben wir

viel Positives in der Welt geschaffen, aber eben auch unser

Lebenstempo und Stresslevel erhöht (auf die entstandenen

Umweltschäden gehe ich nicht ein, weil es jetzt an der

Zeit ist, etwas positiv zu verändern). Beides gilt es wieder

zu senken um ein gesünderes und emotional ausgeglichenes

Leben zu führen. Der Verlust der Fähigkeit uns mit

der Natur zu verbinden, sie also wirklich zu spüren hat

bei vielen Menschen den gleichen Effekt, als würde man

einem Baum die Wurzeln abschneiden. Grundsätzlich

ist meine Absicht jedem meiner Teilnehmer mitzugeben,

dass es mit dem Wald als Partner, als Co-Coach so zu

sagen, viel leichter geht unseren Stress belasteten und

teils toxischen Alltag zu meistern und seine eigenen Ziele

(und die der Gemeinschaft) zu erreichen, egal ob gesundheitlich,

beruflich oder privat. Ruhe, Gelassenheit sowie

rostfrei und Andrea verlosen

unter allen richtigen Einsendungen

unseres Kreuzworträtsels

2 Tickets für ein Live Waldbad

mögliche Termine siehe

www.andreahoenig.de

Energie und Kraft sind in uns angelegt. Wir haben nur oft

keinen, oder einen gesellschaftlich geprägten, Zugang

dazu. Das beginnt schon sehr früh. Wir bilden unsere

Kinder seit Generationen in kognitiven und rationalen

Fähigkeiten aus, weil wir glauben, dass unser Gehirn und

rationale Entscheidungen die besseren sind. Der Wald

lehrt uns etwas anderes, wenn wir offen sind und zuhören.

Emotionale Intelligenz und Achtsamkeit sind hier die

Stichwörter. Und auch das Schützen unseres Planeten

steht auf meiner Agenda, wenn man Menschen ermutigt

zu ihrem physischen und psychischem Wohlbefinden und

persönlichem Wachstum den Wald aufzusuchen sind sie

auch eher bereit diesen zu schützen.

Was erwartet die Teilnehmer in deinem Onlinekurs?

Wie gehen Wald und Online zusammen?

Andrea: Alt und neu schließt sich ja keineswegs aus. Wir

müssen meiner Meinung nach lernen beides zu verbinden

und zu akzeptieren, dass wir beides brauchen um in eine

gesunde, liebevolle und friedliche Zukunft zu steuern.

Nicht nur als Individuen sondern als ganzer Planet mit

all seinen Spezies. Aus diesem Grund möchte ich digitale

Welt und Natur verbinden um die positiven Möglichkeiten

von beidem zu nutzen. Die Möglichkeit nach dem eigenen

Zeitplan zu lernen und persönlich begleitet zu werden ist

im Internet auch in Berlin möglich (jeder kann den Wald

erkunden, der vor der Haustür ist). Wie Licht und Schatten

zum Wald und zum Leben gehören, so passen auch diese

scheinbar nicht passenden Teile wunderbar zueinander,

wenn wir sie lassen. Der Kurs ist auf drei Monate ausgelegt

und kann bei Bedarf kostenlos verlängert werden. Veränderung

braucht Zeit und das ist nicht möglich in einem

einmaligen vierstündigen Waldbad. Das ist der Grund warum

ich ein umfangreiches Onlineprogramm entwickelt

habe. Die Übungen im Wald kann jeder bei sich und für

sich durchführen, das ist auch in Parks oder Gärten möglich.

Dadurch bleibt man flexibel und kann auch abends,

wenn die Kinder im Bett sind, die einzelnen Lektionen

bearbeiten und seine Fortschritte beobachten. Selbstständig

und von der Gruppe unterstützt lernt man wie man

wieder lebt, statt im Hamsterrad zu existieren. Wie einen

Kleinigkeiten nicht mehr aus der Fassung bringen und wie

man ein sicheres Fundament aufbaut, wenn´s im Leben

schwierig wird. Es ist eine Mischung aus Achtsamkeitstraining,

Persönlichkeitsentwicklung, Gesundheitsvor- und

-fürsorge und Selbstliebe und das alles selbstverständlich

mit und im Wald. Bei der Integration in den Alltag oder

Problemen helfe ich meinen Kund:innen natürlich. Die

Live-Termine bieten im Vergleich zum Onlinekurs immer

nur einen kleinen Ausschnitt, was mit Waldgesundheit

möglich ist, trotzdem ist das natürlich eine tolle Auszeit.

Wie bei den meisten Dingen die wir lernen macht eben

auch hier Übung den Meister, nachhaltig und langfristig.

Gehirnjogging:

Symbolrätsel

Jedes Symbol ersetzt eine einstellige Zahl. Gleiche

Symbole bedeuten also gleiche Zahlen. Für die

Symbole müssen Sie einstellige Zahlen suchen,

so dass 6 ineinander verschachtelte Gleichungen

erfüllt sind.

Auflösung auf Seite 51.

Wild, Wald & Regional genießen



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Wild, Wald & Regional genießen

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Ausstellungen, Musik & Herbstmarkt

Endspurt im Bauerngerätemuseum Hundszell

Vor Ende der diesjährigen Ausstellungssaison herrscht

im Bauerngerätemuseum Hundszell noch einmal

Hochbetrieb – mit Markt, Musik und der Möglichkeit

zum entspannten Ausstellungsbesuch.

Beim traditionellen Herbstmarkt bieten am Sonntag, 23.10.,

Direktvermarkter aus der Region eine verlockende Auswahl feil.

Markt und Museum sind von 10 bis 17 Uhr bei freiem Eintritt geöffnet.

Zu Hirschsalami, Räucherfisch oder Lammfleisch gesellt

sich ein breites Angebot an herbstlichem Kunsthandwerk, mit

Schmuck für Haus und Garten, Drechselware und einer reichen

Auswahl an ebenso wärmenden wie schmückenden Textilien.

Es gibt kleine Kunstwerke aus Zinn zu kaufen und ausgefallenen

Schmuck. Für das leibliche Wohl sorgt traditionell der Backservice

der Landfrauen mit seinen hausgemachten Kücherln. Viele

der Verkaufsstände sind in der beheizten Halle versammelt, wo

ab 13 Uhr zwei Volksmusikgruppen für gemütliche Unterhaltung

sorgen. Nicht zuletzt bietet der Markt die Gelegenheit zum Museumsbesuch.

„Ins Maul geschaut“ heißt die Hundszeller Ausstellung

zur Geschichte der Tiermedizin. Und kunstvolle Stick-Mustertücher

sind im Obergeschoss des ehemaligen Wohnhauses zu

bewundern.

Faszinierende Bäume in

Niederbayern

Baumgeschichte(n) -

Biologie - Mythologie

Jürgen Schiller

ISBN-978-3-9558-7792-7, SüdOst

Wissen Sie, dass die berühmte

Hungereiche eine Linde ist?

Oder dass ein einziger Baum

im Landkreis Landshut im

Laufe seines Lebens schon so

viel Honig geliefert hat, dass

der Gläserstapel höher als die Zugspitze wäre?

Überrascht es Sie, dass Robin Hood die Wälder an

der Befreiungshalle wohl besser gefallen hätten

als sein Sherwood Forest? In Niederbayern gibt es

ganz besondere Baumpersönlichkeiten. In seinem

neuen Werk stellt der Autor diese in eindrucksvollen

Fotografien vor. Erfahren Sie Wissenswertes aus

Biologie, Geschichte und Mythologie – unter anderem,

dass sich eine der höchsten Eiben Europas in

Niederbayern versteckt, dass sich Weiden zu Tode

wachsen und dass dafür bei Eichen und Linden die

Totgesagten länger leben.

Wir verlosen das Buch unter allen richtigen Einsendungen

unseres Kreuzwortsrätsels.

Gankino Circus 2016 im Bauerngerätemuseum,

Foto: U.Rössle, Stadtarchiv

Mit zwei Konzerten liefert der Oktober den

Musikliebhabern den Abschluss der diesjährigen

„Tango-mit-da-Ziach“-Reihe.

Am 14.10. gastiert Marlene Eberwein mit

ihrer famosen Band in Hundszell, am 28.10.

werden die fränkischen Jungs von Gankino

Circus mit rasanter Musik und ebenso irrwitzigen

Geschichten die Halle auf den Kopf

stellen. Karten-VVK: Bauerngerätemuseum,

Westpark und Buchhandlung Stiebert.

Infos zentrumstadtgeschichte.ingolstadt.de

Alles bereit für´s E-Rezept?

Apotheker Dr. Christian Pacher im Interview

Für Dr. Christian Pacher, Inhaber der Süd-Apotheke in Ingolstadt,

kann das E-Rezept nur der Beginn einer digitalen Entwicklung

auf dem Gesundheitssektor sein.

Die sukzessive Einführung des E-Rezepts

in Deutschland hat begonnen. Was in

anderen europäischen Ländern bereits

Standard ist, hält hierzulande gewohnt langsam

Einzug. Nur in wenigen Regionen ist die Ausstellung

eines E-Rezept bereits vorgeschrieben, in

Bayern beispielsweise wird noch in Papierform

gearbeitet. Dr. Christian Pacher, Inhaber der

Süd-Apotheke, betont: „Die Apotheken sind

startklar“.

Dr. Pacher, wie funktioniert das E-Rezept in der Theorie?

Die Praxis hinkt ja noch ein wenig hinterher.

Dr. Pacher: „Das E-Rezept soll eine Digitalisierungslücke

schließen. Bisher läuft es so: Der Arzt fällt

aufgrund seiner Untersuchung eine Diagnose und

erstellt einen Behandlungsplan. Die Daten werden

digital festgehalten, auch das Rezept für nötige Medikamente

wird digital am PC erstellt. Dann folgt der

Medienbruch: es muss auf einem Din A6 Ausdruck in

Papierform dem Patienten übergeben werden, der es

dann zur Apotheke seines Vertrauens bringt, wo es

wieder digitalisiert wird. Das heißt das E-Rezept soll

die Info über die verschriebenen Medikamente vom

Arzt zur Apotheke papierlos werden lassen. Aktuell

funktioniert das noch nicht. Sie werden bemerkt

haben, dass Sie das E-Rezept mit dem QR-Code als

Ausdruck, teilweise sogar auf einem doppelt so großen

Papier wie vorher, vom Arzt in die Hand gedrückt

bekommen. Oder der QR-Code wird vom Patienten

über die Gematik-App an die Apotheke übertragen.

Dafür ist ein NFC-fähiges Smartphone und eine NFCfähige

Krankenkassenkarte nötig. Das ist kompliziert,

aber dem Datenschutz geschuldet. An einfacheren

Lösungen wird gearbeitet.“

Kann man dann derzeit überhaupt von einem

Gewinn sprechen?

Dr. Pacher: „Richtig revolutionär wird die Entwicklung

erst, wenn die Elektronische Patientenakte

(ePA) kommt. Aktuell ist die Veränderung, sagen wir

mal, unvollkommen. Die ePA jedoch soll dann alle

Informationen zu einem Patienten digital bündeln

und für alle Beteiligten zugänglich machen. Welche

Medikamente hat der Kardiologe verschrieben?

Welche Vorerkrankungen hat der Patient? Wie waren

die letzten Blutwerte beim Hausarzt? Eigentlich

kann jeder Patient seit Januar 2021 die ePA bei

seiner Krankenkasse erhalten. Im Juli 2022 hatten

sich erst rund 500.000 gesetzlich Versicherte für die

ePA entschieden, das sind gerade mal 0,6 Prozent

der möglichen Nutzer. Denn leider ist der Zugang

zur ePA mühsam: als Versicherter muss man aktiv

auf seine Krankenkasse zugehen, die Registrierung

ist kompliziert und funktioniert nicht immer

reibungslos. Wer kein Smartphone, Tablet oder PC

besitzt, kann seine ePA nur in der Arztpraxis verwalten.

Leider ist die digitale Gesundheitskompetenz in

Deutschland unterschiedlich weit voran geschritten.

Gerade ältere Patienten sind unsicher im Umgang

mit den digitalen Angeboten.

Aber an einer Vereinfachung wird gearbeitet. Wenn

das läuft, wenn Patienten ihre Daten in der ePA

gespeichert haben und für alle von Belang zugänglich

sind, dann wird diese Entwicklung ein großer

Benefit für Patienten, Ärzte und Apotheker sein.

Denn auch der Patient selbst kann mehr in sein

Behandlungsgeschehen eingreifen, z.B. auch eigene

Blutdruckmessungen hinterlegen. Oder: Kann der

Notfallarzt noch im Krankenwagen alle Gesundheitsdaten

checken und per Funk die weitere Vorgehensweise

ans Krankenhaus weiter geben, kann das

lebensrettend sein. Und das wird kommen.“

Gesundheit & Vorsorge



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Leben & wohnen

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Mit trockenen Wänden Energie sparen

Sanierung von Feuchtigkeitsschäden lohnt sich

Die Preise für Benzin, Öl und Gas sind in den

letzten Monaten dramatisch gestiegen. Spritpreise

von mehr als 2,30 Euro, über 1,45 Euro

für den Liter Heizöl und rund 13 Cent für die Kilowattstunde

Gas sind inzwischen Realität geworden.

Und mit der zweiten Stufe des „Notfallplans Gas“

müssen sich die Verbraucher, wenn es um das Heizen

ihrer Wohnungen und Häuser geht, auf weitere Preisanstiege

gefasst machen. Mehr denn je ist Energiesparen

angesagt. Bei Gebäuden sind trockene Hauswände

ein wichtiger Schritt auf diesem Weg und

reduzieren Energiekosten deutlich. Eine Sanierung

feuchter Keller & Co. ist deshalb angesagter denn je.

Ein durchschnittlich großes Reihenhaus mit Gas zu

beheizen, kostet nach Angaben des Vergleichsportals

Check24 inzwischen mehr als 2.000 Euro. Vor einem

Jahr waren es noch rund 1.100 Euro. Auch beim Heizöl

müssen die Verbraucher deutliche Preissteigerungen

in Kauf nehmen. Ein Single-Haushalt zahlte schon im

April diesen Jahres 470 Euro mehr als zwölf Monate

zuvor und ein Vier-Personen-Haushalt mit einem

Jahresverbrauch von 2.000 Litern hatte bereits 1.881

Euro Mehrkosten im Vergleich zum Vorjahr. So die

Berechnungen des Vergleichsportals Verivox. Das

gesamte Ausmaß der Energiepreisexplosion wird erst

im kommenden Jahr sichtbar, wenn die Heizkostenabrechnungen

in die Haushalte „flattern“.

Feuchte Wände – hohe Heizkosten

Um die privaten Energiekosten nicht ins Uferlose

steigen zu lassen, sind die Verbraucher selbst gefragt.

Es reichen oft schon wenige Maßnahmen, um den

Energieverbrauch und damit auch die Kosten deutlich

zu reduzieren. Ein Faktor, der von vielen Hausbewohnern

unterschätzt wird, sind nasse Wände. Sie stören

nicht nur das Behaglichkeitsgefühl, sondern sind eine

erhebliche finanzielle Belastung für jeden Haushalt.

Schon bei einer sehr geringen Durchfeuchtung von

4 % der Masse des Mauerwerks reduziert sich dessen

Dämmwirkung um die Hälfte. Die Energiekosten für

die Wohnräume können sich nahezu verdoppeln.

Noch drastischer steigen die Kosten bei einer Mauerdurchfeuchtung

von 10 %: Der Wärmedämmwert

liegt jetzt nur noch bei einem Viertel gegenüber einer

trockenen Wand – die Heizkosten steigen rapide an.

Eindringende Feuchtigkeit stoppen

Bis ins Jahr 1970 war es üblich, Gebäude mit Streifenfundamenten

und ohne durchgehende Bodenplatte

direkt ins Erdreich zu gründen. „Daher kann die Feuchtigkeit

aus dem Boden ungehindert im Mauerwerk kapillar

aufsteigen. Horizontalsperren, die das verhindern

könnten, sind meist nicht vorhanden“, analysiert Stefan

Häusler, Inhaber der Firma ISOTEC-Abdichtungssysteme

in Ingolstadt. Ähnlich verhält es sich beim Thema

Außenabdichtung des Mauerwerks: In der Regel ist sie

gar nicht vorhanden oder, falls doch, oft beschädigt.

Durch diese Schwachstellen des Hauses dringt dann

ungehindert Feuchtigkeit ins Mauerwerk ein. Erst nach

genauer Identifizierung der konkreten Ursachen durch

einen Experten sollte das jeweilige Problem passgenau

behoben werden: mit einer nachträglichen Horizontalsperre

bei kapillar aufsteigender Feuchtigkeit – etwa

mit dem ISOTECSpezialparaffin – und/oder einer Außen-

oder Innenabdichtung bei seitlich ins Mauerwerk

eindringender Feuchtigkeit.

Klimaplatten und Nutzerverhalten helfen

Zusätzlich helfen auch intelligente Baustoffe, das

Raumklima positiv zu beeinflussen. Um der Kondensationsfeuchte

Einhalt zu gebieten sowie Schimmelpilzbefall

vorzubeugen, empfiehlt sich das Anbringen von

ISOTECKlimaplatten. Sie bestehen aus Kalziumsilikat

und erzeugen einen Kreislauf, der das Raumklima

automatisch reguliert: Sie nehmen erhöhte Raumluftfeuchte

auf und geben sie nach erfolgter Lüftung

mit trockener Außenluft automatisch wieder an die

Raumluft ab. So entsteht permanent ein angenehmes

und wohngesundes Wohnraumklima. Unerlässlich

bleibt ein richtiges Nutzerverhalten der Bewohner:

Dies bedeutet ganzjährig bei komplett geöffneten

Fenstern mehrmals für einige Minuten zu lüften und in

den kälteren Monaten angemessen zu heizen. „Trockene

Wände und ein intelligentes Nutzerverhalten helfen,

die Energiekosten zu reduzieren. Bei den derzeit

explodierenden Preisen ist dies eine gute Nachricht“, so

Stefan Häusler.

Weitere Informationen unter www.isotec.de

Jetzt Gas sparen und gewinnen

Wettbewerb ergänzt Energiespartipps & SWI-Hilfsfonds: Bis zu 2.500 € Erstattung möglich

Die Stadtwerke lassen sich einiges einfallen,

um Hilfe und Unterstützung in der aktuellen

Energiekrise zu bieten. „Wir sind uns als SWI

sehr bewusst, dass die neuen Energiepreise zu Belastungen

führen. Deshalb stehen wir in der Verantwortung,

beim Energiesparen zu unterstützen und

Hilfsangebote zu machen, wo es nötig ist“, erklärt

Stadtwerke-Geschäftsführer Matthias Bolle.

Ein Ansatz dabei ist der neue Wettbewerb „Gassparen

jetzt“. Dieser bietet einen echten Anreiz den eigenen

Gasverbrauch zu senken und stellt für die besten

Sparer attraktive Gewinne in Aussicht. 25 Gaskunden/-

innen der SWI, die im Zeitraum von 1. Oktober 2022 bis

31. März 2023 prozentual am meisten Gas einsparen,

erhalten ihre Kosten bis zu einem Wert von 2.500 Euro

erstattet. Denn Gassparen ist wichtig für die Versorgungssicherheit

und schont den Geldbeutel – das

möchten die Stadtwerke belohnen. Die Teilnahme ist

ganz einfach: Wer mitmachen möchte, hat am besten

am 1. Oktober mit dem Sparen begonnen – eine

Anmeldung ist nicht erforderlich. Aber natürlich ist

auch ein späterer Einstieg noch möglich, denn das

größte Sparpotenzial liegt bekanntlich in den kalten

Wintermonaten. Am 31. März 2023 sendet dann jede/r

Teilnehmer/-in ein Foto des aktuellen Zählerstands –

SWI-Gassparwettbewerb

Wer am meisten

spart, wird

belohnt.

Für die sparsamsten unter unseren Gaskunden:

Erhalten Sie Ihre Jahresverbrauchsabrechnung GEMEINSAM ENERGIE SPAREN. JETZT!

bis zu einem Wert von 2.500 Euro erstattet. Infos

zur Teilnahme unter: sw-i.de/gassparen-jetzt www.sw-i.de/gassparen-jetzt #ichmachsaus

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und die besten Sparer erhalten ihre Gaskosten erstattet.

Alle Infos – auch zur Teilnahmeberechtigung und

zum Vergleichszeitraum – finden Sie online unter: sw-i.

de/gassparen-jetzt.

Ein weiterer von drei Pfeilern der aktuellen Energiesparkampagne

„Ich mach’s aus“ sind dabei ganz

konkrete Energiespartipps für Strom und Gas. Die

Tipps unter sw-i.de/gemeinsam-sparen geben praktische

Vorschläge, sind alle mit einem konkreten Betrag

als möglichem Einsparpotenzial versehen – und lassen

sich natürlich auch bestens von den Teilnehmern des

Gassparwettbewerbs anwenden.

Daneben sind die Stadtwerke aktuell dabei, einen

Hilfsfonds zu organisieren. Dieser soll SWI-Kundinnen

und Kunden helfen, die durch die aktuellen Entwicklungen

in finanzielle Bedrängnis geraten und einen

Zuschuss zu den Gaskosten gewähren. Geplant ist

die Zusammenarbeit mit den beiden großen Wohlfahrtsverbänden

Diakonisches Werk und Caritas, die

voraussichtlich die Prüfung der Anträge übernehmen

werden. „Wer in Probleme gerät, dem wollen wir

zumindest einen Teil der Sorgen nehmen. Durch einen

Zuschuss auf die Jahresverbrauchsabrechnung sinken

die monatlichen Abschläge und es ergibt sich eine

sofortige Entlastung“, so SWI-Geschäftsführer Bolle.

Leben & wohnen



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Gesundheit & Vorsorge

Hilfe im Pflegefall

Der Pflegestützpunkt Ingolstadt bietet Angehörigen und Pflegebedürftigen eine

kompetente Anlaufstelle für alle Fragen rund um die (eigene) Pflegebedürftigkeit.

Wie genau funktioniert

das mit den Pflegegraden?

Wo beantrage ich

finanzielle Unterstützung und

Hilfsmittel? Welche Möglichkeiten der

Pflege für mich oder meinen pflegebedürftigen

Angehörigen gibt es? Und wo sind überhaupt

noch freie Pflegeheimplätze? Zu Anita Schmaus

und ihren beiden Kolleginnen Jessica Sowatsch

und Sonja Karg kommen vor allem Menschen mit

vielen offenen Fragen. Oder bei plötzlicher Pflegebedürftigkeit

eines lieben Angehörigen auch mit

Verzweiflung und Ratlosigkeit. Das Dreiergespann

des Pflegestützpunktes Ingolstadt schafft nicht

nur Licht ins Dunkel des Pflegedschungels, sondern

zeigt ihren Klienten auch einen Weg in eine

geregelte Zukunft.

„Auf unserer umfangreichen Homepage

www.pflegestuetzpunkt-ingolstadt.de können sich

Interessierte bereits einen ersten, guten Überblick

über unser Angebot verschaffen. Neben Informationen

zu allen Pflegethemen bieten wir den Service

einer Pflegeplatzbörse. Alle elf Ingolstädter Pflegeheime

und noch einige mehr im Umkreis von 50 km

melden uns regelmäßig ihre freien Kapazitäten, die

dann dort ersichtlich sind. Das erleichtert die Suche

nach einem freien Platz, ob zur Tagespflege oder vollstationär.

Außerdem unterstützen wir auch persönlich

als professionelle Pflegeberaterinnen Angehörige

und Pflegebedürftige mit Wohnsitz in Ingolstadt bei

allen Fragen rund um die Pflege. In persönlichen Gesprächen,

bei Immobilität des Klienten auch zuhause,

gehen wir auf individuelle Bedürfnisse ein“, erläutert

Anita Schmaus, Leiterin des im Frühjahr 2021 eröffneten

Pflegestützpunktes in Ingolstadt.

Obwohl das erste Jahr vor allem durch Öffentlichkeitsarbeit

und dem Aufbau eines Netzwerks geprägt

war, kamen Anfragen von Ratsuchenden ab

dem ersten Tag. „Der Bedarf ist enorm, die Anfragen

haben sich im zweiten Jahr weiter gesteigert. Es

gibt immer noch viele offene Fragen, wenn Pflegebedürftigkeit

eintritt. Oder die Fragestellung ändert

sich im Laufe der Pflegejahre. Darum verstehen wir

uns als Lotse, Wegweiser und Begleiter auch über

einen längeren Zeitraum hinweg im doch sehr

komplexen System des Pflege-, Sozial- und Gesundheitsbereichs“,

fasst es die ausgebildete Kinderkrankenpflegerin

zusammen.

(v.l.) Anita Schmaus ist als Leitung neben der professionellen

Pflegeberatung zuständig für die Organisation und Netzwerkarbeit

des Pflegestützpunktes. Jessica Sowatsch und Sonja Karg

stehen als professionelle Pflegeberaterinnen zur Verfügung.

Beratung unabhängig und kostenfrei

Menschen aller Alterstufen suchen Rat beim Pflegestützpunkt

Ingolstadt, der zentral im Bürgerhaus

Neuburger Kasten in der Fechtgasse beheimatet ist.

Auch die zusätzlichen Angebote durch die Vor-Ort-

Beratung des Bezirks Oberbayern, die Fachstelle für

pflegende Angehörige, den Hospizverein Ingolstadt

und die EUTB ergänzen den Service des Pflegestützpunktes.

Ein weiterer Vorteil: Die Beratung ist unabhängig

und kostenfrei.

Für die Zukunft planen Anita Schmaus und ihr Team

den Fokus auch auf Info-Veranstaltungen für die

breite Masse zu legen. Die ausgebildeten Pflegeberaterinnen

freuen sich, wenn möglichst viel Wissen

rund um alle Pflegethemen weitergegeben wird. Nur

so können Ratsuchende auch die Ressourcen, die

das Gesundheitswesen zur Verfügung stellt, optimal

für sich nutzen. „Es ist schön, wenn man sieht, dass

unsere Klienten nach unserer Beratung selbst aktiv

werden können, eigenständig agieren und die für sie

passende Lösung ihres Pflegethemas finden.“ Dabei

plädiert sie immer dafür, sich rechtzeitig mit der

Materie zu beschäftigen. Auch Angehörige haben

es leichter, wenn man noch zu Zeiten, in denen man

fit und vital ist, bestimmte Dinge für eine mögliche

Pflegebedürftigkeit festlegt. Wie möchte ich leben im

Alter? Wie und wo möchte ich gepflegt werden?

Das Team des Pflegestützpunktes Ingolstadt ist telefonisch

unter 0841/305-2850, persönlich vor Ort

oder per Mail unter pflegestuetzpunkt@ingolstadt.

de für Sie erreichbar!

Komm in unser Team!

Der Hauswirtschaftliche Fachservice (HwF) Ingolstadt-Eichstätt n. e.V. feiert 25-jähriges

Bestehen und sucht neue Mitglieder / Perfekt auch für Quereinsteiger und Ü50!

Wenn Mama krank ist und Papa arbeiten

muss, versorgen die Familienpfleger vom

Verein HwF die Kleinen und kümmern sich

um den Haushalt. Ein/e Senior/in kommt nach einer

OP aus dem Krankenhaus und der Alltagsbegleiter

des HwF unterstützt beim Einkaufen und Haushaltsdingen.

Fuß gebrochen und plötzlich nicht mehr mobil?

Der Hwf hilft bei Fahrten zur Krankengymnastik

oder auch bei der Haus- und Gartenpflege.

„Unsere Einsatzgebiete sind so vielfältig wie unsere

Mitglieder und Kunden“, beschreibt Elfriede Karmann,

Ansprechpartner des Hauswirtschaftlichen Fachservice

(HwF) Ingolstadt-Eichstätt n.e.V., „wir helfen Familien

in besonderen Situationen, unterstützen Senioren in

ihrem Alltag und kümmern uns um die Pflege von

Haus und Garten.“

Im Oktober gibt es Grund zum Feiern: der HwF Ingolstadt-Eichstätt

feiert sein 25-jährges Bestehen - und ist

gleichzeitig auf der Suche nach Personal! Der Verein ist

Mitglied beim Verband Hauswirtschaftlicher Fachservice-Organisationen

in Bayern e.V. (HWF-Bayern e.V.)

Elfriede Karmann

Im Sand 3 | 85110 Kipfenberg

Tel.: 08465/1735035

hwf.in.ei@gmail.com | www.hwf-in-ei.de

und bietet seinen aktiven Mitgliedern, die Möglichkeit

auf selbstständiger Basis sich ein zusätzliches, finanzielles

Standbein zu schaffen.

„Der Besuch einer Hauswirtschaftsschule oder eine

Ausbildung im Pflegebereich ist dabei nicht Voraussetzung,

wenn natürlich auch sehr nützlich für die

spätere Aufgabe“, konkretisiert es Elfriede Karmann,

die selbst seit 2015 Jahren aktives Vereinsmitglied und

ausgebildete Hauswirtschafterin ist. Gerade für Quereinsteiger

oder Frauen nach einer längeren Auszeit, die

wieder ins Berufsleben zurück, sich aber umorientieren

möchten, bietet eine aktive Mitgliedschaft im HwF

eine gute Option. Die Dienstleistungen werden bei

freier Zeiteinteilung auf selbstständiger Basis mit den

Kranken- und Pflegekassen abgerechnet. „Als zuverlässiger

Erbringer dieser vielfältigen Leistungen sind wir

immer auf neue Mitglieder angewiesen!“

Für weitere Informationen steht Elfriede Karmann

gerne als Ansprechpartnerin zur Verfügung. Der

Verein freut sich auf Ihre Nachricht und auf neue

Kolleginnen!



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Gesundheit & Vorsorge

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Traumberuf Pflege?

Wo Menschlichkeit und Empathie auf Fachwissen und

Kompetenz treffen, dort fängt Pflege an. Unsere rostfrei-Redaktionsleitung

Susanne Puppele durfte im Danuvius

Haus das „Orange“ der Praktikanten anziehen.

Ein Erfahrungsbericht...

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Gesundheit & Vorsorge

Herzlich nehmen sie mich auf, meine „Kollegen-for-one-Day“.

Stress und Hektik hatte ich erwartet, eine angenehm ruhige und

entspannte Atmosphäre empfängt mich. Klar, der Zeitplan steht,

die Abläufe im Danuvius Haus geben den Takt vor. Doch es sind die Bewohner

und das Personal, die die Musik machen. Und die klingt in dem

Spezialpflegeheim für Demenzkranke sehr harmonisch.

Die 30 Bewohner der Station im 1. OG befinden sich in einem Stadium fortgeschrittener

Demenz und benötigen mehr Pflege. Trotzdem ist die Atmosphäre,

wie überall im Haus, ruhig und harmonisch. Das überträgt sich auf

die Bewohner.

Mit einer Freundin dreht Anneliese (r.) jeden

Tag ihre Runden im Bewohnergarten. Die ehemalige

Krankenschwester kann nicht raus aus

ihrer Haut: sie packt immer gerne an. Psst... das

Personal spricht von ihr als der heimlichen Pflegedienstleitung.

Kommunikation und Teamgeist, zwei wichtige Aspekte,

wie ich schnell merke: Mehrmals wöchentlich

tauscht sich Heimleitung Beate Fröhlich mit allen

Schichtleitungen und Vertretern der anderen, im

Haus tätigen, Gewerke, wie Küche und Technik, aus.

Herrscht auf einer Station personeller Engpass, springt

Personal einer anderen Station ein. Und Beate Fröhlich

weiß, wen sie auch zuhause anrufen kann, wenn´s

wirklich brennt: „Eine Kollegin hat heute frei, hat aber

schon Bescheid gegeben, dass sie erreichbar und

einsatzbereit wäre im Notfall.“ Wow...

Pflege ist Teamwork

Ein gut funktionierendes Team, das sich versteht,

hilft und unterstützt, ist mit das Wichtigste bei der

Stellenwahl. Die geringe Fluktuation im Danuvius

Haus spricht für sich: Beate Fröhlich selbst ist bereits

seit 17 Jahren mit an Bord, in leitender Position seit

2012. Ebenso der Großteil der 150 Mitarbeiter. Wie

z.B. Manu, die schon Teil des bestehenden Teams

war, als Danuvius 2005 das Haus übernahm. „Wir sind

pragmatisch. Sind gerade alle Mitarbeiter aus der

Technik beschäftigt, dann haut man den Nagel halt

schnell selbst in die Wand.“ Zusammen mit Hauswirtschafterin

Ilse ist sie ein eingespieltes Duo: bei

Blitzlicht: Regelmäßig treffen sich Heimleitung Beate Fröhlich, alle Schichtleitungen und

ein Vertreter jeder Berufsgruppe (Hauswirtschaft, Küche, Technik) zum morgendlichen

Austausch. Jeder Mitarbeiter erhält so Einblicke in die Belange es anderen.

manchen Bewohnern kümmern sich gemeinsam um

die Morgenroutine, andere kommen mit einer leichten

Hilfestellung aus. „Wir wollen keine 0815-Pflege

bieten. Schließlich leben die Bewohner hier, das ist

ihr Zuhause. Frühstückt jemand gerne spät, möchte

er heute morgen nicht duschen oder – im Gegenteil

– jeden Tag duschen? Warum nicht? Wir kennen

die Biografien und Vorlieben unserer Bewohner und

gehen darauf ein. Die Zusammenarbeit mit den

Angehörigen ist darum immens wichtig.“ Die Seele

des Menschen berühren, nennt es Manu. Übertragen

heißt das: jeden Tag auf´s Neue mit den Bewohnern

in Beziehung zu treten. Dazu braucht man Geduld,

hat dann aber ein gutes Gefühl.

Beruf mit Fingerspitzen- und Mitgefühl

Seien wir ehrlich, in kaum einem Beruf wird mit so viel

Empathie, Fingerspitzengefühl, Herzblut gearbeitet.

Und Kompetenz! Fort- und Weiterbildungen sorgen

für ein hohes Maß an Professionalität. Wie schön, dass

trotzdem immer auch noch Zeit für Gespräche mit den

Kollegen ist oder für ganz besondere Shopping-Touren:

„Eine Bewohnerin wollte unbedingt ihren kleinen

Vorgarten aufhübschen. Also sind wir zusammen zu

einem Gartencenter, haben Blumenregale, Pflanzen

und Werkzeug besorgt. Für

einen anderen Bewohner, der

keine Angehörigen vor Ort hat,

besorgen wir die Lieblings-Jogginghose

oder neue Shirts.“ Auch

das gehört dazu, macht diesen

anspruchsvollen und erfüllenden

Beruf aus. Und ich bin sicher: Im

Pflegeberuf würde auch ich mich

schnell heimisch fühlen. Und ich

würde gut darin sein wollen. Beim

nächsten Besuch werde ich erst

mal Paula auf meine Seite ziehen...

©Marianna Cottone

Jeder nahm sich Zeit für mich und

meine Fragen. Wo´s doch so viel zu

tun gäbe. Von Hauskatze Paula wurde

ich nur argwöhnisch beäugt. Die

Bewohner lieben Paula, zu ihnen ist

sie netter...

Mach‘ Karriere bei uns!

Ingolstadt | Neuburg | Pfaffenhofen | Petershausen

www.danuviusklinik.de

Bis zum Beginn der Sitzgymnastik läuft der

CD-Player. Erstaunlich textsicher vertreiben

sich die Wartenden die Zeit mit der Rose vom

Wörthersee. Die Betreuungskraft begrüßt alle

mit Namen, sie freut sich, dass heute so viele

gekommen sind.

Spannende Jobs in vielen

medizinischen und

nicht-medizinischen

Bereichen.

• familienfreundliches

Unternehmen

• flache Hierarchien

• Aus- und Weiterbildungsmöglichkeiten

(auch in

Teilzeit)

• Mitarbeiter-Benefits



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Gesundheit & Vorsorge

Yoga bei Burn-out

Körper, Geist und Seele regenerieren

Sie sind müde, abgeschlagen,

antriebslos, traurig, kommen

irgendwie nicht in die Gänge.

Sollte sich dieser Zustand nicht auf

einen kurzen Zeitraum beschränken,

sondern sich über Wochen ziehen,

sollten Sie handeln. Stichwort: Burnout.

Dahinter kann eine momentane

Überbelastung stecken oder eine

Erkrankung bzw. Burn-out kann zu

Krankheiten, wie Depressionen oder

eine Angststörung führen. Wer also

von einem Burn-out betroffen ist,

fühlt sich aufgrund einer konkreten

Belastung überfordert, meist im

familiären oder beruflichen Umfeld.

Entgegen Sie dem chronischen

Stress über einen längeren Zeitpunkt

also eine wirksame Methode,

die Körper, Geist und Seele ganzheitlich

beachtet: Denn im Alltag werden

wir Menschen nicht als Einheit

dieser drei Teile gesehen. Wer sich

im Fitness Studio nach einem langen

Arbeitstag im Büro auspowert, ermüdet

seinen Körper und verschafft

dem Geist eine Pause, aber die Seele

profitiert auf dem Spinning Bike weniger.

Im Yoga werden durch Körperübungen

(Asanas), Atemübungen

(Pranayama) und Entspannungsübungen

oder Meditation alle Teile

berücksichtigt. Perfekt um wirkungsvoll

gegen Burn-Out vorzugehen!

Körperübungen (Asanas) geben Kraft

und dehnen die Muskeln, beugen Verspannungen

vor. Ihre (innere und äußere)

Haltung verbessert sich.

Körpergefühl entwickeln

Wer regelmäßig Yoga betreibt,

bekommt schnell ein Gefühl

dafür, wie Muskeln sich bei Stress

verkrampfen und wie man dort

gezielt eingreift. Nackenverspannungen,

Kopf- und Rückenschmerzen

sind Begleiterscheinungen

des Burn-outs, denen

durch konkrete Dehnübungen

entgegengewirkt werden kann.

Wer lernt seine Muskeln in

Spannung und Entspannung zu

spüren, seine Grenzen kennt und

vielleicht sogar immer wieder

ein wenig überschreitet und

durch regelmäßige Yoga-Praxis

auch verschiebt, der bekommt

automatisch ein Gefühl für seinen

Körper in den verschiedenen

Haltungen und Positionen. Befindet

sich der Körper z.B. am PC in

einer ungesunden Haltung, lernt

man durch Yoga wie man das

erkennt und in eine gesündere

Haltung geht, ohne groß darüber

nachdenken zu müssen. Innerlich

und äußerlich sorgt Yoga für eine

bessere, gesündere Haltung.

Atem schöpfen

Im Alltag halten wir buchstäblich

oft die Luft an, wenn es stressig

wird. In der regelmäßigen Yogapraxis

lernt man den Atem wieder

Atemübungen (Pranayama)

zeigen, wie der Atem wieder in

Fluss kommt und Sie in Harmonie

mit Atem und Bewegung.

fließen zu lassen und harmonisch

mit Bewegungen zu verbinden.

Pranayama nennen sich diese

Übungen und sie verhelfen einem

dazu wieder genug Luft zum Leben

zu bekommen. Tief durchatmen

hilft, wenn wieder alle gleichzeitig

wieder etwas von Ihnen zu verlangen

scheinen!

Abschalten und loslassen

In der Haltung des Kindes oder in

der Endentspannung (Shavasana)

lernst man loszulassen. Man lernt,

Grenzen zu akzeptieren und vom

Yoga in den Alltag mitzunehmen.

Die Yogastunde gehört nur einem

selbst, man hat nichts zu tun und

muss keinem etwas beweisen. Man

ist im Hier und Jetzt, was den Tag

über war oder später sein wird, ist

nebensächlich. Yoga stellt einen

Freiraum dar, in dem Sorgen um

Arbeit, Familie und Beziehung keinen

Platz haben. Darum hilft Yoga

bei Burn-out besser als Gespräche,

die sich immer um die Probleme

drehen: beim Yoga geht es nur um

Dich und deine Bedürfnisse.

Wer mit Yoga beginnt, tut dies am

besten in einem Kurs bei einem

ausgebildeten Yogalehrer. So werden

die Grundlagen von Anfang

an richtig erlernt. Namaste!

In der Endentspannung (Shavasana) kommen Körper

und Geist zur Ruhe, man lernt loszulassen und

neue Kraft zu schöpfen. Eine Yoga-Stunde ohne Endenstspannung

ist keine Yoga-Stunde.

Gesundheit & Vorsorge

Karin Kleindorfer

Karin Kleindorfer

Urnenfelder Straße 28a 85051 Ingolstadt

karin.kleindorfer@yogahaus-in-zuchering.de

Telefon 08450 928665

www.yogahaus-in-zuchering.de

Yoga für Senioren - jeden Dienstag

von 10:30 - 11:45 Uhr in unserem

wunderschönen Studio in Kösching.

Der Einstieg in diese Stunde ist jederzeit

möglich und ganz leicht.

Wir sorgen gut für dich!

Du wirst erstaunt sein, wie schnell sich

die ersten kleinen Erfolge zeigen.

Schreib uns gerne unter

hello@yogawerkstatt22.de oder ruf uns

an unter +49.1520.7887300.

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Gesundheit & Vorsorge

Der Expertentipp:

Endlich Nichtraucher mit Hypnose

Annette Meier

So werden Sie dauerhaft zum Nichtraucher, sparen jede

Menge bares Geld und gewinnen massiv an Lebensqualität,

Ausstrahlung, Gesundheit und Freiheit!

So sagen Sie „Nein, danke“ zum Rauchen: mit Hypnose!

Sie haben die Nase gestrichen voll vom Rauchen,

aber noch keinen leichten und effektiven Weg gefunden

damit endgültig Schluss zu machen?

Sie sind es leid, dass ihre Kleider, Haare und

Finger ständig nach kaltem Rauch stinken und

Sie wie ein Hund bei Eiseskälte draußen vor dem

Lokal stehen müssen, um ihrer Sucht nachgehen zu

können?

Sie würden gerne mal wieder verreisen, aber der

lange Flug hindert Sie daran, da es Ihnen nicht möglich

ist, mehrere Stunden ohne Zigarette zu sein?

Sie wollen sich nicht mehr von 8 cm beherrschen

lassen, sondern frei sein?

Sie wollen Ihre guten Vorsätze endlich erfolgreich

umsetzten und in ein rauchfreies Leben

starten?

Dann habe ich jetzt für Sie eine gute Nachricht:

Hypnose

ist eine der effektivsten Möglichkeiten,

in kürzester Zeit dauerhaft zum Nichtraucher

zu werden und das

ohne Entzugserscheinungen

ohne ständiges Verlangen

ohne Gewichtszunahme

ohne ständige Gedanken an eine

Zigarette

Und jetzt mal ehrlich: Wie oft haben Sie bereits

versucht mit dem Rauchen aufzuhören und wie oft

sind sie wieder rückfällig geworden?

Stefan, 58 Jahre alt, ging es ganz genauso.

Er erschien in meiner Praxis und erzählte mir folgende

Geschichte:

„Ich bin nun seit 42 Jahren Raucher, rauche 2 Schachtel

am Tag und habe bereits mehrfach versucht selbst

mit dem Rauchen aufzuhören, aber nach nur wenigen

Tage wurde ich immer wieder rückfällig. Einige meiner

Freunde hatten es bereits mit eiserner Willensstärke

geschafft, was mir jedoch nicht gelang. Mein Verlangen

nach dem Glimmstängel war viel zu groß. Ich

habe mir dann das Buch von Allen Carr gekauft, denn

damit hatten ja scheinbar schon so viele Menschen es

geschafft rauchfrei zu werden, aber auch da hielt der

Erfolg bei mir nur kurze Zeit an. Auch Nikotinpflaster

und Kaugummis halfen nichts. Und zu guter Letzt

versuchte ich noch mit Hilfe von Akupunktur endlich

mein Laster los zu werden. Fehlalarm! Alles was mir

das eingebracht hatte waren blöde Bemerkungen

meiner Freunde, die mich jedes Mal belächelten und

meine Versuche rauchfrei zu werden gar nicht mehr

ernst nahmen. Ich fühle mich wie ein Versager.“

Kommt Ihnen diese Geschichte bekannt vor?

Kennen auch Sie diese Profilneurotiker, die sich aufspielen,

damit prahlen und die Ihnen immer wieder

erklären wollen, wie einfach es doch ist, allein mit

Willensstärke zum Nichtraucher zu werden?

Fakt ist: Ganz so einfach ist es eben doch nicht.

Ich selbst war jahrelang überzeugter Raucher und ich

wusste, dass Rauchen meiner Gesundheit schadet

und völlig idiotisch ist. Es hat sich jedoch nicht so angefühlt.

Ich habe die Zigarette einfach gebraucht, wie

Essen und Trinken und nicht verstanden, warum ich

trotz besserem Wissens meine Finger nicht von diesen

bescheuerten Glimmstängeln lassen konnte. Bis

zu dem Tag, wo ich am eigenen Leib erfahren habe,

wie unglaublich effektiv und erfolgreich Hypnose ist

und was damit alles möglich ist. Der Grund, warum

diese vielen unterschiedlichsten Techniken eben

doch nicht immer klappen, liegt daran, dass meistens

immer nur eine Ebene angesprochen wird, nämlich

entweder der Körper oder aber der Intellekt. Entscheidend

für einen langfristigen Erfolg ist jedoch, dass es

auf allen 3 Ebenen klick macht und die alles entscheidende,

wichtigste Ebene ist das Unterbewusstsein.

Und egal, wie oft Sie es schon vergeblich versucht

haben sollten:

Wissenschaftliche Studien haben gezeigt, dass die

Erfolgsquote dafür, mit Hypnose zum Nichtraucher

zu werden, bei über 80 Prozent liegt!

Durch Hypnose wird das Unterbewusstsein umprogrammiert,

so dass der Griff zur Zigarette einfach nicht

mehr notwendig ist. Dabei werden die emotionalen

Verknüpfungen verändert die rauchen z. B. mit Entspannung,

Stressreduktion oder Genuss verbinden.

Die einzige Sache, die Sie mitbringen müssen,

ist die Bereitschaft, mit dem Rauchen aufhören

zu wollen.

11 Überzeugende Gründe um jetzt sofort mit

Hypnose Nichtraucher zu werden:

Sie sparen jede Menge Geld.

Sie lernen eine der mächtigsten Techniken

kennen, mit denen es Ihnen gelingt, in nur wenigen

Minuten jedes Verlangen nach einer Zigarette

oder dem Rauchen auszuschalten.

Ihr Blutdruck und Ihr Puls normalisieren sich

bereits nach 20 Minuten als Nichtraucher.

Das lästige Husten am Morgen wird sehr bald

Vergangenheit sein.

Ihr Körper wird wieder viel besser mit Sauerstoff

versorgt.

Ihr Geschmacks- und Geruchssinn verbessert

sich bereits nach 1 Tag.

Ihre Haut wird wieder wunderbar durchblutet

und Sie sehen schöner und jünger aus.

Das Herzinfarktrisiko verringert sich nach 12

Monaten um 50%.

Die Furchtbarkeit bei Männern verbessert sich

um ca. 50% und das schon nach 3-4 Monaten.

Bei den Frauen erholen sich die Eierstöcke.

Laut Experten hat sich nach 5 Jahren als Nichtraucher

das Risiko auf Mund-, Blasen-, Kehlkopfund

Speiseröhrenkrebs um ca. 50 % reduziert.

Sie fühlen sich freier, selbstbestimmter und

erfolgreicher.

Also, worauf warten Sie noch?

Werden auch Sie schnell und einfach Nichtraucher

durch die Kraft der Hypnose.

Rufen Sie mich JETZT an und vereinbaren Sie Ihren

persönlichen Termin.

Ich freue mich auf Sie!

Annette Meier

Praxis für Hypnose und Mentalcoaching

Jurastr. 16c

85139 Wettstetten

Tel.: 0841/992010

Gesundheit & Vorsorge

annette@meier-praxis.de

www.hypnosepraxis-annette-meier.de



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Gesundheit & Vorsorge

SEIT 5 JAHREN: CANNABIS-ALS-MEDIZIN-GESETZ

Seit dem 10. März 2017 ist die ärztliche Verordnung von medizinischem Cannabis

für Patienten über 18 Jahren in Deutschland legal. Nach Expertenschätzungen

verordnen jedoch nach wie vor weniger als 2 Prozent der deutschen Ärzte medizinisches

Cannabis. Nur wenige Apotheken haben Erfahrungen mit Cannabis-

Verschreibungen, noch weniger liefern bundesweit. Eine flächendeckende Versorgung

von Patienten ist daher zum aktuellen Zeitpunkt noch nicht gegeben.

ANWENDUNGSBEREICHE: DIE GROSSEN DREI

Medizinisches Cannabis ist ein natürliches Arzneimittel mit einem breiten therapeutischen

Spektrum. Die drei größten Indikationsgebiete liegen in den Bereichen Schmerztherapie

(z. B. Nervenschmerzen, Migräne), psychische Erkrankungen (z. B. ADHS, Depressionen)

und in der unterstützenden symptomatischen Behandlung von beispielsweise Multipler

Sklerose, Epilepsie oder den Nebenwirkungen einer Chemotherapie. Voraussetzung für

eine Cannabistherapie ist eine chronische, schwerwiegende Erkrankung sowie der Nachweis

konventioneller Behandlungsversuche, die nicht zum gewünschten Therapieerfolg

geführt haben. Dementsprechend ist es kein Medikament der ersten oder zweiten Wahl.

Ziel der Therapie ist primär das langfristige Mildern eines Krankheitsverlaufes.

6 Fakten über medizinisches Cannabis

VERDAMPFEN = KIFFEN? NEIN!

Das Inhalieren von medizinischem Cannabis ist mit dem im Freizeitgebrauch gängigen

Konsum in Form des Rauchens nicht vergleichbar. Bei der medizinischen Darreichungsform

kommt ein zertifizierter Verdampfer zum Einsatz, in dem die Cannabisblüten auf circa 200

Grad erhitzt werden. Das Cannabis wird weder mit Tabak vermischt, noch verbrannt. Stattdessen

wird es, ähnlich wie in einer E-Zigarette, schadstofffrei verdampft. Zusätzlich unterscheiden

Faktoren wie fortlaufende ärztliche Kontrolle und Beratung, eine individuell betreute

Eindosierungsphase sowie eine strenge Qualitätssicherung in der Herstellung der Präparate

die medizinische Behandlung massiv vom Freizeitkonsum.

NEBENWIRKUNGEN ...UND ABHÄNGIGKEIT?

Wie bei den meisten Medikamenten besteht auch bei der Einnahme von medizinischem Cannabis

die Möglichkeit, dass Nebenwirkungen auftreten. Diese sind häufig primär dosisabhängig,

was die Notwendigkeit der ärztlichen Betreuung unterstreicht. Akute körperliche Nebenwirkungen

können sich in Form von Müdigkeit, Schwindel, Kopfschmerzen, trockenen und

gereizten Augen oder Mundtrockenheit äußern. In der Forschung ist bisher für die Einnahme

von medizinischem Cannabis im Zuge einer ärztlich überwachten Therapie keine Cannabisabhängigkeit

beschrieben, auch psychiatrische Nebenwirkungen sind sehr selten.

IM STRASSENVERKEHR

Grundsätzlich erlaubt das Gesetz Patienten, die ärztlich verordnetes medizinisches Cannabis

einnehmen, am Straßenverkehr teilzunehmen – auch als Autofahrer. Die Voraussetzung ist,

dass sie in der Lage sind, das Fahrzeug sicher zu führen. Das ist dann der Fall, wenn die Einnahme

zuverlässig nach der Verordnung erfolgt und die Patienten dies vor Fahrtantritt via

Selbstevaluation überprüfen. Besondere Vorsicht ist vor allem sowohl in der Eingewöhnungsphase

(meist 4-8 Wochen) als auch bei Dosisveränderungen geboten. Ein grundsätzliches

Fahrverbot für Patienten, die medizinisches Cannabis einnehmen, besteht nicht.

„Das gibt es in der Drogerie?“

Cannabis-Experteninterview mit Dr. Lisa Schmidberg:

Warum die Anwendung von CBD in ärztliche Hände gehört

Öle, Tropfen, Cremes oder sogar Kaugummi:

In Drogeriemärkten und Apotheken wächst

die Auswahl an freiverkäuflichen Pflege-,

Wellness- und Kosmetikprodukten auf CBD-Basis

seit Jahren kontinuierlich. Oft werben Hersteller mit

verschiedenen Gesundheitsversprechen. Hinter der

Abkürzung verbirgt sich das sogenannte Cannabidiol,

ein nicht-psychoaktiver Bestandteil der Hanfpflanze.

Doch CBD ist nicht gleich CBD: Dr. med. Lisa

Schmidberg, ärztliche Leiterin und Cannabisexpertin

bei der Telemedizin-Plattform Algea Care erklärt, wo

die größten Unterschiede liegen.

Frau Dr. Schmidberg: Was ist der Unterschied zwischen

THC und CBD?

Dr. Lisa Schmidberg: Grundsätzlich sind CBD und

THC, also Tetrahydrocannabinol, beides Inhaltsstoffe

der Cannabispflanze, die extrahiert werden können.

Über körpereigene Cannabinoid-Rezeptoren im

Gehirn beeinflussen sie das zentrale oder das periphere,

also das außerhalb von Gehirn und Rückenmark

liegende Nervensystem. THC entfaltet auf diesem Weg

seine entspannende, aber auch schmerzlindernde Wirkung,

CBD wirkt vor allem entzündungs- und schmerzhemmend,

zellschützend und stimmungsregulierend.

Der Unterschied: Im Gegensatz zu THC hat CBD keine

psychoaktiven Effekte. Somit ist ein Medikament mit

CBD nicht bewusstseinsverändernd oder berauschend.

Zur Behandlung welcher Erkrankungen kann CBD als

Medikament eingesetzt werden?

Dr. Schmidberg: Als Einsatzgebiet für hochdosierte

CBD-Präparate ist vor allem die symptomatische Behandlung

von Schlafstörungen, Depressionen, Angststörungen

und Schmerzen bekannt. Die Einnahme

von CBD wirkt beruhigend und kann gegen Krämpfe

oder Übelkeit, aber auch bei entzündlichen Erkrankungen

Linderung schaffen.

Wo erhalten Patienten medizinisches CBD?

Dr. Schmidberg: Isoliertes hochdosiertes CBD ist zwar

ein verschreibungspflichtiges Medikament, aber im

Gegensatz zu THC gehört es nicht zur Kategorie der

„Betäubungsmittel”, welche ausschließlich auf einem

sogenannten Betäubungsmittelrezept verordnet werden

dürfen. Ein Arzt kann für ein CBD-Präparat also ein

normales Privatrezept ausstellen, das in der Apotheke

eingelöst wird. Von der Krankenkasse werden die Kosten

für diese Präparate bisher nicht übernommen.

Sind CBD-Produkte nicht

deutlich unkomplizierter und

günstiger in der Drogerie zu

erwerben?

Dr. Lisa Schmidberg

Dr. Schmidberg: Hierbei sollte

man zwischen freiverkäuflichen und medizinischen

CBD-Präparaten unterscheiden. Wichtig ist, dass bei

freiverkäuflichen „Lifestyle“-Produkten ein Wirksamkeitsnachweis

fehlt; für keines der Produkte gibt es

ausreichende wissenschaftliche Belege. Sobald es um

die Linderung von gesundheitlichen Problemen geht,

ist CBD in Deutschland ein verschreibungspflichtiger

Wirkstoff. Außerdem sind diese Produkte nicht reguliert,

so wie es bei Arzneimitteln der Fall ist. Sie enthalten

meist nur sehr geringe und damit pharmakologisch

unwirksame Mengen an CBD. Die Wirkung von in

Selbsttherapie eingenommenen Drogerieprodukten

und einer ärztlich begleiteten Behandlung mit hochdosiertem

CBD ist also absolut nicht zu vergleichen

und gemessen an den effektiven Kosten pro Gramm

CBD sind die Preise vergleichbar.

Wie wird medizinisches CBD eingenommen?

Dr. Schmidberg: CBD ist in verschiedenen Darreichungsformen

verfügbar, was eine individuell auf die

Bedürfnisse der Patienten zugeschnittene Behandlung

unterstützt. Aus ärztlicher Sicht macht eine Einnahme

in Kapselform am meisten Sinn, das Präparat ist einfach

und ohne großen Aufwand einnehmbar. Es gibt

CBD auch als Öl, das direkt in den Mund, auf ein Stück

Brot oder Zucker oder in ein Getränk getropft wird.

Was sollte sich Ihrer Meinung nach im Hinblick auf

freiverkäufliche CBD-Produkte zukünftig ändern?

Dr. Schmidberg: Es bedarf aus meiner Sicht deutlich

mehr Aufklärungsarbeit darüber, dass freiverkäufliches

und verschreibungspflichtiges CBD nicht ein und

dasselbe sind. Natürlich spricht grundsätzlich nichts

dagegen, Hanfkaugummis, -cremes oder andere

Produkte zu verwenden, auch wenn Hersteller hier oft

mit nicht belastbaren Heilversprechen werben. Allerdings

sollte deutlicher kommuniziert werden, dass

die Anwendung von CBD in ärztliche Hände gehört,

sobald auf einen gesundheitlichen Nutzen gehofft

wird beziehungsweise die Linderung gesundheitlicher

Beschwerden im Fokus steht. Dann ist eine medizinische

Beratung und Betreuung unerlässlich, um eine

zielführende, sichere Therapie und einen entsprechenden

Behandlungserfolg zu ermöglichen.

Gesundheit & Vorsorge



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Gesundheit & Vorsorge

Endlich wieder leben!

Rheuma-Patientin (44) aus München: „Ich kann wieder sportlich aktiv sein“

Bereits mit 30 Jahren erhält Gabi aus München

die Diagnose Psoriasis-Arthritis – eine rheumatische

Erkrankung, die in Verbindung mit

Schuppenflechte auftritt. Schmerzhafte Gelenkentzündungen

schränken sie im Alltag massiv ein,

starke Schmerzmittel bewirken jedoch nicht die

gewünschte Linderung ihrer Beschwerden. Bis die

heute 44-Jährige auf die Möglichkeit einer Behandlung

mit medizinischem Cannabis stößt.

Die Münchnerin Gabi leidet an verschiedenen Erkrankungen:

Muitimorbidität ist eine besondere Herausforderung.

Foto: Adobe Stock

Morgens beschwingt aus dem Bett aufstehen, aktiv in

den Tag starten – für Gabi lange Zeit nur eine Wunschvorstellung.

„Morgens hat es oft eine ganze Stunde

gedauert, bis ich mich richtig bewegen konnte“, erzählt

sie. Die sogenannte „Morgensteifigkeit“ kennt sie nur

zu gut: Ein typisches Symptom bei Gelenkerkrankungen

wie Rheuma oder Arthritis, das meist nach der

Nachtruhe eintritt. Seit mehr als 14 Jahren kämpft die

IT-Spezialistin mit solchen körperlichen Beschwerden,

hat einen langen Behandlungsweg hinter sich.

Psoriasis-Arthritis kann in jedem Alter auftreten, in

den meisten Fällen jedoch zwischen 35 und 55 Jahren.

Frauen sind dabei ähnlich oft betroffen wie Männer.

Charakteristisch für die chronische Erkrankung sind

vor allem schubartige Perioden mit starken Gelenkentzündungen

– und entsprechenden Schmerzen: „Früher

lagen meine Schmerzen auf einer Skala von 1 bis 10

regelmäßig bei 8, teilweise 9“, erinnert sich Gabi. „Das

war wirklich kaum auszuhalten.“ Vor allem die kleinen

Gelenke, zum Beispiel in den Fingern, sind bei einer

Arthritis oft entzündet, geschwollen und lassen sich

nur schwer bewegen. Bereits 2012 stand Gabi vor der

therapeutischen „Endstufe“, die Zahl der verbleibenden

Behandlungsmöglichkeiten schrumpfte immer weiter.

Auch die Einnahme von Opioiden konnte an ihrer Situation

kaum etwas verändern: „Die Nebenwirkungen

waren massiv, die positiven Effekte leider nicht.“

Multimorbidität: Eine Herausforderung

Neben Psoriasis-Arthritis leidet Gabi zudem an einer

posttraumatischen Belastungsstörung (PTBS) sowie an

Morbus Crohn, einer chronisch-entzündlichen Darmerkrankung.

„Ich hatte schon in der Jugend immer Probleme

mit dem Bauch. 2012 bekam ich dann endlich

die korrekte Diagnose“, berichtet sie. „Lange konnte ich

tagsüber aufgrund der schmerzhaften Schübe kaum

essen, fiel irgendwann ins Untergewicht.“ Bauchkrämpfe

und Durchfälle führten bei ihr zu Angst vor jedem

Essen. Ein gleichzeitiges Vorliegen mehrerer chronischer

Erkrankungen wird in der Medizin als Multimorbidität

bezeichnet. Eine besondere Herausforderung

in der Behandlung, erklärt Dr. med. Amira Katharina

Shenar, praktizierende Ärztin aus Saarbrücken: „Bei

multimorbiden Patienten muss immer im Blick behalten

werden, dass es beim Einsatz von Medikamenten

verschiedener Klassen, zum Beispiel Schmerzmitteln

und Psychopharmaka, zu nicht unerheblichen Wechselwirkungen

kommen kann.“ Gabi kann dazu aus

Erfahrung sprechen: „Besonders mit meiner Darmerkrankung

haben sich starke Schmerzmittel nie gut

vertragen.“ Lange suchte sie nach einer alternativen

Behandlungsmöglichkeit, die ihre Schmerzen lindert,

ohne ihre zusätzlichen Beschwerden zu verschlimmern

– und wurde auf eine Therapie mit medizinischem

Cannabis aufmerksam.

Im Rahmen einer wissenschaftlichen Studie aus Großbritannien

wurden Wirksamkeit und Sicherheit eines

Cannabis-basiertem Medikamentes in der Schmerztherapie

bei rheumatischer Arthritis untersucht. Im

Vergleich zur Placebogruppe konnte die Einnahme

des Cannabispräparats zu einer signifikanten Reduktion

von Schmerzen sowohl bei Bewegung als auch

im Ruhezustand führen. Zudem konnte eine ebenso

signifikante Verbesserung des Schlafes inklusive

der Schlafqualität beobachtet werden. Dr. med. Lisa

Schmidberg, ärztliche Leiterin bei Algea Care, der

bundesweit führenden Plattform für telemedizinisch

unterstützte und evidenzbasierte ärztliche Behandlung

mit medizinischem Cannabis, ist nicht nur von der

schmerzlindernden Wirkung der Heilpflanze überzeugt:

„Dank mittlerweile über 100 verschiedenen Präparaten

aus der Apotheke lässt sich eine Cannabistherapie

ideal auf die Bedürfnisse von Patienten einstellen.

Das therapeutische Spektrum ist enorm.“

Für Gabi war genau das eine neue Erfahrung: „Was

ich im Rahmen der Cannabistherapie zum ersten

Mal in der Form erlebt habe, war eine ganzheitliche

Betrachtung und Behandlung meiner Beschwerden.

Die einzelnen Präparate konnten genau auf meine

verschiedenen Symptome abgestimmt werden und

haben sich gegenseitig nie negativ beeinflusst. Nach

und nach konnte ich dadurch auch chemische Medikamente

reduzieren, teilweise ganz absetzen.“

Gabi nimmt zwei Mal täglich jeweils zwei verschiedene

Arten von medizinischen Cannabisblüten mithilfe

eines medizinischen Verdampfers ein. Mit dieser Form

der Einnahme kommt sie problemlos zurecht: „Trotz

Bewegungseinschränkungen in den Händen ist die

Einnahme für mich wirklich gut machbar.“ Morgens

steht für sie ein entzündungshemmendes, appetitanregendes

CBD-Präparat, in den Abendstunden ein

THC-haltiges Präparat zur Schmerzlinderung auf dem

Medikationsplan. Auch ihre Schlafqualität hat sich

dadurch deutlich verbessert: „Ich schlafe schneller ein,

werde nachts nur selten wach und bin am nächsten

Morgen viel erholter.“ Nicht nur die Erholung, sondern

auch die Bewegung hat für Gabi eine ganz andere

Qualität angenommen: „Ich kann sogar wieder sportlich

aktiv sein, mich besser bewegen – das gibt mir so

viel Lebensqualität zurück.“ Allem voran ist für sie aber

die Schmerzreduktion der größte Erfolg: „Seit ich regelmäßig

medizinisches Cannabis einnehme, haben sich

die Schmerzen deutlich reduziert, liegen höchstens

noch bei 2 bis 3 von 10 möglichen Punkten.“

Für andere Patienten wünscht sich Gabi mehr Offenheit

in der Gesellschaft: „Es gibt so viele Menschen

wie mich, die seit langem verzweifelt nach einer

passenden Behandlung ihrer Beschwerden suchen.

Medizinisches Cannabis kann für viele Patienten eine

großartige Therapiemöglichkeit sein. Hier braucht es

unbedingt mehr Toleranz!“

Nürnberger Diabetes-Patientin

(60): Linderung durch Cannabis

Rückenschmerzen, Muskelschmerzen, Nervenschmerzen

in den Füßen: Als typische Begleiterkrankung

von Typ-2-Diabetes kann eine

sogenannte Polyneuropathie zusätzlichen massiven

Leidensdruck für Patienten darstellen. Oftmals in

Schüben auftretend, stellen die Schmerzen vor allem

nachts im Ruhezustand eine enorme Belastung für

Betroffene dar. So auch für die 60-jährige Manuela

aus Nürnberg: Nach einer Linderung ihrer Beschwerden

suchte sie viele Jahre lang vergeblich. Bis eine

Behandlung mit medizinischem Cannabis ihr dabei

half, ihre Schmerzen deutlich zu reduzieren – und

endlich einen erholsamen Schlaf zu finden.

Manuelas Liste an Beschwerden ist lang: 2004 erhielt

sie die Diagnose Morbus Bechterew, eine Wirbelsäulenerkrankung,

die mit schmerzhaften Entzündungen

Manuela leidet unter starken Schmerzen in den Beinen. Vor

allem nachts rauben die Schmerzen ihr den Schlaf.

Foto: Adobe Stock

im Bereich der Kreuz-Darmbein-Gelenke einhergeht.

Doch als wäre dies nicht schon belastend genug, leidet

sie zudem an einer sogenannten Polyneuropathie,

einer Fehlfunktion mehrerer peripherer Nerven im Körper,

in Manuelas Fall ausgelöst durch Typ-2-Diabetes.

Seit 2012 halt Mauela als „austherapiert“ – jegliche angewendeten

Behandlungsversuche ihrer Polyneuropathie

haben bei ihr nicht im gewünschten Maße angeschlagen.

Bemerkbar machen sich die Fehlfunktionen

der Nerven vor allem durch stechende und brennende

Schmerzen in den Füßen. Eine ihrer unangenehmsten

Beschwerden: Nachts kann sie selten mehr als zwei bis

drei Stunden am Stück schlafen. Die Nervenschmerzen

in den Füßen treten vor allem im Ruhezustand auf,

weshalb sie in der Nacht oft aufstehen und sich bewegen

muss, um die Schmerzen erträglich zu machen.

Über ihren Sohn, ebenfalls Cannabispatient aufgrund

von ADHS und Schlafstörungen, wurde Manuela auf

die alternative Therapiemöglichkeit aufmerksam. „Zuerst

war ich skeptisch, aber meine Liste an erfolglosen

Behandlungsversuchen war so lang, dass ich für jede

weitere Chance dankbar war.“

Eine Studie aus den USA untersuchte Nervenschmerzen,

die, wie in Manuelas Fall, spezifisch im Zusammenhang

mit einer Diabeteserkrankung auftraten.

Bei 80 Prozent der Teilnehmenden konnte durch die

Einnahme von medizinischem Cannabis eine mindestens

30-prozentige Schmerzreduktion im Vergleich zu

Patienten, die Placebo einnahmen, erzielt werden.

Dass eine Cannabistherapie zu einer enormen Verbesserung

der Lebensqualität beitragen kann, kann

Manuela nur bestätigen: „Es ist ein Segen für mich,

endlich sieben, acht Stunden am Stück durchschlafen

zu können“, freut sich die 60-Jährige. Einmal täglich

nimmt sie schadstofffrei ein Cannabispräparat mithilfe

eines medizinischen Verdampfers ein, unter fortlaufender

Betreuung und Beratung ihres Arztes. Von den

stechenden Schmerzen in den Füßen ist nach der Einnahme

nur noch ein Kribbeln geblieben. „In der Nacht

auf Wanderschaft durch unser Haus gehen zu müssen,

gehört für mich zum Glück der Vergangenheit an!“

Gesundheit & Vorsorge



42 ANZEIGE 43

Gesundheit & Vorsorge

Eltern helfen Eltern

Förderverein zur Suchtprävention e.V. hilft Eltern drogenabhängiger Jugendlicher.

Regelmäßige Vorträge informieren und unterstützen in schwierigen SItuationen

Während die (Jugendlichen) Konsumenten noch

Spaß an der Droge haben, fallen Eltern bereits in

eine tiefe Krise. Dann – bevor die Kinder vollends

in den Drogensumpf abrutschen – ist jedoch

schon der richtige Zeitpunkt sich Hilfe zu holen.

Frau Schönauer, die Cannabis-Legalisierungsdebatte

spaltet das Land. Sie helfen seit 22 Jahren

Eltern drogenabhängiger Kinder. Ihr Standpunkt?

Ursula Schönauer: „Positiv an der Legalisierung von

Cannabis sehe ich einmal, dass der Reiz des Verbotenen

dem Jugendlichen genommen wird. Und sie

begeben sich nicht mehr in die Kriminalität, wenn sie

Cannabis besitzen. Das war´s dann aber auch schon.

Unerfahrenen Jugendlichen suggeriert die Legalisierung,

dass das Zeug ja harmlos zu sein scheint. Wie

bei Alkohol. Und meiner Meinung nach, reicht eine

legale Droge völlig. Der Unterschied zwischen Alkohol

und THC, dem Wirkstoff des Cannabis, besteht darin:

Alkohol ist wasserlöslich. Eine gewisse Zeitspanne

nach dem Genuss, ist das Gift wieder aus dem Körper

raus. Anders bei THC, das fettlöslich ist. Es wird in den

Fettzellen des Körpers gespeichert und nicht gänzlich

wieder ausgeschieden. Wer regelmäßig kifft, braucht

bis zu sechs Wochen, bis die Speicher wieder leer sind

und kein THC mehr nachgewiesen werden kann. Doch

das wichtigste: Die Suchprävention ist in Deutschland

noch nicht abgeschlossen! Cannabis-Konsum ist

gefährlich und hat zahlreiche negative Auswirkungen

auf die Gesundheit. Das – man glaubt es kaum – weiß

nicht jeder! Darum ist Aufklärungsarbeit mir ebenso

wichtig, wie die Unterstützung betroffener Eltern.

Denn gerade Cannabis-Konsum unter Jugendlichen

hat drastische Folgen. Bei den 13 bis 18-Jährigen kann

es zu massiven Schäden des Gehirns kommen. Aufmerksamkeit,

Intelligenz und Konzentrationsfähigkeit

wird negativ beeinflusst. Das Risiko an einer Psychose

zu erkranken steigt bei täglichem Cannabis-Konsum

um das Drei- bis Fünffache. Am auffälligsten und für Eltern

ein Hinweis auf Cannabis-Konsum des Kindes sind

Wesensveränderungen, Demotivation, Lustlosigkeit,

Nachtaktivität oder sogenannte Lachflashs oder Süßflashs

(bei denen Unmengen an Süßigkeiten gegessen

werden) sowie ein hoher Verbrauch an Taschengeld.“

Familien mögen noch so gefestigt sein – nimmt das

Kind Drogen, sind Krisen, vorprogrammiert. Viele

Emotionen sind im Spiel: Angst um das Kind. Wut auf

sich selbst. Scham vor anderen. „Ein drogenkonsumierendes

Kind ist keine Schande. Es ist eine Schande nichts

dagegen zu tun!“, betont Ursula Schönauer. Die 73-Jährige

weiß wovon sie spricht: vor vielen Jahren trat in ihrer Familie

selbst ein Drogenproblem auf. Daraufhin gründete sie

den Elternkreis, der sich seit Januar 2000 immer donnerstags

um 20 Uhr im Bürgerhaus in Ingolstadt trifft. Auch 22

Jahre später engagiert sie sich leidenschaftlich...

Beschreiben Sie Ihre Arbeit im Förderverein.

Ursula Schönauer: „Eltern, deren Kinder Kontakt zu

Drogen bekommen haben oder bereits seit längerem

Drogen konsumieren, haben nach den ersten

Versuchen des Nicht-wahr-haben-wollens und des

Verheimlichen-wollens meist den Weg zu Fachleuten

schnell gefunden. Doch sie brauchen darüber hinaus

eine dauerhaft ansprechbare Begleitung in dieser

schwierigen Lebenssituation. In unseren Treffen kommen

Eltern zum Austausch zusammen, teilen gute

und ungute Erlebnisse. Eltern sind verzweifelt, wissen

nicht, was sie tun sollen und wie sie mit dem eigenen

Nachwuchs umgehen sollen, der plötzlich so anders

ist. Häufig kommt es auch zu einer Co-Abhängigkeit,

wenn z.B. die Mutter das drogenabhängige Kind beim

Arbeitgeber entschuldigt, Schulden begleicht oder

Behördengänge für den Konsumenten erledigt. Damit

hält man die Sucht unbewusst am Laufen. Schließlich

ist man doch die Mutter, will sein Kind vor allem

Schlimmen bewahren, arbeitet sich im Schutz des Kindes

auf. Dabei vergessen Eltern oft, dass auch sie ein

Recht auf Leben und Selbstverwirklichung haben. Vor

allem, wenn der Süchtige selbst erwachsen ist – man

kann nur helfen, wenn die Hilfe auch gewollt ist. Das

ist erst einmal schwer. Doch auch dieses Verständnis

geben wir im Elternkreis weiter. Und die Tatsache, dass

man sich nicht schämen muss, dass man im geschützten

Kreis des Donnerstagstreffs sein Herz ausschütten

darf. Mit der Sicherheit auf jemanden zu stoßen, der

ähnliches durchgemacht hat. Das verbindet und baut

unendlich auf. Der Diskurs in der Suchtprävention

darf nicht enden, Legalisierung hin oder her. Unsere

regelmäßigen Vorträge, wie am Donnerstag, den 13.

Oktober (siehe Plakat rechts), halten ihn am Laufen.

Auf www.drogen-ingolstadt.de informieren wir

regelmäßig über Veranstaltungen des Fördervereins

und Aktivitäten des Elternkreises. Interessenten und

Unterstützer sind herzlich willkommen!

Die Alternative zur Knie-OP

Nutzen Sie die Beratungswochen zum Testen einer Knie-Orthese

Jeder Schritt tut weh und kostet eine Überwindung: Knieschmerzen beeinträchtigen nicht nur

ihren Alltag, sie gehen auch mit gravierenden Einbußen an Lebensqualität einher. Denn oftmals

bewegen wir uns weniger, nehmen Schonhaltungen ein – der Körper wird immer steifer, die

Schmerzen verlagern sich und werden meist schlimmer. Ziehen Sie die Reißleine und gehen Sie Ihren

Knieschmerz aktiv an!

Entlastung zur Schmerzlinderung

Oft sind Knieschmerzen ursächlich auf eine Verletzung

zurückzuführen. Auch schwache Bänder und

Muskeln haben oft ein schmerzendes Knie zur Folge.

Im fortgeschrittenen Alter gehört eine Arthrose zu

den Hauptgründen für Schmerzen beim Gehen. Oftmals

treten die Schmerzen nur sporadisch bei bestimmten

Bewegungen auf, doch sie werden meist

mit der Zeit schlimmer. Wer sich daraufhin weniger

bewegt, gerät in einen Teufelskreis: durchbrochen

kann dieser nur werden, durch eine gezielte Entlastung

des Knies und Linderung der Schmerzen. Das

muss nicht immer gleich eine OP sein!

Überzeugen Sie sich selbst!

Knie-Orthesen reduzieren nachweislich sofort die

Schmerzen: sie stabilisieren und entlasten das

Schmerzen im Knie beeinträchtigen Ihren Alltag. Nehmen Sie

Ihre Beschwerden ernst, bevor eine OP unausweichlich ist.

Eine Knie-Orthese hilft durch gezielte Entlastung und lindert

den Schmerz.

Gelenk. Von der Wirkung dieses Hilfsmittels können

sich Betroffene an den Orthesen-Beratungswochen

vom 17. bis 21. Oktober im Sanitätshaus Spörer

überzeugen. Das Fachpersonal im Gesundheitspark

in der Friedrichshofener Straße nimmt sich Zeit für

Ihre Fragen und finden mit Ihnen zusammen die

passende Orthese namhafter Hersteller, die selbstverständlich

vor Ort auch getestet werden können.

Gleichzeitig stehen die Beratungsprofis mit Tipps

zum Thema Förderung der Kniegesundheit durch

Sport und Ernährung zur Verfügung.

Bild: www.bauerfeind.com

Anmeldung zu Ihrem persönlichen

Beratungsgespräch ist nötig

unter Telefon: 0841-491117

Haben auch Sie

KNIESCHMERZEN?

Dann lassen Sie sich von unserem Fachpersonal im Gesundheitspark beraten!

Orthesen-Beratungswoche vom 17. - 21. Oktober 2022

Testen Sie Orthesen

führender Hersteller

und spüren deren Wirkung:

• bei Arthrose

• bei Verletzungen

• bei Instabilität

bitte vorab

Termin vereinbaren

0841 4911-172

SPÖRER AG | Friedrichshofener Straße 6-10 | D-85049 Ingolstadt

Telefon +49 841 4911-0 | info@spoerer.de | www.spoerer.de

Bild: www.ossur.com

Gesundheit & Vorsorge



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Abschied & Trauer

Ort zum Gedenken

Auch die letzte Ruhestätte verändert sich

Im Jahr 2020 starben in Deutschland laut Statistischem Bundesamt etwa

985.572 Menschen. Es gibt etwa 32 Millionen Erdgräber auf mehr als 32.000

Friedhöfen. Doch die Bestattungskultur hat sich hierzulande stark verändert:

Die „Gottesäcker“ werden zunehmend eingeebnet und erinnern - mit

weiten Rasenflächen zwischen immer weniger Erdgräbern - häufig an Parks.

Der Trend geht zur Feuerbestattung mit Bestattung im kleineren Urnengrab.

Für Urnenwände und Rasengräber gilt: kürzere Laufzeit, geringer Pflegeaufwand,

niedrigere Kosten. Nach der Einäscherung wird die Asche des Verstorbenen

wird in eine Kapsel gefüllt, die dann - oft aus dekorativen Gründen - in eine

Schmuckurne aus Metall, Holz, Keramik oder einem biologisch abbaubarem

Material gesetzt wird. Als erstes Bundesland hat Bremen den Friedhofszwang

inzwischen abgeschafft: Seit 2015 darf dort die Asche von Verstorbenen auch

auf privaten Grundstücken verteilt werden. Der Bestatterverband Bayern e.V.

steht uneingeschränkt zur derzeitigen Beisetzungspflicht auf Friedhöfen.

Wenn die Natur

das Grab schmückt

Blätter, Wildblumen und

Pilze zieren die Gräber

in einem Bestattungswald:

Wer ein Baumgrab

wählt, entscheidet sich

damit auch für die Natur.

Grabschmuck gibt es

nicht und beim Besuch

steht die Trauer und das

Erinnern im Mittelpunkt

– denn eine gesonderte

Pflege ist nicht notwendig.

Die Erfahrung des

Naturbestattungsanbieters

FriedWald zeigt, dass

viele Menschen eigene

Gedenkrituale im Wald

entwickelt haben. Sie

lassen den Erinnerungen

bei einem Spaziergang

freien Lauf, nehmen

Blätter mit, um zu Hause

das Bild des Verstorbenen

damit zu dekorieren,

oder begehen Gedenktage

mit einem Picknick.

Wer die Atmosphäre in

einem FriedWald erleben

möchte, kann sich unter

www.friedwald.de über

Standorte und die Möglichkeit

von Führungen

informieren.

Rechtssicheres Verfahren

In Deutschland ist das Herstellungsverfahren nicht

zulässig - in der Schweiz etwa kann es problemlos

durchgeführt werden. Inzwischen ist die Asche

nicht mehr die einzige Kohlenstoffquelle, die für die

Herstellung eines Erinnerungsdiamanten genutzt

werden kann. Die Alternative sind Erinnerungsdiamanten

aus Haaren. Auf sie kann man zurückgreifen,

wenn Erinnerungsobjekte aus Kremationsasche aus

sozialen, rechtlichen oder familiären Gründen nicht

möglich oder erwünscht sind. Dieses Verfahren wird

beispielsweise vom Schweizer Unternehmen Algordanza

durchgeführt, das seit 2004 Erinnerungsdiamanten

aus Asche oder Haaren anbietet. Auch

bei den Diamanten aus Haaren können sich alle

Beteiligten auf Rechtssicherheit in allen deutschen

Bundesländern verlassen. Der zwischen vier und

acht Monate dauernde Herstellungsprozess findet in

der Schweiz statt und wird in jedem Schritt sorgfältig

dokumentiert. Unter www.algordanza.com

Den eigenen

Abschied planen

Der letzte Weg wird individueller

Bestattungswald, Seebestattung, Erinnerungsdiamant:

Die Bestattungskultur in Deutschland

wandelt sich. Zu den traditionellen Ritualen

wünschen sich laut einer MNID-Umfrage zufolge viele

Menschen bereits individuellere Bestattungsformen und

bestimmen bereits zu Lebzeiten das Prozedere für ihren

letzten Gang. Erinnerungsdiamanten als unvergängliches und

diskretes Erbstück sind ein noch ungewöhnlicher Bereich der

Bestattungskultur. Dabei wird ein Teil der Asche des oder der

Verstorbenen zu einem Rohdiamanten gepresst und geschliffen,

die restliche Asche kann beigesetzt werden.

gibt es hierzu weitere Informationen. Wer an einem

Erinnerungsdiamanten aus Asche oder Haaren interessiert

ist, muss sich in Deutschland an ein lokales

Bestattungsunternehmen wenden, Algordanza kooperiert

bundesweit mit mehr als 4.000 Bestattern.

Fünf Gramm Haare für einen Diamanten

Während bei der Produktion eines Erinnerungsdiamanten

aus Kremationsasche mindestens etwa

500 Gramm benötigt werden, verbleibt die Urne

beim Erinnerungsdiamanten aus Haaren unangetastet.

Haare bestehen zu etwa 51 Prozent aus

Kohlenstoff. Für die Produktion eines oder mehrerer

Erinnerungsdiamanten werden daher nur fünf

Gramm Haar benötigt. In einem ersten Schritt wird

Kohlenstoff isoliert, gereinigt und aufgearbeitet. Im

Anschluss wächst dieser unter hohem Druck und

hoher Temperatur zu einem Erinnerungsdiamanten

heran. Ein Rohdiamant kann auf Wunsch mit einer

Lasergravur versehen werden.

Abschied & Trauer

„Ich genieße den Moment –

jetzt, wo alles geregelt ist.“

Wichtige Fragen geklärt? Wir beraten zur Bestattungsvorsorge.

Richard-Wagner-Str. 39

85057 Ingolstadt

Tel: 0841/99 32 57 70

www.mayinger-bestattungen.de



46 47

Mit Herz & Hand

Happy Höcker Farm

Konradstraße 0

85077 Pichl/Manching

Telefon: 0175 4576457

Mit Herz & Hand

Ob mit oder

ohne Höcker

Andrea Schmidt liebt ihre Kamele.

Herzlich willkommen auf der Farm!

Sie tun, was ihnen

am Herzen liegt.

Für mehr Miteinander,

mehr Menschlichkeit,

mehr Nächstenliebe,

mehr Nachhaltigkeit!

Wer schon einmal seinen Arm

um den haarigen Hals eines

Trampeltiers gelegt hat,

weiß, wie beruhigend, erdend und

friedlich diese Berührung ist. Und als

wüssten die majestätischen Tiere um

ihre Größe, setzten sie sich sofort auf

den Boden, als ich die Weide betrete.

Gut, vielleicht ist es auch die Aussicht

auf angenehme Bürstenpflege, die

sie in freudige Erwartung versetzt als

Andrea Schmidt mir Zoe und Nathalia

vorstellt. Apropos freudige Erwartung:

die beiden Trampeltierstuten könnten

Anfang des kommendes Jahres vielleicht

auch jede schon zum ersten Mal

Mutter werden. Der Männerbesuch

liegt schon ein paar Wochen zurück,

doch Kameldamen geben ihr Geheimnis

nicht so schnell preis. „Wahrscheinlich

erfahren wir erst wenige Wochen

vor der Niederkunft vom Trächtigsein

der Stuten. Wir lassen uns einfach

überraschen“, so Andrea, der man die

Vorfreude bereits ansieht. Kein Wunder,

Babys auf der Happy Höcker Farm,

das wäre ihr absoluter Traum.

Andrea (o.l.) hat ein sehr inniges Verhältnis zu ihren Lamas. Es gibt für sie keinen schöneren Blick auf die Felder zwischen Pichl,

Oberstimm und Baar-Ebenhausen als durch die beiden Höcker eines Trampeltiers. Schon bereits die ganz Kleinen können Lamas

führen oder Trampeltiere striegeln. Im Angebot sind auch Mutter-Kind-Nachmittage (unten Mitte).

körperlich anstrengenden Arbeit nachzugehen.

Doch ganz ohne ein Großtier ging es der sympatischen

Pichlerin noch schlechter. Als sie zum ersten

Mal Kontakt mit den ruhigen Energiesparern hatte,

war der Wunsch nach einer Trampeltierfarm geboren.

2014 war es soweit. Zwei Jahre später kamen

die ersten drei Lamas dazu. Seither ist nicht nur ihre

Herde immer weiter gewachsen, sondern auch das

was man auf der Happy Höcker Farm erleben kann:

Andrea bietet zusammen mit ihrem Team verschiedene

pädagogische Angebote für Menschen jeden

Alters an, mit und ohne körperlicher oder geistiger

Beeinträchtigung, für Alleinerziehende, für Schulklassen,

für Senioren, einfach für alle, die mehr über

die Tiere erfahren möchten. „Und die auf der Suche

nach Erdung, nach Rückbesinnung auf das Wesentliche,

nach Entspannung und Stressreduktion sind“,

konkretisiert die gelernte Konditorin, die eine wahre

Expertin im Umgang mit den Tieren ist.

Helfen als Lebensaufgabe

Andrea hat tatkräftige Unterstützung: Den 11-jährige

Florian und die 16-jährige Lara hat auch das

Kamelfieber gepackt und sie verbringen viel Zeit mit

den haarigen Freunden. „Die Tiere interessieren sich

nicht dafür, wie cool du bist, Machtgehabe ist ihnen

total egal“, so die beiden fleißigen Helfer. Andrea

sieht noch viele Einsatzgebiete: Gerade im Umgang

mit Demenzkranken kann die beruhigende Wirkung

von Tier auf Mensch hilfreich sein: das Tier wertet

nicht, es fragt nicht nach. Mit einem Lächeln erinnert

Andrea sich auch an den Besuch einer Mutter

mit ihrem im Rollstuhl sitzenden geistig behinderten

Sohn. Trampeltier Zoe hat sich sofort dem Rollstuhl

zugewandt und völlig angstfrei ihren Kopf auf

den Schoß des jungen Mannes gelegt: „Sein Strahlen

und das seiner Mutter werde ich nie vergessen. Darum

mache ich das hier alles. Jeder hat eine Aufgabe

im Leben. Und meine ist es, anderen zu helfen.“

Andrea (oben) liebt ihre Tiere. Sie steckt all ihr Herzblut in die Happy Höcker

Farm. In Florian (l.) und Lara (r.) hat sie zwei tatkräftige Helfer

Aktuell sind auf der Farm am Ortsrand

von Pichl zwei Trampeltiere, 4 Lamas,

2 Alpakas und Hund Susi zuhause. Andrea

hatte 21 Jahre lang Pferde, doch

eine Autoimmunkrankheit macht es

ihr nicht mehr möglich, dieser auch

Ein Ausdruck großen Vertrauens: Zoe wirft sich mir komplett

vor die Füße. Wenn ich mich auf ihren Hals setzen würde, wäre

das große Tier bewegungsunfähig.

Wange an Wange mit Zoe. Die Begegnung mit den majestätischen

Tieren bleibt einem für immer in bester Erinnerung und

ist wirklich etwas besonderes.



48 49

Leben & Sozial

Nachhaltige produkte:

Grün schmeckt

ingarden® für die Fensterbank

Papierrucksack?

Klar! Zeit für eine grüne Rebellion

Gutes tun und druber redn

Das letzte

Notizbuch? Ja, wiederverwendbar!

:

Adventskalender

mit Sinn, Verstand und Liebe

Leben & Sozial

Microgreens, also Gemüse- und Kräuterkeimlinge,

tragen die geballte Energie, die

die Pflanze benötigt, um groß zu werden,

in sich. Der Anteil an Vitalstoffen ist in den kleinen

Pflänzchen jedoch um ein Vielfaches höher als in der

gleichen Menge ausgewachsenen Gemüses. Und,

wer hat schon Platz, Gemüse im Winter anzubauen?

Mit ingarden® haben wir ein nachhaltiges Anzuchtset

entdeckt, dass auch noch ein wunderschöner Hingucker

auf der Fensterbank ist. Und dank dem integrierten

LED-Tageslicht auch in wenig erhellten Ecken

genutzt werden kann.

„Wir brauchen eine radikale Ernährungsumstellung,

um bis 2050 rund 10 Milliarden Menschen ernähren

zu können“, so die Gründer von ingarden®, das letztes

Jahr mit dem red dot design award ausgezeichnet

wurde. Hydroponisch, also ohne Erde, angebaute

Lebensmittel benötigen 95 Prozent weniger Wasser,

keine Düngemittel, Pestizide oder energieaufwändige

Transporte. Außerdem kooperiert ingarden® mit

sharethemeal, einem Teil des Welternährungsprogramms

der Vereinten Nationen. Und wir profitieren

von einer problemlosen Pflanzenpflege und vom

täglichen Vitaminboost.

rostfrei verlost unter allen richtigen Einsendungen

des Kreuzworträtsels ein ingarden® Set

in beige inkl. 3 Pads, damit Sie sofort los legen

können. Viel Glück und guten Appetit!

Schöne Optik, vegan und aus robusten, nachwachsenden

Rohstoffen - die Ansprüche an

eine Tasche sind hoch, wenn man nachhaltig

und tierleidfrei leben möchte. Das waren auch die

Gedanken der beiden Gründer von PAPERO® with

Love aus München. Julia & Tim fanden nicht was sie

suchten. Und nahmen das Projekt selbst in die Hand:

entstanden sind PAPERO BAGS aus waschbarem

Kraftpapier. Mittlerweile sind immer mehr langlebige

Alltagslieblinge mit nachwachsenden Rohstoffen

dazu gekommen. Außerdem spenden sie für jede

verkaufte Tasche an ein Aufforstungsprojekt.

Der Erfolg gibt den findigen Gründern Recht: die erste

Taschenlieferung war binnen kürzester Zeit ausverkauft:

Immer mehr schließen sich der Grünen Revolution

an, auch von offizieller Seite: PETA zeichnet PAPERO

mit dem PETA Vegan Travel Award 2022 aus, für den

Deutschen Nachhaltigkeitspreis wurden die Münchner

nominiert und bereits 2021 gehörte PAPERO zu den

Top 10 Nominierten für den Green Product Award

in der Kategorie Sport. Optisch ähneln die Produkte

Leder, sind jedoch vegan und waschbar, außerdem

chemiefrei und unbeschichtet. Sie sind biologisch

abbaubar, auch die Herstellung läuft unter fairen, ethischen

Arbeitsbedingungen.

rostfrei verlost unter allen richtigen

Einsendungen des Kreuzworträtsels einen

PAPERO® Geldbeutel. Viel Glück!

Wie viel Papier in Form von Notizbücher für

To-Do-Listen, oder für das berühmte „Haben

Sie etwas zu schreiben zur Hand?“

am Telefon haben Sie schon verbraucht? Jetzt ist

Schluss damit! Das Bambook ist das letzte Notizbuch,

das Sie sich zulegen müssen. Denn dank

Whiteboard-Technologie ist es wiederverwendbar.

Schreiben, löschen, wiederverwenden. Das Prinzip ist

so einfach. Das dachten sich auch vier findige Gründer

und aus einem Schulprojekt wurde mehr! Die Bambook-Seiten

sind zu 100 Prozent löschbar. Erledigte

Aufgaben können einfach gelöscht werden - das sorgt

für einen aufgeräumten Geist und Ordnung. Und

für mehr Nachhaltigkeit: Wir sparen nicht nur eine

Unmenge an Papier, sondern auch Ressourcen, die

für die Herstellung von Papier verbraucht werden. Außerdem

pflanzt Bambook für jedes verkaufte Produkt

einen Baum - bisher sind es über 862.000, Ziel sind 1

Millionen Bäume bis 2025!

Es gibt das Bambook in verschiedenen Ausführungen

vom Kalender über das Notepad bis zum klassischen

Notizbuch oder das Bambook Do-Book für To-do-

Listen. Auch die Seiten sind individualisierbar. Und

ergänzend gibt es eine App zum Scannen und Digitalisieren

der Notizen dazu. Wir lieben es!

rostfrei verlost unter allen richtigen

Einsendungen des Kreuzworträtsels

ein Bambook Do-Book. Viel Glück!

Was für eine schöne Idee, mit dem alljährlichen

Adventskalender sich (oder seinen

Lieben) eine Freude zu machen, während

man gleichzeitig wenig Müll generiert, kleinen

Start-ups unter die Arme greift und sogar noch an

wohltätige Organisationen spendet. Gibt´s nicht?

Doch, dank Lea und Josias von ADVENTSOME®.

Denn hinter der Idee, den besten Adventskalender

der Welt zu gestalten, steckt keine große Firma,

sondern zwei kreative Menschen. „Unser Adventskalender

sollte durchdacht sein bis ins letzte Detail

und alles vereinen, was uns wichtig ist: ein wunderschönes

Design, tägliche Freude durch vielfältigste

Geschenke, Nachhaltigkeit und Mitgefühl“,

beschreibt es Lea. Darum befinden sich im Kalender

20 Geschenke, hochwertige Produkte toller Partner-

Startups, die jeden Tag aufs Neue überraschen.

„Es ist von allem etwas dabei aus den Kategorien

Snacks, Drinks, Fashion, Gadgets, Pflege- & Wellnessprodukte“,

mehr verrät Josias nicht. Und an vier

Tagen spendet ADVENTSOME® für mich an wohltätige

Organisationen, die sich uns in einem Brief

vorstellen. Eingepackt werden die 24 Geschenke in

sozialen Werkstätten im Kölner Raum, mit viel Liebe

und Sorgfalt, dafür ohne Stress.

rostfrei verlost unter allen Einsendungen des

Kreuzworträtsels einen Adventskalender

von ADVENTSOME®. Frohes Fest!

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Rätsel & Gewinnspiel

Unter uns gesagt...

„Bist Du da nicht schon ein wenig zu alt dafür?“

Eigentlich möchte ich auf diese Frage immer mit einem ganz entschiedenen

„Natürlich nicht, ich bitte dich!“ antworten. Es sind mir jedoch

mindestens zwei Begebenheiten eingefallen, wo man sich seines Alters

bewusst sein sollte. Ob aus Pietätsgründen oder einfach um sich nicht selbst

zu gefährden, das dürfen Sie entscheiden...

Der Kommentar

Mitmachen und gewinnen:

Schicken Sie das Lösungswort an:

oder per Post an:

Unsere Gewinne:

•Bücher für´s Herz, siehe Seite 9

•Bücher zum Titelthema, siehe Seite 10

•Bücher rund um Wild & Wald, siehe Seite 15

• 2 Tickets für ein Waldbad bei Andrea Hönig

•Buch: Baumgeschichten

raetsel@rostfrei-ingolstadt.de

rostfrei, B.Busch Verlag, Marsstr. 17, 85080 Gaimersheim.

Die Gewinner der letzten Ausgabe wurden schriftlich benachrichtigt.

Viel Spaß beim Rätseln und viel Glück!

Einsendeschluss: 20. November 2022. Teilen Sie uns gerne Ihren Lieblingsgewinn mit!

•1 INGARDEN Set mit 3 Pads

•1 Geldbeutel von PAPERO

•1 Bambook-Dobook

•1 Adventskalender von ADVENTSOME

•3 Premiumautowäschen von ESSO Schäfer/ Friedrichshofen

Herzlichen Glückwunsch!

Dieses Ich-bin-zu-nix-zu-alt-Gefühl löst sich spätestens

in Luft auf, wenn man nach 25 Jahren versucht mit

seinen sich eben so lang im Keller befindlichen Rollerblades

(heißen die heute noch so?) als King of the Road

zu glänzen. Meiner Freundin sind die Dinger von den

Füßen gebröckelt, als sie los sprinten wollte. Gummi,

Plastik, was weiß ich, alles hat sich altersbedingt in

Staub verwandelt. Voll gefährlich, kein Scherz. Real Talk

quasi. Wo wir beim nächsten Punkt wären:

Wenn Sie über 25 Jahre alt sind, verwenden Sie bitte

so wenig Jugendsprache wie möglich, Digga. Da

können Sie noch so slay daherkommen, der größte

Macher unter den Bros sein, das ganze ist einfach

nur bodenlos. Da hilft es auch nichts, die Wörter

jugendsinngemäß richtig zu benutzen. (Und wenn

Sie jetzt „wie benutze ich `random`richtig? googlen,

wird´s brutal peinlich. Ich habs getan und hätte nicht

gedacht auf ernstgemeinte Erklärungswebseiten zu

geraten. Da war zu lesen:

Beispielsätze: So benutzt du "random“ richtig

Die Bedeutung von "random“ wird viel ersichtlicher, wenn man sich ein

paar Beispiele über die Benutzung des Slang-Begriffs anschaut. Wir

haben dir deshalb Beispielsätze und Situationen vorbereitet, damit du

genau weißt, wie du "random“ benutzen kannst.

A: Und dann hat er einfach so random im Gespräch einen Handstand

gemacht..

B: Hahaha, wie komisch von ihm!“

Danke Internet, ohne dich wäre ich totally lost.

Ganz anders verhält es sich übrigens mit zwei Dingen,

die ich mir auch in 50 Jahren nicht nehmen lassen

werde. Vorsicht, da hab ich ganz nah am Mittelfinger

gebaut!

Punkt 1: An Weiberfasching darf man gerne den

ganzen Tag verkleidet durch die Gegend laufen, sogar

das ein oder andere Helau skandieren, sich von

einem Krapfen zum nächsten hangeln. Das scheint

pandemiebedingt ein wenig in den Hintergrund

geraten zu sein, jedenfalls hatte es heuer auf dem

Schulweg den Anschein. Da waren nicht mal die Kinder

verkleidet. Meine schon und ich natürlich auch.

Allein auf weiter Flur. Sonst gab´s nur noch einen

gelben Emoji, der ebenfalls sein Kind zur Grundschule

begleitete. Emoji, falls du das liest: Wir sehen

uns safe am 16. Februar 2023, Bruder!

Punkt 2: Nein, ich möchte auch mit fast 43 keine Kurzhaarfrisur.

Keine fesche und keine flotte. Jeder mit Bob,

Pixie oder Garcon: Dein Kopf, Deine Entscheidung. Ihr

seht umwerfend aus, das steht euch total gut! Super

pflegeleicht und so. Ich weiß. Und so frech und frisch

und jung. Trotzdem. Nein. Warum? Ich schau einfach

unglaublich blöd aus mit kurzen Haaren. Und es reicht

wenn ich mich jedes Jahr am Unsinnigen Donnerstag

zum Deppen mache, den Rest des Jahres bin ich da

definitiv zu alt dafür.

* rostfrei-Redaktionsleitung Susanne Puppele wirft jetzt

einen eingefrorenen Krapfen in den Ofen und sich ins

Faschingskostüm. Gut, dass es Halloween gibt.

Auflösung

Gehirnjogging:

Wortsuchspiel

DAS GLÜCK

KOMMT NICHT

GERUFEN

MAN MUSS IHM

ENTGEGEN

GEHEN

Auflösung

Gehirnjogging:

Symbolrätsel



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