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IMFS 2022

IMFS – Innovative Mobility for Future Salzburg – Hier zur Beilage der Fachmesse für Mobilität am Salzburgring

IMFS – Innovative Mobility for Future Salzburg – Hier zur Beilage der Fachmesse für Mobilität am Salzburgring

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SPEZIAL

INNOVATIVE MOBILITY FOR FUTURE SALZBURG

2022

Aktuell

Mehr als 50 Aussteller aus ganz

Österreich und Bayern zeigten bei

der IMFS 2022 nachhaltige Trends

und Produkte. Seiten 10–13

Innovativ

Bei der zweiten Auflage der Mobilitätsmesse

am Salzburgring

spielten heimische Start-ups eine

wichtige Rolle. Seiten 32–37

Spannend

Geballte Elektromobilität-

Kompetenz bei den diesjährigen

Podiumsgesprächen im Vortragszelt

der IMFS. Seiten 44–45


2 IMFS 2022

Vorwort

BILD: SN/SCHNABLER

4–5

Das war die IMFS 2022

Das brachte die zweite

Auflage der Fachmesse zum

Thema innovative Mobilität.

Am Puls der

Innovationen

FLORIAN T. MRAZEK

Die monatelangen Vorbereitungen haben sich ausgezahlt:

Auch die zweite Auflage der IMFS wurde zu

einem vollen Erfolg. Als Veranstalter der diesjährigen

Mobilitäts-Fachmesse bedankt sich das Team der

„Salzburger Nachrichten“ herzlich bei allen Beteiligten,

die diesen Erfolg erst möglich gemacht haben.

Vor allem aber gilt unser Dank den mehr als 1000

Fachbesuchern, die auch in diesem Jahr den Weg

an den Salzburgring gefunden haben.

Das positive Feedback aus allen Richtungen hat uns

überwältigt –und dient uns gleichzeitig als Motivation,

die IMFS für das kommende Jahr 2023 weiterzuentwickeln

und im Detail zu optimieren. Fest steht,

dass sich die Vision des Events, hochkarätige Aussteller

und interessierte Zielgruppen „in der Praxis“ zusammenzubringen,

absolut bewährt. Wie nahe die

IMFS am Puls einer herausfordernden, aber auch

spannenden Zeit stattfindet, zeigt das große Interesse

aus Wirtschaft und Politik –aber auch der zahlreichen

hochkarätigen Experten, die in diesem Jahr mit

dabei waren.

In diesem Sinne wünsche ich Ihnen viel Spaß bei

der Lektüre –und wir sehen uns bei der IMFS 2023!

18–22

Highlights

Diese Höhepunkte durfte

man auf der IMFS 2022

keinesfalls verpassen.

10

Die

Ein

Aus

dies

IMPRESSUM

IMFS“ ist ein SN-SPEZIAL vom 22. Oktober 2022

Herausgeber: Dr. Max Dasch; Redaktion: Florian T. Mrazek, Bakk. Komm.;

Bilder: Chris Hofer, Wildbild, Christoph Haubner, Bernhard Geier,

Johann Müller; Grafik: Andreas Stauffer; Projektbetreuung:

Rüdiger Boennecken, Tel. +43 662 /8373-290, ruediger.boennecken@sn.at;

Produktmanagement: Manuela Gehwolf; Medieninhaber: Salzburger

Nachrichten Verlagsges.m.b.H. &Co. KG; Druck: Druckzentrum Salzburg;

Alle: Karolingerstraße 38–40, 5021 Salzburg.

4

Act

Auf

gab

tech


SAMSTAG, 22. OKTOBER 2022

6–8

Who’s who der IMFS

Das Geschehen der diesjährigen

IMFS in Form

eines bunten Querschnitts.

–13 16–17

Aussteller im Überblick

kompakter Überblick der

steller und Exponate der

jährigen Veranstaltung.

Euregio am Salzburgring

51 Bürgermeister aus

Salzburg und Bayern

zu Gast bei der IMFS.

32–35

Gamechanger

Österreichs innovative

Start-up-Szene zu Gast

auf der IMFS 2022.

0–41

ion auf zwei Rädern

dem E-Bike-Parcours

es wertvolle Fahrniktipps

vom ÖAMTC.

44–45

Auf die Bühne!

Ein Rückblick auf die Round

Tables und hochkarätig

besetzten Fachgespräche.


4 IMFS 2021

Positives Fazit

nach zweiter

IMFS-Auflage

Die zweite Auflage der B2B-Fachmesse IMFS

macht klar, dass die Kombination aus kompetenter

Beratung und Praxiserfahrung bestens ankommt.

FLORIAN T. MRAZEK

Für die Zielgruppe der diesjährigenFachmesseInnovativeMobility

forFuture, kurz IMFS, wares

nur ein Randthema, aber dennoch:

Auch die zweite Auflage

der von den „Salzburger Nachrichten“

organisierten B2B-Veranstaltung

fand am 14. Oktober

bei strahlendem Sonnenschein

statt. „Die Aussteller waren in

diesem Jahr grundsätzlich noch

entspannter, da der Aufbau bereits

am Vorabend über die Bühne

gehen konnte“, schildert Rüdiger

Boennecken von den SN.

„Als es am Veranstaltungstag

dann pünktlich um 8.00 Uhr hier

am Salzburgring aufhörtezuregnen,

wardas natürlich die Draufgabe.“

Und eskam noch besser:

Denn quasi mit dem Schlusspfiff

des Events setzte dann wieder

starker Regen ein. Was dazwischenlag,

war nicht nur ein

traumhafter Spätsommertag,

sondern eine überausproduktive

und nachhaltigeZeit für die mehr

als 1000 Fachbesucherinnen und

-besucher der diesjährigen IMFS.

Deren Fazit fällt aus Sicht des

Veranstalters mehr als positiv

aus. „Mit mehr als 50 Ausstellern

konntenwir das Angebot im Vergleich

zur Premiere vor einem

Jahr sowohl quantitativ als auch

qualitativ spürbar weiterentwickeln“,

hält Christian Strasser

von den „Salzburger Nachrichten“

fest.Tatsächlich istdie diesjährige

IMFS sowohl thematisch

als auch geografisch ein Quantensprung.

Neben der Kernregion

Salzburgwurde die Einzugsregion

um die wichtigen benachbarten

Wirtschaftsräume Berch-

tesgaden, Chiemgau und Traunstein

erweitert. Symbolisiert wurde

dieser Schritt unter anderem

auch durch die offene Euregio-

Ratssitzung,die erstmals im Rahmen

der IMFS stattfand und an

der nicht weniger als 51 Bürgermeister

teilnahmen. Einige dieser

Entscheidungsträger waren

trotz der Nähe zuvornoch nie am

Salzburgring und nahmen die

Gelegenheit gerne wahr,sich aus

kommunaler Perspektive über

die Mobilität von morgen zuinformieren.

Auch abseits der Gemeindeebene

war die geballte Politprominenz

am Salzburgring vertreten:

Salzburgs Verkehrslandesrat

Stefan Schnöll ließ es sich nicht

nehmen, den Abschluss des in

diesem Jahr erstmals durchgeführten

Mobility Forum Salzburg

zu besuchen. Zu dieser Veranstaltungsreihe

mit Fokus auf nachhaltige

Mobilität zählten neben

der B2B-Fachmesse IMFS auch

die Salzburger Verkehrstage sowie

die Mobility Night.

Keine Berührungsängste mit

dem Thema Elektrifizierung

zeigte Salzburgs Baustadträtin

Martina Berthold: Unmittelbar

nach ihrer Teilnahme an einer

Diskussionsrunde des Vereins

IONICA Mobility drehte die designierte

Landesrätin in einem

elektrischen Radlader einige

Runden im Fahrerlager–zum Gefallen

vonSalzburgs Bürgermeister-Stellvertreterin

Barbara Unterkofler.

Die Salzburger Einsatzorganisationen

wurden an diesem Tag

von Landespolizeidirektor Bernhard

Rausch, LandesfeuerwehrkommandantGünterTrinker

sowie

dem Kommandanten der Berufsfeuerwehr

Salzburg, Reinhold

Ortler,hochrangig vertreten.

Neben dem öffentlichen Sektor

stellt der B2B-Bereich die

zweite große Zielgruppe der

IMFS. Wie gut die Veranstaltung

von den unzähligen Fuhrparkmanagern

und Entscheidungsträgern

von Unternehmen aus

ganz Österreich angenommen

wurde, zeigte ein Blick auf die

Rennstrecke: Im Verlauf des Tages

wurden nichtweniger als 100

Runden am Salzburgring gedreht

–wobei jede vierte Fahrt mit einem

Nutzfahrzeug unternommen

wurde. Ein Trend, den man

seitens desVeranstaltersmit großem

Interesse beobachtet, wie

Rüdiger Boennecken bestätigt:

„Die Möglichkeit, verschiedene

elektrische Nutzfahrzeuge im

unmittelbaren Vergleich zueinander

zeitlich kompakt und

unter sicheren Rahmenbedingungen

zu testen, ist eines der

absoluten Alleinstellungsmerkmale

der IMFS und eine bedeutende

Abgrenzung desEventszu

konventionellen Fahrzeugmessen.

Wer konnte vorher schon


SAMSTAG, 22. OKTOBER 2022

Bei der Neuauflage

der

IMFS standen

vermehrt die

elektrischen

Nutzfahrzeuge

im Vordergrund.

von sich behaupten, mit einem

3,5-Tonner über die Rennstrecke

gefahren zu sein?“ Sogar der

18-Meter-Elektrobus von MAN

fuhr stattliche 30 Runden im Nesselgraben.

Die Erkenntnis daraus:

Anstatt der obligatorischen 400-

PS-SUVsstehen bei der IMFSvor

allem die elektrifizierten Arbeitstierevon

morgenimFokus.

Auch seitens der Aussteller

kamdas unausgesprochene Motto

der IMFS–Qualitätstatt Quantität

–gut an. „Mir wurde von

allen Seiten glaubhaft versichert,

dass die allermeisten Besucher

exakt den relevantesten Zielgruppen

angehören“, bestätigt

Rüdiger Boennecken vonden SN.

Anstatt eines Massenansturms

erlebten die Aussteller in hohem

Ausmaß ein konkret interessiertes

und äußerst gutvorbereitetes

Fachpublikum –ein wichtiges Signal

an alle Beteiligten, dass die

für die IMFSaufgewendeten Ressourcen

gewinnbringend investiert

wurden.

Bemerkenswert war auch der

durchschlagende Erfolg der

Start-up- und Service-Area, wo

zahlreiche innovative Unternehmen

ihre Produkte und Dienstleistungen

präsentierten. Allen

voran die Weltpremiere des

smarten Laderoboters der Firma

Alveri sorgte für massives Interesseder

Besucher,aber auch der

anderen Aussteller.

Bilanz des Veranstalters: „Zunächstgilt

unser Dank allen Partnern

und Beteiligten, die den Erfolg

der zweiten IMFS erst möglich

gemacht haben“, hält Rüdiger

Boennecken fest. „Darauf

werden wir im Hinblick auf das

kommende Jahr auf jeden Fall

aufbauen. Das heißt nicht nur,

dass wir das Einzugsgebiet des

Eventsweiter erweitern, sondern

auch den ein oder anderen inhaltlichen

Fokus setzen werden.“ So

ist nicht nur geplant, die erfolgreich

gestartete Kooperation in

der Start-up-Szene zu forcieren,

auch der universitäre Bereich

wird imHinblick auf 2023 eine

größere Rolle spielen. Und last,

but not least plant man seitens

der SN auch einen Feuerwehrschwerpunkt.

Oder, wie es Rüdiger

Boennecken ausdrückt: „UnsereBesucher

dürfen sich freuen:

2023wirdesbrennen!“


6 IMFS 2022

Stabilus AG BILD: SN/

Die Besucher der Firma Stabilus mit Sepp Feichtner von MAN Österreich.

Ganz im Zeichen des Stroms

Auch in ihrem zweiten Jahr war die IMFS am Salzburgring wieder Anlaufpunkt für

unzählige Entscheider und Fachbesucher, denen nachhaltige Mobilität immer wichtiger wird.

Dass die IMFS mehr und mehr

zum Fixpunkt für die Privatwirtschaft,

aber auch für den kommunalen

Bereich wird, zeigteein

Blick in das Fahrerlager des altehrwürdigen

Salzburgrings:

Nicht nur in den Ausstellungsboxen,

auch in der Boxengasse

selbst bildeten sich immer wieder

Menschentrauben. Und immer

öfter waren es vor allem die

elektrifizierten Nutzfahrzeuge

und Lkw, die das Interesse der

Fachbesucher auf sich zogen.

Kein Wunder, schließlich waren

neben Verkehrslandesrat Stefan

Schnöll, Bürgermeister-Stellvertreterin

BarbaraUnterkofler und

Baustadträtin Martina Berthold

auch noch mehr als 50 Bürgermeisterdes

Euregio-Wirtschaftsraums

im Rahmen der IMFS zu

Gast –allen voranKoppls Bürgermeister

Rupert Reischl, der am

Salzburgring quasi als Gastgeber

fungierte.

Absolute Hingucker waren

auch in diesem Jahr die batterieelektrischen

Busse: Gleich drei

dieser Akku-Giganten mit Längen

zwischen 12 und 18 Metern

waren sowohl als Shuttle am

Ringgelände als auch immer wieder

auf der eigentlichen Rennstrecke

unterwegs, um Interessenten

die Vorteile des Elektroantriebs

zu demonstrieren.

Neben dem kommunalen Bereich

stand natürlich auch in diesem

Jahr die Privatwirtschaft an

vorderster Stelle: Unzählige Unternehmen

aus ganz Salzburg

und dem benachbarten Bayern

schickten ihre Fuhrparkverantwortlichen

zur diesjährigen

Fachmesse IMFS, um sich in Bezug

aufneue Modelle und Mobilitätslösungen

auf den neuesten

Stand zu bringen. Beim Unternehmen

Fronius kam man auf

den Geschmack –und wird 2023

als neuer Aussteller aufder IMFS

vertreten sein.

Auch beim deutschen Autozulieferer

Stabilus stieß die Mobilitätsfachmesse

auf positives

Echo: Nach der in Salzburgabgehaltenen

Vertriebstagung ging es

für 20 Mitarbeiter aus aller Welt

direkt aufden Salzburgring.


SAMSTAG, 22. OKTOBER 2022

Herbert

Stranzinger

(Salzburg AG)

im Gespräch

mit Albus-

Geschäftsführer

Hermann Häckl.

Verkehrslandesrat Stefan Schnöll, Bürgermeister-Stv. Barbara Unterkofler,

Gaisberg-Koordinator Florian Kreibich (v. l.).

Eva Achberger

(Rosenbauer)

und Rüdiger

Boennecken (SN)

genießen den

Ausblick.

Sabine Tischler und Werner Aufmesser vom Roten Kreuz in Salzburg.

Maximilian Dasch (SN) mit Landespolizeidirektor Bernhard Rausch.

Jürgen Baumgartner (Fronius) mit Christian Strasser (SN).


8 IMFS 2022 SAMSTAG, 22. OKTOBER 2022

Elisabeth Höllwarth-Kaiser, Bürgermeisterin der Gemeinde Oberhofen/Irrsee,

mit Christian Strasser, SN.

Yunis Mourad, Sepp Sigl und Armin Fischer (v. l.).

Landesfeuerwehrkommandant Günter Trinker, Landespolizeidirektor

Bernhard Rausch (v. l.).

Das Team der

Stabilus AG

zeigte großes

Interesse an

den Neuheiten

der IMFS.


10 IMFS 2022

Martin Vavrik,

Alexander Schilcher,

Philipp

Langbauer,

Stefan Pilsl (v. l.)

vom Autohaus

Sonnleitner.

Die Aussteller

der IMFS 2022

im Überblick

Das Team von Alphabet Austria: Nikolaus Engleitner, Terno Schwab,

Alexander Touzimsky und Amela Schwab (v. l.).

Vom 18-Meter-Elektrobus bis hin zum

multifunktionalen Micro-Lkw –die IMFS hat für

jede Anforderung den richtigen Ansprechpartner.

Michael Oberweger, Melanie Schrempf, Thomas Otter (Vertriebsleiter

Neufahrzeuge), alle AutoFrey.

Natürlich gab esimRahmen der

IMFSaber auch die batterieelektrischen

Pkw zu sehen –und vor

allem zu fahren. Schließlich war

mit Renault Sonnleitner, der

AutoFrey-Gruppe, SchmidtAutomobile

und der Firma Denzel das

Who’s who desSalzburgerAutohandels

am Salzburgring vertreten.

Vomkompakten Kleinwagen

über geräumige und langstreckentaugliche

SUVs bis hin zu

den leichtenNutzfahrzeugen für

Handwerker und Lieferbetriebe –

all das konnte einen ganzen Tag

lang in der Praxis erprobt werden.

Auch die Firma SUAe-motion aus

Grieskirchen sorgtemit ihren für

den kommunalen Bereich opti-

mal geeigneten Micro-Lkw für

positives Aufsehen.

Eine bedeutende Rolle spielten

natürlich auch jene Aussteller,

die keine Fahrzeugeauf die Rennstrecke

schickten –darunter die

Salzburg AG, die in ihren Boxen

einen Überblick über das breite

Produktangebot gab, das Land

Salzburgoder die Vielzahl an Firmen,

die ihre Dienstleistungen

und Produkte rund um das Thema

Ladeinfrastruktur in den Mittelpunkt

stellten. Mittendrin

stattnur dabei warauch der Mobilitätsclub

ÖAMTC, an dessen

Ausstellungsbereich unzählige

Beratungsgespräche zum Thema

E-Mobilitätgeführt wurden.


SAMSTAG, 22. OKTOBER 2022

Der elektrische MAN-Bus shuttelte Besucher über das Ringgelände.

Peter Grabner (Mauch GmbH, l.), Bernhard Seidl (SUA e-Motion).

Firma Denzel:

Elvin Pargan,

Helmut Semisch,

Sandra Vardalic,

Mario Palzenberger,

Sven

Thiele, Arijan

Halilagic und

Christian Teufl

(v. l.).

Auto Schmidt,

Team Ford (v. l.):

Fabian Ruf,

Marko Gagovic,

Thomas Greinz,

Paul Prodinger.


12 IMFS 2022

Martin Ferk

von NRGkick

präsentiert die

neuen Features

des smarten

Ladekabels.

Autohaus Schmidt, Team Peugeot: Christian Erhard und Resul Buyankara

(v. l.).

Herbert Stranzinger, Karl-Heinz Steiner, Hans-Peter Buchegger, Julia

Kwich, Stefanie Brunner, Manfred Ackerl (v. l., alle Salzburg AG).

Das Team von Kia Austria (v. l.): Manuel Dubsky, Mario Lapkalo, Milo Span, Marko Ivošević, David Martin, Iris Rosner, Haris Voloder, Martin

Palsa, Katharina Queiruga, Katharina Williamson, Kevin Schirk.


SAMSTAG, 22. OKTOBER 2022

Florian Kreibich (Gaisberg-Koordinator), David Gruber, Firma Silenth.

Stefan Pointner von der Firma Corratec.

Das Team von Cupra mit dem vollelektrischen Born.

Alexander Traiber,

Key Account

Manager bei

MAN Vans.

Autohaus Schmidt, Team Volvo: Alexander Ausweger, Philipp Schörghofer,

Michael Mastera-Scamporlino, Christina Frank (v. l.).

Mercedes-Benz Vans: Christina Schwarzer, Franz Sunkler, Florian

Stauffer, Gottfried Vallant, Matthias Putz, Andreas Stockhammer.


14 IMFS 2022 SAMSTAG, 22. OKTOBER 2022

Spanischer Gamechanger

Mit dem Born brachte Cupra vor knapp einem Jahr einen kompakten Stromer

auf den Markt, der die Symbiose aus Elektrifizierung und Performance verkörpert.

DasJahr 2022 begann gutfür die

Marke Cupra: Bereits im Jänner

warder Born erstmals das meistzugelassene

Elektrofahrzeug in

Österreich. Im März zündeten die

Spanier dann die nächste Raketenstufe.

Seither ist der Born in

zwei unterschiedlichen Ausführungen

mit einer maximalen

Leistung von jeweils 170 kW/231

PS bestellbar.

Bei den Topmotorisierungen,

die über 20 kW/27PSmehr Leistung

verfügen als das bereits zuvor

erhältliche Modell mit 150

kW/204 PS und 58-kWh-Batterie,

hatman somit die Wahl zwischen

maximaler Performanceund maximaler

Reichweite. Mit der leichteren

Batterie beträgt die Beschleunigung

von0auf 100 km/h

nur6,6 Sekunden und damit 0,4

Sportlich, langstreckentauglich und sicher: der Cupra Born.

Sekunden weniger als mit dem

etwas schwereren77-kWh-Akku.

Im Gegenzug sorgt dieser für eine

Reichweite von bis zu 547 Kilometern

laut WLTP-Norm. Beide

Varianten verfügen zudem mit

BILD: SN/CUPRA

dem dynamischen „Cupra“-Modus

über ein zusätzliches Fahrprofil.

Nur zur Sicherheit: Seit Anfang

Juli istesamtlich, der Cupra

Born hat wie seine Brüder Leon

und Formentordie maximale Anzahl

vonfünf Sternen im Rahmen

der NCAP-Sicherheitsbewertung.

Möglich wirddas durch die

breite Palette an Sicherheitssystemen,

zu der unteranderem die

vorausschauende, automatische

Distanz- und Geschwindigkeitsregelung

Predictive ACC, Travel

Assist, Auspark-Assistent, Verkehrszeichenerkennung,

der

Notfallassistent oder auch der

Pre-Crash-Assistent zählen.

Dazu kommen sieben Airbags,

Front Assist mit Fahrzeug-, Fußgänger-

und Fahrraderkennung,

der Ausweich- und Abbiegeassistent,

der Fahrspurassistent oder

auch das eCall-System, das im

Notfall einen direkten Kontakt zu

einem Rettungsdienst aufnehmen

kann.

Audi ist wieder zu Gast

in der Mooncity Vienna

Sich mittenim1.Wiener Gemeindebezirk

aus erster Hand über

das Thema E-Mobilitätinformieren

–inder Mooncity Vienna in

der Kärntner Straße 26 istgenau

das möglich. Seit dem 12. Oktober

istdort nunwieder die Marke

Audi zu Gast. Indirekter Nachbarschaft

zu Traditionsgeschäften

wie dem k. &k.Hoflieferanten

Lobmeyr präsentiert Audi

über mehrereWochen die elektrischen

Stars der Marke. Ganz im

Zeichen von „Vorsprung durch

Technik“ werden die beiden vollelektrischen

Modelle Q4 e-tron

und e-tron GT einem breiten Publikum

präsentiert. Ab Dezember

ist dann ein faszinierendes

Fahrzeug der Zukunft, der Audi

Skysphereconcept, zu sehen.

Zudem wird es erneut Themenschwerpunkte

geben. Interessierte

können das Erlebniszentrum

besuchen, wo Exponate

und interaktive Grafiken den

Aufbruch in eine neue Designära

Audi in der Mooncity.

BILD: SN/AUDI

beleuchten, die Technik der batterieelektrischen

Antriebe erläutern

und die Ladetechnik erklären.

AufWunsch erklärt auch ein

Audi Genius –ein speziell geschulter

Produktprofi–den Besuchern

die neuen Technologien

und Fahrzeuge von Audi. Auch

individuelle Konfigurationen am

Audi Q4 e-tron oder Audi e-tron

GT können in aller Ruhe vorgenommen

werden.


16 IMFS 2022

Die IMFS als

Mittelpunkt

von Euregio

Versammlung der Bürgermeister aus den

Euregio-Gebieten Salzburg, Chiemgau,

Traunstein und Berchtesgaden am Salzburgring.

Petra Lüftenegger und Cathrine Maislinger (v. l.).

Josef Schöchl, Konrad Schober,

Norbert Meindl (v. l.).

Adolf Hinterhauser und Konrad

Pieringer (v. l.).

Der Stolz warRupert Reischl, seines

Zeichens Bürgermeister der

Gemeinde Koppl, durchaus anzumerken.

Schließlich fungierte

der Ortschef der Flachgauer Gemeinde

im Rahmen der IMFS

2022 nicht nur als Gesprächspartner

von Landesrat Stefan

Schnöll bei einem der Podiumsgespräche.

Schon vorher fungierte

Reischl quasi als Gastgeber der

offenen Euregio-Ratssitzung, die

aus besonderem Anlass imgroßen

IMFS-Vortragszelt am Salzburgring

über die Bühne ging.

Euregio,das istein freiwilliger

Zusammenschluss auf kommunaler

Ebene von aktuell 116 Gemeinden,

zwei Landkreisen und

drei Interessenvertretungen aus

den Wirtschaftsräumen Salzburg,

dem Berchtesgadener Land,

Chiemgau und Traunstein. Die

Euregio istinvielen Lebensberei-

chen wie etwa Tourismus, Verkehr,Kultur,Bildung,

Wirtschaft,

Jugend, Raumordnung, Naturund

Umweltentwickelung, Land -

und Forstwirtschaft oder Sport

eine wichtige Plattform und Motorfür

die Zusammenarbeit zwischen

bayerischen und SalzburgerGemeinden.

An der Ratssitzung im Rahmen

der IMFS nahmen nicht weniger

als 51 Bürgermeisterund unzählige

Amtsleiter teil, sodass insgesamt

mehr als 80 Personen vor

Ort begrüßtwerden konnten. Neben

anderen Tagespunkten und

Abstimmungen stand die Veranstaltung

ganz im Zeichen mehrererVorträge

bzw. Präsentationen.

Während der Elektromobilitäts-

ExperteHubert Vachenauer wertvolle

Ratschläge zum Thema Förderungen

im Bereich der E-Mobilität

gab, berichteten Elisabeth

Koppls Bürgermeister Rupert Reischl (Mitte) applaudiert als „Gastgeber“ an vorderster Front bei den spannenden Vorträgen.


SAMSTAG, 22. OKTOBER 2022

Elisabeth Höllwarth-Kaiser,

Bürgermeisterin

von Oberhofen

am Irrsee,

am Podium

der Euregio-

Ratssitzung.

Höllwarth-Kaiser, Bürgermeisterin

vonOberhofenamIrrsee, sowie

ihr Amtskollegeaus Schönau

am Königssee, HannesRasp,über

neue Mobilitätsvorhaben aus

ihren jeweiligen Gemeinden.

Ein weiteres Elementder Euregio-Ratssitzung

am Salzburgring

war ein Vortrag des Koppler MobilitätsforschersGünther

Penetzdorfer

mit dem Titel „Regenerative

Mobilitätinder ländlichen Region“.

Dabei ging es um ein Mobilitätsprojekt

in der Fuschlsee-

Mondsee-Region, an dem zehn

Gemeinden aus Salzburg sowie

sieben Orte aus Oberösterreich

teilnehmen. „Der dortige Modal

Split ist äußerst autolastig, da es

nurein sehr eingeschränktes Angebot

an öffentlichen Verkehrsmitteln

gibt“, schildert Penetzdorfer

gegenüber den SN.ImZuge

der Bestandsaufnahme wurden

die lokalen Verkehrssysteme

analysiert, wonach die beiden

Buslinien 150 und 140 tragende

Rollen in einer Region einnehmen,

in der nicht nur insgesamt

40.000 Menschen leben, sondern

jährlich bis zu eine Million

Touristenunterwegs sind.

„Die entscheidende Frage besteht

darin, wie man die jeweiligenSeitenlinien

der Postbus-Verbindungen

von Salzburg nach

Bad Ischl bzw. Mondsee erschließt“,

stellt Günther Penetzdorfer

fest. Die optimale Lösung

besteht aus Sicht des Mobilitätsexperten

darin, ein flexibles On-

Demand-Öffi-System zuetablieren.

Penetzdorfer: „Dieses System

funktioniert gänzlich ohne

Fahrplan, jedoch mit zahlreichen

Einstiegspunkten, die im idealen

Fall lediglich 200 Meter voneinander

entferntliegen. Die Erfahrungen

zeigen, dass damit eine

Region wie rund um Fuschlsee

und Mondsee äußert kostengünstig,

aber effizient erschlossen

werden kann.“ Dreh- und Angelpunkt

ist dabei die möglichst

barrierefreie Anknüpfung an die

jeweiligen Hauptlinien.

Joachim Fritz vom Institut der

Regionen Europas.

Euregio-Präsident und Bürgermeister

von Lofer: Norbert Meindl.

Stefanie Lang, Bürgermeisterin

der Gemeinde Taching am See.

Mobilitätsforscher Günther Penetzdorfer.


18 IMFS 2022

Akku-Giganten unter sich.

Beim ÖAMTC gab es ein Wasserstoffauto zu bestaunen.

IGMS-Präsident Friedrich Lehensteiner.

Der Boxenbereich des Salzburgrings stand einen Tag lang im Zeichen der E-Mobilität.

Martina Berthold im Elektro-Radlader.

IMFS elektrifiziert auch 2022

Wo sich einst die Helden des Motorsports auf zwei und vier Rädern ein Stelldichein gaben,

wird heute die Basis für eine nachhaltige und emissionsfreie Zukunft gelegt.

Jahrzehntelang galt der Salzburgring,

im berühmt-berüchtigten

Nesselgraben zwischen den Gemeinden

Koppl und Plainfeld gelegen,

als lauter Ort. Kein Wunder:

Angefangen mit den Tourenwagen-Spektakeln

der 70er- und

80er-Jahre über die Motorrad-

Weltmeisterschaftsläufe über

fast drei Jahrzehnte bis hin zu den

Histo-Cup-Festspielen der letztenJahre–die

Motorengeräusche

der Boliden warenstets omnipräsent.

Nicht soimRahmen der

IMFS. Zwar waren auch hier

mehr als 100 Fahrzeugeüber den

ganzen Tagverteilt auf dem 4,2

Kilometer langen Asphaltband

unterwegs. Von Motorengeheul

und quietschenden Reifen jedoch

keine Spur. Tatsächlich hat

sich der Salzburgring in den letztenJahren

gewandelt. Die Vision

einer multifunktionalen Eventlocation

rückt in greifbare Nähe.

Wieernstesdie Ringführung mit

diesem disruptiven Wandel

meint, zeigen die mehr als 50 (!)

Ladepunkte, die im Zeitraumder

IMFSfür die Besucher desEvents

zur Verfügung standen. Dazu

kommt, dass die Rennstrecke in

Sachen Stromversorgung und

WLAN-Angebot die meisten anderen

Rennstrecken Europa hinter

sich lässt –den hochmodernen

Red Bull Ring in der Steiermark

inklusive!

Aus dieser Perspektive passt

der Standort auch perfekt zum

inhaltlichen Konzept der B2B-

Fachmesse, wo es primär darum

geht,Aussteller und Zielgruppen,

aber ebenso theoretisches Fachwissen

und praktisches „Erfahren“

miteinander in Einklang zu

bringen. Wie wertvoll so ein innovatives

Konzept ist, zeigt auch

das enorm positiveFeedbackseitens

der zahlreichen Fachbesucher,die

ausganz Österreich und

dem benachbarten Bayern an den

Salzburgring strömten. Wobei

Qualitätstatt Quantitätganz eindeutig

das Motto des Tages war.

Die vermeintlichen Erfolgsindikatoren

früherer Automessen,

wonach sich die Besucher um die

Neuheiten drängen müssen, sind

eindeutig passé. Denn erfahrungsgemäß

nutzten die Aussteller

ihre Zeit lieber für weniger,

dafür aber zielgerichtete Kundengespräche,

an deren Ende in

den meisten Fällen sogar ein positiver

Geschäftsabschlussstand.

Und nicht selten das Versprechen,

2023wiederzukommen.


SAMSTAG, 22. OKTOBER 2022

Ford Transit Custom als E-Version und Hybrid

Der meistverkaufte Ein-Tonnen-Transporter kommt auch elektrifiziert in unzähligen Varianten.

Als europäischer Marktführer bei

den leichten Nutzfahrzeugen

fügte Ford imRahmen der diesjährigen

IAA Transportation in

Hannover seinem Angebot ein

weiteres, wichtiges Puzzlestück

hinzu: Der Transit Custom, Europas

Bestseller im Ein-Tonnen-

Segment, ist absofort auch als

vollelektrischer E-Transit sowie

in einer Hybridvariante verfügbar.

Die neueste Batterietechnologie

ermöglichtdabei eine WLTP-

Reichweite von bis zu 380 Kilometern

und 125-kW-Schnellladen.

Neben der vollelektrischen

Variante wird auch eine Hybridversion

des Transit Custom auf

den Markt kommen. Der Antriebsstrang

verbindet dabei den

Reichweitenvorteil und die Flexibilität

eines konventionellen

Benzinersmit der hohen Energieeffizienz

und der Laufkultur eines

Elektromotors. Das Plug-in-

Der neue Ford Transit Custom ist in unterschiedlichsten Varianten und Radständen verfügbar.

System setzt sich dabei zusammen

aus einem 2,5-Liter-Vierzylinder-Benziner,

einem E-Motor

sowie einer Lithium-Ionen-

Hochvolt-Batterie mit einer nutzbaren

Kapazität von 11,8 Kilowattstunden.

Rein elektrisch –

und damit lokal emissionsfrei –

kann der Transit Custom PHEV

voraussichtlich 57 Kilometer fahren.

Für beide Varianten des Transit

Custom wird auf Wunsch das

BILD: SN/FORD

sogenannte „ProPower Onboard“-Systemlieferbar

sein. Dabei

handelt es sich um Steckdosen

im Fahrzeugheck, die zum

Beispiel für den Betrieb elektrischer

Werkzeuge, für den Anschluss

externer Lichtquellen

oder für andere Geräte mit einer

Leistungsaufnahme von bis zu

2,3 kW genützt werden können.

Eine der Stärken der Baureihe

spielt der Transit Custom auch

als BEV bzw. PHEV aus–die enorme

Bandbreite an Versionen,

Radständen und Ausstattungen.

So wird das Fahrzeug wahlweise

mit niedrigerer Ladebodenhöhe,

je nach gewählter Fahrzeugvariante

unter zwei Meter Gesamthöhe

sowie Einzelradaufhängung

hintenverfügbar sein. Dazu

kommen ein Kastenwagen (Einzel-

oder Doppelkabine) oder ein

Kombi, zwei Radstände, zwei

Dachhöhen sowie fünf Ausstattungslinien.


20 IMFS 2022

Steiner Nautic

aus Mattsee

brachte ein

spektakuläres

Elektro-Motorboot

an den

Salzburgring.

Die IMFS hatte

auch tierische Fans.

Der Elektrobus von Silenth zog auch am

Salzburgring viele Blicke auf sich.

Die Besucher konnten einen ganzen Tag lang unzählige aktuelle Elektrofahrzeuge

„erfahren“.

Denzel Salzburg brachte eine breite Nutzfahrzeugpalette mit.

Bei der Salzburg AG stand das Thema Laden im Vordergrund.


SAMSTAG, 22. OKTOBER 2022

Peugeot optimiert erneut den e-208

Im Rahmen einer Modellpflege verpasst Peugeot dem kompakten Stromer einen neuen Antrieb.

Seit seinem Erscheinen wurden

vome-208 bereits 110.000 Exemplareverkauft.

Bereits Ende 2021

hatte Peugeot seinem elektrifizierten

Kompakten eine Reichweitensteigerung

von22Kilometern

spendiert. Im Vergleich zur

allererstenVersion, die Ende 2019

auf den Markt gekommen war,

schaffte der e-208 damit eine

WLTP-Reichweitevon bis zu 362

Kilometern.

Nun profitiert der e-208 abermals

voneinem technologischen

Quantensprung: Ab dem Modelljahr

2023 bekommt erden Antrieb

seines „großen Bruders“,

dese-308. Die maximale Leistung

des Elektromotors steigt damit

um 15 Prozentvon 100 kW/136 PS

auf115 kW/156 PS. Die Reichweite

steigt gleichzeitig um mehr als

zehn Prozent bzw. 38Kilometer

auf über 400 Kilometer gemäß

WLTP-Norm. Bei der Entwicklung

des neuen Antriebsstrangs

15 Prozent mehr Leistung und über 10 Prozent mehr elektrische Reichweite: der 2023er-Peugeot. BILD: SN/PEUGEOT

stand die Effizienz stets im Mittelpunkt.

Das Resultat ist ein

bemerkenswert niedriger Durchschnittsverbrauch

von rund

12 kWh pro100 Kilometer.

Möglich wird dieser Wert

durch das Zusammenspiel verschiedener

Maßnahmen. So maximiert

eine Wärmepumpe in

Verbindung mit einem Klimasen-

sor, der oben auf der Windschutzscheibe

angebracht ist, die

Energieeffizienz von Heizung

und Klimaanlage. Reifen der

Klasse A+ minimieren den Energieverlust,

der durch die Reibung

beim Fahren entsteht. Auch das

Übersetzungsverhältnis des Getriebeswurde

so gewählt, um die

Reichweite bei Straßen- und Autobahnfahrten

zu erhöhen. Der

Peugeot e-208 ist serienmäßig

mit dem dreiphasigen 11-kW-On-

Board-Charger ausgestattet. Darüber

hinaus ist der kompakte

Stromer schnellladefähig. An

einer öffentlichen 100-kW-Ladestation

kann er in weniger als 25

Minuten von 20 auf 80Prozent

aufgeladen werden.


22 IMFS 2022

Elektromobilität, einmal anders: In der Box der Salzburg AG kamen auch die kleinen Besucher auf ihre Kosten.

Die großen Elektrobusse drehten in Summe 30 Runden am Ring.

Bei den Testfahrten herrschte großer Besucherandrang.

Bunte Mischung:

vom Elektro-

MINI über SUVs

und leichte

Nutzfahrzeuge

bis hin zum 18-

Meter-Bus –alle

fuhren natürlich

rein elektrisch.


SAMSTAG, 22. OKTOBER 2022

Volvo EX90 als mobiler Energiespeicher

Das zukünftige Flaggschiff der Marke Volvo wird über eine bidirektionale Lademöglichkeit verfügen.

Mit dem EX90 wird das Auto zum mobilen Energiespeicher. BILD: SN/VOLVO

Am 9. November 2022 wirdVolvo

sein neues, vollelektrisches

Flaggschiff EX90 vorstellen. Bereits

im Vorfeld wurde bekannt,

dassdas große Elektro-SUV auch

über eine bidirektionale Ladetätigkeit

verfügen wird. Dadurch

kann der EX90 nicht nur Strom

an externe Verbraucher liefern,

sondern auch zum Lastenausgleich

im Energienetz beitragen.

Der vollelektrische Volvo

EX90 ist als erstes Modell des

schwedischen Premium-Automobilherstellers

auf bidirektionales

Laden ausgelegt. Die zunächstinausgewählten

Märkten

angebotene Fähigkeit hilft, die

Energienutzung kostengünstiger,

effizienter und nachhaltiger zu

gestalten. In Verbindung mit

der „Smart Charging“-Funktion

der Volvo-Cars-Smartphone-App

wird das Fahrzeug aufgeladen,

sobald die Stromnachfrage gering

und die Energiepreise entsprechend

niedrig sind –inder

Regel, wenn viel erneuerbare

Energie beispielsweise ausWindund

Solarkraft im Strommix zur

Verfügung steht.

Die im Hochvoltakku gespeicherte

Energie kann dabei nicht

nur für den Fahrbetrieb genutzt

werden, sondern auch wieder abgegeben

werden. „Mit dem Volvo

EX90 versorgen wir den Alltag

mit Strom“,soOlivier Loedel, Leiter

Electrification Ecosystem bei

Volvo Cars. „Autofahrer können

die Batterie auf vielerlei Weise

nutzen: Sie können ihr E-Bike

aufladen, wenn sie unterwegs

sind, oder während desCampingausflugs

am Wochenende ein

Outdoor-Kochgerät anschließen.

Während teurer Spitzenzeiten

lässt sich sogar das Haus mit

günstigem Strom aus dem Auto

versorgen.“

Das SUV-Flaggschiff wird im

Notfall sogar zur Ladesäule für

andere kompatible Volvo-Elektrofahrzeuge:

Findet sich unterwegs

partout keine Ladestation,

lädt der Volvo EX90 die Stromer

auf–oder lässt sich selbstanihnen

aufladen. Sofern verfügbar,

erfolgt der gesamte Ladevorgang

automatisch über die intelligente

Ladefunktion der VolvoCarsApp.

Der zugrunde liegende Algorithmus

sorgt dafür, dass der Akku

nur inbegrenztem Umfang aufbzw.

entladen werden kann, was

der Langlebigkeit zugutekommt.


24 IMFS 2022

Renault bringt

Kangoo E-Tech

Der elektrische Kombi-Van bietet alle gewohnten

Vorteile –und den E-Antrieb obendrauf.

Mit mehr als vier Millionen verkauften

Fahrzeugen in mehr als

50 Ländern der Welt istder Kangooseit

25 Jahren eine globale Erfolgsgeschichte.

Auf die laufenden

Verbesserungen und Weiterentwicklungen

des Kombi-Vans

folgt jetzt –erstmals in der Geschichte

diesesModells –eine E-

Tech-Elektroversion.

Der neue E-Tech verfügt über

alle praktischen Funktionen sowie

Sicherheits- und Komfortausstattungen

der Versionen mit

Verbrennungsmotor. Herausragend

istvor allem der geräumige

Kofferraum von 850 Litern. Exklusiv

beim neuen Kangoo VanE-

Tech Electric besteht die Mög-

lichkeit, den Kofferraum durch

das Verschieben der zweiten Sitzreihe

aufbis zu 2500 Liter zu vergrößern.

Optisch istdie E-Tech-Variante

mit Ausnahme desneuen Kühlergrills

kaumvon den Verbrennern

unterscheidbar. Der Ladenschluss

steckt hinter dem Renault-Emblem

an der Fahrzeugfront.

Die neue Lithium-Ionen-

Batterie mit einer voll nutzbaren

Kapazitätvon 45 kWh besteht aus

acht eigenständigen Modulen,

die sich einfach reparieren lassen.

Angetrieben wird der Kangoo

E-Tech Electric von einem

90-kW-Motor, der ein Drehmomentvon

245 Nm liefert.

Der Kangoo E-Tech fährt bis zu 285 Kilometer lt. WLTP. BILDER: SN/RENAULT (3)


SAMSTAG, 22. OKTOBER 2022

Daciazeigt, wie man sich die Zukunft vorstellt

Die Studie Manifesto setzt auf Wirtschaftlichkeit und einen minimalen ökologischen Fußabdruck.

Im Rahmen des Pariser Automobilsalons

gibt Dacia einen Ausblick

darauf, wie sich die Marke

in den kommenden Jahren weiterentwickeln

könnte.Dreh- und

Angelpunkt dieser Vision ist die

spektakuläre Outdoor-Studie

Manifesto.Diese vereintdas Konzept

eines minimalistischen Allrad-Fahrzeugs

mit einer Fülle

vonIdeen, die den Alltagauf-und

abseits befestigter Wege maßgeblich

erleichtern sollen. So verzichtetder

puristische Offroader

bewusst aufTüren, Fenstersowie

die Windschutzscheibe. Auch

beim Lichtverlässt der Dacia Manifesto

ausgefahrene Wege: Statt

der üblichen zwei Scheinwerfer

verfügt er über eine Solo-Leuchteinheit,

die abnehmbar ist und

bei Bedarf als leistungsstarkeTaschenlampe

dient.

Dazu kommt ein wasserfestes

Interieur: Der gesamteFahrzeuginnenraumlässt

sich einfachmit

Ein Blick in die Markenzukunft von Dacia: der Manifesto.

dem Wasserschlauch reinigen.

Mindestens ebenso praktisch:

Die abnehmbaren Sitzbezügelassen

sich in Sekundenschnelle zu

Schlafsäcken umfunktionieren.

Darüber hinaus zeichnet sich der

BILD: SN/DACIA

Manifesto vor allem durch einen

minimalen ökologischen Fußabdruck

aus. Das beginnt beim geringen

Fahrzeuggewicht: Ein

Großteil der Karosserie besteht

aus recycelten Kunststoffen, die

aus aufbereiteten Altpolymeren

hergestellt werden. Ein weiteres

Merkmal sind die Airless-Reifen,

die nicht nur die Umwelt schonen,

sondern auch Kostensparen

sollen. Möglich macht das die

pannensichere Konstruktion. So

sollen die Reifen laut Hersteller

ebenso langehalten wie das Fahrzeug

selbst. Auch im Innenraum

kommen natürliche Materialien

zum Einsatz, etwader Korkbelag

der Armaturentafel.

Ein weiterer Eyecatcher auf

dem Dacia-Stand ist zudem das

neue Sondermodell Duster „Mat

Edition“ mit einem kraftvollen

Benziner, Doppelkupplungsgetriebe.

In Paris kündigteDacia zudem

den erstenHybridantrieb im

Dacia Jogger an. Technisch greift

man dabei auf die bewährte

Technik von Renault zurück. Bestellungen

sind bereits ab Anfang

2023möglich, die Auslieferungen

erfolgen im Frühjahr 2023.


26 IMFS 2022

Die fünfte Generation

des kompakten

Fiat-Transporters Doblò

ist auch als lokal

emissionsfreie Variante

erhältlich.

Mit der Einführung desneuen E-

Doblò setzt Fiatden 2021begonnenen

Elektrifizierungsprozess

fort. So hatman sich zum Ziel gesetzt,

bis 2024 jede Modellreihe

in Europa auch mit vollelektrischem

Antrieb anzubieten.

Der neue E-Doblò ist mit

einem Elektromotor mit

100 kW/136 PS Leistung ausgestattet.

Seine Batterie bietet eine

Kapazität von 50 Kilowattstunden,

waslaut WLTP-Norm für bis

zu 280 Kilometer ohne Nachladen

reicht. Zudem erreich der E-

Doblò eine Höchstgeschwindigkeit

von 135 km/h. Dank des sogenannten

Quick Charge Mode

lädt der elektrifizierte Italiener

die Akkus in nur30Minutenauf

bis zu 80 Prozent auf. An Wechselstromladesäulen

kann drei-

Elektro-Werkzeug

phasig mit bis zu 11 kW Ladekapazität

geladen werden. Unterwegs

kann man zwischen den E-

Modi Normal, Eco und Power

wählen. „Normal“ empfiehlt sich

für den normalen Alltagsverkehr.

„Eco“ verringert den Energieverbrauch,

während „Power“ die

Spitzenleistung desAntriebs ausnutzt.

Seinen Kunden bietet der neue

Doblò die Flexibilität von zwei

bestellbaren Längen und den

zwei Konfigurationen Kastenwagenund

Doppelkabine. Das„Magic

Cargo“ genannte Feature ermöglicht

die Vergrößerung des

Ladevolumens um 0,5 Kubikmeter

und der Ladelänge auf bis zu

drei Meter. Um noch mehr Platz

Denneuen Fiat

Doblò gibt es mit

Verbrennungsmotoren

sowie

als vollelektrischen

E-Doblò.

BILD: SN/FIAT

zu schaffen, kann der Sitz aufder

Beifahrerseite hochgeklappt und

das darunterliegende Fach für

Kistenoder zerbrechliche Gegenstände

genutzt werden. Außerdem

gibt es einen drehbaren Ablagetisch,

der die Doblò-Kabine

bei Bedarf in ein mobiles Büro

verwandelt. Die Preise für den E-

Doblò beginnen bei 42.090 Euro.


SAMSTAG, 22. OKTOBER 2022

ÖAMTC: Einfach elektrisch mobil

Das ÖAMTC ePower

Lade- und Partnernetz

umfasst bereits

österreichweit mehr als

4500 Ladepunkte.

Seit Oktober 2020 bietet der Mobilitätsclub

mit ÖAMTC ePower

eine öffentlich zugängliche Ladeinfrastruktur

und die Möglichkeit,

Elektroautos mittels ÖAMTC

ePower App zu transparenten,

fairen und mengenbezogenen

Tarifen zu laden. Die kostenlose

ÖAMTC ePower App steht für iOS

und Android im Apple Store bzw.

bei Google Play zum Download

zur Verfügung. Sie bietet eine interaktive

Karte, in der nächstgelegene

Ladestationen sowie freie

Ladepunkte ersichtlich sind –inklusiveeiner

Übersicht aller Ladevorgänge,

aktueller Kosten und

Rechnungen. ÖAMTC-Mitglieder

können eine Ladekarte ergänzend

bei allen Stützpunkten, die

mit einer ÖAMTC ePower Ladestation

ausgestattet sind, oder

unter www.oeamtc.at/epower anfordern.

ÖAMTC ePower ist ein Angebot

exklusiv für Clubmitglieder.

Nicht-Mitglieder können jedoch

mittels direct payment an den

ÖAMTC ePower Ladestationen

laden und zahlen. Um eine flächendeckende

Ladeinfrastruktur

bieten zu können, sind zudem

auch Roaming-Partner mit Zeittarif

im ÖAMTC Partnernetz mit

dabei.

Seit Mai dieses Jahres bietet

der ÖAMTC unter der Kategorie

„Elektromobilität“ des clubeigenen

Online-Shops auch Ladeprodukte

für zu Hause an –vom Typ-

2-Ladekabel über eine mobile Ladestation

bis hin zur intelligenten

Wallbox mit integriertem Ladekabel.

Insgesamt vier verschiedene

Wallboxen stehen dabei zur Auswahl:

vom Einsteigermodell mit

elf Kilowatt bis hin zur vollvernetzten

Wallbox mit integriertem

Ladekabel und einer Ladeleistung

von bis zu 22 kW. Hierbei ko-

operiert der ÖAMTC mit E.ON

Drive. Laden, wo und wann man

möchte, macht die Mobile Ladestation

„ÖAMTC ePower

NRGkick“ möglich: Eine fixe

Wandinstallation ist nicht notwendig,

stattdessen einfach Kabel

einstecken und losladen.

Doch nicht nur Privatnutzer

kommen in den Genuss aller Vorteile:

Unter ÖAMTC ePower.Business

bietet der Mobilitätsclub

auch maßgeschneiderte Ladeund

Mobilitätslösungen für Unternehmen,

Gemeinden und

Tourismusbetriebe an. Technische

Beratung bei der Auswahl

des optimalen Standorts und der

passenden Ladestation ist dabei

ebenso inkludiert wie transparente,

kWh-basierte Ladetarife.

Die Abrechnung an der eigenen

Ladestation erfolgt damit nach

Ladeleistung, nicht nach Zeit.

Möglich sind zudem individuelle

Abrechnungsmöglichkeiten wie

zum Beispiel für Mitarbeitende

mit privaten E-Fahrzeugen. Unternehmen

erhalten für die Errichtung

einer betrieblichen bzw.

öffentlich zugänglichen Ladeinfrastruktur

bis zu 30 Prozent der

Anschaffungskosten aus der öffentlichen

Hand gefördert.

ÖAMTC ePower.Business bietet

ebenfalls Unterstützung bei

Auswahl und Anschaffung von

Ladestationen, aber auch bei der

operativen Abwicklung im laufenden

Betrieb wie Kundenmanagement

sowie Abrechnungsprozesse

an.

Transparent und kundenfreundlich –das ÖAMTC ePower Lade- und Partnernetz. BILDER: SN/ÖAMTC (3)

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28 IMFS 2022

40-Tonner

im Höhenflug

Die elektrische Sattelzugmaschine eActros 300

von Mercedes überquert den Arlbergpass.

Im Rahmen einer Versuchsreihe

hat der kürzlich auf der IAA

Transportation in Hannovervorgestellte

eActros 300 als Sattelzugmaschine

auf40Tonnen voll

beladen den Arlbergpass überquert.

Die Versuchsfahrt in Tirol

führteüber eine Streckevon insgesamt

111 Kilometern unter anderem

über Bludenz, Stuben, St.

Antonund Lech aufstreckenweise

über 1800 MeterHöhe.

Ein besonderer Fokus lag

auf der Energierückgewinnung

durch Rekuperation, die gerade

im hochalpinen Terrain ausgiebig

genutzt werden kann. Bei der

Rekuperation wird die beim

Bremsen gewonnene Energie in

die Batterien deseActros zurückgeführt

und steht im Anschluss

wieder für den Antrieb zur Verfügung.

Im speziellen Fall konnte

die elektrische Sattelzugmaschine

rund 180 kWh Energie zurückgewinnen,

sodass amEnde der

anspruchsvollen Tour noch rund

40 Prozentder Energie verfügbar

waren. Insgesamt hat der E-Sattelzug

im Erprobungsverlauf

2300 Höhenmeter bewältigt, die

maximale Steigung lagbei 13 Prozent.Geladen

wurden die Batterien

des Sattelschleppers auf dem

Weg ins Testgebiet ausschließlich

an öffentlichen Ladesäulen.

Die Modellvariante des eActros

300 als Sattelzugmaschine

Hatte im hochalpinen

Gelände

keine Probleme:

der eActros von

Mercedes-Benz.

BILD: SN/DAIMLER TRUCK AG

kann unterBerücksichtigung der

maximal zulässigen Gesamtzuglängen

alle gängigen europäischen

Auflieger ziehen. Drei Batteriepakete

mit jeweils 112 kWh

installierter Batteriekapazität ermöglichen

eine Reichweite mit

einer Batterieaufladung von bis

zu 220 Kilometern. Die beiden

flüssigkeitsgekühlten Motoren

generieren eine Dauerleistung

von 330 kW sowie eine Spitzenleistung

von400 kW.Der eActros

kann mit bis zu 160 kWgeladen

werden: Die drei Batteriepakete

benötigen an einer üblichen DC-

Schnellladesäule mit 400 Ampere

Ladestrom etwas mehr als

eine Stunde, um von 20auf 80

Prozentaufgeladen zu werden.

Der Serienstart der eActros

Sattelzugmaschine ist für die

zweiteHälftedes Jahrs2023vorgesehen.


SAMSTAG, 22. OKTOBER 2022

DerKia EV6 ist das etwas andere Elektroauto

Das Crossover-SUV mit 800-Volt-Bordnetz war auch in diesem Jahr ein Hingucker auf der IMFS.

Der Kia EV6 baut auf einem 800-Volt-Bordnetz auf. BILDER: SN/KIA (3)

Der EV6 symbolisiert sowohl optisch

als auch technologisch die

Neuausrichtung der Marke Kia.

Wie schon bei der Premiere der

IMFS imVorjahr war der große

Stromer auch in diesem Jahr

eines der meistbegehrten Fahrzeuge,

wenn es um Testfahrten

aufdem Salzburgring ging.

Die Datenund Fakten desEV6

beeindrucken in der Tat: Mit Ausnahme

der Einstiegsmotorisierung,

die eine 58-kWh-Batterie

verbaut hat, sind alle Modelle des

EV6 mit einem großzügig dimensionierten

77,4-kWh-Akku ausgestattet.

Bei einem kombinierten

Stromverbrauch von 16,5

kWh fährt die Variante mit großem

Akku und Heckantrieb laut

WLTP-Norm bis zu 528 Kilometerweit.

In der Stadt liegt der Verbrauch

sogar bei gerade einmal

11,8 kWh, wasdie Reichweiteauf

maximal 740 Kilometer erhöht.

Auch die allradgetriebenen Versionen

desBasismodells und des

GT-Line knacken die 500-Kilometer-Marke.

Der EV6 lässt sich

ohne zusätzliche Adapter an

800- und 400-Volt-Ladestationen

anschließen. Dadurch ist es

bei allen Antriebsvariantenmöglich,

den Akku in nur18Minuten

von 10auf 80 Prozent aufzuladen.

Um rund 100 Kilometer

„nachzutanken“, benötigt die Variante

mit großem Akku und

Heckantrieb gerade einmal viereinhalb

Minuten.

Ein echtes Alleinstellungsmerkmal

erlangt der EV6 durch

die „Vehicle-to-Load“-Funktion,

die es ermöglicht, Strom mit

einer Leistung vonbis zu 3,6 kW

aus der Fahrzeugbatterie zu entnehmen.

Dazu wird der Ladeanschlussdes

EV6 durch einen einfachen

Adapter in eine Steckdose

verwandelt, an die sich zum Beispiel

Haushaltsgeräte oder ein

E-Bikeanschließen lassen.


30 IMFS 2022

Laderoboter

ersetzt bis zu

20 Ladesäulen

Die Weltpremiere des vollautonomen

Laderoboters: Mit CHARbO will das Unternehmen

Alveri das Stromnetz nachhaltig entlasten.

Der erste vollautonome Laderoboter

auf einer modularen

Fahrbahn kommtaus Österreich:

Bei der Weltpremiere, die im Rahmen

der diesjährigen IMFS am

Salzburgring stattfand, hat das

Salzburger Unternehmen Alveri

einen voll funktionsfähigen Prototyp

seines Laderoboters Alveri

CHARbO präsentiert. Im Zuge

der Präsentation wurden mehrere

vollständigeLadevorgängedemonstriert,

womit das Unternehmen

seine internationale Vorreiterrolle

bei autonomer Ladetechnologie

unterBeweis stellt.

In der Praxis bringt der autonome

Laderoboter gleich mehrere

Vorteile: Zum einen soll der

CHARbO bis zu 20 konventionelle

Ladestationen ersetzen. Das

spart Ressourcen –bei der Rohstoffgewinnung,

bei Produktion

und Logistik sowie den benötigtenBauflächen.

Durch das selbstständige,

nacheinander erfolgende „Abarbeiten“

der aufzuladenden Fahrzeugeschontder

Laderoboter zu-

BILD: SN/ALVERI

dem die lokale Netzkapazität.

Gleichzeitig ist der Roboter effizienter,

weil bei gleichzeitigem

Aufladen mehrerer Fahrzeuge

über eine Zuleitung hohe Ladeverluste

passieren. Die maximale

„Der Roboter

kann mit bis zu

50 kW Gleichstrom

laden.“

Ehsan Zadmard, CEO Alveri

Auf der IMFS zeigte der Laderoboter seine Praxistauglichkeit.

Ladeleistung des Roboters beträgt50kWGleichstrom.

Darüber hinaus ebnet der Laderoboter

ausSalzburgauf lange

Sicht den Weg für autonomes

Fahren. Durch autonome Ladetechnologien

können sich vollautonome

Autosohne menschliches

Zutun selbstständig bewegen.

Auch das Problem belegter

Ladeplätze wird durch den

CHARbO gelindert, da das Anstecken,

Laden und Abstecken vollkommen

selbstständig durchgeführt

werden kann. Nach einem

abgeschlossenen Ladevorgang

fährt der Laderoboter einfach

zum nächsten Elektrofahrzeug

weiter.

Mit den ersten Praxistests

bei ausgewählten Kunden wird

Alveri eigenen Angaben zufolge

im Jahr 2023 starten. Die Serienversion

des Roboters wird ab

2024 über den Vertriebspartner

Salzburg AGzur Verfügung stehen.

Zum Einsatz kommen wird

der Alveri CHARbO an Standorten,

an denen Nutzer eine längere

Standzeit haben. Dazu zählen

beispielsweise Einkaufszentren,

Flughäfen, Parkhäuser oder Parkgaragen,

aber auch Unternehmen

mit großen Fuhrparks, die besonders

von einer autonomen Ladung

ihrer E-Flotte profitieren.

Die Fahrbahn, aufder sich die Ladeeinheit

des Roboters bewegt,

kann an die Bedürfnisse der Kunden

angepasst werden und erlaubt

eine Länge zwischen 20

und 100 Metern.


SAMSTAG, 22. OKTOBER 2022

Mercedes und Post testen Filtertechnologie

Zwei eSprinter der Österreichischen Post in Graz mit Filtern zur Reduktion von Feinstaub ausgestattet.

Die Luftqualitätist ein Schlüsselfaktor

für urbane Lebensqualität.

Belastend wirken sich vor allem

CO 2 -Emissionen und Feinstaub

aus. Zur Reduktion der Feinstaubbelastung

und um neue Erkenntnisse

zu Effektivität, Einfluss

des Wetters und Langzeitwirksamkeit

zu gewinnen, haben

Mercedes-Benz und die Österreichische

Post in Graz ein Pilotprojekt

gestartet. Seit August sind

dort zwei eSprintermit optimiertenFeinstaubfiltern

im Frontmodul

durch die Grazer Innenstadt

unterwegs. Die Fahrzeuge absolvieren

ihre Routen imwöchentlichen

Wechsel, um über die verbautenFeinstaubsensoren

repräsentative

Werte zur Feinstaubkonzentration

in Österreichs

zweitgrößterStadt zu ermitteln.

Begleitet wirddas Projekt vom

Institutfür Energie- und Umwelttechnik

in Duisburg. Die regelmäßige

Überprüfung der Filter vor

Die eSprinter machen die Umgebungsluft sauberer. BILD: SN/MERCEDES-BENZ AG

Ort erfolgt durch Mercedes Benz

und den Filtrationsspezialisten

MANN+HUMMEL.

Schon seit November 2021

sind in der Grazer Flotte der Österreichischen

Post ausschließlich

rein elektrische Fahrzeuge

für die Zustellung von Paketen,

Briefen, Werbesendungen und

Printmedien im Einsatz, sodass

diese lokal emissionsfrei erfolgt.

Bis 2030 will die Österreichische

Post im gesamten Land rein elektrisch

zustellen. Seit dem Frühjahr

dieses Jahres wird die Fahrzeugflotte

nurnoch um rein elektrische

Zustellfahrzeuge erweitert.

Die Technik des Pilotprojekts

stammt aus der Entwicklung des

Mercedes-Benz-Vans-Technologieträgers

Sustaineer. Dieser soll

zeigen, wie der elektrifizierte

gewerbliche Transportsektor zu

lebenswerteren Städten und zur

Schonung vonRessourcenbeitragen

kann. Der Ende 2021 vorgestellte

Technologieträger ist zur

Reduzierung vonFeinstaubemissionen

durch Reifen-, Brems-,

und Asphaltabrieb mit zwei

Feinstaubpartikelfiltern ausgestattet,

welche die Feinstaubemissionen

im direkten Fahrzeugumfeld

bis zu einer Partikelgröße

vonzehn Mikrometern um

über 50 Prozent reduzieren. 35

Prozentder Einsparungen entfallen

dabei auf den Ladevorgang,

15 Prozentauf den Fahrbetrieb.


32 IMFS 2022

Das Team von Alveri mit dem autonomen Laderoboter: Ehsan Zadmard, Jakob Zadmard und Kabir Secibovic (v. l.).

Beginn von etwas Großem

Nicht nur viele Fachbesucher, auch die Aussteller empfanden das Start-up- und Service-Zelt

der IMFS 2022 als spannende Bereicherung. Das Interesse an den „Newcomern“ war enorm.

Schon beim Start desPodiumsgesprächs

zum Thema „Salzburger

Gamechanger der E-Mobilität“

um 10.00 Uhr morgens war die

Atmosphäreimgroßen Start-upund

Service-Zelt positiv geladen.

Die anwesenden Fachbesucher

wurden vom innovativen Spirit

der vielen heimischen Jungunternehmer

spürbar mitgerissen.

Und das, obwohl die Weltpremiere

des ersten autonomen Laderoboters

der Firma Alveri zu

diesem Zeitpunkt erst bevorstand.

Nicht erst die Berichte

Salzburger Vorzeigeunternehmer

wie Ehsan Zadmard von

Alveri, David Gruber vonSilenth

oder Roland Haslauer von der

Unternehmensberatung GFB

machten klar, welches Potenzial

in einer vermeintlich provinziel-

len Region wie Salzburgschlummert,

den technologischen und

wirtschaftlichen Kurs einer ganzen

Gesellschaft auf positive Art

und Weise mitzugestalten.

Ideen eines inÖsterreich hergestellten

Elektroautos, das mittels

„Refurbing“ die vielfache Lebensdauer

eineskonventionellen

Fahrzeugs erreichen könnte,

oder einesregionalen Mobilitätskonzepts,

bei dem eine ganzeRegion

dem Ziel der emissionsfreien

Zukunft ein Stück näher

kommt, können nicht nur inspirieren.

Beispiele wie jenes von

David Gruber,der mit seinem batterieelektrischen

Zwölf-Meter-

Stadtbus selbstglobal agierenden

Konzernen Respekt einflößt, beweisen,

dassder Mythos vonDavid

gegen Goliath auch im 21.

Jahrhundert noch funktionieren

kann.

Zugegeben, die Widerstände

in der Gesellschaft, vor allem

aber auch in den Abläufen der Industrie

und der Politik sind teilweise

noch groß. Doch anstatt an

den Umständen zu verzweifeln,

zeigen mutigePioniere, dasssich

Erfindergeist und Unternehmertum

weiterhin lohnen können.

Wobei es nicht immer ein

Zwölf-Meter-Koloss oder ein futuristisch

anmutender Laderobotersein

muss.Ganz im Gegenteil:

GeradeinZeiten der Elektrifizierung

und der damit einhergehenden

Digitalisierung sind es immer

öfter die kleinen, anfangs unscheinbar

wirkenden Lösungen.

So können smarte Software-Lösungen,

am richtigen Platz und

unter smarten Rahmenbedingungen

eingesetzt am Ende des

Tages oftmals mehr Emissionen

einsparen als so mancher Technologiewechsel

von Verbrennungsmotor

aufElektroantrieb.

Im Grunde genommen stehen

die vielen faszinierenden Startups,

die sich 2022 bei der IMFS

am Salzburgring ein Stelldichein

gaben, sinnbildlich für die gesamteVeranstaltung.

Denn wenn

ein Event den Begriff „Innovative“imNamen

führt, dann istdas

auch als Auftrag an alle Beteiligtenzuverstehen.

In diesem Sinne wirddas Thema

Innovation bei der kommenden

Auflage der IMFSimOktober

2023 mit Sicherheit eine noch

größereRolle spielen. Stay tuned,

es bleibt spannend.


SAMSTAG, 22. OKTOBER 2022

Markus Schuster von der Initiative klimaaktiv.

One2Zero: Tobias

Kogler und Gerhard

Froner (v. l.)

ARTI-CEO Konstantin

Mautner-

Lassnig.

Sebastian Beger und Tobias Wagner von ChargeX.

Christoph

Schöchl, Martin

Kurija, Christoph

Forstner und

Elma Zizak

von ABB.


34 IMFS 2022

Von links:

Roman Mohler,

Alexander Schiller

und Gernot

Schröck von der

Firma Siblik.

Der Laderoboter CHARbO in Aktion.

Manfred Starflinger und Edwin Mailänder von Peter Park.


SAMSTAG, 22. OKTOBER 2022

Albert Vogl-

Bader von

Carployee.

Dominik Kudera und Tim Kienzle (v. l.) von Wallbox.

Christian Guttmann und Peter Nemeth (Hectronic Austria).

Siegfried Muhr

von Charge OS

Reisenbauer.

Claus Drennig

von Compleo

Charging

Solutions.

Sebastian Sessler und Simon Koch von Scaleup (v. l.).

Die Salzburg AG war mit ihren Ladelösungen im Start-up- und Service-Zelt vertreten.


36 IMFS 2022

Servicelösungen und Expertise

für E-Auto-Ladestationen

Diebold Nixdorf ist ein ganzheitlicher

End-to-End-Anbieter für

Services, Software, Hardware

und Sicherheit. Gemeinsam mit

unseren Kunden treiben wir

Connected Commerce für die

Zukunft des Bankings und Handels

voran. Seit 2021 hat sich Diebold

Nixdorf auf dem Markt für

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Walter Gries, Diebold Nixdorf.

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38 IMFS 2022

Der E-MINI

treibt es bunt

Für die Resolute Edition gibt es neue Farbtöne

mit schwarzem Dach und Spiegelkappen.

Rebel Green heißtder neue Farbton,

der sich in der Resolute Edition

des MINI Cooper SE mit einem

schwarzen Dach und den dazugehörigen

Spiegelkappen kombinieren

lässt. Zusammen mit

den markentypischen Designmerkmalen

im Farbton Resolute

Bronze wird die neue Sonderedition

sportlich und elegant.

Besondersauffällig sind neben

den Motorhaubenstreifen mit einem

Farbverlauf zwischen einem

hellen und einem dunklen Goldton

auch die 17 Zoll großen

Leichtmetallräder in der Variante

Tentacle Spoke Black. Im Interieur

dominiert auf den Oberflächen

ein edlesNadelstreifenmus-

ter, das mit dem klassischen Union

Jack der perforierten Vorderseite

der Kopfstützen harmoniert.

Die Sportsitze inklusive

Armauflagen und Knee Rolls gehören

zur MINI-Yours-Leder-

Lounge inCarbon Black, die für

die neue Farbkombination des

Sondermodells angeboten wird.

Abgerundet wird der Eindruck

vom anthrazitfarbenen Dachhimmel,

der Sonnenschutzverglasung

und dem Sport-Lederlenkrad

in Nappa-Ausführung.

Die Resolute Edition ist auch

für den MINI 3-Türer, den 5-Türersowie

für das MINI Cabrio erhältlich

–auch in Kombination

mit Dach und Spiegel in Weiß.

Die Resolute Edition des MINI Cooper SE. BILDER: SN/MINI (3)


SAMSTAG, 22. OKTOBER 2022

Österreichs liebster BMW jetzt auch elektrisch

Mit dem BMW X1 bzw. iX1 bringen die Bayern eine neue Version ihres Bestsellers auf den Markt.

Der BMW X1 ist nach dem Aus für den i3 der kleinste E-BMW.

Mit 2700 Neuzulassungen war

der X1 im Jahr 2021der meistverkaufte

BMW Österreichs. Jeder

vierte BMW ist hierzulande damit

ein X1. Daspasst insofern, als

in dem kleinen Bayern jede Menge

„Made in Austria“ steckt: 80

Prozentder im X1 verbautenMotoren

sowie zahlreiche Elektrokomponenten

werden im BMW-

Group-Werk Steyr gefertigt.

Nun kommt die Neuauflage

des Bestsellers auf den Markt –

und zwar erstmals auch in einer

vollelektrischen Variante. Diese

kommt im November auf den

Markt und wird von gleich zwei

Plug-in-Modellen flankiert.

Als erstes allradgetriebenes

Elektrofahrzeug der Marke im

Premium-Kompaktsegment besticht

der iX1 mit einer elektrischenReichweitevonüber400Kilometern.

Zwei Elektromotoren

an der Vorder- und Hinterachse

erzeugen einschließlich destemporären

Boosts eine Leistung von

230 kW/313 PS, das Systemdrehmoment

beträgt satte 494 Newtonmeter.

Den Spurt aus dem

Stand auf 100 km/h schafft der

BMW iX1 xDrive30 damit in 5,7

Sekunden. Für Traktion in jeder

Situation sorgt der elektrische

BILD: SN/BMW

Allradantrieb.Die moderne Elektro-Antriebstechnik

aus München

kommt auch bei den Plugin-Hybrid-Modellen

des X1zum

Einsatz, die in den Bereichen Effizienz,

Ladeleistung und rein elektrische

Reichweite imVergleich

zum direkten Vorgänger deutlich

zulegen. Aber auch das Portfolio

der konventionell angetriebenen

Modelle muss sich in Sachen Effizienz

nicht verstecken. Die jeweiligen

Topmotorisierungen bei

Otto-und Dieselmotoren werden

mithilfe von 48-Volt-Mild-Hybrid-Technologie

optimiert, deren

Elektromotor in das 7-Gang-

Steptronic-Getriebe integriert ist.

Neben der innovativen Antriebstechnik

glänzt der neue X1

mit neuen Fähigkeiten zum automatisierten

Fahren und Parken.

Serienmäßig sind unteranderem

die Geschwindigkeitsregelung

mit Bremsfunktion und die

Frontkollisionswarnung, zu deren

Funktionsumfang nun auch

die Erfassung desGegenverkehrs

beim Linksabbiegen sowie von

Fußgängern oder Radfahrern

beim Rechtsabbiegen gehört. Zur

Serienausstattung gehört auch

der Parking Assistanteinschließlich

Rückfahrassistent.


40 IMFS 2022

E-Mobilität

beginnt auf

zwei Rädern

Egal ob zwei, vier, sechs oder mehr Räder –

auf der diesjährigen IMFS wurde E-Mobilität

ganzheitlich verstanden.

Das Unternehmen iko präsentierte die aktuellen Corratec-Bikes.

Zu jenen Ausstellern, die sich

über den traumhaften Herbsttag

am meistengefreuthaben, zählte

bei der IMFS 2022 ohne Zweifel

das Unternehmen iko. Die E-

Bike-Spezialisten aus Hallwang,

die in diesem Jahr bereits zum

zweiten Mal bei der E-Mobilitäts-

Fachmessemit dabei sind, brachtenerneutdas

aktuelle Sortiment

an Corratec-E-Bikes mit auf den

Salzburgring.

In Zusammenarbeit mit dem

ÖAMTCSalzburgwurde darüber

hinaus direkt neben dem Startup-

und Service-Zelt im Eingangsbereich

ein spezieller Fahrradparcours

aufgebaut, der bei

den Besuchern aufreges Interesse

stieß. Während die iko-Mitarbeiter

alle Hände voll zu tun hatten,

die Features der neuestenE-

Bikes zu erklären und zu demonstrieren,

nahm sich das engagierte

Team des ÖAMTC Salzburg des

Themas Fahrtechnik an. Schließlich

kommtesseit einigen Jahren

zu besonders vielen Verkehrsunfällen

unter Beteiligung von

E-Bikes. Gerade Anfänger und

Umsteiger, die erstmals mit einem

E-Bikeunterwegs sind, können

vom ungewohnten Fahrverhalten

der sogenanntenPedelecs

überraschtwerden.

„Unsere Zielsetzung war, den

interessierten Besuchern zu zeigen,

worauf man beim Umstieg

auf ein E-Bike ganz besonders

achten muss“, so Michael Kocher,

stellvertretender Landesvereinsdirektor

desÖAMTCinSalzburg.

So gabBike-SpezialistJosef Dürager

Tipps zu Kurventechnik und

Bremsverhalten der unterschiedlichen

Modelle. „Aufgrund des

weitaus höheren Gewichts haben

E-Bikes oftmals einen vielfach

längeren Bremsweg als konventionelle

Fahrräder“, so Kocher.


SAMSTAG, 22. OKTOBER 2022

Die IMFS-Besucher hatten die Möglichkeit, das Brems- und Kurvenverhalten von E-Bikes an Ort und Stelle selbst zu testen.

Josef Dürager,

Pamela Egger

und Michael

Kocher vom

ÖAMTC Salzburg

betreuten den

E-Bike-Parcours.


42 IMFS 2022


SAMSTAG, 22. OKTOBER 2022

Schrägheck aus Fernost

Mit dem MG4 Electric bringt MG Motor sein erstes kompaktes Schrägheckmodell auf den Markt.

Der familienfreundliche Kompakte überzeugt mit bis zu 450 Kilometern WLTP-Reichweite.

Der neue MG4 Electric stieß bei der IMFS 2022 auf großes Interesse.

Als erstes Modell der Markebaut

der MG4 Electric auf der neuen

MSP-Plattform auf. Diese umfasst

auch die sogenannte „One-

Pack“-Batterie, die mit einer Höhe

von gerade einmal 110 Millimetern

der flachste Energiespeicher

dieser Klasse ist. Der Vorteil:

Niedriger als beispielsweise eine

Cola-Dose, ermöglicht der Akku

eine größere Höhe im Innenraum,

während das Fahrzeug

aerodynamisch günstig niedrig

bleibt.

Auf einer Fahrzeuglänge von

4,2 Metern bei einem Radstand

von 2705 Millimetern soll der

Fünftürer ausreichend Platz für

eine fünfköpfige Familie bieten.

Zum Marktstart desMittelklasse-

Modells werden drei Varianten

verfügbar sein. Den Einstieg bildet

der Standardmit einer Batteriekapazität

von 51 kWh, einer

maximalen Reichweite von 350

Kilometern im WLTP-Zyklus und

einem 125 kWstarken E-Motor

im Heck. Die Wechselstrom-Ladeleistung

an öffentlichen Ladestationen

liegt bei 6,6 kW, bei

Gleichstrom sind bis zu 117 kW

möglich. Damit lässt sich die Batterie

in 40 Minutenvon 10 auf80

Prozent laden. Die Varianten

Comfort und Luxuryverfügen jeweils

über eine 64-kWh-Batterie

und einen Elektromotor mit 150

kW. Das Comfort-Modell kommt

bis zu 450 Kilometer weit. Eine

Wechselstrom-Ladeleistung von

11 kW ist bei beiden Modellen

Standard, an Gleichstrom-

Schnellladestationen laden sie

mit bis zu 135 kW den Akku in

35 Minutenvon 10 auf80Prozent

–oder in 32 Minutenausreichend

Strom für rund 300 Kilometer

Wegstrecke.

Die Österreich-Preise beginnen

bei 32.990Euro. Nach Abzug

der Mobilitätsförderung liegt der

Startpreis damit bei 27.590 Euro.

Die ersten Fahrzeuge werden

noch in diesem Jahr ausgeliefert.


44 IMFS 2022

Sepp Sigl (Trumer Privatbrauerei), Hubert Vachenauer, Christian Peter (EMC), Nathanael Hobl (Huber Hausbetreuung), Florian Mrazek (SN).

Geballte Elektrokompetenz

Neben den Ausstellern im Boxenbereich, den Testfahrten sowie dem Start-up- und Service-Zelt

waren die Podiumsgespräche im Vortragszelt auch in diesem Jahr das Rückgrat der IMFS.

Spannend ging es bereits um

10.00 Uhr im Start-up- und Service-Zelt

los: Da versammelten

sich mit Ehsan Zadmard von

Alveri, David Gruber vonSilenth

und Roland Haslauer vonder Unternehmensberatung

GFB gleich

drei „Salzburger Gamechanger

der E-Mobilität“ aufdem Podium.

Während Ehsan Zadmard einen

Ausblick auf die Weltpremiere

des smarten Laderoboters gab

und auch über das geplante Projekt

eines„Refurbings“ für E-Autos

sprach, thematisierte Roland

Haslauer die Vorzügedes innovativen

Nutzungskonzepts rund

um das regionale E-Auto „Enjoy“.

Im Anschlussstand im großen

Vortragszelt eine Utopie zur Diskussion:

Gemeinsam mit ModeratorStephan

Obenaus diskutierten

Experten wie Stephan Vitzthum,

Salzburgs Stadträtin Martina

Berthold, AIT-Wissenschafterin

Alexandra Millonig und

Dietmar Kopf die Vision einer

emissionsfreien Gemeinde.

Danach ging es Schlag auf

Schlag: Gemeinsam mit Verkehrslandesrat

Stefan Schnöll,

Landespolizeidirektor Bernhard

Rausch, Landesfeuerwehrkommandant

Günter Trinker und

Koppls Bürgermeister Rupert

Reischl ging es um die innovative

Mobilität im Behörden- und

Kommunalbereich.

Ein echtes Highlight folgte

nach der Mittagspause dann um

14.00 Uhr: Im Fokus des

Gesprächs, das im fast restlos gefüllten

Vortragszelt über die Bühne

ging, standen die Ladeinfrastruktur

und die Akkus der Zukunft.

Robert Steinböck von der

Firma Moon, Nikolaus Mayerhofer

von Aviloo, Bernhard Sagmeister

von der Salzburg AGsowie

der Akkuforscher Marcus

Jahn vom Austrian Institute of

Technology (AIT) standen SN-

Mobilitätsredakteur Florian Mrazek

Rede und Antwort. Den Abschluss

bildete eine Gesprächsrunde

zu Theorie und Praxis von

elektrischen Fuhrparks. Mit dabei:

Marcella Kral vom ÖAMTC,

Josef Sigl vonder Trumer Privatbrauerei,

Nathanael Hobl vonder

Huber Hausbetreuung, EMC-

Direktor Christian Peter sowie

E-Mobilitätsexperte Hubert

Vachenauer.

Ehsan Zadmard (Alveri) und David Gruber (Silenth).

Roland Haslauer

(GFB) war Teilnehmer

des Gesprächs

zum Thema

„Salzburger

Gamechanger

der E-Mobilität“.


SAMSTAG, 22. OKTOBER 2022

Rupert Reischl (Bgm. Koppl).

Verkehrslandesrat Stefan Schnöll.

Landesfeuerwehrkommandant

Günter Trinker.

Die Podiumsgespräche

im Vortragszelt

waren

über den Tag hinweg

gut besucht.

Landespolizeidirektor

Bernhard

Rausch sprach

über E-Mobilität

im Polizeieinsatz.

Bernhard Sagmeister (Salzburg AG), Robert Steinböck (Moon), Nikolaus

Mayerhofer (Aviloo), Marcus Jahn (AIT), Florian Mrazek (SN) (v. l.).

Sebastian Vitzthum,

Verein

IONICA, Moderator

Stephan

Obenaus, Stadträtin

Martina

Berthold, Alexandra

Millonig (AIT),

Michael Lackner

(Bgm. St. Martin

bei Lofer), Dietmar

Kopf (v. l.).


46 IMFS 2022

MINI Pacesetter: Von der Formel Ezur IMFS

MINI Austria und AutoFrey brachten einen besonders spektakulären Elektro-MINI nach Salzburg.

Das Formel-E-Safety-Car drehte am Salzburgring Runden.

Dass Elektrifizierung und sportliche

Fahrleistungen wunderbar

zusammenpassen, istmittlerweile

keine Neuigkeit mehr. Dennoch

passiert es nicht alle Tage,

dassdas offizielle Safety-Car der

FIA Formula E nach Salzburg

kommt. Möglich gemacht wurde

der Gastauftritt des 1230 Kilogramm

leichten und 135 kW

starken Prototyps, der beim Rom

E-Prix im April desVorjahrsseine

Premiere gefeiert hat, durch

MINI Austria und AutoFrey.

Der Pacesetter entstand auf

Basis desneuen MINI Cooper SE

in einer bisher beispiellosen Kollaboration

zwischen MINI Design,

BMW Motorsport, dem

Weltmotorsportverband und der

Formel E.Das speziell für den

Renneinsatz maßgeschneiderte

Äußere des MINI Electric Pacesetter

inspired by JCW zeigt die

bisher dynamischste Ausprägung

eines rein elektrisch angetriebenen

MINI. Radhäuser,

Front- und Heckschürze wurden

in enger Abstimmung mit BMW

Motorsport entwickelt und unter

Gewichtsaspekten optimiert.

Das Interieur ist auf das Nötigste

reduziert. So hat der Pacesetter

lediglich die vordere Sitz-

reihe. Der Fahrerbereich besteht

aus einem zertifizierten und sowohl

für den Renneinsatz als

auch den Straßenverkehr zugelassenen

Sitz mit 6-Punkt-Gurt, einem

Lenkrad mit minimal gestaltetemCarbon-Prallkopfundeinem

digitalen Instrumentenkombi.

Die Mittelkonsole enthält den

Gangwahlschalter sowie Handbremse

und Bedienelemente für

die notwendigen Signallichter,

allesinSicht-Carbon verschalt. In

den ebenfalls abgespeckten Türverkleidungen

ausCarbon erleichtert

eine Stoffschlaufedas Schließen

der Tür. Ansonsten besteht

der Innenraum aus einem eingeschweißtenÜberrollkäfig,

der für

maximale Sicherheit sorgt.

Der optimierteAntrieb aufBasis

desMINI Cooper SE beschleunigt

den Pacesetter inspired by

John Cooper Works in nur6,7 Sekunden

von 0 auf 100 km/h.

Doch noch wichtiger sind bei einem

Safety-Car die Durchzugsdaten.

Hier spielt der Elektro-

Renn-MINI die Vorteile seines

übersetzungslosen und drehmomentstarken

Elektroantriebs aus:

Von80auf 120 km/h benötigt der

spektakuläre Pacesetter gerade

einmal 4,3 Sekunden.


SAMSTAG, 22. OKTOBER 2022

Streckenposten Hans Schlick.

Hielt während der IMFS 2022 am Salzburgring die Stellung: die Freiwillige Feuerwehr Hof bei Salzburg.

Dank an alle

Unterstützer

der IMFS 2022!

Sie hielten das „Werk“ reibungslos am Laufen

–die Rede ist von den zahlreichen wertvollen

Helfern und Unterstützern im Hintergrund.

Streckenarzt

Winfried Kuenz

(r.) mit seinem

Team Lukas

Rottensteiner (l.)

und Josef

Wendlinger.

Man kann es Safety-Car-Pilot

und Fahrschulbesitzer Raimund

Stipek nichtverübeln, dasseram

Ende desTages die 100 vollmachte.Dassder

viel beschäftigteProfi-Fahrer

nach insgesamt 96 Runden

vor dem Feld der elektrischen

Testfahrzeuge noch Lust

auf vier weitere, freiwillige Runden

hatte, sagt viel aus über die

Qualität der diesjährigen Veranstaltung.

Ganz generell herrschte

bei allen Beteiligten große Genugtuung

über die hohe Disziplin

all jener,die drei oder mehr Runden

auf der HochgeschwindigkeitsstreckeimNesselgraben

unterwegs

waren. Bei optimalen

Strecken- und Wetterbedingungenkam

es wie schon bei der Premiere

imVorjahr zu keinen Zwischenfällen.

So hatten erfreulicherweise

auch die Einsatzkräfte nichts zu

tun, die sich dankenswerterweise

während der gesamten IMFS bereithielten:

Das gilt für die freiwillige

Feuerwehr aus Hof bei

Salzburg ebenso wie für Streckenarzt

Winfried Kuenz und

sein Rettungsteam.

Wie essich für eine offizielle

Veranstaltung auf der Rennstreckegehört,

warennatürlich auch

die Streckenpostenvor Ort –und

sorgten mit vereintenKräften für

die maximale Sicherheit aller Beteiligten.

Das Thema Sicherheit

war auch bei der offiziellen Registrierung

am Eingangsbereich

ein Thema, wenngleich das ausgeklügelte

Covid-Präventionskonzept

in diesem Jahr nicht in

die Praxis umgesetzt werden

musste. Maximale Praxistauglichkeit

bewiesen hingegen Caterer

Josef Kreisz und sein Team,

die die mehr als 1000 Fachbesucher

zur vollsten Zufriedenheit

aufdem Boxendach bekochten.

Hatten bei der

NMC-Registrierung

alles im

Griff: Rosie

Schiefauer und

Kerstin Kurz (v. l.).

Caterer Josef Kreisz und sein Team tischten in der Boxengasse auf.


WIR SEHEN UNS

AM FREITAG,

13. OKTOBER 2023

Weitere Informationen finden Sie unter www.IMFS.at

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