25.10.2022 Aufrufe

Lösungen für Karlsruhe in Krisenzeiten. Gemeinderatsinfo #6 | 2022

Lösungen für Karlsruhe in Krisenzeiten, Bauprojekte im Kostenranking, ökologisches Gas für Karlsruhe: viele Themen haben uns über den Sommer begleitet. #bauprojekte #biogas

Lösungen für Karlsruhe in Krisenzeiten, Bauprojekte im Kostenranking, ökologisches Gas für Karlsruhe: viele Themen haben uns über den Sommer begleitet.

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GEMEINDERATSINFO

der Freie Wähler | FÜR Karlsruhe Gemeinderatsfraktion

Ausgabe 06 | 2022

ISSN 2751-7918

Lösungen für Karlsruhe in

Krisenzeiten

Steigende Kosten bei wenig Rücklagen: Wie Krankenhäuser, Privathaushalte

und die Stadt durch die Krise kommen können.

* Quelle: Patrick Federi/Unsplash.com

Bauprojekte im

Kosten-

Ranking

Karlsruhe steckt in

einer Finanzkrise. Wie

konnte es zu dem

Schuldenberg kommen?

Die größten Ausgaben

der Stadt im Ranking.

Ökologisches

Gas für

Karlsruhe

Biogasanlagen als

Möglichkeit, um

ökologisch Gas zu

gewinnen. Bekommt

Karlsruhe bald eine

eigene Anlage?

Neue Ideen im

Karlsruher

Gemeinderat

Fahrradtaxis als weitere

Möglichkeit, durch die

Innenstadt zu gelangen.

Und: wie die Arbeit der

Verwaltung digitaler

werden kann.

Seite 4 bis 17 Seite 18 bis 21 Seite 22 und 27

fwfuer.de


| GEMEINDERATSINFO | Ausgabe 06 | 2022

Editorial

In Karlsruhe wird gebaut: In der

Innenstadt, in der Südstadt, am

Ettlinger Tor, in Durlach und am

Adenauerring. An fast jeder Stelle

findet man ein städtisches

Großbauprojekt. In einem Kosten-

Ranking werden die fünf größten

Baustellen unter die Lupe genommen

und beleuchtet, warum der Karlsruher

Schuldenberg immer weiter anwächst.

Für Sie im Gemeinderat

Zusätzlich kommt die kalte Jahreszeit

und die Strom- und Gaspreise steigen

rasant. Karlsruhe macht nun einen

ersten Schritt, um eigenes Gas vor Ort

zu gewinnen. Mit einer eigenen

Biogasanlage in der Umgebung kann

man ökologisches Gas fördern und

sich weiter von russischem Gas

unabhägig machen. Dies und mehr

lesen Sie in einer neuen Ausgabe der

Gemeinderatsinfo.

INHALT

KOSTEN-RANKING DER FÜNF TEUERSTEN GROSSBAUPROJEKTE IN

KARLSRUHE

Karlsruhe leistet sich trotz seines guten Wirtschaftsstandorts einen Schuldenberg

von 1,5 Milliarden Euro. Nicht die fehlenden Einnahmen, sondern

Großinvestments sind die Ursache der Karlsruher Verschuldung. In einem Ranking

werden die Großbauprojekte vorgestellt, die Karlsruhes Finanzen besonders

belasten.

PROBLEME UND LÖSUNGEN FÜR DEN GASMANGEL

Gas ist knapp und teuer. Der Bund bemüht sich um die Loslösung von russichem

Gas und schaut sich nach neuen Gasgewinnungsmöglichkeiten um. Deswegen

setzt sich die Fraktionsgemeischaft für eine Trockenvergärungsanlage im

Karlsruher Landkreis ein, um durch ökologisches Gas einen Schritt Richtung

autarke Gasversorgung zu gehen.

1

18

DIE FRAKTION IM PODCASTGESPRÄCH

Gemeinsam mit Expertinnen und Experten aus Karlsruhe sprechen die Stadträte

22

über die Themen, die die Stadt bewegen. Diesmal wird die Arbeitsweise der

Petra Lorenz

Stadträtin

Friedemann Kalmbach

Fraktionsvorsitzender

Jürgen Wenzel

Stadtrat

Fraktionsgemeinschaft im Gemeinderat beleuchtet, die Themen der Waldstadt

besprochen und der Segelflugplatz Rheinstetten besucht.

Impressum

An dieser Ausgabe haben mitgearbeitet:

Grafik, Fotos und Bilder:

Text:

Layout:

Druck:

V.i.S.d.P.:

| 2

Gabriel Meier; Micha Schlittenhardt; Daniel Gräber; Marius Meger;

unsplash.com

Marius Meger; Daniel Gräber; Micha Schlittenhardt, Gabriel Meier

Micha Schlittenhardt

Umweltdruckerei

Friedemann Kalmbach, Fraktionsvorsitzender

FW|FÜR Gemeinderatsfraktion

Haus der Fraktionen

Hebelstr. 13

76133 Karlsruhe

ISSN 2751-7918

Fon: 0721 133 1096

Fax: 0721 133 1659

Mail: fwfuer@fraktion.karlsruhe.de

WELCHE THEMEN SIND UNS BESONDERS WICHTIG?

Die Arbeit im Gemeinderat ist vielseitig und intensiv. In den vergangenen drei

Monaten setzte sich die Fraktionsgemeinschaft besonders mit dem Thema

Mobilität auseinander: Eine neue Idee sind Farradtaxis – eine praktische und

emissionsfrei Alternative zu Auto und Bahn.

Beschäftigt wurde der Gemeinderat auch mit den Problemen der städtischen

Ämter. Um den Arbeitsstau zu lichten, plädieren Freie Wähler und FÜR Karlsruhe

für ein virtuelles Bürgerbüro.

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27



| GEMEINDERATSINFO | Ausgabe 06 | 2022

Baustellen-Ranking:

Dafür gibt Karlsruhe am

meisten Geld aus

Recherche, Text und Grafiken: Team der Fraktionsgemeinschaft der Freien

Wähler und FÜR Karlsruhe Marius Meger, Gabriel Meier, Daniel Gräber und

Fraktionsgeschäftsführer Micha Schlittenhardt.

Mit knapp 300.000 Einwohnern ist Karlsruhe die drittgrößte Stadt Baden-

Württembergs, die fahrradfreundlichste Stadt Deutschlands und ein Vorreiter als

Technologiestandort. Auch in den Finanzen steht die Stadt weit vorne, im

negativen Sinn: Nach dem vom Gemeinderat beschlossenen Finanzhaushalt für

die Jahre 2022/23 beträgt das Jahresdefizit nun 103,8 Millionen Euro.

Neben der Corona-Pandemie und einem Missmanagement des Karlsruher

Gemeinderats resultiert die Karlsruher Finanzkrise nicht unerheblich aus

bewusst in Kauf genommenen Schulden für Großbauprojekte. Aber was hat

dazu geführt, dass der Schuldenberg immer weiter anwächst? Hier lesen Sie eine

kritische Darstellung der fünf größten und kontroversesten Bauprojekte in

Karlsruhe in einem Ranking …

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| GEMEINDERATSINFO | Ausgabe 06 | 2022

PLATZ 1: BADISCHES

STAATSTHEATER

Das neue Badische Staatstheater soll zu kulturellem Zentrum der Stadt werden.

Seit 2014 laufen die Planung für die Sanierung des Mehrspartenhauses, das

1975 eröffnet worden ist. Das Theater beheimatet nicht nur Schauspiel und

Volkstheater, sondern auch Konzert, Ballett, Junges Staatstheater und Oper. Die

Sanierung wurde ursprünglich mit 125 Millionen Euro veranschlagt. Bis ins Jahr

2032 soll gebaut werden – ganze 12 Jahre. [1]

Aber das Projekt ist nicht frei von politischer Intransparenz und Bauproblemen.

Kostensteigerungen wurden scheibchenweise verkündet, wodurch das

Großprojekt wiederholt im Gemeinderat der Stadt diskutiert werden musste. Im

Jahr 2015 bestätigte die Stadt auf Nachfrage der Wählervereinigung FÜR

Karlsruhe (damals GfK), dass die 125 Millionen Euro Baukosten gehalten werden

können und eine verbindliche Kostenkontrolle bestehe. [2]

In der Antwort der Stadtverwaltung lautete es: „die Gesamtkosten von 125 Mio.

Euro wurden anhand eines Testentwurfs über Kostenkennwerte ermittelt und als

Kostenobergrenze zwischen Land und Stadt vereinbart. Sie lagen der Auslobung

des Wettbewerbs zugrunde und sind auch in der weiteren Planung […]

verbindlich“. [3]

Für Aufsehen sorgte dann eine neue Preiskalkulation im Jahr 2017. Nach langen

Verzögerungen wurde die Öffentlichkeit über den Anstieg der Baukosten auf bis

zu 325 Millionen Euro informiert. Im Vergleich zu den von der Stadt

eingeplanten 125 Millionen Euro ein Preisanstieg von 160 %. [4]

2021 erreichte das Bauvorhaben seinen Kostenhöchststand. Das neue

Preisschild betrug nun 580 Millionen Euro, was im Gemeinderat zu einigen

Diskussionen führte: Für den kostspieligen Sanierungsfall hat sich zusammen

mit Oberbürgermeister Frank Mentrup auch die Kultureinrichtungen in

Karlsruhe und besonders die SPD-Fraktion und die Grünen stark gemacht.

Skeptisch waren die CDU, FDP, AfD und die Fraktionsgemeinschaft aus Freie

Wähler und FÜR Karlsruhe.

Auf Nachfrage von Stadträtin Lorenz im Gemeinderat antwortete

Oberbürgermeister Mentrup, dass der Preis 2014 politischer Natur gewesen

wäre. [5] Um die Kosten im Rahmen zu halten, setzten sich einige Fraktionen

zwischenzeitlich sogar für einen kompletten Neubau des Staatstheaters ein, der

die Kosten der Sanierung aus dem Jahr 2017 unterboten hätte. Dass das Ende

des Preisanstiegs erreicht ist, wird inzwischen von vielen Seiten angezweifelt:

„Aus verschiedenen Gesprächen haben wir erfahren, dass viele schon mit 700

Millionen Euro rechnen. Dass es bei 580 Millionen Euro bleibt, glaubt keiner. Die

Vergangenheit hat uns gezeigt, dass man sich auf die angegebenen Kosten

nicht verlassen kann“, so Stadtrat Friedemann Kalmbach (FW|FÜR).

Zum Vergleich: Die Elbphilharmonie in Hamburg, ein großes Politikum der

letzten Jahre und ein Bauprojekt, was seine Baukosten verzehnfacht hat, kostet

schlussendlich 800 Millionen Euro. Nach den Berechnungen der

Fraktionsgemeinschaft Freie Wähler | FÜR Karlsruhe also nur 100 Millionen Euro

mehr als das Badische Staatstheater. [6]

Eine „wirtschaftliche Lösung“, wie es als Ziel der Stadtverwaltung ausgegeben

wurde, wird weit verfehlt. Die Abbezahlung des Staatstheaters wird die Stadt

über eine Kaufzeit von mehr als 20 Jahren ca 20 Millionen Euro jährlich kosten.

Mit einer derzeitigen Baupreiserhöhung um 460 % damit die klare Nummer 1

der großen Bauprojekte der Stadt.

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| GEMEINDERATSINFO | Ausgabe 06 | 2022

PLATZ 2: KARLSRUHER

KOMBILÖSUNG

Eine ähnliche Bauzeit wie das Badische Staatstheater hat auch die neu

eingeweihte Karlsruher U-Bahn, deren Netz eines der kürzesten Deutschlands

ist und fast 1,5 Milliarden Euro kostete. Wie auch bei der Bauplanung des

Badischen Staatstheaters konnte das Kostenbudget nicht gehalten werden. Um

mehr Platz in der Innenstadt zu schaffen und eine Fußgängerzone in der

Kaiserstraße zu ermöglichen, wurde das Vorhaben 2002 mit 55 % Zustimmung

in einem Bürgerentscheid beschlossen. [7] Für die Kombilösung aus

unterirdischer Straßenbahn und Autotunnel unter der Kriegsstraße waren ca.

500 Millionen Euro die Zielvorgabe.

In den folgenden Jahren leistete sich Karlsruhe jedoch eine Odyssee an neuen

Kosten: Im Jahr 2004 stand auf dem Bauantrag eine Summe von 495 Millionen

Euro, was sogar unter den eingeplanten Kosten lag. [8] Nach dem

abgeschlossenen Ausschreibungsverfahren stellten sich die Kosten auf 647

Millionen Euro ein. Trotz der großen finanziellen Bedenken wurde das

Bauprojekt fortgesetzt. Im Jahr 2014, der Tunnel hatte zu diesem Zeitpunkt

schon Gestalt angenommen, kommen Zusatzkosten von 44 Millionen Euro

hinzu. [9]

2015 kommt es dann zum großen Kostenknall: 905 Millionen Euro sollten der

Autobahntunnel und die U-Bahn nun kosten. Auch wird klar, dass das Bauende

2016 verfehlt und die Eröffnung auf 2021 verschoben wird. Trotzdem werden

in dieser Zeit enorme Baufortschritte verzeichnet: Baustellen an verschiedenen

Orten werden abgeschlossen und die Arbeiten verlagern sich weiter in das

Innere des Tunnels. [10]

Kurzzeitig stand sogar der Entzug der Fördermittel zur Debatte. Die Zuschüsse

des Bundes, immerhin 60 % der Baukosten, hätten aufgrund der Bedenken des

Bundesrechnungshofes entzogen werden können. Baden-Württemberg und

Karlsruhe, die jeweils 20 % der Kosten tragen, hätten dann alles übernehmen

müssen. [13]

Am 11. Dezember 2021 ist es dann endlich so weit: Nach verdoppelter Bauzeit

und verdreifachten Baukosten auf 1,5 Milliarden Euro wird die U-Bahn in

Karlsruhe unter Applaus der ersten Fahrgäste eingeweiht. Mit den Worten

"Damit beginnt das neue Karlsruhe“ eröffnete Oberbürgermeister Mentrup die

sieben unterirdischen U-Bahn-Stationen. Auch das Feedback der

Karlsruherinnen und Karlsruher über das fertige Großbauprojekt ist

überwiegend positiv. [14]

Der zweite Teil der Kombilösung – der Autotunnel – ist zwar schon fertiggestellt,

jedoch lässt die Eröffnung weiterhin auf sich warten. Laut eines Berichts des SWR

stehen die Materialien und die Technik des Tunnels derzeit auf dem Prüfstand.

In dem Bericht heißt es, dass ein Vogel in eine Turbine geraten ist, woraufhin

„die Rotorblätter durch die Gegend geflogen“ sind. [15] Wie auch beim

Staatstheater werden die Folgekosten der Kombilösung den Karlsruher

Finanzhaushalt in Zukunft sehr belasten: Mit Kosten von bis zu 50 Millionen

Euro jährlich muss gerechnet werden.

Ein lebensgefährlicher Autotunnel mit fliegenden Rotorblättern, eine

Kostenerhöhung um 200 % und verdoppelte Bauzeit verdient den zweiten Platz

im Ranking.

Im Jahr 2019 kommen dann Probleme mit der Baufirma hinzu. Durch die stark

steigenden Preise für Baustoffe und Inflation werden weitere 100 Millionen Euro

fällig, was den Gesamtpreis auf über eine Milliarde Euro erhöht. Zeitgleich wird

angekündigt, dass die Eröffnung auf den Sommer 2021 verschoben wird. [11]

2020 rufen die immer weiter steigenden Baukosten den Bundesrechnungshof

auf den Plan. Dieser beobachtete das Projekt genau und stellte infrage, ob sich

das Projekt noch wirtschaftlich lohnt:

„Die bisherigen […] Prüfungsergebnisse des Bundesrechnungshofes sowie die

mit dem Vorhaben zusammenhängenden, jetzt anstehenden Entscheidungen

veranlassen den Bundesrechnungshof zu der Einschätzung, dass die

Wirtschaftlichkeit des Gesamtvorhabens Stadtbahn Karlsruhe

Innenstadterschließung nicht mehr gegeben sein dürfte“, so die ermahnende

Einschätzung des Rechnungshofes in einem öffentlichen Schreiben. [12]

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9 |

* Quelle: Maxence Werp/Unsplash.com



| GEMEINDERATSINFO | Ausgabe 06 | 2022

PLATZ 3: STADTHALLE KARLSRUHE

Neben den gigantischen Zahlen der 1,5-Milliarden-Kombilösung oder dem

700-Millionen-Staatstheater wirkt die Stadthalle mit kalkulierten 76,41

Millionen wie ein kleines Bauprojekt. Allerdings liegt das Problem der Stadthalle,

dessen Sanierungsumbau dringend notwendig war, vor allem im Bauprozess,

[19] [20]

der die Kosten vermutlich auf 134 Millionen Euro steigen lässt.

„Wir können alles – außer bauen“, bringt es Stadträtin Petra Lorenz der Freien

Wähler und FÜR Karlsruhe Fraktion in ihrer Haushaltsrede 2021 auf den Punkt.

Das Münchner Planungsbüro, welches für den Bauprozess die Verantwortung

trug, scheiterte an der Stadthalle und das Bauprojekt musste neu vergeben

werden. Während Oberbürgermeister Mentrup das Bauprojekt verteidigt, ist der

Gemeinderat über die Planung des Bauvorhabens entsetzt:

Weil das Münchner

Planungsbüro an dem

Bauprozess scheiterte,

musste das Bauprojekt neu

vergeben werden.

„Dass wir unsere Stadthalle in die Hände einer Firma geben, die dem

Bauvorhaben nicht gewachsen ist, ist ein Armutszeugnis“, bemerkt Stadtrat

Jürgen Wenzel. Nun verschiebt sich die Bauzeit bis ins Jahr 2025, sodass die

Stadthalle dann für 7 Jahre geschlossen sein wird. Trotzdem sah sich der

Gemeinderat gezwungen, das Projekt fortzusetzen:

„Bei den enormen Kosten des Staatstheaters hätte sich ein kompletter Neubau

aus finanzieller Sicht gerechnet, aber bei der Stadthalle müssen wir in den

sauren Apfel beißen. Ein kompletter Neubau wäre auf jeden Fall wesentlich

teurer, als das Projekt jetzt nach Plan weiterzubauen. Aber die Karlsruher

Stadtfinanzen werden von den verdoppelten Baukosten zusätzlich belastet“, so

Stadtrat Wenzel.

Mit der wohl fehlerhaftesten Planung und dem Scheitern des Generalplaners

sichert sich die Stadthalle Platz 3 im Bauprojektranking.

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| GEMEINDERATSINFO | Ausgabe 06 | 2022

PLATZ 4: BBBANK WILDPARK

2018 stimmte der Karlsruher Gemeinderat für den Umbau des KSC-Stadions mit

einem Kostenbudget von 122 Millionen Euro. Das Stadion am Adenauerring

erhält einen kompletten Neubau und einen neuen Namen: BBBank Wildpark.

Nach der Planung der Stadt sollten die Bauarbeiten im Sommer 2022 pünktlich

zur neuen Saison abgeschlossen werden und Platz für mehr als 34.000 Fans

bieten. [16]

Doch auf der Baustelle und bei der Zusammenarbeit zwischen Stadt und Verein

lief es unrund: Die Vereinsspitze des KSC fand sich nicht ausreichend in die

Planungen der Umbauarbeiten involviert. Zusätzlich verhinderte die

Nachjustierung der Dachkonstruktion sowie der neu geordnete Birkenparkplatz

eine fristgerechte Fertigstellung im Mai 2022. Nun werden die Bauarbeiten bis

in den Sommer 2023 andauern und diese Saison muss auf einer Baustelle

gespielt werden. Als Folge kam es zum Rechtsstreit zwischen dem Verein und

der Stadt Karlsruhe vor dem Landesgericht. [17]

Zwischen Stadt und Verein

lief es unrund. Am Ende

kam es zum Rechtsstreit

vor dem Landesgericht.

„Leider wurde bei diesem Projekt

nicht an einem Strang gezogen.

Dass sich die Stadtverwaltung mit

unserem Verein nicht

außergerichtlich einigen konnte,

spricht nicht für ein gutes

Miteinander in unserer Stadt. Mit Problemen bei großen Bauprojekten kennen

wir uns ja aus. Dass man sich aber mit den Verantwortlichen überwirft, ist ein

anderes Level“, findet Stadtrat Friedemann Kalmbach, Fraktionsvorsitzender der

FW|FÜR Karlsruhe.

Gleichzeitig stiegen die Baukosten von 122 Millionen auf 155 Millionen Euro. Mit

dem Krieg in der Ukraine, hohen Kosten für Baustoffe und der steigenden

Inflation sind weitere Kostensteigerungen über die aktuelle Summe hinaus nicht

ausgeschlossen. Vergleicht man jedoch den Preisanstieg des Wildparkstadions

von 27 % mit dem durchschnittlichen Preisanstieg bei öffentlichen Bauprojekten

in Deutschland von 44 % ist Karlsruhes Stadion schon fast wieder ein

Vorzeigeprojekt. [18]

Man kann erkennen, dass Karlsruhe ein schönes Stadion bekommen wird. Dass

der KSC diese Saison auf einer Baustelle spielen und sich die Stadtverwaltung

mit den Verantwortlichen verkrachte, bringt das Wildparkstadion auf einen

wackeligen Platz 4 der teuer gewordenen Bauprojekte in Karlsruhe.

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| GEMEINDERATSINFO | Ausgabe 06 | 2022

PLATZ 5: TURMBERGBAHN UND

TURNHALLEN

Ob die Turmbergbahn und Sporthallen bald den fünften Platz im Ranking

bilden? Im April 2022 stimmte der Karlsruher Gemeinderat für die

Modernisierung der Turmbergbahn. Die historische Standseilbahn in Karlsruhe

Durlach erhält eine Komplettsanierung für ganze 21 Millionen Euro, soll

verlängert und nach der Sanierung an das Tarifnetz des KVV angeschlossen

werden. [21] Die Verkehrsbetriebe Karlsruhe, die die veranschlagten Kosten

übernehmen, werden jedoch von städtischen Mitteln finanziert. So bleiben die

entstehenden Ausgaben für die Turmbergbahn am bereits angeschlagenen

Karlsruher Finanzhaushalt hängen. Bedenken wegen der finanziellen Belastung

kam aus der Fraktion FW|FÜR:

„Die Endsumme wird laut

eines externen Berichts

bei 40 bis 50 Millionen

Euro liegen“

"Wir sehen es in Anbetracht der

desolaten Haushaltslage als nicht

möglich, an dem Vorschlag der

Stadtverwaltung zuzustimmen. Die

Turmbergbahn ist ein schönes

Besucherziel im Raum Karlsruhe,

aber wir stehen in der Verantwortung, mit dem Geld der Bürgerinnen und Bürger

klug umzugehen. Die Erfahrung von den andern Großbauprojekten zeigt, dass

die Kosten noch weiter steigen werden. Die Endsumme wird laut eines externen

Berichts bei 40 bis 50 Millionen Euro liegen - neuen Kosten können wir nicht

zustimmen", sagt Stadträtin Petra Lorenz im Gemeinderat.

* Quelle: Graventa/Forum 4

Weitere Sanierungen sind auch für einige Karlsruher Sporthallen dringend nötig.

Viele Sportstätten kommen für den Sportunterricht oder Freizeitaktivitäten

aufgrund ihres schlechten Zustandes nicht mehr infrage. Durch die großen

Sanierungsarbeiten in den Sporthallen, bleibt meistens kein Platz mehr für

regelmäßigen Sportunterricht: Die Lage spitzt sich so weit zu, dass sich Eltern

veranlasst sahen, einen öffentlichen Brief an die Stadt zu schreiben. Dort wird

darauf hingewiesen, dass 62 Klassen aus ganz Karlsruhe von Sportausfall

betroffen sind. In eine andere Halle auszuweichen ist durch zu lange Fahrzeiten

schwer zu realisieren. Inzwischen verzichten einige Schulen auf Sportstunden,

um anderen einen Hallenplatz zu ermöglichen. [22]

Die Neusanierung der Turmbergbahn und die Instandhaltung von Sporthallen in

ganz Karlsruhe würden die Ausgaben für Bauprojekte weiter erhöhen und bilden

somit den fünften Platz des Karlsruher Baurankings.

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| GEMEINDERATSINFO | Ausgabe 06 | 2022

GROSSBAUSTELLE: KARLSRUHER

FINANZEN

Karlsruhes Schuldenlast ist in den vergangenen Jahren enorm gestiegen.

Während man sich im Jahr 2018 noch im baden-württembergischen

Schuldendurchschnitt von 2.869 Euro je Einwohner befand, liegt man im Jahr

2021 schon bei 4735 Euro. Im Vergleich: Die Landeshauptstadt Stuttgart mit

ihrer Großbaustelle Stuttgart 21 liegt bei der Pro-Kopf-Verschuldung bei 2.314

Euro. [23]

Karlsruhes dunkelrote Zahlen sind schon lange kein Geheimnis mehr, was die

Stadtverwaltung und den Gemeinderat mit einer Mehrheit aus SPD und Grünen

jedoch nicht davon abhielt, weitere Ausgaben zu genehmigen.

Finanzbürgermeisterin Gabriele Luczak-Schwarz (CDU) warnt vor schweren

Jahren: „Falls wir unseren Kurs nicht korrigieren, schlittern wir in den nächsten

Jahren in eine

Verschuldung, die dann so

Die Hauptursache der

hochdefizitären Finanzen sind

nicht die fehlenden Einnahmen –

es wird einfach zu viel

ausgegeben!

nicht

genehmigungsfähig

wird.“ [24]

mehr

sein

Dies hätte zur Folge, dass

das Haushaltsrecht der Stadt an die Landesverwaltung abgegeben werden

müsste. Das bedeutet, dass bei drückenden Schulden nur noch allernötigste

Investitionen von der Landesverwaltung genehmigt werden würde und es keinen

finanziellen Spielraum für die Stadt mehr gäbe.

„Viele unserer Gesellschaften

wie die VBK oder KVV leben von

enormen Defizitausgleichen

durch die Stadt. Wenn die

Defizite an diesen Stellen

abgemildert werden könnten,

„Dass die lokalen Unternehemn

mit Steuerabgaben die

Mangelwirtschaft der Stadt

ausgleichen müssen ist nicht

unternehmerfreundlich!“

dann würde dies zur finanziellen Entspannung beitragen. Dort gibt es einiges zu

tun. Dass die lokalen Unternehmen mit hohen Gewerbesteuern jedoch die

Misswirtschaft der Stadt ausgleichen müssen, lässt uns für die Zukunft zweifeln,

ob Karlsruhe ein Technologiestandort mit vielen aufstrebenden Unternehmen

bleiben kann. Unternehmerfreundlich ist das jedenfalls nicht“, so Stadträtin und

stellv. Präsidentin des Handelsverbands Nordbaden Petra Lorenz.

So ist festzuhalten, dass Karlsruhes Finanzen an vielem leiden: Zu viel

städtisches Personal, ein ausgabefreudiger Gemeinderat und eine Reihe von

Großbauprojekten, die in Baukosten, Bauzeit und Bauplanung schief gingen.

Großstädte wie Hamburg und Stuttgart leisten sich ebenfalls ein solch riskantes

Bauvorhaben, Karlsruhe leistet sich fünf davon.

Die Hauptursache der hochdefizitären Finanzen liegt nicht an fehlenden

Einnahmen. Dank vielen Unternehmen und guten Lebensbedingungen stimmen

die Steuereinnahmen und Wirtschaftlichkeit der Stadt. Die Stadtfinanzen

scheiten, da zu viel Geld ausgegeben wird. So wurden in den vergangenen

Jahren viele neue Stellen im städtischen Dienst geschaffen, was jedoch nicht vor

Personalmangel in relevanten Stadtämtern wie dem Bürgeramt schützt, wo seit

Wochen ein Bearbeitungsstau vorherrscht. Zusätzlich sind viele der städtischen

Gesellschaften nicht profitabel:

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* Quelle: eyestetix-studio/Unsplash.com



| GEMEINDERATSINFO | Ausgabe 06 | 2022

DREI IDEEN, WIE BAUPROBLEME

VERMIEDEN WERDEN KÖNNEN

Was kann Karlsruhe tun, um in Zukunft Probleme bei Großbauprojekten zu

vermeiden? Die Fraktionsgemeinschat, die die Karlsruher Bauprojekte in ihrer

Entwicklung im Gemeinderat begleitete, hat 3 Ideen, um die Bauprojekte der

Stadt in Zukunft transparenter, klarer und koordinierter durchzuführen.

(1) ERSTELLUNG EINER MACHBARKEITSSTUDIE DURCH EIN EXTERNES

GREMIUM

Karlsruhes Baupläne änderten sich im Laufe der Baupozesse oft: Bauzeiten

wurden verlängert, Kosten mussten angepasst und Bauunternehmen gewechselt

werden. Mit einer umfassenden Machbarkeitsstudie vor Baubeginn des

Bauprozesses könnten Termine und Kosten eingehalten werden.

In einer Machbarkeitsstudie

Durch eine Machbarkeitsstudie werden Großprojekte auf

erfolgt eine kllare Prüfung, ob ihre Durchführbarkeit

Kosten und Bauzeit umsetzbar geprüft

und

sind oder korrigiert werden nachgerechnet, ob die

müssen.

veranschlagten Kosten und

die geplante Bauzeit

umsetzbar sind oder korrigiert werden müssen. Solch eine Studie wird in

Zusammenarbeit von Stadt, Bauunternehmen und einem externen

Expertengremium erarbeitet. Dadurch wären alle Beteiligten in die Planung

eingebunden und alle Perspektiven könnten beleuchtet werden. Durch einen

externen Expertenkreis oder einer Stabsstelle zur Projektsteuerung, der mit

Bauingenieuren, Architekten, Finanz- und Wirtschaftsexperten besetzt wird,

kann dabei zwischen Stadtverwaltung und Bauunternehmen vermittelt und eine

unabhängige Meinung eingebracht werden. Denbar wären auch

partnerschaftliche Verträge mit Büros und Bauunternehmen und Honorarboni

für Planer und Ausführende bei Kosteneinsparungen auszuloben. Zusätzlich

können sich Poltikerinnen und Politiker des Gemeinderates und der

Stadtverwaltung eine Expertenmeinung anhören sowie das Bauunternehmen

Unterstützung durch weitere Experten erhalten. Eine Machbarkeitsstudie kann

aber auch während des Bauprozesses eingesetzt werden, um ungeplante

Bauänderungen auf ihren Nutzen zu überprüfen.

| 18

* Quelle: Kumpan Electric/Unsplash.com

(2) IT-GESCHÜTZTE PLANUNG MIT BUILDING INFORMATION MODELING

Um die Planung strukturierter zu gestalten, kann in Zukunft das Building

Information Modeling (BIM) einbezogen werden. Durch das BIM wird in der

Planungsphase das Bauprojekt digital visualisiert und damit die

Bauvorbereitungen fundamental verändert. Von allen Baubeteiligten werden die

Informationen der einzelne Bauphasen in die Modellierungssoftware

eingegeben, sodass Kosten und Bauzeit konkret berechnet werden können.

Dazu braucht es eine genaue Koordination der Baubeteligten, sowie müssen die

Informationen – wie beispielsweise das vorhandene Baumaterial, die

vorgesehene Größe des Baus oder die Anzahl der Türen – exakt sein, damit das

BIM-Programm genaue Werte ermitteln kann. Erfahrungsberichte über das BIM

zeigen, dass mögliche Verschleppungen der Planungs- und Bauzeit deutlich

reduziert werden, der Arbeitsaufwand effizient gesteigert wird und Baukosten

transparenter und exakter ermittelt werden können. Diese Kosten müssen

mittel- und langsfristig in der Finanzplanung abgebildet werden.

19 |

* Quelle: Kelly Sikkema/Unsplash.com



| GEMEINDERATSINFO | Ausgabe 06 | 2022

(3) POLTIK STELLT GELD BEREIT, NACHDEM GEPLANT WORDEN IST

QUELLEN

| GEMEINDERATSINFO | Ausgabe 06 | 2022

Der Karlsruher Gemeinderat gab in den vergangenen 20 Jahren 2,5 Milliarden

Euro für Bauprojekte aus. Umso fataler: Eingeplant waren für alle Bauprojekte

ca. 850 Millionen Euro. Unkoordinierte Bauplanungen und Anpassungen führten

zu einer mehr als doppelt so hohen finanziellen Belastung für den Kalrsruher

Haushalt als vorgesehen.

„In Zukunft sollte gelten:

Erst die Planung, dann das Geld.

In Zukunft braucht es einen

klaren Rahmen, wie viel

öffentliche Gelder verabschiedet

werden dürfen.

| 20

Erst die Planung, dann dass

Geld. Wir mussten lernen,

dass es nichts bringt, dass

Geld der Bürgerinnen und

Bürger übereifrig zu

verabschieden, was dann

möglicherweise fehlerhaft verbaut wird. In Zukunft sollten wir uns einen klaren

Rahmen setzen und uns daran halten – in der Bauzeit, sowie auch in den

Baukosten“, so Stadtrat Friedemann Kalmbach (FÜR Karlsruhe).

Oft wurde Geld im Gemeinderat verabschiedet, weil ohne weiteres Baugeld das

Bauprojekt zum Stillstand gekommen wäre. Um in Zukunft ausweglose

Bausituation zu vermeiden, muss der Gemeinderat sich selbst begrenzen und

verantwortungsvoller mit öffentlichen Geldern umgehen. Dies kann geschehen,

indem eine Kostenobergrenze festgelegt wird, durch die Leistungskürzugen in

Kauf genommen werden müssen.

(1) Mehrspartenhaus | Über uns | Service | Badisches

Staatstheater Karlsruhe (o. D.): [online] https://

www.staatstheater.karlsruhe.de/service/ueber-uns/

mehrspartenhaus/ [abgerufen am 23.09.2022].

(2) FÜR Karlsruhe, Freie Wähler | (2021): FAQ Badisches

Staatsheater, fwfuer.de, [online] https://fwfuer.de/faqbadisches-staatstheater-karlsruhe/

[abgerufen am

07.09.2022].

(3) Freie Wähler | FÜR Karlsruhe (2017): Kosten für Bau am

Badisches Staatstheater viel höher als veranschlagt, fwfuer.de,

[online] https://fuerka.de/kosten-fuer-bau-am-badischesstaatstheater-viel-hoeher-als-veranschlagt-2850/

[abgerufen

am 05.09.2022].

(4) dpa(2021): Badischen Staatstheater in Karlsruhe wird für

570 Millionen Euro umgebaut, www.t-online.de, [online]

https://www.t-online.de/region/karlsruhe/news/

id_90277868/badischen-staatstheater-in-karlsruhe-wirdfuer-570-millionen-euro-umgebaut.html

[abgerufen am

25.09.2022].

(5) Freie Wähler | FÜR Karlsruhe (2021): Abstimmung zum

Staatstheater: Start in ein finanzielles Abenteuer, fwfuer.de,

[online] https://fwfuer.de/abstimmung-zum-staatstheaterstart-in-ein-finanzielles-abenteuer-987/

[abgerufen am

05.09.2022].

(6) deutschlandfunkkultur.de (o. D.): Kostenexplosion bei der

Elbphilharmonie - Wie Hamburg die Notbremse zog,

Deutschlandfunk Kultur, [online] https://

www.deutschlandfunkkultur.de/kostenexplosion-bei-derelbphilharmonie-wie-hamburg-die-100.html

[abgerufen am

25.09.2022].https://fuerka.de/kosten-fuer-bau-ambadisches-staatstheater-viel-hoeher-als-veranschlagt-2850/

[abgerufen am 05.09.2022].

(7) Der lange Weg zur Karlsruher U-Bahn - eine Chronologie

(2021): die neue welle, [online] https://www.die-neuewelle.de/display-news/der-lange-weg-zur-karlsruher-ubahn-eine-chronologie

[abgerufen am 25.09.2022].

(8) Der lange Weg zur Karlsruher U-Bahn - eine Chronologie

(2021): die neue welle, [online] https://www.die-neuewelle.de/display-news/der-lange-weg-zur-karlsruher-ubahn-eine-chronologie

[abgerufen am 25.09.2022].

(9) Notararigo, Lars (2022): Über Jahre unter Tage: Eine

Bilderreise durch die Geschichte der Karlsruher ... | ka-news,

ka-news.de, [online] https://www.ka-news.de/region/

karlsruhe/ueber-jahre-unter-tage-eine-bilderreise-durchdie-geschichte-der-karlsruher-kombiloesung-art-2733358

[abgerufen am 25.09.2022].

(10) Badische Neueste Nachrichten (2021): Chronik einer

Kostenexplosion: Wie der Preis für die U-Strab in Karlsruhe

sich fast verdreifachte, Badische Neueste Nachrichten, [online]

https://bnn.de/karlsruhe/chronik-einer-kostenexplosionwie-der-preis-fuer-die-u-strab-in-karlsruhe-sich-fastverdreifachte

[abgerufen am 25.09.2022].

(11) Badische Neueste Nachrichten (2021): Chronik einer

Kostenexplosion: Wie der Preis für die U-Strab in Karlsruhe

sich fast verdreifachte, Badische Neueste Nachrichten, [online]

https://bnn.de/karlsruhe/chronik-einer-kostenexplosionwie-der-preis-fuer-die-u-strab-in-karlsruhe-sich-fastverdreifachte

[abgerufen am 25.09.2022].

(12) Petersen, Michael (2020): Rechnungshof zweifelt an

Zahlen - Bundeszuschüsse für Stadtbahn in Gefahr,

stuttgarter-zeitung.de, [online] https://www.stuttgarterzeitung.de/inhalt.rechnungshof-zweifelt-an-zahlenbundeszuschuesse-fuer-stadtbahn-ingefahr.8c51fad7-4f05-445a-b0d1-6410c2466770.html

[abgerufen am 25.09.2022].

(13) Petersen, Michael (2020b): Rechnungshof zweifelt an

Zahlen - Bundeszuschüsse für Stadtbahn in Gefahr,

stuttgarter-zeitung.de, [online] https://www.stuttgarterzeitung.de/inhalt.rechnungshof-zweifelt-an-zahlenbundeszuschuesse-fuer-stadtbahn-ingefahr.8c51fad7-4f05-445a-b0d1-6410c2466770.html

[abgerufen am 25.09.2022].

(14) Seinsoth, Dorothee/Markus Bender/Jürgen Essig (2021):

Offizielle Eröffnung: Viele Karlsruher wollen die neue U-Bahn

sehen, swr.online, [online] https://www.swr.de/swraktuell/

baden-wuerttemberg/karlsruhe/eroeffnung-kombiloesungkarlsruhe-100.html

[abgerufen am 25.09.2022].

(15) Essig, Jürgen (2022): Übergangslösung für den neuen

Karlsruher Straßentunnel, swr.online, [online] https://

www.swr.de/swraktuell/baden-wuerttemberg/karlsruhe/

uebergangsloesung-fuer-strassentunnelkombiloesung-100.html

[abgerufen am 25.09.2022].

(16) Badische Neueste Nachrichten (2022): Wildparkstadion-

Neubau in Karlsruhe: Alles zum neuen KSC-Stadion, Badische

Neueste Nachrichten, [online] https://bnn.de/sport/ksc/kscstadion-neubau-karlsruhe-wildparkstadion-bbbankwildpark-alle-infos

[abgerufen am 25.09.2022].

(17) Zurawski, Mathias (2022): Neues Karlsruher

Wildparkstadion: „Projekt steht auf der Kippe“, swr.online,

[online] https://www.swr.de/swraktuell/baden-wuerttemberg/

karlsruhe/fertigstellung-von-karlsruher-stadionneubau-aufder-kippe-100.html

[abgerufen am 25.09.2022].

(18) Badische Neueste Nachrichten (2022b): Wildparkstadion-

Neubau in Karlsruhe: Alles zum neuen KSC-Stadion, Badische

Neueste Nachrichten, [online] https://bnn.de/sport/ksc/kscstadion-neubau-karlsruhe-wildparkstadion-bbbankwildpark-alle-infos

[abgerufen am 25.09.2022].

(19) Notararigo, Lars (2021): Dilemma um Karlsruher

Stadthalle wird teuer: Sanierung kann am Ende 137 ... | kanews,

ka-news.de, [online] https://www.ka-news.de/region/

karlsruhe/dilemma-um-karlsruher-stadthalle-wird-teuersanierung-kann-am-ende-137-millionen-euro-kostenfertigstellung-2025-art-2717641

[abgerufen am 25.09.2022].

(20) Meier, Gabriel [Freie Wähler und FÜR Karlsruhe Fraktion]

(2021): Karlsruher Großprojekte: Stadion, Staatstheater &

Stadthalle | Die Nerdecke, YouTube, [online] https://

www.youtube.com/watch?v=CckPIaCqnqs [abgerufen am

25.09.2022].

(21) Erneuerung der Durlacher Turmbergbahn (2021): KVV,

[online] https://www.kvv.de/unternehmen/kvv-news/detail/

buerger-info-zum-umbau-der-turmbergbahn.html

[abgerufen am 25.09.2022].

(22) Hiegle, Lukas (2022): „Kinder müssen es ausbaden“:

Karlsruher Eltern fordern Lösungen für ... | ka-news, kanews.de,

[online] https://www.ka-news.de/region/karlsruhe/

sporthallen-art-2718578 [abgerufen am 25.09.2022].

(23) Schulden der Gemeinden/Gv. und deren Eigenbetrieben

(o. D.): [online] https://www.statistik-bw.de/FinSteuern/

Schulden/SC_GE_KR.jsp [abgerufen am 25.09.2022].

(24) Gräber, Daniel (2021): Karlsruher Haushaltsplan: Die

Finanzplanung ist alarmierend!, Freie Wähler | FÜR Karlsruhe

im Gemeinderat Karlsruhe, [online] https://fwfuer.de/

karlsruher-haushaltsplan-die-finanzplanung-istalarmierend-1094/

[abgerufen am 25.09.2022].

(25)Building Information Modeling (o. D.): Google Books,

[online] https://books.google.de/

books?hl=de&lr=&id=E9FJCgAAQBAJ&oi=fnd&pg=PR7&dq=Bu

ilding+Information+Modeling&ots=i5x4KD_Su6&sig=844P5iZ

Y0MWWa66L9lZFN6blcc#v=onepage&q=Building%20Information%20Modeling&f=fals

e [abgerufen am 29.09.2022].

21 |



| GEMEINDERATSINFO | Ausgabe 06 | 2022

Gasprobleme in

Karlsruhe!

In einer neuen Studie des Deutschen Biomasseforschungszentrums wird

deutlich, dass mit mehr Biogas, eine klimafreundliche Energiegewinnung, das

russische Erdgas ersetzen kann. Allerdings fällt auf, dass Karlsruhe und sein

Umland in Sachen Biogasgewinnung ein weißer Fleck auf der Karte ist.

Auf Drängen der Fraktionsgemeinschaft prüft die Stadt Karlsruhe nun das

Bauen einer Biogasanlage. Karlsruhes Stadtverwaltung stand einer örtlichen

Trockenvergärungsanlage bis jetzt kritisch gegenüber, da für eine wirtschaftlich

sinnvolle Nutzung Karlsruhe allein zu wenig Biomasse produziert.

„Karlsruhe erreicht bereits drei Viertel der benötigten Mindestmenge an

Materialbedarf bereitstellen kann. In der Zusammenarbeit mit dem Landkreis

lohnt sich der Bau eine Trockenvergärungsanlage! Es ist weder eine gute

logistische noch klimatische Lösung, wenn wir unseren Biomüll weiterhin ins

145 km entfernte Flöckersheim-Wicker und ins 83 km entfernte Bietigheim

transportieren. Gut, dass wir nun umdenken“, so Stadtrat Friedemann

Kalmbach, Fraktionsvorsitzender von Freie Wähler und FÜR Karlsruhe, im

Karlsruher Gemeinderat.

In diesen Zeiten kommt es

besonders auf eine Vor-Ort-

Gasgewinnung an. Leider ist

Karlsruhe ein weißer Fleck auf

der Karte.

Dabei kommt es besonders

auf eine Vor-Ort-Gewinnung

an, die in Karlsruhe zu

wünschen übrig lässt: „Anstatt

unseren Biomüll vor Ort zu

entwerten, werden unsere

Restbestände

zu

Das stellt

Trockenvergärungsanlagen weit außerhalb Karlsruhes transportiert.

eine logistische Herausforderung dar und ist auch schädlich für den

Klimaschutz. Seit der letzten Prüfung einer Anlage in Karlsruhe sind 10 Jahre

vergangen – es wird Zeit, neu abzuwägen", fügt Stadtrat Jürgen Wenzel hinzu.

"Biomüll ein wichtiger Rohstoff ist und trägt viel zum Klimaschutz und der

Energieversorgung bei. In diesen Zeiten, wo wir uns vom russischen Gas

emanzipieren wollen, sollten wir unseren Beitrag leisten. Dass wir unseren

Biomüll weit fahren und in unserer Gegend keine Recylingmöglichkeiten haben,

ist nicht zu akzeptieren. Nicht nur Karlsruhe würde von einer neuen Anlage

profitieren. Mit einer Trockenvergärungsanlage würden sich auch andere

Landkreise dazu entschließen, ihren Abfall nicht über die Autobahnen zu

schicken, sondern direkt in ihrer Nachbarschaft zu recyceln", so Stadträtin

Lorenz.

* Quelle: Martin Admas/Unsplash.com

Mit einer eigenen Trockenvergärungsanlage könnte Karlsruhe aus dem

anfallenden Biomüll Biogas gewinnen – der Müll der Stadt würde also vor Ort

energietechnisch verwertet werden.

Deswegen machte die Fraktionsgemeinschaft den Vorschlag, die Anlage

gemeinsam mit dem Landkreis Karlsruhe zu bauen, um eine größere Fläche

abzudecken und mehr Biomüll verarbeiten zu können. Karlsruhe ist noch bis

2036 vertraglich an die bisherigen Auftragnehmer gebunden. Es ist der Wunsch

der Fraktionsgemeinschaft, dass die Stadt sich in neue Verhandlungen begibt

und aus den Verträgen aussteigt, um mit einer eigenen Biogasanlage einen

Schritt in Richtung autarker Energiegewinnung gehen.

Oberbürgermeister Frank Mentrup steht der Idee einer Biogasanlage im

Karlsruher Landkreis ebenfalls positiv gegenüber und verweist auf ein Projekt,

was in naher Zukunft besprochen werden soll.

| 22 23 |



| GEMEINDERATSINFO | Ausgabe 06 | 2022

Karlsruher

Krankenhäuser in Not!

Die Fraktionsgemeinschaft der Freien Wähler und FÜR Karlsruhe fordert von

Land- und Bund Sofortmaßnahmen zum Erhalt der Leistungsfähigkeit der

Karlsruhe Krankenhäuser. Das Städtische Klinikum Karlsruhe und die ViDia

Christliche Kliniken Karlsruhe bewegen sich durch immer weiter steigenden

Kosten und die Belastungen der neuen Corona-Maßnahmen an ihrer

Leistungsgrenze. In einer Pressemeldung vom 16. September machten die

Karlsruher Kliniken zum wiederholten Mal auf die Gratwanderung ihrer Arbeit

am finanziellen Limit und einer Abwärtsspirale durch Personalmangel

aufmerksam.

Stadträtin Petra Lorenz hat sich mit ihren Fragen an

Gesundheitsbürgermeisterin Lisbach gewendet und ihrer Besorgnis über den

Mangel an Notaufnahmekapazität in Karlsruhe Ausdruck verliehen.

Das Städtische Klinikum Karlsruhe wird im Gegensatz zu Universitätskliniken

des Landes zum Großteil von der Stadt selbst finanziert und erhält

Bauzuschüsse vom Land. Die FW|FÜR Fraktion fordert vom Land Baden-

Württemberg mehr Engagement für das Karlsruher Krankenhaus, welches als

Oberzentrum gesundheitliche Versorgung für die ganze Umgebung leistet.

Laut Prof. Dr. Geißler, medizinischer Geschäftsführer des Klinikums „versorgen

die Karlsruher Krankenhäuser jährlich rund 400.000 Personen“ –

Planungssicherheit für die Krankenhäuser durch ein Maßnahmenpaket oder

einen Inflationsausgleich gibt es dennoch nicht: „Durch die fehlenden Hilfen für

Krankenhäuser und Arztpraxen in den Entlastungspaketen der Bundesregierung

müssen wir die Alarmmeldungen der Krankenhäuser sehr ernst nehmen“, so

Stadtrat Friedemann Kalmbach (FÜR Karlsruhe).

Wirtschaftlich in der Stadt. haben Fallen die nun Krankenhäuser weitere ärztliche somit nicht Angebote die Befugnis, weg, ihre wiereellen

auch

Kosten Spezialabteilungen auszugleichen. in Krankenhäusern oder Öffnungszeiten von Notaufnahmen,

wird zur Corona- und der Karlsruher Finanzkrise auch noch eine Krise der

Der gesundheitlichen Wegfall einer der Mindestversorgung beiden Kliniken wärehinzukommen“, ein herber Verlust sofür die Karlsruhe: warnende „Wir

haben Einschätzung bereits von ein Ärztemangel Stadträtin Petra im Karlsruher Lorenz (FW). Umland, Die Fraktionsgemeinschaft aber zunehmend auchder

in

der FreienStadt. Wähler Fallen und FÜRnun Karlsruhe weitere fordert ärztliche von LandAngebote und Bund Sofortmaßnahmen

weg, wie auch

Spezialabteilungen zum Erhalt der Leistungsfähigkeit in Krankenhäusern der Karlsruhe oder Öffnungszeiten Krankenhäuser. von Notaufnahmen,

Das Städtische

wird Klinikum zur Karlsruhe Corona- und der die ViDia Karlsruher Christliche Finanzkrise Kliniken auch Karlsruhe noch eine bewegen Krise sich der

gesundheitlichen durch immer weiterMindestversorgung steigenden Kosten und hinzukommen“, die Belastungenso der die neuenwarnende

Corona-

Einschätzung Maßnahmen an von ihrer Stadträtin Leistungsgrenze. Petra Lorenz (FW). In einer Pressemeldung vom 16.

September machten die Karlsruher Kliniken zum wiederholten Mal auf die

Gratwanderung ihrer Arbeit am finanziellen Limit und einer Abwärtsspirale

durch Personalmangel aufmerksam.

Stadträtin Petra Lorenz wandte sich mit ihren Fragen an

Gesundheitsbürgermeisterin Lisbach und hat ihrer Besorgnis über den Mangel

an Notaufnahmekapazität in Karlsruhe Ausdruck verliehen.

Gesundheitsbürgermeisterin Lisbach machte daraufhin deutlich, dass das

Städtische Klinikum weiterhin im Besitz der Stadt bleibt und nicht verkauft wird.

Um eine Überlastung der Kliniken zu verhindern, soll an einem Runden Tisch

Lösungen erarbeitet werden, wie der Gesundheitsdienst entlastet werden kann.

Die Städtischen Kliniken bleiben also trotz schwieriger Haushaltslage und einem

fast ausgelstateten Arbeitspensum in öffentlicher Hand.

Im Gegensatz zu privatwirtschaftlichen Unternehmen dürfen Krankenhäuser

oder Arztpraxen steigende Kosten durch einen Arbeitsmehraufwand nicht an

ihre Patienten weitergeben. Die Kosten der Krankenhäuser werden von den

Krankenkassen bezahlt und diese sind streng durch den Gesetzgeber geregelt.

Wirtschaftlich haben die Krankenhäuser somit nicht die Befugnis, ihre Kosten

auszugleichen.

Der Wegfall einer der beiden Kliniken wäre ein herber Verlust für Karlsruhe: „Wir

haben bereits ein Ärztemangel im Karlsruher Umland, aber zunehmend auch

| 24 25 |

* Quelle: Clay Banks/Unsplash.com



| GEMEINDERATSINFO | Ausgabe 06 | 2022

Podcast

Wie wird im Gemeinderat gearbeitet?

Stadtrat Friedemann Kalmbach und Fraktionsgeschäftsführer Micha Schlittenhardt

tauchen ein in die Tiefen der Arbeit von Karlsruhes Stadträten.

Der öffentliche Teil der Kommunalpolitik spielt sich in den monatlichen

Gemeinderatssitzungen ab. Alle Stadträte der verschiedenen

Gemeinderatsfraktionen treffen sich im Karlsruher Rathaus, um über die Themen

zu beraten und zu diskutieren, die die Stadt betreffen. Aufgegliedert ist die

Gemeinderatssitzung in drei Teile:

An erster Stelle kommen die Vorlagen der Karlsruher Stadtverwaltung. Dort

werden alle Vorhaben der städtischen Ämter vorgestellt und im Gemeinderat

behandelt. Ein aktuelles Thema ist der Ausbau der Bahnstrecke der Mannheim-

Karlsruhe-Verbindung: "Da der Verkehr zunehmend von der Straße auf die Schiene

verlagert werden soll, wird nun der lang geplante Ausbau des Schienennetzes

zwischen Mannheim und Karlsruhe in die Praxis umgesetzt", sagt Stadtrat

Kalmbach. Die einheitliche Lösung zwischen der Stadtverwaltung und den

Gemeinderatsfraktionen sieht vor, dass die neue Verbindung einen Tunnel enthält,

um die Lautstärke in Hagsfeld und Rintheim möglichst zu minimieren.

Die Stadtverwaltung hat bei kostspieligen Entscheidungen nicht das alleinige

Entscheidungsrecht. Bei großen Geldsummen ist die Verwaltung dazu verpflichtet,

das Projekt im Gemeinderat diskutieren zu lassen. Ob dem Vorhaben zugestimmt

oder abgelehnt wird, entscheidet sich dann im Plenum. Bekommt das Projekt eine

Mehrheit in der Gemeinderatssitzung, kann die Stadtverwaltung ihr Vorhaben

umsetzen.

An zweiter Stelle der Gemeinderatssitzungen kommen die Anträge. Das sind ganz

neue Ideen, die zumeist von den Gemeinderatsfraktionen eingebracht werden. Ein

Antrag, den die Fraktion eingebracht hatte, war die Einführung von Fahrradtaxis

in der Innenstadt: „Das ist natürlich ein komplexes, aber mit Blick auf Mobilität

und Klimaanpassung ein wichtiges Thema“, sagt Micha Schlittenhardt. Diese

Lösung hätte einen besonderen Charme und bietet auch in anderen Städten gute

Möglichkeiten, kurze Wege zu überbrücken, ohne in die Bahn steigen zu müssen.

Zu der fahrradfreundlichen Stadt Karlsruhe würde das gut passen. In der ersten

Gemeinderatssitzung nach der Sommerpause wird der Gemeinderat über diese

neue Idee der Fraktion beraten.

Wenn es zu den Anträgen der anderen Fraktionen noch etwas hinzuzufügen gibt,

dann kann man Ergänzungsanträge stellen und aus einem guten Vorhaben kann

ein sehr gutes Vorhaben werden. Die Grünen-Fraktion stellte einen Antrag für ein

Gassparprogramm für Karlsruhe. Die Freien Wähler|FÜR Karlsruhe-Fraktion stellte

als Ergänzungsantrag den Vorschlag, eine Trockenvergärungsanlage in Karlsruhe

zu bauen.

Um die Anträge ausführlich zu besprechen, wird in Ausschüssen vorberaten. So

können in der Gemeinderatssitzung Entscheidungen getroffen werden, ohne dass

das Thema verschoben werden muss, weil die Beratungen im Gemeinderat zu viel

Zeit in Anspruch nehmen. Viele Themen werden schon in den Ausschüssen

abgeräumt und eine Beratung im Gemeinderat ist nicht mehr nötig.

Der letzte Punkt in den Gemeinderatssitzungen sind die Anfragen. Das sind klar

formulierte Fragen, die die Fraktionen an die Stadtverwaltung stellt. Friedemann

Kalmbach macht deutlich, dass jede Bürgerin und jeder Bürger eine Frage

formulieren kann: "Jeder Bürger und jede Bürgerin kann sich an uns wenden. Und

wir stellen dann die Anfrage. Darauf wird es dann eine öffentliche Antwort der

Stadtverwaltung geben." Ab und zu findet man die Antworten der Stadtverwaltung

in den Karlsruher Stadtzeitungen, aber alle Antworten sind auf der Website der

Stadt Karlsruhe zu finden.

Zum Abschluss einer jeden Gemeinderatssitzungen folgt der nicht-öffentliche

Teil. Jeder Besucher auf der Tribüne und die Vertreter der Presse verlassen die

Sitzung und im Gemeinderat folgen Informationen und Diskussionen, die für die

Öffentlichkeit (noch) nicht vorgesehen sind.

| 26 27 |



Das sind unsere Themen im Podcast:

• „Wie wird im Gemeinderat gearbeitet?“: Um gute Entscheidungen für

Karlsruhe zu treffen und im Gemeinderat mitwirken zu können braucht es

neue Ideen, genaue Recherche und Instrumente, über die sich Stadtrat

Friedemann Kalmbach und Fraktionsgeschäftsführer Micha Schlittenhardt

austauschen.

• „Zur Waldstadt“: Dr. Hubert Keller, der Vorsitzende des Bürgervereins

Waldstadt, diskutiert mit Stadträtin Lorenz über Initiativen des Vereins,

Nachverdichtung und den ÖPNV in der Waldstadt Karlsruhes. Man spürt

beiden die Leidenschaft für den Stadtteil ab, in dem sie leben, sowie den

Wunsch, die Lebensqualität dort zu erhalten und zu fördern.

• „Klimaneutral Abheben: Praxis eines Flugsportvereins“: Stadtrat Kalmbach

im Gespräch mit Andreas Flick und Hans Bodrogi, die sich auf dem

Flugplatz Rheinstetten auf den Weg machen, klimaneutral Stom zu

gewinnen und für den Flugsport und private Haushalte zu nutzen.

Waldstadt

Thema: Podcast

Im 24. Podcastgespräch der Fraktionsgemeinschaft Freie Wähler und FÜR

Karlsruhe trifft Stadträtin Petra Lorenz Dr. Hubert Keller, seit 1999 Vorsitzender

des Bürgervereins Waldstadt. Zusammen diskutieren sie über Initiativen des

Vereins, Nachverdichtung und den ÖPNV in der Waldstadt Karlsruhes. Beiden spürt

man die Leidenschaft für die Waldstadt, in der sie leben, ab, sowie den Wunsch,

die Lebensqualität dort zu erhalten und zu fördern.

Eine wichtige Arbeit in der Waldstadt ist der Sozialtreff. Dort wird Bedürftigen aus

ganz Karlsruhe mit Lebensmitteln und Dingen des täglichen Lebens geholfen. Zu

Beginn des Projekts ging es in erster Linie nur um die Waldstadt, inzwischen

kommen Menschen aus dem gesamten Stadtgebiet. Jeden Mittwoch kommen

Bedürftige und können sich eine Ration abholen. Inzwischen werden bis zu 60

Personen mit dem Nötigsten versorgt. Zusätzlich werden im Sozialforum auch

weitere soziale Angebote zusammengebracht: Dieser große soziale Bereich bietet

eine Hausaufgabenbetreuung sowie eine Schülermensa an. Durch die

ansteigenden Kosten und den enormen Umfang gerät der Sozialtreff an finanzielle

Grenzen. In der Summe rechnet Dr. Hubert Keller mit einem Kostenaufwand von

10.000 Euro, was durch Geld- und Sachspenden allein immer schwieriger

aufzubringen ist. In Zukunft wird es mehr finanzielle Unterstützung brauchen – Dr.

Keller sieht dort auch die Stadt in der Pflicht. Für die Waldstadt mit 13.000

Einwohner ist dieses Projekt eine wichtige Aufgabe, um den Stadtteil zu

entwickeln, aber auch in direkter Nachbarschaft zu helfen.

| GEMEINDERATSINFO | Ausgabe 06 | 2022

„Grundsätzlich habe ich den Eindruck, dass der Gemeinderat und die

Stadtverwaltung über den Bürger hinweg entscheiden. Manchmal sogar gegen

ihn“, sagt Dr. Keller.

Besonders schwierig gestaltet sich die Zusammenarbeit mit der Stadt.

Kompromisse, mit denen die Bürgerinnen und Bürger der Waldstadt einverstanden

waren, wurden durch Investoren und Bauherren nicht immer eingehalten.

Die Waldstadt ist eine Stadt im Wald und soll das auch bleiben. So sollte man sich

an Abmachungen halten und Änderungen ohne Rücksprache vermieden werden.

Kompromisse mit der Stadtverwaltung müssen halten und belastbar sein, so Dr.

Keller.

Auch die Verkehrssituation entwickelt sich nicht nach den Vorstellungen vieler

Bürgerinnen und Bürger. So gerät der Verkehr an seine Belastungsgrenze und es

gehen massive Beschwerden ein. In Planung waren zwei Verkehrslinien: zum

Hauptbahnhof und in die Nordweststadt. Nachdem jedoch die U-Bahn

fertiggestellt worden ist, wurde das Verkehrsnetz in der Waldstadt auf eine Linie

reduziert, welche nun nach Oberreut fährt. Die Möglichkeit, schnell zum

Hauptbahnhof zu kommen, gibt es nicht mehr. Zur Nordweststadt braucht man

mit den öffentlichen Verkehrsmitteln bis zu 50 Minuten, mit PKW sind es 15

Minuten: "Das ist verfehlt", so Dr. Keller. Auch sind die Fußwege zu den

Haltestellen zu lang: Bis zu 30 Minuten Fußweg zur nächsten Haltestelle sind keine

Werbung, das Auto stehen zu lassen.

Dr. Keller sieht mit der Erhöhung der Gewerbesteuer ein weiteres erhebliches

Problem. Lokale Unternehmerinnen und Unternehmen verlagern ihre Firmen an

Randbereiche außerhalb der Stadt.

Ein weiteres Thema ist die geplante Bebauung / Nachverdichtung in der Waldstadt.

Die Proteste gegen die Bauprojekte sind nach wie vor aktiv:

| 28 29 |



Fliegen und Klimaschutz?

| GEMEINDERATSINFO | Ausgabe 06 | 2022

Energiepreiskrise, Klimakrise: Fragen über Fragen! Wie kann Energiewende

gelingen, wie kann man sich auf den Weg zur Klimaneutralität machen?

In der 25. Podcastfolge trifft sich Stadtrat Friedemann Kalmbach auf dem

Segelflugplatz Rheinstetten mit Andreas Flick, zweiter Vorsitzender der LSG

Rheinstetten und Hans Bodrogi, Vorstand der Bürgerenergiegenossenschaft.

Fliegen und Klimaschutz?

Wie das sich ganz praktisch gestalten kann, zeigt die Luftsportgemeinschaft

Rheinstetten (LSG Rheinstetten), in der sich drei Vereine vereinen: der

Flugsportverein 1910 Karlsruhe e.V., die Akademische Fliegergruppe am

Karlsruher Institut für Technologie e.V. (Akaflieg) und der Luftsportverein Albgau

e.V.

Zusammen mit der Naturstrom Rheinstetten Bürgerenergiegenossenschaft eG

machen sie sich auf den Weg, klimaneutral zu werden. Anschaulich wird gezeigt,

wie sie eine Solaranlage am Flugplatz umgesetzt haben, mit der sich die erste

elektrische Seilwinde in Baden-Württemberg speist und die Segelflieger zum

Abheben bringt. Für Karlsruher Vereine ein spannendes Praxisbeispiel für die

Arbeit mit Bürgerenergiegenossenschaften, wie sie die Karlsruher Energie- und

Klimagentur (KEK) gerade auf den Weg bringt.

Die Luftsportgemeinschaft sieht für sich eine soziale und eine ökologische

Verantwortung. Der Verein engagiert sich als Bühne für jugendliche

Flugbegeisterte und Forschungsprojekte:

"Wir haben hier an die 100 Jugendliche bis 25 Jahre, die bei uns in Ausbildung

sind. Bei uns erlernen sie von Grund auf den Flugsport und bekommen Teamgeist

und Verantwortung mit", so Andreas Flick über die soziale Arbeit des

Flugsportvereins.

Ursprünglich war das Ziel der drei Vereine ein klimaneutraler Flugsportverein, der

2025 Wirklichkeit werden sollte. Die Arbeit daran begann vor einigen Jahren und

zeigt inzwischen Ergebnisse: Segelflugzeuge fliegen mit selbstproduziertem

Strom und auf dem Flugplatz fahren strombetriebene Fahrzeuge.

Für private Haushalte in Rheinstetten soll es ebenfalls bald eine Möglichkeit

geben, grünen Strom zu beziehen. Für ein zukünftiges Projekte befindet sich die

Bürgerenergiegenossenschaft schon seit einiger Zeit mit den Stadtwerken

Karlsruhe in Gesprächen. Das Ziel ist ein spezieller Strom – ein Rheinstetten-

Bürgerstrom, "der eine vergünstigte Komponente beinhaltet", sagt Hans Bodrogi.

Dieser Strom läuft dann über die Stadtwerke, wird aber von der

Bürgerenergiegenossenschaft als Naturstrom eingespeist.

| 30 31 |



Der Podcast der Fraktion im

Staatsanzeiger

„Mit modernen Formen eine jüngere Zielgruppe erreichen - das sehen viele

Kommunalpolitiker als dringend notwendig in ihrer ehrenamtlichen Tätigkeit. Mit

einem Podcast, der über die Arbeit von Gemeinderäten erklärt und transportiert

wird, könnte das funktionieren“, so Marcus Dischinger im Staatsanzeiger Baden

Württemberg.

Im Artikel werden Lokalpolitiker begleitet, die ihre Arbeit als Gemeinderäte in

Podcastgesprächen erklären. Philipp Weingardt (Grüne) und Sebastian Berblinger

(CDU) aus Herbolzheim informieren seit Mitte des Jahres 2022 in ihrem Podcast

über die verschiedenen Themen ihrer politischen Arbeit.

Seit 2020 gibt es den Podcast

der FW | FÜR Karlsruhe – in

bisher 25 Folgen wird über die

Themen der Stadt gesprochen.

Als Beispiel für eine gute Nutzung von Podcasts wird die Fraktionsgemeinschaft

der Freien Wähler und FÜR Karlsruhe im Staatsanzeiger erwähnt. Schon 2020

startete die Fraktion ihren Podcast „Die Lage in Karlsruhe“. Als einzige Fraktion des

Karlsruher Gemeinderats veröffentlicht FW | FÜR Karlsruhe monatlich ein Gespräch

mit Expertinnen und Experten über die Themen, die die Stadt bewegen.

Monatlich gibt es ein Gespräch

mit Experten über die Themen,

die die Stadt bewegen.

Kommunalpolitik, Klima, Bauprojekte oder die Arbeitsabläufe im Gemeinderat. Die

unabhängige Fraktion spricht über die Themen des Monats vor der Kamera und

am Mikrofon. In einem Rückblick zu dem, was für Karlsruhe entschieden wurde,

Ausblick zu dem, was auf die Agenda kommt und die großen Themen wie

Stadionbau, Staatstheater oder Soziales.

Aber auch Vereine, Organisationen oder engagierte Bürgerinnen und Bürger aus

Karlsruhe werden ins Haus der Fraktionen eingladen, um mit den Stadträten der

Fraktionsgemeinschaft über Probleme zu diskutieren oder ihre Arbeit

vorzustellen.

Ingesamt 586 Minuten Podcastgespräch hat die

Fraktionsgemeinschaft seit der Gemeinderatswahl

aufgenommen – in den 25 Folgen waren 12 Gäste mit

dabei.

| 32 33 |

* Quelle: Waldemar Brandt/Unsplash.com



| GEMEINDERATSINFO | Ausgabe 06 | 2022

Dafür setzen wir uns ein:

Thema: Gemeinderat

In einem Antrag im Gemeinderat setzt sich die Fraktionsgemeinschaft für die

Prüfung von Fahrradtaxis in der Innenstadt ein:

• Fahrradtaxis als weitere Möglichkeit für die letzte Meile,

• Sofortmaßnahmen für die Unterstützung der städtischen Krankenhäuser,

• Einrichtung eines virtuellen Bürgerbüros: Passänderungen, Ummeldungen

und kleinere Anliegen können von digitalen Bürgerbüros unkompliziert

online bearbeitet werden,

• Instandsetzung der ausgefallenden Aufzüge der U-Bahn-Stationen.

Schon abgeschlossen:

• Prüfung einer Biogasanlage in Karlsruhe durch die Stadtverwaltung, die das

Vorhaben begrüßt.

Arbeit im Gemeinderat

Ausfallende Aufzüge und Fahrradtaxis

Bei den hohen Temperaturen im Sommer sind die Aufzüge der U-Bahn über

längere Zeit ausgefallen. Laut der Stellungnahme der VBK ist ein Teil der Technik

ungeschützt der Sonne ausgesetzt, was zu einer Überlastung führte, sodass die

Aufzüge der städtischen U-Bahn-Aufzüge abgeschaltet werden mussten und

erst nach Wochen wieder zur Verfügung standen.

„Mit Fahrradtaxis in der Innenstadt hätten wir eine weitere emissonsfreie

Alternative für eine kurze Strecke. Wir finden in vielen Grostädten positive

Beispiele, wo Fahrradtaxis für touristische, aber auch praktische

Angelegenheiten genutzt werden. So hätten ältere Bürgerinnen und Bürger die

Möglichkeit, eine kurze Strecke zurückzulegen, ohne extra in die U-Bahn

einsteigen zu müssen oder das Auto zu nutzen“, so Stadträtin Petra Lorenz im

Gemeinderat.

Oberbürgermeister Frank Mentrup und viele Fraktionen des Karlsruher

Gemeinderats begrüßen die Idee für Fahrradtaxis, wenn dies keine zusätzliche

Arbeit für die überforderte Stadtverwaltung und keine neuen Kosten bedeutet.

In einer Stellungnahme der Stadtverwaltung heißt es: „Fahrradtaxis benötigen

grundsätzlich keine Erlaubnis und das Personenbeförderungsgesetz findet

keine Anwendung. Aus Sicht der Verwaltung ist die Etablierung von Fahrradtaxis

in der Innenstadt zunächst eine privatwirtschaftliche Aufgabe.“

Nun liegt es in der Verantwortung der städtischen Wirtschaftsförderung, die für

die Beratung und als zentrale Anlaufstelle für alle Unternehmen in Karlsruhe

zuständig sind, ein passendes Privatunternehmen anzuwerben.

„Das unsere neue U-Bahn noch so viele Probleme hat, ärgert uns. Gerade, dass

viele Bürgerinnen und Bürger, die auf die Fahrstühle angewiesen sind, keine

andere Möglichkeit haben, in der Innenstand zu fahren, sollte dringend

geändert werden“, fordert Stadträtin Petra Lorenz (FW| FÜR)

Alternativ zur Benutzung der U-Bahn könnte sich Karlsruhe um die Einführung

von Fahrradtaxis in der Innenstadt kümmern. Diese Fahrräder mit einem Fahrer

und zwei Sitzplätzen sind nicht groß und wären keine Belastung für den Verkehr

in der Innenstadt. Außerdem sind sie eine emissionsfreie Alternative zum

Personentransport.

„Für eine fahrradfreundliche Stadt wie Karlsruhe, ist das eine Überlegung wert.

Mit ausfallender Technik muss man rechen und dann kann man die Bürgerinnen

und Bürger, die auf eine U-Bahn angewiesen sind, nicht laufen lassen. Auch in

anderen Städten wie Köln, Berlin und Freiburg hat das Konzept überzeugt. Nicht

nur von Touristen Fahrradtaxis genutzt, sondern von vielen zur Bewältigung

der letzten Meile“, sagt Stadtrat Kalmbach.

| 34 35 |



| GEMEINDERATSINFO | Ausgabe 05 | 2022

Ein virtuelles Bürgerbüro in Karlsruhe

Schon lange staut es sich in den Karlsruher Bürgerbüros. Passänderungen,

Ummeldungen, aber auch kleine Anliegen können von überforderten Ämtern

lange nicht bearbeitet werden. Selbst auf einen Termin muss man oft warten.

CDU-Bürgermeister Dr. Albert Käuflein beschrieb im Podcast der Freien Wähler

und FÜR Karlsruhe, dass das Problem in den Ämtern "kein triviales" sei und dass

die Probleme nicht innerhalb von Wochen gelöst werden können, sondern es

sich um ein langfristiges Problem handelt. Mehr über die Probleme in den

Stadtbüros finden Sie in unserem Podcast Folge 20 „Stadtkultur mit

Bürgermeister Dr. Albert Käuflein“ auf dem YouTube Kanal Freie Wähler und FÜR

Karlsruhe Fraktion.

Das virtuelle Bürgerbüro

kann man per Videocall

besuchen, Anträge digital

einreichen und gleich

online bezahlen.

Die Fraktionsgemeinschaft schlägt

deshalb das "Virtuelle Bürgeramt" vor.

Dort haben die Bürgerinnen und

Bürger die Möglichkeit das Bürgerbüro

per Videocall zu besuchen und ihre

Anträge digital einzureichen und

online zu bezahlen.

"Gerade im Hinblick auf die kalten Monate, wo die Infektionszahlen wieder

zunehmen könnten und Corona-Maßnahmen nötig werden, wäre ein erweitertes

Online-Angebot der städtischen Ämter sehr wichtig. Karlsruhe sollte nun auch

endlich in den städtischen Ämtern zu einem Digitalstandort werden", plädiert

Stadträtin Petra Lorenz.

Ein digitales Bürgerbüro wird bereits in Heidelberg angeboten: An- und

Ummeldungen bei Wohnungswechsel, Abmeldung bei Umzug, Melde- und

Aufenthaltsbescheinigungen, Auskünfte aus dem Einwohnermelderegister,

Führungszeugnisse und Bewohner- oder Schwerbehindertenparkausweise

können unkompliziert online beantragt werden.

Die Fraktionsgemeinschaft richtet ihren Vorschlag in einem Antrag an die

Stadtverwaltung zur Beratung im Karlsruher Gemeinderat.

* Quelle: energie-pakt-ka/stadtwerke-karlsruhe.de

Stadt bietet Energieberatung an

Die Stadt bietet in Kooperation mit den Stadtwerken Informationen und

Beratung zu den Themen Energiegewinnung, Stromsparen und

klimafreundlichen Strom in Karlsruhe an. Mit dem Motto „Der Energiepakt

Karlsruhe“ will die Stadt Herausforderungen, die durch den Krieg in der Ukraine

und die Preisexplosion auf den Beschaffungsmärkten entstanden sind,

gemeinsam mit den Bürgerinnen und Bürgern der Stadt meistern.

Dazu gibt es auf der Website der Stadtwerke – https://www.stadtwerkekarlsruhe.de/de/energie-pakt-ka/

– Beratungsangebote zum Klimaschutz,

sparsamen Energieeinsatz und zum Ausbau von erneuerbaren Energien. Die

Beratungen, die von Energieexperten geführt werden, richten sich an alle

Karlsruherinnen und Karlsruher, aber auch Unternehmen und Organisationen.

Für weiterführende Informationen werden Material und Energiespartipps

kostenlos per Download zu Verfügung gestellt.

Mit dem „KlimaBonus“ werden

neue Anlagen mit bis zu 2.500

Euro gefördert.

Zusätzlich geht die Stadt auf

weitere Fragen über den

privaten Ausbau ökologischer

Energien ein.

Auf der neuen Website https://klima.karlsruhe.de werden Online-Seminare

sowie das städtische Beratungszentrum Klima, Energie und Mobilität vorgestellt.

Das Angebot richtete sich an alle Mieterinnen und Mieter, aber auch an

Eigentümer und Unternehmen. Eine besondere Initiative ist der „KlimaBonus

Karlsruhe“, mit dem die Stadt neue Photovoltaikanlagen mit bis zu 2.500 Euro

fördert. Das Ziel der Stadtverwaltung ist es, mit gezielten Förderprogrammen

die Erzeugungsleistung von erneuerbaren Energien in Karlsruhe zu verdoppeln.

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