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Pets 02/2022

Das Leben mit Haustieren ist schön! Als Ratgeber begleitet PETS Haustierhalter aller Altersgruppen mit umfassenden Gesundheits und Ernährungsthemen, sowie Informationen und Tipps für den Umgang mit Hunden, Katzen, Kleintieren, Vögeln und Aquarienfischen im Alltag. Unsere Leser finden eine große Bandbreite an nützlichen Tipps und Hilfestellungen. Dabei steht das Wohlergehen der Haustiere immer im Mittelpunkt. Haustiere sind Freunde, Begleiter, Familienmitglieder. Sie leisten einen wichtigen Beitrag zur Gesundheit und zum Zusammenhalt der Gesellschaft und bieten Menschen Geborgenheit. Fröhliche, emotionale Bilder unterstreichen die positive Botschaft des Magazins: Das Leben mit Haustieren ist schön!

Das Leben mit Haustieren ist schön!
Als Ratgeber begleitet PETS Haustierhalter aller Altersgruppen mit umfassenden
Gesundheits und Ernährungsthemen, sowie Informationen und Tipps für den Umgang mit Hunden, Katzen, Kleintieren, Vögeln und Aquarienfischen im Alltag.
Unsere Leser finden eine große Bandbreite an nützlichen Tipps und Hilfestellungen. Dabei steht das Wohlergehen der Haustiere immer im Mittelpunkt. Haustiere sind Freunde, Begleiter, Familienmitglieder.
Sie leisten einen wichtigen Beitrag zur Gesundheit und zum Zusammenhalt der
Gesellschaft und bieten Menschen Geborgenheit.
Fröhliche, emotionale Bilder unterstreichen die positive Botschaft des Magazins:
Das Leben mit Haustieren ist schön!

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NR. 02/03 2022

PETS

PETS

DEIN HAUSTIER RATGEBER

AROMATHERAPIE

für Tiere

HUNDE

VERHALTEN

Positive Verstärkung

BRAUCHT

MEIN HUND

EINEN MANTEL?

PETS DEIN HAUSTIER RATGEBER

EINE NEUE KATZE ZIEHT EIN

Tipps für die Zusammenführung

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Nr. 02/032022: Deutschland 3,95 €

Österreich 4,60 € • Schweiz

5,60 CHF • Luxemburg 4,70 €


VON TIERÄRZTEN ENTWICKELT

VETERINARY DIET

DIÄTFUTTERPROGRAMM

zur gezielten Ernährungstherapie von Katzen

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ü ausgezeichnete Akzeptanz und große Produktvielfalt

ü erhältlich im Fachhandel und in vielen Onlineshops

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INHALT

Willkommen bei PETS

Fotos: iStock; Text: Sandra Hoffmann

Fotos Titel: iStock - Dixi_

Sandra Hoffmann,

Chefredakteurin

Einfach

tierisch

04 TIERISCHER

FAMILIENZUWACHS

Gekommen, um zu bleiben

08 FLÖHE

Kleine Plagegeister

36

12 HUNDEFRISEUR

Beruf mit Zukunft

14 AROMATHERAPIE

Wie Tiere profitieren

Der Herbst ist da und damit die Zeit des oftmals nasskalten Wetters.

Da macht es besonders Freude, sich mit einer Decke aufs Sofa zu

kuscheln und in unserem Magazin zu stöbern. Vielleicht gesellt sich

eine weitere Katze dazu – Tipps für eine gelungene Vergesellschaftung

finden Sie im Heft. Oder Sie starten mit einem neuen Aquarium?

Hundehalter erfahren, ob jetzt ein Hundemantel sinnvoll ist.

Viel Spaß beim Lesen wünscht Sandra Hoffmann

26 RATGEBER KOT

„Output“ richtig deuten

32 KOLLEGE HUND

Bürohund – so klappt´s

Katze

34 KASTRATION

Vor- und Nachteile

36 VERGESELLSCHAFTUNG

Eine Katze kommt dazu

40 KIPPFENSTER-SYNDROM

Gefährliche Katzenfalle

42 KATZENSTREU

Im Vergleich

46 BISSVERLETZUNG

Was ist zu tun?

Vogel

48 KANARIENVOGEL

Kleine Meistersänger

52 VERHALTENSSTÖRUNG

BEI VÖGELN

Federrupfen und Co.

Aquaristik

60 EINGEWÖHNUNG

Neue Fische einsetzen

64 SCHNECKENINVASION

In den Griff bekommen

66 VORSCHAU/IMPRESSUM

22

54

Hund

18 HUNDEMANTEL

Sinnvoll oder unnötig?

22 VERHALTENSTRAINING

Positive Verstärkung

Kleintiere

54 KANINCHENSENIOREN

Bedürfnisse alter Tiere

58 HAMSTER

Beliebte Haustiere

14

PETS 3


PETS |Einfach tierisch

Tierischer

Familienzuwachs

HUND, Katze,

Kaninchen, Vogel

oder Fisch – jede

Entscheidung sollte

gut überlegt sein

Es gibt viele gute Gründe, sich ein Tier ins eigene Zuhause zu holen.

Doch die Haltung eines Haustieres geht mit Pflichten einher, die bei der

Entscheidung vor der Anschaffung berücksichtigt werden sollten.

Text: Sandra Hoffmann

S

ie sind Seelentröster, schenken

bedingungslose Liebe und

Lebensfreude, lehren uns Verantwortung

und halten fit – keine

Frage, Tiere bereichern unser Leben.

In Deutschland lebten im Jahr 2021

fast 35 Millionen Haustiere unterschiedlichster

Arten in privaten

Haushalten. Katzen stellen dabei

mit rund 16,7 Millionen Tieren das

beliebteste Haustier der Deutschen

dar, dicht gefolgt von den Hunden

als zweitbeliebtestes Haustier. Vor

allem unter den Katzen- und Hundehaltern

gab es in den vergangenen

Jahren einen massiven Zulauf.

Die Entwicklungen anderer Haustiergruppen

wie Meerschweinchen,

Hamster, Kaninchen, Ziervögel und

Fische blieben auf einem relativ

konstanten Niveau. (Quelle statista)

Verwunderlich ist das nicht. Gerade

in schweren Zeiten wie der Corona-

Pandemie, in der das soziale Leben

zeitweise erheblich eingeschränkt

wurde, wünschten sich viele

Menschen einen treuen, tierischen

Begleiter an ihrer Seite. Zusammen

ist man weniger allein. Ein Haustier

kann erwiesenermaßen Einsamkeitsgefühle

vermindern. Ein Tier

zu streicheln setzt Oxytocin frei.

Das Hormon reduziert Stress und

Angst und fördert unser Wohlbefinden.

Während der Corona-Pandemie

arbeiteten viele Menschen im

Homeoffice, verbrachten also mehr

Zeit zu Hause. Für viele war das

ein willkommener Anlass, sich ein

Haustier anzuschaffen. Die Corona-Krise

sorgte in Deutschland für

einen regelrechten Haustier-Boom.

4 PETS


WIE ALT WERDEN HAUSTIERE?

Wer sich ein Tier ins Haus holt,

muss auch Verantwortung dafür

übernehmen – und zwar für die

gesamte Dauer, die das Tier lebt.

Hunde werden im Durchschnitt

10–15 Jahre alt. Kleine Hunde

können noch älter werden. Katzen

haben eine durchschnittliche

Lebenserwartung von 12–17 Jahren,

können aber durchaus auch 20 Jahre

erreichen. Während Kaninchen

in der Regel zwischen 8–12 Jahre

alt werden, erreichen Meerschweinchen

eine

Spanne von 4–8

Jahren, Hamster

werden selten

älter

als zwei Jahre. Das Höchstalter von

Wellensittichen beträgt ca. 15 Jahre,

die durchschnittliche Lebenserwartung

liegt allerdings bei acht Jahren.

VERANTWORTUNG ÜBERNEHMEN

An den aufgelisteten Lebenserwartungen

der einzelnen Tiere wird

deutlich: Eine Anschaffung sollte

gut überlegt werden und nicht nur

kurzfristig seinen Zweck erfüllen.

Vor der Entscheidung für tierischen

Familienzuwachs heißt es, sich Gedanken

über die eigene Situation zu

machen und ehrlich zu prüfen, ob

TIERE SIND KEINE GESCHENKE,

insbesondere nicht für Kinder,

die möglicherweise bald

das Interesse am Tier verlieren

gute Voraussetzungen bestehen, ein

Tier über dessen gesamte Lebenszeit

artgerecht halten und versorgen

zu können. Die erste Frage sollte

lauten: Habe ich genügend Zeit

für das Haustier? Und zwar nicht

nur momentan, sondern auch zukünftig.

Was ist, wenn Homeoffice

keine Option mehr ist, die Kinder

in zwei Jahren aus dem Haus sind

oder man selbst in Rente geht und

vielleicht häufiger reisen möchte?

Insbesondere Hunde stellen hohe

zeitliche Anforderungen, denn ausgiebige

Gassigänge sind ein tägliches

Muss, egal bei welchem Wetter.

Auch die Hundeerziehung, zum

Beispiel der Besuch einer Hundeschule,

kostet Zeit. Einigen Hunderassen

reichen keine Spaziergänge,

sie wollen darüber hinaus beschäftigt

und gefördert werden, zum Beispiel

durch ein passendes Training.

Die Zeit fürs Füttern, Pflegen und

Kuscheln kommt on top. Mit Katzen

sind Halter zeitlich weniger eingebunden.

Die tägliche Reinigung der

Katzentoilette(n), Fütterung, Pflege

und Schmuseeinheiten gehören

auch hier zum Programm. Kleinere

Tiere fallen mit Käfigreinigung und

Fütterung zeitlich deutlich weniger

ins Gewicht. Zur Verantwor-

HAUSTIERE sind für viele

Menschen aus dem Alltag nicht

mehr wegzudenken

PETS 5


PETS |Einfach tierisch

ZUCKERSÜSS, die kleinen Racker – jedes Tier hat ein glückliches

Leben verdient

tung gehört auch, sich Gedanken

zu machen, wer das Tier versorgt,

wenn man selbst nicht dazu in der

Lage ist, sei es durch Geschäftsreisen,

einen Krankenhausaufenthalt

oder schlicht während des Urlaubs.

Während Hunde problemlos mit

in den Urlaub genommen werden

können, bleiben andere Haustiere

besser zu Hause. Wer niemanden

aus dem privaten Umfeld hat, kann

einen professionellen Tiersitter für

die Betreuung beauftragen oder das

Tier in eine Pension geben. Letzteres

bedeutet durch die ungewohnte

Umgebung und die anderen Tiere

vor Ort nicht selten Stress für das

einzelne Tier.

EINE FRAGE DER FINANZEN

Die Haltung eines Haustieres ist

immer mit Kosten verbunden – für

manche Tiere mehr als für andere.

Die Haltungskosten für Kleintiere

und Vögel fallen im Gegensatz zu

Katze und Hund weniger ins Gewicht.

Generell gilt die Faustregel:

Je kleiner das Tier, desto günstiger

sind die monatlichen Kosten. Aber

auch Kleintiere können krank

werden und einen Tierarztbesuch

notwendig werden lassen. Für

Hunde und Katzen ist eine OP-Kostenversicherung

etwas, worüber

jeder Halter nachdenken sollte.

Operationskosten können schnell

in die Tausende gehen. Wer keine

Versicherung abschließen möchte,

sollte zumindest Rücklagen für

solche Fälle anlegen. Hunde und

Wer sich für ein Tier

entscheidet, holt sich

ein Leben und damit

ein großes Paket an

Verantwortung.

AB IN DEN URLAUB und zwar die

ganze Familie – die meisten Hunde

sind am liebsten immer dabei

Fotos: iStock

6 PETS


Katzen können je nach Rasse schon

bei der Anschaffung ordentlich ins

Geld gehen und einen vierstelligen

Betrag beanspruchen. Ist es das erste

Tier, muss zunächst Geld in eine

Grundausstattung investiert werden.

Beim Hund kommen neben der

Hundesteuer, die je nach Gemeinde

unterschiedlich hoch ausfällt, gegebenenfalls

Kosten fürs Training,

Hundefriseur etc. dazu. In einigen

TIERHALTUNG IST TEUER,

aber was uns das Tier

zurückgibt, ist unbezahlbar

IN TIERHEIMEN warten derzeit

viele „ungewollte“ Tiere, die Opfer

leichtfertiger Entscheidungen während

der Pandemiezeit wurden

Bundesländern ist zudem der Abschluss

einer Hundehaftpflichtversicherung

vorgeschrieben – in

allen anderen Bundesländern ist sie

zumindest dringend zu empfehlen,

denn andernfalls müssen der Schaden

und alle damit zusammenhängenden

Kosten vom Halter selbst

getragen werden, wenn der eigene

Hund einen Schaden verursacht.

TIERHEIM ODER ZÜCHTER?

Wer sich ein Rassetier anschaffen

möchte, sollte sich unbedingt einen

seriösen Züchter suchen. Diese findet

man zum Beispiel auf den Seiten

der einzelnen Rassezuchtverbände.

Seriöse Züchter laden Interessenten

gern zu sich ein, damit diese sich

die Haltung ihrer Tiere anschauen

können. Ein seriöser Züchter ist

immer daran interessiert, seine Tiere

in gute Hände abzugeben und wird

entsprechende Fragen stellen. Dringend

abzuraten ist von Käufen über

Internetplattformen! Hier tummeln

sich leider viele unseriöse Händler.

Mit einem Kauf unterstützt man den

illegalen Welpenhandel. Die Entscheidung,

auf diese Weise Geld bei

der Anschaffung sparen zu wollen,

ist oftmals mit großem Tierleid

verbunden. Gerade während der

Corona-Pandemie, als die Nachfrage

nach Hunden anstieg, boomte leider

auch das Geschäft des illegalen

Hundehandels. Die Tiere stammen

oft aus einer sogenannten Massenvermehrung.

Die Zucht-Hündinnen

werden unter unwürdigen Haltungsbedingungen

als Gebärmaschine

missbraucht. Die Welpen werden

oft zu früh von der Mutter getrennt,

sind oft unterernährt und nicht geimpft.

Manchmal sind die Welpen

so krank, dass der Kauf massive

Tierarztkosten nach sich zieht oder

die Welpen sogar frühzeitig versterben.

Mehr Karmapunkte sammeln

tierliebe Menschen, wenn sie sich

für Hund, Katze oder Maus aus dem

Tierheim entscheiden. Mitarbeiter

des Tierheims beraten Interessenten

über die einzelnen Tiere vor Ort.

Eine Schutzgebühr soll einen Teil

der laufenden Kosten decken, aber

auch leichtfertige Entschlüsse, sich

ein Tier anzuschaffen, verhindern.

GEKOMMEN, UM ZU BLEIBEN

Leider ist es traurige Realität, dass

dieses Jahr viele Tiere im Tierheim

gelandet sind, die in den vergangenen

zwei Jahren angeschafft wurden.

Die vermeintliche Liebe zum

Tier währte nicht länger als die Länge

der einschränkenden Pandemie.

Für wirklich tierliebe Menschen

nicht nachvollziehbar, gehört doch

der Vierbeiner zur Familie. In guten

wie in schlechten Zeiten.

PETS 7


PETS |Einfach tierisch

F

löhe sind etwa zwei bis vier

Millimeter große, blutsaugende

Parasiten, die bei Hunden

und Katzen häufig vorkommen.

Erwachsene Flöhe leben zeitweilig

auf dem Hund/der Katze, um sich

von dessen Blut zu ernähren. Die jugendlichen

Stadien der Flöhe – Eier,

Larven und Puppen – befinden sich

hingegen in der Umgebung. Eine

Ansteckung mit Flöhen ist durch direkten

Kontakt zwischen befallenen

Tieren möglich, aber auch indirekt

über Gegenstände, wie Kratzbäume

oder Teppiche.

PUPPE

ERWACHSENER

FLOH

LEBENSZYKLUS

FLOH

EIER

DER LEBENSZYKLUS

zeigt die Entwicklung

der einzelnen Stadien

LARVE

Flöhe – kleine Parasiten

große Plage

Flöhe sind vielen Tierhaltern ein lästiges Problem. Wer die kleinen Blutsauger im Haus

oder in der Wohnung hat, will sie schnell loswerden. Doch das ist gar nicht so einfach.

Um gegen Flöhe vorgehen zu können, sollte man ein bisschen was über sie wissen.

Text: Sandra Hoffmann

LEBENSZYKLUS VON FLÖHEN

Nachdem ein Floh auf Hund oder

Katze gesprungen ist, beginnt er

innerhalb weniger Minuten mit

dem Blutsaugen, was als Flohbiss(e)

bezeichnet wird. Etwa 36–48

Stunden nach der Blutmahlzeit

beginnen die Flöhe bereits zahlreiche

Eier zu legen. Die weißlichen

Eier sind leicht klebrig, haften aber

nur vorübergehend im Haarkleid

und fallen dann vom Hund oder

der Katze ab und landen in der

Umgebung, also dort, wo sich das

Tier aufhält: auf seinem Schlafplatz,

dem Hundekorb, dem Sofa,

im Auto etc. Je nach Bedingungen

entwickeln sich nach 4 bis 14 Tagen

KATZEN dürfen nicht dieselben

Spot-ons bekommen, die es für

Hunde gibt

8 PETS


SPOT-ONS gibt es mit verschiedenen Wirkstoffen –

sie können zur Behandlung und Prävention eingesetzt werden

Haut kann gerötet und gereizt sein.

An den Bissstellen und Kratzwunden

können Krankheitserreger in

die Haut eindringen und zu Entzündungen

führen. Bei starkem

Befall können Flöhe bei Hunde- und

Katzenwelpen zu Abmagerung und

Blutarmut führen. Wenn der Hund

oder die Katze einen mit Bandwürmern

infizierten Floh erwischt

und abschluckt, kann es zur

Übertragung mit Bandwürmern

kommen. Es ist

deshalb empfehlenswert,

befallene Tiere nach der

Flohbehandlung zusätzlich zu entwurmen

oder den Kot zumindest

auf einen Bandwurmbefall untersuchen

zu lassen.


aus den Floheiern Larven. Die bis

zu 6 Millimeter langen, weißlichen,

behaarten Larven verstecken sich

an dunklen Stellen in der Wohnung.

Die Larven bilden einen Kokon aus,

in dem sie geschützt als Puppe längere

Zeit überleben können, die so

genannte Puppenruhe. Diese kann

von vier Tagen bis mehrere Monate

dauern. In Wohnungen herrschen

gemeinhin ideale Bedingungen,

sodass die Flöhe zeitnah schlüpfen

und dann wieder auf Hund, Katze

(oder Mensch) springen, um Blut

zu saugen. Unter idealen Bedingungen

nimmt der Lebenszyklus der

Flöhe etwa drei bis fünf Wochen in

Anspruch. Ein einziges Floh-Weibchen

kann übrigens bis zu 50 Eier

am Tag legen. Die Wohnung kann

also schnell komplett mit Flöhen,

Eiern und Larven kontaminiert

werden. Der erwachsene, lebende

Floh macht vom eigentlichen Befall

dabei nur einen geringen Prozentsatz

aus. Der allergrößte Teil – etwa

95% – entfällt auf die noch unfertigen

Flohstadien, die sich schon in

der Wohnung befinden.

FLOHBEFALL ERKENNEN

Hunde kratzen und beißen sich

vermehrt, da Flohbisse jucken. Oft

drehen sich Hunde abrupt um und

beißen und knabbern sich bevorzugt

in der Lendengegend

und am Schwanzansatz.

Bei Katzen kann ein

Flohbefall zunächst

unentdeckt bleiben.

Aber auch sie werden

dazu verleitet, sich zu

kratzen. Durch vermehrtes

Lecken können

beim Hund und der Katze

kahle Stellen entstehen. Die

FLÖHE sind bei starkem Befall mit

dem bloßen Auge erkennbar, Flohkot

zeigt sich durch dunkle Krümel

AUSGEWACHSENE

Flöhe können 2–4

Millimeter groß werden

PETS 9


PETS |Einfach tierisch

FLOHSPEICHELALLERGIE

Hierbei handelt es sich um eine

Überempfindlichkeitsreaktion gegen

Flohspeichel. Dieser kann schon bei

geringem Befall heftige allergische

Reaktionen, wie starken Juckreiz,

Schwellungen und Hautveränderungen,

auslösen. Es genügt im

Grunde ein einziger Flohbiss. Durch

den plötzlichen und hochgradigen

Juckreiz und das damit verbundene

Kratzen/Beißen und allergischen

Abwehrreaktionen sind schwere

Hautentzündungen und Haarausfall

möglich. Durch das Belecken

verschlimmern sich die Symptome

zunehmend.

FLÖHE BEIM MENSCHEN

Die häufigste Flohart bei Hund

und Katze ist der Katzenfloh. Diese

können auch auf den Menschen

übergehen. Da sie gern mehrmals

hintereinander beißen, sind auf der

Haut dicht hintereinander liegende

rote, stark juckende Stellen zu

finden, die auch als Flohstraße oder

Flohleiter bezeichnet werden. Auch

beim Menschen können sich diese

durch das Kratzen entzünden.

FLOHBEFALL NACHWEISEN

Die braunen, lebhaften, adulten

Flöhe sind mit dem bloßen Auge

sichtbar, insbesondere an wenig

behaarten Körperstellen wie Kopf,

Bauch und Schenkelinnenflächen.

Beim Scheiteln des Fells am Rückenende/kurz

vorm Schwanzansatz

lassen sich auch manchmal lebende

Flöhe finden. Auch der Flohkot,

kleine schwarze Krümel im Fell,

EIN FLOHKAMM hat besonders

eng anliegende Zähne, sodass

Flohkot darin hängenbleibt

lassen sich mit bloßem Auge erkennen.

Kämmen Sie Ihr Tier mit

einem Flohkamm und geben Sie

etwaige schwarze Krümel auf etwas

weiße, angefeuchtete Küchenrolle,

um zu prüfen, ob es sich dabei um

Flohkot handelt. Verfärben sich die

Krümel rötlichbraun, spricht das

für verdautes Blut, aus dem Flohkot

größtenteils besteht. Manchmal bleiben

auch direkt lebende Flöhe im

Flohkamm hängen. Manchmal wird

ein Flohbefall auch erst durch Flohstiche

bei Herrchen oder Frauchen

entdeckt. Eine Flohspeichelallergie

ist über eine Blutuntersuchung des

Hundes/der Katze nachweisbar.

FLOH-BEKÄMPFUNG AM TIER

Um die Flöhe erfolgreich zu bekämpfen,

ist es wichtig, nicht nur

das befallene Tier und andere im

Haushalt lebende Tiere zu behan-

ALLERGISCHE EKZEME können

durch eine Flohspeichelallergie

ausgelöst werden

10 PETS


JUCKREIZ kann viele Ursachen

haben; bei der Ursachenforschung

sollte auch an Flöhe gedacht werden

deln, sondern auch die komplette

Umgebung, in der sich das Tier

aufhält. Für die medikamentöse

Behandlung gibt es Spot-ons, Halsbänder,

Badezusätze, Flohpuder

und Tabletten mit verschiedenen

Wirkstoffen. Sprechen Sie darüber

am besten mit Ihrem Tierarzt. Wichtig

zu wissen ist, dass Sie Mittel

für Hunde nicht automatisch auch

für Katzen verwenden dürfen. Der

Wirkstoff Permethrin, der in Mitteln

für Hunde enthalten sein kann, ist

zum Beispiel für Katzen giftig! Verwenden

Sie für Katzen nur Präparate,

die explizit für Katzen zugelassen

sind.

FLOH-BEKÄMPFUNG UMGEBUNG

Für die Umgebungsbehandlung

stehen Insektizide zur Verfügung,

die als Sprühnebel eingesetzt werden,

so genannte Fogger. Häufiges

und intensives Staubsaugen von

allen Stellen, die möglicherweise als

Brutplätze für die Flöhe dienen, also

Teppiche, Böden, Polstermöbel (bei

Hunden das Auto nicht vergessen!)

entfernt die Entwicklungsstadien

der Flöhe rein mechanisch. Die

Staubsaugerbeutel danach sofort

entsorgen beziehungsweise beutellose

Sauger direkt ausleeren. Kissen,

Decken, Tierbetten etc. gründlich

waschen beziehungsweise reinigen.

Flohlarven sind zudem sehr empfindlich

gegenüber hohen Temperaturen,

weshalb geeignete Stellen

auch mit einem Heißdampfreiniger

behandelt werden können. Die Umgebungsbehandlung

ist ein wichtiger

Teil der Bekämpfungsmaßnahmen.

MASSNAHMEN NICHT ERFOLGREICH

1. Es wurden nicht alle Tiere im Haushalt behandelt.

2. Die Präparate wurden nicht richtig angewendet.

5. Eier, Larven und

Puppen im Umfeld des

Tieres wurden nicht sachgerecht

bekämpft, so dass

das Tier in den eigenen vier

Wänden immer wieder neu befallen

wird.

Fotos: iStock

3. Die Abstände zwischen den Behandlungen

waren zu groß.

4. Waschen oder Schwimmen der

Tiere haben die Wirksamkeit angewendeter

Medikamente verringert

6. Es kommt regelmäßig zu Kontakt

mit anderen Tieren mit Flohbefall oder einer

mit Flöhen befallenen Umgebung außerhalb

des Haushaltes und damit immer wieder zu

einem neuen Befall.

Quelle: esccap.de (ESCCAP Deutschland e.V.)

PETS 11


PETS |Einfach tierisch

BEIM SCHEREN

wird das Hundefell

per Schermaschine

in Wuchsrichtung

gekürzt

Hundefriseur

Beruf mit Zukunft

Einmal waschen, schneiden, föhnen, bitte! Professionelle Hundefriseure bieten

zusätzliche Dienstleistungen an, die über die eigentliche Fellpflege hinausgehen.

Die Nachfrage nach guten Hundefriseuren ist groß.

Text: Sandra Hoffmann

H

undefriseure sind in erster

Linie für das Scheren, Schneiden

und Trimmen des Fells

verschiedener Hunderassen zuständig.

Neben der Fellpflege gehören

die Kontrolle von Ohren, Augen,

Krallen und Ballen dazu. Auch

einen Parasitenbefall sollte der

Hundefriseur erkennen und einordnen

können. Für viele lang- und

rauhaarige Rassen ist das Schneiden

und Trimmen des Fells nicht nur

eine Frage der Ästhetik, sondern

notwendig, damit die Fellstruktur

erhalten bleibt.

VORAUSSETZUNGEN

Hundefriseur kann jeder werden,

der Freude an der Arbeit mit Hunden

hat. Vorteilhaft ist handwerkliches

Geschick sowie ein angstfreier,

liebevoller, ruhiger und geduldiger

Umgang mit den Hunden. Eine

gute körperliche Konstitution erleichtert

das stundenlange Stehen

am Tisch. Unternehmerische Qualitäten

sind von Vorteil, wenn nach

erfolgreicher Absolvierung der Ausbildung

eine berufliche Selbstständigkeit

angestrebt wird. Ein großes

12 PETS


1

2

3

Maß an Selbstständigkeit, Struktur

und Kundenkommunikation gehört

ebenfalls zur täglichen Arbeit dazu.

PRIVATE AUSBILDUNG

Der Beruf des Hundefriseur ist nicht

staatlich anerkannt oder unterliegt

einer staatlichen Kontrolle. Die

Tätigkeit als Hundefriseur setzt

lediglich eine Gewerbeanmeldung

voraus. Die Dauer der Ausbildung

hängt vom Anbieter ab und kann

von einigen Tagen bis mehrere

Monate variieren. Je nach Anbieter

erfolgt die Ausbildung am Stück

oder an einzelnen Wochenenden.

Es lohnt sich, an Infoveranstaltungen

des Anbieters teilzunehmen,

um einen Einblick in die Ausbildungsweise

und -qualität zu

bekommen. Die Ausbildung muss

privat finanziert werden, meist sind

Ratenzahlungen möglich. Je nach

Ausbildungsanbieter endet die Ausbildung

mit einer theoretischen und

praktischen Prüfung. Professionelle

Hundefriseure nehmen regelmäßig

an Weiterbildungen teil, zum Beispiel

über neueste Schnitttechniken

und Rassestandards.

ZUKUNFTSAUSSICHTEN

Nicht nur die Anzahl der Hunde ist

in Deutschland gestiegen, sondern

auch die Bedeutung von Dienstleistungen

rund ums Tier. Je nach

Hunderasse steht alle zehn bis zwölf

Wochen ein Besuch beim Hundefriseur

an. Wie viel letztlich verdient

wird, hängt von mehreren Faktoren

ab, wie Preiskalkulation, Kundenfrequenz,

laufende Betriebskosten,

Mitarbeiterkosten usw. Selbstverständlich

spielt auch die angebotene

Produkt- und Leistungspalette eine

Rolle. Neben der eigentlichen Pflege

können Zusatzdienstleistungen,

zum Beispiel Massage, angeboten

werden. Aber auch der Verkauf von

Pflegeprodukten und Hundezubehör

erhöht die monatlichen Einnahmen.

TRIMM- BZW. SCHERTISCHE

gibt es als höhenverstellbare

Modelle – die Arbeit im Stehen

verrichtet

Fotos: iStock

1 WASCHEN/BADEN zu Beginn

der Behandlung erfolgt mit einem

speziellen Hundeshampoo

2 PFOTENPFLEGE Das Fell

zwischen den Fußballen und Zehen

muss regelmäßig gekürzt werden

3 SCHNEIDEN im Gesichtsbereich

findet mit Schere

und Effilierschere statt,

um das Fell in Form zu bringen


PETS | Einfach tierisch

BEI KATZEN werden

vor allem die sanfteren

Hydrolate eingesetzt

Aromatherapie

für Hunde & Katzen

Dass Hunde und Katzen einen überaus feinen Geruchssinn haben, ist bekannt.

Es kann zur Reizüberflutung kommen und Stress auslösen.

Mittels Aromen kann jedoch auch positiv Einfluss genommen werden.

Text: Sandra Hoffmann

D

ie Therapie mit ätherischen

Ölen bzw. Düften zählt zu den

ältesten Therapieformen der

Menschheit. Die schlaffördernde

Wirkung von Pflanzendüften war z.

B. schon in der Antike bekannt. Der

Begriff Aromatherapie existiert jedoch

erst seit dem 20. Jahrhundert.

WAS IST AROMATHERAPIE?

Aromatherapie wird definiert

als therapeutische Verwendung

von Duftstoffen beziehungsweise

ätherischen Ölen zur Heilung,

Linderung oder Verhinderung

von Krankheiten, Beschwerden

und Unwohlsein. Die Auswahl an

ätherischen Ölen ist groß und entsprechend

vielfältig ist das Wirkspektrum.

Verschiedene Duftstoffe

wirken auf verschiedene Gemütszustände,

also die Psyche, aber

auch bei körperlichen Beschwerden

kommen Düfte zum Einsatz. Nicht

nur für uns Menschen, sondern

14 PETS


TIER-AROMATHERAPEUTEN

kennen sich mit der Wirkung

von Düften bei Tieren aus

auch für Hunde und Katzen bietet

die Aromatherapie eine heilsame

Unterstützung.

ÄTHERISCHE ÖLE

Die ätherischen Öle, welche bei der

Aromatherapie zum Einsatz kommen,

werden aus Blättern, Blüten,

Samen, Früchten, Zweigen und

Wurzeln von Pflanzen gewonnen.

Für die Aromatherapie eignen sich

ausschließlich naturreine ätherische

Öle, keine sogenannten Duftöle, die

meist synthetisch hergestellt werden.

Angewendet

werden die ätherischen

Öle äußerlich

über Inhalation,

Massagen,

Einreibungen (je

nach Fellbeschaffenheit),

Bäder

oder Auflagen

bzw. Wickel. Das Verdampfen

beziehungsweise Vernebeln von

wenigen Tropfen ätherischer Öle

in einer Duftlampe oder einem

Aroma-Diffuser stellt kein Problem

dar, sofern das Tier die Möglichkeit

hat, den Raum zu verlassen

beziehungsweise sich dem Duft zu

entziehen. Alle anderen Anwendungen

sollten nur in Absprache

mit entsprechend ausgebildeten

Therapeuten und niemals in Eigenregie

durchgeführt werden!

Die Aromatherapie mit naturreinen

ätherischen Ölen ist ein Teilgebiet

der Phytotherapie. Sie setzt ein fundiertes

Wissen über die Pflanzenwirkungen

bei Tieren voraus.

UNTERSCHIED MENSCH – TIER

Es ist wichtig zu wissen, dass

Wirkungen und Anwendungsmöglichkeiten

von ätherischen Ölen

nicht einfach vom Mensch auf ein

Tier übertragen werden können.

Tiere haben andere abbauende

Stoffwechselwege als der Mensch,

weshalb Tiere manche

Wirkstoffe nur

schwer oder gar nicht

abbauen können. Das

trifft insbesondere auf

Katzen zu. Katzen

fehlt in der Leber ein

Enzym, das bestimmte

Stoffe aufspalten

GERUCHSPROBE

Nicht jeder Duft

kommt gut an

kann. (Der Fachbegriff dafür ist

Glucoronidierungsschwäche.) Zu

diesen Stoffen zählen auch einige

Inhaltsstoffe von ätherischen Ölen.

Wenn diese im Körper nicht verstoffwechselt

werden können, dann

führen sie bei hohen Dosierungen

oder längerfristigen Anwendungen

zu Vergiftungserscheinungen.

Beispiel Teebaumöl – beim Menschen

kann es problemlos eingesetzt

werden, Katzen hingegen

können bestimmte Inhaltstoffe von

Teebaumöl nicht abbauen. Eine Anwendung

kann bei Katzen deshalb

Vergiftungserscheinungen auslösen

und im schlimmsten Fall sogar zum

Tod führen.

Nicht nur zwischen Mensch und

Tier gibt es Unterschiede, auch

zwischen Hund und Katze können

gegenläufige Wirkungen auftreten.

Während Baldrian bei Hunden eher

beruhigend wird, erzielt es bei Katzen

eine ganz andere Wirkung.

Auch bei trächtigen Tieren dürfen

einzelne ätherische Öle nicht eingesetzt

werden, weil ihnen eine

wehenfördernde Wirkung zugeschrieben

wird.


PETS 15


PETS | Einfach tierisch

AROMATHERAPIE macht sich das breite Wirkungsspektrum

ätherischer Öle beziehungsweise von Hydrolaten zunutze

HYDROLATE

Da Katzen empfindlicher auf

ätherische Öle reagieren als Hunde,

wird bei Katzen häufig auf so genannte

Hydrolate zurückgegriffen.

Die sanften Pflanzenwasser entstehen

bei der Wasserdampfdestillation

als Kondensat bei der Abkühlung

des Destillationsdampfes.

Hydrolate enthalten die wasserlöslichen

Pflanzenstoffe und in kleiner

Menge auch ätherische Öle. Sie

haben ähnliche Wirkungen wie die

entsprechenden ätherischen Öle,

wirken jedoch deutlich milder und

werden unverdünnt angewandt.

Durch die bereits vorhandene Verdünnung

können sie direkt angewandt

werden. Der Nachteil von

Hydrolaten ist die kürzere Haltbarkeit.

Sie müssen dunkel und kühl

gelagert werden.

ANWENDUNG

Zum Austesten des optima len

Duftes sollen die Tiere unbedingt

mitentscheiden dürfen. Entweder

wird der Duft auf ein Taschentuch,

Wattepad oder die eigene Hand

gesprüht und dem Hund oder der

Katze mit einiger Entfernung zum

Schnuppern hingehalten. Das Tier

sollte immer die Möglichkeit haben,

sich in seinem eigenen Tempo dem

Geruch zu nähern und wieder

zu entfernen. Die Reaktionen

sind sehr unterschiedlich, aber

meist deutlich zu erkennen.

Dreht sich das Tier vom Geruch

weg, lehnt es diesen ab.

Zur Anwendung kommen Düfte

zum Beispiel in der Trauerarbeit.

Hydrolate sind hier eine nicht zu

unterschätzende Hilfe, zumal sie

Tier und Halter gleichermaßen

thera pieren. Hier kommen zum Beispiel

Rose oder Neroli zum Einsatz.

Hunde haben besonders oft an

Silvester Angst. Hier können

Hydrolate von Lavendel, Neroli

und Jasmin beruhigend wirken.

Welchen Duft der Hund bevorzugt,

sollte zuvor mittels eines Dufttests

herausgefunden werden. Den oder

die bevorzugten Duft/Düfte dann

mit einem Sprühstoß über den Kopf

des Hundes sprühen und auf ihn

herunterrieseln lassen.

FAZIT

Mit dem richtigen Wissen angewendet,

stellt die Aromatherapie

eine große Bereicherung auch für

Tiere dar. Ätherische Öle sollten nur

verdünnt und in Rücksprache mit

einem entsprechend ausgebildeten

Tiertherapeuten angewendet wer-

den. Verlassen Sie sich nicht auf Angaben,

die Sie irgendwo im Internet

finden. Zum Teil finden sich dort bedenkliche

Empfehlungen. Hydrolate

sind bereits verdünnt und wirken

deutlich milder. Die Aromatherapie

kann sowohl auf körperliche als

auch auf psychische Beschwerden

Einfluss nehmen.

DUFT-TEST Der Duft des Hydrolats

scheint zu gefallen. Es wird

interessiert geschnuppert

Fotos: iStock

16 PETS


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PETS |Hund

FUNKTIONS-

KLEIDUNG hilft

dem Hund, warm

durch jedes Abenteuer

zu kommen

Hundemantel

Sinnvoll oder unnötig?

Wärmespender, Regenschutz, modisches Must-have –

Lesen Sie bei uns alles über Sinn und Unsinn zu Mänteln,

Jacken und Pullovern für Hunde.

Text: Nadine Fischer

18 PETS


SCHOPFHUNDEN fehlt das schützende

Fell, so dass Kleidung die

Schutzfunktion übernehmen muss

E

in Thema, bei dem sich die Geister

absolut scheiden, sind Hundemäntel.

Es gibt die Fraktion,

die darüber lacht, andere finden es

einfach nur furchtbar und sehen

es als absolut unnötig an. Wieder

andere sind absolute Befürworter

– auch viele Tierärzte sehen für bestimmte

Hundegruppen Mäntel als

absolutes Muss an. Mäntel & Co für

unsere Pfotenfreunde können auch

ein schickes Modeaccessoires sein.

FUNKTION ENTSCHEIDET

ÜBER SINNHAFTIGKEIT

Hunde, die einen Hundemantel auf

der Straße tragen, werden oft belächelt.

Die Besitzer sowieso, wird

ihnen doch oft vorgeworfen, ihren

Hund zu verhätscheln und ihren

natürlichen Schutz vor Kälte mit

der Kleidung zunichtezumachen.

FÜR JEDEN GESCHMACK: Der

Handel bietet eine Vielzahl an

funktionalen Mänteln für Hunde an

Manch einer behauptet gar, ein

Hund würde sich damit schämen.

In der Tat sind nicht alle Hunde

direkt bei der ersten Anprobe glücklich,

in Stoff eingehüllt zu sein und

machen sich entsprechend steif,

können sich vermeintlich überhaupt

nicht mehr bewegen und nur einzig

steifes Staksen ist möglich. Zu kaufen

gibt es alles, angefangen vom

Geburtstags-, Weihnachts- oder

Hochzeitsdress, über paillettenbesetzte

Kleider mit Tüll, bis hin zu

wärmender und wasserabweisender

Outdoor-Funktionskleidung.

Auch an Materialien gibt es keine

Grenzen. Selbstgestrickte Pullover,

Hoodies aus Baumwolle, Jacken aus

Funktionsstoffen bis hin zu Naturprodukten

aus biozertifizierter und

mulesingfreier Schafswolle (Anmerkung:

Mulesing ist die Praktik, den

jungen Schafen ohne Betäubung die

Haut um den Schwanz herum zu

entfernen, um einen Fliegenmadenbefall

zu vermeiden), alles bietet der

Markt an. Für Selbermacher gibt es

in Hülle und Fülle Anleitungen und

Schnittmuster im Internet zu finden.

WANN IST KLEIDUNG SINNVOLL?

Es gibt Hunderassen, die nur sehr

kurzes Fell oder keine Unterwolle

besitzen und damit nicht gut gegen

Witterungsverhältnisse im Herbst

oder Winter gewappnet sind. Dazu

gehören nicht nur kleine Rassen wie

Chihuahua und Yorkshire Terrier,

sondern auch größere Rassen wie

Boxer, Rhodesien Ridgeback und

viele Windhunde. Diese Hun-

ANZEICHEN, DASS

EIN HUND FRIERT

Ist einem Hund kalt, fängt

er zunächst an den Rücken

hochzuziehen, den

Schwanz unter den Bauch

einzuziehen und er wirkt

verspannt. Er zeigt Anzeichen

von Unruhe und

womöglich, dass er nach

Hause möchte. Es kann

auch passieren, dass er

einfach stehen bleibt und

nicht dazu zu bewegen

ist weiterzugehen. Häufig

winseln die Hunde. Sein

Fell sträubt sich und er

fängt an zu zittern. Um zu

überprüfen, ob dem Hund

kalt ist kann man an der

Unterseite des Bauches

fühlen, ist er dort warm,

ist alles in Ordnung; ist

er kühl oder kalt, sollte

schnell ein warmer Ort

aufgesucht werden.

PETS 19


PETS |Hund

REGENMANTEL –

manche Hunde wissen

die Vorzüge eines

Regenmantels sehr zu

schätzen

de frieren bei kälteren Temperaturen,

eisigem Wind oder Regen. Sie

können durch die Kälte und Nässe

sogar krank werden. Kleine Rassen

sind noch schneller betroffen als

große, da sie sich näher am kalten

Boden befinden. Doch auch die

großen Rassen dürfen nicht überschätzt

werden. Alte und kranke

Hunde bedürfen ebenfalls einem

Witterungsschutz, selbst wenn es

sich um Rassen handelt, die eigentlich

ein widerstandsfähiges Fell

besitzen. Besonders bei Rücken- und

Gelenksproblemen kann ein wärmender

Mantel Linderung verschaffen.

Bei Hautproblemen, die sich

durch Nässe verschlimmern, wirkt

ein Regenmantel wahre Wunder.

Rassen mit sehr wenig oder dünnem

und kurzem Fell oder Hunde,

die mit Fellausfall Probleme haben,

können auf ganz andere Weise von

Kleidung profitieren, und zwar als

Sonnenschutz, wenn das auf natürliche

Art nicht mehr funktioniert.

Für Welpen ist es ebenfalls sinnvoll

über Kleidung im Winter nachzudenken.

Beim Hundesport in Trainingspausen

verhindert Kleidung

ein Auskühlen der Muskulatur und

reduziert so Verletzungen.

MATERIALIEN

Beim Kauf von Hundekleidung ist

unbedingt darauf zu achten, dass

das jeweilige Material auch der

gewünschten Funktion entspricht.

Ein Sommerregenmantel wärmt

nicht im Winter, umgekehrt wird

ein gefütterter Mantel im Sommer

zu warm. Ob man sich für einen

Mantel aus synthetischen oder natürlichen

Funktionsstoffen entscheidet,

bleibt dem eigenen Geschmack

überlassen. In beiden Kategorien

gibt es robuste Materialien, die ihren

Zweck erfüllen. Beachten sollte man

allerdings unbedingt, dass der verwendete

Stoff schadstofffrei, hautfreundlich

und atmungsaktiv ist.

Das ist leider, besonders bei Billigprodukten,

nicht immer gegeben.

Ein wichtiger Punkt: Achten Sie

unbedingt darauf, dass der Mantel

waschbar ist, sonst ist das Kleidungsstück

schnell dahin.

20 PETS


ARTEN VON HUNDEBEKLEIDUNG

Es gibt ungefütterte Regenmäntel

für den Sommer sowie verschieden

stark wärmende Mäntel für den

kalten Winter. Des Weiteren gibt es

reflektierende Warnwesten, Westen

für Trekkingtouren mit Taschen und

Haltegriffen zur Unterstützung im

unwegsamen Gelände, Schwimmwesten

und Kühlwesten. Für

sportliche Aktivitäten sind spezielle

Schutzwesen zu bekommen, zum

Beispiel mit Kevlar für die Jagd.

Außerdem gibt es Bademäntel, Pullover,

Loops für den Hals, Stulpen

und Pfotenschutz. Zudem kommen

noch medizinische Bodys und Anzüge

zum Einsatz.

EIN BADEMANTEL hilft,

schneller trocken zu werden und

nicht so schnell auszukühlen

KRITERIEN FÜR DEN KAUF

Wichtig bei Kleidung für den Hund

ist immer, dass er sich darin gut

bewegen kann. Nichts darf eingeschnürt

werden, die Schulter- und

Hüftgelenke sollen sich in vollem

Umfang bewegen lassen und natürlich

muss der Mantel gut sitzen,

nicht zu eng, aber auch nicht zu

weit, so dass der Hund nicht ständig

Stoff um sich herum flattern hat

oder womöglich beim Laufen darauf

tritt. Der Hals- und Nackenbereich

sollte gut abgedeckt sein, ein Kragen

kann sinnvoll sein. Kapuzen werden

von den meisten Hunden nicht gut

toleriert und versperren schnell die

Sicht. Der Mantel sollte gut an und

ausziehbar sein, Klett- und Reißverschlüsse

oder Druckknöpfe sorgen

dafür, dass ein Mantel gut an den

Fotos: iStock

WINDHUNDE haben mit ihrem kurzen Fell und der fehlenden Unterwolle

Regen und Kälte nichts entgegenzusetzen

jeweiligen Hund und seine Form

angepasst werden kann. Wichtig ist

darauf zu achten, dass der Hund

ohne Schwierigkeiten anzuleinen

ist. Reflektierende Applikationen

erhöhen die Sicherheit des Hundes

besonders in der dunklen Jahreszeit.

FAZIT

Hundebekleidung ist in bestimmten

Lebenslagen empfehlenswert

und notwendig. Wichtig ist, dass

Sie Ihren Hund langsam daran gewöhnen.

Ziehen Sie ihn zu Hause

zunächst für ein paar Minuten an

und loben Ihren Hund ausgiebig.

Erst, wenn er die Bekleidung nicht

mehr als unangenehm empfindet,

ziehen Sie sie draußen an. Auf

ruhigen Spaziergängen oder wenn

der Hund oft stehen bleibt, ist der

Mantel angebracht. Hat er Gelegenheit

zu rennen, ziehen Sie ihn für

den Moment aus, damit Ihr Hund

nicht überhitzt. Auch im Auto, wenn

die Heizung eingeschaltet ist, sollten

Sie den Hund ausziehen und erst

kurz vor Verlassen des Fahrzeugs

wieder anziehen. Bedenken sollten

Sie bei Hundebegegnungen, dass

ein Kleidungsstück den Hund etwas

verdeckt und somit die hündische

Körpersprache einschränkt.

PETS 21


PETS |Hund

Verhaltenstraining

Positive Verstärkung

Damit ein Hund ein bestimmtes Verhalten zuverlässig zeigt, können

Trainingstechniken auf Basis der positiven Verstärkung eingesetzt werden.

Bei dieser Methode wird erwünschtes Verhalten belohnt.

Text: Sandra Hoffmann

P

ositive Verstärkung heißt im

Grunde nichts anderes, als dass

ein gezeigtes Verhalten bestärkt

wird, indem der Hund etwas Angenehmes

bekommt – eine Belohnung.

Der Hund lernt so, dass sich

bestimmte Verhaltensweisen für

ihn auszahlen, und er zeigt dieses

Verhalten in der Folge öfter. Dabei

muss es sich keineswegs immer nur

um Leckerli handeln.

GEEIGNETE BELOHNUNG

Was für den jeweiligen Hund

eine Belohnung darstellt, ist nicht

nur von Tier zu Tier verschieden,

sondern kann auch von anderen

Faktoren abhängig sein, zum Beispiel

dem Wetter. Bei heißen Temperaturen

kann es für den Hund eine

Belohnung darstellen, sich ins kühle

Wasser, zum Beispiel einen Fluss

oder See, stürzen zu dürfen. Im

Winter ist das möglicherweise nicht

für jeden Hund eine Freude.

Belohnungen in Form von Futter

beziehungsweise Snacks sind am

geläufigsten. Zum Training nimmt

man deshalb gern besonders leckere

Snacks. Diese sollten allerdings

nicht zu groß sein, denn der Hund

soll nicht lange stehenbleiben und

kauen. Der Vorteil beim Futter liegt

darin, dass es schnell einsetzbar ist

und zum Beispiel in einem Leckerlibeutel

immer mitgeführt werden

kann. Hier eignen sich neben normalem

Trockenfutter oder handelsüblichen

getrockneten kleinen

Leckerli auch selbstgemachte Hundekekse.

Backmatten sind hier bestens

geeignet, um schnell viele und

kleine Hundekekse herzustellen.

Diese können je nach Rezept und

Zutaten auf Allergiker angepasst

EIN BELOHNUNGSSNACK muss

binnen zwei Sekunden verabreicht

werden, damit der Hund es mit

seinem Verhalten verknüpft

22 PETS


®

ÜBUNGEN lassen sich auch in

Alltagssituation, zum Beispiel

beim Joggen, einbauen

werden. Auch für kleine Hühnchenstücke,

Käsewürfel oder getrockneten

Fisch würden so manche Hunde

einiges tun. Alles sollte in kleinen

mundgerechten Happen vorbereitet

sein, damit es schnell verabreicht

werden kann. Die angebotenen

Leckereien sollten von Zeit zu Zeit

variieren. Schon dadurch bleibt es

für den Hund spannend, wenn er

nicht weiß, was er bekommt.

Auch Spielen, zum Beispiel ein Zerroder

Ballspiel, kann für Hunde eine

Belohnung sein, die beim Training

zum Einsatz kommt.

Ein sogenanntes Markersignal kann

ebenfalls zur Belohnung eingesetzt

werden. Das Markersignal wird

zunächst so konditioniert, dass der

Hund weiß, dass auf dieses Signal

etwas Angenehmes folgen wird. Ein

Klicker ist zum Beispiel etwas, was

als Markersignal aufgebaut werden

kann, aber auch ein bestimmtes

Wort. Belohnungen, die erst konditioniert

werden müssen, werden als

sekundäre Verstärker bezeichnet.

Übrigens: Seinem Hund über den

Kopf zu tätscheln, weil er etwas toll

gemacht hat, wird zwar oft beobachtet,

stellt aber nicht für jeden Hund

eine Belohnung dar. Hier gilt es

genau zu beobachten, was ein Hund

tatsächlich als Belohnung empfindet.

Eine positive Verstärkung

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PETS |Hund

herrscht, ins Platz legen lassen.

Klappt die Übung unter Ablenkung

noch nicht, wird noch einmal ein

Schritt zurückgegangen.

VORTEILE POSITIVER VERSTÄRKUNG

Hundeerziehung mit positiver Bestärkung

ist deshalb so effektiv, weil

nicht erst unerwünschtes Verhalten

gestoppt werden muss. Vielmehr

wird dafür gesorgt, dass erst gar

kein unerwünschtes Verhalten auftritt,

indem erwünschtes, freiwillig

gezeigtes Verhalten, belohnt wird.

Die Lernmethode der positiven

Verstärkung funktioniert übrigens

wirklich bei jedem Hund. Wenn

nicht, wird irgendetwas falsch gemacht.

Die Hilfe eines Experten in

Form eines Hundetrainers hinzuzuziehen

ist bei problematischem

Verhalten sicherlich ratsam. Das

Training mit positiver Verstärkung

ist – im Gegensatz zur Strafe bei falschem

Verhalten – keine Trainingstechnik,

die Hunde hemmt und

GRIFFBEREIT zur schnellen

Belohnung des Hundes sind

Leckerli in einem Snackbeutel

funktioniert nur dann, wenn Sie

eine Belohnung finden, die Ihr

Hund auch als solche empfindet.

RICHTIG TRAINIEREN

Für den Anfang werden für die

Übungseinheiten am besten Orte

gewählt, an denen möglichst wenig

Ablenkung herrscht. Gut eignet sich

dafür eine vertraute Umgebung,

zum Beispiel die eigene Wohnung

oder der Garten. Eine Übungseinheit

sollte nicht länger als zwei bis

fünf Minuten dauern. Dabei sollten

acht bis zehn Wiederholungen eines

Trainingsschritts absolviert werden.

Erst wenn diese erfolgreich waren,

wird zum nächsten Trainingsschritt

übergegangen. Jede Übungseinheit

beginnt zunächst mit Wiederholungen.

Funktioniert eine Übung

gut, wird die Umgebung verändert,

das heißt, die Ablenkung nimmt

zu. Schließlich soll der Hund das

trainierte Verhalten auch an anderen

Orten als zu Hause zeigen. Er

soll sich beispielsweise in einem

Restaurant, in dem viel Ablenkung

24 PETS


Fotos: iStock

CLICKER: Das richtige Verhalten

wird mit einem „Klick” punktgenau

markiert und anschließend belohnt

ängstigt. Durch positive Verstärkung

wird beim Hund also keine

Angst oder Aggression ausgelöst.

Durch den ausschließlichen Einsatz

positiver Verstärkung als Trainingsmethode,

stehen die Chancen gut,

dass sich zwischen Hund und

Mensch eine gute, vertrauensvolle,

verlässliche Bindung aufgebaut.

Trainingserfolge führen zu guter

Stimmung und Freude – an beiden

Enden der Leine.

ZUSAMMENFASSUNG

Bei der Trainingsmethode der positiven

Verstärkung lernt ein Hund dadurch,

dass er merkt, dass sich sein

gezeigtes Verhalten lohnt. Das führt

dazu, dass dieses Verhalten häufiger

oder schneller an den Tag gelegt

wird. Im Gegensatz zu anderen Trainingsmethoden,

die beim Hund zu

Enttäuschung, Angst, Unsicherheit

oder gar Schmerz führen können,

empfindet ein Hund beim Lernen

mit positiver Verstärkung Freude.

Positive Belohnungen können

Futter/Snacks, sein Lieblingsspielzeug,

rennen, schwimmen etc. sein,

was als primäre Verstärker bezeichnet

wird. Als sekundäre Verstärker

kommen Trainingswerkzeuge wie

der Clicker oder ein lobendes Wort

zur Anwendung. Letztere beiden

gelten als Markersignale, die erst

konditioniert werden müssen.

Wer seinen Hund liebt und langfristig

eine gute Beziehung zu ihm

aufbauen und unterhalten möchte,

sollte für seinen Hund ein berechenbarer

Partner werden – im positiven

Sinne. Die Verwendung einer positiven

Verstärkung ist der Schlüssel für

eine vertrauensvolle Mensch-Tier-

Bindung.

Verlässliche Hilfe für leidende Haustiere.

Bundesweit. Sofort.

Tierschutz hat eine politische und eine

praktische Seite. Wir, die TIERSCHUTZLIGA

STIFTUNG TIER UND NATUR, sind vor allem

die Experten für schnelle praktische

Hilfe. Wir sind immer dann für Haustiere

präsent und aktiv, wenn sie uns brauchen.

Sofort. Und zwar bundesweit an 11 Standorten.

An der Grenze beschlagnahmt der

Zoll Welpen? Wir übernehmen sie. Ein neuer

Fall von Animal Hoarding? Unsere Rettungsteams

schreiten mit dem Veterinäramt ein.

Tiere werden verlassen? Wir geben ihnen

Obhut. Künftiges Katzenleid verhindern? Wir

organisieren jährliche Kastrations-Aktionen.

Das ist nur ein Teil unseres hingebungsvollen

Engagements.

Wir handeln professionell und liebevoll –

weil unsere Teams so erfahren sind: Drei

Tierschutzvereine, jeweils seit Jahrzehnten

aktiv tätig für das Tierwohl, haben

sich 2016 zur TIERSCHUTZLIGA zusammengeschlossen.

Seitdem beraten wir gemeinsam

Tierhalter sowie Behörden und betreiben

unsere Heime sowie Gnadenhöfe. Dort

leben ständig über 1.000 Schützlinge, die

von rund 100 Mitarbeitenden und Ehrenamtlichen

aufopferungsvoll versorgt werden: mit

gutem Futter, medizinischer Behandlung,

Resozialisierung und ausgiebigen Streicheleinheiten.

Bis zur Vermittlung. Und die

Unvermittelbaren finden bei uns dauerhaft

ein Zuhause. Als gemeinnützige Organisation

finanzieren wir diese Arbeit nahezu

ausschließlich mittels Zuwendungen von

Menschen, die leidenden Tieren eine lebenswerte

Perspektive sichern möchten.

Effektiver und liebevoller Tierschutz

braucht diese herzenswarmen Helfer.

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Dann beraten wir Sie gern zum Thema Nachlassspende.

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PETS |Hund

Ratgeber Kot

Dieser Artikel beschreibt kurz und knapp die möglichen Erscheinungsformen

von Hundekot und deren möglicher Bedeutung. Essen oder Trinken beim Lesen

dieser Infos geschieht selbstverständlich auf eigenes Risiko.

Text: Annika Appel

DAS TÄGLICHE GESCHÄFT

sagt eine Menge über die

Verdauungsleistung aus

26 PETS


einen dunklen Braunton. Möhren

und Kürbis zaubern meist schönste

Herbstfarben oder zumindest einen

helleren Mittelbraunton. Sie sehen

also, es sind nahezu alle Farben

möglich, ohne dass dahinter gleich

ein gesundheitliches Problem stecken

muss. Lediglich Rot stellt eine

Ausnahme dar, Rot ist nie gut.

KÜRBIS kann den Kot, ähnlich wie bei der Fütterung von Möhren,

„herbstlich“ verfärben

1 DER DURCHSCHNITTSTYP –

NORMAL UND UNAUFFÄLLIG

Der übliche Komposthaufen eines

Hundes ist wurstähnlich geformt

und weder hart noch übermäßig

weich. Beim Aufsammeln verliert

er nicht sofort seine Form, kann

sich aber durchaus verbiegen. Er

ähnelt also gewissermaßen einem

recht nassen Stück Toastbrot mit

dezentem Yogatalent. Ein normaler

und unauffälliger Hundehaufen

riecht zwar deutlich nach Kot,

stinkt aber nicht bis zum Himmel.

Farblich ist er in nahezu allen

Brauntönen anzutreffen, optimal

ist jedoch ein mittleres und sattes

Bärenbraun. Je nachdem, was gefüttert

wurde, verändert sich aber

manchmal die Farbe dieses Endproduktes

der Hintertür. So ist der Kot

bei Geflügelfütterung oft hellbraun,

manchmal sogar mit leichtem Gelbstich,

Rind hingegen sorgt gern für

2 DER ILLUSIONIST –

WECHSELHAFT UND SCHEINHEILIG

Manchmal ist der Kot eines Hundes

zwar ansehnlich geformt, jedoch

zu weich oder zu hart. Man muss

das recycelte Futter nicht einmal

anfassen, um zu erkennen, dass es

anschmiegsamer geraten ist. Spätestens

aber beim Eintüten merkt man

es dann deutlich. Der Haufen lässt

sich nicht wie gewohnt restlos auflesen,

fällt auseinander und neigt

zu dezentem Formverlust. Ähnlich

verhält es sich mit zu hartem Kot.

Dieser bewahrt zwar seine

VOR DEM EINTÜTEN hilft ein

kritischer Blick, um die Kotbeschaffenheit

zu beurteilen


PETS |Hund

DAS FUTTER ist ein maßgeblicher Faktor für die Kotbeschaffenheit

inklusive Trinkverhalten helfen. Je

nach Einzelfall sollte ein Tierarzt

hinzugezogen werden. Denn Verstopfungsneigung

beispielsweise

kann neben der Ernährung auch

organische oder medikamentöse

Ursachen haben. Sogenannter

Knochenkot hingegen hat seinen

Ursprung nahezu immer in der Ernährung

des Tieres. Regelmäßig zu

weicher Kot wiederum kann zum

Beispiel auf unbemerkte Lebensmittelunverträglichkeiten

hinweisen,

aber auch organische Ursachen

haben. Dennoch bedeutet eine

leicht wechselhafte Kotkonsistenz

keineswegs immer ein Gesundheitsproblem.

Das Futter des Hundes ist

nämlich auch hier ein maßgeblicher

Faktor. So kann sehr trockenes Fut-

„Verstopfung kann

neben der Ernährung

auch organische

oder medikamentöse

Ursachen haben.

man so ein Häufchen einsammelt,

fallen zwei Dinge auf. Es hält seine

Figur, anstatt sich zu biegen und

drückt man es ein wenig auseinander,

offenbart es sein wüstenartiges

Innenleben. Herzlichen Glückwunsch

zum potenziellen Knochenkotprototypen.

BLUTIGER KOT muss immer zügig

vom Tierarzt abgeklärt werden

Figur, greift sich durch die Kottüte

aber trocken und eher brüchig.

Im Extremfall bröselt er sogar. In

selteneren Fällen kann solch ein

Kompostklecks jedoch auch mal

einen hübschen Tarnumhang à la

Harry Potter tragen, der für den

erfahrenen Tütenbefüller aber keine

große Hürde darstellt. Denn sobald

Beide Kotformen sind unerwünscht,

aber keine Katastrophe, besonders

wenn sie nur einmalig oder selten

auftreten. Trotzdem sollten sie

möglichst vermieden werden und

können zudem auch auf gesundheitliche

Missstände hindeuten.

Tritt häufiger zu fester Kot auf,

könnte ein Blick auf die Ernährung

28 PETS


INNEREIEN sind wichtige Nährstofflieferanten für Hunde, können jedoch

– in zu großer Menge verfüttert – abführend wirken

ter sogar Symptome kaschieren und

die Illusion von perfekter Konsistenz

erschaffen. Ebenso wirken sehr

fetthaltiges Futter oder roh verfütterte

Innereien gern wie eine Art

Superweichmacher, mitunter bis hin

zu vermeintlichem Durchfall. Doch

der Schein kann bekanntlich trügen,

also gucken Sie sich den Output

Ihres Hundes ruhig mal genauer an.

3 DER WAHRSAGER –

DIREKT UND AUFDRINGLICH

Nicht immer hat man als Hundehalter

das Glück, wohlgeformte

Recycleware abzupacken. Stattdessen

präsentiert sich mit Pech eine

Art Puddingklecks mit Klümpchen

oder eben direkt ein übelriechender

Smoothie. Meint es die hundische

Verdauung so richtig gut mit einem,

rennt man mit dem plötzlichen

Wasserspiel Hund unterm Arm

nachts vor die Tür, als wäre man

zum Beamen fähig. Diese zum

Glück für gewöhnlich aber seltenen

Ereignisse nennt man passenderweise

auch dem Sinnbild entsprechend

Hydrantenstuhl. Es schießt

einfach flüssig und mit Elan hinten

raus. Dagegen sind die kleinen Seen

mit dem eleganten Namen Diarrhö

eher wenig spektakulär und es gibt

sie aber in allen erdenklichen Farben

und sogar Duftnoten. Da bleibt

wirklich kaum ein Wunsch offen.

Von Erbsensuppenkonsistenz bis

hin zu Milchkaffee ist zudem auch

die Konsistenz variabel. Bedauerlicherweise

riechen die meisten von

ihnen nur eben recht brechreizwürdig.

Riechen sie nicht oder kaum,

spricht das übrigens eher für eine

spontane Unverträglichkeit. Das

kann zum Beispiel eine neue Hundekekssorte

gewesen sein oder auch

einfach eine simple Unpässlichkeit

im Sinne von Eintagsfliege.

Bei Mehrtagsfliegen hingegen sollte

man dann aber besser doch etwas

genauer hingucken. Farbe und

tatsächlich auch Duft können oft

bereits wertvolle Indizien für die

Ursache des Geschehens sein. So

ist schwarzer oder grüner Durchfall,

der eventuell sogar metallisch

riecht, ein mögliches Indiz für ernst

zu nehmende Blutungen oder eine

Vergiftung. Ein gelber und besonders

übelriechender Smoothie kann

ein Hinweis auf unter anderem

Parasiten sein, besonders wenn er

sich nur alle paar Tage zeigt. Braun

wiederum ließe eher eine prinzipielle

Unverträglichkeit vermuten

und ockerfarbene Erbsensuppe

potenzielle organische Proble-

PETS 29


PETS |Hund

IM DARM herrscht ein sensibles

Gleichgewicht – ist dies gestört,

kommt es zu Verdauungsproblemen

me, besonders, wenn sich noch quasi

Wurststückchen in jener Suppe

befinden. Jede Farbe, jede Duftnote,

jede Konsistenz dient dem aufmerksamen

Betrachter also als möglicher

Wegweiser.

4 DER ADRENALINJUNKIE –

EHRLICH UND SCHONUNGSLOS

Manchmal hat man einfach Pech

und trifft auf diesen munteren Gesellen.

Hier lohnt sich der strengste

Kritikerblick, den Sie so draufhaben.

Sowohl Schleim-, als auch

Blutkot können zwar grundsätzlich

unterschiedliche Ursachen haben,

doch fast immer steckt ein handlungsbedürftiges

gesundheitliches

Problem dahinter. Bemerken Sie

also Schleimkot bei Ihrem Hund,

gucken Sie genauer hin. Ist er eventuell

auffallend gelb und kämpfen

Sie mit seiner Duftnote schon bevor

Ihre Tütenhand ihn erreicht hat?

Herzlichen Glückwunsch, Sie haben

möglicherweise soeben Bekanntschaft

mit Giardien gemacht. Die

Hauptmerkmale von Giardienkot

sind nämlich die gelbe Farbe, die

Schleimkonsistenz und der fürchterliche

Gestank. Gelegentlich ist

auch ein wenig Blut dabei, wenn

die Darmschleimhäute schon stärker

angegriffen sind.

Bemerken Sie bei Ihrem Hund

hingegen zwar Schleim, aber der

Gestank fehlt und der Restkot sieht

vielleicht sogar recht gut aus, dann

haben Sie mit Glück die kleine

harmlose Ausnahme gefunden. Ab

und zu erneuert sich nämlich die

Darmschleimhaut eines Hundes

und manchmal sieht man dann

Stückchen davon. Sie liegen durchsichtig

weißlich auf dem normalen

Kot auf. Ähnlich kann es jedoch

auch aussehen, wenn beispielsweise

eine Darmschleimhautentzündung

vorliegt, dann wird jedoch nahezu

Jede Farbe,

jede Duftnote,

jede Konsistenz

dient als möglicher

Wegweiser.

täglich dieser weißliche Schleim

ausgeschieden, oft später von

Durchfall und weiteren, zumeist

unübersehbaren Symptomen begleitet.

Merken Sie sich einfach: Schleim

30 PETS


im Kot ist nie gut, auf dem

Kot aber oft okay.

Blutkot gehört immer zügig

in veterinärmedizinische

Hände. Von kleineren

Darmverletzungen durch

zum Beispiel zu hartem Kot

oder Fremdkörper, über

Schleimhautentzündungen,

Parasitenbefall, Virusinfektionen,

starker Dysbiose bis

hin zur Vergiftung ist vieles

möglich und gehört entsprechend

abgeklärt. Sollte es

sich nur um ein zwei Tröpfchen

Blut handeln, kann

man sich meist leisten, noch

ein zwei Tage abzuwarten

und zu beobachten. Dies ist

jedoch eher was für geübte

Kotkritiker, im Zweifelsfalle

also bitte auch hier eine

Fachperson zu Rate ziehen!

Ihrem Hund aber häufiger auf oder

ist es quasi Alltag, lohnt es sich in

der Regel, als allererstes die Ernährung

Ihres treuen Freundes mal

unter die Lupe zu nehmen. In den

meisten Fällen lässt sich hier der

verantwortliche Witzbold finden.

Schlimmstenfalls braucht man dazu

eine Ausschlussdiät oder Kotuntersuchung.

Also Kopf hoch, Mischkot

winkt Ihnen nur freundlich zu und

will Ihnen nichts wegnehmen.

Konsistenz, Farbe, Geruch? Setzen

Sie Ihre Sinne ein und erfahren

Sie mehr über die Gesundheit

Ihres Hundes. Welcher Mr. Kot

ist aktuell Ihres Pfotlers bester

Freund? Braucht es eine Kotprobe,

informieren Sie sich zuvor, welche

Art es braucht. Für einen Parasitencheck

benötigen Sie in der

Regel Sammelkot von insgesamt

drei Haufen Ihres Hundes und für

GIARDIEN sind kleine Einzeller,

die hartnäckigen und übelriechenden

Durchfall verursachen können

einen Keimcheck Frischkot, der zügig

ins Labor gehört. Versuchen Sie

Durchfallproben zu vermeiden. Sie

eignen sich nicht für jede Art der

Kotanalyse und neigen zu explosivem

Charakter im Labor (bildlich

gesprochen).

Fotos: iStock

5 DER DIPLOMAT –

FLEXIBEL UND HUMORVOLL

Innerhalb eines einzelnen Kotabsatzes

kann es auch mal zu Mischkot

kommen. So fängt dieser Komposttyp

gern stabil an und verliert gen

Ende hoffnungslos die Haltung.

Umgekehrt ist dies natürlich ebenso

möglich, dabei kann man dann oft

eine Art Sektkorkeneffekt beobachten.

Der Korken fliegt und die Suppe

folgt. Kommt solcher Mischkot

nur selten vor, darf man ihn getrost

ignorieren. Fällt Ihnen sowas bei

KOTPROBEN können Aufschluss

über einen Parasitenbefall geben,

aber auch wichtige Hinweise auf

die Darmflora gewähren

PETS 31


PETS |Hund

Kollege Hund

So klappt es

Studien belegen, dass Bürohunde eine positive Wirkung auf das Betriebsklima

haben können. Hunde im Büro sind nachweislich gut für die Arbeitsmotivation

und senken das Stresslevel der Angestellten.

Text: Sandra Hoffmann

H

undehalter hatten daran nie

Zweifel: Die Nähe eines vierbeinigen

Freundes tut einfach

gut. Schlossen sich früher Vollzeitjob

und Hund aus, erlauben inzwischen

immer mehr Firmen ihren

Angestellten, ihren Hund mit ins

Büro zu bringen. In manch Werbeagentur

gehört es schon länger

zum guten Ton, mindestens einen

Bürohund zu haben. Denn: Hunde

lockern die Atmosphäre auf.

VORTEILE VON BÜROHUNDEN

Wer seinen Chef von den Vorzügen

eines Bürohundes überzeugen

möchte, kann sich einer Reihe von

Studien bedienen, welche die positive

Wirkung von Hunden im Büro

bestätigen. Beim Streicheln eines

Hundes wird das Hormon Oxytocin

freigesetzt, das für den schnelleren

Abbau des Stresshormon Cortisol

sorgt. Mitarbeiter, die ihre Hunde

mit ins Büro nehmen dürfen, denken

seltener über einen Jobwechsel nach

und sind motivierter bei der Arbeit.

Sogar die Zahl der Krankmeldungen

geht zurück. Vielleicht liegt es am

Gassigang in der Mittagspause an der

frischen Luft, dem sich andere Kollegen

oftmals anschließen.

SIND ALLE HUNDE GEEIGNET?

Auch Hunde profitieren von der

Mitnahme ins Büro. Sie sind in

der Nähe ihrer Bezugsperson und

bekommen von vielen Menschen

Zuwendung und Unterhaltung.

Die Hunde sollten zumindest eine

Grunderziehung genossen haben

und dürfen weder aggressiv noch

POWERNAPPING Hunde sollten

ihren eigenen Platz haben, an dem

sie ungestört schlafen können

INTERAKTION Hunde fördern die Kommunikation zwischen Kollegen

32 PETS


VIER AUGEN sehen

mehr als zwei – Hund und

Büroalltag sind durchaus

vereinbar

Fotos: iStock

besonders ängstlich sein. Auch

territoriales Verhalten eines Hundes

kommt im Büro nicht gut an, ebenso

wenig wie ständiges Bellen.

RECHTLICHE LAGE

Ein offizielles Recht, das Arbeitnehmern

das Mitbringen ihrer Hunde

grundsätzlich erlaubt, existiert nicht.

Das Weisungsrecht liegt auf Seiten

Ihres Arbeitgebers. Ohne dessen Erlaubnis

sollten Sie – trotz aller Vorteile

– keinen Hund mit ins

Büro bringen. Der Grund: Ein

Hund könnte die Arbeitsleistung

oder die der Kollegen

beeinträchtigen oder Firmeneigentum

beschädigen. Übrigens:

Wenn bereits andere

Kollegen ihren Hund mit ins

Büro nehmen dürfen, können

Sie sich auf den Gleich behandlungsgrundsatz

berufen und die Erlaubnis

für Ihren Hund ebenfalls einfordern.

HUNDE dürfen die Arbeitsleistung

nicht beeinträchtigen – ausgiebiges

Spielen besser nur in der Pause

Weil Du Deinen Hund liebst ...

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PETS 33


PETS |Katze

Kastration

Vor- und Nachteile

Katzen gehören zu den beliebtesten Haustieren in Deutschland.

Sie werden bereits im Kätzchenalter geschlechtsreif, sodass sich

schon früh die Frage stellt, ob eine Kastration sinnvoll ist oder nicht.

Text: Nadine Fischer

MARKIEREN

Besonders unkastrierte Kater

neigen im Haus und draußen

zum Urinspritzen, um ihr Revier

zu markieren, aber auch

weibliche Katzen können dieses

Verhalten an den Tag legen.

B

eim Kater wird meist von Kastration

gesprochen, während es

bei Katzen Sterilisation genannt

wird. Tatsächlich wird sowohl bei

männlichen Tieren kastriert wie auch

bei weiblichen. Es handelt sich hierbei

um eine operative Entfernung

der Hoden bzw. der Eierstöcke. Der

Eingriff ist bei Katzen aufwändiger,

da die Bauchdecke eröffnet werden

muss, während beim Kater nur ein

34 PETS


winziger Schnitt in jeden Hodensack

erfolgt. Eine Sterilisation wird kaum

durchgeführt, hierbei werden lediglich

die Samen- bzw. Eileiter durchtrennt,

sodass das Tier unfruchtbar

wird, der Geschlechtstrieb allerdings

erhalten bleibt.

sechs bis elf Monaten. Viele Tierärzte

empfehlen eine Kastration mit

Eintritt der Geschlechtsreife. Man

erkennt sie an dem ständigen Schreien

und Maunzen der Katze bzw.

am beginnenden Markieren beim

Kater. Dann sollte man nicht mehr

Fotos: iStock

EIN BODY leistet gute

Dienste, damit die Katze

die Operationswunde nicht

aufleckt oder sich selbst die

Fäden zieht

AUCH EIN KRAGEN für ein paar

Tage schützt die Wunde vor dem

Belecken der Katze

VORTEILE EINER KASTRATION

Nachwuchs bei Katzen ist meist unerwünscht,

er kostet viel Geld und

ein Zuhause für jedes Kätzchen ist

oft schwierig zu finden. Erbkrankheiten

werden unkontrolliert weitergegeben

oder Geschwister könnten

sich paaren. Katzen haben, während

sie paarungsbereit (rollig) sind, sehr

viel Stress, auch für den Halter ist

das ständige Schreien und Jammern

der Katze sehr anstrengend. Kommt

es bei Katzen nicht zum Deckakt,

fallen sie schnell in eine Dauerrolligkeit,

die auch still, also ohne äußere

Anzeichen, ablaufen kann. Die

Folgen sind gefährlich, es kommt

häufig zu Gebärmuttervereiterungen,

die lebensbedrohlich sind.

Potente Kater stehen ebenfalls unter

Dauerstress, sie sind aggressiver und

führen Revierkämpfe, die häufig mit

Verletzungen einhergehen. Sie markieren

ihr Revier auch innerhalb der

Wohnung. Krankheiten, wie Katzenaids,

Katzenleukämie, Katzenseuche

und Katzenschnupfen können übertragen

werden. Kastrierte Katzen haben

eine wesentlich höhere Lebenserwartung

als unkastrierte, sie sind

zudem meist anhänglicher.

DER RICHTIGE ZEITPUNKT

Es ist rasseabhängig, wann Katzen

geschlechtsreif werden. Katzen

können mit vier bis neun Monaten

geschlechtsreif werden, Kater mit

SO SÜSS die Kleinen auch aussehen

– unkontrollierte Vermehrung

schafft Katzenelend

lange warten, damit es nicht zur

Dauerrolligkeit kommt oder Kater

sich das Markieren angewöhnen.

Häufig wird auch die Frühkastration

vor der Geschlechtsreife empfohlen.

Sie findet im dritten oder vierten

Lebensmonat statt. Es gibt aus medizinischer

Sicht kein Argument dafür,

eine Katze vor einer Kastration einmal

Junge bekommen zu lassen.

NACHTEILE EINER KASTRATION

Kastrierte Katzen bewegen sich

weniger und neigen dadurch eher zu

Übergewicht und Harnwegserkrankungen.

Durch eine angepasste Ernährung

und Spiel- und Bewegungsaufforderungen

durch den Halter,

die gleichzeitig die Bindung stärken,

kann man dem vorbeugen.

PETS 35


PETS |Katze

W

arum eine weitere Katze

einziehen soll, kann verschiedene

Gründe haben.

Eine Katze ist verstorben und die

andere Katze soll nicht allein bleiben.

Zwei Partner wollen zusammenziehen

und die Katzen aus beiden

Haushalten vergesellschaften.

Sie haben eine Katze geerbt? Oder

Sie haben einfach Freude daran,

einer weiteren Katze ein liebevolles

und gutes Zuhause zu schenken.

Was auch immer die Ausgangssituation

ist – es sollten vor der Zusammenführung

ein paar Dinge beach-

GEGENSEITIGES PUTZEN

ist der Beweis für eine gelungene

Vergesellschaftung

Eine Katze kommt dazu

So klappt´s

Was ist besser als eine Katze? Zwei Katzen – oder drei oder vier! Die Entscheidung

ist gefallen, aber wie geht man es an, damit Freundschaft statt Beziehungsstress

entsteht? Wir geben hilfreiche Tipps fürs erste Date.

Text: Sandra Hoffmann

tet werden,

damit es

sowohl für

den Neuankömmling,

Ihre bisherige

Katze(n)

und Sie selbst

möglichst

entspannt abläuft.

ERWARTUNGSHALTUNG & REALITÄT

Katze spielen miteinander, putzen

sich gegenseitig und kuscheln miteinander

– eine dicke Freundschaft

zwischen Katzenkumpels wünschen

wir uns alle, wenn wir uns

mit dem Gedanken tragen, tierischen

Familienzuwachs zu bekommen.

Die meisten Wohnungskatzen

wissen die Gegenwart eines Artgenossen

zu schätzen. Doch nicht

36 PETS


WER BIST DU DENN?

Die Vergesellschaftung zweier Katzen

sollte schrittweise und behutsam erfolgen

alle Katzen finden es von Anfang

an toll, ihr Revier teilen zu müssen.

Begegnen sich zwei Katzen zum

ersten Mal, kann das alles andere

als harmonisch ablaufen. Es kann zu

Abneigung und Aggression kommen.

Das gilt insbesondere dann,

wenn Katzen ohne Vorbereitung

miteinander konfrontiert werden.

Gänzlich ohne Reibereien geht es zu

Beginn allerdings selten, denn die

Katzen müssen die Rangordnung

unter sich ausmachen.

WER PASST ZUSAMMEN?

Am einfachsten ist es, zwei junge

Kätzchen aneinander zu gewöhnen.

Je jünger zwei fremde Katzen aufeinandertreffen,

desto einfacher ist

es. Kleine Katzen haben das Bedürfnis

zu kuscheln und sind verspielt.

Da heißt die Devise: Hauptsache ein

anderes Katzenkind und los geht´s.

GERUCHSKONTAKT

kann zunächst über Kuscheldecken

hergestellt werden

Auch

Katzengeschwister

kommen

in der Regel

gut miteinander

aus. Deshalb lautet die

Empfehlung oft, direkt zwei Katzenkinder

aus dem gleichen Wurf

zu nehmen. Werden Geschwisterkatzen

allerdings für längere

Zeit getrennt und später wieder

zusammengeführt, kann es auch

hier zu Reibereien kommen. Eine

junge Katze mit einer alten Katze

zusammenzuführen, ist nicht

empfehlenswert. Das kann zwar in

dem Sinne gelingen, dass es keine

Auseinandersetzungen gibt, aber

bei einem zu großen Altersunterschied

können sich beide Katzen

nicht gerecht werden. Ältere Katzen

haben ein stärkeres Ruhebedürfnis,

während junge, lebhafte Katzen

eine echte Herausforderung darstellen

können. Ob sich Katze und

Kater im ähnlichen Alter vertragen

ist schwer vorauszusagen. Unkastriert

sollte es sowieso keine Option

sein, wenn kein Nachwuchs geplant

ist. Ob es zwischen Männlein und

Weiblein funktioniert, ist letztlich

eine Frage des individuellen Charakters.

Wenn beide Tiere kastriert

sind, kann dies aber durchaus gut

funktionieren. Auch das Zusammenleben

zwischen zwei kastrierten

Katzendamen kann friedlich und

harmonisch ablaufen, besonders,

wenn sie einen ähnlichen Charakter

haben. Die meisten Probleme sind

zwischen zwei unkastrierten Katern

zu erwarten. Hier ist Dauerstress

quasi vorprogrammiert. Auch wenn

eine Freigängerkatze plötzlich einen

fremden „Eindringling“ in ihrem

Revier dulden soll, wird eine Rivalität

entstehen, die sogar dazu führen

kann, dass eine der beiden Katzen

früher oder später nicht mehr nach

Hause kommt. Nicht zuletzt ist es

jedoch so wie bei uns Menschen: Die

Chemie entscheidet über Sympathie

und Antipathie.

VORBEREITUNG

Es ist nicht sinnvoll, die neuen

Mitbewohner direkt aufeinander

loszulassen. Für den Neuankömmling

sollte am besten zunächst

ein eigener Raum zur Verfügung

stehen, mit Futter- und Wassernapf,

Katzentoilette, Kratzbaum,

Schlafplatz und Spielzeug.

PETS 37


PETS |Katze

Die Erstkatze sollte schon vor dem

Einzug der neuen Katze daran

gewöhnt sein, dass dieser Raum

für sie (vorübergehend) nicht zur

Verfügung steht. So verbindet sie

das Ausgesperrtsein nicht mit der

Ankunft der neuen Katze. Über den

Geruch können dann beide Katzen

aufeinander vorbereitet werden. Es

können zum Beispiel Kuscheldecken

ausgetauscht werden oder eine Katze

wird mit einem Tuch abgerieben,

was dann der anderen Katze ins

Zimmer gelegt wird. Im nächsten

Schritt sollten die Katzen sich sehen

können, ohne jedoch aufeinander

losgehen zu können. Ideal ist dafür

ein Trenngitter, was in den Türrahmen

gesetzt werden kann. So können

beide Katzen selbst wählen, wie

nah sie sich kommen möchten: aus

der Ferne beäugen oder doch mal

Nase an Nase schnuppern? Sollte es

zum Fauchen kommen, lassen Sie

sich nicht verunsichern. In dem Fall

einfach die Tür wieder schließen

und am nächsten Tag erneut versuchen.

Das Gitter sollte nicht zu früh

entfernt werden, auch wenn die

Katzen sich scheinbar gut verstehen.

Die Katzen sollen ruhig ein paar

Tage Zeit haben, ihr jeweils eigenes

Revier innerhalb der Wohnung zu

haben. Kommt es schließlich zum

direkten Kontakt, kann es trotzdem

zu Auseinandersetzungen kommen.

Dabei wird meist die Rangordnung

geklärt. Solange sich die Katzen

dabei nicht verletzen, lassen Sie die

neuen Mitbewohner gewähren.

FEHLER VERMEIDEN

Die neue Katze zieht oft alle Aufmerksamkeit

auf sich. Trotzdem

JEDE KATZE sollte in Ruhe an ihrem

eigenen Platz fressen können

sollten Sie nicht den Fehler machen

und Ihre Erstkatze jetzt vernachlässigen.

Nehmen Sie sich bewusst

Zeit, um mit ihr zu spielen und

zu kuscheln. Anfangs sollten die

Katzen nicht direkt nebeneinander

und schon gar nicht aus einem gemeinsamen

Napf gefüttert werden.

Da sind Streitereien absehbar oder

eine Katze traut sich nicht an den

Napf. Am stressfreiesten ist die Fütterung

weiterhin in zwei getrennten

Räumen. Die neue Katze sollte auch

ein neues Katzenklo bekommen,

denn manche Neuankömmlinge

trauen sich nicht auf die Katzentoilette,

die nach der alteingesessenen

Katze riecht. Beide Katzen sollten

ihre eigenen Rückzugsorte haben,

an denen sie sich ungestört erholen

können. Greifen Sie, wie erwähnt,

bei kleineren Rangeleien nicht ein

und last but not least: Seien Sie geduldig.

BEIM GEMEINSAMEN SPIELEN

wird alles andere vergessen

38 PETS


PETS |Katze

NACH UNTEN gekippt – diese

Fenster sind weniger gefährlich,

da Katzen nicht in den

Spalt rutschen können

Kippfenster-Syndrom

bei Katzen

Immer wieder kommt es vor, dass Katzen beim Versuch, durch ein

gekipptes Fenster zu schlüpfen, darin hängen bleiben. Vielen Katzenhaltern

ist die Gefahr, die ein gekipptes Fenster birgt, nicht bewusst.

Text: Sandra Hoffmann

W

enn eine Katze versucht,

durch ein gekipptes Fenster

zu schlüpfen, kann dieses –

im schlimmsten Fall – zur tödlichen

Falle werden. In der Regel schaffen

die Katzen es, mit Kopf, Brust und

Bauch durch den Spalt zu kommen.

Meistens bleiben sie jedoch mit dem

breiteren Becken hängen. Die Katze

gerät in Panik und versucht sich zu

befreien. Dadurch rutscht sie immer

tiefer in den enger werdenden Spalt

und wird darin eingeklemmt.

GRAVIERENDE FOLGEN

Dabei können sich die Katzen

schwere Verletzungen zuziehen.

Bauch, Hüfte und ihre Hinterbeine

werden eingeklemmt. Quetschungen

und innere Verletzungen sind

mögliche Folgen. Oft werden beim

Kippfenster-Syndrom die Körperteile

jenseits der eingeklemmten Körperpartie

der Katze nicht mehr ausreichend

mit Blut versorgt. Je länger

die Katze unentdeckt bleibt und

eingeklemmt ist, desto größer ist die

Wahrscheinlichkeit bleibender Schäden.

Ein typisches Symptom des

Kippfenster-Syndroms bei Katzen

sind gelähmte hintere Gliedmaßen.

Durch die verminderte Durchblutung

fühlen sich die hinteren Beine

Fotos: iStock

40 PETS


zumeist kalt an. Die Katze reagiert

entweder gar nicht oder erst spät

auf Berührungen. Betroffene Katzen

ziehen die Beine stattdessen schlaff

GEFÄHRLICH: Es fehlt nicht

mehr viel und die Katze versucht,

nach draußen zu kommen

hinter sich her. In schweren Fällen

kann es zum Absterben von Blasen-

und Darmschleimhaut oder

Bauchwandgewebe kommen. Auch

Blutgerinnsel in den Bauchgefäßen

und Schäden der inneren Organe

(Niere, Blase, Darm) treten im Zusammenhang

mit dem Kippfenster-

Syndrom auf. Auch Knochenbrüche

im Bereich der Lendenwirbelsäule

sind bei panischen Befreiungsversuchen

möglich. Wird die Katze nicht

rechtzeitig aus der misslichen Lage

befreit, besteht Lebensgefahr! Im

schlimmsten Fall kann die Katze an

ihren Verletzungen sterben.

ES IST PASSIERT – WAS NUN?

Katzen mit Kippfenster-Syndrom

sind Notfallpatienten! Heben sie

eine im Kippfenster gefangene Katze

möglichst behutsam nach oben

hin aus dem Fensterspalt. Versuchen

Sie sie dabei so wenig wie möglich

zu bewegen. Fahren Sie umgehend

mit Ihrem Tier in die nächstgelegene

Tierklinik! Dort bekommt die Katze

zunächst eine Schockbehandlung,

d.h., sie erhält Infusionen, um das

Herz-Kreislauf-System zu stabilisieren

und die Nierenfunktion zu

erhalten. Falls die Katze ausgekühlt

ist, bekommt sie zusätzlich Wärme.

Eine Röntgen-Untersuchung gibt

Aufschluss, ob sich die Katze etwas

gebrochen hat. Innere Verletzungen

können durch eine Ultraschall-

Untersuchung erkannt werden.

Blutuntersuchungen und Urinuntersuchungen

geben Aufschluss, ob es

unter anderem zu Nierenschäden

gekommen ist. Eventuell kommen

dann weitere Medikamente wie

Schmerzmittel zum Einsatz.

IST EINE HEILUNG MÖGLICH?

Die Prognose beim Kippfenster-

Syndrom hängt vom Ausmaß der

Schäden ab. Wenn die Katze aber

rechtzeitig gefunden wird, hat sie

gute Chancen sich vollständig zu

erholen. Es können jedoch längerfristige

Behandlungen notwendig

sein und es kann Monate dauern,

bis eine Katze wieder normal laufen

kann. Wird die Katze zu spät gefunden,

kann es leider auch sein, dass

die Hinterbeine gelähmt bleiben.

Blutgerinnsel können auch als Spätfolge

noch auftreten und gefährlich

werden. Behalten Sie eine Katze mit

erfolgtem Kippfenster-Syndrom

auch danach gut im Auge.

WIE VORBEUGEN?

Am besten schützen Sie Ihre Katze(n),

indem Sie die Fenster nicht

kippen oder diese mit entsprechenden

Sicherungen versehen. Manchmal

versuchen Katzen übrigens

auch, von außen über ein gekipptes

Fenster ins Haus zu gelangen.

SICHER ist sicher: Lieber das

Fenster komplett öffnen und mit

einem Schutzgitter versehen


PETS |Katze

Mit einem durchdachten

Toilettenmanagement

geht jede Katze gerne

zum stillen Örtchen.

DIE KATZENTOILETTE

sollte ausreichend groß,

mit ca. 4 cm Streu gefüllt

sein und am besten

ohne Deckel sein

Katzenstreu

im Vergleich

Wer Katzen hält, benötigt automatisch eine Katzentoilette. Der Handel bietet einen

Dschungel an verschiedenen Streuarten an. Worauf es ankommt und welche Streu

welche Vor- und Nachteile hat, erklären wir Ihnen hier.

Text: Nadine Fischer

42 PETS


I

n freier Natur scharren Katzen

eine Mulde in den Boden,

machen ihr kleines oder großes

Geschäft, schnüffeln ausgiebig und

verscharren es wieder. Erst, wenn

die Hinterlassenschaft gut genug

verdeckt ist, ist die Katze zufrieden.

Eine Katzentoilette zu Hause sollte

PARFÜMIERTE Katzenstreu ist

für Stubentiger ein Graus und ein

häufiger Grund für Unsauberkeit

demnach genau dieses Grundbedürfnis

befriedigen.

VERSCHIEDENE STREUARTEN

gibt es im Handel, meist entscheidet

die Katze, welche sie bevorzugt

KRITERIEN FÜR MENSCH UND KATZE

Unsere Samtpfoten sind sehr speziell

und manche gar wählerisch,

wenn es um das stille Örtchen geht.

Alles muss stimmen, der Ort und

seine Umgebung, die Form und

Größe der Toilette, mit oder ohne

Deckel, die Hygiene … Ganz besonders

die Streu entscheidet oftmals,

ob unsere Stubentiger gerne ihr Geschäft

an dem von uns vorgesehenen

Ort entrichten oder ob sie sich

lieber ein eigenes Plätzchen suchen,

zum Leidwesen der menschlichen

Mitbewohner. Doch was macht eine

gute Streu aus? Schließlich sollte

nicht nur die Katze damit zufrieden

sein, auch wir Menschen haben da

unsere ganz eigenen Vorstellungen.

Aus Sicht der Katze muss die Streu

angenehm unter den Pfoten sein,

dabei sollte man gut in ihr scharren

können. Laut sollte sie jedoch nicht

sein, man hat es ja schließlich nicht

so gern, wenn jeder mitbekommt,

dass man gerade auf der Toilette ist.

Die Streu sollte nicht riechen, weder

nach künstlichem Parfüm noch

nach Urin. Als Katzenhalter möchte

man gerne eine Streu, die leicht zu

besorgen ist, nicht viel wiegt, dabei

nicht allzu viel kostet und möglichst

gut zu entsorgen ist. Auch

wie lange die Streu nutzbar ist und

wann sie erneuert werden muss, ist

ein wichtiges Kaufkriterium. Für

viele kommen da noch individuelle

Wünsche hinzu, zum Beispiel

ist die Umweltverträglichkeit ein

wichtiges Thema. Klumpend oder

nicht klumpend, beides hat seine

Vorteile. Möglichst staubarm sollte

eine gute Streu ebenfalls sein, denn

Staub kann zu Atembeschwerden

bei Mensch und Tier führen. Katzenstreu

unterscheidet sich stark

voneinander in der Größe und Beschaffenheit

der einzelnen Krümel.

Es gibt sie von sehr fein bis hin zu

grob, rund bis scharfkantig. Hier

entscheidet wieder der Geschmack

der Katze, ob sie es akzep-

PETS 43


PETS |Katze

tiert oder ablehnt. Selbst gebleichte

oder gefärbte Streu ist käuflich zu

erwerben. Auf Farben oder Düfte,

allem voran „Babypuderduft“ oder

Katzentoilettenparfüm sollten Sie

jedoch verzichten, viele Katzen

empfinden das als äußerst unangenehm

und es besteht ein hohes

Allergierisiko.

MINERALISCHE STREU

Hierbei handelt es sich um die wohl

bekannteste Form. Die Streu besteht

hauptsächlich aus Bentonit,

KLUMPSTREU ist bei Katzenbesitzern

wesentlich beliebter als nicht

klumpende Streu

das durch Verwitterung vulkanischer

Asche entsteht und auf recht

umweltschädliche Weise abgebaut

wird. Es ist ein Produkt, das zwar

ein reines Naturprodukt ist, allerdings

nicht verrottet und somit nicht

kompostierbar ist. Es darf somit auf

keinen Fall die Toilette heruntergespült,

sondern muss über die Restmülltonne

entsorgt werden. Es ist in

klumpender und nicht klumpender

Form erhältlich. Mineralische Streu

gibt es, relativ kostengünstig, überall

zu kaufen. Es gibt starke Qualitätsunterschiede,

was sich bei der

Saugfähigkeit, Geruchsbindung und

Klumpenbildung widerspiegelt.

Grundsätzlich ist mineralische Streu

nicht sehr geruchsbindend. Auch

wie die Streu an den Pfoten haftet

und somit in der Wohnung verteilt

wird, ist sehr unterschiedlich. Ein

großer Nachteil ist der gesundheitliche

Aspekt der Streu; durch den

meist starken Feinstaubanteil wird

der Staub eingeatmet und kann die

Atemwege schädigen.

PFLANZENFASERSTREU

Pflanzenfaserstreu besteht, wie der

Name schon sagt, aus Pflanzenfasern.

Verwendet werden Reste

aus der Getreideproduktion, Mais

oder Holzpellets. Bei der Herstellung

und Entsorgung von Streu

aus Pflanzenfasern wird weniger

Energie verbraucht als bei anderen

Streuarten. Zudem ist es biologisch

abbaubar und somit kompostierbar.

Es kann auch über die Toilette

entsorgt werden, allerdings sollte

man tunlichst nicht

den gesamten

Inhalt der Katzentoilette

auf einmal

hineinschütten,

die Rohre würden

verstopfen.

Streuklumpen

oder Kot mit anhaftender

Streu

darf dagegen

in die Toilette

wandern. Saubere

Streureste können

bedenkenlos in

die Biotonne oder auf den Kompost

gegeben werden, verschmutzte

Streu gehört immer in den Hausmüll.

Pflanzenstreu hat den Vorteil,

sehr gut Feuchtigkeit aufzusaugen,

gut Gerüche zu binden, staubarm

und sehr ergiebig zu sein. Inzwischen

gibt es diese Streuart überall

zu kaufen und sie lässt sich durch

das geringe Gewicht leicht transportieren.

Das hat allerdings den

Nachteil, dass die Streu leicht im

Katzenfell, besonders bei Langhaar,

oder an den Pfötchen hängenbleibt

und somit außerhalb des Katzenklos

verteilt wird. Das lässt sich

erfreulicherweise leicht vermeiden,

indem man vor die Toilette Auffangmatten

legt. Sie fangen die

Streu auf, so dass diese nicht in der

Wohnung verteilt wird. Es gibt diese

Art von Streu klumpend und nicht

klumpend. Gefressen werden sollte

sie aufgrund der wasserbindenden

Eigenschaft nicht, es ist jedoch bei

einer geringen Menge nicht so bedenklich

wie bei anderen Streuarten.

Allerdings sollte man beim Kauf

darauf achten, dass kein Leim oder

sonstige Zusätze enthalten sind.

MIT EINER STREUSCHAUFEL lässt sich die

Toilette besonders schnell und effizient reinigen

44 PETS


NIEDRIGER EINSTIEG

Katzensenioren oder Katzen mit

Problemen im Bewegungsapparat

bevorzugen einen niedrigen Rand

Fotos: iStock

SILIKATSTREU

Hierbei handelt es sich um Silikat-

Gel, wie es in den kleinen Tüten

enthalten ist, um Waren vor Feuchtigkeit

zu schützen. Die kleinen

Kunststoffkügelchen saugen Feuchtigkeit

in hohem Maße auf, die

Flüssigkeit verdunstet wieder, der

Geruch wird gebunden, wodurch in

der Katzentoilette keine Feuchtigkeit

und keine Gerüche vorhanden sind.

Dadurch ist die Streu sehr ergiebig

und muss seltener gewechselt werden.

Silikatstreu ist nahezu staubfrei.

Die Körnchen sind eher grob

und unnachgiebig, was Katzen als

unangenehm empfinden. Außerdem

rascheln die kleinen Kugeln beim

Scharren, worauf die meisten Katzen

negativ reagieren. Fast alle Katzen

lehnen diese Art Streu ab. Silikat-Gel

wird, mit verheerender Ökobilanz,

hauptsächlich in China hergestellt.

Die Streu muss regelmäßig in kurzen

Abständen erneuert werden und ist

nicht biologisch abbaubar, sie muss

über die Restmülltonne entsorgt

werden. Die Kugeln sind in der Regel

weiß und nehmen bei Benutzung

die gelbe Farbe des Urins an,

was optisch nicht jedermanns

Sache ist. Die Streu ist eher

hochpreisig, der notwendige,

vollständige Austausch etwa

alle zwei Wochen macht

die Sache noch teurer.

Viele Katzenbesitzer

berichten, dass

ihre Katzen beim

Silikatstreu eher

dazu neigen,

etwas davon zu

fressen, weshalb es für Kitten eher

ungeeignet ist. Auch erwachsene

Katzen sollten nicht davon naschen,

da die Kügelchen im Maul kleben

und bei Verschlucken die stark saugende

Wirkung bedenklich ist.

IMMER SAUBER BLEIBEN

Hygiene im Katzenklo ist wichtig

PETS 45


PETS |Katze

Bissverletzungen

bei Katzen

Bissverletzungen kommen insbesondere bei freilaufenden Katzen

relativ häufig vor. Was zu tun ist, wenn Ihre Katze mit einer Wunde

nach Hause kommt, erfahren Sie in diesem Artikel.

Text: Sandra Hoffmann

D

ie Katze kommt von ihrem

nächtlichen Ausflug nach

Hause und bringt als Andenken

eine blutende Wunde mit. Dann

ist als erstes abzuklären, ob es sich

um einen Biss oder eine andere Verletzung

handelt. Größere Bissverletzungen

sind auf den ersten Blick

erkennbar. Bissverletzungen sind an

allen Körperstellen der Katze möglich.

Das Problem an Verletzungen

durch Bisse ist jedoch, dass diese

nicht immer offensichtlich sind.

Gerade die langen, spitzen Eckzähne

von Katzen hinterlassen nur

kleine, dafür aber recht tiefe Bissverletzungen.

Entsprechend schnell

heilt die Wunde an der Oberfläche

zu. Die über die Bissverletzung

eingebrachten Bakterien können

jedoch zu einer Entzündung führen.

Bleibt diese unbehandelt, kann es

nach einigen Tagen an dieser Stelle

zu einer Eiteransammlung, einem

Abszess, kommen. Entzündungen

äußern sich zum Beispiel durch eine

Rötung und Schwellung der betroffenen

Stelle. Wurde durch einen

tiefen Biss ein Knochen der Katze

verletzt, kann sich im Extremfall

auch eine Knochenentzündung ausbilden.

Gelangen Krankheitskeime

aus dem Entzündungsherd schließlich

in die Blutbahn, kann eine

gefährliche Blutvergiftung, auch

Sepsis genannt, entstehen. In diesem

Fall tritt zusätzlich oft Fieber

EIN TIERARZT kann die Wunde

beurteilen und versorgen

EIN KRAGEN wird notwendig,

wenn die Katze ansonsten an die

Wunde geht und die Heilung dadurch

beeinträchtigt wird

Fotos: iStock

46 PETS


BLUTIGE NASEN holen sich Katzen bei Auseinandersetzungen häufig

in Form eines Tatzenhiebes EIN KRATZER oder eine Bisswunde am Ohr

kann eine Entzündung oder bakterielle Infektion zur Folge haben

auf und die Katze zeigt ein gestörtes

Allgemeinbefinden wie mangelnden

Appetit, Bewegungsunlust sowie

Schmerzen an der betroffenen Stelle.

Sind Sehnen, Muskeln, Knochen

oder Nerven der Katze betroffen,

handelt es sich von vornherein um

eine schwere Bissverletzung.

WANN ZUM TIERARZT?

Eine Bisswunde kann harmlos sein

und von selbst abheilen oder die

beschriebenen Folgen haben. Da

sich die Schwere von Bissverletzungen

vom Tierhalter in den meisten

Fällen nur schwer abschätzen lässt,

ist es ratsam, mit der Katze sicherheitshalber

immer einen Tierarzt

aufzusuchen. Dieser untersucht die

Wunde und entscheidet dann, ob

eine weitere Behandlung notwendig

ist. Bei einer oberflächlichen Verletzung

reicht es in der Regel, die

Wunde gründlich zu reinigen und

zu desinfizieren, um die Gefahr einer

Entzündung zu verringern. Die

Bisswunde heilt dann in der Regel

gut ab. Bei schweren Bissverletzungen

kann eine Operation notwendig

werden. Um die eingedrungenen

Bakterien zu bekämpfen, verabreicht

der Tierarzt ein Antibiotikum.

BISSVERLETZUNGEN VORBEUGEN

Bissverletzungen bei Katzen entstehen

meist durch Kämpfe mit

Artgenossen. Als territoriale Jäger

neigen Katzen dazu, um ihr Revier

zu kämpfen. Freilebende Katzen

sind deshalb relativ häufig in Auseinandersetzungen

mit Artgenossen

verwickelt. Bei Revierkämpfen, bei

der eine Katze ihr Revier gegen

andere eindringende Katzen verteidigt,

kommt es häufig zu Bissverletzungen.

Insbesondere in dicht

besiedelten Wohngebieten überlappen

sich die Katzenreviere, was

Revierkämpfe und Aggressionen

fördern kann, vor allem dann, wenn

eine neue Katze in eine alteingesessene

Nachbarschaft kommt. Da

diese Auseinandersetzungen mit

Rivalen vor allem bei Katern in der

Paarungszeit vorkommen, ist es

wichtig, keine Katze und keinen

Kater unkastriert in den Freigang

zu lassen. Unkastrierte Kater sind

weniger ortsgebunden und lassen

sich schneller auf Kämpfe ein. Aber

auch in Mehrkatzenhaushalten sollten

Tierhalter immer ein wachsames

Auge auf ihre Tiere haben. Denn

auch zwischen Wohnungskatzen

kann es zu folgenschweren Streitereien

kommen.

BEI REVIERKÄMPFEN mit Artgenossen können sich Katzen

mit ihren spitzen Zähnen Bissverletzungen zuziehen

PETS 47


PETS |Vögel

K

anarienvögel gehören zu den

Singvögeln, aus der Familie

der Finken. Sie stammen

von den Kanarischen Inseln, die

ihnen ihren Namen gaben. Unter

den Kanarienvögeln gibt es drei

Hauptgruppen: die Gesangs-, die

Farben- und die Gestaltkanarien.

Sie unterscheiden sich vor allem in

ihrem Aussehen und ihren Gesangskünsten

voneinander. Es gibt sie in

vielen Farben, von Schneeweiß bis

hin zu zweifarbigen Vertretern. Der

weltweit verbreitetste und bekannteste

Farbschlag ist kanarien-gelb.

FORTPFLANZUNG:

Die Kanarienvogelzucht gehört in

die Hände von erfahrenen Haltern

Kanarienvögel

Kleine Meistersänger

Sie sind klein, meist zitronengelb und aufgeweckt:

Mit einer besonderen Singstimme ausgestattet erobern Kanarienvögel

unsere Wohnzimmer und unsere Herzen.

Text: Nadine Fischer

Die quirligen Vögel werden je nach

Rasse 13 bis 15 cm (Gesangs- und

Farbkanarien) und 11 bis 23 cm

(Positurkanarien). Sie können 6 bis

15 Jahre alt werden, wobei bei artgerechter,

guter Haltung ein Alter von

8 bis 12 Jahren durchschnittlich ist.

DER GESANG

Die Verständigung der Vögel untereinander

findet über Gesang statt.

Sie kommunizieren damit innerartlich

mit eigenen Lauten, aber

auch andere Vogelarten können

Kanarienvögel verstehen, nicht

zuletzt durch ihr hervorragendes

Gehör. Sie imitieren gerne andere

Vogellaute. Während der Balzzeit

werben die Hähne mit schönem

Gesang um Hennen, besonders zu

dieser Zeit singen Kanarienmännchen

besonders viel. Andere Hähne

sollen durch die Laute ferngehalten

werden und das Revier verteidigt

werden. Oft wird behauptet, die

Hennen würden nicht singen; sie

tun dies durchaus, allerdings um

einiges leiser und seltener. Während

der Mauser kann es vorkommen,

dass ein Kanarienvogel nicht mehr

singt. Diese Zeit ist für das Tier sehr

anstrengend und es schont so seine

Kräfte. Bitte bedenken Sie vor der

48 PETS


HANDZAHM werden Kanarien

selten, sie lassen sich nicht gerne

anfassen

Anschaffung, dass ein Kanarienvogel

viel und laut singt. Gerne fangen

sie in den frühen Morgenstunden

damit an und hören erst auf, wenn

sie sich ausruhen oder schlafen.

ARTGERECHTE HALTUNG

Der Käfig für ein Kanarienvogelpaar

sollte mindestens 100 x 50 x 50

cm (Breite x Höhe x Tiefe) betragen,

besser größer oder gleich eine Voliere.

Grundsätzlich sollte ein Käfig

eher lang als hoch sein. Zusätzlich

brauchen die Vögel täglich mehrere

Stunden Freiflug. Der Aufstellort

muss gut gewählt werden, Kanarien

vertragen absolut keine Zugluft,

brauchen Tageslicht ohne direkte

Sonneneinstrahlung. Stellen Sie den

Käfig erhöht auf, so fühlen sich die

gefiederten Freunde wohler. Direkt

an Heizkörpern ist ungünstig, da

es zu Temperaturschwankungen

kommt. Die Vögel sollten nicht

direkt neben Stereoanlagen, Fernsehern

usw. stehen. Der Raum sollte

möglichst so gewählt werden, dass

der Käfig geöffnet werden kann und

die Vögel direkt von dort aus in den

Freiflug starten können. Der Raum

sollte ebenfalls vogelsicher sein. Tauschen

Sie Sitzstangen aus Kunststoff

gegen natürliche Äste aus. An ihnen

können Krallen auf natürliche Weise

gekürzt und der Gleichgewichtssinn

durch die unebenen Äste trainiert

werden. Außerdem laden sie die Tiere

zum Knabbern ein, das bietet Beschäftigung

und ist gesund. Saubere

Futter- und Trinkschalen sowie ein

Badehäuschen mit frischem, zimmerwarmem

Trinkwasser gehören

ebenfalls in die Vogelbehausung. Die

Vögel werden es Ihnen danken, die

Badesaison kann eröffnet werden!

EINZEL- ODER GRUPPENHALTUNG

Kanarienvögel sind keine typischen

Schwarmvögel, was früher

dazu führte, dass besonders Hähne

einzeln gehalten wurden. In freier

Natur finden die Tiere sich nur zur

Überwinterung in Gruppen zusammen,

die sich im Frühjahr auflösen

und jeder Vogel geht seinen eigenen

Weg. Erst zur Balzzeit kommt es zur

Revier- und anschließenden Paarbildung.

Aus diesem Grund ist es

sehr wichtig, dass jeder Kanarienvogel

mit mindestens einem

Kanarische Inseln

Fotos: iStock

PETS 49


PETS |Vögel

Partner zusammenleben kann. Ohne

innerartliche Sozialkontakte verkümmert

der Vogel und es kommt

zu Verhaltensstörungen. Die Vergesellschaftung

von Kanarien will

allerdings gut überlegt sein. Für Anfänger

eignet sich am besten ein Paar

aus einem Hahn und einer Henne.

Soll eine Gruppe gehalten werden,

eignen sich ein Hahn und mehrere

Hennen. Mehrere Hähne sollten nur

von kanarienkundigen Personen gehalten

werden, denn es kann durchaus

zu bösen Streitigkeiten kommen.

RICHTIGE ERNÄHRUNG

Kanarienvögel benötigen etwa ein

Drittel ihres Gewichts an Nahrung,

was etwa einem Teelöffel entspricht.

Die Zusammensetzung hängt dabei

von der Jahreszeit und von der Phase

innerhalb des Jahres ab, in der die

Vögel sich befinden. Sie brauchen

eine abwechslungsreiche Nahrung,

IN GESELLSCHAFT – Einzelgänger sind die kleinen

Vögel keinesfalls, sie sollten immer mindestens als

Paar gehalten werden

bestehend aus Körnern, Grünfutter

und Eiweiß. Eine gesunde Basis

bilden hochwertige Körnermischungen,

bestehend aus Grassamen,

Negersaat, Hirse, Hanf, Salatsamen,

Glanz, Wildsämereien, Wild- und

Unkrautsamen, Mohn, geschälter

Hafer, Rübsen u. a. Vogelsand mit

Grit sollte dem Vogel immer zur

Verfügung stehen und während

der Mauser sorgt eine Sepiaschale

für ausreichend Kalk.

Joghurt, Quark, Frischkäse oder ein

hart gekochtes Ei einmal wöchentlich

sorgen für ausreichend Eiweiß.

Ergänzt wird das Nahrungsangebot

noch mit etwas Grünfutter. Hier

eignen sich vor allem Wild- und

Gartenkräuter sowie die Rispen vieler

Grassorten. Auch

etwas Gemüse und

ein wenig Obst darf

gerne gereicht werden.

Frische Äste

400 FARB-

SCHLÄGE gibt es

bei Kanarienvögeln,

dabei ist

immer rot, weiß

oder gelb

vorhanden

zum Knabbern machen Spaß

und liefern wichtige Ballaststoffe.

BESCHÄFTIGUNG

Kanarienvögel sind sehr aktive,

gelehrige Vögel. Sie sind allerdings

nicht so verspielt wie zum Beispiel

Wellensittiche, weswegen im

Käfig eher wenig Spielzeug und

dafür mehr Platz zum Fliegen sein

sollte. Trotzalledem sollten die

Vögel täglich zum Spielen, Klettern

und Turnen animiert werden.

Äste als Sitzstangen, Schaukeln

und Seile zum Zerpflücken lassen

keine Langeweile aufkommen. An

Schnüren befestigte Tannenzapfen

können stundenlang bearbeitet

werden. Auch das Futter kann so

ausgelegt werden, dass die kleinen

Vögel suchen und es sich erarbeiten

müssen. Kanarienvögel eignen sich

auch zum Training für kleine Tricks.

Beschäftigung ist sehr wichtig für

den Kopf, die Bewegung ist gesund

für den Körper und, nicht zuletzt,

trägt sie zu einer guten Bindung

zwischen Mensch und Vogel bei.

IM GARTEN können die kleinen

Meistersänger in Volieren gehalten

werden, auch winterliche Temperaturen

vertragen sie erstaunlich gut

50 PETS


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PETS |Vögel

VÖGEL BRAUCHEN

PLATZ, da sie sehr

aktive Tiere sind und

sich bewegen und

fliegen können müssen

Verhaltensstörungen

bei Vögeln

Vögel sind äußerst beliebte Haustiere. Einige jedoch entwickeln seltsame

Angewohnheiten. Übermäßiges Fressen, knabbern an Käfigstangen, füttern des

eigenen Spiegelbildes – wann spricht man von einer Verhaltensstörung?

Text: Nadine Fischer

H

armlos und unbemerkt fängt

es meist an, entwickelt sich

langsam zu einer „seltsamen

Macke“ und wird irgendwann auffällig

und untragbar. Verhaltensstörungen

bei Vögeln können lange Zeit

unbemerkt bleiben, bis sie so ausgeprägt

sind, dass der Halter bemerkt,

dass etwas nicht stimmt. Genaues

Hinschauen, analysieren des Verhaltens

und Vergleichen der Haltung

mit dem Leben der entsprechenden

SPIELZEUG ersetzt keinen Freund,

Vögel brauchen unbedingt einen

innerartlichen Partner

52 PETS


Fotos: iStock

Vogelart in Freiheit hilft sehr häufig

die Ursache des Problems abzustellen

und dem Vogel schnell zu helfen.

Dazu absolut notwendig ist allerdings

die Bereitschaft des Halters,

an der Situation etwas ändern zu

wollen.

WAS IST EINE VERHALTENSSTÖRUNG?

Verhaltensstörungen sind Verhaltensweisen,

die von einem für die

jeweilige Vogelart normalen Verhalten

abweichen. Sie haben fast immer

den Ursprung in einem arttypischen

Verhalten. Beispielsweise ist es

EIN SCHÖNES LEBEN kann ein

Vogel nur bei einer artgerechten

Haltungsform führen

für einen Papagei normal sich zu

putzen. Bei einer Verhaltensstörung

fängt er allerdings an, sich nicht nur

einfach zu putzen, sondern dabei

auch Federn auszureißen oder sogar

die Haut zu verletzen.

WIE ZEIGEN SICH STÖRUNGEN?

Federrupfen, Selbstverletzung an

allen Stellen, die der Vogel selbst

gut erreichen kann, auch ständiges

FEDERRUPFEN kann schwerwiegende

gesundheitliche sowie

seelische Folgen haben

Schreien ist möglich. Aggressives

Verhalten anderen Vögeln oder dem

Besitzer gegenüber durch Angreifen

oder sogar Beißen kann auftreten.

Vermehrte Eiablage, fehlendes Brutverhalten

oder Töten der eigenen

Brut ist möglich. Zwanghaftes

Putzen, stereotypes Verhalten mit

immer wiederkehrenden Bewegungsmustern

(zum Beispiel hin

und her laufen auf der Stange),

übertriebene Futteraufnahme, Balzverhalten

gegenüber dem Menschen,

Füttern des Spiegelbildes oder eines

Plastikvogels sind alarmierende

Verhaltensweisen. Alle Symptome

können für sich allein, aber auch in

Kombination auftreten. Sie verursachen

massiven Stress für das

Tier und nicht selten treten zusätzlich

gesundheitliche Probleme und

Erkrankungen auf. Verhaltensstörungen

können bei allen Vogelarten

auftreten, besonders häufig betroffen

sind Kakadus, Graupapageien, Aras

und Edelpapageien.

WAS SIND MÖGLICHE URSACHEN?

Verhaltensstörungen, auch in leichter

Form, sind niemals „seltsame oder

gar niedliche Macken“, sie stellen

ein ernstzunehmendes Problem für

das Tier dar und müssen zwingend

behandelt werden. Meist findet man

die Ursache in Haltungsproblemen.

Deswegen macht es häufig Sinn,

einen vogelkundigen Experten zu

Rate zu ziehen.

SPIEGEL Spiegel gaukeln

dem Vogel einen Partner vor,

der sich jedoch seltsam verhält

Wichtig ist hierbei die Haltungsbedingungen

genau zu überprüfen

und mögliche Fehler abzustellen.

Mögliche Ursachen können sein:

fehlende innerartliche Sozialpartner

durch Einzelhaltung, ungeeignete

Partnertiere, eine sehr reizarme

Umgebung und Langeweile, Platzmangel

durch zu kleine Käfige, kein

oder zu wenig Freiflug, ständiger

Stress durch Lärm oder ein ungeeigneter

Standort des Käfigs, eine

Fehlprägung durch Handaufzucht

(der Mensch wird als Sozialpartner

angesehen), ungeeignetes Futter.

Eine ungeeignete Käfigeinrichtung

in Form von Spiegeln und Plastikvögeln

kann ebenfalls zu schweren

Problemen führen, da der Vogel

darin einen Sozialpartner sieht, der

jedoch nicht entsprechend reagiert.

PETS 53


PETS |Nager

A

b etwa sechs Jahren zählen

Kaninchen zu den Senioren,

wobei die Angabe je nach

Rasse beziehungsweise Größe des

Kaninchens schwankt. Je größer ein

Kaninchen ist, desto geringer ist die

Lebenserwartung und das Seniorenalter

tritt entsprechend früher ein.

Während kleine Kaninchenrassen

erst mit acht Jahren als Senioren gelten,

zählen sehr große Kaninchenrassen

bereits mit vier Jahren zum

„alten Eisen“. Natürlich spielen

auch die Haltungsbedingungen

eine Rolle, wenn es um die Lebenserwartung

geht. Genau hier können

Kaninchenbesitzer ansetzen.

AUSSENGEHEGE sind

weiterhin möglich, wenn

die Kaninchen gesund sind

und ein ausreichend dichtes

Winterfell entwickelt haben

ERKENNBARE ALTERSANZEICHEN

Ältere Kaninchen haben ein erhöhtes

Ruhebedürfnis. Sie ziehen sich

Kaninchen-Senioren

& ihre Bedürfnisse

Mit zunehmendem Alter von Kaninchen gehen veränderte Bedürfnisse einher.

Gehege, Futter, Gesellschaft, Pflege – es gibt einiges, was Sie für Ihr Kaninchen

tun können, wenn es „in die Jahre“ kommt.

Text: Sandra Hoffmann

häufiger zurück und reagieren empfindlicher

auf Stress. Sie bewegen

sich deutlich weniger und schlafen

mehr. Sprünge auf erhöhte Plätze

(oder von diesen herunter) werden

aufgrund von Gelenksschmerzen

möglichst vermieden. Manche

Kaninchen verlieren altersbedingt

an Gewicht und werden mager,

während wiederum andere Kaninchen

zu Übergewicht neigen, da sie

sich weniger bewegen als früher.

Manchmal gibt es Probleme mit

der Aufnahme des Blinddarmkots.

Auch Inkontinenz und mit Kot verklebtes

Fell in der Analregion treten

vermehrt auf. Ältere Kaninchen

pflegen zudem ihr Fell weniger gut.

Verdauungsstörungen wie Durchfall

entstehen im Alter durch eine

oftmals schlechtere Verdauungsleistung

des Darms.

54 PETS


DER IDEALE PARTNER ist ein ebenfalls älteres Kaninchen –

auch, wenn alte Kaninchen stressanfälliger sind, genießen sie das

Beisammensein mit einem oder mehreren Artgenossen

UNTERKUNFT OPTIMIEREN

Ältere Kaninchen mögen keine großen

Veränderungen. Dennoch können

kleine Anpassungen sinnvoll

sein, um dem Kaninchen das Leben

zu erleichtern. Stroh oder Heu

dicker eingestreut, schafft weichere

Liegeplätze. Gerade Kaninchen mit

schmerzenden Gelenkserkrankungen

wissen das sehr zu schätzen.

Das Gehege mit weicher Einstreu

auszulegen, verhindert zudem

Druckstellen und Wunden. Rutschfeste

Bodenbeläge oder Unterlagen,

zum Beispiel Gummimatten, verhindern

ein Wegrutschen. Etagen und

verschiedene Ebenen sollten nicht

zu hoch sein, damit das Kaninchen

sie ohne große Sprünge erreicht.

Ansonsten können Rampen hilfreich

sein. Diese können einfach selbstgebaut

werden, sie sind aber auch im

Fachhandel erhältlich. In jedem Fall

sollte die Toilette bequem zugänglich

sein. Dafür kann der Rand der

Kaninchentoilette tiefer ausgeschnitten

werden, um den Ein- und Ausstieg

zu erleichtern. Der Zugang zu

Futter und Wasser sollte ebenfalls

leicht zugänglich sein. Bei sehbehinderten

oder erblindeten Kaninchen

sollten möglichst keine größeren

Umgestaltungen im Gehege mehr

stattfinden. Futter, Wasser und

Toilette sollten möglichst immer am

gleichen Platz stehen. Wird ein Umzug

nötig, sollte das Gehege danach

wieder so ähnlich aufgebaut werden,

wie es vorher war.

BEI DER PFLEGE UNTERSTÜTZEN

Da ältere Kaninchen ihr Fell nicht

mehr so intensiv pflegen, können

Sie Ihr Kaninchen während des

Fellwechsels unterstützen, indem

Sie das alte Fell herauskämmen.

Der Afterbereich sollte täglich

kontrolliert werden und verklebtes

Fell gereinigt und getrocknet werden.

Andernfalls kann es zu einem

Befall von Fliegenmaden kommen,

der den Tieren große Qualen bereitet.

Dasselbe gilt für eventuelle Wunden.

Kaninchen im fortgeschrittenen

Alter neigen dazu, sich weniger zu

bewegen. Ihre Krallen können deshalb

schnell zu lang


werden.

FELLPFLEGE: Es kann nötig sein,

ältere Kaninchen während des Fellwechsels

zu unterstützen

PETS 55


PETS |Nager

Arthrose und Spondylose sind

häufige schmerzhafte Alterserkrankungen.

Harninkontinenz kann auf

eine Blasenentzündung, Blasensteine

oder Gries-Ansammlungen hinweisen.

Auch Nierenerkrankungen sind

bei Kaninchen-Senioren nicht selten.

Husten und Kurzatmigkeit können

sowohl auf Atemwegs- als auch auf

mögliche Herzprobleme hindeuten.

Schnupfen, Niesen und Ausfluss aus

der Nase sind typische Symptome für

Probleme mit den Atemwegen. Herzerkrankungen

zeigen sich zunächst

recht unspezifisch durch verminderte

Aktivität, Schwäche, Appetitlosigkeit

und Abmagerung, später durch Atemnot

und Maulatmung. Bringen Sie Ihr

Kaninchen am besten regelmäßig zur

Vorsorgeuntersuchung, um schwerwiegende

Probleme zu vermeiden.

VERWÖHNEN lassen sich Kaninchen-Senioren besonders gern –

sofern sie nicht übergewichtig sind, eignen sich Obstsnacks wie Banane

Wenn man auf die Bedürfnisse

älterer Kaninchen eingeht,

können sie bei guter Lebensqualität

ein hohes Alter erreichen.

Regelmäßiges Schneiden wird dann

erforderlich. Wer sich das nicht zutraut,

bittet seinen Tierarzt um Hilfe.

GESUNDHEITSCHECK

Führen Sie bitte regelmäßige Gesundheitschecks

durch. Achten Sie

darauf, ob Ihr Kaninchen ein verändertes

Körpergewicht aufweist,

also dicker oder dünner wird. Ein

gewisser Verlust an Muskelmasse

ist im Alter normal. Das Kaninchen

sollte jedoch nicht auffällig mager

sein oder in kurzer Zeit sichtbar an

Gewicht verlieren. Bei Gewichtsabnahme

muss auch immer an die

Zähne gedacht werden. Deshalb

sollten die Zähne älterer Kaninchen

immer gut im Blick behalten

werden. Da sich die Nahrungsaufnahme

im Alter verändert, kann es

sein, dass sich die Zähne nicht mehr

ausreichend abnutzen und zu lang

werden. Eventuell kann das Kaninchen

vor Schmerz nicht mehr ausreichend

Nahrung zu sich nehmen.

Wenn die Linse im Auge bläulich

bis grau anläuft, ist das eine normale

Alterserscheinung (Grauer Star),

die anzeigt, dass das Kaninchen

nun mit einer Seheinschränkung

zurechtkommen muss. Von altersbedingten

Verschleißerscheinungen

ist auch der Bewegungsapparat

betroffen, was eine eingeschränkte

Beweglichkeit nach sich zieht.

EINSTIEGSRAMPEN helfen, wenn

bei älteren Kaninchen Sprünge zu

schmerzhaft geworden sind

Fotos: iStock

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PETS |Nager

NÜSSE sind sehr

fetthaltig und

sollten nur selten

gegeben werden

Goldhamster gibt es in verschiedenen

Fellvariationen und

Farbschlägen. Goldhamster

werden mit 90 – 150 g größer und

schwerer als seine Verwandten, die

Zwerghamster, die durchschnittlich

nur 25 – 40 g auf die Waage bringen.

Hamster

als Haustier

Seit einigen Jahren erfreuen sich Hamster wachsender Beliebtheit

in der Heimtierhaltung. Der bekannteste Vertreter ist der

Goldhamster, der deutlich größer ist als der Zwerghamster.

SO KLEIN und

doch eine große

Bereicherung für

die Besitzer

Text: Sandra Hoffmann

GEHEGE UND EINRICHTUNG

Vorweg: Hamster sind Einzelgänger.

In der Natur treffen sie nur

zur Paarungszeit aufeinander. Sie

sollten also weder mit Artgenossen

noch anderen Heimtieren in einem

Gehege gehalten werden. Hamster

sind bewegungsfreudig. Handelsübliche

Käfige sind in der Regel zu

klein. Ein Hamstergehege sollte eine

Grundfläche von mindestens einem

Quadratmeter haben. Ein zu kleines

Gehege kann zu Langeweile, Stress

bis hin zu Verhaltensauffälligkeiten

führen. Der Käfig sollte an einem

hellen, nicht zu warmen Ort stehen.

Zugluft, Kälte und Heizungsnähe

sollten vermieden werden. Kinderzimmer

sind übrigens kein geeigneter

Standort, da die nachtaktiven

Tiere den Schlaf der Kinder stören

könnten. Am wohlsten fühlen sich

Hamster bei einer Raumtemperatur

von 20–26 ° C. Hamster sind

aufgrund der fehlenden Schweißdrüsen

äußerst hitzeempfindlich.

Direkte Sonneneinstrahlung kann

zu einem lebensgefährlichen Hitzschlag

führen. Die nachtaktiven

Hamster brauchen tagsüber ihre

Ruhe, um zu schlafen, am besten in

einem Schlafhäuschen aus unbehandeltem

Holz oder Kork, welches

auch angenagt werden kann. Als

Streu empfiehlt sich eine möglichst

staubarme Kleintierstreu, die durch

Rindenmulch oder getrocknete Blät-

Fotos: iStock

58 PETS


NIPPELTRÄNKEN haben den

Vorteil, dass das Wasser darin

sauber bleibt

ter ergänzt werden kann. Einstreu

mit groben Holzpartikeln können

zu Verletzungen führen und sind

deshalb weniger geeignet. Torf und

Sägespäne können durch den Staub

zu Augen- und Atemwegsreizungen

führen. Am besten eignet sich

spezielle Hamsterstreu. Diese sollte

mindestens 30 cm hoch eingebracht

werden, damit die Hamster ihrem

natürlichen Bedürfnis nachgehen

und ausreichend graben können.

Heu und Stroh verbessert die Grabfähigkeit.

Das Hamstergehege sollte

aus mehreren Ebenen bestehen, die

mittels Leitern und Röhren verbunden

sind. Äste stillen das Nage- und

Kletterbedürfnis. Korkröhren und

Papprollen können zur Beschäftigung

angeboten werden. Auch ein

ausreichend großes Laufrad gehört

zur Grundausstattung. Dieses sollte

eine geschlossene Lauffläche und

Rückwand besitzen, damit sich der

Hamster nicht einklemmen kann.

Ein Sandbad mit Chinchillasand

dient der Körperpflege. Futternapf

(am besten aus Keramik) und

Nippeltränke sollten so positioniert

werden, dass sie nicht zugebuddelt

werden können.

PFLEGE

Täglich sollten Futter- und Trinknäpfe

sowie die Toilettenecke gereinigt

werden. Verdorbene Futterreste

sollten täglich entfernt werden, da

es ansonsten zu Verdauungsstörungen

kommen kann. Schauen Sie

auch

im

Schlafhäuschen nach gebunkerten

Futterresten! Für Hamster bedeutet

es großen Stress, wenn ihr Heim

plötzlich anders riecht. Tauschen

Sie Streu deshalb nie auf einmal

komplett aus oder geben Sie zumindest

immer etwas von der alten

Streu über die frische Einstreu.

ERNÄHRUNG

Grundsätzlich ist eine ausgewogene

und abwechslungsreiche Ernährung

wichtig. Ein vielfältiges Nahrungsangebot

besteht aus Pflanzensamen,

Wurzeln, Gräsern, Blättern, Blüten,

Gemüse und ein wenig Obst.

Als Eiweißquelle sollten zweimal

wöchentlich tierische Produkte auf

dem Speiseplan stehen. Das können

Insekten, wie Mehlwürmer, Heimchen

und Heuschrecken sein, aber

auch hartgekochtes Ei, Quark und

Hüttenkäse. Leckerlis aus dem

Handel enthalten manchmal Zucker

und sind damit nicht geeignet (unbedingt

Zutatenliste anschauen).

Hochwertiges Heu und frisches

Wasser sollten immer zur Verfügung

stehen. Als Nagematerial

können Äste von unbehandelten

Obstbäumen, Weide oder Haselnuss

angeboten werden.

EIN LAUFRAD sollte besser aus

Holz bestehen und auf der

Rückseite geschlossen sein


PETS |Aquaristik

S

ie haben sich schöne neue

Fische gekauft und nun sollen

diese in das vorher sorgsam

gestaltete und eingefahrene

Aquarium. Natürlich kippt man

die Fische nicht einfach aus dem

Transportbeutel ins Aquarium,

sondern gewöhnt sie an die neuen

Wasserwerte. Außerdem möchte

man das Transportwasser nicht im

Aquarium haben, da man nie weiß,

was so in den Verkaufsanlagen mitschwimmt.

Beim Eingewöhnen sind

einige Dinge zu beachten, die für

das spätere Wohlergehen der neuen

SOLCHE BEUTEL sind die am weitesten

verbreitete Methode

zum Transport von Fischen

Richtige Eingewöhnung

von Fischen

Der erste Schritt nach dem Kauf neuer Aquarienbewohner ist das Eingewöhnen

der Fische an die neuen Wasserwerte. Warum das wichtig ist,

beleuchten wir in diesem Artikel.

Text: Daniel Brückner

Bewohner unabdingbar sind. Natürlich

kann man nicht jeden Fisch

an alle Wasserwerte gewöhnen,

sondern nur in einem Rahmen, den

meist das natürliche Biotop vorgibt.

Auch gibt es Fische, die durch jahrzehntelange

Zucht etwas toleranter

den Wasserwerten gegenüber sind,

was nicht heißen soll, dass sie in

jedem Wasser klarkommen. Wichtig

ist und bleibt, seinen neuen Schützlingen

ein so artgerechtes Heim

wie möglich zu bieten, damit man

lange Freude an den kleinen bunten

Fischen hat.

OSMOTISCHER SCHOCK

Als Erstes muss man verstehen,

dass Fische sich ihren Wasserbedingungen

anpassen. Einige Arten können

ein weites Spektrum an Werten,

alleine biotopbedingt, verkraften.

Andere Arten sind spezieller und

bewohnen auch in der Natur

schmale natürliche Nischen. Der

Körper der Fische befindet sich mit

seiner Umgebung im Gleichgewicht

(Homöostase). Evolutionär bedingt

haben sich Fische ihren Biotopen

angepasst und unterliegen dadurch

einem relativ gut absteckbaren

Wasserwertebereich, in dem sie sich

wohlfühlen und gesund bleiben.

60 PETS


Wird ein Fisch im Laden erworben,

hat er sich an die dort herrschenden

Bedingungen so gut wie möglich

angepasst. Was nicht heißen muss,

dass die Bedingungen im Laden auf

Dauer gut für den Fisch sind. Würde

man nun diesen Fisch einfach

ins neue Aquarium umsetzen, kann

es zu einem osmotischen Schock

kommen, wenn die Wasserwerte zu

weit auseinanderliegen. Dies kann

im schlimmsten Fall zum schnellen

Ableben des neuen Bewohners führen

oder zu Schäden, die erst später

in Erscheinung treten, wie Krankheiten

etc.

VORBEREITUNGEN

Im besten Fall hat man sich im Vorfeld

über die Bedürfnisse der neuen

Bewohner informiert und sie den

im Aquarium herrschenden Wasserwerten

angepasst ausgesucht.

Dennoch kann es nicht schaden, am

Tag des Kaufes noch einen großen

Wasserwechsel zu machen, um die

neuen Bewohner in „schönes, frisches

Wasser“ zu setzen. Dies dient

zur Vermeidung von Krankheiten,

da sich die neuen Fische nicht nur

an die neuen Wasserwerte, sondern

auch an das neue Bakterien-Milieu

des Aquariums gewöhnen müssen.

Ein großzügiger Wasserwechsel

senkt die Keimdichte im Aquarium,

damit das Immunsystem der neuen

Bewohner weniger unter Druck

gesetzt wird. Dies senkt die Gefahr

einer bakteriellen Unverträglichkeit

(BU) und Krankheiten enorm. Man

sollte auch noch einmal seine Wasserwerte

kontrollieren, nicht dass

irgendwas genau jetzt im Argen

ist und somit die neuen Bewohner

gefährden könnte. Auch das Nutzen

von Wasseraufbereitern kann an

dieser Stelle helfen.

QUARANTÄNE

Es gibt Fälle, bei denen man seine

neuen Bewohner nicht einfach

so – ohne sie über einen längeren

Zeitraum zu beobachten – ins

eigene Aquarium setzen möchte/

sollte. Gerade bei sehr teuren oder

seltenen Fischen, die sich schon im

Aquarium tummeln, möchte man

auf Nummer sicher gehen und sich

nichts einschleppen in Form von

Krankheiten oder Parasiten.

FÜR NEUE FISCHE sollte das

Aquarium fertig eingerichtet und

eingefahren sein

VERKAUFSANLAGEN sind aus

gutem Grund meist sehr karg

eingerichtet

EINE GUTE STRUKTUR mit Versteckmöglichkeiten und Pflanzendickichten

trägt zum Wohlergehen bei

Fotos: iStock

PETS 61


PETS |Aquaristik

Auch wenn man bei den gekauften

Fischen schon eventuelle Symptome

oder Anzeichen auf ebensolche

Gefahren festgestellt hat. In solchen

Fällen bringt man seine neuen

Bewohner in einem Quarantänebecken

unter. Eine Quarantäne sollte

nur spartanisch eingerichtet sein

und wenig bis gar keine Einrichtung

haben. Filter, Heizung und

Licht sind meist schon völlig ausreichend.

Die Fische sollen dort ja

nicht gehalten werden, sondern nur

eventuelle Krankheiten auskurieren.

Die Wasserwerte sollten denen

des eigentlichen Aquariums genau

entsprechen. Natürlich müssen die

gekauften Fische auch hier eingewöhnt

werden.

QUARANTÄNEBECKEN sind spartanisch eingerichtet; sie sind

natürlich nicht zur dauerhaften Haltung von Fischen geeignet

DIE TRÖPFCHENMETHODE

Die beste Methode, seine neuen

Fische anzugleichen, ist die

Tröpfchenmethode. Dies ist am

schonendsten für die neuen Aquarienfische

und erzielt die besten

Ergebnisse. Was braucht man

dafür? Als erstes ein Gefäß, das

kann ein sauberer kleiner Eimer

oder Ähnliches sein. Wichtig ist

nur, dass er wirklich sauber ist

und nie Putzmittel oder ähnliches

darin war. Am besten besorgt man

sich einen Eimer, den man nur für

Arbeiten am Aquarium benutzt

und verstaut ihn im Aquariumschrank.

Des Weiteren braucht man

einen dünnen Schlauch, gut dafür

geeignet sind Luftschläuche aus

der Aquaristik und dazugehörige

kleine Kugelhähne. Die Luxus-

DIE AUSWAHL sollte nicht nur

nach dem Aussehen erfolgen,

sondern auch nach Bedürfnissen

62 PETS


MIT EINEM KESCHER kann man Fische relativ stressfrei einfangen und umsetzen.

variante ist ein Infusionsschlauch

aus der Apotheke, die gibt es für

einen schmalen Taler und sie haben

direkt eine Einstellmöglichkeit für

den Durchfluss. Als drittes wird

ein Messbecher oder ähnliches

benötigt; es kann auch eine Tasse

oder Glas sein. Und einen Kescher,

den jeder Aquarianer haben sollte.

Nun setzt man die neu gekauften

Fische vorsichtig mit dem Transportwasser

in den Eimer und lässt

sie kurze Zeit einfach in Ruhe, so

dass sie etwas Stress abbauen und

das durch den Transport abgekühlte

Wasser annähernd Raumtemperatur

hat. Danach stellt man den Eimer

neben das Aquarium. Dieser muss

tiefer stehen, z.B. auf einem Stuhl.

Nun nimmt man den Luftschlauch

oder Infusionsschlauch und lässt

Wasser vom Aquarium in den Eimer

tropfen. Die Tropfgeschwindigkeit

stellen wir hierbei mit dem Kugelhahn

oder der Durchflusskontrolle

des Infusionsschlauchs ein. Diese

sollte eher langsam sein. Das macht

man, bis sich die Wassermenge verdoppelt

hat, und schöpft mithilfe

des Messbechers die Hälfte ab und

wartet wieder, bis es sich verdoppelt

hat. Nun kann man die neuen Bewohner

vorsichtig mit dem Kescher

ins Aquarium setzen.

SCHNECKEN EINGEWÖHNEN

Richtig gelesen, auch unsere kleinen

schleimigen Freunde mit der mobilen

Unterkunft auf dem Rücken

möchten an die neuen Wasserbedingungen

„gewöhnt“ werden. Bei

Schnecken gestaltet sich das einfacher

als bei Fischen. Dazu benötigt

man nur ein kleines Stück Styropor

oder etwas anderes, das schwimmt.

Nun legt man das Styroporstück auf

die Wasseroberfläche und setzt die

Schnecken darauf. Die Schnecken

werden eine Weile in ihren Häusern

bleiben und dann ganz von selbst

den Weg ins Wasser antreten. Dies

tun sie in der für sie richtigen Geschwindigkeit,

sodass man sich um

nichts kümmern muss, außer das

Styropor wieder zu entfernen, wenn

alle Schnecken ihren Weg ins Wasser

gefunden haben.

PETS 63


PETS |Aquaristik

Schneckeninvasion

im Aquarium

Wenn sich im Aquarium plötzlich Schnecken explosionsartig vermehren,

verfällt so mancher Aquarianer in Panik. Doch wie kommt es zu solch einer

Schneckeninvasion und wie bekommt man sie unter Kontrolle?

Text: Daniel Brückner

POSTHORNSCHNECKE

(Helisoma (Planorbella)

cf. Anceps) – Es gibt sie in

vielen Farben und sie ist

wirklich pflegeleicht

64 PETS


Fotos: iStock

BLASENSCHNECKE (Physella

acuta) – ist meist der erste Bewohner

in einem Aquarium

S

ehr oft kommt es gerade bei

neuen Aquarien oder nach

dem Einbringen von neuen

Pflanzen zu regelrechten Schneckeninvasionen.

Die Übeltäter sind

meist Blasenschnecken (Physella

acuta) oder Posthornschnecken

(Helisoma (Planorbella) cf. Anceps).

Diese Schnecken schleppen sich am

Anfang, meist als Schneckeneier, die

an Pflanzen haften, ein. Die ersten

Wochen bleiben diese blinden Passagiere

meist unentdeckt, bis ihre

Anzahl auffällt und sich nicht mehr

verstecken kann.

URSACHE ERKENNEN

Durch die Pflanzen eingeschleppt,

fangen Schnecken sogleich mit

ihrer Arbeit an, Pflanzen-/Futterreste

und Mulm zu fressen und sich

zu vermehren. Gerade bei frisch

eingerichteten Aquarien fallen Unmengen

an abgestorbenen Pflanzenresten,

bedingt durch die Umgewöhnung

der neuen Pflanzen an;

bei bestehenden Becken eine Menge

Mulm und Futterreste, die den

Schnecken als Nahrung dienen. Das

sorgt gerade in den ersten Wochen

dafür, dass sich die Schnecken explosionsartig

vermehren und frische

Aquarienbesitzer mit der schieren

Menge der Tierchen überfordert

sind und in Panik verfallen. Diese

Panik ist aber völlig unbegründet.

RICHTIG REAGIEREN

Der Grund für die Schneckeninvasion

ist in der Regel vor dem

Aquarium zu suchen und steht

auf zwei Beinen. Also was tun?

Der erste Schritt sollte immer sein,

den Schnecken die Nahrung zu

entziehen, also das Aquarium von

Pflanzenresten, Mulm und Futterresten

zu befreien. Dafür eignet sich

hervorragend eine Mulmglocke

oder ein Schlauch, mit dem man

das Futter der Schnecken gründlich

absaugt und den kleinen Eindringlingen

die Grundlage für ihre

Eroberung entzieht. Dieses Wasser

eignet sich übrigens hervorragend,

um Zimmer- oder Gartenpflanzen

zu gießen. Diese Aufräumaktion

reicht, um alles wieder in geregelte

Bahnen zu lenken. Das Einsetzen

von Fressfeinden wie Schmerlen,

Kugelfischen, Raubschnecken sollte

vermieden werden. Solche Herangehensweisen

bekämpfen nur das

Problem, nicht den Grund. Viele der

im Handel dafür angepriesenen Tiere

haben spezielle Bedürfnisse. Bedürfnisse,

die den Aquarienbesitzer

vor neue Unwegsamkeiten stellen.

Das Einschleppen von Schnecken

umgeht man sehr gut, wenn man

die Pflanzen vorher gut wässert

und mit Mineralwasser behandelt.

GRUND BEHOBEN, ABER WAS TUN

MIT DEN RESTLICHEN SCHNECKEN?

Nichts. Nein, wirklich, man muss

gegen die dann noch vorhandenen

Schnecken nichts unternehmen.

Ihre Anzahl reguliert sich von ganz

alleine, nachdem der Grund der

RAUBSCHNECKE (Clea Helena)

– weit verbreitet im Kampf gegen

„Schneckenplagen“, aber nicht die

Lösung des Problems

schnellen Vermehrung behoben

ist. Ein Aquarium hat, wenn alles

im Gleichgewicht ist, genau die

richtige Menge an Schnecken, die es

benötigt. Schnecken sind ein wichtiger

Bestandteil eines gut laufenden

Aquariums und eine gute Aufräumtruppe.

Es gibt genug Aquarianer,

die immer auf der Suche nach

Schnecken sind, da sie Fische pflegen,

die diese als Nahrung brauchen,

z.B. Kugelfische. Daher kann

man die überflüssigen Schnecken

absammeln und abgeben, wenn

man einen Abnehmer gefunden hat.

Wenn man also nicht übermäßig

füttert und das Becken regelmäßig

aufräumt, kommt es nicht wieder

zu einer Schneckeninvasion.

PETS 65


VORSCHAU

das nächste Heft

erscheint am 05.04.2023

Tierarztbesuch

stressfrei

gestalten

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IMPRESSUM

PETS erscheint 2x im Jahr bei IDS Information

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Verlagsleiter: Marko Petersen,

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READYTOSHOW – Die Medienagentur

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Fotos: iStock

Chefredakteurin (verantwortlich im Sinne des

Presserechts): Sandra Hoffmann

Lektorat: Sandra Hoffmann

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Herstellung: Andy Dreyer

Repro: Larissa Gerhardt

10 Tipps, wie sich

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wohlfühlen

PETS wird vermarktet von der Ad Alliance GmbH

Head of Brand Print & Direct Sales: Jan-Eric Korte,

jan-eric.korte@ad-alliance.de

Manager Direct Sales Print + Crossmedia: Elke

Miersen, elke.miersen@ad-alliance.de

Vertrieb Einzelverkauf: IPS Pressevertrieb GmbH,

Postfach 1211, 53334 Meckenheim

Distribution: IDS Deutschland, Klostergut

Fremersberg, 76530 Baden-Baden

Druck: Neef + Stumme, Wittingen,

Printed in Germany

Nachdruck, auch auszugsweise, nur mit schriftlicher

Genehmigung des Verlages. Für unverlangt

eingesandte Manuskripte, Fotos und Illustrationen

keine Gewähr. Einsender von Zuschriften erklären

sich mit der redaktionellen Bearbeitung einverstanden.

Veröffentlichte Beiträge geben nicht unbedingt

die Meinung der Redaktion wieder.

PETS wird auf chlorfreiem Papier gedruckt und

komplett ohne Tierbestandteile produziert.

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