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Taxi Times DACH - 3. Quartal 2022

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3. QUARTAL 2022 6,80 €

www.taxi-times.com

D – A – CH

2020 2021 2022

AKTION 18.000 DES TAXI-TIMES-VERLAGS

APPELL AN ALLE: JETZT

MITMACHEN – ODER …

Europäische Taximesse

im November

TREFFPUNKT IN ESSEN

On-Demand mit

30.000 Taxis

SCHNITTSTELLE ZUM ÖPNV

Europäischer Taxiprotest

in Brüssel

EINHEITLICH UND GESPALTEN

Neu: 5 Sonderseiten Taxiverbände und -zentralen


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Besuchen Sie uns auf der Europäischen Taximesse ETM

in Essen am 4. + 5. November 2022, Halle 1 / Stand C29

Lexus ES 300h Business Line mit Taxi-Paket: Hybrid mit Benzinmotor 131 kW (178 PS) und Elektromotor 88 kW (120 PS), Gesamtsystemleistung

160 kW (218 PS): Kraftstoffverbrauch Kurzstrecke (niedrig)/Stadtrand (mittel) Landstraße (hoch)/Autobahn (Höchstwert)/kombiniert:

6,0/4,6/4,7/6,1/5,3 l/100km, CO 2

-Emissionen kombiniert 120 g/km. Werte wurden nach dem WLTP-Prüfverfahren

ermittelt. Abbildung zeigt Sonderausstattung.


3. QUARTAL 2022 6,80 €

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2022 2023

AKTION 18.000 DES TAXI-TIMES-VERLAGS

… FINITO?

Europäische Taximesse

im November

TREFFPUNKT IN ESSEN

On-Demand mit

30.000 Taxis

SCHNITTSTELLE ZUM ÖPNV

Europäischer Taxiprotest

in Brüssel

EINHEITLICH UND GESPALTEN

Neu: 5 Sonderseiten Taxiverbände und -zentralen


DAS EUROPÄISCHE

TAXINETZWERK

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TITEL: freepik.com, Taxi Times FOTO: Taxi Times

SILVESTER

IM OKTOBER

Noch rund drei Wochen, dann

findet mal wieder eine Europäische

Taximesse statt. Diesmal

aber nicht mehr in Köln, sondern

rund 60 Kilometer weiter nördlich

in Essen. Warum das so ist

und was den Besucher in zwei

Hallen des Essener Messegeländes

alles erwartet, schildern die

beiden neuen Verantwortlichen

Dr. Michael Stehr und Markus Gossmann im Interview auf Seite 8.

Rund 70 Aussteller werden auf der Messe vertreten sein. Einige

von ihnen nutzen diese Ausgabe, um in bezahlten Advertorials

mit eigenen Worten auf ihre Messeprodukte und Aktivitäten hinzuweisen

(S. 10-15). Für einen Aussteller ist die Messe sogar ein

Heimspiel, weshalb wir von dort ein paar Tipps für die Zeit vor

und nach dem Messebesuch bekommen (S. 16).

Die Vorfreude auf die Messe ist groß, denn es kommt einem

wie eine Ewigkeit vor seit der letzten Veranstaltung im Jahr 2018.

Corona war damals lediglich eine nahezu unbekannte Biermarke,

Mercedes verkaufte noch gerne und zahlreich seine E-Klasse-

Taxis, Putin galt als ehrenvoller Staatsmann und unterbrochene

Lieferketten mit wirtschaftslähmender Wirkung kannte man nur

aus fiktiven Krimiserien.

„Die Welt dreht sich anders“, formuliert es ein Taxi-Partner in

seiner Werbeanzeige in dieser Ausgabe, die er dann auch bewusst

auf den Kopf gestellt hat (das ist also kein Druckfehler von uns). Alle

sind zum Umdenken gezwungen, ein „Weiter so“ reicht nicht aus.

Das betrifft auch unseren Verlag. In drei von vier Quartalen

musste Taxi Times bei seinen Werbekunden einen Umsatzverlust

von 70 Prozent hinnehmen. Einzig diese Ausgabe, die Sie gerade

in Händen halten, hat als „Messeausgabe“ einen überdurchschnittlichen

Werbeumsatz erzielt. Das war für uns wie Silvester

im Oktober.

Doch genauso wenig, wie bei einem Taxibetrieb eine umsatzstarke

Silvesternacht das ganze Jahr rettet, ist auch für Taxi Times

diese goldene Oktober-Ausgabe nur eine schöne Momentaufnahme.

Die Zeiten, in denen eine Fachzeitschrift ihre redaktionellen

(digitalen) Inhalte den Lesern kostenfrei zur Verfügung stellt, sind

vorbei. Taxi Times gibt es daher nur noch im Premium-Abonnement

oder über die Taxiverbände und -zentralen. „Jetzt mitmachen

– oder finito!“ Die Headline dieses Titelcovers ist kein Marketing-

Slogan. Es ist die Abstimmung, ob sich die Taxibranche eine eigene

mediale Stimme selbst leisten und finanzieren will. Wir nennen es

„Aktion 18.000“ und erläutern auf den Seiten 36-42, was dahintersteckt

und warum es nicht refinanzierbar ist, wenn man künftig

nur noch digital informiert.

Ob und wie die „Aktion 18.000“ von Ihnen als Leser angenommen

wird, werden wir auf unserer Website transparent machen

(siehe QR-Code). Alle, die mitmachen, werden namentlich erwähnt.

Wir sind gespannt auf Ihr Feedback!

Herzlichst

Jürgen Hartmann (Chefredakteur)

Aktion 18.000 –

der Zwischenstand

INHALT

PERSONEN

6 Gundula Hauenstein, Streit-Ende in Köln

EUROPÄISCHE TAXIMESSE ETM

8 Interview mit den Veranstaltern

10 Das zeigen die Aussteller

16 Tipps für die Stadt Essen

ON-DEMAND

18 Schnittstelle VDV 459

19 Mit dem Taxi günstiger

KOLUMNEN

20 Spitzlei: Taxi hilft beim Sparen

22 Ulmer: Alles Tarif oder was?

SONDERVERÖFFENTLICHUNG VERBÄNDE UND

ZENTRALEN

24 Berichte vom BVTM, Hansa-Taxi, Berliner „Innung“,

IsarFunk, Alpha-Taxi, Taxen-Union, Alstertal + Taxi Berlin

TAXI INTERNATIONAL

28 Taxi-Protest in Brüssel

REGIONALSEITEN:

30 Hamburg: Zuschlag + Ersatz

31 München: zu wenig + zu viel

32 Berlin: Großer Schaden – hohe Kosten

SONDERVERÖFFENTLICHUNG TAXI-PARTNER

34 4UAssekuranz, Taxi Deutschland

AKTION 18.000

36 Mitmachen oder finito

38 Subventionierte Online-Nachricht

39 Putins Krieg und die Folgen

40 Sommer auf der Website

42 Impressum

€ 32.100,– zzgl. MwSt.

2.0 l TDI 7-Gang-DSG, EU6, SCR 90 kW (122PS), Kraftstoffverbrauch l/100 km:

kombiniert 6,3, innerstädtisch (langsam) 7,8, Stadtrand (mittel) 6,1,

Landstraße (schnell) 5,5, Autobahn (sehr schnell) 6,5, CO2-Emissionen (kombiniert) 166g/km

Rollstuhlrampe mit Heckausschnitt EKO von Firma Fricke Behindertenfahrzeuge

3,49%

TAXI 3. QUARTAL 2022

5


PERSONEN

GUNDULA HAUENSTEIN ERSETZT

MICHAEL MÜLLER IM GVN

Auf der Mitgliederversammlung der Fachvereinigung Taxi und Mietwagen wurde

die Taxiunternehmerin Gundula Hauenstein zur neuen Vorsitzenden gewählt.

Ihrem Vorgänger Michael Müller blieb ein persönlicher Abschied verwehrt.

Müller hatte die Fachvereinigung, die

innerhalb des Gesamtverbands des Verkehrsgewerbes

Niedersachsen (GVN) eine

bedeutende Rolle spielt,

über 15 Jahre geführt, konnte

aber aus gesundheitlichen

Gründen schon seit mehr als

einem Jahr sein Amt nicht

mehr ausführen und war

bereits in dieser Zeit von

Gundula Hauenstein kommissarisch

vertreten worden.

Sie hatte durch ihre

erfolgreiche Arbeit im Krankenfahrtausschuss

regelmäßig

positive Akzente für das

Gewerbe im Nordwesten der

Republik setzen können. In

dieser Zeit konnte sie auch

Nach der Wahl von Gundula

Hauenstein zur neuen

Vorsitzenden gratulierte

unter anderem auch Patrick

Meinhardt vom TMV.

den Hamburger Christian Brüggmann als

Geschäftsführer für ihre Fachvereinigung

gewinnen und ein Sechs-Millionen-Förderpaket

des Landes Niedersachsen

an Land ziehen,

welches die Folgen der

Corona-Pandemie für die

betroffenen Taxi- und Mietwagenunternehmen

mildern

soll.

Mit ihrer einstimmigen

Wahl wurde diese Leistung

nun von den Delegierten

gewürdigt. Unterstützt

wird Gundula Hauenstein

bei ihrer Tätigkeit von ihren

beiden Stellvertretern Wolfgang

Pettau und Tim Grupe

sowie den weiteren Vorständen

Fabian Hoffmann, Jürgen Hartmann und

Lars Bittner.

„In den kommenden drei Jahren kommen

große Herausforderungen auf unser

Gewerbe zu, die wir nur gemeinsam lösen

können“, so Hauenstein zu ihren Vorstandskollegen.

„Wir werden Bewährtes

übernehmen und uns in anderen Bereichen

neu aufstellen müssen.“

Michael Müller konnte zu seinem größten

Bedauern nicht – wie ursprünglich

geplant – noch einmal persönlich an der

Delegiertenversammlung teilnehmen. Die

Delegierten konnten ihm daher ihre Würdigung

seiner Arbeit und ihre guten Wünsche

für die Zukunft nur durch seine Ernennung

zum Ehrenvorsitzenden der Fachvereinigung

und über eine Glückwunschkarte zum

65. Geburtstag ausdrücken. jh, rw

DAS ENDE DES GREMIENSTREITS

BEIM KÖLNER TAXIRUF

Auf der Mitgliederversammlung der Taxi Ruf Köln eG wurde der Vorstand

Aleksandar Dragicevic im Amt bestätigt und der Aufsichtsrat neu besetzt.

Damit sollte bei der Genossenschaft endlich wieder Ruhe einkehren.

Die Taxi Ruf Köln eG wird weiterhin von

den Vorständen Aleksandar Dragicevic,

Oguzhan Ogul und Borzoyeh Mohsenzadeh

geleitet. Das haben die Mitglieder

der Kölner Taxigenossenschaft bei ihrer

Versammlung am 31. August 2022 bestätigt.

Komplett neu besetzt wurde dagegen

der fünfköpfige Aufsichtsrat, zu dessen Vorsitzenden

Kürsat Atalay ernannt wurde.

Gemeinsam mit Abdolvhab Anssari, Hans-

Bernd Gehrke, Mohsen Masrori und Fikret

Sinir werden sie künftig ihre Funktion als

Kontrollgremium übernehmen.

Der bisherige Aufsichtsrat war bei der

Versammlung geschlossen zurückgetreten

und damit einer möglichen Abwahl zuvorgekommen,

die als Tagesordnungspunkt

aufgeführt war. Die alten und neuen Verantwortlichen

hoffen, dass damit ein jahrelanger

Streit endlich beendet ist, der

phasenweise dermaßen eskaliert war, dass

zwischenzeitlich die Geschäftsführung der

Genossenschaft eingeschränkt war. So hatte

beispielsweise der damalige Aufsichtsrat

Zusammen statt gegeneinander:

Die drei Kölner Taxiruf-Vorstände Aleksandar

Dragicevic, Oguzhan Ogul und Borzoyeh

Mohsenzadeh (v. l.) mit ihren fünf Aufsichtsratsmitgliedern.

unter dem Vorsitzenden Jürgen Päffgen

im August 2020 den Vorstand Aleksandar

Dragicevic und wenig später auch dessen

Stellvertreter Oguzhan Ogul suspendiert.

Dragicevic und Ogul wurden zunächst auf

dem Rechtsweg wieder in ihrem Amt bestätigt,

wenig später dann auch bei einer Mitgliederversammlung

im Jahr 2021. Somit

waren dann alle drei bisherigen Vorstände

von den Mitgliedern im Amt bestätigt worden,

allerdings blieben auch die drei verfeindeten

Aufsichtsratsmitglieder im Amt.

Der Vorstand weigerte sich weiterhin, die

vom Aufsichtsrat innerhalb eines Jahres

verursachten Anwalts- und Beraterkosten in

Höhe von ca. 300.000 Euro (!) zu bezahlen.

Am 5. November 2021 verurteilte das Landgericht

Köln die vom Aufsichtsrat beauftragte

Anwaltskanzlei und drei Mitglieder des

Aufsichtsrates, weil „diese durch kollusives

Zusammenwirken eine sittenwidrige Schädigung

der Taxi Ruf Köln eG durch Erschleichen

eines Titels (220.000 €) unternommen

haben, §826 BGB.“

„Die Wahrheit ist die stärkste Waffe“,

kommentiert Aleksandar Dragicevic die

Vorgänge der letzten Jahren gegenüber

Taxi Times. Er ist froh, dass Vorstand und

der neu besetzte Aufsichtsrat nun wieder

mit- anstatt gegeneinander arbeiten. jh

FOTOS: privat, Taxiruf Köln

6 3. QUARTAL 2022 TAXI


Eine Klasse für sich.

Der Volvo V90.

Überzeugend – dank großzügigem Platzangebot und luxuriösem Komfort.

So präsentiert sich Ihnen der Volvo V90 – auch auf der

Europäischen Taximesse in Essen. Am 4. und 5. November 2022

freuen wir uns darauf, Sie an Stand D7 begrüßen zu dürfen.

volvocars.de/taxi


ETM

DOPPELINTERVIEW

MIT DR. MICHAEL STEHR

UND MARKUS GOSSMANN

»WIR WERDEN

EIN FAHRZEUG

VERLOSEN«

Die Europäische Taximesse (ETM) war bis 2018 immer eng

mit der Stadt Köln und den Namen Holger Goldberg und

Peter Zander verbunden. In deren Fußstapfen sind nun

Geschäftsführer Dr. Michael Stehr und Vorstandsvorsitzender

Markus Gossmann von der Fachvereinigung Personenverkehr

Nordrhein getreten. Der Taxiverband aus Monheim

fungiert als Veranstalter der Europäischen Taximesse, die

erstmals anstatt in Köln nun in Essen stattfindet.

TAXI TIMES: Herr Dr. Stehr und Herr Gossmann, was hat Sie

und Ihr Team dazu bewogen, mit der Europäischen Taximesse

den Veranstaltungsort zu wechseln?

GOSSMANN: Wir hatten in Köln jahrzehntelang dieselben

Ansprechpartner, die aber aufgrund messeinterner Umstrukturierungsmaßnahmen

gewechselt haben.

DR. STEHR: Wir sind seit Jahrzehnten in Köln gewesen und

haben die Corona-Pause genutzt, auch mit anderen Messegesellschaften

zu verhandeln, und sind dann als Ergebnis dieser Verhandlungen

bei dem ein klein wenig besseren Angebot aus Essen

hängen geblieben. Die Messe Essen konnte uns etwas mehr Flexibilität

bieten. Diese Flexibilität und auch der Preis waren die

wesentlichen Faktoren in den Gesprächen, die wir geführt haben.

Welche Infrastruktur erwartet die Besucher in Essen in Bezug

auf Parkplätze, Verpflegung und Hotels?

DR. STEHR: Strukturell sind wir mit der ETM in Essen gut aufgestellt.

Essen hat einen ICE-Bahnhof, per Flieger ist Düsseldorf

der nächstgelegene Flughafen. Zur Messe selber kommt man mit

der U-Bahn oder mit dem Auto. Direkt am Messegelände gibt es

ausreichend kostenpflichtige Parkplätze, rund um das Messegelände

viele Hotels sowie Restaurants und Kneipen (siehe dazu

auch unseren Beitrag auf Seite 16). Der Eintritt ist wie schon in

Köln frei.

In Köln hatte sich in den letzten zehn Jahren alles in einer

14.000 Quadratmeter großen Halle abgespielt. Wie ist es nun

in Essen?

DR. STEHR: Wir haben diesmal zwei Hallen, von denen eine mit

gut 8.000 Quadratmetern seit Ende August voll ausgebucht ist.

Durch die kurzfristige Hinzunahme einer zweiten Halle konnten

wir den Ausstellern stets eine Ausstellungsfläche passend zum

Bedarf anbieten.

Wie kann man es sich vorstellen?

Ist alles eine Nummer

kleiner als noch in Köln?

DR. STEHR: Die 14.000 Quadratmeter aus

Köln werden wir nicht erreichen. Das liegt allein

schon daran, dass frühere Partner wie Mercedes oder VW ihre

Messeflächen verkleinert haben.

Bis Ende August hatten sich rund 70 Aussteller angemeldet.

Sind sie zufrieden mit dieser Beteiligung?

GOSSMANN: Nach der langen Pause und den Rahmenbedingungen,

die wir vorgefunden haben, können wir mit dem Buchungsstand

der Messe sehr zufrieden sein. Im Großen und Ganzen

haben wir wenig Aussteller verloren. Und dafür andere Aussteller

neu gewonnen. Deshalb wird die Messe ein Erfolg werden.

DR. STEHR: Wir hatten uns im Frühjahr zum Ziel gesetzt, die

Halle 1 vollzubekommen. Da sind wir jetzt schon weit drüber. Es

ist vor allem die komplette Vielfalt repräsentiert. Autohersteller,

Zulieferer, Autohäuser, Fahrzeug-Umbauer, viel Digitales, Versicherungswesen.

Das ist extrem erfreulich und zeigt, dass ganz viele

Partner durch diese Messe den direkten Kontakt zu den Taxi- und

Mietwagenunternehmern suchen. Nach vier Jahren Pause wird es

ja auch allerhöchste Zeit für solch einen persönlichen Kontakt.

Speziell in diesem Jahr haben viele Fahrzeughersteller aus

verschiedenen Gründen das Taxigewerbe sehr stiefmütterlich

behandelt. Spüren Sie das auch bei den Standbuchungen?

DR. STEHR: Fakt ist, dass wir weniger Konzerne, aber viele Autohäuser

dahaben.

Es sind weiterhin alle wichtigen Marken in Essen vertreten?

DR. STEHR: Das kann man so festhalten. Es geht ja bei vielen

Autoherstellern darum, im nächsten Jahr Marktanteile zu

erobern. Wenn Unternehmer keine E-Klasse mehr bekommen,

müssen sie überlegen, welches Taxis sie dann kaufen wollen.

Somit ist der Wettbewerb um Marktanteile jetzt eröffnet.

Mercedes hatte Ende Februar angekündigt, künftig keine

E-Klasse mehr als Taxi zur Verfügung zu stellen. Auf der

Taximesse sind sie werkseitig auch nicht mehr vertreten.

GOSSMANN: Dafür haben wir aber die Fahrzeugwerke Lueg aus

Bochum gewonnen. Diese haben etwa 31 Standorte in Europa und

FOTOS: FVPN

8 3. QUARTAL 2022 TAXI


ETM

Markus Gossmann,

Vorstandsvorsitzender

der Fachvereinigung

Personenverkehr Nordrhein

(ganz links) und Geschäftsführer

Dr. Michael Stehr

(links)

Kommen wir zum Rahmenprogramm:

Die International

Road-Union wird diesmal keine

internationale Taxikonferenz

pa rallel zur ETM abhalten. Wie

europäisch ist diese Taximesse noch?

DR. STEHR: Bei den Ausstellern ist sie

überraschend stark europäisch. Wir haben

einige Aussteller aus Großbritannien, aus Bulgarien,

einer kommt auch aus Ungarn und natürlich

auch das Nachbarland Holland. Wir können nur noch

nicht einschätzen, wie viele europäische Besucher kommen, da

müssen wir uns überraschen lassen.

einen Jahresumsatz von 1,1 Milliarden Euro. Die Fahrzeug-Werke

Lueg AG sind laut Wikipedia „einer der größten Mobilitätsanbieter

in Deutschland und einer der wichtigsten Vertriebs- und

Servicepartner der Daimler AG“. Daran sieht man auch, dass bei

den großen Händlern nach wie vor das Interesse am Taxigewerbe

vorhanden ist.

DR. STEHR: Lueg ist auch deshalb für uns sehr interessant, weil

dieser Händler auch andere Partner in Europa anspricht.

Die Verlosung einer E-Klasse war immer das große Zugpferd für

viele Besucher. Was wird diesmal geboten?

DR. STEHR: Es wird keine E-Klasse zur Verlosung geben, aber

es wird ein anderes Fahrzeug sein. Wir haben mehrere Optionen,

müssen aber jetzt schauen, welche gezogen werden kann.

GOSSMANN: Diese Unsicherheit hängt auch mit der allgemeinen

Lieferproblematik zusammen. Wo man früher eine Wartezeit

von drei Monaten hatte, wartet man mittlerweile zwölf Monate

auf ein Fahrzeug und hat dann immer noch keine Sicherheit, dass

es dann auch wirklich da ist.

DR. STEHR: Eventuell werden wir auch eine Gutschein-Lösung

wählen. Damit hat man dann immerhin die Chance, ein Auto zu

gewinnen, das man im Jahr 2023 bekommt.

Der Gewinner würde es sicherlich verzeihen, wenn er es erst

ein halbes Jahr später auf dem Hof stehen hat …

GOSSMANN: Davon gehen wir auch aus.

Diese Messe hat weniger Ausstellungsfläche mit Taxi-Fahrzeugen,

dafür sind weiterhin viele Zubehör- und Softwareanbieter

vertreten. Entwickelt sich die Europäische Taximesse

von einer Fahrzeugausstellung zu einer Digital- und

Technikschau?

GOSSMANN: Man verkennt, wie digital das Taxi auch schon in

der Vergangenheit war. Beim Taxiunternehmer und bei der Zentrale

ist schon seit mehr als zehn Jahren alles digital - auch wenn

das Auto nach wie vor eine wichtige Bedeutung hat, denn darin

wird schlussendlich der Kunde gefahren.

Wie wird das Rahmenprogramm aussehen?

DR. STEHR: Unter anderem wird es sowohl am Freitag wie auch

am Samstag ein Fachforum geben, auf dem wir die derzeit drängendsten

Themen diskutieren wollen.

Wo wird es diese Podien geben?

DR. STEHR: Wir werden das in die Halle 2 integrieren, den

Forumsbereich aber abteilen, damit keine Lärmstörungen für die

Aussteller entstehen. Es sind also für den Besucher kurze Wege

und man kann bei Interesse jederzeit reinhören.

GOSSMANN: Wer etwas verpasst, muss sich auch nicht ärgern,

denn die Diskussionen werden alle aufgezeichnet und die wesentlichen

Statements werden wir in kurzen Clips über Social Media

veröffentlichen.

Gibt es ein Programm für die Forumsthemen und wo

bekommt man es als Besucher?

DR. STEHR: Zum einen wird es auf unserer Homepage www.

eurotaximesse.de nachzulesen sein, zum anderen werden wir

auf der Messe auch entsprechende Programmflyer verteilen. Der

grobe Zeitplan ist Freitag, 10.30 Uhr bis 16 Uhr + Tombola, am

Samstag ab 14 Uhr + Tombola.

Können Sie uns in einem Satz sagen, warum jeder Taxi- und

Mietwagenunternehmer am 4. und 5. November nach Essen

kommen sollte?

GOSSMANN: Weil sich – wie auch jeder gemerkt hat – die Zeiten

geändert haben und wir auf der Messe zeigen, welche Möglichkeiten

der Taxiunternehmer und eine Zentrale haben, darauf

zu reagieren.

DR. STEHR: Weil auf der ETM die wichtigen Themen der nächsten

Jahre diskutiert werden und die dort gezeigten Produkte eine

Entscheidungshilfe für jeden Unternehmer sind.

Wir bedanken uns für das Interview und wünschen Ihnen

eine erfolgreiche Taximesse.

jh

TAXI 3. QUARTAL 2022

9


AUSSTELLER / ADVERTORIALS

DAS ZEIGEN

DIE AUSSTELLER

Rund 70 Unternehmen rund ums Taxigewerbe stellen auf

der Europäischen Taximesse 2022 aus. Auf den folgenden Seiten

präsentieren sich einige Firmen mit eigenen Worten.

WIR HALTEN SIE MOBIL MIT UNSERER TAXI GARANTIE!

Wenn die Werksgarantie für ein Fahrzeug ausläuft,

sind gerade Taxi-, Mietwagen- oder Sonderfahrzeugunternehmer

im Reparaturfall oft auf sich allein

gestellt. Diese Lücke schließen wir mit unseren

Garantien:

• Annahme von allen Pkw-Typen (Benzin, Diesel,

Erdgas, Autogas, Hybrid) mit max. 6 Zylindern

• Budgetierbare Kosten beim Fahrzeugkauf – ohne

Karenzzeit

• Europaweite Absicherung gegen unvorhersehbare

Reparaturkosten bis 360.000/400.000 km

• Keine zusätzlichen Wartungsarbeiten vorgeschrieben

– nur Kundenservice laut Herstellervorschrift

• Keine finanzielle Belastung im Schadenfall, da die

Regulierung direkt mit der reparierenden Werkstatt

erfolgt

• Transparenz in allen Schritten der Schadenabwicklung

• Optionale Übertragung der Garantie beim Verkauf

an den neuen Besitzer

• Hohe Erstattungssummen: Immer 100 % Lohnkosten

bei Anspruch auf Regulierung

KURZE LIEFERZEITEN DANK LAGERBESTAND

Die Autohaus S+K GmbH präsentiert sich zum ersten

Mal auf der Europäischen Taximesse. Der Toyota-

Händler aus dem Norden bedient seit Jahren den

Hamburger Taximarkt mit Hybridfahrzeugen von

Toyota. Nun macht S+K den nächsten Schritt und

bietet den Toyota Proace Verso und Toyota Proace

City Verso mit maßgeschneidertem Rollstuhlausbau

von AMF Bruns an. Bei beiden Fahrzeugen

kommt ein Heckausschnitt mit Auffahrrampe zum

Einsatz. Rollstuhlfahrer*Innen können so bequem

und sicher befördert werden. Die Fahrzeuge gibt

es sowohl mit konventionellem als auch mit vollelektrischem

Antrieb. Gewerbekunden-Berater und

Taxi-Spezialist Oliver Steinsick verrät: „Irgendwann

haben wir gemerkt, dass die Nachfrage nach diesen

Fahrzeugen steigt, jedoch auch mit langen Lieferzeiten

zu rechnen ist. Zum Glück haben wir mit

unserem Hersteller Toyota, Intax und AMF Bruns

einen Weg gefunden, diese Fahrzeuge auf Vorrat zu

bestellen. Mittlerweile bekommen wir jeden Monat

fertige Fahrzeuge geliefert, die wir unseren Kunden

direkt anbieten können.“ Verkauft wird jetzt nicht

mehr nur in der Region, sondern deutschlandweit.

Neben Taxis mit Ausbauten bietet S+K nach wie

vor die ganze Toyota Palette für den Taximarkt an.

Mit dem bZ4X steht Toyotas erster, vollelektrischer

SUV in den Startlöchern. Berater Oliver Steinsick

ist überzeugt, dass dieses Auto für die Taxibranche

sehr relevant sein wird. „Ich freue mich sehr, jetzt

auch endlich ein taxitaugliches E-SUV in bewährter

Toyota Qualität anbieten zu können.

Das S+K Team freut sich auf zahlreiche Besuche am

Stand B26 – direkt gegenüber von Toyota.

Kontakt

Oliver Steinsick

Autohaus S+K GmbH

Tel: 0151/200 16 121

Oliver Steinsick,

Taxi-Spezialist bei S+K

FOTOS: Mobile Garantie, S+K

10 3. QUARTAL 2022 TAXI


AUSSTELLER / ADVERTORIALS

FAHREN SIE CO2-NEGATIV

Unser Ziel bei OBRIST Group ist die Entwicklung

emissionsfreier, leistbarer und vor allem global funktionsfähiger

Technologielösungen.

OBRIST Powertrain wurde 2011 als natürliche

Erweiterung von OBRIST Engineering gegründet,

das seit 1996 an umweltfreundlichen Wärmemanagementlösungen

arbeitet.

Unsere neueste Entwicklung ist unsere Hyper-

Hybrid® -Antriebsstrangtechnologie, powered by

aFuel® - der erste globale CO2-negative Energieträger.

Zudem kann aFuel® über die bestehende Infrastruktur

und das heutige Tankstellennetzwerk global

verteilt werden. Damit bietet OBRIST das erste elektrisch

angetriebene Fahrzeug mit negativen CO2

Emissionen an.

Der HyperHybrid® sticht mit seinem seriellen

Hybridsystem hervor. Die kleine kompakte, leistungsstarke

Batterie speist den Elektromotor für den

Antrieb der Räder. Die Ladung der Batterie wird

durch den speziell entwickelten Zero Vibration-

Generator hergestellt, ein kleiner 2-Zylinder-Motor.

Das Konzept des ZVGs ist ausgelegt, um in Stadtzentrum

rein elektrisch zu fahren und außerorts als

Generator zu fungieren. Der ZVG und die Batterie

sind so perfekt aufeinander abgestimmt, dass die

Batterie eine möglichst lange Lebenszeit hat. Die

Reichweite steigt somit auf über 1.000 km, da der

Verbrauch nach WLTP bei 3,3l/100km liegt.

Wir setzen noch eins drauf. Wir möchten nicht

nur CO2 neutral fahren, sondern mit unserer aFuel®

Technologie wird CO2 NEGATIV gefahren,

da im Herstellungsprozess des Kraftstoffes

mehr CO2 aus der Luft

entnommen wird, als

bei der Verbrennung

freigesetzt

wird.

FVO VERSICHERUNGSMAKLER GMBH & CO. KG

FOTOS: Obrist, FVO

Mit über 15.000 versicherten Taxis hat sich die FVO

Versicherungsmakler GmbH & Co. KG in den vergangenen

18 Jahren als führender Vermittler von Taxiund

Mietwagenversicherungen auf dem deutschen

Versicherungsmarkt etabliert.

Als inhabergeführtes Versicherungsmaklerhaus

gehören wir mit unseren zwei Standorten in Riemerling

bei München und Berlin sowie einem zu

verwaltenden Versicherungsbestand von über 30

Millionen Euro zum oberen Größenbereich der Versicherungsmaklerhäuser

in Deutschland.

FVO Kunden haben somit einen starken Partner,

der aufgrund seiner Größe die Interessen der Kunden

bei den Versicherungskonzernen erfolgreich

durchsetzen kann.

Durch die Masse der von uns vermittelten Versicherungsverträge

können wir bei den Versicherungskonzernen

bessere Konditionen für unsere

Kunden aushandeln als die, die der einzelne Kunde

direkt beim Versicherungskonzern oder kleineren

Mitbewerbern erhalten würde. Als Kunde kommen

Ihnen die von uns verhandelten, preiswerten Rahmenvertragskonditionen

direkt und ohne Umweg

zugute. Die Zufriedenheit unserer Kunden liegt uns

am Herzen. Deshalb wird Service bei uns großgeschrieben.

Als FVO Kunde haben Sie immer einen

festen Ansprechpartner, welcher Ihnen bei allen Vertrags-

und Schadensangelegenheiten fachkundig zur

Seite steht. Unsere Kunden werden telefonisch, per

Email und auf Wunsch auch persönlich vor Ort oder

an einem unserer zwei Standorte betreut. Unsere

fachkundigen Mitarbeiter stehen Ihnen von Montag

bis Freitag von 8.30 Uhr bis 17.00 Uhr gerne mit Rat

und Tat zur Seite.

FVO verfügt zudem über eine breite Produktpalette.

Angefangen bei unseren speziellen Existenzgründertarifen,

über

die günstigen Konditionen

unserer Rahmenverträge

bis hin zur Individualkalkulation

größerer Taxiflotten.

Auch Zusatzversicherungen

wie beispielsweise unseren

beliebten Rechtsschutz- und

Betriebshaftpflichtversicherungen

für Taxiunternehmen

gehören zu unserem Angebot.

Nutzen Sie doch direkt die

Gelegenheit, uns auf der Europäischen

Taximesse in Essen

persönlich kennen zu lernen.

Sie finden uns an Stand

Nr. C16. Wir freuen uns auf

Ihren Besuch!

TAXI 3. QUARTAL 2022

11


AUSSTELLER / ADVERTORIALS

ÜBERMITTLUNG BEDARFSVERKEHRE

IN TAXIVERMITTLUNGSSYSTEME

Bedarfsverkehre wie Anrufsammeltaxis, Rufbusse

und insbesondere On-Demand-Verkehre haben in

den letzten Jahren eine ganz neue Bedeutung für die

gegenwärtige und zukünftige Mobilität bekommen.

Der Fahrgast bucht seine Fahrt per App, ein Hintergrundsystem

nimmt die Fahrtenbündelung automatisiert

vor und übermittelt den Fahrauftrag an das

zuständige Beförderungsunternehmen.

Die Durchführung bedarfsgesteuerter Verkehre kann

Taxi- und Mietwagenunternehmen ein zusätzliches

Geschäftsfeld bieten, welches zum wirtschaftlichen

Erfolg des Unternehmens beiträgt. Um dieses Ziel

zu erreichen, müssen sich die Unternehmen offen

demgegenüber zeigen und die Auftraggeber die Taxiund

Mietwagenbranche in die Mobilitätskonzepte

frühzeitig mit einbinden.

Die ESM GmbH aus Hannover ist Software-Spezialist

für Bedarfsverkehre und setzt das AnSaT®-System

mittlerweile in beinahe 100 Landkreisen und kreisfreien

Städten deutschlandweit ein. Die Software

umfasst u.a. Buchung, Disposition, Auftragsübermittlung

mit verschiedenen eigenen Fahrer-Apps

sowie Abrechnung der Fahraufträge.

Als Partner der Taxi- und Mietwagenunternehmen

ist es unser Anspruch, die bereits bei den Unternehmen

vorhandenen Taxivermittlungssysteme auch für

die Durchführung der Bedarfsverkehre zu nutzen.

Hierfür haben wir zwischen dem AnSaT®-System

und den verschiedenen Taxivermittlungssystemen

Schnittstellen auf Grundlage der VDV 459 AST, einer

vom Verband der Deutschen Verkehrsunternehmen

definierten

Übertragungsschnittstelle, realisiert.

Die Kopplung an die Vermittlungssysteme

von GefoS,

MPC, Seibt & Straub, SuE,

Taxi.de und TAXIKOMM24 befinden

sich erfolgreich im Einsatz.

Auf diese Weise werden

die Vorteile der speziell für

Bedarfsverkehre konzipierten

automatischen AnSaT®-Disposition und des bereits

vorhandenen Vermittlungssystems genutzt. Der

Fahrtwunsch wird mit der AnSaT®-Software entgegengenommen

und gebündelt, um anschließend den

Fahrauftrag digital in das Taxivermittlungssystem

des ausführenden Unternehmens zu übermitteln.

Ansprechpartner bei

der ESM GmbH:

Stefan Mehler,

Telefon: 0511/757812,

E-Mail: sm@ansat.de

HALE – DAS KOMPLETTE TAXI-SYSTEM VON

A-Z AUF STAND B8

Sie möchten ein effizientes Taxi-System, bei dem ein

Rädchen ins andere greift? Das Abläufe digitalisiert,

automatisiert – und Ihre Aufwände minimiert? Mit

dem Sie Zeit, Geld und Nerven sparen? Wie dieses

aussehen kann, zeigen wir Ihnen auf der Taximesse

in Essen!

Werfen Sie einen Blick auf HALE SPT-03R – den

ersten völlig rahmenlosen Spiegeltaxameter am

Markt. Erleben Sie, wie HALE Kassenautomat HKA-

01 Ihre Fahrerabrechnung macht – vollautomatisch.

Erfahren Sie, wie einfach Sie mit HALE Signiereinheit

SEI-03M den Umstieg auf die

„TSE“ schaffen – INSIKA® raus, TSE rein.

Und tauchen Sie ein in die digitale Welt des

HALE Datencenters – damit Sie immer ganz

genau wissen, was in Ihren Taxis läuft. Dazu heißt

es auf unserem Messestand auch noch: „Vorhang

auf“ für zwei völlig neue Geräte …

Neugierig? Dann treffen wir uns auf Stand B8 –

wir freuen uns auf Sie!

HALE – wenn’s um Taxiausstattung

geht! Alles

aus einer Hand.

www.hale.de

FOTOS: ESM, Hale

Genial! Damit eignet sie sich also

für Unternehmen, die Fahrten in

vielen Städten benötigen. Moment

mal, unsere Taxi-Plattform wäre

dann auch super geeignet für ...

Unsere Taxi-Plattform

vermittelt deutschlandweit

Fahrten der Bahn.

12

... reden wir darüber.

Taximesse in Essen Stand D11

3. QUARTAL 2022 TAXI


AUSSTELLER / ADVERTORIALS

TSA 2022 – IHR EINZAHLAUTOMAT MIT VIELEN

FEATURES!

FOTOS: Technik Schepers

Wir sind bekannt für flexible und maßgeschneiderte

Lösungen für technische Anliegen rund um das

Taxengewerbe. Seit 2008 arbeiten wir ständig daran,

unseren Kunden die Arbeit zu erleichtern. Da wir

das Taxi-Geschäft jeden Tag hautnah miterleben,

wissen wir, worüber wir reden.

Nicht nur unser Herzstück, den TSA 2022 Einzahlautomat,

auch unsere Schichtplaner-Software

und unsere bluetooth-fähigen Com-Boxen setzen wir

im eigenen Taxenbetrieb ein.

Seit 2013 entwickeln wir unseren Einzahlautomaten

jedes Jahr weiter, so stellen wir ihn dieses

Jahr als erweiterbaren Automaten vor. Es kann

sowohl der Scheinvorrat als auch der Münzvorrat

individuell erweitert werden. Kürzlich integrierte

Funktionen erfreuen bereits jetzt schon diverse Kunden,

wie z. B. die Möglichkeit, Lohnabrechnungen

über den Automaten auszudrucken oder Aushänge

am Monitor zu präsentieren.

Mit unserer Schichtplaner Software können sie

tägliche Dienstpläne erarbeiten. Dazu legen Sie Fahrzeuge

sowie Ihr Fahrpersonal an und definieren

z. B. Standardfahrzeiten mit eventuellen Standardfahrzeugen,

um möglichst wenig Aufwand bei dem

täglichen Planbedarf zu haben. Die Software kann

jedoch noch einiges mehr. Nutzen Sie Funktionen

wie Dokumentenverwaltung oder gar Tankdatenüberwachung,

um alles in einem Blick zu haben!

Wir sind auf der Taximesse nun seit 8 Jahren

vertreten und freuen uns sehr auf Ihren Besuch!

Testen Sie unser Programm und unseren Einzahlautomaten

vor Ort. Infos finden Sie auch unter

www.technik-schepers.de

Carl-Zeiss-Str. 49 | 85521 Riemerling bei München

Website www.taxiversicherungen-deutschland.de

E-Mail info@fvo-finanz.de

Telefon 089 / 58 90 96 70

DER SPEZIALIST FÜR

TAXIVERSICHERUNGEN

IN DEUTSCHLAND!

Vergleichen Sie bis zum 30.11. Ihre Taxi- oder

Mietwagenversicherung und profitieren Sie von

unseren exklusiven und günstigen Sondertarifen!

Wir bieten Ihnen für Taxen und Mietwagen:

Exklusive Sondertarife für Einzel- und Mehrwagenbetriebe

Vergleich verschiedener Flottenversicherungen

Sondereinstufungen für Neueinsteiger

Rechtsschutz- und Betriebshaftpflichtkonzepte

Besondere Konditionen für Elektrotaxen

Gerne erstellen wir Ihnen kostenlos und

unverbindlich Ihr persönliches Angebot auch an

unserem Stand auf der Taximesse (Stand Nr. C16).

Zentrale Riemerling 089 / 58 90 96 70

NDL Berlin 030 / 22 49 41 86


AUSSTELLER / ADVERTORIALS

OPTITAX: MASSGESCHNEIDERTE SYSTEME FÜR

VERMITTLUNGSZENTRALEN UND UNTERNEHMER

Als langjähriger Partner des Taxi- und Mietwagengewerbes

kennen wir die aktuellen Aufgabenstellungen

und Herausforderungen der Branche ganz

genau: guten Kundenservice bieten trotz Personalmangels,

Aufbau der Integration in die verschiedenen

modernen Mobilitätsplattformen.

Unsere Produkte tragen entscheidend dazu bei,

diese Aufgaben zu meistern. Die Palette reicht von

der Auftragserfassung und Disposition über Verwaltungs-

und Abrechnungsmodule bis hin zum Unternehmerportal

mit Arbeitszeiterfassung und

Einzelaufzeichnung von Geschäftsvorfällen.

Die einzelnen Bausteine wie die cab4me Bestell

App, Fahrzeugterminals, TBox und Fahrerapp, Autobookingsysteme

und Kundenportale werden dabei

laufend weiterentwickelt und an die aktuellen Anforderungen

angepasst.

Wir sehen die Taximesse als Möglichkeit, mit

einem qualifizieren Fachpublikum die brennenden

Themen zu diskutieren, zu lernen und Einblick in

unsere Überlegungen für die Zukunft zu geben.

Unsere Schwerpunkte dieses Jahr sind:

• Automatisierung durch automatische Auftragsannahme

per Telefon: Der VoiceCTRL Robot.

• Vernetzung: Digitale Bahngutscheine sind der

Anfang.

Unser System bietet leistungsstarke Schnittstellen.

In unserer zunehmend komplexer werdenden Welt

haben Einzelkämpfer keine Chance. Aus dieser

Überzeugung heraus sind wir zum Vorteil unserer

Kunden Mitglied im Taxi-Deutschland Netzwerk

und arbeiten eng mit den Bundesverbänden

zusammen.

• Mobilitätsdatenverordnung: Wir bieten die passende

Lösung und unterstützen Taxiunternehmer

und Zentralen bei der Erfüllung ihrer gesetzlichen

Pflichten.

• Umgang mit Personalmangel und Kostendruck:

Wir helfen dabei, die Vermittlung in ein leistungsfähiges

Call Center auszulagern oder schaffen ein

attraktives Hostingangebot, um den Aufwand für

IT-Infrastruktur vor Ort zu begrenzen.

RICHTIG (UND) GUT VERSICHERT?

GEHT ES BESSER UND GÜNSTIGER?

Stellen Sie sich diese Fragen auch immer wieder?

Die Antworten gibt Ihnen das erfahrene Team der

KLEMMER International Versicherungsmakler

GmbH schnell und unkompliziert. Und das zu allen

Versicherungen rund um das Thema „Personenbeförderung“.

So können die Experten von KLEMMER Ihnen

nicht nur sehr umfangreichen, günstigen Versicherungsschutz

bieten, sondern auch Planungssicherheit

zur KFZ-Versicherung. Über einen speziellen

Rahmenvertrag ist es dem KLEMMER-Team möglich

- abhängig von dem Betriebssitz Ihres Unternehmens

- typklassenunabhängig, basierend auf Ihren

Schadenfreiheitsrabatten zu tarifieren. Somit können

Sie die Kosten, die bei einer Neuzulassung auf

Sie zukommen, ohne großen Aufwand kalkulieren

und die für Sie passende Kaufentscheidung treffen.

KLEMMER bietet, neben einer maßgeschneiderten

Rechtsschutzversicherung für Taxi- und Mietwagenunternehmen,

auch einen Schutzbrief als

zusätzlichen Baustein an. Als Besonderheit wird

hier auf die so genannte 50 Kilometer-Regel verzichtet,

es gibt also keine Regionalbeschränkung.

Bei Unternehmen des Schülerverkehrs und Krankentransports

gilt der Schutzbrief sogar beitragsfrei

mitversichert. Dies gilt auch für Geschäftsführerfahrzeuge.

Im Rahmen der Betriebshaftpflicht für Taxi- und

Mietwagen-Unternehmen, die KLEMMER zur Sicherung

der Existenz dringend empfiehlt, gelten sogar

Schadenfälle, die bei Begleitung von Personen (auch

im Rollstuhl) zum Beispiel zum Arzt oder bis zur

Wohnung passieren, mitversichert. Ein wichtiger

Baustein.

Last but not least, können Sie die E-Zertifikate

Ihrer E-Fahrzeuge über KLEMMER lukrativ verkaufen.

Sprechen Sie Ihre persönlichen Ansprechpartner

an.

Besuchen Sie uns auf der Europäischen Taximesse

in Essen am Stand B 22.

FOTOS: Seibt & Straub, Klemmer

14

3. QUARTAL 2022 TAXI


AUSSTELLER / ADVERTORIALS

MEHR FAHRTEN FÜR DIE TAXIFLOTTEN

fms/Austrosoft ist stolz, jene Taxi-Plattform auf der

Messe in Essen zu präsentieren, die soeben projektbasierend

mit dem THA-Award ausgezeichnet wurde.

Über die europaweite Taxi-Plattform wurden schon

bisher Einzelaufträge von App-Kunden vermittelt.

Nun werden die Fahrten von der Deutschen Bahn

über die Taxi-Plattform landesweit an Taxis vermittelt

und automatisch abgerechnet. fms/Austrosoft

zeigt eindrucksvoll auf, mit welchen Möglichkeiten

das Fahrtvolumen für die Taxi-Flotten erhöht werden

kann.

Auf der Messe führt fms/Austrosoft digitale Bestellkanäle

wie den fms Callbot, den 1click.taxi, die

Bestell-App und das Businessportal vor. Damit

bleiben Taxizentralen durch die reduzierten Vermittlungskosten

wettbewerbsfähig. Für eine leistungsstarke

Flotte stellt fms/Austrosoft die neuen

Fahrzeugterminals und die neu entwickelte Driver-

App mit integrierter Kreditkartenzahlung vor. Damit

unterstreicht fms/Austrosoft erneut die Rolle als

Innovator in der Taxibranche.

TAXI BUTLER INNOVIERT WEITER

FOTOS: fms Austrosoft, Taxibutler

Der Betrieb vieler Taxi- und Mietwagenunternehmen

in der Welt wird

seit mehreren Jahren von unserem Taxi Butler erfolgreich

unterstützt. Wir verstehen uns als Bestellexperten

für das Taxi- und Mietwagengewerbe

Auf der Taximesse zeigen wir unsere bewährten

Produkte: den Taxi Butler ONE und den Taxi Butler

PRO. Es gibt jedoch auch eine wichtige Neuigkeit:

den QR-Butler.

Mit dem QR-Butler kann der Kunde selbst im

Hotelzimmer einen Wagen bestellen – ohne irgendeine

App herunterladen zu müssen. Mit dem Handy

wird der QR-Kode eingescannt. Die Bestellmaske

öffnet sich dann. Eine Bestätigung der Bestellung

kommt per SMS. Die Anfahrt kann danach auf dem

Handy verfolgt werden. Ihr QR-Butler wird kaum

jemanden auf die Idee bringen, sich sonst wo einen

Wagen zu bestellen!

Gerne informieren wir Sie ausführlich auf unserem

Messestand C25. Dort legen wir Ihnen dann

auch ein interessantes Messeangebot vor. Die E-Mail

unseres Vertrieblers Peter Moen: peter.moen@taxibutler.com;

seine Telefonnummer: +49 172 1026494.

Wir freuen uns auf Ihre Kontaktaufnahme!

PERSÖNLICHE ANSPRECHPARTNER IN DEN TELEKOM SHOPS

Local Heroes

für Geschäftskunden!

Unsere Digitalisierungsprofis für Selbstständige, kleine und mittlere Unternehmen

wissen, wie Sie ganz konkret profitieren können: Vereinbaren Sie einen persönlichen

Beratungstermin in Ihrem Telekom Shop und informieren Sie sich dort über die

Vorteile für Sie als Mitglied des Taxiverbands! Es lohnt sich.

Terminvereinbarung


EUROPÄISCHE TAXIMESSE

ESSEN – TRINKEN –

SHOPPEN – WELLNESS

Was tun, wenn die Taximesse am Abend ihre Tore schließt?

Eine Lokalmatadorin hat ein paar Tipps.

Als Marketingleiterin bei der opta data Unternehmensgruppe

freue ich mich sehr auf unser

„Heimspiel“ bei der Europäischen Taximesse. Ich

hoffe, Sie erleben spannende Messetage“, sagt Nora Tichy

gegenüber Taxi Times. Für die Stunden und Tage vor und

nach dem Messebesuch kennt Frau Tichy einige Adressen

Ihrer Heimatstadt, bei denen man entspannen, gut essen

und trinken oder auch „mit Flair“ einkaufen kann.

NATUR & WELLNESS

Grugapark & Grugapark-Therme

Der Grugapark in Essen, direkt an der Messe, ist die

grüne Oase der Ruhrmetropole. Auf rund 60 ha lädt

der Park zum Spazieren und Entdecken ein und lässt

den müden Besucher nach einem anstrengenden

Messetag zur Ruhe kommen. Noch mehr Entspannung

vom Alltag, Wellness und SPA verspricht die dem Park

angeschlossene Grugapark-Therme.



KULINARISCHES & BARS

Hudson's Metropolitan Bar & Dining

Fußläufig von der Messe zu erreichende Cross-Over

Gastronomie aus innovativer Design-Bar und einer

kreativen Kombination aus modernen sowie klassischen

Gerichten.

www.hudsons-essen.com

Girardetstraße 2

45131 Essen

Schote Gourmetrestaurant by Nelson Müller

Die auf der Essener Flaniermeile Rüttenscheider

Straße (kurz Rü), am Rüttenscheider Stern gelegene

Brasserie von Sternekoch Nelson Müller serviert

klassische Hausmannskost im Markthallenflair.

Besondere Empfehlung: Echte Ruhrpott-Currywurst

mit einem Glas Champagner!

www.nelson-mueller.de

Rüttenscheider Str. 62

45130 Essen


Traumkuh

In dem ebenfalls im Herzen von Rüttenscheid

gelegene Burgerrestaurant lassen sich Burger aus

qualitativ besonders hochwertigem Fleisch genießen.

www.traumkuh-burger.de

Rüttenscheider Str. 168

45131 Essen



Grugapark Essen

Virchowstraße 167a

45147 Essen

www.grugapark.de

Kurhaus im Grugapark

Lührmannstraße 70

45131 Essen

www.grugaparktherme.de


Sprenger Pur - Rüttenscheid

Das Café Sprenger ist eine traditionelle Institution

in Essen. Mindestens einmal zum Schwelgen

reinschauen!

www.cafeshasumannsprenger.de

Rüttenscheider Str. 101

45130 Essen


My Wellness Rüttenscheid

In Essen, auf der Rüttenscheider Straße / Grenze

Bredeney, findet sich noch ein Ort der persönlichen,

ungestörten Erholung. Hier können entspannende

Stunden in einer ganz privaten MyWellness-Suite mit

eigener Sauna gebucht werden.

www.mywellness.de/essen-ruettenscheid

Rüttenscheider Str. 319

45131 Essen

FOTOS: Grugapark, Café Sprenger

16 3. QUARTAL 2022 TAXI


EUROPÄISCHE TAXIMESSE

Nora Tichy,

Marketingleiterin

bei Opta Data



Café Zucca

Das helle, pastellfarbene Café nennt sich selbst „die

süßeste Verführung in Essen-Rüttenscheid“ und

serviert Frühstück, gefüllte Baguettes, Steaks und

Risottos sowie Cocktails.

www.cafe-zucca.de

Rüttenscheider Str. 75

45130 Essen

Coffee Pirates Kaffeerösterei

Mitten im Herzen von Essen gibt es bei den Piraten

Frühstück, Bagels und Kalten Hund zum Kaffee aus

eigener Röstung.

www.coffeepirates.de

Rüttenscheider Str. 218

45131 Essen

FOTOS: thenounproject.com, Yoga Bar, Hutmanufaktur Ulrike Strelow, Format



Fcuk Yoga Bar

Experimentelle

Cocktailkreationen in

chilliger Szenebar mit

Ornamenttapeten,

Kronleuchtern und

Himmelbett.

Emmastraße 13

45130 Essen

BESONDERE LÄDEN

Hutmanufaktur Ulrike Strelow

In dem außergewöhnlichen kleinen Laden mit

Retro-Flair am Rüttenscheider Markplatz findet man

handgearbeitete Kopfbedeckungen aller Art aus dem

eigenen Atelier.

www.hutmanufaktur.com

Hedwigstraße 4

45130 Essen





FORMAT Warenwunderland

Kurz gesagt: Ein wunderbarer kleiner Laden

mitten auf der RÜ mit Produkten, die beglücken!

www.formatshop.com

Rüttenscheider Str. 137

45130 Essen

Rü-Rabauken

Wer noch auf der Suche nach einem Mitbringsel

für die lieben Kleinen ist, wird in dem schnuckeligen

Spielwarengeschäft nah der RÜ fündig.

Franziskastraße 31

45131 Essen

Dear Emma Secondhand

Hochwertige und aktuelle Secondhandmode für

Damen, Designerstücke, Schuhe und Accessoires

findet man in dem schönen kleinen Laden in der

Emmastraße, einer Seitenstraße der RÜ.

www.dear-emma-secondhand.de

Emmastraße 24

45130 Essen

Buchhandlung Buchkontext

In der schönen kleinen Stadtteil- und Fachbuchhandlung

auf der RÜ gibt es Schönes, Überraschendes,

Nützliches und vieles mehr für Erwachsene und

Kinder zu entdecken.

www.buchkontext.de

Rüttenscheider Str. 164

45131 Essen nt

TAXI 3. QUARTAL 2022

17


ON DEMAND

ON-DEMAND-TAXI ÜBER DIE

SCHNITTSTELLE VDV-459

Immer mehr Städte und Gemeinden führen on-Demand-Verkehre ein, die

wenigsten greifen dabei aber auf das Taxi zurück. Dabei können die Aufträge

sogar über das Taxi-Vermittlungssystem laufen. Ein Beispiel aus Bad Pyrmont.

Es vergeht keine Woche, in der nicht irgendwo in Deutschland

neue Pläne für einen „On-Demand-Verkehr“ entstehen

bzw. verwirklicht werden. Dabei ist die Grundidee ein alter

Hut: Dort, wo der klassische große Linienbus wegen zu geringer

Auslastung nicht (rentabel) fährt, setzt man auf kleinere Fahrzeuge,

die ausschließlich auf Bestellung (= On Demand) eingesetzt

werden. Nicht selten kommen dabei Taxibusse zum Einsatz, beauftragt

von den kommunalen Verkehrsgesellschaftern, bei denen

die betriebswirtschaftliche Erkenntnis gereift ist, dass solche

Lösungen günstiger sind als mit eigenen großen Geisterbussen

unausgelastet durch die Gegend zu fahren. Der gängigste Begriff

für diese Sonderform ist „AST“ (Anruf-Sammel-Taxi), ein Ableger

davon ist der ALT (Anruf-Linien-Verkehr).

Mit der Digitalisierung ist auch in diesen Bereich Bewegung

gekommen. Die Software zur Routenplanung hat sich weiterentwickelt,

die Ein- und Ausstiegspunkte können nun engmaschiger

definiert werden. Nach und nach wird auch die Fahrzeug-Bestellung

über eine App integriert. Zu den führenden Anbietern in

diesem Bereich zählt Door2door, aber auch die etablierte Firma

ESM, deren AnSat-System laut eigener Aussage in knapp einhundert

Landkreisen und kreisfreien Städten seit vielen Jahren eingesetzt

wird – auch dort, wo die örtlichen Verkehrsgesellschaften

eng mit den örtlichen Taxiunternehmern zusammenarbeiten.

30 JAHRE AST IST JETZT DIGITAL

So wie in Bad Pyrmont. Die dortigen Taxiunternehmer fahren seit

gut 30 Jahren abends bzw. am Wochenende bestimmte Linien in

der Stadt und im Gemeindegebiet. Die Bestellungen werden von

der Mobilitätszentrale der Verkehrsbetriebe Hameln-Pyrmont

erfasst und mithilfe der AnSat-Software zu AST-Touren gebündelt.

Ca. 30 Minuten vor Fahrtbeginn erhält die Pyrmonter Taxizentrale

dann die Fahrtaufträge, vermittelt sie an die eigenen Mitglieder

und rechnet hinterher mit der Mobilitätszentrale ab.

Die Digitalisierung hat auch hier bereits Einzug gehalten, denn

ESM stellt dafür eine vom Verband der Deutschen Verkehrsunternehmen

(VDV) definierte und realisierte Schnittstelle mit dem

Namen VDV 459 AST zur Verfügung

„Früher wurden die Fahrtaufträge noch per Fax übermittelt

und von uns dann das Vermittlungssystem eingegeben“,

berichtet Peter Danzinger, Vorstand der Bad

Pyrmonter Taxizentrale. Mittlerweile werden die Fahrten

direkt von der Leitstelle in das Vermittlungssystem

von Taxikomm24 eingespeist. Die Software der

Firma Exram ist dort seit 2014 für die Fahrtenvermittlung

im Einsatz. „Von technischer Seite mussten

wir dafür die offene Schnittstelle ‚VDV 459 AST‘ in

unser Taxikomm24-System implementieren“, ergänzt

Guido Kuth von Exram.

Danzinger erläutert den Ablauf: „Die Aufträge landen

jetzt automatisiert in der Driver-App unserer Teilnehmer

und können dort wie jede andere Vorbestellung

Auch im Landkreis

Stade werden

die AST-Aufträge

unmittelbar in das

Vermittlungssystem

des Taxibetriebs

eingespielt.

Über eine Schnittstelle kann die Buchung einer

On-Demand-Fahrt (AST) direkt in die Fahrer-App

eingespielt werden.

auch angenommen und erledigt werden.“ Zusätzlich

bekomme man von der Mobilitätszentrale alle abrechnungsrelevanten

Informationen.

Durch die VDV-459-Schnittstelle können die Taxiund

Mietwagenunternehmen bzw. Zentralen die

bereits bei den Unternehmen vorhandenen Taxivermittlungssysteme

auch für die Durchführung der

Bedarfsverkehre nutzen“, formuliert Stefan Mehler

von ESM die Absicht. „Die Kopplungen an die Vermittlungssysteme

von Gefos, MPC, Seibt & Straub, SuE,

Taxikomm24 und anderer befinden sich erfolgreich

im Einsatz.“

jh

FOTO: ExRam

18 3. QUARTAL 2022 TAXI


ON DEMAND

ON-DEMAND IST MIT DEM

TAXI GÜNSTIGER

Mit nimmermüden Appellen verweisen Bundes- und Landesverbände

auf das Taxi als ideale Partner bei künftigen On-Demand-Konzepten.

FOTOS: CleverShuttle, Aco

Der Bundesverband Taxi und Mietwagen BVTM, der Taxiund

Mietwagenverband TMV, der MOLO Dachverband in

Rheinland-Pfalz und diverse andere Taxivertreter drängen

darauf, dass On-Demand-Projekte nicht mehr für teures Geld und

mit zusätzlichen Fahrzeugen von den Verkehrsgesellschaften

betrieben werden. Sie verweisen stattdessen auf die eigene Branche,

die mit einem bereits existierenden Fuhrpark ihren Teil zur

Mobilitäts- und Verkehrswende beitragen könne. „Für eine echte

Weiterentwicklung des ÖPNV-Angebotes spielt insbesondere die

enge Verzahnung der etablierten ÖPNV-Verkehrsträger Bus und

Taxi eine Schlüsselrolle“, sagt beispielsweise Guido Borning vom

MOLO. „Allein in Rheinlad-Pfalz stünden 1.100 Unternehmen und

rund 2.500 Fahrzeugen für eine verstärkte Integration in den

klassischen ÖPNV bereit.“

Taxi ist grundsätzlich das bessere Auto“ lautet die These des

Wissenschaftlers Prof. Dr. Andreas Knie, die jener kürzlich bei

einer digitalen Diskussionsrunde des TMV vertrat. Das private

Auto muss verzichtbar werden und künftige On-Demand-Verkehre

sind hierfür ein Mittel zum Zweck. Für den BVTM-Geschäftsführer

Michael Oppermann ist On-Demand-Mobilität eine

staatliche Aufgabe. „Busse und Bahnen werden von Vater Staat

großzügig bezuschusst. Das Taxi ist Teil des ÖPNV, aber bei der

Finanzierung außen vor. Das muss sich ändern, wenn es auch

künftig individuelle Mobilität für alle rund um die Uhr geben soll.“

Im ländlichen Bereich ist das Taxi deutlich günstiger als

schwach besetzte Busse, da sind sich alle Taxiverbände einig. Die

Forderung ist daher eindeutig: Flexible On-Demand-Mobilitätskonzepte

sollen und müssen gemeinsam mit dem Taxigewerbe

verwirklicht werden.

jh

TEURER

GÜNSTIGER

Warum für neue On-Demand-Linien zusätzliche Fahrzeuge

anschaffen, wenn das Taxi sowieso schon vorhanden ist?

Überzeugend unterwegs

Das beste Netz kann jetzt noch mehr! Profitieren Sie von unseren attraktiven Mobilfunk-Tarifen

speziell für Verbandsmitglieder – und von vielen neuen Features und Vorteilen:

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Heft 01/2022

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KOLUMNE

TAXI IST DAS

KLEINE RÄDCHEN IM

GESUNDHEITSWESEN

Seit Jahrzehnten hilft die Taxi- und Mietwagenbranche den Krankenkassen, Geld

zu sparen. Künftig wären noch viel mehr Einsparungen möglich – und damit sind

keine Dumpingtarife gemeint.

Seit der ersten Gesundheitsreform

im Jahr 1989 gilt für das

Gesundheitswesen „mehr

ambulant statt stationär“. Ein Ziel,

das durchaus erreicht wurde. Stieg

der Anteil der ambulanten Operation

nach 1989 bis 1997 schon auf 4,5 Millionen

OPs jährlich, so haben sie sich

mittlerweile vervierfacht und liegen

nun bei ca. 18 Millionen (18.000.000)

OPs. Hierdurch wurden erhebliche

Kosten in den Krankenhäusern eingespart.

Die Taxi- und Mietwagenunternehmer

haben mit ihren zuverlässigen

An- und Abfahrten der Patienten

erheblich dazu beigetragen, dass

diese ambulanten OPs so effektiv wie

möglich durchgeführt werden konnten.

Leider viel zu wenig beachtet

wird, dass ohne dieses „kleine Rädchen“

im Gesundheitswesen die „großen Räder“ sich nicht oder

nur sehr schwierig drehen würden. Mit 0,5 Prozent der Gesamtausgaben

im Gesundheitswesen gehören wir zu den „Peanuts“ bei

den Ausgaben und darum wird die Bedeutung dieser Leistung so

wenig be- und geachtet.

VORBILD 999

Anstatt das aber zu ignorieren, sollte man über weitere Maßnahmen

nachdenken, mit denen die Taxibranche helfen kann, Kosten

einzusparen. Der Artikel auf der Website der Taxi-Times vom

29.08.2022 – Notruf 999: In Großbritannien kommt oft ein Taxi

statt Krankenwagen (siehe QR-Code) - zeigt, was noch möglich ist.

GISELA SPITZLEI

Gisela Spitzlei war von 1974 bis

2005 Taxiunternehmerin und

steht seit 1980 dem Abrechnungszentrum

Spitzlei vor. Gewerbepolitisch

engagiert sie sich seit 1974

und ist seit den 1990er-Jahren im

Fachausschuss Krankenfahrten

des Bundesverbands BVTM, seit

1999 als dessen Vorsitzende.

Ohne Taxi wären massive Kosteneinsparungen

durch ambulante Operationen nicht möglich.

Die Krankenkassen können die Ausgaben

kaum noch stemmen, die für

Krankentransport- (KTW) und Rettungswagen

(RTW) anfallen. Den

Städten und Gemeinden fehlen in den

Kassen die Gelder für weitere Fahrzeuge,

hinzu kommt Personalmangel.

Eine Erhebung der Krankenkassen

zeigt zusätzlich, dass von den

durchgeführten RTW/KTW Einsätzen

nur etwas 30 Prozent tatsächlich

für diese Rettungsmittel notwendige

Beförderungen waren.

STRUKTUREN VERÄNDERN

Es ist daher zwingend notwendig,

die Struktur für die Beförderung von

erkrankten Personen zu verändern

und die seit Jahrzehnten gewachsene

Logistik des Taxigewerbes zu nutzen.

Natürlich bedarf es dabei auch

einiger Änderungen – beispielsweise des Paragraphen 61 Sozialgesetzbuch

(SGB V). Denn wenn der Patient, der nicht der medizinisch

fachlichen Betreuung bedarf, statt mit dem RTW per Taxi

oder Mietwagen zur eventuell ambulanten Behandlung ins Krankenhaus

oder zur Notfallzentrale befördert wird, kann nicht zum

Beispiel vorher eine Genehmigung beantragt werden. Auch die

hierfür zu vereinbarenden Tarife sollten der Leistung entsprechen

und nicht wieder am untersten Level angesiedelt sein.

Zusätzlich werden sicher auch noch andere Voraussetzungen

notwendig sein, um diese Fahrten für alle Seiten sicher und

zumutbar zu machen. Wichtig ist hier, das Gespräch mit den

Krankenkassen, der Aufsicht und der Politik zu suchen. Natürlich

sollen bei allem Sparwillen KEINE Patienten befördert werden,

bei denen während der Fahrt die medizinisch fachliche

Betreuung notwendig ist, aber wie das Beispiel Großbritannien

durchaus zeigt, wären eine Vielzahl von Fahrten für das Gewerbe

möglich. Hier geht es nicht darum „auf Teufel komm raus“

zu befördern, aber es wäre durchaus eine Möglichkeit,

für alle Seiten eine Win-Win-Situation zu

schaffen und so vielleicht auch die Wertigkeit

der Krankenbeförderung durch das

Taxi- und Mietwagengewerbe zu erhöhen.

Das Taxi- und Mietwagengewerbe kann

Mobilität - und das ist mehr als nur

von A (einsteigen) nach B (aussteigen) zu

fahren.

gs

Notruf 999 – Taxi

statt Krankenwagen

FOTO: Pixabay, ARZ

20 3. QUARTAL 2022 TAXI


x

taxi-deutschland.net


KOLUMNE

ALLES TARIF …

ODER WAS?

Normenkontrollverfahren – also die

Überprüfung von Rechtssetzungsakten

der Verwaltung – sind nicht gerade

häufig, aber Sie haben es in sich.

Ein Urteil des OVG Sachsen-Anhalt

könnte Behörden künftig zum

Schwitzen bringen.

Die Höhe des Taxitarifs muss nicht nur die Kosten, sondern

auch eine unternehmerische Gewinnspanne berücksichtigen.

Im Taxigewerbe sind solche Normenkontrollverfahren

eine absolute

Ausnahme, aber im Landkreis Anhalt-

Bitterfeld hat ein Unternehmer die Behörde

in die Bredouille gebracht, indem er

die Tarifordnung und die darin enthaltenen

Tarifregelungen sehr erfolgreich

angegangen hat. Und der Clou dabei:

Obwohl längst in Kraft und eigentlich

schon abgelaufen, geht das Oberverwaltungsgericht

(OVG) Sachsen-Anhalt davon

aus, dass Schadenersatzansprüche nicht

unrealistisch sind (AZ 3 K 196 / 19 vom

16.6.2022).

Dass der Senat offen davon spricht,

dass die Tariffestsetzung eine Amtspflicht

zugunsten der betroffenen Taxiunternehmen

darstellt, also die Bestimmungen der

§§ 51 Abs. 3 und 39Abs. 2 Satz 3 PBefG

drittschützend sind, ist dabei bereits eine

Überraschung.

KLARE RICHTLINIEN

Denn Tariferhöhungen und deren Aushandlung

unter Beteiligung der Taxiverbände

bzw. Zentralen ist ja beinahe ein

Tagesgeschäft, aber das Urteil zeigt klar

auf, dass der Gesetzgeber in den §§ 51

Abs. 3 und 39 Abs. 2Satz 1 PBefG klare

Richtlinien aufstellt, deren Einhaltung

durch den einzelnen Unternehmer überprüft

werden kann und gegebenenfalls

auch zu Schadenersatzansprüchen gegenüber

den Behörden führen kann.

Also sind seitens der Behörden nicht

nur die wirtschaftliche Lage der Unternehmen,

eine Verzinsung und Tilgung von

Anlagekapital und die technische Entwicklung

zu berücksichtigen, sondern auch

die Veranschlagung von angemessenen

Gewinnspannen, damit das Ziel erreicht

wird, den öffentlichen Verkehrsinteressen

und dem Gemeinwohl dienen und auch

den technischen

Fortschritt jederzeit

angemessen

berücksichtigen

zu können.

Der Weg zu

einer solchen

Tariffindung ist somit quasi vorgezeichnet

und das hierbei der Behörde zustehende

Ermessen nur eingeschränkt gerichtlich

überprüfbar.

UNVOLLSTÄNDIGE DATEN

Aber kommt es – wie im entschiedenen

Fall – dazu, dass im Rahmen der Neufestsetzung

der Tarife Unternehmerwünsche

eine überwiegende Rolle spielen und von

daher die Datenermittlung zum Teil nicht

vollständig war – konkret fehlte hier die

Einbeziehung von Kosten für die Vermittlungszentralen

– muss nach Ansicht des

OVG-Senats eingegriffen werden.

Das gibt in Zeiten steigender Kosten an

breiter Front für das Gewerbe Hoffnung.

Auch wenn im Zuge der Inflation und der

enorm galoppierenden Energiepreise die

Branche Nachfrageeinbrüche fürchtet,

muss eine Tariferhöhung die Existenzfähigkeit

der Betriebe dauerhaft sichern,

um den öffentlichen Verkehrsinteressen

gerecht zu werden.

Diese Schlussfolgerung des Gerichts

ist logisch und konsequent. Denn das

Taxigewerbe als Ergänzung des ÖPNV

wird rein privatwirtschaftlich betrieben,

von Kleinunternehmern, die Marktbedingungen

brauchen, die auch Ihre Existenz

sichern. Anders als in anderen Bereichen

des ÖPNV werden die Unternehmen des

Taxigewerbes nicht bezuschusst und müssen

sich aus sich selbst heraus finanzieren,

was sich offensichtlich nicht bis zum

Landkreis Anhalt- Bitterfeld herumgesprochen

hat, wobei dies nur als Beispiel

dient und angesichts der Äußerungen von

Bundesministern in der Öffentlichkeit ein

augenscheinliches Verständnisproblem

im Hinblick auf wirtschaftliche Zusammenhänge

aufzeigt.

Folge des Urteils muss daher sein,

die Tarife künftig entsprechend zu

modellieren und nicht nach Gutdünken

festzusetzen, denn ansonsten drohen

Schadenersatzklagen. Folge sollte aber

auch sein, die Möglichkeit zur Festsetzung

von Mindestbeförderungsentgelten

für Mietwagen nach § 51 a PBefG zu nutzen,

um einen fairen und transparenten

Wettbewerb zu garantieren.

Also alles mit Tarif, und zwar bedacht

und fair!

au

Taxi Times-Kolumnist Axel Ulmer aus

Kaiserslautern ist Unternehmensberater

und Rechtsanwalt mit Schwerpunkt

Verwaltungsrecht/PBefG.

FOTOS: Hale, Taxi Times

22 3. QUARTAL 2022 TAXI


VERLAGSSONDERVERÖFFENTLICHUNG 3. QUARTAL 2022

www.taxi-times.com

VERBÄNDE UND ZENTRALEN

H

HAMBURG

B

BERLIN

I

INGOLSTADT

M

MÜNCHEN

BUNDESVERBAND BVTM:

GESPRÄCH MIT WISSING

Hansa-Taxi

ZUKUNFT

IST ELEKTRISCH

IsarFunk

QUALITÄTS-

KONTROLLEN

Taxi Berlin

OUTSOURCING

BEIM CALL-CENTER


VERLAGSSONDERVERÖFFENTLICHUNG

TAXI UND LINIENVERKEHR GEHÖREN ZUSAMMEN

Der Bundesverband Taxi und Mietwagen e. V. als Vertreter des

Gewerbes ist im politischen Berlin eine feste Größe – und auch im

Bundesverkehrsministerium ein geschätzter Gesprächspartner.

Das betrifft Sachthemen wie die Fachkunde oder die großen Komplexe,

die die Verbandsspitze direkt mit Dr. Volker Wissing debattierte.

Das Klima ist dabei ein ganz anderes, als dies bei früheren

Treffen war. „Zum ersten Mal haben wir den Eindruck, dass die

Anliegen des Taxigewerbes auf offene Ohren stoßen“, sagte

Geschäftsführer Michael Oppermann. „Minister Wissing hat sich

viel Zeit für uns und die Interessen der Unternehmerinnen und

Unternehmer genommen.“

EINBINDUNG IN SYSTEM VON BUSSEN UND BAHNEN

Wie können Taxis in den ÖPNV besser eingebunden werden?

Einerseits will das Bundesverkehrsministerium eine Beteiligung

des Taxigewerbes an der ÖPNV-Finanzierung prüfen. Auf der anderen

Seite gehört dazu auch die bessere Einbindung des Taxis in

die Systeme von Bussen und Bahnen. Es ist nicht sinnvoll, wenn

kommunale Verkehrsbetriebe mit öffentlichen Geldern Flotten

parallel zum Taxi aufbauen. „Die öffentlichen Verkehrsunternehmen

haben selbst ausgerechnet, dass der Förderbedarf pro Fahrzeug

bei 300.000 Euro pro Jahr liegt. Wir haben darauf

hingewiesen, dass wir eine Flotte von über 50.000 Taxis bundesweit

haben, die für die Einbindung in ÖPNV zur Verfügung steht.

Das Taxigewerbe benötigt bei Weitem keine Subventionen in dieser

Höhe, um ein leistungsfähiges System innerhalb des ÖPNV

anzubieten“, sagte Herwig Kollar, Präsident des Bundesverbandes.

BUNDESFAHRPLAN ETAXI VORGESTELLT

Zugleich hat der Verband seinen „Bundesfahrplan eTaxi“ vorgestellt,

mit dem die Elektrifizierung von 80 Prozent der Taxiflotte

bis zum Jahr 2030 gelingen kann. Damit geht der Bundesverband

über die bisherigen politischen Zielsetzungen hinaus und zeigt

auf, was es braucht, um eine rasche Flottentransformation im

Interesse von Klimaschutz und Mobilitätswende umzusetzen.

Verkehrsminister Dr. Volker Wissing (Mitte) mit der BVTM-Spitze:

Vizepräsident Wolfgang Oertel, Geschäftsführer Michael Oppermann,

Präsident Herwig Kollar, Vizepräsident Hermann Waldner (v. l. n. r.).

»DIE ZUKUNFT DES GEWERBES IST ELEKTRISCH«

Das Thema Mobilitätswende wird

in naher Zukunft wieder in den

Fokus der Öffentlichkeit rücken. Dabei sind alle Verkehrsteilnehmer

gefragt und auch das Taxigewerbe muss Flagge zeigen. Deshalb

unterstützt die Hansa Funktaxi eG (Hansa-Taxi) das Projekt

„Zukunftstaxi“ der Freien und Hansestadt Hamburg – dank der

finanziellen Förderungen ist Hamburg inzwischen die E-Taxi-

Hauptstadt in Deutschland.

Die Genossenschaft hat für ihre E-Taxi-Flotte beispielsweise

eine eigene Bestellfunktion in der App integriert, ein spezielles

Branding entwickelt und eine eigene Telefon-Nummer für die

Bestellung von E-Taxis geschaltet. Diese und weitere Maßnahmen

sind aus unserer Sicht notwendig, denn die Zukunft des Taxigewerbes

ist elektrisch. Im Folgenden nur drei der zahlreichen und

gut nachvollziehbaren Gründe.

mit seinem Taxi-Dienstleister eingeht, macht die Verfügbarkeit

von E-Taxis zur Bedingung.

DRITTTENS: Sobald der Klimawandel und seine dramatischen

Folgen wieder die Schlagzeilen in den Medien bestimmen, werden

auch die Bundesbürger bei der Mobilität verstärkt auf Nachhaltigkeit

achten. Wir stellen bei uns in der Zentrale fest, dass die

Nachfrage nach E-Taxis täglich zunimmt.

Auch die Stadtplaner und -entwickler, die grüne Innenstädte

fordern, finden immer mehr Gehör. Emissionsfreie Städte sind

gewollt. Und da darf dann auch nur noch ein E-Taxi fahren ...

Ein Kommentar von Thomas Lohse, Vorstand der Hansa Funktaxi eG

in Hamburg.

ERSTENS: Beim ÖPNV wird bundesweit in Städten und ländlichen

Gebieten zunehmend darauf geachtet werden, dass beispielsweise

beim Schienenersatzverkehr nur noch E-Fahrzeuge zum

Einsatz kommen. Wollen wir als Taxigewerbe mit dabei sein, haben

wir nur eine Möglichkeit: Wir müssen unsere Flotten entsprechend

umrüsten.

ZWEITENS: Ob bei kleinen, mittelständischen oder großen

Unternehmen – das Thema Nachhaltigkeit steht überall auf der

Tagesordnung, bei einigen im Geschäftsbericht. Mit anderen Worten:

Die Firmen werden für ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter

immer mehr E-Taxis bestellen. Und wer eine langfristige Beziehung

Thomas Lohse links und der Hamburger Verkehrssenator Dr. Anjes

Tjarks bei der Präsentation Hamburger E-Taxis.

FOTOS: BVTM, Hansa-Taxi

24 3. QUARTAL 2022 TAXI


VERLAGSSONDERVERÖFFENTLICHUNG

BERLINER TARIF: WAS LANGE WÄHRT, WIRD HOFFENTLICH GUT

Aufgrund steigender Kosten und der stufenweisen

Erhöhung des Mindestlohns

hatten wir vor einem Jahr – gemeinsam

mit den anderen Verbänden im Anhörungsverfahren – eine Anpassung

des Taxitarifs beantragt. Der Senat beauftragte Gutachter

Thomas Krause von Linne+Krause, einen Vorschlag auszuarbeiten

– der dann weit höher ausfiel als erhofft. Wir konnten allerdings

noch nicht ahnen, dass ein Krieg in Europa ausbrechen und

die Energiekosten explodieren würden. Im Juni 2022 kam es durch

die Einigung mit dem Landkreis Dahme-Spreewald (LDS) zur Einführung

des Flughafentarifs, den alle in Berlin und dem LDS in

ihre Taxameter einprogrammieren lassen mussten.

Im selben Monat unterbreitete uns die Senatsverwaltung ihren

Entwurf zur nächsten Tarifanpassung. Der Erhöhung des Stadttarifs

stimmten wir zu, der „Minimal-Änderung“ des Flughafentarifs

nicht: Ein höherer Grundpreis, aber unveränderte Kilometerpreise

– das war in unseren Augen unausgegoren. Hätten wir dem

zugestimmt, dann hätten alle Berliner Taxen innerhalb weniger

Monate ein zweites und ein drittes Mal in die Taxameterwerkstätten

und zum Eichamt gemusst. Dann lieber warten und beides auf

einmal, auch wenn die erforderliche neue Absprache zwischen

beiden Behörden die Angelegenheit verzögern würde.

Im Antwortschreiben hat die Senatsverwaltung unsere Kritik

angenommen und Verständnis geäußert, dass wir eine gleichzeitige

Anpassung des Flughafentarifs für unumgänglich halten. Sie

sprach mit dem Landratsamt des LDS, das schließlich zustimmte

– und überdies Offenheit für eine gemeinsame Weiterentwicklung

des BER-Tarifs signalisierte.

Also bald eine vernünftige Tarifanpassung und gute Aussichten

– eine erfreuliche Entwicklung nach langjährigem Günther-

Stillstand. Ist es endlich auch der Anfang vom Ende der Berliner

Behörden-Untätigkeit? Noch haben wir in Berlin die behördlich

verursachte, ruinöse Uber-Bolt-FreeNow-Plage. Die hat Hamburg

nicht. Geht also, wenn die Behörden arbeiten. Dafür haben Hamburg,

München und Dresden Festpreise, und das zum Teil seit

Jahren. Geht also auch, wenn die Behörden arbeiten. Man muss

nur wollen – und die rechtlichen Möglichkeiten ausschöpfen.

QUALITÄTSKONTROLLE KANN JEDERZEIT ERFOLGEN

FOTOS: Axel Rühle, Taxi Times

Die IsarFunk Taxizentrale gibt seit jeher das Versprechen an ihre

Kunden ab, freundliche, serviceorientierte Fahrer*innen in

gepflegten Fahrzeugen zu vermitteln. Dies gilt umso mehr seit der

letzten wirtschaftlich notwendigen Tarifanpassung, denn wer mehr

Geld für die Taxifahrt bezahlen muss, darf dafür auch ein Plus an

Leistung erwarten.

Für uns als Taxizentrale ist daher wichtig, dass die Fahrzeuge

unserer Teilnehmer einen guten optischen Gesamteindruck

machen, dass die Folierung bzw. Lackierung im taxitypischen

Hellelfenbein intakt ist, die Taxis keine Unfallbeulen, die Sitze

keine Risse haben etc.

Damit dies gewährleistet ist, führten wir einmal pro Jahr eine

Qualitätsüberprüfung an den Fahrzeugen durch. Dann waren alle

Taxiunternehmer verpflichtet, ihre Fahrzeuge, mit denen sie an

der IsarFunk-Auftragsvermittlung teilnehmen, an einem bestimmten

Tag oder während eines definierten Zeitraums vorzufahren.

Dieser „Qualitäts-TÜV“ läuft seit diesem Jahr anders ab. Die

Aufforderung zur Kontrolle kann jetzt jederzeit erfolgen – 365 Tage

und mehrfach im Jahr, ohne Vorankündigung in den Tag- und

Nachtstunden und auch an den Wochenenden.

Die Organisation wird dabei so abgewickelt, dass für den Unternehmer

und dessen Fahrer*innen ein möglichst geringer zeitlicher

Aufwand entsteht. Dazu wird die Disposition der IsarFunk Zentrale

immer nur jene Taxis zur Qualitätskontrolle anfordern, die

sich unbesetzt im Bereich der drei von uns bestimmten Prüfwerkstätten

aufhalten. Die Fahrer*innen erhalten dann über deren

Funkdisplay den „Auftrag“, dort vorzufahren und ihr Taxi nach

den oben aufgeführten Kriterien überprüfen zu lassen. Vorteil

gegenüber dem bisherigen Verfahren: Durch die gezielte Beauftragung

über die Dispo entstehen beim Quality-Check keine Wartezeiten.

Alle kontrollierten Fahrzeuge erhalten von den Prüfstellen

einen Prüfbogen, auf dem der Zustand des Fahrzeuges und der

Status des Quality-Checks (bestanden/nicht bestanden,etc.)

gekennzeichnet ist.

Ünal Kücüksahin

TAXI 3. QUARTAL 2022

25


VERLAGSSONDERVERÖFFENTLICHUNG

ALPHA TAXIZENTRALE: SEIT 2017 IN DER REGION INGOLSTADT

Die Alpha Taxizentrale setzt auf eine umweltbewusste Firmenphilosophie.

Als erste Taxizentrale in der Region legen wir großen

Wert auf Digitalisierung und bieten eine Vielfalt an Bestellmöglichkeiten

an. Mit der direkten Verbindung über die Taxi-APP

„easyTaxi“, Web- und Auto-Booking, WhatsApp Chatbot oder telefonisch

mithilfe von Callbot können unsere Kunden schnell und

kostenlos einen Fahrservice bestellen. Die Kunden sind vom breit

gefächerten Dienstleistungsangebot überzeugt. Stets fehlerfrei,

zuverlässig und pünktlich werden Krankenfahrten, Individualfahrten

oder Flughafentransfers vermittelt.

Sowohl private Fahrgäste wie auch Firmenkunden sind von der

guten Erreichbarkeit sowie von der Zuverlässigkeit und Freundlichkeit

des gesamten Teams überzeugt. Ausgeprägte Kundenorientierung

ist der Geschäftsleitung, die bereits über

jahrzehntelange Erfahrung in der Personenbeförderung verfügt,

besonders wichtig.

Zum Haupteinsatzgebiet zählen die Region Ingolstadt sowie

Eichstätt, Pfaffenhofen an der Ilm, Neuburg an der Donau und

Kehlheim.

VERBANDSARBEIT SICHTBAR MACHEN!

„Was machen die Verbände denn schon?“, lautete eine häufig

gestellte Frage von einigen Kolleg*innen aus dem Taxigewerbe.

Die Taxen-Union Hamburg als Hamburger Landesverband (Mitglied

im Bundesverband Taxi und Mietwagen, BVTM), kann inzwischen

auf viele, moderne Kommunikationskanäle verweisen:

Telegram, Instagram, Twitter, Facebook, Newsletter für Mitglieder

und ein Aktuell-Bereich auf der Homepage. Regelmäßig werden

aktuelle Nachrichten aus dem Taxigwerbe veröffentlicht und aus

der aktuellen Projekt- und Kampagnenarbeit der Hamburger

Gewerbevertretung berichtet. Die Folge: Durchweg positive Reaktionen

der bestehenden Mitglieder und zusätzlich wird das Interesse

für einen Verbandsbeitritt bei den übrigen

Taxiunternehmer*innen Hamburgs

geweckt. Jan Grupe,

1. Vorsitzender der Taxen-Union

Hamburg: „Mit einer offenen,

modernen Kommunikation

haben wir die Möglichkeit,

gewerbepolitische Positionen

mit entsprechender Reichweite

zu platzieren und effektives

Networking zu betreiben!“

HAMBURG: ERFOLGSMODELL STADTRANDZENTRALE!

Neben mehreren stadtweit tätigen Taxizentralen, wie dem Hansa

Funk, Taxi Hamburg usw., gibt es in der Hansestadt die sogenannten

Stadtrandzentralen. Die regional ansässigen Zusammenschlüsse

von Taxiunternehmer*innen mit 30 bis 70 Fahrzeugen verfügen

über eine treue Stammkundschaft und glänzen mit Hilfsbereitschaft

und persönlichem Service.

Taxi Alstertal wurde 1995 im Nordosten Hamburgs, im Stadtteil

Poppenbüttel gegründet. Der langjährige Slogan aus der

Anfangszeit – „Wir bringen jeden um die Ecke“ – wird bis heute

täglich praktiziert: Viele Kurztouren mit Senioren – und alle

Fahrer*innen machen das gerne und mit viel menschlichem Engagement!

Diese Kundenbasis hat die Taxigemeinschaft gut durch

IMPRESSUM

Taxi-Verbände und Zentralen ist eine

Sonderveröffentlichung des Taxi-Times-

Verlags. Sie erscheint quartalsweise als

Bestandteil der Taxi Times DACH.

die Corona-Krise gebracht! Mit

moderner Vermittlungstechnik

von taxi.de, WhatsApp-Bestellung

für das junge Publikum

und einer offenen Firmenkultur

ist Taxi Alstertal gut aufgestellt

für die Zukunft! Taxi

Alstertal: Vorbild für andere

Großstädte!?

Jan Grupe (1. Vorsitzender, links)

und André Bükow

(2. Vorsitzender)

Verantwortlich im Sinne des Presserechts

sind die jeweiligen Vorstände

bzw. Geschäftsführer der Taxiverbände

und Zentralen.

Verlagsanschrift:

taxi-times Verlags GmbH

Gartenstr. 12

84549 Engelsberg

Telefon: 08634 / 260 85 77

Geschäftsführer: Jürgen Hartmann

FOTOS: Alpha Taxizentrale, Taxen-Union, Taxi Alstertal

26 3. QUARTAL 2022 TAXI


VERLAGSSONDERVERÖFFENTLICHUNG

TAXI BERLIN: PERSONALMANGEL ZWINGT UNS ZUM OUTSOURCING

Von der Schwierigkeit, Personal zu finden, die viele Taxibetriebe

kennen, sind auch die Funkzentralen betroffen. War es uns vor

zwei Jahren noch möglich, einen Teil der frei werdenden Plätze in

unserem Call-Center zeitnah neu zu besetzen, so hat die Corona-

Krise das Problem vervielfacht.

Betroffen waren viele Branchen, besonders das Taxigewerbe,

das im Schnittpunkt anderer Branchen unter einem existenzbedrohenden

Auftragsrückgang litt, wodurch das Personal erheblich

weniger zu tun hatte. Die angeschlossenen Taxibetriebe konnten

ohne Flugreisende, Messegäste und Restaurantbesucher kaum

noch Umsatz erwirtschaften und bekamen Schwierigkeiten, die

Funkbeiträge zu bezahlen. Das mussten viele Funkvermittler

durch zeitweilige Beitragssenkungen abfangen und nahmen so

weniger ein. Fest angestellte Mitarbeiter wurden lange in Kurzarbeit

geschickt.

Besonders verheerend war aber – wie in vielen betroffenen

Branchen – die Abwanderung der Mitarbeiter. Viele Betriebe leiden

noch heute, lange nach den ruinösen Lockdown-Wintern, unter

Personalnot.

Da wir die Krise als Herausforderung annehmen mussten,

machten wir aus einer vor Jahren eingerichteten Personalreserve

ein Zukunftsmodell: Schon 2010 hatten wir begonnen, telefonische

Bestellungen auch im Ausland zu bearbeiten, wo sich leicht

Deutsch sprechende Personen finden, die Arbeit suchen. Ob ein

Call-Center-Mitarbeiter in Berlin oder woanders vor dem Rechner

sitzt, spielt im Optimalfall keine Rolle. Ist er gut geschult, so ergibt

es für die Kundschaft keinen Unterschied.

So sitzt heute nur noch gut die Hälfte der Mitarbeiter der Auftragsannahme

von Taxi Berlin tatsächlich im Berliner Taxi-Zentrum.

Taxi Berlin ist damit Vorreiter. Inzwischen haben auch

andere Funkzentralen ihre Vermittlung aus verschiedenen Gründen

ausgelagert, zum Teil innerhalb Deutschlands, zum Teil

da rüber hinaus. So kann ein Kunde, der in bestimmten Regionen

Baden-Württembergs telefonisch ein Taxi bestellt, in einem Call-

Center in Hessen landen. Besteller in München können ebenfalls

in einem Call-Center im Ausland landen, ohne einen Unterschied

zu bemerken.

SPEZIALANGEBOT FÜR TAXIVERBÄNDE

UND ZENTRALEN

Bei der Aktion 18.000 sind auch Taxiverbände und –zentralen angesprochen.

Sie können für ihre Mitglieder und Teilnehmer die Printausgaben der Taxi Times

DACH zum Spezialpreis erhalten.

FOTOS: Pexels, Taxi Times

Bisher haben bereits zahlreiche Taxiverbände das Kooperationsangebot

angenommen, unter ihnen der Bundesverband Taxi und

Mietwagen, die Taxenunion Hamburg, die Fachvereinigung Bremen

e. V. oder auch die Innung des Berliner Taxigewerbes.

Von den Taxizentralen ist beispielsweise Hansa-Funktaxi

Kooperationspartner. Die Hamburger Zentrale lässt jede Ausgabe

der Taxi Times DACH an die Mitglieder schicken. Zusätzlich liegen

200 Exemplare in den Geschäftsräumen der Zentrale aus. Weitere

Zentralen aus Großstädten verfahren ähnlich, unter ihnen die

Münchner IsarFunk Taxizentrale, die Taxi-Auto-Zentrale Stuttgart,

die beiden Kölner Taxizentralen Taxiruf und taxi17, Rhein-Taxi

aus Düsseldorf, die Taxi Frankfurt eG und die Taxi Münster eG.

Aus Wiesbaden machen die beiden Zentralen FTD und WTZ mit.

Mit dabei sind auch viele Taxizentralen aus kleineren Städten.

Heidelberg beispielsweise hat für jedes seiner 110 Mitglieder ein

Exemplar erworben. Auch die Mitglieder der Taxizentrale in Freiburg

erhalten künftig pro Quartal eine Ausgabe der Taxi Times

DACH. Dessen Aufsichtsratsvorsitzender Martin Wohlleber hatte

sich dafür eingesetzt („Die Branche braucht ein Sprachrohr“) und

Geschäftsführer Kai Schröder-Klings hat daraufhin aufgestockt.

„Wir werden einige Exemplare auch unseren örtlichen Behörden

und Politikern zukommen lassen.“ Zudem sind die Taxigenossenschaft

Rostock dabei, Alpha Taxizentrale aus Ingolstadt, Funktaxi

Bergedorf und Taxi Alstertal aus Hamburg, die Taxizentrale Mannheim,

die Taxi-Ruf eG Schweinfurt, die Rosenheimer Edelweiß-

Zentrale und die Taxen-Funk-Ruf GmbH aus Celle.

Für all diese Verbände und Zentralen besteht optional die Möglichkeit,

innerhalb der Verlagssonderveröffentlichung „Taxiverbände

und Taxizentralen“

von ihren Verbands- bzw.

Zentralenaktivitäten zu

berichten. Diese Publikation

erscheint quartalsweise

mit jeder Ausgabe der

Taxi Times DACH.

Bei Interesse an der

Kooperation können

sich die Vorstände und

Geschäftsführer der Taxizentralen

an den Verlag

unter abo@taxi-times.com

wenden.

TAXI 3. QUARTAL 2022

27


TAXI INTERNATIONAL

TAXI-PROTEST

IN BRÜSSEL

Eine beeindruckende europäische Taxidemo sorgte

Anfang September in Brüssel für hohe

Aufmerksamkeit. Sie offenbarte aber auch eine

Spaltung im Gewerbe.

Spanische Taxifahrer*innen beleben die Demo.

Am 7. September fuhren über

400 Taxis und rund 1.100

Teilnehmer*innen aus sechs

europäischen Ländern im Konvoi vier Stunden

lang durch das Brüsseler Stadtzentrum.

Mit dabei waren Taxifahrer*innen

aus Spanien, Frankreich, der Schweiz, Griechenland,

Großbritannien und ein großes

Kontingent an Brüsseler Taxikolleg*innen.

150 der Taxifahrer*innen begleiteten den

Konvoi zu Fuß. Sie kamen hauptsächlich

aus Italien, da sie aus Energiespargründen

mit dem Zug in die europäische Hauptstadt

gefahren waren und ihre Taxis in Italien

zurückgelassen hatten. Die spanischen und

französischen Kolleg*innen hatten Fahrgemeinschaften

gebildet und waren mit mehrfach

besetzten Taxis nach Brüssel gefahren.

Der Protest richtete sich in erster Linie

gegen das Unternehmen Uber, aber auch

gegen das Phänomen der „Uberisierung“.

„Mit der Demonstration fordern wir eine

umfassende Untersuchung des Uber-Files-

Skandals“, sagte Abdel Sabbani, Präsident

der BTF (Fédération des Taxis Bruxellois),

der die Demonstration organisierte.

Verteidigung des Taxis als ÖPNV.

Das Beitragsfoto zeigt eine Grußbotschaft

von mexikanischen Taxikollegen: „Mexiko in

Brüssel mit der würdigen Ehre, unser Land

zu vertreten, Ignacio Rodrigez Mejía und

Aldo Soto, wir wünschen Ihnen viel Glück!

Grüße vom amerikanischen Kontinent.

KUNSTVOLL DEKORIERT

Viele der – teilweise kunstvoll dekorierten –

Taxis kommentierten die uberfreundliche

Gesetzgebung in bestimmten Ländern,

den Uber-Files-Skandal, Ubers fragwürdige

Geschäftspraktiken und Politiker, die

gegenüber Anbietern wie Uber ein Auge

zudrücken.

Die Demonstrant*innen wollten, dass die

EU-Kommissar*innen Lehren aus den Uber-

Files ziehen. Die im Juni bekannt gewordenen

internen Dokumente aus den Jahren

2014 bis 2017 zeigten, wie der Plattformanbieter

nationale Gesetze zu seinen Gunsten

manipuliert oder sie einfach ignoriert und

in jedem Land gezielt fragwürdige Verbindungen

zu Politiker*innen aufgebaut hatte.

„Warum wird Uber immer noch von

Politikern geschützt?“ So lässt sich der

Tenor des Protests zusammenfassen. Uber

stärke deutlich die Bindung zwischen

Taxifahrer*innen, wie ein Schweizer Taxifahrer

sagte: „Sie nehmen uns die Arbeit

weg, sie arbeiten illegal, sie halten sich

OHNE DEUTSCHLAND UND ÖSTERREICH

Auffällig am europäischen Taxiprotest war, dass viele führende

nationale Taxiverbände – unter Ihnen die nationalen

Verbände aus Belgien, Deutschland und Österreich – diese

Aktion nicht öffentlich unterstützten.

Das ist einerseits schade, denn die EU-Vorschläge zur

generellen Regulierung für Plattformarbeitnehmer müssen

dringend nachgebessert werden, damit beispielsweise

selbständige Solounternehmer nicht plötzlich als Arbeitnehmer

von Taxizentralen eingestuft werden. Auf der anderen

Seite ist es verständlich, denn die Demoziele passen nicht

zur politischen Strategie der nicht beteiligten Länder: Weil

in Deutschland und erst recht in Österreich die nationale

Gesetzgebung (zumindest theoretisch) genügend Spielraum

lässt, um sich gegen unlauteren Wettbewerb zur Wehr zu

setzen, will man die Gesetzgebung zur Personenbeförderung

in nationaler Hand lassen.

Die Brüsseler Taxidemonstranten dagegen fordern mehr

Einfluss aus der EU, weil in den dortigen Ländern die

Personenbeförderungsgesetze allzu liberal und ziemlich

„uberfreundlich“ sind. Wenn die EU also tatsächlich regulatorisch

stärker eingreift, wäre das immer noch schwächer

als die aktuelle nationale Gesetzgebung in Deutschland und

Österreich. Dazu kommt, dass die Organisatoren sich bereits

vor der Demo untereinander gespalten haben. Das zumindest

geht aus dem Chat-Verlauf der WhatsApp-Gruppen hervor,

über die zur Streik-Teilnahme aufgefordert worden war. jh

FOTOS: Wim Faber

28 3. QUARTAL 2022 TAXI


TAXI INTERNATIONAL

Kollegen aus der Schweiz. Taxiprotest am Brüsseler Innenring. Italiener protestieren zu Fuß.

FOTOS: Wim Faber

nicht an die Regeln, aber sie werden trotzdem

von der Politik geschützt. Warum?“

„Wir haben unsere Familien und unsere

Arbeit verlassen, um hierher zu kommen.

Wir sind hier, um unsere Existenz zu verteidigen“,

sagte der Schweizer Taxifahrer Abel

Ben Mbarek aus Genf. Sein Kollege aus Barcelona,

Jaime Sau, fordert einen besseren

Schutz des Taxisektors. „Die Grundprobleme

sind in allen europäischen Ländern

gleich. Wir wollen verteidigt werden, weil

wir ein öffentlicher Sektor sind. Wir sind

hier als Taxifahrer zusammengekommen,

um mit einer Stimme zu sprechen.“

ZUFRIEDENE ORGANISATOREN

Ob das alle so sahen, ist fraglich. Die Organisatoren

Elite Taxi (Spanien) und der

Brüsseler Taxiverband, unterstützt von

Gewerkschaften wie CGT Transports (Frankreich)

und Unite (Großbritannien), die eine

umfassende Untersuchung des Uber-Files-

Skandals durch die EU-Kommission forderten,

waren mit der Beteiligung, der positiven

Atmosphäre und der klassischen Kameradschaft

des Taxigewerbes, die so oft bei diesen

Demos auftritt, zufrieden.

Die Nicht-Teilnahme von Taxis aus dem

restlichen Belgien, Deutschland, den Niederlanden

und Österreich sowie die mangelnde

Unterstützung vieler nationaler

Taxiverbände offenbarte allerdings, dass die

europäische Taxiwelt in ihren Zielen, Forderungen

und Lösungen sehr gespalten ist.

Taxifahrer und Gewerkschaften waren

die treibende Kraft für die Brüsseler Demo.

Viele Taxiverbände taten sich schwer mit

den beiden Organisationen – oder ihnen

gefiel die Art von Demonstration nicht, weil

sie lieber den direkten Dialog mit der EU-

Kommission suchen.

Denn ob während des Demonstrationszugs

ein Gespräch mit der EU-Kommission zustande

kam, oder die Forderungen der „Taxiwelt“die

EU-Kommission erreichten, blieb sowohl vor

als auch nach der Demo unklar.

Für manch einen Taxiverband in Europa,

in denen Taxizentralen und Taxibetriebe

organisiert sind, ist Uber weniger ein

Thema. Beispielsweise in Ländern, in denen

das Alltagsgeschäft zum größten Teil aus

Vertragsfahrten besteht (Kranken-, Handicap-

und Schülerbeförderung), wird nicht

an einem Strang gezogen, was sich dann

auch auf die gewerbepolitische Arbeit

der vier Organisationen der europäischen

Ebene (IRU, UITP, TaxisForSmartMobility

und Taxi Alliance) auswirkt.

Diese Organisationen erhalten verschiedene

nationale Impulse, die dann jedoch nicht zu

einer effektiven Lobbyarbeit auf europäischer

Ebene zusammengeführt werden. Dadurch

entsteht seit einiger Zeit (lang vor dem Sommer

und schon im Jahr 2021) das Gefühl, dass

vor allen Dingen bei den „Großen“ nichts mehr

läuft, ganz besonders bei der IRU und bei der

UITP. Keine Aktion ist aber so öffentlichkeitswirksam

wie eine gut organisierte, effektive

und beeindruckende Demonstration, die dem

Taxigewerbe auch ein Gesicht gibt. Dass Demo

und Lobbyarbeit in diesem Falle nicht parallel

liefen, ist eine verpasste Chance. wf

Heimspiel

opta data auf der

Taximesse in Essen!

Vom 04. bis 05.11.2022 findet die Europäische Taximesse erstmalig in

Essen statt. Und opta data, Ihr Spezialist für Abrechnungsprozesse im

Bereich Krankenfahrten und Krankentransporte und Wegbereiter für die

digitale Steuerung Ihres Unternehmens, hat damit ein Heimspiel!

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HAMBURG

ZUSCHLAG FÜR

DAS FAHRRAD

Hamburgs Taxitarifordnung sieht seit

diesem Jahr auch einen Zuschlag bei

einer Fahrradmitnahme vor. Ein

Hamburger Taxibetrieb hat dafür eine

Lösung auf seinem Toyota Prius.

ERSATZ FÜR

DIE SCHIENE

Als ein wichtiger Hamburger

S-Bahnhof über mehrere Wochen nur

eingleisig befahren werden konnte,

wurden auch Großraumtaxis für den

Schienenersatzverkehr eingesetzt.

Als ein wichtiger Hamburger S-Bahnhof über mehrere

Wochen nur eingleisig befahren werden konnte, wurden

auch Großraumtaxis für den Schienenersatzverkehr

eingesetzt.

Am Heck des Taxis von Clemens Grün von Greencab befindet

sich seit Kurzem ein Fahrradträger, den der Hamburger

Unternehmer für 200 Euro Aufpreis sogar in Hellelfenbein

hat lackieren lassen. Die Apparatur besteht aus einem

Grundträger und einem in verschiedenen Ausführungen

erhältlichen sogenannten Tieflader, der dafür sorgt,

dass die Räder nicht sehr hoch gehoben werden müssen.

Da die Hydraulik der Kofferraumklappe nicht auf

das zusätzliche Gewicht ausgelegt ist, gehört zum Lieferumfang

auch ein Zubehör-Teil, das beim Öffnen der

Kofferraumklappe auf die Stange gesteckt wird und so

die Klappe oben hält.

Einschließlich Montage, Beleuchtung, Extra-

Nummernschild und Lackierung kostet der Träger

1.300 Euro. Hersteller ist die Firma Paulchen. Refinanzieren

lassen sich diese Ausgaben durch einen Fahrradzuschlag

(8 Euro), der seit Juni 2022 im Hamburger Taxitarif geregelt ist.

Der Zuschlag darf aber ausdrücklich

nur bei Transport

des Fahrrads oder der Fahrräder

auf einem Fahrradträger

erhoben werden. Mit dieser

Vorgabe will die Behörde verhindern,

dass keine Fahrräder

zusätzlich berechnet werden,

Clemens Grün darf für solche

Fahrradtransporte acht Euro

Zuschlag pro Bike verlangen.

die unsachgemäß und ungesichert

in den Kofferraum

geschmissen werden. ar

NOCH MEHR

HAMBURGER

TAXITHEMEN

Eingeschränkter

Betrieb am Hamburger

S-Bahnhof

Elbbrücken.

Mitte August war beim Brand eines Lkw der

direkt darüber liegende S-Bahnhof Elbbrücken

so sehr beschädigt worden, dass die

Haltestelle während der wochenlangen Reparaturarbeiten

nur eingleisig befahren werden konnte. Um den

dadurch entstehenden Fahrgaststau aufzufangen, setzte

die Bahn Schienenersatzverkehr ein.

Zum Einsatz kamen dabei neben eigenen Fahrzeugen

der Betreibergesellschaft HVV und 15 Moia-Fahrzeugen

auch zehn Großraumtaxis mit jeweils mindestens sieben

Fahrgastplätzen. Vier von ihnen waren elektrisch angetrieben,

zwei als Inklusionstaxi ausgestattet.

Sie waren jeweils von Montag bis Samstag zwischen 5 Uhr

und 1 Uhr sowie sonntags zwischen 8 Uhr und 24 Uhr im Einsatz.

„Die Fahrzeuge sind bei den Taxenvermittlern Hansa-Funk,

Das Taxi und Autoruf/Taxi Hamburg 6×6 angeschlossen und

entsprechend mit dem Hinweis ,Schienenersatzverkehr‘ gekennzeichnet“,

teilt die Stadt zu Beginn der Aktion mit. Anjes Tjarks,

Senator für Verkehr und Mobilitätswende, freute sich, „dass die

Taxiunternehmen zusätzlich zu den bereits eingeführten Verstärkerfahrten,

Pendelzügen, Moia-Shuttles sowie eingesetzten

Gelenkbussen den Schienenersatzverkehr unterstützen“. jh

FOTOS: Paul Preß - Behörde für Verkehr und Mobilitätswende Hamburg, Pixabay

30 3. QUARTAL 2022 TAXI


MÜNCHEN

ZU WENIG

Bei Taxitarif-Erhöhungen berichtet die

Presse selten reflektiert über die

Ursachen. Die »Bayerische Staatszeitung«

schreibt gar von »sozialer Sprengkraft« –

ohne Konsequenzen zu fordern.

ZU VIEL

Als Fußballprofi Manuel Neuer in einem

Münchner Taxi seinen Geldbeutel liegen

ließ, tat der Fahrer mehr als nötig und

beschwerte sich hinterher über den

»Finderlohn« – ein Eigentor.

FOTOS: Collage Axel Rühle, Pixabay

Mitte August pickte die BSZ Städte und Landkreise mit

überdurchschnittlichen Tariferhöhungen heraus.

Zitiert wird Thomas Kroker vom Landesverband Bayerischer

Taxi- und Mietwagenunternehmer, dass in vielen Gebieten

die Preise seit Jahren nicht mehr angepasst worden waren.

Ursachen seien auch die Erhöhung des Mindestlohns und der

Spritpreise.

Zu den Auswirkungen stellt die BSZ Thesen auf, etwa eine

Behinderung der Verkehrswende oder Mehrausgaben für die

Krankenkassen und als Folge Beitragserhöhungen.

Lösungen werden nicht vorgeschlagen.

NICHT GESELLSCHAFTSFÄHIG

Bei der mobilen Daseinsvorsorge sind Taxitarife, die

für bestimmte Zielgruppen unerschwinglich sind, in

der Tat nicht gesellschaftsfähig. Bei absolut unumgänglichen

Preiserhöhungen liegt es aber in der Verantwortung

der Politik, die Branche zu unterstützen.

Während die kommunalen Verkehrsbetriebe großzügig

subventioniert werden (und dann zum Teil neue On-

Demand-Flotten auf die Straße bringen), trägt sich

jeder Taxibetrieb selbst.

Die Unterstützung muss

nicht teuer sein: Ausnutzung

des Rechtsrahmens des Personenbeförderungsgesetzes

(PBefG), Regionalisierungsmittel

auch für das Taxi oder

Verhinderung von Dumpingverträgen

mit Krankenkassen

könnten Taxibetrieben

rentables Arbeiten zu kundenfreundlichen

Preisen

ermöglichen.

jh

Soziale Sprengkraft: Tariferhöhungen

beim Taxi sind nicht

Ursache, sondern Folge.

NOCH MEHR

MÜNCHNER

TAXITHEMEN

Als Manuel Neuer Mitte Juli seine Geldbörse mit Kreditkarte,

Ausweis, Führerschein und 800 Euro Bargeld im

Taxi liegen ließ,

fuhr der Fahrer am nächsten

Tag unaufgefordert zu

Neuers Privat adresse am

Tegernsee – hin und

zurück 110 Kilometer –

und gab sie dort ab.

Neuer (Jahresgehalt:

11 Mio. Euro)

ließ ihm als Dank

ein Fußballtrikot

mit Autogramm

schicken. Der

Da ein Taxi ein öffentliches Verkehrsmittel

ist, steht dem Inhaber

oder Personal kein Finderlohn auf

liegen gebliebene Gegenstände zu.

Fahrer empfand

das als Hohn und ging an die Presse. Plötzlich war

zu lesen, wie enttäuscht der Fahrer über den „Finderlohn“

gewesen sei.

KEIN ANSPRUCH AUF FINDERLOHN

Für viele Kolleg*innen hat der Münchner Taxifahrer damit ein

Eigentor geschossen, weil ihm rein rechtlich gar kein Finderlohn

zugestanden hätte: „Wer eine Sache in den Geschäftsräumen

oder den Beförderungsmitteln einer öffentlichen Behörde oder

einer dem öffentlichen Verkehr dienenden Verkehrsanstalt findet

und an sich nimmt, hat die Sache unverzüglich an die Behörde

oder die Verkehrsanstalt oder an einen ihrer Angestellten

abzuliefern“, heißt es im Paragraf 978 des Bürgerlichen Gesetzbuchs

(BGB).

So lobenswert also das Verhalten des Münchner Taxifahrers

war: Sich hinterher als Opfer darzustellen und eine prominente

Person damit zu diskreditieren, wirft kein gutes Licht auf die

Taxibranche.

ar/jh

DIE WELT DREHT SICH ANDERS.

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TAXI 3. QUARTAL 2022

31


BERLIN

GROSSER SCHADEN –

HOHE STRAFE

Die Berliner Aufsichtsbehörde hat

gegen einen Mietwagenbetrieb, der

ohne Genehmigung für Uber & Co.

gefahren ist, ein Bußgeld von einer

halben Million Euro verhängt.

HOHE KOSTEN –

WENIG EINSICHT

Berlin hat sein On-Demand-Projekt

»Berlkönig« eingestellt und nur wenig

später das nächste Porjekt gestartet.

Aus den Fehlern scheint man

allerdings nicht gelernt zu haben.

In einem besonders schwerwiegenden Fall von illegalem

Mietwagen-Betrieb haben die zuständigen Behörden nun

hart durchgegriffen und ein Bußgeld in Höhe von 500.000

Euro gegen den Geschäftsführer des Unternehmens verhängt.

Laut den Ermittlungen war dies möglich, weil die Unternehmen

den Vermittlungsdiensten, Uber, Free Now und Bolt

bei der Registrierung gefälschte Unterlagen vorgelegt hatten.

Alle drei Anbieter bestätigten, an den Betrieb Fahrten

vermittelt zu haben, bis bekannt geworden sei, dass

die Lizenzen gefälscht waren.

Wie die Behörden weiter mitteilen, ist der genannte

Fall nur der erste einer Reihe weiterer Verfahren,

in denen wegen solcher ungenehmigter Fahrten ermittelt

wird. Mit weiteren Bußgeldentscheidungen sei

daher zu rechnen: „Das LABO [als Aufsichts- und

Genehmigungsbehörde] verfolgt und ahndet konsequent

Verstöße gegen das Personenbeförderungsgesetz

sowohl im Interesse der Fahrgäste als vor allem

auch zum Schutz der rund 650 Unternehmen im Mietwagen-

sowie der rund 2.100 Unternehmen im Taxigewerbe, die

ihr Gewerbe ordnungsgemäß ausüben.“

Ende August 2022 waren in Berlin 2.045 Taxibetriebe mit

insgesamt 5.539 Taxis und 669 Mietwagenbetriebe mit insgesamt

4.061 Mietwagen registriert. Auf vier Taxis kommen in

Berlin also fast drei Mietwagen.

ar

NOCH MEHR

BERLINER

TAXITHEMEN

Das Projekt Berlkönig war kaum beerdigt, da startete das

Land Berlin mit seiner Verkehrsgesellschaft BVG

bereits die nächste On-Demand.Initiative, diesmal unter

dem Namen MUVA. Diese Rufbus-Linien im Osten Berlins werden

abermals gemeinsam mit Via-Van betrieben, ausgerechnet

mit jener Firma, die genauso zu Mercedes gehört wie Free

Now.

Jene Berliner Landespolitik, die durch ihre jahrelange

Untätigkeit den Wildwuchs von Uber und eben

auch Free Now erst ermöglicht hat und damit zur massiven

Schwächung des Taxigewerbes beigetragen hat,

protegiert nun im Osten Berlins abermals ein externes

Unternehmen.

Und als wäre die systematische und behördlich wie

politisch geduldete Zerstörung des Berliner Taxigewerbes

noch nicht schlimm genug, setzt man jetzt mit dem

Rufbus für Via-Van noch einen drauf und belohnt den

gleichen Konzern gleich doppelt.

Das ist ein Schlag ins Gesicht für das Berliner Taxigewerbe,

denn anstatt die Chance zu nutzen, MUVA nicht abermals

mit zusätzlichen Fahrzeugen auf die Straße zu schicken,

hätte man den Rufbus jetzt gemeinsam mit dem Taxigewerbe

aufziehen können. Das wäre eine kleine, aber wichtige Geste

der Entschädigung gewesen. Berliner Taxifahrer und Gewerbevertreter

macht diese Ignoranz zurecht fassungslos. jh/ar

Über 4.000 Mietwagen

sind in Berlin

zuglassen. Manche

fahren sogar ohne

Konzession für Uber,

Bolt und Free Now.

Zehn solcher Muva-

Shuttles rollen jetzt

durch den Berliner

Osten. Sie sind nicht

mal elektrisch, dafür

aber für die Beförderung

von Rollstühlen

geeignet.

ABHOLUNG IN DER TIEFGARAGE

Taxi Berlin kooperiert seit Langem erfolgreich mit dem bundeseigenen

Unternehmen Bw-Fuhrpark, das für die Beförderung

von Mitgliedern des Bundestages zuständig ist. Die

Firma gibt regelmäßig Aufträge, die ihre Kapazitäten kurzfristig

übersteigen, an das Taxigewerbe weiter. Sie werden vom

Call-Center der Berliner Taxizentrale vermittelt.

Sind Abgeordnete am Berliner Hauptbahnhof abzuholen, so

ist jetzt die Stelle mit den neu zur Verfügung gestellten, Bw-

Fuhrpark-eigenen Stellplätzen in der Tiefgarage des Bahnhofs

anzufahren. Dieses unterirdische, dreigeschossige Parkhaus

hat zwei Einfahrten und zwei Ausfahrten. Es ist daher durchaus

erklärungsbedürftig, wie man den Treffpunkt mit den

Volksvertretern am besten anfährt. Die

Berliner Regionalredaktion der Taxi Times

hat daher die Zufahrt genau beschrieben,

bebildert und auf YouTube mehrere Anund

Abfahrtsvideos eingestellt. ar

An diesen Parkplätzen holen Berliner

Taxifahrer*Innen die Bundestagsabgeordenten

seit kurzem ab.

Wegbeschreibungen

mit Fotos

Wegbeschreibungen

als Video

FOTOS: Axel Rühle (2), BVG

32 3. QUARTAL 2022 TAXI


VERLAGSSONDERVERÖFFENTLICHUNG 3. QUARTAL 2022

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Die massive Erhöhung der Spritpreise,

die zunehmende Inflation

sowie der neue Mindestlohn ab

Oktober 2022 sorgen für weitere Anspannungen im

Personenbeförderungsgewerbe. Der Wunsch nach Einsparpotenzial

steigt, je höher die Kosten werden. Das

wissen- und das verstehen wir.

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TAXI DEUTSCHLAND: EIN STARKER VERBUND

Der Zentralenverbund „Taxi Deutschland“ hat seit diesem

Monat einen neuen Vorstand. Marten Clüver (Taxi

Frankfurt eG), Jens Schmiljun (Taxi Berlin) und Thomas

Kroker (Taxi München eG) stehen seit rund einem

Monat in der Verantwortung. Unverändert im Vorstand

bleibt Fred Buchholz aus Bremen. Dem Aufsichtsrat

gehören Tahir Akbas (Taxi Dortmund eG), Thomas

Lohse (Hansa-Funktaxi), Dennis Klusmeier (Taxi Düsseldorf

eG) und Wolfgang Pettau (Taxi Hannover) an.

Mit der neuen Zusammensetzung wurde der Vorstand

nun verjüngt. Alle bringen den Mut zur Veränderung

und zur Innovation mit. Die Verbandszugehörigkeit

der einzelnen Mitgliedszentralen spielt bei Taxi

Deutschland keine Rolle.

Möglich ist diese Verbandsneutralität auch deshalb,

weil die Taxi Deutschland eG als Zentralenverbund die

Taxi Deutschland: ein starker Verbund für große und

kleine Taxizentralen

wirtschaftlichen Interessen deutscher Taxizentralen

wahrnimmt. Ein markantes Beispiel dafür sind die zahlreichen

Gerichtsverhandlungen, mit denen man auf

Basis des Wettbewerbsrechts die unlauteren Machenschaften

von Uber und teilweise auch Free Now juristisch

erfolgreich bekämpfte. Die kürzlich veröffentlichten

Uber-Files haben deutlich vor Augen geführt, dass Uber

ohne den Widerstand von Taxi Deutschland mit seiner

aggressiven Lobbypolitik wahrscheinlich auch in

Deutschland erfolgreich gewesen wäre.

Es ist jetzt wichtiger denn je, den Druck auf die

Aufsichtsbehörden zu verstärken, damit diese geltendes

Recht wirkungsvoll umsetzen. Das gilt aber nicht

nur für die nationale Gesetzgebung, sondern auch für

die europäische. Taxi Deutschland unterstützt den

europäischen Verbund „Taxis4SmartMobility“, der als

Lobbyvertretung in Brüssel aktiv ist. Die Aufmerksamkeit

für Brüssel ist ein Thema für alle: Was in Brüssel

europäisch geregelt wird, wird irgendwann auch in

Buxtehude aufschlagen.

Deshalb muss das Taxigewerbe national und europäisch

mit einer wirtschaftlich wie strukturell starken

Allianz auftreten. Je mehr Taxizentralen sich Taxi

Deutschland anschließen, umso größer sind die Möglichkeiten

der gewerbepolitischen Einflussnahme. Bei

Interesse an einer Mitgliedschaft können sich Taxizentralen

an info@taxi-deutschland.net wenden.

FOTOS: 4U-Assekuranz, Pixabay

34 3. QUARTAL 2022 TAXI


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Die nächste Ausgabe der

Taxi Times erscheint am

14.12.2022

TAXI 3. QUARTAL 2022

35


AKTION 18.000

AKTION

18.000 –

MITMACHEN

ODER

FINITO

2021

Braucht die Taxibranche eine mediale

Stimme und ist sie bereit, sich dieses

Sprachrohr selbst zu finanzieren? Die

»Aktion 18.000« des Taxi-Times-Verlags

wird diese Frage beantworten.

Was die Taxibranche während der Corona-Lockdowns

erleiden musste, trifft seit diesem Jahr nun auch den

Taxi-Times-Verlag: 70% Umsatzverlust im ersten

Halbjahr und wahrscheinlich auch im 4. Quartal 2022! Hier sind

es die Werbekunden, die aufgrund zahlreicher externer Faktoren

ihre sonst regelmäßigen Buchungen bei Taxi Times im Jahr 2022

stark reduzieren mussten (siehe Beitrag auf Seite 39).

Die Konsequenz: Eine Fachzeitschrift wie Taxi Times muss

künftig in erster Linie von ihren Lesern refinanziert werden.

„Damit Taxi Times auch weiterhin umfassend und fundiert über

die Taxibranche berichten kann, brauchen wir mindestens 18.000

Abonnenten und verkaufte Exemplare“, erläutert Taxi-Times-Herausgeber

Jürgen Hartmann. Mit dieser Zielsetzung hat der Verlag

daher die gleichnamige „Aktion 18.000“ gestartet.

Die Entscheidung liegt nun also beim Leser, der seit der Gründung

des Verlags im Jahr 2014 über zahlreiche Kanäle mit Neuigkeiten

zur Taxibranche bedient worden ist. Sei es tagesaktuell

über die Website, über die App, wöchentlich ein bis zweimal über

den Newsletter, dazu themenbezogen über WhatsApp-Gruppen

und über den verlagseigenen YouTube-Kanal. Das Hauptprodukt

war und ist bis heute für den Verlag die Printausgabe. „Unsere

Taxi Times DACH mit einer Druckauflage von 22.000 Exemplaren

subventioniert unsere digitalen Inhalte“ sagt Herausgeber Hartmann

(siehe auch Seite 38). „Sämtliche digitalen Formate von

Beiträgen über die Website bis hin zum Newsletter können dadurch

kostenlos angeboten werden.“

Wie wichtig diese Inhalte sind, verdeutlichen die Zugriffszahlen.

Jede Meldung auf der Website wird im Schnitt 800-mal angeklickt,

die Website hat pro Monat über 30.000 Besucher. Besonders

hoch war das Interesse an der Berichterstattung zum Kampf des

Taxigewerbes gegen die politischen Pläne, das Personenbeförderungsgesetz

(PBefG) aufzuweichen und plattformfreundlich

zu gestalten. Der große Rivale Uber hatte für seinen größtenteils

schmutzigen Lobbyismus unendliche finanzielle Mittel zur

Verfügung (was in diesem Jahr durch die Veröffentlichung der

„Uber-Files“ bestätigt wurde), doch das Taxigewerbe hatte stets

die besseren Argumente. Dies gebetsmühlenartig allen Beteiligten

klarzumachen, war zum einen die Aufgabe der Taxiverbände,

aber eben auch der Fachmedien.

SCHEUERWEHR – TAXI-DEMO …

Der laute Protest des Taxigewerbes in Form der vom Bundesverband

initiierten „Scheuerwehr“, durch zahlreiche Taxidemos und

nicht zuletzt durch den großen Taxi-Aktionstag am 10. April 2019

hat eine PBefG-Novelle verhindert, die in ihrer ursprünglich

geplanten Version das Taxigewerbe zerstört hätte. Taxi Times hat

nicht nur den Aktionstag am 10. April intensiv begleitet (siehe

QR-Code), sondern auch alle anderen Aktionen. Das öffentliche

und politische Interesse am Taxigewerbe führte auch dazu, dass

Taxi Times von den Politikern seitdem sehr intensiv gelesen wird.

Als dann 2020 Corona kam, gingen die Besuchszahlen auf der

Taxi-Times-Website abermals steil nach oben. Die Branche war

von einem Tag auf den anderen mit ganz anderen Themen kon-

DAS NEUE PREMIUM-ABO

Aus dem klassischen Abonnement für die Printausgabe

wird jetzt das Premium-Abonnement. Für 66 Euro im Jahr

(5.50 Euro im Monat) erhalten Taxi-Times-Leser

vier Printausgaben Taxi Times

DACH pro Jahr, den wöchentlichen

Newsletter, freien Zugriff

auf sämtliche Inhalte unter www.

taxi-times.com sowie auf die Taxi-

Times-App. Auf Wunsch erfolgt

zudem eine Aufnahme in die

Jetzt Premium-

Whats-App-Gruppe „Eine Stimme Abonnent werden

für das Taxi“.

FOTOS: freepik.com

36 3. QUARTAL 2022 TAXI


AKTION 18.000

2022 2023

frontiert. Jetzt ging es um Staatshilfen, Maskenpflicht, Rechtsfragen

zur Beförderungs- und Betriebspflicht, Infektionsschutz etc.

„Als plötzlich Trennfolien und Systeme in die Taxis eingebaut

werden mussten, haben wir mit einer umfassenden Übersicht den

Kontakt zu den potenziellen Anbietern ermöglicht. Bis heute ist

diese Übersicht die meistgeklickte Meldung auf unserer Website“,

berichtet Hartmann.

All das wurde selbst während der Corona-Pandemie größtenteils

über die Werbepartner finanziert und der kostenlose Zugang zu den

Brancheninfos damit quersubventioniert. Jetzt allerdings fehlen diese

Werbekunden und der Verlag und seine Leser müssen umdenken.

Aus dem klassischen Abonnement für die Printausgabe wird

jetzt das Premium-Abonnement (siehe nebenstehenden Kasten)

für 66 Euro im Jahr. „Jeder Taxiunternehmer muss sich die Frage

stellen, ob ihm Taxi Times als Sprachrohr für die Taxibranche und

als Informationsquelle 5,50 Euro im Monat wert ist“ bittet Hartmann

seine Leser. „Mitmachen oder Finito! Nur wenn die „Aktion

18.000“ von den Lesern angenommen wird, wird es Taxi Times

auch 2023 in der gewohnten Form geben.“

UNTERSTÜTZUNG VON ZENTRALEN UND

VERBÄNDEN

Unterstützung kommt dabei auch von den Taxiverbänden und

Zentralen, die bereits zahlreich bei der „Aktion 18.000“ mitmachen.

Davon profitieren auch deren Mitglieder und Teilnehmer.

Die Taxiverbände und Zentralen nutzen das spezielle Angebot des

Verlags und erwerben für ihre Mitglieder und Teilnehmer mindestens

20 Exemplare pro Quartal zum vergünstigten Preis. Im

Gegenzug erhalten alle Taxiverbände und Zentralen die Option, in

jeder Ausgabe der Taxi Times DACH mit einem redaktionell eigenverantwortlichen

Beitrag über die eigene Zentrale zu berichten.

Bisher haben bereits zahlreiche Taxizentralen das Angebot

angenommen. Hansa-Funktaxi aus Hamburg lässt beispielsweise

jede Ausgabe der Taxi Times DACH an die Mitglieder schicken.

Zusätzlich liegen 200 Exemplare in den Geschäftsräumen der

Zentrale aus. Ähnlich ist es mit dem Taxiruf und der Fachvereinigung

Personenverkehr LV Bremen geregelt. Weitere Zentralen aus

Großstädten verfahren genauso, unter ihnen die Münchner Isar-

Funk Taxizentrale, die Taxi-Auto-Zentrale Stuttgart, die beiden

Kölner Taxizentralen Taxiruf und taxi17, Rhein-Taxi aus Düsseldorf,

die Taxi Frankfurt eG und die Taxi Münster eG. Aus Wiesbaden

machen die beiden Zentralen FTD und WTZ mit.

Viele dieser Zentralen zählen auch zum Verbund der drei Taxi-

Apps taxi.eu, Taxi Deutschland und Cab4me. Die Betreiber der Apps

(FMS Systems, Taxi Deutschland eg / gefos sowie Seibt & Straub)

zählen seit Jahren zu den treuen Werbekunden des Taxi-Times-Verlags

und haben auch für die Zukunft ihre Unterstützung zugesagt.

Mit dabei sind auch einige Taxizentralen aus kleineren Städten.

Heidelberg beispielsweise hat für jedes seiner 110 Mitglieder

ein Exemplar erworben. Der Beschluss dazu fiel einstimmig in

der Aufsichtsratssitzung. Auch die Mitglieder der Taxizentrale in

Freiburg erhalten künftig pro Quartal eine Ausgabe der Taxi Times

DACH. Dessen Aufsichtsratsvorsitzender Martin Wohlleber hatte

sich dafür eingesetzt („Die Branche braucht ein Sprachrohr“) und

Geschäftsführer Kai Schröder-Klings hat daraufhin um einige weitere

Ausgaben aufgestockt. „Wir werden einige Exemplare auch unseren

örtlichen Behörden und Politikern zukommen lassen“.

Zudem sind die Taxigenossenschaft

Rostock dabei, Alpha Taxizentrale aus

Ingolstadt, Funktaxi Bergedorf und Taxi

Alstertal aus Hamburg, die Taxizentrale

Mannheim, die Taxi-Ruf eG Schweinfurt

und die Taxen-Funk-Ruf GmbH aus Celle.

Viele der hier genannten Taxizentralen

nutzen in dieser Ausgabe bereits die

optionale Möglichkeit einer redaktionell

eigenständigen und eigenverantwortlichen

Berichterstattung über ihren Taxiverband

bzw. Taxizentrale (integriert in

die Heftmitte dieser Ausgabe). red

Live-Videos und

Stimmungen: So

berichtete Taxi

Times am 10.

April 2019 von

der bundesweiten

Taxidemo.

TAXI 3. QUARTAL 2022

37


AKTION 18.000

Eine Online-Nachricht ist in

der „Herstellung“ teurer als die

potenziell mögliche Refinanzierung

über Werbung.

DIE SUBVENTIONIERTE

ONLINE-NACHRICHT

Genügt es, die Taxibranche nur noch über die Website und soziale Medien

zu informieren? Neben einem journalistischen Qualitätsverlust ist dies auch

finanziell nicht möglich.

Nichts ist so alt wie die Nachricht

von gestern“. Dieser Spruch ist

das Credo jeder Online-Redaktion,

eines Bloggers, eines Influencers etc. Bei

Meldungen auf der Website geht es um die

schnelle Nachricht: Das „wo – was –

warum“ muss kurz und knapp auf den

Punkt gebracht werden. Wobei das „warum“

meist schon auf der Strecke bleibt. Für die

nötige Recherche ist keine Zeit.

Genau diese Zeit nimmt sich jeder Journalist,

wenn er über ein Thema in der gedruckten

Ausgabe berichtet. Jetzt ergibt sich die

Gelegenheit, den Sachverhalt mit etwas

Abstand zu bewerten, die ersten Reaktionen

oder Zusatzinformationen einfließen zu lassen.

Der Blick auf das Thema ist tiefer, die Themenbehandlung

umfassender und fundierter.

Zudem bietet die Darstellung im Lay-Out

eines Magazins vielfältigere graphische

Möglichkeiten. Die graphisch gestaltete

und gedruckte Version eines Magazins ist

somit immer eine wertvolle Ergänzung. Das

„Wo und Wie“ einer Story gehört zeitnah auf

die Website, das „Warum“ ist im Magazin

besser aufgehoben. Taxi Times wird es deshalb

auch weiterhin in analoger wie digitaler

Version geben.

Neben dem journalistischen Aspekt ist

eine gedruckte Ausgabe aber auch aus

finanzieller Hinsicht unverzichtbar. Die

Printversion subventioniert in der Regel

die kostenlose Online-Nachricht.

Jede Meldung auf der Taxi-Times-Website

erreicht im Schnitt 800 Leser. Zum Vergleich:

Die gedruckte Ausgabe des Taxi-Times Magazins

DACH“ erreicht 22.000 Empfänger.

Somit ist klar: Ein Werbekunde erzielt mit

der Werbeanzeige in einer gedruckten Ausgabe

ein Vielfaches der Aufmerksamkeit

eines Werbebanners auf der Website.

UNTERSCHIEDLICHE

WERBEPREISE

Entsprechend unterschiedlich sind die

Preise. Bucht ein Fahrzeughersteller beispielsweise

eine ganzseitige Werbeanzeige

im Magazin, erlöst der Verlag 8.150 Euro

(abzgl. eventueller Rabatte). Bucht derselbe

Hersteller einen Banner im Newsletter,

darf der Verlag dafür 295 Euro in Rechnung

stellen. Das Preis-Leistungs-Verhältnis ist

für den Werbekunden aufgrund der unterschiedlichen

Erreichbarkeiten identisch.

Für den Verlag ist das Verhältnis zwischen

Aufwand und Ertrag dagegen gravierend

unterschiedlich: Der personelle wie materielle

Aufwand für einen gedruckten Artikel ist

höher als der für eine Online-Meldung, aber

kein Vielfaches davon. Das gleiche gilt für die

Bebilderung. Immerhin spart sich der Verlag

die Druck- und Vertriebskosten, würde er auf

eine gedruckte Ausgabe komplett verzichten.

Doch diese Kosteneinsparung kompensiert

bei weitem nicht das Einnahmedefizit. Kein

Verlag kann deshalb auf die gedruckte Ausgabe

seiner journalistischen Tätigkeit verzichten

– auch Taxi Times nicht.

Erschwerend kommt hinzu, dass digitale

Werbebanner vom Werbekunden „getrackt“

werden. Man zählt die Anzahl der Klicks

unmittelbar auf den Werbebanner und

bewertet danach den Werbeerfolg. Wenn

eine Meldung also beispielsweise von 800

Lesern gelesen wird, der darin integrierte

Werbebanner aber nur 20 x angeklickt

wird, sind diese 20 Klicks der Erfolgsmaßstab

des Werbetreibenden.

Während der Werbekunde bei einem

Printprodukt also noch den Preis für die

erreichbare Zielgruppe bezahlt, spielt dieser

Wert digital keine Rolle mehr. Maßstab

ist einzig und allein, wie viele der digitalen

Leser sich von einem Werbebanner angesprochen

fühlen und diesen anklicken.

Hier zeigt sich eine Entwicklung, die

aus Sicht des Verlags bedenklich ist, da

eine unabhängige Berichterstattung keinerlei

Einfluss auf das Werbeverhalten seiner

Leser nehmen sollte. Solange hier kein

Paradigmenwechsel stattfindet, wird es nicht

möglich sein, ein digitales Nachrichtenportal

mit Werbung zu refinanzieren. red

BILDER: freepik.com

38 3. QUARTAL 2022 TAXI


POLITIK

Dieselpreis am 3. März 2022

Dieselpreis am 8. März 2022

Dieselpreis am 9. März 2022

otomotive mit Tankstellen-Preisanzeigen von deutlich über Der niedersächsische Landesverband GVN sprach von „Ausmaßen,

zwei Euro pro Liter zählten von einem Tag auf den anderen die man so noch nie erlebt hat“. Die aktuelle Kostenexplosion habe

zu den am häufigsten geposteten Motiven in sozialen Medien.

Sie waren das Symbol für die Fassungslosigkeit, mit der die MOLO darauf hin, dass die wichtigen und lebensnotwendigen

die Branche „fest im Würgegriff“. In Rheinland-Pfalz wies der

Taxiunternehmer auf den explosionsartigen Anstieg der Spritpreise

reagierten.

lung durchgeführt werden. „Keine unternehmerische Kalkulation

Patientenfahrten auch trotz dramatischer Treibstoffkostenentwick-

Mal eben für die gleiche Tankfüllung das Doppelte zahlen zu konnte jedoch die aktuellen Preissteigerungen abbilden. Ohne

müssen als noch vor gut einem Jahr, ist für eine Branche sehr eine Unterstützung durch die Politik schafft der Preisschock beim

schmerzhaft, die nach zwei Jahren Corona kaum noch Reserven hat. Diesel das, was zwei Jahre Corona-Pandemie nicht geschafft hat:

Entsprechend schnell und deutlich haben die diversen Taxiverbände

Anfang März reagiert. Sie schrieben Brandbriefe an die Auch der LTV malte für Thüringen ein düsteres Bild: „Sollte keine

die Taxi- und Mietwagenunternehmen in die Insolvenz zu treiben.“

zuständigen Minister und wählten deutliche Worte, um auf die schnelle Hilfe erfolgen, werden viele coronagebeutelte Unternehmen

in den nächsten Monaten aufgeben müssen. Die Leidtragen-

Auswirkungen aufmerksam zu machen. „Unser wirtschaftlicher

Spielraum in der Taxi- und Mietwagenbranche war nie groß, aber den sind die Bürger, die auf Mobilität angewiesen sind.“

jetzt ist er aufgebraucht“, warnte beispielsweise Michael Oppermann,

Geschäftsführer des Bundesverbands Taxi- und Mietwagen FORDERUNGEN DES BVTM

(BVTM). „Viele Taxiunternehmer stehen vor der Wahl – Kraftstoff Dabei hatten die Verbände auch konkrete Forderungen an die

im Tank oder Essen im Kühlschrank!“

Politik, wie diese Hilfe aussehen kann: „Jeder Bäcker kann über

den Preis für seine Brötchen allein entscheiden, das Taxi- und

INSOLVENZRISIKO FÜR UNTERNEHMEN

Mietwagengewerbe ist auf die Entscheidungen der öffentlichen

Ähnlich drastisch formulierte es auch der Taxi- und Mietwagenverband

TMV: „Dieser historisch höchste Preis in der Geschichte Präsident Herwig Kollar den Finger in die Wunde. Anträge auf

Hand in 802 Tarifgebieten in Deutschland angewiesen“, legt BVTMder

Bundesrepublik Deutschland ist […] ein Insolvenzrisiko für Tariferhöhungen müssten schnell genehmigt werden.

die Unternehmen.“ Und weiter: „Nach zwei Jahren Pandemie […] Zudem wurden auch die Rufe nach Subventionen lauter: „So wie

brechen die steigenden Kraftstoffpreise […] unseren Mitgliedern es bei den kommunalen Nahverkehrsunternehmen oder überregionalen

Anbietern nicht ohne finanzielle Hilfe rollt, braucht auch nun endgültig das Genick.“

das

16 1. QUARTAL 2022 TAXI

Dieselpreis am 10. März 2022

POLITIK

Taxigewerbe Unterstützung zur Selbsthilfe“, sagte Kollar. Der TMV Die Branche sollte deshalb pro Tour einen Aufschlag

von einem Euro erheben. Der Vorteil dieser

störte sich an der Tatsache, dass der Staat über die Mineralölsteuer

bei jedem verkauften Liter mitkassiert. Er forderte die sofortige Idee: Ungeachtet von laufenden Anträgen auf Tarifänderung

hätte man diesen Zuschlag sehr schnell umsetzen können.

Aussetzung der Energiesteuer für mindestens drei Monate.

Herwig Kollar bezeichnete einen solchen kurzfristig einzuführenden

Zuschlag auf Nachfrage von Taxi Times als rechtlich prob-

MOLO FORDERT GEWERBEDIESEL

Der MOLO plädierte für Lösungen speziell für Verkehrsunternehmen

in Form eines Gewerbediesels. Gemeint war damit die Personenbeförderungsgesetz (PBefG) vorgesehenen Möglichkeit

lemlos möglich. „Viele Landesministerien hätten von der im

schnellstmögliche temporäre Einführung eines von der Politik Gebrauch gemacht, die Tarifhoheit an die untergeordneten Genehmigungsbehörden

zu deligieren.

verbilligten Dieselkraftstoffs für Fahrzeuge der Transport- und

Mobilitätsbranche. MOLO-Geschäftsführer Guido Borning schlug Zudem wusste Kollar zu berichten, dass eine solche Maßnahme

dazu eine möglichst unbürokratische Abwicklung vor: „Die Unternehmen

reichen bis zum 10. jedes Folgemonats die getankten war der Preis für ein Barrel Öl von drei auf fünf Dollar und die

kein Novum wäre: Während der Ölkrise im Herbst 1973 hatte

Liter und aufgewendeten Gesamtkosten für Dieselkraftstoff

Benzinpreise waren an deutschen Tankstellen von 65 Pfennig

auf 90 Pfennig gestiegen. „In Frankfurt am Main wurde

(netto) beim Finanzamt ein. Auf der Basis von 1,30 Euro netto

wird der Differenzbetrag zu den tatsächlichen Aufwendungen

daraufhin ein sogenannter Erdöl-Zuschlag von 50 Pfennig

ermittelt. Diese Differenz wird den Unternehmen erstattet.“

je Taxifahrt erhoben, was mit Aufklebern kommuniziert

In eine ähnliche Richtung ging der Vorschlag des BVTM, der wurde, die neben dem Taxameter angebracht werden mussten“,

ein Kontingent mit von der Energiesteuer befreitem Kraftstoff vorschlug:

„Wenn ein Unternehmen daraus bis zu 7.500 Liter beziehen Das wäre nach Meinung von Oppermann wohl auch

erinnerte sich Kollar. „Die Bevölkerung hatte dafür Verständnis.“

kann, dann würde wenigstens die Energiesteuer auf einen normalen

Jahresverbrauch wegfallen. Die Rückerstattung könnte über machen kann.“

heute vorhanden. „Taxifahrer ist kein Job, den man zu Fuß

die Steuererklärung erfolgen“, erklärt dazu Michael Oppermann. Anmerkung der Redaktion: Kurz nach Redaktionsschluss

Er brachte auch eine Speziallösung ausschließlich für die Taxi- und dieses Textes hatte die Bundesregierung ein allgemeines Entlastungspaket

versprochen. Deren Inhalte konnten in diesem Beitrag

(systemrelevante) Mietwagenbranche ins Spiel: „Für die Gewährleistung

individueller Mobilität brauchen die Taxi- und Mietwagenunternehmen

in Deutschland einen kurzfristigen Mineralölzuschlag.“ kenkassen erste Zuschläge genehmigt.

nicht mehr berücksichtigt werden. Parallel hatten auch die Kran-

jh

AKTION 18.000

PUTINS KRIEG UND DIE FOLGEN

Was für einen Taxifahrer die Fahrgäste, sind für einen Verlag die Werbeanzeigen:

Sie sind die Grundlage für den wirtschaftlichen Erfolg. Bei Taxi Times sind sie in

drei von vier Quartalen um 70 Prozent eingebrochen.

Ohne Fahrgäste ist ein Taxibetrieb

nicht überlebensfähig,

das hat Corona gezeigt.

Hier gab es zum Glück unterschiedliche

Staatshilfen, die wenigstens einen

Betrieb auf Sparflamme ermöglicht

haben.Beim Taxi-Times-Verlag,

Sprachrohr und Stimme des Taxigewerbes,

der sich noch einigermaßen

gut und ganz ohne staatliche Unterstützung

durch Corona laviert hat,

kam das böse Erwachen im Februar.

Speziell mit seinen gedruckten Ausgaben

hat der Verlag im ersten Halbjahr

Umsatzeinbrüche von bis zu 70

Prozent hinnehmen müssen.

Im dritten Quartal stieg die Nachfrage

wieder an, die aktuelle Ausgabe hat sogar

einen überdurchschnittlichen Buchungsstand,

weil viele Taxi-Partner auch auf der

Europäischen Taximesse ausstellen und

dies mit einer Werbung in Taxi Times kombiniert

haben. Für das vierte Quartal deutet

sich allerdings abermals ein massiver Werbeeinbruch

an. Nahezu alle Verlags-Anfragen

nach einer Fortführung der Werbebuchungen

in der Dezember-Ausgabe wurden bisher

mit einer Absage beantwortet.

Der Einbruch begann mit Russlands

Aggression gegen die Ukraine. Die daraus

entstandenen Lieferengpässe (Stichwort

Kabelbäume) setzten vor allen Dingen den


PREISWUCHER

AN DEN ZAPFSÄULEN

Kurz nach Beginn des russischen Angriffs auf die Ukraine erreichten

die Spritpreise täglich neue Dimensionen. Taxiverbände schlugen Alarm

und forderten Gegenmaßnahmen.

F

FOTOS: Mehran; Taxi Times (2); Peter Roeder

Weißer Fleck: Die aktuelle wirtschaftliche Lage zwingt

viele Taxipartner dazu, auf Werbung zu verzichten.

Fahrzeugherstellern zu. Autos zu bauen und

in einem vernünftigen Zeitfenster liefern zu

können, wurde für die ganze Industrie nahezu

unmöglich – erst Recht, wenn parallel zu

den russischen Bomben der andere wichtige

Lieferant China wegen eines erneuten

Corona-Ausbruchs den Export einstellt oder

wenn – wie vorletztes Jahr geschehen – ein

Frachter den Suez-Kanal blockiert und damit

die Lieferketten unterbricht.

KEINE FAHRZEUGE BESTELLBAR

Die Folge für den Taxiunternehmer: Es

wurde nahezu unmöglich, ein neues Taxi

zu bestellen. Die Folge für Taxi Times:

Wenn man dem Taxiunternehmer sowieso

kein Fahrzeug anbieten kann, macht

es auch keinen Sinn, ihm ein Modell

über eine Werbeanzeige zu versprechen.

Das führte dazu, dass kein Fahrzeughersteller

im ersten Halbjahr bei

Taxi Times großflächig inserierte.

Selbst bereits gebuchte Werbeplätze

wurden wieder storniert. Auch diverse

Zuliefer-Partner waren vom Lieferstillstand

betroffen. Dadurch mussten

beispielsweise auch zahlreiche Rolli-

Umrüster ihre Werbung einstellen.

„Die Ausgabe vom Juni 2022 war

das erste Taximagazin in meiner

20-jährigen Verantwortung für Taxizeitschriften,

in dem keine Werbung

eines Fahrzeugherstellers gebucht war“,

berichtet Taxi-Times-Herausgeber Jürgen

Hartmann.

Diese Ausnahme droht nun zur Regel zu

werden: Mit dem Rückzug von Mercedes

aus dem Taxigeschäft (E-Klasse) und den

erschwerten Bedingungen, für neue (Elektro-)

Modelle Taxipakete entwickeln zu lassen

(Stichwort Eichgesetz und

Konformitätsbescheinigung), wird die Auswahl

an taxitauglichen Modellen für den

Unternehmer immer geringer und die

Anzahl gebuchter Werbungen in der Print-

Ausgabe wie auch im digitalen Bereich wird

sich auf einem sehr niedrigen Niveau einpendeln.


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TAXI 3. QUARTAL 2022

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39

Immer auf dem neuesten Stand!


AKTION 18.000

SOMMER AUF

DER WEBSITE

Die Printausgabe der Taxi Times erscheint quartalsweise.

Dazwischen informiert die Redaktion über die wichtigen

Themen unter www.taxi-times.com. Hier eine Auswahl

der letzten Wochen. Über den QR-Code gelangen Sie

direkt zum jeweilgen Beitrag in voller Länge.

FACHKUNDE

Über ein Jahr lang haben die Beamten im Bundesverkehrsministerium

die Definition der

künftigen Fachkunde links liegen lassen, im

August gab es dann endlich Bewegung. Doch

auch nach einem Gespräch im Ministerium war

klar, dass es noch ein langer Weg ist, bis die

Fachkunde definiert sein wird.

MOBILITÄTSDATENVERORDNUNG (MDV)

Die MDV im Personenbeförderungsgesetz verpflichtet Taxiunternehmen

(Mehrwagenbetriebe), die Geodaten freier Fahrzeugkapazitäten

online sichtbar zu machen. Diese Aufgabe kann von

Taxizentralen übernommen werden. Die Dateneingabe erfolgt

über eine extra dafür ins Leben gerufene Mobilithek. Der Bundesverband

Taxi und die Verantwortlichen der Mobilithek der

Bundesanstalt für Straßenwesen (BASt) erklären das in einem

gemeinsamen YouTube-Webinar. Unser Redakteur Remmer Witte

sieht die MDV als große Chance für die Zukunft.

Bewegung bei

der Fachkunde

Der lange Weg

YouTube-

Webinar

MDV als

Chance

ENKELTRICK UND SCHOCKANRUFE

Regelmäßig tauchen in den Polizeireports Meldungen über

aufmerksame Taxifahrer auf, die einen Trickbetrug an

Senior*Innen verhindert haben. Auch Taxi Times berichtet

gerne über diese Retter. Damit diese Wachsamkeit bei Fahrten

mit alten Menschen zur Bank möglichst viele

Taxifahrer*Innen an den Tag legen, haben Polizeibehörden

mehrerer Bundesländer Informationsblätter speziell für

Taxifahrer erstellt. An einem davon hat auch unser Redakteur

Axel Rühle mitgewirkt.

Taxifahrer verhindert

Geldübergabe

Trickbetrug-Flyer

für Taxifahrer

FOTO: Pixabay

40 3. QUARTAL 2022 TAXI


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UBER-FILES

Am 10. Juli 2022 hat ein Netzwerk Internationaler

Medien die Auswertung von 124.000 vertraulichen

Uber-Dokumenten aus den Jahren 2013 bis

2017 veröffentlicht. Diese Uber-Files machen den

aggressiven Lobbyismus deutlich, mit dem das

US-Unternehmen versucht hat, in Europa und

auch sonst auf der Welt die Gesetze „Uber-freundlich“

zu gestalten. Sie decken die Verflechtungen

zwischen Uber und der Politik auf, mit Professoren

der Wissenschaft und mit wichtigen Medien.

Sie machen klar, dass Uber auch massiv gegen die

Taxibranche vorgegangen ist, allen voran gegen

den Zentralenverbund Taxi Deutschland. Taxi

Times hat das Thema mit zahlreichen Meldungen

aufgegriffen. Hier eine Auswahl.

TAXITARIF – EINE ÜBERSICHT

Die Erhöhung des Mindestlohns

auf zwölf

Euro zum 1. Oktober

und die Explosion der

Energiepreise führten

bereits in ganz vielen

Städten und Landkreisen

zu einer Anpassung

des Taxitarifs.

Unser Redakteur Axel Rühle hat einen Großteil der Änderungen

dokumentiert und in einer großen Übersicht zusammengefasst.

Interessant sind dabei die unterschiedlichen

Zuschlagsregelungen. Einige Gemeinden hatten auch den

Mut, eine Rolli-Pauschale festzulegen, was dann seitens des

Sozialverbands heftig kritisiert wurde. Unser Beitrag dazu

hatte bemerkenswerte Leserkommentare.

Uber-Files –

Angriff auf Taxi

Deutschland

Einfluss über

„unabhängige“

Professoren

Taxitarife in

Deutschland

Gegenwind für

Rollipauschale

Die Reaktion der

Taxiverbände

Wie ehrlicher

Lobbyismus

funktioniert

Ihre Fahrer-

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Der Skandal der

niederländischen

Steuerbehörden

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TAXI 3. QUARTAL 2022

41


AKTION 18.000

DIGITALES BAHNTAXI

Taxigutschein

Liebe Gäste,

Abrufcode:

237 086 053

Als die Deutsche Bahn im Jahr 2019 die Vergabe

der Bahntaxifahrten neu ausschrieb,

waren die Vorgaben anspruchsvoll: Ein Partner,

ein (digitaler) Prozess – eine Rechnung.

Den Zuschlag bekam - wie schon die Jahrzehnte

davor - der Bundesverband Taxi und

Mietwagen (BVTM). Er konnte eine von fms

/ Austrosoft entwickelte Buchungs- und

Abrechnungsplattform präsentieren, mit der

Fahrten gebündelt werden können und Gutscheine

mit einem QR-Code versehen werden, über die dann jede

Taxifahrt digital abgerechnet wird.

Für die Beteiligten ist dies der Start in eine neue Stufe der Digitalisierung

des Taxigewerbes und erst der Anfang, denn mit so einer

Plattform lassen sich auch andere Großkunden gewinnen. jh

leider können wir Sie heute nicht mit dem Zug zu Ihrem Ziel bringen. Dafür möchten

wir uns bei Ihnen entschuldigen.

Mit diesem Gutschein können Sie auf Kosten der DB eine Taxifahrt in Anspruch

nehmen. Übergeben Sie dazu bitte diesen Gutschein Ihren Taxifahrer:innen.

Dieser Gutschein ist gültig für eine Taxifahrt

Von: Hamburg Hbf

Hachmannplatz 16

20099 Hamburg

Nach: Lauenburg

Bahnhofstraße 12

21481 Lauenburg/Elbe

Über: Anzahl Gäste: 1

Großraum-Tarif: Nein

Gutscheinwert: 88,29 € (exkl. Ust.)

Erstellt am:

Voucher ID:

28.02.2022 14:40

TXB2202281324CEC

Wir weisen Sie darauf hin, dass zur Erbringung der Taxifahrt auch personenbezogene Daten wie

Fahrkarten-/BahnCard 100 Nummer sowie die Zieladresse verarbeitet werden. Die Daten werden

ausschließlich dazu verwendet, die Abrechnung und Geltendmachung von Taxidienstleistungen bei

Zugunregelmäßigkeiten im Rahmen der EU-Fahrgastrechte-Verordnung sicherzustellen.

Weitere Informationen finden Sie unter: https://www.bahnhof.de/bahnhof-de/datenschutz-511954

Liebe Taxifahrer:innen,

bitte fahren Sie die Gäste zu den angegebenen Zielen und beachten Sie dabei:

Der Gutscheinausdruck dient lediglich der Information und zum Abruf des QR-Codes.

Zur elektronischen Autorisierung scannen Sie vor Fahrtantritt den aufgedruckten QR-

Code oder geben Sie den Abrufcode 237086053 manuell in Ihr Terminal ein.

Mit der Annahme des Gutscheins bestätigen Sie, dass Sie die Fahrt zum genannten

Preis durchführen werden¹

Die Fahrt ist unmittelbar nach Entgegennahme des Gutscheins durchzuführen.

Bitte fahren Sie erst dann los, wenn die angegebene Anzahl der Gäste vollständig ist.

NICHT GÜLTIG ZUR ABRECHNUNG ÜBER DIE DB BUCHHALTUNG

IMPRESSUM

FOTOS: fms Austrosoft, freepik.com

Bahntaxi-Fahrten

werden digital

So funktioniert

die Gutschein-

Annahme und

die Abrechnung

JETZT MITMACHEN!

Lieber Taxi-Times-Leser,

Weitere Informationen können Sie der Webseite des Bundesverbandes Taxi und

Mietwagen e. V. entnehmen: https://bundesverband.taxi/bahnpartner

¹ Entspricht das Pflichtfahrgebiet Ihres Betriebssitzes nicht dem Pflichtfahrgebiet des Abfahrtortes, so

werden Ihnen auch die Anfahrtskosten gemäß Rahmenvertragspreis vergütet. Der Gesamtpreis inkl.

Anfahrtskosten wird Ihnen nach Einbuchen des Gutscheins im Vermittlungssystem angezeigt.

Digitales Bahntaxi

ist erst der

Anfang

Verlag

taxi-times Verlags GmbH

Gartenstraße 12

84549 Engelsberg, Deutschland

Telefon: +49 (0)8634/ 260 85 77

E-Mail: info@taxi-times.com

Internet: www.taxi-times.com

Geschäftsführer und V. i. S. d. P.

Jürgen Hartmann (jh)

Bankverbindung

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BIC: SSKMDEMM

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Handelsregister: Amtsgericht Traunstein

HRB 31193

Redaktion (tt)

Simon Günnewig (sg), Jürgen Hartmann (jh),

Axel Rühle (ar)

E-Mail: redaktion@taxi-times.com

Mitarbeiter dieser Ausgabe

Wim Faber (wf), Gisela Spitzlei (gs),

Nora Tichy (nt), Axel Ulmer (au), Remmer Witte (rw)

die auf dieser und den beiden vorherigen

Seiten vorgestellten Themen waren alle auf

der Website der Taxi Times veröffentlicht –

mit freiem Zugang für alle, ohne Gebühren.

Mit der Aktion 18.000 lassen wir nun

darüber abstimmen, ob solche Beiträge

auch künftig angeboten werden. Mit jedem

Leser, der jetzt Premium-Abonnent wird,

steigt die Wahrscheinlichkeit, dass es auch

im Jahr 2023 weiterhin Print-Ausgaben und

Websitebeiträge gibt. Wir sind gespannt auf

Ihre Entscheidung.

Jürgen Hartmann

und das Taxi-Times-Team

Grafik & Layout

Katja Stellert (Artdirektion),

Ivan Cottrell, Martina Jacob

Raufeld Medien GmbH

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10999 Berlin

Telefon: +49 (0)30/ 69 56 65-936

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Druck

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D-34253 Lohfelden

Taxi Times DACH erscheint seit 2016

Erscheinungsweise 4 x pro Jahr

Heftpreis: 6,80 €, Jahres-Abo: 66 € (inkl. MwSt.

und Versand) ISSN-Nr.: 2367-3834

Weitere Taximagazine aus dem Taxi-Times Verlag:

Taxi Times München

42

3. QUARTAL 2022 TAXI


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APPELL AN ALLE:

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pro Jahr, wöchentlicher Newsletter, freier Zugriff auf sämtliche

Inhalte unter www.taxi-times.com sowie auf die Taxi-Times-

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das Taxi“: Preis: 66.- € (inkl. MwSt.)

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