FMD.impuls Ausgabe 3 – Nachhaltig
Bahnen wir mit Mikroelektronik einen ressourcenschonenden Weg in die Zukunft. Gezielte Forschung und Entwicklung in der Mikroelektronik ist die Grundlage neuer Innovationen und so das Fundament einer nachhaltigen Gesellschaft. Dabei hilft sie uns direkt wie indirekt dabei, unsere ambitionierten Klimaziele zu erreichen. Für wegweisende Ergebnisse braucht es Synergien und unterschiedliche Technologien müssen gezielt miteinander kombiniert werden. Die Forschungsfabrik Mikroelektronik Deutschland verbindet hierfür das Spezialwissen ihrer 13 Institute zu einem einmaligen Gesamtangebot. Dieses breite Know-how macht die FMD zum idealen Partner für Politik, Wirtschaft und Wissenschaft, um die drängenden Fragen zu Nachhaltigkeit und Ressourceneffizienz anzugehen. Nutzen wir unser gewaltiges Potenzial und gestalten wir gemeinsam eine nachhaltige Zukunft. Sprechen Sie uns an und treten wir in den Dialog über die Zukunft durch und mit Mikroelektronik!
Bahnen wir mit Mikroelektronik einen ressourcenschonenden Weg in die Zukunft. Gezielte Forschung und Entwicklung in der Mikroelektronik ist die Grundlage neuer Innovationen und so das Fundament einer nachhaltigen Gesellschaft. Dabei hilft sie uns direkt wie indirekt dabei, unsere ambitionierten Klimaziele zu erreichen. Für wegweisende Ergebnisse braucht es Synergien und unterschiedliche Technologien müssen gezielt miteinander kombiniert werden. Die Forschungsfabrik Mikroelektronik Deutschland verbindet hierfür das Spezialwissen ihrer 13 Institute zu einem einmaligen Gesamtangebot. Dieses breite Know-how macht die FMD zum idealen Partner für Politik, Wirtschaft und Wissenschaft, um die drängenden Fragen zu Nachhaltigkeit und Ressourceneffizienz anzugehen. Nutzen wir unser gewaltiges Potenzial und gestalten wir gemeinsam eine nachhaltige Zukunft. Sprechen Sie uns an und treten wir in den Dialog über die Zukunft durch und mit Mikroelektronik!
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1
»<br />
Für eine nachhaltige, globale<br />
Wertschöpfung brauchen wir<br />
eine zukunftsweisende,<br />
deutsche Mikroelektronik.<br />
Liebe Leserinnen und Leser,<br />
zu den brisanten Themen unserer Zeit gehören Klimaschutz und<br />
Energie wende. Zwei Aspekte, die unweigerlich miteinander verwoben<br />
sind. Besonders der Energiesektor hat einen großen Einfluss auf das Klima.<br />
Zwar wird Energie bereits effizienter genutzt und vermehrt eingespart,<br />
doch steigender Konsum, unsere moderne Wirtschaft und nicht<br />
zuletzt neue Technologien halten den Verbrauch weiterhin hoch.<br />
Auch die Digitalisierung durchdringt im Eiltempo unsere Alltags- und<br />
Arbeitswelt. Mit jeder digitalen Aktion setzen wir ganze Rechenzentren<br />
in Gang <strong>–</strong> auch die dortige Datenverarbeitung braucht viel elektrische<br />
Energie. Doch die Digitalisierung kann durch eine intelligente<br />
Steuerung von Anlagen, Prozessen und Netzen in vielen Bereichen<br />
auch einen erheblichen Beitrag zur Energieeinsparung und damit zur<br />
Reduktion von CO 2<br />
-Emissionen leisten.<br />
Den Spagat zwischen einer global digitalisierten, aber dennoch ökologisch<br />
nachhaltigen Welt zu schaffen, ist unsere große Herausforderung.<br />
Besonders in der Forschung und Entwicklung müssen wir<br />
deshalb noch intensiver an unterstützenden Lösungen für <strong>Nachhaltig</strong>keit<br />
und Ressourcen effizienz arbeiten.<br />
2
Doch wie kann die Mikroelektronik zu merklichen Energieeinsparungen<br />
beitragen?<br />
Für einen signifikanten und messbaren Beitrag ist es notwendig, über<br />
die Steigerung der Energieeffizienz einzelner Komponenten hinaus,<br />
die Wechselwirkungen im vernetzten Gesamtsystem zu betrachten.<br />
Diese dritte <strong>Ausgabe</strong> von <strong>FMD</strong>.<strong>impuls</strong> soll Ihnen einen Einblick geben,<br />
wo Mikroelektronik-Forschung konkret ansetzt, um Informations- und<br />
Kommunikationstechnik (IKT) im Sinne von Ressourceneinsatz bei Herstellung<br />
und Energieverbrauch im Betrieb nachhaltiger zu gestalten.<br />
Auf den kommenden Seiten wollen wir Ihnen Beispiele zeigen, wie<br />
unsere Forschungsarbeit in diesem Bereich einen Beitrag zur Erreichung<br />
der Klima- und Energieziele leisten kann.<br />
Besonders stolz macht mich, Ihnen auf den Seiten 10 bis 13 auch den<br />
nächsten Schritt in Richtung »grüne« Informations- und Kommunikationstechnik<br />
»made in Germany« vorstellen zu können. Im jüngst<br />
gestarteten Vorhaben »Green ICT @ <strong>FMD</strong>« werden wir in den kommenden<br />
drei Jahren ein standortübergreifendes Kompetenzzentrum für<br />
eine ressourcenschonende IKT aufbauen. Damit leisten wir einen wichtigen<br />
Beitrag zur Technologiesouveränität in Deutschland und Europa<br />
und schaffen einen entscheidenden Standortvorteil für unsere hiesige<br />
Mikro elektronik.<br />
Um die vernetzte Gesellschaft nachhaltiger und effizienter zu gestalten,<br />
bedarf es also ohne Zweifel der Mikroelektronik als einer wichtigen<br />
Enabler-Technologie und den steten Dialog aller relevanten<br />
Akteure für bestmöglich abgestimmte Lösungen.<br />
Machen wir gemeinsam die Welt von morgen grüner!<br />
Prof. Albert Heuberger<br />
Seit 2011 ist Prof. Albert Heuberger Institutsleiter des Fraunhofer-Instituts für Integrierte Schaltungen<br />
IIS und seit Januar 2020 Vorsitzender des Lenkungskreises der Forschungsfabrik Mikroelektronik<br />
Deutschland (<strong>FMD</strong>) sowie Sprecher des Fraunhofer-Verbunds Mikroelektronik.<br />
3
Klimaschutz und Energiewende gehen Hand in<br />
Hand mit innovativer Mikroelektronik<br />
Die Internationale Energieagentur (IEA) hat 2021 ein Net Zero Szenario<br />
(NZE) berechnet, mit dem das 1,5-Grad-Ziel von Paris potenziell erreichbar<br />
ist. Zwei der zentralen Faktoren zur Erreichung dieses Ziels lauten<br />
<strong>Nachhaltig</strong>keit und Effizienz.<br />
Dabei geht es sowohl um Veränderungen in der Produktion als auch<br />
um die weitergehende Verarbeitung und Nutzung von Energie. Gravierende<br />
Veränderungen in diesen Bereichen sind somit der Schlüssel zur<br />
Abwendung der schlimmsten Auswirkungen des Klimawandels.<br />
Trotz steigender Weltbevölkerung, wachsender Weltwirtschaft und<br />
fortschreitender Digitalisierung muss im Jahr 2050 laut IEA-Szenario<br />
die weltweite Energienachfrage insgesamt 8 % geringer ausfallen als<br />
heute.<br />
Die Online-<strong>Ausgabe</strong> von <strong>FMD</strong>.<strong>impuls</strong> 3 mit Quellenangaben und weiterführenden<br />
Informationen finden Sie durch Scannen des QR-Codes oder auf<br />
https://fmd.one/<strong>impuls</strong>3<br />
4
Grundannahmen zur Welt von morgen:<br />
Das Pariser Klimaabkommen benennt das Ziel, den globalen<br />
Temperaturanstieg im Vergleich zum vorindustriellen Niveau<br />
auf 1,5 Grad zu begrenzen.<br />
Um das 1,5-Grad-Ziel zu erreichen, muss die CO 2<br />
-Emission laut<br />
UN bis 2030 um 45 % gesenkt und bis 2050 eine vollständige<br />
Klimaneutralität erzielt werden, d. h. Net Zero Emission.<br />
Die Weltökonomie wird sich bis 2050 im Vergleich zu 2021<br />
jedoch voraussichtlich verdoppelt haben.<br />
Gleichzeitig werden 2050 rund 2 Milliarden mehr Menschen<br />
auf der Erde leben.<br />
Die Zahl der im Internet der Dinge vernetzten Geräte wird sich<br />
bereits von 2020 bis 2030 weltweit voraussichtlich verdreifacht<br />
haben.<br />
Der Energiebedarf der Server in deutschen Rechenzentren wird durch die<br />
höhere Nachfrage an Rechenleistung zwischen 2015 und 2025 um voraussichtlich<br />
60 % steigen.<br />
Stand 2020 steigt der Energieverbrauch der Informations- und Kommunikationstechnik<br />
(IKT) insgesamt an. Dabei senkt die IKT ihren Energiebedarf durch<br />
Energieeffizienz und sektorale Veränderungen, erhöht aber gleichzeitig die Energienachfrage,<br />
die eng mit einer zunehmenden Anzahl an IKT-Geräten verbunden ist.<br />
Heutige Elektrofahrzeuge verbrauchen bereits 70 % weniger Energie und verursachen<br />
66 % bis 69 % weniger CO 2<br />
-Emissionen (bezogen auf die gesamte Lebensspanne<br />
inkl. Produktion) im Vergleich zu konventionellen Fahrzeugen.<br />
5
Welchen Einfluss kann Mikroelektronik auf das Net<br />
Zero Szenario haben?<br />
Das Net Zero Szenario (NZE) zur Erreichung der Ziele des Pariser Klimaabkommens<br />
nennt drei zentrale Punkte, auf die die Mikroelektronik<br />
aktiv positiven Einfluss nehmen kann:<br />
1<br />
Größere Energieeffizienz <strong>–</strong> Absenkung des Energie bedarfs<br />
sowohl von als auch durch Elektronik<br />
Eine Einheit Energie muss zukünftig sehr viel mehr Nutzen für<br />
die Endanwendung bringen als heute. Hier liegen starke Einflussmöglichkeiten<br />
für die Mikroelektronik, denn sie hilft bei<br />
Effizienzsteigerungen in elektronischen Produkten und unterstützt<br />
Industrien bei der Prozessoptimierung, z. B. im Rahmen<br />
nachhaltiger Digitalisierung.<br />
Das Net Zero Szenario geht beispielsweise davon aus, dass kontinuierliche<br />
F&E den durchschnittlichen Stromverbrauch eines<br />
großen Haushaltsgeräts zwischen 2030 und 2050 um 15 % verringert,<br />
die durchschnittliche LED-Effizienz soll zwischen 2030<br />
und 2050 hingegen um weitere 20 % steigen.<br />
6
2<br />
Verhaltens- und Strukturanpassungen <strong>–</strong> relevante Beiträge<br />
zur Ressourceneinsparung<br />
In der digitalisierten Welt mit einer steigenden Anzahl an elektronischen<br />
Geräten müssen wir noch sparsamer mit Ressourcen<br />
umgehen. Verhaltens- und Strukturanpassungen müssen im<br />
NZE für rund 10 % der Energieeinsparungen sorgen. Mikroelektronik<br />
kann durch eine kluge und nachhaltige Verwendung<br />
von Produkten, bei denen Recycling und Kreislaufwirtschaft<br />
von Anfang an mitgedacht werden, zur strukturellen<br />
Ressourceneinsparung beitragen.<br />
Eine Handy-Nutzungsdauer von fünf Jahren (einschließlich eines<br />
Akkuwechsels) lässt die jährlichen Emissionen für das Mobiltelefon<br />
um ganze 31 % schrumpfen.<br />
3<br />
Nahezu emissionsfreie Energieproduktion <strong>–</strong> eine elementare<br />
Grundlage für das Net Zero Ziel im Jahr 2050<br />
Emissionsfreie erneuerbare Energien bekommen in Zukunft<br />
einen immer größeren Stellenwert. Durch smarte Energiesysteme,<br />
wie z. B. intelligente Stromleitungen, Energiespeichersysteme<br />
oder gezielt eingesetztes Energy Harvesting,<br />
kann Mikroelektronik die Energieversorgung von morgen<br />
unterstützen.<br />
Mit Hilfe von Mikroelektronik wird z. B. das immer wichtigere<br />
Freileitungsmonitoring vorangebracht. Sensoren sorgen hier<br />
u. a. für die Überwachung von Temperaturwechseln und Überlastungen<br />
und werden heute zum Teil bereits von autonomen<br />
Drohnen bei ihrer Analysearbeit unterstützt.<br />
7
Forschung und Entwicklung in der Mikroelektronik als<br />
Enabler für Ressourcen- und Energieeffizienz<br />
Ein starker Fokus auf Forschung und Entwicklung ist die Grundlage<br />
dafür, dass sowohl die Leistung von Technologien als auch die Leistung<br />
ganzer Systeme ständig weiterentwickelt wird. Dies führt zu Verbesserungen<br />
in der Ressourceneffizienz und damit auch beim CO 2<br />
-Fußabdruck.<br />
Wir benötigen ressourcensparende, nachhaltigere und ganzheitlich<br />
durchdachte Elektronik mit einem Nettogewinn für Gesamtsysteme.<br />
Dies gelingt durch Fortschritt in den Bereichen: Green ICT, Green by<br />
ICT, Green Energy Systems sowie ÖkoDesign und kreislaufgerechte<br />
Technologie. Für eine nachhaltige Elektronik, die die Erreichung der<br />
weltweiten Klimaziele unterstützt, müssen alle vier Aspekte aufeinander<br />
abgestimmt eingesetzt und weiterentwickelt werden.<br />
ÖkoDesign und kreislaufgerechte Technologie<br />
Zur Erreichung von Net Zero Emissionen im Jahr 2050 müssen die immer<br />
zahlreicher werdenden Elektronikgeräte so gestaltet sein, dass sie<br />
so wenig Ressourcen wie möglich verbrauchen und nachhaltig verwendet<br />
werden können. Gerade seltene Rohstoffe müssen deshalb hocheffizient<br />
recycelt und komplette Stoffkreisläufe entwickelt werden.<br />
Um Zielkonflikte mit der späteren Leistungsausnutzung zu vermeiden,<br />
müssen diese Funktionalitäten dabei direkt im Designprozess integriert<br />
werden. Die aktuelle Forschung in diesem Bereich befasst sich u. a. mit<br />
der Umweltoptimierung von Produkten, Umweltanalysen von Prozessen,<br />
der Ökobilanzierung oder der Lebenszyklusmodellierung.<br />
Green Energy Systems: Ressourceneffiziente Energiesysteme<br />
Neben der Energieeffizienz muss auch die Energieinfrastruktur an<br />
Gegebenheiten einer vollständig nachhaltigen Welt angepasst werden.<br />
Hierzu gehören Gesamtsysteme, die die Energieversorgung,<br />
-verteilung, -speicherung und -nutzung auf intelligente und effiziente<br />
Weise kombinieren. IKT kann und muss ein zentraler Schlüssel für<br />
8
die Bereitstellung sicher verfügbarer, nachhaltiger und gleichzeitig<br />
bezahlbarer Energie der Zukunft sein. Energiespeicher- und Energiespeichermanagementsysteme,<br />
Energy Harvesting oder intelligente,<br />
kommunikations fähige Stromnetze, die Erzeugung, Verbrauch und<br />
das Netz selbst verbinden (Smart Grids), sind nur einige der aktuellen<br />
Forschungsschwerpunkte in diesem Bereich.<br />
Green by ICT: IKT-Lösungen zur Ressourcen- und Energieeinsparung<br />
Fortschritte und Entwicklungen im Bereich der Informations- und Kommunikationstechnik<br />
sind elementar für die effiziente Elektrifizierung<br />
und Digitalisierung der Welt. IKT-Lösungen können in unterschiedlichsten<br />
technischen und wirtschaftlichen Gebieten eingesetzt werden, um<br />
so den Energie- und Ressourcenverbrauch sowie den CO 2<br />
-Fußabdruck in<br />
Bereichen wie z. B. der Industrie, privaten Haushalten oder der Mobilität,<br />
grundlegend zu verringern. Beispiele sind der Ersatz physischer<br />
Güter durch digitale Güter, die Optimierung von Liefer ketten oder die<br />
Simulation verschiedenster Szenarien, um beispielsweise Produktionsweisen<br />
(energie-) effizienter und ressourcenschonender zu gestalten.<br />
Green ICT: Umwelt- und ressourcenschonend gestaltete IKT<br />
Es liegt nahe, dass der extrem dynamische und im Rahmen der Digitalisierung<br />
schnell wachsende, internationale IKT-Markt einen eigenen<br />
signifikanten und messbaren Beitrag zur Erreichung der Klimaschutzziele<br />
liefern muss. Dies gelingt jedoch nur, wenn neben den Einzelkomponenten<br />
auch Gesamtsysteme und deren Vernetzung über den<br />
gesamten Lebenszyklus in die Betrachtung mit einbezogen werden.<br />
Die Mikroelektronik setzt hier u. a. bei Ressourceneffizienz in Sensor-<br />
Edge-Cloud-Systemen, energiesparenden Kommunikationsinfrastrukturen<br />
und ressourcenoptimierter Elektronikproduktion an.<br />
Das im August 2022 gestartete Vorhaben »Green ICT @ <strong>FMD</strong>« beschäftigt<br />
sich intensiv mit diesen Aspekten und wird auf den Seiten 10 bis 13 ausführlich<br />
vorgestellt.<br />
9
Durch Forschung und Entwicklung den CO 2<br />
-Fußabdruck<br />
digitaler Technologien verringern<br />
Die Digitalisierung durchdringt im Eiltempo unsere Alltags- und Arbeitswelt<br />
<strong>–</strong> ein Trend, der absehbar nicht nachlassen wird. Dabei kann<br />
sie einerseits in vielen Bereichen durch eine intelligente Steuerung von<br />
Geräten, Anlagen, Prozessen und Netzen einen erheblichen Beitrag zur<br />
Energieeinsparung und damit zur Reduktion von CO 2<br />
-Emissionen leisten.<br />
Andererseits wird mit fortschreitender Verbreitung von Sensorik,<br />
Elektronik und Künstlicher Intelligenz (KI) der Energieverbrauch durch<br />
die Digitaltechnologien selbst zunehmen.<br />
Um den Ressourcenverbrauch im Internet der Dinge (IoT), in Anwendungen<br />
der KI sowie in Rechenzentren zu reduzieren, sind erhebliche<br />
Fortschritte in der Mikro- und Leistungselektronik, vor allem auch in<br />
deren Herstellungsprozessen, nötig.<br />
Deswegen bauen alle 13 in der Forschungsfabrik Mikroelektronik<br />
Deutschland kooperierenden Fraunhofer- und Leibniz-Institute sowie<br />
das Fraunhofer ISI ein standortübergreifendes Kompetenzzentrum<br />
»Green ICT @ <strong>FMD</strong>« für eine ressourcenbewusste Informations- und<br />
Kommunikationstechnik auf.<br />
10
Start des neuen standortübergreifenden Kompetenzzentrums<br />
»Green ICT @ <strong>FMD</strong>«<br />
Aufbauend auf den mit der <strong>FMD</strong> geschaffenen Angeboten, Strukturen<br />
und Kompetenzen lässt sich das geplante Kompetenzzentrum zielgerichtet<br />
und effizient umsetzen. Die anwendungsorientierte Forschung<br />
im Bereich der Mikroelektronik soll unter dem Label »Green ICT @ <strong>FMD</strong>«<br />
in den kommenden 3,5 Jahren schrittweise und bedarfsgerecht in Bezug<br />
auf Ressourcenschonung und eine deutliche Reduktion des CO 2<br />
-Fußabdrucks<br />
in der Weiterentwicklung von IKT-Anwendungen und -Infrastrukturen<br />
in Deutschland und Europa ausgebaut werden.<br />
Das Kompentenzzentrum bietet erhebliche Vorteile:<br />
Green-ICT-spezifische Fragestellungen können abgestimmt und gebündelt<br />
bearbeitet werden.<br />
Partner in Wirtschaft und Wissenschaft erhalten aus einer Hand<br />
ein Angebot technologieübergreifender IKT-Gesamtlösungen mit<br />
einem hohen technischen Reifegrad.<br />
Die <strong>FMD</strong> schafft mit ihrem großen Partnernetzwerk die Möglichkeit,<br />
eine umfassende systemische Betrachtung und Weiterentwicklung<br />
von Green-ICT-Fragestellungen vorzunehmen und dabei,<br />
durch die Technologiekompetenzen der beteiligten Institute, die<br />
erforderliche fachliche Tiefe bei der Gesamtsystembetrachtung<br />
herzustellen.<br />
Das Bundesministerium für Bildung und Forschung unterstützt das<br />
am 1. August 2022 gestartete Vorhaben mit einer Fördersumme von<br />
34 Millionen Euro im Rahmen der Initiative Green ICT, die Bestandteil<br />
des Klimaschutzprogramms 2030 der Bundesregierung ist.<br />
11
Anwendungs- & systemorientierte Hubs als<br />
Ergän zung existierender Forschungsaktivitäten<br />
Eine zentrale Aufgabe des Kompetenzzentrums ist es, die vielfältigen<br />
Forschungsaktivitäten und das bereits vorhandene Know-how im Bereich<br />
Green ICT in Deutschland zusammenzuführen, bedarfsgerecht<br />
weiterzuentwickeln und für die Industrie nutzbar zu machen. An verschiedenen<br />
Standorten werden dafür anwendungs- und systemorientierte<br />
Green-ICT-Hubs als Ergänzung bereits existierender Forschungsaktivitäten<br />
der <strong>FMD</strong>-Institute und als Grundlage für die weitere<br />
F&E-Arbeit eröffnet.<br />
In diesen Hubs werden sämtliche Kompetenzen der <strong>FMD</strong>-Institute zu<br />
den zentralen Fragestellungen grüner IKT-Anwendungen konzentriert.<br />
Sie sind für Projektpartner aus Industrie und Wissenschaft die erste Anlaufstelle<br />
und stellen so ein besonders niederschwelliges Angebot zur<br />
Verfügung.<br />
Die Green-ICT-Hubs sind die entscheidenden Schnittstellen zu den thematisch<br />
gebündelten Technologiekompetenzen sowie Test- und Prüfumgebungen.<br />
Umgesetzt werden die Green-ICT-Hubs zu drei thematischen Schwerpunkten,<br />
die eine besonders hohe Relevanz für industrielle Partner in<br />
Deutschland und Europa haben:<br />
Sensor-Edge-Cloud-Systeme<br />
Kommunikationsinfrastrukturen<br />
Materialien und Prozesse für »Green Production«<br />
12
Fachkräfte sichern, Nachwuchs gewinnen und<br />
Start-ups unterstützen<br />
Die Arbeit des Kompetenzzentrums beschränkt sich nicht nur auf die<br />
technologische Seite, sondern versucht, einen Paradigmenwechsel anzustoßen.<br />
Dieser beinhaltet die frühzeitige Sensibilisierung von Studierenden<br />
für dieses relevante Thema, die Aus- und Weiterbildung bereits<br />
im Berufsleben stehender Fachkräfte sowie die besonderen Anforderungen<br />
in der Zusammenarbeit mit Start-ups.<br />
Neben den Forschungsaktivitäten in den Green-ICT-Hubs werden im<br />
Kompetenzzentrum folgende begleitende Maßnahmen umgesetzt:<br />
Die Green-ICT-Studierendenakademie begeistert, sensibilisiert und<br />
vernetzt den studentischen Nachwuchs im Bereich nach haltiger<br />
und sicherer Mikroelektronik. Sie inspiriert Studierende, sich<br />
intensiv mit nachhaltiger Mikroelektronik der Zukunft auseinanderzusetzen<br />
und die weitere Umsetzung in Industrie und Wissenschaft<br />
aus einem ganzheitlichen Ansatz heraus mitzugestalten.<br />
Die Weiterbildungsangebote für Fachkräfte unter stützen die<br />
vertiefte fachliche Ausbildung für in Wissenschaft und Industrie<br />
dringend benötigte Expertinnen und Experten.<br />
Wir fördern die frühzeitige Motivation von Start-ups für eine<br />
ressourcenschonende Produktentwicklung einschließlich der Erarbeitung<br />
geeigneter Entwicklungspfade. Start-ups werden bei<br />
der Gewinnung von Investoren unterstützt, damit sie mit Hilfe der<br />
<strong>FMD</strong>-Technologien ihre Ideen in funktionsfähige Prototypen oder<br />
Demonstratoren überführen können.<br />
Die gesamte Pressemitteilung zum Projektstart von »Green ICT @ <strong>FMD</strong>«<br />
finden Sie durch Scannen des QR-Codes oder auf https://fmd.one/<strong>impuls</strong>3/1<br />
13
14<br />
Den virtuellen 3D-Showroom der <strong>FMD</strong> finden Sie durch Scannen<br />
des QR-Codes oder auf https://fmd.one/<strong>impuls</strong>3/2
15
16<br />
Den Direkteinstieg in den Focusroom zum Thema Ressourceneffizienz<br />
erhalten Sie durch Scannen des QR-Codes oder auf<br />
https://fmd.one/<strong>impuls</strong>3/3
17
»<br />
Unsere ganze Wirtschaft<br />
basiert auf Elektronik.<br />
Diese muss also besonders<br />
umweltfreundlich sein.<br />
Im <strong>FMD</strong>.<strong>impuls</strong> Interview sprechen Dr. Mathilde Billaud [MB] und<br />
Dr. Nils F. Nissen [NFN] vom Fraunhofer IZM über die Bedeutung von<br />
<strong>Nachhaltig</strong>keit und Ressourceneffizienz in der Mikroelektronik und die<br />
Chancen, die sich aus grüner Elektronik für Deutschland und Europa<br />
ergeben.<br />
Den Link zum gesamten Video-Interview finden Sie auf Seite 22.<br />
Was bedeutet <strong>Nachhaltig</strong>keit in der Elektronik?<br />
»<br />
[NFN] <strong>Nachhaltig</strong>keit bei Elektronik machen wir hauptsächlich an<br />
den Umweltwirkungen fest. Der Begriff <strong>Nachhaltig</strong>keit bezieht aber<br />
natürlich auch die sozialen Fragestellungen und die Wirtschaftlichkeit<br />
mit ein. In unserer Arbeit konzentrieren wir uns primär auf die<br />
Bereiche, in denen wir bei der Technologie selbst etwas bewegen<br />
können und auch bewegen müssen. Denn obwohl die Elektronik<br />
pro Produkt effizienter wird, steigt ihr Umwelteinfluss trotzdem<br />
von Jahr zu Jahr, da immer mehr Elektronik produziert und eingesetzt<br />
wird.<br />
Das ganze Wirtschaftssystem, das wir aktuell haben, basiert am<br />
Ende auf Elektronik-Hardware, nur dass diese oft versteckt ist und<br />
gar nicht so wahrgenommen wird. Das heißt aber im Umkehrschluss<br />
auch, dass diese große Basis für unsere ganze Wirtschaft besonders<br />
umweltfreundlich sein muss.<br />
18
Wo kann die Mikroelektronik hier ansetzen?<br />
»<br />
[NFN] Es lässt sich vor allem in zwei großen Bereichen ansetzen: Zum<br />
einen ist das der ganze Bereich der Leistungselektronik und zum anderen<br />
ist das alles, was mit Kommunikation und Datenverarbeitung<br />
zu tun hat <strong>–</strong> also der Bereich der Informations- und Kommunikationstechnik.<br />
Die absoluten Zahlen sagen, dass die Mikroelektronik<br />
zwar nicht der Haupttreiber für die Umweltprobleme auf der Welt<br />
ist, allerdings ist sie ein Teil davon, der sowohl durch die Menge an<br />
Elektronik und Elektronikschrott als auch durch den Energieverbrauch<br />
der Elektronik global zunimmt. Gleichzeitig kann die Elektronik<br />
natürlich an vielen Stellen auch dazu führen, dass andere<br />
Systeme besser, also umweltfreundlicher oder nachhaltiger werden.<br />
Unsere Arbeit fokussiert sich hingegen auf die Elektronik selbst. Wir<br />
arbeiten insbesondere daran, wie die Elektronik selbst grüner werden<br />
kann und möglichst wenig Umwelteinfluss erzeugt.<br />
Welche Rolle spielt dabei die Herstellung von mikroelektronischen<br />
Komponenten?<br />
»<br />
[MB] Halbleiter-Produktionslinien werden in Front-End und Back-End<br />
unterteilt. Die höchste Umweltbelastung liegt im Front-End-Prozess,<br />
also bei der Herstellung. In den verschiedenen Prozessschritten<br />
werden viele Materialien, Energie und Ressourcen verbraucht. Das<br />
alles ist unglaublich teuer und so gibt es bereits viele Aktivitäten in<br />
diesem Bereich, um signifikante Einsparungen zu erzielen. Aber wir<br />
können immer noch besser werden und die Prozesse optimieren. Beispielsweise<br />
benötigt ein Reinraum selbst sehr viel Strom, aber auch<br />
Wasser und natürlich Chemikalien. Hier gibt es noch ein sehr großes<br />
Einsparpotenzial.<br />
Welche weiteren Bereiche in der Elektronik müssen nachhaltiger gestaltet<br />
werden?<br />
»<br />
[NFN] Der Haupttreiber für umweltgerechte Elektronik ist derzeit<br />
die sogenannte Circular Economy <strong>–</strong> auf deutsch Kreislaufwirtschaft −<br />
also der Versuch, die wertvollen Materialen, die wir in Elektronik<br />
verbauen, möglichst lange und auf einem hohen Niveau im Kreis zu<br />
führen. Wir brauchen Geräte, die langlebig und reparabel sind. Mit<br />
diesen Ansätzen können wir viel mehr für die Umwelt erreichen, als<br />
wenn wir nur wenige Prozent an Material in der Herstellung sparen.<br />
19
»<br />
[MB] Bei grüner Mikroelektronik muss man darüber hinaus auch immer<br />
an die Anwendung denken. Wo brauche ich die Mikroelektronik<br />
wirklich und wo wäre es sinnvoll, keine Elektronik zu verwenden?<br />
Mikroelektronik ist günstiger geworden, weil wir die Prozesse und<br />
Lieferketten optimiert haben, aber das bedeutet nicht, dass wir auch<br />
überall Mikroelektronik benutzen und einbauen sollten.<br />
Welche Chancen bietet grüne Mikroelektronik für Deutschland und<br />
Europa?<br />
»<br />
[NFN] Im Moment ist die Elektronikindustrie in Deutschland zersplittert<br />
und über Jahrzehnte gesehen im Rückgang. Es gibt einige<br />
sehr exzellente Bereiche und Firmen, wo wir wirklich gut dastehen.<br />
Einige andere Bereiche müssen in Deutschland aber erst wieder neu<br />
angesiedelt werden und wachsen. Es gibt Bestrebungen, sowohl der<br />
Einzelunternehmen, aber eben auch politisch, die Produktion wieder<br />
zurück nach Europa, nach Deutschland, zu holen. Und da sehen<br />
wir grüne Elektronik als einen sehr positiven Nebentreiber. Wenn<br />
wir Elektronik besonders effizient machen, wenn wir hoch automatisierte<br />
moderne Technologien hier in Deutschland entwickeln und<br />
herstellen, dann haben wir die Möglichkeit, wieder regionale Lieferketten<br />
in der Elektronik zu e tablieren.<br />
Welche Rolle spielt hier die <strong>FMD</strong> und das jüngst gestartete Projekt<br />
»Green ICT @ <strong>FMD</strong>«?<br />
»<br />
[NFN] Die Forschungsfabrik Mikroelektronik Deutschland kann der<br />
zentrale Ansprechpartner für alle Umweltfragen in der Elektronik<br />
sein. Die Besonderheit ist, dass die <strong>FMD</strong> alle Elektroniktechnologien,<br />
die in Deutschland noch vorhanden sind, unterstützen kann. Das<br />
Projekt »Green ICT @ <strong>FMD</strong>« ist quasi die logische Fortführung der<br />
Idee der <strong>FMD</strong> selber <strong>–</strong> also zu bündeln, was einzelne Institutionen<br />
in der Forschungslandschaft schon machen und unter einem Dach<br />
zusammen anzubieten. Wir haben hier eine tolle Sache mit der <strong>FMD</strong><br />
aufgebaut, aber es fehlt ein entscheidender Aspekt: die Umweltkomponente.<br />
20
Worum geht es bei dem Projekt genau?<br />
»<br />
»<br />
[NFN] Es soll ein Kompetenzzentrum für die Industrie, aber auch für<br />
Politik und individuelle Kunden, junge Menschen und Studierende<br />
entstehen.<br />
Das Besondere an »Green ICT @<br />
<strong>FMD</strong>« ist, dass wir wirklich in der<br />
ganzen Breite, in allen Facetten,<br />
Know-how zu grüner Elektronik<br />
anbieten können: Wie können<br />
wir die Komponenten verbessern?<br />
Was können wir bei den fertigen<br />
Produkten optimieren? Was<br />
können wir sowohl beim Energieverbrauch,<br />
aber vor allen Dingen<br />
auch beim Materialeinsatz bewegen?<br />
Das Projekt setzt an verschiedenen<br />
Teilbereichen an. Der eine<br />
Bereich ist die so genannte Sensor-<br />
Edge-Cloud, wo es darum geht, in<br />
Sensorsystemen Energie, aber auch<br />
Material zu sparen. Dann gibt es den<br />
Bereich Kommunikation − was sind die<br />
neuen Technologien für Kommunikationsnetze<br />
und wie kann man die bestehenden optimieren? Und der<br />
dritte Bereich ist die eigentliche Produktion, also der hohe Umwelteinfluss<br />
von Elektronik aus Reinraum-Produktionsprozessen, Leiterplatten-,<br />
Baugruppen- und Produktherstellung.<br />
Wer soll damit konkret adressiert werden?<br />
Wenn wir Elektronik<br />
besonders<br />
effizient machen,<br />
haben wir die<br />
Möglichkeit, wieder<br />
regionale<br />
Lieferketten in<br />
Deutschland<br />
und Europa zu<br />
etablieren.<br />
[NFN] In erster Linie richtet sich »Green ICT @ <strong>FMD</strong>« natürlich an die<br />
Industrie <strong>–</strong> vom Start-up, das erste Erfahrungen mit grüner Elektronik<br />
sammelt, bis hin zum Big Player, der sich sicher auch noch verbessern<br />
kann. Es ist uns aber auch sehr wichtig, dass wir Angebote für<br />
junge Menschen entwickeln. Über verschiedene Plattformen werden<br />
wir später Informationen zugänglich machen: Was passiert hier? Warum<br />
ist das wichtig? Wo können wir wirklich Fortschritte erzielen?<br />
Es wird eine Studierendenakademie geben, die an verschiedenen<br />
Standorten in Deutschland jährlich stattfindet, um eine kleine Gruppe<br />
sehr intensiv mit dem Thema vertraut zu machen. Das Thema<br />
Green ICT wird aber auch in verschiedenen Lehrveranstaltungen<br />
»<br />
21
»<br />
»<br />
quer über Deutschland integriert und auch Teil von Aus- und Weiterbildungsangeboten<br />
sein.<br />
Was ist die Vision allgemein und konkret mit »Green ICT @ <strong>FMD</strong>«?<br />
[NFN] Die Vision hinter dem Projekt ist für uns, dass jede Firma, egal<br />
wo sie in der Kette der Elektronikherstellung steht, für sich optimal<br />
die Umwelteigenschaften berücksichtigen kann. Das ist nicht so einfach,<br />
dafür braucht man ganz viele Informationen aus dieser Kette:<br />
Was machen die Firmen, die davor liegen? Aber auch, was machen<br />
die Firmen, die in der Kette dahinter liegen? Wenn jeder diese Informationen<br />
hätte und bei sich das Optimum rausholen kann, ohne<br />
woanders in der Kette eine Verschlechterung zu erzeugen, das wäre<br />
das, was wir mit »Green ICT @ <strong>FMD</strong>« erreichen wollen.<br />
[MB] Eine Vision für eine nachhaltige Mikroelektronik wäre für mich,<br />
dass wir die Mikroelektronik wieder vermehrt in der EU produzieren<br />
und unabhängiger von anderen Ländern werden. Außerdem ist es<br />
entscheidend, dass die Gesellschaft versteht, dass auch die Mikroelektronik<br />
viele Ressourcen und viel Energie verbraucht und dass wir<br />
unsere Elektronik so lange wie möglich benutzen sollten.<br />
Dr. Mathilde Billaud ist wissenschaftliche Mitarbeiterin in der Abteilung Environmental<br />
& Reliability Engineering am Fraunhofer-Institut für Zuverlässigkeit und<br />
Mikrointegration IZM. Ihr Hauptaugenmerk liegt auf der Erhebung und Analyse<br />
von Daten zur Bestimmung von Umwelteinfluss und Kosten von Produkten und<br />
Prozessen. Außerdem forscht sie <strong>–</strong> beispielsweise im Projekt »Fan-out Panel Level<br />
Packaging« <strong>–</strong> zur Optimierung und Effizienzsteigerung von Reinraumprozessen.<br />
Dr. Nils F. Nissen leitet die Abteilung Environmental & Reliability Engineering am<br />
Fraunhofer-Institut für Zuverlässigkeit und Mikrointegration IZM und befasst sich<br />
damit, wie technologische Entwicklungen bis zur Marktreife mit Umwelt- und Zuverlässigkeitsanalysen<br />
unterstützt werden können. Er hält Vorlesungen über Elektronik<br />
und Umwelt an der TU Berlin und war Technischer Vorsitzender der Konferenzen<br />
Electronics Goes Green 2008+, 2012+, 2016+ und 2020+.<br />
Zum vollständigen Videointerview mit Dr. Mathilde Billaud und<br />
Dr. Nils F. Nissen gelangen Sie durch Scannen des QR-Codes oder auf<br />
https://fmd.one/<strong>impuls</strong>3/4<br />
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Bahnen wir mit Mikroelektronik einen ressourcenschonenden<br />
Weg in die Zukunft<br />
Gezielte Forschung und Entwicklung in der Mikroelektronik ist die<br />
Grundlage neuer Innovationen und so das Fundament einer nachhaltigen<br />
Gesellschaft; sie hilft uns direkt wie indirekt unsere ambitionierten<br />
Ziele zu erreichen.<br />
Für wegweisende Ergebnisse braucht es Synergien; es müssen unterschiedliche<br />
Technologien gezielt miteinander kombiniert werden.<br />
Die Forschungsfabrik Mikroelektronik Deutschland verbindet hierfür<br />
das Spezialwissen ihrer 13 Institute zu einem einmaligen Gesamtangebot.<br />
Dieses breite Know-how macht die <strong>FMD</strong> zum idealen Partner für<br />
Politik, Wirtschaft und Wissenschaft, um die drängenden Fragen zu<br />
<strong>Nachhaltig</strong>keit und Ressourceneffizienz anzugehen.<br />
Nutzen wir unser gewaltiges Potenzial und gestalten gemeinsam eine<br />
nachhaltige Zukunft. Sprechen Sie uns an und treten wir in den Dialog<br />
über die Zukunft durch und mit Mikroelektronik!<br />
Ihren Kontakt zur Forschungsfabrik Mikroelektronik Deutschland<br />
finden Sie durch Scannen des QR-Codes oder auf<br />
https://fmd.one/<strong>impuls</strong>3/5<br />
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Impressum<br />
<strong>FMD</strong>.<strong>impuls</strong> <strong>Ausgabe</strong> 3 | Oktober 2022<br />
© Fraunhofer-Verbund Mikroelektronik, Berlin 2022<br />
Geschäftsstelle Forschungsfabrik Mikroelektronik Deutschland /<br />
Fraunhofer-Verbund Mikroelektronik<br />
Anna-Louisa-Karsch-Straße 2<br />
10178 Berlin<br />
www.forschungsfabrik-mikroelektronik.de<br />
fmd.<strong>impuls</strong>@forschungsfabrik-mikroelektronik.de<br />
Social Media<br />
Redaktion<br />
Maximilian Kunze<br />
Romy Zschiedrich<br />
|<br />
|<br />
maximilian.kunze@mikroelektronik.fraunhofer.de<br />
romy.zschiedrich@mikroelektronik.fraunhofer.de<br />
Bildnachweise<br />
Alle Rechte vorbehalten. Nachdruck nur mir Genehmigung des Fraunhofer-Verbunds<br />
Mikroelektronik<br />
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© Fraunhofer IZM | Volker Mai<br />
© Fraunhofer IIS<br />
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© Fraunhofer IAF<br />
© Fraunhofer-Verbund Mikroelektronik<br />
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