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akzent Magazin November '22 GB

akzent – DAS GRÖSSTE LIFESTYLE- & VERANSTALTUNGSMAGAZIN VOM BODENSEE BIS OBERSCHWABEN www.akzent-magazin.com

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DAS MAGAZIN FÜR DIE GRoSS-STADT BoDENSEE NovEMBER 2022

GLANZ

Milo Rau erhält den großen Kulturpreis

der St. Gallischen Kulturstiftung

TANZ

„Bregenzer Frühling“:

internationales Tanzfestival

zum 36. Mal am See

GLITZER

Konstanzer Juwelier

Etter & Denzel freut sich

über das zweite Erfolgsjahr

STARKE TEAMS

vom Bodensee als Beilage im akzent,

das seinen 35. Geburtstag feiert

www.akzent-magazin.com


JimThompson ©

ITTA & BREMER| Inneneinrichtungen| Marienhausgasse 3, 78462 Konstanz| www.itta.de| info@itta.de | +49 7531 128 29 30


INTRO

3

Diesen &weitereTexte zumweiterverbreiten unter

www.akzent-magazin.com

35 JAHREAKZENT–

AUCH SCHONWIEDER

Kultur in

Friedrichshafen

11/2022

Mit 35 steht man mitten im Leben, ist nicht

mehr ganz jung, hat aber viel Erfahrung

und noch ganz schön viel vor sich. So ist

es auch bei uns. Inder Numerologie macht

man es sich bei solchen Zahlen besonders

einfach: Man addiert einfach die beiden,

denjeweiligen Zahlen zugedachten „Kräfte“,

schüttelt das Ganzekurz durchund voilá.

Dass dabei die „3“ die Nummer des „aufgestiegenen

Meisters“ sein soll, verstehe

ich total. Doch die 3steht auch für „Ausdruck,

Expansion, Wachstum, Kreativität,

Begeisterung, Hoffnung, Freude, Optimismus,

Kommunikation, Motivation, spirituelle

Energie, inneren Frieden, Transparenz

und Visualisierung“. Aha! Die Zahl 5

ist eine Zahl, die überdies „Inspiration bedeutet,

Wünsche, wichtigeLebensentscheidungen,

Veränderungen, Lektionen imLeben,

Freiheit, Vorlieben, Kreativität, Anpassungsfähigkeit,

Flexibilität, Vielfalt,

Expansion, Fortschritt und glückliche Gelegenheiten“.

Na, nix anderes haben wir

erwartet. Und wenn sich diese zwei Zahlen

verbinden, „erzeugen sie die Energie

der Zahl 35, die Begeisterung, Motivation,

Kreativität, Perspektiven, Möglichkeiten,

Vorstellungskraft, Erforschung, Organisation,

Abenteuer, Vision und Visualisierung

symbolisiert“. Alles klar?!

Insofern kann ja nix mehr passieren

bzw. wieder jede Menge! Denn seit November

1987, als wiraufgeregt dieersteAusgabe

in den Geschäften, der Gastro und der

Kultur am Seeverteilt haben, ist doch so einiges

passiert: Gradehattenwir noch unsere

Schuhe vonden Demos gegenAKWsund

der nuklearen Aufrüstung in Europa ausgezogen,

gegen die angesagten grobstolligen

Zeitgeist-Stiefel getauscht, mit denen

es in Siebenmeilen auf die kommende

Techno-Ära zuging. Und heute? Technorevival,

80er-Jahre-Frisuren und wieder

Kriegsangst und atomare Bedrohungsszenarien

–sowohl zivil als auch militärisch.

Schreckliche Dinge kommen einfach immerwiederinMode!

Doch mittlerweile wissen wir wenigstens

mit Krisen deutlich besser umzugehen!

Und wir wissen aus Erfahrung, dass

nach all diesen Krisen eine unfassbare

Boom-Zeit folgte.Zwarnicht für jede/n und

nicht überall auf der Welt. Doch für die allermeisten

folgten lange goldene Jahre.

Darum gehen wir umso optimistischer in

dienächsten 35 Jahre. Wird schon werden,

wenn wiralleweiter zusammenhalten: das

großartigeTeam, das über dieJahredas akzent

jeden Monat immer wieder neu und

spannendmit Leben füllt.Die treuen Kunden,

dieauchinKrisenzeiten zu unsgehalten

haben. Und die vielen Leser und Leserinnen,

die sich immer wieder neugierig

auf„dasMagazin fürdie Großstadt Bodensee“

stürzen. Zusammen ist alles möglich:

Dankeschön dafür!

MARKUSHOTZ

HERAUSGEBER

©Anna Glad

Ausgewählte Veranstaltungen

Lesung &Musik

Arno Camenisch liest aus „Die Welt“

Wolfgang Zwiauer Musikal. Begleitung

DI •08.11. •19:30 •Kiesel im k42

Sinfonieorchester Kyiv

Asya Fateyeva Saxofon

Luigi Gaggero Leitung

Myroslav Skoryk, John Adams,

Gabriel Fauré, Levko Revutsky

MI •09.11. •19:30 •Graf-Zeppelin-Haus

Stadtorchester Friedrichshafen

Entertaining Winds: Tänze der Welt

MD Pietro Sarno Leitung

Bizet/Takahashi, Waespi, Mackey, Doss

SA •12.11. •19:30 •Graf-Zeppelin-Haus

Earthquake

Alexander Maria Wagner Klavier

Beethoven, A. M. Wagner, Schubert

SO •13.11. •11:00 •Kiesel im k42

Double Drums

Beat Rhapsody –Willkommen in der Welt

des Rhythmus‘!

MI •16.11. •18:00 •Bahnhof Fischbach

Zauber der Oper

Chöre und Orchester der Region

Solisten •MDJoachim Trost und

Eckart Manke Leitung

SO •20.11. •17:00 •Graf-Zeppelin-Haus

Lesung &Gespräch

Eckhard Nickel liest aus „Spitzweg“

MO •21.11. •19:30 •Kiesel im k42

Stegreif –

TheImprovising Symphony Orchestra

#bfree –Connecting European Cultures

through Beethoven’s 9th Symphony

DO •24.11. •19:30 •Bahnhof Fischbach

Neville Tranter’s Stuffed PuppetTheatre

Ubu –Crazy no obstacle to have power

Figurentheater für Erwachsene

SA •26.11. •19:30 •Kieselimk42

AChristmas Carol 14+

based on Charles Dickens

in English • TNT Theatre

SO •27.11. •17:00 •Bahnhof Fischbach

Gauthier Dance //

Dance Company Theaterhaus Stuttgart

Swan Lakes

Eric Gauthier Künstlerische Leitung

Choreografien von Cayetano Soto, Marie

Chouinard, MarcoGoecke, Hofesh Shechter

MI •30.11. •19:30 •Graf-Zeppelin-Haus

KARTEN

SERVICE

T: +49 7541/288-444

kulturbüro.friedrichshafen.de


4 INHALT

GLITZER

Konstanzer Juwelier

Etter&Denzel freut sich

über das zweiteErfolgsjahr

©ELMAR FEUERBACHER

10 TITEL

6 Impressum

10 Titel

2Macherinnen -2Jahre Juwelier

Etter &Denzel

Der nächste (Bregenzer) Frühling

kommt bestimmt

16 Akzente

Krimiwinter:Mörderischer See

© Thomas Eirich-Schneider

AKZENT INHALT

20 Seeleute

Geniale Leutevon nebenan

28 Seezunge

Neues aus der Genuss-und

Gastrowelt

38 Bildung &Wirtschaft

Lernen &Schaffen in der Region

46 Modensee

Kreative &Macher,die uns

bekleiden

14 TITEL

TANZ

„BregenzerFrühling“: internationales

Tanzfestival zum36. MalamSee

56 KULTUR

GLANZ

Milo Rauerhält den großen Kulturpreis

der St.Gallischen Kulturstiftung

©BOD XERROX RICHARD(c)TS

48 Body &Soul

Wohlfühlen und gesunden am See

50 Mehrwert

Fürdas gewisse Mehr

53 Freizeit

Ausflugstipps vom Feinsten

62 Erleben

In der Region unterwegs

66 Kultur

Highlightsaus Kunst, Musik &Bühne

92 Déjà Vu

akzent on the road


NIESSING TOPIA VISION

Express your visions in gold!

JUWELIER ETTER & DENZEL | ZOLLERNSTRASSE 27 | 78462 KONSTANZ | WWW.ETTER-DENZEL.DE


6 Impressum

1

Labhard Medien GmbH

max-stromeyer-straße 116

D-78467 Konstanz

Für Kunden aus der Schweiz:

postfach 1001

CH-8280 Kreuzlingen

Telefon: +49 (0)7531 99148 00

info@akzent-magazin.com

www.akzent-magazin.com

Redaktionsschluss:

10. des Vormonats

Termine: 15. des Vormonats

Anzeigenschluss: 15. des Vormonats

Erscheinungsweise: monatlich,

jeweils zum monatsanfang

Erfüllungsort: Konstanz

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5

8

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Geschäftsführung:

steven rückert

srueckerth@labhard.de

Herausgeber:

1 markus Hotz

m.hotz@akzent-magazin.com (mh)

Redaktion (V.i.S.d.P.):

2 stefanie Göttlich (sg)

s.goettlich@akzent-magazin.com

18 Anne prell, a.prell@labhard.de

Online-Redaktion:

2 stefanie Göttlich (sg)

s.goettlich@akzent-magazin.com

Sekretariat & Verteilung:

4 martina menz

m.menz@akzent-magazin.com

5 Victor martin

Heftplanung:

Johanna Lambach

jlambach@labhard.de

seezunge:

3 maria peschers

m.peschers@seezunge.com

Traumzeit:

4 martina menz

m.menz@akzent-magazin.com

seeclassics:

Thomas t.pfeifer@seeclassics.com

Layout & Herstellung:

sV medienproduktion GmbH & Co. KG,

ravensburg

Titelfoto:

GB: © elmar Feuerbacher

BO: Bregenzer Frühling

© Yoshikazu INOue

Druck:

Druckhaus Kaufmann

ernst Kaufmann GmbH & Co. KG

D-77933 Lahr

Autoren:

Claudia Antes-Barisch (cab)

Anja Böhme (ab)

6 Dr. patrick Brauns (pb)

12 susi Donner (dos)

11 ruth eberhardt (rue)

16 Tanja Horlacher (th)

15 Andrea mauch (am)

17 Leona remler (lr)

14 Heide-Ilka Weber (hiw)

13 Britta Zimmermann (bz)

Akquise:

Stockach, Konstanz, Kreuzlingen:

Thomas t.pfeifer@akzent-magazin.com

Hegau, Schaffhausen:

7 Alexandra Bürgel

a.buergel@akzent-magazin.com

Überlingen, Markdorf, Meersburg:

8 Antje efkes, ae@efkes.com

Friedrichshafen, Lindau, Bregenz:

10 Gisela Hentrich

mail@giselahentrich.de

Oberschwaben:

9 stefan Blok, sblok@t-online.de

Ravensburg-Weingarten, Tettnang:

Nisa Arslan

n.arslan@labhard.de

Kultur und Events Schweiz:

Jochen A. Lohmar

j.lohmar@akzent-grafik.com

Der Labhard-Verlag ist Teil

von schwäbisch media.

Bodensee.DE

akzent ist auch auf Facebook!

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Mengen

Bad Saulgau

Tuttlingen

Ostrach

Bad Schussenried

Bad Waldsee

Pfullendorf

Aulendorf

Stockach

Bad Wurzach

Engen

Ludwigshafen Weingarten Leutkirch

Überlingen

Singen Radolfzell

Ravensburg

Markdorf

Schaffhausen

Stein am Rhein

Frauenfeld

Meersburg Tettnang Wangen

Konstanz

Isny

Kreuzlingen

Friedrichshafen

Weinfelden

Wil

Romanshorn

St. Gallen

Rorschach

das magazin Vom

bodensee bis

oberschwaben

Lindau

Dornbirn

Bregenz

6

9 10

akzent im abo: 33 Jahre akzent – 33 euro pro Jahr

www.akzent-magazin.com

Die Teilnahmebedingungen für Gewinnspiele sind nachzulesen unter

www.akzent-magazin.com/teilnahmebedingungen. Nachdruck von Bildern und Artikeln nur mit

schriftlicher Genehmigung der Herausgeber. Für unverlangt eingesandte Beiträge wird keine Haftung

übernommen. Die durch den Verlag gestalteten Anzeigen sind urheberrechtlich geschützt und

dürfen nur mit schriftlicher Genehmigung des akzent Verlags weiterverwendet werden.

einfacH kurze mail an: vertrieb@akzent-maGazin.com


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unsere Innenarchitektinnen Möbel, Leuchten und Accessoires. So

entstehen einladend offene und perfekt abgestimmte Wohnwelten mit

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10 TITEL

© Elmar Feuerbacher


TITEL

11

2GOOD!

2022,2MACHERINNEN,

2JAHRE JUWELIER ETTER & DENZEL

„Wir sind angekommen“, freutsichUlrika Denzel. „Aber

noch langenicht da,wowir hinwollen“, lacht Desirée Etter.

DasschmuckeDuo ergänztsicheinfachprima. Sicher ein

Erfolgsgeheimnisdes Konstanzer Premiumjuweliers, der in

harten Coronajahren eröffnethat undsich nun ebenfalls unter

allgemein schwierigerenwirtschaftlichen Bedingungen weiter

behauptet. DieZeichen stehen trotzallem auf Wachstum, wenn

auch mitAchtsamkeit.

VONMARKUSHOTZ, FOTOSVON ELMARFEUERBACHERUND AUSGEWÄHLTEN SCHMUCKHERSTELLERN

Desirée Etter undUlrikaDenzel haben

„Edel-Mut“ bewiesen und freuen sich

über das zweite Erfolgsjahr. Dort, wo

neun Jahre lang Niessing hinter den

Altstadt-Arkaden funkelte und glitzerte,

haben die beiden Macherinnen

noch eins draufgesetzt und eines der

schönsten Schmuck- und Juweliergeschäfte

weit über die Region hinaus

etabliert. Auf den insgesamt 300 geschmackvoll

eingerichteten Quadratmetern

gibt es viel zuentdecken, das

Augenmerk wird dabei auf großzügige

Präsentationgelegt.

Gerade diebewussteKonzentration

auf wenige Hersteller macht esmöglich,

große Teile der jeweiligen Kollektion

zu präsentieren. Nicht Masse,

sondern Klasse findet sich hier und

dabei in der Tat „handverlesen“. Dazu

kommt auch immer mehr Herrenschmuck.

„Und wir fertigen auch Stücke

nach Wunsch“, erläutert Ulrika

Denzel.

Das Thema Diamanten nimmt

mittlerweileein breiteres Feld ein bei

Etter &Denzel. Daist zum einen die

Diamanten-Expertise im Haus.Wichtig,

wenn etwa Kunden alte Stücke

modern umarbeiten lassen wollen

oder Edelsteine in neuer Form glänzen

sollen.

Zumanderen wird immer mehr geschätzt,

Diamanten lose bestellen zu

können und sie entweder als Wertanlage

zusehen oder in Schmuck einzuarbeiten

(manchmal auch beides).

Die Steinlieferanten müssen eine

nachhaltige Lieferkette nachweisen,

vom Abbau bis zum Schliff. Gehandelt

werden dabei ohnehin nur Steine

ab einem gewissen Qualitätsgrad.

Makellosigkeit ist hier Voraussetzung.

„Es ist immer eineFreude undein großes

Erlebnis, wenn wir gemeinsam

mit dem Kunden die Steine aussuchen

und sie dann in Händen

halten dürfen“, schwärmt Desirée

Etter. „Und nicht minderspannendist

es,wenn

siedanninein individuelles

Stück eingearbeitetwerdenund

ihnen

hier ein ganz neues

Leben, ein eigener

Charakter verliehen

wird“, bestätigt

UlrikaDenzel.

Bei Etter &Denzel

wird Wert auf

ein unkompliziertes

Einkaufserlebnis

gelegt.Wenn die

Tür freundlich lächelndgeöffnetwird,

öffnetsichauch

eineeigeneWelt derGastlichkeit.Kein

Wunder, nennen die zwei schmucken

Ladys ihre Kund*innen auch lieber

Gäste. Sie sind jederzeit gern gesehen,

und aus einem kurzen Espresso

oder einem Wasser kann dann im

Laufe eines netten Gesprächs schon

auch mal ein Glas Champagner werden,

undsoentstehen tolleKunden- –

pardon –Gäste-Beziehungen.

© Elmar Feuerbacher


12 TITEL

„Manchmal entwickeln sich hier

richtig nette Runden, treffen interessante

Persönlichkeiten aufeinander,

entstehen sogar Freundschaften fürs

Leben an der kleinen geschmackvollen

Inhouse-Bar, die zum Verweilen

einlädt“, freutsichUlrikaDenzel.

Hektik entsteht inden edlen Etagen

nie, der Stress bleibt vor der Tür,

und Kaufzwang ist in dieser dezenten

Atmosphäre ohnehin undenkbar.

Verführung allerdings schon. Soziehen

spezielle Schmuck-Events, übers

Jahr verteilt,gezielt Gästean, welchen

dann mit kulinarischen Genüssen und

„guter Unterhaltung“ die jeweils passenden

Schmuck- oder Uhren-Kollektionen

präsentiert werden.

Herrenuhren liegen dabei Benjamin

Etter besonders am Herzen: „Die

Breitling-Kollektionen begeistern

mich jedes Mal aufs Neue“, schwärmt

er, „denneigentlich ist doch scheinbar

jede Uhr schon irgendwo irgendwie

einmal gestaltet worden. Und dann

kommen die neuen Designs und man

ist überrascht, wie neuartig dieUhren

jeweils interpretiertwerden.“

Wer es noch individueller mag,lässt

sich ein Einzelstückanfertigen.„Ichhabe

einmal in der Stadt eine coole Vespa

in Himmelblau gesehen, und eines

Tagesstandsie vorunserem Geschäft“,

erinnert sich Desirée Etter, „und drinnen

hat sich der Besitzer gerade eine

Breitling konfektioniert, die genau

dieses Himmelblau und diesen

Style adaptiert hat.“

Darum ist nun folgerichtig

eine „Breitling-Lounge“

entstanden,

die die

Vielfalt der Kollektion

noch

besser präsentiert. Es sei ein sichtbares

„Zeichen der Zeit“ und „es wird

nicht das einzige bleiben“, verspricht

Desirée Etter augenzwinkernd.

Das Lounge-Konzept geht auf: Die

ganze Etage, die als großzügige und

lauschige Trauring-Lounge gestaltet

ist, hat sich ebenfalls bestens etabliert.

Pärchen lassen sich in dieser

weit und breit einzigartigen Atmosphäre

ungestört für Hochzeits- oder

Verlobungsringe inspirieren, etwa

vonder großenKollektion derRadolfzeller

Trauringmanufaktur Meister

oder den hochwertigen Ringen von

Niessing, die es in über 14 Goldtönen

gibt undauchinSachenDesign keine

Wünscheoffenlassen.Mit deninternational

erfolgreichen Schmuckmarken

Pomellato und Serafino Consoli hat

sich italienische Lebenslust zum De-

sign-Understate-

©ElmarFeuerbacher


TITEL

13

© Elmar Feuerbacher

ment der deutschen Schmuckmanufaktur

Niessing gesellt. Mit Krieger

kam letztes Jahr ein weiterer Glanzpunkt

hinzu. Der deutsche Hersteller

setzt auf Spitzenqualität und verwendet

nur Gold und Edelmetalle aus

transparenter sowie verantwortungsvoller

Produktion. Auch die aufwendigen

Schleifarbeiten in Deutschland

setzen nicht nur in Qualität, sondern

auch im Umgang mit Umwelt und Mitarbeitenden

Maßstäbe.

Mit viel Geschmack und viel Fläche

definiert Etter & Denzel damit ein

neues, urbanes Einkaufserlebnis in

Sachen Uhren & Schmuck.

„Was uns und unser tolles Team täglich

neu begeistert, ist, für unsere Gäste

das jeweils passende Schmuckstück

zu finden oder zu kreieren, das ihre

Persönlichkeit unterstreicht und sie

zum Strahlen bringt“, beschreibt Ulrika

Denzel ihre Passion treffend.

Und so strahlen auch die beiden

Macherinnen mit ihren Kund*innen

um die Wette – wie zwei hell leuchtende

Geburtstagskerzen.

Gefeiert wird der zweite Geburtstag

ausgiebig am Samstag, den 5. November

mit einer Open-Door Party, zu der

Etter & Denzel zahlreiche Mitarbeitende

der Manufaktur NIESSING an

den Bodensee holen. Im Rahmen der

Feier, zu der alle herzlich eingeladen

sind, wird die neue Schmucklinie „Topia

Vision“ erlebt und anprobiert. „Wir

freuen uns über viele Gäste, die sich

mit uns freuen und mit uns feiern …

gerne spontan und auch ohne Anmeldung!“,

schwärmen die beiden Gastgeberinnen.

Für kleine Köstlichkeiten,

gute Musik und auch Überraschungen

für die Gäste wird am Geburtstagswochenende

ganz sicher bestens gesorgt

sein.

„Was uns und unser tolles Team täglich neu

begeistert, ist, für unsere Gäste das jeweils

passende Schmuckstück zu finden oder zu

kreieren, das ihre Persönlichkeit unterstreicht

und sie zum Strahlen bringt.“

Glänzende Aussichten also trotz aller

Herausforderungen, und bekanntlich

sind aller guten Dinge drei …

Juwelier Etter & Denzel

Zollernstraße 27

D-78462 Konstanz

+49 (0)7531 916 82 51

www.etter-denzel.de

ULRIKA DENZEL


14 TITEL

Im Mittelpunkt vonXERROXVOL.2stehtOpus Magnum XERROX –Musik,die verführt,irritiert, bewegt und überwältigt.

DERNÄCHSTE

(BREGENZER)

FRÜHLING KOMMT

BESTIMMT

Fünf Weltklasse-Compagnien ausFrankreich, Spanien,Deutschland und

Großbritanniensowie dasaktionstheaterensemblewerdenihr Publikum

beim BregenzerFrühling2023mit ausdrucksstarken Performancesin

dieatemberaubende Welt desTanzes entführen. Alle gezeigtenWerke

sind österreichischeErstaufführungen.Gastgeber deshochkarätigen,

internationalenTanzfestivals,das im Bodenseeraum einzigartigist,

istzum 36.Mal dieLandeshauptstadtBregenz.

VONSUSIDONNER


TITEL

15

BREGENZERFRÜHLING

TANZPASS –25%

Jeden Höhepunkt erleben mit

denBregenzer Tanzpass:Ergiltfür

alle fünf Tanzproduktionen und

beinhaltet neben25% Abo-Ermäßigung

weitere exklusive Vorteile.Der

Tanzpass istbis zum24.12.,

12 Uhrerhältlich.

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Stadtmarketing GmbH

Rathausstraße 35a

A-6900 Bregenz,

43 (0)5574 4080

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visitbregenz.com

Vessel

„Es ist ein intensives Stück, das hohe

Präzision von den Tänzer*innen

fordert“, sagt der belgisch-französische

Choreograf und Tänzer Damien

Jalet. Tiefgründig,beunruhigend und

kraftvoll zugleich zeigt er das faszinierende

Werk mit dem japanischen

Künstler Kohei Nawa. Die dynamische

Verschmelzung zwischen

dem Bühnenbild und den Tänzer*innen

lässt eine visuelle Metamorphose

von außergewöhnlichen Körpern

entstehen. Die charakteristischen

„kopflosen“ Posen verbergen die Gesichter

der Performer und verleihen

ihnen Anonymität. Der Konflikt zwischenKörper

undGeist wird im Tanz

aufgegriffen.

T S

©BOD XERROX RICHARD/ThomasSchermer

Seises

Israel Galván hat ein choreografisches

Tanz-Solo in drei Teilen geschaffen.

Für seine Inszenierung

greift er auf eine andalusische Tradition

mit religiösen Wurzeln zurück:

Seises basiert auf dem „Baile

de los Seises“, einem Tanz, der inder

Kathedrale von Sevilla, der größten

gotischen Kathedrale der Welt, ursprünglich

von sechs Kindern in traditioneller

Kleidung des 16. JahrhundertszudreiAnlässen

im Jahr aufgeführt

wird. Galváns Werk spielt auf

die kindliche Unschuld an, zusammen

mit den Stimmen des weltbekannten

Knabenchors des Klosters

Montserrat bei Barcelona, dem Escolanía

de Montserrat.

XERROX VOL. 2

Für seine Ballett-Choreografie widmet

sich der amerikanische Tänzer

und Choreograf Richard Siegal dem

Komponisten Alva Noto. ImMittelpunkt

von XERROX VOL. 2steht sein

Opus Magnum XERROX –eine Musik,

die verführt, irritiert, bewegt und

überwältigt. Richard Siegals Choreografie

besticht durch jene fast übermenschliche

Körperlichkeit, für die

das Ballet of Difference-Ensemble

weltweit bekannt ist. Für die bildgewaltige

Inszenierung arbeitet Siegal

mit dem Lichtkünstler Matthias

Singer zusammen, dessen kunstvolle

Lichträume bereits viele Arbeiten

der Compagnie sounverwechselbar

gemacht haben.

LOVETRAIN2020

Laut, fröhlich und lebendig –als ein

Fest desLebens entfaltet sich das zeitgenössische

Musical LOVETRAIN2020

in einem Raum derunendlichen Möglichkeiten,

in dem Bewegung und

Klang ineinandergreifen. Der israelischeChoreograf

EmanuelGat enthüllt

mit seinem Werk die offensichtlichen

Ebenen, auf denen Menschen zusammenkommen

und wieder auseinanderdriften,

sich zurückziehen oder

vorwärtsbewegen. Mit der Musik des

britischen Duos Tears for Fears ist die

Produktion mit 14 Tänzer*innen eine

choreografischeOde an denSound der

80er-Jahre.

Jungle Book reimagined

Der britische Tänzer und Choreograf

Akram Khan (MBE), einer der angesehensten

Tanzkünstler der Gegenwart,

hat das Dschungelbuch neu interpretiert.

„Wir leben in nie dagewesenen

unsicheren Zeiten für alle Lebewesen

auf diesem Planeten. Wir alle bewohnen

ihn, wir alle nehmen von ihm –

aber wir Menschen haben vergessen,

ihm unseren Respekt zu erweisen“,

sagt er. Akram Khan und sein Kreativteam

haben die Reise von Mowgli

neu erfunden: Da ist das kleine Mädchen,

das aufder Flucht voreiner Naturkatastrophe

vonseiner Familiegetrennt

wird und in einer von Menschen

verlassenenStadt derTiere landet.

Ein Stückfür Zuschauer*innenab

10 Jahren.

Morbus Hysteria–

Wirhaben alle recht

Die Uraufführung des aktionstheater

ensemble, in Koproduktion mit

dem Bregenzer Frühling sowie in Kooperation

mit Werk X, stellt sich gesellschaftspolitischen

Verschiebungen:

Da sind die einen, die sich den

alten Nationalstaat herbeisehnen.

Den anderen können die Internationalisierung

und das progressive Fortkommen

unserer Gesellschaft nicht

schnell genug gehen. Was uns guttut,

meint die eine wie der andere genau

zu wissen. Aber, meinst dudasselbe

wie ich, wenn ich das Gleiche sage?

Eine Armada von Philosoph*innen

hat sich andieser Frage abgearbeitet.

Und das Ensemble des aktionstheaters

hatauchkeineLösung.

Aktuelle Informationen:

www.bregenzerfruehling.com

FESTSPIELHAUSBREGENZ

Théâtre National de Bretagne, Frankreich

Vessel

ÖsterreichischeErstaufführung (ÖEA)

11.03.,20Uhr,Spieldauer60Minuten

Israel Galván Company, Spanien

Seises

18.03.,20Uhr,Spieldauer110 Minuten

BalletofDifference,Deutschland

XERROX VOL. 2

01.04., 20 Uhr, Spieldauer 66 Minuten

EmanuelGat Dance, Frankreich

LOVETRAIN2020

15.04., 20 Uhr, Spieldauer60Minuten

AkramKhanCompany, Großbritannien

Jungle Book reimagined

05.05.,20Uhr,Spielzeit 130Minuten

aktionstheater ensemble,Österreich

Morbus Hysteria –Wir habenalle recht

Premiere 31.05., +01.,02. +03.06., jeweils19.30 Uhr

Spieldauer 60 Minuten


16 AKZENTE

© sanchairat – stock.adobe.com

MÖRDERISCHER

SEE

Wenn es Herbst und Winter wird

und die Nebelschwaden über den See

ziehen, es morgens länger dauert,

bis es aufhellt, und es abends immer

früher dunkel wird, dann schlägt

die Stimmung am See um. Fast

schon übersättigt mit Bildern der

Bodenseeidylle aus schönsten sonnigen

Sommertagen freut man sich darauf,

malwiedererschauernzu dürfen.

Passend zurdunklen Jahreszeit darf es

gernegeheimnisvollsein. Nervenkitzel

istgefragt. Gegendie Gänsehauthilft

eine wärmende Deckeauf demSofa.

Derart wohlig geschützt, lassen sich

Geschichtenüberdie düsteren Seiten

desSeesgut ertragen.

Der Bodensee kann nicht nur idyllisch,

es gibt auch tiefe Abgründe und

damit die passende Kulisse für Mordund

Totschlag. Das beweisen nicht

nur eine Fülle von regionalen Krimis.

Auch wenn oder gerade weil dieARD-

Tatort-Kommissar*innen längst abgezogen

sind, gibt es in der Vierländerregion

viel zutun für die Ermittelndenaus

Film undFernsehen sowie der

Kriminalromane.

Filmblut tropft in den See

Walter Sittler alias Robert Anders ist

neu dabei am See. Mit ihm hat das ZDF

einen seiner beliebtesten TV-Kommissare,

derbislang aufder schwedischen

Insel Gotland ermittelte, vom Meer in

denRuhestand an denSee versetzt. Direkt

nach seiner Ankunft in seinemElternhaus

naheLindauwirderineinen

Mordfall verwickelt. Obgleich er selbst

anfangs unter Mordverdacht steht, ist

VONSTEFANIE GÖTTLICH


AKZENTE

17

©ARD Nicolas Gradicsky

Wardie Legendevom GnadenseeVorbild?Zum Tode Verurteilte wurden im Mittelalter

nachdem Läuteneiner Glocke vomBootinden Gnadenseegestoßen –mit derChance,

sich schwimmend zu retten.(Szenenbild aus„WaPo Bodensee“,Folge 62 „Gnadensee“)

© Patrick Pfeiffer

er mit seiner kriminalistischen Spürnase

den ermittelnden Beamt*innen

natürlich immer einen Schritt voraus.

Die erste Folge von „Der Kommissar

und der See“ wurde im Oktober ausgestrahlt,

ist weiterhin inder ZDF-Mediathek

zusehen und soll jährlich mit

einerneuenFolge fortgeführtwerden.

Mörderischgeht’sauchimLändlezu.

DerSpielfilm „DasSchweigen derEsel“

ausder ORF-LandkrimireiheinKooperation

mit ARTE wurde 2022 unterandereminHittisau,

Bregenz undWolfurt

gedreht, von und mit Karl Markovics.

An derSeite desfalschen, inhaftierten

Kommissars ist dieVorarlbergerinJulia

Koch alsDorfpolizistin SophieLandner

© ARD Nicolas Gradicsky

JuliaDemmler(WendyGüntensperger) im Einsatz

(„WaPo Bodensee, Folge68„DieletzteMeile“)

einer Mordserie auf der Spur, die mit

der Geschichte der Bremer Stadtmusikanten

inVerbindung steht. Die Lösung

desFallsist 2023 zu sehen.

Vorarlberg und die Region um Lindau

sind seit 2014 auch Drehorte von

„Die Toten vom Bodensee“. In der

deutsch-österreichischen Fernsehreihe

löstedas Team um Kriminalinspektorin

Hannah Zeiler (Nora Waldstätter)

undKriminalhauptkommissarMichaOberländer(MatthiasKoeberlin)

in

diesem Jahr mit „Das zweite Gesicht“

schon den 14. gemeinsamen Fall. Im

Mittelpunkt steht ein Mord, der noch

gar nicht geschehen ist, als er gemeldetwird.

Schmucke Bildervom Alpenpanorama,

gepaart mit mystischem

Brauchtum und furchteinflößenden

Gestalten lassen die Zuschauer*innen

erschauern. Mit „Unter Wölfen“folgt im

November (01.11.imORF und07.11. im

ZDF) bereitsder 15. Fall. Ein Wolf streift

durch dieWälderumden Seeund ruft

nicht nur Tierschützer*innen auf den

Plan. Eines Morgens wird die Leiche

eines Trophäenjägers gefunden, aufgespießt

von einem der Pfähle seiner

eigenen historischen Wolfsfallen. Die

bisherigen Folgen sind in den Mediatheken

zu sehen und auf DVD erhältlich.

Drehstart von„DerKommissar undder See“ –RobertAnders

(WalterSittler)amUferdes Bodensees

In etwasseichteremGewässerdümpelndie

Geschichtender „WaPoBodensee“,

mit denender SWR2017 dieNachfolge

des Bodensee-Tatorts angetreten

ist.Als Polizistin Julia Demmler mit dabei

istdie RapperswilerinWendy Güntensperger.

Gedreht wird unter anderem

auf der Mettnau, in Radolfzell, in

Bodman-Ludwigshafen und mit dem

Polizeiboot natürlich auf dem See. Im

September dieses Jahres begann be-


18 AKZENTE

reitsdie 7. Staffel mit 20 neuenFolgen

der beliebten Vorabendserie. Auch die

8. Staffel ist schon imKasten und ab

2023 zusehen. Um diese Uhrzeit darf

es natürlichnochnicht so richtigbrutal

werden. So sind die Ermittlungen mit

Lokalkolorit dessympathischen Teams

in die heile, schöne Bodenseewelt eingebettet.

Immer wieder mal fließen

Geschichten und Legenden vom See

mit ein, zuletzt bei der Folge 62„Gnadensee“,

bei dersichdie Mutter derleitenden

Kommissarin als Fremdenführerin

versucht. Die Bilder verbreiten

Urlaubsstimmung und sind bestimmt

förderlich für die Tourismusbranche

am See.

SeitenweiseMord

undTotschlag

Währendesmit derKameragar nicht

so einfach ist, gegen die Schönheit

des Sees anzukommen, weil aufgepasst

werden muss, dass die Bilder

nicht zumalerisch werden, scheint es

für die Autor*innen von Kriminalromanen

leichter, eine echte Mordstimmung

zu erzeugen. Sie sind geradezu

beseelt vom Bodensee und lassen

bei den Leser*innen schaurige Bilder

imKopf entstehen. Werhätte gewusst,dass

sogar dieFigur desDr. Mabuse

hier am See Gestalt annahm, als

Norbert Jacques,der Erfinderdes weltberühmten

Superverbrechers, nach

dem Ersten Weltkrieg mit einer Fähre

über den Bodensee setzte? Der Bodensee

hat eine finstere Vergangenheit,

war er doch damals ein belebter

Umschlagplatz für den Schwarzhandel.

Jacques beobachtete einen

Mitpassagier, dessen Statur und Gesicht

ihn inspirierten. Im Geist machte

er dann aus dem kleinen Schieber

einen genialen Verbrecher für denRoman

„Dr. Mabuse, der Spieler“. Seither

schafften es viele regionale Krimis,

die lieblichen Bodenseebilder infrage

zu stellen und stattdessen Angst und

Schrecken zu verbreiten. Angesichts

der vielen Tötungsdelikte, die inden

letzten Jahren den Federn der Krimischreiber*innen

aus der Region entsprungen

sind, muss man froh sein,

hier bislang mit heiler Haut davongekommen

zu sein. Glaubt man den

Büchern, sind jede Menge Mörder*innenunter

uns. DiePlätze, an denensie

Unheil verbreiten, sinduns nurzugut

bekannt. Erfundene Verbrechen an

real existierenden Orten: Genau das

erhöht den Gruselfaktor bei Regionalkrimis.

Selbst an paradiesischen,

scheinbar harmlosen Orten können

heimtückische Täter*innen lauern.

Rätselhafte Delikte finden quasi vor

dereigenen Haustür statt.

Hier stellen wir zehn der besten

2022 erschienenen Krimis vor, bei

denen Mitfiebern angesagt ist, denn

die handelnden Figuren könnten

unsereNachbarnsein.

„Abgrundtiefer Bodensee“ von

Manfred Braunger, Freiburger und

Bodenseekenner (Stadler Verlag): Ein

harmloses Tauchabenteuer wird zum

Albtraum, undeinehistorischeLegende

wird zurkriminellen Realität. Kein

Wunder,dass es seit Jahren ein Tauchverbot

an diesem Uferabschnitt des

Bodanrücks gibt.Kommissar Paul Zoffinger

ermittelt in seinem 5. Fall am

westlichen Bodensee.

© Shawn Hempel – stock.adobe.com

„Affenhitze“ von den Allgäuer Autoren

Volker Klüpfel &Michael Kobr

(Ullstein Verlag): Eigentlich viel zu

schwül, doch Kommissar Kluftinger

hat keine Wahl: Er muss in der

Tongrube ermitteln, in der Professor

Brunner vor einiger Zeit das berühmte

Skelett desUrzeitaffen ausgegraben

hat. Nun wurde Brunner verscharrt

unter einem Schaufelbagger

gefunden.


AKZENTE

19

„Bodensee-Bordeaux“ von Erich Schütz, der in Überlingen lebt

(Gmeiner Verlag): Weinpanscher wissen,wie sieihren Wein, derfür

denchinesischen Marktbestimmt ist,anjeder Qualitätsprüfung vorbeischleusen.

Trauen sich Bodenseewinzer, ihren Rotwein als Bordeauxwein

anzubieten? Die Verführung ist groß. Bei den abenteuerlich

hohen Einnahmen kommt es auf einen Toten mehr oder weniger

nichtan.

„Die Lukasch-Vermutung“ vonChristian Mähr aus Dornbirn (Hirnkost

Verlag): Kann es denn sein, dass jemand, den man gut kennt,

Unglücküber seineFeinde bringt –ohnevon dieser „Gabe“ auch nur

etwaszuahnen?Ein Krimi über das Glauben, das Nicht-Wissen und

den Unterschied zwischen beidem, eingebettet indie Eitelkeiten

einer provinziellen Kultur- und Politikszene, grundiert mit Humor.

Gemordetwirdnatürlich auch.

„Irisblütenmord“ vonJulian Bibergeraus Meckenbeuren (emons:

Verlag): An einem Naturstrand inLangenargen wird ein Toter gekreuzigt

aufgefunden. Bald folgen inEriskirch weitere altertümlich

anmutende Morde, an den Tatorten findet sich jeweils eine getrocknete

Irisblüte. Die Spur führt die Friedrichshafener Kommissar*innenMarcSteingruber

undClara Meißner zu einem JahrhundertezurückliegendenVerbrechen

im Tettnanger Wald.

„Nacht über dem Bodensee“ vonChristian Schlindwein, der gebürtigeKonstanzer

arbeitet als TheologeinLiechtenstein (Gmeiner

Verlag): Lisa Engels,die dieStelleals Stadtarchivarin inÜberlingen

antritt,wirdineinen Mordfall verwickelt.Sie stößtauf mehrerehundert

Jahre alte Berichte eines Reichenauer Mönchs über eine mörderischeSagengestalt.Alles

passt genauzuden aktuellen Morden.

„See ohne Wiederkehr“ Walter Christian Kärger aus dem Allgäu

hatschon den siebtenFall für seinen Ermittler (emons: Verlag): Während

Kommissar Madlener nach folgenschwerem Ausgang des letzten

Falls in eine Auszeit geschickt wird, steht seine Kollegin Harriet

voreinem Dilemma. Bei denErmittlungen in einem herausforderndenMordfall

erkenntsie in zwei TatverdächtigenihrePeiniger wieder,

diesie vorJahren überfallen undbeinaheumgebracht hatten.

„So kalt der See“ von Tina Schlegel, die in Konstanz studierte

(emons: Verlag): Kommissarin Cora Merlin ist auf dem Weg indie

Polizeidirektion Lindau,als dieFahrerin im Auto nebenan ihreAufmerksamkeit

erregt: Ihre Lippen formen das Wort „Hilfe“. Cora folgt

demWagen undwirdwenig späterZeugin einer Hinrichtung.Esbeginnt

die Jagd nach einem Täter, der einen verstörenden Plan verfolgt.

„TatortBodensee: Der Fluch des Jackpots“von Martin Oesch, ehemals

leitend beim Ostschweizer Radiosender FM1 (Gmeiner Verlag):

Kommissar Hutter von der Thurgauer Polizei und seine Praktikantin

Lisa Lehmann werden gleich zu drei rätselhaften Todesfällen in

ein Dorf gerufen, in demein rekordverdächtiger Lottogewinn gewonnenwurde.

„Tatort Vorarlberg“, der Dornbirner Norbert Schwendinger ermöglicht

einen echten Blick hinter die Kulissen der Polizeiarbeit

(Edition v): Sein Buch beleuchtet zwölfwahreKriminalfälleaus Vorarlberg.InseinerZeit

als Chefermittler undLeiter desMorddezernats

hatSchwendinger mit seinem Team eineVielzahl an Kriminalfällen

und 90Tötungsdelikte bearbeitet und dabei eine Aufklärungsquote

vonnahezu100% erfüllt.

LESUNGENMIT GÄNSEHAUT

Wem Lesen nicht reicht, der kann die Ohren spitzen und Erfinder*innen

mörderischer Geschichten zuhören. Diese Autor*innen,

die mit ihren Krimis zwar nicht vom, aber anden See kommen,

solltenKrimiliebhaber*innenimNovember nichtverpassen.

Der Münchner Tatort-Kommissar Miroslav

Nemec hat seinem erfolgreichen

Krimi-Erstling einen zweiten

Fall folgen lassen. Am 4. November

liest erimRahmen des „19. Tuttlinger

Literaturherbsts“ aus „Kroatisches

Roulette“. Sein zweiter Fall,

dergrößtenteilsinKroatien spielt, ist

Psychothriller in eigener Sache. Wiedertritt

er selbst alsProtagonist auf.

Eigentlich führterein glücklichesLeben,

biszum Todeines Zimmermädchens.

Alle Indizien sprechen dafür,

dass ausgerechnet erder Mörder

sein muss.

04.11.,20Uhr

Stadthalle Tuttlingen

Königstr. 39 |D-78532 Tuttlingen

www.tuttlinger-hallen.de

Wenige Tage später am

10. November liest eine

ganz große Krimidame in

Owingen-Überlingen. Ingrid

Noll, die zweimal mit

dem „Friedrich-Glauser-

Preis“ ausgezeichnetwurde,

hat ihren brandneuen

Krimi „Tea Time“ im Gepäck.Sechs

Frauengründen

aus einer Sektlaune

heraus denKlub derSpinnerinnen,

denn jede von

ihnen hat eine spezielleMacke.Als eine ihre Handtasche verliert,

beginntdie verhängnisvolle Bekanntschaft mitAndreas Haase, der

sichnicht mitdem üblichen Finderlohn begnügt. Nollist übrigens

Ehrenkriminalhauptkommissarin derMannheimer Polizeiund Ehrenkommissarin

derBonner Polizei. Ihre Werke„Ladylike. Jetzterst

recht!“, „Kalt istder Abendhauch“ und„DerHahn isttot“wurden

verfilmt.

Die Krimi-Legende Ingrid Noll bringt ihren

neuen Krimi „Tea Time“ an den Bodensee.

10.11.,20Uhr |Gutsscheune Golfclub Owingen

D-88696Owingen

www.mjw-eventmanufaktur.de

Die Allgäuer Erfolgskrimi-Autoren

Volker Klüpfel und Michael Kobr

sind mit ihren Kluftinger-Krimis

mittlerweile nicht mehr von den

Bestsellerlisten wegzudenken.

Am 15.November lesen sie im Radolfzeller

Milchwerk aus „Funkenmord“,

bei diesem Fall muss der

Kult-Kommissar insbesondere

sein Rollenverständnis von Frauen

und Männern gründlich überdenken.

Wegen eines Fehlers aus

derVergangenheitrollt er einenaltenFallwiederauf,zusammenmit

seiner neuenMitarbeiterin LucyBeer.

Kluftingerist beeindrucktvon derselbstbewussten jungen Frau,

diefrischen Wind in seineAbteilung bringt.

15.11.,20Uhr |Milchwerk Radolfzell

Werner-Messmer-Straße14|D-78315 Radolfzell

www.milchwerk-radolfzell.de

Der Münchner Tatort-Kommissar

Miroslav Nemec alias Ivo Batic

präsentiert seinen zweiten Krimi

„Kroatisches Roulette“

© Hans Scherhaufer

Das Allgäuer Erfolgsautorenduo

Volker Klüpfel und Michael Kobr

kommen nach Radolfzell.


20 Seeleute

rolanD Schäfli

schreibt...

… und es ist gar nicht so einfach, einen Überblick zu

bekommen, was alles und für wen alles. Er ist unter

anderem als einziger Schweizer Autor krimischreibender

Teil des Jerry-Cotton-Universums, erfand Spannung

für Soko Schweiz, dann ist er wieder als Sketche-Autor

für Comedians zu finden und war Inputter für Giacobbo/

Müller. Daneben ist er Journalist für Reportagen und

Dokumentationen, origineller Drehbuchautor für

Filmproduzenten und Werbefilme, denkt nach und

schreibt Bücher, die, wie „John Wayne was here“, auch

in den USA verlegt werden, und ist Autor für die älteste

Satire-Zeitschrift der Welt, den „Nebelspalter“. Sonst

noch was? Er ist sehr bescheiden. Susi Donner vom akzent

Magazin startet einen Versuch, ihn kennenzulernen.

Von SuSi Donner

akzent: Mal ehrlich, Herr Schäfli, Sie schreiben

skurrile Geschichten für Sketche und dann

wieder spannende Inhalte für Krimis – was

geht in einem Kopf wie dem Ihren vor?

Roland Schäfli: Manche haben eine romantisierte

Vorstellung von Autoren. Wir leben in

der Regel nicht auf Jamaica wie Ian Fleming

und hauen – nur wenn das Wetter gerade mal

schlecht ist – einen Roman raus. Jeder Aufbau

eines Texts – ob Zeitungsartikel, TV-Script

oder ausgewachsener Roman – folgt einem

Arbeitsablauf. Darin steht am Anfang nicht

„Warte auf Idee“. Ich setze mich morgens immer

zur selben Zeit an meinen Schreibtisch

und arbeite meine To-Do-Liste ab. Darauf stehen

nicht Mord und Totschlag, sondern in aller

Regel Produktionen für sehr unterschiedliche

Auftraggeber. Ich arbeite mit dem Schweizer

Unternehmen Capptoo zusammen, gemeinsam

produzieren wir Content für internationale

Unternehmen in Pharma und Tourismus.

akzent: Wann und warum haben Sie mit dem

Schreiben begonnen?

Roland Schäfli: Mit dem bezahlten Schreiben

– was ein Unterschied ist – vor über 35 Jahren.

Mir ist zum Glück eingefallen, dass ich Schreiben

noch am ehesten konnte, weil ich ansonsten

nicht zu gebrauchen war. Darum habe ich

mich schon im zarten Alter von 18 als Korrespondent

von Zeitungen verdingt und Berichte

über Anlässe verfasst. Das ist eine sehr gute

Schule, die ich nur jedem empfehlen kann,

den das Schreiben reizt. Das führte zu zehn

Jahren in den Printmedien. Heute schreibe ich

nur noch ab und zu einzelne Artikel für Special

Interest Magazine, wenn ich einen besonderen

Bezug zum Thema habe. Wie Sie ja selbst wissen,

haben die Redaktionen kaum noch Budgets

für Freischaffende.

© Roland Schäfli

akzent: So viele verschiedene Genres – gibt es

eine Schublade, in die Sie sich selbst stecken

würden? Moderator Marcel Fischer nennt Sie

Multitalent. Wie nennen Sie sich?

Roland Schäfli: Ganz einfach: Auftragsautor.

Ich kann üblicherweise ja nicht schreiben,

was ich gerade will. Ich passe meine Schreibe

dem jeweiligen Medium an, der Zielgruppe

des TV-Programms oder der Leserschaft eines

Magazins. Mal soll das boulevardesk oder sa-


SEELEUTE

21

tirisch klingen, dann wieder ist eine nüchterne

Beschreibung gewünschtoderein lebhaftes

Featurefür ein Reisemagazin. FürJerryCotton

arbeiten dieAutoren nach einer „Bibel“, in der

Tonalitätund Handlungsmöglichkeiten genau

festgelegt sind. Kürzlich durfte Capptoo einer

Industriefirma Vorschläge für Namen ihrer

neuen Maschine liefern, die weltweit vertriebenwird.

Ist doch auch spannend.

akzent: Sind Sie auch multiinteressiert –könnenSie

sich aufjedes Thema einlassen?

Roland Schäfli: Als Journalist habe ichgelernt

–und das ist das Schöne andiesem Beruf –

mich jeden Tag mit einem anderen Thema

auseinanderzusetzen. So lange zurecherchierenund

so viele dummeFragen zu stellen, bis

ichesimmerhinsogut verstehe, dass ichdarüber

schreiben kann. Darum sammelt man als

Journalist jedeMengeHalbwissen an.

akzent: Ich denke daauch andas Buch, das

Sie mit Carla Del Ponte geschrieben haben:

„Im Namen der Opfer“ –das ist nun weit weg

vomGag-Lieferanten. WiekommenSie zu solchen

Partnerschaften? Hat Frau Ponte bei Ihnenangeklopft?

Roland Schäfli: Wieoft in dieser Brancheführt

eines zum anderen. Ich hatte die Verlegerin

durchein anderesProjekt kennengelernt, und

als sie das Del-Ponte-Buch verlegen sollte, erinnertesie

sich an mich. Ichkam vorallem darum

ins Spiel, weil ich als Newsjournalist gewohnt

bin, sehr schnell zu arbeiten. „Im Namender

Opfer“ entstandmit einerdringenden

Deadline. Als Erstes legte mir Carla Del Ponte

einen Packen Dokumente –sodick wie ein

Telefonbuch –auf den Tisch. Stoff, ummich

einzulesen. Es handeltesichumdie Protokolle

der Ermittler, die Kriegsverbrechen in Syrien

untersuchten. Viele der unfassbaren Details

haben wir imBuch nicht verwendet. Denn

auch hier war eine bestimmte Zielgruppe zu

bedienen, dieman nichtverschrecken wollte.

akzent: Undwie kamenSie zu JerryCotton?

Roland Schäfli: Auch bei Jerry Cotton: Eines

führt zum anderen. Kelter ist der zweitgrößte

Verlag für Trivialliteratur: Pulp Fiction für

ein Massenpublikum. Ich habe bei Kelter an

zwei Serien mitgeschrieben, bevor ich eine

Story-Idee für Jerry Cotton an die zuständige

Lektorin von Bastei Lübbe gepitcht habe. Basteiist

derwichtigsteVerlagindiesem Bereich,

sein Jerry Cotton läuft seit 1954. Die Autoren

liefern jeweils eine Episode ab –unter Pseudonym,

denn der gute Jerry schreibt ja in der

„Ich“-Form, ist also quasi selbst der Erzähler

seiner Abenteuer. Was mich überhaupt nicht

stört. Unterdem größtenTeil meiner Arbeiten

stehtnicht mein Name.

akzent: Gehen Sie irgendwann auch auf Lesereise?

Roland Schäfli: Gerade durfte ich im Auftrag

des Reisebüros Mittelthurgau eine „Excellence

Rhône“-Flussreise kuratieren. Eine einwöchige

Tour zu FilmdrehorteninFrankreich, basierend

aufmeinem Reiseführer „Location Tour“,der im

deutschen Reiseknowhow-Verlag erschien.

akzent: Was haben Sie mit Harrison Ford zu

tun, mit TomHanks oder Claudia Cardinale?

Roland Schäfli: Eigentlich nichts,und dieFilmstars,die

ichimLaufe derZeitfür verschiedene

Medien interviewen durfte, würden sich

wohl kaum noch an mich erinnern. Umgekehrt

waren das für mich als Filmenthusiasten besondere

Momente. Ein „Filmstar“ steht aber

nichtnur vorder Kamera. Derzeit schreibe ich

die Biografie für Stefan Zürcher, ein Schweizer,

derdas Rampenlichtsogut gemieden hat,

dass sein Name nur Insidern bekannt ist. Das

will der Weber Verlag mit diesem Buch ändern.

Stefan war Location Manager und Stunt

Coordinator für mehrere 007-Streifen und oscarprämierte

Filmwerke. Er erzählt mir seine

köstlichen Anekdoten über Ereignisse hinter

denKulissen –und ichschreibe sieauf.

akzent: Wasist Ihr liebstes Sprichwort?

Roland Schäfli: Lifeisabitchand then youdie.

Darum versuche ich, jeden Tagvoll auszukosten.

akzent: Gibt es eine Verbindung zum Bodensee?

Roland Schäfli: Ich habe Segeln vom Hafen

Steckborn aus gelernt, und ich sehe mir den

Sonnenuntergang oft von der Badi Mammern

ausan, aber noch schöner ist derSee vomMotorradaus

gesehen.

©RolandSchäfli

RolandSchäfliist 1968 in derSchweiz geboren –erlebtimthurgauischen Gachnang


22 SEELEUTE

© ARD DAS Erste/obs

FAKTENCHECK

„Plasberghörtauf“, geht einenRaunendurch dieMedien. Tatsächlichgibt

der65-JährigeFrank Plasberg dieModeration desARD-Polit-Talks „hartaber

fair“an„diejüngere Generation“weiter. WichtigerBestandteil von„hart aber

fair“ist derFaktencheck,der dasjeweilige Themakritischund informativ

beleuchtet.Hierein FaktencheckzuFrank Plasberg:

VONSUSIDONNER

Plasberg hatstets dieNervenbehalten

Das ist richtig. Fragen, ohne vorzuführen,

nachhaken, ohne zu verletzen

–Talkauf Augenhöhe–sosieht Frank

Plasberg seit 22 Jahren seinen Auftrag

bei„hart aber fair“. Erist ein Moderator,

der sich nicht mit Ausweichmanövern

zufriedengibt. „Jeder wird

so lange Auskunft geben müssen, bis

dieFrage wirklich beantwortetist“, so

sein Credo. Mit seinem Moderationsstil

haterdie Sendung geprägt,inder

er seine meist prominenten Gäste zu

aktuellen kontroversen Themen befragt

und auch inangespannten Situationen

dieNervenbehalten hat.

Plasberg hat seine journalistische

Laufbahn bei der Schwäbischen Zeitung

begonnen

Das ist beinahe richtig. Frank Plasberg,geboren1957inRemscheid,

aufgewachsen

in Wermelskirchen, hat

bereits als Schüler als freier Mitarbeiter

für die Rheinische Post geschrieben.

Mit 18 Jahren hat erbei einem

Volontariat bei der Schwäbischen Zeitung

in Leutkirch das grundlegende

Handwerkszeug des Journalismus erlernt.

Anschließend war er Polizeireporter

undRedakteur bei der„Abendzeitung“

in München. 1980 begann er

in Köln für 17 Semester ein Studium

der Theaterwissenschaft, Politik und

Pädagogik und moderierte parallel

dazu seine ersten Radiosendungen

bei SWF3 in Baden-Baden.

35 Jahrelanghat er fürs Fernsehengearbeitet

Das ist richtig. 1987begegneteerChristine

Westermann.15Jahre lang moderierten

diebeidendie „AktuelleStunde“

im WDR-Fernsehen. 1993übernahm er

die Redaktionsleitung der „Aktuellen

Stunde“ und war acht Jahre lang für

zahlreiche Sondersendungen im Dritten

verantwortlich. Seit Januar 2001

moderierte er„hart aber fair“ und seit

2002 weitere aktuelle Sendungen im

Ersten wie etwa den ARD-Wahlcheck,

von 2008 bis 2014 die WDR-Sendung

„Plasberg persönlich“und seit2009die

Primetime-Show „Das große ARD-Jahresquiz“.

2016/2017 war erständiger

Kandidat der ARD-Quiz-Show „Paarduell

–wer schlägt Anne Gesthuysen

und Frank Plasberg“. Wenn er in den

vergangenen 35 Jahren jedeWoche nur

einmal vorder Kamera stand, so wären

dasüber1800 Sendungen.

Plasberg hat den „Bambi“ verliehen

bekommen

Das ist absolutrichtig.Frank Plasberg

hat zahlreiche Auszeichnungen erhalten,

darunter 2008 den deutschen

Medienpreis „Bambi“, den er2019 gemeinsam

mit seiner Frau Anne Gesthuysen

moderiert hat.

Plasberg kommt zurück zur SchwäbischenZeitung

Das würde sicherlich vielen gefallen.

Zumal Plasberg gern mit seiner FamilieamBodensee

Urlaub macht. Voreinigen

Jahren, als er „seiner“ Redaktion

in Leutkirch einen Besuchabgestattet

hat, soll er Sätze gesagt haben wie:

„Das Allgäu ist meine Sehnsuchtsheimat“.Tatsächlich

ist aktuell noch nicht

bekannt, was Plasberg, der „hart aber

fair“ noch bis Jahresende moderieren

wird,nachdieser Ära machen wird.


Foto: ddpix.de (DML-BY)

www.urlaubszeit-sachsen.de

Foto: Stefan Kretzschmar – adobe.stock.com

Foto: Michael Häfner

www.meckpomm.de

www.bodensee.de

Foto: LIGHTFIELD STUDIOS – stock.adobe.com

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Die schönsten Seiten von Sachsen,

Mecklenburg-Vorpommern und dem Bodensee.


24 SEELEUTE

SEELEUTE …KURZ&KNAPP

VON LEONA REMLER (TEXTE)

Die SkispringerinEva Pinkelnig ausdem vorarlbergerischen Hard gewann den Sommer-Grand-Prix im rumänischen

Rasnov.Auf der Normalschanze setztesie sich gegenGrößenwie SaraMaritaKramer oder Ursa Bogataj durchund siegte

mit beachtlichemVorsprung.ImerstenDurchgang erreichtedie 34-Jährige 92,5Meter,imzweiteSprung erreichtesie

eine Weite von 88,5Metern.

©Frontalvision/Swiss Cycling

Die Weltmeisterschaft in

Wollongong ging für das

Schweizer Team im Mixed-

Zeitfahren gut aus: Die Ostschweizer

Stefan Küng und

Stefan Bissegger fuhren sich

mit ihren Rennrädern die

Goldmedaille ein. Das Team

der Swiss Cycling isterleichtert

über den Erfolg, so verpasste

ihr Zeitfahrer-Team

in der letzten WM nur ganz

knapp den Sieg–umeine

Zeit von fünf Hundertsteln.

Der 28-Jährige Stefan Küng

aus Wilen bei Wil zählt mittlerweile

zu den stärkstenAthletenweltweit.Inder

Weltrangliste

nimmt er den siebtenPlatz

ein.


SEELEUTE

25

© Maurice Haas

© www.melia-musik.de

© Stefanie Möloth

Der Schweizer Bariton Äneas Humm aus

Wädenswil wurde als „Nachwuchskünstler des

Jahres“ mit dem Musikpreis „Opus Klassik“ in

Berlin ausgezeichnet. Der Preis des Vereins zur

Förderung der Klassischen Musik e. V. ist einer

der wichtigsten deutschen Klassikpreise und

würdigte in diesem Jahr den 27-Jährigen und

sein Album mit dem Titel „Embrace“. In dieser

Saison ist Humm festes Ensemblemitglied am

Theater St. Gallen.

Ihre erste Single „Pures Glück“ war ein gutes

Omen. Vor einem halben Jahr noch kaum bekannt,

kommt die Schlagersängerin Melia

jetzt ganz groß raus. Die Markdorferin steht

im November bei der Lindauer Starnacht am

11. November mit großen Stars wie Marianne

Rosenberg auf der Bühne. Im März geht es

dann auf Tour.

Der Lindauer Autor Ralf Grimminger veröffentlichte

in diesem Jahr seinen Roman „Kleinstadthelden“.

Er schreibt über einen chaotischen

Protagonisten inmitten einer WG in der Kleinstadt

in den späten 70er- und frühen 80er-Jahren.

Der Bodensee und besonders die Region um

Lindau spielen in dem Roman eine große Rolle,

und so lässt er auch melancholische Gedanken

an die alten Tage am See aufkommen.

Der Schweizer Künstler Niclas Castello wurde für sein künstlerisches

Schaffen mit dem renommierten Europäischen Kulturpreis in der Tonhalle

Zürich ausgezeichnet. Sein aktuelles konzeptionelles Werk „Castello

CUBE“ ist eine goldene Skulptur, die durch ihre exponierte Lage im öffentlichen

Raum mit den Rezipierenden in Kontakt tritt und organische, oberflächliche

Spuren von Witterung und Kontakten davonträgt.

© Colleen Dietzmann


26 SEELEUTE

© Joachim Gern

Douglas Wolfsperger wuchs in Friedrichshafen und Konstanz auf und ist Regisseur und Produzent vonSpiel-und Dokumentarfilmen.ImOktober

wurden seine Filme „Wiedersehen mit Brundibar“ oder „Die Blutritter“ in verschiedenen Kinos der Region

gezeigt. Sein neuestesFilmprojektmit dem Arbeitstitel „Sie, Er,ich“ sucht noch Sponsoren zurRealisierung.

©MatthiasSiebert

© Marcel Alber/Ravensburger Spieleland

Das RavensburgerSpieleland stellt einen neuen Guinness World Record auf. Mit

einer Längevon 1.020 Metern Puzzle entstand in einer zweiwöchigen Aktion die

längste Puzzlemeile der Welt.Klein undGroßdurften sich am Knobeln beteiligen

und löstensoinsgesamt 2.070 Puzzle. Dabei durfteweder einTeilchen fehlen noch

eine Lückeentstehen.Das kontrollierteRekordrichterin Anouk de Timary.

Der in Ludwigsburg aufgewachsene ExtremsportlerNikolay

Linder umschnorchelteals

erster Mensch den gesamten

Bodensee.Gestartet istervon Romanshorn

und schafftees, in 20 Tagen

174 Kilometer unterder Wasseroberfläche

zurückzulegen, sein Tagesziel waren

neun Kilometer. Der 47-Jährigeist kein

Langstreckenschwimmer,konntesich

dennoch den Rekord sichern.

Der bald 20-jährige Tischtennis-Profi Kay Stumper istin Singen aufgewachsen

undspielteals Teil der deutschen Tischtennis-Männermannschaft bei der Weltmeisterschaft

in China.Als Youngsterwar sein Einsatz zum Viertelfinal-Sieggegen

Frankreich entscheidend. Im Finale trafen Stumperund sein Team auf den Topfavoriten

China, gegenden sie sich 0:3 geschlagen geben mussten.


SEELEUTE

27

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28 SEEZUNGE

Die Teigbereitung

© Peter Hummel


SEEZUNGE

29

DER

PANETTONE-PAPST

VON„SAN GALLO“

JedesJahrinder AdventszeitbrichtinSt.Gallen das Panettone-Fieber aus:

Kunden vonweitüberder Grenze stehen im Linsebühl Schlange, weil Pietro

Cappelli nichtnur anerkannterweise einen der besten Panettone der Schweiz

produziert,sondern auch in einerVielzahlvon exklusiven Varietäten, die

wohl selbst in Italienihresgleichen suchen.

VONPETER HUMMEL

Dass es in St.Gallen die famosesten

Kalbsbratwürste weit und breit gibt,

ist bekannt. Dass aber die Gallusstadt

mit einem Produkt aufwartet, das in

jüngster Zeit noch vielmehr Auszeichnungen

einheimste, überrascht doch

eher: dem Panettone. Verantwortlich

dafür ist aber nicht eine ganze Zunft,

sondern ein einzelner Bäcker –Pietro

Cappelli. Seit 1983 führt deritalienisch-schweizerische

Doppelbürger

seine Panetteria im Linsebühl. Schon

balderwarb er sich denRuf als bester

Gipfel-Bäcker der Stadt. Und statt mit

der Bibertradition vom übernommenenGeschäft

wollte er sich mit Panettone

profilieren; das Mailänder Weihnachtsgebäck

lag ihm eher im Blut.

Vor15Jahren bewarb er sich erstmals

bei der Swiss Bakery Trophy des Bäckereiverbandes–undwurde

aufAnhieb

mit einer Gold- und zwei Silbermedaillen

ausgezeichnet. Cappellis

Geheimnis: „Der klassische Panettone

soll luftig-wattig sein, ein flauschigfeuchter

Traum aus Butter, Ei, Mehl,

Rosinen, Orangeatund Zitronat.“ Sein

gewisses Extra machen wohl die auserlesenen

Zutaten aus, direkt importiert

aus Italien: Aus dem Garten seiner

86-jährigen Mamma auf der sizilianischen

Insel Lipari stammtimmer

noch ein schöner Teil derZitrusfrüchte

(Orangen, Mandarinen, Zitronat-Zitronen),von

einem Vetter im sizilianischen

Librizzi dieebenso unvergleichlichen

Pistazien. Italianità pura. Na-

auseinem mildenSauerteig (sindalso

rät ersoviel: Die Panettone bestehen

türlich mag der Meister sein Rezept keine eigentlichen Hefegebäcke), der

nicht preisgeben, da hält er es wie lange ruhen muss; der ganze Prozess

die Appenzeller mit ihrem Käse. „Die dauert 36 Stunden. Undnachdem Backen

werden die größeren „Pilze“ bis

genaue Anleitung kennt nur die Familie“.

Erhat auch den Begriff „Il Panettone

diSan Gallo“ als Markenzei-

wodurch verhindert wird, dass die

zum Erkalten kopfüber aufgespießt,

chen schützen lassen. Immerhin ver-

luftige Kuppel insich zusammenfällt.

Jede Sortebekommt einanderesDekor.

©Peter Hummel


30 SEEZUNGE

Diefrischgebackenen„Pilze“.

© Peter Hummel


SEEZUNGE

31

©Peter Hummel

MaestroCappelli präsentiertinder Fabbrica einenRechenfrischgebackener

Panettone di SanGallo.

Dieindustrielle, oft sehr trockeneMassenware,

die wochen- oder gar monatelang

beiGroßverteilern herumsteht,

hatwenig mitdiesem artisanalen Produkt

zu tun. Den Trends gehorchend

hat Cappelli auch Versuche mit Dinkel-

und veganen Varianten unternommen

–wegen des Geschmacks

und der Form, die überhaupt nicht

überzeugten, ließ er es aber bleiben.

Qualität +Publizität =

Panettonerausch

Mittlerweilehat derMaestro für seine

Panettoneund das österlichePendant

Colombe über zwei Dutzend Trophy-

Medaillen gewonnen. Medien aus der

ganzen Schweiz berichten über den

„St.Galler Panettone-Papst“. Klar sind

darüber insbesondere etliche ebenfallshervorragendeTessiner

Kollegen

not amuzed. Pietro Cappelli selber ist

zwar stolz, bleibt aber realistisch: „Natürlich

gibt es im Tessin und speziell

in Italien ebenso gute handwerkliche

Hersteller.“ Gewiss ist er von Ehrgeiz

und noch vielmehr von Qualitätswillen

getrieben; vor allem aber hat er

auch ein gutes Händchen für Marketing

undPublicity. So hater2003zum

20. Geschäftsjubiläum eine 67 Kilogramm

schwere Weltrekord-Colomba,

welche die ganze Ofenbreite füllte,

gebacken und auf der Straße vor

dem Laden verteilt. Und noch heute

ist er sich nichtzugut,bei Koryphäen

in Italien Tipps und Tricks zu holen.

Prompt landete er bei der letztjährigen

Trophy-Verleihung 2022/23 einen

Coup: Für seinen Panettone alMandarinodiLipari

wurde nichtnur Gold,

sondern erstmals dievollen100 Punkte

verliehen.

Kein Wunder, dass die Nachfrage

nochmals sprunghaft zunahm. Der

Panettone-Rausch vor Weihnachten

wurde noch größer, aus der ganzen

Schweiz und dem benachbarten Ausland

kommt die Kundschaft hergepilgert.

Die Kunden stehen nicht nur

wegen der Qualität für den Panettone

di San Gallo an, sondern auch wegender

einmaligen Sortenvielfalt, die

fast jährlich erweitert wird und aktuell

19 Varietäten umfasst. Als spezielle

Weihnachtseditionen werdenheuer

derPanettone all‘Amarena di Librizzi

undder Panettonealla Nocciola di Nasidi

dazukommen.

Italianità biszum Einpacken

Seit 2017gibt es zwar am Ende derLinsebühlstrasse

die größere „Fabbrica

del Panettone“, doch die Warteschlange

auf dem Bürgersteig ist gleichwohl

stetig größer geworden. Beim all dem

Andrangentgeht denmeisten Kunden,

um was für ein Schmuckstück essich

bei der Fabbrica handelt: Marmorboden,

Stukkaturen, Fliesen einer Kirche

aus dem 17. Jahrhundert, ein Fußboden

eines Gebäudes aus dem 15. Jahrhundert,inden

Wänden Elemente aus

liparischem Lavastein. Ein verspieltes

kleines Gesamtkunstwerk –Italianità

zum Zweiten. Und natürlich ist auch

Fabbrica nur eine Wortspielerei, vielmehr

handelt es sich um eineveritable

Manufattura. Aber mit unglaublichem

Ausstoß:Allein in derweihnachtlichen

Spitze eine Tonne Panettone pro Tag;

produziert wird praktischrundumdie

Uhr.Übers ganzeJahr kommen 36 Tonnenzusammen.

Weil die Fabbrica eigentlich längst

zu klein ist (die Teigherstellung erfolgt

nach wie vorinder Panetteria),denkt

Cappelli über eine Erweiterung nach.

Dazu müssteallerdings dieNachfolge

geregelt werden, da er in wenigen Jahrendas

Pensionsalter erreicht. Eigentlich

hateranseiner Spezialitätenproduktion

aber „nach wie vor Spaß“,zumal

er mit seiner Frau Gaby stets eine

starke Frau im Rücken weiß. Immerhin

leistet „tutta la famiglia“, tatkräftige

Hilfe beim Einpacken und etikettieren–Italianitàzum

Dritten!

Je näher Weihnachten, destolängerdie Warteschlangen.

© Peter Hummel


32 SEEZUNGE

WEINSEELIG

VON HEIDE-ILKAWEBER (TEXTE)

Kaspar undSusanne Wetli

habenihr renommiertes

Familienweingut Schmid-

Wetli im Weindorf Berneck

im St.Galler Rheintal aus Altersgründen

an ihrevier Söhne

übertragen.Es firmiert

jetzt neu als WetliWeine.

KasparWetli jun. istnun Geschäftsführer

und auch als

ÖnologeimBetrieb tätig,

Matthias istfür denVerkauf

verantwortlich, Adrianfür die

Weinberge undFlorian für

dieAdministration.

schmidwetli.ch

© caftor – stock.adobe.com

Neben denwiederkehrenden

Preisen und Goldmedaillen

fürseine exzellenten Bioweine

istdas Winzerehepaar

Roland und Karin Lenz vom

thurgauischen Iselisberg

nun von der Weinzeitschrift

Vinum auch als visionärstesWeingut

gekürt worden.

Vinumzeichnet alljährlich

25 Weinpersönlichkeiten der

Schweizaus.Beim BioweingutLenzhob

das Magazin

die innovativekonsequente

Bepflanzungmit mehrfach

pilzresistenten Sorten

im Mischsatzhervor und das

sichselbstregulierende ÖkosystemimWeinberg

durch

das Anlegenvon großzügigenAusgleichsflächenim

Sinne der Biodiversität sowie

den energieautarken,

alsoklimaschonenden Betrieb

des Weinguts.

www.weingut-lenz.ch

Zu einem kunstsinnig jazzigen

Wein-Salon lädt das

Weingut Aufricht neuerdings

immer am ersten DonnerstagimMonat

ein (Termine

sicherheitshalber vorher erfragen).

Im großen Saal des

WeingutsinMeersburg-Stettengenießen

Weinfreunde

und Weinfreundinnen stimmungsvolle

Livemusik –mal

Jazz, mal Beat,mal zarteSaiten–zu

Wein, kleinen Leckerbissen

und herrlicher Aussicht

von der Terrasse über

den See.

www.aufricht.de

DRINNEN

DEN SEEFEIERN

Wenn die letzten Blätter fallen, beginnt die

gemütlicheZeit.Amallerschönsten ist es jetzt

nach wie vor dort, wo man ganz nah am See

ist.Inbehaglichen Räumen, bei leckeren Speisen

und einem Glas Wein. Oder von der Seeterrasse

aus, ein wärmendes Getränk in der

Hand, den Wellen zuschauen. Die Hagnauer

Winzerstube ist ein solcherOrt: behaglich und

ganz nahamSee.

Als Resul Yildiz und Andreas Michel im

Sommer die Winzerstube übernahmen, war

klar, dass sie aus diesem Restaurant etwas

ganz Besonderes machen würden: Einen Platz

zum Wohlfühlen, mit einer „mediterran inspirierten

Regionalküche“ und einer spannendenAuswahl

an fair kalkulierten Weinen. Frische

Ideen zum Wohl der Gäste gehen Michel

undYildiz aber längst nichtaus.ImNovember

kommen sie Langschläfern mit einem sonntäglichen

Late Brunch entgegen; im Dezember

wird ein täglich buchbares „Frischluft-Käsefondue“angeboten

–eigentlich auch für eine

Resul Yildiz und AndreasMichel

Weihnachtsfeier eine schöne Idee. Wer lieber

drinnenfeiern möchte,kann das Menü für seine

Gäste individuell zusammenstellen –ein

toller Service. Und natürlich gibt es auch ein

Silvestermenü in der Winzerstube (Tipp: auf

dieWebsite schauen!).

www.zur-winzerstube.de/restaurant

BIER GEGENWEIN

©PHILIPPURICHER

Am 19.11. findet in derWinzerstube derkulinarische

Boxkampf „Bier vs. Wein“ statt.

Buchbarüberdie Website.


34 SEEZUNGE

VON CLAUDIA ANTES-BARISCH (TEXTE)

© Riegel

Am Samstag, 10. Dezember,

lädt das Slow-Food-Convivium

Bodensee von 16 bis 21

Uhr wieder zum winterlichen

Genießermarkt beim LandgasthofKeller

in Lippertsreuteein.

Anlass istder Terra-Madre-Tag,mit

dem die

internationale Slow-Food-Bewegung

alljährlich die Vielfalt

regionaler Speisen und

das Rechtaller Menschen auf

gute, saubereund faireLebensmittelfeiert.Unter

den

Kastanien und in der 1901 erbauten

Brauerei-Trinkhalle

können sich die Marktgäste

bei Feuerschein und handgemachter

Musik an Genüssen

aus der Region erfreuen

undmit den Erzeugern direkt

ins Gespräch kommen.

Es gibtviel zu probieren und

schöne Ideen für Weihnachtsgeschenke.

Wen es trotzwarmem

Abendessen und Bio-

Glühwein fröstelt,der kann

sich am Feueroder in der

Trinkhalle mit Blick ins Freie

aufwärmen.

www.slowfood.de

chen für Gemeinden, die sich

um höchstmögliche Lebensqualität

und um eine nachhaltigeStadtentwicklung

bemühen.

Um cittaslow noch

mehr zu stärken, werden nun

auch Unternehmen, die die

Kriterien der Markeerfüllen,ausgezeichnet.

Regionale

Produkte,nachhaltigeWirtschaftskreisläufeund

gelebte

Traditionen der Brauerei seien

ausschlaggebend für die

Auszeichnung gewesen, so

BürgermeisterAchim Deinet.

www.schussenrieder.de

© Schussenrieder

GERÜCHTEKÜCHE

RiegelBioweine erweitert seinen Servicefür Endverbraucher:

Der Laden am Firmenstandort in Orsingen istjetzt fast täglich

geöffnet.Die Kunden können im großzügiggestaltetenVerkaufsraum

beifachkundigerBeratungdurch Sommelier CasparScholz

(Foto) untermehrals 1000 Weinenwählen, Bioweine

vomSee und aus aller Welt.Und Geschenkefür verschiedene

Gelegenheiten. Jeden ersten Freitag im Monatlädt der „TreffpunktWein“

zu Verkostungenmit Häppchen, Gesprächenund

interessanten Geschichten. Alle Veranstaltungen finden sich

unter www.riegel.de/laden. Dieneuen Ladenöffnungszeiten sind

Di.–Fr. 14–18 Uhr, Sa. 10–14Uhr.Einekleine Auswahl an Bioweinen,

Prosecco und Champagner gibt es jetzt auch am Bioweinautomaten

inEspasingen in der Zielstraße15.

www.riegel.de

Im Kreuzlinger Restaurant

Seegarten stehtein Generationswechsel

an. Barbara

und PeterGünther reichen

den Stab bzw.die Küchenund

Serviceleitung weiter

an Sohn Charlie und dessen

Frau Cynthia.Zuletzt warder

Seegarten bei Gault-Millau

mit 15 Punktengelistet.Bei

„BestofSwiss Gastro“ kamer

auf den zweiten Platz in der

Kategorie „Classic“.

www.seegarten.ch

Die Schussenrieder Brauerei

darf jetzt mit der Marke cittaslow

werben. Die StadtBad

Schussenried istseit 2009

Mitglied der Vereinigung cittaslow

–lebenswerteStädte

in Deutschland. Cittaslow ist

das internationale Markenzei-

© Thomas Staub Photography

DieWurmlinger Hirsch-

Brauerei konnte beigleich

zweihochkarätigen internationalen

Wettbewerben

höchste Auszeichnungen

einfahren: Hirsch-Geschäftsführer

Hubert Hepfer freut

sich nicht nurüberden Gold-

Award beim European Beer

Star (EBS) fürdie Hirsch Kristall

Weisse,sondern vorallem

auch über den Titel „WeltbestesPils“,den

dasHirsch Pils

der Wurmlinger beim World

BeAwardinLondon verliehen

bekam. Ausgezeichnetwurden

in London zudem Hirsch

DunkleWeisse (Gold), Hirsch

Hefe Weisse (Silber), und für

Hirsch Helles,Hirsch AlkoholfreieWeisse

undHirsch Gold

gabesjeweilsBronze.

www.hirschbrauerei.de

Die neue Thurgauer Apfelkönigin heißt Nadja Högger

und kommt aus Schönholzerswilen. Sie konnte

sich gegenvier Mitbewerberinnen durchsetzen. Nach

zwei Jahren coronabedingter Zwangspause fand die

Wahl der Thurgauer Apfelkönigin wieder auf der TKB-

Bühne bei der WEGA statt. DieWahl wirdvon zahlreichen

Unternehmen aus dem Thurgauunterstützt.Die

frisch gekürteApfelkönigin wirdwährend ihres Amtsjahres

folglich nicht nur den Kanton Thurgauund die

Obstregion repräsentieren, sondern auch eine ganze

Anzahl von Unternehmen und Marken aus der Region.

–Der in Wil lebende Geschichtenerzähler Oskar Süess

hatübrigens gerade dashübsch illustrierteBuch „Die

Apfelkönigin“ herausgebracht.

Verlag Via Cuore,

ISBN ISBN 978-3-949507-02-1


SEEZUNGE

35

Eugens Bio,das erste„echte“

Bio-RestaurantinKonstanz,

schließt kurz vorWeihnachten,nach

fast zehn Jahren. Andersgesagt:

Eugen Bücheler

streichtdie Segel. Zu vielCorona,

zu wenig Personal, zu hohe

Kostenfür Pacht undProdukte.InsbesondereLetzterekönne

er nichtohneWeiteres an

dieGäste weitergeben, erklärt

derGastronom. Er will sich

künftig auf seine Patisserie –

gegenüberdem Restaurant –

konzentrieren und,wenn alles

nachPlan läuft,inder Konstanzer

Theodor-Heuss-Straße

eineweitereeröffnen.Dennoch:

Das Endevon Eugens

Bio istein herberVerlust für

die Stadt und die Gäste.

www.eugens.bio

Das Restaurant „Fachwerk“

im HotelAdler in Ittendorf

hatmit Vanessa-Marie Weber

und Jonas Gericke neue

Pächter.Auf der Karte finden

sich gut bürgerliche Gerichte

–auchsolche, die man vielerortsnur

noch selten antrifft

–zumoderatenPreisen. Interessant

istdie Mitarbeiterpolitik

der beiden Gastronomen,

die auch den „Engel“ in

Überlingen führen: Als „Premium-Arbeitgeber“zahlen

sie ihrem jungen, engagierten

Team deutlich über Tarif, es

gibtSonderzahlungen und Extraleistungen

wie ein Abo im

Fitnesscenter.Personalmangelist

in beiden Restaurants

jedenfalls nicht zu beklagen.

www.adler-ittendorf.de

Patrick Schmidt,der Mann

hinterder „FischBox“ in Konstanz-Allmannsdorf,hat

seiner

Liebe zumFisch auf ungewöhnlicheWeise

Ausdruck

verliehenund in Bremerhaven

eineAusbildung zum Fischsommelier

abgeschlossen.

Damit istereiner von ganz

wenigen Fischsommeliers im

Lande. Die Ausbildung habe

ihn schonlänger beschäftigt,

sagter, denn sein Bestreben

seiimmer,nach bester Qualität

zu suchen unddabei ganz

besonders die Nachhaltigkeit

zu berücksichtigen. „Wir

haben unszum Ziel gesetzt,

weitestgehend nur von dort

Fische zu beziehen, wo die

Philosophie mit unsererübereinstimmt,nämlich:‚Waswir

heute nicht pfleglich behandeln,

istmorgennichtmehr zu

retten‘“, so Schmidt.

www.fischbox.net

Im Konstanzer Stromeyersdorf,imehemaligenPumpenhausneben dem Wasserturm

und jetzigenRestaurant „esszimmer“,wirtetseitkurzem Katharina MartinezRodriguez.Bereits

im Sommer hattesie das architektonischeKleinod von LuciaBlumerübernommen;

das interessanteKonzept steht seit Oktober: „Wir sind eine Frühstücks-und

Eventlocation“, nenntesdie junge Konstanzerin, dieauf der MainauihreAusbildung zur

Restaurantfachfrau absolviert hat. Langschläfer undFreunde ungewöhnlicher Frühstückskreationen

werden sichfreuen, denn vonDienstagbis Samstagzwischen 9und

15 Uhr istdas „esszimmer“ ihrEldorado. Von11.30 bis etwa 14 Uhr wirdein leichtes Mittagessen

serviert,Suppe, Eintopf,warme Ciabattas. SelbstgebackeneKuchen gibt es

auch und aufAnfrageBrunch.Zwischen dem22. November unddem 22. Dezember ist

ab zehn Personen Käsefondue-Time:immer Donnerstag- undFreitagabend, gemütlich

mit Feuerschale draußen und heißenGetränken. Zusammen mitdem „Genusskessel“in

der Konstanzer Paradiesstraßewerden zudem Degustationsabende veranstaltet,und

wer noch mehr „esszimmer“will, kann auchseinprivatesEvent hier feiern –imSommer

mit Zelt auf derWiese.Die superschöne Lage bietet sich dazu jedenfalls an.

www.esszimmer-konstanz.de


©Staatsweingut Meersburg

Zufriedene Erntehelfer nach der Weinlese im Staatsweingut

EINPRIMA

WEINSOMMER

Anders alsimObstbau sehendie Weinerzeuger am Bodensee

noch keine direkteBedrohung durchHitzesommer wie2022.

Im Gegenteil: VieleWinzernutzendie Chancen, dieihnen die

Klimaerwärmungbietet–beispielsweise fürneueWeinsorten.

© Tim UR – stock.adobe.com

VONHEIDE-ILKA WEBER

Anfang Oktober blubbert die Traubenernte

des Jahres 2022 schon überwiegend

im Stahltank. Die meisten

Seewinzer sind sehr zufrieden

mit dem Ertrag und der Qualität der

Trauben. Der rekordverdächtige Hitzesommer

hat dem Bodenseewein

nichtgeschadet. Trotz Hitze undTrockenheit

wird ein guter bis sehr guter

Weinjahrgang erwartet. Die allgemeine

Klimaerwärmung bereitet

den Winzern am Bodensee also

(noch) wenigProbleme. Im Gegenteil

–sie kommt ihnen und den Weinen

sogar entgegen. Nicht nur die Qualität

profitiert davon; das warme Wetter

unterstützt auch Weinsorten, die

sonst eher in mediterranen Gefilden

gedeihen. Das fördert die Vielfalt.

Wasdie Winzer allerdings fürchten,

sinddie Begleiterscheinungen desKlimawandels:

zunehmende Wetterkapriolen

wie Spätfröste, die die Rebenblütevernichtenkönnen,

undExtremwetterlagen

wie Starkregen und Hagel.

Aber auch extrem nasse Sommer

wie in 2021, wo derdadurch ausgelöste

starke Pilzbefall der Trauben vor

allem bei Biowinzern auf beiden Seitendes

Sees beinahezum Totalausfall

geführt hatte, auch bei den Demeter-

Weinen im Winzerverein Hagnau. Die

starke Trockenheit, die mit dem diesjährigen

Hitzesommer einherging,

bereitete den hiesigen Weinerzeugern

hingegen weniger Kopfschmerzen.

Die Bodensee-Weinregion profitiert

von der Nähe zum See und den

Alpen, wo sich doch das eineoderandere

Regenwölkchenbis zu denWeinbergen

ausbreitet. Überdies wurzeln

Reben mit zunehmendemAlter biszu


SEEZUNGE

37

15 Meter tief. Und gegen Sonnen-

gent und Cabernet Dorsa auf den

brandschäden bei den dafür be-

Weinbergen derSeeregion,imföh-

sondersanfälligen Traubensorten

nigen St. Galler Rheintal sogar Sy-

wie Riesling und Bacchus gibt es

rah undMalbec.

vorbeugendeSchutzmaßnahmen.

Pilzwiderstandsfähige

Neu-

Andererseits unterstützt die allgemeine

Klimaerwärmung die

züchtungen wie Johanniter, Cabernet

Blanc, Solaris, Muscaris

Tipp

Experimentierfreude der hoch-

sindmittlerweilenicht nurinBio-

motivierten jüngeren Winzergeneration,

dieinden letzten Jahren

betrieben populär: Auch konventionelle

Kellereien experimentie-

Wild mit Aussicht

die Regie in den Weinbergen und

ren inden letzten Jahren verein-

in den Kellern amSee übernommen

hat. Ihnen genügt es nicht,

„nur“ die Qualität der Bodenseeklassiker

–Müller-Thurgau, Weiß-,

Grau- undSpätburgunder–immer

weiter zu verbessern. Sie versuchen

sich auch in Sorten, die man

hier noch vorzehn Jahren kaum erwartet

hätte. So finden sich invielen

Weinregalen der Winzer heute

ganz selbstverständlich Chardonnayund

Sauvignon Blanc mitHerkunft

Bodensee, neuerdings auch

Riesling, Scheurebe, Kerner, Gutedel

(Chasselas), Muskateller und

zelt mit Piwis; der Winzerverein

Reichenau verbucht gute Erfolge

mit seinem Souvignier Gris. Und

das Staatsweingut vereint in diesem

Jahr die beiden neuen Piwis

Cabernet Blanc und Souvignier

Gris in der Cuvée Annette. Fans

von mediterranen Rotweinen

werden sich gern anfreunden mit

der vollmundigen Schweizer Piwi-Züchtung

Cabernet Jura, die

am deutschen Bodenseeufer allerdings

noch selten ist.

Fazit: Weingenießer genießen

inzwischen neben ausgezeichne-

Regionale Kulinarik, Fischgerichte,ein

Ausblick zumGenießen: Das

und vieles mehr bietet das Café-

Restaurant Hohenegg direkt am

Bodensee über dem Bootssteg des

Konstanzer Yachtvereins. Klassiker

wie Kässpätzle, regionale Bioweine

und Ruppaner Biere sowie saisonale

Spezialitäten wie Wild im

November und Dezember laden

hier ganzjährig zu einzigartigen

Genusserlebnissen ein. Tipp: Der

Festsaal für bis zu 100 Personen

kann ab sofort für Weihnachtsfeiern

reserviert werden –inklusive

Beratung sowie individueller Zusammenstellung

von Dekoration

und Mehrgang-Menü oder Buffet.

(am)

Restaurant Hohenegg |

Hoheneggerstraße 45, D-78464

Konstanz |+49 (0)7531 33 530 |

www.restaurant-hohenegg.de |

Mo-So11-22 Uhr,warme Küche

bis21Uhr

© Restaurant Hohenegg

die weniger bekannte Burgunder-

ten Weinqualitäten bei Müller-

sorte Auxerrois. Der Winzerverein

Thurgau, Spätburgunder &Co.

Meersburg hatsogar denalten Ru-

eine durchaus vielfältige Wein-

länder wieder aufleben lassen. Bei

auswahl am Bodensee.Der Klima-

den Rotweinen reifen neuerdings

erwärmung sei (zumindest in die-

auch Zweigelt, Blaufränkisch, Re-

ser Hinsicht) Dank.

© Heide-Ilka Weber

Die Weihnachtswelt der

Chocolat Stella Bernrain

www.cafe-stella.ch

BesuchenSie unsere süsse

Weihnachtsausstellung

ab dem1.November

Öffnungszeiten

Dienstag bis Freitag 09.00 -18.30 Uhr

Samstag 09.00 -17.00 Uhr

Sonntag und Montag Ruhetag

Gesunde Traubenauchauf derInsel Reichenau

Chocolat Bernrain AG·Bündtstrasse 12 ·8280 Kreuzlingen

Tel. +41 71 677 93 93 ·schoko-laden@swisschocolate.ch


38 BILDUNGUND WIRTSCHAFT

ENERGIE-ORTE!

Ob Photovoltaik-Anlageüberder Apfelplantagevon ObstbauerHubertBernhardaus Kressbronn,

dieMitgliedschaft derHochschuleKonstanzTechnik, Wirtschaft undGestaltung(HTWG)im

ClusterElektromobilitätSüd-West(ESW) oder das„ECHT nachhaltig“-Siegel vonder Deutschen

Bodensee TourismusGmbH(DTB):Inder Bodenseeregion tutsichimBereich Klimaschutzeiniges.

DieAnzahlannachhaltigenProjekten in Unternehmenund Institutionen verschiedenster

Branchen steigt stetig an.Dochwas passiert eigentlichauf Gemeindeebene?

VONANDREAMAUCH


BILDUNGUND WIRTSCHAFT

39

©StankoPetek

BioenergiedorfMöggingen

SolarenergiedorfLiggeringen

Viele Kommunen inder Bodenseeregion

legen ebenfalls einen Fokus

auf die Nachhaltigkeit. Die meisten

Städte habenbereits Klimaschutzkonzepte

entwickelt, und zahlreiche Projekte

wurdenangestoßen.Ein spezieller

Fokus liegt auf den erneuerbaren

Energien. Auf deutscher Seite mit

dem baden-württembergischen „Orte

voller Energie“, in der Schweiz mit

„Energiestadt“und mit „e5“ im österreichischen

Vorarlberg gibt es in jedemLandrundumden

Bodensee zusätzlich

zumeuropaweit vergebenen

„european energy award (eea)“ Labels,

die Gemeinden mit einem hohen

Energie-Engagement würdigen.

Aber was zeichnet diese Orte genau

aus? Die akzent-Redaktion wollte es

genauer wissen und hat bei einigen

Kommunen nachgefragt.

Bio- undSolarenergie

in Radolfzell

Mit Möggingen und dem „Ort voller

Energie“ Liggeringen hat Radolfzell

gleich zwei Gemeinden, die als Biound

Solarenergiedorf vorangehen.

Das Label „Orte voller Energie“ wurde

von 2018 bis 2021 vom Umweltministerium

Baden-Württemberg vergeben,

um auf Vorzeigeprojekte imBereich

der erneuerbaren Energien aufmerksam

zu machen. Im Bioenergiedorf

Möggingen wurde schon vor über

zehn Jahren beschlossen, einen eigenen

Weg in der Energie- und Wärmeversorgung

zu gehen. „Das war echte

Pionierarbeit“, erinnert sich Joachim

Kania, Geschäftsführer der Stadtwerke

Radolfzell. Der Entscheid erfolgte

zu einer Zeit, inder Erdöl und Erdgas

noch sehr günstig waren und das

Thema Klimaschutz einen deutlich

geringeren Stellenwert hatte als heute.„Schondamals

lauteteunser Credo:

Wir wollen weg von fossilen Brennstoffen“,

so Kania. Umdies zuerreichen,

wurde in einem aufwendigen

Prozess ein Biogas-Blockheizkraftwerk

(BHKW) sowie ein circa sieben

Kilometer langes Wärmeleistungsnetz

errichtet. „Wir mussten dafür das ganze

Dorf umgraben. Doch es hat sich

gelohnt“, berichtet Kania stolz. Heute

versorgt sich das BioenergiedorfMöggingen

zu 100 Prozent aus erneuerbaren

Energien. Die Energie für das

BHKW liefert überwiegend ein lokalerBiorohgashersteller.Bei

Bedarf decken

Holzhackschnitzel aus dem Radolfzeller

Stadtwald dieLastab.

Das Wärmenetz des Solarenergiedorfs

Liggeringen wurde im März

2019als Modellprojekt eingeweiht und

vom Umweltministerium mit 300.000

Euro gefördert. „Schon vor der Energiekrise

waren solche Projekte attraktiv.

Jetzt wird es noch schneller gehen,

Bürger*innen zu überzeugen, sich von

fossiler Energie abzukehren“, ist sich


40 BILDUNGUND WIRTSCHAFT

Kania sicher.Die große Solarthermieanlage

und die Biomasseheizung erzeugenrund4,7

Millionen Kilowattstunden

Wärmepro Jahr.Der Liggeringer Warmwasserbedarf

kann so vollständig mit

Sonnenenergie gedeckt werden. Durch

den Verzicht auf Öl- und Flüssiggas

zur Beheizung der Haushalte werden

jährlichbis zu 1.400TonnenCO2 eingespart.Dochdamitnicht

genug, wie Kania

verrät: „Im Kontext der kommunalen

Wärmeplanung stehen wir gerade

in Abstimmung mit der Stadt Radolfzell,

um die Wärmewende verbunden

mit derAbkehrvon fossilen Brennstoffen

umzusetzen. Es gibt schon Projekte,

die wir dazu sondieren. Angedacht

ist unter anderem, Wärme aus der Abwasserklärung

zu gewinnen.“

EnergiestadtGold St.Gallen

In der Schweiz vereint der Trägerverein

Energiestadt seit über 30 Jahren

Gemeinden, die sich inder Energie-

und Klimapolitik besonders engagieren.

Wie beim „European Energy

Award“ in Deutschland werden

hier alle vier Jahre die umgesetzten

Maßnahmen der Energiestädte analysiert

und neue Ziele definiert. Mit

82,6 Prozent erfüllter Maßnahmen ist

das mit dem goldenen Energiestadt-

Label ausgezeichnete St. Gallen auf

der schweizerischen Bodensee-Seite

aktuell Spitzenreiter. 2011 hat die

Stadt ein Energiekonzept verabschiedet,

an demsie sich seither orientiert.

Zu den Zielen zählen unter anderem

derdeutlicheAusbauvon Photovoltaik

(PV)-Anlagen, die Beschleunigung

des Fernwärmenetz-Ausbaus und die

Umstellung der städtischen Busflotte

auf Elektroantrieb. „St. Gallen hat

im Bereich der Energiepolitik wenig

Leuchtturmprojekte, dafür jedoch ein

Energiekonzept mit einer realistischen

Roadmap, das den Weg zu Null

Tonnen CO2 aufzeigt.Diesen Wegwerden

wir beharrlich weitergehen“, resümiert

FredyZaugg vonUmwelt und

Energieder Stadt St.Gallen.

tetund mit biszufünf „e“ausgezeichnet.

Je mehr potenziell möglicheMaßnahmen

dieGemeinde umgesetzt hat,

destohöher ist ihreBewertung.

„Dornbirn war die erste Stadt in

Vorarlberg, die fünf eerhielt. Das war

eine schöne Belohnung für die vielen

Aktivitäten, die rund umdie Themen

Energieeffizienz, Erneuerbare

Energien und Klimaschutz umgesetzt

wurden“, erklärt Dornbirns Stadträtin

Mag. Karin Feurstein-Pichler. „Wir

arbeiten intensiv daran, dass wir die

höchste Stufe beibehalten können.“

Kürzlich wurde dieMission Zero Dornbirn

beschlossen, mit dem Ziel, dass

die Stadtverwaltung bis 2040 klimaneutral

ist.Für Emissionen, diebis dahin

entstehen, wird einBetrag festgelegt,der

in Energie- undKlimaschutzmaßnahmen

investiert wird. Bereits

bis 2024 sollen demnach alle fossilen

Energieträger aus der Raumwärme

verschwunden sein. „Wir haben

im Frühjahr 2022 außerdem eines der

größten PV-Bürgerbeteiligungs-Projekte

inVorarlberg umgesetzt“, berichtet

Feurstein-Pichler. „Die Bürger*innen

konnten Sonnenscheine

erwerben. Mit den Einnahmen wurden

anschließend PV-Anlagen, die

bis zu280.000 Kilowattstunden Strom

im Jahr erzeugen, angeschafft. Sonnenscheinbesitzer*innen

bekommen

nunüber zehn JahrehinwegihreEinlage

verzinst in Form von Einkaufs-

Kraftwerk Illspitz in Feldkirch

Fünf Mal „e“für Feldkirch

undDornbirn

Das Energieinstitut Vorarlberg zeichnet

imRahmen des e5-Landesprogramms

ebenfalls besonders energieeffiziente

Gemeinden aus. Auch hier

werden die Aktivitäten der Gemeinden

alle vier Jahre durch eine externe,

unabhängige Kommission bewer-

Kehrichtheizkraftwerk (KHK)inSt. Gallen


BILDUNGUND WIRTSCHAFT

41

© Stadtwerke Feldkirch

gutscheinen derDornbirner WIGE zurück.“

Auch das Stadtgebiet soll bis

2040 klimaneutral werden. Hierzu

wird Anfang 2023 eine Energie- und

Klimastrategieausgearbeitet.

Ebenfalls mit fünf eausgezeichnet

ist Feldkirch. „Zuunseren Leuchtturmprojekten

zählen die Fluss-Kraftwerke

Hochwuhr undIllspitz sowie das Montforthaus,

welches das erste klimaneutral

zertifizierte Kongresshaus Österreichs

ist“, berichtet DIChristina Connert

vomAmt fürUmwelt, Energieund

Klimaschutz. Auch Feldkirch möchte

bis 2040 klimaneutral werden. „Unser

nächstes großesProjekt istder Neubau

der Volksschule Altenstadt“, erzählt

Connert. „Hier wird höchster ökologischer

Standard mit großflächigen PV-

Anlagen aufdem Dach undander Fassade

gepaart. Ein Teil des Turnhallendachssolldabei

ein Biodiversitätsdach

werden.“Inder Innenstadtwirdzudem

aktuell das Nahwärmenetz ausgebaut,

um dendenkmalgeschützten AltstadtgebäudeneineAlternative

zu Gas oder

Öl zu bieten. „In den nächsten Jahren

sollen weitere Wärme- und Energiepotenziale

genutzt werden“, so Connert,die

zeitgleich aufdie drei großen

Wasserkraftwerke, die bereits rund

50 Prozent des städtischen Strombedarfs

abdecken,hinweist.Darüber hinausbewirbtsichFeldkirch

gemeinsam

mit dem Austrian Institute ofTechnology

(AIT) für die Erstellung eines Klimaneutralitätsfahrplans

imRahmen

der Ausschreibung „Leuchttürme für

resiliente Städte 2040“ des Klima- und

Energiefonds derRegierung.

Apropos: Klimanotstand

Mit Konstanz hatdie deutschlandweit

erste Gemeinde am 2. Mai 2019 den

Klimanotstandausgerufen undimNovember

2021 eine neue Klimaschutzstrategieverabschiedet.Das

Ziel: weitgehende

Klimaneutralität bis 2035.

Dass der Schritt hin zur Klimaneutralität

vor allem für Städte eine große

Herausforderung ist,macht Elena Oliveira

vomPressebüro derStadt Konstanz

deutlich: „Nicht alle Hürden lassen

sich sofort aus dem Wegräumen,

insbesonderewennesumRahmenbedingungen

auf Landes- und Bundesebene

geht. In einigen Bereichen wie

demRadverkehr undder Nutzungdes

Umweltverbunds sind wir auf einem

vorbildlichen Weg, in anderen müssen

wirnochnachbessern.“Doch auch

wenn es an derein oder anderenStelle

noch Luft nach oben gibt, verdeutlicht

der Ausruf des Klimanotstandesdurch

diegrößte Stadt am Bodensee,

dass die Region in Sachen Klimaschutz

vorangehen möchte.

www.energiewende.badenwuerttemberg.de

www.european-energy-award.de

www.energiestadt.ch

www.energieinstitut.at

www.stadtwerke-radolfzell.de

www.stadt.sg.ch

www.feldkirch.at

www.dornbirn.at

www.konstanz.de/stadtwandel


42 BILDUNGUND WIRTSCHAFT

©FraunhoferISE

VON ANDREAMAUCH (TEXTE)

Baden-Württembergs Ministerpräsident Winfried Kretschmann, Landwirt HubertBernhard und Prof.Andreas Bett,Leiter

desFraunhofer-Institutsfür Solare Energiesysteme (v.l.n.r.),weihten dieAgri-Photovoltaikanlage in Kressbronn ein.

NEWSFLASH

Agri-Photovoltaik (Agri-PV) in Kressbronn: Seit Mai zieren Photovoltaikanlagen die 0,4 Hektargroße Pilotanlagevon Obstbauer

Hubert Bernhard.Sie hateineLeistung von gut 230 kWp (Kilowattpeak) und kann rechnerisch65Privathaushaltemit Stromversorgen.Die

Apfelplantageist damit Teil desvom Land mit 2,5 Millionen EurobezuschusstenProjektsModellregion Agri-Photovoltaik

Baden-Württemberg,indem die Doppelnutzung vonlandwirtschaftlichen Flächen zurNahrungsmittelproduktion

und zurStromerzeugung in Zusammenarbeit mit dem Frauenhofer-Institut erforscht werden soll. Herausgefunden werden

soll unter anderem, wie die Apfelkultur mit derVerschattung durch die Solarmodule zurechtkommt,was das für die Erntemenge

heißt, wie die Anlagedie Bewirtschaftung der darunterliegenden Fläche beeinflusstund ob sich der Einsatz von Pflanzenschutzmitteln

gegennässebedingteSchaderreger reduzieren lässt. Das Fazitvon Hubert Bernhardfällt nach der ersten Erntepositiv

aus. Er berichtet,dass seine Äpfel gleich schnell gereift seien wie zuvor ohne die Anlagen und auch die Ertragsmengedasselbe

Niveau erreichte. Zudem hätten die PV-Anlagen Schatten gespendetund in diesem Sommer damit Hitzeschäden verhindert.Wie

dieErnte mit den PV-Anlagen bei anderen Wetterbedingungen ausfällt,muss noch erforscht werden –auchmithilfeweitererPilotplantagen

wie der des Kompetenzzentrums Obstbau Bodensee (KOB) in Bavendorf.

www.kressbronn.de

www.kob-bavendorf.de

100-Millionen-Euro-Projekt im

Konstanzer Industriegebietmit dem

nächstenMeilenstein:ImSeptember

wurde das Richtfest fürdas

dritte Gebäude desProjekts „ConstantiaBlue“

gefeiert.Das vonder

Firma AxxusCapital umgesetzte

Projekt beinhaltet neben demHotelHamptonbyHilton,

das bereits

im Oktober 2021 eröffnetwurde,

einParkhaus sowiedas sichaktuellnochimBau

befindliche dritte

Gebäude. Dieses hatAxxus Capital

Ende 2019als angefangene Baustelle

von der Euro-Concept-Gruppe

übernommen, nachdem diese insolvent

gingund ihr geplantes Maxx

e-Motion Projekt damiteinstellen

musste.ImGebäude sollen Gästen

ab September 2023 ein FitnessundSpa-Bereich,

großeEventundGastronomieräumlichkeiten,

Praxis- und Büroräume sowiedas

Hotel„TheNiu“ mit 190 Betten zur

Verfügung stehen.

www.axxus-capital.com/projekte/

projekt-constantia-blue

Constantia Blue in Konstanz


BILDUNGUND WIRTSCHAFT

43

Frisch saniert:Das Bildungszentrum

(BZM) in

Markdorf wurde Ende September

nachdreiJahren

Bauzeit feierlich eingeweiht.

Saniert wurden unter anderem

die Räume für Kunst

und Naturwissenschaften,

die Aula, die Spielestation,

derGanztagesbereich

und die Mensa. Das Dach

der Sporthalle wurdezudem

mit einer Photovoltaikanlage,die

20 Prozent

des Strombedarfs derSchule

decken soll, ausgestattet.

Aufden neuesten Stand

gebracht wurdezudem die

Haustechnik des Schulzentrums

aus den 1970er-Jahren,

und dankeinermodernen

Heizung und neuer

Dämmtechnik wirddas BZM

künftig biszu 80 Prozent

CO 2 einsparen.Investiert

wurden insgesamt rund

30 Millionen Euro.

www.bzm-markdorf.de

kiimoto-Kamin vonThomas Widmer

Neuigkeiten von der LNG-

FähreFS14der Stadtwerke

Konstanz:Der Ausbau des

erstenBinnenfahrgastschiffs

Europas, dasvon schnelllaufenden,

reinenGasmotoren

angetrieben werdenwird,

schreitet voran.Die Arbeiten

auf der in Konstanz-Staad

vorAnker liegenden Fähre

laufen auf Hochtouren.

Jüngstwurde der neueGasmotorvon

MTU miteinem

Gewichtvon über6Tonnen,

2,5Metern Länge, einer Breite

von1,7 Metern und8Zylindernmit

746Kilowattdas

erste Mal in dasFährschiff

eingesetzt.Damit feiertedie

neue LNG-Fähreihre „Hochzeit“,wie

es in derFachspracheheißt.

Anfang 2023 soll

dasFährschiff,das Platzfür

rund 700Passagiereund 60

Autosbietenwird, in die

Erprobung gehen.

www.stadtwerkekonstanz.de

kiimoto –solautet der Name der Kaminerfindung desOstracherOfenbauersThomasWidmer,mit

derer, gemeinsam

mitder Hochschule Weingarten,ein Forschungsprojekt zur

Zukunft desOfens gestartet hat. Zusammen mitdem Wissenschaftler

Prof.Dr. MarkusStraub arbeitet er ab sofort am

Forschungsprojekt „Entwicklungeiner neuartigen und

feinstaubreduziertenKamintechnologie:Kamin 2.0“.

Gefördert wird dasProjektvom Bundesministeriumfür Wirtschaft

und Klimaschutz. Ziel desProjekts istes, das Wissen

derOfenbauerfamilieWidmermit neuen technischen Möglichkeiten

weiter zu verfeinern und so neue, klimaschonende

Wohnmöglichkeiten zu schaffen.

www.widmer-ofenbau.de

www.rwu.de

KOLUMNE STEAUF-WERKSTATT

20 JAHRE

SPÄTEERKENNTNIS

In meiner Freizeit halteich Trauerredenund sitzeimmerwieder

mitTrauerfamilienamTisch.Vor Kurzem

wurdeder Suizid einesjungenMannesbeklagt,Inhaber

einesmittelständischen Betriebs –auchmir ging seine

Geschichtesehrnah!ImRaumstand dieFrage:„Warumhat

er nichts gesagt,wir hättenihm doch helfen

können?“ Vormir saßen Menschen,die es selbst in ihrer

Trauer nichtschafften,einanderzuzuhören,füreinander

da zu sein, stattMitgefühl nurVorwürfefüreinander übrig

hatten.Seine Schwester warfkleinlaut in dieRunde:

„Er hatte mich noch angerufen, wollte mitmir sprechen –

aber ichhatte keineZeit!“ Doch auch ihre Bemerkung

ging im kollektiven Schuldgefühlunter.„Er hatsonst nie

gefragt, brauchte nieHilfe! Heute würdeich allesgeben,

um ihmnoch einmal zuhörenzudürfen.“

Warumerzähleich das? Weil ichbeobachte, dass es immer

mehrMenschen gibt,die um Hilferufenund kein Gehör

finden. Selbst vonihren Nächsten werden sieabgefertigt

mitWortenwie:„Habkeine Zeit! Binauf demSprung!“Es

sind dieKinder, dieArbeit, derGarten, derMann,Verein,

Ehrenamt …, diejetzt wichtigersind! Es scheintso, als

treibeuns dieMasse an Herausforderungenimmer weiter

auseinander –dabei solltenwir doch zusammenstehen,

um in wandelndenZeitenstark zu sein.

Wie vieleMenschen haben Angst vorder nächsten

Stromrechnung, fürchten Kälteund Armut? Wie viele

Unternehmerschreienauf,verzweifelnander Perspektivlosigkeit

undsehenohnmächtigihren Betriebauf den

sicheren Ruin zusteuern? Das ist sicherlicheineder härtesten

Erfahrungen: einKind, denGeliebten oder den

eigenen BetriebzuGrabe zu tragen …

Rat-Schläge zu Waschlappen,Kniebeugenetc.sinddefinitivein

Schlag insGesichtfür alle Betroffenen.Was es

braucht, ist vorallem eines: Mitgefühl!

Wasdie Schwester am Grabeihrem Bruder traurig nachruft,macht

ihnnicht mehrlebendig. Ihre Wortejedoch

erinnern uns, wasimLeben wichtigist:rechtzeitig hinhörenund

zusammenstehen!

Bleib lebendig!

Stefanie Aufleger

STEAUF.de

„LebendigeUnternehmen

lernen vonder Natur“,das

istdas Thema von Stefanie

Aufleger,seit 20 Jahren

Business-Coach aus Konstanz.

Mit ihren Klienten entwickelt

sie naturkonforme

Strategien und zeigtihnen,

wie sie auf „natürliche Weise“

ihr Lebenstabil und leicht

gestalten können.

WeitereInfos unter: STEAUF.de

FAIR-FÜHRUNGZUR

VERANTWORTUNG


44 BILDUNGUND WIRTSCHAFT

FRAGEN ERWÜNSCHT!

©RWU /WELGE

Interessen undTalenten? Wiebewerbe

ichmich? Genauumdie Beantwortung

dieser Fragen geht es am Studieninfotag,

bei dem sich die Studiengänge

ausden Bereichen Soziales,Wirtschaft

und Technik im Hauptgebäude der

RWU und im Rahmen von Videokonferenzen

vorstellen. Professor*innen

undStudierendeberichtenzudemaus

ihrem Fach. RWU-Studierende können

instudentischen Initiativen auch

dieHochschule mitgestalten. So sind

am Studieninfotag auch das Formula

Student Team oder dieUmwelt AG vor

Ort und informieren über ihre Angebote.

(bz)

Mediendesign oder Soziale Arbeit? Maschinenbau

oder Betriebswirtschaftslehre

und Management? Die HochschuleRavensburg-Weingarten

(RWU)

informiert am Studieninfotag über

ihre Studiengänge und alle Themen

rund ums Studium. Denn mit dem

Schulabschluss stellen sich viele die

Frage: Was und wo soll ich studieren?

WelcherStudiengang passt zu meinen

16.11., 10–14 Uhr

RWUHochschule

Ravensburg-Weingarten

University of Applied Sciences

Doggenriedstraße

D-88250 Weingarten

www.rwu.de/studieninfotag


BILDUNGUND WIRTSCHAFT

45

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DASBESTE,WAS EINEM

AKTUELLPASSIEREN KANN:

DERPINK:CODE–EINE

POSITIVE PASSION!

Es wareinmal …sofangengewöhnlichMärchen an –mit

einemlehrreichen Kern.Die Geschichte vomPink:Code

hingegenist wahr.Sie istecht, erlebbar,sinnvoll und

sogarhilfreich. Es isteinemoderne Botschaft mit

nachhaltiger Wirkung, dieausnahmslos allen guttut.Denn

siebeinhaltetdas,wonachsichdie meistenheutzutage

sehnen:Hoffnung,Perspektive undPositivität.

VONSTEFANIE HONOLD

© www.lukasleertaste.de

Stefanie Honold weiß, was Freiheit, Glück,

Wohlbefinden und Erfüllung bedeuten. Gefühlswelten,

denen sie mit Demut und Dankbarkeit

begegnet, die sie extrem wertschätzt.

Auch, weil sie esmit viel Engagement, mit

Mut und Wille, sowie mit Kraft und Zielstrebigkeit

in dieses Lebensstadium geschafft

hat. „Arbeit und Fleiß gehörten immer zu

meinem Leben. Schon als Kindauf demCampingplatz,

ebenso im Fisch-RestaurantMettnaustube

meiner Eltern arbeitete ich mit.“ Es

folgten ein BWL-, ein Kommunikationsdesign-Studium

und die Gründung einer erfolgreichenAgentur.

Undals wäre dasnoch nicht

genug, etablierte sie in nur sechs Jahren parallel

noch ein sehrerfolgreiches,florierendes

Unternehmeninnerhalbder Network-Marketingbranchemit

aktuell über 8.000 Geschäftspartnerinnen

und -partnern.

Möglich wurde dies alles unterm Strich

durch ihre persönliche, positive und fokussierte

Einstellung. Ihre individuelle Lebensphilosophie:

der Pink:Code. Eine revolutionäre

Erfolgsstrategie, die Stefanie Honold jetzt

in einem Buch niedergeschrieben hat. „Sie

setzt sich aus acht einzelnen Schlüsseln zusammen,

von Pink bis Passion. Diese Schlüssel

definieren in derSummeden Weghin zum

persönlichen Erfolg. Und zwar ebenso privat

wie auch geschäftlich!“ erklärt dieerfolgreiche

Unternehmerin. Dabei ist der Pink:Code mehr

als nurder berühmte Blick durchdie rosarote

Brille. Denn Pink ist nicht nur eine strahlende

Farbe, sie ist ein wahrhaftes Lebensgefühl.

Unddamit ist derPink:Codeeinementale Einstellung

undgleichzeitig aktivesTun. Emotion

undAktion begegnen sich aufAugenhöhe.

Der beste Beweis dafür ist wohl die Autorin

selbst. Denn die geborene Konstanzerin steht

wie kaum jemand anderes für ehrliche Überzeugung,

für Erfolgund Offenheit,für Sympathie

und Lebensfreude. Und mit ihrem neuen

Buch, das jetzt schon zum Besteller avanciert,

kann jeder ab sofort diese persönliche

Erfüllung aktiv erleben. Dann werden auch

Sie erkennen „Pink is peautiful“. Mehr unter

www.stefaniehonold.com

„Pink:Code: Die 8Schlüssel zumGeheimnis

für grenzenlosen Erfolg im Network-Marketing“,

256 Seiten, ISBN:9-783756837748

Bestellbar ab sofort über den offiziellen

Buchhandel oder direktbei Amazon.


46 MODENSEE

VON TANJA HORLACHER (TEXTE)

MODENSEEGEFLÜSTER

EASY PEASY

© Kirschkerndesign

Es ist immer wieder schön, neue kreative

Marke am M(B)odensee zuentdecken. Sozum

Beispiel Nilgün Cidanel aus Friedrichshafen

mit Kirschkerndesign. Wobei der Name

eigentlich gar nichts mit ihrer Mode zu tun

hat. In die Kollektionen kommen ausschließlich

unifarbene Stoffe inkombinierfreudigen

Farben wie Schwarz, Creme oder Nougat. Die

Materialien sind fließend und alles wirkt lässig,

bequem und dennoch äußerst elegant.

Eingesetzt wird hauptsächlich das aus Holz

gewonneneModal,welches knitterarm undatmungsaktiv

ist. „VomSofa auf die Straße“ lautet

das Motto –und man glaubt es der Designerin

sofort. Alle Teile sind inlimitierter Auflageinderzeit

zehn Boutiquenoder direkt im

Atelier bei Nilgün Cidanel erhältlich.

www.kirschkerndesign.de

SPITZE SPITZE

Okay … New York City ist nicht mehr ganz in unserer Modensee-Region,

doch wenn Hiesige esschaffen, dort eine Ausstellung zu platzieren,

dann ist das ein Geflüster wert.Das Textilmuseum St.Gallen hat

in Kooperation mitdem Bard Graduate Center NY dieAusstellung „Lace:Threads

of Power“ (dt. Fädender Macht) aufdie Beinegestellt.Rund

150 Objekte aus der großen Spitzen-Sammlung des Textilmuseums

durften in denBig Applereisen. Es seien einigeder weltweit schönsten

Beispiele für handgefertigte Nadel- und Klöppelspitzen, die von den

Reichenund Mächtigenanden Höfenvon Spanien undFrankreich getragen

wordensind–sodas Museum. Dazugehören traditionelleHandstickereien,

Ätzstickerei(bekanntals Guipure-Spitze) sowie aktuelleInnovationen

der Spitzenproduktion wie lasergeschnittene oder 3D-gedruckteSpitze,

dieinder zeitgenössischen HauteCouture zumEinsatz

kommen. Unteranderem unterstützen Akris undStoffherstellerForster

Rohner AG (beide St.Gallen) dieAusstellung. Noch bis 1. Januar 2023.

www.textilmuseum.ch

LUSTENAU –PARIS

Nicht nur St. Gallen birgt ein textiles Erbe, das für die großen Laufstegedieser

Welt taugt. Vorarlberg, wasals textilesSilicon Valley gilt,

kannebenfalls mitreden. Das hatauch DesignerClaus Tyler erkannt

und seinen Lebensmittelpunkt von Wien nach Lustenau verlegt. In

seinen Kollektionen treffen klare Linien und Farben unter anderem

aufStoffeder Vorarlberger Stickereiwirtschaft.SeineEntwürfe fürdie

Sommer 2023 hat erjetzt im Oktober in Paris präsentiert.

www.claustyler.com

©TextilmuseumSt. Gallen


MODENSEE

47

AUF HERZ UND NIEREN

© VAUDE Sport GmbH & Co. KG

© Akris

Antje von Dewitz, CEO des Outdoor-Herstellers

Vaude in Tettnang, war während einer

dreimonatigen Auszeit bis jetzt in den Oktober

hinein über die Alpen gelaufen. Stolze

1.100 Kilometer und 66.000 Höhenmeter. Nun

könnte man meinen, dass sie sämtliche Produkte

aus ihrem Hause auf Herz und Nieren

einem Praxistext unterziehen wollte. Doch

das war nicht der Grund. Vielmehr hat sie

sich damit einen großen Traum erfüllt. Wobei

sie betont, dass sie schon immer eine gute

Balance zwischen Arbeit und Freizeit gehabt

habe. Vaude legt schon lange Wert darauf,

dass auch „die Mitarbeitenden selbstwirksam

arbeiten und für eine gute Balance

zwischen Beruf und Privatleben sorgen“ – es

solle erst gar nicht so weit kommen, dass man

dringend eine Auszeit benötige.

www.vaude.com

© Akris ©VAUDE Sport GmbH & Co. KG

moda donna di

Tücher und Schals von

Mit traditioneller Webkunst

hochwertige Garne in

Kunstwerke verwandeln

www.modaearte.de

100 JAHRE

Akris, das Damenmodelabel aus St. Gallen feiert

Geburtstag. Vor 100 Jahren von Alice Kriemler-Schoch

als Atelier für Schürzen gegründet ist

Akris, heute unter der Führung ihrer Enkel Albert

und Peter Kriemler, mittlerweile eine internationale

Luxusmarke, die ganz oben in der Modeliga

spielt. Mit der Frühjahrs-Kollektion 2023,

die jetzt mit einer großen Jubiläumsshow in Paris

gezeigt wurde, feiert das Haus sein Jubiläum.

Die Kollektion markiere gleichzeitig einen Neubeginn

und sei aber auch eine Hommage an das

Erbe des Hauses. Eine Kollektion, in der Vergangenheit,

Gegenwart und Zukunft in Einklang stehen.

Zum Kundenstamm des Familienunternehmens

gehören Promis wie Angelina Jolie, Ex-First

Lady Michelle Obama und Charlene von Monaco.

de.akris.com

Neugasse

33

Konstanz


48 BODY &SOUL

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akzent: Wasist ein Lipödem?

Dr. Korsake: Dabei handelt es sich um

einechronischeErkrankung,die fast ausschließlich

bei Frauen auftritt.Eskommt

zu einer schmerzhaften Fettvermehrung

vor allem an Beinen, Hüfte und manchmal

an den Armen. Je nach Ausmaß der

Fettansammlungen werden drei Stadien

der Erkrankung unterschieden. Akute

Symptome sind geschwollene Beine,

Schmerzen, erhöhte Druckempfindlichkeit

derHautund Neigung zu blauen Flecken.

Als Langzeitfolgekann ein Lipödem

zu einem veränderten Gangbild,Fehlstellungen

der Gelenke und vorzeitigem Gelenkverschleiß

führen. An einem LipödemsindinDeutschlandrund3,8

MillionenMenschen

erkrankt.

akzent: Wiewirdein Lipödem behandelt?

Dr. Korsake: Die konservative Therapie

zielt darauf ab,die Symptome zu bessern

und eine weitere Zunahme der Fettansammlungen

zu verhindern. Eine Kompressionstherapie,

imfortgeschrittenen

Stadium die manuelle Lymphdrainage,

Sport und Bewegung sind zentrale Bestandteile

der Behandlung. Wichtig ist,

dass übergewichtige Patientinnen abnehmen

und Normalgewichtige ihr Gewicht

halten. DieeinzigeMöglichkeit,das

krankhaft vermehrteUnterhautfettgewebe

zu verringern, ist jedoch eineoperative

Fettabsaugung.

WEGMIT DEM

KRANKHAFTEN

FETT

Lipödemekönneneinen hohen Leidensdruck erzeugen.

Es gibt aber Behandlungsmöglichkeiten. Dr.KristinaKorsake,

Fachärztin fürGefäßchirurgie, Phlebologin,Lymphologin und

Geschäftsführerindes MVZPINetzwerkes mitStandortenauf

derReichenau,inRadolfzell, Singen,Mühlhausen-Ehingenund

Überlingen, isteineExpertinauf diesemGebiet.

akzent: Was geschieht bei einer Fettabsaugung?

Dr. Korsake: Die krankhaften Fettmassen

werden unter Vollnarkose mit einer

sehr dünnen, abgerundeten und vibrierenden

Sonde abgesaugt. Sokönnen die

Beschwerden dauerhaft gelindert werden.

Zudem kann eine möglichst frühe

Operation die Entwicklung gefährlicher

Folgeerkrankungen wie Lymphödeme

oder offene Beine verhindern. Die Operation

gilt zwar als risikoarm. Komplikationen

wie Wundinfektionen oder Nachblutungen

lassen sich jedoch nicht ausschließen.

Zudemsollten dieBetroffenen

wissen, dass sie die Liposuktion in der

Regel selbst bezahlen müssen. Auch deshalb

sollten sich Patientinnen, die eine

Fettabsaugung in Erwägung ziehen, vorab

ausführlich beratenlassen.

www.clinic-pi.de


BODY &SOUL

49

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© privat

© privat

Wellness-Oase am Seerhein

Medizinische ästhetischeBehandlung mit EMSculpt Neo

FORM YOUR BODY

Muskelaufbau undFettabbau ohne OP undAnstrengung?Gehtnicht?Geht

doch! In der großzügigen Wellness-Etage des Cosmetic Teams Karin Martin,

über denDächern desSeerhein. Gute Aussichten fürMenschenmit wenig

Zeit und Gewichtsproblemen oder Menschen, die trotz Sport an gewissen

Stellenihr Fettpölstercheneinfachnicht wegbekommen. Für Interessierte

wird am 19. November ein Tag der offenen Tür stattfinden.

VONMARKUSHOTZ

EINLADUNGZUM

TAGDER OFFENENTÜR

19.11.,10Uhr

Dr.Nico Leibinger, leitender Arzt,Geschäftsführer

Achim Niess sowie Praxismanagerin

Yvonne Legér stehen für Fragen zur Verfügung.

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Die medizinische ästhetische Behandlung

EMSculpt Neo, ist die einzige nicht-invasive

Technologie, die gleichzeitig Radiofrequenzen

undHIFEM+ (hochintensiveselektromagnetischesFeld)

vereint, um Fett abzubauen

und Muskeln aufzubauen. Das Endergebnis

überzeugt mehr als jedes andere nicht invasive

Verfahren anBauch, Gesäß, Armen

und Beinen.

Die Anwendung dieser Behandlung auf

höchstem Niveau erfolgt natürlich nur nach

individueller Beratung. Sieben klinische Studien

sowie 30wissenschaftliche Veröffentlichungen

bestätigen diese Methodik. Von ästhetischen

bis medizinischen Problemen, wie

z.B. bei Rückenschmerzen, kann dieEMSculpt

NeoBehandlung helfen. Sieist auch für Sportler

geeignet, um Muskeln zu definieren und

zu stärken -beispielsweise vor Wettkämpfen

ganzohneanstrengendeWorkouts.

Die Behandlungen folgen zwar medizinischen

Vorgaben, findenaberingemütlichem

Ambiente statt. Das Cosmetic Team Karin

Martin hat 270 qm in eine wohlduftende, ruhige

Wellness-Oase verwandelt. Anwendungen

und Produkte im High-End Bereich entfalten

ihre Wirkung, spezielle Massagen ver-

Im Angebot: Behandlungspakete einmalig zu

besonderen Aktionspreisen,gerne auchmit

Vorab-Anmeldungfür Testbehandlungen.

KarinMartinberät in ihrenRäumen undinformiert

über ihre Wellness-Arrangements

undAnti-AgingGesichtsbehandlungen.

wöhnen Körper und Seele gleichermaßen.

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für individuelle und Paar-Anwendungen

machen auch ein Day-Spa unvergesslich. In

dieses Ambiente passen die EMSculpt Neo

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Wir lieben Brillen. Und wir lieben unsere Umwelt und unsere

Region. „Mit dieser Liebe und Faszination schaffen wir es tagtäglich,

unsere vielen Kundinnen und Kunden für die tollsten

Brillen zu begeistern“, erläutert Florian seinen „besonderen

Blick“.

Genau hingesehen wird auch bei der Produktion, denn die

Brillen werden alle jeweils in Manufakturen sorgfältig und

individuell hergestellt. Somit ist garantiert für ALLE etwas

dabei, denn es wird „passend gemacht“. Nicht

zuletzt passend in den Zeitgeist, mit Blick auf

Nachhaltigkeit: Von Brillen aus Bohnen über

Holz bis zu Baumwollacetat oder direkt aus

dem 3D-Drucker ist die Auswahl groß. Und

die Eigenkollektion FREUNDESKREIS wird

sogar komplett im Ländle gefertigt, vom

Schräuble bis zur Farbe made von hier.

Denn hier hat man sowieso immer die allerbesten

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der Designer-Sessel ein echter Hingucker ist. Die Moover

Funktion ermöglicht aufrechtes Sitzen, bequemes

Zurücklehnen und entspanntes Drehen. Neue Maßstäbe

im Bereich des gesunden Sitzens: Die Unterstützung

beim Vor- und Zurücklehnen aktiviert die Rückenmuskulatur

und fördert dadurch die richtige Sitzhaltung.

Mit der Drehmechanik ist eine 360° Drehung möglich

und sorgt für entspanntes Hinsetzen und Wiederaufstehen.

Die eingebaute Rückführung bringt den Stuhl

immer in die Ausgangsposition zurück. So stehen alle

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Weltrekorde auf: 147 Speaker aus 19 Nationen

folgten der Einladung von Professional

Speaker Hermann Scherer und hatten

jeweils vier Minuten Zeit, ihr Publikum zu

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und Corporate Trainer Marcus Klimek. Der

gebürtige Konstanzer überzeugte mit seinem

Auftritt und sicherte sich die goldene

„Silent Speaker Night“-Nadel. Klimeks Mission:

Der Zusammenhalt der Menschen, gesellschaftlich

und beruflich. Ob Corona, die

anstehende Energiekrise oder der Krieg in

der Ukraine – Klimek motiviert, zusammenzurücken

und Krisen gemeinsam erfolgreich

zu meistern.

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Im Juni feierte ‘sFachl seinen ersten Geburtstag mit einem

Wettbewerb: akzentpräsentiert dieTop Tender Lieblingsfächer.

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Fast 300 Fächer haben bei Fachlmeisterin Marie-Annene Hostettler ihren

Platz gefunden. Liebevoll dekoriert präsentieren Aussteller*innen

So viel Engagement wird belohnt: Marie-Anne Hostettler

aus Konstanz und Umgebung ihre (Kunst-)Werke. Viele der Pro-

dukte gibt es nur hier zusehen, zu riechen und anzufassen.

gewann den „Newcomer-Award“ der ganzen Fachl-Or-

ganisation. Umso schöner,dass im Geburtstagsmonat

des ‘s Fachl alle nur gewinnen konnten. Die

mehr als 200 Kundinnen und Kunden wählten

diezehnschönsten Liebling’sfachl undnahmen

gleichzeitig an einer Verlosung teil: Zehn Glückliche

gewinnen ein Produkt der „Best ofFachl 22“-

Produzenten.

‘s Fachl Konstanz

Münzgasse 10, D-78462 Konstanz

www.sfachl.de/konstanz

SCHNITTTEILE

AlexandraPflumm

Liebevolle genähteKinderkleidungund

wunderschöne Stoffezum Selbernähen.

STRANDGUT

Birgit Graffelder

Objekteaus Schwemmholz, Steinen,

Scherbenaus demBodensee, Seegraskugeln

undMuschelnaus demMittelmeer.

Fundstücke, wiedie Natur sie geformthat.

TREIBHOLZ-UND-MEHR

Silvia Grupe

DieTreibholzobjekte sind meistens

Hafenszenen. Mitden Fundhölzernvom

Bodensee leistetSilviaeinen Beitrag

zumThema Upcycling.

WUNDERWALD

KerstinSchmidt &Philipp Schmid

Schmuckstücke von Herzenfür Herzen,

einzigartig, wertvollund mitLiebe komplettvon

ihrenHändengefertigt.


FREIZEIT

53

©ZDF |Sascha Baumann

WEIBLICH,

LEDIG,LINKS

Thomas Gottschalkbei „Wetten, dass…?“

ER IST WIEDER DA!

Skurrile Wettideen, clevere Kinder, viele Stars

auf der berühmten Couch und mittendrin ein

großerMann mit blondenLocken undextravaganten

Anzügen: Thomas Gottschalk und„Wetten,

dass…?“ haben Show-Geschichte geschrieben.

2011 moderierteder Entertainer seineoffiziell

letzteShowinden Messehallen. 2021 feierte

Gottschalk das Wiedersehen mit rund 14

Millionen begeisterten Zuschauern. Am 19. November

kommt Thomas Gottschalk mit „Wetten,

dass…?“ zurück nach Friedrichshafen.

Die Häfler sind bereits zum fünften Mal Gastgeber

und freuen sich auf spannende Wetten,

glamouröse Stars undeinemitreißende Stadtwette.

Top, dieWettegilt!

19.11., 19.15 Uhr

Messe Friedrichshafen

Neue Messe 1

D-88046 Friedrichshafen

www.zdf.de

© Ulrike Sommer

©Chris Daneffel

VINLAND –DAS SCHRÄGE

KAMMERMUSICAL

Wenn nordischePoesieauf Abgründe menschlicher

Gefühle trifft und archaische altnordische

Gesängeauf moderneOhrwürmer,dann ist Peter

Evers am Werk –ein Urgestein inder Konstanzer

Kulturszene („Schwester Gaby“, „Wohnzimmerkonzerte“).

Jetzt will ermit nur fünf

Mitwirkenden auf der Bühne eine Geschichte

erzählen, die auf den isländischen Vínlandsagas

basiert, welche die Entdeckung Amerikas

durch die Nordmänner beschreiben. Eine Reise

voller Liebe, Eifersucht,Freundschaft,Gewalt,

Triumphund Demütigung.Das Ganzeals Musical,

geschrieben von ihm selbst. Das Kammermusicalist

einExperiment, aber werPeter Evers

kennt, weiß,dassernicht zu vielverspricht. (th)

11./12.11., 20 Uhr +13.11., 16 Uhr

Wolkensteinsaal

Wessenbergstraße 41

D-78462 Konstanz

www.vinland-musical.de

Rotist ihreFarbe –FrauenrechtlerinVeraHemm

Vera Hemm, Jahrgang 1935, Frauenrechtlerin,

Kommunistin, Konstanzerin, schreibt

und engagiert sich weiterhin. Ihr neues

Buch, „Brot undRosen“enthält ein Best-of

derLiederund Texte, diesie 30 Jahrelang

für den Internationalen Frauentag am 8.

März verfasst hat: bissigeParodien, flammende

Appelle für Frauenrechte und gereimte

Politik. Vera Hemm war inKonstanz

aktiv als Gewerkschafterin, undogmatische

Linke, Stadträtin und treibende

Kraft derDGB-Frauenkulturgruppe „Menschen

zufällig weiblich“. Bei der Matinee

mit der Autorin, präsentieren Ensemblemitglieder

des Theaters Konstanz einige

Lieder und Sketche der scharfzüngigen,

jedoch nie verletzenden Kabarettistin

und Autorin. Eine Veranstaltung der

Chancengleichheitsstelle der Stadt Konstanz.

(ab)

27.11.,11 Uhr |Buchpremiere„Brot &Rosen“

StadttheaterKonstanz, Foyer

Konzilstr.11

D-78462 Konstanz


54 FREIZEIT

© Ilja Mess

© Archiv Pestalozzi Kinderdorf

Die Gründerväter Dr. Erich Fischer und Dr. Adalbert Graf von Keyserlingk

gründeten im März 1947 die Pestalozzi Siedlung in Wahlwies am Bodensee.

75 Jahre Pestalozzi-Kinderdorf

KINDERDORF MIT

KOPF, HERZ UND HAND

Das Pestalozzi Kinder- und Jugenddorf in Wahlwies feiert in diesem Jahr als erstes und ältestes

Kinderdorf in Deutschland seinen 75. Geburtstag. 1947 gegründet, ist es seither ein sicherer Ort

für Kinder und Jugendliche, deren leibliche Eltern nicht für sie sorgen können. Passend zum

Jubiläum läuft eine große Spendenaktion mit dem Ziel, insgesamt 750.000 Euro zu sammeln, um

das Kinderdorf fit für die Zukunft zu machen. Damit Kinder in Not hier auch die nächsten 75

Jahre ein Zuhause erhalten, in dem sie bestmöglich gefördert werden können.

VON STEFANIE GÖTTLICH


Von Beginn an ist das Kinderdorf auf die

Unterstützung von Menschen angewiesen,

denen das Schicksal von Kindern in Not am

Herzen liegt. So wurden beispielsweise die Familienhäuser

sowie zusätzliche Angebote wie

Therapien und Ferienfreizeiten, die zur Tradition

des Kinderdorfs gehören, zu großen Teilen

aus Spenden finanziert.

Verlässliches Zuhause

Heute leben jeweils bis zu sieben Kinder gemeinsam

mit einem pädagogisch qualifizierten

Paar in einem Familienhaus. Als „soziale

Eltern auf Zeit“ begleiten die Kinderdorfeltern

ihre Schützlinge auf ihrem Weg in die Selbstständigkeit.

„Was unser Kinderdorf besonders

macht, ist die Tatsache, dass die Kinder und Jugendlichen

in familienanalogen Verhältnissen

leben“, betont Bernd Löhle, der seit 2011 das

Kinderdorf als Geschäftsführer leitet. Aktuell

leben im Kinderdorf 150 Heranwachsende in

26 Familien.

Die Menschen, die das Kinderdorf vor 75 Jahren

aufbauten, hatten ein gemeinsames Ideal:

Sie wollten Waisen und Flüchtlingskindern,

die durch den Krieg alles verloren hatten, helfen.

Allen voran die Gründerväter Dr. Erich Fischer,

Musikwissenschaftler aus der Schweiz,

und der schlesische Arzt und Landwirt Dr.

Adalbert von Keyserlingk. In den vergangenen

Jahrzehnten haben sich die Herausforderungen,

die es zu lösen gilt, verändert. Heute

leben hier Kinder und Jugendliche, die nicht

bei ihren leiblichen Eltern aufwachsen können.

„Bereits seit einiger Zeit ist ein stetig steigender

Bedarf an Betreuungsplätzen zu beobachten.

Allein im vergangenen Jahr gab es 220

Anfragen von Jugendämtern“, so Bernd Löhle.

„Ursächlich ist ein gesellschaftlicher Wandel,

bei dem Eltern zunehmend an ihre Grenzen

stoßen und ambulante oder teilstationäre

Hilfsangebote die Probleme nicht mehr abfedern

können“, ergänzt er. Umso wichtiger ist es

dem Geschäftsführer, mit einem eigenen Therapiezentrum

die bestmöglichen Voraussetzungen

zu bieten, um Entwicklung nachzuholen

und traumatische Erlebnisse verarbeiten

zu können. Zudem gibt es im Kinderdorf neben

einem Heilpädagogischen Kindergarten und

In einem Familienhaus leben jeweils bis zu sieben Kinder gemeinsam mit einem pädagogisch qualifizierten

Paar. Die Kinderdorfeltern begleiten die Kinder und Jugendlichen auf ihrem Weg in die Selbstständigkeit.

Waldkindergarten die Dr. Erich Fischer-Schule.

In der Grund-, Haupt und Förderschule können

die Kinder durch individuelle Betreuung

im Schulalltag wieder Fuß fassen und Freude

am Lernen entwickeln.

Vorbereitung fürs Leben

Bereits kurz nach der Gründung wurden im

Kinderdorf die ersten Betriebe eröffnet. Die

Landwirtschaft „Erlenhof“ sowie die Gärtnerei

gehören seit den 1980er-Jahren zu den mittlerweile

neun Ausbildungsbetrieben des Kinderdorfs.

Sie bieten den aktuell 62 Auszubildenden

die Möglichkeit, einen handwerklichen oder

landwirtschaftlichen Beruf zu erlernen, und

damit die Chance auf gesellschaftliche Teilhabe

und ein eigenständiges Leben. Auch für

die Versorgung des Kinderdorfs sind sie nicht

mehr wegzudenken. So wäscht zum Beispiel

die Hauswirtschaft rund 20 Tonnen Wäsche im

Jahr, es werden 25.000 Liter Saft gepresst und

65 Tonnen Getreide pro Jahr zu 107.000 Broten

und 236.000 Brötchen verarbeitet. Die Demeter-Betriebe

bieten ihre Produkte auf den Wochenmärkten

in Radolfzell, Konstanz und Tuttlingen

an. Auch in Supermärkten kann man

die Bio-Produkte mit sozialem Hintergrund im

Gemüseregal entdecken. Mit „Pestalozzi bringt

bio“ stehen ein Online-Shop und Lieferservice

für Bio-Lebensmittel zur Verfügung.

Der Gründungsimpuls, Kindern ein verlässliches

Zuhause zu schaffen, hat sich durch die

vergangenen 75 Jahre getragen. Für die Zukunft

des Kinderdorfs hat Bernd Löhle klare

Vorstellungen: „Ich wünsche mir für das Kinderdorf

eine Basis aus Wohlwollen und Miteinander,

damit es sich auf dieser Grundlage

stets weiterentwickeln kann und offen bleibt

für künftige Bedarfe.“

www.pestalozzi-kinderdorf.de

Zur Jubiläumsspendenaktion

„Wir alle sind Kinderdorf“:

www.pestalozzi-kinderdorf.de/jetzt-spenden?pestalozzi-kinder-und-jugenddorf-wahlwifo

Christian Richter, Leiter der Pestalozzi Gärtnerei, erklärt zwei Kinderdorfkindern die Kartoffelernte.

© Ilja Mess

FREIZEIT

© Ilja Mess

55


56 FREIZEIT

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43. VERLEIHUNG

Alle zwei Jahre wird der traditionsreiche Bodensee-

Literaturpreis der Stadt Überlingen vergeben. In diesem

Jahr erhält ihn Schriftstellerin Verena Roßbacher

(*1979, Bludenz) für ihr literarisches Werk. Roßbacher

hat bereits vier Romane veröffentlicht; zuletzt

2022 „Mon Chéri und unsere demolierten Seelen“. Die

Jury würdigt die Autorin für ihre sehr eigene Stilistik,

die überbordende Fantasie und das Arrangement

der Romane, mit denen sie „sehr präzise den Zeitgeist

und die von der Unterhaltungskultur und Warenwelt

geprägte Alltagskultur“ einfange. Die Laudatio hält

Franz Hoben, Leiter des Literarischen Forums Oberschwaben

und Geschäftsführer der Literaturstiftung

Oberschwaben. (bz)

© Christian Geyr

20.11., 11.30 Uhr

Kursaal am See

Christophstraße 2b

D-88662 Überlingen

www.ueberlingen.de

BUCHDRUCK-MEKKA

VORARLBERG ERZÄHLT

„Artenvielfalt der Druckkunst“ – das ist das Motto der 15. Buch- und

Druckkunstmesse im Eisenwerk Frauenfeld. In zwei Hallen zeigen 50

Ausstellende aus dem In- und Ausland eine Werk- und Verkaufsschau

der Buch- und Druckkunst. Vorgestellt werden Arbeiten in Bleisatz,

Handpressendruck, Holz- und Linolschnitt, Kupferstich, Lithografie, Typografie,

Kalligrafie, Büttenpapiere, Holz- und Linolschnitt, Handbuchbinderei

und Künstlerbuch. Dazu präsentieren Verlage Bücher aus allen

Bereichen. Ehrengast ist der Druckkünstler Fred Lautsch aus Stralsund,

der live im Foyer Lithografien druckt. An zahlreichen Ständen

gibt es kunsthandwerkliche Vorführungen und Mitmachaktionen für

Groß und Klein. (bz)

© vorarlberg museum/magma

04.–06.11.

Eisenwerk

Industriestrasse 23

CH-8500 Frauenfeld

www.buch-und-druckkunst-messe.ch

Die Autorinnen Claudia Schwarz und Elvira Flora

© privat

Passen 100 Millionen Jahre Geschichte zwischen zwei Buchdeckel? Und

auch noch so, dass sie Kinder faszinieren? Die Museumspädagoginnen

des vorarlberg museums Bregenz, Claudia Schwarz und Elvira Flora, erzählen

im neuen, spielerischen Geschichte(n)buch anhand von zahlreichen

Fundstücken und spannenden Objekten von Vergangenheit und

Gegenwart des Bundeslandes Vorarlberg: versteinerte Stachelrochen

und Stickereimaschinen, Schnabelschuhe und Schwabenkinder, Seegfrörne

und Skilifte – sie alle finden mit vielen Fotos und Fact-Boxen,

Wimmel- und Suchbildern, „Es-war-einmal-Geschichten“ und kleinen

Aufgaben Platz im neuen Buch, das Anfang November im Museum vorgestellt

wird. (bz)

Ehrengast Fred Lautsch

06.11., 11 Uhr

vorarlberg museum

Kornmarktplatz 1

A-6900 Bregenz

www.vorarlbergmuseum.at


SINNLICH & SCHMACKHAFT

FREIZEIT

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57

© Max Heydenreich

Zwei besondere Leckerbissen im doppelten

Sinne bereitet die MJW Eventmanufaktur

Überlingen ihren Gästen im November: Bei

den beiden Menü-Lesungen im Landgasthof

Adler Lippertsreute und Gasthof Kreuz Singen

werden nicht nur literarische Genüsse,

sondern auch passende 3-Gänge-Menüs serviert.

Bei „Aphrodite – Ein Fest der Sinne“

liest Schauspielerin Julia Stemberger, u.a. bekannt

aus „Das Traumschiff“, „Vorstadtweiber“

u.v.m., aus Isabel Allendes amüsanterotischem

Kochbuch „Aphrodite, eine Feier

der Sinne“. In der deftigen Mischung aus

Memoiren und Kochbuch ist eine ganze Apo-

© Nadja Klier

theke von Aphrodisiaka zusammengestellt,

von Schlangenblut und Rhinozeros-Horn bis

zu den alltäglicheren und schmackhafteren

Austern, „diese verführerischen Tränen des

Meeres, die sich dazu anbieten, von Mund zu

Mund zu gleiten, wie ein ausgedehnter Kuss“.

Ein Abend für alle Sinne! Eine Ode an das Leben

feiert Schauspielerin und Moderatorin

Isabel Varell, wenn sie mit Live-Begleitung

am Piano aus ihrem aufregenden Leben erzählt,

singt und die spannendsten Passagen

aus ihrem Buch „Die guten alten Zeiten sind

jetzt. Wie ich das Leben jeden Tag neu erfinde“

liest. Ein Abend über die Höhen und Tiefen

des Lebens, an den man garantiert mit

einem Lächeln zurückdenkt. (bz)

Isabel Varell

Julia Stemberger

© (c) Max Heydenreich

Menü-Lesung mit Julia Stemberger:

04.11., 18 Uhr

Landgasthof „Zum Adler“

Hauptstraße 44

D-88662 Lippertsreute

Menü-Lesung mit Isabel Varell:

12.11., 18 Uhr

Gasthof Kreuz

Mühlenstraße 13

D-78224 Singen (Hohentwiel)

www.mjw-eventmanufaktur.de

LANGE NACHT DER BÜCHER

Den Auftakt macht am 18. November ein

altehrwürdiger Literat. Unter dem Titel

„Zwei Nußdorfer: Martin Walser und Ernst

Beck“ liest Martin Walser aus seinem neuen

Werk „Das Traumbuch“ im Dorfgemeinschaftshaus

Nußdorf. Dazu werden die

„Postkarten aus dem Schlaf“ von Cornelia

Schleime projiziert. Ganz und gar nicht verschlafen,

sondern frisch zu Tisch geht es am

19. November im Landgasthof Zum Adler.

Das Motto „Zu Tisch mit Johann Sebastian

Bach. Drei-Gänge-Menü mit Literatur und

Musik“ verspricht literarische Appetithappen,

barocke Harfenmusik und eine kulinarische

Reise in die Bach-Zeit. Noch weiter

in die Vergangenheit geht es im Museumssaal

mit Birgit Rückerts Lesung aus ihrem

neuen Buch „Der Abt von Salem“. Das Finale

des Lesefestivals ist die festliche Verleihung

des renommierten Bodensee-Literaturpreises

der Stadt Überlingen an die österreichische

Autorin Verena Roßbacher.

Anzeige

© Bildarchiv Stadt Überlingen

18.–20.11.

D-88662 Überlingen

www.ueberlingen1250.de

Was verbirgt sich zwischen den Seiten?


Auf einen Punsch

Ob Christkindli- oder Nikolaus-, Schokoladen- oder Adventsmarkt: Die Weihnachtsmärkte

rund um den See haben viele Namen. Eines haben sie jedoch alle gemeinsam:

Die wunderbar winterlich-romantische Atmosphäre, liebevoll dekorierte Stände und funkelnde

Lichter. Trotz Energiesparmaßnahmen bringt die Großstadt Bodensee Licht in die

dunkle Jahreszeit – LED-Birnen und einem ausgeklügelten Beleuchtungskonzept sei Dank.

Nach den Pandemiewintern der letzten Jahre ist die Vorfreude groß: Vor allem kleinere Gemeinden

lassen sich dieses Jahr ihren Weihnachtsmarkt nicht nehmen. Heißer Glühwein und duftende

Leckereien wärmen Leib und Seele und versüßen die Adventszeit rund um den See. (ap)

Deutschland

Aach im Hegau (04.12.)

Platz hinter dem Rathaus, www.aach.de

Allensbach (26.11.)

Rathausplatz, www.reichenau-tourismus.de

Altshausen (26.+27.11.)

Marktplatz, www.altshausen.de

Aulendorf (03.+04.12.)

Hexeneck, www.aulendorf.de

Bad Buchau (09.-11.12.)

Marktplatz, www.bad-buchau.de

Bad Saulgau (02.-18.12.)

Marktplatz Innenstadt, www.bad-saulgau.de

Bad Schussenried (25.-26.11.)

Wilhelm-Schussen-Straße, www.bad-schussenried.de

Bad Waldsee (01.-24.12.)

Hauptstraße, www.bad-waldsee.de

Bad Waldsee - Haisterkirch (19.11., 11 Uhr)

Klosterhof, www.bad-waldsee.de

Bad Wurzach (26.+27.11.)

Klosterplatz und im Maria Rosengarten, www.hgv-badwurzach.de

Bermatingen (04.12.)

Dorfgemeinschaftshaus, www.bermatingen.de

Deggenhausertal (26.+27.11.)

Grund- und Hauptschule Deggenhausertal, www.deggenhausertal.de

Friedrichshafen (25.11.-22.12.)

Buchhornplatz, www.bodensee-weihnacht.de

Gaienhofen (03.12., 15-20 Uhr)

Dorfplatz, www.gaienhofen.de

Hagnau (26.+27.11.)

Gemeinde Hagnau, www.hagnau.de

Heiligenberg (04.12.)

Sennhof am Schloss, www.heiligenberg.de

Herbertingen (03.12.)

Rathaus, www.herbertingen.de

Hilzingen (11.12.)

Burg in Riedheim, www.hilzingen.de

Immenstaad (10.12.)

Rathausplatz, www.immenstaad-tourismus.de

Isny (30.11.-04.12.)

Innenhof des Schlosses Isny, www.isny-aktiv.de

Kanzach (26.+27.11.)

Bachritterburg, www.bachritterburg.de

Kressbronn (25.+26.11.)

Rathausplatz, www.kressbronn.de

Konstanz (24.11.-22.12.)

Marktstätte bis Hafen, www.weihnachtsmarkt-am-see.de

Kürnbach (03.+04.12.)

Museumsdorf, www.museumsdorf-kuernbach.de

Langenargen (02.-04.12.)

Münzhofvorplatz, www.langenargen.de

Laupheim (25.11.)

Kulturhaus Schloss Großlaupheim, www.laupheim.de

Lindau (24.11.-18.12.)

Hafenpromenade Lindau Insel, www.lindauer-hafenweihnacht.de

Leutkirch (05.12.)

Innenstadt, www.leutkirch.de

Mainau (22.11.22-08.01.23)

Insel Mainau, www.mainau.de

Markdorf (02.-04.12.)

Im Hof des Bischofschlosses, www.markdorf.de

Meersburg (25.+26.11.)

Meersburger Altstadt, www.meersburg.de

Mengen (25.+26.11.)

Martinskirche, www.mengen.de

Meßkirch (26.+27.11.)

Schloss Meßkirch, www.messkirch.de

Nonnenhorn (02.+03.12.)

Kapellenplatz, www.nonnenhorn.de

Ochsenhausen (24.-27.11.)

Basilika St. Georg, www.ochsenhausen.de

Pfullendorf (02.+03.12.)

Marktplatz Innenstadt, www.pfullendorf.de

Radolfzell (17.-19.11.)

Seetorplatz, www.radolfzell.de

Ravensburg (25.11.-22.12.)

Marienplatz rund um das Rathaus, www.ravensburg.de

Reichenau (26.11.)

Klosterhof, www.reichenau-tourismus.de

Riedlingen (03.12.)

Marktplatz, www.christkindlesmarkt-riedlingen.de

Salem (26.+27.11.)

Kloster und Schloss Salem, www.salem.de

Sigmaringen (25.-27.11.)

Karlsplatz, www.sigmaringen.de

Singen (02.-23.12.)

August-Ruf Straße, www.weihnachtsmarkt-singen.de

Sipplingen (26.11.)

Kirchplatz der Kath. Kirche, www.sipplingen.de


Freizeit

59

Steißlingen (10.12.)

Torkel, www.steisslingen.de

Stockach-Wahlwies (10.12.)

Gustav-Hammer-Platz, www.stockach.de

Tengen (04.12.)

Schloss Blumenfeld, www.tengen.de

Tettnang (25.-27.11.+ 02.-04.12.)

Schloss Tettnang, www.tettnang.de

Überlingen (08.-18.12.)

Hofstatt, www.ueberlingen-bodensee.de

Wangen (26.11., 03.12., 10.12., 17.12.)

Altstadt, www.wangener-weihnachtsmarkt.de

Wasserburg (26.11.)

Lindenplatz, www.wasserburg.de

Weingarten (01.-04.12.)

Löwenplatz, www.weingarten-online.de

Wilhelmsdorf (26.11.)

Zußdorfer Straße, www.gemeinde-wilhelmsdorf.de

Wolfegg (09.-11.12.)

Bauernhausmuseum, www.bauernhausmuseum-wolfegg.de

Österreich

Bregenz (15.11.-24.12.)

Kornmarktplatz, www.bregenz.travel

Dornbirn (18.11.-23.12.)

Marktplatz, www.christkindlemarkt.at

Feldkirch (25.11.-24.12.)

Marktgasse, www.feldkirch.travel

Schweiz

Arbon (26.11.)

Fischmarktplatz, www.arbontourismus.ch

Bischofszell (25.-27.11.)

Innenstadt, www.adventsmarkt-bischofszell.ch

Frauenfeld (16.-18.12.)

Innenstadt, www.weihnachtsmarkt-frauenfeld.ch

Herisau (03.+04.12.)

Kirche, Obstmarkt und Oberdorfstraße, www.christchindlimarkt-herisau.ch

Romanshorn (03.+04.12.)

Innenstadt, www.romanshorn.ch

Schaffhausen (10.+11.12.)

Kreuzgang zu Allerheiligen, www.sh-weihnachtsmarkt.ch

Schloss Herdern (10.12.)

Haldenstraße, www.schlossherdern.ch

Steckborn (04.12., 11-18 Uhr)

Innenstadt, www.hgtsteckborn.ch

Stein am Rhein (30.11.22-01.01.23)

Altstadt, www.maerlistadt.ch

St. Gallen (24.11.-24.12.)

Waaghaus, Bohl und in der Marktgasse, www.sternenstadt.ch

Tägerwilen (27.11., 10-17 Uhr)

Innenstadt, www.taegerwilen.ch

Weinfelden (10.12., 11.12.)

Innenstadt, www.adventsmarkt-weinfelden.ch

Wil (02.-04.12.)

Altstadt, www.stadtwil.ch

Schwarzenberg (25.+26.11.)

Altstadt, www.schwarzenberg.at

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HeiSSer Fuchs!

© LaBonde/EP

Innovation, Tradition und ein sensationeller Blick über den winterlichen

See – die „Füxle Bar“ auf dem Weihnachtsmarkt Konstanz mit

heißen Getränken in Bio-Qualität ist keine gewöhnliche Glühweinhütte.

Ob Streuobst Punsch, Gerdas Demeter-Glühwein oder alkoholfreier

Bio-Glüher von Riegels Bioweinen aus Orsingen: Das „Füxle“ serviert

an seiner über zwölf Meter langen Theke weihnachtliche Getränkespezialitäten

vom Feinsten. Die Produkte kommen u.a. aus Stahringen und

Radolfzell. Beste Qualität, kurze Wege und enger Kontakt mit den Produzenten

haben Priorität. „Wir sind die Region“, betont der gastronomische

Leiter Hannes Landenberger. Nicht nur die Getränkekarte, sondern

auch das „Füxle“ selbst ist das Ergebnis regionaler Zusammenarbeit.

Von den Wänden aus knapp 300 Jahre gereiftem Altholz vom Spitalhof

in Liggeringen bis zum Original-Schindeldach – das „Füxle“ zeugt von

Handwerkskunst und Liebe zum Detail. Die besondere Atmosphäre eignet

sich bestens für Weihnachtspartys Open Air: DJ Unique & Friends

spielen alte und neue Weihnachtsklassiker. Es darf getanzt werden.

24.11.–22.12., 11–22 Uhr | Weihnachtsmarkt am See – Konstanz

Mi.–Sa., 18–22 Uhr | DJ Unique & Friends

Stadtgarten

D-78462 Konstanz


60 FREIZEIT

WEIHNACHTEN

IM SCHLOSS

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GLITZERNDE

SCHLOSSWEIHNACHT

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Handwerkskunst und Leckereien, Chormusik und Blaskonzerte, Nikolaus-Sprechstunde

und Adventsreiten: Der Tettnanger Weihnachtsmarkt

im Neuen Schloss fasziniert am 1. und 2.Adventswochenende

mit festlicher Stimmung. ImEhren- und Innenhof finden sich kunstfertige

und alltagstaugliche Geschenkideen. Weihnachtliche Weisen

lassen Musikkapellen und Chöre auf der Bühne erklingen. Für das

Rundumwohlgefühl sorgen Tettnanger Gastronomen mit Spezialitätenvom

Grill undheißen Getränken. Kinderlauschender Märchenfee,

basteln Sterne oder backen Stockbrot amLagerfeuer. Das Gefühl von

Ruhe undZeit lässt sich in derSchlosskirche–ein Ort derStille–finden.

©IMG |Ernst Fesseler

25.–27.11. +02.–04.12. |Fr. 16–21 Uhr,Sa.–So.13–21 Uhr

Neues Schloss Tettnang

Montfortplatz 1

D-88069 Tettnang

www.tettnang.de/weihnachtsmarkt

Isnyer Schlossweihnacht

©HerbertNeidhardt

Weihnachten im Neuen Schloss

Es ist ein Fest für alle Sinne: Die verführerischen Düfte, weihnachtlichen

Klänge und funkelnden Lichter der Isnyer Schlossweihnacht

ziehen Groß und Klein in ihren Bann. Allabendlicher Höhepunkt ist

das traditionelle„Engelefliegen“. Rund um denimposanten Christbaum

mitten im festlich geschmückten Schlosshof bieten liebevoll dekorierte

Holzhütten ausgesuchtes Kunsthandwerk, regionale Produkte und

Selbstgemachtes. Leckermäuler genießen neben traditionellen Köstlichkeiten

auch Spezialitäten aus den Isnyer Partnerstädten. Zudem

locken Kunst und Kultur im Schloss, Musik auf der Freilichtbühne und

ein bezauberndesKinderprogramm. (ap)

30.11.–04.12.

Mi.–Fr.,16–21 Uhr |Sa. 13–22 Uhr |So.13–20 Uhr

InnenhofSchloss Isny

D-88316 Isny im Allgäu

www.isny.de/isnyer-schlossweihnacht

KRIPPEN AUSALLERWELT

Am ersten Adventswochenende wird im Kloster Schussenried

die traditionelle Krippenausstellung eröffnet.

Raumfüllende Krippenensemble, lebensgroße Figuren

aus kostbaren Materialien, Miniaturkrippen, einfache

Krippen aus Pappe und Stroh: Krippen aus aller Welt

verbinden sich zu250 Jahre Krippengeschichte. Die

Heiligen Drei Könige stehen imMittelpunkt der diesjährigen

Ausstellung.Zusätzlichzuder eindrucksvollen

Privatsammlung der Familie Schmehle-Knöpfler gibt

es dieses Jahr eine Sonderausstellung des Krippenvereins

Friedrichshafen. Der Verein um Krippenbaumeister

Reinhold Amann fertigt Meisterwerke der Krippenbaukunst

an. (ap)

26.11.22–26.02.23

Kloster Schussenried

Neues Kloster 1

D-88427 Bad Schussenried

www.kloster-schussenried.de

© KlosterSchussenried

Krippen ausaller Welt


FREIZEIT

61

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©Christmas GardenDitaVollmond

WeihnachtlicherEntenteichimChristmas Garden InselMainau

INSEL DESLICHTS

DerChristmas Garden InselMainaugehtindie zweite Runde. Ab dem22. Novemberheißt es

hier nach Einbruch derDunkelheitwiederinnehaltenund staunenüberLichtkunstauf

höchstem Niveau.Versprochen wird eine magische Reisedurch zauberhafteFantasiewelten,

einfunkelndesOpen-Air-Erlebnis fürGroßund Klein.

VONSTEFANIE GÖTTLICH

In Anknüpfung an die schwedische

Lichterfest-Tradition erstrahlt die

Blumeninsel ineinem ganz besonderen

Glanz. Das Schloss wird farbenprächtig

angestrahlt, die Gastronomie

lockt mit weihnachtlichen kulinarischen

Genüssen sowie süßen

Leckereien, und natürlich darf auch

der traditionelle Schwedische Weihnachtsglögg

nicht fehlen. An diesem

romantischen Ort lässt sich (vor-)

weihnachtliches buntes Glück genießen

und entschleunigen. Bei seiner

Premiere im vergangenen Jahr begeisterte

der Christmas Garden auf

Anhieb rund 65.000 Besucher*innen.

In diesem Jahr werden neue bezaubernde

Perspektiven geboten. Visuelle

Highlights sindder „Weg ins Glück“,

das „Lichtermeer“ oder der „Glühwürmchenbaum“.

Man kann einen

15 Meter langen Glitzertunnel durchschreiten

und sich am kunstvollen

Zusammenspielaus funkelndenLichtfiguren

und märchenhaften Leuchtarrangements

erfreuen. Insgesamt

mehr als 30 faszinierende Illuminationen,

zum Teil mit raffinierten Soundeffekten

und musikalischer Untermalung,säumenden

über zwei Kilometer

langen Rundweg. Bei all dem Lichterrausch

haben die Organisatoren eine

umwelt-und energiebewussteUmsetzung

zur Energieeinsparung fest im

Blick, damit die Besucher*innen das

Bad imLicht unbeschwert genießen

können.

22.11.22–08.01.23

Christmas Garden Insel Mainau

www.christmas-garden.de/mainau


62 LinDau erLeben

eS weihnachtet Sehr …

Weihnachtsmärkte gibt es viele. Eine Hafenweihnacht hat nur Lindau: Am 24. November

öffnen sich zum 15. Mal die Pforten der Lindauer Hafenweihnacht. Und mit ihr beginnt

sie wieder, die magische Zeit mit verführerischem Duft nach Glühwein, Eierpunsch,

heißer Schokolade – und die Vorfreude auf ein Weihnachtsfest wie aus dem Bilderbuch.

von SuSi Donner

So viel steht fest: Die Lindauer Hafenweihnacht

ist einer der schönsten

Weihnachtsmärkte Deutschlands, und

men Freunde von Weihnachtsmärkten

entspannter auf ihre Kosten, ist die Kulisse

romantischer als in Lindau, direkt

Oh du fröhliche

Weihnachtsinsel

Die ganze Inselstadt wird in den Wo-

ihr vorweihnachtliches Programm hat

am Bodensee mit dem schimmernden

chen vor Weihnachten zur Weihnachts-

es in sich: Von der feierlichen Eröffnung

Alpenpanorama in der Ferne und den

insel, mit den Christbäumen der Kinder

bis zur letzten Minute, wenn das festli-

Lichtern, die sich funkelnd im Wasser

in der Fußgängerzone, einem beeindru-

che Turmblasen vom alten Leuchtturm

spiegeln. Nirgendwo erklingt die Musik

ckenden Christbaum am Alten Rathaus

erklingt, sorgen weihnachtliche Show-

stimmungsvoller, duftet der Glühwein

und einer bis 6. Januar täglich geöffne-

einlagen und viel Live-Musik für weih-

verlockender. Die Besucher schätzen die

ten, liebevoll gestalteten Weihnachts-

nachtlichen Frohsinn bei Jung und Alt.

liebevoll und aufwendig dekorierten,

hütte, in der es Punsch, Glühwein und

Und im See spiegelt sich

der Lichterglanz

Im märchenhaften Zauberwald gibt es

behaglich beleuchteten Weihnachtsbuden

aus Holz, die mit ihrem hochwertigen

Angebot an weihnachtlichem Kunsthandwerk

und wunderschönen Weih-

Bratwurst gibt. Winterliche Schiffsrundfahrten,

das Weihnachtsschiff, adventlichen

Stadtführungen, eine Modelleisenbahn-Ausstellung,

Nikolausschwimmen,

neben frischem Tannenduft viel Span-

nachtsgeschenkideen überraschen. Dazu

Aufführungen im Stadttheater und in

nendes für Kinder zu entdecken, und

auch die Erwachsenen werden ihre Freude

daran haben. Daneben drehen die

Kleinen im reizenden Kinderkarussell

fröhlich ihre Runden. Nirgendwo kom-

Einfach ein Traum: Die märchenhaft schöne

Kulisse der Lindauer Hafenweihnacht.

begeistert die Kulinarik mit raffinierten,

deftigen und süßen Verführungen. Vom

Bahnhof bis zum Alten Rathaus stehen

die Buden in sicherem Abstand und bieten

weihnachtliches Erleben.

der Marionettenoper, Nachtwächterrundgänge,

Krippenandachten, eine

wunderschöne Naturkrippe in der Kirche

St. Stephan und noch vieles mehr

bereichert das Programm der Lindauer

© Kulturamt Lindau/Wolfgang Schneider


Lindau erLeben

63

Hafenweihnacht und macht die weihnachtliche

Vorfreude kurzweilig und

erlebbar. In den stimmungsvoll beleuchteten

Altstadtgassen laden festlich

dekorierte Geschäfte zum entspannten

Weihnachtseinkauf und gemütliche

Restaurants und Cafés zum

Genießen und Verweilen ein. Gleich

am ersten Hafenweihnachtswochenende

öffnen die Inseleinzelhändler

zudem zum verkaufsoffenen Sonntag

von 11 bis 17 Uhr ihre Geschäfte – das

ist eine perfekte Gelegenheit zum besonders

entspannten Familien- und

Weihnachtsshopping.

© Susi Donner

Über die schwimmende

Brücke

Ein weiterer Lindau-Bonus: Die Lindauer

Hafenweihnacht und der Bregenzer

Weihnachtsmarkt sind mit

einem Schiff als schwimmende Brücke

quer über den Bodensee miteinander

verbunden. Das Weihnachtsschiff

bringt von Donnerstag bis Sonntag

die Gäste besonders stimmungsvoll

über den Bodensee. Und: Es gibt

wohl keinen Weihnachtsmarkt auf

der ganzen Welt, in den man mit dem

Heiße Zwetschge – eine der heißgeliebten Leckereien auf der Lindauer Hafenweihnacht.

Schiff oder mit dem Zug beinahe hineinfahren

kann: Die Schiffe legen direkt

am Tor zur Hafenweihnacht an,

und der Bahnhof ist keine Gehminute

entfernt. Da fällt es leicht, neben dem

Christkind auch an die Umwelt zu

denken und das Auto stehen zu lassen.

Auf einen Blick

Vier Wochenenden, 24.11.–18.12.,

am Lindauer Hafen | Do.–So., 11–21 Uhr |

www.lindauer-hafenweihnacht.de |

27.11., 11–17 Uhr verkaufsoffener

Sonntag auf der Weihnachtsinsel

ZF Kunststiftung

im Zeppelin Museum

Weitere Informationen:

www.zf-kunststiftung.com


64 FREIZEIT

DIESEN MONATAUF KEINENFALLVERPASSEN DÜRFEN

FREIZEIT WASSIE

DIES&DAS

ÜB ON ICE

Die Eislaufbahn auf

dem Landungsplatz

lädt zumSchlittern,

Gleiten und Pirouettendrehen

ein.

D-Überlingen

Aufdem Landungsplatz

11.11.22-08.01.23

www.ueberlingenbodensee.de

Stadtführung:

Barbaravon Cilli –

Kaiserin, Alchemistin,

Vampir

Barbara vonCilli berichtet

vonihrem bewegten

Leben zu Zeiten

des Konstanzer Konzils

und dem spannenden

Nachlebenals Untote.

D-Konstanz

Münsterplatz

19.11., 16 Uhr

www.konstanz-info.

com

Christmas Garden

Licht in der dunklen

Jahreszeit:Christmas

Garden isteine

winterliche Oase mit

zahlreichen glitzernden

Illuminationen.

Die Blumeninsel wird

zurmagischen Weihnachtswelt.

D-Mainau

Insel Mainau

22.11.22-08.01.23

www.christmasgarden.de

40. Staaner Stadtlauf

Die „Zwangspause“

wurde gut genutzt,um

den 40. StaanerStadtlauf

optimal vorzubereiten.

CH-Stein am Rhein

Stein am Rhein

26.11.

www.staanerstadtlauf.ch

„Farben des Alls –

Musik der Erde –

Worteder Weisheit“

Eine außergewöhnliche

Reiseindie unendlichen

Weiten des Alls.

CH-Kreuzlingen

Bodensee Planetarium

und Sternenwarte

26.11., 20 Uhr

www.shop.bodenseeplanetarium.ch

Adventszauber

WeihnachtlicheVorfreudegenießenbei

Glühwein, Punsch, Gebäck

undGrillwurst im

Museumsgarten.Gemütlicher

Plauschan

derFeuerschale!

D-Singen

MAC

ab 27.11., sonntags

16-20Uhr

www.museumart-cars.com

FESTE&MÄRKTE

Lindauer Jahrmarkt

Der vielleicht schönste

Jahrmarktder Welt mit

Krämermarkt, Fahrgeschäften

und vielen

Leckereien.

D-Linau

Lindauer Insel

04.-07.11.

www.lindautourismus.de

Kunsthandwerk-

Markt

Der 29. Kunsthandwerk-Marktbietet

Workshops, Ausstellung

und Verkauf rund

um (Kunst)handwerk.

FL-Schaan

Saal am Lindaplatz

05.11., 10 Uhr

www.sal.li

Kunst- und

Designmarkt

Aussteller*innen aus

den Bereichen Mode,

Schmuck,Lifestyle,

Fotografie, Kunst, Möbel…

Rund 60 Stände

von jungen, kreativen

Unternehmen aus

Deutschland und

Österreich.

D-Konstanz

Bodenseeforum

„05.11., 11-19 Uhr

06.11., 11-18 Uhr“

www.kunst-designmarkt.at

Nachtflohmarkt

Waswötsch für das?

Der Name istProgramm.

CH-Schaffhausen

Kammgarn

12.11., 18 Uhr

www.kammgarn.ch

DasGolf- &Natur-Resortist fürstlicherleuchtet.

FÜRSTLICHES

WINTERLEUCHTEN

Lichtilluminationen, lebensgroße Lichtfiguren und beleuchtete Themenwege

lassen das Fürstliche Golf- &Natur-Resort Bad Waldsee in

weihnachtlichem Glanz erstrahlen. Fünf zauberhafteMärchen unddas

neue „Tierwäldchen“ verwandeln dasResort in ein Winterwunderland.

Ob Sternen-, Herzens-, Schneeflocken- oder Zuckerstangenweg –die

vorweihnachtliche Stimmung ist garantiert. Dank LED-Lichtern und

vielenSolarlichterketten ist dertäglicheEnergie-Aufwandnicht höher

als bei einer Glühweinhütte. Ein kleines, sehr feines Weihnachtsdorf

mit Winzerglühwein und verschiedenen Leckereien machen das Winterleuchten

zumwahrhaft fürstlichen Erlebnis.(ap)

09.11.22–29.01.23

Fürstliches Golf-&Natur-Resort

Hopfenweiler 9

D-88339 Bad Waldsee

www.winterleuchten-badwaldsee.de

Martinimarkt

Größterund beliebtesterJahrmarktin

Wangen.

D-Wangen

Altstadt

14.11., 8-18 Uhr

www.wangentourismus.de

Riesen-Hallen-

Flohmarkt

Der beliebte Flohmarktist

Treffpunktfür

Sammler und Freunde

kleiner und großer Raritäten,

Schnäppchen

und Kinkerlitzchen.

D-Kempten

Allgäuhalle

19.11., 8-15 Uhr

www.fetzerveranstaltungen.de

FILM

European Outdoor

Film Tour

DiebestenOutdoorsport-und

Abenteuerfilme

des Jahres auf

großer Leinwand.

D-Tuttlingen

Angerhalle Möhringen

02.11., 19.30 Uhr

www.tuttlingerhallen.de

VORTRÄGE

Anzeige

©Fürstliches Golf-&Natur-Resort

„Holunderblüte“

(2007)

Volker Koepp dokumentiert

das Leben

in der Kaliningrader

Exklave.

D-Wangen

Lichtspielhaus Sohler

22.11., 20.15 Uhr

www.wangentourismus.de

„WunderWelten-

Festival“

Das Festival feiert die

Vielseitigkeit unserer

Erde mitvielenspannendenLive-Reportagen.

D-Friedrichshafen

Graf-Zeppelin-Haus

04.-06.11.

www.wunderweltenfestival.com

„HöchsteZeit!

Wir reflektierenüber

die Gegenbegriffe

Naturund Kultur“

Dr.Matthias Meier,

Direktordes Naturmuseums

St.Gallen, istzu

GastimMuCaféund

unterhält sich über

die Grenzen zwischen


FREIZEIT

65

Natur undKultur und

die im Museum vertretenen

Disziplinen.

CH-St. Gallen

Historisches und Völkerkundemuseum

06.11.,10Uhr

www.mucafe.ch

Professor Bummbastic:

„Knallegra“

Die interaktiveWissenschaftsshow

für Kinder

von5bis99Jahren.

CH-Rorschach

Forum Würth

Rorschach

06.11.,14-16 Uhr

www.wuerth-hausrorschach.ch

„Stille Seele,

wildes Herz“

Lifecoach,Businesspunk

und Cultural

Provocateur Veit Lindau

kommt mitseinem

neuen Programm

an den See.

D-Konstanz

Konzil

06.11.,20Uhr

www.homodea.com

Erfreuliche Universität:„Ein

Transnationales

Vorbild für

schlagkräftigeProtestegegen

Femizide“

Unter demMotto „Ni

una menos“mobilisierten

2015 feministischeKräfteinArgentinieneine

schlagkräftigeKampagnegegen

Femizide.Literaturwissenschaftlerin

Virginia

Léon Torrez und JournalistinCejanadiGuimaraesdiskutieren.

CH-St. Gallen

Palace

09.11., 19.45Uhr

www.palace.sg

Professor Dr.Markus

Rexliveerleben

Professor Dr.Markus

Rexleitet die Atmosphärenforschung

des

Alfred-Wegener-InstitutsHelmholtz-Zentrumfür

Polar-und

Meersforschung.Über

seine zahlreichen ExpeditioneninArktis,

Antarktisspricht

er wöchentlich auf

SWR1.

D-Leutkirch

Festhalle Leutkirch

10.11., 18 Uhr

www.ksk-rv.de/

200jahre

Muslimisch-jüdischer

Dialoginder Migrationsgesellschaft

Vortragund Gespräch

mitdem Islamischen

Religionspädagogen

Ramazan Demir(Wien)

undder Kultur-und

Religionswissenschaftlerin

HannanSalamat

(Zürich) zu muslimischen

Perspektiven im

muslimisch-jüdischen

Dialog.

A-Hohenems

Salomon SulzerSaal

15.11., 19.30Uhr

www.jm-hohenems.at

„Gründen im

Nebenerwerb“

Welche Vor- und

Nachteile hateine

Existenzgründungim

Nebenerwerb? Die

Wirtschaftsförderung

Bodenseekreis liefert

Antworten.

D-Friedrichshafen

Online viaWebEx

18.11., 15 Uhr

www.wf-bodenseekreis.de

Im Triathlon

um die Welt

Extremsportler und

RekordhalterJonas

Deichmannerzählt

in einermultivisuellen

Show vonseinem

bisher größtenAbenteuer:dem

Triathlon

um die Welt.

D-Rohrdorf

Theater- und Gemeindesaal

Rohrdorf

20.11., 19.30 Uhr

www.isny.de

„Lange Nacht

der Demokratie“

Weingarten kommt

insGespräch undsetzt

einstarkes Zeichen für

Vielfalt,Toleranz,Demokratie

undNachhaltigkeit.

D-Weingarten

Kultur- undKongresszentrum

25.11., 17.30 Uhr

www.weingartenonline.de

Anzeige

©Auktionshaus Konstanz

Dagmar Ender(li.),Constanze Preiß

VONKONSTANZ IN DIE GANZEWELT

Am 03. Dezember ab 13 Uhr ist es wieder so weit:

über 600 Objekte kommen unter den Hammer

und wechseln den/die Besitzer*in, von Konstanz

indie ganze Welt. Veranstaltungsort für

die Auktion ist die Villa Prym in der Seestraße

33, wo Saalbietende und Interessierte live vor

Ort dabei sein können. Das Angebot umfasst

Schmuck, Armband- und Taschenuhren, Silber,

Porzellan, Asiatika, Design-Objekte, Historikaund

religiöse Kunst, Skulpturen, Gemälde,

Grafik, Teppiche und vieles mehr. Alle Objekte

werden inder Woche vor der Auktion in den

Räumen desAuktionshauses am See in derBeethovenstraße

1b in Konstanz ausgestellt und

können begutachtetwerden. Außerdem stehen

Expertinnendes Auktionshauses zurBeratung

zur Verfügung. Auch die Auktionstermine für

Anfang 2023 stehen bereits fest: am05.03. und

20.05.23,Einlieferungen sindjederzeit herzlich

willkommen.

Vorbesichtigung: 26.11.–01.12.

26. +27.11.: 15–18 Uhr

28., 29. +30.11.: 10–18 Uhr

01.12.: 10–13 Uhr

Vollständig bebilderter Online-Katalog:

www.auktionshausamsee.de

Auktionshaus am See GmbH

Beethovenstraße 1b

D-78464 Konstanz

+49 (0)7531 361 36 26


66 KultuR

© Thomas Eirich-Schneider

GroSSer

KulturpreiS

FÜR EInEn StREItbaREn GEISt

Milo Rau mischt sich ein. Der Autor, Theatermacher und Filmregisseur aus St. Gallen geht mit

seinen Kunstprojekten dorthin, wo es unbequem ist. Er thematisiert den Völkermord in Ruanda,

die Verbrechen des Kindermörders Dutroux, den Terroranschlag des Rechtsextremisten Breivik,

die Zerstörung im Nordirak. Seine Arbeiten polarisieren: Sie verstören und sie begeistern.

Jetzt wird Milo Rau in seiner Heimat gewürdigt. Mitte November erhält er den Großen Kulturpreis

der St. Gallischen Kulturstiftung.

von Ruth EbERhaRdt


Kultur

67

© Bea Borgers

Milo Rau

Filmstill aus „Das neue Evangelium“

Die Liste der Film-, Theater- und Literaturpreise,

die Milo Rau (*1977) im In- und Ausland bereits

erhalten hat, ist lang. Ein Preis, der nach

seiner Heimatstadt benannt ist, war bislang

nicht dabei. Vor ein paar Jahren war er zwar

für den Kulturpreis der Stadt St. Gallen vorgeschlagen

worden. Doch der Stadtrat hatte dies

damals abgelehnt mit der Begründung, dass

Milo Raus kultureller Fußabdruck in der Stadt

zu wenig ausgeprägt sei. Dieser Stich saß tief.

Jetzt kommt die Würdigung von einer anderen

Seite: nicht von der Stadt, sondern vom Kanton

St. Gallen. Die St. Gallische Kulturstiftung

ist eine kantonale Stiftung, der Große Kulturpreis

ist ihre bedeutendste Auszeichnung. Alle

drei Jahre werden damit Persönlichkeiten

geehrt, „deren Schaffen über längere Zeit gereift

ist und ein national und international anerkanntes

Niveau erreicht haben“, heißt es in

der Preisbeschreibung.

„Mich freut es total, dass mir dieser Preis verliehen

wird“, erklärt Milo Rau gegenüber akzent

auch im Hinblick auf diese Vorgeschichte. Er ist

in Bern geboren, ab seinem zwölften Lebensjahr

in St. Gallen aufgewachsen und immer

noch mit dieser Stadt verbunden – als St. Galler

Bürger, durch kulturelle Projekte und durch

seine Eltern, die hier wohnen. Ein Preis, der seine

Herkunft im Namen trägt, bedeutet ihm deshalb

viel. „Dadurch schließt sich der Kreis“, sagt

er, während er an seinem Schreibtisch in Gent

in Belgien sitzt. Dort leitet er seit 2018 das Niederländische

Theater NTGent. Zudem arbeitet

er als Autor und Dozent.

International von sich reden macht Milo Rau

aber vor allem mit seinen Theater- und Filmprojekten.

„In seiner Arbeit verschränkt er

Welt und Kunst: Seine Projekte bewegen sich

nicht nur stets auf der Höhe der drängendsten

Zeitfragen, sie verlassen auch immer wieder

die Komfortzone des Kunstbetriebs und

gehen an die Brennpunkte globaler Auseinandersetzung“,

heißt es in einer Mitteilung der St.

Gallischen Kulturstiftung. Und weiter: „Rau beschreibt

gesellschaftliche Realitäten, weltumspannende

Innenräume der globalen Wirtschaft;

ihre Alpträume und Hoffnungen, ihre

Unter- und Gegenwelten.“

Konkrete Beispiele dafür gibt es genug. So

versammelte Rau in seinem Projekt „Kongo

Tribunal“ für einen Dokumentarfilm 60 Opfer,

Täter, Zeugen und Analytiker des jahrelangen

Kongokrieges zu einem zivilen Volkstribunal

und ließ drei Fälle exemplarisch verhandeln.

Er bearbeitete die Verurteilung und

Hinrichtung von Rumäniens Diktator Nicolae

Ceaușescu und seiner Frau Elena, ließ Kinder

die Verbrechen des belgischen Mörders und

Sexualstraftäters Marc Dutroux nachspielen

und konfrontierte das Theaterpublikum mit

einem Monolog des Rechtsextremisten Anders

Behring Breivik, der im Juli 2011 in Norwegen

77 Menschen getötet hatte. Mit dem

Projekt „Hate Radio“ zum ruandischen Völkermord

zeigte Rau, dass Worte töten können

und getötet haben.


68 KULTUR

„Er schafft Kunst, die ins Getriebe

Doch die Politik tut nichts dagegen.

Ein streitbarer Geist wie Milo Rau

der Welt eingreift.“ So ordnet die St.

Deshalb muss die Kunst etwas tun.

erntet nicht nur Ruhm. Seine Arbei-

Gallische Kulturstiftung seine Arbei-

Kunst ist im Grunde der Politik im-

ten sind oft von öffentlichen Ausei-

tenein. MiloRau beschreibt dieKraft,

mer etwas voraus“, sagt er und fügt

nandersetzungen begleitet, von def-

dieihn antreibt,ganz ähnlich: „Ich will

hinzu:„Ichglaube, dass Kunst huma-

tiger Kritik bis hin zum Vorwurf, es

in dieWirklichkeit eingreifen“, sagt er

nisieren kann.“

handle sich umWichtigtuerei. Die St.

gegenüber akzent. „In der Kunst geht

In diesem Sinne engagiert er sich

Gallische Kulturstiftung ist anderer

es nicht nur um Leidenschaft, um

auch in dernordirakischen Millionen-

Ansicht. Sie teilt mit: „Sein Mut, seine

Schönheit und umdas Beglückende

stadt Mossul. In seinem Projekt „Orest

künstlerischeHandschrift,seine Ener-

für dieZuschauer. Mirist wichtig,dass

in Mossul“ (2019) probte und spielte

gieund Hartnäckigkeit,aberauchdie

Kunst auch aufder praktischen Ebene

Rau die antike Tragödie inmitten von

Vielfalt und Klarheit seiner künstle-

einen Niederschlag findet und Nach-

Trümmern ausder Zeit derBesatzung

rischen Mittel sind dem Stiftungsrat

haltigkeit schafft.“

durch den sogenannten Islamischen

eindeutig wert, ihm den Grossen Kul-

Ein Beispiel dafür ist sein Film

Staat. Es ging in dem Stück umRa-

turpreis zu verleihen.“ Die Preisver-

„Das neue Evangelium“ (2019/2020):

che, um Verzeihen und umdie Frage,

leihung ist zudem der Anlass für eine

Milo Rau geht darin der Frage nach,

wie die Kette der Gewalt enden kann.

Ausstellung zur filmischen, theatra-

was Jesus wohl heute predigen wür-

Bis heute setzt Milo Rau seine Arbeit

lenund aktivistischen Arbeit vonMilo

de. Die Antwort sucht er auf südita-

in Mossul fort: Nach langer Vorarbeit

Rauunter demTitel: „Warum Kunst?“

lienischen Tomatenplantagen, auf

denen Flüchtlinge ohne Papiere und

damit ohne Rechte unter menschenunwürdigen

Bedingungen schuften.

„Inzwischen haben tausend Arbeiter

gründete er hier im Jahr 2021 mit

Unterstützung der Unesco die Filmschule

Mossul. „Jetzt kommen die erstenFilmeder

Filmschule Mossul nach

Europa“, berichtet Rau. Das freut ihn.

17.11., 19 Uhr

Preisverleihung in der

Lokremise St.Gallen

Grünbergstr.7,CH-9000 St.Gallen

www.kulturstiftung.sg

Eine Szene aus

Produktionsarbeiten

derFilmschule

Mossul

reguläre Arbeitspapiere und Unterkunft

erhalten“, berichtet Rau. „Das

mag zwar wenig erscheinen inAnbetracht

von rund 200 Millionen

papierlosen Menschen inEuropa.

Denn er möchte, wie er sagt, mit seinen

Projekten „eine Veränderung der

Lebensumstände bewirken und den

Menschen die Chance geben, selbst

Kunst zu schaffen“.

17.11.–18.12.

Ausstellung „Warum Kunst?“

vonMilo Rau

KunstHalle SanktGallen

Davidstr.40, CH-9000 St.Gallen

www.kunsthallesanktgallen.ch

©YhiyaThamir


KULTUR

69

©VictorMarin

©

Stadt Ravensburg

VORHANGAUF!

SEIT 125JAHREN!

Ziemlich altund immernochvollerLeben istdas KonzerthausRavensburg. DasGebäude

wurdevor 125Jahreneröffnet, nämlicham14. November 1897.Heute istesdas einzige

erhaltene historische Theatergebäude imwürttembergischen Oberschwaben. Essteht

mitsamtseinemBestand an historischen Theaterkulissenunter Denkmalschutz.

VONRUTH EBERHARDT

Die Wände in Rot, die Decke und Empore voller

Stuck, ein Kronleuchter über den Köpfen

des Publikums: Der neubarocke Zuschauerraum

präsentiert sich noch weitgehendwie zu

seiner Entstehungszeit –mal abgesehen von

einer modernen Bestuhlung und einigen Details.

Auch außen zeigt sich das Gebäude im

Stil des Historismus mit einem monumentalenDreiecksgiebel,

einem Rundbogen undvier

Halbsäulen.

Bemerkenswert ist, dass bürgerschaftliches

Engagement inder Geschichte des Konzerthauses

immer wieder eine Rolle spielte –von

Anfang an. Der Ravensburger Fabrikant und

spätere Ehrenbürger Julius Spohn schob den

Bauvor mehr als 125 Jahren mit einer Stiftung

an und trug etwa zwei Drittel der Baukosten,

weitere Bürger beteiligten sich an der Finanzierung.

Als in den 1960er-Jahren das bis dahin

nie sanierte Konzerthaus umgebaut oder

abgerissen werden sollte, formierte sich Bürgerprotest.Schließlich

wurde es 1968 nach den

ursprünglichen Plänen renoviert. Bürger verhinderten

auch den Abriss der großzügigen

Auffahrt und Treppenanlage, die 1973 einer

Straßenverbreiterung weichensollten.

Ein historischer Schatz sind die mehr als

100 Jahrealten Theaterkulissen. Siestammen

vondem Stuttgarter Maler Wilhelm Plappert.

Nachdem Brand des Stuttgarter Hoftheaters

gastierte das dortige Ensemble in Ravensburg,

wofür bis 1910 mehr als 300 HängeundStellkulissen

angefertigt wurden. Inzwischen

stehen sie unter Denkmalschutz und

werdenseit elf Jahren restauriert.Dieses Projekt

soll 2023 abgeschlossen sein.

Eigentümerin des Konzerthauses ist die

Stadt Ravensburg.Das Kulturamtvermietet es

für Veranstaltungen und nutzt es auch selbst

als Bespieltheater.Zum Jubiläum desKonzerthauses

gibt das Stadtorchester Ravensburg

am dritten Adventswochenende zwei Konzerte

mitWerkenvon RichardWagner,Felix Mendelssohn-Bartholdy,

Richard Strauß und Thomas

Trachsel (*1972).

10.12., 19 Uhr +11.12., 17 Uhr

Konzerthaus Ravensburg

Wilhelmstraße 3

D-88212 Ravensburg

www.ravensburg.de

www.stadtorchester-ravensburg.de


70 Kultur

Anzeige

Norman Liebman,

THAT THE ROOSTER

KNOWS, 1993,

Öl auf Leinwand,

178x203 cm

© Norman Liebman

Kunst trifft

Karosserie

Ausgesuchte Oldtimer im Kontext mit Kunst, imposante Lichtkunst in

spektakulärer Architektur, künstlerische Inszenierung in der Naturlandschaft

am Hohentwiel – das bietet das MAC Museum Art & Cars in Singen. Getragen

von der Südwestdeutschen Kunststiftung und der Gabriela und Hermann

Maier-Stiftung bildet das Museums-Ensemble mit dem MAC1 und dem MAC2

ein besonderes Highlight mit einzigartigem Flair.

Von Britta Zimmermann


Kultur

71

1959 Cadillac Sixty-Two

Sedan Six Window

© Axel Schroeter

Architektur

Die besondere Atmosphäre vor Ort

entsteht durch die beiden imposanten

Bauwerke des Architekten Daniel

Binder am Fuße des erloschenen Vulkans

Hohentwiel. Das MAC1 mit weichen,

runden Formen erinnert in seiner

Bauweise an die Burgruine auf

dem Vulkankegel. Das MAC2 zeigt

sich kantig und geheimnisvoll wie

ein Monolith aus Vulkangestein, hinter

dem sich auf fünf Ebenen Ausstellungsflächen

mit stets neuen Ausblicken

durch Brücken und Lichtschächte

verbergen. Beide Bauten ziehen den

Besucher magisch an.

MAC1: The American Dream

Einen „amerikanischen Traum“ erleben

Kunst- und Auto-Liebhaber in

der Ausstellung „Norman Liebman“.

Zusammen mit der Hegau-Bodensee

Galerie präsentiert das MAC1 Gemälde

des berühmten Künstlers im

Dialog mit amerikanischen Straßenkreuzern

der 1950er- und 1960er-

Jahre. Getreu dem Motto: Kunst trifft

Automobil! Norman Liebman wurde

1933 in Newark, New Jersey geboren.

Als Kind ukrainischer Einwanderer,

die in bitterer Armut in die USA

übersiedelten, beschritt er den klassischen

Weg des viel besungenen American

Dream. Der gelernte Chirurg

sieht die Medizin und das Operieren

als Kunst: Der Umgang mit scharfem

Skalpell und dem sensiblen menschlichen

Körper inspirieren ihn zu leidenschaftlichen

Gemälden auf Leinwand,

Holz und Papier – geprägt von

professionellen Erfahrungen mit

Hoffnung, Genesung, Enttäuschung

und Tod. Die Ausstellung umfasst die

gesamte Bandbreite von Liebmans

Lebenswerk.

Die opulenten amerikanischen Straßenkreuzer

der Nachkriegszeit symbolisieren

so stark wie kaum etwas anderes

den Erfolg des amerikanischen

Lebensstils. Ausgefallene Formen, die

an die Raumfahrt erinnern, und riesige

Karosserien für wenige Passagiere

zeigen, wofür es sich lohnte, so hart zu

arbeiten.

Ausstellungsdauer:

04.11.2022–17.09.2023

MAC2: Im Rausch

der Geschwindigkeit

„Racing & Innovation – Eine Retrospektive

über den Toyota Motorsport“

im MAC2: Von den japanischen Wurzeln

bis zur Weltbühne des Rennsports

präsentieren sich hier original

Le Mans Rekordrennwagen, zahlreiche

ikonische Motorsport-Klassiker

sowie bedeutendes Foto- und Filmmaterial.

Zwölf Supersportwagen verkörpern

die Geschichte von Toyota und

seiner Racing-DNA. Motorsportfans

können hier die automobile Renngeschichte

hautnah kennenlernen. Als

eines der historischen Ausstellungs-

Highlights wird der Sportwagen Toyota

2000GT gezeigt. Er weckte schon

bei seinem Debut auf der Tokyo Motorshow

im Jahr 1965 Begehrlichkeiten.

Heute ein höchst seltener, kostbarer

Klassiker (es wurden nur 351 Stück gebaut),

gilt er für viele Fans immer noch

als Start der Toyota-Motorsporthistorie.

Die Wettbewerbs-Erfolgsgeschichte

begann, als Toyota im Jahr 1967 als

erster japanischer Hersteller bei der

zermürbenden Round Australia Rallye

mit einem Toyopet Crown Deluxe-Serienmodell

startete und prompt

den dritten Platz unter den ausländischen

Teilnehmern belegte. Beflügelt

vom Erfolg hatte Toyota Racing Development

(TRD) nun das Ziel, zu zeigen,

wie die Begeisterung für den Motorsport

auch die japanische Automobilbranche

befeuern würde. Seit 1973

ist Toyota im Weltmeisterschafts-Motorsport

aktiv. Aktuell ist das Team als

TOYOTA GAZOO Racing Team mit dem

GR010 Hypercar (Nachfolger des Toyota

TS050 Hybrid) in der FIA-Langstreckenmeisterschaft

und mit weiteren

vier Fahrzeugen in der FIA-Rallye-

Weltmeisterschaft (WRC) unterwegs.

Eine mitreißende Ausstellung!

Ausstellungsdauer: bis 15.04.2023

MAC Museum Art & Cars

Parkstraße 1+5

D-78224 Singen

www.museum-art-cars.com

facebook/instagram: @museum.art.cars

Mi.–Sa. 14–18 Uhr,

So. + Feiertage 11–18 Uhr

Der legendäre Toyota 2000GT

© Dirk Patschkowski


72 KULTUR

Anzeige

Installationsansicht ZF Kunststiftung

im Zeppelin Museum.

ZWISCHEN FAKT

UND FIKTION

©Laura Rodríguez

Riikka Tauriainen ist die 41. Stipendiatin

der ZF Kunststiftung. Inihren Installationen,

Videos und Performances interessiert

sich die Künstlerin, die inFinnlandaufgewachsen

ist undinZürich lebt,

für Ökologie, postkolonialeTheorienund

Genderfragen. Siebewegtsichdabei stets

an der Grenze zwischen Kunst und Wissenschaft,

zwischen Fakt und Fiktion.

Am Bodensee hat Riikka Tauriainen die

videobasierte Installation Ecotone Encounters

entwickelt und Ökotone, die

Übergangsbereiche zwischen benachbarten,

aber unterschiedlichen Ökosystemen,

untersucht.Ecotone Encounters basiert

auf der Idee der Fluidität von Körpern,

der Verbundenheit aller mehr-alsmenschlichen

Akteur*innen, wie sie die

Kulturtheoretikerin Astrida Neimanis in

Bodies of Water formuliert.

bis 4.12. |RiikkaTauriainen:

ECOTONE ENCOUNTERS

ZF Kunststiftung im

Zeppelin Museum Friedrichshafen

www.zf-kunststiftung.com|

www.zeppelin-museum.de

Konstanz im

Nationalsozialismus

1933–45

Neue Dauerausstellung

ab 25.Juni 2022

Rosgartenmuseum Konstanz

Di bis Sa, 10 bis 18 Uhr,

Sa, So & Feiertag 10 bis 17 Uhr

Cornelia

Simon-Bach

1941 –2018

17.September 2022–

8.Januar 2023

Städtische Wessenberg-

Galerie Konstanz

In den

Träumen

wohnen

Di –Fr10–18Uhr, Sa, So &Feiertag 10–17Uhr

24., 25. und 31.12.2022 sowie 1.1.2023 und montags geschlossen


PANOPTIKUM

DER EXISTENZ

Die Sparkassengalerie Ravensburg präsentiert

dieAusstellung„PanopticRealities“ von

Verena Landau.Die in Leipziglebende Künstlerin

untersucht malerisch Begriffe wie Einsamkeit,

Zugehörigkeit, Identität, Entfremdung

und Überwachung und zeigt inihrer

kontext-bezogenen figurativen Malerei ein

Panoptikum der Existenz. Im Zentrum der

Ravensburger Schau steht das Triptychon

„Koepelgevangenis 01-03“,das 2022 für LandausAusstellung

in derRotunde desKunstvereinsCoburggeschaffen

wurde. Danebenwerden

Arbeiten aus den Jahren 2020 bis 2022

gezeigt, die einen spannungsvollen Dialog

zwischen dystopischen und utopischen Visionen

eröffnen. Bei der Vernissage spricht

Prof. Dr. Martin Oswald. (bz)

KULTUR

73

© Foto: Verena Landau, Leipzig © Verena Landau / VG Bild-Kunst, Bonn 2022

14.11.–05.01.

(Vernissage: 14.11., 19 Uhr)

Kreissparkasse Ravensburg

MeersburgerStraße 1

D-88213 Ravensburg

www.ksk-rv.de/ausstellung

www.ksk-rv.art

Rhein 2021,2021, Öl und Eitemperaauf Leinwand, 90 x130 cm

Ittinger Sonntagskonzerte

Kartause Ittingen ·CH8532 Warth

6. November 2022

Les Vents Français

4. Dezember 2022

Lucas Debargue, Klavier

Jeweils

um 11.30Uhr

Tickets CHF

69/59/45

platzgenau auf

kartause.ch

22. Januar 2023

Carmina Quartett und Lionel Martin, Violoncello

5. März 2023

Lucienne Renaudin Vary, Trompete

Félicien Brut, Akkordeon

16. April 2023

Christoph Prégardien, Tenor

Julian Prégardien, Tenor

Michael Gees, Klavier

www.kartause.ch

Lucienne Renaudin Vary, Trompete


74 KULTUR

WASSIE DIESEN MONAT AUFKEINENFALLVERPASSEN DÜRFEN

KUNST

AUSSTELLUNGEN

Andrea Vogel

„Handarbeit“

Die Preisträgerin des

Konstanzer Kunstpreises

2022 präsentiert

ihre(Hand-)Arbeiten.

D-Konstanz

Kunstverein Konstanz

bis 04.12.

www.kunstvereinkonstanz.de

Herwig Schubert

„Malerei und

Zeichnung“

Wilde, farbenprächtigeLandschaften

und Körper in Umriss

und Bewegung: Herwig

SchubertsBildwelt

beschränktsich

auf menschliche Figurenund

die unberührtenLandschaften

des

Nordens.

D-Isny

Städtische Galerie

im Schloss Isny

bis 08.01.23

www.isny.de

„Weaving Dreams

intoRealities“

Das interdisziplinäre

Ausstellungsprojekt

konzentriert sich auf

die Transformationskraft

radikalerImagination

und bringt Künstler*innen,

Forscher*innen

und Aktivist*innen

zusammen.

D-Friedrichshafen

WhiteBox |

ZF Campus

bis 10.12.

www.zu.de

„Zimoun –Gleichstrommotoren,

Kugelketten,

Messingschalen,Kartonboxen“

Die Sonderausstellung

zeigt die Klang- und

Raumknstdes Berner

Künstlers Zimoun.

CH-Stein am Rhein

KulturhausObere

Stube

bis 11.12.

www.kulturhausoberestube.ch

200 JahreKOSMOS

Verlag –Ein starkes

Erlebnis für die ganze

Familie“

Der Stuttgarter KOS-

MOS Verlag feiert seinen

200. Geburtstag

und präsentiert ein

interaktives Spiel-Erlebnis

für Besucherinnen

und Besucher.

D-Mainau

Schloss Mainau

bis 12.02.23

www.mainau.de

„Lustauf mehr“

Die Sammlung präsentiert

ausgewählte

Neuerwerbungen von

Gegenwartskunstseit

den 1960er Jahren.

CH-Rorschach

Forum Würth

bis 12.02.23

www.wuerth-hausrorschach.ch

Klimaflucht

Die Wanderausstellung

zeigt den Zusammenhang

zwischen Klima

und Flucht undberichtetvon

denSchicksalen,

Sorgenund Hoffnungen

14 realer Personen,

die aufgrund des

sich ändernden Klimas

fliehen mussten.

D-Konstanz

Bürgersaal Konstanz

bis 12.11.

www.konstanz.de

Brian O‘Doherty

„Phases of the Self“

BrianO‘Doherty gehört

zu den faszinierendenFiguren

der

zeitgenössischen

Kunst. DasKunstmuseum

zeigtdie vielen

verschiedenen

Facetten desKünstlers,Kunstkritikers

undSchriftstellers.

FL-Vaduz

Kunstmuseum

Liechtenstein

bis 15.01.23

www.kunstmuseum.li

„Hinter Mauern –

Fotografieinpsychiatrischen

Einrichtungen

von1880 bis

1935“

Die historischen Fotografien

stammen aus

zehn psychiatrischen

Einrichtungen der

Schweiz. Sie gewähren

einen Einblick in die

Zeit der Modernisierung

dieser Einrichtungenund

die Geschichte

der Fotografie.

CH-Warth

Anzeige

O.T. 2021 |Ölauf Leinwand, 90x90cm

DERBLICK AUFS

WESENTLICHE

Die Farben des Waldes, des Wassers, des Horizonts: Die Künstlerin

ChristianePieper konzentriert sich in ihrer Ausstellung „Reflexion“auf

Textur-und abstrakteFarbkompositionen. ErdigeFarben, Oberflächenstrukturen

undTexturenaus derNatur sindihreInspiration. Ob Mischtechnik,Ölfarbe

oder Wachs aufLeinwand,Holzund Holzkarton –jedes

Werk ist eineEntdeckungsreise über dieMalflächeund spiegelt dieLebenseinstellung

derKünstlerin von„weniger ist mehr“ wider.

12.11.22–29.01.23

Städtisches Museum Engen +Galerie

Klostergasse 19

D-78234 Engen

www.museum-engen.de

Kunstmuseum

Thurgau|Kartause

Ittingen

bis 16.04.23

www.kunstmuseum.

tg.ch

„25 JahreKulturhaus

Caserne“

Die Jubiläumsausstellung

zeigtdas Kulturhaus

Caserne von der

Vergangenheit bis in

die Zukunft.

D-Friedrichshafen

Rathaus Friedrichshafen

bis 18.11.

www.kulturhauscaserne.de

„Feibelmann

muss weg“

Ein antisemitischer

Vorfall aus der schwäbischen

Provinz. Wanderausstellung

des

Jüdischen Museums

AugsburgSchwaben.

D-Memmingen

Stadtmuseum

bis 22.01.23

www.memmingen.de

„Hier und Jetzt.

Wien Skulptur 2022“

Formal und materiell

vielfältig sowie thematisch

divers: Die Gruppenausstellung

gibt

Einblick in das derzeitigebildhauerische

Schaffen in Wien.

A-Dornbirn

Kunstraum

Vernissage17.11. |

bis 12.02.23

www.kunstraumdornbirn.at

GALERIE

© Christiane Pieper

Harald Gmeiner

„Pflanzeund Gespenst“

Harald Gmeiner widmetseine

Ausstellung

„Pflanzeund Gespenst“

ganz dem

Zeichnerischen mit

groß- und kleinformatigen

Exponatensowie

Monotypien.

A-Hard

Galerie.Z Hard

bis 19.11.

www.galeriepunktZ.at


KULTUR

75

© Sepp-Mahler-Archiv, Bad Wurzach, Adelgund Mahler

© Markus Tretter / www.tretterfotografie.com

„Vagabundvor Paar“, um 1938;Pastell,Kohle,Aquarell

KUNSTMA(H)LEREI

VonBad Wurzach in die ganze Welt: Die Ausstellung „Ins Offene“ zeigt

Werke des unkonventionellen Künstlers und „widerständigen Träumers“

Sepp Mahler. Seine Vagabundentouren führten ihn von Island

bis nach Istanbul. In der NS-Zeit geächtet, malte er die „Niemandsleute“imSchatten

derGesellschaft.Als Kindeines Torfwerkleiters erlebte

er das Moor in seiner faszinierendenund dämonischen Schönheit.Die

Naturoffenbart sich in seiner Malereials Seelenheimatdes Menschen.

Seinen Idealen blieb Mahler treu–seinkritischer Blick aufdie Konsumgesellschaft

und die Liebe zum Moor als schützenwertem Lebensraum

sindheute aktueller denn je.

bis 13.11.

RotesHaus lGalerie Bodenseekreis

Schlossplatz 13

D–88709 Meersburg

www.galerie-bodenseekreis.de

GEMALTER PROTEST

Das Kunsthaus Bregenz (KUB) zeigt noch bis Januar 2023 die Ausstellung

„Anna Boghiguian –Period ofChange“. Boghiguian (*1946) malt

politischeProtestbewegungen. Es geht um Knechtschaft undAufstand,

um Tyrannei und Freiheitsdrang, umFührung und Befreiung. Die

Künstlerin, die2015auf derBiennaleinVenedig mit demGoldenenLöwenausgezeichnet

wurde, hatarmenischeWurzeln undwuchs in Kairo

auf, wo sieheute lebt.IhreThemensindPolitik undGesellschaft,Geschichte

undLiteratur. Seit 2010 arbeitet sieandreidimensionalen Settings,die

siewie BühnenbilderinSzene setzt,und illustriertemehrere

Bücher, darunterBuchumschläge für Literatur-Nobelpreisträger Naguib

Mahfouz. (bz)

bis22.01.2023

Kunsthaus Bregenz (KUB)

Karl Tizian Platz

A-6900 Bregenz

www.kunsthaus-bregenz.at

„Wolfgang Scheerer –

Gefügt und geschichtet“

Das Zusammenspiel

von Linie,Flächeund

Farbesteht beiden

Arbeiten vonWolfgang

Scheerer im Vordergrund.

DieAusstellung

zeigt neben großformatigen,

fast raumgreifenden

Radierungen auch

Ölmalereien.

D-Überlingen

Galerie Gunzoburg

bis 27.11.

www.ibc-ueberlingen.de

Römer+Römer

„25 Jahre

Zusammenarbeit“

Das Künstlerpaar Römer

+Römer zeigt seine

Arbeiten in einer Jubiläumsausstellung.

D-Konstanz

Galerie Lachenmann

Art

„Vernissage |26.11.,

18 Uhr

Ausstellung |

bis 21.01.23“

www.lachenmannart.com

MUSEUM

The Bigger Picture:

Design –Frauen–

Gesellschaft

„The Bigger Picture“macht

dasSchaffenvon

Designerinnen

übereinen Zeitraum

von120 Jahren

sichtbar.

CH- Winterthur

Gewerbemuseum

Winterthur

25.11.22-14.05.23

www.gewerbemuseum.ch

Paul Heinrich Ebell

Förderpreis

Der Museums-und Heimatverein

Bad Waldsee

lobt zumzweiten

Mal denmit 3.000 Euro

dotierten Paul Heinrich

Ebell Förderpreisfür

Malereiaus.

D-Bad Waldsee

MuseumimKornhaus

Bewerbungen bis

26.03.23

www.museumbad-waldsee.de

„Auf eigene

Gefahr –Vom riskantenWunsch

nach

Sicherheit“

Die interaktive Sonderausstellung

für die

ganzeFamilie fragt:

Wasmacht Ihnen

Angst? Wo fühlen Sie

sich sicher? Vomlieben

Gott, Krankenversicherungen

und Schwimmflügeln.

A-Bregenz

VorarlbergMuseum

bis 01.01.23

www.vorarlbergmuseum.at

Alexander Hahn

„MemoryofLight –

Light of Memory“

Alexander Hahn istin

den elektronischen

und digitalen MedienkünstenzuHause.

Alltägliches

verwandelt er

in Kunstund benutzt

dazudie inneren Weltenvon

Psyche, Erinnerung

und Traum.

CH-St.Gallen

Kunstmuseum

St.Gallen

bis 02.04.23

www.kunstmuseumsg.ch

„Cornelia Simon-

Bach. 1941-2018. In

den Träumenleben.“

Die naiv-surrealen Bilder

scheinen Traumwelten

entsprungen:

gleichermaßen poetisch

wie abgründig.

D-Konstanz

Städtische Wessenberg-Galerie

bis 08.01.23

www.konstanz.de

„Territories of Waste“

Zeitgenössische Kunstwerkethematisieren

die ökologischen, geologischen

und globalen

Folgen unseres

Konsums.

CH-Basel

Museum Tinguely

bis 08.01.23

www.tinguely.ch

„Barock.Zeitalter

der Kontraste“

Opulenz und Innovation

treffen auf Tod


76 KULTUR

DASLEBEN –

EINE LEINWAND

© Rosgartenmuseum Konstanz

»Spiegel«-CoverMärz2022: das Putin-Porträtdes IllustratorsBrian Stauffer

WELTWEIT PRÄSENT

© Brian Stauffer

Einfachmal wiederkreativ sein?Mit Farbe undPinsel neue Welten erfinden?

Und nebenbei etwas über Kunstgeschichte und einzelne Techniken

erfahren?Der Kunstclub!, eineKooperationzwischenRosgartenmuseum

und der Kunstschule Konstanz, bietet pro Termin eine Einführung

in eineKunsttechnik oder ein Thema. Im Anschluss wird jeder

selbst kreativ. Vorkenntnisse sindnicht nötig, Neugieraber unbedingt!

Passendzum 11. November geht es an diesem Tagumdas Thema „Fasnacht,

Verborgen undgeheimnisvoll –Masken“. Kunsthistorikerin Monika

Leister führt ins Thema ein, dieKünstlerin Luise Merlesetzt es praktisch

mit den Teilnehmenden um. Anmeldung über ines.stadie@konstanz.de

oder +49 (0)7531 900 29 14. (sg)

11.11., 16 Uhr |Kunstclub!

TreffpunktRosgartenmuseum

Rosgartenstraße 3-5

D-78462 Konstanz

www.rosgartenmuseum.de

Der Turm zur Katz in Konstanz lädt zur „Illokonstanz Vol03“ ein. Das

lllustrations-Festival mit internationalen Künstlern bietet auf drei

Stockwerken zahlreiche Illustrationen und die Gelegenheit, Fragen zu

stellen. Mit John Cuneo, Brian Stauffer und den Machern der Designagentur

„Rocket &Wink“ betreten Künstler die Bühne, deren Arbeiten

weltweit präsentsind: Sei es als Plattencover–etwa für „Rammstein“–

oder als Titelseite vonMagazinen wie dem„NewYorker“ oder „Spiegel“.

ZumFestival wird dieVeranstaltung durchdie Anwesenheit derKünstlerselbst

unddurch dieKooperation zwischen demKulturamtKonstanz

undder HochschuleTechnik Wirtschaft undGestaltung (HTWG).(bz)

bis 18.12.

Turm zurKatz

Wessenbergstraße 43

D-78462 Konstanz

www.konstanz.de

undKrise: Die Epoche

desBarockist geprägt

vonKontrasten.

CH-Zürich

Landesmuseum

Zürich

bis15.01.23

www.landesmuseum.ch

„Nabelschau: Ein

Blickindas Naturmuseumselbst“

Zum50. Jubiläum

schaut dasNaturmuseum

auf seine Vergangenheit,Gegenwart

und Zukunft.

CH-Frauenfeld

Naturmuseum

Thurgau

bis 15.01.23

www.naturmuseum.

tg.ch

GuteGaben

Der Künstler Richard

Schindler lädt Besucher*innenein,Dinge

mitzubringen,umsie

von ihmkostenlos als

Geschenk verpacken

und so in ein Kunstwerk

verwandeln zu

lassen.

D-Langenargen

Kavalierhaus

bis 15.11.

www.langenargen.de

„Beethoven. Bildnis

und Mythos“

Die Beethoven-Ausstellung

stellt originale

Bildwerkevon 1827

bis heutevor.

D-Überlingen

Städtisches Museum

bis 17.12.

www.museum-ueberlingen.de

MiloRau

„WarumKunst?“

Die Retrospektive

schaut auf 15 Jahre

Kunstund Aktivismus

des in St.Gallen aufgewachsenen

Theaterregisseurs,

Intendanten

und Autors

Milo Rau.

CH-St.Gallen

KunstHalle

St.Gallen

bis18.12.22

www.k9000.ch

„Haettenschweiler

vonAbis Z–Schriftgestalter,Grafiker

undKünstler“

Walter F. Haettenschweiler(1933-2014)

istvor allem alsGestalter

vonTitelschriftenbekannt,wie

die

legendäre Schmalfette

Grotesk.Die Schau

zeigterstmalsdas Gesamtwerk

descharismatischen

Schweizer

Gestalters.

CH-Zürich

Museum für

Gestaltung

bis 19.02.23

www.museumgestaltung.ch

„tierisch!Keine

Kultur ohne Tiere“

Tierewurden verniedlicht,

benutzt,vergöttert.Keine

Kultur dieserWeltkommtohne

Tiereaus.

CH-Basel

Museum der

Kulturen

bis 20.11.

www.mkb.ch

„Von Dürer bis

heute. 150 Jahre

Kunstsammlung

Überlingen“

ZumJubiläum präsentiertdie

Städtische Galeriebekannte

undunbekannteHöhepunkte

ausder städtischen

Kunstsammlung.

D-Überlingen

Städtische Galerie

bis20.11.

www.staedtischegalerie.de

AristideMaillol

„DieSuche nach

Harmonie“

Eine große Überblicksschau

über einen der


KULTUR

77

©DirkHardy

Vivarium „Episode1,Pilot“(2018)©DirkHardy –Transparent im Leuchtkasten, maßgefertigte Bronzeglasplatte mit Ausschnitten, Fensterrahmen

LICHTKÄSTEN

Die Leica Galerie Konstanz zeigt acht Episoden

der Bildreihe „Vivarium“ des niederländischen

Fotografen Dirk Hardy sowie damit

in Verbindung stehende Selbstporträts. Inlebensgroßen

Lichtkästen werden hyperrealistische

Bilder ausgestellt. Esscheint, als könne

man den Menschen indiesen fotografischen

Installationen wirklich begegnen. Hardy, der

Architektur studierte, bevor erzur Fotografie

fand, platziert die Figuren in eine minutiös

geplante, akribisch ausgestattete Kulisse. So

lässt sich dieBeziehung zwischen Mensch und

Umgebung erkunden. Ein fast voyeuristischer

Akt derTräume, Ängsteund Lebensumstände

preisgibt.(sg)

bis 21.01.23 |Ausstellung Vivarium

LeicaGalerie Konstanz

Gerichtsgasse 14

D-78462 Konstanz

www.leica-galerie-konstanz.de

bedeutendstenBildhauer

derfrühen Moderneund

seinSchaffenimKontextseiner

Zeit.

CH-Zürich

Kunsthaus Zürich

bis22.01.23

www.kunsthaus.ch

ERNTE 22

Die jurierteAusstellung

ERNTEist ein

überregional beachtetesFormatfür

zeitgenössische

Kunstin

Schaffhausen.

CH-Schaffhausen

Museum zu

Allerheiligen

bis26.02.23

www.allerheiligen.ch

„JörgBach+Jakob

LeanderBach“

Vaterund Sohn sind

zu Gastim2-Raum.

Die Künstlerverbinden

Kunstmit Handwerk

und schaffen Objekte

aus Metall.

D-Donaueschingen

MuseumArt.Plus

bis 26.02.23

www.museum-artplus.com

Senol Tatli

„Lightful Shadows“

Senol Tatli schafft mit

perfekterPräzision filigrane

undzugleich

vielschichtigeWandreliefs

undObjekte aus

Papier.

CH- Diessenhofen

MuseumKunst+

Wissen

bis 26.03.23

www.diessenhofen.

ch/museum

ReginaMasuhr

„FlowingRoses“

Papierarbeiten und

Fotografien derButoh-

Künstlerinund Performerin

ReginaMasuhr

CH-Schaffhausen

Museum Kunst+

Wissen

bis 26.03.23

www.diessenhofen.

ch/museum

„Metamorphosen.

Ausstellungvon

Margit Vischer-King“

Blau: DieBilder von

Margit Vischer-King

entstehen ausdem

Blau heraus. Klarheit,

Sehnsucht, Weite, die

Tiefedes Meeres,die

Kältedes Eises. Immer

blau.

D-Singen

MACMuseumArt

Cars

bis 27.11.

www.museum-artcarts.com

„gut.AmAnfang

istweisses Gold“

Ausstellungüber die

Geschichteder St.Galler

Tuchherstellung

CH-St.Gallen

Textilmuseum

bis 29.01.23

www.textilmuseum.ch

„der welt viele tiefe

welten“+collecting |

revisited

Die Doppelausstellung

des Kunstmuseums

Appenzell

und der Kunsthalle

Ziegelhütte würdigt

die Kunstsammlung

der Heinrich Gebert

Kulturstiftung

Appenzell.

CH-Appenzell

Kunstmuseum

Appenzell

„Vernissage 06.11.,

11 Uhr|bis 05.03.23

www.kunstmuseumappenzell.ch


78 KULTUR

©AngelaHöfer

TravestiestarTinaLord–schrill undschön

TINAS NACHT

Tina Lord sagt zumAbschiedweise servus:Die bekannteste

Konstanzer Travestiegröße verabschiedet sich in derRevuenight

„Timetosay goodbye“ nach 50 Jahren vonder Bühne. Als

„TinaLord&Friends“wirdsie im Stadttheater noch einmal

denSaalsprengen: „Das binich meinen langjährigen Fans

einfachschuldig“,erklärt sieund lässtihrebewegte Geschichte

„als einziger Travestie-Star derStadt“Revue passieren. Böse

Sprücheund Selbstironie garantiert.Gemeinsam mitden

„Alten Schachteln“, Wegbegleiterinnen, diesie aufihrer nicht

endenwollenden Show-Tournee dieletzten 50 Jahrebegleitet

haben, treibt sieesnochmal bunt undschrill undsicherauch

streckenweise melancholisch. Freuen darf mansichauf:AnaNas,

MollyMombasa,Sugar,FrauHuber,Conférencière Frau Woy, die

Echteund GesangsstarMikeHitzaus Zürich.

VONMARKUSHOTZ

Nach fast 20 Jahren ein Heimkehren

auf die Bühne „ihrer Stadt“, in deren

kleinen Gässchen sie mit und ohne

Fummel „bekannt war wie ein bunter

Hund“. Viele erinnern sich noch

an Tina Lords Bars anwechselnden

Standorten, in denen sie als Publikums-Magnet

hinter der Bar stand

und das Nachtleben in der Provinz

für Jahrzehnte bunt färbte. Jede*r

bekam als Begrüßung einen Spruch

ab. Der Tresen war stets voller Menschen

unterschiedlichen Alters und

Milieus. Und ein queerer Meltingpoint,

Szenelokal, psychologische Beratungsstelle,

Coming-out-Geburtshilfe,

Klatsch &Tratsch-Station, Lästerhöhle

und schlicht eine der besten Bars

weit und breit. „Am meisten wundert

mich, dass ich in50Jahren nicht einmal

aufs Maul bekommenhabe“,lacht

Tina Lord.Als gebürtigeKonstanzerin

nahm sie nie ein Blatt vor den Mund:

Stolz ist sie darauf, dass sie zusammen

mit Bühnen-Kollegin AnaNas

die„rosa Liste“ derKonstanzer Polizei

anführte. „Schwul“ war ja illegal, das

ist noch gar nicht so lange her“, wird

Lord ernst. „In den vergangenen Jahren

hat sich viel getan, früher musste

man sich janoch verstecken. Aber

verstecken war nie meins. Eher das

Gegenteil.“

HeutelebtTina Lord zusammen mit

Ehemann in einem mondänen Haus

mit großem Grundstück unweit von

Basel. „Für dieAussicht, diewir tagtäglich

genießen dürfen, würdenmanche

Touristen töten“,lacht Lord. Umgeben

von„unseren vielenTieren“ würde sie

auch ein gutes Bild bei „Bauer sucht

Frau“abgeben, schäkert sie. Doch nun

ziehtessie noch ein letztes Malauf die

Bühneund in denFummel. Alle Kostüme

natürlich selbstgemacht –„wie eh

und jeund alle ihre Kostüme aus 50

Jahren“; neben denfummeligen Fäden

behält sieauchden „rosaroten Faden“

desAbends in derHand. Choreografie

undRegiebleibt Chefinnensache.

Privat ist sie seit 30 Jahren zusammen

mit „meinem Mann“ und immer

noch glücklich; natürlich ist auch er

unter dem Künstlernamen „Sugar“

Teil des Programms. Privat haben sie

sich vor20Jahrenzusammen mit Tina

Lords innig geliebter Mutti ein Haus


KULTUR

79

gesuchtund gefunden: „Wir haben uns

glaube ich 20Häuser angesehen und

dann war’s klar: Das teuerste und das

mit dem größten Grundstück“, lacht

sie. „Das war soein Haufen Arbeit,

aber toll.“ Zu den Highheels gesellten

sich dieGummistiefel. Neben privater

Landidylle war die Bühne Jahrzehnte

ihreHeimat; auch beim CSD warsie

immer engagiert. Doch irgendwann

bekam das exzessive Leben einen

Dämpfer:Nierenkrebs. Doch auch mit

einer Niere war sie fast ein weiteres

Jahrzehnt nicht zu stoppen, befand

sich auf dem Höhepunkt ihrer kreativen

Schaffenskraft, begeisterte mit

langen Shows und Livegesang und

dann dernächsteSchlag: zwei Herzinfarkte

kurz hintereinander.

Mit nur noch 25% Herzleistung war

plötzlich alles anders:„Ichfiel in eintiefesLoch,

bekam Depressionen undfuttere

am Tag20Tabletten“, erzählt sie. Tina

Lord musste viele Boah-Federn lassen.

„Man wird bescheiden und dankbarer

und mal ehrlich: Ich hab doch

auch nix ausgelassen, Jahrzehnte gesoffen

undgerauchtund gelebt. Soll ich

jetzt deswegen rumheulen?!“ Tina Lord

nimmt’s,wie’s kommt, „jeneregretterien!“;

aber einshat siedannschon nochmal

gereizt: „Ich will noch einmal auf

die Bühne, mich noch einmal bei all

meinen Fans ordentlich bedanken und

im Rauschen derKostüme, Federn und

Pailetten abgehen.“Die Gagen spenden

die tierlieben Travestie-Stars übrigens

dem Konstanzer Tierheim. Tina Lord

und ihr bunter Haufen raffen sich also

Tina Lord bei derCSD-ParadeinZürich2021

aufund ihreRöckenocheinmal zusammenund

erklimmen dieBühne:Timeto

say goodbye! Doch bekanntlich wohnt

jedem Abschied ein Zauber inne, und

so zaubert Tina aus ihrem Zylinderhut

noch einigeÜberraschungen.

Tina Lord –Time to say Goodbye

21.12., 20 Uhr

StadttheaterKonstanz

D-78462 Konstanz

Theaterkasse im KulturKiosk

Wessenbergstr.41

D-78462 Konstanz

+49 (0)7531 900 21 50

„Ich will noch einmalauf

dieBühne,michnoch

einmal beiall meinen Fans

ordentlich bedankenund

im Rauschen derKostüme,

Federn undPailetten

abgehen.“

TINA LORD

© privat

©privat

© privat

Tina Lord –immer schon bereitfür dieBühne

Erinnerung an buntesNachtlebeninKonstanz:TinaLords Bar


80 KULTUR

NERV-POTENZIAL

Do,03. November -20Uhr

DIE CHIPPENDALES

Neue Show„Getnaughty“mit den

Gentlemen aus Las Vegas

Di, 15. November -20Uhr

SCHWIEGERMUTTER UND

ANDERE BOSHEITEN

BissigeKomödie -mit Simone Rethel

Di,22. November -20Uhr

SWR 1POP &POESIE

Neue Show: „In the Air Tonight“ mit Songs

vonPhilCollins, DireStraits, Pink Floyd u. a.

So,27. November -19Uhr

JOSEF UND MARIA

Schauspiel über zwei ältereAushilfskräfte

Fr,02. Dezember -20Uhr

THE QUEENS OF SOUL

Hommageandie großen Ladysdes Soul:

Aretha Frankling,TinaTurner,Adele u.v.m.

© Brigitta Jahn

Hamburger Rock gibt es beim Konzert

der Band „Die Sterne“ im Kulturladen

Konstanz auf die Ohren.

Mit ihrem neuen Album „Hallo Euphoria“

versprechen sie, das Publikum

zunerven, „weil ihr nicht aufhörenkönnenwerdet,

dieses fantastische

dreizehnte Album eurer neuen,

alten Lieblingsband zuhören“.

Auszug gefällig? „Die Sterne haben

ein Lied zu singen /Lieder, die dich

dazu bringen /Huf und Arsch und

Hirn zu schwingen /So, wie Sterne

eben klingen /Nicht dafür undnicht

dagegen /Sondern über unddeswegen

/Nicht zudir und über mich /

Sondern mit dir und für dich.“ Die

deutschsprachige

Indie-Pop-Band,

gegründet 1991, bringt als Support

Anna Erhard mit in den Kulturladen.

(bz)

18.11., 20.30 Uhr

Kulturladen Konstanz e.V.

Joseph-Belli-Weg5

D-78467 Konstanz

www.kulturladen.de

Sa, 10. Dezember -19.30 Uhr

QUATUOR AGATE, PARIS

Studiokonzert mitWerkenvon Brahms

und Boccherini

So,11. +Mo, 12. Dezember -15.00Uhr

WEIHNACHTSMÄRCHEN:

DIE SCHNEEKÖNIGIN

Kindertheaterab4Jahren nach dem Klassiker

vonHans Christian Andersen

REISEDURCH DIE NACHT

Mi, 14. Dezember -19Uhr

SHERLOCK HOLMES:

NEXT GENERATION

HamburgerMusical um den berühmten

Meisterdetektiv

Do,15. Dezember -16Uhr

DIE SCHÖNE UND DAS

BIEST

Das Märchen als Live-Musicalfür die ganze

Familie

Sa, 17. Dezember -19.30 Uhr

FESTKONZERT

Alljährliches Festkonzert des Blasorchesters

der Stadt Singen

Sa, 07. Januar 2023 -20Uhr

So,08. Januar 2023 -17Uhr

FREUNDE, DAS LEBEN

IST LEBENSWERT!

Neujahrskonzert der Südwestdeutschen

Philharmonie Konstanz

Kartenvorverkauf

07731 85-262

www.stadthalle-singen.de

Allgäu-Jazz-Quintett /Hajo Fickus

Beim Konzertabend„DunkleSchwester desTages

–Stimmen und Töne zur Nacht“ entführt

das Allgäu-Jazz-Quintett gemeinsam mit dem

SchauspielerHajoFickusam26. November auf

eineReise durchdie Nacht. Beim musikalischlyrischen

Abend imRefektorium von Schloss

Isny verschmelzen sensibel arrangierte Kompositionen

mit ausgewählten Texten und Rezitationen

zu einer Einheit. In klassischer

Besetzung inszeniert das Allgäu-Jazz-Quintett

mit Gesang (Bernhard Monzel), Gitarre

(Werner Walravens), Kontrabass (Rainer Barthels),

Querflöte(Antje Hilmes-Walravens) und

Schlagzeug (JörgHolik)musikalisch dieunterschiedlichsten

Facetten und Stimmungen der

Nacht.(sg)

26.11., 19.30 Uhr

Refektorium, Schloss Isny

D-88316 Isny im Allgäu

www.isny.de


kultur

81

© privat

SüSSigkeiten

und schwarze Musik

Erinnerungen an die 1950er-Jahre, eine Jugend

in Konstanz und erste Begegnungen mit dem

Jazz. Bernd Konrad, der in diesem Jahr seinen

75. Geburtstag feierte, ist eine Persönlichkeit

des Konstanzer Kulturlebens und Vollblutmusiker.

Der Jazzprofessor und -musiker von internationalem

Rang hat nicht nur viel zu erzählen.

Er hat seine Geschichte auch aufgeschrieben

– berührend, tiefgreifend, oft auch erheiternd

komisch. Dabei geht es beispielsweise um

das Verhältnis von Musik zu Schokolade, wie die

Franzosen die Pommes frites und Sidney Bechet

nach Konstanz brachten, und wie es ihm gelang,

der Karriere als Heeresmusiker zu entgehen.

Frank Lettenewitsch liest aus den Erinnerungen,

dazu gibt es kleinen feinen Jazz mit Bernd

Konrad und Friends in Combo-Besetzung. (sg)

13.11. + 27.11./ jeweils ab 20 Uhr

Kulturzentrum K9

Hieronymusgasse 3

D-78462 Konstanz

www.k9-kulturzentrum.de

Bulgarische

engel

Vier exzellente Solistinnen vereinen sich

zu einer einzigen, mehrschichtigen Stimme:

Im „Eva Quartet“ singen einige der

besten und weltberühmten „Bulgarischen

Stimmen“ des Chors „The Bulgarian

Voices Angelite“. Gergana Dimitrova

(Sopran), Sofia Kovacheva (Mezzosopran),

Evelina Christova (Alt) und Daniela

Stoichkova (Kontra-Alt) gründeten das

Vokalquartett 1999 und konzentrieren

sich in ihrem Repertoire auf authentische

Volkslieder, Kirchenlieder und Stücke aus

dem Jazzkontext. Der virtuose Gesang ergreift

durch seine Perfektion und schafft

eine andächtige Atmosphäre. (ap)

19.11., 20 Uhr

Zehntscheuer Ravensburg

Grüner-Turm-Str. 30

D-88212 Ravensburg

www.zehntscheuer-ravensburg.de

© KARESTUDIO


82 KULTUR

WASSIE DIESEN MONAT AUFKEINENFALLVERPASSEN DÜRFEN

LIVE-MUSIK

JAZZ

JazznoJazz Festival

Das 22. Züricher Jazzno-

Jazz Festival bringt fünf

Tage lang großartige

Acts in die Gessnerallee.

CH-Zürich

Gessnerallee

01.-05.11.

www.jazznojazz.ch

Candle Light Vollmond

Konzert:Romantic

&Love Songs

Die Vollmondkonzerte

des Dani Felber Trios

sind Jazz-Entertainment

parexcellence.

Im November wirdes

romantisch.

Ch-Ermatingen

Villa Felber

08.11., 19 Uhr

www.villa-felber.ch

Melody Gardot ft.

Philippe Powell

Melody Gardots „SunsetInThe

Blue“ Tour

2022:Eineder aufregendstenmusikalischen

Entdeckungen

des letzten Jahrzehnts.

CH-Zürich

Volkshaus

09.11., 20 Uhr

www.allblues.ch

Johannes Mössinger

New Quartet

Modern Bop at its

verybest.

D-Singen

Kulturzentrum GEMS

09.11., 20.30 Uhr

www.diegems.de

Ladwigs

Dixielandkapelle

Adrian Rollini entführt

auf eine Zeitreiseindie

Blütedes Jazz.

D-Konstanz

Le Sud

11.11., 19.55 Uhr

www.lesud-konstanz.

com

Mark Lettieri

Mark Lettieri istein

„Musician‘s musician“:

Er istGitarristbei

„Snarky Puppy“,hat

mit David Crosby gearbeitet

und warauf

Tour mit Erykah Badu.

Er hatdreigroße Lieben:

Funk! Funk! Funk!

D-Weingarten

Kulturzentrum Linse

12.11., 12 Uhr

www.weingartenonline.de

Émile Parisien

„Spezial Snack“

Quartet

Der französische SopransaxophonistÉmile

Parisien bringt sein

neu formiertes transatlantisches

Sextett

„Louise“ nach Singen.

D-Singen

Jazzclub im Kulturzentrum

GEMS

17.11., 20.30 Uhr

www.jazzclubsingen.de

„Coisas mais lindas“

Das Jazztrio Schärer-

Bommer-Grundbacher

präsentiert Songs aus

der MusicaPopular

Brasileira.

CH-Frauenfeld

Eisenwerk |Beiz

24.11., 20.15 Uhr

www.eisenwerk.ch

Beppe Gambetta

Der Gitarrist, Sänger,

Komponistund virtuose

Erneuerer der Plektrumtechnik

Beppe

Gambettaverblüfft seit

mehr als 40 Jahren mit

originellen Projekten

und musikalischer Perfektion.

D-Biberach

Biberacher Jazzkeller

26.11., 20.30 Uhr

www.jazzbiber.de

KLASSIK

Kantate Dorothea

Die Klangwelt Toggenburgpräsentiert

mit

der „Kantate Dorothea“

eine Vereinigung

der beiden MusikweltenKlassik

und Jodeln:

RenommierteMusiker*innen

aus beiden

Sparten treten gemeinsam

auf.

CH-Alt St.Johann

Kath. Kirche

05.11., 19 Uhr

www.klangwelt.swiss

Ein Sommernachtstraum

Die PhilharmonieKonstanz

spielt dieOuvertüre„Ein

Sommernachtstraum“

von

Felix Mendelssohn

BaritonHansung Yoo

SCHÖNE WELT

Im November spielt die Südwestdeutsche Philharmonie Konstanz das

dritte Philharmonische Konzert der Saison unter dem Motto „Schöne

Welt!?“. Auf dem Programm stehen Werke von Ottorino Respighi, GustavMahler

undFelix Mendelssohn Bartholdy.Respighis „FontanediRoma“macht

denAuftakt desKonzerts.Esfolgendie „Lieder eines fahrendenGesellen“von

Mahler,und im dritten Teil wird dieSymphonieNr. 4

A-Dur op.90von Bartholdy gespielt,die auch als „Italienische“ bezeichnetwird.

Das Konzert wird geleitet vonChristopherWard, undBariton

Hansung Yooist zu Gast.EineStundevor Konzertbeginn findetimStudioder

Philharmonie eineKonzerteinführung mit IntendantinInsa Pijankastatt.(bz)

25.+ 30.11., je 19.30 Uhr +27.11., 18 Uhr

Konzil Konstanz

Hafenstraße 2

D-78462 Konstanz

www.philharmonie-konstanz.de

Bartholdyals Familienkonzertfür

Kinder

ab 10 Jahren.

D-Konstanz

Festsaal SteigenbergerInselhotel

06.11., 11 und

13.30 Uhr

www.philharmoniekonstanz.de

Bennewitz Quartett

Das Prager Ensemble

gehört zu den international

führenden

Streichquartetten.

D-Bad Saulgau

Altes Kloster

Bad Saulgau

06.11., 19 Uhr

www.bad-saulgau.de

„Ligeti–Wagner –

Mahler“

„Ich fühle Luft von

einem anderen Planeten“:

Sinfoniekonzert

der Hochschule Luzern

–Musik undder

Hochschule für Musik

FHNW.

CH-Basel

MusiksaalStadtcasino

06.11., 19.30 Uhr

www.kkl-luzern.ch

Sinfonieorchester

Kyiv

Die Saxofonistin Asya

Fateyeva spielt ein innovatives

Programm

abseitsdes Kanons,

begleitet vom SinfonieorchesterKyiv

unter

der Leitung von Luigi

©privat

Gaggero.

D-Friedrichshafen

Graf-Zeppelin-Haus

09.11., 19.30 Uhr

www.kulturbuero.

friedrichshafen.de

Valerie Eickhoff und

das Adelphi Quartett

Das„SWR2 NewTalent“

Valerie Eickhoff (Mezzosopran)

und das Adelphi

Quartettbringen die

Weltder Kammermusik

zumKlassischen Herbst

auf dieMainau.

D-Insel Mainau

Weißer Saal,

Schloss Mainau

11.11., 18 Uhr

www.europaeischeskulturforummainau.com


KULTUR

83

©BartlomiejWawrzyniak

©LaurenDesberg

CELLO &DUDELSACK

Am 5. November kommt eine spannende Mischung im Hoftheater

Baienfurt auf die Bühne: Britischer Humor gepaart mit großem musikalischen

Talent. 2007 wurde das vielsprachige Musik- und Comedy-Duo

Carrington-Browngegründet, dasinFolge zahlreicheinternationalePreisegewann

undweltweit aufgetreten ist.ObOriginalsongs

oder andere bekannte Lieder,die einzigartigeZusammensetzung kreiert

einenkomplettunterschiedlichen Mixvon Musik undComedy. Im

„Best of“- ProgrammzeigenRebecca undColin das Besteaus denersten

gemeinsamen zehn Jahren auf der Bühne.(sg)

5.11., 20.15 Uhr

HoftheaterBaienfurt

Hof2

D-88255 Baienfurt

www.hoftheater.org

GOOD VIBES

DerJazzclubSingen präsentiert im November einen derSenkrechtstarterder

letzten Jahrebei Blue Note Records, denamerikanischen Vibraphonisten

Joel Ross. Auf seinen mittlerweile drei CDs vereint ertechnische

Brillanz mit jugendlicher Energie und einer breiten Palette an

Emotionen. Begleitet wird er dabei in Singen vondem Pianisten Jeremy

Corren, derBassistin KanoaMendenhallund demSchlagzeugerJoe Dyson.

Ständig wechseln die Musiker zwischen den Rollen des Geschichtenerzählers,des

Protagonisten undder Nebenfiguren hin undher und

halten so vom ersten bis zum letzten Moment die Spannung beim Höreraufrecht.

(sg)

10.11., 20.30 Uhr

Jazzclub im Kulturzentrum Gems

D-78224 Singen

www.jazzclub-singen.de

Besinnliche Klänge

im Herbst

Mit einem bunten Mix

sakraler Musik von

Haydn, Mozart,Pergolesi,

Brahms und vielen

anderen.

A-Bregenz

HerzJesu Kirche

12.11., 18 Uhr

www.musikinherzjesu.at

Orgelkonzert beiWein

und Kerzenschein

Matthias Kiefer spielt

J.S. Bach.

D-Wangen

Ev.Stadtkirche Wangen

12.11., 20 Uhr

www.wangentourismus.de

Orchestredes

Champs-Élysées

Unter derLeitung von

Philippe Herreweghe

und Isabelle Faustan

der Violine beehrt das

Orchestredes Champs-

Élyséesmit Stücken

von Brahms und Dvořák

die Bregenzer Meisterkonzerte.

A-Bregenz

Festspiel- und Kongresshaus

Bregenz,

Werkstattbühne

18.11., 18 und 21 Uhr

www.bregenzermeisterkonzerte.at

Queenz of Piano

Classic Music that

rocks!

CH-Schaffhausen

Stadttheater

Schaffhausen

26.11., 17.30 Uhr

www.stadttheatersh.ch

„Engelsflug“ mit

AnnikaHofmann und

Martina Noichl

Eine musikalische Reise

durchverschneite

Winterlandschaften

mit der Stimme von

AnnikaHofmann und

MartinaNoichl an der

Harfe.

D-Bad Grönenbach

Ev.-ref.Kirche

26.11., 20 Uhr

www.bad-groenenbach.de

Back to the roots–

intothe future

Cellistin Cornelia

Leuthold und GitarristDavid

Talamento

begeistern mit Stücken

von Ennio Morricone,

EgbertoGismonti,

AstorPiazzolla

u.v.m.

CH-Schaffhausen

Schaffhauser Zunft

zumRüden

27.11., 11 Uhr

www.klassikimruden.ch

Salaputia Brass

Quintett„Signals

für Christmas“

Das Adventskonzert

2022 bietet höchstenmusikalischen

Anspruch

und unterhaltsames

Hörvergnügen

gleichermaßen.

D-Tuttlingen

Stadthalle Tuttlingen

27.11., 18 Uhr

www.tuttlinger-hallen.de

ROCK/POP

Wohnzimmerkonzert

mit Daens

Die vierköpfige Band

aus dem Herzen der

Schweiz spielt einen

tanzbaren Sound aus

Indie, Folk,Disco und

Funk.Supportact: Lisa

Oribasi.

CH-Arbon

Presswerk

02.11., 20 Uhr

www.presswerkarbon.ch

Yasi HoferTrio

Die jungeUlmerin Yasi

Hofer gilt als Ausnahmegitarristin

und spielt

als Solistin mit Stars

wie Helene Fischer.Im

Kapuziner kann man

sie und ihreeigenen

Rock-Songs hautnah

erleben.

D-Ravensburg

Kapuziner Kreativzentrum

04.11., 20 Uhr

www.kapuziner.info


84 KULTUR

Anzeige

©Helmut Bär

© Reto Andreoli

„The Duet“

SINGER – SONGWRITER

Die Zimmerbühne präsentiert imNovember zwei Konzerte. Gestartet

wird am03.11. mit „Behning &Fyson &Homburger“ aus Konstanz.

Mit Gitarren, Gesang, Querflöte, Harmonium und Mundharmonika

nehmen aufder Bühne Alex Behning, HeatherFyson undNotker

Homburger Platz. Mit Liedern aus eigener Feder und traditionellen

Songs greifen siepersönliche,aber auch politischeThemenauf.Ende

des Monats, am 25.11., sind mit „The Duet“ weitere Singer-Songwriter

zuGast. Dahinter verbergen sich Yvonne Moore, die aus Schaffhausenstammt,und

MatCallahan, derursprünglichaus SanFrancisco

kommt. IhreSongs sind eineMischung ausAmericanFolk, Gospel,

Spirituals und Roots Music. (sg)

03.11. |„Behning &Fyson &Homburger“

25.11. |„The Duet“

Zimmerbühne in der Niederburg

St.Johanngasse 2

D-78462 Konstanz

www.zimmerbuehne.de

AndreasSchaererund HildegardLernt Fliegen

JAZZ AM SEE

Premiere inAllensbach: Die Schweizer Avantgarde-Jazz-Band „Hildegard

LerntFliegen“tritt am 7. November erstmalsbei JAZZ am SEE in

der evangelischen Gnadenkirche auf. Das Sextett um Andreas Schaerer,

einem der aktuell originellsten und mehrfach ausgezeichneten

Jazzsänger und Komponisten, bietet mit seinem Programm „The Waves

Are Rising, Dear!“ eine unkonventionelle Bühnen-Performance.

Siezeigendabei,dassErnsthaftigkeitund Spaß sich in derMusik nicht

ausschließen, sondern beflügeln. Geplant war das Konzert ursprünglich

schon für 2020. Bereits gekaufte Tickets behalten ihre Gültigkeit,

neue sind verfügbar. (am)

07.11., 20 Uhr

Evangelische Gnadenkirche

D-78467 Allensbach

www.allensbach.de

Déjàvu

déjàvu singt von den

Herausforderungen

des Lebens:Kraftvolle

Kompositionen und

mitreißende Perfomancevereinen

sich

zu richtig guter Musik.

D-Konstanz

K9

05.11.,19Uhr

www.k9-kulturzentrum.de

to soma /

Daniel Benyamin

Elektro-Soulund

wuchtigeSongsdes

HamburgerTrios „to

soma“rund um die

gebürtigeRavensburgerin

Solveig Heim,

gemeinsammit SängerDaniel

Benyamin.

D-Ravensburg

Zehntscheuer

05.11.,20Uhr

www.zehntscheuerravensburg.de

Rock in Town

Seit über einem Jahrzehnt

gibtesnun

schon „Rock in Town“

in Bad Waldsee´s Kneipen

und die Gäste dürfensich

auch in diesem

Jahr wieder auf einen

schönen Abend mit

verschiedenen Livebands

in den Waldseer

Kneipen freuen.

D-Bad Waldsee

Innenstadt

05.11.,20.30 Uhr

www.bad-waldsee.de

Lordi

LORDI brauchen keine

leeren Boxentürme

oder inszenierte

Schlägereien auf der

Bühne, um ihreFans

zu beeindrucken oder

zu schockieren. Sie

liefern lieber ein astreines

Horror-Theaterab.

CH-Schaffhausen

KiK Kulturzentrum

Kammgarn

11.11.,19Uhr

www.kammgarn.ch

Orges&The Ockus-

Rockus Band

Dervon Balkan-Beats,

Rock’n’Roll, Gipsy

Swing, Bluesund Jazz

geprägte Balkanbilly-Soundvon

Orges

&The Ockus-Rockus

Band geht sofort ins

Herz undindie Füße.

A-Hard

Kulturwerkstatt

Kammgarn

12.11.,20.30 Uhr

www.kammgarn.at

„Double Drums“

Beat Rhapsody –Willkommen

in derWelt

desRhythmus’! Das

preisgekrönte Percussion-Duo

zaubertaus

einem Fundus von

Trommeln, Glockenspiel,Kartons

…ein

Gesamtkunstwerk.

D-Friedrichshafen

Bahnhof Fischbach

16.11.,18Uhr

www.kulturbüro.

friedrichshafen.de

Megawatt &

Coreleoni

Das Gipfeltreffen der

Rockmusik: Mundartrock

trifft aufClassic

Rock.

CH-St.Gallen

Casino Herisau

18.11.,20Uhr

www.dominoevent.ch

Cafédel Mundo:

Winterhauch

Es istWinter.Die Natur

geht in Ruhe.Die zwei

GitarristenJan Pascal

und AlexKilian begrüßendie

stilleJahreszeit

mit virtuosemSpiel.

D-Baienfurt

HoftheaterBaienfurt

18.11., 20.15Uhr

www.hoftheater.org

KapelleFröschl

Spanisch-mexikanische

Rhythmen àla„Rakken

Roll“: Die Fröschls sind

wiederda!

D-Markdorf

Theaterstadel

19.11., 19 Uhr

www.gehrenberg.de


KULTUR

85

©Nina Siber

7AUF EINEN STREICH

„Naturally 7“, die schon „Special Guest“ für Michael Bublé, Coldplay

und Diana Ross waren, kommen ins Milchwerk in Radolfzell! Sie sind

anders als alle anderen –und atemberaubend! Denn die sieben Männer

erzeugen den facettenreichen Klangkosmos einer ganzen Band

vomSound desSchlagzeugsüberBass, Gitarre, Mundharmonika oder

auch Posaune –und das vollkommen ohne Instrumente! Die Band

singt A-Capella, ist aber dennoch mit vielen anderen Gruppen dieses

Genres nicht vergleichbar, denn nur wenige erreichen einen so vollkommenen

Sound. Malist es R’n’B,SouloderHip-Hop,mal Gospel, Pop

oder auch Rock. Und zusätzlich sind die sieben Vocal-Artisten auch

großartige Entertainer! (bz)

30.11., 20 Uhr

Milchwerk Radolfzell

Werner-Messmer-Straße 1

D-78315 Radolfzell

www.milchwerk-radolfzell.de

GITARRENWUNDER

Die junge Ulmerin Yasi Hofer gilt als Ausnahmegitarristin. Mit ihrer

unverwechselbaren Stimme, virtuos ander Gitarre ist sie am 4. November

beim Klubkonzert im Kapuziner Kreativzentrum in Ravensburg

zu Gast.Ihr Debüt-Album„YASI“wurdevon zahlreichen renommiertenMusikfachzeitschriften

ausnahmslos mitBestnoten zensiert.

Sie selbst wird dabei als eine der weltbesten Gitarristinnen betitelt.

Neben ihrer Solo-Karriere war sie schon mit den No Angels unterwegs

und ingroßen TV-Shows. Und erst kürzlich stand sie gemeinsam

mit Helene Fischer vor 130.000 Leuten beim Giganten-Konzert

in München auf der Bühne. InRavensburg gibt’s aber Rock pur auf

die Ohren.(sg)

4.11., 20 Uhr

Kapuziner Kreativzentrum

Kapuzinerstr.27a

D-88212 Ravensburg

www.klubkonzerte.de

MILOW

Seinsiebtes Studioalbum

„NicetoMeet

You“ wurde mit Live

Musikernaufgenommen.Nun

endlich

auchauf derBühne.

A-Dornbirn

Conrad Sohm

20.11.,20Uhr

www.coradsohm.com

MaxRaabe

&PalastOrchester

„Guten Tagliebes

Glück“

„Heuteist ein guter

Tag, um glücklich zu

sein“: „Raabe-Pop“-

Titel, geschicktverwebtmit

alt-geliebten

und neuentdeckten

Liedern der 20erund

30er-Jahre.

D-Kempten

kultBOX derbigBOX

ALLGÄU

21.11.,20Uhr

www.bigboxallgaeu.de

MaverickSisters

Das Power-Frauen-Duo.

CH-Stein am Rhein

Chez Ulrique

25.11.,20Uhr

www.tourismus.

steinamrhein.ch

Ohrenfeindt

Der rockende Kiez-Kult

aus St.Pauli, Hamburg,

istdie deutsche Antwort

auf AC/DC.

D-Konstanz

Kula

25.11.,20.30 Uhr

www.kulturladen.de

Anvil

Die SpeedMetal

Amboss-Legende

aus Kanadakommt

in dieSchweiz.

CH-Frauenfeld

Eisenwerk

26.11.,19.30 Uhr

www.eisenwerk.ch

Kraftklub

Kraftklub gabDeutschland

den Glaubenan

die anarchische Kraft

guter Poperzählungen

zurück.Jetzt gehen

siemit neuem Album

auf Tour!

CH-Zürich

Halle 622

26.11.,20Uhr

www.bymaag.ch

Billy Talent

„Crisis Of FaithTour“

+SpecialGuest

Billy Talentkommt mit

einer besonderen Vorband

in diebigBOX!

Die Berliner Indie-InstitutionPabst

zeigt,wie

mutig deutscherIndierock

auch heutenoch

ist. Special Guest ist

Pop-Punkrocker Frank

Turner mit seiner Band

„The SleepingSouls“.

D-Kempten

bigBOXALLGÄU

27.11., 19 Uhr

www.bigboxallgaeu.de

SCHLAGER

Die Amigos

Mit dem Konzertprogramm

„Amigos &

Freunde“ bringen die

Amigos erfolgreiche

Größen der Schlagerbranche

mit auf ihre

Bühne: Bata Illic, Francine

Jordi, Randolph

Rose, Nadin Meypo

und 3mal1.

D-Singen

StadthalleSingen

24.11., 20 Uhr

www.schlagershop24.com

MaxLässer &Das

Überlandorchester

Schweizer Volksmusik

2.0: Wo sich Mandoline

undLap Steel gute

Nacht sagen, istLässer

zu Hause.

CH-Schaffhausen

Kammgarn

24.11., 20 Uhr

www.kammgarn.ch


86 KULTUR

„ShockheadedPeter“mit RubyAnn Rawson

als derböseFriederich

der Werkstatt das zauberhafte Roboterstück

„Angeknipst“ inszeniert. In„Psssst!“ begeben

sich nun Sarah Siri Lee König und Jonas Pätzold

auf leisen Sohlen ins Reich der „Stille“

zwischen Naturgeräuschen von Regen, Wind

und Wasserfällen bis hin zur brummenden

Heizung oder säuselnden Brausetabletten.

Hin- und Hineinhören: Eine rauschende Entdeckungsreise

in der humorvollen Versuchsanordnung

zwischen Natur, Technik, MusikundTanztheater.

THEATERFÜR

KLEIN&GROSS

Am Premierenhimmel desTheatersKonstanzgehen im November

drei weitereSterneauf.TraditionellgibteszweiFamilienstücke

in derVorweihnachtszeit.IndiesemJahrdürfensichgroße und

kleine Zuschauer*innenauf „Die wilde Sophie“und „Psssst!“ freuen.

DasdritteStück,das Premiere hat, dieschrill-schräge Junk-Oper

„Shockheaded Peter“, richtetsichandas erwachsenePublikum.

VONSTEFANIE GÖTTLICH

Am 13. November geht es los mit der deutschen

Erstaufführung von „Die wilde Sophie“,

nach dem Roman von Lukas Hartmann. Ein

Stück für Kinder ab6Jahren über Freundschaft

und Mut,indem einmal nichtdie Prinzessin,

sondern derPrinz wachgeküsst wird.In

derInszenierung vonGrit Lukasschlüpft Luise

Harderindie Rolleder wildenSophieals Tochter

des königlichen Zwetschgenkompottlieferanten

inZipfelland, die den Prinzen Jan rettet!

Dessen Vater König Ferdinand hat Angst

vor allem und jedem, und deshalb möchte er

auch seinen Sohn am liebsten in Wattepacken.

Sophiebefreit Janund gemeinsam stürzen sie

sich ins Abenteuer.

©Ilja Mess

„Psssst!“ heißt esbei der Premiere am20.

November beim Familienstück für Kinder ab

4Jahren übers Rauschen und Lauschen von

Barbara Fuchs &Jörg Ritzenhofen. Die beiden

kreieren seit 2009 „Tanz für dieAllerkleinsten“

und zählen damit in Deutschland zuden Pionier*innen

dieses Genres. 2021 haben sie in

„Das menschliche

Bewusstseinist

voller Ungeheuer!

Seht!Staunt!Und

vorallem:Nehmt

euch in Acht!“

Mit diesen Worten werden die Zuschauenden

begrüßt und gewarnt inder dritten Premiere

am 25. November. Die ist nur für die Großen,

auch wenn dieVorlageeinem Kinderbuchentstammt.

Susi Weber, die schon Shakespeares

„Viel Lärm umnichts“ auf den Münsterplatz

gebracht hat, inszeniert „Shockheaded Peter“,

die Junk-Oper von den Tiger Lillies, Phelim

McDermott &Julian Crouch nach Motiven aus

„Der Struwwelpeter“ von Heinrich Hoffmann.

Diegruseligen Geschichtenaus demJahr1844

haben schon Generationen von Kindern das

Fürchten gelehrt. Inder Junk-Oper trifft die

150JahrealtePädagogik aufbritischen Humor

undwirddamit noch schwärzer gemacht. Was

als bürgerliche Erziehung gedacht war, wird

verrückt, gar die Anarchie wird ausgerufen.

Das mehrfach preisgekrönte Musical kommt

schrill undgrotesk daher.

ab 13.11. |„Die wilde Sophie“ (Stadttheater)

ab 20.11. |„Psssst!“ (Werkstatt)

ab 25.11. |„Shockheaded Peter“ (Stadttheater)

TheaterKonstanz

D-78462 Konstanz

www.theaterkonstanz.de


KULTUR

87

STEINE DER

ERINNERUNG

Vor 84Jahren, am 9. November 1938 brannten

die Synagogen im gesamten Deutschen

Reich. Jüdische Geschäfte und Wohnhäuser

wurdengeplündert, tausende Jüd*innen verhaftet,

misshandelt oder getötet. Um die Erinnerung

an die Opfer der Reichsprogromnacht

wachzuhalten, wird jedes Jahr an diesem

Tag gegen Antisemitismus, Rassismus

und Diskriminierung aufgerufen. Im Stillen

Gedenken finden am9.November in verschiedenen

deutschen und Vorarlberger Gemeinden

amBodensee Stolperstein-Mahnwachen

statt. Die Steine werden geputzt, es

werden vor Ort Kerzen entzündet und Blumen

niedergelegt. Vielerorts wird auch über

die Biografie der Opfer informiert. Die quadratischen

Messingtafeln, die der Künstler

Stolpersteine fürKlara undTrudy RothschildinKonstanz

Gunter Demnig seit 1992 am letzten selbstgewählten

Wohnort von Menschen, die in

der NS-Zeit verfolgt, deportiert, vertrieben

oder in den Suizid getrieben wurden, vor

dem Haus ins Trottoir einlässt, liegen bereits

in21Ländern Europas. Demnig will

durch die Stolpersteine die Namen zurückbringen

und anjedes einzelne Schicksal erinnern.

Das KunstDenkmal STOLPERSTEINE

wächst täglich. (sg)

©Stefanie Göttlich

9.11., ab 18 Uhr |Stolperstein-Mahnwachen

u.a. in Konstanz, Radolfzell, Singen, Überlingen,

Ravensburg, Weingarten, Tuttlingen,

Friedrichshafen, Hohenems, Lingenau …

www.stolpersteine.eu

© Axel Martens

SCHREIBEN

ISTGOLDT

Generell herrscht bei Goldt-Anhängern und Sprachfans

die landläufige Meinung, Goldt zuhören sei noch besser,

als Goldt zu lesen. Schon als Teil des Musikduos „Foyer

des Arts“ deklamierte Goldt seine eigenen Texte. Der

brillante Satiriker gilt als herausragender Vorleser. Seit

26 Jahren bildet ermit dem Zeichner Stephan Katz das

zigfachpreisgekrönteComic-Duo„Katz &Goldt“, bekannt

aus „Zeit“ und „Titanic“. Goldt leidet nach eigener Aussage

an einer Schreibblockade, die seine Arbeit als Comic-

Autor, Schriftsteller und Musiker jedoch nur bedingt zu

beeinträchtigen scheint. Zuletzt erschienen: „Lippen abwischen

und lächeln. Die prachtvollsten Texte von 2003

bis2015“.Frisch geehrt bringt MaxGoldt seine„blendend

hellemoralischeIntelligenz“ (Daniel Kehlmann) und„das

schönste Deutsch aller jüngeren Autoren“ (Gustav Seibt)

an denSee.

26.11., 20 Uhr

StadttheaterKonstanz

Konzilstraße 11

D-78462 Konstanz

www.kokon-entertainment.de


88 KULTUR

KABARETT/COMEDY

Die Exfreundinnen:

SEKTe

Eine unheiligeComedy

Show!

CH-Schaffhausen

Theater Schaffhausen

03.11., 19.30 Uhr

www.stadttheatersh.ch

Junge, Junge!:

„Glücksmomente“

Zauberei und Comedy

mit den Weltmeistern

der Magie.

D-Tuttlingen

AngerhalleMöhringen

12.11., 20 Uhr

www.tuttlingerhallen.de

© Ilja Mess

WASSIE DIESEN MONAT AUFKEINENFALLVERPASSEN DÜRFEN

BÜHNE

Paul Panzer „MIDLIFE

CRISIS …willkommen

auf der dunklen

Seite“

Das Lebenist kein

Ponyhof.Aber wasdie

„goldene Mitte“tatsächlich

für uns bereithält:Paul

Panzer erzählt.

CH-Zürich

Halle 622

04. +05.11., 20 Uhr

www.bymaag.ch

Michael Altinger

„Lichtblick!“

Der Gewinner des Bayerischen

Kabarettpreises

2017, Michael Altinger,rettet

mit bestechendem

Wortwitz

und hervorragender

Schauspielkunstdie

Welt.

D-Markdorf

Theaterstadel

12.11., 19 Uhr

www.gehrenberg.de

Oiga-Art

„SCHAUMSCHLAGA“

Nach langer Corona-

Pause feiert dieMundart-Kabarettgruppe

die

langersehntePremiere

ihres neuen Programms.

D-Aulendorf

Schloßbrauerei

12.11., 19 Uhr

www.oigaart.com

IngoBörchers–

„Das Würde

des Menschen“

Haltung bewahren und

Bewährtes aufgeben.

Den Ausnahmezustand

zurRegelmachen. Philosophisch-satirische

Gedankenspiele mit

IngoBörchers istKabaretteinmalanders

gedacht.

D-Bad Waldsee

Haus am Stadtsee

12.11., 20 Uhr

www.bad-waldsee.de

Sarah Hakenberg

„Wieder da!“

Die mit dem Deutschen

Kabarettpreis

ausgezeichnete Liedermacherin

beschert

ihrem Publikum eine

Mengemitreißender

Schmählieder,Protestsongs

und Ohrwürmer.

D-Baienfurt

HoftheaterBaienfurt

12.11., 20.15 Uhr

www.hoftheater.org

„Sisters of Comedy –

Nachgelacht 2022“

Es gibt zu wenig lustige

FraueninDeutschland?!Fernab

vonFrauenquotengala

und Männerschelteist

„Sisters of

Comedy“ einfach eine

grandiose Show von

Frauenfür alle!

D-Singen

Kulturzentrum GEMS

14.11., 19.30 Uhr

www.diegems.de

Cavewoman

Praktische Tipps zur

Haltung und Pflege

eines beziehungstauglichen

Partners.

D-Konstanz

il Boccone Konstanz

16.11., 20.30 Uhr

www.ilboccone.de

KabarettDISTEL Berlin

„Deutschland in

den Wechseljahren“

Alles verändert sich, alles

mutiert.Die DISTEL

geht in sich und aus

sich heraus mit einem

Best-of der Extraklasse.

D-Uhldingen

Mühlhofen

Alte Fabrik Mühlhofen

17.11., 20 Uhr

www.fabrikmuehlhofen.de

LEBENSWERT

„All das Schöne“ ist zurück auf der Werkstattbühne inKonstanz.

Dem britischen Autor Duncan Macmillan ist es gelungen, einen

lebensbejahenden Monolog über das todernste Thema Suizid zu

schreiben -hinreißendkomisch,berührendund niemalssentimental.

Im Stück beginnt ein siebenjähriger Junge mit einer Liste, auf

der alle Dinge stehen, die das Leben lebenswert machen. Die Liste

endet imErwachsenenalter bei einer Million Dingen wie Eiscreme,

Vinyl Schallplatten, der Geruch von alten Büchern oder dabei, die

ganze Nacht durchzureden. Dominik Puhl spielt sich in die Herzen

des Publikums. (sg)

6./12./26.11., 20 Uhr

TheaterKonstanz/ Werkstatt

Inselgasse 2-6

D-78462 Konstanz

www.theaterkonstanz.de

MatthiasEgersdörfer

„Nachrichten aus

dem Hinterhaus“

Die Süddeutsche

spricht von einem

Meisterwerk.Matthias

Egersdörfer kommt

nach Singen.

D-Singen

Die GEMS

18.11., 20 Uhr

www.egers.de

Heinrich del Core–

Glück g‘habt!

Eine Reisedurch den

Alltag –absolut skurril,

irrwitzig und alltagstauglich

zugleich.

D-Radolfzell

Milchwerk

19.11., 20 Uhr

www.milchwerkradolfzell.de

KayaYanar:

„Kommstdu, guckst

du, lachstdu“

Im aktuellen Programm

von Top-Comedian

Kaya Yanargehtesum

seine Familie. DerKomiker

will unbedingt

verhindern,dassseine

Kindereines Tages

ein Bühnenprogramm

schreiben müssen,um

das Lebenmit ihrem

Vaterzuverarbeiten.

CH-Amriswil

Pentorama Amriswil

20.11., 14.30 Uhr |

19 Uhr

www.dominoevent.ch

RebekkaLindauer

„Héroine“

Istdie Existenz von Genussmenschen

überhauptnoch

berechtigt?Schon

mal alles in

Grund und Boden optimiert?Die

Slampoetin,

Kabarettistin und Musikerin

fragt nach.

CH-Amriswil

Kulturforum Amriswil

25.11., 20.15 Uhr

www.kulturforumamriswil.ch

LESUNGEN

Arno Camenisch

liestaus „Die Welt“

Der Schweizer Autor

präsentiert seinen bis

jetzt intimsten Roman.

Musikalische Begleitung:

Wolfgang Zwiauer.

D-Friedrichshafen

Kiesel im k42

08.11., 19.30 Uhr

www.friedrichshafen.de


KULTUR

89

©Tanja Dorendorf

KRIPPEN IMKLOSTER SCHUSSENRIED

DIE WEISEN AUS DEM

MORGENLAND

26.11.2022 –26.02.2023

SONDER-

AUSSTELLUNG:

MEISTERLICHE

KRIPPEN-

BAUKUNST

AMÜSIERGESELLSCHAFT

Walzerseligkeit, romantischer Schmelz, schmissige Couplets und

die Faust-Tragödie –geht das zusammen? Den Beweis liefert das

Opernhaus Zürich im November.Der französischeKomponistCharles

Gounod macht aus Goethes Faust eine Oper. Allerdings hat seine

Faust-Figur nur wenig mit dem deutschen Gelehrten gemein. Vielmehr

nimmt erdie sehr frei behandelte Gretchen-Tragödie als Material

für ein präzises Porträt der Gesellschaft seiner Zeit, des Zweiten

Kaiserreichs mitseinerskrupellosen Genuss- undVergnügungssucht.

Noch einmal jung sein, sich noch einmal dem Genuss hingeben -das

ist Fausts großer Wunsch, den ihm der Teufel erfüllt, um an seine Seele

zu kommen. (sg)

www.kloster-schussenried.de

1./6./13./16.11

Opernhaus Zürich

Sechseläutenplazu1

CH-8008 Zürich

www.opernhaus.ch

AÜWkultSLAM

Poetry Slam, Moderation:

Alexander Burkhardt.

D-Kempten

bigBOXAllgäu

08.11., 20 Uhr

www.bigboxallgaeu.de

Julia Kubik&Benjamin

Weissinger „Wespen

in der Geisterbahn“

BenjaminWeissinger

liest seine skurrilen Miniaturen,Gedichteund

Textenoch unbekannterliterarischer

Genres;

Julia Kubiks Kurztexte,

Fotosund Comicssind

das Produktihrer Alltagsbeobachtungen

am

St.Galler Stadtrand.

CH-St.Gallen

Palace

10.11., 20 Uhr

www.palace.sg

Poetry Slam

Wer wirdsichvom Publikum

mit orkanartigemApplaus

zumSieg

tragen lassen? Moderation:

Marvin Suckut.

D-Singen

Die GEMS

16.11., 19.30 Uhr

www.diegems.de

Poetry Slam –

LangeNacht der

Philosophie

Reisende Poet:innen

aus dem deutschsprachigen

Raum slammen

um die Gunstdes Publikums.

Moderation:

Marvin Suckut.

A-Hard

Kammgarn Kulturwerkstatt

17.11., 20.30 Uhr

www.kammgarn.at

20. Überlinger

Lesefestival

Insgesamt 25 Lesungen,

Vorträge, Musik,Kunstund

Kinderveranstaltungen.

D-Überlingen

Private und öffentliche

OrteinÜberlingen

18.-20.11.

www.ueberlingen.de


90 KULTUR

©TERRE DESFEMMES

©Jeanette Bak

Swan Lakes: MarieChouinard

GEWALTFREI LEBEN

Wegen Energiesparmaßnahmen gibt es am 25. November 2022 zwar

keine orange beleuchteten Gebäude und Wahrzeichen am „Internationalen

Tag gegen Gewalt an Frauen“, kurz „Orange Day“. Aber in den

Städten am See wehen als sichtbares Zeichen die Terre des Femmes-

Fahnen mit derAufschrift „Freileben ohne Gewalt“. Weltweit undauch

bei uns finden Veranstaltungen statt. 1999 von den vereinten Nationen

anerkannt, geht der Ursprung des Gedenktags zurück auf die Ermordung

vondreiSchwestern1960 in derDominikanischen Republik,

diesichgegen das brutaleRegimedes Diktators Trujillo aufgelehntund

nach monatelanger Folter hingerichtet wurden.

25.11.

• Lesung „Gewalt an Frauen“,Konstanz,

www.konstanz.de/chancengleichheit

• Gedenktag„Innehalten –Zusammenhalten“,Singen,

www.lrakn.de/nulltoleranz

• Jugendtheater„NICHT.ALLE.MÄNNER.ABER.ALLE.FRAUEN“,Radolfzell,

www.zellerkultur.de

• Ausstellung „Carin Hagen und ElkeMayer“, Konstanz,

www.konstanz.de/chancengleichheit

SCHWANENSEE

IM PLURAL

Gauthier Dance/Dance Company Theaterhaus Stuttgart kommt mit

„Swan Lakes“ ins Graf-Zeppelin-Haus nach Friedrichshafen. Unzählig

sind die traditionellen Interpretationen, modernen Aneignungen und

Parodien dieses Werksauf derBühneebenso wie aufder Kinoleinwand.

Ist Schwanensee damit auserzählt? Nicht, wenn manein neuesFormat

für den Stoff findet. Eric Gauthier hat vier Star-Choreografen gebeten,

ihreVersion vonSchwanensee für seineCompagniezukreieren. Zusammenergeben

siekein abendfüllendesStück,sondern „SwanLakes“–im

Plural. Ein gemischtesProgramm mit vierSchwanensee-Stücken, dieso

unterschiedlich sindwie ihreChoreografen. (bz)

30.11., 20 Uhr

Graf-Zeppelin-Haus

Olgastraße 20

D-88045 Friedrichshafen

www.kulturbuero-friedrichshafen.de

Tipps

Vorlesestunde

Am 18. November ist bundesweiter

Vorlesetag. Rund um den

See laden Stadtbüchereien, Bibliotheken

und Vereine zum Zuhören,

Lachen und Staunen ein.

In Wangen sogar zweisprachig:

Die deutsch-ukrainische Vorlesestunde

im Kornhaus würdigt eine

Bücherspende mit ukrainischen

Kinderbüchern. In der KonstanzerKinder-und

Jugendbibliothek

liest OBUli Burchardt für Kinder

ab 4Jahren. Vorlesestunden gibt

es auch in der Stadtbibliothek

Radolfzell undinder Stadtbücherei

Lindau. Vorlesen macht Spaß

und ist wichtig: Für kleine und

große Menschen.

18.11.

Kornhaus Wangen |15Uhr

Konstanzer Kinder-und

Jugendbibliothek |16Uhr

Stadtbibliothek Radolfzell |

15.30 Uhr

Stadtbücherei Lindau |10.30 Uhr

www.vorlesetag.de

©Ilja Mess Fotografie

Willkommen

bei den Addams

„The Addams Family“: Das Stadttheater

Schaffhausen zeigt die

sympathisch-kultigen Grufties als

unterhaltsames Musical. Die Geschichte

der gleichnamigen Cartoon-

und Filmserie aus den 90er-

Jahren birgt den Albtraum eines

jeden Vaters: Seine Tochter Wednesday

verliebt sich in einen „normalen“

jungen Mann aus respektabler

Familie –einen Mann, wie

ihn ihre Eltern noch nie getroffen

haben. Die Musicalkomödie mit

Musik und Songtexten von Andrew

Lippa erlebte 2010 ihre erfolgreiche

Broadway-Premiere und wurde

dort weit mehr als 700 Mal gespielt.

19. +20.11., 17.30 Uhr

StadttheaterSchaffhausen

Herrenacker 23

CH-8200 Schaffhausen

www.stadttheater-sh.ch

©Carol Rosegg


KULTUR

91

Anzeige

KEHRSEITE KONSUM

Die Hamburger Kammerspiele präsentieren in der Stadthalle Singen

„Josef undMaria“von PeterTurrini –das Porträtzweiereinsamer Menschen

von der Kehrseite der Konsumgesellschaft: Nachtwächter Josef

und Putzfrau Maria treffen am Weihnachtsabend immenschenleeren

Kaufhaus aufeinander. Beide lassen sich in einem spontanen, illegalen

Fest der Liebe etwas von jener Wertschätzung zukommen, die ihnendie

Mitwelt versagt.Wennder staksigeJosef Maria zumTangobittet

und die ehemalige Tänzerin glücklich auflebt und sie sich schließlich

gemeinsam in einen Pelzmantel hüllen,dannbleibt es derFantasie

desZuschauers überlassen, ob es das Ende oder derAnfang einer neuen

Geschichte ist …(sg)

27.11., 19 Uhr

Stadthalle Singen

Hohgarten 4

D-78224 Singen

www.stadthalle-singen.de

ausLESE:

Antje RávikStrubel

2021 erhielt Antje

Rávik Strubelden

Deutschen Buchpreis

für „Blaue Frau“.

D-Konstanz

Kulturzentrum am

Münster

23.11., 19.30 Uhr

www.konstanz.de/

stadtbibliothek

MUSIKTHEATER

„Servus Peter–

Eine Hommagean

PeterAlexander“

Das Erfolgsmusical mit

den Hitsvon PeterAlexander

isteinezauberhafteZeitreise

in die

50er-und 60er-Jahre.

BrillanteStimmen, engagierteDarsteller

und

ein kräftiger Schuss

Humor.

CH-Winterthur |

St.Gallen

Parkarena Winterthur |

Tonhalle St.Gallen

05.11., 19 Uhr |08.11.,

19 Uhr

www.ticketcorner.ch

„Abbey Road –Tribute

to the Beatles“

„Come together right

now …“ Das Theater

Rigiblick präsentiert

das letzteAlbum von

John, Paul, George und

Ringoals Meilenstein

der Musikgeschichte.

CH-Schaffhausen

StadttheaterSchaffhausen

16.11., 19.30 Uhr

www.stadttheatersh.ch

©Anatol Kotte

Die UdoJürgens Story

SeinLeben, seine Liebe,

seine Musik–seine

größtenHitsund

schönstenGeschichten.

CH-Herisau

Casino Herisau

25.11., 19.30 Uhr

www.dominoevent.ch

DieRocky Humor

Show

Das kultigeGrusical mit

dem zeitSPRUNG in der

Schüssel kommt nach

Bottighofen.

CH-Bottighofen

Dorfzentrum Bottighofen

26.11., 15 Uhr

www.comedyexpress.ch

TANZ

Merge DanceCollective

„Beziehungsweise“

Es geht um Beziehungen:

Symbiotisch, toxisch,

zu sich selbst, zu

anderen. Das Tanzstück

thematisiert Beziehungs-Vielfalt.

CH-St.Gallen

Grabenhalle

08.11., 20 Uhr

www.grabenhalle.ch

Elsa Couvreur

„The Sensemaker“

Eine Frau kämpft mit

dem Anrufbeantworter.

Diese Inszenierung einer

bürokratischen Dystopie

hinterfragt den Austausch

von Menschlichkeit

gegenDatensätze.

CH-Steckborn

Phönix Theater

18.11., 20.15 Uhr

www.phoenixtheater.ch

THEATER

„Quijote“

Hannes Weilers Version

von „Quijote“, sehr

frei nach Miguel de

Cervantes, hinterfragt,

wie langesichRealität

leugnen lässt.

D-Konstanz

Spielstätte

Stadttheater

2./4./5./16./19.11,

20 Uhr

www.theaterkonstanz.de

„Noraoder

Ein Puppenhaus“

Das berühmteStück

von Henrik Ibsen bleibt

spannend, berührend,

aufwühlend und provozierend.

A-Bregenz

Vorarlberger

Landestheater

04.11., 19.30Uhr

www.landestheater.org

In 80 Tagen

um dieWelt

Schauspiel-Spektakel

nachJules Verne mit

demEnsemblePersona,

München.

CH-Wil

TonhalleWil

04.11., 20 Uhr

www.tonhallewil.ch

MERLIN oder

Das wüste Land

Liebe, Sex undTod

im Namenvon König

Artus.

D-Singen

Die Färbe

04.11., 20.30 Uhr

www.diefaerbe.de

„PelatiDelicati–

Divina Commedia“

Eine höllischeVespafahrtins

Paradiso.

CH-Kreuzlingen

Theaterander Grenze

05.11., 20 Uhr

www.theaterandergrenze.ch

TheagoviaTheater

„Sterben muss man

können“

Eine rabenschwarze

Komödieüberdas

Kunststück,die Balance

zwischen Lebenund

Todzu finden.

CH-Weinfelden

Theaterhaus Thurgau

05.11., 20.15 Uhr

www.theagovia.ch

Theatersport

„Badumts“ vs.„Theater

mit beschränkterHoffnung“:

Dasgroße Improvisationsduell!

CH-Winterthur

TheateramGleis

07.11., 20 Uhr

www.theater-amgleis.ch

ELSE

(OHNE FRÄULEIN)

DieInterpretation von

SchnitzlersMeisterwerk

zeichnet eine

jungeFrauzwischen

Selbstverwirklichung

und Machtmissbrauch.

DieProduktion istnominiertfür

den„STEL-

LA*22/Darstellender.

Kunst.Preis/für junges

Publikum“.

A-Bregenz

VorarlbergerLandestheater

10.11., 10 Uhr |11.11.,

9+11.30 Uhr |18.11.,

10 Uhr

www.landestheater.org

„SuperguteTage“

Christopher Boone ist

Asperger-Autist.Trotz

seiner Panikvor sozialerInteraktion

macht

er sich auf,den Mörder

seinesHundes zu

finden.

D-Ravensburg

TheaterRavensburg

11.11., 20 Uhr

www.theater-ravensburg.de

„TmbH –Die Show!

VonKairobis Rovaniemi“

Das weltweit geliebte

Theatermit beschränkterHoffnung

spielt auf.

D-Konstanz

K9

11.11., 20 Uhr

www.k9-kulturzentrum.de

N!NA THEATER:

Airb´n´b

Ein geballtesStück Leben,

das mit schnellen

Dialogen, überraschenden

Wendungen und

viel Humor der heutigen

Gesellschaft einen Spiegelvorhält.Spiel:

FranziskaSenn

und Reto

Baumgartner.

CH-Schaffhausen

Bachturnhalle Schaffhausen

18.11., 20.30 Uhr

www.bachturnhalle.ch

Wintertheater:

Doris Day.IhreMusik,

ihr Leben

Birgit Nolteliest, erzählt

und singt aus Doris

Days Leben, begleitet

von PianistMichael

Lauenstein.

D-Überlingen

Noltes Theater

26.11., 20 Uhr

www.noltes.biz

Lotta kann fast

alles (4+)

Eine Weihnachtsgeschichtemit

Puppen

nach Astrid Lindgren

vom Theater Zitadelle,

Berlin

D-Friedrichshafen

Kiesel im k42

30.11., 9/ 11/ 17 Uhr

www.friedrichshafen.de


92 DEJA-VU

WONDER-FULL

Wunderbares Fest zu 10 Jahren Finanzkanzlei

am See auf der Mainau mit

Stargast WommyWonder. DasMotto des

zehnjährigen Jubiläums, dasdem genetischen

Code der Finanzkanzleientspricht,

lautete:„BeiGeldfängt die Freundschaft

an.“Viele Freundekamen denn auch

und feierten ausgiebig beim Schiffsausflug

undauf derMainau bis in diefrühen

Morgenstunden. Doch es kamennicht

nur Freunde zusammen,sondern auch

über15.000 €Spendengeschenke für die

Kinder-und Jugendstiftung derFinanzkanzlei.Wonderfull!

TEXT:MARKUSHOTZ; FOTOS: DANLIN

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FREIZEIT

DejA-Vu

49

93

kleine Fluss Riß mit nach Biberach, das mit

seinem schönen Marktplatz zum Verweilen

einlädt und woman in der Therme Muskeln

und Gelenke entspannen kann. Auf dem weiteren

Weg nach Wangen im Allgäu lohnt ein

Stopp imBauernhaus-Museum Allgäu-Oberschwaben

Wolfegg. Aufden letzten Kilometern

führt die Fahrt durch ruhige Dörfer und grüne

Waldstücke, bis der Radfernweg, gesäumt

von Obstkulturen, seinem Reiseziel, dem Bodensee,

entgegenläuft. Auf manchen Etappen

kann man ins Schwitzen kommen, denn insgesamtgilt

es,984 Höhenmeter zu erklimmen.

Doch diese Anstrengungen werdenmit fantastischen

Ausblicken und zahlreichen Einkehrmöglichkeiten

belohnt.

Dreifach-Krönung im Radsüden

Mit gleich drei Zertifizierungen hat der Allgemeine

Deutsche Fahrrad-Club (ADFC) den

Ausbau der Radstrecken in Oberschwaben

und im Württembergischen Allgäu jüngst

belohnt. Die beiden Radfernwege Donau-

Bodensee-Radweg und Oberschwaben-Allgäu-Radweg

ergatterten in diesem Jahr den

vierten Stern. Auch das neue Radwegenetz

„Naturschatzkammern“ mit seinen 13 Themenrouten

konnte auf ganzer Linie überzeugen

und darf sich über Lorbeeren freuen. Es

trägt seit diesem Jahr das ADFC-Qualitätssiegel„RadReiseRegion“.

Dieprämierten Radwege

in Oberschwaben-Allgäu lassen sich auch

bestens miteinander kombinieren. Da wird

etwa aus der Naturschatzkammern-Route

„Himmelswiesen“ ab Leutkirch nahtlos ein

Tête-à-Tête mit den Wildfluss-verliebten „Argenwegen“.

In Isny wechselt essich leichtfü-

Sportwagen

und weltmeiSter

Die neueste Ausstellung „Racing & Innovation

– a Retrospective of Toyota in Motorsport“ im

MAC Museum Art & Cars in Singen zeigt zwölf

ikonische Fahrzeuge der japanischen Marke,

darunter Raritäten und Siegertypen.

Dass es sich um eine ganz besondere Ausstellung

Routeplanen mitder Broschüre „Radwegein derFerienregionOberschwaben-Allgäu“

handeln muss, deutete sich durch eine stattliche

Delegation von Toyota Deutschland und Toyota

Gazoo Racing Europe an, die der Eröffnung zusammen

mit geladenen feiert 2023 Gästen seinbeiwohnte.

40. Jubiläßig

auf den Oberschwaben-Allgäu-Radweg – Bodenseeradweg

bis man in Neukirch auf den Donau-Bodensee-Radweg

kommt.

20-Jährigean.

um

Der

undbei

japanische

derSchweizer

Hersteller hat

Herzroutesteht

sich zusammen

das

mit

den MAC-Machern mächtig ins Zeug gelegt und

eine außergewöhnliche Kollektion zusammengestellt,

wie sie noch nie zu sehen war und die die

In den letzten Jahren wurde in der Radregion

rundumden Bodensee dieInfrastruktur 65-jährige erfolgreiche Motorsport-Geschichte repräsentiert.

Die ausgestellten Rallye-, Renn- und

sowie dasGastgeber-und Servicenetz mit Engagement

weiterentwickelt. Zusätzliche Ra-

Sportwagen INFOS ZUM waren übrigens alle im echten Renneinsatz,

DONAU-BODENSEE-RADWEG

sind also keine Showcars. Den weitesten

Weg legte der Sportwagen LF-A zurück, der

dabstellanlagen, Infotafeln und Rad-Reparaturstationen,

außerdem immer mehr „Bett + eigens KostenfreieBroschüre aus Japan eingeflogen „Radwege wurde und in der nun bis

Bike-Unterkünfte“ zeigen den Radfahrer*innen,

dass sie willkommen sind. Übrigens, al-

Mitte Ferienregion April in Singen Oberschwaben-Allgäu“:

zu sehen sein wird.

www.oberschwaben-tourismus.de

TexT unD FoToS: THoMAS PFeIFeR

le Radbegeisterten können sich freuen, denn

WeitereInformationenauf:

im nächsten Jahr stehen in der Vierländerregion

weitere große Radweg-Jubiläen an:

www.radfahren-oberschwaben.de

Der

© Oberschwaben Tourismus GmbH/Frank Müller

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94 DEJA-VU

ENERGIE FRÜHSTÜCK

Bei herrlichem Sonnen(aufgangs)schein trafen sich an die 300 Unternehmer

auf der Terrasse des Konstanzer Konzils zumNetworking bei Kaffee und

opulentem Frühstücksbuffet mit regionalen Produkten.

Der Arzt,Unternehmer und Top-Speaker Dr.Dr. Cayvon Fournier verströmte

in seinem Vortrag „Unternehmer-Energie: Veränderungsdynamik als Erfolgsfaktor“.

Der Funkesprang über,der Raum warvollsprühender Lebens-Energie.

Alle warensichtlich froh, endlich wieder live netzwerken zu können. Die

Organisatorendes MTKund der Wirtschaftsförderung der StadtKonstanz

freuten sich denn auch über den gelungenen zehntenAnlass und den anhaltenden

Erfolg des Netzwerk-Formats.

TEXT UND FOTOS: MARKUSHOTZ

VIVAKONSTANZER WEIN

Endlich hatauch Konstanz eine vorzeigbare, schickeVinothek,welche die

Weine der traditionsreichen Spitalkellerei derStadt ins verdienteRampenlicht

rückt.Dementsprechend wurde die EröffnungMitte September mitentsprechenderStadtprominenzgebührend

gefeiert.Lange genug musstendie

beidenlangjährigen Pächter underfolgreichenWinzer StephanDüringer und

Hubert Böttcherauf dieses repräsentativeAushängeschild in der Kellereiinder

Niederburgwarten, wie BürgermeisterOsner beiseinemkurzweiligenAusflug

in dieGeschichte der Spitalstiftung betonte. DerGrund fürdie Verzögerung:

Der MeersburgerAußenposten derSpitalkellerei,das Rebgut Haltnau,hatte

zunächstnoch dringenderen Renovierungsbedarf.Unbedingt anschauen!

TEXT UNDFOTOS: HEIDE-ILKAWEBER

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Deja-Vu

95

Go(l)diti la vita

auf gut Italienisch: „Das Leben genießen“ bei

juwelier etter & Denzel in Konstanz. Wenn

italienische Häppchen, italienische Musik

und italienische Goldschmiedekunst auf

Genuss-Menschen treffen, dann kann es sich

nur um den kleinen, feinen Pomelato-event

im herrlichen ambiente des edel-juweliers

handeln. Immer wieder werden hier Freunde

und Freundinnen des guten Geschmacks exklusiv

verwöhnt. Goditi la vita!

TexT unD FoTos: MarKus HoTz

Farben-Froh

Das Biberacher Familienunternehmen

Warth setzt die Tradition der Marc Cain

Modenschauen konsequent weiter fort.

Die Freude der zahlreichen Geladenen

war denn auch sichtlich groß, endlich wieder

alles „live und in Farbe“ miterleben zu

können, was der schwäbische Mode-Hersteller

für die kommende saison an neuheiten bereithält.

Bei sekt und kleinen Häppchen vom Deli präsentierten

das Team um Heike Breitfeld und die Models

inspirierende Kollektions-Highlights.

TexT unD FoTos: MarKus HoTz

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96 DEJA-VU

BODENSEEWINZER

ALSTHERAPIE

Diesmal trafen die Weintherapeuten Robert Martin undAndreasMichel

ihreGäste im InselhotelinKonstanz. Da warenauf der einen Seitedie

Winzer und die Winzerin Lisa Vollmayer,Jonas Kurek, Benjamin Lanz,

Simon Hornstein und Sebastian Schmidt,deren Nachnamen auch ihre

am Bodensee liegenden Weingüter benennen. Und auf der anderen

Seiteviele vor allem junge, wissbegierigeLeute, die von den Weinen

kostetenund sich von den besonderen Notenfachkundig erzählen ließen.

Ein edles Flair umgab die Genießer im ehrwürdigen Festsaal des

Inselhotels.

TEXT UND FOTOS: MARIA PESCHERS

SCHLÜSSEL

ÜBERGABE

Das Restaurant Krone strahlt als neues

Juwel, in viel Holz modern gekleidet, über

den Hafen von Altnau hinaus auf den See!

Gemeindepräsident Hans Feuz übergab

im Namen des Gemeinderats Altnau die

Schlüssel an Jacqueline und Matias Bolliger.

Gemeinsam mit ihrem Team unterder

Leitung von Simon Wyss haben sie die Planung

von Zeljko Bergersowie dieUmsetzung

und Bauleitung der G2 Architektenmit

viel Herzblut begleitet.Nun freuen sie sich

darauf,ihreGäste zu verwöhnen.

TEXT UNDFOTOS: MARIA PESCHERS

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DejA-Vu

97

PROBIER WAS

NEUES!

See-Life

Leica-Galerie Konstanz goes Aquarium:

Beim Eröffnungsabend verwandelte sich

die Leica Galerie in ein großes Aquarium:

Dirk Hardys lebensgroße Lichtkästen mit

hyperrealistischen Fotos zaubern hinter

Glaskästen quasi ein Menschen-Aquarium

und von außen durch die großen Fenster-

Scheiben sah die ganze Leica-Galerie aus

wie ein überdimensionaler Lichtkasten.

So durchmischten sich Realität und Fotorealität

an diesem Abend fast schon surreal.

TExT unD FoToS: MARkuS HoTz

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98 DEJA-VU

ENERGIEKRISE

ALSCHANCE

Die Gewerbe Kreuzlingen, Tägerwilen und

Ermatingen trafen sichimBetrieb „Energie

Kreuzlingen“,dem Energie-und Wasserlieferant

für Kreuzlingen, um von DirektorGuidoGross und

EKT-CEO Martin Simioni zu erfahren, wieesum

die Energieknappheit steht.Simioni sagte: «Die

aktuelle Energiekrise zeigt,dass Lösungen möglich

sind, wenn alleParteien sich von dogmatischen

Positionen verabschieden. Damit kann die

Energiekrise auchzur Chancefür die Energieversorgung

werden.»Zuversicht,die Mut macht,statt

lähmendeAngst zu verbreiten. Beim Rundgang

durchden StandortundbeimspäterenApéro

wurde diskutiertund zuversichtlich genetzwerkt.

TEXT UNDFOTOS: MARIA PESCHERS

JAZZMEILENFINALE

Aufder JazzMeile in Kreuzlingen spielen seit vielenJahren hochkarätige

Musiker*innen auf. DieFamilie Kocherhanslud zumFinale die Mitgliederdes

Vereins, dieOrganisatorenund Sponsoren in ihreAusstellungsräumeein,woRemo

Forrer musikalisch denApéro Riche begleitete.Der

jungeSchweizer holtesich 2020 denSiegertitel in derdrittenStaffel der

Gesangs-Castingshow «The VoiceofSwitzerland», undwiederbegeisterte

er dieGäste mit seiner schönenStimme. Die Gastgeber des Abends

warendem Star an Liebenswürdigkeit ebenbürtig.

TEXT UNDFOTOS: MARIA PESCHERS

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c

Nikon Profishop

Canon Profishop

OM-System ProDealer

Sony ProDealer

Panasonic ProDealer

Fujifilm ProDealer

Augustinerplatz 11 | D 78462 Konstanz | +49 (0)7531 29362

www.lichtblick-foto.de

HAUSMESSE

17. & 18. November 2022

im Restaurant

in der Bodanstraße 20-22, D-78462 Konstanz

Nikon und Canon mit dem kostenfreien Profiservice & „Check and Clean“.

Um eine freiwillige Spende von € 5.- für einen Guten Zweck wird gebeten!

Auf ca. 500m 2 präsentieren sich ca. 30 verschiedene Firmen, wie Nikon, Canon,

Leica, Sigma, Panasonic, Sony, Olympus, Fuji, Pentax, Kaiser, BIG, Laowa, Godox, Ricoh,

Oberwerth, Gitzo, Tenba, MindShift, B & W, ThinkTank, Zeiss, Tamron, Novoflex,

Benro, Manfrotto, Dörr uvm. zeigen ihre Neuheiten!

Nikon Z9

Canon EOS R3

Sony Alpha 7 IV

Das spiegellose Flaggschiffkamera, das neue Standards setzt.

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STORE

Das gemütliche Kaffee mit Innenhof

und direktem Zugang zur Leica Galerie

und dem Leica Store Konstanz.

GALERIE

Leica Q2 “DAWN” by Seal

Weltweit auf 500 Exemplare limitiert.

Jährlich vier wechselnde

Ausstellungen.Der Eintritt ist frei.

Dirk Hardy »VIVARIUM«

15. Oktober 2022 bis 21. Januar 2023

www.leica-store-konstanz.de & www.leica-galerie-konstanz.de

78462 Konstanz | Gerichtsgasse14 | +49 (0)7531 916 33 00 | Öffnungszeiten: Mo - Fr 10.00 bis 18.30 Uhr, Sa 09.30 bis 14.00 Uhr


www.inpuncto-kuechen-moebel.de

Qualität. Innovation.

Handwerk. Design.

Seit 1999.

Gottmadingen-Bietingen (D)

Konstanz (D)

Volketswil (CH)

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