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Magazin EWA`S PLACE Dezember-Ausgabe

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<strong>Dezember</strong> 2022<br />

Deutschland € 6,90<br />

EWA S <strong>PLACE</strong><br />

Lifestyle / Art / Fashion<br />

Eine Auswahl von<br />

Selbstversorger-<br />

Inseln weltweit<br />

Qatar Prix<br />

de L'Arc de<br />

Triomphe<br />

Hippodrome Paris<br />

Longchamp -<br />

das bedeutendste<br />

Pferderennen der Welt<br />

DR. DIRK<br />

WIEMER<br />

Von der Energie<br />

und den Sternen.<br />

Silvesterparty<br />

Was ziehe ich an?<br />

Schauspielerin<br />

und Buchautorin<br />

Katrin Bühring<br />

mit Herz und Engagement<br />

aktiv vor und hinter der Kamera


Foto: © Charles Wills<br />

Roberto Cavalli<br />

Designer Fausto Puglisi Italy


EDITORIAL<br />

Hallo, liebe (r) Visionär (in),<br />

Weihnachten steht vor der Tür, und das Jahr 2022 geht<br />

schon sehr bald zu Ende. Natürlich wird es für die meisten<br />

von Euch ein erfolgreiches und glückliches Jahr gewesen<br />

sein, auf das Ihr dann zurückblicken könnt. Für viele<br />

Menschen war es das aber überhaupt nicht: Corona, Wirtschaftskrise,<br />

Umwelt-Katastrophen, Zerstörung,<br />

Gewalt, Krieg sind die traurigen Themen, die alltäglich<br />

aufs neue die Nachrichten in den verschiedenen Medien<br />

so beherrschen, dass wir sie schon nicht mehr sehen oder<br />

hören mögen und vielleicht sogar schnell an‘s Wegschalten<br />

denken.<br />

Ich hoffe, dass uns das neue Jahr auch und gerade mit Blick<br />

auf all das, was da noch kommen mag, neue Wege und<br />

Handlungsmöglichkeiten eröffnet, um die bevorstehenden<br />

Herausforderungen zu meistern.<br />

Für mich war das vergangene Jahr ein großer Erfolg. Denn<br />

mit dieser <strong>Ausgabe</strong> des <strong>Magazin</strong>s kann ich das einjährige<br />

Jubiläum von EWA’S <strong>PLACE</strong> feiern. Ich hätte niemals gedacht, dass <strong>EWA`S</strong> <strong>PLACE</strong> in kurzer Zeit so<br />

viele begeisterte LeserInnen erreichen würde. Für Euer großes Interesse, Eure vielen Glückwünsche und<br />

die zahlreichen Anregungen danke ich Euch von ganzem Herzen. Ich freue mich, dass Ihr die Feiertage<br />

nutzt, um auch ein bisschen in dieser Jubiläumsausgabe zu blättern und zu lesen.<br />

Was trägt man im Winter? Kleider mit geometrischen Prints erobern im Herbst/Winter 2022/2023 die<br />

Laufstege der großen Modehäuser. Overknees sind wieder angesagt. Die stylischen Stiefel sehen nicht<br />

nur mega aus, sie wärmen auch gut an kalten Wintertagen.<br />

Dr. Bünyamin Özgören erzählt uns über Minimalinvasive Beautyeingriffe. Der Promidoc feiert sein<br />

5-jähriges Bestehen mit zahlreichen bekannten Gästen aus Medien, Politik, Wirtschaft und Showbiz.<br />

Doch schon lange sind Beautyeingriffe kein Thema mehr allein für die „Reichen und Schönen“.<br />

Dr. Farhad Vladi - Selbstversorger-Inseln. Die Themen Naturschutz, Klimaneutralität, sichere Umwelt<br />

stehen heute sehr im Fokus und sind im Gedankengut aller Menschen und natürlich auch in den Medien<br />

sehr präsent. Was können wir tun, um komplett klimaneutral und unabhängig zu werden und nicht mitverantwortlich<br />

zu sein für weitere, vermeidbare Umweltbelastungen. Das erfährst Du auf Seite…<br />

„Von der Energie und den Sternen“ eine Kolumne von Dr. Dirk Wiemer.<br />

Und noch ein tolles Thema – Qatar Prix de L'Arc de Triomphe, Hippodrome Paris Longchamp –das bedeutendste<br />

Pferderennen der Welt. Die Reporterinnen Susanne Voß und Gaby Klemp waren dabei, um<br />

über ein aufregendes und sportlich hochkarätiges Pferdesportereignis für <strong>EWA`S</strong> <strong>PLACE</strong> zu berichten.<br />

Ich wünsche ein besinnliches Weihnachtsfest sowie ein gesundes, glückliches und vor allem friedliches<br />

neues Jahr! Wir sehen und lesen uns im neuen Jahr wieder – mit vielen aufregenden Themen.<br />

Eure Chefredakteurin<br />

Ewa Haas-Stark<br />

3


Fots: Privat<br />

Caludi – Die Bloggerin<br />

„Meine Mode ist mein Leben“<br />

4


Als zweite von vier Töchtern<br />

bin ich in den 1960er Jahren<br />

in Stuttgart geboren und<br />

hatte schon als Kind einen<br />

Hang zur Mode.<br />

Ich nähte mir schon damals als Pubertierende<br />

meine Kleider selbst zurecht. Hatte immer<br />

irgendwelche Ideen, wobei bestimmte<br />

Farben oder Muster nie eine Rolle spielten.<br />

Es musste einfach schön sein. Ich arbeitete<br />

und nähte nach der Schule, um mir diese<br />

Klamotten und Accessoires leisten zu können.<br />

Ich war früher keine selbstbewusste<br />

Frau; das hat sich erst mit den Jahren und<br />

vor allem durch Instagram verändert.<br />

Heute bin ich sehr stolz auf meinen Instagram<br />

Account @fashion_nette_<br />

Ein Account, den ich selbst zum Erfolg gebracht<br />

habe, ohne jemals Follower oder Likes<br />

zu kaufen. Denn Ehrlichkeit ist für mich in<br />

allen Bereichen ein absolutes „Muss“, auch<br />

wenn ich damit meinem Gegenüber manchmal<br />

vor den Kopf stoße.<br />

Nie habe ich an irgendeinen Erfolg geglaubt (wer will mich schon<br />

sehen) und war umso erstaunter, als die ersten Kooperationen oder<br />

auch Modeljobs ins Haus flatterten. Ich bin und war ja nie Model<br />

und war auch nie in einer Agentur gemeldet.<br />

Ich bin glücklich darüber, was ich alles erreicht habe und Spannendes<br />

erleben darf. Dankbar, dass mir das alles ermöglicht wurde und<br />

wird.<br />

Ich bin neugierig auf meine Zukunft und auf meinen weiteren Weg.<br />

UND eines weiß ich sicher: Die Mode wird mich immer begleiten...<br />

in jedem Alter.<br />

5


Dr. Dirk Wiemer mit seinen bezaubernden Töchtern<br />

Foto: © Beate Tscherny<br />

Von der Energie<br />

und den Sternen…<br />

Ich möchte Euch über Energie<br />

schreiben. Energie ist etwas Wunderbares<br />

und teilt das Schicksal so<br />

vieler anderer wunderbarer Dinge<br />

auf dieser Welt: Wir gewöhnen<br />

uns allzu schnell an sie. Sehen wir<br />

dann Dinge gefährdet, deren wir<br />

uns sicher waren, berührt uns dies<br />

im Innersten. Das ist so rührend<br />

menschlich. Doch, wie könnte es<br />

anders sein? „Nichts ist absolut.<br />

Alles ändert sich, alles bewegt sich,<br />

alles dreht sich, alles fliegt und geht<br />

weg.“ (Frida Kahlo).<br />

Und so zeigt uns gerade der Krieg in der Ukraine und (auch) der daraus<br />

folgende Mangel an Energie aus Gas, wie veränderlich und verletzlich<br />

unser Leben ist.<br />

Die Gaskrise trifft uns zwar nicht unvorbereitet. Beispielsweise hatte die<br />

EU-Kommission bereits die Auswirkungen einer teilweisen oder vollständigen<br />

Unterbrechung der Gaslieferungen aus Russland untersucht.<br />

Dies war auch eine Folge des russisch-ukrainischen Gasstreites, welcher<br />

im Januar 2009 zu einer Einstellung der russischen Gaslieferungen in<br />

die Ukraine geführt hatte, was sich auch auf die Versorgung anderer<br />

europäischer Staaten ausgewirkt hatte. Die Untersuchungen ergaben,<br />

dass die Folgen sehr schwerer Störungen nur mit einem gemeinsamen<br />

Handeln der Mitgliedstaaten erheblich verringert werden können. Auch<br />

deswegen gilt seit 2017 die EU-Verordnung über Maßnahmen zur Gewährleistung<br />

der sicheren Gasversorgung, welche nicht nur die EU und<br />

deren Mitgliedstaaten bindet, sondern auch die weiteren Parteien des<br />

2005 in Athen unterzeichneten Vertrages zur Gründung der Energiegemeinschaft.<br />

Und so haben auch wir aktuell angesichts der Gaskrise<br />

in Deutschland eine Reihe von Maßnahmen ergriffen, die dazu führen,<br />

dass – wie die Bundesnetzagentur schreibt – die Gasversorgung „im<br />

Moment“ stabil ist.<br />

6


Jedoch ist diese Lage sehr fragil. Sie ist<br />

von vielem abhängig, z.B. vom Gasverbrauch,<br />

dem Wasserstand in den<br />

Flüssen, dem Wartungsstand französischer<br />

Atomkraftwerke und dem Wetter.<br />

Deswegen ist es nicht an der Zeit,<br />

ideologisch zu handeln und z.B. jetzt<br />

die drei deutschen Atomkraftwerke mit<br />

dem besonderen Hinweis auf „grüne<br />

Politik“ ohne hinreichenden Diskurs<br />

schnell abzuschalten. Auch müssen wir<br />

uns immer wieder ganz ehrlich fragen,<br />

zu welchem Preis wir bereit sind, auf<br />

das Verbrennen von Kohle, Öl und Gas<br />

zugunsten erneuerbarer Energien zu<br />

verzichten (löblich!), wenn genau diese<br />

Kohle, dieses Öl und Gas doch dann<br />

anderswo verbrannt werden.<br />

Das alles trifft uns in einer Zeit, in der<br />

wir schon zwei Jahre Corona-Pandemie<br />

durchlitten haben – mit teilweise unverständlichen<br />

und unfassbar einschneidenden<br />

Maßnahmen. Dies hat uns viel<br />

gekostet, nicht nur Geld. Es hat auch<br />

Verletzungen in so vielen Herzen und<br />

Seelen hinterlassen. Um diese muss es<br />

nun gehen, wir müssen uns „um uns“<br />

kümmern, ohne auf die Ideologen und<br />

die Lauten zu achten. Einen solchen<br />

Weg gehen zu können, ist letztlich ein<br />

Geschenk des Lebens an uns. Er führt<br />

uns zu uns selbst, zu den Sternen...<br />

„per aspera ad astra“<br />

Dirk Wiemer<br />

dirk.wiemer@gmail.com<br />

Dr. Dirk Wiemer, LL.M., MBA war<br />

Rechtsanwalt für Kartellrecht in Wien<br />

und ist nun als Rechtsanwalt für Energierecht<br />

in Berlin tätig. Er ist zudem Chefredakteur<br />

einer juristischen Fachzeitschrift.<br />

Und das Wichtigste: Er hat zwei bezaubernde<br />

Töchter und liebt das Leben :)<br />

Foto: © Beate Tscherny<br />

7


Foto: © Riccardo Deisderio<br />

Haare/Makeup: Nensi Selita<br />

Model: Julia Kolander<br />

8


Eine hohe<br />

Gage ist kein<br />

Foto: © Riccardo Deisderio<br />

Zeichen von<br />

Seriosität<br />

Ich hoffe,<br />

Ihr hattet eine schöne<br />

Sommerzeit und<br />

Euch hat mein<br />

Coverbild in der<br />

August-<strong>Ausgabe</strong><br />

gefallen.<br />

ren <strong>Magazin</strong> veröffentlicht und darüber<br />

hinaus durch die Bilder von anderen<br />

Fotografen für neue, zukünftige Projekte<br />

gebucht. Rundum also eine erfolgreiche<br />

Reise!<br />

Aus gegebenem Anlass gehe ich in dieser<br />

Kolumne nun nicht auf mein angekündigtes<br />

Thema ein, sondern möchte<br />

Euch näherbringen, woran Ihr seriöse<br />

Agenturen oder Fotografen erkennen<br />

könnt.<br />

Grundsätzlich kann man auch als Newcomer<br />

direkt von einer Agentur aufgenommen<br />

werden – dabei wird nie<br />

vorausgesetzt, dass Ihr eine vollständige<br />

Sedcard mitbringt. Das A und O für<br />

eine Bewerbung bei einer Agentur ist,<br />

dass man aussagekräftige Polaroids zur<br />

Verfügung stellt. In der Regel benötigt<br />

man dafür 10 - 15 Bilder von Portraits<br />

bis hin zu Ganzkörperaufnahmen. Für<br />

die Polas sucht Ihr Euch am besten<br />

einen neutralen Hintergrund mit guten<br />

Lichtverhältnissen. Wichtig ist, dass die<br />

Agentur erkennt, wie Ihr in natura aus-<br />

Als ich meine letzte Kolumne schrieb,<br />

stand ich kurz vor einer Shooting-Reise<br />

nach Venedig. Dort haben wir außer<br />

dem Coverbild auch Brautmode einer<br />

namenhaften Designerin aus München<br />

sowie Beauty und Fashion geshootet.<br />

Neben der Veröffentlichung hier in<br />

EWA‘S <strong>PLACE</strong> wurde ich dann mit<br />

einem der Bilder auch in einem weiteseht.<br />

Daher gilt beim Thema Make up:<br />

Weniger ist oftmals mehr! Aus diesem<br />

Grund seid ungeschminkt und verzichtet<br />

auf Schmuck, Sonnenbrillen und<br />

Filter. Und tragt dabei eher Kleidung in<br />

schlichteren Farben wie Schwarz, Weiß<br />

oder Beige und unbedingt hohe Schuhe<br />

für eine bessere Haltung.<br />

Für die Auswahl einer seriösen Agentur<br />

gibt es diverse Internetseiten, die Euch<br />

bei der Suche unterstützen. Seriöse<br />

Modelagenturen verlangen vor Aufnahme<br />

in ihre Kartei kein Geld – und<br />

auch keine Nacktaufnahmen. Polas<br />

im Bikini werden hingegen häufig gewünscht.<br />

Achtet am besten immer auf<br />

Euer Bauchgefühl, das gilt bei Agenturen<br />

ebenso wie bei Fotografen. Für eine<br />

gute Zusammenarbeit spielt Sympathie<br />

eine große Rolle; das ist ein wichtiger<br />

Aspekt, auf den Ihr achten solltet. Im<br />

vergangenen Sommer durfte ich allerdings<br />

auch mal wieder eine eher negative<br />

Erfahrung sammeln. Davon ist man<br />

nicht befreit, auch wenn man schon<br />

länger im Business ist.<br />

9


Ich wurde von einem Filmproduzenten angeschrieben,<br />

der mit mir zusammenarbeiten und<br />

mich für einen Kinofilm sowie einzelne Werbeaufnahmen/Kampagnen<br />

buchen wollte. Am Anfang<br />

schien alles sehr seriös und vielversprechend, jedoch<br />

wurde ich bereits nach wenigen Tagen misstrauisch.<br />

Am Anfang erfolgte die Kontaktaufnahme<br />

über Instagram, und wir vereinbarten einen<br />

Telefontermin für den kommenden Tag. Das Telefonat<br />

verlief ebenfalls noch normal: Mir wurden<br />

die Projekte sowie die Gagen vorgestellt, und wir<br />

vereinbarten einen Casting-Termin. Als nach wenigen<br />

Tagen jedoch die Zahl der unangekündigten<br />

Anrufe zunahm und diese eher ins Private gingen<br />

(was die Themen und auch die Zeiten anging), bekam<br />

ich ein komisches Bauchgefühl. Des Weiteren<br />

wurden plötzlich Fotos und Filmaufnahmen, auch<br />

leicht bekleidet, angefordert – immer unter dem<br />

Vorwand, das gehöre zum Castingprozess. Daraufhin<br />

habe ich die Jobs sofort absagte. Ich fing<br />

an zu recherchieren und merkte schnell, dass das,<br />

was der angebliche Filmproduzent über seine eigene<br />

Kariere erzählte, sehr groß ausgeschmückt und<br />

übertrieben war. Aus Filmrollen in Hollywood,<br />

einer Profitänzer-Ausbildung und dem Chef einer<br />

Produktionsfirma wurden nach meiner kurzen<br />

Recherche lediglich Statistenrollen in Sendungen,<br />

die im deutschen Nachmittagsprogramm liefen.<br />

Es vergingen ein paar Wochen, und der vermeintliche<br />

Produzent meldete sich wie aus dem Nichts<br />

erneut und bot mir plötzlich die doppelte Gage an;<br />

er versprach mir neben der Hauptrolle in einem<br />

Kinofilm eine große Karriere und feste Termine<br />

bei Promi-Events usw. Ich bat ihn, meinen Kontakt<br />

zu löschen und mich nicht mehr zu kontaktieren.<br />

Leider akzeptierte er es nicht, und letzen<br />

Endes musste ich ihn blockieren.<br />

Seriöse Agenturen, professionelle Fotografen oder<br />

Produzente greifen nicht in Euern privaten Raum<br />

ein. Wenn man gebucht wird, vereinbart man einen<br />

Termin für den Job oder für ein Casting. Sollten<br />

zuvor ein Treffen oder unzählige Telefonate<br />

gewünscht werden, hinterfragt Euch selbst, ob es<br />

nicht zu persönlich wird. Und wenn Ihr zu einem<br />

Shooting mit einem neuen Fotografen lieber eine<br />

Begleitperson mitnehmen wollt, dann tut es. Sollte<br />

der Fotograf dieses ablehnen, ist das ebenfalls ein<br />

Zeichen von Unseriosität. Wer unsicher ist, kann<br />

auch einfach Google fragen. Das Internet bringt<br />

oftmals die ersten Erkenntnisse und vergisst nie.<br />

Foto: © Riccardo Deisderio<br />

10<br />

Daher gebe ich grundsätzlich immer den Tipp:<br />

Hört auf Euer Bauchgefühl – Geld ist nicht alles.<br />

Text Julia Kolander


Make-up Stylisten: Sandra Böhm<br />

Models: Albert Teutschmann<br />

Julia Kolander<br />

Ramona Kunzmann<br />

Jürgen Rozbaud<br />

Fotos: Ekkehart Böhm<br />

Wie feiert Ihr<br />

Weihnachten?<br />

Die letzten Jahre haben uns nochmal mehr gezeigt,<br />

dass Weihnachten nicht nur das Fest der großen Geschenke ist –<br />

sondern eher das Fest, an dem man sich auf das Wichtige<br />

besinnen und den tatsächlichen Grund von Weihnachten<br />

nochmals ins Gedächtnis rufen sollte.<br />

Neben Corona erschütterte uns in diesem Jahr ein Krieg mit all<br />

seinen Folgen. Drum ist es umso wichtiger, Weihnachten mit<br />

großartigen Menschen zusammen zu sein, gesund zu sein und all<br />

das, was man hat, wertzuschätzen.<br />

Wir wünschen Euch ein frohes, besinnliches und gesegnetes<br />

Weihnachten.<br />

11


SKULPTUREN<br />

UND GEMÄLDE<br />

VON NORBERT JÄGER<br />

Seine abstrakten Werke stellen eine andere Realität<br />

dar und er entwickelte hierzu seine eigene Farbsprache<br />

mit Acrylspachtel, diversen Arten von Acrylfarben,<br />

Tinte, Oxidationsmedien und 24kt Blattgold, die<br />

charakteristisch für seine Gemälde stehen.<br />

Durch seine Verarbeitungsart bilden sich spannende<br />

Übergänge, markante Strukturen und Tiefen die den<br />

Betrachter in ihren Bann ziehen.<br />

AM 2. ADVENT<br />

eröffnet der Künstler Norbert Jäger seine<br />

Ausstellung im Museum Bergedorfer<br />

Schloss.<br />

Er präsentiert einen Querschnitt seiner<br />

Bildhauerei der letzten Jahre.<br />

Das Erkennen und Verstehen, der Umgang<br />

mit dem noch Unerkannten ist ihm wichtig.<br />

Nicht nur sein Arbeitsmaterial, der Stein<br />

und sein Umgang damit, stellt einen Gegenpol<br />

zum jetzigen Zeitgeist dar, sondern<br />

auch seine Inhalte und sein künstlerisches<br />

Denken.<br />

Anthropomorphe Gestalten, fragmentarisch<br />

und archaisch, resultieren aus dem<br />

Schaffen des Bildhauers.<br />

Er transportiert souverän Leichtigkeit in<br />

ein an sich schweres Material, thematisiert<br />

durch die kontrastreichen Formen und die<br />

Dialektik von Kunst und Natur.<br />

Norbert Jägers Gemälde transformieren<br />

die 3dimensionale Formsprache auf die<br />

Leinwand.<br />

Licht und Schatten, Tiefe und Leichtigkeit<br />

spiegeln sich auch in seinen Gemälden wider.<br />

Lichtfänger Sandstein<br />

12


04. <strong>Dezember</strong> 2022 | 14:00 bis 19:00 Uhr<br />

14:00 Eröffnung: Dr. Schanett Riller, Leiterin der<br />

Bergedorfer Museumslandschaft<br />

Musikalische Einführung:<br />

Kurt Buschmann, Saxophon<br />

Lichtfänger Marés<br />

Ausstellungszeit: 4.12. bis 3.1.2023<br />

Di. bis So. 11:00 bis 17:00 Uhr<br />

Bergedorfer Schlossstraße 4, 21029 Hamburg<br />

Informationen unter www.nj-art.de<br />

Natur Raum Mensch<br />

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Im Porträt:<br />

5-Jahre Oezgoeren Aesthetik - Dr. Bünyamin Özgören Jubiläumsfeier „Aesthetik Night“<br />

im Amélie, Bremen<br />

Der bekannte<br />

Beautydoc<br />

Dr. med.<br />

Bünyamin<br />

Özgören<br />

Jeder möchte schön sein! Dank Instagram,<br />

Tiktok und Co. boomt der<br />

Wunsch nach Ästhetik und den perfekten<br />

Proportionen. Jemand, der in<br />

diesem Bereich zuhause ist, ist der<br />

bekannte Bremer Beautydoc Dr. med.<br />

Bünyamin Özgören mit seiner Privatarztpraxis<br />

Oezgoeren Aesthetik (www.<br />

oezgoeren-aesthetik.de).<br />

Jüngst feierte der Promidoc sein 5-jähriges<br />

Bestehen mit zahlreichen bekannten<br />

Gästen aus Medien, Politik, Wirtschaft<br />

und Showbiz. Doch schon lange<br />

sind Beautyeingriffe kein Thema mehr<br />

allein für die „Reichen und Schönen“.<br />

Heutzutage gönnen sich eine Vielzahl<br />

von Frauen, aber auch durchaus immer<br />

mehr Männer, den ein oder anderen<br />

kleinen Eingriff in die Natur..<br />

14


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einer Prise Humor. „Ziel ist es, dass die Zuschauer direkt<br />

einen Einblick von uns und unserer Arbeitsweise erhalten!<br />

So fühlen sich die Patienten dann hoffentlich sofort<br />

wohl – und dass schon, bevor Sie die Praxis überhaupt<br />

betreten haben… Sie bekommen also bereits im Vorfeld<br />

die Möglichkeit, sich für uns als Behandler zu entscheiden,<br />

insofern Sie dies möchten.“<br />

Mit „Augenmaß“ bei der Arbeit.<br />

Hier bei Reality-Sternchen Roxy<br />

Dr. Özgören und seine Ärzte stehen hierbei für die<br />

Anwendung von minimalinvasiver Ästhetik. Das sind<br />

Eingriffe, die mit kleinem Aufwand und vergleichbar<br />

geringem Nebenwirkungsprofil möglichst viel erreichen.<br />

Dazu gehören klassische Hyaluron-Anwendungen und<br />

Faltenunterspritzungen sowie Fett-weg-Spritzen, Fadenliftings,<br />

Infusionstherapien, Laserbehandlungen oder<br />

der Brust- und Po-Aufbau durch Injektionen. Lange<br />

Ausfallzeiten, große Narben und typische OP-Risiken<br />

fallen dabei in der Regel weg. Dennoch gibt es natürlich<br />

immer auch Risiken, und es kann zu Nebenwirkungen<br />

kommen. Dr. Özgören: „Daher sollte auch jeder kleinere<br />

Eingriff gut überlegt sein und aus der richtigen Motivation<br />

heraus durchgeführt werden!“<br />

Ziel ist es, dass der Patient mit einem erwartungsvollen<br />

Lächeln die Praxis betritt und mit einem hoffentlich<br />

noch größeren Lächeln diese wieder verlässt. Trotz<br />

Unterspritzungen im Ergebnis dennoch ein natürliches<br />

Aussehen zu gewährleisten, ist hierbei die große Kunst.<br />

Niemand soll sich auf der Straße nach einem umdrehen,<br />

weil er oder sie „gemacht“ aussieht. Vielmehr wünschen<br />

sich die Patienten, für Ihr Aussehen Komplimente zu bekommen,<br />

ohne dass dem Gegenüber überhaupt auffällt,<br />

dass und womit hier nachgeholfen wurde.<br />

Doch auch wenn man es nicht nach Bremen schafft, hat<br />

Dr. Özgören etwas für die richtige Hautpflege daheim<br />

im Angebot: Die Oezgoeren Kosmetik Creme „Beautify<br />

your Skin“ sorgt als Anti Aging-Tages- und Nachtcreme<br />

für eine junge und gepflegte Haut. „Tierversuchsfrei, vegan,<br />

mit ausschließlich natürlichen Inhaltsstoffen sowie<br />

dermatologisch mit Bestnote auf die Hautverträglichkeit<br />

getestet“, wie Dr. Özgören betont (mehr zur Creme unter<br />

www.oezgoeren-kosmetik.de).<br />

Was der Arzt uns noch mit auf den Weg geben möchte?<br />

„Ich weiß, dass ein stetiger Druck zur Perfektion besteht.<br />

Diesem nicht nachzugeben, ist häufig sehr schwer. Dennoch<br />

rate ich jedem dazu, nur Eingriffe durchzuführen,<br />

wenn man selbst zu 100% dahintersteht und zumindest<br />

ein gewisser Leidensdruck vorhanden ist. Darüber hinaus<br />

sollte man nie vergessen, dass privates Glück und die<br />

persönliche Zufriedenheit die beste Prävention gegen<br />

Falten sind!“<br />

Beauty ist sein Leben:<br />

Dr. med. Bünyamin<br />

Özgören<br />

Mittlerweile sind die Behandlungen von Dr. Özgören<br />

weit über Bremen hinaus bekannt, und die Patienten<br />

kommen deutschlandweit in die Praxis, um sich speziell<br />

hier behandeln zu lassen. Dr. Özgören: „Das ist ein sehr<br />

großes Kompliment für mich, denn natürlich gibt es<br />

von Bayern bis Bremen eine Menge auf Schönheit spezialisierte<br />

Ärzte und Ärztinnen. Wenn die Leute aber<br />

dennoch einen so weiten Weg auf sich nehmen, um unbedingt<br />

zu uns zu kommen, bin ich immer unglaublich<br />

dankbar und auch sehr stolz darüber.“<br />

Einen großen Anteil am Erfolg hat sicherlich auch<br />

der besondere Social Media-Auftritt mit aktuell über<br />

350.000 Followern bei Tiktok, Instagram und Youtube<br />

(siehe: oezgoeren.aesthetik). Hier zeigt der Doc die Behandlungen<br />

und stellt sein Team vor. Alles immer mit<br />

einem Augenzwinkern und wenn möglich auch mit<br />

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Warum<br />

eigentlich<br />

Naturkosmetik?<br />

Die Haut ist mit einer Oberfläche von<br />

1,5 – 2 Quadratm etern und einem<br />

Gewicht von bis zu 10 Kilogramm das<br />

größte Organ des Menschen. Sie ist<br />

zudem das wichtigste Abwehrsystem<br />

unseres Körpers und beeinflusst wesentlich<br />

die Gesundheit. Unsere Naturkosmetik<br />

unterstützt die natürliche<br />

Hautfunktion.<br />

- Wichtig für das Immunsystem: Die<br />

natürlichen Stoffe aus der Naturkosmetik<br />

unterstützen in besonderem Maße<br />

unser Immunsystem. Weil sie dem Körper<br />

nicht fremd sind, können sie leichter<br />

abgebaut werden.<br />

- Naturkosmetik für jedes Alter: Ob<br />

jung oder älter – Naturkosmetik kann<br />

und darf jeder anwenden...<br />

Bio Rosenwasser –<br />

Unser Beauty<br />

Allrounder<br />

Das Rosenwasser, auch als Rosenhydrolat<br />

bekannt, erlebt gerade einen<br />

regelrechten Boom: Seine umfassende<br />

Wirkung ist schon seit dem Mittelalter<br />

bekannt. Es ist ein reines Naturprodukt<br />

mit Vitaminen wie B, C und D und entsteht<br />

als Nebenprodukt bei der Destillation<br />

zur Rosenölgewinnung.<br />

Die Einsatzmöglichkeiten unseres<br />

Rosenwassers sind außerordentlich<br />

vielseitig: Es wirkt antibakteriell, abschwellend,<br />

feuchtigkeitsspendend und<br />

durchblutungsfördernd.<br />

Reich an natürlichen Antioxidantien,<br />

beruhigt die Anwendung als Gesichtswasser<br />

gestresste und gereizte Haut.<br />

Die regenerationsfördernde Wirkung<br />

auf Hautzellen ist dabei hervorragend<br />

geeignet für die Behandlung von Unreinheiten,<br />

Pickeln oder Akne und kann<br />

sogar die Heilung von Herpes unterstützen.<br />

Bei längerer Anwendung ist Rosenwasser<br />

auch als Anti Aging geeignet, da die<br />

Durchblutung gefördert und die Haut<br />

gestrafft wird. Rosenwasser hat eine verjüngende<br />

und erfrischende Wirkung auf<br />

die Haut – und zwar für jeden Hauttyp!.<br />

Die Kombination aus<br />

Arganöl & Coffein<br />

- Pflegebooster für<br />

Kopfhaut und<br />

Haarwurzeln<br />

Für eine tolle Haarpracht sind zwei<br />

Faktoren entscheidend: eine gesunde<br />

Kopfhaut & aktive Haarwurzeln.<br />

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Doèlla BY VAN, Foto: © Markus Fritz Instagram @m_fotografie.heidenheim<br />

ARGANÖL:<br />

• hat eine positive Wirkung auf die<br />

Kopfhaut, denn es kann Symptome<br />

wie Brennen oder Jucken mildern,<br />

indem es die Durchblutung anregt<br />

und die Schuppenbildung mindert.<br />

• spendet trockenem und sprödem<br />

Haar viel Feuchtigkeit und sorgt für<br />

eine weichere Haarstruktur.<br />

• verleiht den Haaren einen<br />

gesunden und natürlichen Glanz<br />

• ist reich an Vitamin E und kräftigt<br />

das Haar auch gegen Haarbruch<br />

COFFEIN:<br />

• dringt tief in die Haarwurzeln ein<br />

und aktiviert sie: Wie bei einer<br />

Massage wird die Durchblutung der<br />

Kopfhaut und damit das Wachstum<br />

der Haarwurzel angeregt.<br />

• stimuliert die Haarfollikel auf der<br />

Kopfhaut und sorgt für dichteres<br />

und stärkeres Haar.<br />

• blockiert das für Haarausfall<br />

verantwortliche DHT-Hormon auf<br />

unserer Kopfhaut und hilft damit,<br />

Haarverlust zu vermeiden<br />

oder zu verringern.<br />

17


Katafanga 4, Fiji, VLADI PRIVATE ISLANDS<br />

Selbstversorger-Inseln<br />

Die Themen Naturschutz, Klimaneutralität,<br />

sichere Umwelt stehen heute sehr<br />

im Fokus und im Gedankengut aller<br />

Menschen und natürlich auch in den<br />

Medien. Was kann man tun, um komplett<br />

klimaneutral und unabhängig zu<br />

sein und nicht verantwortlich zu sein,<br />

für irgendeine Umweltbelastung. Es gibt<br />

selbstverständlich viele Möglichkeiten<br />

und viele Lösungen, die man mit Disziplin,<br />

Aufmerksamkeit und entsprechendem<br />

Handeln erreichen kann. Aus unserer<br />

Sicht als Spezialisten für Privatinseln<br />

kommt natürlich sofort die Selbstversorger-Insel<br />

in Betracht.<br />

Was heißt das?<br />

Das heißt, wenn man eine Insel hat, auf<br />

der eine Agrikulturfläche ist, die entsprechend<br />

bepflanzt werden kann.<br />

Die Privatinseln, die wir in Europa,<br />

Amerika, im indischen Ozean und<br />

Französisch-Polynesien oder auch in<br />

Australien und Neuseeland verkaufen,<br />

haben Größenordnungen von 30 000<br />

bis 300 000 Quadratmeter). Für eine<br />

Agrikulturfläche, die die Selbstversorgung<br />

sicherstellt und ermöglicht,<br />

werden allerdings maximal 8.000 Quadratmeter<br />

gebraucht. Wie man sich diese<br />

vorstellen kann, habe ich mit dem anliegenden<br />

drei Bildern skizziert. Mehr<br />

als das, was Sie hier auf den Bildern<br />

sehen, braucht man nicht, um eine ganze<br />

Familie unabhängig von der Umwelt<br />

zu ernähren. Drei Bilder deshalb, weil<br />

es verschiedene Klimazonen gibt und<br />

entsprechend muss auch unterschiedlich<br />

angepflanzt werden. Aus diesem<br />

Grunde habe ich einmal die tropische<br />

Variante gewählt und die subtropische<br />

sowie auch die nördlichere Zone.<br />

Es gibt bereits einige Beispiele, wo auch<br />

Eremiten, die auf einer Insel leben, ähnlich<br />

vorgegangen sind. Ein ganz besonderer<br />

Eremit in Neuseeland, den ich gut<br />

kenne, hat 40 Jahre auf dieser Insel so<br />

gelebt.<br />

Da es nicht viele Inseln auf der Welt<br />

gibt, verglichen zu der Milliarden-Größenordnung<br />

von der Anzahl der Menschen,<br />

kann das natürlich keine endgültige<br />

Lösung sein, aber ein interessanter<br />

Schritt, der uns natürlich zurückbringt<br />

in die Zeit von Adam und Eva<br />

Vladi Private Islands<br />

18


Self-Sufficiency Farming on a Private Island<br />

The One-Hectare Garden and Farm<br />

Imagine you and your beloved are the<br />

only people on an island. Most of the<br />

time, you have no contact with the<br />

mainland but still need to comfortably<br />

survive. All you need is a one-hectare<br />

farm on which to grow fruit and<br />

vegetables, a place to keep animals and<br />

the facilities to install solar panels and<br />

wind generators. You will see that with<br />

this system one can easily survive for<br />

long periods of time on an island. The<br />

illustrations here show examples of such<br />

farm operations.<br />

This calendar provides an overview of<br />

a number of islands located throughout<br />

the world, which could be your host for<br />

a healthy, prosperous and even lengthy<br />

loved are the only people on an<br />

ve no contact with the mainland but<br />

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rm on which to grow fruit and<br />

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farm operations.<br />

f-Sufficiency stay, without any services Farming or deliveries the on garden and a farm Private will allow guests Island<br />

to<br />

from the mainland. Self-sufficiency is enjoy a totally independent stay on the<br />

an interesting concept, especially nowa-<br />

island – the ultimate security. Needless<br />

The One-Hectare Garden and Farm<br />

days, where in many civilised areas, our<br />

environment is at stake and pollution<br />

is rife. For example, in Germany alone,<br />

there are 24,000 casualties yearly due<br />

to air pollution. Similar figures arise in<br />

other industrial countries.<br />

We aim to promote a healthy and happy<br />

stay on an island and invite you to<br />

imagine you and your family on one<br />

of these islands. We have chosen three<br />

categories of islands: the tropical, subtropical<br />

and temperate zones. In these<br />

zones, we concentrate on islands large<br />

enough to host a one-hectare garden<br />

and farm. Whether you use the island<br />

for holidays,<br />

permanent living or as a rental property,<br />

to say, a variety of animals, fruit and<br />

vegetables should be included in the<br />

farm, similar to those on large farms on<br />

the mainland.<br />

The purpose of this calendar is to introduce<br />

the idea of a self-sufficient island.<br />

We would like to thank all the island<br />

managers, caretakers and owners who<br />

have contributed their experiences to<br />

this calendar. We are happy to consult<br />

wherever we can. Towards the end of<br />

the calendar, a selection of literature<br />

on the topic of self-sufficiency can be<br />

found. These books are also available to<br />

order through our websites www.vladi.<br />

ca or www.mapsandmore.ca<br />

Vladi Private Islands<br />

iew of a number of islands locacould<br />

be your host for a healthy,<br />

y, without any services or deliveries<br />

concept, especially nowadays,<br />

ur environment is at stake and<br />

Germany alone, there are 24,000<br />

tion. Similar figures arise in other<br />

Temperate zone<br />

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s of islands: the tropical, subtropical<br />

n islands large enough to host a<br />

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property, the garden and farm<br />

lly independent stay on the island<br />

Subtropical zone<br />

Puangiangi Island, New Zealand<br />

mals, fruit and vegetables should be<br />

those on large farms on the mainar<br />

is to introduce the idea of a<br />

like to thank all the island<br />

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to consult wherever we can.<br />

r, a selection of literature on the<br />

found.<br />

o order through our websites<br />

more.ca<br />

ds<br />

Tropical zone<br />

Motu Araara Island, French Polynesia<br />

Vladi Private Islands has commissioned www.atelier-piel.de to create the above illustrations.<br />

04.11.2008 14:12:39<br />

19


SOUL<br />

d in<br />

city of<br />

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on<br />

in his<br />

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Fruit tress Kalender_2009.indd 3<br />

Hi, I’m Scott. I am the caretaker at Singer Castle — a castle Sant’ Antonio di Torcello is a very ancient site, situated in<br />

Voices of Islanders<br />

on an island in the middle of the St. Lawrence River. I live the Venetian lagoon, close to Torcello the famous city of<br />

here year round. I get to see the seasons as they change on the Venice. We grow all kinds of healthy tasty organic vegetables,<br />

including local traditional firstlings such as delicious<br />

river. Numerous people have told me that I have the greatest<br />

job in the world. They’re right. I live in a castle full of secrets, artichokes as well as cereal grains fruit. Tokai Merlot<br />

USA mysteries, hidden passageways, turrets a dungeon. More grapes flourish in our very own vineyard produce great<br />

Italy<br />

importantly, there is a permanent moat around my castle. red white wines. Many tall trees, pine oak among<br />

I get to meet people from all over the world when they come others, provide firewood also give the island the necessary<br />

to stay in our Royal Suite or tour the castle. I can sit watch shelter privacy as well as a pleasant environs. Olive trees<br />

the sun surrender to the Canadian skyline, turn watch the thrive on the island, producing a quantity of olives for eating<br />

moon rise over the American side. In the morning, I can watch or for making oil. Water comes from our own 250 metre deep<br />

the sun rise quietly to bring light a new day the occasional<br />

boater passing by, wishing he was the one staying here. to utilize solar energy. Although we are not completely self-<br />

well. We enjoy many hours of sunshine – perfect conditions<br />

The two most asked questions are: What’s it like in the winter?<br />

Peaceful quiet, snow-covered. All is white pure. self-sufficient life. My twenty-six years of experience on<br />

sufficient, the island has great potential of providing a real<br />

Sometimes on a snowy night the world disappears along with Sant’ Antonio have been the best that a man can have in his<br />

all your worries. Secondly they ask: Is the castle haunted? life. Day by day, the extraordinary atmosphere on this island,<br />

Well, you’ll just have to come and decide that for yourself. immersed in the serenity of the Venetian lagoon, nourishes the<br />

soul and brings one closer to nature.<br />

Voices of Islanders<br />

Dark Island proposes self-sufficiency in a different way - with the proceeds<br />

THE VENETIAN ISLAND OWNER<br />

from almost thirty thousand day-trippers to the island each year, the island<br />

owner could afford to shop every day in the local supermarket!<br />

SCOTT GARRIS<br />

Firs/Spruces<br />

Wind energy<br />

Singer Castle on<br />

Dark Island<br />

USA<br />

Sant‘ Antonio Island<br />

Italy<br />

Spinach<br />

Islands for sale and for rent<br />

MY HOME IS MY CASTLE<br />

Duck holding<br />

Solar panels<br />

Hi, I’m Scott. I am the caretaker at Singer GoatsCastle — a castle<br />

Grazing pasture<br />

on an island in the middle Cows of the St. Lawrence River. I live<br />

here year round. I get to see the seasons as they change on the<br />

river. Numerous people have told me that I have<br />

Runner beans<br />

the greatest<br />

job in the world. They’re right. I live in a castle full of secrets,<br />

Wheat<br />

Well<br />

mysteries, hidden passageways, turrets and a dungeon. More<br />

importantly, there is a permanent moat around my castle.<br />

Peas<br />

I get to meet people<br />

Cabbage<br />

from all over the world when they come<br />

to stay in our Royal Suite or tour the castle. I can sit and watch<br />

Spinach<br />

the sun surrender to the Canadian skyline, turn and watch the<br />

Cauliflower<br />

Potatoes<br />

moon rise over the American side. In the morning, I can watch<br />

Tomatoes<br />

the sun rise quietly to bring light and a new day and the occasional<br />

boater passing by, wishing he was the one staying here.<br />

Transport boat<br />

The two Temperate most asked questions zoneare: What’s it like in the winter?<br />

Peaceful and quiet, snow-covered. All is white and pure.<br />

(NORTHERN AND CENTRAL EUROPE, UNITED STATES AND CANADA)<br />

Islands for sale and for rent<br />

Sometimes on a snowy night the world disappears along with<br />

all your worries. Secondly they ask: Is the castle haunted?<br />

Well, you’ll just have to come and decide that for yourself.<br />

Sheep<br />

Aquaculture Beehives<br />

Movable<br />

Fruit tress<br />

THIS chicken ISLAND arc ATMOSPHERE NOURISH<br />

Transport<br />

Sant’ Antonio<br />

Satellite dish<br />

di Torcello is a very ancient sit<br />

the Venetian Compost lagoon, heaps close to Torcello and the<br />

Venice.<br />

Cowshed<br />

We grow all kinds of healthy and tast<br />

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tables, including local traditional firstlings suc<br />

artichokes<br />

Grass<br />

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grapes flourish in our very own vineyard and p<br />

Cold frame<br />

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Greenhouse<br />

Onions<br />

others, provide firewood Herbs and also give the isla<br />

shelter and privacy as well as a pleasant envir<br />

Pumpkins<br />

Rhubarb<br />

thrive on the island, producing a quantity of o<br />

or for making oil. Water comes from our own<br />

well. We enjoy many hours of sunshine – perf<br />

to utilize solar energy. Although we are not co<br />

sufficient, the island has great potential of pro<br />

self-sufficient life. My twenty-six years of exp<br />

www.vladi.ca<br />

Sant’ Antonio have been the best that a man c<br />

life. Day by day, the extraordinary atmosphere<br />

immersed in the serenity of the Venetian lagoo<br />

soul and brings one closer to nature.<br />

Kalender_2009.indd 3 04.11.2008<br />

Cabbage<br />

Duck holding<br />

greatest job in the world. They’re right.<br />

Sheep<br />

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Grazing<br />

is<br />

pasture<br />

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Wheat<br />

snowy night the<br />

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Potatoes<br />

along<br />

Temperate zone<br />

(NORTHERN AND CENTRAL EUROPE, UNITED STATES AND CANADA)<br />

MY HOME IS MY CASTLE<br />

Dark Island proposes self-sufficiency in a different way - with the proceeds<br />

from almost thirty thousand day-trippers to the island each year, the island<br />

owner could afford to shop every day in the local supermarket! THIS ISLAND<br />

Hi, I’m Scott. I am the caretaker at Sin-<br />

SCOTT GARRIS<br />

ATMOSPHERE<br />

Wind energy<br />

ger Castle — a castle on an island in the<br />

middle of the St. Lawrence River. I live<br />

here year round. I get to see the seasons<br />

as they change on the river. Numerous<br />

people have told me that I have the<br />

I live in a castle full of secrets, mysteries,<br />

hidden passageways, turrets and a<br />

to meet people from all over the world<br />

when they come to stay in our Royal<br />

Suite or tour the castle. I can sit and<br />

watch the sun surrender to the Canadian<br />

skyline, turn and watch the moon rise<br />

over the American side. In the morning,<br />

I can watch the sun rise quietly to bring<br />

light and a new day and the occasional<br />

boater passing by, wishing he was the<br />

one staying here. The two most asked<br />

questions are: What’s it like in the winter?<br />

Peaceful and quiet, snow-covered.<br />

All is white and pure. Sometimes on a<br />

with all your worries. Secondly they<br />

ask: Is the castle haunted? Well, you’ll<br />

just have to come and decide that for<br />

yourself. Dark Island proposes self-sufficiency<br />

in a different way - with the<br />

Transport boat<br />

proceeds from almost thirty thousand<br />

day-trippers to the island each year, the<br />

island owner could afford to shop every<br />

day in the local supermarket!<br />

SCOTT GARRIS<br />

Runner beans<br />

THE VENETIAN ISLAND OWNER<br />

NOURISHES MY SOUL<br />

Sant’ Antonio di Torcello is Aquaculture a very<br />

ancient site, situated in the Venetian<br />

lagoon, close to Torcello and the famous<br />

city of Venice. We grow all kinds of<br />

Solar panels<br />

healthy and tasty organic vegetables, including<br />

local traditional firstlings such<br />

as delicious artichokes as well as cereal<br />

grains and fruit. Tokai and Merlot grapes<br />

flourish in our very own vineyard<br />

and produce great red and white wines.<br />

Many tall trees, pine and oak among<br />

others, provide firewood and also give<br />

the island the necessary Well shelter and<br />

privacy as well as a pleasant environs.<br />

Olive trees thrive on the island, producing<br />

a quantity Peas of olives for eating or<br />

Onions<br />

for<br />

making oil. Water comes from our own<br />

250 metre deep well. We enjoy many<br />

hours of sunshine – perfect conditions<br />

to utilize solar energy. Although we are<br />

not completely selfsufficient, the island<br />

has great potential of providing a real<br />

self-sufficient life. My Tomatoes twenty-six years<br />

of experience on Sant’ Antonio have<br />

been the best that a man can have in<br />

his life. Day by day, the extraordinary<br />

atmosphere on this island, immersed<br />

in the serenity of the Venetian lagoon,<br />

nourishes the soul and brings one closer<br />

to nature.<br />

THE VENETIAN ISLAND OWNER<br />

Beehives<br />

Movable<br />

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Cowshed<br />

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Cold frame<br />

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20


Satellite dish<br />

Forsyth Island<br />

Solar panels<br />

Transport<br />

New Zealand<br />

oranges. We grow olives for oil. We keep bees for honey and<br />

for the sweet things in life. They are also used to pollinate the<br />

gardens. The chickens supply plenty of eggs. Fresh fish, mussels,<br />

scallops and paua are always available. Of course, we<br />

rear lambs on the island and the cow and goats produce milk<br />

for butter and cheese.<br />

We lead a very peaceful and fulfilling life on the island.<br />

JAN HOOD<br />

LEADING A FULFILLING LIFE<br />

Wind energy<br />

My name is Jan Hood and together Olive tree with my husband Walnut tree Peter,<br />

run off solar power. Almost half a century of living a<br />

largely self-sufficient life on the island, Ross Webber, at the<br />

age of 73, gave an interview to a New Zealand TV station:<br />

What brought you here? I was looking for a farm and this<br />

was the only one available at the time. Is it hard work living<br />

on an island? It’s not so hard that one would be sweating all<br />

the time. There are lots of things to do and I am always kept<br />

busy. Have you left the island much? The longest I’ve been<br />

away from the island was 8 or 9 days. I enjoy myself while<br />

I’m away but am always pleased to get back home again.<br />

What about the idea many people have of you being a<br />

hermit or a recluse? A hermit would be somebody who<br />

we live as caretakers on Forsyth Island in the Marlborough<br />

Sounds, New Zealand. We have fresh spring water always co-<br />

Beehives<br />

Orange tree<br />

Sheep<br />

Duck holding<br />

Solar panels<br />

ming from the hillsides and the supply can generate a pelting the island. His daily tasks included clearing<br />

Goats<br />

doesn’t like fraternising with people. I don’t<br />

Zucchini Onions<br />

wheel for power supply. We use solar Satellite dishenergy on the island as fishing commercially think anyone and would looking think that of after me. At abou<br />

Lemon tree<br />

least not the people who know me. Do<br />

Tree<br />

Strawberries<br />

well. The water is wonderful<br />

you ever get lonely? What is loneliness?<br />

It’s having nothing to do. If you<br />

Apricot tree for the vegetable gardens where rarely had fern a day of ill-health. At one stage,<br />

Transport<br />

Apricot tree have things to do, you don’t think of<br />

we grow all sorts of vegetables.<br />

Poultry keeping Olive tree the island for over 10 years. Over time, his<br />

Carrots<br />

things like that. What about a wife<br />

Herbs<br />

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tence had not changed very much. He instal<br />

Compost<br />

Tomatoes<br />

had (a wife and family) but never<br />

found the right woman. Will<br />

We use the seeds for next year’s crops. The orchard is well conveniences – but never<br />

Chard<br />

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Grass<br />

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when you are gone?<br />

supplied with an abundance of apples, pears, lemons and The house had electricity in I probably one will. room If somebody<br />

leaves the place<br />

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Cabbage<br />

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oranges. We grow olives for oil. We keep Rhubarb bees for honey and run off solar power. hedge Almost they half love in a the century prime of o<br />

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for the sweet<br />

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things in life. They are also used to pollinate the largely self-sufficient Pumpkin life on different. the island, I have spent Ros<br />

the prime of my<br />

gardens. The chickens supply plenty of eggs. Fresh fish, mussels,<br />

scallops and paua are always available. Of Parsnip course, we Broccoli What brought you here? I was Probably, looking yes. for<br />

age of 73, gave an interview to a New Zeala<br />

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be sad leaving?<br />

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TV NEW ZEALAND<br />

Animal feed<br />

rear lambs on the island and the cow and goats produce milk<br />

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for butter and cheese.<br />

Subtropical zone<br />

We lead a very peaceful and fulfilling life on the island.<br />

JAN HOOD<br />

(E.G. MEDITERRANEAN COUNTRIES, CALIFORNIA, SOUTH AFRICA, PARTS OF AUSTRALIA AND NEW ZEALAND)<br />

Kalender_2009.indd 4 04.11.2008 14:16:00<br />

Olive tree<br />

SELF-SUFFICIENCY<br />

Wind energy<br />

Sheep<br />

(E.G. MEDITERRANEAN COUNTRIES, CALIFORNIA, SOUTH AFRICA, PARTS OF AUSTRALIA AND NEW ZEALAND)<br />

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HALF A CENTURY OF<br />

In the late 1950s, Ross Webber, then<br />

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Beehives<br />

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Solar panels<br />

South Island. Over the years, he established<br />

a little farm on the island. His<br />

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daily Lemon tasks treeincluded clearing the land of<br />

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Apricot tree<br />

Transport<br />

after about 60 sheep. He rarely had a<br />

day of ill-health. At one stage, he did<br />

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not leave the island for over 10 years.<br />

FULFILLING LIFE<br />

Over time, his simple rustic existence<br />

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HALF A CENTURY OF SELF-SUFFICIENCY<br />

had not changed very much. He installed<br />

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Almost half a century of living a<br />

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of vegetables.<br />

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We use had not changed largely very self-sufficient much. He installed life on a the few island, modern<br />

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for next year’s solar crops. energy The orchard on the is island well as well. conveniences The – Ross but never Webber, owned at an the electric age of oven 73, nor gave fridge. an<br />

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I’m away but am always pleased to get back home again.<br />

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JAN HOOD<br />

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Transport<br />

HALF A CENTURY OF SELF-SUFFICI<br />

In the late 1950s, Ross Webber, then 27 yea<br />

Cherry tree<br />

Puangiangi Plum tree in the Marlborough Sounds of N<br />

Olive tree<br />

South Island. Over the years, he established<br />

was the only one available at the time. Is it<br />

on an island? It’s not so hard that one wou<br />

the time. There are lots of things to do and I<br />

busy. Have you left the island much? The<br />

away from the island was 8 or 9 days. I enjo<br />

I’m away but am always pleased to get back<br />

What about the idea many people have o<br />

hermit or a recluse? A hermit would be so<br />

ever get lonely? What is loneliness? It’s<br />

having nothing to do. If you have things<br />

Walnut tree<br />

to do, you don’t think of things like that.<br />

Cherry tree<br />

What about a wife and family? I would Plum tree<br />

Olive tre<br />

like to have had (a wife and family) but<br />

never found the right woman. Will you<br />

Duck holding<br />

think of the place much when you are<br />

gone? I probably<br />

Goats<br />

will. If somebody leaves<br />

the place they love in the prime of their<br />

life, then that is different. I have spent<br />

the prime of my life here. Will you be sad<br />

leaving? Probably, yes.<br />

Poultry TV keeping NEW ZEALAND Olive tree<br />

Compost<br />

Puangiangi Island<br />

New Zealand<br />

Broccoli<br />

Tomatoes<br />

Animal feed<br />

Transport<br />

Carrots<br />

Zucchini<br />

Chard<br />

doesn’t like fraternising with people. I don’t<br />

think anyone would think that of me. At<br />

least not the people who know me. Do<br />

you ever get lonely? What is loneliness?<br />

It’s having nothing to do. If you<br />

Strawberries<br />

21<br />

Herbs<br />

Grass<br />

O<br />

Fan palms


Porcada Island<br />

OW WE RUN A FARM<br />

e operate a farm on D’Arros Island, a private island in the<br />

ychelles. Each farm should have a pond, not only because it<br />

oks pretty, but also because many good edible plants can be<br />

wn around it. The pond should be at least 5 by 5 metres in<br />

e, ideally about 50 by 30 metres. Naturally, the pond water<br />

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d protein-rich fish) should be introduced into the pond.<br />

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e pond. It is very nutritious and only its youngest leaves Panamaare<br />

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op each subsequent year.<br />

order to ensure diversity in our diet, we grow a variety of<br />

getables, for example pumpkin and Chinese cabbage.<br />

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quire much space, such as potol, a very productive plant,<br />

ose fruits can reach up to 6 inches in length. Snake gourd is<br />

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ans qualify for salads as well. Cucumbers and papaya<br />

quire a lot of water and absorb many nutrients from the soil.<br />

bergines are also good, however they require the assistance<br />

ladybirds for pollination.<br />

D ’ Arros Island<br />

OH, HOW BEAUTIFUL IS PANAMA!<br />

HOW WE RUN A FARM<br />

plant, can be set around the pond. It is<br />

My family owns an island in Panama, on which I spend very nutritious a few and We operate only its a farm youngest on D’Arros Island, a pri<br />

months each year. Life there is so much different to leaves that in are used for Seychelles. consumption. Each farm It only should have a pond,<br />

Europe, and I can only agree with the title of the well-known needs to be set once looks to pretty, produce but also crop because many good e<br />

children’s book by Janosch, “Oh, wie schön ist Panama”. each subsequent sown year. around In order it. The to ensure pond should be at leas<br />

Here, I get up at sunrise and go to bed at sunset. I diversity live on the in our size, diet, ideally we grow about a variety 50 by 30 metres. Natural<br />

island with 8 local cowboys, 10 horses and 300 cattle. We would attract mosquitoes, therefore tilapias<br />

of vegetables, for example pumpkin and<br />

have many spring wells, which are run on solar energy, as the and protein-rich fish) should be introduced<br />

animals consume great quantities of water. We have Chinese planted cabbage. Water Furthermore, convolvulus, climbing<br />

plants are very the pond. suited, It is as very they nutritious do and only its y<br />

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oranges, Seychelles lemons, mangoes, yucca, avocado and chili.<br />

Every day, the workmen harvest 2 fresh coconuts not from require which much used space, for consumption. such as potol, It only a needs to be s<br />

I drink. At the end of the work day, the cowboys like very to productive fish, crop plant, each whose subsequent fruits year. can<br />

so we often eat fish, lobster, crab or mussels accompanied reach up by to 6 inches In order in to length. ensure Snake diversity in our diet, we g<br />

rice. Otherwise, any other requirements are obtained gourd from is the also suited vegetables, as a vegetable for example or pumpkin and Chin<br />

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salad. Rouquet, tomatoes and beans<br />

passing fishermen. Once a week, I visit the mainland for a day, require much space, such as potol, a very p<br />

going to the nearest town. The shopping list must qualify be carefully for salads whose as well. fruits Cucumbers can reach up to 6 inches in len<br />

planned, as not to forget anything. The solar-powered and freezer papaya require also suited a lot of as water a vegetable and or salad. Rouquet<br />

is very useful. In the afternoons, I like to take the canoe absorb to many nutrients beans qualify from for the salads soil. as well. Cucumber<br />

the beach, where I can go hiking for hours without Aubergines meeting are require also good, a lot however of water and they absorb many nutr<br />

a living soul. At night, it is incredibly quiet on the island, so Aubergines are also good, however they req<br />

much so that despite the heat, one wakes up the next morning of ladybirds for pollination.<br />

feeling refreshed!<br />

Coconut palms<br />

LADY ISLAND OWNER<br />

ycle<br />

Beans<br />

Cabbage<br />

Coconut palm<br />

OH, HOW BEAUTIFUL<br />

IS PANAMA!<br />

My family owns an island in Panama,<br />

on which I spend a few months each<br />

year. Life there is so much different to<br />

that in Europe, and I can only agree<br />

with the title of the well-known children’s<br />

book by Janosch, “Oh, wie schön<br />

Coconut<br />

palms<br />

ist Panama”. Here, I get up at sunrise<br />

and go to bed at sunset. I live on Watermelon the<br />

island with 8 local cowboys, 10 horses<br />

and 300 cattle. We have many spring<br />

wells, which are run on solar energy,<br />

as the animals consume great quantities<br />

of water. We have planted oranges,<br />

Millet<br />

lemons, mangoes, yucca, avocado and<br />

chili. Every day, the workmen harvest 2<br />

fresh coconuts from which I drink. At<br />

the end of the work day, the cowboys<br />

like to fish, so we often eat fish, lobster,<br />

crab or mussels accompanied by rice.<br />

Otherwise, any other requirements are<br />

obtained from the mainland by boat.<br />

On many occasions, I buy produce from<br />

passing fishermen. Once a week, I visit<br />

the mainland for a day, going to the<br />

nearest town. The shopping list must<br />

be carefully planned, as not to forget<br />

anything. The solar-powered freezer is<br />

very useful. In the afternoons, I like to<br />

Kalender_2009.indd 5<br />

Papaya<br />

Solar panels Satellite dish<br />

Rhubarb<br />

Wind<br />

energy<br />

Beehives<br />

Transport<br />

Banana tree<br />

Islands for sale and for rent<br />

We also grow watermelons and bananas.<br />

Instead of potatoes, we cultivate manioc as a<br />

root vegetable along with other types of root<br />

vegetables, which we refer to as “La Roue”.<br />

It is also nice to grow Water vanilla, buffalo which is a<br />

climbing plant, however it needs to be<br />

pollinated by hand, as the Chicken birds that normally<br />

carry out this procedure only live<br />

in Mexico. Needless to say, we grow<br />

coconut and breadfruit trees. As far<br />

Apricot tree<br />

Solar panels<br />

Apricot as tree animals are concerned, chickens<br />

are recommended but it is important<br />

to feed them<br />

regularly, as<br />

Snake gourd<br />

Tropical zone<br />

(E.G. SEYCHELLES, FIJI, CENTRAL AMERICA, FRENCH POLYNESIA)<br />

they can be<br />

quite destructive.<br />

Other<br />

Tomatoes<br />

animals include<br />

rabbits,<br />

Taro<br />

guinea pigs,<br />

ducks, geese<br />

and turkeys.<br />

On occasions, I<br />

have also kept<br />

60 cows and<br />

100 pigs.<br />

take the canoe to the beach, where I can<br />

go hiking for hours without meeting<br />

a living soul. At Coconut night, it is incredibly<br />

palms<br />

quiet on the island, so much so that<br />

despite the heat, one wakes up the next<br />

ISLAND MANAGER<br />

morning feeling refreshed!<br />

LADY ISLAND OWNER Pineapple<br />

HOW WE RUN A FARM<br />

We operate a farm on D’Arros Island,<br />

a private island in the Seychelles. Each<br />

farm should have a pond, not Solar only boat because<br />

it looks pretty, www.vladi.ca<br />

but also because<br />

many good edible plants can be sown<br />

around it. The pond should be at least<br />

5 by 5 metres in size, ideally about 50<br />

by 30 metres. Naturally, the pond water<br />

would attract mosquitoes, therefore<br />

tilapias (very palatable and proteinrich<br />

fish) should be introduced into the<br />

pond. Water convolvulus, a spinach-like<br />

Manioc<br />

04.11.2008 14:16:57<br />

Mango tree<br />

Tricycle<br />

Beans<br />

Coconut palm<br />

require the assistance Cabbage of ladybirds for<br />

Papaya<br />

pollination. We also grow watermelons<br />

and bananas.<br />

Instead of potatoes, we cultivate manioc<br />

as a root vegetable along with other<br />

types of root vegetables, which we refer<br />

to as “La Roue”. It is also nice to grow<br />

Millet<br />

vanilla, which is a climbing plant, however<br />

it needs to be pollinated by hand,<br />

as the birds that normally carry out this<br />

procedure only live in Mexico. Needless<br />

to say, we grow coconut and breadfruit<br />

trees. As far as animals are concerned,<br />

chickens are recommended but it is important<br />

to feed them regularly, as they<br />

can be quite destructive. Other animals<br />

include rabbits, guinea pigs, ducks, geese<br />

and turkeys. On occasions, I have<br />

also kept 60 cows and 100 pigs.<br />

ISLAND MANAGER<br />

Solar panels Satellite dish<br />

Rhubarb<br />

Wind<br />

energ<br />

22


FASHION<br />

Was trägt man im Winter?<br />

Designer Various<br />

Flying Solo<br />

Foto: © Charlie Wills<br />

23


Das Comeback der langen Bomberjacken<br />

stimmt Klassik- und Oversized-<br />

Fans dank der aktuellen Trends<br />

gleichermaßen glücklich. Die Winterfashion<br />

von der Designerin Flying<br />

Solo zeigt die lang geschnittene<br />

Pufferjacke, die Pastellfarben zeigten<br />

die Y2K-Trends, die wir so oft auf<br />

den Straßen sehen, aber mit einem<br />

kleinen Twist aus Melbourne.<br />

Designer Various<br />

Flying Solo<br />

Foto: © Charlie Wills<br />

Designer Various<br />

Flying Solo<br />

24


Designer Various<br />

Flying Solo<br />

Foto: © Charlie Wills<br />

25


Der Fokus auf unsere Taillen<br />

sorgt für spannende Silhouetten,<br />

dazu die Overknees sind wieder<br />

angesagt. Die stylischen Stiefel<br />

sehen nicht nur super aus, sie<br />

wärmen auch gut an kalten<br />

Wintertagen. Overknees passen zu<br />

verschiedenen Looks. Außerdem<br />

sind sie auf den Laufstegen der<br />

Fashion-Metropolen gesichtet.<br />

Auch jeder Menge Knallfarben<br />

erobern das Feminine zurück.<br />

Designer Various<br />

Flying Solo<br />

Foto: © Charlie Wills<br />

26


Trends wie der Grunge-Look,<br />

oder karierte Mäntel von<br />

Roberto Cavalli sind die<br />

angesagtesten Trends für<br />

diese Winter-Saison.<br />

Roberto Cavalli<br />

Designer Fausto Puglisi Italy<br />

Fotos: © Charlie Wills<br />

Roberto Cavalli<br />

Designer Fausto<br />

Puglisi Italy<br />

27


Schauspielerin und Buchautorin<br />

KATRIN BÜHRING<br />

MIT HERZ UND<br />

ENGAGEMENT<br />

AKTIV VOR<br />

UND HINTER<br />

DER KAMERA «<br />

«<br />

Sucht man im Internet nach Informationen<br />

zu Katrin Bühring, stößt man<br />

schnell auf Katrins humorvolle Selbstvorstellung:<br />

Katrin… // macht in Gedenken<br />

an ihre Großeltern einmal im<br />

Jahr Wild-Leberwurst und Gänserillette<br />

selbst (äh, darf man das heute überhaupt<br />

noch laut sagen?). // musste sich<br />

als Frau erst erfinden, denn ihre Mutter<br />

ist schon lange tot. // ist große Schwester<br />

und wird es immer bleiben. // wusste<br />

zwar was Frieden, aber nicht was<br />

Sozialismus heißt, als sie in die Schule<br />

kam. // hat eine Fotophobie, obwohl<br />

sie vor der Kamera steht. // kann nicht<br />

leben ohne Schreiben. // bewundert<br />

ihren Vater, der sich mit Ende 50 seinen<br />

28


Hut Designerin Nada Quenzel Foto: © Nada Quenzel1<br />

beruflichen Traum erfüllte. // blüht auf,<br />

wenn sie mit Rat und Tat zur Seite steht.<br />

// macht politische Statements aus der<br />

zweiten Reihe. // liebt Rituale. // packt<br />

Geschenke so schön ein, dass niemand<br />

sie auspacken mag. // hört beim Genuss<br />

von Kohlsuppe ihre Urahnen in den<br />

Zellen summen. // zeigt beim Skatspielen<br />

ihr wahres Ich. // nimmt "Waldbaden"<br />

schon mal wörtlich. // kann nicht<br />

schlafen, wenn Mücken im Raum sind.<br />

// verreist niemals ohne Ohrstöpsel.<br />

Was unser Covermodel nicht zur Sprache<br />

brachte: Sie ist eine hervorragende<br />

Schauspielerin, die auf eine 25-jährige<br />

Karriere zurückblickt und beinahe alles<br />

erlebt hat. Sie hat Hauptrollen auf der<br />

Theaterbühne und im Fernsehen gespielt,<br />

den Adolf-Grimme-Preis gewonnen,<br />

in sehr vielen seriellen Formaten<br />

mitgewirkt, und seit 5 Jahren glänzt<br />

sie mit einer festen Rolle in der erfolgreichen<br />

polnischen Serie „Wojenne<br />

Dziewczyny“, ohne ein einziges Wort<br />

polnisch zu sprechen! Doch Geschichten,<br />

in Form von Charakteren, in die die<br />

Schauspielerin schlüpft, erzählt Katrin<br />

nicht nur vor, sondern auch hinter der<br />

Kamera.<br />

Das Ausnahmetalent arbeitete bereits<br />

als Drehbuchautorin für die ARD. Im<br />

Sommer 2020 gründete Katrin dann<br />

ihre eigene verlagsunabhängige KinderbuchBAUMreihe<br />

„Abie Alba“, um alle<br />

Fäden selbst in der Hand zu haben. Drei<br />

wundervolle Bände hat die Berlinerin<br />

bereits mit einem kleinen, kreativen<br />

Team veröffentlicht. Auch Übersetzungen<br />

ins Polnische, Französische und<br />

Englische liegen vor. Darüber hinaus<br />

unterstützt Katrin mit einer Sonderausgabe<br />

obdachlose Kinder im Großraum München. Eine weitere<br />

Sonderausgabe hat sie vor wenigen Wochen mit der Aktion<br />

Kindertraum und Gebärdenfüchse für gehörlose Kinder auf<br />

den Weg gebracht. In dieser bilingualen <strong>Ausgabe</strong> in Deutsch-<br />

|Deutscher Gebärdensprache (DGS) führen 24 QR-Codes zu<br />

24 Videos, in denen der Text des Buches von der Gebärdensprachdarstellerin<br />

Toma Kubiliute gebärdet wird. Wir sind<br />

beeindruckt!<br />

Doch die Reise geht noch weiter: Das Vorlesekino von Band 1<br />

„Abie Alba – Der große Traum vom Weihnachtsbaum“ wurde<br />

gerade für den Deutschen Lesepreis 2023 nominiert in der Kategorie:<br />

Herausragende Leseförderung mit digitalen Medien.<br />

Beworben hat sich Katrin mit einer Lesung auf Youtube (siehe<br />

QR-Code). Unter Federführung von Natalia Rudziewicz, die<br />

Borschafterin der Stiftung Lesen ist, hat das ZDFneo-Ensemble<br />

der Serie „WIR“ die Lesung realisiert. Das kostenlose<br />

Angebot kam bereits auf Kinder-Krebsstationen, in Hospizen,<br />

Altersheimen, Schulen und Kindergärten zum Einsatz. Und<br />

als wäre all das noch nicht genug, macht sich Katrins mutiges<br />

Tannenbäumchen, zusammen mit der Firma Prentke Romich,<br />

in der gesamten Adventszeit zu Kindern auf den Weg, die auf<br />

Hilfsmittel der Initiative „Unterstützte Kommunikation“ angewiesen<br />

sind. Chapeau!<br />

Hut Designerin Nada Quenzel Foto: © Nada Quenzel<br />

29


Model Vera<br />

Mode und die glitzernde Fashionwelt<br />

begleiten mich schon mein ganzes<br />

Leben – doch als Jugendliche schien<br />

es mir beinahe unerreichbar, einmal<br />

Teil davon zu sein. Ich wuchs in einer<br />

mittelgroßen Stadt in der ehemaligen<br />

Tschechoslowakei auf, und damals gab<br />

es für meine Freundinnen und mich<br />

nichts Schöneres als neugierige Blicke<br />

in schwer zu ergatternde Fashionmagazine<br />

zu erhaschen. Meine Träume<br />

waren groß. Aber wie es im realen Leben<br />

nun mal ist, musste ich von klein<br />

auf lernen, dass das Leben in Wellen<br />

kommt: Es gibt Ups und Downs, und es<br />

ist nicht immer schön, sondern oft verdammt<br />

schwer.<br />

Schon mit 14 Jahren war ich groß – 1,81<br />

Meter, um genau zu sein – und trug<br />

eine dicke Hornbrille und Männerklamotten.<br />

Aufgrund meiner Größe war<br />

es nicht einfach, passende Kleidung<br />

für Mädchen zu kaufen, und ich fühlte<br />

mich wie ein hässliches Entlein. Also<br />

brachte ich mir Nähen bei und entdeckte<br />

nicht nur ein neues Hobby, sondern<br />

mein Selbstbewusstsein. Das Nähen mit<br />

meiner alten Nähmaschine machte mir<br />

so viel Spaß, dass ich eine Ausbildung<br />

in der Textilbranche absolvierte. Die<br />

Realität brachte mich aber auf den Boden<br />

der Tatsachen zurück: Ich arbeitete<br />

in einer antiquierten Fabrik, ohne die<br />

geringste Möglichkeit, meiner Kreativität<br />

freien Lauf zu lassen. Ich war traurig<br />

und frustriert.<br />

In den 1990er Jahren wurde über Nacht<br />

alles anders. Ich wusste, ich musste raus<br />

aus meinem alten Leben, packte eine<br />

Tasche, verabschiedete mich von meinen<br />

Eltern und war weg. Meine neue<br />

Heimat: die Region um Stuttgart und<br />

Esslingen, der ich bis heute treu bin.<br />

Meine neue Realität war oft alles andere<br />

als einfach: Ich konnte die Sprache<br />

nicht, war allein, und alles war fremd.<br />

Trotzdem war es das reinste Paradies.<br />

Mit meinen Gastrojobs verdiente ich<br />

in drei Monaten so viel wie die Leute<br />

30


in meiner Heimat in drei Jahren. Also<br />

kaufte ich mein erstes gebrauchtes Auto<br />

und pendelte zwischen Deutschland,<br />

Italien, Österreich und der Tschechoslowakei.<br />

Während meiner Schichten hinter der<br />

Bar fiel ich auf – bei meiner Körpergröße<br />

kein Wunder. Fotografen, Agenten<br />

und Modelscouts gaben mir ihre Visitenkarten,<br />

und ich hatte die Hoffnung,<br />

meinem Traum vom Modeln weiter<br />

folgen zu können. Dass mir diese Männer<br />

allerdings unmoralische Angebote<br />

machten, ließ mich misstrauisch und<br />

vorsichtig werden. Trotzdem gab ich<br />

nicht auf. Ich versuchte es mit Misswahlen<br />

und einer Menge Castings, belegte<br />

aber immer nur den zweiten oder<br />

dritten Platz. Meistens gewannen einheimische<br />

Mädchen oder die Töchter<br />

des Bürgermeisters der Stadt. Ich war<br />

schockiert, dass es so lief: Wurde man<br />

nur durchs Bett oder Connections erfolgreich?<br />

Nach einer ganzen Weile lernte ich ein<br />

Model kennen, das mir auf ehrliche<br />

Weise half, meinen ersten offiziellen<br />

Vertrag zu ergattern. Damit nahm mein<br />

Leben eine turboartige Wendung. Ich<br />

bekam eine 17-seitige Modestrecke<br />

und arbeitete ab diesem Zeitpunkt als<br />

Foto- und Laufstegmodel für Modehäuser,<br />

deren Namen für mich früher<br />

unerreichbar klangen. Ich reiste um den<br />

Globus, jettete von Modemetropole zu<br />

Modemetropole und lernte die schnelllebige<br />

Fashionwelt so richtig kennen. Es<br />

war überwältigend.<br />

Doch wieder einmal musste ich lernen,<br />

dass das Leben nicht immer nur schön<br />

ist, sondern auch seine Schattenseiten<br />

hat. Ich gründete eine Familie, erzog<br />

meine beiden Kinder – allerdings ohne<br />

Mann an meiner Seite und ohne die<br />

Unterstützung meiner Familie, die nach<br />

wie vor in Tschechien lebte. Mir war<br />

klar, dass sich etwas ändern musste.<br />

So sehr ich diese – meine – Welt auch<br />

liebte und bis heute liebe, merkte ich<br />

doch, dass ich einen Ausgleich brauchte.<br />

Einen Gegenpol zu dem eher oberflächlichen<br />

Modelleben, eine Quelle, die<br />

mir neue Energie für mich und meine<br />

Kinder gab.<br />

Wie es der Zufall will, entdeckte ich<br />

Yoga. Zunächst war es nur ein Hobby,<br />

eine ideale Ergänzung für mein Leben.<br />

Ich ging noch einen Schritt weiter und<br />

ließ mich zur Yogalehrerin ausbilden.<br />

Seitdem gebe ich an Volkshochschulen<br />

in meiner Region oder auch mal in meinem<br />

Wohnzimmer Kurse und genieße<br />

die Kombination meiner beiden Berufe:<br />

die Schnelllebigkeit der Mode- und<br />

Beautywelt und die körperliche und<br />

seelische Entspannung des Yoga.<br />

Als Krönung erfülle ich mir jetzt den<br />

Traum eines eigenen kleinen Yogastudios.<br />

Mein Lebensgefährte und ich<br />

bauen es gerade in meinem Haus auf<br />

der Schwäbischen Alb aus. In einem<br />

halben Jahr soll mein Studio fertig sein<br />

– und ich kann es kaum erwarten, meine<br />

beiden Passionen Mode und Yoga in<br />

Zukunft noch besser und flexibler miteinander<br />

zu verbinden.<br />

Text: Denise Drahtmüller<br />

Fotos: © www.davidromanphotography.com<br />

31


Foto: ©Alexander Britt<br />

32


Vanessa Enns<br />

Model und Siegerin der Misswahl<br />

Miss Europe Continental<br />

Foto: © Gleb Solo<br />

Vanessa ist 25 Jahre alt, sie studiert<br />

aktuell Pädagogik mit dem<br />

Schwerpunkt Soziale Arbeit.<br />

Nebenbei ist sie selbstständiges<br />

Model und finanziert damit ihr<br />

Studium. Sie liebt es, vor der Kamera<br />

zu posieren und die neusten<br />

Kollektionen auf dem Laufsteg zu<br />

präsentieren.<br />

„Wenn ich mich mit kurzen Stichworten<br />

beschreiben müsste, wären<br />

es diese: ehrgeizig, spontan, motiviert<br />

– und die, die immer lacht.“<br />

Liebe Vanessa, wie bist Du zum Modeln<br />

gekommen?<br />

Fotografie hat mich schon immer interessiert,<br />

weswegen ich mit 15 Jahren<br />

ein Praktikum bei einem Fotografen<br />

absolviert habe. An einem Tag des Praktikums<br />

stand ein Shooting mit einem<br />

Fotomodel auf dem Plan. Als dann das<br />

Model an dem Tag kurzfristig absagte,<br />

musste ich einspringen. Zu diesem Zeitpunkt<br />

war ich noch ziemlich schüchtern<br />

und deshalb leicht überfordert mit<br />

der Situation. Aber dennoch hat sich<br />

schnell herauskristallisiert, dass mich<br />

auch das Modeln vor der Kamera total<br />

begeistert. Und heute kann ich sagen,<br />

dass ich wahrscheinlich einfach zum<br />

richtigen Zeitpunkt am richtigen Ort<br />

war. Die Arbeit als Model bereitet mir<br />

jedes Mal aufs Neue große Freude und<br />

hat mich in meiner Persönlichkeit<br />

enorm bereichert, da ich dadurch viel<br />

selbstbewusster geworden bin.<br />

Wann hast Du mit dem Modeln angefangen?<br />

Mit 15 Jahren, während des Praktikums<br />

beim Fotografen<br />

33


Vanessa Enns<br />

Foto: © Oliver Lückmann<br />

Was gefällt Dir am Modeln besonders?<br />

Das Modeln ist absolut vielseitig. Jeder<br />

Job ist individuell, und jedes Mal wird<br />

man vor neue Herausforderungen gestellt.<br />

Aber gerade das ist das Besondere<br />

am Modeln: Man macht nun mal<br />

nicht immer dasselbe! Jedes Shooting<br />

oder jede Fashionshow läuft auf eigene<br />

Art und Weise ab. Zudem ist man viel<br />

unterwegs und sieht ständig neue Orte<br />

und Länder. Man lernt dabei unglaublich<br />

viele nette Designer, Künstler, Stars<br />

oder Fotografen kennen.<br />

Was waren die Highlights Deiner Modelkarriere?<br />

Das waren die Fotoshootings für den<br />

Otto-Katalog sowie die große Werbekampagne<br />

in Italien für Brautkleider<br />

mit mir als Gesicht der Marke Vero<br />

Nova. Auf der Fashionweek für namhafte<br />

Designer zu laufen oder das Gesicht<br />

der Marke Cleaner for Dresses zu sein,<br />

waren weitere Highlights und natürlich<br />

die Wahl zur Siegerin der Misswahl<br />

Miss Europe Continental.<br />

Wow, Siegerin der Misswahl Miss Europe<br />

Continental?<br />

Ja, eines Tages bekam ich den Anruf<br />

einer Agentur, die mir folgende Frage<br />

stellte: „Möchtest Du an einer Misswahl<br />

teilnehmen?“ Diese Frage konnte ich<br />

nicht auf Anhieb beantworten, da ich<br />

mir nie zuvor Gedanken darüber gemacht<br />

habe. Nach einigen Gesprächen<br />

mit meiner Familie und Freunden bin<br />

ich zu dem Entschluss gekommen, die<br />

Frage mit „Ja“ zu beantworten, da ich<br />

mir dachte „ich habe ja nichts zu verlieren“.<br />

Am Ende konnte ich mich neben<br />

mehr als 100 wunderschönen Teilnehmerinnen<br />

durchsetzen und gewann den<br />

Titel. Der Sieg machte mich sprachlos<br />

und rührte mich zu Tränen. Ich dachte,<br />

es sei ein Traum, doch es war tatsächlich<br />

wahr. Ich war überglücklich und<br />

wurde noch in derselben Sekunde von<br />

Fotografen und Presseinterviews buchstäblich<br />

überrollt.<br />

Was würdest Du den Mädels raten, die<br />

auch gerne modeln möchten?<br />

Ich rate jedem, der Interesse am Modeln<br />

hat, es tatsächlich einfach mal zu versuchen.<br />

Wichtig ist, es nicht persönlich zu<br />

nehmen, wenn man einen Job mal nicht<br />

bekommt, da dann letztendlich einfach<br />

nur eine andere Person besser zum Job<br />

gepasst hat. Natürlich bringt der Job als<br />

Model auch einige Stresssituationen mit<br />

sich, da man kaum zuhause ist. In dieser<br />

Branche erlebt man jedoch so viele<br />

schöne Dinge, dass ich es jedem nur ans<br />

Herz legen kann.<br />

Ich bedanke mich ganz herzlich für<br />

das nette Interview.<br />

34


Foto: © Oliver Lückmann<br />

35


Designerin:<br />

Sara Cavazza Facchini<br />

Silvester<br />

Party<br />

Was ziehe ich an?<br />

Für alle, die für ihr Party-Outfit<br />

noch Inspiration brauchen,<br />

haben NYC und Mailand die perfekten<br />

Silvester-Outfit-Trends gefunden.<br />

Designer:<br />

Christian Cowan<br />

Designerin:<br />

Sara Cavazza Facchini<br />

36<br />

Fotos: © Charlie Wills<br />

Designer:<br />

Christian Cowan


u einer exklusiveren<br />

Party könnt Ihr Euch natürlich<br />

auch auf Glamour und<br />

Glitzer fixieren. Das sind die<br />

schönsten Trends für Silvester,<br />

die Euch die beste Gelegenheit<br />

geben, sich mal richtig schön<br />

und schick zu machen. Im<br />

Gegensatz zum Familien-Weihnachtsfest<br />

ist jetzt auch wieder<br />

mehr Sex-Appeal erlaubt. Mit<br />

Glamour und Glanz lassen sich<br />

die Blicke auf sich ziehen. Die<br />

zarte Federbordüre ist nichts<br />

Neues. Edle Kleider, knappe<br />

Oberteile machen aus jedem<br />

Item gleich ein feierliches Piece.<br />

Auch Hosenanzüge mit einem<br />

sexy Top sind mindestens genauso<br />

stylisch wie ein Kleid.<br />

Fotos: © Charlie Wills<br />

Ich wünsche Euch ganz viel<br />

Spaß beim Silvesterfeiern und<br />

dabei, ordentlich die Korken<br />

und das Konfetti fliegen zu<br />

lassen.<br />

Designer:<br />

Christian Cowan<br />

Hintergrund: © adobe.stock.com/Thaut Images<br />

Designer:<br />

Christian Cowan<br />

37


ANZEIGE<br />

I am<br />

38<br />

Mua Sandra Halper<br />

You are beautiful. Diese wundervollen<br />

Worte strahlen über dem großen<br />

grauen Spiegel im Makeup-Studio von<br />

Sandra, Makeup Artistin und Founder<br />

von „ilu“ Makeup. Das Studio befindet<br />

sich inmitten der traumhaften Kulisse<br />

der Salzburger Tauern. Während sie<br />

ihren KundInnen wunderschöne Beautystylings<br />

zaubert, können diese den<br />

traumhaften Ausblick in die Bergwelt<br />

genießen und ihre Seele baumeln lassen.<br />

Ein perfekter Ort, um in sich selbst zu<br />

gehen oder gemeinsam mit der Liebsten,<br />

der Mama oder<br />

Freundin die Zeit<br />

zu teilen. Denn Zeit<br />

ist das Wertvollste,<br />

das wir jemandem<br />

schenken können.<br />

Die ehemalige<br />

Bankangestellte hat<br />

sich hiermit bereits<br />

einen kleinen Traum<br />

verwirklicht. Mit<br />

familiärer Unterstützung, viel Mut und<br />

Ehrgeiz hat sie in den letzten Jahren<br />

zahlreiche Ausbildungen sowohl im Bereich<br />

der dekorativen Kosmetik als auch<br />

im Bereich Maskenbild erfolgreich absolviert.<br />

Sie möchte ein Vorbild für andere<br />

sein, die noch auf der Suche nach<br />

ihrem eigenen Herzensweg sind. Zu<br />

den wichtigsten persönlichen Zielen der<br />

heute 34-jährigen gehört es, erfolgreich<br />

als Camouflagistin zu arbeiten, um so<br />

Menschen zu helfen, selbst einmal eigene<br />

Trends zu kreieren, und gemeinsam<br />

mit der wundervollen Makeup Künstlerin<br />

Pat MacGrath zu arbeiten. „All<br />

unsere Träume können wahr werden,<br />

wenn wir den Mut haben, ihnen zu folgen“,<br />

so ein bekannter Spruch von Walt<br />

Disney, der für die Salzburgerin nach<br />

wie vor eine Inspiration ist.<br />

Das Wort „ilu“ bedeutet Schönheit und<br />

kommt aus dem Estnischen. Schönheit<br />

hat dabei viele Bedeutungen und meint<br />

für jeden etwas anderes. Makeup – das<br />

heißt für die Mutter zweier Jungs, Kreativität,<br />

Liebe und Freiheit zu vereinen.<br />

Sie liebt es, künstlerische Makeup Looks<br />

mit Glitzer, Kristallen<br />

oder auch Spezialeffekten<br />

(wie z.B.<br />

Masken) zu gestalten.<br />

„Makeup bedeutet für<br />

mich, meine Phantasien<br />

mit verschiedenen<br />

Farben, Formen<br />

und Materialien zu<br />

verwirklichen, um<br />

Neues zu schaffen.“<br />

Trends sind für sie ein<br />

Mix aus Entwicklungen unserer Zeit,<br />

aus Inspirationen, die wir aus unserer<br />

Umgebung schöpfen, und natürlich<br />

Kreation. Es ist einfach faszinierend,<br />

wie vielseitig Makeup ist und was man<br />

alles daraus Schönes und Extravagantes<br />

schaffen kann. Wie in der Fashion-Welt<br />

kommen auch im Makeup jährlich neue<br />

Trends und Inspirationen, denen man<br />

unbedingt Aufmerksamkeit schenken<br />

sollte. Im Fokus der heurigen Trends<br />

steht vor allem eine schöne Haut, und es<br />

wird bewusst auf stark deckende Foundations<br />

verzichtet, teilweise sogar auf<br />

Mascara. Auf den Laufstegen u. a. von


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Max Mara, Fendi oder Chloé tragen die<br />

Models deshalb teilweise eine oft nur<br />

getönte Tagescreme. Nach dem Motto:<br />

Weniger ist oft mehr – und lass die Haut<br />

einen Moment durchatmen! Zurück zu<br />

deiner natürlichen Schönheit!<br />

Auf dem Runway namhafter Fashiondesigner<br />

laufen im heurigen Jahr vor<br />

allem Models mit Bleached Eyesbrows,<br />

Graphic Liner, viel Blush und knalligen<br />

Farben. Unbunte und metallische<br />

Akzente sieht man bei Dior oder auch<br />

Gucci. Rote Lippen sind, wenn man<br />

einen weiteren Blick auf den Runway<br />

von Michael Kors, Tory Burch, Marni<br />

oder Miu Miu wirft, auch wieder voll<br />

im Trend. Rot steht in der Farbenlehre<br />

für die Farbe der Liebenden und zugleich<br />

auch für Anziehung. Der rote<br />

Lippenstift ist aber natürlich ein zeitloser<br />

Klassiker, den jede Frau unbedingt<br />

in ihrer Handtasche haben sollte.<br />

Es sind großartige Inspirationen und<br />

Kreationen, die uns die Mode- und Makeup-Welt<br />

heuer bietet. Diese Trends<br />

kann man auch perfekt für das Weihnachtsessen<br />

mit der Familie oder eine<br />

grandiose Silvesternacht tragen. „Oder<br />

mein persönlicher Tipp: Mit goldenem,<br />

glitzernden Zauberstaub, bestehend aus<br />

einer verträumten Kombination aus<br />

holografischen Sternen, Diamanten und<br />

Kreisen, die vielseitig für Gesicht und<br />

Körper verwendbar sind, funkelst du<br />

garantiert als Highlight auf jeder Party<br />

deiner Stadt.“<br />

Sandra hat sich neben dem kreativen<br />

Arbeiten u.a. auch auf medizinisches<br />

Schminken und Camouflage Makeup<br />

spezialisiert, mit deren Techniken man<br />

Hautveränderungen wie Akne, Vitiligo<br />

bzw. Hautanomalien oder optische<br />

Makel effektiv abdecken kann. Es eignet<br />

sich auch perfekt zum Abdecken von<br />

Augenringen und kann ebenso zum<br />

Konturieren verwendet werden. Camouflage<br />

Makeup ist ein stark deckendes<br />

Makeup, das speziell für Hautveränderungen<br />

entwickelt wurde und seinen<br />

Ursprung im medizinischen Bereich<br />

hat. Die Salzburgerin vertraut hier auf<br />

eine deutsche, dermatologisch getestete<br />

Makeup Linie. Da Hauterkrankungen<br />

weltweit überaus verbreitet sind, ist es<br />

umso wichtiger, auf Inhaltsstoffe und<br />

deren Herkunft zu achten. Mit Makeup<br />

kann man sein Aussehen verwandeln<br />

und somit auch das Selbstvertrauen<br />

stärken. Makeup hat eine unglaubliche<br />

Ausdruckskraft und Vielfalt und<br />

genießt in der Gesellschaft einen sehr<br />

hohen Stellenwert. Denn im ersten Augenblick<br />

nehmen wir erst einmal nur<br />

das Äußere eines Menschen wahr, da<br />

wir visuell geprägt sind. „Wahre Schönheit<br />

kommt dabei von innen und sie ist<br />

wunderbar individuell.“<br />

Model Marie-Sophie Foto: © Credit Daniel Plänkers Model Sandra<br />

39


Model<br />

Foto: © Raimund Verspohl. MAKE UP ARTISTIN INA STEPKEN<br />

Simone Kramer<br />

40


Wow<br />

ein Artikel über mich in einem <strong>Magazin</strong>?<br />

Schon als kleines Mädchen habe ich Mode <strong>Magazin</strong>e rauf<br />

und runter geblättert. Wenn ich so zurückdenke, dann interessiere<br />

ich mich schon ein Leben lang für die Modelwelt.<br />

Als Kindermodel durfte ich im Alter von 8 Jahren bei einer<br />

Modenschau in Regensburg teilnehmen Dann widmete ich<br />

meine Konzentration aber ausschließlich meiner schulischen<br />

Laufbahn, meiner Ausbildung zur Bankkauffrau und meinem<br />

beruflichen Werdegang.<br />

Erst mit Ende 20 habe ich<br />

wieder mit dem Modeln<br />

begonnen. Ich durfte an<br />

mehreren Modenschauen<br />

für ein italienisches Geschäft<br />

teilnehmen. Wie<br />

der Zufall es so wollte,<br />

stand ich dann für mein<br />

erstes Fotoshooting vor<br />

der Kamera. Es hat mir<br />

sehr viel Freude bereitet,<br />

und so vereinbarte ich<br />

einige Testshootings mit<br />

renommierten Fotografen.<br />

Modeln ist wirklich<br />

richtig harte Arbeit, und<br />

der Begriff „Schönheit“<br />

liegt immer im Auge des<br />

Betrachters – und das ist<br />

auch gut so.<br />

Ein gesundes Selbstbewusstsein<br />

und ganz<br />

viel Durchhaltevermögen<br />

zeichnen meiner Meinung nach ein gutes Model aus.<br />

Und der Glaube an sich selbst! Denn man muss sich immer<br />

bewusst sein, dass man mehr „Nein“ als „Ja“ zu hören bekommt.<br />

Ablehnung ist ein großer Bestandteil in der Model-<br />

Industrie, und man darf diese Ablehnung niemals persönlich<br />

nehmen. Rückschläge gehören genauso wie Erfolge und Gewinne<br />

zum Leben dazu.<br />

Du bist zu alt – du bist zu klein? Oh, schon wieder eine Absage<br />

einer Modelagentur in meinem E-Mail-Postfach…<br />

Wie oft habe ich schon gehört, dass man mit einer Größe<br />

von 1,56 m nicht als Model arbeiten könne? Natürlich kann<br />

man das, man muss nur an sich glauben und sich nicht unterkriegen<br />

lassen. Aber man muss sich immer bewusst sein,<br />

dass man nicht für alle Bereiche als Model gebucht werden<br />

kann. Ganz nach dem Motto: Kenne deinen Wert!<br />

Im Commercial-Bereich, also dem Werbe- oder Beautybereich,<br />

spielt heute die Größe keine große Rolle mehr. Die<br />

Frau aus der Zahnpasta-Werbung muss keine 1,80 m groß<br />

sein.<br />

Ich möchte gerne einen Teil dazu beitragen, dass sich der<br />

Modelmarkt stetig verändert. Und es ist auch schon eine<br />

Veränderung erkennbar.<br />

Auch ich durfte schon für<br />

viele Kundenaufträge vor<br />

der Kamera stehen, und ich<br />

bin sehr dankbar dafür. Im<br />

ersten Moment bucht dich<br />

der Kunde nach dem Äußeren<br />

– er betrachtet dein<br />

Bild in der Modelkartei der<br />

Agentur. Aber beim zweiten<br />

Mal wirst du aufgrund<br />

deiner Persönlichkeit gebucht,<br />

weil du den ersten<br />

Job gerockt hast.<br />

Außerdem möchte ich ein<br />

Vorbild vor allem für junge<br />

Mädchen und Frauen sein.<br />

Eine natürliche und selbstbewusste<br />

Frau kann heutzutage<br />

jederzeit modeln.<br />

Dafür braucht es keine<br />

Schönheitsoperationen<br />

und auch keine künstlichen<br />

Fingernägel. Durch die Schönheitsideale, die tagtäglich in<br />

den sozialen Medien gezeigt werden, setzen sich viele junge<br />

Mädels unter Druck. Alle zeigen sich makellos und von ihrer<br />

besten Seite. Dabei spielen Authentizität und Sympathie<br />

doch die entscheidende Rolle. Kein Mensch ist perfekt, aber<br />

jeder Mensch ist einzigartig, und das ist doch das Schöne<br />

dabei!<br />

Was ich auch im Laufe der Zeit gelernt habe: Setze dir klare<br />

Ziele. Aber teile deine Ziele nur mit dir selbst. Wer mich<br />

auf meinem Weg begleiten möchte, kann gerne auf meiner<br />

Instagram Seite simone_kramer_ vorbeischauen. Ich freue<br />

mich auf Euch. Mein Motto: be always yourself – bleibe immer<br />

du selbst, und verändere dich für niemanden.<br />

41


Bachler Alan Wey<br />

– was würdest Du davon halten, wenn<br />

ich Dir ein Shooting mit dem aktuellen<br />

Bachelor Alan Wey organisieren würde?<br />

Er ist Kunde von mir, und wir sind<br />

ins Gespräch gekommen. Da er aktuell<br />

auf der Suche nach einen Top Fashion-<br />

Fotografen ist, dachte ich an Dich!“<br />

«DER BACHELOR»<br />

Wer kennt diese amüsante<br />

TV Serie nicht?<br />

Foto: © Surm Shoots Photography<br />

Ausgestrahlt in mehreren Ländern und<br />

immer wieder spannend. Welcher neue<br />

Bachelor schafft es, die jungen Frauenherzen<br />

zu verzaubern….<br />

Ortswechsel: Auto, abends nach der<br />

Arbeit auf dem Nachhauseweg klingelt<br />

auf einmal mein Handy. „Anruf entgegennehmen“<br />

– selbstverständlich über<br />

meine Freisprecheinrichtung. Mein<br />

Kollege war dran: „Hey Roland, wie<br />

geht’s Dir?“ Bla Bla Bla hin und her…<br />

Auf einmal hat er gefragt: Du sag‘ mal<br />

Ich dachte: puuuuhhh – krasser Shit –<br />

Alan Wey möchte ein Shooting mit mir,<br />

nice, nice…..<br />

Selbstverständlich musste ich bei einem<br />

solchen Angebot nicht lange überlegen<br />

und habe sofort zugesagt! Wenige Tage<br />

später haben Alan und ich miteinander<br />

telefoniert, um uns erst mal persönlich<br />

kennenzulernen und um einen Shooting-Termin<br />

zu vereinbaren.<br />

Zeitsprung: Tag des Shootings<br />

Zääääääähhhh fliessend geht es Stück<br />

für Stück nun durch die Züricher City,<br />

in der das Shooting mit dem Bachelor<br />

stattfinden soll. Endlich habe ich es<br />

gleich geschafft – 12:52 Uhr – um 13:00<br />

ist Treffpunkt. „SIHLCITY“ heisst die<br />

Shooting-Location. Eine Shopping Mall,<br />

die ihresgleichen sucht, an Grösse und<br />

Luxus kaum zu übertreffen. 12:55 Uhr<br />

fahre ich ins Parkhaus, in den 7 Stock.<br />

Oben angekommen, spreche ich Alan<br />

eine kurze WhatsApp Voice Message<br />

aufs Smartphone: „Hey Alan, bin jetzt<br />

42


Himmel freigab… traumhaft. Eine Location mit viel Tiefe, in<br />

der wir uns regelrecht austoben konnten. Zuerst Shoots an dem<br />

einen Gebäude und danach noch an dem gegenüberliegenden<br />

Gebäude – auch mal mit Spiegelungen an einer grossen Glasfront.<br />

Alan war sichtlich happy und die Stimmung zwischen<br />

uns hervorragend!<br />

da, komme jetzt zum Kalanderplatz – bin in 3<br />

Minuten bei Dir.“<br />

Stürze mich nun durch das Getümmel in der<br />

Mall an geschäftigen Business-Leuten vorbei. Die<br />

edelst gestylten Shop Owner Ladies stehen in<br />

Ihren Geschäften bei einer Kundenberatung oder<br />

anderen Tätigkeiten. Ich sehe den Ausgang „Kalanderplatz“<br />

und verlasse die Mall. Wir treffen<br />

uns am Burger King links am Platz, wohin ich<br />

nun laufe und nach Alan Ausschau halte – inzwischen<br />

ist es schon 13:03 Uhr.<br />

Am Ende fragten wir noch höflich eine junge Dame, ob sie uns<br />

beide filmen würde, da wir für Instagram noch ein Reel produzieren<br />

wollten. Dem Charme von Alan kann natürlich KEINE<br />

Dame widerstehen, und so bekamen wir unser Video selbstverständlich<br />

ohne Wimpernzucken. Letzter Schuss – und der<br />

Zähler stand auf 500 Bilder.<br />

Als Erinnerung genehmigten wir uns für die Instagram Story<br />

noch ein letztes Selfie. Danach stand der Abschied an, und wir<br />

beschlossen, künftig auf jeden Fall weitere Projekte gemeinsam<br />

zu realisieren. Ich lief nun wieder durch die Mall ins Parkhaus<br />

und kämpfte mich durch den Stau in Zürich bis nach Hause an<br />

den Bodensee.<br />

Ich warte an der Treppe vor dem Burger-Palast,<br />

und auf einmal vernimmt mein rechtes Ohr:<br />

„Heeeeey, Roland, wie geht’s Dir? Alles gut?“ –<br />

Ich drehe mich um, und DER BACHELOR steht<br />

vor mir und begrüßt mich herzlich mit einer<br />

Umarmung.<br />

Kurzer Smalltalk unter Männern. Die Chemie<br />

hat sofort gestimmt.<br />

Für das erste Shooting haben wir uns eine Location<br />

am linken Flügel der Mall ausgesucht, direkt<br />

vor dem Fluss Sihl mit einem alten Industriegebäude<br />

im Hintergrund – was eine besonders<br />

interessante Komposition des Bildes ermöglichte.<br />

Hier machten wir Portrait-Aufnahmen im Stehen<br />

plus ein paar Close Ups.<br />

Als nächste Location wählten wir ein Restaurant<br />

aus, in dessen Vorhof wir Bilder mit industriellem<br />

Look und in herbstlichen Farben machten.<br />

Alan bestellte sich einen Tee, den wir ins Shooting<br />

als Accessoire raffiniert einbinden konnten.<br />

Nach noch eine paar Bildern in Steh-Posen haben<br />

wir dann unsere Location in ein Kino verlegt. Im<br />

Foyer dieses Gebäudes gab es mega coole, mit<br />

LED beleuchtete Treppen – eine ideale Shooting-<br />

Location. MANN… Sah das Hammer aus! BUR-<br />

NER!! Mal definitiv etwas anderes!<br />

Als letzte Location wählten wir den Bahnhof<br />

Sihlcity aus und fanden da etwas sehr Spezielles:<br />

eine lange, schmale Gasse zwischen einem Geschäftshaus<br />

und einem Industriegebäude. Quasi<br />

ein langer „Schlauch“, der sich nach oben öffnete<br />

und den Blick auf den wunderschönen bewölkten<br />

43


Bloggerin und Models mit Reporterin Susanne Voß<br />

Kelly-Anne Schauspielerin und Model mit Ehemann<br />

Fotos: © Yves Schlingloff<br />

Qatar Prix de L'Arc de Triomphe,<br />

Hippodrome Paris Longchamp -<br />

das bedeutendste Pferderennen der Welt<br />

Hier treffen sich am ersten Wochenende<br />

im Oktober in jedem Jahr Vollblutzüchter,<br />

Besitzer, Trainer, Jockeys, Presse,<br />

Funk und Fernsehen, einfache Leute<br />

und Aristokraten (die sogenannte Turf-<br />

Szene), Familien, Freunde und alle,<br />

deren Herzen bei dem Wort Vollblüter<br />

höherschlagen. Und nicht zu vergessen<br />

die Superstars auf dem grünen Geläuf,<br />

die Athleten, ohne die eine solche Veranstaltung<br />

natürlich nicht stattfinden<br />

könnte, aber dazu später mehr.<br />

Die 1857 im Bois de Boulogne errichtete<br />

Pferdesportanlage und zuletzt in<br />

2018 renovierte Tribüne der Rennbahn<br />

Paris Longchamp ist ein Vorzeige-Racecourse<br />

von besonderer Architektur<br />

und mit modernem Look unter klassischer<br />

Basis - elegant und edel, wie es die<br />

Franzosen lieben - und können - einzigartig<br />

in Europa. Das Luxusprodukte<br />

herstellende Unternehmen "Longchamp"<br />

fand hier seinen Namensgeber.<br />

Auch der italienische Sportwagen "De<br />

Tomaso Longchamp" wurde nach dieser<br />

Rennbahn benannt. Berühmte Künstler<br />

wie Edouard Manet oder Edgar Degas<br />

haben berühmte Werke über die Rennbahn<br />

in Longchamp gemalt.<br />

Aber zunächst ein Blick nach Deutschland.<br />

Hier sind Vollblüter und Pferderennen<br />

auf den ersten Blick nicht im<br />

großen Interesse der breiten Bevölkerung,<br />

so scheint es.<br />

Paris Longchamp<br />

44


Karriere als Rennreiterin zurück und<br />

hat viele wunderbare Pferde zum Sieg<br />

führen dürfen. Sie hat auf dem Rücken<br />

der Pferde erfahren, dass diese Tiere<br />

nicht einfach Sportgeräte sind, sondern<br />

kaum zu bremsen, wenn sie dem Geläuf<br />

(Rennbahn) näherkommen, und<br />

fast anfangen zu fliegen, wenn sie neben<br />

ihren Artgenossen austesten, wer die<br />

Nase vorn haben kann. Das Laufen liegt<br />

ihnen im Blut, es ist in ihren Genen,<br />

und wird seit über 200 Jahren durch gezielte<br />

Züchtung gefördert. Ich beginne<br />

zu verstehen, dass solche Erfolge beim<br />

Rennen nur erreicht werden können,<br />

wenn der Partner Pferd mitmachen will<br />

und die entsprechenden Anlagen besitzt.<br />

Fotos: © Yves Schlingloff<br />

Rechts Reporterin Susanne, Bill Rolfe, Weinhändler und Pferdebesitzer aus West<br />

Sussex mit Parterin und Reporterin Gaby<br />

Die Besucherzahlen auf den deutschen<br />

Galopprennbahnen sind nicht nur seit<br />

Corona in den letzten Jahren eher rückläufig.<br />

Inzwischen setzten die Rennbahnen<br />

auf familienfreundliche Renntage, zu<br />

denen Prominente für Autogrammstunden<br />

und Blogger eingeladen werden,<br />

Ponyrennen mit durchaus vielversprechenden<br />

Nachwuchsreiterinnen<br />

und –reitern ein fester Programmpunkt<br />

sind, und Wettbewerbe zur am besten<br />

angezogenen Rennbahnlady oder den<br />

schönsten Hüten abgehalten werden<br />

(z. B. auf dem Ascot-Renntag in Hannover,<br />

Neue Bult). Auch gibt man sich<br />

viel Mühe, den neuen Wettkunden das<br />

Wett-System zu erklären. Es gibt inzwischen<br />

After-Work-Renntage, die abends<br />

beginnen, damit man sich nicht nur am<br />

Sonntag mit der Familie einen Rennbahnbesuch<br />

gönnt. Der Nachwuchs bei<br />

den Jockeys, Trainern und Züchtern<br />

geht trotzdem zurück. In der Nähe der<br />

Rennbahn sind zudem manchmal Aufrufe<br />

von Menschen zu hören, die den<br />

Rennsport mit Pferden als Tierquälerei<br />

betrachten und für ein Verbot von Pferderennen<br />

demonstrieren.<br />

Und wie sieht es bei unserem europäischen<br />

Nachbarn aus?<br />

Ich habe mich am Sonntag, den<br />

02.10.2022 als Reporterin für dieses<br />

<strong>Magazin</strong> unter die Besucher auf dem<br />

Prix de L'Arc de Triomphe gemischt,<br />

um zu erfahren, was die Menschen, die<br />

hierherkommen, mit dem Metier zu tun<br />

haben, welcher Bevölkerungsgruppe sie<br />

vielleicht zu zuordnen sind, was sie begeistert,<br />

oder ob sie nur einmal zufällig<br />

interessiert sind, und wie dann alles auf<br />

sie wirkt.<br />

Ich treffe viele unterschiedliche Menschen,<br />

die sofort sehr interessiert<br />

und bereit sind, für<br />

das <strong>Magazin</strong> EWA's Place ein<br />

Interview zu geben.<br />

Petra Faulstich, zählt zu den<br />

ersten weiblichen Berufsrennreiterinnen<br />

Deutschlands<br />

in den 80er Jahren.<br />

Sie würde sich über Nachwuchs<br />

bei den Jockeys sehr<br />

freuen. Sie hat ihren Beruf<br />

immer sehr gern ausgeübt,<br />

denn Pferde waren immer<br />

ihre große Leidenschaft. Sie<br />

blickt auf eine erfolgreiche<br />

Frau Faulstich hat viel Interessantes<br />

zu erzählen. Sie kennt sich natürlich<br />

sehr gut in der Szene aus, und stellt<br />

uns gleich unsere nächste Interviewpartnerin<br />

vor: Frauke Delius, Journalistin<br />

für "Turftimes" freut sich sehr,<br />

auch deutsche Gäste hier zu treffen und<br />

möchte gerne noch mehr Menschen mit<br />

ihren Berichten über die Rennbahnen<br />

begeistern und erreichen. Ihre Augen<br />

strahlen, als sie von ihren Erlebnissen<br />

und Reportagen erzählt. Sie lebt ganz<br />

offensichtlich für ihren Beruf.<br />

Dann fällt uns Rhoxanee auf. Sie ist eine<br />

bekannte (Instagram) Bloggerin aus<br />

Paris und kommt hierher, um sich unter<br />

den durchaus modisch interessierten,<br />

vornehmlich weiblichen Besuchern der<br />

Rennbahn umzusehen, und sich natürlich<br />

auch selbst zu zeigen. Offensichtlich<br />

gibt es hier die Zielgruppen ihres Business.<br />

Die Rennbahn ist jung, modern<br />

und hat Außenwirkung bei internationalem<br />

Publikum.<br />

45


Foto: © Yves Schlingloff<br />

Führring Hippodrome Paris Longchamp F<br />

Kelly-Ann Lyons, die mit ihrem britischen<br />

Ehemann und kleiner Tochter<br />

ebenfalls in Paris lebt, ist eine überaus<br />

charmante und begeisterte Rennbahnbesucherin,<br />

die mit ihrem Mann und<br />

Freunden einen abwechslungsreichen<br />

Tag verleben will. Sie interessiert sich<br />

für all die Dinge, die Paris in der ganzen<br />

Welt besonders machen und teilt sie in<br />

Social Media.<br />

Bill Rolfe, Weinhändler und Pferdebesitzer<br />

aus West Sussex, steht mit seiner<br />

Begleiterin -beide in stilvollem Rennbahnoutfits<br />

- an den Rails, und verfolgt<br />

die Rennen gerne direkt am Geschehen.<br />

Auch er trifft hier Freunde aus der Vollblüterszene,<br />

und genießt die schöne<br />

Atmosphäre beim Rennsport mit all<br />

den sportlichen Höhepunkten.<br />

Jim Bolger, Trainergröße aus Irland,<br />

hatte die 2jährige Stute „Gan Teorainn“<br />

(das ist wohl ein gälischer Name) am<br />

Start. Sie wurde heute Zweite beim<br />

2. Rennen des Tages, dem Qatar Prix<br />

Marcel Bossac Criterium des Pouliches.<br />

Eine wirklich bemerkenswerte Leistung<br />

dieser Außenseiterin, die sich damit für<br />

die „klasssiche Route“ der britischen<br />

3-Jährigen Saison bewirbt. Mr. Bolger<br />

berichtet uns stolz, dass seine Tochter<br />

eine seit vielen Jahren erfolgreiche<br />

Rennreiterin in Australien ist.<br />

Ein junger Jockey, der für sein großes<br />

Vorbild Kevin Manning, den Jockey<br />

der Stute „Gan Teorainn" arbeitet, sitzt<br />

am Nebentisch, und schwärmt von<br />

ihrem Können und dem besonderen<br />

Charakter dieses Pferdes. Hier sitzt<br />

auch der Besitzer des "Ennestown<br />

Studs", einem bedeutenden Gestüt in<br />

Irland, der seine Stute von „Bolger“<br />

trainieren lässt. Er träumt sicherlich<br />

davon, wie die Zukunft der Rennkariere<br />

seines Schützlings ist, schweigt dazu<br />

aber vor uns mit einem charmanten<br />

Lächeln. Selbstverständlich sind solche<br />

Pläne und Träume von Ruhm und Erfolg<br />

ein Geheimnis, das man gerne für<br />

sich behält.<br />

Sie alle sind heute Abend einfach hier,<br />

um ihren Rennerfolg in Longchamp zu<br />

feiern.<br />

Nun ein Wort zu Pferden, die hier umsorgt,<br />

bewundert und verehrt werden<br />

wie ihre Reiter. Ich beobachte Fans, die<br />

am Führring stehen, in dem die Pferde<br />

zunächst ohne Reiter in einer Art Rondel<br />

präsentiert werden. So manch einer<br />

glaubt, hier die Tagesform, die mentale<br />

Stärke und damit die Siegeschancen<br />

seiner Favoriten ausloten zu können.<br />

Dann erscheinen die Jockeys in ihrem<br />

Renndresses in den Erkennungsfarben<br />

des Besitzers. Sie wurden zuvor mit<br />

ihrem Sattel gewogen, um den<br />

Ausgleich an Gewicht für ein faires<br />

Rennen zu erhalten. Ja, sie haben richtig<br />

gelesen. Ein Jockey wiegt im Schnitt<br />

zwischen 50 und 55 Kilo, und für das<br />

Rennen erhält er kleine Gewichte für<br />

seinen Sattel, damit das geforderte Gewicht<br />

zwischen 50 Kilogramm oder gar<br />

62 Kilo erreicht wird.<br />

Das geforderte Gewicht ist von der<br />

Rennausschreibung vorgegeben. Alles<br />

wird hochoffiziell und unparteiisch<br />

überwacht und dokumentiert.<br />

Dann ertönt eine Glocke (Signal für<br />

das Aufsitzen), und alle Jockeys gehen<br />

zu "ihren" Rennpartnern, den Pferden.<br />

Mit elegantem Schwung, und ohne den<br />

Rücken des Tieres zu belasten, landen<br />

sie auf den glänzenden, bemuskelten<br />

und aufgeregt hüpfenden Partnern für<br />

diesen Wettkampf. Man sieht sich heute<br />

nicht zum ersten Mal. Mit dem Trainer<br />

wurde besprochen, welche Taktik für<br />

dieses Pferd ideal ist, also welche Spur<br />

und welche Position im gesamten Rennverlauf<br />

für die volle Entfaltung der ganz<br />

persönlichen Stärke des Vierbeiners<br />

entscheidend ist. Die unterschiedliche<br />

Distanz des Rennens, die geeignete<br />

Altersgruppe und auch manchmal das<br />

Geschlecht der Gegner spielen eine entscheidende<br />

Rolle für den Sieg oder die<br />

Platzierung, und werden vom Besitzer<br />

mit dem Trainer im Vorfeld besprochen,<br />

das Ganze nennt sich im Fachjargon<br />

Rennorder. Die Pferde bewegen<br />

sich nun im sogenannten Aufgalopp zur<br />

Startstelle. Dann beginnen die Teilnehmer<br />

mit dem Einrücken in die Startboxen.<br />

Endlich ist auch der letzte Reiter<br />

mit tatkräftiger Unterstützung der<br />

Starhelfer in seiner Box. Gespenstische<br />

46


Stille.., nur das einzelne Schnauben und<br />

Trippeln der Tiere ist zu hören. Sie sind<br />

gespannt wie eine Feder. Der Jockey<br />

konzentriert sich auf seine Arbeit:<br />

Komme ich gleich gut weg? Finde ich<br />

die gewünschte Position in jedem Moment<br />

des Rennens? Evtl. noch ein kurzer<br />

Blick nach rechts und links, dann<br />

ertönt das Startsignal. Die Boxen öffnen<br />

sich, und der Sprung nach draußen<br />

gelingt.<br />

Jetzt zählt nur noch die Einheit zwischen<br />

Tier und Mensch. Beide wollen<br />

den Sieg. Erfahrene Jockeys berichten<br />

immer wieder, das man fühlen kann,<br />

wie ein Pferd im Rennen kämpft, und<br />

das jedes eine eigene Persönlichkeit<br />

besitzt.<br />

Gute Nerven sind in dieser hohen<br />

Qualität des Wettkampfes ein Muss.<br />

Die Pferde erreichen langsam den<br />

Schlussbogen vor der Zielgeraden. Inzwischen<br />

wird die Kommentierung des<br />

Rennbahnsprechers emotionaler und<br />

schneller.<br />

Die Zuschauer springen auf der Tribüne<br />

von ihren Plätzen oder lehnen sich weit<br />

über die Rails - weiße Plastikstangen<br />

zur Begrenzung. Jetzt geht alles rasend<br />

schnell. Die Erde bebt und die letzten<br />

500 Meter vor dem Ziel sind in nicht<br />

einmal 30 Sekunden zurückgelegt. Die<br />

Menschen feuern lauthals ihren Favoriten<br />

an, und man spürt die Begeisterung<br />

aller Beteiligten, denn die Konkurrenz<br />

ist stark und das Feld dicht zusammen.<br />

Im Ziel kann eine Nasenlänge entscheidend<br />

sein, und zwar über Siegprämien,<br />

Wetteinsätze und Zuchtwert der Pferde.<br />

Modernste Technik mit Zielkameras<br />

erlaubt eine präzise Angabe des Siegers<br />

und der Platzierungen.<br />

Strahlende Gesichter unter den Zuschauern,<br />

freudige Besitzer, Trainer und Jockeys<br />

- die Atmosphäre ist unbeschreiblich.<br />

Der Sieger wird extra vom Geläuf<br />

mit einem Begleitpferd abgeholt. Der<br />

Pfleger und der Besitzer sind schon zu<br />

ihrem Pferd gerannt. Die Presse macht<br />

ein kurzes Interview mit dem noch auf<br />

dem Pferd sitzenden Jockey, und dann<br />

geht es schon zur Siegerehrung.<br />

Die vom Rennen erhitzten Pferde<br />

erhalten erstmal einen Eimer frisches<br />

Wasser, werden abgesattelt und<br />

abgeduscht.<br />

Das Hauptrennen, den 101. Grand Prix<br />

de L’Arc de Triomphe, in Paris gewonnen<br />

hat in diesem Jahr die für England<br />

startende Schimmelstute Alpinista<br />

mit Jockey Luke Morris. Sie ist die am<br />

16.02.2017 geborene Tochter des legendären<br />

Hengst Frankel und der Stute<br />

Alwida. Besitzerin und Züchterin ist<br />

Kirsten Rausing, Enkelin des Gründers<br />

von Tetra Pak. Sie gründete selbst den<br />

Alborada Trust, der Mittel für medizinische<br />

und veterinärmedizinische<br />

Zwecke, Forschung, Bildung, Tierschutz<br />

und Hilfe für von Katastrophen betroffenen<br />

Gebieten der Welt bereitstellt.<br />

20 Pferde am Start lieferten sich ein<br />

spannendes Rennen in geschlossener<br />

Formation. Am Ende zeigte Alpinista<br />

ihre unglaubliche Klasse und gewann<br />

sogar mit einer halben Länge vor der<br />

auch männlichen Konkurrenz. Der<br />

gleichaltrige Superhengst Torquator<br />

Tasso startete für Deutschland mit<br />

Starjockey Lanfranco Dettori und erreichte<br />

den dritten Platz. Er beendet<br />

nach 16 Rennen seine Rennkarriere, in<br />

der er 6 Siege erzielte und darf nun für<br />

Nachkommen sorgen. Außerdem für<br />

Deutschland am Start war der Fuchshengst<br />

Mendocino mit Jockey René<br />

Pichulek.<br />

Somit geht ein aufregendes und sportlich<br />

hochkarätiges Pferdesportereignis<br />

zu Ende, und vielleicht haben auch Sie<br />

gerade Lust bekommen, im nächsten<br />

Jahr ein Pferderennen zu besuchen?<br />

Reporterinnen Susanne Voß<br />

und Gaby Klemp<br />

Foto: © Yves Schlingloff<br />

Paris Longchamp<br />

47


Let's Talk<br />

About...<br />

FASHION<br />

FASHION-<br />

TALK<br />

Foto: © Markus Büchs<br />

im Restaurant<br />

Brenner – Operngrill<br />

in München...<br />

... mit KLAUDIA<br />

GRÄFIN VON<br />

RANK und<br />

EWA HAAS-<br />

STARK<br />

48<br />

Foto: © Privat


Anlässlich einer Wiesn-Einladung in München nutzte<br />

ich die Gelegenheit, meine Kolumnistin Klaudia<br />

Gräfin von Rank zu treffen, die in München wohnt.<br />

Dass Klaudia gute Kolumnen schreibt, habe ich schon<br />

sehr zu schätzen gelernt. Doch was für eine Person<br />

steht dahinter, und was macht Klaudia noch?<br />

Illustration: © adobe.stock.com/vitalygrin<br />

Ewa: Hallo meine Liebe, das ist ja toll,<br />

dass wir Zeit gefunden haben, um uns<br />

persönlich kennenzulernen.<br />

Klaudia: Ich freue mich auch sehr, Dich<br />

zu treffen.<br />

Ewa: Erzähle mir doch bitte etwas über<br />

Dich, Deinen Beruf, Deine Hobbies<br />

usw.<br />

Klaudia: Ich bin Unternehmerin und<br />

Content Creator auf Instagram (Klaudi__official)<br />

Das sind meine Hauptaufgaben<br />

im Tagesgeschäft.<br />

Das Schreiben ist mehr ein Hobby von<br />

mir. Ich habe Kinder- und Jugendbuchliteratur<br />

studiert, drei Kinderbücher geschrieben<br />

(auf Amazon unter meinem<br />

Namen zu finden), zwei Literaturpreise<br />

erhalten und unzählige Kurzgeschichten<br />

und Gedichte verfasst. Auch einige Kolumnen<br />

von mir für die österreichische<br />

Zeitung “Woman” wurden veröffentlicht.<br />

Ewa: Das klingt sehr spannend und<br />

zeitintensiv. Hast Du denn da noch Zeit<br />

für Hobbies?<br />

Klaudia: Ja, natürlich. Ich treibe regelmäßig<br />

Sport: Yoga, Fitness, Golf, Skifahren,<br />

und ein großes Hobby von mir<br />

ist das Reisen. Mindestens einmal im<br />

Monat nehme ich mir Zeit für eine Reise.<br />

Diese Reisen inspirieren mich, und<br />

ich nehme mir dort auch immer Zeit,<br />

um mich modisch zu informieren. Jedes<br />

Land hat seine eigene Kultur, Geschichte<br />

und modische Einstellung.<br />

Ewa: Hast Du ein Lieblingsreiseziel?<br />

Klaudia: Nein, bis jetzt habe ich noch<br />

keinen Ort gefunden, an den ich immer<br />

regelmäßig reise, aber ich mag die Berge<br />

und das Meer gleichermaßen.<br />

Ewa: Wo holst Du Dir deine Inspirationen<br />

für Fashion und die Kolumne<br />

“Fashiontalk”?<br />

Klaudia: Ich lese regelmäßig die Vogue,<br />

Instyle und die österreichische „Woman“.<br />

Dazu verfolge ich die aktuellen<br />

Fashionshows der großen Brands.<br />

Außerdem lasse ich mich auf Instagram<br />

inspirieren.<br />

Ewa: Nenne mir doch bitte drei Kleidungsstücke,<br />

die jede Frau in ihrem<br />

Schrank haben sollte.<br />

Klaudia: Da fallen mir auf Anhieb<br />

ein: das „kleine Schwarze” – also ein<br />

schwarzes Kleid, das immer alltags- und<br />

gleichzeitig auch abendtauglich ist. ein<br />

Blazer, in schwarz oder in einem hellen,<br />

neutralen Ton eine unifarbene Bluse,<br />

die nicht zu eng geschnitten ist, so dass<br />

man sie auch geknotet oder offen tragen<br />

kann.<br />

Ewa: Zum Schluss interessiert mich<br />

noch sehr Deine Lieblingsfarbe.<br />

Klaudia: Ich bin schon immer ein<br />

“Pinkfan”. In diesem Winter ist Pink<br />

besonders aktuell. Maison Valentino hat<br />

für diese Saison eine ganze Kollektion<br />

in uni pink entworfen.<br />

Ewa: Vielen Dank für Deine Zeit, liebe<br />

Klaudia. Deine <strong>Dezember</strong>kolumne ist ja<br />

wieder ganz toll geworden.<br />

49


ORGASMUSPHASEN:<br />

DIE VIER STUFEN<br />

ZUM GIPFEL<br />

Kuscheln, Knutschen, Petting, Sex. So läuft der Sex häufig<br />

ab, doch das ist nicht das, was sich im Körper abspielt. US-<br />

Forscher.innen haben herausgefunden, dass es vier Orgasmusphasen<br />

gibt.<br />

Die amerikanischen Sexualforscher William Howell Masters<br />

und Virginia Johnson haben in den 60er-Jahren herausgefunden,<br />

dass es einen sexuellen Reaktionszyklus gibt.<br />

Damit beschreiben sie körperliche und emotionale Veränderungen,<br />

die typischerweise auftreten, wenn man sexuell<br />

erregt wird. Unsere Autorin Mignon findet: Zu wissen, wie<br />

der Körper in den vier Orgasmusphasen reagiert, kann<br />

helfen das Sexleben zu verbessern.<br />

Sexualberatung by Mignon<br />

Foto: ©Anri Coza<br />

WAS ALLE ORGASMEN<br />

GEMEINSAM HABEN<br />

Ziemlich zu Beginn meiner Ausbildung als Sexualberaterin<br />

gab es für mich einen Magic Moment: Als mir nämlich<br />

bewusst wurde, wie viel ich über mich, meinen Körper und<br />

vor allem über den Orgasmus lernen würde. Es gibt Prozesse<br />

während der Erregung, die in allen menschlichen Körpern<br />

passieren, egal ob bei Männern oder Frauen. Egal welche Art<br />

von Orgasmus. Diese Vorgänge lassen sich in vier Orgasmusphasen<br />

unterteilen.<br />

DIE VIER PHASEN<br />

DES ORGASMUS<br />

Der sexuelle Reaktionszyklus kennt vier Phasen: Erregung,<br />

Plateau, Orgasmus und Auflösung. Sowohl Männer als auch<br />

Frauen durchlaufen diese Phasen, auch wenn individuell<br />

unterschiedlich. Deshalb ist es zum Beispiel auch eher unwahrscheinlich,<br />

dass beide Partner gleichzeitig zum Orgasmus<br />

kommen. Außerdem sind die Intensität der Reaktion<br />

und die Dauer der einzelnen Orgasmusphasen von Person<br />

zu Person unterschiedlich. Diese Unterschiede zu verstehen,<br />

kann den Partnern helfen, den Körper und die Reaktionen<br />

des anderen besser zu erkennen, um die sexuelle Erfahrung<br />

zu verbessern (und langfristig zu genießen).<br />

Foto: ©stock.adobe.com/Africa Studio<br />

50


PHASE 1:<br />

DIE ERREGUNG<br />

Die erste Phase wird als Zustand der Erregung oder<br />

des Verlangens beschrieben. Hier beginnt der weibliche<br />

Körper, sich auf den Sex vorzubereiten. Die<br />

Erregungsphase kann von einigen Minuten bis zu<br />

mehreren Stunden dauern. Bestimmte Hormone<br />

der Frau werden vermehrt ausgeschüttet, das Blut<br />

beginnt die Geschlechtsorgane zu durchfluten, und<br />

man hat das Gefühl, dass der ganze Körper warm<br />

wird. Dabei nimmt die Muskelspannung zu, der<br />

Herzschlag beschleunigt sich und die Atmung wird<br />

schneller. Auch die Haut kann gerötet sein (auf<br />

Brust und Rücken können rote Flecken erscheinen).<br />

Die Brustwarzen richten sich erigiert auf. Die<br />

Durchblutung der Genitalien nimmt zu, wodurch<br />

die Klitoris und die inneren Schamlippen der Frau<br />

anschwellen. Die vaginale Lubrikation, das Feuchtwerden,<br />

beginnt.<br />

PHASE 2:<br />

DAS PLATEAU<br />

Mit der Plateau-Phase steigt die sexuelle Spannung<br />

noch mehr an. Die in Phase 1 begonnenen Veränderungen<br />

werden weiter intensiviert. Viele Frauen<br />

können ab dieser Orgasmusphase an nichts anderes<br />

denken mehr denken als an die sexuelle Stimulation.<br />

Die Herzfrequenz, die Atmung und der Blutdruck<br />

steigen weiter an. Die Vagina schwillt durch<br />

die erhöhte Durchblutung ebenfalls immer mehr<br />

an, und die Scheidenwände färben sich dunkelviolett.<br />

Jetzt kann die Klitoris der Frau sehr empfindlich<br />

(oder sogar schmerzhaft) werden und zieht sich<br />

unter die Klitorisvorhaut zurück, um eine direkte<br />

Stimulation durch den Penis zu vermeiden. Manche<br />

Frauen in meiner Beratung haben mir erzählt, dass<br />

es bei ihnen zu Muskelkrämpfen in den Füßen, im<br />

Gesicht und in den Händen gekommen ist. Was<br />

nicht verwunderlich ist, da die Muskelspannung in<br />

dieser Phase radikal zunimmt.<br />

PHASE 3:<br />

DER ORGASMUS<br />

Das ist oft die Phase, die wir erleben wollen: der<br />

Orgasmus. Er ist zwar der Höhepunkt des sexuellen<br />

Reaktionszyklus, aber auch die kürzeste Phase und<br />

dauert allgemein nur wenige Augenblicke. Beim<br />

Orgasmus ziehen sich die Vagina, die Gebärmutter,<br />

die Beckenbodenmuskeln und manchmal auch die<br />

Muskeln am ganzen Körper rhythmisch zusammen.<br />

Unwillkürliche Muskelkontraktionen setzen ein.<br />

Wobei sich der Blutdruck, die Herzfrequenz und die<br />

Atmung auf dem höchsten Stand befinden. Außerdem<br />

kommt es zu einer schnellen Aufnahme von<br />

Sauerstoff. Teils verkrampfen sich auch erst ab hier<br />

die Muskeln in den Füßen und es kommt zu einer<br />

plötzlichen, heftigen Entladung der sexuellen Spannung.<br />

Am ganzen Körper kann es während dieser<br />

Orgasmusphase zu einem Ausschlag kommen, den<br />

sogenannten „Sexflush“. Der Ausschlag verschwindet<br />

jedoch so schnell, wie er gekommen ist.<br />

PHASE 4:<br />

DIE AUFLÖSUNG<br />

In der letzten Phase, nach dem Erreichen des Höhepunkts,<br />

fängt der Körper an, sich zu entspannen<br />

und kommt langsam in seinen normalen Zustand<br />

zurück. Die Herzfrequenz, der Blutdruck und<br />

auch die Atmung verlangsamen sich wieder auf ihr<br />

normales Maß. Geschwollene und erigierte Körperteile<br />

nehmen wieder ihre ursprüngliche Größe<br />

und Farbe an. Die Auflösungsphase ist durch ein<br />

allgemeines Wohlbefinden, verstärkte Intimität und<br />

oft auch durch Müdigkeit gekennzeichnet. Einige<br />

Frauen sind in der Lage, bei weiterer sexueller<br />

Stimulation schnell wieder in die Orgasmusphase<br />

zurückzukehren und können daher mehrere Orgasmen<br />

erleben. Männer dagegen brauchen nach dem<br />

Orgasmus eine Erholungszeit, die so genannte Refraktärphase,<br />

in der sie nicht erneut zum Orgasmus<br />

kommen können. Die Dauer der Refraktärphase ist<br />

bei Männern unterschiedlich und verlängert sich in<br />

der Regel mit zunehmendem Alter.<br />

51


Scarlett Wortmann<br />

Nachwuchsschauspielerin<br />

und Model<br />

Foto: ©Jan Northoff photography<br />

Scarlett ist eine lebensfrohe, selbstbewusste<br />

und disziplinierte junge Frau,<br />

und sie weiß genau, was sie will!! Mit<br />

ihren 22 Jahren hat sie schon eine Menge<br />

erlebt und erreicht, aktuell lebt sie in<br />

Hamburg und absolviert eine Ausbildung<br />

zur Schauspielerin. „Viele wissen<br />

gar nicht. dass Schauspiel ein Handwerk<br />

ist und genauso erlernt werden muss<br />

wie jeder andere Beruf “. Scarlett entdeckte<br />

schon als Kind ihre Leidenschaft<br />

fürs Schauspielern, Singen und Tanzen.<br />

Viele hielten es für eine Träumerei und<br />

meinten, dass sie sich besser einen bodenständigen<br />

Beruf aussuchen soll, wo<br />

sie vernünftiges Geld verdienen kann.<br />

Auf diese Stimmen hat sie nie gehört<br />

und sich auch nicht verunsichern lassen.<br />

“Ich hatte sehr viel Glück, dass meine<br />

Eltern meine Interessen von klein auf<br />

gefördert haben und immer 100 Prozent<br />

hinter mir stehen.“ Somit entschloss sie<br />

sich, mit 16 Jahren Schauspielunterricht<br />

zu nehmen, und absolvierte mehrere<br />

Muscial-Workshops.<br />

Wer Scarlett kennenlernt, merkt<br />

schnell, dass sie nicht nur ihre Kater<br />

Sit und Diego liebt, sondern dass auch<br />

alle anderen Tiere einen Platz in ihrem<br />

Herzen haben. So arbeitete sie mehrere<br />

Wochen auf einem Gnadenhof, wo sie<br />

Tiere versorgte, die vor der Schlachtung<br />

oder dem Einschläfern gerettet wurden.<br />

Nach ihrem Abitur 2018 flog sie für<br />

mehrere Monate nach Peru, um dort,<br />

als Volontärin im Tierheim „Esperanza<br />

Canina“, Hunde von der Straße zu holen<br />

und zu pflegen.<br />

Zurück in Deutschland, bewarb sie sich<br />

an mehreren Hochschulen und Schauspielschulen.<br />

Parallel begann sie ihre<br />

Ausbildung zum Personal Fitnesscoach,<br />

da Sport schon immer eine große<br />

Leidenschaft in ihrem Leben war. Im<br />

Mai bekam sie dann die Zusage einer<br />

Musicalschule in Hamburg; bereits im<br />

Juni zog sie um und begann dort ihre<br />

Ausbildung. Nach einem Jahr wechselte<br />

sie jedoch die Schule, weil ihr bewusst<br />

wurde, dass die Musical-Ausbildung<br />

nicht das richtige für sie war und sie<br />

sich stattdessen lieber weiter und intensiver<br />

mit der Schauspielerei beschäftigen<br />

möchte.<br />

Inspiriert vom Tanzen und dem erfolgreichen<br />

Abschluss ihrer Trainer-Lizenzen,<br />

bildete sie sich in der Zwischenzeit<br />

zur Tanz-& Bewegungspädagogin und<br />

in der Schmerztherapie weiter. “Ich<br />

liebe es zu tanzen und zu boxen, mich<br />

auszupowern und bis an die Grenzen<br />

zu stoßen. Das baut Stress ab, und ich<br />

bekomme den Kopf frei. Bewegung hält<br />

meinen Körper und meine Seele in Balance.<br />

Dazu gehört auf jeden Fall auch<br />

eine gesunde Ernährung und natürlich<br />

Schokolade.“<br />

Feras couture Foto: © Frank Littmann<br />

52


53


Foto: © Show your glow- Foto Frank Littmann<br />

Scarletts Mutter, Nina Wortmann,<br />

bekanntes deutsches Rollstuhlmodel,<br />

modelt seit 18 Jahren; da kann man behaupten,<br />

der Apfel fällt nicht weit vom<br />

Stamm. Scarlett hat schon als kleines<br />

Kind immer mal wieder vor der Kamera<br />

gestanden und ihr Lächeln zum<br />

Besten gegeben. ,,Meine Liebe für das<br />

Modeln habe ich mir wohl auch von<br />

meiner Mama abgeguckt. Es ist einfach<br />

ein tolles Gefühl, geschminkt zu werden,<br />

Klamotten anzuziehen, die man<br />

vielleicht sonst nicht anziehen würde,<br />

und sich vor der Kamera auszuprobieren<br />

und dann ein schönes Resultat zu<br />

bekommen. Wir kennen aber natürlich<br />

auch alle das Phänomen, dass dir ein<br />

Bild gar nicht gefällt aber alle anderen<br />

sagen: Das Bild ist einfach nur wow. Ich<br />

musste auch lernen, mich auf manchen<br />

Bildern schön zu finden.<br />

Man muss einfach den Blick<br />

auf sich selbst erweitern und<br />

darf nicht zu kritisch mit<br />

sich selbst sein. Es ist doch auch mal<br />

schön, wenn ein Bild oder ein Mensch<br />

auf einem Foto nicht perfekt aussieht,<br />

sondern menschlich.“ Scarlett hat schon<br />

für viele Projekte gemodelt und stand<br />

für mehrere Fotografen vor der Kamera.<br />

„Mut zur Sichtbarkeit – Mut zur Verletzlichkeit.<br />

Es braucht Mut, sich mit<br />

sich selbst auseinanderzusetzen und<br />

zu lernen, sich selbst zu lieben und so<br />

zu akzeptieren, wie man ist. Ich habe<br />

recht früh in meinem Leben gelernt,<br />

das Leben so zu nehmen, wie es kommt.<br />

Nichts passiert ohne Grund, und es<br />

kommt, wie es kommen soll. Meine<br />

Vergangenheit machte mich zu der, die<br />

ich heute bin: eine starke junge Frau.<br />

Und ich bin stolz, ich zu sein. Natürlich<br />

fühle ich mich nicht immer stark oder<br />

wohl in meiner Haut. Es ist völlig normal,<br />

schwache Momente zu haben und<br />

an allem zu zweifeln. Aber ich versuche<br />

so viel wie möglich im Hier und Jetzt<br />

zu leben, das Beste aus dem, was mir<br />

gegeben wird, zu machen und mein<br />

Leben zu genießen.“<br />

„Ich bin gespannt,<br />

wo mich mein Weg<br />

noch hinführen wird.“<br />

Foto: © Jan Northoff photography<br />

54


Impressum<br />

Rechtsform einer Kapitalgesellschaft<br />

Ewa Stark Unternehmergesellschaft<br />

(Haftungsbeschränkung)<br />

Geschäftsführerin / CEO<br />

Ewa Haas-Stark<br />

Chefredakteurin / Verlegerin<br />

Ewa Haas-Stark<br />

Elmblick 17, 38162 Cremlingen<br />

ewa@ewas-place.de<br />

Tel.: +4917683404365<br />

TALK<br />

von Klaudia Gräfin<br />

von Rank<br />

Vertrieb Marco Bauer<br />

Lektorat Jürgen Christen<br />

Gestaltung Magdalena Barge<br />

info@werbung-best-image.de<br />

Tel.: +4916091566522<br />

Anzeigen Ewa Haas-Stark<br />

Cover Bild Katrin Bühring<br />

Cover Hut-Designerin Nada Quenzel<br />

Cover Foto Nada Quenzel<br />

Redaktion-Team<br />

Kolumnisten & Gastpublizisten<br />

Mignon Kowolik Hamburg<br />

Klaudia Gräfin von Rank München<br />

Roland Surm Zürich<br />

Julia Kolander München<br />

Da ist es wieder ...<br />

das Hahnentrittmuster.<br />

Wahrscheinlich hat es in dieser<br />

Herbst-Winter-Saison schon jeder in<br />

Schaufenstern und Regalen entdeckt.<br />

Make-up Artistin<br />

Sandra Halper Wien<br />

Fotografen<br />

Charles Wills New York<br />

Roland Surm Zürich<br />

Yves Schlingloff Hannover<br />

Reporterinnen<br />

Susanne Voß<br />

Gaby Klemp<br />

Vertrieb<br />

Erscheint alle zwei Monate<br />

Erhältlich pro <strong>Ausgabe</strong><br />

Digital kostenlos auf<br />

www.ewas-place.de<br />

Urheberrechte<br />

Die Urheberrechte für Anzeigenentwürfe,<br />

Fotos, Vorlagen sowie für die<br />

Gestaltung bleiben beim Verlag. Jeglicher<br />

Nachdruck von Artikeln, Fotos,<br />

Zeichnungen und dergleichen bedarf<br />

der ausdrücklichen Zustimmung des<br />

Verlages.<br />

Haftung und Gewähr<br />

Programminformationen werden<br />

kostenlos abgedruckt, eine Gewähr<br />

für die Richtigkeit kann daher nicht<br />

übernommen werden. Für eingesandte<br />

Fotos, Artikel etc. kann leider keine<br />

Gewähr übernommen werden.<br />

Namentlich gekennzeichnete Beiträge<br />

entsprechen nicht unbedingt der<br />

Meinung der Redaktion.<br />

Bildnachweis<br />

Inhalt: Adobe Stock<br />

und wie angegeben<br />

Klaudia Gräfin von Rank Modetrends<br />

Klaudi__official<br />

Alles neu<br />

oder was?<br />

Das markante Muster wird dieses Jahr nicht nur<br />

in schwarz-weiß, sondern auch in buntem Mix<br />

produziert. Es findet sich in Mänteln, Röcken und<br />

natürlich auch Handtaschen.<br />

Das unverwechselbare Karomuster<br />

stammt ursprünglich<br />

aus Schottland und sorgt<br />

immer wieder für perfektes<br />

Retro-Feeling.<br />

Ich mags sehr gerne und es<br />

bestätigt, was uns die Mode<br />

immer wieder lehrt:<br />

Alles kehrt wieder<br />

....ob Schlaghosen - oder<br />

Leoprints, Karo Look oder<br />

Maxiröcke.<br />

55


Foto: ©Doella by Van

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